dihw MAGAZIN 3/2024
Die Fachpublikation dihw MAGAZIN berichtet in vierteljährlichem Turnus über Werkzeuge und Prozesse zur Bearbeitung von Metallen, Metalllegierungen, Verbundwerkstoffen, Naturstein, Beton, Holz- und Holzprodukten, Glas sowie von sonstigen Produkten. Was lesen Sie im dihw MAGAZIN? Branchenübergreifende Berichte im Sinne der spezifischen Nutzung und Anwendung von Werkzeugen mit superharten Schneid-stoffen aus Diamant, PKD, CVD, CBN, oder aus Werkstoffen wie Keramik und Hartmetall. Ergänzt um fundierte Fachartikel aus Wissenschaft, Forschung und Industrie. Wer liest das dihw MAGAZIN? Entscheidungsträger im Einsatzbereich der Industriediamanten, Leser aus der internationalen Automobilindustrie sowie aus hochspezialisierten Zulieferunternehmen für die innovative Luft- und Raumfahrt. Ebenso Spezialisten aus dem Getriebebau, aus der holzverarbeitenden Industrie und Anwender von Hochleistungswerkzeugen in der Metallverarbeitung, bei der Bearbeitung von Naturstein, Beton und Glas sowie in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie.
Die Fachpublikation dihw MAGAZIN berichtet in vierteljährlichem Turnus über Werkzeuge und Prozesse zur Bearbeitung von Metallen, Metalllegierungen, Verbundwerkstoffen, Naturstein, Beton, Holz- und Holzprodukten, Glas sowie von sonstigen Produkten.
Was lesen Sie im dihw MAGAZIN?
Branchenübergreifende Berichte im Sinne der spezifischen Nutzung und Anwendung von Werkzeugen mit superharten Schneid-stoffen aus Diamant, PKD, CVD, CBN, oder aus Werkstoffen wie Keramik und Hartmetall. Ergänzt um fundierte Fachartikel aus Wissenschaft, Forschung und Industrie.
Wer liest das dihw MAGAZIN?
Entscheidungsträger im Einsatzbereich der Industriediamanten, Leser aus der internationalen Automobilindustrie sowie aus hochspezialisierten Zulieferunternehmen für die innovative Luft- und Raumfahrt. Ebenso Spezialisten aus dem Getriebebau, aus der holzverarbeitenden Industrie und Anwender von Hochleistungswerkzeugen in der Metallverarbeitung, bei der Bearbeitung von Naturstein, Beton und Glas sowie in der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie.
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Ausgabe 3 · <strong>2024</strong><br />
ZKZ 30498<br />
Diamant, PKD, PVD, CVD, CBN, Keramik, Hartmetall<br />
HOCHLEISTUNGSWERKZEUGE & BEARBEITUNGSPROZESSE
GREEN EFFICIENT TECHNOLOGIES<br />
Die unabhängige Medienplattform<br />
für Energieversorgung, Effizienzsteigerung<br />
und alternative Energieträger und -speicher<br />
Nachhaltige Möglichkeiten in der<br />
Prozesstechnologie<br />
Kreislaufwirtschaft im industriellen<br />
Produktionsprozess<br />
Themenbereiche H 2<br />
, Synthetische<br />
Kraftstoffe, Wasser, Solar & Photovoltaik,<br />
Windkraft, Bioenergie, Geothermie,<br />
Batterietechnologie, Systemintegration<br />
und weitere Alternativmöglichkeiten<br />
2 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong><br />
Dr. Harnisch Verlags GmbH · Eschenstraße 25 · 90441 Nürnberg · Tel.: +49 (0) 911 - 2018 0 · info@harnisch.com · www.harnisch.com
auffallend...<br />
Unter Druck …<br />
… entstehen Diamanten. „Ach was!“ (Loriot), keine überraschende<br />
Erkenntnis. Aber ein oft im Leben – gerne in Zusammenhang mit<br />
Erziehung, Beruf oder Sport – zitiertes Sprichwort, das längst nicht<br />
mehr der Weisheit letzter Schluss ist. Nicht nur, dass vor einigen<br />
Jahren ein Fund auf Kuba belegt hat, dass Diamanten auch bei weit<br />
geringerem Druck entstehen können als ursprünglich angenommen.<br />
Auch führt Druck keineswegs immer zu positiven Leistungen.<br />
Was kürzlich erst wieder so manche Olympioniken bestätigt haben.<br />
Die Branchen Präzisionswerkzeuge, Spannmittel oder Werkzeugbau<br />
stehen laut Marktbarometer ihrer Verbände. derzeit unter<br />
wachsendem Druck. Vor allem unter Veränderungsdruck. Sahen<br />
die Wirtschaftszahlen im Werkzeugmarkt im vergangenen Jahr<br />
noch gar nicht so schlecht aus, so gibt der aktuelle Blick auf die<br />
Märkte weniger Anlass zu Optimismus. Ein Beispiel dafür ist die<br />
Automobilbranche mit ihrem Transformationsprozess hin zur<br />
Elektromobilität und den damit verbundenen Unwägbarkeiten.<br />
Dies führt vielfach zu einer Neuorientierung und zur Suche nach<br />
neuen Märkten, um neues Geschäft zu generieren.<br />
Neue Märkte, Trends, Technologien und damit Geschäftschancen<br />
können auf der kommenden AMB entdeckt werden. Ob für<br />
den Maschinenbau, die Automobil- und Fahrzeugindustrie, die<br />
Medizintechnik, den Werkzeug- und Formenbau, die Luft- und<br />
Raumfahrt oder die allgemeine Metallbe- und verarbeitende<br />
Industrie – alle Anwender der Metallzerspanungsbranche finden<br />
dort ein attraktives Angebot an Innovationen und Technologien.<br />
Von modernen Werkzeugmaschinen und Fertigungsanlagen,<br />
deren Steuerungen und Antrieben über CAD/CAM- und umfassende<br />
Automatisierungslösungen inklusive der dazugehörigen<br />
Messtechnik und Industrie 4.0-Lösungen bis hin zu kollaborativer<br />
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6<br />
Titelstory<br />
6 Präzision für Hochleistungsobjektive PAUL HORN GMBH<br />
8 News & Facts<br />
8 Das aktuelle Interview<br />
10 Markt/Personalien<br />
20 Veranstaltungen/Messen<br />
22 Werkstoffe & Werkzeuge<br />
22 Zerspanung gesinterter Keramikwerkstoffe<br />
25 Neue Bindungstechnologie bringt härteste Werkzeuge in Form<br />
26 Wenn nicht jetzt - wann dann? LACH DIAMOND INC. wird gegründet<br />
29 Geschaffen für höchste Anforderungen<br />
30 Bearbeitungsprozesse<br />
30 Hartdrehen: Hartdrehen als zukunftsfähige Bearbeitung von keramischen Werkstoffen<br />
32 Entgraten: Mit acht Werkzeugen zum fertig bearbeiteten und gratfreien PTFE(Teflon)-Bauteil<br />
direkt von der Maschine<br />
35 Honen: Reiben und Honen in einem Arbeitsgang<br />
36 Komponenten & Zubehör<br />
39 Nachhaltigere Zerspanung mit Hydro-Dehnspannfutter<br />
44 AMB Vorschau<br />
44 Trendbericht Werkzeuge zur Metallbearbeitung<br />
4 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
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Titelstory<br />
Präzision für Hochleistungsobjektive<br />
Optiken für Messsysteme, Fotoobjektive<br />
und weitere Hochleistungsoptiken verlangen<br />
nach einer hohen Fertigungspräzision<br />
im Bereich von wenigen µm. Um die<br />
bestmögliche optische Qualität dieser<br />
Hochleistungsobjektive sicherzustellen<br />
ist eine sehr hohe Zentriergenauigkeit<br />
der einzelnen Linsen zueinander erforderlich.<br />
Das Unternehmen TRIOPTICS<br />
aus Wedel bei Hamburg hat sich unter<br />
anderem auf den Bau von Systemen<br />
für die Linsenzentrierprüfung und das<br />
Justierdrehen spezialisiert. Für das präzise<br />
Überdrehen für die in Messing oder<br />
Aluminium gefassten Glaslinsen, setzt<br />
TRIOPTICS am Standort Wetzlar auf diamantbestückte<br />
ISO-Schneidplatten der<br />
Paul Horn GmbH.<br />
Das im Jahr 1991 gegründete Unternehmen<br />
TRIOPTICS entwickelt und produziert das<br />
größte Spektrum optischer Mess- und<br />
Fertigungssysteme für die Entwicklung, die<br />
Qualitätskontrolle und die Produktion von<br />
Linsen, Objektiven und Kameramodulen<br />
und setzt so Standards im Bereich der<br />
optischen Messung. Der Fokus des<br />
Qualitätsanspruches liegt dabei besonders<br />
auf der Messgenauigkeit der Geräte sowie<br />
bei der bedienerfreundlichen Software.<br />
Zu den Systemen zählen beispielsweise<br />
Anlagen zur Überprüfung und Montage<br />
sowie zum Justierdrehen von optischen<br />
Komponenten. Kein Wunder, dass sich<br />
TRIOPTICS auch in Wetzlar, der Stadt der<br />
Optik, mit einer Zweigstelle niedergelassen<br />
hat. „Wir haben in Wetzlar weltbekannte<br />
Hersteller in der optischen Industrie.<br />
Neben Vertrieb und Service bieten wir hier<br />
auch die Lohnfertigung im Justierdrehen<br />
in Kleinserien an“, erzählt der Leiter der<br />
Niederlassung Stefan Best.<br />
Justierdrehen<br />
Hochleistungsobjektive bestehen im inneren<br />
aus einem präzisen Aufbau mehrerer<br />
Linsen. Je nach Objektiv können zehn<br />
oder noch mehr Linsen verbaut sein.<br />
Wenn in diesem gesamten Linsensystem<br />
nur eine Linse nicht korrekt ausgerichtet<br />
ist, beeinträchtigt dies die gesamte optische<br />
Leistung des Objektivs. Toleranzen<br />
von wenigen µm können hier entscheidend<br />
sein. Um diese zu erreichen, müssen<br />
die Metallfassungen der Linsen überdreht<br />
Die erreichbare Qualität in Sachen Oberflächengüte und Präzision ist der auschlaggebende<br />
Punkt, warum die Wahl auf Werkzeuge von Horn gefallen ist. (Quelle HORN/Sauermann)<br />
werden. Beim Justierdrehen von optischen<br />
Linsen werden der Fassungsrand und die<br />
Flanschflächen von gefassten sphärischen,<br />
asphärischen und zylindrischen Linsen so<br />
gefertigt, dass die Symmetrieachse der<br />
Fassung mit der optischen Achse der Linse<br />
übereinstimmt. Die Justierdrehmaschinen<br />
kombiniert ein Zentriermesssystem mit<br />
einer hochpräzisen Drehmaschine. Dies<br />
ermöglicht es, beim Bearbeiten der Fassung<br />
alle relevanten Parameter, wie Durchmesser<br />
der Fassung oder die Abstände der Linse<br />
zu den Auflageflächen der Fassung, einzustellen<br />
und zu kontrollieren. Die hochpräzise<br />
Messung der Dezentrierung und die<br />
genaue Bearbeitung der Fassung vermeiden<br />
aufwendige Ausrichtschritte im optischen<br />
Gesamtsystem und führen zu einer justagefreien<br />
Montage von Linsen.<br />
Die effizienten Justierdrehmaschinen<br />
aus der ATS-Familie zeichnen sich durch<br />
Vielseitigkeit und Benutzerfreundlichkeit<br />
aus. Die verschiedenen Varianten erlauben<br />
eine Anpassung an die unterschiedlichen<br />
Werkstückgrößen als auch die benötigte<br />
Genauigkeit. Die Variante ATS-C ist mit<br />
ihren CNC-Fähigkeiten schnell in bestehende<br />
Produktionsumgebungen als vollwertige<br />
Drehmaschine zu integrieren. Kleine,<br />
gefasste Linsen bearbeitet sie mit kurzen<br />
Taktzeiten.<br />
„Werkzeugsysteme von Horn kenne ich<br />
schon sehr lange und setzte diese auch<br />
schon bei meiner früheren Tätigkeit bei<br />
einem großen Optikhersteller hier in<br />
Wetzlar ein“, so Best. Nach dem Wechsel zu<br />
TRIOPTICS sind die Werkzeuge des Tübinger<br />
Werkzeugspezialisten immer noch seine<br />
erste Wahl. Im häufigen Kontakt steht Best<br />
mit dem Horn-Außendienstmitarbeiter<br />
Stefan Bachmann. „Bei Horn haben wir ein<br />
hohes Know-how bei Werkzeugen für die<br />
optische Industrie. Hier können wir zeigen,<br />
wie präzise unsere Werkzeugsysteme<br />
eingesetzt werden können und welch<br />
CNC-Justierdrehmaschine ATS-C für die<br />
Bearbeitung kleiner, gefasster Linsen mit kurzen<br />
Taktzeiten. (Quelle: TRIOPTICS)<br />
6 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
Titelstory<br />
hohe Qualitäten erreichbar sind“, so<br />
Bachmann. Das Justierdrehen der gefassten<br />
Linsen liegt in der Toleranzklasse<br />
von IT 6. Laut Best geht der Trend bei<br />
Hochleistungsoptiken jedoch stark in die<br />
Richtung der Qualitäten IT 3 und IT 4, also<br />
Toleranzen, je nach Fassungsdurchmesser,<br />
weniger 5 µm. Ein weiteres wichtiges<br />
Merkmal ist die Oberflächengüte der<br />
Plan- und Mantelflächen. „Hier sind meist<br />
Oberflächengüten von Ra 0,4 µm bis 0,8 µm<br />
gefordert“, sagt Best. Um die empfindlichen<br />
Linsen nicht durch den Späneschlag zu verletzen,<br />
werden die feinen Späne während<br />
des Drehprozesses abgesaugt.<br />
Diamantbestückte Werkzeuge<br />
Um die geforderten Oberflächengüten zu<br />
erreichen, kommt für das Justierdrehen der<br />
Diamantschneidstoff CVD-D zum Einsatz,<br />
welcher auf eine ISO-Schneidplatte gelötet<br />
ist. „Wir haben uns für CVD-Diamant entschieden,<br />
da sich bei diesem Schneidstoff<br />
die Schneidkante sehr scharf und fein präparieren<br />
lässt. Durch diese feine Schneide<br />
lassen sich geforderte Oberflächengüten in<br />
der Serie prozesssicher einhalten“, erklärt<br />
Bachmann. Dank der schartenfreien und<br />
geometrisch optimierten Schneiden ist<br />
der CVD-D-Diamant vom Schruppen bis<br />
zum Feinschlichten einsetzbar. Da die<br />
Werkzeuge ein konturtreues Bearbeiten<br />
im µm-Bereich ermöglichen, ergeben sich<br />
beispielsweise gegenüber dem Schleifen<br />
und Erodieren deutliche Kostenvorteile bei<br />
höherer Fertigungsflexibilität. Auch die<br />
Oberflächenstruktur ist hinsichtlich Rauheit,<br />
Polierbarkeit und Korrosionsverhalten diesen<br />
beiden Verfahren überlegen oder<br />
zumindest gleichwertig.<br />
Das Justierdrehen der Linsenfassungen<br />
geschieht mit nur sehr kleinen Zustellungen.<br />
Die Zustellungen belaufen sich meist<br />
nur unter einem Zehntel Millimeter, da<br />
die eigentliche Glaslinse schon mit einer<br />
speziellen Klebetechnik in einer engen<br />
Toleranz in die Fassung eingeklebt ist. „Das<br />
Justierdrehen ist somit nur der letzte Schritt<br />
für die perfekt ausgerichtete optische<br />
Achse. Die erreichbare Standzeit, bei korrekter<br />
Handhabung der Schneidplatten, ist so<br />
hoch, dass sie kaum zu beziffern ist“, erzählt<br />
Best und fährt fort: „Die erreichbare Qualität<br />
in Sachen Oberflächengüte und Präzision ist<br />
jedoch der auschlaggebende Punkt, warum<br />
unsere Wahl auf Werkzeuge von Horn gefallen<br />
ist.“<br />
Monokristalline Diamanten<br />
Neben CVD-Diamanten kommen in<br />
Justierdrehmaschinen sowie in der allgemeinen<br />
optischen Industrie auch<br />
Monokristalline Diamanten (MKD)<br />
zum Einsatz. Sie ermöglichen die<br />
Ultrapräzisionszerspanung im Bereich von<br />
Nanometern und erzeugen spiegelnde<br />
Oberflächengüten, welche nur noch über<br />
Lichtbrechungen messbar sind. So kommen<br />
MKD-bestückte Werkzeuge beispielsweise<br />
beim Überdrehen von Brillengläsern,<br />
Kontaktlinsen und weiteren optischen<br />
Glaslinsen oder beim Justierdrehen für die<br />
Halbleiterindustrie zum Einsatz. Sie ermöglichen<br />
bei Gleitsichtbrillen das Drehen<br />
von freien Formen des Brillenglases,<br />
um verschiedene Sichtbereiche auf der<br />
Brillenglas-Oberfläche zu erzeugen. Um<br />
Oberflächengüten mit Spiegelglanz<br />
zu erzeugen, spielt die Qualität der<br />
Werkzeugschneidkante eine entscheidende<br />
Die Maschine von TRIOPTICS übernimmt das<br />
Messen, Ausrichtung und Justierdrehen von<br />
optischen Linsen. (Quelle HORN/Sauermann)<br />
Rolle. Die Qualität der Schneidkante spiegelt<br />
sich in der zu bearbeitenden Oberfläche<br />
wider. Der finale Schliff beziehungsweise<br />
die Politur der MKD-Schneide gleicht<br />
einer Handwerkskunst. Ähnlich wie beim<br />
Schliff eines Schmuck-Brillanten geschieht<br />
das Finishing einer Werkzeugschneide<br />
für die Hochglanzzerspanung mit<br />
einer Schleifzange von Hand. Optimale<br />
Voraussetzungen zum Schleifen der<br />
Schneiden ermöglichen luftgelagerte<br />
Schleiftische mit einer Tischplatte aus massivem<br />
Granit. Für die optische Kontrolle wird<br />
ein Mikroskop mit 200-facher Vergrößerung<br />
genutzt. Unter dieser Vergrößerung muss<br />
die Schneidkante absolut schartenfrei sein.<br />
Die Zusammenarbeit zwischen TRIOPTICS<br />
Wetzlar und Horn wird auch in der Zukunft<br />
weiter vertieft. „Wir brauchen Partner, auf<br />
die wir uns verlassen können. Wir schätzen<br />
die Erfahrung, den guten Service des<br />
Außendiensts und die Zuverlässigkeit von<br />
Horn“, so Best.<br />
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit: Stefan Best im Gespräch mit Stefan Bachmann.<br />
(Quelle HORN/Sauermann)<br />
<br />
weitere Infos: www.horn-group.com<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 7
News & Facts<br />
Das aktuelle Interview zum Thema:<br />
Optimale Nutzung der Produktionskapazitäten<br />
mit Alessandro Reguzzo, MR Components<br />
MR Components, ein mittelständisches Unternehmen aus Grigno, Italien, hat durch die Einführung einer intelligenten<br />
Automatisierung mit EMAG Maschinen seine Produktionskapazitäten deutlich erhöht und gleichzeitig die Qualität gesteigert. Das<br />
Unternehmen, das sich auf die Herstellung von Teilen für Differential- und Planetengetriebe spezialisiert hat, produziert heute rund<br />
80.000 Teile pro Monat, wobei die Maschinen zum Teil mannlos in den Abendstunden laufen.<br />
Herr Reguzzo, erzählen Sie uns ein<br />
wenig über sich und Ihr Unternehmen<br />
MR Components.<br />
Alessandro Reguzzo: Ich bin 51 Jahre<br />
alt und habe im Alter von 21 Jahren den<br />
Schritt vom Angestellten zum Unternehmer<br />
gewagt. Ich habe in einem nahe gelegenen<br />
Unternehmen als Lehrling angefangen<br />
und dort meine Leidenschaft für die<br />
Präzisionsfertigung entdeckt. Alles begann<br />
1995, als ich meine erste CNC-Drehmaschine<br />
bekam. Zunächst arbeitete ich für einige<br />
Firmen in der Region und nach und nach<br />
wuchs mein Geschäft.<br />
Mit 21 Jahren haben Sie sich dazu<br />
entschieden, eine CNC-Drehmaschine zu<br />
kaufen und in einer Garage zu starten?<br />
Alessandro Reguzzo: Ja, viele hielten mich<br />
für verrückt, aber ich war überzeugt, das<br />
Richtige zu machen. Mit 21 Jahren bin ich<br />
zur Bank gegangen, habe einen Kredit aufgenommen<br />
und in einer Garage mit einer<br />
CNC-Drehmaschine angefangen zu arbeiten.<br />
Die Firmen, für die ich gearbeitet habe,<br />
schenkten mir schnell ihr Vertrauen, vielleicht<br />
weil sie meine Leidenschaft gesehen<br />
haben. Innerhalb von drei Jahren hatte ich<br />
bereits drei CNC-Drehmaschinen.<br />
Wer waren Ihre ersten Kunden?<br />
Alessandro Reguzzo: Meine ersten Kunden<br />
waren verschiedene Handwerkerbetriebe<br />
aus der Region, darunter einige<br />
Rennwagenbauer. Zunächst fertigte ich<br />
Ersatzteile für lokale Unternehmen, fand<br />
aber nach einiger Zeit auch größere Kunden<br />
im Norden Venetiens.<br />
Wie hat sich Ihr Unternehmen im Laufe<br />
der Jahre entwickelt?<br />
Alessandro Reguzzo: Ich habe fünf Jahre<br />
lang in einer Garage gearbeitet, die so<br />
groß war wie dieses Büro. Dann zog ich in<br />
eine kleine Halle um und baute 2006 meine<br />
erste Produktionshalle mit 2.500 m².<br />
Im Januar <strong>2024</strong> sind wir in unser neues<br />
Gebäude mit 6.000 m² umgezogen. Es ist<br />
modern und auf dem neuesten Stand der<br />
Technik. Wir sind etwa 50 Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter, davon zehn im Büro, in<br />
der Qualitätsabteilung und in der Technik.<br />
Was genau produzieren Sie?<br />
Alessandro Reguzzo: Unsere beiden<br />
Hauptgeschäftsfelder sind die Herstellung<br />
von Teilen für Differential- und Planetengetriebe.<br />
Die Differentialgetriebeteile werden<br />
komplett bearbeitet und somit unseren<br />
Kunden einbaufertig geliefert. Die<br />
andere Produktlinie, die hauptsächlich auf<br />
EMAG Maschinen hergestellt wird, sind<br />
Planetengetriebeteile. Diese werden an<br />
verschiedene italienische Kunden und vor<br />
allem ins Ausland geliefert, wobei deutsche<br />
Kunden wichtige Abnehmer sind.<br />
Können Sie uns kurz Ihre Produktionsphilosophie<br />
erläutern?<br />
Alessandro Reguzzo: Am Anfang arbeiteten<br />
wir mit konventionellen Maschinen, insbesondere<br />
mit Horizontaldrehmaschinen.<br />
Die automatisierte Fertigung begann<br />
dann mit einfachen taiwanesischen<br />
Vertikaldrehmaschinen, die damals in<br />
unseren finanziellen Möglichkeiten lagen.<br />
Nach kurzer Zeit erkannten wir, dass der<br />
Einsatz von automatisierten Maschinen<br />
der Schlüssel zur Beschleunigung der<br />
Produktion ist. Der Hauptvorteil dieser<br />
Maschinen besteht darin, dass sie automatisch<br />
ablaufen und somit mannlos arbeiten<br />
können. Das unterscheidet sie grundlegend<br />
von herkömmlichen Drehmaschinen.<br />
Im Jahr 2011 haben wir unsere ersten<br />
beiden VL 7 von EMAG gekauft, was für<br />
uns ein Gamechanger war. Dabei haben<br />
wir vor allem die Vorteile des integrierten<br />
Messtasters und die damit verbundene<br />
In-Prozess-Kontrolle aller<br />
Bauteile schätzen gelernt. Auch die stabile<br />
Bauweise und die hohe Qualität der<br />
Maschinenkomponenten sind in der<br />
Serienfertigung unerlässlich, um sich von<br />
der Konkurrenz abzuheben.<br />
Heute sind alle unsere EMAG Maschinen<br />
mit Messtastern ausgestattet, sodass wir<br />
alle Bauteile zu 100 Prozent kontrollieren<br />
können. Zusätzlich zur In-Prozess-Kontrolle<br />
führen wir weitere Qualitätskontrollen<br />
mit verschiedenen Messgeräten durch.<br />
Darüber hinaus verfügen wir über einen<br />
Messraum, der mit zwei Zeiss- und weiteren<br />
Messmaschinen ausgestattet ist, um unseren<br />
Kunden stets ein optimales Produkt liefern<br />
zu können. Sie sehen, Qualität hat bei<br />
uns oberste Priorität! Derzeit haben wir eine<br />
Ausschussquote von nur 0,2 Prozent bei<br />
80.000 Teilen, was zeigt, dass wir gut aufgestellt<br />
sind.<br />
Sie setzen überwiegend teil- oder<br />
vollautomatisierte Maschinen ein,<br />
warum?<br />
Alessandro Reguzzo: In meinem<br />
Unternehmen setzen wir verschiedene<br />
Arten von Fertigungssysteme ein, um<br />
den jeweiligen Produktionsanforderungen<br />
gerecht zu werden.<br />
8 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
In einer unserer Linien arbeiten wir<br />
mit VL 7-Maschinen, bei denen der<br />
Bediener die Werkstücke manuell auf<br />
das Automationsband legt. Dieses<br />
Verfahren hat sich vor allem bei sehr einfachen<br />
Werkstücken oder bei komplexeren<br />
Werkstücken mit geringen Stückzahlen<br />
bewährt.<br />
In anderen Fertigungslinien arbeiten<br />
wir mit VL 4-Maschinen, die mit einer<br />
TrackMotion-Automation ausgestattet sind.<br />
Hier ist die Automatisierung sehr schnell<br />
und wir haben eine höhere Autonomie,<br />
sodass wir die Maschinen auch im mannlosen<br />
Betrieb fahren können. Wir arbeiten<br />
im Zweischichtbetrieb und lassen die<br />
Maschinen abends je nach Lagerkapazität<br />
der Roh- und Fertigteile noch zwei bis vier<br />
Stunden autonom weiterlaufen.<br />
Darüber hinaus haben wir noch weitere<br />
Fertigungssysteme, ebenfalls mit VL 4- und<br />
VL 6-Maschinen, die über Roboter automatisiert<br />
sind. Die Entscheidung fiel hier auf ein<br />
System mit Robotern, da viele Bauteil neben<br />
dem Drehen noch weitere Arbeitsgänge,<br />
wie z. B. Markieren, durchlaufen müssen, die<br />
wir mit dem Roboter sehr einfach und flexibel<br />
durchführen können.<br />
Insgesamt ermöglichen uns diese verschiedenen<br />
Fertigungssysteme, flexibel auf die<br />
jeweiligen Produktionsanforderungen<br />
zu reagieren und eine hohe Qualität und<br />
Effizienz zu gewährleisten.<br />
Sie schaffen es mit diesem System,<br />
die Produktionszeit auch während<br />
der Schließzeiten des Unternehmens<br />
zu nutzen, sodass die Maschinen je<br />
nach Werkstück noch 2 bis 4 Stunden<br />
weiterlaufen, während Sie und Ihre<br />
Mitarbeiter bereits nach Hause gehen?<br />
Alessandro Reguzzo: Ja, genau. Ich habe<br />
die Gewissheit, dass, wenn ich alle Teile zu<br />
100 Prozent kontrolliere, die Maschine die<br />
Produktion automatisch stoppt, wenn ein<br />
Teil fehlerhaft ist. So vermeide ich Ausschuss<br />
und nutze die Produktionszeit optimal.<br />
Das ist ein großer Vorteil, denn heutzutage<br />
ist es wirklich schwierig, Personal<br />
für die Nachtschicht zu finden. Auf diese<br />
Weise haben wir einen Weg gefunden,<br />
auf die kritische Nachtschicht zu verzichten<br />
und trotzdem von den zusätzlichen<br />
Produktionsstunden zu profitieren – deshalb<br />
nennen wir diese Zeit „kostenlose“<br />
Stunden.<br />
Wir sind in der Lage, Losgrößen von 100 bis<br />
zu 30.000 Teilen pro Monat zu produzieren.<br />
Unsere Losgrößen variieren stark, da wir<br />
unser Unternehmen so ausgestattet haben,<br />
dass wir verschiedene Kunden mit unterschiedlichen<br />
Anforderungen bedienen können.<br />
Wir sind flexibel genug, um sowohl<br />
kleine als auch große Aufträge effizient und<br />
termingerecht abzuwickeln.<br />
Welche Rolle spielt ihr Team in Ihrem<br />
Unternehmen?<br />
Alessandro Reguzzo: Ich schätze mich sehr<br />
glücklich, ein so starkes Team an meiner<br />
Seite zu haben. Insbesondere unsere langjährigen<br />
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,<br />
die teilweise seit 20 Jahren dabei sind,<br />
haben immer an mich und meine Vision<br />
geglaubt. Sie haben maßgeblich zum Erfolg<br />
des Unternehmens beigetragen, wofür ich<br />
ihnen sehr dankbar bin. Gemeinsam haben<br />
wir an der Idee der hochautomatisierten<br />
Fertigung gearbeitet. Auch wenn es anfangs<br />
komplex erschien, mit der Zeit wurden die<br />
Vorteile offensichtlich und heute profitieren<br />
wir davon. In Zeiten des Fachkräftemangels<br />
ist ein eingespieltes Team, das den gesamten<br />
Produktionsprozess begleitet, Gold wert. So<br />
können wir auch mit weniger Personal eine<br />
qualitativ hochwertige Produktion gewährleisten<br />
und sehr wirtschaftlich fertigen.<br />
Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?<br />
Alessandro Reguzzo: Wir haben derzeit<br />
mehrere Projekte in der Planung, darunter<br />
ein Großprojekt für einen internationalen<br />
Kunden. Hier sollen Bauteile mit einem<br />
Durchmesser von bis zu 450 mm bearbeitet<br />
werden. Um eine effiziente und präzise<br />
Fertigung zu gewährleisten, planen wir<br />
den Einsatz von zwei VL 8-Maschinen in<br />
Kombination mit Robotern. So können wir<br />
unserem Kunden ein fertiges Bauteil liefern,<br />
das komplett auf unseren Maschinen<br />
gefertigt wurde. Zudem möchten wir die<br />
Technologien Verzahnen und Montage<br />
weiterentwickeln, um unseren Kunden<br />
noch umfassendere Lösungen anbieten zu<br />
können.<br />
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<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 9
News & Facts<br />
Neue Geschäftsführerin für Deutschland und Österreich<br />
Anna Malycheva ist seit 1. April neue Central<br />
Europe Cluster Managerin Sales bei Seco und<br />
verantwortet die Geschäfte in Deutschland<br />
und Österreich.<br />
Seit dem 1. April <strong>2024</strong> leitet Anna<br />
Malycheva die Vertriebsaktivitäten des<br />
Zerspanungsspezialisten Seco in der DACH-<br />
Region. Darüber hinaus verantwortet sie die<br />
Geschäfte in Deutschland und Österreich.<br />
Anna Malycheva hat eine internationale<br />
Industriekarriere durchlaufen und verfügt<br />
über umfangreiche Führungskompetenz<br />
sowie ein globales Kontaktnetzwerk. Zuletzt<br />
verantwortete sie als Cluster Managerin<br />
North Europe die Vertriebsaktivitäten von<br />
Seco in Schweden, Dänemark, Norwegen,<br />
Finnland und dem Nahen Osten. Zuvor war<br />
sie Global Business Development Managerin<br />
und baute den Bereich der Großkunden aus.<br />
Malycheva besitzt einen Masterabschluss<br />
in Ingenieurwesen vom Royal Institute of<br />
Technology (KTH) in Stockholm und hat<br />
das Next Generation Global Leaders<br />
Programm der weltweit tätigen Sandvik<br />
Group, zu der auch Seco gehört, erfolgreich<br />
absolviert.<br />
Sie folgt auf Bo Udsen, der zukünftig als<br />
Cluster Manager North Europe fungiert.<br />
Malycheva kommentiert: „Mein Ziel ist,<br />
die Verbindung mit unseren Kunden in<br />
Deutschland, Österreich und der Schweiz<br />
noch weiter zu stärken und die Marktposition<br />
von Seco auszubauen. Gegenüber meinen<br />
Mitarbeitenden und im Einklang mit dem<br />
Selbstverständnis als People Company ist<br />
es mir wichtig, die Menschen bestmöglich<br />
bei ihrer persönlichen und beruflichen<br />
Weiterentwicklung zu unterstützen.“<br />
weitere Infos: www.secotools.com<br />
Familienunternehmen in der 3. Generation<br />
Zum 1. Juli <strong>2024</strong> gab es eine bedeutende<br />
Veränderung in der Führung der URMA AG:<br />
Nach 32 erfolgreichen Jahren als<br />
Geschäftsführer übergibt Urs W. Berner die<br />
Position des CEO an die Zwillingsbrüder<br />
Oliver Berner und Yannick Berner. Sie leiten<br />
das Familienunternehmen gemeinsam<br />
als Co-CEO. In der Rolle als Verwaltungsratspräsident<br />
wird Urs W. Berner<br />
der URMA AG weiterhin beratend zur Seite<br />
stehen.<br />
Urs W. Berner übernahm 1992 die<br />
Unternehmensführung von seinem Vater<br />
Willy Berner und prägte die URMA AG mit<br />
seiner Vision und seinem unermüdlichen<br />
Engagement. Unter seiner Leitung entwickelte<br />
sich das Unternehmen zu einem<br />
innovativen und international anerkannten<br />
Unternehmen.<br />
Oliver Berner und Yannick Berner<br />
haben bereits seit Jahren verschiedene<br />
Aufgaben und Funktionen innerhalb des<br />
Unternehmens übernommen und waren<br />
sowohl in der Geschäftsleitung als auch im<br />
Verwaltungsrat aktiv. Mit ihrem modernen<br />
und innovativen Ansatz sowie einer klaren<br />
strategischen Ausrichtung sind sie bestens<br />
gerüstet, um die Erfolgsgeschichte<br />
der URMA AG fortzusetzen. Die Aufteilung<br />
der Aufgabenbereiche zwischen den beiden<br />
Co-CEOs gewährleistet eine effiziente<br />
und fokussierte Bearbeitung der anstehenden<br />
Herausforderungen. Jessica Berner wird<br />
als CFO weiterhin die Verantwortung für<br />
die finanzielle Führung des Unternehmens<br />
sowie für sämtliche Aspekte der<br />
Personalabteilung tragen.<br />
weitere Infos: www.urma.ch<br />
10 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
News & Facts<br />
Alles für die Zerspanung, per Klick und handfest als Katalog<br />
Für alle, die sich nicht entscheiden möchten,<br />
wie sie den Katalog am liebsten nutzen:<br />
CERATIZIT hat seinen neuen Katalog sowohl<br />
in digitaler Form als auch gedruckt aufgelegt.<br />
In beiden Versionen vereint er ein<br />
umfassendes Angebot an Lösungen für die<br />
Zerspanung – im schlanken Digitalformat<br />
zum Überall-Dabei-Haben oder als<br />
kiloschwerer Werkbankschatz.<br />
Besonders einfach haben es die Nutzer<br />
des digitalen Katalogs: Mit nur einem<br />
Klick gelangen sie vom Produkt zum Shop<br />
und können direkt vom e-Katalog aus<br />
ihre Wunschprodukte in den Warenkorb<br />
legen. Dabei ist es egal, von welchem Ort<br />
sie im Katalog oder der ebenfalls verfügbaren<br />
App stöbern – im Büro oder direkt<br />
in der Produktionshalle. Via iPad, Laptop<br />
oder Smartphone bekommen die Kunden<br />
unmittelbaren Zugriff auf den gesamten<br />
CERATIZIT Online-Shop. Die App kann im<br />
jeweiligen Google-Play-Store oder im App<br />
Store von Apple kostenfrei heruntergeladen<br />
werden. Kombiniert mit der eigenständigen<br />
CERATIZIT-App steht den Kunden die<br />
ganze Welt von CERATIZIT jederzeit und an<br />
jedem Ort zur Verfügung. Mit ihr erhalten<br />
sie direkten Zugang zum Onlineshop für<br />
Zerspanungswerkzeuge und Spannmittel,<br />
wertvolles Insider-Wissen rund um die<br />
Zerspanung, hilfreiche Anwendungen wie<br />
der Schnittdatenrechner oder eine Übersicht<br />
über den Lieferstatus sowie Neuigkeiten<br />
zum Unternehmen und seinem Portfolio.<br />
Der neue Katalog ist seit dem 1. Juli <strong>2024</strong> offiziell<br />
gültig und in digitaler als auch gedruckter<br />
Form erhältlich.<br />
weitere Infos: www.cuttingtools.ceratizit.com<br />
„Eine Kundenbefragung ergab, dass in vielen<br />
Betrieben unser dickes Kompendium seinen<br />
festen Platz direkt an der Maschine hat. Dem<br />
gedruckten Katalog ist es nämlich egal, ob<br />
die Finger ölig sind: Die Maschinenbediener<br />
haben jederzeit schnellen Zugriff auf unser<br />
umfangreiches Portfolio“, findet Aris Maul,<br />
Sales Director Region DACH bei CERATIZIT.<br />
Sowohl als auch statt entweder oder<br />
Raschen Einblick bietet auch der e-Katalog,<br />
der parallel zur Verfügung steht.<br />
Mit ihm können CERATIZIT-Kunden von<br />
jedem Ort der Welt und von jedem mobilen<br />
digitalen Zugangsgerät auf über 2.500<br />
Seiten auf die fast 50.000 ab Lager erhältlichen<br />
Standard-Zerspanungswerkzeuge<br />
aus dem CERATIZIT-Portfolio zugreifen.<br />
Neben vielen Innovationen werden auch<br />
wieder zahlreiche optimierte und erweiterte<br />
Werkzeugfamilien vorgestellt, die<br />
für jeden Anwendungsfall die passende<br />
Zerspanungslösung bieten. Ebenfalls<br />
integriert ist der sonst separat erhältliche<br />
Hauptkatalog Spanntechnik. Somit ist alles<br />
in einer einzigen Publikation gebündelt, was<br />
Zerspaner zwischen Maschinenspindel und<br />
Maschinentisch benötigen.<br />
best per part.<br />
Smart Manufacturing Solutions<br />
AMB | Halle 10 Stand 10B51<br />
Mit nur einem Klick im Warenkorb<br />
sw-machines.com/amb<strong>2024</strong><br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · 11
News & Facts<br />
Europas modernste Werkzeuglogistik offiziell eröffnet<br />
Europas modernste Werkzeuglogistik<br />
„LogisticCity“ wurde in Nürnberg offiziell in<br />
Anwesenheit des bayerischen Ministerpräsidenten<br />
sowie Gästen aus Wirtschaft und<br />
Politik eröffnet. Bauherrin ist die Hoffmann SE,<br />
die hier mit über 200 Mio. Euro die größte<br />
Investition ihrer Firmengeschichte getätigt<br />
hat. Von der LogisticCity aus versendet die<br />
Hoffmann Group weltweit Werkzeuge,<br />
Werkstattbedarf und persönliche Schutzausrüstung.<br />
Die LogisticCity bietet auf rund 126.000 m2<br />
Kapazitäten für den Versand von bis zu 40.000<br />
Paketen pro Tag und rund 900 Arbeitsplätze.<br />
Aktuell beschäftigt die Hoffmann SE in<br />
Nürnberg rund 700 Mitarbeiter.<br />
Alexander Eckert, Vorstand Operations and<br />
General Services bei der Hoffmann SE sagte:<br />
„Der Bau der LogisticCity hat uns die<br />
letzten Jahre über intensiv beschäftigt. Wir<br />
haben hier bezüglich Digitalisierung und<br />
Automatisierung ganz neue Dimensionen<br />
erreicht und unsere Baupartner und<br />
Dienstleister extrem gefordert. Mit ihrem<br />
Einsatz und ihrer Bereitschaft, Logistik in<br />
neuen Größenordnungen zu denken, haben<br />
sie wesentlich zum Gelingen dieses Projekts<br />
beigetragen.“<br />
Martin Reichenecker, Vorstandsvorsitzender<br />
der Hoffmann SE, ergänzte: „Mit der<br />
LogisticCity haben wir unsere Kapazitäten<br />
verdreifacht. Das war dringend nötig.<br />
Allein in den letzten fünf Jahren ist unser<br />
Katalogsortiment von 85.000 Artikel auf<br />
rund 120.000 angewachsen – und es wächst<br />
weiter. Trotz steigender Anforderungen sind<br />
wir dank LogisticCity in der Lage, auch in<br />
Zukunft europaweit zuverlässig, schnell und<br />
korrekt zu liefern und neue Dienstleistungen<br />
zu entwickeln, mit denen unsere Kunden<br />
ihre Produktivität weiter steigern können.<br />
Unsere Kunden können auf uns zählen, wenn<br />
sie auf die beste Versorgungssicherheit mit<br />
Qualitätswerkzeugen zurückgreifen wollen.“<br />
Die LogisticCity befindet sich auf einem<br />
21,5 Hektar großen Grundstück und wurde<br />
für weiteres Wachstum angelegt, so dass<br />
sie sich bei Bedarf auf dem heutigen Areal<br />
sogar duplizieren ließe. Für Logistik und<br />
Lager stehen auf dem Areal rund 100.000<br />
Quadratmeter an Nutzfläche zur Verfügung<br />
– das entspricht 13 Fußballfeldern. Das<br />
ServiceCenter Nürnberg findet auf rund<br />
8.000 qm, das Verwaltungsgebäude auf<br />
18.000 qm Platz.<br />
Parallel zur offiziellen Eröffnung der<br />
LogisticCity fand auf dem Gelände die<br />
Hausmesse „World of Tools <strong>2024</strong>“ der<br />
Hoffmann Group mit über 115 Ausstellern<br />
statt. Für die dreitägige Hausmesse hatten<br />
sich insgesamt 8.000 Besucher registriert.<br />
weitere Infos:<br />
www.hoffmann-group.com<br />
Mehr als ein Produktkatalog<br />
Digitaler denn je verfügbar präsentiert<br />
sich die neue Generation des<br />
Werkzeughandbuchs von PFERD und positioniert<br />
sich damit so nah an den Bedürfnissen<br />
der Kundinnen und Kunden wie nie zuvor.<br />
Damit trägt PFERD den Wünschen seiner<br />
Vertriebspartnerinnen und -partner sowie<br />
der Endanwenderinnen und -anwender<br />
Rechnung und macht die 24. Ausgabe des<br />
Werkzeughandbuchs noch praktikabler und<br />
zu einem unverzichtbaren Ratgeber in der<br />
Metallbearbeitung.<br />
Ab sofort ist es möglich, die Vielzahl<br />
an Informationen aus dem Werkzeughandbuch<br />
zu jeder Zeit und an jedem<br />
Ort mobil abzurufen. Durch einen Klick<br />
auf die Artikelnummer des gewünschten<br />
Produktes erfolgt eine Weiterleitung in den<br />
PFERD-Shop. Hier stehen weitere hilfreiche<br />
Informationen zum optimalen Einsatz des<br />
Werkzeugs zur Verfügung. Zudem kann der<br />
Artikel sofort in den digitalen Einkaufswagen<br />
gelegt werden.<br />
Highlights im PFERD-Programm verfügen<br />
zusätzlich über einen QR-Code, der zu weiteren<br />
wertvollen Hinweisen führt. Neue Artikel<br />
sind jetzt noch schneller zu erkennen: Durch<br />
eine blaue Artikelnummer gekennzeichnet<br />
ist auf den ersten Blick zu erkennen, welche<br />
Neuprodukte in das PFERD-Programm aufgenommen<br />
wurden.<br />
Neu auch: Im neuen Werkzeughandbuch<br />
sind erstmals der bislang jährlich neu aufgelegte<br />
Neuheitenprospekt sowie die<br />
Preisliste in einem Dokument vereint. Damit<br />
ist die Auswahl des ideal geeigneten PFERD-<br />
Werkzeugs noch einfacher. Mit der neuen<br />
Generation des Werkzeughandbuchs unterstreicht<br />
PFERD seinen Qualitätsanspruch<br />
auch im Hinblick auf seinen Katalog.<br />
weitere Infos:<br />
www.pferd.com<br />
12 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
News & Facts<br />
OptoSurf GmbH wird Teil der Mahr-Gruppe<br />
Mahr aus Göttingen hat die Firma<br />
OptoSurf GmbH aus Ettlingen bei<br />
Karlsruhe übernommen. Damit erweitert<br />
Mahr sein Portfolio im Bereich der optischen<br />
Oberflächenmesstechnik und eröffnet<br />
so seinen Kunden das einzigartige<br />
Potenzial zur Beurteilung tribologischer<br />
Eigenschaften. Durch die Fähigkeit<br />
Oberflächen extrem genau und effizient<br />
zu messen, lassen sich Reibung minimieren,<br />
Verschleiß reduzieren und der<br />
Wirkungsgrad von Systemen substanziell<br />
verbessern.<br />
Vorteile<br />
der Streulichttechnik<br />
Neue Technologie für mehr<br />
Messmöglichkeiten<br />
Manuel Hüsken, CEO der Carl-Mahr-<br />
Gruppe, kommentiert: „Für Mahr ist<br />
die Streulichttechnologie eine ideale<br />
Ergänzung unserer bestehenden Systeme.<br />
Davon werden unsere Kunden stark profitieren,<br />
da sie eine höhere Produktivität<br />
und noch mehr Funktionalitäten sowie<br />
Anwendungsmöglichkeiten in der Oberflächenanalyse<br />
erhalten.“<br />
weitere Infos: www.mahr.com<br />
Die einzigartige und eigenständige<br />
Technologie des Streulichtes bietet<br />
große Vorteile besonders bei feinbearbeiteten<br />
Oberflächen mit hohen<br />
funktionalen Anforderungen. Es lassen<br />
sich Rauheiten bis in den Nanometer-<br />
Bereich erfassen. Dabei werden die<br />
Oberflächenkenngrößen nicht wie bei<br />
herkömmlichen taktilen oder optischen<br />
Verfahren aus einem Höhenprofil<br />
gewonnen, sondern aus der Verteilung<br />
der Mikroprofilwinkel innerhalb der<br />
Messflecke. Je rauer die Oberfläche ist,<br />
desto größer ist die Winkelverteilung<br />
und entsprechend weiter die Streuung<br />
des zurückgestrahlten Lichtes. Diese<br />
Winkelinformationen stehen in enger<br />
Verbindung mit dem Reibverhalten von<br />
Oberflächen in tribologischen Systemen.<br />
Geeignet für vielfältige<br />
Anwendungen<br />
Die Streulichttechnik zeichnet sich<br />
durch eine hohe Vibrations- und<br />
Abstandsunempfindlichkeit aus,<br />
was sie für den direkten Einsatz in<br />
der Fertigungsumgebung qualifiziert.<br />
Zusätzlich misst sie mit hoher<br />
Geschwindigkeit und ermöglicht es<br />
dadurch, bis zu 100 Prozent der zu bewertenden<br />
Flächen zu messen. Aufgrund der<br />
hohen Genauigkeit des Sensorsystems<br />
eignet sich die Technologie ideal für feinbearbeitete<br />
Oberflächen mit hohen funktionalen<br />
Anforderungen, besonders für<br />
Anwendungen in der Elektromobilität,<br />
im Maschinenbau, in der Luft- und<br />
Raumfahrttechnik, in der Medizintechnik<br />
und in der Halbleitertechnik.<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 13
News & Facts<br />
„Fortschritt aus Tradition“<br />
Am 1. Mai <strong>2024</strong> ist die Wuppertaler<br />
Maschinenfabrik Thielenhaus Technologies<br />
GmbH 115 Jahre alt geworden. Geschäftsidee<br />
des im Jahr 1909 25-jährigen Firmengründers<br />
Ernst Thielenhaus war die Entwicklung und<br />
Fertigung qualitativ hochwertiger<br />
Flechtmaschinen für die Textilindustrie.<br />
Wegen der positiven Marktresonanz wurde<br />
das Programm schon bald ergänzt um<br />
Maschinen zur Herstellung von<br />
Klöppelspitzen. Angesichts des Niedergangs<br />
der Textilwirtschaft stellte der Betrieb im<br />
dritten Jahrzehnt des letzten Jahrhunderts<br />
seine Fertigung auf moderne<br />
Schleifmaschinen um.<br />
Anfang der 50er Jahre erfand Ernst<br />
Thielenhaus jr., der Sohn des Firmengründers,<br />
das „Microfinish“-Verfahren, das im Laufe<br />
weniger Jahrzehnte weltweit zum Inbegriff<br />
für Höchstleistung bei der Oberflächen-<br />
Feinstbearbeitung geworden ist. Seitdem<br />
hat sich das Familienunternehmen zu einer<br />
internationalen Firmengruppe mit fünf<br />
Werken in vier Ländern auf drei Kontinenten<br />
entwickelt. Schon vor Jahren ist Thielenhaus<br />
Technologies von der Universität St. Gallen<br />
(Schweiz) in den offiziellen Index der<br />
Weltmarktführer aufgenommen worden.<br />
Dietrich W. Thielenhaus, Enkel des<br />
Firmengründers und Geschäftsführer der<br />
Obergesellschaft Thielenhaus Holding<br />
GmbH, fasst das firmenhistorisch entstandene<br />
Selbstverständnis so zusammen:<br />
„Das ‚Microfinish‘-Verfahren gilt global<br />
als Maßstab für höchste Präzision und<br />
Geometrieverbesserung der bearbeiteten<br />
Bauteile. Unsere Hightech-Maschinen kommen<br />
den aktuellen technischen und gesellschaftlichen<br />
Megatrends unserer Zeit entgegen.<br />
Innovationen müssen letztlich den<br />
Menschen dienen. Fortschritt aus Tradition<br />
– das ist und bleibt unser Auftrag.“<br />
Die Technologie, die extreme Genauigkeiten<br />
bis zu einem Zehntausendstel Millimeter<br />
ermöglicht, sichert erhebliche Fortschritte<br />
bei Wirtschaftlichkeit, Funktionssicherheit,<br />
Geräuschminderung und Miniaturisierung.<br />
Sie wird überall da genutzt, wo höchste<br />
Präzision und Belastbarkeit, geringste<br />
Reibung und Laufgeräusche, lange<br />
Lebensdauer sowie größtmögliche Energieund<br />
Rohstoffeffizienz gefordert sind. Über<br />
450 Patente spiegeln den Forschungsund<br />
Entwicklungsaufwand der letzten<br />
Jahrzehnte wider. Zum Einsatz kommen<br />
die Maschinen vor allem in der Automobil-,<br />
Wälzlager- und Zulieferindustrie. Aber auch<br />
in anderen Branchen wie der Pneumatik,<br />
Hydraulik, Medizintechnik sowie der<br />
Luft- und Raumfahrt wird das Know-how<br />
aus Wuppertal genutzt. So waren feinstbearbeitete<br />
Miniaturlager an Bord der<br />
Landefähre von Apollo 11, die 1969 die ersten<br />
Menschen zum Mond gebracht hat.<br />
In der Medizintechnik sorgt „Microfinish“<br />
zum Beispiel bei künstlichen Hüftgelenken<br />
für reduzierten Verschleiß und längere<br />
Haltbarkeit.<br />
Zur Firmengruppe gehört seit 1955 die 1904<br />
in Leipzig gegründete Traditionsmarke<br />
Koellmann, die als einer der führenden<br />
deutschen Hersteller von hoch belastbaren<br />
Standard- und Sondergetrieben gilt.<br />
weitere Infos:<br />
www.thielenhaus.com<br />
Innovationen in Zukunftstechnologien<br />
Die Tyrolit Gruppe vergrößert ihren<br />
Produktionsstandort in Stans und investiert<br />
15 Mio. Euro in eine neue hochinnovative<br />
Fertigungsstraße. Tyrolit CEO Thomas Friess<br />
zur Zukunftsinvestition: „Der Spatenstich zur<br />
Erweiterung von Werk 5 stellt einen wichtigen<br />
Schritt für den Standort dar. Wir investieren<br />
in Technologien von morgen und<br />
bekennen uns mit dem Ausbau von<br />
Produktionskapazitäten zu unseren Wurzeln<br />
in der Region.“ Die neu geschaffene Fläche<br />
wird ab Herbst <strong>2024</strong> Platz für neue hochinnovative<br />
Maschinen bieten. Darüber hinaus<br />
ist die Werkserweiterung nur eine von mehreren<br />
Impulsen innerhalb der EU – erst kürzlich<br />
wurden die Standorte in Deutschland,<br />
Italien und Belgien erneuert beziehungsweise<br />
erweitert.<br />
Der weltweit führende Hersteller von<br />
Schleif- und Abrichtwerkzeugen beliefert<br />
mit seinen Schleifwerkzeugen bereits<br />
große Teile der Automobilindustrie.<br />
Aufgrund einer neu in Kraft tretenden<br />
EU-Verordnung werden demnächst hartstoffbeschichtete<br />
Bremsscheiben, wie<br />
sie in E-Autos zu finden sind, zum neuen<br />
Standard. „Ziel der EU-Reglementierung<br />
ist es, die beim Bremsenabrieb entstehende<br />
Feinstaubbelastung zu reduzieren.<br />
Die hierfür benötigten hartstoffbeschichteten<br />
Bremsscheiben werden mit speziell<br />
von Tyrolit neu entwickelten High-Tech<br />
Schleifwerkzeugen, die künftig im Werk 5<br />
in Stans hergestellt werden, geschliffen.<br />
Der 1.700 m2 Ausbau von Werk 5 schafft<br />
den Platz für eine neue hochinnovative vollautomatisierte<br />
Fertigungsstraße. Damit<br />
reagieren wir auf aktuelle Entwicklungen<br />
und Standards wie die Euro-7-Norm, die<br />
neue Produktionstechnologien notwendig<br />
und möglich macht, um unsere weltweite<br />
Wettbewerbsfähigkeit sowie unseren<br />
Standort in Tirol abzusichern“, erklärt<br />
Matthias Kuprian, Tyrolit Vorstand für Metal<br />
Industries.<br />
Die hochtechnologische, neue Produktion<br />
sorgt für weniger Materialverschleiß und<br />
effiziente Prozesse beim Zerspanen,<br />
Pressen oder der Be- und Entladung der<br />
Produktionseinheiten.<br />
weitere Infos:<br />
www.tyrolit.de<br />
14 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
MAPAL mit ordentlichem Jahr 2023<br />
Im Geschäftsjahr 2023 konnte MAPAL den Gruppenumsatz weiter<br />
erhöhen. Mit 588 Millionen Euro ergab sich eine Steigerung um 5,5<br />
Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dr. Jochen Kress, Geschäftsführender<br />
Gesellschafter der MAPAL Gruppe, sieht darin eine<br />
Bestätigung: „Dass wir trotz erheblicher konjunktureller<br />
Schwankungen im Laufe des Geschäftsjahres 2023 das geplante<br />
Wachstum erreichen konnten, macht uns optimistisch, dass wir mit<br />
unserer Ausrichtung den richtigen Weg eingeschlagen haben.“<br />
Die Mitarbeiterzahl blieb konstant.<br />
Für das Gesamtjahr <strong>2024</strong> rechnet das Unternehmen mit einem stagnierenden<br />
Umsatz. „Die Konjunktur verlief im ersten Halbjahr schwächer<br />
als erwartet. Die Anzeichen, dass das zweite Halbjahr positiver<br />
verlaufen wird als das erste, mehren sich jedoch und spiegeln sich in<br />
unseren Prognosen wider. Jetzt konzentrieren wir uns darauf, diese<br />
trotz konjunktureller Risiken zu erreichen“, erläutert Dr. Kress.<br />
Die Automobilindustrie bleibt weiterhin die wichtigste<br />
Kundenbranche für MAPAL. Konzepte und Lösungen, die MAPAL<br />
für die Elektromobilität entwickelt hat, sind inzwischen in der Breite<br />
am Markt etabliert. Auch für weitere strategische Teilsegmente, wie<br />
Fahrwerk und Bremsen, Antriebsstrang und den Verbrennungsmotor,<br />
stehen intelligent gestaltete Bearbeitungslösungen zur Verfügung.<br />
In der Luftfahrtindustrie wurde den besonderen Ansprüchen des<br />
Bereichs Endmontage mit der neu gegründeten Abteilung Global<br />
Organisation for Assembly (GOA) Rechnung getragen. Am Standort<br />
in Vigneux-de-Bretagne (Frankreich) wurde großes Know-how aufgebaut,<br />
um die Anforderungen der Kunden in kürzester Zeit in<br />
Lösungen umzusetzen und weltweit in die Organisation zu tragen.<br />
Dr. Kress: „Sämtliche Standorte der MAPAL Gruppe können auf die<br />
Kompetenz der Mitarbeiter in Frankreich zurückgreifen. Somit stehen<br />
den Kunden weltweit Lösungen zur Verfügung, mit denen sie<br />
angesichts steigender Produktionsraten die Produktivität und die<br />
Qualität ihrer Fertigungsprozesse steigern können. Dies ist sicherlich<br />
ein Grund für die positive Entwicklung des Marktsegments<br />
Aerospace.“ Gut entwickelt haben sich auch die anspruchsvollen<br />
Märkte Fluidtechnik und Werkzeug- und Formenbau.<br />
weitere Infos:<br />
www.mapal.com<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 15
News & Facts<br />
Von 1964 bis heute: präzise, leistungsstark und innovativ<br />
Pionier und Trendsetter für Mikropräzisionswerkzeuge feiert 60-jähriges Firmenjubiläum<br />
Hochpräzise hergestellte Mikrowerkzeuge<br />
sind das Herzstück der modernen<br />
Mikrozerspanung und beeinflussen maßgeblich<br />
die Qualität, Produktivität und<br />
Wirtschaftlichkeit des Fertigungsprozesses<br />
in den Schlüsselindustrien. Ihre Konstruktion,<br />
Materialauswahl und Herstellungsmethoden<br />
sind entscheidend, um optimale<br />
Ergebnisse bei der Bearbeitung von<br />
Werkstücken im Mikrometerbereich zu<br />
erreichen.<br />
Ein Unternehmen, das im Kleinen Großes<br />
vollbringt, ist die ZECHA Hartmetall-<br />
Werkzeugfabrikation GmbH aus<br />
Königsbach-Stein in Baden-Württemberg<br />
– einer der aktuell weltweit innovativsten<br />
Problemlöser bei Präzisionswerkzeugen<br />
für die Mikrozerspanung sowie in der<br />
Stanz- und Umformtechnik. In diesem Jahr<br />
feiern die Pioniere und Trendsetter für<br />
Mikropräzisionswerkzeuge ihr 60-jähriges<br />
Bestehen und blicken als eines der TOP 100<br />
ausgezeichneten mittelständischen Unternehmen<br />
Deutschlands (2023) bodenständig<br />
und mit zukunftsträchtigen Ideen sowie<br />
Projekten positiv und optimal aufgestellt in<br />
die weitere Firmenzukunft.<br />
Um es vorweg zu sagen: Ohne die Mithilfe<br />
der Schwiegermutter von Firmengründer<br />
Erwin Zecha gäbe es heute beispielsweise<br />
die unglaublichen ZECHA Fräser mit einem<br />
Schneidendurchmesser von 10 µm mit zwei<br />
eindeutig definierten Schneiden wohl nicht.<br />
Geschäftsführende Gesellschafter der ZECHA Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH<br />
Stefan Zecha (links) und Reiner Kirschner<br />
Mutter, Elvira Zecha, nicht nur zu, dass diese<br />
erste Drehmaschine anfangs im alten<br />
Kinderzimmer aufgebaut werden durfte,<br />
sondern erkannte schnell, dass der Platz<br />
des nachträglich am Wohnhaus gebauten<br />
Produktionsschuppens nicht mehr ausreichte.<br />
Im neu gegründeten Gewerbegebiet<br />
wurde dann auf ihre Initiative hin mit<br />
1.600 m2 der Standort erweitert. Wie man<br />
sieht, haben meine Eltern alles richtig<br />
gemacht – wobei es aus heutiger Sicht sogar<br />
noch größer hätte sein können.“<br />
Die ZECHA Erfolgsgeschichte nimmt<br />
Fahrt auf<br />
Erwin Zecha erarbeitete sich schnell den<br />
Ruf, als einer der wenigen Spezialisten in der<br />
Region, Sonderwerkzeuge aus Hartmetall<br />
in hoher Präzision schleifen zu können.<br />
Von Beginn an lag allen Mitarbeitenden<br />
die Fokussierung auf höchste Präzision und<br />
Qualität im Blut. Kein Wunder, entstand<br />
das Unternehmen doch aus dem nahen<br />
Umfeld der aufstrebenden Pforzheimer<br />
Denn die Bank wollte Erwin Zecha die erste<br />
Drehbank für 4.000 D-Mark nicht finanzieren,<br />
da er als Flüchtling keine Sicherheiten<br />
vorzuweisen hatte. Elvira Zechas Mutter<br />
sprach mit einem alten Schulfreund<br />
bei der Sparkasse und bürgte für ihren<br />
Schwiegersohn. Mit der Drehbank produzierte<br />
Erwin Zecha nebenberuflich erst zwei<br />
Jahre in Heimarbeit, um dann im April 1964<br />
das Unternehmen ZECHA zu gründen.<br />
Überhaupt konnte sich der Jungunternehmer,<br />
der zunächst in der<br />
Pforzheimer Uhrenindustrie tätig war, auf<br />
die weibliche Intuition an seiner Seite verlassen:<br />
Sein Sohn Stefan Zecha, heutiger<br />
Geschäftsführer, der 1984 im Alter von<br />
19 Jahren mit in die Firma einstieg, erinnert<br />
sich schmunzelnd: „So ließ meine<br />
Produktionshalle mit hochmodernen, präzisen CNC-Schleifmaschinen<br />
16 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
News & Facts<br />
Firmengebäude früher<br />
Firmengebäude heute<br />
Uhren- und Stanzindustrie und hat sich nicht zuletzt aus den<br />
Qualitätsansprüchen dieser Branchen zu einem wichtigen Hersteller<br />
für die geforderten Mikropräzisionswerkzeuge entwickelt.<br />
1995 übernahm Stefan Zecha die Leitung des Unternehmens. 1996<br />
stieß Reiner Kirschner als versierter Experte der Stanzwerkzeugtechnik<br />
hinzu und baute diesen Geschäftsbereich kontinuierlich<br />
aus. Am 1. Januar 2000 wurde er zum geschäftsführenden<br />
Gesellschafter von ZECHA bestellt. Stefan Zecha: „Die fortschreitende<br />
Miniaturisierung – etwa von Elektronikartikeln und<br />
deren Bauteilen – verstärkte die Nachfrage der Formenbauer<br />
nach hochpräzisen Kleinstwerkzeugen mit immer kleineren<br />
Durchmessern. Grundsätzlich gilt dabei: Die Geometrien größerer<br />
Werkzeuge können nicht einfach in den Mikrobereich herunterskaliert<br />
werden. Beim Einsatz von Fräsern mit wenigen Zehntel<br />
Millimeter Durchmesser herrschen vergleichsmäßig völlig andere<br />
Zerspanungsbedingungen als bei herkömmlichen Dimensionen.<br />
Da müssen ganz andere Kompetenzen aufgebaut werden, die<br />
wiederum weitab vom Standard liegen. Dies alles bestätigte<br />
uns früh in der Spezialisierung auf dieses Marktsegment. Nicht<br />
nur bei Vollhartmetall-Werkzeugen für die Stanz-, Umform- und<br />
Zerspanungsindustrie hat ZECHA so eine Nische besetzt, auch beispielsweise<br />
in der Medizintechnik, Orthopädie (Implantate) und<br />
Dentaltechnik haben wir neue Marktsegmente erschlossen und zur<br />
Bearbeitung von Titan, Edelstahl und Sonderwerkstoffen die passenden<br />
Werkzeuglösungen im Programm.“<br />
neuen, großen Jubiläums-Messestand unsere neusten Innovationen<br />
vorstellen werden.“<br />
Kompetenzaufbau und Hightech in der Produktion<br />
Aufgrund der Fokussierung auf die Mikrotechnik waren und<br />
sind Investitionen in Hightech-Produktionstechnologien ein<br />
ständiges Muss und bilden so auch die Grundlagen für wichtige<br />
Meilensteine des Unternehmens. Dazu Stefan Zecha: „In den<br />
Gründungstagen und ersten Jahren wurden die Werkzeuge noch<br />
einzeln von Hand auf mechanischen Schleifmaschinen gefertigt.<br />
Bereits damals geschah das mit extrem hoher Präzision. Mit der<br />
Heute bietet ZECHA ein umfangreiches Portfolio an Fräs- und<br />
Bohrwerkzeugen ab Lager an und versorgt die Anwender<br />
innerhalb kürzester Zeit mit einer Vielzahl an High-End-<br />
Produktionswerkzeugen. Minimale Toleranzen in Rundlaufgenauigkeit<br />
von 3 µm sowie in Formgenauigkeit und Durchmesser<br />
von jeweils 5 µm werden in Serie geliefert. Das kleinste<br />
Fräsprojekt war ein Werkzeug mit Durchmesser von 0,01 mm<br />
und 2 spiralisierten Schneiden. Darüber hinaus hält ZECHA ein<br />
umfangreiches Lagerprogramm an Lochstempeln nach DIN 9861<br />
und ISO 8020, Vorstufen für Schnittbuchsen, Führungsbuchsen<br />
und Halbzeugen vor. Reiner Kirschner: „Dass sich nicht jede<br />
Kundenanforderung mit einem Katalogwerkzeug erfüllen lässt, versteht<br />
sich von selbst. Dafür sind die Produkte unserer Kunden meist<br />
zu speziell. Dem begegnen wir mit jederzeit, auch nach Jahren noch<br />
reproduzierbaren Sonderlösungen, die exakt auf die Applikation hin<br />
zugeschnitten sind – und die dem Anwender das entscheidende<br />
Plus in Leistung, Qualität und Standzeit sichern. Ich freue mich daher<br />
besonders auf die AMB <strong>2024</strong> in Stuttgart, auf der wir an unserem<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 17
News & Facts<br />
Einführung der CNC-Schleiftechnologie<br />
von Rollomatic 1991 haben wir die<br />
Fertigung auf eine weitere Qualitätsstufe<br />
gestellt. Seitdem garantiert der Einsatz<br />
der fortschrittlichen Schweizer High-End-<br />
Produktionstechnologie die Erfüllung unserer<br />
höchsten Qualitätsansprüche.“<br />
2004 führte ZECHA die neueste Messtechnik<br />
ein, mit der Kleinstwerkzeuge im<br />
3-D-Modus vollautomatisch, berührungslos<br />
und µ-genau vermessen werden können<br />
– ein Technologiesprung in der Fertigung<br />
der Mikrowerkzeuge. 2006 etablierte<br />
ZECHA die 100-prozentige Endkontrolle<br />
und Beschriftung aller Werkzeuge mit<br />
einer Lebensnummer zur präzisen<br />
Reproduzierbarkeit. Die Beschriftung<br />
erfolgt nun nicht mehr am Werkzeugschaft,<br />
sondern auf der Stirnfläche, um selbst die<br />
kleinste Beeinträchtigung des Rundlaufs zu<br />
vermeiden.<br />
2008 investierte ZECHA in modernste Nano-<br />
Schleiftechnologie und in ein REM-Messgerät<br />
zur umfassenden Werkzeuganalyse.<br />
2015 erfolgte der Startschuss für das<br />
Laserbearbeitungszentrum LaserSmart 500<br />
zur Bearbeitung ultraharter Materialien wie<br />
CBN, PCD, CVD, MD und Naturdiamant in<br />
feinsten Strukturen.<br />
Partner beflügeln Innovationen<br />
Es zeigt: ZECHA ist in der Nische zu Hause<br />
und bewahrt trotzdem den Weitblick. Viele<br />
Investitionen fließen in neue Technologien<br />
und Entwicklungen. Das ermöglicht es dem<br />
Mittelständler, in vielen Branchen Schritt<br />
zu halten und sich neue Geschäftsfelder<br />
zu erschließen. Dazu setzt ZECHA auch auf<br />
die Kompetenz, den Technologietransfer<br />
und die Innovationskraft von hochkarätigen<br />
Technologiezulieferern wie etwa<br />
aus den Bereichen Schleiftechnologie,<br />
Hartmetall und Beschichtung. Strategische<br />
Partnerschaften, spezielle Projekte und<br />
Forschungskooperationen runden den<br />
„Blick über den Tellerrand“ ab. Daraus wachsen<br />
stets Synergien, die immer wieder zu<br />
neuen und revolutionären ZECHA Produkten<br />
und Technologien für die unterschiedlichsten<br />
Branchen führen. Beispiele sind etwa die<br />
mehrschneidigen PKD-Werkzeuge für die<br />
Bearbeitung von technischer Keramik oder<br />
die ZECHA IGUANA-Serie aus diamantbeschichteten<br />
Mikropräzisionsfräsern. Dafür<br />
erhielt ZECHA den Innovationspreis Baden-<br />
Württemberg 2021. Im Vergleich zu den<br />
Werkzeugen von Marktbegleitern bieten<br />
die IGUANA-Werkzeuge von ZECHA eine<br />
um Faktor 400 höhere Standzeit in Kupfer,<br />
eine 15-fach höhere Standzeit in faserverstärktem<br />
PEEK und eine 10-fach höhere<br />
Standzeit in bleifreiem Messing. Mit diesen<br />
Werten setzen die IGUANA-Werkzeuge von<br />
ZECHA weltweit neue Maßstäbe im Bereich<br />
Präzisionswerkzeuge.<br />
ZECHA Gruppe international aufgestellt<br />
und erfolgreich lokal vor Ort<br />
ZECHA hat sich auch als Gruppe interdisziplinär<br />
breit aufgestellt und auf internationaler<br />
Ebene positioniert, etwa mit<br />
ZECHA Precision Tools Ltd. in Indien mit 140<br />
Mitarbeitenden. Über ein dicht geknüpftes<br />
Vertriebsnetz in der D-A-CH-Region<br />
und Europa bietet ZECHA Anwendern<br />
eine optimale Versorgung mit hochwertigen<br />
Werkzeuglösungen. Zusätzlich wurden<br />
weitere Unternehmen in die ZECHA<br />
Gruppe integriert, darunter die MPK Special<br />
Tools GmbH (Schwäbisch-Gmünd), welche<br />
sich auf die Stanztechnik konzentriert<br />
sowie AlienTools GmbH (Berlin), die sich auf<br />
den Online-Vertrieb von Werkzeugen für<br />
Dentallabore und Zahnärzte als auch für<br />
den Formen- und Werkzeugbau weltweit<br />
spezialisiert hat. Durch das österreichische<br />
Unternehmen CIMTRODE GmbH verschafft<br />
sich ZECHA einen direkten Zugang zu fortschrittlicher<br />
Messtechnik.<br />
Vorläufiger Höhepunkt der Firmengeschichte<br />
ist die Verleihung des Gütesiegels<br />
TOP 100 Award 2023 für herausragendes<br />
Innovationsmanagement. Damit gehört<br />
ZECHA zu den innovativsten und erfolgreichsten<br />
mittelständischen Unternehmen<br />
in Deutschland. Trotz der notwendigen<br />
Globalisierung der Geschäftsinteressen und<br />
-aktivitäten ist das 130 Mitarbeitende zählende<br />
ZECHA Team um Reiner Kirschner<br />
und Stefan Zecha als Vorsitzender des<br />
Fachverbands Präzisionswerkzeuge im<br />
VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und<br />
Anlagenbau) bodenständig und standortverbunden<br />
geblieben. Mit richtungsweisenden<br />
Investitionen sowie dem Engagement<br />
etwa bei der IHK und der Handwerkskammer<br />
als auch in vielen kommunalen Projekten<br />
unterstreichen sie ihre Verbundenheit<br />
und Verantwortung zur Region und zum<br />
Standort Deutschland. Beide sind sich einig:<br />
„Wir sind stolz darauf, ein solch tolles Team<br />
anführen zu können. Jede Einzelne und jeder<br />
Einzelne lebt unsere Firmenphilosophie,<br />
und das Durchschnittalter von 41 Jahren<br />
zeugt von einer gesunden Mischung aus<br />
’Tradition und Moderne’. Für Auszubildende<br />
und Fachkräfte sind wir stets eine sehr gute<br />
Adresse.“<br />
60 Jahre ZECHA – aus dem Kinderzimmer<br />
zu einem etablierten Trendsetter im<br />
Bereich der Mikrozerspanungs-, Stanzund<br />
Umformwerkzeuge, der die Branche<br />
über Jahrzehnte mitgestaltet, nach vorne<br />
gebracht hat und auch weiter revolutionieren<br />
wird. Erst Hersteller wie Erwin Zecha<br />
mit Pioniergeist haben die Produktion<br />
und flächendeckende Verfügbarkeit von<br />
Mikrowerkzeugen möglich gemacht.<br />
Stefan Zecha und Reiner Kirschner: „Unser<br />
Firmenjubiläum ist nicht nur ein Rückblick<br />
auf die Vergangenheit, sondern auch<br />
ein Ausblickin die Zukunft, in der wir die<br />
Maxime, unter der Erwin Zecha die Firma<br />
im Jahr 1964 gegründet hat, nicht außer<br />
Acht lassen werden: ’Klein anfangen,<br />
bedächtig wachsen und nie den Horizont<br />
verlieren’.“<br />
Hightech damals und heute: Vor 60 Jahren wurden die Werkzeuge noch größtenteils manuell hergestellt.<br />
Die Präzisionsanforderungen von heute sind nur noch mit erstklassigen und hochgenauen<br />
Schleifmaschinen herzustellen.<br />
weitere Infos:<br />
www.zecha.de<br />
18 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
News & Facts<br />
Ein Zeichen für die Zukunft<br />
Mit einer beeindruckenden Investition in die Zukunft macht<br />
TIGRA erneut auf sich aufmerksam. Auf dem Werksgelände in<br />
Oberndorf am Lech hat das Unternehmen eine großflächige<br />
Photovoltaikanlage in Betrieb genommen – ein nachhaltiger Schritt<br />
in unserer Region.<br />
Die hochmoderne Anlage verteilt sich über zwei Bereiche: Während<br />
auf dem Dach der neuen Fertigungshalle über 500 Solarmodule<br />
installiert wurden, erstreckt sich auf der angrenzenden Freifläche<br />
eine weitaus größere Installation mit über 2.000 leistungsstarken<br />
Modulen. Zusammen bringen sie es auf eine beachtliche<br />
Gesamtleistung von 1,5 MWh – genug, um rund 25 Prozent des<br />
Energiebedarfs der Firma nachhaltig zu decken.<br />
Besonderes Augenmerk legte TIGRA dabei auf den Schutz und die<br />
Pflege der Anlage. Die Freiflächen-Module wurden nicht nur sorgfältig<br />
umzäunt, sondern das Unternehmen setzte auf eine charmante<br />
und umweltfreundliche Lösung für die Geländepflege: Schafe übernehmen<br />
die natürliche Rasenpflege unter den Solarmodulen und<br />
sorgen so für ein harmonisches Zusammenspiel von Technologie<br />
und Natur.<br />
Dieses zukunftsweisende Projekt, dessen Planungen bereits 2022<br />
in Angriff genommen wurden, wurde nach intensiver Vorbereitung<br />
und sorgfältiger Umsetzung im August <strong>2024</strong> erfolgreich abgeschlossen.<br />
Die Investition von stolzen 1,5 Millionen Euro ist eine klare<br />
Ansage: TIGRA will nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch<br />
Verantwortung übernehmen.<br />
Der gesamte erzeugte grüne Strom wird direkt im Unternehmen<br />
genutzt, was die Abhängigkeit von externen Stromlieferungen<br />
erheblich reduziert und die laufenden Kosten senkt. Dass diese<br />
nachhaltige Energiequelle vollständig in den eigenen Betrieb fließt,<br />
ist ein Beweis für den hohen Eigenenergiebedarf, der zur Fertigung<br />
von hochpräzisen Hartmetallteilen für die Werkzeugindustrie permanent<br />
vonnöten ist, und die konsequente Ausrichtung auf die<br />
Nutzung grüner Energie.<br />
Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird die Innovation<br />
interessant gemacht: Ein Monitor, der in den kommenden Wochen<br />
installiert wird, zeigt in Echtzeit die aktuelle Stromerzeugung der<br />
Anlage. So wird die Leistung dieser Investition für alle sichtbar und<br />
greifbar.<br />
TIGRA zeigt mit dieser Initiative, wie regionale Unternehmen<br />
die Zukunft aktiv gestalten können – mit einer klaren Vision für<br />
Nachhaltigkeit und Verantwortung gegenüber kommenden<br />
Generationen.<br />
weitere Infos: www.tigra.com<br />
Diamond Award 2025<br />
Die IACDS (International Association of Concrete Drillers and Sawers)<br />
kündigt den Diamond Award 2025 an. Mit dieser Auszeichnung<br />
werden herausragende Leistungen in der Bohr- und Sägeindustrie<br />
gewürdigt und Projekte und Produkte ausgezeichnet, die beispielhaft<br />
für Innovation, Nachhaltigkeit und Exzellenz sind.<br />
Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Arbeit und Ihre Produkte eine<br />
Auszeichnung verdienen, dann zögern Sie nicht länger und reichen<br />
Sie Ihren Beitrag ein. Der Abgabetermin ist der 31. Dezember <strong>2024</strong><br />
Im Jahr 2025 wird die Verleihung des Diamond Award sowie die<br />
Jahreshauptversammlung des IACDS am 10. April während der<br />
BAUMA Messe in München stattfinden. Der IACDS freut sich, alle<br />
Nominierten bei der Preisverleihung zu treffen.<br />
weitere Infos:<br />
www.iacds.org<br />
Exklusiver Laborservice<br />
für Diamant & CBN<br />
Qualitätsanalyse & -kontrolle<br />
Aufbereitung & Recycling<br />
Individuelle Beratung und Lösungen<br />
Tel. +49 33205 746 0<br />
info@vdiamant.de • vdiamant.de<br />
Mess- und Sortiertechnik • Laborservice • Werkzeuge<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 19
News & Facts<br />
Schwerpunkte und Highlights der AMB <strong>2024</strong><br />
Alle zwei Jahre schlägt das Herz der<br />
Metallbearbeitung auf der AMB in Stuttgart<br />
und macht Baden-Württemberg damit zum<br />
internationalen Branchentreff. „Wir sind nicht<br />
nur, wie es in der Kampagne The Länd so<br />
schön heißt, das wahre Land der unbegrenzten<br />
Möglichkeiten. Wir sind vor allem auch<br />
das Land der unbegrenzten Möglichkeiten in<br />
der Metallbe- und -verarbeitenden Industrie<br />
und damit The Länd of Metalwörking”, sagte<br />
Sebastian Schmid, Mitglied der Geschäftsleitung<br />
der Messe Stuttgart, anlässlich der<br />
Preview zur AMB <strong>2024</strong>. Schmid zeigte sich<br />
hochzufrieden mit den starken Anmeldezahlen<br />
zur diesjährigen internationalen<br />
Ausstellung für Metallbearbeitung. „Mit über<br />
1.200 Unternehmen aus 30 Ländern ist die<br />
AMB <strong>2024</strong> voll belegt, und die Zahl wird<br />
durch Nachmeldungen von Mitausstellern<br />
nochmals steigen.“ Besucherinnen und<br />
Besucher der AMB können sich also freuen<br />
auf ein breit gefächertes Ausstellerangebot,<br />
bei dem global führende Hersteller von<br />
spanabhebenden Werkzeugmaschinen und<br />
Präzisionswerkzeugen ebenso vertreten sein<br />
werden wie leistungsstarke mittelständische<br />
Unternehmen und innovative Start-ups aus<br />
Schwerpunktthema<br />
zwischen Maschinen<br />
Kommunikation<br />
Im Fokus der AMB stehen auch in diesem<br />
Jahr wieder die neuesten Entwicklungen<br />
bei Werkzeugmaschinen und Fertigungsanlagen,<br />
bei Steuerungen und Antrieben,<br />
bei Automatisierungslösungen sowie<br />
bei der zugehörigen Mess- und<br />
Prüftechnik. Beim Thema Industrie 4.0,<br />
dessen Stellenwert in der Metallbranche<br />
noch einmal massiv gestiegen ist, können<br />
sich Interessierte zu intelligenten<br />
Netzwerken, Automatisierungslösungen,<br />
CAD/CAM-Anwendungen, kollaborativer<br />
Robotik und KI informieren. Eine eigene<br />
Sonderschau gibt es von der von VDW<br />
und VDMA getragenen Initiative umati<br />
(universal machine technology interface)<br />
zur Verbreitung und Nutzung offener<br />
Schnittstellenstandards auf Basis von<br />
OPC UA. Sie zeigt, wie Maschinen und<br />
Anlagen untereinander kommunizieren<br />
oder in kunden- und anwenderspezifische<br />
IT-Ökosysteme integriert werden<br />
können. Um die maschinelle Interaktion<br />
geht es auch in der SmartFactory, einer<br />
vollautomatisierten Prozesskette im<br />
Eingangsbereich Ost. Dort demonstrieren<br />
mehrere Hersteller, wie Systeme über<br />
Schnittstellen zusammenspielen.<br />
Bequemer und effizienter Messebesuch<br />
mit der AMB App<br />
Eine weitere Neuerung der AMB <strong>2024</strong> dient<br />
der noch einfacheren Besuchsplanung<br />
und Orientierung auf dem Messe- und<br />
Hallengelände: die AMB App. Mit ihr lässt<br />
sich der Messebesuch schnell und unkompliziert<br />
vorbereiten. Sie hält nicht nur<br />
alle wichtigen Informationen zur AMB<br />
samt Rahmenprogramm, Vorträgen und<br />
Workshops bereit, sondern ermöglicht über<br />
eine Favoritenfunktion auch das Erstellen<br />
einer individuellen Ausstellerliste für einen<br />
effizienten Messetag. Ein interaktiver<br />
Hallenplan sorgt dafür, das Nutzerinnen<br />
und Nutzer immer den Überblick behalten.<br />
Die AMB App für iOS und Android zum<br />
Download zur Verfügung.<br />
weitere Infos: www.amb-messe.de<br />
Filtration für Werkzeuge und Prozesse<br />
In der Metall- und Rohstoffindustrie spielen<br />
Filtrations- und Separationsverfahren<br />
eine entscheidende Rolle, um die Qualität<br />
und Reinheit der Produkte sicherzustellen.<br />
Die Prozesse tragen aber auch wesentlich<br />
zur Verbesserung der Materialeigenschaften<br />
bei. Zudem trägt eine effektive Filtration zur<br />
Reduzierung von Produktionsabfällen und<br />
zur Optimierung von Energieeffizienz bei,<br />
was die Nachhaltigkeit der industriellen<br />
Prozesse unterstützt. Insgesamt ist Filtration<br />
unerlässlich für die Herstellung hochwertiger<br />
Metallprodukte und für die Effizienz der<br />
Produktion.<br />
Die FILTECH, die vom 12. bis 14. November<br />
<strong>2024</strong> in Köln stattfindet, ist die weltweit<br />
wichtigste Veranstaltung für Filtration und<br />
Separation. Sie bietet eine einzigartige<br />
Plattform, auf der sich Fachleute aus verschiedenen<br />
Industriezweigen – darunter<br />
auch die Werkzeug- und Prozessindustrie –<br />
über die neuesten Technologien, Produkte<br />
und Forschungsergebnisse austauschen<br />
können. Die Veranstaltung teilt sich in zwei<br />
Hauptbereiche: den Messebereich und die<br />
Konferenz.<br />
Der Messebereich der FILTECH <strong>2024</strong> erstreckt<br />
sich über mehrere Hallen und bietet eine<br />
umfassende Ausstellung von Produkten und<br />
Dienstleistungen im Bereich der Filtration<br />
und Separation mit +570 Ausstellern.<br />
Parallel zur Messe findet die FILTECH<br />
Konferenz statt, auf der Experten aus<br />
Wissenschaft und Industrie ihre neuesten<br />
Forschungsergebnisse und Entwicklungen<br />
vorstellen. Die Konferenz umfasst 200+<br />
Vorträge und Diskussionsrunden, die<br />
sich mit verschiedenen Aspekten der<br />
Filtration und Separation befassen. Für<br />
die Metallindustrie sind insbesondere<br />
die Sessions relevant, die sich mit der<br />
Prozessoptimierung beschäftigen. Die<br />
Kombination aus Messe und Konferenz<br />
macht die FILTECH zu einer einzigartigen<br />
Veranstaltung, die nicht nur den Austausch<br />
von Wissen und Erfahrungen fördert, sondern<br />
auch konkrete Geschäftsabschlüsse<br />
ermöglicht.<br />
weitere Infos: www.filtech.de<br />
20 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
DeburringEXPO geht in neuer Fachmesse<br />
PARTS FINISHING auf<br />
cool tools <strong>2024</strong><br />
Niemals zuvor hat sich die Industrie so<br />
schnell verändert wie heute. Dies hat auch<br />
Auswirkungen an die Anforderungen von<br />
Fachmessen. Die DeburringEXPO wird daher<br />
zukünftig nicht mehr als eigenständige<br />
Veranstaltung durchgeführt, sondern geht<br />
in der neuen Fachmesse PARTS FINISHING<br />
auf, deren erste Durchführung sich daher auf<br />
den 12. und 13. November 2025 verschiebt.<br />
Die neue zweitägige Veranstaltung kombiniert<br />
die Themen Entgrat-technologien,<br />
Bauteilreinigung und Oberflächenendbearbeitung<br />
und wird auf dem Messegelände<br />
Karlsruhe durchgeführt.<br />
Megatrends wie beispielsweise die<br />
Mobilitäts- und Energiewende, der demografische<br />
Wandel und die Digitalisierung<br />
stellen Wirtschaft und Gesellschaft vor<br />
neue Herausforderungen, bieten aber auch<br />
Chancen. Von fertigenden Unternehmen<br />
erfordern sie bis tief in den Zulieferbereich<br />
hinein neue Produkte und angepasste<br />
Fertigungsstrategien. Diese Veränderungen<br />
bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die<br />
Messelandschaft. „Nach vielen Gesprächen<br />
mit Ausstellern der DeburringEXPO<br />
sowie intensiver Beobachtung der<br />
Entwicklung verschiedener Fachmessen<br />
haben wir entschieden, die Fachmesse für<br />
Entgrattechnologien nicht mehr als eigenständige<br />
Veranstaltung durchzuführen“,<br />
berichtet Hartmut Herdin, Geschäftsführer<br />
des privaten Messeveranstalters fairXperts<br />
GmbH & Co. KG. „Das Thema Entgrattechnologien<br />
wird zukünftig gemeinsam<br />
mit den Bereichen Bauteilreinigung und<br />
Oberflächenendbearbeitung in der neuen,<br />
zweitägigen Fachmesse PARTS FINISHING<br />
gebündelt.“ Die Oberflächenendbearbeitung<br />
umfasst dabei unter anderem die<br />
Prozessschritte Fein- und Feinstschleifen,<br />
Polieren, Honen, Läppen, Gleitschleifen,<br />
Strahlen, Bürsten.<br />
weitere Infos: www.parts-finishing.de<br />
VDI-Expertenforum: Nachhaltige Zerspanung<br />
TITAN-MIKRO-BOHRER<br />
Durchmesser<br />
Ø 0.2 - 2.0 mm<br />
Bohrtiefe<br />
Bearbeitbare Werkstoffe<br />
RATTERFREIE FRÄSER<br />
Durchmesser<br />
Nutzlänge<br />
Schneiden<br />
Bearbeitbare Werkstoffe<br />
SUPER-SCHLICHTFRÄSER<br />
3 x d und 6 x d<br />
Alle Titansorten<br />
Ø 1.0 - 8.0 mm<br />
3 x d und 4 x d<br />
Z4 und Z5<br />
P M K N<br />
S1 S2 S3<br />
Cool SF<br />
Durchmesser<br />
Ø 1.0 - 8.0 mm<br />
Nutzlänge<br />
3 x d und 4 x d<br />
Schneiden<br />
Z5 und Z6<br />
Bearbeitbare Werkstoffe P M K N<br />
S 1 S 2 S 3<br />
Unternehmen stehen heute vor der<br />
Aufgabe, neben den klassischen technischen<br />
und ökonomischen Kennzahlen auch<br />
ökologische Vorgaben in ihrer Fertigung zu<br />
berücksichtigen. Hierbei entsteht oftmals<br />
ein Zielkonflikt zwischen Ökonomie und<br />
Ökologie.<br />
Das VDI-Expertenform „Nachhaltige<br />
Zerspanung“ vermittelt am 12. und 13.<br />
November <strong>2024</strong> in Seebach Ansätze<br />
von Praktikern für Praktiker, um<br />
Zerspanungsmöglichkeiten aufzeigen, wie<br />
dieser Zielkonflikt, wenn auch nicht immer<br />
vollständig, gelöst werden kann. Experten<br />
aus Industrie und Forschung berichten<br />
zu den unterschiedlichsten Themen zur<br />
Reduzierung der Umweltauswirkungen<br />
bei der Zerspanung. Sie geben ihr Wissen<br />
bei der Steigerung der Nachhaltigkeit weiter<br />
und stellen hierzu Praxis-Lösungen vor.<br />
Auf dieser Basis entsteht eine<br />
Diskussionsplattform, die für den fachlichen<br />
Austausch aller Teilnehmer sorgt. Neue und<br />
vor allem praktikable Ansätze zur Steigerung<br />
der Nachhaltigkeit für die tägliche Arbeit<br />
werden vermittelt. Die Themenblöcke sind<br />
Schneidstoffausnutzung, Maschinen und<br />
Komponenten, Werkzeuge und Prozesse<br />
sowie Kühlung und Schmierung.<br />
Die Top-Themen:<br />
•Ressourcenschonende Werkzeugkonzepte<br />
für die Feinstbearbeitung von Bohrungen<br />
•Recyclingtechnologien im Einsatz bei<br />
Hartmetallen<br />
•Trends bei der Wiederaufbereitung<br />
von Präzisionsbohrwerkzeugen in<br />
Herstellerqualität<br />
•Vorteile der drehzahlvariablen Hydraulik<br />
•Analyse der Energieverbräuche<br />
beim Herstellen und Einsetzen von<br />
Vollhartmetallwerkzeugen<br />
•Nachhaltige und wirtschaftliche<br />
Zerspanung durch Simulation bei der<br />
Kühlmittelversorgung<br />
weitere Infos: www.vdi-wissensforum.de<br />
BESUCHEN SIE UNS!<br />
HALLE 3 - STAND A83<br />
MIKRON GERMANY GMBH<br />
Geschäftsbereich Mikron Tool<br />
Berner Feld 71, DE-78628 Rottweil<br />
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<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 21
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
Zerspanung gesinterter Keramikwerkstoffe<br />
Hufschmied Zerspanungssysteme GmbH<br />
und Röders GmbH dehnen ihre strategische<br />
Partnerschaft weiter aus. Seit vergangenem<br />
Jahr entwickeln die beiden<br />
Unternehmen gemeinsam effiziente<br />
Prozesse mit Spezialwerkzeugen, vor<br />
allem in den Bereichen Graphit, Stahl über<br />
60 HRC und keramische Werkstoffe. Jetzt<br />
kommen gemeinsame Workshops und<br />
Messeauftritte mit Live-Präsentationen<br />
hinzu, wie zuletzt auf der Ceramitec in<br />
München, wo die Partner die Ergebnisse<br />
ihrer gemeinsamen Tests zur Optimierung<br />
der Mikrozerspanung technischer<br />
Keramiken präsentiert hatten. Der für die<br />
Zerspanung herausfordernde Werkstoff<br />
wurde von dem Dortmunder<br />
Unternehmen DOCERAM geliefert, gefräst<br />
wurde mit aufeinander abgestimmten<br />
Spezialwerkzeugen auf dem 5-Achs-<br />
Fräszentrum RXP 501 DSC von Röders,<br />
einer hochagilen und thermisch konstanten<br />
Maschine.<br />
Hufschmied deckt mit seinen Werkzeugen<br />
zwei Bearbeitungsschritte für technische<br />
Keramiken ab. Das Bearbeitungsbeispiel<br />
für die Zerspanung noch nicht gesinterter<br />
Keramik: Ein Uhrengehäuse aus<br />
der Zirkonoxid-Hochleistungskeramik<br />
Cerazur wird mit den Spezialwerkzeugen<br />
der „Graftor“-Reihe bearbeitet. Diese<br />
haben durch ihre spezielle Geometrie<br />
ziehende und schiebende Schneiden.<br />
Hierdurch erzeugt das Werkzeug einen<br />
neutralen Schnittdruck und vermeidet<br />
ein „Anheben“ des Bauteils. Vibrationen<br />
Der Graftor von Hufschmied ist das ideale Werkzeug für die Grünlingsbearbeitung.<br />
werden minimiert, was bei spröden<br />
Werkstoffen die Prozesssicherheit erhöht.<br />
So können deutlich höhere Drehzahl-<br />
Vorschub-Verhältnisse gefahren werden.<br />
Die Anwender profitieren von stabilen<br />
Prozessen und können kosteneffektiv<br />
fertigen.<br />
Die Zerspanung nicht gesinterter Keramik<br />
bringt für spezielle Anwendungen<br />
Vorteile. Die Werkstücke werden mit<br />
einem Aufmaß von 20 Prozent bis<br />
25 Prozent versehen, zerspanend bearbeitet<br />
und anschließend dem Sinterprozess<br />
unterzogen. Diffusionsprozesse sorgen<br />
für ein „Schrumpfen“ auf das eingestellte<br />
Ist-Maß. Eine Nachbearbeitung kann dennoch<br />
oftmals nötig sein.<br />
Aus diesem Grund haben sich die beiden<br />
Firmen auch der Herausforderung<br />
der Zerspanung gesinterter Keramiken<br />
gestellt. Hierzu wurden spezielle Vollkopf-<br />
PKD-Werkzeuge (Polykristalline-Diamant-<br />
Werkzeuge) verwendet und die<br />
Prozessparameter gemeinsam so optimiert,<br />
dass auch für diese äußerst harte<br />
Keramik eine wirtschaftliche Zerspanung<br />
möglich ist.<br />
weitere Infos:<br />
www.hufschmied.net<br />
Hufschmied und Röders präsentierten auf der Ceramitec gemeinsam<br />
ihre Lösungen für die Keramikzerspanung<br />
Mathis Toppmöller (Hufschmied Zerspanungssysteme), Thomas Braun,<br />
Dr. Oliver Gossel und Dennis Oldenburg (Röders GmbH) (v. l. n. r.)<br />
22 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
Präzision in Perfektion<br />
Negele Hartmetall-Technik setzt Maßstäbe in Hightech-Metallen und Kundenservice<br />
ve Lösungen, um kundenspezifischen Anforderungen zu realisieren.<br />
Sonderteile nach Zeichnung werden in Hartmetall, Wolfram-<br />
Schwermetall, Wolfram, Wolfram-Kupfer, Molybdän und TZM in<br />
Einzel- und Serienfertigung produziert.<br />
Ein Puzzlestück der erfolgreichen Unternehmensgeschichte sind die<br />
flexiblen Fertigungsmöglichkeiten mit kurzen Lieferzeiten zu attraktiven<br />
Preisen. Ab Lager verfügbar sind Rohlinge und Halbzeuge mit<br />
über 20.000 verschiedenen Profilabmessungen wie Rundstäbe,<br />
Vierkant-Stäbe, Buchsen, Ringe, Platten und Formteile nach DIN-ISO.<br />
Darüber hinaus können individuelle Sonderlängen kurzfristig realisiert<br />
werden.<br />
Für jede Anforderung bietet das Unternehmen die exakt abgestimmte<br />
Hartmetallsorte in optimaler Qualität. Von den bewährten<br />
Standardsorten über universell einsetzbare Mehrbereichssorten<br />
bis hin zur Spezialsorte. Die korrosionsgeschützten EDM-Sorten bieten<br />
vor allem eine hohe Oberflächengüte bei gleichzeitig weniger<br />
Nachschnitten, hohe Formgenauigkeit und optimierte Standzeiten.<br />
weitere Infos: www.negele-hartmetall.de<br />
Rohlinge und Halbzeuge aus Hartmetall, Wolfram-Kupfer, Wolfram,<br />
Wolfram-Schwermetall, Molybdän und TZM<br />
Seit mehr als vier Jahrzehnten steht Negele Hartmetall-Technik<br />
für Qualität, exzellenten Service und enge Kundenbindungen.<br />
Das Familienunternehmen aus Stuttgart überzeugt mit flexiblen<br />
und zuverlässigen Lösungen aus Hightech-Metallen. Im Fokus<br />
stehen die Kundenanforderungen an Zeichnungsteilen,<br />
Rohlingen und Halbzeugen aus Hartmetall, Wolfram-<br />
Schwermetall, Wolfram, Wolfram-Kupfer, Molybdän und TZM. Ein<br />
kompetentes Team mit langjähriger Erfahrung im Bereich<br />
Sinterwerkstoffe berät die Kunden bei Sonderformteilen.<br />
„In der Metallbearbeitung ist Materialverschleiß eine ständige<br />
Herausforderung, die die Standzeiten verkürzt und die<br />
Produktionskosten in die Höhe treibt. An diesem Punkt setzen<br />
wir an und bieten unseren Kunden langlebige Werkstoffe<br />
und innovative Bearbeitungslösungen“, beschreibt Isabella<br />
Negele, Geschäftsführerin von Negele Hartmetall-Technik<br />
GmbH. Kunden profitieren von der Expertise und Erfahrung in<br />
den unterschiedlichsten Industriebranchen. Ob als Zulieferer für<br />
den Maschinenbau, Werkzeugbau/Umformtechnik, Elektro- oder<br />
Automobilindustrie.<br />
K1555<br />
5-ACHS-SPANNER<br />
| Schraubstock- und Zentrischspanner 2 in 1<br />
| Intergrierte Niederzugfunktion<br />
| Schnellverstellung über Handkurbel<br />
| Höchste Flexibilität, sicherer Halt und beste<br />
Zugänglichkeit zum Werkstück<br />
Mehr als nur Hightech-Metalle: Mit langjähriger Erfahrung in der<br />
Bearbeitung von Wolfram basierenden Werkstoffen und gutem<br />
Einblick in die vielfältigen Herausforderungen in den unterschiedlichsten<br />
Industriebranchen entwickelt das Unternehmen innovati-<br />
Halle 20<br />
Stand C22<br />
kipp.com<br />
CAD-Daten und<br />
Produktdetails<br />
hier verfügbar.<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 23
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
Fit für die PcBN-Bearbeitung<br />
Der ultraharte Schneidstoff PcBN erzielt<br />
nach PKD den größten Härtegrad und ist<br />
extrem temperaturbeständig. Damit<br />
Werkzeughersteller PcBN-Schneidkanten<br />
hochpräzise schleifen können, hat der<br />
Biberacher Schärfspezialisten Vollmer seine<br />
Schleifmaschine VGrind 360S nachgerüstet:<br />
Eine optionale Abrichteinheit für die<br />
Schleifscheibe ist der Schlüssel dazu, um mit<br />
der VGrind 360S in zwei Arbeitsschritten,<br />
also Schruppen und Schlichten, PcBN-<br />
Schneidkanten hochpräzise zu schleifen.<br />
Es ist ein kleiner Schritt für die VGrind 360S,<br />
aber ein riesiger Sprung für die Welt der<br />
Werkzeughersteller: Über eine Anpassung<br />
konnte der schwäbische Schärfspezialisten<br />
Vollmer seine Schleifmaschine VGrind 360S<br />
für die Bearbeitung von PcBN-Werkzeugen<br />
(polykristallines kubisches Bornitrid) fit<br />
machen. Der ultraharte Schneidstoff PcBN<br />
gilt nach PKD (polykristalliner Diamant)<br />
als härtester Schneidstoff der Welt.<br />
Eine bis zu 25-mal höhere Standzeit als<br />
Vollhartmetallwerkzeuge können PcBN-<br />
Werkzeuge erreichen und haben auch bei<br />
hohen Temperaturen eine gute chemische<br />
Beständigkeit so behält PcBN auch<br />
bei 1.200 Grad Celsius noch nahezu seine<br />
Ursprungshärte. Eingesetzt werden PcBN-<br />
Werkzeuge vor allem zur Zerspanung von<br />
Eisenmetallen wie Grauguss und gehärtetem<br />
Stahl.<br />
Dass die Schleifmaschine VGrind 360S in<br />
der Lage ist, Werkzeuge mit PcBN präzise<br />
zu bearbeiten, liegt an ihrem stabilen<br />
Wandkonzept mit steifer und kompakter<br />
Konstruktion. Hinzu kommt, dass die beiden<br />
Schleifspindeln mit Schleifscheibensatz<br />
im Drehpunkt der C-Achse eine effiziente<br />
Mehr-Ebenen-Bearbeitung ermöglichen.<br />
Die hohe Systemsteifigkeit erlaubt im<br />
Zusammenspiel mit dem Antrieb der X-,<br />
Y- und Z-Achsen über Linearmotoren,<br />
dass Werkzeughersteller eine PcBN-<br />
Schneidkante oszillierend bearbeiten können.<br />
Für die thermische Stabilität sorgt<br />
ein Plattenwärmetauscher, der Spindeln<br />
und Motoren effektiv kühlt. Die integrierte<br />
Spindelindexierung der VGrind 360S stoppt<br />
eine Spindel beim Schleifscheibenwechsel<br />
exakt an der gleichen Position und reduziert<br />
dadurch Plan- und Rundlauffehler der<br />
Schleifscheibenpakete.<br />
Der neue Schritt, den die VGrind<br />
360S gemacht hat, ist eine optionale<br />
Abrichteinheit für die Schleifscheibe. Nach<br />
dem Schruppen der PcBN-Schneidkante<br />
sorgt die Abrichteinheit dafür, dass jede<br />
Die Vollmer Schleifmaschine VGrind 360S ist<br />
dank der optionalen Abrichteinheit und seiner<br />
Linearantriebe in der Lage, PcBN-Werkzeuge<br />
hochpräzise zu schleifen.<br />
Schleifscheibe wieder einen präzisen<br />
Rundlauf sowie ihre korrekte geometrische<br />
Form erhält. Über das anschließende<br />
Schlichten bekommt ein PcBN-Werkzeug<br />
den gewünschten Feinschliff. Die optionale<br />
Abrichteinheit mit Software-Update können<br />
Kunden auch für bestehende VGrind 360S<br />
Maschinen nachrüsten. Den Einbau können<br />
Werkzeughersteller in wenigen Schritten<br />
eigenständig oder mit Unterstützung des<br />
Vollmer Service-Team erledigen.<br />
weitere Infos: www.vollmer-group.com<br />
Feinschleif- und Polierwerkzeuge für hochwertige<br />
Oberflächen und Funktionsflächen<br />
Der Trend zu feinen und polierten<br />
Oberflächen verstärkt sich von Jahr zu Jahr.<br />
In der Medizin- und Lebensmittelindustrie<br />
dienen die feinen Oberflächen dazu, die<br />
Anhaftungen von Bakterien möglichst<br />
gering zu halten. Während es in der<br />
Getriebe- und Antriebstechnik in erster Linie<br />
um geringe Laufgeräusche geht, steht beim<br />
Motorenbau die Reibungsreduzierung im<br />
Vordergrund. Im klassischen Maschinenbau<br />
hat zum Beispiel die Dauerfestigkeit durch<br />
reduzierte Kerbwirkung einen hohen<br />
Stellenwert. Somit kann die Bauteilauslegung<br />
entsprechend optimiert werden.<br />
In vielen Bereichen werden Rauheiten ≤ Ra<br />
0.1 μm gefordert. Aufgrund des Einsatzes<br />
von unterschiedlichen Werkstoffen (z.B.<br />
weiche bis gehärtete Stähle, Keramiken<br />
oder Verbundsysteme) ist die Spezifizierung<br />
der Feinschleif- und Polierwerkzeuge entscheidend<br />
für das Oberflächenergebnis,<br />
die Produktivität und die Standzeit der<br />
Werkzeuge. PU-Bindungssysteme von<br />
Krebs&Riedel können in unterschiedlichen<br />
Härtegeraden gefertigt und entsprechend<br />
an die jeweilige Anwendung angepasst<br />
werden.<br />
Während im Schleifprozess ein<br />
Materialabtrag stattfindet, werden im<br />
Polierprozess in erster Linie Spitzen in<br />
der Topographie (Erzeugung einer neuen<br />
Topographie) geglättet. Der Feinschleif-<br />
bzw. Polierprozess bringt eine gewisse<br />
Druckbelastung. Der Abrichtprozess kann<br />
sowohl mit stehenden wie auch rotierenden<br />
Werkzeugen erfolgen.<br />
weitere Infos: www.krebs-riedel.de<br />
24 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
Neue Bindungstechnologie bringt härteste Werkzeuge in Form<br />
Freischneidend bei kühlem Schliff – mit der<br />
Norton Winter-Keramikbindung PCX bietet<br />
der führende Schleifmittelhersteller Saint-<br />
Gobain Abrasives Premium-Schleifmittel an,<br />
um PKD- und PcBN-Werkzeuge qualitativ<br />
hochwertig, produktiv und wirtschaftlich zu<br />
schleifen. Mit der neuen PCX PRIME wird nun<br />
das Leistungsniveau dieser effizienten<br />
Diamant-Keramik-Bindungsmatrix nochmals<br />
deutlich angehoben, was die Herausforderungen<br />
in diesem leistungsorientierten<br />
Marktumfeld nach mehr Produktivität und<br />
besseren Schneidkantenqualitäten optimal<br />
meistert.<br />
Die Bearbeitung von superharten Materialien<br />
ist eine der anspruchsvollsten, kostspieligsten<br />
und zeitaufwändigsten Schleifoperationen.<br />
So ist die Herstellung der PKD- und PcBN-<br />
Werkzeuge nicht nur aufgrund der hohen<br />
Härte dieser Werkstoffe schwierig. Einige<br />
PKD- und auch viele cBN-Sorten sind sehr<br />
spröde und benötigen dafür besonders freischleifende<br />
Schleifscheibensysteme, um<br />
gute Schneidqualitäten zu erzeugen. Deshalb<br />
ist die Wahl des richtigen Schleifwerkzeugs<br />
der Schlüssel zur Verbesserung der<br />
Prozesseffizienz.<br />
In der PKD- und PcBN-Werkzeugindustrie<br />
steigen die Anforderungen nach verbesserter<br />
Oberflächengüte bei geringeren<br />
Schleifkräften. Mit dem „Upgrade“ von<br />
PCX auf PCX PRIME erfüllt Norton Winter<br />
diese und künftige Herausforderungen.<br />
Dank der optimalen Kombination aus<br />
Freischleifverhalten und Kantenstabilität von<br />
PCX PRIME-Werkzeugen können nun auch<br />
schwierigste Schleifaufgaben wirtschaftlich<br />
und mit feinen Oberflächen realisiert werden.<br />
Ronald Hörmann, Produktmanager<br />
für Norton Winter Superabrasives:<br />
„PCX PRIME wurde für Kunden entwickelt,<br />
die Wert auf Prozessoptimierung legen und<br />
eine Hochleistungslösung für die Bearbeitung<br />
von PKD- und PcBN-Werkzeugen benötigen.<br />
Einsatzgebiete von PCX PRIME-Superabrasives<br />
sind unter anderem die Herstellung von<br />
PKD- oder PcBN-bestückten Wendeplatten,<br />
Sonderwerkzeugen, von Profilen für<br />
PKD- beziehungsweise PcBN-bestückten<br />
Schaftwerkzeugen, das Rundschleifen von<br />
PKD-bestückten Stufenwerkzeugen sowie<br />
von PKD-Verschleißteilen.“<br />
Das Geheimnis der Leistungsexplosion ist<br />
der gelungene Spagat, die Bindungsstruktur<br />
Freischneidend bei kühlem Schliff – mit der Norton Winter Keramikbindung PCX bietet der führende<br />
Schleifmittelhersteller Saint-Gobain Abrasives Premium-Schleifmittel an, um PKD- und PcBN-<br />
Werkzeuge qualitativ hochwertig, produktiv und wirtschaftlich zu schleifen.<br />
porös und gleichzeitig die Gesamtmatrix<br />
trotzdem extrem fest und robust zu gestalten.<br />
So optimiert die besondere poröse<br />
Keramikstruktur der PCX PRIME-Bindung<br />
einerseits die Kühlmitteldiffusion, sodass<br />
die entstehende Hitze in der Kontaktzone<br />
schneller und besser abgeführt wird. Das<br />
erzeugt einen kühlen Schliff, die Werkzeuge<br />
halten länger und lassen sich mit schnelleren<br />
Schleifgeschwindigkeiten und höheren<br />
Vorschüben fahren. Die gesteigerte<br />
Bindungsfestigkeit andererseits sorgt für<br />
reduzierte Werkstückbelastung und längere<br />
Werkzeugstandzeiten. Die besonders<br />
freischleifende Eigenschaft verbessert<br />
das Schleifverhalten zusätzlich. Hinzu<br />
kommen die homogene Kornverteilung für<br />
äußerst gleichbleibende Abnutzung der<br />
Diamantkörner.<br />
PCX PRIME ist in allen gängigen Korngrößen,<br />
Formen und Abmessungen als Topf- und<br />
Umfangsscheibe erhältlich. Für spezielle<br />
Anforderungen können auch maßgeschneiderte<br />
Werkzeuge hergestellt werden.<br />
Die Vorteile zeigen sich laut Norton Winter<br />
in der Praxis, etwa beim Schleifen von PcBNbestückten<br />
Profil-Stechplatten: Gegenüber<br />
Vergleichswerkzeugen aus dem Marktumfeld<br />
hatte das PCX PRIME-Werkzeug eine 300<br />
Prozent längere Standzeit bei sehr stabilem<br />
Freischleifverhalten und deutlich verkürzten<br />
Schleifzeiten. Beim Schleifen eines<br />
PcBN-bestückten Fräsers war der Verschleiß<br />
des PCX PRIME-Werkzeugs, bei verbesserter<br />
Kantenqualität, um 60 Prozent niedriger<br />
als beim Vergleichswerkzeug. 50 Prozent<br />
Standzeiterhöhung erreichte das PCX PRIME-<br />
Werkzeug gegenüber dem Wettbewerb beim<br />
Schleifen einer PKD-bestückten Stechplatte.<br />
Ronald Hörmann: „Unsere neue PCX Prime-<br />
Bindung ist die marktführende Lösung für das<br />
Bearbeiten von superharten Werkstoffen. Sie<br />
bietet eine optimierte Leistung und ermöglicht<br />
den Herstellern, den Ausstoß zu erhöhen<br />
und die Teilequalität zu verbessern. Das neue<br />
PCX PRIME kann einfach und ohne zusätzliche<br />
Prozessanpassungen eingesetzt werden und<br />
bietet sofortige Produktivitätssteigerungen.“<br />
weitere Infos: www.saint-gobain.de<br />
PCX PRIME ist in allen gängigen Korngrößen,<br />
Formen und Abmessungen als Topf- und<br />
Umfangsscheibe erhältlich. Für spezielle<br />
Anforderungen können auch maßgeschneiderte<br />
Werkzeuge hergestellt werden.<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 25
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
LACH DIAMANT® – 100 Jahre<br />
Tradition. Leidenschaft. Innovation<br />
11. Teil: Das war die Frage: „Wenn nicht jetzt – wann dann?“<br />
LACH DIAMOND INC. wird gegründet<br />
„Als ich im Jahre 1908 zum ersten Mal in meinem Leben einen Diamant in die<br />
Hand nahm, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass eines Tages Diamant als<br />
Schneidstoff nicht nur in der Automobil-Industrie sondern auch zur Zerspanung von<br />
Holz und Kunststoffen eingesetzt werden kann.“ Jakob Lach, der Firmengründer,<br />
sprach diesen Satz 1980 vor laufender Kamera aus. Es sollte das Vorwort zur ersten<br />
Präsentation einer neuen Technik für die Zerspanung von Holz und Kunststoffen<br />
werden – dem Einsatz von Diamant als Schneidstoff – dem Dia-Werkzeug. Dieses<br />
Video, dessen Ton in mehrere Sprachen übersetzt wurde, hat auch heute noch von<br />
seiner Aktualität der geeigneten Werkzeuge beim Einsatz für die Fertigung in der<br />
Möbel-, Fußboden- und Kunststoff-Industrie nichts eingebüßt; das Video kann unter<br />
https://bit.ly/LACHDIAMANT abgerufen werden.<br />
Firmengründer Jakob Lach 1894 – 1984<br />
Sollten Sie, verehrter Leser, verehrte Leserin, über den Schlusssatz meines letzten Artikels<br />
„Das Abenteuer Diamonds love Wood in Amerika hatte begonnen“, gestolpert sein, etwa<br />
mit dem Gedanken: „oh, ich dachte immer, LACH DIAMANT sei 1969 mit der Entwicklung von<br />
Borazon-CBN-Schleifscheiben für das HSS-Werkzeugschleifen und Schleifen hochlegierter<br />
gehärteter Stähle sowie 1973 mit der Herstellung der ersten polykristallinen Diamant(PKD)-<br />
Zerspanungswerkzeuge zum innovativen Partner der Automobil- und -Zubehör-Industrie<br />
aufgestiegen – und jetzt Holz?“ Dann sage ich jetzt dazu als Antwort: Ja und nein – versuchen<br />
wir es einfach.<br />
Die Darstellung bzw. Symbolik dreier Warenzeichen stehen gleichsam für die 100-jährige<br />
Geschäftstätigkeit des Unternehmens Jakob Lach, das 1922 von meinem Vater gegründet<br />
wurde:<br />
Zunächst der Brillant, der geschliffene Schmuckdiamant bis 1960. Das<br />
Schleifen von Schmuck-Diamanten in Hanau und umliegenden Diamant-<br />
Schleifereien mit 600 Mitarbeitern.<br />
Der Industrie-Diamant von 1960 bis 2000, gefasst im Halter für das Abrichten<br />
von konventionellen Schleifscheiben und ab 1973 auch als Symbolik für<br />
gefasste polykristalline Diamant-Werkzeuge (PKD und PKBn) u.a.<br />
Symbol für alle Hochleistungs-Werkzeuge/Fräser/Bohrer etc. PKD/PKBn, CVD,<br />
Mono ab 1979 bis heute. Nach Verschmelzung der LACH-SPEZIAL-WERKZEUGE<br />
GMBH mit dem Unternehmen LACH DIAMANT zum 1. Januar 2000 wurde das<br />
gesamte Programm beider Firmen unter diesem geschützten Warenzeichen<br />
zusammengeführt – entsprechend auch das Traditionsprogramm der<br />
Industrie-Diamant-Werkzeuge, Diamant Abrichtwerkzeuge, geschliffene Profil- und Form-<br />
Werkzeuge, »Dia-Fliese-perfect« und Vielkorn-Abrichter, Präzisions-Diamant-Abrichtrollen,<br />
Diamant- und CBN-Schleifwerkzeuge, Diamant-Pasten und »Diamant-Spray-MF« sowie<br />
das gesamte LACH DIAMANT-Maschinenprogramm für das Erodieren von Diamant-/<br />
PKD-Werkzeugen für die Holz- und Kunststoff-Bearbeitung, Herstellung und Service, u.a.<br />
mit der »Dia-2200-mini« … eine lange Produktaufstellung, hinter der sich nicht umsonst<br />
Pionierleistungen verbergen, die heute zum Stand der Technik zählen.<br />
Die ersten Schritte in Amerika<br />
Das muss es auch gewesen sein, was mich<br />
dazu trieb, die ersten Schritte in das für mich<br />
unbekannte Land Amerika zu machen (siehe<br />
letzter Artikel Teil 10).<br />
Offen gesagt, hatte ich jedoch nicht<br />
die Absicht, dieses große Land mit dieser<br />
neuen Technologie „Diamant für alle<br />
Holzwerkstoffe“ alleine zu erobern. Erinnern<br />
Sie sich an die Worte zur ersten Präsentation<br />
von LACH-Diamant-Werkzeugen für die<br />
Holzbearbeitung während der LIGNA 1979<br />
in Hannover: „Jetzt ist der Lach verrückt<br />
geworden – er will Holz mit Diamant bearbeiten.“<br />
Für den Super Abrasives-Hersteller<br />
General Electric in Columbus, Ohio/USA, war<br />
es ein Segen.<br />
Hatte die Technik, in diesem Fall LACH, doch<br />
einen Weg für GE aufgezeigt, die Fertigung<br />
polykristalliner Diamanten (PKD) endlich auf<br />
eine breitere (lukrativere) Basis zu stellen. Die<br />
bis dato hergestellten PKD-Drehwerkzeuge<br />
(Wendeplatte und Drehstahl) benötigten<br />
jeweils nur EINEN Diamanten – Fräser<br />
jedoch, rundum, je nach Zähnezahl, zigmal<br />
mehr.<br />
So mag es nicht verwundern, dass ich diesen<br />
Schritt auch aus einem Gefühl der<br />
Stärke antrat. GE wollte mehr Diamanten<br />
(PKD) verkaufen und LACH hatte nicht nur<br />
das „Gewusst wie“ sondern auch das richtige<br />
„Hand-Werkzeug“ dazu. Nämlich das<br />
Diamant-Werkzeug (PKD) für die hartmetallüberlegene<br />
Zerspanung in der<br />
26 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
Holz- und Kunststoff-Industrie UND das<br />
Know-how, um diese diamantbewehrten<br />
Werkzeuge auch herzustellen. Der von LACH<br />
DIAMANT entdeckte Schlüssel hierzu machte<br />
es möglich: die Funken/Elektro-Erosion<br />
»EDGplus« (EDG=Electrical Discharge<br />
Grinding-Technologie).<br />
Kurzum, LACH sollte diese neue Technologie<br />
auch in die USA bringen. Erfahrung im<br />
erfolgreichen Know-how-Transfer hatten<br />
wir schließlich. (siehe Artikel Teil 9. Stichwort<br />
„Israel“ und „Asahi, Japan“.)<br />
USA-Interessenten – laut GE – gab es; die<br />
sollten persönlich aufgesucht werden. Wenn<br />
schon – denn schon. So kam es zusätzlich<br />
zu dem Entwurf einer Annonce, die am 15.<br />
Juli 1982 dann auch im Wall Street Journal<br />
erschien:<br />
„Cutting Tools<br />
Revolutionary new technology”<br />
Anzeige Wall Street Journal<br />
Aus den etwa einhundert Zuschriften interessierter<br />
Firmen in den USA wurde in meinem<br />
Sekretariat in Hanau unter Mithilfe<br />
meiner Assistentin Rita Stein-Junkuhn ein<br />
Reiseprogramm aufgestellt.<br />
Meine Frau Margot begleitete mich auf dieser<br />
strapaziösen Reise, die uns in vier bis<br />
fünf Wochen vom Westen der USA bis an die<br />
Ostküste nach New Englands Boston führte.<br />
Die Gesprächspartner der besuchten<br />
Firmen – vom Mischkonzern bis zum mittelgroßen<br />
Werkzeughersteller – waren durchweg<br />
hohe Entscheidungsträger im jeweiligen<br />
Management.<br />
Unsere Präsentationen, die sich auf die<br />
Erfolge bzw. Zahlen bisher seit 1979 eingesetzter<br />
Diamant-Werkzeuge in der Holzund<br />
Möbel-Industrie mit Schwerpunkt<br />
Deutschland, Italien, Holland und Spanien<br />
bezog, wurden durch eine Auswahl von<br />
PKD-Werkzeugen und damit gefräster<br />
Holz- bzw. MDF/Composite-Musterteile<br />
unterstützt.<br />
Erste Erfahrungen<br />
Auch nach heutiger Sicht sage ich, besser<br />
hätten wir es damals nicht machen können.<br />
Schwerpunkt meines Angebotes war<br />
eine Lizenz-Vergabe. Mehrheitlich klang die<br />
Reaktion auf unsere Präsentation etwa so:<br />
„Bestimmt sehr interessant, sicher etwas für<br />
die Zukunft, wir können uns ja in zwei Jahren<br />
nochmals mit Ihnen unterhalten“. Darauf<br />
wohl ich „ja, wenn Sie die Markteinführung<br />
nicht machen, wie soll sich der Markt bis<br />
dahin entwickeln?“<br />
Abgesehen von Freundschaften, die noch<br />
Jahre privat und geschäftlich Bestand<br />
haben sollten, zeigten diese Antworten,<br />
dass die amerikanischen Unternehmen zu<br />
diesem Zeitpunkt oder im Allgemeinen<br />
einem erfolgreichen Projekt wie dem unsrigen<br />
gegenüber nicht sehr aufgeschlossen<br />
waren. Übrigens, bei der späteren<br />
Markteinführung des Diamant-Werkzeuges<br />
in den USA zeigten sich ähnliche abwehrende<br />
Argumente.<br />
Nachdem das Diamant-Werkzeug<br />
etwa im Verkaufspreis mindestens das<br />
Zehnfache eines Hartmetall-Werkzeuges<br />
ausmachte, wurde bemängelt, dass das<br />
Diamant-Werkzeug nicht in das vorhandene<br />
„3-months-budget“ passen würde.<br />
Alle Argumente, dass das Diamant-<br />
Werkzeug aufgrund seiner 300 - 350-fachen<br />
Standzeitüberlegenheit gegenüber<br />
Hartmetall wirtschaftlicher sei, gingen<br />
ins Leere. Und hier kam diese Ablehnung<br />
interessanterweise mehrheitlich von<br />
Firmen der Großindustrie; bei inhabergeführten<br />
Unternehmen wurden diese<br />
Anlaufprobleme weniger festgestellt.<br />
Bei GE war man sich nach Auswertung unserer<br />
Reise ebenfalls einig, dass wir einen anderen<br />
Weg für Amerika finden mussten. Nun<br />
kam uns der Zufall zu Hilfe. In Hanau bewarb<br />
sich ein Herr Theo Leon, gebürtiger Belgier,<br />
der soeben seinen Job als Dolmetscher und<br />
Marketing-Mitarbeiter bei einem großen<br />
Maschinenhersteller in Cincinnati beendet<br />
hatte. Er arbeitete einen Marketing-Plan für<br />
uns aus, der die amerikanische Mentalität<br />
berücksichtigte mit dem Ziel, auf der nächsten<br />
U.S.-Holzmesse in Louisville/Kentucky<br />
selbst auszustellen, um die gesuchten<br />
Lizenznehmer besser erreichen und überzeugen<br />
zu können.<br />
Bis zum Zeitpunkt der Louisville Show<br />
überschlugen sich die Ereignisse.<br />
Selbstverständlich war man bei GE angetan<br />
von diesem Projekt – General Manager<br />
Louis Kapernaros schlug vor, LACH großzügig<br />
zu unterstützen. Wenige Wochen vor<br />
Messebeginn wurde unser Herr Theo Leon<br />
bei der Suche nach Deutsch sprechendem<br />
Personal für unseren Messestand fündig. So<br />
lernten wir Karen Deutschler kennen, die mit<br />
ihrem Mann nach ihrem Ausscheiden aus<br />
einer amerikanischen Bank in Frankfurt in<br />
den USA lebte. Es entwickelte sich eine rege<br />
Kommunikation, die zur Einstellung UND<br />
wenige Tage vor Beginn der Louisville Show<br />
zur Gründung der LACH DIAMOND INC. als<br />
Delaware Corporation führte.<br />
Die Entscheidung war gefallen. Ich würde<br />
die Markteinführung selbst machen,<br />
nachdem übrigens auch maßgebende<br />
Werkzeughersteller in Deutschland<br />
zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein<br />
Interesse hatten, ihr Hartmetall-<br />
Werkzeugprogramm noch zusätzlich mit<br />
„Diamant“ zu belasten.<br />
Urkunde Gründung Delaware Corporation<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 27
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
LACH DIAMANT-Werkzeuge auf der ersten USA-Messe in Louisville von<br />
einem Sheriff gut bewacht.<br />
Das Messeteam relaxed nach einem ereignisreichen Tag.<br />
Von links: Theo Leon, Karen Deutschler, Dieter Claus (Produktmanager<br />
LACH-SPEZIAL-WERKZEUGE GMBH), meine Frau Margot Lach und ich.<br />
Auf der Louisville Show entwickelte sich der<br />
Messestand zum Anziehungspunkt. Wohl<br />
einmal mehr, da die ausgestellten Diamant-<br />
Werkzeuge publikumswirksam von einer<br />
LGB-Garteneisenbahn auf einer festgelegten<br />
Gleisstrecke hin und her bewegt<br />
wurden, unter den scharfen Augen eines<br />
bewaffneten Sheriffs.<br />
Auftritt: Der Wikinger<br />
Die gute Stimmung und Motivation übertrugen<br />
sich auch auf unseren neuen<br />
Freund Herrn Matsui von der Los Angeles<br />
Show (siehe Artikel Teil 10), der mit seinem<br />
Unternehmen HEIAN ebenfalls auf der<br />
Louisville Show ausstellte. Im Auftrag seines<br />
Präsidenten sollte er mit LACH nunmehr<br />
über einen Lizenz-Vertrag verhandeln.<br />
Treffpunkt für unser Gespräch war ein<br />
in unserem Hotel gelegenes typisch japanisches<br />
Restaurant mit durch Seidenpapier-<br />
Schiebetüren abgeteilten Tischen.<br />
auf der Bettkante in unserem Hotelzimmer<br />
fortgesetzt.<br />
Abends hatten wir eine Verabredung in<br />
Lancaster in der (angeblich) zweitlängsten<br />
amerikanischen Westernbar. Riesig. Über<br />
drei, den Innenraum umrandenden Bars<br />
entdeckte ich eine Laufschrift. Kurz abgelenkt,<br />
las ich beim erneuten Blick darauf<br />
plötzlich einen neuen Text: ”Diamonds are<br />
always better than carbide“. Wer war das?<br />
Durchatmen, ok, meine Frau … der Abend<br />
und Tag waren gerettet.<br />
Übrigens, die erste große Präsentation auf<br />
der Messe in Louisville war super und das<br />
Unternehmen LACH DIAMOND INC. war<br />
gegründet und feierte mit LACH DIAMANT<br />
Deutschland im September 2022 Jubiläum<br />
– LACH DIAMANT Hanau 100-Jähriges und<br />
LACH DIAMOND INC. ihr 40-Jähriges.<br />
Horst Lach<br />
PS.: Die Teile 1 bis 10: 100 Jahre<br />
LACH DIAMANT können Sie unter<br />
www.lach-diamant.de nachlesen.<br />
Mitten in unsere sich dort entwickelnde<br />
laute hitzige Diskussion um die Zukunft<br />
von Diamant tat sich urplötzlich – ohne<br />
Vorwarnung – eine der Schiebetüren auf.<br />
Ein stämmiger muskelbepackter Schwede –<br />
gleich einem Wikinger – preschte an unseren<br />
Tisch, „bewaffnet“ mit einem Blatt<br />
Papier, das er gezielt auf die Tischplatte<br />
knallte. „Carbide is always better than diamond“<br />
lasen wir und die vor Schreck weit<br />
aufgerissenen Augen unseres japanischen<br />
Freundes. Der Hüne war ohne ein Wort mit<br />
einem Knall beim Schließen der Schiebetür<br />
verschwunden. Die bis dahin Erfolg versprechenden<br />
Gespräche verstummten wie<br />
auf Knopfdruck und wurden – nach kurzer<br />
„fluchtergreifender“ Besprechung –<br />
„From now on, only LACH DIAMOND tools for mass production” – mit diesen Worten überraschte<br />
uns unser erster begeisterter Kunde Bob Mitchell von der Firma August Lotz Co.<br />
28 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
Werkzeuge & Werkstoffe<br />
Geschaffen für höchste Anforderungen<br />
Solche High-Tech-Bauteile stellen besonders<br />
hohe Anforderungen an die Bearbeitung und<br />
die eingesetzten Werkzeuge. „Aluminium-<br />
Werkstoffe etwa mit einem hohen<br />
Siliziumanteil sind abrasiv, ein Aluminium<br />
der 7000er-Legierungsgruppe kann hingegen<br />
hochfest sein“ erklärt Stefan Benkóczy,<br />
Component Manager bei Walter. „Andere<br />
Aluminiumgruppen wiederum neigen zu<br />
Fließspanbildung und Aufschmierungen“.<br />
Dies und eine Vielzahl an unterschiedlichen<br />
Formen und/oder Werkstoffen erfordern<br />
flexible Bearbeitungsstrategien<br />
und Werkzeuge. Herausforderungen, auf<br />
die Walter mit seinem umfangreichen<br />
Standardwerkzeug-Portfolio, den PKD-<br />
Sonderwerkzeugen und seiner Erfahrung<br />
die exakt passenden Antworten liefert.<br />
Neue Lösungen für die<br />
Automotive-Industrie<br />
Walter FMT unterstützt seine Kunden mittels umfangreichem Werkzeugportfolio für die<br />
Aluminium-Bearbeitung.<br />
Leichtbau-Werkstoffe gewinnen in der<br />
industriellen Fertigung zunehmend an<br />
Bedeutung. Denn vor allem im Automotiveund<br />
im Aerospace-Bereich gilt: Je geringer<br />
das Gewicht, desto niedriger der<br />
Energieverbrauch – ein wesentlicher Faktor,<br />
zumal er sich nicht nur auf die<br />
Wirtschaftlichkeit positiv auswirkt, sondern<br />
auch auf die CO2-Emissionen und die<br />
Reichweite etwa von E-Autos.<br />
Vor diesem Hintergrund hat Walter seine<br />
über mehr als 20 Jahre gewachsene<br />
Produktrange und seine Kompetenzen im<br />
Lightweight-Bereich erweitert – unter anderem<br />
durch den Zukauf des Herstellers FMT<br />
(Frezite Metal Tooling). Als Ergebnis bietet<br />
Walter FMT heute ein ausgesprochen<br />
umfangreiches Werkzeugportfolio für die<br />
Aluminium-Bearbeitung an. Gleiches gilt<br />
für das PKD-Portfolio für die Bearbeitung<br />
von Leichtmetallen wie Aluminium und<br />
Al-Legierungen.<br />
Individuelle Prozesslösungen<br />
„PKD-Werkzeuge sind zu rund 98 Prozent<br />
Sonderwerkzeuge, die wir individuell<br />
auf die spezifischen Anforderungen und<br />
Anwendungen des jeweiligen Kunden ausrichten“,<br />
erklärt Roland Hanischdörfer,<br />
Field Business Developer PKD bei Walter.<br />
„Wir entwickeln also gemeinsam mit<br />
unseren Kunden maßgeschneiderte<br />
Bearbeitungslösungen. Dabei kommen<br />
uns und unseren Auftraggebern die große<br />
Erfahrung von Walter FMT im Lightweight-<br />
Bereich zugute.“<br />
So ist beispielsweise jede Flügelrippe,<br />
die eine Flugzeug-Tragfläche verstärkt,<br />
anders gefertigt als die nächste. Im<br />
Automobilbereich hingegen sind besonders<br />
hohe Stückzahlen in der Massenfertigung<br />
und kurze Taktzeiten zu meistern. Um diesen<br />
sehr unterschiedlichen Bearbeitungs-<br />
Szenarien gerecht zu werden, sind die<br />
Walter FMT Prozesslösungen individuell<br />
und schöpfen ihr Potenzial aus dem<br />
großen Standardsortiment und den<br />
Sonderlösungen, wie sie sich im Portfolio<br />
von Walter befinden.<br />
Hohe Anforderungen an Bearbeitung<br />
und Werkzeuge<br />
Zu den Neuerungen im Walter PKD-<br />
Portfolio für die Automotive-Industrie<br />
gehören unter anderem Werkzeuge für<br />
die Bearbeitung von Fahrwerksteilen – ein<br />
Bereich, in dem das Unternehmen über sehr<br />
viel Erfahrung und hohe Kompetenz verfügt.<br />
Und natürlich unterstützt Walter auch<br />
die Entwicklung der Elektromobilität, zum<br />
Beispiel mit Werkzeugen zur Bearbeitung<br />
von Stator-Gehäusen, der äußeren Hülle von<br />
E-Motoren.<br />
Insgesamt umfasst die aktuelle Produktrange<br />
von Walter im Bereich der Leichtmetall-<br />
Zerspanung rund 12.000 verschiedene<br />
Standardwerkzeuge. Hinzu kommen die<br />
Sonder-PKD- und Hartmetallwerkzeuge<br />
sowie Hybridvarianten, welche die<br />
Lösungskompetenz der PKD- und<br />
Lightweight-Experten bei Walter widerspiegeln.<br />
Alle diese Werkzeuge zeichnen sich<br />
durch hohe Wirtschaftlichkeit dank kurzer<br />
Bearbeitungszeiten und überdurchschnittlich<br />
hohen Standzeiten aus.<br />
Globale Präsenz verstärkt<br />
Neben der Vergrößerung seiner PKD-<br />
Produktrange hat Walter auch die Zahl seiner<br />
Produktions- und Service-Standorte<br />
und Nachschleifzentren ausgeweitet – unter<br />
andere in Osteuropa und Mittelamerika.<br />
Damit macht das Unternehmen seine<br />
Leistungen und seine Produkte weltweit<br />
noch besser und schneller verfügbar.<br />
weitere Infos:<br />
www.walter-tools.com<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 29
Bearbeitungsprozesse<br />
Hartdrehen als zukunftsfähige Bearbeitung<br />
von keramischen Werkstoffen<br />
Kaum eine Branche kommt heute ohne<br />
keramische Werkstoffe aus. Die sogenannte<br />
Technische Keramik wird aufgrund ihrer<br />
hohen Härte, Festigkeit und Hitzebeständigkeit<br />
in vielen Bereichen der Industrie<br />
eingesetzt. Doch die Vorzüge des Materials<br />
sind zugleich seine größten Nachteile, denn<br />
die Bearbeitung dieser schwer zerspanbaren<br />
Materialien verlangt Maschinen und<br />
Werkzeugen einiges ab.<br />
Die Liste der Vorteile von keramischen<br />
Bauteilen ist lang. Neben den genannten<br />
Eigenschaften wie Härte, Festigkeit<br />
und Hitzebeständigkeit, glänzt Keramik<br />
durch Abriebs- und Verschleißfestigkeit,<br />
Formstabilität, Korrosionsbeständigkeit,<br />
Wärmeleitfähigkeit, elektronisches Isoliervermögen,<br />
Halbleiter-, piezo- und ferroelektrische<br />
Eigenschaften sowie Biokompatibilität<br />
und Lebensmittelverträglichkeit.<br />
Hartdrehmaschine HARDINGE Super Precision T51 SP MSY<br />
Die Kunden für die Hochleistungskeramik<br />
finden sich in den unterschiedlichsten<br />
Bereichen. Die Elektronikindustrie fertigt<br />
Leiterplatten, Hochspannungsisolatoren und<br />
elektrische Gehäuse, die Automobilindustrie<br />
Hochtemperatursensoren, Zündsysteme,<br />
Auspuffkomponenten, Katalysatoren und<br />
Sensoren sowie Batterien für die Elektromobilität.<br />
Für die Luft- und Raumfahrt<br />
ist es in erster Linie die außergewöhnliche<br />
Widerstandsfähigkeit gegenüber<br />
hohen Temperaturen und Temperaturwechseln,<br />
die Werkstücke dienen als<br />
Komponenten in Triebwerken, Isolatoren<br />
und Satellitensystemen. Aus der sogenannten<br />
Biokeramik entstehen Zahnkronen,<br />
Kieferimplantate, Oberschenkelknochenrepliken<br />
und chirurgische Instrumente. Der<br />
Vielfalt der Bauteile sind kaum Grenzen<br />
gesetzt.<br />
„Wir beschäftigen uns schon seit geraumer<br />
Zeit mit der Feinbearbeitung von<br />
keramischen Werkstoffen. Die wesentlichen<br />
Voraussetzungen für einen erfolgreichen<br />
Bearbeitungsprozess beim Drehen<br />
von technischer Keramik sind die gleichen<br />
wie auch beim Hart- und Präzisionsdrehen<br />
von hochfesten Stählen,“ sagt Dario<br />
Pola, Applikationstechniker im Hardinge<br />
Technologiezentrum in Krefeld. Hier ist<br />
man auf die Entwicklung prozessorientierter<br />
Lösungen spezialisiert, immer mit den<br />
Anforderungen der Kunden im Fokus. Das<br />
Team in Krefeld widmet sich seit Jahren<br />
den Herausforderungen, die das Verfahren<br />
Hartdrehen mit sich bringt. Kontinuierlich<br />
werden hier Maschinen und Verfahren<br />
optimiert, oft in Zusammenarbeit mit<br />
Werkzeugherstellern.<br />
Einer dieser Kooperationspartner, die DTS-<br />
Diamond Tooling Systems GmbH mit Sitz in<br />
Kaiserslautern kann auf 25 Jahre Erfahrung<br />
in der Entwicklung und Herstellung von<br />
Diamant- und CBN-Werkzeugen zurückgreifen.<br />
Diese Werkzeuge mit gelaserten<br />
Schneiden wurden speziell für die<br />
Bearbeitung extrem harter Materialien ent-<br />
Doch gerade die positiven Eigenschaften<br />
des Werkstoffs Keramik wie ihre Härte<br />
und Zähigkeit machen die spanende<br />
Bearbeitung schwierig, denn hier müssen<br />
sowohl die Maschinen, als auch die<br />
Werkzeuge Außergewöhnliches zu leisten<br />
im Stande sein. Eine Schleifbearbeitung<br />
war bisher für viele Anwender die naheliegende<br />
Lösung. Dass es auch anders<br />
geht, zeigt der Drehmaschinenhersteller<br />
Hardinge auf den Maschinen der Super<br />
Precision-Baureihe.<br />
Das Werkzeugprogramm der DTS – Diamond Tooling Systems<br />
30 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
Bearbeitungsprozesse<br />
optimierte Prozessabläufe gewährleistet. Unsere Maschinen bieten flexible<br />
Bearbeitungsmöglichkeiten dank voller Y-Achse, Gegenspindel<br />
und Glasmaßstäben in allen Bearbeitungssachsen.“<br />
Diese unabhängige Y-Achse sowie angetriebene Werkzeuge verbessern<br />
die Genauigkeit bei der Fräsbearbeitung und ermöglicht<br />
eine hochpräzise Einstellung der Werkzeugmitte zum<br />
Hartdrehen. Leistungsstarke Hauptspindeln mit Drehzahlen von<br />
6.000/5.000/4000 U/min und Antriebsleistungen von 11/15/26 kW<br />
bilden die Basis für das Hochgenauigkeitsdrehen. Für ein<br />
Optimum an Steifigkeit und Dämpfung sorgen die kompakte<br />
Spannzangenspindel, mit gehärteter und in den Lagern geschliffener<br />
Spindelnase und der geschmiedete flügelförmige Gusskörper<br />
des Spindelstocks, mit direkter Montage auf dem mit Polymerbeton<br />
verstärktem Maschinenbett.<br />
Bearbeitung von Zirkonoxid auf einer Hardinge Super Precision<br />
T51 SP MSY (Werkstückbeispiel)<br />
wickelt und sind heute in der spanenden Fertigung in den Bereichen<br />
Drehen, Fräsen, Stechen, Bohren und Reiben unentbehrlich. Zu den<br />
Kernkompetenzen des Unternehmens DTS gehören die Werkzeugund<br />
Prozessauslegung sowie die Technologieumstellung Schleifen zu<br />
Hartdrehen.<br />
Die von Hardinge und DTS gemeinsam gefahrenen Versuche zeigen,<br />
dass das Verfahren Hartdrehen gegenüber dem Schleifen echte<br />
Vorteile bietet. Es können z.B. damit definierte Konturen mit hoher<br />
Geschwindigkeit bei deutlich geringeren Bearbeitungszeiten, also insgesamt<br />
sehr wirtschaftlich, gefertigt werden. In diesen Fällen kann auf<br />
die im Vergleich preisintensiveren Profilschleifscheiben und -stifte verzichtet<br />
werden. Und die Genauigkeit kann sich mit Oberflächengüten<br />
von Ra 0,2 µm ebenfalls sehen lassen.<br />
weitere Infos: www.europe.hardinge.com<br />
Die beiden Unternehmen Hardinge und DTS arbeiten seit 2010 immer<br />
wieder gemeinsam an anspruchsvollen Projekten sowie an zukunftsorientierten<br />
Technologien, mit dem Ziel, Bearbeitungsprozesse zu<br />
erleichtern. Dazu gehören das Zerspanen von Werkzeugstählen<br />
und harten Keramiken aber auch von Hartmetallen mit Kobalt- oder<br />
Nickelbinder.<br />
Basis der erfolgreichen Zusammenarbeit sind zum einen die<br />
hohe Stabilität und Leistungsstärke der Hartdrehmaschinen der<br />
Hardinge Super Precision-Baureihe und zum anderen die große<br />
Auswahl an hochharten Schneidstoffen der DTS GmbH. Damit können<br />
heute sehr erfolgreich Werkstoffe gedreht werden, die bisher<br />
nur oder eher schleiftechnisch bearbeitbar waren wie eben das<br />
Keramikdrehen. „Das Verfahren des Keramikdrehens ist hochproduktiv<br />
und erzielt Oberflächenqualitäten von Ra 0,2 µm. Es kann<br />
damit in vielen Fällen das aufwändigere Schleifen ersetzen“ sagt<br />
Emil Wittek, Anwendungstechniker bei DTS. „Wir haben mit den<br />
ultraharten Hochleistungsschneidstoffen UltraDiamant und<br />
CVD-D die richtigen Werkzeuge für die Bearbeitung von sehr harten,<br />
hochspröden Werkstoffen wie Keramik, Glas, Glaskeramik und<br />
Hartmetallen mit geringem Kobalt- und Nickelbinder. Aber der<br />
wirtschaftliche Einsatz dieser Hightech-Werkzeuge ist letztendlich<br />
erst sichergestellt, wenn der Zerspanungsprozess und der<br />
Schneidstoff perfekt aufeinander abgestimmt sind.“<br />
Für Dario Pola sind die Super Precision-Maschinen aufgrund ihrer<br />
Bauweise ideal für die Dreh-/Finishbearbeitung von hochfesten,<br />
schwer zerspanbaren keramischen Werkstoffen wie Siliziumnitrid<br />
oder Siliziumcarbid, Aluminiumoxid und Zirkonoxid: „Unsere Super<br />
Precision-Maschinen zeichnen sich durch ihre Steifigkeit und ihre<br />
Prozess- und Thermostabilität aus. Dazu kommt die exzellente<br />
Schwingungsdämpfung durch das mit Harcrete Polymerbeton verfüllte<br />
Vollgussmaschinenbett. Durch die schwingungsdämpfende<br />
Wirkung werden bessere Oberflächengüten, höhere Standzeiten und<br />
TRUST IN<br />
TECHNOLOGY<br />
100 %<br />
Echtzeit-Überwachung<br />
von Bauteilen<br />
mit KAPP NILES<br />
Process Monitoring<br />
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und mehr erfahren.<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 31
Bearbeitungsprozesse<br />
Kein händisches Entgraten mehr – mit acht Werkzeugen<br />
zum fertig bearbeiteten und gratfreien PTFE (Teflon)-Bauteil<br />
direkt von der Maschine<br />
Projektoptimierung bei ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH in Heidenheim bei der Herstellung<br />
von Kunststoff-Schraubkappen<br />
Die Bearbeitung von Kunststoffen wird<br />
nicht nur beim Thema Leichtbau immer<br />
wichtiger. Einige Kunststoffe haben gegenüber<br />
Metall ganz klare Vorteile, vor allem<br />
wenn Beständigkeit und Korrosionsschutz<br />
gefragt sind. Ebenso reagieren sie nicht mit<br />
Wasser, Säuren oder Laugen, wodurch sich<br />
diese Materialien hervorragend für den<br />
Einsatz in der Medizintechnik oder, im<br />
Beispiel von ElringKlinger, für den Einsatz in<br />
analytischen Instrumenten eignen. Der<br />
Spezialist für die Bearbeitung von Kunststoffen<br />
holte sich für ein neues Projekt das<br />
zusätzliche Know-how des Entgratspezialisten<br />
KEMPF aus Reichenbach-Fils,<br />
um die Komplettfertigung von speziellen<br />
Schraubkappen zukünftig rein maschinell<br />
auszuführen.<br />
Mit Übernahme eines Kunststoffverarbeitungsbetriebs<br />
im Jahr 2001 hat<br />
ElringKlinger nicht nur den Standort in<br />
Heidenheim sukzessive aufgebaut, sondern<br />
auch das eigene Produkt- und<br />
Dienstleistungsportfolio im Bereich der<br />
Kunststoffherstellung und -zerspanung<br />
erweitert. Mit aktuell 134 Mitarbeitern in<br />
Heidenheim gehört dieser Standort zwar zu<br />
den Kleineren, jedoch nimmt das Gewicht<br />
dieser Sparte immer mehr zu. Auf Grund<br />
bestimmter Vorgaben und Vorteile die dieser<br />
Werkstoff bietet, werden immer mehr<br />
Bauteile aus Kunststoff gefertigt, sodass<br />
sich die ElringKlinger Kunststofftechnik<br />
GmbH vor allem auf die Bearbeitung<br />
von PTFE Hochleistungskunststoffen<br />
(Polytetrafluorethylen) spezialisiert hat. Das<br />
vollfluorierte Polymer, das umgangssprachlich<br />
auch „Teflon“ genannt wird, ist sehr reaktionsträge<br />
und besitzt zudem einen sehr<br />
geringen Reibungskoeffizienten. Ein weiterer<br />
großer Vorteil – auf Grund der niedrigen<br />
Oberflächenspannung haftet so gut wie<br />
nichts an PTFE, weshalb das Material auch<br />
außerhalb der Medizintechnik vermehrt seinen<br />
Einsatz findet.<br />
Mit einer großen Expertise in diesem Bereich<br />
ausgestattet, stellt ElringKlinger für seine<br />
Kunden selbst komplexeste Komponenten<br />
Das PTFE-Bauteil in der Hauptspindelbearbeitung in der Drehmaschine: Per Stangenlader werden<br />
die Rohlinge in die Maschine geführt und komplett #gratfrei in der Maschine gefertigt. Dabei<br />
kommen von KEMPF nicht nur die Entgratwerkzeuge zum Einsatz, sondern weitere VHM- bzw.<br />
PKD-Formwerkzeuge zum innen Ausdrehen, Rändelung Fräsen und Gewindedrehen.<br />
aus diesem Material her und ist für deren<br />
Fertigungsqualität bekannt. Aus diesem<br />
Grund war auch in der Vergangenheit nichts<br />
dem Zufall überlassen und auch der finale<br />
Bearbeitungsschritt des Entgratens wurde<br />
trotz des hohen Aufwands von Hand<br />
bewerkstelligt, um jede Vorgabe aufs penibelste<br />
einzuhalten.<br />
Neue Fertigungsstrategie<br />
Das Stammwerk der ElringKlinger<br />
Kunststofftechnik GmbH in Bietigheim-<br />
Bissingen setzt auf Grund der Qualitätsanforderungen<br />
schon seit Jahren z.B. PKD-<br />
Werkzeuge aus dem Hause KEMPF ein und<br />
sprach dem Heidenheimer Werk im Zuge<br />
einer Projektoptimierung die Empfehlung<br />
aus, ebenfalls auf den Entgratspezialisten aus<br />
Reichenbach-Fils zurückzugreifen. Bei der<br />
anstehenden Fertigung von Schraubkappen<br />
sollte nämlich auch die Entgratung komplett<br />
maschinell erfolgen, da schlichtweg<br />
kein entsprechendes Personal für diese<br />
Tätigkeit zur Verfügung stand. Dominik<br />
Wiesner, der Technische Außendienst der<br />
Firma KEMPF, legte daraufhin nicht nur<br />
die entsprechenden Werkzeuge für die<br />
Entgratanwendungen aus, sondern schnürte<br />
ein Paket mit insgesamt acht Werkzeugen<br />
(darunter zwei Entgratwerkzeuge), um die<br />
gesamte Fertigung inklusive Entgratung<br />
künftig maschinell auszuführen.<br />
Auf Grund der Komplexität des Bauteils<br />
mit verschiedenen Konturen, Radien,<br />
Bohrungen und Überschneidungen, konnten<br />
nicht alle Werkzeuglösungen aus dem<br />
Standardsortiment übernommen werden.<br />
Um die gewünschte Radiusform an den<br />
Bohrungsaustritten der insgesamt 22<br />
Bohrungen entlang der Außenkontur zu<br />
gewährleisten, wurde unter Federführung<br />
des Technischen Innendienstes, Markus<br />
Götzelmann, kurzerhand ein Sonderbohrer<br />
mit Radiusspitze entwickelt, der mit seiner<br />
integrierten Stufenfase auch den<br />
Bohrungseintritt mit einer Stufe ansenkt. Für<br />
die vielen Dreh- und Stechbearbeitungen<br />
wurden eine Reihe von unbeschichteten<br />
und polierten (also noch schärferen)<br />
VHM Formwerkzeuge herangezogen.<br />
Die Rändelung an der Außenseite<br />
wird dabei mit einem PKD-Formwerkzeug<br />
aus dem Hause KEMPF erzeugt, das im<br />
Vergleich zu VHM-Werkzeugen für höhe-<br />
32 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
Bearbeitungsprozesse<br />
re Schnittgeschwindigkeiten ausgelegt<br />
ist und eine längere Standzeit garantiert.<br />
Neu war schließlich der Einsatz zweier<br />
Entgratwerkzeuge, die ein händisches<br />
Entgraten, das aus wirtschaftlichen aber<br />
auch aus personellen Gründen bei diesem<br />
Projekt nicht mehr zu stemmen war, obsolet<br />
machten. Hierfür wurden zwei Typen<br />
des Back-Burr Cutter & Path Entgratsystems<br />
gewählt, das für den Einsatz unter diesen<br />
Bedingungen prädestiniert ist.<br />
Back-Burr Cutter & Path Entgratsystem<br />
sorgt für die maschinelle Entgratung<br />
sämtlicher Bohrungen und Konturen<br />
Das Entgratsystem, bestehend aus<br />
Kugelfräser und einem extra für diese<br />
Anwendung perfekt abgestimmten<br />
NC-Datensatz, führt im Gegensatz zu den<br />
meisten Entgratwerkzeugen auf dem Markt,<br />
keine Bewegung entlang der Bohrungsachse<br />
aus, sondern nutzt eine effektivere Variante,<br />
nämlich das konturparallele Entgraten entlang<br />
der zu bearbeitenden Kante bzw.<br />
Kontur. Durch die individuelle Erstellung des<br />
NC-Datensatzes fährt der Fräser hochpräzise<br />
die Kontur des zu entgratenden Bauteils ab<br />
und entfernt somit sicher und rückstandslos<br />
entstandene Grate, auch auf der Rückseite<br />
von Bohrungen. Gerade dann, wenn eine<br />
kosteneffiziente und vollautomatisierte<br />
Herstellung von Bauteilen ohne manuelle<br />
Nachbearbeitung gefordert wird, ist das<br />
Back-Burr Cutter & Path Entgratsystem deshalb<br />
die erste Wahl.<br />
Sechs der eingesetzten acht Werkzeuge aus dem Hause KEMPF in der Übersicht:<br />
1-3 Formstech- und Drehwerkzeug VHM unbeschichtet, 4 Unbeschichteter Back-Burr Cutter, Typ<br />
BXC-28-A-N in Sonderlänge, 5 PKD Formfräser für Rändelung, 6 Radius Formbohrer<br />
Der mit diesen aufeinander abgestimmten Werkzeugen erzielte Gesamtprozess garantiert<br />
die gewünschten Drehzahlen und Vorschübe, eine hohe Stabilität und Fertigungsqualität in<br />
Verbindung mit über 80 % Einsparung im personellen Ressourceneinsatz.<br />
Dabei wird der Back-Burr Cutter (also der<br />
Kugelfräser an sich) für die unterschiedlichen<br />
Anwendungsfelder auch in unterschiedlichen<br />
Varianten angeboten, die<br />
auch den Einsatz in Kunststoff gewährleisten.<br />
Hierfür wurde auf den unbeschichteten<br />
Typ „A-N“ zurückgegriffen, der eine<br />
extrem scharfe Schnittgeometrie ohne<br />
Verrundungen aufweist und sich somit bestens<br />
für die Bearbeitung von PTFE eignet.<br />
Bei den zu bearbeitenden Schraubkappen<br />
waren diese Vorteile bei den zuvor eingebrachten<br />
Bohrungen gefragt, die ca. 33 mm<br />
ins Werkstück führen und deren Austritte in<br />
einen Radiuseinstich übergehen. Auch für<br />
die Außenkontur der Wandung wurde auf<br />
das Back-Burr Cutter & Path Entgratsystem<br />
zurückgegriffen, da diese durch die<br />
Rändelung ebenfalls nicht ohne weiteres zu<br />
entgraten war. Durch die Programmierung<br />
des NC-Datensatzes verläuft die Entgratung<br />
dieser Kontur seither ohne Probleme und<br />
alle Vorgaben des Endkunden werden eingehalten.<br />
Ein Sekundär- oder Flittergrat<br />
entsteht nicht (mehr). Durch die gleichbleibende<br />
Qualität gibt es ebenfalls keinerlei<br />
Beanstandungen mehr, die in der<br />
Vergangenheit beim händischen Entgraten<br />
immer wieder ein Thema waren.<br />
weitere Infos: www.kempf-tools.de<br />
Gut zu erkennen in den Nahaufnahmen sind die jeweiligen Bearbeitungsergebnisse mit und ohne den Einsatz des nachfolgenden Back-Burr Cutter &<br />
Path Entgratsystems. Für die vielen Bohrungen und unterschiedlichen Konturen wie z.B. der Rändelung an der Außenwandung, reichen lediglich zwei<br />
Typen des gleichen Werkzeuges aus, um die händische Entgratung zu ersetzen und um sekundärgrat- und flittergratfrei in höchster Qualität zu fertigen.<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 33
Bearbeitungsprozesse<br />
Mikrobohren mit dem Laser: Schnell, präzise und<br />
verschleißfrei<br />
von Richard Stähr und Lana Sommer<br />
Mit dem Laser lassen sich schnell und<br />
automatisiert Löcher bohren. Das Laserbohren<br />
erleichtert die Bearbeitung von<br />
Werkstoffen wie kohlenstofffaserverstärkten<br />
Kunststoffen (CFK) und ist damit im<br />
Leichtbau eine attraktive Alternative zu<br />
mechanischen Bohrprozessen.<br />
Verbundwerkstoffe wie kohlenstofffaserverstärkte<br />
Kunststoffe (CFK) eignen<br />
sich hervorragend für den Leichtbau<br />
und kommen unter anderem im<br />
Automobil- und Flugzeugbau zum Einsatz.<br />
Wissenschaftler:innen des Laser Zentrum<br />
Hannover e.V. (LZH) möchten die Bearbeitung<br />
von CFK- und Sandwich-materialien<br />
vereinfachen. Gemeinsam mit der<br />
INVENT GmbH und der KMS Technology<br />
Center GmbH haben sie dazu ein Verfahren<br />
mit zugehörigem Anlagenaufbau entwickelt,<br />
in dem der Strahl eines Hochleistungslasers<br />
diffraktiv auf bis zu 25 Teilstrahlen aufgeteilt<br />
und dazu genutzt wird, mehrere<br />
Bohrungen gleichzeitig zu setzen. Mit diesem<br />
Prozess konnten sie Bohrungen anfertigen,<br />
die einen Durchmesser von nur 1,2 mm<br />
bis 0,25 mm haben. Damit sind diese kleiner<br />
als Bohrungen, die aktuell mit herkömmlichen<br />
mechanischen Verfahren in Sandwichund<br />
CFK- Werkstoffen umgesetzt werden<br />
können.<br />
Prozessoptimierung mit Blick auf<br />
industrielle Nutzung<br />
Die Wissenschaftler:innen haben bei der<br />
Entwicklung des Verfahrens zunächst die<br />
relevantesten Prozessparameter eingegrenzt<br />
und optimiert. Dabei hatten sie auch<br />
bereits die industrielle Nutzung im Blick:<br />
Anwender:innen in der Produktion sollen<br />
später die Bohrprozesse nach klaren<br />
Maßgaben ideal einstellen können. Durch<br />
die Prozessentwicklung konnten die LZH-<br />
Wissenschaftler:innen die Bohrungsqualität<br />
bereits maßgeblich verbessern.<br />
Interessant ist das Mikrobohren mit dem Laser beispielsweise für schalldämmende<br />
Verkleidungselemente, etwa in der Luftfahrt. (Foto: LZH)<br />
Ein klarer Effizienzgewinn entsteht durch<br />
die Nutzung des Leistungsüberschusses des<br />
verwendeten TRUMPF- Hochleistungslasers:<br />
Dieser wird genutzt, um gleichzeitig mehrere<br />
Löcher zu bohren. Hierfür wird der<br />
Laserstrahl durch eigens dafür ausgelegte<br />
diffraktive optische Elemente auf<br />
Teilstrahlen aufgeteilt, sodass er auf mehreren<br />
Orten auf dem Material auftrifft und<br />
Bohrungen erzeugt werden. Im Optimalfall<br />
kann dies mit bis zu 25 Teilstrahlen erfolgen,<br />
so dass die Bohrdauer nur noch ein<br />
25stel der ursprünglichen Zeit und damit<br />
dann weniger als eine Zehntelsekunde pro<br />
Bohrung beträgt – ein Wert, der mit herkömmlichen<br />
Verfahren selbst bei größeren<br />
Bohrungen nicht erreicht wird.<br />
Schalldämmung im Leichtbau als<br />
Einsatzbereich<br />
Interessant ist das Mikrobohren mit dem<br />
Laser beispielsweise für die Luftfahrt.<br />
Um Lärmemissionen von Flugzeugen<br />
zu verringern, werden schalldämmende<br />
Verkleidungselemente genutzt, mit denen<br />
man beispielsweise Triebwerke auskleidet.<br />
Solche Bauteile werden häufig aus CFK<br />
oder CFK-Sandwichwerkstoffen hergestellt<br />
und dann auf einer großen Fläche mit einer<br />
Vielzahl von kleinen Bohrungen versehen.<br />
Für diese sogenannten Akustikbohrungen<br />
eignet sich das Mikrobohren mit dem Laser<br />
besonders gut, denn das Laserbohren<br />
erfolgt berührungslos und damit kraftund<br />
verschleißfrei. Hohe Kosten durch<br />
Werkzeugverschleiß und Qualitätsprobleme<br />
durch stumpfe Bohrer entfallen damit.<br />
Einsatz finden kann das Verfahren über die<br />
Luftfahrt hinaus auch in der Herstellung<br />
von schalldämmenden Elementen im<br />
Automobilbau und an allen Anlagen, bei<br />
denen eine Schalldämpfung notwendig ist<br />
und/oder Leichtbau-Werkstoffe von Vorteil<br />
sind. In akustischen Untersuchungen wurden<br />
die Schalldämpfungseigenschaften<br />
der lasergebohrten Sandwichpanels<br />
durch den Projektpartner INVENT GmbH<br />
als sehr gut evaluiert. Auch die mechanischen<br />
Kennwerte der lasergebohrten<br />
Proben haben sich als hervorragend erwiesen.<br />
Durch den Einsatz der von der Firma<br />
KMS Technology Center GmbH gefertigten<br />
Optomechanik ermöglicht das<br />
Verfahren zudem eine hohe Flexibilität bei<br />
Bohrungsdurchmesser und Bohrbild, ohne<br />
dass ein Werkzeugwechsel nötig wird.<br />
weitere Infos:<br />
www.phi-hannover.de // www-lzh.de<br />
34 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
Bearbeitungsprozesse<br />
Reiben und Honen in einem Arbeitsgang<br />
Hochpräzises Honen auf CNC-Bearbeitungszentrum oder Drehmaschine<br />
Honen war noch nie so einfach und effizient:<br />
Mit dem innovativen Kombi-Werkzeug<br />
RH reamhone erweitert URMA AG ihr Angebot<br />
an Präzisionswerkzeugen. URMA AG<br />
setzt beim RH reamhone auf die<br />
RX-Reibtechnologie, die für höchste<br />
Präzision und maximale Produktivität steht.<br />
URMA AG, ein Unternehmen mit über<br />
60 Jahren Erfahrung in der Herstellung<br />
von Präzisionswerkzeugen, hat sich als<br />
führende Expertin auf dem Gebiet der<br />
Bohrungstechnik etabliert. Unter dem<br />
Leitsatz „Innovation is our tool“ entwickelt<br />
und produziert das familiengeführte<br />
Unternehmen mit Hauptsitz<br />
in Rupperswil, Schweiz, hochmoderne<br />
Präzisionswerkzeugsysteme. Diese<br />
kommen weltweit in Branchen wie dem<br />
Maschinenbau, der Automobilindustrie,<br />
der Hydraulik und der Luftfahrt zum<br />
Einsatz.<br />
Das Kombi-Werkzeug (Reiben und Honen in einem Arbeitsgang) wurde gezielt für den Einsatz in<br />
Dreh- und Fräsmaschinen mit den bestehenden Kühlschmierstoffen entwickelt.<br />
Vorteile RH reamhone auf einen Blick<br />
• Honen mit Emulsion oder Öl<br />
Das Honen erfordert eine präzise<br />
Steuerung des Prozesses, um eine<br />
gleichbleibende Oberflächengüte und<br />
Dimensionen zu gewährleisten. Selbst<br />
kleine Abweichungen können die Qualität<br />
des Endprodukts beeinträchtigen. Der<br />
Honprozess ist zudem zeit- und kostenintensiv,<br />
insbesondere bei gro?en<br />
Stückzahlen, komplexen Werkstücken und<br />
wenn der Honprozess ausgelagert wird.<br />
Das Reib-/Honwerkzeug wurde gezielt für<br />
den Einsatz in Fräszentren, Drehzentren<br />
oder allgemeinen Bearbeitungszentren<br />
entwickelt. RH reamhone reibt und<br />
hont Bohrungen gleichzeitig durch das<br />
Ein- und Ausfahren mit einem einzigen<br />
Arbeitsschritt. RH reamhone Werkzeuge<br />
stellen somit eine äußerst kosteneffiziente<br />
Lösung für die präzise Bearbeitung in den<br />
eigenen Produktionshallen dar, die höchsten<br />
Toleranzanforderungen gerecht wird,<br />
Produktionsprozesse optimiert und die<br />
automatisierte Fertigung ermöglicht.<br />
RH reamhone bietet eine präzise<br />
Durchmessergenauigkeit sowie enge<br />
Form- und Lagetoleranzen und eignet<br />
sich auch bei unterbrochenen Bohrungen<br />
und Bauteilen mit mehreren Stegen, wie<br />
beispielsweise Schieberbohrungen von<br />
Ventilblöcken.<br />
• Schnellwechsel-System für einfachste<br />
Handhabung<br />
Dank der präzisen Wechselgenauigkeit<br />
von
Komponenten & Zubehör<br />
Gewinnerteam: Schmierstoff und Beschichtung<br />
Schmierstoffe sind alltägliche Wegbereiter<br />
für das Stanzen, Feinschneiden und<br />
Umformen. Welchen großen Einfluss sie<br />
aber in Kombination mit Werkzeugbeschichtungen<br />
auf mehr oder weniger<br />
Prozess-Performance haben, ist meist unbekannt<br />
oder selten Thema in der Fertigungswelt.<br />
Der Schmierstoff-Fachmann<br />
Prof. Dr. Joachim Schulz von ML Lubrication<br />
und die Beschichtungsspezialisten von<br />
Oerlikon Balzers beraten deshalb Firmen bei<br />
der lohnenden Frage, wie sie beim komplexen<br />
Zusammenspiel von Schmierstoff und<br />
Beschichtung an Leistung und Kosteneffizienz<br />
gewinnen statt verlieren.<br />
In der leistungsorientierten Fertigung kommen<br />
beim Stanzen, Feinschneiden und<br />
Umformen verschiedenste Werkstoffe und<br />
Werkzeuge samt Beschichtungen zum<br />
Einsatz. Oft aber nur ein Schmierstoff für<br />
alle Operationen. Das hat bekannte Gründe,<br />
etwa Vorgaben von OEM-Herstellern<br />
oder das Management von nur einem<br />
Ölkreislauf mit relativ moderatem Aufwand<br />
für den Umwelt- und Arbeitsschutz.<br />
Viele Unternehmen wissen auch, dass sie<br />
durch diesen Kompromiss wohl nicht das<br />
Maximum an Leistung herausholen.<br />
Was sie nicht wissen: Schmierstoffe haben<br />
einen größeren Einfluss auf Prozesse und<br />
Performance-Resultate, als ihnen bewusst<br />
ist. Das besagen Erkenntnisse sowie<br />
Ergebnisse aus Langzeitstudien von Prof.<br />
Dr. Joachim Schulz, der 33 Jahre Erfahrung<br />
aus der Schmierstoff-Branche mitbringt und<br />
vor allem ein Ziel verfolgt: herauszufinden,<br />
wie ein Schmierstoff aussehen muss, um im<br />
Prof. Dr. Joachim Schulz von ML Lubrication<br />
bringt 33 Jahre Erfahrung aus der Schmierstoff-<br />
Branche mit. / Foto: Prof. Schulz<br />
Welchen großen Einfluss Schmierstoffe auf mehr oder weniger Prozess-Performance haben, ist<br />
meist unbekannt oder selten Thema in der Fertigungswelt. / Foto: Adobe Stock<br />
Zusammenspiel mit Werkstück, Werkzeug<br />
und Beschichtung eine optimale Bedeckung<br />
und Wirkung zu erreichen.<br />
Seine erste Botschaft: „Der Schmierstoff<br />
muss an beiden Oberflächen, von Werkstück<br />
und Werkzeug, andocken können.<br />
Gelingt es an einer nicht, entsteht dort<br />
ein tribologisches Problem, das sich auf<br />
den Gegenkörper überträgt.“ Ein Beispiel:<br />
Haftet der Schmierstoff gut auf der Werkzeugbeschichtung,<br />
nicht aber auf dem<br />
Werkstück, so raut er dieses auf. Dadurch<br />
nehmen letztlich auch die Schicht und das<br />
gefertigte Produkt Schaden.<br />
Oft unter dem Radar: Verschleißfaktor<br />
Schmierstoff<br />
So entsteht allein durch den Wechsel des<br />
Schmierstoffs im ansonsten unveränderten<br />
Tribo-Kollektiv sehr unterschiedlicher<br />
Verschleiß. Dies ermittelte Prof.<br />
Schulz in vielzähligen Brugger-Tests, einem<br />
Standardverfahren, das Schmierstoffe auf<br />
deren Belastbarkeit im Mischreibungsfeld<br />
gemäß DIN 51347 prüft. In der Praxis<br />
aber spielt der Schmierstoff als mögliche<br />
Verschleißursache meist keine Rolle.<br />
Im Visier stehen bevorzugt prominentere<br />
Faktoren wie etwa Beschichtungen, hinter<br />
deren Beschädigung sich aber ein unpassender<br />
Schmierstoff verstecken könnte.<br />
„Der Schmierstoff bewegt sich oft unter<br />
dem Radar, wird nicht betrachtet oder in<br />
Tests bzw. Umform-Simulationen fälschlich<br />
nur in Form eines festen Reibwerts einbezogen“,<br />
so Prof. Schulz.<br />
Seine nächste Botschaft lautet deshalb:<br />
Verschleiß, Reibwert und Performance sind<br />
immer das Ergebnis aller beteiligten tribologischen<br />
Partner: Werkstück, Werkzeug,<br />
Beschichtung – und Schmierstoff. Insofern<br />
sind bei der Ursachenforschung für plötzlichen<br />
Mehrverschleiß oder bei der Frage<br />
nach Leistungssteigerung stets alle diese<br />
Faktoren zu betrachten bzw. aufeinander<br />
abzustimmen. Wer einen Faktor ausklammert,<br />
macht die Fertigungseffizienz zu<br />
einer Lotterie, bei der er zwangsläufig auch<br />
Nieten ziehen wird.<br />
Nötig ist das nicht, denn die gute Nachricht<br />
ist: Durch seine Studien und Tests hat<br />
Prof. Schulz neue Erkenntnisse darüber<br />
gewonnen, was bei den meisten Umformprozessen<br />
zwischen Werkstück und<br />
beschichtetem Werkzeug samt Schmierstoff<br />
geschieht, welche Wechselwirkungen mit<br />
Additiven auf einerseits rostfreiem Stahl<br />
oder andererseits Kohlenstoffstahl auftreten,<br />
welche Rolle Viskositäten spielen<br />
und einiges mehr. Diese wissenschaftliche<br />
Basis erlaubt es, Vorhersagen für das<br />
Praxisverhalten von Additiven bzw. deren<br />
Mischungen zu treffen.<br />
Zusammenspiel von Schmierstoff und<br />
Schicht nun quantifizierbar<br />
Dabei beteiligt sich Oerlikon Balzers seit gut<br />
fünf Jahren an der Antwort auf die Frage,<br />
wie sich Beschichtungen und Schmierstoffe<br />
für optimale Ergebnisse in Einklang bringen<br />
lassen. Dazu wurden im Customer Solution<br />
Center (CSC) des Beschichtungsspezialisten<br />
36 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
Komponenten & Zubehör<br />
in Bingen Prüfkörper für tribologische Untersuchungen bei<br />
Prof. Schulz beschichtet. Auch findet regelmäßig ein Austausch statt.<br />
„Wir können jetzt das Zusammenspiel von Schmierstoff und Schicht<br />
Schmierstoff plus Beschichtung: Welser Profile, internationaler Hersteller<br />
von Sonderprofilen, nutzt für seine Stanzstempel die AlCrN-basierte<br />
Schicht BALINIT ALCRONA PRO von Oerlikon Balzers. / Foto: Welser<br />
Profile<br />
jeweils messtechnisch bewerten und quantifizierbar machen“, sagt<br />
CSC-Leiter Dr. Sven Twardy.<br />
Seit rund zwei Jahren kooperieren die Partner auf Wunsch<br />
auch bei Kundenprojekten. Denn als Leiter Umformung beim<br />
Schmierstoffanbieter ML Lubrication in Schweinfurt hat Prof. Schulz<br />
erste leistungsfähige Schmierstoffe entwickelt, die zugeschnitten<br />
sind auf PVD (Physical Vapor Deposition)-Beschichtungen für Stanzen,<br />
Feinschneiden und Umformen wie etwa BALINIT ALCRONA PRO,<br />
BALIQ ALCRONOS und BALINIT FORMERA von Oerlikon Balzers.<br />
Ein erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit liefert das Kundenprojekt<br />
mit einem Werkzeug- und Maschinenhersteller aus der Schweiz.<br />
Dieser erreichte mit Einsatz von ML Lubrication-Schmierstoffen und<br />
Balzers-Beschichtungen eine deutliche Standzeitsteigerung von 20<br />
bis 30 Prozent. „Solche Resultate überzeugen hoffentlich von den<br />
Potenzialen und Einsparungen, die sich durch die Anpassung von<br />
Schmierstoffen auf Beschichtungen erschließen lassen. Durch unsere<br />
Erfahrung bestimmen wir die passende Beschichtung für jedes tribologische<br />
System, binden auf Wunsch Schmiermittelspezialisten ein und<br />
bieten so eine Allround-Lösung an“, betont Georg Kassek, Leiter Sales<br />
Forming Tools von Oerlikon Balzers Coating Germany.<br />
weitere Infos:<br />
www.oerlikon.com<br />
Kühlschmierstoff<br />
automatisiert und effizient<br />
dosieren<br />
Die Graushaar GmbH erweitert ihr Vertriebsprogramm mit den<br />
kompakten LUMATIC Dosieranlagen für Kühlschmierstoff. Die effizienten<br />
Systeme aus der Schweiz sparen den Anwendern Zeit und<br />
erhöhen die Qualität der produzierten Teile.<br />
In der Metallbearbeitung entscheiden die genaue Dosierung des<br />
Kühlschmierstoffs und dessen stabile Temperatur mit über die<br />
Qualität der gefertigten Teile. Doch die regelmäßige Kontrolle<br />
und Nachdosierung kostet Zeit. Selbst wenige Minuten pro<br />
Nachfüllvorgang addieren sich im Monat schnell auf Stunden.<br />
Die robust konstruierten und gebauten LUMATIC Dosiersysteme<br />
ermitteln mit einem hochwertigen Ultraschallsensor den<br />
Füllstand im Kühlschmierstofftank und die daraus resultierende<br />
Nachdosierung. Entsprechend des aktuellen Bedarfs befüllt das<br />
Dosiersystem den Tank der CNC-Maschine automatisch mit kleinsten<br />
Mengen. Die feine Nachdosierung gewährleistet eine gleichbleibende<br />
Kühlschmierstoff-Temperatur und reduziert den Verbrauch<br />
des Kühlschmierstoffkonzentrats.<br />
MARLIN 3D<br />
LASER SERIE<br />
BEARBEITUNG<br />
ULTRAHARTER<br />
WERKSTOFFE<br />
Die innovative Lösung mit<br />
integriertem Kühlsystem zur<br />
Bearbeitung von Keramiken<br />
und Hartmetallen setzt einen<br />
Meilenstein in der Zerspanung<br />
und revolutioniert das<br />
Werkzeugdesign.<br />
außergewöhnlich.<br />
HART.<br />
Entwickelt und produziert werden die Dosiersysteme in der Schweiz,<br />
Graushaar übernimmt ab sofort den Vertrieb in Deutschland.<br />
Für Markus Graushaar, Geschäftsführer der Graushaar GmbH ist<br />
das Dosiersystem eine ideale Lösung: „Die Dosiersysteme lassen<br />
sich sehr einfach installieren und schon in weniger als einem Jahr<br />
WIR SEHEN uns:<br />
10. bis 14. September <strong>2024</strong><br />
Messe Stuttgart<br />
Halle 1 · Stand-Nr. 1A41<br />
www.zecha.de<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 37
Komponenten & Zubehör<br />
amortisieren sich die Anschaffungskosten.<br />
Die Mischverhältnisse bleiben konstant<br />
und das Bedienpersonal spart Zeit<br />
– beste Voraussetzungen für eine hohe<br />
Produktqualität. Zudem sinkt in vielen<br />
Betrieben der Kühlschmierstoffverbrauch,<br />
zum Teil sogar um bis zu 30 Prozent.“<br />
Die LUMATIC Dosiersysteme sind in unterschiedlichen<br />
Ausführungen erhältlich und<br />
werden von zahlreichen Betrieben in der<br />
Schweiz schon erfolgreich eingesetzt. Das<br />
Einsteigermodell LUMATIC Small kombiniert<br />
ein Steuermodul mit einem 500 Liter<br />
umfassenden Vorratstank aus Chromstahl.<br />
Der Kühlschmierstoff wird in der festgelegten<br />
Dosierung gemischt und kann sich im<br />
Tank an die Raumbedingungen akklimatisieren.<br />
Eine Nachrüstung auf eine automatisierte<br />
Befüllung der Maschinentanks<br />
ist möglich. Die beiden Varianten LUMATIC<br />
Single und Maxi arbeiten automatisiert und<br />
unterscheiden sich in der Anzahl der angeschlossenen<br />
Maschinen. Bei der Single<br />
Variante wird der Kühlschmierstoff nur für<br />
eine Maschine nachdosiert, die Maxi Version<br />
bedient mehrere Maschinen. Ein zusätzlicher<br />
Sensor überwacht auch die Füllmenge<br />
im Kühlschmierstoff-Fass und warnt den<br />
Betreiber rechtzeitig, sobald die KSS-Menge<br />
eine Mindestmenge unterschreitet.<br />
weitere Infos: www.graushaar.de<br />
Graushaar GmbH vertreibt ab sofort die<br />
kompakten LUMATIC Dosieranlagen in<br />
Deutschland.<br />
Effizientes Schleifen mit Oemeta-Produkten<br />
Seit über einem Jahrhundert hat sich<br />
Oemeta kontinuierlich weiterentwickelt, um<br />
den sich wandelnden Anforderungen der<br />
Industrie gerecht zu werden. Die Schwerpunkte<br />
Bearbeitungsleistung, Prozesssicherheit,<br />
Nachhaltigkeit, Humanverträglichkeit<br />
und Wirtschaftlichkeit stehen<br />
dabei im Mittelpunkt von Forschung und<br />
Entwicklung. In enger Zusammenarbeit mit<br />
renommierten Forschungsinstituten entstehen<br />
die Kühlschmierstoffe der Zukunft.<br />
Ebenso qualifiziert der Hersteller in<br />
Partnerschaft mit führenden Werkzeugmaschinenherstellern<br />
Produkte für das<br />
Schleifen und andere Anwendungsbereiche.<br />
Von der initialen Bestandsaufnahme bis hin<br />
zur Steuerung und Dokumentation nach<br />
rechtlichen Vorgaben bietet Oemeta ein<br />
umfassendes Leistungsspektrum aus einer<br />
Hand.<br />
Die Kühlschmierstoffe für das Schleifen<br />
nehmen eine Rolle im Produktportfolio<br />
von Oemeta ein. Egal, ob es um das<br />
Schleifen von Flachglas mit synthetischen<br />
Kühlschmierstoffen, Rund- oder<br />
Bandschleifen mit innovativen Emulsionen<br />
oder den Einsatz neuester Gas-to-<br />
Liquid-Öle (GTL) geht - das fundierte<br />
Wissen der Oemeta-Experten über die<br />
Anforderungen beim Schleifen trägt zu<br />
sauberen, wirtschaftlichen und effizienten<br />
Prozessen der Kunden bei. Als spezialisierter<br />
Hersteller von Prozessmedien nutzt<br />
Oemeta seine Erfahrungen aus verschiedenen<br />
Branchen, darunter die Automobil-,<br />
Luft- und Raumfahrtindustrie sowie die<br />
Medizintechnik, um Oemeta-Produkte kontinuierlich<br />
weiterzuentwickeln.<br />
Als Erfinder des Zweikomponentenkühlschmierstoffes<br />
(HYCUT) ist Oemeta<br />
Vorreiter beim Recycling von Schmierstoffen<br />
innerhalb der Prozesskette. Die<br />
Produktfamilie ist noch immer einmalig,<br />
da Oemeta-Kunden unter anderem mit<br />
den Schleifölen aus dieser Familie, auf Basis<br />
von nachwachsenden Rohstoffen, hohe<br />
Qualitätsansprüche erfüllen und gleichzeitig<br />
ihre Prozesse nachhaltig gestalten<br />
können. Alle Produkte der HYCUT-Familie<br />
sind miteinander kompatibel und bieten<br />
Anwendern herausragende Möglichkeiten<br />
in mehrschichtigen Prozessen. Darüber hinaus<br />
sind die Öle leicht abwaschbar und können<br />
bedenkenlos in den Emulsionskreislauf<br />
eingeleitet werden, ohne diesen zu<br />
verunreinigen.<br />
Oemeta strebt kontinuierlich nach<br />
Verbesserungen der Produktionsprozesse<br />
seiner Kunden und leistet mit seinen<br />
Bearbeitungsölen einen Beitrag zur<br />
Wirtschaftlichkeit sowie zur Umwelt- und<br />
Arbeitssicherheit. Die GTL-Öle aus der<br />
OEMETOL-Familie sind ein herausragendes<br />
Beispiel für diese Herangehensweise. Die<br />
jahrelange Erfahrung in der Bearbeitung<br />
verschiedener Materialien führte zur<br />
Entwicklung dieser Technologie, die zu verbesserten<br />
Bedingungen in der Produktion<br />
führt. Mit einem höheren Flammpunkt und<br />
einer geringeren Verdampfungsneigung<br />
im Vergleich zu konventionellen mineralölbasierten<br />
Bearbeitungsölen bieten die GTL-<br />
Öle den Kunden Vorteile im Arbeitsschutz,<br />
reduzieren das Risiko und den Verbrauch.<br />
Darüber hinaus sind alle GTL-Öle von<br />
Oemeta nach ISO 10993-5 als nicht zytotoxisch<br />
eingestuft, wodurch sie besonders für<br />
die Medizintechnik geeignet sind.<br />
Ein entscheidender Faktor bei<br />
Schleifprozessen ist die Kühlwirkung.<br />
Deshalb haben die synthetischen<br />
Kühlschmierstoffe der FRIGOMET-Familie<br />
einen festen Platz in diesem Segment. Als<br />
langjähriger Partner der Glasindustrie bietet<br />
Oemeta ein leistungsstarkes Portfolio<br />
an ölfreien Lösungen und ist daher die<br />
erste Wahl bei der Bearbeitung von<br />
Glaskeramikkochfeldern oder optischen<br />
Gläsern.<br />
weitere Infos: www.oemeta.com<br />
38 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
Nachhaltigere Zerspanung mit Hydro-Dehnspannfutter<br />
Höhere Lebensdauer, weniger Energiebedarf<br />
Komponenten & Zubehör<br />
Für Produktionsunternehmen ist es essenziell<br />
geworden, klimafreundlich und<br />
zugleich wirtschaftlich zu fertigen. Mit prozessintegrierten<br />
Maßnahmen sind Schadstoffemissionen<br />
sowie die Ressourceninanspruchnahme<br />
so gering wie möglich zu<br />
halten, zugleich sind die Mitarbeiter zu<br />
schützen und zu entlasten – denn nur so<br />
sind Unternehmen für die Aufgaben der<br />
Zukunft gerüstet. Die Hydro-<br />
Dehnspanntechnologie in zerspanenden<br />
Betrieben kann zu ökologischen, ökonomischen<br />
und sozialen Verbesserungen<br />
beitragen.<br />
Die Welt der industriellen Produktion verändert<br />
sich. Dekarbonisierung heißt das langfristige<br />
Ziel in allen Bereichen von Wirtschaft<br />
und Gesellschaft. Auf dem Weg dorthin stehen<br />
Produkte, Abläufe und Dienstleistungen<br />
im Hinblick auf Ressourcenschonung und<br />
Klimaneutralität auf dem Prüfstand. Zu<br />
den unternehmerischen Handlungsfeldern<br />
mit höchster Priorität gehört es, für die<br />
Zukunftsfähigkeit zu sorgen. Sowohl in ökologischer<br />
als auch in ökonomischer und sozialer<br />
Hinsicht ist das Ziel gesetzt: Effizienz in<br />
allen Bereichen. Nur mit einer sorgsamen<br />
Allokation aller Ressourcen wird es gelingen,<br />
die enormen Herausforderungen aus wirtschaftlicher<br />
Performance, Umweltschutz<br />
und sozialer Verantwortung erfolgreich<br />
zu bewältigen. So gehört es auch für<br />
Produktionsunternehmen untrennbar<br />
Spannfutter wie das TENDO Silver sind ideal für den Einstieg in die Hydro-Dehnspanntechnik. Der<br />
Präzisionsallrounder ist mit allen Werkzeugmaschinenspindeln kompatibel. (Bild: SCHUNK)<br />
zusammen, dass jegliche Güter ressourcenschonend<br />
hergestellt werden und zugleich<br />
die Regenerationsfähigkeit der Umwelt<br />
erhalten bleibt.<br />
SCHUNK und MAPAL haben die<br />
Nachhaltigkeit als gemeinsames Ziel<br />
Auch für SCHUNK, Global Player und ganzheitlicher<br />
Partner in der Automatisierungsund<br />
Produktionstechnik, stehen ökologische,<br />
ökonomische und soziale Belange im<br />
Mittelpunkt. Die Zukunftsfähigkeit sowohl<br />
für die eigenen Mitarbeitenden als auch<br />
die der Kunden hat oberste Priorität. Es<br />
gilt, die Prozesse der Anwender zu optimieren<br />
und noch wirtschaftlicher und flexibler<br />
zu gestalten – auch bei der Zerspanung.<br />
Zusammen mit dem Technologiepartner<br />
MAPAL aus Aalen, Spezialist für Werkzeuge,<br />
Spannzeuge und Bearbeitungslösungen,<br />
arbeitet SCHUNK daran, wie Anwender den<br />
Einstieg in eine nachhaltigere Zerspanung<br />
realisieren können. Beide Unternehmen<br />
haben die vorteilhafte Wirkung der Hydro-<br />
Dehnspanntechnik im Produktionsbereich<br />
untersucht. Das Ergebnis: Anwender profitieren<br />
vom Technologievorsprung der<br />
Hydro-Dehnspanntechnik in ökologischen,<br />
ökonomischen und sozialen Belangen.<br />
SCHUNK und MAPAL empfehlen zerspanenden<br />
Unternehmen daher, in der Fertigung<br />
aus Gründen der Nachhaltigkeit auf die<br />
zukunftsfähige Technologie der Hydro-<br />
Dehnspanntechnik zu setzen.<br />
Ein Plus für die Zukunft: Hydro-<br />
Dehnspanntechnik in der Zerspanung<br />
Die schlanken Hydro-Dehnspannfutter TENDO Slim 4ax können Warmschrumpffutter dank<br />
genormter Außengeometrie 1:1 ohne Neuprogrammierung ersetzen. (Bild: SCHUNK)<br />
Von dieser Technologie sind viele Anwender<br />
der Metallbearbeitung schon lange überzeugt,<br />
weil sie damit eine wirtschaftliche,<br />
effiziente und ressourcenscho-<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 39
Komponenten & Zubehör<br />
Alle Hydro-Dehnspannfutter sind denkbar<br />
einfach zu handhaben. Werkzeuge lassen<br />
sich sekundenschnell und μ-genauer ohne<br />
Peripheriegeräte einwechseln. (Bild: SCHUNK)<br />
nende Teilebearbeitung erzielen. Am<br />
Markt sind HydroDehnwerkzeughalter<br />
für jede Anwendung verfügbar. Die<br />
Werkzeugspannung erfolgt über einen<br />
hydraulischen Mechanismus, bei dem<br />
das Eindrehen einer Schraube das innere<br />
Druckmedium komprimiert und die<br />
Dehnbüchse elastisch verformt. So wird der<br />
Werkzeugschaft fest umschlossen. Die hohe<br />
Spannung und radiale Steifigkeit sorgen für<br />
einen absolut sicheren Halt des Werkzeugs<br />
und für einen exakten Rundlauf.<br />
SCHUNK und MAPAL haben jeweils<br />
jahrzehntelange Erfahrung mit dieser<br />
Technologie. Dank einer anwendungsspezifisch<br />
ausdifferenzierten Werkzeughalter-<br />
Segmentierung erhalten Kunden je nach<br />
Anwendung und Anforderung passende<br />
Hydro-Dehnspannfutter; sie sind serienmäßig<br />
feingewuchtet und für hohe Drehzahlen<br />
geeignet. „Die Hydro-Dehnspanntechnik<br />
unterstützt Unternehmen der<br />
Zerspanungsindustrie maßgeblich auf dem<br />
Weg der Dekarbonisierung“, unterstreicht<br />
Matthias Brenner, Director Product Sales &<br />
Product Management Clamping Technology<br />
bei SCHUNK. „Industrie, Wirtschaft und<br />
Gesellschaft müssen der dringenden<br />
Forderung nach geringeren Emissionen,<br />
Energie- und Materialverbräuchen nachkommen“,<br />
gibt Brenner zu bedenken. „Wer<br />
zukunftsfähig produzieren will, muss alle<br />
Maßnahmen zur Reduzierung der CO2-<br />
Emissionen ausschöpfen. Dazu zählen neue<br />
klimafreundliche Produkte und Leistungen<br />
ebenso wie die Verringerung der Emissionen<br />
im eigenen Betrieb sowie in der Lieferkette.“<br />
Global Head of Product- and Application<br />
Management Clamping Technology bei<br />
MAPAL und ergänzt: „Ein Pluspunkt für<br />
das Hydro-Dehnspannfutter in Sachen<br />
Nachhaltigkeit aus technischer Sicht ist dessen<br />
wesentlich höhere Lebensdauer. Wer<br />
verantwortungsbewusst in der Fertigung<br />
unterwegs sein will, sollte einen Umstieg<br />
auf die Hydro-Dehnspanntechnologie in<br />
Betracht ziehen. Bei Neuanschaffungen<br />
sind Hydro-Dehnspannfutter aus<br />
Nachhaltigkeitsgesichtspunkten erste<br />
Wahl.“<br />
Deutliche Steigerung bei<br />
Werkstückqualität und Lebensdauer<br />
des Spannfutters<br />
Denn die Hydro-Dehnspanntechnologie<br />
steht dank des konstruktiven Konzepts für<br />
Ressourcenschutz und Prozesssicherheit.<br />
Aus dem dauerhaft exakten Rundlauf<br />
eines Hydro-Dehnspannfutters und der<br />
wirksamen Schwingungsdämpfung<br />
dank des inneren Ölpolsters resultieren<br />
beste Werkstückoberflächen, die<br />
Vermeidung von Mikroausbrüchen, die<br />
Schonung der Maschinenspindel und<br />
höhere Werkzeugstandzeiten beim<br />
Metallbearbeiter. Er profitiert somit<br />
unmittelbar von Kosteneinsparungen<br />
und einer höheren Ergebnisqualität.<br />
Mit der Hydro-Dehntechnologie bleiben<br />
die Rundlaufgenauigkeit, die<br />
Spannkraft und das Drehmoment über<br />
den Zerspanungsablauf konstant; diese<br />
Prozesszuverlässigkeit schützt sowohl das<br />
Werkstück als auch die Betriebsmittel, vor<br />
allem die Werkzeugschneide. Insgesamt<br />
werden Nacharbeiten sowohl am Werkstück<br />
als auch am Zerspanungsaufbau deutlich<br />
reduziert.<br />
Im Vergleich zu einem Schrumpffutter, das<br />
durch ständiges Erwärmen und Abkühlen<br />
stark beansprucht wird, hält ein Hydro-<br />
Dehnspannfutter deutlich länger. Denn<br />
eine Materialermüdung durch thermische<br />
Belastung entsteht hier nicht. „Wir bei<br />
MAPAL haben durch Vergleiche die längere<br />
Lebensdauer verifiziert“, erläutert<br />
Dennis Minder. „Während Schrumpffutter<br />
nach etwa 500 Spannzyklen nicht mehr<br />
die anfängliche Bauteilqualität erzeugen,<br />
bringt es ein aktuelles UNIQ-Hydro-<br />
Dehnspannfutter auf 10.000 bis 15.000<br />
Zyklen – bei gleichbleibender Qualität<br />
für den Anwender.“ Diese Langlebigkeit<br />
dient unmittelbar dem Ressourcenschutz,<br />
denn der Metallbearbeiter kann das<br />
Betriebsmittel über viele Jahre zuverlässig<br />
einsetzen. Auch hinsichtlich Service<br />
und Wiederaufbereitung überzeugt das<br />
Hydro-Dehnspannfutter: Einbauteile können<br />
ersetzt werden, und das Hydrauliköl ist<br />
neu befüllbar. So ist es einsatzbereit für ein<br />
zweites Leben und fit für weitere 10.000 bis<br />
15.000 Zyklen in der Zerspanung. „Die Hydro-<br />
Dehnspanntechnologie ist eine hochwirksame<br />
Stellschraube für Wirtschaftlichkeit<br />
und Materialeinsparung“, betont Matthias<br />
Brenner. Die Vermeidung von Ausschuss<br />
„Die Anwendung der Hydro-<br />
Dehnspanntechnik leistet sowohl in ökologischer<br />
als auch in ökonomischer und sozialer<br />
Hinsicht einen Beitrag für eine zukunftsfähige<br />
Produktion“, bekräftigt Dennis Minder,<br />
Metallbearbeiter können Hydro-Dehnspannfutter, wie hier das UNIQ DReaM Chuck von MAPAL,<br />
über viele Jahre zuverlässig einsetzen. (Bild: MAPAL)<br />
40 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
Komponenten & Zubehör<br />
Energieverbrauchs hilft uns auf dem Weg, die Nachhaltigkeitsziele<br />
zu erreichen!“<br />
Gegenüber Schrumpffuttern bieten Hydro-Dehnspannfutter einige<br />
Vorteile, wie die höhere Genauigkeit und die einfachere Handhabung.<br />
(Bild: MAPAL)<br />
wirkt direkt positiv auf einen verminderten CO2-Ausstoß, denn im<br />
wertvollen Rohmaterial sind bereits Ressourcen gebunden, die nicht<br />
verschwendet werden dürfen. „Die Wegwerfmentalität hat ein Ende.<br />
Das wird durch ein Hydro-Dehnspannfutter konkret unterstützt,<br />
denn es ist für eine lange Nutzung designt“, so Brenner.<br />
Einfaches Teilehandling vorteilhaft für Mitarbeiterschutz<br />
So berücksichtigt der Einsatz der Hydro-Dehnspanntechnik<br />
in Zerspanprozessen viele Dimensionen einer zukunftsfähigen<br />
Produktion – vom Schutz der Ressourcen, beginnend beim<br />
Rohmaterial, über die Energie bis hin zu verbesserten und entlastenden<br />
Arbeitsbedingungen für die Betriebsangehörigen.<br />
Die Prozessverbesserung bestehender Abläufe im betrieblichen<br />
Alltag ist einer der großen Hebel, um die Produktherstellung,<br />
egal in welchen Bereichen, ressourceneffizienter zu gestalten.<br />
Entscheidend ist, dass Anlagenbetreiber alle Bereiche des<br />
Ressourcenverzehrs betrachten, jegliche Verschwendungen identifizieren<br />
und sie schließlich beseitigen. Schon kleine Veränderungen<br />
im Produktionsprozess können ohne großen Engineeringaufwand<br />
umgesetzt werden und schnell spürbare Wirkung zeigen. Mit dem<br />
Einsatz von Hydro-Dehnspannfuttern können Anwender in zerspanenden<br />
Betrieben unmittelbar CO2-Emissionen einsparen und ihre<br />
Klimaziele umsetzen – im laufenden Betrieb und ohne aufwendiges<br />
Umrüsten. Weil die Geometrien der Hydro-Dehnspannfutter TENDO<br />
Slim 4ax (SCHUNK) und UNIQ DReaM 4.5° (MAPAL) exakt mit der<br />
von Warmschrumpffuttern übereinstimmen, können diese 1:1 ohne<br />
Neuprogrammierung ersetzt werden. Noch nie war der Umstieg<br />
einfacher.<br />
weitere Infos: www.schunk.com<br />
Und noch ein Argument spricht für die Hydro-Dehnspanntechnologie:<br />
der Mitarbeiterschutz. Werker sind für eine einfache und<br />
unproblematische Handhabung des hochwertigen Werkzeugfutters<br />
dankbar, denn es muss nur eingesteckt und festgeschraubt<br />
werden. Alles in allem dauert der Wechsel nur wenige<br />
Sekunden und erfolgt dennoch mikrometergenau. Weitere<br />
Peripheriegeräte sind nicht erforderlich. Die kurzen Rüstzeiten und<br />
entfallende Nacharbeiten wirken sich direkt auf die Produktivität<br />
und Senkung der Arbeitskosten aus. Nicht zuletzt wird auch die<br />
Arbeitssicherheit im metallbearbeitenden Betriebsalltag durch<br />
die Hydro-Dehnspanntechnik auf ein neues Niveau gehoben:<br />
Verbrennungen an einem heißen Spannfutter kommen nicht mehr<br />
vor. „Ein Schrumpfgerät ist nicht nur umständlich in der Bedienung,<br />
sondern auch eine potenzielle Gefahrenquelle“, verweist Dennis<br />
Minder. „Und die ist mit dem Hydro-Dehnspannfutter eliminiert.“<br />
Wesentliche Energieeinsparung im Vergleich zu<br />
Schrumpffuttern<br />
Neben der Langlebigkeit, dem Ressourcenschutz und der<br />
Arbeitssicherheit überzeugt die Hydro-Dehnspanntechnik<br />
auch durch die Energieeinsparung gegenüber dem Einsatz von<br />
Schrumpffuttern. Der hier übliche hohe Stromverbrauch entfällt<br />
– und damit direkt verbunden auch wesentliche Mengen an CO2-<br />
Emissionen. „Ein starkes Argument für einen Wechsel zum hydraulischen<br />
Spannen ist der hohe Energieaufwand beim Schrumpfen“,<br />
erläutert Dennis Minder. „Ein Verzicht auf Warmschrumpfen eliminiert<br />
sämtliche Energieverbräuche, mindert den CO2-Ausstoß und<br />
drückt die Energiekosten“, so der MAPAL-Spezialist. „Wir haben<br />
in der eigenen Fertigung ermittelt, dass ein Schrumpfgerät, das<br />
täglich im Dreischichtbetrieb im Einsatz ist, jährlich auf einen<br />
Stromverbrauch von 10.000 bis 12.000 Kilowattstunden kommt –<br />
es ist also ein Stromfresser“, stellt Minder fest. „Das geht mit dem<br />
Hydro-Dehnspannfutter deutlich sparsamer. Jede Reduzierung des<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 41
Komponenten & Zubehör<br />
10 µ-Werkzeuge prozesssicher vermessen<br />
Einige Produkte der ZECHA Hartmetall-<br />
Werkzeugfabrikation GmbH wie der<br />
Zweischneider-Schaftfräser mit einem<br />
Durchmesser von 10 µ oder ein PKD-<br />
Werkzeug, das bei einem Durchmesser von<br />
6 Millimetern 42 Schneiden hat, verschieben<br />
den Rahmen dessen, was man als technisch<br />
möglich erachtete. Über die Werkzeuge hinaus<br />
liefert das Unternehmen jedoch auch<br />
Komplettlösungen für Fertigungsprozesse,<br />
bei denen Lasermesstechnik von Blum-<br />
Novotest eine zentrale Rolle spielt.<br />
ZECHA aus Königsbach-Stein hat sich auf<br />
Werkzeuge von Durchmesser 12 mm bis<br />
hin zu sehr kleinen Mikrowerkzeugen<br />
mit Durchmesser 0,01 mm in höchster<br />
Präzision spezialisiert. Sie herzustellen verlangt<br />
ein Höchstmaß an Kompetenz, denn<br />
Geometrien normal-großer Werkzeuge können<br />
nicht einfach in den Mikrobereich herunterskaliert<br />
werden. Beim Einsatz von<br />
Fräsern mit wenigen Zehntel Millimetern<br />
im Durchmesser herrschen völlig andere<br />
Zerspanungsbedingungen als bei herkömmlichen<br />
Dimensionen. Wer mit der<br />
Lupe das Schaftende der ZECHA-Werkzeuge<br />
betrachtet, erkennt, wie ernst man diese<br />
Themen nimmt: Auf der Schaft-Endfläche ist<br />
in winziger Schrift die Seriennummer sowie<br />
Durchmesser und Radius des Fräsers gelasert<br />
– bewusst nicht auf der Schaftfläche, wo<br />
die Beschriftung für eine Beeinträchtigung<br />
des Rundlaufs sorgen könnte.<br />
Bei speziellen Werkzeugserien werden<br />
die Schneiden der Mikrowerkzeuge mittels<br />
Lasertechnologie final bearbeitet,<br />
was eine extreme Schärfe erlaubt, wie bei<br />
der IGUANA-Serie zu sehen ist. Darüber<br />
hinaus ist eine freiere Gestaltung der<br />
Schneidengeometrie möglich als bei dem<br />
sonst üblichen Schleifverfahren, was sich<br />
bei den Werkzeugen der MARLIN 3D-Serie<br />
widerspiegelt. Die Kante einer solchen<br />
laserbearbeiteten Schneide ist dann gerade<br />
einmal noch ein Tausendstelmillimeter<br />
breit und kann nur noch mit einem<br />
Rasterelektronenmikroskop angeschaut<br />
werden. „Unser Angebot geht allerdings<br />
weit über Werkzeuge hinaus“, erläutert<br />
Produktmanager Stephen Rapp.<br />
„Wir liefern Komplettlösungen für Bearbeitungsaufgaben,<br />
dabei arbeiten wir intensiv<br />
mit Maschinen- und Zubehörherstellern<br />
zusammen. Denn von uns bekommt der<br />
Kunde nicht nur Werkzeuge, sondern –<br />
Der LC50-DIGILOG ermittelt den tatsächlichen Messwert auf Basis von tausenden Einzelwerten<br />
pro Sekunde.<br />
sofern erforderlich – einen auf die Maschine<br />
abgestimmten Fertigungsprozess.“<br />
Aber wie können solch kleine Werkzeuge,<br />
die eine um ein Vielfaches geringere Größe<br />
haben als ein menschliches Haar, vermessen<br />
werden bzw. wie stellt man sicher,<br />
dass der Bearbeitungsprozess reproduzierbar<br />
ist? Besonders wichtig ist hierbei, dass<br />
die Messung in der Maschine erfolgt, weil<br />
nur so sämtliche Einflussfaktoren erfasst<br />
und kompensiert werden können. Da der<br />
Maschinenhersteller KERN bereits seit vielen<br />
Jahren standardmäßig Lasermesssysteme<br />
von BLUM in die Präzisionsmaschinen<br />
integriert und ZECHA solch eine High-<br />
End-Maschine im Einsatz hat, war die<br />
Lösung in Königsbach-Stein in Form des<br />
LC50-DIGILOG schnell gefunden. Nach<br />
ersten Tests des Systems war sofort klar,<br />
dass das BLUM-Produkt perfekt für die<br />
Vermessung von Mikrowerkzeugen geeignet<br />
ist. Auch wenn diese gerade einmal 10<br />
Mikrometer im Durchmesser messen.<br />
BLUM hatte 2017 mit dem LC50-DIGILOG<br />
eine neue Generation Lasermesssysteme<br />
vorgestellt, die erstmals mit der revolutionären<br />
DIGILOG-Technologie ausgestattet<br />
war und in Sachen Präzision, Messgeschwindigkeit<br />
und Prozesssicherheit alles<br />
Dagewesene in den Schatten stellte.<br />
„Im Gegensatz zu herkömmlichen Lasersystemen,<br />
die einen einzelnen Messwert<br />
generieren, wenn der Laserstrahl zu einem<br />
bestimmten Grad abgeschattet ist, ermittelt<br />
das Lasermesssystem LC50-DIGILOG<br />
den tatsächlichen Messwert auf Basis von<br />
tausenden Einzelwerten pro Sekunde“,<br />
berichtet Kai Fundel, Vertriebstechniker bei<br />
Blum-Novotest. „Zudem erkennt das intelligente<br />
System – aufgrund der Vielzahl<br />
an Messwerten pro Schneide – Schmutzund<br />
Kühlschmiermittelanhaftungen am<br />
Werkzeug und rechnet sie aus dem Ergebnis<br />
heraus, was die Messergebnisse nochmals<br />
zuverlässiger macht.“<br />
Wenig überraschend ist, dass beim<br />
Einsatz von Mikrowerkzeugen neben<br />
der Werkzeugvermessung auch die<br />
Werkzeugbruchüberwachung ein<br />
wichtiges Thema und im Fall eines<br />
10 µ-Werkzeugs sogar entscheidend<br />
für die Prozesssicherheit ist. Die<br />
Wahrscheinlichkeit eines Werkzeugbruchs<br />
Die Werkzeuge, die so klein sind, dass die<br />
eigentlichen Schneiden nur unter einem<br />
Rasterelektronenmikroskop erkennbar sind.<br />
42 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
ist hier naturgemäß deutlich höher als bei<br />
Standardwerkzeugen und ein Bruch könnte<br />
ohne das Lasermesssystem nur anhand<br />
der nicht stattfindenden Bearbeitung entdeckt<br />
werden. Hier bietet die berührungslose<br />
Messung bei Bearbeitungsdrehzahl,<br />
wie sie mit dem DIGILOG-System von BLUM<br />
möglich ist, große Vorteile, denn sie erfolgt<br />
sekundenschnell und absolut zuverlässig,<br />
ohne die Gefahr, das Werkzeug zu<br />
beschädigen.<br />
Aber auch bei der Prozessentwicklung für<br />
Kunden spielt der LC50-DIGILOG eine wichtige<br />
Rolle: „Mit Hilfe des LC50-DIGILOG<br />
sind wir in der Lage, in neuen Prozessen<br />
oder bei neuentwickelten Werkzeugen<br />
die Standzeit und den Verschleiß genau<br />
zu erfassen. Schließlich wollen unsere<br />
Kunden bereits vor dem Kauf wissen, welche<br />
Standzeit sie erwarten können“, erklärt<br />
Marcus Becker, Anwendungstechniker<br />
Fräsapplikation bei ZECHA. „Von Vorteil ist<br />
dabei, dass das Lasermesssystem nicht auf<br />
die Mikrowerkzeugtechnik beschränkt ist,<br />
sondern alle unsere Werkzeugdurchmesser<br />
abdeckt. So können wir mit einem<br />
Messsystem alle Prozesse entwickeln.“ Auch<br />
unterschiedliche Beschichtungsfarben<br />
beeinflussen die Messergebnisse nicht.<br />
Gemeinsam haben die Spezialisten von<br />
ZECHA und BLUM testweise das gesamte<br />
Werkzeugportfolio durchgemessen und<br />
ausnahmslos beste Messwerte erzielt.<br />
Zusammen mit den Lasermesssystemen<br />
setzt ZECHA auch die Software LC-VISION<br />
von Blum-Novotest ein. Dabei handelt es sich<br />
um eine Mess- und Visualisierungssoftware,<br />
mit der am Steuerungsbildschirm eine<br />
Vielzahl von Messaufgaben schnell und einfach<br />
generiert, visualisiert und ausgewertet<br />
werden können. Die ‚Stability Funktion‘ in<br />
LC-VISION ermöglicht zum Beispiel – vereinfacht<br />
gesagt – das Verhalten der Maschine<br />
kennenzulernen. So kann man u.a. relativ<br />
schnell herausfinden, wann die Maschine<br />
einen stabilen thermischen Zustand erreicht<br />
hat und mit der Bearbeitung gestartet werden<br />
kann. Die Spezialisten bei ZECHA heben<br />
aber auch die Bedienerfreundlichkeit der<br />
Messsoftware LC-VISION hervor, die mehr<br />
Möglichkeiten und Komfort offeriert, als<br />
wenn die Messvorgänge per NC-Zyklus aufgerufen<br />
und ausgeführt werden. So bietet<br />
die Software Auswertungen über viele<br />
Messreihen hinweg, ein Dashboard, das<br />
unter anderem Verschleißtrends abbildet<br />
sowie eine intuitive Erstellung von<br />
Messprogrammen für eine Vielzahl von<br />
Werkzeugen.<br />
ZECHA präsentiert seinen Kunden heute<br />
Komplettpakete aus Werkzeug, Prozess<br />
und DIGILOG-System, die eine hohe<br />
Bearbeitungsqualität sicherstellen und<br />
bestmögliche Produktivität gewährleisten.<br />
Die Bruchkontrolle nach jedem<br />
Bearbeitungsschritt schützt Maschine und<br />
Folgewerkzeuge – sie ist eine Voraussetzung<br />
für einen störungsfreien mannlosen<br />
Betrieb. Außerdem lassen sich die hochwertigen<br />
Werkzeuge bis an die individuelle<br />
Verschleißgrenze nutzen, statt nach einer<br />
vorgegebenen, mit Sicherheitsfaktoren<br />
beaufschlagten Lebenszeit getauscht zu<br />
werden. „Auch in der Messgeschwindigkeit<br />
ist das DIGILOG-System sehr gut, denn<br />
eine normale Messung dauert nur wenige<br />
Sekunden, während andere Technologien<br />
bei einer geringeren Genauigkeit ein<br />
Vielfaches dieser Zeit benötigten. Schließlich<br />
sind wir immer auf der Suche nach dem letzten<br />
‚µ‘ – mit BLUM haben wir einen Partner<br />
gefunden, der genauso tickt wie wir“, zieht<br />
Marcus Becker ein positives Fazit. „Zudem<br />
schaffen wir es mit dem LC50-DIGILOG,<br />
Prozesssicherheit µ-genau sicherzustellen.<br />
Auf der Ebene der Prozessentwicklung<br />
haben wir inzwischen ständigen Kontakt mit<br />
BLUM und bieten unseren Kunden dadurch<br />
bestmögliche Lösungen.“<br />
weitere Infos: www.blum-novotest.com<br />
LC-Vision in der Werkzeugentwicklung<br />
Die Software LC-VISION eröffnet auch im<br />
Zuge der Werkzeugentwicklung viele nützliche<br />
Informationen: Z.B. bei Visualisierungen<br />
der gemessenen Werkzeugkontur –<br />
um Ausbrüche zu beurteilen – ebenso<br />
wie bei Statistiken für Langzeittests.<br />
ZECHA nutzt zur Beurteilung der eigenen<br />
Fertigungsprozesse zum Beispiel die<br />
Einzelschneidenvermessung, bei der alle<br />
Schneiden eines Werkzeugs gemessen<br />
und miteinander verglichen werden können.<br />
Und das eben auch bei Werkzeugen<br />
mit nur 10 µm im Durchmesser. „Gerade bei<br />
sehr kleinen Werkzeugen ist der Rundlauf<br />
von besonderer Bedeutung, im schlimmsten<br />
Fall reicht eine Unwucht aus, das Werkzeug<br />
bei Nenndrehzahl abzureißen“, unterstreicht<br />
Thilo Hutmacher aus der Forschung und<br />
Entwicklung bei ZECHA. „So sind Messungen<br />
in der Maschine, mit laufender Spindel und<br />
im Werkzeughalter extrem wichtig für uns,<br />
weil eben das gesamte System gemessen<br />
wird und nicht nur einzelne Komponenten.“<br />
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AMB<br />
Ein Span wie aus dem Bilderbuch<br />
Trendbericht Werkzeuge zur Metallbearbeitung<br />
Neue Werkstoffe, der Trend zur Miniaturisierung,<br />
Wettbewerbsdruck, Digitalisierung<br />
und nachhaltigeres Wirtschaften –<br />
so lauten nur einige der Herausforderungen,<br />
mit denen Fertigungsbetriebe umgehen<br />
müssen. Das gilt auch für den Start der<br />
Wertschöpfungskette, an der meist eine<br />
Methode der Metallbearbeitung steht. Nicht<br />
selten sind es die Werkzeug-Spezialistinnen<br />
und -Spezialisten, bei denen die Anfragen<br />
zuerst landen, komplexe und problematische<br />
Zerspanungsprozesse zu optimieren.<br />
Zu den häufigsten Problemen der Zerspaner<br />
gehören Werkzeugverschleiß, Bearbeitungszeiten<br />
und Kosten.<br />
Wie Hersteller moderner Werkzeuge den<br />
vielfältigen Herausforderungen begegnen,<br />
zeigt ein Streifzug durch die Innovationen<br />
der AMB-Aussteller, die ihre Neuigkeiten vom<br />
10. bis 14. September <strong>2024</strong> in den Hallen der<br />
Messe Stuttgart zeigen werden. Sie finden<br />
im Zusammenspiel mit Maschinenbauern<br />
und Anwendern Antworten, um auch komplexe<br />
Formen, herausfordernde Materialien<br />
oder große Stückzahlen effizienter und präziser<br />
zu produzieren.<br />
Schneidstoffe und Beschichtungen<br />
Die Entwicklung neuer Schneidstoffe und<br />
Beschichtungen ist ein Schlüsselbereich<br />
in der Weiterentwicklung von Präzisionswerkzeugen.<br />
Hartmetall, Keramik und<br />
Diamantbeschichtungen reduzieren den<br />
Verschleiß und verlängern Standzeiten. Am<br />
Ende sind häufig sie es, die für ein unterbrechungsfreies<br />
Arbeiten sorgen.<br />
Bei ISCAR kommt noch ein weiteres<br />
Element hinzu, das sich positiv auf die<br />
Produktivität auszahlt: Bei den 3-Schneiden-<br />
Vollhartmetall-Flachkopfbohrern wurden<br />
innere Kühlmittelkanäle für eine verbesserte<br />
Bearbeitungsleistung integriert.<br />
Die drei Kühlmitteldüsen verlängern die<br />
Lebensdauer der Schneide und verbessern<br />
die Spanabfuhr. Die Flachbohrer-Linie<br />
von Iscar ist nach eigenen Angaben die erste<br />
auf dem Markt für die Bearbeitung von<br />
Flachbodenbohrungen. Die drei Schneiden<br />
des Bohrers verbessern die Qualität der<br />
Bohrungen, vor allem, wenn unterbrochene<br />
Schnittbedingungen auftreten. Das können<br />
beispielsweise sich schneidende Löcher<br />
oder schräge Flächen sein.<br />
Die Geometrie der Bohrer ermöglicht<br />
eine hohe Produktivität, insbesondere<br />
bei der Bearbeitung von Stahl- und<br />
Gusswerkstoffen. Die Durchmesser dieser<br />
Serie reichen von 4 bis 12 mm mit 0,1-mm-<br />
Schritten und einem Verhältnis von Länge<br />
zu Durchmesser von 3xD und 5xD. Die kleine<br />
Spitze verbessert das Eindringen und<br />
die Genauigkeit des Bearbeitungslochs.<br />
Die gewellten Schneidkanten sowie eine<br />
spezielle Form des Einstichs sorgen für<br />
eine gute Spankontrolle in den meisten<br />
Werkstoffen. Schmale Abstreifer reduzieren<br />
die Reibung und sorgen für eine optimale<br />
Oberflächengüte. Hinzu kommt,<br />
dass die hochpolierten Spannuten Späne<br />
sauber abführen und ein optimierter<br />
Kerndurchmesser die Werkzeugsteifigkeit<br />
erhöht.<br />
Verbundwerkstoffe und neue<br />
Materialien<br />
Auch Verbundwerkstoffe wie Kohlefaser<br />
oder Titanlegierungen erfordern spezielle<br />
Werkzeuge, die extremen Belastungen<br />
standhalten können. Mit der steigenden<br />
Nachfrage nach diesen leichteren<br />
und dennoch robusten Materialien steigt<br />
auch der Bedarf an Werkzeugen, die diese<br />
Materialien bearbeiten können. Forschung<br />
und Entwicklung vieler Unternehmen konzentrieren<br />
sich daher auf die Herstellung solcher<br />
Werkzeuge, mit einem Fokus auf deren<br />
Beschichtungen.<br />
Auch Hersteller Mapal aus Aalen entwickelt<br />
seine Oberflächentechnologien<br />
weiter. Extrem harte und verschleißbeständige<br />
Diamantschichten zerspanen<br />
Materialien wie CFK, Keramik, Graphit<br />
und Aluminiumverbindungen. Vor allem<br />
in der Automobil- und Luftfahrtindustrie,<br />
im Werkzeug- und Formenbau und in der<br />
Medizintechnik fordern die Anwender hohe<br />
Standzeiten und Prozesssicherheit.<br />
Im Aalener Kompetenzzentrum für<br />
Beschichtungstechnologien werden<br />
Wendeschneidplatten und Vollhartmetallwerkzeuge<br />
mittels PVD- oder CVD-<br />
Verfahren für den späteren Einsatz vorbereitet.<br />
Für die Trockenbearbeitung und für<br />
hohe Schnittgeschwindigkeiten empfehlen<br />
die Experten in der Regel CVD. Bei der chemischen<br />
Gasphasenabscheidung (Chemical<br />
Vapour Deposition) werden Verbindungen<br />
bis knapp über 1000 °C aufgebracht. Sind<br />
eher instabile Bearbeitungssituationen<br />
oder schwierige Zerspanungsbedingungen<br />
zu erwarten, kommen die zäheren PVD-<br />
Schichten zum Einsatz. Die Physical Vapour<br />
Deposition verbindet metallische Hartstoffe<br />
wie Titannitrit oder Titanaluminiumnitrit<br />
mit den Hartmetall-Grundkörpern. Spielen<br />
adhäsive Verschleißvorgänge ein Rolle,<br />
fällt die Wahl häufig auf diamantähnliche<br />
Kohlenstoffschichten (DLC). Diese werden<br />
ebenfalls mit PVD oder einem plasmaunterstützten<br />
CVD-Verfahren abgeschieden.<br />
Für die Beschichtung seiner Werkzeuge<br />
beschränkt sich Mapal derzeit auf den<br />
Bereich zwischen 3 und 15 μm, abhängig<br />
der jeweiligen Anwendung. Der optimierte<br />
HF-CVD-Prozess erzeugt Schichten<br />
mit nahezu homogener Dicke. Ein Ziel<br />
bleibt immer gleich: In der jeweiligen<br />
Zerspanungsanwendung soll die gesamte<br />
Schneidenlänge unabhängig von der<br />
Schnitttiefe prozesssicher genutzt werden<br />
können. Ein Beispiel ist der OptiMill-<br />
Composite-Speed-Plus Vollhartmetallfräser<br />
für CFK-Werkstoffe. Hier ist es die homogene<br />
CVD-Diamantbeschichtung, die für lange<br />
Standzeiten und hohe Prozesssicherheit<br />
sorgt.<br />
Faserausrisse und -überstände sowie unschöne<br />
Grate sind auch für viele Kunden von<br />
Emuge Franken ein Problem. In vielen unterschiedlichen<br />
Branchen wie der Luft- und<br />
Raumfahrtindustrie, der Automobilindustrie,<br />
dem Energiesektor oder dem Sport- und<br />
Medizinbereich werden Verbundwerkstoffe<br />
44 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
AMB<br />
eingesetzt. Als Antwort auf unterschiedlichste<br />
Bearbeitungsprobleme in diesen<br />
Industriezweigen hat das Unternehmen seine<br />
Fiber-Cut-Fräswerkzeuge entwickelt.<br />
Sie bearbeiten faserverstärkte Kunststoffe<br />
wie CFK, GFK und AFK. Für<br />
Schruppanwendungen in CFK und GFK sind<br />
ZR-beschichtete Fräser mit Durchmessern<br />
von 4,0 bis 20 mm verfügbar. Die Fräser<br />
mit Diamant-ZR-Beschichtung schruppen<br />
und schlichten ausrissfrei. Spezielle<br />
Verzahnungen sorgen für sauberes Trennen<br />
der Fasern, hohes Spanvolumen und optimale<br />
Spanabfuhr. Fräser in den Durchmessern<br />
1,0 bis 3,0 mm mit Diamant-ZR-Beschichtung<br />
sind für die Mikrobearbeitung geeignet. Für<br />
das Bohren und Beschnittfräsen in aramidfaserverstärkten<br />
Kunststoffen stehen Fräser<br />
mit gegenläufigem Scherenschnitt (5,0 bis<br />
12 mm) zur Verfügung.<br />
Nanotechnologie und<br />
mikrostrukturierte Werkzeuge<br />
Ein weiterer Trend betrifft die Größe der herzustellenden<br />
Bauteile. Sie werden immer<br />
kleiner. Damit schrumpfen auch die notwendigen<br />
Formen und Geometrien. Die<br />
Miniaturisierung von Bauteilen erfordert<br />
Werkzeuge mit immer präziseren und kleineren<br />
Abmessungen. Die Übergänge sind<br />
fließend in Mikro- und Nanotechnologie.<br />
Werkzeuge mit mikroskopisch kleinen<br />
Strukturen sind besonders in der Elektronikund<br />
Medizintechnik gefragt.<br />
Beispiel LMT Tools in Schwarzenbek:<br />
Bei der Entwicklung der Mikrofräser<br />
stand neben der gewünschten Bauteilqualität<br />
auch die Produktivität und<br />
Prozesssicherheit im Vordergrund. Für die<br />
hochpräzise Fräsbearbeitung mit kleinen<br />
Werkzeugdurchmessern bietet LMT unterschiedliche<br />
Mikrofräser im Toleranzbereich<br />
bis 0,007 mm an. Die 3-, 4- und 6-mm-Präzisionsschäfte<br />
mit h5-Toleranz und einem<br />
Durchmesserbereich von 0,3 bis 3,0 mm<br />
sind in zwei Geometrievarianten erhältlich:<br />
eine torische Ausführung mit gerader Stirn<br />
für präzise Konturen sowie eine Ausführung<br />
mit Kugelkopf. Letztere erlaubt eine höhere<br />
Flexibilität bei der Bearbeitung von komplexen<br />
3-D-Formen. Durch die Kugelform<br />
des Fräsers können Rundungen und unregelmäßige<br />
Oberflächen präzise bearbeitet<br />
werden.<br />
Einer der Hauptanwendungsbereiche ist die<br />
Hartbearbeitung im Gesenk- und Formenbau<br />
– seien es komplexe 3-D-Formflächen, tiefe<br />
Kavitäten, Bohrungen, Hinterschnitte oder<br />
Rippenstrukturen. Den hohen thermomechanischen<br />
Belastungskollektiven begegnet<br />
LMT Tools mit hochtemperaturbeständigen<br />
und verschleißfesten Schicht-Substrat-<br />
Systemen. So erhalten die Werkzeuge ihre<br />
Oxidiations- und Diffusionsbeständigkeit<br />
sowie Warmhärte.<br />
„Mit dem Mikroprogramm ergänzen<br />
wir unsere große Auswahl an<br />
Werkzeuglösungen im Schaft- und<br />
Wendeplattenbereich rund um das Thema<br />
Gesenk- und Formenbau, insbesondere<br />
in der Herstellung von Spritzgussformen.<br />
Damit sind wir in der Lage, alle Bereiche<br />
voll zu bedienen – von Stanzen und Pressen<br />
über Schmiedegesenke, Kunststoff- und<br />
Druckgussformen bis hin zu frei geformten<br />
Oberflächen, Elektrodenherstellung<br />
und Formenbau“, betont Dr. Sascha Beblein,<br />
Head of R&D Rotating Tools bei LMT Tools.<br />
Auch bei Paul Horn kommt es in der Mikrozerspanung<br />
darauf an, die Prozesse in ihrer<br />
Gesamtheit zu beherrschen. Bei zu produzierenden<br />
Außendurchmessern von 0,1 mm,<br />
Einstichen von 0,5 mm und Vorschüben von<br />
5 μm erhält man ein Gefühl dafür, wie präzise<br />
alle Elemente einer Bearbeitung aufeinander<br />
abgestimmt sein müssen. Sehr<br />
geringe Spantiefen verlangen sehr scharfe<br />
Schneiden, um den Schnittdruck so niedrig<br />
wie möglich zu halten. Die schleifscharfen<br />
Schneidkanten erhöhen jedoch die Gefahr<br />
von Mikroausbrüchen. Schon ein kleiner<br />
Ausbruch im Bereich von wenigen μm an<br />
der Schneidkante wirkt sich negativ auf die<br />
bearbeitete Oberfläche des Werkstücks<br />
aus. Auch spielt die Oberflächengüte<br />
der Spanfläche eine wichtige Rolle. Um<br />
Aufbauschneiden entgegenzuwirken, wird<br />
die Spanfläche bei Paul Horn vor ihrem<br />
Einsatz sehr fein geschliffen bzw. poliert.<br />
Damit Anwenderinnen und Anwender<br />
Schrauben für Hörgeräte, Wuchtgewichte<br />
zur Uhrenherstellung oder Kleinstdrehteile<br />
für medizinische Baugruppen herstellen<br />
können, hat Horn das μ-Finish-System für<br />
die Mikrozerspanung entwickelt. Damit sind<br />
Wechselgenauigkeiten von +/- 0,0025 mm<br />
beim Drehen der Wendeschneidplatte möglich.<br />
So können sie die Schneidplatte drehen,<br />
ohne die Spitzenhöhe neu einstellen zu<br />
müssen.<br />
Kleinste Durchmesser ohne Pilotieren<br />
Auch bei Ceratizit werden Bohrer<br />
für kleine und zudem noch sehr tiefe<br />
Durchmesser angeboten. Bis 30xD<br />
bohren die WTX-Bohrer bei gleichzeitiger<br />
hoher Positioniergenauigkeit. Die<br />
5xD Ausführung ist als Pilotbohrer für<br />
die Micro-Tieflochbohrer ausgelegt und<br />
schafft die Voraussetzungen für den<br />
Mikrotieflochbohrprozess. Aufgrund ihrer<br />
Eigenzentrierung kann bei den Mikrobohrern<br />
bis einschließlich 8xD auf das<br />
Pilotieren/Zentrieren verzichtet werden.<br />
Stähle, Guss-Materialien oder hochwarmfeste<br />
Werkstoffe werden mit den Bohrern<br />
sicher und wiederholgenau bearbeitet,<br />
so der Hersteller. Hintergrund ist hier<br />
eine optimierte Geometrie und die sogenannte<br />
Dragonskin-Beschichtung. Die<br />
spezielle Geometrie der Spitze erhöht<br />
die Positioniergenauigkeit und geläppte<br />
Oberflächen sorgen im Verbund mit patentierten<br />
Spanraumöffnungen für einen sicheren<br />
und schnellen Spanabtransport. Gekühlt<br />
werden die Werkzeuge mithilfe spiralförmiger<br />
Kühlkanäle und der Kühlmittelkammer<br />
im Schaft. Mit diesen Maßnahmen will<br />
Ceratizit das Mikrobohren wiederholgenau<br />
und unterbrechungssicher gestalten.<br />
Ohne Spannmittel keine präzise<br />
Bearbeitung<br />
Je enger die Toleranzen für das zu bearbeitende<br />
Werkstück am Ende sind, desto<br />
mehr kommt es auf die gesamte Kette<br />
der Kraftübertragung vom Fundament<br />
der Werkzeugmaschine bis zum Span an.<br />
Iscar hat jetzt für einen dieser Schritte<br />
eine Neuerung vorgestellt: Die BHD<br />
MB-Ausdrehköpfe werden durch eine neue<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 45
AMB<br />
Werkzeugreihe namens BSFD oder<br />
Boring Super Fine Digital ersetzt. Das<br />
Messgerät besitzt eine Anzeige für alle<br />
Feinbohrkopfdurchmesser Digitalköpfe<br />
von 3 bis 203,1 mm Durchmesser mit<br />
einer Genauigkeit von +/- 0,001. Die<br />
Anzeigeeinheit wird mit magnetischen<br />
Kräften an der Werkzeugaufnahme angedockt,<br />
so kann der Durchmesser mithilfe des<br />
digitalen Bildschirms angepasst werden.<br />
Laut Hersteller ISCAR eignen sich die<br />
Werkzeuge am besten für hochpräzise<br />
Bohroperationen mit hoher Genauigkeit.<br />
Geeignet sind sie für Anwendungen<br />
im Automobil-, Offroad-, Luft- und<br />
Raumfahrtbereich sowie im allgemeinen<br />
Maschinenbau. Zudem können sie<br />
als Alternative für Reiboperationen mit<br />
hohen Toleranzen bei unterbrochenen<br />
Schnittbedingungen verwendet werden.<br />
Auch in der 5-Achs-Bearbeitung von Rohteilen<br />
sorgen neue Standardspannmittel<br />
für die präzise und unterbrechungsfreie<br />
Zerspanung. Beispiel ist der<br />
Zentrischspanner EvoGrip von Emuge,<br />
ein manuell betätigter Direktspanner,<br />
der das Werkstück zentrisch fixiert.<br />
Die kompakte Bauform ermöglicht die<br />
Mehrseitenbearbeitung über fünf Achsen<br />
und macht Spannvorrichtungen dieser Art<br />
universell einsetzbar. Mit seinem modularen<br />
und schlanken Systemaufbau erreicht<br />
er eine maximale Spannkraft von bis<br />
zu 75 kN.<br />
Ergänzung dazu ist das Nullpunktspannsystem<br />
EvoPoint. Es ermöglicht<br />
hohe Genauigkeiten und kann<br />
dank des modularen Aufbaus mit dem<br />
Zentrischspanner-Baukasten kombiniert<br />
werden. In Verbindung mit EvoPoint können<br />
Rüstzeiten um bis zu 80 % reduziert<br />
werden, so der Hersteller. Von diesen<br />
Spannbacken stehen verschiedene<br />
Ausführungen zur Verfügung, wie eine einteilige<br />
mit verschiedenen Konturen, eine<br />
mehrteilige, bestehend aus Grundbacken<br />
mit Wendebacken sowie Wendebacken<br />
mit verschiedenen Konturen, Aufsatzbacken<br />
und Mittelbacken.<br />
Zuverlässige und innovative Präzisionswerkzeuge<br />
Die ZECHA Hartmetall-Werkzeugfabrikation<br />
GmbH zeigt auf der AMB <strong>2024</strong><br />
wie maximale Präzision, hervorragende<br />
Qualität sowohl am Produkt als auch in der<br />
Fertigung sowie höchste Produktivität in der<br />
Mikrozerspanung umgesetzt werden. Mit<br />
Neuentwicklungen und Serienerweiterungen<br />
ist für innovative Werkzeuglösungen<br />
bestens gesorgt.<br />
Upgrade PEACOCK-Serie<br />
Die optimierte Peacock Serie setzt<br />
neue Maßstäbe für zukünftige<br />
Herausforderungen der Hartbearbeitung.<br />
Dank neuester Technologie können eine signifikant<br />
höhere Prozesssicherheit und verlängerte<br />
Standzeiten, insbesondere in hochharten<br />
Materialien erzielt werden. Diese<br />
Eigenschaften machen ihn ideal für den<br />
Einsatz in Pulverstählen. Ein herausragendes<br />
Merkmal des optimierten PEACOCK-<br />
Fräsers ist das verminderte Risiko des<br />
Ausbrechens sowie der gleichmäßige und<br />
geringe Verschleiß an der Schneidkante.<br />
Diese Verbesserungen führen zu einer<br />
verringerten Ausbruchneigung, was die<br />
Zuverlässigkeit und die Lebensdauer des<br />
Werkzeugs deutlich erhöht. Insgesamt bietet<br />
der neue PEACOCK-Fräser eine herausragende<br />
Lösung für die Bearbeitung hochharter<br />
Materialien und setzt neue Standards in<br />
Bezug auf Oberflächenqualität und Effizienz<br />
in der Zerspanungstechnologie.<br />
Hochvorschubfräser<br />
der PEACOCK-Serie<br />
Die Hochvorschubfräser der PEACOCK-<br />
Serie präsentieren sich mit einem neuen<br />
Werkzeugkonzept im Durchmesserbereich<br />
von 1 – 12 mm als hervorragende Ergänzung<br />
im Werkzeugportfolio von ZECHA.<br />
Dieses Konzept erlaubt den Einsatz als<br />
Schruppwerkzeug, das ideal für die<br />
Bearbeitung großer Flächen mit geringer<br />
Tiefe sowie kleiner Störkonturen und komplexer<br />
Formen geeignet ist.<br />
Besonders hervorzuheben ist die<br />
Leistungsfähigkeit des PEACOCK-Hochvorschubfräsers<br />
bei der Bearbeitung von<br />
Stählen im Härtebereich von 58-65HRC.<br />
Zudem zeigt er hervorragende Ergebnisse<br />
bei Pulverstählen im hochharten Bereich.<br />
Ein entscheidender Vorteil gegenüber<br />
Wettbewerbsprodukten ist die deutlich<br />
geringere Spindellast, die dieses Werkzeug<br />
erzeugt. Diese Eigenschaft ermöglicht es,<br />
auch kleinere HSK-Spindeln wie HSK32,<br />
HSK40 und HSK50 mit dem PEACOCK<br />
Hochvorschubfräser auszustatten, wodurch<br />
die Flexibilität und Einsatzmöglichkeiten<br />
erheblich gesteigert werden. Ein weiteres<br />
herausragendes Merkmal des PEACOCK<br />
Hochvorschubfräsers ist seine hohe Zuverlässigkeit:<br />
Die Schneidkanten brechen<br />
nicht aus und der Verschleiß erfolgt<br />
gleichmäßig, was zu einer deutlich verringerten<br />
Ausbruchneigung führt. Diese<br />
Eigenschaften tragen zu einer verlängerten<br />
Standzeit und einer konstant hohen<br />
Bearbeitungsqualität bei.<br />
MARLIN 3D Laser Serie – Bearbeitung<br />
ultraharter Werkstoffe<br />
ZECHA präsentiert mit der neuen<br />
MARLIN 3D LASER SERIE eine innovative<br />
Lösung zur Bearbeitung von Keramiken<br />
und Hartmetallen. Die modernste Lasertechnologie<br />
bietet entscheidende Vorteile<br />
und Flexibilität, um hochpräzise, komplexe<br />
und filigrane 3-D-Werkzeuggeometrien<br />
herzustellen. Diese neuartige Serie revolutioniert<br />
das Werkzeugdesign und verbessert<br />
die Effizienz. Die MARLIN 3D LASER<br />
SERIE wurde speziell für anspruchsvollere<br />
Anwendungen entwickelt und verfügt<br />
über eine große Anzahl von Zähnen.<br />
Eine präzise und feine Geometrie der<br />
Schneidwerkzeuge reduziert deutlich die<br />
Schnittkräfte beim Zerspanungsprozess.<br />
Die Wärmeentwicklung wird somit verringert<br />
und Werkzeugstandzeiten erhöht.<br />
Dies wirkt sich positiv auf die gesamte<br />
Prozesssicherheit aus. Durch die präzise<br />
Abstimmung der Geometrie wird eine<br />
höhere Effizienz erreicht, was sich in einer<br />
exzellenten Kantenausbildung, genauen<br />
Maßen und Formen sowie einer hervorragenden<br />
Oberflächenqualität des Bauteils<br />
widerspiegelt. Durch die Verwendung<br />
46 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
AMB<br />
von Kühlschmiermedien aus den<br />
Schaftkühlkanälen wird eine gezielte<br />
und gleichmäßige Platzierung an den<br />
Werkzeugschneiden selbst bei hohen<br />
Rotationsgeschwindigkeiten erreicht. Dank<br />
der intensiven Kühlschmierung wird<br />
Reibung und Werkzeugverschleiß minimiert,<br />
während die Werkzeugstandzeit,<br />
Oberflächenqualität und Produktivität<br />
erhöht werden.<br />
Mikrofräser für die Uhrenindustrie<br />
Zu den innovativen Lösungen von ZECHA<br />
für die neuen Mikro-CNC-Maschinen<br />
für die Uhrenindustrie gehören Fräser,<br />
Gewindewirbelfräser und Stichel aus verschiedenen<br />
renommierten Serien, die alle<br />
für unvergleichliche Leistungen optimiert<br />
sind. Diese Werkzeuge kombinieren hochwertige<br />
Schneidstoffe, fortschrittliche<br />
Beschichtungen und präzise Geometrien,<br />
um außergewöhnliche Ergebnisse bei<br />
der Herstellung komplexer Uhrenteile zu<br />
gewährleisten.<br />
www.zecha.de<br />
Spannsysteme für die Werkstückbearbeitung von morgen<br />
Getreu seinem Claim „always a step<br />
ahead“ zeigt SMW-AUTOBLOK auf der AMB<br />
innovative Spannsysteme und Lösungen zur<br />
Automation und Digitalisierung rund um die<br />
Werkstückbearbeitung.<br />
Hochflexibel anpassbare Spannsysteme<br />
für variantenreiche Werkstücke<br />
Im Bereich „Experience“ zeigt das süddeutsche<br />
Unternehmen Spannsysteme und<br />
-komponenten für die rotierende und stationäre<br />
Bearbeitung. Ein Highlight ist das<br />
universelle Hybrid-Spannzangenfutter<br />
COMOT. Es wurde speziell für den Einsatz an<br />
Dreh- und Schleifmaschinen entwickelt und<br />
ermöglicht das deformationsarme Spannen<br />
von dünnwandigen Werkstücken. Mit einer<br />
großen Auswahl an vulkanisierten Standard-<br />
Spannköpfen und Spannbereichen von bis<br />
zu 100 mm ist das Futter flexibel einsetzbar.<br />
Mit dem stationären System SLX digit<br />
stellt SMW den ersten hydraulischen<br />
Langhubspanner vor, der automatisierbar<br />
ist. Mit einem integrierten linearen<br />
Wegmesssystem, einem automatisierten<br />
Backenschnellwechsel und einem extra langen<br />
Spannhub von 55 mm je Backe lässt sich<br />
der SLX digit schnell auf unterschiedliche<br />
Werkstückgeometrien anpassen. So gewährleistet<br />
er auch bei kleinen Losgrößen dank<br />
hoher Flexibilität und kurzer Umrüstzeiten<br />
effiziente Bearbeitungsprozesse.<br />
Das universelle Hybrid-Spannzangenfutter<br />
COMOT von SMW ist mit einer großen Auswahl<br />
an vulkanisierten Standard-Spannköpfen flexibel<br />
einsetzbar.<br />
www.smw-autoblok.com<br />
Arbeitsplan per Mausklick<br />
Zur AMB <strong>2024</strong> bringt das Technologieunternehmen<br />
Spanflug eine deutlich erweiterte<br />
Version von Spanflug MAKE mit nach<br />
Stuttgart. Die Angebotslösung liefert<br />
Zerspanungsbetrieben einen Arbeitsplan,<br />
der nun neben Zeiten und Preisen noch<br />
mehr und detaillierte Angaben zur Fertigung<br />
der kalkulierten Bauteile gibt. Anwender<br />
profitieren so von der Automatisierung in<br />
der sonst sehr zeitaufwändigen<br />
Arbeitsvorbereitung und erhalten die für die<br />
Planung relevanten Daten bereits in der frühen<br />
Angebotsphase.<br />
Die neue Version der Software-as-a-<br />
Service-Lösung Spanflug MAKE zeigt die<br />
automatisch berechneten Kosten und<br />
Fertigungszeiten übersichtlich in einer neuen<br />
Arbeitsplan-Struktur an. Dies macht zum<br />
einen die Kalkulation leichter nachvollziehbar,<br />
da die Ergebnisse gegliedert nach<br />
Arbeitsgängen einsehbar sind. Zum anderen<br />
werden Anwender noch besser in der<br />
Arbeitsvorbereitung unterstützt.<br />
Typischerweise startet die Arbeitsvorbereitung<br />
in der Lohnfertigung erst bei<br />
Eintreffen der Kundenbestellung, da der<br />
Arbeitsaufwand hierfür recht hoch sein<br />
kann. Spanflug ermöglicht nun bereits in der<br />
Angebotsphase die präzise, automatisierte<br />
und datengestützte Planung aller benötigten<br />
Fertigungsschritte, Werkzeugmaschinen<br />
und Werkzeuge, Halbzeuge, sowie die<br />
Zeiten für das Programmieren, Rüsten und<br />
Fertigen. Diese Daten können Anwender<br />
über eine Export-Funktion unkompliziert in<br />
das ERP-System übernehmen – beispielsweise<br />
werden bei der Artikeldefinition jetzt<br />
auch Fertigungsschritte mit Maschinen,<br />
Werkzeugen und Zeiten mit übertragen.<br />
Alternativ können sie sich die Informationen<br />
auch in Form eines Arbeitsplans mit der<br />
Abfolge aller Arbeitsgänge ausgeben lassen.<br />
Spanflug MAKE liefert mit dem neuen<br />
Arbeitsplan nun auch detaillierte Angaben<br />
zu den Fertigungsschritten der kalkulierten<br />
Bauteile.<br />
Mit der neuen Version von Spanflug<br />
MAKE können Zerspanungsbetriebe viele<br />
Prozesse von der Angebotserstellung bis<br />
zur Arbeitsvorbereitung effizienter gestalten,<br />
sich wettbewerbsfähiger aufstellen und<br />
sich voll auf ihre Kernkompetenzen in der<br />
Fertigung konzentrieren.<br />
www.spanflug.de<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 47
AMB<br />
Revolution in der Zerspanung<br />
Unter dem Motto „ISCAR is about to<br />
change metalcutting … again“ präsentiert<br />
ISCAR seine neue Kampagne LOGIQUICK<br />
auf der AMB. Die Werkzeugspezialisten<br />
stellen an eine Reihe innovativer<br />
Zerspanungs-werkzeuge zum Drehen, Abund<br />
Einstechen, Bohren und Fräsen vor.<br />
Mit der steigenden Nachfrage nach schneller<br />
Zerspanung wächst auch der Bedarf<br />
an fortschrittlichen Schneidwerkzeugen.<br />
Das ist der Antrieb für neue Designs und<br />
prägt die Logik der intelligenten Werkzeugentwicklung.<br />
Im Rahmen seiner<br />
aktuellen LOGIQUICK-Kampagne stellt<br />
ISCAR innovative Zerspanungswerkzeuge<br />
vor, die den Anforderungen der modernen<br />
Produktion gerecht werden.<br />
Drei Schneiden für die<br />
Miniaturbearbeitung<br />
Der PICCO3CUT besitzt drei Schneiden<br />
zur hochpräzisen und effizienten Innenbearbeitung<br />
von Miniaturbauteilen auf<br />
Langdrehern. Seine zielgerichtete Kühlung<br />
an allen Schneiden minimiert den<br />
Verschleiß, erhöht die Standzeit, verbessert<br />
die Oberflächengüte und erleichtert die<br />
Spanabfuhr. Dank modularem Aufbau ist ein<br />
schneller und einfacher Schneidenwechsel<br />
möglich. Er ist in Durchmessern von drei bis<br />
sieben Millimetern erhältlich. In Stuttgart<br />
stellt ISCAR den neuen PICCO3CUT nicht<br />
nur erstmals live vor, sondern geht mit dem<br />
innovativen Werkzeug auch ins Rennen um<br />
den AMB-Award.<br />
Kombi-Linie zum Bohren und Fräsen<br />
Ein weiteres Highlight am ISCAR-Stand ist<br />
der QUICKDMILL. Der Fräser vereint zwei<br />
unterschiedliche Schneidengeometrien<br />
auf einer Wendeschneidplatte (WSP).<br />
Seine Flexibilität macht ihn zum Schweizer<br />
Taschenmesser des Fräsens. Der Anwender<br />
kann mit dem QUICKDMILL sehr effizient<br />
Taschen einbringen, tauch- und nutfräsen<br />
sowie bohren. Die WSP mit ihren zwei<br />
Zentrumsschneiden zum Bohren und zwei<br />
äußeren Schneiden zum Fräsen wird stabil<br />
in der Schwalbenschwanz-Klemmung<br />
befestigt. Das sorgt für einen stabilen<br />
Sitz und Prozesssicherheit. Die positive<br />
Spanformer-Geometrie ist speziell für die<br />
Bearbeitung von ISO P- und K-Werkstoffen<br />
konzipiert.<br />
Sechs Schneiden zum Vorschlichten<br />
und Schlichten<br />
Die brandneue LOGIQ6TURN ist eine wirtschaftliche,<br />
positive WSP mit sechs 55-Grad-<br />
Schneiden für das (Vor-) Schlichten bis zu<br />
einer Schnitttiefe von drei Millimetern.<br />
Ihr spezielles Design erlaubt einen weichen<br />
Schnitt, verringert die auftretenden<br />
Schnittkräfte, sorgt für einen sehr guten<br />
Spanbruch und damit für hervorragende<br />
Oberflächengüten. LOGIQ6TURN reduziert<br />
effektiv den Grat an Bauteilen bei Stahl, rostbeständigem<br />
Stahl und Titan. Sie ist auf einer<br />
Vielzahl von Außen- und Innendrehhaltern<br />
mit unterschiedlichen Winkeln und zielgerichteter<br />
Kühlmittelzufuhr einsetzbar.<br />
Neuer Flachbohrkopf zum Aufbohren<br />
Im Rahmen der LOGIQUICK-Kampagne<br />
hat ISCAR auch einen neuen Flachbohrkopf<br />
für sein dreischneidiges<br />
Wechselkopfbohrsystem LOGIQ3CHAM<br />
entwickelt. Dank des neuen<br />
F3B-Flachbohrkopf-Designs ist jetzt auch<br />
Der PICCO3CUT besitzt drei Schneiden zur hochpräzisen<br />
und effizienten Innenbearbeitung von<br />
Miniaturbauteilen auf Langdrehern.<br />
das Aufbohren vorhandener Bohrlöcher<br />
möglich, selbst wenn diese exzentrisch<br />
angebracht sind. Die Geometrie<br />
der Hauptschneide mit geschliffenem<br />
Span-Deflector erzeugt sehr kleine<br />
Spansegmente. Die Nebenschneide<br />
mit Wiper sorgt für optimale<br />
Bohrungsgeometrie und sehr gute<br />
Oberflächenqualität. Das Bohrkopf-<br />
Klemmsystem minimiert die Rüstzeiten<br />
und gibt dem Anwender Flexibilität bei der<br />
Bearbeitung.<br />
Sebastian Oecking, Business Development<br />
Aerospace bei ISCAR, wird ISCARs<br />
LOGIQUICK-Werkzeugkampagne bei seinem<br />
Vortrag im Rahmen des VDMI-<br />
Technologieforums im Detail vorstellen.<br />
Hierbei spielen zum Beispiel Prozessketten,<br />
Platzverhältnisse, Losgrößen und Teilevarianz<br />
eine entscheidende Rolle. Auf der<br />
AMB zeigt SCHUNK vielfältige Ansätze<br />
der automatisierten Maschinenbeladung<br />
von einfachen Einstiegs- bis High-End-<br />
Lösungen. Darüber hinaus erleben Besucher<br />
anschaulicher Beispiele für das automatisierte<br />
Werkstückhandling mit innovatiwww.iscar.de<br />
Metallbearbeitung in Bewegung<br />
Wer Tempo in seine Produktion bringen<br />
will, kommt an Automatisierung nicht vorbei.<br />
Innovative maßgeschneiderte Lösungen<br />
sind die Grundpfeiler einer gesunden<br />
Fertigung in produktiven und wirtschaftlich<br />
erfolgreichen Unternehmen. Auf der AMB<br />
<strong>2024</strong>, zeigt SCHUNK eine Vielfalt an<br />
Automatisierungsmöglichkeiten, die Fertigungsprozesse<br />
effizienter und Unternehmen<br />
fit für die Zukunft machen. Ganz<br />
gemäß dem SCHUNK-Leitsatz „Hand in<br />
Hand for tomorrow“.<br />
Vom einfachen Werkzeughandling bis<br />
zur intelligenten Bearbeitung<br />
Welche Automatisierung die richtige ist,<br />
hängt von verschiedenen Parametern ab:<br />
48 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
AMB<br />
ven Handhabungslösungen. Das mit dem<br />
HERMES Award <strong>2024</strong> ausgezeichnete 2D<br />
Grasping-Kit etwa, ermöglicht den schnellen<br />
und einfachen Einstieg in die prozesssichere<br />
automatisierte Handhabung von<br />
unsortierten Teilen. Ganz neu ist der mechatronische<br />
Zentrischgreifer EZU. Der robuste<br />
und widerstandsfähige Greifer ist perfekt<br />
für raue Arbeitsbedingungen geeignet<br />
und handhabt zylindrische oder exzentrisch<br />
positionierte Werkstücke unterschiedlichster<br />
Größen ohne Greifkraftverlust. Eine<br />
Vielzahl von Kommunikationsschnittstellen,<br />
SPS-Funktionsbausteinen und Plugins zu<br />
namhaften Roboterherstellern stellt die einfache<br />
Integration sicher.<br />
Mehr Freiraum in der<br />
Werkstückspannung<br />
Auch bei der Werkstückspanntechnik hat<br />
SCHUNK manuelle, automatische und<br />
intelligente Spannlösungen für nahezu<br />
jeden Anwendungsfall im Portfolio.<br />
Die bestehenden Produktreihen werden<br />
kontinuierlich erweitert und an<br />
Kundenanforderungen angepasst. So<br />
können etwa mit den flexiblen, manuellen<br />
4-Backen-Ausgleichsfuttern ROTA-ML<br />
flex 2+2 jegliche Werkstückgeometrien<br />
gespannt werden. Mit der Überarbeitung<br />
ab Baugröße 500 mm Durchmesser wurden<br />
die Futterhöhen um bis zu 30 Prozent<br />
reduziert und das Futtergewicht dadurch<br />
um bis zu 40 Prozent verringert. Das verschafft<br />
Anwendern deutlich mehr Freiraum<br />
im Hinblick auf die Größe und Schwere der<br />
zu bearbeitenden Werkstücke.<br />
Prozesse intelligent überwacht<br />
Neuheiten gibt es auch im Bereich der<br />
intelligenten Prozessüberwachung mit<br />
iTENDO 2 , deren Anwendungsspektrum<br />
SCHUNK deutlich erweitert. Über den<br />
iTENDO 2 Magnethalter können Anwender<br />
die intelligente Echtzeit-Sensorik nun frei<br />
im Maschinenraum platzieren und für Tests<br />
und Prozessoptimierungen einsetzen.<br />
Auch ein weiteres Hydro-Dehnspannfutter<br />
ist jetzt Teil der iTENDO 2 -Familie: Der<br />
schlanke iTENDO² Slim 4ax in genormter<br />
Warmschrumpfkontur bietet die<br />
Möglichkeiten der Prozessüberwachung<br />
Das mit dem Hermes Award ausgezeichnete<br />
2D Grasping-Kit von SCHUNK ermöglicht<br />
den leichten Einstieg in die KI-gestützte<br />
Handhabung von nicht lageorientierten<br />
Objekten.<br />
nun auch in der Feinbearbeitung. Beide<br />
Module lassen sich nahtlos mit der<br />
Basis-Padversion zur Auswertung der<br />
Schwingungsdaten verbinden.<br />
www.schunk.com<br />
„Empower Your Aluminium Machining“<br />
So lautet das Motto des diesjährigen<br />
Messeauftritts von MAPAL auf der AMB. Im<br />
Fokus stehen die Kompetenz im Bereich<br />
Aluminiumbearbeitung, zukunftsweisende<br />
Zerspanungslösungen für die Fokusbranchen<br />
und die Innovationen 2025.<br />
„Mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung<br />
in Auslegung, Produktion und Einsatz von<br />
Werkzeugen für die Aluminiumbearbeitung<br />
sind wir bei MAPAL der führende<br />
Technologiepartner für die Zerspanung<br />
von Aluminiumkomponenten“, betont<br />
Jacek Kruszynski, Chief Technology<br />
Officer der MAPAL Gruppe. „Um unseren<br />
Kunden die für sie optimalen<br />
Zerspanungsprozesse anzubieten, stellen<br />
wir neben unserem Produkt- und<br />
Anwendungsportfolio in partnerschaftlicher<br />
Zusammenarbeit unsere Markt-,<br />
Werkstoff- und Engineeringexpertise zur<br />
Verfügung. Nur im Zusammenspiel aller<br />
Einflussfaktoren kann das volle Potenzial<br />
eines Bearbeitungsprozesses gehoben<br />
werden. Dafür steht MAPAL seit vielen<br />
Jahren und das zeigen wir auf der AMB<br />
anhand vieler eindrucksvoller Beispiele.“<br />
Daneben liegt auf dem MAPAL<br />
Messestand das Augenmerk auf innovativen<br />
Bearbeitungslösungen für die<br />
Fokusbranchen Automotive, inklusive<br />
Lösungen für elektrische angetriebene<br />
Fahrzeuge, Luftfahrt, Fluidtechnik sowie<br />
den Werkzeug- und Formenbau.<br />
Neue Trennstelle für schnellste<br />
Werkzeugwechsel<br />
Eine neue, zum Patent angemeldete<br />
Bajonett-ähnliche Trennstelle für<br />
Wechselkopffrässysteme stellt MAPAL<br />
ebenfalls vor. Anwender profitieren von einfachem<br />
Handling, steifer Verbindung und<br />
optimaler Kühlung.<br />
Das Funktionsprinzip ist einfach: Der<br />
Wechselkopf wird eingesetzt, um 90 Grad<br />
gedreht und arretiert. Dies ist deutlich leichter<br />
als beim bisherigen System mit Gewinde.<br />
Durch die große Zylinderplananlage erreicht<br />
das Bajonett-System hohe Steifigkeit<br />
und gute Kräfteverteilung. MAPAL präsentiert<br />
auch ein neues Halter-Design<br />
mit Kühlkanalbohrungen für höheres<br />
Die zum Patent angemeldete,<br />
Bajonett-ähnliche Trennstelle für Wechselkopffrässysteme<br />
überzeugt durch sehr einfaches<br />
Handling, eine steife Verbindung und<br />
optimale Kühlung.<br />
Kühlvolumen. Das Kühlmittel wird direkt<br />
zu den Schneidkanten geleitet, was die<br />
Lebensdauer der Werkzeuge und die<br />
Bearbeitungsqualität erhöht. Die höhere<br />
Steifigkeit der Fräsköpfe durch Verzicht auf<br />
eine Kühlkanalbohrung verbessert Formund<br />
Lagetoleranzen, Prozessruhe und<br />
Standzeiten.<br />
www.mapal.com<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 49
AMB<br />
Flexibler und wirtschaftlicher bei wechselnden Auftragslosen<br />
Die MAS GmbH, Leonberg, präsentiert zur<br />
AMB innovative Werkzeugsysteme für die<br />
Drehteilefertigung. Zunehmend kleinere<br />
Serien auch auf Lang- und Mehrspindeldrehautomaten<br />
hoch produktiv und dabei<br />
wirtschaftlich zu fertigen, gelingt allein bei<br />
kurzen Rüst- und Nebenzeiten sowie hoher<br />
Prozesssicherheit. Das erfordert ausgeklügelte,<br />
sorgfältig optimierte Werkzeugsysteme.<br />
Auf deren Entwicklung und<br />
Produktion sind die Experten der MAS GmbH<br />
Toools & Engineering in Leonberg<br />
spezialisiert.<br />
Für hohe Prozesssicherheit und kurze<br />
Zeiten beim Werkzeugwechsel auf Langdrehautomaten<br />
sorgen die Mehrfach-<br />
Werkzeughalter TOOL © plate. Ergänzend<br />
zur bisherigen Variante GANG © plate haben<br />
die Spezialisten von MAS nunmehr schnell<br />
wechselbare Werkzeughalter mit innerer<br />
Kühlmittelzufuhr (IKZ) verwirklicht.<br />
Dadurch entfallen Störkonturen, beispielsweise<br />
durch externe Kühlmittelleitungen, in<br />
denen sich lange Späne verwickeln können.<br />
Zudem kann Kühlmittel unter hohem Druck<br />
bis direkt an die Schneiden der eingespannten<br />
Drehwerkzeuge geleitet werden. Damit<br />
sorgen die Aufspannplatten für äußerst prozesssicheres<br />
Drehen. Zudem ermöglichen<br />
sie minimale Rüstzeiten. Pro Auftragslos ist<br />
nur eine Aufspannplatte mit den voreingestellten<br />
Werkzeugen zu wechseln. Ein Abund<br />
Aufspannen sowie Justieren zahlreicher<br />
Werkzeuge im (kleinen) Arbeitsraum<br />
der Langdrehautomaten entfällt. Die<br />
schnell wechselbaren Aufspannplatten stehen<br />
für sämtliche üblichen Werkzeuge mit<br />
Quadratschaft zur Verfügung.<br />
Vergleichbare Vorteile auch für angetriebene<br />
Werkzeuge auf Lang- und<br />
Mehrspindeldrehautomaten verwirklicht<br />
der Schnellwechselhalter XCHANGE © plate.<br />
Ausgeführt ist er als Nullpunkt-Spannsystem.<br />
Unterschiedliche angetriebene<br />
Werkzeugsysteme (unabhängig von<br />
Herstellern) werden nur einmalig extern<br />
gerüstet und justiert. Vom Personal in<br />
der Produktion ist lediglich der gesamte<br />
Schnellwechselhalter einzusetzen.<br />
Dank des Nullpunktspannsystems entfallen<br />
zusätzliches Justieren und Einrichten<br />
einzelner Werkzeuge im Arbeitsraum der<br />
Drehautomaten. Somit kann auch nur angelerntes<br />
Personal innerhalb kürzester Zeit die<br />
Maschinen umrüsten. Damit vermindert<br />
das Schnellwechselsystem XCHANGE © plate<br />
deutlich den Aufwand beim Rüsten und<br />
Umrüsten von Langdreh- und Mehrspindeldrehautomaten.<br />
Zudem verkürzt es<br />
die Zeiten zum Werkzeugwechsel. Somit<br />
sorgt es für wirtschaftliches Fertigen auch bei<br />
zunehmend kleineren Auftragslosen.<br />
Ohne Störkonturen: Die schnell wechselbaren<br />
Mehrfachwerkzeughalter TOOL © plate für<br />
Langdrehautomaten verfügen über innere<br />
Kühlmittelzufuhr (IKZ).<br />
www.mas-tools.de<br />
Hochproduktive Schicht-Innovationen<br />
und die neueste PVD-Arc-Anlage in Virtual Reality<br />
Oerlikon Balzers, eine Technologiemarke<br />
von Oerlikon und führende Anbieterin<br />
von Lösungen in der Dünnfilm-<br />
Oberflächen-technologie wird auf der AMB<br />
<strong>2024</strong> ihre neuesten Innovationen vorstellen.<br />
Eine breite Palette nachhaltiger<br />
Oberflächenlösungen unter dem Motto<br />
«Be Inspired by Our Technology» umfasst<br />
die neueste PVD-Schicht BALINIT®<br />
ALCRONA EVO für die universelle<br />
Metallbearbeitung mit über 30 Prozent<br />
Produktivitätssteigerung. Ein weiteres<br />
Highlight wird die Vorstellung der neuen<br />
PVD-Arc-Technologie in einer Virtual-<br />
Reality-Demonstration sein. Beide Messehighlights<br />
tragen maßgeblich zur<br />
Steigerung von Produktivität, Effizienz und<br />
Nachhaltigkeit bei.<br />
BALINIT® ALCRONA EVO ist die dritte<br />
Generation dieser bekannten verschleißfesten<br />
Beschichtung und bietet<br />
eine Produktivitätssteigerung von mehr<br />
als 30 Prozent in allgemeinen zerspanenden<br />
Anwendungen, insbesondere bei<br />
der Getriebeherstellung. Die verbesserte<br />
Werkzeugleistung trägt zur nachhaltigen<br />
Fertigung bei, indem der Bedarf an<br />
häufigem Werkzeugwechsel reduziert und<br />
damit die Umweltbelastung zur Herstellung<br />
neuer Werkzeuge minimiert wird. Die<br />
Allround-Beschichtung ist weltweit ver-<br />
BALINIT® ALCRONA EVO hat ihre<br />
Leistungsfähigkeit in einem Test eines Tier-1-<br />
Automobilzulieferers für das Wälzfräsen unter<br />
Beweis gestellt: die Werkzeugstandzeit wurde<br />
um mehr als 40 Prozent erhöht.<br />
50 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
AMB<br />
fügbar und bietet dank eines konsistenten<br />
Beschichtungsprozesses überall die gleiche<br />
hohe Qualität und Leistungsfähigkeit.<br />
Oerlikon Balzers wird auch weitere Schicht-<br />
Innovationen für Spezialanwendungen<br />
präsentieren, wie BALIQ® TISINOS PRO. Mit<br />
ihr können anspruchsvolle Werkstoffe, die<br />
hohen thermischen Belastungen ausgesetzt<br />
sind, wie gehärtete Stähle, rostfreie<br />
Stähle oder Hochtemperaturlegierungen,<br />
präzise und effizient zerspant werden.<br />
Die regenbogenfarbene, kohlenstoffbasierte<br />
BALINIT® MAYURA wurde<br />
für die Zerspanung und Umformung<br />
von Nichteisenmetallen entwickelt.<br />
Die Diamantbeschichtungen der<br />
BALDIA®-Familie bieten eine sehr hohe<br />
Verschleißfestigkeit und engste Toleranzen<br />
bei der Bearbeitung hochabrasiver<br />
Materialien.<br />
Alle diese Schichten haben sich bereits<br />
auf dem Markt durch überzeugende<br />
Produktivitätssteigerungen etabliert. Die<br />
Kunden profitieren von längeren Werkzeugstandzeiten<br />
und höherer Produktivität im<br />
Fertigungsprozess.<br />
Oerlikon Balzers wird auch eine exklusive<br />
Vorschau auf ihre neueste PVD-Arc-<br />
Beschichtungsanlage bieten. Mit einer<br />
neuen Arc-Technologie verspricht die<br />
Anlage erhöhte Produktivität und einen<br />
ressourcenschonenden Betrieb für mehr<br />
Nachhaltigkeit. Besucher der AMB-<br />
Messe können am Stand eine interaktive<br />
Virtual-Reality-Präsentation live erleben,<br />
um einen Einblick in die Zukunft<br />
der PVD-Arc-Beschichtungstechnologie<br />
zu gewinnen.<br />
www.oerlikon.com<br />
Eine Ikone der Werkzeugtechnologie<br />
Im Jahr 1989 erfolgte die Markteinführung<br />
des Systems Supermini, bis heute<br />
eines der erfolgreichsten Produkte der Paul<br />
Horn GmbH. Einen weiteren Meilenstein in<br />
der Geschichte des Superminis zeigt Horn<br />
jetzt mit einer gesinterten Spanformgeometrie<br />
für den Supermini Typ 105.<br />
„Mit viel Fleiß haben wir es geschafft, die<br />
Probleme mit langen Spänen bei der<br />
Innenbearbeitung von kleinen Bohrungsdurchmessern<br />
wirtschaftlich zu lösen“, so<br />
der Geschäftsführer Markus Horn.<br />
Ausdrehen, Profildrehen, Inneneinstechen,<br />
Gewindedrehen, Fasen, Axialstechen,<br />
Bohren sowie Nutstossen. Das Werkzeugsystem<br />
Supermini lässt sich für zahlreiche<br />
Bearbeitungsoperationen anpassen<br />
und einsetzen. Zum Einsatz kommt<br />
die Vollhartmetall-Schneidplatte in der<br />
Bohrungsbearbeitung von Durchmesser<br />
0,2 mm bis rund 10 mm. Horn entwickelte<br />
den Rohling des Werkzeugs als<br />
eine Tropfenform. Diese Form ermöglicht<br />
präzise und große Anlageflächen<br />
im Werkzeughalter, was eine höhere<br />
Steifigkeit des Gesamtsystems zur<br />
Folge hat. Des Weiteren verhindert<br />
die Tropfenform das Verdrehen der<br />
Schneidplatte, was zu einer stets präzisen<br />
Lage der Spitzenhöhe des Werkzeugs<br />
führt. Bei langen Werkzeugauskragungen<br />
reduziert sie die Durchbiegungen und<br />
minimiert Vibrationen während des<br />
Drehprozesses. Je nach Einsatz und zu<br />
bearbeitendem Durchmesser bietet Horn<br />
die Schneidplatte in drei unterschiedlichen<br />
Größen (Typ 105, 109 und 110)<br />
und verschiedenen Rohlingstypen an.<br />
Alle Varianten ermöglichen eine interne<br />
Kühlmittelzufuhr direkt an die Wirkzone.<br />
Spanprobleme gelöst<br />
Eine der größten Herausforderungen bei<br />
der Innenbearbeitung sind lange Späne.<br />
Die Bohrungsbearbeitung führt, je nach<br />
Werkstoff, oftmals zu langen Spänen. Sie<br />
wickeln sich um das Werkzeug, verstopfen<br />
Bohrungen oder führen im schlechtesten<br />
Fall zum Werkzeugbruch. Hier kann eine<br />
Spanformgeometrie Abhilfe schaffen. Sie leitet<br />
und formt den Span und bringt ihn zum<br />
Bruch. Bisher kamen hierzu speziell gelaserte<br />
oder geschliffene Spanformgeometrien<br />
zum Einsatz. Dies war jedoch mit einem<br />
entsprechenden Kostenfaktor der Schneidplatte<br />
verbunden. Horn hat es mit dem<br />
neuen Supermini des Typs 105 geschafft,<br />
ein universelles Ausdrehwerkzeug mit<br />
gesinterter Spanformgeometrie zu entwickeln.<br />
Das Werkzeug bietet im Einsatz<br />
eine hohe Prozesssicherheit durch die gute<br />
Spankontrolle. Die Schneidengeometrie<br />
reicht weit in den Eckenradius der<br />
Schneidplatte. Dies stellt die Spankontrolle<br />
auch bei kleinen Zustellungen sicher. Die<br />
Geometrie lässt sich universell für verschiedene<br />
Werkstoffgruppen einsetzen und eignet<br />
sich zum Innen-, Plan-, Kopier- und<br />
Rückwärtsdrehen.<br />
Neben der Geometrie, optimierte Horn<br />
auch den Rohling der Schneidplatte mit<br />
einer höheren Steifigkeit und einem noch<br />
stabileren Schneidenbereich. Darüber hin-<br />
Horn hat es mit dem neuen Supermini<br />
des Typs 105 geschafft, ein universelles<br />
Ausdrehwerkzeug mit gesinterter<br />
Spanformgeometrie zu entwickeln. Quelle:<br />
HORN/Sauermann<br />
aus wurde die Zuführung der Kühlung<br />
überarbeitet.<br />
Die neue Schneidplatte ist mit zahlreichen<br />
Klemmhaltern des Typs 105 kompatibel.<br />
Horn bietet die Schneidplatten in drei<br />
Längen (15,0 mm, 20,0 mm und 25,0 mm)<br />
und in den Sorten TH35 und IG35 als<br />
Standard an. Der Eckenradius beträgt<br />
0,2 mm. Das Werkzeug eignet sich für den<br />
Einsatz ab einem Durchmesser von 6 mm.<br />
www.horn-group.com<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 51
AMB<br />
Lösungen zur Prozessoptimierung<br />
Auf der AMB <strong>2024</strong> demonstriert Hainbuch,<br />
führender Anbieter von Spanntechnik- und<br />
Automatisierungslösungen, wie jeder Produktionsbetrieb<br />
durch gezielte Maßnahmen<br />
die Effizienz signifikant steigern und gleichzeitig<br />
Kosten senken kann. Der Fokus von<br />
Hainbuch liegt auf der Reduzierung der<br />
Nebenzeiten, der Optimierung des gesamten<br />
Produktionsprozesses und der Erhöhung<br />
der Maschinenausbringung.<br />
Die Reduzierung von Rüstzeiten ist ein<br />
wesentlicher Faktor zur Steigerung der<br />
Effizienz in der Fertigung. Hainbuch setzt<br />
mit dem centrotex Schnellwechselsystem<br />
seit Jahren neue Maßstäbe. Das System<br />
ermöglicht den Wechsel von Spannmitteln<br />
in weniger als einer Minute, bei gleichbleibend<br />
hoher Präzision. Für das<br />
Schnellwechselsystem centrotex präsentiert<br />
Hainbuch auf der AMB nun mit B-Tex eine<br />
weitere Ergänzung im Bereich Backenfutter.<br />
Damit wird für Millturn-Maschinen der<br />
Arbeitsraum auch in Z-Richtung optimal<br />
nutzbar. Neben den Spannfuttern Toplus<br />
und Spanntop für die Außenspannung, den<br />
Spanndornen Maxxos und Mando und dem<br />
ausgleichenden 4-Backenfutter vervollständigt<br />
das 3-Backenfutter mit sehr geringer<br />
Aufbauhöhe die Palette der kompatiblen<br />
Spannmittel.<br />
Die <strong>2024</strong> eingeführte Handling Line unterstützt<br />
Anwender der Schnellwechsel-<br />
Schnittstelle auch beim Rüsten, Lagern<br />
und Transportieren von Spannmitteln.<br />
Das Rüstmobil, eine Weiterentwicklung<br />
eines mobilen Krans, ist das Herzstück der<br />
Handling Line. Es ermöglicht den schnellen<br />
Einen höheren Automatisierungsgrad auch bei kleinen Losgrößen ermöglichen<br />
Schnellwechselsysteme wie das centrotex AC.<br />
Spannmittelwechsel in jeder Fertigungshalle,<br />
auch ohne Hallenkran. Ergänzt wird<br />
das System durch ein Palettensystem mit<br />
Spannmittelhalterungen, Aufsatzrahmen<br />
und Deckel. Vor- und nachgelagerte<br />
Prozesse wie Lagerung und Transport von<br />
Spannmitteln werden so optimiert.<br />
Die Erhöhung der Prozessstabilität ist mitentscheidend<br />
für die Optimierung der Fertigung.<br />
Hainbuch bietet hier mit den Toplus<br />
Spannköpfen und dem neuen Spanndorn<br />
Maxxos T212 innovative Lösungen. Die<br />
hexagonale Form der Toplus Spannköpfe<br />
verhindert Schmutzablagerungen und<br />
gewährleistet konstante Präzision und<br />
Langlebigkeit der Spannmittel. Die sechseckige<br />
Geometrie wurde auf den Spanndorn<br />
Maxxos übertragen, womit eine noch größere<br />
Steifigkeit erreicht wird. Dank des<br />
sechseckigen Pyramidenstumpfs ist der<br />
Maxxos Spanndorn für anspruchsvollste<br />
Zerspanung gemacht. Maxxos erreicht<br />
eine 25 Prozent höhere Haltekraft als der<br />
runde Spanndorn Mando und bis zu doppelte<br />
Drehmomentübertragung und Zerspanungsraten.<br />
Auf der AMB präsentiert<br />
Hainbuch den Maxxos T212 Spanndorn.<br />
Der Spanndorn T212 hat keinen Zugbolzen<br />
und ist, ohne Verlust an Spannlänge, ideal<br />
für Werkstücke mit Sacklochbohrungen<br />
oder mit sehr kurzen Spannlängen geeignet.<br />
www.hainbuch.de<br />
Verpackungslösungen live erleben<br />
Kunststoffverpackungen sind in vielen<br />
Branchen gefragt. Sie schützen ihren Inhalt<br />
zum Beispiel vor Feuchtigkeit, Staub und<br />
Beschädigung. Entscheidend ist jedoch,<br />
dass die Hersteller von Kunststoffverpackungen<br />
umweltfreundliche Alternativen<br />
entwickeln. Mit seinen Circle<br />
Up-Verpackungen aus Rezyklat leistet rose<br />
plastic hier einen wichtigen Beitrag zur<br />
Kreislaufwirtschaft. Auf der AMB informiert<br />
das Team von rose plastic darüber, wie<br />
Unternehmen ihre Produkte in den Hülsen,<br />
Boxen und Koffern aus Rezyklat nachhaltig<br />
präsentieren und verkaufen können. Und<br />
natürlich gibt es noch viele weitere interessante<br />
Verpackungslösungen von rose plastic<br />
zu entdecken.<br />
rose plastic ist ein Pionier hochwertiger<br />
Kunststoff-Schutzverpackungen und gilt als<br />
Weltmarktführer für Präzisionswerkzeug-<br />
Verpackungen. Ein Markt, der besonders<br />
hohe Ansprüche an maximalen<br />
Produktschutz, präzise Passgenauigkeit,<br />
robuste Konstruktion und größtmögliche<br />
Funktionalität stellt.<br />
www.rose-plastic.de<br />
52 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
AMB<br />
Hochpräzise RTB-Lager für den Werkzeugmaschinenbau<br />
Rodriguez präsentiert auf der AMB bewegende<br />
Highlights für den<br />
Werkzeugmaschinenbau. Mit im Gepäck<br />
haben die Spezialisten für Präzisionslager,<br />
Lineartechnik und kundenspezifische<br />
Systemlösungen ihre bidirektionalen RTB-<br />
Lager (Rotary Table Bearings) für<br />
Hochleistungsanwendungen.<br />
Dank ihrer hohen Festigkeit, Kippsteifigkeit<br />
und Abrollgenauigkeit sind die RTB-<br />
Axial-Radiallager von Rodriguez für<br />
Dreh- und Positioniereinheiten von<br />
Werkzeugmaschinen ideal geeignet. Auch<br />
für hohe Geschwindigkeiten und extreme<br />
Belastungen liefert das innovative Portfolio<br />
der Präzisionsprofis aus dem nordrheinwestfälischen<br />
Eschweiler beste Ergebnisse.<br />
So stehen je nach Anforderung RTB-Lager-<br />
Typen mit folgenden Spezifikationen zur<br />
Verfügung:<br />
• RTB-Standard: Der vielseitig einsetzbare<br />
Allrounder.<br />
• RTB-HSA: Für Anwendungen mit geringem<br />
Reibmoment und hohen Drehzahlen.<br />
• RTB-ABS: Ausgestattet mit absolutem<br />
Messsystem.<br />
• RTB-AMS: Variante mit induktivem<br />
Messsystem für extreme Bedingungen<br />
wie hohe Lasten, Vibrationen und raue<br />
Umgebungen.<br />
Durch die induktive Messmethode sind<br />
die RTB-AMS-Lager robust, temperaturstabil<br />
und einfach zu installieren. Dabei erfüllt<br />
das modulare System alle Anforderungen an<br />
Auflösung und Präzision.<br />
RTB-ABS – Positionserfassung der<br />
Drehachse in Echtzeit<br />
RTB-ABS mit integriertem Absolutwertgeber:<br />
Der Lager-Typ ist jetzt noch präziser und leistungsfähiger<br />
bei gleichzeitig verbesserter<br />
Steifigkeit.<br />
Der Lager-Typ RTB-ABS mit integriertem<br />
Absolutwertgeber wurde weiter optimiert<br />
und ist jetzt noch präziser und leistungsfähiger<br />
bei einer gleichzeitig verbesserten<br />
Steifigkeit. Dank der kompakten Bauweise<br />
der Lager kann sich das Messsystem bei der<br />
Montage automatisch exakt positionieren.<br />
Der Absolut-Encoder (Abtastkopf mit integrierter<br />
Elektronik) ermöglicht die absolute<br />
Positionserfassung der Drehachse in<br />
Echtzeit mit einer Auflösung von bis zu 26<br />
bit. Dies ermöglicht eine optimale Steuerung<br />
der Bewegung – unverzichtbar für die<br />
Herstellung hochpräziser Teile. Treiber sind<br />
für die Schnittstellen HEIDENHAIN Endat 2.2,<br />
SIEMENS Drive CLiQ®, FANUC αi, Mitsubishi,<br />
BiSS/C, SSI + 1Vpp verfügbar.<br />
www.rodriguez.de<br />
Prozesssicheres Drehen von zähen NE-Metallen<br />
Der aktive Spanbrecher auf der PKD-<br />
Schneide (Internationale Patente) macht es<br />
möglich. »IC-plus« world’s best chip breaker<br />
kommt zur rechten Zeit, um niedrig siliziumhaltige<br />
Aluminiumlegierungen, bleifreies<br />
Kupfer oder z.B. Messing prozesssicher zu<br />
drehen. Ohne Maschinenstillstand durch<br />
überbordende lange Späne in der<br />
Spänekammer befürchten zu müssen.<br />
»IC-plus« world’s best chip breaker ist daher<br />
ein Muss für das Drehen von Aluminium<br />
in der Serienfertigung – lieferbar als<br />
Schneidplatte nach ISO meist ab Lager<br />
Hanau.<br />
Die Helfer der Spannzangen-Industrie<br />
Die Entwicklung begann 1969, vor genau<br />
55 Jahren – damals bot der damalige<br />
Superabrasives-Hersteller General Electric<br />
erstmals Borazon als Schleifmittel zur<br />
Entwicklung von sogenannten Bornitrid-<br />
CBN Schleifscheiben und -Stiften der<br />
Schleifmittel-Industrie an.<br />
Borazon, als Schleifmittel einer neuen<br />
Zeit beworben, schuf aufgrund seiner<br />
Härte und Hitzebeständigkeit erstmals die<br />
Voraussetzung gehärtete Stähle ab 58 HRc<br />
schneller und wirtschaftlicher zu schleifen.<br />
Die von LACH DIAMANT entwickelten<br />
kunststoffgebundenen Borazon-CBN-<br />
Schleifscheiben unter der Bezeichnung<br />
K-MX und tressex® für das Schleifen von HSS<br />
und gehärteten Stählen waren von Beginn<br />
an so erfolgreich, dass sie die bisher z.B. für<br />
das Werkzeugschleifen eingesetzten konventionellen<br />
keramischen Scheiben schnell<br />
ablösten.<br />
Eine Schleifaufgabe jedoch wurde von<br />
Borazon quasi auf Anhieb erobert – das<br />
Innenrundschleifen! Die von LACH DIAMANT<br />
entwickelten „G-MX“ Schleifstifte und Innen-<br />
Schleifscheiben auf galvanisch gebundener<br />
Grundlage entpuppten sich als wahrer Hit.<br />
Und hier – anfangs bereits – besonders für<br />
alle Hersteller von „Spannzangen“.<br />
G-MX Borazon-CBN-Schleifstift 6 mm ø in<br />
einer Spannzangenaufnahme.<br />
Auch heute hält LACH DIAMANT für<br />
alle Spannzangen Hersteller ein breites<br />
Sortiment an Borazon-CBN-Schleifstiften<br />
und Innen-Schleifscheiben für möglichst<br />
sofortige ab Lager-Lieferung bereit.<br />
Fragen Sie nach dem heutigen G-MX<br />
500-Innenschleifprogramm. Diese Lager-<br />
Bevorratung gilt übrigens auch für diamantbelegte<br />
Innenschleifkörper für die<br />
Hartmetallbearbeitung.<br />
Je nach Anwendungsfall können heute<br />
alle Innenschleifkörper – Diamant und<br />
CBN – wie alle von LACH DIAMANT hergestellten<br />
Schleifscheiben, auch in speziellen<br />
Kunststoff-, Metall- und Keramik-Bindungen<br />
geliefert werden.<br />
www.lach-diamant.de<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 53
AMB<br />
„Einfach entspannt fertigen“<br />
Die Hoffmann Group zeigt auf der AMB<br />
<strong>2024</strong> wie „einfach entspannt fertigen“ geht.<br />
Neue performante Werkzeuge für die<br />
Zerspanung sowie Lösungen für die<br />
Digitalisierung und Automatisierung der<br />
Fertigung machen es möglich – auch für<br />
kleine und mittlere Unternehmen. Zudem<br />
feiert die Hoffmann Group auf der AMB die<br />
Weltpremiere ihres ersten GARANT-<br />
Zerspanungswerkzeugs aus recyceltem<br />
Hartmetall-Substrat. Damit bringt die<br />
Hoffmann Group ein weiteres Plus an<br />
Nachhaltigkeit in die Zerspanung.<br />
Der Hartmetallstab des neuen GARANT<br />
GreenPlus VHM-Schaftfräsers besteht zu<br />
99 Prozent aus Sekundärrohstoffen und<br />
wird mit Strom produziert, der ausschließlich<br />
aus erneuerbaren Energien stammt.<br />
Der Fräser hat somit einen geringeren<br />
ökologischen Fußabdruck bei gleichbleibend<br />
hoher Leistungsfähigkeit. Letztere<br />
wird unter anderem durch eine moderne<br />
Geometrie und eine TiAIN-Beschichtung<br />
der neuesten Generation erzielt. Das<br />
qualitativ hochwertige Werkzeug lässt<br />
sich universell einsetzen und mehrfach<br />
wiederaufbereiten. Der verlängerte<br />
Produktlebenszyklus bedeutet ein weiteres<br />
Plus an Nachhaltigkeit.<br />
Für die einfach entspannte Fertigung präsentiert<br />
die Hoffmann Group zudem<br />
ihre automatisierten Beladesysteme.<br />
Neu dabei: das GARANT Automation<br />
Beladesystem Turntable. Dieses ist für<br />
das Handling von Spannmitteln an CNC-<br />
Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren<br />
konzipiert und kann mit oder ohne<br />
Automatisierungsschnittstelle an die<br />
Maschine angebunden werden. Dank<br />
Start-Stopp-Bolzenmechanik ist es einfach<br />
bedienbar; mit weniger als 2,5<br />
Quadratmeter Standfläche findet es auf<br />
kleinstem Raum Platz. Für Unternehmen,<br />
die ihr automatisiertes Beladesystem auch<br />
an Drehmaschinen einsetzen wollen, gibt<br />
es auf der Messe zusätzlich Informationen<br />
zum bewährten GARANT Automation<br />
Beladesystem Basic Plus. Zur automatisierten<br />
Nach- und Endbearbeitung kleiner und<br />
mittlerer Losgrößen wird die neue GARANT<br />
Gleitschleifanlage GMT2 vorgestellt.<br />
Mehr Effizienz ist außerdem mit den digitalen<br />
Lösungen der Hoffmann Group<br />
erzielbar. Die neue Funktionalität „Tool<br />
Assembler“ ermöglicht es, in der digitalen<br />
Fertigungslösung Connected Manufacturing<br />
Komplettwerkzeuge zu konfigurieren<br />
und über die zentrale Werkzeugdatenbank<br />
bereitzustellen. Einfache Bauteile lassen<br />
sich somit auch ohne CAM-System auf<br />
3-Achsmaschinen produzieren und die dazu<br />
notwendigen Komplettwerkzeuge digital<br />
verwalten. Dadurch sind Fertigungsbetriebe<br />
in der Lage, alle Mitarbeiter mit<br />
Programmierkenntnissen effizient einzusetzen.<br />
Die digitale Fertigungslösung<br />
Connected Manufacturing gibt stets einen<br />
Überblick über alle Werkzeuge in Echtzeit.<br />
Für die intelligente Messmittelverwaltung<br />
stellt die Hoffmann Group zusätzlich erstmals<br />
die Lösung Connected Metrology vor.<br />
www.hoffmann-group.com<br />
Zeitfresser rund um Zerspanung beseitigen<br />
„Was im Rennsport die Sekunden, sind bei<br />
der Zerspanung die Minuten. Hier wie da<br />
gewinnt der Schnellste. Deshalb spüren wir<br />
intensiv Zeitfresser auch rund um die<br />
Zerspanung auf“, versichert Christian<br />
Kimmich, Marketingleiter bei Arno<br />
Werkzeuge (Karl-Heinz Arnold GmbH). Fünf<br />
Ansätze zur Zeitersparnis zeigt der<br />
Werkzeughersteller auf der AMB. Dabei geht<br />
das Familienunternehmen das Thema<br />
umfassend mit einem 360°-Blick an. Die fünf<br />
Optionen für mehr Effizienz umfassen<br />
neben Planung und Werkzeugauswahl,<br />
Maschinenanbindung und Rüsten sowie<br />
Kühlung und Wartung ebenso<br />
Wiederbeschaffung und Qualität und nicht<br />
zuletzt Plattenportfolio und Standzeit. „In<br />
Zeiten des Fachkräftemangels entlastet jede<br />
eingesparte Minute das Personal“, bekräftigt<br />
Kimmich.<br />
Zeitfressern an den Kragen gehen<br />
Natürlich würden Faktoren wie die letzten<br />
Stunden, Minuten oder Meter an<br />
Standzeiten einzusetzender Werkzeuge die<br />
Gedanken vieler Anwender beherrschen.<br />
Dass daneben noch große Potenziale für<br />
Zeitoptimierung und mehr Effizienz liegen,<br />
will Arno Werkzeuge interessierten Gästen<br />
auf der AMB gerne näher bringen. Das<br />
beginnt bei Planung und Werkzeugauswahl,<br />
bei denen die Experten ihre Erfahrung beratend<br />
einbringen und zuverlässige Aussagen<br />
zu Werkzeugen und Schnittparametern<br />
treffen. Bei Maschinenanbindung und<br />
Rüstzeit verkürzen spezielle Produkte bei<br />
der Fertigung auf Langdrehern Handling,<br />
Werkzeugwechsel, Rückseitenbearbeitung<br />
und die Anbindung von Werkzeugsystemen.<br />
Auf der AMB präsentiert ARNO Werkzeuge<br />
neben neuen Produkten einen Rund-um-<br />
Ansatz zur Zeitersparnis.<br />
Wenn Arno Werkzeuge bei der<br />
Plattenauswahl hilft, verkürzen sich<br />
Auswahlprozesse und Wiederbeschaffung<br />
signifikant. Ebenso verschwinden zeitintensive<br />
„trial-and-error“-Prozesse. Dass<br />
sich dann auch Standzeiten verlängern, sei<br />
klar. Ist das patentierte Kühlsystem ACS im<br />
Einsatz, stellen Anwender Bestleistungen bei<br />
Kühlung und Spanabfuhr fest. Auch das steigert<br />
die Effizienz und führt zu Zeitgewinn.<br />
Und schließlich führen Toolmanager<br />
und der Online-Shop CELLARNO bei der<br />
Wiederbeschaffung von Werkzeugen<br />
gleich hoher Qualität zu rekordverdächtig<br />
schnellen Bestellvorgängen. Mit all diesen<br />
Ansätzen sowie cleveren Neu- und<br />
Weiterentwicklungen will Arno Werkzeuge<br />
seinen Kunden auch künftig entscheidende<br />
Wettbewerbsvorteile sichern.<br />
54 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
AMB<br />
Neue Platten und Halter TA14 fürs<br />
Axialeinstechen<br />
Neu und erstmals zu sehen sind<br />
Halter und Schneideinsätze TA14 für<br />
das Axialeinstechen. Damit erweitert<br />
Arno Werkzeuge das erfolgreiche ATS-<br />
Stechsystem. Die Schneidplatten aus<br />
dem bewährten Hartmetall gibt es in<br />
Stechbreiten von 1,5-4 mm. Die passenden<br />
Halter sind in linker und rechter Ausführung,<br />
jeweils in gerader und 90° abgewinkelter<br />
Version verfügbar. Der Hersteller bietet sie in<br />
drei Schaftgrößen 16x16, 20x20 und 25x25<br />
passend für Stern- oder Scheibenrevolver<br />
an. Damit erzielen Anwender Stechtiefen<br />
bis 5 mm bei Stahl und 3 mm bei rostfreiem<br />
Stahl. Anschlüsse von Kühlsystemen<br />
sind möglich. Schneideinsätze gibt es<br />
für drei Durchmesserbereiche, >16 mm,<br />
>20 mm und >30 mm, sodass Anwender<br />
aus zahlreichen Varianten das für den jeweiligen<br />
Prozess passende System auswählen<br />
können. Vorgehaltene Halbzeuge können<br />
mit der für die Anwendung passenden<br />
Beschichtungen versehen werden. Darüber<br />
hinaus fertigt Arno Werkzeuge auch individuelle<br />
Sonderplatten nach Kundenwunsch.<br />
www.arno.de<br />
Zukunftsweisende Werkzeuge und digitale Lösungen<br />
Mit einem vollen Programm für die unterschiedlichsten<br />
Branchen präsentiert<br />
CERATIZIT auf der AMB zahlreiche neu entwickelte<br />
Werkzeuglösungen.<br />
Stähle, Edelstähle oder Gusswerkstoffe:<br />
Wer sie alle zerspanen muss, braucht möglichst<br />
universell nutzbare Fräser für bestmögliche<br />
Effizienz. Damit gleichzeitig die<br />
Nachhaltigkeit nicht auf der Strecke bleibt,<br />
hat CERATIZIT den VHM-Fräser ProACT-Mill<br />
als neue, eigenständige Produktlinie aus<br />
dem nachhaltigen Hartmetall upGRADE<br />
ins Portfolio aufgenommen. So kombiniert<br />
der ProACT-Mill die uneingeschränkte<br />
Performance eines Allround-<br />
Hochleistungsfräsers mit dem derzeit<br />
nachhaltigsten Hartmetall-Substrat von<br />
CERATIZIT. Damit verschafft CERATIZIT seinen<br />
Kunden einen ökonomischen wie ökologischen<br />
Vorteil durch den zertifizierten<br />
CO2-Fußabdruck in Form eines niedrigen<br />
Product Carbon Footprint (PCF).<br />
Die optimierten Geometrien und die neu<br />
entwickelte Beschichtung des ProACT-Mill<br />
zielen auf höchste Leistung in möglichst<br />
vielen Werkstoffen sowie lange<br />
Standzeiten ab. Die Testergebnisse der neuen<br />
Serie zeigen, dass dies ganz und gar kein<br />
Kompromiss ist: Im Vergleich mit anderen<br />
Universalwerkzeugen erreichen die Fräser<br />
eine bis zu 30 Prozent höhere Performance.<br />
Dass der ProAct-Mill auch wirklich hält, was<br />
er verspricht, können die AMB-Besucher in<br />
zahlreichen Live-Demos erleben. „Wir möchten<br />
unseren Kunden und Interessenten zeigen,<br />
welche Performance unser nachhaltiger<br />
Fräser ProAct-Mill auf die Fräsmaschine<br />
bringt. Dazu werden wir ihn mit einigen<br />
unserer weiteren Highlights auf die GROB-<br />
Maschine spannen, die wir zur AMB mitbringen.<br />
Zusammen mit dem MaxiMill – 211-DC,<br />
Auf einem 5-Achs-Universal-Bearbeitungszentrum G350 von GROB finden täglich mehrere<br />
Live-Demos statt. Neben dem ProACT-Mill wird unter anderem auch das additiv gefertigtes<br />
Wendeplattenfrässystem MaxiMill – 211-DC mit optimaler Kühlmittelzufuhr im Einsatz gezeigt.<br />
dem KUB Pentron und der AluLine CCR wird<br />
er etwas ganz Besonderes aus Aluminium<br />
herstellen!“, verrät Ramiro Bengochea,<br />
Director of Global Sales bei der CERATIZIT<br />
Deutschland GmbH.<br />
Denn passend zum 30-Jährigen der beliebten<br />
EcoCut-Linie von CERATIZIT werden<br />
überdimensionale Wendeschneidplatten<br />
aus Aluminium vor Ort gefertigt.<br />
Digitale Services sind bei CERATIZIT schon<br />
seit vielen Jahren fest im Portfolio verankert,<br />
wie beispielsweise das Überwachungsund<br />
Regelungssystem CERAsmart<br />
ToolScope. Das erfasst permanent die im<br />
Fertigungsprozess entstehenden Signale<br />
aus der Zerspanungsmaschine, visualisiert<br />
diese Daten und liefert so wichtige<br />
Informationen zur Prozesskontrolle, zum<br />
Maschinenschutz und zur Dokumentation.<br />
„Um diese im Prozess aufkommenden Daten<br />
für den Zerspaner sinnvoll zu nutzen, werden<br />
sie in ToolScope entsprechend ausgewertet,<br />
aufgearbeitet und dem Nutzer zur<br />
Verfügung gestellt. In unserem CERAsmart<br />
Cockpit kann er die für ihn relevanten<br />
Daten einsehen und zur Optimierung seiner<br />
Abläufe nutzen“, betont Andreas Kordwig,<br />
Director of Global Product Management<br />
Cutting Tools.<br />
Wie ausgeklügelte Automatisierungslösungen<br />
aussehen können, zeigt CERATIZIT<br />
mit der Werkstück-Automation R-C2 als<br />
Lösung zwischen Paletten-Automation<br />
und Roboter-Direktbeladung. Das bedeutet<br />
weniger Rüstaufwand sowie ein deutliches<br />
Plus an Flexibilität. Welche Vorteile<br />
das System außerdem bietet, das verraten<br />
die CERATIZIT-Experten ebenfalls auf dem<br />
Messestand.<br />
www.ceratizit.com<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 55
AMB<br />
Metallbearbeitungs- und Zerspanungstechnologien revolutionieren<br />
Kyocera, ein globaler Anbieter von<br />
Industrielösungen, präsentiert auf der AMB<br />
<strong>2024</strong> seine neuesten herausragenden<br />
Lösungen. Unter anderem stellt das<br />
Unternehmen Gewindebohrer-Multitool,<br />
ein Werkzeug für die Statorgehäusebearbeitung,<br />
ein neues Werkzeugausgabesystem<br />
sowie einen elektrischen<br />
Drehmomentschlüssel vor.<br />
“Gewinden 4.1”<br />
Gewindebohrer-Multitool<br />
Kyoceras „Gewinden 4.1“ stellt einen signifikanten<br />
Fortschritt in der Gewindetechnologie<br />
dar. Dieses Multifunktionswerkzeug<br />
ermöglicht das Bohren<br />
eines Kernlochs, das Anfasen und das<br />
Gewindeschneiden ohne Werkzeugwechsel.<br />
Das innovative System integriert ein ausgeklügeltes<br />
Kombiwerkzeug und fortschrittliche<br />
Technologie in den Werkzeughalter,<br />
wodurch herkömmliche Werkzeugwechsel<br />
und Werkzeugwege überflüssig werden.<br />
Die einzigartige Geometrie und das<br />
Haltesystem des Werkzeugs ermöglichen<br />
eine Zeitersparnis von bis zu 50 Prozent<br />
bei der Gewindeherstellung und garantieren<br />
Effizienz und Präzision. Das Werkzeug<br />
ist für den Innovationspreis der AMB <strong>2024</strong><br />
nominiert.<br />
Werkzeug für das Statorgehäuse<br />
Das Statorgehäuse von Kyocera wurde in<br />
innovativer Leichtbauweise entwickelt und<br />
wiegt maximal 12 kg. Dadurch wird unter<br />
anderem der Energiebedarf der Maschine<br />
deutlich reduziert. Es ist kompatibel mit HSK<br />
A63 Werkzeugaufnahmen und lässt sich<br />
nahtlos in bestehende Produktionslinien<br />
integrieren, ohne, dass dafür kostenintensive<br />
Nachrüstungen erforderlich sind.<br />
Das für die Bearbeitung von dünnwandigen<br />
Bauteilen optimierte Werkzeug garantiert<br />
eine hohe Genauigkeit, perfekte Rundheit<br />
und hervorragende Oberflächengüte<br />
und ist damit ideal für die Bearbeitung<br />
von EV-Statorgehäusen ausgelegt. Die<br />
AM-Schneidarme des Werkzeugs sind mit<br />
durchgehenden Kühlkanälen ausgestattet,<br />
Kyoceras Werkzeug für das Statorgehäuse.<br />
die für eine hervorragende Spanabfuhr und<br />
eine höhere Standzeit der Schneiden sorgen<br />
und somit eine effizientere Leistung und<br />
Reduzierung von Stillstandzeiten gewährleisten.<br />
Außerdem werden zwei große<br />
Durchmesser in einem Arbeitsgang bearbeitet,<br />
wodurch eine perfekte Konzentrizität<br />
und Ausrichtung gewährleistet wird.<br />
www.kyocera-unimerco.com<br />
Flexibilität trifft auf Präzision<br />
In der modernen Dreh- und Fräsbearbeitung<br />
sind Spannlösungen mit höchster<br />
Performance gefragt. Präzision und Effizienz<br />
sind bei diesen anspruchsvollen<br />
Anwendungen eine Selbstverständlichkeit.<br />
Mit dem 4-Backen-Handspannfutter<br />
INOFlex® VL von HWR Spanntechnik kommt<br />
maximale Flexibilität hinzu – und eine ganze<br />
Reihe weiterer handfester Vorteile.<br />
Speziell für moderne Werkzeugmaschinen<br />
in der Dreh- und Fräsbearbeitung hat HWR<br />
Spanntechnik die innovative Produktfamilie<br />
INOLine® entwickelt. Mit ihnen lassen sich<br />
gleichermaßen kubische wie auch runde<br />
Werkstücke sicher und präzise spannen.<br />
Ihre volle Stärke spielen die INOLine®<br />
Spannmittel bei Bauteilen aus, die formempfindlich<br />
oder dünnwandig sind – hier<br />
lassen sich hervorragende Ergebnisse erzielen,<br />
die mit herkömmlicher Spanntechnik so<br />
nicht möglich wären.<br />
Maximal flexibel, immer beste Ergebnisse<br />
Die Spannmittel aus der Reihe INOFlex®<br />
gehen noch einen Schritt weiter: Mit ihnen<br />
lassen sich dank der zentrisch ausgleichenden<br />
4-Backen-Spanntechnik auch geometrisch<br />
unförmige Werkstücke perfekt spannen.<br />
Die von HWR selbst entwickelte und<br />
patentierte Ausgleichsmechanik stellt<br />
sicher, dass an allen Spannpunkten die gleiche<br />
Spannkraft anliegt – unabhängig von<br />
der Bauteil-Geometrie, vom jeweiligen<br />
Werkstoff oder von der Art der Bearbeitung.<br />
Zu den Highlights aus der Reihe INOFlex®<br />
gehört das 4-Backen-Handspannfutter<br />
INOFlex® VL. Diese Futterreihe gehört mit<br />
zu den erfolgreichsten Produkten aus dem<br />
Hause HWR, ihre Größenvielfalt wird konsequenterweise<br />
fortlaufend erweitert. Zur<br />
AMB kommen zwei neue Baugrößen dazu<br />
– das VL032 und das VL091. Das VL032 mit<br />
einem Außendurchmesser von 325 mm ist<br />
auch live am Messestand zu erleben. Die<br />
jüngste Baugröße VL032 wird zum ersten<br />
Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Sie rundet<br />
die Reihe INOFlex® VL nach unten ab.<br />
Anwendern stehen ab sofort insgesamt 12<br />
Baugrößen zur Verfügung, von Durchmesser<br />
325 bis 2.000 mm – die Reihe INOFlex® bietet<br />
damit eine Produkt- und Variantenvielfalt,<br />
die auf dem Weltmarkt tatsächlich einmalig<br />
ist.<br />
www.hwr.de<br />
56 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
AMB<br />
Spanntechnik auf den (Null)Punkt gebracht<br />
Im wahrsten Sinne des Wortes ein spannender<br />
Auftritt: In den letzten Jahren hat<br />
KIPP sein UNILOCK-Portfolio kontinuierlich<br />
ausgebaut. Entsprechend interessant und<br />
facettenreich sind die Spannlösungen, die<br />
das Unternehmen auf der AMB präsentieren<br />
wird. Einen Schwerpunkt legt KIPP auf die<br />
Nullpunkt-Spanntechnik die dem Anwender<br />
sowohl in pneumatischen als auch in mechanischen<br />
Applikationen ein Höchstmaß an<br />
Präzision und Effizienz liefern.<br />
Innovative Nullpunkt-Spanntechnik<br />
So erlaubt die KIPP-UNILOCK-Spanntechnik<br />
ein schnelles, präzises Spannen und<br />
Referenzieren von Werkstücken auf spanabhebenden<br />
Bearbeitungszentren. Ob Palette,<br />
Schraubstock, Vorrichtung oder Werkstück –<br />
mit den UNILOCK-Systemen ist ein sekundenschneller<br />
Wechsel mit definiertem Nullpunkt<br />
und einer Wiederholgenauigkeit von unter<br />
0,005 mm möglich. Das sorgt nicht nur für<br />
erstklassige Bearbeitungsqualität, sondern<br />
auch für maximale Rüstzeitoptimierung und<br />
höchste Flexibilität in der Fertigung. Die<br />
UNILOCK Schnittstelle ist grundsätzlich in<br />
allen Spannsystem vorbereitet, sodass eine<br />
maximale Kompatibilität vorhanden ist.<br />
KIPP UNILOCK<br />
Nullpunkt-Spannsysteme<br />
Zu den neuesten Ergänzungen im<br />
UNILOCK-Produktprogramm gehören die<br />
pneumatischen Spannmodule EFM 138<br />
für Turmanwendung, ASM 99 für kleinere<br />
Stichmaße, ESA 138 für Automationsanwendungen<br />
sowie das EGM 110-75 mit<br />
Palettenkupplung für Roboterlösungen.<br />
KIPP UNILOCK<br />
5-Achs-Modul-Spannsysteme<br />
Die 5-Achs-Modul-Spannsysteme in<br />
den Größen 50, 80 und 138 wurden speziell<br />
für die störkantenfreie 5-Seiten-<br />
Bearbeitung entwickelt und bieten durch<br />
ihren modularen Aufbau eine Vielzahl an<br />
Kombinationsmöglichkeiten.<br />
Die Systemgröße 80 hat KIPP aktuell um<br />
drei weitere Basismodule VARIO, DUO und<br />
Doppelspannung ohne Fuß ergänzt.<br />
Dank einer großen Spannbolzenvielfalt<br />
lassen sich die Systeme optimal an jedes<br />
Werkstück anpassen. Hierzu gehören auch<br />
weitere neue Ausgleichsbolzen.<br />
KIPP auf der AMB <strong>2024</strong> mit neuem Standkonzept<br />
und zahlreichen Innovationen für die<br />
Spannaufgaben in der Metallbearbeitung.<br />
Die wichtigsten Systemvorteile im<br />
Überblick:<br />
• Sekundenschneller Werkstückwechsel für<br />
maximale Rüstzeitoptimierung<br />
• Der modulare Systemaufbau bietet<br />
flexible Spannmöglichkeiten und Kombinationen<br />
• Hohe Spannkräfte und eine sehr gute<br />
Wiederholgenauigkeit garantieren beste<br />
Fertigungsergebnisse<br />
• UNILOCK-Spannbolzen liefern 100%ige<br />
Kompatibilität zwischen Nullpunkt- und<br />
5-Achs-Modul-Spannsystemen<br />
www.kipp.com<br />
Modularität in der Superfinish-Bearbeitung<br />
auf einem neuen Level<br />
Supfina präsentiert auf der AMB die weiterentwickelte<br />
Supfina LCM, die durch<br />
Flexibilität und Wirtschaftlichkeit in der<br />
Superfinish-Bearbeitung überzeugt.<br />
Darüber hinaus stehen die neuesten<br />
Technologien und Innovationen von<br />
Supfina im Fokus: die autonome Fertigung<br />
der Race Modular und das wirtschaftliche<br />
Schleifen von beschichteten Bremsscheiben<br />
mit der Planet BD.<br />
Mit der LCM bietet Supfina eine vielseitige<br />
Lösung für zahlreiche Superfinish-<br />
Anwendungen, ideal für kleine und mittlere<br />
Serien. Das modulare Baukastensystem<br />
erfüllt höchste Anforderungen an<br />
Qualität und Prozesssicherheit und ist<br />
besonders geeignet für die Automobil-,<br />
Zuliefer-, Hydraulik-, Luft- und Raumfahrt-,<br />
Energieerzeugungs-, Medizintechnik- und<br />
Maschinenbauindustrie.<br />
Die Supfina LCM ist in verschiedenen<br />
Modellen erhältlich:<br />
• LCM 800: Spitzenweite 40 – 800 mm,<br />
Werkstückdurchmesser bis 250 mm, bis zu<br />
6 Superfinish-Geräte<br />
• LCM 1500: Spitzenweite bis 1500 mm,<br />
Werkstückdurchmesser bis 250 mm, bis zu<br />
8 Superfinish-Geräte<br />
Neben der Superfinish-Bearbeitung mit<br />
Band oder Stein unterstützt diese Maschine<br />
auch Bürst- und Polierprozesse. Optional<br />
erhältliche NC-Achsen zur Gerätepositionierung<br />
und / oder Spitzenweiten-Verstellung<br />
vereinfachen das Rüsten und unterschiedliche<br />
Beladesysteme garantieren eine einfache<br />
Integration in die Fertigung.<br />
Die Supfina LCM ermöglicht die Bearbeitung<br />
zwischen Spitzen oder spitzenlos, von einfachen<br />
bis komplexen Werkstücken.<br />
Superfinish-Maschine Supfina LCM, die vielseitige<br />
Lösung für zahlreiche Superfinish-<br />
Anwendungen.<br />
Hierzu zählen die meisten Wellentypen,<br />
Zahnstangen sowie anspruchsvolle sphärische<br />
Bauteile. Mit dem Crank-Anbaugerät<br />
können sogar Pleuellager von Exzenter- und<br />
kleineren Kurbelwellen gefinisht werden.<br />
www.supfina.com<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 57
AMB<br />
Impulse für Qualität und Effizienz<br />
Der Schleiftechnikspezialist ANCA feiert<br />
<strong>2024</strong> sein 50-jähriges Jubiläum auch auf der<br />
AMB in Stuttgart. Vor Ort zeigen die Experten<br />
smarte Automation speziell für die<br />
Bedürfnisse von Werkzeugherstellern, das<br />
integrierte, schlanke Umfangs- und Geometrieschleifen<br />
und ein Komplettpaket für<br />
Verzahnungswerkzeughersteller. Zusätzlich<br />
versprechen die neuen Versionen der ANCA<br />
Schleifsoftware ToolRoom und CIM3D<br />
Produktivitätsschübe von bis zu 20 Prozent.<br />
Die ULTRA-Baureihe von ANCA wurde seit<br />
der Einführung der Nanometer-Steuerung<br />
2022 kontinuierlich erweitert und steht heute<br />
für Werkzeuge bis 0,1 mm Durchmesser zur<br />
Verfügung. Dank dem Genauigkeitspaket,<br />
das neben der hochgenauen Steuerung zum<br />
Beispiel Spindeltemperaturkompensation,<br />
In-Prozess-Qualitätssicherung und Rundlaufkompensation<br />
umfasst, erzielen die<br />
ULTRA-Modelle der MX-, FX- und MicroX-<br />
Varianten schnell und prozesssicher<br />
Werkzeuge in konstant hoher Qualität.<br />
Die MX7 ULTRA, die auf der AMB zu sehen sein<br />
wird, kommt in einer Konfiguration, die großes<br />
Potenzial für eine schlanke Produktion<br />
birgt. Ausgestattet mit einer P-Achse und<br />
einer unterstützenden Schleiflünette des<br />
langjährigen ANCA-Partners Arobotech,<br />
erlaubt die Maschine die integrierte<br />
Rohlingsvorbereitung, Schälschleifen und<br />
Geometrieschleifen in einer Aufspannung.<br />
Damit vereinfachen Anwender ihre Prozesse,<br />
verkürzen Durchlaufzeiten und vermindern<br />
die Komplexität in der Produktion.<br />
Quasi Huckepack dient die MX7 ULTRA<br />
auch noch als Anschauungsbeispiel für eine<br />
Automationslösung von ANCA, die schnell<br />
und ohne großen Aufwand den Einstieg in<br />
die digitale Produktionssteuerung ermöglicht.<br />
AIMS Connect verbindet Maschinen<br />
logisch miteinander und ermöglicht transparente<br />
und nachweisbare Abläufe. Eine<br />
Werkerführung informiert Mitarbeitende<br />
zum Produktionsablauf, also welche<br />
Aufgaben wann anstehen. Fachkräfte werden<br />
entlastet und können dort eingesetzt<br />
werden, wo sie wirklich benötigt werden.<br />
Jedes Werkzeug wird anhand eines Rezepts<br />
nachvollziehbar in einem Auftragsprozess<br />
beschrieben und sichert die gleichbleibende<br />
Qualität durch festgelegte<br />
Kompensationsstrategien und –logiken. In<br />
Stuttgart können Fachbesucher den Ablauf<br />
beispielhaft anhand eines Demos erleben,<br />
das neben der digitalen Werkerführung<br />
auch die Messung und Kompensation auf<br />
einer Universalmessmaschine genius von<br />
ZOLLER sowie die Verknüpfung mit der<br />
Schleifmaschine MX7 ULTRA umfasst.<br />
Schlanke Produktion mit integriertem<br />
Schälschleifen und Geometrieschleifen.<br />
Passend zum Themenschwerpunkt<br />
Verzahnen in Halle 5 präsentiert ANCA das<br />
Paket für Verzahnungswerkzeughersteller,<br />
bestehend aus der ANCA GCX Schleifmaschine<br />
und der passenden Ergänzung,<br />
der EDM Abrichtmaschine MP1200 von<br />
Mitsubishi. Die etablierte Partnerschaft des<br />
Schleifmaschinenherstellers ANCA mit den<br />
Erodierspezialisten von Mitsubishi soll über<br />
verknüpfte Prozesse und geteiltes Knowhow<br />
zu höherer Präzision und Produktivität<br />
führen. Dies ist entscheidend bei der<br />
Fertigung von Verzahnungswerkzeugen,<br />
insbesondere Skiving-Werkzeugen, oder<br />
auch Gewindewerkzeugen. Die GCX kommt<br />
als schlüsselfertiges Paket mit Funktionen für<br />
die Entwicklung von Verzahnwerkzeugen,<br />
die integrierte Werkzeugmessung sowie die<br />
Bereitstellung der Einrichtungsparameter<br />
für Wälzschälmaschinen. Die Messebesucher<br />
werden live erleben, wie diese<br />
Konfiguration kurze Einrichtzeiten, Simulation<br />
und Überwachung sowie qualitätsfördernde<br />
Funktionen durch die ANCA-<br />
Motortemperaturregelung (MTC) oder<br />
das integrierte Auswuchten (iBalance)<br />
für eine beispiellose Langzeit-Schleifprofilgenauigkeit<br />
von +/-0,0015 mm<br />
ermöglicht. Das erosive Abrichten auf der<br />
Mitsubishi trägt dazu nicht nur über die<br />
Flexibilität und Präzision bei, auch der<br />
Datenaustausch zwischen den beiden<br />
Maschinen erleichtert den Produktionsalltag<br />
erheblich.<br />
Ein weiteres Highlight auf den Fildern ist<br />
die neue ToolRoom Software RN35 und<br />
CIM3D, die einen Produktivitätsschub<br />
von bis zu 20 Prozent verspricht, mit<br />
Vorschuboptimierung, statistischer<br />
Prozesskontrolle, softwareunterstützer<br />
Nebenzeitenreduzierung und erweiterten<br />
Funktionen bei der In-Prozess Messung mit<br />
ANCAs LaserUltra, der Weiterentwicklung<br />
des schon 2014 eingeführten berührungslosen<br />
Mess- und Kompensationssystems.<br />
www.anca.com<br />
Weltpremiere: Den Faktor Wärmegang ausschalten<br />
Die Schweizer Schleifexperten von<br />
TSCHUDIN präsentieren an der internationalen<br />
Metallbearbeitungs-Fachmesse AMB<br />
eine echte Weltneuheit: Eine Schleifmaschine<br />
mit perfektem Wärmegang. „Wir<br />
arbeiten seit drei Jahrzehnten konsequent<br />
daran, den Wärmegang unserer Maschinen<br />
auf ein Minimum zu reduzieren. Mit den im<br />
Schleifbereich völlig neuen Schleif- und<br />
Regelspindeln aus Karbon haben wir nun<br />
das letzte Puzzleteil eingesetzt. Die ausgestellte<br />
spitzenlose Außenrundschleifmaschine<br />
CUBE 350 ist die erste<br />
Schleifmaschine ohne Wärmegang“, erklärt<br />
Urs Tschudin, Gesellschafter der TSCHUDIN<br />
AG. „Mit diesem Spindelkonzept untermauern<br />
wir unseren Status als Innovator und<br />
bieten unseren Kunden eine neue<br />
Dimension von Genauigkeit und<br />
Abtragsleistung.“<br />
Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch<br />
das Minimieren des Wärmegangs ist eine<br />
Produktion mit gleichbleibend hoher<br />
Genauigkeit zu jeder Zeit garantiert. Ein<br />
zeitraubendes Warmlaufen der Maschine,<br />
zum Beispiel am Montagmorgen nach dem<br />
58 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
AMB<br />
Wochenende, ist nicht mehr nötig. „Selbst<br />
wenn die Maschine ein Wochenende<br />
steht, kann sie sofort innerhalb einer<br />
Maßabweichung von maximal 1 μm produzieren“,<br />
sagt Urs Tschudin. Darüber hinaus<br />
können auch beim mehrbahnigen<br />
Schleifen alle Teile im exakten Maß gefertigt<br />
werden – Schleif- und Regelscheibe<br />
bleiben parallel, weil eine thermische<br />
Verlagerung unterbunden wird. Auf diese<br />
Weise ermöglicht die CUBE 350 ein sehr langes<br />
autonomes Arbeiten sowie unbemannte<br />
Schichten.<br />
„Die hohe Schleifqualität bei voller<br />
Schleifspaltbelegung war schon bisher ein<br />
Qualitätsmerkmal unserer Maschinen. Mit<br />
den Karbonspindeln optimieren wir diesen<br />
Aspekt weiter und reizen das Maximum aus“,<br />
betont Urs Tschudin. Die Einführung der<br />
Karbonspindeln, erläutert Urs Tschudin, sei<br />
der finale Schritt in einem jahrzehntelangen<br />
Entwicklungsprozess. Schon seit 30 Jahren<br />
setzt Tschudin auf Linearmotoren. Vor mehr<br />
als 25 Jahren wurden Maschinenbette aus<br />
massivem Naturgranit eingesetzt, die sich<br />
durch ihre große Masse und Trägheit nur extrem<br />
langsam erwärmen. In einem weiteren<br />
Schritt wurden die Schleifspindelschlitten<br />
ebenfalls als Granitblock ausgeführt – die<br />
senkrechte Anschlagfläche für die Spindeln<br />
führte zu einer drastischen Reduktion des<br />
Wärmegangs. Auf der ecoLine 400 sorgt seit<br />
zehn Jahren eine Spindel aus Invar für einen<br />
auf zehn Prozent reduzierten Wärmegang.<br />
Die Karbonspindeln, auf die Tschudin<br />
ein Patent angemeldet hat, haben den<br />
Wärmegang nun auf ein absolutes Minimum<br />
reduziert.<br />
Seit mehr als einem halben Jahr werden<br />
die in Zusammenarbeit mit der Carbon-<br />
Drive GmbH entwickelten Karbonspindeln<br />
getestet und angepasst – mit vielversprechenden<br />
Ergebnissen: „Wie Materialien<br />
auf Wärme reagieren, hat einen großen<br />
Einfluss in der Präzisionsfertigung.<br />
Die Temperaturbeständigkeit von<br />
Kohlenstofffasern ist besonders hoch –<br />
Spindeln aus Karbon unterbinden deshalb<br />
eine thermische Ausdehnung in der<br />
Maschine. Sie sind maßstabiler und haben<br />
eine höhere Biegesteifigkeit, wodurch sie<br />
höhere Zustellungen fahren können, was<br />
wiederum eine höhere Zerspanleistung<br />
bedeutet. In einigen Testreihen sind die<br />
Karbonspindeln bislang bis zu zehn bis 20<br />
Prozent effektiver als Stahlspindeln“, berichtet<br />
Nikolas Ernst, Leiter Konstruktion bei der<br />
TSCHUDIN AG.<br />
Besonders interessant, erklärt Urs Tschudin,<br />
sei die mit Karbonspindeln bestückte CUBE<br />
350 für Hersteller, die höchste Ansprüche in<br />
Sachen Qualität und Genauigkeit stellen. „Je<br />
hochgenauer Teile gefertigt werden müssen,<br />
desto interessanter wird die Schleifmaschine<br />
mit optimalem Wärmegang. Denn durch<br />
die höhere Maßstabilität und höhere<br />
Antriebsleistung können wir hier einen echten<br />
Mehrwert bieten.“ Die CUBE 350 wird<br />
in der Standardausführung weiterhin mit<br />
Stahlspindeln bestückt. Die Karbonspindeln<br />
sind optional verfügbar.<br />
www.tschudin.swiss<br />
Verzahnungszentrum für den Einsatz im Prototypenbereich<br />
bis hin zur Großserienfertigung<br />
Die KNG 350 flex beruht auf einem kompakten,<br />
rüstoptimierten Maschinenkonzept<br />
für den Einsatz im Prototypenbereich bis hin<br />
zur Großserienfertigung von Verzahnungen<br />
bis 350 mm Durchmesser. Eine optionale<br />
Durchmessererweiterung ist verfügbar.<br />
Zum Einsatz kommen die Bearbeitungsverfahren<br />
Wälz- und Profilschleifen, je<br />
nach Anwendung mit abrichtbaren Korundoder<br />
abrichtfreien CBN-Werkzeugen.<br />
Alleinstellungsmerkmal ist das Polieren<br />
als Single-Technologie, um beispielsweise<br />
Verzahnungen nach dem Kugelstrahlen zu<br />
bearbeiten.<br />
Die leistungsoptimierte, gegengelagerte<br />
Schleifspindel lässt Schnittgeschwindigkeiten<br />
bis 100 m/s zu und ist<br />
auch ausgelegt für die Verwendung<br />
großer Schleifschnecken mit Breiten<br />
bis 200 mm. Damit lassen sich insbesondere<br />
die Bearbeitung großmoduliger<br />
Bauteile und der Einsatz kombinierter<br />
Schnecken für Feinschleif- oder<br />
Polieranwendungen effizient realisieren.<br />
Vorsatzspindeln können durch die neue<br />
Schnellwechselschnittstelle direkt auf<br />
der Werkzeugspindel adaptiert werden.<br />
Vorsatzspindeln gestatten die Verwendung<br />
sehr kleiner Profilschleifscheiben bei<br />
minimalstem Fußkreis der zu schleifenden<br />
Verzahnung. Die integrierte<br />
Übersetzungsstufe ermöglicht auch bei<br />
einem Schleifscheibendurchmesser von<br />
30 mm eine Schnittgeschwindigkeit von bis<br />
zu 50 m/s.<br />
Eine Reduzierung der Rüstzeiten wird<br />
zusätzlich durch intelligente Komponenten<br />
(Smart Tooling) erreicht. Von der manuellen<br />
Beladung über ein einfaches<br />
Palettentransportband bis hin zur umfangreichen<br />
Automationslösung bietet das<br />
Konzept volle Flexibilität bei der Beladung<br />
der Bauteile. Das funktionale und ergonomische<br />
Maschinendesign gepaart mit der<br />
anwenderfreundlichen Bedienoberfläche<br />
KN grind unterstützt bei der Einrichtung und<br />
Optimierung von Schleifprojekten.<br />
Prozessmonitoring, Teilerückverfolgung und<br />
Inline-Qualitätssicherung stehen als integraler<br />
Bestandteil für eine Industrie 4.0 taugliche<br />
Bearbeitungsmaschine zur Verfügung.<br />
Nicht nur durch das ausgezeichnete Design<br />
(iF Design AWARD), sondern auch durch<br />
die kontinuierliche Weiterentwicklung mit<br />
Blick auf Energieeffizienz besticht diese<br />
Maschine. Die auf das Minimum reduzierten<br />
hydraulischen Funktionen werden mit<br />
einem geregelten Pumpenaggregat abgedeckt,<br />
pneumatische Funktionen weitestgehend<br />
durch Elektroantriebe ersetzt. Die<br />
Betrachtung des kompletten Lebenszyklus<br />
der Maschine zeigt auf, dass durch die<br />
Umstellung des Maschinenbettes von Guss<br />
auf Polymerbeton das komplette CO2-<br />
Äquivalent der Maschine reduziert wird.<br />
www.kapp-niles.com<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 59
AMB<br />
Mittels Transformation in eine effizientere Zukunft<br />
Alle zwei Jahre bietet die AMB in<br />
Stuttgart eine Plattform, um neue<br />
Innovationen und Technologien aus der<br />
Metallbearbeitung zu präsentieren. Der<br />
Messeauftritt von DN Solutions, dem weltweit<br />
drittgrößten Hersteller von CNC-<br />
Werkzeugmaschinen, steht ganz im<br />
Zeichen der Transformation des<br />
Maschinenparks. So will der Werkzeugmaschinenhersteller<br />
bestehenden und<br />
neuen Kunden die Vorteile von High-End-<br />
Maschinen näherbringen. Gerade kleinere<br />
metallverarbeitende Betriebe setzen häufig<br />
noch auf unflexible Revolvermaschinen.<br />
Als CNC-Experte will DN Solutions sie als<br />
Partner bei einem möglichen nächsten<br />
Schritt zu einer effektiveren Lösung begleiten.<br />
In diesem Zusammenhang stellt das<br />
südkoreanische Unternehmen mit dem<br />
Europäischen Hauptsitz in Deutschland<br />
sein neues Dreh-Fräszentrum DNX 2100<br />
erstmals der Öffentlichkeit vor.<br />
DNX 2100: Flexibilität macht den<br />
Unterschied<br />
Die DNX zeichnet sich vor allem durch ihre<br />
erhöhte Flexibilität aus. Bei universellen<br />
Revolvermaschinen kommen oft kostenintensive<br />
Werkzeuglösungen zum Einsatz<br />
und weitere Werkstückumspannungen<br />
sind notwendig. Diese Arbeitsweise<br />
blockiert nicht nur einen Großteil der<br />
Werkzeugplätze am Revolver, sondern<br />
erhöht auch die Rüstzeit – und damit die<br />
Stillstandszeit der Maschine. Auch hier bietet<br />
die DNX einen klaren Vorteil.<br />
„Unser Ziel ist es, diesen Unternehmen mit<br />
unseren High-End-Maschinen einen Weg<br />
in eine effizientere Zukunft aufzuzeigen<br />
und sie bei dieser Transformation zu begleiten.<br />
Umso mehr freuen wir uns auf die AMB,<br />
um die Sichtbarkeit von DN Solutions auf<br />
dem europäischen Markt noch mal deutlich<br />
zu erhöhen“, fasst Fredrik Gedda CEO<br />
von DN Solutions Europe, die Marktstrategie<br />
zusammen.<br />
Neben der Weltprämiere der Produktlinie<br />
DNX (am ersten Messetag um 11 Uhr) werden<br />
sieben weitere hochmoderne Maschinen<br />
ausgestellt, die die perfekte Integration<br />
von Automatisierung und Digitalisierung<br />
demonstrieren.<br />
www.dn-solutions.com<br />
Weltpremiere setzt neue Maßstäbe<br />
Auf der AMB setzt GF Machining<br />
Solutions ein starkes Zeichen mit der<br />
Präsentation bahnbrechender Innovationen.<br />
Zu den Highlights gehören die<br />
Weltpremiere der MILL S 400 U mit<br />
Sinumerik One, die HSC-Fräsen mit<br />
Siemens-Technologie kombiniert sowie die<br />
EU-Premiere der Laser S 500 (U), die neue<br />
Möglichkeiten in der Mikro-3D-Formenfertigung<br />
eröffnet. Darüber hinaus werden<br />
Besucher weitere Spitzenprodukte wie die<br />
MILL S 600 U mit Schleiffunktion und die<br />
CUT X 500 mit Cobot-Automation, einem<br />
Benchmark in der Drahterosion, erleben<br />
können.<br />
Weltpremiere der Fräsmaschine mit<br />
Siemenssteuerung<br />
Die MILL S 400 U wurde mit einer<br />
Siemenssteuerung versehen – eine Einzigartigkeit<br />
bei HSC-Fräsmaschinen. Diese<br />
Weiterentwicklung zeigt das stetige<br />
Bestreben, modernste Technologie<br />
mit höchster Benutzerfreundlichkeit zu<br />
vereinen. Des Weiteren kann die MILL<br />
S 600 U G am Stand betrachtet werden.<br />
Die Kombination der Fräs- und<br />
Schleiftechnologie in Verbindung mit einer<br />
extrem hohen Maschinendynamik und<br />
gleichbleibender thermischer Stabilität<br />
führt zu hochwertigen Produkten und hilft<br />
Kunden, eine schnelle Amortisation ihrer<br />
Investition zu erzielen. Diese Funktion<br />
bietet einen nahtlosen Übergang zwischen<br />
den Prozessen, ohne dass das Teil<br />
umgespannt werden muss. Die Reduktion<br />
der Neben- und Wartezeiten ist hier lediglich<br />
der positive Nebeneffekt, der Gewinn<br />
steckt in der erhöhten Genauigkeit. Die<br />
MILL S/X (U) ist die ideale Maschine, insbesondere<br />
für Anwendungen, die eine hohe<br />
Oberflächenqualität erfordern.<br />
EU-Premiere LASER S 500 (U) vereint<br />
das gesamte Know-how in einer<br />
Maschine<br />
Genauigkeit und Geschwindigkeit sind das<br />
Herzstück der brandneuen LASER S 500 (U),<br />
die an der Ausstellung gezeigt wird. Mit<br />
ihren herausragenden Möglichkeiten und<br />
ihrer Performance bei der Bearbeitung<br />
verschiedenster weicher und harter<br />
Materialien, stellt sie die Weichen<br />
für die Zukunft der Mikrobearbeitung<br />
und der 3-D-Oberflächenbearbeitung.<br />
Gerade die Hersteller aus der Informations-<br />
und Kommunikationstechnologie, der<br />
Medizintechnik und der Uhrenherstellung<br />
können sich auf eine effektivere und effizientere<br />
Bearbeitungstechnologie freuen.<br />
Die Pioniere der Elektroerosion zeigen<br />
ihr Können<br />
Die neueste CUT X Serie vereint mehr als<br />
70 Jahre EDM-Geschichte in der besten<br />
Drahterodiermaschine, die jemals gebaut<br />
wurde. Keine Kompromisse bei Präzision,<br />
Oberflächenqualität oder Geschwindigkeit:<br />
die einzigartigen Technologien einer CUT X<br />
gewährleisten die besten Resultate bei allen<br />
dreien. Sie zeichnet sich durch eine außergewöhnliche<br />
Achsgenauigkeit und ein Thermomanagement-System<br />
aus, das konstante<br />
Präzision unter allen Betriebsbedingungen<br />
sicherstellt. Der bekannte Intelligente<br />
Stromgenerator mit Direktstromversorgung<br />
(Intelligent Power Generator, IPG-DPS) und<br />
die einzigartige Twin-Wire-Technologie<br />
machen das Unmögliche in unschlagbarer<br />
Geschwindigkeit möglich.<br />
www.gfms.com<br />
60 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
AMB<br />
Benutzerfreundliche und leistbare Messtechnik für Schneidwerkzeuge<br />
Bruker Alicona, ein führender Anbieter<br />
von optischer 3-D-Messtechnik wird auf<br />
der AMB seine Innovationen und Lösungen<br />
für die präzise Messung und<br />
Qualitätskontrolle von Schneidwerkzeugen<br />
präsentieren. Zu den Highlights gehören<br />
das neue FocusX, die Neuerungen in der<br />
Software MetMaX und die<br />
Automatisierungsmöglichkeiten rund um<br />
das Round Tool Alignment.<br />
Das im Januar releaste FocusX von<br />
Bruker Alicona bietet ein noch nie gesehenes<br />
Preis-Leistungs-Verhältnis für die<br />
Advanced Focus-Variation. Es ermöglicht<br />
dieselbe hochpräzise optische<br />
3-D‐Messtechnik, für die die Systeme von<br />
Bruker Alicona berühmt sind, zu einem<br />
unschlagbaren Paketpreis. Gleichzeitig<br />
überzeugt es durch seine bemerkenswerte<br />
Benutzerfreundlichkeit. Mit der innovativen<br />
„One Click Roughness“ verliert die<br />
Rauheitsmessung ihren Schrecken.<br />
Rauheitsmessungen sind kompliziert<br />
und erfordern viel Fachwissen, so die<br />
gängige Meinung. Das dies nicht zwingend<br />
der Fall sein muss, beweist die „One<br />
Click Roughness“-Funktion des FocusX.<br />
Sie revolutioniert die Art und Weise, wie<br />
Rauheitsmessungen durchgeführt werden.<br />
Mit nur einem Klick können Benutzer<br />
eine vollständige Rauheitsanalyse auf der<br />
Oberfläche eines Werkzeugs durchführen.<br />
Dies spart nicht nur Zeit, sondern minimiert<br />
auch die Fehleranfälligkeit, die bei manuellen<br />
Messungen auftreten kann.<br />
Die neueste Version der MetMaX-Software<br />
bringt zahlreiche Verbesserungen und<br />
neue Funktionen, die die Messprozesse<br />
noch effizienter und genauer machen. Zu<br />
den Neuerungen gehören:<br />
Das Round Tool Alignment von Bruker<br />
Alicona ist ebenfalls seit dem Software-<br />
Update verfügbar und setzt neue<br />
Maßstäbe in der präzisen Messung von<br />
Schaftwerkzeugen wie Bohrern und<br />
Fräsern. Der Bediener plant direkt am<br />
CAD des Werkzeugs die interessanten<br />
Messpositionen für die Kantenverrundung.<br />
Der nächste Schritt ist das Einspannen des<br />
Bohrers und das Go für die Messung. Eine<br />
automatisierte Routine des Sensors erkennt<br />
die Orientierung des Werkzeugs und richtet<br />
dieses zu den CAD Daten aus. Möglich macht<br />
dies die Kombination aus optischem Sensor,<br />
dem automatisierten Objektivrevolver und<br />
der Softwareintelligenz, um die Ausrichtung<br />
der Schneide zu bestimmen. Im Anschluss<br />
erfolgen die 3-D Messungen und die<br />
Auswertungen der Kantenverrundung<br />
entsprechend der am CAD definierten<br />
Positionen. Ungenauigkeiten, die durch<br />
Einspann-Unterschiede entstehen, werden<br />
so gänzlich vermieden.<br />
www.alicona.com<br />
Präzise, hochpräzise – Kern<br />
Kern Microtechnik wird auf der AMB <strong>2024</strong><br />
seinem Ruf als Technologieführer im Bereich<br />
der Hochpräzisionsfertigung einmal mehr<br />
gerecht. Denn dort wird erstmals das neue<br />
voll hydrostatische Fünfachsfräszentrum<br />
Kern Micro HD+ zu sehen sein. Darüber hinaus<br />
erleben die Besucher der Fachmesse das<br />
weiterentwickelte Laserbearbeitungszentrum<br />
Kern Femto E3 und eine automatisierte<br />
Kern Micro HD in Aktion.<br />
Wer die Kern Micro HD kennt und weiß,<br />
wie präzise und schnell dieses High-end-<br />
Bearbeitungszentrum arbeitet, kann<br />
sich kaum vorstellen, was daran zu verbessern<br />
wäre. Den Entwicklern der Kern<br />
Microtechnik GmbH, Eschenlohe, ist es dennoch<br />
gelungen, die Maschine auf ein noch<br />
höheres Niveau zu heben, so dass sie dem<br />
Plus in ihrem Namen mehr als gerecht wird.<br />
Dank diverser Neuerungen gewinnt sie<br />
unter anderem weiter an Steifigkeit,<br />
Rundlaufgenauigkeit, thermischer Stabilität<br />
und Dynamik. Entscheidend dafür sind<br />
mehrere Innovationen. Um die wichtigste<br />
technologische Optimierung zu nennen,<br />
die in der Kern Micro HD+ umgesetzt wurde:<br />
Die patentierte Kern Mikrospalt-Technologie<br />
findet sich nun nicht mehr „nur“ in den<br />
Linearachsen, sondern auch in der Drehund<br />
Schwenkachse wieder. Das Resultat ist<br />
höchste Prozessstabilität in der kombinierten<br />
Komplettbearbeitung, Verschleißfreiheit<br />
in allen Achsen sowie noch höhere<br />
Genauigkeiten im Rundlauf.<br />
Als weiteres Highlight am Messestand ist eine<br />
automatisierte Kern Micro HD zu bestaunen.<br />
Das Präzisionsfräszentrum produziert beispielhaft<br />
in einer Aufspannung das Bauteil<br />
für einen Teilchenbeschleuniger aus Kupfer<br />
– durch Fräs- und Schleifbearbeitung. Im<br />
Ergebnis sehen die Besucher Bauteile mit<br />
einer Genauigkeit von kleiner 1 μm und<br />
sequenziellen Spiegeloberflächen.<br />
Nicht weniger spannend ist die live zu erlebende<br />
Produktion von Pressstempeln aus<br />
Hartmetall. Bauteile dieser Art sind eine<br />
Spezialität des Laserbearbeitungszentrums<br />
Kern Femto E3. ImInneren der Maschine<br />
bearbeitet ein Ultrakurzpulslaser harte<br />
Materialien, ohne dabei Wärme in das<br />
Werkstück einzutragen. Mit der Kern-<br />
Technologie „Adaptive Machining“ werden<br />
dabei höchste Formgenauigkeiten erreicht.<br />
Ein Zusatzvorteil dieser Technologie: Da keine<br />
Werkzeuge gebraucht werden, entstehen<br />
auch keine Werkzeugkosten.<br />
Neben den vor Ort produzierten<br />
Werkstücken werden noch viele weitere<br />
ausgestellt. Besonders interessant dürften<br />
hier Bauteile aus dem Material Keramik sein,<br />
die sich dank des von Kern entwickelten,<br />
duktilen Schnittmodus auf den modernen<br />
Bearbeitungszentren des Unternehmens<br />
besonders zuverlässig und schnell bearbeiten<br />
lassen.<br />
www.kern-microtechnik.com<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 61
AMB<br />
Hochleistungsschmierstoffe für die Metallzerspanung<br />
„Späne wie aus dem Bilderbuch“ verkündet<br />
die AMB. Neben den AMB-Themen, wie<br />
Digitalisierung und nachhaltigem Wirtschaften<br />
ist der Span nach wie vor eine<br />
Herausforderung für Fertigungsbetriebe.<br />
Ohne Bohren, Drehen, Fräsen und Schleifen<br />
könnten viele Dinge nicht gefertigt werden.<br />
Trotz aller Automatisierung sind die<br />
Spanwerkzeuge das wichtigste Arbeitsmittel<br />
in der Metallbearbeitung. Um die Werkzeuge<br />
immer effizienter zu machen, spielen die<br />
verwendeten Schneid- und Schmierstoffe<br />
ebenso eine entscheidende Rolle. Zu<br />
„Bilderbuchspänen“ trägt auch Schmierstoffspezialist<br />
Zeller+Gmelin seit vielen Jahren<br />
schon mit seinen bewährten Schmierstoffmarken<br />
Zubora und Multicut bei.<br />
Optimale Zerspanungsleistung ohne<br />
Gefahrenpiktogramm<br />
Die Zubora-Reihe von Zeller+Gmelin liefert<br />
bereits seit Jahren den Beweis dafür,<br />
dass wassermischbare Kühlschmierstoffe<br />
ohne kritische Inhaltsstoffe und Mineralöl<br />
auskommen können und dabei nicht im<br />
Widerspruch zu maximaler Leistung stehen.<br />
Mit „Zubora TTS PF“ präsentieren die<br />
Schmierstoffexperten zur AMB nun einen<br />
weiteren Hochleistungskühlschmierstoff. Es<br />
ist ein vollsynthetischer, piktogrammfreier<br />
Kühlschmierstoff, der laut Hersteller gänzlich<br />
ohne kritische Inhaltsstoffe auskommt.<br />
Die innovative Formulierung, entwickelt<br />
in den Laboren von Zeller+Gmelin, entspricht<br />
somit wichtigen Anforderungen an<br />
Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz.<br />
Bei piktogrammfreien Produkten entstehen<br />
zudem weniger Aufwände bzgl. Lagerung<br />
und Verwendung. Dies zahle sich für die<br />
Anwender in der Industriezerspanung langfristig<br />
auch wirtschaftlich aus.<br />
Multicut-Schneidöle für die<br />
Buntmetallbearbeitung<br />
Mit den speziellen NF-Produkten aus dem<br />
Multicut-Portfolio hat sich Zeller+Gmelin<br />
auf Schmierstoffe spezialisiert, die den<br />
technischen Herausforderungen in der<br />
Buntmetallbearbeitung gerecht werden.<br />
Sie sind laut Hersteller prädestiniert für die<br />
Metallbearbeitung vom Drehen, Fräsen und<br />
Bohren bis hin zur Gewindebearbeitung<br />
und Tieflochbohren. Parallel arbeiten die<br />
Experten fortwährend daran, die Effizienz,<br />
Qualität und Nachhaltigkeit ihrer Schneidöle<br />
zu erhöhen. Und sie suchen auch nach neuen,<br />
nachhaltigen Formulierungen und setzen<br />
dafür immer häufiger auf zeitgemäße<br />
Grundöle wie Hydrocrack-Öle und ressourcenschonende<br />
Ester.<br />
Neu ist auch das Hochleistungsschleiföl<br />
Multicut Grind HP 15 NF für das Rundoder<br />
Profilschleifen in Gegenwart<br />
von Buntmetallen am Messestand<br />
zu sehen. Außerdem das bewährte<br />
Multicut FSE HSC 15 NF für anspruchsvolle<br />
Hochgeschwindigkeitsbearbeitungen<br />
sowie Multicut Basic HP 15 Extra NF als<br />
Schneidöl für anspruchsvolle Zerspanung<br />
Kommt insbesondere bei Uhrenherstellern<br />
zum Einsatz: das Hochleistungsschneidöl<br />
Multicut FSE HSC 15 NF von Zeller+Gmelin ist<br />
buntmetallverträglich und eignet sich bspw.<br />
bei Berylliumkupfer. (Bildquelle: Pixabay,<br />
moritz320)<br />
und Multicut Plus 10 NF als Allrounder<br />
Schneidöl für konventionelle, mittelschwere<br />
Zerspanungsaufgaben. Durch ihre speziellen<br />
Formulierungen bewältigen die<br />
Schneidöle laut Zeller+Gmelin die besonderen<br />
Anforderungen bei der Zerspanung von<br />
Nichteisenmetallen problemlos und liefern<br />
gleichzeitig erstklassige Resultate in Bezug<br />
auf Werkzeugstandzeit und Leistung.<br />
www.zeller-gmelin.de<br />
360°-Lösungen für die Fertigung von morgen<br />
Auf der AMB zeigt Heller 360°-Lösungen<br />
für die Fertigung von morgen. Mit dabei<br />
sind unter anderem das 5-Achs-<br />
Bearbeitungszentrum F 5000 der neuesten<br />
Generation, das für höchste Präzision und<br />
Performance in der Fertigung von kleinen<br />
und mittleren Losgrößen steht. In<br />
Kombination mit einem neuentwickelten<br />
Werkzeugregalmagazin bleibt die F 5000<br />
auch bei hoher Werkzeugkapazität besonders<br />
schlank.<br />
Durch den modularen Aufbau lässt sich<br />
das neue High-Performance-5-Achs-<br />
Bearbeitungszentrum optimal für unterschiedlichste<br />
Anwendungen konfigurieren,<br />
wobei es stets für höchste Präzision und<br />
Performance in der Fertigung von kleinen<br />
bis mittleren Losgrößen steht. Highlights<br />
sind der freie Spänefall, kurze Nebenzeiten,<br />
eine optimale Automatisierbarkeit und die<br />
Kompatibilität zu den Baureihen H und<br />
FP für ein großes Werkstückspektrum.<br />
Durch den modularen Aufbau lässt sich<br />
das neue High-Performance-5-Achs-<br />
Bearbeitungszentrum optimal für unterschiedlichste<br />
Anwendungen konfigurieren,<br />
wobei es stets für höchste Präzision und<br />
Performance in der Fertigung von kleinen<br />
bis mittleren Losgrößen steht.<br />
62 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
AMB<br />
Highlights sind der freie Spänefall,<br />
kurze Nebenzeiten, eine optimale<br />
Automatisierbarkeit und die Kompatibilität<br />
zu den Baureihen H und FP für ein großes<br />
Werkstückspektrum. Dazu punktet<br />
die F 5000 neben dem schmalen<br />
Footprint mit einer Top-Ausstattung sowie<br />
einer Erweiterungsmöglichkeit durch<br />
Technologien wie zum Beispiel Mill-Turn,<br />
Interpolationsdrehen, Schleifen oder<br />
Power Skiving. Ein weiteres Kernelement<br />
der Baureihe F ist das überarbeitete<br />
Antriebskonzept der Linearachsen mit zwei<br />
Kugelgewindetrieben in der Z-Achse und<br />
einer deutlich verstärkten X-Achse.<br />
Außerdem präsentiert der Maschinenbauer<br />
das 5-Achs-Bearbeitungszentrum HF 3500,<br />
automatisiert mit einer HELLER Roboterzelle.<br />
Die flexible Werkstückautomation eignet<br />
sich besonders für die Serienproduktion mit<br />
mittleren und hohen Losgrößen.<br />
www.heller.biz<br />
Flexible Maschinenkonzepte und innovative Verfahren<br />
Der Drehmaschinenhersteller Weisser<br />
zeigt auf der AMB die neu entwickelte<br />
Unrunddreheinheit HOT V4, die das<br />
Unrunddrehen von Werkstücken mit<br />
schwierigen Werkstückgeometrien erleichtert.<br />
Die Unrundformen werden durch<br />
Interpolation der Werkstückspindelachse<br />
mit der den Durchmesser erzeugenden<br />
Zustellachse des Werkzeugs hergestellt.<br />
Dabei wird die radiale, oszillierende<br />
Bewegung der Werkzeug-schneide (8 mm<br />
Hub) mit einem hochdynamischen<br />
Oszillationsantrieb generiert. Bei max.<br />
Vorschubgeschwindigkeit wird eine<br />
Beschleunigung von 300 m/s2 erreicht.<br />
Durch die verstärkte HOT V4 und die variable<br />
Schneiden-Anordnung können nun<br />
Freiformflächen durch das Drehen an<br />
Mantel- und Stirnflächen hergestellt<br />
werden.<br />
Der hochdynamische Antrieb bringt eine<br />
Steigerung der Leistungskapazität von<br />
bis zu 300 Prozent und macht gerade in<br />
der Produktion bei hohen Stückzahlen<br />
das Drehen von nicht rotationssymmetrischen<br />
Teilen wirtschaftlicher als eine<br />
Fräsbearbeitung. Gleichzeitig wird eine<br />
erstklassige Oberflächenbeschaffenheit<br />
generiert.<br />
Das von Weisser entwickelte und patentierte<br />
Modul kann zum Unrunddrehen in<br />
jede UNIVERTOR-Maschine integriert werden,<br />
so auch in die auf der Messe präsentierte<br />
UNIVERTOR V400, die ein großes<br />
Einsatzspektrum in der Mittel- und<br />
Großserienfertigung von Werkstücken in<br />
allen Materialien wie Guss, Aluminium,<br />
Stahl oder Titan abdeckt. Mit zwei leistungsstarken<br />
Scheibenrevolvern (vier Achsen)<br />
erlaubt die UNIVERTOR V400 eine hochproduktive<br />
Simultanbearbeitung. Das gleichzeitige<br />
Arbeiten mit zwei Werkzeugen<br />
verkürzt die Bearbeitungszeit und senkt<br />
dadurch die Stückkosten.<br />
Der modulare Aufbau erlaubt eine<br />
Vielzahl an Verfahren wie Unrunddrehen,<br />
Rotationsdrehen, Hartdrehen, Innen- und<br />
Außenrundschleifen und Verzahnen bei<br />
bester Oberflächenqualität an Werkstücken<br />
wie Bremsscheiben, Differentialgehäusen,<br />
Statorgehäusen und Achsantriebsrädern.<br />
Die Maschine ist im Standard mit einer<br />
Automation mit Schlepprahmenband ausgestattet.<br />
Andere Automationslösungen<br />
sind über die integrierte Schnittstelle leicht<br />
adaptierbar.<br />
Kellenberger zeigt mit der Universalrundschleifmaschine<br />
KELLENBERGER 10 eine<br />
mit vielfältigen Optionen kundenspezifisch<br />
individualisierbare Standardmaschine mit<br />
sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis. Die<br />
Maschine deckt mit Spitzenhöhe 200 mm,<br />
Spitzenweite 1.000 mm und grosszügigen<br />
X- und Z-Achshüben von 365 mm und 1.150 mm<br />
ein großes Spektrum an Werkstücken bis<br />
100 kg Gewicht ab. Die Maschine zeichnet sich<br />
durch hohe Verfügbarkeit, Prozesssicherheit,<br />
Zuverlässigkeit, Produktivität und Flexibilität,<br />
sowie einfaches Umrüsten aus.<br />
Die wartungsarme hochgenaue Linearführung<br />
in der X-Achse sowie die V-Flach-<br />
Gleitführungen in der Z-Achse sind mit<br />
Linearwegmesssysteme ausgestattet.<br />
Die B-Achse ist als automatische Indexierachse<br />
(1° Hirthverzahnung) mit hoher<br />
Positioniergenauigkeit und +30°/-210°<br />
Schwenkbereich ausgeführt. Für eine<br />
hohe Produktivität und Flexibilität kann<br />
der Universalschleifkopf optional mit zwei<br />
Außenschleifscheiben ø 500/400 mm bestückt<br />
werden. Leistungsstarke fettgeschmierte<br />
Hochfrequenz-Innenschleifspindeln<br />
mit Direktantrieb, sind in zwei<br />
Drehzahlbereichen 4.000-40.000 min-1<br />
und 6.000-60.000 min-1 verfügbar. Die<br />
KELLENBERGER 10 ist mit der kostenoptimierten<br />
Steuerung FANUC 0i-F Plus mit<br />
19’’-Touchbildschirm und der innovativen<br />
BLUE Solution Software ausgestattet, die<br />
auch unerfahrenen Bedienern schnelles intuitives<br />
Programmieren ermöglicht.<br />
www.kellenberger.com<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 63
AMB<br />
„best per part.“– Smart Manufacturing Solutions<br />
Die Schwäbische Werkzeugmaschinen<br />
GmbH (SW) zeigt auf der AMB <strong>2024</strong> gleich<br />
zwei Neuheiten. Mit der BA space3-22 gibt<br />
SW erstmals Einblicke in die effiziente<br />
Großteilefertigung für die Luft- und<br />
Raumfahrt sowie Giga-Castings. Darüber<br />
hinaus präsentiert der Weltmarktführer für<br />
mehrspindlige Bearbeitungszentren unter<br />
anderem das weltweit erste Bearbeitungszentrum<br />
für mehrspindliges Power<br />
Skiving, die BA W06-21.<br />
Unter dem Motto „best per part.“ bietet die<br />
Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH<br />
(SW) mehrspindlige Bearbeitungszentren,<br />
die aus Fertigungsprozessen stets die<br />
maximale Wertschöpfung erzielen. „Wie<br />
wir aus diesem Grundsatz zukunftsweisende<br />
Fertigungstechnik individuell für<br />
unsere Kunden entwickeln, steht auf der<br />
diesjährigen AMB im Mittelpunkt unseres<br />
Messeauftritts“, erklärt André Harter, Head<br />
of Marketing and Business Development<br />
bei SW.<br />
Fokus auf Giga-Castings<br />
und Aerospace<br />
Auf der AMB präsentiert SW als einziger Anbieter weltweit ein mehrspindliges Bearbeitungszentrum<br />
zum Power Skiving, das Fertigungszeiten um bis zu 50 Prozent reduzieren kann.<br />
Auf der Messe stellt SW die eigenen Smart<br />
Manufacturing Solutions für die Fertigung<br />
von Großkomponenten in den Mittelpunkt.<br />
Vor allem in der Elektromobilität sowie in<br />
der Luft- und Raumfahrt geht der Trend<br />
auch <strong>2024</strong> zu sehr großen Bauteilen aus<br />
einem Guss oder aus dem vollen Material.<br />
So lassen sich Bauteile wie Underbodies,<br />
Subframes oder komplette Batteriegehäuse<br />
für Elektrofahrzeuge effizient produzieren.<br />
Mit der Einführung der neuen, zweispindligen<br />
BA space3-22 Anfang des Jahres, setzt<br />
SW Maßstäbe in der effizienten Fertigung<br />
großer und komplexer Bauteile. „Die<br />
BA space3-22 vereint höchste Präzision mit<br />
kurzen Bearbeitungszeiten für anspruchsvolle<br />
Bauteile, wie sie beispielsweise<br />
beim Giga-Casting großer Komponenten<br />
im Bereich der E-Mobilität anfallen“,<br />
erklärt Harter. „Damit haben wir den<br />
Paradigmenwechsel hin zur E-Mobilität<br />
weiter vorangetrieben und uns als Vorreiter<br />
in der Bearbeitung komplexer Bauteile wie<br />
beispielsweise Batteriegehäuse etabliert.“<br />
Die BA space3-22 ist für die präzise<br />
Bearbeitung großer Leichtmetall-<br />
Werkstücke konzipiert und bietet dank<br />
zweier unabhängiger Dreiachseinheiten<br />
in Box-in-Box-Ausführung maximale Flexibilität,<br />
optional auch mit Fünf-Achsen-<br />
Bearbeitung. Bei großen Bauteilen können<br />
beide Spindeln gleichzeitig an einem<br />
Werkstück arbeiten und unabhängig<br />
voneinander die Werkzeuge wechseln.<br />
Linear- und Torque-Motoren in den<br />
Vorschubachsen garantieren höchste<br />
Dynamik, Präzision und schnelle<br />
Zykluszeiten. Auf der AMB demonstriert<br />
SW die Vielseitigkeit der BA space3-22<br />
anhand eines Underbody eines Automobilzulieferers<br />
und Flügelrippen für einen<br />
Flugzeug-Korpus.<br />
Mit der BA W06-21 präsentiert SW auf dem<br />
Messestand außerdem eine Weltneuheit:<br />
Als weltweit einziger Anbieter bietet<br />
SW erstmals ein mehrspindliges<br />
Bearbeitungszentrum für das Power Skiving<br />
(Wälzschälen) an und maximiert damit die<br />
Produktivität in der Verzahnung. Das Power<br />
Skiving, ein hochpräzises Schneidverfahren<br />
zur effizienten Herstellung von Zahnrädern<br />
und Innenverzahnungen, spielt insbesondere<br />
in der Elektromobilität eine wichtige Rolle,<br />
um die Genauigkeit bei der Zerspanung<br />
von Getriebekomponenten zu verbessern.<br />
„Die BA W06-21 mit Power Skiving-<br />
Technologie reduziert die Fertigungszeit im<br />
Vergleich zu konventionellen Verfahren um<br />
bis zu 50 Prozent“, erklärt Patrick Schneider,<br />
Produktmanager bei SW. „Durch die mehrspindlige<br />
Bearbeitung in einer Aufspannung<br />
erreichen wir höchste Produktionsleistung<br />
bei gleichzeitig höchster Flexibilität –<br />
ein klarer Mehrwert für unsere Kunden.“<br />
Die BA W06-21 erreicht Genauigkeiten<br />
bis zur Qualitätsklasse IT5 und ermöglicht<br />
Schrupp- und Schlichtbearbeitungen<br />
sowie Zusatzbearbeitungen von Werkstücken<br />
in nur einer Aufspannung.<br />
Toleranzeinbußen durch Umspannen lassen<br />
sich so effektiv vermeiden. Dynamische<br />
Verfahrgeschwindigkeiten von bis zu<br />
120 m/min und eine direkt angetriebene<br />
Drehachse mit 1.200 U/min sorgen zudem für<br />
besonders kurze Haupt- und Nebenzeiten.<br />
Darüber hinaus wird auf dem Messestand<br />
simuliert, wie die Robotiklösung TopRob6<br />
die Beladung des BA W06-21 übernimmt.<br />
www.sw-machines.com<br />
64 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
Unternehmens- & Inserentenverzeichnis<br />
ANCA 58<br />
AMB - Landesmesse Stuttgart GmbH 20, 44<br />
August Rüggeberg GmbH & Co. KG PFERD-Werkzeuge 12<br />
Blum-Novotest GmbH 42<br />
Bruker Alicona 61<br />
CERATIZIT 11, 55<br />
DN Solutions Europe GmbH 60<br />
EMAG GmbH & Co. KG 8<br />
fairXperts GmbH & Co. KG 21<br />
Filtech Exhibitions Germany GmbH & Co. KG 20<br />
Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH 62<br />
GF Machining Solutions 60<br />
Graushaar GmbH 37<br />
HAINBUCH GMBH 52<br />
Hardinge GmbH 30<br />
Hardinge Kellenberger AG 63<br />
Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH 51<br />
HEINRICH KIPP WERK GmbH & Co. KG 57<br />
Hoffmann SE 12, 54<br />
HUFSCHMIED Zerspanungssysteme GmbH 22<br />
HWR Spanntechnik GmbH 56<br />
IACDS 19<br />
IPH / LZH 34<br />
Iscar Germany GmbH 48<br />
Kapp GmbH & Co. KG 59<br />
Karl-Heinz Arnold GmbH 54<br />
Kempf GmbH 32<br />
KERN Microtechnik GmbH 61<br />
KREBS & RIEDEL Schleifscheibenfabrik GmbH & Co. KG 24<br />
KYOCERA UNIMERCO TOOLING A/S 56<br />
LACH DIAMANT 26, 53<br />
Mahr GmbH 13<br />
MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG 15, 49<br />
MAS GmbH 50<br />
Negele Hartmetall-Technik GmbH 23<br />
Oemeta Chemische Werke GmbH 38<br />
Oerlikon Balzers 36, 50<br />
Rodriguez GmbH 53<br />
rose plastic AG 52<br />
Saint-Gobain 25<br />
SCHUNK SE & Co. KG 39, 49<br />
Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH 64<br />
Seco Tools GmbH 10<br />
SMW-AUTOBLOK Spannsysteme GmbH 47<br />
Spanflug Technologies GmbH 47<br />
Supfina Grieshaber GmbH & Co. KG 57<br />
Thielenhaus Technologies GmbH 14<br />
TIGRA GmbH 19<br />
TSCHUDIN AG 58<br />
Tyrolit – Schleifmittelwerke Swarovski AG & Co K.G 14<br />
Urma AG 10, 35<br />
VDI 21<br />
VOLLMER WERKE Maschinenfabrik GmbH 24<br />
WALTER AG 29<br />
ZECHA Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH 16, 46<br />
Zeller+Gmelin GmbH & Co. KG 62<br />
Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH<br />
Titel<br />
ANCA 5<br />
Diamant-Gesellschaft Tesch GmbH 3<br />
Filtech Exhibitions Germany GmbH & Co. KG 9<br />
Günter Effgen GmbH 13<br />
HEINRICH KIPP WERK GmbH & Co. KG 23<br />
Kapp GmbH & Co. KG 31<br />
Kempf GmbH 17<br />
LACH DIAMANT 68<br />
MIKRON GERMANY GMBH 21<br />
MKU®-Chemie GmbH 65<br />
Negele Hartmetall-Technik GmbH 43<br />
Oemeta Chemische Werke GmbH 15<br />
Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH 11<br />
SPR Abrasives 41<br />
Vollstädt-Diamant GmbH 19<br />
ZECHA Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH 37<br />
Hochleistungs-Kühlschmierstoffe<br />
für das Schleifen und Honen von Hartwerkstoffen<br />
mit Diamant- und CBN-Werkzeugen<br />
Besonders für erhöhte Zeitspanvolumina haben sich<br />
die Qualitätsprodukte der MKU ® -Chemie GmbH in den<br />
Anwendungsbereichen<br />
• Ingenieur-Keramiken<br />
• Schneidkeramiken<br />
• Magnetkeramiken<br />
• Cermets<br />
• Halbleiter-Werkstoffe<br />
• Ferrite<br />
• Glas-Werkstoffe<br />
• Quarze<br />
sowie in vielen anderen Anwendungsfällen bewährt<br />
und neue Maßstäbe gesetzt.<br />
Neben hochwertigen Emulsionen und Wasserlösungen<br />
für die unteren und mittleren Leistungsbereiche<br />
ist die MKU ® -Chemie GmbH auf Schleiföle für den<br />
Bereich hoher Abtragsraten und Schnittgeschwindigkeiten<br />
bei HLS- und HEDG-Verfahren spezialisiert.<br />
Diese Produkte basieren auf Mineralölen, medizinischen<br />
Weißölen und Esterölen, die in angepassten<br />
Legierungs- und Viskositäts-Ausführungen den<br />
höchsten Stand der Technik repräsentieren.<br />
Für weitere Auskünfte und anwendungsbezogene<br />
Beratung steht unser Service gerne zu Ihrer Verfügung.<br />
MKU ® -Chemie GmbH<br />
Rudolf-Diesel-Straße 7-9, D-63322 Rödermark<br />
Telefon 0 60 74 / 87 52-0 - Telefax 0 60 74 / 87 52-38<br />
Internet: http://www.mku-chemie.de<br />
E-Mail: info@mku-chemie.de<br />
<br />
<br />
<strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong> 65
Terminvorschau & Impressum<br />
Terminvorschau<br />
(Stand: 16.08.<strong>2024</strong>)<br />
Impressum<br />
10. - 14. September <strong>2024</strong>, AMB, Suttgart<br />
Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung<br />
weitere Infos: www.messe-stuttgart.de<br />
24. - 27. September <strong>2024</strong>, Weiterbildungsseminar für die Industrie; Tuttlingen<br />
Grundlagenseminar: Schleif- und Abricht-Technologie<br />
weitere infos: www.ksf-hfu.de<br />
24. September <strong>2024</strong>, „Praxisforum Werkzeugbau“, Schmalkalden<br />
„Der Mensch als Lösung“ Zukunft der Werkzeug- und Formenbau-Branche<br />
weitere Infos: www.vdwf.de<br />
8. - 9. Oktober <strong>2024</strong>, IN.STAND <strong>2024</strong>; Stuttgart<br />
Die Messe für Instandhaltung und Services<br />
weitere Infos: www.messe-stuttgart.de<br />
16. - 17. Oktober <strong>2024</strong>, Fortbildungsseminar am ISF, Dortmund<br />
Seminar Prozess-, Werkzeug- und Maschinenanalyse<br />
weitere Infos: www.isf.mb.tu-dortmund.de<br />
22. - 25. Oktober <strong>2024</strong>, Glasstech, Düsseldorf<br />
International Trade Fair For Glass Production, Processing, Products<br />
weitere Infos: www.glasstec.de<br />
12. - 13. November <strong>2024</strong>, VDI-Expertenforum, Seebach<br />
Nachhaltige Zerspanung<br />
weitere infos: www.vdi-wissensforum.de<br />
12. - 14. November <strong>2024</strong>, Messe SPS, Nürnberg<br />
Smart Production Solutions<br />
weitere Infos: www.sps.mesago.com<br />
12. - 14. November <strong>2024</strong>, Filtech, Köln<br />
Platform for the Global Filtration Industry<br />
weitere Infos: www.filtech.de<br />
ISSN 1868-4459<br />
ZKZ 30498<br />
Verlag<br />
Dr. Harnisch Verlags GmbH<br />
Geschäftsleitung<br />
Dr. Claus-Jörg Harnisch<br />
Benno Keller<br />
Eschenstraße 25<br />
90441 Nürnberg<br />
Tel: +49 911 2018-0<br />
Fax: +49 911 2018-100<br />
<strong>dihw</strong>-info@harnisch.com<br />
www.harnisch.com/<strong>dihw</strong><br />
Publisher<br />
Benno Keller<br />
+49 911 2018-200<br />
keller@harnisch.com<br />
Redaktion<br />
Eric Schäfer<br />
+49 911 5049882<br />
eric.schaefer@harnisch.com<br />
Objektleitung<br />
Marta Bletek-Gonzalez<br />
+49 911 2018-225<br />
<strong>dihw</strong>-info@harnisch.com<br />
Produktion<br />
Christiane Ebner<br />
+49 911 2018-260<br />
ebner@harnisch.com<br />
Mediaberatung (D, A, CH)<br />
Thomas Mlynarik<br />
+49 911 2018-165<br />
+49 9127 902346<br />
Mobil: +49 151 54818181<br />
mlynarik@harnisch.com<br />
Mediaberatung (Europa)<br />
Britta Steinberg<br />
+49 2309 5744740<br />
Mobil: +49 176 47860138<br />
steinberg@harnisch.com<br />
Mediaberatung (USA, Kanada)<br />
Steve Max<br />
+1 215 2848787<br />
steve.max@harnisch.com<br />
Erscheinungsweise<br />
4 x jährlich<br />
Jahresabonnement:<br />
Inland:<br />
50,- Euro + 8,- Euro Versandkosten<br />
(zzgl. 7 % MwSt.).<br />
Ausland:<br />
50,- Euro + 12,- Euro Versandkosten<br />
Druck<br />
Schleunungdruck GmbH<br />
Eltertstraße 27<br />
97828 Marktheidenfeld<br />
Copyright © <strong>2024</strong><br />
66 <strong>dihw</strong> 16 3 · <strong>2024</strong>
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ISSN 1438-1672 · Vol. 40 · No. 2/22 · June<br />
40 years<br />
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WINDOWS DECORS FURNITURE HOLZ-HANDWERK<br />
Dr. Harnisch Verlags GmbH · Eschenstr. 25 · 90441 Nürnberg · info@harnisch.com · www.harnisch.com
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