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<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

Ausstellernews<br />

34 Jahre KOMPACK<br />

2<strong>04</strong>. Ausgabe<br />

w w w . k o m p a c k . i n f o<br />

GEMEINSAM<br />

SIND WIR DIE<br />

ZUKUNFT DER<br />

KREISLAUF-<br />

WIRTSCHAFT.<br />

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1030 15:30<br />

Wien


15. 1.23 15:30<br />

An&fürsich ................................................................................................ 4<br />

Meine Meinung<br />

Der Verpackungmarkt ändert sich ............................................................. 6<br />

Interview mit Thomas Reiner<br />

Wichtige Regulierungen für die Verwendung von ............................... 8<br />

Kunststoffen als Lebensmittelverpackung<br />

ARA launcht ... .................................................................................... 10<br />

Out-of-Home-Kampagne<br />

Nahost-Konflikt ..................................................................................... 14<br />

heizt Container-Frachtraten an<br />

Verpackung jeden Tag neu denken .......................................................... 16<br />

Interview mit Daniel Winkler<br />

Green Packaging Star Award ................................................................... 32<br />

Nominierte Einreichungen<br />

Über 70 Jahre Unternehmenstradition ...................................................... 48<br />

Interview mit Stephan Ratt<br />

So viel Verpackung wie nötig, so wenig wie möglich ............... 56<br />

Interview mit Mag. Stefan Chalupnik<br />

Next Generation zum Jubiläum .............................................................. 60<br />

EFAFLEX feierte diesen Sommer sein 50-jähriges Jubiläum<br />

Redefining Packaging ... ............................................................................ 64<br />

for a Changing World<br />

Mehr als 30 Prozent weniger Energieverbrauch ....................................... 66<br />

Anspruchsvolle Dünnwandverpackungen<br />

Wie Sensoren kooperative Kunst und ... ..................................... 68<br />

Live-Multiplayer-Spiele ermöglichen<br />

Von Algen bis Pilzen - die Debatte um ... ............................................ 70<br />

grünen Versand im E-Commerce<br />

Der Tag, an dem es ... .............................................................................. 71<br />

an der Kassa erstmals piepte<br />

Gausium, führender Anbieter autonomer Bodenreinigungsroboter, ... ..... 72<br />

vertraut Denzels Vertriebserfahrung.<br />

BrauBeviale ............................................................................................... 74<br />

Kurze Vorschau<br />

Impressum<br />

Dernau<br />

Redaktionsbüro: Paulusgasse 15, A-1030 Wien, Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5,<br />

A -1030 Wien • Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99<br />

Mail: <strong>kompack</strong>@gmx.at • www.<strong>kompack</strong>.info • Objekt- und Redaktionsleitung: Harald Eckert •<br />

Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd Neumann, Herbert Wallner<br />

Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2, A-1030<br />

Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller •<br />

Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#0578398<br />

KOMPACK ist Mitglied des österreichischen Presserates.<br />

Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen<br />

übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender<br />

im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar<br />

oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.<br />

Foto: Sandra Fehr | Heroes of Riesling<br />

Foto: NürnbergMesse<br />

Foto: Quelle: Frank Reinhold<br />

INHALT<br />

12 Es begann mit einem<br />

einzigen Tropfen<br />

Nürnberg<br />

15 Vorschau auf die FachPack<br />

Südafrika<br />

62 Afrikanischer<br />

Apfelweinriese<br />

Cover<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

34 Jahre KOMPACK<br />

2<strong>04</strong>. Ausgabe<br />

w w w . k o m p a c k . i n f o<br />

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SIND WIR DIE<br />

ZUKUNFT DER<br />

KREISLAUF-<br />

WIRTSCHAFT.<br />

Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien<br />

ARA23_Anzeige_Kompack_235x 30_3_RZ.in d 1 15. 1.23 15:30<br />

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Au stellernews<br />

Altstoff Recycling<br />

Austria AG<br />

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1060 Wien, Österreich<br />

Tel.: +43.1.599 97-0<br />

E-Mail: office@ara.at<br />

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AUSBILDUNG<br />

AN&FÜRSICH ... ...<br />

Nachhaltigkeits-<br />

manager*in<br />

Um als Unternehmen auch für zukünftige Nachhaltigkeitsstandards,<br />

Richtlinien und Vorschriften gewappnet<br />

zu sein, ist es wichtig, den Anschluss nicht zu verlieren<br />

und den Überblick über die vielfältigen gesetzlichen,<br />

normativen Anforderungen im Bereich des<br />

European Green Deals und Taxonomie zu erlangen<br />

und zu behalten. Deswegen wurde der Ausbildungslehrgang<br />

zum „Nachhaltigkeitsmanager mit Schwerpunkt<br />

Kunststoffbranche“ für Unternehmen ins Leben<br />

gerufen. Mit diesem schaffen sich Teilnehmer für Ihr<br />

Unternehmen wertvolle Kompetenzen und sind bestmöglich<br />

für eine nachhaltige Zukunft gerüstet.<br />

… … dachten viele, wir werden nie einen Klimaplan haben - jetzt<br />

also doch - wir haben einen Klimaplan eingereicht.<br />

Foto: Studio Florian<br />

Ich weiß zwar bis jetzt nicht genau, was wir eingereicht haben -<br />

nachdem wir jahrzehntelang immer nur gesagt haben, wir werden<br />

das Bahnangebot ausbauen, werden wir jetzt also klimaschädliche<br />

Subventionen abschaffen.<br />

Da war im Radio schon zu hören - das Dieselprivileg wird abgeschafft<br />

- die Pendlerpauschale wird auch betroffen sein …<br />

Regelwerke der EU sowie<br />

United Nations setzen verbindliche<br />

Rahmenbedingungen<br />

für verantwortungsvolles<br />

Wirtschaften in Europa bzw. auch<br />

international fest. Zunehmend wird<br />

die Einhaltung und Erfüllung von<br />

Nachhaltigkeitsstandards, aber<br />

auch Regulatorien, zwingend, wodurch<br />

auch KMUs von unzähligen<br />

neuen Vorgaben betroffen<br />

sind. Mit dem Lehrgang zum*r<br />

„Nachhaltigkeitsmanager*in mit<br />

Schwerpunkt Kunststoffbranche“<br />

stärken Sie Ihre Kompetenz und<br />

bekommen das notwendige Wissen<br />

in gut dosierten und verständlichen<br />

Einheiten vermittelt. Im Zuge der<br />

Ausbildung findet übergreifend<br />

ein wertvoller Austausch zwischen<br />

Teilnehmern, Experten und Vortragenden<br />

statt und der Fokus liegt<br />

speziell auf kunststoffspezifischen<br />

Themen – einzigartig in Europa.<br />

Ziel des Lehrgangs<br />

Ziel dieses Lehrgangs ist es, Unternehmen<br />

auf die wesentlichen<br />

Anforderungen des European Green<br />

Deals sowie nationaler Gesetzgebungen<br />

vorzubereiten. Durch das<br />

vermittelte Praxiswissen wird eine<br />

Umsetzung im Unternehmen durch<br />

zielführende Vorgehensweisen mit<br />

Werkzeugen zur effizienten Steuerung<br />

von Prozessen ermöglicht. Der<br />

Ausbildungslehrgang findet ab 06.<br />

November alternierend bei den teilnehmenden<br />

Firmen statt.<br />

Mehr unter:<br />

www.carboncyclecircle.at<br />

oder<br />

www.eccos22.com<br />

Wurde von unserer Klimaschutzministerin dann irgendwie auch so<br />

bestätigt - kurz darauf klärt uns der Kanzler auf - wir haben eine<br />

Kommission, die irgendetwas nach den Wahlen beschließen wird.<br />

Das heißt: Welche klimaschädlichen Subventionen sollen bis wann<br />

abgeschafft werden? Das steht tatsächlich nicht konkret im NEKP,<br />

auch Gewessler verweist auf einen „Fahrplan“, um den sich nun<br />

das Finanzministerium (BMF) kümmere.<br />

Im NEKP heißt es konkret, dass das BMF „zur Einhaltung des<br />

Reduktionsziels für kontraproduktive Anreize und Förderungen<br />

eine interministerielle Arbeitsgruppe (AG Kontraproduktive) unter<br />

Leitung des BMF und Mitarbeit des BMK (Klimaschutzministerium,<br />

Anm.) sowie Einbindung weiterer betroffener Stakeholder einrichten“<br />

werde. Diese Arbeitsgruppe soll „im Herbst“ mit der Arbeit<br />

beginnen, heißt es aus dem BMF. Nicht jetzt - sicherheitshalber<br />

nach den Wahlen.<br />

Ob die EU-Kommission dem abgegebenen Plan auch zustimmt,<br />

bleibt abzuwarten. Eigentlich hätte Österreich zuvor einen Entwurf<br />

einreichen müssen, was ebenfalls nicht geschah. Irgendwie haben<br />

wir da wieder einmal eine österreichische Lösung geschafft, oder?<br />

Hoffe nur, das kostet uns nicht wieder viel.<br />

Eine andere österreichische Lösung sei hier auch erwähnt. Es gibt<br />

ja jetzt eine Eintagesvignette in Österreich, was ich prinzipiell<br />

gut finde. Diese kann zwar online gekauft werden, gilt aber nicht<br />

ab einem gewissen Zeitpunkt sondern immer von 00:00 bis 23:59<br />

Wenn ich also am Abend irgendwo zu Besuch bin oder auf einem<br />

Konzert - und nicht sicher bin, ob ich bis Mitternacht wieder zu<br />

Hause bin (falls ich auf einem Konzert in Ebreichsdorf bin - sicher<br />

nicht - eine andere österreichische Lösung schafft hier mehrstündige<br />

Abreisezeiten - Blockabfertigung für Fußgänger habe ich dort<br />

erstmals in meinem Leben erlebt - Bahnbenutzer mussten auf den<br />

Shuttle einige Stunden warten) muss ich für die Nutzung der Autobahn<br />

für ein paar Stunden halt 48 Stunden bezahlen.<br />

Manchmal mag ich unsere Lösungen doch nicht so richtig, meint<br />

Ihr<br />

4<br />

03/<strong>24</strong><br />

Harald Eckert


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Frische, knusprige Backwaren sind lecker. Doch leider neigen sie beim Verpacken zum<br />

Zerbröseln. Die Lösung: Sanfte Roboterhände plus ein 3D Scanner als Qualitätswächter.<br />

In einer Verpackungsmaschine, die sich in Windeseile auf die unterschiedlichsten<br />

Produkte einstellt und sie vollautomatisch in nachhaltige Materialien verpackt. Ganz im<br />

Sinne unserer Mission Blue: Nur was gut ist für den Planeten, ist auch gut genug für<br />

unsere Kunden. www.schubert.group/de/backwaren.html


WIRTSCHAFT<br />

Der Verpackungsmarkt ändert sich<br />

I N T E R V I E W<br />

KOMPACK sprach im Sommer mit Thomas Reiner, CEO der Unternehmensberatung<br />

für die Verpackungsindustrie, Berndt+Partner Group, und Gründungsmitglied<br />

des Deutschen Verpackungsmuseums, über aktuelle Entwicklungen<br />

in der Verpackungsbranche, somit auch über die PPWR und deren Auswirkungen.<br />

KOMPACK: Wie sehen Sie die<br />

allgemeine wirtschaftliche Lage<br />

und etwaige damit verbundene<br />

Auswirkungen auf die Verpackungsindustrie?<br />

Thomas Reiner: Prinzipiell<br />

sind die Rahmenbedingungen für<br />

alle schwieriger geworden. Die<br />

Welt ist mittlerweile ganz einfach<br />

unberechenbar. Disruptive<br />

Änderungen machen es auch für<br />

die Verpackungsbranche schwer.<br />

Heutzutage Probleme frühzeitig<br />

zu erkennen und richtig zu reagieren,<br />

ist durch die weltweite<br />

politische Lage schwieriger<br />

geworden. Die hohe Inflation<br />

und die dadurch gesunkene<br />

Kaufkraft stellt natürlich auch<br />

die Verpackungsindustrie<br />

vor Probleme.<br />

KOMPACK: Wie meinen Sie das?<br />

Thomas Reiner: Ganz einfach.<br />

Durch die anhaltenden Preissteigerungen<br />

haben die Leute ganz<br />

einfach nicht mehr das Geld, wie<br />

gewohnt einzukaufen. Wurde zu<br />

Beginn noch auf billigere<br />

Produkte der Handelsmarken<br />

zugegriffen, so überlegen die<br />

Leute mittlerweile, welche<br />

Produkte sie vielleicht gar nicht<br />

benötigen. Ich rede hier nicht<br />

nur von Bioprodukten, die einen<br />

Einbruch erlebt haben, sondern<br />

von „normalen“ Produkten wie<br />

Fleisch und Wurst. Hier wurden<br />

vorübergehend schlagartig 30%<br />

weniger verkauft. Zu den steigenden<br />

Preisen kommen auch<br />

bis vor Corona kaum bekannte<br />

neue Größen wie die „Work-Life-<br />

Balance“. Weniger Arbeiten ist<br />

heutzutage durch Kurzarbeit prinzipiell<br />

kein Problem – das damit<br />

verbundene reduzierte Gehalt<br />

bringt automatisch Kaufkraft<br />

verlust. Man muss mehr rechnen.<br />

Die Wellpappeverkaufszahlen<br />

sind beispielsweise derzeit<br />

am Niveau von 2015. Auch<br />

der Versandhandel ist zurzeit<br />

kein Rettungsanker mehr.<br />

KOMPACK: Apropos Wellpappe<br />

- die gehört ja trotzdem<br />

zu den Gewinnern der PPWR?<br />

Thomas Reiner: Prinzipiell<br />

ja, auch wenn ich persönlich in<br />

der PPWR gerne mehr sinnvolle<br />

Mehrwegverpackungen gesehen<br />

hätte. Aber trotz allem darf auch<br />

die Faltschachtel- und Wellpappeindustrie<br />

nicht übermütig<br />

werden. Ich sehe einen Trend mit<br />

weniger Veredelung und auch der<br />

Trend zur Zweitschachtel (beim<br />

Versand) sinkt. Auch hochwertige<br />

Spirituosen werdenmittlerweile<br />

immer öfter ohne Faltschachtel<br />

verkauft. Ich sehe hier eine Zäsur<br />

für den Faltschachtelbereich,<br />

deren sich viele noch nicht<br />

bewusst sind. Abgesehen von<br />

den sich verändernden Kauftrends<br />

müssen wir auch aufpassen,<br />

ob bei all unseren<br />

Bemühungen, nachhaltiger zu<br />

werden, die nötigen Rohstoffmengen<br />

vorhanden sein werden.<br />

KOMPACK: Sie meinen, da<br />

kann es in der Verfügbarkeit<br />

zu Engpässen kommen?<br />

Thomas Reiner/ Bild: Berndt+Partner<br />

Thomas Reiner: Dafür braucht<br />

man kein Prophet sein. So wie<br />

die Industrie unterwegs ist,<br />

werden die PCR-Mengen nicht<br />

ausreichen. Insbesondere bei<br />

den Markenartiklern sehe ich zu<br />

wenig Entschlossenheit, um die<br />

Recyclingkreisläufe schnell genug<br />

zu schließen. Die Handelsmarken<br />

haben hier längst die Nase vorn.<br />

Auch wenn es um Mehrwert geht,<br />

ist dies so - ich habe manchmal<br />

das Gefühl, die großen Marken<br />

verstehen ihre Kunden nicht mehr<br />

- und die Preise galoppieren<br />

davon. Außerdem möchte ich<br />

darauf aufmerksam machen, dass<br />

nicht nur die Verpackungsbranche<br />

„Die großen Marken verstehen ihre Kunden<br />

nicht mehr - und die Preise galoppieren davon!“<br />

Rezyklat kaufen möchte. Denken<br />

Sie beispielsweise an die Automobilindustrie,<br />

die Textil- und die<br />

Baubranche – hier werden große<br />

Mengen an PCR für die Produkte<br />

selbst gebraucht und wir laufen<br />

Gefahr, dass die Recyclatmengen<br />

aus dem Verpackungsbereich in<br />

diese Ströme hinübergehen. Und<br />

das immer wieder angepriesene<br />

chemische Recyceln steckt noch in<br />

den Kinderschuhen - da brauchen<br />

wir sicher noch ein paar Jahre.<br />

KOMPACK: Sie sehen also<br />

keine leichten Jahre?<br />

Thomas Reiner: Nicht, dass Sie<br />

mich falsch verstehen. Ich bin<br />

ein positiv denkender Mensch<br />

und glaube an die Unternehmer<br />

und deren lösungsorientiertes<br />

Arbeiten - eben positives unternehmen.<br />

Gleichzeitig sage ich<br />

aber auch,dasswir ganzheitlicher<br />

denken müssten. In der Verpackung<br />

denken oft die verschiedenen<br />

Branchen nur für sich. Wir<br />

sollten aber alle, egal ob Wellpappe-,<br />

Alu-, Glas- oder Kunststoffbranche,<br />

an einem Strang<br />

ziehen. Unsere Industrie sollte<br />

eine allgemeine Verpackungsmeinung<br />

vertreten. Dies geht mit<br />

den derzeitigen Grabenkämpfen<br />

nicht. Ein einheitlicher Auftritt<br />

wäre sinnvoll - dies hat vor<br />

Jahren Dieter Berndt erkannt,<br />

als er Töpfer beraten hat und<br />

alle Branchen einen wollte.<br />

KOMPACK: Das waren die<br />

Anfänge der Verpackungsverordnung.<br />

Heutige Verordnungen<br />

nicht nur in der Verpackung<br />

machen es aber gerade für<br />

kleinere Unternehmer nicht<br />

leichter.<br />

Thomas Reiner: Das stimmt,<br />

wenn ich bedenke, wie viele<br />

unterschiedliche Verordnungen<br />

seitens der EU alleine heuer<br />

verabschiedet wurden,dann<br />

macht es das gerade für kleinere<br />

Unternehmen schwer. Große<br />

Unternehmen haben für die<br />

Umsetzung der diversen neuen<br />

Regeln eigene Teams oder sogar<br />

Abteilungen. Dies können sich<br />

kleinere Firmen nicht leisten.<br />

KOMPACK: Das gibt zusätzlich<br />

Chancen für Länder außerhalb<br />

der EU?<br />

Thomas Reiner: Natürlich treibt<br />

Regulierung Aufwände hoch und<br />

öffnet damit dem Wettbewerb<br />

von außen die Tür. Aber viel<br />

6 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>


Deutscher<br />

Verpackungspreis<br />

entscheidender sind die<br />

außereuropäischen Märkte. Und<br />

hier laufen wir Gefahr, den<br />

Anschluss zu verlieren. Die<br />

heutigen Maschinenaus China<br />

zum Beispiel haben zu den Produkten<br />

Made-in-Germany aufgeschlossen.<br />

Exportorientierte<br />

Länder haben es in den<br />

wichtigsten Wachstumsregionen<br />

schwer, mit den Chinesen<br />

Schritt zu halten. Und die<br />

Chinesen sind nach wie vor<br />

„hungrig“. In Europa sind wir<br />

oft ganz einfach zu „satt“.<br />

Weniger arbeiten hilft den<br />

Unternehmen bei der Personalsuche<br />

natürlich nicht.<br />

KOMPACK: Das klingt<br />

jetzt alles nicht sehr positiv.<br />

Thomas Reiner: Wie bereits<br />

gesagt, denke ich trotzdem<br />

positiv. Aber uns muss klar sein:<br />

Nur irgendwie weiterarbeiten,<br />

wird nicht funktionieren. Wir<br />

müssen viel Vor- und<br />

Nachdenken. Und dass wir aus<br />

der Verpackungsbranche<br />

mithelfen können, diese Welt<br />

nachhaltiger zu gestalten,<br />

wissen wir alle. Aber wir<br />

müssen es auch tun.<br />

KOMPACK: Danke für das<br />

Gespräch<br />

(Thomas Reiner ist auch<br />

Vorsitzender des Deutschen<br />

Verpackungsinstitutes/dvi - das<br />

auch den deutschen Verpackungspreis<br />

verleiht.)<br />

Constantia Flexibles wurde für seine innovative Lösung EcoPeelCover<br />

ausgezeichnet – eine innovative Deckellösung mit reduzierter Materialstärke<br />

für PP-Bechermaterialien, die speziell auf den Molkereisektor<br />

zugeschnitten ist. Der Verpackungspreis untermauert den Innovationsgeist<br />

sowie die intensiven Nachhaltigkeitsbestrebungen des Unternehmens.<br />

Der besagte EcoPeelCover wurde für die Privatmolkerei<br />

Bauer entwickelt, um ihren Kunden ein nachhaltigeres Produkt zu bieten.<br />

EcoPeelCover: Die dünnste<br />

Deckellösung mit ausgezeichneter Durchstoßfestigkeit<br />

Hinter der Entwicklung von EcoPeelCover stand das Ziel, eine Deckellösung<br />

zu kreieren die möglichst dünn ist und gleichzeitig die hohen Standards<br />

von herkömmlichen gestanzten Deckeln aufweist. Durch die Reduktion<br />

der Aluminiumdicke auf 25 µm sowie der Extrusionsbeschichtung auf<br />

13 g/m² - im Vergleich zur bisherigen Aluminiumdicke von 38 µm und der<br />

Beschichtung von <strong>24</strong> g/m² - wird die Material- und Energieeffizienz deutlich<br />

verbessert. Dies entspricht einer Verringerung der Aluminiumdicke um<br />

25 % und der Beschichtung um 50 %. Trotz der geringeren Materialstärke<br />

entspricht EcoPeelCover den Standards gestanzter Deckel hinsichtlich<br />

Durchstoßfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Abziehbarkeit. Die Innovation<br />

bietet optimalen Schutz vor Wasserdampf und Sauerstoff und eignet<br />

sich damit hervorragend für die Qualitätserhaltung von Milchprodukten.<br />

Mehr während der Preisverleihung (verpackung.org) während der Fach-<br />

Pack oder am Stand von Constantia Flexibles oder vorab: www.cflex.com<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

7


Wichtige Regulierungen für die Verwendung von<br />

Kunststoffen als Lebensmittelverpackung<br />

Verpackungen spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz und der Haltbarkeitsverlängerung<br />

von Lebensmitteln. Sie tragen dazu bei, Abfälle zu reduzieren und die<br />

Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten. Aufgrund ihrer vielseitigen Eigenschaften<br />

werden Kunststoffe häufig als Verpackungsmaterial eingesetzt. Bevor Kunststoffe in<br />

der Europäischen Union (EU) als Lebensmittelkontaktmaterialien (LMK) verwendet<br />

werden können, müssen sie strenge Kriterien erfüllen.<br />

Kunststoffe unterliegen in<br />

der EU strengen Regulierungen,<br />

die durch mehrere<br />

Verordnungen festgelegt sind. Je<br />

nach Verwendungszweck der Verpackung<br />

gelten unterschiedliche<br />

Vorschriften. Für Lebensmittelkontaktmaterialien<br />

(LMK) sind<br />

die wichtigsten Vorschriften in den<br />

EU-Verordnungen 1935/20<strong>04</strong> und<br />

10/2011 zu finden. Ziel dieser Verordnungen<br />

ist es, die Verwendung<br />

von Kunststoffen im Kontakt mit<br />

Lebensmitteln sicher und unbedenklich<br />

zu gestalten. Weiters enthält<br />

die EU-Verordnung 10/2011<br />

spezifische Anforderungen an die<br />

Zusammensetzung von Kunststoffen.<br />

Insbesondere müssen alle<br />

verwendeten Substanzen in einer<br />

Positivliste aufgeführt sein und dürfen<br />

den Gesamtmigrationsgrenzwert<br />

(OML) und den spezifischen<br />

Migrationsgrenzwert (SML) nicht<br />

überschreiten. Dies soll sicherstellen,<br />

dass keine gesundheitsschädlichen<br />

Mengen an Substanzen in<br />

Lebensmittel übergehen.<br />

EU-Strategie<br />

Ein weiterer zentraler Bestandteil<br />

der EU-Strategie ist die Nachhaltigkeit,<br />

die mit der Reduzierung<br />

von Verpackungsabfällen und der<br />

Förderung der Kreislaufwirtschaft<br />

einhergeht. Ein neuer Entwurf der<br />

Verordnung über Verpackungen<br />

und Verpackungsabfälle (PPWR)<br />

zielt darauf ab, die Umweltauswirkungen<br />

von Verpackungen zu<br />

minimieren, Ressourcen effizient<br />

zu nutzen und die Recyclingquoten<br />

von Verpackungsmaterialien<br />

zu erhöhen. Artikel 7 der PPWR<br />

definiert Mindestrezyklatanteile<br />

für Kunststoffverpackungen, die in<br />

Zukunft umgesetzt werden müssen.<br />

Bis 2030 sollen beispielsweise<br />

mindestens zehn Prozent der Nicht-<br />

PET-Kunststoffverpackungen bei<br />

kontaktsensitiven Verpackungen<br />

aus Recyclingmaterial bestehen.<br />

Dies stellt eine besondere Herausforderung<br />

für Polyolefin-basierte<br />

Kunststoffe (wie z.B. LDPE, HDPE<br />

und PP) dar, da deren Recyclingprozesse<br />

in Bezug auf die Reinheit<br />

noch nicht so effizient sind wie bei<br />

PET. Die hohe Diffusivität von Polyolefinen<br />

kann dazu führen, dass<br />

mehr Kontaminanten aufgenommen<br />

werden, die in das Lebensmittel<br />

migrieren können.<br />

Neue Recyclingprozesse<br />

Derzeit ist die häufigste Recyclingmethode<br />

das mechanische<br />

Recycling, bei dem Kunststoffabfälle<br />

sortiert, gereinigt und zu Granulaten<br />

verarbeitet werden. Diese<br />

Granulate können dann bei der<br />

Herstellung neuer Kunststoffprodukte<br />

verwendet werden. Dabei<br />

können jedoch Rückstände wie<br />

z.B. Druckfarben- und Klebstoffreste<br />

im Recyclingstrom verbleiben,<br />

welche teilweise nur schwer<br />

entfernbar sind. Verschiedene<br />

Reinigungsverfahren, wie z.B. ein<br />

De-Inking-Verfahren, sind bereits<br />

in Entwicklung und können die<br />

Menge an Druckfarbenresten deutlich<br />

reduzieren. Bevor jedoch neue<br />

Recyclingprozesse eingesetzt werden<br />

können, müssen diese der EU-<br />

Verordnung 2022/1616 über Recyclingkunststoffe<br />

entsprechen und<br />

von der Europäischen Behörde für<br />

Lebensmittelsicherheit (EFSA) zugelassen<br />

werden. Die EFSA bewertet<br />

die Sicherheit des Recyclingprozesses,<br />

insbesondere in Bezug auf<br />

die Fähigkeit, Verunreinigungen zu<br />

entfernen, die die menschliche Gesundheit<br />

gefährden könnten.<br />

Projekt SafeCycle<br />

Das Projekt SafeCycle hat bedeutende<br />

Fortschritte erzielt, um<br />

sicherzustellen, dass Kunststoffrezyklate<br />

die notwendigen Sicherheitsanforderungen<br />

erfüllen, bevor<br />

sie in Lebensmittelverpackungen<br />

eingesetzt werden. Im Folgeprojekt<br />

ColourCycle, an dem die FH<br />

Autor: DI Lukas Prielinger ist<br />

wissenschaftlicher Mitarbeiter im<br />

Fachbereich Verpackungs- und<br />

Ressourcenmanagement. Er<br />

studierte Lebensmittel- und Biotechnologie<br />

auf der BOKU-University<br />

und lehrt und forscht an der<br />

FH Campus Wien zu den Themen<br />

Verpackungssicherheit und Chemie.<br />

lukas.prielinger@<br />

fh-campuswien.ac.at<br />

Campus Wien, Fraunhofer IVV<br />

und OFI arbeiten und das für die<br />

nächste CORNET-Ausschreibung<br />

eingereicht werden soll, wird die<br />

Sicherheitsbewertung von dekorativen<br />

Elementen im Recyclingprozess<br />

untersucht. Im Rahmen von<br />

ColourCycle werden bedruckte<br />

Kunststoffproben an der FH Campus<br />

Wien geschreddert und extrudiert.<br />

Diese Proben werden dann an<br />

Fraunhofer IVV und OFI weitergeleitet,<br />

die sie mit HPLC-MS (High-<br />

Performance Liquid Chromatography-Mass<br />

Spectrometry) und dem<br />

Ames-Test analysieren werden.<br />

Darüber hinaus ist geplant, Bewertungskriterien<br />

und Challenge-Tests<br />

für De-Inking-Verfahren zu entwickeln.<br />

SafeCycle Projekt<br />

Das SafeCycle-Projekt wird im Rahmen der CORNET-Ausschreibung (Collective Research Network) in Kooperation zwischen den Forschungspartnern<br />

Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Deutschland sowie OFI und der FH Campus Wien in Österreich gefördert.<br />

Das IGF-Projekt 354 EN der Forschungsvereinigung der Industrievereinigung für Lebensmitteltechnik und Verpackung (IVLV e.V.) wird<br />

vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen<br />

Gemeinschaftsforschung (IGF) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Die Österreichische<br />

Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) finanziert diese Arbeit mit der Fördernummer FO999895421. Die Koordination<br />

des Projekts liegt in Österreich beim Kunststoffcluster der ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH.<br />

Verpackungs- und Ressourcenmanagement<br />

Der Fachbereich Verpackungs- und Ressourcenmanagement der FH Campus Wien bietet zwei Bachelorstudiengänge an (Nachhaltige<br />

Verpackungstechnologie und Nachhaltiges Ressourcenmanagement) sowie ein Masterstudium in englischer Sprache (Packaging Technology and<br />

Sustainability). Die Studiengänge sind berufsbegleitend gestaltet, sodass Interessierte aus der Branche ihre Kompetenzen ohne Unterbrechung der<br />

Berufstätigkeit erweitern können.<br />

FH Campus Wien – Hochschule für Zukunftsthemen<br />

Mit über 8.000 Studierenden an sechs Standorten und fünf Kooperationsstandorten ist die<br />

FH Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen<br />

und Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Soziales, Technik sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot von nahezu<br />

70 Studien- und Lehrgängen in berufsbegleitender und Vollzeit-Form zur Auswahl. Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung wird in derzeit<br />

zehn fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und Zertifikatsprogrammen<br />

8 deckt <strong>04</strong>/<strong>24</strong> die Fachhochschule über die Campus Wien Academy ab. Die FH Campus Wien ist Gründungsmitglied im Bündnis Nachhaltige Hochschulen.<br />

www.fh-campuswien.ac.at


Displays und Verpackungen<br />

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<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

9


WIRTSCHAFT<br />

ARA launcht Out-of-Home-Kampagne<br />

In Verpackungen stecken wertvolle Rohstoffe. Mit dieser Botschaft schärft die<br />

Altstoff Recycling Austria AG (ARA) seit 2022 mit der Kampagne „Achte auf<br />

die Verpackungen Rohstoffe“ das Bewusstsein der Österreicher:innen für die<br />

Kreislaufwirtschaft. Nun ging sie gemeinsam mit starken Partner:innen aus<br />

Wirtschaft und Handel den nächsten Schritt und launchte die Kampagne erstmals<br />

bundesweit im Out-of-Home-Bereich. Von 27. Juli bis 14. August 20<strong>24</strong><br />

waren 2.500 Plakate und 1.000 City Lights in ganz Österreich zu sehen – mit<br />

Fokus auf den urbanen Raum. Begleitet wurde die branchenübergreifende<br />

Kampagne von Online-Werbung in den sozialen Medien.<br />

Nur Verpackungen, die korrekt<br />

getrennt gesammelt<br />

werden, können als wertvoller<br />

Rohstoff im Kreislauf geführt<br />

werden und so Umwelt und<br />

Ressourcen schonen. Unter dem<br />

Motto „Achte auf die Verpackungen<br />

Rohstoffe“, förderte die Out-of-<br />

Home-Kampagne das Bewusstsein<br />

für Kreislaufwirtschaft und soll<br />

damit die Sammelmotivation der<br />

Österreicher:innen weiter stärken.<br />

Die ARA und führende Marken und<br />

Unternehmen, wie Lorenz Bahlsen<br />

Snackworld, McDonald’s Österreich,<br />

Ölz der Meisterbäcker, Milford,<br />

Müller Drogerie, Nestlé, NÖM und<br />

Werner & Mertz mit der Marke<br />

Frosch, bündelten ihre Kräfte, gemeinsam<br />

machten sie auf den Rohstoff<br />

„Verpackung“ aufmerksam und<br />

engagieren sich damit für Umweltund<br />

Klimaschutz.<br />

Kreislaufverpackung<br />

„Jede Verpackung kann eine Kreislaufverpackung<br />

sein. Wer richtig<br />

trennt, schenkt Verpackungen ein<br />

neues Leben. Wir müssen bereits<br />

bis 2025 die Recyclingquote bei<br />

Kunststoffverpackungen nahezu<br />

verdoppeln. Hierfür braucht es das<br />

Bewusstsein von jedem und jeder<br />

Einzelnen dafür, dass Verpackungen<br />

wichtige Rohstoffe sind. Genau darauf<br />

zielt unsere Awareness-Kampagne<br />

ab“, erklärt ARA Vorstandssprecher<br />

Harald Hauke die Idee hinter<br />

der Kampagne.<br />

Testpilot<br />

2022 wurde der Testpilot mit 25<br />

Partner:innen zum ersten Mal als<br />

Social Media-Kampagne initiiert,<br />

im darauffolgenden Jahr wuchs diese<br />

auf rund 50 teilnehmende Marken<br />

und Unternehmen an und wurde online<br />

sowie über Print-Inserate und<br />

Websites verbreitet. Mit der klaren<br />

Botschaft konnten dadurch 20,2 Mio.<br />

Kontakte erreicht werden. Für den<br />

10 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

Verena Rössner, Key Account ARA, ARA Vorstandssprecher Harald Hauke,<br />

und Mimi Boyer, Art Direktorin saintstephens (c) Daniel Willinger<br />

österreichweiten Launch der Plakatkampagne<br />

im August erwartete die<br />

ARA sogar 40 Mio. Kontakte.<br />

Müller gibt kreislauffähige<br />

Verpackungen eine Bühne<br />

Darüber hinaus testet die ARA gemeinsam<br />

mit dem Handelsunternehmen<br />

Müller in der Flagship-Filiale<br />

auf der Wiener Mariahilfer-Straße<br />

ein spezielles Point-of-Sale Spinoff.<br />

Im Rahmen des Pilotprojekts<br />

„Kreislauf-Helden“ werden kreislauffitte<br />

Verpackungen der Müller-<br />

Eigenmarke direkt am Point-of-Sale<br />

hervorgehoben. Begleitend dazu<br />

führt das GfK Institut eine sozialwissenschaftliche<br />

Feldstudie durch,<br />

bei der Kund:innen vor Ort zu ihrem<br />

Verständnis von Kreislaufwirtschaft,<br />

Verpackungen und Green Marketing<br />

befragt werden. „In unseren Filialen<br />

kommen viele verschiedene Verpackungen<br />

von unterschiedlichen Lieferanten<br />

zusammen. Wir wollen daher<br />

das Bewusstsein der Kunden für<br />

Verpackungen stärken und herausfinden,<br />

welchen Stellenwert kreislauforientierte<br />

Verpackungen bei der<br />

Kaufentscheidung haben können“,<br />

so Sascha Zahner, Einkaufsleitung<br />

Spielwaren, Schreibwaren, Nachhaltigkeit<br />

und Prozesse von Müller.<br />

„Stimmen für eine nachhaltige<br />

Kreislaufwirtschaft Durch die erweiterte<br />

Produzentenverantwortung<br />

übernimmt die Wirtschaft Verantwortung<br />

und sorgt dafür, dass Verpackungen<br />

zurück zum Recycling<br />

und in den Kreislauf gelangen. Um<br />

das richtige Trennen und Sammeln<br />

durch die Bevölkerung voranzutreiben,<br />

braucht es jedoch die Unterstützung<br />

von jeder und jedem<br />

Einzelnen. Das starke Netzwerk an<br />

Partner:innen der ARA und deren<br />

Präsenz soll der Kampagne über die<br />

Out-of-Home- und City-Lights-Außenwerbung<br />

als auch Online-Werbung<br />

und soziale Medien landesweiten<br />

Impact geben.“ erklärt Hauke.<br />

Vermeiden, verringern, verwerten<br />

„Bei McDonald’s wird gemäß dem<br />

Motto ‚vermeiden, verringern, verwerten‘<br />

in jedem Restaurant der<br />

Abfall gesammelt, getrennt und<br />

anschließend zu über 90 % wiederverwertet.<br />

Daher ist es auch uns ein<br />

besonderes Anliegen, das Bewusstsein<br />

für Verpackungen als wertvolle<br />

Rohstoffe zu stärken“, so Sonja<br />

Dirnböck, Head of Marketing bei<br />

McDonald’s Österreich.<br />

Gezielte Resourcenschonung<br />

„Mit seinen ökologischen und<br />

leistungsstarken Reinigungs- und<br />

Waschmitteln unter der Marke<br />

Frosch geht Werner & Mertz schon<br />

seit einigen Jahren mit nachhaltigem<br />

Beispiel voran. Gezielte<br />

Ressourcenschonung im Sinne der<br />

Kreislaufwirtschaft ist das Gebot<br />

der Stunde. Deshalb freuen wir uns,<br />

als Partner die wertvolle Initiative<br />

der ARA zu unterstützen und das<br />

Bewusstsein für umweltfreundliche<br />

Verpackungen mit schärfen zu können“,<br />

sagt Florian Iro, Geschäftsführer<br />

von Werner & Mertz.<br />

Langfristig denken<br />

„Bei LORENZ verbinden wir Lebensfreude<br />

und Verantwortung.<br />

Als Familienunternehmen denken<br />

wir langfristig und wirtschaftlich<br />

nachhaltig. Wir handeln nicht für<br />

Quartale, sondern für Generationen.<br />

Verpackungen sind für uns unverzichtbar,<br />

zum Beispiel um den Produktschutz<br />

zu gewährleisten und<br />

unseren hohen Qualitätsansprüchen<br />

gerecht zu werden. Darum setzen<br />

wir alles daran, die Recyclingfähigkeit<br />

unserer Verpackungen zu erhöhen.<br />

Unser Prinzip lautet deshalb:<br />

‚Reduce, Recycle, Replace‘“, betont<br />

Thomas Pfiel, Geschäftsführer von<br />

The Lorenz Bahlsen Snack World<br />

GmbH Österreich.<br />

Gemeinsames handeln<br />

Auch für Michael Tschütscher,<br />

Geschäftsführer Finanzen, Controlling<br />

und Einkauf bei Ölz der<br />

Meisterbäcker, ist ein gemeinsames<br />

Handeln aller Stakeholder für die<br />

Kreislaufwirtschaft notwendig:<br />

„Verpackungen sind besonders wertvoll<br />

- sie schützen unsere qualitativ<br />

hochwertigen Backwaren in vielerlei<br />

Hinsicht und leisten einen wichtigen<br />

Beitrag zur Vermeidung von<br />

Lebensmittelverschwendung. Unsere<br />

Aufgabe ist es, diese Rohstoffe


ARA Kampagne „Achte auf die Rohstoffe“ Foto: (c) ARA<br />

durch richtiges Sammeln und Recyceln<br />

in den Verpackungskreislauf<br />

zurückzuführen. Denn es liegt in<br />

unserer Verantwortung, wie wir die<br />

Umwelt an die nächste Generation<br />

übergeben.“<br />

Regionale Bauernfamilien<br />

„Über viele Jahre hinweg leisten<br />

wir nachhaltige Pionierarbeit und<br />

verbessern laufend unseren CO 2 -<br />

Fußabdruck. Wir tragen Verantwortung<br />

gegenüber unseren regionaler<br />

Bauernfamilien, dem großen NÖM-<br />

Team und allen Konsument:innen,<br />

damit auch unser aller Kinder und<br />

Enkel noch lange die Schönheit<br />

unseres Landes genießen dürfen.<br />

Mit unserer r-PET Milchflasche beweisen<br />

wir täglich das Recycling<br />

perfekt funktioniert und mit dieser<br />

Vorbildwirkung ist es uns wichtig,<br />

die österreichweite Kampagne als<br />

Partner zu unterstützen“, so Alfred<br />

Berger, Vorstand der NÖM AG.<br />

Nachhaltigkeit<br />

„Nachhaltigkeit ist mehr als nur<br />

ein Aspekt des Handelns oder eine<br />

Perspektive – sie ist fest in der Strategie<br />

unseres Unternehmens verankert.<br />

Ein achtsamer Umgang mit<br />

Ressourcen ist für uns als Hersteller<br />

von Naturprodukten von großer Bedeutung<br />

und die Voraussetzung für<br />

eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.<br />

Daher unterstützen wir die<br />

Awareness-Kampagne der ARA mit<br />

Freude“, erklärt Irina Sonnleitner,<br />

Geschäftsführerin von Milford Tee<br />

Austria.<br />

Bewussteinsbildung<br />

„Keine unserer Verpackungen soll<br />

auf Mülldeponien oder in Gewässern<br />

landen. Wir arbeiten daran, dass bis<br />

2025 mehr als 95 % unserer Kunststoffverpackungen<br />

fürs Recycling<br />

designt sind. Darüber hinaus braucht<br />

es die richtige Abfallsammelstruktur<br />

und die richtigen Verhaltensweisen,<br />

um Kreislaufwirtschaft zu verwirklichen.<br />

Die Kampagne leistet einen<br />

wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung<br />

zum Wert von Verpackungen<br />

als wertvollem Rohstoff“,<br />

sagt Cédric Boehm, Geschäftsführer<br />

von Nestlé Österreich.<br />

Mehr unter: www.ara.at<br />

<strong>04</strong>/23<br />

11


AUSZEICHNUNG<br />

Es begann mit einem einzigen Tropfen<br />

Bei den European Design Awards (EDA) wurde die Agentur Ruska Martin<br />

Associates, für das hochemotionale Projekt Lost Barrels, das sie mit der<br />

CARINI GmbH umgesetzt haben, mit Gold in der Kategorie Wine-Packaging<br />

ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um ein einzigartiges Projekt, das wie ein<br />

Kunstwerk inszeniert und in eine globale Weinverkostungstour integriert wurde.<br />

Die tiefen Emotionen, auf denen Lost Barrels basiert, ziehen sich eindrucksvoll<br />

durch die gesamte Story, das Design und die Umsetzung.<br />

Im Juli 2021 erlebte das Ahrtal<br />

in Deutschland sein bisher<br />

schlimmstes Hochwasser, das<br />

unter anderem das damalige Dorf<br />

Dernau völlig zerstörte. Das Hochwasser<br />

traf auch Meike und Dörte<br />

Näkel, Inhaberinnen eines der führenden<br />

Weingüter als es die Weinberge<br />

wegschwemmte und auch den<br />

Meyer-Näkel-Jahrgang 2020 mitriss.<br />

Wunder<br />

Nach der Flut wurden in den folgenden<br />

Tagen neun intakte Fässer<br />

in Dörfern gefunden, die mehrere<br />

Kilometer entfernt lagen. Diese<br />

„verlorenen Fässer“ stellten sich<br />

als neun der ursprünglich 380 produzierten<br />

Fässer Pinot Noir des<br />

Jahrgangs 2020 heraus. Eine Entscheidung<br />

wurde getroffen, diesen<br />

wunderbaren Wein in Flaschen<br />

abzufüllen, um ihn später Weinliebhabern<br />

auf der ganzen Welt als<br />

Teil einer größeren Kampagne zu<br />

präsentieren.<br />

Renommierte Köche und Michelin-Sterne-Restaurants<br />

wurden in<br />

Fotos: BCARINI GmbH<br />

eine globale Weinverkostungstour<br />

eingebunden.<br />

Das Projekt<br />

Die Labelgestaltung durch die<br />

Agentur Ruska Martin Associates<br />

entwickelte sich zu einem einzigartigen<br />

Projekt. Die Strategie<br />

bestand nicht nur darin, ein einfaches<br />

Weinetikett zu entwerfen,<br />

sondern vielmehr ein Kunstwerk<br />

zu erschaffen. Dieses Kunstwerk<br />

Firmengebäude<br />

soll die Begehrlichkeit von Weinkennern<br />

und -sammlern weltweit<br />

wecken.<br />

Die Label<br />

Neun unterschiedliche Label<br />

beinhaltet diese Serie, die nach<br />

und nach eine wachsende Anzahl<br />

von Tropfen zeigt: von einem bis<br />

neun - eine Hommage an jedes der<br />

neun gefundenen Fässer. Auf der<br />

Vorderseite des Etikettes scheinen<br />

goldene Fässer förmlich zu<br />

schwimmen. Sie glitzern in den<br />

dunklen Wellen und sind nach den<br />

genauen Fundorten positioniert.<br />

Die monochrome dunkle Optik<br />

ist ein Hinweis auf den Zeitpunkt<br />

der Flut in der Nacht und vermittelt<br />

gleichzeitig eine Erinnerung<br />

an die Schwere des Ereignisses,<br />

das zu seiner Entstehung führte.<br />

Aber - im Dunkeln entsteht eine<br />

fast mystische Verwandlung, bei<br />

der durch Verwendung eines speziellen<br />

phosphoreszierenden Lackes<br />

Details wie der Standort der Fässer<br />

und die Koordinaten, an denen sie<br />

gefunden wurden, sichtbar werden.<br />

Ebenso Details des Designs, wie<br />

die Flaschennummer und die Wassertropfenwellen.<br />

Das Ergebnis<br />

versinnbildlicht: Ein Objekt, das<br />

in der Dunkelheit geboren wurde<br />

und nach seiner Entdeckung voller<br />

Hoffnung leuchtet. „Wir sind stolz<br />

darauf als Partner dieses Projektes<br />

in der Umsetzung mitgewirkt zu<br />

haben, diesem in jeder Hinsicht<br />

besonderen Projekt seine einzig-<br />

12 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

Einige Impressionen des<br />

hochemotionalen<br />

Projektes Lost Barrels,<br />

rechts: Meike und Dörte Näkel<br />

Fotos: Sandra Fehr | Heroes of Riesling


Blick in die innovativen Besprechungsräume<br />

artige visuelle Identität zu geben.“<br />

Unternehmen<br />

Bei CARINI zieht sich die partnerschaftliche<br />

Zusammenarbeit<br />

und die Inszenierung von Ideen<br />

wie ein roter Faden durch das Unternehmen<br />

– oder besser gesagt,<br />

ein orangefarbener Faden, passend<br />

zur Firmenakzentfarbe. Seit<br />

über 85 Jahren widmen sich die<br />

Spezialisten von CARINI der Entwicklung<br />

innovativer Etikettenlösungen<br />

auf höchstem Qualitätsniveau.<br />

Inzwischen sind bereits die<br />

dritte und vierte Generation in der<br />

Geschäftsführung vertreten.<br />

Letztes Jahr wurde unter dem<br />

Leitgedanken „Konzentration auf<br />

das Wesentliche“ das Corporate<br />

Design überarbeitet. Das Logo präsentiert<br />

sich nun deutlich moderner,<br />

klarer und konsequent auf den<br />

Kern des ursprünglichen Unternehmenszeichens<br />

reduziert. Auch<br />

der Eingangsbereich wurde neugestaltet<br />

und die Besprechungszimmer<br />

zu modernen Meeting-Points<br />

umgebaut. „Die Überlegung war,<br />

unseren Kunden eine inspirierende<br />

und angenehme Zeit bei uns zu ermöglichen<br />

und für unsere Produkte<br />

eine passende Bühne zu kreieren.<br />

Deshalb haben wir unsere Besprechungsräume<br />

als Showrooms umgestaltet“,<br />

erklärt Pamela Grimm,<br />

Marketing bei CARINI, die auch<br />

für die Umsetzung der Räume verantwortlich<br />

ist.Jetzt gibt es eine<br />

CA-Bar, einen CA-Beauty-Raum<br />

und einen Besprechungsraum zum<br />

Thema Nachhaltigkeit, das CARI-<br />

NI besonders am Herzen liegt. Dies<br />

zeigt sich unter anderem durch<br />

den firmeneigenen Honig und das<br />

Projekt 1:1, bei dem für jede Bestellung<br />

ein Baum gepflanzt wird.<br />

(KOMPACK berichtete).<br />

Mitarbeiter<br />

„Das Showroom Projekt haben<br />

wir nicht nur für unsere Partner,<br />

sondern auch für unser Team umgesetzt<br />

– und es entwickelt sich<br />

ständig weiter. Unser Ziel ist es,<br />

dass wir alle bei der Arbeit täglich<br />

Freude haben. Wir kommunizieren<br />

unsere Vision auch intern – mit eigenen<br />

Touchpoints, an denen neue<br />

Mitarbeiter oder Projekte vorgestellt<br />

werden, bis hin zu unserer<br />

Firmenzeitung“, erklärt Geschäftsführer<br />

Edgar Sohm. „Ein starkes<br />

Employer Branding hilft dem Unternehmen,<br />

Fachkräfte zu gewinnen<br />

und zu halten. Die gute Zusammenarbeit<br />

der Geschäftsführung mit<br />

den Mitarbeitern war uns immer<br />

schon wichtig, genauso wie unsere<br />

partnerschaftliche Zusammenarbeit<br />

mit unseren Kunden.“<br />

Dass dabei auch immer neue<br />

Ideen willkommen sind, beweist<br />

CARINI nicht nur mit der Umsetzung<br />

von Projekten wie Lost Barrels,<br />

sondern auch mit der Verjüngung<br />

der Geschäftsführung Ende<br />

des Jahres.<br />

Mehr unter: www.carini.at<br />

Die Lizenz zum Recycling.<br />

Wir Wir sammeln und und recyceln rund rund 260.000 Tonnen Altglas pro pro Jahr. Jahr.<br />

Wir Wir tun tun dies dies nach nach höchsten Umweltstandards und und sozialen Benchmarks.<br />

Das Das ist ist Circular Economy mit mit Mehrwert.<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

13


WIRTSCHAFT<br />

Nahost-Konflikt<br />

heizt Container-Frachtraten an<br />

Preise für Schiffcontainer auf Höchststand, Route Shanghai-Rotterdam fast viermal<br />

so teuer wie im Vorjahr: Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten treiben die<br />

Frachtraten für Containerschiffe auf das Rekordniveau von Mitte 2022. Ein Ende der<br />

Preisrally ist noch nicht in Sicht - solange die Krise anhält, dürften die Raten weit über<br />

dem normalen Niveau bleiben. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie von Kreditversicherer<br />

Acredia in Zusammenarbeit mit Allianz Trade.<br />

Nachdem die Frachtraten<br />

für Schiffscontainer zu<br />

Jahresbeginn drei Monate<br />

lang kontinuierlich gesunken sind,<br />

klettern sie seit Mai wieder nach<br />

oben und erreichen jetzt wieder den<br />

Höchststand von August 2022. So<br />

hat sich zum Beispiel die Frachtrate<br />

für einen Vierzigfuß-Container seit<br />

Jahresbeginn mehr als verdoppelt<br />

(+121 Prozent) und beträgt nun<br />

durchschnittlich 5.901 US-Dollar<br />

(USD). Im Vergleich zum Vorjahr<br />

entspricht das einer Preissteigerung<br />

von +297 Prozent.<br />

Huthi-Rebellen<br />

„Der Nahost-Konflikt und vor<br />

allem die Angriffe der Huthi-Rebellen<br />

auf Schiffe im Roten Meer<br />

lassen die Frachtraten steigen“, sagt<br />

Gudrun Meierschitz, Vorständin bei<br />

Acredia. „Durch den Umweg um<br />

Afrika herum verlängern sich die<br />

Transit- und Lieferzeiten erheblich.<br />

Lieferketten sind gestört, Häfen<br />

teilweise überlastet und Schiffe<br />

weit im Voraus ausgebucht. Auch<br />

die anziehende Nachfrage und die<br />

zaghafte Erholung des Welthandels<br />

spielen eine Rolle, allerdings<br />

machen diese Faktoren nur rund<br />

15 Prozent der Teuerung aus. Der<br />

Großteil der Preissteigerung ist<br />

auf den Konflikt im Roten Meer<br />

und die Lieferkettenstörungen zurückzuführen.“<br />

Der Ölpreis, der<br />

2022 noch der Haupttreiber der<br />

hohen Frachtraten war, ist seit dem<br />

Höchststand im Jahr 2022 hingegen<br />

deutlich gesunken und spielt derzeit<br />

keine Rolle.<br />

Bild: Acredia/M. Draper<br />

Europäische Unternehmen<br />

besonders betroffen<br />

Die Entwicklung der Frachtraten<br />

ist regional jedoch sehr unterschiedlich:<br />

Während zum Beispiel<br />

die Raten von Europa in die USA<br />

(Rotterdam-New York) seit Jahresbeginn<br />

um lediglich 30 Prozent<br />

stiegen, verteuerten sich die Raten<br />

von China nach Europa (Shanghai-<br />

Rotterdam) um +383 Prozent.<br />

Gudrun Meierschitz<br />

40% der EU-Einfuhren<br />

kommen aus Asien<br />

„Europäische Unternehmen sind<br />

– im Gegensatz zu ihren US-amerikanischen<br />

Wettbewerbern – wesentlich<br />

stärker vom Handel mit<br />

Asien abhängig und anfälliger für<br />

Störungen an wichtigen Handelsrouten“,<br />

analysiert Meierschitz. „40<br />

Prozent der EU-Einfuhren kommen<br />

aus Asien und 22 Prozent aus<br />

China. Vor der Pandemie waren es<br />

noch 16 Prozent. Die Abhängigkeit<br />

ist also weiter gestiegen und damit<br />

haben die Preissteigerungen auch<br />

stärkere Auswirkungen auf die<br />

europäischen Unternehmen. Das<br />

kann die erwartete Erholung bei<br />

den Gewinnmargen in der zweiten<br />

Jahreshälfte 20<strong>24</strong> bei einigen Branchen<br />

gefährden.“ Insbesondere im<br />

Maschinen- und Anlagenbau, bei<br />

Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen,<br />

Haushaltsgeräten, Elektronik<br />

und Bekleidung dürften sich<br />

die Auswirkungen deutlich bemerkbar<br />

machen.<br />

Unternehmen<br />

fürchten Lieferengpässe<br />

Durch die ausgebuchten Containerschiffe<br />

kommt es teilweise zu<br />

langen Lieferzeiten und Engpässen,<br />

die Lieferketten der Unternehmen<br />

geraten zunehmend unter Druck.<br />

Starke Regenfälle und Stürme<br />

über Südafrika haben zuletzt einige<br />

Schiffe gezwungen, vor Anker<br />

zu gehen oder sogar ihren Kurs zu<br />

ändern. Das verknappt das Angebot<br />

am Schifffahrtsmarkt weiter<br />

und verursacht zusätzlich Verzögerungen.<br />

Weihnachtsgeschäft vor der Tür<br />

„Es ist nicht abzusehen, wie lange<br />

der Konflikt im Nahen Osten<br />

noch andauert“, so Meierschitz.<br />

„Unternehmen machen sich bereits<br />

Gedanken über die Sicherung ihrer<br />

Lieferungen für die zweite Jahreshälfte,<br />

wenn die Nachfrage voraussichtlich<br />

wieder anzieht und das<br />

wichtige Weihnachtsgeschäft vor<br />

der Tür steht.“<br />

Gewinner<br />

Zu den Gewinnern zählen dagegen<br />

die Container-Reedereien.<br />

„Die Ertragsaussichten für internationale<br />

Container-Reedereien<br />

haben sich in den letzten drei Monaten<br />

erheblich verbessert“, so<br />

Meierschitz. „Allerdings steht der<br />

Sektor vor hohen Investitionskosten<br />

wie zum Beispiel dem Kauf<br />

von emissionsärmeren Schiffen.<br />

Der Klimawandel bringt zusätzliche<br />

Unsicherheit.“<br />

Acredia-Gruppe<br />

Acredia ist Österreichs führende<br />

Kreditversicherung und schützt<br />

offene Forderungen im In- und<br />

Ausland im Gesamtwert von über<br />

35 Milliarden Euro. Acredia ist ein<br />

Tochterunternehmen von Oesterreichische<br />

Kontrollbank AG und<br />

Allianz Trade, des Weltmarktführers<br />

bei Kreditversicherungen.<br />

2023 betrug der Umsatz der Acredia-Gruppe<br />

insgesamt 95,2 Millionen<br />

Euro. Acredia hat sich im<br />

Rahmen des United Nations Global<br />

Compact freiwillig verpflichtet,<br />

Strategie und Geschäftstätigkeit<br />

an den universellen Prinzipien zu<br />

Menschenrechten, Arbeit, Umwelt<br />

und Korruptionsbekämpfung auszurichten<br />

und Maßnahmen zu ergreifen,<br />

um gesellschaftliche Ziele<br />

voranzubringen.<br />

Mehr unter:<br />

www.acredia.at<br />

14 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

Schauen Sie sich das an - Green Packaging Star Award Verleihung während der FachPack:<br />

25. September - ab 17 30 in der PackBox/ Halle 4 Stand 4-209.


MESSE<br />

Europas Verpackungsindustrie zu Gast<br />

Vom <strong>24</strong>. bis 26. September 20<strong>24</strong> trifft sich die europäische Verpackungsbranche wieder<br />

auf der FACHPACK, der Fachmesse für Verpackung, Technik und Prozesse. Über<br />

1.400 Aussteller zeigen dann im Messezentrum Nürnberg nicht nur Packstoffe, Packmittel,<br />

Packhilfsmittel, Verpackungsmaschinen und Verpackungstechnik. Die dazugehörigen<br />

wichtigen Prozesse rund um Automatisierung, Kennzeichnungstechnik, Verpackungsdruck,<br />

Veredelung bis hin zur Intralogistik sind ebenfalls zu erleben.<br />

Foto - NürnbergMesse<br />

Die FACHPACK steht in<br />

diesem Jahr unter dem<br />

Leitthema „Transition In<br />

Packaging“, welches den derzeit<br />

stattfindenden Wandel in der Branche<br />

beschreibt und sich in den elf<br />

Messehallen sowie dem hochkarätigen<br />

Rahmenprogramm der FACH-<br />

PACK widerspiegelt. Besucher aus<br />

der Konsum- und Industriegüterindustrie<br />

dürfen sich auf ein umfangreiches<br />

Vortragsprogramm in den<br />

Foren PACKBOX, INNOVATI-<br />

ONBOX und SOLPACK 5.0 sowie<br />

spannende Sonderschauen sowie<br />

Preisverleihungen freuen.<br />

Klassentreffen<br />

Heike Slotta, Executive Director<br />

Exhibitions, NürnbergMesse, freut<br />

sich: „Nach unserem Pausenjahr<br />

geht es nun auf die Zielgerade<br />

Richtung FACHPACK 20<strong>24</strong>. Die<br />

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren<br />

und es fügt sich alles zusammen.<br />

In Nürnberg findet bald das<br />

Klassentreffen der Verpackungsindustrie<br />

statt, ein echtes Highlight<br />

im Kalender unserer Kunden. Ich<br />

lade alle Verpackungsexperten im<br />

September ganz herzlich ins Messezentrum<br />

ein: Wir machen Zukunft<br />

– seien Sie dabei!“<br />

Im Zentrum Europas<br />

Die FACHPACK 20<strong>24</strong> positioniert<br />

sich als kontinentale Veranstaltung.<br />

Heike Slotta: „54 Prozent<br />

der Aussteller kommen aus<br />

Deutschland, der Rest aus dem<br />

starken DACH-Wirtschaftsraum<br />

und den Nachbarländern. Insbesondere<br />

die Türkei ist stark vertreten.“<br />

Erwähnenswert in diesem Kontext<br />

sind zudem die Neuaussteller, die<br />

auf der FACHPACK 20<strong>24</strong> etwa 20<br />

Prozent ausmachen werden. Die Internationalität<br />

bei diesen ist mit 70<br />

Prozent sehr hoch.<br />

Foren mit spannenden Themen<br />

Die FACHPACK versteht sich<br />

als Impulsgeber der Branche. Das<br />

zeigt sich neben der umfangreichen<br />

Produktausstellung auch im Vortragsprogramm<br />

der drei Foren<br />

PACKBOX (Halle 4), INNOVATI-<br />

ONBOX (Halle 2) und SOLPACK<br />

5.0 (Halle 3). Alle drei Foren greifen<br />

aktuelle Branchenthemen auf,<br />

wie z.B. Umgang mit den neuen<br />

PPWR-Regularien, Kreislaufwirtschaft,<br />

Automatisierung und KI<br />

oder auch alternative Verpackungslösungen<br />

und neue Faserrohstoffe.<br />

PACKBOX<br />

In der PACKBOX gestalten<br />

wichtige Partner der Verpackungsbranche<br />

das Programm und laden<br />

Interessierte zum Zuhören oder<br />

Mitdiskutieren ein. Die Moderation<br />

des Forums übernehmen mit<br />

Matthias Mahr vom Fachmagazin<br />

LebensmittelPraxis (<strong>24</strong>./25.9), Dr.<br />

Johannes Bergmair von den Pack<br />

Experts und der World Packaging<br />

Organisation (WPO) (25.9.) sowie<br />

Oliver Berndt vom Deutschen<br />

Verpackungsinstitut (dvi) (26.9.)<br />

drei echte Branchenkenner. Hier<br />

wird am zweiten Messetag auch dr<br />

Green Packaging Star Award verliehen.<br />

INNOVATIONSBOX<br />

In der INNOVATIONBOX präsentieren<br />

angemeldete Aussteller<br />

ihre Produktneuheiten und Prozessinnovationen<br />

in kurzen knackigen<br />

Vorträgen. Durchs Programm führen<br />

die beliebten Moderatorinnen Nina<br />

Schönrock und Petra Bindl. Das<br />

Forum SOLPACK 5.0 widmet sich<br />

nachhaltigen Verpackungslösungen<br />

und wird von Peter Desiléts und<br />

Volker Muche, Geschäftsführer der<br />

Verpackungsdesignagentur Pacoon<br />

GmbH, durchgeführt und moderiert.<br />

Drei Tage Networking pur<br />

Mit ihrem Slogan „Wir machen<br />

Zukunft“ bietet die FACHPACK<br />

die optimale Plattform für das gemeinsame<br />

Netzwerken. Neu mit<br />

dabei ist das Networking-Event<br />

Women4Packaging für Frauen in<br />

Ideen für die Zukunft<br />

www.knapp-gmbh.de<br />

der Verpackungsindustrie am ersten<br />

Messetag (<strong>24</strong>.9., NCC Mitte). Es<br />

bietet Branchenakteurinnen eine<br />

einzigartige Gelegenheit, sich vor<br />

Ort zu vernetzen, gegenseitig zu inspirieren<br />

und über aktuelle Themen<br />

und Trends der Verpackungsbranche<br />

auszutauschen. Das Ganze findet<br />

in ungezwungener Atmosphäre<br />

statt. Highlight: Die Keynote von<br />

Vera Strauch, Gründerin der Female<br />

Leadership Academy und Expertin<br />

für Feminist Leadership.<br />

Das ganze Vortragsprogramm<br />

in den Foren und News über die<br />

Sonderschauen sowie Preisverleihungen<br />

finden Sie unter:<br />

www.fachpack.de<br />

Seit über<br />

Jahren.<br />

Besuchen Sie uns auf der FachPack<br />

in Nürnberg, <strong>24</strong>.–26.9.20<strong>24</strong>: Halle 5, Stand 5-447<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

15


Verpackung jeden Tag neu denken<br />

I N T E R V I E W<br />

16<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

Im Vorfeld der FachPack sprach KOMPACK mit einem der drei weltweit größten<br />

Verpackungshersteller flexibler Verpackungslösungen, Constantia Flexibles, mit<br />

der Zentrale in Wien, über aktuelle Entwicklungen am Markt. Zu den Themen<br />

gehörten natürlich auch die Zusammenarbeit mit dem neuen Eigentümer und die<br />

Auswirkungen der PPWR. Lesen Sie hier das Gespräch mit Daniel Winkler, EVP<br />

Aluminum Division & Group Sustainability.<br />

KOMPACK: Vorab - wie sehen<br />

Sie die allgemeine wirtschaftliche<br />

Lage?<br />

Daniel Winkler: Man kann sicher<br />

von einer spannenden Phase sprechen<br />

- leichte Zeichen der Erholung<br />

sind zu bemerken. Dies zeigt sich<br />

auch in unserer Aluminum Division.<br />

Zusätzlich spannend für uns ist<br />

natürlich die Kennenlernphase mit<br />

dem neuen Eigentümer, die bisher<br />

sehr positiv verlaufen ist.<br />

KOMPACK: Die europäische<br />

Verpackungsverordnung PPWR<br />

(Packaging and Packaging Waste<br />

Regulation) steht langsam, aber sicher<br />

vor ihrer Umsetzung - sehen<br />

Sie in der Verordnung einen Erfolg?<br />

Daniel Winkler: Bei der PPWR<br />

sprechen wir von einem langen Prozess.<br />

In meinen Augen gab es zum<br />

Start zu viele Alleingänge. Dann<br />

durften aber viele Industriezweige<br />

ihre Expertisen miteinbringen. Prinzipiell<br />

finde ich die Regulation gut,<br />

da sie u.a. eine höhere Transparenz<br />

und eine gewisse Planungssicherheit<br />

sicherstellt. Anhand der<br />

Vorgaben können jetzt nachhaltige<br />

Strukturen umgesetzt werden. Wobei<br />

gesagt werden muss, dass es fast<br />

unmöglich ist, so viele verschiedene<br />

Bereiche - wie die Verpackung nun<br />

einmal abdeckt - mit einer Regulierung<br />

umzusetzen. Wenn die Verordnung<br />

dann auch gesetzlich umgesetzt<br />

wird, kann wieder in allen<br />

Bereichen weitergearbeitet werden.<br />

Wenn alle Staaten hier verschiedene<br />

Vorschriften haben - wie bisher -<br />

und „ihr eigenes Süppchen kochen“,<br />

macht es das für die betroffene Wirtschaft<br />

nicht leicht. Daher bin ich<br />

froh, dass es zu einer Einigung bei<br />

der PPWR in Form einer Verordnung<br />

gekommen ist.<br />

KOMPACK: Nachhaltigkeit ist<br />

auch ein Teil der Verordnung …<br />

Daniel Winkler: Ja, wobei klar<br />

ist, dass Nachhaltigkeit anders<br />

Daniel Winkler, EVP Aluminnum Division & Group Sustainability.<br />

als in anderen Industriebereichen<br />

längst Kern des Produktes Verpackung<br />

ist. Wer keine nachhaltige<br />

Verpackung herstellen kann, fällt<br />

lfr. aus dem Wettbewerb. Gerade<br />

in unseren Schwerpunktbereichen<br />

- der Lebensmittel- und Pharmaverpackungen<br />

ist neben der hygienischen<br />

und schützenden auch die<br />

nachhaltige Verpackung längst eine<br />

Verpflichtung. In der ganzen Wertschöpfungskette<br />

wird hier die Verpackung<br />

als wichtiges Kommunikationsmittel<br />

gesehen, das gleichzeitig<br />

wieder ein wichtiger Rohstoff ist.<br />

Wiederverwertbares Material und<br />

Rezyklierbarkeit stehen im Fokus.<br />

Bei den von uns verwendeten Materialien<br />

Aluminium, Papier und Polymere<br />

wird ein hoher Anteil an recyceltem<br />

Material verwendet. Über<br />

60% unserer Verpackung am Markt<br />

ist recyclebar. Wir könnten zwar<br />

90 % anbieten - aber noch kaufen<br />

die Kunden nicht alles. Hier sind<br />

wir wieder bei der ganzen Wertschöpfungskette<br />

- in manchen Bereichen<br />

gibt es auch noch zu wenig<br />

Rohstoffe - wir sind hier auch von<br />

unseren Lieferanten abhängig und<br />

arbeiten mit ihnen an Lösungen<br />

KOMPACK: Constantia Flexibles<br />

hat sich ja schon lange mit der<br />

Weiterentwicklung von umweltfreundlichen<br />

Produkten beschäftigt.<br />

Hat sich durch den neuen Eigentümer<br />

in diesem Bereich etwas geändert?<br />

Daniel Winkler: Ich freue mich<br />

Ihnen sagen zu können: der neue<br />

Eigentümer glaubt an unseren Plan<br />

und will mithelfen, unseren eingeschlagenen<br />

Weg weiterzugehen.<br />

Zu diesem gehört die nachhaltige<br />

Verpackungslinie Ecolutions. Diese<br />

erfüllt alle Anforderungen für<br />

mehr Nachhaltigkeit und basiert<br />

auf recyclebaren Monomaterialien.<br />

Zusätzlich ist es auch wichtig, wo<br />

immer es geht mit grünem Strom zu<br />

produzieren - Low Carbon Aluminium<br />

zum Beispiel hilft auch unseren<br />

Kunden, ihren eigenen CO 2 -Fußabdruck<br />

zu senken.<br />

Eco TwistPaper<br />

KOMPACK: Im Raum stehen<br />

auch immer die Ziele für 2025 und<br />

2030.<br />

Daniel Winkler: Manche Firmen<br />

müssen mittlerweile ihre Ziele bis<br />

2025 revidieren. Unser Ziel ist es<br />

bis 2025, dass alle unsere Verpackungen<br />

„Designed for Recycling“<br />

sind - das ist ein ehrliches Ziel, das<br />

wir schaffen werden. Die Recyclingziele<br />

für 2030 sind für die Industrie<br />

prinzipiell erreichbar - die<br />

Frage ist allerdings - was macht der<br />

Regulator? Werden die Staaten es<br />

schaffen, überall eine Recyclinginfrastruktur<br />

aufzubauen? Zur Zeit<br />

gibt es zu wenig Recyklate. Hier<br />

stehen auch die EU-Staaten in der<br />

Pflicht der Recyclingindustrie unter<br />

die Arme zu greifen<br />

KOMPACK: Anderes Thema<br />

- die FachPack rückt näher - was<br />

können die Kunden auf Eurem<br />

Stand erwarten?<br />

Daniel Winkler: Großer Fokus<br />

bei uns ist die Transformation<br />

neuer Produkte. Ebenso wird es<br />

unsere Aufgabe sein, Aufklärung<br />

zu betreiben. Wenn ich Richtung<br />

Aluminium schaue, wissen viele immer<br />

noch nicht, dass wir hier einen<br />

wunderbar recyclebaren Rohstoff<br />

haben. Erste Umsetzungen wie<br />

das Beispiel mit den Kaffeekapseln<br />

beweisen die Möglichkeit der perfekten<br />

Kreislaufwirtschaft. Unser<br />

Gemeinschaftsprojekt mit einem<br />

bekannten Markenhersteller und<br />

der ARA funktioniert gut. Grünes<br />

Alu ist nicht nur in Österreich zu<br />

einem guten Prozentsatz, sondern<br />

in einem großen Teil von Europa<br />

bereits machbar. („Low Carbon<br />

Alu“ hat Rezyklatanteil oder ist mit<br />

grüner Energie erzeugt) Gerade<br />

die Pharmabranche hilft in diesem<br />

Bereich uns Verpackern mit. Auch<br />

der Kunststoffsektor hat schon vor<br />

den bekannten Bildern mit Plastik<br />

im Meer viel im Sinne der Nachhaltigkeit<br />

entwickelt. Wie auch unsere<br />

EcoLam Familie beweist. Con-


„Nachhaltigkeit ist anders als in<br />

anderen Industriebereichen<br />

längst Kern des Produktes<br />

Verpackung.“ erklärt<br />

Daniel Winkler.<br />

stantia Flexibles wurde für seine<br />

nachhaltigen Lösungen der Mono-<br />

Polyethylen (PE)-Familie EcoLam<br />

auch mit dem Green Star und drei<br />

WorldStar Packaging Awards ausgezeichnet.<br />

Unsere R&D Abteilung<br />

forscht unermüdlich, ob es noch<br />

dünneres, nachhaltigeres Material<br />

einsetzen kann - dies ist in unserer<br />

materialintensiven Branche auch<br />

wichtig. Das beweist auch unsere<br />

neue Lösung EcoTwistPaper.<br />

KOMPACK: Eco TwistPaper?<br />

Daniel Winkler: Ja - eine neuartige,<br />

wachsfreie Verpackung, die<br />

vollständig aus Papier besteht. Wir<br />

nutzen damit die Nachhaltigkeit<br />

und Recyclingfähigkeit von Papier.<br />

EcoTwistPaper wurde in Zusammenarbeit<br />

mit der Confederation of<br />

European Paper Industries (CEPI)<br />

auf Recyclingfähigkeit getestet und<br />

erreichte dort 90 von 100 Punkten<br />

für sein bedrucktes Material.<br />

KOMPACK: Wir haben über<br />

Möglichkeiten gesprochen und<br />

auch über Regulierungen - sehen<br />

Sie als internationaler Konzern<br />

manchmal auch die Gefahr einer<br />

Überregulierung in Europa?<br />

Daniel Winkler: Ja die Gefahr<br />

gibt es - wir stehen im globalen<br />

Wettbewerb und im Vergleich zu<br />

Amerika, China oder Indien sind<br />

manche Regulierungen sicher ein<br />

Nachteil für unsere Industrie. Umso<br />

wichtiger ist es für uns, es als unsere<br />

Aufgabe zu sehen, Verpackung<br />

jeden Tag neu zu denken. Trotz aller<br />

Führerschaft im Umweltbereich<br />

müssen wir in Europa auch wettbewerbsfähig<br />

sein. Eine schöne Plattform,<br />

um sich darüber auszutauschen,<br />

bietet u.a. die Veranstaltung<br />

in Alpbach - hier gibt es einen<br />

regen Austausch um die nächsten<br />

Herausforderungen wieder zu bestehen.<br />

Wie ich gesagt habe - wir<br />

leben in einer spannenden Zeit und<br />

sind noch nicht fertig mit unseren<br />

Entwicklungen, sondern gerade<br />

mittendrin.<br />

KOMPACK: Da sind wir auch<br />

schon bei einem Blick in die Zukunft:<br />

Daniel Winkler: Wenn es um das<br />

Business geht, sehe ich eine Zukunft<br />

voller Chancen. Das sage ich auch<br />

neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />

- wir sind in der glücklichen<br />

Lage gestalten zu können. Alle freuen<br />

sich über innovative neue Produkte,<br />

die wir auf den Markt bringen<br />

- Verpackung ist eben eine tolle,<br />

schöne Sache.<br />

KOMPACK: Danke für das Gespräch.<br />

Individuelle und Individuell<br />

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<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

17


Nachhaltigkeit trifft Innovation:<br />

Scheyer Verpackungstechnik auf dem Weg in eine<br />

Scheyer Verpackungstechnik wurde<br />

weltweit als erste Druckerei mit der<br />

Crystal Technology von Esko zertifiziert.<br />

Im Jahr 20<strong>24</strong> hat Scheyer Verpackungstechnik als erster Flexodrucker<br />

weltweit offiziell die Zertifizierung für die Crystal Technology von Esko<br />

erhalten. Diese Auszeichnung würdigt nicht nur die hervorragende Druckqualität,<br />

sondern auch die kontinuierliche Innovation im Bereich neuer<br />

Verpackungslösungen.<br />

Bei der Überreichung der Urkunde<br />

FachPack<br />

Auf der FachPack Messe in Nürnberg, die vom <strong>24</strong>. bis 26. September<br />

20<strong>24</strong> stattfindet präsentiert Scheyer Verpackungstechnik in Halle 4 auf<br />

Stand 4-140 die neuesten Innovationen der nächsten Generation. Lassen<br />

Scheyer gehört auch zu den ausgezeichneten Lehrbetrieben<br />

Sie sich von den neusten Verpackungslösungen inspirieren und besuchen<br />

sie Scheyer Verpackungstechnik auf der Fach Pack 20<strong>24</strong>.<br />

FachPack: Halle: 4, Stand: 4-140<br />

18<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong>


grünere Zukunft<br />

PV-Anlage mit einer<br />

Kapazität von 300 kWp.<br />

Nachhaltigkeit im Fokus<br />

Scheyer Verpackungstechnik setzt<br />

konsequent auf eine umfassende<br />

Nachhaltigkeitsstrategie, die ökologische,<br />

langlebige und kosteneffiziente<br />

Verpackungen sowie nachhaltige<br />

Produktionsprozesse umfasst.<br />

Seit 2023 bezieht das Unternehmen<br />

seinen gesamten Strom aus erneuerbaren<br />

Quellen und betreibt eine<br />

PV-Anlage mit einer Kapazität von<br />

300 kWp.<br />

Grüne Verpackungsvielfalt<br />

Ein zentrales Element des Produktportfolios<br />

von Scheyer ist die<br />

Linie „Designed for Recycling<br />

(D4R)“. Diese Monomaterialverpackungen<br />

sind zu 100 % recycelbar<br />

und ressourcenschonend hergestellt.<br />

Bei der Entwicklung wurden die<br />

Sortier- und Recycling-Prozesse<br />

berücksichtigt. Zusätzlich bietet die<br />

Linie „Ökolam“ biologisch abbaubare<br />

Verpackungen aus nachhaltig<br />

angebauten Rohstoffen, die optimalen<br />

Produktschutz bieten und am<br />

Point of Sale überzeugen.<br />

Positiv auf die Zukunft gestimmt<br />

Scheyer Verpackungstechnik, ein<br />

Familienunternehmen in der vierten<br />

Generation, blickt optimistisch in<br />

die Zukunft und sieht neue Herausforderungen<br />

als Ansporn für weitere<br />

Innovationen. Die Leidenschaft für<br />

innovative Verpackungslösungen<br />

wird von einem starken Engagement<br />

für Nachhaltigkeit begleitet.<br />

Durch kontinuierliche Forschung<br />

und Entwicklung strebt Scheyer<br />

nach den besten flexiblen Verpa-<br />

ckungslösungen für eine grünere<br />

Zukunft.<br />

Mehr während<br />

der Messe oder vorab unter:<br />

www.scheyer.at<br />

Fotos - Impressionen aus der Produktion<br />

Foto links: FachPack-Stand 2022<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

19


Die Kompaktklasse<br />

der TRAPO Roboterpalettierer<br />

Zur FACHPACK stellt TRAPO die neue Kompaktklasse vor: vom Einsteigermodell<br />

bis zum raumsparenden Hochleistungspalettierer. Basierend auf jahrzehntelanger<br />

Palettierkompetenz präsentiert das Unternehmen aus dem westfälischen Gescher-<br />

Hochmoor live in Halle 3C, Stand 551 Knickarmroboter der Kompaktklasse, die<br />

sich flexibel jeder räumlichen Gegebenheit anpassen.<br />

Alle Palettierer der Serie sind<br />

in lebensmittelkonformer<br />

Ausführung lieferbar. Entsprechend<br />

haben alle Modelle der<br />

aktuellen Kompaktklasse mit dieser<br />

Option eine FDA-Zulassung (Food<br />

and Drug Administration gemäß<br />

US-Behörde).<br />

Robust und raumsparend<br />

„Wie mit dem Schuhlöffel“ werden<br />

die Roboter an vorhandene<br />

Räumlichkeiten eingefügt – ideal für<br />

Produktionshallen mit 2,60 Metern<br />

Deckenhöhe im Bestand. Mit gleich<br />

drei ausgereiften Modellen startet<br />

die robuste, raumsparende Kompaktklasse<br />

in die neue Messesaison.<br />

Optimieren<br />

Für die End-of-Line-Palettierer,<br />

die am Ende einer Produktions- oder<br />

Verpackungslinie zum Einsatz kommen,<br />

setzt TRAPO Knickarmroboter<br />

der High-Speed Robot System Serie<br />

(HRS Series) plus Multifunktionsgreifer<br />

ein. Die Kompaktklasse<br />

der Roboterpalettierer tritt an, um<br />

sowohl Produktionsprozesse als<br />

auch Produkt-Handling und Produktivität<br />

zu optimieren. Dank eines<br />

modularen Baukastens ergeben sich<br />

zahlreiche Möglichkeiten, mit denen<br />

individuelle Automatisierungsanforderungen<br />

beantwortet werden.<br />

Drei Basismodelle<br />

Die Kompaktklasse bietet mit drei<br />

Basismodellen Lösungen für palettierte<br />

Waren wie Eimer, Säcke, Fässer,<br />

Dosen, Kartons, Kanister und<br />

mehr. Als erfahrener Partner ergänzt<br />

TRAPO die Palettierlinie beispielsweise<br />

um AMR-Kompetenz, Palettenpuffersysteme<br />

(Sequenzer) und<br />

automatisiertes Lkw-Beladen mit<br />

dem TRAPO Ladungs System TLS<br />

3600. Spezialist ist das Unternehmen<br />

für die Belange der Lebensmittel-<br />

und Pet Food-Industrie.<br />

Die drei Modelle<br />

der TRAPO Kompaktklasse<br />

Kleiner Roboter für große Entlastung:<br />

Durch jede Tür passt der<br />

TRAPO Cobot Palletizer (TCP) –<br />

das Performance-Modell für den<br />

leichten Einstieg in das automatisierte<br />

Palettieren. Geliefert auf nur<br />

zwei Paletten, kommt der mobil<br />

verfahrbare Roboter, der als „Kollege“<br />

ohne Zaun agieren kann, überall<br />

TRAPO Cobot Palletizer (TCP)<br />

dort zum Einsatz, wo seine Palettierleistung<br />

gefordert ist. Gleichzeitig<br />

gibt TRAPO mit dem Cobot<br />

eine überzeugende Antwort auf den<br />

Fachkräftemangel: Ab sofort können<br />

Mitarbeitende, die bislang manuell<br />

palettierten, an anderer Stelle<br />

der Produktion eingesetzt werden!<br />

Der Kompaktpalettierer HRS compact<br />

steht auch für die kommende<br />

Generation von Knickarmrobotern,<br />

die zum exakten Palettieren eingesetzt<br />

werden. Roboter der HRS Serie<br />

sind Basis für Anforderungen mit<br />

hoher Palettierleistung.<br />

Individuellen Greifer<br />

Um die geforderte Aufgabe perfekt<br />

auszuführen, benötigen Roboteranwendungen<br />

die perfekte Ausstattung.<br />

Bewährte Greifertechnologien<br />

beeinflussen die Verfügbarkeit steigern<br />

die Leistung und schonen das<br />

Produkt.<br />

End-of-Line-Palletizing–eingebunden<br />

in zuverlässige Fördertechnik<br />

Die gesamte Prozessabwicklung<br />

wird durch einen zuverlässigen Rollenförderer<br />

unterstützt. Dieser sorgt<br />

nicht nur für eine reibungslose Zuführung<br />

der Produkte, sondern auch<br />

für die geordnete Bereitstellung<br />

der Paletten. Optional kann bei den<br />

Palettierern zur Stabilisierung des<br />

Workflows die Versorgung mit Leerpaletten<br />

über ein robustes Leerpalettenmagazin<br />

erfolgen. Alle Roboter<br />

der Kompaktklasse liefern die Palette<br />

über Fördertechnik in Flurhöhe<br />

aus – von dort können sie manuell<br />

mit allen gängigen Hubwagen abgenommen<br />

werden.<br />

Präzise und effizient:<br />

Zwischenlagenhandling<br />

Die Flexibilität der Kompaktklasse<br />

wird durch das optionale Zwischenlagenhandling<br />

erweitert. Dies kann<br />

entweder als integrierte Zusatzfunktion<br />

am Greifer des Roboters<br />

erfolgen oder über einen separaten<br />

Schwenkarm, welcher die Zwischenlagen<br />

separat vom eigentlichen<br />

Palettierprozess handhabt. Durch<br />

diesen zusätzlichen Blattaufleger<br />

wird die Leistung des Palettierprozesses<br />

weiter gesteigert.<br />

Mehr während der FachPack<br />

oder vorab unter:<br />

www.trapogroup.com<br />

20 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

Für jede Anwendung die richtige Lösung/Fotos: Trapo


Ganzheitliche Linienkonzepte für Aufschnittanwendungen,<br />

Stückware und weitere Frischeprodukte<br />

„Line Up for Tomorrow“ mit Weber Food Technology – digitaler und breiter aufgestellt<br />

denn je. Während der FACHPACK können Besucher das breite Weber<br />

Lösungsportfolio mit ganzheitlichen Linienkonzepten für Aufschnittanwendungen,<br />

Stückware und weitere Frischeprodukte entdecken.<br />

Dieses wird anhand eines<br />

Hochleistungs-Komplettlinienkonzeptes<br />

für die<br />

Verarbeitung und Verpackung von<br />

Aufschnittprodukten demonstriert.<br />

Der neue Performance-Slicer Weber<br />

Slicer weSLICE 7500 sowie die<br />

integrierte Automatisierungslösung<br />

rund um den Weber wePICK Pick<br />

Roboter machen diese Linie zum<br />

Flexibilitätswunder und damit zur<br />

perfekten Wahl für vielfältige Anwendungsbereiche<br />

und Produkte wie<br />

Brühwurst, Rohwurst oder Käse. Ein<br />

weiteres Highlight in dieser Linie:<br />

die leistungsstarke Weber wePACK<br />

7000 Tiefziehverpackungsmaschine<br />

ist mit einer neuen, recyclefähigen<br />

adapa Monofolie ausgerüstet, die<br />

bei 25 % weniger Materialstärke die<br />

gleiche Packungssteifigkeit erreicht<br />

wie herkömmliche Folien.<br />

wePACK 4000<br />

Das Weber Portfolio umfasst innovative<br />

Lösungen für alle Leistungsbereiche<br />

und Chargengrößen. Ein<br />

weiteres Exponat auf dem Messestand<br />

ist daher die wePACK 4000.<br />

Der kompakte Thermoformer ist die<br />

perfekte Lösung für das Verpacken<br />

kleinerer Chargen von Aufschnitt<br />

oder Stückware wie Würstchen und<br />

Kartoffeln. Auf der FACHPACK<br />

präsentiert sich der Thermoformer<br />

für mittlere Leistungsbereiche erstmals<br />

in Kombination mit dem extrem<br />

effizienten Querbahn-Etikettierer<br />

Weber weLABEL, der als Oberbahn-<br />

und Unterbahnvariante ab<br />

sofort auch für die wePACK 4000<br />

verfügbar ist.<br />

Intelligente Vernetzung<br />

Um das gesamte Potenzial erstklassiger<br />

Technik auszuschöpfen,<br />

bedarf es zusätzlich einer intelligenten<br />

Vernetzung aller Linienmodule<br />

sowie der Erfassung und<br />

Zusammenführung aller relevanten<br />

Daten. Daher wird ein besonderer<br />

Fokus ebenfalls auf der Digitalisierung<br />

der Lebensmittelproduktion<br />

liegen. Mit den Weber Digital Factory<br />

Solutions stehen Lebensmittelproduzenten<br />

alle Produktionsdaten,<br />

Analysen und Reports rund um die<br />

Uhr in Echtzeit zur Verfügung. Damit<br />

sind diese in der Lage, schnell<br />

fundierte Entscheidungen zu treffen,<br />

Produktionspotenziale zu heben und<br />

-verluste zu vermeiden.<br />

Weber Gruppe<br />

Vom gewichtsgenauen Schneiden<br />

und Verpacken von Wurst, Fleisch,<br />

Käse und veganen Ersatzprodukten<br />

bis hin zu komplexen Automatisierungslösungen<br />

für Ready Meals,<br />

Pizzen, Sandwiches und weitere<br />

Convenience-Produkte: Weber Food<br />

Technology ist einer der führenden<br />

Systemanbieter für Lebensmittel<br />

wie Aufschnitt- und Stückware sowie<br />

das Automatisieren und Verpacken<br />

von Frischeprodukten. Zentrales<br />

Ziel des Unternehmens ist es,<br />

Kunden das Leben mithilfe herausragender,<br />

individueller Lösungen<br />

einfacher zu machen und ihnen den<br />

optimalen Betrieb ihrer Anlagen<br />

über den gesamten Lebenszyklus<br />

hinweg zu ermöglichen. Rund 1.900<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an<br />

26 Standorten in 21 Nationen sind<br />

heute bei Weber Food Technology<br />

beschäftigt und tragen mit Engagement<br />

und Leidenschaft täglich zum<br />

Erfolg der Weber Gruppe bei. (In<br />

Österreich auch durch die Partnerfirma<br />

Gramiller vertreten) Bis heute ist<br />

das Unternehmen in Familienbesitz<br />

und wird von Tobias Weber, dem<br />

ältesten Sohn des Firmengründers<br />

Günther Weber, als CEO geleitet.<br />

Mehr während der FachPack:<br />

Halle 1 - Stand 1-434<br />

oder unter: www.<strong>web</strong>er<strong>web</strong>.com<br />

oder beim österreichischen<br />

Partner: www.gramiller.at<br />

Fotos: WeberFood Technology<br />

Halle 3A / Standnummer 3A-448<br />

und Halle 3C / Standnummer 3C-322<br />

03/<strong>24</strong><br />

21


Logett investiert und wird<br />

Die Firma Logett wurde heuer von der internationalen ESG-Rating Agentur<br />

EcoVadis mit der Gold Medaille ausgezeichnet wurden! „Somit zählen wir zu<br />

den besten 5% der in den letzten 12 Monaten von EcoVadis bewerteten Unternehmen.<br />

Dies spiegelt die Qualität unseres Nachhaltigkeits-Managementsystems<br />

wider und zeigt unser Engagement für die Förderung der Transparenz<br />

entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“ so Geschäftsführer Manfred<br />

Pichler. Es gibt aber auch weitere Neuigkeiten - so wurde aktuell eine neue<br />

9-Farben Nilpeter-Flexodruckmaschine installiert.<br />

Prinzipiell denkt man bei Etiketten<br />

oft an die hochveredelten<br />

Schmucketiketten,<br />

die dem Produkt einen glanzvollen<br />

Auftritt am Point of Sale verschaffen.<br />

An die unzähligen scheinbar<br />

unscheinbaren Etiketten, die auf<br />

jeder Versandverpackung kleben<br />

und dafür sorgen, dass das Produkt<br />

sicher an sein Ziel kommt, denkt<br />

allerdings kaum jemand. Das Frastanzer<br />

Unternehmen Logett hat<br />

sich genau auf diese Etiketten spezialisiert.<br />

Mit der Investition in<br />

eine neue Druckmaschine hat man<br />

nun das Produktspektrum ausgeweitet.<br />

Logistik-Etiketten<br />

Schon der Name Logett verrät,<br />

dass Logistik-Etiketten das<br />

Hauptprodukt des Unternehmens<br />

sind. „75 Prozent beträgt der Anteil<br />

von Logistik-Etiketten an der<br />

Produktion“, verrät der Geschäftsführer.<br />

Dabei handelt es sich um<br />

Blanko-Etiketten, in Form und<br />

Größe individuell abgestimmt, die<br />

dazu dienen, dass die Unternehmen<br />

alle notwendigen Logistikdaten<br />

aufdrucken können. Aber<br />

auch bedruckte Etiketten zählen<br />

seit Jahren zum Sortiment. (KOM-<br />

PACK berichtete) „Wie beliefern<br />

zum Beispiel die Lebensmittelbranche<br />

mit Aktionsetiketten, die<br />

auf die jeweiligen Verpackungen<br />

von Fleisch- und Wurstwaren aufgeklebt<br />

werden“, erläutert Manfred<br />

Pichler. Sein Vater, Kurt Pichler<br />

ergänzt: „Zu den wichtigsten<br />

Kunden des Unternehmens zählen<br />

neben der Transport- und Logistikbranche<br />

auch die Lebensmittelund<br />

Getränkeindustrie.<br />

ßen. „Es geht im Prinzip um Inventuretiketten<br />

über fortlaufend<br />

bedruckte Barcodeetiketten oder<br />

‚Auszeichnungsetiketten bis hin zu<br />

einfachen Schmucketiketten“, erklärt<br />

Manfred Pichler die Hintergründe.<br />

Auch das Bedrucken von<br />

Verpackungsmaterial oder flexible<br />

Verpackungen ist mit der neuen<br />

Maschine, nun ebenfalls ein Thema.<br />

„Aber diesbezüglich befinden<br />

wir uns noch in der Findungsphase“,<br />

betont Manfred Pichler der<br />

sich auch schon darauf freut erste<br />

Muster während der FachPack den<br />

Kunden präsentieren zu können.<br />

„Wir loten gerade die Möglichkeiten<br />

aus. Eines ist aber klar - mit<br />

der neuen Druckmaschine steigern<br />

wir sowohl die Quantität als auch<br />

Qualität der bestehenden Produktion.<br />

„Unsere bisherigen Maschinen<br />

waren einfach zu klein, eine effiziente<br />

Produktion war nicht mehr<br />

möglich. Auch aus diesem Grund<br />

haben wir uns entschieden in eine<br />

neue, breitere Druckmaschine zu<br />

investieren“, so Manfred Pichler.<br />

Nun können, im angestammten Logistikbereich<br />

auch großformatige<br />

Palettenetiketten – aufgrund der<br />

größeren Bahnbreite der Maschine<br />

– effizient produziert werden.<br />

Rasante<br />

Unternehmensentwicklung.<br />

Hintergrund dieser Investition<br />

ist das anhaltende Wachstum des<br />

Unternehmens. Logett wurde 1997<br />

gegründet, wobei die Firma Müroll<br />

wesentlich an der Gründung<br />

beteiligt war. „Von Seiten Müroll<br />

bestand Bedarf an Logistiketiketten,<br />

um die eigenen Produkte, wie<br />

Selbstklebeb.nder, Papierrollen<br />

und Etiketten, zu kennzeichnen. So<br />

hat man beschlossen, mit Logett<br />

ein eigenst.ndiges Unternehmen<br />

ins Leben zu rufen“, erzählt Kurt<br />

Pichler aus der Firmenhistorie. Es<br />

wurde die erste Etikettenstanzmaschine<br />

gekauft und in weiterer<br />

Folge kam eine Druckmaschine<br />

dazu. Der Start des jungen Unternehmens<br />

war erfolgreich und es<br />

konnten neben Müroll zahlreiche<br />

weitere Kunden gewonnen werden.<br />

Die rasante Geschäftsentwicklung<br />

führte dazu, dass man sich 2010<br />

aus der „Wohngemeinschaft“ mit<br />

Müroll löste. Es folgte der Neubau<br />

eines Produktions- und Verwaltungsgebäudes<br />

auf über 6.000 m.<br />

in Frastanz. Anfang 2011 wurde<br />

der Umzug an den neuen Standort<br />

vollzogen. (KOMPACK berichtete)<br />

„Als wir hierher gezogen sind,<br />

hatten wir drei Stanzmaschinen<br />

und eine kleine Druckmaschine.<br />

Jetzt haben wir drei Flexodruckmaschinen,<br />

eine Digitaldruckmaschine<br />

und acht Stanzkonfektionsmaschinen.<br />

Begonnen haben wir<br />

mit fünf Mitarbeiter:innen, jetzt<br />

sind wir siebzehn“, blickt Manfred<br />

Pichler stolz auf die Unternehmensentwicklung.<br />

Er selbst ist<br />

seit 2010 im Unternehmen und hat<br />

2019 die Geschäftsführung – gemeinsam<br />

mit seinem Vater Kurt –<br />

übernommen. Dieser ist seit 2022<br />

in Ruhestand, seitdem ist Manfred<br />

Pichler alleiniger Geschäftsführer.<br />

Lebensmittelzertifizierung<br />

Mit der Lebensmittelzertifizierung<br />

2014 konnte ein weiterer<br />

Wachstumsschub verzeichnet<br />

Neue Märkte<br />

Mit der Investition in die 9-Farben<br />

Nilpeter-Flexodruckmaschine<br />

wird Logett nun das Segment<br />

der bedruckten Etiketten stärken<br />

und zusätzliche Märkte erschlie-<br />

22 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

Manfred Pichler bei der neu installierten<br />

9-farben Nilpeter-Flexodruckmaschine


ausgezeichnet<br />

werden. Zahlreiche neue Kunden<br />

konnten gewonnen werden. Auch<br />

der steigende Onlinehandel trägt<br />

nicht unwesentlich zum Unternehmenserfolg<br />

bei. „Man muss<br />

festhalten, dass auf allen Paketen,<br />

die transportiert werden, Logistiketiketten<br />

kleben“, macht Manfred<br />

Pichler klar, „ob das nun aus dem<br />

Online- oder dem stationären Handel<br />

stammt, ist für uns letztendlich<br />

irrelevant. Wir decken den gesamten<br />

Warenfluss mit unseren Etiketten<br />

ab.“<br />

Nachhaltigkeit<br />

Wie bereits erwähnt investiert<br />

das Unternehmen nicht nur in den<br />

Maschinenpark, auch Nachhaltigkeit<br />

spielt zunehmend eine Rolle.<br />

So kam letztes Jahr eine PV-Anlage<br />

auf das Unternehmensdach,<br />

Blick auf das Firmengebäude<br />

Produktion auf der neuen Anlage<br />

mit der Logett seinen Eigenbedarf<br />

an Energie decken kann. „Mit der<br />

neuen Druckmaschine wird sich<br />

das jetzt nicht mehr ganz ausgehen“,<br />

lacht Manfred Pichler. Dabei<br />

geht es nicht nur um die 9-Farben<br />

Nilpeter, denn vor kurzem wurde<br />

zusätzlich eine neue Stanzmaschine<br />

in Betrieb genommen. Falls das<br />

Wachstum so weitergeht ist am<br />

vorhandenen Standort auch noch<br />

Platz für einen weiteren Ausbau.<br />

Mehr über das Unternehmen<br />

und dem Schwesterbetrieb<br />

Müroll sehen Sie während<br />

der FachPack: Halle 6 /<br />

Standnummer 6-264<br />

oder vorab unter:<br />

www.mueroll.com<br />

oder www.logett.at<br />

VIELFACH<br />

AUSGEZEICHNET<br />

Gewinner Staatspreis<br />

Smart Packaging 2022<br />

www.pawel.at / Tel .: +43 1 602 13 22<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong> 23<br />

Wien I Graz I Skycov (SK) I Szentgotthard (HU)


Süßwaren leistungsstark<br />

und umweltschonend verpackt<br />

SACMI Packaging & Chocolate präsentiert auf der Fachpack effiziente Systeme<br />

für die Primär- und Sekundärverpackung von Süß- und Backwaren. Die Anlagen<br />

ermöglichen der Industrie, Marktbedürfnisse zu erfüllen und Prozesse vollständig<br />

zu automatisieren. Auch die Verarbeitung nachhaltiger Verpackungsmaterialien<br />

wird vorgeführt.<br />

Süßigkeiten und Snacks in<br />

Riegelform werden häufig<br />

in Displaykartons an den<br />

Handel ausgeliefert. Diese Sekundärverpackungen<br />

gilt es in einer<br />

Vielzahl von Formaten und mit unterschiedlichen<br />

Stückzahlen sowie<br />

sortengemischt befüllt zu produzieren.<br />

Displaykarton<br />

flexibel konfiguriert<br />

Das neue multifunktionale Kartonierungssystem<br />

Advance S334<br />

meistert die Herausforderung. Der<br />

Linearmotor lässt die Prozessschritte<br />

des Aufrichtens, Befüllens<br />

und Verschließens unabhängig<br />

voneinander erfolgen, was insbesondere<br />

bei häufigen Produktwechseln<br />

maximale Effizienz und<br />

Vielseitigkeit bietet. So lassen sich<br />

bei den regalfertigen Displays<br />

verschiedene Verpackungskonfigurationen<br />

umsetzen. Anwender<br />

erreichen eine Leistung von bis zu<br />

800 Produkten beziehungsweise<br />

150 geschlossenen Kartonschachteln<br />

pro Minute. Advance S-334 ist<br />

auch mit Flowpack-Linien kombinierbar,<br />

um Primär- und Sekundärverpackungslinien<br />

vollständig zu<br />

automatisieren.<br />

Rekordschnelle Einschlagmaschine<br />

für Schokolade<br />

Die vollelektronische Einschlagmaschine<br />

HTB unter der Marke<br />

Carle & Montanari verpackt bis zu<br />

Die Pralinenwickelmaschine HY7 verpackt bis zu 700 Produkte pro Minute<br />

und meistert die Herausforderungen flexibler Formate.<br />

250 Schokoladentafeln und Schokoriegel<br />

pro Minute. Die auf dem<br />

Markt einzigartige Geschwindigkeit<br />

lässt sich sogar bei empfindlichen<br />

Produkten erzielen und sie<br />

geht einher mit einer außerordentlichen<br />

Verpackungsqualität. Schokoladenhersteller<br />

können mit der<br />

HTB Produkte mit Innen- und Außenverpackung<br />

fertigen, wobei die<br />

innere Verpackung an drei Stellen<br />

versiegelt wird und die äußere<br />

Verpackung aus vorgeschnittenem<br />

Karton oder Papier besteht. Auch<br />

unter Nachhaltigkeitsaspekten<br />

überzeugt die Maschine, weil<br />

sie für die neuesten umweltschonenden<br />

Verpackungsmaterialien<br />

geeignet ist. Dank der platzsparenden<br />

Abmessungen benötigt die<br />

Einschlagmaschine zudem nur wenig<br />

Aufstellfläche in der Produktion.<br />

Pralinen mit<br />

Highspeed wickeln<br />

Die Multi-Style-Pralinenwickelmaschine<br />

HY7 unter der Marke<br />

Carle & Montanari ist die erste<br />

Wickelmaschine mit Hybridtechnologie<br />

und nutzt nicht nur mechanische,<br />

sondern auch besonders<br />

leistungsstarke sowie energieeffiziente<br />

Servoantriebe. Das System<br />

verpackt bis zu 700 Pralinen pro<br />

Minute und meistert zugleich die<br />

aktuellen Herausforderungen hinsichtlich<br />

flexibler Formate. Möglich<br />

sind zum Beispiel Seiten- oder<br />

Doppel-Twist, Bunch-, Kuvertund<br />

einfacher Einschlag. Auch<br />

sehr empfindliche oder unregelmäßig<br />

geformte Produkte werden<br />

effizient gewickelt. Die einzelnen<br />

Teile des Falzwerks lassen sich<br />

nicht nur flexibel an die Pralinenform<br />

anpassen, sondern ebenso an<br />

die Folieneigenschaften. So kann<br />

auch die neueste Generation umweltschonender<br />

Verpackungsmaterialien<br />

verarbeitet werden, was<br />

auf der Fachpack am Beispiel von<br />

Papierfolie demonstriert wird.<br />

Über SACMI<br />

Packaging & Chocolate<br />

SACMI Packaging & Chocolate<br />

S.p.A. ist eine Business Unit der<br />

SACMI-Group mit Hauptsitz im<br />

norditalienischen Imola. Unter den<br />

Marken Carle & Montanari (Schokoladenherstellung)<br />

sowie OPM<br />

(Verpackung) bietet SACMI Packaging<br />

& Chocolate als einziges Unternehmen<br />

weltweit Maschinen und<br />

komplette Linien für den gesamten<br />

Prozess von der Kakaorohmasse<br />

bis zur Endverpackung.<br />

Mehr während der FachPack<br />

in Halle 1, Stand 1-239<br />

oder unter:<br />

www.sacmi.com<br />

Flexible Lösung für Displaykartons: Das neue<br />

Verpackungssystem Advance S-334.<br />

Die Einschlagmaschine HTB erreicht Hochgeschwindigkeit<br />

bei der Verpackung von Schokoladentafeln.<br />

<strong>24</strong> <strong>04</strong>/<strong>24</strong>


Saropack Handels GmbH und Zeisberger Süd Folie GmbH:<br />

Gebündelte Kompetenz an der Fachpack<br />

Vom <strong>24</strong>. bis zum 26. September 20<strong>24</strong> wird die Fachpack wieder zum zentralen<br />

Treffpunkt der Verpackungsindustrie. Die Verpackungsmesse vermittelt einen<br />

kompakten aber zugleich umfangreichen Einblick rund um alle relevanten<br />

Themen aus der Verpackungswirtschaft. Mittendrin im Geschehen die Saropack<br />

Handels GmbH und Zeisberger Süd Folie GmbH mit ihren Innovationen und<br />

dem SAROGREEN-Konzept für nachhaltige Folienverpackungen. Der gemeinsame<br />

Messeauftritt der beiden Verpackungsspezialisten unterstreicht die<br />

Strategie der gebündelten Kompetenz für Ihre Folienverpackungslösung!<br />

Die Saropack Gruppe ist<br />

sich ihrer Verantwortung<br />

bewusst – und liefert mit<br />

dem SAROGREEN Konzept kundenorientierte<br />

Antworten. Saropack<br />

Handels GmbH und Zeisberger<br />

Süd-Folie GmbH nutzen die Messe<br />

als gemeinsame Plattform, um<br />

Branchenkennern und Entscheidungsträgern<br />

ihr umfassendes Portfolio<br />

und das SAROGREEN Konzept<br />

für umweltverträgliche und<br />

ressourcenschonende Verpackungslösungen<br />

zu präsentieren.<br />

Unternehmen<br />

wachsen zusammen<br />

Nach der Übernahme der Zeisberger<br />

Süd-Folie GmbH durch die<br />

Saropack Gruppe anfangs 2023<br />

wachsen die beiden Unternehmen<br />

kontinuierlich zusammen und<br />

kombinieren ihre Kompetenzen.<br />

Als Marktführer im Verkauf von<br />

Folienverpackungssystemen im<br />

DACH-Raum verfolgt Saropack<br />

einen ganzheitlichen Ansatz, der<br />

das Knowhow für Verbrauchsmaterial,<br />

die Maschinen und den technischen<br />

Service kombiniert. Die<br />

Zeisberger Süd-Folie GmbH, als<br />

renommierte Expertin im Bereich<br />

«Flexible Packaging» ergänzt<br />

durch ihre leistungsfähige Folienverarbeitung.<br />

Die gemeinsamen<br />

Synergien versprechen wegweisende<br />

Lösungen und sind ein Gewinn<br />

für die Kunden.<br />

Prozesse optimieren<br />

Besucherinnen und Besucher<br />

erfahren, wie sich Folienverpackungen<br />

dank neuester Innovationen<br />

in Materialien und Prozesse<br />

optimieren lassen. An den Verpackungsmaschinen<br />

vor Ort demonstriert<br />

Saropack die Funktionalität<br />

von nachhaltigen und lebensmittelkonformen<br />

Folien mit Recyclinganteilen.<br />

Ein umfassendes Portfolio<br />

für massgeschneiderte und branchenspezifische<br />

Lösungen, über das<br />

sich Interessierte am Stand unverbindlich<br />

beraten und informieren<br />

lassen können.<br />

Mehr während der FachPack<br />

in Halle 7, Stand 464 oder vorab<br />

unter: www.saropack.at<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

25


Lösungen für die Kreislaufwirtschaft<br />

Metsä Board präsentiert auf der FachPack in Halle 4A sein Sortiment an leichtgewichtigem<br />

Premiumkartonqualitäten sowie seine 360-Services. Als einer der<br />

führenden europäischen Hersteller von Frischfaserkarton konzentriert sich das<br />

zur Metsä-Gruppe gehörende Unternehmen Metsä Board auf sein Engagement<br />

für die Kreislauffähigkeit von Verpackungen und effiziente Materialnutzung<br />

sowie Lösungen zur Reduzierung des CO 2 -Fußabdrucks von Verpackungen.<br />

Besucher der FachPack<br />

können sich beispielsweise<br />

über vielfältige Verpackungsanwendungen<br />

für den<br />

recycel- und kompostierbaren Dispersionsbarrierekarton<br />

von Metsä<br />

Board informieren. Er kann dazu<br />

beitragen, den Einsatz von Kunststoffen<br />

zu reduzieren – auch für<br />

sensible Anwendungen wie beispielsweise<br />

trockene Lebensmittel,<br />

Takeaway Mahlzeiten, Backwaren<br />

oder Tiefkühlkost. Das Unternehmen<br />

wird darüber hinaus auch<br />

seine hochwertigen Faltschachtelkartonqualitäten<br />

und weißen<br />

Kraftliner ausstellen. Dank ihrer<br />

Leichtgewichtigkeit und Stabilität<br />

ermöglichen Sie eine bessere Ressourceneffizienz<br />

sowie Materialeinsparungen.<br />

Beratung<br />

Metsä Board lädt die Besucher der<br />

FachPack ein, am Stand über ihre<br />

Einige Muster/Fotos: Metsä Board<br />

Verpackungsherausforderungen<br />

sowie die Umweltauswirkungen<br />

von Material- und Verpackungsentscheidungen<br />

zu diskutieren und<br />

sich beraten zu lassen. Zu diesem<br />

Zweck wird Metsä Board auch eine<br />

von Dritten geprüfte Studie zur<br />

Hand haben. Diese zeigt, wie der<br />

Wechsel zu optimiertem Frischfaserkarton<br />

den CO 2 -Fußabdruck<br />

von Pharmaverpackungen um 60<br />

Prozent reduzieren kann.<br />

Investitionsprojekte<br />

Auch die kürzlich abgeschlossenen<br />

Investitionsprojekte in Husum und<br />

Kemi wird das Unternehmen auf<br />

der FachPack vorstellen. Die Erhöhung<br />

der Kapazität für Faltschachtelkarton<br />

in Husum und für weißen<br />

Kraftliner in Kemi demonstrieren<br />

das Engagement von Metsä Board<br />

im Bereich ressourceneffiziente<br />

Kartonqualitäten und stärkt die Position<br />

des Unternehmens als führender<br />

Anbieter von Faltschachtelkarton<br />

und weißem Kraftliner in Europa.<br />

Mit diesen Investitionen positioniert<br />

sich Metsä Board sehr gut, um der<br />

wachsenden Nachfrage nach faserbasierten<br />

Verpackungsmaterialien<br />

gerecht zu werden und seine Kunden<br />

mit qualitativ hochwertigen Verpackungslösungen<br />

zu unterstützen.<br />

Mehr während der FachPack:<br />

4A, Stand 116, oder vorab: www.<br />

metsagroup.com/metsaboard/<br />

26 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>


Hochpräzises Kleben<br />

Robatech präsentiert auf der FACHPACK in Nürnberg ihr Klebstoff-Auftragssystem<br />

für höchste Präzision und Zuverlässigkeit. Aber auch das neue, kleine<br />

Schmelzgerät für einfache Anwendungen mit wenig Klebstoffverbrauch verspricht<br />

eine gute Auftragsqualität. Ausserdem demonstriert Robatech live am<br />

Stand, wie einfach exaktes Falzen geht.<br />

Das Schmelzgerät Vision<br />

in Kombination mit dem<br />

Heizschlauch Performa<br />

und dem elektrischen Auftragskopf<br />

Volta ist Robatechs Flaggschiff und<br />

steht für höchste Prozesssicherheit<br />

und Präzision beim Verkleben<br />

von Primär- und Sekundärverpackungen.<br />

Das energieeffiziente<br />

Schmelzgerät hält zuverlässig<br />

die Klebstoffviskosität konstant<br />

und sorgt für einen stabilen Klebstoffdruck.<br />

Der vollisolierte Heizschlauch<br />

Performa fördert den<br />

Klebstoff möglichst ohne Wärmeverlust<br />

zum Auftragskopf. Und der<br />

elektrische Spritzkopf Volta trägt<br />

den Klebstoff schliesslich punktgenau<br />

auf – dank den hohen Schaltfrequenzen<br />

eignet er sich auch für<br />

Hotmelt-Stitching.<br />

Einfache Anwendungen<br />

Für einfache Anwendungen mit<br />

einem Klebstoffbedarf bis zu<br />

2.5kg/h reicht das kleine Schmelzgerät<br />

Easy, das zusammen mit<br />

dem Heizschlauch Rio und dem<br />

Auftragskopf Twist die EasyLine<br />

bildet. Die Funktionalitäten dieses<br />

neuen Schmelzgeräts sind auf das<br />

erforderliche Minimum beschränkt,<br />

doch an raffinierten Details für<br />

einen einfachen Einbau und eine<br />

schnelle Wartung wurde nicht gespart.<br />

Trotz Einfachheit und einem<br />

attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis<br />

liefert das Schmelzgerät<br />

Easy Klebstoff-Auftragsqualiät in<br />

dergewohnten Robatech-Qualität.<br />

Präzises Falzen und Kleben<br />

So präzise wie das Kleben soll<br />

auch das Falzen sein. Der patentierte<br />

Flüssigkeitsriller PerfectFold,<br />

den die Besucher auf der FACH-<br />

PACK live erleben können, ist so<br />

genial wie einfach. Ein Auftrags-<br />

kopf trägt – ähnlich wie bei einem<br />

Klebstoffauftrag – eine Rillflüssigkeit<br />

auf die Falzlinien eines Wellkartons<br />

auf, so dass die Zuschnitte<br />

präzise und mit geringem Kraftaufwand<br />

gefalzt werden können. Falzbrüche<br />

sowie unregelmässige Gaps<br />

und Fishtailing gehören damit der<br />

Vergangenheit an. Mit PerfectFold<br />

gerillte Wellkartons liefern exakte<br />

Innenmasse, so dass Einschübe ohne<br />

Probleme in Faltkartons eingepasst<br />

werden können.<br />

Robatech<br />

Robatech optimiert den industriellen<br />

Heissleim- und Kaltleimauftrag<br />

mit nachhaltigen und innovativen<br />

Klebstoff-Auftragssystemen. Seit<br />

1975 entwickelt und produziert Robatech<br />

Steuerungen, Auftragsköpfe,<br />

Schmelz- und Dosiersysteme, die<br />

Klebeprozesse umweltverträglicher,<br />

sicherer und einfacher machen. Die<br />

Robatech-Gruppe mit Hauptsitz im<br />

schweizerischen Muri/AG ist in<br />

über 80 Ländern vertreten. Mehr<br />

als 670 Mitarbeitende weltweit<br />

sorgen für eine persönliche und<br />

schnelle Kundenbetreuung in den<br />

unterschiedlichsten Industrien.<br />

Mehr während der FachPack:<br />

Halle: Halle 2 | Stand 533<br />

oder vorab: www.robatech.at<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

27


Schubert und John West präsentieren ECOTWIST®<br />

Innovative nachhaltige Multipack-<br />

John West, der britische Marktführer für haltbare Thunfischprodukte, stand<br />

vor der Herausforderung, bei seinen wichtigsten Produkten die Plastikverpackungen<br />

zu ersetzen, ohne dabei mehr Abfall in der Lieferkette zu verursachen.<br />

Nur so kann John West seine Ziele für nachhaltige Verpackungen erreichen.<br />

Nach enger Zusammenarbeit mit der Schubert Group, CCL Label und Touch<br />

Design lanciert John West jetzt ECOTWIST®, eine der bedeutendsten Verpackungsinnovationen<br />

der letzten 20 Jahre für ungekühlte Fischprodukte in Großbritannien.<br />

ECOTWIST®, eine zum<br />

Patent angemeldete Verpackungslösung,<br />

ersetzt die<br />

traditionelle Plastikschrumpffolie<br />

durch einen sogenannten Smartstrip®.<br />

Das neue Design erfüllt<br />

die Zielsetzung von John West,<br />

bis 2025 insgesamt 100 Prozent<br />

seiner Produkte in nachhaltigen<br />

Verpackungen zu produzieren. Der<br />

innovative Smartstrip® besticht<br />

durch seine Einfachheit: Dank ihm<br />

können Verbraucherinnen und Verbraucher<br />

können die oberste Dose<br />

einfach drehen und abziehen, um<br />

sie vom Dosenstapel abzulösen.<br />

Dank ECOTWIST® spart John<br />

West jährlich etwa 65 Tonnen Plastikschrumpffolie<br />

oder 300 Tonnen<br />

Karton ein. Die Lösung wurde von<br />

unabhängiger Stelle als vollständig<br />

recycelbar eingestuft. Konsumentinnen<br />

und Konsumenten können<br />

die Verpackung problemlos über<br />

das britische Recyclingsystem entsorgen.<br />

Enge Zusammenarbeit zwischen<br />

den Partnerunternehmen<br />

Das Twist-Prinzip entwickelte<br />

Touch Design in enger Zusammenarbeit<br />

mit dem Team von John West.<br />

James Pryor, Managing Partner bei<br />

Touch, erklärt: „Wir haben etwa 20<br />

nachhaltige Verpackungskonzepte<br />

getestet. Von John West hatten wir<br />

die Vorgabe, ein ‚Multipack 2.0‘<br />

mit minimaler Verpackung zu entwickeln,<br />

um die Plastikschrumpffolie<br />

komplett zu entfernen und so<br />

die nachhaltigen Verpackungsziele<br />

28 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

ECOTWIST®, eine zum Patent<br />

angemeldete Verpackungslösung,<br />

ersetzt die traditionelle<br />

Plastikschrumpffolie durch einen<br />

sogenannten Smartstrip®.<br />

Verbraucher können eine<br />

Dose einfach drehen<br />

und ziehen, um sie von<br />

den anderen Dosen<br />

abzulösen.<br />

Foto: John West Foods<br />

von John West zu erfüllen. Dabei<br />

wollten sie die Stabilität des Multipacks<br />

beibehalten. Andere Verpackungsideen<br />

hätten mehr Material<br />

oder zusätzliches Gewicht<br />

für jede Dose bedeutet, was John<br />

West vermeiden wollte. Wir haben<br />

ECOTWIST® zur einfachsten und<br />

elegantesten Lösung weiterentwickelt.“<br />

Die richtige Balance<br />

CCL Label musste die richtige<br />

Balance finden, damit die Smartstrips®<br />

aus Aluminium stabil genug<br />

sind, um gestapelt und transportiert<br />

zu werden und sich für alle Altersgruppen<br />

leicht öffnen lassen. Wayne<br />

Firth, UK Sales and Marketing<br />

Director bei CCL Label, ergänzt:<br />

„Das Drehen und Abziehen einer<br />

Dose muss sich gut anfühlen. So<br />

soll der Smartstrip® im richtigen<br />

Moment nachgeben, richtig klingen<br />

und richtig aussehen. Die von<br />

uns entwickelten Etiketten mussten<br />

daher verschiedene Eigenschaften<br />

erfüllen und das richtige Maß an<br />

Klebekraft bieten. Dies haben wir<br />

sichergestellt, indem wir die Dosenstapel<br />

strengen Tests unterzogen,<br />

um zu gewährleisten, dass sie<br />

sowohl stabil wie auch benutzerfreundlich<br />

sind.“<br />

Schubert entwickelt<br />

Verpackungslinie für John West<br />

Die Schubert Group entwickelte<br />

eine eigens für John West konzipierte<br />

Verpackungslinie, die alle<br />

Anforderungen des Konzepts von<br />

Touch Design und des Aluminiumstreifens<br />

von CCL Label in eine<br />

industrielle Lösung integriert.<br />

Cyrille Zimmermann, Projektleiter<br />

bei Schubert, ergänzt: „Wir haben<br />

hier eine zukunftsweisende neue<br />

Verpackungstechnologie entwickelt,<br />

gebaut und in Betrieb genommen.<br />

John West verfügt jetzt über die<br />

erste Verpackungslinie in dieser<br />

Kategorie weltweit. Dies verschafft<br />

der Marke einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil,<br />

um sich im Bereich<br />

nachhaltiger Verpackung weiter<br />

abzuheben.“<br />

Ziel: Komplett<br />

recycelbare Lösung<br />

John West startete das Projekt<br />

ECOTWIST® vor drei Jahren mit<br />

dem Ziel, Plastikschrumpffolie komplett<br />

aus ihren Produkten zu entfernen<br />

und sie mit einer komplett recycelbaren<br />

Lösung zu ersetzen. Während<br />

der Projektdauer formulierte<br />

John West weitere Anforderungen,<br />

um ECOTWIST® zu verbessern.<br />

Vikki Babb, International Marketing<br />

Director bei John West, sagt: „Wir<br />

haben unsere Dosen komplett neu<br />

gestaltet. Sie sehen jetzt zeitgemäß<br />

aus, sind etwas höher, vollständig<br />

bedruckt und verfügen über einen


Displays, Filialdekorationen,<br />

Palettenummantelungen<br />

www.eclipse-print.com<br />

Verpackung<br />

Cyrille Zimmermann,<br />

Projektleiter bei Schubert,<br />

war maßgeblich<br />

an der Entwicklung<br />

der neuen Verpackungslinie<br />

für John West beteiligt.<br />

Foto: Gerhard Schubert GmbH<br />

Seit Juni ist ECOTWIST® in Filialen der<br />

britischen Supermarktkette Asda erhältlich.<br />

leicht zu öffnenden Deckel. Weiter<br />

sind die Dosen trotz der gleichen<br />

Menge Thunfisch leichter geworden,<br />

wodurch wir jährlich über 400 Tonnen<br />

Stahl einsparen. Wir haben auch<br />

die anderen Inhaltsstoffe reduziert–<br />

etwa Sonnenblumenöl, Wasser oder<br />

Salzlake – welche die Verbraucherinnen<br />

und Verbraucher in der Regel<br />

wegschütten. Damit sparen wir<br />

weitere 1 500 Tonnen Abfall pro<br />

Jahr ein. Diese Verbesserungen senken<br />

unsere Treibhausgasemissionen<br />

und bringen große Mengen unserer<br />

Produkte in vollständig recycelbare<br />

Verpackungen, damit wir unsere<br />

Nachhaltigkeitsverpflichtungen erfüllen<br />

können.“<br />

Seit Juni<br />

im Handel erhältlich<br />

Seit Juni ist ECOTWIST® in den<br />

Filialen der britischen Supermarktkette<br />

Asda erhältlich. Andere große<br />

Einzelhändler werden folgen. Die<br />

Minimal-Multipack-Verpackung<br />

ECOTWIST® von John West ist<br />

Finalist bei den Packaging Europe<br />

Sustainability Awards, die am 11.<br />

und 12. November in Amsterdam<br />

verliehen werden.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.schubert.group<br />

oder am Schubert Stand während<br />

der FachPack<br />

Halle 1 / Standnummer 1-<strong>24</strong>4<br />

Kontakt<br />

Bernhard Müller<br />

Geschäftsführer Eclipse GmbH<br />

mueller@eclipse-print.com <strong>04</strong>/<strong>24</strong> 29


Etikettentechnologie neu definiert<br />

Die Benchmark für den wirtschaftlichen Einstieg in führende Etikettiertechnologie<br />

definiert HERMA jetzt neu: Der zur Fachpack weltweit erstmals vorgestellte<br />

Etikettierer HERMA eco für vielfältige Standardanwendungen vereint<br />

ausgeprägte Wirtschaftlichkeit und hochwertige Ausstattung mit einer in diesem<br />

Segment ungewöhnlich hohen Konstruktions- und Verarbeitungsqualität. „Das<br />

bedeutet Werthaltigkeit, Langlebigkeit und Investitionssicherheit auch im Einstiegssegment.<br />

Schließlich wird der HERMA eco in der gleichen Fertigungslinie<br />

wie der deutlich leistungsstärkere HERMA 500 in Filderstadt produziert – und<br />

trägt damit die echte HERMA DNA in sich“, betont Martin Kühl, Leiter des<br />

Geschäftsbereichs Etikettiermaschinen.<br />

Bei gleicher Preisstellung<br />

wie beim Vorgängermodell<br />

HERMA basic zeichnet<br />

sich der HERMA eco durch eine<br />

Vielzahl neuer Features aus. Die Integration<br />

des neuen HERMA eco in<br />

eine Verpackungsanlage und damit<br />

in eine übergeordnete Steuerung<br />

(SPS) ist jetzt so weitreichend und<br />

komfortabel wie nie zuvor in dieser<br />

HERMA Leistungsklasse. Dafür<br />

sorgt zum Beispiel eine Reihe zusätzlicher<br />

I/O-Signale. Über die Anlagensteuerung<br />

ermöglichen sie unter<br />

anderem das automatische Power<br />

on / Power off, den separaten Start<br />

des Etikettierprozesses sowie das<br />

manuelle Vorspenden, was gerade<br />

beim Einrichten eines Etikettierers<br />

von Vorteil ist. Auch die Kontrolle<br />

des Bandendes ist darüber nun möglich.<br />

Künftig haben zudem Drucker<br />

und Ablöseeinheit getrennte, separat<br />

zu kontrollierende Anschlüsse. So<br />

lässt sich etwa auch ein Drucker in<br />

Verbindung mit einer pneumatischen<br />

Übergabeeinheit nutzen, was die<br />

Flexibilität und Einsatzmöglichkeiten<br />

des neuen HERMA eco deutlich<br />

erweitert. Selbst für einfache<br />

Pharma- oder Healthcare-Anlagen<br />

ist er damit gut gerüstet, nicht zuletzt,<br />

weil der HERMA eco jetzt<br />

über eine Masterencoder-Funktion<br />

Einfaches Handling, schnelle Ergebnisse: Dafür sorgen die<br />

drei großen Bedientasten des HERMA eco und die<br />

bewährte Menüstruktur mit lediglich einer Bedienebene.<br />

verfügt. Damit erfolgt stets die automatische<br />

Synchronisierung zur Geschwindigkeit<br />

des Transportbandes.<br />

Das sorgt für Präzision, selbst bei<br />

der maximalen Geschwindigkeit<br />

von bis zu 30 Metern pro Minute für<br />

Etiketten mit einer Breite bis zu 160<br />

Millimeter. Zur Genauigkeit tragen<br />

auch die neukonstruierten Auf- und<br />

Abwickler bei, denn dank ihnen<br />

muss nun weniger träge Masse bewegt<br />

werden. Die Entnahme des leeren<br />

Trägerbandes vom Aufwickler<br />

erfolgt einfach und schnell über das<br />

Abziehen eines Spreizdorns vom<br />

Aufwickelkern.<br />

Zukunfts-Updates<br />

über USB-Schnittstelle<br />

Nichts geändert hat sich an der<br />

bewährten, einfachen Menüstruktur<br />

mit lediglich einer Bedienebene. Allerdings<br />

sind die drei Bedientasten<br />

deutlich größer als beim Vorgängermodell,<br />

was gerade in schwierigen<br />

Umgebungen einen Komfortgewinn<br />

bedeutet. Zudem ist der<br />

HERMA eco jetzt updatefähig über<br />

eine USB-Schnittstelle – auch das<br />

trägt zur Investitionssicherheit und<br />

Zukunftsfähigkeit bei. Stecker und<br />

Verbindungskabel des HERMA eco<br />

entsprechen denen des leistungsstärkeren<br />

HERMA 500. Wer beide Modelle<br />

einsetzt, kann also den Lagerplatzbedarf<br />

für Ersatzteile erheblich<br />

reduzieren.<br />

Online individuell konfigurierbar<br />

Im branchenweit einzigartigen<br />

HERMA Online-Konfigurator lässt<br />

sich der HERMA eco insbesondere<br />

von Maschinenbauern nun auch<br />

noch einfacher an spezielle Anforderungen<br />

anpassen. Das betrifft zum<br />

Beispiel die Wahl der lichten Weite,<br />

die Ausstattung mit einem Ablöse-<br />

und Übergabesystems oder den<br />

Einsatz der liegenden Variante des<br />

HERMA eco. Die Möglichkeit, Etikettierer<br />

vorab individuell zu konfigurieren,<br />

kann damit auch Kosten<br />

und Zeit sparen, weil konstruktive<br />

Anpassungen auf Kundenseite entfallen<br />

können.<br />

Mehr während der FachPack:<br />

Halle 3C, Stand 322 oder<br />

Halle 3A , Stand 448 oder<br />

unter: www.herma-etikettierer.at<br />

.<br />

Ausgeprägte Laufruhe: Dank der neukonstruierten<br />

Auf- und Abwickler muss der HERMA eco weniger träge<br />

Masse bewegen. Davon profitiert die Etikettierqualität.<br />

Schnell, robust, zukunftssicher:<br />

Für vielfältige Standardanwendungen eröffnet der<br />

Etikettierer HERMA eco neue Möglichkeiten.<br />

30 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>


DUO PLAST gewinnt wieder<br />

Die DUO PLAST AG, die bei der letzten FachPack für Duo Shape Earth 4 einen<br />

Green Packaging Star Award gewonnen hat, wird auch während dieser FachPack<br />

wieder einen Preis entgegennehmen können. Dieses Mal erhält das Unternehmen<br />

den deutschen Verpackungspreis für ihre Dehnhaube mit innovativem<br />

Einsatz von 30% LDPE PCR inklusive mindestens 13,2% Post Consumer<br />

Rezyklat aus dem Gelben Sack.<br />

Es handelt sich dabei um ein<br />

Gemeinschaftsprojekt von<br />

Der Grüne Punkt – Duales<br />

System Deutschland GmbH<br />

(Köln), Nestlé Deutschland AG<br />

(Frankfurt) und DUO PLAST AG<br />

(Lauterbach).<br />

Zukunftsfähig für die<br />

Anforderungen aud der PPWR<br />

„Die Kunststoff-Dehnhauben (LD)<br />

sind als Transport- und Ladungssicherung<br />

für alle gängigen Paletten-<br />

Formate einsetzbar und zukunftsfähig<br />

für die Anforderungen aus<br />

der PPWR.“ so Bernhard Zoitl/<br />

Geschäftsführer der DUO PLAST<br />

Österreich. Während der Messe<br />

wird eine von Nestle zur Verfügung<br />

gestellte (verpackte) Palette<br />

zu sehen sein. Die Jury begründet<br />

die Auszeichnung wie folgt: Neu<br />

entwickelte Dehnhaube die getestet<br />

ist und bereits im Einsatz ist.<br />

Hervorhebenswert ist, dass der Gesamtanteil<br />

von PCR bei 30% liegt<br />

und der Anteil von gut verfügbarem<br />

Material aus dem Gelben<br />

Sack, bei durchschnittlich 13,2%<br />

liegt – mit der Erwartung diesen zu<br />

steigern.<br />

Preisverleihung<br />

Die Preisverleihung selbst findet<br />

am <strong>24</strong>. September während der<br />

FachPack ab 16 30 statt.<br />

Mehr auch während der Messe:<br />

Halle 4 / Standnummer 4-134<br />

oder vorab unter: www.duoplast.ag<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

31


Die Nominierten stehen fest<br />

Zum mittlerweile siebzehnten Mal wird heuer der Green Packaging Star Award<br />

(mit ARA-Sonderpreis) verliehen. Hier stellt die Verpackungsbranche wieder ein<br />

Mal unter Beweis wie grün sie ist. Die heurigen Nominierten stehen bereits fest.<br />

Die Sieger werden heuer während der FachPack in Nürnberg am 25. September<br />

(Expertenforum PACKBOX - 17 30 in Halle 4 - Stand 4-209) ihre Trophäen<br />

erhalten. Lesen Sie hier über die Nominierten im heurigen Jahr. Die Nominierten<br />

sind auch berechtigt bei denWorld StarAwards teilzunehmen (viele der<br />

eingereichten Green Stars haben auch hier gewonnen).<br />

Recyclingfähige Mono PE und PP Kaffee-Laminate<br />

Einreicher: Bischof+Klein SE & Co. KG/www.bischof-klein.com<br />

„In den vergangen Jahren haben wir uns das Ziel gesetzt, unsere Produkte vollständig in die Kreislaufwirtschaft<br />

zu integrieren. Das ist uns gelungen, indem wir die bestehenden nicht recyclingfähigen Laminate<br />

wie PET/ALU/PE, PETmet/PE und viele weitere durch recyclingfähige Mono-Laminate ersetzt haben.“ so<br />

Bischof+Klein bei der Einreichung.<br />

Die recyclingfähigen Mono PE oder PP Laminate weisen heute schon eine Recyclingfähigkeit nach CHI-<br />

Standard von bis zu 95 % auf. Dadurch ergibt sich für die Verpackung eine potenzielle Rezyklatausbeute<br />

von 100 %. Die problematischen Störstoffe wie PET oder ALU werden aus dem Verbund entfernt. Lediglich<br />

Farben, Klebstoffe, gegebenenfalls EVOH und Peel-Additive werten die Recyclingfähigkeit jetzt noch ab.<br />

Die Verbunde sind mit Metallisierung oder ohne erhältlich. Weitere Störstoffe im Recycling werden eliminiert,<br />

damit die Druckfarben der Laminate rußfrei und Nitrocellulose -frei sind.<br />

Außerdem bietet Bischof+Klein die Möglichkeit, Rezyklate gem. Massebilanz in Form von<br />

ISCC-zertifiziertem Material (chemisch recycelt oder bio-circular) in diesen Laminaten einzusetzen.<br />

MonoFlex Thermoform<br />

Einreicher: Coveris Management GmbH/www.coveris.com<br />

Coveris setzte sich zum Ziel im Bereich Tiefziehfolienverpackungen neue Maßstäbe zu<br />

setzen. Zum Einsatz kamen dabei hochleistungsfähige Monomaterialien (wie PP oder PE),<br />

die für den Lebensmittelbereich geeignet sind.<br />

Die Lösung sollte die gleiche Produktsicherheit und vergleichbare Barriereeigenschaften<br />

wie herkömmliche Tiefziehfolien aufweisen. Darüber hinaus sollte sie vollständig recycelbar<br />

sein und damit einen wesentlichen Vorteil gegenüber nicht recycelbaren Alternativen<br />

aus Mischmaterialien bieten.<br />

Dies würde dazu beitragen, die Menge an Verpackungs- und Produktabfällen zu reduzieren<br />

und damit zu einer Verringerung des CO 2 -Fußabdrucks der Endprodukte beitragen.<br />

ReCover<br />

Einreicher: Coveris Management GmbH/www.coveris.com<br />

Coveris hat ReCover Ende 2022 als eigenständigen Geschäftsbereich gegründet. ReCover<br />

schafft eine bahnbrechende Recyclinglösung für bedruckte Polyethylen-Folien mit<br />

niedriger Dichte (LDPE). Bei dem in der Branche einzigartige De-Inking-Verfahren wird<br />

das Rohmaterial zuerst zu Flocken gemahlen und dann die Druckfarbe von Kunststoffabfall<br />

entfernt. Nach einem Wasch- und Trocknungsprozess wird das Material anschließend<br />

pelletiert, um ReGen herzustellen. Dieses Granulat kann in weiterer Folge zu hochwertigem<br />

Verpackungsmaterial weiterverarbeitet werden.<br />

Zusätzlich zum einmaligen Recyclingverfahren, stellen eigene ReCover Labs mit modernsten<br />

Testmöglichkeiten und Technologien zur Validierung, kontinuierliche Innovation<br />

und Qualitätskontrolle sicher. Aktuell schafft ReCover 20.000 Tonnen zusätzliche<br />

Recyclingkapazitäten für Coveris. Diese Zahl soll aber sehr bald erhöht werden. Der Verpackungshersteller<br />

mit Sitz in Wien hat sich vorgenommen, bis 2025 stolze 45.000 Tonnen<br />

hochwertiges Rezyklat aus bedruckten Folien zu erzeugen.<br />

32 02/<strong>24</strong>


PaperFlow(re) P-type<br />

Einreicher: adapa Group/www.adapa-group.com<br />

Papierverpackungen sind im Trend und Konsumenten honorieren entsprechende Bemühungen. Produzenten von Lebensmitteln sind sich dessen<br />

bewusst, doch die erfolgreiche Implementierung einer Papierverpackung ist für viele mit großen Herausforderungen verbunden. Funktionale<br />

Verpackungspapiere sind zwar verfügbar, jedoch lassen sich diese oftmals nur eingeschränkt mit bestehenden Flowpackern verarbeiten. Eine<br />

flächendeckende Auf- oder Umrüstung der Abpackmachinen ist finanziell nicht immer machbar, weshalb Umstellungen schrittweise angegangen<br />

werden und in der Übergangsphase auch auf Papier-/Kunststofflaminate zurückgegriffen wird. Hier ist die Auswahl groß, doch nur die allerwenigsten<br />

solcher Laminate sind auch recyclingfähig.<br />

Ziel und Umsetzung des Projektes und dessen Innovationsgrad sowie die Beschreibung des nachhaltig umweltfreundlichen Potentials:<br />

Der PaperFlowre P-type setzt genau dort an: gefragt war ein papierbasierter Flowpack mit hervorragender Maschinengängigkeit für alle klassischen<br />

OPP/OPP-Anwendungsfelder, der keinen Störfaktor im Papierrecycling darstellt.<br />

Um das zu erreichen, wurde Papier mit einer 8 μm dünnen Schicht BOPP kaschiert, wobei großen Wert auf die Repulpierbarkeit des erzeugten<br />

Laminats gelegt wurde. Das zentrale Element und der Unterschied zu anderen Papier-/Kunststofflaminaten ist die erfolgreiche CEPI-Zertifizierung<br />

(Confederation of European Paper Industries). Diese Prüfmethode bescheinigt nicht die theoretisch mögliche Rezyklierbarkeit, sondern<br />

ermittelt die Quantität der rückgewonnenen Fasern und bewertet die Qualität des daraus erzeugten Recyclingpapieres. Die erfolgreiche Zertifizierung<br />

bestätigt somit, dass sich die Fasern leicht vom BOPP lösen und so dem Papierkreislauf erhalten bleiben.<br />

Basierend auf den Rückmeldungen unserer Kunden und internen Tests ist die Performance des Flowpacks ausgezeichnet: er lässt sich auf HFFS<br />

und VFFS Anlagen mit Geschwindigkeiten vergleichbar zu OPP/OPP verarbeiten, ist heißsiegelbar und die Verpackung ist resilienter gegen Knicke<br />

und Knittermarken. Dadurch sehen die Flowpacks im Regal ansprechender aus– gerade für Markenartikler ein wichtiger Punkt.<br />

Die Innovation der Entwicklung ist die effiziente Verarbeitbarkeit von sehr dünnem 8 μm BOPP im Kaschierprozess und die leichte, schnelle<br />

und rückstandsfreie Ablösung der Folie von den Papierfasern. Das Produkt ist mit und ohne Barrieremetallisierung erhältlich. Aktuell umfasst<br />

das Portfolio sechs Laminate: 70/80/90 g/m² // 8μm BOPP, jeweils mit und ohne Metallisierung.<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

33


Öko-Materialien für die Etiketten-Produktion: Echt-Holz-Etikett<br />

Einreicher: Marzek Etiketten+Packaging GmbH/www.marzek.at<br />

Speziell für Etiketten werden nachhaltige Öko-Materialien eingesetzt. Mit derartigen<br />

Etiketten können signalisieren, dass es sich um ein natürliches Produkt handelt.<br />

Besonders interessant sind die Holz-Etiketten. Grundlage für den Bedruckstoff ist ein<br />

Echtholzfurnier – meist Ahorn –, das geschnitten und ineinander verwoben wird.<br />

Ergebnis ist ein völlig natürliches Produkt, das haptisch und optisch eine besondere<br />

Wirkung erzielt.<br />

Ein Beispiel für den Einsatz von Holz-Etiketten ist die Etikettenserie für Eier-,<br />

Zirben- und Pfefferminzlikör sowie den Zirbenschnaps von Horvath‘s Spezereyen<br />

Kontor. Die 1996 gegründete Firma Horvath´s Spezereyen Kontor hat sich zum Ziel<br />

gesetzt, österreichische Lebensmittel zu veredeln und in einer dem Zeitgeist<br />

entsprechenden, hochwertigen und innovativen Ausstattung anzubieten. Dazu gehören<br />

österreichischer Kartoffel-Vodka, Gin, einzigartige Likörspezialitäten wie<br />

Eier-Cream-Likör, Honigmelonen-Cream-Likör, Marillen-Cream-Likör, Zirbenlikör<br />

und -schnaps sowie viele andere Brände und Liköre, aber auch Lebensmittelspezialitäten.<br />

Bei Holzetiketten besteht das Basismaterial ausschließlich aus dem natürlichen Rohstoff (Holz). Der ökologische Herstellungsprozess benötigt<br />

erheblich weniger Ressourcen (Wasser etc.) und Energie als Papier oder andere herkömmliche Substrate.<br />

Öko-Materialien für die Etiketten-Produktion: Traubenpapier<br />

Einreicher: Marzek Etiketten+Packaging GmbH/www.marzek.at<br />

Der Einsatz von innovativen Öko-Materialien in der Etiketten-Produktion ist ein wesentlicher Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit.<br />

Abfallprodukte aus natürlichen Rohstoffen ersetzen Materialien, die für herkömmliche Bedruckstoffe gewonnen werden müssten.<br />

Im Fall des Traubenpapiers werden in das Basismaterial Tresterreste (Traubenabfälle aus der Weinherstellung) beigemengt, was ein hervorragendes<br />

Beispiel für Wiederverwertung von Produktionsabfällen darstellt. Dieses natürliche Substrat besteht aus 15% Tresterresten, 40%<br />

recyceltem Papier und lediglich 45% Frischzellstoff. Dieser ökologische Herstellungsprozess benötigt erheblich weniger Ressourcen (Wasser etc.)<br />

und Energie als Papier oder andere herkömmliche Substrate. Durch die Beimengung<br />

und die Einschlüsse des Tresters entsteht die besondere charakteristische Färbung,<br />

welche auch in einer natürlichen geringfügigen Abweichung der Oberflächenstruktur<br />

resultiert.<br />

Kurzer Einblick in das Kosten-/Nutzen Verhältnis des Projekts<br />

Hochwertige Naturprodukte benötigen hochwertige Qualitätsetiketten<br />

auf umweltfreundlichen und natürlich anmutenden Substraten, damit<br />

diese von den Konsument:innen auch als entsprechend hochwertig und<br />

natürlich wahrgenommen werden.<br />

Der Verkaufserfolg eines Naturprodukts kann durch diese umweltfreundliche,<br />

außergewöhnliche und perfekt umgesetzte Präsentation erheblich gesteigert werden,<br />

sodass eventuelle Mehrkosten mehr als gerechtfertigt erscheinen.<br />

Satino, Multi-Purpose Towel Box<br />

Einreicher: MM-Packaging GmbH/www.mm.group<br />

Die Küchentücher-Recyclingbox ist ein Verpackungsprodukt, das ein echter Allrounder<br />

im Haushalt ist. Die Box ist für die Aufnahme hochsaugfähiger dreilagiger Tücher konzipiert,<br />

die sich perfekt für den Einsatz in Küche, Bad, Auto, Haus und Garten eignen.<br />

Durch die praktische Öffnung in der Recycling-Box lassen sich die Tücher ganz einfach<br />

entnehmen und sind so jederzeit einsatzbereit.<br />

Was das Produkt auszeichnet, ist seine Nachhaltigkeit. Die Küchentücher-Recyclingbox<br />

besteht zu 100 % aus Recyclingpapier und ist somit eine plastik- und chemikalienfreie<br />

Option, die zum Schutz der Umwelt beiträgt. Die bessere Ausnutzung während des<br />

Transports und die höhere Kapazität für LKW-Ladungen machen es zu einer umweltfreundlichen<br />

Wahl, die Transportkosten spart.<br />

Der Vintage- und natürliche Look der Box trägt zu ihrer Attraktivität bei, sodass sie im Regal hervorsticht und eine bessere<br />

Marketingperspektive bietet. Die einfache Entnahme mit einer Hand sorgt dafür, dass Sie die Tücher problemlos verwenden können.<br />

34<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong>


COMPLETE<br />

PRODUCT<br />

ASSORTMENT<br />

AVAILABLE<br />

NOW<br />

White & Natural<br />

kraft paper<br />

350.000 to annual<br />

production capacity<br />

Medicine<br />

Flexpack<br />

Release<br />

Shopper<br />

Bags<br />

Formfill<br />

Tapes<br />

Lamination<br />

Paper Sticks<br />

Liner<br />

Sublimation<br />

Industrial<br />

More Information<br />

eCommerce<br />

Starkraft is one of the largest and<br />

most advanced manufacturers of high<br />

quality kraft paper in the world. With<br />

the addition of Starkraft’s third paper<br />

machine PM6 in Steyrermühl, Austria,<br />

a full range of packaging & speciality<br />

papers is available for customers.<br />

02/<strong>24</strong><br />

www.starkraft.com<br />

35


Ellen, Letterplate Box<br />

Einreicher: MM-Packaging GmbH/www.mm.group<br />

Mayr-Melnhof stellt die neue nachhaltige Pappschachtel vor – eine plastikfreie<br />

Alternative, die das Potenzial von Pappe als umweltfreundliche<br />

Option unterstreicht. Diese funktionale Verpackung besteht vollständig<br />

aus recyceltem Karton, ist langlebig, einfach zu montieren und bietet<br />

hervorragenden Schutz für den Inhalt. „Indem wir 100 % Kunststoff<br />

durch 100 % Karton ersetzen, sind wir stolz darauf, zu einer nachhaltigeren<br />

Zukunft beizutragen. Feiern Sie mit uns dieses aufregende neue<br />

Produkt und seine positiven Auswirkungen auf den Planeten.“ so der<br />

Designer.<br />

Ellen: „Nach der Einführung der neuen Verpackung kann ich Ihnen<br />

sagen, dass wir mit dem Ergebnis äußerst zufrieden sind.“ Mit der<br />

Umstellung auf Vollkartonverpackungen konnten wir unser Nachhaltigkeitsziel<br />

erreichen, ohne die optischen und qualitativen Eigenschaften unserer bisherigen Verpackungen zu beeinträchtigen. Tatsächlich ermöglichen<br />

uns das Handgefühl, das die Kunden jetzt haben, weil wir Plastik durch Pappe ersetzt haben, und die Aussparung, die es den Kunden<br />

ermöglicht, das physische Produkt zu spüren, uns positiv von unseren Mitbewerbern am Point of Sale abzugrenzen. Auch die Farbechtheit und<br />

Intensität tragen positiv zum Kaufentscheidungsprozess des Kunden bei. Die Qualität des verwendeten Kartons unterstreicht den A-Marken-<br />

Status unserer Marke Ellen.“<br />

Nachhaltiges Rasierer-Blister aus Papier<br />

Einreicher: Chocal Packaging Solutions GmbH/www.chocal.com<br />

Einreicher, Markus Schmid: „ Unser Papier besteht aus nachwachsenden Rohstoffen<br />

aus nachhaltiger Forstwirtschaft, ist FSC- und PEFC-zertifiziert und kann komplett<br />

recycelt oder kompostiert werden. Selbst im Restmüll oder in der Natur entsorgte Verpackungen<br />

zersetzen sich innerhalb weniger Wochen vollständig und rückstandslos<br />

ganz ohne Mikroplastik, was uns das TÜV-Konformitätszeichen „OK compost industrial“<br />

bescheinigt. Unsere kompostierbare Barriereschicht ist ebenfalls zertifiziert. Gemäß<br />

dem cradle-to-cradle-Prinzip werden die Verpackungen wieder zu Nährstoff für<br />

die Natur. Somit ist unsere Verpackungslösung eben-falls für Regionen ohne funktionierende<br />

Recyclinginfrastruktur bestens geeignet.<br />

Die enorme Materialreduzierung realisieren wir durch unseren innovativen Entwicklungsprozess:<br />

Wie eine Art zweite Haut liegt die Verpackung direkt an dem Produkt<br />

an und ist dabei so groß wie nötig und so klein wie möglich, während sie den vollen<br />

Produktschutz ohne zusätzliche Schutzfolie gewährleistet. Dies ermöglichen wir durch<br />

die spezifische Konstruktion und Ausformung gemäß der individuellen Kundenanforderungen<br />

und Produktabmessungen. Zudem kombiniert unser Rasierer-Blister die Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackung in nur einer Lösung,<br />

was eine weitere erhebliche Material-einsparung mit sich bringt. In Verbindung mit dem energieeffizienten Tiefziehprozess können so CO²-<br />

Emissionen deutlich reduziert werden.<br />

Unsere plastikfreie papierbasierte Alternative zur Kombination aus Faltkarton und Pulp-/Plastik-Inlay reduziert CO²-Emissionen um bis zu 80%<br />

und den Materialeinsatz um bis zu beeindruckende 84% (Ge-wicht Chocal Rasierer-Blister: 4,9g; Gewicht Faltkarton mit Pulp-Inlay: 30,6g). Bei<br />

nur 10 Millionen in unserem Blister verpackten Rasierern können wir mit Umsetzung unserer Lösung also bereits 257 Ton-nen Material einsparen.<br />

Dies bedeutet, dass für die gleiche Funktion ca. 1.458 Bäume weniger gefällt werden müssen (kalkuliert mit Fichten).“<br />

Nachhaltiges Rasierer-Inlay aus Papier<br />

Einreicher: Chocal Packaging Solutions GmbH/www.chocal.com<br />

Angesichts des wachsenden Bewusstseins für Nachhaltigkeit greifen Menschen vermehrt zu umweltfreundlichen Alternativen, um unseren Planeten<br />

langfristig zu schützen. Wir fördern dieses Konsum-entenverhalten durch die Verfügbarkeit unserer nachhaltigen Variante und unterstützen<br />

Unterneh-men darin, nachhaltige Verpackungen für ihre Kunden anbieten zu können.<br />

Aus Unternehmenssicht ist selbstverständlich der Kostenfaktor ebenfalls zu beachten: Ein herkömmliches Pulp-Inlay kostet zwischen 0,15€/<br />

Stück und 0,20€/Stück (Marktrecherche Chocal). Die Kosten für ein Papier-Inlay von Chocal betragen ca. 0,06€/Stück (losgrößenabhängig).<br />

Somit kostet das Papier-Inlay von Chocal nur ca. 30% - 40% von der aktuellen Pulp-Lösung. Es ist somit nicht nur nachhaltiger, sondern zudem<br />

günstiger in der Herstellung.<br />

Zusammengefasst ergibt sich also eine win-winwin<br />

Situation: für die Unternehmen, die Kosten<br />

ein-sparen – den Endverbraucher, der zukünftig<br />

auf nachhaltige Verpackungen setzen kann –<br />

und am entscheidendsten: für unseren Planeten!<br />

36<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong>


FunctionalBarrier Paper als papier-basiert alternative für verschiedenste Anwendungen<br />

Einreicher: Mondi AG/www.mondigroup.com<br />

FunctionalBarrier Paper 95/5 ist eine faserbasierte Alternative zu Kunststofffolien und -laminaten<br />

für HFFS/VFFS-Verpackungsanwendungen. Die Innovation liegt in der Kombination<br />

starker mechanischer Eigenschaften mit einem minimalen Kunststoffanteil von nur 5%.<br />

Diese papierbasierte Verpackung ist recycelbar und kann problemlos auf bestehenden FFS-<br />

Verpackungsanlagen verwendet werden. Durch die Verwendung von verantwortungsvoll<br />

beschafftem Holz als Rohstoff wird der Einsatz fossiler Materialien reduziert. Die Lösung<br />

bietet einen hohen Innovationsgrad, indem sie traditionelle Kunststoffverpackungen durch<br />

nachhaltige Alternativen ersetzt, ohne dabei Kompromisse bei der Funktionalität einzugehen.<br />

FunctionalBarrier Paper 95/5 bietet signifikante Nachhaltigkeitsvorteile. Durch die starke<br />

Reduktion des Kunststoffanteils und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe wird der ökologische<br />

Fußabdruck der Verpackungen deutlich vermindert. Das Papier ist so konzipiert,<br />

dass es in existierenden Papierrecyclingströmen recycelt werden kann, und somit die Kreislaufwirtschaft<br />

unterstützt. Darüber hinaus reduziert die hohe Festigkeit des Materials den<br />

Bedarf an zusätzlichem Verpackungsmaterial und schützt die Produkte während des Transports<br />

und der Lagerung effektiv.<br />

IntegoBag - Sacklösung ohne freie Folie für Zementsäcke und weitere Anwendungen<br />

Einreicher: Mondi AG/www.mondigroup.com<br />

Ziel von Mondi ist es, mit IntegoBag eine nachhaltige und leistungsstarke Verpackungslösung anzubieten,<br />

die sowohl ökologische als auch funktionale Anforderungen erfüllt. IntegoBag ist eine innovative<br />

beschichtete Sacklösung, ohne freie Folie wie es bei herkömmlichen Lösungen der Fall ist.<br />

Die spezielle Extrusionsbeschichtung auf der äußeren Lage des Sacks ersetzt die herkömmliche freie<br />

Folie und bietet dabei denselben Schutz vor Feuchtigkeit, wodurch die Haltbarkeit der verpackten<br />

Produkte verlängert wird. IntegoBag ist in gebleichter und ungebleichter Ausführung erhältlich<br />

und kompatibel mit bestehenden Füllmaschinen, was die praktische und vielseitige Anwendbarkeit<br />

unterstreicht.<br />

Der Innovationsgrad von IntegoBag liegt in seiner Fähigkeit, den Kunststoffgehalt um bis zu 50 %<br />

zu reduzieren im Vergleich zu konventionellen 10 µm HdPE-Konstruktionen, ohne dabei Kompromisse<br />

bei der Schutzfunktion oder Verarbeitbarkeit einzugehen. Diese Entwicklung repräsentiert<br />

einen bedeutenden Fortschritt in der Verpackungstechnologie und setzt neue Maßstäbe in Bezug<br />

auf Nachhaltigkeit und Leistungsfähigkeit.<br />

IntegoBag bietet erhebliche Umweltvorteile durch die Reduzierung des PE-Gehalts um bis zu 50 %.<br />

Diese Verringerung des Kunststoffverbrauchs trägt maßgeblich zur Reduzierung des ökologischen<br />

Fußabdrucks bei. Darüber hinaus ist IntegoBag recycelbar nach der CEPI v.2-Methode und erzielt<br />

beeindruckende 19 von 20 Punkten in der Zertifizierung durch Interseroh+. Diese Eigenschaften<br />

machen IntegoBag zu einer besonders nachhaltige Verpackungslösung, die den Anforderungen<br />

eines modernen, auf Nachhaltigkeit fokussierten Marktes gerecht wird.<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

37


TrayWrap – papierbasiert Verpackungsalternative zu Schrumpffolie<br />

Einreicher: Mondi AG/www.mondigroup.com<br />

Das Hauptziel des Projektes war die Entwicklung einer Papierverpackungslösung, die die herkömmlichen<br />

Kunststoffverpackungen ersetzen kann, ohne dabei Kompromisse bei der Funktionalität einzugehen.<br />

TrayWrap wurde mit Advantage StretchWrap, einem robusten Kraftpapier von Mondi<br />

hergestellt, das eine hohe Dehnbarkeit und Zugfestigkeit aufweist. Die Umsetzung erfolgte durch<br />

die enge Zusammenarbeit mit Partnern und bestehenden Technologien, um eine nahtlose Integration<br />

in die Produktionsprozesse der Lebensmittel- und Getränkehersteller zu gewährleisten. Der<br />

Innovationsgrad liegt in der einzigartigen Kombination von mechanischen Eigenschaften und der<br />

nachhaltigen Materialwahl. TrayWrap verwendet unbeschichtetes Kraftpapier aus 100 % Frischfasern<br />

aus verantwortungsvollen Quellen, was es zu einer nachhaltigen Entwicklung im Bereich der<br />

Verpackungstechnologie macht, die auf nachwachsenden Rohstoffen basiert.<br />

TrayWrap bietet ein erhebliches umweltfreundliches Potenzial durch die Reduzierung des Kunststoffanteils und die Nutzung erneuerbarer Ressourcen.<br />

Die Papierverpackungslösung kann vollständig in den bestehenden europäischen Papier-Recyclingkreisläufen entsorgt werden. Die Verwendung<br />

von Frischfasern aus verantwortungsvollen Quellen trägt zusätzlich zur Nachhaltigkeit bei. Diese Eigenschaften machen TrayWrap zu<br />

einer zukunftsweisenden Lösung, die eine nachhaltige Alternative zu herkömmlicher Schrumpffolie darstellt.<br />

Umweltschonender kremierungssarg aus Zellulose<br />

Einreicher: Mosburger GmbH/www.dunapack-packaging.com/at<br />

Ein Sarg für die Feuerbestattung überwiegend aus Wellpappe gefertigt. Was sich heute<br />

so selbstverständlich anhört, hat in Wahrheit jahrelange Entwicklungsarbeit und<br />

unzählige Behörden Anträge hinter sich. Die Konstruktion wurde im Auftrag und<br />

nach einer Idee der Firma DIKI GmbH in enger Kooperation der Werke Mosburger<br />

Straßwalchen und Wien nun realisiert.<br />

Unter dem geschützten Namen FLAMEA produzieren wir für die eigens gegründete<br />

Firma ARCUM GmbH diese nachhaltigen und kostengünstigen Särge aus einer für<br />

diesen Zweck entwickelten Verbundfaser.<br />

Haspel aus Wellpappe<br />

Einreicher: Mosburger GmbH/www.dunapack-packaging.com/at<br />

Die Firma Palfinger, ein Global Player im Kranbau, war auf der Suche nach einer nachhaltigen Alternative zu ihren bis dato verwendeten Kunststoffhaspeln.<br />

„Wir konnten ihnen mit unserer Wellpappe Version die passende Lösung liefern.“ erklärt Anton Schörghofer/Head of Construction<br />

& Design bei Mosburger.<br />

Palfinger verwendet die Haspeln sowohl intern in der Montage Abteilung zur Lagerung und Entnahme der für den Kranbau benötigten Kabel<br />

und Schläuche, als auch extern für den Transport. Bei großen Kränen, die erst vor Ort vollständig aufgebaut werden können, werden die Haspeln<br />

mit der benötigten Meter-Ware einfach den Maschinen Teilen beigelegt.<br />

Zielsetzung/Projektbeteiligte:<br />

▪ Voll recyclingfähiges, nachhaltiges Material > Monomaterialverpackung<br />

aus Papier<br />

▪ Geeignet für Kabeln u. Hydraulik Schläuche mit unterschiedlichem<br />

Durchmesser<br />

▪ Genügend Stabilität für den Transport zum Kunden bei geringem<br />

Eigengewicht<br />

▪ Kostengünstig<br />

▪ Scheiben und Wickelkörper können ohne kleben zusammengesetzt werden<br />

▪ Benötigt im nicht zusammen gebautem Zustand sehr wenig Platz<br />

(Lagerung bis zum Gebrauch)<br />

▪ Konstruktive und produktionstechnische Umsetzung durch<br />

Mosburger Straßwalchen<br />

38 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>


WE THINK<br />

THE<br />

INSIDE<br />

BOX.<br />

Ihr Produkt. Genau darauf kommt es an, wenn wir bei Dunapack<br />

Packaging Verpackungslösungen entwickeln und produzieren,<br />

die einfach passen. Die Komplexität unserer Aufgaben verlangt<br />

zunehmend nach Lösungen „outside the box“. Im Mittelpunkt<br />

unseres Denkens steht aber immer noch „inside the box“.<br />

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was wir für Sie tun<br />

können, dann schenken Sie uns 10 Minuten - und wir schenken<br />

Ihnen 166 Jahre Erfahrung und Know-how eines<br />

Familienunternehmens, das die gesamte Wertschöpfungskette<br />

im Verpackungsgeschäft abdeckt. Besuchen Sie uns einfach<br />

unter: www.dunapack-packaging.com/at<br />

02/<strong>24</strong><br />

39


SIG und die Gmundner Molkerei bringen erste<br />

Kartonverpackung ohne Aluminiumschicht für H-Milch nach Österreich<br />

Einreicher: SIG-Combibloc GmbH/www.sig.biz<br />

SIG entwickelte das Verpackungsmaterial SIG Terra Alu-free, das weltweit erste aluminiumschichtfreie Verpackungsmaterial<br />

für aseptische Getränkekartons. Dieser Verbund besteht bis zu 82% (je nach Packungsformat und -volumen)<br />

aus Rohkarton, gewonnen aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz (aus FSC®-zertifizierten Wäldern und anderen<br />

kontrollierten Quellen).<br />

Durch diesen hohen Anteil an Rohkarton wird die Stabilität des Getränkekartons sichrgestellt. Mit seiner besonderen<br />

Beschaffenheit gewährleistet der Karton, dass die später in die Verpackung abgefüllten Lebensmittel vor Licht<br />

geschützt sind. Die Polymer-Schichten bilden eine Flüssichbarriere und halten Feuchtigkeit ab. Die Polymere dienen<br />

bei SIG Terra A.u-free auch als Barriere zum Schutz vor Aromaverlust und Fremdaromen und stellen sicher, dass die<br />

Milch über einen längerne Zeitraum sicher geschützt bleibt.<br />

Im Jahr 2023 brachte die SIG dieses Verpackungsmaterial gemeinsam mit der Gmundner Molkerei erstmals auf den<br />

österreichischen Markt.<br />

Naturetape®<br />

Einreicher: Speta GmbH/ www.speta.at<br />

Diese neuen Naturetape® HM Aufreißstreifen können ohne teure Investitionen bestehende<br />

Anwendungen umweltfreundlich gestalten, wie z.B. Pralinenschachteln, Keksverpackungen,<br />

CD Rohlinge, Teebeutel, Hygieneartikel, Personal Care, und viele mehr.<br />

Das Ergebnis sind umweltfreundliche und nachhaltige Aufreißstreifen, die exakt auf das<br />

Anforderungsprofil zugeschnitten sind, attraktive Zusatznutzen anbieten und den<br />

Verarbeitungsprozess effizient unterstützen. Die Wahl des passenden Aufreißstreifens hängt<br />

in erster Linie von der Funktionalität und den geforderten Eigenschaften sowie den Möglichkeiten<br />

der Verpackungsmaschine ab.<br />

Papierschlauchbeutel für Obst und Gemüse<br />

Einreicher: Ulrich Etiketten GesmbH/www.ulrich.at<br />

„Der Anlass des Projekts ist der steigende Bedarf und das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Unternehmen stehen<br />

zunehmend unter Druck, umweltfreundliche Praktiken zu implementieren und ihre Produkte nachhaltiger zu gestalten. Dieser Trend wird durch<br />

gesetzliche Vorgaben, Konsumentenwünsche und globale Umweltziele verstärkt. Wir haben erkannt, dass es notwendig ist, sich diesen<br />

Anforderungen anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten daher stellen wir uns der<br />

Herausforderung und widmen uns dem Thema innovative und nachhaltige Verpackungslösungen mit vollem Einsatz.“ erklärt Dr. Rainer Ulrich.<br />

Die Umsetzung des Projekts erforderte eine sorgfältige Planung und Ausführung in mehreren Phasen. Von der Projektplanung und Ressourcenbeschaffung<br />

über Produktentwicklung und Markteinführung bis hin zu Monitoring und kontinuierlicher Verbesserung.<br />

Die umweltfreundliche Verpackungslösung stellt eine signifikante Innovation im Bereich der Verpackungstechnologie dar, indem sie ökologische<br />

Nachhaltigkeit mit praktischen und funktionalen Vorteilen kombiniert.<br />

Die Hauptanwendungsgebiete liegen im Obst- und Gemüsesektor. Die Verpackung besteht zu 100% aus Papier und wird daher zu 100% dem<br />

Altpapierstrom zugeführt. Neben der komfortablen Handhabung der Folie ist mit wenigen Anpassungen auf bestehenden Anlagen verarbeitbar<br />

und kann dank flexibel gestaltbarer Sichtfenster und Druckmotive vielseitig eingesetzt werden. Das Material für diese Verpackungen<br />

kommt aus nachwachsenden Rohstoffen oder aus alternativen biologischen Ressourcen und ist FSC® zertifiziert.<br />

40 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>


Karrierechancen bei Rondo<br />

Bei Rondo steht alles im Zeichen der Qualität und Kreislaufwirtschaft – so auch<br />

die Lehrlingsausbildung. Der international tätige Papier-, Wellpappe- und Verpackungsspezialist<br />

wurde bereits mehrfach als „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“<br />

prämiert und bietet seinen Lehrlingen vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.<br />

Mit nur 15 Jahren entdeckte<br />

Dominik Gmeiner am<br />

Schnuppertag bei Rondo<br />

seine Faszination für den Beruf<br />

des Verpackungstechnikers. „Ich<br />

habe an diesem Tag verschiedene<br />

Bereiche und Abteilungen, wie zum<br />

Beispiel die CAD-, die Klischeeund<br />

die Stanzplattenabteilung kennengelernt<br />

und war begeistert von<br />

der Vielseitigkeit der Aufgaben“,<br />

sagt Gmeiner. Nach dem Schnuppertag<br />

stand für ihn fest, dass er nach<br />

der Polytechnischen Schule Bludenz<br />

eine dreieinhalbjährige Lehre zum<br />

Verpackungstechniker bei Rondo<br />

starten will.<br />

Rotationen<br />

Die ersten zwei Jahre waren geprägt<br />

von Rotationen durch verschiedene<br />

Abteilungen, gefolgt von<br />

einer Spezialisierung an den Faltschachtelklebemaschine<br />

im dritten<br />

Lehrjahr. Sein Engagement und sein<br />

Können brachten ihn schnell in die<br />

Position eines Maschinenführers,<br />

wo er nicht nur für die Leistung und<br />

Qualität der Maschinen verantwortlich<br />

war, sondern auch ein kleines<br />

Team leitete.<br />

Lehrlingsausbildner<br />

Sein Wissen und seine Erfahrungen<br />

an andere Lehrlinge weiterzugeben,<br />

war ihm ein wichtiges Anliegen.<br />

Deshalb ließ er sich am WIFI<br />

Dornbirn zum Lehrlingsausbildner<br />

weiterbilden. Doch sein beruflicher<br />

Weg nahm eine neue Wendung. Im<br />

April 2023 bekam er die Gelegenheit,<br />

ins Qualitätsmanagement zu<br />

wechseln. Dort stellte er sich der<br />

Herausforderung, Ursachen für Qualitätsmängel<br />

zu identifizieren und<br />

präventive Maßnahmen zu ergreifen.<br />

„Der Wechsel ins Qualitätsmanagement<br />

war ein Sprung ins kalte<br />

Wasser, aber die beste Entscheidung<br />

meines Lebens. Ich liebe die Herausforderung<br />

und die Möglichkeit, ständig<br />

Neues zu lernen“, sagt Gmeiner.<br />

Um seine Kenntnisse weiter zu vertiefen,<br />

hat er im Februar 20<strong>24</strong> einen<br />

Diplomlehrgang zum Qualitätsfachmann<br />

begonnen.<br />

Dominik Gmeiner ist<br />

dankbar für die Entwicklungsmöglichkeiten<br />

bei Rondo<br />

Foto: Rondo<br />

Qualitätsexperte<br />

An Rondo schätzt der Qualitätsexperte<br />

besonders die Möglichkeit,<br />

sich voll einbringen und stetig neues<br />

lernen zu können. Die Unterstützung<br />

durch seinen Chef und das positive<br />

Arbeitsklima motivieren ihn.<br />

Er empfiehlt Rondo als Arbeitgeber<br />

wegen des guten Arbeitsklimas, der<br />

Sicherheit des Arbeitsplatzes und<br />

der attraktiven Arbeitsbedingungen.<br />

Diese Geschichte zeigt eindrucksvoll,<br />

wie Rondo Mitarbeitenden ermöglicht,<br />

ihren Werdegang aktiv zu<br />

gestalten, Herausforderungen anzunehmen<br />

und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.<br />

Es ist ein Beispiel<br />

dafür, wie Leidenschaft, Engagement<br />

und die richtige Unterstützung<br />

zu einer erfüllenden und erfolgreichen<br />

Karriere beitragen – alles im<br />

Zeichen der Qualität.<br />

03/<strong>24</strong><br />

41


Verkaufsfördernde<br />

Etiketten und Verpackungen<br />

Unter dem Motto „Nur die Natur verpackt besser“ zeigt Marzek<br />

Etiketten+Packaging auf der FachPack seine maßgeschneiderten Lösungen für<br />

die verkaufsfördernde Verpackung und erfolgreiche Präsentation von Produkten –<br />

vom hochveredelten Etikett bis zum massentauglichen Industrieprodukt. Für<br />

Produktionsbetriebe ist Marzek Etiketten+Packaging nicht nur ein professioneller<br />

Etiketten- und Verpackungsspezialist, sondern auch ein Partner, der gemeinsam<br />

mit seinen Kund:innen Konzepte erarbeitet, wie sie ihre Verpackung gemäß der<br />

EU-Verpackungsverordnung (PPWR) optimieren können.<br />

Im Fokus des Messeauftritts von<br />

Marzek Etiketten+Packaging<br />

stehen Selbstklebe-, Rundum-,<br />

Bogen- und Promotion-Etiketten<br />

sowie Feinkartonage und Flexible<br />

Verpackung. Anhand von Materialmustern<br />

und Produktbeispielen<br />

können Messebesucher:innen die<br />

jüngsten Innovationen des Unternehmens<br />

nicht nur sehen, sondern<br />

erhalten durch die Möglichkeit, verschiedenste<br />

Bedruckstoffe und Prägungen<br />

selbst zu prüfen, auch gleich<br />

einen Eindruck von deren Haptik.<br />

Überzeugendes Öko-Erlebnis<br />

Ein besonderes sensorisches Erlebnis<br />

vermitteln die innovativen<br />

Öko-Materialien, die bei Marzek<br />

Etiketten+Packaging zum Einsatz<br />

kommen. Dazu gehören bis zu<br />

100% Recyclingmaterialien und<br />

Kombinationen davon, kompostierbare<br />

Bio-Folien sowie Materialien<br />

aus nachwachsenden Rohstoffen<br />

und nachhaltiger Forstwirtschaft.<br />

Faszinierend sind in diesem Zusammenhang<br />

Holz-Etiketten, die aus<br />

Echtholzfurnier bestehen; meist ist<br />

es Ahorn, das geschnitten und ineinander<br />

verwoben wird. Speziell für<br />

die Auszeichnung von Bio-Weinen<br />

eignet sich Traubenpapier, das aus<br />

Trester, der als Trauben-Abfallprodukt<br />

beim Keltern anfällt, produziert<br />

wird.<br />

Green Packaging Star Award<br />

„Durch die Verwendung von Öko-<br />

Materialien und die entsprechende<br />

Gestaltung können umwelt- sowie<br />

naturbewusste Produktionsbetriebe<br />

bereits mit der Etikettierung und<br />

Verpackung signalisieren, dass es<br />

sich um ein naturnahes und/oder<br />

ökologisches Produkt handelt“, erläutert<br />

Dr. Johannes Michael Wareka,<br />

CEO und 4. Generation des<br />

traditionsreichen Familienunternehmens.<br />

Ein Holz-Etikett und ein Etikett<br />

auf Traubenpapier sind für den<br />

Green Packaging Star Award nominiert,<br />

der am 25. September 20<strong>24</strong><br />

auf der Fachpack verliehen wird.<br />

Kostprobe<br />

Abgesehen von den visuellen und<br />

haptischen Erlebnissen gibt es für<br />

die Messebesucher:innen auch eine<br />

besondere Kostprobe: Anhand des<br />

Bio-Eierlikörs von Horvath‘s Spezereyen<br />

Kontor können sie nicht nur<br />

erfahren, wie ein Holz-Etikett aussieht<br />

und wie es sich anfühlt. Durch<br />

die Möglichkeit, das Produkt auch<br />

im Schokostamperl zu verkosten,<br />

wird ihnen ein ÖKO-Gesamterlebnis<br />

geboten, das alle Sinne<br />

anspricht.<br />

Fotos: Marzek Etiketten+Packaging<br />

Hochveredelte Selbstklebe-Etiketten für Spirituosen mit Laserstanzung<br />

und individueller Nummerierung erhöhen die Vorfreude auf das Produkt.<br />

Ob Dank dieses Produktes - der Weissagung - das Unternhemen auch<br />

schon weiß obe es beim Green Packaging Star gewonnen hat?<br />

Geprüftes Commitment<br />

zu Umwelt und Nachhaltigkeit<br />

Als eines der ersten Unternehmen<br />

in der Etiketten- und Verpackungsindustrie<br />

in Österreich bekennt<br />

sich Marzek Etiketten+Packaging<br />

zur Science Based Targets Initiative<br />

(SBTi) und berichtet nach<br />

den Standards der Global Reporting<br />

Initiative (GRI). Im Mai 20<strong>24</strong><br />

wurden die Nachhaltigkeitsziele<br />

des Unternehmens durch die SBTi-<br />

Organisation validiert und offiziell<br />

registriert, sodass Produktionsbetriebe<br />

sicher sein können, mit Marzek<br />

Etiketten+Packaging einen<br />

Lieferanten zu haben, der sein Engagement<br />

für Nachhaltigkeit und<br />

Umweltschutz ernst nimmt. „In den<br />

145 Jahren unserer Unternehmensgeschichte<br />

war es immer das Ziel,<br />

ein für künftige Herausforderungen<br />

noch besser gerüstetes und stabiles<br />

Unternehmen an die jeweils nachfolgende<br />

Generation zu übergeben.<br />

Daher sind alle Initiativen, die in<br />

Nachhaltigkeit und eine bessere Zukunft<br />

investieren, für uns selbstverständlich“,<br />

erklärt Dr. Johannes Michael<br />

Wareka die Gründe, weshalb<br />

Umwelt und Nachhaltigkeit in seinem<br />

Unternehmen eine derart große<br />

Rolle spielen.<br />

Beratung<br />

Messebesucher:innen erhalten am<br />

Stand natürlich auch die entsprechende<br />

Beratung, wie ihre Verpackung<br />

gemäß der EU-Verordnung<br />

PPWR optimiert werden kann.<br />

Weitere Highlights am Fachpack-<br />

Messestand sind maßgeschneiderte<br />

Etikettier-und Spendesysteme sowie<br />

Thermotransferdrucker, mit deren<br />

Hilfe Unternehmen ihre vorgefertigten<br />

Etiketten für Produkte, Kartons<br />

oder Paletten je nach Bedarf auch<br />

selbst eindrucken können und damit<br />

ein Höchstmaß an Flexibilität erzielen.<br />

Marzek Etiketten+Packaging<br />

punktet hier insbesondere mit persönlicher<br />

Beratung, Netzwerkintegration,<br />

Schulung, Erstellung von<br />

Templates, einer Telefonhotline und<br />

einer kompetenten Serviceabteilung,<br />

die eine einfache und verlässliche<br />

Anwendung garantiert.<br />

Mehr während der FachPack:<br />

Halle 4, Stand: 4-332 oder vorab:<br />

www.marzek.at<br />

Unter dem Motto „Nur die Natur<br />

verpackt besser“ fokussiert sich<br />

Marzek Etiketten+Packaging<br />

bei der Fachpack 20<strong>24</strong> auf<br />

die Bereiche Selbstklebe-,<br />

Rundum-, Bogen- und Promotion-<br />

Etiketten sowie Feinkartonage<br />

und Flexible Verpackung.<br />

42 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>


Kiefel präsentiert:<br />

SPEEDFORMER KTR 6.2<br />

Die KIEFEL GmbH hat die neue Becherformmaschine SPEEDFORMER<br />

KTR 6.2 Speed für die Massenproduktion von Kunststoffbechern und Kaffeekapseln<br />

vorgestellt. Diese innovative Lösung sorgt für höhere Produktivität<br />

und Produktvielfalt und bietet gleichzeitig 10% Energieeinsparung durch die<br />

optimierte Heizung.<br />

Der neue SPEEDFORMER<br />

KTR 6.2 ist für die Großserienproduktion<br />

von<br />

hochwertigen thermogeformten<br />

Kunststoffbechern konzipiert und<br />

bietet im Vergleich zu anderen Maschinenherstellern<br />

einen bis zu 50<br />

% höheren Ausstoß bei gleicher<br />

Stellfläche und Qualität. „Dieser höhere<br />

Ausstoß ist dank der größeren<br />

Formfläche in Verbindung mit einer<br />

kürzeren Formzeit durch eine verbesserte<br />

Werkzeugkühlung möglich.<br />

Zusätzlich wird die Füllzeit durch<br />

das optimierte Formluftsystem drastisch<br />

reduziert“, betont Alexander<br />

Donabauer, Director Sales der Polymer<br />

Packaging Division bei Kiefel.<br />

Mehr Stanzkraft<br />

und höhere Kunststoffbecher<br />

Die KTR 6.2 verfügt über ein leistungsstärkeres<br />

Antriebssystem an<br />

der Trim-in-Place-Station und erzielt<br />

eine hohe Stanzkraft von 900<br />

kN. Daher können mit dieser hochmodernen<br />

Becherformmaschine<br />

problemlos eine Vielzahl von Materialien<br />

gestanzt werden, einschließlich<br />

dickerer Folien wie PET. Außerdem<br />

wurde die Technik der Maschine<br />

verbessert, um höhere Becher bis<br />

zu 250 mm zu produzieren.<br />

Neue innovative Stapelund<br />

Automatisierungslösungen<br />

Zusätzlich können Kunden mit<br />

zwei innovativen Modulen eine<br />

noch höhere Produktionsgeschwindigkeit<br />

und ein verbessertes Produkthandling<br />

erreichen: Der optimierte<br />

und integrierte SPEEDSTA-<br />

CKER sorgt für effizienteres Stapeln,<br />

bei höherem Output und gleichzeitig<br />

größerer Produktvielfalt. Mit dem<br />

neuen nachgeschalteten CUPPA-<br />

CKER, der optional in die KTR 6.2<br />

integriert werden kann, werden die<br />

Becher automatisiert bis in den Karton<br />

verpackt.<br />

Auf dem SPEEDFORMER<br />

KTR 6.2 Speed können eine<br />

Vielzahl hochwertiger Kunststoffbecher<br />

hergestellt werden.<br />

Fotos: Kiefel GmbH<br />

Wartungssystem<br />

„Darüber hinaus verfügt die KTR<br />

6.2 über die neue intuitive Benutzeroberfläche<br />

KMI 2.0, die Thermoformprozesse<br />

vereinfacht und<br />

Kunden nach einer kurzen Einarbeitungszeit<br />

mit einer schnellen Rezepturoptimierung<br />

bis hin zu einer<br />

effizienten Fehlerbehandlung und<br />

einem gezielten Wartungssystem<br />

unterstützt“, ergänzt Alexander Donabauer.<br />

Mehr während der FachPack:<br />

Halle 7 / Standnummer 7-418<br />

oder unter:<br />

www.kiefel.com/de<br />

Papierwickler:<br />

● Drehtischausführung<br />

● kombinierbar mit Folienwickler<br />

● Wickelkopf automatisch wechselbar<br />

Ing. Josef Riegler Verpackungstechnik GmbH & Co KG<br />

www.riegler-verpackungstechnik.com<br />

office@riegler-verpackungstechnik.com<br />

Tel. 0<strong>04</strong>3 1 40 500 35-0<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

43


Naturetape® auf der FachPack<br />

Auch im heurigen Jahr präsentiert die Firma SPETA wieder ihre Lösungen<br />

während der Fachpack. Seit 2012 bietet das Unternehmen Lösungen im<br />

Bereich von Öffnungshilfen, wie Aufreißstreifen über Hochleistungsklebebändern<br />

bis zu Spezialfolien und kundenspezifische Lohnfertigungen, an. Seit<br />

einigen Jahren beschäftigt man sich vor allem mit nachhaltigen und umweltfreundlichen<br />

Lösungen. Dies brachte auch schon mehrere Nominierungen zum<br />

Green Packaging Star Award.<br />

Vor einem Jahr wurde das<br />

Portfolio mit nachhaltigen<br />

auf Papier basierende Lösungen<br />

erweitert. Somit kann das<br />

Unternehmen all seine Lösungen in<br />

Cellophan oder Papier anbieten.<br />

Aktuell laufen Tests mit Papierstreifen für Champagner<br />

Naturetape®<br />

Die registrierten Naturetape®-<br />

Produkte sind in verschiedenen<br />

Standardbreiten erhältlich. Die Cellophanstreifen<br />

(trotz Kleber kompostierbar)<br />

in Foliendicken von 30,<br />

40 oder 65µm – die Papierlösungen<br />

in 70, 85 und 165grm. Ebenso sind<br />

individuelle Lösungen in Breiten,<br />

Längen, Hülsen sowie Bedruckung<br />

(Firmenlogos etc.) möglich. Die<br />

Naturetape® Aufreißstreifen können<br />

ohne teure Investitionen in bestehenden<br />

Anlagen integriert und<br />

bei Anwendungen verwendet werden.<br />

Auch für ältere Anlagen mit<br />

thermoaktivierten Kleber gibt es<br />

umweltfreundlich Lösungen, Anwendungsbeispiele<br />

wie z.B. Pralinenschachteln,<br />

Keksverpackungen,<br />

Teebeutel, Hygieneartikel, Personal<br />

Care, und viele mehr. Das Ergebnis<br />

sind umweltfreundliche und nachhaltige<br />

Aufreißstreifen, die exakt<br />

auf das Anforderungsprofil zugeschnitten<br />

sind, attraktive Zusatznutzen<br />

anbieten und den Verarbeitungsprozess<br />

effizient unterstützen.<br />

Die Wahl des passenden Aufreißstreifens<br />

hängt in erster Linie von<br />

der Funktionalität und den geforderten<br />

Eigenschaften sowie den<br />

Möglichkeiten der Verpackungsmaschine<br />

ab. Ein aktuelles Beispiel ist<br />

ein Papieraufreißstreifen für Champagner.<br />

Klebebänder<br />

Die Klebebänder gibt es standardmäßig<br />

als normale Selbstklebebänder<br />

oder als extra-haftende Lösung.<br />

Zu den Spezialklebebändern des<br />

Unternehmens gehören auch für<br />

besondere Lösungen zum Beispiel<br />

faserverstärkte Klebebänder - die<br />

bereits bei einigen Unternehmen<br />

im Einsatz sind. Erwähnenswert ist<br />

sicher auch, dass das Unternehmen<br />

für Rollen- und Streifensystem produzieren<br />

kann.<br />

Nominierte Einreichung beim<br />

Green Packaging Star Award<br />

Klassisch (rot) oder<br />

mit Papierstreifen<br />

Mehr über das Unternehmen und<br />

auch deren Möglichkeiten in der<br />

Lohnfertigung sehen Sie während<br />

der Messe in Halle 7, Stand 7-706<br />

oder vorab unter www.speta.at<br />

Streifensystem<br />

Rollensystem<br />

44 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>


Isolierkissen und Luftpolsterfolien<br />

Foto: Karopack GmbH<br />

Als Spezialist in der Verwertung von Altkartonagen zu Transportschutz-Polstern<br />

präsentiert sich die Karopack GmbH auf der diesjährigen FachPack auf<br />

einer deutlich deutlich vergrößerten Fläche in Halle 5, Stand 160.<br />

Über sein Standardsortiment<br />

hinaus wird das<br />

in Kirchardt ansässige<br />

Unternehmen über zwei neue,<br />

besonders ökologische Produkte<br />

informieren. Dabei handelt<br />

es sich zum einen um Isolierkissen<br />

aus Altpapier, die insbesondere<br />

zum Versand von zu kühlenden Produkten<br />

geeignet sind und eine kostengünstige<br />

sowie umweltfreundliche<br />

Alternative zu Styroporboxen<br />

darstellen. Sie werden unter dem<br />

Namen Karotherm offeriert. Signifikantes<br />

Merkmal der Kissen ist das<br />

Dämmelement, das aus Kraftpapier<br />

als Hülle und Zellulosewolle als<br />

Füllung besteht. Die Karotherm-<br />

Kissen sind mehrfach verwendbar<br />

und recyclingfähig.<br />

Alternative aus Papier<br />

Die zweite Innovation ist eine ausschließlich<br />

aus Papier hergestellte<br />

Alternative zu herkömmlichen Luftpolsterfolien,<br />

die Karopack unter<br />

dem Namen KaroAir anbietet. Das<br />

Material ist ein- oder zweilagig erhältlich.<br />

Die Bubbles werden durch<br />

einen Prägeprozess in Kombination<br />

mit Feuchtigkeit, Temperatur und<br />

Druck geformt. KaroAir ist als Rollenware<br />

mit 35 oder 80 cm Breite, in<br />

vorkonfektionierten Bögen oder als<br />

Polstertasche lieferbar. Ferner kann<br />

eine wasser- und ölabweisende Beschichtung<br />

aufgetragen werden.<br />

Polsterkissen &grüne Kreisläufe<br />

Zum Kernsortiment des badenwürttembergischen<br />

Unternehmens<br />

zählen insbesondere die aus Altkartonagen<br />

produzierten Karopack-<br />

Polsterkissen. Die seit Langem bewährten,<br />

reißfesten und staubfreien<br />

Transportschutz-Polster gibt es in<br />

Standardgrößen zwischen 180 x 220<br />

mm und 180 x 540 mm sowie in<br />

Sondermaßen.<br />

Bereits seit vielen Jahren hat die<br />

Karopack GmbH die Produktion<br />

durch „grüne Kreisläufe“ dezentralisiert,<br />

in denen kundennah die Altkartonagen<br />

und -papiere in einem<br />

Umkreis von ca. 100 bis 150 km<br />

kostenlos abgeholt und nach Verarbeitung<br />

als fertiges Polstermaterial<br />

wieder angeliefert werden. Viele<br />

wurden in Zusammenarbeit mit Gemeinnützigen<br />

Werkstätten realisiert.<br />

Das Produktions- und Vertriebsnetz<br />

der Mehrwegsysteme umfasst<br />

mittlerweile 13 deutsche Standorte<br />

sowie weitere in Österreich und der<br />

Schweiz.<br />

Eigenproduktion<br />

Für Kunden mit hohem Altkartonanfall<br />

und großem Bedarf an Füllmaterial<br />

wird zur Eigenproduktion<br />

der Verpackungspolster der Karo-<br />

Cycler offeriert. Seine Kapazität ist<br />

auf den jeweiligen Mengenanfall abstimmbar<br />

und erreicht eine Leistung<br />

von bis zu 3 m³ Polsterkissen pro<br />

Stunde.<br />

Mehr unter: www.karopack.de<br />

Halle 4<br />

Stand 4-537<br />

MEHRWEG Etrichstraße 75 – 83<br />

VERPACKUNGS A-2542 Kottingbrunn<br />

SYSTEME GMBH<br />

Tel. + 43(0)2252 408 202<br />

VERPACKUNGEN Fax +43 (0)2252 408 202 31<br />

KOFFER<br />

email: office@vsl.at<br />

FLIGHTCASES www.vsl.at<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

45


Frisch zertifiziert auf der FachPack<br />

Ulrich Etiketten, ein familiengeführtes Unternehmen in der fünften Generation und<br />

einer der führenden Anbieter von Selbstklebeetiketten, präsentiert sich auch in diesem<br />

Jahr wieder auf der FachPack. Neben der Inbetriebnahme der neuen Produktionsstätte<br />

zählt die erfolgreiche Zertifizierung nach dem BRCGS - Global Standard for Packaging<br />

and Packaging Materials - zu den aktuellsten Firmennews.<br />

Diese Zertifizierung ist<br />

ein weltweit anerkannter<br />

Maßstab für Lebensmittelsicherheit<br />

und Qualitätssicherung<br />

und bestätigt das Engagement für<br />

höchste Produktionsstandards bei<br />

Etiketten und Verpackungen.<br />

Sicherheit und Vertrauen<br />

Mit der BRCGS-Zertifizierung<br />

werden die strengen Normen der<br />

Lebensmittelindustrie für Etiketten<br />

und Verpackungen erfüllt, wodurch<br />

Kunden ein Höchstmaß an Sicherheit<br />

und Vertrauen geboten wird.<br />

Maschinenpark<br />

Über die heuer in Betrieb genommene<br />

Offset-Etikettendruckmaschine<br />

berichtete KOMPACK bereits.<br />

Diese Anlage erlaubt eine Produktionsbreite<br />

von 520 mm und verfügt<br />

über 9 Farbwerken, was auch die<br />

Kombination mit Flexo- und Siebdruck<br />

ermöglicht. Die integrierten<br />

Heiß- und Reliefprägestationen ermöglichen<br />

gestochen scharfe Heißfolienprägungen<br />

und Reliefs. Hochveredelte<br />

Etiketten im Großauflagenbereich<br />

stellen mit dieser Lösung<br />

kein Problem mehr dar. „Die<br />

ideale Lösung für den Getränkebereich“<br />

sagt der Geschäftsführer Dr.<br />

Rainer Ulrich.<br />

Messeauftritt bei der letzten FachPack<br />

Einblick in die neue Produktionshalle und die aktuelle Zertifizierung<br />

hen hochmoderne Etiketten und<br />

Verpackungen von morgen auf modernsten<br />

Anlagen. Dabei liegt ein<br />

besonderer Fokus auf ökologischen<br />

Kreisläufen und der Nachhaltigkeit<br />

der Produkte.<br />

Green Packaging Star Award<br />

Ein gutes Beispiel für die nachhaltigen<br />

Verpackungslösungen des<br />

Unternehmens ist auch der Papierschlauchbeutel<br />

für Obst und Gemüse,<br />

der mittlerweile längst im Handel<br />

erhältlich ist und der auch für den<br />

Green Packaging Star Award nominiert<br />

wurde, der auch heuer wieder,<br />

während der FachPack verliehen<br />

wird. Die Umsetzung des Projekts<br />

FachPack<br />

„Gerade in Nürnberg werden die<br />

nachhaltigen Verpackungslösungen<br />

von Ulrich Etiketten noch mehr in<br />

den Vordergrund rücken als bisher,“<br />

erklärt der Geschäftsführer. Das<br />

Unternehmen selbst wird seinen<br />

Schwerpunkt Richtung Forschung<br />

und Entwicklung im Recyclingbereich<br />

weiter vorantreiben, was auch<br />

die aktuelle Zertifizierung bestätigt.<br />

Das Team von Ulrich Etiketten<br />

freut sich auf viele Besucher und<br />

darauf, gemeinsam mit seinen Kunden<br />

die Zukunft der Etiketten- und<br />

Verpackungsindustrie zu gestalten.<br />

Mit einem tiefen Verständnis für<br />

Tradition und Innovation entste-<br />

erforderte eine sorgfältige Planung<br />

und Ausführung in mehreren Phasen<br />

- von der Projektplanung und<br />

Ressourcenbeschaffung über Produktentwicklung<br />

und Markteinführung<br />

bis hin zu Monitoring und kontinuierlicher<br />

Verbesserung.<br />

Innovation<br />

Die umweltfreundliche Verpackungslösung<br />

stellt eine signifikante<br />

Innovation im Bereich der<br />

Verpackungstechnologie dar, indem<br />

sie ökologische Nachhaltigkeit mit<br />

praktischen und funktionalen Vorteilen<br />

kombiniert.<br />

Zum Green Packaging Star Award<br />

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Wir freuen uns auf Ihren Besuchen Besuch Sie uns während auf der der Fachpack FachPack: 2013 Halle in Nürnberg: 7A / Standnummer Halle 3, 7A-506 3-447<br />

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06/18<br />

47<br />

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Über 70 Jahre Unternehmenstradition<br />

Hugo Ratt hat das Unternehmen Rattpack® als ehemaliger Postbeamter 1953 gegründet,<br />

weil er gesehen hat, wie viele Verpackungen versendet werden. Damals konnte<br />

man noch nicht erahnen, dass daraus die international agierende Rattpack® -Gruppe<br />

werden würde. KOMPACK sprach mit einem der „Mitschuldigen“ für diese Entwicklung<br />

- dem geschäftsführenden Gesellschafter Stephan Ratt - der gemeinsam mit seinem<br />

Bruder Matthias Ratt das Unternehmen vor 21 Jahren übernommen hat.<br />

I N T E R V I E W<br />

KOMPACK: Ihr Unternehmen<br />

hat eine über 70jährige Tradition<br />

- wurde anfangs noch Graupappe<br />

zu Schuhschachteln verarbeitet,<br />

entwickelte sich das Unternehmen<br />

mittlerweile zu einem internationalen<br />

Verpackungsspezialisten.<br />

Wie hat sich das ergeben?<br />

Stephan Ratt: Ja, das ist eigentlich<br />

einfach erklärt: als<br />

Matthias und ich vor 21 Jahren<br />

das Unternehmen übernommen<br />

haben, stellte sich uns eine Frage -<br />

wollen wir ein nationaler<br />

Spezialist im Pharmabereich (vom<br />

Beipackzettel bis zur Faltschachtel)<br />

bleiben und Nischen abdecken oder<br />

wagen wir den Schritt Richtung<br />

internationaler Verpackungsspezialist<br />

- sprich klein und fein<br />

bleiben oder mit Vernunft wachsen.<br />

Die Entscheidung fiel für die<br />

RATTPACK® Gruppe. Sprich<br />

Wachstum mit Vernunft und<br />

Nachhaltigkeit, mit dem Fokus<br />

auf Innovation, Qualität und<br />

Service Excellence.<br />

KOMPACK: Dies ist vor<br />

allem durch Firmenübernahmen<br />

gelungen - Höhepunkte waren<br />

wahrscheinlich die Übernahme<br />

von PAWAG und Ende letzten<br />

Jahres die Übernahme von GIKO.<br />

Stephan Ratt: Nicht nur - aber<br />

ja, wir sind stetig gewachsen.<br />

Mit der Übernahme von GIKO<br />

Verpackungen konnten wir das<br />

Produktportfolio im Bereich<br />

flexibler Verpackung weiter<br />

erweitern. Gleichzeitig ist das<br />

zusätzliche Werk auch eine Sicherheit<br />

für uns und unsere Kunden.<br />

Selbst wenn eine unerwartete<br />

Umweltkatastrophe das eine<br />

Werk treffen sollte, können wir<br />

im anderen Werk die gleichen<br />

Produkte weiterproduzieren. Diese<br />

strategische Übernahme<br />

positioniert RATTPACK® optimal,<br />

um auf die steigende Nachfrage<br />

nach innovativen Verpackungslösungen<br />

zu reagieren.<br />

Geschäftsführender Gesellschafter Stephan Ratt beim Interview<br />

KOMPACK: Wie finden<br />

Sie eigentlich immer neue<br />

Unternehmen, die in die<br />

Gruppe integriert werden können?<br />

Stephan Ratt: Auf der einen<br />

Seite kennen sich die Leute<br />

innerhalb der Branche natürlich.<br />

Auf der anderen Seite sehen<br />

mittlerweile viele auch unsere<br />

internationale positive Entwicklung<br />

und unsere dadurch auch<br />

gewonnene Stärke im Einkauf zum<br />

Beispiel und treten selbst an uns<br />

heran, um Teil der Gruppe werden<br />

zu können. Wir zerschlagen ja<br />

auch nicht die übernommenen<br />

Betriebe. Die Zentrale ist mittlerweile<br />

in Wolfurt - in dem<br />

adaptierten Gebäude der ehemaligen<br />

PAWAG. Hier sitzen auch<br />

wichtige übergreifende Abteilungen<br />

wie Marketing, IT, Einkauf<br />

oder HR. Die Werke agieren aber<br />

weiterhin als schlagkräftige<br />

selbstständige Einheiten mit<br />

Werksleiter und Verkaufsteam.<br />

KOMPACK: Das Unternehmen<br />

hat mittlerweile 8 Standorte<br />

- werden weitere dazukommen?<br />

Stephan Ratt: Lassen Sie es<br />

mich so sagen: mit unseren<br />

Standorten in Deutschland,<br />

Österreich sind wir gut aufgestellt<br />

- hier sehen wir auch unseren<br />

Hauptaktionsradius, der<br />

irgendwo bei Ostfrankreich, Polen<br />

und Norditalien endet. Sollten<br />

sich in diesem Bereich weitere<br />

strategische Partnerschaften - immer<br />

auch mit einem Blick auf die<br />

Nachhaltigkeit - ergeben, sagen<br />

wir prinzipiell nicht nein zu einer<br />

weiteren Vergrößerung.<br />

KOMPACK: Im Prinzip hat<br />

die Gruppe zwei Standbeine -<br />

Pharma und Food - wird<br />

dies so bleiben?<br />

Stephan Ratt: Ja, dies<br />

hat sich geschichtlich so<br />

ergeben und ich sehe eigentlich<br />

keinen Grund dies zu ändern.<br />

KOMPACK: Sie sind ja nach<br />

wie vor ein Familienunternehmen -<br />

wie schwer ist es als solches, sich<br />

international zu bewähren?<br />

Stephan Ratt: Auf der<br />

einen Seite war es uns wichtig,<br />

als Gruppe so groß zu werden,<br />

dass wir auch als Gruppe wahrgenommen<br />

werden, was uns glaube<br />

ich gelungen ist. Auf der anderen<br />

Seite planen Familienunternehmen<br />

langfristig, was sicher kein Nachteil<br />

ist - und die vierte Generation<br />

arbeitet mittlerweile auch schon<br />

im Unternehmen mit. Sowohl<br />

meine Tochter als auch der Sohn<br />

von Matthias, der gerade seine<br />

IT-Lehre absolviert hat, sind<br />

bereits tatkräftig im Unternehmen<br />

dabei. Probleme sehe ich also<br />

als Familienunternehmen keine.<br />

Prinzipiell sehe ich unsere Größe<br />

als zusätzlichen Vorteil - wir sind<br />

jetzt eine starke Gruppe, aber<br />

auch kein Weltkonzern - was<br />

wiederum manche abschreckt.<br />

KOMPACK: Apropos Problem -<br />

Ihr habt Lösungen, sowohl im klassischen<br />

Kartonbereich als auch im<br />

flexiblen Bereich - ist da der interne<br />

Wettkampf manchmal störend?<br />

Stephan Ratt: Nein - im Gegenteil.<br />

Auf der einen Seite haben<br />

wir auf der flexiblen Seite eine<br />

Forschungsabteilung, deren<br />

Labore mittlerweile auch der Karton-<br />

und Papierbereich nutzt - auf<br />

der anderen Seite gibt es auch<br />

Produkte, die plötzlich schwerpunktmäßig<br />

anders verpackt werden.<br />

Nehmen wir als Beispiel Hundefutter<br />

- unser Vorteil heute ist<br />

es, dass uns egal ist, ob der Kunde<br />

48<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

Standort Wolfurt


Einige Produktmuster der RATTPACK®-Gruppe: Beilagenzettel, Pharma Verpackung, Display, Pouch und flexible Verpackung./Fotos: (c)peterscheerer.com<br />

in Karton oder flexibel verpacken<br />

will - wir haben die richtige<br />

Lösung für ihn - das ist wichtig.<br />

KOMPACK: Dass der eingeschlagene<br />

Weg nicht so falsch<br />

sein kann, beweisen ja auch<br />

diverseste Auszeichnungen.<br />

Stephan Ratt: Ja, diese machen<br />

einen Unternehmer schon stolz.<br />

Wir konnten Bronze beim 30.<br />

österreichischen Exportpreis<br />

erringen - die Verleihung fand in<br />

der Hofburg in tollem Rahmen<br />

statt. Ebenso wurden wir als<br />

bestes Vorarlberger Familienunternehmen<br />

ausgezeichnet. Auch<br />

unsere Produkte wurden bereits<br />

mehrfach ausgezeichnet - so auch<br />

schon mit dem PRO CARTON/<br />

ECMA PLATINUM AWARD.<br />

KOMPACK: Prinzipiell hört<br />

man gerade von schwierigen<br />

wirtschaftlichen Zeiten - wie<br />

sehen Sie die Situation?<br />

Stephan Ratt: Eigentlich darf ich<br />

mich nicht beschweren - unsere<br />

Werke laufen dreischichtig. Die<br />

Entwicklung in Österreich in den<br />

letzten Jahren ist allerdings schon<br />

bedenklich. Nicht nur die höheren<br />

Preise - die Rohstoffpreise steigen<br />

gerade wieder - vor allem auch<br />

die starken Lohnerhöhungen und<br />

die hohen Abgaben - da muss<br />

unserer nächsten Regierung was<br />

einfallen. Es kann eigentlich nicht<br />

sein, dass mich mittlerweile ein<br />

Mitarbeiter in Deutschland viel<br />

weniger kostet als in Österreich.<br />

Das führt zu Wettbewerbsnachteilen,<br />

die vor einiger Zeit noch<br />

undenkbar waren. Ebenso die<br />

Bürokratie in Österreich - eine<br />

neue Maschine in Österreich<br />

zu installieren (obwohl diese<br />

nicht die erste im Unternehmen<br />

ist) kann eine echte Challenge<br />

sein. Auch hier sind aus eigener<br />

Erfahrung gesprochen, die<br />

Behördenwege einfacher und<br />

rascher in Deutschland. Das gibt<br />

mir schon manchmal zu denken.<br />

KOMPACK: Ihr Unternehmen<br />

verpackt in vielen Bereichen -<br />

sehen Sie Bereiche, die von der<br />

derzeit oft schwierigeren wirtschaftlichen<br />

Situation auch der<br />

Privathaushalte betroffen sind<br />

(durch die starke Inflation -<br />

gestiegene Mietpreise ...)?<br />

Stephan Ratt: Ja, also der<br />

Pharmabereich ist sehr stabil und<br />

war interessanterweise nur etwas<br />

schwächer zur Corona Zeit, da<br />

alle zu Hause waren und Masken<br />

trugen, gab es weniger gewöhnliche<br />

Erkrankungen. Ansonsten<br />

sehe ich schon, dass die Menschen<br />

zu den günstigeren Eigenmarken<br />

greifen. Die Verschiebungen sind<br />

hier ziemlich 1:1. Angeblich wollen<br />

einige Marken jetzt auch günstiger<br />

werden. Aber auch für uns ist<br />

der Markt volatil geworden.<br />

Sobald von steigenden Rohstoffpreisen<br />

die Rede ist, beginnen die<br />

Unternehmen die Rohstoffe zu<br />

horten, was zunächst zu Engpässen<br />

führt. Dies war früher nicht so.<br />

KOMPACK: Vom Kaufverhalten<br />

der Privathaushalte<br />

zu den Mitarbeitern - gerade<br />

in Vorarlberg sind diese<br />

oft nicht leicht zu finden.<br />

Stephan Ratt: Das stimmt natürlich<br />

- Facharbeiter gibt es<br />

immer weniger. Automatisierung<br />

hilft zwar - und ist in Österreich<br />

auch notwendig - aber Facharbeitermangel<br />

gibt es trotzdem. Im<br />

Officebereich hat sich die Situation<br />

aber wieder entspannt. Auch im<br />

Lehrlingsbereich konnten wir<br />

punkten - mittels verschiedener<br />

Messeteilnahmen - und Social<br />

Media Auftritten. 44 Lehrlinge<br />

an allen Standorten in 10<br />

Lehrberufen sind erfreulich. Wir<br />

bemühen uns aber auch, dass sich<br />

unsere Mitarbeiter wohlfühlen -<br />

vom Jobrad bis zur Mitarbeiter<br />

APP - hier erfahren die Mitarbeiter<br />

alle Neuigkeiten. Auch die<br />

Kantinen wurden modernisiert.<br />

KOMPACK: Sie sind auch<br />

heuer wieder auf der FachPack -<br />

was erwartet die Besucher<br />

auf Ihrem Stand?<br />

Stephan Ratt: Eigentlich unser<br />

ganzes Programm. Dieses wird<br />

digital abgebildet werden, aber<br />

natürlich gibt es auch die<br />

Originalprodukte um diese auch<br />

haptisch erleben zu können. Wir<br />

wollen unsere breite Lösungskompetenz<br />

zeigen - wir sind die<br />

Problemlöser für komplexe<br />

Verpackungskombinationen.<br />

Unsere eindrucksvollen Lösungen<br />

im Folienheiß- und UV-Druck<br />

werden ebenso zu sehen sein<br />

wie Lösungen für die flexiblen<br />

Verpackungen - und natürlich<br />

Neuigkeiten wie unsere Pouches,<br />

die wir seit letztem Jahr auch<br />

selbst produzieren können. Aber<br />

ich will nicht alle News schon<br />

vor der Messe verraten.<br />

KOMPACK: Wagen Sie einen<br />

Blick in die Zukunft.<br />

Stephan Ratt: Leider habe<br />

ich keine Glaskugel, aber<br />

prinzipiell sind wir zufrieden -<br />

trotz Preisverfall in manchen<br />

Bereichen können wir die<br />

Umsätze halten (ohne letzte<br />

Zukäufe - dadurch natürlich<br />

gestiegen). Das stimmt mich<br />

doch positiv, dass wir unser<br />

Umsatzziel in 2030 - 200<br />

Millionen erreichen können.<br />

KOMPACK: Danke für das<br />

Gespräch.<br />

Den RATTPACK®-Messestand<br />

finden Sie auf der FachPack:<br />

Halle 5 / Standnummer 5-110<br />

49


Palettenlösungen für<br />

automatisierte Fördertechnik<br />

optimiert<br />

Ebenfalls aus Schütz-eigenem,<br />

hochqualitativem Kunststoffrezyklat<br />

besteht die neue, umweltfreundliche<br />

Kunststoffrahmenpa-<br />

Zukunftsweisende Verpackungslösungen<br />

für effizientere und nachhaltigere<br />

Neben Sicherheits- und Wirtschaftlichkeitsaspekten nimmt das Thema Nachhaltigkeit<br />

einen immer bedeutenderen Stellenwert beim Einsatz von industriellen<br />

Verpackungen ein. Schütz bietet seinen Kunden auf Basis fortschrittlichster<br />

Technologie eine Komplettlösung, die innovative Produkte mit umfassendem<br />

Service verbindet, um höchste Qualität, beste Performance und globale Liefersicherheit<br />

zu gewährleisten. Dieses ganzheitliche Konzept erläutert Schütz auf<br />

der Fachpack unter dem Motto „Containing everything that matters“.<br />

Ökologische Industrieverpackungen<br />

spielen eine<br />

Schlüsselrolle, wenn es<br />

darum geht, Lieferketten nachhaltiger<br />

zu gestalten und den CO 2 -<br />

Fußabdruck von Industrieunternehmen<br />

zu reduzieren. In diesem<br />

Zusammenhang gewinnen Recycling<br />

und Wiederaufbereitung immer<br />

mehr an Bedeutung, da Ressourcen<br />

zunehmend knapper und<br />

teurer werden. Auf diesem Grundsatz<br />

basieren insbesondere die Verpackungen<br />

der Green Layer Serie.<br />

Bei dieser Produktlinie bringt<br />

Schütz einen Anteil von 30%<br />

hochqualitativem, naturfarbenem<br />

Recyclingmaterial in die Mittelschicht<br />

der jeweiligen Verpackung<br />

ein. Dieses Rezyklat wird im Rahmen<br />

des eigenen weltweiten Rücknahmeprogramms<br />

für entleerte<br />

Verpackungen wiedergewonnen.<br />

Auf der Fachpack stellt Schütz sein<br />

gesamtes Green-Layer-Produktportfolio<br />

in den Bereichen IBC,<br />

Kunststofffässer und Kanister vor.<br />

Photos: Schütz<br />

Auf der Fachpack präsentiert Schütz zahlreiche Verpackungsinnovationen<br />

aus den Bereichen IBC, Kunststoff- und Stahlfässer sowie Kunststoffkanister.<br />

lette von Schütz, die in IBC verbaut<br />

wird. Diese neue Verpackungskomponente<br />

eignet sich durch ihre<br />

Geometrie besonders für den<br />

innerbetrieblichen Transport der<br />

Container auf Fördersystemen und<br />

wurde speziell für den sicheren<br />

Transport in automatisierten Warenlagern<br />

entwickelt. Die Kunststoffrahmenpalette<br />

ist äußerst<br />

robust und stabil und bietet den<br />

IBC damit optimalen Schutz im<br />

anspruchsvollen Lager- und Produktionsumfeld.<br />

Dort weiß auch<br />

die zweite Paletten-Innovation zu<br />

überzeugen, die Schütz auf der<br />

Fachpack vorstellt: die 3-Kufen-<br />

Stahlpalette mit geprägten Blechkufen.<br />

Diese verfügt im Vergleich<br />

zur Standard-Stahlkufenpalette<br />

über eine zusätzliche Mittelkufe,<br />

die durch eine verbreiterte Auflagefläche,<br />

für eine verbesserte Gewichtsverteilung<br />

sorgt. Diese IBC-<br />

Palette ist äußerst robust, weist<br />

eine minimale Durchbiegung unter<br />

Last auf und hat stark verbesserte<br />

Fördereigenschaften.<br />

Lasergeschweißte Stahlfässer<br />

für besonders anspruchsvolle<br />

Füllgüter<br />

Im Bereich Stahlfässer präsentiert<br />

der Verpackungsspezialist unter<br />

anderem das innovative Schütz<br />

Laserfass, das aus beidseitig feuerverzinktem<br />

Stahlblech besteht.<br />

Das Ausgangsmaterial wird dazu<br />

schon vor der Coilwicklung in<br />

ein Zinkschmelzbad getaucht und<br />

erhält durch die Galvanisierung<br />

eine rundum hochqualitative und<br />

gleichmäßig verteilte Zinkschicht.<br />

Der Rumpf des Fasses wird in<br />

einem speziellen Laser-Schweißverfahren<br />

gefertigt. Dabei wird das<br />

Blech auf Stoß verschweißt. Das<br />

Schütz Laserfass ist nach Deckelund<br />

Bodenmontage direkt innen<br />

sowie außen zuverlässig vor Korrosion<br />

geschützt. Der neue Fasstyp<br />

ist insbesondere für anspruchsvolle<br />

und sensible Füllprodukte,<br />

die bislang häufig in konventionell<br />

verzinkten oder innenlackierten<br />

Fässern abgefüllt werden, hervorragend<br />

geeignet.<br />

Combi-Stahlfässer<br />

mit Kunststoffinnenbehälter<br />

Noch mehr Sicherheit und Reinheit<br />

bietet die neue Produktvariante<br />

Schütz Combi-Stahlfass.<br />

Hier wird wahlweise das neue<br />

Photo links: Mit dem Einweg-Rührwerk Impeller bietet Schütz ein revolutionäres, in sich geschlossenes Konzept. Damit können viskose Füllstoffe<br />

effizient aufgerührt und homogenisiert werden – ganz ohne die marktüblichen Kontaminationsrisiken.<br />

mittiges Photo: In die IBC-Innenbehälter und Fasskörper der Produktlinie Green Layer bringt Schütz mit einem Anteil von 30% hochqualitatives,<br />

naturfarbenes Recyclingmaterial ein, das das Unternehmen im Rahmen seines weltweiten Rücknahmeprogramms für<br />

entleerte Verpackungen selbst wiedergewinnt.<br />

Photo rechts: Die Kunststoffrahmenpalette von Schütz wurde speziell für den sicheren und störungsfreien IBC-Transport in hochmodernen,<br />

50 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

automatisierten Warenlagern entwickelt und besteht aus Schütz-eigenem, hochqualitativem Rezyklat.


Prozesse<br />

Das Combi Laserfass kombiniert ein<br />

verzinktes Laser-Stahlfass mit einem<br />

Innenbehälter aus HDPE-Kunststoff.<br />

So vereint Schütz die Korrosionsfreiheit<br />

und Sauberkeit eines Kunststofffasses<br />

mit der Stabilität und dem<br />

Permeationsschutz eines Stahlfasses.<br />

Die 3-Kufen-Stahlpalette mit<br />

geprägten Blechkufen verfügt<br />

im Vergleich zur Standard-Stahlkufenpalette<br />

über eine zusätzliche<br />

Mittelkufe. Diese sorgt durch<br />

eine verbreiterte Auflagefläche<br />

für eine verbesserte Gewichtsverteilung.<br />

verzinkte Laserfass oder ein lackiertes<br />

Standard-Stahlfass mit<br />

einem Innenbehälter aus HDPE-<br />

Kunststoff kombiniert. Der Zwischenraum<br />

wird durch eine Runddichtung<br />

versiegelt, was doppelten<br />

Leckageschutz bietet. Diese Verpackungslösung<br />

ist besonders für<br />

Chemikalien geeignet, die mit<br />

rohem Stahl oder herkömmlichen<br />

Innenlacken nicht kompatibel sind.<br />

Dies gilt beispielsweise für besonders<br />

anspruchsvolle Füllgüter der<br />

sogenannten Verpackungsgruppe I<br />

mit stark permeierenden, aggressiven<br />

und korrosiven Eigenschaften.<br />

So vereint Schütz die Korrosionsfreiheit<br />

und Sauberkeit eines<br />

Kunststofffasses mit der Stabilität<br />

und dem Permeationsschutz eines<br />

Stahlfasses. Auch für die effiziente<br />

Ladungssicherung beim Transport<br />

von Stahlfässern mit Spund präsentiert<br />

Schütz eine neue Lösung:<br />

Mit dem Schütz Drumfix System<br />

lassen sich aus vier Fässern und<br />

einer Palette schnell, einfach und<br />

umweltfreundlich sichere Ladungseinheiten<br />

bilden.<br />

Brennbares Gefahrgut sichern:<br />

neue Variante des Ecobulk SX-D<br />

Schütz hat den Ecobulk SX-D als<br />

doppelwandiges System für den<br />

Transport und die Lagerung von<br />

brennbaren Gefahrgutflüssigkeiten<br />

entwickelt. Dieses Containermodell<br />

bietet maximalen Schutz<br />

durch eine geschlossene, feuerfeste<br />

Außenhülle aus Stahl und ist<br />

nach FM Global und Underwriters<br />

Laboratories (UL) zugelassen. Auf<br />

der Fachpack stellt Schütz eine<br />

neue Variante vor, die einen integrierten<br />

Zugang zu einer Armatur<br />

besitzt, wodurch eine Entnahme<br />

von unten ermöglicht wird. Der<br />

volle Leckage- und Feuerschutz<br />

bleibt auch bei geschlossenem<br />

Schutzdeckel.<br />

Mit der Lizenz zum Rühren:<br />

der Schütz Impeller<br />

Für ein maximal sicheres und<br />

effizientes Aufrühren und Homogenisieren<br />

viskoser Füllstoffe im<br />

IBC bietet der Verpackungsspezialist<br />

mit dem Schütz Impeller<br />

ein revolutionäres, in sich geschlossenes<br />

Konzept, das ebenfalls<br />

auf der Messe zu sehen sein<br />

wird. Dabei handelt es sich um ein<br />

Einweg-Rührwerk, das bereits ab<br />

Werk in den Container eingesetzt<br />

ist. Das spezielle Becherrührwerk<br />

verfügt über bewegliche Flügel,<br />

die mit zunehmender Drehzahl<br />

automatisch hochklappen. Dadurch<br />

homogenisiert der Impeller<br />

Füllprodukte schonend und ohne<br />

Blasenbildung, wobei Sedimente<br />

vollständig aufgelöst werden, was<br />

den Füllgutverlust minimiert. Der<br />

Impeller besteht aus HDPE, dem<br />

gleichen chemikalienresistenten<br />

Material wie die IBC-Innenbehälter<br />

und ist in die Schraubkappe<br />

der Einfüllöffnung fest integriert.<br />

Bei entsprechender Prozess- und<br />

Containerkonfiguration muss das<br />

Rührwerk selbst beim Befüllvorgang<br />

nicht entnommen werden.<br />

Als geschlossenes System eliminiert<br />

der Impeller Qualitätsrisiken<br />

und daraus resultierende Kosten,<br />

wie sie beim Einsatz von marktüblichen<br />

Edelstahlrührwerken durch<br />

Kontamination infolge von Einbringen<br />

und Herausziehen sowie<br />

Wiederbenutzung zwangsläufig<br />

auftreten. Damit stellt der Impeller<br />

eine optimale Lösung für das<br />

Aufrühren von Farben und Lacken,<br />

Dicht- und Klebstoffen sowie bestimmten<br />

Chemikalien mit höherer<br />

Viskosität dar.<br />

MX 560: optimale<br />

Performance in Lager,<br />

Handling und Transport<br />

Mit dem Ecobulk MX 560 zeigt<br />

Schütz auf der Fachpack eine Verpackungslösung,<br />

die ein geringes<br />

Eigengewicht im Vergleich zu<br />

Edelstahlbehältern oder Fässern<br />

mit einer niedrigen Containerhöhe<br />

kombiniert. Mit seinem reduzierten<br />

Fassungsvermögen von<br />

Halle 7<br />

Stand 7-464<br />

Saropack<br />

Schrumpffolienspezialist Nr.1<br />

Klimaneutrale Schrumpffolien<br />

Erster Anbieter von klimaneutralen Schrumpffolien<br />

PLUS<br />

560 Litern auf optimaler Fläche<br />

ermöglicht der MX 560 geringere<br />

Kapitalbindung und verkürzte<br />

Standzeiten bei niedrigem Produktumschlag.<br />

Insbesondere in<br />

Branchen, in denen aufgrund stark<br />

konzentrierter Füllgüter keine<br />

großen Gebinde benötigt werden,<br />

ist das von Vorteil – beispielsweise<br />

in der Landwirtschaft und in der<br />

Agro-Chemie (konzentrierte Pflanzenschutz-<br />

oder Saatbeizmittel mit<br />

hohem Produktwert). Die Bodengruppe<br />

des MX 560 entspricht denen<br />

der Schütz MX-Typen mit 820,<br />

1.000 und 1.250 Litern Fassungsvermögen,<br />

sodass der Container<br />

mit allen anderen Modellen der<br />

MX-Linie kompatibel ist. Mit der<br />

Palettengröße können Lager- und<br />

Transportraum in genormten Großraumbehältern<br />

optimal ausgenutzt<br />

werden, auch bei Mischladungen.<br />

Das stellt einen großen Vorteil beispielsweise<br />

bei der Verfrachtung<br />

über den Seeweg dar.<br />

Mehr während der<br />

Fachpack in Nürnberg<br />

am SCHÜTZ<br />

Stand 6-328 in Halle 6 oder<br />

vorab: www.schuetz.net<br />

Maschinen<br />

Saropack Saropack Handels Handels GmbH • GmbH Vorarlberger • Wiedengasse Wirtschaftspark 25 • A-6840 2 • A-6840 Götzis Götzis<br />

Tel 05523 53540 • Fax 05523 53780<br />

UID Nr. ATU 41612108 • FB Nr. 149426w813 085 351<br />

www.saropack.eu<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

51


kaiserkraft auf der FACHPACK<br />

kaiserkraft wird erstmalig auf der FachPack zu Gast sein. Neben Details zur<br />

Neuausrichtung des Unternehmens zeigt kaiserkraft nachhaltige Verpackungsprodukte<br />

für Betrieb, Lager, Logistik und Büro. Ein Highlight ist ein eigens entwickelter<br />

Prototypen-Packtisch.<br />

Nach dem Zusammenschluss<br />

der beiden Marken<br />

„ratioform“ und<br />

„KAISER+KRAFT“ unter der neuen<br />

Marke „kaiserkraft“ präsentiert<br />

sich das Unternehmen den Verpackungsexperten<br />

auf der FachPack<br />

als kompetenter und erfahrener<br />

Partner für alle Verpackungslösungen.<br />

Untermauert wird diese<br />

Kompetenz besonders durch die<br />

über 45 Jahre Markterfahrung von<br />

ratioform und deren führende Position<br />

auf dem deutschen Markt.<br />

„Wir bieten eine umfassende Verpackungsexpertise<br />

mit ganzheitlichen<br />

Konzepten für Effizienz und Optimierung<br />

rund um den Verpackungsprozess:<br />

von der Beratung bis<br />

zum Versand, von der Analyse bis<br />

zur Evaluation. Diese Kompetenz<br />

wollen wir erlebbar machen“, sagt<br />

Sonja Mechling, President Division<br />

I&P und Geschäftsführung von kaiserkraft.<br />

Prototypen-Packtisch für<br />

effizienten Verpackungsprozess<br />

Am Stand 3A-642 in Halle 3A<br />

zeigt kaiserkraft verschiedene<br />

nachhaltige Verpackungslösungen<br />

wie umweltfreundliche Versandtaschen<br />

aus 100 % feuchtigkeitsresistentem<br />

Recyclingpapier oder zu 100<br />

% aus aufgesammelten Plastikmüll.<br />

Vertreten sind auch nachhaltige<br />

Produkte zum Polstern, Fixieren<br />

und Aufschlagen sowie zum Schutz<br />

von empfindlichen Geschenken.<br />

Gezeigt werden auch Produkte, die<br />

den Verpackungsprozess effizienter<br />

und nachhaltiger machen.<br />

Hihghlight<br />

Ein Highlight hierbei ist ein eigens<br />

entwickelter elektrischer, stufenlos<br />

höhenverstellbarer Packtisch für<br />

ergonomisches, schnelles, sicheres<br />

und flexibles Arbeiten in Industrie<br />

und Werkstatt. Dabei handelt es<br />

sich um eine Sonderanfertigung aus<br />

der kaiserkraft Eigenfertigung in<br />

Haan, einer Entwicklungs- und Produktionsstätte<br />

für Transportgeräte<br />

und weitere Betriebsmittel. Dort<br />

werden Produkte ausschließlich in<br />

hoher Qualität Made in Germany<br />

produziert. Die geölte Werkplatte<br />

aus Buche bietet beim Prototypen-<br />

Packtisch ausreichend Platz für barrierefreies<br />

Arbeiten. Das integrierte<br />

Kugelrollfeld ermöglicht zusätzlich<br />

das mühelose Verschieben von<br />

Packstücken ohne Anheben. Eine<br />

integrierte Leuchte für optimale<br />

Ausleuchtung des Arbeitsbereichs.<br />

Robuster Stahlrahmen und die<br />

Rückwand lässt sich bedarfsgerecht<br />

mit Lochplatten, Ablagesystemen,<br />

diversen Halterungen (Monitor, Tastatur,<br />

Packbandabroller) und weiterem<br />

Zubehör ausstatten.<br />

Halbautomatischer Palettenwickler<br />

für den mobilen Einsatz<br />

BeeWrap+ L<br />

Vorgestellt wird auch der Palettenwickler<br />

BeeWrap+ L, ein halbautomatischer<br />

Palettenwickler für den<br />

mobilen Einsatz und zur schnellen<br />

Ladungssicherung. Selbstfahrend<br />

ist die Maschine genau dort nutzbar,<br />

wo sie gerade gebraucht wird<br />

– besonders vorteilhaft bei sehr<br />

schweren oder übergroßen Paletten.<br />

Der Stretchwickler erkennt automatisch<br />

die Höhe des Packgutes und<br />

fährt die Konturen mit Hilfe des<br />

eingebauten Tastrades nach. Dabei<br />

benötigt die Maschine nur einen<br />

Arbeitsradius von 1150 mm. Anschließend<br />

wickelt der Stretchroboter<br />

das Packgut bis zu einer Höhe<br />

von 2100 mm ein. Die Maschine ist<br />

mit hocheffizienter und wartungsfreier<br />

AGM-Batterie ausgestattet.<br />

Diese Technologie garantiert eine<br />

deutlich stärkere Arbeitsleistung<br />

pro Akkuladung als herkömmliche<br />

Batteriesysteme. Zudem steht das<br />

AGM-Batteriesystem für mehr Sicherheit<br />

und einfachen Transport<br />

ohne Einschränkungen.<br />

Kompakte Papierfüllanlage zur<br />

Herstellung von Dreieckspads<br />

Besucher können ebenfalls das<br />

FillPak Trident Mini-Papierfüllsystem<br />

am Stand von kaiserkraft<br />

erleben. Dabei handelt es sich um<br />

ein kompaktes Papierfüllsystem<br />

zur Herstellung von dreieckigen<br />

Pads für die Hohlraumfüllung und<br />

zur Warenfixierung im Umkarton.<br />

Durch die patentierte Dreiecksform<br />

lässt sich bis zu 25 Prozent an Füllmaterial<br />

einsparen. Die Maschine<br />

kann als Stand-Alone-Gerät direkt<br />

am Packtisch eingesetzt oder in automatisierte<br />

Packstraßen integriert<br />

werden – ideal für hohe Versandvolumina<br />

und Logistikzentren. Die<br />

Bedienung funktioniert einfach<br />

per Fußschalter oder über einen<br />

Touchscreen zur Programmierung<br />

vordefinierter Papierlängen. Es ist<br />

kompatibel mit einer Vielzahl umweltfreundlicher<br />

Papiere.<br />

Intuitive, ergonomische und<br />

zeitsparende Alternativen<br />

Gezeigt wird ebenfalls ein innovatives,<br />

intelligentes und intuitives<br />

Umreifungsgerät, welches das erste<br />

Akku-Spann- und Verschlussgerät<br />

mit Echtanzeige der vorgegebenen<br />

und der effektiv angebrachten<br />

Bandspannkraft, während der Umreifung<br />

ist. Es ist robust gebaut und<br />

durch geschützte und abgedichtete<br />

Lage der Elektronik nahezu wasserdicht.<br />

Damit der Packprozess<br />

immer und an verschiedenen Orten<br />

möglich ist, kann eine mobile Fill<br />

Korblösung genutzt werden. Besonders<br />

ergonomisch: Die Folie<br />

wird direkt am Packplatz produziert<br />

und durch den Arm über den die<br />

Folie geführt wird, muss der Packer<br />

sich nicht bücken. Zeitsparend können<br />

die Folien direkt am Packplatz<br />

produziert werden und der Packer<br />

muss die Folie nicht erst irgendwo<br />

anders holen. Durch einen Sensor<br />

wird der Korb immer wieder automatisch<br />

aufgefüllt.<br />

Eigenfertigung<br />

Aus der Eigenfertigung aus Haan<br />

wird zudem eine weitere Besonderheit<br />

gezeigt: Der Montagewagen<br />

CustomLine mit Elektroantrieb der<br />

Marke eurokraft pro. Der Montagewagen<br />

ist die perfekte Lösung für<br />

die individuellen Anforderungen<br />

der Industrie und produzierenden<br />

Betriebe. Dieses innovative Produkt,<br />

das Teil der vielseitigen Produktreihe<br />

CustomLine ist, bietet Flexibilität<br />

und Modularität durch verschiedene<br />

Kombinationsmöglichkeiten<br />

und erweiterbares Zubehör. Das<br />

E-Modul zeichnet sich durch eine<br />

intuitive Bedienung mit perfekter<br />

Steuerkontrolle aus, um Lasten bis<br />

500 kg einfach zu transportieren.<br />

Die Antriebsbatterie besteht aus<br />

einem Lithium-Ionen-Wechselakku,<br />

dessen Ladestatus optisch durch<br />

eine Akkustand-Anzeige überprüft<br />

werden kann, wodurch sich das<br />

Produkt besonders effizient nutzen<br />

lässt. Die Laufzeit beträgt bis zu 8<br />

Stunden pro Akkuladung bei einer<br />

durchschnittlichen Nutzung. Das<br />

E-Modul bietet einfaches Navigieren,<br />

unterstützt durch eine ermüdungsfreie<br />

Bedienung dank des<br />

ergonomisch geformten, multifunktionalen<br />

Deichselkopfs. Bei Bedarf<br />

kann ein Schleichgang aktiviert<br />

werden, der hochpräzises Vor- und<br />

Zurückfahren ermöglicht. Dank des<br />

intelligenten Baukastenprinzips<br />

können Sie den Aufbau des Montagewagens<br />

mit Elektroantrieb im<br />

Alltag jederzeit nach Ihren individuellen<br />

Anforderungen verändern.<br />

Mehr während der FachPack<br />

Halle 3A / Stand 3A-642<br />

oder vorab: www.kaiserkraft.com<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong>


Mondi in Nürnberg<br />

Mondi wird auf der diesjährigen FachPack sein<br />

Portfolio an innovativen und flexiblen Verpackungslösungen<br />

vorstellen. Der Ansatz von<br />

Mondi, Verpackungs- und Papierlösungen zu entwickeln,<br />

die durch ihr Design nachhaltig und für<br />

einen bestimmten Zweck geeignet sind, ermöglicht<br />

es dem Unternehmen, eng mit Kunden aus den<br />

verschiedensten Industrien zusammenzuarbeiten.<br />

Mondi zeigt seinen Kunden<br />

den individuellen<br />

Weg zur Nachhaltigkeit<br />

auf und hilft ihnen, Verpackungslösungen<br />

zu finden, die ihre Waren<br />

schützen und gleichzeitig ihre Nachhaltigkeitsziele<br />

erfüllen.<br />

Mondi wird mehrere Innovationen<br />

aus Papier, Kunststoff oder einer<br />

Kombination aus beiden Materialien<br />

vorstellen, die alle aus den Forschungs-<br />

und Entwicklungsanstrengungen<br />

des Unternehmens und der<br />

engen Zusammenarbeit mit Kunden<br />

und Partnern hervorgegangen sind.<br />

Einige der vorgestellten Highlights,<br />

die Besucher auf der FachPack erleben<br />

können, sind:<br />

Der neu auf den Markt gebrachte<br />

• recycelbare FlexiBag Reinforced<br />

ist eine kostengünstige Monomaterialverpackung<br />

auf PE-Basis mit<br />

verbesserten mechanischen Eigenschaften.<br />

Sie kann einen kundenspezifischen<br />

Prozentsatz an recyceltem<br />

PE enthalten und ist ideal für die<br />

Tierfutterindustrie.<br />

Die weltweit erste Monomaterial-<br />

• Vakuumverpackungslösung für<br />

Kaffee, die Mondi gemeinsam mit<br />

dem finnischen Kaffeeproduzenten<br />

Paulig entwickelt hat.<br />

Mondis breites und innovatives<br />

•<br />

Sortiment an faserbasierten Verpackungen<br />

aus FunctionalBarrier<br />

Paper eignet sich für viele Industrieund<br />

FMCG-Endmärkte und kann in<br />

den bestehenden europäischen Papierabfallströmen<br />

recycelt werden.<br />

Die neue glatte, braune Kraftpapiersorte<br />

von Mondi, • Advantage<br />

Smooth Brown Semi Extensible.<br />

Sie zeichnet sich durch eine hohe<br />

Durchstoßfestigkeit aus und kann<br />

für Heißsiegelanwendungen beschichtet<br />

werden - ideal für Form-<br />

Fill-and-Seal (FFS)-Verfahren in<br />

Industrie- und Konsumgüterverpackungen,<br />

von Bauteilen bis hin zu<br />

Verpackungen für trockene Lebensmittel.<br />

EcoWicketBag - die preisgekrönte,<br />

• papierbasierte Verpackungslösung<br />

von Mondi aus extrem widerstandsfähigem<br />

Kraftpapier. Die innovative<br />

Lösung bleibt während des Befüllungsprozesses<br />

stabil und sorgt dafür,<br />

dass der Inhalt während des Transports<br />

gut geschützt ist, während sie<br />

gleichzeitig für das Recycling konzipiert<br />

ist.<br />

„Um unsere ambitionierten<br />

MAP2030-Nachhaltigkeitsziele zu<br />

erreichen, sind wir fest entschlossen,<br />

konkrete Maßnahmen zu ergreifen,<br />

um den Fortschritt voranzutreiben<br />

und Innovationen zu fördern, indem<br />

wir in die Forschung und Entwicklung<br />

von Kreislaufprodukten investieren.<br />

Wir freuen uns darauf, unsere<br />

Erfolge auf der FachPack vorzustellen<br />

und zu sehen, wie zahlreiche<br />

Kooperationen mit unseren Partnern<br />

im Bereich Verpackungsmaschinen<br />

zum Leben erweckt werden“, erklärt<br />

Paulus Goess, Growth and Sustainability<br />

Director Flexible Packaging<br />

bei Mondi.<br />

Mehr während der<br />

FachPack Stand 2<strong>04</strong> in Halle 4<br />

oder vorab unter:<br />

www.mondigroup.com<br />

WE LABEL YOUR SUCCESS<br />

Etiketten von Logett.<br />

Logett GmbH<br />

Sonnenbergerstraße 27a · A-6820 Frastanz<br />

T +43 5522 52518-0 · F +43 5522 52518-66<br />

office@logett.at · www.logett.at<br />

<br />

<br />

BARCODE & LOGISTIK<br />

ETIKETTEN<br />

BLANKO<br />

ETIKETTEN<br />

BEDRUCKTE<br />

ETIKETTEN<br />

THERMOTRANSFER<br />

BÄNDER<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

53


Leistungsstarker Wrap-Around-/Tray-Packer<br />

Als weltweit agierender Spezialist für flexibel einsetzbare Hochleistungs-Verpackungssysteme<br />

im Food- und Non-Food-Bereich mit dem Fokus auf<br />

Molkereiprodukte und Getränke wird sich die Schäfer & Flottmann GmbH &<br />

Co. KG auf der diesjährigen FachPack in Halle 3C, Stand 262 präsentieren.<br />

Mit einem modular aufgebauten<br />

Maschinenportfolio<br />

bedient das mittelständische Familienunternehmen<br />

mit Sitz in Gevelsberg<br />

die weit gefächerten Anforderungen<br />

der Verpackungsindustrie<br />

mit servomotorisch angetriebenen<br />

Karton- und Tray-Aufrichtern sowie<br />

Verpackungsanlagen inklusive<br />

Robotertechnik für Einpacker und<br />

Palettiersysteme. Spezielle projektbezogene<br />

Vorgaben werden durch<br />

eine individuelle Zusammenstellung<br />

der modularen Funktionseinheiten<br />

kundenspezifisch konfiguriert.<br />

Highlights ...<br />

des Messeauftritts werden ein<br />

Wrap-Around-/Tray-Packer des Typs<br />

SFS 414 für die Verpackung von<br />

Bechern in „Shelf-Ready“-Kartons<br />

sowie eine nachgelagerte Cobot-Palettierung<br />

sein. Die leistungsstarken<br />

und äußerst formatflexiblen Anlagen<br />

der Serie SFS 414 decken das<br />

gesamte Spektrum der Sekundärverpackung<br />

in offene Trays, Displayoder<br />

Wrap-Around-Kartons sowie<br />

in Trays mit Dachlaschen ab. Die<br />

Maschinen realisieren eine Leistung<br />

von bis zu 30 Gebinden pro Minute.<br />

Durch eine „intelligente“ Steuerung<br />

konnte die Kapazität der möglichen<br />

Produktlagen pro Minute und Beladeeinheit<br />

auf 45 Lagen pro Minute<br />

noch weiter gesteigert werden.<br />

Weiterentwicklung<br />

Ein besonderes Augenmerk bei<br />

dem gezeigten Exponat richtet sich<br />

auf die Weiterentwicklung im Bereich<br />

Digitalisierung und die Zusammenarbeit<br />

von Mensch und Maschine.<br />

So wird auf der Messe ein<br />

programmgestützter Formatwechsel<br />

gezeigt. Zusätzlich wird das Bedienpersonal<br />

durch einen Cobot unterstützt.<br />

Mehr unter: www.sfs-net.de<br />

Effiziente und nachhaltige Mehrweglösungen<br />

Foto: Schäfer & Flottmann)<br />

Auf der FachPack präsentiert bekuplast, Entwickler und Hersteller von Mehrwegtransportlösungen,<br />

effiziente und nachhaltige Lösungen für alle Branchen.<br />

FachPack • Halle 6 • Stand 158<br />

Im Fokus steht u. a. der komprimierbare<br />

Intralogistikbehälter<br />

„contecline compact“. Er ist die Lösung<br />

für Logistikanbieter und Unternehmen,<br />

die mit steigenden Frachtkosten<br />

und begrenzten Lagerkapazitäten<br />

konfrontiert sind und bietet<br />

klare logistische Vorteile. Sein Vo-<br />

lumen ist im komprimierten Zustand<br />

70% geringer. Dadurch werden<br />

beim Transport und der Lagerung<br />

2/3 weniger Platz benötigt. Insbesondere<br />

bei langen Transportwegen<br />

und großen Behältermengen, ist das<br />

Einsparpotenzial erheblich. Für den<br />

Einsatz im AKL werden die komprimierten<br />

Behälter einmalig vollautomatisch<br />

aufgerichtet. Hinsichtlich<br />

ihrer Stabilität und Laufeigenschaften<br />

erfüllt der komprimierbare Intralogistikbehälter<br />

alle Anforderungen<br />

genauso wie ein starres Modell.<br />

Mehr unter: www.bekuplast.de<br />

Foto: Bekuplast<br />

Erweitertes Membrandosen-Sortiment<br />

Als Spezialist für Kunststoffverpackungen verschiedenster Art wird die Licefa<br />

GmbH & Co. KG, Bad Salzuflen, auf der diesjährigen FachPack in Halle<br />

6, Stand 448, u.a ihr nochmals erweitertes Sortiment an Membrandosen in den<br />

Mittelpunkt der Messepräsentation stellen.<br />

Neu im Angebot ist eine Variante<br />

im Außenformat 220<br />

x 120 x 65 mm, sodass das Lieferprogramm<br />

nunmehr insgesamt 41<br />

verschiedene Behältnisse dieser Art<br />

umfasst. Mit dieser großen Auswahl,<br />

deren Abmessungen von 34 x 34 x<br />

25 mm bis hin zu 300 x 300 x 50 mm<br />

reichen, darf Licefa als einer der führenden<br />

Membrandosen-Lieferanten<br />

in Deutschland gelten.<br />

Außerordentlich dehnbar<br />

Das signifikante Merkmal der<br />

speziellen Dosen ist die außerordentlich<br />

dehnbare Membranfolie<br />

im Innern, die eine hohe Flexibilität<br />

bzw. einen vielseitigen Einsatz ermöglicht<br />

und nach der Produktentnahme<br />

automatisch in ihren Ausgangszustand<br />

zurückgeht. Dadurch<br />

sind die Membrandosen auch als<br />

Mehrwegverpackungen nutzbar<br />

und bieten durch die sch<strong>web</strong>ende<br />

Lagerung gleichzeitig einen sehr<br />

guten Schutz insbesondere für<br />

empfindliche Produkte. Ideal ist<br />

ihre Verwendung zum Beispiel bei<br />

hochsensiblen Kleinteilen der optoelektronischen<br />

Industrie, in den Bereichen<br />

Laser/Photonic, Feinmechanik<br />

und Mikroelektronik sowie<br />

in der Medizintechnik-, Hörakustikund<br />

Dentalbranche.<br />

Traditionsunternehmen<br />

Neben Membrandosen umfasst<br />

das breit gefächerte Produktportfolio<br />

des 1907 als „Lippische Celluloidwarenfabrik“<br />

gegründeten<br />

Traditionsunternehmens eine Vielzahl<br />

an Rund- und Rechteckdosen<br />

sowie Sortimentskästen.<br />

Mehr unter: www.licefa.de<br />

Foto: Licefa<br />

54 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>


Ideen für die Zukunft:<br />

Limited Edition – made by KNAPP!<br />

Verpackungslösungen made by KNAPP vereinen Nachhaltigkeit mit Innovation<br />

und Kreativität. Auf der diesjährigen FachPack in Nürnberg nehmen die Verpackungsspezialisten<br />

aus dem kurpfälzischen Schwetzingen das Publikum mit auf<br />

eine Überraschungstour durch die bunte Welt der Verpackungen aus Vollkarton.<br />

Alles made in Germany.<br />

Alles umweltschonend produziert<br />

mit wasserbasierten<br />

Farben und Lacken.<br />

Alles recyclingfähig. „Außerdem<br />

zeigen wir, wie bei uns neue, alternative<br />

Materialien zum Einsatz<br />

kommen, beispielsweise Karton<br />

aus Silphie- und Grasfasern. Und<br />

präsentieren selbstverständlich<br />

unsere traditionellen KNAPP-Produkte<br />

wie Nurpak Einstoffblister<br />

stehend, hängend mit oder ohne<br />

Fenster sowie Faltschachteln in di-<br />

versen Ausführungen“, informiert<br />

Caroline Knapp, die Geschäftsführerin<br />

des familiengeführten Unternehmens.<br />

Siegel - Made for Recycling<br />

„Mit dem Siegel „Made for Recycling“<br />

dokumentieren wir unseren<br />

Kunden, dass wir Wert auf eine<br />

funktionierende Kreislaufwirtschaft<br />

legen und Verantwortung<br />

für den Klima- und Ressourcenschutz<br />

übernehmen. Wir haben in<br />

allen Stufen der Produktions- und<br />

Wertschöpfungskette die Nachhaltigkeit<br />

fest im Blick und verbinden<br />

im Sinne der Kunden Umweltschutz<br />

und Ressourcenschonung<br />

mit einer preis-leistungsgerechten<br />

Produktion. So geht Nachhaltigkeit,<br />

made by KNAPP“.<br />

Neu im Programm:<br />

Das KNAPP-Vesperbrettl für<br />

Food-Verpackungen. Und wenn<br />

die Kunden einmal ein spezielles<br />

Produkt in unterschiedlichen Designs<br />

am POS präsentieren möchten,<br />

dann zeigt die KNAPP Limited<br />

Edition 20<strong>24</strong> dafür interessante<br />

und vielfältige Möglichkeiten auf.<br />

Gespräch<br />

„Besuchen Sie uns auf unserer<br />

Tour! Wir freuen uns auf Ihren Besuch<br />

und das Gespräch mit Ihnen.“<br />

erklärt Caroline Knapp.<br />

Mehr während der<br />

FachPack:<br />

Halle 5 - Stand 5-447.<br />

oder vorab<br />

unter www.knapp-gmbh.de<br />

„Limited Edition 20<strong>24</strong>“ aus der Produktlinie der Kartonveredlung<br />

KNAPP GmbH, Schwetzingen<br />

Fotos: Kartonveredlung Knapp GmbH<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch während der FachPack:<br />

Halle 3A, Stand 309<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

55


So viel Verpackung wie nötig, so wenig wie<br />

I N T E R V I E W<br />

Im Vorfeld der FachPack sprach KOMPACK mit einem der Coreth Geschäftsführer,<br />

Mag. Stefan Chalupnik, über allgemeine Entwicklungen am Markt sowie<br />

Erwartungen an die Messe in Nürnberg.<br />

KOMPACK: Wie lange ist die<br />

Firma Coreth schon bei der Fach-<br />

Pack als Aussteller dabei und welche<br />

Bedeutung hat diese Messe für<br />

das Unternehmen?<br />

Mag. Chalupnik: Seit über 25<br />

Jahren dürfen wir auf der Fach-<br />

Pack vertreten sein. Für uns als österreichischer<br />

Folienproduzent ist<br />

die FachPack nicht nur eine Möglichkeit<br />

die Firma zu repräsentieren<br />

und Neuheiten zu zeigen, sondern<br />

sie ist auch eine tolle und wichtige<br />

Möglichkeit den persönlichen Kontakt<br />

zu Kunden aber auch zu Lieferanten<br />

zu halten.<br />

KOMPACK: Ein großes Thema<br />

gerade in der Verpackungswirtschaft<br />

ist das Thema Kreislaufwirtschaft.<br />

Bis 2030 gibt es ja Recyclingquoten.<br />

Wie sehr erfüllen Sie<br />

schon jetzt diese Quoten?<br />

Mag. Chalupnik: Die Kreislaufwirtschaft<br />

ist das zentrale Thema<br />

in der Branche. Alle von uns gefertigten<br />

Polyethylen Folien sind zu<br />

100% recyclingfähig. Die Folienabfälle<br />

werden im CORETH eigenen<br />

Recyclingzentrum rezykliert und in<br />

unsere Produktion rückgeführt. Wir<br />

sprechen nicht nur über die Kreislaufwirtschaft<br />

sondern wir „leben“<br />

sie auch.<br />

Die EU-Verpackungsverordnung<br />

(PPWR-Packaging & Packaging<br />

Waste Regulation) definiert klare<br />

Vorgaben der Recyclingquote ab<br />

2030.<br />

Eine Vielzahl von CORETH Produkten<br />

mit PIR/Post Industrial Rezyklat<br />

und PCR/Post Consumer<br />

Rezyklatanteil sind extern durch die<br />

DIN CERTCO bereits erfolgreich<br />

zertifiziert.<br />

Wir erfüllen also nicht nur jetzt<br />

schon die Quoten, wir haben viele<br />

unserer Produkte auch extern zertifizieren<br />

lassen.<br />

KOMPACK: Oft kürzen wir die<br />

Bergriffe nur ab – sicher nicht immer<br />

für alle verständlich - Was ist<br />

eigentlich der Unterschied zwischen<br />

PCR und PIR?<br />

Mag. Chalupnik: Post Industrial<br />

Extrusionsanlage bei der G. Coreth Kunststoffverarbeitungs GmbH<br />

Recycling „PIR“ verwertet Kunststoffabfälle,<br />

die bei der industriellen<br />

Herstellung von unseren Folien<br />

anfallen. Das überschüssige, aber<br />

nach wie vor neuwertige Material<br />

wird gesammelt und für den nächsten<br />

Produktionsgang verwendet.<br />

Während Post Consumer Recyclingmaterial<br />

„PCR“ das Material<br />

der Endverbraucher umfasst, das<br />

nicht mehr für ihren vorgesehenen<br />

Zweck verwendet werden kann. Es<br />

besteht aus Materialien der Haushalte,<br />

Stoffe aus dem „Gelben<br />

Sack“, Folienverpackungen und<br />

sonstigen Kunststoffen. Diese Abfälle<br />

sind oft stark verschmutzt und<br />

benötigen eine besondere Sortierung<br />

und Reinigung bevor es recycelt<br />

werden kann.<br />

KOMPACK: Wieviel Recyclinganteil<br />

- glauben Sie - ist prinzipiell<br />

möglich beziehungsweise welche<br />

Nachteile ergeben sich bei zu hohem<br />

Rezyklatanteil?<br />

Mag. Chalupnik: Diese Frage<br />

lässt sich nicht eindeutig beantworten<br />

und hängt von vielen Faktoren<br />

ab. Wichtig ist, dass für Verpackungsfolien<br />

beim Einsatz im Lebensmittelbereich<br />

Recyclingmaterialien<br />

verboten sind.<br />

Bei anderen Produkten ist es<br />

möglich zwischen 10% und 100%<br />

Rezyklatanteil beizumischen (zB<br />

in der Baufolie). Man darf aber<br />

nicht übersehen, dass umso mehr<br />

Rezyklatanteil die Folie enthält,<br />

die physikalischen Eigenschaften<br />

nachlassen. Es ist also nicht immer<br />

eine ökologisch und ökonomisch<br />

sinnvolle Entscheidung das Maximum<br />

an Rezyklat Anteil zu verwenden,<br />

wenn beispielsweise die Folie<br />

dann wesentlich dicker sein muss<br />

oder sie den Anforderungen nicht<br />

entspricht. (Transportschutz, Arbeitssicherheit,<br />

Geruchsneutralität,<br />

etc.)<br />

KOMPACK: Nicht nur die Verpackungsbranche<br />

benötigt Rezyklate<br />

- haben wir genügend Material<br />

(Rohstoffe) am Markt?<br />

Mag. Chalupnik: Aus meiner<br />

Sicht wird das die große Herausforderung<br />

bis 2030 werden! Die Umsetzung<br />

der EU Vorgabe im Rahmen<br />

der PPWR ab 2030 mindestens<br />

35% Rezyklat einzusetzen, stellt uns<br />

aus heutiger Sicht vor eine gigantische<br />

Herausforderung, da wir ja<br />

nicht nur von der Kunststoffverpackung<br />

sprechen, sondern von sämtlichen<br />

Produkten aus Kunststoff.<br />

(zB Spritzguss etc).<br />

Da wir nicht in allen Ländern der<br />

Europäischen Union über gleich<br />

gut ausgebaute Sammelsysteme<br />

verfügen um unsere Recyklingbetriebe<br />

zu beliefern, wird es positiv<br />

formuliert, eine große Herausforderung<br />

werden. Dann bleibt noch die<br />

Möglichkeit das PCR Material aus<br />

dem EU Ausland zu importieren –<br />

hier muss jedoch sichergestellt werden,<br />

dass nach EU Vorschriften recycelt<br />

wird … eine mehr als große<br />

Aufgabe …<br />

KOMPACK: Eine Frage in Verbindung<br />

mit der EU-Verpackungs-<br />

56 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>


möglich<br />

verordnung (PPWR) ist eigentlich<br />

in der heutigen Zeit einer Antiplastikbewegung<br />

die Folienverpackung<br />

noch eine zeitgemäße Verpackungsform?<br />

Mag. Chalupnik: JA natürlich!<br />

Unbedingt.<br />

Kein Verpackungsmaterial ist in<br />

den letzten Jahren so in die negativen<br />

Schlagzeilen gekommen wie<br />

die Kunststoffverpackung.<br />

Dabei ist aber vor allem im Umgang<br />

mit der Verpackung folgendes<br />

zu beachten bzw. wichtig:<br />

„So viel Verpackung wie nötig, so<br />

wenig wie möglich.“<br />

Das Produkt muss also gegen alle<br />

erdenklichen Transportbelastungen<br />

und äußere Einflüsse geschützt werden<br />

und es darf auch nicht teuer<br />

sein.<br />

Die Verpackung hat aber viele<br />

und wichtige Funktionen, die oft<br />

übersehen werden:<br />

q Schutzfunktion - Die Verpackung<br />

soll vornehmlich die Ware<br />

selbst vor Umwelteinflüssen, Beschädigung,<br />

Verunreinigung und<br />

Mengenverlust schützen<br />

q Lagerfunktion - Jede Ware wird<br />

und muss mehrmals transportiert<br />

und gelagert werden. Mithilfe einer<br />

geeigneten Verpackung lässt<br />

sich die Ware leichter, sicherer und<br />

raumsparender lagern<br />

q Verlängerung der Haltbarkeit<br />

der Lebensmittel - Ohne Verpackung<br />

würden die Lebensmittel<br />

wesentlich schneller verderben<br />

(Beispiel Gurke oder Fleisch) und<br />

damit die Umwelt belasten<br />

q Wiederverwertung - Heutzutage<br />

spielt das Umweltbewusstsein eine<br />

sehr wichtige Rolle. So wird unter<br />

Berücksichtigung des Umweltschutzes<br />

besonders auf die Wiederverwendbarkeit<br />

und Recykling Wert<br />

gelegt. Gebrauchte Verpackungen,<br />

gleich ob für die einmalige oder die<br />

mehrmalige Verwendung bestimmt,<br />

gelten grundsätzlich nicht als Müll,<br />

sondern als Wertstoff, dessen Entsorgung,<br />

Verwertung und Wiederverwendung<br />

in der Verpackungsverordnung<br />

geregelt ist<br />

q Verkaufsfunktion - durch eine<br />

gute Verpackung erhöht sich der<br />

Wiedererkennungswert des Produktes<br />

und das Produkt lässt sich<br />

besser verkaufen<br />

q Informationsfunktion - Die<br />

Verpackung kennzeichnet das Produkt<br />

nach Art, Menge, Gewicht und<br />

Preis, informiert über Gefahrenguthinweise,<br />

Verfallsdaten und<br />

Verwendungszweck, und ist zudem<br />

Träger von verschlüsselten Daten<br />

(Barcodes)<br />

q Zusatzfunktion - wie Dosierungs-<br />

oder Entnahmehilfe, Wiederverschließbarkeit<br />

aber auch<br />

Garantiesicherung z.b. beim Mindesthaltbarkeitsdatum.<br />

Sämtliche Ansprüche kann reines<br />

(PE) Polyethylen erfüllen!<br />

KOMPACK: Ist bei all den Themen<br />

nicht die Industrie in der Verantwortung?<br />

Mag. Chalupnik: Wichtig - aus<br />

meiner Sicht - ist es, dass es nicht<br />

immer nur einen Verantwortlichen<br />

für die diversen Verschmutzungen<br />

gibt. In den Medien ist oft nur der<br />

Produzent im Fokus. Wir alle als<br />

Konsumenten haben die Verantwortung<br />

unseren Müll entsprechend<br />

zu trennen und zu entsorgen.<br />

Das Problem ist nicht der Kunststoff,<br />

sondern der oft unsachgemäße<br />

Umgang bei der Entsorgung<br />

und die fehlende Bereitschaft der<br />

Kunden Kunststoffabfälle zu sammeln<br />

und zu trennen!<br />

KOMPACK: Gibt es ökologisch<br />

sinnvolle Mehrwegverpackung und<br />

in welchen Bereichen?<br />

Mag. Chalupnik: Im industriellen<br />

Bereich sehe ich gerade bei<br />

der großvolumigen Verpackung<br />

(z.b Paletten Verpackung) sowohl<br />

ökologisch wie auch ökonomisch<br />

nur Nachteile. Stellen Sie sich vor,<br />

Sie müssten z.b. Boxen mit Ziegeln<br />

verschicken, diese Boxen dann<br />

sammeln, wieder zum Händler zurückschicken<br />

und der dann wiederum<br />

zum Erzeuger. Allein die vielen<br />

Transportwege wären eine enorme<br />

CO 2 Belastung.<br />

KOMPACK: Es gibt auch die<br />

„Plastiksteuer“ (Produkte werden<br />

teurer), die von den Ländern bezahlt<br />

werden.<br />

Mag. Chalupnik: Zurzeit wird<br />

die Plastiksteuer von den Ländern<br />

getragen. Die Plastiksteuer ist eine<br />

große Gefahr für jegliche recyclingfähige<br />

Kunststoffverpackung<br />

und für den Mittelstand.<br />

KOMPACK: Was würde passieren,<br />

wenn wir die Strafe direkt an<br />

die Hersteller verrechnen?<br />

Mag. Chalupnik: Würde sich zum<br />

links:<br />

Kreislaufwirtschaft bei CORETH.<br />

Alle Polyethylen Folien von Coreth sind zu 100% recyclingfähig.<br />

Die Folienabfälle werden im CORETH eigenen Recyclingzentrum<br />

rezykliert und in die eigene Produktion rückgeführt.<br />

rechts:<br />

Mag. Stefan Chalupnik<br />

Beispiel ein Land der Europäischen<br />

Union entscheiden, die Steuer direkt<br />

auf den Hersteller abzuwälzen<br />

(800€ / Tonne Kunststoff) wäre dies<br />

eine Erhöhung der Kosten um ca<br />

50% und für kein Unternehmen umsetzbar.<br />

Wir müssten diese Mehrkosten<br />

1:1 an unsere Kunden weitergeben<br />

und diese würden dann Ihren<br />

Folienbedarf im Ausland beziehen.<br />

Auch so kann man mit einem Schlag<br />

eine Branche „vernichten“ und<br />

den Wirtschaftsstandort Österreich<br />

schädigen.<br />

KOMPACK: Was wäre die Alternative?<br />

Mag. Chalupnik: Wenn wir europaweit<br />

die Sammelsysteme auf<br />

einen Standard bringen und weiterhin<br />

auf eine funktionierende und<br />

gelebte Kreislaufwirtschaft setzen,<br />

bei gleichzeitiger Reduktion der<br />

Folienstärke, ist das sicher die ökonomisch<br />

aber auch ökologisch bessere<br />

Alternative!<br />

KOMPACK: Was ist prinzipiell<br />

bei Coreth am Standort in der nächsten<br />

Zeit geplant?<br />

Mag. Chalupnik: Bei Coreth wird<br />

20<strong>24</strong> wieder in die Hallenerweiterung<br />

für eine neue Extrusionsanlage<br />

investiert. Beide Projekte werden<br />

wir Anfang 2025 abgeschlossen<br />

haben.<br />

KOMPACK: Danke für das Gespräch!<br />

Die Firma Coreth<br />

freut sich<br />

auf Ihren Besuch<br />

während der<br />

FachPack in Halle 5 /<br />

Standnummer 5-434<br />

G. Coreth<br />

Kunststoffverarbeitungs GmbH<br />

Mitarbeiter: 120<br />

Exportquote 50%<br />

Produktionsmenge: 25.000t/Jahr<br />

T: +432254781-0<br />

E: office@coreth.at<br />

www.coreth.at<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

57


Automation ist der Schlüssel<br />

Lantech zeigt anlässlich der Fachpack (Halle 1, Stand 1-415) Automatisierungslösungen<br />

State of the Art. Die hocheffizienten Verpackungssysteme setzten Maßstäbe<br />

in der Lagerlogistik und optimieren den Warenversand.<br />

Der automatische Inline-<br />

Kartonaufrichter CI-1000<br />

vereint Hochleistung mit<br />

Flexibilität. Anwender erreichen eine<br />

Geschwindigkeit von bis zu 25<br />

Takte pro Minute und können viele<br />

Kartonarten verarbeiten, wobei die<br />

möglichen Abmessungen zwischen<br />

200 mm x 150 mm x 150 mm und<br />

500 mm x 325 mm x 520 mm liegen.<br />

Die Maschine meistert die Herausforderung,<br />

trotz wechselnder<br />

Beschaffenheit der Wellpappe sowie<br />

veränderlicher Temperatur und<br />

Luftfeuchtigkeit stets rechtwinklige<br />

Kartons zu produzieren. So haben<br />

die Verpackungen maximale Stabilität<br />

und eignen sich optimal für die<br />

Logistikkette. Der Verschluss der<br />

Kartonböden erfolgt mit Heißleim<br />

oder Klebeband.<br />

Zeitsparendes Stretchwickeln<br />

Stretchwickelmaschinen sind eine<br />

Voraussetzung für die professionelle<br />

Ladungssicherung auf Paletten.<br />

Lantech bietet mit dem neuen<br />

halbautomatischen Stretchwickler<br />

QL-400XT eine besonders effiziente<br />

Verpackungslösung an. Im<br />

Vergleich zu herkömmlichen Maschinen<br />

wird jeder Wickelvorgang<br />

um zwei Minuten verkürzt, weil<br />

die Folie automatisch an der Palette<br />

befestigt und nach dem Wickeln<br />

abgeschnitten wird. Möglich macht<br />

es die patentierte Funktion „XT Cut<br />

and Clamp“, sie ist rein mechanisch<br />

und erfordert weder Druckluft noch<br />

Strom. Ein weiterer Vorteil ist die<br />

intelligente Steuerung „Load Guardian“.<br />

Das System erstellt für<br />

häufig vorkommende Ladungen<br />

Der Kartonaufrichter CI-<br />

1000 produziert schnell<br />

und flexibel rechtwinklige<br />

Verpackungen.<br />

(Foto - © Lantech)<br />

spezielle Profile mit passender<br />

Rückhaltekraft. Anwender sparen<br />

so Zeit und vermeiden Bedienerfehler.<br />

Der Stretchwickler QL-<br />

400XT verarbeitet stündlich bis zu<br />

35 Ladungen mit einer maximalen<br />

Diagonale von 1830 mm sowie einer<br />

maximalen Höhe von 2030 mm.<br />

Die verarbeitete Folie kann bis zu<br />

300 Prozent vorgedehnt sein.<br />

Mehr unter: www.lantech.com<br />

58 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>


Ganzheitlicher Ansatz<br />

Auf der FachPack rückt Mosca sein umfassendes Portfolio in den Mittelpunkt.<br />

Am Stand 3C-351, Halle 3C kann man sich ein genaueres Bild des ganzheitlichen<br />

Ansatzes machen, der neben Umreifungs- und Stretchwickeltechno-logien<br />

auch digitale Lösungen, datenbasierte Beratung und Services umfasst.<br />

Moderne Verpackungslösungen<br />

erfordern mehr<br />

als geeignete Materialien<br />

und Anlagen: Als Systemanbieter<br />

verfolgt die Mosca GmbH deshalb<br />

einen integrierten Ansatz, der neben<br />

Packhilfsmitteln und Technologien<br />

auch digitale Lösungen, fundierte<br />

Beratung und weiterführende<br />

Dienstleistungen umfasst. „Als<br />

führender Anbieter von Umreifungsund<br />

Stretchwickeltechnologien bauen<br />

wir unser Angebot kontinuierlich<br />

aus, um unsere Kunden bestmöglich<br />

zu unterstützen“, erläutert Alex Jesser,<br />

Produktmanager Marketing bei<br />

Mosca. So erwarten Besucherinnen<br />

und Besucher neben bewährten<br />

manuellen und vollautomatischen<br />

Umreifungs- und Wickelmaschi-<br />

nen auch digitale Technologien.<br />

Beratungsangebote zur Transportsicherheit<br />

und ergänzende Dienstleistungen<br />

wie Wartungen gehören<br />

ebenfalls dazu.<br />

Kernkompetenz<br />

Effiziente Technologien für<br />

Bandumreifungen und Stretchwicklung<br />

zählen zu den Kernkompetenzen<br />

des Unternehmens. Maschinen<br />

wie die KZV-111 und die Saturn<br />

S6 der Tochterfirma Movitec dürfen<br />

deshalb in Nürnberg nicht fehlen.<br />

Umreifungsmaschinen und Stretchwickler<br />

unterstützen jedoch erst in<br />

Kombination mit vor- und nachgelagerten<br />

Technologien möglichst<br />

effizient. „Unsere Anlagen verfügen<br />

dazu über geeignete Schnittstellen,<br />

die sie nahtlos mit Robotiklösungen<br />

und Fördertechnologien verknüpfen<br />

– für vollautomatische Prozesse auf<br />

oftmals kleinstem Raum“, führt Jesser<br />

weiter aus.<br />

TechCenter<br />

Auf dem Weg zur idealen Verpackung<br />

unterstützt das TechCenter:<br />

Das Hightech-Testzentrum in Waldbrunn<br />

ermöglicht es Kunden, Ladungseinheiten<br />

und Transportsicherungen<br />

verschiedenen Stresstests zu<br />

unterziehen und sie so zu optimieren.<br />

Mehr unter:<br />

www.mosca.com<br />

oder beim<br />

österreichischen Partner:<br />

www.gigant.at<br />

Foto: Mosca<br />

Der vollautomatische,<br />

platzsparende Ringwickler<br />

Saturn S6 der Mosca-Tochterfirma<br />

Movitec verarbeitet bis<br />

zu 120 Paletten pro Stunde.<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

59


WIRTSCHAFT<br />

Next Generation zum Jubiläum<br />

EFAFLEX feierte diesen Sommer sein 50-jähriges Jubiläum. Die Veranstaltung<br />

brachte langjährige Mitarbeiter aus der ganzen Welt, von China bis Mexiko, und<br />

Freunde des Unternehmens zusammen und wurde zu einem unvergesslichen<br />

Abend. Der Weltmarktführer im Bereich Industrietore ruht sich aber nicht auf<br />

seinen Lorbeeren aus und stellt auch seine Schnellauftore Next Generation vor<br />

und hebt seine Serviceberatung in das nächste Level der Kundenorientierung.<br />

EFAFLEX ist Erfinder der<br />

Spiraltortechnik und bündelt<br />

diesen Erfahrungsschatz<br />

nun in den Next Generation<br />

Spiraltoren. Dabei handelt es sich<br />

um eine einheitliche und symmetrische<br />

Grundkonstruktion, die<br />

mit vier verschiedenen Torblättern<br />

genutzt werden kann. Egal, ob<br />

höchste Windbelastung, großer Isolationsbedarf<br />

oder enorme Langlebigkeit<br />

– die Next Generation Spiraltore<br />

von EFAFLEX lösen jede<br />

Herausforderung. Denn auch bei<br />

den Next Generation Spiraltoren<br />

bildet die von uns erfundene und<br />

noch immer unerreichte Spiraltortechnik<br />

das Herzstück.<br />

Torblatt<br />

Das Torblatt wird dabei nicht auf<br />

einer Welle aufgewickelt, sondern<br />

von der spiralförmigen Führung<br />

platzsparend auf Abstand gehalten.<br />

Durch dieses mechanische Prinzip<br />

laufen Spiraltore von EFAFLEX<br />

ausgesprochen leise, nahezu verschleißfrei<br />

und außerordentlich<br />

schnell.<br />

Next Generation<br />

Zur „Next Generation“ gehören<br />

vier Tortypen in den drei Varianten<br />

Premium, Eco und Basic, die alle<br />

auf einem Konzept basieren. Jedes<br />

Tor ist nach dem Baukausten-Prinzip<br />

individuell konfigurier- und gestaltbar,<br />

sodass es insgesamt zwölf<br />

verschiedene Tore für die unterschiedlichsten<br />

Bedürfnisse und Anwendungen<br />

gibt. Auch Sonderwünsche<br />

lassen sich schnell und einfach<br />

umsetzen.<br />

Das Original<br />

Das EFA-SST® Therm verfügt serienmäßig<br />

über thermisch getrennte<br />

EFA-THERM® Isolierlamellen.<br />

EFAFLEX bietet diese Konstruktion<br />

als weltweit erster Hersteller<br />

von Industrietoren an. Dadurch erreicht<br />

das Tor einen brillanten U-<br />

Wert, wodurch Kälte- oder Wärmeverluste<br />

deutlich minimiert werden.<br />

60 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

Bei der Jubiläumsfeier: Moderator, die Geschäftsführer der Länderorganisationen,<br />

Tschechien: Luděk Lhotka, Niederlande: Frank Keijzer,<br />

Österreich: Heinz Siegel, Polen: Filip Napierala, Belgien: Guido van Passen,<br />

Mexiko: Michael Schwartz, United Kingdom: Darren Turell,<br />

China: Lisheng Wang, Schweiz: Felix Schneider.<br />

Der belastbare Klassiker<br />

Das EFA-SST® Alux ist sehr robust<br />

in seiner Bauweise durch dop-<br />

pelwandige Aluminium-Lamellen<br />

und kann bis zu 400.000 Lastwechsel<br />

pro Jahr ausführen. Obendrein<br />

zeichnet sich das Tor durch die maximale<br />

Windklasse 5 aus, die einen<br />

Betrieb selbst bei höchsten Windbelastungen<br />

erlaubt.<br />

Das transparente Turbotor<br />

Das EFA-STT® Clear, unser<br />

Schnelllauf-Turbotor, besticht<br />

durch eine rasche Öffnungsgeschwindigkeit<br />

von 3,2 m/s. Unsere<br />

EFA-CLEAR® Klarsichtlamellen<br />

sorgen für ausreichend Licht und<br />

Helligkeit in der Halle. Zudem gewährleisten<br />

die transparenten Lamellen<br />

eine freie Sicht mit offenen<br />

Blickachsen, wodurch ebenso die<br />

Sicherheit erhöht wird.<br />

Das schnellste<br />

vertikal öffnende Tor der Welt<br />

Mit seinem flexiblen Behang sowie<br />

der rasanten Geschwindigkeit<br />

von bis zu 4,0 m/s ermöglicht das<br />

EFA-STR® Flex eine effiziente<br />

und schnelle Logistik. Das Torblatt<br />

aus PVC-beschichtetem Polyesterge<strong>web</strong>e,<br />

die darin enthaltenen Verstärkungen<br />

aus Aluminiumprofilen<br />

sowie die EFAFLEX-Spiraltechnik<br />

ermöglichen diese Rekordgeschwindigkeiten.<br />

Drei Varianten<br />

Diese vier Tore gibt es jeweils in<br />

drei Varianten.<br />

PREMIUM<br />

Die Premium-Version ist speziell<br />

für den industriellen Dauereinsatz<br />

konzipiert und bewältigt mühelos<br />

bis zu 400.000 Lastwechsel pro<br />

Jahr. Diese Ausführung bietet maximale<br />

Performance und eine breite<br />

Auswahl an Ausstattung. Ein besonderes<br />

Highlight ist der schwenkbare<br />

Zargendeckel, der zusätzliche<br />

Flexibilität ermöglicht.<br />

ECO<br />

Die ECO-Version überzeugt<br />

durch ihre robuste Qualität und die<br />

gewohnte EFAFLEX-Zuverlässigkeit.<br />

Sie ist für bis zu 200.000 Bewegungen<br />

pro Jahr ausgelegt, was


weit über dem Durchschnitt liegt.<br />

Zudem bietet sie große Sicherheit<br />

durch das integrierte Torlinienlichtgitter.<br />

BASIC<br />

Mit bis zu 150.000 Öffnungs- und<br />

Schließvorgängen pro Jahr ist die<br />

Basic-Version die ideale Wahl für<br />

den Einstieg. Überzeugen Sie sich<br />

von der hohen EFAFLEX Qualität<br />

und genießen Sie zuverlässige Leistung<br />

zu einem attraktiven Preis.<br />

Premiumberatung<br />

EFAFLEX setzt auch bei der Beratung<br />

neue Maßstäbe. „Wir wollen<br />

Schäden, so gut es geht, vorab<br />

vermeiden. Das reicht von der Vorfeldabsicherung<br />

durch moderne<br />

EFAFLEX bietet mit EFA-SmartConnect® DIE IoT-Lösung<br />

für vernetzte Tore. Das System ermöglicht das zentrale<br />

Monitoring aller EFAFLE-Tore auf einen Blick. Die Steuerung<br />

erfolgt über eine einfache App in welcher ein Übersicht<br />

über den Status aller Tore in Echtzeit dargestellt<br />

wird. Dies erleichtert den Einsatz der vorrausschauenden<br />

Wartung und senkt Betriebskosten sowie die Gefahr von<br />

Stillständen.<br />

Sensorik wie z.B. Laserscanner<br />

oder Radarmelder, aber auch Poller,<br />

die ein Anfahren ans Tor verhindern,<br />

bis hin zu vorbeugender<br />

Wartung durch speziell ausgebildete<br />

Techniker. Durch vorbeugende<br />

Maßnahmen sollen ungeplante<br />

Stillstandzeiten vermieden<br />

werden. Mit unserem neuen Tool<br />

EFA-SmartAssist werden wir noch<br />

schneller und flexibler. Hier erfolgt<br />

der Austausch mit dem Kunden<br />

mittels speziell entwickelter<br />

Live-Video-Assistenz-Anwendung.<br />

Der SmartAssist ermöglicht digitale<br />

Störungsanalysen und -behebungen.“<br />

erklärt der österreichische<br />

Geschäftsführer Heinz Siegel.<br />

Mehr unter: www.efaflex.at<br />

KLEBEN – SO PRÄZISE WIE<br />

EIN SCHWEIZER UHRWERK<br />

SEPTEMBER<br />

<strong>24</strong>. - 26.20<strong>24</strong><br />

STAND 533<br />

HALLE 2<br />

Sie legen Wert auf Spitzenleistung? Für eine anspruchsvolle Klebstoff-Anwendung?<br />

Das Schmelzgerät Vision in Kombination mit dem Heizschlauch Performa und dem<br />

elektrischen Auftragskopf Volta bringt Schweizer Zuverlässigkeit und Präzision in<br />

Ihre Produktionslinie.<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

61


GETRÄNKEINDUSTRIE<br />

Wachstumsschub<br />

Wer mit zweistelligen Wachstumszahlen glänzt, schmückt sich gerne mit einem<br />

Technologiepartner, der zuverlässig die erforderlichen Kapazitäten liefern kann.<br />

Das gilt besonders für den südafrikanischen Cider-Rekordler Distell und seine<br />

langjährige Zusammenarbeit mit KHS.<br />

Während manche Regionen<br />

Cider erst jetzt als Trendgetränk<br />

für sich entdecken,<br />

blickt der fermentierte und<br />

alkoholhaltige Apfelsaft in anderen<br />

Ländern auf eine lange Tradition zurück:<br />

Insbesondere im Vereinigten<br />

Königreich und in Irland erfreut sich<br />

die Spezialität schon seit Julius Caesars<br />

Zeiten großer Beliebtheit. Auf<br />

seinem Rückzug aus Angelsachsen<br />

nahm der Imperator die Erfrischung<br />

mit nach Rom und sorgte für deren<br />

Verbreitung in weiten Teilen<br />

Europas. Entsprechend vielfältig<br />

entwickelten sich die regional unterschiedlichen<br />

Ausprägungen des Getränks:<br />

Die Franzosen zum Beispiel<br />

bevorzugten süßere Tafeläpfel als<br />

Rohstoff und brauten daraus ihren<br />

schwach alkoholischen Cidre. Die<br />

Engländer hingegen setzten ganz auf<br />

Mostäpfel, die zu bitter, scharf oder<br />

sauer sind, um sie unverarbeitet genießen<br />

zu können. In puncto Herbe<br />

liegt jedoch Deutschland vorne: Vor<br />

allem in Hessen gibt es rund um den<br />

sogenannten „Ebbelwoi“ mit seinen<br />

5 bis 8 Prozent Volumenalkohol eine<br />

regelrechte Apfelweinkultur, von<br />

der UNESCO im Jahr 2022 als immaterielles<br />

Kulturerbe anerkannt.<br />

Den weltweiten Siegeszug in der<br />

Neuzeit verantworten allerdings erneut<br />

die Briten: Von ihrem Empire<br />

aus verbreitete sich im 19. und 20.<br />

Jahrhundert der Cider bis in die entlegensten<br />

Kolonien und das spätere<br />

Commonwealth – neben Indien, Kanada<br />

und Australien auch nach Südafrika,<br />

wo er bis heute zu den beliebtesten<br />

Durstlöschern zählt.<br />

62 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

Fotos: Quelle: Frank Reinhold<br />

Ziehen an einem Strang: Bradley Naicker, KHS Sales Manager (links),<br />

und Dewald Benadie, bei Distell Line Manager<br />

der neuen Linie 2 am Standort Springs<br />

Afrikanischer Apfelweinriese<br />

Marktführer dort ist Distell, einer<br />

der führenden Getränkehersteller<br />

auf dem gesamten Kontinent und<br />

nach eigenen Angaben zweitgrößter<br />

Apfelweinhersteller weltweit. Ende<br />

2000 durch die Fusion der Stellenbosch<br />

Farmers’ Winery mit der<br />

Distillers Corporation entstanden,<br />

produziert das Unternehmen Wein,<br />

Spirituosen sowie Cider und RTDs.<br />

Allein die letzten beiden Kategorien<br />

machten 2021 mengenmäßig rund<br />

55 Prozent der Produktion aus und<br />

sorgten damit für mehr als ein Drittel<br />

des Umsatzes von über 1,2 Milliarden<br />

Euro.<br />

Portfolio<br />

Das Portfolio besteht aus mehreren<br />

Marken: Neben Hunter’s, Extreme<br />

und Bernini ist insbesondere die<br />

Premium-Produktlinie Savanna bei<br />

heimischen Konsumenten und in<br />

verschiedenen internationalen Märkten<br />

äußerst gefragt: Erhältlich als<br />

Savanna Dry, in einer alkoholfreien<br />

und einer Light-Variante sowie aromatisiert<br />

mit Zitrone beziehungsweise<br />

Chili, wird das Produkt in 330-<br />

und 500-Milliliter-Glasflaschen mit<br />

Kronkorken abgefüllt, die einzeln<br />

oder in Packs mit bis zu sechs Flaschen<br />

in den Handel gehen.<br />

Humor<br />

Die Marke nutzt für ihre Tonalität<br />

einen spritzigen, geistreichen Humor,<br />

um den frischen Charakter des Getränks<br />

zu transportieren. So entstand<br />

beispielsweise in der Hochphase der<br />

Coronapandemie, als die Menschen<br />

in Südafrika mit geschlossenen<br />

Restaurants und Bars, Ausgangssperren<br />

sowie monatelangen Alkoholverkaufsverboten<br />

umzugehen<br />

hatten, die Idee der Savanna Virtual<br />

Comedy Bar: Hier konnte man sich<br />

wöchentlich auf Zoom mit Freunden<br />

treffen und bei einem gemeinsamen<br />

Cider mit Comedians interagieren.<br />

Alle zwei Wochen fanden zudem<br />

Comedy Specials statt, die in den<br />

Social-Media-Kanälen von Savanna<br />

gestreamt wurden. Einerseits unterstützte<br />

die Maßnahme die durch die<br />

Schließung von Kultureinrichtungen<br />

arbeitslos gewordenen Entertainer.<br />

Andererseits entwickelte sie sich<br />

schnell zu einem riesigen Kult, der<br />

Südafrikaner in dieser schweren Zeit<br />

Die beiden KHS-Etikettiermaschinen Innoket Neo Flex<br />

verfügen über je sechs Selbstklebe-Stationen.<br />

aufheiterte und der Marke gleichzeitig<br />

innerhalb eines Jahres zur Verdoppelung<br />

ihres Absatzvolumens<br />

verhalf. Ausschlaggebend war die<br />

nur Monate vor Covid-19 lancierte<br />

alkoholfreie Variante. Ihr wandten<br />

sich aufgrund ihres vom Original<br />

nicht zu unterscheidenden Aromas<br />

viele Konsumenten anderer Getränkekategorien<br />

zu. Einmal auf den<br />

Geschmack gekommen, blieben sie.<br />

Heute gilt Savanna in Südafrika als<br />

beliebteste Marke überhaupt.<br />

Sozial verantwortlich<br />

Aber auch sonst setzt Distell auf<br />

gesellschaftliche Verantwortung:<br />

Jenseits der finanziellen Ziele seiner<br />

Stakeholder sind vielfältige CSR-<br />

Aktivitäten fester Bestandteil der<br />

Unternehmensstrategie. So werden<br />

beispielsweise Programme zur Reduzierung<br />

schädlichen Alkoholkonsums<br />

aufgesetzt, Aufklärung über<br />

die Folgen von alkoholisiertem Fahren<br />

geleistet, Impfkampagnen realisiert,<br />

Jugendliche auf ihrem Weg<br />

unterstützt oder die Rolle der Frau<br />

gestärkt. Zusammen mit innovativen<br />

Marketingkonzepten und qualitativ<br />

hochwertigen Produkten sorgt<br />

dieses Engagement für eine breite<br />

Akzeptanz und hohe Identifikation<br />

beim Verbraucher. Das wiederum<br />

zahlt sich in barer Münze aus – und<br />

darin, dass die Produktion manchmal<br />

kaum mit der Nachfrage Schritt<br />

halten kann.<br />

Technologiepartner<br />

Da ist es umso wichtiger, einen<br />

Technologiepartner zu haben, auf<br />

den man sich beim dringend erforderlichen<br />

Ausbau seiner Kapazitäten<br />

hundertprozentig verlassen kann.<br />

Bereits seit rund 20 Jahren verbindet<br />

Distell mit dem Dortmunder<br />

Systemanbieter KHS eine solche<br />

Beziehung: In dieser Zeit wurden<br />

sowohl in Stellenbosch bei Kapstadt<br />

als auch in Wadeville und Springs<br />

in der Nähe von Johannesburg zahlreiche<br />

Anlagen installiert, darunter<br />

in der jüngeren Vergangenheit zwei<br />

Turnkey-Dosen- und drei Glaslinien<br />

sowie zahlreiche Füller, Packer und<br />

prozesstechnische Aggregate. Von<br />

insgesamt 36 Linien, die der Ge-


tränkehersteller heute in Südafrika<br />

betreibt, ist ein Drittel für Savanna<br />

reserviert – die meisten davon am<br />

Standort in Springs.<br />

Unverzichtbarer Partner<br />

„Wir haben uns jedoch nicht nur<br />

mit unseren erstklassigen Maschinen<br />

sowie mit reibungslosen Installations-<br />

und Inbetriebnahmeprozessen<br />

als unverzichtbarer Partner<br />

von Distell etabliert“, betont Leroy<br />

Thangamuthu, Managing Director<br />

von KHS South Africa. „Solange<br />

wir zusammenarbeiten, sind es vor<br />

allem unsere Servicetechniker, die<br />

dafür sorgen, dass die Anlagen kontinuierlich<br />

in der gewohnten Zuverlässigkeit<br />

und Qualität produzieren.<br />

Ihnen ist es zu verdanken, dass unsere<br />

Ausstattung mit gleichbleibend<br />

optimaler Verfügbarkeit genutzt<br />

werden kann. Das ist es, womit wir<br />

uns einen Status als erste Wahl unter<br />

den Technologieanbietern erarbeitet<br />

haben.“<br />

Zusammenarbeit<br />

Das jüngste Beispiel der Zusammenarbeit<br />

steht in unmittelbarem<br />

Kontext zur steigenden Nachfrage<br />

der Marke Savanna. Dabei handelt<br />

es sich um eine Glaslinie mit<br />

einer Leistung von bis zu 60.000<br />

330-Milliliter-Flaschen pro Stunde.<br />

„Uns kam es darauf an, unsere<br />

Leistung innerhalb kürzester Zeit<br />

um 30 Prozent zu erhöhen“, erklärt<br />

Sharief Gallie, der als Head of Manufacturing<br />

South Africa für die<br />

gesamte Produktion im Land zuständig<br />

ist. „Bei uns ist im Dezember<br />

Hochsommer und damit Hauptsaison<br />

für Cider. KHS war der einzige<br />

Die gefüllten und verschlossenen Glasflaschen werden einer<br />

der beiden Etikettiermaschinen zugeführt, wo sie für den<br />

No-Label-Look ein transparentes Folienetikett erhalten.<br />

Lieferant, der uns zusagen konnte,<br />

die Maschinen rechtzeitig innerhalb<br />

von siebeneinhalb Monaten<br />

schlüsselfertig zu übergeben. Alle<br />

anderen Anbieter hätten mindestens<br />

fünf Monate länger benötigt.“ Das<br />

dabei avisierte Tempo habe in der<br />

Branche bisher kaum als möglich<br />

gegolten, erinnert sich Gallie. Da<br />

wundert es nicht, dass das Topmanagement<br />

seinen Ohren nicht traut,<br />

als ihm die Pläne zur Entscheidung<br />

vorgelegt werden. Das langjährige<br />

Vertrauen und die Zuverlässigkeit<br />

der Dortmunder räumen schließlich<br />

alle etwaigen Zweifel aus. Umso<br />

zufriedener ist man, als das Projekt<br />

innerhalb der zugesagten Zeitschiene<br />

fertiggestellt wird und die<br />

vereinbarten Leistungswerte sogar<br />

noch übertrifft. Die einzige echte<br />

Herausforderung liegt außerhalb<br />

der Einflusssphäre von KHS: Der<br />

Nachschub an Glasflaschen kommt<br />

aufgrund coronabedingter Ausfälle<br />

in der Industrie sowie der Lieferkettenproblematik<br />

vorübergehend ins<br />

Stocken, sodass man vor Ort über<br />

Alternativen nachdenken muss und<br />

schließlich rund 15 Millionen Liter<br />

in Dosen abfüllt. Als die Covid-Neuinfektionen<br />

in Südafrika Ende 2021<br />

deutlich zurückgehen und alles nach<br />

Plan laufen kann, werden allein im<br />

Dezember 25 Millionen Liter Cider<br />

abgefüllt – mehr als jemals zuvor innerhalb<br />

eines Monats.<br />

Etikettierung, die begeistert<br />

Zur Linie gehören unter anderem<br />

ein Depalettierer, ein Rinser, der<br />

Füller, Kurzzeiterhitzer, Wärmer,<br />

zwei Verpackungsmaschinen – ein<br />

Shrink- und ein Tray-Packer – sowie<br />

ein Roboterpalettierer. Besonders<br />

begeistert ist Gallie jedoch von der<br />

Leistung der beiden KHS-Etikettiermaschinen<br />

Innoket Neo Flex: „Wir<br />

sind es seit vielen Jahren gewohnt,<br />

von KHS ausgereifte Spitzentechnologie<br />

und absolute Zuverlässigkeit<br />

zu bekommen. Aber was wir bei diesen<br />

beiden Maschinen an Geschwindigkeit<br />

und Verlässlichkeit erleben,<br />

Der von Distell produzierte<br />

Savanna ist in Südafrika die<br />

beliebteste Cider-Marke überhaupt.<br />

hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt.<br />

Ich mag stundenlang über<br />

das tolle Design fachsimpeln können.<br />

Am aussagefähigsten ist jedoch<br />

immer das Feedback der Bediener<br />

über die Erfahrungen, die sie mit der<br />

Technik machen. Und wenn das so<br />

positiv ausfällt wie in diesem Fall,<br />

wissen Sie, dass Sie eine richtig gute<br />

Maschine angeschafft haben.“<br />

Weitere Projekte<br />

Einen Grund, die Hände in den<br />

Schoß zu legen, sieht Gallie bei aller<br />

Zufriedenheit nicht. Denn mit der<br />

neuen Einweg-Glaslinie ist das Ende<br />

der Abfüll- und Verpackungskapazität<br />

lange nicht erreicht: Als weitere<br />

Projekte hat man angesichts der<br />

weiterhin sprunghaft ansteigenden<br />

Nachfrage zusammen mit KHS eine<br />

neunte Linie für Springs sowie eine<br />

Dosenlinie für Stellenbosch ins Auge<br />

gefasst, um sowohl der Erfolgsgeschichte<br />

von Savanna als auch der<br />

gemeinsamen Partnerschaft ein weiteres<br />

Kapitel hinzuzufügen.<br />

Mehr unter:<br />

www.khs.com<br />

Der Roboterpalettierer bereitet die fertig verpackten Produkte<br />

auf ihre Reise in den Handel und die Gastronomie vor.<br />

01/<strong>24</strong><br />

63


WELLPAPPE<br />

Redefining Packaging for a Changing World<br />

Unter dem Motto „Redefining Packaging for a Changing World“ gehen wir bei<br />

DS Smith weit über herkömmliche Verpackungslösungen hinaus. Unser Team<br />

steht Ihnen von der Konzeption bis zur Umsetzung zur Seite, um wegweisende<br />

Verpackungen aus Wellpappe für verschiedene Branchen wie z.B. Einzelhandel,<br />

FMCG, Industrie, Automotive und E-Commerce zu entwickeln. Wir sind für<br />

unsere Innovationen und für die Qualität unserer Verpackungen bekannt.<br />

Die „Rund-Um“<br />

Multipack-Verpackungslösung<br />

DS Smith Round Wrap (mit Arcwise®<br />

Technologie) ist eine innovative<br />

Multipack-Verpackung die<br />

den CO2-Ausstoß* im Vergleich<br />

zu herkömmlichen Multipacks<br />

aus Wellpappe um bis zu <strong>24</strong>% reduziert.<br />

Die Verpackungslösung<br />

wird aus erneuerbaren Materialien<br />

hergestellt, ist vollständig<br />

recycelbar** und reduziert den<br />

Einsatz von Schrumpffolie auf<br />

der Palette um bis zu 20%***. DS<br />

Smith Round Wrap bietet eine differenzierende<br />

Form im Regal, die<br />

sich durch eine hochwertige und<br />

unverwechselbare Silhouette aus-<br />

DS Smith Produkte sind<br />

kreislauffähig, kostenschonend<br />

und benutzernutzerfreundlich,<br />

verbessern die<br />

Transport- und Lagereffizienz und<br />

erleichtern die Präsentation im<br />

Einzelhandel. Ist Ihre Verpackung<br />

bereit für die Kreislaufwirtschaft?<br />

Finden wir es in einem gemeinsamen<br />

kostenlosen PackRight<br />

Workshop heraus!<br />

Guter Geschmack schön<br />

und nachhaltig verpackt<br />

Beim Einkaufen von Obst und<br />

Gemüse suchen Konsumentinnen<br />

und Konsumenten nach appetitlich<br />

präsentierter und frischer Ware.<br />

Zusätzlich legen sie einen hohen<br />

Wert auf umweltschonende Verpackungen.<br />

Um unsere Kunden<br />

auf dem Weg zur erfolgreichen<br />

Kreislaufwirtschaft zu unterstützen<br />

hat DS Smith eine vielfältige<br />

Palette innovativer Verpackungen<br />

entwickelt. Wir überzeugen mit<br />

intelligenten Lösungen, die alle<br />

Ansprüche an Funktion, Optik und<br />

Nachhaltigkeit erfüllen. Die Obst-<br />

& Gemüsetassen aus Wellpappe<br />

von DS Smith sind die umweltfreundliche<br />

Alternative zu Einweg-<br />

Plastikschalen. Sie sind leicht recycelbar<br />

und halten die darin verpackten<br />

Lebensmittel gleichzeitig<br />

frisch. Damit auch die Sichtbarkeit<br />

der Produkte gewährleistet bleibt,<br />

kann die Verpackungslösung nach<br />

Anforderung auch als Tasse mit<br />

perforierten Deckeln oder mit Fenstern<br />

geliefert werden.<br />

Der vollständig recycelbare<br />

Tragegriff aus Wellpappe<br />

DS Smith und Coca-Cola HBC<br />

Österreich haben ein gemeinsames<br />

Projekt gestartet, um Kunststoffgriffe<br />

für 1,5-Liter-PET-Softdrink-Multipacks<br />

durch Umverpackungslösungen<br />

aus Wellpappe<br />

zu ersetzen. Die innovative Ver-<br />

packungslösung Lift Up ist ein zu<br />

100 Prozent recycelbarer Griff aus<br />

Wellpappe, der die Tragefunktion<br />

für die Verbraucher:innen verbessert<br />

und zusammen mit anderen<br />

Partnern zu einer auf Kraftpapier<br />

und Karton basierenden Lösung<br />

beiträgt, mit der Coca-Cola HBC<br />

Österreich jährlich rund 200 Tonnen<br />

Kunststoff einspart. Die neue<br />

Plastic Replacement-Lösung wird<br />

seit September 2023 an Supermärkte<br />

in Österreich geliefert.<br />

Circular-Design-Metrics<br />

Lift Up wurde unter Anwendung<br />

der einzigartigen Circular-Design-<br />

Metrics von DS Smith entwickelt,<br />

die zu einer deutlichen Reduzierung<br />

des CO 2 -Fußabdrucks der<br />

Verpackungs- und Produktionslinie<br />

führen. Die Verpackungslösung<br />

kann für verschiedene Flaschengrößen<br />

verwendet werden<br />

und wird in Zusammenarbeit mit<br />

Krones, einem führenden Hersteller<br />

von Verpackungsmaschinen,<br />

produziert. DS Smith Lift Up hat<br />

einen weichen Griff, der das Tragen<br />

der Produkte erleichtert und<br />

sie gleichzeitig sicher in ihrer<br />

nachhaltigen Verpackung fixiert.<br />

Fotos: DS Smith<br />

64 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>


zeichnet. Die abgerundeten Ecken<br />

reduzieren den Effekt des Eckenknickens<br />

und sorgen dafür, dass<br />

Getränkehersteller ihre Marken im<br />

Verkaufsregal optimal präsentieren<br />

können. Die abgerundete Form<br />

der Verpackungslösung bietet auch<br />

zusätzliche Vorteile in Bezug auf<br />

Branding und Design. So schafft<br />

die gesamte 360-Grad-Seitenfläche<br />

der Verpackung flexible Möglichkeiten<br />

für die Platzierung von<br />

Markenidentität und Illustrationen.<br />

Premium<br />

eCom-Verpackungslösung<br />

E-Commerce Envelope von DS<br />

Smith ist eine hochwertige Verpackungslösung<br />

für den Onlinehandel,<br />

die ein intuitives Öffnen<br />

und Wiederverschließen ermöglicht.<br />

Die breite Öffnung sorgt für<br />

einen einfachen Zugriff auf den<br />

Inhalt, während die starre, gewellte<br />

Struktur einen umfassenden<br />

Schutz des Produkts gewährleistet.<br />

Dank der optimalen Passform und<br />

3D-Pop-up-Struktur ist die Verpackung<br />

schnell und einfach zu befüllen.<br />

Hergestellt aus recycelbarer<br />

Wellpappe, ist sie zudem umweltfreundlich.<br />

Die Verpackung passt<br />

sich optimal an das verpackte<br />

Produkt an und bietet durch individuelle<br />

Druckvarianten die Möglichkeit<br />

der Personalisierung zur<br />

Stärkung der Markenbindung. Das<br />

steigert die Chance auf Wiederholungskäufe.<br />

Mehr unter:<br />

www.dssmith.com/at<br />

*Der Prozentsatz der CO2-Reduktion kann je nach vergleichbarem<br />

Verpackungsmaterial variieren.<br />

**Recycling in der Praxis hängt von der Marktinfrastruktur ab.<br />

*** Die Reduzierung der Schrumpffolie hängt von der betrieblichen<br />

Machbarkeit und den Kundenspezifikationen ab.<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

65


ANWENDUNG<br />

Mehr als 30 Prozent weniger Energieverbrauch<br />

Anspruchsvolle Dünnwandverpackungen<br />

Ein neues Verpackungskonzept in Dünnwandtechnik brachte für die Heinrich<br />

Axmann GmbH & Co. KG in Köln die Energiewende beim Spritzgießen. Für<br />

dieses Projekt wurde erstmalig in eine vollelektrische Spritzgießmaschine investiert.<br />

Die Energieeinsparung liegt gegenüber der Hybridmaschine bei über 30<br />

Prozent. Spritzgießpartner WITTMANN lieferte die EcoPower Xpress Maschine<br />

mit einem Hochleistungsroboter vom Typ Sonic als vollständig integrierte<br />

Gesamtlösung.<br />

Fast jeder kennt das: Beim<br />

Öffnen der Verpackung<br />

sieht das Fertiggericht köstlich<br />

aus. Fleisch und Beilagen sind<br />

schön angerichtet. Doch nun kommt<br />

der kniffelige Teil: Der Transfer auf<br />

einen Teller. Viele greifen zum Löffel,<br />

andere stürzen gar den Inhalt<br />

der Schale und schon leidet der Anblick<br />

und damit allzu oft der Appetit.<br />

Hei-ner Axmann, Geschäftsführer<br />

der Heinrich Axmann GmbH & Co.<br />

KG, hatte die zündende Idee gegen<br />

dieses Dilemma. Er entwickelte<br />

eine Kunststoffschale, die sich mit<br />

Hilfe eines Aufreißmechanismus‘<br />

entlang des Verpackungsbodens<br />

öffnen lässt. Der Verpackungsrand<br />

klappt nach oben weg, die Mahlzeit<br />

gleitet bequem auf den Teller<br />

und sieht dort genauso appetitlich<br />

aus wie direkt nach dem Zubereiten<br />

und Befüllen der Verpackungsschale.<br />

„Unser Kunde hatte Einrichtungen<br />

wie Krankenhäuser, Seniorenheime<br />

oder Kindertagesstätten im Blick,<br />

die keine eigene Küche haben“, berichtet<br />

Heiner Axmann bei unserem<br />

Besuch am Firmensitz im Stadtteil<br />

Rodenkirchen im Kölner Süden. „Jeder<br />

soll mit Genuss essen können.<br />

Noch dazu unterstützt das neue Konzept<br />

höchste Hygienestandards. Die<br />

Krankenschwester, die das Essen<br />

zubereitet, kommt mit den Speisen<br />

nicht in Berührung.“<br />

Aus Erfahrung kreativ<br />

Gegründet 1932 und seither durchgehend<br />

in Familienbesitz, ist Heinrich<br />

Axmann spezialisiert auf die<br />

Entwicklung und Herstellung von<br />

Verpackungslösungen aus Kunststoff.<br />

Schalen und Kännchen für<br />

sowohl flüssige als auch feste Lebensmittel,<br />

wie Feinkostsalate oder<br />

Kaffeesahne, machen einen Großteil<br />

des Produktionsvolumens aus.<br />

Der umfangreiche Erfahrungsschatz<br />

führt immer wieder zu neuen kreativen<br />

Lösungen. So kam der Impuls<br />

zur Entwicklung der neuen, am Boden<br />

zu öffnenden Fertigkostschale<br />

von einem Feinkostdeckel, der be-<br />

Mit der neuentwickelten Verpackung lassen sich Fertiggerichte<br />

sehr leicht und appetitlich auf dem Teller anrichten. /Foto: WITTMANN<br />

reits im Jahr 1979 entwickelt wurde.<br />

Die Originalreißbrettzeichnung liegt<br />

im Büro von Heiner Axmann noch<br />

heute im Schrank.<br />

Mit der jüngsten Neuentwicklung<br />

ist dem Unternehmen ein Coup<br />

gelungen. „Unser Kunde ist noch<br />

im Start-up, hat aber bereits einen<br />

Großauftrag aus den USA in Aussicht.<br />

Die ersten Schalen im neuen<br />

Verpackungsdesign werden in<br />

einem Krankenhaus in New York<br />

zum Einsatz kommen.“ Der Kunde<br />

ist ein großes Cateringunter-nehmen,<br />

für den in Köln bereits eine große<br />

Stückzahl Schalen nach FDA-Standard<br />

produziert wurde.<br />

Das Serienwerkzeug ist avisiert.<br />

Die Spritzgießzelle dafür steht<br />

schon bereit. Gezielt für dieses<br />

neue Produkt investierte Heiner<br />

Axmann in eine vollelektrische<br />

Spritzgießmaschine vom Typ Eco-<br />

Power Xpress 300 mit 300 Tonnen<br />

Schließkraft und ei-nen Hochgeschwindigkeitsroboter<br />

vom Typ<br />

Sonic. Spritzgießpartner WITT-<br />

MANN lieferte die Produktionszelle<br />

als vollständig integrierte Gesamtlösung.<br />

Stark variierende Wanddicken<br />

Mit der Fertigkostverpackung<br />

schlägt das Unternehmen Axmann<br />

auch in Sachen Spritzgießtechnik<br />

ein neues Kapitel auf. Die EcoPower<br />

Xpress ist die erste vollelekt-rische<br />

Spritzgießmaschine im Maschinenpark.<br />

„Lange Zeit war es nicht möglich,<br />

Dünnwandverpackungen im<br />

Hochleistungsspritzguss auf einer<br />

vollelektrischen Spritzgießmaschine<br />

zu produzieren“, erklärt Heiner<br />

Axmann. „Die EcoPower Xpress ist<br />

diesen Anforderungen aber gewachsen.“<br />

Besonders hoch sind die Anforderungen<br />

an die Einspritzleistung.<br />

Um die Verpackung aufzureißen,<br />

besitzt die Schale an einer der<br />

Längsseiten zwei Laschen – zwei,<br />

weil bereits bei der Bauteilentwicklung<br />

an Linkshänder gedacht wurde.<br />

Ausgehend von diesen Laschen führen<br />

entlang des Verpackungsbodens<br />

im Abstand von etwa 5 Millimetern<br />

zwei feine, extrem dünnwandige Linien.<br />

Sollbruchstellen, die eine Art<br />

Aufreißfaden formen.<br />

An diesen Sollbruchstellen beträgt<br />

die Wanddicke gerade einmal 0,05<br />

Millimeter. Das ist nur ein Zehntel<br />

der Wanddicke des Bodens und der<br />

Randbereiche. Dennoch muss die<br />

Schale, die aus einem PP-Copolymer<br />

besteht, beim Einfüllen der<br />

heißen Mahlzeit stabil und dicht<br />

bleiben. 120 °C ist die Vorgabe.<br />

Angespritzt wird zentral am Verpackungsboden.<br />

„Unsere größte Herausforderung<br />

besteht darin, dass wir<br />

beim Einspritzen mit der Schmelze<br />

zwei Mal durch diese extrem dünnen<br />

Bereiche hindurch müssen, um<br />

die Kavität bis in die Randbereiche<br />

vollständig zu füllen“, verdeutlicht<br />

Betriebsleiter Andreas Brüggemann.<br />

„Hierfür brauchen wir eine sehr hohe<br />

Einspritzleitung bei äußerst kurzen<br />

Füllzeiten.“<br />

“Die EcoPower Xpress ist hierfür<br />

prädestiniert”, sagt Andreas Hollweg,<br />

Leiter Vertrieb Spritzgießtechnik<br />

von WITTMANN in Deutschland.<br />

„Die Spritzaggregate dieser<br />

Maschinenbaureihe sind für die hier<br />

benötigten hochdynamischen Einspritzgeschwindigkeiten<br />

ausgelegt.“<br />

Ein weiterer Vorteil, der vor allem<br />

bei der Herstellung von Lebensmittelverpackungen<br />

zum Tragen<br />

kommt, ist der serienmäßig gekapselte<br />

Kniehebel, der eine sehr saubere<br />

Produktion sicherstellt.<br />

Gutteile rund um die Uhr<br />

Derzeit wird die neue Hochleistungsproduktionszelle<br />

mit einem<br />

Werkzeug für die Herstellung von<br />

Glasklarschalen ausgelastet. Mit ihrem<br />

Facettendesign sind die Kunststoffschalen<br />

auf den ersten Blick<br />

nicht von Glasschalen zu unterscheiden.<br />

Gefüllt mit Grillsalaten der<br />

Marke Merl sind sie in den Kühlregalen<br />

von Supermärkten zu finden.<br />

Seit vielen Jahren bereits produziert<br />

Heinrich Axmann diese Verpackungen<br />

für die FMR Frische Manufaktur<br />

Rheinland GmbH & Co. KG.<br />

„Diese Grillsalatschalen stellen<br />

sehr ähnliche Anforderungen an den<br />

Dünnwandspritzguss wie die neu<br />

entwickelten Fertigkostschalen“, erklärt<br />

uns Brüggemann. „Mit diesem<br />

Produkt testen wir aus, wie weit wir<br />

mit der neuen EcoPower Xpress<br />

gehen können.“ Auch die Glasklarschalen<br />

haben eine Wanddicke von<br />

0,5 mm und ein anspruchsvolles Design.<br />

Produziert wird in einem Zweifachwerkzeug<br />

mit einer Zykluszeit<br />

von 5,7 Sekunden. Die Füllzeit beträgt<br />

für das Gesamtschussgewicht<br />

von 44 Gramm nicht einmal 0,1 Sekunde.<br />

66 06/23


Stabile Roboterbewegungen<br />

für kurze Entnahmezeiten<br />

Die Zielvorgabe für die neuen<br />

Aufreißschalen liegt bei einer Zykluszeit<br />

von unter 5 Sekunden.<br />

Das Gesamtschussgewicht wird<br />

70 Gramm betragen, und auch hier<br />

wird die Füllzeit bei maximal 0,1<br />

Sekunde liegen. Zykluszeitbestimmend<br />

sind die Kühlzeit und die<br />

Entnahme. Aus diesem Grund ist<br />

die EcoPower Xpress mit dem Roboter<br />

Sonic ausgerüstet.<br />

Der erstmalig auf der K 2019 präsentierte<br />

Hochgeschwindigkeitsroboter<br />

wurde von WITTMANN<br />

gezielt für schnelllaufende Anwendungen<br />

in der Verpackungsindustrie<br />

entwickelt. „Seine Stärke ist<br />

die hohe Stabilität bei schnellsten<br />

Bewegungen“, macht Jörg Schröer,<br />

Gebietsverkaufsleiter von WITT-<br />

MANN, deutlich. „Genau das verkürzt<br />

die Entnahmezeit.“<br />

WITTMANN Roboter genießen<br />

im Hause Axmann seit Jahrzehnten<br />

höchstes Vertrauen. Mehr<br />

als 30 Spritzgießmaschinen unterschiedlicher<br />

Marken umfasst der<br />

Maschinenpark. Sie alle sind mit<br />

Linearrobotern von WITTMANN<br />

ausgerüstet.<br />

Mit der neuen integrierten Produktionszelle<br />

für die Dünnwandschalen<br />

wurde erstmals eine vollständig<br />

integrierte Gesamtlösung<br />

aus einer Hand gekauft. „Für uns<br />

hat das den großen Vorteil, dass<br />

wir die Gesamtanlage CE-konform<br />

geliefert bekamen“, berichtet Heiner<br />

Axmann. „Das hat uns sehr viel<br />

Zeit und Geld gespart.“ Ein weiterer<br />

Pluspunkt ist die einfachere<br />

Bedienung der Produktionszelle,<br />

wenn Maschine und Roboter gemeinsam<br />

auf dem zentralen Monitor<br />

der Maschinensteue-rung kontrolliert<br />

werden können.<br />

DC-Technologie im Blick<br />

„Dünn, dünner, am dünnsten“,<br />

beantwortet Andreas Brüggemann<br />

die Frage nach den aktuellen Produktionstrends.<br />

Die Dünnwandanforderungen<br />

steigen weiter, vor<br />

allem aus Gründen der Materialeffizienz.<br />

Die Nachhaltigkeitsziele waren<br />

es auch, die den Ausschlag gaben,<br />

sich für eine vollständig elektrisch<br />

angetriebene Spritzgießmaschine<br />

zu entscheiden. „Energieeffizienz<br />

ist derzeit das wichtigste Kriterium,<br />

wenn wir in neue Maschinen<br />

und Technologien investieren“,<br />

sagt Heiner Axmann. „Gerade<br />

bei Verpackungsmaschinen, von<br />

denen sehr schnelle Bewegungen<br />

und eine hohe Einspritzleistung<br />

abverlangt werden, trägt die Energieeffizienz<br />

maßgeblich dazu bei,<br />

die geforderten niedrigsten Stückkosten<br />

zu erreichen. Die modernen<br />

Maschinen zeigen den Verbrauchswert<br />

an und so können wir sehr<br />

gut vergleichen. Gegenüber einer<br />

Hybridmaschine verbraucht die<br />

EcoPower Xpress mit demselben<br />

Werkzeug mehr als 30 Prozent weniger<br />

Strom.“<br />

Als Mitglied im BVFE, dem<br />

Bundesverband zur Förderung der<br />

Energieeffizienz, ist es für Heiner<br />

Axmann eine Ehrensache, in allen<br />

Unternehmensbereichen penibelst<br />

auf niedrigste Energieverbräuche<br />

zu achten. Sehr viel ist im Haus<br />

bereits passiert. „Wir haben über<br />

die letzten Jahre unseren Energiebedarf<br />

um 1,5 Mio. KWh gesenkt“,<br />

so Axmann. Zuletzt wurde die<br />

Photovoltaikanlage zur eigenen<br />

Energieerzeugung erweitert. Mit<br />

WITTMANN ist Axmann schon<br />

im Gespräch, wie sich die auf der<br />

Fakuma 2023 in Friedrichshafen<br />

präsentierte DC-Technologie mit<br />

Batteriespeichertechnik im eigenen<br />

Betrieb nutzen lässt.<br />

Familienunternehmen<br />

„WITTMANN ist wie wir ein Familienunternehmen,<br />

und das macht<br />

den Unterschied“, sagt Heiner Axmann.<br />

„Wir arbeiten sehr gerne<br />

mit Familienunternehmen, weil sie<br />

anders ticken. Sie sind engagierter<br />

sowohl in der Beratung als auch<br />

im Service. Es geht ihnen nicht<br />

ums reine Gewinnstreben, sondern<br />

um echte Partnerschaften. Darum,<br />

dass wir als Kunde zufrieden sind.“<br />

Mehr unter:<br />

www.wittmann-group.com oder<br />

www.axmann-plastic.de<br />

06/23<br />

67


KUNST<br />

Wie Sensoren kooperative Kunst und<br />

Live-Multiplayer-Spiele ermöglichen<br />

Das Futurelab im Ars Electronica Center, Linz, ist für seine kreativen Forschungsansätze<br />

und Inszenierungen bekannt. An der Schnittstelle von Kunst, Technologie<br />

und Gesellschaft entwirft es Zukunftsvisionen, die für die Öffentlichkeit realisiert<br />

werden. Sensorlösungen von Sick spielen dabei eine wesentliche Rolle.<br />

Die Forschung im Ars<br />

Electronica FutureLab<br />

betrachtet die sozialen<br />

Aspekte technologischer Entwicklungen<br />

und die Auswirkungen auf<br />

die Zukunft der Gesellschaft. Dazu<br />

werden künstliche Intelligenz,<br />

Robotik, Interaktion, Kunst und<br />

Schwarmintelligenz kombiniert.<br />

Damit diese Verbindung funktioniert,<br />

kommen Sensoren zum Einsatz.<br />

Technik im<br />

Hinter- und Vordergrund<br />

In der Forschung spricht man<br />

bei der Beobachtung des Zusammenspiels<br />

von Gruppen und Maschinen<br />

von „Crowd Computer<br />

Interaction“. Auch das FutureLab<br />

setzt auf solche Interaktionen mit<br />

den Besucher*innen, um die Auswirkungen<br />

des eigenen Verhaltens<br />

sowie Technik begreifbar zu machen.<br />

Das Tracking-System „pharus“<br />

(lat.: Leuchtturm), entwickelt<br />

vom Forscher und Künstler Otto<br />

Naderer, ermöglicht es einer beliebig<br />

großen Gruppe von Personen,<br />

in fast jeder Umgebung mit dem<br />

Umfeld zu interagieren.<br />

Sensoren<br />

Um erkannt zu werden, müssen<br />

die Personen keine Tags oder Geräte<br />

bei sich tragen. Sie werden<br />

von den Sick LiDAR-Sensoren<br />

LMS100 erfasst, sobald sie den<br />

Foto: SICK<br />

Foto: © Ars Electronica – Robert Bauernhansl<br />

Kooperative Ästhetik: Menschen können durch ihre Bewegungsmuster<br />

gemeinsam Bilder erschaffen. Möglich wird das<br />

durch pharus und die LiDAR-Sensoren LMS100.<br />

überwachten Bereich betreten.<br />

Diese sind rund um eine Interaktionsfläche<br />

in Knöchelhohe angebracht.<br />

Durch die unterschiedlichen<br />

Perspektiven der Sensoren<br />

werden selbst Personen, die etwa<br />

hintereinanderstehen, identifiziert.<br />

„Echos“<br />

Diese Messdaten aller Sensoren,<br />

auch „Echos“ genannt, werden<br />

überlagert und ausgewertet. Effekte<br />

der gegenseitigen Abschirmung<br />

werden kompensiert. Wenn<br />

ein oder mehrere Sensoren die<br />

Sichtlinie verlieren, können andere<br />

die zu verfolgende Person oder das<br />

Objekt „übernehmen“. Sollten alle<br />

Sensoren die Spur verlieren, kann<br />

pharus den Verlauf der Bewegung<br />

für eine gewisse Zeit vorhersagen<br />

und so Ausfälle verhindern. Das<br />

eröffnet spannende Möglichkeiten.<br />

Aktuell wird die Eignung der Software<br />

für den Einsatz auf mobilen<br />

Plattformen geprüft und im Rahmen<br />

des Forschungsprojekts „Cobot<br />

Studio“ wird daran gearbeitet,<br />

die Koexistenz von Mensch und<br />

Maschine zu optimieren.<br />

Spielerlebnis und Kunst mit<br />

dem Tracking-System „pharus“<br />

In der „Game Changer Suite“<br />

können mehrere Personen – repräsentiert<br />

durch virtuelle Avatare<br />

– mit vollem Körpereinsatz<br />

in verschiedensten Szenarien<br />

gegeneinander antreten. Sie lädt<br />

Besucher*innen dazu ein, aus einer<br />

Reihe von rasanten und agilen<br />

Minispielen zu wählen, um selbst<br />

zu erfahren, welche Möglichkeiten<br />

das System bietet, und wie es sich<br />

anfühlt, digital “getrackt” zu sein.<br />

Künstlerische Seite<br />

Weniger Verspielte können die eigene<br />

künstlerische Seite ausleben,<br />

indem sie sich durch einen Raum<br />

bewegen und durch die Bewegungsmuster<br />

gemeinsam Bilder erschaffen.<br />

Studiengangsleiter Univ.<br />

Prof. Dr. Gerhard Funk von der<br />

Kunstuniversität Linz nennt dies<br />

„kooperative Ästhetik“. Ihm geht es<br />

darum, einen Raum zu schaffen, in<br />

dem eine Handlung direkt erfahrbar<br />

und ersichtlich wird – ganz im<br />

Sinne des Ars Electronica Centers.<br />

Durch den Kontakt mit anderen<br />

können die Besucher*innen dann<br />

gemeinsam ein ästhetisches Erlebnis<br />

entstehen lassen.<br />

Musik im Berufsalltag<br />

Auch das Projekt „Building<br />

Bridges“ setzt auf pharus. Damit<br />

die Verbindungsbrücke zweier Gebäude<br />

des SAP Walldorf-Campus<br />

musikalisch wird, hat das SAP-<br />

Orchester zunächst einzelne Töne<br />

eingespielt. Betritt jemand die<br />

Brücke, werden die Bewegungen<br />

mittels „pharus“ und den LiDAR-<br />

Sensoren erfasst und die jeweiligen<br />

Töne dann über Lautsprecher abgespielt.<br />

Bei hohem Aufkommen entsteht<br />

so jedes Mal eine komplett individuelle<br />

Klangkomposition – das<br />

interaktive Musikstück „Building<br />

Bridges“.<br />

Die 2D-LiDAR-Sensoren LMS100<br />

von Sick erfassen bei pharus die<br />

Menschen und ihre Bewegungen.<br />

68 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

Das Ziel von pharus ist es, einer beliebig großen Gruppe von Personen<br />

in nahezu jeder Umgebung Interaktionsmöglichkeiten zu bieten.<br />

Foto: © Ars Electronica – Robert Bauernhansl<br />

Mehr unter:<br />

www.sick.at


18 Jahre KOMPACK Seminare<br />

19 Jahre KOMPACK - Seminare<br />

„Neu – Covid-19 Hygiene- und<br />

Sicherheitskonzept für Messen<br />

und Veranstaltungen“<br />

Die Messebeteiligung -<br />

Die Messebeteiligung -<br />

„Instrument des Exportmarketings“<br />

„Instrument des Exportmarketings“<br />

NEU - mit dem Schwerpunkt:<br />

Hygienerichtlinen und -konzepte - wie organisiere ich eine Messe in Zeiten von Corona<br />

DRUCK<br />

Am 12. Dezember 20<strong>24</strong> findet in Wien wieder • Die Nachbearbeitung eines Messeauftritts<br />

das eintägige Seminar zum Thema<br />

Am<br />

• Messebeteiligung außerhalb Europas<br />

Die<br />

30.<br />

Messebeteiligung<br />

November 2023<br />

- „Instrument<br />

findet in Wien<br />

des<br />

wieder • Die Nachbearbeitung eines Messeauftritts<br />

das<br />

• Unternehmensförderungen<br />

Exportmarketings“<br />

eintägige Seminar<br />

statt<br />

zum Thema<br />

• Messebeteiligung außerhalb Europas<br />

Die Messebeteiligung - „Instrument des<br />

• Beleuchtung diverser Wachstumsmärkte<br />

• Unternehmensförderungen<br />

Exportmarketings“<br />

• Gruppenausstellungen<br />

Teilnehmerkreis:<br />

statt<br />

• Beleuchtung diverser Wachstumsmärkte<br />

Unternehmer, Export- und Marketingverantwortliche,<br />

Messesachbearbeiter, Verkaufs- und<br />

• Gruppenausstellungen<br />

Teilnehmerkreis:<br />

Referent: Alexander M. Pitlik<br />

Unternehmer,<br />

(Projektleiter bei Gesell&Co GmbH,<br />

Vertriebsleiter<br />

Export- und Marketingverantwortliche,<br />

Messesachbearbeiter, Verkaufs- und<br />

Referent: Alexander M. Pitlik<br />

Messemarketing International, Wien).<br />

(Projektleiter bei Gesell&Co GmbH,<br />

Vertriebsleiter<br />

Ausbildung in Wien und Washington D.C.<br />

Inhalte:<br />

Messemarketing International, Wien).<br />

Beruflicher Werdegang im Konferenzmanagement<br />

bei den Vereinten Nationen in Wien, Mar-<br />

• Grundsatzentscheidung Messeteilnahme - der Ausbildung in Wien und Washington D.C.<br />

Inhalte:<br />

Nutzen für Ihr Unternehmen<br />

Beruflicher Werdegang im Konferenzmanagement<br />

bei den Vereinten Nationen in Wien, Marketing<br />

& Sales Promotion für Osteuropa bei Pioneer<br />

Saaten AG, Marketingleitung bei Ecodata<br />

• Verschiedene Arten von Messen (Fachmessen,<br />

•<br />

Ausstellungen,<br />

Grundsatzentscheidung<br />

Kongresse,<br />

Messeteilnahme<br />

Events ...) -<br />

- der keting & Sales Promotion für Osteuropa bei Pioneer<br />

Saaten AG, Marketingleitung bei Ecodata<br />

(SNI-Tochter in Osteuropa).<br />

Vor-<br />

Nutzen<br />

und<br />

für<br />

Nachteile<br />

Ihr Unternehmen<br />

Seit 1994 bei Gesell&Co als Projektleiter<br />

•<br />

Standortbestimmung<br />

Verschiedene Arten von<br />

und<br />

Messen<br />

Zieldefinition<br />

(Fachmessen,<br />

Ihres (SNI-Tochter in Osteuropa).<br />

für Investitionsgütermessen in Düsseldorf.<br />

Unternehmens<br />

Ausstellungen,<br />

in<br />

Kongresse,<br />

Bezug auf<br />

Events<br />

Mitbewerb<br />

...) -<br />

und Seit 1994 bei Gesell&Co als Projektleiter<br />

Produkt<br />

Vor- und<br />

-<br />

Nachteile<br />

wie können Sie Ihre Ziele erreichen? für Investitionsgütermessen in Düsseldorf.<br />

Termin: 12. Dezember 20<strong>24</strong> (10 bis ca. 16 Uhr)<br />

•<br />

Einholen<br />

Standortbestimmung<br />

von Informationen<br />

und Zieldefinition<br />

im Vorfeld der<br />

Ihres<br />

Messe<br />

Unternehmens<br />

der Messeveranstalter,<br />

in Bezug auf Mitbewerb<br />

die regionale<br />

und Termin: 30. November (10 bis ca. 16 Uhr)<br />

ORT: Wien (variiert nach Teilnehmerzahl)<br />

Wirtschaft,<br />

Produkt - wie<br />

die<br />

können<br />

Aussteller,<br />

Sie<br />

die<br />

Ihre<br />

Besucher<br />

Ziele erreichen?<br />

•<br />

Die<br />

Einholen<br />

Organisation<br />

von Informationen<br />

eines Messeauftritts<br />

im Vorfeld<br />

-<br />

der ORT: Wien (variiert nach Teilnehmerzahl)<br />

Preis: Euro <strong>24</strong>7,--<br />

Standplanung,<br />

Messe der Messeveranstalter,<br />

Standbau, Logistik<br />

die regionale<br />

(begrenzte Teilnehmerzahl/inkl. Verpflegung)<br />

• Unternehmensinterne<br />

Wirtschaft, die Aussteller,<br />

Kommunikation<br />

die Besucher<br />

im Preis: Euro <strong>24</strong>7,--<br />

•<br />

bei Anmeldung bis 30. Oktober: Euro 237,--<br />

Rahmen<br />

Die Organisation<br />

einer Messebeteiligung<br />

eines Messeauftritts - (begrenzte Teilnehmerzahl/inkl. Verpflegung)<br />

Interessenten mailen an <strong>kompack</strong>@gmx.at<br />

• Werbung,<br />

Standplanung,<br />

Public<br />

Standbau,<br />

Relations<br />

Logistik<br />

bei Anmeldung bis 30. Oktober: Euro 237,--<br />

• Unternehmensinterne Kommunikation im<br />

oder senden ein FAX an 01/712 20 36-99<br />

Rahmen einer Messebeteiligung<br />

----------------------------------------------------------------------------<br />

Interessenten mailen an <strong>kompack</strong>@gmx.at<br />

• Werbung, Public Relations<br />

oder senden ein FAX an 01/712 20 36-99<br />

Ich melde mich/uns zum Seminar an:<br />

-------------------------------------------------------<br />

Firma: Ich melde .......................................... mich/uns zum Seminar an:<br />

Teilnehmer: ...................................<br />

Ansprechperson: ............................. Tel.: .............................................<br />

Firma: ........................................................................... Teilnehmer: ....................................................................<br />

Mail: Ansprechperson: ........................................................... Tel.: Unterschrift: ................................................................................<br />

32 Mail: 05/20 ............................................................................. Unterschrift: ................................................................... 01/<strong>24</strong> 69


VERSANDHANDEL<br />

Von Algen bis Pilzen - die Debatte um<br />

grünen Versand im E-Commerce<br />

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit werden immer wichtiger und somit<br />

steht der E-Commerce vor der Herausforderung, innovative Lösungen zu finden,<br />

um die Umweltauswirkungen seiner Verpackungen zu reduzieren. Boris<br />

von Brevern, Experte und Gründer der BORIS Consulting GmbH (Buy Online<br />

Return In Store), beleuchtet die aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich<br />

und zeigt auf, wer gefragt ist, um alternative Verpackungslösungen zu fördern.<br />

Die steigende Beliebtheit<br />

des Online-Shoppings<br />

führt zu einem erhöhten<br />

Verpackungsaufkommen und damit<br />

zu einem größeren ökologischen<br />

Fußabdruck. Angesichts dieser<br />

Entwicklung wird die Bedeutung<br />

nachhaltiger Verpackungslösungen<br />

im E-Commerce immer größer.<br />

Kunden erwarten zunehmend, dass<br />

Unternehmen ihre Verantwortung<br />

für die Umwelt wahrnehmen und<br />

umweltfreundliche Verpackungen<br />

verwenden. Dieser Druck seitens<br />

der Verbraucher treibt die Innovationen<br />

in diesem Bereich voran und<br />

zwingt Unternehmen dazu, ihre Verpackungsstrategien<br />

zu überdenken.<br />

Erfolgreiche Ansätze für umweltfreundliche<br />

Verpackungen<br />

Eine Vielzahl von Lösungen zeigt<br />

das Potenzial, die Umweltbelastung<br />

zu verringern und gleichzeitig Effizienz<br />

und Funktionalität zu verbessern.<br />

Intelligente Verpackungen, die<br />

mit eingebauten Sensoren ausgestattet<br />

sind, ermöglichen eine präzise<br />

Überwachung von Temperatur,<br />

Druck, Gewicht und Bewegung<br />

während des Transports. Dadurch<br />

können Lieferketten transparenter<br />

und effizienter gestaltet werden.<br />

Pfandysteme<br />

Unternehmen wie Living Packets<br />

und Circleback setzen bereits auf<br />

intelligente Verpackungslösungen<br />

und Pfandsysteme, die eine umweltfreundliche<br />

Alternative zu herkömmlichen<br />

Verpackungen darstellen.<br />

Durch die Verwendung biobasierter<br />

Materialien wie Maisstärke,<br />

Hanf oder Algen können Unternehmen<br />

ihre Umweltbelastung weiter<br />

reduzieren. Diese Materialien sind<br />

biologisch abbaubar und können recycelbar<br />

sein, was zu einer Verringerung<br />

der Umweltbelastung führt.<br />

Die Bedeutung<br />

nachhaltiger Zertifizierungen<br />

Zertifizierungen wie USDA Bio-<br />

Preferred und Fairtrade spielen eine<br />

wichtige Rolle dabei, authentisch<br />

nachhaltige Produkte von „Greenwashing“<br />

zu unterscheiden und das<br />

Vertrauen der Verbraucher zu stärken.<br />

Sie dienen als Orientierungshilfe<br />

und tragen zur Transparenz<br />

der Hersteller bei. Durch Zertifizierungen<br />

können Verpackungen mit<br />

umweltfreundlichen Eigenschaften<br />

ausgezeichnet werden, die bestimmte<br />

Standards und Kriterien erfüllen,<br />

wie etwa biologische Abbaubarkeit,<br />

Recyclingfähigkeit, Einsatz<br />

von nachwachsenden Rohstoffen<br />

oder geringe Umweltauswirkungen<br />

über den gesamten Lebenszyklus.<br />

Diese Zertifikate geben Vertrauen in<br />

die Umweltverträglichkeit der Verpackungen<br />

und erleichtern es Verbrauchern,<br />

bewusste Kaufentscheidungen<br />

zu treffen.<br />

Die Rolle der Geschäftsführung<br />

in Bezug auf “grünen” Versand<br />

Die Geschäftsführung eines Unternehmens<br />

kann eine entscheidende<br />

Rolle dabei spielen, die Entwicklung<br />

und Umsetzung nachhaltiger<br />

Verpackungslösungen voranzutreiben.<br />

Durch das Festlegen klarer<br />

Nachhaltigkeitsziele, die Bereitstellung<br />

von Ressourcen für Forschung<br />

und Entwicklung, die Förderung<br />

einer innovativen Unternehmenskultur<br />

und die Auswahl geeigneter<br />

Lieferanten und Partner können sie<br />

einen wesentlichen Beitrag dazu leisten,<br />

die Kreislaufwirtschaft in der<br />

Verpackungsindustrie weiter voranzutreiben.<br />

Es ist wichtig, dass die Geschäftsführung<br />

klare und messbare Nachhaltigkeitsziele<br />

für das Unternehmen<br />

festlegt und diese als strategische<br />

Priorität einstuft. Durch die<br />

Bereitstellung von Ressourcen, sowohl<br />

finanzielle als auch personelle,<br />

für Forschung und Entwicklung<br />

neuer Verpackungstechnologien<br />

können Unternehmen erfolgreiche<br />

Lösungen vorantreiben. Die Förderung<br />

einer Unternehmenskultur,<br />

die Innovation und Kreativität bei<br />

der Entwicklung nachhaltiger Verpackungslösungen<br />

unterstützt, ist<br />

ebenfalls von entscheidender Bedeutung.<br />

Unternehmen sollten außerdem<br />

ihre Lieferanten und Partner<br />

sorgfältig auswählen und sicherstellen,<br />

dass diese nachhaltige Praktiken<br />

unterstützen.<br />

Herausforderungen und<br />

kontroverse Diskussionen<br />

Trotz des vielversprechenden<br />

Potenzials von alternativen Verpackungsmaterialien<br />

stehen wir auch<br />

vor Herausforderungen und kontroversen<br />

Diskussionen. Während<br />

Materialien wie Pilze oder Algen als<br />

umweltfreundliche Alternativen gelten,<br />

gibt es Bedenken hinsichtlich ihrer<br />

tatsächlichen ökologischen Auswirkungen.<br />

Zum Beispiel könnten<br />

die Produktionsprozesse zur Herstellung<br />

solcher Materialien möglicherweise<br />

Ressourcen verbrauchen oder<br />

Umweltschäden verursachen. Ein<br />

weiteres Anliegen ist die mögliche<br />

Abholzung von Regenwäldern, um<br />

Platz für den Anbau von Rohstoffen<br />

für biobasierte Verpackungen zu<br />

schaffen. Diese Fragen werfen ein<br />

Licht auf die Komplexität der Nachhaltigkeitsdebatte<br />

und erfordern eine<br />

sorgfältige Abwägung der Vor- und<br />

Nachteile verschiedener Ansätze zur<br />

Förderung umweltfreundlicher Verpackungslösungen.<br />

Boris von Brevern<br />

Transparente Kommunikation<br />

seitens der Online-Händler<br />

Eine transparente Kommunikation<br />

seitens der Online-Händler bezüglich<br />

ihrer Verpackungsstrategien ist<br />

ein entscheidender Schritt, um die<br />

Kundenzufriedenheit zu steigern<br />

und umweltbewusste Verbraucher<br />

anzusprechen. Online-Shops sollten<br />

klar und offen darüber informieren,<br />

welche Maßnahmen sie ergreifen,<br />

um ihre Verpackungspraktiken nachhaltiger<br />

zu gestalten. Dies kann die<br />

Verwendung von recycelbaren Materialien,<br />

die Reduzierung von Verpackungsmüll<br />

oder die Implementierung<br />

von Mehrwegverpackungen<br />

umfassen. Durch eine transparente<br />

Kommunikation können Online-<br />

Händler das Vertrauen ihrer Kunden<br />

stärken und sie dazu ermutigen, umweltbewusste<br />

Kaufentscheidungen<br />

zu treffen.<br />

Online-Händler sollten ihre Position<br />

in der Debatte um umweltfreundliche<br />

Verpackungen sorgfältig<br />

abwägen. Während das Streben<br />

nach Nachhaltigkeit ein wichtiges<br />

Ziel ist, müssen sie auch mögliche<br />

negative Umweltauswirkungen ihrer<br />

Entscheidungen berücksichtigen.<br />

Dies erfordert eine umfassende Bewertung<br />

der ökologischen, sozialen<br />

und wirtschaftlichen Auswirkungen<br />

ihrer Verpackungspraktiken. Durch<br />

eine offene Kommunikation über<br />

diese Herausforderungen können<br />

Online-Händler ihr Engagement für<br />

Umweltschutz demonstrieren und<br />

gleichzeitig ein Bewusstsein für<br />

die komplexen Zusammenhänge<br />

schaffen, die mit der Umstellung auf<br />

nachhaltige Verpackungslösungen<br />

verbunden sind.<br />

Die Zukunft des Online-Handels<br />

liegt in umweltfreundlichen<br />

Verpackungslösungen<br />

Durch Innovationen, das Engagement<br />

der Geschäftsführung und die<br />

Zusammenarbeit entlang der Lieferkette<br />

können Unternehmen eine<br />

nachhaltige Zukunft gestalten und<br />

einen positiven Beitrag zum Umweltschutz<br />

leisten. Die Entwicklung<br />

und Umsetzung nachhaltiger Verpackungslösungen<br />

ist ein wichtiger<br />

Schritt auf dem Weg zu einer umweltbewussten<br />

und nachhaltigen Zukunft<br />

im E-Commerce.<br />

Mehr unter:<br />

https://borisconsulting.de<br />

70 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>


Der Tag, an dem es<br />

an der Kassa erstmals piepte<br />

GESCHICHTE<br />

Nach dem 50. Geburtstag des Barcodes im vergangenen Jahr feiert die<br />

Standardisierungsorganisation GS1 heuer erneut ein besonderes Jubiläum:<br />

Der weltweit erste Scan eines Barcodes jährte sich am 26. Juni 20<strong>24</strong> zum<br />

50. Mal.<br />

Am 26. Juni 1974 – also vor<br />

50 Jahren – wurde in einem<br />

Marsh-Supermarkt im amerikanischen<br />

Ohio weltweit der erste<br />

Barcode auf einer Kaugummipackung<br />

gescannt. Konkret handelte<br />

es sich dabei um den – vielen Kindern<br />

der 80er-Jahre noch bekannten<br />

– gelben und süßlich-fruchtig schmeckenden<br />

„Juicy Fruit“ der Marke<br />

Wrigley´s. Dies ereignete sich etwas<br />

mehr als ein Jahr später, nachdem<br />

sich Branchenführer aus Handel<br />

und Industrie 1973 auf den Einsatz<br />

eines einheitlichen Symbols für den<br />

Universal Product Code (UPC) zur<br />

Identifikation von Lebensmittelprodukten<br />

geeinigt hatten – die Geburtsstunde<br />

des Barcodes. Damit wurde<br />

eine technologische Revolution eingeleitet:<br />

Heute tragen über 1 Milliarde<br />

Produkte einen GS1 Barcode, der<br />

weltweit täglich über 10 Milliarden<br />

Mal gescannt wird. Nicht umsonst<br />

bezeichnete die BBC vor einigen<br />

Jahren den Barcode als „eines der 50<br />

wichtigsten Dinge, die unsere Weltwirtschaft<br />

verändert haben“.<br />

Zum historischen Ereignis<br />

Warum die Wahl für den Ort des<br />

ersten Barcode-Scans ausgerechnet<br />

auf diesen bestimmten Marsh-Supermarkt<br />

fiel, lag laut dem damaligen<br />

Marsh-CEO Tom O´Boyle schlicht<br />

und einfach daran, „dass dieser Supermarkt<br />

in der Nähe der Einrichtungen<br />

für die Scannerstudien lag.“<br />

Die Zehnerpackung Wrigley´s, die<br />

Foto: © The Wrigley Company<br />

Der berühmte erste Scan eines Barcodes.<br />

dabei zum Einsatz kam, kann übrigens<br />

heute noch in einer Vitrine<br />

des Smithsonian Insitution´s National<br />

Museum of American History<br />

in Washington bestaunt werden. In<br />

Österreich wurden die ersten Scannerkassen<br />

schließlich 1983 in Wien<br />

im Commissary-Shop der Vereinten<br />

Nationen und in einem Supermarkt<br />

der Firma Zumtobel eingeführt.<br />

Barcode vor<br />

neuerlicher Revolution<br />

Der erste Scan des Barcodes 1974<br />

hat die Art und Weise, wie wir Produkte<br />

kaufen und verkaufen für<br />

immer verändert, was im Handel<br />

damals eine Revolution auslöste. 50<br />

Jahre später steht der Barcode mit<br />

seiner Transformation in die neue<br />

Generation der 2D-Codes erneut<br />

vor einer Revolution. „Das ist ein<br />

wichtiger Schritt, um den Anforderungen<br />

der digitalen Wirtschaft<br />

und dem steigenden Wunsch nach<br />

Transparenz und damit nach mehr<br />

Informationen gerecht zu werden“,<br />

erklärt Gregor Herzog, der als Geschäftsführer<br />

von GS1 Austria und<br />

Co-Chairman von GS1 in Europe<br />

und damit Teil des internationalen<br />

GS1 Netzwerks die Weiterentwicklung<br />

der 2D-Codes vorantreibt. „2D-<br />

Codes bieten eben genau dieses<br />

,Mehr´ an Information, indem sie mit<br />

rund 3.000 Zeichen wesentlich mehr<br />

Inhalte verschlüsseln können und<br />

60<br />

Gregor Herzog<br />

obendrein robuster sowie leichter<br />

lesbar sind“, erklärt Herzog. Von der<br />

Industrie wird die neue Technologie<br />

weltweit bereits mit großem Erfolg<br />

eingesetzt: So werden etwa 2D-<br />

Codes bereits in 48 Ländern getestet,<br />

was 88,5% des weltweiten BIP entspricht.<br />

Einige der größten Unternehmen<br />

der Welt – darunter L‘Oréal,<br />

PepsiCo, Carrefour oder Procter &<br />

Gamble arbeiten dabei eng mit GS1<br />

zusammen. Obwohl die Vorteile des<br />

2D-Codes bereits jetzt klar erkennbar<br />

sind, wird es eine Übergangszeit<br />

geben, in der künftig immer mehr<br />

Produkte sowohl den ursprünglichen<br />

eindimensionalen Barcode als<br />

auch einen 2D-Code tragen werden.<br />

Mehr unter: www.gs1.at<br />

Scannen einst und heute<br />

Foto: GS1<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

71


WIRTSCHAFT<br />

Gausium, führender Anbieter autonomer Bodenreinigungsroboter,<br />

vertraut Denzels Vertriebserfahrung.<br />

Denzel Robotics ist der neue Geschäftsbereich der Denzel-Gruppe, über den<br />

der langjährige Vertriebsspezialist gleich eine ganze Palette innovativer und<br />

leistungsfähiger Reinigungsroboter exklusiv nach Österreich importiert und<br />

über ein autorisiertes Partnernetz vertreibt. Gausium setzt damit in Österreich<br />

auf die bewährten Qualitäten eines kompetenten Fachteams, das nun auch im<br />

Bereich der Reinigungs-Robotik neue Maßstäbe setzen wird.<br />

Nach nur wenigen Jahren am<br />

Markt ist Gausium eines<br />

der führenden Hightech-<br />

Unternehmen für KI-gestützte, autonome<br />

Reinigungsrobotik. Dank seiner<br />

Innovationskraft ist die Marke<br />

bereits in mehr als sechzig Ländern<br />

und Regionen weltweit aktiv und am<br />

besten Weg zum Weltmarktführer.<br />

Die umfangreiche Angebotspalette<br />

des Spezialisten für KI-gestützte<br />

Serviceroboter-Lösungen umfasst<br />

gewerbliche Bodenreinigungsroboter,<br />

Docking-Stationen, Cloud-Plattformen<br />

und dazu passende Anwendungssoftware.<br />

Mit dem Anspruch,<br />

die gewerbliche Bodenreinigung auf<br />

einen neuen Level zu heben, treibt<br />

Gausium die digitale Transformation<br />

der Dienstleistungsbranchen<br />

voran. Im Mittelpunkt steht dabei<br />

der Mensch, der mit Unterstützung<br />

von ausgeklügelten Technologien<br />

wie SLAM (Simultane Lokalisation<br />

und Mapping), KI und Multisensor-<br />

Funktion, in der Lage ist, noch effizienter,<br />

nachhaltiger sowie zuverlässiger<br />

und damit für den Dienstgeber<br />

zufriedenstellender, zu arbeiten.<br />

Innovation und<br />

Technologie im Fokus<br />

Gausium Roboter verfügen über<br />

branchenführende Genauigkeit bei<br />

Navigation sowie Kartierung. Die<br />

Dienstleistungsroboter können sich<br />

sogar in dynamischen Umgebungen<br />

lokalisieren und gespeicherte Karten<br />

in Echtzeit aktualisieren. Möglich<br />

ist das durch auf Deep-Learning-basierte<br />

3D- Wahrnehmungsalgorithmen.<br />

Diese analysieren ihre Umgebung<br />

kontinuierlich und werden als<br />

Big Data zusammengeführt. In Folge<br />

kann die KI Verhaltensentscheidungen<br />

treffen, wodurch autonomes<br />

Arbeiten möglich wird. Hat das<br />

Geräte einmal die zu pflegende Fläche<br />

kartiert, ist es sogar in der Lage,<br />

selbständig einen Lift zu holen und<br />

in das nächste zu reinigende Stockwerk<br />

zu wechseln – und zwar ganz<br />

ohne menschliche Hilfe. Machine<br />

Learning ist also die Grundlage der<br />

Big Data Sammlung und Basis, für<br />

die Fähigkeit der Gausium-Roboter,<br />

autonom arbeiten zu können. Dazu<br />

wurde die KI vom Hersteller Gausium<br />

mit Millionen von Bildern aus<br />

der realen Welt trainiert. In Folge<br />

ist es der KI nun möglich, unterschiedliche<br />

Hindernisse – auch dynamische<br />

– und Schmutz mit über<br />

neunundneunzig prozentiger Genauigkeit<br />

zu erkennen. Die Fähigkeit<br />

des Roboters geht dabei so weit,<br />

dass er um niedrige Hindernisse wie<br />

zum Beispiel Stromkabel herumfährt,<br />

jedoch über Bodenschwellen<br />

hinwegfährt. Außerdem erkennt die<br />

KI im automatischen Spot-Reinigungsmodus<br />

nicht nur vollautomatisch<br />

die zu reinigenden Stellen, sondern<br />

auch sperrigen Schmutz, wie<br />

zum Beispiel Flaschen oder Müllsäcke.<br />

Bei derlei großem, für das Gerät<br />

nicht bewältigbarem Müll, kann der<br />

Roboter den Anwender via Handy-<br />

App verständigen.<br />

Umfangreiche Produktpalette<br />

Die Produktpalette von Gausium<br />

umfasst zahlreiche Geräte für die unterschiedlichen<br />

Anforderungen und<br />

Anwendungsbereiche der gewerblichen<br />

Bodenreinigung § Gausium<br />

Scrubber 50 ist ein leistungsstarker<br />

Kehr- und Scheuerroboter mit 50 cm<br />

Reinigungsbreite und damit ideal<br />

für mittelgroße Flächen in Handel,<br />

Pflege, öffentlichen Einrichtungen,<br />

Industrie, uvm. Neben der Variante<br />

mit Tellerbürsten ist für Szenarien<br />

mit höherer Grobschmutzbelastung<br />

auch eine Variante mit gegenläufigen<br />

Walzbürsten erhältlich.<br />

Reinigungsroboter-Palette<br />

q Gausium Scrubber 75 wurde<br />

für große, kommerzielle und industrielle<br />

Umgebungen entwickelt. Er<br />

bietet eine längere Betriebsdauer<br />

und mit 75 cm Reinigungsbreite eine<br />

noch höhere Reinigungsleistung<br />

in schwierigen Umgebungen. Der<br />

Scrubber 75 ist neben der S-Variante<br />

auch in der noch leistungsstärkeren<br />

P-Variante erhältlich, welche durch<br />

ein Millimeterwellen-Radar sogar in<br />

Parkgaragen eingesetzt werden kann.<br />

q Gausium Phantas ist ein kompakter,<br />

multifunktionaler Roboter,<br />

der Kehren, Saugen, Schrubben und<br />

Wischen in einem Gerät vereint und<br />

ist daher für eine besonders effiziente<br />

Anwendung beispielsweise in<br />

Handel, Gesundheitseinrichtungen<br />

und Büros geeignet.<br />

q Gausium Vacuum 40 wurde<br />

speziell für Teppichreinigung und<br />

Staubsaugen entwickelt. Das Gerät<br />

eignet sich daher besonders für Hotels<br />

und Konferenzzentren, die vielfach<br />

über textile Böden verfügen.<br />

q Zubehör: Lade- und Arbeitsstationen<br />

erlauben den Robotern,<br />

vollautonom ihre Akkus zu laden,<br />

Schmutzwasser abzulassen und<br />

Frischwasser zu tanken.<br />

Die Vorteile für<br />

den österreichischen Markt<br />

Denzel Robotics bietet nun gemeinsam<br />

mit seinen autorisierten<br />

Partnern die zahlreichen Vorteile<br />

der umfangreichen Gausium-Produktpalette<br />

sowie dazu passenden<br />

Docking-Stationen und Cloud-Plattformen<br />

samt Anwendungssoftware<br />

auch österreichischen Unternehmen<br />

an. Die KIgestützten, autonomen<br />

Gausium-Reinigungsroboter helfen<br />

nun auch Österreichs Unternehmen<br />

ihre Hygiene-Vorgaben in den unterschiedlichsten<br />

Dienstleistungsumgebungen<br />

zu erreichen. Dabei bieten<br />

sie eine Vielzahl an Vorteilen:<br />

q Effizienzsteigerung: Durch automatisierte<br />

Reinigungsprozesse,<br />

die den Arbeitsaufwand für die im<br />

Reinigungsprozess tätigen Menschen<br />

reduziert, jedoch die Produktivität<br />

deutlich erhöht.<br />

q Kosteneinsparungen: Durch<br />

Reduktion manueller Reinigungsarbeiten<br />

können Unternehmen Kosten<br />

sparen. Je nach Szenario lässt sich<br />

ein ROI ab bereits einem Jahr darstellen.<br />

q Zuverlässigkeit: Arbeitskräftemangel<br />

aufgrund monotoner Tätigkeiten<br />

oder Ausfall durch Krankheit<br />

ist kein belastender Faktor mehr.<br />

Von den Robotern werden alle Reinigungstätigkeiten<br />

detailliert protokolliert,<br />

was über die Anwendungssoftware<br />

oder über die Gausium-<br />

Cloudlösung abrufbar ist.<br />

q Nachhaltigkeit: Gausium-Roboter<br />

sind energieeffizient und umweltfreundlich,<br />

benötigen weniger<br />

Chemie und können das Wasser<br />

mehrfach aufbereiten, was zu einem<br />

deutlich geringeren, ökologischen<br />

Fußabdruck beiträgt.<br />

q Verbesserte Sauberkeit: Die<br />

gleichmäßige und gründliche Reinigung<br />

dank innovativer Technologien<br />

verbessert die Hygiene und<br />

damit auch das Erscheinungsbild der<br />

Räumlichkeiten.<br />

Kundensupport und<br />

Wartung im Fokus<br />

Denzel Robotics und seine autorisierten<br />

Handelspartner sind nach<br />

nur kurzer Zeit am Markt bereits in<br />

Wien, Niederösterreich, Oberösterreich,<br />

Salzburg, Vorarlberg und der<br />

Steiermark, vertreten. Gausium Österreich<br />

ist am heimischen Markt der<br />

einzige Anbieter einer ganzen Palette<br />

an autonomen, hochwertigen Bodenreinigungsrobotern<br />

für jeden Hygieneanspruch<br />

und in jeder Dienstleistungsumgebung.<br />

Geschäftsführer<br />

Gausium Österreich und Initiator<br />

des neuen Robotik-Geschäftsfeldes<br />

im Hause Denzel ist Ing. Mag. Jürgen<br />

Höller: „Mit Gausium haben<br />

wir eine Marke für unser neues<br />

Geschäftsfeld gefunden, die uns ermöglicht,<br />

gleich eine ganze Produkt-<br />

Range mit eigens dazu entwickeltem<br />

Lösungsportfolio anbieten zu können.<br />

Genau diese Fachkompetenz<br />

der Marke möchten wir in unserem<br />

österreichischen Vertriebsnetz auch<br />

in der Kundenbetreuung fortsetzen.“<br />

Mehr unter:<br />

www.denzelrobotics.at<br />

72<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong>


<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

73


MESSE<br />

Messebesuch mit Mehrwert<br />

Die BrauBeviale schnürt auch bei der neuen Auflage vom 26. bis 28. November<br />

20<strong>24</strong> in Nürnberg wieder ein Gesamtpaket. Neben dem Ausstellerportfolio<br />

mit Brauerei- und Getränketechnik – sowie für den Sektor Wein – wartet das<br />

Vortragsprogramm wieder mit vielen Impulsen auf.<br />

Die Foren in Halle 1 und 9<br />

sind die Bühnen für Experten<br />

aus Forschung und<br />

Praxis. Dort werden die Themenfelder<br />

Rohstoffe & Marketing sowie<br />

Technik & Verpackung beleuchtet.<br />

Zusätzlich dazu können die Besucherinnen<br />

und Besucher die Sonderflächen<br />

zu Startups & Young Talents,<br />

Logistik sowie Wein & Spirituosen<br />

ansteuern. Ein besonderer Platz auf<br />

der Messe ist die Craft Drinks Area,<br />

die für alle Craft Brewer die Zieladresse<br />

schlechthin ist. Auch für die<br />

Heim- und Hobbybrauer ist die gewohnte<br />

Adresse in Halle 6 wieder<br />

auf dem Plan.<br />

Rohstoffe & Marketing<br />

Schon Tradition hat das Forum in<br />

Halle 1 mit – passend zum Aussteller-Portfolio<br />

in Halle 1 – wichtigen<br />

Fragen zu Rohstoffthemen. Dort<br />

geht es beispielsweise um neue<br />

klimaresiliente Gerstensorten oder<br />

Aufgaben für die Malzerzeugung<br />

vor dem Hintergrund des Klimawandels.<br />

In eine ähnliche Richtung<br />

gehen auch die Informationen zu<br />

neuen Hopfensorten, die sich in<br />

diesem Zusammenhang als vielversprechend<br />

erweisen. Selbstverständlich<br />

wird die Hopfenkultivierung im<br />

übergeordneten Szenario von Umweltschonung<br />

und Wirtschaftlichkeit<br />

ebenso thematisiert wie zukünftige<br />

Szenarien zur Hefekultivierung<br />

bei den Fermentationsspezialisten.<br />

Die Rohstoff-Themen werden am<br />

26. und 28. November 20<strong>24</strong> angeboten.<br />

Marketing<br />

Wie viel ist Marketing und wie viel<br />

ist Technik für einen Markterfolg der<br />

Biere? Das Messeprogramm bezieht<br />

hier ausdrücklich nicht Stellung,<br />

denn es muss an allen Stellschrauben<br />

gedreht werden, um letztlich<br />

dem Bier – ob mit oder ohne Alkohol<br />

– einen Platz im Einkaufskorb<br />

der Konsumenten zu sichern und die<br />

Wirtschaftlichkeit der Brauereien<br />

zu garantieren. Einige Beispiele aus<br />

dem Marketingschwerpunkt im Vortragsprogramm,<br />

z.B.: „Neu, anders,<br />

erfolgreich: Über Innovation Thinking.<br />

Bier neu beleben!“ oder „Key<br />

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Foto: YONTEX<br />

Learnings: Was Getränke-Innovationen<br />

erfolgreich macht“. Dazu sorgen<br />

Best-Practice-Beispiel von Kultmarken<br />

sowie Newcomern für neue<br />

Ideen in der eigenen Positionierung.<br />

Alle Marketingimpulse werden am<br />

27. November 20<strong>24</strong> im Forum in<br />

Halle 1 präsentiert.<br />

Technik und Verpackung<br />

Unter der Federführung des Verbands<br />

Private Brauereien Bayern<br />

e.V. – des ideellen Trägers der Brau-<br />

Beviale – bietet die BrauBeviale in<br />

der diesjährigen Auflage im Technikprogramm<br />

in Halle 9 ein auf die<br />

aktuellen Themen der Brauereien<br />

zugeschnittenes Programm an. Am<br />

Dienstag, 26. November 20<strong>24</strong>, steht<br />

alles unter dem Zeichen von „Energieeffizienz<br />

für den Mittelstand“.<br />

Themen, die hier ausgerollt werden,<br />

sind Nachhaltigkeit in Neubauprojekten,<br />

Energiemanagementsysteme<br />

und der Einsatz von Wärmepumpen.<br />

Zusätzlich dazu gibt es noch einen<br />

Überblick zu ganzheitlichen Energiekonzepten<br />

für den Mittelstand.<br />

Für den Donnerstag, 28. November<br />

20<strong>24</strong>, plant der Verband ein breites<br />

Informationsprogramm zum Thema<br />

„Alkoholfreie Biere“. Dazu wird<br />

zunächst die Rolle der Hefen bei<br />

der Herstellung alkoholfreier Biere<br />

beleuchtet sowie die Produktentwicklung<br />

eines alkoholfreien Biers<br />

in der Praxis. Mit der Betrachtung<br />

von Best-Practice-Beispielen – aus<br />

European Beer Star Gewinnern –<br />

erhalten die Brauer einen breiten<br />

Überblick und die Gelegenheit, sich<br />

mit Experten zu den Prozessen für<br />

dieses Biersegment auszutauschen.<br />

Verpackungsfragen<br />

Getränkehersteller mit dem Fokus<br />

auf aktuelle Verpackungsfragen<br />

werden am Mittwoch, 27. November<br />

20<strong>24</strong> – ebenfalls in Halle<br />

9 – gut bedient. Ein Beispiel für die<br />

Ansätze dieses Programms ist folgender<br />

Schwerpunkt: „Glas - Metall<br />

- Verbundstoffe? Verpackungspräferenzen<br />

der jungen Konsumenten“.<br />

Selbstverständlich widmet sich das<br />

Programm an dieser Stelle auch der<br />

Umsetzung der PPWR in den einzelnen<br />

Märkten: „Die EU hat entschieden<br />

– Was nun? Die PPWR für<br />

Getränke in Europa.“ Hier wird es<br />

vor allem darum gehen, eine Standortbestimmung<br />

zu den Lösungen in<br />

den Märkten zu erhalten. Für die<br />

Besuchsplanung von Marketingspezialisten<br />

wird also insbesondere der<br />

Messebesuch am Mittwoch in Frage<br />

kommen, denn dann nehmen sie<br />

auch die Schwerpunkte Marketing<br />

und Verpackung im Vortragsprogramm<br />

gebündelt mit.<br />

Sonderflächen –<br />

die schon Standard sind<br />

Wein@BrauBeviale ist das Schlagwort,<br />

das für alle Weinhersteller<br />

bedeutsam ist: In Halle 4A integriert<br />

die Messe eine Plattform für<br />

Winzerinnen und Winzer. An allen<br />

drei Messetagen wird hier ein<br />

vielfältiges Programm geboten mit<br />

Schwerpunkten zu Kellertechnik/<br />

Nachhaltigkeit/ Qualitätssicherung<br />

sowie zu Weinmarketing/Vertrieb/<br />

Betriebsführung/ Digitalem. Dazu<br />

stützt sich das Organisationsteam<br />

auf kompetente Unterstützung der<br />

wichtigen und relevanten Player im<br />

„Wein@BrauBeviale – hier wächst zusammen, was zusammen gärt!“<br />

Ein Slogan für das gebündelte Paket: Eine verstärkte Präsentation von<br />

Angeboten für die Weinproduktion und mehr Besucher aus dem Sektor<br />

Wein auf der BrauBeviale sind das klare Ziel der Messeorganisatoren.<br />

Weinbereich, wie dem Deutschen<br />

Weinbauverband, der LWG, der<br />

Hochschule Geisenheim oder der<br />

HBLA Klosterneuburg, Österreich.<br />

Zudem widmet sich das Programm<br />

auch der nachfolgenden Generation:<br />

Innovations-Schmiede Junge<br />

Winzer – mit diesem Ansatz werden<br />

Konzepte der Nachfolger-Generation<br />

diskutiert, denn sie stehen bereits<br />

in den Startlöchern.<br />

LOGISTIK LOUNGE<br />

Nach der erfolgreichen Premiere<br />

in 2023 wird es auch heuer eine LO-<br />

GISTIK LOUNGE. Die YONTEX<br />

als Veranstalter sowie der Poolbetreiber<br />

LOGIPACK als Organisator<br />

und Moderator der einzigartigen<br />

Themenfläche tragen damit der zunehmenden<br />

Bedeutung der Logistik<br />

für die gesamte Getränkewirtschaft<br />

Rechnung.<br />

Mehrweg-Logistik<br />

Auf einer doppelt so großen Fläche<br />

im Vergleich zum Vorjahr steht in<br />

diesem Jahr das Motto „Die Effizienz<br />

der Mehrweg-Logistik“ im Vordergrund.<br />

Der Standort der Lounge<br />

wurde weiter ins Zentrum der Messe<br />

gelegt und um eine Zusatzfläche<br />

erweitert, dort wird direkt angrenzend<br />

zur LOGISTIK LOUNGE ein<br />

breites Spektrum an digitalen Branchenlösungen<br />

insbesondere für die<br />

Digitalisierung der Logistikprozesse<br />

vorgestellt. Das Konzept beinhaltet<br />

eine Präsenz von möglichst unterschiedlichen<br />

und sich ergänzenden<br />

Partnern aus dem Bereich Logistik<br />

und Digitalisierung.<br />

Craft Drinks Area<br />

Abgerundet wird das Paket der<br />

Spezialflächen wieder mit der Craft<br />

Drinks Area, wo Besucherinnen und<br />

Besucher in professionellen Tastings<br />

neue Impulse gewinnen, sich austauschen<br />

und mit Gleichgesinnten<br />

diskutieren. Selbstverständlich findet<br />

dort auch wieder die Präsentation<br />

des Siegerbiers aus dem Hobbybrauerwettbewerb<br />

von Maisel &<br />

Friends statt.<br />

Mehr unter:<br />

www.braubeviale.de


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Der Umschlag dieser<br />

Ausgabe wurde auf einem Karton<br />

von Metsä Board gedruckt.<br />

metsagroup.com/metsaboard<br />

Das Unternehmen freut sich auch<br />

auf Ihren Besuch während der<br />

FachPack: Halle 4A, Stand <strong>04</strong>/<strong>24</strong>116<br />

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Innovativ, nachhaltig<br />

und ökonomisch.<br />

Clevere Verpackungskonzepte<br />

von Rondo.<br />

Eine Verpackung muss verschiedenste Transportanforderungen erfüllen,<br />

damit der Inhalt unbeschadet beim Kunden ankommt. Umso besser,<br />

wenn sie dabei auch noch ökologisch von Vorteil ist – so wie Wellpappe-<br />

Verpackungen von Rondo. Denn Wellpappe besteht aus nachwachsenden<br />

Rohstoffen, ist mehr als 20x wiederverwertbar und vollständig recycelfähig.<br />

Außerdem wird bei Rondo jedes Verpackungskonzept individuell<br />

auf das Produkt angepasst, um die optimale Lösung innovativ, nachhaltig<br />

und ökonomisch umzusetzen.<br />

Besuchen Sie uns<br />

auf der Fachpack<br />

<strong>24</strong>. – 26. SEP <strong>24</strong><br />

Stand 3A-323<br />

Ganz im Zeichen der Qualität!<br />

76 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

Rondo Ganahl Aktiengesellschaft I Papiere - Wellpappe - Verpackungen - Faserguss<br />

www.rondo-ganahl.com


Das aktuelle Video von<br />

<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />

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