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neumarkt17-magazin-domani#9

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RUBRIKENTITEL 1

Ausgabe #9domani

60 JAHRE

AVANTGARDE



EDITORIAL

3

INHALT

DOMANI #9

60-JAHR-JUBILÄUM

Seite 4

DER NEUE «HOCKER ZO - S12»

VON BEAT ZODERER

Seite 10

WIE ALLES BEGANN

Seite 14

AUCH WIR WÜNSCHEN

HAPPY BIRTHDAY!

Seite 16

PROJEKT NORDSTRASSE

Seite 20

NERI WINE BAR

Seite 22

MIT SCHWUNG IN EINE NEUE ZEIT

Seite 28

WOHNBERATUNG

– JEDER RAUM EIN EIGENES WUNDER

– ZÜRCHER REFUGIUM MIT WEITBLICK

– STÜCK FÜR STÜCK STILVOLL

EINGERICHTET

– STADTWOHNUNG WIE AUS

EINEM GUSS

Seite 36

TRENDSCOUTING IN MAILAND UND

KOPENHAGEN

Seite 38

SHOWCASE JUBILÄUM

Porträt Hersteller

Seite 90

NEUMARKT 17 – ein Team für alle Fälle

Im Jubiläumsjahr wird die Familientradition neu

interpretiert: Die Weinbar «Neri – Cantina &

Cucina» folgt auf das «tre fratelli» (S. 20 ff.).

Liebe Kundin, lieber Kunde

EIN JUBILÄUMS-

MAGAZIN ÜBER

DIE WELT VON

NEUMARKT 17.

Ein Jubiläum ist ein guter Moment, um auf das zu schauen,

was einem in den vergangenen Jahren gelungen ist.

60 Jahre Neumarkt 17 heisst: 60 Jahre Atmosphäre. Sie

ist geprägt worden mit der visionären Architektur meines

Vaters Fritz Schwarz. Er hat so einzigartig gebaut, dass die

Grundstruktur unseres Ladens heute noch zeitgemäss ist.

Ich bin seit 25 Jahren jeden Tag gerne dort und weiss, es

ist ein Ort, an dem sich Feingespür und Geschmack frei

entfalten können. Mein Erfolgserlebnis ist, wenn ich nach

der Begegnung mit unseren Kunden ein individuelles Konzept

erarbeiten kann und weiss – es wird passen.

Aufbruch ist immer wieder der erste Schritt, wenn man

gemeinsam etwas unternimmt. Wir sind ein Familienunternehmen.

Für mich gibt es nichts, was besser zu mir passen

könnte. Ich habe gerne Menschen um mich. Sie spornen

mich an, inspirieren mich und helfen, sich zu disziplinieren.

Das finde ich unglaublich wichtig und erlebe ich im Team

mit meinen Brüdern, die gleichzeitig meine besten Freunde

sind, mit meiner Frau und meinen Kindern, mit meinem

Team. Aber auch mit den jahrelangen Kollaborationen mit

unseren Lieferanten oder den Einzelprojekten, wie mit

Beat Zoderer, der für unser 60-Jahr-Fest erstmals einen

Hocker gestaltet hat (S. 4 ff.).

Einige von Ihnen wissen vielleicht, dass ich in meinem

ersten Werdegang Hotelier war. Drei Begriffe haben mich

immer geleitet, egal ob als Gastgeber oder Einrichter: Ein

gelungenes Haus braucht gute Architektur, gut gestaltete

Inhalte, für die Menschen gemacht. Ich bin gespannt,

ob es uns in einem neuen Projekt abermals gelungen ist,

Avantgarde zu sein: Meine Brüder und ich eröffnen an der

Nordstrasse 180 in Zürich die Bar «Neri – Cantina e Cucina»

ab Oktober. Hier leben wir weiter aus, was wir gerne tun:

Wohnen, Leben und Geniessen eine Bühne zu geben.

Andreas Schwarz

Der neue «Hocker ZO - S12» von Beat Zoderer.

(Foto: Atelier für Fotografie, René Rötheli)


4

NEUMARKT 17 DOMANI

«ES SOLL KRACHEN!»

DER NEUE HOCKER ZO - S12

Zum 60-Jahr-Jubiläum von Neumarkt 17

hat Beat Zoderer sein erstes Möbelstück

designt. Der Zürcher Künstler und Andreas

Schwarz sind seit Jahren befreundet. Sie

verbindet die Fähigkeit, sich und die eigene

Arbeit immer wieder neu zu erfinden.

«Hocker ZO - S12» ist ein radikal verspieltes

Statement, das kreatives Schaffen feiert.


60-JAHR-JUBILÄUM – DER NEUE «HOCKER ZO - S12»

5


6

NEUMARKT 17 DOMANI

«Hocker ZO - S12» aus Birkensperrholz, erhältlich in drei Varianten

und verschiedenen Farbkompositionen. Limitierte Edition von

60 Stück zum 60. Geburtstag von Neumarkt 17. Jedes Teil ist nummeriert

und signiert. (Fotos: Atelier für Fotografie, René Rötheli)


60-JAHR-JUBILÄUM – DER NEUE «HOCKER ZO - S12»

7

Eins der Atelierfenster in der alten Spinnerei

steht offen. Draussen fliesst die

Limmat und produziert an der Staustufe

mit ihrem ewigen Gebrause am Streichwehr

einen wohligen Klangteppich. Im

hellen, grossen Raum sitzt Beat Zoderer

in einem Loungesessel, dessen Sitzschale

aus systematisch geschichtetem Klebeband

gefügt ist. In der rechten Hand

eine Zigarette; feiner Rauch steigt auf.

BEAT ZODERER: Die Idee 60 Hocker zum

60. Geburtstag hat mich von Anfang an sehr

fasziniert. Deshalb habe ich auch umgehend

geantwortet! Zuerst wollten wir ein

bestehendes Design nutzen und mit Farbe

gestalten. Weisst Du noch – Andreas?

Beispiel hat vier Elemente aus Birkensperrholz.

Die Kreuzverstärkung ist ineinandergesteckt.

Das ist die Konzentration auf das

Wesentliche eines stabilen Hockers, den

man gebrauchen kann. Er trägt bis 100 Kilogramm

Gewicht. Formal zwar streng, bietet

er dennoch grosse Freiheit. Ich kann das

Dreieck aus der Konstruktion in die Farbe

übertragen. Drei Farbkombinationen gibt

es für die Sitzflächen, sonst kann ich spielen.

Die NCS-Farben sind so ausgewählt,

dass sie im Grauwert zueinander passen.

Wenn die Holzteile bedruckt sind und in der

Schreinerei – übrigens hier in Wettingen –

zusammengefügt sind, werden sie perfekt

zusammenpassen und ein Gesamtbild

entsteht.

Ja, genau. Doch dann hast Du eine

eigene Idee ausgearbeitet.

Ich sass in der S12 nach Zürich und habe ein

paar Skizzen gemacht. Das war eine erste

Idee, die aber von Anfang an Kraft hatte.

Damit bin ich zu Dir gekommen und Du

warst direkt begeistert.

Ich habe in Deinem Entwurf nicht nur

eine gute, zeitlose Form gesehen. Sondern

auch das Z von Zoderer, einen

Anklang an Liz – meine Mutter, aber auch

an das N von Neumarkt 17. Wie gelingt

Dir solche Reduktion?

Das ist mein Prinzip, es begleitet mich

immer. Das Schwierigste ist weglassen. Auf

den Punkt bringen. Wenn dann ein Objekt

plötzlich klar und eindeutig ist, kann es wieder

spielerisch werden. Unser Hocker zum

Wovon lässt Du Dich bei der Farbwahl

leiten?

Von meinem Farbgefühl. Ich liebe Komplementärfarben

– es soll krachen! In der

konstruktiv-konkreten Künstlergeneration

gibt es das schon seit den russischen Konstruktivisten.

Mit den Zürcher Konkreten war

ich immer auf Kriegsfuss. Für sie war ich ein

Nestbeschmutzer, weil ich mit Aktenhüllen,

Tonpapier, Textilbändern – mit Gebrauchsgegenständen

– gearbeitet habe. Man kann

auch mit einfachen Materialien grosse Kunst

machen.

Was fasziniert Dich an den Alltagsmaterialien?

Sie sind verfügbar. Jeder Mensch kennt sie.

Setze ich zum Beispiel Aktenhüllen in einem

Bild um, kann ich die herrschenden Sehge-

>>

«Ich wollte die etablierte Kunst

von Grund auf erneuern.»

Beat Zoderer


8

NEUMARKT 17 DOMANI

>>

wohnheiten in Frage stellen und vielleicht

auch ändern. Bei mir sind bis heute Witz und

Provokation Teil der Arbeit. Ich wollte die

etablierte Kunst von Grund auf erneuern.

Meine Wollbilder sahen von Weitem aus wie

dicke, opake Malerei. Kommt man näher,

sieht man, das ist ja Garn! Täuschung und

Enttäuschung waren Prinzipien, die meine

Sprache als Künstler geprägt haben.

Was beeinflusst Dich heute?

Ich reise viel. Ich schaue immer noch hin

und lasse mich inspirieren. Gerade war ich

in Bangladesch und habe einen Teppich

weben lassen. Handwerk zu sehen und mit

den Möglichkeiten, die sich dort bieten, etwas

Neues zu schaffen, hilft auch mir, meine

Sehgewohnheiten immer wieder zu hinterfragen.

Man wird betriebsblind. Daher ist

neu denken so wichtig. Auch die Radikalität

haben, etwas zu zerstören. Scheitern ist für

mich Teil des Schaffens.

Immer vorwärtsschauen – so verändert

sich Dein Werk?

Ich arbeite ja selten in Einzelteilen, sondern

in Werkgruppen. Sobald ich richtig in einer

Werkgruppe drin bin, denke ich schon: Wie

komme ich hier wieder raus!? Siehst Du, all

die Arbeiten hier an den Wänden im Atelier

sind neu und für eine Ausstellung. Darunter

auch Rasteraquarelle, deren Farbe zeigt sich

nur von der Seite.

Beat Zoderer absolvierte eine Lehre als Hochbauzeichner

und arbeitete von 1971 bis 1978 in Architekturbüros.

Seit 1979 ist er als selbständiger Künstler tätig. Zwei Studio-Stipendien

der Stadt Zürich führten ihn nach Genua

1986 und New York im Jahr 1988. 1995 erhielt er den

Manor Art Prize und 1998 eine Auszeichnung der Max

Bill/Georges Vantongerloo Foundation, Zumikon.

Er gehört mit seinen unverwechselbaren Objekten,

Bildern und Installationen zu den führenden Kunstschaffenden

der Schweizer Kunstszene und hat sich auch

international einen grossen Namen gemacht. Unscheinbare

Alltagsgegenstände und Materialien aus dem

Baumarkt bilden die Komponenten, aus denen Zoderer

seine filigranen Werke kombiniert. PVC, Bauplatten,

Gummibänder, Metallstreifen oder ausgegossene

Styroporkugeln verschmelzen zu radikalen optischen

Gebilden, die bei genauer Betrachtung durch ihre

Leichtigkeit überraschen. Er hinterfragt spielerisch

Sehkonventionen. Das macht seine Kunst überraschend

und gewinnend.

Was bedeuten Dir fast 50 Jahre

Atelier-Schaffen auf der Klosterhalbinsel

Wettingen?

Ich kann überall hinreisen, ich kann die

Welt besuchen. Aber das hier – das ist

meine Welt.

Interview: Stephanie Ringel

«Die Idee 60 Hocker zum

60. Geburtstag hat mich von

Anfang an sehr fasziniert.»

Beat Zoderer


60-JAHR-JUBILÄUM – DER NEUE «HOCKER ZO - S12»

9

Zu unserem Jubiläum hat Beat Zoderer

sein erstes Möbelstück designt.

Der «Hocker ZO - S12» ist ein radikal

verspieltes Statement. Er feiert das

kreative Schaffen und ist in limitierter

und signierter Auflage von 60 Exemplaren

zum Preis von CHF 960.– inkl.

MWST erhältlich. Erstmals zu sehen

ist der Hocker «Hocker ZO - S12» ab

12.9.2024 bei uns im Neumarkt 17.


10

NEUMARKT 17 DOMANI

WIE ALLES BEGANN

— In den 50er Jahren revolutionierte die

organische Formensprache das moderne

Wohnen. Die Tisch- und Stuhllinie «Tulip»

des finnisch-amerikanischen Architekten Eero

Saarinen gilt bis heute als innovativ.

— Auch Franco Albini (1905–1977) war ein visionärer

Architekt, Produktdesigner, Stadtplaner

und Dozent. Der Italiener widmete sich sozialen

Wohnungsbauprojekten in den damals neuen

Mailänder Vorstädten, schuf das Kaufhaus Rinascente

in Rom, Stationen der Mailänder U-Bahn

und vier Museen in Genua. Die Materialknappheit

in den Nachkriegsjahren brachte ihn dazu,

preiswerte Werkstoffe wie z. B. Bambus und

Stroh zu nutzen. Im Sessel «Gala» (1951) bringt

auch er Form, Funktion und Werkstoff neuartig

zusammen. Innovative Materialverarbeitung,

konstruktive Details und der Natur nachempfundene

Linienführung wie bei Gala oder Tulip

bestimmen die Ästhetik einer ganzen Epoche.

— Aufbruch in alle Richtungen: Die Röcke

werden kürzer und bunter, die Technik strebt

weiter – man möchte zum Mond. Häuser

und Wohnungen prägen neuartige, auch industriell

inspirierte radikale Designs wie das

modulare Regalsystem «USM Haller», die

bunten Textilien von Marimekko aus Finnland

oder die Container «Componibili» aus Kunststoff.

Achille und Pier Giacomo Castiglioni

denken Licht neu – und entwerfen für Flos

Leuchten wie «Toio» und «Taccia».

— 1961 fand zum ersten Mal der Salone del

Mobile in Mailand statt.

— Experimente prägen das Design. Richard

Sapper entwirft für Artemide «Tizio» (1972).

Aus formaler und technischer Sicht ist die

Tischleuchte revolutionär: schwarz, kantig,

minimalistisch und praktisch. Eine Ikone des

Hightech-Designs wird auch «Quaderna»

(Abbildung) vom Avantgarde-Kollektiv

Superstudio (Zanotta). In der Schweiz

gestalten Trix und Robert Haussmann den

Säulenstumpf für Röthlisberger.

— Aus Schweden erobert ein unspektakulärspektakuläres

Produkt die Welt: das Billy-

Regal (1978).

1954/55 1960–63 1972

— Die Architekten Hans Litz und Fritz

Schwarz mieten am Neumarkt 17 Räume für

ihre Bürogemeinschaft. Der Neumarkt war

damals eine vernachlässigte Altstadtgasse

mit einigen Antiquaren und überalterter

Bevölkerung. Als der Milchladen im Erdgeschoss

frei wird, übernehmen die beiden

den freiwerdenden Raum. Er dient ebenfalls

als Büro und wird als kleine Galerie für

Ausstellungen befreundeter Fotografen und

Künstler genutzt.

— Im Oktober 1955 kommt das erste Möbel-Objekt

hier an: Fritz Schwarz begeistert

sich für den Korbstuhl «Gala» von Franco

Albini und bringt ihn auf dem Dach seines

Peugeot 202 aus Mailand in die Galerie.

— Liz und Fritz Schwarz sehen auf einer Ferienreise

in Italien in einem Schaufenster ein Stuhlmodell,

das ihr Interesse weckt. Erkundigungen

führen sie nach Bologna zur Firma Gavina

(Abbildung), wo sie Möbel für die Galerie

bestellen möchten. Dino Gavina lächelt über

die begeisterten jungen Leute und sagt: «La

Svizzera non è pronta per i miei mobili.»

— Im folgenden Frühjahr, 1963, taucht Dino

Gavina unerwartet in Zürich auf, besichtigt

die Galerie und stellt eine Bedingung: Wenn

sie sein Programm übernehmen möchten,

müssen Liz und Fritz das revolutionärste

Ladenlokal der Schweiz bieten.

— Fritz Schwarz hat dieses revolutionäre

Lokal geplant, der Bau kann beginnen.

Seine Gestaltung knüpft an die Gassen und

Plätze der Zürcher Altstadt an. Er holt deren

Gegensätze ins Gebäude: eng und weit,

niedrig und hoch, hinauf und hinunter. Eröffnungsfeier

ist am 11. September 1964.

— Zwischen 1965 und 1970 kommen zahlreiche

neue Hersteller ins Sortiment. Darunter

Bonacina, Cassina, Flos und Artemide.

— Den Leuchten von Artemide und den

Möbeln von Kartell widmet Liz Schwarz einen

eigenen Showroom, den sie in Schwarz

gestalten lässt. Die Eröffnung feiert man mit

einem Fest in Grün.

— Auf der Suche nach neuer Inspiration

reisen Liz und Fritz Schwarz nach Mexiko.

Nach ihrer Rückkehr mischen sie Volkskunst

von südamerikanischen Märkten mit der

Kollektion «Ultramobile», in der Dino Gavina

Kunst und Design mit Entwürfen von Man

Ray, Meret Oppenheim, René Magritte und

Marcel Duchamp auf neue Weise zusammenbringt.


60-JAHR-JUBILÄUM – WIE ALLES BEGANN

11

— Die 1970er Jahre gelten rückblickend oft

als Zeit geschmacklicher Provokation – in

der Mode, der Architektur und im Design.

Konflikte dominieren den Alltag: Vietnamkrieg,

Ölkrise, Kalter Krieg und damit auch

die kulturelle Entwicklung. Auf dem Nähr-

boden wachsen einige der grossen Stars

des Jahrzehnts: Vivienne Westwood eröffnet

ihre erste Boutique in London. Abba formiert

sich in Stockholm und wird Musikgeschichte

prägen. Die Band gehört mit rund

400 Millionen verkauften Tonträgern zu den

erfolgreichsten Bands der Welt. John Travolta

tanzt sich im Film «Saturday Night Fever»

zur Schauspieler-Ikone.

— Und in der Schweiz vollzieht sich eine Revolution

der anderen Art: Am 16. März 1971

wird das Frauenstimmrecht wirksam.

1975/76

— An der Predigergasse 5 kann das daneben

gelegene Grundstück Neumarkt 17 mit

einer kleinen Hofparzelle arrondiert werden.

Der Riegelbau darauf wird abgebrochen

und in Grüningen wieder aufgebaut. So

entsteht Raum für die angedachte grosse

Erweiterung. Für den geplanten Neubau

betont Fritz Schwarz in den engen Platzverhältnissen

die Vertikale. Aus abgetreppten

Glasdächern fällt das Licht über vier Stockwerke

durch gestaffelt an Betonpfeilern

aufgehängten Leichtbau-Gitterrosten bis auf

den Boden des Untergeschosses, der mit

von Wasser gefluteten Spiegeln ausgelegt

ist und reflektiert.

— 1975 eröffnen Liz und Fritz Schwarz an der

Nordstrasse 180 das nach ihren drei Söhnen

benannte Restaurant «tre fratelli», inspiriert

von Lebensart, Einrichtung, Ambiente und

Küche der italienischen Trattorien.

— Im Wesentlichen, schreibt Sebastian

Hackenschmidt im Buch «100 Jahre Schweizer

Design», blieb in diesen Jahren «das

Schweizer Design der Guten Form verpflichtet».

In Italien prägt das Radical Design die

Zeit – eine der wichtigsten Avantgardebewegungen

der Designgeschichte. Architekten

und Designer sollen sich danach nicht nur als

Dienstleister in einem kommerziellen Kontext

verstehen, sondern sich aktiv und kritisch

mit Gesellschaftsthemen auseinandersetzen.

Es entstehen Möbel wie der Sessel «La

Mamma» (Abbildung) von Gaetano Pesce.

1978

— Neumarkt 17 widmet sieben der bekanntesten

Schweizer Designer und Hersteller der

Zeit eine eigene Ausstellung. Röthlisberger,

Lehni, Thut, Hablützel, Trix & Robert Haussmann,

Hans Eichenberger und Wogg stehen

für die wachsende Bedeutung der hiesigen

Möbelherstellung.

— Mit dem «Modeparcours» begeistert Neumarkt

17 über 1500 Kunden. Die Vernissage

wird zu einem unvergesslichen Anlass. Die

Menschen drängen sich durch das Geschäft,

entlang an Kollektionen namhafter Zürcher

Modeboutiquen wie Hannes B., André

Bisang, Jet Set oder Andy Jllien. Alles ist

präsentiert zwischen italienischem Design.

— Zwischen 1980 und 1985 provoziert

«Memphis» einen neuen Blick auf Gestaltung.

Ettore Sottsass lud Kollegen wie Michele de

Lucchi, Nathalie du Pasquier, Matteo Thun

und George J. Sowden am Abend des 11. De-

zember 1980 in sein Wohnzimmer in Mailand

ein, um mit ihnen über neue Ausdrucksformen

zu sprechen. Nur wenige Monate später stellen

sie Möbel, Leuchten und Keramikobjekte

aus, die weltweit für Aufsehen sorgen. Es

gelingt ihnen künstlerisches Design, gedacht

und gemacht für Serienfertigung. Bis heute

inspirieren diese Ideen Generationen von

Kreativen in Design und Grafik. (Abbildung:

Bücherregal Carlton, Memphis Milano)

— Von London aus sorgt Zaha Hadid für

Aufsehen. Die Möbelentwürfe der Architek-

tin haben bislang ungesehene Formen, ihre

Gebäude sind virtuose Konstruktionen. Sie

behauptet sich unerschütterlich zwischen

ihren Berufskollegen auf höchstem internationalem

Niveau. 2004 erhält sie als erste Frau

den Pritzker-Preis.

1985/86

— Endlich kann der zweite Anbau im Hof

verwirklicht werden. Er dient dem Architekturforum

20 Jahre lang als Ausstellungs- und

Vortragsraum. Unter anderem kommt Zaha

Hadid und eröffnet die Schau ihrer Möbelentwürfe

mit einem Vortrag. Als die Institution

2007 auszieht, werden die Treppenstufen des

kleinen Auditoriums entfernt. Das Möbelgeschäft

erweitert seine Ausstellungsräume.

— Ende der 1980er Jahre führt Neumarkt 17

über 100 Marken, von Alias bis Zanotta.


12 NEUMARKT 17 DOMANI

— Politisch-gesellschaftlich prägt das Ende

des Ost-West-Konflikts Europa. Die Globalisierung

nimmt Fahrt auf. Design, Herstellung

und Vertrieb entfernen sich geografisch voneinander.

Die Menschen haben Mobiltelefone

und versenden E-Mails. In der Schweizer

Gestaltungslandschaft etabliert sich Industriedesign

als Wirtschaftsfaktor. Vorreiter der

Zeit sind so unterschiedliche Persönlichkeiten

wie Daniel und Markus Freitag (Taschen aus

LKW-Planen), Andi Stutz mit Fabric Frontline

(Textilien aus Seide), Frédéric Dedelley (Drehhocker

Playtime) oder Christian Harbecke mit

Nose Design (Rucksack für Mammut).

1995

— Andreas Schwarz übernimmt die Geschäftsführung.

Ein grosser Ausverkauf sorgt für Luft

im vollgestopften Lager. Es wird gestrichen,

ungenutzte Räume im Untergeschoss verwandeln

sich in einen Showroom für Leuchten.

Neumarkt 17 konzentriert sich auf Produkte

bekannter Designfirmen. Die klaren Formen

der Möbel und Lampen ergänzen die prägnante

Architektur. Die Neueröffnung sorgt für

Aufsehen: Sie findet im noch leeren Laden

statt.

— 1997 lanciert Andreas Schwarz die Designgarage.

Der Shop im Lager an der Bleulerstrasse

bietet trendige Möbel und günstige

Einzelstücke. Sie ist jeweils samstags geöffnet.

— Zwischen 1995 und 2003 finden zahlreiche

Ausstellungen statt, die wie von Liz Schwarz

etabliert und kultiviert mit aufregenden

Eröffnungen gefeiert werden. Besonders in

Erinnerung bleibt die Schau mit Arbeiten von

Trix & Robert Haussmann und Piero Lissoni.

— Der Neumarkt 17 floriert und gehört, mit

den 10 Mitarbeitenden, zu den führenden

Anbietern von Schweizer Design.

— Ein neues Jahrtausend hat begonnen. Prägende

Ereignisse wie das Swissair-Grounding

oder 9/11 sind in der kollektiven Erinnerung

verankert. Die ersten portablen Apple-Produkte

kommen auf den Markt, Facebook und

Youtube werden gegründet. Das verändert

unseren Sinn für Ästhetik und Kommunikation.

Die Oberflächengestaltung technischer

Produkte und die neuen Möglichkeiten für

mobilen Austausch prägen in nie gekannter

Geschwindigkeit auch, wie wir leben und uns

einrichten. Neue Wohnstile entstehen.

2003

— Neumarkt 17 geht 2003 online und veröffentlicht

seine erste Website (Abbildung).

— Im November 2004 feiert das Familienunternehmen

sein 40-jähriges Bestehen zusammen

mit der Firma Zanotta, die zeitgleich

50 Jahre alt wird.

— Skandinavisches Design ist in den

nordischen Ländern seit den 1950er Jahren

Alltagskultur. Doch international hat sich der

«Scandi Style» erst jetzt populär etabliert. Beliebt

werden Designediteure wie Hay, Muuto,

Fritz Hansen oder Design House Stockholm.

Eine Renaissance erleben die Klassiker von

Louis Poulsen, Carl Hansen oder String.

— Überhaupt beginnt eine Zeit der Re-

Editionen. In ganz Europa finden namhafte

Hersteller in ihren Archiven wunderbare

Entwürfe, die sie entweder wiederbeleben

oder erstmals produzieren.

2009/2013

— Der Neumarkt 17 bekommt ein weiteres

Mal Zuwachs. An der Predigergasse 14

eröffnet Andreas Schwarz zunächst eine

Galerie. Sie wird 2013 in ein Loft umgestaltet

(Abbildung oben) – als neues Zuhause für

das beliebte skandinavische Design: Muuto,

Montana, Carl Hansen & Son, Fritz Hansen,

&tradition. Für hochwertiges Farbdesign

in Räumen ergänzen die englischen Wandfarben

von Farrow & Ball (Abbildung) das

Sortiment.


60-JAHR-JUBILÄUM – WIE ALLES BEGANN 13

— Das Ende der 10er-Jahre prägt die im

Frühjahr 2020 beginnende weltweite Pandemie.

Auf die so genannte «Zeitenwende»

folgt auch eine Wende im Leben. Wie wir

wohnen und arbeiten, folgt neuen Regeln.

Das hat Einfluss auf die Architektur und das

Design. Statt Globalisierung folgen Rückbesinnung

auf Handwerk, Stärkung lokaler Produktion,

kompromisslose Qualität und das

Wiederentdecken von langjähriger Unternehmenskompetenz.

Vor allem Familienbetriebe

pflegen einen unbezahlbaren Schatz:

Erfahrung, Exzellenz durch langjährige Praxis,

generationenübergreifendes Entscheiden

und Handeln als Beitrag zur Nachhaltigkeit.

2014

— Das Unternehmen Neumarkt 17 feiert seinen

50. Geburtstag mit einem grossen Fest,

einer auf 50 Exemplare limitierten Edition des

Mezzadro Chair (Abbildung) von Zanotta (Design:

Achille und Pier Giacomo Castiglioni)

und der umfassenden Jubiläumspublikation

«Neumarkt 17, 1964–2014» (Abbildung).

2024

— Wir feiern 60 Jahre Neumarkt 17. Abermals

haben wir eine limitierte Edition eines

Hockers lanciert. Beat Zoderer, ein konkreter

Künstler aus der Schweiz, hat ihn gestaltet.

Im Jubiläumsjahr wird auch die Familientradition

fortgesetzt, Wohnen und Gastlichkeit

zusammenzubringen. Die Brüder Andreas,

Lucas und Nicolas Schwarz leben die Innovations-

und Tatkraft ihrer Eltern weiter. Sie

haben zur Liegenschaft an der Nordstrasse

180 das Nachbargebäude 182 hinzugekauft.

Auf der Parzelle entsteht ein Neubau mit

27 Wohnungen für Familien, Einzelpersonen,

ältere und jüngere Generationen und

einer Weinbar. Diese setzt die Tradition des

«tre fratelli» in neuer Form fort. «Neri»

wird im Oktober 2024 eröffnet (siehe auch

Seite 20 ff.).

DAS JAHR 2024 IST

EIN SCHALTJAHR.

366 TAGE.

EIN TAG MEHR ZEIT,

NEUER ZU WOHNEN.


14 NEUMARKT 17 DOMANI

AUCH WIR WÜNSCHEN

HAPPY BIRTHDAY!

Einige langjährige Partner von uns feiern dieses

Jahr ebenfalls Jubiläum. Wir ehren sie

mit einer Ausstellung im Neumarkt Salon.

Erst wenn Form und Material auf neue Art

zusammenkommen, kann ein Produkt zum

Klassiker werden – die Innovation prägt die

Ästhetik. Spot an auf aussergewöhnliche

nationale und internationale Designs.

15O

Jahre

Der dänische Beleuchtungshersteller Louis Poulsen wurde 1874 gegründet.

Seitdem sind legendäre Leuchten entwickelt worden. Zum Beispiel die

«PH Artichoke», Design Poul Henningsen. Die Lichtskulptur gibt es als

Spezialausführung dieses Jahr in Mattweiss-Blassrosa als Hommage an das

ursprüngliche Design in Kupfer. (Hersteller: Louis Poulsen)


60-JAHR-JUBILÄUM – AUCH WIR WÜNSCHEN HAPPY BIRTHDAY!

15

5O

Jahre

6O

Jahre

Das modulare «Aluminium-Regal» für die Expo 1964 in Lausanne. Design Andreas

Christen, der die Schweizer Designentwicklung entscheidend mitgeprägt hat.

Ausführung: Aluminium blank oder 15 RAL-Farben. (Hersteller: Lehni)

Michael Anastassiades gestaltete in

den vergangenen Jahren wegweisende

Leuchten. Darunter die Serie

«IC Lights S1» – eine Hängeleuchte

aus Messing oder Chromstahl mit

einem Diffusor aus geblasenem

Opalglas. (Hersteller: Flos)

1O

Jahre

Das Buch «Echoes» ist eine Hommage an die Designkultur von Cassina. 1973

lanciert das Unternehmen die iMaestri-Kollektion und bringt damit einige

der berühmtesten Entwürfe der bekanntesten Architekten des zwanzigsten

Jahrhunderts als zeitlose Re-Editionen auf den Markt.

Bewährte Leichtbauprinzipien hat

Designer Kurt Thut mit Meisterschaft

in den Möbelbau übertragen, so z. B.

im Folienschrank: Scherengitter für

materialsparende Konstruktion aus

Buche und Flugzeugsperrholz sowie

faltbare, textile Türen. (Hersteller:

Thut Möbel)

3O

Jahre

3O

Jahre

Archaisch, rustikal, dennoch schlicht und bis zu 3,6 Meter lang. Tischbeine aus

Kernholz mit charakteristischen Rissen: der «Bigfoot». Design von Philipp Mainzer,

zu einer Zeit, als Eiche als Massivholz selten verwendet worden ist. (Hersteller: e15)


16 NEUMARKT 17 DOMANI

BAUEN MIT

FAMILIENSINN

An der Zürcher Nordstrasse haben die

Brüder Lucas, Andreas und Nicolas

Schwarz ein Familienprojekt verwirklicht,

in dem sie die elterliche Tradition von

Wohnen und Gastlichkeit weiterführen.

Ein Gespräch mit Lucas Schwarz, Architekt

und Mitinhaber, über eine Liegenschaft,

die weiterhin Geschichte schreiben wird.


PROJEKT NORDSTRASSE

17

In einem kleinen Mehrfamilienhaus an

der Nordstrasse 180 befand sich das

«tre fratelli», ein beliebtes Restaurant,

bekannt für italienische Küche und den

grossen Garten. Ihre Eltern Liz und Fritz

Schwarz haben 1975 mit dem Kauf der

Liegenschaft den Grundstein für eine

Idee legen können, die bis heute gilt:

Bauen, Einrichten und Leben zeitgemäss

zusammenzubringen. Wie erinnern Sie

sich an die Anfänge?

LUCAS SCHWARZ: Das Haus gehörte einer

entfernten Verwandten aus Grindelwald.

Der Traum meiner Eltern war, ein Restaurant

zu betreiben und neben ihrer Begeisterung

für modernes Design und guter Architektur

auch Gastlichkeit auszuleben. Weil es der

Inhaberin der Liegenschaft wichtig war, dass

das Restaurant weitergeführt wird, hat sie

meinen Eltern Haus und Lokal verkauft. Sie

hatten damit plötzlich die Gelegenheit, kulinarische

Italianità nach Zürich zu bringen.

Was hat Ihre Eltern begeistert?

Vorbild war die Einrichtung der italienischen

Trattorien – mit Brusttäfer, Gemälden, weissen

Tischtüchern und Servietten aus Stoff,

Baguette-Besteck und dicken Keramiktellern

von Ginori. Meine Mutter hat immer ge-

>>

Die Liegenschaft ist nach

GEAK A zertifiziert. Sie hat eine

gute Dämmung, eine eigene

Photovoltaikanlage und ist an

Fernwärme angeschlossen.

Ausserdem ist jede Wohnung

mit einem dezentralen Lüfter

mit Wärmerückgewinnung

ausgestattet.

Aussicht geniessen: Jede

Wohneinheit verfügt über einen

Balkon.

Raffinierte Materialität: Jadegrüne

Keramikplatten sorgen für

Lichtspiel.

Neues Leben an der Nordstrasse

180: gradlinige Architektur,

gezielte Akzente durch die

Fassade und die Balkongeländer.


18 NEUMARKT 17 DOMANI

Balkon mit Ausblick. Edmond Modular Sofa; Pina high

Beistelltisch; Lokum Beistelltisch; Lounge Chair; Touch Stool;

Wellbeing Nettle Rug.

Lounge Chair, Charles & Ray Eames; Lokum Beistelltisch,

Sabine Marcelis; Touch Stool, Studioilse; Wellbeing Nettle

Rug, Ilse Crawford.

Heracleum III Large LED Pendelleuchte,

Bertjan Pot; Bridge Table, Jehs + Laub; Universal

Stuhl, Jean Marie Massaud.

Edmond Modular Sofa, Carlo Colombo;

Pina high Beistelltisch, Sebastian Herkner;

Lokum Beistelltisch, Sabine Marcelis.


PROJEKT NORDSTRASSE

19

Lucas Schwarz

>>

sagt: Man muss grosse Spiegel aufhängen,

dass die Menschen ganz diskret nach oben

schauen und ihr Umfeld sehen können, ohne

den Kopf umzudrehen. Das war eine ganz

neue Restaurantkultur für Zürich. Statt Quartierbeiz

gab es plötzlich internationales Flair

für die lokale Kreativszene.

«Das Haus ist ein Familienprojekt.»

Wie viel vom alten Geist übertragen Sie

in den Neubau?

Uns bleibt der soziale Aspekt wichtig: Das

neue Haus ist wieder ein Familienprojekt

und es wird ein Ort sein zum Wohnen und

Geniessen. 27 Mietwohnungen zwischen

1½ und 4½ Zimmern, der grösste Grundriss

hat 108 m 2 . Es gibt einen Gemeinschaftsraum,

einen Garten mit Hochbeeten und

eine Dachterrasse für alle. Wir haben ein

zentrales Treppenhaus geplant, damit sich

die Bewohner:innen im Flur begegnen.

Da wir die Erstvermietung selber machen,

können wir einen guten Mieter-Mix für ein

Mehrgenerationenhaus zusammenstellen.

Wie haben Sie zu dritt kreativ im Projekt

zusammengearbeitet?

Wir haben unsere Stärken und ergänzen uns

gut. Zusammen besuchten wir Showrooms

und wählten die Materialien. Es soll ein

Gesamtwerk sein, das lange Bestand haben

wird. Wir achten auf qualitativ gute Architektur

mit hochwertigem Ausbau.

Das Logo ist Teil des

visuellen Auftritts «Nordstrasse

180», den Laura Schwarz

gestaltet hat.

Bun Sofa, Federica Biasi;

Pina high Beistelltisch, Sebastian

Herkner; AJ Stehleuchte,

Arne Jacobsen; Neil Twist

Outdoor Stuhl, Jean Marie

Massaud; Roll Dinning Tisch,

Patricia Urquiola.

Clapis Bett, Bluezone; Orbit

Nachttisch, Bluezone; FEZ

Tischleuchte, Baltensweiler.

Brüder und Bauherren

Nicolas, Lucas und Andreas

Schwarz (v. l. n. r.).

Das ursprüngliche Mehrfamilienhaus

an der Nordstrasse

180 mit dem «tre fratelli».

© Baugeschichtliches Archiv

Zürich.

Auffälliges Merkmal ist die Fassade. Wieso

Keramikplatten?

Gegensätze müssen ausgearbeitet werden,

damit Spannung entstehen kann. Das gilt

für innen und für aussen. Die Architektur des

Hauses ist grundsätzlich zurückhaltend. Mir

gefällt jedoch ein architektonisches Prinzip

aus dem 19. Jahrhundert – die repräsentative

Fassade. Wir gestalten mit jadegrünen

Spitzprofilen, auf denen es ein Lichtspiel

geben wird. Das bringt eine schöne Lebendigkeit.

Interview: Stephanie Ringel


20

NEUMARKT 17 DOMANI

NERI CANTINA & CUCINA

DIE NEUE ITALIANITÀ

Ein Zuhause für Genuss: Aus dem traditionsreichen

Restaurant tre fratelli an der

Nordstrasse 180 in Zürich wird Neri Cantina

& Cucina. Die Gebrüder Schwarz setzen

weiterhin auf gute Gastfreundschaft mit

auserwählten Weinen und italienischer

Küche in einem lässig-eleganten Innenausbau.

Ci vediamo ab Oktober!

Raum für Genuss: 130 Quadratmeter

Gastlichkeit im Neri Cantina &

Cucina. Mit einem Foodkonzept,

das Caffè-Kultur und italienischmediterrane

Küche zusammenbringt.


NERI WINE BAR

21

Bei der Eröffnung 1975 schwang im Namen

tre fratelli die liebevolle Geste von Liz und

Fritz Schwarz an ihre drei Söhne mit. Heute

sind die Brüder Lucas, Andreas und Nicolas

selbst Unternehmer, die das Erbe der Eltern

pflegen und gleichzeitig ein interessantes

und zeitgemässes kulinarisches Angebot

machen wollen.

Statt des ursprünglich geplanten

grossen Restaurants also nun: Neri Cantina &

Cucina – der neue Ort, an dem italienische

Ess- und Trinkkultur gepflegt werden

und der den Bezug zur Inhaberfamilie im

Namen trägt. Für die geplante einfache

Küche auf hohem Niveau kollaborieren

die Inhaber mit Spitzenkoch und Gastrounternehmer

Nenad Mlinarevic. Er ist der

kreative Kopf hinter allem, was mit Kochen

und Küche zu tun hat. «Ich liebe einfache,

mediterrane Küche», sagt er. Die ja eigentlich

gar nicht einfach sei, sondern raffiniertes

Soulfood. Mlinarevic ist Ästhet mit

hohem Qualitätsbewusstsein. Nicht nur

was auf den Teller kommt, auch wie Geschirr,

Gläser und Besteck aussehen werden,

gestaltet er mit. Einen erweiterten

Einblick in seine Arbeit bietet übrigens

sein erstes Kochbuch «Nenad at home»,

das im Herbst erscheint und im Neri erhältlich

sein wird.

Neri Cucina & Cantina hat 50 Sitzplätze

drinnen und 18 Sitzplätze draussen.

Das Lokal wird im Oktober 2024 eröffnet. Für

weitere Informationen: www.neri-cantina.ch

50 Sitzplätze im grosszügigen

Gastraum, 18 Aussensitzplätze,

eine Idee: Gastlichkeit für Zürich

erneut neu zu erfinden.


22 NEUMARKT 17 DOMANI

MIT SCHWUNG IN

EINE NEUE ZEIT

Laura Schwarz erinnert sich an ihre

kreativen Grosseltern. Sie ist in Briefe

und Tagebucheinträge, in Zeitungsartikel

und die eigene Erinnerung eingetaucht.

Auf den folgenden Seiten

hat die Grafikerin ihre ganz persönliche

Text-Bild-Collage aus Familiengeschichten

zusammengestellt.

Italianità

ITALIENISCHE LEBENSFREUDE

In Mailand entdeckt Fritz den «Gala»-Korbstuhl

von Franco Albini. Das Design ist erfrischend,

mediterran, handwerklich. Kurzerhand kauft

Fritz den Sessel, spannt ihn auf das Dach

seines Peugeots und fährt damit nach Zürich,

um der Schweiz die Italianità vorzuführen. Die

vielen Reisen von Liz und Fritz schärfen die

Idee für ein Möbelgeschäft.

Illustration

Laura Schwarz


«Labyrinth des Schönen»

Artikel in der NZZ, 21.6.2003

MIT SCHWUNG IN EINE NEUE ZEIT

Architektonische Prinzipien I

INNEN / AUSSEN

Der Raum muss die umgebenden Altstadtgassen

und -plätze im verkleinerten Massstab

wiedergeben: eng und weit, hinauf und

hinunter, hoch und niedrig in spannungsvoller

Folge im Innenraum statt im Stadtraum. Fritz

setzt sich mit Altstadtsanierung auseinander:

Hässliche Häuser werden abgerissen und als

«Kontrast» moderne Glasfassaden-Häuser gebaut.

«Die Räume, die ich 1965 umbaue, müssen

die gleiche Wirkung haben, wie die schon

bestehenden Räume. [ … ] Ich war weder darauf

aus, am Alten festzuhalten, noch etwas

ganz Neues zu machen.» 2

23

REISE

ZUR

IDEE

1 Fritz Schwarz, Projekte

1950–2000, 2005

2, 3, 5 Annabelle, Nr. 370, 1965

4 Die Schweiz ist nicht bereit

für meine Möbel.

Illustration

Liz Schwarz

Fotos

1, 3 Alfred Hablützel © Museum

für Gestaltung Zürich,

Designsammlung, ZHdK

2 Annabelle

1 Neumarkt 17, 1965

2 Neumarkt 17, 1965

3 Marimekko Showroom, 1965

Liz schreibt in Briefen von 1960, wie sie mit

Fritz in Kopenhagen etliche Möbelboutiquen

besucht. Sie werden auf die dänischen Mid-

Century-Teak-Möbel aufmerksam, die damals en

vogue waren. Liz kommentierte dazu: «Sie wirken

steril und routinenhaft. Die Designer dünken festgefahren.

Ich fand es richtig, etwas wirklich Neues nach Zürich

zu bringen.» Der Einrichtung fehlt eine Unbeschwertheit

und Begeisterung für moderne Form und Gestaltung. Zwei

Jahre später finden sie diese, als sie Dino Gavina in Bologna begegnen

und ein Stuhlmodell entdecken. Gavina lachte die beiden

naiven Schweizer aus: «La Svizzera non è pronta per i miei mobili.»

Gavina versprach aber Möglichkeiten, falls es ihnen gelingen sollte,

einen aussergewöhnlichen Ausstellungsraum für seine Modelle zu bieten.

Fritz begann zu planen und liess sich von der Umgebung inspirieren. Die

Pläne bringt er nach Mailand, um sie von Pier-Giacomo Castiglioni absegnen zu

lassen. Es könnte funktionieren, meint dieser. Im September 1964 ist es so weit,

der Umbau ist vollendet und der Neumarkt

17 präsentiert neues Wohnen. Die italienischen

Möbel werden ergänzt durch gesammelte

Fund stücke ihrer Reisen.

Gläser aus Mexiko, Körbe aus Spanien

und Kleider aus Finnland.

«Noch unkonventioneller als

die Möbel sind die finnischen

Kleider von Marimekko»,

schreibt die

«Annabelle» 1965

und zeigt, wie visionär Liz und Fritz den Neumarkt 17 konzipierten.

Die architektonischen Prinzipien von Fritz vereinigten

sich mit Liz’ Feingespür für die Einrichtung.

Fritz baute die Hülle und Liz füllte sie. Das Schöne

steht immer im Zentrum.


24 NEUMARKT 17 DOMANI

ZUHAUSE

IST’S AM

SCHONSTEN

Das Wochenende

verbrachten wir Enkelkinder

oftmals bei «Grosi». Von der Strasse

aus wirkte das Haus unscheinbar. Ein

dunkler Eingang mit niedriger Decke

und dezenter Einrichtung empfing uns.

Danach schraubte sich eine geschlossene

Wendel treppe hinunter in das

Herz des Hauses, das Wohn- und

Esszimmer. Kam man unten an,

trat man in einen lichtdurch fluteten

Raum, der so hoch war, dass ich

mich an keine Decke erinnern kann.

Die Sofas in verschiedenen beigen

Nuancen umschlossen den Kamin

und bewachten den gläsernen

Kaffee tisch, welcher wie eine Vitrine

Kunstbücher, Bilder und Gegenstände

von Reisen ausstellte. Obwohl die

Gegenstände sich so stark unterschieden,

gelang es Liz, sie so zu arrangieren,

dass jedes Objekt sich entfalten

konnte. Ein frischer Blumenstrauss

schmückte stets den Tisch und wandelte

sich nach den Jahreszeiten. Mit

Blick in den Garten stand Liz’ Pult.

Ihre Lieblingsstifte und weisses

Papier griffbereit, so dass das

Pult einlud, sich für eine Zeichnung zu setzen.

Viele meiner Erinnerungen an Grosi handeln davon,

wie wir dort gemeinsam gestalteten.

Ihren sicheren Strich bewies Liz

in den ersten siebzehn Ausgaben des

«Domani» – welche handgezeichnete

Zeitungsausgaben waren. Im «Domani»

kommentierte sie aktuelle Trends und

verriet Tipps, um schöner zu wohnen.

«Möbel hab’ ich im Geschäft. Daheim

brauch’ ich einige wenige. Dazu aber

viel Bezug zur Natur, das harmonische

Spiel mit Farben, das Licht und

die Menschen, die eigentliche

Wohnatmosphäre schaffen.»7

Schöne Möbel alleine ergeben

noch keine schöne Einrichtung.

Deshalb folgen auf der gegenüberliegenden

Seite Liz’ Gedanken

zu Einrichtungsprinzipien.

Architektonische Prinzipien II

SCHWERKRAFT

Der Anbau Predigergasse beschäftigt sich mit

dem Gegensatz von Zug und Druck, den beiden

Kindern der Schwerkraft. Der kleine auf

drei Seiten von höheren Bauten eingeschlossene

Raum von 6 x 12 Metern beschränkt sich

platzbedingt auf die vertikale Dimension.

Druckkräfte der massiven Pfeiler und die Zugkräfte

der daran aufgehängten, die Geschossböden

tragenden Eisenketten halten sich im

Gleichgewicht als Ausdruck von Harmonie.

Das Tageslicht dringt durch die Glaspyramiden

des Daches in den hohen Raum und filtert

sich durch die Gitterböden der spiralförmig

angeordneten Geschosse zur wasserbedeckten

Spiegelfläche am Boden, welche das Himmelslicht

zurückwirft und einen weiteren

Bezug zur Schwerkraft darstellt, da sie das

Wasser sich am tiefsten Punkt sammeln lässt. 6

6 Fritz Schwarz, Projekte

1950–2000, 2005

7 Homestory: So wohnt

Liz Schwarz vom Neumarkt 17,

Ideales Heim, Mai 1985, Nr. 5

Fotos

k. A.

Illustrationen

alle Liz Schwarz


LIZ’

PRINZIPIEN

M

Ö

B

L

I

E

R

U

N

G

Es bestehen starke Beziehungen zwischen

Architektur, Einrichtung und Mensch. Richtiges

Einrichten besteht darin, die Gegenstände

untereinander und zum Ganzen in eine Beziehung

zu setzen, die dem Bewohner entspricht.

Angestrebt wird eine Harmonie, die

Wohlbefinden ermöglicht. Harmonie besteht

darin, verschiedenartige Gegenstände in Beziehung

zueinander zu setzen, nicht Anpassung

im Sinne eines gesichtslosen «Ganzen».

B

L

U

M

E

N

Farbige Blumensträusse gehören als belebendes

Element in jede Wohnung.

W

E

G

E

R

L

E

B

N

I

S

Es ist auch auf das Wegerlebnis zu achten, das

beim Durchschreiten der Räume entsteht. So

kann ein enger Durchgang durch eng gehängte

Bilder betont, das Ende einer Blickachse

mit einem Möbel abgeschlossen oder einem

Spiegel verlängert werden.

F

A

R

B

E

Farbe schafft Stimmung und diese soll immer

gewech selt werden können. Grosse, fixe

Farbflächen wirken als Konkurrenz für den

Menschen, dieser soll sich in der Einrichtung

entfalten können.

«Elsbeth Schwarz hatte den Mut, nur

Dinge einzukaufen, die ihr selbst

gefallen und von deren Schönheit und

Richtigkeit sie überzeugt ist.»

Artikel in der Annabelle Nr. 370, 1965

B

E

Z

U

G

S

G

R

U

P

P

E

Auch räumliche Bezüge sind wichtig: Schaffung

von Gruppen, die räumlich getrennt sind.

Also, statt Füllen eines Raumes gliedern in

Beziehungsgruppen mit räumlicher Distanz.

Jeder Raum besitzt Schwerpunkte ( z. B. Cheminée

), die mit Möbeln betont werden sollten.

T

I

E

F

E

MIT SCHWUNG IN EINE NEUE ZEIT

Tiefe kann durch Staffelung von Blickpunkten

geschaffen werden. Ein heller Körper vor dunklem

Hintergrund gibt mehr Tiefe als umgekehrt.

Pfeiler, Säulen und transparente Gestelle können

eine Tiefenwirkung vergrössern, indem

sich das Auge auf eine zusätzliche Distanz

adaptieren muss.

25

K

O

N

T

R

A

S

T

/

A

N

G

L

E

I

C

H

U

N

G

Angleichung wirkt beruhigend, Kontrast belebend.

Unzählige Kombinationen sind denkbar,

immer aber müssen sie eindeutig sein. Angeglichene

Bereiche können durch gezielte

kontrastierende Punkte belebt werden.

W

A

N

D

E

L

B

A

R

K

E

I

T

Eine Möblierung soll mit Veränderung dauernd

lebendig gehalten werden durch ein Spiel

zwischen fixen Bereichen und offenen Zonen.

L

I

C

H

T

Raum und Möblierung werden erst durch Licht

wahrnehmbar. Die Beleuchtung eines Raumes

ist ebenso wichtig wie dessen Möblierung. Mit

Beleuchtung kann ein Raum gestaltet, gar verändert

werden. Gleichmässiges Licht ist fade.

Mit starken Helligkeitskontrasten werden Räume

lebendig. Eine Kombination verschiedener

Beleuchtungsarten ist meist richtig.

M

A

T

E

R

I

A

L

I

E

N

Betonung geschieht durch die Farbe Weiss,

geometrische Körper und matte Oberflächen.

Zurückweichend sind dunkle Farben, organische

Formen und glänzende Oberflächen.

Illustrationen

alle Liz Schwarz


26 NEUMARKT 17 DOMANI

Architektonische Prinzipien III

SPIRALEN

Das Forum ist ringsum von höheren Gebäuden

eingefasst. Drei begrünte Terrassen bilden das

Dach, sie schrauben sich spiralförmig in die

Höhe und dienen den Wohnungen im Hauptgebäude

als Aussenraum. Nebst der Zugbrücke,

welche je nach Benutzung der Räume

auf das obere oder untere Niveau verschoben

werden kann, gibt es den mittelalterlichen

Sodbrunnen, welcher durch eine doppelläufige

Spiraltreppe zugänglich gemacht wurde.

ZU

GAST

Zur Italianità gehören auch Geselligkeit und

gutes Essen. Liz und Fritz liessen diese

nicht ausser Acht. Die italienische Küche

konnte im Restaurant «tre fratelli» gekostet werden. Der dritte Anbau von 1987, das

Forum, war zuerst kein Ausstellungsraum,

sondern Raum für Austausch. Fritz initiierte

dort das Architekturforum, ein Ort der

Diskussion und Sprachrohr für die Zürcher

Architektur und Stadtplanung. Der Startschuss

war eine Ausstellung mit dem Titel:

«Ladies First, Frauenarchitektur oder Architekturfrauen».

Ein Ort, der frischen Wind

in gestalterische Diskurse brachte und sich als Gegenpol zur ETH sah; ein Ort der

Diskussion nach innen und nach aussen. Ich

erinnere mich, wie eine grosse Treppe das

Herzstück des Forums bildete, ein kleines

Auditorium. Achille Castiglioni oder Zaha

Hadid hielten dort Vorträge und stellten ihre

Möbel aus.

Liz Schwarz und Zaha Hadid im Architekturforum

https://www.neumarkt17.ch/wohnberatung/valendas-die-erweiterung/

Zeitungsannoncen von Liz

Fotos

links k. A.

rechts Rudolf Kubli


MIT SCHWUNG IN EINE NEUE ZEIT

«1989. Liz Schwarz, die als Gründerin des

legendären Möbelgeschäfts

‹Neumarkt 17› als Erste internationales

Design nach Zürich brachte,

stellte Möbel von Zaha Hadid aus.»

Tilla Theus über Zaha Hadid in: das Magazin, Nr. 23

«Frauen über die Frau, die sie inspiriert», 8.7.2019

27

«Dass deine Eltern in diesem alten Kram leben können.»

Neumarkt 17 Annonce von 1969 von Fredy Sigg

LIZ SCHWARZ 1939–2019

Grosi

Das Textildesign-Studium bildete die Grundlage

für eine Affinität zu Materialität und das

Verständnis für Gestaltung. Mit ihrer Beobachtungsgabe,

ihrem Auge für gutes Design

und klarer Definition von Schönheit führte Liz

die Stadt Zürich in das moderne Wohnen ein.

Ihre Gestaltung von Einladungen, Zeitungen,

dem Magazin «Domani» und Werbeanzeigen

stach hervor durch sicheren Strich und Witz.

Illustration

Fredy Sigg, 1969

Fotos

Liz k. A.

Fritz k. A.

Laura Simon Habegger

Mehr über die Geschichte des Neumarkt 17 finden

Sie im Jubiläumsbuch aus dem Jahr 2014.

FRITZ SCHWARZ 1930–2023

Nonno

«Die drei Etappen, die in Intervallen von 10–12

Jahren erstellt wurden, zeigen grundverschiedene

Wege zur Architektur: räumlich-plastisch,

spirituell und konstruktiv-materialbetont. Die

Verschiedenartigkeit ist in den Gegebenheiten

der Grundstücke, aber auch in der Biografie

des Architekten und seinen verschiedenen

Lebenssituationen begründet. Interessant ist,

dass alle drei Etappen nur Innenräume enthalten

und nach aussen kaum in Erscheinung

treten mit Ausnahme des trichterförmigen

Eingangs am Neumarkt und der kleinen geschlossenen

Fassade an der Predigergasse.»

( Fritz über den Neumarkt 17 )

LAURA SCHWARZ ENKELIN

Gestaltung und Text

Meine Grosseltern waren grossartig im Geschichtenerzählen

und Gestalten. Ich folgte

ihnen in die Welt der Kreation. In Zürich studierte

ich an der Zürcher Hochschule der

Künste ZHdK visuelle Kommunikation und

arbeite heute als selbständige Grafikerin in

den Bereichen visuellen Identitäten, Print- und

digitalen Medien.


28

NEUMARKT 17 DOMANI

JEDER RAUM EIN

EIGENES WUNDER

Hoch über den Dächern der Zürcher

Altstadt wohnt Nenad Mlinarevic auf

zwei Etagen. Erstaunlich, was in

verwinkelte historische Bausubstanz

passt, wenn mit Feingefühl und

Raumempfinden eingerichtet worden

ist. Dann wirkt sogar das in der

Küche zeitweise abgestellte hochwertige

Rennvelo als Teil des ästhetischen

Gesamtkonzepts.

Suita Sofa, Antonio Citterio;

Capas Teppich, Mathis Hahn; HAL

Lounge Chair, Jasper Morrison;

Yuh Stehleuchte, Gam Fratesi.


WOHNBERATUNG

29

Andreas Schwarz und Nenad Mlinarevic

teilen ein Hobby: Sie fahren Velo und haben

sich auf dem Arbeitsweg getroffen und

kennengelernt. Seitdem haben sie zusammen

schon mehrere Einrichtungsprojekte

verwirklicht. Zuletzt in der aussergewöhnlichen

4-Zimmer-Wohnung im obersten

Stock einer Altbauwohnung. «Wir sind

beide Ästheten, uns verbindet Qualitätsbewusstsein»,

sagt Andreas Schwarz. «Es gibt

Menschen, die schätzen, wenn man keine

Kompromisse macht.»

Das Dachgeschoss ist ein offener

Raum, der auf der gesamten Fensterfront

in die Dachterrasse übergeht. Blickbezüge

von innen und aussen bringen viel natürliches

Licht in den Raum, das gut harmoniert

mit den matten Farrow & Ball-Wandfarben.

Haptische Holzoberflächen der

Orea-Kücheninsel korrespondieren mit den

Naturtönen auf der Terrasse. Den ovalen

Tulip-Table mit schwarzer, marmorierter

Steintischplatte von Eero Saarinen ergänzt

der klassische Conference Chair von Knoll.

Auf dem String-Regal findet die Kochbuchsammlung

von Nenad Mlinarevic Platz. «Die

Räume sind nicht gross. Jedes Zimmer ist

eine eigene Welt», sagt Andreas Schwarz,

«weil wir beim Umbau auch die historischen

Oberflächen ins Gestaltungskonzept

einbezogen haben. Ein geschickter Mix aus

Materialien, Farben, Textilien, Kunst und

starken Einzelstücken macht aus dem verwinkelten

Domizil ein raffiniertes Zuhause.»

Groundpiece Sofa, Antonio

Citterio; Coffee Table, Isamu

Noguchi; Diamant Teppich,

Maja Johansson Starander;

CH25 Lounge Chair, Hans J.

Wegner.

Bitta Lounge Sessel, Rodolfo

Dordoni; Mesh Coutchtisch,

Patricia Urquiola; Sonnenschirm;

Weishäupl.

CH22 Lounge Chair, Hans J.

Wegner; Cork Family, Jasper

Morrison.

Saarinen Tisch, Eero Saarinen;

Saarinen Conference Chair,

Eero Saarinen; Awkward Light

Stehleuchte, Anatomy.

Coordinates Hängeleuchte,

Michael Anatassiades.


30

NEUMARKT 17 DOMANI

ZÜRCHER REFUGIUM

MIT WEITBLICK

Wie ein Vogel im Nest – so fühlt sich

das Leben in der grosszügigen Wohnung

oberhalb des Gustav-Gull-Platzes in

Zürich an. Direkt am Bahnhof gelegen,

pulsiert hier das Herz der Stadt.

Bars, Cafés und Geschäfte bestimmen

das Strassenbild. Das Schöne an

dem Refugium in der Höhe ist, dass

Aktivität und Ruhe so nah beieinanderliegen.

Cotone Sofa, Ronan & Erwan

Bouroullec; Cotone Low Beistelltisch,

Ronan & Erwan Bouroullec;

Febo Sessel, Antonio Citterio;

Tweet Teppich, CS Rugs; ZigZag

High Pouf, Emiliana Design;

Tripod Stehleuchte, Hvidt &

Mølgaard, Tung JA3 Beistelltisch,

John Astbury.


WOHNBERATUNG

31

Ausgangspunkt für die Gestaltung war eine

klare Architektur mit phantastischer Aussicht

über die Stadt, den Uetliberg bis zu

den Glarner Alpen. Sie sollte Hauptdarsteller

bleiben und nicht durch zu ausdrucksstarke

Möbel konkurrenziert werden. Ausserdem

wünschte sich das Ehepaar genug

Raum für eine nach und nach wachsende

Kunstsammlung.

Da Grinda Gunjic schon mehrere

Objekte für beide eingerichtet hat und

mittlerweile eine gute Freundschaft entstanden

ist, kennt sie die Vorlieben. «Wenn

die Grundformen im Bau sehr reduziert

sind, kann es kühl wirken. Farben sind dann

ein gutes Mittel für mehr Wohnlichkeit.»

Um dem Gedanken bestmöglich zu folgen,

hat Grinda Gunjic die Wohnung zuerst mit

der Eigentümerin, die auch Architektin ist,

möbliert: mit Tisch, Stühlen und Sofa von

Cassina, dem Regal von Montana, einem

schönen Holzbett von Riposa und Küchentisch

und Stühlen von Mdf.

Erst in einem zweiten Schritt kam

die Wandfarbe hinzu – als bereits alles

eingezogen war. «Möbel sind viel teurer

als Farben», so die Einrichtungsberaterin.

«Man vermeidet, dass Einrichtung und

Wandfarbe nicht perfekt passen.» Beim

Bekenntnis zur Farbe sei allerdings wichtig,

nur so viel Einfluss zu nehmen, dass die

Menschen sich in ihrem Zuhause

nicht fremd fühlen. Natürliches Farbspektakel

liefert die Natur – draussen,

vor den Panoramafenstern, passend zu

den Jahreszeiten.

Ordinal Oval, Tisch, Michael

Anastassiades; Cottone Slim

Armlehnstuhl, Elisse double

LED, Federico Palazzari, Tramae

Hocker, Studio unPizzo.

Montana Regal und Compas

Direction Schreibtisch, Jean

Prouvé; Aluminium Chair EA,

Charles & Ray Eames; Flowerpot

VP3, Tischleuchte, Verner

Panton; Lato LN9, Beistelltisch,

Luca Nichetto.

Tense, Tisch, Piergiorgio

Cazzaniga & Michele

Cazzaniga; Neil Twist Chair,

Jean Marie Massaud.


32

NEUMARKT 17 DOMANI

STÜCK FÜR STÜCK

STILVOLL EINGERICHTET

«Eine Wohnung, in die man sehr

gerne nach Hause kommt», so beschreibt

Jörg Tödtli die Stadtwohnung,

die Neumarkt 17 zusammen mit den

Bewohnern stilvoll ausgestattet hat.

Die Kundschaft hatte spannende

Ideen für eine harmonische Gestaltung

des renovierten Altbaus in Zürich. In

engem Austausch wurden nach und nach

die passenden Möbelstücke gefunden

und ein harmonisches, sehr persönliches

Zuhause realisiert.

Eames Storage Unit, Charles & Ray

Eames; Eames Plastic Armchair

Schaukelstuhl, Charles & Ray

Eames; Eames House Bird, Charles

& Ray Eames.


WOHNBERATUNG

33

Alles begann mit dem Couchtisch, den die

Kunden im Neumarkt 17 entdeckt haben.

Der «Eames Coffee Table» von Ray und

Charles Eames, Marmorplatte, Holz-Metall-

Untergestell, war Liebe auf den ersten Blick

und Beginn einer langen, vertrauensvollen

Zusammenarbeit mit Jörg Tödtli. «Wir haben

die Wohnung über Jahre nach und nach im

Einklang mit der Ästhetik des Altbaus modern

eingerichtet», sagt der erfahrene Wohnberater.

Auf den Couchtisch folgten weitere Designermöbel.

«Die Kunden kommen immer

mit einer Idee zu uns – wir reflektieren, prüfen

und planen zusammen. Wir stehen mit Rat

zur Seite, spiegeln Alternativen und gehen

auf Wünsche ein.» Gemeinsam ist so über die

Jahre ein stimmiges Ensemble schöner Einzelstücke

in die Stadtwohnung eingezogen:

das Sofa «Charles» von B&B Italia mit dem

verlängerten Fussteil; das ausdrucksstarke

Sideboard «Bramante» von Cassina, das Regalsystem

«Eames Storage Unit» von Ray und

Charles Eames oder auch der Bücherturm

«Ptolomeo» von Opinion Ciatti.

Es sei inspirierend, die Kunden so

zu begleiten, findet Jörg Tödtli. Schon mit

wenigen ausgesuchten Stücken kann auf kleinem

Raum – 4 Zimmer, ca. 100 m 2 – grosse

Veränderung erzielt werden. Die Kunden

und das Neumarkt 17 Team sind sich einig:

«Mit dem richtigen Auge fürs Detail wird es

schnell wohnlich.»

Kaiser Idell, Leseleuchte,

Christian Dell; Ptolomeo

Bücherturm, Bruno Rainaldi;

Spazio Bettsofa, Swiss Plus.

Charles Sofa, Antonio

Citterio; Eames Coffee Table,

Charles & Ray Eames; Arco

Bogenleuchte, Achille & Pier

Giacomo Castiglioni; Eames

Plastic Armchair Schaukelstuhl,

Charles & Ray Eames, Basket

Rug, Design House Stockholm.

Bramantino Sideboard,

Kazuhide Takahama; Fiberglass

& Plastic Sidechair, Charles &

Ray Eames; Kaiser Idell, Hängeleuchte,

Christian Dell.


34

NEUMARKT 17 DOMANI

STADTWOHNUNG

WIE AUS EINEM GUSS

Die Ausgangslage für die grosse Stadtwohnung

war, die schon lange bestehende

Einrichtung anders zu denken. Möbel und

Einzelstücke passen selten in eine neue

Umgebung, da der Look ursprünglich nicht

dafür konzipiert worden ist. Mit beherzten

Eingriffen entstand ein elegantes Zuhause,

das zu den Bewohnern passt.

Standard Sofa, Francesco Binfaré;

Chiara Sessel, Francesco Binfaré;

Coffee Table, Isamu Noguchi;

Tweed Teppich, CS Rugs; Flo Floor

Leseleuchte, Foster + Partners.


WOHNBERATUNG

35

Den Grundton für die Gestaltung der Wohnung

setzte der durchgängige, hellgraue

Terrazzoboden in dem gut 70 m 2 grossen,

lichtdurchfluteten Wohn-Esszimmer. Wie

kann es gelingen, den starken Raum gut

zu zonieren, ihn warm und behaglich zu

gestalten? «Wir haben ein grosses Sofa ausgewählt,

das als Masterpiece im Raum wirkt

und den Wohnbereich vom Essbereich gut

trennt», sagt Andreas Schwarz. Der Bauherrschaft

ist Komfort wichtig. So bot sich eine

grosszügige Sitzlandschaft von Edra an. Sie

ist nicht so weich gepolstert und passt sich

dank Memoryschaum an die Benutzer an.

Ein Gegengewicht zum schönen,

kühlen Fussboden sind Textilien und Holz.

Der grosse Teppich von CS rugs wurde eigens

für diesen Raum entworfen – er ist ein

Unikat. Die abgeschnittenen Ecken sind an

den Raum angepasst. Als warmer Kontrast

zum Küchenblock fungieren die Stehleuchte

aus Holz von Röthlisberger und die gepolsterten

Barhocker von Freifrau.

Ein starkes Pendant, ein zweiter

Blickfang, ist die grosse Hängeleuchte PH

Artichoke von Louis Poulsen über dem

Esstisch. Ihr Kupferton schafft eine inspirierende

Verbindung zum grossformatigen

Wandtextil. Gleichzeitig ist sie ein starkes

Mid-Century Statement.

Eine gute Verbindung als Gestaltungselement

gilt auch für Übergänge: «Ich

habe den Raum von innen nach aussen

gedacht», sagt Andreas Schwarz. «Die Idee

waren zwei edel gestaltete Patios, die sich

nahtlos mit dem Wohnbereich verbinden.»

Lounge Chair und Ottoman,

Charles & Ray Eames.

Saarinen Tisch, Eero

Saarinen; Saarinen Tulip Side

Chair, Eero Saarinen; PH

Artichoke Hängeleuchte, Poul

Henningsen; Velasca Sideboard,

Ludovica & Roberto Palomba.

Amelie Barhocker, Freifrau;

Narrow Stripe Icon Teppich,

Kasthall Design Studio; Leuchte

Plus Stehleuchte, Atelier Oï.

Rondos Kommode, Patricia

Urquiola; Lithos Hocker,

Maxalto; Connect Teppich,

CS Rugs.

Rock Table, Jean Marie

Massaud; Tosca Daybed,

Monica Armani; Tosca Armlehnstuhl,

Monica Armani.


36 NEUMARKT 17 DOMANI

AM PULS

Traditionsreiche

DER ZEIT

Hersteller

besinnen sich auf ihre

DNA und die Frage: Was

können wir am besten?

Soda Beistelltische, Yiannis

Ghikas.

Eave Modular Sofa, Norm

Architects; Plint Couchtische,

Norm Architects; Brasilia Lounge

Chair, Anderssen & Voll.

Dudet Sofa, Patricia Urquiola;

Rigadino, Patricia Urquiola;

9 Dining Table, Piero Lissoni.

Fritz Hansen Ausstellung,

3daysofdesign, Opera Park

Kopenhagen.


AM PULS DER ZEIT

37

Die Trends in der Einrichtungswelt folgen seit einiger Zeit einem

wohltuenden Muster: Farbe – Feeling – Designgeschichte. Traditionsreiche

Firmen besinnen sich auf ihre Kernkompetenzen und

kombinieren Erprobtes frisch mit neuen Einflüssen. Das Team von

Neumarkt 17 hat sich in Mailand am Salone del Mobile und bei den

3daysofdesign in Kopenhagen inspiriert. Yasemin Eminoglu erzählt.

«Farben sind zurück! Auch wenn einzelne

Hersteller sich in schlichten Nude-Tönen

präsentieren, ist Mut zu sehen: zu den

ausdrucksstarken Mokka-Tönen, Moosgrün

oder Senfgelb der 1970er Jahre. Doch statt

die Vergangenheit zu zitieren, wird klug und

sinnlich weiterentwickelt. Diese Töne stehen

nicht für sich, sondern kommen geschickt zu

neuen Farbkompositionen zusammen, so z. B.

bei Cassina oder Zanotta. Kombiniert mit den

aktuell so beliebten organischen Formen und

strukturierten Oberflächen, entsteht aus Vertrautem

Neues. Spielerische Arrangements

mehrerer, dafür kleinerer Polstermöbel führen

zu Grosszügigkeit. Metall, Spiegel, Lacke und

Stoffe in besonderer Haptik – wie Bouclé –

sind mir oft in den Showrooms und Präsentationen

begegnet.

Traditionsreiche Hersteller besinnen

sich auf ihre DNA und die Frage: Was können

wir am besten? Oft sind das Handwerk und

damit verbundene Hightech-Fertigung, die

aktiv und gekonnt in die Neuentwicklungen

einfliessen. Dies hat sich dieses Jahr vor allem

in den vielen raffinierten Ausstellungen in

Brera und rund um die Via Durini gezeigt.

Während bei den traditionell eher familiären

3daysofdesign in Kopenhagen, der lässigen

Neuheitenmesse für nordisches Design,

der gute Mix verschiedener Marken inszeniert

worden ist.

Wenn unser Team von einer Messe

zurückkommt, erzählen wir uns, was uns aufgefallen

ist; oft bringen wir ähnliche Entdeckungen

mit. Danach filtern wir, was zu uns

passt und was wir ins Sortiment aufnehmen

könnten. Das Sofa und der Sessel Dudet von

Patricia Urquiola zum Beispiel haben uns alle

begeistert. So kommt es gut – für die Kollektion

und fürs Herz.»

Aufgezeichnet von: Stephanie Ringel

Eliseo Armlehnstuhl, Antonio Citterio;

Perry Up Sofa, Antonio Citterio.

Little Petra Sessel; Viggo Boesen;

Inland Pouf, Anderssen & Voll; In

Between Tisch, Sami Kallio; Dastak Side

Chair, Robin Day; Flowerpot Pendelleuchte,

Verner Panton.

Array Sofa System, Snøhetta; Fossil

Beistelltisch, Xavier Lust.


38 NEUMARKT 17 DOMANI

ÜBER GENERATIONEN

VERBUNDEN

Neumarkt 17 ist ein Familienunternehmen

und arbeitet seit Jahrzehnten

erfolgreich mit anderen Familienunternehmen

zusammen, weil die Menschen

hinter innovativen Herstellern wie

e15, Création Baumann, Flexform oder

Röthlisberger nicht nur Geschäfts-

partner sind, sondern auch verlässliche

Freunde. Einige unserer Familienfreunde

haben zum 60. Geburtstag Glückwunschkarten

geschickt. Darüber haben

wir haben uns so gefreut, dass wir die

herzlichen Grüsse im Geschäft zu einem

Wandbild arrangiert haben.


SHOWCASE JUBILÄUM

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40

NEUMARKT 17 DOMANI

Cassina wurde 1927 von Cesare und

Umberto Cassina gegründet. Sie führten

im Italien der 50er Jahre das Industriedesign

ein, indem sie handwerkliche Produktion

und Serienfertigung zusammenbrachten.

Seitdem verbindet Cassina Tradition mit

produktiver Exzellenz, formaler Strenge,

Einzigartigkeit und Experimentierfreude,

Wohlbefinden und Nachhaltigkeit.

Dank klug und harmonisch zusammengestellten

Kollektionen durchzieht Design

alle Bereiche der Wohnung.

Moncloud, Sofa, Patricia

Urquiola; Utrecht, Sessel,

Gerrit Thomas Rietveld (Foto:

Francesco Dolfo).

Maralunga, Sofa, Vico

Magistretti; 9 Occasional Table,

Beistelltisch, Piero Lissoni (Foto:

Paola Pansini).

Esosoft, Sofa, Esosoft Bank

und Esosoft Coffee Table,

Beistelltisch, Antonio Citterio;

Capital Complex, Sessel,

Hommage à Pierre Jeanneret

(Foto: Valentina Sommariva).


SHOWCASE JUBILÄUM

41

Sengu Bold, Sofa, Patricia

Urquiola; Utrecht, Sessel,

Gerrit Thomas Rietveld; Sengu

Coffee Table, Beistelltisch,

Patricia Urquiola; Constantin,

Beistelltisch, Studio Simon;

Soft Corners, Beistelltisch,

Linde Freya Tangelder (Foto:

Francesco Dolfo).


42

NEUMARKT 17 DOMANI

Kommode 1128; Ripple und

Vitrinenschrank; Aveny-T Chair,

Peter J. Lassen.

Since 1982, family-owned Montana Furniture has provided high-quality furniture

and Seit Danish 1982 traditions liefert Montana to homes, Furniture public qualitativ spaces, and corporate schenden facilities Kombinationen worldwide. anzubieten. Daneben

hochwertige Möbel in die ganze Welt. In seiner hat Montana dänische Design-Ikonen von Verner

From its Danish factory, Montana manufactures flexible, EU Eco-labelled modular

furniture

dänischen

in 41

Fabrik

colours.

stellt

Additionally,

das Familienunternehmen

Montana offers Danish

Panton

design

und Jørgen

icons from

Rasmussen im Sortiment.

Verner flexible Panton Modulmöbel and Jørgen in 41 Rasmussen. Farben her. Seine Gegründet von Peter J. Lassen, führt das Unternehmen

heute dessen Sohn Joakim Lassen,

Stärke ist es, passende Regale oder Sideboards

für jeden Wohnbereich und in immer überra-

Urenkel des Möbelherstellers Fritz Hansen.

Montana Schrank-Kombination,

Colour Frame Spiegel,

Peter J. Lassen.

Ripple I Vitrinenschrank,

Peter J. Lassen.

Read Klassisches Bücherregal,

Peter J. Lassen.

Regal, kombiniert aus

verschiedenen Elementen,

Monterey mit farbiger Deckplatte,

Arrange Tablett - Set à

2 Stück, Peter J. Lassen.


SHOWCASE JUBILÄUM

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44

NEUMARKT 17 DOMANI


SHOWCASE JUBILÄUM

45

Kevi 2534U Bürostuhl,

diverse Schrankmodule,

Jørgen Rasmussen.

Joakim Lassen und Jørgen

Rasmussen.

Regal mit Rollen und Living

Things Container, Peter J. Lassen.

Kevi 2060 Stuhl, Jørgen

Rasmussen; Moser Tisch, Kasper

Mose.

HLO3H140 Schreibtisch,

Office unit 4270, Peter J. Lassen;

Kevi 2534U Bürostuhl, Jørgen

Rasmussen.


46

NEUMARKT 17 DOMANI

Mobimex entwirft, plant und baut zeitlose

Möbel mit architektonischer Relevanz. Ästhetik

zeigt sich in der Funktion. Seit unserer

Gründung 1974 zeichnen wir uns durch konsequente

Gestaltungsqualität aus. In unseren

Unikaten kommen digitale Fertigung

und traditionelles Handwerk zusammen.

Mobimex steht dabei insbesondere für die

Liebe zu massivem Holz. Einst eine kleine

Agentur in Seon, Kanton Aargau, sind wir

heute ein international tätiges Unternehmen

im Wohn- und Objektbereich.

FLANK, Tisch, Eiche massiv,

Rohholzeffekt lackiert, BR17;

BOCCA, Stuhl mit 4-Fuss-

Gestell, Jehs & Laub.

X2, Tisch, Eiche massiv,

Rohholzeffekt lackiert und X2,

Sideboard, Eiche massiv, Rohholzeffekt

lackiert, beide Dante

Bonuccelli.


SHOWCASE RUBRIKENTITEL JUBILÄUM 47


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NEUMARKT 17 DOMANI

BRIDGE round, Tisch, Eiche massiv,

Jehs & Laub; EMBRA, Stuhl, Eiche

schwarz, Oliver Schick.


SHOWCASE JUBILÄUM

49

TIX, Tisch, europäischer Nussbaum massiv,

Dante Bonuccelli; Q5, Stuhl mit Kufengestell,

Oliver Schick.

BOCCA, Stuhl mit den unterschiedlichen

Gestellvarianten, Jehs & Laub.

BRIDGE, Tisch mit Keramikplatte für

Indoor & Outdoor, Jehs & Laub.


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NEUMARKT 17 DOMANI

Innovative textile Lösungen – dafür steht das

Schweizer Familienunternehmen Création

Baumann seit 1886. Wir entwerfen im eigenen

Designatelier, produzieren am Firmenstandort

und vertreiben in vierter Generation

Akustiklösungen, Einrichtungstextilien

wie Vorhang- und Möbelstoffe, Funktionstextilien

sowie Systeme für die Innenbeschattung.

Diese werden als gestaltende und

funktionale langlebige Elemente der Innenarchitektur

eingesetzt. Entwickelt mit Respekt,

für den Schutz von Menschen und Umwelt.

Vorhänge und Rollos als

Raumtrenner, Sticks ‘n’ Sushi

Restaurant in London

(verwendete Stoffe, SOLARE

PLUS, SONOR COLOR III,

SINFONIA CS VI color, SERENO

COLOR II.

Stoffdetail, Création

Baumann.

Detail-Foto aus der Färberei.

Lichtdichter Vorhang im Theatersaal

BFS Basel (Stoff: DIMMER

IV); Architekten: MET Architects

Basel (Fotos: Ruedi Walti).

Acoustic Stripes, Creation

Baumann.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

Schweizer Formensprache trifft brasilianische

Lebensfreude. Die Einrichtung der

Residenz des Konsuls in Rio de Janeiro

stellt eine Hommage an die Schweiz dar

und bringt die Kultur des Gastlandes zum

Ausdruck. Das Modell Lyra Mandarin mit

handgeflochtener Rückenlehne ist einer der

letzten Entwürfe von Hannes Wettstein,

entstanden 2007. Für den Salon fiel die

Wahl auf den Seley Lounge Chair sowie

die Seley Lounge Bank, zeitgenössische

Entwürfe von Frédéric Dedelley.

Seley, Lounge Chair 1-425,

Frederic Dedelley (2016);

Seley, Lounge Bank 17-425,

Frederic Dedelley (2016);

Sitz mit Komfortpolsterung,

Rücken aus Formsperrholz

mit Polster vorne aufgesetzt,

Hinterfüsse und Sitzzarge massiv

gebogen.

Lyra Mandarin 6-543,

Hannes Wettstein (2007),

Sitz gepolstert, Rücken mit

Jonc-Geflecht, Hinterfüsse

und Rückenschwinge massiv

gebogen.

Produkt- und Raumgestaltung:

Frédéric Dedelley; Fotos:

© MCA Estúdio.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

Vitra gratuliert Neumarkt 17 zum 60. Geburtstag

– und freut sich über 20 Jahre

inspirierende Partnerschaft! Die Zusammenarbeit

mit den kreativen Mitarbeitenden

des Zürcher Familienunternehmens ist uns

Ansporn und Inspiration. Beständigkeit

mit unseren Partnern ist ebenso Teil

unseres Nachhaltigkeitsverständnisses, wie

die Langlebigkeit unserer Produkte – diese

wird am deutlichsten bei den Klassikern,

die während Jahrzehnten aktuell und in

Gebrauch bleiben.

ACX Mesh, Bürostuhl,

Antonio Citterio; Compas

Direction, Schreibtisch,

Jean Prouvé; Cork Family,

Model D, Hocker, Jasper

Morrison.

Mikado, Stuhl, Edward

Barber & Jay Osgerby.


SHOWCASE JUBILÄUM

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Eames Lounge Chair & Ottoman, Sessel;

LTR Occasional Table, Beistelltisch;

beide Charles & Ray Eames.


SHOWCASE JUBILÄUM

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In jeder Handlung von Vitra findet die Verantwortung

für unsere Umwelt ihren Ausdruck. Sie manifestiert

sich darin, wie Vitra Produkte entwickelt

und herstellt, in der Beschaffung von Rohstoffen

und in der Organisation der Lieferkette. Jede

neue Erkenntnis wird als Chance zur Weiterentwicklung

gesehen.

Mehr zur ökologischen Mission von

Vitra auf vitra.com/sustainability

Colour Frame Mirror,

Spiegel, Julie Richoz; Mikado,

Stuhl, Edward Barber & Jay

Osgerby; Prismatic Table,

Beistelltisch, Isamu Noguchi.

VitraHaus auf dem Vitra

Campus in Weil am Rhein (DE).

Aluminium Chair EA 131,

Stuhl, Charles & Ray Eames;

Compas Direction, Schreibtisch

und Tabouret Métallique,

Beistelltisch/Hocker, beide

Jean Prouvé.


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NEUMARKT 17 DOMANI

Durch die gekonnte Kombination von Tradition

mit gestalterischer Neuordnung setzt das

österreichische Familienunternehmen seit

bald 130 Jahren Trends, die als Meilensteine

in die Möbelgeschichte eingehen. Wittmann

gibt keine Richtung vor. Der eklektische Stil

ist geprägt durch Produkte, die in guten

Partnerschaften mit den bekannten Entwerfern

ihrer Zeit entstanden sind und weiter

entstehen. Nur so finden Individualität

und Originalität ihren Raum, getreu dem

Versprechen: «Making the Difference».

Atrium Modular Sofa,

Wittmann Workshop;

Acacia Tischleuchte,

Luca Nichetto.

Bun Sessel/Fauteuil,

Federica Biasi.

Joseph Clubsessel,

Philippe Nigro; Antilles

Dining Table, Luca Nichetto.

Morton Lounge, Sebastian

Herkner; Atrium Modular Sofa,

Wittmann Workshop; Antilles

Beistelltisch, Luca Nichetto;

Detour Stehleuchte, Nendo.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

MDF Italia hat sich dem Experimentieren

verschrieben und verfolgt einen neuen

Weg mit Designern und Studios, die

zum ersten Mal mit dem Unternehmen

zusammenarbeiten, darunter das renommierte

norwegische Studio Snøhetta,

Benjamin Hubert, Marco Lavit, Gio Tirotto,

Tommaso Caldera und Studio Irvine.

Langlebige Produkte, wie das neue

Sofa Array von Snøhetta oder die neue

Flow-Kollektion, werden nach Nachhaltigkeitsstandards

entwickelt.

Edo, Stuhl, Tommaso Caldera.

Tense Material Heritage,

Tisch, Piergiorgio and Michele

Cazzaniga; Press, Stuhl,

Benjamin Hubert.

Bonnet, Tisch, Marialaura

Rossiello Irvine; Press, Stuhl,

Benjamin Hubert.

Flow Collection 2024,

Jean Marie Massaud

Array, Sofa System,

Snøhetta.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

Das Münchner Familienunternehmen steht

für Qualität, Individualität und zeitlose Ästhetik.

Zum Portfolio gehören Klassiker und

Designikonen des 20. Jahrhunderts genauso

wie zeitgenössische Möbel und Leuchten.

Alles Lieblingsstücke, die über Generationen

hinweg Freude bereiten. Sie überzeugen mit

viel Liebe zum Handwerk, edlen Materialien

und sorgfältig verarbeiteten Details. Hergestellt

werden sie in kleinen Handwerksbetrieben

im Umland von München, aber auch in

Italien und Portugal.

Day Bed, Adjustable Table

E1027 und La Lune Teppich,

Eileen Gray.

Matéria Side Table Marmor,

Christian Haas; De Stijl Teppich,

Eileen Gray.

Bell Coffee Table und

Bell Side Table mit neuer

Strohmarketerie-Tischplatte,

Sebastian Herkner.

Odin Sofa, Konstantin Grcic;

Bell Coffee Table und Bell Side

Table, Sebastian Herkner.

Volkshaus Lounge Chair,

Stool und Side Table, Herzog &

de Meuron.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

1994 entwirft e15-Gründer und Architekt

Philipp Mainzer einen Tisch, der sich durch

eine radikal neue Einfachheit auszeichnet

und das junge Unternehmen schlagartig

auf dem Markt etabliert: BIGFOOT. Aus

massiver Eiche gefertigt, zeigt der Tisch die

natürlichen Merkmale seines Materials und

begründet damit den Ruf von e15 als Pionier

in der Verwendung von Massivholz. Holz

gibt ein gutes Gefühl. Unsere Produkte sind

sehr einfach und zurückhaltend. Das ist das

Geheimnis, das sie zeitlos macht.

Bigfoot Tisch, Philipp Mainzer;

Backenzahn Hocker, Philipp

Mainzer.

Ashida Tisch, Ponte Tisch,

Bigfoot Tisch, Philipp Mainzer.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

Das «revolutionärste Ladenlokal der Schweiz»

ist heute im besten Alter – und setzt noch

immer Massstäbe, wenn es darum geht, gutes

Design in Szene zu setzen. Zum Beispiel unsere

klassischen Gartenmöbel, die neu auch in

elegantem Kieselgrau zu haben sind. Deshalb

arbeiten wir von atelier ALINEA seit 30 Jahren

sehr gerne mit Neumarkt 17 zusammen.

Unsere herzlichen Glückwünsche zum runden

Jubiläum! Auf dass in diesem besonderen

Haus noch lange fantastisches Design und

lebensfrohe Menschen zusammenkommen.

Klassische Gartenliege,

Klassischer Beistelltisch.

Garten Loungesessel,

Klassischer Beistelltisch.

Klassischer Gartentisch,

Klassischer Gartenstuhl mit

und ohne Armlehne.

Unistandardtisch.

Klassischer Gartentisch,

Klassischer Gartenstuhl,

Klassische Gartenbank.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

Auch Lehni feiert dieses Jahr: 60 Jahre Aluminiumregal.

Der legendäre Entwurf aus der

Zusammenarbeit von Rudolf Lehni jun. und

Designer Andreas Christen war von Anfang

an als modulares Regalsystem konzipiert.

Schlicht in Form und Material repräsentiert

es bis heute die Essenz der Lehni-Fertigung:

elegante, radikal durchdachte, zeitlose

Produkte aus Metall von formaler Schönheit

herzustellen. Je nach Konfiguration fügt es

sich vom Wohnzimmer über den Flur bis

zum Büro in alle Umgebungen ein.

Aluminium Regal, zinkgelb

und blank.

Wand und Deckenleuchte,

Aluminium bronze eloxiert,

Georg Gisel.

Aluminium Regal, schwarz.

Aluminium Regal, schwarzrot.

Aluminium Regal.

Design: Andreas Christien.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

Edra ist die Kurzform von Exedra, im griechischrömischen

Herrenhaus ein offener Raum mit

Sitzgelegenheiten. Ein Ort für Gespräche und

Begegnungen. 1987 in der Toscana gegründet,

kennt man Edra heute weltweit wegen

der Qualität seiner Produkte, der künstlerischen

Tradition, mit bekannten Designern

wie Francesco Binfaré oder Fernando und

Humberto Campana zusammenzuarbeiten,

technologischer Forschung, viel handwerklichen

Wissens und hochwertigster Materialien.

Kurz: Sofas für stilvolle Gemütlichkeit.

Standard, Sofa.

Standalto, Sofa.

On the Rocks, Sofa.

Design: Francesco Binfaré.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

Bis heute gilt der Faltvorhang als visionäre

Erfindung von Unternehmensgründer Kurt

Thut. Die innovative Verschlusslösung wird

konsequent weiterentwickelt und bildet die

Basis für raumteilende Elemente. Nun führt

Benjamin Thut in dritter Generation die

etablierte Marke. Das Unternehmen produziert

in Buchs bei Zürich sämtliche Produkte

in der dafür optimierten Produktionshalle.

Und setzt auf Partnerschaften mit Zulieferern

aus der Region oder aus der Schweiz – für

nachhaltige Schweizer Qualität.

Folien Schrank 385,

Kurt Thut.

Faltvorhang Schrank 440 /

441, Kurt Thut.

Faltvorhang Front,

Kurt Thut.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

Das Gümliger Familienunternehmen baut

Möbel, die sich durch eigenständiges Design,

Innovation und Qualität auszeichnen.

Basis des Erfolges ist die Entwurfskompetenz

nationaler und internationaler Designer,

kombiniert mit einem Pool ebenso langjähriger

wie talentierter Mitarbeiter. Sie überwinden

die technischen und formalen Grenzen

im Möbelbau mit immer neuen Konstruktionslösungen.

Statt Trends gilt ein klares Ziel:

Jedes Möbelstück soll unvergleichbar sein

und das Zeug zum Designklassiker haben.

Staccato Regal, Atelier Oï.

Rolladen Schrank 2,

Trix & Robert Haussmann.

Conte Sessel, Marc Gerber;

Rik Beistelltisch, Aebi & Vincent.

Schubladenstapel,

Susi & Ueli Berger.

At-At Schreibtisch, Tomoko

Azumi & Barbara Etter; Torso

Stuhl, Hanspeter Steiger.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

In der Marke Flexform konzentrieren sich:

made in Italy, mit lokalen, erfahrenen Fachkräften,

und Fingerfertigkeit im Tun – all

das wird benötigt, um Produkte von hoher

handwerklicher Qualität zu fertigen. Italienisches

Design ist zeitlos schön und kommt

nie aus der Mode. Darauf achtet auch die

dritte Generation der Gründerfamilie

Galimberti in Brianza. Und mit ihr Antonio

Citterio, der als erfolgreicher Architekt

und Designer Komfort, Moderne, zeitlose

Eleganz für drinnen und draussen definiert.

Camelot, Sofa.

Arnold, Tisch; Vesta,

Armlehnstuhl.

Lauren, Armlehnstuhl.

Camelot, Sofa; Arnold,

Couchtisch; Fly, Beistelltisch;

Giano, Hocker; Luchino,

Armlehnstuhl.

Perry Up, Sofa; Fly

Couch- und Beistelltisch.

Design: Antonio Citterio.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

Die neue Kollektion Flexform Outdoor 2024 repräsentiert

das Aufeinandertreffen von Qualität, Handwerkskunst

und stilistischer Eleganz, verbunden durch

eine minuziöse Sorgfalt bei den Produktionsverfahren

und der Auswahl der besten Materialien.

Oasis, Tisch; Calipso Stühle.


SHOWCASE JUBILÄUM

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Oasis, Sofa; Fly, Beistelltisch; Pico Outdoor, Beistelltisch.

Vulcano, Sofa; Oasis Beistelltische; Giano, Hocker; Lauren Outdoor Stuhl.

Design: Antonio Citterio.


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NEUMARKT 17 DOMANI

Fritz Hansen wurde 1872 in Kopenhagen gegründet

und ist eine international bekannte

Marke für Möbel, Leuchten und Accessoires.

Unsere Kollektion zeichnet sich durch einzigartiges

Design, bemerkenswerte Handwerkskunst

und erstklassige Qualität aus. Durch

die sorgfältig durchdachten Details sind

unsere Entwürfe, von visionären Designern

wie Arne Jacobsen, Poul Kjærholm und Hans

J. Wegner sowie zeitgenössischen Talenten

wie Cecilie Manz und Jaime Hayon entworfen,

gleichermassen schön und funktional.

Serie 7, Stuhl, Arne

Jacobsen.

Lissoni Sofa, Piero Lissoni;

PK61 Beistelltisch, Poul

Kjærholm; Kaiser idell, Stehleuchte,

Christian Dell.

Egg Sessel, Arne

Jacobsen; Kaiser idell

Stehleuchte, Christian Dell;

Tray Table, Beistelltisch,

Fritz Hansen.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

Eero Saarinen und Warren Platner haben die

Knoll-Kollektion so entscheidend geprägt,

dass Entwürfe wie der Saarinen Beistelltisch,

Womb Chair und Ottoman oder der nach

Platner benannte Esstisch, Stuhl und Hocker

berühmt sind. Florence Knoll, Ehefrau

von Gründer Hans Knoll, positionierte das

Unternehmen unter den namhaftesten

Möbelherstellern der Welt und wurde dank

ihrer Begabung selbst zu einer Ikone. Ihre

Designs sind so bekannt wie die unter ihrer

Leitung entstandenen Entwürfe.

Womb Chair & Ottoman;

Saarinen Beistelltisch; beide Eero

Saarinen.

Platner Esstisch, Platner

Stuhl und Platner Hocker,

Warren Platner.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

B&B Italia stellt nicht nur aktuelle Produkte

in den Mittelpunkt – wie die ausdrucksstarken,

eleganten Möbel, die unter der Leitung

von Kreativdirektor Piero Lissoni diese Saison

entwickelt worden sind. Das italienische

Unternehmen bleibt sich auch treu, indem

es vertraute Stücke pflegt, die zu wahren

Ikonen des italienischen und internationalen

Designs geworden sind. Das Unternehmen

arbeitet mit den besten Designern unserer

Zeit, industriellem Know-how und dem Siegel

Made in Italy.

Dambodue Sofa, Piero Lissoni;

Lemante Beistelltisch, Kensaku

Oshiro.

Isos Tisch, Piero Lissoni; Jens

Armlehnstuhl, Antonio Citterio.

Flair O’Maxi, Monica Armani;

Allure O’Dot Tisch, Monica

Armani.

Assiale Tisch, Piero Lissoni.

Narinari, Armlehnstuhl,

Tiziano Guardini & Luigi

Ciuffreda; Tobi-Ishi Beistelltisch,

Edwards Barber & Jay Osgerby.

Fotos: Gionata Xerra.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

Wer sich für die zeitlosen Designs des

dänischen Familienunternehmens entscheidet,

erhält nicht nur ein Möbelstück,

sondern wird Teil einer langen und stolzen

Tradition. Seit der Gründung 1908 beruht

der Erfolg auf zwei Kernideen: qualitätsvoller

und unverwechselbarer Handwerkskunst

und Zusammenarbeit mit aussergewöhnlichen

Designern wie Hans J. Wegner, Børge

Mogensen oder Bodil Kjær. Carl Hansen &

Søn ist der weltweit grösste Hersteller von

Wegner Möbeln aus Dänemark.

Detail von hinten, Sideways

Sofa, Rikke Forst.

Sideways Sofa, Rikke Forst;

KK44860 Beistelltisch, Kaare

Klingt.

Sideways Sofa, Rikke Forst.

BM0489L, Table Bench,

Borge Mogensen.

CH24 Wishbone Chair;

CH23 Stuhl; CH26 Armlehnstuhl;

CH25 Sessel; CH22 Sessel, Hans

J. Wegner.


SHOWCASE JUBILÄUM

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NEUMARKT 17 DOMANI

Ein parkähnliches Gelände, alter Baumbestand,

Ein- und Ausblicke: Licht und Leuchten

verbinden Alt- und Neubau, innen und

aussen. Licht ist die Basis für verschiedene

Stimmungen. Es geht um mehr als einzelne

Leuchten, es geht um eine völlig neue Kultur

des Lichts. In diesem Landsitz ist es gelungen,

eine verbindende Lichtachse in der

Innenarchitektur zu bilden. Die Leuchten

von Occhio akzentuieren die Besonderheiten

des Gebäudes und schaffen Oasen

für Rückzug – mit herausragendem Design.

Mito raggio, Sento

sospeso, Lui volto.

Mito raggio.

Sento sospeso.

Gioia lettura.

Projekt Landsitz

Lüneburger Heide.

Design: Axel Meise.


SHOWCASE JUBILÄUM

89


90 NEUMARKT 17 DOMANI

Wir freuen uns auf Sie.

Neumarkt 17 AG Inneneinrichtungen

Neumarkt 17, 8001 Zürich

T 044 254 38 38

info@neumarkt17.ch

Andreas Schwarz

Geschäftsführer

Grinda Gunjic

Wohnberatung/Planung

Yasemin Eminoglu, Marketing,

Wohnberatung/Planung

Montag geschlossen

Dienstag bis Freitag, 9.00 – 18.30

Samstag, 10.00 – 17.00

Barbara Stoisser

Wohnberatung/Planung

Jörg Tödtli

Wohnberatung/Planung

Sabyn Wyss

Wohnberatung/Planung

loft

Hier sind nordisches Design, englische

Farben und unalltägliche Accessoires zuhause.

Gleich um die Ecke vom Neumarkt 17.

Neumarkt 17 Loft, Predigergasse 14, 8001 Zürich

Montag geschlossen

Dienstag bis Freitag, 14.00 – 18.30

Samstag, 10.00 – 17.00

salon

Unser Schaufenster für Ausstellungen zum

aktuellen Möbeldesign, vis-à-vis vom

Hauptgeschäft. Besuch auf Anfrage im

Neumarkt 17 oder unter www.neumarkt17.ch

in der Rubrik «Einblicke/Salon».

garage

Jeden Samstag günstig: trendige Möbel und

Einzelstücke zum Mitnehmen. Bitte in bar, mit

EC-Karte oder Postcard bezahlen.

Anfahrt mit Tram oder Bus: Linie 11 bis

Haltestelle Balgrist, dann zu Fuss Richtung

Burghölzli. Linie 77 ab Hegibachplatz bis

Haltestelle Flühgasse.

Neumarkt 17 Garage, Bleulerstrasse 1,

8008 Zürich, T 044 254 38 35

Samstag, 10.00–16.00

neumarkt17.ch

Jeannette Frey

Farbberatung/HR/Finanzen

Christoph Stadelmann

Auslieferung/Logistik

Julia Winter

Administration

© Neumarkt 17 AG Inneneinrichtungen, September 2024

Dennis Wolter

Auslieferung/Logistik

Das Team von Neumarkt 17 gibt alles

für die Umsetzung Ihrer Ideen. Wir

beraten Sie kompetent, kreativ und

mit persönlichem Engagement, zeigen

Ihnen Varianten und Alternativen auf,

unterstützen Sie bei der Planung und

organisieren Lieferung und Montage.

Druck: Neidhart + Schön Print AG; Graphic Design: HERRMANN Brand-Ideas; Seite 16–19: Laura

Schwarz; Redaktion/Aufzeichnung Interview: Stephanie Ringel Media; Fotos: Seite 4–9: Atelier

für Fotografie, René Rötheli; Seite 10–11: Andreas Schwarz, Zanotta, B&B Italia, MEMPHIS S.R.L.,

Neumarkt 17, iStock; Seite 12–13: Vitra, Neumarkt 17, Simon Habegger (Teamfoto); Seite 16–19: Simon

Habegger; Nicolas Schwarz (Pendelleuchte); Baugeschichtliches Archiv Zürich; Seite 20: Örsjö Belysning

AB; Seite 21: Andreas Schwarz; Seite 22: Laura Schwarz (Illustration); Seite 23–24: Alfred Hablützel

(© Museum für Gestaltung Zürich, Designsammlung, ZHdK), Liz Schwarz (Illustrationen); Seite 26:

Rudolf Kubli; Seite 27: Fredy Sigg (Illustration), Simon Habegger (Porträt Laura Schwarz); Seite 28–29:

Simon Habegger; Seite 30–35: Chiara Kettmeir; Seite 36-37: Yasemin Eminoglu, Andreas Schwarz,

Nicolas Schwarz; Seite 38–89: Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Hersteller; Seite 40–41:

Valentina Sommariva; Paola Pansini; Francesco Dolfo; Seite 50: Ruedi Walti (Theatersaal BFS Basel);

Seite 52–53: Produkt- und Raumgestaltung: Frédéric Dedelley; Fotos: © MCA Estúdio; Seite 84: Fotos:

Gionata Xerra; Seite 90: Franz Rindlisbacher (Portraits); Seite 92: Andreas Schwarz.


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