29.07.2024 Aufrufe

KÜCHENPLANER Magazin 7 / 8 2024

Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenbranche mit einer bald 60-jährigen Branchenerfahrung. Die erste Ausgabe erschien 1966. Mit anerkannt hoher fachlicher Kompetenz informiert die Redaktion über aktuelle Küchentrends, Küchenplanung, Küchenmöbel, Produktneuheiten, Zubehör, Hausgeräte, sowie über Markt, Menschen und Events in der Küchenszene. KÜCHENPLANER ist Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK)“. Siebenmal jährlich werden mit der Printausgabe und als E-Paper Brancheninsider z.B. Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und in der Küchenindustrie angesprochen. Wöchentlich erscheint zusätzlich der Newsletter. Auf vielen Social-Media Plattformen ist die Redaktion ebenfalls aktiv.

Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenbranche mit einer bald 60-jährigen Branchenerfahrung. Die erste Ausgabe erschien 1966. Mit anerkannt hoher fachlicher Kompetenz informiert die Redaktion über aktuelle Küchentrends, Küchenplanung, Küchenmöbel, Produktneuheiten, Zubehör, Hausgeräte, sowie über Markt, Menschen und Events in der Küchenszene. KÜCHENPLANER ist Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK)“.


Siebenmal jährlich werden mit der Printausgabe und als E-Paper Brancheninsider z.B. Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und in der Küchenindustrie angesprochen. Wöchentlich erscheint zusätzlich der Newsletter. Auf vielen Social-Media Plattformen ist die Redaktion ebenfalls aktiv.

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www.kuechenplaner-magazin.de<br />

Ausgabe 7/8 / <strong>2024</strong><br />

Hausgeräte:<br />

Probleme<br />

im Premium<br />

▶ 12<br />

Fachkräfte:<br />

Lernen<br />

ganz anders<br />

▶ 28<br />

Verbände:<br />

Aale-Dieter zeigt<br />

wie’s geht<br />

▶ 32


Differenzierung am PoS<br />

Das Freundschaftssymbol<br />

der echten Küchenspezialisten<br />

Mit unserem Freundschaftssymbol – dem roten Kochhandschuh – haben wir ein<br />

einzigartiges Markenzeichen entwickelt: Das Freundschaftssymbol der echten<br />

Küchenspezialisten. Damit differenzieren Sie sich von Ihrem regionalen Wettbewerb,<br />

geben Ihren Kunden Orientierung und die Sicherheit, endlich beim richtigen Partner<br />

angekommen zu sein. Sprechen Sie uns an!<br />

Weitere Infos:<br />

kuechenspezialisten.de ist eine Marke von –<br />

die führende Verbundgruppe für Küchenspezialisten in Europa.


Impulse/Ansichten<br />

Genug gemäkelt<br />

Einsatz, Eleganz, Wille, Emotionen, Drama:<br />

Die Fußball-EM der Männer war ein Erlebnis<br />

auf vielen Ebenen. Und ein großes, buntes<br />

Miteinander. Trotzdem wurde gemäkelt,<br />

was das subjektive Expertenwissen hergibt.<br />

Julian Nagelsmann steht sicher nicht im Verdacht, der<br />

neue Ethikbeauftragte der Bundesregierung zu werden.<br />

Auch wenn die Ansprache des Bundestrainers<br />

nach dem EM-Aus etwas Präsidiales hatte. Der Appell<br />

an die Gemeinschaft und an das Gemeinsame und daran,<br />

die schönen Seiten dieses Landes wahrzunehmen<br />

und nicht immer alles so negativ zu reden – wer wollte<br />

ihm da widersprechen? Ich jedenfalls nicht. Natürlich<br />

löst das nachbarschaftliche Heckenschneiden nicht<br />

alle Probleme, aber ich fühlte mich, wie anscheinend<br />

Millionen andere auch, wohltuend angesprochen. Und<br />

auch ein wenig getröstet nach diesem selbstverständlich<br />

völlig ungerechten Ausscheiden gegen den späteren<br />

Turniersieger Spanien. Und der Trost tat gut, denn<br />

im Hintergrund schwelte Unverständnis.<br />

Es war einige Tage zuvor beim EM-Spiel Deutschland<br />

gegen die Schweiz, als ich etwa um die 70. Spielminute<br />

herum bemerkte, wie der innere Zustand leichter<br />

Verwunderung in Gereiztheit umschlug und schließlich<br />

in Verärgerung. Auslöser waren die Mäkeleien der<br />

Kommentatoren. Eigene gute Aktionen wurden meist<br />

nüchtern benannt, gekonnte Spielzüge der Schweizer<br />

stets mit „kapitalen Fehlern“ eines deutschen Akteurs<br />

in Verbindung gebracht und bis über die Grenzen des<br />

Erträglichen hinaus aufgebauscht. „Deutschland strauchelt“,<br />

fand ich als Zwischenfazit schon gewagt. Bei<br />

„Deutschland in der Krise“ riss der Geduldsfaden. Was<br />

für eine einseitig negative Sicht. Und was für eine respektlose<br />

Missachtung der Leistung der Schweizer Fußballnationalmannschaft.<br />

Hallo? Hier ist EM-Endrunde.<br />

Mit Mannschaften auf Augenhöhe, gespickt mit internationalen<br />

Fußballfachkräften. Und nicht der Kickerbräu-Cup<br />

der lokalen Thekenmannschaften.<br />

Der aufkommende Unmut rief tiefere Erinnerungen<br />

wach. Aus dem Jahr 2008. Wieder geht es um Fußball.<br />

Ich fieberte auf der Terrasse eines Campingplatzlokals<br />

am Vierwaldstättersee zusammen mit drei anderen<br />

mäßig interessierten Gästen vor einer Großleinwand<br />

dem Finaleinzug der deutschen Mannschaft entgegen.<br />

Was in diesem EM-Spiel gegen Italien bekanntlich<br />

nicht gelang, aber das ist eine andere Geschichte. Übertragen<br />

wurde das Spiel standortgerecht vom Schweizer<br />

Fernsehen, natürlich mit einem Schweizer Sportreporter<br />

am Mikrofon. Einen Co-Kommentator gab es auch:<br />

Volker Finke, damals Trainer des SC Freiburg. Und<br />

auch der ging angesichts eines Chancenverhältnisses<br />

mit Vorteilen für die Männer in Azurblau schonungslos<br />

mit den bundesdeutschen Kickern ins Gericht. Bis<br />

der Chefmoderator aufbegehrte und seinen Gast fragte:<br />

Herr Finke, Sie wissen aber schon, dass hier zwei<br />

Mannschaften auf dem Platz stehen und die Italiener<br />

auch Fußball spielen können? In diesem Moment erwog<br />

ich, Fußballspiele der Nationalmannschaft künftig<br />

nur noch im Schweizer Fernsehprogramm zu schauen.<br />

Wegen der Neutralität. Wann genau dieser Vorsatz in<br />

Vergessenheit riet, kann ich gar nicht sagen. Vielleicht<br />

2014 im Rausch von Rio.<br />

Gedanklich zurück im Jahr <strong>2024</strong> haderte ich mit diesem<br />

Versäumnis und fragte mich, ab wann zu viel Spezialwissen<br />

eigentlich mehr schadet als nützt. Wir hören<br />

diesen Experten wohlwollend zu, aber letztlich sind es<br />

auch nur persönliche Meinungen, von denen wir nicht<br />

mal wissen, wie sie zustande gekommen sind. Ob Sport<br />

oder Wirtschaft: Manche Experten sehen vor lauter<br />

halb leeren Gläsern die Welt nicht mehr als Ganzes.<br />

Doch dann sprach der Bundestrainer und brachte mich<br />

auf andere Gedanken: Andauernde Mäkeleien bringen<br />

nichts. Gar nichts wird dadurch besser. Im Gegenteil:<br />

Kritiksucht und Fehlerverliebtheit, die über das hilfreiche<br />

Reflektieren hinausgehen und selbstverständlich<br />

kritisch sein dürfen, ruinieren die Stimmung und rauben<br />

die Energie für die Dinge, die einen nach vorn bringen.<br />

Diese Überlegungen führen geradewegs zu den<br />

Inhalten dieser Ausgabe. Unter anderem zur Hettich<br />

Education Academy in Kirchlengern, wo das Recruiting<br />

und die Aus- und Weiterbildung seit gut zweieinhalb<br />

Jahren mit erfrischender Kreativität gedacht und praktiziert<br />

wird. Dinge mutig anders machen, wenn die bisherigen<br />

Strategien nicht mehr funktionieren. Bei aller<br />

journalistischer Distanz zum Gegen stand der Berichterstattung:<br />

Das hat mir gefallen.<br />

Dirk Biermann<br />

Chefredakteur <strong>KÜCHENPLANER</strong> print & digital<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 3


Inhalt<br />

Foto: BSH<br />

Foto: Biermann<br />

12 32<br />

Die deutsche Hausgerätebranche hadert damit, ihre Rolle in der<br />

Krise zu finden. Das kratzt an der Glaubwürdigkeit – und stellt<br />

so manches Markenversprechen auf den Prüfstand.<br />

Wie werden Küchenhändlerinnen und -händler zu „Local Heros“?<br />

Dieser Frage ging der KüchenTreff-Verbund bei der Jahreshauptversammlung<br />

in Hamburg nach. Mit dabei: Stargast Aale-Dieter.<br />

Ansichten<br />

3 Genug gemäkelt<br />

Markt + Menschen<br />

6 Personalien aus der Küchenbranche<br />

Hausgeräte<br />

12 Probleme im Premium<br />

16 Die IFA feiert 100. Geburtstag und erfindet sich neu<br />

18 Liebherr: Für Planungen mit hohen Schränken<br />

18 Miele: Neue Farbwelten für grifflose Geräte<br />

19 Akzeptanz von KI: Auf den konkreten Nutzen kommt es an<br />

20 Elica: Showroom im IDF34<br />

21 Neff: 3000000-mal Slide & Hide<br />

22 Schott Ceran: Günstiger und ohne Grünstich<br />

24 E.G.O.: Induktion für den Einstieg<br />

26 Miele: Visionen vom Kochen der Zukunft<br />

27 AGA: Rangecooker-Produktion modernisiert<br />

Fachkräfte<br />

28 Hettich Education Academy: Lernen ganz anders<br />

Küchenverbände<br />

32 KüchenTreff: Aale-Dieter zeigt wie‘s geht<br />

35 Küchenring: Kunden erreichen in Zeiten von KI<br />

36 DER KREIS: Geschäftsführerwechsel<br />

36 BMS-Seminar von DER KREIS: Abschluss mit Fernsicht<br />

37 Erste Umsetzung: Moderner Look mit „KÜCHE 3000“<br />

38 Dross & Schaffer: Die Individualität der Vielen<br />

Betriebsmanagement<br />

42 Chancen erkennen: Wechsel der Rechtsform<br />

Küchenmöbel<br />

44 bulthaup: Präsenz statt Purismus<br />

Küchenplanung/Licht<br />

48 Naber: Beleuchteter Stauraum<br />

48 Elektra: Minimalistische Ringleuchte<br />

Wasserstelle<br />

49 Blanco startet umfangreiche Kampagne für „Choice“<br />

Küchenplanung<br />

50 Versteckte Vorzüge<br />

Foto: Rotpunkt Küchen<br />

Zum Titelbild<br />

Warme Uni-Farben und natürliche<br />

Holzoptiken geben<br />

im modernen Einrichtungsdesign<br />

wieder öfter<br />

den Ton an. Hier kombiniert<br />

Rotpunkt Küchen<br />

eine Fenix- Front in „Beige<br />

Arizona“ mit dem Holzdekor<br />

„Italian Walnut“ (NB) aus<br />

dem Programm „Zerox KQ“.<br />

Tragender Bestandteil dieser<br />

Planung ist das Nischensystem<br />

„Wall Solutions“ mit<br />

integrierter Beleuchtung.<br />

www.rotpunktkuechen.de<br />

Oberflächen<br />

56 Rehau: Einfacher zur perfekten Oberfläche<br />

57 Marazzi: Eingebrannter Hygieneschutz<br />

Unternehmen<br />

58 Bilanz 23/24: Blum sieht positive Signale<br />

58 Kesseböhmer: Ausbau in China<br />

Rubriken<br />

59 Partner des Fachhandels<br />

59 Impressum<br />

4 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Die „Pflichtlektüre“ der<br />

Küchenspezialisten.<br />

© vadymvdrobot<br />

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STROBEL VERLAG GmbH & Co. KG, Zur Feldmühle 11, 59821 Arnsberg, www.strobelmediagroup.de


Markt + Menschen<br />

Abschied nach 39 Jahren<br />

Fast vier Jahrzehnte war Wolfgang Thorwart beim Unternehmen SCHMIDT<br />

in führenden Positionen tätig. Zuletzt als Geschäftsführer in Deutschland.<br />

Zum 1. Juli <strong>2024</strong> ist der 63-Jährige nun planmäßig ausgeschieden.<br />

Nach 39-jähriger Betriebszugehörigkeit.<br />

Die Führung der<br />

Schmidt Küchen GmbH & Co. KG<br />

wird künftig auf zwei Schultern<br />

verteilt. Boris Herrmann<br />

wird als neuer Geschäftsführer<br />

das deutsche Werk leiten. Der<br />

48-Jährige ist bereits Produktionsleiter<br />

der Schmidt Groupe.<br />

Tayrina Watermann-Del Valle<br />

übernimmt die Position der<br />

Country Managerin für die Region<br />

DACH und Luxemburg und<br />

Tayrina Watermann-Del Valle, Boris Herrmann.<br />

damit die Gesamtverantwortung für den Vertrieb und die Geschäftsentwicklung in diesen vier Ländern.<br />

Wolfgang Thorwart.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/abschied-nach-39-jahren/<br />

Foto: Schmidt<br />

Nachfolger kommt von der BSH<br />

Olaf Bartsch wird seine Tätigkeit als Geschäftsführer<br />

Finance & Administration der Miele Gruppe in der ersten<br />

Hälfte des Jahres 2025 beenden. Die übrigen Mitglieder<br />

der Geschäftsleitung wie auch der Familienrat der Miele<br />

Gruppe „respektieren diesen Schritt mit größtem Bedauern“.<br />

Da Olaf Bartsch, 60, seine Pläne für den Ruhestand<br />

bereits vor längerer Zeit angekündigt hatte, habe die Regelung<br />

der Nachfolge aber ohne Eile und mit der gebotenen<br />

Sorgfalt durchgeführt werden können. Nachfolger<br />

wird Stefan Koss. Er kommt von der BSH. www.kuechenplanermagazin.de/suche/news-detail/news/nachfolger-kommt-von-der-bsh/<br />

Aus 3 werden 2<br />

Das Franchise-Unternehmen Plana verabschiedet<br />

seinen Geschäftsführer Marcel<br />

Kröning Zuständig war dieser für die Ressorts<br />

Finanzen und Logistik. Kröning macht<br />

sich außerhalb der Küchenbranche selbstständig.<br />

Seine Aufgaben bei Plana verantwortet<br />

fortan Geschäftsführer Mark<br />

Willekes, der dem Unternehmen seit 1990<br />

angehört und im Juni 2015 zum Geschäftsführer<br />

aufstieg. Seit dem 1. Juli 2023 gehört<br />

zudem Rüdiger Schoeller zur Geschäftsleitung.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/<br />

suche/news-detail/news/aus-3-werden-2/<br />

Foto: Plana<br />

Marcel Kröning.<br />

Foto: Miele<br />

Foto: Miele<br />

Foto: Plana<br />

Stefan Koss.<br />

Olaf Bartsch.<br />

Rüdiger Schoeller, Mark Willekes.<br />

6 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Mehr erfahren . . .<br />

auf www.kuechenplaner-magazin.de<br />

Foto: berbel<br />

Mission beendet<br />

Dr. Patrik<br />

Jung (links)<br />

und Robert<br />

Brandon.<br />

Nach zehn Monaten war die Mission berbel für Interims-CEO Dr. Patrick Jung beendet.<br />

Ende Mai übergab er die Geschäftsführung an Robert Brandon. Der gebürtige<br />

Niederländer verfügt über viel Erfahrung im Vertrieb und Marketing.<br />

Das Engagement bei berbel ist sein erster beruflicher Kontakt mit der Küchenbranche.<br />

Bis zu seinem Wechsel nach Rheine war er die letzten 16 Jahre für die<br />

Vaillant Group in den Bereichen General Management und Vertrieb sowie als<br />

Geschäftsführer der Vaillant Group Niederlande und der Vaillant Group Belgien<br />

tätig. Dr. Patrick Jung kam im August 2023 von der Muttergesellschaft Wesco AG<br />

(Schweiz) als Interims-Geschäftsführer. Angesichts stark eingebrochener Umsätze<br />

führte er das Unternehmen durch eine Phase tiefer Verunsicherung mit<br />

schmerzhaften Einschnitten bei der Belegschaft. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/<br />

news-detail/news/robert-brandon-uebernimmt-bei-berbel/<br />

Leitung Vertrieb neu besetzt<br />

Matthias Pieper wird zum 1. September <strong>2024</strong> neuer Vertriebsleiter<br />

bei berbel in Rheine. Er folgt auf Markus<br />

Wegmann, der das Unternehmen wie berichtet im Herbst<br />

verlässt. Damit hat berbel eine Lösung aus den eigenen<br />

Reihen gefunden. Der staatlich geprüfte Betriebswirt<br />

mit Schwerpunkt Finanzwirtschaft startete seine Karriere<br />

2012 im berbel Vertriebsinnendienst, dessen Leitung<br />

er 2015 übernahm. Seit 2017 ist er als Gebietsverkaufsleiter<br />

für das Unternehmen tätig. www.kuechenplaner-magazin.de/<br />

suche/news-detail/news/leitung-vertrieb-neu-besetzt/<br />

Markus Wegmann (links) und sein Nachfolger Matthias Pieper.<br />

Foto: berbel


Markt + Menschen<br />

Foto: Reddy/MHK<br />

Wer fährt zum Finale?<br />

Aufregende Erfahrungen liegen bereits hinter den<br />

Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kochwettbewerbs<br />

„Deutschland kocht“. Nach den lokalen<br />

Vorentscheiden der einzelnen Regionen wurden<br />

zuletzt in vier Halbfinals die Finalisten ermittelt.<br />

Nun geht es mit dem Finale weiter. Und das findet<br />

an einem besonderen Ort statt: am 7. und 8. September<br />

in Berlin auf der IFA. Gastgeber ist die Hausgerätemarke<br />

Bosch. An beiden Finaltagen kochen<br />

jeweils zwei Hobbyköche in einer von nobilia ausgestatteten<br />

Küche auf dem Bosch-Messestand gegeneinander<br />

und stellen sich der Expertise der Jury.<br />

Die beiden Unternehmen sind Hauptsponsoren des<br />

Wettbewerbs. Beurteilt und analysiert werden die<br />

Ergebnisse von einer namhaften Jury. Dazu gehören<br />

die Food-Bloggerinnen Sally und Ayse sowie die Köche<br />

und Food-Experten Carsten Dorhs, Frank Buchholz,<br />

Mario Kotaska und Peter Bruns. Die Fachkräfte<br />

achten auch auf Aspekte wie Organisation am Arbeitsplatz,<br />

Geschmack und Rezeptwahl. Ein weiteres<br />

wichtiges Kriterium ist der Anteil verwendeter<br />

regionaler und saisonaler Zutaten. www.kuechenplanermagazin.de/themen/detail/news/wer-faehrt-zum-finale/<br />

Foto: Deutschland kocht<br />

Treffen der Generationen (Foto von links): Frank Schütz, Hans Schröder, Karl-Ludwig Günther,<br />

Steffi und Björn Steidle.<br />

Party mit den Gründungsvätern<br />

Küchenparty bei Reddy Küchen in Bad Homburg: Anlass war der 30. Geburtstag, den<br />

der erste Standort des MHK-Franchisesystems feierte. Das Inhaber-Ehepaar Steffi<br />

und Björn Steidle begrüßte rund 100 Gäste, darunter Mitarbeitende, Kolleginnen und<br />

Kollegen aus dem Franchise-Verbund, Vertreterinnen und Vertreter aus der Franchisezentrale<br />

und der Industrie sowie Freunde und Wegbegleiter. Zu den Ehrengästen<br />

des Tages gehörten die beiden „Gründungsväter“ Hans Schröder (ehemaliger<br />

Reddy Geschäftsführer) und Karl-Ludwig Günther (Gründer von Reddy Küchen in Bad<br />

Homburg, Eschborn und Frankfurt). www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/party-mitden-gruendungsvaetern/<br />

Aus dem ICE heraus zum Kongress<br />

Mit einem Festakt hat die Koeln messe<br />

100. Geburtstag gefeiert und gleichzeitig<br />

das Confex eröffnet. Dabei handelt<br />

es sich um Europas modernstes<br />

Veranstaltungs- und Kongresszentrum.<br />

Entstanden ist es nach knapp<br />

dreijähriger Bauzeit in Sichtweite des<br />

ICE-Bahnhofs Köln-Deutz. Herzstück<br />

des 20 500 Quadratmeter großen Areals<br />

ist die dreifach teilbare Confexhall<br />

mit Platz für 4300 Personen. Hinzu<br />

kommen zwei Konferenzebenen<br />

mit 22 Räumen, die sich dank ihrer<br />

Größenstaffelung von 27 bis 205<br />

Quadratmetern für eine Vielzahl von<br />

Veranstaltungsformaten eignen. Die<br />

Foto: Koelnmesse<br />

Sprach beim Festakt zu „100 Jahre Koelnmesse“:<br />

Hendrik Wüst, Ministerpräsident NRW, MdL.<br />

umlaufenden Zu- und Eingänge schließen direkt an das lichtdurchflutete Foyer an,<br />

das Platz für Empfänge, Pausen sowie Präsentationen und Side-Events bietet und<br />

direkt auf die 5600 Quadratmeter messende Open-Air-Terrasse führt. Als Teil eines<br />

der weltweit größten Messestandorte ist das Confex mit weiteren, funktional flexiblen<br />

Raumkapazitäten verbunden, sodass sich bei Bedarf zusätzliche Flächen aktivieren<br />

lassen. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/aus-dem-ice-zum-kongress/<br />

8 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Mehr erfahren . . .<br />

auf www.kuechenplaner-magazin.de<br />

Foto: BSH<br />

Harald Friedrich verlässt die BSH<br />

Nach 34 Jahren engagierter und erfolgreicher Zusammenarbeit<br />

verlässt Harald Friedrich die BSH Hausgeräte<br />

GmbH zum 31. Juli <strong>2024</strong>, um neue Schwerpunkte in seinem<br />

Leben zu setzen.<br />

Friedrich startete seine<br />

Karriere 1990 bei<br />

der Neff GmbH und bekleidete<br />

in den darauffolgenden<br />

Jahren<br />

verschiedene Positionen<br />

im Vertrieb und<br />

im Marketing sowohl<br />

auf nationaler als auch<br />

Harald Friedrich.<br />

auf internationaler<br />

Ebene. Elf Jahre lang<br />

war er Geschäftsführer der Robert Bosch Hausgeräte GmbH<br />

und zuletzt seit 2023 als Head of Sales and Marketing länder-<br />

und markenübergreifend für das Großgerätegeschäft Enrico Hoffman.<br />

in der Region Zentraleuropa verantwortlich. Er wolle neue<br />

Schwerpunkte in seinem Leben setzen, heißt es in einer Mitteilung. Seine Nachfolge tritt<br />

Enrico Hoffmann an. www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/harald-friedrich-verlaesst-die-bsh/<br />

Foto: BSH<br />

Foto: IFA Berlin<br />

Vertriebsprofi fürs „Ländle“<br />

Zum 1. August <strong>2024</strong> ver stärkt Robert<br />

Schulte (Foto) das Ver triebs team von<br />

DER KREIS als Regionalleiter für Baden-Württemberg.<br />

Er tritt die Nachfolge<br />

von Jürgen Mack an, der die<br />

Verbundgruppe nach neunjähriger<br />

Tätigkeit in dieser Position verlässt<br />

und in ein produzierendes Unternehmen<br />

wechselt. www.kuechenplaner-<br />

Foto: DER KREIS<br />

magazin.de/themen/detail/news/vertriebsprofi-<br />

fuers-laendle/<br />

Trauer um langjährigen Kollegen<br />

Die Culina Luce-Fami lie trauert um Jean Jacques Zwiebel.<br />

Der freie Handelsvertreter war über viele Jahre eine feste<br />

Größe im Vertrieb von Culina Luce, einem der größten<br />

Verarbeiter für Flachglas im Interieur-Bereich in<br />

Süddeutschland. Am 7. Juli <strong>2024</strong> starb er nach kurzer,<br />

schwerer Krankheit. Er wurde 75 Jahre alt. www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/trauer-um-langjaehrigen-kollegen/<br />

Bryan Adams eröffnet<br />

Der kanadische Rockstar Bryan Adams spielt<br />

zur Eröffnung der IFA in Berlin. Das Konzert<br />

findet am 5. September <strong>2024</strong> statt. Es beginnt<br />

um 20 Uhr, Einlass ist ab 17 Uhr. Tickets<br />

kosten 86,25 Euro. Erhältlich sind diese seit<br />

Ende Mai <strong>2024</strong> über Eventim und die IFA-<br />

Website. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/bryan-adams-eroeffnet-die-jubilaeums-ifa/<br />

Foto: Privat<br />

Jean Jacques Zwiebel ist am 7. Juli<br />

verstorben.<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 9


Markt + Menschen<br />

Foto: Koelnmesse<br />

Geordnete Nachfolge<br />

Seinen Abschied beim Europa-Möbel-<br />

Verbund (EMV) wird Willibert Fröschen<br />

erst im Juni 2025 vollziehen. Doch bereits<br />

jetzt wurde die Übergabe der operativen<br />

Geschäftsführung eingeleitet.<br />

Fröschen wird sukzessive Aufgaben<br />

an Leif Kania, 46, übergeben. Dieser<br />

kommt zum 1. September <strong>2024</strong> als Geschäftsführer<br />

zum KSV. Für die nächsten<br />

neun Monate gibt es somit eine operative<br />

Doppelspitze. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/news-detail/news/geordnete-nachfolge/<br />

Willibert Fröschen, Leif Kania (von links).<br />

Foto: KSV<br />

Vertrag verlängert<br />

Die Koelnmesse GmbH hat den bis<br />

Ende <strong>2024</strong> laufenden Vertrag mit<br />

Oliver Frese um weitere fünf Jahre<br />

bis zum 31. Dezember 2029 verlängert.<br />

Frese ist seit 2020 Geschäftsführer<br />

(COO) des Unternehmens.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/<br />

news/weiter-geschaeftsfuehrer-der-koelnmesse/<br />

Foto: Carat<br />

Carat wieder im Duo<br />

Beim Softwarehersteller Carat bekommt<br />

Geschäftsführer Andreas<br />

Günther wieder einen starken Partner<br />

an seine Seite: Zum 1. Juli verstärkt<br />

Alexander Graf (Foto) die<br />

Geschäftsführung. Graf hatte bereits<br />

im vergangenen November<br />

kommissarisch die Funktionen<br />

des verstorbenen Geschäftsführers<br />

Andreas Joost übernommen. Nun<br />

rückt er auch offiziell an die Spitze.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/carat-wieder-im-duo/<br />

Treffen in Wien<br />

Anfang Mai lud das Franchiseunter<br />

neh men Plana seine<br />

Partner zum traditionellen<br />

Jahresevent ein. Erstmals<br />

ging die Reise nach Wien.<br />

Im Mittelpunkt der dreitägigen<br />

Veranstaltung stand<br />

die „Customer Journey“ des<br />

Franchisegebers in einem<br />

herausfordernden Marktumfeld.<br />

Neben der Tagung stand<br />

der gemeinsame Besuch des<br />

Wiener Praters mit einer obligatorischen<br />

Fahrt im Riesenrad<br />

und eine exklusive Führung<br />

durch den Stephansdom<br />

auf dem Programm. www.kuechenplaner-magazin.de/suche/newsdetail/news/franchise-partner-treffensich-in-wien/<br />

Foto: Plana<br />

10 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Außenansicht: die Lehrfabrik Möbelindustrie in Löhne soll Anfang November<br />

<strong>2024</strong> den Betrieb aufnehmen.<br />

Alles nach Plan<br />

Foto: VHK<br />

Die Lehrfabrik Möbelindustrie<br />

in Löhne kann voraussichtlich<br />

zeitlich wie ge plant<br />

eröffnet werden. Wenn alles<br />

weiter so gut läuft wie bisher,<br />

hebt sich Anfang November<br />

der Vorhang. „Wir<br />

liegen genau im Zeitplan“,<br />

bestätigt Markus Kamann,<br />

Geschäftsführer der Lehrfabrik<br />

Möbelindustrie. Im<br />

Rahmen einer Generalversammlung<br />

durften sich die<br />

Mitglieder der Genossenschaft,<br />

die als Träger der<br />

Lehrfabrik fungiert, einen<br />

Eindruck vom Stand der Bauarbeiten<br />

verschaffen. Diese<br />

laufen auf Hochtouren: Das<br />

Außengelände befindet sich<br />

in der Fertigstellung, Werbung<br />

und Marketing werden<br />

finalisiert, und auch der Innenausbau<br />

lässt bereits das<br />

Ergebnis erahnen.<br />

Das moderne Trainingszentrum<br />

bildet den Produktionsprozess<br />

eines typischen<br />

möbelverarbeitenden Unternehmens<br />

ab. Unmittelbar<br />

mit der offiziellen Eröffnung<br />

wird es seinen Betrieb aufnehmen<br />

und ein breit gefächertes<br />

Bildungsangebot<br />

bereitstellen. „Von der Berufsorientierung<br />

über die<br />

klassische duale Ausbildung<br />

und berufliche Weiterbildung<br />

bis hin zu spezialisierten<br />

Zusatzqualifikationen<br />

decken wir die gesamte<br />

Bandbreite der Berufsbilder<br />

in der industriellen Möbelfertigung<br />

ab“, unterstreicht<br />

Lehrfabrik-Aufsichtsratsvorsitzender<br />

Andreas Wagner,<br />

geschäftsführender Gesellschafter<br />

von Rotpunkt Küchen,<br />

das umfassende Angebot. Jan Kurth, Geschäftsführer der<br />

Verbände der Holz- und Möbelindustrie NRW und Vorstand der<br />

Lehrfabrik, ergänzt: „Wir freuen uns auf den Start dieses Leuchtturmprojekts<br />

zur Gewinnung von Nachwuchs- und Fachkräften für<br />

unsere Branche und geben damit eine überzeugende Antwort auf<br />

den sich abzeichnenden Fachkräftemangel.“<br />

Ab dem Ausbildungsjahr <strong>2024</strong>/25 werden Ausbildungsmodule für<br />

ca. 200 bis 250 Teilnehmer pro Jahr angeboten. Das zweigeschossige<br />

Gebäude mit einer Fläche von 3800 Quadratmetern ist mit kompletten<br />

Fertigungsstraßen der industriellen Möbelfertigung ausgestattet.<br />

Überdies stehen modern ausgestattete Schulungsräume<br />

mit Laboren für Robotik, Elektronik, Pneumatik und Logistik<br />

für die praxisnahe Ausbildung in Spezialgebieten zur Verfügung.<br />

www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/leuchtturm-der-moebelindustriekurz-vor-der-eroeffnung/


Hausgeräte<br />

Probleme im Premium<br />

Die deutsche Hausgerätebranche hadert damit, ihre Rolle in der Krise zu finden.<br />

Das kratzt an der Glaubwürdigkeit – und stellt so manches Markenversprechen<br />

auf den Prüfstand.<br />

Siemens Hausgeräte hat sich unlängst ein neues Markenimage<br />

zugelegt: Weg von technisch stilisierten Produktbildern,<br />

hin zur Wohlfühlatmosphäre im modernen<br />

Küchenalltag. Damit strebt die breit aufgestellte<br />

Gerätemarke nicht mehr nur allein mit ihrer „studio-<br />

Line“ den Sprung in exklusive Küchenräume an. Vielmehr<br />

soll das gesamte Markenbild von der eleganten<br />

Strahlkraft profitieren.<br />

Auch Konzernschwester Neff setzt auf Menschen als<br />

Markenbotschafter. Als urbaner Sidekick lief der Produzent<br />

mit seiner kreativen Bildwelt bislang vor allem<br />

bei einer jüngeren Zielgruppe zur Hochform auf. Mit<br />

dem großangelegten Launch der „Neff Collection“ <strong>2024</strong><br />

will das Unternehmen nun allerdings bewusst ins Premiumsegment<br />

vorstoßen.<br />

Das begehrliche Streben nach einer „Pole Position“<br />

im Küchenhandel ist nachvollziehbar – und doch nicht<br />

immer konsistent mit Konsumklima und Absatzmarkt.<br />

Mit ihren erweiterten oder neu formulierten Ansprüchen<br />

stehen nämlich weder Siemens noch Neff alleine<br />

da. So ist beispielsweise auch V-ZUG im Kreis der<br />

Etablierten angekommen. Innerhalb weniger Jahre<br />

hat sich die Schweizer Hausgerätemarke eine Position<br />

als Luxus label außerhalb der Schweizer Grenzen verschafft.<br />

In Deutschland ist der Hersteller in nunmehr<br />

vier Showrooms vertreten, alle in wohlsituierter Lage.<br />

Bora setzt wiederum als „Emporkömmling“ im Vollsortimentsbereich<br />

seine anspruchsvolle Preispolitik von<br />

Foto: Bora<br />

Die Innovation „Solitaire – The Waterbase“ ist<br />

Geschichte: Anfang Mai <strong>2024</strong> wurde die Produktion<br />

seitens der BSH gestoppt.<br />

Foto: BSH<br />

7/8/<strong>2024</strong>


Dunstabzug bis Dampfbackofen seit Anbeginn durch.<br />

Auch berbel, Spezialist für den fettfilterfreien Dunstabzug,<br />

sieht sich trotz erheblicher Einbrüche im vergangenen<br />

Jahr weiterhin als Marke für den gehobenen<br />

Anspruch.<br />

Und Gaggenau und Miele? Die sind als langjährige<br />

Premiumgerätehersteller ohnehin fest in der globalen<br />

Markenlandschaft verankert. Die Liste der Gerätehersteller<br />

mit Ambitionen oberhalb der gut situierten Mitte<br />

ließe sich um etliche Namen ergänzen und hört sicher<br />

nicht bei Liebherr oder Falmec auf. Doch die breit<br />

angelegte Blickrichtung auf Premium und Luxus hat<br />

Folgen: Die Vielzahl an Akteuren im Hochwertsegment<br />

der Küche limitiert den Marktanteil des Einzelnen an<br />

der ohnehin spitzen Zielgruppe. Das wirft unweigerlich<br />

die Frage auf, wie viel „Masse“ die Klasse verträgt –<br />

Einbaugeräte werden<br />

zunehmend als High-End-<br />

Produkt in Szene gesetzt<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 13


Hausgeräte<br />

Lange Zeit saßen viele Geräteproduzenten<br />

mit ihrer Kundschaft am Tisch – natürlich<br />

in gehobener Wohn um ge bung.<br />

Foto: Siemens Hausgeräte<br />

und wie die Kommunikation zum Kunden in Krisenzeiten<br />

aussehen kann und darf. Um so manches Luxusprodukt<br />

ist es bereits still geworden.<br />

Kostspieliges Extra<br />

So hat beispielsweise Miele die Kampagne für den<br />

Wäschepflegeschrank „Aerium“ vorerst aufs Eis gelegt.<br />

Das Gerät sollte als Konkurrenz zum „Refresh<br />

Butler“ von V-ZUG im zweiten Quartal <strong>2024</strong> auf den<br />

Markt kommen. Eines der stichhaltigen Argumente<br />

von Miele: Mit rund 4000 Euro Anschaffungspreis<br />

wird der „Aerium“ etwa 75 Prozent günstiger angeboten<br />

als das „swiss made“-Produkt. Dennoch handelt<br />

es sich um ein kostspieliges Extra. Vor wenigen<br />

Jahren, 2021 oder 2022, hätte dieser Schrank, der mit<br />

Dampf und Duftflakons arbeitet, um Kleidungsstücke<br />

abseits von Waschmaschine und Trockner behutsam<br />

zu reinigen und aufzufrischen, mutmaßlich noch den<br />

Zeitgeist der Küchen- und Hausgerätebranche getroffen.<br />

Vielleicht wäre dessen Lancierung, ob erfolgreich<br />

oder nicht, sogar in den anderen guten Nachrichten untergegangen,<br />

die Miele im Monatstakt veröffentlichte:<br />

Dreimal hintereinander vermeldete der Konzern das<br />

beste Geschäftsjahr in seiner Firmengeschichte, dazu<br />

ein „Allzeithoch beim Personal“, entscheidende Schritte<br />

beim Erreichen des selbstgesteckten Klimaziels und<br />

allein 29 zusätzliche Markenstores im Geschäftsjahr<br />

2022. Mit dem „Miele Aerium“ wäre es dem Konzern<br />

wohl einmal mehr gelungen, sich mit einem außergewöhnlichen<br />

Produkt in den Fokus des High End-Haushalts<br />

zu schieben.<br />

Veränderte Rahmenbedingungen<br />

Stattdessen wurde die Markteinführung verschoben<br />

und der Gerätehersteller ist, ausgerechnet im 125. Jahr<br />

seines Bestehens, ins Visier der Regional- und Wirtschaftspresse<br />

geraten. In den vergangenen Wochen<br />

hagelte es heftige Kritik. Die Gründe ranken sich um<br />

angekündigte Produktionsverlagerungen und einhergehend<br />

um Stellenabbau und Stellenverlagerung. 2700<br />

Arbeitsplätze sind vom „Effizienzprogramm“ bei Miele<br />

weltweit betroffen. Davon entfallen allein in Deutschland<br />

1300 Jobs. Der Personalabbau sei, neben weiteren<br />

Einsparungen bei Material- und Sachkosten sowie<br />

einer Straffung interner Strukturen, dringend notwendig,<br />

unterstreicht die Geschäftsleitung: 2023 verzeichnete<br />

das Familienunternehmen weltweit einen<br />

vorläufigen Umsatzrückgang von rund neun Prozent.<br />

Bei den verkauften Stückzahlen betrage der Rückstand<br />

zum Vorjahr etwa das Doppelte, gibt das Unternehmen<br />

an – und weicht damit konkreten Zahlen aus.<br />

Deutlicher wird Miele hingegen in seiner Zukunftsprognose.<br />

„Was wir derzeit erleben, ist keine vorübergehende<br />

Konjunkturdelle, sondern eine nachhaltige<br />

Veränderung der für uns relevanten Rahmenbedingungen,<br />

auf die wir uns einstellen müssen“, lässt der<br />

Premiumgerätehersteller seine Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter wissen. 700 Stellen werden allein für die<br />

Waschmaschinen-Montage vom Standort Gütersloh ins<br />

polnische Ksawerów verlagert. Hier wird seit 2019 ein<br />

Einstiegsmodell der Marke produziert, mit dem Miele<br />

an seiner Wettbewerbsfähigkeit im Segment der<br />

Wäsche pflege festhält. Bis 2027 sollen dort zukünftig<br />

14 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


fast alle Waschmaschinen für den Privathaushalt sowie<br />

„produktionsnahe Bereiche“ zusammengesetzt<br />

werden. Ob das auch für den „Aerium“ gilt, der vom<br />

österreichischen Maschinenbauer Wintersteiger gefertigt<br />

wird, blieb auf Nachfrage bislang unbeantwortet.<br />

Luxus auf dem Prüfstand<br />

Ähnlich wie Miele ringen auch andere deutsche Hausgerätehersteller<br />

in diesen Tagen um die Deutungshoheit<br />

ihrer Markenidentität. So muss sich die BSH, die<br />

sogar rund 3500 Stellen in den kommenden drei Jahren<br />

streicht, die Frage gefallen lassen, wie Premium und<br />

Personalabbau zusammenpassen. Oder ob jene personellen<br />

Einschnitte nicht bereits früher hätten getroffen<br />

werden können – im kontrollierten Rahmen und<br />

mit Augenmaß?<br />

Die derzeit schwächelnden Absatzzahlen zwingen<br />

den Großkonzern bereits jetzt dazu, den markenbasierten<br />

Luxus auf den Prüfstand zu stellen. So hat die BSH<br />

unlängst ihr Vorzeigeprodukt „Solitaire – The Waterbase“<br />

vom Markt genommen: Die Produktionsbänder<br />

für das Gerät, bestehend aus Armatur, Spüle und Systemkorpus,<br />

stehen seit Anfang Mai still. Der Rückbau<br />

der Produkte hat bereits begonnen. Erst knapp zwei<br />

Monate später machte die Meldung in der Küchenbranche<br />

die Runde.<br />

Als besonders bittere Pille dürfte die BSH als bis<br />

dato größten Hausgerätehersteller Europas die Nachricht<br />

ereilt haben, dass sich mit „Beko Europe“ durch<br />

die Übernahme des europäischen Whirlpool-Geschäfts<br />

in den Mutterkonzern Arçelik ein neuer „Big Player“<br />

mit entsprechender Marktmacht gebildet hat. Darf man<br />

den Zahlen Glauben schenken, scheint das Unternehmen<br />

mit Sitz in Istanbul der Krise vorerst zu trotzen.<br />

Foto: Miele<br />

Dicke Luft im Luxussegment: Alle drängen auf die Pole<br />

Position – aber selbst dort drehen sich nicht alle Produktinnovationen.<br />

Auch die Markteinführung des<br />

Wäsche schranks „Aerium“ wurde verschoben.<br />

Susanne Maerzke<br />

Kommentar<br />

Kommunikative Kehrtwende<br />

Nahbar, nachhaltig, authentisch? Immer mehr Gerätehersteller<br />

wollten in den vergangenen Jahren mit ihrer Kundschaft<br />

an einem Tisch sitzen: Als Marke von nebenan, die<br />

nicht nur ein Produkt, sondern einen Lebensstil verkauft.<br />

Als Unternehmen, dem die gesunde Ernährung seiner Klientel<br />

mindestens so am Herzen liegt wie eine Produktion<br />

im Einklang mit der Umwelt. Und als Hersteller, dessen<br />

Geräte einen ganz erheblichen Beitrag zur Wertigkeit eines<br />

Küchenraums beisteuern – nicht nur technologisch, sondern<br />

auch ästhetisch.<br />

Vielsagend ist mittlerweile allerdings das, was nicht zur<br />

Sprache kommt: Luxusprodukte, die plötzlich nicht mehr<br />

en vogue sind. Werkshallen, die ins Ausland verlagert werden,<br />

trotz „Made in Germany“ als Marken claim. Auch die<br />

Nachhaltigkeit als Überthema hat längst Kratzer bekommen.<br />

Kaum jemand sei derzeit bereit, für ein grünes Gewissen<br />

mehr Geld auszugeben, heißt es hinter vorgehaltener<br />

Hand in der Industrie. Stattdessen lenken PR-Beauftragte<br />

den Blick auf die Energieeffizienz von Küchengeräten:<br />

(Strom) Sparen kommt schließlich nicht nur der Umwelt zugute,<br />

sondern auch dem Geldbeutel der Verbraucher.<br />

Die spürbare Stille, die bei Produkten wie dem „Aerium“<br />

und der Systemlösung „Solitaire – The Waterbase“ zu beobachten<br />

sind, stehen dem selbstbewussten Sendungsbewusstsein<br />

der Branche aus den vergangenen Jahren<br />

entgegen. Der wahrnehmbare Knick in der Unternehmenskommunikation<br />

lässt die Halbwertszeit fragiler Markenversprechen<br />

zutage treten.<br />

Die kommenden Monate dürften eine entscheidende Rolle<br />

im Auftreten, aber auch in der Ausrichtung einiger Gerätehersteller<br />

spielen. Es gilt, den schwierigen Spagat zwischen<br />

Qualitätsanspruch und Produktabsatz zu meistern<br />

– und sich dabei Vertrauen und Rückhalt von Kunden- wie<br />

von Mitarbeiterseite zurückzuerobern. Das geschieht vor<br />

allem über Transparenz. Bernd Schreiber, Betriebsratschef<br />

vom Güters loher Miele- Stamm werk, pocht in einem Gespräch<br />

mit der FAZ auf offene Worte seitens der Konzernleitung:<br />

„Der Umfang des Stellenabbaus (…) wäre ein De saster<br />

für die Menschen, die Miele großgemacht haben. Eine geräuschlose<br />

Abwicklung wäre der Situation in keiner Weise<br />

angemessen.“<br />

Susanne Maerzke<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 15


Hausgeräte<br />

Die IFA erfindet sich neu<br />

Internationale Funkausstellung war gestern. Heute heißt es Innovation For ALL.<br />

Das Kürzel ist jedoch geblieben: IFA. Der Standort auch: Berlin. Im September feiert<br />

die Messe ihren 100. Geburtstag und zeigt sich modern, jung und weltoffen.<br />

Wenn vom 6. bis 10. September die weltweit größte Messe<br />

für Consumer Electronics und Home Appliances ihren<br />

100. Geburtstag feiert, präsentieren sich die bekannten<br />

IFA-Initialen in neuem Design. Und das sei<br />

„mehr als nur ein visuelles Makeover“, betonen die<br />

Verantwortli-chen. Es sei ein tiefgreifender Neugestaltungsprozess<br />

des gesamten Markenumfelds, den die<br />

IFA Management GmbH in enger Zusammenarbeit mit<br />

ihren Gesellschaftern – das sind Clarion Ltd. und die<br />

gfu Consumer & Home Electronics GmbH als Inhaberin<br />

der Markenrechte der IFA – eingeleitet haben. Durchgeführt<br />

wurde die Neugestaltung von der Kommunikationsagentur<br />

Highsnobiety.<br />

Nicht mehr auf der Höhe der Zeit<br />

Aus Berlin heißt es: „Die IFA ist eine der traditionsreichsten<br />

Messen weltweit und damit eine etablierte<br />

Marke im Messegeschäft. Das bisherige Logo hat über<br />

lange Zeit funktioniert und hatte seinen letzten Refresh<br />

bereits Anfang der 2000er-Jahre. Es war mit seinen vielen<br />

Be-standteilen aus IFA-Schriftzug, Claim, dem jeweiligen<br />

Veranstaltungsdatum und dem soge-nannten<br />

‚Funk-Otto‘, dem markanten, stilisierten roten Kopf<br />

und bisherigen Markenzeichen der IFA, nicht mehr auf<br />

der Höhe der Zeit. So war es angebracht, die Markenwelt<br />

der IFA zu überarbeiten – und der 100. Geburtstag<br />

stellt für alle Beteiligten den richtigen Zeitpunkt dar.“<br />

Funktioniert auch international<br />

Beim Briefing wurde darauf geachtet, dass das Rebranding<br />

auf die Herkunft der Marke IFA einzahlt, sie<br />

gleichzeitig aber auch in die Zukunft tragen kann. Die<br />

Gestaltung sollte deutlich simpler gehalten werden,<br />

um auch den Wiedererkennungswert zu erhöhen.<br />

Fester Bestandteil des neuen Designs bleibt der „Funk-<br />

Otto“, wird aber nicht mehr im Haupt-logo zu finden<br />

sein. Vielmehr begegnet er den Ausstellern und Messebesuchergästen<br />

fortan bei diversen Gelegenheiten.<br />

Ein weiterer Teil der Herkunft der IFA ist der Name „Internationale<br />

Funkausstellung“ von dem sich die drei<br />

Buchstaben IFA ableiten. Auch dieser Name ist vielen<br />

Menschen noch bekannt und daher Bestandteil einer<br />

neuen Logovariante. Allerdings stehen die drei Buchstaben<br />

IFA zukünftig aber vor allem für den Claim „Innovation<br />

Für Alle“, der auf Englisch mit „Innovation<br />

For All“ ebenfalls anwendbar ist.<br />

Die IFA gibt sich auch im Netz ein neues Image.<br />

Foto: Bildschirmfoto Website<br />

16 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Foto: IFA<br />

Zum „IFA Kick-OFF“, der Preview auf die Messe im September mit Keynotes und erste Aussichten auf die Neuheiten,<br />

begrüßten Leif Lindner und Dr. Sara Warneke mehr als 200 Medienvertreter im Bikinihaus Berlin.<br />

Offen und zugewandt<br />

Die neue grafische Gestaltung und der neue Claim sollen<br />

Zugänglichkeit und Transparenz sig-nalisieren.<br />

Die IFA möchte global ein Publikum ansprechen, das<br />

so vielfältig ist wie die Stadt Berlin, in der sie beheimatet<br />

ist. Das gilt auch für die Werte, die die IFA und<br />

ihr Veranstalter vertreten: „Die IFA soll ein Ort sein, an<br />

dem Jede und Jeder Innovation entdecken und erle-ben<br />

kann. Und genauso wird die Kommunikation gestaltet<br />

sein: offen, zugewandt und zeit-gemäß.“<br />

Dazu erklärt Leif Lindner, CEO der IFA Management<br />

GmbH: „Wir alle befinden uns zurzeit in einer<br />

dynamischen Phase, gesellschaftlich, politisch und<br />

wirtschaftlich. Gleichzeitig beschleu-nigt sich auf<br />

technischer Ebene Innovation durch die konstante<br />

Weiterentwicklung von Künstli-cher Intelligenz. Die<br />

Stimmungen sind aktuell vielfältiger und komplexer<br />

als zum Beispiel noch im letzten Jahrzehnt. Wir wollen<br />

mit unserer gesamten Markengestaltung dafür sorgen,<br />

dass Aussteller:innen und Konsument:innen wieder<br />

Technologie und Innovation feiern können! Wir befinden<br />

uns im Wandel. So wie das Radio, der Farbfernseher<br />

und das Internet die Welt nach-haltig verändert hat,<br />

so wird KI, VR und Quantum Computing uns erneut in<br />

ein neues Zeitalter bringen. Die IFA mit ihrer neuen<br />

Marke soll in ihrer zukünftigen Ausrichtung ein Ort<br />

werden, der Menschen fasziniert, überrascht und einen<br />

Blick in ihre eigene Zukunft gewährt – zumin-dest auf<br />

Produkte und Anwendungen, die ihr Leben maßgeblich<br />

bestimmen werden.“<br />

Eigenständige Aussage<br />

Dr. Sara Warneke, Geschäftsführerin der gfu Consumer<br />

& Home Electronics GmbH, der Inha-berin der<br />

Markenrechte der IFA, ergänzt: „Innovation ist seit 100<br />

Jahren der Grund, weshalb die IFA stattfindet. Deshalb<br />

war es uns wichtig, ein Rebranding zu kreieren, das<br />

diesen Weg berücksichtigt. Die neue Wort-Bild-Marke<br />

trägt dem Rechnung. Wir heben uns mit diesem Lo-go<br />

klar von Messen ab, deren Portfolio sich mit dem der<br />

IFA überschneidet. Es gibt einen deutlich höheren Wiedererkennungswert,<br />

mit dem wir die Marke IFA stärken<br />

werden. Gleich-zeitig lassen die Veränderungen<br />

weiterhin erkennen, von wo wir gestartet sind.“<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 17


Hausgeräte<br />

Für Planungen mit hohen Schränken<br />

Flexibel in der Planung, einfach in der Montage, überzeugend<br />

in der Ausstattung. So beschreibt Liebherr die Reihe an Unterbaugeräten,<br />

die es jetzt neu auch in der Gerätehöhe 86–92 Zentimetern<br />

gibt. Das erweiterte Unterbauportfolio bietet zusätzliche<br />

Flexibilität bei Planungen mit höheren Unterschränken.<br />

Präsentiert werden die Geräte erstmals auf<br />

der IFA in Berlin. Dort feiern auch neue Einbaugeräte<br />

für die 194 cm hohe Nische Premiere.<br />

Das schafft zusätzliches Nutzvolumen.<br />

Im Vergleich zu einem Einbau-Kühlgerät im<br />

gewöhnlichen Nischenmaß stehen laut Hersteller<br />

bis zu 12,5 % mehr Platz zur Verfügung.<br />

Die fünf Modellvarianten erstrecken<br />

sich vom Einstiegsmodell mit der Frischetechnologie<br />

„EasyFresh“ in der „Pure“-Serie<br />

über die „Plus“-Serie mit „BioFresh“ bis hin<br />

zu einem Premium-Modell der „Prime“-Serie<br />

mit „BioFresh“ und Design-Highlights wie<br />

der „SmartSteel“-Rückwand und dem „Light-<br />

Tower“. Mit den „BioFresh“-Modellen bringt<br />

Liebherr die bislang einzigen Einbaugeräte<br />

für die 194 cm Nische auf den Markt, die über<br />

zwei Null-Grad-Schubladen verfügen. Die<br />

erstmalig erreichte Energieeffizienzklasse C<br />

sei ein weiterer Maßstab.<br />

Mit dem „FNXa 522i“ zeigt Liebherr zudem<br />

den Prototypen des ersten Gefrierschranks,<br />

der die besonders energieeffiziente „BluRoX“-<br />

Technologie vollumfänglich nutzt und ein<br />

kreislauffähiges Produktkonzept verfolgt.<br />

Foto: Liebherr<br />

Neue Unterbau-Weinkühlschränke sowie verschiedene freistehende<br />

Kühl-Gefrierkombinationen mit besten Energieeffizienzwerten<br />

und Top-Ausstattungen, teils auch in 75 cm Breite,<br />

runden den Auftritt des Kühlgerätespezialisten auf der IFA ab<br />

(Stand 102 in Halle 2.1).<br />

Zu den zahlreichen IFA-Neuheiten von Liebherr gehören auch verschiedene<br />

Unterbaugeräte für Küchenplanungen mit höheren Unterschränken.<br />

Foto: Miele<br />

Auf der IFA wird Miele auch die neue<br />

Farbwelt „Pearlbeige“ für die grifflose<br />

Serie „ArtLine“ vorstellen.<br />

Neue Farbwelten für grifflose Geräte<br />

Beim Ausblick auf die Messeneuheiten hielt sich Dr. Reinhard Zinkann, geschäftsführender<br />

Gesellschafter von Miele, beim IFA Kick-Off bedeckt, kündigte unter dem Stichwort „Nova<br />

Edition“ jedoch Neuheiten für den Bereich der Wäschepflege an. Zudem verwies er auf zwei<br />

neuen Farbwelten für Einbaugeräte der grifflosen Serie „ArtLine“. Mit „Pearlbeige“ stellt<br />

Miele in Berlin erstmals diese vielseitig kombinierbare Mischung aus Grau und Beige vor,<br />

und mit „Obsidianschwarz matt“ greift der Premiumhersteller den Trend nach matter Oberflächenstruktur<br />

auf. Wie gewohnt, präsentiert Miele seine Neuheiten in Halle 2.1. Zu sehen<br />

gibt es 270 Geräte auf 3000 Quadratmetern Standfläche. Für genussvolle Kostproben am<br />

Stand sorgt zwei-Sterne-Koch Alexander Herrmann.<br />

Übergreifend wird es für Miele auf der IFA viel um das 125-jährige Bestehen gehen. Dieses<br />

besondere Jubiläum feiert das Unternehmen mit Hauptsitz in Gütersloh in diesem Jahr.<br />

Ein weiterer Messefokus liegt auf den Themen Zirkularität und Einbeziehung von KI. „Wir<br />

wollen unseren Geräten ein zweites Leben geben und setzen auf die Wiederverwendbarkeit<br />

und Wiederverwendung von Geräte-Komponenten und Materialien“, sagte Dr. Reinhard<br />

Zinkann. Im September präsentiert das Unternehmen unter anderem eine Konzeptstudie<br />

eines Gerätes, dass fast vollständig aus zirkulärem Material besteht und sich auch fast<br />

komplett in den Materialkreislauf zurückführen lässt. Im Bereich KI setzt das Unternehmen<br />

digitale Anwendungen über den ganzen Lebenszyklus seiner Produkte ein: von der KIunterstützten<br />

Software in Forschung und Entwicklung, über KI-basierte Optimierung der<br />

Produktqualität in der Produktion bis hin zu der KI-gestützten Garguterkennung Smart<br />

Food ID. Beispielhaft zeigte Zinkann eine der jüngsten Funktionen der Miele App, die ebenfalls<br />

ihren Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leistet: „Mit ‚AI Diagnostics‘ bieten wir unseren<br />

Nutzerinnen und Nutzern eine Hilfe zur Selbsthilfe bei Gerätestörungen und ersparen so<br />

manchen unnötigen Kundendiensteinsatz.“<br />

18 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Auf den konkreten Nutzen kommt es an<br />

Menschen in Deutschland haben weiterhin Vorbehalte<br />

gegenüber Künstliche Intelligenz (KI). Allerdings werden<br />

auf KI basierende Technologien nicht pauschal abgelehnt.<br />

Vielmehr zählt der konkrete Anwendungsfall,<br />

der über Zustimmung oder Ablehnung entscheidet.<br />

Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung*,<br />

die YouGov im Auftrag der Branchenorganisation<br />

gfu Consumer & Home Electronics durchgeführt<br />

hat. Eine deutliche Mehrheit von 63 Prozent der<br />

Befragten kann sich beispielsweise mit der Idee einer<br />

Waschmaschine anfreunden, bei der die KI die Art und<br />

den Verschmutzungsgrad der Wäsche erkennt und automatisch<br />

die Waschmittelmenge und das richtige Programm<br />

wählt. Nur ein knappes Drittel (32 %) will so<br />

eine Funktion nicht haben. Mehrheitlich interessant<br />

ist auch eine KI, die Bewegungsmuster lernt und dann<br />

die Heizung entsprechend den Anwesenheitszeiten der<br />

Hausbewohner und -bewohnerinnen automatisch regelt.<br />

60 Prozent können sich hier eine Nutzung vorstellen.<br />

Wiederum ein gutes Drittel (34 %) lehnt derzeit so<br />

eine Nutzung ab.<br />

Die Zukunft des Haustürschlüssels ist hingegen aktuell<br />

nicht von der KI bedroht. Eine durch künstliche<br />

Intelligenz gesteuerte automatische Zugangsberechtigung<br />

für das Haus oder die Wohnung trifft auf weniger<br />

Befürworter. 39 Prozent können sich dies vorstellen,<br />

eine klare Mehrheit von 55 % würde eine solche Funktion<br />

nicht nutzen.<br />

Gewünschte KI-Eigenschaften bei Hausgeräten<br />

Ressourcen- und besonders Energieeffizienz sind die<br />

für die Befragten wichtigsten Eigenschaften, zu denen<br />

KI bei Produkten im Hausgerätebereich beitragen<br />

kann. 48 % sehen einen optimierten Energieverbrauch<br />

als den wichtigsten Beitrag, den eine KI liefern kann.<br />

Mit deutlichem Abstand folgen Wartungs- und Diagnose-Funktionen<br />

(32 %) sowie optimierte Wasch- und<br />

Trocken zyklen bei Waschmaschinen (26 %). Für eher<br />

kleinere Gruppen sind weitere Funktionen interessant:<br />

KI-unterstützte Smart-Home Integration (19 %), Sprachsteuerung<br />

(18 %), Automatisierung der verschiedenen<br />

Abläufe in der Küche und Lebensmittelmanagement<br />

im Kühlschrank (jeweils 17 %).<br />

Ebenfalls 17 Prozent sagen, dass keine der abgefragten<br />

Funktionen für sie interessant wären. Übergroße<br />

Fangruppen kann KI im Hausgerätebereich also<br />

nicht verzeichnen, doch diejenigen, die sich für bestimmte<br />

Anwendungen interessieren, sind auch bereit,<br />

für diese einen Aufpreis zu zahlen. Je nach abgefragter<br />

Anwendung ist bei 70 bis 78 Prozent der Interessenten<br />

eine Aufpreisbereitschaft vorhanden.<br />

Gewünschte KI-Eigenschaften<br />

bei Consumer Electronics<br />

Auch bei Consumer Electronics ist Energieeffizienz der<br />

wichtigste Beitrag, den KI nach Meinung der Befragten<br />

liefern kann (37 %). Automatische Übersetzungen von<br />

Sprache durch Smartphones oder Kopfhörer rangiert<br />

auf Platz 2 (28 %). Sicherheitsfunktionen (26 %) folgen<br />

knapp dahinter. Verbesserungen von Bild und Ton mithilfe<br />

von KI und Sprachsteuerung liegen bei jeweils 18<br />

Prozent. Vorausschauende Wartung (16 %) und automatische<br />

Anpassungen an Umgebungsbedingungen (15 %)<br />

folgen dahinter. Eher abgeschlagen im einstelligen Bereich<br />

liegen „personalisierte Nutzererfahrungen“, also<br />

etwa Programmvorschläge durch die KI (9 %) oder Personalisierung<br />

beim Gaming (8 %). Dahinter liegt nur<br />

noch die Gesten-Erkennung und -Steuerung mit sieben<br />

Prozent. Allerdings gilt auch für KI-Anwendungen in<br />

der Consumer Electronics, dass die Interessenten für<br />

ein KI-Feature bereit sind, Aufpreise zu zahlen. Je nach<br />

KI-Funktion ist bei 68 bis 80 Prozent der an bestimmten<br />

Anwendungen Interessierten auch eine Zahlungsbereitschaft<br />

für den zusätzlichen Nutzen vorhanden.<br />

Foto: gfu<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 19


Hausgeräte<br />

Das Kombigerät<br />

„LHOV“ vereint<br />

der zum ersten<br />

Mal einen<br />

Backofen, ein<br />

Kochfeld und<br />

ein Absaugsystem<br />

in einem<br />

Produkt.<br />

Elica zieht ins IDF34<br />

Die italienische Hausgerätemarke Elica will in Deutschland<br />

mehr Präsenz zeigen. Mit neuen Produktgruppen<br />

und einer neuen Dauerausstellung. Zur Küchenmeile<br />

<strong>2024</strong> bezieht das Unternehmen eine 200 m 2 große<br />

Fläche im Ausstellungszentrum IDF34 in Löhne. Damit<br />

verbunden ist auch eine Neuausrichtung beim Thema<br />

Cooking. Neben seinen Kochfeldabzügen (Serie<br />

„Nikola Tesla“) und teils ikonische Dunstabzugshauben<br />

für Wand, Insel und Decke wird der Hersteller mit Sitz<br />

im mittelitalienischen Fabriano künftig auch Backöfen,<br />

Induktionskochfelder und Weinkühlschränke anbieten.<br />

Neu und inzwischen erhältlich ist auch das innovative<br />

Kombigerät LHOV. Es ist Backofen, Kochfeld und<br />

Absaugsystem in einem Produkt.<br />

In den Sommermonaten wird die Fläche für den neuen<br />

Elica-Showroom im IDF34 komplett umgebaut. Die<br />

offizielle Eröffnung erfolgt zur Küchenmeile im September<br />

<strong>2024</strong>. Damit konnte IDF-Inhaber Kai Schäffer<br />

nach Siemens Hausgeräte im vergangenen Jahr ein<br />

Foto: Elica<br />

weiteres internationales Zugpferd gewinnen. Inklusive<br />

Elica sind nun alle Flächen im IDF34 belegt und langfristig<br />

vermietet.<br />

Perfekter Standort<br />

Der neue Showroom im IDF34 ist als Dauerausstellung<br />

und Schulungsstandort angelegt. Es sei ein perfekter<br />

Standort, der es ermögliche, die Präsenz auf dem deutschen<br />

Markt zu verbessern und den Austausch mit<br />

Nordeuropa und den Benelux-Ländern zu intensivieren.<br />

„Unsere Positionierung in Deutschland steht im<br />

Einklang mit unserer internationalen Markenentwicklungsstrategie,<br />

die erhebliche Investitionen vorsieht,<br />

um die Marke Elica in allen Märkten als Cooking-Partner<br />

zu etablieren“, kommentiert Philippe Reversau,<br />

Vertriebsleiter für die Regionen EMEA & APAC, die<br />

strategische Ausrichtung, die mit einem grundlegenden<br />

Rebranding verbunden ist.<br />

Neue Gerätekategorie<br />

Mit den Veranstaltungen im neuen Showroom in Löhne<br />

möchte Elica ein breites Publikum ansprechen, vom<br />

Fachhandel bis zur Küchenmöbelindustrie. „Deutschland<br />

war schon immer einer der wichtigsten Märkte<br />

für Elica, und diese neue Präsenz in einem der renommiertesten<br />

Geschäftsviertel der Region wird es uns ermöglichen,<br />

noch näher bei unseren Kunden zu sein<br />

und das Design und die Innovation unserer Marke<br />

‚Made in Italy‘ zu vermitteln“, kommentiert Samanta<br />

Simonetti, Geschäftsführerin Elica Deutschland GmbH.<br />

„Mit dem revolutionären LHOV, der zum ersten Mal einen<br />

Backofen, ein Kochfeld und ein Absaugsystem in<br />

einem Produkt vereint, führt Elica eine neue Kategorie<br />

in der Welt der Haushaltsgeräte ein und revolutioniert<br />

die Art und Weise, wie wir kochen und wie viel Platz<br />

wir in der Küche benötigen.“<br />

Vor freude<br />

auf die neue<br />

Dauer ausstellung<br />

von<br />

Elica im IDF34<br />

in Löhne (Foto<br />

von links):<br />

Lars Ritter (Verkaufsleiter<br />

DACH), Samanta<br />

Simonetti (Geschäftsführerin<br />

Elica Deutschland)<br />

und Gian<br />

Luca Vincenzetti<br />

(Key Account<br />

Küchenmöbelindustrie).<br />

Foto: Biermann<br />

20 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Foto: Neff<br />

3 000 000-mal<br />

Slide & Hide<br />

Ein besonderer Meilenstein: Am<br />

28. Februar <strong>2024</strong> lief der dreimillionste<br />

Backofen mit voll versenkbarer<br />

Ofentür „Slide & Hide“ vom Band.<br />

„Ein Erfolg, auf den wir unglaublich<br />

stolz sind“, freute sich der Leiter<br />

des Neff-Werks in Bretten, Thomas<br />

Baumeister. 2002 feierte die Idee Premiere.<br />

Jedoch konnte das System anfangs<br />

nur in Kompaktgeräten (45 cm)<br />

verbaut werden, weil die Backofentür<br />

selbst ein Fach von 15 cm brauchte,<br />

um darin zu verschwinden. 2014 präsentierte<br />

der Hersteller schließlich<br />

seine patentierte Ofentür im üblichen<br />

60 cm Backofen-Standardmaß. Ab<br />

diesem Zeitpunkt war der Garraum<br />

genauso groß wie bei jedem anderen<br />

Backofen. Seither geht der Trend<br />

steil bergauf: Die erste Million wurde<br />

2017 erreicht, die zweite folgte 2020.<br />

Am 28. Februar <strong>2024</strong> wurde dann der<br />

dreimillionste „Slide & Hide“-Backofen<br />

im baden-württembergischen<br />

Werk in Bretten produziert.<br />

Mehr Umsatz,<br />

mehr Kundenbindung<br />

Massive Knebel<br />

Am auffälligsten beim Kochfeldabzug „Easy 90 Pro Prestige“ sind die massiven Drehknebel<br />

aus schwarz pulverbeschichtetem Aluminium. Damit ersetzt Hersteller Novy die herkömmliche<br />

Slider-Steuerung, was zusätzlichen Platz auf der 90 cm breiten Fläche schafft. Auch<br />

akustisch erfüllen die massiven Knebel Premiumansprüche: Die präzise Rastung macht sich<br />

mit einem dezenten Klicken bemerkbar – ein Feedback, das die Bedienung des edlen Muldenlüfters<br />

unterstützt. Betrieben werden kann das Gerät im Abluft- und im Umluftbetrieb.<br />

Die Topferkennung mit Lüfterautomatik gehört ebenso zum Ausstattungsumfang wie Flexzonen<br />

und eine Ankochautomatik.<br />

Foto: Novy<br />

7/8/<strong>2024</strong>


Hausgeräte<br />

„True White“ schafft einen brillanten Weißton<br />

ohne Grünstich auch bei Kalk-Natron-Glas.<br />

Foto: Schott<br />

Günstiger und ohne Grünstich<br />

Nachdem dunkle Farben in den letzten Jahren ein Garant<br />

für Eleganz in der Küche waren, geht der Trend<br />

wieder hin zu helleren Farben und mehr Leichtigkeit.<br />

Gleichzeitig sind matte Oberflächen angesagt. Was<br />

nicht nur für die Schrankfronten gilt. Auch die Glasfronten<br />

von Hausgeräten wie Backöfen, Dunstabzugshauben<br />

oder Kochflächen sollten sich möglichst nahtlos<br />

in das Gesamtdesign einfügen. Glasspezialist<br />

Schott begegnet diesen Trends mit zwei neuen Farbkreationen<br />

zur Bedruckung von Glas: „True White“<br />

und „Super Satin Plus“. Damit bietet das Unternehmen<br />

zusätzliche Gestaltungsoptionen für Hausgerätehersteller<br />

und Designer.<br />

Kreativer Freiraum<br />

Für einen brillanten Weißton mussten Hausgerätehersteller<br />

bisher ein hochwertiges und folglich teureres<br />

Glas einsetzen, da in Verbindung mit einem Standard-Glas<br />

(Kalk-Natron-Glas, engl. soda-lime glass) ein<br />

Grünstich den Farbeindruck trübte. Schott löst dieses<br />

Problem nun durch eine neu entwickelte Bedruckungsfarbe.<br />

„Damit schaffen wir Einsparpotenziale für Hausgerätehersteller<br />

und geben Designer nie dagewesene<br />

kreative Freiheit“, so das Unternehmen.<br />

Deutlich reduziert<br />

Mit „True White“ bietet das Mainzer Unternehmen nun<br />

einen strahlenden Weißton an, der in Form einer aufgebrachten<br />

Bedruckung den gleichen Effekt bei einem<br />

preisgünstigen Standard-Glas erzielen kann. Die neue<br />

Farbkomposition sei widerstandsfähig und langlebig.<br />

Vor allem aber reduziere sie den Grünstich deutlich<br />

und eigne sich damit auch für die Bedruckung<br />

von Standard-Gläsern. „Mit ‚True White‘ schaffen wir<br />

gleich zwei Vorteile für Hausgerätehersteller: Ein besseres<br />

Farbergebnis und Einsparungspotenzial in der<br />

Herstellung“, sagt Gregor Grosse, Leiter der globalen<br />

Produktentwicklung bei Schott Flat Glass.<br />

Neuer Satin-Farbton<br />

Auch für matte Designs bietet Schott eine neue Lösung<br />

an. „Super Satin Plus“ ist ein Satin-Farbton auf<br />

Basis einer keramischen Druckfarbe. Dadurch sei diese<br />

Bedruckung besonders resistent gegenüber Finger<br />

ab drücken, Kratzern und chemischen Reinigern.<br />

„Gleichzeitig schafft er eine neuartige Oberflächenbeschaffenheit,<br />

die nicht nur matt und samtig aussieht,<br />

sondern sich auch so anfühlt“, erläutert der Hersteller.<br />

Während satinierte Haptik bei Glas traditionell<br />

durch eine Ätzung erzeugt wird, schafft Schott ein<br />

identisches Ergebnis mit der Bedruckungstechnologie<br />

„Duo Design“. Gregor Grosse: „Wir bedrucken das Glas<br />

von beiden Seiten, das schafft optische Tiefe. Die Haptik<br />

entsteht durch die hohe Druckqualität auf der Vorderseite,<br />

die wir mit ganz feinen und präzisen Linien<br />

und Mustern besetzen können.“ Und er ergänzt: „Ob<br />

grau, schwarz oder Trendweiß – Hausgerätehersteller<br />

können ‚Super Satin Plus‘ in verschiedenen Farben einsetzen<br />

und damit hochwertige Designs realisieren.“<br />

Weitreichend kompatibel<br />

Beide neuen Farbkompositionen lassen sich mit allen<br />

Glastypen und Bedruckungsprozessen von Schott kombinieren.<br />

Dazu zählen einseitige oder beidseitige Bedruckungen<br />

sowie Dekordrucke wie Bedienelemente<br />

oder Logos. Zudem erfüllen sie laut Hersteller alle<br />

Anforderungen hinsichtlich der europäischen RoHS-<br />

Richtlinie und REACH-Verordnung.<br />

22 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Foto: Miele<br />

125 Wochen. Die Einbaugeräteserie „ArtLine“ im edlen Farbton „Obsidian schwarz matt“<br />

(Foto) hatte Miele im vergangenen Herbst vorgestellt. Zum 125-jährigen Jubiläum gibt das<br />

Unternehmen auf diese Geräte eine kostenfreie Garantieverlängerung von 125 Wochen –<br />

also zusätzlich zur regulären Miele-Garantie. Die Aktionsreihe umfasst Backöfen, Backöfen<br />

mit Mikrowelle, Dampfbacköfen, Wärme- bzw. Vakuumierschubladen, Einbau-Kaffeevollautomaten<br />

sowie einen Weinlagerschrank. Hinzu kommen Induktionskochfelder<br />

mit einer besonderen mattschwarzen Glaskeramik-Oberfläche. Komplettiert wird die „125<br />

Gala Edition“ durch eine Dunstabzugshaube, Stand-Kühlgefrierkombination und Frontverkleidungen<br />

für vollintegrierte Geschirrspüler im identischen Farbton.<br />

Foto: Amica<br />

Von oben. Eine Produktneuheit<br />

von Amica für<br />

das 2. Halbjahr <strong>2024</strong> ist das<br />

FrenchDoor-Kühlgerät mit<br />

197 Liter Kühlvolumen. Hinzu<br />

kommen 85 Liter Gefrierkapazität,<br />

aufgeteilt in zwei<br />

große, von oben befüllbare<br />

Schubladen. Eingestuft ist<br />

das 192 cm Gerät in Energieeffizienzklasse<br />

D. Es verfügt<br />

über NoFrost, Superkühlen<br />

und Supergefrieren.<br />

Foto: Küppersbusch<br />

Einstieg in die Markenwelt. Das mittlere und<br />

gehobene Preissegment ist die Heimat von<br />

Küppersbusch. Nun präsentiert der Hersteller<br />

mit der „K-SERIES.2“ eine neue Geräteserie<br />

für den Einstieg in diese Markenwelt.<br />

Mit entsprechend angepassten Preisen. Die<br />

neue Serie startet mit drei Back öfen und zwei<br />

Dunstabzugshauben. Für eine Komplett-Ausstattung<br />

der Küche lassen sich die Geräte mit<br />

bestehenden Produkten aus dem Sortiment<br />

ergänzen. Bei der „K-SERIES.2“ gibt es bewusst<br />

nur eine eingeschränkte Auswahl. So<br />

wird durch fest installierte Griffe die Komplexität<br />

reduziert. Zudem gibt es in der Serie keinen<br />

„Ökotherm“-Katalysator. Dieser sei den<br />

Produkten im gehobenen Segment vorbehalten.<br />

Was es aber bei der „K-SERIES.2“ gibt, ist<br />

die 340°C-Pizzafunktion (so wie beim hier abgebildeten<br />

Backofenmodell „BP6202.0“).<br />

Erntefrische im<br />

Kühlschrank.<br />

Das Licht, das Vitamine schützt.<br />

Die HarvestFresh Technologie von Beko schützt Vitamine nach dem Vorbild der Natur: Mit der Wirkung<br />

des Sonnenlichts.<br />

Sonnenlicht im Kühlschrank<br />

Erntefrische im Kühlschrank dank HarvestFresh: Die innovative 3-Farben-Technologie imitiert das<br />

natürliche Licht des täglichen Sonnenzyklus um die Photosynthese anzuregen: Dadurch bleiben Obst und<br />

Gemüse länger frisch und Vitamine länger erhalten.*<br />

Blau<br />

Der Tag beginnt und die<br />

Photosynthese startet.<br />

Grün<br />

Das intensive Licht der<br />

Mittagszeit.<br />

Knackige<br />

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Rot<br />

Das Licht der Dämmerung<br />

bereitet auf die<br />

Nachtphase vor.<br />

*Von Intertek getestet. Basierend auf Vitamin C- und Vitamin A-Messungen in<br />

Tomaten, grüner Paprika, Karotten, Spinat und Sellerie, die der Lichttechnologie<br />

direkt ausgesetzt wurden, im Vergleich zu Tag 0 in einem Zeitraum von 5 Tagen.<br />

www.beko.com/de-de


Hausgeräte<br />

Innovative Produktneuheit: Mit der Induktionsplattform „EGO E1“ komplettiert das Unternehmen sein Produktportfolio<br />

im Induktionsbereich und bietet künftig eine Lösung für das Einstiegssegment.<br />

Induktion für den Einstieg<br />

Die E.G.O.-Gruppe spürt die Krise der Hausgerätebranche<br />

und verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang.<br />

Die Geschäftsführung steuerte jedoch<br />

aktiv dagegen. Produktinnovationen in allen Entwicklungsstadien<br />

bieten Potenzial. „Ob Konzept, Technologie<br />

oder Neuprodukt: Bei E.G.O. entwerfen wir Innovationen,<br />

die den Alltag der Menschen immer ein Stück<br />

besser machen“, sagte CEO Dr. Karlheinz Hörsting bei<br />

der Bilanzpressekonferenz im Mai. Dort stellte er ausgewählte<br />

Entwicklungen in den verschiedenen Entwicklungsstadien<br />

vor. So komplettiert das Unternehmen mit<br />

der Induktionsplattform „EGO E1“ sein Produktportfolio<br />

im Induktionsbereich und bietet künftig eine Lösung<br />

für das Einstiegssegment. „Wir sind jetzt im Bereich<br />

der Induktionsbeheizungen Vollsortimenter. Das<br />

entspricht unserem Anspruch, der Wunschpartner für<br />

die Hausgeräteindustrie zu sein“, so Hörsting.<br />

Schnell und scharf<br />

Eine weitere neue Technologie, die das Bedienen von<br />

Hausgeräten erleichtert, ist EGO TFT-MID. TFT (Thin<br />

Film Transistors) sei als Display-Technologie bei Computer-Monitoren<br />

bereits etabliert und bietet eine ausgezeichnete<br />

Bildqualität (Auflösung und Schärfe) und<br />

eine schnelle Reaktionszeit. Damit ermöglicht sie eine<br />

hohe Flexibilität bei der Darstellung von detaillierten<br />

Texten, vollfarbigen Bildern, Animationen und Videos.<br />

Mit zunehmender Marktreife und steigenden Volumen<br />

ist die TFT-Technologie immer preisattraktiver<br />

geworden und hat auch Einzug in die „Weiße Ware“<br />

gehalten.<br />

E.G.O. erweitert das Produktportfolio um die EGO TFT-<br />

MID und kann damit zusätzlich Produkte auf dieser<br />

Technologie-Basis anbieten, die auch für die mittleren<br />

Preissegmente interessant sind.<br />

24 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Auf das „New normal“ eingestellt<br />

Die E.G.O.-Gruppe (E.G.O.) hat im vergangenen Jahr einen Umsatz<br />

in Höhe von 699,2 Millionen Euro erzielt. Damit liegt sie 13 Prozent<br />

unter dem Vorjahreswert. Bei der Pressekonferenz der Blanc<br />

& Fischer Familienholding betonte Dr. Karlheinz Hörsting, Chief<br />

Executive Officer (CEO) der E.G.O.-Gruppe, dass es sich bei dem<br />

massiven Umsatzrückgang nicht um Marktanteilsverluste handle.<br />

Vielmehr stecke die Hausgerätebranche weltweit in einer Krise.<br />

„Die Lage wird sich nicht von heute auf morgen ändern – wir<br />

müssen sie für die nähere Zukunft als „New normal“ annehmen<br />

und uns darauf einstellen.“ Trotzdem äußerte er sich vorsichtig<br />

optimistisch: „Ich bin mir sicher, dass wir mittel- und langfristig<br />

wieder wachsen werden. Erste Zahlen lassen mich hoffen, dass es<br />

langsam bergauf geht.“ Dabei bezog er sich auf Konjunkturprognosen<br />

von Euromonitor, die für die kommenden fünf Jahre positive<br />

Wachstumsraten (CAGR) für die Anwendungskategorien Geschirrspülen,<br />

Wäschepflege, Kochanwendungen, Mikrowelle und<br />

Kühlanwendungen annehmen.<br />

Arbeitsplätze abgebaut und gesichert<br />

Die bisherigen Unternehmensstrukturen waren laut E.G.O. auf einen<br />

Umsatz in Höhe von einer Milliarde Euro ausgelegt. In der<br />

aktuellen Situation mit dem signifikanten Bedarfsrückgang an<br />

Hausgeräten weltweit unterhielt die Unternehmensgruppe folglich<br />

Überkapazitäten in der Produktion und im administrativen<br />

Bereich. Darauf hat das Unternehmen reagiert: Synergien geprüft<br />

und weltweit rund 900 Stellen abgebaut. Auch am Stammsitz in<br />

Oberderdingen fanden Gespräche mit dem Betriebsrat und der IG<br />

Metall über die zukünftige Ausrichtung des Standorts statt. Diese<br />

mündeten im „Zukunftstarifvertrag <strong>2024</strong>+“. Darin verpflichtet<br />

sich E.G.O., den Großteil der Fertigung, der Kompetenzzentren<br />

sowie der Logistik und des Anlagenbaus am Standort zu erhalten.<br />

Außer dem sagt das Unternehmen jährliche Investitionen für<br />

die weitere Entwicklung des Standortes zu. Die Produktion von<br />

Thermostaten und Kochplatten wird hingegen in das internationale<br />

Produktionsnetzwerk<br />

verlagert. Der geplante<br />

Abbau von ca. 160<br />

von derzeit 1346 Stellen<br />

am Standort Oberderdingen<br />

soll auch über ein<br />

freiwilliges Austrittsprogramm<br />

sozialverträglich<br />

ohne betriebsbedingte<br />

Kündigungen bewältigt<br />

werden. Im Gegenzug<br />

leisten die Beschäftigten<br />

bis 2029 unentgeltlich<br />

zwei Stunden Mehrarbeit<br />

und verzichten auf Teile<br />

ihres Urlaubsgelds sowie<br />

weiterer betrieblicher<br />

Sonderzahlungen. Von<br />

2029 an werden dann Dr. Karlheinz Hörsting, Chief Executive<br />

Officer (CEO) der E.G.O.-Gruppe.<br />

wieder alle Zahlungen<br />

auf das Niveau des Flächentarifs angehoben.<br />

In Zukunft will sich E.G.O. noch mehr auf die physische Kundennähe<br />

fokussieren. „In Regionen, die für unsere Kunden an Bedeutung<br />

gewinnen, wollen wir ebenfalls wachsen“, so Dr. Hörsting.<br />

Deshalb erweitert das Unternehmen die Kapazitäten in Mexiko<br />

und Polen.<br />

Der Einbau-Allesschneider<br />

Platzsparend und elegant verstaut.<br />

Fotos: E.G.O.<br />

Riesenhai als Vorbild<br />

Weitblick zeigt das Unternehmen mit einem innovativen<br />

Konzept für den Umgang mit Mikroplastik beim Waschen.<br />

„Beim Waschen von Kleidung aus synthetischen Textilien lösen<br />

sich Mikrofasern und lagern sich in der Waschmaschine<br />

ab. Da es in Waschmaschinen nur einen Grobfilter gibt, gelangen<br />

die Mikrofasern über das Abwasser und die Kläranlagen<br />

teilweise in die Umwelt“, erklärt der CEO das Problem.<br />

Gesucht hat man deshalb nach einer Lösung, wie bereits<br />

während des Waschvorgangs die Mikrofasern herausgefiltert<br />

werden können. Einen Ideengeber habe man in der Natur<br />

gefunden: den Riesenhai. „Er ist mit einer Körperlänge<br />

von bis zu zehn Metern und einem Gewicht von bis zu rund<br />

vier Tonnen eines der größten Lebewesen der Erde. Aber er<br />

ernährt sich ausschließlich von Plankton. Damit der Riesenhai<br />

ausreichend Nahrung bekommt, schwimmt er mit geöffnetem<br />

Maul und nimmt dabei, durch die Formgebung seiner<br />

Mundhöhle und deren rippenförmigen Struktur, Plankton<br />

auf. Mit dieser Methode ist er in der Lage, rund 1800 Tonnen<br />

Wasser in der Stunde nach Nahrung zu filtern.“ Dieses bionische<br />

Prinzip hat E.G.O. übernommen und ein Filtersystem<br />

mit konischer Rippenstruktur und austauschbarer Siebhülle<br />

entwickelt. „Für dieses bionische Filterkonzept wurden wir<br />

bereits ausgezeichnet,“ betont Dr. Hörsting stolz.<br />

7/8/<strong>2024</strong><br />

www.rierwerk.de


Hausgeräte<br />

Foto: Miele<br />

Das Miele Food Lab bei Living Tomorrow: Assistenzsysteme helfen beim Kochen, unterstützt durch Anleitung und<br />

Steuerung auf Bildschirmen und Bedienung auf der Arbeitsplatte.<br />

Visionen vom Kochen der Zukunft<br />

Die Zukunft des Kochens findet in einem Vorort von<br />

Brüssel statt. In Vilvoorde hat Miele im futuristischen<br />

Gebäude von Living Tomorrow ein Food Lab installiert.<br />

Es verbindet digitale Hightech und Künstliche Intelligenz<br />

mit aktuellen Küchengeräten des Unternehmens.<br />

Assistenzsysteme leiten beim Kochen an und werden<br />

multimodal per Sprache, mit Gesten, über ein Tablet<br />

oder eine Touchoberfläche auf der Arbeitsplatte bedient.<br />

Das Abwiegen von Zutaten geschieht über eine Waage<br />

im Kochfeld. Living Tomorrow versteht sich als experimentelles<br />

Innovationszentrum und wurde im letzten<br />

Jahr eröffnet. Über 80 Partnerunternehmen zeigen dort<br />

ihre Visionen vom Leben in der Zukunft. Neben dem<br />

Food Lab sind Installationen zum Wohnen, zur Mobilität<br />

und zum Arbeiten erlebbar, darunter auch ein Roboterservice<br />

von Miele.<br />

Allwissender Assistent<br />

Die Assistenzsysteme im Food Lab heißen „Nutrition<br />

Assistant“ und „Cooking Companion“. Beide sind Prototypen,<br />

die über die Miele Cloud gesteuert werden<br />

und mit Funktionen ausgestattet sind, von denen einige<br />

schon in wenigen Jahren serienreif sein könnten.<br />

Die Vision des „Nutrition Assistants“: Er ist der Planer<br />

im Küchenszenario und kennt die Familienmitglieder,<br />

ihre Lieblingsrezepte, aber auch Unverträglichkeiten<br />

für bestimmte Lebensmittel oder Diäten, die eingehalten<br />

werden sollen. Der „Nutrition Assistant“ erstellt Wochenspeisepläne<br />

und berücksichtigt, welche Familienmitglieder<br />

jeweils an den Mahlzeiten teilnehmen wollen.<br />

Dem Anspruch als Assistent für Ernährung wird er mit<br />

einem weiteren Detail gerecht: Auf Wunsch wertet er<br />

die Vital- und Aktivitätsdaten des Nutzers aus, die dieser<br />

beispielsweise über ein Wearable bereitstellt, und<br />

kreiert daraus einen individuellen Wochenspeiseplan.<br />

Servierzeit im Blick<br />

Der Übergang vom Speiseplan zum digitalen Küchenchef,<br />

dem „Cooking Companion“, ist nahtlos – und<br />

im Food Lab live erlebbar. Liegen die Zutaten bereit,<br />

kann es losgehen. Bei aufwendigen Rezepten können<br />

sich mehrere Personen die Aufgaben teilen, etwa nach<br />

Hauptgang und Vorspeise. Als lernendes System kennt<br />

der „Cooking Companion“ die Fähigkeiten der Köchinnen<br />

und Köche im Haushalt und passt sich kontinuierlich<br />

an deren individuelles Arbeitstempo an. Dieses<br />

Zeitmanagement ist ein wesentliches Feature des<br />

Systems, denn alle Beteiligten haben so die gemeinsame<br />

Servierzeit aller Komponenten eines Menüs jederzeit<br />

im Blick. So gibt der „Cooking Companion“ Hinweise,<br />

wann welche Zutaten in den Backofen und in<br />

den Dampfbackofen gegeben oder die Pfanne auf dem<br />

Kochfeld vorgeheizt werden sollen. Einstellungen wie<br />

Betriebsarten, Temperaturen und Zeiten steuert das<br />

System im Hintergrund. „Mit so einem intelligenten<br />

System kann in Zukunft jeder in seiner Küche gute,<br />

gesunde Speisen zubereiten – unabhängig von Alter<br />

oder Vorwissen“, sagt Andreas Enslin, Design-Chef<br />

bei Miele. „Künstliche Intelligenz balanciert alles aus.<br />

Sie passt auf, dass nichts anbrennt oder überkocht und<br />

steuert den Kochprozess so, dass ein Menü zur gewünschten<br />

Zeit fertig wird“, so Enslin weiter.<br />

Führungen buchbar<br />

Living Tomorrow bietet Führungen durch das Zukunftsgebäude<br />

an. Interessierte können sich auf der<br />

Homepage anmelden. Das Miele Food Lab ist Teil des<br />

Restaurants „Vapor“ des belgischen Spitzenkochs Marc<br />

Clement, kann aber in kurzer Zeit für Showcases und<br />

Workshops zum assistierten Kochen für Miele-Veranstaltungen<br />

umfunktioniert werden.<br />

26 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Rangecooker-Produktion modernisiert<br />

Das britische Unternehmen AGA Rangemaster,<br />

Hersteller von Rangecookern der<br />

Marken Falcon und La Cornue, präsentierte<br />

in diesem Frühjahr nicht nur neue<br />

Produktlinien, sondern gleich eine runderneuerte<br />

Markenidentität. Der Relaunch<br />

geht mit umfangreichen Investitionen in<br />

die Produktion und die Sortimentsentwicklung<br />

einher. So fließen derzeit mehrere<br />

Millionen britische Pfund in die Produktionsstätte<br />

in Leamington Spa. Eine<br />

neue Produktionslinie wurde entwickelt<br />

und eine hocheffiziente Pulverbeschichtungsanlage<br />

eingerichtet. „Als bald einziger<br />

Hersteller, der Rangecooker in<br />

Großbritannien produziert, sind die Maßnahmen<br />

und Investitionen ein deutliches<br />

Bekenntnis zum Standort“, teilt das Unternehmen<br />

mit. Die jetzt vollzogenen Modernisierungen<br />

fördern die Kombination<br />

von traditionellem handwerklichem<br />

Know-how und modernder Präzisionstechnik.<br />

So bietet die neue, speziell für<br />

das Unternehmen entwickelte Pulverbeschichtungsanlage<br />

die Möglichkeit, „unbegrenzte<br />

Farboptionen“ anzubieten. Zunehmend<br />

mehr Teile werden im eigenen<br />

Werk hergestellt, um die Abhängigkeit<br />

von Lieferketten zu verringern und um<br />

auch die Entwicklung „einzigartiger kundenspezifischer<br />

Produkte“ flexibel anbieten<br />

zu können.<br />

Neue Modelle und Verbesserungen<br />

Begleitet wird die Modernisierung der<br />

Produktion von der Markteinführung<br />

neuer Rangecooker. Nach der Premiere<br />

auf der britischen Küchen- und Badmesse<br />

kbb Birmingham werden die Modelle<br />

„Estel Deluxe“ und „Edge Deluxe“ im Laufe<br />

des Jahres auf weiteren Exportmärkten<br />

eingeführt. Bestehende Produktlinien<br />

erhielten zudem ein Update. Unter anderem<br />

wurde der Schließmechanismus der<br />

Türen überarbeitet. Die Ofentüren liegen<br />

jetzt flach am Rahmen an und wurden mit<br />

zusätzlichen Magneten ausgestattet. Dies<br />

reduziere Wärmeverluste, so das Unternehmen.<br />

Zudem sind die Türen jetzt mit<br />

einer Dreifach-Verglasung ausgestattet.<br />

Kunden transparenter beraten<br />

Die neuen Modelle profitieren von verbesserten<br />

Ausstattungen wie dem größeren<br />

Grillraum und ebenso vergrößertem<br />

„Slow Cooking“-Bereich. Der neue Sockel<br />

ist bis auf 40 mm höhenverstellbar und<br />

magnetisch. Er richtet sich selbst aus, um<br />

den bestmöglichen Sitz und Abschluss<br />

zwischen Herd und Schrank sicherzustellen.<br />

Zu Reinigungszwecken lässt auch er<br />

sich leicht herausnehmen.<br />

Aufgrund der neuen Konfigurationsoptionen<br />

und klaren Spezifikationsunterschieden<br />

zwischen den Produktfamilien<br />

lässt sich die „Next Generation“ der<br />

Rangecooker in drei Kategorien clustern.<br />

Das gilt für die traditionellen wie auch<br />

für die modernen Modelle. Diese transparente<br />

Aufteilung vereinfacht die Beratung<br />

des Kunden durch den Händler im<br />

Küchenstudio.<br />

„Eine aufregende neue Ära“<br />

Iskender Diker (Foto), Commercial<br />

Director Middleby Residential UK (AGA<br />

Range master ist Teil der Middleby<br />

Corporation; Anm. d. Red.), erläutert die<br />

neue Produktausrichtung: „Die neue Markenidentität<br />

und die Verbesserungen in<br />

der Fertigung der ‚Next Generation‘ sind<br />

nur der Beginn einer aufregenden neuen<br />

Ära für unsere Marken. Als Großbritanniens<br />

Nummer eins unter den Rangecooker-<br />

Herstellern steht das neue Logo für diesen<br />

bedeutenden Meilenstein in der<br />

fast 200-jährigen Geschichte von AGA<br />

Rangemaster. Es ist auch eine Hommage<br />

an unsere unerschütterliche Leidenschaft<br />

für das Kochen und unsere beständige<br />

Herkunft als eine großartige britische<br />

Marke. Wir haben erheblich in unser<br />

Werk in Leamington Spa investiert, um<br />

den Einzelhändlern ein noch stärkeres<br />

und in sich geschlossenes Produktangebot<br />

zu bieten, das mit Stolz ,Made in Britain‘<br />

heißt. Das ist eine starke Botschaft<br />

an unsere Partner und demonstriert unser<br />

Engagement, sie zu unterstützen und<br />

gleichzeitig das Kocherlebnis für die Verbraucher<br />

weiter zu steigern.“<br />

Foto: AGA Rangemaster


Fachkräfte<br />

Noel Friesen bereitet sich auf<br />

seinen künftigen Beruf als<br />

Werkzeugmechaniker vor.<br />

Er ist einer von aktuell<br />

178 Auszubildenden<br />

bei Hettich (Stichtag<br />

15. August).<br />

28 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Lernen ganz anders<br />

Das haben wir bislang immer so gemacht!<br />

Wo kommen wir denn dahin?!<br />

Diese beiden Sätze werden in der Hettich Education Academy vermutlich nie<br />

zu hören sein. Außer vielleicht in einem ironisch unterlegten TikTok-Reel.<br />

Um Missverständnissen vorzubeugen: Bei Hettich wird<br />

gezielt ausgebildet. Fundiert und kompetent in 13 Ausbildungsberufen<br />

und zwei dualen Studiengängen. Am<br />

Ende der Lehrzeit steht, wie überall, eine Prüfung, und<br />

die will bestmöglich bestanden werden. Zudem hat das<br />

Unternehmen ein elementares Interesse an zuverlässigen<br />

und gut ausgebildeten Fachkräften. So weit, so<br />

normal.<br />

Der Weg dorthin ist in Kirchlengern jedoch ein besonderer.<br />

Vor zweieinhalb Jahren gründete das Unternehmen<br />

unter dem Dach der Hettich Holding eine<br />

eigenständige Ausbildungsgesellschaft, an der die<br />

Auszubildenden beteiligt sind und eigenständig mitwirken<br />

können. Das hört sich ungewöhnlich an und<br />

das ist es auch. Doch es funktioniert: Im zunehmend<br />

härteren Wettbewerb um Nachwuchskräfte hat Hettich<br />

in der Region gute Karten, weil sich herumgesprochen<br />

hat, dass dort das Lernen irgendwie anders läuft. Zwar<br />

fühlt sich nicht gleich jeder davon angesprochen, manche<br />

aber schon. „Ich fand die Idee von Anfang an cool“,<br />

erzählt Joy Junghenn, die erst vor wenigen Wochen<br />

ihre Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik erfolgreich<br />

abgeschlossen hat und jetzt im Marketing des<br />

Unternehmens arbeitet. Wie das? Logistik und Marketing?<br />

Wo ist da die Verbindung? Sie liegt in der Person<br />

der 25-Jährigen, die vor der Ausbildung ihr Fachabitur<br />

Berichten vom Werdegang und aus der Praxis in der Hettich Education Academy (Foto von links):<br />

Anny Sengpiel (HR-Service), Joy Junghenn (Marketing) und Lars Bohlmann (Geschäftsführer).<br />

Fotos: Biermann<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 29


Fachkräfte<br />

mit dem Schwerpunkt Mediengestaltung absolvierte<br />

und damit die nötigen Vorkenntnisse mitbringt. Sie<br />

bewarb sich in der Abteilung, weil sie großes Interesse<br />

am Marketing hat, und dort war man der Ansicht:<br />

„Das passt!“ Für Lars Bohlmann, Geschäftsführer der<br />

Hettich Education Academy, ist der Werdegang von Joy<br />

Junghenn ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter bei Hettich „außerhalb<br />

der klassischen Denkweise“ gefördert werden.<br />

Attraktivität als Arbeitgeber steigern<br />

Doch zurück auf Start. Genauer gesagt, ins Jahr 2021,<br />

als Lars Bohlmann an einem Konzept für eine neuartige<br />

Ausbildungsgesellschaft feilte, mit dem er den Beirat<br />

des Unternehmens überzeugen wollte, neue Wege<br />

in der Aus- und Weiterbildung zu gehen. Damit das<br />

Unternehmen zukunftsfähig bleibt und sich im regionalen<br />

Wettbewerb um Nachwuchskräfte mit einem eigenen<br />

Gesicht behaupten kann. Sein Kernargument:<br />

„Wir lassen die Auszubildenden parallel zu den bestehenden<br />

Lehrplänen möglichst selbstständig und eigenverantwortlich<br />

mitgestalten und eigene unternehmerische<br />

Entscheidungen treffen. Damit fördern wir<br />

eine stabile Unternehmenskultur und steigern unsere<br />

Attraktivität als Arbeitgeber.“ Ein Vorbild für ein solches<br />

Unternehmen hatte Bohlmann zwar nicht, aber<br />

er wusste, wovon er sprach. Er ist seit 2012 im Unternehmen<br />

und seit 2018 verantwortlich für alles, was<br />

mit Human Resources (kurz HR) zu tun hat. Seit 2020<br />

ist er Geschäftsführer der Hettich Management Service<br />

GmbH. Der Beirat mit dem Beiratsvorsitzenden Dr.<br />

Andreas Hettich an der Spitze hörte sich das Konzept<br />

an, prüfte es mit ostwestfälischer Gründlichkeit und<br />

entschied: „Das machen wir!“<br />

Aus- und Weiterbildung unter einem Dach<br />

Seitdem ticken die Uhren in Sachen Aus- und Weiterbildung<br />

in Kirchlengern im eigenen Takt. Ein Workshop<br />

wurde anberaumt, zu dem alle Beteiligten eingeladen<br />

waren: die damals 170 Auszubildenden, die<br />

Aus bilderinnen und Ausbilder sowie alle weiteren<br />

Mit arbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei Hettich mit<br />

Aus- und Weiterbildung zu tun haben. Denn beide<br />

Perspek tiven sollten künftig in einem Unternehmen<br />

zusammengeführt und miteinander verzahnt werden.<br />

Zu den Aufgaben der ersten Stunde gehörte auch die<br />

grundsätzliche Überzeugungsarbeit, dass alle, vom<br />

Auszubildenden bis zur Führungskraft, ihre bestehenden<br />

Verträge in die neue Gesellschaft überführen. Und<br />

überhaupt: Wie sollte die neue Gesellschaft eigentlich<br />

heißen? Bis zur endgültigen Namensfindung entschied<br />

man sich vorläufig für NewCo, die Abkürzung für New<br />

Company. Große Einigkeit herrschte bei den Vertragsfragen.<br />

Niemand sprach sich dagegen aus.<br />

Blick in eine der Ausbildungswerkstätten „Metall“: Die Auszubildenden (hier Luca Pommerenke, Werkzeugmechaniker<br />

im 1. Lehrjahr) werden von Beginn an den digitalen Workflow gewöhnt. Die Aufgabenstellungen werden per<br />

Tablet bereitgestellt. Die Maschinenausstattung in den Ausbildungswerkstätten (Metall und Elektro) entspricht der<br />

in der Produktion.<br />

30 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Das „Info-Board“ ist der kommunikative Dreh- und<br />

Angelpunkt für die Auszubildenden.<br />

Seitdem sind alle Aus- und Weiterbildungsaktivitäten<br />

in Ostwestfalen bei Hettich in einer eigenständigen<br />

GmbH gebündelt. Geschäftsführer ist Lars<br />

Bohlmann. Weitere Führungskräfte sind Ausbildungsleiter<br />

Dirk Bartz sowie Holger Heuermann als Leiter der<br />

Hettich Academy, die sich innerhalb der neuen Gesellschaft<br />

konkret um die Weiterbildung kümmert. Aber<br />

nicht mehr losgelöst von den Ausbildungsaktivitäten,<br />

sondern vernetzt mit ihnen. Der Firmenname NewCo<br />

wurde bereits im Herbst 2022 abgelöst. Nach einem gemeinsamen<br />

Ideenfindungsprozess entschied sich die<br />

Mehrheit für Hettich Education Academy, kurz HEA.<br />

Auswirkungen auf das ganze Unternehmen<br />

Was sich in der Kurzfassung so einfach und wie ein<br />

erreichtes Ziel anhört, war in der Praxis der Startschuss<br />

für einen kontinuierlichen Prozess, der bis<br />

heute andauert. „Veränderungen in der Aus- und Weiterbildung<br />

betreffen das ganze Unternehmen“, bestätigt<br />

Lars Bohlmann. Und wie immer im Leben lassen<br />

sich manche Menschen schneller von einer neuen<br />

Idee überzeugen, andere brauchen mehr Zeit oder wollen<br />

sich einfach nicht zusätzlich engagieren. Auch<br />

das wird in der HEA nicht vorausgesetzt. „Mitbestimmung,<br />

Mitwirkung und unternehmerisches Denken<br />

werden nicht verordnet, sondern sind freiwillig“, berichtet<br />

Anny Sengpiel. Die heute 20-Jährige gehörte als<br />

damalige Auszubildende ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern<br />

der HEA/NewCo und hat gerade ihre Abschlussprüfung<br />

als Industriekauffrau bestanden. Eine<br />

Anschlussbeschäftigung hatte sie da schon in der<br />

Tasche: Gemeinsam mit HR Partnerin Svenja Hagenah<br />

füllt sie im HEA-Team das HR Ausbildung mit Leben.<br />

Das heißt, sie ist zuständig für das Recruiting künftiger<br />

Auszubildender, für Auswahl- und Einstellungsverfahren,<br />

Vertragsmanagement, Zeugniserstellung<br />

... und ... und ... und. Oder wie Anny Sengpiel es selbst<br />

formuliert: „Wir sind Ansprechpartnerinnen für alle<br />

Belange und Fragen der Auszubildenden“.<br />

Mitwirkung ist keine Bedingung<br />

Das Prinzip der Freiwilligkeit ist allen Beteiligten<br />

der HEA wichtig. Wer als Auszubildender zu Hettich<br />

Fotos: Biermann<br />

kommt und einfach nur seine Ausbildung machen<br />

will, ist genauso willkommen wie jemand, der sich<br />

über die Ausbildung hinaus in der Praxis ausprobieren<br />

möchte. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig.<br />

Aus dem Unternehmensalltag heraus bilden sich<br />

immer wieder neue Arbeitsgruppen (so genannte<br />

Circles) zu Themen wie Recruiting, Eventorganisation,<br />

Strategie, Vision, Innovation, Kommunikation,<br />

Marketing oder Betriebswirtschaft. Zudem beteiligen<br />

sich die jungen Menschen on- und offline an konzernweiten<br />

Aktivitäten wie den internationalen „Future-<br />

Days“ oder „Ausbildung live@hettich“, eine Art standortbezogenem<br />

Tag der offenen Tür. Mit der erwähnten<br />

Selbstständigkeit und Eigenverantwortung gehen die<br />

Auszubildenden an diese Themen heran und setzen<br />

sie im Netzwerk mit anderen Hettich-Abteilungen<br />

in die Praxis um. Auf ihre Weise und ohne Einmischung<br />

der Ausbilder oder des Geschäftsführers Lars<br />

Bohlmann. Die Unternehmenswerte von Hettich geben<br />

aber den grundsätzlichen Rahmen vor: kein Rassismus,<br />

kein Mobbing, keine Abwertung – dafür<br />

Respekt und Vielfalt.<br />

Kontrovers diskutierte TikTok-Reels<br />

Besonders anschaulich wird dies beim TikTok-Kanal<br />

der HEA. In kreativen Reels setzen die Hettich-<br />

Azubis ihren Betriebs- und Ausbildungsalltag in Szene<br />

und wenden sich damit an andere junge Menschen<br />

an. Auf Augenhöhe („von jungen Menschen für junge<br />

Menschen“) und in der jeweils aktuellen Sprache. Was<br />

anfangs nicht jeder im Unternehmen vorbehaltlos gut<br />

fand. Die ersten Kurzvideos wurden sogar quer durch<br />

viele Abteilungen kontrovers diskutiert. Was für Lars<br />

Bohlmann aber kein Grund war, steuernd einzugreifen.<br />

„Auch diese Situation musste eigenständig gemeistert<br />

werden“, erzählt der Geschäftsführer. Was zu viel Kommunikation<br />

und Dialog führte. „Dabei hat jeder viel für<br />

sein künftiges Berufsleben gelernt“, ist er überzeugt.<br />

Er selbst habe sich auch manchmal gefragt, „was die da<br />

machen“. Ihm sei aber klar gewesen, dass er mit seinen<br />

42 Jahren aus manchen Jugendprozessen heraus sei.<br />

Da aber auch hier der rechtliche Rahmen geklärt war,<br />

konnte er die Aktivitäten aufmerksam verfolgen: Konkret<br />

wurde der TikTok Kanal vorab vom Datenschutzund<br />

Informationssicherheitsteam des Unternehmens<br />

geprüft und freigegeben. So dürfen beispielsweise keine<br />

personenbezogenen Daten oder sensible Unternehmensinformationen<br />

veröffentlicht werden. Außerdem<br />

müssen die jungen Content-Ersteller darauf achten,<br />

dass alle Bildrechte gewahrt bleiben. Insbesondere das<br />

Recht am eigenen Bild. Für die Aufnahme und Weiterverarbeitung<br />

erhielten die Auszubildenden ein eigenes<br />

TikTok-Handy.<br />

Inzwischen haben sich die anfänglichen Wogen geglättet<br />

und der TikTok-Kanal spielt eine wichtige und<br />

hilfreiche Rolle bei der Nachwuchswerbung. „Unsere<br />

Aufgabe ist es, jedes Jahr 60 bis 70 neue Auszubildende<br />

für Hettich zu finden“, sagt Lars Bohlmann und lässt<br />

mögliche Missverständnisse gar nicht erst aufkommen:<br />

„Wenn die HEA das nicht schafft, haben wir unseren<br />

Unternehmenszweck verfehlt.<br />

Dirk Biermann<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 31


Küchenverbände<br />

Erinnerungsfoto mit<br />

Aale-Dieter beim<br />

„#KüchenTreffdesJahres“<br />

in Hamburg.<br />

Foto: Biermann<br />

Aale-Dieter zeigt wie’s geht<br />

Wie werden Küchenhändlerinnen und -händler zu „Local Heros“? Dieser Frage ging<br />

KüchenTreff bei der Jahreshauptversammlung in Hamburg nach. Ein Stargast mit<br />

Vorbildfunktion bezüglich Markenbildung war auch vor Ort: Aale-Dieter.<br />

„Lokale Helden: originell, anders, gut!“ lautete das Motto<br />

des „#KüchenTreffdesJahres“ im Tagungshotel Radisson<br />

Blu in Hamburg. Da passte der Auftritt von<br />

Aale-Dieter wie die berühmte Faust aufs Auge. Aale-<br />

Dieter ist eine Institution in Hamburg und ein durch<br />

und durch hanseatisches Original. Ein „Local Hero“<br />

eben. Gewöhnlich sorgt der 86-Jährige auf dem Fischmarkt<br />

in Altona mit forschen Sprüchen für Unterhaltung,<br />

während er (schon seit 1959) Lachs und Aale<br />

verkauft. Nun bereicherte er mit einem unnachahmlichen<br />

Kurzauftritt die Jahreshauptversammlung von<br />

Küchen Treff. In eine ähnliche Kerbe schlug der Impulsvortrag<br />

von Keynote Speaker Martin Drust, Geschäftsleiter<br />

Marke des FC St. Pauli. Der Kiez-Club und frisch<br />

gebackene Bundesligaaufsteiger ist bekannt für seinen<br />

besonderen Blick auf den Profifußball. Bei „Pauli“ steht<br />

das gemeinschaftliche Engagement im Mittelpunkt.<br />

Ausgrenzung jedweder Art erhalten die Rote Karte.<br />

Wie man diese Werte im Marketing nutzen kann, erläuterte<br />

Drust in seinem Vortrag. Schon am Vormittag der<br />

Tagung gab Moderatorin Hannah Panidis praxisnahe<br />

Impulse zum Thema respektvolle Kommunikation.<br />

In Summe zeigte sich der in Wildeshausen bei Bremen<br />

beheimatete Verband während des Tagungswochenendes<br />

in Hamburg durch und durch im hanseatischen<br />

Lokalkolorit und mit authentischer nordischer<br />

Lockerheit. Die damit verbundene Botschaft: Wir sind<br />

anders, wir sind besonders, uns gibt’s nur einmal.<br />

Ein persönliches Gesicht zeigen<br />

Wie das in die Praxis umgesetzt werden kann, veranschaulichte<br />

eine Talkrunde mit Moderatorin Hannah<br />

Panidis. Sie stellte vier Küchenstudio-Inhaber vor, die<br />

ihren Betrieben mit ihrer Art der Unternehmensführung<br />

ein persönliches Gesicht in der jeweiligen Region<br />

geben. Von individuellen Projekten berichteten<br />

Eric Rinkes von 1-2-3 Küchen mit drei Standorten in<br />

Brandenburg, Karsten Fuchsa von KüchenTreff Schwerin<br />

in Pampow, Charlotte Gundel von der Küchen Galerie<br />

Mosbach und Reiner Preetz von Hansestadt-Küchen<br />

in Lübeck. Die Gesprächsrunde dreht sich um die zentrale<br />

Frage „Was macht dich zum lokalen Helden?“ und<br />

lieferte Impulse und Inspiration für die Gesellschafter<br />

im Saal.<br />

32 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Jeder einzelne der vier Händler hatte in dieser Hinsicht<br />

seine eigenen kreativen Rezepte: Während Rainer<br />

Preetz an ein Kinderhaus und Kindergarten spendet,<br />

konzentriert sich Eric Rinkes darauf, seine Arbeitgebermarke<br />

zu stärken – zum Beispiel mit Benefits<br />

wie Events, Schulungen und gemeinsame Unternehmungen.<br />

Charlotte Gundel wiederum war so begeistert<br />

von der KüchenTreff-Charity-Aktion „25 gute Taten“,<br />

dass sie diese in Eigenregie fortsetzt: Sie hat weitere<br />

Küchen verschenkt und spendet regelmäßig an Kinderheime<br />

und Kindergärten. Karsten Fuchsa aus Schwerin<br />

schließlich setzt bei seinem lokalen Engagement<br />

auf Sport und sponsert eine Volleyballmannschaft in<br />

der 1. Bundesliga. „Vier Wege – und alle zusammen stehen<br />

sie für den KüchenTreff-Weg, denn sie zeigen, was<br />

‚Local Heroes‘ ausmacht“, resümierte der Verband: Ehrlichkeit,<br />

Leidenschaft, Menschlichkeit, Emotion und<br />

Haltung.<br />

Gute Balance<br />

„Für uns alle, den Verband, die Partner und unsere<br />

Mitglieder ist der #KüchenTreffdesJahres immer wieder<br />

ein Highlight“, schwärmte Daniel Borgstedt, der<br />

zusammen mit Marko Steinmeier die Geschäftsführung<br />

von KüchenTreff bildet. „Dass das Event so gut<br />

ankommt, liegt daran, dass wir uns bei der Gestaltung<br />

viel Mühe geben und Wert auf eine gute Balance<br />

zwischen Information, Inspiration und Entertainment<br />

legen. Das funktioniert super. Außerdem ist dieses<br />

jährliche ‚Familientreffen‘ ein perfekter Anlass zum<br />

Austausch.“<br />

Wobei ein Rückblick nicht fehlen darf. Mit Daniel<br />

Borgstedt wurde auf die Highlights 2023 zurück geblickt.<br />

Dazu zählte die Unterstützung von „Deutschland<br />

kocht“, der erste Social-Media-Kurs für die Händlerinnen<br />

und Händler oder die Eröffnung des neuen<br />

Shop-Konzepts ROOOMS. „KüchenTreff hat im vergangenen<br />

Jahr vieles angestoßen, was auf die Innovationskraft<br />

des Verbands ein- und sich für die Mitglieder<br />

auszahlt“, so Borgstedt. Diese können sich zudem auf<br />

eine starke Marke stützen, betonte der Geschäftsführer<br />

mit Blick auf die drei Pfeiler Marke, Menschen und<br />

Digitalisierung.<br />

Interne Plattform modernisiert<br />

Nach dem Rückblick wurde es voller auf der Bühne:<br />

Marko Klokow erläuterte weitere Aktivitäten zum Pfeiler<br />

Digitalisierung. Denn das vergangene Jahr wurde<br />

auch dazu genutzt, die bestehende Händler-Online-Plattform<br />

„Mein KüchenTreff“ neu zu gestalten.<br />

Zum Beispiel werden dort nun Zahlen, Daten und Fakten<br />

in digitalisierten Charts bereitgestellt, bieten Vergleichsmöglichkeiten<br />

für Mengen und Kalkulationen<br />

und sollen den Mitgliedern so die Geschäftstätigkeit<br />

erleichtern.<br />

Marketing vereinfachen<br />

Eine weitere Vereinfachung stellte auch Tim Schaffrinna,<br />

Leitung Online-Marketing von KüchenTreff, vor.<br />

Er sprach über das neue Marketingportal, mit dem<br />

auch „ohne Marketingwissen schnell und einfach individuelle<br />

Kampagnen auf unterschiedlichen Kanä-<br />

Foto: KüchenTreff<br />

Talkrunde unter<br />

der Überschrift<br />

„Lokale<br />

Helden“ mit<br />

Moderatorin<br />

Hannah Panidis<br />

(Foto Mitte).<br />

Von individuellen<br />

Projekten<br />

berichteten<br />

(von links)<br />

Karsten Fuchsa,<br />

Charlotte<br />

Gundel, Eric<br />

Rinkes und<br />

Reiner Preetz.<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 33


Küchenverbände<br />

Fotos: KüchenTreff<br />

Marko Klokow.<br />

Tim Schaffrinna.<br />

Wurden von den KüchenTreff-Gesellschaftern als Geschäftsführer bestätigt: Marko Steinmeier und Daniel Borgstedt.<br />

34 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


len gestartet werden können“. Ebenfalls der Öffentlichkeitsarbeit<br />

dient eine Aktion für Mitglieder, die im<br />

Anschluss vorgestellt wurde und Mitgliedern zugutekommt,<br />

die am #KüchenTreffdesJahres teilnahmen:<br />

Mit Sporttrikots können die Küchenstudios jetzt Vereine<br />

in ihrer Region unterstützen und gleichzeitig Werbung<br />

für ihr Geschäft machen.<br />

Die meisten positiven Bewertungen<br />

Positive Rezensionen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor<br />

in einer digitalisierten Welt. Deshalb verleiht Küchen-<br />

Treff seit einiger Zeit den Service-Award. Prämiert<br />

werden Betriebe, die im Jahresverlauf die meisten positiven<br />

Online-Kundenbewertungen<br />

aller Mitgliedshäuser<br />

erhalten. In diesem<br />

Jahr ging der Service-Award<br />

an Küchen Treff Schroeder.<br />

Gewinner des<br />

Service-Awards <strong>2024</strong>:<br />

Alexander Schröder.<br />

Geschäftsführer Alexander<br />

Schröder (Foto) wurde im<br />

Verlauf der Tagung auch als<br />

neues Mitglied in den Beirat<br />

gewählt. Er löst Martin Dirkwinkel<br />

ab, der das Amt für 15<br />

Jahre innehatte. Platz 2 beim<br />

„Service-Award <strong>2024</strong>“ belegte<br />

Küchen Treff Homberg, gefolgt<br />

von Küchen Treff Wetzlar<br />

auf Platz 3. Neben dem<br />

Pokal erhielt der Service-<br />

Champion symbolisch auch einen Baum – denn seit<br />

2023 kooperiert KüchenTreff mit der Naturschutzorganisation<br />

„PLANT MY TREE ® “ und pflanzt so für jede<br />

Online-Kundenbewertung, die ein KüchenTreff-Haus<br />

im Netz erhält, einen Baum.<br />

Stimmungsvoller Abschluss<br />

Zum Abschluss der Jahrestagung ging es im Shuttlebus<br />

an die Elbe, wo mit der MS Koi ein Schiff auf die<br />

KüchenTreff-Crew wartete. In bester Laune, mit toller<br />

Aussicht auf die Hafenkulisse, munterer Musik von DJ<br />

und Live-Saxophonist schipperte man dem Sonnenuntergang<br />

entgegen. Frei nach dem Motto: „Dat heet nich<br />

‚Disco‘, sondern ‚Danz op de Deel‘! „Nun geit dat los“,<br />

hätte Aale-Dieter wohl dazu gesagt.<br />

Dirk Biermann<br />

Weitere Mitglieder begrüßt<br />

Nachdem zum Jahreswechsel 2022 537 Mitglieder mit<br />

584 Standorten gezählt wurden, waren es zum Stichtag<br />

31. Dezember 2023 577 Mitglieder mit 640 Küchenstudios<br />

– ein Zuwachs von 7,4 Prozent bei den Mitgliedern.<br />

Während die Zahlen in Deutschland mit 244 Mitgliedern<br />

und 282 Standorten konstant blieben, kamen Mitglieder<br />

im Ausland dazu: Hier zählte der Verband 333<br />

Mitglieder mit 358 Verkaufsstellen. Der KüchenTreff ist<br />

international in Österreich, der Schweiz und den Benelux-Ländern<br />

präsent. Der Umsatz aller Händler ging im<br />

vergangenen Jahr um 11,87 Prozent zurück.<br />

Die Jahreshauptversammlung im kommenden Jahr findet<br />

vom 20. bis 22. Juni 2025 in Amsterdam statt.<br />

Kunden erreichen<br />

in Zeiten von KI<br />

Welche Trends sind nützlich? Welche<br />

weniger? Diese Frage stellt sich vor<br />

allem im Marketing. Denn hier folgen<br />

digitale Angebote in kurzen Abständen<br />

aufeinander. Küchenring-<br />

Geschäftsführer Jürgen Feldmann<br />

(Foto) kommentiert die Lage so: „Kontinuität<br />

ist wichtiger, als kurzfristig<br />

jedem Trend zu folgen.“<br />

Eine Verwerfung am Markt beobachten die Verantwortlichen<br />

beim Küchenring aktuell im Bereich der KI-generierten Werbeangebote.<br />

„Wir sehen eine große Zahl von neu gegründeten Unternehmen<br />

im Marketingbereich, die mit sehr aggressiven Preismodellen<br />

in den Markt drängen.“ Hinter den vielen verwendeten<br />

Anglizismen und Schlagworten fehlt dann allerdings oftmals<br />

die Substanz”, kommentiert Jürgen Feldmann das Angebot. Mit<br />

möglichen negativen Auswirkungen: „Das hierdurch wirkungslos<br />

Geld verbrannt wird, ist das eine, es kann aber auch zu anhaltenden<br />

negativen Auswirkungen führen, wenn durch wenig individuelle,<br />

KI-generierte Kommunikationsmittel über kurz oder<br />

lang die Kundenbindung abnimmt.“<br />

Auch bei Der Küchenring gehören die meisten Küchenhändler<br />

zum klassischen Mittelstand, sind meist regional aufgestellt oder<br />

in einer bestimmten Nische fest verwurzelt – zum Teil seit Generationen.<br />

Genau hier liegt der individuelle Mehrwert für die Endkunden.<br />

Für Küchenhäuser gilt es, dies als eigene Stärke auszuspielen<br />

und die regionale Verbundenheit zum Verkaufsargument<br />

zu machen. Dabei könne die Unterstützung eines regionalen Vereins<br />

in Verbindung mit einer Meldung in der Lokalpresse und<br />

einem Social-Media-Post mindestens genauso gut wirken wie<br />

eine kostspielige Printanzeige. „Kunden wollen immer öfter regional<br />

kaufen, auch Küchen. Wir raten unseren Gesellschaftern<br />

deshalb dazu, ihre Verbundenheit zum eigenen Standort klar zu<br />

kommunizieren.“, so die Positionierung von Jürgen Feldmann.<br />

Das heißt aber nicht, dass man bei Der Küchenring auf moderne<br />

Marketingmethoden verzichtet. „KI ist auch für uns ein wertvolles<br />

Werkzeug, um große Datenmengen zu analysieren oder<br />

Informationen zu verdichten“, unterstreicht der Verband. Für originelle<br />

und individuelle Werbung tauge sie im aktuellen technischen<br />

Stand aber nur wenig. „Bots wie ChatGPT basieren auf<br />

statistischen Vorhersagen: Welches Wort würde ein Mensch als<br />

Nächstes verwenden? Selbst wenn man diese Modelle mit eigenen<br />

Inhalten trainiert, kann per Definition nichts Neues entstehen.<br />

Diese Beliebigkeit braucht gerade Online heute niemand und<br />

sie schafft auch keine Kundenbindung.”<br />

Genau diese Beliebigkeit sei es auch, die im Resultat dazu führe,<br />

dass KI-basierte Werbung von den großen Suchmaschinen<br />

seit Kurzem regelrecht abgestraft wird und im Grundrauschen<br />

des Internets verschwindet. Eine authentische Kommunikation<br />

von regionaler Verbundenheit ist dadurch nicht möglich.<br />

„Es ist der Anspruch von Der Küchenring für jeden Gesellschafter,<br />

die jeweils optimale Marketingstrategie zu finden“, betont<br />

Jürgen Feldmann. Dabei setzt man in Rheinbach natürlich<br />

auch auf die neuen Medien, verliert dabei aber auch nie den handfesten<br />

Aspekt des Markenauftritts aus den Augen. Dazu gehören<br />

moderne Verkaufsflächen ebenso wie ein ansprechendes Produktportfolio,<br />

persönliche Betreuung und ein Corporate Design<br />

mit hohem Wiedererkennungswert.<br />

Foto: Küchenring<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 35


Küchenverbände<br />

Geschäftsleitung von DER KREIS Systemverbund<br />

(Foto von links): Donald Schieren,<br />

Ernst-Martin Schaible und Ralph Leimbach.<br />

Foto: DER KREIS<br />

Zum Geschäftsführer aufgestiegen<br />

Donald Schieren, seit Anfang 2023 Leiter des internationalen Einkaufs, ist seit 1. Juli<br />

<strong>2024</strong> neuer kaufmännischer Geschäftsführer bei DER KREIS Systemverbund. Er<br />

tritt die Nachfolge von Frank Platzer an, der zum 30. Juni einvernehmlich aus dem<br />

Unternehmen ausgeschieden ist. Platzer wolle sich einer neuen beruflichen Herausforderung<br />

stellen, heißt es. Sein Nachfolger Donald Schieren bringt langjährige Erfahrung<br />

im Küchen- und Möbelhandel mit. Ebenso aus dem Verbundgruppen-Bereich.<br />

Vor seinem Engagement bei DER KREIS war er rund 24 Jahre für den Einkauf<br />

der MHK Group zuständig.<br />

„Auch in seiner neuen Position wird der gebürtige Mönchengladbacher weiterhin<br />

Impulsgeber für den strategischen Einkauf und den Ausbau des Europageschäfts<br />

der international ausgerichteten Leonberger Verbundgruppe sein und einen klaren<br />

Schwerpunkt im kaufmännischen Bereich setzen“, teilt das Leonberger Unternehmen<br />

mit. Schieren berichtet direkt an Ernst-Martin Schaible, geschäftsführender<br />

Gesellschafter von DER KREIS Systemverbund. Sein Geschäftsführungskollege<br />

Ralph Leimbach verantwortet im Systemverbund die Bereiche Vertrieb, Marketing<br />

und Digitalisierung. www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/zumgeschaeftsfuehrer-aufgestiegen/<br />

Abschluss mit Fernsicht<br />

Doppeltes „Hochgefühl“ bei der Abschlussveranstaltung des aktuellen<br />

IHK-zertifizierten Betriebsmanagement-Seminars (BMS)<br />

von DER KREIS: Gefeiert wurde auf dem 217 Meter hohen Stuttgarter<br />

Fernsehturm mit Rundblick über das württembergische<br />

Land. Dort überreichte Ernst-Martin Schaible, Geschäftsführender<br />

Gesellschafter DER KREIS Systemverbund, den neun Absolventinnen<br />

und Absolventen ihre Zertifikate für den erfolgreichen<br />

Abschluss des praxisorientierten Unternehmensführungsseminars,<br />

das im vergangenen Sommer in Leonberg gestartet war.<br />

Die Nachwuchsförderung steht bei DER KREIS traditionell<br />

ganz oben auf der Agenda. Deshalb bietet die DER KREIS-Akademie<br />

engagierten jungen Küchenspezialistinnen<br />

und -spezialisten<br />

sowie angehenden Führungskräften<br />

einmal im Jahr das IHK-zertifizierte<br />

Betriebsmanagement-Seminar<br />

(BMS) als Förderbaustein an.<br />

Die duale Ausbildung besteht<br />

aus acht Lernmodulen, dauert<br />

zwölf Monate und schließt mit<br />

einem IHK-Zertifikat ab. Sie baut<br />

auf dem von DER KREIS-Gründer<br />

Ernst-Martin Schaible und dem<br />

Bildungszentrum Baden-Württemberg<br />

entwickelten Führungs- und<br />

Personalmanagement-Seminar<br />

auf. Hier werden die unternehmerischen<br />

Grundlagen für angehende<br />

Küchenstudioinhaber und<br />

Betriebsleiter gelegt – von Unternehmensstrategie<br />

und Rechnungswesen<br />

über Verkaufskommunikation<br />

und Rhetorik bis hin<br />

zu Marketinginstrumenten.<br />

Foto: DER KREIS<br />

Für die Nachfolge vorbereitet<br />

Ernst-Martin Schaible und<br />

DER KREIS-Vertriebsleiter Ulf<br />

Triebener gratulierten den Absolventinnen<br />

und Absolventen im Beisein der Referenten Andreas<br />

Höld, Robert Strunz und Nicole Hageloch als Vertreterin des<br />

Bildungsinstituts GARP zum erfolgreichen Abschluss der anspruchsvollen<br />

Seminarreihe. Gleichzeitig wünschten sie den<br />

Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg für ihre Zukunft<br />

als Unternehmer und angehende Führungskräfte in der Branche.<br />

„Ein positives Signal für alle Küchenspezialisten - in den letzten<br />

fünf Jahren haben über 90 Prozent der Absolventen die Nachfolge<br />

im elterlichen Betrieb oder in einem mittelständischen Unternehmen<br />

unserer Verbundgruppe angetreten“, freut sich Schaible<br />

über die erfolgreiche Bilanz.<br />

Stimmungsvoller Abschluss auf dem Stuttgarter Fernsehturm: Die neun Absolventen und Absolventinnen<br />

des aktuellen Betriebsmanagement-Seminars (BMS) erhalten ihre Zertifikate aus<br />

den Händen von Ernst-Martin Schaible (Mitte), Ulf Triebener (4. v. r.) und Nicole Hageloch (GARP,<br />

links). Die AbsolventInnen sind (v. l.): Sebastian Axt, Felix Haas, Daniel Scheffler, Christina Cerny,<br />

Julia-Fee Thielsen, Anton Niebler, Constantin Kraak, Lea Scheibe und Timo Kornmann. Mit dabei<br />

beim diesjährigen BMS-Höhepunkt: Die Referenten Andreas Höld (4. v. l.) und DER KREIS Marketingleiter<br />

Robert Strunz (ganz rechts) sowie dahinter Projektmanager Nico Thiessen.<br />

36 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Moderner Look mit „KÜCHE 3000“<br />

Als erstes Mitglied von DER KREIS setzt das Familienunternehmen Echter Küchen und Elektro<br />

in Schrobenhausen auf das optimierte Fachhandelskonzept „KÜCHE 3000“.<br />

Nach sechsmonatiger Umbauzeit – durchgeführt<br />

während des laufenden Betriebs<br />

– wurde die komplett neu gestaltete Ausstellung<br />

im Juni neu eröffnet. Dazu begrüßten<br />

die Inhaber rund 500 Gäste,<br />

darunter Vertreter aus Industrie und regionaler<br />

Politik, Freunde und Kunden.<br />

Auf einer großzügigen Fläche von rund<br />

600 Quadratmetern sind bei Echter Küchen<br />

und Elektro alle charakteristischen<br />

und differenzierenden Elemente des Fachhandelskonzeptes<br />

umgesetzt. Konkret<br />

sind dies Ausstellungsküchen in freistehenden<br />

Kuben („Cubes“) mit einem ausgeklügelten<br />

Lichtkonzept, ein wohnlicher<br />

Lounge-Bereich, moderne Beratungszonen<br />

und ein kreativer Workshop- und<br />

Musterbereich.<br />

In wohnlicher Atmosphäre<br />

Insgesamt 14 Ausstellungsküchen werden<br />

in wohnlicher Atmosphäre inszeniert.<br />

Das langjährige DER KREIS-Mitglied<br />

(über 20 Jahre) setzt dabei auf die<br />

Küchenmöbelhersteller Ballerina, Burger<br />

und Bauformat sowie geräteseitig auf<br />

Bosch, Neff, Miele und Gaggenau. Damit<br />

soll ein breites Spektrum an Ausstattungsoptionen<br />

abgedeckt werden. Bei der<br />

Umsetzung des Konzepts – der Verkauf<br />

lief währenddessen voll weiter – wurde<br />

das aufwendige Projekt intensiv von DER<br />

KREIS unterstützt.<br />

Inhaber Thomas Echter, der in der Region<br />

im Dreieck zwischen Ingolstadt,<br />

München und Augsburg bestens vernetzt<br />

ist und neben Küchen auch die Bereiche<br />

Elektrotechnik, Photovoltaikanlagen,<br />

Haushaltsgeräte, Sitzgruppen und<br />

Beleuchtung abdeckt, ist überzeugt: „Mit<br />

‚KÜCHE 3000‘ können wir unseren Kunden<br />

durch die moderne Ausstellung und<br />

die einladenden Büroräume ein ganzheitliches<br />

Einkaufserlebnis bieten, das den<br />

aktuellen Trends und Anforderungen gerecht<br />

wird. Damit heben wir uns positiv<br />

vom Wettbewerb ab.“<br />

Ab Studiogrößen von 60 m 2<br />

Das Update des bereits am Markt etablierten<br />

Fachhandelskonzeptes „KÜCHE<br />

3000“ wurde auf der vergangenen Fachmesse<br />

area30 erstmals der breiten Öffentlichkeit<br />

vorgestellt. Kernstück ist ein<br />

modulares und frei skalierbares Ausstellungskonzept,<br />

das Studiogrößen ab 60 bis<br />

70 Quadratmetern ermöglicht. Es eignet<br />

sich laut Verband sowohl für bereits erfolgreiche<br />

Küchenspezialisten (z.B. durch<br />

ein Shop-in-Shop-Konzept) als auch für<br />

Existenzgründer. Letztere können sich<br />

von der Idee bis zur Umsetzung des Studios<br />

- und auch darüber hinaus - bis zu<br />

zwei Jahre lang von DER KREIS Exklusivpartnern<br />

betriebswirtschaftlich begleiten<br />

und professionell beraten lassen. Neben<br />

einem durchdachten Werbekonzept können<br />

die Existenzgründer auf ein umfangreiches<br />

Paket an Geschäftsausstattung,<br />

Werbemitteln und (Online-Marketing-)<br />

Dienstleistungen sowie Unterstützung in<br />

Form von Patenschaften durch bereits etablierte<br />

KÜCHE 3000-Partner zurückgreifen.<br />

Ferner findet jährlich ein Partnertreffen<br />

statt. Das nächste Treffen ist am 9. und<br />

10. Oktober <strong>2024</strong> bei Echter Küche & Wohnen.<br />

Geplant ist zudem ein regelmäßiger<br />

Erfahrungsaustausch.<br />

Foto: DER KREIS<br />

Bei der Eröffnung<br />

(Foto von links):<br />

Ulf Triebener (Geschäftsführer<br />

DER<br />

KREIS), Georg und<br />

Rita Echter, Andrea<br />

Echter, Thomas<br />

Echter (Echter<br />

Küchen und Elektro)<br />

sowie Eva<br />

Dornieden (Regionalleiterin<br />

DER<br />

KREIS / KÜCHE 3000)<br />

und Robert Kainz<br />

(Regional leiter DER<br />

KREIS).<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 37


Küchenverbände<br />

Maximilian Linden (li.)<br />

ist seit 2021 Leiter der<br />

Dross&Schaffer Gruppe<br />

– aber auch Geschäftsführer<br />

verschiedener<br />

Küchen studios.<br />

Die<br />

Individualität<br />

der Vielen<br />

Auch wenn es auf den ersten Blick so<br />

wirkt: Ein klassischer Einkaufsverband<br />

ist Dross&Schaffer nicht. Eher ein<br />

Zusammenschluss unter Gleichgesinnten<br />

mit einer Zentrale, die Partnerstudios<br />

digital und am POS unterstützt.<br />

Foto: Dross&Schaffer<br />

Ende April <strong>2024</strong> wurde es im beschaulichen Gräfelfing<br />

einmal kurz laut: Dann nämlich, als die Nachricht eintrudelte,<br />

dass mit Thomas Gottschalk einer der berühmtesten<br />

TV-Prominenten Deutschlands in die<br />

idyllische Ortschaft südlich von München zieht. Der<br />

ehemalige „Wetten, dass …?“-Moderator lasse gemeinsam<br />

mit seiner Lebensgefährtin ein Haus renovieren,<br />

berichteten die Lokalzeitungen. Das Thema dürfte<br />

auch eine Rolle im Flurfunk von Dross&Schaffer gespielt<br />

haben: Die Premium-Gruppierung von rund 400<br />

Küchenfachhändlern aus Deutschland, Österreich und<br />

Südtirol firmiert mit ihrem Hauptsitz ebenfalls in der<br />

sonst eher unauffälligen 12 000-Einwohner-Gemeinde.<br />

Flankiert wird das Verwaltungsgebäude, in dem die<br />

Themen Marketing und Einkauf sowie alle Aspekte<br />

rund um den Fachhandel bespielt werden, von derzeit<br />

acht Flagshipstores im Großraum München. Dazu gehört<br />

auch das Stammhaus Dross&Schaffer Ludwig 6<br />

an der gleichnamigen Adresse inmitten der Münchner<br />

Innenstadt, das 1963 gegründet wurde und noch heute<br />

Schauplatz für Anspruch, Kreation und Selbstverständnis<br />

der Gruppe ist.<br />

Austausch unterschiedlicher Konzepte<br />

Alljährlich versammelt sich hier, unweit des Odeonsplatzes,<br />

ein Gros der zugehörigen Partnerstudios, wenn<br />

Dross&Schaffer zu seiner Jahrestagung lädt. Es ist ein<br />

Treffen unter Gleichgesinnten, betont Geschäftsführer<br />

Maximilian Linden: „Wir geben keine einheitliche<br />

Marschrichtung für den Handel vor. Vielmehr dient der<br />

Austausch verschiedener Handelskonzepte untereinander<br />

als Bereicherung des eigenen Unternehmertums.“<br />

38 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


So will sich die Gruppe auch nach außen verstanden<br />

wissen: Als ein hochkarätiges Netzwerk aus Partnerstudios,<br />

das, ebenso wie Endkundinnen und Endkunden,<br />

von gemeinsam gelebten Ansprüchen an eine<br />

moderne und wertige Küchen- und Wohnraumplanung<br />

profitiert. Der Grundgedanke? „Gemeinsam mehr erreichen.“<br />

Dafür bietet Dross&Schaffer seinem Händlerkreis<br />

ein kontinuierliches Service-Angebot, das sich<br />

individuell zusammenstellen lässt.<br />

Aus dem 360°-Marketing können Studioverantwortliche<br />

einzelne Bausteine beziehen, aber auch ein<br />

digital-analoges Komplettpaket. Das reicht vom Website-Baukasten<br />

über Neukundenakquise bis hin zur<br />

Druckvorlage für Zeitungsannoncen oder einen im Expertenkreis<br />

erarbeiteten „Monteursknigge“ – und gilt<br />

darüber hinaus ebenso für suchmaschinenoptimierte<br />

Anzeigen und redaktionelle Inhalte, die die Sichtbarkeit<br />

der teilnehmenden Händler erhöhen.<br />

Entscheiden dürfen und müssen die Partnerstudios<br />

allerdings selbst, welchen Weg sie gehen möchten.<br />

Das lebt die Geschäftsführerriege vor, die mit eigenen<br />

Showrooms zugleich als Handelsinhaber tätig ist. Es<br />

ist die Vielfalt des Einzelnen und die Individualität der<br />

Vielen, die das Konzept der Dross&Schaffer Gruppe von<br />

den gewöhnlichen Verbundsstrukturen innerhalb des<br />

Marktes abgrenzt.<br />

Herstellerunabhängige Planung<br />

Was eint diese höchst unterschiedlichen Partnerstudios,<br />

zu denen Schreinerwerkstätten und Wohnmöbelhäuser<br />

ebenso gehören wie das städtische Innenarchitekturbüro?<br />

Laut Dross&Schaffer ist es der Anspruch,<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 39


Küchenverbände<br />

In der Gemeinde Gräfelfing<br />

südwestlich von München hat<br />

die Dross&Schaffer Gruppe<br />

ihren Hauptsitz.<br />

Küchen stets herstellerunabhängig zu planen. Mit<br />

„selektionD“ hat die Gruppe bereits vor Jahrzehnten ein<br />

Planungskonzept entwickelt, das Händlern eine regionale<br />

Küchenvermarktung unter eigenem Namen ermöglicht.<br />

Dadurch reduziert sich für den einzelnen<br />

Partner nicht nur die Vergleichbarkeit mit Mitbewerbern<br />

vor Ort. Vielmehr wird das Studio selbst zur Marke<br />

und positioniert sich als Ansprechpartner für exklusive<br />

Küchen- und Wohnräume fernab von Logos und<br />

Zahlen. Das ist auch der Marge zuträglich.<br />

Obschon Dross&Schaffer nicht den bekannten Einkaufsstrukturen<br />

zuzurechnen ist, profitieren die Partnerstudios<br />

von ähnlichen Vereinbarungen, die mit<br />

der Industrie getroffen werden. Zugleich pflegen jene<br />

Händler auch eigene Verbindungen zu Küchen- und<br />

Geräteherstellern. Der Name Dross&Schaffer fungiert<br />

dann als Aushängeschild einer Allianz, die sich<br />

höchsten Prinzipien von Handwerk, Design und Individualität<br />

als gemeinsame Statuten verschrieben hat.<br />

So können auch Neuzugänge vergleichsweise schnell<br />

Verträge mit anspruchsvollen Lieferanten abschließen.<br />

Nachwuchs und Neugründer<br />

„Neu“ im Geschäft sind dabei immer öfter Nachfolgerinnen<br />

und Nachfolger, die das Studio von Eltern, Großeltern<br />

oder Bekannten übernehmen. Mit nunmehr über<br />

60 Jahren, die seit der Firmengründung durch Herbert<br />

Dross und Wilfried Schaffer vergangen sind, zählt die<br />

Gruppierung nicht wenige Partnerstudios, die bereits<br />

in zweiter oder sogar dritter Generation erfolgreich<br />

geführt werden. Innerhalb der „Young Management<br />

Akademie“ bieten die Gräfelfinger mehrmals jährlich<br />

Workshops für angehende Führungskräfte an. Im Mittelpunkt<br />

der Ausbildung stehen Grundlagen der Be-<br />

40 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Fotos: Dross&Schaffer<br />

Unkonventionelle Kampagne:<br />

Mit dem Motiv des „Bananenfischs“<br />

macht Dross&Schaffer<br />

auf Sonderwünsche in der<br />

Küchen planung aufmerksam<br />

– und auf die eigene Kompetenz,<br />

diese zu erfüllen.<br />

triebswirtschaftslehre, On- und Offline-Marketing und<br />

der ertragsorientierte Einkauf. Auch weitere Aspekte<br />

des Fachhandels wie die Gestaltung des Showrooms,<br />

„Employee Branding“ sowie Personalplanung und -führung<br />

kommen zur Geltung.<br />

Doch auch Neugründerinnen und -gründer spielen<br />

im Küchenbusiness eine große Rolle. Dross&Schaffer<br />

übernimmt dann eine beratende Funktion von außen –<br />

inklusive prüfendem Blick auf Finanzierung, Portfolio<br />

und Zukunftsfahrplan.<br />

Beratend zur Seite stehen<br />

„Letztendlich ist seitens Dross&Schaffer viel Fingerspitzengefühl<br />

im Zusammenspiel mit unseren Partnerstudios<br />

gefragt“, sagt Geschäftsführer Maximilian Linden.<br />

„Jedes Studio verdient eine individuelle Beratung, sei<br />

es im ländlichen oder urbanen Gebiet, in Österreich<br />

oder in Deutschland.“ Das gelte vor allem in jenen wirtschaftlich<br />

herausfordernden Zeiten, die auch von den<br />

eigenen Flagshipstores gemeistert werden müssen.<br />

Mit gebündeltem Expertenwissen begleitet<br />

Dross&Schaffer seine Partner daher regelmäßig mit<br />

regionalen Veranstaltungen sowie digitalen Vorträgen.<br />

Das soll jene ansprechen, die sich betriebswirtschaftliche<br />

Unterstützung im Verkaufsprozess wünschen<br />

– beispielsweise für einen höheren Warenkorb,<br />

eine verbesserte Marge oder eine sichere Liquidität bei<br />

möglicherweise rückläufigen Anzahlungsquoten oder<br />

sinkenden Umsätzen. Ebenso rückt die Gruppierung<br />

das wichtige Retail-Management in den Fokus, unterstützt<br />

bei der Mitarbeitersuche oder beschäftigt sich<br />

mit erfolgreicher Verkaufspsychologie im gehobenen<br />

Handel.<br />

„Mehr“ machen<br />

Um die dauerhafte Sichtbarkeit seiner Händler zu stärken,<br />

hatte Dross&Schaffer bereits Mitte 2016 das Online-Portal<br />

„kuechen-design-magazin.de“ ins Leben<br />

gerufen. Die Plattform diene teilnehmenden Partnerstudios<br />

der Gruppierung als „Image-Lift“, sagt<br />

Maximilian Linden. Dadurch könnten sich jene Händler<br />

eine virtuelle Präsenz abseits der eigenen Kundenkontaktpunkte<br />

von Website und Social Media-Kanälen<br />

erschließen. Zugleich profitieren die Partnerstudios<br />

von den zahlreichen Zugriffen der Leserinnen und Leser<br />

auf dem <strong>Magazin</strong>, die wiederum als potenzielle<br />

Käuferschaft im regionalen Rahmen gelten.<br />

Endkonsumierende können sich ihrerseits auf dem<br />

„Küchen&Design <strong>Magazin</strong>“ einen Einblick in Küchenplanung,<br />

Trends und Technologie verschaffen. Die Win-<br />

Win-Situation für beide Seiten hat die Gruppierung<br />

früh erkannt. Mittlerweile gehört das <strong>Magazin</strong> zu den<br />

führenden Onlineplattformen für Küchencontent im<br />

deutschsprachigen Raum.<br />

Auch das brandaktuelle Thema KI findet Eingang in<br />

den Unterlagen: „Wer informiert ist und am Ball bleibt,<br />

kann sämtliche Marketinginstrumente für sich nutzen“,<br />

sagt Maximilian Linden dazu. „Als Studioinhaber<br />

lernen wir auf diesem Gebiet aktuell selbst viel dazu<br />

und reichen unser Wissen weiter. Wir agieren aus der<br />

Praxis, für die Praxis.“<br />

Das gilt über digitale Angebote hinaus auch für<br />

klassische Printanzeigen, Imagefolder und Werbemittel<br />

im öffentlichen Raum. Das beste Beispiel liefert<br />

Dross&Schaffer selbst: Derzeit präsentiert sich<br />

die Gruppe in einer überregionalen Kampagne, die<br />

individuelle Ansprüche beim Küchenkauf charmant<br />

kommentiert. Zu sehen ist auf den handgezeichneten<br />

Skizzen beispielsweise eine bläuliche Fischflosse, die<br />

als passgenaue Schale für eine Banane fungiert. Der<br />

Claim dahinter? „8 von 10 unserer Kunden haben Sonderwünsche.<br />

– Wir machen mehr daraus.“<br />

Der augenzwinkernde Tenor dürfte auch einem Paradiesvogel<br />

wie Thomas Gottschalk nicht entgehen.<br />

Mit potenziellen Sonderwünschen in seiner neuen Gräfelfinger<br />

Küche wäre der wiederkehrende Münchner<br />

Einwohner also in seiner Nachbarschaft bereits an der<br />

richtigen Adresse. Möglicherweise kommt dann das<br />

zusammen, was zusammen gehört: Tradition, die verpflichtet.<br />

Und eine gehörige Portion Individualität.<br />

Susanne Maerzke<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 41


Betriebsmanagement<br />

Von der Einzel- zur Personengesellschaft<br />

Wechsel der Rechtsform<br />

Rund 60 Prozent aller Unternehmer in Deutschland sind Einzelunternehmer. Dieser<br />

bequeme Weg in die Selbstständigkeit, den auch viele Küchenstudios wählen,<br />

hat einige Nachteile. Welche das sind und mit welcher Rechtsform sie vermieden<br />

werden können, erklärt Ingo Anneken von der SEB Steuerberatung.<br />

Foto: SEB<br />

Wer sich selbstständig macht, hat viel zu bedenken.<br />

Die Übergabe an die nächste Generation steht dabei<br />

eher selten im Fokus. Und auch manche Geschäftsrisiken<br />

werden anfangs gern vernachlässigt. Wegen<br />

des geringen Aufwands und der überschaubaren<br />

Kosten wird bei der Gründung häufig die Rechtsform<br />

des Einzelunternehmers oder einer einfach zu gründenden<br />

Personengesellschaft gewählt. Laut Statistischem<br />

Bundesamt waren 2020 rund 60 Prozent aller<br />

Unternehmer in Deutschland Einzelunternehmer. Bei<br />

den Küchenstudios liegt diese Zahl noch höher. Diese<br />

Rechtskonstruktion bringt Nachteile mit sich: Die<br />

Haftung kann weit ins Privatvermögen hineinreichen<br />

und auch bei der Unternehmensübergabe gibt es Fallstricke:<br />

Bei einem Einzelunternehmen sind Küchenkaufverträge,<br />

Angebote, Anzahlungen usw. nicht<br />

ohne Weiteres übertragbar. Vielmehr muss jeder einzelne<br />

Kunde, Partner, Lieferant schriftlich zustimmen.<br />

Das erschwert die Übergabe deutlich und kann Kunden<br />

verunsichern. Es lohnt sich also durchaus, sich<br />

über vorteilhaftere Rechtsformen Gedanken zu machen.<br />

Die meisten Küchenstudios wünschen sich ein<br />

rechtliches Konstrukt, mit dem einerseits die Haftung<br />

begrenzt werden kann. Und mit der andererseits Bestandsveräußerungen<br />

schlank und für die beteiligten<br />

Vertragsparteien risikolos gestaltet werden<br />

können.<br />

Welche Rechtsform bringt Vorteile?<br />

Idealerweise übernimmt dafür eine andere<br />

Person die Risiken unter Ausschluss<br />

der privaten Haftung, ist gleichzeitig<br />

die Inhaberin der bestehenden Kun-<br />

Ingo Anneken ist seit 2009 Geschäftsführer<br />

der SEB Steuerberatung. Gemeinsam<br />

mit seinen Kollegen unterstützt er<br />

die Kunden über die klassische Steuerberatung<br />

hinaus hinsichtlich einer Vielzahl an betriebswirtschaftlichen<br />

Fragen – von der Rechtsformoptimierung<br />

bis hin zur Existenzgründung. Zudem ist er<br />

Fachberater für Unternehmensnachfolge (DStV e.V.).<br />

42 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Die Unterschiede der Unternehmensformen auf einen Blick<br />

Einzelgesellschaft GmbH GmbH & Co. KG<br />

Kapitaleinsatz Keine Pflicht 25000 (mind. 12500) 25000 zzgl. KG-Kapital (beliebige Höhe)<br />

Besteuerungsregiment Einkommenssteuer Körperschaftssteuer Einkommenssteuer<br />

Formalien Wenige Mehr Weniger als GmbH<br />

Betriebliche Altersversorgung Nein Ja Nein<br />

Steuerliche Risiken Normal Höher Normal<br />

Gründungskosten Gering Höher Weniger hoch<br />

Jährliche Kosten Gering Höher Regelmäßig am höchsten<br />

denbeziehungen, die zudem ohne ein Wider spruchsrecht<br />

auf einen anderen Küchenprofi übertragen werden.<br />

Das hört sich nach hehren Wünschen an, ist<br />

aber durchaus möglich. Neben teureren Verfahrenswegen<br />

kommt hier ein Rechtsformwechsel zu einer<br />

GmbH oder einer GmbH & Co. KG infrage. Wie geht<br />

dieser Wechsel vonstatten? Ist das Küchenstudio<br />

nicht als Einzelunternehmen, sondern als Personengesellschaft<br />

gegründet worden, ist die Ausgangsposition<br />

für den Wechsel der Rechtsform besser: Hier<br />

kann eine Kapitalgesellschaft als Vollhafter in die<br />

bestehende Personengesellschaft aufgenommen werden.<br />

Die bisher vollhaftenden Gesellschafter werden<br />

gleichzeitig Teilhafter, indem sie als Kommanditisten<br />

auftreten. Wird die Rechtsform wie beschrieben von<br />

einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft<br />

umgewandelt, findet handelsrechtlich keine<br />

Vermögensübertragung statt. Steuerlich wiederum<br />

wird eine Vermögensübertragung fingiert, die allerdings<br />

von der Steuer befreit ist. So entstehen Haltefristen<br />

für das Vermögen, die jedoch, wenn sie nicht<br />

eingehalten werden, rückwirkend zu einer Besteuerung<br />

führen.<br />

Vom Einzelunternehmen zur Kapitalgesellschaft<br />

Wurde das Küchenstudio als Einzelunternehmen gegründet,<br />

ist die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft<br />

handelsrechtlich umfangreicher. Der Inhaber<br />

könnte zunächst die Rechtsform des „eingetragenen<br />

Kaufmann“ (e. K.) annehmen. Damit wird das Vermögen<br />

des Unternehmens vom Privatvermögen abgetrennt.<br />

Im nächsten Schritt kann dann sondiert<br />

werden, auf welche haftungsbeschränkte Gesellschaft<br />

das Vermögen im Anschluss übertragen werden<br />

soll. Nutzt das Einzelunternehmen Grundstücke<br />

oder Grundstücksanteile, sollte der Küchenstudio-Inhaber<br />

im Vorfeld einige Überlegungen anstellen. Um<br />

zu verhindern, dass diese in den Haftungstopf der<br />

haftungsbeschränkten Firma wandern, gibt es geeignete<br />

Strategien, die allerdings immer im Einzel-<br />

fall geprüft werden sollten. Ist das Immobilienthema<br />

gelöst, steht einer Umwandlung zum Beispiel in eine<br />

GmbH & Co. KG nichts mehr im Wege.<br />

GmbH oder doch GmbH & Co. KG?<br />

Jede Rechtsform hat ihre Vor- und Nachteile. Um diejenige<br />

zu wählen, die zur eigenen Geschäftstätigkeit und<br />

zu Persönlichkeit passt, sollte man sich kurz die Mühe<br />

machen, sich mit den Basics auseinanderzusetzen.<br />

Die GmbH & Co. KG empfiehlt sich, wenn der Küchenstudio-Inhaber<br />

folgendes wünscht, beziehungsweise<br />

in Kauf nimmt: ein Besteuerungsregiment mit weniger<br />

steuerlichen Risiken, weniger handels- und steuerrechtliche<br />

Formalitäten, Möglichkeiten zur privaten<br />

Entnahme wie bisher, aber regelmäßig höhere Steuerberatungskosten.<br />

Eine GmbH hingegen kommt infrage,<br />

wenn der bisherige Einzelunternehmer die etwas<br />

umfangreicheren Formalitäten nicht scheut, sich<br />

ein festes monatliches Gehalt auszahlen und für sich<br />

eine betriebliche Altersversorgung einrichten möchte.<br />

Damit unterwirft er sich dem Regime der Körperschaftssteuer.<br />

Wie geht der Rechtsformwechsel vonstatten?<br />

Die eigentliche Übertragung kann über zwei Verfahren<br />

vorgenommen werden: Entweder gehen einzelne<br />

Vermögensgegenstände vom Einzelunternehmen<br />

auf die Rechtsform über oder der Übergang geschieht<br />

insgesamt durch eine Bilanz. Dabei müssen die umwandlungsrechtlichen<br />

Rückwirkungsfristen und steuerliche<br />

Behaltensfristen beachtet werden. Wird dieser<br />

Aufwand gescheut, besteht noch die Möglichkeit,<br />

eine „schlanke Lösung“ zu wählen. Das Einzelunternehmen<br />

lässt sich auch in eine Gesellschaft umwandeln,<br />

indem der Ehepartner, die Lebensgefährtin<br />

oder die Kinder als Minderheitsgesellschafter aufgenommen<br />

werden. In allen Fällen ist jedoch eins immer<br />

sinnvoll – gerade wegen der steuerlichen Folgen:<br />

die Beratung durch einen externen Experten.<br />

www.seb-steuerberatung.de<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 43


Küchenmöbel<br />

Präsenz statt Purismus<br />

bulthaup überrascht im 75. Jahr seines Bestehens in Mailand mit einem herausfordernden<br />

Messeauftritt: Statt feinsinniger Ästhetik bekommen Besucherinnen<br />

und Besucher kraftvolle Küchenstatements in Edelstahl und Eiche zu sehen. Damit<br />

erfindet sich die Marke auf allen Ebenen neu – das umschließt sogar eigene Kochfelder<br />

und polygonale Wohnwandflächen.<br />

Sie sind ein ungleiches Paar, die Marke bulthaup und<br />

ihr Geschäftsführer Marc Eckert. Dabei sind beide, metaphorisch<br />

gesehen, sogar aus dem gleichen Holz geschnitzt:<br />

Martin Bulthaup, Eckerts Großvater, gründete<br />

das bis heute familiengeführte Unternehmen bereits<br />

1949. Weltweit wird der Küchenhersteller als deutsche<br />

Luxusmarke verkauft, dabei kann Eckert, das macht er<br />

wiederholt in Interviews klar, mit dem Begriff so gar<br />

nichts anfangen.<br />

Überhaupt: „Eigentlich gibt es keinen Menschen,<br />

der weiter weg von der Küche ist als ich“, sagt der studierte<br />

Jurist. Erst vor rund 14 Jahren übernimmt er<br />

in dritter Generation die alleinige Geschäftsleitung<br />

bei bulthaup, um das zeitweise konjunkturschwache<br />

Küchen geschäft zurück in Familienhand zu holen.<br />

Seitdem tüftelt er an einem neuen Verständnis von<br />

Küche – und das übersteigt, wie sich nun auf der Mailänder<br />

Küchenmesse zeigt, selbst die kühnsten Vorstellungen<br />

bisheriger bulthaup-Kenner.<br />

bulthaup jetzt und früher<br />

Was die Marke bislang definierte, ist eine minimalistische,<br />

fast schon asketische Aura. Das gilt nicht nur<br />

für ihre Küchenmöbel, die sich mit geradlinigem, häufig<br />

grifflosem Fugenbild und unauffälliger Schönheit in<br />

moderne Wohnambiente einfügen und dabei Anspruch<br />

auf höchste Materialqualität erheben. Auch kommunikativ<br />

gibt sich bulthaup seit jeher verschlossen. Im Ge-<br />

Zurück im Rampenlicht:<br />

die „Küchenwerkbank“ (KWB) von 1988.<br />

44 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Fotos: bulthaup<br />

Marc Eckert leitet seit<br />

über 14 Jahren die Geschäfte<br />

von bulthaup.<br />

Er sagt: „Niemand ist<br />

weiter von der Küche<br />

weg als ich.“<br />

„There is no kitchen“ lautete das<br />

Messe motto des Luxusherstellers<br />

zur dies jährigen EuroCucina.<br />

Das Akronym? THINK.<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 45


Küchenmöbel<br />

Das „neue“ bulthaup zeigt sich auffallend unangepasst:<br />

mit polygonalen Formen, massiven Holzflächen<br />

und sichtbarem Stahlgerüst.<br />

gensatz zu anderen Produzenten ist das Unternehmen<br />

selten auf Messen vertreten; alle paar Jahre streut die<br />

Marke eine Handvoll Neuheiten in ihr Händlernetz ein:<br />

Das modulare Möbelsystem „bulthaup b solitaire“ beispielsweise,<br />

geformt aus massiven Eichenholzlamellen<br />

und satiniertem Edelstahl, das mit seinem fast schon<br />

archaischen Werkstattcharakter bereits 2018 einen<br />

Vorgeschmack auf das neue bulthaup-Leitbild geben<br />

sollte – nur, dass das vor rund sechs Jahren eben noch<br />

keiner ahnen konnte.<br />

Nun also, gewissermaßen, ein Neuanfang. Das<br />

kündigte sich, in bester bulthaup-Manier, äußerst<br />

geheimnisvoll an: „There is no kitchen“ titelte der<br />

Hersteller auf seiner Einladung zur Mailänder Möbelmesse<br />

<strong>2024</strong>. Empfangen wurden Händler und Architektinnen,<br />

Interessentinnen und Wegbegleiter im<br />

Herzen des Designviertels Brera, plakativ inszeniert<br />

inmitten der „Pinacoteca di Brera“. Ein lichtdurchfluteter<br />

Pavillon, gesäumt vom Säulengang der barocken<br />

Kunstsammlung, beherbergt die Kehrtwende von<br />

dem, was bulthaup in den vergangenen Jahrzehnten<br />

ausgemacht hat. Dabei überlässt die Marke nichts<br />

dem Zufall: Der japanische Vorhangs-Saum aus graumeliertem<br />

Stoff, der die Neuheiten vor den Blicken<br />

der Außenstehenden verhüllt, endet auf einer Höhe<br />

von 45 Zentimetern. Es ist die Sockelhöhe des quadratischen<br />

Kochkubus, der das zentrale Herzstück der<br />

neuen Kollektion sein wird.<br />

Comeback der Küchenwerkbank<br />

Was anschließend folgt, gleicht einer Dekonstruktion<br />

der bisherigen bulthaup’schen Küchenwelt. Nachdem<br />

das Modell der b1 bereits 2023 vom Markt genommen<br />

wurde, wird es auch die b3 in ihrer jetzigen Form<br />

künftig nicht mehr geben. Stattdessen belebt das Unternehmen<br />

ein funktionales Archivstück wieder, die<br />

sogenannte „Küchenwerkbank“ (KWB) von 1988. Das<br />

einst mit Gestalter Otl Aicher ins Leben gerufene Modul<br />

gilt als Inbegriff der funktionalen Küche. Eine robuste<br />

Edelstahlplatte dient als Ausgangspunkt für alle<br />

Tätigkeiten entlang der Kücheninsel; Spüle, Schubladen,<br />

Speisenbehälter und selbst die Armatur sind darin<br />

eingeschweißt und erzeugt einen beeindruckend<br />

ganzheitlichen Charakter. Der Nachbau hält sich stark<br />

ans Original; einzig der Edelstahl wird nun mit einem<br />

feinen Glasperlenstrahl überzogen und ist dadurch ungleich<br />

kratzfester.<br />

Nicht minder gewaltig ist die Erscheinung des neuen<br />

Massivholzschranks, der als Geräte- und Stauraum<br />

dient und einen doppelflügeligen Apothekerschrank<br />

beherbergt. Gut sichtbar ist die offene Zinkung am<br />

Kopf des Werkstücks; sie unterstreicht die aufwändige<br />

Handarbeit, mit der jedes Küchenelement bei bulthaup<br />

final veredelt wird. Und sie ist Zeuge des ungeheuerlichen<br />

Gewichts von rund 630 Kilogramm, die der<br />

Werkschrank auf die Waage bringt.<br />

Alles in Eigenregie<br />

Auch, wenn sich zu diesem Zeitpunkt bereits leise<br />

zweifeln lässt, welches moderne Wohngebäude diese<br />

Möbellast zu tragen vermag, so ist bulthaup die umtriebige<br />

Innovationskraft seines Messeauftritts nicht abzusprechen.<br />

Bis ins kleinste Detail hat sich der Hersteller<br />

in gewohnter Manier in seine neue Attitüde vertieft;<br />

selbst die soliden Stahlhaken entlang der Lochplatte<br />

im Inneren des Apothekerschranks stammen aus eigener<br />

Fertigung. Vor rund zehn Monaten hat sich das Unternehmen<br />

dazu die entsprechende Expertise ins Haus<br />

geholt. An das regionale Stammwerk in Aich bei Bodenkirchen<br />

schließt sich nun eine Stahl- und Aluminiummanufaktur<br />

an. „Wir wollen die Wertschöpfung bei<br />

uns im Haus haben“, erklärt die Marke dazu. Auch Beschläge<br />

und Scharniere werden hier produziert, ebenso<br />

wie eine gänzlich neue Produktkategorie: bulthaup<br />

stellt ab sofort eigene Kochfelder her, sowohl für Gas<br />

als auch für Induktion. „Wir sind Küche“, resümiert<br />

Marc Eckert.<br />

46 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Das wagemutige Statement geht einher mit einem<br />

kraftvollen Auftritt, der bulthaup in ein bis dato unbekanntes<br />

Licht rückt: vom stillen Ästheten zum selbstbewussten<br />

Macher. Das verleiht auch den bislang glattpolierten<br />

Oberflächen und stummen Möbelelementen ein<br />

präsentes Image, mit dem sich die Marke deutlich von<br />

seinem bisherigen Sortiment – und seinen Mitbewerbern<br />

– abhebt. Anstelle der jahrelang gelebten Nomenklatur<br />

von b1, b2 und b3 soll nun „eine einzige Schublade“<br />

treten, aus der sich Planende und Käuferschaft „wie<br />

aus einem Lego-Baukasten“ bedienen können. Dazu stehen<br />

ihnen neben Edelstahl und Aluminium auch fünf<br />

Massivhölzer zur Verfügung. Eiche und Nussbaum werden<br />

künftig von Kiefer, Kirsche und Esche in verschiedenen<br />

Ausführungen ergänzt; mal gebürstet, mal glatt,<br />

mal als Strukturoberfläche. Ein neuer „Silk-Lack“ ist<br />

vorerst in acht Farben erhältlich, darunter ein auffälliges<br />

Enzianblau. Zukünftig soll die komplette NCS-Palette<br />

zur individuellen Farbgestaltung verfügbar sein.<br />

180 Grad-Wende<br />

Ähnlich unkonventionell mutet die neue Wandschrankgestaltung<br />

an, die bulthaup für Küche und „Living“<br />

gleichermaßen im Blick hat: Eine doppelte Wandfront<br />

ermöglicht polygonale Ausschnitte mit Tiefenhaptik,<br />

in denen Kochgeschirr, Licht oder Deko-Objekte platziert<br />

werden können. Alles, was sich an diesem Tag im<br />

bulthaup-Pavillon in der Pinacoteca di Brera erspähen<br />

lässt, wird von der Marke produziert und ausgesteuert.<br />

Das gilt selbst für die kupferfarbenen Kochtöpfe und<br />

Pfannen, die gemeinsam mit dem französischen Label<br />

Mauviel gestaltet wurden, oder für das japanische Messerset<br />

mit einem Griff aus Mooreiche.<br />

Am „Küchenarbeitstisch“ in massiv geölter Kiefer,<br />

deren erwartbare Patina aus Flecken, Öl und Alltagsspuren<br />

bewusst in Kauf genommen wird, lässt sich sogar<br />

auf selbstentworfenen Stühlen Platz nehmen. Die<br />

Sitzschale „Kyoto“ kann mit Stoff oder Leder bezogen<br />

werden, wie es bulthaup-Kundinnen und -Kunden bereits<br />

von der Solitaire-Möbelkollektion kennen dürften.<br />

So imposant wie irritierend<br />

Die 180 Grad-Wende, die die Luxusmarke mit ihrem<br />

neuen Auftritt hinlegt, ist so imposant wie irritierend.<br />

Während ein neues Wandsystem (Arbeitstitel:<br />

Butterfly) eine deutlich flexiblere Montage von wandgebundenen<br />

Modulen in unterschiedlicher Höhe und<br />

Breite ermöglicht oder der Kücheninselblock mit doppelseitiger<br />

Ausziehfunktion beeindruckt, dürfte das<br />

Abrücken des Unternehmens von griffloser Raffinesse<br />

und minimalistischer Lautlosigkeit nicht jedem<br />

schmecken.<br />

Über die „Enkelfähigkeit“ seines Unternehmens<br />

und das „Herzblut“, das bei bulthaup in jedes Detail<br />

der Küchenplanung einfließt, hat Geschäftsführer<br />

Marc Eckert nun jüngst ein Buch veröffentlicht. Es ist<br />

ein Versuch, die Öffentlichkeit in jenen Denkprozess<br />

einzubeziehen, der zum jahrelangen Transformationsprozess<br />

der Marke geführt hat – und durch den sich<br />

Eckert selbst der eigenen Produktphilosophie entscheidend<br />

anzunähern scheint. Das Umdenken des Unternehmens<br />

wurde übrigens im Vorhinein subtil angekündigt:<br />

Das Akronym des Messemottos „There is no<br />

kitchen“ lautet THINK.<br />

Susanne Maerzke<br />

Fotos: bulthaup<br />

bulthaup verschiebt<br />

die<br />

Grenzen der<br />

Küchenplanung:<br />

Künftig<br />

sollen sich<br />

die Küchen des<br />

Luxusherstellers<br />

noch individueller<br />

zusammensetzen<br />

lassen – wie<br />

einzelne Legoteile.<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 47


Küchenplanung/Licht<br />

Stauraum mit Beleuchtung<br />

Aufsatzregal aus dem „transFORM“-Nischenprogramm.<br />

Stauraum ist ein Dauerthema in<br />

der Küchenplanung. Das flexibel<br />

einsetzbare Reling- und Regalsys<br />

tem „transFORM“ aus dem<br />

Nischen pro gramm „Accomoda“<br />

von Naber bietet dafür stilvolle<br />

Möglichkeiten. Optisch überzeugt<br />

es durch mattschwarze Pulverbeschichtung<br />

und dezente Beleuchtung.<br />

In die Basisprofile eingelassene<br />

LED-Streifen sorgen für eine<br />

Hinterleuchtung. Edles und Alltägliches<br />

lässt sich so platzsparend<br />

unterbringen und auf Wunsch auf<br />

besondere Weise inszenieren. Die<br />

Beleuchtung der Profile ist dimmbar<br />

und kann in individuelle Lichtkonzepte<br />

eingebunden werden.<br />

Basis des Systems sind hochwertige<br />

Aluminium-Grundprofile<br />

sowie trapezförmige Deckprofile.<br />

Mit ihnen und den weiteren Systemelementen<br />

lassen sich elegante Lamellenwände, Wandborde<br />

und Regale gestalten. Und das „mühelos und kreativ“, wie der<br />

Anbieter betont. Zum Reling sys tem gehören Ablagen, Hakenleisten,<br />

Gewürzborde, Köcher, Rollen-, Gläser- und Flaschenhalter,<br />

eine Powerbox mit Steckdosen und vieles mehr. Beim Innovationswettbewerb<br />

„Plus X Award“ wurde das Naber-System mit den<br />

Gütesiegeln „Hohe Qualität, Design, Bedienkomfort und Funktionalität“<br />

ausgezeichnet. Die Jury des Innovationswettbewerbs<br />

bewertete das System in seiner Produktkategorie als „Bestes<br />

Produkt des Jahres <strong>2024</strong>“.<br />

Foto: Naber<br />

Filigran und leuchtstark: Die „LD 8228“<br />

steht mit einer Betriebsspannung<br />

von 24 Volt<br />

und mit unterschiedlichen,<br />

dimmbaren<br />

Lichtfarben von<br />

2700 bis 6400 Kelvin<br />

MIX, 3000 oder<br />

4000 Kelvin zur<br />

Verfügung.<br />

Minimalistische Ringleuchte<br />

Mit der Ringleuchte „LD 8228“ präsentiert Elektra eine minimalistische LED-Lösung<br />

für den Unterbau. Sie soll den hohen Ansprüchen der Küchen- und Möbelindustrie<br />

genügen und gleichzeitig die Bedürfnisse des Handels erfüllen. „In Zeiten härteren<br />

Wettbewerbs und sinkender Kaufkraft machen optisch ansprechende und gleichzeitig<br />

kostengünstig zu installierende Lichtsysteme den Unterschied“,<br />

erklärt Elektra-Geschäftsführer Boris Niessing.<br />

Das Ergebnis ist eine blendfreie und lichtstarke Low-<br />

Profile-Leuchte mit minimalem Platzbedarf in eleganter<br />

Ringform. „Sie lässt sich sehr einfach montieren und reduziert<br />

die Prozesskosten“, so der Hersteller. Denn sie<br />

wird weder ins Holz gefräst noch geschraubt. Damit sollen<br />

die Prozesse bei den Kunden „weiter optimiert“ werden,<br />

wie Henrik Bültmann, der als Leiter Entwicklung und<br />

Konstruktion bei Elektra für Produktentwicklung und<br />

Technik zuständig ist, unterstreicht. Konstruiert wurde<br />

eine selbstklebende Lösung mit Flachband-Anschlussleitung.“<br />

Bültmann: „Leuchte und Leitung lassen sich so einfach<br />

montieren, nachrüsten und rückstandsfrei wieder<br />

entfernen. Die Möbel bleiben sowohl bei der Montage als<br />

auch bei der späteren Demontage unbeschädigt.“ Das Anschlussband<br />

in Weiß oder Schwarz sei durch die minimale<br />

Aufbauhöhe nahezu unsichtbar. Bei der Herstellung kombinierte<br />

Elektra Effizienz und Nachhaltigkeit. Produziert<br />

werden COB-LEDs (Chip on Board) als Ringsegmente zu<br />

je vier Stück pro Leuchte. Das führt zum größtmöglichen<br />

Less-Waste-Effekt. Das Produkt wurde mit dem Interzum<br />

Award 2023 im Bereich Nachhaltigkeit ausgezeichnet.<br />

Fotos: Elektra<br />

48 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Wasserplatz<br />

Foto: Blanco<br />

Wasser nach Wahl<br />

Die Kampagne präsentiert<br />

sich in einem auffälligen<br />

Design – aufmerksamkeitsstarkes<br />

Orange, kombiniert<br />

mit der Hausfarbe Blau. So<br />

setzt der Spezialist für den<br />

Wasserplatz in der Branche<br />

ein klares Statement.<br />

Mit einer umfangreichen Online-Kampagne, verschiedenen Marketingmaßnahmen<br />

und einer Vorteilsaktion bewirbt Blanco das Wassersystem „Choice“. Das soll für<br />

Aufmerksamkeit und Frequenz im Fachhandel sorgen.<br />

Der Slogan „You’ve got the CHOICE“ bringt den zentralen<br />

Nutzen des Systems auf den Punkt: Wasser nach<br />

Wahl, gefiltert, gekühlt – still, medium, sprudelnd oder<br />

kochend heiß und dabei immer in der gewünschten<br />

Menge. Nach der erfolgreichen Präsentation der Produktkombination<br />

von Armatur „Choice Icona“ und Aufbereitungseinheit<br />

„Choice.All“ auf diversen Fachmessen<br />

soll das System nun verstärkt Einzug in die Küchen<br />

der Verbraucherinnen und Verbraucher halten. Dabei<br />

setzt das Unternehmen in Deutschland und Österreich<br />

stark auf digitale Kanäle und Social Media. Die Strategie<br />

lautet: „In der Inspirationsphase zur Küchenplanung<br />

wird schrittweise Interesse geweckt, auf die besonderen<br />

Vorteile des Wassersystems hingewiesen und<br />

gezielt dem Küchenfachhandel Kundschaft zugeführt.“<br />

Top-Ausstattung für den Handel<br />

Zudem unterstützt die Premiummarke den Fachhandel<br />

vor Ort mit diversen POS- und Informationsmaterialien.<br />

Manuel Hopf, Vertriebsleiter Blanco Deutschland: „Es<br />

ist uns ein großes Anliegen, unsere Partner im Handel<br />

top auszustatten, denn die Beratung und Präsentation<br />

unserer Produkte in Funktion ist ein zentraler Schlüssel<br />

zum gemeinsamen Geschäftserfolg. Gerade in den<br />

Verkaufsräumen können sich die Kundinnen und Kunden<br />

von Qualität, Bedienkomfort und vor allem auch<br />

der perfekten Abstimmung aller Komponenten für den<br />

Wasserplatz überzeugen. Passende Marketingmaßnahmen,<br />

wie Poster, Aufsteller und Flyer runden das Informationsangebot<br />

ab.“<br />

Mehrwert am Wasserplatz<br />

Nicht nur mit den Produkten, auch mit dieser Kommunikationsoffensive<br />

sieht sich das Unternehmen ganz<br />

am Puls der Zeit. Denn das Interesse an einem ressourcenschonenden<br />

Umgang mit Wasser steige. Ebenso<br />

der Wunsch nach einem nachhaltigen Lebensstil. Die<br />

Systemlösung „Choice“ bietet hier laut Blanco echten<br />

Mehrwert und erleichtert den Alltag spürbar. Als Teil<br />

einer „Unit“ gewährleiste sie außerdem eine bestmögliche<br />

Nutzung des Unterschrankes mit einem Abfallund<br />

Organisationssystem. „Dabei ist alles sauber und<br />

übersichtlich“, so der Hersteller.<br />

Die Kampagne im Detail<br />

Emanuele Giuliana, Head of Marketing DACH, erläutert<br />

den Umfang der jetzt geplanten Maßnahmen und<br />

Aktionen: „Wir haben die Kampagne medial auf einen<br />

Zeitraum bis 31.3.25 und unterschiedliche Kanäle ausgelegt.<br />

Digitale Elemente spielen dabei eine zentrale<br />

Rolle – von der Website über spezielle Landingpages<br />

und Online-Anzeigen auf Facebook, Instagram und<br />

Google. So wird das Interesse der Nutzer geweckt und<br />

systematisch vorinformiert. Der Handel kann im Planungsgespräch<br />

hier nahtlos anknüpfen.“<br />

Weitere Bausteine sind Videos, Schulungsangebote<br />

für Verkauf und Montage sowie eine, ebenfalls breit<br />

angelegte Vorteilsaktion. Letztere richtet sich direkt<br />

an Käuferinnen und Käufer. Mit dem Kauf von „Choice<br />

Icona“ und „Choice.All“ kann sich Kundin oder Kunde<br />

für einen Gutschein-Code, zum Erhalt eines kostenlosen<br />

Startersets mit vier CO 2<br />

-Zylindern autorisieren.<br />

Damit sei für rund ein Jahr sprudelnde Erfrischung<br />

gratis gesichert. „Für den Küchenplaner ist dies ein<br />

attraktives Zusatzargument und für die Käufer eine<br />

Kostenersparnis“, so Blanco. Die gesamte Abwicklung<br />

– von Gutschein bis Versand – übernimmt der<br />

Hersteller.<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 49


Küchenplanung<br />

50 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


lässig.minimalistisch.markant.<br />

Versteckte<br />

Vorzüge<br />

Bei dieser Küchenplanung für<br />

einen Neubau handelt es sich um<br />

ein Konzept, das einige Vorzüge<br />

geschickt verbirgt und damit<br />

viel Raum für Gestaltung lässt.<br />

Elegant-cleane Optik, angelehnt<br />

an den minimalistisch aufgeräumten<br />

Scandi-Look. Die grifflosen Fronten der<br />

Zeile öffnen sich mit der mechanischen<br />

Öffnungsunterstützung „TIP-ON“. Die Mattlack-<br />

Oberflächen („PerfectSense“) der grifflosen<br />

Küchen möbel verfügen über eine Anti-Fingerprint-Eigen<br />

schaft. Kombi niert sind sie mit<br />

einer Hochschrankzeile in modernen<br />

Rillen optik. (Brigitte Küchen)<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 51


Küchenplanung<br />

Nur da, wenn man sie braucht:<br />

Stabmixer, Toaster und Allesschneider<br />

verschwinden platzsparend<br />

im Auszug. Auf der Arbeitsfläche<br />

bleibt Raum für das Wesentliche.<br />

Die Einbaugeräte können in verschiedenen<br />

Kombinationen in<br />

einem breiten Auszug oder einzeln<br />

in einem schma len Auszug untergebracht<br />

werden. (ritterwerk)<br />

Außen knusprig, innen saftig: Die Dampfunter<br />

stüt zung „SteamAid“ schützt das<br />

Gargut vor dem Austrocknen und die<br />

„AeroPerfect“-Technologie ermöglicht<br />

durch eine gleichmäßige Temperaturverteilung<br />

ein gleichmäßiges und präzises<br />

Garen. Eine katalytische Rückwand und<br />

eine herausnehmbare Vollglas-Innentür<br />

erleichtern die Reinigung. (Beko)<br />

Das Kochfeld verfügt über vier Induktionszonen, davon eine Flexzone, und einen<br />

integrierten Dunstabzug. Zur Ausstattung gehört unter anderem eine Booster-<br />

Funktion für besonders schnelles Aufheizen. (Beko)<br />

„Turbo-Trocknung“ und „SelfDry“ gehören<br />

zur Funktionsausstattung des Geschirrspülers<br />

der Energieeffizienzklasse A. Acht Programme<br />

stehen zur Auswahl, darunter ein<br />

Automatikprogramm. Auf den „ProSmart<br />

Inverter“-Motor gibt es 10 Jahre Garantie.<br />

(Beko)<br />

52 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Das großzügige Solobecken „Mera 80“ aus robustem, leicht zu reinigendem<br />

Feinsteinzeug (hier in der wohnlichen Keramikfarbe<br />

„ Fango“) bietet viel Platz auch für sperriges Spülgut (Breite 720 mm,<br />

Tiefe 385 mm). Der flexibel handhabbare Silikonschlauch der Armatur<br />

„Offeo Pro“ in Schwarz bietet einen großen Aktionsradius und<br />

unterstützt so die Bewegungsfreiheit am Spülplatz. (systemceram)<br />

Für zusätzliche Funktion an der Küchenspüle: Die passgenaue<br />

Premium-Faltmatte kann als flexible Abtropf- und<br />

Abstellmöglichkeit genutzt werden. Praktisch ist auch das<br />

waagerecht eingeklinkte Schneidbrett aus hochwertigem<br />

Buchenholz. (systemceram)<br />

Markanter Blickfang mit funktionalem Nutzen als Spritzschutz an der Wand hinter<br />

der Küchenspüle: Glasmosaik („XCM MV718“) aus der Serie „Qin Shi“. Dank der rückseitigen<br />

Netzverklebung lässt sich das Mosaik mühelos verlegen. (Fliesen Welscheit)<br />

Ohne Hängeschränke kann es an ausreichendem<br />

Stauraum mangeln. Deshalb<br />

wurden in diesem Planungsbeispiel<br />

die Hochschränke raumhoch geplant<br />

und dahinter ein Stauraum versteckt. So<br />

wird auch der mittig platzierte Kamin zum<br />

Gestaltungselement, ohne zu stören.<br />

Die weiße Wandfläche über der Küchenzeile<br />

öffnet diesen Raumteil optisch zum<br />

Wohnbereich und schafft eine harmonische<br />

Verbindung. Die langgestreckte<br />

Kücheninsel unterstützt diesen Eindruck.<br />

Viel helles Tageslicht fällt durch die große<br />

Fensterfläche in den Raum. So verschwindet<br />

die gemauerte Grenze zwischen innen<br />

und außen.<br />

Die Innenarchitektin kommentiert den<br />

Kern der Planung so: „Man sitzt entspannt<br />

am Bartresen oder im Sessel am Kamin<br />

(lässig), die Möbelelemente selbst bleiben<br />

geradlinig (minimalistisch) und neben den<br />

weißen Wandflächen finden sich aufeinander<br />

abgestimmte Brauntöne mit schwarzen<br />

Akzenten (markant)“. Mit anderen Worten:<br />

„Ein moderner Stil mit viel Gemütlichkeit“.<br />

Kleingeräte mit Heißluft liegen<br />

im Trend. Dieser „Airfryer“<br />

bietet zwei separate Frittierkörbe<br />

mit einem Fassungsvermögen<br />

von je 4 Litern und einer<br />

Leistung von 1800 Watt pro<br />

Korb. Dank Antihaftbeschichtung<br />

sind die Körbe auch spülmaschinengeeignet.<br />

Der „Dual<br />

Draw“ verfügt über 10 Garfunktionen<br />

wie Frittieren,<br />

Backen, Braten, Dörren, Aufwärmen<br />

oder Warmhalten.<br />

(Sharp)<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 53


Küchenplanung<br />

Zu jeder Tageszeit ein raumprägendes<br />

Element: Akustikplatten mit (zusätzlich)<br />

integrierter LED-Beleuchtung. Die<br />

„Smart&Easy Acoustic Panel“ sind laut<br />

Hersteller zwei- bis viermal leichter als<br />

MDF und lassen sich vor Ort einfach mit<br />

einem Cuttermesser zuschneiden. Für<br />

die Montage genügen Montagekleber<br />

oder Schrauben. Das Material (fett- und<br />

feuchtigkeitsabweisend) besteht aus recycelbarem<br />

PET-Kunststoff mit hohem<br />

Recyclinganteil. Die schalldämmende<br />

Wirkung soll 25 Prozent betragen, bei einer<br />

4 cm dicken Unterkonstruktion sogar<br />

bis zu 50 Prozent. (Selit Dämmtechnik)<br />

54 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Großformatige Fenster sorgen<br />

für viel helles Tages licht und<br />

heben die Grenzen zwischen<br />

innen und außen auf. (Weru)<br />

Lieferanten + Ausstatter<br />

Planung, Realisierung und Fotos<br />

Studioraum; www.studioraum.net<br />

Fotos: Marc Schlott<br />

Küchenmöbel und Arbeitsfläche<br />

Brigitte Küchen; Frontprogramm 1: „2233 SENSE“<br />

(grifflose Fronten mit mechanischer Öffnungsunterstützung<br />

„TIP-ON“) in der Farbe „Fossil Mattlack“<br />

mit „PerfectSense“-Oberfläche („Softtouch“)<br />

und Anti-Fingerprint-Effekt; Frontprogramm 2:<br />

„2172 Kingston“ in der Farbe/Ausführung „Russet“<br />

mit vertikaler Rillenoptik; Arbeitsfläche: Steindekor<br />

„AP 875 Bellisara Dark“; Griffe: „773 Profilgriff-<br />

Kombi“ Metall Schwarz matt gebürstet<br />

Wasserplatz<br />

systemceram; Spüle: „Mera 80“ in der Keramikfarbe<br />

„Fango“; Armatur: „Offeo Pro Schwarz“; Zubehör:<br />

Überlauf, Premium-Excenter und Premium-<br />

Faltmatte in Schwarz, Buchenholz-Schneidbrett<br />

Einbaugroßgeräte<br />

Beko; Backofen „BBIS13400XMSE“, Kochfeldabzug<br />

„HIXI 84700 UF“, Spülmaschine „BDIN38561C“<br />

Einbaukleingeräte<br />

ritterwerk; Einbau-Toaster „ET 10“, Einbau-Allesschneider<br />

„AES 72 SR“, Einbau-Stabmixer „ESM 50“<br />

Kleingeräte<br />

Sharp; Airfryer „GD82EAB“<br />

Severin; Filterkaffee-Vollautomat „FILKA“<br />

Wandgestaltung<br />

Fliesen Welscheit; Glasmosaik „XCM MV718“<br />

Selit Dämmtechnik; „Smart&Easy Acoustic Panel“<br />

Fenster<br />

Weru<br />

Die raumhohen Hochschränke haben eine Durchgangstür. Dahinter kann sich<br />

ein Hauswirtschaftsraum oder eine Speisekammer öffnen. (Brigitte Küchen)<br />

Kaminofen<br />

Scan; „67 1600“<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 55


Oberflächen<br />

Einfacher zur perfekten Oberfläche<br />

Foto: Rehau<br />

Die Individualisierung in der Einrichtungsbranche<br />

hat zu einer ansehnlichen Vielfalt<br />

an Farben, Formen und Funktionen geführt.<br />

Hier den Überblick zu wahren, kann eine<br />

Herausforderung sein. Mit „Surface Select“<br />

will Rehau diesen Prozess erleichtern. Unter<br />

www.rehau.com/surface-select bietet das Unternehmen<br />

einen Überblick über sämtliche<br />

Oberflächenkollektionen sowie deren jeweiligen<br />

Anwendungsbereiche und Produktnutzen.<br />

„Mit wenigen Klicks können Möbelbauer<br />

und Interior-Profis die gewünschte Oberfläche<br />

herausfiltern, sich von Kombinationsbeispielen<br />

inspirieren lassen und Muster als<br />

Entscheidungshilfe bestellen“, erläutern die<br />

Initiatoren. Der neue Service richtet sich an<br />

Architekten, Schreiner und Interior-Profis.<br />

Was wofür mit welchem Nutzen?<br />

Rehau hat das Oberflächenportfolio unter<br />

dem Markennamen „Rauvisio“ über die Jahre<br />

stetig erweitert und bietet heute eine Vielzahl<br />

an Produktlinien an. Auswahl heißt allerdings<br />

auch: Die Suche nach der richtigen<br />

Lösung ist komplizierter geworden – und<br />

das nicht nur hinsichtlich der Farben, Dekore<br />

und Materialien, sondern auch in Bezug<br />

auf die Verwendung. Es gibt Oberflächen<br />

mit Brandschutzfunktion, mit antibakteriellen<br />

Fähigkeiten oder für schmale Nischen.<br />

Hinzu kommt: Wer eine Oberfläche sucht,<br />

trifft seine Entscheidung selten über ein Online-Foto<br />

oder einen herkömmlichen Katalog.<br />

Eine Oberfläche muss gefühlt, angefasst<br />

und ins rechte Licht gerückt werden, um am<br />

Ende wirklich auf die Bedürfnisse der Kunden<br />

zugeschnitten werden zu können. Mit<br />

„Surface Select“ will Rehau nun einen schnellen<br />

Weg der Orientierung bis hin zur Musterbestellung<br />

ebnen.<br />

„Rauvisio noir“ in „Smoke Stack“, kombiniert mit Holztönen.<br />

Kompakt auf einen Blick<br />

Das Tool geht noch einen Schritt weiter: Zu<br />

jeder einzelnen Oberfläche bietet „Surface<br />

Select“ eine individuelle Webpage, die über<br />

das entsprechende Produkt im gewählten<br />

Dekor informiert. Technische Informationen,<br />

Kombinationsvarianten, Produktvorteile –<br />

die Nutzerinnen und Nutzer finden alles, was<br />

für sie wichtig ist, kompakt auf einen Blick.<br />

Und zwar nicht nur nüchterne Fakten, sondern<br />

auch optisch ansprechende Kollagen<br />

und kurze Geschichten, die die Gestalter zu<br />

neuen Ideen und Kombinationen inspirieren<br />

können. Und weil ein Muster mehr sagt<br />

als tausend Worte, können gewerbliche Kunden<br />

sich bis zu drei Muster der gewünschten<br />

Oberflächen zusenden lassen. www.rehau.<br />

com/surface-select<br />

56 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


Foto: Marazzi<br />

„Puro Marazzi Antibacterial“ ermöglicht laut Anbieter die Anwendung von Feinsteinzeug in jedem Umfeld und die<br />

Fertigung von hygienisch unbedenklichen Arbeitsplatten, Küchenspülen und Waschtischplatten.<br />

„Travertino Classico“ ist eine von sechs Farben.<br />

Eingebrannter Hygieneschutz<br />

Ob Stein-, Marmor-, Beton-, Holz- oder Uni-Optik: Die<br />

Großformate der „The Top“-Kollektionen von Marazzi<br />

bieten viel Spielraum für die individuelle Küchengestaltung.<br />

Auch eine harmonische Abstimmung mit<br />

anderen Wohnbereichen ist möglich. Sechs Fliesenkollektionen<br />

ermöglichen farblich abgestimmte oder<br />

kontrastreiche Kombinationen und den vielseitigen<br />

Einsatz für Küchenarbeitsplatten, Fliesenspiegel,<br />

Tischplatten, Kücheninseln und -halbinseln sowie weitere<br />

Einrichtungselemente.<br />

Laut Hersteller sind die robusten Platten flecken- und<br />

schimmelresistent und bieten ein Höchstmaß an Hygiene<br />

und Sicherheit. Inzwischen sind sie auch mit antibakterieller<br />

Ausstattung erhältlich. Die Sonder edition<br />

„Puro Marazzi Antibacterial The Top“ bietet diese Oberflächenveredelung<br />

im Großformat (162 × 324 cm, Materialstärke<br />

12 mm). „Sie reduziert Bakterien und Keime<br />

um bis zu 99,9 Prozent, indem sie deren Vermehrung<br />

schnell und wirksam hemmt und die Bildung von<br />

Flecken und unangenehmen Gerüchen verhindert“, erklärt<br />

das Unternehmen.<br />

Ideal für Küchenarbeitsplatten<br />

Die großformatige Sonderkollektion ist speziell für<br />

den Einsatz in der Küche, konkret für Küchenarbeitsplatten,<br />

konzipiert. „Die antimikrobielle Technologie<br />

hemmt aktiv den Stoffwechsel von Bakterien“, erklärt<br />

das Unternehmen. „Dadurch blockiert sie deren Vermehrung<br />

und wirkt dem Wachstum von Lebensmittelkeimen<br />

wie Salmonellen und Campylobacter entgegen.“<br />

Die verwendeten Silberionen werden während<br />

des Herstellungsprozesses vor dem Brennen des Feinsteinzeugs<br />

bei 1200 °C eingearbeitet und so zu einem<br />

festen Bestandteil des Produkts. Marazzi: „Es handelt<br />

sich um eine irreversible Veredelung, die weder zerkratzt<br />

noch beschädigt werden kann und einen dauerhaft<br />

aktiven Schutz unter allen Lichtverhältnissen<br />

gewährleistet. Die bakterien- und keimtötende Wirkung<br />

sei dauerhaft und unter allen Lichtverhältnissen<br />

vorhanden. Sie verhindert auch die Geruchsbildung<br />

und sorgt so für eine frischere und gesündere<br />

Raumluft.“<br />

Die vertikale Nutzung<br />

verborgener Stauräume<br />

www.ninka.com<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 57


Unternehmen<br />

Blum sieht positive Signale<br />

Unter dem Strich steht für Blum im Wirtschaftsjahr 2023/24<br />

ein leichtes Umsatzminus von -1,2 Prozent. Während das Jahr<br />

2023 von weiteren Rückgängen geprägt war, stabilisiert sich<br />

die Lage seit Anfang <strong>2024</strong> und weist sogar leicht nach oben. In<br />

absoluten Zahlen schloss der österreichische Beschlägehersteller<br />

das Wirtschaftsjahr 2023/<strong>2024</strong> per 30. Juni <strong>2024</strong> mit einem<br />

Gruppenumsatz von 2,297 Mrd. Euro ab. Das sind 27,3 Mio. Euro<br />

weniger als im Wirtschaftsjahr zuvor. Zum Vergleich: In den<br />

Vorjahren waren es gerundet 2,33 Mrd. Euro (22/23), 2,64 Mrd.<br />

Euro (21/22) und 2,38 Mrd. Euro (20/21). Im Wirtschaftsjahr<br />

2019/2020 beliefen sich die Umsätze noch auf 1,91 Mrd. Euro<br />

und damit rund 15 Prozent unter dem heutigen Niveau.<br />

Während die Situation in Nord- und Zentraleuropa und dabei<br />

besonders in Westeuropa laut Geschäftsführer Philipp<br />

Blum weiterhin herausfordernd bleibt, sieht das Unternehmen<br />

in Osteuropa eine erfreuliche Entwicklung des Marktes – trotz<br />

der schwierigen Rahmenbedingungen. In den Regionen Nordund<br />

Südamerika sowie Asien und Pazifik findet eine stabile<br />

Seitwärtsbewegung statt, allerdings erholt sich vor allem die<br />

chinesische Wirtschaft nur sehr langsam. Die Region Mittlerer<br />

Osten und Afrika zeigt weiterhin eine gute Entwicklung.<br />

Aktuell beschäftigt das Familienunternehmen 9294 Mitarbeitende<br />

weltweit, davon 6637 in Vorarlberg. Das Investitionsvolumen<br />

beläuft sich auf 287 Mio. Euro weltweit, im Umfeld des<br />

Stammsitzes in Höchst/Vorarlberg sind es 182 Mio. Euro.<br />

Einen ausführlichen Bericht zum Blum-Wirtschaftsjahr<br />

2023/24 lesen Sie auf www.kuechenplaner-magazin.de/themen/detail/news/blum-sieht-positive-signale/<br />

Das Wirtschaftsjahr 2023/24 mit prägenden Kennzahlen.<br />

Foto: Blum<br />

Ausbau in China<br />

Foto: Kesseböhmer<br />

Acht Spaten und ein Grundstein: Kesseböhmer erweitert seine Produktions apazitäten in<br />

China und damit für den gesamten asiatischen Markt.<br />

Kesseböhmer sieht sich in Asien als Marktführer im Bereich<br />

Stauraumprodukte für Küchen- und Wohnräume. Um diese Position<br />

zu stärken, wird das Werk in Changzhou/Jintan, China, erweitert.<br />

Gebaut werden weitere Produktions- und Lagerflächen<br />

sowie ein Kundenerlebnis- und Schulungszentrum. Der symbolische<br />

Spatenstich für die Erweiterung wurde am 21. Mai <strong>2024</strong><br />

gesetzt. Die Produktionsanlagen sind so<br />

konzipiert, dass sie die derzeitige Produktionsleistung<br />

verdreifachen können<br />

und gleichzeitig einen effizienten und<br />

schlanken Materialfluss gewährleisten.<br />

Eine neue, moderne und automatisierte<br />

Pulverbeschichtungsanlage wird in der<br />

Mitte des Produktionsprozesses installiert.<br />

Das neue Lager wird rund 2500 Palettenplätze<br />

bieten. Im Erdgeschoss des<br />

neuen Bürogebäudes wird ein Kundenerlebnis-<br />

und Schulungszentrum eingerichtet.<br />

„Diese Erweiterung ermöglicht es uns,<br />

die Belieferung der Kunden in Asien<br />

mit innovativen und hochwertigen Stauraumlösungen<br />

weiter zu steigern und<br />

zu optimieren“, so Oliver Kesseböhmer,<br />

CEO und Inhaber der Kesseböhmer<br />

Gruppe. Über das Investitionsvolumen<br />

macht das Unternehmen keine Angaben.<br />

58 <strong>KÜCHENPLANER</strong> 7/8/<strong>2024</strong>


DER KREIS Systemverbund Holding GmbH & Co. KG<br />

Mollenbachstraße 2 • 71229 Leonberg<br />

Tel.: 0 71 52 / 60 97-00 • Fax: 0 71 52 / 60 97-9999<br />

derkreis@derkreis.de • www.derkreis.com<br />

Deutschland Österreich Schweiz Niederlande Frankreich Belgien /<br />

Luxemburg<br />

Slowenien<br />

Großbritannien<br />

Naber GmbH<br />

Enschedestraße 24<br />

48529 Nordhorn<br />

Tel. +49 5921 704-0<br />

Fax +49 5921 704-140<br />

naber@naber.com<br />

naber.com<br />

Küppersbusch Hausgeräte GmbH<br />

Im Welterbe 2 · 45141 Essen<br />

Telefon 02 09/4 01-0 · Telefax 02 09/4 01-3 03<br />

www.home-kueppersbusch.com · info@kueppersbusch.de<br />

Das VOGT-Verkaufshandbuch<br />

2023/<strong>2024</strong>: Jetzt anfordern!<br />

HORST VOGT GmbH<br />

Rudolf-Diesel-Str. 23<br />

28876 Oyten<br />

info@vogtwelt.de<br />

www.vogtwelt.de<br />

Telefon: 0 42 07 / 91 68-0 · Fax: 0 42 07 / 91 68-50<br />

Impressum<br />

<strong>Magazin</strong> für alle, die Küchen planen und produzieren,<br />

kaufen und verkaufen.<br />

Erscheint im 58. Jahrgang (<strong>2024</strong>)<br />

www.kuechenplaner-magazin.de<br />

www.strobelmediagroup.de<br />

Verlag<br />

STROBEL VERLAG GmbH & Co. KG<br />

Zur Feldmühle 11, 59821 Arnsberg,<br />

Tel.: 02931 8900-0<br />

Herausgeber<br />

Michael Voss<br />

Redaktion<br />

Dirk Biermann, Chefredakteur,<br />

(verantwortlich im Sinne des Presserechts)<br />

Amselweg 10, 32105 Bad Salzuflen<br />

Telefon: 05222 9441188<br />

E-Mail: d.biermann@strobelmediagroup.de<br />

Susanne Maerzke (sma)<br />

Astrid Plaßhenrich (apl)<br />

Redaktionssekretariat<br />

Birgit Brosowski<br />

Telefon: 02931 8900-41<br />

E-Mail: redaktion@strobelmediagroup.de<br />

Anzeigen<br />

Anzeigenleitung: Stefan Hoffmann<br />

Telefon: 02931 8900-22<br />

E-Mail: s.hoffmann@strobelmediagroup.de<br />

Mediaservice: Linda Schlingmann<br />

Telefon: 02931 8900-21<br />

E-Mail: dispo@strobelmediagroup.de<br />

Zurzeit ist Anzeigenpreisliste <strong>2024</strong> gültig.<br />

Anzeigenverkauf Inland: Uwe Sommerfeld,<br />

Iserstr. 58, 14513 Teltow,<br />

Telefon: 03328 3090566, Telefax: 03328 3090567,<br />

E-Mail: u.sommerfeld@strobelmediagroup.de<br />

Anzeigen-Vertretung Italien:<br />

Media & Service Internat. Srl,<br />

Piazza Wagner 5, 20145 MILANO / ITALIEN,<br />

Telefon: + 39 248006193, Telefax: + 39 248193274<br />

Vertrieb/Leserservice<br />

Michael Voss<br />

Telefon: 05241 2151 1000<br />

E-Mail: m.voss@strobelmediagroup.de<br />

Bezugsbedingungen<br />

Der Bezug als Print- oder Digitalausgabe ist nur in Kombination<br />

mit einer Mitgliedschaft unter <strong>KÜCHENPLANER</strong> LOGIN<br />

möglich: Anmeldung unter http://www.kuechenplanermagazin.de/login/<br />

Bankverbindungen<br />

Sparkasse Arnsberg-Sundern,<br />

IBAN DE78 4665 0005 0001 0203 20,<br />

BIC WELADED1ARN<br />

Postbank Dortmund,<br />

IBAN DE57 4401 0046 0001 6474 67,<br />

BIC PBNKDEFFXXX<br />

Druckvorstufenproduktion<br />

STROBEL PrePress & Media,<br />

Zur Feldmühle 11, 59821 Arnsberg,<br />

E-Mail: datenannahme@strobelmediagroup.de<br />

Layout<br />

Catrin Dellmann<br />

Druck (Lieferadresse für Beihefter und Beilagen)<br />

Print Media Group GmbH,<br />

Niederlassung Leimen, Gutenbergstraße 4, 69181 Leimen<br />

Bitte auf dem Lieferschein immer das Trägerobjekt angeben.<br />

Sendungen ohne Lieferschein werden nicht mehr angenommen.<br />

Veröffentlichungen<br />

Zum Abdruck angenommene Beiträge, Manuskripte und<br />

Bilder, einschließlich der Negative, gehen mit Ablieferung in<br />

das Eigen tum des Verlages über. Damit erhält er gleichzeitig<br />

im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen das Veröffentlichungs-<br />

und Verarbeitungsrecht. Der Autor räumt dem<br />

Verlag das unbeschränkte Nutzungsrecht ein, seine Beiträge<br />

im In- und Ausland und in allen Sprachen, insbesondere<br />

in Printmedien, Film, Rundfunk, Datenbanken, Telekommunikations-<br />

und Datennetzen (z. B. Online-Dienste) sowie<br />

auf Datenträgern (z. B. CD-ROM), usw. ungeachtet der Übertragungs-,<br />

Träger- und Speichertechniken sowie öffentlich<br />

wiederzugeben. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte<br />

übernehmen Verlag und Redaktion keine Gewähr.<br />

Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung der<br />

Verfasser wieder und müssen nicht mit der des Verlages und<br />

der der Redaktion übereinstimmen. Die rechtliche Verantwortung<br />

bleibt beim jeweiligen Autoren. Für Werbeaussagen von<br />

Herstellern und Inserenten in abgedruckten Anzeigen haftet<br />

der Verlag nicht.<br />

Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen,<br />

Waren bezeichnungen und dergleichen in dieser Zeitschrift<br />

berechtigt nicht zu der Annahme, dass solche Namen ohne<br />

Weiteres von jedermann benutzt werden dürfen; oft handelt<br />

es sich um gesetzlich geschützte eingetragene Warenzeichen,<br />

auch wenn sie nicht als solche gekennzeichnet sind.<br />

Nachdruck, Reproduktion und das Übersetzen in fremde<br />

Sprachen ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages<br />

gestattet. Dieses gilt auch für die Aufnahme in elektronische<br />

Datenbanken und Vervielfältigungen auf Datenträgern jeder<br />

Art.<br />

Sofern Sie Artikel aus „<strong>KÜCHENPLANER</strong>“ in Ihren internen<br />

elektronischen Pressespiegel übernehmen wollen, erhalten<br />

Sie die erforderlichen Rechte unter www.pressemonitor.de<br />

oder unter Telefon 030 284930, PMG Presse-Monitor GmbH.<br />

Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind<br />

urheberrechtlich geschützt.<br />

ISSN 0722-9917<br />

Mitglied bei:<br />

Arbeitsgemeinschaft<br />

Die Moderne Küche e.V.<br />

Informationsgemeinschaft zur Feststellung<br />

der Verbreitung von Werbeträgern<br />

7/8/<strong>2024</strong> <strong>KÜCHENPLANER</strong> 59


Anzeige<br />

KüchenTreff unterstützt<br />

Mitglieder beim Recruiting<br />

Gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg –<br />

diese Erkenntnis gilt auch im Küchenhandel. Doch in Zeiten des Fachkräftemangels<br />

wird es immer schwieriger, qualifiziertes Personal<br />

zu finden. KüchenTreff unterstützt seine Mitglieder bei dieser<br />

Herausforderung mit modernen Tools.<br />

In einem zunehmend angespannten Arbeitsmarkt, in dem<br />

qualifizierte Fachkräfte immer rarer werden, ist es für<br />

Küchen studios entscheidend, effizient und zielgerichtet neue<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen. KüchenTreff hat<br />

jüngst ein Marketingportal gelauncht, das den Mitgliedern neben individuellen<br />

Kommunikationsmitteln umfassende Unterstützung im Rekrutierungsprozess<br />

bietet. Zentral dabei ist die Bereitstellung einer professionellen<br />

Bewerbermanagement-Software. Diese Software ermöglicht<br />

es den Küchenstudios, schnell und unkompliziert qualifiziertes Personal<br />

zu finden. Online-Stellenanzeigen können mit dem Tool gebucht und verwaltet,<br />

automatisch individualisierte Vorlagen für Jobinserate genutzt und<br />

diese Anzeigen auf der eigenen Website eingebunden werden. Zudem werden<br />

eingehende Bewerbungen effizient verwaltet und automatisch auf Plattformen<br />

wie fachkraftvorort.de, Google for Jobs und der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht.<br />

Trotz begrenzter Ressourcen und Budgets sind Küchenstudios damit<br />

in der Lage, professionelle und ansprechende Stellenanzeigen zu erstellen und die<br />

Sichtbarkeit ihrer Angebote zu erhöhen.<br />

Zusätzlich profitieren die Mitglieder von KI-optimierten Stellenanzeigen, die<br />

Reichweite und Effektivität der Rekrutierung erheblich steigern. „Mit den Angeboten<br />

haben unsere Mitglieder einen entscheidenden Vorteil im intensiven Wettbewerb<br />

um qualifizierte Arbeitskräfte“, sagt Tim Schaffrinna, Leitung Online Marketing bei<br />

KüchenTreff. „Diese Unterstützung stellt sicher, dass die Studios nicht nur überleben,<br />

sondern auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld erfolgreich bleiben.“<br />

erfolgreich-mit-kuechentreff.de<br />

Foto: KüchenTreff<br />

Tim Schaffrinna,<br />

Leitung Online<br />

Marketing bei<br />

KüchenTreff:<br />

„Unser Tool bietet<br />

Küchenstudios einen<br />

entscheidenden Wettbewerbsvorteil<br />

beim<br />

Recruiting.“

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