06.08.2024 Aufrufe

SACHWERT Magazin ePaper, Ausgabe 140

In diesem Magazin lesen Sie: TITEL: »Kostenuhren sind heiß gelaufen!«| Christian Kröncke im Interview MARKTKOMMENTAR: Goldkäufe Chinas treiben den Kurs | Claus Vogt WISSEN: Warum finanzielle Unabhängigkeit das beste Geschenk ist | Margarete Honisch WISSEN: Mieten rauf – mehr Rendite durch Mietergespräche | Tomek Piotrowski im Interview IMMOBILIEN: Die Immobilienmythen | Auszug aus dem Buch »Der Einzimmer-Millionär« von Gerald Hörhan

In diesem Magazin lesen Sie:

TITEL: »Kostenuhren sind heiß gelaufen!«| Christian Kröncke im Interview
MARKTKOMMENTAR: Goldkäufe Chinas treiben den Kurs | Claus Vogt
WISSEN: Warum finanzielle Unabhängigkeit das beste Geschenk ist | Margarete Honisch
WISSEN: Mieten rauf – mehr Rendite durch Mietergespräche | Tomek Piotrowski im Interview
IMMOBILIEN: Die Immobilienmythen | Auszug aus dem Buch »Der Einzimmer-Millionär« von Gerald Hörhan

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<strong>Ausgabe</strong> <strong>140</strong><br />

EDELMETALLE ROHSTOFFE IMMOBILIEN BETEILIGUNGEN RARITÄTEN WISSEN<br />

e-<br />

Paper<br />

CLAUS VOGT<br />

Goldkäufe Chinas<br />

treiben den Kurs<br />

GERALD HÖRHAN<br />

Die Immobilienmythen<br />

MARGARETE HONISCH<br />

Warum finanzielle<br />

Unabhängigkeit das<br />

beste Geschenk ist<br />

»KOSTENUHREN SIND<br />

Bilder: Inka Englisch, wirtschaft tv, Depositphotos / mexrix<br />

HEISS GELAUFEN!«<br />

Immobilienexperte Christian Kröncke<br />

sieht Wege aus der Krise


ERFOLG wird bei uns<br />

großgeschrieben.<br />

Umwelt aber auch:<br />

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Editorial<br />

Impressum<br />

<strong>SACHWERT</strong> <strong>Magazin</strong> <strong>ePaper</strong><br />

Verlag BACKHAUS Finanzverlag GmbH ist ein<br />

Unternehmen der Backhaus Mediengruppe Holding<br />

GmbH, Geschätsführender Gesellschafter<br />

Julien Backhaus<br />

Redaktion/Grafik<br />

Chefredakteur (V. i. S. d. P.): Julien Backhaus<br />

Redaktion: Martina Karaczko,<br />

Anna Seifert, Lea Trägenap<br />

E-Mail: redaktion@backhausverlag.de<br />

Objektleitung: Judith Iben<br />

Layout und Gestaltung: Judith Iben,<br />

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Onlineredaktion<br />

E-Mail: redaktion@backhausverlag.de<br />

Herausgeber, Verleger<br />

Julien Backhaus<br />

Zum Flugplatz 44 | D-27356 Rotenburg<br />

Telefon: (0 42 68) 9 53 04 91<br />

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www.backhausverlag.de<br />

Lektorat<br />

Anna Kaltner Sprachdienstleistungen<br />

»Sprachenland«<br />

Fockygasse 47/7/14 | A-1120 Wien<br />

E-Mail: office@annakaltner.com<br />

Autoren (Verantwortliche i. S. d. P.)<br />

Die Autoren der Artikel und Kommentare im Sachwert<br />

<strong>Magazin</strong> sind im Sinne des Presserechts selbst<br />

verantwortlich. Die Meinung des Autoren spiegelt<br />

nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.<br />

Trotz sorgfältiger Prüfung durch die Redaktion wird<br />

in keiner Weise Haftung für Richtigkeit geschweige<br />

denn für Empfehlungen übernommen. Für den Inhalt<br />

der Anzeigen sind die Unternehmen verantwortlich.<br />

Martina Karaczko<br />

Redakteurin<br />

Wirtschaft und Politik<br />

Eine Zwangsehe ohne Aussicht auf Scheidung<br />

Wirtschaft und Politik sind miteinander<br />

verbunden, das war schon immer so.<br />

Doch es gibt Situationen, in denen man<br />

es sich anders wünscht, zum Beispiel<br />

beim Thema Immobilien. Der Experte<br />

Christian Kröncke kommt in unserem<br />

Titelinterview zu dem Schluss, dass vor<br />

allem die Gesetzeslage in Deutschland<br />

der Branche zu schaffen macht, weil<br />

sie die Bürokratie lähmt und die Kosten<br />

steigen lässt – zusätzlich zu Inflation<br />

und Zinsen. Eine Korrektur könnte dazu<br />

führen, dass der Markt wieder gesund<br />

wird, denn eigentlich könnte er es bereits<br />

sein, wie Kröncke ausführt. Auch<br />

beim Gold spielt Politik eine gewichtige<br />

Rolle, wie Claus Vogt in seinem Marktkommentar<br />

erläutert. Bei beiden Anlageklassen<br />

zeigt sich: Das Credo, nach<br />

welchem Angebot und Nachfrage den<br />

Markt regulieren, genügt leider nicht.<br />

Der Investmentexperte Gerald Hörhan<br />

hat sich neben verschiedener anderer<br />

Investmentstrategien das Vermieten<br />

von kleinen Wohneinheiten als Möglichkeit<br />

ausgesucht, um der Krise in<br />

der Immobilienbranche aus dem Weg<br />

zu gehen. Wir bieten Ihnen mit einem<br />

Auszug aus seinem Buch »Einzimmer<br />

Millionär« einen Einblick in die Idee,<br />

mit kleinen Wohnungen Rendite zu erwirtschaften.<br />

Um Rendite und finanzielle<br />

Freiheit geht es in dem Gastbeitrag<br />

von Margarete Honisch, Gründerin der<br />

Plattform »Fortunalista«. Sie erklärt,<br />

warum Frauen immer noch weniger investieren<br />

als Männer und warum sich<br />

das ändern muss.<br />

Viel Vergnügen bei der Lektüre wünscht<br />

Martina Karaczko<br />

Redakteurin<br />

Bild: Alex Waltke<br />

Vervielfältigung oder Verbreitung<br />

nicht ohne Genehmigung.<br />

Alle Rechte vorbehalten.<br />

Folgen Sie uns auch auf


Titelstory


Titelstory<br />

»Kostenuhren sind<br />

heiß gelaufen!«<br />

Immobilienexperte Christian Kröncke sieht Wege aus der Krise<br />

Bild: Inka Englisch<br />

Die Immobilien- und insbesondere<br />

die Baubranche<br />

erleben schwere Zeiten.<br />

Inflation und steigende<br />

Baupreise werden zumeist<br />

als Ursachen der Krise genannt,<br />

gestiegene Zinsen haben<br />

unzählige Bauprojekte platzen<br />

lassen. Eine monströse Bürokratie<br />

lähmt Unternehmer und Projektentwickler<br />

in ihren Vorhaben und<br />

legt ihnen Ziegelsteine in den Weg.<br />

Immobilienexperte Christian Kröncke<br />

erlebt diese Missstände hautnah,<br />

doch er macht auch den Markt<br />

und seine Teilnehmer für die<br />

Misere verantwortlich. Er sieht<br />

durchaus Wege, wie die Branche<br />

sich wieder aufstellen kann. In<br />

unserem Interview erläutert er,<br />

wie das gehen kann und wie er<br />

selbst vom Polizisten zum Bauunternehmer<br />

geworden ist.<br />

Herr Kröncke, Sie sind im hochpreisigen<br />

Immobilien-Segment<br />

aktiv – wie behauptet<br />

sich dieses in der aktuellen<br />

Immobilienkrise?<br />

Im höheren Preissegment<br />

ist es so, dass die Kunden<br />

nur in seltenen<br />

Fällen tatsächlich finanzieren.<br />

Das heißt,<br />

Immobilien werden<br />

in der Regel aus<br />

Eigenkapital bezahlt<br />

und das führt dazu,<br />

dass unsere Kunden<br />

nicht abhängig sind<br />

von der Höhe der aktuellen<br />

Zinsen, sondern vielmehr<br />

dann kaufen, wenn sie den Bedarf<br />

dafür haben. Gleichwohl ist es natürlich<br />

auch so, dass, wenn jemand aus<br />

Eigenkapital Immobilien kaufen kann,<br />

er auch um seine privilegierte Stellung<br />

weiß und versucht, zu verhandeln.<br />

Sie haben selbst früh in eine Immobilie<br />

investiert, um durch die Vermietung<br />

unabhängig zu werden. Warum<br />

haben Sie sich damals für Immobilien<br />

entschieden?<br />

Es war im Grunde genommen das Modell,<br />

das ich von meinen Eltern schon<br />

kannte. Meine Eltern hatten ihre Altersvorsorge<br />

im kleinen Rahmen mit Immobilien<br />

aufgewertet. Und es erschien<br />

mir die naheliegendste und sinnvollste<br />

Lösung, damit einfach schon etwas<br />

früher anzufangen, um dann früher in<br />

Pension zu gehen.<br />

»Der Neubau hat eine<br />

herausragende Zukunft,<br />

weil es immer weniger<br />

Marktteilnehmer gibt,<br />

die das beherrschen.«<br />

Und Sie haben diese Immobilie gebaut.<br />

Warum haben Sie kein fertiges<br />

Objekt gewählt? Würden Sie das heute<br />

nochmal so machen?<br />

Ich komme gebürtig aus einer ländlichen<br />

Region und dort ist es durchaus<br />

üblich, dass Immobilien gebaut und<br />

nicht gekauft werden. Insofern war<br />

das Teil meiner Sozialisierung. Auch<br />

meine Eltern hatten ihre Häuser, die<br />

sie wiederum vermietet hatten, auch<br />

immer selber gebaut. Das war für mich<br />

ganz normal. Und heute als Bauträger<br />

baue ich Immobilien nach wie vor neu.<br />

Gleichwohl ist die Anforderung an einen<br />

Neubau heute natürlich überhaupt<br />

nicht mehr vergleichbar mit denen von<br />

früher. Wenn es früher möglich war,<br />

in sechs Monaten ein Haus zu bauen,<br />

dann sind es heute eher 18 bis 24<br />

Monate. Und das ist auf die massive<br />

Steigerung der Komplexität von Immobilien<br />

zurückzuführen.<br />

Welche Zukunft hat der Neubau<br />

denn aktuell für Bauträger und Bauunternehmer?<br />

Der Neubau hat eine herausragende<br />

Zukunft, weil es immer weniger Marktteilnehmer<br />

gibt, die das beherrschen.<br />

Früher war es noch nahezu jedem<br />

möglich, mal eben ein Haus zu bauen.<br />

Als ich mein erstes Haus gebaut habe,<br />

war ich Polizist. Ich hatte vom Bauen<br />

überhaupt keine Ahnung und trotzdem<br />

war es mir möglich, dieses Haus<br />

mängelfrei fertigzustellen. Heute<br />

braucht es eine große Expertise und<br />

die ist immer weniger vorhanden.<br />

Aber das ist gut für die Unternehmen,<br />

die über diese Kompetenz<br />

verfügen. Und: Die Nachfrage nach<br />

Neubauten ist da, das kann sich nur<br />

positiv auf die Geschäftsmöglichkeiten<br />

auswirken.<br />

Das heißt, dass Bauunternehmen<br />

vom Markt verschwinden, weil die<br />

Kalkulationen nicht mehr passen, ist<br />

nur eine kurze Momentaufnahme?<br />

Ja, die Ursachen sind komplex. Die Störung,<br />

die aktuell in der Immobilienbranche<br />

herrscht, ist ja keine Störung des<br />

Angebot-Nachfrage-Verhältnisses, denn<br />

es gibt ein zu geringes Angebot für eine<br />

enorm große Nachfrage. Die Immobilienbranche<br />

hat sich einfach ein bisschen<br />

festgefahren. Die Anforderungen an den<br />

Neubau wurden immer weiter erhöht<br />

und die Baukosten sind gestiegen. Zudem<br />

haben sich die Grundstückspreise in<br />

den letzten Jahren durch einen massiven<br />

Einfluss von Grundstücksspekulanten<br />

stark erhöht. Und das hat dazu geführt,<br />

dass die Kostenuhren heiß gelaufen sind<br />

und die Finanzierungsmöglichkeiten der<br />

Käufer gleichzeitig gesunken sind. Das<br />

ist das große Problem, das wir seit zwei<br />

Jahren bewältigen müssen.


Titelstory<br />

Wenn ich jetzt neu anfangen und ein<br />

Grundstück am Markt kaufen würde,<br />

dann könnte ich das auch marktgerecht<br />

einkaufen und würde auch dann ein<br />

marktgerechtes Verkaufspreisniveau haben,<br />

das von den Kunden auch bezahlt<br />

werden kann. Also grundsätzlich ist es<br />

intakt. Das Problem ist, dass eben alle,<br />

die aktuell am Markt teilnehmen, massive<br />

Probleme haben, aus dem Sumpf der<br />

Vergangenheit rauszukommen. Der<br />

Markt an sich würde funktionieren.<br />

Gibt es denn gar kein Licht am<br />

Horizont?<br />

Doch, ein Gesetzentwurf für das so<br />

genannte E-Haus ist auf den Weg gebracht<br />

worden. E steht für einfach.<br />

Damit sollen die technischen Anforderungen<br />

an die Gebäude gesenkt<br />

werden. Ob das jetzt die Lösung ist,<br />

dass wir wieder eine neue Verordnung<br />

schaffen, um falsche Verordnungen<br />

zu korrigieren, wird sich zeigen. Wir<br />

müssen vielleicht mit der Denkweise<br />

aufhören, immer noch etwas dazu zu<br />

nehmen und anfangen, mehr wegzulassen.<br />

Wenn vorher die gesetzlichen<br />

Grundlagen 1.300 Seiten Papier füllten,<br />

dann werden es jetzt 1.500. Wir müssen<br />

dahin kommen, dass es wieder 500<br />

Seiten sind. Die Eintrittshürden für gründungswillige<br />

Bauunternehmer werden<br />

stattdessen immer höher.<br />

Jetzt sind Sie ja schon seit 20 Jahren<br />

ein aktiver Unternehmer, haben<br />

Ihre Laufbahn aber bei der Polizei<br />

begonnen. Was war dabei die Idee<br />

und warum haben Sie dann am Ende<br />

doch umgeschwenkt?<br />

»Das Problem ist, dass<br />

eben alle, die aktuell am<br />

Markt teilnehmen, massiv<br />

Probleme haben, aus dem<br />

Sumpf der Vergangenheit<br />

rauszukommen.«<br />

Ich komme wie gesagt aus einer dörflichen<br />

Region und mein Vater war Polizist.<br />

Es war durchaus ein geläufiges Modell,<br />

dass man einfach das macht, was der<br />

Vater tut. Im Alter von zwölf oder 13<br />

Jahren war ich der Meinung, dass der<br />

Polizistenberuf vielleicht das Richtige<br />

für mich sein könnte. Denn das, was ein<br />

Polizist macht, hat mir zunächst durchaus<br />

gefallen. Ich habe mir den Beruf<br />

als sehr abwechslungsreich vorgestellt.<br />

Ich mag auch das alte Bild eines Polizisten<br />

als Freund und Helfer. Ich habe<br />

aber schnell gemerkt, dass das Berufsbild<br />

ganz anders ist und welche Werte<br />

mir wirklich wichtig sind. Freiheit ist ein<br />

großer Wert und das ist eben etwas,<br />

was ich als Beamter überhaupt nicht<br />

leben kann. Das heißt, mir ist sehr<br />

schnell klar geworden, dass meine<br />

Zukunft in der Selbstständigkeit und<br />

im Unternehmertum liegt.<br />

Jetzt sind Sie Multi-Unternehmer<br />

und haben den Club »IMMOBILIEN<br />

FREUNDE« gegründet, eine Zusammenkunft,<br />

die erfahrenen Investoren<br />

und Unternehmern untereinander<br />

Austausch bietet. Worum<br />

geht es Ihnen dabei genau?<br />

Es ist für mich der Schlüssel, wieder<br />

aus einer verkopften Arbeit als Geschäftsführer<br />

weg, hin zu inspirierendem<br />

und auch visionärem Austausch<br />

zu kommen, der auch dem unternehmerischen<br />

Wachstum dient. Ich verbinde<br />

damit eine schöne Location, mit<br />

Christian Kröncke ist ehemaliger Polizist,<br />

CEO von Grell & Kröncke, Projektentwickler<br />

und Gründer des Immobilien-Investoren<br />

Clubs »IMMOBILIEN FREUNDE«.


Titelstory<br />

gutem Essen und tollen Menschen. Es<br />

ist einfach das Lebensgefühl, das ich<br />

mit einem Club verbinde, das hat für<br />

mich einen großen Reiz. Als Unternehmer<br />

muss man täglich Probleme lösen.<br />

Und das ist auch in Ordnung, dafür<br />

werden wir ja auch sehr gut bezahlt.<br />

Gleichzeitig macht es eben auch nur<br />

begrenzt Spaß, den ganzen Tag Probleme<br />

zu lösen. Und dann ist es schön,<br />

wenn man einen Club von Menschen<br />

hat, mit denen man sich auf Augenhöhe<br />

über diese Dinge austauschen kann.<br />

Aber Investmentstrategien werden sicherlich<br />

auch Thema sein bei solchen<br />

Treffen, oder?<br />

Ja, auf jeden Fall. Wenn Immobilieninvestoren<br />

und Unternehmer zusammenkommen,<br />

hat das natürlich auch immer<br />

eine unternehmerische Betrachtung. Wo<br />

liegen die Chancen der Zukunft? Welche<br />

Strategien funktionieren auch unter<br />

veränderten Marktbedingungen? Wie<br />

begegnet man den neuzeitlichen Themen<br />

wie KI? Wie geht man in Zeiten wie<br />

diesen mit Personalabbau um? All diese<br />

Dinge sind natürlich auch ein Thema.<br />

»Denn am Ende ist es<br />

so: Ab einem gewissen<br />

Grad ist das Schnitzel<br />

bezahlt, dann sind alle<br />

Bedürfnisse des<br />

Alltages gedeckt. Und<br />

dann darf sich das<br />

Geld, das für einen<br />

arbeitet, gut anfühlen.«<br />

Bilder: Inka Englisch<br />

Sie sind aber als Unternehmer auch<br />

ein Investor. Was ist Ihre Strategie?<br />

Meine Strategie ist es, darauf zu achten,<br />

dass meine Investments einen hohen<br />

emotionalen Nutzen haben. Denn<br />

am Ende ist es so: Ab einem gewissen<br />

Grad ist das Schnitzel bezahlt, dann<br />

sind alle Bedürfnisse des Alltages gedeckt.<br />

Und dann darf sich das Geld,<br />

das für einen arbeitet, gut anfühlen.<br />

Ich möchte keinen Stress mit meinen<br />

Investmentstrategien haben. Ich achte<br />

darauf, dass das investierte Kapital<br />

einen hohen emotionalen Nutzen hat.<br />

Finanzielle Freiheit ist keine Zahl und<br />

auch nicht unbedingt eine bestimmte<br />

Strategie – finanzielle Freiheit ist ein<br />

Gefühl. MK (L)


Marktkommentar<br />

Goldkäufe Chinas<br />

treiben den Kurs<br />

Im Unterschied zu den USA und Europa<br />

sind in China Goldkäufe sehr populär<br />

geworden, ausdrücklich auch<br />

bei jungen Menschen. Darüber hinaus<br />

kauft die chinesische Zentralbank<br />

Gold in großen Mengen, um Währungsreserven<br />

zu schaffen, die sich außerhalb<br />

des Machtbereichs der USA befinden<br />

und nicht eingefroren oder enteignet<br />

werden können. Sie wird noch sehr viel<br />

mehr Gold kaufen müssen, um mit den<br />

US-Beständen gleichzuziehen und ihre<br />

große Position amerikanischer Staatsanleihen<br />

entsprechend zu reduzieren.<br />

Der Autor<br />

Claus Vogt ist Finanzanalyst und Autor<br />

von »Krisensicher Investieren«. Der Gold-<br />

Preisbänder-Indikator dient seinen Prognosen<br />

im Edelmetallsektor.<br />

Vermutlich wird die Zentralbank beim<br />

Aufbau ihrer strategischen Goldreserven<br />

darauf achten, den Goldpreis nicht<br />

unnötig in die Höhe zu treiben. Ganz<br />

in diesem Sinne interpretiere ich die am<br />

7. Juni 2024 veröffentlichte Mitteilung der<br />

People´s Bank of China, sie habe im Mai<br />

2024 keine Goldkäufe vorgenommen.<br />

Diese Meldung löste einen Rückgang des<br />

Goldpreises um 2,7 Prozent aus, dem<br />

aber kein weiterer Verkaufsdruck folgte.<br />

Inzwischen hat Gold diesen kleinen Rückschlag<br />

schon wieder mehr als aufgeholt.<br />

Ob die Chinesen die etwas niedrigeren<br />

Kurse zum Einstieg genutzt haben, wissen<br />

wir natürlich nicht. Aber wir wissen, dass<br />

wir auch chinesischen Statistiken und chinesischer<br />

Propaganda nicht glauben dürfen,<br />

und – viel wichtiger noch – dass sich<br />

die geopolitische Situation Chinas nicht<br />

verändert hat. Deshalb hat China – ebenso<br />

wie zahlreiche andere Länder, die nicht<br />

als Freunde der US-Regierung gelten – gar<br />

keine andere Wahl, als weiterhin Gold in<br />

großen Mengen zu kaufen.<br />

AUCH SIE BENÖTIGEN GOLD<br />

ALS SCHUTZ<br />

An unserer Situation als Privatanleger<br />

hat sich natürlich ebenfalls nichts geändert.<br />

Wir müssen uns vor der unseriösen<br />

Staatsschulden- und Geldpolitik<br />

unserer Regierungen und Zentralbanken<br />

schützen. Die wieder lauter werdenden<br />

Forderungen nach zusätzlichen EU-Schulden<br />

und diversen deutschen »Sondervermögen«<br />

sowie das täglich zu beobachtende<br />

Unvermögen unserer politischen<br />

»Elite« verdeutlichen das zur Genüge.<br />

Darüber hinaus hat am Donnerstag,<br />

dem 6. Juni 2024, auch die EZB-»Elite«<br />

das Ihre getan, um uns daran zu<br />

erinnern, dass wir den Wohlstandsvernichtern<br />

der Zentralbanken nicht über<br />

den Weg trauen dürfen. An diesem<br />

Tag hat die EZB die Zinsen gesenkt und<br />

gleichzeitig ihre eigene Inflationsprognose<br />

erhöht. Ganz offensichtlich sehen<br />

die Geldpolitiker um die wegen Fahrlässigkeit<br />

im Umgang mit öffentlichen<br />

Geldern verurteilte Juristin Christine<br />

Lagarde ihren Auftrag nicht darin, die<br />

Geldwertstabilität des Euro zu gewährleisten.<br />

Durch ihre jetzt gezeigte geldpolitische<br />

Fahrlässigkeit zersetzt Lagarde<br />

die Kaufkraft des Euros.<br />

HARMLOSE KORREKTUR IM<br />

AUFWÄRTSTREND<br />

Wie Sie auf dem folgenden Goldchart<br />

sehen, ist der oben erwähnte Kursrückgang<br />

kaum zu erkennen. Nahtlos fügt<br />

er sich in das typische Hin und Her einer<br />

harmlosen Korrektur ein, die auf den 23-<br />

prozentigen Kursanstieg von Mitte Februar<br />

bis Mitte April dieses Jahres folgte.<br />

Diese Korrektur hat die Form eines ansteigenden<br />

Dreiecks angenommen, einer


Marktkommentar<br />

GOLDPREIS PRO UNZE IN US-DOLLAR, 2022 BIS 2024<br />

Bilder: asd Bilder: Depositphotos / chormail@hotmail.com, wirtschaft tv, IMAGO / VCG, Grafik: StockCharts.com; krisensicherinvestieren<br />

Die Korrektur der vergangenen Wochen hat die Form eines bullishen Dreiecks und nähert sich ihrem Ende.<br />

prinzipiell bullishen Formation. Sie dauert<br />

inzwischen schon rund zehn Wochen<br />

und hat für den Abbau der kurzfristig<br />

überkauften Markttechnik gesorgt. Damit<br />

ist der Weg für die nächste Aufwärtswelle<br />

des Goldpreises bereitet.<br />

KAUFEN SIE GOLD UND<br />

MINENAKTIEN<br />

Aus charttechnischer Sicht bietet sich<br />

Ihnen hier noch einmal eine exzellente<br />

Kaufgelegenheit für Gold. Sehr viel<br />

größere Kursgewinne winken allerdings<br />

bei ausgewählten Edelmetallaktien. Die<br />

Gewinne guter Goldproduzenten sind<br />

im 1. Quartal schon deutlich gestiegen.<br />

Deshalb hat China [...]<br />

gar keine andere Wahl, als<br />

weiterhin Gold in großen<br />

Mengen zu kaufen.<br />

Der höhere Goldpreis im 2. Quartal wird<br />

einen weiteren Gewinnsprung auslösen.<br />

Der Gold-Bugs-Index ist dem Goldpreis<br />

zwar nach oben gefolgt und seit Mitte<br />

Februar in der Spitze um 47 Prozent gestiegen.<br />

Doch das ist erst der Anfang.<br />

Die stark steigenden Unternehmensgewinne<br />

werden die Kurse der Minenaktien<br />

nach oben treiben.<br />

Eine starke Unterstützung erhält diese<br />

Prognose durch das kürzlich gegebene<br />

Kaufsignal unseres langfristigen Momentum-Indikators.<br />

Es stellt eine wichtige Ergänzung<br />

unserer sehr bullishen Signale<br />

für Gold und Silber dar.


Immobilien


Immobilien<br />

DIE<br />

IMMOBILIENMYTHEN<br />

Auszug aus dem Buch »Der Einzimmer-Millionär: Wie du gar nicht mehr verhindern kannst, reich zu werden« von Gerald Hörhan<br />

Es gibt eine Reihe von weitverbreiteten<br />

Ansichten zu Immobilien,<br />

die zwar wirtschaftlich dumm<br />

und falsch sind, aber trotzdem<br />

in den Köpfen der meisten Leute<br />

stecken. Damit sie deine Investmententscheidungen<br />

nicht blockieren, fasse ich<br />

sie hier kurz zusammen.<br />

DAS EIGENHEIM IST DEIN<br />

WICHTIGSTES INVESTMENT<br />

Wie schon mehrfach erwähnt, ist das<br />

Eigenheim in der Regel weder wirtschaftlich<br />

sinnvoll noch eine gute<br />

Geldanlage, außer du möchtest selbst<br />

in einem kleinen Loch mit 25 Quadratmetern<br />

in Frankfurt, Braunschweig<br />

oder Dornbirn leben. Beim Eigenheim<br />

bezahlst du alle Kosten aus nachversteuertem<br />

Geld, hast keine steuerlichen<br />

Abschreibungsmöglichkeiten<br />

und je größer und individueller das Eigenheim,<br />

desto geringer die Mietrendite.<br />

Zudem ist das Eigenheim meist<br />

nur schwer zu verkaufen – speziell<br />

große Wohnungen und Einfamilienhäuser<br />

– und zu allem Überdruss hast<br />

du noch viel Arbeit damit.<br />

Geschicht: Von den 162 000 Jahresmiete<br />

könnte sich mein Gesprächspartner nicht<br />

nur ein Einfamilienhaus, sondern einen<br />

Palast mieten, einschließlich Butler und<br />

Rolls Royce vor der Türe.<br />

Dann gibt es noch die »Überflieger«,<br />

die ihr Eigenheim mit ihrer GmbH kaufen,<br />

mit Firmengeld teuer ausstatten<br />

und es dann (meist relativ günstig) an<br />

sich selbst vermieten. Viel Spaß damit,<br />

das ist wie ein Elfmeter für das Finanzamt,<br />

aber ohne Torwart.<br />

Wohne zur Miete und<br />

kaufe Immobilien als Geldanlage.<br />

Aus deinen Mieteinkünften<br />

bezahlst du<br />

nicht nur die Miete der Immobilie,<br />

in der du wohnst,<br />

sondern gleich noch das<br />

Auto, das Essen und die<br />

Haushaltshilfe dazu.<br />

ICH KAUFE IMMOBILIEN,<br />

DIE MIR GEFALLEN<br />

Einer meiner Bekannten hat mir kürzlich<br />

stolz seine neue Anlegerwohnung<br />

gezeigt, die er gekauft hat. 80 Quadratmeter<br />

Neubau mit Balkon und herrlicher<br />

Aussicht in Wiesbaden. Kaufpreis<br />

schlappe 500.000 Euro. Als ich ihn<br />

gefragt habe, wieso er sich die Wohnung<br />

gekauft habe, war die Antwort:<br />

»Sie hat mir einfach gefallen. Allein die<br />

Aussicht vom Balkon, wunderbar.« Die<br />

Wohnung war zweifellos schön, aber<br />

ob sie sich rechnen wird? Selbst bei den<br />

vom Makler versprochenen 15 Euro<br />

Nettomiete pro Quadratmeter, also<br />

1200 Euro für die gesamte Wohnung,<br />

ergibt das eine Mietrendite von unter 3<br />

Prozent. Das ist weniger als deine Zinsen<br />

an die Bank. Das kann nicht funktionieren.<br />

Und ein Mieter, der 1500 Euro<br />

pro Monat bezahlen kann, muss erst<br />

einmal gefunden werden.<br />

Kleine Löcher gewinnen keinen Architekturpreis,<br />

aber sie rechnen sich.<br />

Für 500.000 Euro bekommst du fünf<br />

kleine Löcher mit jeweils 400 Euro<br />

Bilder: Depositphotos / lucianmilasan, Philipp Lipiarski<br />

Ein Beispiel: Im Sommer 2022 war ich<br />

in Stuttgart. Da erzählte mir mein Gesprächspartner<br />

stolz, dass er 2010 im<br />

Speckgürtel von Stuttgart ein Einfamilienhaus<br />

für 1,2 Millionen gekauft<br />

und es für 300 000 Euro saniert habe.<br />

Jetzt sei es 2,8 Millionen Euro wert –<br />

das beste Geschäft seines Lebens. Ich<br />

musste ihn bitter enttäuschen. 2010<br />

gab es in Stuttgart kleine Einzimmerwohnungen<br />

für 50 000 Euro. Hätte er<br />

seine 1,5 Millionen Euro in diese kleinen<br />

Wohnungen investiert, hätte er 30<br />

Stück mit je 450 Euro Monatsmiete erhalten<br />

können. Im Gesamten hätte er<br />

13 500 Euro Monats- beziehungsweise<br />

162 000 Euro Jahresmiete erzielt. Zudem<br />

wären die 30 kleinen Löcher selbst<br />

in der Krise je 130 000 bis 150 000 Euro<br />

wert gewesen, also zusammen etwa 4<br />

Millionen Euro. Sie wären relativ leicht zu<br />

verkaufen, aber ob das Einfamilienhaus<br />

so schnell einen Käufer für 2,8 Millionen<br />

Euro findet? Und die Moral von der<br />

Gerald Hörhan, selbständiger<br />

Investmentbanker und Autor.


Immobilien<br />

Nettomiete, also insgesamt 2000 Euro<br />

anstelle von 1200. Und Mieter findest<br />

du für die kleinen Einzimmerwohnungen<br />

auch viel, viel schneller.<br />

Kaufe Immobilien nicht<br />

mit dem Auge, sondern<br />

mit dem Rechenstift zu.<br />

ICH KAUFE IMMOBILIEN DORT, WO<br />

MEIN KIND EINMAL LEBEN SOLL<br />

Genau derselbe Irrsinn, wie Immobilien<br />

zu kaufen, die dir gut gefallen. In den<br />

meisten Fällen rechnen sich solche Immobilien<br />

ebenso wenig. Abgesehen davon,<br />

weißt du ernsthaft, wo dein Sohn<br />

oder deine Tochter tatsächlich studieren<br />

oder leben wird? Vielleicht zieht dein<br />

Kind ins Ausland oder in eine andere<br />

Stadt. Und sollte dein Traum wahr werden<br />

und dein Sohn oder deine Tochter<br />

tatsächlich die Wohnung nutzen, freut<br />

sich das Finanzamt.<br />

Wenn du deinen Kindern<br />

etwas Gutes tun willst,<br />

kaufe ihnen kleine Löcher,<br />

also Ein-und Zweizimmerwohnungen.<br />

Mit den<br />

Mieteinkünften haben sie<br />

ein Grundeinkommen und<br />

eine Absicherung.<br />

ICH KAUFE EINE FERIENIMMOBILIE,<br />

DIE ICH SELBST NUTZEN KANN UND<br />

DIE ICH WÄHREND DER ANDEREN<br />

ZEITEN VERMIETE<br />

Die Quadratur des Irrsinns. Am besten<br />

noch viele Flugstunden entfernt von der<br />

Heimat. Einer meiner Freunde hatte sich<br />

in Spanien den Traum von der Ferienimmobilie<br />

erfüllt. Im Juli und im Dezember<br />

für die Eigennutzung, für den Rest des<br />

Jahres als externe Ferienvermietung. Für<br />

die Vermietung wandte er sich an eine<br />

Agentur, die hohe Renditen versprach.<br />

Die Realität sah anders aus. Zunächst<br />

kamen etwa 60 Prozent der versprochenen<br />

Zahlungen, dann nur noch 30 Prozent,<br />

und irgendwann kam gar kein Geld<br />

mehr. Die Agentur sprach von »schwierigen<br />

Marktverhältnissen«, die spanischen<br />

Zeitungen von großem Urlauberandrang.<br />

Dann kam eine Rechnung des Wasserversorgers.<br />

Die Wohnung hatte einen Verbrauch<br />

wie ein Wasserfall. Mein Freund<br />

flog nach Spanien, um nach dem Rechten<br />

zu sehen. Und siehe da, in der Wohnung<br />

war eine siebenköpfige Familie<br />

einquartiert. Von der Maklerin weit und<br />

breit keine Spur. Der Rausschmiss der<br />

Familie dauerte zwei Jahre und kostete<br />

25.000 Euro. Das spanische Mietrecht<br />

– eine Katastrophe. Als Draufgabe kam<br />

noch ein Strafbescheid der spanischen<br />

Behörden für illegale Ferienvermietung.<br />

Auch wenn es sich hier um ein Extrembeispiel<br />

handelt: Ferienimmobilien verursachen<br />

meist sehr viel Arbeit, Ärger<br />

und Kosten. Immobilien sind immer ein<br />

lokales Geschäft. Die besten Immobilien<br />

kaufen die lokalen Profis, dann kommen<br />

die lokalen Anfänger, und was sich<br />

im eigenen Land nicht verkaufen lässt,<br />

wird an »dumme Ausländer« vertickt.<br />

Bei der Vermietung bist du auf lokale<br />

Makler angewiesen, die oft links und<br />

rechts die Hand aufhalten. Da muss<br />

schon viel Glück dabei sein, dass für<br />

dich noch was übrigbleibt.<br />

Ebenso solltest du dir folgende Fragen<br />

stellen: Willst du wirklich jedes Jahr<br />

zur selben Zeit an denselben Ort auf<br />

Urlaub fahren? Selbst wenn das Wetter<br />

schlecht ist oder du schon alle Sehenswürdigkeiten<br />

in der Umgebung abgeklappert<br />

hast? Das wird doch langweilig.<br />

Und willst du arbeiten und dich um<br />

die Ferienimmobilie kümmern, wenn du<br />

auf Urlaub bist? Oder willst du abschalten<br />

und relaxen?<br />

Zu guter Letzt: Die Kombination aus<br />

Eigennutz und Fremdvermietung ist ein<br />

gefundenes Fressen für das Finanzamt.<br />

Bei Immobilien im Ausland bezahlst<br />

du oft doppelt Steuer, zunächst im<br />

Ausland und dann nochmals in Österreich<br />

und Deutschland, je nach Doppelbesteuerungsabkommen.<br />

Bei Ferienimmobilien<br />

im Inland verlierst du in<br />

Deutschland die Möglichkeit, steuerfrei<br />

zu verkaufen, wenn du auch nur einen<br />

Tag fremdvermietest, im Extremfall<br />

wirst du gewerblich eingestuft. Macht<br />

die Ferienvermietung Verluste, weil du<br />

das Objekt für deine Zwecke edel ausstaffiert<br />

hast, kommst du schnell in den<br />

Tatbestand der Liebhaberei.


Immobilien<br />

Bevor du dir eine Ferienimmobilie ans<br />

Bein bindest, denke fünfmal nach. In<br />

der Regel sind allein die Betriebskosten,<br />

Steuern und Abgaben höher als<br />

der Urlaubsaufenthalt im Fünf-Sterne-Hotel.<br />

Verwendest du das Kapital<br />

nicht für die Ferienimmobilie, sondern<br />

für kleine Löcher, dann bezahlen deine<br />

Mietwohnungen die Kosten aller deiner<br />

Urlaube. Fünf-Sterne-Hotel, Flug<br />

und Essen inklusive.<br />

Der Mieter ruft mich um<br />

Mitternacht an, weil der<br />

Wasserhahn nicht funktioniert,<br />

die Wohnung wird<br />

leer stehen und ich habe<br />

unendlich Arbeit.<br />

Ich kann mich noch daran erinnern, als<br />

ich meine erste Wohnung in der Mohsgasse<br />

in Wien gekauft habe. Mein Vater<br />

hatte mich angeschrien, was für einen<br />

Blödsinn ich mache, dass der Mieter<br />

nicht zahlen, ich nur Ärger haben und<br />

sowieso keinen Mieter für die Wohnung<br />

finden werde. Mein Vater hatte nicht<br />

völlig unrecht, aber zu 98 bis 99 Prozent.<br />

Bei mehr als 17 Jahren Wohnungsvermietung<br />

und mehr als 200 Wohneinheiten<br />

habe ich schon alles erlebt, nicht<br />

nur tropfende Wasserhähne.<br />

Allerdings hat mich noch kein Mieter<br />

um Mitternacht angerufen. Im Verhältnis<br />

zu der Anzahl der Wohnungen und<br />

Mieter, die ich habe, gab es tatsächlich<br />

nur bei 1 bis 2 Prozent aller Mietverhältnisse<br />

größere Schwierigkeiten. Im Normalfall<br />

gibt es kaum Probleme und der<br />

Mieter bezahlt die Miete.<br />

»Der Einzimmer-Millionär«<br />

von Gerald Hörhan<br />

256 Seiten<br />

Erschienen: September 2023<br />

FinanzBuch Verlag<br />

ISBN: 978-3-959-72531-6<br />

sem Punkt sollte er recht behalten, auch<br />

wenn die Rückkehr der Inflation noch<br />

zehn Jahre dauern sollte. Immobilien<br />

verursachen Arbeit, genauso wie jedes<br />

andere Investment, wenn du Geld verdienen<br />

willst. Dafür schaffst du dir Vermögen<br />

und laufendes Einkommen. Der<br />

Einsatz zahlt sich aus.<br />

ES GIBT EINE<br />

ENTSCHEIDENDE REGEL VON<br />

GUTEN INVESTOREN<br />

Trenne Investment und privaten Konsum.<br />

Das Ziel besteht darin, ausreichend<br />

Vermögenswerte zu haben, aus<br />

deren Einkünften du deine Lebenshaltungskosten<br />

bedienen kannst; hast<br />

du genügend passive Einkünfte, dann<br />

kannst du auch in einem Palast leben.<br />

Die meisten Anfänger vermischen be-<br />

ruflich und privat. Das führt zu krassen<br />

wirtschaftlichen Fehlentscheidungen<br />

und ist zusätzlich ein gefundenes Fressen<br />

fürs Finanzamt.<br />

Kaufe Immobilien als<br />

Geldanlage und nutze<br />

den daraus gewonnenen<br />

Cashflow für die Miete<br />

für deinen Hauptwohnsitz,<br />

deine Urlaube, deine<br />

Autos, das Studium<br />

deiner Kinder et cetera.<br />

Das bringt dir Freiheit.<br />

Bilder: Depositphotos / 4595886, Philipp Lipiarski, Cover: FinanzBuch Verlag<br />

Am Anfang meiner Karriere habe ich<br />

zwar aufgrund mangelnder Erfahrung<br />

etwas häufiger Deppensteuer bezahlt,<br />

aber – so what –, man lernt dazu. Sofern<br />

du gute Immobilien kaufst, sorgfältig<br />

bei der Auswahl der Mieter bist und<br />

mit deinen Mietern ein gutes Verhältnis<br />

pflegst, wird es dir ähnlich ergehen wir<br />

mir. Meiner Erfahrung nach hast du in 1<br />

bis 2 Prozent der Mietverhältnisse größere<br />

Probleme. Also hatte mein Vater zu 1<br />

bis 2 Prozent recht.<br />

Vielleicht war es ein Omen, aber in der<br />

Mohsgasse hatte ich tatsächlich nie gröbere<br />

Probleme mit den Mietern. Und im<br />

Jahr 2010, nach der Finanz- und Eurokrise,<br />

sagte mein Vater schließlich: »Vielleicht<br />

war es doch nicht so eine dumme<br />

Idee, Immobilien zu kaufen. Das Geld<br />

ist ja bald nichts mehr wert.« In die-


Wissen<br />

Ein Gastbeitrag von Margarete Honisch<br />

Warum finanzielle<br />

Unabhängigkeit das<br />

beste Geschenk ist<br />

So ergänzen sich Frauen und Männer in der Finanzplanung


Wissen<br />

»Ich will, dass meine Frau jeden<br />

Tag sagen kann: Unsere Beziehung<br />

ist hier beendet und ich<br />

gehe jetzt – und keiner von uns<br />

hat finanzielle Nachteile.«<br />

– Frank Thelen<br />

Bilder: Depositphotos / IgorVetushko, IMAGO / Political-Moments, Marcus Witte<br />

Interessieren sich Frauen einfach nicht<br />

für Geld? Verstehen sie es nicht? Oder<br />

lieben Frauen es doch, sich einfach<br />

zurückzulehnen und einen Versorger<br />

zu Hause zu haben? Denn schließlich<br />

gilt: Ist die Frau finanziell vom Mann abhängig,<br />

muss sich dieser immerhin keine<br />

Sorgen machen, dass sie mal ihre Koffer<br />

packen und einfach abhauen könnte.<br />

Womit denn dann auch?<br />

Die Realität ist leider wesentlich komplexer,<br />

als es auf den ersten Blick erscheint.<br />

Seit 2017 setze ich mich dafür ein, dass<br />

sich mehr Frauen trauen, ihre Finanzen<br />

selbst in die Hand zu nehmen. Und dabei<br />

habe ich schon vieles erlebt.<br />

HABEN FRAUEN WIRKLICH WENIGER<br />

AHNUNG ODER NUR MEHR ANGST?<br />

Eine neue OECD-Studie kam zu dem Ergebnis:<br />

Frauen verfügen über geringere<br />

Finanzkenntnisse und weniger Selbstvertrauen<br />

als Männer. Geht es um einfache<br />

finanzielle Fragen, antworten Frauen<br />

häufiger mit »Weiß ich nicht« anstatt<br />

zu versuchen, die Frage per Multiple<br />

Choice zu beantworten. Dies deutet darauf<br />

hin, dass hier vor allem große Unsicherheit<br />

herrscht. Schaut man sich die<br />

Anzahl der richtigen und falschen Antworten<br />

im Vergleich von Männern und<br />

Frauen an, dann sieht man, dass Frauen<br />

nicht so viel weniger wissen: Männer<br />

erzielen bei Fragen zum Finanzwissen<br />

zwei Punkte (von 35) mehr als Frauen.<br />

Außerdem neigen Frauen dazu, weniger<br />

zu sparen, besitzen weniger Finanzprodukte<br />

und sind beruflich stärker zersplittert.<br />

Das heißt eben auch: Wenn Frauen<br />

ihr Geld investieren, dann müssen sie<br />

besser damit umgehen. Wer weniger verdient<br />

und mehr Aufwand betreiben muss,<br />

um 1.000 Euro zu sparen, kann nicht einfach<br />

in irgendeine Aktie investieren und<br />

hoffen, dass es schon gut gehen wird. Das<br />

heißt, Frauen sind nicht zwingend »nur«<br />

risikoavers. Sie sind sich vielmehr des Risikos<br />

bewusst und müssen mit ihren Ressourcen<br />

besser umgehen.<br />

ZUSAMMENSEIN, WEIL MAN MUSS<br />

– ODER WEIL MAN WILL?<br />

Neulich habe ich Frank Thelen für unseren<br />

Podcast interviewt. Er sagte mir:<br />

»Ich will, dass meine Frau jeden Tag<br />

sagen kann: Unsere Beziehung ist hier<br />

beendet und ich gehe jetzt – und keiner<br />

von uns hat finanzielle Nachteile.<br />

Ich glaube, das ist die Grundlage für<br />

jede herausragende Beziehung.«<br />

Nachdem mir einige Kundinnen berichtet<br />

haben, dass ihr Ehemann ihnen die Frage<br />

gestellt hat: »Wieso willst du dein Geld<br />

investieren – willst du dich scheiden lassen?«,<br />

muss man bereit sein, sich zu fragen:<br />

Warum will ich eventuell nicht, dass<br />

meine Frau finanziell unabhängig ist?<br />

Und auf der anderen Seite: Welcher Zugewinn<br />

ist es für eine Beziehung, wenn<br />

man weiß: Wir sind nicht zusammen,<br />

weil wir es sein müssen. Wir sind beide<br />

hier – auch nach vielen Jahren – weil wir<br />

es genauso wollen.<br />

WER INVESTIERT BESSER?<br />

Das Ergebnis: Laut Studien der ING<br />

oder TradeRepublic zeigt sich, dass<br />

Frauen tatsächlich besser investieren<br />

als Männer. Sie erzielen nämlich die<br />

bessere Rendite, da sie eben nicht<br />

auf Einzelaktien setzen und glauben,<br />

den Markt schlagen zu können. Sie<br />

investieren eher in Fonds und ETFs,<br />

Die Autorin<br />

Margarete Honisch ist Finanzkolumnistin,<br />

Speakerin und Spiegel-Bestsellerautorin.<br />

2017 gründete sie die<br />

Finanzplattform Fortunalista.


Wissen<br />

schichten seltener um und bleiben in<br />

schwierigen Börsenphasen entspannter.<br />

Wie so oft im Leben können sich Männer<br />

und Frauen, wenn es um Finanzplanung<br />

geht, also wunderbar ergänzen. Und das<br />

sollten sie auch tun.<br />

WAS FRAUEN VON MÄNNERN<br />

LERNEN KÖNNEN<br />

Wir Frauen können von den Männern lernen,<br />

dass wir mutiger werden, uns mehr<br />

zutrauen, aber auch mehr Interesse für<br />

das Thema aufbringen und unser Wissen<br />

erweitern. Männer sind oft risikofreudiger<br />

und selbstbewusster, wenn es um Geldanlagen<br />

geht. Dieses Selbstbewusstsein kann<br />

hilfreich sein, um Chancen zu erkennen<br />

und zu nutzen. Frauen sollten daher lernen,<br />

sich mehr zuzutrauen und auch einmal<br />

Risiken einzugehen, um von den möglichen<br />

höheren Renditen zu profitieren.<br />

WAS MÄNNER VON FRAUEN<br />

LERNEN KÖNNEN<br />

Männer können aber auch etwas von<br />

uns Frauen lernen: sich weniger selbst<br />

zu überschätzen und mehr Zeit in die<br />

Recherche und Auswahl von passenden<br />

Anlageprodukten zu investieren, bevor<br />

Geld investiert wird. Insbesondere, was<br />

kurzfristige Hypes betrifft: Dafür sind wir<br />

Frauen weniger anfällig.<br />

Diesen achtsameren Umgang beobachten<br />

wir immer wieder in unserem Bootcamp:<br />

Die Teilnehmerinnen beschäftigen<br />

sich länger mit ihrem Risikoprofil, mit der<br />

Zusammensetzung aus risikoarmen und<br />

risikobehafteten Assets und mit der passenden<br />

Anlagestrategie. Wenn sie dann<br />

umsetzen, wissen sie genau, was sie tun<br />

und sind auch überzeugt, das Richtige zu<br />

tun. Egal, was kurzfristige Marktbewegungen<br />

sagen und unerfahrene Börsenneulinge<br />

längst verunsichern würden.<br />

Wir tendieren dazu, gründlicher zu recherchieren<br />

und eine langfristige Perspektive<br />

einzunehmen, anstatt schnellen<br />

Gewinnen hinterherzujagen. Diese Vorsicht<br />

und sorgfältige Planung können<br />

Männer übernehmen, um ihre Anlagestrategien<br />

zu verbessern.<br />

1. Was ist dir bei der finanziellenPlanung<br />

für unseren Ruhestand<br />

am wichtigsten?<br />

2. Wann hast du gemerkt, dass<br />

du dich finanziell abgesichert fühlst?<br />

3. Welche finanziellen Ziele<br />

möchtest du in den nächsten zehn<br />

Jahren erreichen?<br />

4. Wann hast du das Gefühl gehabt,<br />

dass wir als Team gut mit<br />

finanziellen Herausforderungen<br />

umgehen?<br />

5. Was ist dir bei der Unterstützung<br />

unserer Kinder oder Enkelkinder<br />

finanziell am wichtigsten?<br />

6. Wann hast du gemerkt, dass<br />

du in finanziellen Fragen Vertrauen<br />

zu mir hast?<br />

7. Was ist dir bei der Absicherung<br />

unseres gemeinsamen Vermögens<br />

am wichtigsten?<br />

GESCHENKE, DIE WIRKLICH ZÄHLEN<br />

Die Vorstellung, dass Frauen sich nicht für<br />

Geld interessieren oder es nicht verstehen,<br />

ist ein Mythos. Die Realität ist, dass<br />

viele Frauen weniger Vertrauen in ihre<br />

finanziellen Fähigkeiten haben und weniger<br />

Möglichkeiten, sich Wissen anzueignen.<br />

Mit der richtigen Unterstützung und<br />

dem Willen, sich weiterzubilden, können<br />

Frauen jedoch genauso erfolgreich im<br />

Umgang mit Geld sein wie Männer.<br />

Mein Appell an alle Paare lautet daher:<br />

Tauscht euch aus, lernt voneinander,<br />

nehmt euch auf dieser Reise mit. Und<br />

wenn man merkt, dass die Frau das<br />

Thema vernachlässigt, dann kann man<br />

auch nachhelfen – mit einer gut geschriebenen<br />

Buchlektüre für den Einstieg<br />

oder indem man ihr statt des zehnten<br />

Schmuckstücks vielleicht einen Finanzkurs<br />

schenkt. Ein Stück finanzieller Unabhängigkeit<br />

ist das wertvollste Geschenk,<br />

das man machen kann.<br />

Denn auch dies erlebe ich leider täglich:<br />

Frauen, die nach dem Verlust ihres<br />

Partners mit finanziellen Problemen<br />

kämpfen müssen.<br />

Wir Frauen leben schließlich länger als<br />

Männer. Und welches bessere Geschenk<br />

gäbe es da an den Lebenspartner, wenn<br />

nicht das Wissen, dass sie, wenn sie eines<br />

Tages alleine ist, neben dem Kummer<br />

und der Trauer nicht auch noch finanzielle<br />

Sorgen und Ängste hat?<br />

FINANZFRAGEN FÜR PAARE<br />

Wer als Paar versäumt hat, sich über die<br />

eigenen Finanzen auszutauschen, kann<br />

dies in jedem Alter nachholen. Es ist nie<br />

zu spät, offene Gespräche über finanzielle<br />

Ziele und Prioritäten zu führen. Solche<br />

Gespräche fördern Vertrauen und schaffen<br />

eine solide Grundlage für eine gemeinsame<br />

finanzielle Zukunft. Hier sind<br />

sieben Fragen für Paare, die sich auch bei<br />

einem Glas Rotwein auf dem Sofa wunderbar<br />

besprechen lassen:<br />

Mit der richtigen Unterstützung und dem<br />

Willen, sich weiterzubilden, können Frauen<br />

jedoch genauso erfolgreich im Umgang mit<br />

Geld sein wie Männer.<br />

Bild: Depositphotos / Krakenimages.com


Wissen<br />

Rendite rauf<br />

– mehr Mieteinnahmen durch Mietergespräch<br />

Tomek Piotrowskis Strategie für die Krise<br />

Lange Zeit war die Immobilie ein<br />

Sinnbild für finanzielle Sicherheit<br />

und Stabilität. Doch das<br />

Image des Betongolds beginnt<br />

zu bröckeln. Zu Unrecht, findet<br />

Tomek Piotrowski, seines Zeichens<br />

Makler und Immobilienberater. Warum<br />

ihn seine Strategie trotz Krise optimistisch<br />

in die Zukunft blicken lässt<br />

und wie hoch die Rendite für Investoren<br />

tatsächlich ausfallen könnte, hat<br />

er uns im Interview erklärt.<br />

Herr Piotrowski, Wohnraum bleibt<br />

gefragt – deshalb sind vermietete Immobilien<br />

und Wohnungen lohnende<br />

Renditeobjekte. Worauf sollten Anleger<br />

achten, bevor sie kaufen?<br />

Im Immobilienbereich gibt es grundsätzlich<br />

viele Strategien, wie man sein Geld<br />

anlegen kann. Der wichtigste Grundsatz<br />

ist dabei immer die Hebelwirkung des Eigenkapitals,<br />

die man nur erreicht, wenn<br />

man einen Teil des Kaufpreises über eine<br />

Bank finanziert. Falls man das Rundumsorglos-Paket<br />

sucht, machen natürlich<br />

komplett entwickelte Immobilien mit<br />

Mieten auf Marktniveau Sinn. Da hierbei<br />

bereits jemand anderes die Werte der<br />

Immobilie gehoben hat, sind dadurch allerdings<br />

keine großen Renditesprünge zu<br />

erwarten. Ich persönlich empfehle daher,<br />

Objekte zu kaufen, die unterentwickelte<br />

Mieten haben und einen Sanierungsoder<br />

Renovierungsstau vorweisen. Somit<br />

kann ich als Immobilieninvestor selbst<br />

einen Mehrwert schaffen, der dann<br />

natürlich auch mehr Rendite nach sich<br />

zieht. Sondervermietungsmodelle wie<br />

WG-Vermietung, Airbnb oder Monteurs-<br />

Vermietung sollten dabei nie die Kalkulationsgrundlage<br />

sein, sondern lediglich<br />

ein mögliches Bonus-Upgrade.<br />

Wie kann man die Mieteinnahmen<br />

optimieren und langfristig eine Steigerung<br />

planen?<br />

Das ist durch Mietergespräche möglich,<br />

denn hier kann man Win-win-Situationen<br />

schaffen. Die Underrent-Situation<br />

ermöglicht es uns, die Wünsche und<br />

Nöte eines Mieters schnell zu lösen; zum<br />

Beispiel durch Renovierungsarbeiten.<br />

Durch verbesserte Lebensbedingungen


Wissen<br />

Bilder: Marc Mielke, Stefan Zeitz<br />

»Die Underrent-Situation ermöglicht es<br />

uns, die Wünsche und Nöte eines Mieters<br />

schnell zu lösen; zum Beispiel durch<br />

Renovierungsarbeiten.«<br />

des Mieters kann einvernehmlich eine<br />

höhere Miete vereinbart werden. Die<br />

durch die Mietpreisbremse geregelten<br />

Kappungsgrenzen können dadurch<br />

deutlich übersprungen werden. Ich<br />

selbst schaffe damit regelmäßig Mietsteigerungen<br />

von 30 bis 40 Prozent bei<br />

90 Prozent der Fälle und mein persönlicher<br />

Rekord liegt bei 112 Prozent.<br />

Wo sehen Sie die Grenzen für eine<br />

Optimierung?<br />

Die Grenzen für eine Mietoptimierung<br />

sehe ich in erster Linie bei der Leistbarkeit<br />

des entsprechenden Mieters. Allerdings<br />

sind auch an dieser Stelle Kreativität und<br />

das Erschaffen von Win-win-Situationen<br />

gefragt. Ein schönes Beispiel hierfür: Ein<br />

Paar hat in einem unserer Objekte gerade<br />

den Renteneintritt gefeiert – allerdings<br />

auch verbunden mit mittlerweile<br />

starken gesundheitlichen Einschränkungen.<br />

Die dritte Etage ohne Fahrstuhl war<br />

somit früher mit einer Einschränkung<br />

der Mobilität und damit auch einem<br />

Verlust an Lebensqualität verbunden.<br />

Im Rahmen der Umnutzung einer ehemaligen<br />

Gewerbefläche sind so im Erdgeschoss<br />

neue Wohnungen entstanden,<br />

die ideal für die neuen Lebensumstände<br />

des Paares gepasst haben. Der Wohnraum<br />

konnte den neuen Ansprüchen<br />

entsprechend verkleinert werden. Altersgerechte<br />

Bäder wurden von vornherein<br />

geplant und durch die Verkleinerung der<br />

Quadratmeter war die neue Miete trotz<br />

Marktniveau für das Haushaltsbudget<br />

des Rentner-Paares immer noch passend.<br />

Die Nachfrage nach Wohnraum wird<br />

in bestimmten Gebieten weiter steigen.<br />

Wie wird sich diese Entwicklung<br />

auf die dortigen Mieten auswirken?<br />

Geht es zulasten der Mieter?<br />

Durch die angespannte Situation und<br />

den kränkelnden Neubau sind höhere<br />

Mieten unausweichlich. Auch die Zeiten,<br />

in denen lediglich ein Drittel des Haushaltseinkommens<br />

für das Wohnen ausgegeben<br />

wird, sind nach meiner Beobachtung<br />

bereits vorbei. Es ist somit fest<br />

damit zu rechnen, dass andere Wohnkonzepte<br />

Teillösungen der Problematik<br />

sind. Die klassische Studenten-WG ist<br />

bereits jetzt in vielen Großstädten auch<br />

ein Modell für Vollerwerbstätige, da sie<br />

sich sonst den Wohnraum nicht leisten<br />

können oder überhaupt noch nicht mal<br />

etwas Adäquates finden. Mikroapartments,<br />

beispielsweise mit angeschlossenen<br />

Gemeinschaftsflächen, sind in<br />

Ballungszentren daher vermutlich auch<br />

lohnenswerte Investmentobjekte.<br />

Ballungszentren werden weiterhin<br />

mit Wohnraummangel zu kämpfen<br />

haben, die Menschen werden ausweichen<br />

müssen. Inwieweit lohnt es sich,<br />

vorausschauend in derzeit noch wenig<br />

gefragte Regionen zu investieren?<br />

Die Speckgürtel-Attraktivität ist spätestens<br />

seit Corona nicht mehr aufzuhalten.<br />

In diesem Segment sehen wir weiterhin<br />

sehr viel Wachstum und empfehlen diese<br />

Städte als Investment-Standorte sehr.<br />

Tomek Piotrowski ist<br />

Makler und Investor.<br />

Er ist als Partner der<br />

MAGNOLIE GRUPPE und<br />

als Geschäftsführer der<br />

MAGNOLIE ONE aktiv.<br />

Viele der Gemeinden sind hier zudem<br />

nicht überreguliert, also mit verzerrten<br />

Mietspiegeln versehen. Diese werden<br />

meiner Meinung nach in Ballungszentren<br />

politisch motiviert klein gehalten<br />

und haben nichts mehr mit den aktuellen<br />

Marktmieten zu tun. Ein Beispiel<br />

hierfür ist der Berliner Mietspiegel, bei<br />

dem einige Mieten sogar angeblich gesunken<br />

sind! Wir investieren auch gerne<br />

in kleinere Städte, bei denen bereits<br />

über mehrere Jahre die Arbeitslosenzahl<br />

stark zurückgeht.<br />

Was empfehlen Sie Immobilieninvestoren,<br />

die Ihre Mieten steigern möchten?<br />

Wir empfehlen das persönliche Gespräch,<br />

in dem man als Vermieter den<br />

Fokus aufs Zuhören und Verstehen der<br />

Bedürfnisse des Mieters legt. Dort erarbeitet<br />

man die besten Lösungen, die sowohl<br />

den Alltag des Mieters bereichern<br />

als auch die Rendite steigern. Somit erschafft<br />

man mit den Mietergesprächen<br />

einen nachhaltigen und zukunftssicheren<br />

Immobilienbestand. AS (L)<br />

»Wir empfehlen das persönliche Gespräch,<br />

in dem man als Vermieter den Fokus aufs<br />

Zuhören und Verstehen der Bedürfnisse des<br />

Mieters legt.«


Best of Web<br />

Best of Web<br />

Bild: Depositphotos / ChinaImages<br />

China: Schärfere Regeln zum Abbau<br />

Seltener Erden<br />

Chinas Regierung hat schärfere<br />

Regelungen zum Abbau und<br />

zur Verwendung von Seltenen<br />

Erden erlassen. Wie die<br />

staatliche Nachrichtenagentur<br />

Xinhua mitteilte, sollen die Regeln am<br />

1. Oktober in Kraft treten, heißt es auf<br />

der Onlineplattform der »tagesschau«.<br />

Ab 1. Oktober gilt, dass die Ressourcen<br />

der Seltenen Erden dem Staat gehören<br />

und dass keine Organisation<br />

oder Einzelperson diese beanspruchen<br />

oder zerstören darf. Wer Seltene Erden<br />

verarbeitet oder exportiert, müsse<br />

ein System zur Rückverfolgbarkeit des<br />

Prozesses aufbauen. Der Staat soll die<br />

Kontrolle darüber haben, wie viel davon<br />

abgebaut und weiterverarbeitet<br />

wird, hieß es ...<br />

Den kompletten Artikel lesen Sie online<br />

unter www.sachwert-magazin.de<br />

BKA verkauft Bitcoin:<br />

Der größte Fehler aller Zeiten<br />

Der Bitcoin hat in den letzten<br />

Wochen einen starken Abverkauf<br />

gesehen. Was hat<br />

das mit dem Bundeskriminalamt<br />

(BKA) zu tun und warum<br />

denke ich, dass Deutschland gerade<br />

einen sehr großen Fehler begeht? Es<br />

passiert nicht oft, dass Deutschland und<br />

Den kompletten Artikel lesen Sie online<br />

unter www.sachwert-magazin.de<br />

der Bitcoin in einem Atemzug genannt<br />

werden, doch wenn dies geschieht, dann<br />

ist es leider meistens in einem negativen<br />

Kontext. So ist es auch diesmal. Seit Tagen<br />

kursieren Meldungen im Netz, die<br />

dokumentieren, dass das Bundeskriminalamt<br />

(BKA) große Mengen an Bitcoin<br />

veräußert. Doch wie ist das BKA überhaupt<br />

in den Besitz der Kryptowährung<br />

gekommen? Die Behörde hat über die<br />

letzten Jahre erhebliche Mengen an Bitcoin<br />

im Rahmen strafrechtlicher ...<br />

Bilder: David Bornscheuer, IMAGO / Wolfilser<br />

Bilder: Depositphotos / Elnur_, Privat<br />

Digitale Immobilien:<br />

Die Revolution des Immobilienmarktes<br />

In einer Welt, die sich ständig weiterentwickelt<br />

und der technologischen<br />

Fortschritte alle Lebensbereiche verändert,<br />

ist es kaum verwunderlich,<br />

dass auch die Immobilienbranche<br />

einen digitalen Wandel erlebt. Digitale<br />

Immobilien sind nicht nur ein vorübergehender<br />

Trend, sondern eine Revolution,<br />

die den Markt grundlegend verändert.<br />

In diesem Artikel möchte ich<br />

Ihnen einen umfassenden Überblick über<br />

digitale Immobilien geben, die neuesten<br />

technologischen Innovationen vorstellen<br />

und auf die zahlreichen Chancen und<br />

Herausforderungen eingehen, die dieser<br />

neue Markt bietet.<br />

WAS SIND DIGITALE IMMOBILIEN?<br />

Digitale Immobilien sind Vermögenswerte,<br />

die nicht physisch, sondern in ...<br />

Den kompletten Artikel lesen Sie online<br />

unter www.sachwert-magazin.de


Buchtipps<br />

»Geld interessiert mich einfach nicht«<br />

von Astrid Zehbe und Daniela Meyer<br />

224 Seiten, erschienen: April 2024<br />

EMF Verlag, ISBN: 978-3-745-92252-3<br />

IEA-Prognose:<br />

Nachfrage nach<br />

Erdöl steigt<br />

Die Autorinnen Astrid Zehbe und Daniela Meyer zerlegen<br />

zehn der absurdesten Aussagen mit Fakten und entschlüsseln,<br />

welche veralteten Denkmuster und gelebten Traditionen<br />

dahinter stecken. Zudem motivieren sie dazu, sich endlich<br />

von diesen Negativsätzen zu befreien und sich für die<br />

eigene finanzielle Selbstbestimmung einzusetzen.<br />

Intelligent investieren<br />

von Benjamin Graham<br />

624 Seiten, erschienen: März 2024<br />

FinanzBuch Verlag, ISBN: 978-3-959-72765-5<br />

Dieses Buch ist nicht für Spekulanten, sondern für echte<br />

Investoren. Im Laufe der Jahre haben die Marktentwicklungen<br />

die Weisheit von Grahams Strategien bewiesen. »Intelligent<br />

investieren« ist vermutlich das wichtigste Buch, das<br />

ein Investor überhaupt lesen kann, um seine finanziellen<br />

Ziele zu erreichen.<br />

Bild: Depositphotos / zeferli@gmail.com_<br />

Die weltweite Nachfrage nach<br />

Öl wird nach Vorhersage der<br />

Internationalen Energieagentur<br />

(IEA) wegen der Energiewende<br />

bis 2030 weiter<br />

wachsen und dann ein Plateau erreichen.<br />

Gleichzeitig soll die weltweite Ölproduktion<br />

ansteigen, wodurch sich die<br />

Spannungen auf dem Markt verringern<br />

und die Reserven auf ein Niveau steigen<br />

würden, das es seit der Covid-Krise nicht<br />

mehr gegeben habe. Das schreibt die IEA<br />

laut der Deutschen Presse-Agentur in<br />

ihrem neuesten Ölmarktausblick.<br />

Bis zum Ende des Jahrzehnts könnte das<br />

zu sinkenden Ölpreisen führen. Trotz<br />

der Verlangsamung des Wachstums<br />

werde die weltweite Ölnachfrage 2030<br />

voraussichtlich immer noch um 3,2 Millionen<br />

Barrel pro Tag höher sein als im<br />

Jahr 2023, sofern keine strengeren politischen<br />

Maßnahmen ergriffen würden<br />

oder sich Verhaltensänderungen durchsetzen.<br />

Getrieben wird der Anstieg durch<br />

die aufstrebenden ...<br />

Den kompletten Artikel lesen Sie online<br />

unter www.sachwert-magazin.de<br />

Kids und Kröten<br />

von Simone Graßmann und Stephanie Raiser<br />

288 Seiten, erschienen: April 2024<br />

FinanzBuch Verlag, ISBN: 978-3-959-72781-5<br />

Finanziell erfolgreich und dabei genug Zeit zu haben, um erfüllt<br />

und entspannt dein Familienleben zu rocken – welche Mama<br />

wünscht sich das nicht? Simone Graßmann, Mama von drei<br />

Jungs, zeigt anhand ihrer eigenen Geschichte, wie sie es geschafft<br />

hat, alle Konventionen von Selbst-und-Ständig über den<br />

Haufen zu werfen und ein erfolgreiches Business aufzubauen.<br />

The True Trader<br />

von Marcus Schulz<br />

208 Seiten, erschienen: Juni 2024<br />

FinanzBuch Verlag, ISBN: 978-3-959-72803-4<br />

Für erfolgreiches Trading braucht man klare Strategien, ein<br />

fundiertes Marktverständnis und ein starkes Mindset. Ein faszinierender<br />

Roman von Marcus Schulz über das New York der<br />

1920er-Jahre und über den Weg eines jungen Börsenhändlers,<br />

der nicht nur Spannung bietet, sondern auch wichtige<br />

Tipps und Weisheiten für angehende Trader bereithält.<br />

Cover: EMF Verlag, FinanzBuch Verlag<br />

Money Mindset<br />

von Simon Schöbel<br />

224 Seiten, erscheint: November 2024<br />

EMF Verlag, ISBN: 978-3-745-92426-8<br />

Finanzexperte Simon Schöbel vermittelt ganz entspannt<br />

und Schritt für Schritt, wie du dich frei machst von negativen<br />

Einstellungen, stattdessen Zins und Zinseszins für dich<br />

arbeiten lässt und, falls nötig, auch mal die eigene Psychologie<br />

austricksen kannst, damit du das Ganze auch wirklich<br />

umsetzt. Denn finanzieller Erfolg beginnt im Kopf.


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<strong>SACHWERT</strong> <strong>Magazin</strong> 03/2024<br />

Seit dem 01. Juni 2024 ist die neue <strong>Ausgabe</strong> des <strong>SACHWERT</strong> <strong>Magazin</strong>s<br />

bei Ihrem Zeitschriftenhändler oder im Online-Kiosk erhältlich.<br />

Goldhausse<br />

– Nutzen Sie die Korrektur als Kaufgelegenheit<br />

Gold und Silber befinden sich<br />

in einer Hausse. Daran lassen<br />

meine langfristig orientierten<br />

Indikatoren und Prognosemodelle<br />

keine Zweifel.<br />

Sie haben die jüngste Aufwärtswelle<br />

angekündigt und signalisieren erheblich<br />

höhere Kurse.<br />

Bemerkenswerterweise sind es bisher vor<br />

allem asiatische institutionelle Investoren<br />

und Privatanleger, die durch ihre Käufe<br />

für steigende Kurse gesorgt haben – und<br />

weiterhin sorgen werden. Westliche Anleger<br />

sind an dieser Hausse noch kaum<br />

beteiligt. Die steigenden Kurse sorgen<br />

aber dafür, dass sich das ändern wird.<br />

ERFOLGREICHE TRENDSETTER<br />

KAUFEN BEREITS<br />

Dieser Prozess hat inzwischen begonnen.<br />

Erste Hedgefondsmanager, die aufgrund<br />

ihrer hervorragenden Ergebnisse in den<br />

USA hoch angesehen sind, kaufen bereits<br />

Minenaktien. Dieser erfolgreichen<br />

Vorhut wird die große Masse der Anleger<br />

nach und nach folgen.<br />

Es ist noch früh in diesem jungen Trend.<br />

Warten Sie nicht, bis der Ansturm der<br />

großen Masse erfolgt und Gold in aller<br />

Munde ist, seien Sie stattdessen bei den<br />

Ersten, die den neuen Trend erkennen<br />

und frühzeitig investieren!<br />

NUTZEN AUCH SIE DIE KORREKTUR<br />

ZUM EINSTIEG<br />

Wie Sie auf dem folgenden Chart sehen,<br />

ist der Goldpreis von Mitte Februar<br />

2024 bis Mitte April um 23 Prozent<br />

gestiegen. Dann hat eine Korrektur<br />

begonnen, mit der die kurzfristig überkaufte<br />

Markttechnik abgebaut wird.<br />

Interessanterweise haben unsere mittelfristig<br />

orientierten Sentiment- und Momentumindikatoren<br />

trotz des schnellen<br />

Kursanstiegs von 23 Prozent keine sehr<br />

hohen Werte erreicht. Das deutet darauf<br />

hin, dass wir es hier nur mit einer kurzfristigen<br />

Verschnaufpause zu tun haben,<br />

die Ihnen eine hervorragende Einstiegsmöglichkeit<br />

auf dem weiteren Weg ...<br />

Den kompletten Artikel lesen Sie in der<br />

aktuellen Printausgabe. Bestellbar unter<br />

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Handel im Wandel<br />

– eine kleine Geschichte der Wirtschaft und des Geldes<br />

Bilder: IMAGO / Westend61 / blickwinkel<br />

Über 220 Kilometer zählt die<br />

Feuersteinstraße zwischen<br />

Regensburg und Prag. Sie<br />

gilt als die älteste Handelsroute<br />

Europas; vor rund<br />

7.000 Jahren sollen hier jungsteinzeitliche<br />

Händler ihre Waren transportiert<br />

haben. Bewiesen ist dies zwar nicht,<br />

doch die Funde legen ein solches Szenario<br />

nahe. Und die Ursprünge des<br />

Handels könnten sogar noch viel weiter<br />

zurückgehen, ergeben sich doch erste<br />

Hinweise auf einen Rohstoffimport<br />

noch in der Altsteinzeit.<br />

SESSHAFT UND VERNETZT:<br />

DAS NEOLITHIKUM<br />

Tatsächlich greifbar allerdings wird der<br />

Handel erst im Neolithikum, erst vor<br />

12.000 Jahren also, ist er doch für die<br />

Sesshaftwerdung essenziell. Von nun<br />

an dreht sich das Leben um Haus- und<br />

Grundbesitz. Darüber hinaus rückt der<br />

Austausch von Waren in den Fokus.<br />

Dass der Tauschhandel schon damals<br />

das gesellschaftliche Zusammenleben<br />

strukturiert, davon ist der prähistorische<br />

Archäologe Ebbe Nielsen überzeugt:<br />

Einige der importierten Waren hätten<br />

wohl als Statussymbole Verwendung<br />

gefunden, erklärt er in einem wissenschaftlichen<br />

Beitrag zu diesem Thema.<br />

Darüber hinaus sei ein Warenaustausch<br />

teilweise mit dem Ziel der Allianzen-Bildung<br />

verbunden gewesen ...<br />

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