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akzent August 2024 GB

akzent - das Magazin für die GROSS-STADT BODENSEE

akzent - das Magazin für die GROSS-STADT BODENSEE

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®<br />

DAS MAGAZIN FÜR DIE GROSS-STADT BODENSEE AUGUST <strong>2024</strong><br />

FRISCH<br />

Coole Drinks in den<br />

angesagten Strandbars<br />

am See<br />

FRECH<br />

ESC-Gewinner Nemo<br />

trägt Kleider von<br />

Selina Rotach aus St. Gallen<br />

FRUCHTIG<br />

Rot und saftig: Wie die<br />

Aronia-Beere die Region<br />

feinherb verzaubert<br />

WWW.AKZENT-MAGAZIN.COM


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ÖKOLOGISCHE MODE – FAIR PRODUZIERT<br />

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Öffnungszeiten: Mo-Fr: 10-18 Uhr, Sa: 10-16 Uhr<br />

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INTRO<br />

3<br />

Diesen & weitere Texte zum Weiterverbreiten unter<br />

www.<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

ANGST ESSEN<br />

SEE AUF!<br />

Kalabrien-Sizilien<br />

Süditalien entdecken<br />

Merkspruch für den Umgang mit News<br />

(vorwiegend Social-Media-Spam, aber nicht<br />

nur): „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“,<br />

und ich ergänze gerne: „Vor allem vor Dämlichkeit“!<br />

Während der Hochwasser-Phase konnte<br />

man es erleben: Social-Media-Posts schwadronierten<br />

vom Weltuntergang am Bodensee,<br />

gerne vor allem dort, wo eigentlich nix<br />

war. Am See direkt gab es einige beeinträchtigte<br />

Abschnitte und auch die ansonsten bevorzugte<br />

Wohnlage „direkt am Wasser“ war<br />

allenthalben auch mal zu direkt. Dort allerdings<br />

weiß man aus Erfahrung, wie mit<br />

Hochwasser umzugehen ist – feuchte Keller<br />

sind da nicht ganz so selten.<br />

Da wo’s wirklich dramatisch wurde, waren<br />

reißende Flüsse oder Bäche, die unwetterbedingt<br />

zu Flüssen wurden, die Ursache und<br />

das vor allem im Oberschwäbischen und<br />

im Hegau. Ein differenziertes, sachliches<br />

Bild war denn auch das Flutopfer der ersten<br />

Stunde. Denn „reißerisch“ kamen nicht<br />

nur Fließgewässer daher: Die Social-Media-<br />

Posts nutzten neue und alte Bilder (vom tatsächlichen<br />

Hochwasser 1999), rissen munter<br />

aus Zusammenhängen und schwadronierten<br />

von apokalyptischen Zuständen. Anwohner,<br />

aber vor allem Hoteliers und Touristiker hatten<br />

daraufhin wochenlang alle Hände voll<br />

zu tun, besorgte Anrufer zu beruhigen. Die<br />

Flut der Falschmeldungen war daher der<br />

große Kollateralschaden für die gesamte<br />

Tourismusregion und vor allem, anders als<br />

Naturgewalten, vermeidbar!<br />

Kaum war die Hochwasser-Hysterie abgeklungen,<br />

schwappte die Mückenwelle hoch.<br />

Bekanntlich alle vier Jahre sind die lästigen<br />

Plagegeister mal mehr und dann auch<br />

wieder weniger. Dieses Jahr mischte sich allerdings<br />

in die mückenhaften News noch<br />

ängstliche Untertöne: die Tigermücke, tatsächlich<br />

in Afrika deutlich mehr verbreitet,<br />

in sozialen Medien am See allerdings überdurchschnittlich<br />

präsent, kann potenziell<br />

Krankheiten übertragen wie das Dengue-<br />

Fieber. Allerdings müssten dazu auch viele<br />

kranke Menschen überhaupt erst mal gestochen<br />

werden, um was „übertragen“ zu können:<br />

Doch das Argument sticht hier weit weniger<br />

als die Schreckensnachricht. Und wie<br />

es so ist bei Wellen, schwappen sie gelegentlich<br />

auch zurück. Darum fanden die Social-<br />

Mückia-Posts ihren Weg in die „klassischen<br />

Medien“. Apropos: Die einschlägig bekannte<br />

Boulevardpresse rief denn auch bei Campingplatz-Betreibern<br />

am See an; in gewohnt<br />

manipulativer Fragestellung wollte man<br />

„aus betroffenem Munde erfahren, wie es<br />

denn so sei dieses Jahr mit der Mücken-Katastrophe<br />

am See“. Auf die Antwort: „Welche<br />

Mückenkatastrophe? Bei uns ist es wie immer“,<br />

antwortete man: „Das ist dann leider<br />

keine Story.“ Noch Fragen?<br />

Jede Menge! Und viele differenzierte Antworten<br />

dazu. Die sind aber langweiliger zu<br />

posten als eben die „trockenere“ Wahrheit.<br />

Und mit Angst macht man derzeit auf allen<br />

Seiten die besten Geschäfte; das hat schon<br />

Fassbender 1973 in seinem Werk „Angst essen<br />

Seele auf“ thematisiert, wo es um die sozial<br />

zerstörerische Macht von Angst geht.<br />

Heute wird aus Seele schon mal ’n ganzer<br />

See …<br />

MARKUS HOTZ<br />

HERAUSGEBER<br />

© Mirjam Schultheiß<br />

2 Regionen – Eine Reise! Lernen<br />

Sie Süditalien intensiv kennen.<br />

Sie beginnen in Kalabrien an der<br />

Spitze des italienischen Stiefels.<br />

Kalabrien ist ein einzigartiger<br />

Landstrich, fernab vom Massentourismus.<br />

Hier geht jeder Wunsch<br />

in Erfüllung. Weiter geht es über<br />

die Meerenge von Messina nach<br />

Sizilien. Die stolze Insel ist reich<br />

an herrlichen Landschaften und<br />

vielen Sehenswürdigkeiten,<br />

darunter Kulturschätze aus der<br />

wechselvollen Geschichte.<br />

InkludIerte leIstungen<br />

► Sonderflug ab/bis<br />

Friedrichshafen nach Lamezia<br />

Terme<br />

► Übernachtungen in guten<br />

Mittelklassehotels mit HP<br />

► Fährüberfahrt Reggio Calabria -<br />

Messina<br />

► 3 Nächte in Capo Vaticano<br />

► 4 Nächte in Giardini Naxos<br />

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22023 | EMail: astrid.kremmel@kuoni.at<br />

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4 INHALT<br />

Coole Drinks in den<br />

angesagten Strandbars<br />

am See<br />

© Michael Häfner<br />

18 SEEZUNGE<br />

6 Impressum<br />

8 Seeleute<br />

Geniale Leute von nebenan<br />

© Pedro J Pacheco<br />

14 Seezunge<br />

Neues aus der Genussund<br />

Gastrowelt<br />

AKZENT INHALT<br />

24 Mehr-Wert<br />

Für das gewisse Mehr<br />

32 Bildung & Wirtschaft<br />

Lernen & Schaffen in der Region<br />

40 Freizeit<br />

Ausflugstipps + Termine<br />

vom Feinsten<br />

14 SEEZUNGE<br />

Rot und saftig: Wie die Aronia-Beere die Region<br />

feinherb verzaubert<br />

8 SEELEUTE<br />

ESC-Gewinner Nemo trägt Kleider von<br />

Selina Rotach aus St. Gallen<br />

© Doris Burger<br />

54 Erleben<br />

In der Region unterwegs<br />

58 Kultur | Bühne<br />

Highlights<br />

62 Kultur | Live<br />

Highlights<br />

68 Kultur | Kunst<br />

Highlights<br />

79 Déjà Vu<br />

<strong>akzent</strong> on the road


RUBRIK<br />

5<br />

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ist die Club Sport von NOMOS. Auf dem galvanisch veredelten Zifferblatt leuchten<br />

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6 IMPRESSUM<br />

1<br />

Labhard Medien GmbH<br />

Am Seerhein 6<br />

D-78467 Konstanz<br />

Für Kunden aus der Schweiz:<br />

Postfach 1001<br />

CH-8280 Kreuzlingen<br />

Telefon: +49 (0)7531 99148 00<br />

info@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

www.<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

Redaktionsschluss:<br />

10. des Vormonats<br />

Termine: 15. des Vormonats<br />

Anzeigenschluss: 15. des Vormonats<br />

Erscheinungsweise: monatlich,<br />

jeweils zum Monatsanfang<br />

Erfüllungsort: Konstanz<br />

2<br />

4<br />

3<br />

5<br />

Geschäftsführung:<br />

Steven Rückert<br />

srueckerth@labhard.de<br />

Herausgeber:<br />

1 Markus Hotz<br />

m.hotz@<strong>akzent</strong>-magazin.com (mh)<br />

Redaktion (V.i.S.d.P.):<br />

2 Stefanie Göttlich (sg)<br />

s.goettlich@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

18 Anne Mittmann (am)<br />

a.mittmann@labhard.de<br />

Online-Redaktion:<br />

2 Stefanie Göttlich (sg)<br />

s.goettlich@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

Sekretariat & Verteilung:<br />

4 Martina Menz<br />

m.menz@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

5 Victor Martin<br />

Heftplanung:<br />

Johanna Lambach<br />

jlambach@labhard.de<br />

seeclassics:<br />

Thomas Pfeifer<br />

t.pfeifer@seeclassics.com<br />

Layout & Herstellung:<br />

SV Medienproduktion GmbH & Co. KG,<br />

Ravensburg<br />

Titelfoto:<br />

© shutterstock.com |<br />

PonomarenkoNataly<br />

Druck:<br />

Bonifatius GmbH Druck | Buch | Verlag<br />

Karl-Schurz-Str. 26 | 33100 Paderborn<br />

Autor*innen:<br />

6 Dr. Patrick Brauns (pb)<br />

11 Ruth Eberhardt (rue)<br />

12 Susi Donner (dos)<br />

10 Julia Landig (jl)<br />

Judith Schuck (js)<br />

13 Andrea Vonwald (av)<br />

14 Heide-Ilka Weber (hiw)<br />

15 Anna Wirth (aw)<br />

Akquise:<br />

Stockach, Konstanz, Kreuzlingen:<br />

Thomas Pfeifer<br />

t.pfeifer@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

Hegau, Schaffhausen:<br />

7 Alexandra Bürgel<br />

a.buergel@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

Überlingen, Markdorf, Meersburg:<br />

8 Antje Efkes, ae@efkes.com<br />

Friedrichshafen, Lindau, Bregenz:<br />

9 Gisela Hentrich<br />

mail@giselahentrich.de<br />

Ravensburg-Weingarten, Tettnang:<br />

1 Markus Hotz<br />

m.hotz@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

seezunge:<br />

3 Maria Peschers<br />

m.peschers@seezunge.com<br />

Traumzeit:<br />

4 Martina Menz<br />

m.menz@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

11<br />

13<br />

15<br />

6<br />

12<br />

14<br />

Mengen<br />

Bad Saulgau<br />

Tuttlingen<br />

Ostrach<br />

Bad Schussenried<br />

Bad Waldsee<br />

Pfullendorf<br />

Aulendorf<br />

Stockach<br />

Bad Wurzach<br />

Engen<br />

Ludwigshafen Weingarten Leutkirch<br />

Überlingen<br />

Singen Radolfzell<br />

Ravensburg<br />

Markdorf<br />

Schaffhausen<br />

Stein am Rhein<br />

Frauenfeld<br />

Weinfelden<br />

DAS MAGAZIN VOM<br />

BODENSEE BIS<br />

OBERSCHWABEN<br />

7<br />

Meersburg Tettnang Wangen<br />

Konstanz<br />

Isny<br />

Kreuzlingen<br />

Friedrichshafen<br />

Wil<br />

Romanshorn<br />

St. Gallen<br />

Rorschach<br />

Lindau<br />

Dornbirn<br />

8<br />

Bregenz<br />

18<br />

9<br />

Die Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele sind nachzulesen unter<br />

www.<strong>akzent</strong>-magazin.com/teilnahmebedingungen. Nachdruck von Bildern<br />

und Artikeln nur mit schriftlicher Genehmigung der Herausgeber. Für unverlangt<br />

eingesandte Beiträge wird keine Haftung übernommen. Die durch den Verlag<br />

gestalteten Anzeigen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit<br />

schriftlicher Genehmigung des Labhard Verlags weiterverwendet werden.<br />

10<br />

Die Labhard Medien GmbH<br />

ist Teil von Schwäbisch<br />

Media.<br />

Bodensee.DE<br />

EINFACH KURZE MAIL AN: VERTRIEB@AKZENT-MAGAZIN.COM<br />

AKZENT IM ABO: 37 JAHRE AKZENT – 60 EURO PRO JAHR<br />

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RUBRIK<br />

7


8 SEELEUTE<br />

IT’S A MATCH<br />

„Das Kleid hat Nemo perfekt gepasst. Da musste nichts mehr<br />

verändert werden“ – die Abschlusskollektion der jungen<br />

Designerin Selina Rotach aus St.Gallen gefiel dem Team um ESC-Star<br />

Nemo so gut, dass weitere Aufträge folgten.<br />

© Selina Rotach<br />

VON ANNE MITTMANN<br />

In Heiden, Kanton Appenzell Ausserrhoden,<br />

aufgewachsen, entdeckte Selina<br />

Rotach ihre Leidenschaft für Handarbeit<br />

schon in der Schule. Nach der<br />

Schneiderlehre in Winterthur und<br />

der gestalterischen Berufsmaturität<br />

in St.Gallen arbeitete sie zwei Jahre<br />

lang als Modellnäherin beim St.Galler<br />

Modehaus Akris. „Als Modellnäherin<br />

geht es vor allem darum, die Entwürfe<br />

anderer handwerklich umzusetzen<br />

und ich habe schnell gemerkt,<br />

dass ich mehr möchte.“ 2023 schloss<br />

sie ihren Bachelor in Mode-Design an<br />

der Hochschule für Gestaltung und<br />

Kunst Basel (FHNW) ab und kehrte<br />

zu Akris zurück – erst als Praktikantin,<br />

nach ihrem Abschluss als Assistenzdesignerin.<br />

„Früher<br />

ging es vor allem<br />

ums Nähen, heute<br />

um Ideen und<br />

Entwürfe, um<br />

die Kollektion.<br />

Das macht mir<br />

großen Spaß“,<br />

schwärmt Selina<br />

Rotach von<br />

ihrer Arbeit.<br />

Sie sei glücklich<br />

in St.Gallen. „Man hat den See, die<br />

Berge, die schöne, grüne Stadt. Genau<br />

hier möchte ich sein.“<br />

So idyllisch ihr Wohnort, so urban<br />

ihre Entwürfe. Ihre Abschlusskollektion<br />

verbindet verschiedene Techniken<br />

und Materialien zu einem<br />

Gesamtkunstwerk. „Meine Abschlusskollektion<br />

war meine Chance,<br />

etwas ganz Eigenes zu erschaffen.<br />

Ohne Kompromisse.“ Sie habe auf ihr<br />

Bauchgefühl gehört, bis alles stimmte.<br />

„Wenn ich ein Piece entwerfe, fange<br />

ich normalerweise beim Schnitt<br />

an, und überlege dann, welcher Stoff<br />

passen könnte. Bei meiner Abschlusskollektion<br />

war es genau umgekehrt.“<br />

Drucktechniken, Print, Applikationen<br />

– Selina Rotach hat ihrer Kreativität<br />

freien Lauf gelassen. Mit Erfolg:<br />

„Anfang <strong>2024</strong> hat mich eine Stylistin<br />

über Instagram angefragt, ob sie meine<br />

Kleider für ein Presseshooting mit<br />

Nemo verwenden dürfen. Nemo war<br />

wohl recht begeistert“, erzählt Selina<br />

Rotach vom ersten Kontakt mit dem<br />

Team um ESC-Star Nemo. So begeistert,<br />

dass das weiße Kleid bei der Pre-<br />

Party vom ESC in Madrid über den roten<br />

Teppich ging. Doch nicht nur das:<br />

„Nemo hat drei Outfits von mir eingepackt.<br />

Das weiße Kleid, ein kurzes<br />

Kleid für den Auftritt von „The Code“<br />

beim Vorentscheid und ein Paillettenhemd<br />

mit Hose.“ Sie freue sich sehr,<br />

dass ihre Kleidung bei Nemo so gut<br />

angekommen sei. So gut, dass Nemos<br />

Schwester Ella Mettler zwei Kleider<br />

für ihre eigene Hochzeit in Auftrag<br />

gab. „Das war eine megaschöne Erfahrung“,<br />

freut sich Selina Rotach. „Mein<br />

Kopf ist voller Ideen und ich bin gespannt,<br />

wie es weitergeht.“ Sie hat<br />

ihren Stil gefunden: Die „Kombi von<br />

einem normalen Stoff mit Applikationen,<br />

mit Häkelblumen und Perlen –<br />

das ist mein Strich.“<br />

© Selina Rotach<br />

© Pedro J Pacheco<br />

© @_selinarotach_<br />

Das Weiße Kleid bei der Abschlusspräsentation<br />

Nemo im Weißen Kleid auf dem Roten Teppich in Madrid


RUBRIK<br />

9<br />

ACCOUNT MANAGER<br />

Vollzeit<br />

Labhard Medien sucht SIE zum frühestmöglichen Zeitpunkt für unseren Standort in Konstanz.<br />

Unser Mediasales-Team berät und betreut unsere Werbekunden zu all unseren Produkten und<br />

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idealerweise abgeschlossene kaufmännische Ausbildung in den Bereichen Marketingkommunikation,<br />

Medien oder Vertrieb oder eine vergleichbare Qualifikation<br />

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Idealerweise haben Sie bereits Erfahrung im Account Management oder als Mitarbeiter<br />

im Vertrieb gesammelt (motivierte Quereinsteiger willkommen)<br />

Sie sind aufgeschlossen, kommunikationsstark und zielorientiert<br />

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Sie sind es gewohnt selbstständig, strukturiert und diszipliniert zu arbeiten<br />

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10 SEELEUTE<br />

VON RUTH EBERHARDT (TEXTE)<br />

© FC Bayern München<br />

© Heidelberger Akademie der Wissenschaften<br />

Guilia Gwinn (25; rechts) aus Friedrichshafen-Ailingen ist<br />

mit dem Frauenfußballteam des FC Bayern erneut Deutsche<br />

Meisterin geworden. Schon 2021 und 2023 hatte die Außenverteidigerin<br />

vom Bodensee bei den Meisterschaften zum Kader<br />

der Bayern gehört. Doch beide Male war die Saison für sie<br />

nach Kreuzbandrissen früh beendet. Diesmal stand sie in 20<br />

Spielen 19 Mal auf dem Platz, 18 Mal davon in der Startelf, und<br />

steuerte drei Treffer und zwei Assists bei. Ende Juli ging für sie<br />

in Frankreich ein weiterer Traum in Erfüllung: ihre erste Teilnahme<br />

an olympischen Spielen.<br />

www.fcbayern.com<br />

Die Konstanzer Chemikerin Natalie Schunck (links) hat den<br />

Karl-Freudenberg-Preis erhalten. Die Heidelberger Akademie<br />

der Wissenschaften würdigte damit ihre Forschungen<br />

über Algen und deren Einsatz als mikroskopische Bioraffinerien.<br />

Schunck hat an der Universität Konstanz promoviert.<br />

Sie entwickelte ein Schlüsselverfahren, um nachwachsende<br />

Rohstoffe effizienter für die Produktion von umweltverträglichen<br />

Chemikalien und Materialien einsetzen zu können. Julia<br />

Kubasch von der Stiftung der Freudenberg-Gruppe (rechts)<br />

überreichte den mit 10.000 Euro dotierten Preis.<br />

www.uni-konstanz.de<br />

SEELEUTE … KURZ & KNAPP<br />

© Bodensee Openwater e.V.<br />

Iris Ashman (60) hat einen Weltrekord aufgestellt: Sie hat es<br />

als erste Frau geschafft, den Bodensee der Länge nach zwischen<br />

Bodman und Bregenz nonstop zu durchschwimmen.<br />

Diese Strecke legte sie nach den strengen Regeln der „Marathon<br />

Swimmers Federation“ (MSF) in 30:17:11 Stunden zurück.<br />

Diese Regeln erlauben keinen Neoprenanzug und keine<br />

Pause auf dem Beiboot, nicht einmal zum Essen und Trinken.<br />

Der Verein Bodensee Openwater organisierte die Logistik. Iris<br />

Ashmann stammt aus Deutschland, lebt seit mehr als 20 Jahren<br />

in Northfolk in England und ist bereits durch den Ärmelkanal<br />

und um die Insel Jersey geschwommen.<br />

www.bodensee-openwater.com<br />

© Universität Konstanz<br />

Das Gründungsteam InnoZell der Universität<br />

Konstanz hat ein Verfahren entwickelt, das<br />

es ermöglicht, Medikamente und Medizinprodukte<br />

während der Produktion tierversuchsfrei,<br />

hochsensitiv und schnell auf bakterielle<br />

Verunreinigungen zu testen. Dafür haben Initiator<br />

Clovis Seumen-Tiogang (2. v.l.) und die<br />

Teammitglieder Ann-Kathrin Mix (3. v.l.) und<br />

Erik Sontowski (rechts) den neuen Sonderforschungspreis<br />

des Vereins „Unternehmer:innen<br />

für Gründer:innen“ (UfG e.V.) erhalten. Der<br />

mit 15.000 Euro dotierte Preis und ein Mentoring<br />

sollen das Team bei der Ausgründung und<br />

der Markteinführung ihres Produkts „CellAlarm“<br />

unterstützen. Antje Freyth (UfG-Vorstand, links)<br />

und Sylvia Kalocsai (Stifterin und UfG-Mitglied,<br />

2. v.r.) überreichten den Preis.<br />

www.uni-konstanz.de<br />

Petra Pellini (54) aus Bregenz hat einen Roman über Demenz,<br />

Menschlichkeit und Freundschaft geschrieben.<br />

Er spielt am Bodensee, trägt den Titel „Der Bademeister<br />

ohne Himmel“ und ist im Rowohlt-Verlag erschienen. Im<br />

Mittelpunkt stehen die 15-jährige Linda und der 86-jährige<br />

Hubert. Petra Pellini war lange in der<br />

Pflege demenzkranker Menschen<br />

tätig. Sie liest aus ihrem Roman<br />

am 24.09. in der Vorarlberger<br />

Landesbibliothek,<br />

am 09.10. in der Buchhandlung<br />

Osiander in<br />

Ravensburg und am<br />

15.10. in der Buchhandlung<br />

Arche in<br />

Bregenz.<br />

www.rowohlt.de<br />

© Nina Bröll


SEELEUTE<br />

11<br />

© Helmuth Scham<br />

Die historischen Hängegärten von Schloss Neufra<br />

und der Garten des Pallottiner-Ordens in Konstanz<br />

haben den diesjährigen Bodenseegärtenpreis erhalten.<br />

Damit würdigt der Verein Bodenseegärten vorbildliche<br />

und nachhaltige Gartenprojekte. Christiane Johannsen<br />

und Omrit Kaleck nahmen die Auszeichnung<br />

für die Hängegärten von Schloss Neufra entgegen, Pater<br />

Reinhold Maise vertrat bei der Preisverleihung den<br />

Pallottiner-Orden. Der Preis ist nicht dotiert.<br />

www.bodenseegaerten.eu<br />

© Bodensee-Stiftung/Anja Wischer<br />

© Michael Elser<br />

Vor 30 Jahren wurde die Bodensee-Stiftung von<br />

sechs Umweltschutzorganisationen aus den<br />

Bodensee-Anrainerstaaten gegründet. 29 Jahre<br />

davon (seit 1995) vertrat Hildegard Breiner<br />

den Österreichischen Naturschutzbund (ÖNB)<br />

im Präsidium. Jörg Dürr-Pucher (rechts), Präsident<br />

der Bodensee-Stiftung, dankte der 88-jährigen<br />

Vorarlbergerin für ihren engagierten Einsatz.<br />

Künftig wird Manfred Melchhammer den ÖNB in<br />

dem Gremium vertreten.<br />

www.bodensee-stiftung.org<br />

© Kompotoi<br />

Auszeichnung für ein stilles Örtchen: Kompotoi, ein in Winterthur<br />

ansässiger Hersteller und Vertreiber von mobilen Komposttoiletten,<br />

ist einer der diesjährigen Preisträger des Schweizer Ethikpreises der<br />

Hochschule für Wirtschaft und Ingenieurwissenschaften des Kantons<br />

Waadt. Firmenmitgründer Jonas Casanova (links; im Bild mit<br />

Mitarbeiter Lukas Baumgartner) hat die Komposttoilette 2012 entwickelt.<br />

Die Idee: Statt Plastik-Chemie-Häuschen werden bei Veranstaltungen<br />

Toiletten aus Holz verwendet, die die menschlichen Hinterlassenschaften<br />

mittels Einstreu zu Kompost umwandeln. Derzeit sind mehr als 700 Kompotois<br />

in der Schweiz im Einsatz.<br />

www.kompotoi.ch<br />

Geschafft! Die HSG Konstanz kehrt nach einem Jahr zurück in die 2. Bundesliga. Der Heimspiel-Sieg<br />

der Handballer vom Bodensee gegen Eintracht Hildesheim bedeutet den fünften Aufstieg nach 2001,<br />

2016, 2019 und 2022. Rund 1450 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten den Rückspiel-Krimi in der<br />

Schänzlehalle, in der jetzt Bauarbeiten laufen.<br />

www.hsgkonstanz.de<br />

© Benno Hunziker<br />

Dr. phil. Hans-Georg Hofmann, der bisherige<br />

künstlerische Direktor des Sinfonieorchesters<br />

Basel, übernimmt für<br />

ein Jahr die Leitung der Südwestdeutschen<br />

Philharmonie Konstanz.<br />

Nach dem Abgang der letzten Intendantin<br />

hatten Gabriel Venzago, Rouven<br />

Schöll und Dieter Dörrenbächer<br />

die Aufgaben der Intendanz für anderthalb<br />

Jahre gemeinsam übernommen.<br />

Das Ziel war aber immer, die Stelle der<br />

Intendanz dauerhaft zu besetzen.<br />

Nach dem überraschenden<br />

Rückzug<br />

eines Kandidaten<br />

in der letzten Ausschreibungsrunde<br />

erklärte sich Hofmann<br />

nun zur Interims-Intendanz<br />

bereit.<br />

www.philharmonie-konstanz.de


12 SEELEUTE<br />

© Mina Monsef<br />

© zVg Stephan Militz<br />

Der Fotograf Andrin Winteler (*1986) wird mit<br />

dem Manor Kunstpreis Schaffhausen 2025 ausgezeichnet.<br />

Dieser Förderpreis ist mit einer Prämie,<br />

mit einer Einzelausstellung im Museum zu<br />

Allerheiligen in Schaffhausen, einer Vernissage<br />

und der Herausgabe einer Publikation dotiert.<br />

Außerdem erwirbt Manor ein Werk des Künstlers.<br />

Winteler ist in Schaffhausen aufgewachsen und<br />

lebt in Zürich. Er befasst sich mit den technischen<br />

Möglichkeiten und den Grenzen der Fotografie.<br />

www.allerheiligen.ch<br />

Stephan Militz initiiert mit dem Verein KULTUR<br />

WORX die erste Bodensee-Buchmesse in der<br />

deutschsprachigen Schweiz. Sie findet am 24. <strong>August</strong><br />

im Dreispitz Sport- und Kulturzentrum<br />

Kreuzlingen statt. Die Messe ermöglicht es Autor*innen,<br />

Self-Publishern und Verlagen, in Kontakt<br />

zu treten und ihre Werke einem breiteren Publikum<br />

zugänglich zu machen. Es gibt Lesungen<br />

und weitere Programmpunkte. Militz koordiniert<br />

und organisiert mit KULTUR WORX auch immer<br />

wieder andere Events im kulturellen oder soziokulturellen<br />

Bereich, regelmäßig im KULT-X Kreuzlingen.<br />

www.kulturworx.ch, www.bodensee-buchmesse.ch<br />

2950 Freiwillige haben sich an den Bodensee<br />

CleanUP Days beteiligt und die Natur entlang<br />

des deutschen Seeufers von Müll befreit. Sie waren<br />

dazu eine Woche lang auf über 140 Routen<br />

mit insgesamt gut 600 Kilometern unterwegs.<br />

Die Deutsche Bodensee Tourismus GmbH (DBT)<br />

und der Verein PATRON hatten bereits zum dritten<br />

Mal zu dieser Aktion aufgerufen. Auch Mitarbeiterinnen<br />

der DBT (im Bild) beteiligten sich<br />

aktiv daran. Ziel war, nicht nur Müll zu sammeln,<br />

sondern auch Kontakte zu knüpfen. Nikola Nielsen,<br />

Projektmanagerin für Nachhaltigkeit bei der<br />

DBT, zeigt sich begeistert vom Ergebnis.<br />

www.echt-bodensee.de<br />

© zvg Siegert-Stiftung<br />

© Michael Baker<br />

© Echt Bodensee<br />

Die „Junge Bodensee Philharmonie“, ein Projekt der Musikschule Konstanz und der Südwestdeutschen<br />

Philharmonie (SWP), vereint Jugendliche aus der Bodenseeregion zu einem gemeinsamen Orchester.<br />

Es erarbeitet unter der Leitung des Chefdirigenten der SWP, Gabriel Venzago, ein anspruchsvolles<br />

Programm. Das Projekt hat jetzt eine Förderzusage der Crescere-Stiftung in Höhe von mehr als<br />

21.000 Euro erhalten.<br />

www.konstanz.de<br />

Rekordzeit: Die argentinische Schwimmerin Ailén<br />

Lascano Micaz hat den Bodensee in 23 Stunden,<br />

49 Minuten und 58 Sekunden von Bregenz<br />

nach Bodman durchschwommen. Vom 23. bis<br />

24. Juni <strong>2024</strong> bewältigte sie die 64,46 Kilometer<br />

lange Strecke und stellte damit einen neuen<br />

Rekord als schnellste Frau auf dieser Strecke<br />

auf. Sie ist zudem der zweitschnellste Mensch, der<br />

diese Strecke je geschwommen ist.<br />

Karsten Redmann ist ab Januar<br />

2025 für das Literaturprogramm<br />

im Bodmanhaus in<br />

Gottlieben verantwortlich. Er<br />

arbeitet als freier Schriftsteller,<br />

Kulturjournalist und Literaturvermittler<br />

in St. Gallen.<br />

Zudem wirkt er an der Organisation<br />

des St. Galler Literaturfestivals<br />

„Wortlaut“ mit, ist Mitglied<br />

der deutschsprachigen Literaturkommission<br />

des Kantons Bern<br />

und arbeitet seit Januar <strong>2024</strong> auch<br />

als stellvertretender Leiter des Literaturhauses<br />

St. Gallen.<br />

www.bodmanhaus.ch<br />

© zVg


SEELEUTE<br />

13<br />

© zvg Siegert-Stiftung<br />

Den diesjährigen Kunstförderpreis der Werner Konrad Siegert Stiftung erhielten<br />

vier Absolventinnen der Jugendkunstschule Bodenseekreis. Die<br />

mit je 2.500 Euro bedachten Preise übergaben die Vorstandsmitglieder (v.<br />

li.) Tobias Engelsing, Christine Hügel und Konrad Deufel (re) an die Preisträgerinnen<br />

Lotta Kiebler, Luisa Beutel, Saskia Hell und To Van Le. Museumsdirektor<br />

Tobias Engelsing würdigte die Gewinnerinnen und ihre künstlerischen<br />

Arbeiten, die zeigen, dass „Kunst unmittelbar zu ihnen gehört“.<br />

Im Rahmen ihrer Ausstellungseröffnung für den Kultursommer wurde der<br />

Galeristin Lisi Hämmerle eine besondere Ehre zuteil. Die Bregenzer Kunstschaffende<br />

wurde mit der Hugo-von-Montfort-Medaille für ihre Verdienste<br />

um die Landeshauptstadt Bregenz ausgezeichnet. Die Hugo-von-Montfort-<br />

Medaille ist eine der höchsten Auszeichnungen, welche die Landeshauptstadt<br />

Bregenz zu vergeben hat. Sie steht für herausragende Verdienste in<br />

Kunst und Kultur und für das Engagement, die Landeshauptstadt zu einem<br />

Ort der Vielfalt zu machen.<br />

© Denise Bettelyoun<br />

© Stadt Bregenz<br />

Die Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz<br />

freut sich über eine Zuwendung in Höhe<br />

von 11.700 Euro des Ministeriums für Wissenschaft,<br />

Forschung und Kunst in Baden-Württemberg<br />

für die Erfassung, Inventarisierung und<br />

Digitalisierung ihrer Künstlergrafiken. Durch diese<br />

Unterstützung können die beiden Kunstwissenschaftlerinnen<br />

Elisabeth Schlegel und Magdalena<br />

Kreuz (v.l.) den wertvollen Sammlungsbestand<br />

aufarbeiten, so dass er verstärkt einer<br />

breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden<br />

kann.<br />

Der Bildhauer Axel Otterbach aus Bad Waldsee<br />

hat einen „EU-Brückenstein“ geschaffen, der<br />

jetzt die neugestaltete Waldseer Altstadt ziert.<br />

Otterbach hat dazu 27 Steinsegmente zusammengefügt<br />

– aus jedem EU-Mitgliedsland einen<br />

Stein. In der Wölbung halten sie zusammen und<br />

überbrücken eine Kluft. Ein 28. Stein liegt auf<br />

dem Boden als Sinnbild für den Brexit oder für<br />

eine mögliche Erweiterung der EU. Das Objekt<br />

steht auf einer kreisrunden Bodenplatte, ist 2,13<br />

Meter hoch und acht Tonnen schwer. Gesponsert<br />

wurde das Projekt von der Fränkel-Stiftung<br />

Friedrichshafen.<br />

www.axel-otterbach.de


14 SEEZUNGE<br />

Aronia-Beeren werden<br />

fast schwarz, bevor sie<br />

geerntet werden können.


SEEZUNGE<br />

15<br />

ARONIA-BEEREN –<br />

SAFTIGE FRÜCHTE<br />

FÜR DIE ZUKUNFT<br />

Auf dem Biohof Rittler trifft Tradition auf High-Tech: Mit computergesteuerten<br />

Maschinen und großer Sorgfalt werden aromatische Beeren<br />

in bester Qualität erzeugt. Ein Großteil davon landet im See-Züngle der<br />

Brauerei Clemens Härle in Leutkirch.<br />

VON DORIS BURGER (TEXT UND FOTOS)<br />

„Mama!“, sagt die kleine Marie und bringt ihrer Mutter eine<br />

Aronia-Beere. „Danke“, sagt Mama Julia und tut so, als würde<br />

sie diese essen, versucht die Beere aber verschwinden<br />

zu lassen. Denn die Apfelbeeren, so ihr deutscher Name,<br />

sind ausgesprochen herb, zum rohen Verzehr nicht gedacht.<br />

Sie geben Fruchtsaftgetränken, Aperitifs oder Gelees<br />

eine schöne Farbe, aber auch herbe und säuerliche Noten.<br />

Dazu sind sie saftig, mineralstoff- und vitaminreich, also<br />

sehr gesund.<br />

Wir stehen am Rand eines Feldes im kleinen Ort Stoffenried<br />

bei Ulm, begucken die Sträucher mit den reifen<br />

Beeren, die jeweils in dicken Büscheln zusammenhängen.<br />

Christoph Rittler ist mit seiner Frau Julia und Tochter Marie<br />

gekommen: Marie durfte im Babysitz auf dem Trecker<br />

mitfahren, Julia kam mit dem elektrobetriebenen Golf-Car.<br />

Das nutzen sie, um die Beeren prüfen zu können, ohne jedes<br />

Mal aussteigen zu müssen.<br />

Aufwendiger Bioanbau<br />

Geprüft werden muss sehr oft im Biobetrieb, um bei eventuellen<br />

Schädlingen schnell reagieren zu können: Denn<br />

chemisch synthetische Pflanzenschutzmittel sind tabu. Genau<br />

wie Herbizide, das Grün zwischen den Reihen wird mechanisch<br />

entfernt. Vor allem am Rand der Beerensträucher<br />

sollen die Wildkräuter nicht hoch wachsen, damit die junge<br />

Pflanzen kräftig werden können. Also fährt Christoph<br />

mit der Rollhacke entlang, die den Boden auflockert und<br />

umwirft. „Die Kräuter verdorren dann quasi an der Sonne“,<br />

sagt Julia. Das dauere etwa eine Stunde pro Hektar und<br />

müsse jede Woche gemacht werden.<br />

Rund 15.000 Sträucher stehen da, alleine an Aronia. Gepflanzt<br />

mit einer kleinen Pflanzmaschine: „Der Traktor<br />

vom Pflanzgerät ist GPS-gesteuert und fährt auf zwei Zentimeter<br />

genau auf das Feld“, erklärt Christoph, der zudem<br />

noch in der IT-Branche tätig ist. Die exakten Abstände sind<br />

wichtig für die mechanische Unkrautbekämpfung.<br />

Im Innern Dunkelrot<br />

Zur Ernte hin wird der Reifegrad stetig geprüft. „Auch wenn<br />

die Aronia-Beeren außen schwarz sind“, erklärt Christoph,<br />

„muss man das Innere anschauen – auch das soll möglichst<br />

dunkelrot sein.“ Das sind sie jetzt, Ende <strong>August</strong>, auf jeden<br />

Fall. Er kostet zusätzlich immer wieder: „Wenn sie richtig<br />

reif sind, dann schmecken sie bekömmlicher und nicht nur<br />

herb.“ Zu guter Letzt schaut er, wie leicht sich die Früchte<br />

vom Strauch lösen lassen.<br />

„Wir legen besonderen Wert auf gut ausgereifte Früchte<br />

– gerade für das See-Züngle“, sagt Christoph. Seine Aronia-Beeren<br />

haben nämlich die Ehre, in der Brauerei Clemens<br />

Härle in Leutkirch zu landen, wo mit dem Saft ein<br />

fruchtiges Erfrischungsgetränk hergestellt wird. Über den<br />

zuverlässigen Abnehmer, der zudem noch fair bezahlt, ist<br />

er sehr froh.<br />

Familie Rittler auf dem Aronia-Beeren-Feld


16 SEEZUNGE<br />

VOLLE BEEREN-POWER<br />

© Felix Kästle, Brauerei Härle<br />

Biobrauerei Härle<br />

Hier kommt der Saft der Beeren in die Limonade.<br />

Brauerei Clemens Härle, D-88299 Leutkirch<br />

www.haerle.de<br />

www.seezuengle.de<br />

Tröpfel GmbH<br />

Auch der alkoholfreie „Tröpfel“, Aperitif der<br />

Tröpfel GmbH in CH-8265 Mammern, wird<br />

teils mit Aronia-Beeren hergestellt. Die<br />

Früchte, ebenso wie die namensgebenden<br />

Trauben und Äpfel, kommen zu 100% aus<br />

der Schweiz.<br />

www.troepfel.ch<br />

Konsequent bio: Gottfried Härle und Esther Straub führen gemeinsam die Brauerei in die Zukunft.<br />

Auch den Anstoß zum Anbau der Aronia gab das Team der<br />

Brauerei Clemens Härle, geführt von Gottfried Härle und<br />

seiner Geschäftspartnerin Esther Straub. Im Sortiment waren<br />

bereits Kirsch-, Birnen- und das „Träuble“-Züngle mit<br />

Johannisbeeren, dann kam Rhabarber und im Mai 2021 die<br />

Apfelbeere. Ein ungewöhnliches Produkt für die Brauer, die<br />

sich zunächst einmal herantasten mussten. Denn zugrunde<br />

liegt auch beim See-Züngle ein Sud, gebraut in der kupfernen<br />

Sudpfanne. Wer mag, kann die sieben Arbeitsschritte<br />

auf der Homepage nachlesen oder sich bei einer Brauerei-Führung<br />

erklären lassen.<br />

Die reifen Beeren sind<br />

im Innern dunkelrot<br />

Zunächst in die Kelter<br />

See-Züngle also, ein innovatives Produkt der Traditionsbrauerei.<br />

Kein Nischenprodukt mehr, rund 30 Prozent des<br />

Umsatzes generiert diese alkoholfreie Sparte, den Rest<br />

schaffen die 15 Sorten Bier. Bis zur Abfüllung des See-Züngles<br />

in Leutkirch ist es allerdings noch ein weiter Weg. Denn<br />

Christoph Rittler liefert in die Kelterei Daniel Stiefel in Ravensburg,<br />

wo die Früchte binnen 24 Stunden verarbeitet<br />

werden müssen. Auch die Kelterei ist ein traditionsreicher<br />

Familienbetrieb, laut eigenen Angaben die älteste Fruchtsaftkelterei<br />

Oberschwabens. „Meine Verantwortung<br />

reicht bis vor die Tür der Kelter“, sagt<br />

Christoph, dann ist es der Job des Kelterei-Chefs.<br />

Mit ihm muss er sich genau<br />

abstimmen, damit das Timing<br />

passt. Apropos Timing: Die Aronia-Beere<br />

passt perfekt zu seinem<br />

Biohof, der auf rote und<br />

schwarze Johannisbeeren spezialisiert<br />

ist. Dazu kommen<br />

nun die Aronia-Beeren, mit<br />

der Ernte Ende <strong>August</strong>.<br />

Zurück in Stoffenried, vorbei<br />

an der hübschen Kirche und dem<br />

Dorfteich, zurück auf dem Hof. Die<br />

alte Scheune wurde mit Solarpaneelen<br />

bestückt: Tradition trifft High-Tech.<br />

Nur so wird es in Zukunft wohl gehen.<br />

ATTRAKTIV AUCH FÜR BIENEN<br />

Mit der schlagkräftigen Rollhacke am Traktor werden die Ränder der Grünstreifen<br />

aufgebrochen.<br />

Das wilde Grün zwischen den Reihen, ergänzt durch spezielle<br />

Klee-Einsaaten, zieht Bestäuber aller Arten an: Hummeln<br />

und Mauerbienen, Wild- und Honigbienen. Zusätzlich<br />

bringt ein Biolandimker seine Bienenstöcke, wenn die<br />

Johannisbeeren blühen. Die Aronia wird auch durch den<br />

Wind bestäubt, erklärt Christoph Rittler. Die Apfelbeere,<br />

die ursprünglich aus Sibirien stammt, macht insgesamt<br />

Freude: Sie ist widerstandsfähiger gegen Krankheiten und<br />

Schädlinge als die Johannisbeere. Im Mai blüht sie herrlich<br />

weiß, im Herbst färben sich die Blätter schön rot, bevor<br />

sie abfallen. „Ein Aroniafeld ist also auch etwas fürs<br />

Auge“, so Rittler.


RUBRIK<br />

17


18 SEEZUNGE<br />

STRANDB<br />

Wer braucht schon den Strand von Waikiki oder Miami Beach, wenn man das Schwäbische Meer<br />

haben kann? Doch für das perfekte Sommererlebnis darf auch hier darf eines nicht fehlen: Die<br />

Strandbars! Chillige Sounds, leckere Drinks, gemütliche Lounge-Möbel und natürlich Seeblick<br />

versprechen pures Sommerfeeling. Ob Sonnenuntergänge in Langenargen oder hausgemachter<br />

Sangria in Goldach, Live-Musik in Konstanz oder Sandstrand in Bregenz – <strong>akzent</strong> präsentiert<br />

die Strandbars mit den besten Vibes rund um den See.


SEEZUNGE<br />

19<br />

Cocktail gefällig?<br />

Die Fischersteg-Sunset Bar<br />

in Bregenz<br />

Beach-Club Friedrichshafen<br />

Uferstraße 1, 88045 Friedrichshafen<br />

Bei gutem Wetter täglich ab 11 Uhr<br />

www.beachclub-fn.de<br />

Strandbar Konstanz – Seezeit<br />

Webersteig 12, D-78462 Konstanz<br />

Mo-Fr, 12-0 Uhr | Sa 14-0 Uhr<br />

www.strandbar-konstanz.de<br />

Kavalierhaus-Lounge Langenargen<br />

Untere Seestraße 7, 88085 Langenargen<br />

16.30 – 24 Uhr<br />

www.kavalier-haus.de<br />

Schützinger am See<br />

Hintere Insel<br />

Schützingerweg 3, D-88131 Lindau<br />

Mo-Fr, 11-22 Uhr | Sa & So, 10-22 Uhr<br />

www.schuetzinger-am-see.com<br />

Beachbar Bregenz<br />

Seepromenade 2, A-6900 Bregenz<br />

Mo-Fr, 16-02 Uhr | Sa 14-02 Uhr | So & feiertags,<br />

13-0 Uhr<br />

www.beachbar-bregenz.at<br />

See Oase Konstanz<br />

Klein Venedig 1, D-78462 Konstanz<br />

Di-Sa, 16-23.30 Uhr | So 14.30-21 Uhr<br />

www.see-oase-konstanz.de<br />

Seebar am Konzertsegel<br />

Karl-Wolf-Str. 1, D-78315 Radolfzell am Bodensee<br />

täglich 10-23 Uhr<br />

www.seebar-radolfzell.de<br />

ARS<br />

Beachclub Seeliebe Sipplingen<br />

Seestraße 1d, D-78354 Sipplingen<br />

Mo-So, 12-23 Uhr | Fr 6 Sa 12-24 Uhr<br />

(nur bei schönem Wetter)<br />

www.hotelseeliebe.de/beach-club<br />

Die Schilfhütte<br />

Meersburger Strasse 16,<br />

D-88690 Uhldingen-Mühlhofen<br />

täglich 9-18 Uhr<br />

Tiki Strandbar Goldach<br />

Seepromenade, CH-9403 Goldach<br />

Mo-Fr ab 15 Uhr, Sa & So ab 11 Uhr<br />

www.tikistrandbar.ch<br />

© Michael Häfner<br />

Strandgarten<br />

Hafen West, CH-9326 Horn<br />

Mo-Fr, 17-23 Uhr | Sa & So, 11-23 Uhr<br />

www.strandgarten.ch<br />

Hafenlounge Romanshorn<br />

Hafenstrasse 29, CH-8590 Romanshorn<br />

Mo-So, ab 11.30 Uhr<br />

www.hafenlounge.ch


20 SEEZUNGE<br />

ANDREA VONWALD (TEXTE)<br />

© Caropha<br />

Mario Enchelmaier, Autor von „Seehnsucht Heimat“ und<br />

kulinarischer Leiter auf dem Stotz Hof, mit seiner Frau<br />

© Kim Höhnle<br />

Das Team von Caropha (v.l.n.r.): Verkäuferin Nora Zejnullahu-<br />

Maliqi, Gründer und Geschäftsführer Philipp Kern und dessen<br />

Tochter Rebecca Reichertz, eine bekannte Patissiere am<br />

Bodensee, die sich um die Verarbeitung der Produkte kümmert<br />

GERÜCHTEKÜCHE<br />

VON<br />

Mario Enchelmaier, kulinarischer Leiter auf dem Stotz Hof<br />

in Markdorf, erzählt in seinem Anfang <strong>August</strong> veröffentlichten<br />

Buch „Seehnsucht Heimat“, wie er das Kochen am Bodensee<br />

neu entdeckt hat – naturverbunden und ganzheitlich.<br />

Bevor er an den Bodensee zog, wo er im Zuge von „Kitchen Unplugged“<br />

auch Outdoor-Events veranstaltet, befand sich Enchelmaier<br />

zwischen Sterneküche und Jetsetting und verlor dabei<br />

die Freude am Kochen. Seine Lehre machte der Koch im<br />

ehemaligen Schweizer Restaurant Charon, das 16 Gault-Millau-<br />

Punkte hatte. Anschließend war er unter anderem für die berühmten<br />

Eventcaterings Feinkost Käfer, weltweit für die Formel<br />

1, Mosimann’s und die Sterneküche von Cornelia Poletto sowie<br />

als kulinarischer Manager & Food Trend-Experte bei den Lufthansa<br />

Lounges tätig.<br />

www.oekom.de/person/mario-enchelmaier-8555<br />

Mit Johannisbrot und weiteren natürlichen Zutaten produziert<br />

das Rorschacher Start-up Caropha gesunde und vegane<br />

handgefertigte Süßigkeiten ohne Konservierungsmittel.<br />

Das neueste Produkt des Unternehmens ist eine Süßigkeiten-<br />

Tafel mit süßbitterem Geschmack. Sie gesellt sich zu den bisherigen<br />

Tafeln in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Brotaufstrichen,<br />

Sirups und weiteren Produkten. Kreiert werden die<br />

Süßigkeiten von Geschäftsführer, Patissier und Food Designer<br />

Philipp Kern und seinem Team. Kern entwickelte dazu unter<br />

anderem ein australisches Rezept der im Mittelmeerraum beheimateten<br />

Johannisbrot-Pflanze weiter. Bei seinen Produkten<br />

verzichtet Caropha zudem auf künstliche Aromen, Farbstoffe<br />

und Konservierungsmittel.<br />

www.caropha.com<br />

Das neueröffnete Strandhaus Hard Heaven7 begrüßt seine Gäste innen wie außen mit bodenständiger Kulinarik, Events und einer<br />

entspannten Atmosphäre.<br />

Seit Juli begrüßt das neueröffnete Strandhaus Hard Heaven7 der H7 Hospitality GmbH seine Gäste täglich von 9 bis 23 Uhr.<br />

Direkt am Bodenseeufer möchte es ein Ort der Begegnung für Jung und Alt sein. Neben kulinarischen, bodenständigen Spezialitäten,<br />

erfrischenden Drinks und Kaffee und Kuchen, veranstaltet die Location, die Café, Strandhaus und Bar vereint, auch diverse<br />

Events. Während der Fußball-Europameisterschaft gab es beispielsweise Public Viewing. Am 3. <strong>August</strong> findet ab 16 Uhr die<br />

[push] x Sunset Affairs Day-Party statt. Bis einschließlich 19. September wird zudem nach Anmeldung jeden Donnerstag<br />

ab 8.30 Uhr Yoga inklusive Frühstück angeboten.<br />

www.heaven7.at<br />

© Strandhaus Hard Heaven7


SEEZUNGE<br />

21<br />

© Fisch & Wein/Tourist-Information Uhldingen-Mühlhofen<br />

Frischer Fisch gepaart mit Bodenseewein des Weinguts Markgraf<br />

von Baden und romantischer Abendstimmung auf dem Bodensee:<br />

Das gibt es bei den „Fisch & Wein“ Rundfahrten ab Unteruhldingen.<br />

Bei der 90-minütigen Schifffahrt am 2. und 30. <strong>August</strong><br />

ab 18.30 Uhr erzählt Berufsfischer Andreas Geiger zudem Interessantes<br />

und Wissenswertes über seinen Alltag als Bodenseefischer.<br />

Neben zahlreichen Fakten über die im Bodensee lebenden Fischarten<br />

hat er zum näheren Betrachten und Anfassen auch sein Fischernetz<br />

dabei.<br />

www.seeferien.com<br />

Bei Fisch & Wein genießen Gäste bei einer Schifffahrt ab Unteruhldingen frischen Fisch und erlesenen Bodenseewein.<br />

© nunc. GmbH<br />

© Häfele by Sommerfeld<br />

Zu Hause professionellen Kaffee wie der Barista im Café machen – das<br />

smarte Ökosystem nunc. soll dies ermöglichen.<br />

„Von Coffee Lovern für Coffee Lover“ – mit diesem Slogan begrüßt das 2021<br />

gegründete Konstanzer Start-up Next Level Coffee Besucher*innen auf seiner<br />

Website. Mit ihrem Unternehmen denken die drei Geschäftsführer Markus<br />

Unger, Marius Kütemeyer und Dominik Maier laut eigener Aussage Kaffee<br />

neu. Ihr Ziel ist es, richtig guten Kaffee zu den Menschen nach Hause<br />

zu bringen – ganz ohne Barista-Diplom, nachhaltig und fair. Entwickelt haben<br />

sie dafür das erste voll vernetzte IoT Kaffee-Ökosystem „nunc.“, das<br />

smarte Technologie, intuitives Design, intelligente Daten und perfekten Geschmack<br />

vereint. Aktuell kann nunc. für rund 2.500 Euro vorbestellt werden,<br />

ausgeliefert wird die Siebträgermaschine inklusive Mühle dann Anfang 2025.<br />

www.nunc.coffee<br />

Das „Häfele by Sommerfeld“ begrüßt seine Gäste in Immenstaad direkt am<br />

Ufer des Bodensees.<br />

Fabian Sommerfeld hat vor einigen Monaten das Restaurant Häfele in<br />

Immenstaad übernommen. Gemeinsam mit seinem Team bietet er im<br />

neuen „Häfele by Sommerfeld“ seither handgefertigte Speisen aus frischen<br />

Zutaten. Spezialisiert hat sich das junge Team aus erfahrenen Köchen<br />

auf Sous-Vide-Küche. Bei dieser innovativen Kochtechnik werden die Lebensmittel<br />

in Vakuumbeuteln verschlossen und anschließend bei niedrigen,<br />

genau kontrollierten Temperaturen über einen längeren Zeitraum gegart,<br />

um so einen noch intensiveren Geschmack zu erreichen. Geöffnet hat das<br />

Restaurant jeweils von Montag bis Sonntag von 12 bis 23 Uhr, wobei die Küche<br />

von 12 bis 14.30 Uhr und von 17.30 bis 21 Uhr kulinarisch verwöhnt.<br />

www.haefelebysommerfeld.de


22 SEEZUNGE<br />

© Steinhauser<br />

Das Team von Steinhauser freut sich über den Erhalt des „German Whisky Award“.<br />

Die 1. Bodensee Whisky-Destillerie von Steinhauser, Brigantia aus Kressbronn hat auf dem Festival des deutschen Whiskys im oberpfälzischen Erbendorf<br />

den „German Whisky Award“ in der Kategorie „Best Whisky Destillerie <strong>2024</strong>“ gewonnen. Vergeben wird die Auszeichnung gemeinsam vom Verband<br />

Deutscher Whiskybrenner (VDW) und der Redaktion „Der Whisky-Guide Deutschland“. Gewürdigt werden von der unabhängigen Jury dabei herausragende<br />

Leistungen der Branche, vor allem in Bezug auf die Entwicklung, die Qualität und das Auftreten der Destillerien. Insgesamt wurden sechs Awards verliehen<br />

und 22 Gold- und Silbermedaillen vergeben.<br />

www.steinhauser-bodensee.de<br />

Die Internationale Bevollmächtigtenkonferenz<br />

für die Bodenseefischerei<br />

(IBKF) hat bei ihrer Jahreskonferenz<br />

erste Erfahrungen zum Maßnahmenpaket<br />

zur Felchenschonung diskutiert,<br />

das seit Anfang <strong>2024</strong> umgesetzt wird.<br />

Die 61 Berufsfischer*innen am Bodensee<br />

haben 2023 erneut weniger Fische<br />

als im Vorjahr gefangen: 133 Tonnen,<br />

während der Mittelwert der letzten Jahre<br />

bei 318 Tonnen lag. Der Felchenfang<br />

belief sich dabei auf zehn Tonnen, das<br />

sind 7,5 Prozent vom Gesamtfang und<br />

damit erheblich weniger als die Jahre<br />

zuvor. Zum Maßnahmenpaket gehörte<br />

eine Änderung der Felchenbesatz-Strategie:<br />

Man setzte größere Jungfische<br />

aus, um sie vor Stichlingsfraß zu schützen.<br />

Im Rahmen zweier Pilotprojekte<br />

sollen außerdem die Fang- und Verwertungsmöglichkeiten<br />

von Stichlingen geprüft<br />

werden. Begrüßt werden die Vorbereitungen<br />

Baden-Württembergs für<br />

ein länderübergreifendes Projekt<br />

zum Kormoran-Management. Für<br />

Herbst ist eine große standardisierte<br />

Erhebung der Fischarten-Zusammensetzung<br />

im Bodensee geplant, mit<br />

Blick auf die aktuelle Veränderung des<br />

Seeökosystems.<br />

www.ibkf.org<br />

Die Felchenpopulation im Bodensee nimmt weiter ab. Ein<br />

Maßnahmenpaket der IBFK zur Felchenschonung soll helfen<br />

© IBKF<br />

Das spanisch-italienische Restaurant La Oliva<br />

ist im Mai innerhalb Radolfzells umgezogen.<br />

Der neue Standort des Lokals ist direkt am Bodenseeufer,<br />

im kernsanierten Vereinsheim des<br />

Eisenbahnsportvereins (ESV). Zuvor war das La<br />

Oliva um Betreiber Eladio Rodriguez in der Höristraße<br />

ansässig. Neben dem Gastraum mit Platz<br />

für bis zu 48 Personen lädt auch die Terrasse mit<br />

rund 60 Plätzen und Seeblick zum Verweilen ein.<br />

Auf der Speisekarte stehen Tapas, Salate, Suppen,<br />

Pasta, Fleisch- und Fischspezialitäten, Desserts<br />

und mehr. Von Montag bis Freitag bietet das<br />

La Oliva Restaurante & Tapas Bar von 12 bis 14<br />

Uhr zudem einen wöchentlich wechselnden Mittagstisch<br />

an.<br />

www.la-oliva-radolfzell.de


SEEZUNGE<br />

23<br />

© Badischer Weinbauverband e.V.<br />

Die 74. Badische Weinkönigin Lucia Winterhalter (Mitte) mit ihren Prinzessinnen<br />

Sofia Hartmann (links) und Verena Haßler (rechts)<br />

Lucia Winterhalder heißt die neue Badische Weinkönigin (Bild Mitte),<br />

die nun für ein Jahr die badische Weinregion im In- und Ausland repräsentieren<br />

wird. Die Winzerin kommt aus Bad Krotzingen bei Freiburg und hat<br />

die Fachjury von ihrem Weinwissen, ihrer Bühnenpräsenz und Spontaneität<br />

überzeugt. Die beiden Mitnominierten, Sofia Hartmann (Bild links) aus<br />

Schriesheim und Verena Haßler (Bild rechts) aus Freiburg-Opfingen, werden<br />

ihr als badische Weinprinzessinnen bei ihren Aufgaben assistieren.<br />

www.badischer-weinbauverband.de<br />

WEINSEELIG<br />

Das wichtigste Weinevent<br />

für Weingenießer<br />

im Blauburgerland<br />

öffnet bald wieder seine<br />

Pforten: Vom 22.<br />

bis 24. <strong>August</strong> <strong>2024</strong><br />

findet im Kreuzgang<br />

zu Allerheiligen die<br />

„Schafuuser Wiiprob“<br />

statt. Über 30 Weinbaubetriebe<br />

aus dem<br />

Schaffhauser Blauburgunderland<br />

präsentieren<br />

dann im malerischen,<br />

historischen<br />

Ambiente des Kreuzgangs<br />

drei Tage lang<br />

ihre Weine. Neben Weinen<br />

und Schaumweinen<br />

gibt es Brände und<br />

Liköre zu verkosten.<br />

blauburgunderland.ch<br />

schaffhauserland.ch<br />

Der Spätsommer ist<br />

am Bodensee immer<br />

die Zeit der großen<br />

Weinfeste: Bereits zum<br />

43. Mal feiert die Insel<br />

Reichenau ihr beliebtes<br />

Wein- und Fischerfest<br />

vom 2. bis<br />

4. <strong>August</strong> im Sportboothafen<br />

mit vielfältigen<br />

kulinarischen<br />

Köstlichkeiten von der<br />

Insel und flotter Livemusik.<br />

In Hagnau findet<br />

am 3. <strong>August</strong> das<br />

Weinfest am Torkel<br />

mit Blasmusik direkt<br />

am Seeufer und<br />

auf der Wiese rund um<br />

den Torkel statt. Am<br />

16./17. <strong>August</strong> laden<br />

die zwölf bayerischen<br />

Winzer zwischen Nonnenhorn<br />

und Lindau<br />

zu ihrem großen, wunderschön<br />

direkt am<br />

Seeufer gelegenen<br />

fröhlichen Winzerfest<br />

am See ein – mit Spezialitäten<br />

und Fischvariationen<br />

aus der Region.<br />

Ausgeschenkt<br />

werden über 50 Weinsorten.<br />

Mit dem traditionellen<br />

großen Bodensee-Weinfest<br />

vom<br />

6. bis 8. September<br />

auf dem Meersburger<br />

Schlossplatz verabschiedet<br />

sich allmählich<br />

der Weinfestsommer<br />

<strong>2024</strong> am See. Hier<br />

nicht erwähnt sind<br />

die unzähligen kleineren<br />

Weinfeste rund um<br />

den See, die fast jeder<br />

Weinort anbietet. Eine<br />

Terminübersicht bietet<br />

die Website von<br />

Bodensee Tourismus<br />

(https:www.bodensee.<br />

eu/de/was-erleben/genuss/weinregion-bodensee).<br />

www.reichenau.de<br />

www.hagnauer.de<br />

kommundsee.de/<br />

winzerfest.html<br />

www.meersburg.de


24 MEHR-WERT<br />

© Autohaus Gohm


MEHR-WERT<br />

25<br />

VON EWALD ZU<br />

E-WORLD<br />

... ODER WIE GOHM ZUM WELTBESTEN<br />

FERRARI-HÄNDLER 2023<br />

GEKÜRT WURDE<br />

Ferraristi aus Leidenschaft: Ewald Gohm vor dem Weltmeister-Auto von Michael Schuhmacher


26 MEHR-WERT<br />

Thorsten Gohm freut sich:<br />

„Es ist uns eine große Ehre,<br />

diesen speziellen Preis<br />

bekommen zu haben. Ich bin<br />

sicher, dass mein Onkel Ewald,<br />

der als allergrößter Ferrari-Fan<br />

die Firmengründung seinerzeit<br />

mit Ferrari initiiert hat, dies<br />

ebenfalls als Krönung unserer<br />

Firmengeschichte werten<br />

würde.“<br />

Ferrari würdigte im Rahmen der jährlichen<br />

„Best Dealer Awards “und „Testa<br />

Rossa Awards“ für 2023 die weltweiten<br />

Gewinner unter allen rund 200 Ferrari-<br />

Händlern weltweit. Dabei hat der italienische<br />

Sportwagenhersteller die Alfred<br />

Gohm GmbH erstmals als „Best Dealer<br />

Worldwide“ ausgezeichnet. Das Böblinger<br />

Autohaus hat überdies auch den besten<br />

Service Manager der Markenorganisation.<br />

Insgesamt werden dabei alle Händler<br />

weltweit bewertet. Die Konkurrenz ist dabei<br />

riesig: „Um nur schon überhaupt Ferrari-Händler<br />

sein zu können, ist ein vorbildlicher<br />

Service in allen Bereichen erforderlich,<br />

daher ist man in einer ohnehin sehr<br />

guten Gruppe von Fach-Händlern nun<br />

auch noch der weltbeste“, erläutert Gohm<br />

und ergänzt, „das Team und die gesamte<br />

Familie, allen voran meine Tante und<br />

mein Vater freuen sich daher riesig über<br />

© Autohaus Gohm<br />

Die Führungs-Crew bei der Preisverleihung zum<br />

„Best Dealer Award“ in Florenz (2. von links: Thorsten Gohm)


MEHR-WERT<br />

27<br />

diese Auszeichnung. Das ist keine Selbstverständlichkeit<br />

und wir sehen das als Anerkennung<br />

insgesamt für eine generationenübergreifende<br />

Lebens- und Teamleistung<br />

unseres Autohauses Gohm“.<br />

Geprüft werden etwa Kriterien wie Ausbildung<br />

der Mitarbeiter, die Verfügbarkeit<br />

von Vorführfahrzeugen für jedes Ferrari-<br />

Modell, die Dauer der Wartungsarbeiten<br />

und die Kundenzufriedenheit insgesamt.<br />

„Der Bewertungsprozess ist wirklich komplex“,<br />

erzählt Gohm, „und darum würdigt<br />

dieser Preis eine gemeinsame Anstrengung,<br />

angefangen von den Mitarbeitern in<br />

den Werkstätten, den Technikern, dem Verkaufspersonal<br />

bis hin zum Management,<br />

jeder und jede hat hier wirklich einen großartigen<br />

Beitrag geleistet“.<br />

Überdies verlieh die Ferrari Academy<br />

zum siebten Mal die „Testa Rossa Awards“,<br />

mit denen die Talente aus den Autohäusern<br />

und Werkstätten weltweit geehrt werden.<br />

Und auch dabei machte Gohm Böblingen<br />

den ersten Platz: In der Kategorie „Top<br />

Service Manager“ konnte sich Harald Osing<br />

aufgrund seines Engagements und seiner<br />

fachlichen Expertise durchsetzen. Die Auszeichnung<br />

ist ein Höhepunkt in der gemeinsamen<br />

Geschichte von Gohm und Ferrari,<br />

die Ewald Gohm 1981 in die Wege leitete:<br />

„Mein Onkel hatte die Idee, zum führenden<br />

Luxuswagen Händler im Landkreis Konstanz<br />

zu werden“, erzählt Thorsten Gohm.<br />

Der Ferrari-Betrieb in Böblingen bei der Motorworld


28 MEHR-WERT<br />

© Autohaus Gohm<br />

1906 mit Landmaschinen gestartet, entwickelte<br />

sich das Autohaus in Aach zusehends.<br />

1960 wurde in Aach neben Landmaschinen bodenständige<br />

Automarken wie DKW, VW, Autounion<br />

und Citroen etabliert.<br />

1977 erweiterten Ewald und Alfred Gohm<br />

dann das Portfolio um Renault und beschlossen<br />

auch in Singen ein Autohaus zu eröffnen.<br />

Umso revolutionärer war der Gedanke nun<br />

auch das Sport- und Luxuswagensegment<br />

mitbedienen zu wollen: „Aber Onkel Ewald<br />

wollte nicht irgendeine Luxusmarke, er wollte<br />

Ferrari“, bekräftigt Thorsten Gohm, „und<br />

neben meinem Vater und fast der gesamten<br />

Familie musste er auch bei Ferrari erstmal<br />

ziemliche Überzeugungsarbeit leisten, doch<br />

er hat gebrannt für die Idee und der Funke<br />

sprang über.“ Das Verkaufstalent bewies auch<br />

ein Gespür für die Marktentwicklung, denn<br />

Ende der 70er begann die Ära der Sportwa-


MEHR-WERT<br />

29<br />

gen so richtig ins Laufen zu kommen. „Ewald<br />

setzte noch eins drauf: er etablierte Dienstleistungen,<br />

die heute selbstverständlich sind,<br />

wie ein Hol- und Bringservice und war ein<br />

Schaffer, der selbst samstags und sonntags<br />

immer im Betrieb war“ erinnert sich Thorsten<br />

Gohm, der nun in dritter Generation das<br />

Haus leitet. 2006 starb Ewald Gohm unerwartet.<br />

In seiner Schaffenszeit hatte sich Gohm in<br />

Singen zu einem der bedeutendsten Ferrari-<br />

Händler nicht nur in Deutschland gemausert.<br />

Autoliebhaber aus der ganzen Welt, darunter<br />

auch manch prominente, finden bis<br />

heute den Weg nach Singen. Doch beim italienischen<br />

Luxus-Autohaus spielt eigentlich<br />

nur ein prominenter Name die erste Geige:<br />

Ferrari! „Wir sind all unseren Kunden sehr<br />

dankbar und wir haben wirklich einige unglaublich<br />

treue und langjährige Kunden“, freut<br />

sich Gohm.„Die Auszeichnung als weltbester<br />

„Die Auszeichnung als<br />

weltbester Ferrari Händler<br />

ist ein Höhepunkt in der<br />

gemeinsamen Geschichte<br />

von Gohm und Ferrari, die<br />

Ewald Gohm 1981 in<br />

die Wege leitete.“<br />

Das Gohm-Autohaus in Singen


30 MEHR-WERT<br />

Ferrari Händler ist ein Höhepunkt in der<br />

gemeinsamen Geschichte von Gohm und<br />

Ferrari, die Ewald Gohm 1981 in die Wege<br />

leitete.“<br />

„Diese leidenschaftlichen Ferraristi sind<br />

ein großer Schatz, den wir nun seit Jahrzehnten<br />

hegen und pflegen, und zwar alle<br />

zusammen, gemeinsam im Team.“ 2010<br />

kam dann der Standort Böblingen dazu.<br />

„Das war eine einmalige Chance im heutigen<br />

Motorworld-Areal einen der ersten<br />

Anker-Betriebe zu eröffnen,“ erinnert sich<br />

Thorsten Gohm „und nun gehören wir hier<br />

zu den weltweit besten Ferrari Händlern.“<br />

2016 kam der Standort in Wien dazu, übrigens<br />

der einzige offizielle Ferrari Händler<br />

in Österreich. Das Autohaus Gohm ist<br />

bis heute ein reines Familienunternehmen,<br />

mit den Gesellschaftern Hannelore,<br />

Alfred und Thorsten Gohm: „Wir sind gut<br />

aufgestellt und blicken auf 15 Jahre Böblingen,<br />

45 Jahre am Standort Singen und<br />

insgesamt eine sehr bewegte Unternehmensgeschichte<br />

mit Höhen und Tiefen zurück.“<br />

Neben Ferrari ist das Portfolio im<br />

Luxussegment um Maserati, Bentley und<br />

Lamborghini erweitert worden.<br />

„Als reiner Familienbetrieb bestehen<br />

wir dabei in einem Umfeld von kapitalund<br />

konzerndominierten Unternehmen<br />

im Luxussegment und sind damit eher<br />

eine Ausnahmeerscheinung“, erläutert<br />

Gohm. Die Transformation in E-Mobilität<br />

und die allgemeinen Herausforderungen<br />

machen ihn dabei nicht bange: „Ferrari<br />

lebt im gesamten Produktportfolio eine<br />

konsequente Ausrichtung auf Spitzentechnologie.<br />

Die Antriebssysteme<br />

bestehen dabei nebeneinander,<br />

egal ob Verbrenner, Elektro<br />

oder Hybrid, es muss nur<br />

stets erstklassig sein,<br />

wofür nicht zuletzt auch die sportlichen<br />

Engagements maßgeblich beitragen“, erklärt<br />

Gohm. „Ich blicke superoptimistisch<br />

in die Zukunft!“<br />

Auch Ferrari-Chef Benedetto Vigna will<br />

Vergangenheit und Zukunft miteinander<br />

verbinden. In wenigen Jahren sollen<br />

zusätzlich E-Ferrari auf den Markt kommen,<br />

überdies klimaneutral gebaut. Ferrari<br />

möchte 2030 komplett klimaneutral<br />

sein. Die Kundschaft<br />

soll zukünftig allerdings<br />

weiterhin<br />

© Autohaus Gohm<br />

Das Erfolgs-Team aus Böblingen: „Best Dealer Award“ und „bester Service Manager“ 2023 weltweit


MEHR-WERT<br />

31<br />

entscheiden können, wie sie fahren will.<br />

Denn „E“ heißt bei Ferrari: Energy, Evolution<br />

und Environment.<br />

Darum sollen drei Antriebe parallel<br />

produziert werden, Verbrenner, Hybrid-<br />

Ferrari und demnächst rein elektrisch.<br />

Dafür hat Ferrari auf dem Firmengelände<br />

gerade ein neues, futuristisches „E-<br />

Building“ eröffnet, natürlich ressourcenschonend<br />

gebaut, statt einer alten Lagerhalle.<br />

„Hier können wir alle Teile des Puzzles<br />

zusammenfügen, sodass der gesamte<br />

Forschungs-, Entwicklungs- und Herstellungsprozess<br />

optimal verläuft“, erläutert<br />

Vigna. Zur Nachhaltigkeit gehört auch<br />

weiterhin, die Stückzahlen zu<br />

limitieren: „Wir wollen<br />

nicht die Quantität der Autos pushen, sondern<br />

die Qualität!“<br />

Apropos: Beim Zukunftstag <strong>2024</strong><br />

den Ferrari mit seinen 13 Händlern in<br />

Deutschland und Österreich umgesetzt<br />

hat, herrschte großer Andrang. Bei einem<br />

Tag der offenen Tür, konnten sich Interessierte<br />

junge Leute einen umfassenden<br />

Einblick in die Marken- und Arbeitswelt<br />

von Ferrari verschaffen; am Ende gab es<br />

einen Schwung guter Bewerbungen bei<br />

Gohm, „heutzutage wirklich keine Selbstverständlichkeit<br />

mehr“.<br />

Auch das Thema Nachhaltigkeit hat bei<br />

Ferrari einen anderen „Wert“: „Kein Ferrari<br />

wird je verschrottet, sie werden gehegt<br />

und gepflegt und bestehen über Generationen<br />

weiter“. Eben ganz wie das<br />

Traditionshaus Gohm. Und wenn Sonntag<br />

für Sonntag Menschen zum schicken<br />

Autohaus nach Singen pilgern und<br />

durch die großen Schaufenster<br />

die edlen Fahrzeuge bestaunen,<br />

ist sicher auch irgendwo ein „cooler Onkel“<br />

dabei, der in seinem Neffen die Leidenschaft<br />

eines Ferarristi entfacht.<br />

Autohaus Alfred Gohm GmbH<br />

SINGEN<br />

Georg-Fischer-Straße 65<br />

D-78224 Singen<br />

78224 Singen<br />

Tel. +49 (0)7731 9463-0<br />

STUTTGART<br />

Graf-Zeppelin-Platz 4<br />

D-71034 Böblingen<br />

Tel. +49 (0)7031 2055-0<br />

WIEN<br />

Scuderia Gohm GmbH<br />

Laxenburger Strasse 155-161<br />

2331 Vösendorf<br />

Tel. +43 (0)1 3613939<br />

www.gohm.de<br />

Das Gohm Autohaus in Wien.


32 BILDUNG UND WIRTSCHAFT<br />

© Achim Mende<br />

Etwa 50 Milliarden Kubikmeter Wasser und zugleich ein riesiger Energiespeicher: Im Bodensee schlummert thermische Energie<br />

WÄRMESPEICHER<br />

BODENSEE –<br />

CHANCEN UND<br />

HERAUSFORDERUNGEN<br />

Die Pläne, den Bodensee zukünftig als CO 2<br />

-neutrale Energiequelle zu nutzen,<br />

schreiten voran. Bundesländer, Kantone und Kommunen am Bodensee beschäftigen<br />

sich derzeit fieberhaft mit dem Thema Seethermie. Wärme soll aus dem See geholt<br />

und nutzbar gemacht werden.<br />

VON FLORIAN PEKING


BILDUNG UND WIRTSCHAFT<br />

33<br />

„Mit diesem Schatz<br />

vor unserer Haustür<br />

kann die Energiewende<br />

gelingen.“<br />

© Achim Mende<br />

HERIBERT HEHLE, BREGENZER ENERGIE-STADTRAT<br />

„Das Potenzial ist riesig“, sagt Marcel Stofer. Er leitet den<br />

Bereich Wärme beim Thurgauer Energieversorger EKT. Die<br />

Schweizer sind rund um den Bodensee wohl am weitesten<br />

beim Thema Seethermie. In der Gemeinde Gottlieben ist<br />

geplant, im Herbst 2025 ein neues Wärmenetz zumindest<br />

in Teilen in Betrieb zu nehmen – und mit Seewasser zu beheizen,<br />

berichtet Stofer. Mehr als 250 Haushalte sollen dann<br />

versorgt werden.<br />

Wie kommt die Seewärme ins Haus?<br />

Die Seethermie funktioniert, wie auch die Erdwärme, nach<br />

dem Prinzip der Wärmepumpen-Technologie. Das Wasser<br />

wird dabei aus den tieferen Schichten des Bodensees entnommen.<br />

Das sei für einen „stabilen Prozess“ notwendig,<br />

berichtet Marcel Stofer, denn in der Tiefe habe der See im<br />

Winter wie im Sommer eine konstante Temperatur. Leitungen<br />

bringen das Seewasser in eine Betriebszentrale am<br />

Ufer. Dort läuft es durch einen Wärmetauscher, der dem<br />

Wasser Wärme entzieht und diese auf einen zweiten Wasserkreislauf<br />

überträgt. Wärmepumpen bringen die Wärme<br />

dann mithilfe von Strom auf die benötigte Arbeitstemperatur.<br />

Und schon kann die Wärme über ein angeschlossenes<br />

Verteilernetz in Gebäude gelangen. „Das Wasser fließt<br />

dann, etwa zwei bis vier Grad kälter, wieder zurück in den<br />

Bodensee“, sagt Marcel Stofer.<br />

Erste Projekte<br />

Neben Gottlieben haben weitere Gemeinden im Kanton<br />

Thurgau Seethermie-Pläne – etwa Romanshorn, Rorschach,<br />

Steinach und Horn. Der Effekt, den die Technologie allein<br />

für den Kanton haben könnte, ist nicht zu unterschätzen:<br />

„Studien haben ergeben, dass wir damit etwa zehn Prozent<br />

des Wärmebedarfs ersetzen könnten“, berichtet der Experte.<br />

Auch auf der deutschen Seite setzt man große Hoffnungen<br />

in die Seethermie. „Die Idee hat Charme“, sagt Marius<br />

Wöhler, Bereichsleiter Energiesysteme beim Stadtwerk am<br />

See. Das Stadtwerk plant ein Seethermie-Projekt in Meersburg.<br />

Es könnte das erste am deutschen Bodenseeufer sein,<br />

das mit Energie aus Seewasser ein Wärmenetz betreibt.<br />

„Wenn alles perfekt läuft, haben wir in eineinhalb Jahren<br />

die Planung abgeschlossen. Und dann kann der Bagger<br />

kommen“, sagt Wöhler.<br />

Weitere Planungen am See<br />

Auch mit anderen Kommunen im Bodenseekreis geht das<br />

Stadtwerk am See das Thema an. Mit der Stadt Friedrichshafen<br />

etwa, wo Seethermie ein wichtiger Baustein bei der<br />

kommunalen Wärmeplanung – und damit der politisch<br />

forcierten Wende zu erneuerbaren Energien – sein soll.<br />

Das Seethermie-Projekt in Meersburg könnte das erste am deutschen Bodenseeufer<br />

sein, das mit Energie aus Seewasser ein Wärmenetz betreibt.<br />

Hier sei man bei den Planungen noch in einem früheren<br />

Stadium als in Meersburg, berichtet Marius Wöhler. Wo<br />

können Betriebszentralen entstehen? Wie wird das Wärmenetz<br />

konkret ausgebaut? Diese Fragen gelte es in den<br />

nächsten Monaten zu klären. Ähnlich sehe es in Überlingen<br />

aus, so Wöhler. Im Kreis Konstanz ist das Thema ebenfalls<br />

hochaktuell. Die Universität Konstanz beispielsweise<br />

benutzt schon seit ihren Gründungstagen Bodenseewasser<br />

zur Kühlung ihres Rechenzentrums und von Hörsälen. Der<br />

Bau von Großwärmepumpen soll nun dafür sorgen, dass<br />

voraussichtlich ab 2027 mehr als zwei Drittel des Heizwärmebedarfs<br />

der Uni aus Seewärme gespeist werden. Auch<br />

den Ortschaften Wallhausen und Dingelsdorf soll ein Nahwärmenetz<br />

entstehen, das die Wärme aus dem See nutzt.<br />

Die dafür notwendige Energiezentrale ist auf einem Teil<br />

des Sportplatzes am Klausenhorn geplant.<br />

Euphorisch ist man auch auf der österreichischen Seeseite.<br />

„Mit diesem Schatz vor unserer Haustür kann die Energiewende<br />

gelingen“, wird der Bregenzer Energie-Stadtrat<br />

Heribert Hehle in einer Pressemitteilung zitiert. Das Land<br />

Vorarlberg hatte im Frühjahr 2023 in Kooperation mit den<br />

Gemeinden Bregenz, Hard und Lochau eine Untersuchung<br />

zur Seethermie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Sieben<br />

potenzielle Entnahmestellen für Seewärme konnten die<br />

Vorarlberger finden. Zwei in Lochau, vier in Bregenz und<br />

eine in Hard. Ganz konkret will man bald zum Beispiel das<br />

Festspielhaus und das Schwimmbad in Bregenz mittels<br />

Seethermie heizen.<br />

Welche Rolle spielt der Gewässerschutz?<br />

Viele Hoffnungen, viele Projekte – und das ganz ohne Haken?<br />

Was bedeutet es für das Wasser – immerhin ein Le-<br />

© David Weinert


34 BILDUNG UND WIRTSCHAFT<br />

Gottlieben im Schweizer Kanton Thurgau: Seethermie versorgt hier bald mehr als<br />

250 Haushalte mit Wärme.<br />

bensmittel für Millionen von Menschen – wenn rund um<br />

den Bodensee Seethermie-Anlagen wie Pilze aus dem Boden<br />

schießen? Genau das hat die Internationale Gewässerschutzkommission<br />

für den Bodensee (IGKB) im Blick. Zum<br />

Schutz des Gewässers und des Trinkwassers gelten strenge<br />

Richtlinien. Zum Beispiel hat die IGKB festgelegt, dass Seethermie-Anlagen,<br />

je nach Leistung, bis zu einem Kilometer<br />

von Stellen entfernt sein müssen, an denen Trinkwasser<br />

entnommen wird. Auch dass der Wärmetauscher nur in<br />

einem Sekundärkreislauf betrieben werden darf, ist eine<br />

Vorgabe – so wird ein direkter Kontakt mit dem Lebensmittel<br />

Wasser vermieden.<br />

Was die Rückgabe des kälteren Wassers in den See angeht,<br />

bestehen offenbar wenig Bedenken. „Es ist nicht so,<br />

dass man da etwas Klimaschädliches macht“, sagt Marcel<br />

Stofer vom Energieversorger EKT. Es sei eher das Gegenteil<br />

der Fall: Da sich der Bodensee durch den Klimawandel immer<br />

weiter erwärme, sei es eine gute Sache,<br />

wenn dem Wasser etwas von dieser Wärme<br />

entzogen werde. Ohnehin sei der Effekt<br />

angesichts des gigantischen Volumens des<br />

Sees sehr gering. „Der Effekt von Projekten<br />

wie in Meersburg oder Friedrichshafen<br />

ist quasi kaum messbar“, sagt auch Marius<br />

Wöhler vom Stadtwerk am See.<br />

Kleiner Eindringling<br />

sorgt für große Probleme<br />

Problematischer ist da eher eine andere,<br />

noch recht neue Bedrohung im See,<br />

die inzwischen allerorten Schwierigkeiten<br />

macht: die Quagga-Muschel. Die invasive<br />

Art verbreitet sich im Bodensee ungefähr<br />

seit dem Jahr 2016. Die freischwebende Larve<br />

der Muschel kann sich fast überall festsetzen.<br />

So werden Wasserrohre für Trinkwasser<br />

verstopft, die dann teuer gereinigt<br />

werden müssen. Ein Problem, das auch in<br />

Anlagen für Seethermie droht. „Unser Vorteil<br />

ist: Wir wissen jetzt, dass die Muschel<br />

da ist“, sagt Marius Wöhler. Bei der Planung<br />

© Holger Spiering/Imago<br />

der Anlagen könne man sich darauf einstellen.<br />

„Wir gehen davon aus, dass das beherrschbar ist“,<br />

berichtet Wöhler.<br />

Das sieht auch Marcel Stofer auf der Schweizer Seeseite<br />

so. „Bei Anlagen, die wir neu bauen, treffen wir technische<br />

Vorkehrungen“, sagt er. Die Leitungen werden so konzipiert,<br />

dass sie relativ einfach mechanisch zu reinigen<br />

sind – „molchen“ nennt das der Fachmann. Dabei wird ein<br />

Gerät durch die Leitungen geschoben. „Das ist wie ein Pfeifenputzer,<br />

den man durch die Leitung durchdrückt“, erläutert<br />

Stofer die Funktionsweise. So werde die Innenseite des<br />

Rohres mechanisch abgeschabt und die Muschelreste würden<br />

in den See hinausgestoßen. Wie oft solche Reinigungen<br />

anstehen werden, sei noch nicht ganz klar. Marcel Stofer<br />

rechnet mit etwa zwei bis vier Reinigungen pro Jahr.<br />

Kostenintensives Vorhaben<br />

Eine weitere große Herausforderung bei der Seethermie<br />

ist der Faktor Kosten. Einerseits, um Betriebszentralen am<br />

Ufer zu bauen oder Leitungen in den See zu verlegen. Andererseits,<br />

um die gewonnene Wärme zum Verbraucher zu<br />

bringen. Hier sind Wärmenetze nötig – die in dieser Form<br />

rund um den See noch recht rar sind. Und sie zu bauen,<br />

kostet jede Menge Geld. „Das ist ein kostenintensives Vorhaben“,<br />

sagt Experte Marcel Stofer. In das Projekt in Gottlieben<br />

etwa werden sechs Millionen Schweizer Franken investiert.<br />

Und die Vorarlberger Landesregierung rechnet für<br />

ihre neuen Seethermie-Anlagen mit Kosten von mehreren<br />

100 Millionen Euro – die sich aber langfristig amortisieren<br />

sollen.<br />

Gegenwind<br />

Das Vorhaben von immer mehr Anrainern, Wasser aus<br />

© Rainer Schmid<br />

Marcel Stofer leitet<br />

den Bereich Wärme<br />

beim Thurgauer<br />

Energieversorger EKT.<br />

© Stadtwerk am See<br />

Marius Wöhler leitet den<br />

Bereich Energiesysteme<br />

beim Stadtwerk am<br />

See.<br />

dem Bodensee zum Heizen zu nutzen, stößt bei Berufsfische*innen<br />

auf Bedenken. Wie der Internationale Bodensee<br />

Fischereiverband (IBF) in einer Stellungnahme<br />

schreibt, besteht unter anderem<br />

die Sorge, dass wertvolle Flächen für<br />

die Fischerei verloren gehen könnten. Auch<br />

ökologische Belange werden aus Sicht der<br />

Fischer nicht ausreichend betrachtet. „Obwohl<br />

der Bodensee ein gigantisches Potenzial<br />

zur Gewinnung von Energie bietet und<br />

damit einen Beitrag zur Eigenversorgung<br />

der Länder darstellen kann, müssen berechtigte<br />

Bedenken aller Seenutzer ernst<br />

genommen werden“, äußert sich Wolfgang<br />

Sigg, erster Vorsitzender des IBF, in einer<br />

Stellungnahme an die Internationale Bevollmächtigtenkonferenz<br />

für die Bodenseefischerei<br />

(IBKF) und an die Internationale<br />

Gewässerschutzkommission für den<br />

Bodensee (IGKB) in einem Schreiben, das<br />

unserem Verlag vorliegt.<br />

Bedenken der Fischer*innen<br />

Ein Kritikpunkt der Berufsfischer: Es seien<br />

schon viele Seethermie-Projekte in der<br />

Planung oder sogar Umsetzung. Aber es sei<br />

nicht bekannt, wie viele Anlagen das Öko-


BILDUNG UND WIRTSCHAFT<br />

35<br />

system in Summe vertrage. Auch ökologische Bedenken<br />

meldet der IBF an: „Es ist uns nicht bekannt, wie hoch der<br />

Schaden bei den Kleinstlebewesen und Fischnährtieren ist.<br />

Aus unserer Sicht sind alle Kleinstlebewesen, die mit den<br />

gigantischen Mengen Wasser angesaugt, durch Wärmetauscher<br />

gepumpt und wieder zurück in den See geleitet werden,<br />

als verloren zu betrachten“, schreibt Wolfgang Sigg.<br />

Außerdem sehe man es kritisch, sollten Anlagen nicht nur<br />

zum Heizen, sondern im Sommer auch zum Kühlen genutzt<br />

werden. Das könne angesichts des Klimawandels die Erwärmung<br />

des Seewassers weiter befördern.<br />

Befürchtete Auswirkungen auf Fischbestände<br />

Der IBF zeigt sich besorgt, dass Seethermie negative Folgen<br />

für seinen Berufsstand haben könnte. Der Fischerei gehe<br />

es „nicht besonders gut“ und immer mehr „andere Interessengruppen“<br />

würden vor die Belange der Fischerei gestellt,<br />

so der Vorwurf. Durch bereits geplante Anlagen gingen<br />

wertvolle Flächen für die Fischerei verloren. „Es sind<br />

sensible Flächen betroffen, die für die Fischerei aktuell und<br />

in Zukunft noch wichtiger werden, da die Fischerei im hohen<br />

See – Stichwort bereits gänzlich zum Erliegen gekommen<br />

ist (Felchenfangverbot)“, heißt es in der Stellungnahme.<br />

Da die Leitungen für die Seethermie in den tieferen<br />

Schichten des Sees liegen, befürchten die Fischer einen<br />

„gravierenden Eingriff in die befischbaren Zonen“. Denn,<br />

um den Kontakt ihrer Netze mit den Leitungen und Ansaugkörben<br />

zu vermeiden, könnten die Fischer rundherum<br />

eine Fläche im Umkreis von mindestens 150 Metern<br />

nicht befischen. Gleichzeitig könnten Wind und Strömung<br />

dafür sorgen, dass sich die Position der Netze verändert:<br />

„Stehen die Netze über Nacht im See und es kommt Sturm<br />

auf, könnten die Netze am Grund entlangrutschen, bis sie<br />

an etwas hängenbleiben, was sich auf dem Seegrund befindet“.<br />

Deshalb fordern die Berufsfischer „Rechtssicherheit“:<br />

Sie müssten von Schäden, die sie verursachen, von den Betreibern<br />

der Entnahmeleitungen freigestellt werden. Und<br />

sie weisen darauf hin., dass beim Bau der Leitungen darauf<br />

geachtet werden müsse, dass aus den Rohren keine<br />

Hindernisse herausragen, an denen sich Netze verfangen<br />

können. „Die notwendigen Ansaugkörbe werden auch in<br />

Tiefen unter 50 bis 60 Metern immer ein Hindernis darstellen,<br />

auch wenn eine netzabweisende Konstruktion angebracht<br />

wird“, schreibt Wolfgang Sigg. Es müsse zudem<br />

gewährleistet sein, dass Jungfische wieder aus den Körben<br />

entweichen können. Beim Bau der Anlagen müsse, je<br />

nach Jahreszeit, Rücksicht auf Laichplätze genommen werden.<br />

Die Fischer*innen fordern: „Als Entschädigung für die<br />

verlorenen Flächen sowie für eventuelle Schäden müssen<br />

praktikable Lösungen gefunden werden.“<br />

www.ekt.ch<br />

www.stadtwerk-am-see.de<br />

www.seewaerme-meersburg.de<br />

www.energieautonomie-vorarlberg.at<br />

www.konstanz.de<br />

www.ibkf.org<br />

Berufsfischer fordern, dass<br />

beim Thema Seethermie<br />

„berechtigte Bedenken<br />

aller Seenutzer“ ernst<br />

genommen werden.<br />

© Julia Baumann


36 BILDUNG UND WIRTSCHAFT<br />

ANDREA VONWALD (TEXTE)<br />

© Boeing<br />

© Harald Schlossko<br />

Familienministerin Susanne Raab (l.) überreichte den Staatspreis<br />

an Getzner CEO Roland Comploj und Perrine Getzner.<br />

Getzner Textil aus Bludenz wurde Ende Juni mit dem Staatspreis<br />

„Familie und Beruf“ ausgezeichnet und ist damit der familienfreundlichste<br />

Betrieb Österreichs in der Kategorie<br />

„Private Wirtschaftsunternehmen ab 101 Beschäftigten“.<br />

Die Expertenjury des vom Bundesministerium für Frauen, Familie,<br />

Integration und Medien verliehenen Gütesiegels honorierte<br />

vor allem die Umsetzung der betrieblichen Kinderbetreuungseinrichtungen.<br />

In kürzester Zeit wurden mit „Getzners Buntstiftle“<br />

und „Getzners Buntspechtle“ Betreuungsmöglichkeiten für<br />

35 Kinder von Mitarbeitenden geschaffen. Zu den weiteren Angeboten<br />

für Familien zählen unter anderem Ferienbetreuung,<br />

ein strukturiertes Karenzmanagement und individuelle Arbeitszeitmodelle.<br />

www.getzner.at<br />

dentCHECK ermöglicht dem Flugzeugtechniker sofortige<br />

Messungen und eliminiert dabei die menschliche Subjektivität im<br />

Vergleich zu traditionellen manuellen Inspektionsmethoden.<br />

NEWSFLASH<br />

VON<br />

Unterstützung vom Bodensee für die internationale Luftfahrt:<br />

Das Inspektionswerkzeug dentCHECK des Konstanzer<br />

Unternehmens 8tree wird in der 787-Produktionsstätte von<br />

Boeing in North Charleston im amerikanischen Bundesstaat<br />

South Carolina eingesetzt. dentCHECK prüft die Rumpfhaut des<br />

Flugzeugs auf nahezu mikroskopische Anomalien in der Ebenheit<br />

und stellt so die Qualität der Rumpfteile vor der Endmontage<br />

sicher. Es ist das weltweit einzige tragbare, vollständig kabellose<br />

3D-Scanner-Tool mit integrierter AR, das speziell für<br />

die Luftfahrt-Wartungsindustrie entwickelt wurde und von allen<br />

großen Luftfahrt-OEMs für den Einsatz bei ihren jeweiligen Fluggesellschaften<br />

anerkannt ist.<br />

www.8-tree.com<br />

Mit seinem selbstkonstruierten<br />

MY-O(w)N Detektor konnte<br />

Josef Kassubek nicht nur<br />

Myonen zuverlässig<br />

nachweisen,<br />

sondern auch die<br />

Gesteinsschichten<br />

über einem Tunnel<br />

untersuchen.<br />

© Stiftung Jugend forscht e.V.<br />

Max Lautenschläger<br />

Vielfältige Freiheitsgeschichten entdecken! Darum geht es beim<br />

Exponat „unboxing freedom“ auf der MS Wissenschaft. Bei der<br />

Eröffnung in Berlin dabei waren Yannick Spitz, Tobias Zinsmayer,<br />

Myriam Gautschi, Janna Heine und Evelyn Heim (v.l.n.r.).<br />

Mit einem Exponat der Hochschule Konstanz – Technik Wirtschaft<br />

und Gestaltung (HTWG) ist die „MS Wissenschaft“ auf<br />

Deutschland- und Österreich-Tour gegangen. Noch bis Ende<br />

September wird das Ausstellungsschiff mit dem Thema „Freiheit“<br />

unterwegs sein und dabei 30 Städte ansteuern. Das interaktive<br />

Exponat der HTWG trägt den Titel „unboxing freedom“<br />

und möchte ein demokratisches Freiheitsverständnis vermitteln,<br />

das sich durch Vielfalt, Diskursfähigkeit und Respekt auszeichnet.<br />

Konzipiert, entworfen und gebaut wurde das Exponat<br />

von Architekturprofessorin Myriam Gautschi, Dr. Janna Heine<br />

(Leitung Kommunikation und Marketing HTWG), Evelyn Heim<br />

(Digital Media Specialist) und den Architekturstudenten David<br />

Riesterer, Yannick Spitz und Tobias Zinsmayer.<br />

www.htwg-konstanz.de<br />

Drei Preise gingen beim diesjährigen „Jugend forscht“-Wettbewerb an den Bodensee.<br />

Den größten Erfolg feierte Josef Kassubek (18) vom Georg-Büchner-Gymnasium in<br />

Rheinfelden. In der Kategorie Physik sicherte er sich mit seinem selbstkonstruierten MY-<br />

O(w)N Detektor den Bundessieg. Im Bereich Biologie belegten die Geschwister Karolin<br />

(18), Simeon (16) und Finja Egle (14) vom Otto-Hahn-Gymnasium in Tuttlingen<br />

mit ihrer Feuersalamander-App „MerkTier“ den dritten Platz. Nicholas<br />

Dahlke (17) und Anna Perkovic (17) vom Hans-Thoma-Gymnasium in<br />

Lörrach gewannen zudem den Sonderpreis Chemie. Mit ihren Versuchen<br />

konnten sie den Mpemba-Effekt, der besagt, dass heißes Wasser schneller<br />

gefriere als kaltes, nachvollziehen und präzise messen – das Rätsel des Effekts<br />

bleibt aber offen.<br />

www.jugend-forscht.de<br />

Die Geschwister Karolin, Simeon und Finja Egle erforschten in ihrem<br />

Projekt die Population der Feuersalamander im Wasserburger<br />

Tal bei Tuttlingen und entwickelten für den Überblick im<br />

Datendschungel die Feuersalamander-App „MerkTier“.


BILDUNG UND WIRTSCHAFT<br />

37<br />

Die Projektgruppe mit Prof. Dr. Johannes Reuter (HTWG), Christoph Witte (BSB), Dr. Christin Wohlrath (Stadt Konstanz),<br />

Dr. Maximilian Fischer (Universität Konstanz), Hannes Homburger und Stefan Wirtensohn (HTWG) (v.l.n.r.)<br />

© BSB<br />

Das Smart Green City Projekt<br />

„Ökonomisches Assistenzsystem<br />

für die Bodenseeschifffahrt“ von<br />

der Hochschule Konstanz Technik,<br />

Wirtschaft und Gestaltung (HTWG),<br />

der Universität Konstanz sowie der<br />

Bodensee-Schiffsbetriebe GmbH<br />

(BSB) startet in die Umsetzung. Im<br />

Projekt wird ein Assistenzsystem<br />

zur Optimierung der An- und Ablegemanöver<br />

entwickelt. Das System<br />

nutzt KI-assistierte Komponenten,<br />

um die Manöver energieeffizienter<br />

zu gestalten und die Schiffsführer<br />

durch einen digitalen Zwilling<br />

zu unterstützen. Der digitale Zwilling<br />

beinhaltet ein datenbasiertes Modell<br />

des Schiffs und berechnet den optimalen<br />

Anlegekurs von der aktuellen<br />

Position bis zur Endposition unter<br />

Berücksichtigung von Wind- und<br />

Strömungsverhältnissen.<br />

www.smart-green-city-konstanz.de<br />

www.bsb.de<br />

www.mainau.de<br />

www.htwg-konstanz.de<br />

www.uni-konstanz.de<br />

© Patrick Doodt<br />

© Wikimedia Commons, Nicoguaro<br />

Eine besonders starke Wirkung attestiert das THE Impact Ranking der<br />

Universität Konstanz bei der Reduzierung von Ungleichheit und der Stärkung<br />

von Frieden, Gerechtigkeit und demokratischen Institutionen.<br />

Bundesweit Platz 1 gemeinsam mit der Freien Universität Berlin und weltweit<br />

unter den besten 10 Prozent: Die Universität Konstanz positioniert<br />

sich im THE Impact Ranking von Times Higher Education an der Spitze.<br />

Das Ranking misst seit 2019 die Wirkungskraft, die Hochschulen auf die Umsetzung<br />

der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen haben. Acht deutsche<br />

Universitäten nahmen am Ranking teil. International liegt die Universität<br />

Konstanz in der Topgruppe der besten fünf bis zehn Prozent, in der Ranggruppe<br />

101-200 von 2.152 teilnehmenden Hochschulen aus 125 Ländern. Sie<br />

verbesserte sich damit in der Gesamtwertung im Vergleich zum vergangenen<br />

Jahr um rund 100 Plätze.<br />

www.uni-konstanz.de<br />

Das neue Graduiertenkolleg „Europa nach dem Eurozentrismus. Narrative<br />

einer Weltprovinz im Umbruch“ an der Universität Konstanz beschäftigt sich<br />

mit Europa aus verschiedenen historischen und geopolitischen Perspektiven.<br />

Europäisches Selbstbild und der Blick von außen: Ein neues Graduiertenkolleg<br />

an der Universität Konstanz setzt sich kritisch damit auseinander,<br />

wie Europa gesehen und erzählt wird – aus unterschiedlichen geopolitischen<br />

und historischen Perspektiven. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft<br />

(DFG) bewilligte jüngst fünf Millionen Euro für vorerst fünf Jahre ab Herbst<br />

<strong>2024</strong>. Sprecher des neuen Graduiertenkollegs „Europa nach dem Eurozentrismus.<br />

Narrative einer Weltprovinz im Umbruch“ ist Albrecht Koschorke,<br />

Professor für Neuere Deutsche Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft<br />

an der Universität Konstanz.<br />

www.uni-konstanz.de<br />

Anlässlich einer parlamentarischen<br />

Veranstaltung<br />

hat die Bodensee-Stiftung<br />

als<br />

Teil des Verbundprojekts<br />

CAP4GI-GAP für<br />

vielfältige Landschaften<br />

Empfehlungen für<br />

eine attraktivere und<br />

naturverträglichere<br />

Gemeinsame Agrarpolitik<br />

(GAP) vorgelegt.<br />

In den vergangenen<br />

zwei Jahren haben<br />

die Projektpartner<br />

in Austauschplattformen<br />

mit Landwirtinnen<br />

und Landwirten in Baden-Württemberg<br />

und<br />

Thüringen Hemmnisse<br />

für die Umsetzung von<br />

Maßnahmen zum Erhalt<br />

der biologischen<br />

Vielfalt identifiziert und<br />

Lösungsvorschläge<br />

zur Steigerung der Attraktivität<br />

von Umweltmaßnahmen<br />

erarbeitet.<br />

Mögliche Optionen<br />

zur Weiterentwicklung<br />

der GAP sind unter anderem<br />

die Gemeinwohlprämie<br />

und beratungsbasierte<br />

Systeme.<br />

www.bodensee-stiftung.org<br />

Gemeinsam mit zwölf<br />

Unternehmen möchte<br />

die Generalzolldirektion<br />

im Gebiet des<br />

Hauptzollamts Singen<br />

noch in diesem Jahr<br />

die Pilotphase für den<br />

bereits seit 2014 anvisierten<br />

digitalen Ausfuhrschein<br />

einläuten.<br />

Auf Basis der Erfahrungen<br />

und Berichte der<br />

Unternehmen soll die<br />

App anschließend final<br />

umgesetzt werden.<br />

Im Herbst 2025 sollen<br />

die ausgewählten<br />

Unternehmen die App<br />

testen. Ziel ist es, dass<br />

Schweizer Bürger*innen<br />

die App und damit<br />

die Möglichkeit des digitalen<br />

Ausfuhrscheins<br />

ab Herbst 2026 nutzen<br />

können. Mit der<br />

Live-Schaltung der App<br />

soll dann auch die aktuell<br />

bestehende Bagatellgrenze<br />

von 50 Euro<br />

fallen. Ab diesem Zeitpunkt<br />

soll damit auch<br />

bei günstigeren Einkäufen<br />

die Mehrwertsteuer<br />

erstattet werden.<br />

www.ihk.de/konstanz<br />

Bayerns Regierung<br />

zieht in Erwägung, künf-


38 BILDUNG UND WIRTSCHAFT<br />

Oberbürgermeister Simon Gröger (Stadt Radolfzell), Geschäftsführer der<br />

URh Remo Rey, Geschäftsführerin der TSR GmbH Regina Brüsewitz und<br />

Bürgermeister Patrick Krauss (Moos) (v.l.n.r.)<br />

Das Zeller-Schiff der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh)<br />

ergänzt den Fahrplan der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB). Nachdem<br />

die BSB den Fahrplan auf dem Untersee in diesem Jahr eingeschränkt hat<br />

und die Rundstrecke Radolfzell – Iznang – Mannenbach – Reichenau lediglich<br />

von Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen befährt, hat die URh<br />

gemeinsam mit der Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell GmbH (TSR)<br />

kurzfristig einen weiteren Rundkurs ins Leben gerufen. Noch bis zum 21. <strong>August</strong><br />

verbindet das Zeller-Schiff immer mittwochs die Landestellen Radolfzell,<br />

Reichenau, Mannenbach, Berlingen, Gaienhofen, Steckborn und Iznang miteinander.<br />

Die URh verfolgt laut eigenen Angaben zudem das Ziel, bis 2045<br />

keine Diesel-Schiffe mehr betreiben zu wollen. Bisher fahren alle fünf Schiffe<br />

der Flotte mit Diesel. Für die Umrüstung müssten wohl mindestens 30 Millionen<br />

Franken investiert werden.<br />

www.urh.ch/zeller-schiff<br />

© Stadtverwaltung Radolfzell<br />

tig Trinkwasser aus<br />

dem Bodensee zu entnehmen,<br />

da vor allem<br />

der Norden Bayerns<br />

immer trockener wird.<br />

Dafür nötig wären neue<br />

Leitungen von bis zu<br />

900 Kilometern Länge,<br />

mit denen pro Jahr 50<br />

Millionen Kubikmeter<br />

Trinkwasser entnommen<br />

werden könnten.<br />

Die Kosten für das<br />

Projekt lägen wohl bei<br />

vier bis fünf Milliarden<br />

Euro. Ob das Vorhaben<br />

zustande kommt,<br />

ist unklar. Wie viel Wasser<br />

von wem entnommen<br />

werden darf, bestimmt<br />

die Internationale<br />

Gewässerschutzkommission<br />

für den Bodensee<br />

(IGKB). In dieser sind<br />

Baden-Württemberg,<br />

die Ostschweiz und<br />

Vorarlberg vertreten.<br />

Ein formeller Antrag<br />

Bayerns und anschließende<br />

Verhandlungen<br />

mit den Anrainern wären<br />

daher nötig.<br />

www.bayern.de<br />

Top 20 weltweit: Die<br />

Universität St. Gallen<br />

(HSG) wurde im Financial<br />

Times Executive<br />

Ranking <strong>2024</strong> so hoch<br />

eingeordnet wie noch<br />

nie. Mit ihren Open<br />

Programmes für Einzelpersonen<br />

belegt die<br />

HSG im Ranking Platz<br />

15. In der Kategorie „erreichte<br />

Ziele“ befindet<br />

sich die Universität sogar<br />

unter den Top 10. In<br />

die Bewertung fließen<br />

alle über 200 offenen,<br />

für Einzelpersonen angebotenen<br />

Programme<br />

der Executive School<br />

und der Institute der<br />

HSG ein. Mit dem weltweit<br />

20. Rang wurden<br />

auch die Custom Programmes<br />

der HSG, die<br />

speziell für Unternehmen<br />

entwickelt wurden,<br />

entsprechend honoriert.<br />

Die jährlichen<br />

Analysen der Financial<br />

Times gelten als internationaler<br />

Benchmark<br />

für akademische und<br />

berufliche Exzellenz.<br />

www.unisg.ch<br />

Zum Jahreswechsel<br />

2025 gilt in Konstanz<br />

eine Verpackungssteuer.<br />

Dies beschloss<br />

der Gemeinderat am<br />

16. Mai. Für Einweg-<br />

Verpackungen und<br />

-Geschirr fallen dann<br />

künftig 50 Cent an, Einweg-Besteck<br />

wird mit<br />

20 Cent besteuert. Erhoben<br />

wird die Steuer<br />

überall dort, wo Speisen<br />

und Getränke zum<br />

Sofortverzehr angeboten<br />

werden. Betroffene<br />

Betriebe werden von<br />

der Stadt aktuell gesondert<br />

informiert. Konstanz<br />

folgt damit dem<br />

Beispiel der Stadt Tübingen,<br />

die bereits seit<br />

Längerem eine Verpackungssteuer<br />

erhebt.<br />

Gemäß Pressemitteilung<br />

der Stadt Konstanz<br />

soll direkt dort besteuert<br />

werden, wo Müll<br />

entsteht. Die, die besteuert<br />

werden, können<br />

dann selbst entscheiden,<br />

ob sie die Steuer<br />

zahlen oder doch Mehrweg-Alternativen<br />

schaffen.<br />

www.konstanz.de<br />

© Bernd Hofmeister<br />

© Wirtschaftsjunioren Konstanz-Hegau<br />

Landesrat Marco Tittler (rechts) überreicht Gerald Nicolussi, Leiter der Technik<br />

vorarlberg museum (links), die Urkunde für die Ökoprofit-Zertifizierung.<br />

10 Jahre Ökoprofit-Zertifizierung für das vorarlberg museum, 9 Jahre für<br />

das Kunsthaus Bregenz: Die beiden Kulturinstitutionen werden stetig grüner.<br />

Die neu installierten Photovoltaikanlagen auf den Dächern des vorarlberg<br />

museums und des Kunsthaus Bregenz bringen die Bestrebungen um<br />

mehr Nachhaltigkeit weiter voran. In den letzten zwei Jahren wurden dank<br />

vieler Maßnahmen bereits 77.000 kw/h Strom eingespart und der CO 2<br />

-Ausstoß<br />

um 45% reduziert. Bei Ausstellungen achtet das Team ebenfalls auf<br />

Nachhaltigkeit. Transporte werden reduziert, Kunstwerke entstehen meist in<br />

enger Kooperation mit lokalen Handwerker*innen und Unternehmen, und<br />

bei der Materialbeschaffung wird auf Regionalität und Wiederverwendbarkeit<br />

gesetzt.<br />

www.vorarlbergmuseum.at<br />

www.kunsthaus-bregenz.at<br />

MdB Dr. Ann-Veruschka Jurisch (links) und Julia Hornstein (rechts)<br />

Im Juni nahmen die Wirtschaftsjunioren Konstanz-Hegau in Person von<br />

Julia Hornstein und Michael Fischer beim Know-how-Transfer der Wirtschaftsjunioren<br />

mit dem Bundestag teil. Julia Hornstein begleitete Bundestagsabgeordnete<br />

Dr. Ann-Veruschka Jurisch, um Einblicke in die politischen<br />

Entscheidungsprozesse zu gewinnen und die Anliegen der jungen<br />

Wirtschaft zu diskutieren. Michael Fischer durfte dem Bundestagsabgeordneten<br />

Andreas Jung über die Schultern schauen. Während der Woche der Europawahl<br />

trafen sie zudem Bundeskanzler Olaf Scholz, Vizekanzler Robert Habeck,<br />

Finanzminister Christian Lindner, weitere Kabinettsmitglieder und Oppositionsführer<br />

Friedrich Merz.<br />

www.wj-konstanz-hegau.de


BILDUNG UND WIRTSCHAFT<br />

39<br />

© Bodensee-Stiftung/Anja Wischer<br />

23 JAHRE<br />

„Lebendige Unternehmen<br />

lernen von der Natur“, das<br />

ist das Thema von Stefanie<br />

Aufleger, seit 23 Jahren<br />

Business-Coach aus Konstanz.<br />

Mit ihren Klienten ent -<br />

wickelt sie naturkonforme<br />

Strategien und zeigt ihnen,<br />

wie sie auf „natürliche Weise“<br />

ihr Leben stabil und leicht<br />

gestalten können.<br />

Weitere Infos unter: STEAUF.de<br />

Projektleiterin Saskia Wolf (Zweite von links) und Geschäftsführer<br />

Patrick Trötschler informierten Gäste bei der „Woche der Umwelt“<br />

im Park von Schloss Bellevue am Stand der Bodensee-Stiftung über<br />

Projekte zum Erhalt und zur Förderung von biologischer Vielfalt.<br />

FAIR-FÜHRUNG ZUR<br />

VERANTWORTUNG<br />

Bei der „Woche der Umwelt“, zu der Bundespräsident Frank-Walter<br />

Steinmeier und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am<br />

4. und 5. Juni in den Park von Schloss Bellevue in Berlin einluden,<br />

war die Bodensee-Stiftung aus Radolfzell mit dem Themenschwerpunkt<br />

„Erhalt und Förderung der biologischen Vielfalt“<br />

mit gleich zwei Ständen vertreten. Am eigenen Stand präsentierte<br />

die Umwelt- und Naturschutzorganisation in Projekten erprobte Lösungsansätze,<br />

wie Landwirtschaft und Lebensmittelbranche effektiv<br />

Biodiversität fördern können. Zudem war sie als Partner im Projekt<br />

„Unternehmen biologische Vielfalt“ (UBi) vertreten, das Firmen zu Aspekten<br />

der Biodiversität berät und bei der Entwicklung entsprechender<br />

Standards und Leitlinien engagiert ist.<br />

www.bodensee-stiftung.org<br />

www.woche-der-umwelt.de<br />

Mit dem Informationsabend im Bürgerhaus Moos suchte der<br />

BUND Höri zum umstrittenen Thema Windkraft den Dialog mit den<br />

Bürger*innen.<br />

Seit Monaten kursieren Gerüchte über mögliche Windkraftstandorte<br />

auf dem Schiener Berg. Um den besorgten Bürger*innen sachliche<br />

Informationen rund um dieses Thema zu liefern, luden die Naturschutzverbände<br />

BUND und NABU im Mai zu einem Informationsabend<br />

ins Bürgerhaus Moos ein. Rund 300 Besucher*innen<br />

nahmen teil, um Antworten und Informationen zum Planungsstand<br />

der möglichen Windkraftstandorte zu erhalten. Experte Yassin Cherid<br />

vom Dialogforum Energiewende und Naturschutz berichtete über<br />

die Notwendigkeit, den CO 2<br />

-Ausstoß zu verringern. BUND und NABU<br />

referierten zudem standortbezogene Fragen und präsentierten Praxisbeispiele<br />

aus dem Landkreis Konstanz.<br />

www.bund-kreis-konstanz.de<br />

KOLUMNE STEAUF-WERKSTATT<br />

SEI EIN FREUND<br />

„Freundschaft entsteht dann, wenn der eine zum anderen<br />

sagt: Was, du auch? Und ich dachte, ich sei der Einzige.“<br />

C.S. Lewis hat es auf den Punkt gebracht. Freundschaft<br />

ist dieser magische Moment des Erkennens, des Sich-Verstehens.<br />

Gelebte Werte ohne viele Worte. Doch was macht<br />

Freundschaft wirklich aus?<br />

Ein Freund ist wie ein Ruhekissen – auch mal unbequem,<br />

aber es wärmt von unten. Er ist die Antwort auf deine Nöte,<br />

das Feld, das du mit Liebe besäst und mit Dankbarkeit erntest.<br />

Ein wahrer Freund ist das Gewissen, wenn deine innere<br />

Stimme versagt. Freundschaft lebt von Zwischentönen,<br />

ungesagten Worten, die dennoch verstanden werden. Ein<br />

himmlischer Zustand, der das Erdenleben kürt.<br />

Freundschaft gründet auf Vertrauen. Sicher zu wissen, dass<br />

deine Geheimnisse bewahrt und deine Ängste nicht verurteilt<br />

werden. Dieses Vertrauen wächst mit jeder gemeinsam<br />

erlebten Stunde, jedem geteilten Lachen und jedem<br />

Abenteuer, das euch zusammenschweißt.<br />

Erinnerst du dich an den Moment, als du vor einer schwierigen<br />

Entscheidung standest und dein Freund einfach da<br />

war? Nicht um dir zu sagen, was du tun sollst, sondern um<br />

zuzuhören, deine Gedanken zu sortieren und dir den Rücken<br />

zu stärken. Die Anwesenheit im Schweigen und das<br />

Verstehen ohne Worte verbindet Seelenverwandte.<br />

Doch Vorsicht: Bist auch du ein wahrhaftiger Freund? Bereit,<br />

das Gleiche zu geben, was du jederzeit gern empfängst?<br />

Dabei geht es nicht um große Geschenke, sondern<br />

vielmehr um deine spürbare Präsenz im Alltag. Die kleinen<br />

Achtsamkeiten zwischendurch, welche dir ein Lächeln ins<br />

Gesicht zaubern. Vielleicht auch nur das kleine Emoji, das<br />

deinem Herzensmensch zeigt: Hey, ich denk an dich!<br />

Denn in Wahrheit bildet Freundschaft die Brücke zwischen<br />

dir und den anderen. Sie basiert auf mindestens zwei stabilen<br />

Säulen, die aufrecht und fest verankert stehen und<br />

auf Augenhöhe aufeinander ausgerichtet sind. Kommt eine<br />

Säule ins Wanken, oder fällt gar um, bricht die Brücke.<br />

In diesem Sinne: Sei ein Freund, sei da!<br />

Eure<br />

Stefanie<br />

STEAUF.de


40 FREIZEIT<br />

HISTORISCHES<br />

NATURSCHAUSPIEL<br />

Der Rheinfall in Schaffhausen ist ein Naturspektakel schlechthin. Die<br />

Regenfälle der letzten Wochen verwandeln einen der größten Wasserfälle<br />

Europas zu einem noch reißenderen Gewässer. Sind es im Sommer<br />

normalerweise um die 500.000 Liter, die pro Sekunde den Rheinfall<br />

herunterstürzen, handelt es sich Ende Juni und auch noch im Juli <strong>2024</strong> um<br />

bis zu 900.000 Liter. Der Überlinger Bodensee-Fotograf Achim Mende hat<br />

einzigartige Nachtaufnahmen mit der Drohne von den Wassermassen am<br />

Rheinfall gemacht.


FREIZEIT<br />

41<br />

© Achim Mende


42 FREIZEIT<br />

KINOTRÄUME<br />

Sanfte Brise statt Klimaanlage,<br />

Kuscheldecke statt Klappsitz:<br />

Open-Air-Kinos versprechen<br />

unvergessliche Filmerlebnisse<br />

unter freiem Himmel. Mit<br />

Einbruch der Dämmerung<br />

erstrahlen die Leinwände rund<br />

um den See und verwandeln<br />

Strandbäder, Hafenareale und<br />

Innenhöfe in stimmungsvolle<br />

Freiluftkinos. Doch die Open-<br />

Air-Kino-Saison verspricht<br />

viel mehr als „nur“ Film: Mit<br />

kulinarischen Leckerbissen<br />

und klirrend kalten Drinks<br />

wird das Kinoerlebnis zum<br />

Sommerhighlight.<br />

VON ANNE MITTMANN<br />

Auf der Freilichtbühne Engen läuft am 23. <strong>August</strong><br />

mit „Zwei zu Eins“ eine große Liebes- und<br />

Freundschaftsgeschichte über Geld und Gerechtigkeit.<br />

Einlass ab 19.30 Uhr.<br />

www.engen.de<br />

Im Uferpark Friedrichshafen gibt es bis zum 3.<br />

<strong>August</strong> jeden Tag einen Film ab 21.30 Uhr: „Andrea<br />

lässt sich scheiden“ (01.08.), „Bob Marley. One<br />

Love.“ (02.08.) und „Die einfachen Dinge“ (03.08.).<br />

www.kulturufer.de<br />

Open Air Kino im Burghof der Burg Hohenzollern.<br />

Am 23. <strong>August</strong> „Führer und Verführer“ in Anwesenheit<br />

von Regisseur Joachim Lang über<br />

Reichspropagandaleiter Joseph Goebbels. Am<br />

24. <strong>August</strong> das Double Feature mit zwei Filmen<br />

unter dem Motto „Adel verpflichtet“ mit<br />

„Downton Abbey“ und „Die drei Musketiere (II)<br />

– Milady“. Einlass und Bewirtung im Burggarten<br />

ab 19.30 Uhr.<br />

www.burg-hohenzollern.com<br />

Open-Air-Kino im lauschigen Neuwerk-Innenhof<br />

in Konstanz: Bis zum 11. <strong>August</strong> präsentiert<br />

das Zebra Kino ein buntes OpenAir Filmprogramm,<br />

unter anderem mit den Cannes<br />

Shorts am 2. <strong>August</strong> und „Anatomie eines Falls“<br />

am 11. <strong>August</strong>. Filmstart je nach Dämmerung<br />

zwischen 21 und 21.30 Uhr.<br />

www.kultursommerkonstanz.de<br />

Handverlesene Filme, gute Gesellschaft, eine<br />

Bar und gemütliche Sofas: Vom 29. <strong>August</strong> bis<br />

1. September zeigt Kapuziner Kreativzentrums<br />

Ravensburg Überraschungsfilme im Innenhof.<br />

www.kapuziner.info<br />

Das diesjährige Freilichtkino auf der Gemswiese<br />

an der Aach in Singen findet bis zum 24.<br />

<strong>August</strong> statt und zeigt unter anderem Filme


FREIZEIT<br />

43<br />

© Coop Cinema Arbon © Emanuel Ammon/AURA<br />

wie „Auf dem Weg“, „Die einfachen Dinge“ und<br />

„Ein Fest fürs Leben.“<br />

www.diegems.de<br />

Im Freibad Aquamarin in Wasserburg heißt es<br />

vom 13. bis 25. <strong>August</strong> wieder Stars unter Sternen<br />

mit Filmen wie „Back to Black“ und „Liebesbriefe<br />

aus Nizza“ auf einer 72 qm großen Air<br />

Screen Leinwand. Einlass ab 20.30 Uhr.<br />

www.wasserburg-bodensee.de<br />

Am 10. <strong>August</strong> heißt es wieder Film ab! im Badi<br />

Kirchberg. Einfach schwimmen gehen, auf der<br />

Decke sitzen bleiben, Film schauen und beim<br />

jährlichen Nachtschwimmen an diesem Abend<br />

nochmal reinhüpfen.<br />

www.kakerlak.ch<br />

Das mehrsprachige Ö3 Silent Cinema Open Air Kino<br />

geht wieder auf Tour und stoppt am 22. <strong>August</strong> in<br />

Lustenau, Spielplatz Wiesenrain. Einlass 19 Uhr.<br />

www.silentcinema.at<br />

Jeden Tag ein Film bis zum 17. <strong>August</strong> ab 21.30<br />

Uhr in Arbon direkt an der Quaianlage, darunter<br />

„Barbie“, „Ich – einfach unverbesserlich 4“ und<br />

„Wo die Lüge hinfällt“.<br />

www.open-air-kino.ch<br />

Das 26. Munot Open Air in Schaffhausen zeigt<br />

vom 5. bis 9. <strong>August</strong> Filme wie „Yesterday“, „Anyone<br />

but you“ und „Three Billboards Outside Ebbing,<br />

Missouri“ auf der Zinne. Einlass 19 Uhr.<br />

munot.ch<br />

Open Air Solarkino vom 3. bis 14. <strong>August</strong> in<br />

St.Gallen auf dem Gallusplatz mit Filmen wie<br />

„Die Qual der Zahl“, „Animal“ und „Das Leben ein<br />

Tanz“. Einlass ab 19 Uhr.<br />

www.solarkino-sg.ch


44 FREIZEIT<br />

© Achim Mende<br />

EINFACH<br />

UNVERZICHTBAR<br />

Die Tourensaison am Bodensee ist in vollem Gange. Pünktlich dazu erscheint die lang<br />

ersehnte Neuauflage des „Leg an“ Hafenhandbuchs. Seit über einem halben Jahrhundert<br />

begleitet dieses unverzichtbare Nachschlagewerk Skipperinnen und Freizeitkapitäne auf<br />

ihren Törns rund um den Bodensee.<br />

Die Neuauflage des<br />

„Leg an“ ist ab sofort<br />

online bestellbar unter<br />

www.labhard-shop.de<br />

Das „Leg an“ ist das Standardwerk für Sportbootfahrer und<br />

gehört zur Grundausstattung jeder Bodenseecrew. Ob für<br />

einen Ausflug vom Ober- an den Untersee oder vom Überlingersee<br />

in die Fußacher Bucht – das Handbuch bietet detaillierte<br />

Informationen zur Ansteuerung von Liegeplätzen,<br />

zur Lage von Gästeplätzen und zur Infrastruktur in<br />

den Häfen. Neu hinzugekommen sind navigatorische Hinweise<br />

zu anspruchsvollen Fahrwassern, die den Skipperinnen<br />

und Motorbootfahrern helfen, ihre Ziele sicher und effizient<br />

zu erreichen.<br />

Ein besonderes Highlight der Neuauflage sind die praktischen<br />

QR-Codes bei den Hafeninformationen. Diese ermöglichen<br />

es, die aktuellen Informationen zum Hafen per<br />

Smartphone abzurufen, die Telefonnummer des Hafenmeisters<br />

schnell zu wählen oder sich bei extremen Wasserständen<br />

über die aktuelle Situation vor Ort zu informieren.<br />

Luftbilder und detaillierte Hafenskizzen bieten einen<br />

optischen Überblick über das angesteuerte Ziel und geben<br />

Auskunft über Wassertiefen in der Hafeneinfahrt und an<br />

den Liegeplätzen – unverzichtbare Informationen für tiefgehende<br />

Yachten und Motorboote.<br />

Zusätzlich enthält das „Leg an“ nützliche Praxistipps, die<br />

über QR-Codes abrufbar sind. Diese beinhalten wertvolle<br />

Hinweise zum Navigieren auf Fließgewässern wie dem alten<br />

Rhein oder dem Seerhein sowie die neuen Befahrensregeln<br />

im Markelfinger Winkel. Mit diesen umfangreichen<br />

Informationen ist das „Leg an“ das praktische Hafenhandbuch<br />

für Sportbootführer und Bodensee-Schifferinnen, die<br />

einen Gasthafen anlaufen oder einen Törn planen.<br />

Labhard Medien Bodensee<br />

Am Seerhein 6<br />

D-78467 Konstanz<br />

+49 (0) 7531 90710<br />

ibn-vertrieb@ibn-online.de


FREIZEIT<br />

45<br />

© zvg Schiffsbergeverein<br />

DS Säntis – Vor der Versenkung 1933<br />

ALLE GUTEN DINGE …<br />

© zvg Bodensee Openwater<br />

… sind drei: Der Schiffsbergeverein plant<br />

einen neuen Anlauf zur Bergung der „Säntis“.<br />

Nachdem die Bergeplattform zerstört wurde,<br />

bleiben dem Team um Vereinspräsident<br />

Silvan Paganini nur die vier Hebeleinen, die<br />

noch unter dem Wrack liegen, und eine Menge<br />

Erfahrung. Trotz zahlreicher Hindernisse wie<br />

einem Spendenkrimi im letzten Jahr, widrigem<br />

Wetter, starken Unterwasserströmungen,<br />

Personalengpässen, bürokratischen Genehmigungen<br />

und technischen Herausforderungen<br />

reagiert der Verein auf die positive Resonanz<br />

aus der Bevölkerung der drei Anrainerstaaten<br />

und geht nun mit einem erneuten Crowdfunding<br />

in die dritte Runde.<br />

www.schiffsbergeverein.ch<br />

QUERSEE<br />

Der Bodensee eignet sich nicht nur hervorragend<br />

zum Planschen, sondern auch für sportliche<br />

Herausforderungen von einem Ufer zum<br />

anderen: Bodensee Open Water organisiert<br />

Seequerungen mit unterschiedlichen Distanzen.<br />

Nach dem gelungenen Massenstart Konstanz–Meersburg<br />

| Meersburg–Konstanz–<br />

Meersburg am 29. Juni warten im <strong>August</strong> neue<br />

Strecken auf motivierte Freischwimmer: Friedrichshafen–Romanshorn<br />

(11 km) und Friedrichshafen–Romanshorn–Friedrichshafen<br />

(22<br />

km) am 3. <strong>August</strong> sowie Überlingen–Wallhausen<br />

(2,5 km) und Wallhausen–Überlingen–<br />

Wallhausen (5 km) am 31. <strong>August</strong>. Die sportliche<br />

und medizinische Absicherung erfolgt<br />

durch die DLRG des Bodenseekreises.<br />

www.bodensee-openwater.com<br />

Prof. Dr. Gunter Schöbel, Direktor des Pfahlbaumuseums wurde bei der feierlichen Eröffnung unter<br />

anderem von Kulturstaatsministerin Claudia Roth und Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft,<br />

Forschung und Kunst in Baden-Württemberg begleitet (v.l.n.r.).<br />

PFAHLBAUTASTISCH!<br />

In den Pfahlbauten von Unteruhldingen wurde<br />

Ende Juni das neue Welterbe-Museum mit<br />

Besucherzentrum eröffnet. Der neue, kunstfertig<br />

errichtete Ausstellungsbau entstand im<br />

Rahmen des Masterplans „Weltkulturerbe“ in<br />

18 Monaten Bauzeit. Optisch ähnelt er einem<br />

umgedrehten prähistorischen Einbaum und<br />

wurde im Innenraum technisch aufwendig<br />

mit einer Holzkonstruktion inszeniert. Eine<br />

Lichtskulptur trennt zudem die Vermittlungsebenen<br />

in einen Bereich unter und in einen<br />

über Wasser. Besucher*innen entdecken im<br />

Erdgeschoss die Originalfunde, folgen im AR-<br />

CHAEORAMA den archäologischen Tauchern<br />

zum unterseeischen Welterbe und lernen die<br />

heute noch erhaltenen „Spuren der Pfahlbauer“<br />

kennen. (av)<br />

Pfahlbaumuseum<br />

Strandpromenade 6<br />

D-88690 Uhldingen-Mühlhofen<br />

+49 (0)7556 92 89 00<br />

www.pfahlbauten.de<br />

© Pfahlbaumuseum


46 FREIZEIT<br />

Hier entstand eine<br />

Sonnenbadende aus Sand<br />

am Strand (2021).<br />

AUS SAND GEBAUT<br />

Rorschach feiert in diesem Jahr ein Vierteljahrhundert<br />

Sandkunst. Das 25. Internationale ze bewerben und Urs Koller überzeugen. Der<br />

Wer mitmachen will, muss sich vorab mit Skiz-<br />

Sandskulpturenfestival steht unter dem Motto Leiter des Sandskulpturenfestivals entscheidet<br />

jedes Jahr, wer sein Werk in der Rorscha-<br />

„Just an Illusion“. Die „Profi-Sandler*innen“ legen<br />

am 10. <strong>August</strong> los. Das bekannte Festival cher Bucht umsetzen darf. Lediglich das Siegerteam<br />

aus dem Vorjahr, Helena Bangert &<br />

zieht jedes Jahr Künstler*innen und Zuschauer*innen<br />

aus der ganzen Welt an. Die acht bis Inese Valtere war für <strong>2024</strong> von vornherein gesetzt.<br />

Inese Valtere aus Litauen gehörte be-<br />

zehn (Bau-)Plätze, die es zu vergeben gibt, sind<br />

heiß begehrt und immer international besetzt. reits 2022 dem Siegerteam an. So darf man ge-<br />

© Inese Valtere<br />

spannt sein, ob sie die Jury und das Publikum<br />

in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge überzeugen<br />

kann.<br />

Spazierende an der Promenade können den<br />

Künstler*innen von Anfang an über die Schulter<br />

schauen und so die Entstehung der beeindruckenden<br />

Sandskulpturen begleiten. Die<br />

fertigen Kunstwerke werden übrigens mit<br />

Buchleim besprayt, um die Oberfläche vor<br />

Witterungseinflüssen zu schützen. Dann richtet<br />

Regen garantiert keinen Schaden an. Am<br />

Ende des Festivals werden die besten Skulpturen<br />

vom Publikum und einer Fachjury gekürt.<br />

Die Ausstellung der Skulpturen ist von 18. <strong>August</strong><br />

bis 8. September zu sehen.<br />

10.–17.08. | Sandskulpturenfestival<br />

18.08.–08.09. | Ausstellung<br />

CH-9401 Rorschach<br />

www.sandskulpturen.ch<br />

SCHATZSUCHE<br />

In Lindau ist der Löwe los: Kasimir<br />

Löwenherz, der eigentlich reglos am<br />

Lindauer Hafen thront, macht sich<br />

auf den Weg über die Insel quer durch<br />

den Außenbereich der Sonderausstellung<br />

Christo und Jeanne-Claude – Ein<br />

Leben für die Kunst. Wer ihn begleitet,<br />

erfährt Spannendes über das Künstlerpaar<br />

Christo und Jeanne-Claude,<br />

kann kreativ werden und gemeinsam<br />

mit Kasimir nachdenken über<br />

Freundschaft, Träume und die Kunst.<br />

Unersetzlich ist dabei eine kostenlose<br />

Schatzkarte mit vielen bunt bebilderten<br />

Informationen über das Leben<br />

und Werk des berühmten Künstlerpaares.<br />

Die Schatzkarte wurde eigent-<br />

© Judith Kleiner<br />

lich für Kinder geschaffen, begeistert<br />

aber auch Erwachsene. In dem kunterbunten<br />

Faltblatt erfahren die Leserinnen<br />

und Leser zum Beispiel, dass<br />

Christo und Jeanne-Claude am selben<br />

Tag auf die Welt kamen und sich dann<br />

der ganzen Welt realisiert hat und<br />

kommen schließlich zu einem Lösungswort.<br />

Auf alle, die die Rätsel gelöst<br />

haben, wartet eine Überraschung<br />

Jeanne-Claude – Ein Leben für die<br />

Kunst im Kunstmuseum zeigt noch<br />

bis zum 13. Oktober rund 70 Werke<br />

des wohl berühmtesten Künstlerduos<br />

bis 13.10.<br />

Kunstmuseum Lindau<br />

Maximilianstraße 52<br />

D-88131 Lindau<br />

www.kultur-lindau.de<br />

im Jahr 1958 in Paris begegnet sind –<br />

an der Museumskasse.<br />

unserer Zeit, darunter virtuose Zeich-<br />

und dass sie seitdem unzertrennlich<br />

Die kostenlose Schatzkarte gibt es<br />

nungen, detailreiche Collagen, frühe<br />

waren. Sie lernen durch verschiede-<br />

an der Kasse des Kunstmuseums und<br />

Objekte und faszinierende Fotogra-<br />

ne Fragen interessante Fakten zu den<br />

in der Tourist-Information Lindau.<br />

fien.<br />

Projekten, die das Künstlerpaar auf<br />

Die Sonderausstellung Christo und


FREIZEIT<br />

47<br />

© Thomas Nitz<br />

Anzeige<br />

© zvg Campus Galli<br />

Schwester Cordula<br />

SOMMERLIEBE<br />

Was wäre der Sommer ohne die GEMS Open-Air-Bühne und Kino unter<br />

freiem Himmel? Auch in dieser überraschend nassen Zeit finden alle Kinovorstellungen<br />

wie geplant statt – ob drinnen oder draußen, Hauptsache<br />

Film ab! Neben einem Best of des vergangenen Kinojahres zeigt das<br />

GEMS Open-Air-Kino auch zwei Filme, die erst im <strong>August</strong> ihren Bundesstart<br />

haben: „Was will der Lama mit dem Gewehr?“ fragen sich die Menschen<br />

im kleinen buddhistischen Königreich Bhutan, nachdem der König<br />

freien Zugang zu Internet und Fernsehen und die Einführung der<br />

Demokratie verspricht (13. + 22. <strong>August</strong>). Die romantische Screwball-Komödie<br />

„Liebesbriefe aus Nizza“ von Regisseur Ivan Calbérac über den<br />

dritten und vierten Frühling im Leben zeigt eine wilde wie wahnwitzige<br />

Vendetta an der Côte d’Azur (16. + 24. <strong>August</strong>). „Schwester Cordula<br />

liebt Westernromane“, liest am 1. <strong>August</strong> aber lieber drinnen. Bei gutem<br />

Wetter spielen die „Two Souls“ Rainer Apel an der Gitarre und Sängerin<br />

Elysa K. am 6. <strong>August</strong> und Mathis Schuller am 20.08. im eigens<br />

eröffneten Biergarten auf der GEMS Wiese. Marie Diot & Fee Badenius<br />

und Fischer & Jung verschieben ihren Besuch auf 2025, „Alte Bekannte“<br />

kommen am 23. November, und das Liedermaching Festival findet<br />

2025 statt.<br />

GEMS Kulturzentrum<br />

Mühlenstraße 13<br />

D-78224 Singen<br />

www.diegems.de<br />

ZEITREISE<br />

Bauen wie vor 1200 Jahren? Auf dem Campus Galli entsteht Tag für<br />

Tag ein Stück Mittelalter. Handwerker und Ehrenamtliche schaffen<br />

mit den Mitteln des 9. Jahrhunderts ein Kloster auf Grundlage<br />

des St.Galler Klosterplans. Ohne Maschinen, ohne modernes<br />

Werkzeug verfolgen sie ein Bauvorhaben, dessen Fertigstellung<br />

nur die Jüngsten unter ihnen noch erleben werden: eine gewaltige<br />

Abteikirche aus Stein. Zwischen klingendem Amboss, surrenden<br />

Töpferscheiben und dem dumpfen Hämmern auf Holz gibt es<br />

auf der Baustelle für große und kleine Mittelalter-Fans viel zu erleben.<br />

In den Sommerferien wird der Besuch zum lebendigen Mitmach-Erlebnis.<br />

Jede Woche bietet der „Mitmach-Mittwoch“ spannende<br />

Aktivitäten und handwerkliche Erlebnisse, die die Vergangenheit<br />

zum Leben erwecken. Besucher jeden Alters können an<br />

den Mitmach-Mittwochen selbst aktiv werden. Die Themen, die an<br />

diesen Tagen beleuchtet werden, sind vielfältig und orientieren<br />

sich auch am Baustellengeschehen. Im vergangenen Jahr konnten<br />

Besucher beispielsweise an einer Lehmwand mitarbeiten und<br />

so hautnah erleben, wie in mittelalterlicher Zeit gebaut wurde. Für<br />

dieses Jahr sind Themen rund um Wolle, Feuer oder auch Getreide<br />

vorgesehen.<br />

03. + 04.08. | Brechen, Schwingen, Hecheln – Flachsverarbeitung<br />

16.–18.08. | Natürlich bunt – Färben mit Pflanzen<br />

07., 14., 21. + 28.08. | Mitmach-Mittwoch<br />

24. + 25.08. | Vom Feld zur Mühle – Getreideverarbeitung<br />

Campus Galli<br />

D-88605 Meßkirch<br />

www.campus-galli.de


48 FREIZEIT<br />

© Wynrich Zlomke<br />

© Ilja Mess<br />

Ausstellung “79 80 Ravensburg. Alltag, Apokalypse, Autonomie” im Museum<br />

Humpis Quartier<br />

NACHTS IM MUSEUM<br />

Vier Museen, ein Preis: Die Lange Nacht im Museumsviertel Ravensburg<br />

präsentiert ein vielfältiges Programm mit Vorträgen, Karikaturen,<br />

Kreativangeboten, Livemusik, leckeren Getränken und vielem mehr.<br />

Von 18 bis 24 Uhr können Nachtschwärmer wieder durch die Oberstadt<br />

streifen und die vier Museen erkunden. Die Direktor*innen Ute Stuffer,<br />

Sabine Mücke, Christian von der Heydt und Siglinde Nowack führen<br />

exklusiv durch ihre Häuser, und in jedem Museum erwartet die Besucher*innen<br />

ein besonderer Fotopoint. Beim Suchspiel nach den Sternen<br />

und beim Pub-Quiz zum 50. Bestehen des prägnanten Ravensburger-Logos<br />

gibt es spannende Preise zu gewinnen.<br />

Vorverkauf: 12 €, Abendkasse: 14 €<br />

Kinder/Jugendliche bis 18 Jahre kostenfrei<br />

THEATER FÜR ALLE<br />

Das Theater Konstanz sammelt Spenden für ein wichtiges Stück kultureller<br />

Teilhabe: Das Peter-Pan-Ticket. Die solidarische Ticketfinanzierung<br />

öffnet unbürokratisch den Vorhang für Menschen, die sich einen<br />

Theaterbesuch sonst nicht leisten können. So genügt die Nennung des<br />

Stichworts „Peter Pan“ beim Ticketkauf, um für nur einen Euro eine Eintrittskarte<br />

zu erhalten. Ein Nachweis ist nicht erforderlich. Das Peter-<br />

Pan-Ticket beruht auf Vertrauensbasis und setzt darauf, dass dieses Vertrauen<br />

nicht missbraucht wird. Damit das Peter-Pan-Ticket auch in der<br />

kommenden Spielzeit angeboten werden kann, sind Spenden immer<br />

und jederzeit willkommen, entweder online oder über die Verkaufsstellen<br />

des Theater Konstanz.<br />

www.theaterkonstanz.de/peterpan<br />

16.08., 18–24 Uhr<br />

Museumsviertel Ravensburg<br />

D-88212 Ravensburg<br />

www.museumsviertel-ravensburg.de<br />

ÜBER DEN WOLKEN<br />

Mit dem neu konzipierten Sommerfest & Flugwochenende stellt<br />

das Dornier Museum Friedrichshafen ein mitreißendes Veranstaltungshighlight<br />

auf die Beine. Flugzeugfans, Familien und<br />

Kinder kommen im größten Technikmuseum am Bodensee voll<br />

auf ihre Kosten, wenn Gastflugzeuge einfliegen, spektakuläre<br />

Airshows bestaunt werden können und in der riesigen Kinderwelt<br />

jede Menge Attraktionen warten. Live-Musik liefern neben<br />

einem Jazz-Quartett und Dixies Treibhaus Ventil auch die Kult-<br />

Rock-Band „Four Beats Faster“ aus Oberschwaben, die den Gästen<br />

Open-Air auf der Museumsterrasse am Rollfeld des Flughafens<br />

mit rockigen Hits der 70er, 80er und 90er Jahre einheizen<br />

werden.<br />

03. + 04.08., 10-18 Uhr<br />

Dornier Museum<br />

D-88046<br />

www.dorniermuseum.de<br />

© Rolf Schwark


FREIZEIT<br />

49<br />

FRÜHSTÜCK<br />

IN DER<br />

MARKTHALLE<br />

In der Markthalle Reichenau ist viel geboten<br />

– von frischem Obst und Gemüse und<br />

einem einladenden Sortiment rund um Käse,<br />

Eier, Teigwaren und Müsliprodukten bis<br />

zu Essig- und Ölvariationen, verschiedenen<br />

Weinen und Destillaten. Ob regional, saisonal<br />

oder bio – die Auswahl an Frischeprodukten<br />

ist groß und auch, wer spontan ein<br />

kulinarisches Geschenkpaket sucht, wird<br />

hier fündig. In die Markthalle integriert ist<br />

ein Bistro mit wechselnder Wochenkarte für<br />

den Mittagstisch sowie einer festen Speisekarte<br />

für „Wiederholungstäter“. Für den kleinen<br />

Hunger zwischendurch sind Snacks wie<br />

Wraps, heiße Seelen und Salate auf der Karte.<br />

Heißer Tipp für die kurze Mittagspause oder<br />

für den Feierabend: Alle Gerichte gibt es im<br />

Markthallen-Bistro auch zum Mitnehmen.<br />

Für Kuchenliebhaber sei gesagt: Der Bäckereibereich<br />

bietet ein hochwertiges Sortiment<br />

an Kuchen und (Bio-) Backwaren zum Mitnehmen<br />

oder den direkten Genuss im Café-<br />

Bereich. Ganz neu ist das leckere Frühstück<br />

für Frühaufsteher (montags bis freitags 8 bis<br />

11.30 Uhr) und Langschläfer (samstags 9 bis<br />

14 Uhr) – am liebsten direkt auf der Sonnenterrasse!<br />

Markthalle Reichenau<br />

Am Wollmatinger Ried 18,<br />

direkt am Reichenauer Bahnhof<br />

D-78479 Reichenau<br />

www.indigo-konstanz.de<br />

© Ulrike Sommer<br />

HEUNEBURG<br />

HEUNEBURG<br />

KELTENFEST<br />

KELTENFEST<br />

SO, 01.09.<strong>2024</strong><br />

10.00 SO, 01.09.<strong>2024</strong> – 17.00 UHR<br />

10.00 – 17.00 UHR<br />

CHRISTINA ROMMEL<br />

SCHOKOLADE<br />

DAS KONZERT<br />

Deutscher Schoko-Rock vom Feinsten<br />

wird serviert mit edler Schokolade.<br />

®<br />

®<br />

& BAND<br />

www.christina-rommel.de<br />

www.schokoladenkonzert.de<br />

www.reservix.de<br />

LEBENDIGE<br />

GESCHICHTE<br />

FÜR GROSS<br />

UND KLEIN<br />

DONNERSTAG<br />

05.09.24<br />

20.00 Uhr<br />

Frickingen<br />

Graf-Burchard-Halle<br />

www.jungkommunikation.de<br />

www.heuneburg-pyrene.de<br />

Lippertsreuter Str. 12<br />

88699 Frickingen<br />

NEUE SHOW! <strong>2024</strong>


50 FREIZEIT<br />

SIE DIESEN MONAT AUF KEINEN FALL VERPASSEN DÜRFEN<br />

FREIZEIT WAS<br />

VON ANNA WIRTH (TEXTE)<br />

FESTE&MÄRKTE<br />

D-Engen<br />

Street Food Markt<br />

Diverse, internationale<br />

Küchen erwarten<br />

die Besuchenden des<br />

Street Food Marktes.<br />

Verschiedene Foodtrucks<br />

nehmen auf<br />

eine vielfältige, kulinarische<br />

Reise mit.<br />

Alter Stadtgarten<br />

31.08.-01.09., ab 12<br />

Uhr<br />

www.engen.de<br />

D-Hagnau<br />

Weinfest<br />

Ein schönes Glas<br />

Wein, feine Speisen,<br />

viel Musik, eine Aktionswiese<br />

für Kinder<br />

und natürlich der<br />

Fanfarenmusik - Hagnau<br />

feiert sich und<br />

seinen Wein.<br />

Alter Torkel im Uferpark<br />

03.08., 17 Uhr +<br />

04.08., 11.30 Uhr<br />

www.hagnau.de<br />

D-Herbertingen<br />

Keltenfest<br />

Hier wird Geschichte<br />

lebendig: Darsteller*innen<br />

verschiedener<br />

Living-History-<br />

Gruppen, u.a. Kelten,<br />

Römer oder Gladiatoren,<br />

lassen den Alltag<br />

von vor 2500 Jahren<br />

in der einstigen Handelsstadt<br />

wieder aufleben.<br />

Heuneburg<br />

01.09., 10-17 Uhr<br />

www.heuneburg-pyrene.de<br />

D-Herbertingen<br />

Feuerfest<br />

Spektakuläre Feuershows,<br />

Feuerartistik<br />

vom Feinsten, Performances,<br />

Humor und<br />

Partymusik erwartet<br />

die Gäste auf der Heuneburg.<br />

Mit schwäbischen<br />

Spezialitäten<br />

und kühlen Sommerdrinks<br />

ist auch für<br />

das leibliche Wohl gesorgt.<br />

Heuneburg<br />

03.08., 18 Uhr<br />

www.heuneburg-pyrene.de<br />

POP UP!<br />

Galerie für ein Wochenende? In der Pop-Up Galerie „Kunst<br />

am See-Hafen“ im Konstanzer Konzil zeigen über 20 Künstlerinnen<br />

und Künstler ihre zeitgenössische Kunst in den<br />

Bereichen Gemälde, Fotografie, Digital Art, Skulpturen, Literatur<br />

und Musik. Doch nicht nur das. Das Rahmenprogramm<br />

umfasst Mitmach-Workshops, zum Beispiel im Porträtmalen<br />

bei Petra Wenski-Hänisch, Kunstgesprächsrunden,<br />

Kunstpräsentationen und vieles mehr. Zur Vernissage<br />

am 30. <strong>August</strong> um 19 Uhr nimmt „SkyArdt“ das Publikum<br />

auf eine musikalische Klangreise.<br />

30.08.-01.09.<br />

Konzil Konstanz<br />

Hafenstraße 2<br />

D-78462 Konstanz<br />

www.kunst-energie-regenbogen.de<br />

Foto © Petra Wenski-Hänisch<br />

D-Memmingen<br />

Flohmarkt<br />

Ein wunderbares Zusammenspiel<br />

aus<br />

Spaß, Sparen und originellen<br />

Sachen. Der<br />

Flohmarkt in Memmingen<br />

ist der Treffpunkt<br />

für Liebhaber alter<br />

und gebrauchter Dinge.<br />

Hier kommen auch<br />

Schnäppchenliebhaber<br />

auf ihre Kosten.<br />

Stadtpark Neue Welt<br />

24.08., 8-15 Uhr<br />

www.memmingen.de<br />

D-Überlingen<br />

22. Internationaler<br />

Töpfermarkt<br />

Eine Gelegenheit, die<br />

Vielfalt von zeitlosem<br />

Handwerk in all seinen<br />

Facetten zu bewundern<br />

und das ein<br />

oder andere besondere<br />

Stück zu erstehen.<br />

Egal ob Geschirr,<br />

modischer Schmuck,<br />

Gartenskulpturen,<br />

Brunnen oder kunstvolle<br />

Unikate.<br />

© Chantal Lang<br />

Landungsplatz<br />

24.-25.08., 10-18 Uhr<br />

www.toepfermarktueberlingen.de<br />

D-Wangen<br />

Italienischer Abend<br />

Die Stadt Wangen lädt<br />

gemeinsam mit Prato<br />

zum beliebten italienischen<br />

Abend mit<br />

Bewirtung auf dem<br />

Marktplatz ein.<br />

Marktplatz<br />

03.08., 19 Uhr<br />

www.wangen.de<br />

A-Bregenz<br />

Bregenzer Hafenfest<br />

Der malerische Blick<br />

auf das Kunsthaus<br />

Bregenz, das charmante<br />

Postgebäude,<br />

das vorarlberg museum,<br />

das Landestheater<br />

und natürlich<br />

der Hafen bietet eine<br />

fantastische Kulisse<br />

für ein vielfältiges<br />

Angebot an Kulinarik<br />

und Musik.<br />

Bregenzer Hafen<br />

24./25.08., ab 12 Uhr<br />

www.libre-bodensee.com<br />

A-Dornbirn<br />

Sommer im Park<br />

In der gemütlichen Atmosphäre<br />

des Parks<br />

bringt das Kinderprogramm<br />

die Kleinen<br />

zum Strahlen,<br />

die Gedichte der Poetry<br />

Slammer die Gäste<br />

zum Lachen und<br />

Nachdenken und die<br />

Rhythmen der Bands<br />

und DJs die Besucherinnen<br />

und Besucher<br />

zum Tanzen.<br />

Stadtgarten<br />

08.-10.08.<br />

www.dornbirn.info<br />

A-Dornbirn<br />

Urbikuss<br />

Bei freiem Eintritt<br />

in viele städtische<br />

Einrichtungen,<br />

einem gratis Stadtbus,<br />

Stadtführungen,<br />

einem unterhaltsamen<br />

Kinderprogramm<br />

sowie musikalischen<br />

und künstlerischen<br />

Einlagen kommen<br />

Groß und Klein garantiert<br />

auf ihre Kosten.<br />

Innenstadt<br />

30.08.<br />

www.dornbirn.info<br />

AUSSTELLUNGEN<br />

D-Bad Saulgau<br />

Unterwasserwelten<br />

Seit 40 jahren mit allen<br />

Wassern gewaschen<br />

– Der Taucher<br />

und Unterwasserfotograf<br />

Rolf Pfänder präsentiert<br />

sein Werk.<br />

Stadtmuseum<br />

bis 08.09.<br />

www.bad-saulgau.<br />

de


FREIZEIT<br />

51<br />

D-Bad Waldsee<br />

Von Flusspiraten<br />

und Wandervögeln –<br />

Wie Sportberger die<br />

Jugend zum Camping<br />

brachte<br />

Zahlreiche Exponate,<br />

von Faltbooten über<br />

Zelte und Campingzubehör<br />

bis zu Wohnwagen,<br />

zeigen, wie<br />

sich aus dem Wandervogel<br />

und dem Wasserwandern<br />

die Campingbewegung<br />

in<br />

Deutschland entwickelte.<br />

Erwin Hymer Museum<br />

bis September <strong>2024</strong><br />

www.erwin-hymermuseum.de<br />

D-Konstanz<br />

Lebensraum Bodensee<br />

Die Nährstoffe im<br />

See, neu etablierte<br />

Tier- und Pflanzenarten<br />

und natürlich der<br />

Klimawandel – diese<br />

Faktoren und die<br />

Auswirkungen auf die<br />

Lebewesen im und<br />

am See werden in dieser<br />

Ausstellung behandelt.<br />

Bodensee-Naturmuseum<br />

bis 09.03.25<br />

www.uni-konstanz.<br />

de<br />

D-Konstanz<br />

Konstanz im Nationalsozialismus<br />

1933-45<br />

Der Nationalsozialismus,<br />

der Zweite Weltkrieg<br />

und der Holocaust<br />

liegen für jüngere<br />

Menschen in fernster<br />

Vergangenheit.<br />

Mit dem Angriffskrieg<br />

Russlands rückt eine<br />

neu-alte Form des Imperialismus<br />

wieder in<br />

den Fokus.<br />

Rosgartenmuseum<br />

Dauerausstellung<br />

www.rosgartenmuseum.de<br />

D-Konstanz<br />

Archäologie & Playmobil<br />

– Mönche,<br />

Mission, Abenteuer<br />

Eine Kooperation mit<br />

Staatliche Schlösser<br />

und Gärten Baden-Württemberg.<br />

Die überlieferten Personen<br />

und Ereignisse,<br />

die zur Entstehung<br />

des Reichenauer Klosters<br />

geführt haben,<br />

werden wissenschaftlich<br />

fundiert in den<br />

Fokus genommen.<br />

Archäologisches<br />

Landesmuseum Baden-Württemberg<br />

bis 20.10.<br />

www.alm-konstanz.de<br />

© Kulturmuseum St.Gallen<br />

KINDHEIT<br />

Die Kindheit sind nur wenige Jahre – und doch sind diese Jahre<br />

fürs ganze Leben prägend. Oder mit den Worten des Dichters<br />

Richard von Schaukal: „War denn nicht immer Sonne in meiner<br />

Kinderzeit? Im Winter glitzernde Wonne, im Sommer Buntseligkeit?“<br />

Die Ausstellung „Kindheit in der Ostschweiz und 200 Jahre<br />

Kinderfest“ gibt diesem Thema Raum und ermöglicht, der eigenen<br />

Kindheit wieder zu begegnen, sich mit der Kindheit im Lauf<br />

der Zeit auseinanderzusetzen. Was hat sich verändert in den letzten<br />

Jahrzehnten? Was war anders vor hundert oder zweihundert<br />

Jahren? Verschiedene Ansätze spiegeln nicht nur den Alltag der<br />

Kinder, sondern auch den der Erwachsenen wider.<br />

bis 05.01.25<br />

Kulturmuseum St.Gallen<br />

Museumstrasse 50<br />

CH-9000 St.Gallen<br />

www.kulturmuseumsg.ch<br />

Knaben am St.Galler Kinderfest um 1902<br />

D-Konstanz<br />

Meisterwerke der<br />

Eiszeit – die ältesten<br />

Tierskulpturen<br />

der Menschheit<br />

Die Höhlen- und Eiszeitkunst<br />

der Schwäbischen<br />

Alb wurde<br />

von der UNESCO<br />

in die Welterbeliste<br />

aufgenommen. Die<br />

Skulpturen gelten als<br />

die älteste mobile<br />

Kunst der Menschheit<br />

und zählen zu den bedeutendsten<br />

Funden<br />

der Altsteinzeit.<br />

Archäologisches<br />

Landesmuseum Baden-Württemberg<br />

ab 02.12.2023<br />

www.alm-konstanz.de<br />

D-Radolfzell<br />

Dorfleben. Geschichte(n)<br />

aus den Radolfzeller<br />

Ortsteilen.<br />

Vor 50 Jahren wurden<br />

alle sechs Ortschaften<br />

im Rahmen der<br />

Gemeindereform in<br />

Baden-Württemberg<br />

nach Radolfzell eingemeindet.<br />

Dieses Jubiläum<br />

wird nun zum<br />

Anlass genommen,<br />

diese Ortschaften in<br />

den Mittelpunkt zu<br />

stellen.<br />

Stadtmuseum Radolfzell<br />

bis 23.02.2025<br />

www.stadtmuseumradolfzell.de<br />

D-Ravensburg<br />

79 80 Ravensburg.<br />

Alltag, Apokalypse,<br />

Autonomie.<br />

Die Ausstellung thematisiert<br />

die späten<br />

70er- und 80er-Jahre<br />

in Ravensburg. Die<br />

Wende der 1970er- zu<br />

den 80er-Jahren war<br />

von weltpolitischen<br />

Ereignissen und Krisen<br />

geprägt. Neue Medien<br />

und Lebensstile,<br />

Kollektivität und Neubau<br />

prägten in dieser<br />

Zeit die Stadt.<br />

Museum Humpis-<br />

Quartier<br />

bis 18.08.<br />

www.museum-humpis-quartier.de<br />

D-Reichenau<br />

Zeichen – Videoinstallation<br />

Die Videoinstallation<br />

des Münchner<br />

Künstlers zeigt den<br />

Klangkörper aus ungewohnter<br />

Perspektive;<br />

nicht nur die<br />

Glocke schwingt, sondern<br />

mit ihr die aufnehmende<br />

Kamera<br />

– für die Betrachtenden<br />

entsteht dadurch<br />

ein ganz besonderes<br />

Filmerlebnis.<br />

Münster St. Maria<br />

und Markus<br />

bis 20.10.<br />

www.reichenau1300.de<br />

D-Tettnang<br />

Jubiläumsjahr – 90<br />

Jahre Fernsehen in<br />

Deutschland<br />

Vor 90 Jahren wurde<br />

die erste Fernsehübertragung<br />

in<br />

Deutschland vorgestellt.<br />

Zu diesem Jubiläum<br />

werden in der<br />

Wechselausstellung<br />

Fernseher aus den<br />

Anfängen bis zur Moderne<br />

und ein Stück<br />

eines der weltweit<br />

ersten Fernsehkabel<br />

ausgestellt.<br />

Elektronikmuseum<br />

Themenschwerpunkt<br />

für <strong>2024</strong><br />

www.emuseum-tettnang.de<br />

D-Überlingen<br />

Goldbachdialoge<br />

Schritt für Schritt treten<br />

ausgewählte Gemälde,<br />

Zeichnungen,<br />

Collagen, Skizzen<br />

und Diagramme<br />

der Künstler*innen<br />

des Skid- Ateliers in<br />

Goldbach in ein spannungsvolles<br />

und ergänzendes<br />

Verhältnis.<br />

Galerie Käsering<br />

bis 02.08.<br />

www.galerie-kaesering.de<br />

D-Überlingen<br />

Dschungelwelten<br />

Der international renommierte<br />

Naturfotograf<br />

Dr. Roland Hilgartner<br />

ist Wissenschaftler<br />

und Direktor<br />

des Affenberg Salem.<br />

Zum ersten Mal sind<br />

Hilgartners Fotografien<br />

aus den abgelegensten<br />

Tropengebieten<br />

der Erde nun in<br />

einer Ausstellung zu<br />

erleben.<br />

Städtische Galerie<br />

bis 20.10.<br />

www.gkue.de<br />

A-Bregenz<br />

tuten & blasen. Blasmusik<br />

in Vorarlberg<br />

Zum hundertsten Geburtstag<br />

des Vorarlberger<br />

Blasmusikverbands<br />

gibt es ein<br />

ganzjähriges Festprogramm.<br />

Die lange vorbereitete<br />

Sonderausstellung<br />

gibt Einlicke<br />

in Vorarlberger Traditionen.<br />

vorarlberg museum<br />

bis Frühjahr 2025<br />

www.vorarlbergmuseum.at<br />

A-Bregenz<br />

Mythos Handwerk<br />

Die Schau richtet sich<br />

an alle, die sich fürs<br />

Handwerk interessieren<br />

oder einen der<br />

zahlreichen Berufe erlernen<br />

wollen. In der<br />

Ausstellung geht es<br />

um Gefühle und Werte,<br />

die man gemeinhin<br />

mit dem Handwerk<br />

verbindet.<br />

vorarlberg museum<br />

bis 06.01.25<br />

www.vorarlbergmuseum.at<br />

A-Dornbirn<br />

Tatsachen. Das materielle<br />

Erbe des Nationalsozialismus<br />

Mehr als 85 Jahre<br />

nach dem Anschluss<br />

Österreichs an das<br />

nationalsozialistische<br />

Deutschland finden<br />

sich immer noch Hinterlassenschaften<br />

und<br />

Überreste der NS-Zeit.<br />

Die Ausstellung basiert<br />

auf Objekten von<br />

Bürger*innen.<br />

Stadtmuseum<br />

bis 31.10.<br />

www.stadtmuseum.<br />

dornbirn.at


52 FREIZEIT<br />

A-Dornbirn<br />

Um alles in der Welt.<br />

Meinem Alltag auf<br />

der Spur<br />

Mit dem Welthaus<br />

Vorarlberg wurde eine<br />

Ausstellung realisiert,<br />

in der den weltweiten<br />

Spuren unseres<br />

Alltagslebens auf den<br />

Grund gegangen wird.<br />

Die Ausstellung richtet<br />

sich nach den Leitthemen<br />

Essen, Kleidung,<br />

Auto, Strom,<br />

Handy und Sorgearbeit.<br />

Inatura<br />

bis 13.10.<br />

www.inatura.at<br />

A-Hohenems<br />

A Place of Our Own.<br />

Vier junge Palästinenserinnen<br />

in Tel<br />

Aviv<br />

Sechs Jahre lang begleitete<br />

die in Tel Aviv<br />

lebende Künstlerin<br />

Iris Hassid den Alltag<br />

von vier jungen palästinensischen<br />

Frauen<br />

mit israelischer<br />

Staatsbürgerschaft,<br />

die zu einer neuen<br />

Generation arabischer<br />

Studentinnen in Tel<br />

Aviv gehören.<br />

Jüdisches Museum<br />

bis 25.08.<br />

www.jm-hohenems.<br />

at<br />

CH-Bischofszell<br />

Armin Rüeger –<br />

mehr als der Textdichter<br />

von Othmar<br />

Schoeck<br />

Der Bischofszeller<br />

Apotheker Armin Rüeger<br />

erlangte indirekt<br />

Weltruhm, den das<br />

Museum Bischofszell<br />

nun mit einer Sonderausstellung<br />

thematisiert.<br />

Zeit seines Lebens<br />

schrieb, zeichnete<br />

und malte er,<br />

entwarf Plakate und<br />

Flyer.<br />

Museum Bischofszell<br />

ab April <strong>2024</strong><br />

www.museum-bischofszell.ch<br />

CH-Diessenhofen<br />

Kulturhistorisches<br />

Angebot<br />

Einzigartig ist nicht<br />

nur die Vielfalt und<br />

Fülle der über 10.000<br />

gezeigten Originalgegenstände,<br />

sondern<br />

auch deren atmosphärische<br />

und publikumsnahe<br />

Präsentation<br />

auf 2700 m2 –<br />

und dies ganz ohne<br />

Vitrinenglas.<br />

Schaudepot St. Katharinental<br />

Dauerausstellung<br />

www.historischesmuseum.tg.ch<br />

CH-Heiden<br />

Wiedereröffnung –<br />

Museum Henry Dunant<br />

Henry is back – Die<br />

Kernausstellung begleitet<br />

Henry Dunant<br />

durch sein bewegtes<br />

Leben. Dabei schlägt<br />

sie auch problematische<br />

Kapitel auf<br />

und baut Brücken ins<br />

Hier und Jetzt. Besucher*innen<br />

sind eingeladen,<br />

über Krieg,<br />

Frieden, Solidarität<br />

und Menschlichkeit<br />

nachzudenken.<br />

Museum Henry Dunant<br />

ab 10.08. | Eröffnung<br />

10.08., 11 Uhr<br />

www.dunant-museum.ch<br />

CH-Kreuzlingen<br />

Geplatzte Stadtträume<br />

Zusammen und doch<br />

getrennt durch die<br />

Grenze. In Konstanz<br />

und Kreuzlingen ist<br />

immer wieder von<br />

einer anderen Stadt<br />

geträumt worden.<br />

Hier wird sich auf eine<br />

Reise durch die Stadtteile<br />

begeben, mithilfe<br />

von Wegweisern<br />

und einem Plan.<br />

Museum Rosenegg<br />

bis 26.01.2025<br />

www.museumrosenegg.ch<br />

CH-Romanshorn<br />

Tiny Great Cars<br />

Die Zeitreise in die<br />

1960er-Jahre kann<br />

beginnen. Die Sonderausstellung<br />

soll<br />

neben den kleinen<br />

Grossraum-Fahrzeugen<br />

auch vieles<br />

über die Entwicklung<br />

von Wirtschaft, Technik<br />

und Designgeschichte<br />

am rollenden<br />

Objekt erzählen.<br />

Autobau Erlebniswelt<br />

bis 24.08.<br />

www.autobau.ch<br />

Anzeige<br />

ECHT ALLGÄU<br />

Isny feiert sein Allgäu! An Mariä Himmelfahrt kommt mitten<br />

in der Stadt zusammen, was die Kulturlandschaft seit<br />

jeher prägt: Handwerk, lebendiges Brauchtum und regionale<br />

Produkte. An (Info-)Ständen und bei Führungen lässt<br />

es sich hinter die Kulissen von Anbau und Veredelung blicken,<br />

ökologische Projekte kennenlernen und mehr über<br />

den Natur- und Artenschutz erfahren. Naschen ist ausdrücklich<br />

erlaubt! Begleitet wird der trubelige Markt von<br />

Alphörnern, Kontrabässen und Akkordeons, und bei der<br />

Allgäu Olympiade entdecken die Kleinen die Eigenheiten<br />

der Region. Auch die Isnyer Geschäfte und Lokale geben<br />

Auslagen und Speisekarten eine regionale Note und laden<br />

zum Stadtbummel.<br />

15.08., 9–18 Uhr<br />

Innenstadt, Marktplatz<br />

D-88316 Isny im Allgäu<br />

www.isny.de<br />

CH-Schaffhausen<br />

Kunstkästen Schaffhausen:<br />

Liao Wenfeng<br />

Der Künstler Liao<br />

Wenfeng beschäftigt<br />

sich in seiner Kunst<br />

seit mehreren Jahren<br />

mit der Bedeutung<br />

von Pilzen für Mensch<br />

und Umwelt. Die<br />

Kunstkästen sind darüber<br />

hinaus bewusst<br />

gesetzt, um den Betrachter*innen<br />

neue<br />

Perspektiven im Alltag<br />

aufzuzeigen.<br />

Schaffhauser Innenstadt<br />

bis 28.09.<br />

www.vebikus-kunsthalle-schaffhausen.ch<br />

CH-Schaffhausen<br />

Mittelalter am Bodensee<br />

Schaffhausen war im<br />

Mittelalter eine wichtige<br />

Stadt in der Region.<br />

Mit rund 150<br />

Exponaten erzählt<br />

die Wanderausstellung<br />

von Handel und<br />

Handwerkskunst, von<br />

Schifffahrt und dem<br />

Alltag zwischen Alpen<br />

und Rheinfall.<br />

Museum zu Allerheiligen<br />

Schaffhausen<br />

bis 27.10.<br />

www.allerheiligen.<br />

ch<br />

CH-St. Gallen<br />

All You CanNOT Eat.<br />

Fake Food auf Stoff<br />

Einem Restaurant<br />

nachempfunden, in<br />

© Chantal Lang<br />

dem nichts Ess- oder<br />

Trinkbares angeboten<br />

wird.<br />

Auf Basis der Sammlung<br />

des Textilmuseums<br />

St.Gallen sind<br />

die Tische von diversen<br />

Gästen mit Exponaten,<br />

die Nahrungsmittel<br />

abbilden, gedeckt.<br />

Textilmuseum St.<br />

Gallen<br />

bis 13.10.<br />

www.textilmuseum.<br />

ch<br />

CH-St. Gallen<br />

Kindheit in der Ostschweiz<br />

und 200<br />

Jahre Kinderfest<br />

Das Jubiläum ist Anlass,<br />

unterschiedliche<br />

Realitäten vergangener<br />

Kinderwelten in<br />

der Ostschweiz zu beleuchten.<br />

Gezeigt werden<br />

Erinnerungsstücke<br />

sowie Filminterviews<br />

mit St.Galler*innen,<br />

die von ihrer<br />

Kindheit erzählen.<br />

Kulturmuseum<br />

bis 05.01.2025<br />

www.kulturmuseumsg.ch<br />

CH-Warth<br />

1524 Stürmische Zeiten<br />

– der Ittinger<br />

Sturm im Fokus<br />

Die Ausstellung im Ittinger<br />

Museum greift<br />

ein Schlüsselereignis<br />

der schweizerischen<br />

Reformationsgeschichte<br />

auf<br />

und wirft einen vertieften<br />

Blick auf Geschichte<br />

und Konflikte<br />

jener Zeit.<br />

Ittinger Museum<br />

bis Frühjahr 2025<br />

www.kunstmuseum.<br />

tg.ch<br />

CH-Zürich<br />

Das zweite Leben<br />

der Dinge. Stein, Metall,<br />

Plastik<br />

Die Ausstellung wirft<br />

einen Blick auf vergangene<br />

und heutige<br />

Methoden der Kreislaufwirtschaft.<br />

Objekte<br />

von der Steinzeit<br />

bis zur Gegenwart<br />

zeigen, wie ihre Geschichte<br />

das Bewusstsein<br />

für den Wert der<br />

Dinge schärfen kann.<br />

Landesmuseum Zürich<br />

bis 10.11.<br />

www.landesmuseum.ch<br />

FL-Vaduz<br />

kollabor –<br />

Kunst+Raum für<br />

kleine Kinder<br />

Kleine Kinder begreifen<br />

die Welt mit allen<br />

Sinnen – Wahrnehmungsweisen,<br />

die in<br />

Museen gewöhnlich<br />

nicht erlaubt sind. Im<br />

Seitenlichtsaal wird<br />

ein Ort eingerichtet,<br />

der Kindern Begegnungen<br />

mit Kunst und<br />

freies kreatives Spiel<br />

ermöglicht.<br />

Kunstmuseum<br />

Liechtenstein<br />

bis 15.08.<br />

www.kunstmuseum.li


FREIZEIT<br />

53<br />

FILM<br />

A-Bregenz<br />

Bosna Quilts<br />

Sie waren Kinder des<br />

Bosnien-Krieges und<br />

künstlerische Produkte<br />

menschlicher Solidarität.<br />

31 Jahre später<br />

erzählen die Bosna<br />

Quilts immer noch<br />

von einer besonderen,<br />

Grenzen überschreitenden<br />

Zusammenarbeit<br />

zwischen<br />

zwölf Frauen.<br />

vorarlberg museum<br />

21.08., 19 Uhr<br />

www.libre-bodensee.com<br />

DIES&DAS<br />

D-Herbertingen<br />

20 Jahre Kelten digital<br />

– Vom Kultbild<br />

aus Fellbach-Schmiden<br />

zum Projekt Zeit<br />

Herr Thomas Hoppe<br />

vom Landesmuseum<br />

Württemberg wird in<br />

seinem Vortrag Einblicke<br />

in die Rolle des<br />

Landesmuseums im<br />

Zuge der Keltenkonzeption<br />

und seiner<br />

Projekte geben.<br />

Heuneburg<br />

04.08., 15 Uhr<br />

www.heuneburg-pyrene.de<br />

D-Konstanz<br />

Pfahlbaumuseum in<br />

Dingelsdorf – Kostenlose<br />

Sonntagsführung<br />

Der Pfahlbauverein<br />

Dingelsdorf lädt erneut<br />

zu einer kostenlosen<br />

Führung ein.<br />

Dieter Brdiczka und<br />

Waltraud Tinter erläutern<br />

die Lebensweise<br />

der Pfahlbaubewohner.<br />

Pfahlbaumuseum<br />

Dingelsdorf<br />

04.08., 14-16 Uhr<br />

www.pfahlbau-dingelsdorf.de<br />

D-Konstanz<br />

Ignaz Heinrich von<br />

Wessenberg – Ein Leben<br />

im Glauben an<br />

die gute Schöpfung<br />

Ignaz Heinrich von<br />

Wessenberg ist als<br />

kirchliche Führungspersönlichkeit<br />

im südwestdeutschen<br />

Raum<br />

bekannt. Es wird an<br />

den 250. Geburtstag<br />

jenes Mannes erinnert,<br />

dessen nachgelassener<br />

Kunstsammlung<br />

die Galerie ihre<br />

Existenz verdankt.<br />

Städtische Wessenberg-Galerie<br />

Konstanz<br />

bis 01.09.<br />

www.konstanz.de<br />

D-Meersburg<br />

Kindertag im Wasserpark<br />

Mehrere aufblasbare<br />

Sportelemente werden<br />

sich in der Zeit<br />

vom 3. bis 18. <strong>August</strong><br />

täglich auf dem See<br />

befinden und versprechen<br />

Action und<br />

Abenteuerfreude.<br />

Am Kindertag gibt es<br />

für alle Altersklassen<br />

unter anderem Motto-Hüpfburgen<br />

und<br />

interaktive Spiele.<br />

Freiund<br />

Strandbad<br />

Meersburg<br />

10.08., 10-17.30 Uhr<br />

www.meersburgtherme.de<br />

D-Tettnang<br />

Tettnanger Hopfenwandertag<br />

<strong>2024</strong><br />

Beim Hopfenwandertag<br />

steht der vier Kilometer<br />

lange Hopfenpfad<br />

mit fünf Bierdörfern<br />

im Zentrum<br />

des Geschehens. Entlang<br />

des Wegs verköstigen<br />

Brauer aus aller<br />

Welt und ortsansässige<br />

Vereine ihre Gäste<br />

mit Bierspezialitäten,<br />

Live-Musik und kulinarischen<br />

Genüssen.<br />

Hopfenpfad<br />

04.08., 10-18 Uhr<br />

www.tettnang.de<br />

D-Wangen<br />

Großelterntag Baden-Württemberg<br />

Ein kurzweiliges Familienprogramm<br />

mit<br />

Musik und Spielen,<br />

Aktions- und Infoständen.<br />

Sozialminister<br />

Manne Lucha wird<br />

den Großelterntag eröffnen.<br />

Landesgartenschau<br />

Wangen<br />

02.08., 11-17 Uhr<br />

www.lgswangen<strong>2024</strong>.de<br />

CH-Gottlieben<br />

Sommerfest:<br />

Icon Poet Live –<br />

Duell der Poetinnen<br />

und Poeten<br />

Mit Geschichten können<br />

wir Grenzen überschreiten.<br />

Fünf gewürfelte<br />

Icons genügen,<br />

um mit aller Fantasie,<br />

freizügig interpretiert,<br />

Geschichte zu<br />

schreiben. Autor*innen<br />

spielen hier im<br />

Dreiminutentakt mit<br />

der Sprache und ihrer<br />

Wirkung.<br />

Literaturhaus Thurgau<br />

31.08., 18 Uhr<br />

www.literaturhausthurgau.ch<br />

CH-Heiden<br />

Peace Bell Gedenkfeier<br />

Der Verein Circle of<br />

young humantarians<br />

CYH fördert den Dialog<br />

über globale Herausforderungen<br />

und<br />

möchte junge Menschen<br />

für das humanitäre<br />

Völkerrecht<br />

sensibilisieren. An der<br />

diesjährigen Gedenkfeier<br />

ergreift die Präsidentin<br />

Kay von Mérey<br />

das Wort.<br />

Museum Henry Dunant<br />

09.08., 10.45 Uhr<br />

www.museum-dunant.ch<br />

CH-Kreuzlingen<br />

Bodensee-Buchmesse<br />

Die Bodensee-Buchmesse<br />

bietet die Möglichkeit<br />

für Autor*innen<br />

und Verlage, sich<br />

kennenzulernen. Influencer*innen<br />

erhalten<br />

Kontakt zu<br />

den Schreibenden<br />

und das interessierte<br />

Publikum kann die<br />

Branche aus nächster<br />

Nähe erleben.<br />

Dreispitz Sport- und<br />

Kulturzentrum<br />

24.08., 10-18 Uhr<br />

www.bodenseebuchmesse.ch<br />

AWOLI<br />

Der African Way Of Life: Zum fünften Mal veranstaltet der Verein<br />

AWOLI e.V. das Afrika Festival am See. Unter dem Motto<br />

„One World, Many Cultures“ soll das Festival die Werte, kulturellen<br />

Reichtümer und die Lebensfreude des afrikanischen<br />

Kontinents erlebbar machen, interkulturelle Brücken schlagen<br />

und Vorurteile abbauen. Neben einem Basar mit Handwerkskunst<br />

und kulinarischen Köstlichkeiten erwartet das<br />

Publikum ein vielfältiges Bühnenprogramm mit Theater und<br />

Musik, Tanz und Folklore, eine große Auswahl an Workshops,<br />

ein interreligiöser Gottesdienst und eine Podiumsdiskussion<br />

mit dem Thema „Afrika – sein Reichtum und seine Probleme“.<br />

30.08.–01.09. | Fr. + Sa. 11–23 Uhr, So. 11–18 Uhr<br />

D-78467 Konstanz<br />

www.afrikafestivalamsee.awoli.org<br />

CH-Romanshorn<br />

Tanzschiff<br />

Unter den Sternen<br />

tanzen und mit Freunden<br />

feiern. Besucher*nnen<br />

sind eingeladen,<br />

an Bord des<br />

Tanzschiffes zu kommen<br />

und ihr Tanzbein<br />

zu den Beats von DJ<br />

Many zu schwingen.<br />

Hafen Romanshorn<br />

09.08., 19 Uhr<br />

www.bodenseeschiffe.ch<br />

CH-St.Gallen<br />

Au Revoir im Innenhof<br />

Zum letzten Mal in<br />

<strong>2024</strong>: Für das Happening<br />

öffnet die Lokremise<br />

ihre Tore zwischen<br />

Innenhof und<br />

Theatersaal für ein<br />

neuartiges hybrides<br />

und garantiert wetterfestes<br />

Tanzerlebnis.<br />

Lokremise<br />

24.08., 14-04 Uhr<br />

www.aurevoir.sg<br />

Anzeige


54 ERLEBEN<br />

© Tom Leonhardt<br />

© Matthias Balzat<br />

<strong>August</strong>inerstift Oehningen<br />

Alessio Nocita<br />

HÖR(I)GENUSS UND<br />

AUGENSCHMAUS<br />

Jung, interkulturell, kooperativ ... die 8. Höri Musiktage versprechen vom 8. bis 18. <strong>August</strong><br />

musikflimmernde Tage in der einzigartigen Atmosphäre des historischen <strong>August</strong>iner<br />

Chorherrenstifts Öhningen. Im Hesse-Museum Gaienhofen zeigt die Ausstellung „In Hesses<br />

Nähe. Der Zeichner, Maler und Illustrator Gunter Böhmer (1911-1986)“ Arbeiten von einem der<br />

bedeutendsten Zeichner und Buch-Illustratoren des 20 Jahrhunderts.<br />

Hör(i)genuss<br />

Die Höri Musiktage <strong>2024</strong> spannen mit insgesamt<br />

14 Konzerten einen weiten Bogen über<br />

die Grenzen der Klassik hinaus. Zur Eröffnung<br />

präsentiert das Saxophonquartett Clair Obscur<br />

sechs Bilder aus dem Leben des großen Tango-<br />

Komponisten Astor Piazzolla. Asambura verbindet<br />

in MessiaSASambura die Musik Ostafrikas<br />

mit Händels Messiah. Das Barockensemble<br />

begleitet den Festakt mit der Commedia instrumentale<br />

– Konzert-Spektakel in Wort, Ton<br />

und Maskenspiel. In Verbundenheit mit dem<br />

historischen Auftrag und der Spiritualität des<br />

Ortes erklingt zum Festgottesdienst Haydns<br />

Paukenmesse unter Leitung von Markus Andreas<br />

Schmid. Freunde hochklassiger Streichquartette<br />

können sich auf ein außergewöhnliches<br />

Konzert des Chaos String Quartet freuen:<br />

In Free the Franz trifft das exzellente Streichquartett<br />

auf Jazz-Saxophon, Schuberts Werke<br />

auf groovige Melodien des ungarischen Jazz-<br />

Saxophonisten István Grencsó. Liebhaber des<br />

Jazz können sich auf das Trio des jungen, israelischen<br />

Jazz-Gitarristen Tal Arditi freuen. HumanNature<br />

ist eine Produktion des Heidelberger<br />

Frühlings <strong>2024</strong>. Das junge Ensemble ruft<br />

mit Werken von Brahms, Cage, Saunders und<br />

eigenen, experimentellen Sounds Klänge der<br />

Natur auf ganz eigene Weise in unser Bewusstsein.<br />

Die TRAUMWELTEN des Aureus Trios<br />

wurden jüngst in Japan bejubelt. Herz der Höri<br />

Musiktage ist das Internationale Festivalorchester<br />

unter Leitung von Harutyun Muradyan.<br />

Im Familienprogramm spielt es Prokofjews<br />

„Peter und der Wolf“ mit anschließendem Instrumenten-Karussell.<br />

Manege frei – die Zirkus<br />

Akademie für Klein und Groß und das Musiktheater<br />

Piccolo & Co. (Laterna musica) ergänzen<br />

das Familienprogramm. Im Format Cartes<br />

blanches überraschen zauberhafte Konzertjuwelen<br />

aus dem Festivalorchester. Das große<br />

Orchester-Finale im Klosterhof mit Werken<br />

von Beethoven, Stravinsky und Prokofjew sowie<br />

Haydns Cellokonzert C-Dur begrüßt den<br />

jungen Neuseeländer Matthias Balzat (Cello),<br />

vielfach mit Preisen ausgezeichnet und bereits<br />

als internationaler Solist und Kammermusiker<br />

etabliert.<br />

www.hoeri-musiktage.de<br />

Augenschmaus<br />

1933 reist der aus Dresden stammende Gunter<br />

Böhmer auf Einladung von Hermann Hesse<br />

nach Montagnola, um sich dort ein Jahr später<br />

gänzlich niederzulassen. Es ist der Beginn<br />

einer Künstlerfreundschaft und einer großartigen<br />

Karriere als Zeichner, Maler und Illustrator,<br />

die im Tessin seinen Lauf nimmt. Die<br />

Ausstellung „In Hesses Nähe. Der Zeichner,<br />

Maler und Illustrator Gunter Böhmer (1911-<br />

1986)“ im Hesse Museum Gaienhofen zeigt Bilder,<br />

die im Umkreis des befreundeten Schriftstellers<br />

Hermann Hesse in Montagnola entstanden<br />

sind.<br />

06.08., 11 Uhr | Führung durch die Sonderausstellung<br />

Hesse Museum Gaienhofen<br />

Kapellenstraße 8<br />

D-78343 Gaienhofen<br />

www.hesse-museum-gaienhofen.de<br />

Gunter Böhmer und Hermann Hesse, Fotograf<br />

unbekannt, 1934, Detail<br />

© Gunter Böhmer-Stiftung Calw


ERLEBEN<br />

55<br />

TERMINE HÖRI AUGUST <strong>2024</strong><br />

Literarische Wanderung auf den Spuren von Hermann<br />

Hesse<br />

Hesse Museum Gaienhofen<br />

01.+ 22.08., 10.15 Uhr<br />

Der Zeichner, Maler und Illustrator<br />

Gunter Böhmer (1911–1986)<br />

Promenadenkonzert mit Gastkapelle<br />

Uferpromenade Hemmenhofen<br />

02.08., 19.30 Uhr<br />

Strandfest Spielmannszug Iznang<br />

Uferpromenade Iznang<br />

03. + 04.08.<br />

Gartencafé<br />

Garten Gerard | Öhningen, Malvenweg 14<br />

04.08., 14 Uhr<br />

Sommermarkt<br />

Gärtnerei Ruhland, Horn<br />

07. + 21.08., 17 Uhr<br />

Kein Sommer ohne Musik – Öffentliche Generalprobe<br />

des Bodensee-Kammerorchesters<br />

Höri-Halle Gaienhofen<br />

07.08., 19 Uhr<br />

Klosterführung<br />

Öhningen, Kastanie im Kirchgarten<br />

08. + 29.08., 10.30 Uhr<br />

Geführte Wanderung Jüdisches Leben am See<br />

Parkplatz Fischerhaus Wangen<br />

08.08., 15 Uhr<br />

Höri Musiktage<br />

<strong>August</strong>iner Chorherrenstift Öhningen<br />

08.–18.08.<br />

Foto: © Gunter Böhmer-Stiftung Calw<br />

Ausstellung<br />

vom 28.06.<br />

bis 03.11.24<br />

Kapellenstr. 8 • 78343 Gaienhofen • 07735 440949<br />

www.hesse-museum-gaienhofen.de<br />

Promenadenkonzert<br />

Uferpromenade Hemmenhofen<br />

09.08., 19.30 Uhr<br />

Mitspieltheater „Die Bremer Stadtmusikanten“<br />

Höri-Halle Gaienhofen<br />

09.08., 11 Uhr<br />

Bergfest der Freiwilligen Feuerwehr<br />

Wasserturm Horn<br />

10.08., 18 Uhr<br />

Strandfest TuS Iznang<br />

Uferpromenade Iznang<br />

17. + 18.08.<br />

Live-Musik unterm Sternenzelt – Gartengroove<br />

Hirschen-Garten Horn<br />

22. + 29.08., 18 Uhr<br />

08.–18.08.<strong>2024</strong><br />

08.–18.08.<strong>2024</strong><br />

Kulturelle Weinwanderung mit Manuela Griß und Carmen<br />

Jonas<br />

Wiischöpfle Gaienhofen<br />

25.08., 18 Uhr<br />

Dorffesteröffnung<br />

Lindenplatz, Öhningen<br />

31.08., 18 Uhr<br />

STEFAN QUANDT<br />

STEFAN QUANDT


56 ERLEBEN<br />

LASST UNS<br />

FEIERN &<br />

FRÖHLICH SEIN!<br />

„Freibier“ und gute Laune: Das Lindauer Oktoberfest ist legendär.<br />

Besucher aus der ganzen Region strömen ins Festzelt, wenn der<br />

Musikverein Lindau- Aeschach/Hoyren vom 30. <strong>August</strong> bis 1. September<br />

zum 59. Lindauer Oktoberfest einlädt. Am Samstagabend rockt die Band<br />

„Freibier“ aus dem Deggenhausertal das Partyvolk.<br />

VON SUSI DONNER (TEXT UND FOTOS)<br />

Gefeiert wird nicht nur im großen Festzelt. Vor allem der<br />

stimmungsvoll beleuchtete Obstgarten, in dem sich die<br />

Gäste unterm Sternenhimmel abkühlen können, wenn die<br />

Stimmung gar zu heiß wird, ist ganz wunderbar. Eine einmalige<br />

Besonderheit beim Lindauer Oktoberfest: Hier wird<br />

das Original Münchner Oktoberfestbier ausgeschenkt –<br />

noch bevor in München die Wiesn beginnt.<br />

Heiße Partynächte<br />

Drei Tage gemütliche Geselligkeit, mitreißende Musik und<br />

kulinarische Leckerbissen. Fans des Lindauer Oktoberfestes<br />

kennen den urgemütlichen „Abend der Betriebe“ am<br />

Freitag, zu dem auch alle anderen Gäste über 16 ausdrücklich<br />

ebenfalls erwünscht sind – solange es Tickets an der<br />

Abendkasse gibt. Nach Böllerschüssen, Blasmusik und<br />

Fassanstich geht es mit der „Joe Williams Band“ steil in die<br />

erste Partynacht.<br />

Der Oktoberfest-Samstag ist ebenso heiß begehrt. Um 16<br />

Uhr ist Einlass, für das Warm-up ist ab 16.30 Uhr der Musikverein<br />

Wintersulgen aus Heiligenberg zuständig, und<br />

am Abend ist von 20 bis 24 Uhr Tanzparty angesagt: Auf<br />

die Bänke, fertig los – mit „Freibier“. Doch halt, hier geht<br />

es nicht um kostenlosen Ausschank, sondern um fünf musikalische<br />

Braumeister und eine reizende Bierkönigin, die<br />

mit viel Charme und herzlicher Lebensfreude das Festzelt<br />

in ein kochendes Sudhaus verwandeln werden. Die Partyband<br />

verspricht rauen Alpenrock, feinste Hits direkt von<br />

der Après-Ski-Bar und frisch geerntete Stimmungskracher<br />

aus dem heißen Mallorca, gebraut mit traditionellen deutschen<br />

Kultschlagern und legendären Songs der 70er und<br />

80er. Das ist eine völlig neue Art von „Ozapftis!“, denn aus<br />

dem Zapfhahn von „Freibier“ fließt überschäumend gute<br />

Laune.


ERLEBEN<br />

57<br />

KUNSTMUSEUM LINDAU<br />

13. April – 13. Oktober <strong>2024</strong><br />

© Christo and Jeanne-Claude Foundation; Foto: Bob Kiss<br />

Das ist neu: Wies‘n Stammtische am Samstag<br />

Für die Freibier-Party gibt es keinen Vorverkauf. Erfahrungsgemäß<br />

füllt sich das Zelt bereits ab 16 Uhr, wie die<br />

Organisatoren verraten. Wer also rein will, tut gut daran,<br />

früh zu kommen. Einlass zur stürmischen Partynacht ist<br />

ab 18 Jahren und es gilt das One-Way-Ticket. Erstmals können<br />

über die Homepage neben den Wies’n Spezialtischen<br />

für den Samstagabend auch Wies‘n Stammtische für acht<br />

bis zehn Personen im Festzelt reserviert werden, um der<br />

großen Nachfrage zu entsprechen.<br />

Entspannter Familientag<br />

Der Familiensonntag ist ein weiterer Publikumsliebling.<br />

Er gehört bei freiem Eintritt allen – von den ganz Jungen<br />

bis zu den ganz Alten. Ab 11.30 Uhr spielt der Musikverein<br />

Wasserburg und der zünftige Mittagstisch lockt. Nachmittags<br />

gibt es nonstop Musik, Spiel und Spaß. Um 13 Uhr beginnt<br />

der Wettbewerb „Lindauer Schützenkönig“ mit der<br />

Königlich Privilegierten Schützengesellschaft Lindau und<br />

ab 14 Uhr werden die jüngsten Oktoberfestbesucher bestens<br />

unterhalten: Kinderschminken, Hüpfburg, Traktorenbähnchen<br />

vor dem Zelt, Kindereisenbahn auf dem Verkehrsübungsplatz<br />

und vieles mehr stehen auf dem bunten<br />

Kinderprogramm. Den ganzen Nachmittag über spielt<br />

die Musik und um 18 Uhr wird der Lindauer Wies’n Schützenkönig<br />

(oder die Königin) gekürt und das Fest klingt aus.<br />

Kulinarisches Oktoberfest<br />

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. An allen<br />

Tagen des 59. Lindauer Oktoberfestes gibt es regionale<br />

Wies’n Schmankerl, ausgefallene neu interpretierte Gerichte<br />

und den traditionellen Oktoberfest Vergnügungspark.<br />

LINDAUER<br />

LINDAUER<br />

INSEL INSEL WEISSE<br />

WEISSE<br />

Das Weizenbier vom<br />

Das Weizenbier vom<br />

Lindauer Lindauer Inselbräu<br />

Inselbräu<br />

LINDAUER<br />

INSEL WEISSE<br />

Das Weizenbier vom<br />

Lindauer Inselbräu<br />

LINDAUER<br />

INSEL WEISSE<br />

Das Weizenbier vom<br />

Lindauer Inselbräu<br />

Hergestellt aus<br />

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BIO-Rohstoffen aus<br />

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hochwertigen<br />

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30.8–1.9.<br />

Oktoberfestplatz am Parkplatz<br />

Valentin-Heider-Gymnasium<br />

D-88131 Lindau<br />

www.lindauer-oktoberfest.de<br />

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58 KULTUR | BÜHNE<br />

Anzeige<br />

VON LIEBE,<br />

HABGIER UND<br />

DEM TRIUMPH DER<br />

SCHLAUEN<br />

Verrückte Wendungen, gewitzte Erbschleicher und herrliche Situationskomik:<br />

Wenn in der letzten Woche der Bregenzer Festspiele die Sonne schon ein paar<br />

Minuten früher hinter der Seebühne versinkt, hebt sich am Kornmarkt der<br />

Premierenvorhang für die jungen Sänger*innen des Opernstudios.<br />

In einem kurzweiligen Doppelabend zeigen die Bregenzer<br />

Festspiele gleich zwei Werke italienischer Opernmeister: Gioachino<br />

Rossinis „Der Ehevertrag“ und Giacomo Puccinis „Giann<br />

Schicchi“. Die Grande Dame der Opernwelt, Kammersängerin<br />

Brigitte Fassbaender, setzt die ungewöhnliche und humorvolle<br />

Kombination in Szene. Die musikalische<br />

Leitung übernimmt<br />

Claire Levacher, es spielt das<br />

Symphonieorchester<br />

Vorarlberg.<br />

Von Erben und Erbschleichern<br />

Über 100 Jahre liegen zwischen Gioachino Rossinis erster<br />

öffentlich aufgeführter Oper „Der Ehevertrag“ und Giacomo<br />

Puccinis „Gianni Schicchi“. Beiden Werken gemein<br />

ist das Gespür für ironische Situationskomik und witzige<br />

lautmalerische Effekte. In „Der Ehevertrag“ bietet der Geschäftsmann<br />

Tobia Mill seine Tochter Fannì dem kanadischen<br />

Geschäftsmann Slook zum Kauf an: Sie ist aus gutem<br />

Hause, nicht älter als 30 Jahre, mit einwandfreiem Charakter<br />

und bei guter Gesundheit. Perfekt also für die Überfahrt<br />

nach Kanada. Fannì liebt allerdings den mittellosen Edoardo.<br />

Die Turbulenzen sind vorprogrammiert. Zu guter<br />

Letzt setzt schließlich Slook den armen Edoardo als Universalerben<br />

ein – und damit steht auch der bärbeißige Vater<br />

einem Happy End nicht länger im Weg.<br />

Die satirische Erbschleichersatire „Gianni Schicchi“<br />

spinnt das Thema fort: In scheinheiliger Anteilnahme<br />

versammeln sich die zuvor enterbten Hinterbliebenen<br />

am Totenbett des wohlhabenden Patriziers Buoso Donati<br />

und echauffieren sich über das aufgefundene Testament.<br />

Schlussendlich werden sie von Gianni Schicchi<br />

übers Ohr gehauen: Als falscher Donati erscheint er<br />

beim Notar und teilt das Vermögen unter den gierigen<br />

Verwandten neu auf. Das größte Stück vom<br />

Kuchen vermacht er sich – natürlich – kurzerhand<br />

selbst.<br />

12.08. | Premiere<br />

Bregenzer Festspiele<br />

Platz der Wiener Symphoniker 1<br />

A-6900 Bregenz<br />

www.bregenzerfestspiele.com


KULTUR | BÜHNE<br />

59<br />

PHILOSOPHIE IN GROSSEN BILDERN<br />

Im Kreuzlinger See-Burgtheater präsentiert in<br />

diesem Sommer ein neues Team eine spektakuläre<br />

und wunderbar unterhaltsame Inszenierung<br />

mit Titanen, Göttern, feuerspeiendem<br />

Bagger und einer Ziege. Bei der Uraufführung<br />

„Prometheus – Revolution im Götterreich“ unter<br />

der Regie von Simon Engeli wird aus dem Vollen<br />

geschöpft. Es darf mitgefiebert, mitgelitten<br />

und ganz viel gelacht werden. Ein beeindruckendes<br />

Bühnenbild, das Guiseppe Spina, der<br />

auch den Zeus spielt, umgesetzt hat, Livemusik<br />

der Götterband (Jurij Drole, Claire Pasquier, Patrick<br />

Manzecchi), Pyrotechnik und akrobatische<br />

Leistungen ziehen die Zuschauer*innen mitten<br />

hinein in eine Geschichte über göttliche Machtkämpfe,<br />

Schöpfungsmythen, laute und leise<br />

Revolutionen. Erstmals auf der Bühne des See-<br />

Burgtheaters zu erleben sind durch Puppenspielerin<br />

Rahel Wohlgensinger fast schon magisch<br />

zum Leben erweckte Puppen. Die <strong>2024</strong> mit<br />

dem Kleinkunstpreis „Tuttlinger Krähe“ ausgezeichnete<br />

Kabarettistin und Schauspielerin Judith<br />

Bach spielt das Titanenkind Prometheus.<br />

Auch die anderen Spielenden beweisen komödiantisches<br />

Talent, ohne dabei an Tiefgang<br />

einzubüßen. Das Stück blickt auf Machtdynamiken,<br />

auf das Wechselbad aus idealistischen<br />

Aufbruchsgefühlen und totalitärer Kälte und<br />

zeigt, dass auch die Demokratie ständiger Sanierungsmaßnahmen<br />

bedarf.<br />

Prometheus entdeckt die kleinen Dinge<br />

02./03./06./07.08.<br />

Seeburgpark beim Seemuseum<br />

CH-8280 Kreuzlingen<br />

www.see-burgtheater.ch<br />

© Mario Gaccioli<br />

© T+T Fotografie<br />

EXTRA-<br />

WURST<br />

Der Tennisclub braucht einen neuen Grill – längst überfällig,<br />

wird über die Anschaffung im Vereinshaus abgestimmt.<br />

Man lässt sich nicht lumpen: Ein luxuriöses Gerät mit Platz<br />

für 50 Würstchen gleichzeitig soll es werden. Alle sind sich<br />

einig, dem neuen Grill steht nichts mehr im Wege, bis eine<br />

wohlmeinende Stimme den Kauf eines Zweitgrills für das<br />

einzige muslimische Vereinsmitglied vorschlägt und<br />

hitzige Grundsatzdebatten auslöst. Die rasante, hochpointierte<br />

und sehr aktuelle Komödie der bekannten<br />

Comedy-Autoren Dietmar Jacobs und Moritz<br />

Netenjakob („Die Wochenshow“, „Stromberg“)<br />

beschreibt bissig und vergnüglich die Herausforderung<br />

vom Zusammenleben verschiedener<br />

Kulturen. In der Koproduktion mit dem Kurtheater Baden<br />

wird eine der bekanntesten St.Gallerinnen – die Bratwurst<br />

– zum Zankapfel und zentralen Konflikt einer Komödie<br />

mit Tiefgang. Nach dem großen Erfolg während der<br />

St.Galler Festspiele bringt das Theater St.Gallen die „Extrawurst“<br />

noch ein weiteres Mal auf die Bühne und verwandelt<br />

das Studio in ein Vereinsheim mit Wiedererkennungswert.<br />

30.08., 20 Uhr<br />

Theater St.Gallen | Studio<br />

Museumstrasse 24<br />

CH-9004 St.Gallen<br />

www.konzertundtheater.ch<br />

© T+T Fotografie


60 KULTUR | BÜHNE<br />

SIE DIESEN MONAT AUF KEINEN FALL VERPASSEN DÜRFEN<br />

BÜHNE WAS<br />

VON ANNA WIRTH (TEXTE)<br />

THEATER<br />

D-Konstanz<br />

Rita – Eine Oper von<br />

Gaetano Donizetti<br />

Eine komische Oper in<br />

einem Akt in sowohl<br />

deutscher als auch italienischer<br />

Sprache. Ein<br />

turbulentes Liebesdreieck<br />

voller skurriler<br />

Wendungen wird hier<br />

an der frischen Luft in<br />

sechs Aufführungen<br />

in einem der schönsten<br />

Renaissancehöfe<br />

Süddeutschlands präsentiert.<br />

Innenhof des Rathauses<br />

16.-25.08.<br />

www.rathausoper.de<br />

D-Langenargen<br />

Langenargener Festspiele<br />

e.V. – Dracula |<br />

Pinocchio<br />

Auf der traumhaften<br />

Freilichtbühne direkt<br />

am Ufer des Bodensees<br />

im Schlosspark<br />

Langenargen wird eine<br />

schaurig-schöne Vampirkomödie<br />

und eine<br />

Pinocchio-Geschichte<br />

über<br />

Mut und Abenteuer erzählt.<br />

Schlosspark Langenargen<br />

bis 08.08.<br />

www.langenargenerfestspiele.de<br />

D-Sigmaringendorf<br />

Freilichttheater – Der<br />

große Gatsby | Peter<br />

Pan<br />

Eine Laienspielgruppe<br />

bringt jeden Sommer<br />

zwei Theaterstücke<br />

auf die Waldbühne.<br />

Der große Gatsby nach<br />

dem Roman von<br />

F. Scott Fitzgerald<br />

spielt im New York der<br />

1920er-Jahre. Mit dem<br />

Kinder- und Jugendstück<br />

Peter Pan geht<br />

es in die Welt von Nimmerland.<br />

Naturtheater Waldbühne<br />

bis 01.09.<br />

www.waldbuehne.de<br />

D-Wangen<br />

Festspiele Wangen<br />

e.V. – Pippi Langstrumpf<br />

| Der Diener<br />

zweier Herren<br />

Eine Bühne inmitten<br />

der bezaubernden Altstadt.<br />

Goldonis turbulente<br />

Komödie verspricht<br />

flotte Unterhaltung<br />

mit Tiefgang.<br />

Es geht um Mord, Geld<br />

und Liebe. Zudem lebt<br />

Pippi Langstrumpf<br />

auch in Wangen nach<br />

dem Motto: Ich mach’<br />

mir die Welt, wie sie<br />

mir gefällt!<br />

Zunftwinkel Wangen<br />

im Allgäu<br />

bis 18.08.<br />

www.festspiele-wangen.de<br />

CH-Hagenwil<br />

Schlossfestspiele Hagenwil<br />

– Der Tag, an<br />

dem der Papst gekidnappt<br />

wurde | Hänsel und<br />

Gretel<br />

Im historischen<br />

Schlossambiente bei<br />

Amriswil werden zwei<br />

Aufführungen inszeniert.<br />

Eine Komödie<br />

von João Estevão<br />

Weiner Bethencourt<br />

und einer der bekanntesten<br />

Märchenklassiker<br />

frech und frisch<br />

neu erzählt.<br />

Wasserschloss<br />

07.08.-07.09.<br />

www.schlossfestspiele-hagenwil.ch<br />

CH-Illnau<br />

Julius Maggi – Ein<br />

kräftig gewürztes<br />

Freilichtspiel<br />

Das Stück erzählt die<br />

Geschichte von Julius<br />

Maggi zur Zeit der Industrialisierung<br />

und die Folgen für die<br />

Bevölkerung von Illnau<br />

und Umgebung.<br />

Kiesgrube Punt<br />

07.-31.08.<br />

www.freilichtspieleillnau.ch<br />

CH-Islikon<br />

Freilichttheater – Die<br />

Katze auf dem heißen<br />

Blechdach<br />

Ein Kammertheater<br />

unter freiem Himmel.<br />

In diesem Stück beschreibt<br />

Tennessee<br />

Williams die Dynamiken,<br />

die sich abspielen,<br />

wenn unsere Ängste<br />

und die Gier überhandnehmen,<br />

und<br />

die Liebe dann keinen<br />

Platz mehr findet.<br />

Greuterhof<br />

09.-24.08.<br />

www.theaterwerkstatt.ch<br />

Gardi Hutter<br />

REALITÄTSPAUSE<br />

10 Tage, 5 Bühnen, 52 Künstler*innen und bis zu 5000 Besucher*innen:<br />

Das nordArt-Theaterfestival bietet einen<br />

einzigartigen Mix aus namhaften Formationen und unbekannten<br />

Theaterperlen für alle, die gerne in fantastischen<br />

Welten schwelgen. Als besonderes Highlight kommt Gardi<br />

Hutter mit ihrer 44 Jahre Tour nach 4444 Vorstellungen<br />

und 4 Solos zum letzten Mal als Clown Hanna – urkomisch,<br />

urmenschlich, urweiblich – nach Stein am Rhein. Ergänzt<br />

wird das nordArt-Theaterfestival durch ein vielseitiges<br />

Familienprogramm, eine HörTour durch die Altstadt von<br />

Stein am Rhein und die Verleihung des Jungsegler-Nachwuchspreises<br />

für die Künstler*innen von morgen.<br />

07.–17.08.<br />

CH-8260 Stein am Rhein<br />

www.nordart.ch<br />

CH-Schaffhausen<br />

Jeanmaire Ein Stück<br />

Schweiz<br />

Nach dem großen Erfolg<br />

der vergangenen<br />

Jahre bleibt das<br />

17. SHpektakel der<br />

Schweiz treu und inszeniert<br />

Urs Widmers<br />

Tragikomödie Jeanmaire<br />

Ein Stück<br />

Schweiz über den Brigadier<br />

des CH-Militärs<br />

und als Jahrhundertverräter<br />

bezeichneten<br />

Jean Louis Jeanmaire.<br />

Theater Bachturnhalle<br />

16.-29.08.<br />

www.shpektakel.ch<br />

LESUNGEN<br />

D-Konstanz<br />

Poetry Slam<br />

Marvin Suckut hat sie<br />

wieder eingeladen: Die<br />

besten Poetinnen und<br />

Poeten des Landes<br />

treffen in Konstanz aufeinander,<br />

um in einem<br />

dichterischen Wettstreit<br />

gegeneinander<br />

anzutreten.<br />

Kulturladen<br />

14.08., 20 Uhr<br />

www.kulturladen.de<br />

CH-Rorschach<br />

Zauberberge – Als es<br />

die Dichter und Denker<br />

auf die Schweizer<br />

Gipfel zog<br />

Andreas Lesti ist Autor,<br />

Journalist und Alpinist<br />

aus Bayern. Er ist auf<br />

den Spuren der deutschen<br />

Dichter und Philosophen.<br />

Dieser literarische<br />

Reisebericht<br />

zeigt kenntnisreich, auf<br />

welch vielfältige Weise<br />

die Orte und Personen<br />

miteinander verbunden<br />

sind.<br />

Forum Würth Rorschach<br />

18.08., 11 Uhr<br />

www.rorschach.ch<br />

© zvg nordArt Theaterfestival<br />

CH-St. Gallen<br />

Selma Mahlknecht –<br />

Fö – Zernezer Feuer<br />

Die Geschichte erzählt<br />

von der Widerstandsfähigkeit<br />

der Bewohner<br />

eines kleinen Engadiner<br />

Dorfs und von<br />

den Funken, die in den<br />

Menschen glühen und<br />

sie an eine bessere Zukunft<br />

glauben lassen –<br />

allen Widrigkeiten zum<br />

Trotz.<br />

1733<br />

20.08., 20 Uhr<br />

www.wartsab.org


KULTUR | BÜHNE<br />

61<br />

© Anja Köhler<br />

DER FREISCHÜTZ<br />

Ein unwirtliches Dorf in Deutschland kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg: Der junge Amtsschreiber Max liebt Agathe, die Tochter des<br />

Erbförsters Kuno. Doch damit Max sie heiraten kann, muss der ungeübte Schütze sich einem archaischen Brauch unterwerfen und einen<br />

Probeschuss absolvieren – für ihn eine unerfüllbare Herausforderung. Das weiß auch der zwielichtige Kriegsveteran Kaspar, der den<br />

Amtsschreiber dazu überredet, mit ihm um Mitternacht in der Wolfsschlucht Freikugeln zu gießen, die niemals fehlgehen. Angesichts<br />

seiner ausweglosen Situation schließt Max in der Wolfsschlucht den Pakt mit dem Teufel. Was er nicht weiß: Sechs von den verfluchten<br />

Freikugeln treffen, die siebte aber lenkt der Teufel… Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ zählt seit der Uraufführung 1821 zu den<br />

populärsten Opern im deutschsprachigen Raum und gilt heute als Inbegriff der deutschen romantischen Oper. Im Sommer ist die Oper<br />

in drei Aufzügen mit einem Libretto von Friedrich Kind zum ersten Mal auf der Seebühne zu erleben. Mit dabei sind auch Regisseur und<br />

Bühnenbildner Philipp Stölzl sowie der Conductor in Residence Enrique Mazzola, die nach dem Erfolg von Giuseppe Verdis „Rigoletto“<br />

erneut in Bregenz zusammenarbeiten.<br />

Der Freischütz<br />

bis 18.08., 21 Uhr<br />

Seebühne | Festspielhaus<br />

A-6900 Bregenz<br />

www.bregenzerfestspiele.com<br />

CH-Weinfelden<br />

So nah und doch<br />

Ein szenisch gelesener<br />

Streifzug durchs Land.<br />

Im Gepäck Geschichten,<br />

Gedichte und Bonmots<br />

von Einheimischen,<br />

Eingewanderten<br />

und Durchreisenden.<br />

Mal satirisch, mal<br />

nachdenklich, mal<br />

zum Schmunzeln mit<br />

Texten verschiedener<br />

Künstler.<br />

Theater Bilitz<br />

23.08., 14.30 Uhr<br />

www.bilitz.ch<br />

KABARETT/<br />

COMEDY<br />

D-Baienfurt<br />

Uli Boettcher – Auszeit<br />

(Open Air)<br />

Uli Boettcher ist vom<br />

Spiel des Lebens tendenziell<br />

eher überfordert,<br />

und die letzten<br />

Jahre haben es nicht<br />

besser gemacht. Infolgedessen<br />

hat er einiges<br />

an Auszeiten ausprobiert,<br />

aber Yoga<br />

half irgendwie nicht.<br />

Hoftheater<br />

14.08., 20.15 Uhr<br />

www.hoftheater.org<br />

D-Baienfurt<br />

Calamity Jane & die<br />

Spätzle des Todes<br />

(Open Air)<br />

Das selbstbewusste<br />

Cowgirl Calamity trifft<br />

auf zwei kreuzbrave<br />

schwäbische<br />

Brüder, die im Wilden<br />

Westen ihr Glück suchen.<br />

Flinten, Feuerwasser<br />

und viel Vergnügen<br />

– das Comical<br />

des Hoftheaters<br />

ist prall<br />

gefüllt mit jeder Menge<br />

Pointen, absurden Dialogen<br />

und mitreißenden<br />

Songs.<br />

Hoftheater<br />

01./02./03.07. +<br />

08./09./10.08., 20.15<br />

Uhr + 04.08., 19.15<br />

Uhr<br />

www.hoftheater.org<br />

D-Radolfzell<br />

Kabarett-Abend von<br />

und mit Barbara<br />

Mauch<br />

Ein musikalisches Kabarett<br />

über den Tango<br />

des Lebens, die Diäten<br />

des Körpers, die Taschen<br />

des Herzens und<br />

die große Autoliebe<br />

der Männer. Die Fähre<br />

fährt vom Mettnau-<br />

Steg beim Restaurant<br />

Strandcafé ab.<br />

Helio Solarfähre<br />

09.08., 19.30 Uhr<br />

www.barbaramauch.<br />

de<br />

MUSIKTHEATER<br />

CH-Berlingen<br />

Adolf Dietrich – Musiktheater<br />

am See<br />

Heute ist er berühmt,<br />

das war allerdings<br />

nicht immer so. Eine<br />

Reise durch das Leben<br />

des Malers Adolf Dietrich,<br />

der in den 1920er-<br />

Jahren in Ruhe in seinem<br />

Stübli im Haus in<br />

Berlingen sitzen und<br />

malen wollte und dann<br />

doch berühmt wurde.<br />

Theater Jetzt<br />

14.08.-08.09.<br />

www.theaterjetzt.ch


62 KULTUR | LIVE<br />

SUMMER<br />

OF RAIN<br />

AUGUST BIS SEPTEMBER<br />

FESTIVALS VON<br />

Festivalbesucher*innen mussten in<br />

diesem Sommer schon oft mit Regen<br />

und Matsch klarkommen. Ganz wie<br />

bei der Urmutter aller Festivals, dem<br />

Woodstock 1969, das sich im <strong>August</strong><br />

dieses Jahres zum 50. Mal jährt. Auch<br />

fast eine halbe Million Blumenkinder<br />

tanzten und sangen damals<br />

unermüdlich trotz Unwetter und<br />

lagen sich im Schlamm in den Armen.<br />

Und auch heutzutage lassen sich die<br />

Festivalfans die Stimmung vom Wetter<br />

nicht vermiesen. Unser Überblick<br />

zeigt, dass rund um den See im <strong>August</strong><br />

und September noch viel gefeiert<br />

werden kann: Here comes the sun!<br />

AUGUST<br />

Kulturufer<br />

bis 04.08. | Friedrichshafen | www.kulturufer.de<br />

Stimmen-Festival<br />

bis 04.08. | Lörrach | www.stimmen.com<br />

Zelt-Musik-Festival<br />

bis 04.08. | Freiburg | www.zmf.de<br />

Mainau Musical Nights<br />

bis 04.08. + 08.08. | Insel Mainau | www.mainau-mussicalnights.de<br />

Poolbar Festival<br />

bis 11.08. | Feldkirch | www.poolbar.at<br />

Ferienzauber Rottweil<br />

bis 11.08. | Rottweil | www.ferienzauber.de<br />

Conrad Sohm Kultursommer<br />

bis 24.08. | Dornbirn | www.conradssohm.com<br />

Kultursommer Konstanz<br />

<strong>August</strong> | Konstanz | www.kultursommerkonstanz.de<br />

Szene Open Air<br />

01.–03.08. | Lustenau | www.szeneopenair.at<br />

Schloss Salem Open Airs<br />

01. + 03.08. | Salem | www.schloss-salem-open-airs.de<br />

Rapid Openair<br />

02./03.08. | Bonaduz | www.rapidopenair.ch<br />

Siberian Summer Festival<br />

01.-10.08. | Klein Sibirien bei Trogen | www.siberiansummer.ch<br />

Arge Musiksommer<br />

02./09./16.08. | Steißlingen | www.musiksommer.eu<br />

Strandfestwochen<br />

02.–30.08. | Rorschach | www.strandfestwochen.ch<br />

Altheimer Open Air<br />

02.08. | Altheim | www.altheimer-open-air.de<br />

Sommernachtsfest Romanshorn<br />

02. + 03.08. | Romanshorn | www.sommernachtsfest-romanshorn.ch<br />

Stars in Town<br />

02.–10.08. | Schaffhausen | www.starsintown.ch<br />

Winterthurer Musikfestwochen<br />

07.–18.08. | Winterthur | www.musikfestwochen.ch<br />

Stadtgartenfest/Seenachtfest<br />

07.–10.08. | Konstanz | www.konstanz-tourismus.de<br />

Höri-Musiktage<br />

08.–18.08. | Ohningen | www.hoeri-musiktage.de<br />

Bezau Beats<br />

08.–11.08. | Bezau | www.bezaubeatz.at


KULTUR | LIVE<br />

63<br />

Mettnau Summernights<br />

09.08. | Radolfzell | www.zellerkultur.de<br />

Sur le Lac Festival<br />

09./10.08. | Eggersrieter Höhe SG | www.surlelacfest.ch<br />

FN:Pop<br />

bis 10.08. | Friedrichshafen | www.friedrichshafen.de<br />

Das Große Treffen<br />

09.–11.08. | Aach | www.dgt.events<br />

Fantastical<br />

09.–11.08. | Kreuzlingen | www.fantastical.ch<br />

kultling am See<br />

09. + 10.08. | Kreuzlingen/Seeburgpark | www.kultling.ch<br />

Brass on Stage<br />

10.08. | Hergiswil | www.brassonstage.ch<br />

Street Parade<br />

10.08.| Zürich | www.streetparade.com<br />

Summer Breeze<br />

14.–17.08. | Dinkelsbuhl | www.summer-breeze.de<br />

Open Air im Klosterhof<br />

14.–18.08. | Ulm-Wiblingen | www.provinztour.de<br />

Milchwerk-Musik-Festival<br />

15.–18.08. + 09.11. + 06.12. | Radolfzell | www.milchwerk-radolfzell.de<br />

Obstwiesenfestival<br />

15.–17.08. | Dornstadt bei Ulm | www.obstwiesenfestival.de<br />

Eine Liebe Festival<br />

22.–24.08. | Krauchenwies | www.eineliebe.de<br />

Zürich Open Air<br />

23.–24.08. + 30.–31.08. | Zürich | www.zurichopenair.ch<br />

Allgäus Finest Festival<br />

23. + 24.08. | Karsee bei Wangen | www.allgaeusfinest.de<br />

Kammermusik Bodensee<br />

23.–25.08. | Ermatingen, Lilienberg | www.kammermusikbodensee.com<br />

JazzMeile Kreuzlingen<br />

23. + 24.08. | www.jazzmeile.ch<br />

Clanx Festival<br />

23. –28.08. |Appenzell | www.clanx.ch<br />

Wasser mit Geschmack Festival<br />

24.08. | Heubach | wmgfestival.de<br />

FAB-Festival<br />

28.–31.08. | Kulturhaus Caserne Friedrichshafen | www.kulturhaus-caserne.de<br />

Pfullywood Festival<br />

28.08.–01.09.| Seepark Pfullendorf | www.pfullywood-festival.de<br />

Tag am See<br />

27.08.–06.09. | Bodenseestadion Konstanz | www.tag-am-See.com<br />

Metalacker<br />

30. + 31.08. | Tennebronn | www.metalacker.de<br />

SummerDays Festival<br />

30. + 31.08. | Arbon | www.summerdays.ch<br />

h 2 o Festival<br />

30. + 31.08. | Insel Reichenau | www.h2o-festival.de<br />

Graben Park<br />

30. + 31.08. | Stadtpark St. Gallen | www.grabenhalle.ch<br />

Regionalwerk Bodensee Flieger Open Air<br />

31.08. | Tettnang | www.rwbodensee.de<br />

Bergstadtsommer<br />

31.08.–07.09. | St. Georgen | www.bergstadtsommer.de<br />

SEPTEMBER<br />

The Twiolins<br />

UMSONST &<br />

DRAUSSEN<br />

Allensbach Hat’s: Unter dem Motto „umsonst & draußen“ finden im<br />

<strong>August</strong> auf der KULTUR-am-SEE-Bühne im Seegarten insgesamt fünf<br />

Events statt. Los geht es am 1. <strong>August</strong> mit „The Twiolins“. Um 11 Uhr geben<br />

die preisgekrönten Geschwister Marie-Luise und Christoph Dingler<br />

für Kinder ab vier Jahren das Mitmachkonzert „Hurra, wir spielen<br />

ein Konzert“. Um 19.30 Uhr begeistern sie das erwachsene Publikum<br />

mit einem Crossover aus pulsierenden Balkanrhythmen, sphärenhaften<br />

Klängen und verzerrten Rocksounds. Am 6. <strong>August</strong> feiert Dr. Pop seine<br />

Premiere in Allensbach. Mit seiner Musik-Comedy-Stand-up-Show<br />

bringt der mehrfach ausgezeichnete Arzt fürs Musikalische die Zuschauer*innen<br />

zum Lachen. Weiter geht es am 12. <strong>August</strong> mit WE3 aus<br />

London und A-cappella-Musik, vocal Rock und Pop sowie allerhöchster<br />

Stimmkunst im Dreierpack. Mit Vocal Percussions, einer funkigen<br />

Bass- und einer außergewöhnlichen Leadstimme bringen sie Hits von<br />

George Michael bis Lionel Richie auf die Bühne. Den Abschluss im <strong>August</strong><br />

macht am 28. <strong>August</strong> das „Young & Next“-Konzert von Pascal Blenke<br />

& Band. Der Stuttgarter Popsänger und Pianist deckt in seinem Debütalbum<br />

„Gedankenspiele“ durch den Mix aus groovigen Beats, berührender<br />

Klaviermusik, Funk und Jazzeinflüssen eine große Bandbreite<br />

des Deutschpop ab. (av)<br />

01.08., 11 Uhr + 19.30 Uhr<br />

06.08., 12.08. + 28.08., jeweils 19.30 Uhr<br />

KULTUR-am-SEE-Bühne im Seegarten<br />

D-78476 Allensbach<br />

www.allensbach.de<br />

© Christoph Asmus<br />

Klang Moor Schopfe Festival<br />

04.–14.09. | Gais bei St. Gallen | www.klangmoorschopfe.ch<br />

Free Flow Festival<br />

06. + 07.09. | Biberach | www.freeflowevents.de<br />

Irish Openair Toggenburg<br />

06. + 07.09. | Riethbad/Ennetbuhl SG | www.irish-openair.ch<br />

Heroes Festival<br />

06. + 07.09. | Freiburg | www.heroes-festival.com<br />

Umsonst und Draußen Weingarten<br />

13. + 14.09. | Weingarten | www.umsonstunddraussen.org<br />

GuteZeit-Festival<br />

20. + 21.09. | Konstanz | www.gutezeit-festival.de<br />

WE3<br />

© C.G. Fraser


64 KULTUR | LIVE<br />

© Oberschwaben Tourismus GmbH, Florian Trykowski<br />

© Claudia Kreutzkamm-Schnürer<br />

BAROCKZEIT<br />

Kulinarische Ausflüge, Musik aus dem 18. Jahrhundert und Führungen<br />

durch die Prachtbauten des Rokoko: Die Barockwoche vom 10. bis 18.<br />

<strong>August</strong> zeigt eindrucksvoll die verschiedenen Facetten einer prachtvollen<br />

Zeit vom beschaulichen Alltag der einfachen Bevölkerung bis hin<br />

zur prunkvollen Lebensweise in den Klöstern und Schlössern der damaligen<br />

Zeit. Es geht auf Tour mit dem fliegenden Pater Mohr in Bad Schussenried<br />

und mit Bruder Johannes auf die Spuren der Wilhelmiter. Höhepunkt<br />

sind die Zwiefalter Freilichtfestspiele über die Geschichte der<br />

Stadt und die Entdeckung ihrer Braukunst vor der Kulisse des Zwiefalter<br />

Münsters. So lässt sich Barock mit allen Sinnen erleben.<br />

Barockwoche Oberschwaben<br />

10.–18.08.<br />

www.himmelreich-des-barock.de<br />

LIEBLINGSLIEDER<br />

Der Musik lauschen, etwas essen, etwas trinken, mitwippen, mitsingen,<br />

tief durchatmen und die Aussicht genießen – die Sommer-Matinee auf<br />

der Heuneburg/Stadt Pyrene verspricht entspannte Stunden bei bester<br />

Unterhaltung. Sängerin Brigitte Thaler, bekannt durch ihre Jazz-Konzerte<br />

auf der Heuneburg, setzt auf pure Lebensfreude und präsentiert<br />

mit ihrer Band – Nico Strang am Schlagzeug, Jo Sulz am Keyboard und<br />

Peter Reck an der Trompete und Flöte – bekannte Gute-Laune-Lieder<br />

aus Pop, Soul und Jazz zum Genießen und Mitsingen. Ihr Repertoire umfasst<br />

Titel wie „Woman in love“, „You are so beautiful“, „Für mich soll’s rote<br />

Rosen regnen“ und viele mehr.<br />

11.08., 11 Uhr nur bei schönem Wetter<br />

25.08. | Ersatztermin<br />

Heuneburg – Stadt Pyrene<br />

D-88518 Herbertingen-Hundersingen<br />

www.heuneburg-pyrene.de<br />

VOYAGES<br />

Anzeige<br />

Julie Sassoons Spiel, gerne mit Keith Jarretts legendärem<br />

Köln Concert verglichen, oszilliert zwischen<br />

Komposition und Improvisation: Aus fein gewirkten,<br />

facettenreichen Klangclustern entsteht eine flirrend<br />

schwebende Musik, die sowohl meditative Ruhe<br />

als auch nervöse Unruhe zu vermitteln vermag.<br />

In ihrem Quartett, das stilistisch Jazz und Minimal<br />

Music souverän verbindet, hat die englische Pianistin<br />

Julie Sassoon drei Musiker gefunden, die ihre Impulse<br />

sensibel aufnehmen, weiterführen und kontrastieren.<br />

Lothar Ohlmeier spielt Saxophon, Meinrad<br />

Kneer ist am Bass und Rudi Fischerlehner bedient<br />

das Schlagzeug.<br />

29.08., 20.30 Uhr<br />

Jazzclub im Kulturzentrum Gems<br />

Mühlenstraße 13<br />

D-78224 Singen<br />

www.jazzclub-singen.de<br />

© David Beecroft


KULTUR | LIVE<br />

65<br />

JAZZ<br />

X<br />

© Rainer Hofmeister<br />

Aus der Region, für die Region: Die JazzMeile<br />

Kreuzlingen bleibt auch <strong>2024</strong> ihrem Motto<br />

treu und engagiert vorwiegend Musikbands<br />

aus der Region Kreuzlingen. Zwei Tage lang<br />

verwandeln zwei Bühnen und insgesamt zehn<br />

Bands den Boulevard in die JazzMeile. Mit dabei<br />

sind noch nie dagewesene Live-Bands und<br />

vertraute Musikerformationen wie die feste<br />

Musikgröße Swiss German Dixie Corporation<br />

mit JazzMeilen-Gründer Kurt Lauer. Oder die<br />

europaweit gefragte und erfolgreiche Boogie<br />

Pianistin Ladyva im Trio mit Charlie Weibel<br />

am Drum und Beat Ramseyer am Bass. Ebenfalls<br />

bekannt und beliebt sind Dai Kimoto<br />

und die Swing Kids – dieses Jahr gesangstechnisch<br />

durch die fantastische Sopranistin Isabelle<br />

Nahrstedt begleitet. Neu auftreten wird<br />

die Santandrea Band mit der Sängerin Katharina<br />

May als gelungene Mischung aus Apéro-<br />

Jazz und Dancemusik. Linda Elys, eine Schweizer<br />

Newcomerin, verzaubert mit einer Stimme,<br />

die die Seele berührt. Musikalisches Highlight<br />

ist die Dani Felber Band mit ihrem Repertoire<br />

aus Funk, Soul, Pop und Jazz. „The Sheiks“ lassen<br />

die Roaring Twenties wieder aufleben, und<br />

Trio RAD begeistert mit ansteckenden Rhythmen<br />

des Jazz, Funk, R&B und Latin. Sängerin<br />

Dagmar Egger & Band begeistern mit neu<br />

interpretierten Jazz- und Latinstandards, und<br />

die Boogie Connection braut eine heiße Mischung<br />

aus Blues, Boogie, Rhythm’n’Blues und<br />

Rock’n’Roll.<br />

Dai Kimoto und die Swing Kids mit Isabell Nahrstedt<br />

23. + 24.08.<br />

Hauptstrasse/Boulevard<br />

CH-8280 Kreuzlingen<br />

www.jazzmeile.ch<br />

www.wemako.ch<br />

23. – 24. <strong>August</strong><br />

Boogie Connection / Dagmar Egger Band<br />

Dai Kimoto & die Swing Kids mit Isabelle Nahrstedt<br />

Dani Felber mit Lisa Doby & Reggie Saunders / Ladyva Trio<br />

Linda Elys und Band / Rad Trio / Santandrea Band<br />

Swiss German Dixie Corporation mit Kurt Lauer / THE SHEIKS<br />

<strong>2024</strong><br />

Programm &<br />

Anmeldung:<br />

www.jazzmeile.ch<br />

EINTRITT/<br />

BUTTON<br />

Vorverkauf<br />

CHF 25.–<br />

Abendkasse<br />

CHF 30.–<br />

Online-Tickets<br />

NEWCOMERIN<br />

Linda Elys<br />

Ladyva Trio<br />

Dani Felber mit Lisa Doby<br />

& Reggie Sounders


66 KULTUR | LIVE<br />

SIE DIESEN MONAT AUF KEINEN FALL VERPASSEN DÜRFEN<br />

LIVE-MUSIK WAS<br />

VON ANNA WIRTH (TEXTE)<br />

ROCK/POP<br />

D-Bad Waldsee<br />

Summertime! – Party-Nacht<br />

Open-Air-Konzert mit<br />

der 11-köpfigen Coverband<br />

X-Plosive auf der<br />

Museumswiese. Die<br />

Songs der Band<br />

mit ihrem Bläsersatz<br />

sind einzigartig. All-Time-Hits<br />

und Best-of-<br />

90s bieten Party pur in<br />

der Sommernacht.<br />

Erwin Hymer Museum<br />

10.08., 18 Uhr<br />

www.bad-waldsee.de<br />

D-Baienfurt<br />

John Garner – Together<br />

Tour<br />

Dreistimmiger Gesang,<br />

treibende Gitarren, pulsierende<br />

Drums und<br />

das ohne einen Schlagzeuger.<br />

Mit unbändiger<br />

Spielfreude und Live-<br />

Energie erzählen die<br />

Augsburger ehrliche,<br />

aus dem Leben gegriffene<br />

Geschichten, berühren,<br />

nehmen mit auf<br />

die Reise.<br />

Hoftheater<br />

15.08., 20.15 Uhr<br />

www.hoftheater.org<br />

D-Biberach<br />

Sommersound – Richy<br />

B. Goode | Der singende<br />

Bauer<br />

Richy B. Goode mit Gitarre,<br />

Stimme und viel<br />

musikalischer Leidenschaft<br />

spielt eigene<br />

Songs und ausgewählte<br />

Covers von Blues,<br />

Pop, Country, Rock &<br />

Roll, über Alternativ<br />

bis Punk. Theo Faller,<br />

der singende Bauer<br />

aus Oberschnaitbach,<br />

singt Songs der 70er<br />

und 80er.<br />

Kesselplatz | Schadenhof<br />

17.08., 11-13 Uhr<br />

www.kulturkalenderbiberach.de<br />

D-Biberach<br />

Biberacher Rondellkonzerte<br />

<strong>2024</strong> – RoxYgene<br />

(RIB)<br />

Mit dem Beginn der<br />

Sommerferien fällt der<br />

Startschuss für die diesjährige<br />

Konzertreihe im<br />

Biberacher Stadtgartenrondell.<br />

Die Band<br />

präsentiert handgemachten<br />

Ohrwurm-<br />

Pop/Rock.<br />

Stadtgarten-Rondell<br />

18.08., 19 Uhr<br />

www.kulturkalenderbiberach.de<br />

D-Konstanz<br />

Engin<br />

Driftende Psychedelia<br />

und fuzzy Gitarren,<br />

verschachtelte Rhythmik<br />

und ein Gesang mit<br />

viel Seele. Roh, hypnotisch<br />

und immer wieder<br />

tanzbar erzählt die<br />

Band aus Mannheim<br />

von all dem, was das<br />

Leben offenbart.<br />

Kulturladen<br />

17.08., 20.30 Uhr<br />

www.kulturladen.de<br />

D-Radolfzell<br />

Chris de Burgh<br />

<strong>2024</strong> feiert Chris de<br />

Burgh ein ganz besonderes<br />

Jubiläum: Vor genau<br />

50 Jahren erschien<br />

sein Debüt Far Beyond<br />

These Castle Walls, Auftakt<br />

seiner eindrucksvollen<br />

Weltkarriere.<br />

Milchwerk<br />

18.08., 19 Uhr<br />

www.milchwerk-radolfzell.de<br />

D-Wangen<br />

Pippo Pollina<br />

Pippo Pollina ist ein äußerst<br />

beliebter italienischer<br />

Liedermacher,<br />

der lyrische Balladen,<br />

aber auch rockige Stücke<br />

singt.<br />

Landesgartenschau<br />

Wangen | Argenbühne<br />

01.08., 20 Uhr<br />

www.lgswangen<strong>2024</strong>.<br />

de<br />

D-Weingarten<br />

The Dead Jokes<br />

Folk, Country und<br />

Blues, garniert mit<br />

überraschenden musikalischen<br />

Kapriolen.<br />

Kulturzentrum Linse |<br />

Biergarten<br />

17.08., 22 Uhr<br />

www.kulturzentrumlinse.de<br />

KLASSIK<br />

D-Bad Saulgau<br />

Sommerabendkonzerte<br />

Die Sommerabendkonzerte<br />

werden in diesem<br />

Jahr durch das Senioren-Orchester<br />

Sigmaringen,<br />

den Musikverein<br />

Boms, die Ringgenburg<br />

Musikanten und den<br />

Musikverein Sigmaringendorf<br />

zum Klingen<br />

gebracht.<br />

Marktplatz<br />

07./14./21./28.08.,<br />

19 Uhr<br />

www.reservix.de<br />

D-Heiligenberg<br />

Kirchenkonzert mit<br />

Orgel & Posaunenquartett<br />

Tromposi<br />

Erhabene Posaunenklänge<br />

aus verschiedenen<br />

Jahrhunderten<br />

und Orgelmusik erwartet<br />

die Zuhörer beim<br />

Konzert des Posaunenquartetts<br />

Tromposi und<br />

dem Organisten Ludwig<br />

Kibler. Ein Stilmix<br />

vom Frühbarock bis in<br />

die Moderne.<br />

Wallfahrtskirche Betenbrunn<br />

02.08., 20 Uhr<br />

www.heiligenberg.de<br />

D-Langenargen<br />

Langenargener<br />

Schlosskonzerte –<br />

Aaron Plisan<br />

Aaron Pilsan glaubt<br />

an die Kraft der Musik<br />

und die Möglichkeit,<br />

Menschen mit Musik<br />

zu verändern. Der junge<br />

Pianist wird an diesem<br />

Abend Werke von<br />

Bach, Franck und Liszt<br />

spielen.<br />

Schloss Montfort<br />

23.08., 19.30 Uhr<br />

www.langenargenerschlosskonzerte.de<br />

D-Lindenberg<br />

Klassische Soirée<br />

Über 20 Jahre gibt es<br />

die Leutkircher Meisterkurse<br />

bereits und genauso<br />

lange sind die<br />

hochbegabten Teilnehmer<br />

und Teilnehmerinnen<br />

aus aller Welt einmal<br />

im Jahr zu Gast in<br />

Lindenberg. Das Konzert<br />

vor Publikum gehört<br />

zum Ausbildungskonzept,<br />

das Programm<br />

entsteht just<br />

in time.<br />

Kulturboden<br />

06.08., 19 Uhr<br />

www.lindenberg.de<br />

D-Meersburg<br />

Serenadenkonzert<br />

– Meersburger Sommerakademie<br />

Dort stellen die einzelnen<br />

Ensembles (Blechbläser,<br />

Chor, Holzbläser<br />

und Streicher) das während<br />

der Akademiewoche<br />

erarbeitete Programm<br />

vor. Im Mittelpunkt<br />

des Programms<br />

stehen Highlights aus<br />

der Welt der Opernchöre.<br />

Droste-Hülshoff-Gymnasium<br />

29.08., 20 Uhr<br />

www.meersburgersommerakademie.de<br />

D-Meersburg<br />

Kammerkonzert –<br />

Meersburger Sommerakademie<br />

Im Rahmen der Meersburger<br />

Sommerakademie<br />

treffen sich Musiklehrkräfte,<br />

Schüler<br />

und Studierende, um in<br />

einer intensiven Fortbildungswoche<br />

neue Impulse<br />

für die schulische<br />

Musikarbeit und den<br />

Musikunterricht zu gewinnen.<br />

Neues Schloss | Spiegelsaal<br />

27.08., 20 Uhr<br />

www.neues-schlossmeersburg.de<br />

D-Memmingen<br />

Mozart – Meisterwerke<br />

Unter den klassischen<br />

Genies ragt Wolfgang<br />

Amadeus Mozart deutlich<br />

heraus. Einen Eindruck<br />

der universellen<br />

Faszination, Dynamik<br />

und Eleganz von Mozarts<br />

Werk bietet das<br />

Konzert des Collegium<br />

Instrumentale Stuttgart.<br />

Evangelische Christuskirche<br />

31.08., 20 Uhr<br />

www.memmingen.de<br />

D-Überlingen<br />

Abschlusskonzert der<br />

Meersburger Sommerakademie<br />

Chor und Orchester mit<br />

Lehrkräften aller Schularten<br />

aus ganz Baden-<br />

Württemberg stehen<br />

unter der Leitung von<br />

Prof. Michael Alber auf<br />

er Bühne. Aufgeführt<br />

wird die Zauberflöte<br />

von Wolfgang Amadeus<br />

Mozart.<br />

Franziskanerkirche<br />

31.08., 19 Uhr<br />

www.ueberlingenbodensee.de<br />

D-Überlingen<br />

Konzert mit dem Bodensee-Kammerorchesters<br />

Es wird eine Klangwelt<br />

aus romantischem<br />

Zauber und bittersüßem<br />

Belcanto präsentiert.<br />

Den zweiten Programmpunkt<br />

bildet Antonin<br />

Dvoraks 7. Sinfonie.<br />

Kursaal am See<br />

08.08., 20 Uhr<br />

www.ueberlingenbodensee.de<br />

A-Bregenz<br />

Zeitklang im Museum<br />

2<br />

Menschenbilder – hören,<br />

wer wir sind, so<br />

lautet das Motto dieses<br />

Orchesterkonzerts<br />

mit dem renommierten<br />

Wiener Concert-Verein.<br />

Gleich drei Uraufführungen<br />

stehen auf dem<br />

Programm.<br />

vorarlberger museum<br />

02.08., 19 Uhr<br />

www.vorarlbergmuseum.at<br />

CH-Arbon<br />

Sinfonisches Orchester<br />

Arbon – Nordlichter<br />

Eine Reise durch skandinavische<br />

Klänge, umrahmt<br />

von wunderbaren<br />

Nordlichtprojektionen<br />

mit Bildern von<br />

Cyrill Schlauri und Jan<br />

Ruckstuhl.<br />

Schloss Arbon<br />

16. + 17.08., 20.30 Uhr<br />

www.orchesterarbon.ch<br />

CH-St.Gallen<br />

Sommerkonzert<br />

Mit dem Klang eines<br />

Akkordeons und<br />

dem Sinfonieorchester<br />

St. Gallen unter<br />

der Leitung Sebastian<br />

Schwabs einen Sommerabend<br />

unter freiem<br />

Himmel geniessen?<br />

Dafür kommt der in<br />

Schaffhausen geborene<br />

Akkordeon-Virtuose<br />

Goran Kovačević nach<br />

St. Gallen.<br />

Theatervorplatz<br />

24.08., 20.15 Uhr<br />

www.konzertundtheater.ch


KULTUR | LIVE<br />

67<br />

JAZZ & SOUL<br />

D-Bad Saulgau<br />

4 Bars-Quartett feat.<br />

Barbara May<br />

Das 4Bars-Quartett präsentiert<br />

zusamen mit<br />

Barbara May eine stilsichere<br />

und vielfältige<br />

Auswahl an zeitlosen<br />

Jazzmelodien, Swing,<br />

Bossa Nova sowie Popund<br />

Soulsongs.<br />

Jazzkeller<br />

31.08., 20 Uhr<br />

www.bad-saulgau.de<br />

D-Biberach<br />

Sommersound – Crazy<br />

Allstar Band<br />

Eugen Ruedel, Karsten<br />

Wiesner, Valentin<br />

Stefan und die Brüder<br />

Martin und Andreas Aja<br />

Gratz sorgen als Straßenmusikanten<br />

mit Oldies<br />

und Rock für Sommer<br />

in der Innenstadt.<br />

Kesselplatz<br />

24.08., 11-13 Uhr<br />

www.kulturkalenderbiberach.de<br />

D-Biberach<br />

Biberacher Rondellkonzerte<br />

<strong>2024</strong> - Hot<br />

Swing Trio<br />

Die beliebten und weit<br />

über die Stadtgrenzen<br />

hinaus bekannten<br />

Konzerte bieten auch<br />

in diesem Jahr ein abwechslungsreiches<br />

Programm<br />

verschiedener<br />

Musikrichtungen. Das<br />

Trio präsentiert an diesem<br />

Abend Gypsy Jazz<br />

und Swing.<br />

Stadtgarten-Rondell<br />

04.08., 19 Uhr<br />

www.kulturkalenderbiberach.de<br />

D-Lindau<br />

Old Salt<br />

Die Formation aus<br />

den Vereinigten Staaten,<br />

Belgien und Chile<br />

nimmt seine Zuhörer*innen<br />

mit auf eine<br />

Reise durch die Musiktraditionen<br />

des Americana.<br />

Virtuos umgesetzt<br />

mit Banjo, Geige,<br />

Gitarre, Kontrabass und<br />

Squareneck-Slide-Gitarre.<br />

Zeughaus<br />

23.08., 22 Uhr<br />

www.libre-bodensee.com<br />

D-Radolfzell<br />

Jazz Open<br />

Auch in diesem Jahr<br />

warten an der alten<br />

Konzertmuschel Mettnau<br />

wieder musikalische<br />

Leckerbissen auf<br />

ihr Publikum. Am 11.<br />

<strong>August</strong> treten Gianni<br />

Dato & Friends auf, am<br />

25. <strong>August</strong> betritt das<br />

Trio Egeria feat. Karl<br />

Farrent die Bühne.<br />

Konzertmuschel Mettnau<br />

11./25.08., 11-13 Uhr<br />

www.zellerkultur.de<br />

D-Radolfzell<br />

Bundeswehr-Big Band<br />

meets Tom Gabel<br />

Tom Gaebel verbindet<br />

leidenschaftlich knackige<br />

Big-Band-Sounds<br />

mit der mitreißenden<br />

Leichtigkeit des<br />

Easy Listening. Zusammen<br />

mit der Big Band,<br />

die ihre Bühnenshows<br />

hochmodern und multimedial<br />

aufbereitet,<br />

verspricht das Konzert<br />

unvergesslich zu werden.<br />

Konzertsegel<br />

22.08., 20 Uhr<br />

www.radolfzell-tourismus.de<br />

D-Überlingen<br />

Dirty River Jazz Band<br />

Vom frühen Jazz des<br />

beginnenden 19. Jahrhunderts<br />

über den<br />

Swing der 40er- bis zur<br />

Revival-Bewegungen<br />

der 60er- Jahre wird die<br />

Musik in klingenden<br />

Beispielen geschildert<br />

und mit Anekdoten garniert.<br />

Café im Rathaus<br />

06.08., 18.30 Uhr<br />

www.ueberlingenbodensee.de<br />

D-Weingarten<br />

Die Drahtzieher feat.<br />

Tomer Cohen<br />

Der unverwechselbare<br />

Sound der Drahtzieher<br />

verwebt kunstvoll die<br />

Einflüsse dreier weitgereister<br />

Gypsy Jazz Musiker<br />

aus Ravensburg.<br />

Ihre zahlreichen Engagements<br />

mit etablierten<br />

Größen des Genres<br />

machen dem konspirativen<br />

Bandnamen alle<br />

Ehre.<br />

Kulturzentrum Linse |<br />

Großer Saal<br />

23.08., 19.30 Uhr<br />

www.kulturzentrumlinse.de<br />

CH-St. Gallen<br />

Nina Simone – Botschafterin<br />

des Soul<br />

Die Sängerin Christina<br />

Jaccard und der Pianist<br />

Dave Ruosch ehren<br />

die großartige Sängerin<br />

Nina Simon zusammen<br />

mit den Schauspielenden<br />

Graziella<br />

Rossi und Helmut Vogel<br />

mit einem berührenden<br />

Lebensporträt<br />

in Wort und Musik, mit<br />

dem Text von Armin<br />

Brunner.<br />

1733<br />

28.08., 20 Uhr<br />

www.wartsab.org<br />

SONSTIGES<br />

D-Bad Waldsee<br />

Peter Orloff &<br />

Schwarzmeer-Kosaken<br />

Chor – Total Emotional<br />

Herzstück der Jubiläumstour<br />

sind Perlen<br />

der russischen und ukrainischen<br />

Musikliteratur<br />

wie Die zwölf Räuber,<br />

Stenka Rasin, Das<br />

einsame Glöckchen,<br />

Kalinka und auf vielfachen<br />

Wunsch Das Wolgalied.<br />

Haus am Stadtsee<br />

17.08., 19.30 Uhr<br />

www.bad-waldsee.de<br />

D-Biberach<br />

Sommersound – Die<br />

Gaier<br />

Was Männer nur mit<br />

ihren Stimmen für A-<br />

Cappella-Klänge produzieren<br />

können, zeigen<br />

die Gaier mit mitreißenden<br />

Stücken auf<br />

dem Kesselplatz. Sie<br />

paaren lässigen Groove<br />

mit liebevoller Ballade<br />

und singen von Jazz bis<br />

Funk, Elektropop und<br />

Rock beinahe alles.<br />

Kesselplatz<br />

03.08., 11-13 Uhr<br />

www.kulturkalenderbiberach.de<br />

D-Wangen<br />

Giovanni Zarrella Live<br />

mit Band<br />

Eine italienische Sommernacht<br />

mit Giovanni<br />

Zarrella und seinem<br />

brandneuen Album:<br />

Der Sänger und Entertainer<br />

interpretiert Klassiker<br />

der deutschen<br />

Musikgeschichte neu<br />

und präsentiert sie auf<br />

Italienisch, seiner Muttersprache.<br />

Landesgartenschau<br />

Wangen<br />

11.08., 20 Uhr<br />

www.lgswangen<strong>2024</strong>.<br />

de<br />

CH-Amriswil<br />

Kernbeissers Sommerkonzerte<br />

– Vive la<br />

France<br />

Als lebenslange Frankreich-Fans<br />

spielen<br />

Kernbeissers weltbekannte<br />

Chansons, gemischt<br />

mit persönlichen<br />

Erfahrungen und<br />

Erinnerungen.<br />

Kulturforum Amriswil<br />

16.08., 19 Uhr<br />

www.kulturforumamriswil.ch<br />

CH-Frauenfeld<br />

Sommerloch <strong>2024</strong><br />

Drei Wochen lang gibt<br />

es jeden Donnerstag,<br />

Freitag und Samstag<br />

um 20 Uhr im wunderschönen<br />

Garten des<br />

Eisenwerks ein Konzert.<br />

Neuentdeckungen, bekanntere<br />

und unbekanntere<br />

Musiker*innen<br />

- alle haben sie<br />

großartige Sounds und<br />

genialen Groove.<br />

Eisenwerk | Garten<br />

08.-24.08.<br />

www.eisenwerk.ch<br />

CH-Zürich<br />

31. Street Parade<br />

Ein zeichen für Toleranz.<br />

Das pulsierendste<br />

Musikereignis des<br />

Jahres rückt näher.<br />

Auf acht Stages und 30<br />

Love Mobiles spielen<br />

über 200 internationale<br />

und nationale DJs und<br />

Live-Acts<br />

elektronische Musik der<br />

Gegenwart.<br />

Zürcher Seebecken<br />

10.08., 13 Uhr<br />

www.streetparade.<br />

com<br />

Tipps<br />

Endless Wellness<br />

Da ist eine Westerngitarre zu hören,<br />

die übersteuert. Eine Orgel bietet<br />

Fläche, manchmal legt sich auch<br />

ein düsterer Synthesizer dazu. Es<br />

könnte „Fuzz-Folk“ genannt werden<br />

oder schlicht Indie; sie könnten<br />

als die „Big Thief, nur auf deutsch“,<br />

die „frühen Tocotronic, aber später“<br />

oder als „Isolation Berlin aus Wien“<br />

bezeichnet werden – aber ganz<br />

so einfach ist das mit dem Vergleichen<br />

nicht. Die obskur-poetischen,<br />

deutschsprachigen Texte sind eine<br />

laute Konfrontation mit Depression<br />

und schlagen zuletzt immer die Brücke<br />

zur Gesellschaft, vom Mikrozum<br />

Makrokosmos. Es sind alternative<br />

Liebeslieder für Achtsamkeit,<br />

Zuversicht und „Endless Wellness“.<br />

16.08., 19.30 Uhr<br />

Neuwerk Innenhof<br />

Oberlohnstraße 3<br />

D-78467 Konstanz<br />

www.kulturladen.de<br />

© Rea von Vić<br />

Tribute<br />

Toto Guillaume ist ein großer Meister<br />

des Makossa und brillierte als<br />

Gitarrist, Songwriter, Arrangeur, Dirigent<br />

und Produzent. Im K9 erweist<br />

er Valery Lobé, der am 6. November<br />

2009 im K9 verstarb, eine vibrierende<br />

Hommage. Als Kapitän der berühmten<br />

„Nationalmannschaft des<br />

Makossa“ trug Guillaume zur internationalen<br />

Verbreitung dieses Musikstils<br />

bei und arbeitete als Studiomusiker,<br />

Arrangeur und Produzent.<br />

Sein Album „Dibena“ gilt als Referenzwerk<br />

des Makossa. Als führende<br />

Figur der afrikanischen Musikszene<br />

in Paris repräsentierte Toto<br />

Guillaume die erfolgreiche Fusion<br />

afrikanischer Traditionen mit westlicher<br />

Instrumentierung.<br />

28.08., 21 Uhr<br />

K9<br />

Hieronymusgasse 3<br />

D-78462 Konstanz<br />

www.k9-kulturzentrum.de<br />

© zvg K9 Kulturzentrum


68 KULTUR | KUNST<br />

Anzeige<br />

© Laura Loewel<br />

neu<br />

eröffnung<br />

ab Freitag, den 23. <strong>August</strong><br />

KULTUR 3<br />

Kunsthalle im Schloss<br />

Friedrich Hechelmann<br />

Stadtmuseum Isny<br />

Dauerausstellung zur<br />

Stadtgeschichte<br />

Sonderausstellung<br />

Fußball als Heimat<br />

100 Jahre FC Isny<br />

23. Aug <strong>2024</strong> — Mai 2025<br />

Städtische Galerie<br />

im Schloss<br />

Gary Schlingheider<br />

Sculpture as Place<br />

23. <strong>August</strong> — 27. Oktober<br />

Do, Fr, Mo 14 - 18 Uhr<br />

Sa, So 10 - 17 Uhr<br />

Montags geöffnet!<br />

www.isny.de/schloss<br />

Endlich ist es so weit: Nach einer ausführlichen Modernisierungs- und Umbau-Phase<br />

wird Schloss Isny am 23. <strong>August</strong> neu eröffnet. Am Rand des mittelalterlichen Isny<br />

Ovals und doch mitten in der Stadt gelegen, ist das Schloss Veranstaltungsraum,<br />

kreatives Forum sowie Bildungs- und Lernort. Am 23. und 24. <strong>August</strong> feiert die Stadt<br />

„Isny macht blau“ – ein fantastisches Wochenende voller Kultur- und Einkaufs-Erlebnisse.<br />

In diesem Rahmen, mitten im lebendigen Treiben der Stadt, öffnet Schloss<br />

Isny mit Führungen, Musik und Kunst seine Türen und lädt die Besucher dazu ein,<br />

die drei Kultur-Institutionen im Schloss neu zu erkunden.<br />

Kunsthalle Friedrich Hechelmann<br />

Der frühere Konvent des Schlosses wurde von Friedrich Hechelmann zum Gesamtkunstwerk<br />

ausgestaltet und beherbergt sein künstlerisches Werk. In Isny geboren,<br />

zählt der Künstler zu den bedeutendsten Vertretern der Visionären Malerei und zu<br />

den erfolgreichsten Buchillustratoren seiner Zeit.<br />

Stadtmuseum Isny<br />

In sechs Themenräumen und in den enormen Gängen des Schlosses macht das<br />

Stadtmuseum mit einfallsreich-innovativer Architektur und Gestaltung Stadtgeschichte<br />

mit noch nie gezeigten Ausstellungsstücken, aber auch interaktiv, neu erlebbar.<br />

Städtische Galerie<br />

Im historischen Gewölbe der ehemaligen Remise zeigt die Städtische Galerie Ausstellungen<br />

regionaler und internationaler Künstler. Das Ausstellungsportfolio widmet<br />

sich zeitgenössischer Kunst und reicht von Fotografie über Malerei und Grafik<br />

bis zu Skulptur.<br />

Schloss Isny<br />

23.08. | Neueröffnung<br />

23. + 24.08. | Isny macht blau<br />

ab 23.08. | Do., Fr. + Mo., 14–18 Uhr + Sa., So. + Feiertage, 10–17 Uhr<br />

D-88316 Isny<br />

www.isny.de/schloss


KULTUR | KUNST<br />

69<br />

© Martin Rottenkolber<br />

Wir<br />

schaffen<br />

was!<br />

Arbeitswelten in der<br />

Kunst am Bodensee<br />

18. Mai <strong>2024</strong><br />

–05. Januar 2025<br />

Slam-Poetin Katinka Buddenkotte<br />

KAFKAESK<br />

Die Experimentelle 22 möchte zeitgenössischer Kunst<br />

einen Raum zur Entfaltung geben. Dabei stellt die einzige<br />

Kunst-Biennale an fünf Ausstellungsorten in vier europäischen<br />

Ländern ihre Beschäftigung mit der zeitgenössischen<br />

Kunst erstmals unter ein kuratorisches Motto. Zugleich<br />

unternimmt sie dabei den Versuch, mit dem englischsprachigen<br />

Begriff „kafkaesque“ als Leitmotiv der auf<br />

die Länder Deutschland, Frankreich, Österreich und die<br />

Schweiz ausgedehnten Gruppenausstellung mit insgesamt<br />

80 internationalen Künstler*innen erstmals den Begriff<br />

einer „kafkaesken“ Wahrnehmung der Welt für die Kunstgeschichte<br />

beispielhaft fassbar zu machen. Eine Herausforderung,<br />

die das 100. Todesjahr des Schriftstellers Franz<br />

Kafka (1893–1924) als Ausgangspunkt nimmt und die Absurdität<br />

moderner Lebenssituationen und ihrer Auswirkungen<br />

auf die Psyche in eine künstlerisch bildnerische<br />

Sprache übersetzt, um die Paradoxien der modernen Welt<br />

in künstlerischen Erzählungen messerscharf zu umreißen.<br />

Das kulturelle Rahmenprogramm bietet Slam-Poetin Katinka<br />

Buddenkotte mit „KRAWUMM – Ziemlich beste Worte“<br />

am 16. <strong>August</strong> und das Doppelkonzert „Hands Bits“ mit<br />

dem Akustik- und Elektronik-Duo Julian Pieber und Simon<br />

Schellnegger am 31. <strong>August</strong> auf Schloss Randegg.<br />

Schloss Randegg | D-78244 Gottmadingen | Finissage 08.09. mit<br />

Feierware Jazzband<br />

Kloster Schussenried | D-88427 Bad Schussenried | bis 15.09.<br />

Schloss Ulmerfeld | A-3363 Ulmerfeld | bis 01.09.<br />

Musée Chapelle Saint Quirin | F-67600 Sélestat | bis 25.08.<br />

Kulturzentrum Sternen | CH-8240 Thayngen | bis 15.09.<br />

www.foekuhei-gottmadingen.de<br />

www.rosgartenmuseum.de<br />

Di-Fr 10-18 Uhr; Sa, So & Feiertag 10-17 Uhr; Mo geschlossen<br />

Allensbach Hat‘s<br />

umsonst & draußen<br />

01.08. | 19.30 Uhr | Seegarten<br />

THE TWIOLINS „Secret Places“<br />

Zwei Geigen und ein perfektes Zusammenspiel.<br />

06.08. | 19.30 Uhr | Seegarten<br />

DR. POP „Hitverdächtig“<br />

Die Musik-Comedy-Stand-up-Show.<br />

Kultur- & Tourismusbüro Allensbach | Konstanzer Str. 12<br />

78476 Allensbach | +49 (0)7533 801 35 | www.allensbach.de<br />

KULTUR<br />

am SEE<br />

open-air feeling auf der KULTUR am SEE- Bühne<br />

12.08. | 19.30 Uhr | Seegarten<br />

WE3 „Life is in the Music“<br />

A-Cappella aus London. Vocal Rock und Pop im Dreierpack.<br />

28.08. | 19.30 Uhr | YOUNG & NEXT | Seegarten<br />

PASCAL BLENKE & BAND „Gedankenspiele“<br />

Sänger, Songwriter, Pianist und groovige Beats.<br />

05.09. | 19.30 Uhr | Seegarten<br />

THE GAPTONES „Funk & Soul“<br />

Das Rezept für gute Laune aus der Schweiz.<br />

www.allensbach.de


70 KULTUR | KUNST<br />

© Selinka Stiftung <strong>2024</strong><br />

Cao Fei, Cosplayers, 20041-Kanal-Video, Farbe, Ton; erworben als Betacam SP<br />

und DVD; PAL, 4:3, Dauer: 9‘6“ Kunsthaus Zürich, 2005, Cao Fei<br />

PIXELWELTEN<br />

Das Kunsthaus Zürich begibt sich in seiner neuen Ausstellung auf einen<br />

Streifzug durch die digitalen Sphären des neuen Jahrtausends. „Born<br />

Digital. Videokunst im neuen Millennium“ zeigt bis 29. September Teile<br />

der Medienkunstsammlung des Museums. Zehn Werke inszenieren<br />

den digitalen Zeitgeist und den Wandel von greifbaren Farbpigmenten<br />

hin zu abstrakten Pixeln. Eines der Werke ist die Videoinstallation „Cosplayers“<br />

der chinesischen Künstlerin Cao Feis. Sie schafft Szenen, die<br />

die Grenzen zwischen virtueller Fiktion und Realität verschwimmen<br />

lassen. Immaterialität und Übersinnlichkeit werden in dieser Ausstellung<br />

konkret erfahrbar.<br />

bis 29.09.<br />

Kunsthaus Zürich<br />

Heimplatz<br />

CH-8001 Zürich<br />

www.kunsthaus.ch<br />

SAMMEL-<br />

LEIDENSCHAFT<br />

„Da gibt es ein Gefühl wie ein Donnerschlag. Da weiß ich, das Bild ist<br />

gut, das muss ich haben“, so Peter Selinka (1924–2006), dessen Sammelleidenschaft<br />

initial zum Bau des Kunstmuseums Ravensburg führte.<br />

Anlässlich seines 100. Geburtstags skizziert die Ausstellung „Die Geschichte<br />

einer Sammlung“ die Entstehung der hochkarätigen Sammlung,<br />

die der einstige Werbeberater innerhalb von vier Jahrzehnten<br />

aufbaute. Schwerpunkte sind Arbeiten der Künstlergruppe Brücke<br />

(1905–1913), der Künstlervereinigung Blauer Reiter (1911–1914), der<br />

deutschen Gruppe SPUR (1957–1965) und von ehemaligen Mitgliedern<br />

der internationalen Bewegung COBRA (1948–1965).<br />

bis 20.10.<br />

Kunstmuseum Ravensburg<br />

Burgstraße 9, D-88212 Ravensburg<br />

www.kunstmuseum-ravensburg.de<br />

SOMMER-SCHLOSS<br />

© zvg Schloss Achberg<br />

„Berufswunsch Malerin – Zwischen Damenklasse und Emanzipation“ – am 4. <strong>August</strong><br />

kommen die Schwäbischen Impressionistinnen bei einer Sonderführung auf Schloss<br />

Achberg einmal mehr zu Wort. Doch auch Burgfräulein und tapfere Ritter erleben hochherrschaftliche<br />

Abenteuer in barocker Pracht. Wie lebte Kreuzritter Benedikt und welches<br />

Geheimnis verbirgt sich hinter dem Kreuz? Die Puzzle-Rallye am 10. <strong>August</strong> geht<br />

einmal quer durchs Schloss. Musikliebhaber lustwandeln am 11. <strong>August</strong> beim Schlossspaziergang<br />

mit Oberschwäbischer Barockmusik, und Dipl. Ing. Architekt Günter Bestfleisch<br />

erzählt am 18. <strong>August</strong> von der Sanierung des Schlosses – „Vom Ende des Dornröschenschlafs“.<br />

Schloss Achberg<br />

D-88147 Achberg<br />

www.schloss-achberg.de<br />

Emma Joos, Kolleginnen im Atelier/Bund Bildender<br />

Künstlerinnen Württembergs e.V.


KULTUR | KUNST<br />

71<br />

EINE EINRICHTUNG DES<br />

KUNSTMUSEUMS STUTTGART<br />

Otto Dix, Aufbrechendes Eis (mit Regebogen über Steckborn), 1940,<br />

Mischtechnik auf Holz, 65 x 85 cm, Museum zu Allerheiligen Schaffhausen,<br />

Depositum der Sturzenegger-Stiftung, © VG Bild-Kunst, Bonn <strong>2024</strong> / Foto: Rolf<br />

Wessendorf<br />

INNERE EMIGRATION<br />

Die diesjährige Sonderausstellung im Museum Haus Dix stellt die<br />

künstlerischen, kunstpolitischen und biografischen Entwicklungen<br />

um Otto Dix (1891–1969) und seiner Ehefrau Martha Dix (1895–1985) in<br />

den Vordergrund. Unter dem Titel „Innere Emigration“? Otto Dix und die<br />

politische Landschaft werden<br />

die Bildwelten von Otto Dix<br />

im Zuge der nationalsozialistischen<br />

Repressionen ab 1933<br />

wie auch der Hausbau auf der<br />

Höri und die familiären Bezüge<br />

für die Besucherinnen und<br />

Besucher erfahrbar gemacht.<br />

Der Raum „Atelier Otto Dix“<br />

beschäftigt sich mit dem landschaftlichen<br />

Œuvre des Malers,<br />

das seit 1933 in der Bodenseeregion<br />

in Randegg und<br />

auf der Höri entstand. Faksimi<br />

lierte Werke aus unterschiedlichen<br />

Museumssammlungen<br />

bieten neben historischen Dokumenten<br />

und Fotografien<br />

einen Überblick der Malerei<br />

und ihrer Entstehungszeit bis<br />

in die 1940er-Jahre und darüber<br />

hinaus. Da es sich um Dix’ Werkphase versteckter Zeit- und Gesellschaftskritik<br />

handelt, sind neben den Bildern auch institutionelle und<br />

private Korrespondenzen aus der Zeit des Nationalsozialismus Teil der<br />

Ausstellung. Die Präsentation im Raum „Salon Martha Dix“ ist Martha<br />

Dix’ Engagement als emanzipierte Bauherrin gewidmet. Schriftverkehr,<br />

historische Fotografien und Dokumente wie Architekturzeichnungen<br />

geben Aufschluss über den Bauprozess. Zudem zeigen zahlreiche reproduzierte<br />

Porträts von Otto Dix die Hausherrin im Kreis ihrer Familie.<br />

Museum Haus Dix<br />

Otto-Dix-Weg 6<br />

D-78343 Gaienhofen<br />

www.museum-haus-dix.de<br />

Otto Dix beim Zeichnen am Bodensee,<br />

um 1952, Archiv Kunstmuseum Stuttgart/<br />

Foto: Herbert Römer/Repro: Frank<br />

Kleinbach<br />

BIS 31. OKTOBER <strong>2024</strong><br />

MI BIS SO 10–17 UHR MO GESCHLOSSEN<br />

DI FÜR GRUPPEN AUF VORHERIGE ANFRAGE<br />

OTTO-DIX-WEG 6<br />

78343 GAIENHOFEN-HEMMENHOFEN<br />

MUSEUM-HAUS-DIX.DE<br />

PARADIES UND PARANOIA<br />

Der Kosmonaut © Salvador Dalí, Fundació Gala-Salvador Dalí / VG Bild-Kunst, Bonn <strong>2024</strong><br />

17.05.<strong>2024</strong><br />

17.11.<strong>2024</strong>


72 KULTUR | KUNST<br />

VON ANNA WIRTH (TEXTE)<br />

GALERIE<br />

D-Biberach<br />

Ansgar Skiba und<br />

Zipora Rafaelov –<br />

Lichtumflossen<br />

Malerei, Scherenschnitt,<br />

Installation.<br />

Feine Gespinste aus<br />

Linien und Fäden sind<br />

das verbindende Element<br />

in der Kunst des<br />

Ehepaares. Die transparenten<br />

Netzwerke<br />

sind vielschichtig und<br />

mit einer spirituellen<br />

Figurensymbolik aufgeladen.<br />

Galerie der Stiftung<br />

S BC – pro arte<br />

bis 13.09.<br />

www.sbc-pro-arte.de<br />

INSELKUNST<br />

Anzeige<br />

SIE DIESEN MONAT AUF KEINEN FALL VERPASSEN DÜRFEN<br />

KUNST WAS<br />

D-Konstanz<br />

Drumherum. Eine<br />

Ausstellung über<br />

Verpackungsdesign<br />

Jeden Tag haben wir<br />

sie in der Hand: Verpackungen.<br />

Unbewusst<br />

nebenher gestalten<br />

sie unser Umfeld.<br />

Die Ausstellung<br />

widmet sich dem Thema<br />

des nachrangigen<br />

Lebens der Verpackung<br />

als Abfall,<br />

vorrangig aber der<br />

Historie dieser Design-Gattung.<br />

Turm zur Katz<br />

bis 29.09.<br />

www.konstanz.de<br />

D-Konstanz<br />

Herlinde Koelbl –<br />

Metamorphosen<br />

Erstmals zeigt die<br />

Künstlerin keine Menschen,<br />

sondern richtet<br />

die Kamera auf<br />

das Entstehen, Werden<br />

und Vergehen der<br />

Natur. Über fünfzig<br />

ausgewählte Arbeiten<br />

veranschaulichen die<br />

Vielfalt floraler Formen<br />

und ihre überwältigende<br />

Farbigkeit.<br />

Kunstverein Konstanz<br />

bis 29.09.<br />

www.kunstvereinkonstanz.de<br />

D-Singen<br />

Peter Stobbe – Chicago<br />

Papers<br />

Eine Ausstellung mit<br />

Arbeiten von Peter<br />

Stobbe. Ein Künstler,<br />

der schon vor 30<br />

Reinhard Böhler ist Reichenauer, Geschichtenerzähler, Autohändler und Kunstsammler.<br />

Zum 3. Inselfeiertag an Mariä Himmelfahrt zeigt er eine Zusammenfassung von<br />

Bildern und Gemälden aus seiner epochenübergreifenden Sammlung „Reichenauer<br />

Ansichten“. Die Ausstellung in der Schlosserei Wieser präsentiert neben Böhlers<br />

Sammlung auch Unikate von Claudia Andrea, Keramik von Ulli Beholz, Glasperlen<br />

von Elsbeth Fuchs, Wein von Julian Moser, Schmuck von Lilla Visy&Ulrich Tinkl und<br />

„Strandgut“ von Birgit Graffelder. Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Dr. Wolfgang<br />

Zoll erwartet die Gäste Blasmusik ab 16 Uhr und um 19 Uhr eine Cello-Überraschung.<br />

Der Erlös kommt einem gemeinnützigen Zweck zugute.<br />

15.08., 14.30 Uhr<br />

Schlosserei Wieser<br />

Pirminstraße 143<br />

D-78479 Reichenau<br />

www.schlosserei-wieser.de<br />

Jahren das Denken<br />

in und über Wort und<br />

Bild eingefordert hat.<br />

Nun kommt er mit<br />

seinen Notizen aus<br />

Chicago nach Singen.<br />

Galerie Vayinger<br />

bis 04.08. | Finissage<br />

mit Lesung 04.08.,<br />

17 Uhr<br />

www.galerievayhinger.de<br />

D-Singen<br />

Stadtgartengalerie<br />

Anlässlich des internationalen<br />

Museumstages<br />

eröffnet Oberbürgermeister<br />

Bernd<br />

Häussler die Stadtgartengalerie<br />

in Singen<br />

mit einer Ausstellung<br />

von Künstlern aus der<br />

Partnerschaft Celje.<br />

Stadtgartengalerie<br />

(hinter der Stadthalle)<br />

bis September <strong>2024</strong><br />

www.singen-kulturpur.de<br />

D-Tübingen<br />

Kunstschätze. Vom<br />

Barock bis zur<br />

Gegenwart aus Niederösterreich<br />

Anhand von hochkarätigen<br />

musealen<br />

Arbeiten wird hier<br />

eine Reise durch 250<br />

Jahre österreichische<br />

Kunstgeschichte geboten,<br />

die viele Überraschungen<br />

bereithält<br />

– und das vom Barock<br />

bis in die Gegenwart.<br />

Kunsthalle Tübingen<br />

bis 15.09.<br />

www.kunsthalletuebingen.de<br />

D-Tuttlingen<br />

Andrea Francolino –<br />

Diversität<br />

Im Mittelpunkt der<br />

Überlegungen von<br />

Andrea Francolino<br />

steht der Riss, wie er<br />

in brüchigen Materialien<br />

vorkommt. Ihm<br />

gilt Francolinos Interesse<br />

in seiner ganzen<br />

Universalität und seinen<br />

unendlichen Varianten,<br />

ohne Kritik<br />

und Vorurteile.<br />

Galerie der Stadt<br />

Tuttlingen<br />

bis 21.07.<br />

www.tuttlingen.de<br />

D-Überlingen<br />

Alexander Winter –<br />

Treescapes<br />

Bäume, die im Mondlicht<br />

tanzen, solo<br />

und im Dialog miteinander<br />

stehen. Ihre<br />

Pracht in lebendigen,<br />

geheimnisvollen oder<br />

einsamen Landschaften<br />

entfalten. Im Laufe<br />

der Jahreszeiten<br />

gemacht, erzählen sie<br />

von Leben, Tod und<br />

Verwandlung.<br />

Galerie Collot d‘Herbois<br />

bis 30.08.<br />

www.mercurialis.<br />

org<br />

D-Überlingen<br />

Armin Mueller-Stahl<br />

– Der wie‘n Vogel<br />

fliegen kann<br />

Mueller-Stahl verbindet<br />

erfolgreich zwei<br />

seiner vielen Talente<br />

miteinander: das Malen<br />

und das Schreiben.<br />

Er begleitet sein<br />

politisches Gedicht<br />

kreativ mit seinem<br />

künstlerischen Werk.<br />

Galerie und Einrahmungen<br />

Heike Schumacher<br />

bis 06.09.<br />

www.galerie-ueberlingen.de<br />

D-Wald<br />

Jhonatan Segura –<br />

Takanakuy<br />

Der Fotograf Jhonatan<br />

Segura zeigt in seinem<br />

fotografischen<br />

Werk den<br />

Takanakuy, ein in<br />

den südlichen Anden<br />

Perus verbreitetes


KULTUR | KUNST<br />

73<br />

Angela Glajcar, FLASHBACK, Kunstraum Dornbirn <strong>2024</strong>,<br />

Foto Günter Richard Wett © die Künstlerin, courtesy der<br />

Künstlerin und bechter kastowksy galerie<br />

FLASHBACK<br />

Zwei raumgreifende Installationen, ein Jahrzehnt: In ihrer<br />

Ausstellung „FLASHBACK“ lässt die Künstlerin Angela Glajcar<br />

die Installationen „2009-072 Terforation“ und „2019-043<br />

Terforation“ erstmalig in der historischen Montagehalle<br />

des Kunstraums Dornbirn aufeinandertreffen und überspannt<br />

somit ein Jahrzehnt ihres künstlerischen Schaffens.<br />

„Terforation“ wurde von Glajcar selbst geprägt und setzt<br />

sich aus „terra (incognita)“ und „perforation“ zusammen.<br />

Die schwebenden Arbeiten aus gerissenen und gelöcherten<br />

Papierbögen erreichen über vier Meter Höhe und zeigen, je<br />

nach Lichteinfall, immer neue Perspektiven ihres Kosmos.<br />

bis 01.12.<br />

Kunstraum Dornbirn<br />

Jahngasse 9<br />

A-6850 Dornbirn<br />

www.kunstraumdornbirn.at<br />

Fest, bei dem an Weihnachten<br />

oder Neujahr<br />

Zweikämpfe durchgeführt<br />

werden. Die Tänzer<br />

treten mit festtypischen<br />

Masken in Tänzergruppen<br />

auf.<br />

Skulpturenpark Neue<br />

Kunst am Ried<br />

11.08.-29.09. | Vernissage<br />

11.08., 11.30<br />

Uhr<br />

www.kunstkonvent.<br />

de<br />

D-Wasserburg<br />

Beate Axmann und<br />

Gabriele Schuller –<br />

Nähe und Distanz<br />

Zwei Künstlerinnen –<br />

Konträre Arbeitsweisen.<br />

Individuelle Kreativität<br />

erweitert sich zu<br />

einem kollaborativen<br />

Dialog. Schwarz-Weiß<br />

und farbintensive<br />

Bildgebung in unterschiedlichen<br />

Versionen<br />

sehen sich nicht<br />

selten in Konfrontation.<br />

Kunstverein Wasserburg<br />

bis 18.08.<br />

www.ku-ba.org<br />

D-Wasserburg<br />

Thaddäus Salcher –<br />

Weg nach Innen<br />

Thaddäus Salcher ist<br />

Künstler, Bildhauer<br />

und Maler aus Südtirol<br />

in Italien. Der Raum<br />

und der Mensch sind<br />

zentrale Motive in seiner<br />

Kunst, mit denen<br />

er versucht, die Wahrnehmung<br />

der Betrachtenden<br />

stetig zu erweitern.<br />

Kunstverein Wasserburg<br />

24.08.-22.09. | Vernissage<br />

23.08., 19.30<br />

Uhr<br />

www.ku-ba.org<br />

D-Weingarten<br />

Eva Schwab – La Reconnaissance<br />

Selbstporträt, Selbsterkenntnisporträt,<br />

Reconnaissance<br />

– in einem<br />

Zeitalter der omnipräsenten<br />

Überwachungskameras,<br />

der biometrischen<br />

Passbilder und<br />

maschinellen Gesichtserkennung<br />

spielt Eva<br />

Schwab mit der Gattung<br />

des Porträts.<br />

Galerie Weingarten<br />

bis 18.08.<br />

www.stadt-weingarten.de<br />

A-Bregenz<br />

SoloTone – Tone<br />

Fink<br />

Für die Sommerausstellung<br />

hat der Künstler<br />

80 Tiermasken erarbeitet,<br />

die bei einem<br />

Spaziergang durch<br />

Bregenz von 80 Personen<br />

getragen wurden.<br />

Die leichten Masken<br />

werden nach der<br />

Performance wieder<br />

in den Ausstellungsräumlichkeiten<br />

installiert.<br />

Künstlerhaus Palais<br />

Thurn und Taxis<br />

bis 01.09.<br />

www.kuenstlerhausbregenz.at<br />

CH-Frauenfeld<br />

Boomerang – Ronald<br />

Bladen<br />

American Minimal<br />

Art in Frauenfeld. Der<br />

Boomerang von Ronald<br />

Bladen ist eine<br />

der größten Skulpturen<br />

des<br />

amerikanischen Minimalisten.<br />

Der Kunsverein<br />

organisiert eine<br />

Besichtigung. Gezeigt<br />

werden außerdem<br />

einige Modelle und<br />

Zeichnungen.<br />

Kunstverein<br />

13.08., 17 Uhr<br />

www.kunstvereinfrauenfeld.ch<br />

CH-Frauenfeld<br />

Körper bewegt, geschichtet,<br />

geträumt<br />

Sinnlichkeit, Absurdität,<br />

Wunschbild, Hülle<br />

– vom Körper und<br />

Geist in der Kunst. Die<br />

Ausstellung zeigt zeitgenössische<br />

Kunst,<br />

die sich mit dem Thema<br />

Mensch, insbesondere<br />

dem menschlichen<br />

Körper, auseinandersetzt.<br />

Eisenwerk | Shed<br />

24.08.-21.09. | Vernissage<br />

24.08., 17<br />

Uhr<br />

www.eisenwerk.ch<br />

CH-Schaffhausen<br />

Bruno Vecellio –<br />

Filmquotes<br />

Der Künstler Bruno<br />

Vecellio zeigt Bilder<br />

mit Zitaten der Filmindustrie,<br />

von den Anfängen<br />

des Kinos bis<br />

zum heutigen Tage,<br />

welche mittlerweile<br />

aufgrund ihrer Einprägsamkeit<br />

und Bedeutung<br />

ins sprachliche<br />

Allgemeingut<br />

übergegangen sind.<br />

Galerie Artsimone<br />

03.08.-01.09. | Vernissage<br />

03.08., 14<br />

Uhr<br />

www.facebook.com<br />

CH-Stein am Rhein<br />

Kris Martin – Altar<br />

Kris Martin bildet<br />

in seiner Installation<br />

symbolträchtig<br />

die Umrisse des berühmten<br />

Genter Altars<br />

nach. Die Frage nach<br />

der Funktion religiöser<br />

Bilder wird durch<br />

ihre Abwesenheit im<br />

Kunstwerk<br />

reformiert und aktualisiert.<br />

Kulturhaus Obere<br />

Stube<br />

bis 31.10.<br />

www.kulturhausoberestube.ch<br />

CH-St. Gallen<br />

Attila Wittmer – Rosebud<br />

Der Künstler befasst<br />

sich in seinem Werk<br />

mit dem menschlichen<br />

Kopf. Dabei gibt<br />

es Raum für alles, was<br />

uns alle betrifft: das<br />

gedankliche Innenleben,<br />

Emotionen, Lust<br />

und Leiden, das Leben<br />

und der Tod.<br />

Galerie Paul Hafner<br />

bis 21.09.<br />

www.paulhafner.ch<br />

MUSEUM<br />

D-Bad Waldsee<br />

Kaleidoskop – eine<br />

Retrospektive<br />

René Auer, Maler und<br />

Grafiker, feiert im Juli<br />

<strong>2024</strong> seinen 90. Geburtstag.<br />

Sein künstlerisches<br />

Werk ist äußerst<br />

vielseitig, es<br />

umfasst unzählige<br />

Zeichnungen, Grafiken,<br />

Karikaturen, Malereien<br />

und Plastiken.<br />

Museum im Kornhaus<br />

18.08.-06.10. | Vernissage<br />

18.08., 11<br />

Uhr<br />

www.mad-waldsee.de<br />

D-Engen<br />

Viola Bittl – form follows<br />

form<br />

Viola Bittls Kunst<br />

weist der klassischen<br />

Malerei der Abstraktion<br />

neue Wege, die<br />

einen hohen Kunstgenuss<br />

versprechen. Die<br />

Vielgestaltigkeit ihrer<br />

Formen im Zusammenspiel<br />

mit Strukturen<br />

und Farben zeugt<br />

von einer großen Experimentierfreude.<br />

Städtisches Museum<br />

Engen + Galerie<br />

bis 25.08.<br />

www.engen.de<br />

D-Memmingen<br />

Evolving exhibits –<br />

Graffiti × Niesner<br />

Die Schau präsentiert<br />

die Werke von Jugendlichen,<br />

die diese<br />

in einem offenen<br />

Graffiti-Workshop von<br />

Vincent Göhlich kreiert<br />

haben. Die Themen<br />

Musik und Urbanität<br />

standen hier im<br />

Fokus.<br />

MEWO Kunsthalle<br />

bis 13.10.<br />

www.mewo-kunsthalle.de<br />

D-Reichenau<br />

Rund um die Insel –<br />

Guido Maria Frick<br />

Der Maler Guido Maria<br />

Frick zeigt zu Ehren<br />

des 1300-jährigen Bestehens<br />

der Reichenau<br />

Ölbilder und Aquarelle,<br />

die auf der Insel<br />

und einigen anderen<br />

Untersee-Gemeinden<br />

entstanden sind, die<br />

für ihn einen unverwechselbaren<br />

Charakter<br />

erhalten haben.<br />

Reichenauer Rathaus<br />

bis 31.08.<br />

www.reichenau1300.<br />

de<br />

D-Singen<br />

Markus Schwier –<br />

Singen<br />

Die Ausstellung zeigt<br />

eine Auswahl von 200<br />

dicht gestalteten Fotografien<br />

des Künstlers,<br />

in denen sich seltene<br />

Einblicke in das Innere<br />

der Singener Großindustrie<br />

mit Bildern,<br />

die die Entwicklung<br />

und Orte der Identität<br />

Singens vermitteln,<br />

verdichten.<br />

Kunstmuseum Sin-


74 KULTUR | KUNST<br />

STÖBERN UND<br />

WIEDERENTDECKEN<br />

Renate Eisenegger, Schwarze Nylons, 1973, Digital-Abzug auf Hahnemühle<br />

Papier, 40 x 30 cm, Depositum der Sturzenegger-Stiftung Schaffhausen,<br />

Inv. C6803<br />

© zvg<br />

Das Museum zu Allerheiligen präsentiert noch bis 20. Oktober die<br />

gemeinsame Ausstellung „Generation im Aufbruch. Geboren in den<br />

40ern“, die zehn Schaffhauser Kunstschaffenden gewidmet ist. Ihre<br />

Generation steht für ein neues Werkverständnis, mediale Öffnung<br />

und Aufbruch in neue Gefilde der Kunst. Ihr Wirken war ein wichtiger<br />

Beitrag für die Aktualisierung des Kunstverständnisses in der<br />

Region. Eine ortsspezifische Installation und eine bislang nie gezeigte<br />

Werkserie aus den 1980ern sind ebenso vertreten wie der Versuch<br />

einer Mini-Retrospektive. Zeichnung, Fotografie, Skulptur und Malerei:<br />

Die Bandbreite ist groß, Überraschungen garantiert.<br />

bis 20.10.<br />

Museum zu Allerheiligen<br />

Klosterstr. 16<br />

CH-8200 Schaffhausen<br />

gen<br />

bis 15.09.<br />

www.kunstmuseumsingen.de<br />

D-Singen<br />

125 x Singen – Geschichte.<br />

Identität.<br />

Vielfalt.<br />

3D-Rekonstruktionen<br />

der baulichen Veränderungen<br />

zwischen<br />

1879 bis 1970 mit historischen<br />

Filmaufnahmen<br />

und verschiedenen<br />

Themenschwerpunkten<br />

laden dazu<br />

ein, die verschiedenen<br />

Lebenswelten Singens<br />

zu entdecken.<br />

Kunstmuseum Singen<br />

bis 15.09.<br />

www.kunstmuseumsingen.de<br />

D-Singen<br />

Michael Marcel Fuchs<br />

– Wo die Zeit sich<br />

verliert<br />

In den Arbeiten von<br />

Michael Marcel Fuchs<br />

dominieren Vertikalen<br />

aus Linien und Streifen.<br />

Deren Unschärfen<br />

irritieren. Zwischen<br />

Bildhintergründen<br />

und Objekten im Vordergrund<br />

entstehen<br />

keine Verbindungen.<br />

Museum Art & Cars<br />

bis 22.09.<br />

www.museum-artcars.com<br />

D-Tübingen<br />

Kunstschätze vom<br />

Barock bis zur<br />

Gegenwart aus Niederösterreich<br />

Niederösterreich ist<br />

nicht nur seit der Altsteinzeit<br />

ein von Menschen<br />

geprägter Kulturraum.<br />

Das Land beherbergt<br />

auch eine<br />

bedeutende Kunstsammlung<br />

von internationalem<br />

Rang –<br />

erstmals umfassend in<br />

Deutschland gezeigt.<br />

Kunsthalle Tübingen<br />

bis 15.09.<br />

www.kunsthalle-tuebingen.de<br />

D-Überlingen<br />

Überlingen. Häuser,<br />

Straßen, Menschen<br />

von 1870 bis heute<br />

Historische Fotografien<br />

aus dem Archiv<br />

Lauterwasser dokumentieren<br />

seit 1880<br />

in markanten Stadtansichten<br />

den Wandel<br />

von Überlingen,<br />

seinen Häusern und<br />

seinen Menschen mit<br />

ihren Lebenswelten.<br />

Städtisches Museum<br />

bis 14.12.<br />

www.museum-ueberlingen.de<br />

D-Weingarten<br />

Photographie aus<br />

dem Atelier Bopp<br />

Es werden historische<br />

Fotos von Weingarten<br />

aus der Zeit um<br />

1900 präsentiert. Bereits<br />

um 1865 gründete<br />

Gustav Bopp fotografische<br />

Geschäfte<br />

in Innsbruck, Bregenz<br />

und Dornbirn, deren<br />

Tradition später von<br />

seinen Söhnen Karl<br />

und Moritz fortgesetzt<br />

wurde.<br />

Stadtmuseum im<br />

Schlössle<br />

bis 27.10.<br />

www.stadt-weingarten.de<br />

A-Bregenz<br />

Anne Imhof<br />

In einem dynamischen<br />

Zusammenspiel von<br />

allgegenwärtigen ikonischen<br />

Elementen<br />

aus Mode, Fotografie,<br />

Sub- und Popkultur<br />

erzeugt Imhof eine<br />

Atmosphäre, die an<br />

postapokalyptische<br />

Formen der Vereinsamung<br />

erinnert.<br />

Kunsthaus Bregenz<br />

bis 22.09.<br />

www.kunsthaus-bregenz.at<br />

A-Bregenz<br />

Hiller. Das fotografische<br />

Gedächtnis des<br />

Bregenzerwaldes<br />

Im Bregenzerwald war<br />

das im Jahr 1923 gegründete<br />

Foto Studio<br />

Hiller in Bezau die<br />

erste Adresse für die<br />

Fotografie aller Anlässe.<br />

Es dokumentierte<br />

über sieben Jahrzehnte<br />

hinweg das Leben<br />

in der Talschaft und<br />

damit auch ihre Veränderungen.<br />

vorarlberg museum<br />

bis April 2025<br />

www.vorarlbergmuseum.at<br />

A-Bregenz<br />

Carmen Pfanner –<br />

Kraftwerk<br />

Für Carmen Pfanner<br />

steht Kunst synonym<br />

für Energieflüsse, Verbindungen,<br />

Vorgänge<br />

und Umwandlungen.<br />

Das in jahrelanger<br />

Arbeit erschaffene<br />

Hauptwerk der Künstlerin<br />

besteht aus 31<br />

Bauteilen, die eine<br />

Rauminstallation bilden.<br />

vorarlberg museum<br />

bis 08.09.<br />

www.vorarlbergmuseum.at<br />

A-Dornbirn<br />

Angela Glajcar –<br />

Flashback<br />

Raumgreifende Arbeiten<br />

aus Papier von<br />

scheinbarer Leichtigkeit<br />

und poetisch anmutender<br />

Plastizität.<br />

FLASHBACK bringt<br />

erstmalig zwei Werke<br />

der einrucksvollen Serie<br />

Terforation zusammen,<br />

die im Abstand<br />

von zehn Jahren entstanden<br />

sind.<br />

Kunstraum Dornbirn<br />

bis 01.12.<br />

www.kunstraumdornbirn.at<br />

CH-Aargau<br />

Sammlung 24 –<br />

Kunst aus der<br />

Schweiz vom 18.<br />

Jahrhundert bis in<br />

die Gegenwart<br />

Die Sammlung aus<br />

über 20.000 Werken<br />

ist ein lebendiger, sich<br />

stets wandelnder Organismus.<br />

Schlüsselwerke,<br />

Neuzugänge<br />

und selten ausgestellte<br />

Arbeiten zu den Themen<br />

Natur und Landschaft<br />

werden gezeigt.<br />

Aargauer Kunsthaus<br />

bis 27.10.<br />

www.aargauerkunsthaus.ch<br />

CH-Appenzell<br />

Allianzen. Arp/Taeuber-Arp/Bill<br />

In Kooperation des<br />

Kunstmuseums Appenzell<br />

mit der Fondazione<br />

Marguerite<br />

Arp, Locarno entsteht<br />

eine Ausstellung, welche<br />

die Freundschaft<br />

und das Zusammenarbeiten<br />

von Hans Arp<br />

(1886-1966), Sophie<br />

Taeuber-Arp (1889-<br />

1943) und Max Bill<br />

(1908-1994) beleuchtet.<br />

Kunstmuseum Appenzell<br />

bis 06.10.<br />

www.kunstmusuemkunsthalle.ch<br />

CH-Basel<br />

Nolan Oswald Dennis<br />

– a recurse 4 [3]<br />

worlds<br />

Ein monumentales<br />

diagrammartiges<br />

Kunstwerk, das<br />

sich über die gesamte<br />

Rückwand der Kunsthalle<br />

Basel erstreckt,<br />

mathematische Abstraktionen,<br />

afrikanische<br />

fraktale Geometrie<br />

und andere Darstellungsmodelle<br />

nutzend.<br />

Kunsthalle Basel<br />

bis 11.08.<br />

www.kunsthallebasel.ch<br />

CH-Frauenfeld<br />

Ach, du Scheibe! – Ein<br />

audiovisuelles Vergnügen<br />

zur Fensterkunst<br />

Zahlreiche Glasgemälde<br />

erzählen packende<br />

Geschichten über<br />

Frauen, die ihre Väter<br />

an die Leine nehmen,<br />

über Herrschaften,<br />

Reichtum und Burgherren.<br />

Schloss Frauenfeld<br />

immer Di.-So., 13-


KULTUR | KUNST<br />

75<br />

17 Uhr<br />

www.historischesmuseum.tg.ch<br />

CH-Rorschach<br />

José Carlos Viana<br />

Vianas Farbkompositionen<br />

entstehen zunächst<br />

als Croquis, die<br />

dann in größerem Format<br />

auf Papier oder<br />

Leinwand wiederholt<br />

werden. Kombinationen,<br />

Wiederholungen,<br />

Kopien, Reproduktionen<br />

und Collagen sind<br />

somit zentrale Elemente<br />

seiner Kunst.<br />

Forum Würth<br />

bis 06.10.<br />

www.wuerth-hausrorschach.ch<br />

CH-Schaffhausen<br />

Dorian Sari & Andrea<br />

Ehrat – Doppio V<br />

Die Ausstellung arbeitet<br />

mit klaren Gegensätzen:<br />

schwarz und<br />

weiß, innen und<br />

außen, lieblich und<br />

düster. Eine raumgreifende<br />

Gesamtkomposition<br />

mit Elementen<br />

aus Gips und Plastik,<br />

Skulptur und Fotografie.<br />

Museum zu Allerheiligen<br />

Schaffhausen<br />

bis 17.09.<br />

www.allerheiligen.ch<br />

Reto Müller – Le Nombril<br />

du Monde<br />

Das künstlerische Werk<br />

von Reto Müller ist zunächst<br />

sehr physisch,<br />

plastisch und ortsbezogen.<br />

Er arbeitet<br />

mit Materialien wie<br />

Zinn, Glas, Blei und<br />

Gold. Sein Augenmerk<br />

liegt dabei auf Umformungsprozessen<br />

aller<br />

Art.<br />

Museum zu Allerheiligen<br />

Schaffhausen<br />

bis 15.10.<br />

www.allerheiligen.ch<br />

CH-Schaffhausen<br />

Generation im Aufbruch<br />

–<br />

Geboren in den 40er<br />

Jahren<br />

Zehn Kunstschaffende<br />

aus der Region zeigen<br />

eine gemeinsame Ausstellung.<br />

Eine Würdigung<br />

einer Generation<br />

von Kunstschaffenden,<br />

die in den 1940er-Jahren<br />

geboren wurden<br />

und mit ihrem Schaffen<br />

für frischen Wind<br />

sorgten.<br />

Museum zu Allerheiligen<br />

bis 20.10.<br />

www.allerheiligen.ch<br />

CH-St. Gallen<br />

Reto Pulfer – Fachzustand<br />

Reto Pulfer verwandelt<br />

Architekturen. Mittels<br />

selbstgenähter Zelte,<br />

großer Stoffbahnen,<br />

Bettlaken und gefärbten<br />

Leintüchern wird<br />

der Schweizer Künstler<br />

die Kunst Halle Sankt<br />

Gallen in eine transluzide<br />

Welt umdichten.<br />

Kunsthalle St. Gallen<br />

bis 18.08.<br />

www.kunsthallesanktgallen.ch<br />

CH-St. Gallen<br />

Experimental Ecology<br />

Eine interaktive Ausstellung,<br />

die neue<br />

Ideen zum Thema<br />

Ökologie präsentiert.<br />

Fünf Teams aus den<br />

Bereichen Kunst und<br />

Wissenschaft setzen<br />

sich aus verschiedenen<br />

Blickwinkeln mit aktuellen<br />

ökologischen Fragen<br />

auseinander.<br />

Kunstmuseum St.<br />

Gallen<br />

bis 24.11.<br />

www.kunstmuseumsg.ch<br />

CH-St. Gallen<br />

versammelt – Erwin<br />

Schatzmann, Hermann<br />

Reinfrank,<br />

Karsten Neumann,<br />

Matthias Kuk Krucker<br />

Im Mittelpunkt steht<br />

das Phänomen Sammeln.<br />

Wie gestaltet<br />

sich die Sammlertätigkeit<br />

bei Künstler*innen<br />

und was bedeutet sie<br />

für den künstlerischen<br />

Prozess? Vorgestellt<br />

werden Künstler, die<br />

Gesammeltes neu formulieren.<br />

Open Art Museum<br />

bis 04.08.<br />

www.openartmuseum.ch<br />

CH-Stockach<br />

Dalí<br />

Die Ausstellung gibt<br />

Einblicke in das grafische<br />

Werk von Salvador<br />

Dalí und seine<br />

ganz persönliche Art,<br />

„HOPE“ Vincent Rey | 2015<br />

HOFFNUNG<br />

Die Leica-Galerie Konstanz zeigt aktuell unter dem Titel<br />

„Hope“ Fotos von Alexander von Wiedenbeck. Es sind Aufnahmen<br />

aus einer Welt voller Armut und Verzweiflung und<br />

doch zeigen sie Anmut und Hoffnung. Erzählt werden authentische<br />

Geschichten: Kinder, die auf Friedhöfen nächtigen<br />

oder die der Hunger bis spät abends auf Müllhalden<br />

treibt. Entstanden sind Fotos, die einen ob der verzweifelten<br />

Lage der Kinder stocken lassen und aufrütteln. Alexander<br />

von Wiedenbeck hat es aber auch geschafft, die Hoffnung<br />

auf ein besseres Leben in den Augen der Fotografierten<br />

einzufangen. Mit seiner Arbeit unterstützt er Projekte<br />

der Aktionsgruppe Kinder in Not e.V. auf den Philippinen.<br />

bis 12.10. | Ausstellung „Hope“<br />

Leica Galerie<br />

Gerichtsgasse 14<br />

D-78462 Konstanz<br />

www.leica-galerie-konstanz.de<br />

www.alexandervonwiedenbeck.com<br />

seine Kunst zu leben.<br />

Grundlage bildet, wie<br />

in vergangenen Ausstellungen,<br />

der Bildschatz<br />

der einmaligen<br />

Sammlung Wagner.<br />

Stadtmuseum<br />

bis 17.11.<br />

www.stadtmuseumstockach.de<br />

CH-Will<br />

Vanessà Heer –<br />

vo Schand und<br />

Schuppel<br />

Mit Musik, Film und<br />

Performance und im<br />

Versuch, Verletzlichkeit<br />

zwischen Körpern<br />

zu finden, unterläuft<br />

das Projekt die Gesetze<br />

des Brauchtums des<br />

Silvesterchlausens mit<br />

einer kollektiven, aber<br />

polyphonen Äußerung<br />

marginalisierter Stimmen.<br />

Kunsthalle Will<br />

17.08.-06.10. | Vernissage<br />

17.08., 16 Uhr<br />

www.kunsthallewil.ch<br />

CH-Winterthur<br />

Silvia Bächli –<br />

Dass eins zum anderen<br />

wurde. Welches<br />

welches ist?<br />

Durch alltägliche<br />

Wahrnehmung eignet<br />

sich die Künstlerin die<br />

Dinge an, um ihnen<br />

zugleich autonome<br />

zeichnerische Form zu<br />

verleihen. Es wird ein<br />

umfassender Überblick<br />

auf das zeichnerische<br />

Œuvre Silvia Bächlis<br />

© Alexander von Wiedenbeck<br />

gegeben.<br />

Kunstmuseum Winterthur<br />

| Beim Stadthaus<br />

bis 18.08.<br />

www.kmw.ch<br />

CH-Winterthur<br />

Low Land, New<br />

Heights –<br />

Holländische Landschaftsmalerei<br />

aus<br />

der Sammlung<br />

Die Niederlande galten<br />

im 17. Jahrhundert<br />

als Hochburg der<br />

Landschaftsmalerei.<br />

Der Rundgang der Ausstellung<br />

macht das bedeutende<br />

Ensemble<br />

niederländischer Kunst<br />

in einem neuen Umfeld<br />

und Kontext zugänglich.<br />

Kunstmuseum Winterthur<br />

| Beim Stadthaus<br />

bis 22.09.<br />

www.kmw.ch<br />

CH-Winterthur<br />

Bienvenue!<br />

Mit Bienvenue! feiert<br />

das Kunst Museum<br />

Winterthur im Frühjahr<br />

<strong>2024</strong> den lang ersehnten<br />

Wiedereinzug der<br />

einzigartigen Sammlung<br />

von Hedy und Arthur<br />

Hahnloser in die<br />

Villa Flora. Meisterwerke<br />

von Cézanne, van<br />

Gogh und Manet sind<br />

zu sehen.<br />

Villa Flora<br />

bis 05.01.25<br />

www.kmw.ch<br />

CH-Winterthur<br />

Maarten Baas – New<br />

Times<br />

Im Zentrum der Soloschau<br />

stehen das übergreifende<br />

Thema der<br />

Zeit und das Motiv<br />

der Uhr, das Baas mit<br />

raumgreifenden Videoinstallationen,<br />

Designobjekten,<br />

Skulpturen<br />

oder auch konzeptionellen<br />

Projekten beleuchtet.<br />

Gewerbemuseum<br />

bis 27.10.<br />

www.gewerbemuseum.ch<br />

CH-Winterthur<br />

Painted Love –<br />

Porträtminiaturen als<br />

Liebespfand<br />

Diese besondere Bildgattung<br />

verdeutlicht<br />

Intimität und die Fülle<br />

von möglichen Liebesbotschaften.<br />

In dieser<br />

Ausstellung wird<br />

der Fokus auf die Porträtminiatur<br />

als reiche<br />

Schatulle intimster Gefühle<br />

gelegt.<br />

Kunstmuseum Lindengut<br />

bis 17.11.<br />

www.kmw.ch<br />

CH-Winterthur<br />

Paare / Couples<br />

Die Ausstellung widmet<br />

sich der Vielfalt<br />

von Paar-Dynamiken<br />

in der Fotografie und<br />

zeigt Aufnahmen, in<br />

denen etwas zwischen<br />

zwei Menschen geschieht.<br />

Jedes einzelne<br />

Bild ist ein Ausschnitt


76 KULTUR | KUNST<br />

aus einer Geschichte,<br />

die immer rätselhaft<br />

bleibt und zu Spekulationen<br />

oder Projektionen<br />

verführt.<br />

Fotostiftung<br />

Schweiz<br />

bis 06.10.<br />

www.fotostiftung.ch<br />

CH-Winterthur<br />

Von Größe und Grazie<br />

– Maillol und Sintenis<br />

Die Ausstellung stellt<br />

Plastiken, Drucke und<br />

Zeichnungen zweier<br />

prägender Kunstschaffender<br />

zu Beginn<br />

des 20. Jahrhunderts<br />

einander<br />

gegenüber. Gemeinsamkeiten<br />

und Unterschiede<br />

können in<br />

dieser Form erstmals<br />

beobachtet werden.<br />

Am Römerholz<br />

bis 15.09.<br />

www.roemerholz.ch<br />

CH-Zürich<br />

Ana Jotta – Composição<br />

Die Ausstellung Composição<br />

setzt sich in<br />

einer kreativen und<br />

poetischen Form mit<br />

Jottas Werk, mit seinen<br />

Feinheiten und<br />

Eigenheiten und mit<br />

seiner tatsächlich stupenden<br />

Vielfalt auseinander.<br />

Kunsthalle Zürich<br />

bis 15.09.<br />

www.kunsthallezurich.ch<br />

CH-Zürich<br />

David Armstrong<br />

Diese umfangreichste<br />

Ausstellung des amerikanischen<br />

Fotografen<br />

David Armstrong<br />

zeigt Porträts von<br />

New Yorker Persönlichkeiten,<br />

eine Gruppe<br />

von Landschaftsaufnahmen<br />

sowie<br />

rund 300 Kontaktabzüge<br />

aus den Jahren<br />

zwischen 1970 und<br />

1990.<br />

Kunsthalle Zürich<br />

bis 15.09.<br />

www.kunsthallezurich.ch<br />

CH-Zürich<br />

Born Digital. Videokunst<br />

im neuen Millenium<br />

Inhaltlich fokussiert<br />

die Werkauswahl der<br />

Ausstellung auf die<br />

Aspekte des digitalen<br />

Wandels. Dank unterschiedlicher<br />

Präsentationsformate<br />

kommen<br />

sowohl kunstsinnige<br />

wie auch technikaffine<br />

Menschen<br />

auf ihre Kosten.<br />

Kunsthaus Zürich<br />

bis 29.09.<br />

www.kunsthaus.ch<br />

CH-Zürich<br />

Eine Zukunft für<br />

die Vergangenheit.<br />

Sammlung Bührle:<br />

Kunst, Kontext,<br />

Krieg und Konflikt.<br />

Bei der Konzeption<br />

der neuen Ausstellung<br />

steht nicht nur<br />

der historische Kontext<br />

der Sammlung<br />

Emil Bührle im Zentrum,<br />

sondern ein differenzierter<br />

Umgang<br />

mit ihr in der unmittelbaren<br />

Gegenwart.<br />

Kunsthaus Zürich<br />

bis Ende <strong>2024</strong><br />

www.kunsthaus.ch<br />

CH-Zürich<br />

Oliviero Toscani –<br />

Fotografie und Provokation<br />

Seine Bilder erregen<br />

Aufsehen, erschüttern<br />

und empören:<br />

Oliviero Toscani hat<br />

als Fotograf, Creative<br />

Director und Bildredaktor<br />

Geschichte<br />

geschrieben. Das Museum<br />

zeigt eine umfassende<br />

Retrospektive<br />

des Künstlers.<br />

Museum für Gestaltung<br />

bis 15.09.<br />

www.museum-gestaltung.ch<br />

CH-Zürich<br />

Collection Insights –<br />

7 Perspektiven<br />

Welche neuen Objekte<br />

nimmt das Museum<br />

in seine Sammlung<br />

auf? Warum erforscht<br />

es die Herkunft der alten<br />

Bestände? Erstmals<br />

werden zahlreiche<br />

Sichtweisen auf<br />

die eigene Sammlung<br />

ins Zentrum der Ausstellung<br />

gestellt.<br />

Museum für Gestaltung<br />

bis 01.12.<br />

www.museum-gestaltung.ch<br />

FL-Vaduz<br />

Bethan Huws – Artist‘s<br />

Choice<br />

Die walisische Künstlerin<br />

Bethan Huws ist<br />

ein Multi-Media-Talent.<br />

Sie experimentiert<br />

in ihrer Kunst<br />

zwischen den Dimensionen<br />

von Raum,<br />

Identität und Sprache.<br />

Readymade-Elemente,<br />

Text und Parodie<br />

kennzeichnen ihr<br />

Werk.<br />

Kunstmuseum<br />

Liechtenstein<br />

bis 01.09.<br />

www.kunstmuseum.li<br />

FL-Vaduz<br />

Barry Le Va – In a<br />

State of Flux<br />

Er gilt als Erneuerer<br />

der Skulptur in<br />

der Kunst nach 1960.<br />

In seinem multidisziplinären<br />

Werk, das<br />

in seinen Anfängen<br />

der Prozesskunst<br />

bzw. dem Postminimalismus<br />

zugerechnet<br />

wird, erweiterte<br />

er den Skulpturbegriff<br />

durch mehrdimensionale<br />

Offenheit.<br />

Kunstmuseum<br />

Liechtenstein<br />

bis 29.09.<br />

www.kunstmuseum.li<br />

FL-Vaduz<br />

Die ganze Palette.<br />

Werke aus der Hilti<br />

Art Foundation<br />

Gezeigt werden die<br />

schönsten Werke der<br />

Malerei, erstklassige<br />

Neuerwerbungen<br />

und neue Werke der<br />

Collage,<br />

der Plastik, der Fotografie<br />

und der Grafik.<br />

Eine überraschende<br />

Vielfalt an Gattungen<br />

und Stilen, an Motiven,<br />

Materialien und<br />

Farben.<br />

Kunstmuseum<br />

Liechtenstein<br />

bis 27.10.<br />

www.kunstmuseum.li<br />

Andy Warhol „Flowers“, 1970, Serigrafie © The Andy Warhol<br />

Foundation for the Visual Arts/ARS, New York, <strong>2024</strong><br />

BLUMENKUNST<br />

In der Mythologie, der Religion und ebenso in der Kunst<br />

besitzen Blumen seit Jahrhunderten eine große Symbolkraft.<br />

Nicht nur in der Kunst, sondern auch in der Mode und<br />

im Design sind Blumen stilbildend. Die Große Sommerausstellung<br />

<strong>2024</strong> in der Städtischen Galerie im Fruchtkasten<br />

des Klosters Ochsenhausen zeigt die facettenreiche künstlerische<br />

Beschäftigung von Künstlerinnen und Künstlern<br />

der modernen und zeitgenössischen Kunst mit dem Thema<br />

Blume. Neben weltbekannten Künstlerinnen und Künstlern<br />

wie Andy Warhol, Erich Heckel, Christan Rohlfs, Hannah<br />

Höch und Gabriele Münter zeigt die Ausstellung auch<br />

Werke von etablierten zeitgenössischen Kunstschaffenden.<br />

bis 06.10. | Di.–So. 11–17 Uhr + Do. 11–19 Uhr<br />

Galerie Fruchtkasten<br />

Schloßbezirk 17<br />

D-88416 Ochsenhausen<br />

www.ochsenhausen.de<br />

SONSTIGES<br />

D-Konstanz<br />

art for africa – Kunst<br />

verbindet<br />

Die Künstlervereinigung<br />

lädt mit dieser<br />

Ausstellung ein, den<br />

Weg der Solidarität<br />

für Afrika und seine<br />

Menschen zu gehen.<br />

Die Künstlergruppe<br />

unterstützt mit dem<br />

Verkauf ihrer Kunst<br />

Ausbildungs- und humanitäre<br />

Projekte in<br />

Westafrika.<br />

Kulturzentrum am<br />

Münster | Richental-Saal<br />

03.-16.08. | Vernissage<br />

03.08., 15 Uhr<br />

und 18.08.-01.09. |<br />

Vernissage 18.08.,<br />

15 Uhr<br />

www.art-for-africa.de<br />

Anzeige<br />

D-Konstanz<br />

Mauerläufer – 10<br />

Jahre Literarisches<br />

Jahresheft<br />

Die Ausstellung zum<br />

zehnjährigen Jubiläum<br />

widmet sich dem<br />

Werdegang des Literarischen<br />

Jahresheftes<br />

von 2014 bis heute<br />

und zeigt einen Ausschnitt<br />

literarischen<br />

und künstlerischen<br />

Schaffens aus der Bodenseeregion.<br />

Kulturzentrum am<br />

Münster | Gewölbekeller<br />

bis 29.09.<br />

www.art-for-africa.de<br />

D-Konstanz<br />

Jaro Heim<br />

Die einzigartigen Bilder<br />

der Künstlerin<br />

Jaro Heim sind in<br />

einer Dauerausstellung<br />

im MVZ PI zu sehen.<br />

MVZ PI<br />

Dauerausstellung<br />

www.clinic-pi.de


KULTUR | KUNST<br />

77<br />

D-Mainau<br />

Blütenreiche Fotokunst<br />

Der bekannte und<br />

vielfach ausgezeichnete<br />

Fotodesigner<br />

Josh Westrich hat mit<br />

den Blüten unter anderem<br />

von Bartiris<br />

und Sumpfschwertlilie<br />

künstlerisch anspruchsvolle<br />

Fotokunstwerke<br />

geschaffen.<br />

Wappensaal im<br />

Schloss Mainau<br />

bis 29.09.<br />

www.mainau.de<br />

D-Moos<br />

bilder und objekte<br />

– aus den ateliers<br />

am see<br />

Im jährlichen Wechsel<br />

mit der Ausstellung<br />

Künstler im Dialog<br />

findet diese Ausstellung<br />

statt. Dabei werden<br />

die unterschiedlichsten<br />

Arbeiten von<br />

Künstlern aus Moos<br />

und der Bodenseeregion<br />

ausgestellt.<br />

Bürgerhaus<br />

bis 25.08.<br />

www.moos.de<br />

D-Ravensburg<br />

Sador Weinsčlucker<br />

– ein tag gut<br />

Anstatt nur projektbezogen<br />

zu arbeiten, ist<br />

Sador Weinsčlucker<br />

ein Maler, der stets<br />

konsequent in mehrjährigen<br />

thematischen<br />

Serien denkt<br />

und arbeitet. Für diese<br />

Ausstellung stellt<br />

er erstmalig zwei aktuelle<br />

Werkgruppen in<br />

Form eines expliziten<br />

Dialogs aus.<br />

Kreissparkasse Ravensburg<br />

bis 02.08.<br />

www.ksk-rv.art<br />

D-Überlingen<br />

Tohuwabohu – Die<br />

Kraft der Elemente<br />

Sechs Menschen begegnen<br />

sich auf<br />

künstlerischem Wege.<br />

In unterschiedlichen<br />

Genres der bildenden<br />

Kunst – abstrakte<br />

Malerei, Zeichnung,<br />

Fotografie, Skulptur,<br />

Installation – setzen<br />

sie ihre Intuitionen<br />

und Ideen um und geben<br />

ihnen Ausdruck.<br />

Gallerturm<br />

03.08.-22.09. | Vernissage<br />

03.08., 16<br />

Uhr<br />

www.gkue.de<br />

A-Bregenz<br />

40 Jahre Karl Forster<br />

Festspiel-Fotografie<br />

Seit 40 Jahren begleitet<br />

der Fotograf Karl<br />

Forster die Bregenzer<br />

Festspiele. Nun<br />

zeigt er in einer persönlichen<br />

Auswahl<br />

von rund 60 Fotos viele<br />

einzigartige Momentaufnahmen<br />

und<br />

Details aus den letzten<br />

40 Jahren seiner<br />

Arbeit.<br />

Festspielhaus Bregenz<br />

bis 18.08.<br />

www.festspielhausbregenz.com<br />

CH-Schönthal<br />

Gerda Steiner & Jörg<br />

Lenzlinger – Der eilige<br />

Geist kommt zur<br />

Ruhe<br />

Mit dem installativen<br />

Großprojekt des renommierten<br />

Schweizer<br />

Künstlerpaares<br />

Gerda Steiner & Jörg<br />

Lenzlinger verwandelt<br />

sich das Kloster<br />

Schönthal und seine<br />

Umgebung auf einzigartige<br />

Weise erneut zu<br />

einem Pilgerort.<br />

Klosterkirche<br />

bis 03.11.<br />

www.schoenthal.ch<br />

CH-Stein am Rhein<br />

Kris Martin – Altar<br />

& Museum Kloster<br />

Sankt Georgen – Im<br />

Strudel der Reformation<br />

Die temporäre Kunstinstallation<br />

mit dem<br />

Titel Altar des belgischen<br />

Konzeptkünstlers<br />

Kris Martin macht<br />

zum Reformationsjahr<br />

<strong>2024</strong> in Stein am<br />

Rhein Station. Symbolträchtig<br />

bildet<br />

Martin die Umrisse<br />

des berühmten Genter<br />

Altars der Gebrüder<br />

van Eyck in Originaldimensionen<br />

nach.<br />

Stadtwiese neben<br />

der Espibadi<br />

bis 31.10.<br />

www.kulturhausoberestube.ch<br />

CH-St. Gallen<br />

Hebert Weber – Beschränkte<br />

Übersicht<br />

Eine Ausstellung mit<br />

der Unterstützung<br />

der Stadt St.Gallen<br />

und dem Verein Geiler<br />

Block.<br />

Himmel Helvetia<br />

10.-25.08. | Vernissage<br />

10.08., 16 Uhr<br />

www.leilabock.ch<br />

CH-Zürich<br />

Ahlam Shibli – Dissonant<br />

Belonging<br />

Ahlam Shibli ist eine<br />

palästinensische<br />

Künstlerin, die in<br />

ihrem Werk Schreibund<br />

Malkunst zu<br />

einem Narrativ werden<br />

lässt. Ihre Hauptmotive<br />

sind die Traumata<br />

von Menschen,<br />

die marginalisierten<br />

und unterrepräsentierten<br />

Gruppen angehören.<br />

Luma Westbau<br />

bis 08.09.<br />

www.westbau.com<br />

CH-Zürich<br />

Hans Ulrich Obrist<br />

Archive – Agnès Varda<br />

Als Filmemacherin,<br />

Feministin und wegweisende<br />

Künstlerin<br />

nimmt Varda eine zentrale<br />

Stellung in der<br />

französischen<br />

New Wave-Filmbewegung<br />

der 1950er- und<br />

1960er-Jahre ein. Die<br />

Ausstellung betont die<br />

Etablierung von Varda<br />

in der Kunstwelt.<br />

Luma Westbau<br />

bis 08.09.<br />

www.westbau.com<br />

FL-Vaduz<br />

Triennale <strong>2024</strong>. 2050:<br />

Changing View<br />

Wie werden wir im<br />

Jahr 2050 leben? Wie<br />

können wir Zukunft<br />

gestalten? Ein Künstler*innenkollektiv<br />

befragt<br />

Personen zu ihren<br />

Fähigkeiten. In einem<br />

künstlerischen Prozess<br />

entstanden Gemeinschaftsarbeit<br />

und individuelle<br />

Werke.<br />

Kunstmuseum Liechtenstein<br />

27.08.-05.10.<br />

www.kunstmuseum.li


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DEJA VU<br />

79<br />

20 JAHRE GUTES<br />

Das Fest zum 20-jährigen Bestehen von „Gutes<br />

vom See“ im Schlossgarten der Mainau war ein<br />

Sommerevent erster Güte. Natürlich wurden<br />

nur vereinseigene Produkte angeboten und<br />

die allein machten wegen ihrer hohen Qualität<br />

schon gute Laune. Dazu lachte die Sonne vom<br />

Himmel, die Miniköche rührten die Herzen,<br />

Köchinnen, Gastronomen und Produzentinnen<br />

freuten sich über viele Gäste und alle feierten<br />

den jahrelangen lohnenden Einsatz für die<br />

schöne Bodenseeregion, für die Menschen, die<br />

Tiere und die Landschaft. 20 Jahre, in denen<br />

auch Freundschaften gewachsen sind. Gutes<br />

vom See tut einfach gut.<br />

TEXT: MARIA PESCHERS<br />

FOTOS: NADINE HÖLZL, MARIA PESCHERS<br />

GROSSER TUSCH<br />

30 Jahre Zahnarztpraxis Thorsten Jahn mit Tusche-Ausstellung<br />

Zur Vernissage der Konstanzer Künstlerin Mariken van Heugten lud Thorsten Jahn<br />

gleich zweimal an die Marktstätte in Konstanz. Doppelt Zeit für die ausgestellte Aquarellkunst<br />

und angeregte Gespräche. Die Bilder Heugtens schaffen eine harmonische<br />

Atmosphäre in den puristischen Räumen der Praxis; die Aquarelle sind inspiriert von<br />

der Natur, florale Linien und Strukturen aus der Umgebung von Berg und See prägen<br />

das Werk. In ihrer Detailverliebtheit passen sie denn auch zur filigranen Arbeit des<br />

Ausnahme-Zahnarztes. Touché!<br />

www.marikenvanheugten.com<br />

FOTOS, TEXT: MARKUS HOTZ<br />

▶ Mehr Bilder gibt es auf www.<strong>akzent</strong>-magazin.com


80 DEJA VU<br />

RAUM FÜR ALLE<br />

Gemeinsam mit der Initiative „Barrierefrei<br />

Feiern“ positionierte sich das Theater Konstanz<br />

beim diesjährigen Let’s Ally Festival zum Thema<br />

„Ideal Teilhabe“ zu Inklusion und lud in die barrierefreie<br />

Spiegelhalle ein. Dort erwartete alle<br />

Gäste ein inklusiv besetztes, facettenreiches<br />

Programm, das zeigte, wie gleichberechtige<br />

Teilhabe auf, vor und hinter der Bühne gelingen<br />

kann. Ziel war es, Visionen für ein solidarisches<br />

Miteinander zu finden. Neben Theaterstücken<br />

für Groß und Klein wartete ein buntes Mitmachangebot<br />

auf. Ein geschultes Awareness-Team<br />

kümmerte sich darum, dass alle in sicherer<br />

Umgebung mitfeiern konnten. Auch bei<br />

Publikumsdiskussionen und Workshops waren<br />

Expert*innen mit und ohne Behinderung auf<br />

der Bühne und im Publikum.<br />

TEXT UND FOTOS: STEFANIE GÖTTLICH<br />

ENGE(NE)R KREIS<br />

Das Auktionshaus lädt auf Schloss Krenkingen in Engen einen interessierten<br />

kleinen Kreis jeweils zur „Karrenbauer Lounge“<br />

Die Gemälde aus Privatsammlungen, die man sonst nicht besichtigen<br />

kann, werden in einer Galeriehängung zugänglich gemacht. Dazu die<br />

hochwertigen Antiquitäten und auch das Konzept „Pop Art und Moderne<br />

trifft alte Meister“. Dazu natürlich schöne Weine, feine Speisen und<br />

illustre Gespräche. Neu mit dabei ist Prof. Dr. Corinna Helmle-Roth, die<br />

für den Aufbau der Karrenbauer Suisse verantwortlich zeichnet, sowie<br />

Johanna Katharina Herrmann als neue Teilhaberin der Karrenbauer<br />

GmbH.<br />

TEXT: MARKUS HOTZ; FOTOS: ANNA GLAD<br />

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DEJA VU<br />

81<br />

PRINZIP<br />

HOFFNUNG<br />

Alexander von Wiedenbeck präsentierte<br />

das Foto- und Benefit-Projekt „Hope“ in der<br />

Leica Galerie Konstanz<br />

Die Schwarz-Weiß Fotografien in der Ausstellung<br />

zeigen eindrückliche Bilder von<br />

philippinischen Kindern in Not: Friedhofskinder,<br />

Müllkippenkinder und Zwangsprostitution<br />

sind Wiedenbecks Themen, die<br />

ihn persönlich bewegen. Aus der Fotografie<br />

erwuchs ein Unterstützungsprojekt, dass er<br />

HOPE nennt. Mit dem Erlös der verkauften<br />

Bilder wird unbürokratisch vor Ort geholfen.<br />

„Schwarz und Weiß sind die Farben der<br />

Fotografie. Für mich symbolisieren sie die<br />

Alternativen von Hoffnung und Verzweiflung,<br />

denen die Menschheit für immer<br />

ausgesetzt ist,“ befand der Fotograf Robert<br />

Frank dereinst treffend. Alexander von<br />

Wiedenbecks Bilder stehen für Hoffnung in<br />

der Not.<br />

FOTOS, TEXT: MARKUS HOTZ<br />

▶ Mehr Bilder gibt es auf www.<strong>akzent</strong>-magazin.com


82 DEJA VU<br />

ROOF-TOP<br />

Internationales Netzwerktreffen der JCI auf<br />

der IHK Dachterrasse Konstanz<br />

Alle paar Jahre treffen sich die Wirtschaftsjunioren<br />

und JCI Kreise rund um den See<br />

zum Bodensee-Meeting. Dieses Mal kamen<br />

wieder an die 100 Mitglieder aller Kreise<br />

aus dem Umland auf der Dachterrasse der<br />

IHK-Konstanz zusammen. Auch der Baden-<br />

Württembergische Landessprecher Markus<br />

Paul kam eigens angereist, um das internationale<br />

Meeting zu würdigen. JCI-Mitglieder<br />

aus der Ostschweiz, Vorarlbergs und<br />

Oberschwabens kamen, auch einige Kreise<br />

von weiter her folgten der Einladung an den<br />

See. Die Organisation des Netzwerkanlasses<br />

ging nun von Konstanz auf den Kreis Junge<br />

Wirtschaft Vorarlberg über. Sie versprachen<br />

das Event, das mit Akrobatik, Live-Musik<br />

und großem, regionalen Buffet begeisterte,<br />

noch zu toppen…<br />

TEXT: MARKUS HOTZ<br />

FOTOS: MARKUS HOTZ, PATRICK DOODT<br />

ZWEI REISEN MIT KAFKA<br />

Das Literaturhaus Thurgau, das regelmäßig zu spannenden Lesungen mit<br />

Schriftsteller*innen einlädt, präsentierte einen ganz besonderen und ebenso<br />

heißen Abend. Der wunderschöne Dachboden des Bodmanhauses in<br />

Gottlieben verwandelte sich erstmals in einen Kinoraum für eine Schweizer<br />

Erstaufführung. Das Österreichische Kulturforum Bern ermöglichte die Vorführung<br />

des Dokumentarfilms „Kafkas letzte Reise“. Im Anschluss stellte Autor<br />

Bernhard Setzwein die Frage „Was, wenn Kafka 1924 gar nicht gestorben<br />

wäre?“ In seinem Roman „Kafkas Reise durch die bucklige Welt“ schickt er<br />

Kafka auf einen verrückten und höchst amüsanten Roadtrip. Für Erfrischung<br />

am heißen Sommertag sorgte der großzügige Apero, den das Österreichische<br />

Kulturforum spendierte.<br />

TEXT: STEFANIE GÖTTLICH, FOTO: MAX-OTTO KRAUS<br />

(v.l.n.r.) Bernhard Setzwein (Autor), Walter Rügert (Moderator), Monika Fischer<br />

(Leiterin der Geschäftsstelle des Literaturhauses), Christiane Zaunmair (Stv.<br />

Direktorin/Geschäftsführerin des Österreichischen Kulturforums Bern), Lorenz<br />

Zubler (Präsident der Thurgauischen Bodman-Stiftung)<br />

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15. September <strong>2024</strong><br />

31. Internationaler Halbmarathon<br />

10 km Straßenlauf,<br />

3x7 km Staffel, Kinderläufe<br />

Insel Reichenau<br />

18. bis 20. Oktober <strong>2024</strong><br />

Bike & Climb<br />

Sportfotoworkshop<br />

im Engadin/Schweiz<br />

www.leica-store-konstanz.de & www.leica-galerie-konstanz.de<br />

78462 Konstanz | Gerichtsgasse14 | +49 (0)7531 916 33 00 | Öffnungszeiten: Mo - Fr 10.00 bis 18.30 Uhr, Sa 09.30 bis 14.00 Uhr


Maho<br />

grüne Mode<br />

nachhaltige & faire Mode<br />

Yogabedarf | Räucherwerk | Schmuck<br />

Wessenbergstr. 37, 78462 Konstanz<br />

mahogruenemode | mahogruenemode-konstanz.de

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