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matchball 3-2024

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© Claudio Gärtner / ARNOLDsART<br />

3/<strong>2024</strong><br />

Die 1. Damen des LTTC<br />

„Rot-Weiß“ sind<br />

Deutscher Vizemeister<br />

Die 1. Damenmannschaft des LTTC „Rot-Weiß“ hat die Saison in<br />

der 1. Bundesliga der Damen als Deutscher Vizemeister <strong>2024</strong><br />

abgeschlossen. Bis zum letzten Spieltag bestand die Möglichkeit,<br />

den Titel zu gewinnen. Der TC Bredeney führte jedoch in<br />

den Matchpunkten und blieb uneinholbar.


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Editorial<br />

Ç<br />

LTTC “Rot-Weiß” Berlin hat<br />

knapp den Titel Deutscher<br />

Vereinsmeister <strong>2024</strong> verpasst<br />

Dr. Klaus-Peter Walter<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

Ein starkes, hochmotiviertes<br />

und harmonisches Team in<br />

der 1. Bundesliga der Damen:<br />

LTTC "Rot-Weiß“<br />

Liebe Tennisfreunde in Berlin und Brandenburg,<br />

stimmt das häufig zur Sportszene geäußerte Vorurteil, dass<br />

Bundesligavereine nur mit Auswärtigen einen Meistertitel<br />

holen können? Anlass hierzu ist die, selbst nach vereinseigener<br />

Einschätzung, nicht erwartete Tabellenposition 2<br />

der Bundesliga-Damenmannschaft vom LTTC “Rot-Weiß”<br />

Berlin in der Spielsaison <strong>2024</strong>. Am vorletzten Spieltag<br />

stand der LTTC “Rot-Weiß” nach sechs Begegnungen nur<br />

einen Matchpunktzähler hinter dem Vorjahressieger TC<br />

Bredeney. Unglücklich hatte das Damenteam nur gegen<br />

den TK Blau-Weiss Aachen knapp mit 4:5 verloren, sonst<br />

wäre der LTTC von Beginn an unangefochtener Tabellenführer.<br />

Am Samstag, dem 13.Juli, kämpften beide Teams<br />

an getrennten Orten um Platz 1, der LTTC in Berlin und<br />

der TC Bredeney in Essen. Bredeney gewann letztlich insgesamt<br />

vier Matches mehr und sicherte sich den Titel <strong>2024</strong><br />

vor dem LTTC “Rot-Weiß”.<br />

In der Vereinshistorie muss man lange zurückschauen,<br />

denn der LTTC “Rot-Weiß” wurde das letzte Mal 1981 deutscher<br />

Mannschaftsmeister<br />

(zuvor 1967 und 1980). Der<br />

Blick auf die Meldelisten<br />

der anderen Teams schien<br />

zu bestätigen, dass nur der<br />

LTTC ein junges, heimisches<br />

Team aufgestellt hatte. Fünf<br />

der eingesetzten Spielerinnen<br />

hatten die Schule des<br />

TVBB-Leistungszentrums<br />

durchlaufen, zeigten sich<br />

auf höchstem Niveau und<br />

international bekannten<br />

Spielerinnen ebenbürtig.<br />

Nahe lag es für mich daher,<br />

in den Statistiken der Bundesliga Saison <strong>2024</strong> meine Einschätzung<br />

zu untermauern. Zwar nicht weit gefehlt, dennoch<br />

zeigte sich für mich überraschend, dass auch andere<br />

Teams sowohl junge als auch heimische Spielerinnen<br />

einsetzten.<br />

Heikel bleibt die Zuordnung im Sport, was als heimisch<br />

gilt. Müssen Sportler im Umkreis von ca. 20 km<br />

dort zur Schule gegangen sein oder müssen die Eltern in<br />

dritter Generation am Ort gelebt haben? Unschöne Erinnerungen<br />

tauchen bei dieser Äußerung in Deutschland<br />

auf, denn dann würde nach heutiger Sicht nur ein genetischer<br />

Test – doch welcher? – adäquat sein. In der Saison<br />

<strong>2024</strong> haben 35% der 106 eingesetzten Spielerinnen<br />

die deutsche Staatsangehörigkeit bei der Zuordnung zu<br />

einer Nation. Doch gilt, um ein Beispiel zu nennen, Tatjana<br />

Maria mit Wohnsitz in Florida als heimisch? Hingegen hätten<br />

die neun belgischen Spielerinnen nach Aachen und<br />

Essen vermutlich eine komfortablere Anreise und könnten<br />

die 20 km sogar einhalten. Weitet man den Blick auf<br />

Europa, kommen von dort 100 Spielerinnen und davon 90<br />

aus 20 EU-Nationen. So gesehen, ist die Damen-Bundesliga<br />

ein Entwicklungsprogramm zur Stabilisierung der Verständigung<br />

der europäischen Nationen. Diese Erkenntnis<br />

zeigt sich auch auf dem Platz bei den Matches. Hier<br />

spielt die Nationalität keine Rolle, der Teamgeist stimmt,<br />

jede ist für jede ansprechbar und wird von den anderen<br />

unterstützt.<br />

Sicher schlägt das Herz des Zuschauers höher, wenn auf<br />

dem Platz eine im Verein bekannte Spielerin aufschlägt.<br />

Lena Papadakis (geb. Rüffer), Santa Strombach, Anica Stabel,<br />

Luca Bohlen und Adelina Krüger sind vielfach TVBB-<br />

Meisterinnen der Jugend sowie der Erwachsenen und sind<br />

im regionalen Turniergeschehen bestens bekannt. Genauer<br />

hingesehen, sind sie vielfach aus umliegenden Berliner<br />

Vereinen zum LTTC gestoßen. Doch woher kommt die Einschätzung,<br />

dass die jüngeren Spielerinnen mit deutschem<br />

Pass zwar gemeldet werden, aber nur in der Not eingesetzt<br />

werden und darüber hinaus selten erfolgreich spielen? Für<br />

den LTTC hat es sich jedenfalls gelohnt, die beiden Punktebringerinnen<br />

Lena Papadakis, alle Einzel gewonnen, und<br />

Anica Stabel, sechs von sieben Matches gewonnen, eingesetzt<br />

zu haben. Wenn beide zwar keine Teenager mehr<br />

sind, zeigen sie das Potential, dass der DTB mit seinem<br />

neuen Leistungskonzept anstrebt.<br />

Für alle Spieler der Ranglisten- und LK-Turniere könnte<br />

die Aussicht, die Turnierlandschaft für unseren Nachwuchs<br />

zu entwickeln, ein Motiv sein, die kürzlich vom<br />

DTB beschlossene Turnierlizenz als Solidaraktion zu verstehen.<br />

Zwar können die 20,– € für Erwachsene und 10,– €<br />

für Jugendliche jährlich für die zu erwerbende Lizenz nicht<br />

als Spende abgesetzt werden, doch soll der Betrag helfen,<br />

mehr Jugendliche und Heranwachsende spielerisch fit für<br />

Leistungstennis auf international höchstem Niveau zu entwickeln.<br />

Vielleicht gelingt es dann, dass die soeben ausgeführten<br />

Bemerkungen zu eigenem Nachwuchs nicht<br />

mehr erforderlich sind. Eine umfassende regionale Turnierlandschaft<br />

baut ein starkes Leistungsfeld auf und bietet<br />

Platz, sich zu bewähren.<br />

So könnte die in den Medien beklagte Komfortzone<br />

des Nachwuchses neue Dimensionen anstoßen. Denn Tennis<br />

macht nicht nur Spaß, der Tennissport ist eine perfekte<br />

Messlatte, den eigenen Anspruch mit der Realität auf<br />

dem Platz zu vergleichen. Diese Erkenntnis sollten wir der<br />

nächsten Generation ebenfalls gönnen.<br />

Ihr Klaus-Peter Walter<br />

Präsident des TVBB<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

1


Ç<br />

Inhalt<br />

<br />

<br />

Ç<br />

TENNIS NATIONAL<br />

Rückblick 2. Bundesliga Nord der Damen<br />

TC SCC wieder vorne dabei . . . . . . . . . . . . . . 30<br />

Rückblick Regionalliga Nordost <strong>2024</strong><br />

TVBB-Bilanz wieder besser,<br />

zwei Vereine steigen in die 2. Bundesliga auf . . . . . . . 32<br />

Ç TITEL<br />

Rückblick 1. Bundesliga der Damen <strong>2024</strong>:<br />

LTTC “Rot-Weiß” mit toller Saison, bitterer Abstieg für<br />

den TC 1899 Blau-Weiss . . . . . . . . . . . . . . . 4<br />

Ç TOP-EREIGNISSE<br />

ecotrans Ladies Open <strong>2024</strong> der Kategorie WTA 500:<br />

Jessica Pegula erstmals<br />

auf Rasen erfolgreich . . . . . . . . . . . . . . . . 10<br />

Ein unvergessliches Wochenende:<br />

Das Kids Fan Fest bei den ecotrans Ladies Open <strong>2024</strong> . . . . 16<br />

Deutsche Jugendmeisterschaften <strong>2024</strong> in Ludwigshafen, AK U13/14/16<br />

Milena Steinkamp verliert nach hartem Kampf im<br />

Halbfinale der U14, Felix Triquart wird Deutscher<br />

Meister im Doppel mit Jaron Held in der U16 . . . . . . . 34<br />

Nordostdeutsche Jugendmeisterschaften <strong>2024</strong><br />

der Altersklassen U11, U12 und U14 in Lübeck<br />

Milena Steinkamp und Paul Schwarzberg gewinnen die<br />

Einzeltitel ihrer Altersklassen . . . . . . . . . . . . . 36<br />

DTB verabschiedet neues Finanzierungsmodell für Tennis-Deutschland<br />

Der Deutsche Tennis Bund (DTB) hat einen wichtigen<br />

Schritt zur Gestaltung der zukünftigen Finanzierung<br />

des Tennissports in Deutschland unternommen. . . . . . 38<br />

Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38<br />

Foto: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

Laver Cup in Berlin vom 20. bis 22.09.<strong>2024</strong><br />

Machen Sie sich bereit für ein unvergleichliches Laver-Erlebnis 18<br />

BTTC Grün-Weiss, 34. German Open Wheelchair / Beate Loddenkemper<br />

Trophy – ITF Grade 2, UNIQLO Wheelchair Tennis Tour (10.-14. Juli <strong>2024</strong>)<br />

Sieben Länder teilten sich die Siege in den sechs<br />

Wettbewerben . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20<br />

Rollstuhltennis-Chefbundestrainer Niklas Höfken vor den Paralympics in Paris:<br />

„Wir brauchen Zeit, um zur Weltspitze aufzuschließen!“ . . . 24<br />

Berlin Internationals by REHA One,<br />

Tennis Europe Junior Tour U14 & under, 25. Mai – 2. Juni <strong>2024</strong><br />

Viele deutsche Jung-Talente, aber<br />

Final-Dominanz der Ausland-Gäste . . . . . . . . . . 26<br />

Ç<br />

TVBB SPORT<br />

22. Grün-Weiß Nikolassee-Seniorenturnier (15. – 20. Mai <strong>2024</strong>):<br />

Pfingsten strahlte wieder in grün-weiß und mit tollem Sport 40<br />

7. Neuenhagen Senior Open <strong>2024</strong><br />

Wetterkapriolen und sportliche Höchstleistungen . . . . . 43<br />

19. Neuenhagen Open <strong>2024</strong><br />

Internationales Flair in Neuenhagen . . . . . . . . . . 44<br />

Grunewald Open (Offizielles Ranglistenturnier<br />

A-5), 3. - 7. Juli <strong>2024</strong>, Grunewald TC e.V.<br />

Je ein Tausender für Helena Buchwald und Lukas Maskow . . 46<br />

Foto: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

2<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


Inhalt<br />

Ç<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

37. Jugend-Nordpokal beim TC Frohnau<br />

Pfingstturnier im Norden Berlins . . . . . . . . . . . 48<br />

38. TVBB Jüngstenturnier U9 und U10<br />

Junge Talente sammeln erste Erfahrungen im Turniersport . 50<br />

TVBB-Jugendverbandsmeisterschaften <strong>2024</strong> (J-<br />

2, W/M, U11-U18), 13. – 17. Juli <strong>2024</strong><br />

Zehn Vereine standen in den TVBB-Jugendchampionat-<br />

Finals, sieben holten Titel . . . . . . . . . . . . . . 52<br />

Ç<br />

TENNIS INTERNATIONAL<br />

Wimbledon Championships in London <strong>2024</strong>:<br />

Carlos Alcaraz verteidigt seinen Titel, Barbora<br />

Krejcikova folgt auf ihre Landsfrau Marketa Vondrousova . . 56<br />

Rückblick French Open in Paris (Roland Garros) <strong>2024</strong>:<br />

Zverev scheitert im Finale knapp an Alcaraz . . . . . . . 60<br />

Bad Homburg Open:<br />

Überraschung beim Rasenturnier der Damen . . . . . . . 62<br />

Angelique Kerber hat ihre Karriere nach Olympia beendet<br />

Eine außergewöhnliche sportliche Laufbahn geht zu Ende. . 64<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de, Nicola Sophia Trenner<br />

Herausgeber:<br />

Tennis-Verband Berlin-<br />

Brandenburg e. V.<br />

Hüttenweg 45, 14 195 Berlin<br />

Telefon 030 – 89 72 87 30<br />

Telefax 030 – 89 72 87 01<br />

E-Mail: info@tvbb.de<br />

Präsident: Dr. Klaus-Peter Walter<br />

Verantwortlich TVBB: Linda Fritschken<br />

Redaktion:<br />

Claudio Gärtner (Ltg.), Linda<br />

Fritschken, Katrin Brewka<br />

redaktion@<strong>matchball</strong>-tvbb.de<br />

Beiträge, Wortmeldungen,<br />

Anregungen, Fotos oder<br />

Terminmitteilungen können über<br />

die nachfolgende Webseite an die<br />

Redaktion gesendet werden:<br />

www.<strong>matchball</strong>-tvbb.de<br />

Projektleitung:<br />

Felix Rewicki, Geschäftsführer TVBB<br />

Produktion, Layout und Satz:<br />

maasgestaltet, Berlin<br />

Anzeigen:<br />

TVBB, Telefon: 030–89 728 730<br />

Vertrieb<br />

TVBB, Telefon: 030–89 728 730<br />

Druck:<br />

LASERLINE Druckzentrum Berlin<br />

GmbH & Co. KG<br />

Scheringstraße 1, 13 355 Berlin<br />

Tel.: 030 46 70 96 – 0<br />

Internet: www.laser-line.de<br />

Beiträge:<br />

Klaus-Peter Walter, Michael Matthess,<br />

Sandra Karner, Klaus Weise, Mariella<br />

Greschik, Bernd Süßbier, DTB,<br />

Sebastian Herzberg, Peter Petersen,<br />

Bernd Lutz Dettmer, Claudio Gärtner<br />

Fotos:<br />

Claudio Gärtner-tennisphoto.de,<br />

DTB/Harry Reis, Mathias Schulztennisphoto.de,<br />

Nicola Sophia<br />

Trenner, Sandra Karner, Harald<br />

Almonat, Jürgen Hasenkopf, Markus<br />

Arnold, Potsdamer Tennisclub Rot-<br />

Weiss, BTV, Laver Cup, DTB/Paul<br />

Zimmer, imago images/Paul Zimmer<br />

„<strong>matchball</strong> “, das Tennismagazin des TVBB, erscheint viermal<br />

jährlich in den Monaten Februar, Mai, August und November.<br />

Das Abonnement kostet 15,– € pro Jahr (einschl. MwSt. und<br />

Versand). Bei Nichtbelieferung ohne Verschulden, des durchführenden<br />

Vertriebs oder infolge höherer Gewalt bzw. Störung<br />

des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegen<br />

den durchführenden Vetrieb. Für unverlangt eingesandte<br />

Fotos und Manuskripte wird keine Haftung übernommen.<br />

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung<br />

des Herausgebers und Quellenangabe.<br />

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung<br />

des Autors wieder – diese muss nicht mit der des Herausgebers<br />

und der Redaktion übereinstimmen.<br />

Die Schreibweise in <strong>matchball</strong> in Deutsch verfasster Texte hält<br />

sich an die aktuellen Empfehlungen des Rats der deutschen<br />

Rechtschreibung. Abweichende Schreibweisen werden nach<br />

Möglichkeit vermieden.<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

3


Ç<br />

Titel<br />

Rückblick 1. Bundesliga der Damen <strong>2024</strong>:<br />

LTTC “Rot-Weiß” mit toller Saison,<br />

bitterer Abstieg für<br />

den TC 1899 Blau-Weiss<br />

4<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


Titel<br />

Ç<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

Die Damen vom LTTC „Rot-Weiß“<br />

sind Deutscher Vizemeister der<br />

Bundesliga <strong>2024</strong> – obere Reihe:<br />

Christopher Papadakis (Team-<br />

Kapitän), Yuliia Starodubtseva<br />

(UKR), Anica Stabel (GER), Jessie<br />

Aney (USA), Masa Zec-Pesciric<br />

(Team-Kapitänin), Conny Perrin<br />

(SUI), untere Reihe: Lena<br />

Papadakis (GER), Santa Strombach<br />

(GER), Luca Bohlen (GER) und<br />

Jenny Duerst (SUI)<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

5


Ç<br />

Titel<br />

Jessie Aney (USA)<br />

Santa<br />

Strombach<br />

(GER)<br />

Jenny Duerst (SUI)<br />

Gegensätzlicher hätte die Spielzeit in der 1. Damen-Bundesliga für die beiden Berliner Traditionsclubs nicht verlaufen<br />

können. Während beim Aufsteiger LTTC “Rot-Weiß” eher ein Kampf gegen den Abstieg zu erwarten war, wurde dem TC<br />

1899 Blau-Weiss schon ein Platz im Vorderfeld zugetraut. Am Ende kam es ganz anders. Die "Rot-Weißen" spielten bis<br />

zum letzten Spieltag um den Deutschen Meistertitel mit, bei Blau-Weiss sprang lediglich ein Sieg heraus, der nicht zum<br />

Klassenverbleib reichte.<br />

Die Saison begann für den Aufsteiger von der Hundekehle<br />

mit einem Paukenschlag. Gleich am ersten Spieltag gastierte<br />

der amtierende Deutsche Meister TC Bredeney auf<br />

der Anlage am Gottfried-von-Cramm-Weg.<br />

Wer gedacht hatte, dass die „Rot-Weiß“-Damen lediglich<br />

darum bemüht wären, die Niederlage in Grenzen zu halten,<br />

wurde schnell eines Besseren belehrt. Zwar lagen die Gäste nach<br />

der ersten Runde mit 2:1 vorne, wobei Neuzugang Jenny Duerst<br />

aus der Schweiz mit einem sicheren 6:3, 6:3 gegen Bernarda<br />

Pera (Kroatien) für den Berliner Punkt sorgte. Doch anschließend<br />

drehten die “Rot-Weißen” mächtig auf und gingen mit 4:2 in<br />

Führung. Die ebenfalls erstmals mitwirkende Ukrainerin Yuliia<br />

Starodubtseva setzte sich an Position eins gegen die ehemalige<br />

Wimbledonhalbfinalistin Tatjana Maria klar mit 6:3, 6:2 durch<br />

und überzeugte mit schnellem und variablem Spiel. Lena Papadakis<br />

gab Viktorija Golubic (Schweiz) mit 10:6 im Match-Tiebreak<br />

das Nachsehen und Anica Stabel rang die frühere Weltranglisten-12.<br />

Yanina Wickmayer aus Belgien nach großem Kampf mit<br />

2:6, 6:0, 10:5 nieder. In den Doppeln machten Jessie Aney (USA)<br />

und Lena Papadakis die Überraschung perfekt, in dem sie Greetje<br />

Minnen/Viktorija Golubic (Belgien/Schweiz) mit 7:5, 6:0 bezwangen<br />

und somit den sensationellen 5:4-Erfolg unter Dach<br />

und Fach brachten. Zwei Tage später ging es ebenfalls zuhause<br />

gegen einen weiteren Titelanwärter, nämlich den TK Blau-Weiss<br />

Anica Stabel (GER)<br />

Yuliia Starodubtseva (UKR)<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

6<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


Titel<br />

Ç<br />

Adelina Krüger (GER)<br />

Ekatarina Makarova (RUS)<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

Aachen. Auch hier entwickelte sich eine ausgeglichene Partie.<br />

Nach den Einzeln stand es 3:3. Auf Yuliia Starodubtseva war erneut<br />

Verlass. Sie siegte im Topspiel gegen Ysaline Bonaventure<br />

(Belgien) mit 6:2, 6:3. Die weiteren Zähler steuerten Lena Papadakis<br />

und Jenny Duerst bei. Das Doppel Yuliia Starodubtseva<br />

und Conny Perrin (Schweiz) holte den vierten Punkt. Doch dieser<br />

blieb der einzige Doppelpunkt, wobei Duerst/Stabel denkbar<br />

knapp im Match-Tie-Break unterlagen. Doch diese 4:5-Niederlage<br />

warf das Team nicht aus der Bahn. Im Gegenteil. Es folgte<br />

eine nicht für möglich gehaltene Siegesserie. Zunächst gab<br />

es ein 6:3 gegen den TEC Waldau Stuttgart. Zwar verlor Ekaterina<br />

Makarova (Russland) das Spitzeneinzel gegen die Tschechin<br />

Brenda Fruhvirtova mit 1:6, 2:6. Doch Jessie Aney, Lena Papadakis,<br />

Jenny Duerst und Anica Stabel sorgten für eine 4:2-Führung.<br />

Schließlich siegten noch die Doppel Aney/Papadakis und Duerst/<br />

Stabel jeweils im Match-Tie-Break. Danach kam es beim TC 1899<br />

Blau-Weiss zum mit Spannung erwarteten Lokalderby. Auch hier<br />

war nach den Einzeln beim Zwischenstand von 3:3 noch kein Sieger<br />

auszumachen. Yuliia Starodubtseva ließ sich beim 6:1, 6:4<br />

gegen die Schweizerin Ylena In-Albon nicht von der Siegerstrasse<br />

abbringen. Lena Papadakis und Jenny Duerst blieben ebenfalls<br />

erfolgreich. Der Gastgeber glich durch Erfolge von Irina Fetecau,<br />

Andreea Amalia Rosca (beide Rumänien) und der Tschechin<br />

Miriam Kolodziejova aus. Nachdem Starodubtseva/Duerst für<br />

„Rot-Weiß“ und Bandecchi/Colmegna (Schweiz/Italien) für Blau-<br />

Weiss auf 4:4 gestellt hatten, fiel die Entscheidung im zweiten<br />

Doppel. Hier blieben Aney/Papadakis gegen Rosca/Kolodziejova<br />

knapp mit 7:5, 3:6, 10:2 erfolgreich und sicherten das 5:4 für den<br />

LTTC “Rot-Weiß”. Damit war das Primärziel Klassenerhalt schon so<br />

gut wie erreicht. Doch es kam noch besser. Beim Club an der Alster<br />

in Hamburg folgte ein überlegener 7:2-Sieg. Hier war erstmals<br />

nach den Einzeln alles entschieden. Yuliia Starodubtseva (6:4, 6:3<br />

gegen Ella Seidel), Ekaterina Makarova, Jessie Aney, Lena Papadakis<br />

und Jenny Duerst sorgten für die uneinholbare 5:1-Führung.<br />

Aney/Papadakis und Starodubtseva/Stabel setzten dann<br />

noch eins obendrauf zum 7:2-Endstand. Noch deutlicher wurde<br />

es mit 8:1 beim späteren Absteiger TA VfL Sindelfingen. Ekaterina<br />

Makarova gewann an Position eins gegen Natalia Siedliska<br />

deutlich mit 6:1, 6:1. Jessie Aney, Lena Papadakis, Jenna Duerst,<br />

Jessica Pieri (Italien), Anica Stabel sowie Papadakis/Strombach<br />

und Aney/Stabel gewannen die weiteren Punkte. Zu diesem<br />

Zeitpunkt lagen die Berlinerinnen mit dem TC Bredeney vor<br />

dem letzten Spieltag punktgleich an der Spitze. Lediglich einen<br />

Matchpunkt war der Titelverteidiger voraus. Somit lebte der<br />

Traum vom Meistertitel bis zum Schluss weiter. Während die<br />

“Rot-Weißen” den TC Blau-Weiss aus Dresden-Blasewitz zu Gast<br />

hatten, empfing parallel der TC Bredeney den Club an der Alster.<br />

Die siegreichen Lena Papadakis und Anica Stabel brachten<br />

bei einer Niederlage von Conny Perrin ihr Team zunächst mit 2:1<br />

in Führung. In Runde zwei konnte jedoch nur Jenny Duerst einen<br />

frühen Abbruchsieg feiern. Yuliia Starodubtseva musste<br />

sich erstmals an Nummer eins der Argentinierin Martina<br />

Capurro Taborda mit 6:2, 3:6, 5:10 geschlagen geben.<br />

Und auch Jessie Aney verlor. Zu diesem Zeitpunkt lag der<br />

TC Bredeney mit 5:1 in Führung und hatte damit den erneuten<br />

Titelgewinn bereits in der Tasche. Doch der Ehrgeiz<br />

der „Rot-Weiß“-Damen war damit nicht gebrochen. Die<br />

Doppel Starodubtseva/Perrin, nach abgewehrten Matchbällen,<br />

und Aney/Papadakis sorgten für den 5:4-Endstand<br />

und den damit verbundenen verdienten Abschluss als<br />

Deutscher Vizemeister. “Wir haben als Aufsteiger zweifellos<br />

für Furore gesorgt. Das war so nicht zu erwarten. Alle<br />

haben toll gekämpft und der hervorragende Teamgeist hat uns<br />

soweit gebracht”, freute sich Mannschaftscoach Timo Taplick<br />

über die gezeigte Leistung seiner Mannschaft. Zu den überragenden<br />

Spielerinnen sind Lena Papadakis, die alle sieben Einzel<br />

gewann und Jenny Duerst zu zählen, die in sechs Einzeln<br />

ebenfalls ungeschlagen blieb. Und auch Anica Stabel und Yuliia<br />

Starodubtseva sammelten fleißig Punkte. Und wie geht es<br />

nächstes Jahr weiter? “Ein Aufrüsten ist nicht geplant. Wir wollen<br />

möglichst alle Spielerinnen halten und damit den guten Teamgeist<br />

beibehalten”, sieht Taplick in die Zukunft.<br />

Nach einer erfolgreichen<br />

Bundesliga-Saison kann<br />

Anica Stabel entspannt<br />

ein Interview geben<br />

Conny Perrin (SUI)<br />

Lena Papadakis (GER)<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

7


Ç<br />

Titel<br />

Ylena In-Albon (SUI)<br />

Die 1. Damen vom<br />

TC 1899 Blau-Weiss<br />

verlassen die<br />

1. Bundesliga<br />

Nicht nach Wunsch verlief hingegen die Spielzeit<br />

beim letztjährigen Tabellendritten TC 1899 Blau-<br />

Weiss. Bereits das richtungsweisende Eröffnungsspiel<br />

beim TEC Waldau Stuttgart ging mit 4:5 verloren. Im<br />

Spitzeneinzel musste Neuzugang Anca Alexia Todoni aus<br />

Rumänien gegen Brenda Fruhvirtova (Tschechien) beim<br />

Stand von 2:4 krankheitsbedingt passen. Zwar zeigten Seone<br />

Mendez (Italien), die ebenfalls neu gekommene Spanierin Angela<br />

Fita Boluda und Andreea Amalia Rosca starke Nerven,<br />

denn sie gewannen allesamt im Match-Tie-Break. Doch in den<br />

Doppeln blieben lediglich Martina Colmegna/Jesika Maleckova<br />

(Italien/Tschechien) erfolgreich. Beim ersten Heimspiel gegen<br />

den TC Bredeney hingen die Trauben zu hoch. Irina Fetecau<br />

(Rumänien) an Nummer eins musste beim 3:6, 1:6 gegen Tatjana<br />

Maria die Überlegenheit ihrer Kontrahentin anerkennen.<br />

Nur Miriam Kolodziejova gelang mit 6:4, 3:6, 13:11 ein schwer<br />

erkämpfter Punkt gegen Mara Guth. Die erfolgreichen Doppel<br />

Fita Boluda/Bandecchi und Rosca/Kolodziejova konnten die<br />

3:6-Niederlage noch abmildern. Das anschließende 4:5 gegen<br />

den Club an der Alster war dann ein<br />

erneuter Rückschlag. Seone Mendez<br />

(Italien) kämpfte an Nummer<br />

eins aufopferungsvoll gegen Tamara<br />

Korpatsch. Doch am Ende unterlag<br />

sie knapp mit 4:6, 6:3, 6:10. Angela<br />

Fita Boluda und Andreea Amalia<br />

Rosca erspielten zwei Punkte. Während<br />

Mendez/Fita Boluda und Andreea<br />

Rosca zusammen mit Sophie<br />

Greiner ihre Partien klar in zwei Sätzen<br />

gewannen, verloren Lucie Havlickova/Daria<br />

Remetean in zwei engen<br />

Sätzen ihr Match. Somit standen die<br />

Blau-Weiss-Damen erneut mit leeren<br />

Händen da. Nach dem 4:5 im Lokalderby<br />

gegen den LTTC “Rot-Weiß”<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

8<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


Titel<br />

Ç<br />

Susan Bandecchi (SUI)<br />

Martina Colmegna (ITA)<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

keimte etwas Hoffnung auf, denn es folgte auf eigener Anlage<br />

gegen TA VfL Sindelfingen mit 6:3 der erste Sieg. Ylena In-Albon<br />

ließ sich im Spitzeneinzel von Nadia Podoroska (Argentinien)<br />

beim 6:2, 6.3 nicht überraschen. Andreea Amalia Rosca,<br />

Susan Bandecchi, Jesika Maleckova und Sophie Greiner sorgten<br />

für die Vorentscheidung. Den sechsten Zähler holten schließlich<br />

Maleckova/Greiner in einem dramatischen Match-Tiebreak<br />

mit 15:13. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Das<br />

wichtige Spiel beim TC Blau-Weiss<br />

Dresden-Blasewitz musste nun unbedingt<br />

gewonnen werden, um<br />

den vorzeitigen Abstieg noch zu<br />

vermeiden. Doch schon nach den<br />

Einzeln war alles vorbei. Ylena In-<br />

Albon musste sich im Spitzeneinzel<br />

der Argentinierin Maria Lourdes<br />

Carle mit 2:6, 3:6 beugen. Zu allem<br />

Überfluss gingen die Partien von<br />

Martina Colmegna und Jesika Maleckova<br />

frühzeitig durch Verletzung<br />

verloren. Der einzige Einzelpunkt<br />

ging auf das Konto der zuverlässigsten Punktesammlerin im<br />

Team, Andreea Amalia Rosca, die die Tschechin Dominika Salkova<br />

mit 6:7, 6:4, 10:5 niederrang. Danach einigte man sich in<br />

den Doppeln auf ein 2:1 für die Gastgeberinnen, was schließlich<br />

zum 7:2-Endstand zugunsten von Dresden führte. Damit<br />

war das Thema Klassenerhalt erledigt, denn ein Sieg im letzten<br />

Spiel in Aachen hätte an dieser Tatsache nichts mehr geändert.<br />

Dennoch gingen die Blau-Weiss-Damen couragiert zu Werke.<br />

Ylena In-Albon entschied das Topspiel gegen Ysaline Bonaventure<br />

mit 4:6, 6:4, 10:4 für sich. Irina Fetecau und Seone Mendez<br />

sorgten mit Siegen für den 3:3-Zwischenstand. Am Ende konnten<br />

nur noch In-Albon/Mendez ihr Doppel siegreich gestalten,<br />

Andreea Amalia Rosca<br />

(ROU)<br />

Abschlusstabelle: Punkte Matches<br />

1. TC Bredeney 12:2 44:19<br />

2. LTTC “Rot-Weiß” Berlin 12:2 40:23<br />

3. TK Blau-Weiß Aachen 10:4 38:25<br />

4. Club an der Alster Hamburg 8:6 32:31<br />

5. TEC Waldau Stuttgart 6:8 31:32<br />

6. Blau-Weiss Dresden Blasewitz 6:8 30:33<br />

7. TC 1899 Blau-Weiss Berlin 2:12 27:36<br />

8. TA VfL Sindelfingen 0:14 10:53<br />

sodass zum vierten Mal in dieser Spielzeit eine 4:5-Niederlage<br />

auf dem Berichtsbogen stand. Damit müssen die Damen von<br />

der Waldmeisterstraße nach drei Jahren Erstligazugehörigkeit<br />

die Klasse in Richtung 2. Bundesliga Nord verlassen. “Wir wussten,<br />

dass es eine schwere Saison werden würde. Unser Hauptproblem<br />

war, dass wir bei den wichtigen Spielen nie in der geplanten<br />

Besetzung spielen konnten. Turnierverpflichtungen<br />

und Verletzungen sowie Krankheiten machten es unmöglich,<br />

das gewünschte Team zusammenzubringen”,<br />

sagte Mannschaftscoach<br />

Alexander Dersch. Trotz Aufstellungsproblemen<br />

gingen vier<br />

Partien nur knapp mit 4:5 verloren.<br />

Doch der dauerhafte Ausfall der<br />

ersten drei Spielerinnen, von denen<br />

nur Anca Lexia Todoni (Rumänien)<br />

ein Spiel bestritt, bei dem sie krankheitsbedingt<br />

passen musste, war<br />

nicht zu kompensieren. “Unter diesen<br />

Bedingungen haben wir noch<br />

eine gute Saison gespielt”, merkte<br />

Dersch an und ergänzte: “Wir hatten tolle Heimspiele, viele<br />

Zuschauer und spannende Spiele”. Am bittersten verlief das<br />

wichtige vorletzte Spiel in Dresden, als kurzzeitig nur noch<br />

vier Akteurinnen zur Verfügung standen. Die zuvor schon angeschlagenen<br />

Martina Colmegna und Jesika Maleckova stellten<br />

sich zur Verfügung, mussten ihre Partien aber vorzeitig<br />

abbrechen, sodass bereits nach den Einzeln alle Hoffnungen<br />

begraben werden mussten. Den stärksten Eindruck hinterließ<br />

Andreea Amalia Rosca, die von sieben Einzeln fünf gewann. Für<br />

das kommende Jahr könnte ein Umbruch bevorstehen. “Alle<br />

wollen weiterspielen. Allerdings brauchen wir für nächstes<br />

Jahr einen breiteren Kader und planen, auch gute Nachwuchsspielerinnen<br />

vermehrt einzusetzen”, so<br />

Dersch zu den Zukunftsplänen.<br />

Nachdem die letztjährigen Absteiger<br />

DTV Hannover und TC Bernhausen die<br />

sofortige Rückkehr ins Oberhaus geschafft<br />

haben, wird 2025 der LTTC “Rot-<br />

Weiß” als alleiniger Club die Farben des<br />

Tennis-Verbandes Berlin-Brandenburg in<br />

der 1. Bundesliga vertreten.<br />

Michael Matthess<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

9


Ç<br />

Top<br />

ecotrans Ladies Open <strong>2024</strong> der Kategorie WTA 500:<br />

Jessica Pegula erstmals<br />

auf Rasen erfolgreich<br />

Mit einer Topbesetzung warteten in diesem Jahr<br />

die ecotrans Ladies Open auf der Anlage des<br />

LTTC “Rot-Weiß” auf. Von den besten zehn<br />

Spielerinnen der Weltrangliste waren acht<br />

im Einsatz. Damit wies das Turnier in<br />

Bezug auf das Teilnehmerinnenfeld<br />

schon Grand Slam-Format auf.<br />

Der Sieg ging diesmal an die<br />

an Nummer vier gesetzte<br />

US-Amerikanerin Jessica<br />

Pegula, die damit zum<br />

ersten Mal in ihrer<br />

Karriere auf Rasen zum<br />

Erfolg kam.<br />

Publikumsliebling<br />

Naomi Osaka packt<br />

bereits in der 1. Runde<br />

ihre Tasche<br />

Kurz vor Beginn ereilte die Turnierverantwortlichen die<br />

Nachricht, dass die Weltranglistenerste Iga Swiatek aus<br />

Polen, die in diesem Jahr eigentlich dabei sein wollte,<br />

doch noch absagen musste. Sie begründete dies mit körperlicher<br />

Erschöpfung, nachdem sie wenige Wochen zuvor die<br />

French Open in Paris gewinnen konnte. Als zweite Top 10-Spielerin<br />

fehlte noch Jasmine Paolini aus Italien, die ebenfalls das<br />

Finale von Roland-Garros gespielt hatte. Ansonsten war die<br />

gesamte Weltelite in Berlin am Start. Vorjahressiegerin Petra<br />

Jessica Pegula mit dem<br />

„bärigen“ Siegespokal<br />

Kvitova aus Tschechien<br />

konnte den<br />

Titel aufgrund<br />

ihrer Schwangerschaft<br />

nicht verteidigen. Die Setzliste wurde von Coco Gauff<br />

(USA) angeführt. Dahinter folgten Aryna Sabalenka (Belarus),<br />

Elena Rybakina aus Kasachstan und Jessica Pegula.<br />

Zum Auftakt musste lediglich die an Position sieben gesetzte<br />

Griechin Maria Sakkari der früheren Weltranglistenersten<br />

Victoria Azarenka (Belarus) beim 4:6, 2:6 den Vortritt lassen.<br />

Alle übrigen Gesetzten hielten sich in der ersten Runde schadlos.<br />

So schaltete unter anderem die Chinesin Qinwen Zhang,<br />

Nummer sechs der Setzliste, die viermalige Grand-Slam-Siegerin<br />

Naomi Osaka (Japan) in einem ausgeglichenen Spiel mit<br />

6:4, 3:6, 6:3 aus. In Runde zwei erwischte es die ungesetzte Vorjahresfinalistin<br />

Donna Vekic (Kroatien), die Jessica Pegula mit<br />

4:6, 5:7 unterlag. Besser machte es die ebenfalls nicht in der<br />

Setzliste aufgeführte Russin Anna Kalinskaya, die nach ihrem<br />

Dreisatzauftaktsieg gegen Nao Hibino (Japan) anschließend<br />

gegen die letztjährige Wimbledon-Siegerin Marketa Vondrousova<br />

(Tschechien) von der verletzungsbedingten Aufgabe ihrer<br />

Gegnerin wegen Hüftproblemen beim Stand von 5:5 profitierte.<br />

Im Viertelfinale gegen Aryna Sabalenka lag Kalinskaya<br />

mit 5:1 in Führung, ehe die Belarussin aufgrund von Schulterproblemen<br />

ebenfalls vorzeitig passen musste. Ihre Gegnerin in<br />

der Vorschlussrunde war Victoria Azarenka, die zuvor die Qualifikantin<br />

Zeynep Sonmez aus der Türkei sicher mit 6:3, 6:3 ausschalten<br />

konnte und dann ebenfalls durch Abbruch gegen<br />

Elena Rybakina beim Stand von 3:1 eine Runde weiterkam. Die<br />

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Top Ç<br />

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Ons Jabeur (r.) muss gegen Coco Gauff (o.) aufgeben<br />

Aryna Sabalenka<br />

muss im Viertelfinale<br />

verletzungsbedingt<br />

passen<br />

Kasachin klagte über starke Bauchschmerzen und verließ frühzeitig<br />

den Platz. Dafür ging die Partie zwischen Kalinskaya und<br />

Azarenka über die volle Distanz. Zu Beginn glänzte die 25-jährige<br />

Russin mit kraftvollen und präzisen Grundlinienschlägen,<br />

drängte ihre Gegnerin ständig in die Defensive und sicherte<br />

sich den ersten Durchgang mit 6:1. Mit zunehmender Spieldauer<br />

gelang es Azarenka dem Druck standzuhalten und Kalinskaja<br />

zu Fehlern zu zwingen. Satz zwei ging dann mit 7:6<br />

(7:3) an die zweifache Australian Open-Gewinnerin und Weltranglistenerste<br />

von 2012. Im Schlusssatz zog Kalinskaya erneut<br />

ihr temporeiches Spiel gegen ihre langsam müder wirkende<br />

Kontrahentin durch und sicherte sich mit einem klaren 6:1 die<br />

Finalteilnahme.<br />

In der oberen Tableauhälfte traf im Viertelfinale Coco Gauff<br />

auf die Turniersiegerin von 2022, Ons Jabeur aus Tunesien. Es<br />

entwickelte sich ein sehr abwechslungsreicher erster Satz, bei<br />

dem aufgrund spektakulärer Ballwechsel und variabler Spielweise<br />

die Zuschauer auf dem voll besetzten Center Court<br />

immer wieder zu Szenenapplaus animiert wurden. Den dramatischen<br />

Satz entschied Gauff im Tie-Break mit 7:6 (11:9) für sich,<br />

ehe ein abruptes Ende folgte. Jabeur verließ plötzlich mit blassem<br />

Gesicht den Court und klagte über Übelkeit, was zum Abbruch<br />

der Partie führte. Gegnerin in der Runde der letzten vier<br />

war dann Jessica Pegula, die zuvor die durch die Qualifikation<br />

ins Hauptfeld gelangte Tschechin Katerina Siniakova in einem<br />

ausgeglichenen Match mit 7:6 (7:2), 3:6 und 6:3 bezwingen<br />

konnte. Das Duell zwischen Gauff und Pegula entwickelte sich<br />

zu einem wahren Krimi. Beim Stand von 3:3 gelang Pegula das<br />

erste Break. Es folgte bei 5:4 für Pegula erneut ein Break zum<br />

5:5. Doch Coco Gauff brachte ihren Aufschlag wieder nicht<br />

durch und geriet damit zum zweiten Mal in Rückstand. Wenig<br />

später nutzte Pegula ihren zweiten Satzball zum 7:5. Dank<br />

eines Breaks zum 3:1 erkämpfte sich Gauff eine komfortable<br />

5:3-Führung im zweiten Durchgang. Jessica Pegula kam jedoch<br />

erneut zurück und schaffte das Break zum 4:5. Beim 5:6-Rückstand<br />

wehrte Pegula einen Satzball ab und erzwang den Tiebreak.<br />

Gauff lag schnell mit 0:3 im Hintertreffen, verkürzte noch<br />

auf 1:3, ehe ein kurzer Regenschauer der Partie ein Ende setzte.<br />

Viele Zuschauer verharrten am Abend noch auf dem Center<br />

Court in der Hoffnung auf eine Fortsetzung des Matches.<br />

Zwar wurde mit vier Laubbläsern versucht, den Platz trocken<br />

zu bekommen. Doch am Ende entschieden beide Akteurinnen,<br />

das Spiel aufgrund der Rutschgefahr erst am Finaltag fortzusetzen.<br />

Hier war nach wenigen Minuten alles entschieden,<br />

denn Coco Gauff agierte zwar ähnlich wie ihre Gegnerin sehr<br />

vorsichtig, dennoch unterliefen ihr zu viele Fehler, was Pegula<br />

zum 7:2-Erfolg nutzte. Nach einer rund zwanzigminütigen<br />

Pause konnte das Finale vor ausverkauftem Haus und besten<br />

Victoria Azarenka (u.) verliert im Halbfinale<br />

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Top<br />

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IMPRES<br />

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SIONEN<br />

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Top<br />

Anna Kalinskaya<br />

Jessica Pegula (USA)<br />

Wetterbedingungen über die Bühne gehen. Sowohl Anna Kalinskaya<br />

als auch Jessica Pegula standen erstmals bei einem<br />

Rasenturnier im Endspiel. Zu Beginn kam die Russin durch eine<br />

hohe Fehlerquote nicht richtig ins Spiel und lag schnell mit 0:3<br />

zurück. Zum Schrecken der Besucher musste sie anschließend<br />

wegen Rückenproblemen behandelt werden und verließ<br />

wenig später den Platz zur weiteren Behandlung. Nach einigen<br />

Minuten kam sie aus der Kabine wieder zurück und präsentierte<br />

sich in guter Verfassung. Der Satz wurde von mehreren<br />

Breaks gekennzeichnet, sodass am Ende der Tie-Break<br />

entscheiden musste. Diesen gewann Kalinskaya deutlich mit<br />

7:0. Im zweiten Durchgang verlor Kalinskaya gleich zum Auftakt<br />

ihren Service. Zwar gelang ihr zum 3:3 ebenfalls ein Break.<br />

Es folgte jedoch prompt das Rebreak, was Pegula schließlich<br />

zum 6:4-Satzausgleich nutzte. Dramatisch ging es dann<br />

im Schlussdurchgang zu. Dank eines Breaks zum 3:1 ging Kalinskaya<br />

mit 4:1 in Führung. Doch die 30-jährige US-Amerikanerin<br />

fightete zurück, breakte Kalinskaya zum 3:4 und wehrte<br />

beim Stand von 4:5 sogar vier Matchbälle ab. Und auch beim<br />

5:6-Rückstand schaffte sie es, Matchball Nummer fünf abzuwehren.<br />

Somit musste der Tie-Break über den Turniersieg entscheiden.<br />

Bis zum 3:3 verlief alles ausgeglichen, dann produzierte<br />

Kalinskaya zu viele Fehler, was Pegula zum 7:3-Sieg<br />

nutzte. Unter dem donnernden Applaus der Zuschauer im ausverkauften<br />

Center Court umarmten sich beide Akteurinnen am<br />

Netz. Bei der Siegerehrung zeigte sich Turnierdirektorin Barbara<br />

Rittner begeistert vom Spiel und sagte: ”Was für ein Finale.<br />

Wir haben großartiges Tennis gesehen.” Siegerin Jessica Pegula<br />

freute sich nach längerer Verletzungspause über ihren ersten<br />

Rasentitel und meinte: “Wir beide haben auf hohem Niveau gespielt.<br />

Es war ein richtig gutes Match. Danke auch an die Zuschauer,<br />

die mich immer wieder angetrieben haben, obwohl<br />

ich schon etwas müde war.” Und Finalistin Anna Kalinskaya<br />

ergänzte: “Glückwunsch an Jessica. Sie ist eine unglaubliche<br />

Kämpferin. Trotzdem war es eine tolle Woche für mich. Wir<br />

sehen uns im nächsten Jahr wieder.” Der Turniererfolg brachte<br />

Pegula ein Preisgeld von 123.480,– € ein.<br />

Im Anschluss fand noch vor einer stattlichen Kulisse das<br />

Doppelfinale statt. Hier standen sich die ungesetzten Paarungen<br />

Xinyu Wang /Saisai Zheng aus China und Veronika Kudermetowa<br />

(Russland) zusammen mit der Taiwanesin Hao-<br />

Ching Chan gegenüber. Am Ende setzten sich die Chinesinnen<br />

in einer hochklassigen Partie mit 6:2, 7:5 durch und bekamen<br />

einen Siegerscheck über 41.210,– €. Saisai Zhang dankte den<br />

Zuschauern fürs Kommen und fügte hinzu: “Ich habe vor fünf<br />

Jahren das letzte Mal auf Gras gespielt. Ich freue mich, in Berlin<br />

zu sein und komme gerne wieder. “<br />

Deutsche Bilanz ernüchternd<br />

Aus deutscher Sicht verlief das Turnier wenig Erfolg versprechend.<br />

Im Hauptfeld waren mit der ehemaligen<br />

Wimbledonsiegerin Angelique Kerber und Jule Niemeier lediglich<br />

zwei Spielerinnen vertreten, die auch nur durch eine Wildcard<br />

ins Tableau aufgenommen wurden. Dabei bekam es Angelique<br />

Kerber mit der Weltranglisten-36. Linda Noskova<br />

zu tun. Die für den TC 1899 Blau-Weiss in der Bundesliga gemeldete<br />

Tschechin lag im ersten Satz schon mit 5:2 in Führung,<br />

doch Kerber kam dank eines Breaks zurück und konnte zum 5:5<br />

ausgleichen. Im Tiebreak hatte dann Noskova mit 7:4 die Nase<br />

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vorn. Im zweiten Durchgang gelang es<br />

Kerber ihre Gegnerin zunehmend auf<br />

der Rückhand festzunageln und zu Fehlern<br />

zu zwingen. Der Satz ging schließlich<br />

mit 6:2 an die Deutsche. Im Schlussdurchgang<br />

geriet Kerber beim Stand<br />

von 1:1 durch einen Doppelfehler sowie<br />

einen Fußfehler mit 0:30 in Rückstand,<br />

was wenig später zum Break führte. Diesen<br />

Vorsprung brachte Noskova dann<br />

mit dem 6:4-Satzgewinn ins Ziel. Dennoch<br />

zeigte die bis zum Schluss kämpfende<br />

ehemalige Wimbledonsiegerin,<br />

dass sie nach langer Pause auf diesem<br />

Niveau durchaus wieder mithalten kann.<br />

“Es war ein gutes Match auf hohem<br />

Niveau. Ich bin natürlich enttäuscht, dass<br />

es nicht gereicht hat. Konditionell war<br />

ich auch im Schlusssatz noch fit. Letztlich<br />

hat ein Punkt das Spiel entschieden. Der<br />

Serviceverlust im dritten Satz war natürlich<br />

ärgerlich”, meinte Kerber hinterher<br />

und fügte hinzu: “Tennis ist mein Leben.<br />

Die Leidenschaft ist nach langer Pause<br />

immer noch so groß. Deshalb bin ich<br />

zurück auf der Tour und möchte gerne<br />

im nächsten Jahr wiederkommen.” Und<br />

auch Jule Niemeier musste in Runde eins<br />

passen. Gegen die Vorjahresfinalistin Donna Vekic sah es zunächst<br />

gut aus. Niemeier begann konzentriert, spielte druckvoll<br />

und machte kaum Fehler. Ihre Gegnerin fand kaum ins Spiel,<br />

sodass Satz eins klar mit 6:1 an Niemeier ging. Anschließend<br />

wurde Niemeiers Fehlerquote größer, während die Kroatin sicherer<br />

agierte und ebenfalls mit 6:1 die Partie ausgleichen<br />

konnte. Im Entscheidungssatz gab die 24-jährige Dortmunderin<br />

mit einem Doppelfehler zum 3:4 ihren Aufschlag ab. Dies<br />

nutzte Vekic dann zum 6:3-Matchgewinn.<br />

Nicht viel besser lief es in der Qualifikation. Sechs deutsche<br />

Spielerinnen waren angetreten. Doch keiner gelang der Sprung<br />

in die zweite Runde. Ella Seidel, Noma Noha Akugue, Mara<br />

Guth sowie die beiden “Rot-Weißen” Anica Stabel und Lena Papadakis<br />

blieben ohne Satzgewinn. Lediglich Tamara Korpatsch<br />

war es vergönnt, der Nummer eins des LTTC “Rot-Weiß” Yuliia<br />

Starodubtseva (Ukraine) zumindest einen Satz abzunehmen.<br />

Für den einzigen deutschen Sieg beim Turnier sorgte das Doppel<br />

Niemeier/Noha Akugue durch ein 4:6, 6:4, 10:6 gegen die<br />

Japanerinnen Eri Hozumi/Makoto Ninomiya. Anschließend war<br />

gegen die Nummer zwei der Setzliste Demi Schuurs/Luisa Stefani<br />

(Niederlande/Brasilien) in zwei Sätzen Endstation.<br />

Positive Turnierbilanz, Veranstalter wechselt<br />

Ein zufriedenes Fazit zog Turnierveranstalter Edwin Weindorfer<br />

vom Veranstalter emotion. “Das Turnier hat sich nach<br />

vier Jahren etabliert. Die Besetzung war hervorragend. Außerdem<br />

haben wir es geschafft, dass der Center Court an den<br />

letzten drei Tagen ausverkauft war. Mit 35.000 Zuschauern<br />

konnten wir einen neuen Rekord aufstellen”, freute sich Weindorfer.<br />

Allerdings verkündete er auch seinen Rückzug als Veranstalter.<br />

Im Vorfeld wurde bereits Kritik am Berliner Senat geübt,<br />

der trotz positivem Fazit im vergangenen Jahr dem Turnier<br />

keine Unterstützung zukommen ließ. So war in der Turnierwoche<br />

auch kein Senatsmitglied auf der Anlage zu sehen.<br />

Dieser Umstand war zweifellos mit ausschlaggebend für die<br />

Beendigung des Engagements von emotion. Weindorfer umschrieb<br />

dies mit den Worten: “Für den<br />

Rückzug habe ich persönliche Gründe”.<br />

Im gleichen Atemzug verkündete er jedoch,<br />

dass das Turnier auch im nächsten<br />

Jahr stattfinden wird. Dann übernimmt<br />

die Agentur Perfect Match um<br />

den Schweizer Markus Günthardt das<br />

Zepter. Seine Veranstaltungsfirma betreut<br />

bereits die Damen-Turniere in Bad<br />

Homburg und Stuttgart. Ob Barbara<br />

Rittner weiter als Turnierdirektorin mitwirken<br />

wird, steht noch nicht fest. “Ich<br />

würde gerne weitermachen. Doch das<br />

letzte Wort hat der neue Veranstalter”,<br />

sagte Rittner. In jedem Fall steht der Termin<br />

für 2025 bereits fest. Vom 16. bis 22.<br />

Juni wird es wieder Damenspitzentennis<br />

an der Hundekehle geben.<br />

Michael Matthess<br />

Anica Stabel schnuppert<br />

„Turnierluft“ mit ihrer Wildcard<br />

Die Siegerinnen im<br />

Doppel haben gut<br />

Lachen: Xinyu Wang /<br />

Saisai Zheng aus China<br />

Top Ç<br />

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Top<br />

Ein unvergessliches Wochenende:<br />

Das Kids Fan Fest bei den ecotrans Ladies Open <strong>2024</strong><br />

Ein Highlight der ecotrans Ladies Open war zweifellos das Kids Fan Fest,<br />

das am Qualifikationswochenende am 15. und 16. Juni <strong>2024</strong> stattfand.<br />

Organisiert in enger Zusammenarbeit mit dem Tennis-Verband Berlin-<br />

Brandenburg e.V., bot dieses Event jungen Tennisfans bereits zum 3.<br />

Mal die Möglichkeit, in die aufregende Welt des professionellen Tennis<br />

einzutauchen und unvergessliche Erlebnisse zu sammeln.<br />

Bereits früh am Morgen strömten die jungen Teilnehmer voller<br />

Vorfreude auf die Anlage. Über 800 Kinder aus mehr als 50<br />

Vereinen aus Berlin und Brandenburg nahmen an diesem besonderen<br />

Wochenende teil, das nicht nur von großartigem Tennis,<br />

sondern auch von einer Vielzahl an Aktivitäten geprägt war.<br />

Ein Warm-up der Extraklasse<br />

Der Tag begann mit einem besonderen Highlight: dem Warmup<br />

mit Dan Bloxham, dem Head Coach und Master of Ceremony<br />

von Wimbledon. Mit seiner unvergleichlichen Energie und<br />

Begeisterung führte er die Kinder durch eine Serie von Aufwärmübungen,<br />

die nicht nur Spaß machten, sondern auch die<br />

Tennisfähigkeiten der Teilnehmer förderten. Seine Anwesenheit<br />

allein war ein Erlebnis, das die Kinder so schnell nicht vergessen<br />

werden.<br />

Mini-Trainingseinheit mit einer Top 20-Spielerin<br />

Gespielt wurde auf fünf Plätzen mit 30 Mini-Tennisnetzen. Ein<br />

besonderes Ereignis war, als sich die Top 20-Spielerin Caroline<br />

Garcia unter die Kids gemischt hat und eine Mini-Trainingseinheit<br />

mit ihnen abhielt. Die Kinder hatten die Chance, von ihr<br />

zu lernen und wertvolle Tipps zu erhalten.<br />

Autogramme und Begegnungen mit den Stars<br />

Für viele Kinder war die Gelegenheit, ihren Tennisidolen so<br />

nahe zu kommen, ein wahr gewordener Traum. Im Laufe des<br />

Tages gab es mehrere Autogrammstunden, bei denen die Kinder<br />

ihre Lieblingsspielerinnen trafen und sich Autogramme sichern<br />

konnten. Die Freude in den Augen der Kinder war unverkennbar,<br />

als sie die Stars hautnah erleben durften.<br />

Ein weiteres Highlight war die Kids-Pressekonferenz mit<br />

Donna Vekic. Die Kinder konnten ihre Fragen direkt an die Profis<br />

richten und erhielten Einblicke in das Leben und das Training<br />

der Spielerinnen. Besonders amüsant war die Frage<br />

„Willst du Kinder?“ von einem jungen Fan, die den erfahrenen<br />

Pressemann Dietmar Gessner beim Übersetzen etwas ins<br />

Schwitzen brachte. Solche persönlichen Fragen sind auf<br />

Pressekonferenzen doch eher selten, aber sie lockerten die Atmosphäre<br />

merklich auf und sorgten für einige Lacher.<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de, Sandra Karner<br />

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Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de, Sandra Karner<br />

Spaß und Spiel im Sponsoren Village<br />

Abseits der Tennisplätze gab es im Sponsoren Village eine<br />

Quiz Rallye, die bei den Kindern sehr beliebt war. Dort konnten<br />

sie ihr Wissen über Tennis und die verschiedenen Sponsoren<br />

des Turniers unter Beweis stellen. Es gab viele spannende<br />

Preise zu gewinnen, was den Wettkampfgeist der jungen<br />

Teilnehmer zusätzlich anheizte.<br />

Das Turnier live erleben<br />

Natürlich durfte auch das Zuschauen bei den Qualifikationsspielen<br />

nicht fehlen. Die Kinder hatten die einmalige Gelegenheit,<br />

Weltklasse-Tennis live zu erleben und ihre Idole auf dem<br />

Weg ins Hauptfeld zu unterstützen. Die Spannung auf den<br />

Plätzen war förmlich greifbar, und die Begeisterung der jungen<br />

Fans trug zu einer elektrisierenden Atmosphäre bei.<br />

Besondere Aktionen und Preise<br />

Eine besondere Attraktion des diesjährigen Kids Fan Fests war<br />

die Möglichkeit für teilnehmende Clubs, eine exklusive einstündige<br />

Trainingssession mit Dan Bloxham zu gewinnen. Die<br />

Clubs, die sich vor dem Anmeldeschluss am 31. Mai <strong>2024</strong> registrierten,<br />

nahmen automatisch an einer Verlosung teil, bei der<br />

zwei glückliche Gewinner-Clubs gezogen wurden. Diese besondere<br />

Trainingssession fand direkt auf dem Turniergelände<br />

statt und bot den Kindern die einmalige Gelegenheit, ihre<br />

Fähigkeiten unter der Anleitung von einem der renommiertesten<br />

Trainer der Welt zu verbessern.<br />

An dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch an den<br />

Neuenhagener Tennisclub 93 und den BTC Gropiusstadt.<br />

Glückliche Kinderaugen und unvergessliche Erinnerungen<br />

Das Kids Fan Fest war trotz der Wetterkapriolen am Samstag<br />

ein voller Erfolg und hinterließ bei den jungen Teilnehmenden<br />

bleibende Eindrücke. Die strahlenden Kinderaugen und die Begeisterung,<br />

die überall zu spüren war, zeigten deutlich, dass<br />

dieses Event mehr als nur ein Rahmenprogramm zum Turnier<br />

war. Es war ein Fest der Freude, des Lernens und der Inspiration<br />

für die nächste Generation von Tennisspielern.<br />

Bis zum nächsten Jahr<br />

Sandra Karner, die das Fest zum dritten Mal organisierte, zeigte<br />

sich begeistert: „Es war wieder ein spektakulärer Spaß. Die ganzen<br />

glücklichen Kinderaugen waren einfach traumhaft schön<br />

anzuschauen. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr.“<br />

Die Organisation und die vielen engagierten Helfer trugen<br />

dazu bei, dass dieses Wochenende zu einem unvergesslichen<br />

Erlebnis für alle Beteiligten wurde. Wir freuen uns schon jetzt<br />

auf das nächste Jahr, wenn es wieder heißt: Willkommen zum<br />

Kids Fan Fest!<br />

Sandra Karner<br />

Donna Vekic hautnah<br />

Im Rahmen des KidsDay stellte sich die Vorjahresfinalistin<br />

Donna Vekic am Qualifikations-Sonntag<br />

und damit einen Tag vor Beginn der Hauptrunde<br />

im Pressezentrum den Fragen der zahlreich versammelten<br />

Mädchen und Jungen. Die gut gelaunte<br />

Kroatin blieb keine Antwort schuldig, obwohl sie zu<br />

Beginn doch eine recht ungewöhnliche Frage gestellt<br />

bekam.<br />

Ein Mädchen wollte auf Englisch von der 27-Jährigen<br />

wissen, ob sie Kinder haben möchte. Nachdem<br />

sich Vekic nach einem kurzen Lachanfall wieder gesammelt<br />

hatte, meinte sie: “Natürlich will ich das,<br />

aber erst später.” Pressechef Dietmar Gessner, der zu<br />

Beginn des Gesprächs Vekic vorstellte und über ihre<br />

bisherigen Erfolge berichtete, wollte anschließend<br />

die Kinder animieren, auch sportliche Fragen zu stellen.<br />

Diese rückten dann in großer Zahl in den Vordergrund.<br />

So interessierte sich eines der Kids dafür, ob<br />

Donna schon schwere Verletzungen davongetragen<br />

habe. “Ja. Besonders eine Knieverletzung hat mich einige<br />

Monate zurückgeworfen”, antwortete die Nummer<br />

39 der Weltrangliste. Und wer ist ihr Vorbild? “Die<br />

Williams-Schwestern und Maria Sharapova”, gab Vekic<br />

zu Protokoll. Außerdem verriet sie, dass Maria Sakkari<br />

ihre Lieblingsdoppelpartnerin ist und ergänzte: “Allerdings<br />

haben wir bisher noch kein Turnier zusammen<br />

gewonnen.” Und auch über ihre bittersten Niederlagen<br />

gab sie bereitwillig Auskunft: “Im Alter von sieben<br />

und acht Jahren habe ich zweimal 0:6, 0:6 verloren.<br />

Das hat mich schon sehr geärgert, zumal ich zur<br />

damaligen Zeit auch recht temperamentvoll war.” Und<br />

auf die Frage, gegen welche Gegnerinnen sie ungern<br />

spielt, antwortete sie: “Ich bin kein Fan von Spielerinnen<br />

mit sehr gutem Rückhand-Slice, die dann auch<br />

noch angreifen. Dazu würde ich zum Beispiel Ons Jabeur<br />

zählen”. Zwar reckten sich zu diesem Zeitpunkt<br />

immer noch viele Arme in die Höhe, um weitere Fragen<br />

zu stellen. Doch die WTA-Verantwortliche musste<br />

die Befragung dann aus Zeitgründen abbrechen.<br />

Anschließend stand Vekic noch für Autogramme und<br />

Fotos zur Verfügung. Für die vielen anwesenden Kinder<br />

war es zweifellos ein Highlight, eine Weltranglistenspielerin<br />

einmal so hautnah zu erleben.<br />

Michael Matthess<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


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Top<br />

So wird der Laver Cup auch in der Berliner Uber-Arena aussehen<br />

Laver Cup in Berlin vom 20. bis 22.09.<strong>2024</strong><br />

Machen Sie sich bereit für ein unvergleichliches<br />

Laver-Erlebnis<br />

Eines der am meisten erwarteten Ereignisse im Tenniskalender findet am dritten Septemberwochenende statt,<br />

wenn zwölf der besten männlichen Spitzenspieler, die stolz das Team Europa und das Team Welt vertreten, zu einer<br />

gemeinsamen Mission zusammenkommen: den Laver Cup zu gewinnen.<br />

In diesem Jahr werden tausende von Fans aus der ganzen Welt<br />

in Berlin erwartet, um drei spannende Tage lang intensive<br />

Wettkämpfe in der Uber Arena Berlin auszutragen. Auch wenn<br />

dieses Tennis-Event weltweit übertragen wird, gibt es nichts<br />

Besseres, als selbst dabei zu sein. Hier erfahren Sie, was Sie<br />

wissen müssen, um den Laver Cup in vollen Zügen genießen<br />

zu können.<br />

Europa tritt gegen die Welt an<br />

In ihrem letzten Jahr als Kapitäne haben die Tennislegenden<br />

Björn Borg (Team Europa) und John McEnroe (Team Welt) bereits<br />

beeindruckende Teams zusammengestellt.<br />

Borg hat bestätigt, dass die Stars Alexander Zverev, Daniil<br />

Medvedev, Casper Ruud und Stefanos Tsitsipas zusammen<br />

mit dem Spanier Carlos Alcaraz und Rafael Nadal, dem 22-fachen<br />

Grand-Slam-Champion, der wahrscheinlich zum letzten<br />

Mal am Laver Cup teilnimmt, den Cup zurückgewinnen wollen.<br />

Im Gegenzug hat McEnroe bisher vier Spieler in sein Aufgebot<br />

aufgenommen: den australischen Topspieler Alex de Minaur<br />

und die drei bestplatzierten Amerikaner Tommy Paul, Taylor<br />

Fritz und Ben Shelton.<br />

Ein Tennis-Event, wie kein anderes<br />

Mit seinem innovativen, rasanten Format und seiner dynamischen<br />

Inszenierung ist der Laver Cup wie kein anderes Tennisevent<br />

auf der Welt. Auf dem legendären schwarzen Court wird<br />

jedes Match mit hohem Einsatz gespielt, und jede Session ist<br />

voller Dramatik und Intrigen.<br />

Die Spiele werden mit Gewinnsätzen ausgetragen, wobei<br />

der dritte Satz in einem spannenden 10-Punkte-Tie-Break entschieden<br />

wird. Jeder Matchsieg wird am ersten Tag mit einem<br />

Punkt, am zweiten Tag mit zwei Punkten und am dritten Tag<br />

mit drei Punkten gewertet, so dass sich das Schicksal von Session<br />

zu Session dramatisch verändern kann. Die erste Mannschaft,<br />

die 13 Punkte erreicht, gewinnt den Laver Cup.<br />

Fotos: Laver Cup<br />

18<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


Top Ç<br />

19<br />

Jeder Spieler bestreitet an den ersten beiden Tagen mindestens<br />

ein Einzelspiel, und vier der sechs Spieler müssen ein<br />

Doppel spielen, so dass ein Staraufgebot garantiert ist. Die Kapitäne<br />

Borg und McEnroe wählen ihre Aufstellungen für jede<br />

Session am Vortag aus, ohne zu wissen, wen der gegnerische<br />

Kapitän wählen wird. Dies sorgt für ein Element der Unvorhersehbarkeit<br />

und Strategie, das die Spannung des Laver<br />

Cups erhöht und den Fans garantiert, dass sie einige Matches<br />

sehen werden.<br />

Fünf Chancen, Tennis-Geschichte zu erleben<br />

In den fünf Sessions, die sich über drei Tage erstrecken, werden<br />

die Fans die elektrisierende Atmosphäre des Laver Cups erleben<br />

und ihre Lieblingsspieler so sehen, wie noch nie zuvor.<br />

Jede Session bietet den Fans etwas anderes, aber alle bieten<br />

die Chance, Tennisgeschichte zu erleben.<br />

Tag 1 - Freitag, 20. September – Die Sessions am Freitag bieten<br />

den Fans einen unglaublichen Mehrwert, sind nach einer langen<br />

Vorbereitungszeit voller Spannung und bereiten die Bühne<br />

für den bevorstehenden epischen Kampf.<br />

D Session 1 (13:00 Uhr) beginnt mit einer Eröffnungszeremonie,<br />

gefolgt von zwei spannenden Einzelspielen. Wie bei einem<br />

Eröffnungsgambit in einer Schachpartie stehen die Kapitäne<br />

vor einer wichtigen strategischen Entscheidung, die darüber<br />

bestimmt, welche Spieler sich die wertvollen ersten Punkte<br />

sichern können.<br />

D Session 2 (19:00 Uhr) hält die Spannung mit zwei weiteren<br />

Spielen aufrecht: ein Einzel, gefolgt von einem Doppel,<br />

bei dem die Kapitäne oft einzigartige Paarungen wählen,<br />

die den Fans sowohl Spektakuläres als auch Unerwartetes<br />

versprechen.<br />

Tag 2 - Samstag, 21. September – Der Wettbewerb heizt<br />

sich auf, denn für jeden Matchsieg stehen zwei Punkte auf<br />

dem Spiel.<br />

D In Session 3 (13:00 Uhr) werden zwei Einzelspiele<br />

ausgetragen. Die Mannschaftskapitäne schicken ihre<br />

besten Spieler in die Schlacht und hoffen, ihren Vorsprung<br />

auszubauen oder einen Rückstand aufzuholen.<br />

D Session 4 (19:00 Uhr) wird mit einem weiteren spannenden<br />

Einzelspiel fortgesetzt, gefolgt von einem Doppel, bei dem<br />

jedes Team ein anderes Paar aus seinem Staraufgebot<br />

antreten lässt.<br />

Tag 3 - Sonntag, 22. September – bietet ein außergewöhnliches<br />

Ticket-Angebot, wenn der Laver Cup in die heiße Phase<br />

geht und die Teams so lange kämpfen, bis eine Seite 13 Punkte<br />

erreicht hat.<br />

D Session 5 (12:00 Uhr) beginnt mit einem hochklassigen<br />

Doppel und bis zu drei Einzelspielen, die alle drei Punkte<br />

wert sind. Die Kapitäne können jeden beliebigen<br />

Einzelspieler aus ihrer Sechs-Mann-Mannschaft einsetzen.<br />

Steht es nach zwölf Spielen 12:12, wird der Laver-Cup-Sieger<br />

in einem spannenden Doppel, dem "Entscheider", ermittelt.<br />

Die Siegerehrung auf dem Platz ist ein denkwürdiges<br />

Ereignis, wenn das Siegerteam den Pokal zusammen mit<br />

seinem Namensgeber, der Tennislegende Rod Laver, in die<br />

Höhe reckt.<br />

Fanfreundliche Aktivitäten<br />

Nicht nur in der Uber Arena wird es spannend. Verpassen Sie<br />

nicht die Action draußen in der Laver Cup Fan Zone auf dem<br />

Uber Platz, die Aktivitäten, Unterhaltung, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten<br />

bietet. Außerdem können alle Tennisfans<br />

die Spieler beim Training und beim Aufwärmen für ihre Matches<br />

auf einem speziell angelegten Trainingsplatz in der angrenzenden<br />

Uber Eats Music Hall beobachten. Sowohl die Fanzone<br />

als auch der Trainingsplatz sind kostenlos vom 19. bis 22.<br />

September geöffnet.<br />

Weitere Informationen finden Sie unter lavercup.com .<br />

Fotos: Laver Cup<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


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Top<br />

BTTC Grün-Weiss, 34. German Open Wheelchair / Beate Loddenkemper<br />

Trophy – ITF Grade 2, UNIQLO Wheelchair Tennis Tour (10.-14. Juli <strong>2024</strong>)<br />

Sieben Länder teilten sich die Siege<br />

in den sechs Wettbewerben<br />

Seit 1988 gibt es die German Open im Rollstuhltennis, seit 2011 sind sie in<br />

Berlin zu Hause, wo sie jährlich alternierend bei den Zehlendorfer Wespen und<br />

beim zehn Kilometer entfernten BTTC Grün-Weiss im grünen Südwesten in<br />

Lichterfelde-Ost ausgetragen werden. Seit 2023 trägt das wichtigste deutsche<br />

Turnier als Beate Loddenkemper-Trophy den Namen der 2022 verstorbenen<br />

Medizinerin, die seit 1960 Mitglied der Wespen war, sich jahrzehntelang um<br />

Rollstuhltennis verdient machte und fast zehn Jahre lang Turnierdirektorin des<br />

Zehlendorfer Vereins bei den Open war. Diesmal fand das Top-Event auf der<br />

Wohlfühl-Anlage beim BTTC Grün-Weiss statt, die abermals trotz wechselnder<br />

Wetterbedingungen – mal war es warm und trocken, mal kühler und nass –<br />

rundum eine Atmosphäre bot, die auch bei meteorologischen Zwängen, die die<br />

sportlichen Aktivitäten einen Tag lang in die Halle zwangen, gar keine Luft für<br />

schlechte Laune, Missmut oder große Zwangspausen ließ.<br />

Als Bestandteil der UNIQLO Wheelchair Tennis Tour sind<br />

die German Open ein Event der ITF (International Tennis<br />

Federation) Grade 2 und nach den Rollstuhltennis-<br />

Wettbewerben der vier Grand Slams, die Part der „Fußgänger“<br />

(Rolli-Bezeichnung für die nichtbehinderten Aktiven)-Highlights<br />

der Swiatek, Sabalenko, Gauff, Sinner, Djokovic, Nadal<br />

und Zverev sind, zweitwichtigste internationale Serie der Rollstuhl-Athleten.<br />

Mitte Juli fanden die German Open zum 34. Mal<br />

statt, wie in den vergangenen Jahren in etwa zeitlich parallel<br />

mit dem Wheelchair-Event beim Grand Slam-Turnier in Wimbledon.<br />

Dort waren beim erstmals mit einer Million Pfund dotierten<br />

Rolli-Wettbewerb je 16 Teilnehmer in den Einzeln (D/H)<br />

und acht Doppel am Start. Die Sieger in den „Fußgänger“-<br />

Einzeln kassierten je 3,2 Millionen €, ein Erstrunden-Verlierer<br />

noch 71.000,– €. Bei den Rollis wurden die Einzel-Gewinner mit<br />

77.000,– € und das beste Doppel mit 33.000,– € „abgefunden“.<br />

Verglichen mit früheren Zeiten ist das immer noch ein ziemlicher<br />

Fortschritt, doch im Alltag der den Grand Slam-Turnieren<br />

nachgeordneten Serien und Events klafft die Schere noch viel<br />

deutlicher auseinander.<br />

Die German Open boten für ihre fünf Wettbewerbe (Einzel<br />

D/H, Doppel, Quad Einzel/Doppel) insgesamt 22.000 $ Preisgeld.<br />

Damen-Einzelsiegerin Saki Takamuro (Japan) erhielt für<br />

ihr finales 4:6, 6:2, 6:3 gegen die Französin Pauline Deroulede<br />

1.050 $, Männer-Gewinner Sergei Lysov (Israel) fürs 6:0, 6:2<br />

gegen Gaetan Menguy (Frankreich) 1.418 $. Deutschland war<br />

in den genannten fünf Hauptkonkurrenzen mit fünf Akteuren<br />

vertreten: Katharina Krüger (Zehlendorfer Wespen) und<br />

Britta Wend (Bielefeld) im Einzel und gemeinsam im Doppel,<br />

Anthony Dittmar (Göttingen) im Herren-Einzel und Maximilian<br />

Laudan (Zehlendorfer Wespen/GW Baumschulenweg) bei<br />

den Quads (Spieler mit eingeschränkter motorischer Arm- und<br />

Handfunktion). Prominentester Teil dieses Quintetts war die<br />

34-jährige Krüger, quasi ein Open-„Urgestein“, da sie bereits<br />

2001 ihre Turnier-Premiere gefeiert hat und schon fünfmal in<br />

der Siegerliste ganz oben stand (2011, 2013, 2014, 2016, 2018).<br />

Inzwischen ist sie eine komplett ausgebildete Rehabilitationspädagogin,<br />

bei der Deutschen Rentenversicherung angestellt<br />

und quasi Teilzeit-Tennisprofessional. Viermal schon hat sie an<br />

Paralympics teilgenommen – 2008, 2012, 2016 und 2021 -, für<br />

ihren fünften Auftritt im Spätsommer <strong>2024</strong> wurde sie Mitte Juli<br />

vom Deutschen Olympischen Sportbund nominiert. Die German<br />

Open daheim waren auf dem Weg dorthin ein wichtiger<br />

Formtest und unterstrichen, dass manches noch verbessert<br />

werden kann, aber bis dato mit Sicherheit auch vieles richtig<br />

gemacht wurde.<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

20<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

Im Doppel verlor sie mit Partnerin Britta Wend als Nummer<br />

4 das Auftaktmatch gegen Meirycoll Duval/Mariska Venter<br />

(Brasilien/Südafrika) nach gutem Beginn noch mit 6:2, 4:6,<br />

7:10, aber nahm in das Einzel einen Lerneffekt mit. Die an Nummer<br />

7 gesetzte Wespe gewann gegen die Thailänderin Sakhorn<br />

Khanthasit mit 7:6, 6:2 und war auch in der zweiten Runde<br />

gegen die an Zwei gesetzte Chilenin Macarena Cabrillana beim<br />

6:7, 6:7 dicht am Erfolgserlebnis dran. „Das war eine gelungene<br />

Vorstellung, an der es nicht sehr viel zu kritisieren gab und nur<br />

ein paar Rädchen gedreht werden müssen“, sagte Bundestrainer<br />

Niklas Höfken (Köln), der die kompletten Open mit seiner<br />

fachkundigen Anleitung begleitete. Mit Krügers Aus verabschiedete<br />

sich<br />

die letzte DTB-Aktive<br />

aus dem Turnier,<br />

nachdem<br />

zuvor auch Britta<br />

Wend (ebenfalls<br />

gegen Cabrillana<br />

mit 1:6, 1:6),<br />

Anthony Dittmar<br />

(4:6, 3:6 gegen<br />

Nico Langmann/<br />

Österreich) und<br />

Quad Maximilian<br />

Laudan (2:6,<br />

7:5, 3:6 gegen<br />

Der Berliner Maximilian<br />

Laudan gibt wie immer<br />

sein Bestes<br />

Britta Wend muss sich<br />

in der Abendsonne ganz<br />

schön strecken<br />

Top Ç<br />

21<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


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Top<br />

Wie alle japanischen<br />

Spieler ist auch die<br />

Finalistin Saki Takamuro<br />

(JPN) immer im Fokus<br />

Gonzalo Enrique Lazarte/Argentinien) passen mussten. Die<br />

sechs Turniersiege gingen stattdessen an sieben Länder. Die<br />

Einzel bei Frauen, Männern und im Quad holten sich mit der<br />

Japanerin Saki Takamuro (die im Doppel mit Maayan Zikri/Israel<br />

zudem Silber gewann), Israeli Sergej Lysow, Quad Robert<br />

Shaw/Kanada, die Doppel Ksenia Chasteau/Pauline Deroulede<br />

(Frankreich) bei den Damen, Sung-Bong Han/Ho Won Im (Südkorea)<br />

bei den Männern und das slowakisch-britische Quad-<br />

Duo Tomas Masaryk und Gregory Slade. In dessen Finale war es<br />

beim 7:6, 6:4 gegen Brasiliens Leandro Pena/Yumanitu Silva so<br />

ziemlich am spannendsten.<br />

Gleiches ließ sich vom Quad-Finale zwischen dem topgesetzten<br />

Robert Shaw (Kanada) und Chiles an Nummer 2 gereihten<br />

Francisco Cayulef behaupten, dass 7:5, 7:6 zugunsten<br />

des „Crazy Canuck“ endete, der 2022 an gleicher Stätte bereits<br />

mit Gold im Einzel und Doppel geglänzt hatte. Generell<br />

bestimmte Latein- und Südamerika die Quad-Konkurrenzen.<br />

Im Einzel kamen fünf der acht Starter vom Subkontinent, zwei<br />

aus Brasilien, je einer aus Chile, Argentinien und Kolumbien.<br />

In den drei Doppelwettbewerben teilten sich Südkorea (Herren:<br />

Sung-Bong Han/Ho Won Im), Frankreich (Damen: Ksenia<br />

Chasteau/Pauline Deroulede) und die Kombination Slowakei/<br />

Großbritannien (Masaryk/Slade) die Erfolge. Die beiden Rolli-<br />

Einzel, zweifellos so etwas wie die Höhepunkt des sportlichen<br />

Programms, hatten im Israeli Sergei Lysov, an Nummer 6 gesetzt,<br />

einen überraschenden Gewinner und bei den Damen mit<br />

Saki Takanuro (Nr. 3) mit zwei souveränen 6:1-Durchgängen im<br />

innerjapanischen Duell gegen die topgesetzte Shiori Finamizu<br />

Für Anthony Dittmer<br />

zählen die German Open<br />

in Berlin zu den besten<br />

Turnieren weltweit<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

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23<br />

Herren Einzel: zweitplatzierter Gaetan Menguy und Sieger Sergei Lysov<br />

Kann sich mit der Teilnahme bei den German Open für die Paralympics in Paris qualifizieren –<br />

die Berlinerin Katharina Krüger<br />

die Triumphatoren, die athletisches und spieltechnisches Rollstuhltennis vom Feinsten<br />

zeigten. Lysov schaffte mit 6:2, 4:6 und 10:6 gegen den von der Pole Position gestarteten<br />

Daisuke Arai die Überraschung und bestätigte sie im Finalauftritt gegen<br />

Frankreichs Gaetan Menguy (Nr. 8) eindrucksvoll.<br />

Mit dem sonnigen Finalsonntag bei angenehmen Temperaturen endete ein Turnier,<br />

das neben ausgezeichnetem Sport ein erstklassiges Drumherum in Top-Umgebung,<br />

sehr guter, kreativer Organisation und Athleten zum Anfassen bot. Turnierdirektor<br />

Martin Melchior vom BTTC, der<br />

sich auf seinen kleinen, aber feinen Stab<br />

verlassen konnte und schon seit 2016<br />

„<br />

Wir hatten gut gefüllte Felder<br />

mit rund 70 Aktiven und<br />

um die 30 Begleiter, die ihre<br />

Wertschätzung vielfach an<br />

uns weitergegeben haben.“<br />

Turnierdirektor Martin Melchior<br />

dieses „Amt“ innehat, durfte sich über<br />

die 34. Open freuen und auch ein wenig<br />

stolz sein.<br />

Von den Ballkindern über ehrenamtliche<br />

Unterstützer, die Dolmetscher, die<br />

für reibungslose Kommunikation zwischen<br />

den Aktiven aus aller Menschen<br />

Länder, bis zu den Serviceleuten, die<br />

für prima Essen sorgten, wurde für alles und manches, was zunächst nicht möglich<br />

schien, gesorgt. Nicht zu vergessen ist die Senatsausfallbürgschaft, mit der die Stadt<br />

einen gut Teil des 80.000,– € Etats bestritt. Auch der TVBB Präsident Dr. Klaus-Peter<br />

Walter ließ sich die Präsenz nicht nehmen, und die austragenden Vereine waren Säulen<br />

eines sportlichen Events, das viel mehr als eine Selbstverständlichkeit ist.<br />

In Sachen German Open-Fortsetzung hielt sich Martin Melchior, Sportwart der<br />

Grün-Weissen und selbst passionierter und erfolgreicher Tennis-Senior dennoch<br />

wohlüberlegt zurück. „Wir hoffen, dass es nächstes Jahr die 35. gibt und in zwei Jahren<br />

wieder eine Auflage bei uns. Noch ist alles offen, die entsprechenden Gespräche<br />

kommen erst. Wir sind bereit und werden uns über jede noch so kleine Hilfe freuen!“<br />

Klaus Weise<br />

Damen Einzel: Siegerin Saki Takamurow und zweitplatzierte Pauline Deroulede<br />

Herren Einzel Quad: der Zweite, Francisco Cayulef, Sieger Robert Shaw<br />

Damen Doppel: Takamuro/Zikri sowie die Siegerinnen Chasteau/Deroulede<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

Sieger Herren Quad-Doppel: Thomas Masaryk/Gregory Slade<br />

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Top<br />

Rollstuhltennis-Chefbundestrainer Niklas Höfken vor den Paralympics in Paris:<br />

„Wir brauchen Zeit, um zur Weltspitze aufzuschließen!“<br />

Katharina Krüger<br />

In wenigen Wochen ist es soweit. Anfang September<br />

werden bei den Paralympics die Medaillen vergeben.<br />

Erstmals auf einer Grand Slam-Anlage, im Pariser Stade<br />

Roland Garros. Zum zweiten Mal auf Sand.<br />

In sechs Wettbewerben – jeweils im Einzel und Doppel bei<br />

Damen, Herren und Quads (mehrfach behinderte Athleten) –<br />

sind erstaunliche Leistungen in der parallelen Beherrschung<br />

zweier Sportgeräte zu erleben. Racket und Rolli. Seit 1992 steht<br />

Rollstuhltennis zum neunten Male auf der paralympischen<br />

Agenda. Mehrmals hat es Austragungs- und Modiveränderungen<br />

gegeben, aktuell werden in den Einzeln 48 Herren, 32<br />

Damen und 16 Quads sowie in den Doppeln 24, 16 und acht<br />

Paare um paralympisches Edelmetall kämpfen. Die Nationalen<br />

Paralympischen Komitees können maximal je vier Männer<br />

und Frauen sowie drei Quads entsenden, wenn zuvor die internationalen<br />

Qualifikationskriterien erfüllt wurden. Die Athleten<br />

qualifizieren sich namentlich und direkt über die Weltrangliste.<br />

Ausgangspunkt ist der 15. Juli <strong>2024</strong>.<br />

Maximal 96 Paralympioniken dürfen an den<br />

Start gehen.<br />

Wie viele deutsche Sportler dazu zählen<br />

würden, stand erst nach abschließender<br />

Bewertung des Internationalen Paralympischen<br />

Komitees (IPC) fest. Diese hatte<br />

zuvor die vier Wild Card-Anträge des Deutschen<br />

Tennis Bundes (DTB) geprüft. Am 19.<br />

Juli, 40 Tage vor Paralympics-Start, wurde<br />

mit der Berlinerin Katharina Krüger (Zehlendorfer<br />

Wespen) die vorerst einzige nationale Starterin fix nominiert.<br />

Die 34-jährige darf als eine Art „Miss Paralympia“ gelten,<br />

denn für sie ist es bereits der fünfte paralympische Auftritt. Seit<br />

den Paralympics in Peking 2008 hat sie ausnahmslos an allen<br />

Spielen teilgenommen. 2008 und 2012 erreichte sie im Einzel<br />

jeweils das Achtel-, mit Partnerin Sabine Ellerbrock (Bielefeld,<br />

Laufbahnende 2020), die einst erste Deutsche Weltrangliste-<br />

Erste und Siegerin eines Grand Slam-Turniers war, in London<br />

sogar das Viertelfinale. Als aktuelle Weltranglisten-23. muss<br />

sie ungesetzt in Paris auf<br />

ein wenig Losglück hoffen,<br />

um nicht gleich in der Startrunde<br />

auf eine Top-Gegnerin<br />

zu treffen. In Tokio<br />

war ihr das im August 2021<br />

nicht vergönnt, denn die<br />

einzige DTB-Rolli-Athletin<br />

verlor ihr Auftaktmatch<br />

gegen die an Drei gesetzte<br />

Niederländerin und spätere<br />

Silbermedaillengewinnerin<br />

Aniek van Koot mit 3:6<br />

und 1:6.<br />

Zum Zeitpunkt des Verfassens<br />

dieses Beitrags steht<br />

allerdings noch nicht fest,<br />

ob es bei Katharinas Solo-<br />

Part als deutsche Rollstuhltennis-Paralympics-Teilnehmerin<br />

in Paris bleibt,<br />

denn eine Antwort des IPC<br />

auf die vier Wild Card-Anträge<br />

des Deutschen Behindertensportverbands<br />

„<br />

Rollstuhltennis, das<br />

ist eine Mischung<br />

aus Professionalität<br />

und Idealismus.“<br />

Niklas Höfken<br />

und Nationalen Paralympischen Komitees auf Paris-Präsenzen<br />

ist noch offen. Gleichwohl darf man bei realistischer Chancen-<br />

Bewertung – egal, wie viele deutsche Rollis auf den Roland<br />

Garros-Plätzen zum Schläger greifen – davon ausgehen, dass<br />

Medaillen überraschend wären. Bei den bislang acht paralympischen<br />

Rollstuhltennis-Wettbewerben hat Deutschland<br />

fünfmal Edelmetall erkämpft. Das wertvollste gewann bei der<br />

Premiere 1992 in Barcelona Kai Schrameyer aus Nußloch im<br />

Herren-Einzel, der das Finale gegen Randy Snow (USA) verlor.<br />

Im Doppel holte er mit Stefan Bitterauf Bronze und ließ bei seinen<br />

zweiten Spielen 2000 in Sydney im Einzel sogar eine weitere<br />

Bronzene folgen. Bronze gewannen auch Regina Isecke<br />

im Damen-Einzel 1992 in Barcelona und das Doppel Christine<br />

Otterbach/Petra Sax-Scharl (Karlsruhe/Starnberg) 2000<br />

in Sydney im Doppel. Mit den beiden Bronze-Plaketten von<br />

Schrameyer und dem Damen-Duo auf dem fünften Kontinent<br />

endete allerdings die deutsche „Treppchen-Präsenz". Auf Fortsetzung<br />

wird bis heute gewartet. Am dichtesten dran war seitdem<br />

Sabine Ellerbrock, die 2012 in London<br />

sowohl im Einzel als auch im Doppel mit Katharina<br />

Krüger im Viertelfinale stand und geteilte<br />

vierte Plätze erreichte.<br />

Die Favoriten in den sechs Wettbewerben<br />

von Paris kommen größtenteils aus den Ländern,<br />

die seit Jahren die Wheelchair-Szene<br />

beherrschen. Vor allem die Niederlande, die<br />

in allen drei Branchen Weltklasse sind und<br />

in der Chronik der bislang 42 ausgetragenen<br />

Paralympic-Wettbewerbe mit 20 Gold, 13 Silber<br />

und 10 Bronze weit vor den USA, Australien und Japan in<br />

Front liegen. Auch in Paris tragen die Titelfavoriten ebenfalls<br />

überwiegend „Oranje“ – die Rolli-Ergebnisse des Grand Slam<br />

in Wimbledon bestätigten das. Nur die Herren-Konkurrenz<br />

machte da eine kleine Ausnahme, inder nur der Weltranglistensiebte<br />

Tom Egberink unter den besten Acht stand. Dafür gab<br />

es bei den Damen und den Quads niederländische Finals und<br />

mit der phänomenalen Diede de Groot sowie Niels Vink starke<br />

Gewinner. Den Herren-Wettbewerb holte sich nach zweiten<br />

Plätzen in den Vorjahren der Brite Alfie Hewett, der nun auch<br />

das Weltranking anführt. Fast alle der gerade Erwähnten haben<br />

vor einigen Jahren ihre Visitenkarten bei den German Open in<br />

Berlin abgegeben und oft auch gewonnen. Eine Ausnahmeerscheinung<br />

unter den großen Namen ist zweifellos Diede de<br />

Groot, die in Wimbledon ihr 15. Grand Slam-Turnier in Folge<br />

gewann, fast 150 Matches in Folge seit Januar 2021 unbesiegt<br />

ist und sich anschickt, zum vierten Mal in Serie alle vier Grand<br />

Slams eines Jahres zu gewinnen.<br />

Dass sich Rollstuhltennis in den Niederlanden nicht nur hinter<br />

ein paar Galionsfiguren versteckt, sondern auf breiter Front<br />

bereits im Nachwuchs und bei jüngeren Jahrgängen immer<br />

wieder Talente an die Spitze führt, haben natürlich auch die<br />

Trainer, Ausbilder und Sportwissenschaftler in den konkurrierenden<br />

Ländern längst entdeckt. “Von den Niederländern lernen,<br />

heißt siegen lernen” – so könnte man einen alten Politspruch<br />

aus dem Osten abgewandelt zitieren. Niklas Höfken (32)<br />

ist seit 2018 Rollstuhltennis-Chefbundestrainer und versucht,<br />

entsprechende Dinge zu übernehmen, zu variieren und zu entwickeln,<br />

ohne sie schematisch zu kopieren. Der Sportwissenschaftler<br />

und Trainer ist auf mehreren Arbeitsfeldern aktiv,<br />

unterrichtet Tennis als Lehrbeauftragter an der Deutschen<br />

Sporthochschule in Köln, forscht als Doktorand zur Inklusion<br />

im Tennis und ist Referent für Inklusion und Parasport im DTB.<br />

In der Gold-Kraemer-Stiftung in Köln-Frechen leitet er schon<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

24<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


Top Ç<br />

25<br />

seit 2013 das Projekt „Tennis für Alle“, in dem Tennis-Aktive<br />

unterschiedlicher Alters- und Leistungsklassen mit und ohne<br />

Behinderung trainiert werden. Der Input, soll mit Höfkens<br />

theoretischem Wissen und praktischer Umsetzung im ergebnisrelevanten<br />

Output münden – so der Idealfall. Das geschieht<br />

nicht im Selbstlauf. Es bedarf ein gewisses Bedingungsgefüge,<br />

in dem viele Faktoren stimmen müssen.<br />

„Wir brauchen ein Sichtungs- und Fördersystem, das aufeinander<br />

aufbaut und gerade in einer im Spitzensport finanzund<br />

materialintensiven Disziplin wie Rollstuhltennis die Athleten<br />

nicht alleine lässt, sondern sie aktiviert und auch mal an<br />

die Hand nimmt. Es gibt da international gute Beispiele, nicht<br />

nur in den Niederlanden. Auch so erklärt sich Leistung.“, sagt<br />

Höfken mit Überzeugung. In Deutschland sei zwar einiges in<br />

Bewegung gebracht worden, es gebe gute Beispiele im Nachwuchs,<br />

„aber es sind zu wenige, auch, wenn wir uns keine Talente<br />

backen können“. Christoph Wilke (22) aus Stadthagen sei<br />

ein Exempel. Erst 2016 hat Wilke ernsthaft mit dem Rollstuhltennis<br />

begonnen, bald internationale Turniere gespielt und ist<br />

inzwischen als zweitbester Deutscher (hinter Anthony Dittmer,<br />

Weltrangliste 48) auf Position 85 der Weltrangliste notiert.<br />

Nach durchwachsener Anfangsdekade des Jahrhunderts<br />

ist laut Höfken eine Lücke bei den 20 bis 30 Jahre alten Tennis-<br />

Rollies entstanden, die nur durch kontinuierliche Arbeit und<br />

nicht auf Anhieb zu schließen sei.<br />

„Die Anfänge, siehe Wilke, sind da, aber brauchen permanente<br />

Zuwendung und Pflege. Es sind positive Schritte<br />

vollzogen worden, aber es ist noch vieles zu tun, um aus<br />

Schritten auch mal einen Sprung zu machen. Das schließt<br />

Überlegungen im Gesamtfördersystem des deutschen<br />

Sports ein und betrifft auch und vor allem den Nachwuchs<br />

und den Breitensport. Wir brauchen Zeit, um wieder<br />

in der Weltspitze stärker und länger präsent zu sein.<br />

Ich denke da an einen Zeitraum von vier, fünf Jahren“,<br />

gibt sich Niklas Höfken zuversichtlich. Turniere<br />

wie die German Open in Berlin<br />

seien in diesem Zusammenhang<br />

extrem wichtig – gerade auch<br />

wegen ihrer Vorbildwirkung und<br />

der internationalen Leistungsträger,<br />

die beweisen, wohin<br />

man gelangen kann, wenn<br />

man sich in eine Passion<br />

wie Rollstuhltennis einbringt.<br />

Höfken spricht von<br />

„Leidenschaft“, als er redet,<br />

und seine Augen leuchten.<br />

Und, auf sich bezogen,<br />

fügt er an: „Das<br />

ist eine Mischung aus<br />

Professionalität und<br />

Idealismus.“<br />

Klaus Weise<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

Bundestrainer Niklas Höfken<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


Ç<br />

Top<br />

Halbfinalistin „Wespe“ Laura Carvalho e Silva Kracke<br />

Berlin Internationals by REHA One,<br />

Tennis Europe Junior Tour U14 & under, 25. Mai – 2. Juni <strong>2024</strong><br />

Viele deutsche Jung-Talente, aber<br />

Final-Dominanz der Ausland-Gäste<br />

Die Berlin Internationals by Reha ONE waren in diesem Jahr zum dritten Mal<br />

Bestandteil der Tennis Europe-Turnierserie TE Junior Tour-Serie des Grade 2 der<br />

Altersklasse 14 und jünger. In Aktion auf den Sandplätzen des SV Berliner Bären<br />

in Berlin-Wittenau waren in der Qualifikation (25./26. Mai) und in den vier<br />

Hauptfeldwettbewerben – Einzel und Doppel Jungen und Mädchen – sage und<br />

schreibe über 200 junge Aktive aus 33 (!) Nationen. Der Großteil wurde naturgemäß<br />

von deutschen Vereinen gestellt, aber die Gäste kamen aus aller „Damen und<br />

Herren“ Länder, unter denen zahlenmäßig Tschechien (7), die Niederlande,<br />

Frankreich (je 6), Italien (4), die Ukraine und Polen (je 3) vertreten waren.<br />

Polina Skliar (UKR)<br />

nach ihrem Sieg gegen<br />

Lena Topel (GER)<br />

Alle Teilnehmerländer trugen - wie es die Organisatoren<br />

um die Turnierdirektoren Kevin Manthey und Sascha<br />

Mattheis unisono formulierten - zu „spannenden<br />

Matches und beeindruckenden Leistungen“ bei und feierten<br />

gemeinsam die „globale Verbundenheit und Begeisterung für<br />

den Sport“.<br />

Hauptinhalt der Turniertage war exzellenter Sport in allen<br />

Wettbewerben, der die Erwartungshaltung für eine hochklassige<br />

Tennis-Zukunft schürte. Im 64er Einzel-Hauptfeld bei<br />

den Mädchen bildeten 19 deutsche Talente die Mehrheit der<br />

48 Youngster. Bei den Jungen beherrschten 40 hiesige Vertreter<br />

das volle 64er Feld quantitativ. In den sechs Runden bis zum<br />

Finale waren durchweg starke Matches zu erleben. Die deutschen<br />

Jung-Asse hielten bei beiden Geschlechtern gut bis sehr<br />

gut mit. Bei den Mädchen stellten sie im Viertelfinale noch<br />

sechs der acht Wettbewerberinnen, im Halbfinale noch drei<br />

von vier. Dort schaffte es im innerdeutschen Vergleich Milena<br />

Steinkamp (LTTC “Rot-Weiß”) mit ihrem 6:1, 6:1-Erfolg gegen<br />

„Wespe“ Laura Carvalho e Silva Kracke ins Endspiel gegen die<br />

topgesetzte Ukrainerin Polina Skliar, immerhin Nummer 10<br />

des Tennis Europe-Rankings. Skliar war zuvor in ihren vier Spielen<br />

souverän und dominant aufgetreten, hatte gegen eine<br />

Fotos: Harald Almonat<br />

26<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

Samantha Kohoutkova (CZE) und Alissa Kuchynka (GER)


Top Ç<br />

27<br />

Schweizerin und drei deutsche Gegnerinnen keinen<br />

Satz und gerade mal vier von 48 Spielen<br />

verloren.<br />

Die ungesetzte Steinkamp tat es ihr in ihren<br />

fünf Matches annähernd gleich – kein Satzverlust<br />

und 62:18 Spiele unterstrichen ihr Können. Nur<br />

zweimal musste sie gegen die an zwei gesetzte<br />

Zoe-Cheyenne Heins (Luxemburg, zweite Runde)<br />

und Anna Holovash (Ukraine, dritte Runde) an die<br />

Reserven gehen, als sie in jeweils einem der beiden<br />

Sätze beim 7:5 in die Verlängerung musste,<br />

aber im jeweiligen zweiten Durchgang mit 6:1 obsiegte.<br />

Gegen Julia Walter (Victoria Hamburg) gewann<br />

sie im Halbfinale mit 6:1 und 6:2, ehe Skliar<br />

im Endspiel das Stopzeichen setzte.<br />

Auch im Jungen-Feld war schwarz-rot-gold in den<br />

Hauptfeld-Startrunden auf Grund der Ausgangsmajorität<br />

zunächst die dominierende Nationenangabe,<br />

aber das reduzierte sich relativ schnell. In<br />

Runde 3 waren noch sieben, im Viertelfinale noch<br />

vier und im Halbfinale mit dem an drei gesetzten<br />

Luys Calin (Braunschweiger MTV) und Benjamin<br />

Schmidt (TC Münchberg) noch ein deutscher<br />

Heimstarter dabei. Für Calin und Schmidt aber<br />

setzten dann der Franzose Samuel Dakessian mit<br />

einem deutlichen 6:4, 6:1 und Ian Barroeta (Spanien,<br />

Nr. 4) das Haltesignal. Das Endspiel der beiden<br />

erwies sich beim 6:2, 6:0 als unerwartet klare<br />

Angelegenheit für den Spanier. Der Iberer war<br />

mit sechs Zweisatzerfolgen ohne abgegebenen<br />

Durchgang und 72:21 Spielen eine Liga besser<br />

als die versammelte Konkurrenz und geriet nicht<br />

ein einziges Mal ins Wanken. Dakessian marschierte<br />

ähnlich souverän durch den Wettbewerb,<br />

hatte seinen Schwächepunkt in der dritten Runde<br />

gegen Julian Glanzer (TC Biberach) beim hart erkämpften<br />

6:3, 3:6 und 7:5, von dem er sich allerdings<br />

im Viertelfinale gegen den top gesetzten<br />

Ungarn Istvan Mokan beim 6:0, 6:0 bestens erholt<br />

zeigte.<br />

Auch im Jungen-Doppel war Mokan im Duo mit dem Tschechen<br />

Kristian Simek topgesetzt, aber auch hier reichte es für<br />

ihn nicht zum Turniererfolg. Im Viertelfinale scheiterten das<br />

Paar am deutschen Team Luis Feisst/Lorenzo Rauner (Nr. 6),<br />

die sich aber im Halbfinale ihren Landsleuten Leo Distler/Jannek<br />

Ettinger (Nr. 3) mit 3:6, 3:6 geschlagen geben mussten.<br />

Für die Sieger aber gab es im finalen Match gegen die im ersten<br />

Satz mit 4:3 führenden Tschechen Filip Sebek/Tobias Zapsky<br />

(Nr. 5) ein unfreiwilliges Ende, als sie aufgeben mussten. Ein<br />

„Stückchen“ Turniersieg gab es dann aber doch noch für die<br />

deutschen Farben, als Laura Carvalho e Silva Kracke mit ihrer<br />

niederländischen Partnerin Emma Sanchez das Duell der Setz-<br />

Nummer 2 gegen das Top-Paar Samantha Kohoutkova (Tschechien)/Alissa<br />

Kuchynka (TC Rot-Weiss Cham) mit 6:2 und 6:3 für<br />

sich entscheiden konnte.<br />

Klaus Weise<br />

Luys Calin (GER)<br />

Der spätere Sieger Ian<br />

Barroeta (ESP) mit<br />

Benjamin Schmidt (GER)<br />

Fotos: Harald Almonat<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


EIN TREFFEN DER GENERATIONEN<br />

IM EUROPÄISCHEN SPORTRESORT ALBENA<br />

Die Sommerferien verbinden wir fast zwingend<br />

mit Reisen, neuen Begegnungen, Vergnügen und<br />

ausreichend Zeit für das geliebte Hobby.<br />

Die Tennisspieler schätzen die Sommersaison für<br />

das Spiel im Freien und auf dem beliebten klassischen<br />

Belag Clay. Ob in dem Heimatclub oder im<br />

Feriendomizil – in den Sonnenmonaten verbringen<br />

die Spieler doppelt so viel Zeit beim Training<br />

oder im Wettbewerb, als im Winter.<br />

Das Europäische Sportresort ALBENA bietet ideale<br />

Möglichkeiten für alle Tennisspieler, die etwas<br />

vorhaben. Unabhängig von Alter, Stärke und allgemeinem<br />

Fitnesszustand. Direkt an der bulgarischen<br />

Schwarzmeerküste, geschickt verteilt zwischen<br />

den luxuriösen Hotelanlagen erwarten die<br />

Gäste 22 voll ausgestattete Sandplätze, ergänzt<br />

durch drei Hallenplätze mit HC-Belag.<br />

Dem Cheftrainer Iliya Atanasov ist dieses Jahr ein<br />

beneidenswerter Coup gelungen. Geschickt hat<br />

er den Sportkalender des Resorts mit Trainingsund<br />

Turniereinheiten der besonderen Klasse gefüllt.<br />

Am 15.07.<strong>2024</strong> endete die 10. Platinum-Turnierrunde ALBENA OPEN der Plattform Sportya, bei der 260<br />

Teilnehmer verschiedener Nationen kämpften. Spieler im Alter zwischen 18 und 70 hatten sich anhand<br />

von Videos zuvor in Niveau-Gruppen von 4 bis 9 aufgeteilt. Im Einzel und Doppel hatten sie die Möglichkeit<br />

nicht nur die eigenen Fähigkeiten zu messen, sondern auch verlockende Preise zu gewinnen:<br />

Tennisausstattung, Reisen, erlesene Weine, Gourmet-Pakete, Fortbewegungsmittel auf zwei und auf vier<br />

Rädern. Bei der Abschlussparty sah man nur glückliche Gesichter, denn alle haben die Woche auf dem<br />

Tennisplatz und am Strand genossen. Im August <strong>2024</strong> folg die Junior-Runde des Turniers, und im Jahr<br />

2025 überrascht Sportya mit der ersten Turnierausgabe in Berlin. Wann und wo erfahren Sie auf den<br />

Webseiten www.sportya.net und www.tvbb.de.


TT ENNIS ENNIS A C A DEM DEMY<br />

Die Gäste des Resorts wurden<br />

diese Saison auf die neue Gestaltung<br />

einiger Tennisplätze<br />

neugierig. „Hier trainiert die<br />

Gruppe der J.C.Ferrero-Academy“<br />

steht auf der einen Seite<br />

der zentralen Tennisanlage.<br />

Zum ersten Mal entsteht eine<br />

Dependance der führenden<br />

Tennisschule für erstklassige<br />

Spieler außerhalb Spaniens. Die<br />

Philosophie und die Trainingsmethodik<br />

von Ferrero fanden<br />

korrespondierende Basis in Albena<br />

Resort, was zu der Ausdehnung<br />

in Richtung Bulgarien<br />

führte.<br />

Vom 23.06.<strong>2024</strong> bis zum<br />

24.08.<strong>2024</strong> finden die diesjährigen<br />

Trainingslager für Kinder<br />

zwischen 12 und 16 Jahren hier<br />

statt. Für die letzten Wochen<br />

werden noch Bewerbungen angenommen.<br />

Über den Link<br />

tinyurl.com/Ferrero-Tennis-Academy-Albena<br />

kann der Fragebogen komplettiert<br />

und mit einem Spielvideo<br />

abgeschickt werden. Wer mit<br />

seinen Fähigkeiten überzeugt,<br />

kann sich auf ein ganz besonderes<br />

Tennistrainingslager freuen.<br />

Und wer weiß – vielleicht hat<br />

Juan Carlos Ferrero bald einen<br />

jungen Nachfolger von Roberto<br />

Bautista oder Carlos Alcaraz,<br />

der seine Karriere im Albena<br />

Resort gestartet hat. Viel Glück!<br />

Für Organisation, Beratung und Buchung stehen die<br />

kompetenten Mitarbeiter unserer Gruppe zur Verfügung:<br />

EMAIL: info@flamingotours.de<br />

TELEFON: +49 211 977 111 10<br />

40476 Düsseldorf, Ulmenstraße 15<br />

HOTLINE: marketing@flamingotours.de<br />

www.flamingotours.de


Ç<br />

National<br />

Helena Buchwald<br />

Luisa Meyer auf der Heide<br />

Dea Herdzelas<br />

Rückblick 2. Bundesliga Nord der Damen<br />

TC SCC wieder vorne dabei<br />

Wie schon im vergangenen Jahr konnten sich die Damen des TC SCC auch diesmal<br />

in der 2. Bundesliga Nord in der oberen Hälfte platzieren. Zwischenzeitlich<br />

gab es sogar Hoffnung auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Am Ende<br />

landete das Team von der Waldschulallee auf einem erfreulichen dritten<br />

Platz. Dabei wurde der Grundstein schon in den ersten vier Partien gelegt.<br />

Bereits der Auftakt beim späteren Absteiger TC Grün-<br />

Weiß Aachen verlief verheißungsvoll. In souveräner Manier<br />

gewannen die SCC-Damen alle sechs Einzel ohne<br />

Satzverlust. Im Spitzeneinzel stellte Neuzugang Darja<br />

Semenistaja aus Lettland beim glatten 6:1, 6:0<br />

gegen die Belgierin Florence Fohnen ihre Klasse<br />

unter Beweis. Und auch die Polin Katarzyna<br />

Kawa, Stephanie Wagner, Luisa Meyer auf der<br />

Heide, Helena Buchwald und Julia Zhu feierten<br />

sichere Auftaktsiege. Die erfolgreichen Doppel<br />

Semenistaja/Kawa und Wagner/Meyer auf<br />

der Heide schraubten schließlich das Endergeb-<br />

nis auf 8:1. Das erste Heimspiel gegen den Gladbacher<br />

HTC, der am Saisonende ebenfalls die Klasse verlassen<br />

musste, wurde ebenfalls klar mit 7:2 gewonnen. Darja<br />

Semenistaja setzte im Topspiel gegen die Niederländerin Jasmijn<br />

Gimbrere beim 6:0, 6:0 noch einen drauf. Stephanie Wagner,<br />

Luisa Meyer auf der Heide, Helena Buchwald und Julia Zhu<br />

sorgten ohne Satzverlust für die uneinholbare 5:1-Führung.<br />

Lediglich Dea Herdzelas aus Bosnien-Herzegowina musste sich<br />

in zwei Sätzen geschlagen geben. Die Doppel Wagner/Buchwald<br />

und Meyer auf der Heide/Zhu holten dann zwei weitere<br />

Punkte. Zwei Tage später wurde wiederum auf der heimischen<br />

Anlage mit dem 7:2 gegen den Großflottbeker THGC<br />

ein Riesenschritt in Richtung des Hauptziels Klassenerhalt<br />

vollzogen. Diesmal rückte Stephanie Wagner an die Spitzenposition<br />

und bezwang die Tschechin Nikola Breckova problemlos<br />

mit 6:1, 6:1. Der zweite Neuzugang Weronika Falkowska aus<br />

Polen fügte sich mit einem Zweisatzerfolg ebenfalls gut ins<br />

Team ein. Dea Herdzelas, Luisa Meyer auf der Heide und Helena<br />

Buchwald sicherten die übrigen Punkte zur 5:1-Führung.<br />

Bei sehr widrigen Wetterbedingungen gab es bei den in die<br />

Halle verlegten Doppeln durch Erfolge von Falkowska/Herdzelas<br />

und Meyer auf der Heide/Zhu noch zwei weitere Zähler. Und<br />

auch beim Aufsteiger THC von Horn und Hamm setzte<br />

sich die Erfolgsserie mit einem 7:2 fort. Dabei zeigte<br />

sich Darja Semenistaja beim 6:0, 6:0 gegen Johanna<br />

Silva erneut gnadenlos. Dea Herdzelas, Luisa<br />

Meyer auf der Heide und Julia Zhu gewannen<br />

jeweils in zwei Sätzen. Mehr zu kämpfen hatte<br />

Helena Buchwald, die im Match-Tie-Break<br />

erfolgreich blieb. Lediglich Stephanie Wagner<br />

zog im Match-Tie-Break den Kürzeren. In den<br />

Doppeln kamen dann durch Wagner/Herdzelas, die<br />

kampflos gewannen, und Meyer auf der Heide/Zhu die<br />

Punkte sechs und sieben hinzu. Zu diesem Zeitpunkt befanden<br />

sich die SCC-Damen sogar noch auf Aufstiegskurs Richtung 1.<br />

Liga. Doch beim Bielefelder TTC riss dann die Serie. An Position<br />

eins musste Darja Semenistaja zumindest im ersten Satz kämpfen.<br />

Am Ende bezwang sie die Belgierin Amelie van Impe mit<br />

7:5, 6:1. Ebenfalls erfolgreich war Helena Buchwald beim 6:2,<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

30<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


National<br />

Ç<br />

Weronika Falkowska<br />

Stephanie Wagner<br />

Julia Zhu<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

6:4 gegen Tayisiya Morderger. Doch die übrigen Einzel gingen<br />

allesamt verloren, sodass die Gastgeber mit einer 4:2-Führung<br />

in die Doppel gehen konnten. Hier vermochten lediglich<br />

Wagner/Meyer auf der Heide einen Satz zu gewinnen. Somit<br />

ging Bielefeld als 7:2-Sieger vom Platz. Im Anschluss gab es im<br />

Spitzenspiel gegen den ebenfalls mit<br />

einer Niederlage belasteten 1. Ligaabsteiger<br />

DTV Hannover immer noch<br />

die Chance, den Aufstieg zu realisieren.<br />

Es entwickelte sich auf der Anlage<br />

in der Waldschulallee eine spannende<br />

Begegnung, bei der nach den<br />

Einzeln beim Stand von 3:3 noch<br />

alles offen war. Luisa Meyer auf der<br />

Heide, Helena Buchwald und Janina<br />

Braun sicherten die Punkte für<br />

die Berlinerinnen. Im Spitzeneinzel<br />

unterlag Stephanie Wagner gegen<br />

Julia Middendorf knapp mit 6:7, 5:7.<br />

Am Ende setzten sich die Gäste in zwei Doppeln klar in zwei<br />

Sätzen durch. Meyer auf der Heide/Buchwald konnten lediglich<br />

zum 4:5 verkürzen. Damit waren die Aufstiegsträume endgültig<br />

geplatzt. Zum Ausklang gab es dann noch einen unangefochtenen<br />

9:0-Erfolg gegen den TC Blau-Weiß Halle, wobei<br />

sich Stephanie Wagner auf Position eins gegen Indira Schmerling<br />

mit 6:1, 6:0 schadlos hielt. “Unser Ziel war es, gut in die Saison<br />

zu starten. Dies ist uns mit vier Siegen zum Auftakt sehr<br />

gut gelungen. Wir haben kurzzeitig am Aufstieg geschnuppert,<br />

dann aber gegen eine bessere Bielefelder Mannschaft verloren.<br />

Dennoch können wir ein positives Fazit ziehen”, meinte<br />

Mannschaftscoach Andreas Strauchmann und fügte hinzu:<br />

“Im vierten Jahr der Ligazugehörigkeit haben wir uns etabliert.”<br />

Zu den herausragenden Spielerinnen zählten Helena Buchwald,<br />

die alle sieben Einzel gewann, Neuzugang Darja Semenistaja<br />

mit vier Siegen in vier Partien und Luisa Meyer auf der<br />

Heide, die in sieben Einzeln sechsmal erfolgreich blieb. “Alle<br />

drei haben eine tolle Bilanz vorzuweisen”,<br />

freute sich Strauchmann.<br />

Die im letzten Jahr sehr erfolgreiche<br />

Polin Katarzyna Kawa kam diesmal<br />

nur zu einem Einsatz. “Wir hatten sie<br />

eigentlich öfter eingeplant. Doch sie<br />

war bei diversen Turnieren engagiert<br />

und fragte bei uns an, ob sie an der<br />

Olympiaqualifikation im Doppel teilnehmen<br />

könne. Wir haben dem zugestimmt”,<br />

erklärte Strauchmann.<br />

Für das kommende Jahr soll das<br />

Team möglichst zusammen bleiben.<br />

Vielleicht wird noch über eine punktuelle<br />

Verstärkung nachgedacht. “Wir wollen auch 2025 wieder<br />

eine gute Rolle spielen, möglichst wie in diesem Jahr erfolgreich<br />

in die Spielzeit starten und dann sehen, was möglich ist”,<br />

sieht Strauchmann in die Zukunft. In jedem Fall bekommen die<br />

SCC-Damen mit Erstligaabsteiger TC 1899 Blau-Weiss und dem<br />

Aufsteiger PTC “Rot-Weiss” Potsdam wieder Gegnerschaft aus<br />

unserer Region.<br />

Michael Matthess<br />

Abschlusstabelle: Punkte Matches<br />

1. DTV Hannover 12:2 47:16<br />

2. Bielefelder TTC 12:2 44:19<br />

3. TC SCC Berlin 10:4 44:19<br />

4. TC Blau-Weiß Halle 8:6 30:33<br />

5. Großflottbeker THGC 6:8 31:32<br />

6. THC von Horn und Hamm 4:10 20:43<br />

7. Gladbacher HTC 2:12 21:42<br />

8. TC Grün-Weiß Aachen 2:12 15:48<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

31


Ç<br />

National<br />

Rückblick Regionalliga Nordost <strong>2024</strong><br />

TVBB-Bilanz wieder besser,<br />

zwei Vereine steigen in die 2. Bundesliga auf<br />

Die Bilanz von Meistertiteln in der Regionalliga Nordost liest sich in diesem Jahr wieder besser. Waren es im<br />

Vorjahr noch sechs Erfolge, so konnte diesmal ein Titel mehr errungen werden. Auch die Anzahl der Absteiger,<br />

die im vergangenen Jahr durch die mehr als übliche Menge an Teilnehmern und den dadurch teilweise in zwei<br />

Gruppen ausgetragenen Spielen erhöht war, konnte von achtzehn auf lediglich noch sieben deutlich verringert<br />

werden. Die Titelgewinne verteilten sich auf sechs Vereine. Als einzigem Club gelang es dem TC 1899 Blau-<br />

Weiss zwei erste Plätze zu erreichen.<br />

Die Damen-Konkurrenzen<br />

Die Damen des PTC “Rot-Weiss“ Potsdam nutzten in diesem<br />

Jahr die Gunst der Stunde und schafften ungeschlagen nicht<br />

nur den Gesamtsieg, sondern damit verbunden auch den<br />

Sprung in die 2. Bundesliga Nord. Wie erwartet wurde die letzte<br />

Partie beim bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Bremerhavener<br />

TV zum Wahrsager. Doch wie schon im Vorjahr erwiesen<br />

sich die Potsdamerinnen ihrem Gegner überlegen und<br />

machten bereits nach den Einzeln beim Stand von 5:1 alles klar.<br />

Im Spitzenspiel ließ Marta Lesniak aus Polen ihrer Kontrahentin<br />

Leonie Möller beim 6:1, 6:3 keine Chance. Anschließend gingen<br />

alle Doppel kampflos an Bremerhaven, sodass ein 5:4 auf<br />

dem Berichtsbogen stand und damit der Aufstieg in die zweithöchste<br />

deutsche Spielklasse amtlich war. Die zweite Mannschaft<br />

des TC 1899 Blau-Weiss belegte mit zwei Siegen in fünf<br />

Spielen einen Mittelplatz. Nicht gereicht hat es für den LTTC<br />

“Rot-Weiß” II, der mit lediglich einem Sieg und zwei Machtpunkten<br />

Rückstand auf den Braunschweiger THC in die Ostliga<br />

absteigen muss.<br />

Problemlos sicherten sich die Damen 30 des TC 1899<br />

Blau-Weiss den Regionalliga-Titel. Das Team um die Spitzenspielerinnen<br />

Mariella Greschik und Marie Gervelis-Schlömer<br />

war der Konkurrenz deutlich überlegen und schaffte damit<br />

zum sechsten Mal hintereinander Platz eins. Der SV Berliner<br />

Bären kam mit 3:3-Siegen auf Rang vier. Äußerst eng verlief<br />

das Rennen im Damen 40-Wettbewerb. Am Ende hatte bei<br />

drei punktgleichen Mannschaften der Osnabrücker TC bei gleicher<br />

Matchpunktzahl von 30:15 gegenüber den Zehlendorfer<br />

Wespen mit 64:36- zu 63:35-Sätzen die Nase um Millimeter<br />

vorn. Der TC SCC (2:3-Siege) belegte Rang vier vor dem BSV 92<br />

(1:4). Keine Blöße gaben sich die 50er Damen der Zehlendorfer<br />

Wespen, die mit Tina Loddenkemper an Nummer eins ungeschlagen<br />

die Klasse beherrschten und ihren Titel erfolgreich<br />

verteidigten. Der TC SCC kam mit einer 4:3-Bilanz auf Platz fünf.<br />

Und auch die Damen 60 des TC 1899 Blau-Weiss mit Katrin Dippner<br />

an der Spitze hatten mit 4:0 eine makellose Ausbeute. Der<br />

TC Weiß-Gelb Lichtenrade wurde Dritter (2:2), Grün-Weiß Nikolassee<br />

platzierte sich dahinter (1:3).<br />

Die Herren-Konkurrenzen<br />

Einen großen Erfolg feierte die 1. Herrenmannschaft von<br />

Grün-Weiß Nikolassee. Die mit Bogdan Bobrov (Russland) und<br />

dem Usbeken Sergey Fomin als Nummer eins und zwei angetretenen<br />

Südberliner gewannen sechs der sieben Spiele<br />

und lagen am Ende vor den beiden punktgleichen Teams vom<br />

Oldenburger TeV und dem Club an der Alster Hamburg, die jeweils<br />

zwei Niederlagen aufwiesen. Damit schafften auch die<br />

Nikolasseer den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord. Der Dahlemer<br />

TC hingegen muss nach einem Jahr die Liga wieder verlassen.<br />

Zwar gelang beim 5:4 gegen den Club an der Alster ein<br />

Achtungserfolg. Doch ein Sieg war zu wenig für den Klassenerhalt.<br />

Fast hätten die Herren 30 der SV Reinickendorf die<br />

Rückkehr in die Bundesliga Nord geschafft. Doch in der Endabrechnung<br />

war der HTC Peißnitz bei Matchpunktgleichstand<br />

hauchdünn mit 78:42 gegenüber 78:43 um einen Satz besser.<br />

Der BSV 92 kam mit einer 2:4-Bilanz auf Rang fünf. Die Treptower<br />

Teufel hingegen konnten mit lediglich einem Sieg den<br />

Abstieg nicht verhindern. Was den Herren 30 der SV Reinickendorf<br />

verwehrt blieb, schafften die Herren 40, die ungeschlagen<br />

mit Topspieler Dacian Craciun (Rumänien) den Regionalliga-<br />

Titel holten. Der TC SCC kam mit 3:3-Siegen auf Platz vier, der<br />

Hermsdorfer SC musste hingegen mit nur einem Erfolgserlebnis<br />

in die Ostliga zurück. Gegen den THC Neumünster war im<br />

32<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


National<br />

Ç<br />

Marta Lesniak vom PTC<br />

„Rot-Weiss“ Potsdam<br />

Herren 50-Wettbewerb kein Kraut gewachsen. Grün-Weiß Nikolassee<br />

(3:2) und die SV Reinickendorf (2:3) behaupteten<br />

sich im Mittelfeld. Der TC Tiergarten blieb sieglos, was den<br />

Abstieg bedeutete. Bei den Herren 55 belegte der TC SCC mit<br />

sechs Siegen aus sieben Spielen den zweiten Platz hinter dem<br />

ungeschlagenen TSV Sasel. Der LTTC “Rot-Weiß” kam mit vier<br />

Siegen auf den dritten Schlussrang. Fünf Mannschaften aus<br />

dem Tennis-Verband Berlin-Brandenburg waren in der Herren<br />

60-Klasse am Start. Die Zehlendorfer Wespen und der TC<br />

1899 Blau-Weiss gewannen jeweils vier von sechs Partien,<br />

was hinter dem überlegenen Favoriten THC Neumünster den<br />

zweiten und dritten Platz in der Endabrechnung einbrachte.<br />

Mit ausgeglichener Bilanz folgte die FVT Klingsor (Fachvereinigung).<br />

Die SV Reinickendorf hingegen muss trotz zwei<br />

Siegen den Gang in die Ostliga antreten. Das gleiche Schicksal<br />

ereilte auch den sieglosen TC SCC. Die Herren 65 des TC<br />

1899 Blau-Weiss sicherten mit zwei Siegen aus fünf Spielen<br />

den Regionalliga-Verbleib. Die 70er Mannschaft des TC Frohnau<br />

konnte ihren Vorjahreserfolg wiederholen. Bereits das Auftaktspiel<br />

gegen Aufsteiger TC Falkenberg, das 4:2 gewonnen<br />

wurde, war schon eine Vorentscheidung. Die von Norbert Walter<br />

angeführten Nordberliner gewannen noch fünf weitere Begegnungen<br />

und spielten zum Schluss einmal Unentschieden.<br />

Grün-Weiß Lankwitz landete mit drei Siegen und einem Unentschieden<br />

bei drei Niederlagen im Mittelfeld. Die Herren 75 des<br />

TC Weiße Bären Wannsee kamen bei einem Sieg und zwei Unentschieden<br />

in sechs Spielen in der Endabrechnung dank der<br />

mehr errungenen Matchpunkte auf Rang fünf vor Absteiger<br />

TSC Göttingen. Bei den Herren 80 mussten sich schließlich der<br />

LTTC “Rot-Weiß” (ein Sieg, ein Unentschieden und drei Niederlagen)<br />

und der sieglose SV Berliner Bären auf den beiden hinteren<br />

Ränge fünf und sechs einordnen.<br />

Fazit<br />

Gegenüber dem Vorjahr wurde ein Meistertitel mehr eingefahren.<br />

Damit konnte der Abwärtstrend gestoppt werden.<br />

Bei den Damenkonkurrenzen stach wieder einmal die Dominanz<br />

des TVBB hervor, denn in fünf Altersklassen gab es<br />

vier Meistertitel. Und der fünfte Gesamtsieg wurde auch nur<br />

um Haaresbreite verpasst. Besonders erfreulich lief es in den<br />

Damen- und Herrenkonkurrenzen. Sowohl das Frauenteam<br />

des PTC “Rot-Weiss” Potsdam als auch die Männer von Grün-<br />

Weiß Nikolassee schafften durch ihre ersten Plätze den Sprung<br />

in die 2. Bundesliga Nord. Bei den Absteigern durfte ebenfalls<br />

ein deutlicher Rückgang verzeichnet werden. So stieg im<br />

Damenwettbewerb lediglich ein Team ab. Bei den Herren erwischte<br />

es sechs Vereine, was gegenüber den vierzehn Absteigern<br />

des Vorjahres ein Rückgang um mehr als fünfzig Prozent<br />

ausmacht. Die im September anstehenden Aufstiegsspiele<br />

in die Regionalliga Nordost sollten die Abgänge zumindest<br />

kompensieren. Damit konnten die TVBB-Mannschaften nach<br />

einem schwächeren Vorjahr wieder an die guten Jahre vor 2023<br />

anknüpfen und ihre führende Rolle in Nordostdeutschland<br />

untermauern.<br />

Michael Matthess<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

33


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National<br />

Deutsche Jugendmeisterschaften <strong>2024</strong><br />

in Ludwigshafen, AK U13/14/16<br />

Milena Steinkamp<br />

verliert nach hartem<br />

Kampf im Halbfinale der<br />

U14, Felix Triquart wird<br />

Deutscher Meister im<br />

Doppel mit Jaron Held<br />

in der U16<br />

In der Altersklasse der U16 weiblich hatten wir dieses<br />

Jahr nur eine Teilnehmerin im Rennen. Julia Hofmann<br />

(TC 1899 Blau-Weiss) bekam es in der ersten Runde mit<br />

Insa Hetzel (WTV) zu tun. Leider fand Julia erst spät ins<br />

Spiel und schaffte es nicht, die 1:6, 5:7-Niederlage gegen<br />

ihre an Nummer 8 gesetzte Gegnerin abzuwenden. Sonja<br />

Zhenikhova (TK Blau-Gold Steglitz), die ebenfalls in der<br />

U16 hätte starten können, hatte sich für das Juniorinnen<br />

Grand Slam Turnier in Roland Garros qualifiziert, wo sie<br />

im Hauptfeld an den Start ging. Bei den Junioren dieser<br />

Altersklasse wurde der TVBB von Jan Niklas Buchwald (TC<br />

Nikolassee), Felix Triquart (Zehlendorfer Wespen) und<br />

Sebastian Heinrich (BTTC Grün-Weiss) vertreten. Diego<br />

Dedura-Palomero (TC SCC), der den Titel schon im letzten<br />

Jahr als Jahrgangsjüngerer gewann, ging ebenso wie Sonja<br />

in Paris an den Start und konnte somit den TVBB nicht bei<br />

den Deutschen Meisterschaften vertreten.<br />

Sebastian gewann in der ersten Runde gegen Marian Geyer<br />

(BTV) in drei Sätzen mit 2:6, 6:4, 6:2 und hätte dann in der<br />

zweiten Runde auf den an Nummer 7 gesetzten Jonathan Dazert<br />

(RPF) treffen sollen, der aber verletzungsbedingt nicht antreten<br />

konnte. Im Viertelfinale verlor Sebastian gegen den Topgesetzten<br />

und späteren Vizemeister Christopher Thies (TVM)<br />

mit 1:6, 2:6. Felix und Jan Niklas konnten ebenfalls mit zwei Siegen<br />

bis ins Viertelfinale vordringen. Felix gewann gegen seinen<br />

Doppelpartner Jaron Held (BTV), die Nummer 3 der Setzliste,<br />

mit 1:6, 7:5, 6:2 und gegen Max Geissinger (BTV) mit 6:0,<br />

6:3. In seinem dritten Match musste Felix die Überlegenheit<br />

des späteren Deutschen Meisters, Oliver Majdanzik (WTV) mit<br />

3:6, 2:6, anerkennen. Jan Niklas spielte sich mit Siegen über Rafael<br />

Briegel (BTV), 6:3, 6:2 und Philip Chanbour (BTV), 6:4, 6:1<br />

ins Viertelfinale. Dort traf er auf den an zwei gesetzten Badener<br />

Arian Hasas und verlor knapp im dritten Satz mit 6:1, 1:6<br />

und 5:7.<br />

In den Altersklassen U13 und U14 kämpften in acht Vierergruppen<br />

die jeweils Gruppenersten in einem 8-er-K.O.-Feld. Bei<br />

den Juniorinnen U14 gingen Lena Topel (TC 1899 Blau-Weiss)<br />

und Milena Stenkamp (LTTC “Rot-Weiß”) an den Start. Sophie<br />

Triquart (Zehlendorfer Wespen), die in dieser Altersklasse die<br />

Nummer 2 Gesetzte gewesen wäre, musste aufgrund einer Erkrankung<br />

leider kurzfristig ihre Teilnahme absagen. Lena verlor<br />

ihr erstes Gruppenspiel gegen die spätere Deutsche Meisterin,<br />

Tina Manescu (BAD) mit 3:6, 3:6 und konnte sich somit nicht für<br />

die Endrunde qualifizieren. Die anderen zwei Gruppenspiele<br />

Halbfinalistin Milena Steinkamp<br />

Foto: DTB/Harry Reis<br />

34<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


Foto: DTB/Harry Reis<br />

gegen Noemi Köhle (WTB) und Evelina Keil (TNB) gewann Lena<br />

glatt mit 6:1, 6:1 und 6:2, 6:0.<br />

Milena spielte sich mit drei Siegen, ohne Satzverlust, in ihrer<br />

Gruppe souverän ins Hauptfeld. Ebenfalls wie im letzten Jahr,<br />

traf Milena in ihrem ersten Hauptfeldspiel auf, die in diesem<br />

Jahr an Position 1 gesetzte, Aurelia Löhrer (BTV). War Milena im<br />

letzten Jahr noch knapp unterlegen, konnte sie dieses Mal nach<br />

einem spannenden Dreisatzmatch mit 7:6, 5:7, 6:2, als Siegerin<br />

den Platz verlassen. Im folgenden Halbfinale unterlag Milena<br />

dann trotz guten Kampfes und einer 5:2-Führung im zweiten<br />

Satz knapp gegen Lina Simonsen (HTV) mit 4:6, 6:7.<br />

Bei den Mädchen der U13 konnte sich leider keine Spielerin<br />

unseres Verbandes über die Rangliste für die Teilnahme qualifizieren.<br />

Bei den U14 Jungs gingen Jon Ruben Fuhlmann und Fritz<br />

Boberg (beide TC 1899 Blau-Weiss) unter der TVBB-Flagge<br />

an den Start. Ebenso wie Lena konnte Jon Ruben zwei Siege<br />

in seiner Gruppe erringen. Er gewann gegen Adrian Böhme<br />

(STV) 6:1, 6:0 und gegen Lenny Staudt (BTV) mit 6:1, 6:1, dem<br />

Gruppensieger, Vincent Selmeci (WTB) unterlag er mit 4:6, 3:6.<br />

Fritz konnte leider nur eines seiner Gruppenspiele gewinnen.<br />

Er siegte zwar gegen Nils Alt (STB) 6:4, 6:3. Gegen Samuel<br />

Gampenrieder (WTV) unterlag Fritz mit 3:6, 4:6 und gegen den<br />

späteren Gruppensieger Yannik Julius Swoboda (HTV) konnte<br />

Fritz zwar einen Satz gewinnen, aber verlor am Ende mit 2:6,<br />

7:6, 0:6.<br />

Bei den U13 Jungs ging als einziger Spieler des TVBB Raphael<br />

Plambeck (TC SCC) an den Start. Raphael wurde mit zwei<br />

Niederlagen und einem Sieg Gruppendritter. Er gewann gegen<br />

Josef Birmili (BTV) mit 6:0 und 6:3. Gegen Leo Fan Huet (HTV)<br />

unterlag er mit 4:6, 1:6 und gegen Daniel Czarnecki (HAM), den<br />

späteren Vizemeister, musste er mit 1:6, 2:6 die Segel streichen.<br />

Im Doppelwettbewerb der Mädchen U16 startete Julia Hofmann<br />

mit der späteren Deutschen Meisterin der Altersklasse<br />

Mariella Thamm (BAD) an Nummer 3 gesetzt ins Feld. Leider<br />

unterlagen sie in der ersten Runde den späteren Finalistinnen<br />

Parcelli/Nehs (WTB/BAD) mit 3:6, 4:6.<br />

Bei der Altersklasse U14 weiblich konnten sich Milena und<br />

Lena mit Siegen über Keil/Walter (TNB/HAM) 6:1, 6:0, und<br />

Lemke/Maß (beide TVN) 2:6, 6:4, 10:7 ins Halbfinale spielen,<br />

wo sie der badischen Paarung Manescu/Vasylenko mit 3:6, 2:6<br />

unterlagen.<br />

Raphael und sein Partner Laurenz Hemmers (TVN) unterlagen<br />

in der ersten Runde der Doppelkonkurrenz ihren bayerischen<br />

Gegnern Chanbour/Lel Bouhali 1:6, 6:3, 6:10.<br />

In der nächsthöheren Doppelkonkurrenz U14, konnte Fritz<br />

an der Seite von Benno Erb (BTV) ebenso wenig wie Jon Ruben<br />

an der Seite von Mats Brünemeyer (WTV) die erste Runde überstehen.<br />

Fritz und Benno unterlagen Ettinger/Alt (BTV/STB) 3:6,<br />

2:6 und Jon Ruben und Mats verloren gegen Koeppen/Böhme<br />

(HAM/STV) mit 1:6, 1:6.<br />

Jan Niklas konnte mit seinem Doppelpartner Nicholas<br />

Meyer (TNB) die erste Runde gegen Bohr/Pfäffen (WTB) mit 7:5,<br />

6:0 gewinnen, bevor sie in der zweiten Runde der an 2 gesetzten<br />

Paarung Egbring/Thies (HTV/TVN) 6:3, 5:7, 9:11 mit Matchbällen<br />

unterlagen.<br />

Felix, der an der Seite seines Erstrundengegners im Einzel<br />

Jaron Held (BTV) an 3 gesetzt war, beendete die Doppelhoffnungen<br />

von Sebastian Heinrich und Jougnjidic (TVN) mit<br />

6:3, 7:6. Im weiteren Verlauf setzte sich Felix und Jaron gegen<br />

All/Amad (TVM) 6:1, 6:1 und Eckbring/Thies mit 7:6, 5:7, 10:6<br />

durch. Im folgenden Finale erspielten sich die beiden den Titel<br />

des Deutschen Meisters gegen die bayerische Paarung Müller/<br />

Ontiveros ohne Satzverlust 6:4, 6:3.<br />

Mariella Greschik, Bernd Süßbier<br />

Doppelmeister Felix Triquart<br />

National<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

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35


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National<br />

v.l.n.r.: Constantin Kästner, Robert Marianowski, Nikita Rung und Maximilian Thümmler<br />

Nordostdeutsche Jugendmeisterschaften <strong>2024</strong> der Altersklassen U11, U12 und U14 in Lübeck<br />

Milena Steinkamp und Paul Schwarzberg gewinnen<br />

die Einzeltitel ihrer Altersklassen<br />

Vom 17. bis 19. Mai <strong>2024</strong> wurden die Nordostdeutschen Jugendmeisterschaften der AK U11, U12 und U14 zum ersten Mal<br />

auf der Tennisanlage des LBV Phönix in Lübeck ausgetragen. Die Anlage stellte sich bezüglich Anfahrt, Gastronomie und<br />

Zuschauermöglichkeiten als gute Wahl heraus. Leider war in den Tagen zuvor die Bewässerung des Clubs ausgefallen,<br />

sodass die Plätze im Vorfeld nicht die erforderliche Pflege erfahren konnten, sodass an manchen Stellen Strandgefühle<br />

aufkamen und so mancher Ball im wahrsten Sinne des Wortes versandete. Wie im letzten Jahr wurden in den<br />

Altersklassen der U12 und U14 alle Startplätze nach Rangliste vergeben. Nur in der U11 wurden die Teilnehmerfelder<br />

noch nach Verbandsquoten erstellt.<br />

Bei den U11 Mädchen gingen für den TVBB Nicole Sokolska (TC<br />

1899 Blau-Weiss) und Feenia Kraus (LTTC “Rot-Weiß”) an den<br />

Start. Beide gewannen ihre erste Runde glatt in zwei Sätzen,<br />

bevor sie leider schon in der zweiten Runde aufeinander trafen.<br />

Nicole gewann das interne Duell mit 6:2, 6:3 und bestätigte mit<br />

dem damit erreichten Halbfinale ihre Setzposition an Nummer<br />

3. Dort unterlag sie der an Zwei gesetzten Lia Merkhoffer (TNB),<br />

der späteren Siegerin in dieser Altersklasse mit 4:6, 3:6.<br />

In der nächsthöheren Altersklasse U12 konnte Paula Deus<br />

(TC 1899 Blau-Weiss) aufgrund ihrer sehr guten Ranglistenposition<br />

als Jahrgangsjüngere im Feld starten und sogar die<br />

erste Runde mit 6:2, 6:3 gegen Maria Garfert (TNB) gewinnen.<br />

Anschließend unterlag sie der Nummer 2 der Setzliste, Luise<br />

Meißner (TNB), mit 3:6, 5:7. In der gleichen Konkurrenz startete<br />

Daria Strogalshchikova (TC SCC) als Topgesetzte ins Feld. Sie<br />

spielte sich mit einem Freilos in der ersten Runde ohne Satzverlust<br />

ins Finale, wo sie den ersten Satz souverän gegen Greta<br />

Voget (TNB) gewinnen konnte, bevor diese leider krankheitsbedingt<br />

aufgeben musste.<br />

Bei den U14 Mädchen waren wir mit drei Teilnehmerinnen<br />

vertreten, Katarina Reichert (TK Blau-Gold Steglitz), Lena Topel,<br />

(TC 1899 Blau Weiss), an Position 4 gesetzt und Milena Steinkamp<br />

(LTTC “Rot-Weiß”), an Nummer 2 gesetzt. Katarina verlor<br />

in der ersten Runde gegen Finnja Isbruch (WTV) mit 4:6,<br />

1:6. Lena gewann ihre erste Runde glatt, bevor sie ebenfalls<br />

in der zweiten Runde gegen Finnja Isbruch antreten musste.<br />

Foto: privat<br />

36<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


National<br />

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Nicole Sokolska (TC 1899 Blau-Weiss) und Feenia Kraus (LTTC “Rot-Weiß”)<br />

Foto: privat<br />

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten behielt sie am Ende<br />

die Oberhand, gewann 1:6, 6:1, 6:3 und erreichte damit das<br />

Halbfinale. Milena spielte sich ebenfalls mit zwei Zweisatzsiegen<br />

ins Halbfinale, wo Lena auf sie wartete. Es kam zu einem<br />

spannenden Dreisatzkampf zwischen den beiden Trainingspartnerinnen,<br />

den Milena letztendlich 7:5, 3:6, 6:4 für sich entscheiden<br />

konnte. Im Finale stand ihr die Topgesetzte Victoria<br />

Brand (SLH) gegenüber. Milena erwischte einen sehr guten<br />

Tag und trug sich mit einem glatten 6:3, 6:3 Sieg in die Siegerliste<br />

ein.<br />

In der Doppelkonkurrenz U11 waren Feenia und Nicola an<br />

Position 2 gesetzt. Sie spielten sich souverän mit zwei Zweisatzerfolgen<br />

ins Finale, wo sie gegen die an Eins gesetzte Paarung<br />

Merkhoffer/Kruse (TNB) in einem spannenden und die Zuschauer<br />

begeisternden Doppel den Titel mit 7:6, 7:5 gewannen.<br />

In der U12 Doppelkonkurrenz gingen Daria und ihre Partnerin<br />

Leana Askiridis (WTV) als topgesetztes Doppel ins Rennen.<br />

Nach einem Freilos in der ersten Runde gewannen sie im Halbfinale<br />

gegen Paula Deus und Nia Estell Nikolov (TNB), die in der<br />

ersten Runde Garfert/Fredrich (TNB) mit 6:3, 6:3 bezwangen,<br />

mit 6:1 und 7:5. Im Finale mussten sie nur ein Aufschlagspiel<br />

bestreiten, bevor Voget/Meisner (TNB) aufgeben musste. Somit<br />

holte sich Daria den Einzel- und Doppeltitel.<br />

Bei den Doppeln der Mädchen U14 konnten Lena und Milena,<br />

obwohl an Position 2 gesetzt, leider nur ihre erste Begegnung<br />

gegen Brinkmann/Möller (HAM) erfolgreich mit 6:4,<br />

6:3 gestalten, bevor sie der westfälischen Paarung Hahn/Abraham<br />

mit 3:6, 3:6 unterlagen. Katarina unterlag an der Seite von<br />

Frida Stormer (SLH), in der ersten Runde den späteren Siegerinnen<br />

Brand/Onnen (SLH/TNB) mit 2:6, 2:6.<br />

Bei den U11 Jungen wurde Paul Schwarzberg seiner Setzung<br />

an Nummer 1 vollauf gerecht und spielte sich ohne Satzverlust<br />

ins Finale, wo er gegen den an Zwei gesetzten Josz Jurys (TNB),<br />

der ebenfalls das Finale ohne Satzverlust erreichte antreten<br />

musste. In einem, trotz des glatten Ergebnisses von 6:2, 6:4 umkämpften<br />

Spiels holte sich Paul verdient den Titel des Nordostdeutschen<br />

Meisters.<br />

Maximilian Bernhard (TK Blau-Gold Steglitz) verlor in der<br />

ersten Runde gegen den späteren Finalisten Josz Jurys mit<br />

3:6, 1:6.<br />

Bei den Jungs in der U12 waren Nikita Rung (TK Blau-Gold<br />

Steglitz), an Eins gesetzt, Maximilian Thümmler, ebenfalls TK<br />

Blau Gold und Robert Marianovski (TC 1899 Blau-Weiss) am<br />

Start. Robert unterlag dem späteren Vizemeister Constantin<br />

Kästner (SLH) in der ersten Runde mit 0:6, 2:6. Maximilian, der<br />

in der ersten Runde gegen Rafael Kluge (TNB) mit 6:2, 6:2 gewinnen<br />

konnte, verlor in der nächsten Runde ebenfalls gegen<br />

Kästner mit 0:6, 3:6. Nikita spielte sich mit zwei glatten Siegen<br />

ins Halbfinale, in dem er Matteo Venturini (HAM) nach zähem<br />

Kampf 6:3, 6:7, 6:10 unterlag. Venturini holte sich im Anschluss<br />

den Meistertitel.<br />

Linus Fussan (LTTC “Rot-Weiß”), Jon Ruben Fuhlmann und<br />

Fritz Boberg (beide TC 1899 Blau-Weiss) hatten sich aufgrund<br />

ihrer Ranglistenposition für das Feld der U14 qualifiziert. Linus<br />

überstand die erste Runde nicht und unterlag Jesse Gehrke<br />

(HAM) 3:6, 4:6. Auch Fritz musste in der ersten Runde die Überlegenheit<br />

seines an Zwei gesetzten Gegners und späteren Vizemeisters,<br />

Luys Calin (TNB) , mit 3:6, 3:6 anerkennen. Jon Ruben<br />

spielte sich mit zwei Siegen über Noah Brockmann (TNB) 6:2,<br />

6:1 und dann Kris Marinov-Spellmeyer mit 4:0 (Aufgabe des<br />

Gegners) ins Halbfinale, in dem er ebenfalls gegen Luys Calin<br />

mit 3:6, 2:6 unterlag.<br />

Bei den Doppeln der U11 gewannen Paul mit seinem Partner<br />

Mika Karl Knobloch (TNV) ihre erste Runde gegen Essa/Benefader<br />

(WTV) knapp 7:6, 7:5, bevor sie gegen die späteren<br />

Sieger Friesmauer/Mauer (TNB) 0:6, 4:6 unterlagen. Maximilian<br />

und sein Partner Henry Grosshans (HAM) verloren schon in der<br />

ersten Runde gegen die Paarung Fries/Mauer, dies aber denkbar<br />

knapp mit 6:7, 6:1, 8:10.<br />

In der Doppelkonkurrenz der Junioren U12 standen alle<br />

drei Teilnehmer unseres Verbandes im Finale. Robert und sein<br />

Doppelpartner Constantin Kästner (SLH), die als Topgesetze in<br />

die Konkurrenz starteten, hatten am Ende, gegen die an Position<br />

2 gesetzte Paarung, Nikita und Maximilian mit 2:6, 6:0, 10:4<br />

die Nase vorn.<br />

In der U14 konnten Fritz und Linus ihr Doppel in der ersten<br />

Runde mit einem glatten 6:4, 6:4 gegen Marinov Spellmeyer/Heubach<br />

(TNB) für sich entscheiden. In der zweiten Runde<br />

unterlagen sie Reinhardt/Calin (TNB), die in ihrer ersten Begegnung<br />

Jon Ruben und Mats Brunnemeyer (WTV) besiegten,<br />

knapp mit 6:4, 2:6, 7:10.<br />

Mit drei Einzeltiteln, zwei Doppelmeisterschaften, dem sehr<br />

guten Abschneiden und sportlichen Auftreten aller TVBB-Vertretern<br />

wurde unser Verband wiederum bestens repräsentiert.<br />

Dafür gilt mein Dank ein weiteres Mal allen beteiligten Clubtrainern<br />

und natürlich den Eltern, die keine Mühen scheuen<br />

ihren Kindern alle diese Turniermaßnahmen zu ermöglichen.<br />

Bernd Süßbier<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

37


Ç<br />

National<br />

DTB verabschiedet neues Finanzierungsmodell für Tennis-Deutschland<br />

Der Deutsche Tennis Bund (DTB) hat einen wichtigen<br />

Schritt zur Gestaltung der zukünftigen Finanzierung des<br />

Tennissports in Deutschland unternommen.<br />

Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Hamburg votierten<br />

Vertreter der 17 Landesverbände mit großer Mehrheit für die Einführung einer nationalen<br />

Wettkampfgebühr. Die Schaffung einer weiteren zukunftsfähigen Finanzierungssäule<br />

stand lange auf der Agenda des DTB und ist nach der Strukturreform ein weiterer, wichtiger<br />

Baustein auf dem Weg der Professionalisierung der Verbandstrukturen, der seit knapp drei<br />

Jahren konsequent eingeschlagen wird.<br />

Die Mehreinnahmen werden dringend benötigt,<br />

um Tennis in Deutschland fit für die Zukunft<br />

zu machen. So sollen die zusätzlichen Mittel<br />

konsequent in Projekte der Digitalisierung<br />

sowie der Mitglieder- und Leistungssportentwicklung<br />

investiert werden. Im Leistungssport<br />

geht es um die Umsetzung diverser bereits definierter<br />

Maßnahmen der Nachwuchs- und<br />

Spitzensportförderung, wie etwa den Ausbau<br />

der Turnierlandschaft, damit Deutschland langfristig<br />

wieder erfolgreich im Weltklassebereich<br />

mitspielen kann. Gleichzeitig sollen die Unterstützung<br />

und Beratung von Vereinen und Trainern<br />

umfassend verstärkt sowie die Weichen<br />

für eine digitale Zukunft des Tennissports in<br />

Deutschland gestellt werden.<br />

„Wenn wir aktiv gestalten und auch in Zukunft<br />

konkurrenzfähig sein wollen, brauchen wir<br />

neben der klassischen Beitragsfinanzierung weitere<br />

Finanzierungsoptionen. Nur durch sinnvolle<br />

Finanzierungsansätze, die sich am tatsächlichen<br />

Bedarf unserer Mitglieder orientieren, schaffen<br />

wir Raum, um uns für die Zukunft sportlich<br />

erfolgreicher, nachhaltiger, digitaler und damit<br />

moderner aufzustellen. Dieser Beschluss ist die<br />

Grundlage, um den Tennissport in Deutschland,<br />

gemeinsam mit unserer großen und starken<br />

Tennisgemeinschaft, in eine moderne Zukunft<br />

zu führen“, so DTB-Vorstand Peter Mayer,<br />

der damit das Meinungsbild von Vorstand, Präsidium<br />

und Landesverbänden zusammenfasst.<br />

Das verabschiedete Finanzierungsmodell<br />

sieht ab 2025 im Kern die Einführung einer jährlichen<br />

Wettkampfgebühr in Höhe von 20,– €<br />

für Erwachsene und 10,– € für Jugendliche vor.<br />

Im Fokus stehen dabei alle Spieler, die aktiv am<br />

Leistungsklassen- und Ranglistensystem des<br />

DTB teilnehmen möchten. Mit dem Erwerb der<br />

Wettkampfberechtigung erhalten Spieler die<br />

Teilnahmeberechtigung an Ranglisten- und LK-<br />

Turnieren sowie den vollen Zugriff auf die digitale<br />

Abbildung der Spielerprofile inklusive aller<br />

Details zur LK-Berechnung, die Spielhistorien<br />

und sämtliche Statistiken auf tennis.de.<br />

mybigpoint Premium-Mitglieder (ab 2025<br />

tennis.de-Premium) erhalten die Wettkampfberechtigung<br />

im Rahmen ihrer Premium-Mitgliedschaft.<br />

Teilnehmer, die ausschließlich am<br />

Mannschaftswettspielbetrieb teilnehmen, können<br />

auf freiwilliger Basis ebenfalls die Wettkampfberechtigung<br />

erwerben.<br />

Mehr Infos zum verabschiedeten Modell gibt es auf<br />

www.tennis.de.<br />

DTB<br />

Nachrichten<br />

emotion Group gibt Ausrichtung des WTA-Turniers in Berlin ab nach fünf erfolgreichen Jahren<br />

Die ecotrans Ladies Open <strong>2024</strong> endeten mit dem Sieg von Jessica Pegula im ausverkauften Steffi-Graf-Stadion beim<br />

LTTC “Rot-Weiß“ in Berlin. Seit 2021 etablierte die emotion Group Berlin wieder als Fixpunkt im internationalen Tennis-Kalender<br />

mit der Austragung dieses WTA-Turniers, nachdem sie bereits 2020 die bett1ACES organisiert hatte.<br />

Edwin Weindorfer, Gründer und CEO der emotion Group, bezeichnet das Turnier als global beachtetes Event. Ab 2025<br />

wird ein neuer Veranstalter das WTA-Turnier in Berlin ausrichten. Das Turnier bleibt weiterhin in Berlin und ist für den<br />

14. bis 22. Juni 2025 geplant.<br />

Weindorfer lobte die Entwicklung des Turniers und sieht<br />

eine vielversprechende Zukunft: „Das Turnier hat sich stetig<br />

verbessert und war noch nie so gut wie in diesem Jahr.<br />

Die Fans nehmen es positiv auf, und die besten Spielerinnen<br />

der Welt möchten hier in Berlin antreten. Mein Dank<br />

gilt neben den zahlreichen Unterstützern insbesondere<br />

bett1 als langjährigem Titelsponsor und der diesjährigen<br />

Titelsponsorin, der ecotrans Group. “ In diesem Jahr nahmen<br />

acht Top 10-Spielerinnen teil.<br />

Auch Turnierdirektorin Barbara Rittner blickt optimistisch<br />

in die Zukunft: „Wir haben ein Weltklasse-Feld, die<br />

Spielerinnen kommen gerne nach Berlin. “<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

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<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


National<br />

Tennis-Damentour kommt <strong>2024</strong> nach Hamburg<br />

Die Hamburg European Open finden vom 4. bis 10. August <strong>2024</strong> am Rothenbaum als WTA-125er-Event statt.<br />

Nationale und internationale Weltranglistenspielerinnen treten in der Hansestadt an. Das Veranstalterteam von MatchMaker sicherte<br />

kurzfristig die Lizenz für dieses Jahr. Vier Lokalmatadorinnen haben bereits zugesagt: Tamara Korpatsch (Weltranglisten-75.), Eva Lys, Noma<br />

Noha Akugue und Ella Seidel. Tamara Korpatsch, die erfahrenste der vier Spielerinnen, freut sich auf das Turnier: „Die Anlage des Club an der<br />

Alster ist mein Zuhause. Ich freue mich riesig darauf, bei den Hamburg European Open <strong>2024</strong> aufzuschlagen. In der Woche davor spiele ich<br />

bei Olympia in Paris, direkt danach folgt mein Heimturnier. Hoffentlich kommen viele Fans, um uns zu unterstützen.“ Korpatsch spielt wie die<br />

anderen drei Hamburgerinnen im Bundesligateam des Club an der Alster.<br />

Turnierdirektorin Sandra Reichel äußert sich erfreut: „Ich bin sehr happy, dass wir in diesem Jahr doch noch ein WTA-Turnier in Hamburg<br />

realisieren können. Hamburg ist Deutschlands Frauentennishauptstadt – sowohl unsere Hamburger Top-Spielerinnen als auch die Fans<br />

haben ein Damenturnier verdient.“ Der enge Turnierkalender im Olympiajahr und die Trennung in ein separates Damen- und Herrenturnier<br />

hatten ein WTA-250er-Turnier am Rothenbaum nicht zugelassen. Auch die Ausweich-Location im Hamburger Stadtpark war nicht realisierbar.<br />

Deshalb wurde die 250er-Lizenz für die ursprünglich geplante Turnierwoche (20. bis 26. Juli) nach Iasi, Rumänien, vergeben.<br />

Für 2025 ist bereits Planungssicherheit gegeben: Das WTA-250er-Turnier kehrt vom 13. bis 20. Juli 2025 nach Hamburg zurück. „Die zweite<br />

gute Nachricht ist, dass die WTA für 2025 unser WTA-250er-Turnier bereits im Kalender vorgesehen hat“, sagt Reichel.<br />

Sportsenator Andy Grote betont: „In diesem Olympiajahr wird unsere Active City erneut zur Sport-Hochburg. Ich freue mich über ein<br />

hochklassiges WTA-Turnier der Damen am Rothenbaum. Tennis auf Spitzenniveau in Hamburg ist eine Erfolgsgeschichte, die wir fortschreiben<br />

und dauerhaft in unserem Sportkalender etablieren wollen.“<br />

Auch Eva Lys, Noma Noha Akugue und Ella Seidel freuen sich auf das Turnier. Lys sagt: „Die Atmosphäre bei den Hamburg European<br />

Open im letzten Jahr war großartig und unvergesslich. Dass Sandra Reichel es geschafft hat, dass wir in diesem Sommer doch noch ein<br />

Damenturnier in Hamburg spielen können, ist für den Frauensport enorm wichtig.“ Noha Akugue erinnert sich an ihren Finaleinzug im Vorjahr:<br />

„Ich werde mich immer an diese Stimmung und die großartige Atmosphäre erinnern.“ Seidel, die sich bei den Australian Open <strong>2024</strong><br />

fürs Hauptfeld qualifizierte, sagt: „Vor der eigenen Haustür aufzuschlagen, ist etwas ganz Besonderes.“<br />

Dietloff von Arnim, Präsident des Deutschen Tennis Bundes, freut sich über das WTA-125er-Event: „Wir freuen uns, dass wir auch in diesem<br />

Jahr wieder Weltklasse-Damentennis am Rothenbaum erleben dürfen. Mit den Hamburgerinnen Tamara Korpatsch, Eva Lys, Ella Seidel<br />

und Noma Noha Akugue ist die Hansestadt eine echte Damentennis-Hochburg. “<br />

Dr. Carsten Lütten, Präsident des Club an der Alster, ist ebenfalls froh über die Lösung: „Der Club an der Alster freut sich über die Ausrichtung<br />

des Damenturniers am Rothenbaum. Unsere Bundesligaspielerinnen erhalten die Möglichkeit, auch in diesem Jahr auf eigener Anlage<br />

um WTA-Weltranglistenpunkte zu spielen.“<br />

Claudio Gärtner<br />

Aufstieg in die 2. Bundesliga<br />

für die Damen des PTC<br />

Die 1. Damenmannschaft des Potsdamer<br />

Tennisclub “Rot-Weiss” hat den Aufstieg<br />

in die 2. Bundesliga geschafft. Sie sicherten<br />

sich den Erfolg durch einen knappen<br />

5:4-Auswärtssieg gegen den Bremerhavener<br />

TV. Der Endstand von 5:4 besiegelte<br />

den Aufstieg. Der Potsdamer<br />

Tennisclub “Rot-Weiss” freut sich über<br />

diesen großartigen Erfolg.<br />

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Fotos: Potsdamer Tennisclub Rot-Weiss, BTV<br />

Diego Dedura-Palomero vom TC SCC gewinnt Doppel in Bamberg<br />

Der 16-jährige DTB-Nachwuchsspieler Diego Dedura-Palomero sicherte sich als erster deutscher<br />

Spieler beim J300-Turnier in Bamberg den Titel. Vor heimischem Publikum besiegte er<br />

souverän Oskari Paldanius aus Finnland mit 6:1,<br />

6:2. Dedura-Palomero kommentierte seinen Sieg<br />

mit den Worten: „Ich habe heute richtig solide gespielt.<br />

Nur zu Beginn des Matches war ich etwas zu<br />

passiv, aber dann war ich sehr zufrieden mit meiner<br />

Leistung. “<br />

Einen Tag zuvor gewann Dedura-Palomero zusammen<br />

mit Niels McDonald (16/DTV Hannover)<br />

das Doppel. Sie besiegten das kroatisch/finnische<br />

Duo Duje Markovina/Oskari Paldanius mit 6:1, 7:5.<br />

Sonja Zhenikhova (16/TK Blau-Gold Steglitz) erweiterte<br />

ebenfalls ihre Trophäensammlung in Bamberg.<br />

Zusammen mit Mariella Thamm (14/TK GW<br />

Mannheim) gewann sie das Juniorinnen-Doppel<br />

gegen Yoana Konstantinova/Marie Slamenikova<br />

mit 7:6, 6:4.<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

39


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TVBB-Sport<br />

22. Grün-Weiß Nikolassee-Seniorenturnier (15. – 20. Mai <strong>2024</strong>):<br />

Pfingsten strahlte wieder in grün-weiß<br />

und mit tollem Sport<br />

40<br />

2003 hat das Seniorenturnier seine erfolgreiche Premiere erlebt. Seitdem ist es eine<br />

„nationale Institution im Seniorentennis“ und ein ausgemachtes Wohlfühlturnier.<br />

Auch zur 22. Auflage spielte - wie meist in den<br />

Jahren zuvor - der Wettergott mit und bot mit<br />

Temperaturen Mitte der Zwanziger und überwiegendem<br />

Sonnenschein ideale Bedingungen<br />

für die Racket-Akteure in acht Herren- (H40, 50,<br />

55, 60, 65, 70, 75, 80) und fünf Damen-Altersklassen<br />

(D40, 50, 55, 60, 65). Zudem wurden<br />

neun Nebenrunden (sechs Herren, drei Damen)<br />

absolviert. Ein opulentes Programm, das vom<br />

Organisationsteam um<br />

GW-Turnierleiter Marco<br />

Reichelt wie am Schnürchen<br />

abgewickelt wurde.<br />

Zweifellos ein logistisches<br />

Meisterstück, alle<br />

Halbfinals und Endspiele<br />

am verlängerten Pfingstwochenende<br />

sowie diverse<br />

Nebenrunden-Matches<br />

und das übliche Drumherum<br />

abzuwickeln.<br />

Zum Drumherum gehörte<br />

wie gehabt eine<br />

wunderbar bekömmliche<br />

Vereinsküche, das traditionelle<br />

Pfingst-Sonntagskonzert<br />

mit der Prague-<br />

Dixieland-Band und der<br />

Frühstücksbrunch. Das<br />

Wichtigste blieb dennoch<br />

der ausgezeichnete<br />

Sport der Tennis-Senioren<br />

Siegt bei den Herren 40:<br />

Benjamin Potsch (TC SCC Berlin)<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

von 40 aufwärts bis über die 80, die vielfach<br />

den Dauerbeifall der zahlreichen Zuschauer<br />

herausforderten. 247 Meldungen (183 Herren,<br />

64 Damen), darunter 69 Teilnehmer aus Nicht-<br />

TVBB-Vereinen, standen für „Masse“ im Rekordbereich.<br />

Bemerkenswert, wie viele schon bei der<br />

Premiere dabei waren und durch die Altersklassen<br />

bis heute „mitgewandert“ sind, wie viele<br />

„Auswärtige“ immer wieder gekommen sind<br />

und weite Wege auf sich genommen haben. Einige<br />

wurden zu Titelsammlern, andere zu Club-<br />

Liebhabern, die den Berlin-Trip mit Kultur, Erlebnis,<br />

Spaß und Sightseeing verbanden. Vier<br />

Gewinner des letzten Jahres schafften es diesmal,<br />

ihren Titel zu verteidigen: Norbert Walter<br />

(TC Frohnau) bei den 70er Herren sowie Wolfgang<br />

Bade (Hildesheimer TC Rot-Weiß) bei den<br />

80ern. Auch Tina Loddenkemper (Zehlendorfer<br />

Wespen) war erneut siegreich, nun allerdings<br />

bei den D50. Dauer-Siegerin Angela Duis (DTV<br />

Hannover) wiederholte ihren 50er-Triumph vom<br />

Vorjahr jetzt bei den 55ern. Dass alle genannten<br />

auch schon in den Jahren vor der Corona-Pause<br />

zigmal in Nikolassee dabei waren und mehrfach<br />

gewannen, sollte dabei nicht unerwähnt<br />

bleiben.<br />

Bei den 40er Herren gab es das finale Duell<br />

zwischen der Nummer 1 des Settings Gino Gerwien<br />

(SV Reinickendorf 1896) und Nummer 2<br />

Benjamin Potsch (TC SCC), das Potsch mit 6:2<br />

und 6:4 gewann. Auch bei den H50 hatte nicht<br />

unerwartet ein SCCer mit Jens Thron die Nase<br />

vorn, musste sich aber gegen den stark kämpfenden<br />

Daniel Kobert (USV Potsdam) heftig<br />

wehren. Thron, der bereits einige Turniererfolge<br />

bei Grün-Weiß auf dem Konto hatte, haderte<br />

phasenweise, aber es spricht für seine Klasse,<br />

dass er sich immer wieder fing und den 6:3,<br />

6:4-Erfolg nach Hause brachte. Die 55er-Klasse<br />

dominierte mit Jörgen Aberg (Hermsdorfer SC)<br />

ein alter Bekannter, der wie Thron (auch in Duellen<br />

gegeneinander) schon vor einem Jahrzehnt<br />

in Nikolassee siegte. Von seiner Spiel-Qualität<br />

hat der Schwede nichts eingebüßt. Bei Grün-<br />

Weiß als Nummer 1 gesetzt, traf er im Finale auf<br />

Hagen Wustlich (Schweriner TC 1908), der sich<br />

Fotos: Nicola Sophia Trenner


TVBB-Sport<br />

Jens Thron (Tennis-Club SCC Berlin)<br />

gewinnt die Herren 50<br />

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Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />

tapfer wehrte und weit weg davon war, die „Brille“<br />

verpasst zu bekommen, bei Abergs 6:3 und<br />

6:2 aber letztlich ohne Chance blieb.<br />

Das 60er Endspiel zwischen Nummer 1 Michael<br />

Stensch (TC SCC) und dem ungesetzten<br />

Guido Schiller (TC Grün-Weiß Berlin-Lankwitz)<br />

war ein mit Spannung erwartetes, offenes Duell.<br />

Schiller zeigte trotz längerer Verletzungs- und<br />

Spielpause mit zunehmender Spielzeit, dass er<br />

bereits mit seiner Variabilität von platzierten<br />

Schlägen, Passierbällen, Stopps und Lobs, Präzision<br />

und Laufstärke nahe am alten Niveau ist. Im<br />

Finale der alten Bekannten siegte er mit 6:4, 6:3.<br />

In der 65er Kategorie liefen vorab alle Wetten<br />

auf einen Erfolg des Turnier-Dauersiegers<br />

Gabriel Monroy (TC SCC), doch als der im Halbfinale<br />

gegen „Nordlicht“ Burkhard Herzberg (TC<br />

Blau-Weiß Rostock) mit 4:6, 1:4 zurücklag und<br />

aufgab, war der vermeintlich sicherste Siegertipp<br />

passé. Herzberg, der schon mehrfach in Nikolassee<br />

gastierte und auch Turniersiege feierte,<br />

kommentierte leicht verärgert und belustigt<br />

zugleich: „Auch Verlieren will gelernt sein. Wenn<br />

man das nicht kann,<br />

„<br />

dann nimmt man auch<br />

eine kleine Verletzung als Vorwand und gratuliert<br />

nicht mal dem Gewinner des Spiels.“ Für ihn<br />

komme der Sieg nicht so überraschend, mein-<br />

Ich habe nicht erwartet, dass<br />

ich so viele Spiele gegen Norbert<br />

mache. Da fehlte nicht viel. Ein<br />

Flüchtigkeitsfehler zu viel, ein Aus-Ball<br />

zu viel, ein Service besser – und es wäre<br />

vielleicht anders gelaufen. Norbert<br />

war den Tick besser, Glückwunsch!“<br />

Gerd Hekele<br />

te er, „schließlich habe ich in diesem Jahr noch<br />

kein Spiel verloren. Herzberg blieb in seinen vier<br />

Matches ohne Satzverlust und unterstrich seine<br />

Top-Form mit 46:10 Spielen.<br />

Das Finale gewann er<br />

mit 6:2, 6:2 gegen Jörg-<br />

Uwe Damm (Hildesheimer<br />

TC Rot-Weiß).<br />

Zitat:<br />

„Ich habe nicht erwartet,<br />

dass ich so viele<br />

Spiele gegen Norbert<br />

mache. Da fehlte nicht viel.<br />

Ein Flüchtigkeitsfehler zu<br />

viel, ein Aus-Ball zu viel,<br />

ein Service besser – und es<br />

wäre vielleicht anders gelaufen.<br />

Norbert war den<br />

Tick besser, Glückwunsch!“<br />

Gerd Hekele<br />

Die 70er Klasse holte<br />

sich der topgesetzte Norbert<br />

Walter (TC Frohnau)<br />

gegen Gerd Hekele<br />

(TC 1899 Blau-Weiss), der im Finale gegen den<br />

Grün-Weiß-Mehrfachsieger und Titelverteidiger<br />

knapp 4:6, 4:6 verlor. Auch bei den 75ern gewann<br />

mit Karl-Heinz Mauß (Eberswalder TC)<br />

ein Ungesetzter, der allerdings alles andere als<br />

ein Außenseiter war. Mauß, der viele Jahre für<br />

Grün-Weiß Nikolassee das Racket schwang, ist<br />

seit dem beruflichen Ruhestand wieder in der<br />

Brandenburger Heimat zuhause und spielt dort<br />

Tennis. Er hat sich vorgenommen, in dieser Saison<br />

regelmäßig in Berlin aufzulaufen.<br />

Kurz vor dem “Niko-Turnier “ hat er die<br />

„Känguruhs Open“ beim Verein um die Ecke<br />

gewonnen. Bei Grün-Weiß siegte er im Finale<br />

gegen Julian Sargent (TC Grün-Weiß Berlin-Lankwitz)<br />

mit 6:2, 6:0, der im Halbfinale Klaus<br />

Müller-Boesser (TC 1899 Blau-Weiss) im Match-<br />

Tie-Break ausgeschaltet hatte. Mauß hatte in<br />

seinem Semifinale den Topgesetzten Michael<br />

Reiner (TC RW Bad Oeynhausen), der das Turnier<br />

2022 und 2023 gewonnen hatte, mit 5:7,<br />

6:3 und 10:3 am möglichen Hattrick gehindert.<br />

Jörgen Aberg (Hermsdorfer Sport-Club) dominiert die Herren 55<br />

Guido Schiller (TC Grün-Weiß Berlin-Lankwitz) siegt bei den 60ern<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

41


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TVBB-Sport<br />

Auch die 80er wurden die Beute eines „Wiederholungstäters“.<br />

Wolfgang Bade (Hildesheimer TC<br />

Rot-Weiß) verteidigte seinen Vorjahrestitel im<br />

Endspiel gegen Hans-Jürgen Kretzschmar (LTTC<br />

“Rot-Weiß”) souverän mit 6:3, 6:2, nachdem er<br />

zuvor im Halbfinale gegen<br />

den top gesetzten Hans-Joachim<br />

Singhoff (TC Stadtwald<br />

Hilden, DTB 1) beim 3:6, 6:3<br />

und 10:5 Schwerstarbeit<br />

leisten musste.<br />

Auch in den fünf Damen-<br />

Kategorien ging es in den<br />

Endspielen oft eng und<br />

umkämpft bei daraus resultierender<br />

langer Matchdauer<br />

zu. Das 40er Finale<br />

zwischen der Nummer 1<br />

Nadine Komander (TC BSC<br />

Süd 05 Brandenburg), und<br />

War der Ball gut?<br />

der Nummer 2 Donata Wustlich (SV Reinickendorf<br />

1896) ging mit 6:1, 4:6, 10:4 an Komander.<br />

Die hatte zuvor beim Semifinal-Stand von 5:2<br />

zu ihren Gunsten von der verletzungsbedingten<br />

Aufgabe von Heide Maaß (TC 1899 Blau-Weiss)<br />

profitiert. Bei den 50er Damen brauchte es ebenfalls<br />

den Match-Tie-Break, um die Siegerin des<br />

Duells zwischen Nummer 1, Tina Loddenkemper<br />

(Zehlendorfer Wespen), und Nummer 2, Nicole<br />

Thron (TC SCC), zu ermitteln. Während Gatte<br />

Nicole Thron (TC SCC) scheitert im Finale der Damen 50 an<br />

Tina Loddenkemper (Zehlendorfer Wespen)<br />

Jens parallel auf dem Platz neben Nicoles Court<br />

den Finalsieg gegen Daniel Kobert erkämpfte,<br />

schaffte es Nicole, die ein starkes Turnier spielte<br />

und eigentlich im „Flow“ auf Siegeskurs lag,<br />

nach dem Satzausgleich und langer Loddenkemper-Pause<br />

nicht, im Match-<br />

Tie-Break ihren Rhythmus zu<br />

halten. Es wurde eine Kraftfrage<br />

– die „Wespe“ setzte<br />

bessere Stiche und gewann<br />

10:5.<br />

Selbiges, man darf es<br />

fast eine Selbstverständlichkeit<br />

nennen, tat auch Angela<br />

Duis (DTV Hannover). Die<br />

Niedersächsin ist fast von<br />

Beginn Jahr für Jahr Grün-<br />

Weiß Stammgast. Ihre Dominanz,<br />

Brillanz und Eleganz<br />

sind begeisternd, ihr Spiel<br />

ist Tennis-Werbung von der allerbesten Güte.<br />

Ihre vier Partien bis zum Grün-Weiß-Turniersieg<br />

Nummer 6 glichen einem Parademarsch. Auch<br />

„Brille“-Finalsieg mit 6:0, 6:0 gegen Heike Ditze<br />

(TC Rot-Weiss Porz) wurde ein Kurzauftritt, der<br />

manchem der Zuschauer den Mund offen stehen<br />

ließ. Bei den D60 konnte man ein ähnliches, fast<br />

deckungsgleiches<br />

Resümee ziehen.<br />

Nicht nur weil die<br />

Siegerin Susanne Veismann ebenfalls für DTV<br />

Hannover aktiv ist, sondern weil sie topgesetzt<br />

(DTB 4) gegen die Nummer 2 Karin Reinhard (WG<br />

Lichtenrade) beim finalen 6:1, 6:0 nach Belieben<br />

dominierte. Veismann, auch nahezu von Beginn<br />

an Jahr für Jahr in Nikolassee am Start und nach<br />

eigener Aussage „vier- bis fünfmal“ siegreich,<br />

schwört auf das grün-weiße Turnierkonzept, das<br />

sie kurz mit „Urlaub, Tennis, Spaß“ umschreibt.<br />

Ihre Final-Gegnerin Karin Reinhard ist übrigens<br />

eine derjenigen, die schon 2003 bei der Turnierpremiere<br />

auf den GW-Plätzen stand. „Bis zum 25.<br />

bin ich ganz bestimmt dabei“, versicherte sie.<br />

Bliebe noch die „Königsklasse“ der Damen,<br />

wo bei den D65 sieben Tennis-Asse um den<br />

Siegeslorbeer wetteiferten. Von Beginn an lief<br />

es auf das Finale zwischen Ariane Lauenburg<br />

(Zehlendorfer Wespen) und der zwei Jahre älteren<br />

Ute Mattausch (Grün-Weiß Nikolassee) hinaus,<br />

das sich auch erfüllte und das „Küken" mit<br />

6:1 und 7:5 siegen sah. Was kann man schließlich<br />

ans Ende als Bilanz des „22.“ und Motto<br />

für die Zukunft setzen? Ein Zitat von der Grün-<br />

Weiß-Webseite trifftwohl in jeder Hinsicht ins<br />

Schwarze: „Gutes soll man erhalten, pflegen<br />

und hegen!“<br />

Klaus Weise<br />

Ariane Lauenburg (Zehlendorfer Wespen) besiegt im Finale<br />

der Damen 65 Ute Mattausch (Grün-Weiß Nikolassee)<br />

Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />

42<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


TVBB-Sport<br />

Lokalmatador Benjamin<br />

Kunkel verliert<br />

im Finale gegen Roman<br />

Tennert vom TC SCC<br />

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7. Neuenhagen Senior Open <strong>2024</strong><br />

Wetterkapriolen und sportliche Höchstleistungen<br />

Das diesjährige Tennisturnier in Neuenhagen begann mit<br />

wetterbedingten Herausforderungen: Zu Beginn machten<br />

Regenfälle den Organisatoren und Spielern das Leben<br />

schwer. Doch schon bald drehte sich das Wetter um und<br />

die Sonne zeigte sich von ihrer erbarmungslosen Seite.<br />

Unerträgliche Hitze mit Temperaturen jenseits der 30 Grad<br />

prägte den weiteren Verlauf des Turniers und stellte die<br />

Teilnehmer vor eine zusätzliche Herausforderung.<br />

Trotz dieser extremen Bedingungen waren die 7. Neuenhagen<br />

Senior Open ein voller Erfolg. Mehr als 110 Spielerinnen<br />

und Spieler nahmen an dem Turnier teil und sorgten für<br />

spannende und hochklassige Matches. Das Turnier, das sich<br />

mittlerweile fest im Kalender der Seniorentennisszene etabliert<br />

hat, zog zahlreiche Zuschauer an und bot ihnen erstklassige<br />

Unterhaltung.<br />

Ein besonderes Highlight war das Finale der Herren 40, in<br />

dem der Lokalmatador, Benjamin Kunkel (4), nur knapp in<br />

zwei intensiv umkämpften Sätzen mit 5:7, 5:7 unterlag. Der an<br />

eins gesetzte Roman Tennert (TC SCC), der aktuell die Nummer<br />

3 der DTB-Rangliste in der Kategorie Herren 40 ist, setzte<br />

sich in diesem packenden Endspiel am Ende durch. Trotz eines<br />

couragierten, engagierten und aggressiven Spiels musste sich<br />

der Lokalmatador am Ende knapp geschlagen geben. Tennerts<br />

Erfahrung und Geduld gaben letztlich den Ausschlag in diesem<br />

hochspannenden Finale.<br />

Dass das Turnier ein solcher Erfolg werden konnte, ist vor<br />

allem dem unglaublichen Engagement und dem Herzblut der<br />

Organisatoren und freiwilligen Helfer zu verdanken. Sie sorgten<br />

dafür, dass trotz der widrigen Wetterbedingungen alles<br />

reibungslos verlief. Zahlreiche Sponsoren unterstützten das<br />

Event großzügig, sodass es dem Neuenhagener Tennisclub gelang,<br />

ein Turnier auf höchstem Niveau zu veranstalten.<br />

Der Neuenhagener Tennisclub konnte auf seiner wundervollen,<br />

idyllischen und gepflegten Anlage optimale Bedingungen<br />

für die Spieler und Zuschauer bieten. Die Anlage<br />

bot eine perfekte Kulisse für spannende Matches und entspannte<br />

Momente abseits des Platzes.<br />

Alles in allem waren die 7. Neuenhagen Senior Open ein beeindruckendes<br />

Beispiel für erfolgreichen Tennissport und eine<br />

hervorragende Organisation. Die Teilnehmer und Zuschauer<br />

dürfen sich schon jetzt auf die nächste Ausgabe dieses großartigen<br />

Turniers freuen.<br />

Sebastian Herzberg<br />

Denise Kollmannsperger<br />

vom TC RW Großbeeren<br />

Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />

Dietmar Schwerin (PTC<br />

„Rot-Weiss“ Potsdam)<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

43


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TVBB-Sport<br />

19. Neuenhagen Open <strong>2024</strong><br />

Internationales<br />

Flair in<br />

Neuenhagen<br />

Die diesjährigen 19. Neuenhagen Open<br />

boten ein faszinierendes Spektrum an<br />

Wetterbedingungen und sportlichen<br />

Höchstleistungen. Regen, Wind, Dunkelheit<br />

und schließlich Hitze begleiteten das Turnier<br />

und stellten Teilnehmer und Organisatoren<br />

vor besondere Herausforderungen. Doch<br />

diese extremen Umstände minderten nicht<br />

den Erfolg des Turniers, das knapp 140<br />

Spielerinnen und Spieler aus Deutschland<br />

und der Welt anzog, darunter Teilnehmer aus<br />

Kolumbien, den USA und Thailand.<br />

Die ersten Turniertage waren geprägt von intensiven und dramatischen<br />

Matches, die aufgrund der Wetterbedingungen<br />

teilweise in der neuen Vereinshalle beendet werden mussten.<br />

Die Halle mit ihren zwei Plätzen bot eine willkommene Ausweichmöglichkeit<br />

und trug dazu bei, dass der straffe Spielplan<br />

eingehalten werden konnte.<br />

Dominante Favoritensiege bei Damen und Herren<br />

Bei den Damen setzte sich die an eins gesetzte Helena Buchwald<br />

vom TC SCC Berlin durch. Als Nummer 53 der deutschen<br />

Rangliste zeigte sie im Finale eine souveräne Leistung gegen<br />

die ungesetzte Anna-Marie Weißheim vom Großflottbeker<br />

Tennis-, Hockey- und Golf-Club, die nach ihrem Kreuzbandriss<br />

vor knapp einem Jahr wieder glücklich gewesen ist, spielen zu<br />

können. Buchwald gewann mit 6:1 und 6:3, obwohl Weißheim<br />

zu Beginn des zweiten Satzes mit 3:1 in Führung gehen konnte<br />

und Chancen hatte, das Spiel weiter zu drehen. Doch Buchwald<br />

bewies ihre Klasse und sicherte sich fokussiert ihren ersten<br />

Turniersieg in dieser Kategorie (A-4).<br />

Auch bei den Herren setzten sich die Favoriten durch. Der<br />

Berliner Robert Strombach vom LTTC “Rot-Weiß” Berlin dominierte<br />

das Turnier. Der an Nummer 1 gesetzte und aktuell<br />

auf Platz 18 der deutschen Herren-Rangliste sowie 453 der<br />

ATP geführte Spieler zeigte unfassbares Tempo, präzise Schläge<br />

und eine beeindruckende Übersicht. Er gewann das Turnier<br />

bereits zum zweiten Mal nach 2017. Im Finale besiegte er<br />

den erst 18-jährigen Hamburger Leonhard von Bismarck, der<br />

als Nummer 3 gesetzt und aktuell auf Platz 120 der deutschen<br />

Helena Buchwald vom Tennis-Club SCC Berlin siegt bei den Damen<br />

Diana Rust (SV Zehlendorfer Wespen)<br />

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<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


TVBB-Sport<br />

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Rangliste steht. Von Bismarck spielte eine beeindruckende<br />

Turnierwoche, dominierte seine Spiele bis zum Finale und<br />

musste sich erst dort mit 1:6 und 2:6 geschlagen geben. Überglücklich<br />

und fokussiert auf seine bevorstehende College-Zeit<br />

in Amerika bedankte sich Leonhard bei allen Verantwortlichen<br />

für die wundervolle Betreuung und Zeit in Neuenhagen.<br />

Ein Turnier voller Engagement und Leidenschaft<br />

Der Erfolg des Turniers ist dem enormen Engagement und<br />

der Leidenschaft der Organisatoren und vielen Ehrenamtlichen<br />

zu verdanken. Ohne ihre unermüdliche Arbeit und die<br />

Unterstützung langjähriger Sponsoren wäre ein Event dieser<br />

Größenordnung nicht möglich gewesen. Der Neuenhagener<br />

Tennisclub bot auf seiner gepflegten Anlage eine perfekte<br />

Kulisse für die spannenden Matches und die internationale Atmosphäre.<br />

Vorfreude auf die 20. Neuenhagen Open<br />

Bekanntlich ist nach dem Turnier vor dem Turnier, und so werfen<br />

die 20. Neuenhagen Open im nächsten Jahr bereits ihre<br />

Schatten voraus. Der Tennisclub plant bereits weitere Highlights<br />

für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Vereinsmitglieder,<br />

Besucher und Gäste. Neuenhagen ist absolut<br />

immer eine Reise wert. Schon jetzt sollte man sich den Termin<br />

für 2025 vormerken: vom 17. bis 22. Juni wird Neuenhagen erneut<br />

zum Zentrum des Tennissports am Stadtrand von Berlin.<br />

Sebastian Herzberg<br />

Robert Strombach<br />

(LTTC “Rot-Weiß”)<br />

Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />

Nino Ehrenschneider<br />

(LTTC “Rot-Weiß”)<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

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TVBB-Sport<br />

Helena Buchwald<br />

Grunewald Open (Offizielles Ranglistenturnier A-5), 3. - 7. Juli <strong>2024</strong>, Grunewald TC e.V.<br />

Je ein Tausender für Helena Buchwald<br />

Die Grunewald Open beim Grunewald TC kommen seit einiger Zeit als Zweiteiler daher – in diesem Jahr gab es als Vorspiel<br />

das offizielle A5-Ranglistenturnier der Damen und Herren auf der schönen Anlage am Flinsberger Platz Anfang Juli. Zwei<br />

Monate später folgen an gleicher Stelle die 10. Grunewald Senior Open (S1) mit opulentem Programm in 14 Altersklassen<br />

(H30-75, D30-70).<br />

Das Damen-/Herren-Event bot für das zweigeteilte Turnier<br />

einen echt starken „Opener“ mit einem Top-Meldeergebnis.<br />

Das übliche 48er-Herren-Feld wurde auf ein volles 64er-Kontingent<br />

erweitert. Bei den Damen liefen 49 Teilnehmerinnen auf.<br />

Das 4.000,– € Gesamtpreisgeld, zu gleichen Teilen auf<br />

Damen und Herren gesplittet, ging mit je 1.000,– € an die beiden<br />

Sieger, je 500,– € an die Finalunterlegenen und mit je 250,–<br />

€ an die beiden Halbfinalverlierer. Am Ende waren es Helena<br />

Buchwald (TC SCC) und Lukas Maskow (Grün-Weiß Nikolassee),<br />

die nach ihren Finalerfolgen den größten „Batzen“ mit nach<br />

Hause nehmen konnten.<br />

Mit Buchwald siegte die an Eins gesetzte 19-jährige Nummer<br />

53 der DTB-Damen-Rangliste, die in allen ihren fünf Partien<br />

Zwei-Satz-Siege landen konnte. Nur im Endspiel gegen die an<br />

Zwei gesetzte und zwei Jahre jüngere Sächsin Lola Giza (Sportpark<br />

Dresden) musste Helena größeren Widerstand überwinden.<br />

Beim 7:6, 7:5 hatte sie dennoch das bessere Händchen.<br />

Auch Giza war in ihren vier Begegnungen vor dem Finale durch<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

Sabrina Ehrenfort (TC 1899<br />

Blau-Weiss Berlin)<br />

Milena Steinkamp vom<br />

LTTC „Rot-Weiß“ Berlin<br />

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<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


TVBB-Sport<br />

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Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

und Lukas Maskow<br />

das Turnier spaziert, hatte keinen Satz und ganz wenige Spiele<br />

abgegeben.<br />

Bei Buchwald gehörten Zora König (Zehlendorfer Wespen)<br />

und Diana Rust (Wespen), bei Giza Zora Moaye Koffi<br />

(BSV 1892), Lena Topel (TC 1899 Blau-Weiss), Amina Mhana<br />

(Braunschweiger THC) und Clara-Marie Schön (TK Blau-Weiss<br />

Dresden-Blasewitz) zu den Besiegten. Auch in der Damen-<br />

Nebenrunde mit elf Teilnehmerinnen gab es gutklassiges Tennis<br />

und eine überraschende Siegerin zu erleben. Sophie Cramer<br />

vom TC Blau-Weiß Hohen Neuendorf schaltete auf dem Weg<br />

zum Erfolg die an Eins gesetzte Anna-Katharina Sauter (Grunewald<br />

TC) und im Endspiel Nummer 4 Anastasia Rutz (Hermsdorfer<br />

SWC) aus.<br />

Im 64er Herren-Feld startete der an Eins gesetzte SCCer Markus<br />

Malaszszak nach einem Kampflos-Sieg nach Nichtantritt<br />

und drei Zwei-Satz-Siegen ohne Verlust souverän, musste sich<br />

dann aber im Halbfinale dem ein Jahr älteren und an drei gesetzten<br />

Lukas Maskow (Grün-Weiß Nikolassee) mit 6:2, 4:6, 5:10<br />

im Match-Tie-Break geschlagen gegeben. Schon zuvor hatte<br />

der “Grün-Weiße” im Viertelfinale gegen Nummer 9, Daniel<br />

Podoprygoda (LTTC “Rot-Weiß”), beim 6:3, 6:7, 10:5 sein technisches<br />

und konditionelles Potenzial unter Beweis gestellt. So<br />

ging es im Endspiel gegen den an Zwei gesetzten Jonas Pelle<br />

Hartenstein. Der 23-jährige “Blau-Weisse” Hartenstein, in seinen<br />

fünf Partien zuvor ohne Satzverlust, hatte den ersten Final-Satz<br />

überlegen mit 6:1 nach Hause gebracht, dann aber das<br />

Niveau nicht halten können und die folgenden Durchgänge<br />

mit 3:6 und 7:10 im Match-Tie-Break verloren.<br />

Klaus Weise<br />

Lukas Maskow<br />

Jonas Pelle Hartenstein<br />

(TC 1899 Blau-Weiss Berlin)<br />

Jan Niklas Buchwald (TC Grün-Weiß Nikolassee)<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

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TVBB-Sport<br />

37. Jugend-Nordpokal beim TC Frohnau<br />

Pfingstturnier im<br />

Norden Berlins<br />

Wieder lud der Tennis-Club Frohnau zum alljährlichen Jugendturnier vom<br />

16.-20. Mai <strong>2024</strong> ein. Viele Spieler kamen aus nah und fern zusammen<br />

mit Betreuern und Verwandtschaft auf die schöne Anlage. Großes Jugend-<br />

Tennis wurde geboten, gemanagt durch eine engagierte Turnierleitung um<br />

die Jugendwarte Andrea und Kirsten herum, abgerundet durch eine Tombola<br />

für alle Teilnehmer am Finaltag. Der Initiator des Turniers vor 37(!) Jahren, der<br />

damalige Jugendsportwart Klaus Jaenicke, ließ es sich nicht nehmen, zu schauen,<br />

wie aus dem ursprünglich tatsächlich Nordberliner Lokalturnier ein überregionales,<br />

bundesweit beachtetes Spitzenturnier wurde. Während 1987 105 Jungen<br />

und Mädchen teilnahmen, waren es diesmal insgesamt 211<br />

Zulassungen, bei einem größeren Platzangebot hätten es<br />

sogar noch mehr sein können.<br />

Ferdinand Wittig (TC Frohnau)<br />

So wurden die Matches nicht nur auf der Hauptanlage<br />

des TC Frohnau, sondern auf insgesamt 13 Plätzen<br />

auch bei den benachbarten Vereinen VfL Tegel und<br />

TC Grün-Weiß-Grün Tegel ausgetragen. Überall gab es Tennis<br />

vom Feinsten, Tennis-Dramen, bittere Enttäuschungen und<br />

überschwänglichen Jubel. Klar ist, dass ein solches Turnierprogramm<br />

einschließlich Nebenrunden nur möglich ist, wenn<br />

die Wetterbedingungen mitspielen – und das war dann am<br />

Sonntag und am Finaltag am Pfingstmontag leider nicht der<br />

Fall. So mussten Spiele verlegt werden, die Nebenrunde wurde<br />

eingeschränkt, und Matches mussten in der Halle fortgesetzt<br />

werden. Am Sonntag bis 23 Uhr, was natürlich für ein Jugendturnier<br />

problematisch ist. Die Turnierleitung um die Jugendwartinnen<br />

Andrea und Kirsten hat alles gemeistert, aber auch<br />

Fehlentscheidungen konnten nicht völlig vermieden werden.<br />

Hervorheben möchte ich, dass die in den letzten Jahren<br />

häufiger vorkommenden Streitereien – auch unter den überengagierten<br />

Eltern – dieses Jahr weitestgehend ausblieben.<br />

Der gelegentliche prophylaktische Schiedsrichtereinsatz trug<br />

sicherlich zur Beruhigung bei, wie auch die Einsicht, dass<br />

es für die Jugendlichen am besten ist, wenn sie selbst Entscheidungen<br />

auf dem Platz treffen und nicht Betreuer auf den<br />

Zuschauerbänken.<br />

Leider konnte die Vorjahressiegerin Naemi Lukacsi aus Dresden<br />

ihren Titel in der W18 nicht verteidigen, da es hier zu wenige<br />

Meldungen gab – sicher auch geschuldet den parallel stattfindenden<br />

TVBB-Verbandsmeisterschaften.<br />

In allen anderen neun Hauptkonkurrenzen von W11 bis<br />

M18 gab es spannende Matches auf hohem Niveau vor fast<br />

durchgehend großer Kulisse. Nur das M18 Finale konnte – bedingt<br />

durch die Verbandsmeisterschaft – erst am Montag um<br />

19 Uhr stattfinden, da waren die meisten Teilnehmer und Zuschauer<br />

bereits wieder abgereist. Hier siegte sehr dominant der<br />

Vorjahresfinalist Jan Niklas Buchwald vom TC Grün-Weiß Nikolassee<br />

gegen seinen Clubkameraden Gregor Heinemann.<br />

Emotion pur: Raphael Plambeck (Tennis-Club SCC Berlin)<br />

In den Konkurrenzen der 16-jährigen gingen die Titel nach<br />

Westdeutschland. Bei der weiblichen Jugend siegte Sienna<br />

Wabnitz aus Hessen gegen die Steglitzerin Viktoria Dedic, die<br />

zuvor die an Nr. 2 gesetzte Clara Priemer vom TC 1899 Blau-<br />

Weiss Berlin ausgeschaltet hatte. Bei den Jungs stand (aus Sicht<br />

des Veranstalters leider) nicht der Frohnauer Ferdinand Witting<br />

im Finale, sondern Nicolas Kühn vom TV Buchschlag in Hessen.<br />

Vor zwei Jahren hatte Ferdi im Finale der U14 noch gewonnen,<br />

diesmal hatte Nicolas in einem starken Halbfinale das bessere<br />

Ende für sich. Nicolas triumphierte dann auch im Endspiel<br />

gegen den zweitgesetzten Berliner Theo Oeltermann. Vorher<br />

hat er übrigens tatkräftig geholfen, die überfluteten Plätze wieder<br />

herzurichten, absolut keine Selbstverständlichkeit.<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

48<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


TVBB-Sport<br />

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Sienna Wabnitz (TV 1873 Hausen)<br />

In den sechs Konkurrenzen der Jüngeren konnten Berliner<br />

Spielerinnen und Spieler immerhin drei Titel gewinnen. Bei<br />

W11 setzte sich die ungesetzte Lilly Gessler vom TC 1899 Blau-<br />

Weiss deutlich gegen Johanna Katzer vom LTTC “Rot-Weiß“<br />

durch. Sehr spannend verlief das Match in der M12-Konkurrenz.<br />

Hier standen sich der Frohnauer Niklas Schwabe, der den<br />

Topgesetzten Medwin Groeger im Halbfinale besiegt hatte,<br />

und Veljko Djumic (im HF durchgesetzt gegen Paul Fieger -<br />

ebenfalls TC Frohnau) gegenüber. Zur großen Freude des Veranstalters<br />

konnte Niklas im Match-Tie-Break den einzigen Titel<br />

für Frohnau holen.<br />

Ebenfalls hoch dramatisch verlief das Finale in der M14-<br />

Konkurrenz, das Gabriel Rossi von “Rot-Weiß“ mit 13:11 im<br />

Match-Tie-Break gegen Raphael Plambeck vom TC SCC für sich<br />

entscheiden konnte.<br />

In den weiteren Begegnungen standen jeweils Berliner im<br />

Endspiel, mussten sich aber ihren Gegnern geschlagen geben.<br />

In der W14-Konkurrenz setzte sich Viviane Nowottny vom THC<br />

Brühl in Nordrhein-Westfalen ziemlich deutlich gegen Katharina<br />

Reichert vom TK Blau-Gold Steglitz durch; in der W12-Konkurrenz<br />

musste das Match gegen Alia Barletta aus Frankfurt<br />

am Main bei leichtem Vorteil für die Blau-Weisse Eva Mentner<br />

wetterbedingt abgebrochen werden. Nach der Verlegung<br />

in die feste Halle konnte Alia ihre technische Brillanz voll ausspielen<br />

und gewann am Ende den Match-Tie-Break 10:7. Nach<br />

heroischem Kampf ein bitterer Ausgang für Eva.<br />

Bei den Jüngsten war Tim Richard vom TC Rheinstadion,<br />

ebenfalls Nordrhein-Westfalen, nicht zu stoppen. Er gab im<br />

Verlauf des Turniers gerade einmal sieben Spiele ab und konnte<br />

auch im Finale gegen den Frohnauer Johann Pollok klar<br />

triumphieren.<br />

Neun neue Namen werden auf dem großen Nordpokal eingraviert,<br />

die Turnierleitung atmet wieder tief durch und alle<br />

freuen sich auf ein Wiedersehen in 2025.<br />

Peter Petersen<br />

Lilly Gessler (TC 1899 Blau-Weiss Berlin)<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

49


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TVBB-Sport<br />

38. TVBB Jüngstenturnier U9 und U10<br />

Junge Talente sammeln<br />

erste Erfahrungen im<br />

Turniersport<br />

Vom 22. bis zum 30. Juni <strong>2024</strong> fanden auf der Anlage des<br />

TC Lichterfelde 77 die 9. Verbandsmeisterschaften der<br />

Altersklassen U9 und U10 statt. 43 Mädchen und 62 Jungen<br />

traten in zwei Altersklassen an, um in fairen, spannenden<br />

und teilweise hochklassigen Wettkämpfen die jeweiligen<br />

Siegerinnen und Sieger zu ermitteln.<br />

Lilly Gessler vom TC 1899 Blau-Weiss Berlin gewiint die U10<br />

Ein Blick auf die Pokale<br />

Lilly Mörtz vom<br />

Tennis-Club Heiligensee<br />

belegte den zweiten<br />

Platz in der U9<br />

Leider begann die Turnierwoche<br />

auch in diesem Jahr wetterbedingt<br />

mit Verzögerungen.<br />

„Land unter“ auf allen Plätzen hieß es<br />

bei Spielbeginn um 9:00 Uhr. Dank des<br />

unermüdlichen Einsatzes des Platzwarts Mathias Solinic und<br />

der Übersicht und Gelassenheit des Oberschiedsrichters Marcel<br />

Stelter konnten um 17:00 Uhr die ersten Paarungen auf die<br />

Plätze geschickt werden. Ein herzliches Dankeschön an alle Eltern,<br />

die Verständnis für diese Ausnahmesituation zeigten.<br />

Glücklicherweise war nur der Start etwas holprig, denn das<br />

Wetter der folgenden Tage ermöglichte die planmäßige Durchführung<br />

aller Ansetzungen der Haupt- und Nebenrunden.<br />

Immer wieder staunten die zahlreichen Zuschauer über die<br />

hohe Qualität der Spiele. Auch der sportliche und faire Umgang<br />

miteinander war ständiges Gesprächsthema.<br />

Ein spannendes Match lieferten sich im Finale der Mädchen<br />

U9 Nina Fallahian (BTC Rot-Gold) und Lilly Mörtz (TC<br />

Heiligensee), das Nina mit 7:6, 6:4 für sich entscheiden konnte.<br />

Dritte wurden Marianne Walter (ProSport 24 Gatow) und Sophie<br />

Sommer (TC 1899 Blau-Weiss). Die Nebenrunde gewann<br />

Milana Pavlova (Grunewald TC).<br />

Bei den Jungen dieser Altersklasse dominierte Balthasar<br />

Klemm (ProSport 24 Gatow) alle seine Spiele. Auch im Endspiel<br />

behielt er bei seinem 6:2, 6:1 gegen Theo Gutjahr (LTTC “Rot-<br />

Weiß“) die Oberhand. Die dritten Plätze erkämpften sich Henri<br />

Dreiling (NTC „Die Känguruhs“) und Ilian Fellenberg (TK Blau-<br />

Gold Steglitz). In der Nebenrunde siegte Konstantin Kartmann<br />

(TC SCC) im Match-Tie-Break gegen August Minown (TC Grün-<br />

Weiss Nikolassee).<br />

Bei den Mädchen U10 standen sich Lilly Gessler (TC 1899<br />

Blau-Weiss) und Malin Groeger (TC Tiergarten) gegenüber; eine<br />

Wiederholung des letztjährigen Finals der U9. Glatt und ungefährdet<br />

siegte Lilly mit 6:2, 6:0. Lia Alfaro Gill (BSV 92) und<br />

Alessandra Rogosch (TK Blau-Gold Steglitz) belegten die dritten<br />

Plätze. In der Nebenrunde lieferten sich Gesa Voeth und<br />

Fotos: Markus Arnold<br />

50<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

Siegerinnen in der U9: Sophie Sommer, Nina Fallahian, Lilly Mörtz


TVBB-Sport<br />

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Fotos: Markus Arnold<br />

Floria Buck (beide TC „Weiße Bären Wannsee“) nicht nur ein<br />

Club-Duell, sondern auch einen spannenden Kampf um den<br />

Sieg, den Gesa mit 7:5, 6:4 für sich entscheiden konnte.<br />

Auch bei den Jungen U10 wiederholte sich das Finale der<br />

U9 vom letzten Jahr. Hugo Rau (TC SCC) war auch diesmal von<br />

Jonas Tscharnke (TC SCC) nicht zu bezwingen. Klar, deutlich<br />

und ungefährdet gewann Hugo mit 6:0, 6:0. Nicht nur die spielerische<br />

Überlegenheit, sondern auch der erhebliche Unterschied<br />

in der Körpergröße ließen Jonas keine Chance. Lenn<br />

Devich (NTC „Die Känguruhs“) und Julian Ambia Villegas (Dahlemer<br />

TC) belegten die dritten Plätze. Hier ist zu erwähnen,<br />

dass Julian im Halbfinale gegen Jonas Tscharnke nur knapp im<br />

Match-Tie-Break verlor. Auch die Entscheidung in der Nebenrunde<br />

fiel in einer sehr umkämpften Partie zwischen Aurelius<br />

Molter (TC OW Friedrichshagen) und Felix Siebke (Z 88); Aurelius<br />

siegte 3:6, 6:3, 10:5.<br />

Endlich, um 13:00 Uhr, konnte die sehnsüchtig erwartete<br />

Siegerehrung mit der Übergabe aller Pokale und<br />

Preise beginnen. Traditionell überreichten Paula Deus und Paul<br />

Schwarzberg die großen Wanderpokale an ihre Nachfolger.<br />

Eine schöne Tennis-Woche ging zu Ende.<br />

Vielen Dank dem TVBB und dem Sporthaus „Grand Slam“<br />

für die Unterstützung dieses Turniers, bei dem Nachwuchstalente<br />

des Verbands erste Erfahrungen im Turniersport sammeln<br />

können. Diese Chance nutzten, seit Bestehen des Jüngstenturniers<br />

beim TC Lichterfelde 77, bisher mehr als 4.600<br />

Mädchen und Jungen.<br />

Nach 38 Jahren wird Bernd Lutz Dettmer nunmehr in den<br />

Turnierruhestand wechseln. Das traditionelle Jüngstenturnier<br />

wird es auch zukünftig weiter geben. Aus Reihen der Mitgliedschaft<br />

sind die zukünftigen Nachfolger bereits in den Startlöchern.<br />

Der TVBB dankt Bernd für das jahrelange Engagement<br />

und freut sich darauf, ihn zukünftig als Zuschauer bei einem Kaffee<br />

auf der Terrasse wiederzusehen.<br />

Bernd Lutz Dettmer, Claudio Gärtner<br />

Hugo Rau vom TC SCC<br />

siegt in der U10<br />

Fotos: Markus Arnold<br />

Balthasar Klemm (Pro Sport Berlin 24-Gatow) dominiert die U9<br />

Theo Gutjahr (LTTC „Rot-Weiß“ Berlin) erreicht in der U9 das Finale<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

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TVBB-Sport<br />

TVBB-Jugendverbandsmeisterschaften <strong>2024</strong><br />

(J-2, W/M, U11-U18), 13. – 17. Juli <strong>2024</strong><br />

Zehn Vereine standen in den<br />

TVBB-Jugendchampionat-<br />

Finals, sieben holten Titel<br />

Überspringt eine Altersklasse und siegt dennoch:<br />

Daria Strogalshchikova (TC SCC) gewinnt die U16<br />

Fünf Tage lang dauerten TVBB-Jugendverbandsmeisterschaften <strong>2024</strong> auf der<br />

Top-Anlage des TK Blau-Gold Steglitz und boten wie gewohnt ein Wohlfühl-<br />

Ambiente bei überwiegend bestem Tennis-Wetter. Das animierte die Mädchen<br />

und Jungs der Altersklassen von 11 bis 18 zu sportlich starken Leistungen und<br />

die durchaus ansprechende Schar von Zuschauern zu lebhaftem Beifall.<br />

Ein starker Auftritt in der<br />

U12: Robert Marianovski<br />

(TC 1899 Blau-Weiss)<br />

Zehn Konkurrenzen – je fünf für Mädchen und Jungen<br />

– von AK U11 bis U18 gingen über die Bühne, laut Ausschreibung<br />

für je 24 Teilnehmer von U11 bis U16 und 16<br />

Teilnehmer in der U18. Maßgeblich für Annahme und Setzung<br />

war die DTB-Jugendrangliste und nachrangig das LK-System.<br />

Dazu wurden mehrere Wildcards vergeben.<br />

Mit Robert Marianovski (TC 1899 Blau-Weiss) und Daria<br />

Strogalshchikova (TC SCC) kamen zwei Titelträger des Vorjahres<br />

erneut zu Meisterehren, allerdings in neuen Altersklassen. Der<br />

“Blau-Weisse” siegte diesmal bei den U12ern als Nummer 1<br />

der Setzliste gegen den zweitgesetzten Lokalmatador Maximilian<br />

Thümmler mit 6:2, 6:1 und feierte ein Dacapo. Die an<br />

Zwei gesetzte Dascha Strogalshchikova übersprang nach ihrem<br />

2023-Titel in der U12 einfach eine Altersklasse und gewann<br />

im U16-Finale gegen die top rangierte, drei Jahre ältere Clara<br />

Priemer (TC 1899 Blau-Weiss) eindrucksvoll mit 6:3 und 6:1. Zu<br />

recht gab es immer wieder Beifall auf offener Szene und staunendes<br />

Kopfschütteln der Augenzeugen über das frappante<br />

Laufspiel und die beidhändigen Returns der „Kleinen“ mit Jahrgang<br />

2012.<br />

Bei den jungen Männern der U18 holte sich nicht unerwartet<br />

die Nummer 1, Jan Niklas Buchwald, inzwischen für<br />

Grün-Weiß Nikolassee aktiv, im Favoriten-Duell gegen den zwei<br />

Jahre älteren Matteo Kelch (TC 1899 Blau-Weiss) mit einem<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

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<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


TVBB-Sport<br />

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Matteo Kelch vom TC 1899<br />

Blau-Weiss (oben rechts)<br />

gratuliert dem Sieger U18<br />

Jan Niklas Buchwald<br />

(Grün-Weiß Nikolassee)<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

souveränen 6:2, 6:1-Auftritt den Titel. Diesmal war er der klare<br />

Souverän des 16er-Feldes, gewann seine vier Matches ohne<br />

Satzverlust und schaltete schon vor dem Finale mit Luca Schiller<br />

(LTTC “Rot-Weiß”), Emil Enseleit (GW Bergfelde) und Gregor<br />

Heinemann (Grün-Weiß Nikolassee) starke Konkurrenten aus.<br />

In der U16 gewann der für den TC Frankfurt/Oder aktive,<br />

ungesetzte Pole Patryk Sarnowski ein umkämpftes Finale<br />

gegen den an Eins gesetzten Theo Oeltermann (Weiße Bären<br />

Wannsee) mit 6:3 und 6:4 und stellte dabei seine im Verlauf der<br />

vier Turniermatches stetig ansteigende Formkurve nachdrücklich<br />

unter Beweis. Oeltermann, 2022 in der U14 schon einmal<br />

TVBB-Meister, war auf dem Weg ins Endspiel mit drei Zweisatzsiegen<br />

als klarer Titelaspirant aufgetreten, hatte aber gegen<br />

Sarnowski zu häufig nur die zweitbesten Antworten. Der Mann<br />

von der Oder (Slubice), der in Frankfurt wohnt, zur Schule geht<br />

und trainiert, ließ sich von Eigenfehlern nicht entmutigen und<br />

kämpfte – angefeuert von der Familie und Freunden – weiter<br />

mit. Schweißgebadet, aber glücklich, zelebrierte er den Siegesjubel<br />

auf besonders schöne Weise. Auch in seinen Matches vor<br />

dem Finale gegen Konstantin Hempel (TC 1899 Blau-Weiss –<br />

6:3, 6:3), Simon Wohlfahrt (LTTC “Rot-Weiß” – 6:3, 7:5), Dimid<br />

Grokhochinsky (LTTC “Rot-Weiß” – 6:2, 5:7, 6:4) und Pepe Quilitz<br />

(TC Heiligensee – 6:1, 6:2) hatte er seinen enormen Kampfeswillen<br />

demonstriert.<br />

Den U14-Wettbewerb gewann mit Nummer 2 Finn Fleischfresser<br />

(SV Berliner Bären) zweifellos einer der Top-Favoriten,<br />

der seine Titelanwartschaft auch von Beginn an klar unter Beweis<br />

stellte. In seinen vier Partien inklusive des Finales gab er<br />

gerade mal fünf Spiele ab. Im Endspiel gegen Gabriel Friedrich<br />

Rossi (LTTC “Rot-Weiß”, 6:0, 6:1) ließ der Sproß aus der Tennis-<br />

Familie mit den vielen Talenten so gut wie nichts anbrennen<br />

und machte aus Sicht seines zuschauenden Vaters Timo (Ex-<br />

Profi, Trainer) „nur wenig falsch“.<br />

In den beiden jüngsten Jungs-Klassen standen sich jeweils<br />

die beiden Topgesetzten in den Finals gegenüber. Dabei landete<br />

beide Male die Nummer 1 einen klaren Erfolg. Bei den<br />

U12ern gewann der “Blau-Weisse” Robert Marianovski gegen<br />

Lokalmatador Maximilian Thümmler (TK Blau-Gold Steglitz)<br />

mit 6:2, 6:1. Auch in der U11 war mit SCCer Paul Schwarzberg<br />

die Nummer 1 der Gewinner gegen den körperlich noch<br />

nicht so ausgereift wie sein Kontrahent wirkenden Veljko Djumic<br />

vom Grunewald TC, der gleichwohl ein schon beachtliches<br />

technisches Rüstzeug zur Anwendung und oft ein Duell auf<br />

Augenhöhe oder sogar mehr zuwege brachte. Das 6:3, 6:2 für<br />

Schwarzberg liest sich da klarer, als sich das Geschehen live ansehen<br />

ließ. Beide Finalisten hatten ihre<br />

drei Vorfinal-Matches ohne Satzverlust<br />

absolviert. Seit fünf Jahren ist die Familie<br />

des Serben in Deutschland zuhause,<br />

Filius Veljko ist noch in Belgrad geboren.<br />

Beim Grunewald TC haben sie ihre Tennis-Heimat<br />

gefunden, der Vater ist lizenzierter<br />

Trainer – man darf sich auf die<br />

weitere Entwicklung freuen.<br />

In den fünf weiblichen Konkurrenzen<br />

gab es im „Königswettbewerb“ der<br />

U18 ein Finale, bei dem man schon vor<br />

dem ersten Ballwechsel den Namen der<br />

Siegerin verraten konnte. Dass die neue<br />

Zweiter Platz in der U16:<br />

Theo Oeltermann (Weiße Bären Wannsee)<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

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TVBB-Sport<br />

Finn Fleischfresser vom SV Berliner Bären (oben) gewinnt im Finale der U14<br />

gegen Gabriel Friedrich Rossi vom LTTC “Rot-Weiß”(links)<br />

wiederhergestellt. In der U16 holte sich Daria Strogalshikova<br />

(TC SCC) den Sieg. Sie gewann das Endspiel gegen die topgesetzte<br />

Clara Priemer (TC 1899 Blau-Weiss) mit 6:3 und 6:1.<br />

Im U14-Finale der Mädchen zwischen Katharina Reichert<br />

(TK Blau-Gold Steglitz) und Paula Deus (TC 1899 Blau-Weiss)<br />

war für den Gastgeberverein dann der erhoffte und gefeierte<br />

„Heimsieg“ der Steglitzer zu erleben. Die topgesetzte Reichert<br />

gewann gegen die drei Jahre jüngere Nummer 2 mit 6:3 und<br />

Meisterin der Altersklasse nämlich „Steinkamp“ heißen würde,<br />

stand da schon fest. Im Endspiel traf die an Zwei gesetzte Milena<br />

Steinkamp auf ihre drei Jahre ältere Schwester Anna, die<br />

im Vorjahr in der U16 das Finale gegen Anna Persike (alle LTTC<br />

“Rot-Weiß”) in drei Sätzen verloren hatte. Diesmal galt Milena<br />

als klare Favoritin, sie war mit zwei Zweisatzsiegen ins Endspiel<br />

gelangt, aber Schwester Anna hatte in drei Matches ohne<br />

Satzverlust und vor allem mit dem 6:3, 6:4-Halbfinale gegen<br />

die topgesetzte Anna Persike (jetzt TC SCC) ihre starke Tagesform<br />

bewiesen. Das Endspiel verlief erstaunlich ausgeglichen.<br />

Milena gewann den ersten Satz mit 6:1 erwartet deutlich,<br />

verlor allerdings den zweiten überraschend 4:6. Im dritten<br />

war dann jedoch mit dem 6:0 der Favoritin die „Papierform“<br />

Veljko Djumic vom Grunewald TC erreicht in der U11 das Finale<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

54<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


TVBB-Sport<br />

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U11: Finalistin Melaniya Rolya (Dahlemer TC) gratuliert der Siegerin Feenia Kraus vom LTTC “Rot-Weiß” (oben)<br />

Melaniya Rolya (Dahlemer TC) mit 6:1, 6:1 den Sieg, nachdem<br />

beide Finalistinnen zuvor mit jeweils drei Zweisatzerfolgen<br />

überzeugten. Im Vorjahres-Finale der U11 hatten sich Paula<br />

Deus und Nicola Sokolska gegenübergestanden, das Deus mit<br />

7:5, 6:2 gewann.<br />

Klaus Weise<br />

Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />

6:2, nachdem beide zuvor mit drei Zweisatzsiegen durchs Turnier<br />

marschiert waren. Reichert hatte dabei mit Maria Shpilevaya<br />

(BSV 1892 – 6:1, 6:2), Salma Briefkani (Zehl. Wespen, 6:0,<br />

6:1) und Carla Demmer (LTTC, 6:1, 6:1) starke Gegnerinnen ausgeschaltet.<br />

Bei den U12er Mädchen drehte im finalen Top-Duell die<br />

Nummer 2 Eva Mentner die Konstellation gegen die topgesetzte<br />

Nummer 1 Nicole Sokolska (beide TC 1899 Blau-Weiss)<br />

im Vereinsmatch mit 7:5 und 6:4 knapp zu ihren Gunsten um<br />

und holte sich mit alles in allem vier Matches ohne Satzverlust<br />

den Titel. Sokolska hatte auf dem Weg ins Endspiel im Halbfinale<br />

eine der aufregendsten Partien der TVBB-Meisterschaften<br />

bestritten, als sie gegen Alexandra Ilyunina (BSV 1892)<br />

beim 5:7, 6:3 und 15:13 ein Marathon-Match bestreiten musste.<br />

In der U11 holte sich in einem weiteren Duell der Topgesetzten<br />

Feenia Kraus (LTTC “Rot-Weiß”) gegen Nummer 2<br />

Milena Steinkamp besiegt Ihre Schwester Anna im Finale<br />

der U16 (beide LTTC “Rot-Weiß”)<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

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International<br />

Wimbledon Championships in London <strong>2024</strong>:<br />

Carlos Alcaraz verteidigt<br />

seinen Titel,<br />

Barbora Krejcikova folgt<br />

auf ihre Landsfrau<br />

Marketa Vondrousova<br />

Carlos Alcaraz<br />

Erneut geht der Wimbledon-Titel an Carlos Alcaraz. Der Spanier war schon im Vorjahr gegen Novak Djokovic<br />

nach packenden fünf Sätzen als Sieger vom Platz gegangen. Diesmal gab es eine Neuauflage. Doch der Serbe<br />

hatte dem wie entfesselt aufspielenden Weltranglistenzweiten wenig entgegenzusetzen. Lediglich im dritten<br />

Durchgang verlief die Partie ausgeglichen. Am Ende setzte sich der 21-Jährige aus Murcia mit 6:2, 6:2 und<br />

7:6 (7:4) durch und kassierte dafür die Rekordsumme von 2,75 Millionen €. Der topgesetzte Italiener Jannik Sinner<br />

musste bereits im Viertelfinale gegen den Russen Daniil Medvedev nach fünf umkämpften Sätzen die Segel streichen.<br />

Bei den Damen gab es eine neue Siegerin. Die an Nummer 31 eingestufte Barbora Krejcikova stand nach ihrem 3:6, 6:3,<br />

6:4-Halbfinalsieg gegen die an vier gesetzte Kasachin Elena Rybakina erstmals im Wimbledon-Endspiel. Ihre Gegnerin<br />

Jasmine Paolini aus Italien rang in der Vorschlussrunde Donna Vekic aus Kroatien knapp mit 2:6, 6:4 und 7:6 (10:8) nieder.<br />

Das Finale war eine ausgeglichene Partie. Am Ende hatte Krejcikova mit 6:2, 2:6, 6:4 das bessere Ende für sich, freute sich<br />

ebenfalls über 2,75 Millionen € Siegprämie und trat damit die Nachfolge ihrer Landsfrau Marketa Vondrousova an. Die an<br />

Nummer eins gesetzte Turnierfavoritin Iga Swiatek (Polen) kam auf dem Rasenbelag erneut nicht optimal zurecht und<br />

schied bereits in der dritten Runde gegen die Kasachin Yulia Putintseva mit 6:3, 1:6, 2:6 aus.<br />

Foto: Mathias Schulz-tennisphoto.de<br />

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<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


International<br />

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Zverev scheitert im Achtelfinale<br />

Von den deutschen Herren kam erwartungsgemäß Alexander<br />

Zverev am weitesten. Nach Siegen über Roberto Carballes<br />

Baena (Spanien), Marcos Giron (USA) und den Briten Cameron<br />

Norrie, die er allesamt in drei Sätzen bezwang, wartete im<br />

Achtelfinale der US-Amerikaner Taylor Fritz. Zunächst gewann<br />

der Deutsche die ersten beiden Sätze. Doch mit zunehmender<br />

Spieldauer wurde Fritz besser und Zverev machten Knieprobleme<br />

zu schaffen. Am Ende ging der fünfte Durchgang<br />

mit 6:3 an Fritz, womit für Zverev der Traum vom ersten Grand<br />

Slam-Titel frühzeitig ausgeträumt war. “Ich war nicht bei hundert<br />

Prozent heute”, erklärte der 27-Jährige nach dem Match<br />

und sprach von einem Knochenödem und einer Zerrung in der<br />

Kapsel im Knie. Damit geht der Fluch von Wimbledon für ihn<br />

weiter, denn bisher kam er noch nie über das Achtelfinale hinaus.<br />

Von den übrigen Deutschen erreichte Jan-Lennard Struff<br />

Runde drei, ehe er gegen Daniil Medvedev in vier Sätzen ausschied.<br />

Ansonsten überstand lediglich Daniel Altmaier noch die<br />

erste Runde, ehe anschließend nach fünf Sätzen gegen Denis<br />

Shapovalov (Kanada) das Aus kam.<br />

Alexander Zverev<br />

Die Siegerin Barbora Krejcikova<br />

(links) mit ihrer Finalgegnerin<br />

Jasmine Paolini<br />

Fotos: Mathias Schulz-tennisphoto.de, Jürgen Hasenkopf<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

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International<br />

Hat Grund zum Jubeln: Achtelfinalistin Sonja Zhenikova<br />

Bei den Frauen sah es noch düsterer aus. Zwar spielte sich Eva<br />

Lys durch die Qualifikation, doch in Runde eins war die Reise zu<br />

Ende. Auch Angelique Kerber, Tamara Korpatsch und Tatjana<br />

Maria schieden ohne Satzgewinn aus. Lediglich Jule Niemeier<br />

und Laura Siegemund kamen eine Runde weiter, ehe das Turnier<br />

auch für sie vorbei war. Dabei leistete die 36-jährige Laura<br />

Siegemund beim 3:6, 6:3, 3:6 gegen Elena Rybakina erheblichen<br />

Widerstand.<br />

Das Herren-Doppel ging an die Kombination Harri Heliovaara/Henry<br />

Patten (Finnland/Vereinigtes Königreich), die<br />

den Australiern Max Purcell/Jordan Thompson mit 6:7, 7:6, 7:6<br />

(11:9) den Titel wegschnappten. Bei den Damen setzten sich<br />

Taylor Townsend/Katerina Siniakova (USA/Tschechien) gegen<br />

Gabriela Dabrowski/Erin Routliffe (Kanada/Australien) mit 7:6,<br />

7:6 durch. Das Mixed wurde eine klare Angelegenheit für Jan<br />

Zielinski/Su-wei Hsieh (Polen/Taiwan), die die mexikanische<br />

Kombination Santiago Gonzalez/Giuliana Olmos mit 6:4, 6:2<br />

bezwangen.<br />

Sonja Zhenikhova kommt bis ins Achtelfinale,<br />

Titelgewinn für Max Schoenhaus<br />

Bei den Wimbledon Juniors kam die für den TK Blau-Gold Steglitz<br />

spielende 16-jährige Berlinerin Sonja Zhenikova bis in die<br />

Runde der letzten 16. Nach ihrem Auftaktsieg mit 3:6, 6:3, 7:5<br />

gegen Laima Vladson (Litauen) gelang in Runde zwei ein 7:6,<br />

4:6, 6:4 gegen die Nummer 9 der Setzliste Kristina Penickova<br />

aus den USA. Anschließend musste Zhenikova gegen Rositsa<br />

Dencheva beim 3:6, 0:6 die Überlegenheit der Bulgarin<br />

anerkennen. Im Doppel schaffte es Julia Stusek, die im Einzel<br />

in der zweiten Runde verlor, zusammen mit Julie Pastikova<br />

(Tschechien) bis ins Halbfinale. Bei den Junioren kamen<br />

zwar Max Schoenhaus und Tom Sickenberger im Einzel<br />

nicht über Runde eins hinaus. Doch Schoenhaus hatte trotzdem<br />

Grund zum Jubeln, denn mit Partner Alexander Razeghi<br />

(USA) gelang dem 16-Jährigen aus Soest beim 7:6, 6:4 gegen<br />

die Tschechen Jan Klimas/Jan Kumstat der Turniersieg in der<br />

Doppelkonkurrenz. Die Einzeltitel gingen schließlich an die<br />

topgesetzte Renata Jamrichova (Slowakei) und den an Nummer<br />

2 eingestuften Norweger Nicolai Budkov Kjaer.<br />

Zusammenfassung: Michael Matthess<br />

Fotos: Mathias Schulz-tennisphoto.de<br />

58<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


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International<br />

Rückblick French Open in Paris (Roland Garros) <strong>2024</strong>:<br />

Zverev scheitert im Finale knapp an Alcaraz<br />

60<br />

Mit einer starken Leistung wartete Alexander Zverev bei den French Open in Paris auf. Nach<br />

sechs siegreichen Partien forderte er im Finale Carlos Alcaraz über fünf Sätze. Am Ende setzte<br />

sich der an Nummer 3 eingestufte Spanier knapp durch. Wesentlich einseitiger verlief das<br />

Turnier bei den Damen. Die topgesetzte Iga Swiatek zeigte sich der Konkurrenz überlegen.<br />

Im Viertelfinale bezwang die Polin Marketa Vondrousova aus Tschechien klar mit 6:0, 6:2.<br />

Anschließend gab sie Coco Gauff (USA) mit 6:2, 6:4 das Nachsehen und im Endspiel ließ sie sich<br />

auch von der an Position 12 eingestuften Überraschungsfinalistin Jasmine Paolini aus Italien<br />

nicht von der Siegerstraße abbringen und gewann souverän mit 6:2, 6:1.<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

Alexander Zverev mehrmals hart gefordert<br />

Bereits zum Auftakt bekam es Alexander Zverev<br />

mit “Altmeister” Rafael Nadal (Spanien)<br />

zu tun. Am Ende setzte sich der Deutsche sicher<br />

mit 6:3, 7:6, 6:3 durch. Und auch im Anschluss<br />

ließ er sich von dem Belgier David Goffin<br />

nicht überraschen und siegte mit 7:6, 6:2,<br />

6:2. Ab Runde drei wurde es jedoch ernst. Zunächst<br />

stand die Partie gegen den Niederländer<br />

Tallon Griekspoor auf dem Programm. Nach<br />

einer langwierigen Auseinandersetzung behielt<br />

Zverev mit 3:6, 6:4, 6:2, 4:6 und 7:6 (10:3)<br />

die Oberhand. Und auch im Achtelfinale musste<br />

der Weltranglistenvierte gegen den Dänen<br />

Holger Rune beim 4:6, 6:1, 5:7, 7:6 (7:2), 6:2 harten<br />

Widerstand brechen. Deutlicher verlief dann<br />

das Viertelfinalspiel gegen den Australier Alex<br />

de Minaur, dass Zverev mit 6:4, 7:6 (7:1), 6:4 für<br />

sich entschied. Und auch in der Vorschlussrunde<br />

ließ er sich von Casper Ruud, der zuvor von der<br />

verletzungsbedingten Absage des an Nummer<br />

1 eingestuften Novak Djokovic (Serbien) profitierte,<br />

nicht vom Weg ins Finale aufhalten. Nach<br />

Alcaraz und Zverev vor dem Finale<br />

schwachem Beginn bekam er das Match immer<br />

besser in den Griff und schaltete den Norweger<br />

mit 2:6, 6:2, 6:4, 6:2 aus. Im Finale verließen Zverev<br />

in dem fast viereinhalbstündigen Duell dann<br />

nach drei Durchgängen langsam die Kräfte, sodass<br />

Alcaraz nach fünf Sätzen mit 6:3, 2:6, 5:7,<br />

6:1, 6:2 den Siegerpokal in die Höhe stemmen<br />

konnte. Für den Spanier, der nach den US Open<br />

2022 und Wimbledon 2023 nun auch zum ersten<br />

Mal in Paris triumphierte, gab es ein Preisgeld<br />

von 2,4 Millionen €. Zverev konnte sich<br />

immerhin mit der Hälfte der Summe trösten.<br />

Von den übrigen deutschen Akteuren schaffte<br />

es Jan-Lennard Struff bis in die dritte Runde,<br />

ehe er Alex de Minaur in vier Sätzen unterlag.<br />

Daniel Altmaier, Maximilian Marterer und Qualifikant<br />

Henri Squire schieden in Runde zwei aus,<br />

während Yannik Hanfmann und Dominik Koepfer<br />

bereits zum Auftakt hängenblieben.<br />

Laura Siegemund gewinnt im Mixed<br />

Im Frauenwettbewerb überstanden zwar Eva<br />

Lys und Jule Niemeier die Qualifikation, allerdings<br />

war dann für beide in der ersten Runde<br />

das Turnier zu Ende. Auch für Tatjana Maria<br />

und Laura Siegemund waren die French Open<br />

nach einem Match vorbei. Das gleiche Schicksal<br />

ereilte Angelique Kerber, die der Niederländerin<br />

Arantxa Rus mit 4:6, 3:6 den Vortritt lassen<br />

musste. Einzig Tamara Korpatsch kam eine<br />

Runde weiter, ehe gegen Qin Zheng (China) mit<br />

2:6, 2:6 Schluss war.<br />

Dennoch durfte aus deutscher Sicht<br />

ein Turniererfolg gefeiert werden. Doppelspezialistin<br />

Laura Siegemund hatte sich kurz<br />

Fotos: Jürgen Hasenkopf


International<br />

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Auf Sand kaum zu stoppen: Carlos Alcaraz<br />

vor Turnierbeginn mit dem Franzosen Edouard<br />

Roger-Vasselin zusammengetan. Am Ende<br />

lief es für die an Nummer 2 eingestufte Kombination<br />

so gut, dass sie im Finale gegen Desirae<br />

Krawczyk/Neal Skupski (Polen/Großbritannien)<br />

den Center Court dank eines 6:4, 7:5-Erfolgs jubelnd<br />

verlassen konnten. In der Herren-Doppelkonkurrenz<br />

holten sich Mate Pavic und Marcelo<br />

Arévalo (Kroatien/El Salvador) als Nummer<br />

neunzehn der Setzliste den Titel mit einem 7:5,<br />

6:3 gegen die Italiener Andrea Vavassori/Simone<br />

Bolelli. Das Damendoppel ging an Coco Gauff/<br />

Katerina Siniakova (USA/Tschechien), die die italienische<br />

Kombination Sara Errani und Jasmine<br />

Paolini mit 7:6 (7:5) und 6:3 in Schach hielten.<br />

Schließlich gab es bei den Juniorinnen- und<br />

Juniorenwettbewerben aus deutscher Sicht<br />

wenig Lichtblicke. Bei den Juniorinnen unterlag<br />

die 16-jährige Berlinerin Sonja Zhenikhova<br />

in Runde eins der an Nummer 15 eingestuften<br />

Kaitlyn Rolls (USA) in zwei Sätzen. Und auch<br />

Julia Stusek scheiterte zum Auftakt. Bei den Junioren<br />

schied Max Stenzer ebenfalls in Runde<br />

eins aus. Dafür überstand Max Schoenhaus die<br />

Anfangspartie, ehe er im Sechzehntelfinale die<br />

Segel streichen musste. Die Turniersiege ging an<br />

den US-Amerikaner Kaylan Bigun und Tereza Valentova<br />

aus Tschechien.<br />

Zusammenfassung: Michael Matthess<br />

Fotos: Jürgen Hasenkopf<br />

Gewinnen im Mixed: Laura Siegemund<br />

und der Franzose Edouard Roger-Vasselin<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

61


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International<br />

Bad Homburg Open:<br />

Überraschung beim<br />

Rasenturnier der Damen<br />

Fotos: Mathias Schulz-tennisphoto.de<br />

Bei der zur WTA 500-Kategorie zählenden und mit<br />

923.000 $ dotierten Veranstaltung im Kurpark düpierte die<br />

ungesetzte Diana Shnaider die Konkurrenz.<br />

Die in der Weltrangliste auf Platz 47 geführte Russin ließ bereits<br />

zum Auftakt gegen Angelique Kerber aufhorchen. Dank eines<br />

7:5, 6:3-Erfolgs schaffte es die 20-Jährige in die nächste Runde.<br />

Nach zwei weiteren Siegen stand sie im Halbfinale und kämpfte<br />

die Nummer 3 der Setzliste Emma Navarro (USA) mit 7:5,<br />

2:6, 6:3 nieder. In der anderen Tableauhälfte zeigte die Kroatin<br />

Donna Vekic ihre Rasenplatzqualitäten. Im Halbfinale gegen<br />

die Bulgarin Viktoriya Tomova hatte sie lediglich im zweiten<br />

Satz Mühe, gewann aber am Ende mit 6:0, 7:6 (8:6). Im ausgeglichenen<br />

Finale beeindruckte Shnaider immer wieder mit<br />

ihrer schnellen und druckvollen Vorhand. Vekic hielt jedoch gut<br />

dagegen. Nach drei Sätzen hatte schließlich die russische Linkshänderin<br />

mit 6:3, 2:6, 6:3 die Nase vorn und durfte sich über<br />

eine Siegprämie von 76.225,– € freuen. Von den deutschen<br />

Spielerinnen zeigte Jule Niemeier zum Auftakt eine starke Leistung.<br />

Gegen die topgesetzte Maria Sakkari (Griechenland) setzte<br />

sich Niemeier mit 2:6, 6:2, 7:6 (7:4) durch. Eine Runde später<br />

kam die Deutsche gegen Paula Badosa aus Spanien im<br />

ersten Satz gut in die Partie und holte diesen mit 6:4. Im Anschluss<br />

zeigte die Formkurve wie schon eine Woche zuvor in<br />

Berlin wieder nach unten, was Badosa zum 4:6, 6:2, 6:1 nutzte.<br />

Neben Angelique Kerber kamen auch Tatjana Maria, Tamara<br />

Korpatsch und Julia Stusek nicht über die erste Runde hinaus.<br />

Die Doppelkonkurrenz gewannen die an Nummer 1 gesetzten<br />

Nicole Melichar-Martinez/Ellen Perez (USA/Mexiko), die in einer<br />

spannenden Partie gegen Hao-Ching Chan/Veronika Kudermetova<br />

(Taiwan/Russland) mit 4:6, 6:3, 10:8 das bessere Ende<br />

für sich hatten. Mit 55.000 Zuschauern wurde in Bad Homburg<br />

ein neuer Zuschauerrekord aufgestellt. Zudem freuten sich die<br />

Verantwortlichen, dass der Standort mindestens bis 2029 gesichert<br />

ist.<br />

Zusammenfassung: Michael Matthess<br />

Siegt überraschend: Diana Shnaider<br />

62<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


International<br />

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<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong><br />

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International<br />

Die große Karriere von Angelique Kerber endet bei den Olympischen Spielen<br />

in Paris <strong>2024</strong> in einem epischen Match im Viertelfinale gegen Qinwen Zheng<br />

Angelique Kerber hat ihre Karriere nach Olympia beendet<br />

Eine außergewöhnliche sportliche<br />

Laufbahn geht zu Ende.<br />

Angelique Kerber hat in einem emotionalen Instagram-Post bekannt gegeben, dass<br />

sie nach den Olympischen Spielen in Paris ihre aktive Karriere als Tennisspielerin<br />

beenden wird. Kerber, geboren am 18. Januar 1988 in Bremen, war über 20 Jahre<br />

als Profispielerin auf der WTA-Tour aktiv und erzielte dabei herausragende Erfolge.<br />

Im Februar 2023 wurde sie Mutter einer Tochter und kehrte weniger als ein Jahr<br />

später auf die Tennistour zurück. Gemeinsam mit dem DTB-Team gewann sie in<br />

beeindruckender Manier den United Cup in Australien.<br />

Angelique Kerber mit der<br />

Silbermedaille der Olympischen<br />

Spiele in Rio 2016<br />

„Mit Angelique Kerber tritt eine der erfolgreichsten und<br />

populärsten Tennisspielerinnen ab, die Deutschland je<br />

hervorgebracht hat. Mit ihrem besonderen Kampfgeist<br />

und der großen Leidenschaft auf dem Platz war sie stets<br />

ein strahlendes Vorbild für junge Nachwuchsspieler:innen.<br />

Wie sie sich auch nach Verletzungen und Rückschlägen<br />

mit großem Einsatz immer wieder erfolgreich zurückgearbeitet<br />

hat, verdient allerhöchste Anerkennung. Ihre<br />

Erfolgsbilanz ist beeindruckend: Mit ihren Grand-Slam-Titeln<br />

bei den Australian Open und den US Open 2016 sowie<br />

Wimbledon 2018, der Silbermedaille bei den olympischen<br />

Spielen 2016 in Rio und der Eroberung der Position 1 in<br />

der Damen-Weltrangliste, hat sie Tennis-Geschichte geschrieben.<br />

Wir danken Angie für ihre großen Verdienste<br />

um den deutschen Tennissport und werden sie auf dem<br />

Platz vermissen“, so DTB-Präsident Dietloff von Arnim.<br />

Die Olympischen Spiele in Paris bilden den Abschluss<br />

dieser großartigen Karriere. Im Damenturnier spielte sich<br />

Angelique Kerber in Roland Garros bis ins Viertelfinale. In<br />

einem grandiosen dreistündigen Match gegen die Chinesin<br />

Qinwen Zheng wehrte Kerber drei Matchbälle ab,<br />

unterlag aber knapp mit 7:6(4), 4:6, 6:7. Vor allem der gesamten<br />

Tenniswelt bot sie ein äußerst sehenswertes Abschiedsmatch.<br />

Bereits der Sieg in der ersten Runde der<br />

Olympischen Spiele in Paris gegen Naomi Osaka überraschte<br />

selbst Kerber. Sich bis ins Viertelfinale zu spielen,<br />

ist einfach nur stark. Erhobenen Hauptes, wenn auch mit<br />

etwas Wehmut und Tränen in den Augen, verabschiedete<br />

sich Kerber. Wir sagen Danke, für eine großartige Tennisspielerin.<br />

DTB/Claudio Gärtner<br />

Fotos: DTB/Paul Zimmer, imago images/Paul Zimmer<br />

64<br />

<strong>matchball</strong> | 03 – <strong>2024</strong>


Dominik Klein<br />

Ehemaliger Handball-Nationalspieler<br />

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