26.08.2024 Aufrufe

575_Azubi Basics Berlin 2024-Printversion

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

AUSGABE <strong>575</strong><br />

1<br />

BERLIN <strong>2024</strong><br />

Social media<br />

aBer sIcher!<br />

Gib der<br />

langeweile<br />

keine chance<br />

KaufMÄnnIsche<br />

ausBILdunGsBerufe<br />

IM foKus<br />

mint Jobs<br />

MÄdeLs erwÜnscht<br />

hilfe mit herz<br />

und hand<br />

ausBILdunG In der PfLeGe<br />

industrie 4.0<br />

BeaM dIch In dIe ZuKunft<br />

toP ausBILdunGssteLLen<br />

aus deIner reGIon!<br />

inSiDe<br />

bau dir deine<br />

Zukunft auf<br />

toLLe ausBILdunGsBerufe<br />

In der BauBranche<br />

AZUBI BASICS


2<br />

BEREIT EIN<br />

VERKAUFSPROFI<br />

ZU WERDEN?<br />

JETZT BEWERBEN FÜR UNSERE<br />

NACHWUCHSPROGRAMME IM VERKAUF<br />

Ob Ausbildung, Abiturientenprogramm oder duales Studium: Bei ALDI Nord<br />

lernst du von den Besten, um selbst Profi deines Fachs zu werden.<br />

Hast du die POWER, mitzuhalten?<br />

Unsere Ausbildungsangebote:<br />

// Ausbildung zum Verkäufer / Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d)<br />

// Abiturientenprogramm Handelsfachwirt (m/w/d)<br />

// Duales Bachelorstudium Business Administration<br />

Stell dich der Herausforderung und bewirb dich auf:<br />

aldi-nord.de/karriere<br />

Einfach ALDI. Powered by people.<br />

AZUBI BASICS


Auf die<br />

EDITORIAL 3<br />

Ausbildungsplätze<br />

... fertig,<br />

los!<br />

Bald ist es geschafft! Dann hältst du dein Abschlusszeugnis in der Hand<br />

und der Ernst des Lebens geht los. Du bist wahrscheinlich schon dabei,<br />

dich nach deinem zukünftigen Ausbildungsberuf umzuschauen,<br />

und jetzt tun sich dir sicher viele Fragen auf. Die wohl wichtigste ist<br />

diese: „Wie finde ich den richtigen Beruf?“ Wenn du dich schon ein wenig orientiert<br />

hast, dann wird dir aufgefallen sein, dass du aus einer Vielzahl spannender<br />

traumberufe wählen kannst. Doch welcher ist genau der passende für dich? Um<br />

diese Fragen zu beantworten, haben wir den ultimativen Ausbildungsratgeber<br />

für dich erstellt. Hier erfährst du, wie du anhand deiner Interessen und Stärken<br />

deine traumlehre finden kannst. Wir zeigen dir, wo und wie du informationen<br />

über Berufe und Berufsfelder einholst, um dir die auswahl zu erleichtern.<br />

außerdem findest du hier antworten auf Fragen wie: Was ist ein Duales studium?<br />

Welche ausbildungsformen gibt es überhaupt? Wie kann ich mich weiterbilden?<br />

Und, und, und... gut, dass es unseren ausbildungsratgeber gibt, der dich auf<br />

deinem Weg ins Berufsleben begleiten soll.<br />

Wir wünschen dir Spaß beim Lesen und viel Erfolg!<br />

AZUBI BASICS


4<br />

inhalt<br />

WELCHER BERUF PASST ZU MIR? 6<br />

Seite<br />

10<br />

ALLE-AUSBILDUNGSSTELLEN.DE<br />

Mit sPass zUR PeRFeKten<br />

aUsBilDUngsstelle<br />

10<br />

HILFE MIT HERZ UND HAND –<br />

Das gROsse PFlege-sPeCial<br />

12<br />

BERUFE MIT ZUKUNFT 16<br />

AUS- UND WEITERBILDUNG<br />

an PRiVaten sCHUlen UnD<br />

institUten<br />

SOCIAL MEDIA<br />

aBeR siCHeR!<br />

INDUSTRIE 4.0<br />

BeaM DiCH in Die zUKUnFt!<br />

18<br />

26<br />

28<br />

mit SPASS<br />

Zur Perfekten<br />

Ausbildungsstelle<br />

MINT JOBS<br />

MÄDels eRWÜnsCHt<br />

32<br />

social media<br />

Seite<br />

26<br />

aber sIcher!<br />

AZUBI BASICS


5<br />

INDUSTRIE 4.0<br />

28<br />

Seite<br />

BEAM DICH in die Zukunft HANDWERK–<br />

NOCH IMMER MIT GOLDENEM BODEN<br />

BAU DIR DEINE ZUKUNFT AUF!<br />

SCHNAPP DIR EINEN BAUHELM UND<br />

KOMM MIT AUF DIE BAUSTELLE<br />

SPECIAL KAUFMÄNNISCHE BERUFE –<br />

GIB DER LANGEWEILE KEINE CHANCE<br />

DUALES STUDIUM<br />

DAS BESTE AUS ZWEI WELTEN<br />

KONZERN, MITTELSTAND ODER<br />

START-UP?<br />

DIE WELT EIN STÜCKCHEN<br />

BESSER MACHEN<br />

STANDARDS<br />

EDITORIAL 3<br />

34<br />

36<br />

40<br />

44<br />

46<br />

48<br />

INHALT 4-5<br />

STELLENANZEIGEN 2, 19,<br />

21-25 49,<br />

51<br />

IMPRESSUM 51<br />

5<br />

25<br />

1 MIO<br />

1<br />

5-3<br />

0,5%<br />

25.-<br />

15.-<br />

Seite<br />

40<br />

10<br />

1,3%<br />

Gib der Langeweile<br />

keine Chance<br />

Special kaufmännische<br />

Ausbildungsberufe<br />

AZUBI BASICS


6<br />

Welcher Beruf<br />

passt zu<br />

mir?<br />

willst du werden, wenn du mal groß bist?“<br />

Jeder, der bereits eine Antwort auf diese Frage<br />

„Was<br />

hatte, ist anderen weit voraus. Wenn du<br />

allerdings noch nicht wissen solltest, welchen<br />

beruflichen Weg du einschlagen möchtest,<br />

dann ist es höchste Eisenbahn, dich damit auseinanderzusetzen.<br />

Vielleicht weißt du schon, was für<br />

dich auf keinen Fall infrage kommt, denn dann<br />

bist du schon einen großen Schritt weiter.<br />

In diesem Beitrag stellen wir dir drei<br />

wichtige Schritte vor, die dich dazu<br />

anleiten sollen, deine Berufsauswahl<br />

besser eingrenzen und somit hoffentlich<br />

deinen Traumberuf finden zu können.<br />

KREA-<br />

TIV?<br />

AZUBI BASICS


7<br />

SO-<br />

ZIAL?<br />

KAUF-<br />

MÄN-<br />

NISCH?<br />

TECH-<br />

NISCH?<br />

SCHRITT 1<br />

SELBSTREFLEXION<br />

nimm dir zeit und höre tief in dich hinein. an dieser stelle<br />

möchten wir dich ausdrücklich dazu auffordern, dies im<br />

Alleingang zu tun. Viele <strong>Azubi</strong>s brechen ihre Lehre vorzeitig<br />

ab, weil sie sich bei ihrer Entscheidung von Familie und<br />

Freunden beeinflussen lassen haben. es ist dein leben und<br />

allein du musst glücklich werden. natürlich kannst du dich<br />

mit deinen Eltern und deinen Freunden beraten. Sie kennen<br />

vielleicht sogar Stärken und Schwächen an dir, die dir<br />

selbst gar nicht bewusst sind. gespräche mit ihnen können<br />

dir helfen, deine gedanken und ideen zu ordnen.<br />

Doch die endgültige Entscheidung über deinen<br />

Traumberuf wirst du selbst treffen müssen.<br />

Auch wenn du später merken solltest,<br />

dass ein bestimmter Beruf doch<br />

nichts für dich ist, übernimmst nur<br />

du die Verantwortung dafür und<br />

wirst nicht sauer auf einen deiner<br />

lieben sein. nimm dir in der<br />

nächsten Zeit immer einen Stift<br />

und einen notizblock mit oder<br />

nutze die Memofunktion deines<br />

smartphones. gehe mit offenen<br />

Augen durch deinen Ort<br />

und schau dich um. Beobachte<br />

Menschen, denen du jeden Tag<br />

begegnest, bei ihrer Arbeit. Du<br />

wirst schnell feststellen, dass es<br />

so viele interessante Berufe gibt,<br />

die dir bisher nicht einmal aufgefallen<br />

sind. Wenn sich eine gelegenheit<br />

ergibt, um mit Personen zu sprechen,<br />

deren Tätigkeit dir spannend vorkommt,<br />

dann nutze sie. Du kannst sie ruhig fragen,<br />

was ihnen an ihrem Job gefällt und wie sie dahin<br />

gekommen sind, ihren Beruf auszuüben. so holst du viele<br />

Informationen ein und dein Denkprozess beginnt.<br />

SCHRITT 2:<br />

FRAGEN ÜBER FRAGEN<br />

Die Frage nach deinem Berufswunsch wirst<br />

du nicht zwischen Tür und Angel oder zwischen<br />

Frühstück und Abendessen entscheiden<br />

können. Bis du weißt, was du wirklich<br />

möchtest, ist ein Prozess nötig, den du<br />

allerdings selbst steuern kannst, und das<br />

solltest du auch tun. Das geht am besten,<br />

indem du dir wichtige Fragen stellst und<br />

diese immer im Hinterkopf behältst. Schreib<br />

sie dir daher auf und mache, wann immer dir<br />

etwas dazu einfällt, notizen dazu. setze dich<br />

täglich damit auseinander und du wirst sehen,<br />

du kommst deinem Berufswunsch schnell näher.<br />

Jedes Mal, wenn du dich mit einem Berufsbild be-<br />

schäftigst, nimm dir diese Fragen vor und schreibe alles<br />

auf, was dir dazu in den Sinn kommt. Diese wichtigen<br />

Fragen können dir helfen, deinen entscheidungs-<br />

prozess voranzutreiben:<br />

was woLLte Ich aLs KInd werden?<br />

Als kleiner Steppke hattest du sicher schon einige Vorstellungen<br />

davon, was du werden wolltest, wenn du nur<br />

erst mal groß bist. Höre in dich hinein. Vielleicht sind deine<br />

Berufswünsche von anno dazumal noch aktuell? egal, ob<br />

AZUBI BASICS


8<br />

Bonbonverkäufer, Hubschrauberpilot oder schauspielerin,<br />

vielleicht ist noch etwas übrig von diesem Wunsch? auch<br />

wenn es nicht mehr genau dieser Job sein soll, dann schau<br />

dir trotzdem die ausbildungsmöglichkeiten in der entsprechenden<br />

Berufsbranche an. so kann dein Kindheitstraum<br />

vom Bonbonverkäufer etwa zu einer ausbildung<br />

zum Süßwarentechnologen führen. Der Hubschrauberpilot<br />

könnte sich beispielsweise die inhalte der lehre zum<br />

Fluggerätelektroniker anschauen. Oder wie wäre es mit<br />

einer ausbildung zur Film- und Fernsehwirtin? in jedem<br />

Fall bietet das graben in alten Kindheitswünschen einen<br />

Anhaltspunkt.<br />

weLche tÄtIGKeIten Machen MIr rIchtIG sPass?<br />

Überlege und schreibe auf, was du tatsächlich am liebsten<br />

machst. ganz gleich, ob das putzen, kochen, lesen oder<br />

eines deiner Hobbys ist. Mit sicherheit gibt es einen Beruf,<br />

bei welchem du diese tätigkeiten zu einem großteil ausführen<br />

kannst.<br />

was MÖchte Ich auf Gar KeInen faLL<br />

Machen?<br />

Diese Frage ist meist ziemlich einfach zu beantworten.<br />

Wer beispielsweise auf keinen Fall den ganzen Tag im<br />

Büro herumsitzen und in einen Computer starren möchte,<br />

der kann alle Berufe, die damit zu tun haben, ausschließen<br />

und so seine Auswahl stark eingrenzen. Zwar wirst du<br />

dennoch hin und wieder mit einem PC zu tun haben, aber<br />

eben nicht in einem großen Ausmaß.<br />

weLche tÄtIGKeIten fInde Ich stressIG oder<br />

LanGweILIG?<br />

notiere alles, was dir dazu einfällt. Wenn du damit fertig<br />

bist, dann kategorisiere die langweiligsten bzw. stressigsten<br />

tätigkeiten in einer art Rangliste. Das könnte zum Beispiel<br />

sein, mit Zahlen zu arbeiten, zu putzen, zu telefonieren, viel<br />

zu reisen etc. achte bei deiner Berufswahl darauf, dass du<br />

Jobs, deren vorwiegende Aufgaben aus den ersten drei für<br />

dich stressigsten oder langweiligsten Tätigkeiten bestehen,<br />

gleich aussortierst.<br />

MÖchte Ich aM LIeBsten MIt Menschen, tIeren<br />

oder MaschInen arBeIten?<br />

tolle Frage, oder? Vielleicht bist du nur noch nicht darauf<br />

gekommen, sie dir zu stellen. Sie wird dir dabei helfen, deinen<br />

schwerpunkt auf die richtigen Berufsfelder zu lenken.<br />

Wenn du lieber deine Ruhe haben möchtest, dann könnten<br />

verwaltungstechnische Berufe für dich infrage kommen. im<br />

gesundheits- und sozialwesen, im Handel und in kaufmän-<br />

AZUBI BASICS


9<br />

nischen Berufen hast du häufiger mit Menschen zu tun. Falls<br />

deine besten Freunde Tiere sind, dann hast du vor allem im<br />

Agrarsektor eine große Auswahl an Traumberufen.<br />

arBeIte Ich Gern MIt MeInen hÄnden oder<br />

LIeBer MIt deM KoPf?<br />

Mit dieser Frage kannst du am besten einschätzen, welche<br />

Berufsbereiche zu dir passen und welche nicht. Du möchtest<br />

auf keinen Fall ein Bürofuzzi werden, sondern hast Freude<br />

daran, lieber etwas mit deinen Händen zu machen, dich körperlich<br />

zu betätigen oder etwas entstehen zu sehen? Dann<br />

könnten Berufe im Handwerk, im sozial- und gesundheitswesen<br />

oder in der gastronomie etwas für dich sein. liebst<br />

du es, dich morgens mit einer schönen heißen tasse Kaffee<br />

in einen schreibtischstuhl zu schwingen? Dann schau dich<br />

in Wirtschaftsberufen, wie etwa im Handel und im Bankenwesen,<br />

um.<br />

BIn Ich eIne euLe oder Lerche?<br />

Erwiesenermaßen gibt es zwei verschiedene Typen,<br />

wenn es um den Schlaf-wach-Rhythmus eines Menschen<br />

geht und was dessen Energiehaushalt betrifft. Finde heraus,<br />

welcher Typ du bist. Wenn du morgens schon zeitig<br />

munter bist, Bäume ausreißen könntest und die besten<br />

Ideen hast, abends jedoch abmattest und dann alles eher<br />

ruhig angehst, dann gehörst du höchstwahrscheinlich zu<br />

den Lerchen. Eulen hingegen kommen morgens schlecht<br />

in die gänge, werden jedoch nach Mittag richtig aktiv<br />

und auch kreativ. Dieser Aspekt spielt eine wichtige Rolle<br />

bei der Wahl deines Berufes. als eule wirst du dich<br />

beispielsweise bei einer lehre zum Bäcker schon mitten<br />

in der nacht aus den Federn quälen müssen, wohingegen<br />

lerchen es in gastronomieberufen schwer haben<br />

werden, sich auch noch bis in die späten Abendstunden<br />

hinein zu konzentrieren.<br />

wo MÖchte Ich aM LIeBsten arBeIten?<br />

Schmuddelwetter, Frost oder Hitze spielen für dich keine<br />

Rolle, Hauptsache du bist draußen? Dann wäre ein Job,<br />

bei dem du an der frischen Luft tätig bist, ideal für dich.<br />

Berufe, die meist im Freien ausgeübt werden, findest du<br />

vor allem im Handwerkswesen, aber auch im Agrarsektor,<br />

z. B. bei einer ausbildung zum tierwirt. Oder bist<br />

du vielleicht ein Typ, der das Rattern von Motoren liebt<br />

und den geruch von Maschinen? Dann wird dein lieblingsarbeitsplatz<br />

sicher eine Werkstatt bzw. eine Fertigungshalle<br />

sein. Bist du lieber „on the road“ und möchtest<br />

verschieden Orte kennenlernen? Wie wäre es dann,<br />

lkw-Fahrer zu werden? anhand dieser Frage kannst du<br />

deinen zukünftigen Job nach deinem bevorzugten Berufsambiente<br />

auswählen.<br />

MÖchte Ich eXPerIMentIeren, KreatIV seIn oder<br />

struKturIert arBeIten?<br />

Wenn Chemie, Biologie und Physik an der schule deine<br />

Lieblingsfächer waren, dann wirst du in einem technischen<br />

Job aufblühen, bei dem du es mit Experimenten<br />

und Versuchen zu tun hast. Basteln oder künstlerisch tätig<br />

zu sein, liegt dir eher? Oder vielleicht spielst du sogar<br />

ein instrument? Dann schau dich nach ausbildungen in<br />

gestalterischen Jobs um und mach deine Lieblingsbeschäftigung<br />

zum Beruf. es kann auch sein, dass nichts<br />

davon auf dich zutrifft und du eher ein Typ bist, der genaue<br />

Anweisungen braucht, damit er weiß, was er zu tun<br />

hat. Berücksichtige dies bei deiner Berufswahl.<br />

SCHRITT 3:<br />

FINDE DEINEN TRAUMBERUF!<br />

nachdem dir nun immer klarer geworden ist, was dir<br />

spaß machen würde und was beruflich für dich auf gar<br />

keinen Fall infrage kommt, geht es nun ans Recherchieren.<br />

schau dir die Berufsgruppen genau an. Du wirst<br />

schnell herausfinden, ob du lieber in der gastronomie<br />

oder in einem gestalterischen Beruf, im Handwerk oder<br />

in der Wirtschaft, in einem technischen Job oder doch<br />

lieber in einem gesundheitsberuf tätig sein möchtest. Beschäftige<br />

dich anhand deiner Antworten auf die Fragen<br />

mit den Ausbildungsinhalten und den Tätigkeitsfeldern<br />

der Berufe. Das wird einige zeit dauern, doch wenn du<br />

dir vornimmst, dich jeden Tag ein bis zwei Stunden intensiv<br />

damit auseinanderzusetzen, dann kannst du schneller<br />

deine auswahl treffen. tipp: Höre bei der endgültigen<br />

entscheidung auch auf dein Bauchgefühl.<br />

AZUBI BASICS


10<br />

mit SPASS<br />

zur perfekten<br />

Ausbildungs-<br />

stelle<br />

was willst du eigentlich mal werden?“ Diese Frage hast du sicher schon gehört,<br />

wenn du kurz vor dem Schulabschluss stehst oder dein Zeugnis bereits in<br />

„Kind,<br />

Händen hältst. Neugierige Tanten, Omas, Nachbarn und natürlich deine Eltern wollen<br />

endlich eine Antwort hören ... Und du möchtest ihnen am liebsten entgegenschleudern:<br />

„Ich weiß es nicht!“ Wahrscheinlich hast du schon diverse Berufseignungstests ausgefüllt – im<br />

Unterricht, bei der Agentur für Arbeit oder online. Doch so richtig aufschlussreich war das<br />

alles nicht, obwohl diese Tests angeblich „streng wissenschaftlich“ sind.<br />

Wie der name schon sagt: eignungstests stellen lediglich deine eignung für einen bestimmten Beruf fest. sie sagen<br />

nichts darüber aus, ob du diesen Job wirklich ausüben möchtest. nur weil du zum Beispiel gut rechnen kannst, heißt<br />

das noch lange nicht, dass du als Bankkaufmann/-frau glücklich werden würdest. außerdem gibt es in Deutschland<br />

etwa 450 erlernbare Berufe. Darunter sind unzählige Jobs, von denen du wahrscheinlich noch nie gehört hast. Wie<br />

soll man sich für etwas entscheiden, das man gar nicht kennt?<br />

ein bilD SAGt mehr<br />

AlS tAuSenD Worte<br />

Hier kommt alle-ausbildungsstellen.de<br />

ins Spiel. Auf dem Online-Portal für<br />

schüler/innen und schulabgänger/innen<br />

kannst du mit wenigen Klicks, dafür<br />

mit jeder Menge Spaß, deinen Traumberuf<br />

entdecken. Den Ausgangspunkt<br />

bildet kein komplizierter Fragebogen,<br />

sondern ein buntes Bilder-Quiz. Hör in<br />

dich hinein und entscheide ganz spontan,<br />

welche Pics dir am besten gefallen:<br />

Die junge Frau am Klavier? Oder<br />

doch der Mechaniker, der über eine<br />

geöffnete Motorhaube gebeugt ist?<br />

AZUBI BASICS


11<br />

Klicke auf dein lieblings-Pic und beantworte im anschluss die Frage<br />

nach deinem höchsten schulabschluss – schon bekommst du eine auswahl<br />

an interessanten Berufen präsentiert. nehmen wir an, du hast dich<br />

für den Jungen im Blaumann entschieden und einen mittleren schulabschluss<br />

gemacht. Das Online-Portal alle-ausbildungsstellen.de zeigt dir<br />

dann spannende Jobs für technikbegeisterte an, zum Beispiel Fachkraft<br />

für schutz und sicherheit, informatikkaufmann/-frau und Hörakustiker/<br />

in. Du wirst erstaunt sein, wie viele Möglichkeiten es gibt! Vielleicht hattest<br />

du bisher nur automechaniker/in oder elektroniker/in im Kopf, wenn<br />

du an technische Berufe gedacht hast – dabei gibt es so viel mehr! genau<br />

das ist der Unterschied zu klassischen stellenportalen: Bei alle-ausbildungsstellen.de<br />

suchst du nicht nach freien Ausbildungsplätzen in einer<br />

bestimmten Berufssparte, sondern bekommst viele verschiedene Jobs<br />

angezeigt, die zu dir und deinen Interessen passen!<br />

neue berufSbilDer<br />

entDecken<br />

Wenn du nun auf einen der Links klickst, erfährst du alles,<br />

was du über das jeweilige Berufsbild wissen musst. in<br />

einem ausführlichen Berufsporträt kannst du nachlesen,<br />

welche Aufgaben dich in diesem Job erwarten, welche<br />

entwicklungsmöglichkeiten es gibt und welche schwerpunkte<br />

bzw. spezialisierungen möglich sind. tl;dr? Kein<br />

Problem: schau dir einfach das zugehörige Video an. Der<br />

kurze Clip bündelt die wichtigsten infos und macht dir<br />

dadurch die entscheidung leichter, ob dieser Beruf etwas<br />

für dich sein könnte.<br />

Du und der vorgestellte Job – das könnte passen? Dann kannst<br />

du dir im nächsten schritt mögliche ausbildungsbetriebe in<br />

deiner Region anzeigen lassen. Die Firmen verraten dir, was<br />

sie auszeichnet, wie viele Mitarbeiter sie haben,<br />

an welchen standorten sie zu finden sind und<br />

mehr. nach diesem Kurz-Porträt folgen alle ausbildungsangebote<br />

des Betriebs, egal ob duale<br />

ausbildung oder duales studium. Klick dich<br />

durch und entdecke die perfekte Ausbildungsstelle<br />

für dich. Fündig geworden?<br />

Dann hat nicht nur die nervige Fragerei<br />

von Tante und Oma endlich ein Ende –<br />

du hast auch einen Beruf gefunden, der<br />

dich wirklich interessiert, der zu dir passt<br />

und der dir richtig Spaß machen wird.<br />

AZUBI BASICS


Pflege-Special<br />

12<br />

Hilfe mit Herz<br />

und Hand<br />

Das große Pflege-Special<br />

Tagein, tagaus dasselbe machen? Acht Stunden pro Tag vor dem Computer sitzen und<br />

Tabellen ausfüllen? Wie öde! Wenn du von einem abwechslungsreichen, sinnstiftenden<br />

Beruf träumst, bei dem jeder Tag neue Überraschungen und Herausforderungen<br />

bringt, solltest du in der Pflege durchstarten.<br />

Die schulische Pflegeausbildung und auch<br />

das Berufsbild haben sich in den letzten Jahren<br />

stark verändert. Doch eines ist geblieben:<br />

Als Pflegefachmann bzw. Pflegefachfrau<br />

betreust du hilfsbedürftige Menschen und<br />

übst damit einen der wichtigsten Jobs von allen<br />

aus. Ob im Krankenhaus oder in der Facharztpraxis,<br />

ob im Hospiz, in der Kurzzeitpflege oder im Wohnheim für Menschen<br />

mit Behinderung: Du bist zur Stelle, wenn Menschen deine<br />

Unterstützung, deine Fürsorge und dein Mitgefühl brauchen.<br />

Wenn du ein großes Herz und eine gehörige Portion Empathie<br />

mitbringst, kannst du als Pflegefachkraft viel bewegen. Denn<br />

du hast einen direkten Einfluss auf das Wohlbefinden deiner<br />

Patient/ innen, hilfst ihnen beim Gesundwerden und beim Bewältigen<br />

ihres Alltags. Du wünschst dir eine soziale Tätigkeit,<br />

bei der du nach Feierabend stolz auf das Geleistete sein kannst?<br />

All das bietet dir die Pflege – und noch viel mehr.<br />

Gute Gründe für eine<br />

Ausbildung in der Pflege<br />

Wohl in keiner anderen Branche sind die Zukunftsaussichten<br />

derzeit so rosig wie in der Pflege. Der Grund dafür liegt in der<br />

Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. Die Menschen hierzulande<br />

werden immer älter, dadurch steigt die Anzahl derjenigen,<br />

die pflegerische Unterstützung brauchen. Schon<br />

jetzt werden Pflegefachkräfte überall händeringend<br />

gesucht – in Krankenhäusern und Seniorenheimen,<br />

aber auch bei ambulanten Pflegediensten und in<br />

Einrichtungen für betreutes Wohnen. Das bedeutet:<br />

Wenn du deinen Abschluss in der Tasche hast,<br />

wirst du dir höchstwahrscheinlich aussuchen können,<br />

wo du arbeiten möchtest.<br />

Gut zu wissen: Seit 2020 gibt es die generalistische<br />

Pflegeausbildung. Du lernst während deiner<br />

Ausbildung verschiedene Pflegebereiche wie Gesundheits-<br />

und Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege<br />

kennen und kannst ausprobieren,<br />

welche Tätigkeiten dir am meisten Spaß machen. Du<br />

bist also nicht festgelegt und kannst dir einen guten<br />

Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten verschaffen,<br />

die dir die Gesundheitsbranche bietet. Wenn du möchtest,<br />

kannst du dich nach zwei Jahren auf eine der pflegerischen<br />

Fachrichtungen spezialisieren.<br />

Darüber hinaus gibt es eine weitere wichtige Neuerung: Seit<br />

der Reform der Pflegeausbildung wird diese endlich angemessen<br />

vergütet. Inzwischen zählt die Ausbildung zum Pflegefachmann<br />

bzw. zur Pflegefachfrau<br />

zu den bestbezahlten Ausbildungen<br />

überhaupt. Tarifgebundene Kliniken,<br />

Seniorenheime und andere<br />

soziale bzw. medizinische Einrichtungen<br />

zahlen dir bereits<br />

im ersten Ausbildungsjahr ein<br />

Grundgehalt von 1.191 Euro.<br />

Dein späteres Einstiegsgehalt als<br />

fertige Pflegefachkraft wird bei<br />

knapp 3.000 Euro pro Monat liegen<br />

– mit Zulagen und Zuschlägen kann<br />

es sogar noch etwas mehr werden. Übrigens:<br />

Das früher übliche Schulgeld, das<br />

Auszubildende in der Pflegebrache zahlen<br />

mussten, gibt es nicht mehr.<br />

AZUBI BASICS


Pflege-SPecial<br />

13<br />

Einer der wichtigsten Gründe für eine Ausbildung in der Pflege ist<br />

allerdings die Arbeit am und mit dem Menschen. Du pflegst deine<br />

Patient/ innen, begleitest Alte und Kranke und tröstest Angehörige.<br />

Dein Arbeitsalltag ist nicht nur abwechslungsreich und spannend,<br />

sondern auch ganz nah dran am Leben. Denn du bist dabei,<br />

wenn Babys geboren werden und wenn Menschen sterben, wenn<br />

Kranke lebensverändernde Diagnosen erhalten und wenn sie die<br />

Klinik überglücklich als geheilt verlassen. Wenn du eine sinnvolle<br />

Aufgabe suchst, anderen helfen möchtest und nach<br />

Schichtende das Gefühl haben möchtest, wirklich etwas<br />

geleistet zu haben, wird dich die Arbeit<br />

als Pflegefachkraft<br />

erfüllen.<br />

vorAuSSetZunGen für Die<br />

AuSbilDunG Zur PfleGefAchkrAft<br />

Du möchtest dich um andere kümmern und eine Ausbildung zur<br />

Pflegefachkraft beginnen? Dann solltest du zehn Jahre zur Schule<br />

gegangen sein und einen mittleren Schulabschluss mitbringen.<br />

Auch mit dem 9-jährigen Hauptschulabschluss kannst du<br />

Pflegefachmann bzw. Pflegefachfrau werden, allerdings musst<br />

du, bevor es losgehen kann, eine Ausbildung zum/ zur Pflegehelfer/<br />

in absolvieren. Da die Arbeit im Krankenhaus, in der Pflegeeinrichtung<br />

oder im Gesundheitszentrum durchaus anstrengend<br />

sein kann, brauchst du außerdem ein ärztliches Attest. Es<br />

bestätigt dir, dass du körperlich ausreichend fit und belastbar<br />

bist, um Alten und Kranken die Hilfe zukommen zu lassen, die<br />

sie brauchen. Darüber hinaus können im Gesundheitswesen bestimmte<br />

Impfungen vorgeschrieben oder zumindest dringend<br />

empfohlen sein.<br />

Um als Pflegefachkraft erfolgreich durchstarten zu können, solltest<br />

du keine Scheu vor dem direkten Kontakt mit alten und<br />

kranken Menschen haben. Du musst außerdem gewissenhaft<br />

und sorgfältig arbeiten können, denn von deiner Tätigkeit können<br />

Menschenleben abhängen. Da Pflege Teamwork ist, solltest<br />

du gerne mit anderen zusammenarbeiten, etwa mit Kolleg/<br />

innen aus der Pflege, Ärzt/ innen, Physio- bzw. Ergotherapeut/<br />

innen sowie mit Ernährungsberater/ innen. Wenn dann noch in<br />

der Schule Biologie, Pädagogik, Deutsch und/ oder Ethik zu deinen<br />

Lieblingsfächern gezählt haben, sind das ideale Voraussetzungen,<br />

um eine Ausbildung als Pflegefachkraft zu beginnen.<br />

AZUBI BASICS


Pflege-SPecial<br />

14<br />

So lÄuft Die AuSbil-<br />

DunG Zur PfleGefAchkrAft<br />

Ab<br />

Die neue generalistische Pflegeausbildung<br />

dauert drei Jahre. Du kannst sie<br />

unter Umständen verkürzen, etwa wenn<br />

du bereits eine Ausbildung zum/ zur Gesundheits-<br />

und Pflegeassistent/ in, zum/<br />

zur Altenpflegehelfer/ in oder zum/ zur<br />

Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/<br />

in abgeschlossen hast. Es handelt sich um<br />

eine schulische Ausbildung, die an einer<br />

Berufsfachschule absolviert wird. Aber<br />

natürlich kommt auch die Praxis nicht zu<br />

kurz. Vor Ort in einer Pflegeeinrichtung,<br />

etwa in einem Krankenhaus oder Pflegeheim,<br />

kannst du dein theoretisches Wissen<br />

direkt anwenden. Ob du deine Ausbildung<br />

als pflegerische/ r Allrounder/ in beendest<br />

oder ob dich direkt auf Altenpflege, Krankenpflege<br />

oder Kinderkrankenpflege spezialisieren<br />

möchtest, entscheidest du in<br />

deinem letzten Ausbildungsjahr.<br />

AZUBI BASICS<br />

Während der Ausbildung lernst du den Umgang<br />

mit verschiedenen Personengruppen<br />

kennen, die deine Hilfe als Pflegefachkraft<br />

benötigen: Das können verletzte und kranke<br />

Menschen sein, Personen mit körperlichen<br />

oder geistigen Einschränkungen sowie<br />

Kinder, Jugendliche und Senior/ innen. Du<br />

erfährst außerdem, was die stationäre von<br />

der ambulanten Pflege unterscheidet und<br />

wodurch die Akut- bzw. die Langzeitpflege<br />

gekennzeichnet ist. Auf deinem Stundenplan<br />

stehen viele interessante Lehrinhalte<br />

wie Gesundheitsprävention, Patientensicherheit<br />

und Rehabilitation: Warum werden<br />

Menschen überhaupt krank – und wie können<br />

Erkrankungen verhindert werden? Wie<br />

werden Wunden versorgt, Infusionen gelegt<br />

und Blutdruck, Puls sowie die Körpertemperatur<br />

gemessen? Die Antworten auf diese<br />

und andere spannende Fragen bekommst<br />

du während deiner dreijährigen Ausbildung.<br />

Du wirst umfassend darauf vorbereitet, in<br />

Notsituationen ruhig und sicher die richtigen<br />

Entscheidungen zu treffen, Patient/ innen bei<br />

der Körperpflege zu unterstützen und sie in<br />

ihrer letzten Lebensphase mitfühlend zu begleiten.<br />

Doch auch die Kommunikation spielt<br />

im Gesundheitswesen eine wichtige Rolle:<br />

Du lernst, deine Arbeit schriftlich zu dokumentieren<br />

und eignest dir dabei wertvolles<br />

medizinisches Fachwissen an. Am Ende der<br />

Ausbildung nimmst du an einer Abschlussprüfung<br />

teil, deren Inhalte sich von Bundesland<br />

zu Bundesland leicht unterscheiden<br />

können. In der Regel gibt es einen schriftlichen,<br />

einen mündlichen und einen praktischen<br />

Teil. Wenn du bestanden hast, hast du<br />

allen Grund zum Feiern. Dein Abschluss ist<br />

nämlich nicht nur deutschlandweit, sondern<br />

sogar in der gesamten Europäischen Union<br />

anerkannt. Das heißt: Als ausgebildete Pflegefachkraft<br />

kannst du nicht nur in Deutschland,<br />

sondern zum Beispiel auch in Italien,<br />

Spanien oder Schweden arbeiten. Es erwarten<br />

dich vielfältige Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten<br />

im Gesundheitswesen.


Pflege-SPecial<br />

15<br />

Dein berufSAlltAG nAch<br />

Der AuSbilDunG<br />

Was genau macht eine Pflegefachkraft eigentlich? Vielleicht<br />

denkst du jetzt, dass Pflegefachmänner und -frauen in erster<br />

Linie ärztliche Anweisungen ausführen und Medikamente verabreichen.<br />

Das tun sie zwar, aber diese Tätigkeit ist nur ein<br />

kleiner Teil eines umfangreichen, verantwortungsvollen Aufgabengebiets.<br />

Als Pflegefachkraft planst du nämlich auch eigenständig<br />

Maßnahmen und führst diese durch. Du versorgst<br />

zum Beispiel Wunden, legst Infusionen, nimmst Blut ab, hilfst<br />

bei der Körperpflege und der Nahrungsaufnahme und kontrollierst<br />

die Vitalzeichen deiner Patient/ innen. Damit sind wichtige<br />

Werte wie Puls, Blutdruck und Körpertemperatur gemeint.<br />

Für die Angehörigen bist du ein/ e wichtige/ r Ansprechpartner/<br />

in. Denn du informierst sie über die geplanten operativen, therapeutischen<br />

oder diagnostischen Maßnahmen. Anschließend<br />

dokumentierst du alle Behandlungsdetails und besprichst die<br />

Lage auf der Station mit deinen Kolleg/ innen.<br />

Da alte und kranke Menschen rund um die Uhr Betreuung benötigen,<br />

ist der Arbeitstag in Pflegeeinrichtungen in Schichten eingeteilt.<br />

Es gibt Früh-, Spät- und Nachtschichten, wobei jeder Dienst<br />

seinen ganz eigenen Reiz hat. Nachts ist es in der Regel ruhiger,<br />

da viele Patient/ innen schlafen. Aber wenn sich der Gesundheitszustand<br />

eines deiner Schützlinge mitten in der Nacht plötzlich<br />

deutlich verschlechtert, kann es auch mal hektisch werden. Eines<br />

ist sicher: Ob Früh-, Spät- und Nachtdienst, langweilig wird es in<br />

Pflege garantiert niemals. Du wächst an deinen Aufgaben und<br />

entwickelst dich jeden Tag fachlich, aber auch menschlich weiter.<br />

WeiterbilDunGS- unD<br />

AufStieGSchAncen im<br />

GeSunDheitSWeSen<br />

Wenn du deine Ausbildung zur Pflegefachkraft<br />

abgeschlossen und erste Berufserfahrung<br />

in der Pflege gesammelt hast,<br />

hast du womöglich eine Leidenschaft für<br />

einen bestimmten medizinischen Fachbereich<br />

entwickelt. Von Intensivmedizin bis<br />

Onkologie, von Notfallmedizin bis Psychiatrie:<br />

Es gibt verschiedene spannende<br />

Bereiche, in denen du dich zum/ zur Fachkrankenpfleger/<br />

in weiterbilden kannst.<br />

Um dein Wissen auf dem neuesten Stand<br />

zu halten, kannst du außerdem Anpassungsfortbildungen<br />

zu Krankenpflege,<br />

Altenbetreuung, Pflegedokumentation<br />

oder vielen anderen interessanten Themen<br />

besuchen.<br />

Vielleicht reizt dich aber auch die wirtschaftliche<br />

Seite der Pflege. Dann könnte<br />

eine Weiterbildung zum/ zur Geprüften<br />

Fachwirt/ in im Gesundheits- und<br />

Sozialwesen für dich genau das Richtige<br />

sein. Während des Lehrgangs lernst du,<br />

wie du die Arbeitsabläufe in der Pflege<br />

koordinierst und planst, wie du Finanzierungspläne<br />

erstellst, Marketingkonzepte<br />

entwickelst und vieles mehr. Am Ende<br />

legst du eine Prüfung vor der Industrieund<br />

Handelskammer (IHK) ab und bist<br />

anschließend bereit, leitende Tätigkeiten<br />

auf mittlerer Führungsebene zu übernehmen.<br />

Du arbeitest dann zwar hauptsächlich<br />

im Büro, hilfst aber immer noch aktiv<br />

mit, dass deine Patient/ innen bestmöglich<br />

betreut werden.<br />

WiSSenSchAftliche<br />

theorie PluS PrAkti-<br />

Scher klinikAlltAG:<br />

DAS PfleGeStuDium<br />

Neben der schulischen Ausbildung zur<br />

Pflegefachkraft gibt es seit einiger Zeit<br />

auch ein Pflegestudium. Es dauert in der<br />

Regel sechs bis sieben Semester und du<br />

schließt es mit dem akademischen Titel<br />

Bachelor of Science (B. Sc.) ab. Zusammen<br />

mit dem Hochschulabschluss erwirbst<br />

du die Berufsbezeichnung Pflegefachfrau<br />

bzw. Pflegefachmann. Das<br />

Pflegestudium kombiniert wissenschaftliche<br />

Vorlesungen und Seminare an der<br />

Hochschule mit Praxiseinsätzen in einer<br />

Klinik, einem Wohnheim oder einer anderen<br />

Pflegeeinrichtung. Es richtet sich<br />

an Schulabgänger/ innen mit allgemeiner<br />

oder fachgebundene Hochschulreife bzw.<br />

mit fachgebundener Fachhochschulreife.<br />

Worin liegt nun der Unterschied zur<br />

klassischen Pflegeausbildung? Während<br />

des Pflegestudiums befasst du dich mit<br />

den wissenschaftlichen Grundlagen und<br />

Methoden der Pflege. Du lernst zum<br />

Beispiel, wie komplexe Prozesse im Gesundheitswesen<br />

geplant und gesteuert<br />

werden – aber auch, wie deren Qualität<br />

gemessen und verbessert werden kann.<br />

Dafür beschäftigst du dich mit neuen<br />

pflegewissenschaftlichen Studien und<br />

wendest dein theoretisches Wissen direkt<br />

im Klinikalltag an. Durch die Kombination<br />

aus medizinischem Hintergrundwissen<br />

und praktischer Erfahrung eröffnet<br />

dir das Pflegestudium vielfältige Karrieremöglichkeiten<br />

und Aufstiegschancen.<br />

Übrigens: Wenn du bereits eine Pflegeausbildung<br />

absolviert hast, kannst du<br />

dein anschließendes Pflegestudium um<br />

die Hälfte verkürzen. Weitere interessante<br />

Studienfächer für gelernte Pflegefachkräfte<br />

sind zum Beispiel Medizin, Gesundheitsmanagement<br />

und Pharmazie.<br />

Du siehst: Wenn du dich für eine Ausbildung<br />

in der Pflege entscheidest, stellst du<br />

die Weichen für eine erfolgreiche Karriere<br />

mit Zukunft. Du wirst dir wohl niemals<br />

Sorgen darüber machen müssen, einen<br />

Arbeitsplatz zu finden. Denn deine Arbeit<br />

wird auch perspektivisch überaus wichtig<br />

und wertvoll bleiben. Schließlich liegt<br />

das Leben deiner Patient/ innen in deinen<br />

Händen.<br />

AZUBI BASICS


T<br />

16<br />

Berufe<br />

mit<br />

Zukunft!<br />

AZUBI BASICS


it-SicherheitStechniker/-in:<br />

Diese Fachleute sind für<br />

die Sicherung und den Schutz unserer<br />

Daten zuständig, die durch<br />

das unendlich große World Wide<br />

Web kursieren. Wenn du dich für<br />

diesen spannenden Beruf entscheidest,<br />

wirst du glück bei deiner<br />

Ausbildungsplatzsuche haben,<br />

denn längst werden nicht alle<br />

Lehrstellen vergeben.<br />

oberflÄchenbe-<br />

Schichter/ in<br />

Schrauben, Türklinken,<br />

Brückenteile, Duschköpfe<br />

und sogar schmuck: Oberflächenbeschichter/<br />

innen haben mit einer Vielzahl<br />

an Werkstücken zu tun. Mithilfe<br />

verschiedener Beschichtungsverfahren<br />

wie galvanisieren, eloxieren und<br />

Feuerverzinken veredeln sie deren<br />

Oberflächen. Die Beschichtung sorgt<br />

zum Beispiel dafür, dass die behandelten<br />

gegenstände nicht rosten<br />

oder dass ihre Leitfähigkeit verbessert<br />

wird. Profis für Oberflächenbeschichtung<br />

werden unter anderem<br />

im Fahrzeugbau, in der Luft- und<br />

Raumfahrttechnik sowie im Anlagenbau<br />

gebraucht. Ihr Arbeitsort sind<br />

Werkstätten, große Produktionshallen<br />

oder labore. Der Beruf gilt als<br />

modern und zukunftssicher, da vor<br />

allem die galvanotechnik in unserem<br />

Alltag allgegenwärtig ist. Spannende<br />

Karrieremöglichkeiten bietet dir zum<br />

Beispiel die Weiterbildung zum/zur<br />

staatlich geprüften techniker/in der<br />

Fachrichtung galvanotechnik.<br />

mechAtroniker/-in:<br />

in diesem Beruf haben es<br />

die Profis mit innovativen<br />

Technologien zu tun, was<br />

diesen Job so unheimlich interessant<br />

macht. In der Maschinen- und Automobilbranche<br />

findest du schnell<br />

tech-<br />

nik<br />

it &<br />

medien<br />

es gibt gewisse Jobs, bei denen Fachkräfte für die<br />

Menschheit unerlässlich sind. Dazu gehören klassische<br />

Berufe wie Ärzte, Lehrer oder auch Staatsbedienstete.<br />

Doch es gibt gleichzeitig viele Berufe, die im<br />

Zuge der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen<br />

Entwicklungen neu entstanden sind, einen wichtigen<br />

Platz in der Arbeitswelt einnehmen. und immer bedeutender<br />

werden. Diese sind vor allem in der Medien- und<br />

IT-Welt sowie im Sozial- bzw. Gesundheitssektor angesiedelt.<br />

Wenn du bei der Wahl deines Ausbildungsberufes auf eine<br />

zukunftsträchtige Branche setzen möchtest und dir ein sicherer<br />

Job bei gutem Gehalt wichtig ist, dann schau dir die folgende<br />

Auswahl an Berufen mit Zukunft einmal näher an.<br />

eine lehrstelle. ausgelernte nachwuchskräfte<br />

werden häufig übernommen<br />

oder bekommen rasch einen Job<br />

und werden richtig gut vergütet.<br />

lebenSmitteltechniker/-in<br />

bZW. lebenS-<br />

mittel-technoloGe/-<br />

in:<br />

Wer guten geschmack hat, verantwortungsbewusst<br />

ist und schon immer hinter<br />

den Kulissen der lebensmittelbranche<br />

seine eigenen Rezepte umsetzen<br />

wollte, der kann das mit einer Ausbildung<br />

in diesem Beruf. Der Mangel an<br />

Fachkräften in diesem Bereich ist groß<br />

und daher die Jobchancen top.<br />

elektroniker/-in für<br />

enerGie- unD GebÄuDetechnik:<br />

Diese fitten Jungs und Mädels<br />

sorgen dafür, dass komplexe<br />

energietechni-sche Anlagen und die<br />

dazugehörigen elektronischen steuerbzw.<br />

Regelsysteme sowie Alarmanlagen<br />

installiert werden und natürlich<br />

immer perfekt funktionieren. nachwuchskräfte<br />

werden hier dringend gesucht,<br />

da inzwischen mehr Mitarbeiter<br />

vor der Rente stehen, als neue Fachkräfte<br />

engagiert werden.<br />

PfleGefAchkrAft:<br />

Dieser Job verlangt vom<br />

Personal einiges ab, doch<br />

sie bekommen dafür viel<br />

liebe und Dankbarkeit zurück. Und<br />

nicht nur das: Der demografische<br />

Wandel und der nachwuchsmangel<br />

erhöhen die Berufsperspektiven<br />

und natürlich auch die gehälter.<br />

erZieher/-in:<br />

Kindertagespfleger /-innen<br />

und erzieher /-innen sind<br />

in Deutschland Mangelware.<br />

Und dies, obwohl inzwischen<br />

jedes Kind ab einem Jahr ein Recht<br />

auf einen Kindergartenplatz hat. Die-<br />

ser Job macht<br />

nicht nur sehr<br />

viel Spaß, sondern<br />

wird auch<br />

super vergütet.<br />

Übrigens werden<br />

Männer in diesem<br />

Ausbildungsberuf<br />

besonders begrüßt.<br />

17<br />

Soziales<br />

& Gesundheit<br />

fAchkrÄfte für ArZt-<br />

PrAxen:<br />

Diese Allroundtalente arbeiten<br />

in Arztpraxen und sor-<br />

gen dafür, dass alles rund läuft und der<br />

Alltag durchorganisiert ist. Wer bereits<br />

während der ausbildung zusatzqualifikationen<br />

erwirbt, etwa im Bereich abrechnung,<br />

bekommt schnell einen Job<br />

nach der Lehre.<br />

notfAllSAnitÄter/-in:<br />

Diese mutigen Heldinnen<br />

und Helden retten in Windeseile<br />

Menschen aus be-<br />

drohlichen und lebensgefährlichen<br />

situationen. Der Bedarf an Rettungssanitätern<br />

in der Bundesrepublik ist<br />

riesig, deswegen kannst du nach der<br />

Lehre auch direkt loslegen.<br />

PAckmitteltechnoloGe/-in:<br />

nahezu jedes Produkt wird<br />

zum Verkauf und den Ver-<br />

sand verpackt. Als nologe/in entwirfst du beispielswei-<br />

Packmitteltechse<br />

getränkekartons am Computer,<br />

bestimmst den Materialaufwand, die<br />

Kosten und begleitest die Fertigstellung<br />

des Produktes. Kunden können<br />

auch Etiketten, Tüten oder andere<br />

Kartonagen in auftrag geben. Packmitteltechnologen<br />

sollten für die verschiedenen<br />

Berechnungen nicht nur<br />

über mathematische Kenntnisse sondern<br />

auch ein ästhetisches gespür<br />

verfügen.<br />

AZUBI BASICS


18<br />

Aus- und<br />

Weiterbildung<br />

an privaten<br />

Schulen und<br />

instituten<br />

AZUBI BASICS


DEIN WEG<br />

IN DEN<br />

SOZIALEN<br />

BERUF!<br />

ANMELDUNG<br />

JEDERZEIT<br />

MÖGLICH!<br />

19<br />

STAATLICH ANERKANNTE<br />

AUSBILDUNGEN<br />

IN BERLIN-MITTE:<br />

Fachschulstudium<br />

Erzieher*in<br />

Vollzeit/Teilzeit<br />

Ausbildung<br />

Sozialassistent*in<br />

Fachhochschulreife<br />

Schwerpunkt<br />

Sozialpädagogik<br />

Start <strong>2024</strong>:<br />

Februar + August<br />

B ERUFS A K ADEMIE<br />

Anmeldung zum individuellen<br />

Beratungsgespräch unter:<br />

030 428491-91 oder<br />

beratung@best-sabel.de<br />

BEST-SABEL.DE<br />

AZUBI BASICS


20<br />

Auf der Suche nach deiner Traumlehre oder einer Weiterbildung hast du sicher schon<br />

festgestellt, dass viele Berufe nur in Form einer schulischen Ausbildung angeboten werden.<br />

Dabei hast du die Möglichkeit, deine Ausbildung sowohl an staatlichen als auch an<br />

privaten Berufsschulen zu absolvieren. Das betrifft vor allem Ausbildungsberufe im Bereich<br />

Gesundheit, wie z. B. zum Physio-, Ergotherapeuten oder Logopäden, technische Berufe, wie<br />

etwa zum Pharmazeutisch-technischen Assistenten und verschiedene Weiterbildungen, wie<br />

die für angehende Hotelmanager. Damit du einen besseren Durchblick bekommst, erklären wir<br />

dir hier den Unterschied zwischen privaten und staatlichen Bildungsträgern.<br />

Lies weiter ...<br />

Die Unterschiede<br />

Zunächst einmal muss bei den privaten<br />

Berufsfachschulen unterschieden<br />

werden zwischen Ersatzschulen<br />

und Ergänzungsschulen. Die Ersatzschulen<br />

bieten dieselben beruflichen<br />

Ausbildungen an, die auch an staatlichen<br />

Berufsfachschulen absolviert<br />

werden können. Ergänzungsschulen<br />

hingegen verfügen über ein Ausbildungsangebot,<br />

das es an öffentlichen<br />

Berufsfachschulen nicht gibt. Die<br />

Lehrpläne der Ersatzschulen ähneln<br />

denen des Bundeslandes, damit das<br />

gleiche Bildungsniveau wie an den<br />

öffentlichen Schulen erreicht werden<br />

kann. Die Abschlüsse sind staatlich<br />

anerkannt. Bei den Ergänzungsschulen<br />

sieht das anders aus. Zwar bekommen<br />

die Schulabgänger ein Zertifikat<br />

über die Teilnahme am Lehrgang,<br />

doch der Abschluss entspricht nicht<br />

immer dem einer staatlichen bzw. einer<br />

Ersatzschule. Ersatzschulen unterliegen<br />

einem Sonderungsverbot, was<br />

die Schulgebühren im Rahmen hält,<br />

damit jeder die Möglichkeit hat, dort<br />

eine Ausbildung aufzunehmen. Private<br />

Schulen werden von Stiftungen,<br />

Vereinen, privaten Personen oder Kirchenorganisationen<br />

unterstützt. Sie<br />

sind aber nicht zwangsläufig technisch<br />

besser ausgestattet als staatliche.<br />

Finanzielle Aspekte<br />

Die Ausbildung an einer öffentlichen Berufsfachschule<br />

ist kostenfrei, während<br />

bei privaten Bildungsträgern Aufnahmegebühren<br />

und Seminarkosten auf<br />

dich zukommen. Ersatzschulen werden<br />

meist von den Ländern finanziell gefördert.<br />

Daher sind die Schulgebühren an<br />

Ergänzungsschulen weitaus höher als<br />

an Ersatzschulen. In deiner schulischen<br />

Ausbildung bekommst du kein Gehalt.<br />

Du kannst jedoch durch staatliche Förderprogramme,<br />

auch für den Besuch<br />

an privaten Bildungseinrichtungen, finanziell<br />

unterstützt werden, wie etwa<br />

nach BAföG, mit einer Förderung der<br />

beruflichen Weiterbildung durch das<br />

Arbeitsamt oder auch mit einem Bildungskredit.<br />

Viele private Bildungsträger<br />

verfügen zudem über eigene<br />

Stipendienprogramme. So kannst du z.<br />

B. einen Teil des Schulgeldes bei guten<br />

Leistungen zurückbekommen oder dir<br />

wird ein gewisser Satz erlassen, wenn<br />

du begabt, jedoch bedürftig bist. Weiterhin<br />

kannst du an einigen privaten<br />

Berufsfachschulen ein zinsfreies Darlehen<br />

beantragen, welches du später von<br />

deinem Gehalt zurückzahlst.<br />

Privat oder staatlich? Darauf<br />

solltest du achten!<br />

Wenn du eine private Bildungseinrichtung<br />

wählen möchtest, dann achte darauf,<br />

dass diese staatlich anerkannt ist.<br />

Setze dich mit den Ausbildungsinhalten<br />

auseinander und vergewissere dich<br />

über den Ruf der Schule. Du kannst<br />

dich beim Kultusministerium deines<br />

Bundeslandes über den Notendurchschnitt<br />

vergangener Klassen sowie die<br />

Anerkennung der Abschlüsse kundig<br />

machen. Grundsätzlich machen Arbeitgeber<br />

keinen Unterschied, ob du deine<br />

Ausbildung an einer privaten oder<br />

staatlichen Institution abgeschlossen<br />

hast. Allerdings spielen die Ausbildungsinhalte<br />

eine wesentliche Rolle.<br />

Deshalb sollte die Ausbildung entsprechend<br />

strukturiert sein. Die Zulassungsbedingungen<br />

bestimmen die privaten<br />

Schulen jeweils selbst. Informiere dich<br />

im Vorfeld über die jeweiligen Voraussetzungen.<br />

Lass dich nicht von Berufsbezeichnungen<br />

blenden, die nicht<br />

geschützt sind. Der Ausbildungsberuf<br />

muss nach dem Berufsbildungsgesetz<br />

anerkannt sein. Es lohnt sich in jedem<br />

AZUBI BASICS


stellenanzeigen 21<br />

BESTE<br />

AUSBILDUNG<br />

BESTE<br />

CHANCEN<br />

MIT UNS DESIGNER*IN WERDEN!<br />

BEREIT<br />

FÜR EINE SPANNENDE<br />

AUSBILDUNG<br />

START<br />

SEPTEMBER<br />

<strong>2024</strong><br />

Wir bieten Dir<br />

eine Ausbildung<br />

in den Bereichen:<br />

Print/Web<br />

3D/Animation<br />

Brand Design<br />

DESIGNSCHULE-BERLIN.DE<br />

Starte deine Qualitätsausbildung bei BERGER BAU in Werneuchen<br />

und <strong>Berlin</strong>! Einzigartig. Solide. Und natürlich gut bezahlt.<br />

WIR SUCHEN DICH ALS:<br />

Kaufmännische Ausbildungsberufe<br />

• Industriekaufmann*<br />

• Kaufmann für Büromanagement*<br />

Technische Ausbildungsberufe<br />

• Bauzeichner*<br />

• Technischer Produktdesigner*<br />

• Baustoffprüfer*<br />

* jeweils (m|w|d)<br />

Gewerbliche Ausbildungsberufe<br />

• Maurer*<br />

• Kanalbauer*<br />

• Straßenbauer*<br />

• Baugeräteführer*<br />

• Beton- & Stahlbetonbauer*<br />

• Kfz-Mechatroniker*<br />

• Elektroniker*<br />

• Metallbauer*<br />

StellenAnZeiGen ++ StellenAnZeiGen ++<br />

JETZT DURCHSTARTEN!<br />

BERGER BAU SE I Waldowallee 76/78 | 10318 <strong>Berlin</strong><br />

Ansprechpartnerin I Elisa Wissner | Tel. +49 30 50015-3143<br />

AZUBI BASICS


22 stellenanzeigen<br />

++ StellenAnZeiGen ++ StellenAnZeiGen<br />

UNGLAUBLICH ABER WAHR:<br />

die Geschichte der Harry-Bäcker begann im Jahre 1688. Es war am 9. Mai, als Johan Hinrich Harry<br />

als Bäckermeister in die Zunft aufgenommen wurde. Seitdem steht der Name Harry zuverlässig<br />

für Brot- und Backwaren in bester Qualität. Den Harry-Bäckern ist es stets gelungen, organisch zu<br />

wachsen. Heute ist Harry führend im deutschen Brot- und Backwarenmarkt.<br />

Harry hat seit langem erkannt, wie entscheidend es für den Erfolg im Markt ist, die Mitarbeiter<br />

in den Fokus des Handelns zu stellen. Deshalb wird mit einem umfangreichen und vielseitigen<br />

Schulungsprogramm viel Wert auf die Weiterbildung gelegt.<br />

Als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber hat Harry in Deutschland einen guten Namen. In unseren<br />

zehn Produktionsstandorten und 39 Vertriebsstellen suchen wir immer wieder leistungsstarke<br />

Mitarbeiter.<br />

In <strong>Berlin</strong> bilden wir folgende Berufe ab 01.09.<strong>2024</strong> aus:<br />

Fachkraft für Lebensmitteltechnik Mechatroniker<br />

Maschinen- und Anlagenführer Verkäufer<br />

Fachkraft für Lagerlogistik<br />

Du bist auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einer neuen<br />

Herausforderung?<br />

Dann werde Teil des Harry-Teams und finde heraus, wie über dreihundertjährige Tradition Hand<br />

in Hand mit modernsten technischen Anlagen zum Erfolg führen.<br />

Bewirb dich jetzt mit einer aussagekräftigen Bewerbung über unser Online-Formular<br />

auf unserer Harry-Karriere-Seite unter www.harry-brot.de/karriere<br />

Harry-Brot GmbH<br />

Wolfener Str. 14<br />

12681 <strong>Berlin</strong> Wir backen Erfolge<br />

AZUBI BASICS


stellenanzeigen 23<br />

nzeigen ++ stellenanzeigen<br />

38 stellenanzeigen<br />

Wir suchen zur Verstärkung unseres Teams<br />

Auszubildende im Bereich<br />

Kauffrau/Kaufmann für Spedition und<br />

Logistikdienstleistungen (m/w/d)<br />

Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d)<br />

glichtindeinezukunft<br />

EDEKA: Eine Adresse,<br />

unzählige Möglichkeiten, für dich.<br />

Einzelhandel Großhandel<br />

Logistik Produktion<br />

Bewirb dich jetzt!<br />

www.wir-lieben-talente.de<br />

@wirliebentalente<br />

Durch den Einsatz in verschiedenen Unternehmensbereichen mit unterschiedlichen Schwerpunkten im Bereich der Logis=k auf den<br />

Verkehrswegen Straße, Wasser und Schiene, gestaltet sich die Ausbildungszeit abwechslungsreich, aber auch anspruchsvoll. Unsere<br />

Auszubildenden werden mit modernster Technologie vertraut gemacht und ak=v sowohl in das TagesgeschäG als auch in die Projektarbeit<br />

eingebunden.<br />

Darüber hinaus ist es Pohl & Co. ein Anliegen, während der Ausbildung nicht nur Wissen sondern auch die für den späteren beruflichen<br />

und persönlichen Erfolg wich=gen Schlüsselqualifika=onen zu vermiQeln. Dazu gehören insbesondere Kundenorien=erung und<br />

Entscheidungsvermögen sowie die sozialen Kompetenzen Kommunika=ons-­‐ und KonflikTähigkeit, Verantwortungs-­‐ und<br />

Koopera=onsbereitschaG.<br />

Wir freuen uns über Ihre aussagekräGigen und vollständigen Bewerbungsunterlagen per<br />

E-­‐Mail an folgende Adresse: nadine.kurzidem@pohlgruppe.de<br />

AZUBI BASICS<br />

StellenAnZeiGen ++ StellenAnZeiGen ++


24 stellenanzeigen<br />

++ stellenanzeigen ++ Stellenanzeigen<br />

DIE VIELFALT DER GESUNDHEITS-<br />

FACHBERUFE UNTER EINEM DACH:<br />

Pflegefachfrau / Pflegefachmann<br />

Pflegefachassistenz<br />

Zahlung einer<br />

Anästhesietechnische Assistenz<br />

Ausbildungsvergütung<br />

in<br />

Operationstechnische Assistenz<br />

allen Berufen<br />

Ergotherapie<br />

Logopädie<br />

Physiotherapie<br />

Medizinischer Technologe für Radiologie (m/w/d)<br />

Notfallsanitäter (m/w/d)<br />

Studiengänge mit berufsrechtlichem &<br />

akademischem Abschluss an der HGE<br />

B.Sc. Hebamme B.Sc. Pflege<br />

Unsere Infoveranstaltungen finden Sie unter:<br />

www.gesundheit-akademie.de<br />

BERLIN-BUCH EBERSWALDE BAD SAAROW BRIESKOW-FINKENHEERD<br />

Akademie der Gesundheit <strong>Berlin</strong>/Brandenburg e.V., Campus <strong>Berlin</strong>-Buch, Schwanebecker Chaussee 4 E-H, 13125 <strong>Berlin</strong><br />

Erzieher:innenausbildung<br />

Vollzeit und berufsbegleitend, auch mit Sportprofil<br />

Feb/ Aug <strong>2024</strong><br />

Pflegeausbildung<br />

Pflegefachfrau/ -mann mit Wahloption Altenpfleger:in<br />

Pflegefachassistent:in (Vollzeit)<br />

Mai/ Sep/ Nov <strong>2024</strong><br />

Stiftung SPI<br />

Fachschulen, Qualifizierung & Professionalisierung<br />

www.spi-fachschulen.de, 0.30 259 373 90, fachschulen@stiftung-spi.de<br />

AZUBI BASICS


stellenanzeigen 25<br />

IN DEINER NÄHE!<br />

AUSBILDUNGSSTARTS <strong>2024</strong>.<br />

LERNE DIE SCHULE DER ZUKUNFT<br />

KENNEN UND ERFAHRE ALLES ÜBER<br />

TOLLE SOZIALE BERUFE!<br />

Deine Zukunft<br />

startet jetzt.<br />

• Erzieher:in – 12.02. & 02.09.<strong>2024</strong><br />

• Sozialassistent:in – 12.02. & 02.09.<strong>2024</strong><br />

• – 01.04. & 01.10.<strong>2024</strong><br />

Infotag<br />

Jeden Mittwoch, zwischen 10:00 und 12:00 Uhr<br />

Lorenzweg 5 · 12099 <strong>Berlin</strong><br />

030 347 279 17<br />

wbs-schulen.de/berlin<br />

Karrierestart für Dich!<br />

Bewirb Dich jetzt!<br />

www.possling.de/<br />

beruf-und-karriere.php<br />

Folge uns.<br />

Beginne Deine berufliche<br />

Zukunft in einem <strong>Berlin</strong>er<br />

Traditionsunternehmen.<br />

Unsere 3 Fachmärkte<br />

versorgen <strong>Berlin</strong> und Brandenburg seit über<br />

180 Jahren mit Holz und Baustoffen.<br />

Ausbildung zum Kaufmann im<br />

Groß- und Außenhandelsmanagement (m/w/d)<br />

Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel (m/w/d)<br />

Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d)<br />

StellenAnZeiGen ++ StellenAnZeiGen ++<br />

ab dem<br />

1.8.<strong>2024</strong><br />

Kaufmann/-frau<br />

für Groß- und Außenhandelsmanagement<br />

(m/w/d)<br />

Fachkraft<br />

für Lagerlogistik<br />

(m/w/d)<br />

Das ist voll dein Ding? Hast du noch Fragen? Melde dich gerne unter<br />

030 3116008-80 oder bewirb dich jetzt über unser Karriereportal<br />

www.wiedemann.de/karriere. Wir freuen uns auf dich!<br />

AZUBI BASICS


26<br />

social media<br />

aber<br />

sicher!<br />

ein leben ohne instagram, Whatsapp und<br />

TikTok? Unmöglich! Doch im Umgang mit<br />

sozialen Netzwerken solltest du einige<br />

Punkte beachten.<br />

„Jetzt leg doch mal dein Handy weg!“, schimpfen Eltern gern,<br />

wenn die Kids (aus ihrer Sicht) zu viel am Smartphone hängen.<br />

Laut einer Umfrage waren es 2022 durchschnittlich 204 Minuten<br />

pro Tag, die 12- bis 19-Jährige im Internet verbracht haben. Am<br />

beliebtesten war dabei der Messaging-Dienst WhatsApp, dahinter<br />

folgten die sozialen Medien Instagram und TikTok. Der besten<br />

Freundin eine kurze Nachricht schicken, durch den Instagram-<br />

Feed scrollen, die neusten viralen Videos gucken – das alles gehört<br />

heute nun mal zum Leben dazu. Aber obwohl sich Jugendliche<br />

jeden Tag intensiv mit Social Media beschäftigen, haben viele erschreckend<br />

wenige Ahnung davon, was mit ihren persönlichen<br />

Daten passiert. Weißt du, wer über diese Apps Zugriff auf deinen<br />

Standort und deine Telefonnummer hat? Oder was mit den Fotos<br />

geschieht, die du postest?<br />

Eigentlich sollte Medienkompetenz eine selbstverständliche<br />

Grundfertigkeit sein, die jede und jeder beherrscht – so wie Lesen,<br />

Schreiben und Rechnen. Doch leider steht die sichere Nutzung<br />

von Social Media in der Schule viel zu selten auf dem Stundenplan.<br />

Aus diesem Grund haben wir ein paar Tipps für dich zusammengestellt,<br />

wie du dich verantwortungsvoll in der digitalen Welt<br />

bewegst und die Kontrolle über deine Daten behältst.<br />

Beginnen wir ganz am Anfang – mit der Erstellung deines Accounts.<br />

Melde dich am besten mit einem Spitznamen an, um deine<br />

wahre Identität nicht preiszugeben. Möchtest du unter deinem<br />

richtigen Namen gefunden werden, etwa bei beruflichen Netzwerken<br />

wie LinkedIn oder Xing, beschränke dich auf die Angabe<br />

unbedingt notwendiger Daten wie den Namen deiner Schule. Generell<br />

gilt: Sei vorsichtig, mit wem du welche Informationen teilst.<br />

Dinge, die du nicht einmal deinem besten Kumpel anvertrauen<br />

würdest, solltest du lieber nicht posten.<br />

Viele Plattformen bieten dir die Möglichkeit festzulegen, wer<br />

dein Profil sehen kann. Möchtest du nur mit deinen Freunden<br />

interagieren? Oder sollen alle Nutzer des jeweiligen Netzwerks<br />

deinen Account einsehen können – oder vielleicht sogar alle Internetuser?<br />

Die Einstellungen hierfür findest du unter einem<br />

Menüpunkt namens „Mein Profil“ oder „Privatsphäre“.<br />

Tipp: Wähle die strengst mögliche<br />

Variante. Gleiches gilt für die Option,<br />

wer dein Profil finden darf. Hier solltest<br />

du den Datenzugriff auf die Mitglieder<br />

des Netzwerks beschränken<br />

und Suchmaschinen ausschließen –<br />

ansonsten läufst du Gefahr, dass<br />

dein Account via Google, Bing und<br />

Co auffindbar ist.<br />

Womöglich fragst du dich jetzt, warum<br />

das überhaupt wichtig ist. Ist es nicht<br />

egal, wer deine Posts sehen kann? Es gibt gute<br />

Gründe dafür, warum du deine PrivatsphäreEinstellungen<br />

überprüfen und ggf. anpassen solltest. Bestimmt hast du schon<br />

mal folgenden Spruch gehört: „Das Internet vergisst nichts“. Da<br />

ist was dran, denn was einmal im Netz herumschwirrt, lässt sich<br />

nur schwer wieder „einfangen“. Viele Arbeitgeber, Vermieter und<br />

sogar Versicherungsanbieter nutzen Social Media, um sich ein<br />

genaueres Bild von ihren Bewerberinnen und Bewerbern zu machen.<br />

Und wenn es blöd läuft, kann dich ein flapsiger Kommentar<br />

oder ein peinliches Partyfoto den Job, die Wohnung oder den<br />

Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung kosten. Selbst ge-<br />

AZUBI BASICS


27<br />

löschte Daten sind oftmals noch Jahre später auffindbar und können<br />

dir richtig viel Ärger einbringen. Deshalb ist es besser, nicht<br />

unter deinem echten Namen zu posten und deinen Nickname nur<br />

engen Freunden mitzuteilen.<br />

Und was ist mit den Fotos, die du zum Beispiel auf Facebook oder<br />

Instagram teilst? Um diese Frage zu beantworten, hilft ein Blick in<br />

die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB): Das ist das ellenlange<br />

Kleingedruckte, das im Normalfall niemand liest. Stattdessen<br />

erteilen die allermeisten User per Häkchen ihre Zustimmung<br />

und scheren sich nicht weiter darum. Wusstest du, dass du mit<br />

diesem Klick Instagram das Recht zugestehst, deine Bilder weltweit<br />

zu verbreiten? Laut AGB räumst du Instagram eine „nicht-exklusive,<br />

gebührenfreie, übertragbare, unterlizenzierbare und weltweite<br />

Lizenz ein, deine Inhalte […] zu verwenden, zu verbreiten,<br />

zu modifizieren, auszuführen, zu kopieren, öffentlich vorzuführen<br />

oder anzuzeigen, zu übersetzen und abgeleitete Werke davon zu<br />

erstellen.“ Mit Fotos bei Facebook und WhatsApp verhält es sich<br />

ähnlich, denn auch diese Online-Dienste gehören wie Instagram<br />

zum amerikanischen Konzern Meta.<br />

Als Faustregel kannst du dir merken: Wenn die Nutzung eines<br />

Online-Produkts für dich kostenlos ist, bist DU das Produkt. Du<br />

bezahlst mit deinen Daten, die für viele Firmen sehr wertvoll sind.<br />

Das gilt für Browsergames, aber eben auch für Social Media und<br />

Messenger. WhatsApp beispielsweise teilt nicht nur deine Nutzungsdaten<br />

wie Dauer und Zeitpunkt, sondern auch deine auf<br />

dem Smartphone gespeicherten Kontaktdaten mit Meta. Übrigens:<br />

Seit 2018 hat WhatsApp eine Altersbeschränkung von 16<br />

Jahren. Offiziell dürfen Jüngere diese App also gar nicht benutzen.<br />

Grund dafür ist die Einführung der EU-weiten Datenschutzgrundverordnung<br />

(DSGVO), die Jugendliche vor dem Ausspionieren<br />

durch Handy-Anwendungen besonders schützen soll. Du<br />

bist unter 16 und benutzt WhatsApp? Dadurch verletzt du zwar<br />

die Nutzungsbedingungen der App, musst aber keine rechtlichen<br />

Konsequenzen fürchten. Aber vielleicht möchtest du auf einen<br />

Messenger umsteigen, der mehr Wert auf Datenschutz legt, etwa<br />

Threema oder Signal. Denn du hast es selbst in der Hand, mit wem<br />

du deine Daten teilst.<br />

AZUBI BASICS


28<br />

Stell Dir vor, Du arbeitest mit einem Kollegen<br />

zusammen, der alles macht, was Du sagst,<br />

für Dich denkt und sogar selbstständig lernt.<br />

Wäre das nicht genial? Dieser arbeitskamerad<br />

nennt sich Roboter und ist so schlau, dass er<br />

Deinen Berufsalltag nicht nur organisiert, sondern<br />

auch optimiert, während Du Spaß bei der<br />

arbeit hast. Was so total nach Star Trek klingt,<br />

ist in der industrie schon lange keine Zukunftsmusik<br />

mehr. Diese Branche schickt Dich in<br />

eine völlig neue Dimension und eröffnet Dir<br />

ein Universum voller faszinierender ausbildungs-<br />

und Jobmöglichkeiten. Schau Dir an,<br />

welche Berufsfelder es gibt, damit Du in lichtgeschwindigkeit<br />

Deinen Traumjob findest ...<br />

INDUSTRIEBRANCHE<br />

- GALAKTISCH GENIAL!<br />

Mit dem Begriff Industrie verbinden viele Menschen immer<br />

noch das Bild von einer finsteren Fabrik mit rauchenden<br />

Schornsteinen, kalten Werkhallen mit dampfenden Maschinen<br />

und im Akkord schuftenden Fließbandarbeitern. Doch das ist<br />

Sternenstaub von gestern. Die Industrielandschaft hat sich<br />

in den letzten Jahren im Sternschnuppentempo verändert.<br />

Smart Factory heißen die modernen Werksgelände mit ihren<br />

Hightechanlagen heute. Und manche dieser fortschrittlichen<br />

Produktionsstätten muten sogar so futuristisch an, dass man<br />

sich wie in eine Basis auf einem anderen Planeten versetzt fühlt:<br />

Roboter schwenken ihre Montagearme im Gleichtakt, Ingenieure<br />

überwachen in spacigen Anzügen den Fertigungsprozess per<br />

Touchscreen und selbstfahrende Transporter stapeln fertig verpackte<br />

Produkte perfekt in Container für den weiteren Versand.<br />

DER COUNTDOWN LÄUFT<br />

Im Zuge der Digitalisierung und der Weiterentwicklung von<br />

künstlicher Intelligenz können viele Aufgabenbereiche miteinander<br />

verbunden werden. Computer aus verschiedenen Abteilungen<br />

kommunizieren miteinander, Arbeitsschritte werden<br />

AZUBI BASICS


29<br />

INDUSTRIE-SPECIAL<br />

automatisiert und schließlich Produktionsabläufe verbessert.<br />

Moment mal, werden dann überhaupt noch Menschen gebraucht?<br />

Natürlich! Das Zusammenspiel zwischen Maschinen,<br />

Menschen und Prozessen bringt neue Herausforderungen mit<br />

sich. Diese flexiblen und dynamischen Entwicklungen erfordern<br />

helle Köpfchen, die smarte Produkte, wie Sensoren, Speicher<br />

und Prozessoren, herstellen, Computer vernetzen oder Roboter<br />

programmieren und diese dann auch anpassen, steuern<br />

bzw. überwachen können. Doch das ist noch nicht alles.<br />

SO VIELE JOBS, WIE STERNE<br />

AM HIMMEL<br />

... zumindest fast: Auch wenn die meisten Berufe vorwiegend<br />

im MINT-Bereich angegsiedelt sind, gibt es noch eine Vielzahl<br />

an Jobmöglichkeiten für Leute, die nicht gerade beste Kumpels<br />

mit Mathe, Physik oder Chemie sind, aber trotzdem hautnah<br />

beim technologischen Fortschritt dabei sein möchten. Hier<br />

ist ein Überblick über die angesagtesten Berufsfelder mit den<br />

coolsten Ausbildungsoptionen der wichtigsten Industriezweige:<br />

AZUBI BASICS


30<br />

INDUSTRIE-SPECIAL<br />

Mehr Infos? eInfach<br />

Qr-code MIt deIneM<br />

handy scannen und<br />

weItere Infos und<br />

VIdeos ansehen<br />

BERUFSFELDER IN<br />

DER INDUSTRIE<br />

BERUFSBEZEICHNUNG (Dauer<br />

der Ausbildung, schulische<br />

Voraussetzung)<br />

Welche spannenden TÄTIG-<br />

KEITEN werden in diesem<br />

Job ausgeführt?<br />

Welche Möglichkeiten<br />

für ein DUALES STUDIUM<br />

gibt es?<br />

AUTOMOBILE<br />

Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-in<br />

(3,5 Jahre, Hauptschulabschluss)<br />

• baut Teile eines Autos, Busses oder sogar einer<br />

rollenden Imbissbude neu zusammen, tunt sie<br />

nach Kundenwünschen oder repariert diese<br />

Fahrzeugtechnik<br />

Inhalte sind z. B.: Antriebstechnik, Leichtbau,<br />

Mechanik, Fahrzeugentwicklung, Sicherheit<br />

Chemielaborant/-in<br />

(3,5 Jahre, fachabitur)<br />

• führt chemische Untersuchungen durch, etwa<br />

für die Pharma-, Lebensmittel- oder Kosmetikindustrie.<br />

Chemische Technik<br />

Inhalte sind z. B.: Energie-, Wärme-, Apparateund<br />

Messtechnik<br />

CHEMIE/ CHEM.<br />

TECHNIK<br />

Chemikant/-in<br />

(3,5 Jahre, mittlerer<br />

Schulabschluss)<br />

• stellt aus Rohstoffen Farben, Waschmittel oder<br />

Kosmetika her, sorgt dafür, dass die Produktionsanlagen<br />

funktionieren und prüft Proben<br />

Chemieingenieurwesen<br />

Inhalte sind z. B: Chemietechnik, Produkt- und<br />

Technologieentwicklung, Umweltschutz<br />

Pharmakant/-in<br />

(3,5 Jahre, mittlerer<br />

Schulabschluss)<br />

• stellt Arzneimittel in Form von Pulvern, Lösungen<br />

und Tabletten her und ist sorgfältig bei der<br />

Dosierung der Wirkstoffe<br />

Lebensmittelchemie<br />

Inhalte sind z. B.: Biochemie, Mikrobiologie,<br />

Toxikologie, Technologie, Lebensmittelrecht<br />

Maschinen- und<br />

Anlagenführer/in<br />

(2 Jahre, Hauptschulabschluss)<br />

• richtet Fertigungsmaschinen und -anlagen ein,<br />

nimmt sie in Betrieb und steuert sie.<br />

Maschinenbau<br />

Inhalte sind z. B. die Funktionsweisen von<br />

Maschinen und Anlagen.<br />

MASCHINENBAU<br />

Werkzeugmechaniker/in<br />

(3,5 Jahre, Mittlere Reife)<br />

• fertigt Präzisionswerkzeuge für Medizin und<br />

Industrie an, etwa durch Fräsen, Bohren und<br />

Schleifen.<br />

Maschinenbau<br />

Inhalte sind z. B. Thermodynamik, Konstruktionslehre,<br />

Werkstoffkunde und Elektrotechnik.<br />

Verfahrensmechaniker/in<br />

(3 Jahre, Mittlere Reife)<br />

•<br />

stellt Bauteile in den Bereichen Kunststoff- und<br />

Kautschuktechnik, Transportbeton, Beschichtungstechnik<br />

bzw. Glastechnik her.<br />

Verfahrenstechnik<br />

Inhalte sind z. B.: Maschinenbau, Mechanik,<br />

Thermodynamik, Elektro- und Werkstofftechnik.<br />

IT<br />

Kaufmann/frau für Digitalisierungsmanagement<br />

(3 Jahre, mittlerer<br />

Schulabschluss)<br />

• ermittlet den Bedarf an IT-Produkten, beschafft<br />

und führt diese ein.<br />

Digitale Medien<br />

Inhalte sind z. B.: Online-Marketing, Webdesign,<br />

Medienmanagement und Softwareentwicklung<br />

AZUBI BASICS


TELEPORTIER DICH NACH GANZ OBEN!<br />

Natürlich gibt es noch viel mehr Sektoren innerhalb der Industriebranche,<br />

wie z.B. Textil, Holz und Papier, Optik, Verpackung,<br />

Energie, Metall und viele andere. Sie alle haben jedoch etwas gemeinsam:<br />

Absolventen eines Industrieberufes können mit einer guten<br />

Bezahlung rechnen. Das Gehalt ist in dieser Branche nämlich im<br />

Durchschnitt höher, als in anderen Bereichen. Du bekommst nicht<br />

nur bereits während der Ausbildung eine angemessene Vergütung,<br />

sondern auch der Einstiegslohn kann sich sehen lassen. Außerdem<br />

hast Du sowohl super Chancen, nach der Lehre übernommen zu<br />

werden, als auch tolle Weiterbildungsmöglichkeiten, wie etwa zur/<br />

zum Meister/-in, Techniker/-in, Fachwirt/-in oder Betriebswirt/-in.<br />

Dadurch kannst Du Dich auf bestimmte Fachbereiche spezialisieren<br />

und für Führungsaufgaben qualifizieren. Übrigens: Die<br />

Industriebranche hat den guten Ruf, dass ihre Angestellten von<br />

einer ausgewogenen Work-Life-Balance profitieren können.<br />

GIRLPOWER IST GEFRAGT<br />

Hast Du schon eine Idee, in welche Richtung es gehen soll, traust Dich<br />

aber vielleicht nicht, weil Du ein Mädchen bist? Lass Dich nicht davon<br />

abschrecken, dass es viele Jungs in Deinem Lieblingsberuf gibt. Die<br />

Industriebranche braucht weiblichen Nachwuchs und viele Unternehmen<br />

wünschen sich, dass sich mehr Frauen in diesen Berufen engagieren.<br />

Falls Du noch nicht ganz davon überzeugt bist, ob ein bestimmter<br />

Ausbildungsberuf etwas für Dich ist, dann kannst Du Folgendes tun:<br />

SCHNUPPERPRAKTIKA:<br />

Nutze ein Praktikum, um den Profis über die Schultern zu<br />

schauen und Dir ein besseres Bild über Deinen Wunschberuf<br />

zu machen. So kannst Du gleich wertvolle Kontakte<br />

knüpfen und wirst sehen, dass Du auch als Frau das Zeug<br />

dazu hast, einen „typischen“ Männerberuf zu erlernen.<br />

LADYS ONLY:<br />

Schau Dich nach speziell<br />

nur für Mädchen angebotenen<br />

technischen<br />

Studiengängen in<br />

Deiner Nähe<br />

um, wie z. B.<br />

Wirtschaftsingenieurwesen,<br />

Elektrotechnik<br />

oder Informatik.<br />

31<br />

BERUFSFELDER IN<br />

DER INDUSTRIE<br />

BERUFSBEZEICHNUNG (Dauer<br />

der Ausbildung, schulische<br />

Voraussetzung)<br />

Welche spannenden TÄTIG-<br />

KEITEN werden in diesem<br />

Job ausgeführt?<br />

Welche Möglichkeiten<br />

für ein DUALES STUDIUM<br />

gibt es?<br />

IT<br />

Fachinformatiker/-in<br />

(3 Jahre, mittlerer<br />

Schulabschluss)<br />

• entwickelt Rechnersysteme, programmiert Software,<br />

tüftelt an komplizierten Fragestellungen<br />

und findet immer eine Lösung<br />

Wirtschaftsinformatik<br />

Inhalte sind z. B.: Software Engineering, Projektmanagement,<br />

Datenbanken, Netzwerke<br />

und Datenschutz bzw. Medienrecht<br />

Elektroniker/-in<br />

• sorgt, je nach Spezialisierung dafür, dass<br />

stets Strom in Gebäuden, Maschinen oder<br />

Anlagen fl ießt<br />

Elektrotechnik<br />

Inhalte sind z. B.: Robotik, Automatisierungstechnik,<br />

Kommunikations- und Nachrichtentechnik<br />

Industriemechaniker/-in<br />

(3,5 Jahre, mittlerer<br />

Schulabschluss)<br />

• montiert Bauteile bzw. Baugruppen für Maschinen,<br />

repariert sie und programmiert deren<br />

Elektronik, damit alles rund läuft<br />

Mechatronik<br />

Kombi aus Mechanik, Elektrotechnik und Informatik,<br />

Entwicklung verschiedener technische<br />

Systeme für komplexe Maschinen und Anlagen<br />

ELEKTRO-<br />

TECHNIK/<br />

ELEKTRONIK/<br />

MECHATRONIK<br />

Industrieelektriker/in<br />

(2 Jahre, Hauptschul<br />

abschluss)<br />

Zerspanungsmechaniker/in<br />

(3,5 Jahre, Mittlere Reife)<br />

• nimmt Verkabelungen vor, kümmert sich um<br />

deren Instandhaltung und führt Sicherheitsprüfungen<br />

durch.<br />

• fertigt Präzisionsbauteile aus Metall durch<br />

Drehen, Fräsen und Schleifen an und baut sie<br />

zusammen.<br />

Elektrotechnik<br />

Inhalte sind z. B. Mess- und Regelungstechnik,<br />

Energietechnik sowie Informatik.<br />

Mechatronik<br />

Inhalte sind z. B. Technische Mechanik,<br />

Sensorik und Software-Engineering.<br />

Feinwerkmechaniker/in<br />

(3,5 Jahre, Mittlere Reife)<br />

• stellt exakt passende Bauteile für die Automobilbranche,<br />

die Pharma- oder die Lebensmittelindustrie<br />

her.<br />

Medizintechnik<br />

Inhalte sind z. B. Maschinenbau, Werkstoffkunde,<br />

Biophysik und Informatik.<br />

Technischer<br />

Produktdesigner/in<br />

(3,5 Jahre, Fachabitur)<br />

• entwirft und konstruiert Bauteile und -gruppen<br />

für Fahrzeuge, Maschinen und Anlagen.<br />

Industriedesign<br />

Inhalte sind z. B. Planung und Entwurf von<br />

Industrie- und Alltagsprodukten.<br />

Produktionstechnologe/<br />

-technologin<br />

(3 Jahre, Mittlere Reife)<br />

• richtet Produktionsanlagen ein, führt Testreihen<br />

durch und optimiert Produktionsabläufe.<br />

Produktionstechnologie<br />

Inhalte sind z. B. Produktionsorganisation und<br />

-logistik sowie Automatisierung.<br />

AZUBI BASICS


32<br />

MINT JOBS<br />

Mädels erwünscht<br />

Mehr Infos? Einfach QR-<br />

Code mit deinem Handy<br />

scannen und weitere<br />

Infos und Videos ansehen<br />

Was irgendwie nach einer minzfrischen Süßigkeit klingt, hat in Wirklichkeit gar nichts damit<br />

zu tun. „MINT“ steht für Berufe, die in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften<br />

und Technik angesiedelt sind. Bevor du jetzt mit den Augen rollst,<br />

solltest du weiterlesen, denn die vielfältigen MINT-Jobs sind superspannend und zukunftsträchtig.<br />

Doch leider trauen sich viele junge Menschen, vor allem Mädchen, nicht so recht ran. Und<br />

das, obwohl man dafür kein Mathe-, Chemie- oder Physikcrack und auch kein Informatiknerd<br />

sein muss. Wenn du Spaß an Wissenschaft und Technik hast, dann erfahre hier, warum du mal<br />

einen intensiveren Blick auf die trendigen MINT-Berufe werfen solltest .<br />

AZUBI BASICS


-<br />

y<br />

-<br />

Da es allerdings so viele mega-coole mint-berufe gibt,<br />

haben wir hier unsere top five für dich herausgesucht. Schau mal<br />

mikrotechnologe/<br />

-technologin:<br />

Diese Profis bauen die<br />

für Pcs, smartphones,<br />

elektronische Bauteile und<br />

hochsensible medizinische Geräte<br />

wichtigen Mikrochips und winzig<br />

kleinen Leiterplatten zusammen, auf<br />

denen sie zahlreiche, kaum sichtbare<br />

Minikontakte anbringen.<br />

chemikant/-in :<br />

ohne diese spezialisten<br />

hätten wir keine Kosmetik,<br />

Medizin, waschmittel oder<br />

farben. sie steuern und<br />

überwachen alle Prozesse, angefangen<br />

von der herstellung über das abfüllen<br />

bis zum Verpacken der Produkte.<br />

fluggerätemechaniker/-in:<br />

diese experten bauen teile<br />

und triebwerke zu hubschraubern,<br />

airbussen,<br />

VIELFALT, GUTE JOBAUSSICHTEN<br />

UND EIN SUPERGEHALT<br />

Warst du in der Schule schon neugierig<br />

auf wissenschaftliche Zusammenhänge<br />

und hat dir das Experimentieren<br />

spaß gemacht? Dann solltest du<br />

darüber nachdenken, einen Mint-<br />

Beruf zu erlernen. Dazu gehören einige<br />

Berufe, die du vielleicht schon<br />

kennst, aber noch so viele mehr,<br />

satelliten und raumfahrzeugen zusammen,<br />

damit sie perfekt und gefahrlos<br />

durch die Lüfte bis ins all fliegen<br />

können.<br />

elektroniker/-in:<br />

ohne sie geht gar nichts.<br />

damit ampelschaltungen<br />

richtig funktionieren, fabriken<br />

Produkte herstellen<br />

können, wir nicht im dunkeln sitzen<br />

oder frieren müssen und außerdem<br />

kommunizieren können, braucht es<br />

diese pfiffigen Insider.<br />

Werkstoffprüfer/-in:<br />

ein werkstoff, der etwa<br />

aus Metall oder Kunststoff<br />

besteht, muss für bestimmte<br />

Zwecke entsprechende<br />

eigenschaften und Qualitäten haben.<br />

diese fachleute untersuchen diese,<br />

indem sie stichproben der werkstoffe<br />

durch verschiedene Verfahrenstechniken<br />

prüfen.<br />

von denen du bisher garantiert nicht<br />

einmal wusstest, dass sie existieren.<br />

Das kommt daher, dass viele Schüler<br />

eine Abneigung gegenüber sogenannten<br />

„Hassfächern“, wie Mathe,<br />

Chemie, Biologie oder informatik,<br />

haben. Dabei stellen diese Fächer<br />

nur einen teil der Mint-Jobs dar. Die<br />

Praxis ist hingegen faszinierend und<br />

megaspannend, da du deinen Forschergeist<br />

beispielsweise in einem<br />

Labor ausleben kannst oder großartige<br />

Produktionsanlagen zum Laufen<br />

bringst. Wer sich für eine Ausbildung<br />

in einem der Fachbereiche entscheidet,<br />

wird tolle Zukunftsperspektiven<br />

haben und das bei einem gehalt, bei<br />

dem andere vor neid grün anlaufen.<br />

angst vor der Männerdomäne?<br />

VON WEGEN!<br />

Es gibt gar nicht so wenige Mädels,<br />

die Lust auf herausfordernde Aufgaben<br />

haben, technisch versiert sind<br />

und gerne tüfteln. Doch warum sind<br />

dann Mädchen immer noch seltener<br />

in Mint-Berufen anzutreffen als Jungen?<br />

Das hat viele Hintergründe. zum<br />

einen spielt die Meinung der Eltern<br />

eine große Rolle bei der Ausbildungswahl.<br />

Sie wollen ihrem weiblichen<br />

nachwuchs keinen „Männerberuf“ zumuten,<br />

weil die Arbeitsbedingungen<br />

angeblich nicht frauenkompatibel<br />

sind. Und damit sind wir auch schon<br />

beim zweiten grund. Die meisten<br />

Schulabgänger sind unzureichend informiert<br />

und assoziieren Mint-Jobs<br />

fälschlicherweise automatisch mit<br />

schwerer Fließbandschufterei in einer<br />

33<br />

kalten und lauten Fabrik. Doch diese<br />

falschen Vorstellungen lösen sich<br />

sofort in Luft auf, wenn du mal einen<br />

Blick hinter die Kulissen geworfen<br />

hast. Das kannst du beispielsweise auf<br />

dem jährlichen girl’s Day, wenn dir die<br />

Türen zu Ausbildungsunternehmen<br />

und Hochschulen geöffnet werden<br />

und du supercoole Jobs „anfassen“<br />

und kennenlernen kannst. Die meisten<br />

Betriebe würden sich über mehr<br />

weibliche Frauenpower in Mint-Berufen<br />

freuen. Um dies zu fördern, gibt es<br />

inzwischen sogar Studiengänge „only<br />

for women“, wie etwa an der Fakultät<br />

für Informatik und Wirtschaft an der<br />

HtW in <strong>Berlin</strong> und an weiteren Hochschulen<br />

in Deutschland. Diese wurden<br />

ins Leben gerufen, da viele Mädchen<br />

sonst unter dem Druck stehen, sich<br />

ständig gegen ihre angeblich technikaffineren<br />

männlichen Kommilitonen<br />

durchsetzen zu müssen und sich<br />

dadurch quasi selbst diskriminieren.<br />

Also: Ärmel hochkrempeln und nur<br />

Mut, Mädels!<br />

WELCHE VORTEILE BIETET<br />

EINE AUSBILDUNG IM<br />

MINT-BEREICH?<br />

Es ist nicht notwendig, einen Leistungskurs<br />

in Mathematik oder Physik<br />

besucht zu haben, und du musst<br />

auch nicht unbedingt ein Studium<br />

aufnehmen, um dich für einen Mint-<br />

Job zu qualifizieren. eine ausbildung<br />

bietet dir unheimlich viele Vorteile.<br />

Du verdienst bereits während der<br />

Lehre ein richtig gutes Ausbildungsgehalt.<br />

Außerdem setzt du die Theorie<br />

gleich in die Praxis um. Dadurch<br />

verstehst du naturwissenschaftliche<br />

Zusammenhänge viel schneller und<br />

kannst etwas damit anfangen. Supermoderne<br />

Computerprogramme<br />

erledigen für dich komplizierte Rechenvorgänge<br />

und du arbeitest mit<br />

nagelneuen Technologien, die dich<br />

begeistern werden. nach deinem<br />

Abschluss kannst du dich entweder<br />

zum Techniker, Fachwirt bzw. Meister<br />

weiterbilden oder du steigst<br />

gleich ins Berufsleben ein. Deine<br />

Jobaussichten als nachwuchskraft<br />

sind mehr als genial und häufig übernimmst<br />

du in kürzester Zeit verantwortungsvolle<br />

Aufgaben in Führungspositionen.<br />

Das Einzige, was du<br />

nun tun musst, ist dich für einen der<br />

aufregenden Jobs zu entscheiden.<br />

Informiere dich gründlich, bevor du<br />

eine Auswahl triffst.<br />

AZUBI BASICS


34<br />

Handwerk –<br />

noch immer mit<br />

Goldenem<br />

boden<br />

Sich für den richtigen zukünftigen Beruf zu entscheiden, ist gar<br />

nicht so einfach. Vielleicht weißt du schon ungefähr, in welche<br />

Richtung es für dich gehen soll, doch so recht festlegen kannst<br />

du dich nicht? Hast du zwei rechte Hände und verfügst über eine beneidenswerte<br />

Fingerfertigkeit? Wenn du deine berufliche Zukunft auf<br />

gar keinen Fall an einem Schreibtisch verbringen möchtest und gerne<br />

anpackst, dann wäre ein Ausbildungsberuf im Handwerk das Richtige<br />

für dich. Damit setzt du auf eine zukunftsträchtige Branche, denn die<br />

Nachfrage nach Fachkräften ist enorm. Lies hier, warum sich ein Handwerksberuf<br />

für dich lohnen würde.<br />

AZUBI BASICS


35<br />

DAS hAnDWerk vereint<br />

vielfAlt, innovAtion unD<br />

trADition<br />

Ein Job im Handwerk ist unglaublich<br />

interessant für alle, die sich sowohl<br />

für traditionelle Herstellungsprozesse<br />

als auch für technologische Innovationen<br />

interessieren und am liebsten<br />

etwas mit ihren eigenen Händen erschaffen<br />

möchten. in den vielfältigen<br />

Handwerksberufen werden heutzutage<br />

klassische Tätigkeiten durch innovative<br />

Technologien vereinfacht.<br />

Deshalb sind Experten gefragt, welche<br />

die ausführung der spezifischen<br />

Aufgaben sowohl technisch als auch<br />

mechanisch gut beherrschen. In deiner<br />

Lehre wirst du darauf perfekt<br />

vorbereitet. Die Ausbildungen im<br />

Handwerk werden meist in dualer<br />

Form angeboten, sodass sich Berufsschule<br />

und Praxis im Ausbildungsbetrieb<br />

abwechseln. Alternativ gibt es<br />

noch die schulischen Ausbildungen,<br />

die durch eine Praktikumsphase ergänzt<br />

werden. Um dich zu orientieren<br />

und herauszufinden, ob ein bestimmter<br />

Handwerksberuf gut zu dir<br />

passt, empfehlen wir dir, bereits in<br />

der schulzeit ein Betriebspraktikum<br />

zu absolvieren. Hier kannst du in den<br />

Alltag deines zukünftigen Jobs eintauchen,<br />

die Arbeitsprozesse kennenlernen<br />

und wichtige Kontakte<br />

knüpfen. nicht selten ist ein Praktikum<br />

der Schlüssel, mit welchem<br />

du die tür zu deinem späteren Berufseinstieg<br />

öffnest.<br />

AuSbilDunG im hAnDWerk:<br />

Basis schaffen und darauf aufbauen<br />

Der Vorteil einer Lehre in einem Handwerksberuf<br />

liegt darin, dass du häufig<br />

in kleinen und mittelständischen Betrieben<br />

ausgebildet wirst. Diese sind<br />

dir werden wichtige handgriffe,<br />

Kniffe und Tricks direkt vom Profi<br />

beigebracht und du kannst sie<br />

während der Lehre gleich umsetzen.<br />

besonders ausbildungsaktiv und investieren<br />

gern in ihren nachwuchs.<br />

Hier ist die Ausbildungsatmosphäre<br />

familiär und die Anzahl der <strong>Azubi</strong>s<br />

eher gering. Dadurch wirst du an der<br />

Seite deines Ausbilders oder Meisters<br />

intensiv angelernt und machst dich<br />

mit den verschiedenen Etappen eines<br />

Herstellungsprozesses vertraut. Vom<br />

ersten Tag deiner Ausbildung an bist<br />

du mit an der Planung eines Projektes<br />

oder Werkstücks über die Bearbeitung<br />

verschiedener Materialien und<br />

der Verwendung unterschiedlicher<br />

Werkzeuge sowie Maschinen bis hin<br />

zur Fertigstellung beteiligt. Dir werden<br />

wichtige Handgriffe, Kniffe und<br />

tricks direkt vom Profi beigebracht<br />

und du kannst sie während der Lehre<br />

gleich umsetzen. Bereits in der ausbildungszeit<br />

verdienst du schon<br />

gutes geld, übernimmst anspruchsvolle,<br />

abwechslungsreiche Aufgaben<br />

und wirst eine Menge Spaß haben.<br />

Mit der krönenden abschlussprüfung<br />

qualifizierst du dich für deinen Beruf.<br />

Die Zukunftsperspektiven und<br />

entwicklungsmöglichkeiten für ausgelernte<br />

gesellen sind optimal. Jetzt<br />

kannst du entweder direkt im Job<br />

loslegen oder dein Know-how erweitern.<br />

Durch den Erwerb von Zusatzqualifikationen<br />

oder eine Weiterbildung<br />

zum Techniker bzw. Meister<br />

kannst du deine Karriere ankurbeln,<br />

mehr Verantwortung übernehmen,<br />

dein gehalt steigern oder dich sogar<br />

selbstständig machen.<br />

Welche hAnDWerkSberufe<br />

hAben nAch Wie vor GroSSe<br />

Zukunft?<br />

Es gibt Handwerksberufe, in denen<br />

ein enormer Bedarf an nachwuchskräften<br />

besteht. Deshalb haben wir<br />

ein paar für dich zusammengetragen,<br />

die besonders gute Zukunftsperspektiven<br />

haben und das bei einem<br />

tollen gehalt. Mit einer ausbildung<br />

zum/zur Mechatroniker/-in wählst<br />

du einen spannenden, zukunftsträchtigen<br />

und gut bezahlten Beruf.<br />

Im Automobil- und Maschinensektor<br />

wirst du bei deiner Ausbildungsplatzsuche<br />

keine Schwierigkeiten<br />

haben. Die Jobaussichten sind super,<br />

denn Mechatroniker/-innen sind<br />

sehr gefragte Fachkräfte. Sie stellen<br />

all unsere innovativen technischen<br />

geräte her und reparieren sie. Deshalb<br />

werden sie auch entsprechend<br />

bezahlt. Bereits während der ausbildung<br />

kannst du dich auf ein gehalt<br />

von knapp 1.000 Euro brutto monatlich<br />

freuen. Etwa noch einmal so viel<br />

verdienst du nach deinem Abschluss,<br />

und wenn du die Technikerausbildung<br />

absolvierst, winken dir sogar<br />

rund 5.000 Euro brutto im Monat.<br />

Ein weiterer Handwerksberuf mit genialen<br />

Verdienstaussichten ist der/<br />

die industriemeister/-in Metall. nach<br />

einer entsprechenden Ausbildung,<br />

für die du dich in der Regel mit dem<br />

Hauptschulabschluss bewerben kannst,<br />

und einigen Jahren Berufserfahrung<br />

qualifizierst du dich mit dem Meistertitel<br />

zur Führungskraft. Verantwortungsvolle<br />

Aufgaben, wie das Management<br />

der Herstellungsprozesse<br />

und tätigkeiten als ausbilder/-in,<br />

können dein Chefgehalt von 3.000 euro<br />

auf bis zu 5.000 Euro brutto monatlich<br />

ansteigen lassen. auch die Baubranche<br />

boomt und damit ebenfalls das<br />

Ausbaugewerbe. Handwerker, die mit<br />

Holz und anderen Baumaterialien<br />

zu tun haben, sind gefragt wie nie.<br />

Unglaublich gute zukunftaussichten<br />

haben beispielsweise Maurer. Spätestens<br />

beim Berufseinstieg hat sich<br />

der schweiß gelohnt. Bruttomonatsgehälter<br />

in Höhe von etwa 2.500<br />

Euro sind die Regel. Wenn du noch<br />

etwas Fleiß dazu packst und dich<br />

zum Vorarbeiter, Polier oder Meister<br />

qualifizierst, kannst du mit 4.000<br />

Euro brutto im Monat nach Hause<br />

gehen. im Bausektor verdienen lehrlinge<br />

übrigens am meisten.<br />

AZUBI BASICS


36<br />

Bau dir deine<br />

Zukunft auf!<br />

Schnapp dir einen Bauhelm<br />

und komm mit auf<br />

die Baustelle: Wir zeigen<br />

dir, wie vielfältig die Aus- und<br />

Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

in der Baubranche sind.<br />

Hast du schon einmal beobachtet, was<br />

passiert, wenn eine gruppe Kindergartenkinder<br />

an einer Baustelle vorbeikommt?<br />

Jungen und Mädchen drücken<br />

sich gleichermaßen am Bauzaun ihre<br />

näschen platt. Die Kleinen beobachten<br />

mit weit aufgerissenen Augen und<br />

Mündern, wie Estrich angerührt wird,<br />

wie Rohre verlegt und Ziegel übereinander<br />

geschichtet werden. Würden<br />

die Erzieherinnen und Erzieher nicht irgendwann<br />

zum Weitergehen drängen,<br />

würden die Kita-Kids wahrscheinlich<br />

stundenlang vor der Baustelle stehen<br />

AZUBI BASICS<br />

und zuschauen. Und mal ehrlich: es ist<br />

wirklich faszinierend, wie aus verschiedensten<br />

Werkstoffen ein gebäude entsteht<br />

– Arbeitsschritt für Arbeitsschritt.<br />

Doch Beton, Holz, stahl, Kalksandstein,<br />

glas und alle anderen Materialien, die<br />

auf einer Baustelle zum einsatz kommen,<br />

wären wertlos, ohne das Können<br />

geschulter Fachkräfte. Was nutzt<br />

schließlich ein gut gefüllter Betonmischer,<br />

wenn niemand da ist, der das<br />

Fundament ausgießt? Oder was bringt<br />

ein haushoher Kran, den keiner bedienen<br />

kann?<br />

Bei der arbeit auf dem Bau sind teamplayerinnen<br />

und Teamplayer gefragt.<br />

Es geht darum, gemeinsam etwas anzupacken<br />

und etwas zu schaffen – egal<br />

ob neubau oder altbausanierung. Jedes<br />

einzelne gewerk und jede/ r einzelne<br />

Mitarbeitende ist von großer Bedeutung<br />

und hat wichtige Aufgaben<br />

zu erfüllen – losgelöst von jeglicher Hierarchie.<br />

Wenn du jetzt an verschwitzte,<br />

braungebrannte Männer in Karohemden<br />

denkst, müssen wir dich leider<br />

enttäuschen. Das Klischee vom männlichen<br />

Bauarbeiter, der außer Muskelkraft<br />

wenig zu bieten hat, hat nämlich<br />

ausgedient. auf jeder Baustelle gibt<br />

es zahlreiche hochkomplexe Aufgaben<br />

zu erledigen. Da ist neben Kraft<br />

auch Köpfchen gefragt! Beispielsweise<br />

muss vor Baubeginn das gelände vermessen<br />

werden. Es werden aufwendige<br />

Karten und Kataster erstellt, millionenschwere<br />

Bauvorhaben geplant<br />

und detaillierte Baupläne angefertigt.<br />

Ein gewisses Technikverständnis solltest<br />

du schon besitzen, wenn du im<br />

Baugewerbe arbeiten möchtest. Und<br />

gute noten in naturwissenschaften<br />

wie Mathe und Physik schaden auch<br />

nicht, wenn du eine Ausbildung in der<br />

Baubranche absolvieren möchtest.


Das Wichtigste ist aber, dass du mit<br />

Leidenschaft und Interesse dabei bist,<br />

wenn Baugruben ausgehoben, gleise<br />

verlegt und Wände gedämmt werden.<br />

Zudem solltest du eine große Portion<br />

Verantwortungsbewusstsein mitbringen,<br />

schließlich werden dir unter Umständen<br />

hochmoderne, teure Baumaschinen<br />

wie Bagger, Rüttelplatten und<br />

Raupendumper anvertraut. Teamgeist<br />

sollte ebenfalls zu deinen Stärken zählen,<br />

denn wie bereits erwähnt, ist die<br />

arbeit auf der Baustelle keine One-<br />

Man-Show. Apropos Man: Mädchen<br />

und Frauen sind im Bauwesen ausdrücklich<br />

herzlich willkommen.<br />

Wer sich für eine duale Ausbildung in<br />

der Baubranche entscheidet, arbeitet<br />

vom ersten Tag an praktisch. Ob als<br />

tiefbaufacharbeiter/ tiefbaufacharbeiterin,<br />

straßenbauer/ straßenbauerin<br />

oder Dachdecker/ Dachdeckerin:<br />

Du bist dabei, wenn neues entsteht<br />

oder Altes aufgewertet wird. Am Ende<br />

jedes Arbeitstages weißt du ganz genau,<br />

was du mit deinen eigenen Händen<br />

geschaffen hast und darfst richtig<br />

stolz auf dich sein. Doch die Baubranche<br />

bietet auch interessante Jobs für<br />

alle, die lieber im Büro arbeiten. als<br />

architektin/ architekt oder als Bauzeichnerin/<br />

Bauzeichner verbringst du<br />

den großteil deiner arbeitszeit nicht<br />

auf der Baustelle, sondern am schreibtisch.<br />

Dann kümmerst du dich um die<br />

vorgelagerte Planung – lange bevor<br />

die ersten Bagger anrollen.<br />

Unterschieden wird im Berufsfeld<br />

Bau zwischen Hochbau, tiefbau und<br />

Ausbau. Das Teilgebiet Hochbau beschäftigt<br />

sich mit dem, was wahrscheinlich<br />

die meisten im Kopf haben,<br />

wenn sie ans Bauen denken: das Planen,<br />

errichten und sanieren von Bauwerken.<br />

Abwechslungsreiche Ausbildungsberufe<br />

im Bereich Hochbau<br />

sind beispielsweise Baugeräteführer/<br />

Baugeräteführerin, Maurer/ Maurerin<br />

und gerüstbauer/ gerüstbauerin.<br />

Beim tiefbau geht’s ab unter die erde.<br />

Denn dieses Teilgebiet des<br />

Bauwesens dreht sich um unsere<br />

unterirdische Infrastruktur<br />

wie etwa die Kanalisation<br />

und die Versorgung mit gas,<br />

Strom und Fernwärme. Arbeiten,<br />

die auf der Erdoberfläche<br />

und in der ebene stattfinden,<br />

werden ebenfalls als<br />

Tiefbau bezeichnet, also zum<br />

Beispiel straßen- und gleisbauarbeiten.<br />

Zu den vielfältigen<br />

Berufsbildern im tiefbau<br />

zählen unter anderem<br />

Kanalbauer/ Kanalbauerin,<br />

Brunnenbauer/ Brunnenbauerin<br />

und Rohrleitungsbauer/<br />

Rohrleitungsbauerin.<br />

sobald der Rohbau eines gebäudes<br />

steht, kann der Innenausbau beginnen.<br />

In den Teilbereich Ausbau fallen<br />

verschiedene handwerkliche Tätigkeiten,<br />

beispielsweise das Dämmen<br />

und Isolieren von Wänden und Dächern<br />

sowie das Verlegen von Fliesen<br />

und anderen Bodenbelägen. Falls du<br />

den ausbau von gebäuden zu deinem<br />

Beruf machen willst, kannst du<br />

zum Beispiel eine ausbildung zum/<br />

zur glaser/ glaserin, zum/ zur tischler/<br />

tischlerin oder zum/ zur trockenbaumonteur/<br />

trockenbaumonteurin<br />

absolvieren. Du siehst: Jedes<br />

Bauvorhaben hat zahlreiche spannende<br />

Aufgaben zu bieten. Oberhalb<br />

und unter der Erde, direkt vor<br />

Ort und bei der Vorbereitung am<br />

schreibtisch. Jede/ r einzelne wird<br />

gebraucht, wenn ein neuer Wolkenkratzer,<br />

eine neue Tiefgarage oder<br />

37<br />

ein neuer Flughafen entstehen soll.<br />

Bauarbeiten sind teamarbeiten.Wenn<br />

du dich für eine Karriere im Bauwesen<br />

entscheidest, musst du dir um deine<br />

Zukunft keine Sorgen machen. Denn<br />

gebaut wird bekanntlich immer. Die<br />

auftragsbücher der Bauunternehmen<br />

sind voll und motivierter nachwuchs<br />

wird dringend gebraucht. gut zu wissen:<br />

Unter den ausbildungsberufen<br />

zählen die azubis in der Baubranche<br />

zu den spitzenverdiener/ innen. Hinterlässt<br />

du bei deinem Chef einen guten<br />

Eindruck, hast du hervorragende<br />

Chancen, nach ausbildungsende<br />

übernommen zu werden. Dann kannst<br />

du schritt für schritt die Karriereleiter<br />

nach oben klettern und beispielsweise<br />

eine Weiterbildung zum/ zur Polier/<br />

Polierin machen oder den Meistertitel<br />

in deinem Handwerk erwerben.<br />

Wusstest du, dass du mit dem Meisterbrief<br />

gleichzeitig die Hochschulzugangsberechtigung<br />

erwirbst? Du<br />

kannst dann auch ohne Abitur jede<br />

Universität oder Fachhochschule besuchen<br />

und beispielsweise Architektur,<br />

immobilienwirtschaft oder Bauingenieurwesen<br />

studieren. gegenüber<br />

deinen Kommiliton/ innen ohne ausbildung<br />

im Bauwesen hast du einige<br />

entscheidende Vorteile: Du weißt aus<br />

eigener praktischer Erfahrung, wie<br />

die arbeit auf einer Baustelle abläuft<br />

und kennst straßenwalzen, Kipplaster<br />

und Schaufellader nicht nur vom Vorbeilaufen<br />

und Bestaunen. Doch ganz<br />

egal ob während der Ausbildung oder<br />

nach dem Studium: Wenn du auf einer<br />

Baustelle arbeitest und bemerkst,<br />

dass dir eine gruppe Kids begeistert<br />

zuschaut – wink doch mal! Könnte<br />

gut sein, dass unter diesen Kindergartenkindern<br />

deine zukünftigen Kolleg/<br />

innen sind. schließlich geht den Beschäftigten<br />

im Bauwesen die arbeit<br />

niemals aus: Denn die Baubranche<br />

bietet vielfältige Berufsbilder mit Perspektive<br />

– jetzt und in Zukunft.<br />

AZUBI BASICS


38<br />

AuSbilDunGSberufe in Der bAubrAnche<br />

Möchtest du voller Stolz sagen können: „An diesem Bauwerk habe ich mitgearbeitet!“?<br />

Dann entscheide dich für eine duale Berufsausbildung im Hochbau, Tiefbau oder Ausbau<br />

– die Möglichkeiten sind vielfältig.<br />

tiefbAufAchArbeiter/<br />

tiefbAufAchArbeiterin<br />

Du bedienst Bagger und<br />

andere Baumaschinen,<br />

um gruben, schächte und<br />

Tunnel zu graben. Außerdem<br />

sicherst du die Baustelle vor<br />

abrutschender Erde und hilfst dabei,<br />

Flächen trockenzulegen.<br />

GleiSbAuer/ GleiSbAuerin<br />

Sind Weichen und Schienen<br />

okay – oder müssen<br />

sie ausgebessert oder gar<br />

neu verlegt werden? als<br />

gleisbauer/ gleisbauerin kümmerst<br />

du dich um die Betriebssicherheit von<br />

Schienenfahrwegen und nutzt dafür<br />

spezielle Bau-, gleisbau- und gleisüberwachungsmaschinen.<br />

hochbAufAchArbeiter/<br />

hochbAufAchArbeiterin<br />

Egal ob gerade ein neues<br />

gebäude entsteht oder ein<br />

altes instandgesetzt wird: Du<br />

bist dabei und kannst dich<br />

für einen von drei Schwerpunkten entscheiden<br />

– Maurerarbeiten, Beton- und<br />

Stahlbetonarbeiten oder Feuerungsund<br />

Schornsteinbauarbeiten.<br />

bAuGerÄteführer/<br />

bAuGerÄteführerin<br />

Wer hat als Kind nicht gern<br />

mit Baggern und Kränen gespielt?<br />

als Baugeräteführer/<br />

Baugeräteführerin kannst du<br />

deinen Traum wahr werden lassen und<br />

verschiedene Baumaschinen einrichten,<br />

sichern, warten – und natürlich bedienen.<br />

beton- unD StAhlbetonbAuer/<br />

beton- unD<br />

StAhlbetonbAuerin<br />

Flüssigen Beton anmischen,<br />

in Form gießen<br />

und unter Umständen mit<br />

speziellen Stahleinlagen<br />

verstärken: Das und mehr gehört<br />

zum Job eines / einer Beton- und<br />

stahlbetonbauer/ in. Unterstützung<br />

bekommst du von Rüttel-, Stampfund<br />

Handbiegemaschinen.<br />

kAnAlbAuer/ kAnAlbAuerin<br />

Dein Arbeitsplatz liegt<br />

größtenteils unter der erde:<br />

Du checkst, ob die Abwasserleitungen<br />

in Ordnung sind<br />

und verlegst neue Rohre. Dabei setzt<br />

du moderne Technik wie Mini-Roboter<br />

und Kamerafahrzeuge ein.<br />

AZUBI BASICS<br />

StrASSenbAuer/<br />

StrASSenbAuerin<br />

straßen, gehwege, sportund<br />

Flugplätze sind dein<br />

Arbeitsplatz. Du kümmerst<br />

dich um die Erdarbeiten, verdichtest<br />

den Untergrund, bringst eine<br />

Schotterschicht auf und asphaltierst<br />

oder pflasterst die neue straße. Maschinen<br />

wie Bagger, Raupen und Walzen<br />

helfen dir dabei.<br />

rohrleitunGSbAuer/<br />

rohrleitunGSbAuerin<br />

Jedes gebäude hat mehrere<br />

Rohrleitungssysteme, zum<br />

Beispiel für Wasser, gas,<br />

Öl und/ oder Fernwärme.<br />

Doch bevor du als Rohrleitungsbauer/<br />

Rohrleitungsbauerin neue Rohre<br />

verlegen kannst, hebst du erst einmal<br />

die gräben dafür aus und sicherst sie<br />

professionell ab.<br />

bAuStoffPrüfer/<br />

bAuStoffPrüferin<br />

ist der Untergrund geeignet,<br />

um darauf ein Haus zu<br />

bauen? entsprechen die<br />

verwendeten Beton-, Putz-,<br />

Mörtelmischungen den Vorgaben? als<br />

Baustoffprüfer/ Baustoffprüferin führst<br />

du verschiedene Messungen durch und<br />

hältst deine Ergebnisse schriftlich fest.<br />

AuSbAufAchArbeiter/<br />

AuSbAufAchArbeiterin<br />

In diesem Job ist Abwechslung<br />

garantiert. Ausbaufacharbeiter/<br />

ausbaufacharbeiterinnen<br />

sind nämlich<br />

echte alleskönner/ innen in sachen<br />

Innenausbau: Sie bringen Dämmstoffe<br />

an Wänden und Decken an, tragen<br />

Putz auf, stellen Trockenbauteile her<br />

und vieles mehr.<br />

bAuZeichner/<br />

bAuZeichnerin<br />

Bevor ein Haus gebaut werden<br />

kann, muss erst einmal<br />

eine exakte Skizze erstellt<br />

werden. als Bauzeichner/<br />

Bauzeichnerin setzt du die Vorgaben<br />

von architekt/ innen und Bauingenieur/<br />

innen maßstabsgerecht um und<br />

sorgst so dafür, dass beim Bau alles<br />

nach Plan läuft.<br />

mAurer/ mAurerin<br />

Stein für Stein bist du<br />

hautnah dabei, wenn ein<br />

neues gebäude entsteht. Du<br />

errichtest aber nicht nur ein<br />

stabiles Mauerwerk, sondern stellst<br />

auch Bauzäune und gerüste auf,<br />

isolierst und verkleidest Mauern und<br />

führst Restaurierungsarbeiten durch.<br />

GeomAtiker/ GeomAtikerin<br />

Du führst Vermessungen<br />

durch und/ oder sammelst<br />

bestehende geodaten ein.<br />

Aus den Infos erstellst du<br />

detaillierte Karten und dreidimensionale<br />

grafiken. Diese erleichtern deinen Kund/<br />

innen die standortplanung für ihr gebäude.<br />

DAchDecker/ DAchDeckerin<br />

Der Job als Dachdecker/<br />

Dachdeckerin ist vielseitig:<br />

nicht nur das eindecken von<br />

Dächern gehört dazu, sondern<br />

auch die Konstruktion von Dachstühlen,<br />

das Anbringen von Dämmmaterialien<br />

und Fassadenverkleidungen<br />

sowie die Montage von Dachfenstern,<br />

Solarzellen und vielem mehr.<br />

techniScher SYStemPlAner/<br />

techniSche SYStemPlAnerin<br />

Du bestimmst mit, welche<br />

Werkstoffe und Montagetechniken<br />

auf der Baustelle<br />

eingesetzt werden. Dazu<br />

führst du Berechnungen durch und<br />

fertigst mit spezieller Software Pläne<br />

von Bauteilen, grundrissen und Flächenmodellen<br />

an.<br />

trockenbAumonteur/<br />

trockenbAumonteurin<br />

Trockenbaukonstruktionen<br />

wie zum Beispiel<br />

Leichtbauwände sind dein<br />

spezialgebiet. Die benötigten<br />

Teile stellst du selbst her und<br />

berücksichtigst dabei den Wärmeund<br />

Schallschutz. Das Verkleiden von<br />

Decken und Wänden mit gipsplatten<br />

fällt auch in deinen Aufgabenbereich.<br />

vermeSSunGStechniker/<br />

vermeSSunGStechnikerin<br />

Bevor der erste Bagger anrücken<br />

kann, sammelst du die<br />

nötigen Daten für das Bauvorhaben:<br />

Du führst Lageund<br />

Höhenvermessungen im gelände<br />

durch und wertest deine Ergebnisse<br />

am Computer aus.


StuDienGÄnGe unD WeiterbilDunGSmÖGlichkeiten<br />

in Der bAubrAnche<br />

Ob direkt nach dem Abi oder im Anschluss an eine Ausbildung und erste Berufserfahrung<br />

im Handwerk: Diese Studiengänge und Qualifizierungsmöglichkeiten bringen dich im<br />

Bauwesen hoch hinaus.<br />

39<br />

bAutechniker/ bAutechnikerin<br />

Hast du lust, Bau- und sanierungsmaßnahmen zu planen<br />

und zu koordinieren? Möchtest du die Bauleitung<br />

und die Bauabrechnung übernehmen? Dann könnte<br />

eine Weiterbildung zum/ zur staatlich geprüftem/ n Bautechniker/<br />

Bautechnikerin für dich genau das Richtige sein.<br />

Architekt/ Architektin<br />

zu deinen aufgaben gehört es, private Wohnhäuser<br />

und öffentliche gebäude zu entwerfen. Um dich<br />

architekt/ architektin nennen zu dürfen, benötigst<br />

du in der Regel ein achtsemestriges studium, zwei Jahre Berufserfahrung<br />

und einen Eintrag in der Architektenkammer.<br />

innenArchitekt/ innenArchitektin<br />

Vom digitalen entwurf bis zur technischen Umsetzung:<br />

innenarchitekten/ innenarchitektinnen gestalten die<br />

innenräume ihrer Kund/ innen. Die Voraussetzungen<br />

für diesen kreativen Beruf sind ein entsprechendes studium, Berufserfahrung<br />

und ein Eintrag in der Architektenkammer.<br />

Polier/ Polierin<br />

Während deiner Weiterbildung zum/ zur Polier/ Polierin<br />

kannst du dich auf Hochbau oder Tiefbau spezialisieren.<br />

anschließend wirst du als Vorarbeiter/ in<br />

zur Führungskraft und fungierst als Bindeglied zwischen den<br />

Mitarbeitenden und der Bauleitung.<br />

bAuinGenieur/ bAuinGenieurin<br />

ein duales studium zum/ zur Bauingenieur/ Bauingenieurin<br />

ist oft an eine Ausbildung gekoppelt, etwa<br />

zum/ zur gleisbauer/ gleisbauerin oder Bauzeichner/<br />

Bauzeichnerin. am ende hast du einen wertvollen (Doppel-)<br />

abschluss in der tasche, der dich dazu befähigt, ein gebäude<br />

zu planen und zu konstruieren.<br />

AZUBI BASICS


40<br />

SPecial KaUfMÄNNiScHe aUSBilDUNgSBeRUfe<br />

Gib der<br />

LANGEWEILE<br />

keine CHANCE<br />

1 MIO<br />

1<br />

5-3<br />

0,5%<br />

25.-<br />

15.-<br />

25<br />

10<br />

1,3%<br />

5<br />

AZUBI BASICS


SPecial KaUfMÄNNiScHe aUSBilDUNgSBeRUfe<br />

41<br />

BIST DU EIN/E ZAHLENJONGLEUR/ IN, EIN VERKAUFSTALENT ODER EIN ORGANISATIONS-<br />

PROFI? TRÄUMST DU VON ABWECHSLUNGSREICHEN AUFGABEN? DANN STARTE MIT EINER<br />

KAUFMÄNNISCHEN AUSBILDUNG IN EINE SPANNENDE, VIELVERSPRECHENDE ZUKUNFT!<br />

Kein Wirtschaftsbereich kann auf sie verzichten: Organisationstalente,<br />

die im Büro, in der Verwaltung, im Verkaufsraum<br />

und/ oder im Lager den Überblick behalten. Mitarbeiter/ innen<br />

mit kaufmännischen Kenntnissen sind vielseitig einsetzbar und<br />

haben zahlreiche wichtige Aufgaben. Mal beraten sie Kund/ innen<br />

persönlich oder am Telefon, mal arbeiten sie am Computer und<br />

bestellen Waren, setzen Verträge auf, schreiben Rechnungen und<br />

beantworten E-Mails. Aber das ist natürlich noch längst nicht alles.<br />

Je nach Branche warten viele weitere tolle Überraschungen auf<br />

dich: Du kannst zum Beispiel als Tourismuskaufmann/ Tourismuskauffrau<br />

Besucher/ innen deine Stadt zeigen, als Buchhändler/ in<br />

die neuesten Bestseller präsentieren oder als Bankkauffrau/ Bankkaufmann<br />

mit riesigen Geldsummen jonglieren.<br />

Du siehst schon: Es gibt eine Vielzahl an kaufmännischen Ausbildungsberufen,<br />

die zahlreiche Gemeinsamkeiten haben, aber<br />

sich in den Details auch stark unterscheiden. Grundsätzlich geht<br />

es im kaufmännischen Bereich darum, betriebliche Abläufe clever<br />

zu planen und zu verwalten – immer mit dem Ziel, einen<br />

Gewinn für deinen Betrieb zu erwirtschaften. Schließlich will jedes<br />

Unternehmen Geld verdienen, egal ob es Handtaschen oder<br />

Handyverträge verkauft. Bei Schulabgänger/ innen sind kaufmännische<br />

Berufe übrigens äußerst beliebt. Warum? Ganz einfach:<br />

Kaufleute haben abwechslungsreiche Aufgaben und beste<br />

Aufstiegschancen. Angst vor Arbeitslosigkeit müssen sie nicht<br />

haben – denn sie werden einfach immer gebraucht.<br />

Bereit für deine kaufmännische Karriere? Los geht’s: Die Ausbildung<br />

vermittelt dir zunächst grundlegende Kenntnisse zu wirtschaftlichen<br />

Themen wie Einkauf, Verkauf, Logistik, Marketing,<br />

Vertrieb und Finanzen. Wenn es um deine konkreten Tätigkeiten<br />

im Betrieb geht, kommt es allerdings stark darauf an, für welchen<br />

Beruf und für welche Branche du dich entscheidest. Kaufmännische<br />

Ausbildungsberufe gibt es in Industrie und Handel<br />

und mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten.<br />

Kaufleute arbeiten unter anderem im Tourismus, bei Banken und<br />

Versicherungen, im Einzelhandel und in den Medien. Aber auch<br />

in der Industrie, im Gesundheitswesen und in vielen anderen<br />

Wirtschaftszweigen sind ihre Fähigkeiten gefragt. Dadurch ergeben<br />

sich für dich unzählige Möglichkeiten, deinen Traumberuf<br />

zu finden. Freu dich auf vielfältige Ausbildungsinhalte und spannende<br />

Aufgaben in deiner Wunschbranche!<br />

Jetzt musst du dich nur noch entscheiden, denn jede Branche<br />

bietet eigene duale Ausbildungen für angehende Kaufmänner<br />

und Kauffrauen an. Du solltest dir also vorab gut überlegen,<br />

wo deine persönlichen Interessen und Stärken liegen: Möchtest<br />

du im Büro arbeiten – mit eigenem Computer und geregelten<br />

Arbeitszeiten? Oder findest du es schöner, persönlichen Kundenkontakt<br />

zu haben und Menschen zu beraten? Egal für welchen<br />

kaufmännischen Ausbildungsberuf du dich letztendlich entscheidest:<br />

Du kannst dich auf vielfältige Aufgaben, eine gute Bezahlung sowie<br />

beste Zukunftsaussichten und Karrieremöglichkeiten freuen. Eine<br />

kaufmännische Ausbildung ist eben immer eine gute Basis!<br />

KaufmÄnnische Ausbildungsberufe<br />

im Überblick<br />

Traumauto oder Traumreise? Bücher oder Baufinanzierung? Womit<br />

du dich während deiner kaufmännischen Ausbildung beschäftigst,<br />

hängt ganz von deinen individuellen Wünschen und<br />

Talenten ab. Wir zeigen dir einige der vielfältigen Möglichkeiten,<br />

die der kaufmännische Bereich bietet.<br />

» KAUFMANN/ KAUFFRAU IM EINZELHANDEL<br />

Diese Ausbildung zählt zu den beliebtesten überhaupt, denn<br />

Einzelhandelskaufleute werden immer und überall gebraucht.<br />

Ob im Bekleidungsgeschäft oder im Elektrofachmarkt: Als Einzelhandelskaufmann/<br />

Einzelhandelskauffrau berätst du Kund/<br />

innen, bestellst Waren, nimmst Lieferungen entgegen, kassierst<br />

und bearbeitest Reklamationen.<br />

» FACHKRAFT FÜR LAGERLOGISTIK<br />

Du kümmerst dich um die Verwaltung eines großen Lagers. Das<br />

beinhaltet: Bestellungen aufgeben, Lieferungen entgegennehmen,<br />

Waren fachgerecht einsortieren und Bestandskontrollen durchführen.<br />

Darüber hinaus bist du für den Warenversand zuständig, verpackst<br />

Kundenbestellungen und planst die Auslieferung.<br />

» KAUFMANN/ KAUFFRAU FÜR GROSS- UND<br />

AUSSENHANDELSMANAGEMENT<br />

Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement arbeiten<br />

an der Schnittstelle von Herstellern und Geschäften. Sie kaufen<br />

Produkte ein, um diese anschließend an Handels- bzw. Industrieunternehmen<br />

weiterzuverkaufen. Zu ihren vielfältigen Aufgaben<br />

gehört es, Verkaufsgespräche zu führen, Liefertermine zu überwachen<br />

und Waren zu kontrollieren.<br />

» KAUFMANN/ KAUFFRAU FÜR BÜROMANAGEMENT<br />

Dein Arbeitsort ist der Schreibtisch. Dort nimmst du u. a. Anrufe<br />

entgegen, beantwortest E-Mails und schreibst Geschäftsbriefe. Gewusst?<br />

Kaufleute für Büromanagement werden deutschlandweit<br />

branchenübergreifend gesucht – ganz egal ob ein Betrieb Computerspiele<br />

programmiert, Zeitungen verlegt oder Schuhe verkauft.<br />

» KAUFMANN/ KAUFFRAU FÜR DIGITALISIERUNGSMANAGEMENT<br />

Dieser Beruf hieß bis vor kurzem noch Informatikkaufmann/ Informatikkauffrau.<br />

Durch die Umbenennung ist klar, dass nun die<br />

Digitalisierung von Geschäftsprozessen im Zentrum steht.<br />

» KAUFMANN/ KAUFFRAU FÜR VERKEHRSSERVICE<br />

Du bist gerne unterwegs? Dann könnte die Ausbildung zum/ zur<br />

Kaufmann/ Kauffrau für Verkehrsservice für dich die Richtige<br />

sein. Denn sie führt dich z. B. an den Infoschalter am Bahnhof.<br />

Dort berätst du Reisende, verkaufst Tickets und nimmst Lob und<br />

Kritik entgegen. Zur Wahl stehen die beiden Schwerpunkte Verkauf<br />

und Service bzw. Sicherheit und Service.<br />

AZUBI BASICS


SPecial KaUfMÄNNiScHe aUSBilDUNgSBeRUfe<br />

42<br />

» TOURISMUSKAUFMANN/ TOURISMUSKAUFFRAU<br />

Wohin soll die Reise gehen? Als Tourismuskaufmann/ Tourismuskauffrau<br />

kennst du die schönsten Reiseziele der Welt und berätst<br />

Kund/ innen bei der Planung ihres nächsten Urlaubs. Du buchst<br />

Tickets und Unterkünfte, stellst Ausflugspakete zusammen – und<br />

bist sogar manchmal selbst vor Ort, um z. B. Tourist/ innen die<br />

Stadt zu zeigen.<br />

» KAUFMANN/ KAUFFRAU FÜR DIALOGMARKETING<br />

Am Telefon oder per Chat berätst du die Kund/ innen deines Arbeitgebers,<br />

beantwortest ihre Fragen und bindest sie so an das<br />

Unternehmen. Auch die Kundengewinnung und die Datenbankpflege<br />

kann dazugehören. Dann versuchst du, Verbraucher/ innen<br />

von den Produkten und Dienstleistungen deiner Firma zu<br />

überzeugen. Hierfür arbeitest du im Callcenter oder Kundencenter<br />

eines Unternehmens.<br />

» PERSONALDIENSTLEISTUNGSKAUFMANN/ PERSONALDIENST-<br />

LEISTUNGSKAUFFRAU<br />

Dieser Beruf ist auch unter dem englischen Namen Headhunter bekannt.<br />

Deine Aufgabe ist es, die passenden Köpfe – sprich: Fachkräfte<br />

– für offene Stellen zu finden. Dazu schaust du dir Bewerberprofile<br />

an, führst Vorstellungsgespräche und setzt Arbeitsverträge auf. Du<br />

bist also ein/ e Expert/ in für Personalplanung und -entwicklung.<br />

» BANKKAUFMANN/ BANKKAUFFRAU<br />

Du hilfst Menschen dabei, ein Konto zu eröffnen, prüfst ihre Kreditanfragen<br />

oder berätst sie, wie sie ihr Vermögen möglichst gewinnbringend<br />

anlegen können. Manchmal hast du am Schalter<br />

direkten Kundenkontakt, manchmal berätst du deine Kund/ innen<br />

online oder am Telefon. Für sie erarbeitest du Konzepte für die<br />

Altersvorsorge, erstellst Bausparverträge und kaufst Aktien.<br />

» AUTOMOBILKAUFMANN/ AUTOMOBILKAUFFRAU<br />

Wenn Autos deine Leidenschaft sind, könnte dieser Ausbildungsberuf<br />

dein Traumjob sein. Automobilkaufleute sind für die<br />

kaufmännischen Aspekte im Autohaus zuständig, klären beispielsweise<br />

Finanzierungsmöglichkeiten und bereiten Verkaufsunterlagen<br />

vor. Sie kümmern sich zudem um die Buchhaltung<br />

und koordinieren Werkstattaufträge.<br />

» BUCHHÄNDLER/ IN<br />

Dieser Beruf lässt die Herzen von allen Bücherwürmern und Leseratten<br />

höherschlagen. Als Buchhändler/ in kennst du die neuesten<br />

Trends auf dem Buchmarkt und weißt, welche Genres gerade<br />

gefragt sind. Deine Kund/ innen berätst du bei der Auswahl ihrer<br />

Lektüre und bestellst neue Ware. Mögliche Ausbildungsschwerpunkte<br />

sind Verlag, Sortiment und Antiquariat.<br />

» INDUSTRIEKAUFMANN/ INDUSTRIEKAUFFRAU<br />

Industriekaufleute sind echte Allrounder. Sie arbeiten beispielsweise<br />

im Marketing, im Vertrieb, in der Personalabteilung oder in<br />

der Buchhaltung einer Firma. Durch ihr breites kaufmännisches<br />

Wissen sind sie überall gefragt und finden branchenübergreifend<br />

eine gut bezahlte Anstellung in der Verwaltung.<br />

» KAUFMANN/ KAUFFRAU FÜR VERSICHERUNGEN<br />

UND FINANZANLAGEN<br />

Welche Versicherungen sind wirklich empfehlenswert? Welche<br />

Möglichkeiten gibt es, um Geld zu vermehren? Kaufleute für<br />

Versicherungen und Finanzanlagen kennen die Antworten. Sie<br />

beraten Kund/ innen beim Vertragsabschluss, bereiten die Unterlagen<br />

vor, bearbeiten Schadensfälle und übernehmen weitere<br />

Aufgaben bei Banken und Versicherungen.<br />

» KAUFMANN/ KAUFFRAU IM E-COMMERCE<br />

Diese Ausbildung ist noch relativ neu. Sie vermittelt dir, wie du<br />

Online-Shops aufbaust und betreibst, wie du Werbe- und Marketingmaßnahmen<br />

planst und wie du Klick- und Verkaufszahlen<br />

analysierst. Durch den anhaltenden Boom im Onlinehandel bietet<br />

die Ausbildung zum/ zur Kaufmann/ Kauffrau im E-Commerce beste<br />

Zukunftsperspektiven.<br />

» MEDIENKAUFMANN/ MEDIENKAUFFRAU DIGITAL UND PRINT<br />

Wenn du schon immer „irgendwas mit Medien“ machen wolltest,<br />

könnte die Ausbildung zum/ zur Medienkaufmann/ Medienkauffrau<br />

für dich ein Volltreffer sein. Du arbeitest dann in einem<br />

Verlag oder einem anderen Medienunternehmen. Dort lernst du,<br />

wie Printerzeugnisse und digitale Medienprodukte entwickelt,<br />

hergestellt und vermarktet werden.<br />

» KAUFMANN/ KAUFFRAU FÜR HOTELMANAGEMENT<br />

Während der Ausbildung lernst du alle Bereiche eines Hotels kennen<br />

– von der Rezeption über die Restaurantküche bis hin zum Wellnessbereich.<br />

Du behältst den Überblick und sorgst dafür, dass alle<br />

Betriebsabläufe reibungslos funktionieren. Gewusst? Bis vor kurzem<br />

war dieser Beruf noch unter dem Namen Hotelkaufmann/ Hotelkauffrau<br />

bekannt.<br />

» KAUFMANN/ KAUFFRAU IM GESUNDHEITSWESEN<br />

Ob Krankenhaus oder Rettungsdienst, ob Arztpraxis oder Krankenkasse:<br />

Für Kaufleute im Gesundheitswesen gibt es zahlreiche<br />

Einsatzmöglichkeiten. Sie kümmern sich beispielsweise um die<br />

Abrechnung von Leistungen, werten Daten von Patient/ innen aus<br />

und planen Marketingmaßnahmen für die medizinische Einrichtung,<br />

bei der sie arbeiten.<br />

» DROGIST/ IN<br />

Drogerien haben ein umfangreiches Sortiment: Verkauft werden<br />

Kosmetikprodukte, Haushaltswaren, Tierfutter und vieles mehr.<br />

Da braucht es geschultes Fachpersonal, welches den Überblick<br />

behält und Kund/ innen kompetent beraten kann. In der Ausbildung<br />

zum/ zur Drogist/ in lernst du in drei Jahren, worauf es in<br />

diesem abwechslungsreichen Job ankommt.<br />

» IMMOBILIENKAUFMANN/ IMMOBILIENKAUFFRAU<br />

Während der dreijährigen Ausbildung lernst du alle Facetten der<br />

Immobilienbranche kennen. Du erfährst, wie die Preise für Häuser,<br />

Wohnungen und Gewerbeimmobilien berechnet werden,<br />

wie Bauprojekte vermarktet und gewinnbringend verkauft werden.<br />

Gut zu wissen: Es handelt sich um einen der bestbezahlten<br />

Ausbildungsberufe!<br />

AZUBI BASICS


SPecial KaUfMÄNNiScHe aUSBilDUNgSBeRUfe<br />

43<br />

WeiterbildungsmÖglichkeiten<br />

und StudiengÄnge<br />

Du willst noch mehr? Kein Problem: Diese Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

bringen dich nach Ausbildungsabschluss<br />

voran. Oder möchtest du lieber ein passendes Studium anhängen?<br />

Dann los – als gelernte kaufmännische Fachkraft hast du<br />

viele Karriereoptionen!<br />

» GEPRÜFTE/ R FACHWIRT/ IN FÜR BÜRO- UND<br />

PROJEKTORGANISATION<br />

Nach Abschluss deiner kaufmännischen Ausbildung und mindestens<br />

einem Jahr Berufspraxis kannst du dich zum/ zur Fachwirt/ in für<br />

Büro- und Projektorganisation weiterbilden. Du lernst dann, wie du<br />

Büroabläufe effizient gestaltest und Herausforderungen wie der zunehmenden<br />

Digitalisierung und Globalisierung begegnest.<br />

» GEPRÜFTE/ R WIRTSCHAFTSFACHWIRT/ IN<br />

Diese Aufstiegsqualifikation vermittelt dir das notwendige Handwerkszeug,<br />

um in deinem Betrieb Führungsverantwortung zu<br />

übernehmen: Wirtschaftsfachwirte gestalten als vielseitige Multitalente<br />

die innerbetrieblichen Prozesse von Unternehmen mit.<br />

Sie arbeiten zum Beispiel im Marketing oder Vertrieb, führen Verhandlungen<br />

und schreiben Konzepte.<br />

» STAATLICH GEPRÜFTE/ R BETRIEBSWIRT/ IN<br />

Durch den Besuch einer Fachakademie oder Fachschule für Wirtschaft<br />

kannst du dich zum/ zur staatlich geprüften Betriebswirt/ in<br />

weiterbilden. Du befasst dich dort tiefergehend mit betriebswirtschaftlichen<br />

Themen wie Marketing, Personalwesen, Finanzen<br />

und Controlling und kannst anschließend in deinem Unternehmen<br />

die Karriereleiter hochklettern.<br />

» BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE<br />

BWL ist das beliebteste Studienfach in Deutschland. Es untermauert<br />

mit wissenschaftlichen Theorien viele der wirtschaftlichen<br />

Zusammenhänge, die du schon aus der Praxis deiner kaufmännischen<br />

Ausbildung kennst. Sobald du deinen Bachelor- oder<br />

Masterabschluss in der Tasche hast, kannst du einen gut bezahlten<br />

Managementposten übernehmen.<br />

» VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE<br />

Anders als bei BWL steht bei VWL nicht der einzelne Betrieb,<br />

sondern das Wirtschaftssystem als Ganzes im Mittelpunkt. Du<br />

beschäftigst dich unter anderem mit Fragen zu Steuereinnahmen,<br />

Mindestlohn und Ressourcenknappheit und kannst nach<br />

deinem Abschluss zum Beispiel bei einer öffentlichen Behörde,<br />

einer Bank oder in der Politik arbeiten.<br />

» WIRTSCHAFTSINFORMATIK<br />

Möchtest du dein kaufmännisches Fachwissen mit IT-Kenntnissen<br />

verbinden, bist du im Studiengang Wirtschaftsinformatik bestens<br />

aufgehoben. Das Studium ist an der Schnittstelle von BWL und<br />

Informatik angesiedelt: Du lernst, wie du mithilfe von modernster<br />

Computertechnologie innerbetriebliche Fragestellungen und<br />

Probleme lösen kannst.<br />

AZUBI BASICS


44<br />

Duales Studium<br />

Das Beste aus zwei Welten<br />

Für alle Abiturienten, die sich weder für eine Ausbildung noch für ein<br />

Studium konkret entscheiden können, da sie am liebsten vom Besten<br />

aus beidem profitieren möchten, ist ein duales Studium besonders<br />

interessant. Mit einem Schlag absolvierst du einen berufsqualifizierenden<br />

akademischen Abschluss und erlangst die erforderliche Praxiserfahrung<br />

wie bei einer klassischen Lehre. Dabei kannst du aus über 1500 verschiedenen<br />

Studiengängen auswählen. Lies weiter, um mehr darüber<br />

zu erfahren. Vielleicht ist es genau das, was du suchst.<br />

Was bedeutet ausbildungsintegrierendes<br />

oder praxisintegrierendes<br />

duales Studium?<br />

Das duale Studium wird in zwei Formen<br />

angeboten: ausbildungsintegrierend<br />

oder praxisintegrierend. Wenn du<br />

ein ausbildungsintegrierendes duales<br />

Studium aufnimmst, dann erlangst du<br />

zusätzlich zu deinem Bachelor den<br />

Abschluss eines anerkannten Ausbildungsberufes<br />

dazu. Die Berufsausbildung<br />

ist in das duale Studium integriert.<br />

Den Praxisteil absolvierst du,<br />

wie bei einer Ausbildung, in einem<br />

Ausbildungsbetrieb. Für den theoretischen<br />

Teil besuchst du Seminare<br />

und Vorlesungen an einer Fachhochschule<br />

oder einer Berufsakademie. Es<br />

kann sein, dass du außerdem noch an<br />

Veranstaltungen einer Berufsschule<br />

teilnehmen musst. Das bedeutet eine<br />

Doppelbelastung, die nicht zu unterschätzen<br />

ist. Beim praxisintegrierten<br />

dualen Studium hingegen werden die<br />

Praxisphasen während eines Langzeitpraktikums<br />

in einem Betrieb oder<br />

durch mehrere kürzere Praktika in<br />

unterschiedlichen Unternehmen absolviert.<br />

Am Ende erhältst du „nur“<br />

deinen Studienabschluss, da keine<br />

Ausbildung integriert ist.<br />

Was kann ich studieren?<br />

Das duale Studium wird in verschiedenen<br />

Fachbereichen angeboten. In<br />

Deutschland gibt es inzwischen über<br />

1500 Studiengänge. Darunter sind<br />

allerdings weniger geisteswissenschaftliche<br />

Fächer zu finden. Die Studienrichtungen<br />

konzentrieren sich<br />

vor allem auf die Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften<br />

sowie Informatik.<br />

Studieren kannst du beispielsweise<br />

Bauingenieurwesen, Nautik,<br />

Maschinenbau, Elektrotechnik oder<br />

auch Architektur. In den letzten Jahren<br />

haben sich mehr und mehr Angebote<br />

in den Bereichen Erziehung,<br />

Gesundheits- und Sozialwesen sowie<br />

Pflege entwickelt.<br />

Wie ist das duale Studium aufgebaut?<br />

Die Praxis- und Theoriephasen des<br />

dualen Studiums wechseln sich<br />

entweder nach dem Wochenoder<br />

nach dem Blockmodell<br />

ab. Beim Blockmodell sind<br />

die jeweiligen Phasen länger.<br />

So verbringst du eine Periode<br />

von drei Monaten bzw.<br />

12 Wochen in der Hochschule<br />

oder Berufsakademie und<br />

anschließend genauso lange<br />

im Unternehmen und<br />

so weiter. Beim Wochenmodell<br />

arbeitest und<br />

lernst du im Wechsel<br />

eine Woche im Praxisunternehmen<br />

sowie<br />

eine Woche in<br />

der Hochschule bzw. der Berufsakademie.<br />

Es hat sich jedoch inzwischen<br />

häufiger durchgesetzt, dass die Studenten<br />

zwei Tage pro Woche in der<br />

Bildungseinrichtung und die restlichen<br />

drei Tage im Praktikumsbetrieb<br />

absolvieren.<br />

Wie bewerbe ich mich für ein<br />

duales Studium?<br />

Um dich für ein duales Erststudium<br />

bewerben zu können, brauchst du<br />

mindestens das Fachabitur. Dann<br />

musst du natürlich ein Unternehmen<br />

finden, bei welchem du dich<br />

bewerben kannst und das mit einer<br />

Hochschule kooperiert. Dafür<br />

ist eine gründliche Recherche<br />

notwendig. Nutze dazu alle<br />

AZUBI BASICS


45<br />

dir zur Verfügung stehenden Mittel<br />

im Internet und besuche auch Studien-<br />

und Berufsmessen. Wenn du mit<br />

deiner Abiturnote nicht gerade brillieren<br />

kannst, dann brauchst du keine<br />

Panik zu bekommen. Erfolg kannst du<br />

trotzdem, vor allem bei kleinen und<br />

mittelständischen sowie unbekannten<br />

Betrieben, haben. Sie führen im Gegensatz<br />

zu den großen Unternehmen<br />

auch seltener Auswahlverfahren<br />

durch. Wenn deine Bewerbung<br />

erfolgreich war, dann schließt du mit<br />

deinem Betrieb einen Ausbildungsvertrag.<br />

Mit diesem kannst du dich<br />

bei der Partnerhochschule einschreiben.<br />

Die Bewerbung kann auch andersherum<br />

stattfinden. Du bewirbst<br />

dich erst bei der Hochschule bzw. Berufsakademie<br />

und nach erfolgreicher<br />

Immatrikulation suchst du den Praktikumsbetrieb,<br />

in vielen Fällen auch<br />

mit Unterstützung der Hochschule.<br />

Da duale Studiengänge in den letzten<br />

Jahren an Bedeutung zugenommen<br />

haben, kann es vorkommen, dass es<br />

weniger Ausbildungsplätze als Bewerber<br />

gibt. Informiere dich daher an<br />

der Bildungseinrichtung über eventuelle<br />

Zulassungsbeschränkungen.<br />

Fazit:<br />

Bevor du dich für ein duales Studium<br />

entscheidest, fassen wir noch einmal<br />

die Vor- und Nachteile zusammen.<br />

Denn hast du erst einmal damit begonnen,<br />

wird ein Abbruch dadurch<br />

erschwert, dass der Arbeitgeber Studiengebühren,<br />

die er für dich geleistet<br />

hat, zurückverlangen kann.<br />

Für ein duales Studium sprechen die<br />

ausgeprägte Praxisnähe, das Ausbildungsgehalt<br />

und die Zukunftsperspektiven.<br />

Da du schon den Fuß in<br />

der Tür des Unternehmens hast, sind<br />

deine Übernahmechancen sehr hoch.<br />

Falls du dich weiterbilden möchtest,<br />

dann kannst du nach deinem Abschluss<br />

einen Master absolvieren,<br />

allerdings nur an Fachhochschulen.<br />

Nachteilig ist die hohe Arbeits- und<br />

Lernbelastung, die auf dich zukommt.<br />

Außerdem wirst du wenig Zeit haben,<br />

da du Urlaubstage bekommst und keine<br />

Semesterferien hast, wie etwa Uni-<br />

Studenten.<br />

Damit du dein duales Studium auch<br />

wirklich durchziehst, ist es sehr wichtig,<br />

dass du dich im Vorfeld ausreichend<br />

über die Tätigkeitsfelder im<br />

Betrieb und die Studieninhalte informierst.<br />

Viel Erfolg!<br />

AZUBI BASICS


46<br />

Konzern,<br />

Mittelstand<br />

oder<br />

Start-up?<br />

Ausbildung in einem<br />

Konzern<br />

Große bekannte und etablierte Unternehmen<br />

wirken für viele <strong>Azubi</strong>s äußerst<br />

attraktiv. Dort einen Ausbildungsplatz<br />

zu ergattern, gestaltet sich jedoch häufig<br />

als Spießrutenlauf. Da sich bei Konzernen<br />

mehr Schulabgänger bewerben,<br />

als diese Lehrstellen anbieten, sind die<br />

Bewerbervoraussetzungen hoch angesetzt.<br />

Die Personaler sichten Hunderte<br />

von Bewerbungen und sortieren die<br />

Spreu vom Weizen in Aufnahmetests,<br />

Assessment-Centern sowie knallharten<br />

Interviews. Doch wer es geschafft hat,<br />

kann sich auf ein gutes Lehrlingseinkommen<br />

freuen. Viele große Betriebe sind<br />

zudem international ausgerichtet und<br />

haben mehrere Filialen, sodass du hier<br />

Bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz wirst<br />

du dich sicher fragen: „Welches Unternehmen ist das richtige<br />

für mich?“, „Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?“ und<br />

„Wie groß sind die Übernahmechancen?“ Das ist wichtig und super,<br />

dass du dir diese Fragen stellst. Schließlich wirst du einen Großteil<br />

deines Lebens dort verbringen, möchtest dich so gut wie möglich<br />

weiterentwickeln und deine Zukunft bestmöglich aufbauen. Um deine<br />

Entscheidung ein wenig zu erleichtern, klären wir dich etwas näher<br />

über die Unterschiede zwischen kleinen und mittelständischen<br />

Betrieben, großen Unternehmen bzw. Konzernen sowie Start-ups<br />

auf. Hier erfährst du, welche Vor- und Nachteile hinsichtlich dieser<br />

Fragen die Größe einer Firma für dich als <strong>Azubi</strong> jeweils hat.<br />

super Möglichkeiten hast, einen Teil deiner<br />

Ausbildung an einem anderen Standort<br />

oder sogar im Ausland zu verbringen.<br />

Da Konzerne meist mehrere Auszubildende<br />

einstellen, ist eine Übernahme nicht immer<br />

sicher. Dazu müsstest du durch besondere<br />

Leistungen auffallen und einen guten Draht<br />

zum Chef haben. Diesen bekommst du in<br />

großen Unternehmen allerdings, wenn<br />

überhaupt, nur selten zu Gesicht. Nach deinem<br />

Abschluss kannst du jedoch mit dem<br />

Namen und dem Image des Unternehmens<br />

sowie deinen Erfahrungen glänzen, was dir<br />

bei deiner späteren Jobsuche möglicherweise<br />

einen Vorteil verschafft. Wenn du<br />

ein Mensch bist, der sich gut in bestehende<br />

Hierarchien eingliedern kann, kein Problem<br />

mit festen Unternehmensstrukturen hat<br />

und seine Karriere langfristig plant, dann<br />

könnte eine Ausbildung bei einem großen<br />

Unternehmen das Richtige für dich sein.<br />

Lehre in kleinen Firmen<br />

und im Mittelstand<br />

Wusstest du, dass etwa 90 Prozent aller<br />

Auszubildenden in Deutschland ihre Lehre<br />

bei mittelständischen Unternehmen absolvieren?<br />

In kleineren Firmen wirst du vielleicht<br />

sogar der einzige <strong>Azubi</strong> sein. Klarer<br />

Vorteil für dich, denn kleine und mittelständische<br />

Unternehmen bieten ihren<br />

<strong>Azubi</strong>s vor allem eine intensive Einarbeitung.<br />

Du hast stets einen Ansprechpartner<br />

an deiner Seite, etwa deinen Ausbilder<br />

oder Vorgesetzten, dem du zeigen kannst,<br />

was in dir steckt. Wenn du eine Lehre im<br />

Handwerk aufnehmen möchtest, dann bist<br />

du in einem kleinen oder mittelständischen<br />

Handwerksbetrieb super aufgehoben. Diese<br />

sind besonders ausbildungsaktiv, da sie<br />

meist für ihren eigenen Nachwuchsbedarf<br />

ausbilden und entsprechend investieren.<br />

Hier hast du nicht nur tolle Chancen mit<br />

deiner Bewerbung, weil viele Schulabgänger<br />

lieber in großen Konzernen arbeiten<br />

wollen oder an die Universitäten strömen,<br />

sondern auch hohe Aussichten auf eine<br />

Übernahme. Mit einer entsprechenden<br />

Weiterbildung kannst du dich schnell<br />

in die Chefetage katapultieren. Weitere<br />

Pluspunkte, die für die kleinen bzw. mittelständischen<br />

Unternehmen sprechen,<br />

sind ein angemessenes Ausbildungsgehalt<br />

und ein angenehmes Betriebsklima<br />

durch überschaubare Mitarbeiteranzahlen<br />

und Kundenaufträge.<br />

Als <strong>Azubi</strong> in ein Start-up?<br />

Zunächst einmal: Es gibt nicht viele<br />

Start-ups, die Ausbildungsplätze anbieten,<br />

doch es werden immer mehr. Jetzt<br />

wirst du dich sicher fragen, ob denn die<br />

neu gegründete Firma überhaupt für<br />

die Zeit existieren wird, in der du deine<br />

Ausbildung absolvieren musst. Zugegeben<br />

stellt das natürlich ein Risiko<br />

dar, mit welchem du allerdings auch bei<br />

einem kleinen etablierten Betrieb rechnen<br />

musst. Eine Ausbildung bei einem<br />

Gründerunternehmen bietet dir viele<br />

Vorteile. Die Hierarchien sind sehr flach<br />

und die Unternehmensstrukturen dynamisch.<br />

Du wirst von Anfang an mit ins<br />

Team eingebunden, die Zusammenarbeit<br />

ist eng und dein Aufgabenbereich<br />

kann sehr breit gefächert sein. So gewinnst<br />

du von Anfang an intensive Einblicke<br />

in die Unternehmensprozesse. Da<br />

du quasi in das Unternehmen hineinwächst,<br />

sind die Übernahmechancen<br />

sehr hoch und die Karriereaussichten<br />

super. Ein Sprung in die Führungsebene<br />

ist hier wahrscheinlicher und kann<br />

schneller gelingen als in großen Unternehmen.<br />

Auf der anderen Seite kann<br />

dein Ausbildungsgehalt geringer ausfallen<br />

als beim Durchschnitt und nicht selten<br />

wirst du ins kalte Wasser geschmissen,<br />

da Start-ups nicht viel Erfahrung<br />

mit <strong>Azubi</strong>s haben. Dafür bietet dir eine<br />

Lehre in einem frisch gegründeten Betrieb<br />

viel Raum für deinen Einfallsreichtum,<br />

der hier eher geschätzt wird als<br />

in großen Firmen. Wenn es dir wichtig<br />

ist, dich mit den Idealen und Produkten<br />

eines Unternehmens identifizieren zu<br />

können, du dir spannende Herausforderungen<br />

sowie eine familiäre Atmosphäre<br />

wünschst, dann wäre eine Lehre in<br />

einem Start-up optimal für dich.<br />

AZUBI BASICS


52<br />

Auch als E-Paper mit tollen<br />

Videos und Bewerbung<br />

einfach per Mausklick<br />

47<br />

TOLLE VIDEOS ENTDECKEN, INSIDE-EINBLICKE<br />

IN AUSBILDUNGSUNTERNEHMEN, BEWERBUNG EINFACH<br />

PER MAUSKLICK -HOL DIR JETZT DAS E-PAPER.<br />

EINFACH QR-CODE SCANNEN UND LOSLEGEN!<br />

AZUBI BASICS<br />

AZUBI BASICS


48<br />

Die Welt<br />

entdecKe toLLe an-<br />

BIeter fÜr dIe freIwILLIGendIenste<br />

ein Stückchen<br />

besser machen<br />

Möchtest du die Welt ein Stückchen besser machen? Freiwilligendienste wie das<br />

Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) und der<br />

Bundesfreiwilligendienst (BFD) bieten dir die Chance dazu. Du kannst zum Beispiel<br />

Naturschutzprojekte unterstützen und dich so aktiv gegen den Klimawandel engagieren.<br />

Oder du betreust aus Kriegsgebieten geflüchtete Kinder und erleichterst ihnen dadurch<br />

den Start in ihrer neuen Heimat Deutschland. Wofür auch immer du dich entscheidest: Du<br />

kannst viel Gutes bewirken und dabei jede Menge Praxiserfahrung sammeln.<br />

AZUBI BASICS


Für diejenigen, die sich nützlich einbringenund<br />

persönlich weiterentwickelnmöchten,<br />

bieten Freiwilligendienste<br />

eine breite Palette an Möglichkeiten. Du<br />

kannst Kinder oder senioren betreuen,<br />

an verschiedenen sozialen Projekten<br />

mitarbeiten, in der Landwirtschaft mitwirken<br />

und noch vieles mehr. Freiwilligendienste kannst<br />

du sowohl im Ausland als auch in Deutschland absolvieren.<br />

Dein engagement wird sich nicht nur als Bonus in deinem<br />

Lebenslauf bezahlt machen, sondern dich um viele<br />

erfahrungen bereichern und dir wertvolle Kompetenzen<br />

vermitteln. Diese Optionen stehen dir offen: Das Freiwillige<br />

soziale Jahr, der Bundesfreiwilligendienst, der Freiwilligendienst<br />

im Ausland, das Freiwillige Ökologische Jahr<br />

oder der Freiwillige Wehrdienst.<br />

Die ersten beiden Möglichkeiten, das Freiwillige soziale<br />

Jahr (FsJ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD oder<br />

Bufdi), haben viele gemeinsamkeiten und unterscheiden<br />

sich nur in einigen Kleinigkeiten. sobald du deine schulpflicht<br />

hinter dir hast, kannst du dich für eine von beiden<br />

Varianten entscheiden. Wenn du zwischen 15 bzw. 16 und<br />

26 Jahre alt bist, bietet sich das Freiwillige soziale Jahr<br />

an – dieses Angebot richtet sich ausschließlich an junge<br />

Menschen. Wie der name schon sagt, dauert dieser Freiwilligendienst<br />

meistens ein Jahr, ist aber prinzipiell auch<br />

kürzer oder länger möglich: 6 bis maximal 24 Monate solltest<br />

du dafür einplanen. In dieser Zeit arbeitest du normalerweise<br />

acht Stunden pro Tag, fünf Tage in der Woche.<br />

Du bekommst zwar kein gehalt für deine ehrenamtliche<br />

Tätigkeit, aber ein kleines Taschengeld. Manche Träger<br />

stellen ihren FsJlern auch die Unterkunft und die Verpflegung,<br />

erstatten die Fahrtkosten oder geben ihnen anteilig<br />

49<br />

einen zuschuss dafür. in der gesetzlichen Kranken-, Renten-,<br />

Unfall-, arbeitslosen- und Pflegeversicherung bist du<br />

während des FSJ beitragsfrei versichert. Deine Eltern bekommen<br />

während deines Freiwilligen Sozialen Jahres weiterhin<br />

Kindergeld für dich. auch ein etwaiger anspruch<br />

auf Wohngeld bzw. Waisenrente bleibt bestehen.<br />

Wenn du ein FsJ absolvieren möchtest, kannst du aus<br />

einer Vielzahl an spannenden Tätigkeitsfeldern aus Politik,<br />

sport, Kultur sowie aus dem sozialen Bereich wählen.<br />

Die Träger, die Einsatzfelder für FSJler bieten, sind<br />

allesamt gemeinnützige oder karitative Einrichtungen<br />

– also zum Beispiel Krankenhäuser, ambulante sozialdienste<br />

sowie alten- und Pflegeheime. Falls du zum Beispiel<br />

überlegst, später eine ausbildung zur Pflegefachkraft<br />

zu machen, kannst du während deines FSJ schon<br />

mal ausprobieren, ob dir die Arbeit mit kranken, älteren<br />

und/oder pflegebedürftigen Menschen liegt. aber auch<br />

viele Kindergärten, Behinderteneinrichtungen, sportvereine,<br />

Förderschulen und Jugendclubs bieten die<br />

Möglichkeit, im Rahmen eines FsJ in deinen möglichen<br />

späteren Beruf hineinzuschnuppern. Du möchtest wissen,<br />

ob eine ausbildung zum/zur erzieher/in oder Heilerziehungspfleger/in<br />

für dich das Richtige sein könnte?<br />

Ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer entsprechenden<br />

einrichtung kann dir Klarheit bringen. Du bekommst<br />

einen direkten Einblick in die Tätigkeitsfelder deines<br />

traumberufs, kannst Profis über die schulter schauen<br />

und selbst erste Projekte planen und durchführen.<br />

neben den praktischen erfahrungen, die du in deiner<br />

Einsatzstätte sammelst, steht auch ein wenig Theorie<br />

auf deinem stundenplan: 25 Bildungstage gehören verpflichtend<br />

dazu, wenn dein FsJ mindestens 12 Monate<br />

dauert. Diese Bildungstage werden meist zu drei oder vier<br />

Evangelisches<br />

Diakonissenhaus<br />

<strong>Berlin</strong> Teltow Lehnin<br />

Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst<br />

Zeit für mich – Zeit für andere.<br />

www.diakonissenhaus.de/freiwilligendienste<br />

Einsatzstellen<br />

f Krankenhäuser<br />

f Kindertagesstätten<br />

f Schulen<br />

f Altenhilfe<br />

f Behindertenhilfe<br />

Auf einen Blick<br />

f Ab 16 Jahren<br />

f 6 bis 18 Monate<br />

f Taschengeld und Verpflegung<br />

f Fachliche & pädagogische Begleitung<br />

f Berufliche Orientierung<br />

Einsatzorte<br />

<strong>Berlin</strong>, Teltow, Lehnin, Werder,<br />

Frankfurt (Oder), Potsdam,<br />

Lauchhammer, Luckau,<br />

Ludwigsfelde, Letschin,<br />

Caputh, Beelitz, Bad Belzig<br />

Kontakt<br />

Zentrale Stelle Freiwilligendienste<br />

Lichterfelder Allee 45 | 14513 Teltow | Tel: 03328 433-518<br />

E-Mail: fsj@diakonissenhaus.de<br />

Gefördert vom<br />

AZUBI BASICS


50<br />

Blockseminaren pro Jahr zusammengefasst, in denen du<br />

wichtige grundlagen zu deinem gewählten FsJ-schwerpunkt<br />

lernst. Manche Träger bieten darüber hinaus weitere<br />

Workshops und Kurse für ihre FsJler an. Keine sorge,<br />

dabei wird’s garantiert nicht langweilig: Du triffst jede<br />

Menge andere Freiwillige und kannst dich mit ihnen über<br />

deine erfahrungen austauschen. gut zu wissen: Bei den<br />

meisten trägern liegt der Beginn für ein Freiwilliges soziales<br />

Jahr zwischen August und Oktober. Manchmal ist<br />

aber auch ein Quereinstieg möglich. am ende bekommst<br />

du ein Zeugnis über deine geleistete Arbeit überreicht.<br />

Das kannst du dann deinen Bewerbungsunterlagen beilegen<br />

und damit bei deinem zukünftigen Chef punkten. ein<br />

FsJ ist aber auch eine tolle Möglichkeit, Wartesemester<br />

bis zum studienbeginn zu überbrücken. an manchen Unis<br />

und Fachhochschulen hast du außerdem besondere Vorteile,<br />

wenn dein FSJ zu deinem gewählten Studiengang<br />

passt. so ist es unter Umständen möglich, dein FsJ als<br />

Pflichtpraktikum anrechnen zu lassen.<br />

25 Bildungstage gibt’s auch für Bufdis. Ältere Freiwillige<br />

nehmen an diesen „in angemessenem Umfang“ teil – in<br />

der Regel ist dies mindestens ein tag pro Monat. Und:<br />

Freiwillige über 27 Jahren können den BFD auch in teilzeit<br />

ableisten, also zum Beispiel neben ihrer hauptberuflichen<br />

tätigkeit. Die einsatzorte von FsJlern und Bufdis ähneln<br />

sich und sind zum Beispiel in kulturellen, sozialen und ökologischen<br />

einrichtungen möglich.<br />

apropos öko: Hast du eigentlich schon mal vom „Wwoofen“<br />

gehört? Wwoof steht für „World Wide Opportunities<br />

on Organic Farms“. als teilnehmer hilfst du im in- oder<br />

ausland auf Biobauernhöfen und Bioplantagen mit. Dabei<br />

kannst du aus über 90 Ländern auswählen. Vergütet wirst<br />

du durch gratisunterkunft und -verpflegung. Weitere infos<br />

findest du auf der Homepage wwoofinternational.org.<br />

Wer lieber im Bereich Umwelt- und naturschutz arbeiten<br />

möchte, kann sich für ein Freiwilliges Ökologisches<br />

Jahr (FÖJ) entscheiden. Dabei gelten grundsätzlich dieselben<br />

Spielregeln wie beim Freiwilligen Sozialen Jahr,<br />

deine einsatzstellen sind dann aber zum Beispiel Umweltschutzorganisationen,<br />

Bauernhöfe, tierheime oder naturschutzzentren.<br />

Wie unterscheidet sich nun der Bundesfreiwilligendienst<br />

vom FsJ bzw. FÖJ? ganz einfach: Während<br />

sich das Freiwillige Soziale Jahr ausschließlich an junge<br />

Menschen bis zum 27. geburtstag wendet, kannst du dein<br />

leben lang Bundesfreiwilligendienst leisten – und das sogar<br />

mehrmals!<br />

AZUBI BASICS


51<br />

azubi <strong>Basics</strong> ist ein kostenloses<br />

Informationsmagazin für<br />

schulabgänger der Klassen 9 bis<br />

13 und richtet sich an leser jeden<br />

geschlechts. aus gründen der<br />

Lesbarkeit wurde im Text an einigen<br />

Stellen die männliche Form<br />

gewählt, die Angaben beziehen<br />

sich jedoch auf alle geschlechter.<br />

HERAUSGEBER + VERLAG<br />

huhle media gmbH<br />

Friedrichstraße 79<br />

10117 <strong>Berlin</strong><br />

tel.: 030/9854042-0<br />

info@huhle-mediagroup.de<br />

GESCHÄFTSFÜHRUNG:<br />

Evelyn Huhle<br />

REDAKTION/TEXT:<br />

natalie Decker<br />

Der Inhalt des Heftes wurde<br />

sorgfältig erarbeitet, dennoch<br />

können Herausgeber, Redaktion<br />

und Verlag keine Haftung für die<br />

Richtigkeit übernehmen. Beiträge,<br />

die mit namen oder initialen des<br />

Verfassers gekennzeichnet sind,<br />

geben nicht immer die Meinung<br />

des Herausgebers wieder.<br />

ART DIRECTION<br />

Evelyn Huhle<br />

GRAFIK, LAYOUT<br />

Annette Mattmüller<br />

ANZEIGENBERATUNG<br />

nadine schneider<br />

FOTOS/ILLUSTRATIONEN<br />

Peopleimages/istockphoto, Konrad<br />

Bak/123RF.com, m_derplan/123RF.<br />

com, alphaspirit/123RF.com,golero/<br />

istockphoto, Matias giamportone<br />

/123RF.com, marusone/<br />

istockphoto, nastia1983/123RF.<br />

com, veleri/123RF.com,<br />

stylephotographs/123RF.com,<br />

blankstock/123RF.com, zoran<br />

zeremski/istockphoto, metamorworks/istockphoto,<br />

Vasyl Dolmatov123RF.com,<br />

tomml/istockphoto,<br />

Oscar Martin/istockphoto, B4lls/<br />

iStockphoto, Designed by Freepik,<br />

pixabay.com, 1enchik/ 123RF.com,<br />

igor serazetdinov/123RF.com, galina<br />

Peshkova/123RF.com, Burmakin<br />

andrey/123RF.com, stefanikolic/<br />

istockphoto, south_agency/<br />

istockphoto, Marco2811/adobe<br />

stock (Fotolia), lightwise/123RF.<br />

com, tonefotografia/123RF.<br />

com, koya79/123RF.com,<br />

ximagination/123RF.com<br />

VERTEILUNG:<br />

Die Verteilung erfolgt an Schulen<br />

zur Aushändigung an künftige<br />

Absolventen der Abschlussklassen<br />

von sekundarschulen, gymnasien,<br />

gemeinschaftsschulen und<br />

Oberstufenzentren.<br />

AUSGABE<br />

<strong>575</strong> azubi <strong>Basics</strong> Wissensmagazin<br />

<strong>Berlin</strong> <strong>2024</strong><br />

impressum<br />

AZUBI BASICS


52<br />

TU, WAS DU GERN MACHST!<br />

1. Zeig' uns deine Interessen und Talente<br />

2. Entdecke Berufe, die genau dazu passen.<br />

3. Finde die perfekte Ausbildungsstelle für dich.<br />

AZUBI BASICS<br />

1

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!