2024-08_RegioBusiness
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SÜDWESTPRESSE<br />
<strong>RegioBusiness</strong><br />
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Straßen- undNetzbau<br />
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Die größten Firmenin<br />
Familienhand SEITE 10<br />
swp.de/regiobusiness<br />
i<br />
MEILENSTEIN<br />
Bürger eröffnet neues<br />
Logistikzentrum SEITE 12<br />
AUGUST <strong>2024</strong><br />
INNOVATION<br />
AS-Motor setzt auf<br />
E-Antrieb SEITE 23<br />
Nr. 260 / Jg. 23 [2,50 EUR]<br />
MIT LEONHARDWEISS<br />
FREUDE AM BAUENERLEBEN!<br />
Diegroße Jagd<br />
nachTalenten<br />
Heilbronn-Franken mitseinen Weltmarktführern<br />
ist ein wirtschaftlich attraktiver<br />
Standort, dennoch ziehtesvielzuwenige<br />
Fachkräfte in die Region. Zahlreiche<br />
Initiativen undneueIdeen sollen dazu<br />
beitragen, dass sich dies in absehbarer<br />
Zukunft ändert. SEITE 6<br />
INTERVIEW<br />
Es braucht mehr<br />
Zuverlässigkeit<br />
MarcusHerwarth, Geschäftsführer<br />
im Gleisinfrastrukturbaubei<br />
LeonhardWeiss,spricht über<br />
Perspektiven, Risiken und<br />
Herausforderungen. Seite 5<br />
FAKE-NEWS<br />
Viele Maßnahmen<br />
kommen zuspät<br />
Die HeilbronnerForscherin<br />
Michaela Lindenmayr erklärt, wie<br />
sich Falschmeldungen auf<br />
Social-Media-Plattformen<br />
bekämpfen lassen. Seite 15<br />
INSOLVENZ<br />
Neuer Investor für<br />
Illig gefunden<br />
OrlandoCapital steigt beim<br />
HeilbronnerMaschinenbauer ein.<br />
Das Geschäft mitThermoformund<br />
Verpackungssystemen wird<br />
weitergeführt. Seite 17<br />
Aufstellung fürdie Zukunft<br />
CDS Hackner baut in Crailsheim ein neues Maschinenhaus und eine hochmoderne<br />
Kälteanlage.Dabeihat dieFirma ehrgeizige Ziele in Sachen Energieeffizienz.<br />
Erweiterung: DieFertigstellung desMaschinenhauses istfür Septembergeplant.<br />
Die CDS Hackner GmbH,<br />
Spezialist fürNaturdärme,<br />
Fleisch- und Innereien<br />
Spezialitäten sowie Tiefkühldienstleistungen,<br />
setzt ein starkes<br />
Zeichen für die Zukunft: Mit<br />
einer Investition von 6,2 Millionen<br />
Euro schafft das Unternehmen<br />
die Voraussetzungen für<br />
die zukünftige Unternehmensentwicklung.<br />
Sie bietet hervorragende<br />
Perspektiven für die<br />
Zukunft.<br />
Im ersten Schritt wird ein neues<br />
Maschinenhausfür 1,2Millionen<br />
Euro errichtet. Das Stahlbetongebäude<br />
mit speziellen statischen<br />
Anforderungen wird eine<br />
Höhe von 15,30 Metern haben<br />
und mit der Unterkonstruktion<br />
und dem Kühlaggregat eine<br />
Gesamthöhe von etwa 20 Metern<br />
erreichen. Die Fertigstellung des<br />
Maschinenhausesist fürSeptember<br />
geplant und liegtvollimZeitplan.<br />
Dieses neue Gebäude bildet die<br />
Grundlage für den Aufbau und<br />
die Integration einer neuen, innovativen<br />
Kälteanlage. Die neue<br />
Anlage wird parallel zur bestehenden<br />
Kälteanlage installiert<br />
und gewährleistet somit höchste<br />
Betriebssicherheit.<br />
Die Ausschreibungen für die<br />
neue leistungsstarke Ammoniak-<br />
Kälteanlage laufen bereits auf<br />
Hochtouren. Mit einer geplanten<br />
Investition von rund 5Millionen<br />
Euro wird der Start für den Aufbau<br />
der NH3-Kälteanlage noch<br />
imersten Quartal 2025erwartet.<br />
Die Installation und Inbetriebnahmeerstreckt<br />
sich über einen<br />
Zeitraum von zweiJahren.<br />
Die neue Kälteanlage wurde mit<br />
ehrgeizigen Zielen zur Energieeffizienz<br />
bei größtmöglicher<br />
Sicherheit konzipiert. Ein<br />
besonderes Highlight ist dabei<br />
die Schaffung einer intelligenten<br />
technischen Schnittstelle,<br />
die das Zusammenspiel zwischen<br />
den täglich verfügbaren<br />
Strommengen am Markt und<br />
Foto: CDS Hackner<br />
dem laufenden Strombedarf der<br />
CDS Hackner GmbH intelligent<br />
regelt – möglicherweise unter<br />
Nutzung von Künstlicher Intelligenz<br />
(KI). Dabei kann der Einsatz<br />
regenerativer Energiequellen<br />
priorisiert werden, indem<br />
man die Maschinen und Anlagen<br />
nach deren Verfügbarkeit zuoderabschaltet.<br />
pm<br />
www.cds-hackner.de<br />
Intersport auf<br />
Expansionskurs<br />
Der Sportfachhandelsverbund investiertüber<br />
60 Millionen Euro in weiteres Wachstum. Auch<br />
die Zentrale in Heilbronn profitiert davon.<br />
Der Intersport-Verbund<br />
trotzt Rahmenbedingungen<br />
wie politischen Unsicherheiten,<br />
Inflation und der stagnierenden<br />
Wirtschaftslage und<br />
will weiter wachsen. „Wir haben<br />
unser Ziel klar im Blick“, sagt<br />
Alexander von Preen, CEO der<br />
Intersport Deutschland eG. 100<br />
neue Standorte sollen bis 2030<br />
hinzukommen.<br />
„Mit ihren Expansionsplänen investieren<br />
unsere Händler in die<br />
Zukunftsfähigkeit des Einzelhandels<br />
in Deutschland“, betont<br />
Preen. Für den weiteren Erfolg ist<br />
die Service-Zentrale unverzichtbar,<br />
die den Händlern mit Systemen,<br />
Prozessen und Tools den<br />
Rücken freihält. Daher wird ihre<br />
Zukunftsfähigkeit nun durch zielgerichtete<br />
Investment-Entscheidungen<br />
untermauert: Es fließen<br />
rund zehn Millionen Euro in<br />
Photovoltaik-Anlagen und Sanierungsarbeiten<br />
am Standort Heil-<br />
Läuft: Intersport investiert in<br />
die Zukunft. Foto: Marijan Murat<br />
bronn, zehn Millionen Euro in<br />
den Ausbau und die Modernisierung<br />
der Logistik sowie 15 Millionen<br />
Eurofür Digitalisierung, in<br />
die in den Vorjahren bereits zweistellige<br />
Millionenbeträge investiert<br />
wordensind. Hinzu kommen<br />
rund 600.000 Euro für Aus- und<br />
Weiterbildung.<br />
pm<br />
www.intersport.de<br />
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02 Politik & Wirtschaft<br />
August <strong>2024</strong> I Jahrgang 23 I Nr. 260<br />
Arbeitgeber melden weniger freie Stellen<br />
Die Zahl der Arbeitslosen steigt, die der Jobangebote sinkt. Dennoch werden über 5000 Arbeitskräfte gesucht.<br />
Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen<br />
im Agenturbezirk<br />
Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim<br />
auf 12.458 gestiegen.<br />
Das sind 170 Arbeitslose (1,4<br />
Prozent) mehr als im Juni und<br />
1420 (12,9 Prozent) mehr als im<br />
Juli 2023. Die Arbeitslosenquote<br />
erhöht sich um 0,1 auf 3,6 Prozent.<br />
Auch im Landesdurchschnitt<br />
ist die Quote um 0,1 Prozent höher<br />
und liegt jetzt bei 4,2 Prozent.<br />
Leerzeiten zwischen<br />
Schule und Ausbildung<br />
„Schulen, Ausbildungen oder<br />
Überbrückungszeiten enden und<br />
für viele junge Leute geht es erst<br />
nach den Sommerferien weiter.<br />
Deshalb sind es vor allem die unter<br />
25-Jährigen, die im Ferienmonat<br />
Juli arbeitslos werden“, erklärt<br />
Elisabeth Giesen, Leiterin<br />
des Agenturbezirkes. Und weiter:<br />
„Wer noch keinen Plan für die<br />
weitere berufliche Laufbahn hat,<br />
wird von uns gerne beraten.“<br />
Im Juli wurden 781 neue Arbeitsstellen<br />
gemeldet. Das sind 106<br />
(15,7 Prozent) mehr als im Juni<br />
und 107 (12 Prozent) weniger<br />
als im Juli 2023. Insgesamt gibt<br />
es 5160 freie Stellen, 166 (3,1<br />
Prozent) weniger als im Juni und<br />
2865 (35,7 Prozent) weniger als<br />
im Juli 2023.<br />
„Es sind vor<br />
allem die unter<br />
25-Jährigen,<br />
die im Ferienmonat<br />
Juli arbeitslos<br />
werden.“<br />
SCHWÄBISCH HALL Im Landkreis<br />
liegt die Arbeitslosenquote<br />
unverändert zum Vormonat<br />
bei 3,7 Prozent. Im Juli waren<br />
4422 Menschen arbeitslos gemeldet,<br />
16 (0,4 Prozent) mehr als<br />
im Juni und 659 (17,5 Prozent)<br />
mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitgeber<br />
haben 221 Stellen gemeldet,<br />
4 (1,8 Prozent) mehr als<br />
im Juni und 23,5 Prozent weniger<br />
als Juli 2023. Der Bestand an Stellenangeboten<br />
lag zum Stichtag bei<br />
1819; 32,7 Prozent weniger als im<br />
Juli 2023.<br />
HOHENLOHEKREIS Auch hier<br />
ist die Arbeitslosenquote gleich<br />
der im Juni (3,4 Prozent). Im Juli<br />
waren 2363 Menschen arbeitslos<br />
gemeldet, 23 (1 Prozent) mehr<br />
als im Juni und 279 (13,4 Prozent)<br />
mehr als im Juli 2023. Arbeitgeber<br />
haben 69 Stellen gemeldet,<br />
28 (28,9 Prozent) weniger<br />
als im Juni und 52,1 Prozent<br />
weniger als im Juli 2023. Der Bestand<br />
an Stellenangeboten lag<br />
zum Stichtag bei 1026; 30,2 Prozent<br />
weniger als im Juli 2023.<br />
MAIN-TAUBER-KREIS Im Norden<br />
des Agenturbezirkes sind im<br />
Juli 3,3 Prozent Menschen arbeitslos<br />
gemeldet. Das sind 0,1<br />
Prozent mehr als im Juni. Im Juli<br />
waren 2577 Menschen ohne Job,<br />
Der Arbeitsmarkt im Juli <strong>2024</strong><br />
12.458<br />
ARBEITSLOSE<br />
Veränderung zum Vorjahr: +12,9 %<br />
3,5 %<br />
ARBEITSLOSENQUOTE<br />
JUGENDLICHE<br />
Veränderung zum Vorjahr: +0,7 %<br />
258.<strong>08</strong>0<br />
SOZIALVERSICHERUNGS-<br />
PFLICHTIG BESCHÄFTIGTE<br />
Veränderung zum Vorjahr: +1,1 %<br />
3,6 %<br />
ARBEITSLOSENQUOTE<br />
Veränderung zum Vorjahr: +0,4 %<br />
16.237<br />
UNTERBESCHÄFTIGTE<br />
(OHNE KURZARBEIT)<br />
Veränderung zum Vorjahr: +8,7 %<br />
5.160<br />
ARBEITSSTELLEN<br />
Veränderung zum Vorjahr: -35,7%<br />
RB Grafik: Jürgen Schneider, Quelle: Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim<br />
54 (2,1 Prozent) mehr als im<br />
Juni und 316 (14 Prozent) mehr<br />
als im Juli 2023. Die Arbeitgeber<br />
haben 337 Stellen gemeldet,<br />
102 (43,4 Prozent) mehr als im<br />
Juni und 14,2 Prozent mehr als<br />
im Juli 2023. Der Bestand an Stellenangeboten<br />
lag zum Stichtag bei<br />
1658; 35,5 Prozent weniger als im<br />
Juli 2023.<br />
NECKAR-ODENWALD-KREIS<br />
Auch hier steigt die Arbeitslosenquote<br />
um 0,1 auf 3,8 Prozent. Im<br />
Juli waren 3096 Menschen arbeitslos,<br />
77 (2,6 Prozent) mehr<br />
als im Juni und 166 (5,7 Prozent)<br />
mehr als im Juli 2023. Es wurden<br />
154 Stellen gemeldet, 28 (22,2<br />
Prozent) mehr als im Juni und 3,8<br />
Prozent weniger als im Juli 2023.<br />
Es gibt 657 Jobangebote; 48,9<br />
Prozent weniger als im Juli 2023.<br />
Im Agenturbezirk waren im Bereich<br />
der Grundsicherung 6304<br />
Arbeitslose gemeldet, im Bereich<br />
der Arbeitslosenversicherung<br />
6154. Der Anteil der Arbeitslosen<br />
aus dem Bereich der Grundsicherung<br />
betrug 50,6 Prozent.<br />
Es ist immer noch Zeit, sich<br />
eine Lehrstelle zu suchen<br />
„Eine Berufsausbildung ist der<br />
beste Schutz vor Arbeitslosigkeit“,<br />
betont Giesen. Und sie betont:<br />
„Aktuell gibt es noch freie Ausbildungsplätze<br />
für den Ausbildungsbeginn<br />
in diesem Jahr. Ich rate<br />
allen, die noch keine Zusage für<br />
eine Ausbildung oder weiterführende<br />
Schule haben, sich schnell<br />
bei uns zu melden. Sie werden<br />
überrascht sein, wie vielfältig das<br />
Angebot noch ist.“<br />
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres<br />
im Oktober letzten Jahres<br />
haben Arbeitgeber 5315 Berufsausbildungsstellen<br />
gemeldet, das<br />
sind 5,8 Prozent weniger als vor<br />
einem Jahr. Im gleichen Zeitraum<br />
haben sich 2783 Bewerberinnen<br />
und Bewerber gemeldet, das sind<br />
1,4 Prozent mehr als vor einem<br />
Jahr.<br />
pm<br />
www.arbeitsagentur.de<br />
STANDPUNKT<br />
Adina Bauer<br />
Redakteurin<br />
Ran an die stille Reserve<br />
Foto: Ufuk Arslan<br />
Es ist kein Geheimnis, dass der Kampf um<br />
Fachkräfte in der heutigen Zeit härter ist als<br />
der Versuch, eine Tube Zahnpasta mit nur einer<br />
Hand zu öffnen. Unternehmen müssen<br />
sich immer wieder neue Anreize einfallen lassen,<br />
um die begehrten Fachkräfte zu locken<br />
und vor allem auch langfristig zu binden. Die<br />
Suche nach qualifizierten Fachkräften gleicht<br />
auch für zahlreiche Unternehmen in der Region<br />
manchmal einer Schnitzeljagd – nur mit<br />
weniger Spaß und mehr verzweifeltem Suchen.<br />
Denn in Zeiten des Fachkräftemangels<br />
wird es für Unternehmen immer schwieriger,<br />
die passenden Mitarbeiter zu finden. Doch<br />
verzweifeln ist keine Option – schließlich gibt<br />
es immer kreative Wege, um die Nadel im<br />
Heuhaufen zu finden.<br />
Mit einem umstrittenen Vorstoß sorgte jüngst<br />
die Ampelregierung wieder für Zündstoff bei<br />
der Diskussion über die Gewinnung von Arbeitnehmern<br />
aus dem Ausland. Sie erwägt<br />
steuerliche Anreize für ausländische Arbeitskräfte<br />
zu schaffen, konkret geht es um Rabatte<br />
bei der Einkommenssteuer für zugewanderte<br />
Menschen in den ersten drei Jahren,<br />
die diese in Deutschland tätig sind.<br />
Damit würde sich die Bundesregierung in<br />
guter Gesellschaft befinden – auch in unseren<br />
Nachbarländern gibt es Modelle, um mit<br />
steuerlichen Erleichterungen die Zuwanderung<br />
von Fachkräften zu erhöhen. In Dänemark<br />
zum Beispiel können Forschende<br />
und hoch bezahlte Angestellte beantragen,<br />
nur 33 Prozent Einkommenssteuer<br />
zu zahlen – das ist relativ wenig für dänische<br />
Verhältnisse. Diese Erleichterung gilt<br />
einmalig für sieben Jahre. Als hoch bezahlt<br />
gelten Arbeitnehmer mit einem Monatseinkommen<br />
ab 10.000 Euro – die Hürde ist also<br />
recht hoch.<br />
Auch in Italien erhalten ausländische Fachkräfte<br />
erhebliche Steuervorteile. Nur 50 Prozent<br />
ihres Einkommens müssen hier besteuert<br />
werden, fünf Jahre lang ist der vergünstigte<br />
Steuersatz möglich. Als Obergrenze gilt ein<br />
Jahreseinkommen von 600.000 Euro. Diese<br />
Sonderbehandlung wurde eigens eingeführt,<br />
um Forscher anzulocken. Und in Spanien gilt<br />
zum Beispiel das „Ley Beckham“: Laut diesem<br />
Gesetz zahlen Hochqualifizierte, die nach<br />
Spanien ziehen, nur 24 Prozent Einkommenssteuer.<br />
Hier liegt die Obergrenze ebenfalls bei<br />
einem Jahresverdienst von 600.000 Euro.<br />
Auch wenn dieser Vergleich also zeigt, dass<br />
solche Lösungen bereits gang und gäbe sind,<br />
bleibt berechtigterweise der Einwand von<br />
Kritikern, dass solche Ansätze „sozial ungerecht“<br />
und „gesellschaftlicher Zündstoff“ seien.<br />
Und es gibt ja zahlreiche andere Ansatzpunkte,<br />
mit denen der Fachkräftemangel zumindest<br />
abgemildert werden kann – wie die<br />
Aktivierung der „stillen Reserve“. Darunter<br />
fallen Menschen zwischen 15 und 64 Jahren,<br />
die dem regulären Arbeitsmarkt nicht<br />
zur Verfügung stehen, etwa weil sie in unbezahlte<br />
Care-Arbeit eingebunden sind. Laut<br />
Wirtschaftswissenschaftler Enzo Weber bieten<br />
hier vor allem die über 60-Jährigen großes<br />
Potenzial. „Die Älteren sind eine Schlüsselgruppe,<br />
ganz einfach deswegen, weil sie die<br />
Gruppe sind, die wächst. Da ist am meisten<br />
zu holen“, betont der Experte vom Institut für<br />
Arbeitsmarkt und Berufsforschung in Nürnberg.<br />
Diesen Menschen müssen also Möglichkeiten<br />
zu Tätigkeiten geboten werden, in<br />
denen sie ihre Kompetenzen und ihr Wissen<br />
einbringen können – aber ohne auszubrennen.<br />
Hierfür benötigt es kürzere und flexible<br />
Arbeitszeiten.<br />
Mit diesen kann auch die Mobilisierung der<br />
Frauen in der „stillen Reserve“ vorangetrieben<br />
werden. Frauen bilden immerhin 57 Prozent<br />
dieser Gruppe. Mit mehr Anstrengungen<br />
für eine verlässliche Kinderbetreuung, Unterstützung<br />
bei der Pflege und eben flexiblen<br />
Zeitkonzepten könnten also ganz sicher einige<br />
offene Stellen mit engagierten Arbeitnehmerinnen<br />
besetzt werden.<br />
Und schließlich gilt es noch, den Nachwuchs<br />
mit den Werten und Themen anzusprechen,<br />
die diesen bewegen. So hat sich zum Beispiel<br />
in den vergangenen Jahren die Klimafreundlichkeit<br />
von Unternehmen als Recruiting-<br />
Maßnahme erwiesen. Wer in der Unternehmenskultur<br />
viel Wert auf Nachhaltigkeit und<br />
Umweltschutz legt, überzeugt häufig junge Arbeitnehmer.<br />
So lassen sich für die jüngeren<br />
Generationen sinnstiftende Betätigungsfelder<br />
schaffen und der Einsatz in diesen bringt diesen<br />
langfristig gesehen sicherlich auch mehr<br />
als das Festkleben auf Flughäfen in der Urlaubszeit.<br />
Impressum<br />
Verlag<br />
SÜDWEST PRESSE Hohenlohe<br />
GmbH & Co. KG<br />
Haalstr. 5 + 7<br />
74523 Schwäbisch Hall<br />
Telefon: 0791/404-0<br />
Telefax: 0791/404-480<br />
Geschäftsführung<br />
Thomas Radek<br />
Redaktion<br />
Ulrich Becker (V.i.S.d.P.)<br />
Adina Bauer (ina)<br />
E-Mail: a.bauer@swp.de<br />
Telefon: 0791/404-457<br />
Marius Stephan (mst)<br />
E-Mail: m.stephan@swp.de<br />
Telefon: 0791/404-461<br />
Anzeigen<br />
Vera Epple (verantw.)<br />
Telefon: 0791/404-216<br />
E-Mail: anzeigen.sho@swp.de<br />
Abonnement/Vertrieb<br />
Peer Ley (verantw.)<br />
E-Mail: aboservice.sho@swp.de<br />
Bezugspreis:<br />
Abonnement inkl. Postbezug und<br />
7% MwSt. 25 Euro p.a.<br />
Einzelverkaufspreis 2,50 Euro<br />
Auflage<br />
Im Landkreis Schwäbisch Hall,<br />
dem Main-Tauber-Kreis,<br />
dem Hohenlohekreis und<br />
dem Landkreis Ansbach mit einer<br />
Auflage über 44.000 Exemplaren<br />
(Verlagsangabe).<br />
Erscheinungsweise monatlich über<br />
die Tageszeitungen der<br />
SÜDWEST PRESSE Hohenlohe:<br />
Haller Tagblatt, Hohenloher Tagblatt,<br />
Rundschau Gaildorf.<br />
Im Main-Tauber-Kreis in Kooperation<br />
mit den Fränkischen Nachrichten.<br />
Druck<br />
NPG Druckhaus GmbH & Co. KG<br />
Siemensstraße 10<br />
89079 Ulm<br />
Geschäftsführer: Christian Gaidies
August<strong>2024</strong> IJahrgang 23 INr. 260<br />
Politik &Wirtschaft 03<br />
Baugewerbe bleibt Sorgenkind<br />
Die IHK Heilbronn-Frankensiehtnachwie vor keinen deutlichen Lichtblickfür die regionale Wirtschaft. Vorallemdie Bauunternehmen<br />
blicken pessimistischindie Zukunft, aber auch beiHotelsund Gastronomie ist dieLageweiterangespannt. VONANTONIO DEMITRI<br />
Die Aufhellung am Konjunkturhimmel<br />
bleibt aus. Das<br />
ist, unterm Strich betrachtet,<br />
das Fazit, das IHK-Hauptgeschäftsführerin<br />
Elke Döring bei<br />
Vorstellung der aktuellen Zahlen<br />
zog. „Von einem echten Aufschwung<br />
sind wir weit entfernt“,<br />
erklärt sie. „Die Probleme sind<br />
einfach zugewaltig, die globale<br />
Lage zu unübersichtlich und die<br />
Verunsicherung zu groß.“ Das<br />
Gesamtbild, das Döring von der<br />
aktuellen Situation in Heilbronn-<br />
Franken zeichnet, fasste sie in<br />
einem Wort zusammen: Stillstand.<br />
Landkreis SchwäbischHall<br />
vergleichsweise stark<br />
Mit einem Anstieg um lediglich<br />
0,6 Punkte schätzen gerade<br />
einmal 28,8 Prozent der Betriebe<br />
in der Region ihre aktuelle<br />
Geschäftslageals gut ein. „Eine<br />
reine Seitwärtsbewegung im Vergleich<br />
zum Vorquartal“, urteilte<br />
Döring. Über diesem Gesamtschnitt<br />
sind in Heilbronn-Franken<br />
lediglich der Main-Tauber-Kreis<br />
und der Landkreis<br />
Schwäbisch-Hall mitje36 Prozent<br />
der Unternehmen,die ihreSituation<br />
als positiv einschätzen. Im Saldo<br />
liegen die Lagebeurteilungen<br />
weiter bei 11 Punkten und somit<br />
unter dem langfristigen Durchschnitt<br />
von 23 Punkten. Hauptrisiken<br />
bleiben nach Einschätzung<br />
der Befragten der Fachkräftemangel,<br />
die Inlandsnachfrage,<br />
hohe Arbeits- und Energiekosten<br />
sowie aus Sicht von einem Drittel<br />
der Unternehmen die aktuelle<br />
Wirtschaftspolitik. Allerdings fällt<br />
die Gewichtung jenach Branche<br />
unterschiedlich aus: Während die<br />
Inlandsnachfrage vor allem für<br />
Industrie, Bau und Großhandel<br />
das größte Geschäftsrisiko darstellt,<br />
ist esimEinzelhandel und<br />
bei den Dienstleistern der Fachkräftemangel,imHotel-<br />
undGaststättengewerbe<br />
schlagen dagegen<br />
insbesondere die Arbeitskosten<br />
alsBelastungsfaktorzuBuche.<br />
Hotel,Gastround Baugewerbe<br />
weiterimTief<br />
Hotels und Gaststätten sowie das<br />
Baugewerbe bleiben nach wievor<br />
die Sorgenkinder in der regionalen<br />
Wirtschaft. Während sich in<br />
den anderen Branchen eine leichteTendenz<br />
zum Besseren abzeichnet,<br />
scheint die Talsohle bei diesen<br />
beiden Wirtschaftszweigen<br />
noch immer nicht erreicht zu<br />
sein: Bei den Hotel- und Gaststättenbetrieben<br />
sprang die schlechteEinschätzung<br />
der Geschäftslage<br />
Konjunkturumfrage:IHK-Hauptgeschäftsführerin ElkeDöring (Mitte) und Christina Nahr-Ettl stellten in<br />
Heilbronn die aktuellen Zahlen fürdas zweite Quartal vor.<br />
Foto: Antonio De Mitri<br />
von 18,2 auf 25,6 Prozent. Die Bewertung<br />
bei den Bauunternehmen<br />
ist im Vergleich zum ersten Quartal<br />
dieses Jahres sogar geradezu<br />
abgestürzt –von 35,5 Prozent<br />
aufnur noch24,3der Firmen,die<br />
ihre Situation als guteinschätzen.<br />
Nur vorübergehende<br />
Erholung der Lage<br />
Dementsprechend ging die Kurve<br />
auch beiden Erwartungen wieder<br />
zurück. Eine Besserung sehen<br />
jetzt nur noch 18,9 Prozent.<br />
Zum Vergleich: Drei Monate zuvor<br />
lag das Ergebnis hier noch<br />
bei 22,6 Prozent. „Die Erholung“,<br />
so IHK-Hauptgeschäftsführerin<br />
Elke Döring,„war nurvorübergehend.“<br />
Gerade im gewerblichen<br />
und öffentlichen Hochbau<br />
fehlten die Aufträge. Optimistischer<br />
zeigen sich dagegen andere<br />
Branchen. In der regionalen<br />
Industrie ist die positive Einschätzung<br />
der Lage um einen Prozentpunkt<br />
auf 28weiter angestiegen.<br />
Und auch derBlick in die Zukunft<br />
fällt besseraus:Mehrals einViertel<br />
der Betriebe zeigt sich inzwischen<br />
zuversichtlich bei der zu<br />
erwartenden Geschäftslage. Überraschend:<br />
Die Exporterwartungen<br />
haben sich ebenfalls verbessert.<br />
Zwar bremsten hier nach wie<br />
vor die geopolitischen Herausforderungen,<br />
vorallem die aktuellen<br />
politischen Krisen und Kriegsherde,<br />
betonte die Bereichsleiterin<br />
International Christina Nahr-Ettl.<br />
Aber: Vor allem für Nordamerika<br />
und die Euro-Zone zeichneten<br />
sich bessere Geschäfte in der<br />
Industrie ab. Im Groß- und Einzelhandel<br />
ist die Situation durchmischt:<br />
Die Großhändler zeigen<br />
mit dem Daumen aktuell nach unten,<br />
erwarten jedoch eine leichte<br />
Verbesserung ihrer Lage. Allerdings<br />
plant jedes zweite Unternehmen<br />
im konsumnahen Großhandel,<br />
Personal abzubauen –zehn<br />
Prozent mehr als noch im Vorquartal.<br />
Der Einzelhandel macht<br />
nach eigener Einschätzung gute<br />
Geschäfte, vorallem die Bau- und<br />
Gartenmärkte sowie der Lebensmittel-Einzelhandel.<br />
Sorgeumdas Investitionsklima<br />
in derRegion<br />
Dennoch schwächelt die Kauflaune<br />
nach wie vor. Mehr als jeder<br />
zweite Betrieb sieht bei der<br />
Kundschaft eher weniger Bereitschaft,<br />
Geld auszugeben. Aber:<br />
Jedes fünfte Unternehmen blickt<br />
wieder zuversichtlich nach vorne<br />
(Vorquartal: 15,2 Prozent). Sorge<br />
bereitet IHK-Hauptgeschäftsführerin<br />
Döring jedoch das Investitionsklima<br />
in der Region. Nach<br />
wie vor macht die Beschaffung<br />
von Ersatzbedarf für mehr als 60<br />
Prozent das wichtigste Investitionsmotiv<br />
aus, während Produktund<br />
Verfahrensinnovationen, Kapazitätserweiterungen<br />
sowie Expansion<br />
als Gründe unter „ferner<br />
liefen“ rangieren und stagnieren<br />
oder sogar rückläufig sind. Elke<br />
Döring: „Das geht in die falsche<br />
Richtung.“<br />
www.ihk.de/heilbronn-franken<br />
„Reformen vor allem für kleine<br />
Betriebesind längst überfällig“<br />
Das regionaleHandwerk zeigt sichetwas entspannter, abervon Entwarnung kannkeine Rede sein.<br />
Höhere Auslastung, steigende<br />
Umsätze und mehr Aufträge:<br />
Die Lage im Handwerk<br />
hat sich im zweiten Quartal<br />
<strong>2024</strong> etwas entspannt. Dementsprechend<br />
schätzen auch wieder<br />
deutlichmehr Betriebe (61,3 Prozent)<br />
ihre Lage„gut“ ein.Vor drei<br />
Monaten waren es nur 53,6 Prozent.<br />
Das ergab dieaktuelleKonjunkturumfrage<br />
der Handwerkskammer<br />
Heilbronn-Franken, die<br />
Mitte Juni durchgeführt wurde.<br />
Der Konjunkturindikator, der aus<br />
dem Geschäftslage- und Erwartungsindex<br />
gebildet wird, zeigt im<br />
zweiten Quartal leicht nach oben<br />
und liegt derzeitbei 20,5 Punkten<br />
und damit nur leicht unter dem<br />
Vorjahreswert (21,9Punkte).<br />
„Es freutmich, dasssich die konjunkturelle<br />
Lage im Handwerk<br />
wieder etwas verbessert hat“, sagt<br />
Kammerpräsident Ulrich Bopp.<br />
Sorgen bereitet ihm jedoch, dass<br />
die Handwerker nicht glauben,<br />
dass sich der leichte Aufschwung<br />
auch in der zweiten Jahreshälfte<br />
fortsetzt. Wie die Umfrage ergab,<br />
erwarten die Betriebe imdritten<br />
Quartal wieder eine leichte Verschlechterung<br />
ihrer Lage. Das sei<br />
auch der gesamtwirtschaftlichen<br />
Lage geschuldet. Experten erwarten<br />
für das gesamte Jahr nur ein<br />
minimalesWachstum. Damitauch<br />
im Handwerkwiederbessere Zeiten<br />
anbrechen, sei insbesondere<br />
die Politik gefragt, betont Bopp.<br />
„Die Bürokratiebelastung wird<br />
immer größer. Gerade für kleine<br />
Betriebe ist das kaum noch leistbar“,<br />
kritisiert er. Auch die Lage<br />
imBausektor ist nach wievor angespannt.<br />
„Hier sind Reformen<br />
längst überfällig“, unterstreicht<br />
Bopp.<br />
Positive Entwicklung der<br />
Auftragslage<br />
Die Auftragslage der Handwerksbetriebe<br />
hat sich in den vergangenen<br />
Monaten gegenüber demerstenQuartal<br />
verbessert, bleibtaber<br />
deutlich hinter den Vorjahreswerten<br />
zurück. Von April bis Juni<br />
verzeichneten 27,8 Prozent sinkende<br />
Aufträge. Im ersten Quartalwaren<br />
dies noch 40,6 Prozent.<br />
Übermehr Aufträgefreute sichetwas<br />
mehr als jeder fünfte Betrieb<br />
(20,6 Prozent). Vor drei Monatenstiegdie<br />
Zahl der Aufträge bei<br />
17,5 Prozent der befragten Unternehmen.<br />
22,1 Prozent glauben,<br />
dass der Aufwärtstrend bei den<br />
Aufträgen auch in den kommenden<br />
Monaten anhält, während<br />
25 Prozent mit einem erneuten<br />
Rückgangrechnen.<br />
Die Handwerksbetriebe waren<br />
im zweiten Quartal <strong>2024</strong> besser<br />
ausgelastet als im ersten Quartal,<br />
Erleichtert: Ulrich Bopp freutsich<br />
über die Verbesserung der<br />
konjunkturellenLage. Foto: Fotostudio M<br />
aber nicht so gut wie im Vorjahr.<br />
17,0 Prozent der Betriebe registrierten<br />
einen Auslastungsgrad<br />
von mehr als 100 Prozent (1.<br />
Quartal: 7,2 Prozent, Vorjahresquartal:<br />
19,5 Prozent). 45,8 Prozent<br />
meldeten eine Kapazitätsauslastung<br />
zwischen 81 und100 Prozent<br />
(1. Quartal: 40,3, Vorjahresquartal:<br />
53,6 Prozent).<br />
Gesunken ist hingegen der Anteil<br />
der Betriebe mit einer Kapazitätsauslastung<br />
zwischen 61 und 80<br />
Prozent (19,5 Prozent, 1. Quartal:<br />
27,7 Prozent, Vorjahresquartal:<br />
16,6 Prozent). Ebenso rückläufig<br />
ist der Anteil mit geringer Kapazitätsauslastung<br />
von maximal 60<br />
Prozent. Er liegt bei 17,7 Prozent<br />
(1.Quartal: 24,9 Prozent, Vorjahresquartal:<br />
10,3 Prozent). Auch<br />
die Umsatzkurve zeigte für viele<br />
Betriebe wieder deutlich nach<br />
oben. Knapp jeder vierte Betrieb<br />
(24,8 Prozent) berichtet von gestiegenen<br />
Umsätzen –signifikant<br />
mehr als noch im ersten Quartal<br />
<strong>2024</strong> (16,6 Prozent), aber deutlich<br />
weniger als vor einem Jahr<br />
(45,1 Prozent). 19,9 Prozent der<br />
Betriebe verzeichneten sinkende<br />
Umsätze. Im ersten Quartal waren<br />
dies noch 38,5 Prozent, vor<br />
einem Jahr 15,6 Prozent der befragten<br />
Handwerker.<br />
Investitionsbereitschaft<br />
rückläufig<br />
Nach einem deutlichen Rückgang<br />
im ersten Quartal dürfte die Beschäftigung<br />
im Kammerbezirk<br />
in den vergangenen drei Monaten<br />
wieder zugenommen haben.<br />
15,3 Prozent der Befragten meldeteneine<br />
Aufstockung derMitarbeiterzahl,<br />
zugleichverzeichneten<br />
8,1 Prozent einen Personalabbau.<br />
Deutlich gesunkenist dagegendie<br />
Bereitschaft, in den eigenen Betrieb<br />
zu investieren. Lediglich 8,4<br />
Prozent gaben an, in den vergangenen<br />
Monaten die Investitionsausgaben<br />
erhöht zu haben. Voreinem<br />
Jahr waren dies noch 23,2<br />
Prozent.<br />
www.hwk-heilbronn.de<br />
NEWSLINE<br />
Icotek plant ein neues Werk<br />
ESCHACH/SCHECHINGEN. Aufgrund der stark gestiegenen<br />
Nachfrage will Icotek, Anbieter von Elektronikbauteilen<br />
ausEschach, Teile vonLogistik, Versand, Montage<br />
und Qualitätssicherung in ein neues Werk nach<br />
Schechingen verlagern. Das Grundstück wurde bereits<br />
erworben, mit dem Bausoll2025 begonnen werden und<br />
der Einzug ist 2028 geplant.Mit dem neuenWerk sichert<br />
das Unternehmen die Zukunftsfähigkeit des Standorts in<br />
der Region und die Arbeitsplätze der Mitarbeiter. as<br />
neue Betriebsgebäude im Gewerbegebiet Kappelfeld<br />
wird über zwei Etagen und eine Nutzfläche von 6000<br />
Quadratmetern verfügen. Außerdem wird es mit einer<br />
Fotovoltaikanlage ausgestattet, um so eine nachhaltige<br />
Energieversorgung zu gewährleisten. Das neue Werk<br />
stellt zudem einen wichtigen Schritt dar,umdie Effizienz<br />
der Logistikprozesse zu erhöhen, die Qualität der Dienstleistung<br />
zu verbessern und die wachsenden Anforderungen<br />
der Kunden zu erfüllen.<br />
pm<br />
Trauer um Michael Röther<br />
SCHWÄBISCH HALL. Tief betroffen hat die Röther<br />
Gruppe bekannt gegeben, dass Firmengründer Michael<br />
Röther am Donnerstag, 25. Juli, verstorben ist. Gemeinsam<br />
mit seinem Bruder Thomas war Michael Röther<br />
Gründer und Gesellschafter<br />
der Röther Beteiligungs<br />
GmbH als<br />
Dachgesellschaft der Firmengruppe.<br />
Erwurde 61<br />
Jahre alt. Michael Röther<br />
hinterlässt seine Ehefrau<br />
und seinen Sohn. Man<br />
werde trotz der schrecklichen<br />
Nachricht alle<br />
Kraft aufbringen,umdas<br />
Unternehmen in seinem Sinn fortzuführen, heißt es in<br />
einer Mitteilung.<br />
pm<br />
Foto: Gottfried Mahling
04 Industrie<br />
August <strong>2024</strong> IJahrgang23INr. 260<br />
75 JahreinBewegung<br />
Die WittensteinSEfeiert mit einemTag deroffenenTür ihrJubiläum.<br />
VONLINDA HENER<br />
Würdigung: Sven Weisz(Einkaufsleiter), Wolfgang Herterich (Gruppenleiterstrategischer<br />
Einkauf), Heiko Funk (Geschäftsführer OptimaMaterials<br />
Management) und Frank Steudtner (TeamleiterEinkauf International, v. li.)<br />
gratulierten verlässlichen Zulieferern.<br />
Foto: Optima<br />
Optima prämiert<br />
Lieferanten<br />
Unter den Geehrten sindFirmen aus der Region.<br />
AmErfolg Optimassindmaßgeblich<br />
zuverlässige Zulieferer<br />
beteiligt. Das Schwäbisch<br />
Haller Unternehmen zeichnete<br />
sie dafür nun aus. Die Verleihung<br />
der Supplier Awards war<br />
besonders wichtig angesichts der<br />
Herausforderungen der Vorjahre,<br />
die geprägt waren von Lieferengpässen<br />
und Ressourcenknappheit.<br />
Trotz dieser Widrigkeiten<br />
konnten die Lieferanten pünktliche<br />
und zuverlässige Lieferungen<br />
gewährleisten.<br />
Heiko Funk, Geschäftsführer von<br />
Optima Materials Management,<br />
hob in seiner Ansprache den<br />
enormenWachstumskursvon Optima<br />
in direktem Zusammenhang<br />
mit dem Ausbau von Lieferanten<br />
für Baugruppen und Dienstleistungen<br />
hervor. Inverschiedenen<br />
Warengruppen wie Dreh-/Frästeile,<br />
Blechteile und Kunststoffteile<br />
wurden dieLieferanten fürihre<br />
überragende Performance ausgezeichnet.<br />
Darunter waren auch<br />
zahlreiche Unternehmen aus der<br />
Region, wiedie HEITEC AG,Edgar<br />
Ockert GmbH, Mehnert Lasertec<br />
GmbH, Metallbau Nägele GmbH,<br />
SBM GmbH, RB Elektro Systems<br />
GmbH &Co. KG, Frank Nachtigall<br />
GmbH, Hernadi Metall- und<br />
Kunststoffbearbeitung, Hofmann<br />
GmbH, Horstmann Elektrotechnik<br />
oder die Alfred Seifert &Söhne<br />
GmbH.<br />
pm<br />
www.optima-packaging.com<br />
Wir freuen uns, dass der<br />
Tag der offenen Tür so<br />
gutangenommen wurde<br />
und die Menschen zahlreich zu<br />
uns nach Harthausen gekommen<br />
sind“, zeigte sich Moritz Seidel,<br />
Pressesprecher der Wittenstein<br />
SE, mit der Jubiläums–Veranstaltung<br />
zufrieden. Das Unternehmen<br />
hatte unter dem Motto<br />
„75 Jahre in Bewegung“ imJuli<br />
sein Firmenjubiläum auf dem<br />
Werksgelände öffentlich zugänglich<br />
gefeiert. Besuchern konntendie<br />
Produktion sowie die Innovationsfabrik<br />
besichtigen, in<br />
der Talent Arena gab es Infos zu<br />
Ausbildungsmöglichkeiten und<br />
Führungen durch den Weltgarten<br />
–dem firmeneigenen botanischen<br />
Garten –zeigten Pflanzen<br />
ausallen Ländern, in denen Wittenstein<br />
aktiv ist.<br />
DieWittenstein SE ist ein weltweit<br />
agierendes Unternehmen mit<br />
Hauptsitz in Igersheim-Harthausen.<br />
Der Technologiekonzern<br />
Resonanz: Rund 8000 Gästebesuchten den Hauptsitz der Firma in<br />
Igersheim-Harthausen. Bei bestem Wetter genossen sie ein abwechslungsreiches<br />
Fest underhielten spannende Einblickeindie Produktion<br />
desFamilienunternehmens.<br />
Foto: Linda Hener<br />
entwickelt kundenspezifische<br />
Produkte, Systeme und Lösungen<br />
für hochdynamische Bewegung,<br />
präziseste Positionierung<br />
und intelligente Vernetzung im<br />
Bereich der mechatronischen<br />
Antriebstechnik. Anwendungen<br />
finden sich vom Weltraum bis<br />
ins Innere derErde–Einsatzgebiete<br />
der Produkte aus sechs Geschäftsfeldern<br />
sind zum Beispiel<br />
Roboter, Werkzeug- und Verpackungsmaschinen,<br />
Förder- und<br />
Verfahrenstechnik sowie Papierund<br />
Druckmaschinen, in der<br />
Luft- und Raumfahrttechnik, der<br />
Offshore-Erdgas- und Erdölförderung,<br />
der Nanotechnologie sowie<br />
im Bereich Energy, Batterieproduktion<br />
oder der sogenannten<br />
Attractions Industry. Imvergangenen<br />
Geschäftsjahr erzielte<br />
die Wittenstein SE einen Jahresumsatz<br />
von über 500 Millionen<br />
Euro und beschäftigte rund 2<br />
900 Mitarbeitende an über 40<br />
Standorten weltweit.<br />
Gegründet wurde das Unternehmen<br />
im Jahr 1949 als „Dewitta<br />
Spezialmaschinenfabrik“ und<br />
produzierte anfangs Doppelkettenstichmaschinen<br />
mit innovativer<br />
Abschneidvorrichtung zur<br />
Herstellung von Damenhandschuhen.<br />
1952 erfolgte der Umzug<br />
von Steinheim nach Bad<br />
Mergentheim. 1979 übernahm<br />
Manfred Wittenstein DEWITTA<br />
und 1989 begann die internationale<br />
Expansion. 2001 erfolgte<br />
die Gründung der Wittenstein<br />
AG, die 2016 zur Wittenstein SE<br />
wurde. Seit seinen Anfängen hat<br />
sich das Familienunternehmen<br />
ständig weiterentwickelt und<br />
über mittlerweile drei Generationen<br />
immer wieder neu aufgestellt.<br />
Im Jubiläumsjahr <strong>2024</strong><br />
macht die Wittenstein Gruppe einen<br />
weiteren Schritt der Internationalisierung:<br />
Die im vergangenen<br />
Herbst begonnene investitionsstarke<br />
bauliche Erweiterung<br />
des US-Standorts bei Chicago<br />
wird im Sommer fertiggestellt.<br />
Vorstandsvorsitzender ist Dr.<br />
Bertram Hoffmann.<br />
www.wittenstein.de<br />
Auf Expansionskurs<br />
I.Safe Mobile ausLauda-Königshofen gründet eine Niederlassung in<br />
Australien. So sollder direkteKontakt zu Kunden gepflegt werden.<br />
Der Weltmarktführer für<br />
mobile Kommunikationsgeräte<br />
zum sicheren Einsatz<br />
in explosionsgefährdeten<br />
Bereichen, hat eine neue Niederlassung<br />
in Perth/Australien<br />
eröffnet. Steve Levien leitet die<br />
lokale Tochtergesellschaft I.Safe<br />
Mobile Australia als Managing<br />
Director. CEO Martin Haaf unterstützt<br />
ihn als zusätzlicher Managing<br />
Director vom Hauptsitz<br />
in Lauda-Königshofen aus. Das<br />
Management-Team wird Australien,<br />
Neuseeland und den südpazifischenRaum<br />
betreuen. Das<br />
Produktportfolio von I.Safe Mobile<br />
verfügt bereits über internationale<br />
und lokale Zulassungen<br />
für die neue Region.<br />
Der Hersteller sieht in diesem<br />
Schritt laut Pressemitteilung die<br />
Möglichkeit, weiter in den aufstrebenden<br />
Markt zu expandieren<br />
und durch die Niederlassung<br />
und das lokale Management<br />
direkten Kontakt zu den<br />
Kunden vor Ort zu pflegen. Potenzielle<br />
Zielkunden sind in der<br />
Region ansässige Unternehmen<br />
aus dem Öl- und Gassektor sowie<br />
der Bergbauindustrie.<br />
Das Unternehmen hat seine globale<br />
Präsenzals Weltmarkt-und<br />
Innovationsführer in den letzten<br />
Jahren stark ausgebaut, sei<br />
es durch die Niederlassung in<br />
Singapur oder durch Servicecenter<br />
in allen wichtigen Regionen<br />
weltweit. Dies ermöglicht<br />
es dem Unternehmen, auf lokale<br />
Anforderungen einzugehen,<br />
wichtige Märkte vor Ort zu bedienen<br />
und die Servicequalität<br />
immerweiter zu verbessern.<br />
„Wir bleiben auf Wachstumskurs<br />
und stärken unsere Position<br />
als Weltmarktführer: Mit<br />
der Eröffnung einer Niederlassung<br />
für diese aufstrebende Region<br />
und unter der kompetenten<br />
regionalen Leitung vonSteve<br />
Levien schaffen wir noch mehr<br />
Nähe zu unseren Kunden. Wir<br />
können mit der Unterstützung<br />
unserer Partner den schnellen<br />
und kompetenten Service bieten,<br />
den unsere Kunden so sehr<br />
schätzen“, erklärt CEO Martin<br />
Haaf.<br />
CEO: Martin Haaf unterstützt die<br />
Leitung des australischen<br />
Standorts vom Hauptsitzaus.<br />
Steve Levien, Managing Director<br />
der australischen Niederlassung,<br />
kommentiert die Expansion<br />
des Unternehmens folgendermaßen:„Ich<br />
binsicher,dass<br />
diese neue Dependance bei unseren<br />
Kunden Anklang finden<br />
wird, und freue mich über die<br />
Möglichkeit, die Position von<br />
I.Safe Mobile auf dem australischen,<br />
neuseeländischen und<br />
südpazifischen Markt weiter zu<br />
stärkenund auszubauen.“<br />
Das Königshofener Unternehmen<br />
ist bereits mit einer Tochtergesellschaft<br />
in Singapur vertreten<br />
und hat Vertriebspartner<br />
in 72 Ländern in Europa, den<br />
USA, Lateinamerika, Südafrika,<br />
demNahen Osten und Asien. pm<br />
www.isafe-mobile.com<br />
Manager: Steve Levien soll den<br />
Markt in Australien und Neuseeland<br />
stärken.<br />
Fotos: I.Safe Mobile<br />
Stärke: Mitglieder derKulturstiftung Hohenlohe und des Mulfinger Ventilatorenbauers vereinen die Kräfte für<br />
mehr Nachhaltigkeitinder Region.<br />
Foto: EBM-Papst<br />
Weniger Emissionen<br />
EBM-Papst veröffentlicht ersten Nachhaltigkeitsbericht.<br />
Die EBM-Papst-Gruppe hat<br />
im Juli ihren ersten freiwilligen<br />
Nachhaltigkeitsbericht<br />
veröffentlicht. Unter dem<br />
Motto „Clear vision, sustainable<br />
mission“ kommuniziert die Unternehmensgruppe<br />
auf 40 Seiten<br />
doppelten<br />
über ihre Nachhaltigkeitsprojekte<br />
und -initiativen des vergangenenGeschäftsjahres.<br />
So berichtet EBM darüber, dass<br />
für die letzten drei abgeschlossenen<br />
Geschäftsjahre die Emissionen<br />
in Scope 1,2 und 3erfolgreich<br />
berechnet wurden: In den<br />
Emissionsbereichen Scope 1und<br />
2hat EBM-Papst im Geschäftsjahr<br />
2022/23 einenRückgang von<br />
11,4 Prozent und im Geschäftsjahr<br />
2023/24 einen Rückgang<br />
von 43,1 Prozent erzielt. Durch<br />
den Bezug von Grünstrom konnte<br />
2023 rund 49,6 Prozent aller<br />
Emissionen vermieden werden.<br />
Im Rahmen einer 2023 erstellten<br />
Wesentlichkeitsanalyse<br />
identifizierte der Ventilatorenbauer<br />
mithilfe einer umfassenden<br />
Stakeholderbefragung die für das<br />
Unternehmen wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen.<br />
Abgeleitet aus<br />
dieser Analyse entstand ein Nachhaltigkeitsleitbild,<br />
das auf den vier<br />
Eckpfeilern Klima und Umwelt,<br />
Partnerschaften und Verantwortung,<br />
Menschen und Unternehmenskultur<br />
sowie Systeme und<br />
Lösungen fußt. Dieser Struktur<br />
folgt auch der Nachhaltigkeitsbericht:<br />
Die vierKapitel des Berichts<br />
stellen jeweils ein Eckpfeiler des<br />
Nachhaltigkeitsleitbildes dar.<br />
PARTNERSCHAFT Für mehr<br />
Nachhaltigkeit soll auch eine Klimapartnerschaft<br />
sorgen, die<br />
EBM-Papst mit der Kulturstiftung<br />
Hohenlohe eingegangen ist. Ziel<br />
ist es, besondere Synergien zwischen<br />
Kultur und Wirtschaft für<br />
Klimaschutz und Nachhaltigkeit<br />
zu schaffen. Den Auftakt bildete<br />
ein Kick-Off Workshop im Landratsamt<br />
in Künzelsau. Im Rahmen<br />
eines Ideenfindungsprozesses mit<br />
kreativen Methoden wurden Gemeinsamkeiten<br />
erarbeitet, die die<br />
Partnerschaft prägen sollen. pm<br />
www.ebmpapst.com
August<strong>2024</strong> IJahrgang 23 INr. 260<br />
Firmen &Märkte 05<br />
„Wirbrauchenmehr Zuverlässigkeit“<br />
ObVerkehrswege,Energieversorgung oder Datenleitungen: Deutschlands Infrastruktur muss dringend modernisiert und erweitert<br />
werden. Das Bauunternehmen Leonhard Weisssieht sichfür diese Herausforderungbestens gerüstet. INTERVIEW VONHERIBERT LOHR<br />
Treffender geht es kaum:<br />
„Es bröselt“ titelte unlängst<br />
ein deutsches Leitmedium.<br />
Und tatsächlich: Ob Straßen,<br />
Schienenwege oder Energienetze<br />
–die technische Infrastruktur<br />
ist vielfach in einem bedenklich<br />
schlechten Zustand. Bahnkunden<br />
können ein Lied davon singen,<br />
was es heißt, wennein Transportmittel<br />
die Grenzen der Leistungsfähigkeit<br />
bereits überschritten<br />
hat. Doch ohne leistungsfähige<br />
Verkehrswege und Datennetze<br />
ist das Land als Wirtschaftsstandort<br />
als Ganzes und in der Region<br />
nicht mehr wettbewerbsfähig.<br />
Mit Milliarden Investitionen wollen<br />
Bund, Länder und Kommunen<br />
in den nächsten Jahren Versäumtes<br />
aufholen. Doch dieUmsetzung<br />
fordert von den beteiligten Unternehmen<br />
nebenfachlicher Kompetenz<br />
und Innovationskraft obendrein<br />
einiges an finanzieller Stärke<br />
und planerischem Know-how.<br />
Das traditionsreiche BauunternehmenLeonhardWeisshat<br />
auch<br />
deshalb zuletzt den Zuschlag für<br />
zahlreiche Großprojekte erhalten:<br />
ob den Wiederaufbau der<br />
Ahrtalbahn, die Suedlink oder unlängst<br />
die so bedeutsame Generalsanierung<br />
der Riedbahn. Das Unternehmen<br />
mit inzwischen über<br />
7500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />
erschließt sich so neue<br />
Perspektiven und Märkte. Schon<br />
heute kommt für Leonhard Weiss<br />
der größere Anteil des Umsatzes<br />
von 2,3 Milliarden Euro über öffentliche<br />
Aufträge für die Modernisierung.<br />
Tendenz weiter steigend.<br />
Doch ganz ohne ist das alles<br />
nicht, denn das Unternehmen<br />
muss dafür auch seine internen<br />
Strukturen ständig anpassen und<br />
von den Mitarbeitenden wirdeiniges<br />
anFlexibilität gefordert. Marcus<br />
Herwarth, Vorsitzender der<br />
Geschäftsführung und Geschäftsführer<br />
im Gleisinfrastrukturbau<br />
bei Leonhard Weiss, spricht im<br />
Interview überPerspektiven, Risiken<br />
und Herausforderungen.<br />
REGIOBUSINESS Die jüngsten<br />
Großaufträge für den Bereich<br />
Schiene vermitteln den Eindruck,<br />
dass Leonhard Weissvon den Anstrengungen,<br />
die Infrastruktur<br />
wieder auf Vordermann zu bringen,<br />
in besonderem Maße profitiert?<br />
MARCUS HERWARTH Wir haben<br />
Leonhard Weiss schon die<br />
letzten Jahrestark in Richtung Infrastrukturbau<br />
weiterentwickelt.<br />
Hier lag der Fokus intensiv auf<br />
der Kompetenz einer hohen Eigenfertigungstiefe<br />
entlang der gesamten<br />
Projektbedarfe unserer<br />
Kunden. Dabei spielen Baukompetenz,<br />
Planungsexpertise und<br />
insgesamt Projektmanagementkompetenz<br />
eine wichtige Rolle.<br />
Ganz klar gilt: Wenn wir alleLeistungenunserer<br />
Bereiche in einem<br />
Projekt zusammenbringen, also<br />
unsere „Gelbe Baustelle“ umsetzen,<br />
dann können wir unsere<br />
volle Leistungskraft einbringen.<br />
Ich bin mir sicher, dass sich daraus<br />
positiv spürbare Unterschiede<br />
zum Wettbewerbergeben. Insbesondere<br />
im Bahnbereich wird<br />
Experte: Marcus Herwarth,Vorsitzender der Geschäftsführung und<br />
Geschäftsführer im Gleisinfrastrukturbau bei Leonhard Weiss.<br />
das kundenseitig immer stärker<br />
benötigt. Aktuelle Beispiele sind<br />
unsere Arbeiten zum Wiederaufbau<br />
imAhrtal oder der Einsatz<br />
an der Riedbahn, wo wir mit unseren<br />
Leistungen breit aufgestellt<br />
sind. Ich kann sagen,dasswir uns<br />
auf den aktuell spürbaren Bedarf<br />
sehr gut vorbereitet haben und<br />
wir damit erfreulicherweiseeinen<br />
hohen Beschäftigungsanteil für<br />
unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />
generieren können.<br />
REGIOBUSINESS Bei der Vergabe<br />
von solchen öffentlichen<br />
Großaufträgen herrscht bekanntlich<br />
ein harter Wettbewerb: Warum<br />
konnte sich Ihr Unternehmen<br />
hier zuletzt mehrfach erfolgreich<br />
durchsetzen?<br />
MARCUS HERWARTH Absolut<br />
richtig. Diese Vergaben werden<br />
über einen harten Preiswettbewerb<br />
entschieden, gleichzeitig<br />
müssen wir wirtschaftlichen Erfolg<br />
sichern. Jedes Projekt ist ein<br />
Unikat mit eigenen Herausforderungen.<br />
Hört sich also schwierig<br />
an und das ist es auch. Insofern<br />
sind wir sehr dankbar, zuletzt in<br />
gewissen Schlüsselprojekten erfolgreich<br />
gewesen zu sein.<br />
Es ist auch ein enormer Vorteil,<br />
dass wir mit sehr gut ausgebildetem<br />
Personal und einem starken<br />
Maschinenpark eine hohe<br />
Leistungsfähigkeit entfalten können.<br />
Dabei denke ich auch an viele<br />
Lieferanten und Nachunternehmer.<br />
Sie unterstützen uns immer<br />
wieder mit gleicher Leidenschaft.<br />
Und das zeigt sich in derProduktivität<br />
und dann auch in der Wirtschaftlichkeit.<br />
Am stärksten motiviert es uns,<br />
wenn der Kunde seine Vergaben<br />
von noch weiteren Faktoren abhängig<br />
macht. Wir beobachten,<br />
dass nach dem Vorbild privater<br />
Auftraggeber immer mehr Öffentliche<br />
neben dem Preis auch Wertungskriterien<br />
wie Qualität, Nachhaltigkeitoder<br />
sogar die Messung<br />
über die Kompetenz des partnerschaftlichen<br />
Bauens, in Vergabeentscheidungen<br />
einfließen lassen.<br />
REGIOBUSINESS Worin bestehen<br />
denn für ein Unternehmen<br />
wie LWbei solchen Projekten die<br />
wirklichen Herausforderungen?<br />
MARCUS HERWARTH Wir finden<br />
es wichtig, den Überblick zu<br />
behalten und dabei nichts dem<br />
Zufall zu überlassen. Ich habe<br />
vorhinvon Leistungsfähigkeit und<br />
Fachkompetenz gesprochen. Das<br />
baut auf einem soliden Fundament<br />
auf: nämlich unsere Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter, die<br />
unsere LW-Kultur leben.<br />
Ich möchte das erweitern um ein<br />
entsprechendes Projektmanagement.<br />
Dabei greifen wir aufwichtige<br />
moderne Arbeitsmethoden,<br />
wieLEAN-Construction, auf digitale<br />
Hilfsmittel verschiedenster Art,<br />
Planungskompetenzen im eigenen<br />
Hausbis hin zum Aufbau vondigitalen<br />
Zwillingen in der Arbeitsvorbereitung<br />
zurück. Es kommt immer<br />
mehrdaraufan, die Entwicklung<br />
der Projekte schon in der<br />
Prognose zu erkennen. Jefrüher<br />
ich etwas weiß, beziehungsweise<br />
erkenne, desto besser kann ich<br />
mich darauf vorbereiten unddesto<br />
besser klappt es mit der Kosten-<br />
und Termintreue.<br />
Insgesamtverbindeich damiteine<br />
große Verantwortung für uns als<br />
Arbeitgeber, den entsprechenden<br />
Rahmen für unsere Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter zur Verfügung<br />
zu stellen. Da sehe ich zum<br />
einen, dass wir eine Ausbildung<br />
und Möglichkeit zurpersönlichen<br />
Entfaltung bieten und zum anderen,<br />
dass wir achtsam mit den<br />
Energiereserven unserer Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter umgehen.<br />
REGIOBUSINESS Neben der<br />
Schiene sind sie auch beim Themenfeld<br />
Energie gut unterwegs.<br />
Sie bauen gerade zudem auch ein<br />
Teilstück der Energietrasse Suedlink.<br />
Istdas auch ein Geschäftsbereich,<br />
auf den Sie perspektivisch<br />
große Hoffnungen setzen?<br />
MARCUS HERWARTH Auf jeden<br />
Fall. Der Energiebereich ist<br />
für Leonhard Weissinsgesamt ein<br />
interessantes Zukunftsfeld. Wir<br />
sind schon seit Jahrzehnten mit<br />
unserem Netzbau für Stadtwerke<br />
und Stromnetzbetreiber aktiv. In<br />
den letzten Jahren haben wir das<br />
stark ausgebaut. Unser jüngstes<br />
Geschäftsfeld ist der Freileitungsbau<br />
im Höchstspannungsbereich,<br />
sozusagen demBau der Stromautobahnen.<br />
Auch in derE-Mobilität<br />
ist ein entsprechender Markt für<br />
uns entstanden. Darin bieten wir<br />
neben dem Bau auch die gesamte<br />
Wertschöpfungskette von der<br />
Planung bis zur bundesweiten Instandhaltung<br />
von E-Ladestationen<br />
an. Mit Aufträgen an Energietrassen<br />
wie Suedlink können wir den<br />
momentan sehr schwachen Markt<br />
im Straßenbau besser kompensieren.<br />
Außerdem ist es ein gutes<br />
Gefühl, auf dem Weg einen Beitrag<br />
zur Energiewende leisten zu<br />
können.<br />
REGIOBUSINESS Mit der Entwicklung<br />
im Bereich des klassischen<br />
Straßenbaus sind Sie aktuell<br />
nicht ganz sozufrieden. Dabei<br />
nimmt doch auch hier der Bund<br />
richtig viel Geld in die Hand?<br />
MARCUS HERWARTH Das gilt<br />
für den Straßenbau, aber auch<br />
für die Sanierung und den dringend<br />
notwendigen Ersatzneubau<br />
von Brücken. Wir können in den<br />
letzten Jahren einen stagnierenden<br />
und zuletzt in Süddeutschland<br />
rückläufigen Straßenbaumarkt<br />
beobachten. Ganz besonders<br />
im Bereich der Autobahnen.<br />
Ein Negativbeispiel ist die A6vor<br />
unserer Haustür, aber auch viele<br />
weitere Bundes- und Landstraßen.<br />
Zu oft werden dringende<br />
Baumaßnahmen wegen Mangel<br />
an Geld oderPlanungsgrundlagen<br />
zurückgestellt, oder nur auf notdürftiges<br />
Flickwerk reduziert. Das<br />
tut nicht nur uns als Bauunternehmen<br />
weh. Ich denke, das spüren<br />
auch alle Nutzer dieserStraßen.<br />
DieInvestitionendes Bundes sind<br />
leider nicht dem Bedarf angemessen.<br />
Im aktuellen Bundeshaushalt<br />
konnte zumindest keine Kürzung<br />
im Bereich der Autobahn erreicht<br />
werden. Dashaben wir besonders<br />
der enormen Interventionsarbeit<br />
unserer Bauverbände zu verdanken.<br />
Jetzt soll die Investitionssumme<br />
in etwa gleich den Vorjahren<br />
bleiben. Aber bereinigt man dies<br />
um Inflation, Lohnsteigerungen<br />
und allgemeine weitere Preissteigerungen,<br />
ergibt sich Netto eine<br />
klare Reduktion. Das bedeutet:<br />
Der Bund investiert deutlich zu<br />
wenig, um seine Straßeninfrastruktur<br />
aufrechtzuerhalten.<br />
Leistungsfähig: Das Unternehmen überzeugtmit gut ausgebildetem Personal und einem starken Maschinenpark.<br />
wiederkehrende<br />
REGIOBUSINESS Sie weisen<br />
immer wieder darauf hin, dass<br />
eine gute Verkehrsinfrastruktur<br />
die Basis für einen guten Wirtschaftsstandort<br />
ist und bemängeln<br />
dabei die unstete Herangehensweise,<br />
weil Deutschland hier<br />
einen gewaltigen Nachholbedarf<br />
hat. Was sind denn Ihre zentralen<br />
Forderungen, dassesmit dem<br />
Ausbau der Verkehrsinfrastruktur<br />
schneller vorangeht?<br />
MARCUS HERWARTH Ein<br />
erstes positives Signal ist schon<br />
im vergangenen Jahr erfolgt, als<br />
das Planungsbeschleunigungsgesetz<br />
verabschiedet worden ist.<br />
Ein mögliches Mittel, um den Bürokratiewahnsinn<br />
schon in der<br />
Frühphase eines Bauprojektes<br />
einzudämmen. Ich habe das Gefühl,<br />
wir haben in dem Zusammenhang<br />
einfach das gesunde<br />
Maß verloren. Wir hoffen in der<br />
Umsetzung darauf, dass wir uns<br />
bei allen berechtigten Sichtweisen<br />
auf Neu- und Ausbau nicht weiter<br />
in oftmals jahrelangen Planrechtsverfahren<br />
festlaufen, sondern<br />
mit diesem Hilfsmittel zu<br />
schnellen Einigungen zwischen<br />
Behörden und Interessensträgern<br />
kommen.<br />
Als weitere Forderung sehe ich<br />
eine echte Brückenoffensive. Es<br />
gibt genügend Daten über den<br />
heutigen und den künftigen Zustand<br />
unserer Brücken im Straßen-<br />
und im Bereich der Schienenwege.<br />
Von mehr als 50.000<br />
Brücken sindviele tausend absehbar<br />
nicht mehr ausreichend tragfähig.<br />
Es braucht einen langfristigen<br />
und verlässlichen Generalsanierungsplan,<br />
auf den sich die<br />
Bauwirtschaft mit den benötigten<br />
Ressourcen entsprechend vorbereiten<br />
und darauf vertrauen kann.<br />
In den letzten Jahren haben wir<br />
leider zu oft ein Rauf und Runter<br />
im Hau-Ruck-Verfahren gesehen.<br />
Das kostet unnötig Geld, auf<br />
der Basis kann niemand langfristig<br />
Ressourcen aufbauen und es<br />
bleibt schwer voranzukommen.<br />
Als dritte wichtige Forderung der<br />
Zukunft sehe ich die alljährlich<br />
Investitionsunklarheit<br />
bei Bund und Land. Infrastruktur<br />
baut und plant man<br />
nicht in Jahresscheiben. Das tut<br />
man über Generationen und für<br />
Generationen. Schauen Sie auf<br />
die aktuellen Haushaltsentwürfe<br />
des Bundes. Schon für den Bereich<br />
Straße und Schiene sindgewaltige<br />
17 Milliarden Euro nicht<br />
finanziert und es kreisen Ideen<br />
von Sonderdarlehen des Bundes<br />
bis hin zu Verkäufen von Unternehmensteilen<br />
seiner Staatsunternehmen.<br />
Also, vielUnklarheit. Wir<br />
benötigen dringend das Gegenteil:<br />
verlässliche und langfristige Planbarkeit.<br />
Insofern plädiere ich für eine<br />
neue Denkweise nach erfolgreichen<br />
Vorbildern unserer ausländischen<br />
Nachbarn und einer bereits<br />
zu hörenden politischen<br />
Debatte: dem Aufbau eines Infrastrukturfonds.<br />
Gerne durch<br />
einnahmengeschlosseneKreisläufe<br />
nach dem Vorbild der ASFINAG-<br />
Maut in Österreich oder über den<br />
Fotos: LeonhardWeiss<br />
Aufbau eines Schieneninfrastrukturfonds,<br />
wie bereits im Zuge<br />
der Beschleunigungskommission<br />
Schiene festgestellt.<br />
Dassind jetzt nur drei vonmanch<br />
weiteren möglichen Impulsen.<br />
Vielleicht darf ich mit einem weiteren<br />
wichtigen Gedanken schließen,<br />
denn die aktuelle Situation<br />
macht es deutlich: Es gibt viel<br />
zu tun und damit blicken wir von<br />
Leonhard Weiss mit Zuversicht<br />
nach vorne.<br />
www.leonhard-weiss.de
06 Blickpunkt<br />
August <strong>2024</strong> IJahrgang23INr. 260<br />
„Man kannhierglücklichwerden“<br />
Heilbronn-Frankengiltnichtnur landschaftlich alsattraktiv–esverfügtauchübereineenormeWirtschaftskraft. DasDilemma: Die<br />
dringend gesuchten Fachkräfte ziehtesindie großen Städte. Aber es gibt gezielteGegenmaßnahmen. VONANTONIO DEMITRI<br />
Wenn die IHK Heilbronn-<br />
Franken alle drei Monate<br />
die aktuellen Ergebnisse<br />
ihrer Konjunkturumfrage bekannt<br />
gibt, dann ist das jedes Mal ein<br />
Gradmesser dafür, woder Schuh<br />
bei den Unternehmen in der Region<br />
am meisten drückt. Nach wie<br />
vor stehtder Fachkräftemangel an<br />
erster Stelle bei den Geschäftsrisiken,<br />
die die befragten Betriebefür<br />
die kommenden Monate sehen.<br />
Das gilt vor allem für Einzelhandel<br />
und Dienstleister,aberauchin<br />
der Industrie.<br />
Ist das Thema bundesweit akut,<br />
so gewinnt es in ländlichen Regionen<br />
wie Hohenlohe zusätzliches<br />
Gewicht. Denn qualifizierte<br />
Bewerber aus anderen Teilen<br />
Deutschlands oder dem Ausland<br />
zieht es in die großen Städte<br />
–trotz der Wirtschafts- und Innovationskraft<br />
der Unternehmen<br />
zwischen Heilbronn und Main-<br />
Tauber-Kreis. Kein Wunder also,<br />
dass die IHK mit ihrer „Bildungsflotte“<br />
und einem Zukunfts-Wettbewerb<br />
für junge Menschen jetzt<br />
in die Offensive geht, um die<br />
Region für Fachkräfte attraktiver<br />
zu machen (sieheBericht auf der<br />
nächsten Seite).<br />
Die Initiativen sind nur die<br />
jüngsten Beispiele einer Vielzahl<br />
von Maßnahmen mit ähnlichen<br />
Zielen. So wie dasWelcome-<br />
Center Heilbronn Franken: Das<br />
Angebot der Wirtschaftsregion<br />
Heilbronn-Franken GmbH bringt<br />
internationale Fachkräfte und<br />
regionale Unternehmen zusammenund<br />
feierte erst im Juli zehnjähriges<br />
Bestehen.<br />
Mit seinen Beratungsstellen hilft<br />
es Betrieben bei der Akquise und<br />
Integration von Mitarbeitern aus<br />
dem Ausland. Die online-basierte<br />
Plattform „Welcome-Partner<br />
Heilbronn-Franken“ bringt die<br />
Neubürger darüber hinaus mit<br />
Einheimischen zusammen, die<br />
gemeinsam kochen, Sport treiben<br />
oder andere Freizeitaktivitäten<br />
ausüben wollen.<br />
Schondie Kinder für technische<br />
Berufe begeistern<br />
Der Verein „Innovationsregion<br />
Hohenlohe“, ein Netzwerk<br />
aus mittlerweile mehr als 30 Unternehmen,<br />
legt seinen Schwerpunkt<br />
auf die technisch-wissenschaftlicheBildunginder<br />
Region,<br />
insbesondere auf die sogenannten<br />
MINT-Bereiche Mathematik,<br />
Informatik, Naturwissenschaften<br />
und Technik. Das Ziel: Nachwuchskräftezugewinnen<br />
unddamit<br />
den Standort zu sichern. Mit<br />
den MINTec-Werkstätten sollen<br />
beispielsweise Kinder und Jugendliche<br />
in Kindergärten und<br />
Lehrstoff: Schon Kinder und Jugendlichesollen in der Region für<br />
Naturwissenschaften und Technik begeistertwerden. Foto: adobe/lev dolgachov<br />
Schulen für Naturwissenschaft<br />
und Technik begeistert werden.<br />
Das Schüler-Forschungs- und<br />
Technikzentrum SFT Hohenlohe<br />
bietet ansieben Standorten Einblicke<br />
in Themen wie Robotik und<br />
Elektrotechnik. Oder das Kooperative<br />
Studienmodell an derReinhold-Würth-Hochschule<br />
in Künzelsau:<br />
Es kombiniert die klassische<br />
Facharbeiterausbildung mit<br />
einemIngenieurstudium.<br />
Zu dem Netzwerk gehören Unternehmen<br />
wie EBM-Papst, Gemü,<br />
Ziehl-Abegg oder auch R. Stahl.<br />
Die Waldenburger rekrutieren<br />
Auszubildende, Leiharbeitnehmer<br />
und einige Fachkräfte überwiegend<br />
aus der Region. Allerdingssieht<br />
VorstandschefMathias<br />
Hallmann hier auch einen klaren<br />
Standortnachteil: „Wir sehen<br />
immer wieder, dass Hohenlohe<br />
als sehr ländlich wahrgenommen<br />
wird, die nächsten Zentren sind<br />
weitweg.“<br />
Stattdessen geht der Anbieter von<br />
Explosionstechnik andere Wege<br />
und hatauchschon neue Beschäftigte<br />
auf dem Balkan gewonnen.<br />
„Dort waren wir rechtzeitig vor<br />
demallgemeinen Trend, um unseren<br />
aktuellen Bedarf mit Elektrikern<br />
und teils auch Elektroingenieurenzudecken“,<br />
so Hallmann.<br />
Hinzu kommen Maßnahmen wie<br />
der kürzlich abgeschlossene Zukunftstarifvertrag<br />
mit einer Beschäftigungs-<br />
und Standortgarantie<br />
bis 2030 oder auch typische<br />
Corporate Benefits wie Job-Ticket,<br />
Job-Bike oder eine Krankenzusatzversicherung.<br />
Gegenseitiges Abwerben<br />
in derRegionist tabu<br />
Hallmann zufolge gibt es ein<br />
„Agreement“, dass man sich im<br />
regionalen Umfeld keine Arbeitnehmer<br />
gegenseitig abwirbt. Marc<br />
Wucherer, Vorstandschef bei<br />
Ziehl-Abegg in Künzelsau, bestätigt:<br />
„Wir sprechen regional aktiv<br />
keine Mitarbeitenden anderer<br />
Unternehmen an, sondern arbeiten<br />
vielmehr daran, gemeinsam<br />
für den Standortzuwerben: beim<br />
firmenübergreifenden Berufsinfotag<br />
im Gewerbepark oder dem<br />
Company Trail.“<br />
Er selbst habe vor zwei Jahren<br />
noch im Großraum Nürnberg gearbeitet.<br />
„Daher weiß ich, wasbei<br />
einem Jobwechsel nach Hohenlohe<br />
auf der Negativseite zu Buche<br />
schlägt. Und ich weiß ebenso,was<br />
für positive SeitenHohenlohe<br />
mit sichbringt“, sagt er.Wer<br />
die pulsierende Großstadt liebe,<br />
der werde im ländlichen Nord-<br />
Württemberg nicht glücklich werden.<br />
„Wer allerdings sichereJobs<br />
in einer wirtschaftlich agilen und<br />
dennoch ländlichen Region sucht,<br />
der schon.“ Neben Corporate<br />
Benefits setzt der Hersteller von<br />
Ventilatorentechnik auf Tiktok,<br />
um sich als attraktiver Arbeitgeber<br />
darzustellen. Die Zahl der Follower<br />
liegt bei mehr als 100.000,<br />
und für sein Engagement wurde<br />
das Unternehmen mehrfach ausgezeichnet.<br />
Auf die Frage nach Erfolgszahlen<br />
des Kanals antwortet<br />
Wucherer selbstbewusst: „Wenn<br />
wir schon Anfang Februar unsere<br />
19 Stellen duale Ausbildung und<br />
duales Studium für IT-Berufe mit<br />
sehr guten Bewerbern belegen<br />
konnten und gute abweisen mussten<br />
–warum sollte ich da noch<br />
eine Statistik führen?“<br />
Auch Kärcher setzt auf eine starke<br />
Arbeitgebermarke. Das Unternehmen<br />
bewertet die Standortthematik<br />
dabei eher positiv:<br />
„Die meisten neuen Beschäftigten<br />
kommen aus der Region<br />
Heilbronn-Franken“, weiß Verena<br />
Schweizer vomMarketingbereich.<br />
Mitarbeiter in der Verwaltung,<br />
die näher an der Großstadt leben<br />
wollten, nutzten gerne die<br />
Flexwork-Modelle, die ihnen zeitflexibles<br />
Arbeiten von zuHause<br />
und an anderen Kärcher-Standorten<br />
ermöglichten. Aber: „Viele<br />
schätzen gerade den ländlichen<br />
Raum, die günstigeren<br />
Immobilienpreise und das kulturell<br />
vielfältige Schwäbisch Hall.“<br />
Ungenutzte Potenziale am Arbeitsmarkt<br />
Ineiner Studiehat Professor PhilippLergetporervon der TUMSchool of Management,CampusHeilbronn, untersucht, wie sich dieUnterschiede<br />
inder Arbeitsmarktbeteiligung vonMännernund Frauen verringern lassen. INTERVIEW VONMARIUS STEPHAN<br />
REGIOBUSINESS Herr Professor<br />
Lergetporer, Sie haben die<br />
Zusammenhänge zwischen frühkindlichen<br />
Bildungsangeboten<br />
und dem Arbeitsmarkt analysiert.<br />
Welche Aspekte standen imZentrum<br />
Ihrer Forschung?<br />
PHILIPP LERGETPORER Im<br />
Zentrum steht die Frage, wie es<br />
gelingenkann, die eklatanten Unterschiedeinder<br />
Arbeitsmarktbeteiligung<br />
zwischen Mann und Frau<br />
zu verringern. Ein Hauptgrundfür<br />
die anhaltenden Geschlechterunterschiede<br />
am Arbeitsmarkt ist<br />
die Geburt von Kindern und die<br />
damit einhergehende Mehrarbeit<br />
von Müttern, die einen Großteil<br />
der Erziehungsarbeit leisten. Vor<br />
diesem Hintergrund versprechen<br />
frühkindliche Bildungsangebote<br />
Mütter dabei zu unterstützen,<br />
ihre gewünschte Arbeitsmarktbeteiligung<br />
zu realisieren. Allerdings<br />
kommen vor allem sozial schwache<br />
Familien oft nur sehr schwer<br />
an einen der begehrten Kita-Plätze,<br />
was bedeutet, dass Mütter aus<br />
diesen Familien besonders stark<br />
benachteiligtsind.<br />
REGIOBUSINESS Zu welchem<br />
Ergebnis kamenSie?<br />
PHILIPP LERGETPORER Wir<br />
haben erstmals experimentell<br />
untersucht, wie sich die Unterstützung<br />
von Müttern bei der Suche<br />
nach einem Kita-Platz auf deren<br />
Arbeitsmarktbeteiligung auswirkt.<br />
Dazu haben wir ein Feldexperiment<br />
mit mehr als 600<br />
Müttern mit Kindern unter einem<br />
Jahr durchgeführt. Konkret<br />
haben wir eine zufällig gewählte<br />
Hälfte der Teilnehmenden dabei<br />
unterstützt, einen Kita-Platz zu<br />
bekommen. Diese Unterstützung<br />
umfasste einerseits Informationsbereitstellung,<br />
zum Beispiel darüber,<br />
dass in Deutschland alle<br />
Kinder abdem ersten Geburtstag<br />
einen Rechtsanspruch auf einen<br />
Kita-Platz haben. Andererseits<br />
wurde den Müttern auch angeboten,<br />
dass wir ihnen eine Assistentin<br />
bereitstellen, die ihnen dabei<br />
hilft, den Kita-Bewerbungsprozess<br />
zu meistern. Diese Unterstützung<br />
umfassteunter anderem HilfebeimAusfüllen<br />
vonFormularen<br />
oderdas Erinnern an Tage deroffenenTür.<br />
Unsere Intervention erhöht dieKita-Teilnahme<br />
von Kindern aus sozial<br />
schwächeren Verhältnissen<br />
deutlich. Entscheidend ist, dass<br />
wirauch starke Effekte aufdie Erwerbsbeteiligung<br />
der betroffenen<br />
Mütterfinden: Gut eineinhalb Jahre<br />
nach der Intervention hat sich<br />
deren Vollzeitquote um mehr als<br />
neun Prozentpunkte erhöht, was<br />
ein sehr großer Effekt ist. Auch<br />
die Geschlechterungleichheit innerhalb<br />
des Haushaltes –gemessen<br />
etwa an dem relativen Anteil<br />
der Mütter am Familieneinkommen<br />
und an derBetreuungsarbeit<br />
zu Hause –hat sich deutlich reduziert.<br />
REGIOBUSINESS Welche Zusammenhänge<br />
ergeben sich daraus<br />
für den Arbeitsmarkt?<br />
PHILIPP LERGETPORER Für<br />
den Arbeitsmarkt zeigen unsere<br />
Ergebnisse, dass die Bereitstellung<br />
von einfach zu bekommenden<br />
Kita-Plätzen ein einfacher,<br />
aber wichtiger Hebel ist, um die<br />
Erwerbsquoten von Frau zu erhöhen.<br />
Dies ist nicht nurvor dem<br />
Hintergrund der Geschlechtergerechtigkeit<br />
ein zentraler Befund.<br />
Denn auch angesichts des Fachkräftemangels<br />
werden Arbeitskräfte<br />
dringend gebraucht; wir<br />
zeigen, dass Kitas dabei helfen,<br />
das Erwerbspotenzial von Müttern<br />
zu heben.<br />
REGIOBUSINESS Mit welchem<br />
Mechanismus konnten Sie die<br />
Teilhabe sozialschwacher Familien<br />
erhöhen? Über welche Familien<br />
sprechen wirhier genau?<br />
Einblicke: Professor Philipp Lergetporer forscht in Heilbronn zu<br />
Arbeitsmarkt-und Bildungsthemen.<br />
PHILIPP LERGETPORER Die<br />
untersuchten Familien stammen<br />
aus zwei Städten in Rheinland-<br />
Pfalz. In unseren Analysen teilen<br />
wir sie auf Basis unterschiedlicher<br />
Informationen wie etwa<br />
dem Bildungsabschluss der Eltern<br />
oder dem Haushaltseinkommen<br />
in sozial stärkere und sozial<br />
schwächere Familien ein. Unsere<br />
Intervention entfaltet nur Effekte<br />
für sozialschwache Familien,was<br />
zeigt, dass vor allem diese Gruppe<br />
mit Schwierigkeiten zukämpfen<br />
hat, einen Kita-Platz zu finden.<br />
REGIOBUSINESS Das heißt,<br />
die größte Hürdeist die Bürokratie<br />
derAnmeldung?<br />
Foto: TUM<br />
PHILIPP LERGETPORER Jein.<br />
Wir zeigen in unsere Studie zwar,<br />
dass Hilfe bei der Umschiffung<br />
von bürokratischen Hürden zu<br />
mehr Kita- und Arbeitsmarktbeteiligung<br />
führt. Gleichzeitig wäre<br />
es verkürzt, den erschwerten Kita-Zugang<br />
nur auf die Bürokratie<br />
zurückzuführen. Der Elefant im<br />
Raum ist, dass es nicht genügend<br />
Kita-Plätze gibt. Eine umfassende<br />
politische Strategie zur Erhöhung<br />
der Erwerbstätigkeiten von<br />
Müttern muss also zunächst das<br />
Kita-Platzangebot großzügig ausbauen,<br />
flankiertvon vereinfachten<br />
Anmeldeverfahren. Auch eine (finanzielle)<br />
Aufwertung des ErzieherInnenberufes<br />
ist dringend angezeigt,<br />
um den Fachkräftemangel<br />
in Betreuungseinrichtungen<br />
zu reduzieren.<br />
REGIOBUSINESS Kita-Plätze<br />
sind berüchtigt knapp. Oft kommen<br />
in den Kommunen Punktesysteme<br />
zum Einsatz. Wenn ein<br />
Plus an Kindernaus sozialschwachen<br />
Familien in das System<br />
strömt, werden Kinder anderer<br />
Familien verdrängt. Welche Auswirkungen<br />
hat dies auf den Arbeitsmarkt?<br />
PHILIPP LERGETPORER In unsererStudie<br />
finden wir keine Verdrängungseffekte<br />
zulasten sozial<br />
stärkerer Familien. Vielmehr<br />
scheint es,dassesinKitas –trotz<br />
erheblichem Kita-Platzmangel –<br />
oft nicht besetzte Plätze gibt. Das<br />
klingt paradox, ist in unserem Fall<br />
aber vermutlich auf Ineffizienzen<br />
im Vergabesystem zurückzuführen.<br />
Fehlende Koordination zwischen<br />
den Kitas führt nämlich oft dazu,<br />
dass gewisse Familien Platzangebote<br />
von mehreren Kitas bekommen.<br />
Sagen die Eltern die Plätze<br />
bei den Kitas, die sie nicht in<br />
Anspruch nehmen werden, nicht<br />
rechtzeitig ab, können diese Plätze<br />
kurzfristig oft nicht besetzt<br />
werden. Aber wie bereits angesprochen,<br />
ist die grundlegende<br />
Handlungsimplikation, das Kita-<br />
Platzangebot auszubauen. Wenn<br />
es genügend Plätze gäbe, müsste<br />
man sich umetwaige Verdrängungseffekte<br />
keine Sorgen machen.
August<strong>2024</strong> IJahrgang 23 INr. 260<br />
Blickpunkt 07<br />
Schnellboote undPreisgelder<br />
Auf ihrer jüngstenVollversammlung hat die IHK Heilbronn-Franken zwei Initiativenins Lebengerufen, diedem Fachkräftemangel in der<br />
Region gezielt entgegenwirken sollen: die „Bildungsflotte 2030“ und „Jugend machtZukunft“. VONANTONIO DEMITRI<br />
Mit der „Bildungsflotte<br />
2030“verbindet die Kammer<br />
dasstrategische Ziel,<br />
die Ausbildung, Gewinnung und<br />
langfristige Bindung von Fachkräften<br />
zu optimieren. Dabei geht<br />
es vor allem um den Erhalt der<br />
dualen Ausbildung als Herzstück<br />
der Fachkräftebildung und die<br />
Einbindung neuer Bildungsangebote.<br />
„Demografischer Wandel,<br />
neue Anforderungen an die Qualifikationvon<br />
Mitarbeiterinnen und<br />
Mitarbeitern, zunehmende Konkurrenz<br />
um die besten Fachkräfte:<br />
Die Arbeitsweltunterliegt ständig<br />
Veränderungenund musssich<br />
neuen Herausforderungen stellen“,<br />
sagte IHK-Präsidentin Kirsten<br />
Hirschmann. Darauf müsse<br />
das Bildungssystem reagieren<br />
und die duale Ausbildung als Fundament<br />
der Fachkräftesicherung<br />
durch innovative und flexible Bildungswege<br />
ergänzen.<br />
Zu den sogenannten Schnellbooten<br />
der „Bildungsflotte 2030“ gehören<br />
unter anderem neue, an<br />
den Bedürfnissen der Auszubildenden<br />
ausgerichtete Ausbildungsformate,<br />
Programme für<br />
Zukunftweisend: DieIHK Heilbronn-Franken will mit ihrer „Bildungsflotte 2030“ derAusbildung, Gewinnung und langfristigen Bindung von<br />
Fachkräfteninder Region neue Impulseverleihen.<br />
Foto: dpa/Monika Skolimowska<br />
Quereinsteiger, Anpassungsqualifikationen<br />
für Arbeitnehmerinnen<br />
und Arbeitnehmer sowie die<br />
Förderung digitaler Kompetenzen<br />
und der Einsatz moderner Technologien<br />
in der Ausbildung. Die<br />
IHK, so Hirschmann, setze sich<br />
für auf die Unternehmen zugeschnittene<br />
Qualifikationen und<br />
die Anerkennung von Kompetenzen<br />
ein, die außerhalb formaler<br />
Bildungswege erworbenwurden.<br />
Darüber hinaus übernimmt die<br />
Kammerals neue hoheitlicheAufgabe<br />
ab Januar 2025 im Rahmen<br />
des Berufsbildungsvalidierungsgesetzes<br />
die Anerkennung von informell<br />
und non-formal erworbenen<br />
Kompetenzen. Dies ermöglicht<br />
Unternehmen eine erweiterte<br />
Auswahl an Bewerberinnen und<br />
Bewerbern und verbessert die<br />
Chancen von Arbeitnehmerinnen<br />
und Arbeitnehmern amArbeitsmarkt<br />
sowie deren Aufstiegsmöglichkeiten.<br />
Darüber hinaus sollen<br />
Theorie und Praxis durch eine<br />
stärkere Kooperation zwischen<br />
Unternehmen und Bildungseinrichtungen<br />
enger verknüpft werden.<br />
„Indem wir die duale Ausbildung<br />
durch flexible Bildungswege<br />
und moderne Technologien<br />
ergänzen, können wir die Fachkräfte<br />
von morgen heute erfolgreich<br />
ausbilden“, betonte Kirsten<br />
Hirschmann. Ebenfalls aufder<br />
Vollversammlung in Heilbronn<br />
beschlossenwurde die Ausschreibung<br />
des Preises „Jugend macht<br />
Zukunft –meine Stadt –mein<br />
Leben –meine Zukunft“ aus. Er<br />
ist mit insgesamt 30.000 Euro<br />
dotiert und richtet sich anjunge<br />
Menschen in der Region mit ihren<br />
Ideen für das Leben in der Stadt,<br />
auf dem Land oder am Arbeitsplatz<br />
der Zukunft. Gesucht werden<br />
die besten, kreativsten und<br />
innovativsten Ideen, Projekte und<br />
Initiativen aus der Region Heilbronn-Franken<br />
in den Themenfeldern:<br />
„Meine Stadt, mein Dorf,<br />
meine Zukunft“, „Wie wir morgen<br />
arbeiten werden“, „Leben,<br />
Freizeit, Engagement 4.0“ und<br />
„Zukunft nachhaltig sichern“.<br />
Ziel des Jugend-macht-Zukunft-<br />
Preises ist es laut IHK-Präsidentin<br />
Kirsten Hirschmann „das kreative<br />
Potenzial der Jugendlichen und<br />
jungen Erwachsenen zu fördern<br />
und eine ganze Generation zur<br />
aktiven Mitgestaltung des Lebensumfelds<br />
einzuladen“. Die Idee<br />
dahinter: Junge Menschen haben<br />
oft ganz andere Lebensentwürfe<br />
als die Elterngeneration und ihre<br />
eigenen Vorstellungen von Arbeit,<br />
Freizeit, Bildung und Familie.<br />
Der Preis wird im Herbst ausgeschrieben<br />
und dann über die<br />
Social-Media-Kanäle der IHK<br />
Heilbronn-Franken beworben.<br />
Bewertet werden die eingereichten<br />
Ideen, Projekte und Konzepte<br />
von einer Fachjury mit Vertreterinnen<br />
und Vertretern aus Wirtschaft,<br />
Politik, Kommunen, Kultur<br />
und Wissenschaft unter Vorsitz<br />
von IHK-Präsidentin Hirschmann.<br />
Verliehen wird der Preis<br />
im Sommer 2025.<br />
www.ihk.de/heilbronn-franken<br />
Entscheidende Vorteile beim „War forTalents“<br />
Kooperationenmit Schulen, großer BekanntheitsgradoderauchSocialMedia–mit diesenMaßnahmen gelingt es heimischen Unternehmen trotz<br />
angespannter Fachkräftesituation in der Regionihreoffenen Stellen zu besetzen. VONADINA BAUER<br />
Unternehmen, die auf der<br />
Suche nach neuen Mitarbeitern<br />
sind, müssen sich<br />
heutzutage allerhand einfallen<br />
lassen: So liegen in diesem Jahr<br />
„Corporate Influencer“ voll im<br />
Trend: Dabei gehtesdarum, dass<br />
Mitarbeiter ihrem Unternehmen<br />
in den sozialen Medien ein Gesicht<br />
geben. Sie berichten nicht<br />
nur Privates, sondern auch immer<br />
wieder von ihrer Arbeit und<br />
ihrenAufgaben.<br />
Auch die heimischen Firmen unternehmen<br />
große Anstrengungen,<br />
um ihre offenen Stellen zubesetzen.<br />
Kein Wunder: Ein Mangel an<br />
Fachkräften beeinträchtigt Expansionspläneund<br />
gefährdetlangfristige<br />
Wettbewerbsfähigkeit.<br />
BEKANNTHEIT Isabel Beran,<br />
Teamleader Recruiting bei Optima,<br />
erklärt: „Die Fachkräftesituation<br />
in Heilbronn-Franken istderzeit<br />
angespannt, insbesondere in<br />
den MINT-Berufen. Das bekommen<br />
wir natürlich auch zuspüren.<br />
Die meisten Stellen bekommen<br />
wir durch gezielte Kommunikationsmaßnahmen<br />
und unsere<br />
gute Reputation besetzt. Besonders<br />
herausfordernd sind die Bereiche<br />
Automatisierung und Service-Technik.“<br />
Um dennoch geeignete Mitarbeiter<br />
zu finden, setzt der Haller Maschinenbauerauf<br />
eine Kombination<br />
verschiedener Rekrutierungsstrategien,<br />
zu denen beispielsweise<br />
Mitarbeiterempfehlungen<br />
gehören. „Diese sind besonders<br />
wertvoll, da sie auf persönlichen<br />
Empfehlungen basieren“, betont<br />
Isabel Beran. Zudem baut Optima<br />
auf die Zusammenarbeit mit<br />
Schulen und Hochschulen, auf<br />
eine aktive Nutzung von Stellenbörsen,<br />
Business-Netzwerken<br />
und Social-Media. Und das Unternehmen<br />
profitiert von seinem<br />
Bekanntheitsgrad: „Unsere starke<br />
Präsenz und unser guter Ruf<br />
helfen uns, Fachkräfte anzuziehen.“<br />
Ganz aktuell arbeitet Optimaauch<br />
an einem Projekt,umin<br />
den kommenden Jahren die Arbeitgebermarke<br />
stärker und für<br />
Bewerber differenzierter sichtbar<br />
zu machen.<br />
KINOSPOTS Employer Branding<br />
ist auch bei KW Automotive<br />
aus Fichtenberg ein wichtiger<br />
Bestandteil der Personalstrategie.<br />
„Wir arbeiten eng mit unserer<br />
Marketingabteilung in diesem<br />
Feld zusammen und schalten regionaleKinospots,<br />
veranstalten eigene<br />
Job-Days und sind auf vielen<br />
regionalen Messen sowie Jobbörsen<br />
vor Ort. Beispielsweise binden<br />
wir für die Gewinnung von<br />
neuen Auszubildenden unsereaktuellen<br />
Auszubildenden aktiv mit<br />
ein, die gemeinsam mit unseren<br />
Kollegen vom Social-Media-Team<br />
einen eigenen ,Azubi-Instagram-<br />
Kanal‘ betreuen oder sogar mit<br />
einem eigenen Rennwagen aktiv<br />
Gefragt: Insbesondere MINT-Expertenwerdenfür denMaschinenbaugesucht. Optima aus Schwäbisch Hall<br />
kanndurch gezielteKommunikation und eineguteReputationFachkräfte anlocken.<br />
Foto: Optima<br />
sind“, erklärt Thomas Schuster.<br />
Der Leiter Personal schätzt die<br />
Fachkräftesituation inder Region<br />
folgendermaßen ein: „Sie ist<br />
nach wie vor angespannt, wobei<br />
die Nachfrage nach qualifizierten<br />
Facharbeitern und Spezialisten<br />
besonders hoch ist. Während<br />
wir eine große Auswahl anBewerberinnen<br />
und Bewerbern mit<br />
einem Bachelor- und Master-Abschluss<br />
haben, besteht ein deutlicher<br />
Mangel an Bewerbern mit<br />
einerabgeschlossenen Berufsausbildung.<br />
Herausfordernd ist auch<br />
die Situation bei der Suche nach<br />
Spezialisten in bestimmten Bereichen.Wir<br />
tun unssehrschwer,jemanden<br />
für das Finanzwesen/Accounting<br />
und Controlling zu finden.“<br />
Ein eigenes Fitnessstudio, moderne<br />
und gesundheitsförderlicheArbeitsplätze,<br />
überall Wasserspender,ein<br />
großesKontingent an<br />
Arbeitskleidung, das Unternehmensrestaurant<br />
mit regionalen<br />
Lebensmitteln sowie die Möglichkeit<br />
von Gleitzeit und hybridem<br />
Homeoffice hilft dem Fahrwerkhersteller<br />
dabei, sich als attraktiver<br />
Arbeitgeber in der Region<br />
zu positionieren. „Hinzu kommt,<br />
dass unser automotives Kerngeschäft<br />
und das Thema Motorsport<br />
uns dabeiunterstützen, einattraktiver<br />
Arbeitgeber zu sein“, meint<br />
Thomas Schuster.<br />
FÖRDERUNG Im jährlichen Arbeitgebervergleich<br />
des Top-Employers<br />
Instituts belegt die Bausparkasse<br />
Schwäbisch Hall seit<br />
Jahren Spitzenplätze in der Finanzdienstleistungsbranche.<br />
„Das<br />
hilft uns grundsätzlich dabei, für<br />
Bewerberinnen und Bewerber attraktiv<br />
zu sein. Auf der anderen<br />
Seite merken auch wir den Fachkräftemangel<br />
und den demografischen<br />
Wandel. Zurzeit haben<br />
wir offene Stellen in der Unternehmensgruppe“,<br />
weiß Tamara<br />
Speer, verantwortlich für Arbeitgebermarketing<br />
bei der Schwäbisch<br />
Hall-Gruppe. Diese versucht<br />
den Bedarf in erster Linie durch<br />
eine vorausschauende Nachwuchsplanung<br />
und Potenzialförderung<br />
aus den eigenen Reihen<br />
zu decken. Zudem spielt Employer<br />
Branding eine große Rolle:<br />
„Uns ist wichtig, ein authentisches<br />
Bild nach außen zu transportieren.<br />
Nur,wenn wir uns so zeigen,<br />
wie wir wirklichsind, werdenMitarbeitende<br />
auch bei uns bleiben.<br />
Dass uns das gelingt, zeigen uns<br />
hohe Identifikationsquoteninunseren<br />
Mitarbeitermeinungsumfragen<br />
oder die konstant niedrige<br />
Fluktuation“, so Speer.<br />
ARBEITSMODELLE „Bei der<br />
Suche nach neuen Mitarbeitern<br />
müssen alle Unternehmen selbst<br />
aktiv werden, vor allem im ländlichen<br />
Raum. Sonst wird es unmöglich,<br />
den Bedarf zu decken“,<br />
zeigt sichDirk Döllner, Geschäftsführer<br />
bei Arnold Umformtechnik<br />
überzeugt. Der Forchtenberger<br />
Verbindungsspezialisten setzt<br />
starke auf Ausbildung. „Es wird<br />
zwar schwerer, Nachwuchs zu<br />
finden, noch gelingt es uns aber<br />
ganz gut“, gibt Döllneran.<br />
Auch interne Weiterbildungsangebote<br />
und flexible Arbeitsmodelle,<br />
die auf die Bedürfnisse der Angestellten<br />
angepasst werden, helfen<br />
als Arbeitgeber zu punkten. So ist<br />
Arnold als „Familienfreundlicher<br />
Arbeitgeber“ zertifiziert. „Und<br />
schließlich profitieren wir als Teil<br />
der Würth-Gruppe vom guten Ruf<br />
als Arbeitgeber des Konzerns“,<br />
schließt Döllner.
<strong>08</strong> Firmen &Märkte<br />
August <strong>2024</strong> IJahrgang23INr. 260<br />
Würth mit leichtem Minus<br />
Der Konzern verzeichnetimersten Halbjahr <strong>2024</strong> einen Umsatzvon 10,2MilliardenEuro. Dasentsprichteinem Rückgang von 3,2<br />
Prozent im Vergleich zumVorjahr. Warum die Geschäftsleitung trotzdem zufrieden ist. VONADINA BAUER<br />
Die Würth-Gruppe verzeichnet<br />
im ersten Halbjahr<br />
<strong>2024</strong> einen Umsatz<br />
von 10,2 Milliarden Euro. Das<br />
entspricht einem Minus von 3,2<br />
Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.<br />
Währungsbereinigtsind<br />
es –2,6 Prozent.„Für jeden<br />
Mitarbeitenden, aber vor allem<br />
für Würth-Angestellte, klingt<br />
ein Umsatzrückgang erst einmal<br />
ernüchternd“, gibt Robert Friedmann,<br />
Sprecher der Konzernführung<br />
zu. Er ordnet die Zahlen allerdings<br />
auch ineinen größeren<br />
Zusammenhang ein: Von 2019<br />
bis 2023 hat Würth ein Umsatzzuwachs<br />
von sechs Milliarden Euro<br />
verbucht. Daher werfeder aktuelle<br />
Rückgang die Gruppe nicht aus<br />
der Bahn, fühle sich aber natürlich<br />
trotzdem nichtgut an.<br />
Der Aufschwung lässt noch<br />
auf sichwarten<br />
Die Umsatzentwicklung bei Würth<br />
sei stark von der konjunkturellen<br />
Situation beeinflusst, erklärte<br />
Friedmann weiter. Und er betonte:<br />
„Der Aufschwung lässt auf<br />
sich warten, die Rezession dauert<br />
nun schon länger, als wir angenommen<br />
haben. Aber es gibt einen<br />
großen Unterschied zu früheren<br />
Krisen: Wir sind sicher, dass<br />
ein Ende absehbar ist.“ Dass der<br />
Geschäftsjahr: Das Unternehmenmit der Zentrale in Künzelsau hält an seiner Strategie fest.Soferndie gesamtwirtschaftliche Situation stabil<br />
bleibt, sollder Umsatz zumEndedes Jahres aufdem Niveau von 2023 liegen.<br />
Foto: Würth<br />
ifo-Geschäftsklimaindex beim<br />
Wohnungsbau im Juni eine leichte<br />
Verbesserung zeigtsowiedie Senkung<br />
des Leitzinses im Juni, sehen<br />
dieVerantwortlichen als kleine<br />
Signale, die eine leichte Verbesserung<br />
der Konjunktur in Aussicht<br />
stellen.<br />
„Wir halten an unserer Strategie<br />
fest und handeln langfristig“, gibt<br />
Robert Friedmann das weitere<br />
Vorgehen an. Würth baut die Vertriebsaktivitäten<br />
über alle Kanäle<br />
wie Außendienst, Niederlassungen,<br />
E-Business weiter aus. 150<br />
MillionenEuro werdeninden Bereich<br />
IT investiert und die Digitalisierung<br />
wird weiter vorangetrieben.<br />
„Unser E-Business ist um<br />
fünf Prozent gewachsen, damit<br />
wächst es schneller als derklassische<br />
Markt“, macht Ralf Schaich,<br />
CFOder Würth-Gruppe deutlich.<br />
Blick auf die einzelnen<br />
Geschäftsbereiche<br />
Der Umsatz derdeutschen Gesellschaften<br />
der Würth-Gruppe liegt<br />
bei 4,0 Milliarden Euro, imVergleichszeitraum<br />
des Vorjahres waren<br />
es noch 4,2 Milliarden Euro.<br />
Die Gesellschaften im Ausland<br />
verzeichnen einen leichten Umsatzrückgang<br />
von 1,8 Prozent gegenüber<br />
demselben Zeitraum im<br />
Vorjahr.Eine positive Entwicklung<br />
innerhalb des Kerngeschäfts von<br />
Würth konnte die Division Auto<br />
miteinem Wachstumvon 4,2Prozent<br />
erzielen.Innerhalb der Allied<br />
Companies entwickelt sich der<br />
Bereich Chemie (+6,6 Prozent)<br />
positiv. Mit der Zustimmung der<br />
Europäischen Kommission konnte<br />
der Erwerb von 80 Prozentder<br />
Anteile an der IDG01 S.p.A., dem<br />
führenden Elektrogroßhändler<br />
im Piemont mit Sitz in Turin,zum<br />
1. Juli vollzogen werden. Diesfestigt<br />
die Position des Elektrogroßhandels<br />
zusätzlich und ermöglicht<br />
weiteres Wachstum in Italien.<br />
Bedingt durch den Umsatzrückgang<br />
der Würth-Gruppe liegt das<br />
Betriebsergebnis mit 525 Millionen<br />
Euro unter dem Vorjahreszeitraum<br />
(2023: 680 Millionen<br />
Euro). Die Würth-Gruppe ist weiterhin<br />
finanziell solide aufgestellt.<br />
Im Juni <strong>2024</strong> bestätigte S&P Global<br />
Ratings erneut das Rating der<br />
Würth-Gruppe mit „A/outlook<br />
stable“. „Die Würth-Gruppe hat<br />
bereits in der Vergangenheit gezeigt,<br />
dass sie große Herausforderungen<br />
meistern kann. Wir sind<br />
regional breit aufgestellt und haben<br />
in unseren diversifizierten<br />
Geschäftsbereichen funktionierende<br />
Geschäftsmodelle, in die<br />
wir konsequent investieren. Wir<br />
halten trotz der schwierigen konjunkturellen<br />
Situation an unserer<br />
Strategie fest“, sagt Friedmann.<br />
Sofern die gesamtwirtschaftliche<br />
und geopolitische Situation stabil<br />
bleibt, geht der Konzernindiesem<br />
Jahr von einem vergleichbarenUmsatzniveau<br />
wie 2023 sowie<br />
einem Rückgang beim Betriebsergebnis<br />
aus.<br />
SattesPlus an Mitarbeitern<br />
im IT-Bereich<br />
Im Bereich Digitalisierung und<br />
IT hat der Würth-Konzern inden<br />
vergangenen zwölf Monaten über<br />
300 Arbeitsplätzegeschaffen. Insgesamt<br />
zählt die Würth-Gruppe<br />
weltweit 88.616 Mitarbeitende.<br />
Durch Akquisitionen sind<br />
rund 1.200 Mitarbeitende hinzugekommen.<br />
„Wir haben eine starke<br />
Arbeitgebermarke. Diese bauen<br />
wir stetig aus und wir setzen<br />
intensiv auf Nachwuchsförderung,<br />
um Mitarbeiter zu finden und zu<br />
binden“, erklärt Robert Friedmann.<br />
www.wuerth.de<br />
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August<strong>2024</strong> IJahrgang 23 INr. 260<br />
Politik &Wirtschaft 09<br />
„Technologie mit Schönheitverbinden“<br />
Heilbronn ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz:Nur zwei Tage nach Eröffnung desBesucherzentrumsdes Innovation Park<br />
Artificial Intelligence (Ipai) startetegegenüber im ZukunftsparkeineParty für Expertenund Laien. VONANTONIO DEMITRI<br />
Es hat selbst die Veranstalter<br />
überrascht: Mehr als<br />
10.000 Menschen strömtenamvergangenen<br />
Wochenende<br />
auf das Gelände am Zukunftspark<br />
„Wohlgelegen“ in Heilbronn zum<br />
3. KI-Festival. Und das trotz brütender<br />
Hitze von zeitweise mehr<br />
als 30 Grad. Organisiert hatte<br />
das Event die Programmierschule<br />
42,die von derDieter-Schwarz-<br />
Stiftungunterstützt wird.<br />
Künstliche Intelligenz<br />
als Volksfest<br />
Das war echte Volksfestatmosphäre,<br />
die sich auf der Veranstaltungswiese<br />
entfaltete. Das<br />
Programm: eine Mischung aus<br />
Fachvorträgen, Infozelten sowie<br />
Spiel und Spaß für Familien.<br />
Dem Ansturm konnte auch<br />
das schwülwarme Wetter am ersten<br />
Tag nichts anhaben. Einziger<br />
Wermutstropfen: Angesichts einer<br />
herannahenden Gewitterfront<br />
mussten die beiden Organisatorinnen<br />
Debbie Gunkel und Lea<br />
Krück das Abendprogramm mit<br />
Livemusik und Public Viewing absagen.<br />
Bis dahin hatten die Besucherinnen<br />
und Besucher jedoch<br />
viele Möglichkeiten, sich dem<br />
Thema Künstliche Intelligenz teils<br />
von der fachlichen, teils von der<br />
spielerischen Seitezunähern–KI<br />
zum Anfassen.<br />
Zahlreiche Vorträge und<br />
Präsentationen<br />
So gaben Sabine Leidlmaier<br />
und Melanie Gruber vom Linzer<br />
Zukunftsmuseum Ars Electronica<br />
einen Einblick in die kreativen<br />
Potenzialevon KI.Die MS Experimentalocktedie<br />
Gäste miteiner<br />
interaktiven Reise in die Welt<br />
der KI am Neckar-Ufer an Bord.<br />
Roland Stürz vom Bayerischen<br />
Forschungsinstitut für Digitale<br />
Transformation ging der Frage<br />
nach, welche Auswirkungen<br />
generative KIwie das bekannte<br />
Tool Chat-GPT auf die Arbeitswelt<br />
hat. Weitere Themen der insgesamt<br />
mehr als 30 Vorträge waren<br />
unter anderem KI in derBaubranche,<br />
im agilen Produktmanagement<br />
oder in der industriellen<br />
Fertigung.<br />
In den Infozelten konnten die<br />
Besucher mit KI-Anwendung auf<br />
Tuchfühlung gehen. Tim Lauer<br />
und Michael Eni vom Heilbronner<br />
Softwarehaus Hiqs präsentierten<br />
die Spracherkennungs-Software<br />
Sonic Manus, die gesprochene<br />
Sprache in Sekundenschnelle in<br />
Text umwandelt, zwischen den<br />
Sprechenden unterscheidet und<br />
im Handumdrehen eine Zusammenfassung<br />
liefert –wie eine Art<br />
ManagementSummary.<br />
Im Zelt der VAG führte Dennis<br />
Ende, Teamleiter AI &Data<br />
Solutions bei Volkswagen, das<br />
Thema Smart Factory vor. Dabei<br />
zeigte er eine hausintern entwickelte,<br />
bildverarbeitende KI, die<br />
live in der Produktion überprüft,<br />
ob eine Karosserie vor Ort richtig<br />
zusammengesetzt wird. „Unser<br />
Thema ist die Digitalisierung und<br />
Automatisierung von Prozessen“,<br />
erklärte er den Zeltbesuchern.<br />
Vereinfacht gesagt, vergleicht die<br />
Lösung aktuelle Kamerabilder<br />
mitBildern, mitdenen dieKIvorab<br />
gespeist wurde und anhand<br />
dererdie Anwendung erkennt, ob<br />
die Montage vor Ort korrekt läuft<br />
oder nicht.<br />
Spielerisch ging es weiter am<br />
Stand von Skyspirit. Das Stuttgarter<br />
Softwarehaus lud zu einem<br />
Geschicklichkeits-Parcours für<br />
autonom gesteuerte Schwarm-<br />
„Schnick, schnack, schnuck“: Am Stand vonSchunk, Experte für<br />
Greiftechnik, konnte man spielerisch eine Roboterhand bewundern, die<br />
an die Terminator-Filme erinnerte.<br />
Foto: Antonio De Mitri<br />
Roboter ein. Der Clou: Die<br />
Roboter lassen sich vor der<br />
Smartphone-Kamera per Tracking-System<br />
mit einfachen Handund<br />
Armgesten lenken –vorwärts,<br />
rückwärts, nach links und nach<br />
rechts. Dazutrainiertman die KI-<br />
App zunächst etwa zwei Minuten<br />
lang mit seinen Bewegungen auf<br />
sich ein. „Uns geht es darum zu<br />
zeigen, was hinter der KI eigentlich<br />
steckt“, so Geschäftsführerin<br />
Agalya Jebens. Das Motto der<br />
Stuttgarter: „Wir verbinden Technologie<br />
mit Schönheit“, fügt sie<br />
mit einem Augenzwinkern hinzu.<br />
Schon Kinder ab fünf Jahren können<br />
sich anden fußballgroßen<br />
Robotern versuchen.<br />
Spielerischer Ansatz,<br />
ökonomischer Zweck<br />
Hinter dem spielerischen Ansatz<br />
steckt natürlich auch ein ökonomischer<br />
Zweck: Schwarmroboter<br />
bieten zahlreiche Einsatzmöglichkeiten<br />
wie etwadas autonome<br />
Sortieren und Ausliefern von<br />
Paketen oder Arbeiten im Bergbau,<br />
aber auch in der Mikromedizin<br />
für Eingriffe im menschlichen<br />
Körper. Roboterschwärme<br />
stimmen sichbei ihrer Arbeit aufeinander<br />
ab, vergleichbar dem<br />
Verhalten von Vogelschwärmen<br />
oder Ameisenkolonien.<br />
Insgesamt informierten mehr als<br />
50 Aussteller und 32 Rednerinnen<br />
und Redner über Trends,Entwicklungen<br />
und Anwendungen im<br />
Bereich der Künstlichen Intelligenz.Für<br />
die Macher des Festivals<br />
waren die beiden Tage ein voller<br />
Erfolg. Eine Fortsetzung im kommenden<br />
Jahr haben sie bereits<br />
angekündigt.<br />
Gastkommentar<br />
Mehr reinen Wein, weniger Beschwichtigung<br />
Walter Döring: Die Bürgerinnenund Bürgersind zu Einschnittenbereit,wenn man ihnen klar und verständlich erklärt, wofür.<br />
Während die NATO in Washington<br />
tagt, lässt Putin<br />
in Kiew eine Kinderklinik<br />
mit 600 stationär aufgenommenen<br />
Kindern bombardieren,<br />
droht er dem Westen mitNuklearschlägen,<br />
wird bekannt, dass ein<br />
deutscher Top-Manager von seinen<br />
Killern ermordetwerden sollte,<br />
droht der frühere russische<br />
Präsident und heutige stellvertretende<br />
Sicherheitschef Russlands,<br />
Medwedew,mit der„Auslöschung<br />
der Ukraine“, und die Bundesregierung<br />
–mit Ausnahme von Verteidigungsminister<br />
Boris Pistorius<br />
–lässt die deutsche Bevölkerung<br />
weiter im Glauben, es werde<br />
schon nicht so schlimm kommen<br />
und im Grunde könne alles so<br />
weiter laufenwie bisher.<br />
Kann es nicht! Und das mussendlich<br />
in aller Klarheit gesagt werden.<br />
Den Bürgerinnen und Bürgern<br />
muss reiner Wein eingeschenkt<br />
werden!<br />
Christoph Heusgen, früherer Sicherheitsberater<br />
von Angela Merkel<br />
und heutigerChef der Münchner<br />
Sicherheitskonferenz: „Man<br />
muss klar sagen, dass Russland<br />
in Kaliningrad nuklearfähige Raketen<br />
stationierthat,die Deutschland<br />
erreichen können. Man<br />
muss den Menschen reinen Wein<br />
einschenken und ihnen klar sagen,<br />
was Russland allesanVerträgen<br />
gebrochen hat und wie Russland<br />
aufrüstet.“<br />
Tobias Heimbach in den Stuttgarter<br />
Nachrichten: „Deutschland<br />
Sicherheit: Deutschland bremst noch bei der notwendigenErhöhung<br />
des Rüstungsetats.<br />
Foto: Imago/Keizo Mori<br />
gehört längst zu Putins Schlachtfeld.“<br />
Claudia Major von der Stiftung<br />
Wissenschaft und Politik und in<br />
dieser Leiterin der Forschungsgruppe<br />
Sicherheitspolitik: „Bei<br />
der Ausrüstung steht die Bundeswehr<br />
heute noch blanker da<br />
als 2022.“ Des Weiteren macht<br />
sie auf eine bisher von der Regierung<br />
öffentlich noch nie angesprochene<br />
„zentrale Funktion“<br />
DeutschlandsimVerteidigungsfall<br />
aufmerksam: ImFalle eines Falles<br />
würde Deutschland zur Drehscheibe<br />
für NATO-Truppen auf<br />
dem Wegzum Einsatzort. Mehrere<br />
hunderttausend Soldatinnen und<br />
Soldaten wären auf eine sichere<br />
Infrastruktur für ihre Transporte,<br />
auf leistungsfähige Krankenhäuser,<br />
auf reibungslos funktionierende<br />
Verpflegungsstationen,<br />
Unterkünfte et cetera angewiesen.<br />
Sind wir darauf vorbereitet?<br />
Eindeutig: Stand heute nein! Bedeutet:<br />
Wir benötigen schnell die<br />
dafür notwendigen Mittel. Heeresinspekteur<br />
Alfons Mais: „Wir<br />
müssen uns –übrigens gesamtgesellschaftlich<br />
– entscheiden.<br />
Machen wir Verteidigungspolitik<br />
nach Bedrohungslage, also zu unserer<br />
Sicherheit, odermachen wir<br />
Verteidigungspolitik nach Kassenlage?“<br />
Boris Pistorius warnt vor<br />
einer „Fähigkeitslücke“.<br />
„Verteidigung“ heißt nicht allein<br />
„Aufrüstung“ zur Abwehr von militärischen<br />
Angriffen im „klassischen<br />
Sinne“, sondern auch<br />
„Aufrüstung“ bei unseren Geheimdiensten;<br />
Grund: Die Pläne<br />
zur Ermordung des Rheinmetallchefs<br />
Papperger haben nicht<br />
unsere Dienste, sondern die der<br />
Amerikaner aufgedeckt. Sachsens<br />
Innenminister Armin Schuster:<br />
„Ich habe ein massives Problem<br />
damit, dass wir permanent<br />
Informationen aus dem Ausland<br />
brauchen“. Fazit: Zu unser aller<br />
Sicherheit müssen auch unsere<br />
Geheimdienste „aufgerüstet“ werden.<br />
Hinzu kommt ja noch, dass<br />
wir in weiteren Krisenregionen<br />
gefordert sind; ob im Nahen Osten<br />
oder im Pazifik oder inAfrika,<br />
um nur die offensichtlichsten<br />
zu nennen.<br />
Die100 Milliarden Sondervermögen<br />
reichen nicht aus,umall diesen<br />
Verpflichtungen inunserem<br />
ureigensten Interesse nachzukommen,zumal<br />
der nächste amerikanische<br />
Präsident, nach Lage<br />
der Dinge wohl Donald Trump,<br />
mehr „Eigenverantwortung für<br />
die eigene Sicherheit der Europäer<br />
und hiervor allem derDeutschen“<br />
einfordern wird; noch<br />
massiver äußert sich da sein designierter<br />
Vize J. D. Vance. Gleiches<br />
forderte vor mehr als zehn<br />
Jahren auch schon der hierzulande<br />
geradezu messianisch gefeierte<br />
Barack Obama. Ist ja auch nachvollziehbar,<br />
dass 330 Millionen<br />
Amerikaner fragen, warum sie<br />
für die Sicherheit von 450 Millionen<br />
Europäern überproportional<br />
viel zahlen sollen, wenn die nicht<br />
dazu bereit sind,mehrfür ihreeigeneSicherheit<br />
zu tun, zu zahlen.<br />
Nicht nur unsere amerikanischen<br />
Partner fordern mehr von<br />
uns; auch unsere europäischen<br />
Freunde erwarten mehr Leistung,<br />
sprich: mehr deutsches Geld für<br />
die Sicherheit Europas. Das haben<br />
die Polen –sie geben vier<br />
Prozent des BIPs für Verteidigung<br />
aus –zuletztbei den deutsch-polnischen<br />
Konsultationen ebenso<br />
deutlich zum Ausdruck gebracht<br />
wie die Vertreter der drei baltischen<br />
Staaten gerade eben erst<br />
auf dem 75-Jahr-Jubiläum der<br />
NATO in Washington.<br />
Deutschland bremst noch bei der<br />
notwendigen Erhöhung des Rüstungsetats,<br />
aber das musssich ändern,<br />
so die Korrespondentin des<br />
Handelsblatts in Washington, Annett<br />
Meritz.<br />
DasZweiprozentziel, das die Bundesrepublik<br />
jetzt endlich –schon<br />
2014 hatten wir uns dazu verpflichtet<br />
–erreicht hat, wird nach<br />
Ansicht des scheidenden NATO-<br />
Generalsekretärs Jens Stoltenberg<br />
nicht mehr ausreichen, um unsere<br />
Sicherheit zu gewährleisten. Er<br />
und andere gehen von der Notwendigkeit<br />
von „mindestens drei<br />
Dr.Walter Döring<br />
Dergebürtige Stuttgarter Dr.Walter Döring war<br />
lange eine der Galionsfiguren der FDP. Er war<br />
Vorsitzender der Landtagsfraktion und von<br />
1996 bis 2004 Wirtschaftsminister von Baden-<br />
Württemberg. Heute arbeitet der 70-Jährige als<br />
Consultant, hält Vorlesungen an Hochschulen<br />
und sitzt im Gemeinderat in Schwäbisch Hall.<br />
Im Kreistag ist er für die Freien Demokraten politisch<br />
aktiv. Döring ist Initiator und Mitorganisator<br />
des Kongresses „Gipfel der Weltmarktführer“<br />
in Schwäbisch Hall und gründete die<br />
Akademie DeutscherWeltmarktführer.<br />
Prozent“ aus. Nur zur Erinnerung:<br />
Zu Zeiten des Bundeskanzlers<br />
und Friedensnobelpreisträgers<br />
Willy Brandt war der Anteil<br />
bei drei bis vierProzent! Heute ist<br />
die Bundesrepublik unvergleichlich<br />
wirtschaftsstärker, leistungsfähiger<br />
als zu Brandts Zeiten –<br />
und wesentlich konkreteren Bedrohungen<br />
ausgesetzt.<br />
Klar muss das Geld für mehr als<br />
zwei Prozent „irgendwo“ herkommen.<br />
Zumal ja auch andere<br />
Bereiche Mehraufwendungen erfordern;<br />
Stichworte: Bildung, Gesundheitsversorgung,<br />
Infrastruktur,<br />
Forschung. Diskutiert wird<br />
über Steuern, Rente, Bürgergeld<br />
und mehr. Darunter auch „Unbequemes“.<br />
Aber ich bin mir ganz sicher: Die<br />
Bürgerinnen und Bürger sind zu<br />
Einschnitten bereit, wenn man ihnen<br />
klar und verständlich erklärt,<br />
wofür: Ihnenschlicht reinen Wein<br />
einschenkt.
10 Familienunternehmen<br />
August <strong>2024</strong> IJahrgang23INr. 260<br />
Die größten Familienunternehmen<br />
Stuttgarter Kanzleierstellt fürdas Manager Magazin einRanking der100 größten, von FamilienkontrolliertenUnternehmen im Land.<br />
Diese stehenimSchnitt besserdaals dieDAX-Konzerne. VONMARIUS STEPHAN<br />
Das viel beschworene Herz<br />
der deutschen Wirtschaft,<br />
der Mittelstand, besteht<br />
zum großen Teil aus Familienunternehmen.<br />
Das Manager Magazin<br />
lässt jedes Jahr eine Studie zu<br />
den 100 größten Familienunternehmen<br />
in Deutschland durch die<br />
Stuttgarter Anwaltskanzlei Binz<br />
&Partner erstellen. Auch mehrere<br />
Unternehmen aus der Region<br />
Heilbronn-Frankenschaffen es<br />
auf die Liste.<br />
Region im Ranking<br />
vertreten<br />
„Die Familienunternehmen<br />
tun<br />
sich vor allem in<br />
Deutschland<br />
weiterhin schwer,<br />
geeignete Fachkräfte<br />
zu rekrutieren.“<br />
Das größte von einerFamiliekontrollierte<br />
Unternehmen Deutschlands<br />
ist nach der Erhebung der<br />
VW-Konzern mit einem Jahresumsatz<br />
2023 von 322 Milliarden<br />
Euro und einer Umsatzsteigerung<br />
gegenüber dem Vorjahr von plus<br />
15Prozent.<br />
Auf Platz 2folgt mit der Schwarz-<br />
Gruppe mit Sitz in Neckarsulm<br />
(167 Milliarden Euro Umsatz,<br />
plus neun Prozent) bereits ein<br />
Unternehmen aus der Region.<br />
Die Schwarz-Gruppe beschäftigt<br />
575.000 Menschen.<br />
Der nächste „Hohenloher-Franke“<br />
erreicht Platz 15: Die Würth-<br />
Gruppe aus Künzelsau-Gaisbach<br />
(20 Milliarden Euro Umsatz, plus<br />
zwei Prozent, 87.000 Mitarbeiter).<br />
Das IT-Systemhaus Bechtle, ebenfalls<br />
in Neckarsulm ansässig, erreicht<br />
mit einem Umsatz von 6<br />
Milliarden Euro (plus sieben Prozent)<br />
und rund7000 Mitarbeitern<br />
Platz 46 im Ranking.<br />
Knapp hinter dem Median auf<br />
Platz 56 rangiert der Maschinenbauer<br />
Voith mit ebenfalls rund 6<br />
Milliarden Euro Umsatz (plus 13<br />
Prozent) und 22.000 Mitarbeitern.<br />
Der Reinigungsgerätehersteller<br />
Kärcher schafft es mitrund3Milliarden<br />
Euro Umsatz (plus vier<br />
Prozent) und16.000 Mitarbeitern<br />
immerhin noch aufPlatz 94.<br />
Die Studie zeigt außerdem, dass<br />
die 100 größten Familienunternehmen<br />
im Land ihren Umsatz<br />
im vergangenen Jahr imSchnitt<br />
stärker steigern konnten als die<br />
DAX-Konzerne. Insgesamt bringen<br />
die Familienunternehmen im<br />
Ranking einen gemeinsamenUmsatz<br />
von1,6 Billionen Euro auf die<br />
Waage. Das sind rund 100 Milliarden<br />
Euro oder rund 6Prozent<br />
mehr als ein Jahr zuvor. Bei den<br />
im DAX notierten Unternehmen<br />
sieht es in Sachen Umsatzwachstum<br />
nicht ganz so rosig aus: Hier<br />
steht im Schnitt lediglich ein Prozent<br />
unter dem Strich. Allerdings<br />
sind 22der 100 Familienunternehmen<br />
auch an der Börse notiertund<br />
teilweiseauch im DAX zu<br />
finden.<br />
Mitarbeiterzahlen<br />
sind rückläufig<br />
Das Ranking ergab jedoch auch,<br />
dass jedes fünfte Unternehmen<br />
auf der Liste zuletzt mit Umsatzrückgängen<br />
infolge der gesamtwirtschaftlichen<br />
Lage zu kämpfen<br />
hatte. Die Zahl der Mitarbeitenden<br />
der 100 größten deutschen<br />
Familienunternehmen war<br />
erstmals im Rahmen der jährlichen<br />
Analyse von Binz &Partner<br />
rückläufig. Die Top 100 Unternehmen<br />
beschäftigten Ende 2023<br />
4,57 Millionen Personen, das war<br />
ein Prozent weniger als im Jahr<br />
zuvor. „Die Familienunternehmen<br />
arbeiten einerseits intensiv an ihrerProduktivität,<br />
andererseits tun<br />
sie sich vor allem in Deutschland<br />
weiterhin schwer,geeignete Fachkräfte<br />
zu rekrutieren“, resümiert<br />
MarkBinz, dessen Kanzlei die Studie<br />
erstellt hat.<br />
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begeistert!<br />
Top-Platzierung: Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe mit ihren Lidl- und Kauflandfilialen istdas zweitgrößteFamilienunternehmen<br />
der Nation.<br />
Foto: Kerstin Dorn<br />
In derKrise<br />
Lobbyverband klagt: Bundesregierung lässt<br />
Wirtschaft sehenden Auges abschmieren.<br />
60 Jahre GEMÜ -60 Jahre Zukunft<br />
GegründetimJahr1964feiertGEMÜdiesesJahrdas 60-Jährige Firmenjubiläum.Angefangenhat<br />
allesmit einemVentilaus Kunststoff –ein ParadigmenwechselimJahr1964. Seitdemist GEMÜ<br />
über 60 Jahredynamisch gewachsenund hatsichzueinem weltweiten Technologieunternehmen<br />
entwickelt.Gleichzeitighat dasFamilienunternehmen seineWurzeln in Hohenlohebewahrt und<br />
zum60-jährigen Jubiläum im Juni <strong>2024</strong> seineneueund repräsentative Unternehmenszentrale im<br />
GewerbeparkHohenlohe eröffnet.<br />
www.gemu-group.com<br />
Nach aktuellen Angaben<br />
des ifo-Index trübt sich<br />
die Stimmung der Unternehmen<br />
in Deutschland weiter<br />
ein. Der Index sank im Juli auf<br />
87,0 Punkte, nach 88,6 Punkten<br />
im Juni. In allen Bereichen<br />
der Wirtschaft überwiegt die<br />
Skepsis. Der Abwärtstrend verfestigt<br />
sich.<br />
Marie-Christine Ostermann,<br />
Präsidentin der Lobbyorganisation<br />
„Die Familienunternehmer<br />
e. V.“kommentiert: „Die deutsche<br />
Wirtschaft steckt in der<br />
Krise fest. Dasweiß die Bundesregierung<br />
bereits seit dem Jahreswechsel.<br />
Selbst Bundeswirtschaftsminister<br />
Robert Habeck<br />
gestand sich ein, dass die Lage<br />
der deutschen Wirtschaft dramatisch<br />
schlecht sei. Passiert<br />
ist seitdem wenig. Das Wachstumschancengesetz<br />
warein Anfang<br />
–wurde aber vom Bundesratauf<br />
ein Mini-Wachstumschancengesetz<br />
geschrumpft.<br />
Die Wirtschaft braucht mehr –<br />
mehr Angebotspolitik, mehr<br />
Entlastungen, mehr wirtschaftliche<br />
Freiheiten und weniger<br />
Bürokratie und politische Vorgaben.<br />
Darüber hinaus brauchte die<br />
Bundesregierung mehr als ein<br />
halbes Jahr, bis sie Ideen einer<br />
Wachstumsinitiative präsentierte,<br />
und mehr als Ideen<br />
sind esaktuell nicht. Bis diese<br />
Ideen in tatsächliche Gesetze<br />
fließen und Realität werden,<br />
vergeht die Sommerpause und<br />
noch mehr Zeit. Die Bundesregierung<br />
lässt die Wirtschaft<br />
sehenden Auges abschmieren<br />
und wundert sich gleichzeitig<br />
über die schlechten Umfrageergebnisse.<br />
Die Investitionen der Unternehmen<br />
in heimische Standorte<br />
werden erst langsam zunehmen,<br />
wenn die Wachstumsgesetze<br />
so wie zuletzt angekündigt<br />
wirklich beschlossen werden.<br />
Die Wirtschaft braucht eine<br />
spürbareTrendwende.“ pm<br />
www.familienunternehmer.eu
August<strong>2024</strong> IJahrgang 23 INr. 260<br />
Familienunternehmen 11<br />
Drei äußerstwichtigeRollen<br />
Eine neueStudieuntersucht die Bedeutung vonFamilienunternehmen für den ländlichen Raum.<br />
Familienunternehmen spielen<br />
eine wichtige Rolle für<br />
die deutsche Wirtschaft,<br />
denn die vielen mittelständischen<br />
Unternehmen sind eine Stütze<br />
der regionalen und überregionalen<br />
Wirtschaftskraft. Sie sind<br />
nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber,<br />
sondern auch ein bedeutender<br />
Faktor für die regionale Wertschöpfung<br />
und Identität –vor allem<br />
im ländlichenRaum.<br />
Die aktuelle Studie der Stiftung<br />
Familienunternehmen „Die Bedeutung<br />
der Familienunternehmen<br />
für ländliche Räume –Beitrag<br />
zum Wohlstand und Zusammenhalt“<br />
(Aktualisierte und erweiterte<br />
Auflage, erstellt von<br />
Institut der deutschen Wirtschaft<br />
Consult) bringt die Daten zur Bedeutung<br />
von Familienunternehmen<br />
für die ländlichen Räume<br />
in Deutschland auf den neuesten<br />
Stand. Die wichtigstenErgebnisse:<br />
Aus Perspektive der regionalen<br />
Akteure inden ländlichen Räumen<br />
haben Familienunternehmen<br />
in ihrer Rolle als Arbeitsplatzmotor,<br />
Stabilisator und Transformator<br />
eine hohe Bedeutung. Außerdem<br />
wird die Rolle erkennbar,<br />
die Familienunternehmen für das<br />
kulturelle und soziale Leben vor<br />
Ort spielen: 90 Prozent der befragten<br />
Wirtschaftsförderungen<br />
geben an, dassFamilienunternehmen<br />
hiermitgestalten. Damit leisten<br />
Familienunternehmen einen<br />
entscheidenden Beitrag zueiner<br />
der Grundlagen des Wohlstands<br />
in Deutschland –der Dezentralität<br />
der Wirtschaftsstruktur, das<br />
heißt dem Vorhandensein vieler<br />
wirtschaftsstarker Regionen innerhalb<br />
der Bundesrepublik.<br />
Doch dieser Wohlstand und die<br />
Wirtschaftsstärke von ländlichen<br />
Regionen ist bedroht. Aktuelle<br />
Transformationsprozesse im<br />
Kontext von Dekarbonisierung,<br />
Digitalisierung und demografischem<br />
Wandel stellenfür die weitere<br />
Entwicklung der ländlichen<br />
Regionen eine besondere Bürde<br />
dar, denn die Auswirkungen dieser<br />
Transformationsprozesse sind<br />
hier besonders spürbar. Die Studie<br />
untersucht, welche Rolle Familienunternehmen<br />
bei der Bewältigung<br />
aktueller und zukünftiger<br />
Herausforderungen durch Digitalisierung,<br />
Dekarbonisierung<br />
und demografischenWandel spielen.<br />
DieErgebnisse der Studie zeigen,<br />
dass ländliche Räumemit einem<br />
hohen Anteil anFamilienunternehmen<br />
gute Ausgangsbedingungen<br />
für dieBewältigungdieser<br />
Herausforderungen haben. Die<br />
Rolle, die Familienunternehmen<br />
dabei spielen, werden indrei Bereiche<br />
zusammengefasst:<br />
ARBEITSPLATZMOTOR Ländliche<br />
Räume mit einem hohen<br />
Anteil an Familienunternehmen<br />
weisen eine niedrigere Arbeitslosenquote<br />
und eine bessere Beschäftigungsentwicklung<br />
auf als<br />
ländliche Kreise mit einem geringen<br />
Anteil an Familienunternehmen.<br />
Die Anteile der Familienunternehmen<br />
an allen Unternehmen<br />
in den ländlichen Kreisen<br />
bewegen sich zwischen 29,7<br />
und 72,9 Prozent. Die ökonometrischeAnalyse<br />
zeigt, dass ein Anstieg<br />
des Familienunternehmensanteils<br />
um einen Prozentpunkt<br />
mit einem Sinken der Arbeitslosenquote<br />
um0,07 Prozentpunkte<br />
einhergeht.<br />
STABILISATOR Ländliche Räumemit<br />
einemhohenAnteil an Familienunternehmen<br />
weisen eine<br />
höhere Wirtschaftskraft auf. Dies<br />
zeigt sich zum einen in einem<br />
höheren Bruttoinlandsprodukt<br />
je Einwohner und zum anderen<br />
in einer höheren kommunalen<br />
Steuerkraft. Damit verfügen diese<br />
Kreise über gute Ausgangsbedingungen<br />
und fiskalische Spielräume,<br />
um zukünftigen Herausforderungen<br />
robust zu begegnen<br />
und diese in Chancen zu verwandeln.<br />
75 Prozent der befragten<br />
Wirtschaftsförderer messen Familienunternehmen<br />
eine hohe bis<br />
Zahlen und Strukturen<br />
sehr hohe Bedeutung fürdie wirtschaftliche<br />
Stabilität und Resilienz<br />
der Region bei.<br />
Hervorgehoben werden in den<br />
Interviews die langjährige Standorttreue<br />
und die solide, langfristig<br />
angelegte Finanzierung der Familienunternehmen.<br />
Dies trägt<br />
zur Resilienz in Krisenzeiten sowie<br />
zur Planbarkeit für die KommunenimHinblick<br />
auf Steuereinnahmen<br />
bei. Gleichzeitig betonen<br />
die Interviewpartner die engen<br />
Netzwerkstrukturen zwischen den<br />
Akteuren vor Ort, die sich auch<br />
im politischen und gesellschaftlichen<br />
Engagement der Familienunternehmer<br />
niederschlagen.<br />
TRANSFORMATOR Ländliche<br />
Räume mit einem hohen Anteil<br />
an Familienunternehmen weisen<br />
eine höhere Produktivität,<br />
eine höhere Innovationskraft in<br />
Form von mehr Patentanmeldungen<br />
sowie einen höheren Anteil<br />
an MINT-Beschäftigten auf, dieim<br />
Hinblickauf Digitalisierungs- und<br />
Dekarbonisierungsprozesse in<br />
den Unternehmen von herausragender<br />
Bedeutung sind. Darüber<br />
hinaus zeigen die Analysen eine<br />
höhere Affinität von Familienunternehmen<br />
zum Thema Nachhaltigkeit<br />
auf Basis des Nachhaltigkeitsindex<br />
der IW Consult: 41<br />
Prozent der Familienunternehmen<br />
beschäftigen sich auf ihrer<br />
Unternehmenswebsite mit Nachhaltigkeitsthemen.<br />
Ebenso weisen die deutschen Familienunternehmen<br />
laut Studie,<br />
gemessen am „Index Wirtschaft<br />
4.0“ derIWConsult, eine hohe digitale<br />
Affinitätauf. pm/ina<br />
www.familienunternehmen.de<br />
In den 215KreisenDeutschlands,die den ländlichenRäumen zugeordnet<br />
sind, können13.874 Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten<br />
in den relevanten Branchen als Familienunternehmen<br />
identifiziert werden. Dies entspricht einem Anteil von 54,6 Prozent.<br />
Zwischen den Kreisen variiert der Anteil der Familienunternehmen<br />
zwischen 30,4 Prozent im Altmarkkreis Salzwedel und<br />
73,1 ProzentinBiberach.<br />
In Familienunternehmenmit 50 und mehr Beschäftigten sind rund<br />
2,8 Millionen Personen tätig, in Nicht-Familienunternehmen rund<br />
2,6Millionen.Damit liegt derAnteil der Beschäftigten in Familienunternehmen<br />
etwasunter demAnteil der Familienunternehmen in<br />
ländlichen Räumen. Dennoch sind sie mit mehr als der Hälfte der<br />
Beschäftigten in dieser Unternehmensgrößenklasse in den ländlichen<br />
Räumen einwichtigerArbeitgeber.<br />
Konstanz: FamiliengeführteUnternehmen zeichnen sich unter anderem durch ihre langjährige Standorttreue<br />
und einesolide,langfristig angelegte Finanzierung aus.<br />
Foto: NPG-Archiv<br />
ADVERTORIAL<br />
Die Schmitt Gruppe –<br />
Familienunternehmen durch<br />
und durch<br />
Die Schmitt Gruppe steht beispielhaft für Tradition und Beständigkeit. Werte wie Loyalität<br />
und ein respektvoller Umgang mit Mitarbeitern und Partnern werdenhiergroßgeschrieben.<br />
Der Inhaberfamilie Schmittliegt viel<br />
am Wohl ihrer Schmitt-Gruppen-<br />
Familie: „Wer in Mitarbeitende<br />
investiert, kann zukunftsorientiert<br />
und erfolgreich arbeiten“, so Julia<br />
Schmitt. „Trotz aller Systematik<br />
und Automation brauchenwir<br />
motivierte Menschen, die mitdenken<br />
und lösungsorientiert handeln. Sie<br />
machen den Unterschied“.<br />
Die Schmitt Gruppe zeichnet sich<br />
stets durcheine Kultur derWertschätzung<br />
aus.Dies zeigtsich<br />
in zahlreichenInitiativen und<br />
Programmen, die darauf abzielen,<br />
das Wohlbefinden und die berufliche<br />
Weiterentwicklung derMitarbeiter<br />
zu fördern. Regelmäßige Schulungen,<br />
flexible Arbeitszeiten und einumfassendesGesundheitsmanagement<br />
mitbetrieblicherKrankenversicherung<br />
sind nur einige Beispiele für die<br />
Maßnahmen,die dasUnternehmen<br />
ergriffen hat, um einpositives<br />
Arbeitsumfeld zu schaffen.<br />
2025 kanndie Schmitt-Gruppen-<br />
Familie auf 90 Jahre Unternehmensgeschichteblicken.Diesesbeeindruckende<br />
Jubiläum wird dann auch<br />
gebührendgefeiert. [pm]<br />
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12 Firmen &Märkte<br />
August <strong>2024</strong> IJahrgang23INr. 260<br />
Meilenstein für Maultaschenspezialist<br />
Das neueLogistikzentrum mitangeschlossenem Kältezentrum desTeigwarenherstellers Bürger nimmt in Crailsheim dieArbeitauf.<br />
Das Unternehmen investierte rund 57 Millionen Euro in denNeubau VONMARIUS STEPHAN<br />
Von hier gehen Maultaschen,<br />
Schupfnudeln und Spätzle<br />
in Zukunft auf ihre Reise zu<br />
den Kunden: Der Neubau des Lebensmittelherstellers<br />
hebt dessen<br />
Logistikfähigkeiten auf ein neues<br />
Niveau. Mit rund 12.000 Quadratmetern<br />
Lagergrundfläche bei<br />
mehr als 16.000 Palettenstellplätzen<br />
verdreifacht Bürger sein Lagervolumen<br />
und setzt mit neuester<br />
Technik auf Effizienz und<br />
Nachhaltigkeit. Die angeschlossene<br />
Kältezentrale erbringt die Leistung<br />
von umgerechnet 24.000<br />
Kühlschränken und spart dabei<br />
7400 Tonnen CO 2<br />
und etwa<br />
15.000 Kubikmeter Frischwasser<br />
pro Jahrein.<br />
INVESTITION „Die Inbetriebnahme<br />
ist ein Meilenstein. Sie<br />
trägt der steigenden Nachfrage<br />
nach unseren Produkten Rechnung<br />
und spiegelt die Zukunftsfähigkeit<br />
unseres Familienunternehmens<br />
wider“, freut sich Inhaber<br />
Martin Bihlmaier, der Bürger<br />
in dritter Generation führt.<br />
Mit Kosten von rund 57 Millionen<br />
Euro ist der Neubau zwischen<br />
der Roßfelder Straße und<br />
der Heilbronner Straße inCrailsheims<br />
Südwesten die größte Einzelinvestition<br />
in der Firmengeschichte.<br />
Der tatsächlicheArbeitsbeginn,<br />
das sogenannte „Go-live“,<br />
fand bereitsvor vier Wochen statt,<br />
auch wenn einige Teilbereiche<br />
nochimUmzugbegriffen sind.<br />
Der imposante Bau unterteilt<br />
sich in mehrere Bereiche. Knapp<br />
11.200 Palettenstellplätze umfasst<br />
das Tiefkühl-Hochregallager<br />
auf 90 Metern Länge, das mit<br />
einer Temperatur von minus 24<br />
Grad Celsius betrieben wird. Das<br />
kleinere Frischwarenlager mit einer<br />
Baulänge von 55 Meternläuft<br />
auf einer Betriebstemperatur von<br />
vier Grad Celsius undverfügt über<br />
4800 Stellplätze. Beide Hochregallager<br />
haben eine Höhe von<br />
34 Metern. Zwischen den beiden<br />
Hochregallagern befindet sich das<br />
Herzstück der Anlage: der Kommissionierbereich<br />
mit einem vollautomatisierten<br />
Lagenpalettierer,<br />
der die vom Kunden bestellten<br />
Waren vollautomatisch von den<br />
Lagerpaletten nimmt und sie individuell<br />
für den Transport kommissioniert.<br />
Das System verarbeitet<br />
aktuell in den Hochphasen<br />
etwa 80 Paletten die Stunde, istjedoch<br />
in seinem Endausbau zu einer<br />
Leistung von 120 kommissionierten<br />
Paletten je Stunde fähig.<br />
Eröffnung: Thomas Teuchert(Geschäftsführer Bürger), Martin<br />
Bihlmaier (Inhaber-Geschäftsführer Bürger), CarstenTaucke(CEO<br />
Nagel-Group) und Michael Kugel (Geschäftsführer und Werksleiter<br />
Crailsheim, Bürger,v.li.) am symbolischen Startknopf. Foto: Marius Stephan<br />
Wie auf einem 7000-Meter-Gipfel<br />
geht es in manchen Bereichen<br />
des Lagers zu: Bei der Brandprävention<br />
setzt Bürger in den personenfreien<br />
Hochregallagern, die<br />
mit sieben automatischen Regalbediengeräten<br />
ausgestattet sind,<br />
auf Inertisierung. Dabei wird der<br />
Raum mit Stickstoff angereichert,<br />
sodass sich der Sauerstoffgehalt<br />
in der Luft auf 14,5 Prozent reduziert,<br />
was generelldie Entwicklung<br />
von Bränden verhindert. An<br />
das Logistikzentrum angegliedert<br />
ist eine der modernsten Kältezentralen<br />
Europas auf einer Fläche<br />
von 1400 Quadratmetern,<br />
die sowohl das Logistikzentrum<br />
als auch den Produktionsbereich<br />
mit Prozesskälte versorgt.<br />
Damit schlägt das Familienunternehmen<br />
ein neues Kapitel in der<br />
nachhaltigen Produktion auf: Die<br />
neue dreistufige Kältezentrale verfügt<br />
über moderne, hocheffiziente<br />
Verdichter und erbringt eine Kälteleistung<br />
vonzwölf Megawatt.<br />
Als Kälteträger wird das natürliche,<br />
umweltfreundliche Kältemittel<br />
Ammoniak eingesetzt. Die entstehende<br />
Abwärme nutzt das Unternehmen<br />
zum Teil als Heizung<br />
der Gebäude im Winter, der größere<br />
Teil geht jedoch per Fernwärmeleitung<br />
an die Saunalandschaft<br />
Parc Vital der Stadtwerke<br />
Crailsheim, die ganz in der Nähe<br />
ihren Standorthat.<br />
Zusätzliche Einsparungen von<br />
620 Tonnen CO 2<br />
pro Jahr realisiert<br />
Bürger durch die Installation<br />
einer Photovoltaikanlage auf<br />
dem Dach des Logistikzentrums.<br />
Der Neubau ist durch eine klimatisierte<br />
Brücke über der Roßfelder<br />
Straße mit dem bestehenden<br />
Werk verbunden. Automatisierte<br />
Fördertechnik transportiert<br />
die Paletten mit Ware vom Werk<br />
zum neuen Logistikzentrum. Insgesamt<br />
garantieren 18 Verladerampen<br />
den schnellen Abtransportder<br />
Ware.<br />
KOOPERATION Eine Umschlagfläche<br />
von 2500 Quadratmetern<br />
mit neun Verladetoren hat Bürger<br />
an seinen langjährigen Partner im<br />
Logistikbereich, die Nagel-Gruppe,<br />
vermietet. Das europaweit tätige<br />
Logistikunternehmen, mit<br />
Spezialisierung auf Lebensmittellogistik,<br />
arbeitet seit mehr als drei<br />
Jahrzehnten mit Bürger zusammen<br />
und stellt mittlerweile jeden<br />
Tag20Lkw für den Transportvon<br />
rund 260.000 Kilogramm Bürger-<br />
Ware zurVerfügung.<br />
Durch die Vermietung der Lagerfläche<br />
im neuen Logistikzentrum<br />
wird die Einspeisung der Transporte<br />
ins Nagel-Netzwerk nicht<br />
von Reichenbach aus erfolgen,<br />
sondern direkt von Crailsheim.<br />
Nagel kann eigene Lieferungen<br />
mit Bürger-Transporten kombinieren.<br />
So wollen die beiden Unternehmen<br />
1800 Transportkilometer<br />
und rund 1000 Tonnen CO 2<br />
proJahr einsparen.<br />
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„Wie kann mandas nur so<br />
lassen?“ –ein Gedanke,der manch<br />
einem beim Anblickchaotischer Regale,unsortierter<br />
Klemmbausteine<br />
und nur fast perfekt geschnittener<br />
Hecken durch den Kopf geht. Unter<br />
dem Motto „Ordnung istdas ganze<br />
Leben“ habenwir kürzlicheine<br />
Kampagne gestartet, dieganzbesondere<br />
Menschen ansprechen soll:<br />
Ordnungs-Fans,denen es in den<br />
Fingern juckt, Besteckschubladen<br />
zu sortieren und Stifte akkurat auszurichten.ImFokus<br />
stehen solche<br />
Menschen, die den tatsächlichen<br />
Nutzen von Ordnung verstehen –<br />
und mit einer ordentlichen Portion<br />
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August<strong>2024</strong> IJahrgang 23 INr. 260<br />
Firmen &Märkte 13<br />
Arnold wächst<br />
Der Verbindungsspezialisthat 2023 einen Umsatz von 300 Millionen<br />
Euro erzielt und sichstrategisch neu aufgestellt. VONADINA BAUER<br />
Mit Mut, Zuversichtund frischer<br />
Kraft die Zukunft<br />
erfolgreich gestalten“,<br />
dieses Ziel hat sich die Arnold-<br />
Gruppe auf die Fahne geschrieben.Nach<br />
einem zufriedenstellenden<br />
Geschäftsjahr 2023, wappnet<br />
sich der Verbindungsspezialistfür<br />
künftigeHerausforderungen.<br />
Arnold Umformtechnik feierte<br />
am 1. Juli die 30-jährige Zugehörigkeit<br />
zur Würth-Gruppe. Unter<br />
dem Dach des Konzerns wurden<br />
die Geschäfts- und Mitarbeiterzahlen<br />
kontinuierlich gesteigert.<br />
Der einst lokale Betrieb wandelte<br />
sichzum internationalenPlayer<br />
mitStandorten in Frankreich,den<br />
USA und China. 2010 wurde die<br />
Marke von 100 Millionen Euro<br />
Umsatz überschritten und bis<br />
heute konnte dieser Wert verdreifacht<br />
werden. Aus dem Schraubenhersteller<br />
in Forchtenberg-<br />
Ernsbach wurde ein innovativer<br />
Lösungsanbieter für dieHightech-<br />
Branche.<br />
Maßnahmen für weiteres<br />
Wachstum<br />
Um die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben,<br />
hat sich der Verbindungsspezialist<br />
strategisch neu<br />
aufgestellt. Dazu gehören die Reorganisation<br />
des Customer-Managements,<br />
die Definition derdrei<br />
Business-Units „Fastening Solutions“,<br />
„Functional Components“<br />
und „Fastening Systems“ sowie<br />
die Optimierung der Supportprozesse.<br />
Seit 1. Juli gibt es zudem<br />
eine neue Geschäftsführung:<br />
DirkDöllner verantwortet als CEO<br />
die strategische Unternehmensführung<br />
sowie HR &Organisation,<br />
IT, Einkauf sowie Finanzen &<br />
Controlling. Unterstützt wird er<br />
von Mario Metzger, Chief Marketing<br />
Officer, Thorsten Lienhardt-<br />
Schuster, COO Fastening Systems,<br />
Lukas Schmieg, COO Functional<br />
Components, und Bernd Weidner,<br />
COO Fastening Solutions.<br />
Im Geschäftsjahr 2023 hat Arnold<br />
einen Umsatz von 300 Millionen<br />
Euro erwirtschaftet. Damit<br />
zeigt sich CEO Dirk Döllner<br />
zufrieden –auch wenn der Wert<br />
etwas unter den Erwartungen von<br />
320 Millionen Euro zurückbleibt.<br />
„Wir konnten Marktanteile gewinnen<br />
und haben trotz des herausfordernden<br />
Umfelds und der<br />
schwierigen Entwicklung inder<br />
Automobilindustrieein Wachstum<br />
von neun Prozent erreicht. Das<br />
ist insgesamt eine tolle Leistung.“<br />
Den Erfolg schreibtdie Geschäftsleitung<br />
dem gesamten Team zu.<br />
Knapp 1500 Mitarbeiterinnen und<br />
Mitarbeiter zählte Arnold im vergangenen<br />
Jahr.<br />
Mit einem Werk in Rauhbusch<br />
wurde 2023 der dritte Produktionsstandort<br />
in Hohenlohe eröffnet,<br />
nur wenige Kilometer entfernt<br />
vom Stammsitz in Forchtenberg-<br />
Ernsbach und dem Werk in Dörzbach.<br />
Am Standort werdenvor allem<br />
sogenannte Mehrstufenteile<br />
aus Aluminium und Kupfer mittels<br />
Kaltumformung hergestellt.<br />
Zum Einsatz kommend die Produkte<br />
unteranderembei E-Autos.<br />
„Die Produktion ist gut angelaufen,<br />
allerdings liegen die Stückzahlen<br />
im Bereich der Elektromobilität<br />
unter dem Plan“, fasst Lukas<br />
Schmieg zusammen. 20 Angestellte<br />
sind aktuell in Rauhbusch<br />
beschäftigt, die Zahl soll sich in<br />
den kommenden Jahren auf 400<br />
erhöhen.<br />
Um den Bedarf an Fachkräften<br />
zu decken, setzt das Unternehmen<br />
unter anderem auf Ausbildung.<br />
28neue Azubis und Studenten<br />
starten hier im September<br />
ihre Karriere und verstärken<br />
damit das Team von aktuell<br />
71 Nachwuchskräften. „Bei uns<br />
Spitze: Anfang Juli wurde die neue Geschäftsführung vorgestellt. DirkDöllner,Alois Wimmer (GeschäftsbereichsleiterProduktionbei<br />
der Würth-Gruppe), Mario Metzger,Bernd Weidner,Lukas Schmieg, Thorsten<br />
Lienhardt-Schuster,RolfBauer (Ehrenmitglied des Beirats der Würth-Gruppe), Robert Friedmann (Sprecher<br />
derKonzernführungder Würth-Gruppe,von links) schauen gemeinsam optimistisch in die Zukunft. Foto: Arnold<br />
kann jeder erkennen: Leistung<br />
lohnt sich. Es gibt tolle Aufstiegschancen“,<br />
betont Thorsten Lienhardt-Schuster.<br />
Der neue COO<br />
spricht aus eigenen Erfahrungen<br />
–hat er doch selbst als Auszubildenderbei<br />
Arnold angefangen.<br />
Ehrgeizige Ziele für die<br />
kommenden Jahre<br />
Das erste Halbjahr <strong>2024</strong> bliebbisher<br />
leicht hinter denErwartungen<br />
–beim Umsatz zeigt sich im Vergleich<br />
zum Vorjahr einMinus von<br />
2,5 Prozent. Begründet wird das<br />
vor allem mit der Delle bei der<br />
E-Mobilität. Aber den Geschäftsführern<br />
ist dennoch nicht bange:<br />
„Seit drei Jahren verzeichnen<br />
wir jährlich Rekorde bei Neuprojekten.<br />
Und auch für <strong>2024</strong> läuft es<br />
wieder auf einen neuen Meilenstein<br />
für Neuprojekte hinaus“, erklärtDöllner.<br />
Insgesamt hat sichArnold ehrgeizige<br />
Ziele gesteckt: Bis ins Jahr<br />
2033 soll sichder Umsatz auf 750<br />
Millionen Euro erhöhen. „Wir<br />
wollenglobal unser Portfolio ausweiten<br />
und andere Branchen erobern,<br />
um uns von der Automobilindustrie<br />
unabhängiger zu machen“,<br />
gibt Mario Metzger ein Ziel<br />
aus. Aktuell kommen noch 90<br />
Prozent der Kunden aus dem Automotiv-Sektor.<br />
Zudem wird kräftig in Ausbau und<br />
Erweiterungen investiert: Circa 50<br />
Millionen Eurosollen für Projekte<br />
ausgegeben werden, deren Startdatum<br />
in den Jahren 2025/2026<br />
liegt. Von besonderer Bedeutung<br />
ist hierbei unter anderem der<br />
Neubau einer Galvanik am StandortDörzbach.<br />
Auch in Sachen Nachhaltigkeit<br />
richtet Arnold den Blick nach<br />
vorn. „Wir sprechen von einer<br />
,klimakompensierten‘ Produktion“,<br />
erklärt COO Bernd Weidner.<br />
Fotovoltaikanlagen liefern Teile<br />
des Strombedarfs, Gespräche<br />
zu Windkraftanlagen laufen und<br />
künftig soll auch wieder die erzeugte<br />
Energie der Wasser-Turbinen<br />
im Kocherwerk für die Fertigung<br />
genutztwerden. Aktuell wird<br />
er ins Netz eingespeist. „Ansonsten<br />
gilt: Ob die Zukunft dem Verbrenner,der<br />
E-Mobiliät oder dem<br />
Wasserstoffantrieb gehört –wir<br />
sind für alle Szenarien gewappnet“,<br />
gibt sichWeidner überzeugt.<br />
www.arnold-fastening.com<br />
ADVERTORIAL<br />
Familienunternehmen –<br />
flexibel &persönlich<br />
Ausbildung in derRegionfür dieRegion<br />
Die Familie steht im heutigen<br />
Beitrag der Kanzlei STERR &<br />
KOLLEGEN im Mittelpunkt.Die<br />
inhabergeführte Kanzleibietetein<br />
familiäres Umfeld im doppelten<br />
Sinn.Über die damitverbundenen<br />
Vorteile berichten im Folgenden<br />
dieMitarbeiterinnen UteWagner<br />
und ihre Tochter AntoniaKönig.<br />
Dass Mutter und Tochter in einer<br />
Kanzlei arbeiten, ist eher dem<br />
Zufall geschuldet.Man könnte<br />
aber auch von einer glücklichen<br />
Fügung sprechen. Denn als Ute<br />
Wagner als gelernte Diplom-Betriebswirtin<br />
mit Fachrichtung<br />
Handel nach ihrer Kinderpause<br />
vor 22 Jahren wiedereinsteigen<br />
wollte, landete sie inder Kanzlei<br />
STERR &KOLLEGEN inKünzelsau.<br />
» „Obwohl sie<br />
Quereinsteigerin<br />
war,klappte<br />
der Übergang<br />
ins Steuerfach<br />
reibungslos.“<br />
Schließlich hatte sie in einem<br />
mittelständischen Unternehmen<br />
im Rechnungswesengearbeitet.<br />
Und wassie noch anzusätzlichen<br />
Kenntnissen benötigte, erwarb<br />
sie sich in Fortbildungen. „Darauf<br />
wird hier großen Wert gelegt. Und<br />
daswird auch gefördert“, erklärt<br />
Wagner.Enorm wichtig sei zudem<br />
derfachliche Austausch unter den<br />
Kollegen,die einem immer hilfsbereit<br />
mit Rat und Tatzur Seite<br />
stehen.<br />
Für die61-Jährigeentpuppte sich<br />
die Entscheidung als Glücksfall.<br />
„Mit drei kleinen Kindern konnte<br />
ich die Arbeitszeitenandie Betreuungszeitenvon<br />
Kindergarten<br />
und Schulen anpassen.“ Das sei<br />
ganz pragmatischgewesen.<br />
UteWagnerist schnell hineingewachsen<br />
in diefamiliäre<br />
Kanzlei.Dagebeeseineganze<br />
Reihe von Gelegenheiten,bei<br />
denen Partner und Familienangehörige<br />
mitkommen können, seien<br />
es kulturelle Veranstaltungen,<br />
Ausflüge, Theaterbesuche oder<br />
Familienabende.Inzwischen<br />
kennen sich auch die Familien<br />
gegenseitig. Aber auch dieArbeit<br />
macht Wagner Spaß. „Sonst wäre<br />
ichnichtmehr alszweiJahrzehnte<br />
hier“, meint sie lachend.<br />
Ihre Tätigkeit empfindet sie<br />
wesentlich abwechslungsreicher<br />
alsineinem Unternehmen. Die<br />
Kenntnisse im Rechnungswesen<br />
hatsie mitgebracht. Sie betreut<br />
Firmen in unterschiedlichsten<br />
Branchen, vom einzelnen Handwerker<br />
und Landwirt über den<br />
Bauunternehmerbis zu verschiedenen<br />
mittelständischen Industrieunternehmen.<br />
„Der Umgang<br />
mitden unterschiedlichen Mandanten<br />
gefälltmir“, sagt Wagner,<br />
die neben Finanz-auchLohnbuchhaltungen<br />
betreut. „Man lernt<br />
immer wiederNeues“.<br />
UteWagnerbetont,dass sie die<br />
Entscheidung ihrer Tochter,sich<br />
beruflichmit Steuernzubeschäftigen,<br />
nicht beeinflusst habe.<br />
„Schon in derSchulzeithabe ich<br />
auf eigenen Wunschein Praktikuminder<br />
Kanzlei gemacht“,<br />
erklärt Antonia König. „Das hat<br />
mirgefallen.Und es gab keinen<br />
anderen Bereich, der mir mehr<br />
zugesagt hat“,sagt sie.Sohat<br />
sie nachihrer Fachhochschulreife<br />
eine Ausbildung zurSteuerfachangestellten<br />
begonnen.<br />
Gestartet ist sie bewusst nicht in<br />
der Kanzlei, in derihreMutter gearbeitet<br />
hat.Die Tochter hat erst<br />
ihreeigenen Erfahrungenmachen<br />
wollen. Erst am Ende ihrer Ausbildung<br />
ist sie vorfast sieben<br />
Jahren in die Kanzlei STERR &<br />
KOLLEGEN gewechselt,wosie vor<br />
allem das Rechnungswesen und<br />
Jahresabschlüsse von Firmen bearbeitet.<br />
Obwohl es Schnittstellen<br />
mitder Muttergibt,hat Tochter<br />
Antonia auch hier erst einmal<br />
ihren eigenenWeggefunden.<br />
Nachwuchswillkommen –egalobAusbildungoder(Wieder-)Einstieg.<br />
Natürlichgibt es einzelne Mandanten,bei<br />
denen dieMuttermit<br />
der vonihr bearbeitetenFinanzund<br />
Lohnbuchhaltung Schnittpunkte<br />
hat mitder Tochter,die<br />
den Jahresabschluss erstellt. Für<br />
beide ist selbstverständlich, dass<br />
dieZusammenarbeitindiesen<br />
Fällen genauso professionell und<br />
kollegial erfolgtwie mit anderen<br />
Kollegen.<br />
Nach der Geburt ihres Kindes will<br />
Antonia König Endedes Jahres<br />
in Teilzeit wieder einsteigen.Die<br />
28-Jährige weiß,dass sie dabei<br />
von der Kanzlei unterstützt wird<br />
und jederzeit wieder aufstocken<br />
kann.<br />
Diese Flexibilität beimWiedereinstieg<br />
und vielseitigepersönliche<br />
Entwicklungsmöglichkeiten<br />
machen eingutesFamilienunternehmenaus.Und<br />
nicht zuletzt die<br />
Arbeitineinemfamiliären Team,<br />
das sich gegenseitig unterstützt.<br />
Kurze Wege, Arbeiten<br />
in einem familiären<br />
Team, vielseitige persönliche<br />
Entwicklungsmöglichkeiten<br />
und die<br />
Unterstützung von<br />
Unternehmen in der<br />
Region –gute Gründe<br />
für einen guten Start<br />
und Rückkehr in das<br />
Berufsleben.<br />
STERR &KOLLEGEN<br />
Partnerschaftsgesellschaft mbB<br />
Marcalistraße 36<br />
74653 Künzelsau<br />
T 07940/9110-0<br />
F 07940/9110-90<br />
bewerbungen@sterr.de<br />
www.sterr.de<br />
#sterrundkollegen
14 Sport&Wirtschaft<br />
August <strong>2024</strong> IJahrgang23INr. 260<br />
Die eigentliche Arbeitkommtnoch<br />
BasketballBundesliga Pro A: Die Saisonvorbereitungen derHAKRO Merlins sind in vollemGange. DasTeamist in weiten Teilen neu<br />
zusammengestellt. Im Pokal geht es gegen denErstligisten ausRostock. VONHERIBERT LOHR<br />
Am21. September starten die<br />
HAKRO Merlins Crailsheim<br />
mit dem Auswärtsspiel in<br />
Bayreuth in die neue Ligasaison,<br />
bereits eine Woche zuvor steigt<br />
das erste Heimspiel im BBL-Pokal<br />
gegen die „Nordlichter“ der<br />
Rostock Seawolves.Die Vorfreude<br />
der Beteiligten auf die neueSpielzeit<br />
in der Barmer 2. Basketball<br />
Bundesliga Pro Aist schon jetzt<br />
riesengroß und die Vorbereitungen<br />
laufen auf Hochtouren. Die<br />
ersten Testspiele stehen vor der<br />
Türe und die verpflichteten Spieler<br />
finden sich langsam, aber sicher,<br />
inihrer neuen sportlichen<br />
Heimat ein.<br />
Das Team der Zaubererist gegenüber<br />
der abgelaufenen Saison in<br />
weiten Teilen neu besetzt. Umso<br />
wichtiger ist das Statement von<br />
Maurice Stuckey, der bekanntlich<br />
trotz des Abstieges seinen Kontrakt<br />
frühzeitig für weitere zwei<br />
Jahre verlängerte und „sein Bekenntnis<br />
zu den Merlins“ einmal<br />
mehr unter Beweis stellte. Anders<br />
als in der ersten Bundesliga<br />
müssen in der zweiten Liga zu jeder<br />
Zeit mindestens zwei Akteure<br />
mit deutschem Pass „auf dem Parkett“<br />
stehen. Somitkommtdiesen<br />
Spielern eine große Bedeutung<br />
zu, was sich auch in derKaderplanung<br />
niederschlägt wird.<br />
Neben Stuckey wurden bislang<br />
mit Daniel Keppeler, Tyreese<br />
Blunt, Gabriel de Oliveira und<br />
Nico Santana Mojica vier weitere<br />
deutsche Spieler als „künftige<br />
Zauberer“ vorgestellt. Als sogenannteImportspieler<br />
sind bislang<br />
Aufbauspieler Vincent Shahid,<br />
Flügel Anthony Gaines und Big<br />
Man LaDarien Griffin verpflichtet.<br />
Zudem sind noch weitere Neuzugänge<br />
angedacht.<br />
Wunschlösung für<br />
Trainerposition<br />
Eine Schlüsselpersonalie klärte<br />
sich bereits früh in der Off-<br />
Season, also in der Sommerpause.<br />
Mit David McCray konnten<br />
die Hohenloher ihre „Wunschlösung“<br />
auf der Trainerposition für<br />
sich gewinnen. Ein junger, hungriger<br />
Trainer, der sich selbst als<br />
Eckpfeiler: Maurice Stuckey (re.) soll mit seinerErfahrungdas Team<br />
auf demFeld stabilisieren.„Boggy“ Radosavljevi begleitet nach<br />
seinem Karriereende die Postion des Teammanagers. Foto: Philipp Reinhard<br />
„Basketballjunkie“ bezeichnet.<br />
„Ich bedanke mich bei den Merlins<br />
für das geschenkte Vertrauen<br />
und freue mich ungemein auf<br />
meine Aufgabe als Headcoach.<br />
Wir werden alles dafür tun, einen<br />
Kader zusammenzustellen,<br />
der sich durch Kampf und harte<br />
Arbeit definiert und sich so Erfolg<br />
verdient. Ich freue mich sehr<br />
aufdie Stimmungund dieFansin<br />
der Arena Hohenlohe und kann<br />
es kaum abwarten,mit der Arbeit<br />
loszulegen“, so der neueÜbungsleiter<br />
mit Blick auf die beginnende<br />
Vorbereitung.<br />
Als Assistenztrainer bringt David<br />
McCray den Spanier Jordi Saltó<br />
Sabaté mit. Die beiden kennen<br />
sich seit ihrer gemeinsamen Zeit<br />
in Speyer und stehennun gemeinsam<br />
an der Seitenlinie. „Nachdem<br />
Jordi lange Jahre die Abteilung<br />
in Speyer mitaufgebaut hat,<br />
gingesfür ihn anschließend nach<br />
Spanien. Dort hat er den professionellen<br />
und sehr interessanten<br />
Basketball deutlich miterlebt und<br />
viele Erfahrungen sammeln können.<br />
Kombiniert mit seiner energievollen<br />
Art, verkörpert erviel<br />
davon, waswir uns vonder Mannschaft<br />
in der neuen Saison wünschen.<br />
David und Jordi ergänzen<br />
sich sehr gut und bilden gemeinsam<br />
eine richtige Speerspitze“,<br />
so der sportliche Leiter Ingo<br />
Enskat. Mit der Verpflichtung des<br />
Spaniers ist das Trainergespann<br />
der HAKRO Merlins komplett. Neben<br />
Headcoach McCray und Assistenztrainer<br />
Saltó Sabaté bilden<br />
Athletiktrainer Marcus Lindner<br />
und Physiotherapeut Jan Mader<br />
den Coaching Staff in der Saison<br />
<strong>2024</strong>/25.<br />
Neue Position des<br />
Teammanagers<br />
Als Bindeglied zwischen der<br />
sportlichen Leitung und der Profimannschaft<br />
fungiert zudem Bogdan<br />
„Boggy“Radosavljevi auf der<br />
neu geschaffenen Position des<br />
Teammanagers. Nach seinem Karriereende<br />
wechselt der 30-Jährige<br />
damit in das Team hinter dem<br />
Team der HAKRO Merlins: „Ich<br />
freue mich unheimlich auf die<br />
neue Aufgabe und die Chance,<br />
weiterhin ein Merlin zu bleiben!<br />
In diesem Club, dieser Stadt und<br />
unserer Region steckt sehr viel<br />
Potenzial. Unabhängig vonder Ligazugehörigkeit<br />
bleibe ich gerne<br />
in Crailsheim, weil ich mich an<br />
dem Standort sehr wohlfühle und<br />
unheimlich gerne mit den Menschen<br />
hier zusammenarbeite.“<br />
DieerstenTermine<br />
stehen an<br />
Somit steht der Saison <strong>2024</strong>/25<br />
nichts mehr im Wege. Am 9. August<br />
präsentiert sich die neu formierte<br />
Mannschaft erstmals bei<br />
der traditionellen Saisoneröffnungsfeier<br />
den Fans. Zudem finden<br />
zweiTestspiele in der HAKRO<br />
Arena statt. Am 18. August trifft<br />
das Team auf den Ligakonkurrenten<br />
aus Karlsruhe, am 31. August<br />
dann auf den tschechischen Vertreter<br />
USK Prag. Tickets für die<br />
beiden Partien sind online auf<br />
der Webseite der Merlins erhältlich.<br />
In der Arena Hohenlohe in<br />
Ilshofen geht es erstmals am 14.<br />
oder 15. September ernst zur Sache.<br />
Dann begegnen die Zauberer<br />
im Pokalspiel dem Bundesligisten<br />
aus Rostock.<br />
www.hakro-merlins.de<br />
PARTNERDER HAKRO MERLINSCRAILSHEIMLSHEIM<br />
Wenn Du Dein Ziel nicht erreicht hast,wähle einen<br />
neuen Weg dahin, aber ändere niemals das Ziel!<br />
Nach tollen JahrenimLigaOberhaus,heißt es nunmit einem<br />
neu formiertenTeamein Stück „backtothe roots“!<br />
Last unsdie Wurzeln gießen undgemeinsam wachsenum<br />
2025 wiederErstklassigzusein. Unser Support seiEuch<br />
gewiss: „Behaltetdas Ziel imAugeund schenkt unswieder<br />
viele magischeMomente“, wirfreuenuns drauf!<br />
RonnyMechnich<br />
Geschäftsführer<br />
FlairPark-Hotel Ilshofen<br />
FLAIR PARK-HOTEL<br />
ILSHOFEN<br />
seit150 Jahren<br />
Im Verbundder SÜDWESTPRESSE
August<strong>2024</strong> IJahrgang 23 INr. 260<br />
Politik &Wirtschaft 15<br />
„SolcheMaßnahmen kommen zu spät“<br />
Fake-Newsstellen eine zunehmende Bedrohung dar. DieHeilbronner ForscherinMichaelaLindenmayrhat sichmit derFragebeschäftigt,<br />
wie siesichinsbesondereauf Social-Media-Plattformen erfolgreich bekämpfen lassen. INTERVIEWVON ANTONIO DEMITRI<br />
Der Papst imDaunenmantel,<br />
ein wütender Donald<br />
Trump, der von Polizisten<br />
verhaftet wird –noch bevor klar<br />
wurde, dass es sich bei den vermeintlichen<br />
Fotos um KI-generierte<br />
Fälschungen handelte, gingen<br />
sie in Sekundenschnelle um<br />
die Welt. Künstliche Intelligenz<br />
verschärft ein Problem, das seit<br />
Jahren auf Social-Media-Plattformen<br />
sein Unwesen treibt: Fake-<br />
News.<br />
Das Tückische dabei: Es geht um<br />
weit mehr als menschengemachte<br />
Propaganda, Lügen und Verschwörungstheorien.<br />
Social Bots,<br />
selbständig agierende Programme<br />
in Sozialen Netzwerken, kommunizieren<br />
wie Menschen mit anderenNutzern<br />
und sind praktisch<br />
nicht mehr als solche zuerkennen<br />
sind. Sie erstellen automatisch<br />
Inhalte oderliken und kommentieren<br />
massenhaft Posts, um<br />
gezielt deren Reichweite zuerhöhen.<br />
Auch für die Wirtschaft wird<br />
das Thema zunehmend wichtiger:<br />
Immer mehr Unternehmen, vor<br />
allem große Marken, leiden unter<br />
gezielter Rufschädigung durch<br />
Bot-Kampagnen, die gegen sie<br />
gerichtet sind.<br />
Die Augsburgerin Michaela Lindenmayr,<br />
Doktorandin am Heilbronner<br />
Campus der TU München,<br />
hat sich im Rahmen ihrer<br />
Doktorarbeit mitdem Thema auseinandergesetzt.<br />
Dabei nahm sie<br />
YouTube und X,vormals Twitter,<br />
unter die Lupe und untersuchte,<br />
in welchem Ausmaßfalsche Informationen<br />
vorherrschen und wie<br />
Plattformen ihre User stärker auf<br />
seriöse Informationsquellen aufmerksam<br />
machen können.<br />
REGIOBUSINESS Frau Lindenmayr,wie<br />
kannman Fake-News in<br />
Social Mediavorbeugen?<br />
M. LINDENMAYR Am hilfreichsten<br />
ist es natürlich, wenn<br />
die Plattformen von sich aus<br />
gegen Fake-News vorgehen. Dazu<br />
gehört das Löschen von falschen<br />
Inhalten und schädlichen Nutzern,<br />
aber auch die Verifizierung<br />
und Priorisierung seriöser Inhalte.<br />
Esmuss den Nutzern so einfach<br />
wie möglich gemacht werden,<br />
authentische Newszufinden,<br />
stattüber Fake-News zu stolpern.<br />
REGIOBUSINESS Sind solche<br />
Plattformen überhaupt willens<br />
dazu?<br />
M. LINDENMAYR Also, bei X<br />
ist das eine Herausforderung.<br />
Dort haben Fake-News seit der<br />
Übernahme durch Elon Musk erkennbar<br />
zugenommen. Auf anderen<br />
Plattformen zeigt sich ein<br />
vielversprechenderes Bild, da<br />
der Druck seitens der Öffentlichkeit<br />
und der Behörden steigt. Die<br />
großen Plattformen wie Google,<br />
Tiktok, Microsoft und Facebook<br />
setzen beispielsweise durch<br />
ihre Unterschriften unter den<br />
EU-Verhaltenskodex für Desinformation<br />
einZeichen.<br />
Doktorandin: Michaela Lindenmayr hatinWien Wirtschaftsinformatik studiert. An den TUM-Campus zog es<br />
sie2021 als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Centerfor Digital Transformation.<br />
Foto: TUM<br />
REGIOBUSINESS Welche Chancen<br />
haben solche Ansätze überhaupt?<br />
M. LINDENMAYR Das Problem<br />
ist natürlich: Solche Maßnahmen<br />
kommen grundsätzlich<br />
zu spät. Denn die Verbreiter von<br />
falschen Inhalten, unter anderem<br />
Social Botsund ihreProgrammierer,<br />
sind ihren Verfolgern immer<br />
einen Schritt voraus. Bisdiese herausfinden,<br />
dass eine Nachricht<br />
tatsächlich falsche Informationen<br />
enthält, hat sie bereits Millionen<br />
von Menschen erreicht. Reaktive<br />
Maßnahmen sind daher häufig<br />
nur bedingt effektiv. Vielmehr<br />
sollten Maßnahmen auch daran<br />
ansetzen, aktiv die Verbreitung<br />
von Fake-Newseinzudämmen,indem<br />
die richtigen Anreize gesetzt<br />
werden. Ein effektiver Ansatz<br />
wäre es beispielsweise, Fake-<br />
Inhalten die Monetarisierung zu<br />
versagen, sprich: dort keine Werbung<br />
mehraufzuschalten.<br />
REGIOBUSINESS Welche Rolle<br />
spielen denn die Nutzer selbst<br />
beim ThemaFake-News?<br />
M. LINDENMAYR Es geht um<br />
Eigenverantwortung. Häufig ist<br />
es nahezu unmöglich, Fake-News<br />
zu identifizieren. Wie viele Menschen<br />
lesen Wikipedia und nehmen<br />
die Beiträge per se als gesicherte<br />
Inhalte? Oder sind einfach<br />
zu bequem, weitere Informationsquellen<br />
hinzuzuziehen? Umso<br />
mehr gilt das für Social Media.<br />
Solange jemand nicht weiß, wie<br />
diese Plattformen ticken,sollte er<br />
oder sie lieber die Finger davon<br />
lassen...<br />
REGIOBUSINESS Das betrifft<br />
dann vor allem Kinder?<br />
M. LINDENMAYR Es ist wahnsinnig<br />
gefährlich, Kinder ohne<br />
Vorbereitung auf Kanäle wie Tiktok<br />
loszulassen und sie den ganzen<br />
Manipulationsversuchen auszusetzen.<br />
Wirhaben das ja zuletzt<br />
vor allem bei den Europawahlengesehen:Die<br />
Parteien, die bei<br />
denjugendlichen Wählernbesonders<br />
erfolgreich waren,haben auf<br />
Social Media die Aufmerksamkeit<br />
auf sich gezogen. Deshalb sollte<br />
man schon bei den Kindern mit<br />
der Sensibilisierung für Manipulationen<br />
im Internet anfangen.<br />
REGIOBUSINESS Wer müsste<br />
damit vorallem anfangen?<br />
M. LINDENMAYR Natürlich als<br />
Erstesdie Eltern. Aber das ist eine<br />
riesigeHerausforderung für viele,<br />
die ja oft gar nicht mitbekommen,<br />
auf welchen Kanälen ihre Kinder<br />
schon unterwegs sind. Daher<br />
müssten auch Schulen einen<br />
wichtigen Beitrag leisten, wasden<br />
verantwortungsvollen und kritischen<br />
Umgang mit Social Media<br />
und Quellen betrifft.<br />
REGIOBUSINESS Wie geht man<br />
mit den Menschen um, die man in<br />
ihrer Filterblase praktisch nicht<br />
mehr erreicht?<br />
M. LINDENMAYR Schwieriges<br />
Thema. Tatsächlich akzeptieren<br />
solche Leute wie etwa die Anhänger<br />
von Verschwörungstheorien<br />
nur noch ihre eigenen Wahrheiten,<br />
die sogenannten alternativen<br />
Fakten. So traurig es klingt –<br />
die erreicht man meistens nicht<br />
mehr.Umsomehr sollte man sich<br />
auf diejenigen konzentrieren, die<br />
sich irrtümlich oder unbewusst<br />
Fake-Newszueigen machen.<br />
REGIOBUSINESS Und wie<br />
könnte das funktionieren?<br />
M. LINDENMAYR Indem etwa<br />
Algorithmen so programmiert<br />
werden, dasssie nicht permanent<br />
neue Inhalte aufgrund von erkannten<br />
Vorlieben und Interessen<br />
filtern und empfehlen, sondern<br />
auch konträreInformationen. Dadurch<br />
würden Nutzer animiert,<br />
sich auch Dinge anzusehen, die<br />
ihr Weltbild erst einmal nicht bestätigen.<br />
Gleichzeitig sollten vertrauenswürdige<br />
Inhalte aus professionellen<br />
Quellen klar positioniert<br />
werden, um die Aufmerksamkeit<br />
hierfür zu steigern.<br />
REGIOBUSINESS Verschärft<br />
generativeKIdas Thema?<br />
M. LINDENMAYR Einerseits<br />
kann sie wissentlich genutzt werden,<br />
um Fake-News noch echter<br />
wirken zu lassen. Andererseits<br />
kann sie unbeabsichtigt zu<br />
Problemen führen. Was auch immer<br />
ich die KI frage –sie hat stets<br />
eine Antwort. Egal, ob sie stimmt<br />
oder nicht. Oder obdie Quellen<br />
existieren oder nicht. Man merkt<br />
ja praktisch nicht mehr, obeine<br />
Information voneinem Menschen<br />
oder einem Chatbot geschrieben<br />
wurde. Und genau hier spielt<br />
die Medienkompetenz eine große<br />
Rolle. Denn vielen ist nicht<br />
bewusst, wie realitätsnah KI heute<br />
schon sein kann.<br />
Kaum bekannteChancen für beruflichen Erfolg<br />
Stefan Schubert,Geschäftsführer operativder Agenturfür Arbeit, schautesich kürzlich einBerufsfeld abseitsvom Mainstreaman.<br />
Seit vielen Jahren gibt esauf<br />
der Top-Ten-Liste der beliebtesten<br />
Ausbildungsberufe<br />
kaum Veränderungen. Die<br />
meisten Jugendlichenstreben Berufe<br />
im Bereich Kfz-Mechatronik,<br />
Einzelhandel, Büromanagement<br />
oder Industriemechanik an. Also<br />
Berufe, die jeder kennt. Dabei<br />
bieten die Betriebe in der Region<br />
noch viel mehr spannende Berufe<br />
an, die jedoch–weilunbekannt –<br />
kaum Interessenten finden.<br />
Stefan Schubert, Geschäftsführer<br />
operativ der Agentur für Arbeit<br />
Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim,<br />
schaute sich kürzlich<br />
ein Berufsfeld abseits vom Mainstream<br />
an. Dazu besuchte er die<br />
HeroTextil AG in Crailsheim. Hier<br />
wird unter anderemder Beruf des<br />
Produktionsmechanikers Textil<br />
ausgebildet. Zusammen mitHeiko<br />
Bormann vom Arbeitgeber-Service<br />
der Agentur für Arbeit erlebte<br />
er einen Arbeitstag und lerntevieleMitarbeitende<br />
kennen.<br />
KARRIEREN Darunter war Stefanie<br />
Präger, die eher zufällig zu<br />
Hero Textil kam. Diegelernte Hotelfachfrau<br />
musste aus gesundheitlichen<br />
Gründen umschulen.<br />
Klar war, dass sie inder Heimat,<br />
also Crailsheim bleiben wollte.<br />
Sie schrieb mehrere Bewerbungen<br />
und wurde von Hero eingeladen.<br />
„Mir war gleich klar: hier<br />
möchteich arbeiten“, erzählt Stefanie<br />
Präger begeistert. Ihre Umschulung<br />
zur ProduktionsmechanikerinTextildauerte<br />
zwei Jahre.<br />
Inzwischen ist sie Teamkoordinatorin<br />
und verantwortlich für die<br />
Mitarbeitenden und Maschinen in<br />
der Rundstrickerei. „Unsere Maschinen<br />
haben es in sich. Wenn<br />
in den Strickwaren Fehler auftauchen,<br />
beginnt die Suche nach<br />
der Ursache. Oft ist eseine ordentliche<br />
Tüftelei,bis dieMaschine<br />
das gewünschte Ergebnis liefert.<br />
Wenn ich nicht weiterkomme,<br />
kann ich mir jederzeit Hilfe<br />
holen.“<br />
Einer,der aufgrund seiner 20-jährigen<br />
Berufserfahrung gerne gefragt<br />
wird, ist ihr Kollege Georg<br />
Hauser, technischer Koordinator<br />
in der Flachstrickerei. „Ich liebe<br />
die Abwechslung in meinem Arbeitsalltag.<br />
Kein Tag ist wie der<br />
Einblicke: Georg Hauser erklärt seinen Praktikanten von der<br />
ArbeitsagenturHeikoBormannund Stefan Schubert (re.) wie eine<br />
Rundstrickmaschine funktioniert.<br />
Foto: Agenturfür Arbeit<br />
andere“, erzählt Georg Hauser,<br />
der sich nach der Ausbildung zur<br />
Elektrofachkraft weitergebildet<br />
hat. „Wer bei uns anfängt, startet<br />
an den älteren mechanischen Maschinen,<br />
denn hier kann man den<br />
Strickvorgang am besten kennenlernen.“<br />
Später geht es dann an<br />
die computergesteuerten Strickmaschinen.<br />
Als Produktionsmechaniker<br />
lernt man, Programme<br />
zu schreiben. „Der Beruf ist<br />
wahnsinnig komplex. Mich beeindruckt,<br />
mit welcher Ruhe und<br />
Begeisterung die Mitarbeitenden<br />
hier zusammenarbeiten“, so Stefan<br />
Schubert.<br />
AUSBILDUNG „Bei uns arbeiten<br />
mehr als 70 Mitarbeitende aus<br />
über zehn Nationen“, erklärt Personalleiterin<br />
Anna Göggerle. Hero<br />
bildet in fünf Berufen aus: Industriekaufleute,<br />
Fachkräfte für Lagerlogistik,<br />
Fachleute für IT-Systemintegration,<br />
Produktionsmechaniker<br />
Textil und Maschinenund<br />
Anlagenführer Textil. „Leider<br />
bekommen wir zu wenig Bewerbungen<br />
für die Produktion. Viele<br />
Menschen denken, Textilindustrie<br />
sei inDeutschland eine auslaufende<br />
Branche. Dabei wird Textil<br />
in sehr vielen Bereichen eingesetztund<br />
birgt deshalb ein großes<br />
Potential“, so Göggerle. Produkte<br />
vonHerofindet man in der<br />
Berufskleidung sowie der Persönlichen<br />
Schutzausrüstung wie beispielsweise<br />
für Feuerwehrleute<br />
oder im medizinischen Bereich.<br />
„Der Tag bei Hero war für mich<br />
sehr spannend. Ich bin überrascht<br />
über die vielfältigen Tätigkeiten<br />
in der Textiltechnik. Jeder<br />
Tag bringt neue Herausforderungen<br />
für das Team“, so das Fazit<br />
von Stefan Schubert. Und weiter:<br />
„Ich rate jungen Leuten bei ihrer<br />
Berufswahl über den Tellerrand<br />
hinauszuschauen und sich auch<br />
für unbekannte Berufe zu interessieren.“<br />
Eine gute Möglichkeit dazubieten<br />
Praktika, die in nahezu jedem Betrieb<br />
angeboten werden, zumBeispiel<br />
wieder in den Praktikumswochen,<br />
die vom 14. bis zum 31.<br />
Oktoberstattfinden. pm<br />
www.arbeitsagentur.de<br />
www.hero-textil.de
16 Firmen &Märkte<br />
August <strong>2024</strong> IJahrgang23INr. 260<br />
„Unsgehtesuminneres Wachstum“<br />
ImbeschaulichenForchtenberg sitzt eine Firma, diemustergültig für betrieblichen Umweltschutz und Nachhaltigkeit steht. DasRezept<br />
der RichardHenkelGmbH: Sie verzichtet seit vielen Jahren aufsteigendeUmsätze. VONANTONIO DEMITRI<br />
Wenn man auf Susanne<br />
Henkels Schreibtisch<br />
schaut, weiß man, wie<br />
es in ihrem Kopf aussehen muss.<br />
Es herrscht das kreative Chaos.<br />
Und das ist ausdrücklich positiv<br />
gemeint. Denn eine Stunde Zeit<br />
reicht fast nicht, um all die Projekte<br />
zuerfassen, die Henkel aus<br />
ihremLeben aufzählen kann.<br />
Sie war am Nordpol wie inder<br />
Antarktis und hat dort die Gletscher<br />
schmelzen sehen. Sie hat gesehen,<br />
unter welchen Bedingungen<br />
Waren made in China produziert<br />
werden. Sie hat mit anderen<br />
Betriebeninder Region das Netzwerk<br />
„Modell Hohenlohe“ insLeben<br />
gerufen, das sich dem nachhaltigen<br />
Wirtschaften verschrieben<br />
hat. Vier Jahre lang saß sie<br />
in der Jury der Deutschen Bundesstiftung<br />
Umwelt, sie gibt Interviews<br />
und hält Vorträge rund<br />
um das Thema Nachhaltigkeit.<br />
„Ach ja, und ich bin Taucherin“,<br />
ergänzt sie ihre schier endlose<br />
Vita. An diesem Punkt wundert<br />
sich der Zuhörer schon über gar<br />
nichts mehr.<br />
Umso größer ist das Staunen,<br />
wenn die quirlige, zierliche Frau<br />
ihrAlter verrät. „70“,sagt sieund<br />
rollt mit den Augen. Man sieht<br />
es ihr nicht an. Vielleicht liegt es<br />
an ihrem Lebensmotto: „Mut zur<br />
Veränderung“. Den hat sie mehr<br />
als einmal bewiesen. Eigentlich<br />
wollte die studierte Juristin eine<br />
Anwaltskarriere einschlagen.<br />
Ein Schwerpunkt –man ahnt es<br />
bereits: Umweltrecht. Doch dann<br />
kam der Ruf ins Unternehmen<br />
des Vaters. Der wollte seineTochterals<br />
Nachfolgerin, sonsthätte er<br />
verkauft. „Das konnte ich doch<br />
nicht zulassen.“ Und so übernahm<br />
sie den 1922 vom Großvater<br />
Richard Henkel gegründetenBetrieb.<br />
DerKlassiker –bis heute<br />
praktischunverändert<br />
Zufrieden: Susanne undKai Henkelauf der klassischenSitzliege,die<br />
ihr Großvatervor fast 80 Jahren entworfenhat.<br />
Foto: Antonio De Mitri<br />
Es war der Herzinfarkt des Großvaters<br />
1947, der dem Unternehmen<br />
eine entscheidende Wendung<br />
brachte. Bis dahin Zulieferer<br />
für die Textilindustrie ärgerte<br />
er sich über den mangelnden<br />
Sitzkomfort in seinem Kurbad.<br />
Ganz Tüftler, der er war, entwarf<br />
er in geduldiger Kleinarbeit eine<br />
bequeme, kippbare Stahlrohrliege<br />
mit„Spaghetti-Wickelung“, die<br />
zum Klassiker des Betriebs wurde<br />
und bisheutepraktisch unverändert<br />
gebaut wird. Die Pulverbeschichtung<br />
nahm die Firma<br />
selbst vor. Soentstanden die beiden<br />
Geschäftssäulen, die das Unternehmen<br />
bis heute tragen. Die<br />
komfortablen Sitzliegen gehen<br />
unter anderem an Bäder und<br />
Sanitätshäuser, Pulverbeschichtungen<br />
übernimmt Henkelfür Unternehmen<br />
wieAMG, Recarooder<br />
auch EBM-Papst.<br />
Das Besondere an den Stahlrohrmöbeln:<br />
Sie halten buchstäblich<br />
ein Leben lang. „Die Stuttgarter<br />
Bäder haben 2022 einen ganzen<br />
Satz unserer Liegen zur Reparatur<br />
vorbeigebracht“, erinnert<br />
sich die Geschäftsführerin.<br />
„Auf den Stempeln stand das Jahr<br />
1950.“ Nachhaltigkeit ist nicht<br />
nur Wesensmerkmalder Produkte<br />
aus Forchtenberg. Sie ist auch<br />
zum unabdingbaren Geschäftsprinzip<br />
geworden.<br />
Geschäftsmodell komplett<br />
umgestellt<br />
Wirtschaftsexperten würden die<br />
GmbH als klassischesBeispiel für<br />
die sogenannte Postwachstumsökonomie<br />
bezeichnen. Gemeint<br />
sind damitUnternehmen, die sich<br />
nicht dem permanenten Wachstum<br />
verschrieben haben,sondern<br />
auf den immer geringeren Verbrauch<br />
von Ressourcen, Waren<br />
und Energie setzen. Vor16Jahren<br />
stellte Susanne Henkel das Geschäftsmodell<br />
entsprechend komplett<br />
um und bewies einmal mehr<br />
„Mut zur Veränderung“. Seitdem<br />
bezieht der Betrieb seinen Strom<br />
ausschließlich aus regenerativen<br />
Energien und damit CO 2<br />
-neutral.<br />
Der Rohstoffbedarf –Pulver, Metalle,<br />
Kunststoffe, Textilien –sank<br />
von mehr als 100 auf knapp 20<br />
Tonnen pro Jahr. Mehr als zwei<br />
Drittel der Abfälle sind wiederverwertbar.<br />
Sämtliche Anlagen<br />
arbeiten abwasserfrei. Statt Leitungswasser<br />
nutzt der Betrieb Regenwasser<br />
über die hauseigenen<br />
Zisternen.<br />
Möglich machte es die Umstellung<br />
der Prozesse auf Kreislaufmanagement<br />
und einen strikten<br />
„Code of Conduct“, an den sich<br />
auch die Lieferanten zu halten haben,<br />
beispielsweise wenn es um<br />
Inhaltsstoffe, Verwertbarkeit und<br />
Herkunft der Materialiengeht.<br />
Und auch die Kunden –Bäder,<br />
Rehas, Hotels, Privatkunden –<br />
werden zur Nachhaltigkeit motiviert.<br />
Als „Facelift =Lifelong“<br />
bietet Henkel die Komplettüberarbeitung<br />
ihrer eigenen, aber<br />
auch fremder Sitzmöbel an. Das<br />
macht inzwischen ein Drittel des<br />
Möbelgeschäfts aus. Susanne<br />
Henkel: „Re-Design statt Wegwerfen.“<br />
Neue Möbel dagegen verlassen<br />
Forchtenberg nur noch in<br />
einer Stückzahl von 700 bis 800<br />
pro Jahr, deutlich weniger als<br />
noch vor20Jahren.<br />
Umsatzwachstum ist keine<br />
Option mehr<br />
Und die Firma fährt bestens damit.<br />
„Wir sind ein Familienbetrieb“,<br />
so Susanne Henkel, die<br />
vonihrem Bruder Kai bei der Leitung<br />
der Geschäfte unterstützt<br />
wird. „Wir müssennicht wachsen,<br />
schreiben aber auch kein negatives<br />
Ergebnis.“ Die beiden fühlen<br />
sich ihren 35 Beschäftigten verpflichtet.<br />
„Umsatzwachstum“, betont<br />
Susanne Henkel, „sagt nichts<br />
darüber aus, was unterm Strich<br />
für uns alle herauskommt.“ Und:<br />
„Bessere Prozesse, Einsparungen<br />
bei Energie und Materialien –uns<br />
geht es um inneres Wachstum.“<br />
Wollte die Firma beispielsweise<br />
das Geschäft mit Pulverbeschichtungen<br />
ausbauen, müssten mehr<br />
Schichten gefahren oder Anlagen<br />
zugekauft werden. „Und das“,<br />
sagt die Chefin klipp und klar,<br />
„wollen wir ganz einfach nicht.“<br />
www.richard-henkel.de<br />
ADVERTORIAL<br />
Gemeinsam für Crailsheim<br />
Handel ist zentraler Bestandteil einer attraktiven Innenstadt<br />
DieInnenstadt ist auch ein historisch gewachsener Marktplatz, der den Charakter einer Stadt bestimmt.<br />
Der Stadtmarketingverein begleitet mit neuen Konzepten, Aktionen und Beratung diese Transformation.<br />
Die Situation in Crailsheim ist<br />
beileibe kein Einzelfall. Wohl<br />
selten in der jüngeren Vergangenheit<br />
haben die Kernstädte einen<br />
größeren Bedeutungswandel<br />
erfahren, wurden von einem<br />
so durchgreifenden Umbruch<br />
erfasst.<br />
Die Kernstädte sind Treffpunkt,<br />
Anlaufstelle und Marktplatz in<br />
einem. Gerade Mittel- und Oberzentren<br />
verdanken dieser über<br />
Jahrhunderte gewachsenen Struktur<br />
ihre eigentliche Bedeutung. Während<br />
aber Gastronomie,Aktionenund<br />
Events zum einen und Einrichtungen<br />
der Verwaltung sowie der Gesundheitsversorger<br />
zum anderen, die<br />
angestammten Funktionen von<br />
Treffpunkt und Anlaufstelle bis heute<br />
nachhaltig sichern, müssen sichdie<br />
Innenstädte ihrebesondere Stellung<br />
als attraktiver Marktplatz im harten<br />
Wettbewerb mittlerweile mitviel<br />
Aufwand stets aufs Neueerarbeiten<br />
und verteidigen.<br />
Das hat vor allem damit zu tun, dass<br />
die Digitalisierung die herkömmlichenVertriebswege<br />
im Einzelhandel<br />
inden Grundfesten erschüttert. Das<br />
klassische Ladengeschäft,dessen<br />
Auftritt und Auslagen früher nicht nur<br />
das Publikum in die Stadt lockten,<br />
sondern darüber hinaus meist auch<br />
Optik und Gestaltung der Citys<br />
bestimmten, muss heute weit mehr<br />
bieten, als den reinen Abverkauf der<br />
jeweiligen Waren und Sortimente.<br />
Denn mit der Corona-Krise 2021 verschärfte<br />
sichder leise Niedergang in<br />
weiten Teilen rasant. Zwar verlagerten<br />
vieleHändler ihren Vertrieb ins<br />
Internet, um so die Umsatzverluste<br />
auszugleichen, doch dieKonkurrenz<br />
von reinen Online-Händlern undMulti-Channel-Vertriebsorganisationen<br />
scheint bisweilen übermächtig. Für<br />
eine Stadt ist der Handel als Marktplatz<br />
jedoch ungemein wichtig. Geht<br />
diese Rolle verloren, ist dies fürdie<br />
städtische Entwicklungvon enormer<br />
Bedeutung: So lag die einzelhandelsrelevanteKaufkraft<br />
in Crailsheim,<br />
die vorrangig von etwas mehr als 80<br />
Handelsgeschäften abgeschöpft wird,<br />
zuletztbei 267 Millionen Euro.Was<br />
einem Volumen von rund 7430 Euro<br />
proKopf entspricht.<br />
Zwar bewegen sichdie Horaffen<br />
damit immer noch über demLandesdurchschnitt<br />
und liegen auch über<br />
der Region Heilbronn-Franken als<br />
solches –trotzdem ist derRückgang<br />
von rund 4,5 Prozent kein Pappenstiel<br />
und letztlich auch einer der<br />
Gründe,warumauchinCrailsheim in<br />
den zurückliegenden Jahren mehrere<br />
Betriebe aufgeben mussten.„Gerade<br />
derEinzelhandel durchlebtderzeit<br />
eine sehr schwierige Phase“, erklärt<br />
Marcel Imbrogiano,Geschäftsführer<br />
des Stadtmarketingvereins,„und<br />
wir versuchenalles,umdie örtlichen<br />
Händler bei dieser Transformation<br />
nachhaltig zu begleiten undzu<br />
Maßnahmen: Neue Veranstaltungsformate wie das Food Truck-Festival sollen viel Publikum in die<br />
Innenstadt locken und so den Händlern zusätzlicheUmsatzchancen eröffnen.<br />
Foto: Archiv<br />
unterstützen.“ Neue Veranstaltungsformate<br />
wie etwadas regional ausgerichtete<br />
Food Truck-Festival oder<br />
dieCrailsheimer Markttage sollen<br />
so ein möglichst breites Publikum<br />
in dieInnenstadtführen,umdamit<br />
denansässigen Händlern zusätzliche<br />
Umsatzchancen zu eröffnen. Daneben<br />
werden den Betrieben unter<br />
anderem in Form von Workshops<br />
ganz konkrete Hilfen geboten, neue,<br />
digital aufgebaute Geschäftsmodelle<br />
für sich zu entwickeln. „Esgibthier<br />
nicht den einen Königsweg“, sagt<br />
Marcel Imbrogiano, „sondern das ist<br />
ein fortdauernder Prozess, der von<br />
vielen Firmeninhabern auch sehr viel<br />
Kreativität erfordert.“<br />
Diegroße Herausforderung:<br />
Vielen Firmeninhabern istdurchaus<br />
bewusst,dassmit einem einfachen<br />
„Weiter so“ bestenfalls der weitere<br />
Rückgang von Bestandskunden<br />
etwas abgemildert wird. Mit welchen<br />
einschneidenden Veränderungen die<br />
Wendezum Besseren erreicht werden<br />
kann, weiß aktuell niemand genau.<br />
DassService und Kundenbetreuung<br />
dabei vonzentraler Bedeutung ist,<br />
steht zweifelsfrei fest. Doch wie<br />
sieht dieser im Detailkonkret aus?<br />
Welchen direkten Nutzen können die<br />
Kunden ausden zusätzlichen Dienstleistungen<br />
ziehen? Wie lässt sich das<br />
erweiterte Angebot auch kapitalisieren?<br />
Wie verändert sich dieFunktion<br />
des Ladengeschäfts im stationären<br />
Einzelhandel alssolches?<br />
Mögen dieAntworten aufdiese<br />
Fragen auch vielfältigsein, eines<br />
aber steht trotz des anstehenden<br />
Umbruchs fest: Allen Unkenrufen<br />
zum Trotz, wird der Handel auch in<br />
Zukunft für dieStadtentwicklung eine<br />
wichtige Rolle spielen.<br />
Stadtmarketing Crailsheim e.V.<br />
Schweinemarktplatz 3<br />
74564 Crailsheim<br />
Jürgen Ulrich<br />
1.Vorsitzender<br />
Büro: +49 7951 3009391<br />
E-Mail: info@stm-cr.de<br />
www.stadtmarketingcrailsheim.de
August<strong>2024</strong> IJahrgang 23 INr. 260<br />
Kunststofftechnik 17<br />
NeuerInvestor für Illig<br />
OrlandoCapitalsteigt ein.Das weltweiteGeschäftmit Thermoform-und Verpackungssystemen sowie Services wird weitergeführt.<br />
Der Heilbronner Maschinenbauer<br />
Illig wird seinen<br />
Ende 2023 gestarteten<br />
Eigenkapital- und Restrukturierungsprozess<br />
mit dem Einstieg<br />
eines erfahrenen und auf Sondersituationen<br />
spezialisierten deutschen<br />
Mittelstandinvestors, Orlando<br />
Capital aus München, erfolgreich<br />
abschließen. Im Zuge<br />
des im April eingeleiteten Sanierungsverfahrens<br />
in Eigenverwaltung<br />
gelang es dem Unternehmen,<br />
zusammen mit den Sanierungsexperten<br />
von Grub Brugger<br />
(Stuttgart) und dem Sachwalter<br />
Dr. Tibor Braun der IBK Illig<br />
Braun Kirschnek Rechtsanwälte<br />
PartGmbB (Stuttgart), eine Investorenlösung<br />
zur Fortführung des<br />
Geschäftsbetriebs und zur strategischen<br />
Neuausrichtung des Unternehmens<br />
zu finden.<br />
Orlando Capital wird das gesamte<br />
Produktportfoliovon Illigübernehmen<br />
und die Geschäfte inallen<br />
Vertriebsregionen weltweit<br />
fortführen. Der Kaufvertrag wurde<br />
Mitte Juli unterzeichnet, der<br />
Eigentumsübergang wird für Anfang<br />
August erwartet.<br />
Illig bleibt als Marke<br />
erhalten<br />
Voraussichtlich im August wird<br />
dann eine neue Gesellschaft alle<br />
Aufgaben der Illig Maschinenbau<br />
Vertrag: DieEigentumsübergabe des Herstellersvon recyclingfähigenKunststoff- und Kartonverpackungenwird fürAnfang August erwartet. Foto: Illig<br />
GmbH übernehmen. Hierfür werden<br />
alle Sachwerte und der gesamte<br />
Geschäftsbetrieb des Maschinenbauers<br />
auf die neue Gesellschaft<br />
übertragen. Die Weiterführung<br />
der Marke Illig sowie<br />
des bestehenden Produktportfolios<br />
anThermoform- und Verpackungssystemen<br />
in allen Vertriebsregionen<br />
ist somitgesichert.<br />
Neben dem Erwerb wird Orlando<br />
Capital erhebliche Barmittel in Illig<br />
investieren, um das Unternehmen<br />
nachhaltig als Marktführer<br />
aufzustellen.Die Übernahme wird<br />
ausschließlich mit Eigenkapital<br />
finanziert und zielt auf eine sehr<br />
hohe Eigenkapitalquote.<br />
Gemeinsam mitdem neuen Investor<br />
blickt die Geschäftsführung<br />
positiv in die Zukunft: „Nach wie<br />
vor ist Illig weltweiter Technologietreiber<br />
und gilt als eine starke<br />
und international breit aufgestellte<br />
Qualitätsmarke imBereich der<br />
Entwicklung undHerstellung leistungsstarker<br />
Maschinen für Verpackungen<br />
und Thermoformen“,<br />
wie das Unternehmen in einer<br />
Pressemitteilung schreibt.<br />
Mit dem Einstieg eines finanzstarken<br />
Investors will das Heilbronner<br />
Unternehmen künftig wieder<br />
verstärkt indie Entwicklung<br />
neuer Technologien und Innovationen<br />
investieren. Zeitgleich fokussiert<br />
sich das Unternehmen<br />
noch stärker auf das internationale<br />
Wachstum und die weitere<br />
Entwicklung strategisch wichtiger<br />
Produktfelder und Märkte.<br />
Schon im September wird Illig auf<br />
der Messe Fachpack in Nürnberg<br />
eine Produktneuheit für nachhaltige<br />
Verpackungen vorstellen. Das<br />
Unternehmen erweitert mit einem<br />
System für die Verarbeitung von<br />
trockenen Naturfasern (engl. Dry<br />
Fiber)sein Portfolio an leistungsstarken<br />
Verpackungsmaschinen<br />
und unterstreicht seinen Anspruch,<br />
die Kunden weltweit bei<br />
der Reduktion von Kunststoff sowie<br />
der Entwicklung von ressourcenschonenden<br />
und kreislauffähigen<br />
Verpackungslösungen zu<br />
begleiten.<br />
NachhaltigeVerpackungslösungenfür<br />
dieZukunft<br />
Für die kommenden Jahre zeigt<br />
sich Illig optimistisch: In einem<br />
dynamischen Marktumfeld werden<br />
Verpackungen künftig weiterhin<br />
ein unverzichtbarer Bestandteil<br />
von Marken-Produkten<br />
sein und insbesondere im Bereich<br />
Produktschutz noch mehr<br />
Funktionalitäten erfüllen. Gleichzeitig<br />
steigen die Anforderungen<br />
an die Nachhaltigkeit der Produkte.<br />
Das Maschinenbauunternehmen<br />
möchte dieseweltweiten Megatrends<br />
durch das vorhandene<br />
Know-how, die Technologien und<br />
Services mitbedienen, wie auch<br />
eigene innovative Akzente für die<br />
Verpackungstechnologiender Zukunft<br />
setzen.<br />
pm<br />
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Transparenz über diepolitischenVorhaben<br />
Der GesamtverbandKunststoffverarbeitendeIndustrie begrüßt den vomBundesministerium fürUmwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und<br />
Verbraucherschutz vorgelegten Entwurfeiner Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie.<br />
Bedeutender Wirtschaftszweig<br />
Die kunststoffverarbeitendeIndustrieinDeutschland ist mit einem<br />
Jahresumsatz von etwa 72,5 Milliarden Euro und 319.264 Beschäftigten<br />
in über 2997Betrieben einer der bedeutendstenWirtschaftszweige<br />
in Deutschland.<br />
Die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich<br />
durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette<br />
aus. Kunststoffe werden zu Verpackungen, Baubedarfsartikeln,<br />
technischen Teilen, Halbzeugen, Konsumwaren und vielen anderenProdukten<br />
verarbeitet.<br />
Nutzen: Leichtbau-Komponenten aus Kunststoff helfen, Gewichtund CO 2<br />
einzusparen.<br />
Der Erarbeitung der Nationalen<br />
Kreislaufwirtschaftsstrategie<br />
(NKWS) war ein<br />
mehrmonatiger Konsultationsund<br />
Dialogprozess unter Einbeziehung<br />
vieler Stakeholder und<br />
unter Federführung des Bundesministeriums<br />
für Umwelt, Naturschutz,<br />
nukleare Sicherheit und<br />
Verbraucherschutz (BMUV) vorausgegangen.<br />
Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende<br />
Industrie e.V. (GKV)<br />
begrüßt, dass das BMUV mit der<br />
NKWS innovative Konzepte zur<br />
Kreislaufwirtschaft mit Kunststoffen<br />
aus dem Dialogprozess aufgreift.<br />
„Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie<br />
erkennt den<br />
großen gesellschaftlichen Nutzen<br />
von Kunststoffenund dieNotwendigkeit<br />
weiterer Anstrengungen<br />
auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft<br />
mit Kunststoffen an.<br />
Zugleich wird mit dem Strategie-<br />
EntwurfTransparenzüber die politischen<br />
Vorhaben der Bundesregierung<br />
zur Verwirklichung der<br />
Kreislaufwirtschaft mit Kunststoffen<br />
geschaffen“, sagt GKV-Hauptgeschäftsführer<br />
Dr.Oliver Möllenstädt.<br />
Besonders positiv bewertet<br />
der Verband der kunststoffverarbeitendenIndustrie,dass<br />
sich die<br />
Bundesregierung für die Einführung<br />
polymerspezifischer Substitutionsquoten<br />
auf Ebene der Europäischen<br />
Union als sinnvolle<br />
Ergänzung produktbezogener<br />
Foto: NPG-Archiv<br />
Rezyklateinsatzquoten einsetzen<br />
will.<br />
Darüber hinaus unterstützt der<br />
Verband, dass die Bundesregierung<br />
die Einführung eines Zertifikatehandelssystems<br />
auf EU-Ebene<br />
prüfenwill. DamitkönntenUnternehmen,<br />
die ihre Ziele beim Rezyklateinsatz<br />
übertreffen, Zertifikate<br />
an Unternehmen verkaufen,<br />
bei denen die Umstellung auf Sekundärmaterial<br />
mit höheren Kosten<br />
verbunden ist. So können Rezyklateinsatzquoten<br />
effizient erreicht<br />
werden.<br />
„Die Vorschläge der Nationalen<br />
Kreislaufwirtschaftsstrategie<br />
helfen, bestehende Hürden der<br />
Transformation zu überwinden.<br />
Deutschland kann damit auf Ebene<br />
der EUwieder zum Motor der<br />
Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe<br />
werden“,kommentiert Dr.Isabell<br />
Schmidt, Geschäftsführerin Kreislaufwirtschaft<br />
der IK Industrievereinigung<br />
Kunststoffverpackungen,<br />
Trägerverband des GKV.<br />
DURCHWACHSEN Bereits im<br />
Juni zog der Gesamtverband eine<br />
durchwachsene Bilanz der bisherigen<br />
Umsetzung der europäischen<br />
Strategie für Kunststoffe<br />
in der Kreislaufwirtschaft: 2018<br />
verabschiedete die Europäische<br />
Kommission erstmals eine europäische<br />
Strategie für Kunststoffe<br />
in der Kreislaufwirtschaft, die<br />
seitens der Wirtschaft auch mit<br />
Hoffnungen auf zusätzliche Wertschöpfung<br />
verbunden war. Diese<br />
Hoffnungen haben sich bisher<br />
kaum erfüllt. Besorgnis erregt<br />
stattdessen der enorme Zuwachs<br />
an Bürokratie und neuen, teilweise<br />
unzureichend durchdachten<br />
Rechtsvorschriften. „Kunststoff<br />
ist in vielen Fällen die grünere<br />
Lösung. Die Transformation der<br />
Kunststoffindustrie zur Kreislaufwirtschaft<br />
istsehr komplex. Es ist<br />
sinnvoll, einen Schritt nach dem<br />
nächsten zu gehen“, sagte Dr.Helen<br />
Fürst, Präsidentin des GKV. pm<br />
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18 Firmen&Märkte<br />
August <strong>2024</strong> IJahrgang23INr. 260<br />
Den Trendsauf der Spur<br />
Der Crailsheimer Datenspezialist Stollvon Gáti lässt die Gästeseiner Sommerlounge<br />
hinterdie Kulissender Branche blicken. VONMARIUS STEPHAN<br />
Einmal im Jahr zeigt die Digitalagentur<br />
Stoll von Gáti<br />
den geladenen Gästen seiner<br />
Sommerlounge die Trends<br />
der Brancheund dieeigene Leistungsfähigkeit.<br />
Und so verwundert<br />
es auch nicht, dass kürzlich<br />
zwischen Exponaten wie einer<br />
durchsichtigen LED-Wand<br />
und einem echten 3D-Display,<br />
das mit Gesten gesteuert werden<br />
kann,auch Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen<br />
zur<br />
Schau standen und das Unternehmen<br />
zudem seine Expertise<br />
darin zeigte, großen Datenmengen<br />
Struktur zu geben und sie<br />
präzise zu verarbeiten. Die Liste<br />
der Referenzen istlang: Unternehmen<br />
wie Würth, Gemü oder<br />
Panasonic gehören zumKundenkreisder<br />
CrailsheimerSpezialisten.<br />
Zu den Anwendungsfällen<br />
von Stoll von Gáti gehören zum<br />
Beispiel Messeauftritte, digitale<br />
Produktpräsentationen oder<br />
die Konzeption von geführten<br />
3D-Anwendungen, welche ein<br />
Produkt und seine Verwendung<br />
intuitiverklären.<br />
Gerald Bumann, Mitglied der Geschäftsleitung<br />
bei Stoll von Gáti,<br />
wagt den Blick in dieZukunft:KI<br />
sei –natürlich –ein ganzgroßes<br />
Sommerlounge: Ob transparente LED-Wand, die Animation zu einer ganzen Produktreihe des Ventilherstellers<br />
Gemü oder virtuelleWeltenhinter der 3D-Brille: Stollvon Gáti zeigtsein Portfolio. Foto: Marius Stephan<br />
Thema. „Nachrichtensprecher<br />
zum Beispiel, könnte es bald<br />
nicht mehr geben“, mutmaßt er.<br />
DieTechnologiesei so weit, eine<br />
künstlichePerson jedweder Kulturund<br />
Sprache zu erstellen, die<br />
perfekt die Nachrichten leseund<br />
präsentiere.<br />
VORTRAG Digitalexperte und<br />
Coach Aiko Karaschewitz sprach<br />
in seinem Vortrag darüber, wie<br />
die Digitale Transformation gemeistert<br />
werden kann. Wie jede<br />
tiefgreifende Veränderung verursacht<br />
auch diese, die invielen<br />
Firmen aktuell ansteht, Widerstände.<br />
Karaschewitz empfiehlt,<br />
diese zu klassifizieren,<br />
denn je nachdem, welchen Widerstand<br />
ein Mitarbeiter dem<br />
Veränderungsprozess entgegenbringt,<br />
benötigt esandere Maßnahmen,<br />
umden Widerstand zu<br />
überwinden.<br />
Zum Beispiel werde bei Projektionswiderstand<br />
ein Informationsdefizit<br />
durch Vermutungen gefüllt.<br />
Hier gelte es, sachlich und<br />
mit vielen Fakten klar zu kommunizieren.<br />
Kulturellen Widerständen,<br />
also Bedenken, die Veränderung<br />
ginge gegen die Werte<br />
des Unternehmens, begegnet<br />
man hingegen am besten „mit eigenen<br />
Erfahrungen oder Storytelling“,<br />
weiß Karaschewitz. „Die<br />
verschiedenen Widerstandstypen<br />
können auch gleichzeitig auftreten.<br />
Das ist wie Krankheiten<br />
beim Arzt: Man kann mehreDinge<br />
gleichzeitig haben“, sagt der<br />
Coach.<br />
www.stollvongati.com<br />
ZukunftimBlick<br />
Der PersonaldienstleisterTemperso erreichtmit dem<br />
50. Auszubildenden einenMeilenstein seiner Geschichte.<br />
Die Ausbildung junger Menschen<br />
ist ein zentraler Bestandteil<br />
der Unternehmensphilosophie<br />
von Temperso.<br />
„Seit 2009 haben wir über 50<br />
Auszubildende erfolgreich ausgebildet“,<br />
verkündet GeschäftsführerTobias<br />
Glass stolz. DieserMeilenstein<br />
ist für ihn nicht nur ein<br />
Beweis für das Engagement und<br />
die Qualität der Temperso-Ausbildungsprogramme,<br />
sondern auch<br />
für die Hingabe und den Fleiß der<br />
Auszubildenden und Ausbilder<br />
des Crailsheimer Personaldienstleisters.<br />
Die erste Auszubildende aus dem<br />
Jahr 2009 feiert indiesem Jahr<br />
ihr 15-jähriges Betriebsjubiläum<br />
bei Temperso.„Stefanie Kliem hat<br />
eine beachtliche berufliche Laufbahn<br />
bei uns durchlaufen. Über<br />
den Bildungsträger BBQ ist sie im<br />
Januar 2009 zu uns gekommen<br />
und hat mit einem achtmonatigen<br />
Praktikum in unserer Zentrale in<br />
Crailsheim gestartet. Im September<br />
2009 hat sie ihre Ausbildung<br />
zur Kauffrau für Büromanagement<br />
in unserer Niederlassung<br />
in Künzelsau begonnen. Nach erfolgreichem<br />
Abschluss ihrer Ausbildung<br />
im Jahr 2012 wurde sie<br />
in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis<br />
als Assistenz in Künzelsau<br />
übernommen. Bereits 2013 bildete<br />
sie sichzum Ausbilder weiter<br />
und konnte ab sofort selbst Auszubildende<br />
ausbilden. Als Personalsachbearbeiterin<br />
ging ihr Karriereweg<br />
weiter. In2014 wechselte<br />
sie als HR Payroll Supportin<br />
die Zentrale in Crailsheim, wo sie<br />
seit 2020 als HR Payroll Specialist<br />
bei uns beschäftigt ist. Der beruflichen<br />
Laufbahn sind keine Grenzen<br />
gesetzt“, berichtet Geschäftsführer<br />
Jochen Rummel.<br />
Das Temperso-Ausbildungsprogramm<br />
ist darauf ausgelegt, jungen<br />
Menschen nicht nur Fachwissen<br />
zuvermitteln, sondern sie<br />
auch auf die Herausforderungen<br />
des modernen Arbeitsmarktes<br />
vorzubereiten. „Dabei legen wir<br />
großen Wert auf eine praxisnahe<br />
Schulung zu Beginn der Ausbildung.<br />
Jedes Jahr Anfang September<br />
starten wir mit einem dreitägigen<br />
Workshop für unsere neuen<br />
Auszubildenden“, erklärt Geschäftsführer<br />
Glass.<br />
„Wir haben uns auf die für unsere<br />
Branche speziell ausgerichteten<br />
zwei Ausbildungsberufe fokussiert<br />
– Personaldienstleistungskaufleute<br />
und Kaufleute für Büromanagement“,<br />
betont Rummel.<br />
Personaldienstleistungskaufleute<br />
sindnicht nur in der Branche gefragt,<br />
sondern überall, wo es um<br />
Personal geht.<br />
pm<br />
www.temperso.de<br />
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Nachhaltig modernisieren und Kosten senken<br />
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auch Zeit und bürokratischen Aufwand. Der<br />
Prozess der Kreditvergabe ist unkompliziert<br />
und schnell, sodass Sie keine langen Wartezeiten<br />
befürchten müssen und zügig mit<br />
Ihren Maßnahmen fortfahren können. Selbst<br />
wenn Sie schon mit Ihren Renovierungs-oder<br />
Modernisierungsarbeiten begonnen haben,<br />
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etwas für sich, seine Familie und seine Altersvorsorge.<br />
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Jörg Pfänder,<br />
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Deltrianwächst weiter<br />
Das Crailsheimer Unternehmen erreicht seine Wachstumsziele und<br />
erweitert sein Geschäftsfeld. VONMARIUS STEPHAN<br />
Erfolgreich: DasTeam vonDeltrian Deutschland blickt auf ein gutes<br />
Jahr zurück: Julia Frasch, Karina Bäcker,Viktoria Kalinski, Chris Barth,<br />
Katharina Jaremkound Geschäftsführer Ulric Serné (v.li.). Foto: mst<br />
Wir sind richtig gewachsen“,<br />
freut sich GeschäftsführerUlric<br />
Serné.<br />
Deltrian konnte seinenUmsatz im<br />
Zweijahresschnitt verdreifachen.<br />
Die Mitarbeiterzahl amStandort<br />
stieg seit 2022 von neun auf 14<br />
Mitarbeiter an.<br />
Das Produkt der 2021 in Crailsheim<br />
angesiedelten Unternehmung<br />
ist saubere Luft. Diese stellt<br />
Deltrian seinen Kunden mit Filtersystemen<br />
und Dienstleistungen<br />
zur Verfügung. Zum Einsatz<br />
kommt dies zum Beispiel<br />
in Lackierstraßen. Dort ist eine<br />
kontrollierte Umgebung mit einergenau<br />
festgelegten Anzahl von<br />
Partikeln in der Luft für ein perfektes<br />
Lackierergebnis unerlässlich.<br />
Deltrian plant, installiert und<br />
wartet die Anlagen,die diesespezielle<br />
Luft erstellen. „Wir sindimmer<br />
noch sehr fokussiert auf die<br />
Automobilindustrie und deren<br />
Zulieferer. Unser Wachstum ist<br />
ein Resultat aus unserer sehr guten<br />
Betreuung dieser Kunden“,<br />
erklärt Serné. Das Unternehmen<br />
ist auch im Bereich Flüssigkeitsfilterfür<br />
seine Kunden da. „Dieses<br />
Geschäft wollen wirnun mehr forcieren“,<br />
sagt Serné. Deltrianstellt<br />
die Filter im eigenen Werk in China<br />
her und verteilt sie über Deltrian<br />
DeutschlandinganzEuropa.<br />
Knapp fünf Millionen EuroUmsatz<br />
erwirtschaftete Deltrian Deutschland<br />
im vergangenen Jahr.Ein Ergebnis,<br />
mit dem Serné zufrieden<br />
ist. Zwar musste es aufgrund des<br />
Auftragsrückgangs in der Automobilindustrie<br />
etwas nach unten<br />
korrigiert werden, der Geschäftsführer<br />
blickt trotzdem optimistisch<br />
nach vorn. Für ihn ist dies<br />
eine Herausforderung, der man<br />
sichstellen müsse.Imletzten Jahr<br />
konnte Deltrian auch deshalb<br />
wachsen, weil sich das Team bei<br />
seinen Kunden einen guten Namen<br />
erarbeitet hat –dies habe<br />
sich inFolgeaufträgen niedergeschlagen<br />
–und weil die Kunden<br />
dem Crailsheimer Unternehmen<br />
gegenüber „sehr loyal“ geworden<br />
sind. „Unsere Mitarbeiter kommen<br />
nicht jeden Tag hierher, um<br />
Zeit gegen Geld zu tauschen, sondern<br />
umetwas zu erreichen: für<br />
sich, für die Firma und auch für<br />
die Kunden“, sagt Serné.<br />
Deltrian engagiert sich in seinem<br />
Wirken auch sozial. Zwei Mitarbeiter<br />
kommen aus problematischen<br />
Verhältnissen und Serné<br />
und sein Team haben sich<br />
bewusst entschieden, ihnen eine<br />
Perspektive zubieten. „Beide haben<br />
sich hervorragend entwickelt<br />
und kommen mit Freude in die<br />
Arbeit“, freut sichSerné.<br />
Ein weiterer Wachstumsfaktor<br />
für das Unternehmen sind kleine<br />
Erweiterungen in verwandten<br />
Geschäftsfeldern, so kann Deltrian<br />
als Luft- und Filterspezialist<br />
nun zum Beispiel auch Klimaanlagen<br />
nach bestimmten Industrienormen<br />
überprüfen.<br />
„Wir werden weiter wachsen“,<br />
blickt Serné in die Zukunft. Er will<br />
den Bekanntheitsgrad von Deltrian<br />
perspektivisch weiter steigern.<br />
Zunächst soll das rasante<br />
Wachstum der vergangenen Jahre<br />
aber stabilisiertwerden.<br />
Deltrian Deutschland ist Teil der<br />
belgischen Deltrian Holding, die<br />
über 14 Ländergesellschaftenverfügt.<br />
DerUmsatz liegt bei rund 50<br />
Millionen EuroimJahr.<br />
www.deltrian.com
ADVERTORIAL<br />
Leistungen der Arbeitgeberverbände<br />
Heilbronn-Franken<br />
Die Mitgliedsunternehmen haben einen starken Partner<br />
an ihrer Seite. Juristen, Ingenieure und Bildungsexperten<br />
beraten und unterstützen sie bei ihrer täglichen Arbeit,<br />
angefangen bei Fragen zum Arbeits- und Sozialrecht über<br />
organisatorische Aspekte bis hin zur Fachkräftesicherung.<br />
Fünf Juristinnen und Juristen beraten die Region<br />
in einem Netzwerk von baden-württembergweit<br />
mehr als 90 Kolleginnen und Kollegen<br />
im Arbeits- und Sozialrecht. Dies betrifft alle<br />
Bereiche des Individualarbeitsrechts, von der<br />
Arbeitsvertragserstellung bis hin zum Zeugnis. Weiterer zentraler<br />
Punkt ist die Beratung bei der betrieblichen Mitbestimmung<br />
sowie juristische Begleitung von Verhandlungen mit Betriebsräten<br />
und Gewerkschaften. Daneben vertritt der Verband Mitgliedsunternehmen<br />
in allen Instanzen der Arbeits- und Sozialgerichte.<br />
Seminare, Leitfäden und Legal-Tech-Angebote zu arbeits- und<br />
sozialrechtlichen Fragestellungen runden das Leistungsangebot ab.<br />
Die Mitgliedsunternehmen können dabei auf eine jahrzehntelange<br />
Erfahrung vertrauen.<br />
Der Verbandsingenieur unterstützt in einem<br />
Netzwerk von baden-württembergweit insgesamt<br />
19 Ingenieurinnen und Ingenieuren<br />
zum Beispiel bei der Arbeitszeit- und Entgeltgestaltung<br />
oder der Optimierung von<br />
Arbeitsbedingungen. Auch die Themen Prozessoptimierung,<br />
Produktivitätsmanagement sowie Arbeitssicherheit und Betriebliches<br />
Gesundheitsmanagement sind im Dienstleistungskatalog<br />
enthalten. Ziel ist der Erhalt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.<br />
Arbeitsmarkt, Arbeitsverwaltung und Fachkräftemanagement<br />
sind wichtige Tätigkeitsfelder der<br />
Arbeitgeberverbände. Dafür setzen sie sich in der<br />
Politik und in der Selbstverwaltung der Agentur<br />
für Arbeit ein.<br />
Als Partner der Bildungspolitik setzen sich die<br />
Arbeitgeberverbände für ein leistungsfähiges<br />
Bildungssystem ein. Spezielle Arbeitskreise beschäftigen<br />
sich mit Fragen der Berufsausbildung<br />
und der Hochschulpolitik und entwickeln Konzepte<br />
entlang der Bildungsbiografie – angefangen in Kindergärten<br />
und Schulen, über Berufsausbildung und Hochschulen bis hin zum<br />
Beruf, zum Beispiel im MINT-Bereich.<br />
Die Arbeitgeberverbände Heilbronn-Franken<br />
geben ihren Mitgliedsunternehmen eine Stimme<br />
und setzen sich für deren Interessen in Politik<br />
und Gesellschaft ein.<br />
Die den Arbeitgeberverbänden beigetretenen<br />
Unternehmen haben Zugang zu einem Mitgliederbereich.<br />
Neben aktuellen Informationen<br />
zu Themen der Verbandsfachbereiche (Arbeitsund<br />
Sozialrecht, Arbeitsmarktpolitik, Bildung<br />
und Kommunikation) können sie an exklusiven Arbeitskreisen<br />
und Veranstaltungen teilnehmen. Die Rundschreiben können von<br />
mehreren Mitarbeitern in den Mitgliedsunternehmen abonniert<br />
werden.<br />
Südwestmetall / Unternehmensverband Südwest e. V.<br />
Heilbronn / Region Franken<br />
Ferdinand-Braun-Straße 18<br />
74074 Heilbronn<br />
Telefon 07131/9449-19<br />
ernstberger@suedwestmetall.de<br />
https://heilbronn.suedwestmetall.de<br />
Twitter: J_Ernstberger<br />
LinkedIn ® : Bezirksgruppe Heilbronn-Franken<br />
https://www.linkedin.com/company/bezirksgruppeheilbronn-region-franken<br />
Kennzahlen als Basis<br />
für die variable Vergütung<br />
Michael Schlack;<br />
Verbandsingenieur Foto: Südwestmetall<br />
Die Gestaltung der Grund- und leistungsbezogenen<br />
Vergütung ist eine<br />
wesentliche Aufgabe der Personalarbeit.<br />
Sie beeinflusst in hohem Maß<br />
das Arbeits- und Leistungsverhalten der<br />
Mitarbeiter. Ein auf die Unternehmensstrategie<br />
und -ziele ausgerichtetes<br />
Vergütungssystem unterstützt nicht<br />
nur den Führungsprozess, indem es<br />
einen definierten Orientierungsmaßstab<br />
bietet, sondern hilft auch, die Blickrichtung<br />
aller Beschäftigten auf eben<br />
diese Ziele zu lenken.<br />
Die variable Vergütung auf Basis von<br />
Kennzahlen hat in der Metall- und<br />
Elektroindustrie eine lange Tradition.<br />
Gemäß der wissenschaftlichen Betriebsführung<br />
nach Taylor wurden<br />
manuelle Tätigkeiten in der Fertigung,<br />
Montage und Logistik schon früh auf<br />
Basis von mengenbezogenen Kennzahlen<br />
wie der Ausbringungsmenge<br />
vergütet. Auch wenn der Großteil der<br />
heutigen Arbeitsplätze ganz anders<br />
aussieht als zu Taylors Zeiten – die<br />
Idee, Kennzahlen zu definieren, die das<br />
Leistungsergebnis der Beschäftigten<br />
widerspiegeln und diese Beschäftigten<br />
danach zu vergüten, hat bis heute nicht<br />
an Attraktivität eingebüßt. Mehr noch,<br />
in Zeiten zunehmender Digitalisierung<br />
und Automatisierung, stellt sich<br />
häufiger die Frage nach Maßstäben,<br />
anhand derer die Arbeit des Beschäftigten<br />
bewertet werden kann.<br />
Vor dem Hintergrund einer zunehmenden<br />
sowohl organisatorischen<br />
als auch technischen Vernetzung von<br />
Arbeitsbereichen treten Aspekte wie<br />
Kommunikation, die Weitergabe von<br />
Wissen und bereichsübergreifende<br />
Zusammenarbeit in den Vordergrund.<br />
Arbeitsplätze, an denen Leistungsergebnisse<br />
autonom und unabhängig<br />
von anderen Bereichen erzielt werden,<br />
finden sich immer seltener. Selbst in der<br />
direkten Fertigung, die jahrzehntelang<br />
als typischer Anwendungsbereich des<br />
individuellen Leistungsentgelts galt, ist<br />
der Output mehr und mehr von benachbarten<br />
Bereichen, wie der Instandhaltung,<br />
der Arbeitsvorbereitung oder<br />
der Logistik abhängig. Da erscheint es<br />
nur folgerichtig, den Blick weg von ausschließlich<br />
individuellen, arbeitsplatzbezogenen<br />
Mengenkennzahlen, hin auf<br />
alternative Größen, auch übergreifende<br />
gruppen-, bereichs- oder unternehmensbezogene<br />
Ziele und Kennzahlen<br />
zu richten und diese in die Gestaltung<br />
des Leistungsentgelts miteinzubinden.<br />
Kennzahlenbasiertes Leistungsentgelt<br />
als Komponente der Gesamtvergütung<br />
In den nachfolgenden Betrachtungen<br />
wird das Leistungsentgelt als eine leistungsabhängige<br />
variable Komponente<br />
der Gesamtvergütung betrachtet, die<br />
sich auf Basis von mess- und zählbaren<br />
Bestimmungsgrößen ergibt (s.<br />
Abbildung 1).<br />
Den mengenmäßig größten Anteil an<br />
der Vergütung bildet hierbei üblicherweise<br />
das Grundentgelt, welches<br />
sich aus der übertragenen Arbeitsaufgabe<br />
ergibt und in der Regel über den<br />
zeitlichen Verlauf konstant bleibt.<br />
Die Bemessung des Leistungsentgelts<br />
über Kennzahlen ist als tarifliche Entgeltmethode<br />
in der Metall- und Elektroindustrie<br />
definiert. Die Ergebnisse der<br />
jährlichen Effektiventgelterhebung, die<br />
von Gesamtmetall, dem Dachverband<br />
der Arbeitgeberverbände der Metall-<br />
Abbildung 1: Grundsätzlicher Aufbau eines Entgeltsystems<br />
und Elektroindustrie durchgeführt wird,<br />
zeigen, dass rund 20 % der Beschäftigten<br />
mit einem kennzahlenbasierten<br />
Leistungsentgelt vergütet werden. In<br />
den letzten Jahren ist dieser Anteil<br />
aufgrund der hohen Anforderungen<br />
an die Sicherung der Voraussetzungen<br />
für diese Entgeltmethode rückläufig (s.<br />
Tabelle 1).<br />
Die nachfolgenden Ausführungen<br />
basieren auf den gewonnenen<br />
Erfahrungen der Gestaltung von kennzahlenbasierten<br />
Leistungsentgelten<br />
in der Metall- und Elektroindustrie.<br />
Sie sind in dieser Branche teils im<br />
tariflichen, teils im außertariflichen<br />
Bereich einsetzbar sowie auf andere<br />
Branchen übertragbar.<br />
Vorzüge und Risiken der Nutzung von<br />
Kennzahlen für die Entgeltgestaltung<br />
Kennzahlen sind charakteristische<br />
Zahlenwerte, die der Information, der<br />
Entscheidungsfindung, der Begründung<br />
und Bewertung von Maßnahmen<br />
dienen. Sie können sich auf den Betrieb<br />
insgesamt, auf einzelne Abteilungen,<br />
Bereiche, Arbeitsplätze oder aber auch<br />
auf mehrere bzw. einzelne Beschäftigte<br />
beziehen. Kennzahlen werden eingesetzt,<br />
um Daten und Informationen<br />
aufzubereiten und zueinander in<br />
Beziehung zu setzen, um betriebliche<br />
Gegebenheiten (z. B. Arbeitsaufwand,<br />
Durchlaufzeit) zu beschreiben und zu<br />
bewerten. Darauf basierend können<br />
Maßnahmen zur Optimierung der Geschäftsprozesse<br />
abgeleitet, realisiert und<br />
deren Umsetzungsergebnisse wiederum<br />
erfasst werden (SWM 2016).<br />
Der Zweck von Kennzahlen ist somit die<br />
effiziente Steuerung und Überwachung<br />
eines Unternehmens und seiner Leistungserstellungsprozesse.<br />
Kennzahlen<br />
sollen eine Kommunikation auf Basis<br />
von Zahlen, Daten und Fakten unterstützen:<br />
• Gemeinsame Kommunikationsbasis:<br />
Worüber reden wir?<br />
• Handlungsbedarfe erkennen: Wo<br />
müssen wir uns verbessern?<br />
• Maßnahmen ableiten: Was müssen<br />
wir tun?<br />
• Erfolgskontrolle: Waren Maßnahmen<br />
erfolgreich?<br />
Die Auswahl der richtigen Kennzahlen ist<br />
nicht immer einfach, aber wesentlich für<br />
die Angemessenheit und die Nützlichkeit<br />
ihrer Aussagen.<br />
Hinweis:<br />
Der Normalfall im Betrieb sollte sein,<br />
dass Kennzahlen für die Ermittlung von<br />
Leistungsergebnissen mit Ziel der Entgeltfindung<br />
Ableitungen der vorhandenen<br />
betrieblichen Kennzahlen sind!<br />
Bei der Anwendung eines kennzahlenbasierten<br />
Leistungsentgelts wird das<br />
Leistungsergebnis anhand ausgewählter<br />
Merkmale durch einen Vergleich mit<br />
zuvor festlegten Vorgaben ermittelt.<br />
Diese Vorgaben (Leistungserwartungen,<br />
„Soll“) werden entweder methodisch<br />
ermittelt oder auf der Grundlage von<br />
Daten vereinbart. Wichtig ist jedoch,<br />
dass sie bereits vor der Ausführung des<br />
Arbeitsauftrags bekannt und angemessen<br />
sind. In einer Betriebsvereinbarung<br />
sind die Leistungsmerkmale und deren<br />
Konkretisierung durch Kennzahlen,<br />
sowie das Verfahren zur Festlegung der<br />
Vorgaben und die Leistung-Entgelt-Relation<br />
mit dem Betriebsrat zu vereinbaren.<br />
Wie alle Entgeltmethoden beinhaltet<br />
die Nutzung von Kennzahlen für die<br />
Entgeltgestaltung sowohl Vorzüge als<br />
auch Risiken.<br />
Zu den Vorzügen zählen:<br />
Jahr<br />
Zeitentgelt/Beurteilen<br />
- objektive, mess- und/oder zählbare<br />
Bestimmungsgrößen<br />
- vielfältige Bestimmungsgrößen<br />
anwendbar<br />
- Kombination mehrerer Bestimmungsgrößen<br />
möglich (dadurch Vorgabe<br />
mehrdimensionaler Zielrichtungen)<br />
- hohe Transparenz bei klar herausgearbeitetem<br />
Zusammenhang von<br />
Leistungsergebnis und Entgelt<br />
- häufig zeitlich aktuelle Ermittlung der<br />
Leistungsergebnisse möglich<br />
- Unterstützung der strukturalen<br />
Führung bei Wahl geeigneter Kennzahlen<br />
- vielseitig anwendbar, auch bei einem<br />
hohen Anteil unbeeinflussbarer Zeiten<br />
(z. B. lange Maschinenlaufzeiten)<br />
- finanzieller Anreiz zur Erfüllung der<br />
Kennzahlen für die Beschäftigten unterstützt<br />
das Erreichen der gewählten<br />
Kennzahl für den betrieblichen Erfolg<br />
Zu den Risiken zählen:<br />
- teilweise hoher Aufwand für die Ermittlung<br />
und Pflege von Soll-Werten sowie<br />
die Erfassung und Auswertung von<br />
Ist-Werten<br />
- Festlegung der Soll-Vorgaben erfolgt<br />
bereits im Vorfeld, unvorhergesehene<br />
Entwicklungen können zu Verwerfungen<br />
im Entgelt führen<br />
- Gefahr eines „sich Einschließens“<br />
der Mitarbeiter auf die festlegten<br />
Kennzahlen, sodass andere Ziele und<br />
Arbeitnehmerstruktur nach Entgeltmethoden<br />
(Anteile in %)<br />
Kennzahlenvergleich/<br />
Akkord-/Prämienentgelt<br />
Zielvereinbarung/-<br />
entgelt<br />
20<strong>08</strong> 72,1 27,0 0,9<br />
2009 72,8 26,7 0,5<br />
2010 72,7 26,9 0,5<br />
2011 73,1 26,3 0,5<br />
2012 74,4 24,1 1,5<br />
2013 78,6 20,9 0,5<br />
2014 79,7 19,7 0,6<br />
2015 80,2 18,7 1,1<br />
2016 80,6 18,3 1,1<br />
2017 79,9 17,7 2,4<br />
2018 79,7 17,4 2,9<br />
Tabelle 1: Arbeitnehmerstruktur nach Entgeltmethoden in der M+E-<br />
Industrie (Gesamtmetall 2019)<br />
Aufgaben, die davon nicht betroffen<br />
sind, weniger beachtet werden<br />
- Aufwand für dynamische Anpassung<br />
der Vorgaben auf Grund von<br />
organisatorischen und technischen Veränderungen<br />
im Arbeitssystem<br />
- Sicherung der Transparenz stellt hohe<br />
Anforderungen an die Datenqualität<br />
und Nachvollziehbarkeit<br />
Ein auf Kennzahlen gestütztes Leistungsentgelt<br />
ermöglicht eine relativ<br />
objektive Leistungsmessung, bedingt<br />
dazu aber eine gute Datenqualität. Diese<br />
Datenqualität auf Dauer sicherzustellen,<br />
kann, trotz sich stetig entwickelnder<br />
technischer Möglichkeiten einen nicht<br />
unerheblichen Aufwand darstellen. Aus<br />
diesem Grund wird oftmals empfohlen,<br />
bei der Entgeltgestaltung auf Daten<br />
zurückzugreifen, die im Unternehmen<br />
ohnehin bereits erhoben werden.<br />
Wichtig ist dabei jedoch die Anreizwirkung<br />
dieser Kennzahlen zu beachten,<br />
das heißt sich zunächst die grundsätzliche<br />
Frage zu stellen: „Für was möchte<br />
das Unternehmen überhaupt eine Extra-<br />
Vergütung zahlen?“ An den Antworten<br />
auf diese Frage sind die Kennzahlen für<br />
Abteilungen, Gruppen und Beschäftigte<br />
auszurichten.<br />
Bei Fragen rund um das Thema variable<br />
Vergütung können unsere Mitgliedsfirmen<br />
sich gerne bei unserem Verbandsingenieur<br />
Michael Schlack melden.
20 Journal<br />
August <strong>2024</strong> IJahrgang23INr. 260<br />
NEWSLINE<br />
Azubi-Magazin „Next Step“<br />
mit neuer Ausgabe<br />
REGION. Im Juli erschieneine neue Ausgabe des Azubi-<br />
Magazins „Next Step“. Es wird zweimal jährlich von der<br />
SÜDWEST PRESSE Hohenlohe herausgegeben. Darin<br />
enthalten sind zahlreiche<br />
Berufsporträts, Geschichten<br />
von echten<br />
„Machern“, die bereits<br />
die Karriereleiter nach<br />
oben gestiegen sind,<br />
und allerhand Wissenswertes<br />
rund um Ausbildung<br />
und Studium in<br />
unserer Region. Das Titelthema<br />
der aktuellen<br />
Ausgabe lautet „Berufe<br />
von Abis Z“. Auf dem<br />
Cover ist Sängerin Leony<br />
zu sehen, die dem<br />
Magazin auch ein exklusives Interview gegeben. „Next<br />
Step“ kann kostenlos gelesen werden: https://bit.ly/<br />
4bEHhlt.<br />
es<br />
Delegationsreise zur IAA<br />
REGION. Das Netzwerk Transformotive Heilbronn-Franken<br />
lädt Unternehmensvertreter aus kleinen und mittelständischen<br />
Unternehmen zur gemeinsamen Teilnahme<br />
an der IAA Transportation <strong>2024</strong> am Donnerstag, 19.<br />
September,inHannover ein. Diese Initiative soll Logistiker<br />
und Geschäftsführer zusammenbringen, um gemeinsam<br />
Mobilität neu zu denken, Kapazitäten zu bündeln<br />
und die Zukunft zu gestalten. Die IAATransportation ist<br />
eine internationale Leitplattform für Logistik und Transport<br />
und der weltweit wichtigste Schauplatz für die Zukunftsthemen<br />
der Branche.<br />
DieAnmeldung ist bis zum 5.Augustmöglich und erfolgt<br />
unter https://eveeno.com/iaa_<strong>2024</strong>. Die Plätze sind begrenzt,<br />
die Kosten trägt das Netzwerk.<br />
pm<br />
Kanzlei erhältTOP 100-Siegel<br />
TAUBERBISCHOFSHEIM. Würdigung auf dem Deutschen<br />
Mittelstands-Summit: Der Wissenschaftsjournalist<br />
Ranga Yogeshwar gratulierte der Reinhart Kober Großkinsky<br />
Braun RechtsanwältePartGmbB (RKGB) aus dem<br />
Main-Tauber- und<br />
Neckar-Odenwaldkreis<br />
zu ihrer Auszeichnung<br />
mit dem<br />
TOP 100-Siegel. Die<br />
Preisverleihung im<br />
Rahmen des Summits<br />
fand Ende Juni<br />
in Weimar statt. Die<br />
Anwaltskanzlei<br />
RKGB zählt zum dritten Mal zuden TOP 100 Innovationsunternehmen.<br />
Indem wissenschaftlichen Auswahlverfahren<br />
überzeugte das Unternehmen in der Größenklasse<br />
Abesonders in der Kategorie „InnovationsförderndesTop-Management“.<br />
pm<br />
Hakro und Mott Mobile Systeme<br />
für Umweltpreis nominiert<br />
REGION. Alle zwei Jahre verleiht das Ministerium für<br />
Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg<br />
den Umweltpreis für Unternehmen. Umweltministerin<br />
TheklaWalker betont: „Der Umweltpreis für Unternehmen<br />
ist einer der anspruchsvollsten Preise auf<br />
seinem Gebiet. Die Auswahl der Nominierten fiel uns<br />
nicht leicht.Das zeigt uns aber auch: Umweltschutz und<br />
Nachhaltigkeit haben einen hohen Stellenwert bei den<br />
Unternehmen im Land.“Von 104Unternehmen, die sich<br />
dieses Jahr beworben haben, sind nun 18 für die finale<br />
Runde nominiert. Zu den Nominierten gehören auch<br />
Firmen ausder Region: In derKategorie „Handwerk, Betriebe<br />
mitbis zu 50 Mitarbeitenden“ konnte Mott Mobile<br />
Systeme aus Tauberbischofsheim bei der Vorauswahl<br />
überzeugen. Die Hakro GmbH aus Schrozberg hingegen<br />
hat Chancen in der Kategorie „Industrie, Unternehmen<br />
mit bis zu 250 Mitarbeitenden“. Die Sieger werden Anfang<br />
Dezember bekanntgegeben.<br />
pm<br />
Foto:privat<br />
Konstanter Erfolg<br />
SVZ Maschinenbau startete nur sprichwörtlich in derGarage.Das Unternehmen ist seit<br />
25 Jahren erfolgreich in der VerpackerbrancheamMarkt. VONMARIUS STEPHAN<br />
Am Ortseingang von Crailsheim<br />
entstand im Februar<br />
1999 ein neues Unternehmen:<br />
Die Firmengründer Sieghard<br />
Schwarz, Walter Volz und<br />
Matthias Zaiss benannten ihre<br />
Firma nach den Initialen ihrer<br />
Nachnamen: SVZ. Soweit, so gewöhnlich.<br />
Die berühmte Garage,<br />
in der viele Gründungen stattfinden,<br />
spielte bei SVZjedoch nur im<br />
sprichwörtlichen Sinne eine Rolle:<br />
Das Unternehmen startete im<br />
Stall von Matthias Zaiss.<br />
STARTSCHUSS Den ersten Maschinenüberholungen<br />
und Serviceeinsätzen<br />
an Fremdmaschinen<br />
folgten bald Maschinen aus<br />
eigener Konstruktion und Fertigung<br />
–die drei Firmengründer<br />
verfügten schließlich über einschlägige<br />
Erfahrung als Konstrukteure<br />
und Elektrotechniker in der<br />
Verpackungsbranche. „Das waren<br />
noch Zeiten, als wir selbst<br />
mit dem Schraubenschlüssel unter<br />
der Maschine lagen oder Kabel<br />
verlegten. Konstruktionsplatz,<br />
Drehmaschine und Montage lagen<br />
unmittelbar nebeneinander,<br />
und die Kaffeepause machten wir<br />
vor der Stalltüre“, erinnern sich<br />
Schwarz und Zaiss an ihre Anfangszeit<br />
zurück.<br />
STANDORTWECHSEL Die ersten<br />
eigenen Maschinen von SVZ<br />
richteten Schachteln und Kartons<br />
auf und schnell landete das Unternehmen<br />
mit seinem Typ W13<br />
einen Treffer: Die Maschine ist<br />
auch heute noch bei vielen namhaften<br />
Kunden, teils in weiterentwickelter<br />
Form, zigfach im Einsatz.<br />
Mitdem Erfolg kamauchdie<br />
Entwicklung: SieghardSchwarzund Matthias Zaiss (re.) machten sich voreinem Vierteljahrhundert<br />
selbstständig. Das Unternehmen wächstseitdem beständig.<br />
Foto: NPG-Archiv<br />
Platznot. Schnell wurde es im renovierten<br />
Zaiss-Stall zu eng und<br />
SVZ zog deshalb 2005 innerhalb<br />
von Crailsheim in die Bildstraße<br />
um. Mit steigender Auftragszahl<br />
benötigte SVZ auch mehr<br />
Mitarbeiter. Dies konnte am neuen<br />
Standort realisiert werden. Zu<br />
denSchachtelaufrichtern undBelade-<br />
und Verschließmaschinen<br />
gesellten sich dort auch Verpackungsmaschinen<br />
mit integrierten<br />
Robotern, die in der Lebensmittel-,<br />
Süßwaren-, Pharma- und<br />
Kosmetikindustrie eingesetzt werden<br />
konnten. „Inzwischen waren<br />
wir Systemlieferant bei großen<br />
Herstellern bekannter Markenartikel<br />
in Deutschland“, erinnert<br />
sich Zaiss. Trotz der erweiterten<br />
Kapazität stieß das Unternehmen<br />
wenige Jahre später wiederandie<br />
baulichen Grenzen. Eine Roboterlinie<br />
passte nicht in die Montagehalle,<br />
und deshalb stand 2012 bereits<br />
der nächste Standortwechsel<br />
an. In der Nähe der Autobahn bei<br />
Satteldorferwarben die Unternehmer<br />
ein Industriegebäude in Gröningen.<br />
„Das war ein Glückstreffer,<br />
sohaben wir bis heute ideale<br />
Voraussetzungen für unsere<br />
weitere Firmenentwicklung“, sagt<br />
Schwarz.<br />
GLOBAL Die Maschinen von<br />
SVZ werden heute weltweit geordert.<br />
„Unser Kundenkreis erstreckt<br />
sich mittlerweile über Europa<br />
hinaus.Vor wenigen Wochen<br />
hat eine Maschine unser Werk in<br />
Richtung USA verlassen“, berichtet<br />
Zaiss. Die in Grönigen entwickelten<br />
Anlagen sind mit der Zeit<br />
Elabo gewinnt RedDot Design<br />
Award für neuenArbeitsplatz<br />
Das Crailsheimer Unternehmen wird für seine Lösung „Primus Two“ geehrt.<br />
Der Elektronikarbeitsplatz grierte Software unterstützt unter<br />
„Primus Two“ von Elabo<br />
wurde mit dem „Red zessabhängige Parametrisierung<br />
anderem eine automatische pro-<br />
Dot Award: Product Design der Messgeräte; auch die Einbindung<br />
<strong>2024</strong>“, einem der begehrtesten<br />
Qualitätssiegel für gute Gestaltung<br />
weltweit, ausgezeichnet. Bei<br />
der Entwicklung der multifunktionalen<br />
Arbeitsplatzlösung für Forschung<br />
und Entwicklung, Reparatur<br />
und Wartung sowie die berufliche<br />
Aus- und Weiterbildung<br />
standen maximale Funktionalität<br />
und Flexibilität im Vordergrund:<br />
Der „Primus Two“ decktalle gängigen<br />
Anwendungen im Bereich<br />
Mess- und Prüftechnik ab und ist<br />
serienmäßig mit der hauseigenen<br />
Software zur Tisch- und Gerätesteuerung<br />
ausgestattet. Herzstück<br />
des Arbeitsplatzes ist die kompakte<br />
Mittelsäule mit zentraler multifunktionalerBedien-<br />
undElektronikeinheit<br />
und individuell konfigurierbarem<br />
weiterer Fremdgeräte ist<br />
möglich. Per Smartphone, Tablet,<br />
Desktop-Rechner oder Laptop<br />
lassen sich die jeweiligen Anwendungen<br />
unkompliziert bedienen.<br />
Der Arbeitsplatz istinverschiedenenTischgrößen<br />
und -formensowie<br />
inAusführungen mit höhenverstellbarer<br />
oder fester Tischplatte<br />
erhältlich und sorgt sofür<br />
maximalen Komfort bei der Arbeit<br />
im Elektrolabor. „Wir freuen<br />
uns sehr, dass der ‚Primus Two‘<br />
mit seiner modernen Optik überzeugen<br />
konnte.Die Auszeichnung<br />
mitdem Red Dot Awardist füruns<br />
eine tolle Bestätigung, dass unser<br />
innovatives Design die Arbeit im<br />
Elektrolabor optimalunterstützt“,<br />
sagt Dietmar Striffler, Leiter Produktmanagementbei<br />
Display. Diese Säu-<br />
le lässt sich aber auch klassisch<br />
an der Seite anbringen. Die inte-<br />
Elabo.<br />
www.elabo.de<br />
mst<br />
auch immer komplexer geworden.<br />
Bei einem bekannten deutschen<br />
Schokoladenhersteller<br />
steht zum Beispiel eine Verpackungslinie<br />
mit insgesamt 23 Robotern.<br />
DasUnternehmen „aus dem Stall“<br />
beschäftigt heute mehr als 25 Mitarbeiter<br />
und will dieseZahl weiter<br />
erhöhen – durch Einstellungen<br />
wie auch durch die eigene Ausbildung.<br />
Die ersten „Urgesteine“<br />
wurden auch schon in den Ruhestand<br />
verabschiedet. Darunter<br />
auch Mitgründer und Geschäftsführer<br />
Walter Volz, der als Leiter<br />
der Elektroabteilung einen wesentlichen<br />
Anteil an der erfolgreichen<br />
Entwicklung der Maschinen<br />
und ihrer Steuerungen hatte.<br />
www.svz-maschinenbau.de<br />
Preisgekrönt: Derneue Arbeitsplatz vonElabo kann personalisiert<br />
werden –die Säule ist mittig oder an der Seite montierbar. Grafik: Elabo
August<strong>2024</strong> IJahrgang 23 INr. 260<br />
Firmen &Märkte 21<br />
Upcyclingmit Infrarot<br />
Mit einer Pilotanlage willSchneider &Sohn dasBaustoffrecycling revolutionieren.<br />
Spezielle Kameras sollen größereMengen nutzbar machen. VONMARIUS STEPHAN<br />
Die Bauunternehmung<br />
Schneider & Sohn hatte<br />
kürzlich zur feierlichen<br />
Straßeneröffnung geladen: In<br />
Gammesfeld, dem Sitz des Unternehmens,<br />
wurde die Zufahrt<br />
zum Firmengelände feierlich zu<br />
nach Willy Schneider benannt,<br />
der zuLebzeiten die zweite Generation<br />
des Familienunternehmens<br />
verkörpert hatund die Firma<br />
innovativ in die Zukunft und<br />
zum Erfolg führte. Heute steht<br />
mit Christian Schneider bereits<br />
Strategie: Christian Schneiderführt dasFamilienunternehmeninvierter Generationund setztwie seine<br />
Vorfahren auf Innovation und kluge technische Lösungen.<br />
Foto: Marius Stephan<br />
dievierteGeneration an derSpitze<br />
des Betriebs. Die Straße stand<br />
und steht als ein Symbol für das<br />
Lebenswerkvon Willy Schneider:<br />
Um den Steinbruch besser zu erreichen<br />
und den Abtransportdes<br />
Materials zuerleichtern, ermöglichte<br />
Willy Schneider die erste<br />
Ausbaustufe vom Feldweg zur<br />
Straße. Eine Initiative mit Weitblick,<br />
der im Lauf seines langen<br />
Lebens vielefolgten,umdas<br />
Unternehmen positiv in die Zukunft<br />
zuführen und den Standort<br />
Gammesfeld zu stärken. Seine<br />
ausgeprägte Werteorientierung<br />
prägt die Firma bis heute:<br />
Dauerhaftigkeit, Wertschätzung,<br />
Verbindlichkeit und tiefer Glaube<br />
an Gott sind die Grundfeste,<br />
auf denen das Handeln aller basiert<br />
–intern und extern.<br />
Im Rahmen der Straßeneinweihung<br />
feierte das Unternehmen<br />
auch die Erweiterung des Bauhofs:<br />
Hier wurde eine neue Halle<br />
errichtet, eineneueLkw-Waage<br />
sowie die Tankstelle modernisiert.<br />
Von ganz besonderem Interesse<br />
war jedoch die Grüne<br />
Wiese, die sich östlich des Bauhofs<br />
und südlichdes Steinbruchs<br />
erstreckt. Hier soll ein echtes<br />
Zukunftsprojekt entstehen. „Wir<br />
haben die Zusage vom Bundesumweltministerium<br />
über eine<br />
Fördersumme von 2Millionen<br />
Euro erhalten“, freut sich der<br />
geschäftsführende Gesellschafter<br />
Christian Schneider. Noch ist<br />
die ganze Anlage nur eine Idee,<br />
die jedoch nun in die konkrete<br />
Planung gehen soll. Mit Infrarotkameras<br />
will das Unternehmen<br />
gemischte Baustoffreste besser<br />
trennen und dadurch mehr wiederverwertbares<br />
Material gewinnen.<br />
Dies schone die Umwelt,<br />
wenn aus abgerissenen Gebäuden<br />
Baustoffe zum Beispiel für<br />
den Straßenbau gewonnen werden<br />
können. „Die Anlage ist in<br />
Deutschland und Europa einzigartig“,<br />
beschreiben Christian<br />
Schneider und Geschäftsführer<br />
Matthias Götz das Projekt. Zwischen<br />
15 und 17 MillionenEuro<br />
soll das fertige Upcyclingwerk<br />
kosten. Für den Baubeginn visiert<br />
Götz grobdas Jahr 2026 an.<br />
www.schneiderundsohn.de<br />
Delegation: Staatssekretär Patrick Rapp (Mi.) erhielt bei seinem Besuch<br />
Begleitung vonVertretern des Haller Gemeinderats.<br />
Foto: AdinaBauer<br />
TiefeEinblicke<br />
Staatsminister Patrick Rappbesucht Recaro<br />
Aircraft Seating in Schwäbisch Hall.<br />
Patrick Rapp (CDU), Staatssekretär<br />
im Wirtschaftsministerium<br />
Baden-Württemberg,<br />
befindet sich aktuell auf<br />
Sommertour,umindirekten Kontakt<br />
mit Unternehmen zu kommen.<br />
Dabei stoppte er auch bei<br />
Recaro Aircraft Seating in Schwäbisch<br />
Hall. Gemeinsam mit Mitgliedern<br />
des Haller Gemeinderats<br />
und Bürgermeister Daniel Bullinger<br />
bekam Rapp hier tiefe Einblicke<br />
in die Produktion.<br />
Mark Hiller, CEO von Recaro Aircraft<br />
Seating und der Recaro Holding<br />
Group, stellte das Unternehmen<br />
vor: Auf sechs Produktionslinien<br />
werden imJahr bis zu<br />
20.000 Flugzeugsitze produziert<br />
–alles in Handarbeit. Beim Rundgang<br />
durch die Produktion erfuhren<br />
die Teilnehmer, wie die Digitalisierung<br />
Einzug gehalten hat<br />
und auch welche Logistik-Prozesse<br />
nötig sind.<br />
Sichtlich beeindruckt zeigte sich<br />
die Delegation von den Bestrebungen<br />
des Unternehmens im Bereich<br />
der Sustainability: Gewichtsreduzierung,<br />
Upcycling von Fischernetzen<br />
oder Armlehnen mit<br />
Kork sowie Bezüge aus veganem<br />
Kaktus-Leder warenBeispiel hierfür.<br />
Nicht weniger eindrucksvoll<br />
waren die gezeigten Beispiele für<br />
Business-Class-Sitze, die schon<br />
fast kleinen Büros für die Reise<br />
über den Wolken gleichen. ina<br />
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22 Firmen &Märkte<br />
August <strong>2024</strong> IJahrgang23INr. 260<br />
Serafimaübernimmt Sitz von Dast<br />
Umzug: Seit etwa einem Jahr steht das FirmengebäudeinGaildorf leer.Aktuell laufenhier allerdings Bauarbeiten–Serafima aus<br />
Uttenhofen will am StandortimHerbst mitder Reparatur von Ventilatoren beginnen. VONAXELTHEURER<br />
Nachdem die Dast GmbH in<br />
Gaildorf vor etwa einem<br />
Jahr Konkurs anmelden<br />
musste, standen die Firmengebäude<br />
in der Eschenau leer. Nun<br />
fällt das Gerüstander Fassade auf<br />
und die Handwerkertransporter<br />
davor. Estut sich was. Das Areal<br />
wurde im März von der Schaeff<br />
Vermögens- und Immobilienverwaltungs<br />
GmbH &Co. KG mit Sitz<br />
in Hessental erworben. Die Serafima<br />
GmbH &Co. KG ausUttenhofen,<br />
Teil derSchaeff-Gruppe, wird<br />
in die Räumlichkeiteneinziehen.<br />
Die Arbeiten amGebäude dauerten<br />
voraussichtlich noch zwei bis<br />
drei Monate, schreibt Stephan Jakob,<br />
Geschäftsführer der Serafima<br />
GmbH &Co. KG in einer E-Mail.<br />
„Der Umzug ist für den Oktober<br />
geplant“, informiert er. InGaildorf<br />
wird Serafima Ventilatoren,<br />
Verdichter sowie Komponenten<br />
reparieren und instand halten, so<br />
Jakob. Ein Schweißzentrum werde<br />
eingerichtet und „Reverse Engineering“<br />
betrieben, was auch<br />
als „Nachkonstruktion“ bezeichnet<br />
wird. Serafima habe derzeit<br />
rund 35 Mitarbeiter. „Aufgrund<br />
des stark wachsenden Geschäfts<br />
sind wir ständig auf Personalsuche,<br />
wie beispielsweise Servicemonteure,<br />
Schweißfachpersonal,<br />
Konstrukteure.“<br />
Über den Kaufpreis gibt Leonie<br />
Schaeff, Mitglied des Vorstands<br />
der Schaeff-Gruppe, keine Auskunft.Aber<br />
über diebeim Erwerb<br />
„Die Immobilie<br />
in Gaildorf<br />
ermöglicht unser<br />
Wachstum und<br />
bietet moderne<br />
Hallen.“<br />
verfolgten Motive: „Die Immobilie<br />
inGaildorf ist aus mehreren<br />
Gründen attraktiv:Sie ermöglicht<br />
unser Wachstum und bietet<br />
moderne Hallen“, schreibt die<br />
Unternehmerin in einer E-Mail.<br />
Auch der mögliche Trassenverlauf<br />
der geplanten Umgehungsstraße<br />
spielt dabei eine zentrale<br />
Rolle. „Die Verlagerung der Bundesstraße<br />
B19 unterhalb des Gebäudes<br />
sichert eineexzellente Anbindung.“<br />
Hotel- und Gastronomieangebote<br />
in der Nähe seien<br />
ebenfalls ein Standortfaktor.<br />
Leonie Schaeff sieht die<br />
Ansiedlung in Gaildorf vor allem<br />
als langfristige Investition. „Es<br />
war bereits seit einiger Zeit geplant,<br />
die Räumlichkeiten der Serafima<br />
zu verlegen“, so Schaeff<br />
weiter. Vorerst sehe man keine<br />
Erweiterung derGebäudevor,das<br />
bestehende Potenzial sei für die<br />
nächsten Jahreausreichend.<br />
„Der Standort überzeugt durch<br />
seine hochmodernen, vollausgestatteten<br />
Hallen, die allen Anforderungen<br />
der modernen Produktion<br />
gerecht werden“, findet<br />
StephanJakob.Die Räume ließen<br />
sich den individuellen Bedürfnissen<br />
anpassen undbötenRaumfür<br />
Wachstum und Innovation.<br />
Die bereits vorhandene Photovoltaikanlage<br />
auf dem Dach plant das<br />
Unternehmen eventuell zu vergrößern.<br />
Der energetische Ausbau<br />
sei ihm wichtig, „umimZugeder<br />
Nachhaltigkeit weitgehend autark<br />
vom Stromnetz zu werden“.<br />
Neubeginn: Am ehemaligen Gebäude vonDastarbeiten aktuelleinige Handwerksbetriebe.<br />
„Die Abwicklung war für uns<br />
als Eigentümerfamilie natürlich<br />
schwer“, sagt Martin Becker, ehemaliger<br />
Geschäftsführer von Dast.<br />
Die Preiskämpfe in der Branche<br />
seien einfach schlecht für den<br />
Standort Deutschland.<br />
Grund für den Konkurs von Dast<br />
seien vor allem politische Themen<br />
gewesen. „Die Türkei zum Beispiel<br />
ist ein sehr attraktiver Standort<br />
für Unternehmen, das sieht<br />
man bei großen Firmen wie ZF.“<br />
Seine berufliche Zukunft sieht<br />
Martin Becker an der Börse. „Das<br />
ist meine langjährige Leidenschaft,<br />
da fuchse ich mich aktuell<br />
weiter hinein.“ Die Mitarbeiter<br />
von Dast seien in kürzester<br />
Zeit bei Unternehmen im Umkreis<br />
Foto: Axel Theurer<br />
von höchstens 30 Kilometern untergekommen.<br />
„Die hat der Markt<br />
schnell aufgesaugt. Bei unseren<br />
besten Mitarbeiternhat das kaum<br />
zwei Wochen gedauert, bis sie<br />
eine neue Beschäftigung gefunden<br />
haben. Die komplette Belegschaft<br />
ist noch 2023 untergekommen.“<br />
www.serafimaint.com<br />
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Automatisiertes Laserschweißen mit Robotertechnik.<br />
HUP Pietz ist der richtige Partner,umMaschinenteile vor Verschleiß zu bewahren:<br />
Hightech-Schweißtechnik und CNC-Fertigung in einem Haus.<br />
Das Familienunternehmen, vertreten<br />
von InhaberUwe Pietz, wurde 1973<br />
mit dem Ziel gegründet, Kunden aus<br />
der verarbeitenden Industrie mit<br />
verschleißfesten Maschinenteilen<br />
aller Art zu beliefern. DasFamilienunternehmen<br />
entwickelt, produziert<br />
und handeltmit solchen Teilen.<br />
Aufgrund steigender Rohstoff preise<br />
(vor allem der Stahlpreise) achten<br />
die Kunden immer mehr auf die<br />
Erhaltung und Veredelung von hochwertigenMaschinenteilen.<br />
Deshalb<br />
haben die Experten neue Regenerations-<br />
und Verschleißschutzarten<br />
entwickelt.<br />
Sie werdenvon den eigenen Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeitern hergestelltund<br />
zusammen mit anderen<br />
Produkten vertrieben.Das Wissen<br />
und die Erfahrung der Anwendungsspezialisten<br />
helfenden Kunden, ihre<br />
Erträge zu steigern.<br />
Bauteile in nahezu allen Industriebereichen<br />
unterliegen Verschleiß:<br />
Nahtlose Beschichtungen mit hohem<br />
Reibungskoeffizienten schützen und<br />
schonen die Teile,die je nach Bedarf<br />
partielloder vollflächig<br />
aufgetragen werden. Das<br />
spart den Kunden bares Geld. Je<br />
nach Bauteil sind Schichtdicken von<br />
200 Mikrometern bis zu mehreren<br />
Millimetern möglich.<br />
Um die steigenden Nachfragen<br />
unsere Kunden gerecht zu werden,<br />
wird in Kürze eine neue 800 m 2<br />
Produktionshalle gebaut.<br />
Durchdie neue Halle erhöht sich die<br />
zurVerfügung stehendeProduktionsfläche<br />
auf 2500 m 2 .<br />
Auch die Investition in die<br />
Maschinentechnik istein hervorragender<br />
Weg, um für die Zukunft<br />
vorzusorgen und die Effizienz in der<br />
Produktion zusteigern.<br />
NeueTechnologien, wieder neu<br />
installierte Roboter für Laserbeschichtung,<br />
können nicht nur die<br />
Produktivitäterhöhen, sondern auch<br />
die Qualität der Produkte verbessern<br />
und die Betriebskosten senken. [pm]<br />
Die Firma HUP Pietz ist ein<br />
seit 1973 in Rot am See<br />
geführter Familienbetrieb.<br />
Europaweit werden Kunden<br />
aus der verarbeitenden<br />
Industrie mit verschleißfesten<br />
Maschinenteilen<br />
beliefert. Zu diesem Zweck<br />
hat HUP Pietz neue Regenerierungs-<br />
und Verschleißschutzarten<br />
entwickelt. Die<br />
Entwicklung, Produktion<br />
und der Handel mit verschleißfesten<br />
Maschinenteilen<br />
aller Art wird durch<br />
langjährige und erfahrene<br />
Mitarbeiter von HUP durchgeführt.<br />
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QUALITÄT<br />
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Schnecken / Siebbleche<br />
Hardox-Verschleißbleche<br />
Rohrsysteme / Shredder<br />
und keramische Rohre<br />
Lasercladding: Mit dem Roboter erhalten Bauteile eine verschleißfeste Beschichtung.<br />
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August<strong>2024</strong> IJahrgang 23 INr. 260<br />
Firmen &Märkte 23<br />
Neuigkeitenvom Hochgrasexperten<br />
Seit Mai 2021 gehört AS-Motor zurUS-amerikanischen Ariens Company.Damit haben sich neue Möglichkeitenergeben, zusätzliche<br />
Technologien undanderesKnow-how zu nutzen. Das Ergebnis sind innovative Produkte. VONADINA BAUER<br />
AS-Motor und die Ariens<br />
Company haben viele Parallelen:<br />
Beides sind Familienunternehmen,<br />
die mit Visionen<br />
und Leidenschaft erfolgreich<br />
sind. Sie passen perfekt zusammen“,<br />
erklärte Nicholas Ariens,<br />
der als COO in fünfterGeneration<br />
im amerikanischen Konzern tätig<br />
ist, bei der internationalen Pressekonferenz<br />
dieser Tage noch einmal,<br />
wie es2021 zur Übernahme<br />
des Experten für Hochgrasrasenmäher<br />
aus Bühlertann kam.<br />
Seitdem hat sich einiges getan.<br />
Vor allem in der Region Europa,<br />
Mittlerer Osten, Asien, Pazifik und<br />
Afrika (EMEAA) hat das Mehrmarken-Unternehmen<br />
einschneidende<br />
Veränderungen vorgenommen.<br />
„Hinter unsliegt ein intensives<br />
Jahrmit zahlreichen Entscheidungen<br />
und Veränderungen. Wir<br />
haben unsneu aufgestellt, um auf<br />
künftige Herausforderungen vorbereitet<br />
zu sein“,fasstedenn auch<br />
Jochen Schneider, Executive Vice<br />
President für die Region EMEAA<br />
bei Ariens Co., zusammen.<br />
Das betrifft sowohl das Dach als<br />
auch die Marke AS-Motor. Dazu<br />
gehört, dass sich die Ariens Co.<br />
auf Nullwendekreis-Mäher fokussiert,<br />
die in den USA 52 Prozent<br />
am Gesamtmarkt ausmachen.<br />
Auch in Europasteigt die Nachfrage<br />
nach den Zero-Turn-Mähern<br />
stark. Daher wurde die Produktion<br />
der Rasentraktoren am Standort<br />
in England Ende vergangenen<br />
Jahres eingestellt. Der Standort<br />
agiert seitdem ausschließlich als<br />
Vertriebs- und Servicestandort für<br />
den dortigen Markt.<br />
„Hinter uns<br />
liegt ein intensives<br />
Jahr mit zahlreichen<br />
Entscheidungen<br />
und Veränderungen.“<br />
VERTRIEBSSTRUKTUREN Resultierend<br />
aus der Übernahme<br />
von AS-Motor haben sich zudem<br />
Komfort: Die nächsteEntwicklungsstufedes Raupen-Schlegelmähers mit extremer Hangtauglichkeit hat<br />
noch mehr RC-Funktionen.<br />
Foto: AS-Motor<br />
einige Änderungen in der Vertriebsorganisation<br />
ergeben: In<br />
Deutschland, Frankreich, England<br />
und Skandinavien werden<br />
mittlerweile beide Marken –also<br />
Ariens Co. und AS-Motor –über<br />
ein gemeinsames Händlernetz<br />
vertrieben.<br />
In allen anderen Ländern der<br />
EMEAA-Region werden die Marken<br />
über Importeure vertrieben.<br />
Wo es möglich und sinnvoll ist,<br />
agiert nun auch in diesen Märkten<br />
jeweils ein Importeur für alle<br />
Produkte der Ariens Company.<br />
Und diese Maßnahmen zeigten<br />
bereits Wirkung, teilt das Unternehmen<br />
mit: Bei den Zero-Turn-<br />
Mähern konnte dank der Änderungen<br />
der Marktanteil in Europa<br />
auf über zehn Prozent erhöht<br />
werden. Die Marke AS-Motor hat<br />
sich ebenfalls positiv entwickelt,<br />
besonders erwähnenswert seien<br />
Erfolge im Bereich ferngesteuerter<br />
Mäher.<br />
Dementsprechend positiv fällt der<br />
Blick in die Zukunft aus: „Dank<br />
der guten Zusammenarbeit mit<br />
den Vertriebspartnern und Zulieferern<br />
konnten die Veränderungsprozesse<br />
bisher gut umgesetzt<br />
werden. Teilweise sind diese<br />
noch im Gange und an manchen<br />
Stellschrauben muss noch nachjustiert<br />
werden. Dennoch sehen<br />
wir uns für die Zukunft hervorragendaufgestellt“,<br />
heißt es in einer<br />
Pressemitteilung.<br />
INNOVATIONEN Für Optimismus<br />
sorgt auch die erweiterte<br />
Produktpalette. Bei der „Ga-<br />
LaBau“, der Internationalen Leitmesse<br />
für Urbanes Grün und Freiräume,<br />
werden im September<br />
neue Produkte der Marke AS-<br />
Motor vorgestellt, die den Trends<br />
der Zeit folgen: Dazu gehört der<br />
„AS 920 ESherpa 2WD“, der der<br />
steigenden Nachfrage nach elektrisch<br />
betriebenen Mähern Rechnung<br />
trägt. Er besticht vor allem<br />
durch sein Akku-Wechsel-System.<br />
Derelektrische Fahr-und Messerantrieb<br />
sorgt für eine professionelle<br />
Mähleistung, die sogar über<br />
dem Niveau eines Verbrenners<br />
liegt. Das Akkusystem von Ariens<br />
ist mehrfach verwendbar –esist<br />
kompatibel mit weiteren Geräten<br />
der Schwestermarke.<br />
Seit nunmehr zweieinhalb Jahren<br />
sind zahlreiche ferngesteuerte<br />
„AS 1000 Ovis RC“ an steilen<br />
Hängen in ganz Europa im Einsatz.<br />
Der Raupen-Schlegelmäher<br />
mit extremer Hangtauglichkeit ist<br />
aus dem Produkt-Programm von<br />
AS-Motor nicht mehr wegzudenken.<br />
Jetzt gibt es die nächste Entwicklungsstufe<br />
des Mähers, den<br />
„AS 1000 Ovis EvoRC“: mit mehr<br />
RC-Funktionen für noch mehr Anwender-Komfort.<br />
Mehr Komfort bringt auch ein<br />
neuer Lenkassistent für die ferngesteuerten<br />
Raupen-Schlegelmäher.<br />
Mit dem „X-Act Track“ kann<br />
der Fahrer seine Konzentration<br />
und Geschicklichkeit für schwierige<br />
Mähpassagen aufsparen. Auf<br />
großen Flächen mit einfachem bis<br />
mittelschwerem Profil übernimmt<br />
die Lenkautomatik die präzise<br />
Steuerung.<br />
www.as-motor.de<br />
Die Stimmung hellt sich spürbarauf<br />
Das Branchenbarometer derBerner Group zeigt:Die Auslastung der meistenKfz-Werkstätten ist besser odersogar viel besser als erwartet. Auch<br />
Nutzfahrzeug-Profis blicken positivindie Zukunft, trotz Dämpfern in den vergangenen Monaten.<br />
Das B2B-Handelsunternehmen<br />
Berner Group befragt<br />
für sein Branchenbarometer<br />
regelmäßig Entscheider<br />
und Einkaufsverantwortliche aus<br />
Werkstätten und Autohäusern in<br />
Deutschland, Österreich, Frankreich<br />
und Italien. Die aktuelle<br />
Auswertung der Rückmeldungen<br />
von über 1000Befragten aus dem<br />
Kfz-Bereich ergab:<br />
Die Stimmung in den europäischen<br />
Werkstätten hat sich im<br />
ersten Halbjahr 2014 auf hohem<br />
Niveau stabilisiert. Schauten<br />
Ende 2023 knapp ein Viertel<br />
der Kfz-Profis eher skeptisch<br />
in die Zukunft, sagt jetzt mehr als<br />
die Hälfte von ihnen, dass die bisherige<br />
Auftragslage besser oder<br />
sogar viel besser gewesen ist als<br />
erwartet.Wie dasneueBranchenbarometer<br />
zeigt, geht der Großteil<br />
auch weiterhin von steigenden<br />
Umsätzeninden kommenden<br />
Monaten aus.<br />
Besonders hoffnungsvoll ist man<br />
laut Berner in Italien, wo 65 Prozent<br />
der Befragtenvon einemAuftragsplus<br />
in der zweiten Jahreshälfte<br />
überzeugt sind. Auch die<br />
Werkstätten in der DACH-Region<br />
sind im Schnitt bisher mit <strong>2024</strong><br />
durchaus zufrieden. So berichtet<br />
in Deutschland knapp jeder vierte<br />
und in Österreich jeder fünfte<br />
Betrieb, dass die Auftragsbücher<br />
(deutlich) voller sind als angenommen.InbeideMärkten<br />
Stimmungsbild: Viele WerkstätteninDeutschland hatten mit einer schlechten Auftragslagegerechnet. Weder bei den Pkw noch bei den Trucks und<br />
Co. hat sich diese Befürchtungimersten Halbjahr bewahrheitet.<br />
Foto: Berner<br />
geht jeweils ein Drittel von einer<br />
Zunahme des Geschäfts in der<br />
zweitenJahreshälfte aus. Dass die<br />
Buchungslage stabil bleibt, schätzen<br />
59 Prozent der deutschen und<br />
46 Prozent der österreichischen<br />
Werkstätten.<br />
Im internationalen Vergleich ist<br />
das Stimmungsbild in Frankreich<br />
tendenziell eher reserviert.<br />
Durchschnittlichrund17Prozent<br />
der Werkstätten beklagen hier<br />
eine schwächere Auftragssituation.<br />
Nahezu genau so viele (19<br />
Prozent) hatten dies im Berner-<br />
Branchenbarometer vom Dezember2023<br />
auch erwartet.<br />
NUTZFAHRZEUGE Wie das<br />
Branchenbarometer zeigt, arrangieren<br />
sich auch die Nutzfahrzeug-Werkstätten<br />
mit den aktuellen<br />
Marktbedingungen. Knapp<br />
850 Entscheider und Einkaufsverantwortliche<br />
wurden in diesemSegmentbefragt.<br />
Hier hatdie<br />
Auftragslage im ersten Halbjahrin<br />
denmeisten Betrieben den Erwartungen<br />
entsprochen.Obwohl es in<br />
den vergangenen Monaten punktuell<br />
immer wieder zu harten<br />
Stimmungsdämpfern kam, blickt<br />
ein großer Teil der Werkstätten<br />
positiv nach vorne und geht von<br />
stabilen oder sogar steigenden<br />
Umsätzen aus.<br />
In Deutschland (30 Prozent), insbesondere<br />
aber Österreich (56<br />
Prozent), hatten viele Betriebe<br />
für das erste Halbjahr mit einer<br />
schlechteren Auftragslage gerechnet.<br />
Diese Befürchtung hat<br />
sich inder Breite nicht bewahrheitet.<br />
Tatsächlich berichtete jetzt<br />
im Rahmen der Abfrage in beiden<br />
Märkten nicht einmal jeder Fünfte<br />
von einer geringeren Auslastung.<br />
Zum Vergleich: Fast genauso viele<br />
Werkstätten freuten sich über<br />
vollere Auftragsbücher als angenommen.<br />
Sieben von zehn Werkstätten<br />
in der DACH-Region schätzen,<br />
dassdie Buchungslage in der<br />
zweiten Jahreshälfte stabil bleibt.<br />
16 Prozent der deutschen und 7<br />
Prozent der österreichischen Nfz-<br />
Profis gehen von einer weiteren<br />
Zunahme des bereits guten Geschäfts<br />
aus.<br />
HOFFNUNGEN Im internationalen<br />
Vergleich ist man laut Branchenbarometer<br />
wieder in Italien<br />
besonders hoffnungsvoll. Dort<br />
sind mehr als die Hälfte (52 Prozent)<br />
der Befragten von einem<br />
Auftragsplus im zweiten Halbjahr<br />
überzeugt.<br />
Herausfordernder gestaltet sich<br />
die Situation wiederum für die<br />
französischen Betriebe: Knapp jeder<br />
vierte Befragte beklagt hier<br />
eine schwächere Auftragssituation.<br />
Deutlich geringer –nämlich<br />
bei 15 Prozent –liegt der<br />
Anteil der Betriebe, deren Umsatzerwartungen<br />
in den ersten<br />
sechs Monaten übertroffen worden<br />
sind. „Auch in Frankreich<br />
scheint die Talsohle aber durchschritten“,<br />
sagt Florian Sommer,<br />
Director Business Development<br />
& Transformation Management<br />
bei der Berner Group. So gehen<br />
16 Prozent der Nfz-Profis vonwieder<br />
anziehenden Umsätzen bis<br />
Ende des Kalenderjahres aus. 66<br />
Prozent rechnen zumindest mit<br />
gleichbleibenden Geschäften. pm<br />
www.berner-group.com
24 Firmen &Märkte<br />
August <strong>2024</strong> IJahrgang23INr. 260<br />
Wird Michael Grimm Bauer des Jahres?<br />
Der Öko-Landwirtaus Külsheimist mitdem nachhaltigen Konzeptseines Hofguts fürden „Ceres Award“nominiert.<br />
VONLINDA HENER<br />
Stolz: Michael Grimm undseine Frau Barbarafreuensich darüber,eine Chance auf denimdeutschsprachigen<br />
Raum wichtigsten Preis für Landwirte zu haben.<br />
Foto: Linda Hener<br />
Die Landwirtschaft muss da<br />
wieder hin, wo sie herkommt“,<br />
erklärt Michael<br />
Grimm inder Vinothek seines<br />
Hofguts inKülsheim. „Und zwar<br />
aus kleinen Strukturen, die sich<br />
daran orientierten, als Selbstversorger<br />
für die eigene Familie und<br />
das Umfeld zu fungieren, angepasst<br />
an klimatische und geografische<br />
Gegebenheiten und vor allem<br />
vielfältig.“ Diese Landwirtschaft<br />
habe es geschafft, inSymbiose<br />
mit der Natur zu leben und<br />
sie nicht ausgenutzt.<br />
Doch diese Einstellung sei inden<br />
vergangenen 50 Jahren immer<br />
weiter verloren gegangen. Nahrungsmittel<br />
würden inzwischen<br />
in Masse produziert, ohne Rücksicht<br />
auf Mensch undUmwelt. Jedes<br />
sogenannte Unkraut, was womöglich<br />
ein gutes Beikraut wäre,<br />
würde häufig von Anbauflächen<br />
entfernt, obwohl das nicht nötig<br />
sei, soder Öko-Landwirt. Im Gegenteil<br />
–Biodiversität sei für Insekten<br />
und das Ökosystem entscheidend.<br />
„Die Natur wehrt sich<br />
mit zunehmend stärkeren Resistenzen<br />
gegen die Chemie,die eingesetzt<br />
wird. Chemie, die es nicht<br />
bräuchte, würden wirnur für den<br />
Bedarf produzierenund in keiner<br />
Wegwerfgesellschaft leben, sondern<br />
mehr in Kreisläufen denken“,<br />
stelltMichael Grimm fest.<br />
VERMARKTUNG Grimms Hofgut<br />
in „Roter Rain“ nahe Külsheim,<br />
das erzusammen mit seiner<br />
Frau Barbara undseinen beiden<br />
Töchtern Emilia und Alisia<br />
mit Begeisterung führt, verfolgt<br />
eine solche regenerative Landwirtschaft.Ende<br />
2012 habe er von<br />
einem Milchvieh- auf einen Bio-<br />
„Chemie<br />
bräuchteesnicht,<br />
wenn wir nur für<br />
den Bedarf<br />
produzierten.“<br />
Ackerbau- und Bio-Wein-Betrieb<br />
umgestellt, wo Erbsen, Hirse, Belugalinsen,<br />
Körnermais, Dinkel,<br />
Weizen, Hafer und Gerste angebaut<br />
werden, ebenso Wein auf<br />
Rebflächen in Külsheim,Kembach<br />
und Tauberbischofsheim. Auch<br />
ein paar Galloway-Rinder gibt es<br />
noch.<br />
Als Direktvermarkter verkaufen<br />
die Grimms ihre Bio- und Naturland-zertifizierten<br />
Produkte auf<br />
ihrem Hof, servieren sie als Gerichte<br />
wie Burger in ihrer Weinlounge-Gastronomie<br />
und bieten<br />
sie über Edeka-Geschäfte in der<br />
Region an. Darüber hinaus stellt<br />
die Familie auf ihrem Hof eine Ferienwohnung<br />
und Stellplätze für<br />
Wohnmobile zur Verfügung, die<br />
in diesem Jahr besonders gut gebucht<br />
würden. Zudem gibt es<br />
verschiedene Aktionen wie den<br />
„Weinlese-Urlaub“ und die „Tour<br />
de Flur“, die die Arbeit auf dem<br />
Hof transparent machen sollen.<br />
Aus diesem Grund hat Barbara<br />
Grimm 2022 auch bei der SWR-<br />
Sendung „Lecker aufs Land“ mitgemacht.<br />
DURCHGESETZT Für sein ideenreiches<br />
Konzept, die naturverträglichen<br />
Bewirtschaftungsmethoden<br />
und eine gelungene Vermarktung<br />
wurde Michael Grimm<br />
kürzlich für den renommierten<br />
Ceres Awarddes Magazins „agrarheute“<br />
nominiert –imdeutschsprachigen<br />
Raum der wichtigste<br />
Preis für Landwirte und Landwirtinnen<br />
–pro Kategorie habe es bis<br />
zu 200 Bewerberinnen und Bewerber<br />
gegeben. Michael Grimm<br />
ist in der Kategorie „Ackerbauer<br />
des Jahres“ unter die letzten Drei<br />
gekommen, bei der Gala „Nacht<br />
der Landwirtschaft“ am 30. Oktober<br />
fällt in Berlin die Entscheidung.<br />
Die Jury mit Vertreterinnen und<br />
Vertretern des Magazins, des<br />
Hauptsponsors und des Verbands<br />
besuchte die Familie bereits Ende<br />
Juni für einige Stunden auf dem<br />
Hof. Die Fachleute sahen sichAnbauflächen<br />
an, informierten sich<br />
über Prozesse und Produkte. Sein<br />
Wissen habe er sich über eigene<br />
Erfahrung, den Austausch mit anderen<br />
Betrieben und Fachliteratur<br />
angeeignet, berichtet Michael<br />
Grimm. Er freue sichüber die Nominierung<br />
für den Ceres Award,<br />
nicht nur,weil es eine bedeutende<br />
Auszeichnung als Vorzeigeunternehmen<br />
sei, sondern die Idee einer<br />
ökologischen Landwirtschaft<br />
unterstütze.<br />
Nach etwas Zurückhaltung am Anfang<br />
erfahre der Hof nun großen<br />
Zuspruch. Michael Grimm engagiert<br />
sich außerdem in der Biomusterregion,<br />
und er blickt zuversichtlich<br />
in die Zukunft. Besondersdankbar<br />
ist er für die Hilfe<br />
seiner Mitarbeitenden und die<br />
seiner beiden Töchter, die in ihrem<br />
jungen Alter sehr verantwortungsbewusst<br />
seien.<br />
www.hofgut-grimm.shop<br />
ADVERTORIAL<br />
Franz &Wach beziehtneue FirmenzentraleimHerzen vonCrailsheim<br />
Crailsheimer Personaldienstleister ziehtinmoderne Zentrale in frischem Look und setztinden kommenden Monaten aufWachstum und digitale Innovationen.<br />
Crailsheim, Juli <strong>2024</strong> –Die<br />
Firma Franz &Wach Personalservice<br />
GmbH, eine 100%<br />
Tochter der internationalen<br />
Job&Talent Gruppe,hat ihren<br />
Umzug inneue,zentral gelegene<br />
Büroräume in Crailsheim<br />
erfolgreich abgeschlossen.<br />
Der Umzug markiert einen<br />
bedeutenden Schritt fürdas<br />
Unternehmen, das trotz seiner<br />
Zugehörigkeit zu einer globalen<br />
Unternehmensgruppe mit über 2<br />
Mrd. USD Umsatz und mehr als<br />
350.000 externenMitarbeitern,<br />
seine tiefe Verbundenheit mit<br />
Crailsheim beibehält.Die neuen<br />
Büros im Zentrum von Crailsheim<br />
entsprechen dem Selbstverständnis<br />
der Unternehmensgruppe<br />
als junges und dynamisches<br />
Unternehmen. Die zentrale städtische<br />
Lage soll nicht nur die lokale<br />
Verbundenheit stärken, sondern<br />
auch denZugang zu Talenten<br />
verbessern, die von der besseren<br />
Infrastruktur profitieren können.<br />
„Wir versprechen uns durch die<br />
neue Lage einen besseren Zugang<br />
zu qualifizierten Mitarbeitern, die<br />
unser Zentral-Team verstärken,<br />
die dieVorteile der städtischen<br />
Infrastruktur zu schätzen<br />
wissen“, so Dr.Christoph Wessendorf,Geschäftsführer<br />
vonFranz<br />
&Wach.<br />
Vonder neuen Zentraleaus<br />
werden die24bundesweiten<br />
Niederlassungen unterstützt,in<br />
denen das Unternehmen knapp<br />
500 Kunden eine erstklassige<br />
Personaldienstleistungbietet und<br />
die externen Mitarbeiter betreut.<br />
„Wir möchten auch weiterhin die<br />
Expansion unseres Unternehmens<br />
Dr.Wessendorf genießt den Ausblicküber Crailsheim in seinem neuen Büro.<br />
vorantreiben und werdenuns<br />
zunehmend auf Metropolregionen<br />
konzentrieren sowie unser<br />
Filialnetzwerk an einigen Standorten<br />
verdichten.Derzeit werden<br />
zwei große Expansionsinitiativen<br />
geplant, die nochindiesem Jahr<br />
umgesetztwerden sollen“, erklärt<br />
ProkuristFrank Heinemann.<br />
Die neuenRäumlichkeiten bieten<br />
einen beeindruckenden Blick<br />
über die Dächer und Türme von<br />
Crailsheim sowie auf die Jagst. Im<br />
Zuge des Einzugs wurdenicht nur<br />
modernisiert,sondern auch ein<br />
frisches Design mit transparenten<br />
In der Zentrale angekommen (v.l.n.r.): Steffen Behrendt, Dr. Christoph Wessendorf,Frank<br />
Heinemann.<br />
Besprechungsräumen und hellen<br />
Farben umgesetzt. „Füruns ist<br />
es wichtig, als Team offen und<br />
direkt zu kommunizieren und<br />
volle Transparenz zu ermöglichen.<br />
Unsere offenen Büros sollengenaudas<br />
fördern“, betont Daniele<br />
Lombardo,Leiter Interne Dienste,<br />
der das neue Bürokonzept erarbeitet<br />
und umgesetzt hat.<br />
Doch in der neuen Zentrale<br />
stehen auch dieNeukundengewinnung,<br />
dieErarbeitung<br />
moderner Rekrutierungswege<br />
und das Kandidatenmarketing<br />
ganz oben aufder Agenda.„Wir<br />
möchten neue Ansätze in unsere<br />
Kernmärkte bringen, aber auch<br />
neue Märkte erschließen, wie<br />
zum Beispiel die zunehmende Fokussierung<br />
aufFacharbeiter.Hier<br />
wird unser langjähriges Knowhow<br />
in den regionalenMärkten<br />
durch die technische Expertise<br />
der Job&TalentGruppe perfekt<br />
ergänzt –das Beste ausbeiden<br />
Welten!“, sagt Prokurist Steffen<br />
Behrendt. Die Job&Talent-Gruppe<br />
geht hier eigene Wege und hatin<br />
den Kernmärkten USA, Spanien<br />
und im Vereinigten Königreich<br />
bereits eine eigene App zur<br />
Rekrutierung vonMitarbeitern<br />
sowie Schicht-und Anwesenheitsmanagement<br />
an den Start<br />
gebracht -mit starken Ergebnissen<br />
in Bezug aufRekrutierungsgeschwindigkeit,<br />
Besetzungsquote<br />
und Anwesenheit. Diese<br />
Lösung sollinder Zukunft auch in<br />
Deutschland verfügbar seinund<br />
ausCrailsheimheraus betrieben<br />
werden.<br />
DerUmzug istnun abgeschlossen<br />
und die letzten Feinheiten wurden<br />
erledigt. Alle Mitarbeiter haben<br />
ihre neuen Arbeitsplätze bezogen<br />
und zeigen sich begeistert von<br />
der neuen Aussicht und der zentralen<br />
Lage.Mit diesem Schritt<br />
bekräftigt Franz&Wach seine<br />
enge Verbindung zu Crailsheim<br />
und positioniert sich gleichzeitig<br />
optimalfür zukünftiges Wachstum<br />
und die Gewinnung neuer<br />
Talente.Das Unternehmen blickt<br />
zuversichtlich in dieZukunft und<br />
freut sich darauf,weiterhinals<br />
wichtiger Bestandteilder Crailsheimer<br />
Wirtschaft erfolgreich zu<br />
sein.<br />
[pm]<br />
www.franz-wach.de
August <strong>2024</strong> I Jahrgang 23 I Nr. 260<br />
Handelsregister 25<br />
Neueintragung<br />
HRB 45416<br />
Modepark Röther GmbH Meißen.<br />
Geschäftsanschrift: Daimlerstr. 71, 74545<br />
Michelfeld. Verkauf von Bekleidung,<br />
Schuhen und Accessoires. 25.000,00<br />
EUR. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,<br />
so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind<br />
mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird<br />
die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer<br />
oder durch einen Geschäftsführer<br />
gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.<br />
Geschäftsführer: Röther, Michael<br />
Martin, Schwäbisch Hall, *15.02.1963<br />
einzelvertretungsberechtigt; mit der<br />
Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter<br />
eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Gesellschaft mit beschränkter<br />
Haftung Gesellschaftsvertrag vom<br />
12.03.2023 Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 06.06.<strong>2024</strong> hat die Änderung<br />
des Gesellschaftsvertrages in § 1 (Sitz,<br />
bisher Wutöschingen, Amtsgericht Freiburg<br />
i. Br. HRB 728618) beschlossen. Die<br />
Gesellschaft hat am 11.03.2023 mit der<br />
„Röther Beteiligungs GmbH“ Michelfeld<br />
mit dem Sitz in Stuttgart (Amtsgericht<br />
Stuttgart, HRB 571636) als herrschendem<br />
Unternehmen einen Beherrschungs- und<br />
Ergebnisabführungsvertrag geschlossen.<br />
Die Gesellschafterversammlung hat mit<br />
Beschluss vom 11.03.2023 zugestimmt.<br />
HRB 795146<br />
KernInvest Holding GmbH Michelfeld.<br />
Geschäftsanschrift: Brunnenstraße<br />
14, 74545 Michelfeld. Das Halten<br />
von Unternehmensanteilen und der Wertpapierhandel<br />
im eigenen Namen und<br />
auf eigene Rechnung. 25.000,00 EUR.<br />
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt<br />
er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />
bestellt, vertreten zwei gemeinsam<br />
oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />
Geschäftsführer: Kern, Daniel<br />
Luca, Michelfeld, *07.05.1996 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Geschäftsführerin: Steeb, Jaqueline, Michelfeld,<br />
*17.07.1998 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen<br />
der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />
Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesellschaft<br />
mit beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />
vom 28.04.<strong>2024</strong>.<br />
HRB 795000<br />
Meisterwerkstatt Gaus UG (haftungsbeschränkt)<br />
Bretzfeld. Geschäftsanschrift:<br />
Egertenstraße 17, 74626<br />
Bretzfeld. Die Reparatur von Automobilen<br />
insbesondere Kfz und deren Zubehör,<br />
deren Vermietung und Nutzungsüberlassung.<br />
1.000,00 EUR. Ist nur ein Geschäftsführer<br />
bestellt, vertritt er allein.<br />
Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />
vertreten sie gemeinsam. Geschäftsführer:<br />
Gaus, Alexander, Bretzfeld, *04.<strong>08</strong>.1980<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Gesellschaft mit beschränkter<br />
Haftung Gesellschaftsvertrag<br />
vom 17.05.<strong>2024</strong>. 13.06.<strong>2024</strong> Hetzel<br />
HRB 748257<br />
Ampex Blu GmbH Bad Mergentheim.<br />
Geschäftsanschrift: Johann-Hammer-Straße<br />
22, 97980 Bad Mergentheim<br />
Die Entwicklung, Realisierung und der<br />
Betrieb von Batteriespeicherprojekten<br />
(kurz: BESS-Projekten) in Deutschland<br />
und in anderen Ländern (z.B. innerhalb<br />
der Europäischen Union.), die Entwicklung<br />
und Betrieb von Softwarelösungen<br />
im Bereich der Energiewirtschaft sowie<br />
die Teilnahme am Energiehandel und<br />
die Vermarktung der Flexibilitäten der<br />
BESS und anderer Energieanlagen.<br />
100.000,00 EUR. Jeder Geschäftsführer<br />
vertritt einzeln. Geschäftsführer: Zepke,<br />
Rainer Burkhardt, Bad Mergentheim,<br />
*12.05.1966 mit der Befugnis, im Namen<br />
der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />
Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Geschäftsführer:<br />
Stephan, Michael, Berlin,<br />
*21.02.1967 mit der Befugnis, im Namen<br />
der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />
Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesellschaft<br />
mit beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />
vom 21.05.<strong>2024</strong>.<br />
HRB 795298<br />
JDK E-Commerce GmbH Michelfeld.<br />
Geschäftsanschrift: Brunnenstraße<br />
14, 74545 Michelfeld Der Online-Handel<br />
mit Waren aller Art, insbesondere aus den<br />
Bereichen Haushalt, Ernährung und Freizeit.<br />
25.000,00 EUR. Ist nur ein Geschäftsführer<br />
bestellt, vertritt er allein. Sind<br />
mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten<br />
zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer<br />
mit einem Prokuristen. Geschäftsführer:<br />
Kern, Daniel Luca, Michelfeld,<br />
*07.05.1996 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Geschäftsführerin: Steeb,<br />
Jaqueline, Michelfeld, *17.07.1998 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Gesellschaft mit beschränkter Haftung<br />
Gesellschaftsvertrag vom 28.05.<strong>2024</strong>.<br />
HRB 8448<br />
leben(ST)raum² GmbH Schnelldorf.<br />
Geschäftsanschrift: Am Wiesengrund<br />
13, 91625 Schnelldorf Die Erbringung<br />
von Dienstleistungen im Bereich<br />
der Gebäudereinigung 25.000,00 EUR<br />
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so<br />
vertritt er die Gesellschaft allein. Sind<br />
mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird<br />
die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer<br />
oder durch einen Geschäftsführer<br />
gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.<br />
Geschäftsführer: Schmidt, Tobias<br />
Jens, Schnelldorf, *17.06.1980 einzelvertretungsberechtigt;<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Gesellschaft mit beschränkter Haftung<br />
Gesellschaftsvertrag vom 04.06.<strong>2024</strong>.<br />
HRB 795118<br />
R.Eagle Holding GmbH Michelfeld.<br />
Geschäftsanschrift: Daimlerstraße 71,<br />
74545 Michelfeld. Die Geschäftsführung<br />
und Beteiligung an Gesellschaften im Inund<br />
Ausland, deren Unternehmensgegenstand<br />
der Vertrieb von Bekleidungen, Textilien,<br />
Schuhen und Accessoires ist, sowie<br />
die Erbringung von Dienstleistungen im<br />
kaufmännischen Bereich und Schauwerbegestaltung<br />
für solche Unternehmen<br />
sowie die Herstellung, der Vertrieb und der<br />
Import und Export und Handel mit jeglichen<br />
Bekleidungen, Textilien, Schuhen<br />
und Accessoires. 25.000,00 EUR Ist nur<br />
ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er<br />
allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />
vertreten zwei gemeinsam oder ein<br />
Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />
Geschäftsführer: Röther, Michael, Schwäbisch<br />
Hall, *15.02.1963 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen<br />
der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />
Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesellschaft<br />
mit beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />
vom 06.06.<strong>2024</strong>.<br />
HRB 795227<br />
Customized Health GmbH Waldenburg.<br />
Geschäftsanschrift: Silcherweg<br />
18, 74638 Waldenburg. Die Erbringung<br />
von Gesundheitsdienstleistungen und<br />
beruflichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen<br />
m Zusammenhang mit<br />
der Marke Customized Health. 25.000,00<br />
EUR. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,<br />
vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />
bestellt, vertreten zwei gemeinsam<br />
oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />
Geschäftsführer: Beißwenger,<br />
Thomas, Waldenburg, *11.02.1971 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Geschäftsführer: Schön, Kathrin, Bachhagel,<br />
*09.06.1994 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der<br />
Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />
oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Gesellschaft mit<br />
beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />
vom 06.06.<strong>2024</strong>.<br />
HRB 795038<br />
DFT Petzold GmbH Bretzfeld.<br />
Geschäftsanschrift: Maybachstraße 26,<br />
74626 Bretzfeld. Erstellung von Industriehallen,<br />
Gewerbebauten, Fassaden und<br />
Dächern (Industrie) aus vorgefertigten<br />
Elementen bzw. vorgefertigten Formteilen<br />
und damit verbundene Geschäfte sowie<br />
der Handel mit Fremdgewerken zur Erstellung<br />
von Industriebauten. 25.000,00<br />
EUR Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,<br />
vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />
bestellt, vertreten zwei gemeinsam<br />
oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />
Geschäftsführer: Petzold, Thomas<br />
Tibor Boris, Obersulm, *30.<strong>08</strong>.1978<br />
einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich<br />
im eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Gesellschaft mit beschränkter Haftung<br />
Gesellschaftsvertrag vom 10.06.<strong>2024</strong>.<br />
HRB 795143<br />
ELEKTRO DC Verwaltung GmbH<br />
Künzelsau. Geschäftsanschrift: Hüttengasse<br />
11, 74653 Künzelsau. Der Erwerb<br />
und Verwaltung von Beteiligungen im eigenen<br />
Namen und auf eigene Rechnung<br />
sowie die Übernahme der persönlichen<br />
Haftung und der Geschäftsführung bei<br />
Handelsgesellschaften, insbesondere die<br />
Beteiligung als persönlich haftende geschäftsführende<br />
Gesellschafterin an der<br />
ELEKTRO DC GmbH & Co. KG. 25.000,00<br />
EUR Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,<br />
vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />
bestellt, vertreten zwei gemeinsam<br />
oder ein Geschäftsführer mit einem<br />
Prokuristen. Geschäftsführer: Conrad,<br />
Dennis, Künzelsau, *23.03.1996 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Gesellschaft mit beschränkter Haftung<br />
Gesellschaftsvertrag vom 12.06.<strong>2024</strong>.<br />
HRB 795164<br />
FMK Mobility GmbH Schwäbisch<br />
Hall. Geschäftsanschrift: Hofwiesenstraße<br />
42, 74564 Crailsheim. Die Vermietung<br />
von und der Handel mit Kraftfahrzeugen.<br />
25.000,00 EUR. Ist nur ein<br />
Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein.<br />
Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />
vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer<br />
mit einem Prokuristen. Geschäftsführerin:<br />
Kut, Fatma, Crailsheim,<br />
*27.01.1988 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Geschäftsführer: Kut,<br />
Mustafa, Crailsheim, *25.<strong>08</strong>.1977 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Gesellschaft mit beschränkter Haftung<br />
Gesellschaftsvertrag vom 17.06.<strong>2024</strong>.<br />
HRB 795272<br />
CH Ventures GmbH Schwäbisch<br />
Hall. Geschäftsanschrift: Finkenweg 39,<br />
74523 Schwäbisch Hall. Die Verwaltung<br />
eigenen Vermögens. Hierzu gehören insbesondere<br />
der Erwerb, das Halten und<br />
Verwalten von Beteiligungen an anderen<br />
Gesellschaften sowie die Übernahme der<br />
persönlichen Haftung und Geschäftsführung.<br />
25.000,00 EUR. Ist nur ein<br />
Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein.<br />
Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />
vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer<br />
mit einem Prokuristen. Geschäftsführer:<br />
Häsele, Christoph Daniel,<br />
Schwäbisch Hall, *31.07.1982 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Gesellschaft mit beschränkter Haftung<br />
Gesellschaftsvertrag vom 17.06.<strong>2024</strong>.<br />
HRA 13889<br />
FP Systemgastronomie KG Passau.<br />
Geschäftsanschrift: Obere Wiesen 19,<br />
74544 Michelbach an der Bilz. Jeder persönlich<br />
haftende Gesellschafter vertritt<br />
einzeln. Jeder persönlich haftende Gesellschafter<br />
ist befugt, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
vorzunehmen Persönlich haftender<br />
Das Handelsregister wird präsentiert von:<br />
Workspace Tomorrow<br />
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Mainklinger Straße 2 74586 Frankenhardt 07959 92991-0<br />
Gesellschafter: Paxian, Stefan Sylvester,<br />
Michelbach an der Bilz, *04.04.1972<br />
Kommanditgesellschaft Kommanditist:<br />
Paxian, Michael Patrick, Michelbach<br />
an der Bilz, *07.03.2001, Haftsumme:<br />
6.250,00 EUR.<br />
HRB 795239<br />
Ingenieurbüro Jörg Jessensky<br />
Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt)<br />
Ilshofen. Geschäftsanschrift:<br />
Eckartshäuser Straße 32, 74532<br />
Ilshofen. Erwerb und Verwaltung von<br />
Beteiligungen sowie die Übernahme der<br />
persönlichen Haftung und der Geschäftsführung<br />
bei Handelsgesellschaften, insbesondere<br />
die Beteiligung als persönlich<br />
haftende geschäftsführende Gesellschafterin<br />
an der Firma Ingenieurbüro Jörg<br />
Jessensky UG (haftungsbeschränkt) &<br />
Co. KG, deren Unternehmensgegenstand<br />
ist die freiberufliche Ingenieurstätigkeit<br />
im Bereich Energieberatung, Nachhaltigkeitszertifizierung<br />
und Bauphysik.<br />
1.500,00 EUR. Ist nur ein Geschäftsführer<br />
bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere<br />
Geschäftsführer bestellt, vertreten sie<br />
gemeinsam. Geschäftsführer: Jessensky,<br />
Jörg, Schwäbisch Hall, *09.09.1986 mit<br />
der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder als<br />
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Gesellschaft mit beschränkter<br />
Haftung Gesellschaftsvertrag<br />
vom 21.06.<strong>2024</strong>.<br />
HRB 795253<br />
MS Präzisionsteile GmbH Gaildorf.<br />
Geschäftsanschrift: Daimlerstraße<br />
23, 74405 Gaildorf Die Metallbearbeitung<br />
und Feinwerkmechanik, sowie<br />
der Handel von Fertigungsteilen und in<br />
diesem Zusammenhang das Erbringen<br />
von Beratungsleistungen in Einkauf und<br />
Beschaffung. 25.000,00 EUR. Ist nur ein<br />
Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein.<br />
Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />
vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer<br />
mit einem Prokuristen.<br />
Geschäftsführer: Salm, Matthias, Braunsbach,<br />
*09.04.1991 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der<br />
Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />
oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Einzelprokura<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen: Salm, Julia, geb. Bendl,<br />
Braunsbach, *30.07.1992 Gesellschaft<br />
mit beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />
vom 25.06.<strong>2024</strong>.<br />
HRA 741424<br />
ELEKTRO DC GmbH & Co. KG<br />
Künzelsau. Geschäftsanschrift: Hüttengasse<br />
11, 74653 Künzelsau. Jeder persönlich<br />
haftende Gesellschafter vertritt<br />
einzeln. Jeder persönlich haftende Gesellschafter<br />
sowie dessen jeweilige Geschäftsführer<br />
sind befugt, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
vorzunehmen. Persönlich haftender<br />
Gesellschafter: ELEKTRO DC Verwaltung<br />
GmbH, Künzelsau (Amtsgericht Stuttgart<br />
HRB 795143) Kommanditgesellschaft<br />
Kommanditist: Conrad, Dennis, Künzelsau,<br />
*23.03.1996, Haftsumme: 1.000,00<br />
EUR.<br />
HRB 748232<br />
Schrödel Verwaltungs GmbH Langenburg.<br />
Geschäftsanschrift: Ludwigsruhe<br />
4, 74595 Langenburg. Beteiligung<br />
als persönlich haftende Gesellschafterin<br />
an Kommanditgesellschaften sowie die<br />
Übernahme der Geschäftsführung für diese<br />
Kommanditgesellschaften. 25.000,00<br />
EUR. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,<br />
vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />
bestellt, vertreten zwei gemeinsam<br />
oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />
Geschäftsführer: Schrödel, Sebastian,<br />
Langenburg, *13.01.1989 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
Kaufen Mieten<br />
Service<br />
den, *19.03.198Kommanditgesellschaft<br />
Kommanditist: Kochendörfer, Melanie,<br />
Blaufelden, *19.03.1981, Haftsumme:<br />
200,00 EUR.<br />
Fleet-<br />
Management<br />
Schulz BüroTechnikVertrieb GmbH<br />
Mainklinger Straße 2<br />
74586 Frankenhardt<br />
Tel.: 07959 / 926940<br />
www.schulz-buerotechnik.de<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Gesellschaft mit beschränkter Haftung<br />
Gesellschaftsvertrag vom 26.06.<strong>2024</strong>.<br />
HRB 748256<br />
Dynamo Solutions GmbH Stimpfach.<br />
Geschäftsanschrift: Mühlstraße 31,<br />
74597 Stimpfach. Die Erbringung von<br />
Beratungsleistungen im Bereich der Informationstechnologie<br />
sowie der Handel<br />
mit und die Erstellung von Hardware,<br />
Software und Services. 25.000,00 EUR. Ist<br />
nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er<br />
allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />
vertreten sie gemeinsam. Geschäftsführer:<br />
Rathgeb, Matthias, Stimpfach,<br />
*03.09.1980 mit der Befugnis, im Namen<br />
der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />
Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesellschaft<br />
mit beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />
vom 27.06.<strong>2024</strong>.<br />
HRA 741433<br />
PDS Professionelle Dienstleistung<br />
e. K. Pfedelbach. Geschäftsanschrift:<br />
Beethovenstraße 16, 74629 Pfedelbach.<br />
Der Inhaber handelt allein. Inhaber:<br />
Bruno, Özcan, Pfedelbach, *16.09.1958<br />
Einzelkaufmann.<br />
HRA 729170<br />
Marc Straetz e.K. Satteldorf. Geschäftsanschrift:<br />
Dahlienweg 7, 74589<br />
Satteldorf. Inhaber: Straetz, Marc Michael,<br />
Satteldorf, *19.12.1980 Einzelkaufmann.<br />
HRB 795320<br />
Oliver Schlenkermann GmbH<br />
Neuenstein. Geschäftsanschrift: Obere<br />
Gartenstraße 14, 74632 Neuenstein.<br />
Führung eines Architekturbüros in der<br />
Art einer freiberuflichen Tätigkeit mit<br />
Planung, Beratung und Durchführung<br />
von Architektenleistungen im Hochbau,<br />
in Innen- und Landschaftsarchitektur, in<br />
Ausstellungs- und Messedesign sowie der<br />
Projektsteuerung. Erbringung von Dienstleistungen<br />
im Möbel- und Produktdesign<br />
einschließlich Vertrieb sowie im Kommunikationsdesign.<br />
25.000,00 EUR. Ist<br />
nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt<br />
er allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />
bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder<br />
ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />
Geschäftsführer: Schlenkermann,<br />
Dieter, Neuenstein, *28.12.1954 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Geschäftsführer: Schlenkermann, Oliver,<br />
Stuttgart, *02.04.1979 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen<br />
der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />
Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesellschaft<br />
mit beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />
vom 01.07.<strong>2024</strong>.<br />
HRA 729178<br />
Schrödel Biogas GmbH & Co.<br />
KG Langenburg. Geschäftsanschrift:<br />
Ludwigsruhe 4, 74595 Langenburg. Jeder<br />
persönlich haftende Gesellschafter vertritt<br />
einzeln. Jeder persönlich haftende<br />
Gesellschafter sowie dessen jeweilige<br />
organschaftliche Vertreter sind befugt, im<br />
Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />
Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.<br />
Persönlich haftender Gesellschafter:<br />
Schrödel Verwaltungs GmbH, Langenburg<br />
(Amtsgericht Ulm HRB 748232) Kommanditgesellschaft<br />
Kommanditist: Schrödel,<br />
Sebastian, Langenburg, *13.01.1989,<br />
Haftsumme: 100.000,00 EUR.<br />
Ihr Partner für die Region<br />
Hohenlohe-Franken<br />
HRA 741451<br />
Ingenieurbüro Jörg Jessensky UG<br />
(haftungsbeschränkt) & Co. KG<br />
Ilshofen. Geschäftsanschrift: Eckartshäuser<br />
Straße 32, 74532 Ilshofen. Jeder<br />
persönlich haftende Gesellschafter vertritt<br />
einzeln. Persönlich haftender Gesellschafter:<br />
Ingenieurbüro Jörg Jessensky Verwaltungs<br />
UG (haftungsbeschränkt), Ilshofen<br />
(Amtsgericht Stuttgart HRB 795239) mit<br />
der Befugnis - auch für die jeweiligen<br />
Geschäftsführer -, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Kommanditgesellschaft<br />
Kommanditist: Jessensky, Jörg, Schwäbisch<br />
Hall, *09.09.1986, Haftsumme:<br />
1.500,00 EUR.<br />
HRA 729182<br />
XP Vermögensverwaltungs GmbH<br />
& Co. KG Rot am See. Geschäftsanschrift:<br />
Dörrbuck 17, 74585 Rot am See.<br />
Jeder persönlich haftende Gesellschafter<br />
vertritt einzeln. Persönlich haftender Gesellschafter:<br />
XP Verwaltungs GmbH, Rot<br />
am See (Amtsgericht Ulm HRB 748169)<br />
mit der Befugnis - auch für die jeweiligen<br />
Geschäftsführer -, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Kommanditgesellschaft<br />
Kommanditist: Steffen, Marcus, Rot am<br />
See, *06.06.1968, Haftsumme: 1.000,00<br />
EUR.<br />
HRB 748285<br />
VK Service GmbH Crailsheim. Geschäftsanschrift:<br />
Am Wiesenbach 8, 74564<br />
Crailsheim. Die Industriereinigung,<br />
Gebäudereinigung, Sortiertätigkeiten<br />
und Verpackungsarbeiten und Trockenbauarbeiten.<br />
25.000,00 EUR. Ist nur<br />
ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er<br />
allein. Sind mehrere Geschäftsführer<br />
bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder<br />
ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />
Geschäftsführer: Osman, Tair<br />
Mustafa, Crailsheim, *21.03.1990 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Gesellschaft mit beschränkter Haftung<br />
Gesellschaftsvertrag vom 28.05.<strong>2024</strong>.<br />
HRB 795145<br />
UJ-Consulting UG (haftungsbeschränkt)<br />
Dörzbach. Geschäftsanschrift:<br />
Schloss 1, 74677 Dörzbach Die<br />
Beratung im Bereich Datenschutz und<br />
IT-Sicherheit. 1.000,00 EUR. Ist nur ein<br />
Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein.<br />
Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />
vertreten sie gemeinsam. Geschäftsführer:<br />
Jahnke, Ulrich, Dörzbach, *21.06.1959<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Gesellschaft mit beschränkter<br />
Haftung Gesellschaftsvertrag<br />
vom 28.05.<strong>2024</strong>.<br />
HRB 748295<br />
Fischer Dienstleistungs - GmbH<br />
Kreßberg. Geschäftsanschrift: Schönblick<br />
16, 74594 Kreßberg. Die Beratung in<br />
kommunalen, technischen und sozialen<br />
Angelegenheiten, Bereitstellung von Fahrern<br />
im Gütertransport, selbstfahrenden<br />
Arbeitsmaschinen und Direktionswagen<br />
und der Kauf und Verkauf von Gütern<br />
wie Maschinen, Fahrzeugen sowie handwerklich<br />
hergestellte Gegenstände und<br />
Textilien. 25.002,00 EUR. Ist nur ein<br />
Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein.<br />
Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,<br />
vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer<br />
mit einem Prokuristen. Geschäftsführer:<br />
Fischer, Robert, Kreßberg,<br />
*04.05.1961 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Geschäftsführer: Fischer,<br />
Fabian, Kreßberg, *10.<strong>08</strong>.1989 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Geschäftsführer: Fischer, Simon, Kreßberg,<br />
*28.10.1992 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der<br />
Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />
oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Gesellschaft mit<br />
beschränkter Haftung Gesellschaftsvertrag<br />
vom 27.06.<strong>2024</strong>.<br />
HRA 741471<br />
MK-Rooms4you UG (haftungsbeschränkt)<br />
& Co. KG Schwäbisch<br />
Hall. Geschäftsanschrift: Gelbinger Gasse<br />
55, 74523 Schwäbisch Hall. Jeder persönlich<br />
haftende Gesellschafter vertritt einzeln.<br />
Persönlich haftender Gesellschafter:<br />
J. Ströbel Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt),<br />
Schwäbisch Hall (Amtsgericht<br />
Stuttgart HRB 738055) Einzelprokura<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen mit der Ermächtigung zur<br />
Veräußerung und Belastung von Grundstücken:<br />
Kochendörfer, Melanie, Blaufel-
26 Handelsregister<br />
August <strong>2024</strong> I Jahrgang 23 I Nr. 260<br />
rg Jessensky Verwal-HReschränkt), Ilshofen Taxi Schulz e.K. Schrozberg. Ge-<br />
729189<br />
t HRB 795239) mit schäftsanschrift: Rothenburger Weg 5,<br />
für die jeweiligen 74575 Schrozberg. Inhaberin: Moham-<br />
Asma, Crailsheim, *30.11.1987<br />
Namen der Gesell-madgenen<br />
Namen oder Einzelkauffrau Der Übergang der im Geschäftsbetrieb<br />
des bisher nicht eingetrage-<br />
ten Rechtsgeschäfte<br />
manditgesellschaft nen Handelsgeschäfts unter dem Namen<br />
sky, Jörg, Schwä-„Taxi Schulz“ des früheren Inhabers<br />
1986, Haftsumme: Schulz, Peter, *22.05.1958, Schrozberg,<br />
begründeten Forderungen und Verbindlichkeiten<br />
ist ausgeschlossen.<br />
waltungs GmbH<br />
See. Geschäftsan-Veränderung<br />
74585 Rot am See.<br />
ende Gesellschafter HRB 580280<br />
nlich haftender Ge-Wolverinaltungs GmbH, Rot GmbH. Der zwischen der Gesellschaft<br />
Advanced Materials<br />
Ulm HRB 748169) und der „ITT Bornemann GmbH“,<br />
ch für die jeweiligen Obernkirchen (Amtsgericht Stadthagen<br />
Namen der Gesell-HRgenen Namen oder ne Ergebnisabführungsvertrag wurde am<br />
2314) am 23.10.2017 abgeschlosse-<br />
ten Rechtsgeschäfte 27.06.<strong>2024</strong> zum 30.06.<strong>2024</strong> aufgehoben.<br />
manditgesellschaft HRB 580472<br />
n, Marcus, Rot am TALENT LOTS Handelsgesellschaft<br />
ftsumme: 1.000,00 mbH. Stammkapital nun: 26.000,00<br />
EUR. Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung<br />
vom 17.<strong>08</strong>.2023 ist das<br />
Stammkapital auf Euro umgestellt.<br />
Crailsheim. Geiesenbach<br />
8, 74564<br />
Die Gesellschafterversammlung vom<br />
17.<strong>08</strong>.2023 hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages<br />
in § 4 (Gesellschafts-<br />
Industriereinigung,<br />
Sortiertätigkeiten<br />
kapital) und durch Streichung von § 5<br />
iten und Trocken-<br />
Absatz 2 (Geschäftsführer) beschlossen.<br />
,00 EUR. Ist nur<br />
Das Stammkapital ist ferner durch Beschluss<br />
der Gesellschafterversammlung<br />
bestellt, vertritt er<br />
re Geschäftsführer<br />
vom gleichen Tag um 435,41 EUR auf<br />
ei gemeinsam oder<br />
26.000,00 EUR erhöht.<br />
mit einem Prohrer:<br />
Osman, Tair HRB 735196<br />
*21.03.1990 einzel-Lmit<br />
der Befugnis, Stammkapital nun: 26.000,00 EUR.<br />
Gaststättenservice-GmbH.<br />
lschaft mit sich im Die Gesellschafterversammlung vom<br />
als Vertreter eines 06.03.<strong>2024</strong> hat die Neufassung des<br />
fte abzuschließen. Gesellschaftsvertrages beschlossen. Das<br />
chränkter Haftung Stammkapital ist durch Beschluss der<br />
om 28.05.<strong>2024</strong>. Gesellschafterversammlung vom gleichen<br />
Tag zum Zwecke der Verschmelzung mit<br />
Lo, Yuk Yu, Schweinfurt, *18.<strong>08</strong>.1961 als<br />
G (haftungs-Inhabezbach. Geschäfts-nomiebetrieb e.Kfr.“, Bad Mergentheim<br />
der Firma „Lo Yuk Yu Gastro-<br />
4677 Dörzbach Die (Amtsgericht Amtsgericht Ulm HRA<br />
Datenschutz und 728993) um 1.000,00 EUR auf 26.000,00<br />
0 EUR. Ist nur ein EUR im Wege der Ausgliederung erhöht.<br />
llt, vertritt er allein. Die Einzelkauffrau Lo, Yuk Yu, Schweinfurt,<br />
*18.<strong>08</strong>.1961 hat als Inhaberin der<br />
äftsführer bestellt,<br />
m. Geschäftsführer: Firma „Lo Yuk Yu Gastronomiebetrieb<br />
zbach, *21.06.1959 e.Kfr.“, Bad Mergentheim (Amtsgericht<br />
Namen der Gesell-Amtsgerichgenen Namen oder ihr betriebene Unternehmen als Gesamt-<br />
Ulm HRA 728993) das von<br />
ten Rechtsgeschäfte heit im Wege der Ausgliederung nach<br />
llschaft mit be-Maßgabe des Ausgliederungsvertrages<br />
Gesellschaftsvertrag vom 06.03.<strong>2024</strong> und des Versammlungsbeschlusses<br />
vom 06.03.<strong>2024</strong> auf die<br />
Gesellschaft (übernehmender Rechtsträger)<br />
übertragen (Ausgliederung zur Aufnahme).<br />
Auf die bei Gericht eingereichten<br />
stungs - GmbH<br />
tsanschrift: Schönerg.<br />
Die Beratung in<br />
Urkunden wird Bezug genommen.<br />
schen und sozialen HRB 744728<br />
itstellung von Fah-Cannafaktuort, selbstfahrenden beschränkt) Firma geändert; nun:<br />
UG (haftungs-<br />
d Direktionswagen DAFAMA Biolnnovations GmbH. Gegenstand<br />
geändert; nun: Die Entwick-<br />
erkauf von Gütern<br />
eugen sowie hand-lung, der Kauf und Verkauf von ln- und<br />
Gegenstände und Outdoorlösungen für die Aufzucht und<br />
EUR. Ist nur ein Anbau von Zier- und Nutzpflanzen, sowie<br />
llt, vertritt er allein. der lm- und Export und der Handel mit<br />
äftsführer bestellt, Gartenbedarf und Zubehör. Stamm-<br />
nun: 25.002,00 EUR. Allgemeine<br />
nsam oder ein Ge-kapitam<br />
Prokuristen. Ge-Vertretungsregelung geändert; nun: Ist<br />
, Robert, Kreßberg, nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er<br />
ertretungsberechtigt allein. Sind mehrere Geschäftsführer be-<br />
vertreten zwei gemeinsam oder ein<br />
Namen der Gesell-stelltgenen<br />
Namen oder Geschäftsführer mit einem Prokuristen.<br />
ten Rechtsgeschäfte Bestellt als Geschäftsführer: Grzybowski,<br />
äftsführer: Fischer, Jacek, Hamm, *11.07.1969 mit der Befug-<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich<br />
10.<strong>08</strong>.1989 einzel-nismit<br />
der Befugnis, im eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
lschaft mit sich im Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
als Vertreter eines Nicht mehr Geschäftsführer: Immel,<br />
fte abzuschließen. Fabian Benedikt, Tübingen, *30.10.2000<br />
her, Simon, Kreß-Die Gesellschafterversammlung vom<br />
einzelvertretungsbe-26.03.<strong>2024</strong> nis, im Namen der schaftsvertrages beschlossen. Das Stamm-<br />
hat die Neufassung des Gesell-<br />
im eigenen Namen kapital ist durch Beschluss der Gesell-<br />
vom gleichen Tag<br />
es Dritten Rechts-schafterversammlunen.<br />
Gesellschaft mit um 24.402,00 EUR EUR auf 25.002,00<br />
g Gesellschaftsver-EUR erhöht. Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 14.06.<strong>2024</strong> hat die Änderung<br />
des Gesellschaftsvertrages in § 14 (Gründungsaufwand)<br />
beschlossen.<br />
UG (haftungs-<br />
. KG Schwäbisch HRB 780111<br />
rift: Gelbinger Gasse Herbold Öhringen Besitz Ver-<br />
Die Gesellschafter-<br />
Hall. Jeder persön-waltungs-GmbHchafter<br />
vertritt ein-versammlunnder Gesellschafter: Änderung des Gesellschaftsvertrages in §<br />
vom 17.05.<strong>2024</strong> hat die<br />
s UG (haftungsbe-7h Hall (Amtsgericht HRB 680607<br />
§ 8 beschlossen.<br />
55) Einzelprokura Vogel Handelsges. mbH. Neue Ge-<br />
Marktplatz 7, 97980 Bad<br />
Namen der Gesell-schäftsanschriftgenen<br />
Namen oder Mergentheim. Gegenstand geändert; nun:<br />
ten Rechtsgeschäfte Im- und Export von Gegenständen aller<br />
r Ermächtigung zur Art und der Handel mit Gegenständen al-<br />
Art. Die Verwaltung eigenen Vermögens<br />
astung von Grund-ler,<br />
Melanie, Blaufel-unmanditgesellschaft und auf eigene Rechnung, ausdrücklich<br />
Wertpapierhandel im eigenen Namen<br />
endörfer, Melanie, nicht als Dienstleistung für Dritte, ausgenommen<br />
sind ferner alle Tätigkeiten, die<br />
981, Haftsumme:<br />
einer staatlichen Erlaubnis und/oder Genehmigung<br />
bedürfen. Zur Förderung des<br />
Gesellschaftszwecks wird das Unternehmen<br />
insbesondere (aber nicht ausschließlich)<br />
folgende Handlungen vornehmen:<br />
Beteiligung an anderen Unternehmen;<br />
Bankeinlagen und Darlehensaufnahmen;<br />
börsliche und außerbörsliche Geschäfte<br />
aller Art, wie z.B. den Handel mit Aktien,<br />
festverzinslichen Papieren, ETF‘s, ETP‘s,<br />
ETN‘s, Futures, CFD‘s, Kryptowährungen,<br />
Termingeschäfte, Stillhaltergeschäfte zur<br />
Einnahmenerzielung. Die Eingehung,<br />
der Erwerb, das Halten, das Verwalten<br />
und die Veräußerung von Immobilien<br />
und Grundstücken im In- und Ausland<br />
für eigene Rechnung. Personenbezogene<br />
Daten (Name, Geburtsdatum) ergänzt bei<br />
Geschäftsführer: Vogel, Martin Ulrich Hermann,<br />
Bad Mergentheim, *06.04.1968<br />
einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit<br />
sich im eigenen Namen oder als Vertreter<br />
eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Die Gesellschafterversammlung vom<br />
22.05.<strong>2024</strong> hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages<br />
in § 2 (Gegenstand des<br />
Unternehmens) beschlossen.<br />
HRB 590519<br />
GTE Gesellschaft für technische<br />
Entwicklungen GmbH. Allgemeine<br />
Vertretungsregelung geändert; nun: Die<br />
allgemeine und konkrete Vertretungsregelung<br />
der Geschäftsführer gilt bei<br />
den Liquidatoren nicht automatisch fort.<br />
Gemäß § 384 FamFG von Amts wegen<br />
eingetragen. Nicht mehr Geschäftsführer,<br />
von Amts wegen eingetragen als<br />
Liquidator: Weigel, Ralf, Ingelfingen,<br />
*01.04.1961 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Durch rechtskräftigen Beschluss<br />
des Amtsgerichts Heilbronn vom<br />
27.05.<strong>2024</strong> (10 IN 239/24) wurde die Eröffnung<br />
des Insolvenzverfahrens über das<br />
Vermögen der Gesellschaft mangels einer<br />
den Kosten des Verfahrens entsprechenden<br />
Masse abgewiesen. Die Gesellschaft ist<br />
hierdurch aufgelöst. Gemäß § 60 Abs. 1<br />
GmbHG i.V. § 65 Abs. 1 GmbHG von Amts<br />
wegen eingetragen.<br />
HRB 751307<br />
TODAMI GmbH. Durch Beschluss des<br />
Amtsgerichts Heilbronn vom 28.05.<strong>2024</strong><br />
(9 IN 94/20) ist das Insolvenzverfahren<br />
aufgehoben.<br />
HRB 778526<br />
Deu Alpha Chemie GmbH. Sitz verlegt;<br />
nun: Bretzfeld. Änderung der Geschäftsanschrift:<br />
Jakob-Fischer-Straße<br />
26, 74626 Bretzfeld Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 03.06.<strong>2024</strong> hat die<br />
Änderung des Gesellschaftsvertrages in §<br />
1 Ziffer 2 (Firma, Sitz) beschlossen.<br />
HRB 764497<br />
Maas & Candido Grundstücksgesellschaft<br />
mbH. Neue Geschäftsanschrift:<br />
Justus-von-Liebig-Straße 12,<br />
74532 Ilshofen. Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 07.06.<strong>2024</strong> hat die Änderung<br />
des Gesellschaftsvertrages in § 4 Ziff.<br />
2 der Satzung (Dauer der Gesellschaft,<br />
Geschäftsjahr) beschlossen.<br />
HRB 571827<br />
SHB Schwäbisch Haller Beteiligungsgesellschaft<br />
mbH. Bestellt als<br />
Geschäftsführer: Fitterling, Andrea, Oberrot,<br />
*16.09.1966.<br />
HRB 670933<br />
Schön + Hippelein Beteiligungs-<br />
GmbH. Änderung der Geschäftsanschrift:<br />
lndustriestraße 1, 74589 Satteldorf. Personenbezogene<br />
Daten von Amts wegen<br />
ergänzt bei Geschäftsführer: Hippelein,<br />
Frank Dieter, Crailsheim, *03.06.1960<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen.<br />
HRB 680662<br />
WIMO Immobilien Verwaltungs-<br />
GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />
Wirthwein, Udo, Diplom Ingenieur,<br />
Creglingen.<br />
HRB 722311<br />
Centrum für Ausbildung im Straßenverkehr<br />
GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />
Saket, Maziyar, Crailsheim,<br />
*14.<strong>08</strong>.1979 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen.<br />
HRB 732749<br />
Nedschroef Schrozberg GmbH.<br />
Bestellt als Geschäftsführer: Janssen,<br />
Robertus Wilhelmus Antonius, Groesbeek<br />
/ Niederlande, *13.06.1976 mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Bestellt als Geschäftsführer:<br />
Niggemann, Thorsten, Neuenrade,<br />
*31.12.1976 mit der Befugnis, im Namen<br />
der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Nicht mehr Geschäftsführer: Verheij,<br />
Jan Arie Cornelis, Weert / Niederlande,<br />
*03.04.1971 Gesamtprokura gemeinsam<br />
mit einem Geschäftsführer oder einem<br />
anderen Prokuristen: Rasch, Dominik,<br />
Bochum, *27.07.1982.<br />
HRB 739707<br />
SunSnow UG (haftungsbeschränkt)<br />
Allgemeine Vertretungsregelung<br />
geändert; nun: Ist nur ein Liquidator<br />
bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere<br />
Liquidatoren bestellt, vertreten sie gemeinsam.<br />
Nicht mehr Geschäftsführer<br />
nun bestellt als Liquidator: Schmitt, Sebastian,<br />
Bad Mergentheim, *14.07.1984.<br />
Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />
HRB 743138<br />
Wirthwein Familienverwaltungs<br />
GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />
Wirthwein, Udo Walter, Creglingen,<br />
*29.04.1944.<br />
HRB 764500<br />
MAAS Profilzentrum GmbH. Änderung<br />
der Geschäftsanschrift: Justus-von-<br />
Liebig-Straße 12, 74532 Ilshofen Bestellt<br />
als Geschäftsführer: Stemmer, Reiner,<br />
Neusitz, *05.<strong>08</strong>.1968 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der<br />
Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />
oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Nicht mehr<br />
Geschäftsführer: Maas, Wolfgang, Ilshofen,<br />
*22.06.1959 Einzelprokura mit der<br />
Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit<br />
sich im eigenen Namen oder als Vertreter<br />
eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:<br />
Nowak, Kai, Ilshofen, *10.05.1988.<br />
HRA 739739<br />
Solarpark Parchim GmbH & Co.<br />
KG. Firma geändert; nun: Solarpark<br />
Wolpertshausen GmbH & Co. KG.<br />
HRB 590521<br />
BSK-Reisen GmbH. Allgemeine Vertretungsregelung<br />
geändert; nun: Ist nur<br />
ein Liquidator bestellt, vertritt er allein.<br />
Sind mehrere Liquidatoren bestellt, vertreten<br />
zwei gemeinsam oder ein Liquidator<br />
gemeinsam mit einem Prokuristen.<br />
Nicht mehr Geschäftsführer, nun bestellt<br />
als Liquidator: Vorberg, Ines, Althütte,<br />
*10.10.1969 Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />
HRB 59<strong>08</strong>17<br />
Merlin Didakt GmbH. Nicht mehr<br />
Geschäftsführer: Hohl, Eugen, Mönchsdeggingen,<br />
*07.01.1958.<br />
HRB 680647<br />
Stegmühle von Berg Verwaltungs-<br />
GmbH. Bestellt als Geschäftsführer: von<br />
Berg, Andreas, Wiernsheim, *24.01.1990<br />
einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit<br />
sich im eigenen Namen oder als Vertreter<br />
eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Nicht mehr Geschäftsführer: von<br />
Berg, Katrin, Niederstetten, *21.05.1990.<br />
HRB 74<strong>08</strong>38<br />
ISD - Intelligente Stromlösungen<br />
Deutschland GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />
Runge, Thomas, Rangsdorf,<br />
*26.11.1973.<br />
HRB 745791<br />
A.E.R. Fresco Verwaltungs GmbH.<br />
Neue Geschäftsanschrift: Heidestraße<br />
21, 01127 Dresden. Bestellt als Geschäftsführer:<br />
Hartwig, Robert, Dresden,<br />
*07.06.1963 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />
Akhtar, Rehman Ahmad, Ludwigshafen,<br />
*25.06.1984.<br />
HRB 794044<br />
CAZADO GmbH. Gegenstand geändert;<br />
nun: Der Handel mit genehmigungsfreien<br />
Waren verschiedener Art, insbesondere<br />
Möbeln, Einrichtungsgegenständen, Dekorationsartikeln<br />
und Lampen sowie der<br />
Betrieb einer Vertriebs- und Marketingagentur.<br />
Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 24.06.<strong>2024</strong> hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages<br />
in § 2 (Gegenstand)<br />
beschlossen.<br />
HRA 590261<br />
Adolf Würth GmbH & Co. KG. Prokura<br />
erloschen: Merz, Steffen, Holzgünz,<br />
*14.09.1965.<br />
HRA 690359<br />
bosch Tiernahrung GmbH & Co.<br />
KG. Prokura neu erteilt bzw. geändert;<br />
nun: Einzelprokura: Gubo, Andreas,<br />
Schrozberg, *04.02.1978 Ehrmann, Heiko,<br />
Gerabronn, *21.02.1978 Kreiselmeyer,<br />
Martin, Satteldorf, *09.03.1992.<br />
HRB 570974<br />
Flugplatz Schwäbisch Hall GmbH.<br />
Nicht mehr Geschäftsführer: Merz, Steffen,<br />
Holzgünz, *14.09.1965.<br />
HRB 580182<br />
Lederer GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />
Wallenstein, Thomas, Birkenau,<br />
*16.02.1970. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />
Wally, Dennis, Kleve, *04.03.1984.<br />
HRB 580280<br />
Wolverine Advanced Materials<br />
GmbH. Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 25.06.<strong>2024</strong> hat die Neufassung des<br />
Gesellschaftsvertrages beschlossen.<br />
HRB 581061<br />
SCHEUERLE Engineering GmbH.<br />
Gesamtprokura gemeinsam mit einem<br />
Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen:<br />
Personenbezogene Daten von<br />
Amts wegen berichtigt bei Birkner, Thomas,<br />
Ichenhausen, *16.10.1990.<br />
HRB 581002<br />
WAL Beteiligungs-GmbH. Bestellt als<br />
Geschäftsführer: van Kampen, Konstantin,<br />
Speyer, *28.12.1993 mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich als<br />
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
HRB 671179<br />
Vion Crailsheim GmbH. Bestellt als<br />
Geschäftsführer: Beermann, Thomas<br />
Werner, Dinkelsbühl, *24.12.1983 mit<br />
der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter<br />
eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Nicht mehr Geschäftsführer:<br />
Hartmann, Rainer, Schwäbisch Hall,<br />
*20.06.1968.<br />
HRB 743129<br />
Green Solution WP GmbH. Allgemeine<br />
Vertretungsregelung geändert;<br />
nun: Ist nur ein Liquidator bestellt, vertritt<br />
er allein. Sind mehrere Liquidatoren bestellt,<br />
vertreten sie gemeinsam. Nunmehr<br />
bestellt als Liquidator: Bezler, Peter, Crailsheim,<br />
*<strong>08</strong>.12.1983 Nicht mehr Geschäftsführer:<br />
Sauter, Wjatscheslaw, Braunsbach,<br />
*10.07.1987 Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />
HRB 764144<br />
Pflegezentrum Wiesengrund<br />
GmbH. Errichtet: Zweigniederlassung<br />
unter gleicher Firma mit Zusatz Zweigniederlassung<br />
Pfedelbach-Untersteinbach,<br />
74629 Pfedelbach, Geschäftsanschrift:<br />
Haldenstraße 3-5, 74629 Pfedelbach. Gegenstand<br />
geändert; nun: Der Gegenstand<br />
des Unternehmens ist die gewerbsmäßige<br />
Versorgung pflegebedürftiger Menschen<br />
jeden Alters in ambulanter Pflege, stationärer<br />
Pflege, Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege.<br />
Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 26.06.<strong>2024</strong> hat die Änderung des<br />
Gesellschaftsvertrages in § 3 (Gegenstand<br />
des Unternehmens) beschlossen.<br />
HRB 7850<strong>08</strong><br />
Neuhall E-Commerce GmbH. Gegenstand<br />
geändert; nun: Die Erbringung<br />
von Planungs- und Beratungsleistungen<br />
für Stromerzeugungsanlagen, Gebäudetechnikanlagen<br />
und Lagerregalanlagen<br />
sowie der Ankauf und Vertrieb von Waren<br />
aller Art, insbesondere von Artikeln des<br />
täglichen Bedarfs, von Stromerzeugungsanlagen,<br />
von Gebäudetechnikanlagen<br />
sowie von Lagerregalanlagen. Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 26.06.<strong>2024</strong><br />
hat die Änderung des Gesellschaftsvertrages<br />
in § 2 (Gegenstand des Unternehmens)<br />
beschlossen.<br />
HRB 785976<br />
V260 Beteiligungs-GmbH, Waldenburg<br />
Nord. Gesamtprokura<br />
gemeinsam mit einem Geschäftsführer<br />
oder einem anderen Prokuristen mit der<br />
Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit<br />
sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen: Kinzler, Philipp,<br />
Reichenbach an der Fils, *19.07.1988<br />
Prokura erloschen: Krämer, Sarah-Maria,<br />
Bad Rappenau, *02.01.1983.<br />
HRB 795038<br />
DFT Petzold GmbH. Personenbezogene<br />
Daten von Amts wegen berichtigt<br />
bei Geschäftsführer: Petzold, Tomas Tibor<br />
Boris, Obersulm, *30.<strong>08</strong>.1978 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im<br />
Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />
Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />
Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
HRA 590587<br />
Würth TeleServices GmbH & Co.<br />
KG. Änderung der Geschäftsanschrift:<br />
Schliffenstraße 22, 74653 Künzelsau.<br />
HRB 570586<br />
Schmitt Logistik GmbH. Nicht mehr<br />
Geschäftsführer: Weniger, Sascha, Nürnberg,<br />
*25.03.1967.<br />
HRB 571178<br />
ABRE-TECHNIK Pulverlacke<br />
GmbH. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />
Breuninger, Gerd, Geschäftsführer, Untermünkheim.<br />
HRB 722638<br />
Dentalclinic Dr. Ryssel + Collegen<br />
Zahnmedizinisches Versorgungszentrum<br />
GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />
Dr. Clemm, Raphael, München,<br />
*18.07.1985 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich als Vertreter eines Dritten<br />
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht<br />
mehr Geschäftsführer: Wachtel, Roman,<br />
München, *31.07.1982.<br />
HRB 790401<br />
Kuwanex gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)<br />
Sitz verlegt; nun:<br />
Schwäbisch Hall Änderung der Geschäftsanschrift:<br />
Im Flur 3, 74523 Schwäbisch<br />
Hall. Personenbezogene Daten (Wohnort)<br />
geändert bei Geschäftsführer: Schneider,<br />
Patrick Friedrich, Schwäbisch Hall,<br />
*26.10.1965 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 27.06.<strong>2024</strong> hat die Änderung<br />
des Gesellschaftsvertrages in § 1<br />
(Firma, Sitz) beschlossen.<br />
HRB 8416<br />
Hohl Verwaltungs- und Beteiligungs<br />
GmbH. Gegenstand geändert,<br />
nun: Die Verwaltung eigenen und fremden<br />
Vermögens sowie die Übernahme<br />
der Stellung eines persönlich haftenden<br />
Gesellschafters, insbesondere bei der Hohl<br />
Spedition GmbH & Co. KG mit dem Sitz<br />
in Schnelldorf, HRA 4819 des AG Ansbach.<br />
Ausgeschieden: Geschäftsführer: Marc,<br />
Huber, *12.06.1968 Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 27.06.<strong>2024</strong> hat die<br />
Änderung des § 2 (Gegenstand des Unternehmens)<br />
des Gesellschaftsvertrages beschlossen.<br />
HRA 725242<br />
Sallhof KG Eingetreten als Persönlich<br />
haftender Gesellschafter: Weiß, Sönke,<br />
Kupferzell, *06.05.1987 Ausgeschieden<br />
als Persönlich haftender Gesellschafter:<br />
Weiß, Kurt, Kupferzell, *19.02.1960 Daten<br />
infolge Registereintragung neu vorgetragen<br />
bei Kommanditist: B. & F. Obermühle<br />
eGbR, Waldenburg, (Amtsgericht Stuttgart<br />
GsR 1122), Haftsumme: 500,00 EUR.<br />
HRB 68<strong>08</strong>01<br />
Wirthwein North Carolina Beteiligungs-GmbH.<br />
Bestellt als Geschäftsführer:<br />
Wirthwein, Marcus, Creglingen,<br />
*27.11.1973 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen.<br />
HRB 68<strong>08</strong>61<br />
BARTEC Consult GmbH. Gesamtprokura<br />
gemeinsam mit einem Geschäftsführer:<br />
Maiwald, Horst, Berlin,<br />
*15.<strong>08</strong>.1962.<br />
HRB 723429<br />
BARTEC GmbH. Prokura erloschen:<br />
Glaser-Reuss, Sonja, Neuenstadt am<br />
Kocher, *15.10.1964 Gesamtprokura<br />
gemeinsam mit einem Geschäftsführer:<br />
Maiwald, Horst, Berlin, *15.<strong>08</strong>.1962.<br />
HRB 728441<br />
BARTEC Top Holding GmbH. Prokura<br />
erloschen: Glaser-Reuss, Sonja,<br />
Neuenstadt am Kocher, *15.10.1964.<br />
Gesamtprokura gemeinsam mit einem<br />
Geschäftsführer: Maiwald, Horst, Berlin,<br />
*15.<strong>08</strong>.1962.<br />
HRB 730111<br />
Wirthwein Windenergie Verwaltungs<br />
GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:<br />
Wirthwein, lngrid Erika<br />
Helga, Creglingen, *16.09.1945 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Bestellt als Geschäftsführer: Wirthwein,<br />
Marcus, Creglingen, *27.11.1973 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
HRB 739934<br />
Dentalakademie Dr. Ryssel GmbH.<br />
Bestellt als Geschäftsführer: Dr. Clemm,<br />
Raphael, München, *18.07.1985 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich als<br />
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Nicht mehr Geschäftsführer:<br />
Wachtel, Roman, München, *31.07.1982.<br />
HRB 571599<br />
Gronbach Beton-Beteiligungen<br />
Verwaltungs-GmbH. Bestellt als<br />
Geschäftsführer: Gronbach, Claudia,<br />
Schwäbisch Hall, *03.04.1972 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im<br />
Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />
Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Bestellt<br />
als Geschäftsführer: Gronbach, Nicole<br />
Anke, Schwäbisch Hall, *29.06.1979 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
HRB 680918<br />
R. Wiedemann Immobilien Verwaltungs-GmbH.<br />
Allgemeine Vertretungsregelung<br />
geändert; nun: Ist nur ein<br />
Liquidator bestellt, vertritt er allein. Sind<br />
mehrere Liquidatoren bestellt, vertreten<br />
sie gemeinsam. Nicht mehr Geschäftsführer,<br />
nun bestellt als Liquidator: Lehr,<br />
Susanne, Bad Mergentheim, *11.06.1960<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:<br />
Wiedemann, Robert, Igersheim,<br />
*20.<strong>08</strong>.1941. Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />
HRB 762682<br />
Ambulante Seniorenhilfe GmbH.<br />
Bestellt als Geschäftsführer: Baumann,<br />
Stefan, Bad Rappenau, *06.04.1982 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
HRB 770<strong>08</strong>8<br />
IT-Mechatronik GmbH. Firma geändert;<br />
nun: SSK GmbH. Gegenstand geändert;<br />
nun: Gegenstand des Unternehmens<br />
ist der Verkauf, die Beratung, die Planung,<br />
die Montage von Photovoltaikanlagen<br />
und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten<br />
sowie der Betriebsmittelbau und<br />
ähnliche Geschäfte. Der Betriebsmittelbau<br />
umfasst sowohl die Bereiche Planung,<br />
Lieferung, (Online-)Handel, Aufbau<br />
und alle damit zusammenhängenden<br />
Tätigkeiten. Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 01.07.<strong>2024</strong> hat die Änderung<br />
des Gesellschaftsvertrages in § 1 (Firma<br />
und Sitz), § 2 (Gegenstand des Unternehmens)<br />
beschlossen.<br />
HRB 771572<br />
PZ Medical GmbH. Änderung der Geschäftsanschrift:<br />
Müsch 5, 56729 Monreal<br />
01.07.<strong>2024</strong> Wilhelm<br />
HRB 790299<br />
Gerasiouk Ventures UG (haftungsbeschränkt)<br />
Personenbezogene Daten<br />
geändert bei Geschäftsführer: Gerasiouk,<br />
Konstantinos, Öhringen, *18.05.1996<br />
einzelvertretungsberechtigt.<br />
HRB 791734<br />
Baer Ventures UG (haftungsbeschränkt)<br />
Personenbezogene Daten<br />
geändert bei Geschäftsführer: Baer, Jonas<br />
Patrick, Pürgen, *20.12.1995 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im<br />
Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen<br />
Namen oder als Vertreter eines Dritten<br />
Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
HRB 746188<br />
ZIEHL-ABEGG SE. Prokura erloschen:<br />
Dr. Küßner, Mark, Pfedelbach,<br />
*29.<strong>08</strong>.1967 Prokura erloschen: Reber,<br />
Manfred, Michelfeld, *18.10.1967 Prokura<br />
erloschen: Brommer, Thomas, Kupferzell,<br />
*04.06.1960 Prokura erloschen:<br />
Arnold, Ralf, Künzelsau, *15.<strong>08</strong>.1962<br />
Gesamtprokura gemeinsam mit einem<br />
Vorstandsmitglied oder einem anderen<br />
Prokuristen: Krämer, Moritz, Ingelfingen,<br />
*<strong>08</strong>.01.1984 Haehnlein, Bettina Dorothee,<br />
Crailsheim, *23.09.1967 Gahm, Marco,<br />
Wolpertshausen, *26.<strong>08</strong>.1972 Hellbrück,<br />
Stephan, Altbach, *26.09.1977 Marzina,<br />
Michael, Künzelsau, *18.02.1961 Albig,<br />
Jürgen, Braunsbach, *22.06.1963 Kowalke,<br />
Nils, Schwäbisch Hall, *11.05.1988<br />
Wohlleben, Sebastian Rudolf Werner,<br />
Kupferzell, *20.09.1988 Walter, Andreas,<br />
Krautheim, *04.10.1970.<br />
HRB 768693<br />
OPTIMA Consulting GmbH. Neue<br />
Geschäftsanschrift: Alfred-Leikam-Straße<br />
25, 74523 Schwäbisch Hall. Bestellt als<br />
Geschäftsführer: Beyl, Marco, Zaberfeld,<br />
*21.07.1977 mit der Befugnis, im Namen<br />
der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Nicht mehr Geschäftsführer: Glass, Jan,<br />
Kirchheim am Neckar, *06.<strong>08</strong>.1960.<br />
HRA 68<strong>08</strong>44<br />
R. Wiedemann Immobilien GmbH<br />
& Co. KG. Ausgeschieden als Kommanditist:<br />
Wiedemann, Robert, Igersheim,<br />
*20.<strong>08</strong>.1941, Haftsumme: 10.000,00<br />
EUR. Für einen Teil dieser Haftsumme<br />
in Sondererbfolge eingetreten als Kommanditist:<br />
Lehr, Susanne, Bad Mergentheim,<br />
*11.06.1960, Haftsumme: 3.333,33<br />
EUR Für einen Teil dieser Haftsumme<br />
in Sondererbfolge eingetreten als Kommanditist:<br />
Wiedemann, Ralf, Igersheim,<br />
*25.10.1961, Haftsumme: 3.333,33 EUR<br />
Für einen Teil dieser Haftsumme in Sondererbfolge<br />
eingetreten als Kommanditist:<br />
Wiedemann, Gerald, Bad Mergentheim,<br />
*02.12.1965, Haftsumme: 3.333,34 EUR<br />
03.07.<strong>2024</strong> Bodenstein Kommanditisten<br />
mit der Bezeichnung Haftsumme gemäß<br />
Artikel 89 Absatz 2 EGHGB von Amts wegen<br />
neu vorgetragen.<br />
HRA 68<strong>08</strong>44<br />
R. Wiedemann Immobilien GmbH<br />
& Co. KG. Allgemeine Vertretungsregelung<br />
geändert; nun: Ist nur ein Liquidator<br />
bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere<br />
Liquidatoren bestellt, vertreten sie gemeinsam.<br />
Bestellt als Liquidator: Lehr,<br />
Susanne, Bad Mergentheim, *11.06.1960<br />
Vertretungsbefugnis von Amts wegen geändert<br />
bei Persönlich haftender Gesellschafter:<br />
R. Wiedemann Immobilien Verwaltungs-GmbH,<br />
Igersheim (Amtsgericht<br />
Ulm HRB 680918) Die Gesellschaft ist<br />
aufgelöst.
August<strong>2024</strong> IJahrgang 23 INr. 260<br />
Handelsregister 27<br />
HRA 722635<br />
Bioenergie Tauberhöhe GmbH &<br />
Co KG. Ausgeschieden als Kommanditist:<br />
Grün, Willy, Weikersheim, *27.05.1951,<br />
Haftsumme: 40.000,00 EUR Für diese<br />
Haftsumme in Sonderrechtsnachfolge<br />
eingetreten als Kommanditist: Grün,<br />
Oliver Bernd, Weikersheim, *27.03.1978,<br />
Haftsumme: 40.000,00 EUR Kommanditist/en<br />
mit der Bezeichnung Haftsumme<br />
gemäß Artikel 89 Absatz 2EGHGB von<br />
Amts wegen neu vorgetragen: Kommanditist:<br />
Stadt Weikersheim, Weikersheim,Haftsumme:<br />
100.000,00 EUR Kommanditist:<br />
Gunz, Gerold, Weikersheim,<br />
*15.05.1970, Haftsumme: 20.000,00<br />
EUR Kommanditist: Lehr, Thomas, Bad<br />
Mergentheim, *18.02.1964, Haftsumme:<br />
20.000,00 EUR Kommanditist:Ehrmann,<br />
Eberhard, Weikersheim, *09.06.1957,<br />
Haftsumme: 100.000,00EUR Kommanditist:<br />
Allegro GmbH&CoKG, Weikersheim,<br />
(Amtsgericht Ulm HRA 721939), Haftsumme:<br />
40.000,00 EUR Kommanditist:<br />
Nagel, Bernd, Weikersheim, *23.09.1970,<br />
Haftsumme: 40.000,00 EUR Kommanditist:<br />
Wagner, Michael, Niederstetten,<br />
*05.07.1971, Haftsumme: 20.000,00EUR<br />
Kommanditist: Haas, Hans-Richard, Niederstetten,<br />
*29.04.1963, Haftsumme:<br />
100.000,00 EUR Kommanditist: Scheu-<br />
Hachtel, Hans-Joachim, Niederstetten,<br />
*13.11.1962, Haftsumme: 40.000,00<br />
EUR Kommanditist: Markert, Werner,<br />
Niederstetten, *18.02.1963, Haftsumme:<br />
20.000,00 EUR Kommanditist: Horn,<br />
Kurt, Niederstetten, *05.01.1963, Haftsumme:<br />
20.000,00 EUR Kommanditist:<br />
Henn, Bernd, Weikersheim, *13.06.1976,<br />
Haftsumme: 60.000,00 EUR Kommanditist:<br />
Friedrich, Reinhard, Niederstetten,<br />
*04.04.1963, Haftsumme: 40.000,00<br />
EUR Kommanditist: Dreher, Matthias,<br />
Niederstetten, *26.05.1979, Haftsumme:<br />
20.000,00 EUR Kommanditist: Balbach,<br />
Matthias, Niederstetten, *26.<strong>08</strong>.1984,<br />
Haftsumme: 20.000,00 EUR Kommanditist:<br />
Feile, Michael, Weikersheim,<br />
*06.01.1966, Haftsumme:20.000,00 EUR<br />
Kommanditist: Rahn, Jürgen, Niederstetten,<br />
*10.06.1971, Haftsumme: 60.000,00<br />
EUR Kommanditist: Wagner, Florian,<br />
Weikersheim, *10.<strong>08</strong>.1982, Haftsumme:<br />
20.000,00 EUR Kommanditist:Ehrmann,<br />
Andreas, Weikersheim, *05.04.1970,<br />
Haftsumme: 20.000,00 EUR Kommanditist:<br />
Maukner, Johann, Weikersheim,<br />
*11.10.1947, Haftsumme: 20.000,00 EUR<br />
Kommanditist: Henn, Otto, Weikersheim,<br />
*24.02.1947, Haftsumme: 60.000,00<br />
EUR Kommanditist: Zenkert, Michael,<br />
Weikersheim, *24.03.1970, Haftsumme:<br />
20.000,00 EUR Kommanditist: Herwarth,<br />
Klaus-Dieter, Weikersheim, *21.04.1965,<br />
Haftsumme: 20.000,00 EUR Kommanditist:<br />
Schneider, Karl-Heinz, Niederstetten,<br />
*24.07.1964, Haftsumme: 20.000,00EUR<br />
Kommanditist: Haag, Egon,Weikersheim,<br />
*14.03.1968, Haftsumme: 20.000,00<br />
EUR Kommanditist: Heimberger, Werner,<br />
Weikersheim, *10.09.1961, Haftsumme:<br />
20.000,00 EUR Kommanditist: Ott, Rainer,Weikersheim,<br />
*13.06.1973, Haftsumme:40.000,00EUR<br />
Kommanditist: Köhn,<br />
Andreas, Niederstetten, *30.09.1973,<br />
Haftsumme: 20.000,00 EUR Kommanditist:<br />
Michel, Hermann, Igersheim,<br />
*10.01.1961, Haftsumme:20.000,00 EUR<br />
Kommanditist:Haas,Barbara,Niederstetten,<br />
*27.05.1964, Haftsumme: 20.000,00<br />
EUR Kommanditist: Lehr, Elias, Bad<br />
Mergentheim, *03.10.1994, Haftsumme:<br />
20.000,00 EUR Kommanditist: Wegert-<br />
Raisig, Jörg, Weikersheim, *22.<strong>08</strong>.1994,<br />
Haftsumme: 20.000,00 EUR Kommanditist:<br />
Strauß, Hans, Bad Mergentheim,<br />
*03.12.1949, Haftsumme:20.000,00 EUR<br />
Kommanditist: Ehrmann-Strauß, Sigrid,<br />
Bad Mergentheim, *10.10.1955, Haftsumme:<br />
20.000,00 EUR Kommanditist:<br />
Reuter,Karin, Weikersheim, *02.12.1953,<br />
Haftsumme: 100.000,00 EUR Kommanditist:<br />
Mann, Marlies, Creglingen,<br />
*18.11.1953, Haftsumme:20.000,00 EUR<br />
Kommanditist: Kraut, Veronika Maria,<br />
Weikersheim, *04.11.1971, Haftsumme:<br />
10.000,00 EUR Kommanditist: Kraut,<br />
Annika, Bad Mergentheim, *28.02.1996,<br />
Haftsumme:3.333,33 EURKommanditist:<br />
Kraut, Franziska, Ulm,*05.12.1997,Haftsumme:<br />
3.333,34 EUR Kommanditist:<br />
Kraut, Samuel, Ulm, *16.06.2000, Haftsumme:<br />
3.333,33 EUR Kommanditist:<br />
Bühler,Johannes Maximilian,Mulfingen,<br />
*01.06.1996,Haftsumme: 20.000,00 EUR.<br />
HRB580228<br />
HOSTI GmbH. Prokura erloschen:<br />
Schumacher, Stefan, Öhringen,<br />
*12.10.1962.<br />
HRB 580638<br />
KB Wohnbau GmbH. Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 03.07.<strong>2024</strong> hat die<br />
Neufassung des Gesellschaftsvertragesbeschlossen.<br />
HRB 590633<br />
Würth Industrie Service Verwaltungs-GmbH.<br />
Bestellt als Geschäftsführer:<br />
Eisenkolb, Helmut Matthias,<br />
Würzburg, *11.09.1982. Gesamtprokura<br />
gemeinsam mit einem Geschäftsführer:<br />
Waldherr, Tanja, Bad Mergentheim,<br />
*14.06.1979 Prokura erloschen:<br />
Birresborn, Dennis, Bad Mergentheim,<br />
*25.03.1977 Prokura erloschen: Eisenkolb,<br />
Hemut Matthias, Würzburg,<br />
*11.09.1982.<br />
HRB 729958<br />
Biomerus GmbH. Allgemeine Vertretungsregelung<br />
geändert; nun: Ist nur<br />
ein Liquidator bestellt, vertritt er allein.<br />
Sind mehrere Liquidatoren bestellt, vertreten<br />
sie gemeinsam. Nicht mehr Geschäftsführer,<br />
nun bestellt als Liquidator:<br />
Leuze, Katharina, Kupferzell, *13.01.1983<br />
Nicht mehr Geschäftsführer, nun bestellt<br />
als Liquidator: Kümmerer, Michael,<br />
Schrozberg, *18.07.1986 Die Gesellschaft<br />
istaufgelöst.<br />
HRB 772396<br />
Suite Gastro GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:Griotto-Jamshidiantehrani,<br />
Navid, Heilbronn, *23.<strong>08</strong>.1966 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Nicht mehr Geschäftsführer: D´Amelio,<br />
Arturo, Schwäbisch Hall, *11.04.1975.<br />
HRB 791712<br />
Connecture UG (haftungsbeschränkt)<br />
Einzelprokura mit der<br />
Befugnis,imNamender Gesellschaft mit<br />
sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen: Sanwald, Lukas,<br />
Berlin, *22.02.1998 Krüger, Sören, Ansbach,<br />
*18.11.1998 Langkammerer, Jens,<br />
Fichtenau, *09.01.1998.<br />
HRB 795118<br />
R.Eagle Holding GmbH. Bestellt<br />
als Geschäftsführer: Messner, Fabian,<br />
Schorndorf, *17.10.1990 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im<br />
Namen der Gesellschaft mitsich im eigenen<br />
Namenoderals Vertreter eines Dritten<br />
Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
HRA 570423<br />
OPTIMA industries GmbH &Co.<br />
KG. Neue Geschäftsanschrift: Alfred-Leikam-Straße25,<br />
74523 Schwäbisch Hall.<br />
HRB 5222<br />
Nahwärme Schnelldorf GmbH. Ausgeschieden:<br />
Geschäftsführer: Brunner,<br />
Achim, Dürrwangen, *05.06.1980.<br />
HRB 590740<br />
Helmut Miola Zerspanungstechnik<br />
GmbH. Berichtigung zurGeschäftsanschrift:<br />
Dörrenzimmerer Straße 3,<br />
74238 Krautheim. Bestellt als Geschäftsführer:<br />
Hartung, David, Remseck am<br />
Neckar, *12.02.1986 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der<br />
Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />
oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Nicht mehr Geschäftsführer:Miola,Helmut,<br />
Krautheim,<br />
*09.09.1965.<br />
HRB 671362<br />
Franz & Wach Personalservice<br />
GmbH. Änderung derGeschäftsanschrift:<br />
Worthingtonstraße2,74564 Crailsheim.<br />
HRB 727161<br />
HSH Hohenloher Seniorenhilfe<br />
GmbH. Bestellt als Geschäftsführer:Baumann,Stefan,<br />
Bad Rappenau,<br />
*06.04.1982 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
alsVertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen.<br />
HRB 78<strong>08</strong>34<br />
New Draft Clothing GmbH. Nicht<br />
mehr Geschäftsführer: Stölck, Mario,<br />
Mönchengladbach, *27.09.1965.<br />
HRA 680429<br />
Bembé Parkett GmbH &Co. KG.<br />
Prokura erloschen: Ehrler, Bernd Stefan,<br />
Bad Mergentheim, *23.03.1969 Prokura<br />
erloschen: Schmitz, Hans-Jürgen, Würzburg,<br />
*20.05.1969.<br />
HRB 1784<br />
Hohl GmbH. Ausgeschieden: Geschäftsführer:<br />
Huber, Marc, Schnelldorf,<br />
*12.06.1968.<br />
HRB 570417<br />
STEGO Holding GmbH. Einzelprokura:<br />
Wörner,Martin, Beilstein, *11.04.1970.<br />
HRB 571090<br />
OPTIMA packaging group GmbH.<br />
Bestellt als Geschäftsführer: Dr. König,<br />
Stefan, Karlsruhe, *31.<strong>08</strong>.1965. mit der<br />
Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit<br />
sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Bestellt als<br />
Geschäftsführer: Beyl, Marco, Zaberfeld,<br />
*21.07.1977 mit der Befugnis,imNamen<br />
der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Nicht mehr Geschäftsführer: Bühler,<br />
Hans, Untermünkheim, *16.07.1955<br />
Nicht mehr Geschäftsführer: Glass, Jan,<br />
Kirchheim am Neckar,*06.<strong>08</strong>.1960.<br />
HRB 580719<br />
Dürr Präzisionswerkzeuge GmbH.<br />
Bestellt als Geschäftsführer: Rotter*,<br />
Kathrin, Öhringen, *16.02.1983 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Nicht mehr Geschäftsführer: Späth, Uwe,<br />
Bretzfeld-Dimbach, *27.05.1960 Prokura<br />
erloschen: Rotter, Kathrin, Schwäbisch<br />
Hall, *16.02.1983.<br />
HRB 590148<br />
Ziehl -Abegg Elektrizitäts-GmbH.<br />
Nicht mehr Geschäftsführer: Baron, Jana<br />
Naomi, Niedernhall, *09.10.1987.<br />
HRB 7231<br />
TK &MEUG(haftungsbeschränkt)<br />
Geändert, nun: Geschäftsanschrift: An<br />
den Hirtenäckern 6, 91625 Schnelldorf.<br />
Ist nur ein Liquidator bestellt, so vertritt<br />
er die Gesellschaft allein. Sind mehrere<br />
Liquidatoren bestellt, so wird die Gesellschaft<br />
durch die Liquidatoren gemeinsam<br />
vertreten. Vertretungsbefugnis geändert,<br />
nun: Liquidator: Krauß, Tobias, Schnelldorf,<br />
*12.07.1991 mit der Befugnis, im<br />
Namen der Gesellschaft mit sich im<br />
eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />
HRB 729777<br />
Käserei Crailsheim GmbH. Nicht<br />
mehr Geschäftsführer: Haug, Matthias,<br />
Sonthofen, *25.10.1977.<br />
HRA 723783<br />
Wirthwein Windenergie GmbH &<br />
Co. KG. Kommanditist: Wirthwein, Ingrid<br />
Erika Helga, Creglingen, *16.09.1945,<br />
Haftsumme: 500.000,00 EUR Ausgeschieden<br />
als Kommanditist: Wirthwein,<br />
Udo Walter, Creglingen, *29.04.1944,<br />
Haftsumme: 500.000,00 EUR. Für diese<br />
Haftsumme in Sonderrechtsnachfolge<br />
eingetreten als Kommanditist: Wirthwein,<br />
Marcus, Creglingen, *27.11.1973, Haftsumme:<br />
500.000,00 EUR <strong>08</strong>.07.<strong>2024</strong> Wahl<br />
Kommanditist/en mit der Bezeichnung<br />
Haftsumme gemäß Artikel 89 Absatz 2<br />
EGHGB von Amts wegen neu vorgetragen.<br />
HRA 733105<br />
Digital Culture Team Organisationsbegleitung<br />
PFS e.K. Firma<br />
geändert; nun: PFS Nachhaltigkeitsberatung<br />
e.K. Niederlassung verlegt; nun:<br />
Schwäbisch Hall Neue Geschäftsanschrift:<br />
lm Flur 3, 74523 Schwäbisch Hall Personenbezogene<br />
Daten geändert bei Inhaber:<br />
Schneider, Patrick, Schwäbisch Hall,<br />
*26.10.1965.<br />
HRB 22380<br />
Interdesign Geschäftsführungs<br />
GmbH. Ausgeschieden: Geschäftsführer:<br />
Krick, Martin, Babenhausen, *14.03.1951<br />
Bestellt: Geschäftsführer: Drews, Christina,<br />
Bad Mergentheim, *29.04.1983 einzelvertretungsberechtigt;<br />
mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen.<br />
Das Handelsregister wird präsentiert von:<br />
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Friedenstraße 1·74564 Crailsheim ·07951 297989-0<br />
info@temperso.de<br />
HRB 570503<br />
Eugen Schweikert Verwaltungs<br />
- und Beteiligungs - GmbH. Allgemeine<br />
Vertretungsregelung geändert;<br />
nun: Ist nur ein Liquidator bestellt, vertritt<br />
er allein. Sind mehrere Liquidatoren<br />
bestellt, vertreten sie gemeinsam. Nicht<br />
mehr Liquidator: Seitz, Günter, Ilshofen,<br />
*20.04.1950 Nicht mehr Geschäftsführer:<br />
Seitz, Günter, Ilshofen, *20.04.1950 Die<br />
Gesellschaft ist aufgelöst.<br />
HRB 571090<br />
OPTIMA packaging group GmbH.<br />
Von Amts wegen zur lfd. Nr. 16ergänzt:<br />
Neue Geschäftsanschrift: Alfred-Leikam-<br />
Straße25, 74523 Schwäbisch Hall.<br />
HRB 571579<br />
STEGO Elektrotechnik GmbH.<br />
Bestellt als Geschäftsführer: Dehnert,<br />
Michael Rudolf, Donzdorf, *21.04.1983<br />
einzelvertretungsberechtigt. Prokura<br />
erloschen: Jung, Tilmann, Schwäbisch<br />
Hall, *02.<strong>08</strong>.1984 Prokura geändert; nun:<br />
Einzelprokura: Wörner, Martin, Beilstein,<br />
*11.04.1970.<br />
HRB 690366<br />
Barilux textiles GmbH. Nicht mehr<br />
Geschäftsführer: Krick, Martin, Babenhausen,<br />
*14.03.1951 Bestellt als Geschäftsführer:<br />
Drews, Christina, Bad<br />
Mergentheim, *29.04.1983 einzelvertretungsberechtigt.<br />
HRB 690370<br />
Drews Holding AG. Bestellt als Vorstand:<br />
Drews, Christina Domenika Franziska,<br />
Bad Mergentheim, *29.04.1983einzelvertretungsberechtigtmit<br />
der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich als<br />
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Nicht mehr Vorstand: Krick,<br />
Martin, Babenhausen, *14.03.1950.<br />
HRB 724102<br />
BARTEC Vertrieb Deutschland<br />
GmbH. Gesamtprokura gemeinsam mit<br />
einem Geschäftsführer: Maiwald, Horst,<br />
Berlin, *15.<strong>08</strong>.1960.<br />
HRA 670525<br />
Bestattungsinstitut Lindenmeyer<br />
Inhaberin Undine Ewert e. K.<br />
Firma geändert; nun: Bestattungsinstitut<br />
Lindenmeyer OHG. Berichtigung<br />
von Amts wegen zur Geschäftsanschrift:<br />
Grabenstraße 23-25, 74564 Crailsheim.<br />
Jeder persönlich haftende Gesellschafter<br />
vertritt einzeln. Bisher Inhaber, jetzt Persönlich<br />
haftender Gesellschafter: Ewert,<br />
Undine, Crailsheim, *21.09.1961 mit<br />
der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mitsich im eigenen Namen oder alsVertreter<br />
eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Eingetreten als Persönlich<br />
haftender Gesellschafter: Ewert, Josefin,<br />
Crailsheim, *18.04.1986 mit der Befugnis,<br />
im Namen der Gesellschaft mit sich<br />
im eigenen Namen oder als Vertreter eines<br />
Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.<br />
Rechtsform geändert; nun: Offene Handelsgesellschaft<br />
Der Übergang derimGeschäftsbetrieb<br />
des früheren Inhabers begründeten<br />
Forderungen und die Haftung<br />
für die in dessen Betrieb begründeten Verbindlichkeiten<br />
ist ausgeschlossen.<br />
HRB 775306<br />
Ahrbach Süd GmbH. Neue Geschäftsanschrift:<br />
Steinbacher Straße 11, 74523<br />
Schwäbisch Hall.<br />
HRB 571347<br />
Weroform Profile Verwaltungs-<br />
GmbH. Sitz verlegt; nun: Mainhardt<br />
Änderung der Geschäftsanschrift:<br />
Mönchsberg 56, 74535 Mainhardt. Personenbezogene<br />
Daten (Wohnort) geändert<br />
bei Geschäftsführer: Becker,Silvan, Mainhardt,<br />
*16.05.1950 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, imNamen der<br />
Gesellschaft mit sich im eigenen Namen<br />
oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen. Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 27.06.<strong>2024</strong> hat die<br />
Änderung des Gesellschaftsvertrages in §<br />
1(Firma, Sitz) beschlossen.<br />
www.temperso.de<br />
HRB 590162<br />
LTI Metalltechnik GmbH. Prokura<br />
erloschen: Hellmich, Andreas, Obersulm,<br />
*12.04.1959.<br />
HRB 570503<br />
Eugen Schweikert Verwaltungs -<br />
und Beteiligungs -GmbH. Eintragung<br />
lfd. Nr.3von Amts wegen berichtigt:<br />
Bestellt als Liquidator: Seitz, Günter, Ilshofen,<br />
*20.04.1950.<br />
HRB 732581<br />
Herbert Wiedmann Steuerberatungsgesellschaft<br />
mbH. Die Gesellschaft<br />
(übertragender Rechtsträger) hat<br />
im Wege der Abspaltung nach Maßgabe<br />
des Spaltungs- und Übernahmevertrages<br />
vom 20.06.<strong>2024</strong> und der Versammlungsbeschlüsse<br />
der beteiligten Rechtsträger<br />
vom 20.06.<strong>2024</strong> einen Teil Ihres Vermögens<br />
(Konten) auf die Gesellschaft mit beschränkter<br />
Haftung „Herbert Wiedmann<br />
Vermögensverwaltungs GmbH“, Langenburg<br />
(Amtsgericht Ulm HRB 740505)<br />
übertragen (Abspaltung zur Aufnahme).<br />
Auf die bei Gericht eingereichten Urkunden<br />
wird Bezug genommen.<br />
HRB 740505<br />
Herbert Wiedmann Vermögensverwaltungs<br />
GmbH. Die Gesellschaft<br />
mit beschränkter Haftung „Herbert<br />
Wiedmann Steuerberatungsgesellschaft<br />
mbH“, Blaufelden (Amtsgericht Ulm HRB<br />
732581) hat im Wege der Abspaltung<br />
nach Maßgabe des Spaltungs- und Übernahmevertrages<br />
vom 20.06.<strong>2024</strong> und der<br />
Versammlungsbeschlüsse der beteiligten<br />
Rechtsträger vom 20.06.<strong>2024</strong> einen Teil<br />
Ihres Vermögens (Konten) auf die Gesellschaft<br />
(übernehmender Rechtsträger)<br />
abgespalten (Abspaltung zur Aufnahme).<br />
Auf die bei Gericht eingereichten Urkunden<br />
wird Bezug genommen.<br />
HRB 724552<br />
LDH Service GmbH. Errichtet: Zweigniederlassung<br />
unter gleicher Firma mit<br />
Zusatz Zweigniederlassung Knittlingen,<br />
75438 Knittlingen, Geschäftsanschrift:<br />
Wiesenstraße 11, 75438 Knittlingen<br />
Zweigniederlassung Pfedelbach-Untersteinbach,<br />
74629 Pfedelbach, Geschäftsanschrift:<br />
Haldenstraße 3-5, 74629<br />
Pfedelbach Gegenstand geändert; nun:<br />
Die Lieferung von Artikeln des täglichen<br />
Heimbedarfs, Ausstattung von Pflegeheimen,<br />
Ausstattung und Vermietung von<br />
Betreuten Wohnungen und Wohnraum<br />
für Pflegekräfte, der Betrieb gastronomischer<br />
Einrichtungen sowie Catering. Ferner<br />
kann die Gesellschaft Dienstleistungen<br />
für Alten- und Pflegeheime erbringen<br />
bzw. diese Dienstleistungen vermitteln<br />
sowie durch Photovoltaikanlagen Strom<br />
erzeugen. Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 26.06.<strong>2024</strong> hat die Änderung des<br />
Gesellschaftsvertrages in §3(Gegenstand<br />
des Unternehmens) beschlossen.<br />
HRB 786022<br />
webstube GmbH. Firma geändert;<br />
nun: findling GmbH. Die Gesellschafterversammlung<br />
vom 10.07.<strong>2024</strong> hat die<br />
Änderung des Gesellschaftsvertrages in §1<br />
(Firmbeschlossen.<br />
HRA 737341<br />
SELECTEAM Assessment & Development<br />
GmbH &Co. KG. Firma<br />
geändert; nun: GOP Personalberatung<br />
GmbH &Co. KG.<br />
HRB 680453<br />
Neubert GmbH. Allgemeine Vertretungsregelung<br />
geändert; nun: Ist nur ein<br />
Liquidator bestellt, vertritt er allein. Sind<br />
mehrere Liquidatoren bestellt, vertreten<br />
sie gemeinsam. Bestellt als Liquidator:<br />
Pieler, Dennis, Creglingen, *11.05.1988<br />
Nicht mehr Geschäftsführer: Neubert, Renate,<br />
Creglingen, *19.09.1953 Die Gesellschaft<br />
ist aufgelöst.<br />
HRB 747339<br />
polpo GmbH. Änderung der Geschäftsanschrift:<br />
Karlstraße 7+9,74564 Crailsheim.<br />
Ihre Nr. 1bei der Jobsuche und in Personallösungen.<br />
HRB 690536<br />
TVW Textil-Veredelung GmbH. Bestellt<br />
als Geschäftsführer: Drews, Christina<br />
Domenika Franziska, Bad Mergentheim,<br />
*29.04.1983 einzelvertretungsberechtigt<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich als Vertreter eines Dritten<br />
Rechtsgeschäfte abzuschließen. Nicht<br />
mehr Geschäftsführer: Krick, Martin,<br />
Babenhausen, *14.03.1951.<br />
HRB 793979<br />
RR Fitness GmbH. Einzelprokura<br />
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft<br />
mit sich im eigenen Namen oder<br />
als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte<br />
abzuschließen: Rupp, Bettina, Bretzfeld,<br />
*18.12.1967.<br />
Löschung<br />
HRA 728993<br />
Lo Yuk Yu Gastronomiebetrieb<br />
e.Kfr. Die Inhaberin (übertragende<br />
Rechtsträgerin) hat nach Maßgabe des<br />
Ausgliederungs- und Übernahmevertrages<br />
vom 06.03.<strong>2024</strong> und des Versammlungsbeschlusses<br />
vom 06.03.<strong>2024</strong> aus<br />
ihrem Vermögen das von ihr betriebene<br />
Unternehmen auf die Gesellschaft mit<br />
beschränkter Haftung „Lo Gaststättenservice-GmbH“,<br />
Bad Mergentheim (Amtsgericht<br />
Ulm HRB 735196) ausgegliedert<br />
(Ausgliederung zur Aufnahme). Auf die<br />
bei Gericht eingereichten Urkunden wird<br />
Bezug genommen. Die Firma ist erloschen.<br />
Gemäß §155 Satz 2UmwG von<br />
Amts wegen eingetragen. Das Registerblatt<br />
ist geschlossen.<br />
HRB 746528<br />
Zuiko Europe GmbH. Sitz verlegt;<br />
nun: Düsseldorf (Amtsgericht Düsseldorf<br />
HRB 104791) Das Registerblatt ist geschlossen.<br />
HRB 731269<br />
Langenburg Forum für Nachhaltigkeit<br />
gGmbH. Die Liquidation ist<br />
beendet. Die Gesellschaft ist gelöscht. Das<br />
Registerblatt ist geschlossen.<br />
HRB 732767<br />
profipresent.com GmbH. Die Liquidation<br />
ist beendet. Die Gesellschaft ist gelöscht.<br />
Das Registerblatt ist geschlossen.<br />
HRA 570582<br />
Eugen Schweikert GmbH & Co.<br />
KG. Ausgeschieden als Persönlich haftender<br />
Gesellschafter: Eugen Schweikert<br />
Verwaltungs -und Beteiligungs -GmbH,<br />
Ilshofen (Amtsgericht Stuttgart HRB<br />
570503) Die Gesellschaft ist aufgelöst.<br />
Die Firmaist erloschen. Eine Liquidation<br />
findet nicht statt. Das Registerblatt ist geschlossen.<br />
HRB 771583<br />
STEF Systemgastronomie GmbH.<br />
Sitz verlegt; nun: Erfurt (Amtsgericht<br />
Jena HRB 522<strong>08</strong>3) Das Registerblatt ist<br />
geschlossen.<br />
HRB 728219<br />
Natura Top Moden GmbH. Die Liquidation<br />
ist beendet. Die Gesellschaft ist<br />
gelöscht. Das Registerblatt ist geschlossen.<br />
HRB 728618<br />
Modepark Röther GmbH. Sitz verlegt;<br />
nun: Meißen (Amtsgericht Dresden<br />
HRB 45416) Das Registerblatt ist geschlossen.<br />
HRB 740323<br />
Novus-Trans GmbH. Sitz verlegt; nun:<br />
Köditz (Amtsgericht Hof, HRB 6943) Das<br />
Registerblatt ist geschlossen.<br />
HRB 783189<br />
Hönes Beteiligungs GmbH. Die<br />
Gesellschaft (übertragender Rechtsträger)<br />
ist aufgrund des Verschmelzungsvertrages<br />
vom 03.07.<strong>2024</strong> und des Versammlungsbeschlusses<br />
des übertragenden Rechtsträgers<br />
vom selben Tag mit dem Vermögen<br />
der Alleingesellschafterin Hönes, Astrid,<br />
Künzelsau, *30.06.1969 verschmolzen.<br />
Auf die bei Gericht eingereichten Urkunden<br />
wird Bezug genommen. Das Registerblatt<br />
ist geschlossen.<br />
HRA 580625<br />
Auto -Binder e.K. Die Firma ist erloschen.<br />
Das Registerblatt ist geschlossen.<br />
HRA 670590<br />
Reit- und Fahrsportartikel -Sattlerei<br />
Thomas Röhm e.K. Die Firma<br />
ist erloschen. Das Registerblatt ist geschlossen.<br />
HRA 738889<br />
Hönes Verwaltungs GmbH &Co.<br />
KG. Ausgeschieden als Persönlich haftender<br />
Gesellschafter: Hönes Beteiligungs<br />
GmbH, Künzelsau (Amtsgericht Stuttgart<br />
HRB 783189) Die Gesellschaft ist<br />
aufgelöst. Die Firma ist erloschen. Eine<br />
Liquidation findet nicht statt. Das Registerblatt<br />
ist geschlossen.<br />
HRA 730230<br />
Kavak e.K. Inhaber Ferda Kavakoglu.<br />
Die Firmaist erloschen. Das Registerblatt<br />
ist geschlossen. Das Registerblatt ist geschlossen.
Fotos:<br />
28 Politik &Wirtschaft<br />
August <strong>2024</strong> IJahrgang23INr. 260<br />
„Haben Demut gelernt“<br />
Preisverleihung: Kreative Köpfe der Region „Mittlerer Main-Tauber-Kreis“.<br />
Für diese Ideen gab es Preise<br />
Sieger: 21 Teilnehmer konntenmit ihreninsgesamt elf Projekten überzeugen. Unterstützung erhieltendie<br />
Schüler von zahlreichen Unternehmen ausdem Umfeld.<br />
Foto: Linda Hener<br />
Külsheims Bürgermeister<br />
Thomas Schreglmann begrüßte<br />
dieGäste zur Preisverleihung<br />
des „Kreative Köpfe–<br />
Wettbewerbs“ „Mittlerer Main-<br />
Tauber–Kreis“ in der Festhalle.<br />
Er ging in seinerRededarauf<br />
ein, wie wichtig erfolgreiche und<br />
innovative Unternehmen für den<br />
Wohlstand einer Gesellschaft seien<br />
und man darauf angewiesen<br />
sei, dass Talente in ihrem Einfallsreichtum<br />
gefördert werden.<br />
Ebenso betonte Ursula Mühleck,<br />
Dezernentin Kreisentwicklung<br />
und Bildung, dass Innovation<br />
und Erfindergeist von immenser<br />
Bedeutung für den Landkreis<br />
und seine ansässigen Unternehmen<br />
wären. Dahersei manfroh,<br />
dass die Stiftung „Kreative Köpfe“<br />
die Möglichkeit dieses Erfinderwettbewerbs,<br />
bei dem Jugendliche<br />
von ihren Schulen<br />
und Partnerunternehmen bei<br />
der Entwicklung und Ausarbeitung<br />
ihrer Projektidee unterstützt<br />
werden, auch im mittleren<br />
Main-Tauber-Kreis eröffne. Tauberbischofsheims<br />
Bürgermeisterin<br />
Anette Schmidt erwähnte<br />
in ihrer Willkommensrede, dass<br />
der Wettbewerb eine tolle Initiative<br />
sei, ein Netzwerk aus vielen<br />
Partnerinnen und Partnern, und<br />
sielobte die Jugendlichen fürihrenTatendrang:„Der<br />
Wert einer<br />
Gesamtpreis: 1. Platz:Lena Busch undLia Link (Matthias–Grünewald-Gymnasium TBB) mitdem Projekt<br />
„ClothesCode“,betreuendes Unternehmen: M2M Systems; 2. Platz: Gretaund Aurelia Rappelt (MGGTBB<br />
und WirtschaftsgymnasiumTBB),„BrainSync“,Musik &Möbelbau Reinhart und Mott Mobile Systeme; 3.<br />
Platz: Hannah Krajewski und Luise Scheidler (WGTBB),„Cycle Snap“,2-Rad Esser und Mott Mobile Systeme<br />
mit Unterstützung der FuturelabsgGmbH.<br />
Innovation und Kreativität: 1. Platz: Jasmin Hahn (Martin-Schleyer-Gymnasium Lauda-Königshofen),<br />
„BookRecs“, M2M Systems; 2. Platz: Alena Simon (MGG TBB), „Babyhalterung SecureBaby“, Michael<br />
Weinig AG; 3.Platz: Etienne Nagler und Semih Bafir (Josef–Schmitt–Realschule Lauda–Königshofen)<br />
„QR–4Life“, DHBW Mosbach Campus Bad Mergentheim; 3. Platz: Laura Hofmann und Hanna Bieger<br />
(Gemeinschaftsschule Lauda–Königshofen), „Die hygienische Türklinke“,Michael Weinig AG.<br />
Schonung von Ressourcen: 1. Platz: Laura Schunder und Sina Alilja (GMS Pater–Alois–Grimm–Schule<br />
Külsheim), „Bodenplatten zurStromerzeugung“, I.SafeMobile mit Unterstützung derFuturelabs; 1. Platz:<br />
Mia Brennfleck und Maximilian Karl (WG TBB), „Suncarebag (Strandtasche mit integriertem Sonnenschutz)“,<br />
Refresco Deutschland mit Unterstützungder Futurelabs.<br />
Technische Realisierung: Leon Kirstein, Laurin Klein und Justin Krank (GMS PAG Külsheim), „Der innovative<br />
Rettungshelm“,I.Safe Mobile und RefrescoDeutschland.<br />
Marktfähigkeit: Sarah Hohlund Mia Hönninger (JS–Realschule LK), „Rollauto“, Konrad Bau.<br />
Schulpreis: Matthias–Grünewald–GymnasiumTauberbischofsheim.<br />
Idee misst sich an ihrer Umsetzung“.<br />
Anna-Katharina Wittenstein<br />
wandte sich imNamen der<br />
Stiftung an die 21 Teilnehmer,<br />
die sich mit insgesamt elf Projekten<br />
beteiligt hatten: Sie hätten<br />
die Fähigkeit bewiesen, über<br />
dasOffensichtlichehinauszugehen.<br />
Außerdem merkte sie, wie<br />
auch Prof. Volker Siegismund,<br />
derseitensder Jury die Projekte<br />
vorstellte, den hohen „Mädchenanteil“<br />
an: 15 Tüftler waren<br />
Mädchen.<br />
Wettbewerbsleiterin Iris Lange-<br />
Schmalz moderierte die Preisverleihung,<br />
bei der die Projekte<br />
in unterschiedlichen Kategorien<br />
gewürdigt wurden. Sie<br />
fragte die Schülerinnen und<br />
Schüler, welche wichtigen Erfahrungen<br />
sie während der<br />
Projektzeit gemachthätten. Für<br />
viele Teilnehmer war es die Erkenntnis,<br />
bei Schwierigkeiten<br />
oder Fehlern nichtaufzugeben:<br />
„Wir haben Demut gelernt“,<br />
meinte eineGruppe. hen<br />
Denkanstöße<br />
Arbeitsmedizinische Vorsorge(beratung)<br />
Hätten Sie’sgewusst, liebe Leserinnen<br />
und Leser:31.10.2013 –die<br />
„Erste Verordnung zur Änderung der<br />
Verordnung zur arbeitsmedizinischen<br />
Vorsorge (ArbMedVV)“ (BGBl. I,<br />
S. 3882) tritt in Kraft.Sie stärkt<br />
die Vorsorge.Vor allemeine neue<br />
Terminologie verdeutlicht, dass<br />
es bei ihr nicht um den Nachweis<br />
der gesundheitlichen Eignung für<br />
Dr.med. Michael Majer<br />
Facharzt für Chirurgie und Arbeitsmedizin<br />
–Notfallmedizin,<br />
Psychotherapie<br />
bestimmte Jobs geht und dasses<br />
in ihrem Rahmen keinen Untersuchungszwang<br />
gegen den Willen<br />
der Beschäftigten gibt. Denn Untersuchungenberühren<br />
deren Selbstbestimmungsrecht,<br />
das auchdas<br />
Recht auf Nichtwissen umfasst. Also:<br />
kein Untersuchungs-Automatismus.<br />
Konsequenterweiseist „Vorsorgeuntersuchung“<br />
ersetzt durch<br />
„Vorsorge“, und die sogenannten<br />
„G-Grundsätze“ –früher in aller<br />
Munde,obwohl für die Vorsorge<br />
noch nie verbindlich –spielen so gut<br />
wie keine Rolle mehr.<br />
Die geänderte ArbMedVVstärkt so<br />
die sprechende und hörende Medizin<br />
–der Beratungs-Aspekt tritt in den<br />
Vordergrund. Wohl hat der Arzt in ihrem<br />
Rahmen den Beschäftigtensinnvolle<br />
Maßnahmen anzubieten, sie<br />
aber auchüber deren Inhalt, Zweck<br />
und Risikoaufzuklären. So kann der<br />
Beschäftigte selbstbestimmt entscheiden.<br />
Das fördert dasVertrauen<br />
in den Betriebsarzt und ist bei erheblich<br />
invasiven Maßnahmen (etwa<br />
Impfung, Röntgen, Blutabnahme)<br />
besonders wichtig. Selbstverständlich<br />
muss sichder Arzt auch bei dieser<br />
Vorsorge an seine Schweigepflicht<br />
halten. Denn es ist ein sensibler<br />
Bereich, und die Offenlegung des<br />
Gesundheitszustands eine höchstpersönliche<br />
Angelegenheit, die einen<br />
geschütztenRaum benötigt.<br />
Die ebenfalls neu konzipierte Vorsorgebescheinigung<br />
enthält nicht mehr<br />
wie früher Angaben zum Vorsorgeergebnis.Der<br />
Arzt gibt hier lediglich an,<br />
wann welche Vorsorge stattgefunden<br />
hat und wann siewieder ansteht. Sie<br />
enthält keine Aussagemehr dazu,<br />
ob gesundheitliche Bedenken gegen<br />
den Jobbestehen. Erkenntnisse aus<br />
der Vorsorge mussder Arzt allerdings<br />
auchweiterhin dazunutzen,<br />
dem Arbeitgeber gegebenenfalls<br />
Verbesserungen des (technischorganisatorischen)<br />
Arbeitsschutzes<br />
vorzuschlagen. Die Vorsorge trägt so<br />
nicht nur zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit<br />
bei, sondern ergänzt<br />
auchden Arbeitsschutz, kann und<br />
darf ihn aber natürlich nicht ersetzen.<br />
Zu guter Letzt: DerArbeitgeber<br />
hat eine Vorsorgekartei zu führen,<br />
mit Angaben, dass, wann und aus<br />
welchen AnlässenVorsorgestattgefunden<br />
hat. AufAnordnung hat er<br />
der zuständigen Behörde eine Kopie<br />
seiner Vorsorgekartei vorzulegen.<br />
Diese (nicht mehr ganz so neuen)<br />
Neuigkeiten bergen –auf Premium-<br />
Level umgesetzt –erfreulich viel<br />
positives psychodynamisches<br />
Potenzialfür’sbetriebliche Gesundheitsmanagement.<br />
Leider liegt das<br />
fastüberall noch brach –was halten<br />
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möglich, selbst abstrakte Vorste lungen, jede Größenordnung“, erzählt Frank. Mit<br />
wie etwa das Schweben in der Luft, während<br />
eines Bühnenauftritts zu verwirklitern<br />
realisiert das Crailsheimer Unterneh-<br />
derHakroArena. Bei einemTermin im Haus<br />
40 festen und bis zu 100 freien Mitarbei-<br />
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men Projekte deutschlandweit,<br />
aber auch in Österrei-<br />
wieAndreasGabalier, Gianna Nannini oder<br />
sei es durchaus möglich, einem Showstar<br />
ch und der Schweiz.Zuden Sarah Brightman über den Weg zulaufen<br />
Kunden zählen regionale –dennimmer wieder sind diese in denProbenha<br />
lender MRG unterwegs.<br />
Unternehmen wie die Bausparkasse<br />
Schwäbisch Ha l, „DasFaszinierendedabeiist, egalobgroß<br />
Gerhard Schubert, Voith, die oder klein, kreative und individue le<br />
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Würth. Firmen wie „WennEvents geplant werden,treffen wir<br />
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tos: Media Resource Group<br />
schreibt:„Unss ist Kreativitätund In<br />
on sehr wichtig, aber wir müssen<br />
bar bleiben.<br />
Außerdem wo le<br />
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zu ste len. Frank sagt: „Früh<br />
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Das Mawell Resort hat sich die Natur alsBaumeister gewählt<br />
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vom A ltag. Das Haus, das We lness, Hote lerie<br />
samt Tagungszentrum undregionale Gastronomieunter<br />
einem Dach vereint, ist perfektindie<br />
Natureingebettet.<br />
Nachhaltigkeit ist ein Leitgedanke, der sich<br />
durchdieAnlagezieht.VonnahezujedemPlatz<br />
aus haben die Besuchereinengrandiosen Ausblickaufdas<br />
Jagsttal–so wird einBewusstsein<br />
für die schöne Landschaft geschaffen. Und<br />
auch im Inneren hat dieNaturvielRaum.<br />
Das zeigt sich amdeutlichsten imgroßen Spa-<br />
Bereich: Die We lness-Landschaft ist nicht einfach<br />
harmonisch indie 240 Mi lionen alte<br />
Muschelkalklandschaft eingebettet, sondern<br />
geradezuausihr erwachsen. Die Natur warhier<br />
Baumeister. Neben demNaturstein istHolz ein<br />
bestimmendes Element imResort. Und auch<br />
das stammt aus denheimischen Wäldern.<br />
Nicht nur bei der Architektur des Hauses hat<br />
Hausherr Wolfgang Maierviel Wert aufNachhaltigkeit<br />
gelegt, auch die Energieversorgung<br />
folgt einem ausgeklügelten System. Das<br />
Resort setzt komplett auf rege<br />
gien aus lok l<br />
Der Wellnessbereich ist dem Stein regelrecht<br />
entwachsen. Foto: Mawell<br />
des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg<br />
punkten. Hierbei wurdehervorgehoben,<br />
dass ausschließlich regenerative Energien zum<br />
Einsatzkommen und Biogas und Holzenergie in<br />
einem Wärmeverbund optimalintegriert sind.<br />
An dieregenerativeEnergieversorgung ist auch<br />
die „Tenne“,das neue Erlebnisrestaurant,<br />
angebunden. DieGenussmanufakturverspricht<br />
außergewöhnliche kulinarische Erlebnisse.<br />
Gäste werden direkt indie Kochabläufe einbezogen<br />
–das ist möglich dank dergroßenShow-<br />
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