kompack 04 24 l web
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<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
Ausstellernews<br />
34 Jahre KOMPACK<br />
2<strong>04</strong>. Ausgabe<br />
w w w . k o m p a c k . i n f o<br />
GEMEINSAM<br />
SIND WIR DIE<br />
ZUKUNFT DER<br />
KREISLAUF-<br />
WIRTSCHAFT.<br />
Österreichische ARA23_Anzeige_Kompack_235x330_3_RZ.indd Post AG MZ 02Z032071 1 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 15.11.23<br />
1030 15:30<br />
Wien
15. 1.23 15:30<br />
An&fürsich ................................................................................................ 4<br />
Meine Meinung<br />
Der Verpackungmarkt ändert sich ............................................................. 6<br />
Interview mit Thomas Reiner<br />
Wichtige Regulierungen für die Verwendung von ............................... 8<br />
Kunststoffen als Lebensmittelverpackung<br />
ARA launcht ... .................................................................................... 10<br />
Out-of-Home-Kampagne<br />
Nahost-Konflikt ..................................................................................... 14<br />
heizt Container-Frachtraten an<br />
Verpackung jeden Tag neu denken .......................................................... 16<br />
Interview mit Daniel Winkler<br />
Green Packaging Star Award ................................................................... 32<br />
Nominierte Einreichungen<br />
Über 70 Jahre Unternehmenstradition ...................................................... 48<br />
Interview mit Stephan Ratt<br />
So viel Verpackung wie nötig, so wenig wie möglich ............... 56<br />
Interview mit Mag. Stefan Chalupnik<br />
Next Generation zum Jubiläum .............................................................. 60<br />
EFAFLEX feierte diesen Sommer sein 50-jähriges Jubiläum<br />
Redefining Packaging ... ............................................................................ 64<br />
for a Changing World<br />
Mehr als 30 Prozent weniger Energieverbrauch ....................................... 66<br />
Anspruchsvolle Dünnwandverpackungen<br />
Wie Sensoren kooperative Kunst und ... ..................................... 68<br />
Live-Multiplayer-Spiele ermöglichen<br />
Von Algen bis Pilzen - die Debatte um ... ............................................ 70<br />
grünen Versand im E-Commerce<br />
Der Tag, an dem es ... .............................................................................. 71<br />
an der Kassa erstmals piepte<br />
Gausium, führender Anbieter autonomer Bodenreinigungsroboter, ... ..... 72<br />
vertraut Denzels Vertriebserfahrung.<br />
BrauBeviale ............................................................................................... 74<br />
Kurze Vorschau<br />
Impressum<br />
Dernau<br />
Redaktionsbüro: Paulusgasse 15, A-1030 Wien, Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5,<br />
A -1030 Wien • Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99<br />
Mail: <strong>kompack</strong>@gmx.at • www.<strong>kompack</strong>.info • Objekt- und Redaktionsleitung: Harald Eckert •<br />
Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd Neumann, Herbert Wallner<br />
Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2, A-1030<br />
Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller •<br />
Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#0578398<br />
KOMPACK ist Mitglied des österreichischen Presserates.<br />
Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen<br />
übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender<br />
im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar<br />
oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.<br />
Foto: Sandra Fehr | Heroes of Riesling<br />
Foto: NürnbergMesse<br />
Foto: Quelle: Frank Reinhold<br />
INHALT<br />
12 Es begann mit einem<br />
einzigen Tropfen<br />
Nürnberg<br />
15 Vorschau auf die FachPack<br />
Südafrika<br />
62 Afrikanischer<br />
Apfelweinriese<br />
Cover<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
34 Jahre KOMPACK<br />
2<strong>04</strong>. Ausgabe<br />
w w w . k o m p a c k . i n f o<br />
GEMEINSAM<br />
SIND WIR DIE<br />
ZUKUNFT DER<br />
KREISLAUF-<br />
WIRTSCHAFT.<br />
Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien<br />
ARA23_Anzeige_Kompack_235x 30_3_RZ.in d 1 15. 1.23 15:30<br />
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Au stellernews<br />
Altstoff Recycling<br />
Austria AG<br />
Mariahilfer Straße 123<br />
1060 Wien, Österreich<br />
Tel.: +43.1.599 97-0<br />
E-Mail: office@ara.at<br />
www.ara.at
AUSBILDUNG<br />
AN&FÜRSICH ... ...<br />
Nachhaltigkeits-<br />
manager*in<br />
Um als Unternehmen auch für zukünftige Nachhaltigkeitsstandards,<br />
Richtlinien und Vorschriften gewappnet<br />
zu sein, ist es wichtig, den Anschluss nicht zu verlieren<br />
und den Überblick über die vielfältigen gesetzlichen,<br />
normativen Anforderungen im Bereich des<br />
European Green Deals und Taxonomie zu erlangen<br />
und zu behalten. Deswegen wurde der Ausbildungslehrgang<br />
zum „Nachhaltigkeitsmanager mit Schwerpunkt<br />
Kunststoffbranche“ für Unternehmen ins Leben<br />
gerufen. Mit diesem schaffen sich Teilnehmer für Ihr<br />
Unternehmen wertvolle Kompetenzen und sind bestmöglich<br />
für eine nachhaltige Zukunft gerüstet.<br />
… … dachten viele, wir werden nie einen Klimaplan haben - jetzt<br />
also doch - wir haben einen Klimaplan eingereicht.<br />
Foto: Studio Florian<br />
Ich weiß zwar bis jetzt nicht genau, was wir eingereicht haben -<br />
nachdem wir jahrzehntelang immer nur gesagt haben, wir werden<br />
das Bahnangebot ausbauen, werden wir jetzt also klimaschädliche<br />
Subventionen abschaffen.<br />
Da war im Radio schon zu hören - das Dieselprivileg wird abgeschafft<br />
- die Pendlerpauschale wird auch betroffen sein …<br />
Regelwerke der EU sowie<br />
United Nations setzen verbindliche<br />
Rahmenbedingungen<br />
für verantwortungsvolles<br />
Wirtschaften in Europa bzw. auch<br />
international fest. Zunehmend wird<br />
die Einhaltung und Erfüllung von<br />
Nachhaltigkeitsstandards, aber<br />
auch Regulatorien, zwingend, wodurch<br />
auch KMUs von unzähligen<br />
neuen Vorgaben betroffen<br />
sind. Mit dem Lehrgang zum*r<br />
„Nachhaltigkeitsmanager*in mit<br />
Schwerpunkt Kunststoffbranche“<br />
stärken Sie Ihre Kompetenz und<br />
bekommen das notwendige Wissen<br />
in gut dosierten und verständlichen<br />
Einheiten vermittelt. Im Zuge der<br />
Ausbildung findet übergreifend<br />
ein wertvoller Austausch zwischen<br />
Teilnehmern, Experten und Vortragenden<br />
statt und der Fokus liegt<br />
speziell auf kunststoffspezifischen<br />
Themen – einzigartig in Europa.<br />
Ziel des Lehrgangs<br />
Ziel dieses Lehrgangs ist es, Unternehmen<br />
auf die wesentlichen<br />
Anforderungen des European Green<br />
Deals sowie nationaler Gesetzgebungen<br />
vorzubereiten. Durch das<br />
vermittelte Praxiswissen wird eine<br />
Umsetzung im Unternehmen durch<br />
zielführende Vorgehensweisen mit<br />
Werkzeugen zur effizienten Steuerung<br />
von Prozessen ermöglicht. Der<br />
Ausbildungslehrgang findet ab 06.<br />
November alternierend bei den teilnehmenden<br />
Firmen statt.<br />
Mehr unter:<br />
www.carboncyclecircle.at<br />
oder<br />
www.eccos22.com<br />
Wurde von unserer Klimaschutzministerin dann irgendwie auch so<br />
bestätigt - kurz darauf klärt uns der Kanzler auf - wir haben eine<br />
Kommission, die irgendetwas nach den Wahlen beschließen wird.<br />
Das heißt: Welche klimaschädlichen Subventionen sollen bis wann<br />
abgeschafft werden? Das steht tatsächlich nicht konkret im NEKP,<br />
auch Gewessler verweist auf einen „Fahrplan“, um den sich nun<br />
das Finanzministerium (BMF) kümmere.<br />
Im NEKP heißt es konkret, dass das BMF „zur Einhaltung des<br />
Reduktionsziels für kontraproduktive Anreize und Förderungen<br />
eine interministerielle Arbeitsgruppe (AG Kontraproduktive) unter<br />
Leitung des BMF und Mitarbeit des BMK (Klimaschutzministerium,<br />
Anm.) sowie Einbindung weiterer betroffener Stakeholder einrichten“<br />
werde. Diese Arbeitsgruppe soll „im Herbst“ mit der Arbeit<br />
beginnen, heißt es aus dem BMF. Nicht jetzt - sicherheitshalber<br />
nach den Wahlen.<br />
Ob die EU-Kommission dem abgegebenen Plan auch zustimmt,<br />
bleibt abzuwarten. Eigentlich hätte Österreich zuvor einen Entwurf<br />
einreichen müssen, was ebenfalls nicht geschah. Irgendwie haben<br />
wir da wieder einmal eine österreichische Lösung geschafft, oder?<br />
Hoffe nur, das kostet uns nicht wieder viel.<br />
Eine andere österreichische Lösung sei hier auch erwähnt. Es gibt<br />
ja jetzt eine Eintagesvignette in Österreich, was ich prinzipiell<br />
gut finde. Diese kann zwar online gekauft werden, gilt aber nicht<br />
ab einem gewissen Zeitpunkt sondern immer von 00:00 bis 23:59<br />
Wenn ich also am Abend irgendwo zu Besuch bin oder auf einem<br />
Konzert - und nicht sicher bin, ob ich bis Mitternacht wieder zu<br />
Hause bin (falls ich auf einem Konzert in Ebreichsdorf bin - sicher<br />
nicht - eine andere österreichische Lösung schafft hier mehrstündige<br />
Abreisezeiten - Blockabfertigung für Fußgänger habe ich dort<br />
erstmals in meinem Leben erlebt - Bahnbenutzer mussten auf den<br />
Shuttle einige Stunden warten) muss ich für die Nutzung der Autobahn<br />
für ein paar Stunden halt 48 Stunden bezahlen.<br />
Manchmal mag ich unsere Lösungen doch nicht so richtig, meint<br />
Ihr<br />
4<br />
03/<strong>24</strong><br />
Harald Eckert
IN WINDESEILE VERPACKEN.<br />
OHNE ZU KRÜMELN.<br />
BESTENS REALISIERT MIT SCHUBERT.<br />
FACHPACK NÜRNBERG<br />
<strong>24</strong>.-26. SEPTEMBER 20<strong>24</strong><br />
HALLE 1 STAND <strong>24</strong>4<br />
WILLKOMMEN<br />
Frische, knusprige Backwaren sind lecker. Doch leider neigen sie beim Verpacken zum<br />
Zerbröseln. Die Lösung: Sanfte Roboterhände plus ein 3D Scanner als Qualitätswächter.<br />
In einer Verpackungsmaschine, die sich in Windeseile auf die unterschiedlichsten<br />
Produkte einstellt und sie vollautomatisch in nachhaltige Materialien verpackt. Ganz im<br />
Sinne unserer Mission Blue: Nur was gut ist für den Planeten, ist auch gut genug für<br />
unsere Kunden. www.schubert.group/de/backwaren.html
WIRTSCHAFT<br />
Der Verpackungsmarkt ändert sich<br />
I N T E R V I E W<br />
KOMPACK sprach im Sommer mit Thomas Reiner, CEO der Unternehmensberatung<br />
für die Verpackungsindustrie, Berndt+Partner Group, und Gründungsmitglied<br />
des Deutschen Verpackungsmuseums, über aktuelle Entwicklungen<br />
in der Verpackungsbranche, somit auch über die PPWR und deren Auswirkungen.<br />
KOMPACK: Wie sehen Sie die<br />
allgemeine wirtschaftliche Lage<br />
und etwaige damit verbundene<br />
Auswirkungen auf die Verpackungsindustrie?<br />
Thomas Reiner: Prinzipiell<br />
sind die Rahmenbedingungen für<br />
alle schwieriger geworden. Die<br />
Welt ist mittlerweile ganz einfach<br />
unberechenbar. Disruptive<br />
Änderungen machen es auch für<br />
die Verpackungsbranche schwer.<br />
Heutzutage Probleme frühzeitig<br />
zu erkennen und richtig zu reagieren,<br />
ist durch die weltweite<br />
politische Lage schwieriger<br />
geworden. Die hohe Inflation<br />
und die dadurch gesunkene<br />
Kaufkraft stellt natürlich auch<br />
die Verpackungsindustrie<br />
vor Probleme.<br />
KOMPACK: Wie meinen Sie das?<br />
Thomas Reiner: Ganz einfach.<br />
Durch die anhaltenden Preissteigerungen<br />
haben die Leute ganz<br />
einfach nicht mehr das Geld, wie<br />
gewohnt einzukaufen. Wurde zu<br />
Beginn noch auf billigere<br />
Produkte der Handelsmarken<br />
zugegriffen, so überlegen die<br />
Leute mittlerweile, welche<br />
Produkte sie vielleicht gar nicht<br />
benötigen. Ich rede hier nicht<br />
nur von Bioprodukten, die einen<br />
Einbruch erlebt haben, sondern<br />
von „normalen“ Produkten wie<br />
Fleisch und Wurst. Hier wurden<br />
vorübergehend schlagartig 30%<br />
weniger verkauft. Zu den steigenden<br />
Preisen kommen auch<br />
bis vor Corona kaum bekannte<br />
neue Größen wie die „Work-Life-<br />
Balance“. Weniger Arbeiten ist<br />
heutzutage durch Kurzarbeit prinzipiell<br />
kein Problem – das damit<br />
verbundene reduzierte Gehalt<br />
bringt automatisch Kaufkraft<br />
verlust. Man muss mehr rechnen.<br />
Die Wellpappeverkaufszahlen<br />
sind beispielsweise derzeit<br />
am Niveau von 2015. Auch<br />
der Versandhandel ist zurzeit<br />
kein Rettungsanker mehr.<br />
KOMPACK: Apropos Wellpappe<br />
- die gehört ja trotzdem<br />
zu den Gewinnern der PPWR?<br />
Thomas Reiner: Prinzipiell<br />
ja, auch wenn ich persönlich in<br />
der PPWR gerne mehr sinnvolle<br />
Mehrwegverpackungen gesehen<br />
hätte. Aber trotz allem darf auch<br />
die Faltschachtel- und Wellpappeindustrie<br />
nicht übermütig<br />
werden. Ich sehe einen Trend mit<br />
weniger Veredelung und auch der<br />
Trend zur Zweitschachtel (beim<br />
Versand) sinkt. Auch hochwertige<br />
Spirituosen werdenmittlerweile<br />
immer öfter ohne Faltschachtel<br />
verkauft. Ich sehe hier eine Zäsur<br />
für den Faltschachtelbereich,<br />
deren sich viele noch nicht<br />
bewusst sind. Abgesehen von<br />
den sich verändernden Kauftrends<br />
müssen wir auch aufpassen,<br />
ob bei all unseren<br />
Bemühungen, nachhaltiger zu<br />
werden, die nötigen Rohstoffmengen<br />
vorhanden sein werden.<br />
KOMPACK: Sie meinen, da<br />
kann es in der Verfügbarkeit<br />
zu Engpässen kommen?<br />
Thomas Reiner/ Bild: Berndt+Partner<br />
Thomas Reiner: Dafür braucht<br />
man kein Prophet sein. So wie<br />
die Industrie unterwegs ist,<br />
werden die PCR-Mengen nicht<br />
ausreichen. Insbesondere bei<br />
den Markenartiklern sehe ich zu<br />
wenig Entschlossenheit, um die<br />
Recyclingkreisläufe schnell genug<br />
zu schließen. Die Handelsmarken<br />
haben hier längst die Nase vorn.<br />
Auch wenn es um Mehrwert geht,<br />
ist dies so - ich habe manchmal<br />
das Gefühl, die großen Marken<br />
verstehen ihre Kunden nicht mehr<br />
- und die Preise galoppieren<br />
davon. Außerdem möchte ich<br />
darauf aufmerksam machen, dass<br />
nicht nur die Verpackungsbranche<br />
„Die großen Marken verstehen ihre Kunden<br />
nicht mehr - und die Preise galoppieren davon!“<br />
Rezyklat kaufen möchte. Denken<br />
Sie beispielsweise an die Automobilindustrie,<br />
die Textil- und die<br />
Baubranche – hier werden große<br />
Mengen an PCR für die Produkte<br />
selbst gebraucht und wir laufen<br />
Gefahr, dass die Recyclatmengen<br />
aus dem Verpackungsbereich in<br />
diese Ströme hinübergehen. Und<br />
das immer wieder angepriesene<br />
chemische Recyceln steckt noch in<br />
den Kinderschuhen - da brauchen<br />
wir sicher noch ein paar Jahre.<br />
KOMPACK: Sie sehen also<br />
keine leichten Jahre?<br />
Thomas Reiner: Nicht, dass Sie<br />
mich falsch verstehen. Ich bin<br />
ein positiv denkender Mensch<br />
und glaube an die Unternehmer<br />
und deren lösungsorientiertes<br />
Arbeiten - eben positives unternehmen.<br />
Gleichzeitig sage ich<br />
aber auch,dasswir ganzheitlicher<br />
denken müssten. In der Verpackung<br />
denken oft die verschiedenen<br />
Branchen nur für sich. Wir<br />
sollten aber alle, egal ob Wellpappe-,<br />
Alu-, Glas- oder Kunststoffbranche,<br />
an einem Strang<br />
ziehen. Unsere Industrie sollte<br />
eine allgemeine Verpackungsmeinung<br />
vertreten. Dies geht mit<br />
den derzeitigen Grabenkämpfen<br />
nicht. Ein einheitlicher Auftritt<br />
wäre sinnvoll - dies hat vor<br />
Jahren Dieter Berndt erkannt,<br />
als er Töpfer beraten hat und<br />
alle Branchen einen wollte.<br />
KOMPACK: Das waren die<br />
Anfänge der Verpackungsverordnung.<br />
Heutige Verordnungen<br />
nicht nur in der Verpackung<br />
machen es aber gerade für<br />
kleinere Unternehmer nicht<br />
leichter.<br />
Thomas Reiner: Das stimmt,<br />
wenn ich bedenke, wie viele<br />
unterschiedliche Verordnungen<br />
seitens der EU alleine heuer<br />
verabschiedet wurden,dann<br />
macht es das gerade für kleinere<br />
Unternehmen schwer. Große<br />
Unternehmen haben für die<br />
Umsetzung der diversen neuen<br />
Regeln eigene Teams oder sogar<br />
Abteilungen. Dies können sich<br />
kleinere Firmen nicht leisten.<br />
KOMPACK: Das gibt zusätzlich<br />
Chancen für Länder außerhalb<br />
der EU?<br />
Thomas Reiner: Natürlich treibt<br />
Regulierung Aufwände hoch und<br />
öffnet damit dem Wettbewerb<br />
von außen die Tür. Aber viel<br />
6 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>
Deutscher<br />
Verpackungspreis<br />
entscheidender sind die<br />
außereuropäischen Märkte. Und<br />
hier laufen wir Gefahr, den<br />
Anschluss zu verlieren. Die<br />
heutigen Maschinenaus China<br />
zum Beispiel haben zu den Produkten<br />
Made-in-Germany aufgeschlossen.<br />
Exportorientierte<br />
Länder haben es in den<br />
wichtigsten Wachstumsregionen<br />
schwer, mit den Chinesen<br />
Schritt zu halten. Und die<br />
Chinesen sind nach wie vor<br />
„hungrig“. In Europa sind wir<br />
oft ganz einfach zu „satt“.<br />
Weniger arbeiten hilft den<br />
Unternehmen bei der Personalsuche<br />
natürlich nicht.<br />
KOMPACK: Das klingt<br />
jetzt alles nicht sehr positiv.<br />
Thomas Reiner: Wie bereits<br />
gesagt, denke ich trotzdem<br />
positiv. Aber uns muss klar sein:<br />
Nur irgendwie weiterarbeiten,<br />
wird nicht funktionieren. Wir<br />
müssen viel Vor- und<br />
Nachdenken. Und dass wir aus<br />
der Verpackungsbranche<br />
mithelfen können, diese Welt<br />
nachhaltiger zu gestalten,<br />
wissen wir alle. Aber wir<br />
müssen es auch tun.<br />
KOMPACK: Danke für das<br />
Gespräch<br />
(Thomas Reiner ist auch<br />
Vorsitzender des Deutschen<br />
Verpackungsinstitutes/dvi - das<br />
auch den deutschen Verpackungspreis<br />
verleiht.)<br />
Constantia Flexibles wurde für seine innovative Lösung EcoPeelCover<br />
ausgezeichnet – eine innovative Deckellösung mit reduzierter Materialstärke<br />
für PP-Bechermaterialien, die speziell auf den Molkereisektor<br />
zugeschnitten ist. Der Verpackungspreis untermauert den Innovationsgeist<br />
sowie die intensiven Nachhaltigkeitsbestrebungen des Unternehmens.<br />
Der besagte EcoPeelCover wurde für die Privatmolkerei<br />
Bauer entwickelt, um ihren Kunden ein nachhaltigeres Produkt zu bieten.<br />
EcoPeelCover: Die dünnste<br />
Deckellösung mit ausgezeichneter Durchstoßfestigkeit<br />
Hinter der Entwicklung von EcoPeelCover stand das Ziel, eine Deckellösung<br />
zu kreieren die möglichst dünn ist und gleichzeitig die hohen Standards<br />
von herkömmlichen gestanzten Deckeln aufweist. Durch die Reduktion<br />
der Aluminiumdicke auf 25 µm sowie der Extrusionsbeschichtung auf<br />
13 g/m² - im Vergleich zur bisherigen Aluminiumdicke von 38 µm und der<br />
Beschichtung von <strong>24</strong> g/m² - wird die Material- und Energieeffizienz deutlich<br />
verbessert. Dies entspricht einer Verringerung der Aluminiumdicke um<br />
25 % und der Beschichtung um 50 %. Trotz der geringeren Materialstärke<br />
entspricht EcoPeelCover den Standards gestanzter Deckel hinsichtlich<br />
Durchstoßfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit und Abziehbarkeit. Die Innovation<br />
bietet optimalen Schutz vor Wasserdampf und Sauerstoff und eignet<br />
sich damit hervorragend für die Qualitätserhaltung von Milchprodukten.<br />
Mehr während der Preisverleihung (verpackung.org) während der Fach-<br />
Pack oder am Stand von Constantia Flexibles oder vorab: www.cflex.com<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
7
Wichtige Regulierungen für die Verwendung von<br />
Kunststoffen als Lebensmittelverpackung<br />
Verpackungen spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz und der Haltbarkeitsverlängerung<br />
von Lebensmitteln. Sie tragen dazu bei, Abfälle zu reduzieren und die<br />
Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten. Aufgrund ihrer vielseitigen Eigenschaften<br />
werden Kunststoffe häufig als Verpackungsmaterial eingesetzt. Bevor Kunststoffe in<br />
der Europäischen Union (EU) als Lebensmittelkontaktmaterialien (LMK) verwendet<br />
werden können, müssen sie strenge Kriterien erfüllen.<br />
Kunststoffe unterliegen in<br />
der EU strengen Regulierungen,<br />
die durch mehrere<br />
Verordnungen festgelegt sind. Je<br />
nach Verwendungszweck der Verpackung<br />
gelten unterschiedliche<br />
Vorschriften. Für Lebensmittelkontaktmaterialien<br />
(LMK) sind<br />
die wichtigsten Vorschriften in den<br />
EU-Verordnungen 1935/20<strong>04</strong> und<br />
10/2011 zu finden. Ziel dieser Verordnungen<br />
ist es, die Verwendung<br />
von Kunststoffen im Kontakt mit<br />
Lebensmitteln sicher und unbedenklich<br />
zu gestalten. Weiters enthält<br />
die EU-Verordnung 10/2011<br />
spezifische Anforderungen an die<br />
Zusammensetzung von Kunststoffen.<br />
Insbesondere müssen alle<br />
verwendeten Substanzen in einer<br />
Positivliste aufgeführt sein und dürfen<br />
den Gesamtmigrationsgrenzwert<br />
(OML) und den spezifischen<br />
Migrationsgrenzwert (SML) nicht<br />
überschreiten. Dies soll sicherstellen,<br />
dass keine gesundheitsschädlichen<br />
Mengen an Substanzen in<br />
Lebensmittel übergehen.<br />
EU-Strategie<br />
Ein weiterer zentraler Bestandteil<br />
der EU-Strategie ist die Nachhaltigkeit,<br />
die mit der Reduzierung<br />
von Verpackungsabfällen und der<br />
Förderung der Kreislaufwirtschaft<br />
einhergeht. Ein neuer Entwurf der<br />
Verordnung über Verpackungen<br />
und Verpackungsabfälle (PPWR)<br />
zielt darauf ab, die Umweltauswirkungen<br />
von Verpackungen zu<br />
minimieren, Ressourcen effizient<br />
zu nutzen und die Recyclingquoten<br />
von Verpackungsmaterialien<br />
zu erhöhen. Artikel 7 der PPWR<br />
definiert Mindestrezyklatanteile<br />
für Kunststoffverpackungen, die in<br />
Zukunft umgesetzt werden müssen.<br />
Bis 2030 sollen beispielsweise<br />
mindestens zehn Prozent der Nicht-<br />
PET-Kunststoffverpackungen bei<br />
kontaktsensitiven Verpackungen<br />
aus Recyclingmaterial bestehen.<br />
Dies stellt eine besondere Herausforderung<br />
für Polyolefin-basierte<br />
Kunststoffe (wie z.B. LDPE, HDPE<br />
und PP) dar, da deren Recyclingprozesse<br />
in Bezug auf die Reinheit<br />
noch nicht so effizient sind wie bei<br />
PET. Die hohe Diffusivität von Polyolefinen<br />
kann dazu führen, dass<br />
mehr Kontaminanten aufgenommen<br />
werden, die in das Lebensmittel<br />
migrieren können.<br />
Neue Recyclingprozesse<br />
Derzeit ist die häufigste Recyclingmethode<br />
das mechanische<br />
Recycling, bei dem Kunststoffabfälle<br />
sortiert, gereinigt und zu Granulaten<br />
verarbeitet werden. Diese<br />
Granulate können dann bei der<br />
Herstellung neuer Kunststoffprodukte<br />
verwendet werden. Dabei<br />
können jedoch Rückstände wie<br />
z.B. Druckfarben- und Klebstoffreste<br />
im Recyclingstrom verbleiben,<br />
welche teilweise nur schwer<br />
entfernbar sind. Verschiedene<br />
Reinigungsverfahren, wie z.B. ein<br />
De-Inking-Verfahren, sind bereits<br />
in Entwicklung und können die<br />
Menge an Druckfarbenresten deutlich<br />
reduzieren. Bevor jedoch neue<br />
Recyclingprozesse eingesetzt werden<br />
können, müssen diese der EU-<br />
Verordnung 2022/1616 über Recyclingkunststoffe<br />
entsprechen und<br />
von der Europäischen Behörde für<br />
Lebensmittelsicherheit (EFSA) zugelassen<br />
werden. Die EFSA bewertet<br />
die Sicherheit des Recyclingprozesses,<br />
insbesondere in Bezug auf<br />
die Fähigkeit, Verunreinigungen zu<br />
entfernen, die die menschliche Gesundheit<br />
gefährden könnten.<br />
Projekt SafeCycle<br />
Das Projekt SafeCycle hat bedeutende<br />
Fortschritte erzielt, um<br />
sicherzustellen, dass Kunststoffrezyklate<br />
die notwendigen Sicherheitsanforderungen<br />
erfüllen, bevor<br />
sie in Lebensmittelverpackungen<br />
eingesetzt werden. Im Folgeprojekt<br />
ColourCycle, an dem die FH<br />
Autor: DI Lukas Prielinger ist<br />
wissenschaftlicher Mitarbeiter im<br />
Fachbereich Verpackungs- und<br />
Ressourcenmanagement. Er<br />
studierte Lebensmittel- und Biotechnologie<br />
auf der BOKU-University<br />
und lehrt und forscht an der<br />
FH Campus Wien zu den Themen<br />
Verpackungssicherheit und Chemie.<br />
lukas.prielinger@<br />
fh-campuswien.ac.at<br />
Campus Wien, Fraunhofer IVV<br />
und OFI arbeiten und das für die<br />
nächste CORNET-Ausschreibung<br />
eingereicht werden soll, wird die<br />
Sicherheitsbewertung von dekorativen<br />
Elementen im Recyclingprozess<br />
untersucht. Im Rahmen von<br />
ColourCycle werden bedruckte<br />
Kunststoffproben an der FH Campus<br />
Wien geschreddert und extrudiert.<br />
Diese Proben werden dann an<br />
Fraunhofer IVV und OFI weitergeleitet,<br />
die sie mit HPLC-MS (High-<br />
Performance Liquid Chromatography-Mass<br />
Spectrometry) und dem<br />
Ames-Test analysieren werden.<br />
Darüber hinaus ist geplant, Bewertungskriterien<br />
und Challenge-Tests<br />
für De-Inking-Verfahren zu entwickeln.<br />
SafeCycle Projekt<br />
Das SafeCycle-Projekt wird im Rahmen der CORNET-Ausschreibung (Collective Research Network) in Kooperation zwischen den Forschungspartnern<br />
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV in Deutschland sowie OFI und der FH Campus Wien in Österreich gefördert.<br />
Das IGF-Projekt 354 EN der Forschungsvereinigung der Industrievereinigung für Lebensmitteltechnik und Verpackung (IVLV e.V.) wird<br />
vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen<br />
Gemeinschaftsforschung (IGF) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Die Österreichische<br />
Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) finanziert diese Arbeit mit der Fördernummer FO999895421. Die Koordination<br />
des Projekts liegt in Österreich beim Kunststoffcluster der ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH.<br />
Verpackungs- und Ressourcenmanagement<br />
Der Fachbereich Verpackungs- und Ressourcenmanagement der FH Campus Wien bietet zwei Bachelorstudiengänge an (Nachhaltige<br />
Verpackungstechnologie und Nachhaltiges Ressourcenmanagement) sowie ein Masterstudium in englischer Sprache (Packaging Technology and<br />
Sustainability). Die Studiengänge sind berufsbegleitend gestaltet, sodass Interessierte aus der Branche ihre Kompetenzen ohne Unterbrechung der<br />
Berufstätigkeit erweitern können.<br />
FH Campus Wien – Hochschule für Zukunftsthemen<br />
Mit über 8.000 Studierenden an sechs Standorten und fünf Kooperationsstandorten ist die<br />
FH Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen<br />
und Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Soziales, Technik sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot von nahezu<br />
70 Studien- und Lehrgängen in berufsbegleitender und Vollzeit-Form zur Auswahl. Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung wird in derzeit<br />
zehn fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und Zertifikatsprogrammen<br />
8 deckt <strong>04</strong>/<strong>24</strong> die Fachhochschule über die Campus Wien Academy ab. Die FH Campus Wien ist Gründungsmitglied im Bündnis Nachhaltige Hochschulen.<br />
www.fh-campuswien.ac.at
Displays und Verpackungen<br />
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<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
9
WIRTSCHAFT<br />
ARA launcht Out-of-Home-Kampagne<br />
In Verpackungen stecken wertvolle Rohstoffe. Mit dieser Botschaft schärft die<br />
Altstoff Recycling Austria AG (ARA) seit 2022 mit der Kampagne „Achte auf<br />
die Verpackungen Rohstoffe“ das Bewusstsein der Österreicher:innen für die<br />
Kreislaufwirtschaft. Nun ging sie gemeinsam mit starken Partner:innen aus<br />
Wirtschaft und Handel den nächsten Schritt und launchte die Kampagne erstmals<br />
bundesweit im Out-of-Home-Bereich. Von 27. Juli bis 14. August 20<strong>24</strong><br />
waren 2.500 Plakate und 1.000 City Lights in ganz Österreich zu sehen – mit<br />
Fokus auf den urbanen Raum. Begleitet wurde die branchenübergreifende<br />
Kampagne von Online-Werbung in den sozialen Medien.<br />
Nur Verpackungen, die korrekt<br />
getrennt gesammelt<br />
werden, können als wertvoller<br />
Rohstoff im Kreislauf geführt<br />
werden und so Umwelt und<br />
Ressourcen schonen. Unter dem<br />
Motto „Achte auf die Verpackungen<br />
Rohstoffe“, förderte die Out-of-<br />
Home-Kampagne das Bewusstsein<br />
für Kreislaufwirtschaft und soll<br />
damit die Sammelmotivation der<br />
Österreicher:innen weiter stärken.<br />
Die ARA und führende Marken und<br />
Unternehmen, wie Lorenz Bahlsen<br />
Snackworld, McDonald’s Österreich,<br />
Ölz der Meisterbäcker, Milford,<br />
Müller Drogerie, Nestlé, NÖM und<br />
Werner & Mertz mit der Marke<br />
Frosch, bündelten ihre Kräfte, gemeinsam<br />
machten sie auf den Rohstoff<br />
„Verpackung“ aufmerksam und<br />
engagieren sich damit für Umweltund<br />
Klimaschutz.<br />
Kreislaufverpackung<br />
„Jede Verpackung kann eine Kreislaufverpackung<br />
sein. Wer richtig<br />
trennt, schenkt Verpackungen ein<br />
neues Leben. Wir müssen bereits<br />
bis 2025 die Recyclingquote bei<br />
Kunststoffverpackungen nahezu<br />
verdoppeln. Hierfür braucht es das<br />
Bewusstsein von jedem und jeder<br />
Einzelnen dafür, dass Verpackungen<br />
wichtige Rohstoffe sind. Genau darauf<br />
zielt unsere Awareness-Kampagne<br />
ab“, erklärt ARA Vorstandssprecher<br />
Harald Hauke die Idee hinter<br />
der Kampagne.<br />
Testpilot<br />
2022 wurde der Testpilot mit 25<br />
Partner:innen zum ersten Mal als<br />
Social Media-Kampagne initiiert,<br />
im darauffolgenden Jahr wuchs diese<br />
auf rund 50 teilnehmende Marken<br />
und Unternehmen an und wurde online<br />
sowie über Print-Inserate und<br />
Websites verbreitet. Mit der klaren<br />
Botschaft konnten dadurch 20,2 Mio.<br />
Kontakte erreicht werden. Für den<br />
10 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
Verena Rössner, Key Account ARA, ARA Vorstandssprecher Harald Hauke,<br />
und Mimi Boyer, Art Direktorin saintstephens (c) Daniel Willinger<br />
österreichweiten Launch der Plakatkampagne<br />
im August erwartete die<br />
ARA sogar 40 Mio. Kontakte.<br />
Müller gibt kreislauffähige<br />
Verpackungen eine Bühne<br />
Darüber hinaus testet die ARA gemeinsam<br />
mit dem Handelsunternehmen<br />
Müller in der Flagship-Filiale<br />
auf der Wiener Mariahilfer-Straße<br />
ein spezielles Point-of-Sale Spinoff.<br />
Im Rahmen des Pilotprojekts<br />
„Kreislauf-Helden“ werden kreislauffitte<br />
Verpackungen der Müller-<br />
Eigenmarke direkt am Point-of-Sale<br />
hervorgehoben. Begleitend dazu<br />
führt das GfK Institut eine sozialwissenschaftliche<br />
Feldstudie durch,<br />
bei der Kund:innen vor Ort zu ihrem<br />
Verständnis von Kreislaufwirtschaft,<br />
Verpackungen und Green Marketing<br />
befragt werden. „In unseren Filialen<br />
kommen viele verschiedene Verpackungen<br />
von unterschiedlichen Lieferanten<br />
zusammen. Wir wollen daher<br />
das Bewusstsein der Kunden für<br />
Verpackungen stärken und herausfinden,<br />
welchen Stellenwert kreislauforientierte<br />
Verpackungen bei der<br />
Kaufentscheidung haben können“,<br />
so Sascha Zahner, Einkaufsleitung<br />
Spielwaren, Schreibwaren, Nachhaltigkeit<br />
und Prozesse von Müller.<br />
„Stimmen für eine nachhaltige<br />
Kreislaufwirtschaft Durch die erweiterte<br />
Produzentenverantwortung<br />
übernimmt die Wirtschaft Verantwortung<br />
und sorgt dafür, dass Verpackungen<br />
zurück zum Recycling<br />
und in den Kreislauf gelangen. Um<br />
das richtige Trennen und Sammeln<br />
durch die Bevölkerung voranzutreiben,<br />
braucht es jedoch die Unterstützung<br />
von jeder und jedem<br />
Einzelnen. Das starke Netzwerk an<br />
Partner:innen der ARA und deren<br />
Präsenz soll der Kampagne über die<br />
Out-of-Home- und City-Lights-Außenwerbung<br />
als auch Online-Werbung<br />
und soziale Medien landesweiten<br />
Impact geben.“ erklärt Hauke.<br />
Vermeiden, verringern, verwerten<br />
„Bei McDonald’s wird gemäß dem<br />
Motto ‚vermeiden, verringern, verwerten‘<br />
in jedem Restaurant der<br />
Abfall gesammelt, getrennt und<br />
anschließend zu über 90 % wiederverwertet.<br />
Daher ist es auch uns ein<br />
besonderes Anliegen, das Bewusstsein<br />
für Verpackungen als wertvolle<br />
Rohstoffe zu stärken“, so Sonja<br />
Dirnböck, Head of Marketing bei<br />
McDonald’s Österreich.<br />
Gezielte Resourcenschonung<br />
„Mit seinen ökologischen und<br />
leistungsstarken Reinigungs- und<br />
Waschmitteln unter der Marke<br />
Frosch geht Werner & Mertz schon<br />
seit einigen Jahren mit nachhaltigem<br />
Beispiel voran. Gezielte<br />
Ressourcenschonung im Sinne der<br />
Kreislaufwirtschaft ist das Gebot<br />
der Stunde. Deshalb freuen wir uns,<br />
als Partner die wertvolle Initiative<br />
der ARA zu unterstützen und das<br />
Bewusstsein für umweltfreundliche<br />
Verpackungen mit schärfen zu können“,<br />
sagt Florian Iro, Geschäftsführer<br />
von Werner & Mertz.<br />
Langfristig denken<br />
„Bei LORENZ verbinden wir Lebensfreude<br />
und Verantwortung.<br />
Als Familienunternehmen denken<br />
wir langfristig und wirtschaftlich<br />
nachhaltig. Wir handeln nicht für<br />
Quartale, sondern für Generationen.<br />
Verpackungen sind für uns unverzichtbar,<br />
zum Beispiel um den Produktschutz<br />
zu gewährleisten und<br />
unseren hohen Qualitätsansprüchen<br />
gerecht zu werden. Darum setzen<br />
wir alles daran, die Recyclingfähigkeit<br />
unserer Verpackungen zu erhöhen.<br />
Unser Prinzip lautet deshalb:<br />
‚Reduce, Recycle, Replace‘“, betont<br />
Thomas Pfiel, Geschäftsführer von<br />
The Lorenz Bahlsen Snack World<br />
GmbH Österreich.<br />
Gemeinsames handeln<br />
Auch für Michael Tschütscher,<br />
Geschäftsführer Finanzen, Controlling<br />
und Einkauf bei Ölz der<br />
Meisterbäcker, ist ein gemeinsames<br />
Handeln aller Stakeholder für die<br />
Kreislaufwirtschaft notwendig:<br />
„Verpackungen sind besonders wertvoll<br />
- sie schützen unsere qualitativ<br />
hochwertigen Backwaren in vielerlei<br />
Hinsicht und leisten einen wichtigen<br />
Beitrag zur Vermeidung von<br />
Lebensmittelverschwendung. Unsere<br />
Aufgabe ist es, diese Rohstoffe
ARA Kampagne „Achte auf die Rohstoffe“ Foto: (c) ARA<br />
durch richtiges Sammeln und Recyceln<br />
in den Verpackungskreislauf<br />
zurückzuführen. Denn es liegt in<br />
unserer Verantwortung, wie wir die<br />
Umwelt an die nächste Generation<br />
übergeben.“<br />
Regionale Bauernfamilien<br />
„Über viele Jahre hinweg leisten<br />
wir nachhaltige Pionierarbeit und<br />
verbessern laufend unseren CO 2 -<br />
Fußabdruck. Wir tragen Verantwortung<br />
gegenüber unseren regionaler<br />
Bauernfamilien, dem großen NÖM-<br />
Team und allen Konsument:innen,<br />
damit auch unser aller Kinder und<br />
Enkel noch lange die Schönheit<br />
unseres Landes genießen dürfen.<br />
Mit unserer r-PET Milchflasche beweisen<br />
wir täglich das Recycling<br />
perfekt funktioniert und mit dieser<br />
Vorbildwirkung ist es uns wichtig,<br />
die österreichweite Kampagne als<br />
Partner zu unterstützen“, so Alfred<br />
Berger, Vorstand der NÖM AG.<br />
Nachhaltigkeit<br />
„Nachhaltigkeit ist mehr als nur<br />
ein Aspekt des Handelns oder eine<br />
Perspektive – sie ist fest in der Strategie<br />
unseres Unternehmens verankert.<br />
Ein achtsamer Umgang mit<br />
Ressourcen ist für uns als Hersteller<br />
von Naturprodukten von großer Bedeutung<br />
und die Voraussetzung für<br />
eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.<br />
Daher unterstützen wir die<br />
Awareness-Kampagne der ARA mit<br />
Freude“, erklärt Irina Sonnleitner,<br />
Geschäftsführerin von Milford Tee<br />
Austria.<br />
Bewussteinsbildung<br />
„Keine unserer Verpackungen soll<br />
auf Mülldeponien oder in Gewässern<br />
landen. Wir arbeiten daran, dass bis<br />
2025 mehr als 95 % unserer Kunststoffverpackungen<br />
fürs Recycling<br />
designt sind. Darüber hinaus braucht<br />
es die richtige Abfallsammelstruktur<br />
und die richtigen Verhaltensweisen,<br />
um Kreislaufwirtschaft zu verwirklichen.<br />
Die Kampagne leistet einen<br />
wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung<br />
zum Wert von Verpackungen<br />
als wertvollem Rohstoff“,<br />
sagt Cédric Boehm, Geschäftsführer<br />
von Nestlé Österreich.<br />
Mehr unter: www.ara.at<br />
<strong>04</strong>/23<br />
11
AUSZEICHNUNG<br />
Es begann mit einem einzigen Tropfen<br />
Bei den European Design Awards (EDA) wurde die Agentur Ruska Martin<br />
Associates, für das hochemotionale Projekt Lost Barrels, das sie mit der<br />
CARINI GmbH umgesetzt haben, mit Gold in der Kategorie Wine-Packaging<br />
ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um ein einzigartiges Projekt, das wie ein<br />
Kunstwerk inszeniert und in eine globale Weinverkostungstour integriert wurde.<br />
Die tiefen Emotionen, auf denen Lost Barrels basiert, ziehen sich eindrucksvoll<br />
durch die gesamte Story, das Design und die Umsetzung.<br />
Im Juli 2021 erlebte das Ahrtal<br />
in Deutschland sein bisher<br />
schlimmstes Hochwasser, das<br />
unter anderem das damalige Dorf<br />
Dernau völlig zerstörte. Das Hochwasser<br />
traf auch Meike und Dörte<br />
Näkel, Inhaberinnen eines der führenden<br />
Weingüter als es die Weinberge<br />
wegschwemmte und auch den<br />
Meyer-Näkel-Jahrgang 2020 mitriss.<br />
Wunder<br />
Nach der Flut wurden in den folgenden<br />
Tagen neun intakte Fässer<br />
in Dörfern gefunden, die mehrere<br />
Kilometer entfernt lagen. Diese<br />
„verlorenen Fässer“ stellten sich<br />
als neun der ursprünglich 380 produzierten<br />
Fässer Pinot Noir des<br />
Jahrgangs 2020 heraus. Eine Entscheidung<br />
wurde getroffen, diesen<br />
wunderbaren Wein in Flaschen<br />
abzufüllen, um ihn später Weinliebhabern<br />
auf der ganzen Welt als<br />
Teil einer größeren Kampagne zu<br />
präsentieren.<br />
Renommierte Köche und Michelin-Sterne-Restaurants<br />
wurden in<br />
Fotos: BCARINI GmbH<br />
eine globale Weinverkostungstour<br />
eingebunden.<br />
Das Projekt<br />
Die Labelgestaltung durch die<br />
Agentur Ruska Martin Associates<br />
entwickelte sich zu einem einzigartigen<br />
Projekt. Die Strategie<br />
bestand nicht nur darin, ein einfaches<br />
Weinetikett zu entwerfen,<br />
sondern vielmehr ein Kunstwerk<br />
zu erschaffen. Dieses Kunstwerk<br />
Firmengebäude<br />
soll die Begehrlichkeit von Weinkennern<br />
und -sammlern weltweit<br />
wecken.<br />
Die Label<br />
Neun unterschiedliche Label<br />
beinhaltet diese Serie, die nach<br />
und nach eine wachsende Anzahl<br />
von Tropfen zeigt: von einem bis<br />
neun - eine Hommage an jedes der<br />
neun gefundenen Fässer. Auf der<br />
Vorderseite des Etikettes scheinen<br />
goldene Fässer förmlich zu<br />
schwimmen. Sie glitzern in den<br />
dunklen Wellen und sind nach den<br />
genauen Fundorten positioniert.<br />
Die monochrome dunkle Optik<br />
ist ein Hinweis auf den Zeitpunkt<br />
der Flut in der Nacht und vermittelt<br />
gleichzeitig eine Erinnerung<br />
an die Schwere des Ereignisses,<br />
das zu seiner Entstehung führte.<br />
Aber - im Dunkeln entsteht eine<br />
fast mystische Verwandlung, bei<br />
der durch Verwendung eines speziellen<br />
phosphoreszierenden Lackes<br />
Details wie der Standort der Fässer<br />
und die Koordinaten, an denen sie<br />
gefunden wurden, sichtbar werden.<br />
Ebenso Details des Designs, wie<br />
die Flaschennummer und die Wassertropfenwellen.<br />
Das Ergebnis<br />
versinnbildlicht: Ein Objekt, das<br />
in der Dunkelheit geboren wurde<br />
und nach seiner Entdeckung voller<br />
Hoffnung leuchtet. „Wir sind stolz<br />
darauf als Partner dieses Projektes<br />
in der Umsetzung mitgewirkt zu<br />
haben, diesem in jeder Hinsicht<br />
besonderen Projekt seine einzig-<br />
12 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
Einige Impressionen des<br />
hochemotionalen<br />
Projektes Lost Barrels,<br />
rechts: Meike und Dörte Näkel<br />
Fotos: Sandra Fehr | Heroes of Riesling
Blick in die innovativen Besprechungsräume<br />
artige visuelle Identität zu geben.“<br />
Unternehmen<br />
Bei CARINI zieht sich die partnerschaftliche<br />
Zusammenarbeit<br />
und die Inszenierung von Ideen<br />
wie ein roter Faden durch das Unternehmen<br />
– oder besser gesagt,<br />
ein orangefarbener Faden, passend<br />
zur Firmenakzentfarbe. Seit<br />
über 85 Jahren widmen sich die<br />
Spezialisten von CARINI der Entwicklung<br />
innovativer Etikettenlösungen<br />
auf höchstem Qualitätsniveau.<br />
Inzwischen sind bereits die<br />
dritte und vierte Generation in der<br />
Geschäftsführung vertreten.<br />
Letztes Jahr wurde unter dem<br />
Leitgedanken „Konzentration auf<br />
das Wesentliche“ das Corporate<br />
Design überarbeitet. Das Logo präsentiert<br />
sich nun deutlich moderner,<br />
klarer und konsequent auf den<br />
Kern des ursprünglichen Unternehmenszeichens<br />
reduziert. Auch<br />
der Eingangsbereich wurde neugestaltet<br />
und die Besprechungszimmer<br />
zu modernen Meeting-Points<br />
umgebaut. „Die Überlegung war,<br />
unseren Kunden eine inspirierende<br />
und angenehme Zeit bei uns zu ermöglichen<br />
und für unsere Produkte<br />
eine passende Bühne zu kreieren.<br />
Deshalb haben wir unsere Besprechungsräume<br />
als Showrooms umgestaltet“,<br />
erklärt Pamela Grimm,<br />
Marketing bei CARINI, die auch<br />
für die Umsetzung der Räume verantwortlich<br />
ist.Jetzt gibt es eine<br />
CA-Bar, einen CA-Beauty-Raum<br />
und einen Besprechungsraum zum<br />
Thema Nachhaltigkeit, das CARI-<br />
NI besonders am Herzen liegt. Dies<br />
zeigt sich unter anderem durch<br />
den firmeneigenen Honig und das<br />
Projekt 1:1, bei dem für jede Bestellung<br />
ein Baum gepflanzt wird.<br />
(KOMPACK berichtete).<br />
Mitarbeiter<br />
„Das Showroom Projekt haben<br />
wir nicht nur für unsere Partner,<br />
sondern auch für unser Team umgesetzt<br />
– und es entwickelt sich<br />
ständig weiter. Unser Ziel ist es,<br />
dass wir alle bei der Arbeit täglich<br />
Freude haben. Wir kommunizieren<br />
unsere Vision auch intern – mit eigenen<br />
Touchpoints, an denen neue<br />
Mitarbeiter oder Projekte vorgestellt<br />
werden, bis hin zu unserer<br />
Firmenzeitung“, erklärt Geschäftsführer<br />
Edgar Sohm. „Ein starkes<br />
Employer Branding hilft dem Unternehmen,<br />
Fachkräfte zu gewinnen<br />
und zu halten. Die gute Zusammenarbeit<br />
der Geschäftsführung mit<br />
den Mitarbeitern war uns immer<br />
schon wichtig, genauso wie unsere<br />
partnerschaftliche Zusammenarbeit<br />
mit unseren Kunden.“<br />
Dass dabei auch immer neue<br />
Ideen willkommen sind, beweist<br />
CARINI nicht nur mit der Umsetzung<br />
von Projekten wie Lost Barrels,<br />
sondern auch mit der Verjüngung<br />
der Geschäftsführung Ende<br />
des Jahres.<br />
Mehr unter: www.carini.at<br />
Die Lizenz zum Recycling.<br />
Wir Wir sammeln und und recyceln rund rund 260.000 Tonnen Altglas pro pro Jahr. Jahr.<br />
Wir Wir tun tun dies dies nach nach höchsten Umweltstandards und und sozialen Benchmarks.<br />
Das Das ist ist Circular Economy mit mit Mehrwert.<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
13
WIRTSCHAFT<br />
Nahost-Konflikt<br />
heizt Container-Frachtraten an<br />
Preise für Schiffcontainer auf Höchststand, Route Shanghai-Rotterdam fast viermal<br />
so teuer wie im Vorjahr: Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten treiben die<br />
Frachtraten für Containerschiffe auf das Rekordniveau von Mitte 2022. Ein Ende der<br />
Preisrally ist noch nicht in Sicht - solange die Krise anhält, dürften die Raten weit über<br />
dem normalen Niveau bleiben. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie von Kreditversicherer<br />
Acredia in Zusammenarbeit mit Allianz Trade.<br />
Nachdem die Frachtraten<br />
für Schiffscontainer zu<br />
Jahresbeginn drei Monate<br />
lang kontinuierlich gesunken sind,<br />
klettern sie seit Mai wieder nach<br />
oben und erreichen jetzt wieder den<br />
Höchststand von August 2022. So<br />
hat sich zum Beispiel die Frachtrate<br />
für einen Vierzigfuß-Container seit<br />
Jahresbeginn mehr als verdoppelt<br />
(+121 Prozent) und beträgt nun<br />
durchschnittlich 5.901 US-Dollar<br />
(USD). Im Vergleich zum Vorjahr<br />
entspricht das einer Preissteigerung<br />
von +297 Prozent.<br />
Huthi-Rebellen<br />
„Der Nahost-Konflikt und vor<br />
allem die Angriffe der Huthi-Rebellen<br />
auf Schiffe im Roten Meer<br />
lassen die Frachtraten steigen“, sagt<br />
Gudrun Meierschitz, Vorständin bei<br />
Acredia. „Durch den Umweg um<br />
Afrika herum verlängern sich die<br />
Transit- und Lieferzeiten erheblich.<br />
Lieferketten sind gestört, Häfen<br />
teilweise überlastet und Schiffe<br />
weit im Voraus ausgebucht. Auch<br />
die anziehende Nachfrage und die<br />
zaghafte Erholung des Welthandels<br />
spielen eine Rolle, allerdings<br />
machen diese Faktoren nur rund<br />
15 Prozent der Teuerung aus. Der<br />
Großteil der Preissteigerung ist<br />
auf den Konflikt im Roten Meer<br />
und die Lieferkettenstörungen zurückzuführen.“<br />
Der Ölpreis, der<br />
2022 noch der Haupttreiber der<br />
hohen Frachtraten war, ist seit dem<br />
Höchststand im Jahr 2022 hingegen<br />
deutlich gesunken und spielt derzeit<br />
keine Rolle.<br />
Bild: Acredia/M. Draper<br />
Europäische Unternehmen<br />
besonders betroffen<br />
Die Entwicklung der Frachtraten<br />
ist regional jedoch sehr unterschiedlich:<br />
Während zum Beispiel<br />
die Raten von Europa in die USA<br />
(Rotterdam-New York) seit Jahresbeginn<br />
um lediglich 30 Prozent<br />
stiegen, verteuerten sich die Raten<br />
von China nach Europa (Shanghai-<br />
Rotterdam) um +383 Prozent.<br />
Gudrun Meierschitz<br />
40% der EU-Einfuhren<br />
kommen aus Asien<br />
„Europäische Unternehmen sind<br />
– im Gegensatz zu ihren US-amerikanischen<br />
Wettbewerbern – wesentlich<br />
stärker vom Handel mit<br />
Asien abhängig und anfälliger für<br />
Störungen an wichtigen Handelsrouten“,<br />
analysiert Meierschitz. „40<br />
Prozent der EU-Einfuhren kommen<br />
aus Asien und 22 Prozent aus<br />
China. Vor der Pandemie waren es<br />
noch 16 Prozent. Die Abhängigkeit<br />
ist also weiter gestiegen und damit<br />
haben die Preissteigerungen auch<br />
stärkere Auswirkungen auf die<br />
europäischen Unternehmen. Das<br />
kann die erwartete Erholung bei<br />
den Gewinnmargen in der zweiten<br />
Jahreshälfte 20<strong>24</strong> bei einigen Branchen<br />
gefährden.“ Insbesondere im<br />
Maschinen- und Anlagenbau, bei<br />
Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen,<br />
Haushaltsgeräten, Elektronik<br />
und Bekleidung dürften sich<br />
die Auswirkungen deutlich bemerkbar<br />
machen.<br />
Unternehmen<br />
fürchten Lieferengpässe<br />
Durch die ausgebuchten Containerschiffe<br />
kommt es teilweise zu<br />
langen Lieferzeiten und Engpässen,<br />
die Lieferketten der Unternehmen<br />
geraten zunehmend unter Druck.<br />
Starke Regenfälle und Stürme<br />
über Südafrika haben zuletzt einige<br />
Schiffe gezwungen, vor Anker<br />
zu gehen oder sogar ihren Kurs zu<br />
ändern. Das verknappt das Angebot<br />
am Schifffahrtsmarkt weiter<br />
und verursacht zusätzlich Verzögerungen.<br />
Weihnachtsgeschäft vor der Tür<br />
„Es ist nicht abzusehen, wie lange<br />
der Konflikt im Nahen Osten<br />
noch andauert“, so Meierschitz.<br />
„Unternehmen machen sich bereits<br />
Gedanken über die Sicherung ihrer<br />
Lieferungen für die zweite Jahreshälfte,<br />
wenn die Nachfrage voraussichtlich<br />
wieder anzieht und das<br />
wichtige Weihnachtsgeschäft vor<br />
der Tür steht.“<br />
Gewinner<br />
Zu den Gewinnern zählen dagegen<br />
die Container-Reedereien.<br />
„Die Ertragsaussichten für internationale<br />
Container-Reedereien<br />
haben sich in den letzten drei Monaten<br />
erheblich verbessert“, so<br />
Meierschitz. „Allerdings steht der<br />
Sektor vor hohen Investitionskosten<br />
wie zum Beispiel dem Kauf<br />
von emissionsärmeren Schiffen.<br />
Der Klimawandel bringt zusätzliche<br />
Unsicherheit.“<br />
Acredia-Gruppe<br />
Acredia ist Österreichs führende<br />
Kreditversicherung und schützt<br />
offene Forderungen im In- und<br />
Ausland im Gesamtwert von über<br />
35 Milliarden Euro. Acredia ist ein<br />
Tochterunternehmen von Oesterreichische<br />
Kontrollbank AG und<br />
Allianz Trade, des Weltmarktführers<br />
bei Kreditversicherungen.<br />
2023 betrug der Umsatz der Acredia-Gruppe<br />
insgesamt 95,2 Millionen<br />
Euro. Acredia hat sich im<br />
Rahmen des United Nations Global<br />
Compact freiwillig verpflichtet,<br />
Strategie und Geschäftstätigkeit<br />
an den universellen Prinzipien zu<br />
Menschenrechten, Arbeit, Umwelt<br />
und Korruptionsbekämpfung auszurichten<br />
und Maßnahmen zu ergreifen,<br />
um gesellschaftliche Ziele<br />
voranzubringen.<br />
Mehr unter:<br />
www.acredia.at<br />
14 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
Schauen Sie sich das an - Green Packaging Star Award Verleihung während der FachPack:<br />
25. September - ab 17 30 in der PackBox/ Halle 4 Stand 4-209.
MESSE<br />
Europas Verpackungsindustrie zu Gast<br />
Vom <strong>24</strong>. bis 26. September 20<strong>24</strong> trifft sich die europäische Verpackungsbranche wieder<br />
auf der FACHPACK, der Fachmesse für Verpackung, Technik und Prozesse. Über<br />
1.400 Aussteller zeigen dann im Messezentrum Nürnberg nicht nur Packstoffe, Packmittel,<br />
Packhilfsmittel, Verpackungsmaschinen und Verpackungstechnik. Die dazugehörigen<br />
wichtigen Prozesse rund um Automatisierung, Kennzeichnungstechnik, Verpackungsdruck,<br />
Veredelung bis hin zur Intralogistik sind ebenfalls zu erleben.<br />
Foto - NürnbergMesse<br />
Die FACHPACK steht in<br />
diesem Jahr unter dem<br />
Leitthema „Transition In<br />
Packaging“, welches den derzeit<br />
stattfindenden Wandel in der Branche<br />
beschreibt und sich in den elf<br />
Messehallen sowie dem hochkarätigen<br />
Rahmenprogramm der FACH-<br />
PACK widerspiegelt. Besucher aus<br />
der Konsum- und Industriegüterindustrie<br />
dürfen sich auf ein umfangreiches<br />
Vortragsprogramm in den<br />
Foren PACKBOX, INNOVATI-<br />
ONBOX und SOLPACK 5.0 sowie<br />
spannende Sonderschauen sowie<br />
Preisverleihungen freuen.<br />
Klassentreffen<br />
Heike Slotta, Executive Director<br />
Exhibitions, NürnbergMesse, freut<br />
sich: „Nach unserem Pausenjahr<br />
geht es nun auf die Zielgerade<br />
Richtung FACHPACK 20<strong>24</strong>. Die<br />
Vorbereitungen laufen auf Hochtouren<br />
und es fügt sich alles zusammen.<br />
In Nürnberg findet bald das<br />
Klassentreffen der Verpackungsindustrie<br />
statt, ein echtes Highlight<br />
im Kalender unserer Kunden. Ich<br />
lade alle Verpackungsexperten im<br />
September ganz herzlich ins Messezentrum<br />
ein: Wir machen Zukunft<br />
– seien Sie dabei!“<br />
Im Zentrum Europas<br />
Die FACHPACK 20<strong>24</strong> positioniert<br />
sich als kontinentale Veranstaltung.<br />
Heike Slotta: „54 Prozent<br />
der Aussteller kommen aus<br />
Deutschland, der Rest aus dem<br />
starken DACH-Wirtschaftsraum<br />
und den Nachbarländern. Insbesondere<br />
die Türkei ist stark vertreten.“<br />
Erwähnenswert in diesem Kontext<br />
sind zudem die Neuaussteller, die<br />
auf der FACHPACK 20<strong>24</strong> etwa 20<br />
Prozent ausmachen werden. Die Internationalität<br />
bei diesen ist mit 70<br />
Prozent sehr hoch.<br />
Foren mit spannenden Themen<br />
Die FACHPACK versteht sich<br />
als Impulsgeber der Branche. Das<br />
zeigt sich neben der umfangreichen<br />
Produktausstellung auch im Vortragsprogramm<br />
der drei Foren<br />
PACKBOX (Halle 4), INNOVATI-<br />
ONBOX (Halle 2) und SOLPACK<br />
5.0 (Halle 3). Alle drei Foren greifen<br />
aktuelle Branchenthemen auf,<br />
wie z.B. Umgang mit den neuen<br />
PPWR-Regularien, Kreislaufwirtschaft,<br />
Automatisierung und KI<br />
oder auch alternative Verpackungslösungen<br />
und neue Faserrohstoffe.<br />
PACKBOX<br />
In der PACKBOX gestalten<br />
wichtige Partner der Verpackungsbranche<br />
das Programm und laden<br />
Interessierte zum Zuhören oder<br />
Mitdiskutieren ein. Die Moderation<br />
des Forums übernehmen mit<br />
Matthias Mahr vom Fachmagazin<br />
LebensmittelPraxis (<strong>24</strong>./25.9), Dr.<br />
Johannes Bergmair von den Pack<br />
Experts und der World Packaging<br />
Organisation (WPO) (25.9.) sowie<br />
Oliver Berndt vom Deutschen<br />
Verpackungsinstitut (dvi) (26.9.)<br />
drei echte Branchenkenner. Hier<br />
wird am zweiten Messetag auch dr<br />
Green Packaging Star Award verliehen.<br />
INNOVATIONSBOX<br />
In der INNOVATIONBOX präsentieren<br />
angemeldete Aussteller<br />
ihre Produktneuheiten und Prozessinnovationen<br />
in kurzen knackigen<br />
Vorträgen. Durchs Programm führen<br />
die beliebten Moderatorinnen Nina<br />
Schönrock und Petra Bindl. Das<br />
Forum SOLPACK 5.0 widmet sich<br />
nachhaltigen Verpackungslösungen<br />
und wird von Peter Desiléts und<br />
Volker Muche, Geschäftsführer der<br />
Verpackungsdesignagentur Pacoon<br />
GmbH, durchgeführt und moderiert.<br />
Drei Tage Networking pur<br />
Mit ihrem Slogan „Wir machen<br />
Zukunft“ bietet die FACHPACK<br />
die optimale Plattform für das gemeinsame<br />
Netzwerken. Neu mit<br />
dabei ist das Networking-Event<br />
Women4Packaging für Frauen in<br />
Ideen für die Zukunft<br />
www.knapp-gmbh.de<br />
der Verpackungsindustrie am ersten<br />
Messetag (<strong>24</strong>.9., NCC Mitte). Es<br />
bietet Branchenakteurinnen eine<br />
einzigartige Gelegenheit, sich vor<br />
Ort zu vernetzen, gegenseitig zu inspirieren<br />
und über aktuelle Themen<br />
und Trends der Verpackungsbranche<br />
auszutauschen. Das Ganze findet<br />
in ungezwungener Atmosphäre<br />
statt. Highlight: Die Keynote von<br />
Vera Strauch, Gründerin der Female<br />
Leadership Academy und Expertin<br />
für Feminist Leadership.<br />
Das ganze Vortragsprogramm<br />
in den Foren und News über die<br />
Sonderschauen sowie Preisverleihungen<br />
finden Sie unter:<br />
www.fachpack.de<br />
Seit über<br />
Jahren.<br />
Besuchen Sie uns auf der FachPack<br />
in Nürnberg, <strong>24</strong>.–26.9.20<strong>24</strong>: Halle 5, Stand 5-447<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
15
Verpackung jeden Tag neu denken<br />
I N T E R V I E W<br />
16<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
Im Vorfeld der FachPack sprach KOMPACK mit einem der drei weltweit größten<br />
Verpackungshersteller flexibler Verpackungslösungen, Constantia Flexibles, mit<br />
der Zentrale in Wien, über aktuelle Entwicklungen am Markt. Zu den Themen<br />
gehörten natürlich auch die Zusammenarbeit mit dem neuen Eigentümer und die<br />
Auswirkungen der PPWR. Lesen Sie hier das Gespräch mit Daniel Winkler, EVP<br />
Aluminum Division & Group Sustainability.<br />
KOMPACK: Vorab - wie sehen<br />
Sie die allgemeine wirtschaftliche<br />
Lage?<br />
Daniel Winkler: Man kann sicher<br />
von einer spannenden Phase sprechen<br />
- leichte Zeichen der Erholung<br />
sind zu bemerken. Dies zeigt sich<br />
auch in unserer Aluminum Division.<br />
Zusätzlich spannend für uns ist<br />
natürlich die Kennenlernphase mit<br />
dem neuen Eigentümer, die bisher<br />
sehr positiv verlaufen ist.<br />
KOMPACK: Die europäische<br />
Verpackungsverordnung PPWR<br />
(Packaging and Packaging Waste<br />
Regulation) steht langsam, aber sicher<br />
vor ihrer Umsetzung - sehen<br />
Sie in der Verordnung einen Erfolg?<br />
Daniel Winkler: Bei der PPWR<br />
sprechen wir von einem langen Prozess.<br />
In meinen Augen gab es zum<br />
Start zu viele Alleingänge. Dann<br />
durften aber viele Industriezweige<br />
ihre Expertisen miteinbringen. Prinzipiell<br />
finde ich die Regulation gut,<br />
da sie u.a. eine höhere Transparenz<br />
und eine gewisse Planungssicherheit<br />
sicherstellt. Anhand der<br />
Vorgaben können jetzt nachhaltige<br />
Strukturen umgesetzt werden. Wobei<br />
gesagt werden muss, dass es fast<br />
unmöglich ist, so viele verschiedene<br />
Bereiche - wie die Verpackung nun<br />
einmal abdeckt - mit einer Regulierung<br />
umzusetzen. Wenn die Verordnung<br />
dann auch gesetzlich umgesetzt<br />
wird, kann wieder in allen<br />
Bereichen weitergearbeitet werden.<br />
Wenn alle Staaten hier verschiedene<br />
Vorschriften haben - wie bisher -<br />
und „ihr eigenes Süppchen kochen“,<br />
macht es das für die betroffene Wirtschaft<br />
nicht leicht. Daher bin ich<br />
froh, dass es zu einer Einigung bei<br />
der PPWR in Form einer Verordnung<br />
gekommen ist.<br />
KOMPACK: Nachhaltigkeit ist<br />
auch ein Teil der Verordnung …<br />
Daniel Winkler: Ja, wobei klar<br />
ist, dass Nachhaltigkeit anders<br />
Daniel Winkler, EVP Aluminnum Division & Group Sustainability.<br />
als in anderen Industriebereichen<br />
längst Kern des Produktes Verpackung<br />
ist. Wer keine nachhaltige<br />
Verpackung herstellen kann, fällt<br />
lfr. aus dem Wettbewerb. Gerade<br />
in unseren Schwerpunktbereichen<br />
- der Lebensmittel- und Pharmaverpackungen<br />
ist neben der hygienischen<br />
und schützenden auch die<br />
nachhaltige Verpackung längst eine<br />
Verpflichtung. In der ganzen Wertschöpfungskette<br />
wird hier die Verpackung<br />
als wichtiges Kommunikationsmittel<br />
gesehen, das gleichzeitig<br />
wieder ein wichtiger Rohstoff ist.<br />
Wiederverwertbares Material und<br />
Rezyklierbarkeit stehen im Fokus.<br />
Bei den von uns verwendeten Materialien<br />
Aluminium, Papier und Polymere<br />
wird ein hoher Anteil an recyceltem<br />
Material verwendet. Über<br />
60% unserer Verpackung am Markt<br />
ist recyclebar. Wir könnten zwar<br />
90 % anbieten - aber noch kaufen<br />
die Kunden nicht alles. Hier sind<br />
wir wieder bei der ganzen Wertschöpfungskette<br />
- in manchen Bereichen<br />
gibt es auch noch zu wenig<br />
Rohstoffe - wir sind hier auch von<br />
unseren Lieferanten abhängig und<br />
arbeiten mit ihnen an Lösungen<br />
KOMPACK: Constantia Flexibles<br />
hat sich ja schon lange mit der<br />
Weiterentwicklung von umweltfreundlichen<br />
Produkten beschäftigt.<br />
Hat sich durch den neuen Eigentümer<br />
in diesem Bereich etwas geändert?<br />
Daniel Winkler: Ich freue mich<br />
Ihnen sagen zu können: der neue<br />
Eigentümer glaubt an unseren Plan<br />
und will mithelfen, unseren eingeschlagenen<br />
Weg weiterzugehen.<br />
Zu diesem gehört die nachhaltige<br />
Verpackungslinie Ecolutions. Diese<br />
erfüllt alle Anforderungen für<br />
mehr Nachhaltigkeit und basiert<br />
auf recyclebaren Monomaterialien.<br />
Zusätzlich ist es auch wichtig, wo<br />
immer es geht mit grünem Strom zu<br />
produzieren - Low Carbon Aluminium<br />
zum Beispiel hilft auch unseren<br />
Kunden, ihren eigenen CO 2 -Fußabdruck<br />
zu senken.<br />
Eco TwistPaper<br />
KOMPACK: Im Raum stehen<br />
auch immer die Ziele für 2025 und<br />
2030.<br />
Daniel Winkler: Manche Firmen<br />
müssen mittlerweile ihre Ziele bis<br />
2025 revidieren. Unser Ziel ist es<br />
bis 2025, dass alle unsere Verpackungen<br />
„Designed for Recycling“<br />
sind - das ist ein ehrliches Ziel, das<br />
wir schaffen werden. Die Recyclingziele<br />
für 2030 sind für die Industrie<br />
prinzipiell erreichbar - die<br />
Frage ist allerdings - was macht der<br />
Regulator? Werden die Staaten es<br />
schaffen, überall eine Recyclinginfrastruktur<br />
aufzubauen? Zur Zeit<br />
gibt es zu wenig Recyklate. Hier<br />
stehen auch die EU-Staaten in der<br />
Pflicht der Recyclingindustrie unter<br />
die Arme zu greifen<br />
KOMPACK: Anderes Thema<br />
- die FachPack rückt näher - was<br />
können die Kunden auf Eurem<br />
Stand erwarten?<br />
Daniel Winkler: Großer Fokus<br />
bei uns ist die Transformation<br />
neuer Produkte. Ebenso wird es<br />
unsere Aufgabe sein, Aufklärung<br />
zu betreiben. Wenn ich Richtung<br />
Aluminium schaue, wissen viele immer<br />
noch nicht, dass wir hier einen<br />
wunderbar recyclebaren Rohstoff<br />
haben. Erste Umsetzungen wie<br />
das Beispiel mit den Kaffeekapseln<br />
beweisen die Möglichkeit der perfekten<br />
Kreislaufwirtschaft. Unser<br />
Gemeinschaftsprojekt mit einem<br />
bekannten Markenhersteller und<br />
der ARA funktioniert gut. Grünes<br />
Alu ist nicht nur in Österreich zu<br />
einem guten Prozentsatz, sondern<br />
in einem großen Teil von Europa<br />
bereits machbar. („Low Carbon<br />
Alu“ hat Rezyklatanteil oder ist mit<br />
grüner Energie erzeugt) Gerade<br />
die Pharmabranche hilft in diesem<br />
Bereich uns Verpackern mit. Auch<br />
der Kunststoffsektor hat schon vor<br />
den bekannten Bildern mit Plastik<br />
im Meer viel im Sinne der Nachhaltigkeit<br />
entwickelt. Wie auch unsere<br />
EcoLam Familie beweist. Con-
„Nachhaltigkeit ist anders als in<br />
anderen Industriebereichen<br />
längst Kern des Produktes<br />
Verpackung.“ erklärt<br />
Daniel Winkler.<br />
stantia Flexibles wurde für seine<br />
nachhaltigen Lösungen der Mono-<br />
Polyethylen (PE)-Familie EcoLam<br />
auch mit dem Green Star und drei<br />
WorldStar Packaging Awards ausgezeichnet.<br />
Unsere R&D Abteilung<br />
forscht unermüdlich, ob es noch<br />
dünneres, nachhaltigeres Material<br />
einsetzen kann - dies ist in unserer<br />
materialintensiven Branche auch<br />
wichtig. Das beweist auch unsere<br />
neue Lösung EcoTwistPaper.<br />
KOMPACK: Eco TwistPaper?<br />
Daniel Winkler: Ja - eine neuartige,<br />
wachsfreie Verpackung, die<br />
vollständig aus Papier besteht. Wir<br />
nutzen damit die Nachhaltigkeit<br />
und Recyclingfähigkeit von Papier.<br />
EcoTwistPaper wurde in Zusammenarbeit<br />
mit der Confederation of<br />
European Paper Industries (CEPI)<br />
auf Recyclingfähigkeit getestet und<br />
erreichte dort 90 von 100 Punkten<br />
für sein bedrucktes Material.<br />
KOMPACK: Wir haben über<br />
Möglichkeiten gesprochen und<br />
auch über Regulierungen - sehen<br />
Sie als internationaler Konzern<br />
manchmal auch die Gefahr einer<br />
Überregulierung in Europa?<br />
Daniel Winkler: Ja die Gefahr<br />
gibt es - wir stehen im globalen<br />
Wettbewerb und im Vergleich zu<br />
Amerika, China oder Indien sind<br />
manche Regulierungen sicher ein<br />
Nachteil für unsere Industrie. Umso<br />
wichtiger ist es für uns, es als unsere<br />
Aufgabe zu sehen, Verpackung<br />
jeden Tag neu zu denken. Trotz aller<br />
Führerschaft im Umweltbereich<br />
müssen wir in Europa auch wettbewerbsfähig<br />
sein. Eine schöne Plattform,<br />
um sich darüber auszutauschen,<br />
bietet u.a. die Veranstaltung<br />
in Alpbach - hier gibt es einen<br />
regen Austausch um die nächsten<br />
Herausforderungen wieder zu bestehen.<br />
Wie ich gesagt habe - wir<br />
leben in einer spannenden Zeit und<br />
sind noch nicht fertig mit unseren<br />
Entwicklungen, sondern gerade<br />
mittendrin.<br />
KOMPACK: Da sind wir auch<br />
schon bei einem Blick in die Zukunft:<br />
Daniel Winkler: Wenn es um das<br />
Business geht, sehe ich eine Zukunft<br />
voller Chancen. Das sage ich auch<br />
neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />
- wir sind in der glücklichen<br />
Lage gestalten zu können. Alle freuen<br />
sich über innovative neue Produkte,<br />
die wir auf den Markt bringen<br />
- Verpackung ist eben eine tolle,<br />
schöne Sache.<br />
KOMPACK: Danke für das Gespräch.<br />
Individuelle und Individuell<br />
effiziente Lösungen effiziente L<br />
vom Weltmarktführer vom Weltm<br />
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Ihre Abläuf<br />
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und Betrieb<br />
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<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
17
Nachhaltigkeit trifft Innovation:<br />
Scheyer Verpackungstechnik auf dem Weg in eine<br />
Scheyer Verpackungstechnik wurde<br />
weltweit als erste Druckerei mit der<br />
Crystal Technology von Esko zertifiziert.<br />
Im Jahr 20<strong>24</strong> hat Scheyer Verpackungstechnik als erster Flexodrucker<br />
weltweit offiziell die Zertifizierung für die Crystal Technology von Esko<br />
erhalten. Diese Auszeichnung würdigt nicht nur die hervorragende Druckqualität,<br />
sondern auch die kontinuierliche Innovation im Bereich neuer<br />
Verpackungslösungen.<br />
Bei der Überreichung der Urkunde<br />
FachPack<br />
Auf der FachPack Messe in Nürnberg, die vom <strong>24</strong>. bis 26. September<br />
20<strong>24</strong> stattfindet präsentiert Scheyer Verpackungstechnik in Halle 4 auf<br />
Stand 4-140 die neuesten Innovationen der nächsten Generation. Lassen<br />
Scheyer gehört auch zu den ausgezeichneten Lehrbetrieben<br />
Sie sich von den neusten Verpackungslösungen inspirieren und besuchen<br />
sie Scheyer Verpackungstechnik auf der Fach Pack 20<strong>24</strong>.<br />
FachPack: Halle: 4, Stand: 4-140<br />
18<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong>
grünere Zukunft<br />
PV-Anlage mit einer<br />
Kapazität von 300 kWp.<br />
Nachhaltigkeit im Fokus<br />
Scheyer Verpackungstechnik setzt<br />
konsequent auf eine umfassende<br />
Nachhaltigkeitsstrategie, die ökologische,<br />
langlebige und kosteneffiziente<br />
Verpackungen sowie nachhaltige<br />
Produktionsprozesse umfasst.<br />
Seit 2023 bezieht das Unternehmen<br />
seinen gesamten Strom aus erneuerbaren<br />
Quellen und betreibt eine<br />
PV-Anlage mit einer Kapazität von<br />
300 kWp.<br />
Grüne Verpackungsvielfalt<br />
Ein zentrales Element des Produktportfolios<br />
von Scheyer ist die<br />
Linie „Designed for Recycling<br />
(D4R)“. Diese Monomaterialverpackungen<br />
sind zu 100 % recycelbar<br />
und ressourcenschonend hergestellt.<br />
Bei der Entwicklung wurden die<br />
Sortier- und Recycling-Prozesse<br />
berücksichtigt. Zusätzlich bietet die<br />
Linie „Ökolam“ biologisch abbaubare<br />
Verpackungen aus nachhaltig<br />
angebauten Rohstoffen, die optimalen<br />
Produktschutz bieten und am<br />
Point of Sale überzeugen.<br />
Positiv auf die Zukunft gestimmt<br />
Scheyer Verpackungstechnik, ein<br />
Familienunternehmen in der vierten<br />
Generation, blickt optimistisch in<br />
die Zukunft und sieht neue Herausforderungen<br />
als Ansporn für weitere<br />
Innovationen. Die Leidenschaft für<br />
innovative Verpackungslösungen<br />
wird von einem starken Engagement<br />
für Nachhaltigkeit begleitet.<br />
Durch kontinuierliche Forschung<br />
und Entwicklung strebt Scheyer<br />
nach den besten flexiblen Verpa-<br />
ckungslösungen für eine grünere<br />
Zukunft.<br />
Mehr während<br />
der Messe oder vorab unter:<br />
www.scheyer.at<br />
Fotos - Impressionen aus der Produktion<br />
Foto links: FachPack-Stand 2022<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
19
Die Kompaktklasse<br />
der TRAPO Roboterpalettierer<br />
Zur FACHPACK stellt TRAPO die neue Kompaktklasse vor: vom Einsteigermodell<br />
bis zum raumsparenden Hochleistungspalettierer. Basierend auf jahrzehntelanger<br />
Palettierkompetenz präsentiert das Unternehmen aus dem westfälischen Gescher-<br />
Hochmoor live in Halle 3C, Stand 551 Knickarmroboter der Kompaktklasse, die<br />
sich flexibel jeder räumlichen Gegebenheit anpassen.<br />
Alle Palettierer der Serie sind<br />
in lebensmittelkonformer<br />
Ausführung lieferbar. Entsprechend<br />
haben alle Modelle der<br />
aktuellen Kompaktklasse mit dieser<br />
Option eine FDA-Zulassung (Food<br />
and Drug Administration gemäß<br />
US-Behörde).<br />
Robust und raumsparend<br />
„Wie mit dem Schuhlöffel“ werden<br />
die Roboter an vorhandene<br />
Räumlichkeiten eingefügt – ideal für<br />
Produktionshallen mit 2,60 Metern<br />
Deckenhöhe im Bestand. Mit gleich<br />
drei ausgereiften Modellen startet<br />
die robuste, raumsparende Kompaktklasse<br />
in die neue Messesaison.<br />
Optimieren<br />
Für die End-of-Line-Palettierer,<br />
die am Ende einer Produktions- oder<br />
Verpackungslinie zum Einsatz kommen,<br />
setzt TRAPO Knickarmroboter<br />
der High-Speed Robot System Serie<br />
(HRS Series) plus Multifunktionsgreifer<br />
ein. Die Kompaktklasse<br />
der Roboterpalettierer tritt an, um<br />
sowohl Produktionsprozesse als<br />
auch Produkt-Handling und Produktivität<br />
zu optimieren. Dank eines<br />
modularen Baukastens ergeben sich<br />
zahlreiche Möglichkeiten, mit denen<br />
individuelle Automatisierungsanforderungen<br />
beantwortet werden.<br />
Drei Basismodelle<br />
Die Kompaktklasse bietet mit drei<br />
Basismodellen Lösungen für palettierte<br />
Waren wie Eimer, Säcke, Fässer,<br />
Dosen, Kartons, Kanister und<br />
mehr. Als erfahrener Partner ergänzt<br />
TRAPO die Palettierlinie beispielsweise<br />
um AMR-Kompetenz, Palettenpuffersysteme<br />
(Sequenzer) und<br />
automatisiertes Lkw-Beladen mit<br />
dem TRAPO Ladungs System TLS<br />
3600. Spezialist ist das Unternehmen<br />
für die Belange der Lebensmittel-<br />
und Pet Food-Industrie.<br />
Die drei Modelle<br />
der TRAPO Kompaktklasse<br />
Kleiner Roboter für große Entlastung:<br />
Durch jede Tür passt der<br />
TRAPO Cobot Palletizer (TCP) –<br />
das Performance-Modell für den<br />
leichten Einstieg in das automatisierte<br />
Palettieren. Geliefert auf nur<br />
zwei Paletten, kommt der mobil<br />
verfahrbare Roboter, der als „Kollege“<br />
ohne Zaun agieren kann, überall<br />
TRAPO Cobot Palletizer (TCP)<br />
dort zum Einsatz, wo seine Palettierleistung<br />
gefordert ist. Gleichzeitig<br />
gibt TRAPO mit dem Cobot<br />
eine überzeugende Antwort auf den<br />
Fachkräftemangel: Ab sofort können<br />
Mitarbeitende, die bislang manuell<br />
palettierten, an anderer Stelle<br />
der Produktion eingesetzt werden!<br />
Der Kompaktpalettierer HRS compact<br />
steht auch für die kommende<br />
Generation von Knickarmrobotern,<br />
die zum exakten Palettieren eingesetzt<br />
werden. Roboter der HRS Serie<br />
sind Basis für Anforderungen mit<br />
hoher Palettierleistung.<br />
Individuellen Greifer<br />
Um die geforderte Aufgabe perfekt<br />
auszuführen, benötigen Roboteranwendungen<br />
die perfekte Ausstattung.<br />
Bewährte Greifertechnologien<br />
beeinflussen die Verfügbarkeit steigern<br />
die Leistung und schonen das<br />
Produkt.<br />
End-of-Line-Palletizing–eingebunden<br />
in zuverlässige Fördertechnik<br />
Die gesamte Prozessabwicklung<br />
wird durch einen zuverlässigen Rollenförderer<br />
unterstützt. Dieser sorgt<br />
nicht nur für eine reibungslose Zuführung<br />
der Produkte, sondern auch<br />
für die geordnete Bereitstellung<br />
der Paletten. Optional kann bei den<br />
Palettierern zur Stabilisierung des<br />
Workflows die Versorgung mit Leerpaletten<br />
über ein robustes Leerpalettenmagazin<br />
erfolgen. Alle Roboter<br />
der Kompaktklasse liefern die Palette<br />
über Fördertechnik in Flurhöhe<br />
aus – von dort können sie manuell<br />
mit allen gängigen Hubwagen abgenommen<br />
werden.<br />
Präzise und effizient:<br />
Zwischenlagenhandling<br />
Die Flexibilität der Kompaktklasse<br />
wird durch das optionale Zwischenlagenhandling<br />
erweitert. Dies kann<br />
entweder als integrierte Zusatzfunktion<br />
am Greifer des Roboters<br />
erfolgen oder über einen separaten<br />
Schwenkarm, welcher die Zwischenlagen<br />
separat vom eigentlichen<br />
Palettierprozess handhabt. Durch<br />
diesen zusätzlichen Blattaufleger<br />
wird die Leistung des Palettierprozesses<br />
weiter gesteigert.<br />
Mehr während der FachPack<br />
oder vorab unter:<br />
www.trapogroup.com<br />
20 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
Für jede Anwendung die richtige Lösung/Fotos: Trapo
Ganzheitliche Linienkonzepte für Aufschnittanwendungen,<br />
Stückware und weitere Frischeprodukte<br />
„Line Up for Tomorrow“ mit Weber Food Technology – digitaler und breiter aufgestellt<br />
denn je. Während der FACHPACK können Besucher das breite Weber<br />
Lösungsportfolio mit ganzheitlichen Linienkonzepten für Aufschnittanwendungen,<br />
Stückware und weitere Frischeprodukte entdecken.<br />
Dieses wird anhand eines<br />
Hochleistungs-Komplettlinienkonzeptes<br />
für die<br />
Verarbeitung und Verpackung von<br />
Aufschnittprodukten demonstriert.<br />
Der neue Performance-Slicer Weber<br />
Slicer weSLICE 7500 sowie die<br />
integrierte Automatisierungslösung<br />
rund um den Weber wePICK Pick<br />
Roboter machen diese Linie zum<br />
Flexibilitätswunder und damit zur<br />
perfekten Wahl für vielfältige Anwendungsbereiche<br />
und Produkte wie<br />
Brühwurst, Rohwurst oder Käse. Ein<br />
weiteres Highlight in dieser Linie:<br />
die leistungsstarke Weber wePACK<br />
7000 Tiefziehverpackungsmaschine<br />
ist mit einer neuen, recyclefähigen<br />
adapa Monofolie ausgerüstet, die<br />
bei 25 % weniger Materialstärke die<br />
gleiche Packungssteifigkeit erreicht<br />
wie herkömmliche Folien.<br />
wePACK 4000<br />
Das Weber Portfolio umfasst innovative<br />
Lösungen für alle Leistungsbereiche<br />
und Chargengrößen. Ein<br />
weiteres Exponat auf dem Messestand<br />
ist daher die wePACK 4000.<br />
Der kompakte Thermoformer ist die<br />
perfekte Lösung für das Verpacken<br />
kleinerer Chargen von Aufschnitt<br />
oder Stückware wie Würstchen und<br />
Kartoffeln. Auf der FACHPACK<br />
präsentiert sich der Thermoformer<br />
für mittlere Leistungsbereiche erstmals<br />
in Kombination mit dem extrem<br />
effizienten Querbahn-Etikettierer<br />
Weber weLABEL, der als Oberbahn-<br />
und Unterbahnvariante ab<br />
sofort auch für die wePACK 4000<br />
verfügbar ist.<br />
Intelligente Vernetzung<br />
Um das gesamte Potenzial erstklassiger<br />
Technik auszuschöpfen,<br />
bedarf es zusätzlich einer intelligenten<br />
Vernetzung aller Linienmodule<br />
sowie der Erfassung und<br />
Zusammenführung aller relevanten<br />
Daten. Daher wird ein besonderer<br />
Fokus ebenfalls auf der Digitalisierung<br />
der Lebensmittelproduktion<br />
liegen. Mit den Weber Digital Factory<br />
Solutions stehen Lebensmittelproduzenten<br />
alle Produktionsdaten,<br />
Analysen und Reports rund um die<br />
Uhr in Echtzeit zur Verfügung. Damit<br />
sind diese in der Lage, schnell<br />
fundierte Entscheidungen zu treffen,<br />
Produktionspotenziale zu heben und<br />
-verluste zu vermeiden.<br />
Weber Gruppe<br />
Vom gewichtsgenauen Schneiden<br />
und Verpacken von Wurst, Fleisch,<br />
Käse und veganen Ersatzprodukten<br />
bis hin zu komplexen Automatisierungslösungen<br />
für Ready Meals,<br />
Pizzen, Sandwiches und weitere<br />
Convenience-Produkte: Weber Food<br />
Technology ist einer der führenden<br />
Systemanbieter für Lebensmittel<br />
wie Aufschnitt- und Stückware sowie<br />
das Automatisieren und Verpacken<br />
von Frischeprodukten. Zentrales<br />
Ziel des Unternehmens ist es,<br />
Kunden das Leben mithilfe herausragender,<br />
individueller Lösungen<br />
einfacher zu machen und ihnen den<br />
optimalen Betrieb ihrer Anlagen<br />
über den gesamten Lebenszyklus<br />
hinweg zu ermöglichen. Rund 1.900<br />
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an<br />
26 Standorten in 21 Nationen sind<br />
heute bei Weber Food Technology<br />
beschäftigt und tragen mit Engagement<br />
und Leidenschaft täglich zum<br />
Erfolg der Weber Gruppe bei. (In<br />
Österreich auch durch die Partnerfirma<br />
Gramiller vertreten) Bis heute ist<br />
das Unternehmen in Familienbesitz<br />
und wird von Tobias Weber, dem<br />
ältesten Sohn des Firmengründers<br />
Günther Weber, als CEO geleitet.<br />
Mehr während der FachPack:<br />
Halle 1 - Stand 1-434<br />
oder unter: www.<strong>web</strong>er<strong>web</strong>.com<br />
oder beim österreichischen<br />
Partner: www.gramiller.at<br />
Fotos: WeberFood Technology<br />
Halle 3A / Standnummer 3A-448<br />
und Halle 3C / Standnummer 3C-322<br />
03/<strong>24</strong><br />
21
Logett investiert und wird<br />
Die Firma Logett wurde heuer von der internationalen ESG-Rating Agentur<br />
EcoVadis mit der Gold Medaille ausgezeichnet wurden! „Somit zählen wir zu<br />
den besten 5% der in den letzten 12 Monaten von EcoVadis bewerteten Unternehmen.<br />
Dies spiegelt die Qualität unseres Nachhaltigkeits-Managementsystems<br />
wider und zeigt unser Engagement für die Förderung der Transparenz<br />
entlang der gesamten Wertschöpfungskette.“ so Geschäftsführer Manfred<br />
Pichler. Es gibt aber auch weitere Neuigkeiten - so wurde aktuell eine neue<br />
9-Farben Nilpeter-Flexodruckmaschine installiert.<br />
Prinzipiell denkt man bei Etiketten<br />
oft an die hochveredelten<br />
Schmucketiketten,<br />
die dem Produkt einen glanzvollen<br />
Auftritt am Point of Sale verschaffen.<br />
An die unzähligen scheinbar<br />
unscheinbaren Etiketten, die auf<br />
jeder Versandverpackung kleben<br />
und dafür sorgen, dass das Produkt<br />
sicher an sein Ziel kommt, denkt<br />
allerdings kaum jemand. Das Frastanzer<br />
Unternehmen Logett hat<br />
sich genau auf diese Etiketten spezialisiert.<br />
Mit der Investition in<br />
eine neue Druckmaschine hat man<br />
nun das Produktspektrum ausgeweitet.<br />
Logistik-Etiketten<br />
Schon der Name Logett verrät,<br />
dass Logistik-Etiketten das<br />
Hauptprodukt des Unternehmens<br />
sind. „75 Prozent beträgt der Anteil<br />
von Logistik-Etiketten an der<br />
Produktion“, verrät der Geschäftsführer.<br />
Dabei handelt es sich um<br />
Blanko-Etiketten, in Form und<br />
Größe individuell abgestimmt, die<br />
dazu dienen, dass die Unternehmen<br />
alle notwendigen Logistikdaten<br />
aufdrucken können. Aber<br />
auch bedruckte Etiketten zählen<br />
seit Jahren zum Sortiment. (KOM-<br />
PACK berichtete) „Wie beliefern<br />
zum Beispiel die Lebensmittelbranche<br />
mit Aktionsetiketten, die<br />
auf die jeweiligen Verpackungen<br />
von Fleisch- und Wurstwaren aufgeklebt<br />
werden“, erläutert Manfred<br />
Pichler. Sein Vater, Kurt Pichler<br />
ergänzt: „Zu den wichtigsten<br />
Kunden des Unternehmens zählen<br />
neben der Transport- und Logistikbranche<br />
auch die Lebensmittelund<br />
Getränkeindustrie.<br />
ßen. „Es geht im Prinzip um Inventuretiketten<br />
über fortlaufend<br />
bedruckte Barcodeetiketten oder<br />
‚Auszeichnungsetiketten bis hin zu<br />
einfachen Schmucketiketten“, erklärt<br />
Manfred Pichler die Hintergründe.<br />
Auch das Bedrucken von<br />
Verpackungsmaterial oder flexible<br />
Verpackungen ist mit der neuen<br />
Maschine, nun ebenfalls ein Thema.<br />
„Aber diesbezüglich befinden<br />
wir uns noch in der Findungsphase“,<br />
betont Manfred Pichler der<br />
sich auch schon darauf freut erste<br />
Muster während der FachPack den<br />
Kunden präsentieren zu können.<br />
„Wir loten gerade die Möglichkeiten<br />
aus. Eines ist aber klar - mit<br />
der neuen Druckmaschine steigern<br />
wir sowohl die Quantität als auch<br />
Qualität der bestehenden Produktion.<br />
„Unsere bisherigen Maschinen<br />
waren einfach zu klein, eine effiziente<br />
Produktion war nicht mehr<br />
möglich. Auch aus diesem Grund<br />
haben wir uns entschieden in eine<br />
neue, breitere Druckmaschine zu<br />
investieren“, so Manfred Pichler.<br />
Nun können, im angestammten Logistikbereich<br />
auch großformatige<br />
Palettenetiketten – aufgrund der<br />
größeren Bahnbreite der Maschine<br />
– effizient produziert werden.<br />
Rasante<br />
Unternehmensentwicklung.<br />
Hintergrund dieser Investition<br />
ist das anhaltende Wachstum des<br />
Unternehmens. Logett wurde 1997<br />
gegründet, wobei die Firma Müroll<br />
wesentlich an der Gründung<br />
beteiligt war. „Von Seiten Müroll<br />
bestand Bedarf an Logistiketiketten,<br />
um die eigenen Produkte, wie<br />
Selbstklebeb.nder, Papierrollen<br />
und Etiketten, zu kennzeichnen. So<br />
hat man beschlossen, mit Logett<br />
ein eigenst.ndiges Unternehmen<br />
ins Leben zu rufen“, erzählt Kurt<br />
Pichler aus der Firmenhistorie. Es<br />
wurde die erste Etikettenstanzmaschine<br />
gekauft und in weiterer<br />
Folge kam eine Druckmaschine<br />
dazu. Der Start des jungen Unternehmens<br />
war erfolgreich und es<br />
konnten neben Müroll zahlreiche<br />
weitere Kunden gewonnen werden.<br />
Die rasante Geschäftsentwicklung<br />
führte dazu, dass man sich 2010<br />
aus der „Wohngemeinschaft“ mit<br />
Müroll löste. Es folgte der Neubau<br />
eines Produktions- und Verwaltungsgebäudes<br />
auf über 6.000 m.<br />
in Frastanz. Anfang 2011 wurde<br />
der Umzug an den neuen Standort<br />
vollzogen. (KOMPACK berichtete)<br />
„Als wir hierher gezogen sind,<br />
hatten wir drei Stanzmaschinen<br />
und eine kleine Druckmaschine.<br />
Jetzt haben wir drei Flexodruckmaschinen,<br />
eine Digitaldruckmaschine<br />
und acht Stanzkonfektionsmaschinen.<br />
Begonnen haben wir<br />
mit fünf Mitarbeiter:innen, jetzt<br />
sind wir siebzehn“, blickt Manfred<br />
Pichler stolz auf die Unternehmensentwicklung.<br />
Er selbst ist<br />
seit 2010 im Unternehmen und hat<br />
2019 die Geschäftsführung – gemeinsam<br />
mit seinem Vater Kurt –<br />
übernommen. Dieser ist seit 2022<br />
in Ruhestand, seitdem ist Manfred<br />
Pichler alleiniger Geschäftsführer.<br />
Lebensmittelzertifizierung<br />
Mit der Lebensmittelzertifizierung<br />
2014 konnte ein weiterer<br />
Wachstumsschub verzeichnet<br />
Neue Märkte<br />
Mit der Investition in die 9-Farben<br />
Nilpeter-Flexodruckmaschine<br />
wird Logett nun das Segment<br />
der bedruckten Etiketten stärken<br />
und zusätzliche Märkte erschlie-<br />
22 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
Manfred Pichler bei der neu installierten<br />
9-farben Nilpeter-Flexodruckmaschine
ausgezeichnet<br />
werden. Zahlreiche neue Kunden<br />
konnten gewonnen werden. Auch<br />
der steigende Onlinehandel trägt<br />
nicht unwesentlich zum Unternehmenserfolg<br />
bei. „Man muss<br />
festhalten, dass auf allen Paketen,<br />
die transportiert werden, Logistiketiketten<br />
kleben“, macht Manfred<br />
Pichler klar, „ob das nun aus dem<br />
Online- oder dem stationären Handel<br />
stammt, ist für uns letztendlich<br />
irrelevant. Wir decken den gesamten<br />
Warenfluss mit unseren Etiketten<br />
ab.“<br />
Nachhaltigkeit<br />
Wie bereits erwähnt investiert<br />
das Unternehmen nicht nur in den<br />
Maschinenpark, auch Nachhaltigkeit<br />
spielt zunehmend eine Rolle.<br />
So kam letztes Jahr eine PV-Anlage<br />
auf das Unternehmensdach,<br />
Blick auf das Firmengebäude<br />
Produktion auf der neuen Anlage<br />
mit der Logett seinen Eigenbedarf<br />
an Energie decken kann. „Mit der<br />
neuen Druckmaschine wird sich<br />
das jetzt nicht mehr ganz ausgehen“,<br />
lacht Manfred Pichler. Dabei<br />
geht es nicht nur um die 9-Farben<br />
Nilpeter, denn vor kurzem wurde<br />
zusätzlich eine neue Stanzmaschine<br />
in Betrieb genommen. Falls das<br />
Wachstum so weitergeht ist am<br />
vorhandenen Standort auch noch<br />
Platz für einen weiteren Ausbau.<br />
Mehr über das Unternehmen<br />
und dem Schwesterbetrieb<br />
Müroll sehen Sie während<br />
der FachPack: Halle 6 /<br />
Standnummer 6-264<br />
oder vorab unter:<br />
www.mueroll.com<br />
oder www.logett.at<br />
VIELFACH<br />
AUSGEZEICHNET<br />
Gewinner Staatspreis<br />
Smart Packaging 2022<br />
www.pawel.at / Tel .: +43 1 602 13 22<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong> 23<br />
Wien I Graz I Skycov (SK) I Szentgotthard (HU)
Süßwaren leistungsstark<br />
und umweltschonend verpackt<br />
SACMI Packaging & Chocolate präsentiert auf der Fachpack effiziente Systeme<br />
für die Primär- und Sekundärverpackung von Süß- und Backwaren. Die Anlagen<br />
ermöglichen der Industrie, Marktbedürfnisse zu erfüllen und Prozesse vollständig<br />
zu automatisieren. Auch die Verarbeitung nachhaltiger Verpackungsmaterialien<br />
wird vorgeführt.<br />
Süßigkeiten und Snacks in<br />
Riegelform werden häufig<br />
in Displaykartons an den<br />
Handel ausgeliefert. Diese Sekundärverpackungen<br />
gilt es in einer<br />
Vielzahl von Formaten und mit unterschiedlichen<br />
Stückzahlen sowie<br />
sortengemischt befüllt zu produzieren.<br />
Displaykarton<br />
flexibel konfiguriert<br />
Das neue multifunktionale Kartonierungssystem<br />
Advance S334<br />
meistert die Herausforderung. Der<br />
Linearmotor lässt die Prozessschritte<br />
des Aufrichtens, Befüllens<br />
und Verschließens unabhängig<br />
voneinander erfolgen, was insbesondere<br />
bei häufigen Produktwechseln<br />
maximale Effizienz und<br />
Vielseitigkeit bietet. So lassen sich<br />
bei den regalfertigen Displays<br />
verschiedene Verpackungskonfigurationen<br />
umsetzen. Anwender<br />
erreichen eine Leistung von bis zu<br />
800 Produkten beziehungsweise<br />
150 geschlossenen Kartonschachteln<br />
pro Minute. Advance S-334 ist<br />
auch mit Flowpack-Linien kombinierbar,<br />
um Primär- und Sekundärverpackungslinien<br />
vollständig zu<br />
automatisieren.<br />
Rekordschnelle Einschlagmaschine<br />
für Schokolade<br />
Die vollelektronische Einschlagmaschine<br />
HTB unter der Marke<br />
Carle & Montanari verpackt bis zu<br />
Die Pralinenwickelmaschine HY7 verpackt bis zu 700 Produkte pro Minute<br />
und meistert die Herausforderungen flexibler Formate.<br />
250 Schokoladentafeln und Schokoriegel<br />
pro Minute. Die auf dem<br />
Markt einzigartige Geschwindigkeit<br />
lässt sich sogar bei empfindlichen<br />
Produkten erzielen und sie<br />
geht einher mit einer außerordentlichen<br />
Verpackungsqualität. Schokoladenhersteller<br />
können mit der<br />
HTB Produkte mit Innen- und Außenverpackung<br />
fertigen, wobei die<br />
innere Verpackung an drei Stellen<br />
versiegelt wird und die äußere<br />
Verpackung aus vorgeschnittenem<br />
Karton oder Papier besteht. Auch<br />
unter Nachhaltigkeitsaspekten<br />
überzeugt die Maschine, weil<br />
sie für die neuesten umweltschonenden<br />
Verpackungsmaterialien<br />
geeignet ist. Dank der platzsparenden<br />
Abmessungen benötigt die<br />
Einschlagmaschine zudem nur wenig<br />
Aufstellfläche in der Produktion.<br />
Pralinen mit<br />
Highspeed wickeln<br />
Die Multi-Style-Pralinenwickelmaschine<br />
HY7 unter der Marke<br />
Carle & Montanari ist die erste<br />
Wickelmaschine mit Hybridtechnologie<br />
und nutzt nicht nur mechanische,<br />
sondern auch besonders<br />
leistungsstarke sowie energieeffiziente<br />
Servoantriebe. Das System<br />
verpackt bis zu 700 Pralinen pro<br />
Minute und meistert zugleich die<br />
aktuellen Herausforderungen hinsichtlich<br />
flexibler Formate. Möglich<br />
sind zum Beispiel Seiten- oder<br />
Doppel-Twist, Bunch-, Kuvertund<br />
einfacher Einschlag. Auch<br />
sehr empfindliche oder unregelmäßig<br />
geformte Produkte werden<br />
effizient gewickelt. Die einzelnen<br />
Teile des Falzwerks lassen sich<br />
nicht nur flexibel an die Pralinenform<br />
anpassen, sondern ebenso an<br />
die Folieneigenschaften. So kann<br />
auch die neueste Generation umweltschonender<br />
Verpackungsmaterialien<br />
verarbeitet werden, was<br />
auf der Fachpack am Beispiel von<br />
Papierfolie demonstriert wird.<br />
Über SACMI<br />
Packaging & Chocolate<br />
SACMI Packaging & Chocolate<br />
S.p.A. ist eine Business Unit der<br />
SACMI-Group mit Hauptsitz im<br />
norditalienischen Imola. Unter den<br />
Marken Carle & Montanari (Schokoladenherstellung)<br />
sowie OPM<br />
(Verpackung) bietet SACMI Packaging<br />
& Chocolate als einziges Unternehmen<br />
weltweit Maschinen und<br />
komplette Linien für den gesamten<br />
Prozess von der Kakaorohmasse<br />
bis zur Endverpackung.<br />
Mehr während der FachPack<br />
in Halle 1, Stand 1-239<br />
oder unter:<br />
www.sacmi.com<br />
Flexible Lösung für Displaykartons: Das neue<br />
Verpackungssystem Advance S-334.<br />
Die Einschlagmaschine HTB erreicht Hochgeschwindigkeit<br />
bei der Verpackung von Schokoladentafeln.<br />
<strong>24</strong> <strong>04</strong>/<strong>24</strong>
Saropack Handels GmbH und Zeisberger Süd Folie GmbH:<br />
Gebündelte Kompetenz an der Fachpack<br />
Vom <strong>24</strong>. bis zum 26. September 20<strong>24</strong> wird die Fachpack wieder zum zentralen<br />
Treffpunkt der Verpackungsindustrie. Die Verpackungsmesse vermittelt einen<br />
kompakten aber zugleich umfangreichen Einblick rund um alle relevanten<br />
Themen aus der Verpackungswirtschaft. Mittendrin im Geschehen die Saropack<br />
Handels GmbH und Zeisberger Süd Folie GmbH mit ihren Innovationen und<br />
dem SAROGREEN-Konzept für nachhaltige Folienverpackungen. Der gemeinsame<br />
Messeauftritt der beiden Verpackungsspezialisten unterstreicht die<br />
Strategie der gebündelten Kompetenz für Ihre Folienverpackungslösung!<br />
Die Saropack Gruppe ist<br />
sich ihrer Verantwortung<br />
bewusst – und liefert mit<br />
dem SAROGREEN Konzept kundenorientierte<br />
Antworten. Saropack<br />
Handels GmbH und Zeisberger<br />
Süd-Folie GmbH nutzen die Messe<br />
als gemeinsame Plattform, um<br />
Branchenkennern und Entscheidungsträgern<br />
ihr umfassendes Portfolio<br />
und das SAROGREEN Konzept<br />
für umweltverträgliche und<br />
ressourcenschonende Verpackungslösungen<br />
zu präsentieren.<br />
Unternehmen<br />
wachsen zusammen<br />
Nach der Übernahme der Zeisberger<br />
Süd-Folie GmbH durch die<br />
Saropack Gruppe anfangs 2023<br />
wachsen die beiden Unternehmen<br />
kontinuierlich zusammen und<br />
kombinieren ihre Kompetenzen.<br />
Als Marktführer im Verkauf von<br />
Folienverpackungssystemen im<br />
DACH-Raum verfolgt Saropack<br />
einen ganzheitlichen Ansatz, der<br />
das Knowhow für Verbrauchsmaterial,<br />
die Maschinen und den technischen<br />
Service kombiniert. Die<br />
Zeisberger Süd-Folie GmbH, als<br />
renommierte Expertin im Bereich<br />
«Flexible Packaging» ergänzt<br />
durch ihre leistungsfähige Folienverarbeitung.<br />
Die gemeinsamen<br />
Synergien versprechen wegweisende<br />
Lösungen und sind ein Gewinn<br />
für die Kunden.<br />
Prozesse optimieren<br />
Besucherinnen und Besucher<br />
erfahren, wie sich Folienverpackungen<br />
dank neuester Innovationen<br />
in Materialien und Prozesse<br />
optimieren lassen. An den Verpackungsmaschinen<br />
vor Ort demonstriert<br />
Saropack die Funktionalität<br />
von nachhaltigen und lebensmittelkonformen<br />
Folien mit Recyclinganteilen.<br />
Ein umfassendes Portfolio<br />
für massgeschneiderte und branchenspezifische<br />
Lösungen, über das<br />
sich Interessierte am Stand unverbindlich<br />
beraten und informieren<br />
lassen können.<br />
Mehr während der FachPack<br />
in Halle 7, Stand 464 oder vorab<br />
unter: www.saropack.at<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
25
Lösungen für die Kreislaufwirtschaft<br />
Metsä Board präsentiert auf der FachPack in Halle 4A sein Sortiment an leichtgewichtigem<br />
Premiumkartonqualitäten sowie seine 360-Services. Als einer der<br />
führenden europäischen Hersteller von Frischfaserkarton konzentriert sich das<br />
zur Metsä-Gruppe gehörende Unternehmen Metsä Board auf sein Engagement<br />
für die Kreislauffähigkeit von Verpackungen und effiziente Materialnutzung<br />
sowie Lösungen zur Reduzierung des CO 2 -Fußabdrucks von Verpackungen.<br />
Besucher der FachPack<br />
können sich beispielsweise<br />
über vielfältige Verpackungsanwendungen<br />
für den<br />
recycel- und kompostierbaren Dispersionsbarrierekarton<br />
von Metsä<br />
Board informieren. Er kann dazu<br />
beitragen, den Einsatz von Kunststoffen<br />
zu reduzieren – auch für<br />
sensible Anwendungen wie beispielsweise<br />
trockene Lebensmittel,<br />
Takeaway Mahlzeiten, Backwaren<br />
oder Tiefkühlkost. Das Unternehmen<br />
wird darüber hinaus auch<br />
seine hochwertigen Faltschachtelkartonqualitäten<br />
und weißen<br />
Kraftliner ausstellen. Dank ihrer<br />
Leichtgewichtigkeit und Stabilität<br />
ermöglichen Sie eine bessere Ressourceneffizienz<br />
sowie Materialeinsparungen.<br />
Beratung<br />
Metsä Board lädt die Besucher der<br />
FachPack ein, am Stand über ihre<br />
Einige Muster/Fotos: Metsä Board<br />
Verpackungsherausforderungen<br />
sowie die Umweltauswirkungen<br />
von Material- und Verpackungsentscheidungen<br />
zu diskutieren und<br />
sich beraten zu lassen. Zu diesem<br />
Zweck wird Metsä Board auch eine<br />
von Dritten geprüfte Studie zur<br />
Hand haben. Diese zeigt, wie der<br />
Wechsel zu optimiertem Frischfaserkarton<br />
den CO 2 -Fußabdruck<br />
von Pharmaverpackungen um 60<br />
Prozent reduzieren kann.<br />
Investitionsprojekte<br />
Auch die kürzlich abgeschlossenen<br />
Investitionsprojekte in Husum und<br />
Kemi wird das Unternehmen auf<br />
der FachPack vorstellen. Die Erhöhung<br />
der Kapazität für Faltschachtelkarton<br />
in Husum und für weißen<br />
Kraftliner in Kemi demonstrieren<br />
das Engagement von Metsä Board<br />
im Bereich ressourceneffiziente<br />
Kartonqualitäten und stärkt die Position<br />
des Unternehmens als führender<br />
Anbieter von Faltschachtelkarton<br />
und weißem Kraftliner in Europa.<br />
Mit diesen Investitionen positioniert<br />
sich Metsä Board sehr gut, um der<br />
wachsenden Nachfrage nach faserbasierten<br />
Verpackungsmaterialien<br />
gerecht zu werden und seine Kunden<br />
mit qualitativ hochwertigen Verpackungslösungen<br />
zu unterstützen.<br />
Mehr während der FachPack:<br />
4A, Stand 116, oder vorab: www.<br />
metsagroup.com/metsaboard/<br />
26 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>
Hochpräzises Kleben<br />
Robatech präsentiert auf der FACHPACK in Nürnberg ihr Klebstoff-Auftragssystem<br />
für höchste Präzision und Zuverlässigkeit. Aber auch das neue, kleine<br />
Schmelzgerät für einfache Anwendungen mit wenig Klebstoffverbrauch verspricht<br />
eine gute Auftragsqualität. Ausserdem demonstriert Robatech live am<br />
Stand, wie einfach exaktes Falzen geht.<br />
Das Schmelzgerät Vision<br />
in Kombination mit dem<br />
Heizschlauch Performa<br />
und dem elektrischen Auftragskopf<br />
Volta ist Robatechs Flaggschiff und<br />
steht für höchste Prozesssicherheit<br />
und Präzision beim Verkleben<br />
von Primär- und Sekundärverpackungen.<br />
Das energieeffiziente<br />
Schmelzgerät hält zuverlässig<br />
die Klebstoffviskosität konstant<br />
und sorgt für einen stabilen Klebstoffdruck.<br />
Der vollisolierte Heizschlauch<br />
Performa fördert den<br />
Klebstoff möglichst ohne Wärmeverlust<br />
zum Auftragskopf. Und der<br />
elektrische Spritzkopf Volta trägt<br />
den Klebstoff schliesslich punktgenau<br />
auf – dank den hohen Schaltfrequenzen<br />
eignet er sich auch für<br />
Hotmelt-Stitching.<br />
Einfache Anwendungen<br />
Für einfache Anwendungen mit<br />
einem Klebstoffbedarf bis zu<br />
2.5kg/h reicht das kleine Schmelzgerät<br />
Easy, das zusammen mit<br />
dem Heizschlauch Rio und dem<br />
Auftragskopf Twist die EasyLine<br />
bildet. Die Funktionalitäten dieses<br />
neuen Schmelzgeräts sind auf das<br />
erforderliche Minimum beschränkt,<br />
doch an raffinierten Details für<br />
einen einfachen Einbau und eine<br />
schnelle Wartung wurde nicht gespart.<br />
Trotz Einfachheit und einem<br />
attraktiven Preis-/Leistungsverhältnis<br />
liefert das Schmelzgerät<br />
Easy Klebstoff-Auftragsqualiät in<br />
dergewohnten Robatech-Qualität.<br />
Präzises Falzen und Kleben<br />
So präzise wie das Kleben soll<br />
auch das Falzen sein. Der patentierte<br />
Flüssigkeitsriller PerfectFold,<br />
den die Besucher auf der FACH-<br />
PACK live erleben können, ist so<br />
genial wie einfach. Ein Auftrags-<br />
kopf trägt – ähnlich wie bei einem<br />
Klebstoffauftrag – eine Rillflüssigkeit<br />
auf die Falzlinien eines Wellkartons<br />
auf, so dass die Zuschnitte<br />
präzise und mit geringem Kraftaufwand<br />
gefalzt werden können. Falzbrüche<br />
sowie unregelmässige Gaps<br />
und Fishtailing gehören damit der<br />
Vergangenheit an. Mit PerfectFold<br />
gerillte Wellkartons liefern exakte<br />
Innenmasse, so dass Einschübe ohne<br />
Probleme in Faltkartons eingepasst<br />
werden können.<br />
Robatech<br />
Robatech optimiert den industriellen<br />
Heissleim- und Kaltleimauftrag<br />
mit nachhaltigen und innovativen<br />
Klebstoff-Auftragssystemen. Seit<br />
1975 entwickelt und produziert Robatech<br />
Steuerungen, Auftragsköpfe,<br />
Schmelz- und Dosiersysteme, die<br />
Klebeprozesse umweltverträglicher,<br />
sicherer und einfacher machen. Die<br />
Robatech-Gruppe mit Hauptsitz im<br />
schweizerischen Muri/AG ist in<br />
über 80 Ländern vertreten. Mehr<br />
als 670 Mitarbeitende weltweit<br />
sorgen für eine persönliche und<br />
schnelle Kundenbetreuung in den<br />
unterschiedlichsten Industrien.<br />
Mehr während der FachPack:<br />
Halle: Halle 2 | Stand 533<br />
oder vorab: www.robatech.at<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
27
Schubert und John West präsentieren ECOTWIST®<br />
Innovative nachhaltige Multipack-<br />
John West, der britische Marktführer für haltbare Thunfischprodukte, stand<br />
vor der Herausforderung, bei seinen wichtigsten Produkten die Plastikverpackungen<br />
zu ersetzen, ohne dabei mehr Abfall in der Lieferkette zu verursachen.<br />
Nur so kann John West seine Ziele für nachhaltige Verpackungen erreichen.<br />
Nach enger Zusammenarbeit mit der Schubert Group, CCL Label und Touch<br />
Design lanciert John West jetzt ECOTWIST®, eine der bedeutendsten Verpackungsinnovationen<br />
der letzten 20 Jahre für ungekühlte Fischprodukte in Großbritannien.<br />
ECOTWIST®, eine zum<br />
Patent angemeldete Verpackungslösung,<br />
ersetzt die<br />
traditionelle Plastikschrumpffolie<br />
durch einen sogenannten Smartstrip®.<br />
Das neue Design erfüllt<br />
die Zielsetzung von John West,<br />
bis 2025 insgesamt 100 Prozent<br />
seiner Produkte in nachhaltigen<br />
Verpackungen zu produzieren. Der<br />
innovative Smartstrip® besticht<br />
durch seine Einfachheit: Dank ihm<br />
können Verbraucherinnen und Verbraucher<br />
können die oberste Dose<br />
einfach drehen und abziehen, um<br />
sie vom Dosenstapel abzulösen.<br />
Dank ECOTWIST® spart John<br />
West jährlich etwa 65 Tonnen Plastikschrumpffolie<br />
oder 300 Tonnen<br />
Karton ein. Die Lösung wurde von<br />
unabhängiger Stelle als vollständig<br />
recycelbar eingestuft. Konsumentinnen<br />
und Konsumenten können<br />
die Verpackung problemlos über<br />
das britische Recyclingsystem entsorgen.<br />
Enge Zusammenarbeit zwischen<br />
den Partnerunternehmen<br />
Das Twist-Prinzip entwickelte<br />
Touch Design in enger Zusammenarbeit<br />
mit dem Team von John West.<br />
James Pryor, Managing Partner bei<br />
Touch, erklärt: „Wir haben etwa 20<br />
nachhaltige Verpackungskonzepte<br />
getestet. Von John West hatten wir<br />
die Vorgabe, ein ‚Multipack 2.0‘<br />
mit minimaler Verpackung zu entwickeln,<br />
um die Plastikschrumpffolie<br />
komplett zu entfernen und so<br />
die nachhaltigen Verpackungsziele<br />
28 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
ECOTWIST®, eine zum Patent<br />
angemeldete Verpackungslösung,<br />
ersetzt die traditionelle<br />
Plastikschrumpffolie durch einen<br />
sogenannten Smartstrip®.<br />
Verbraucher können eine<br />
Dose einfach drehen<br />
und ziehen, um sie von<br />
den anderen Dosen<br />
abzulösen.<br />
Foto: John West Foods<br />
von John West zu erfüllen. Dabei<br />
wollten sie die Stabilität des Multipacks<br />
beibehalten. Andere Verpackungsideen<br />
hätten mehr Material<br />
oder zusätzliches Gewicht<br />
für jede Dose bedeutet, was John<br />
West vermeiden wollte. Wir haben<br />
ECOTWIST® zur einfachsten und<br />
elegantesten Lösung weiterentwickelt.“<br />
Die richtige Balance<br />
CCL Label musste die richtige<br />
Balance finden, damit die Smartstrips®<br />
aus Aluminium stabil genug<br />
sind, um gestapelt und transportiert<br />
zu werden und sich für alle Altersgruppen<br />
leicht öffnen lassen. Wayne<br />
Firth, UK Sales and Marketing<br />
Director bei CCL Label, ergänzt:<br />
„Das Drehen und Abziehen einer<br />
Dose muss sich gut anfühlen. So<br />
soll der Smartstrip® im richtigen<br />
Moment nachgeben, richtig klingen<br />
und richtig aussehen. Die von<br />
uns entwickelten Etiketten mussten<br />
daher verschiedene Eigenschaften<br />
erfüllen und das richtige Maß an<br />
Klebekraft bieten. Dies haben wir<br />
sichergestellt, indem wir die Dosenstapel<br />
strengen Tests unterzogen,<br />
um zu gewährleisten, dass sie<br />
sowohl stabil wie auch benutzerfreundlich<br />
sind.“<br />
Schubert entwickelt<br />
Verpackungslinie für John West<br />
Die Schubert Group entwickelte<br />
eine eigens für John West konzipierte<br />
Verpackungslinie, die alle<br />
Anforderungen des Konzepts von<br />
Touch Design und des Aluminiumstreifens<br />
von CCL Label in eine<br />
industrielle Lösung integriert.<br />
Cyrille Zimmermann, Projektleiter<br />
bei Schubert, ergänzt: „Wir haben<br />
hier eine zukunftsweisende neue<br />
Verpackungstechnologie entwickelt,<br />
gebaut und in Betrieb genommen.<br />
John West verfügt jetzt über die<br />
erste Verpackungslinie in dieser<br />
Kategorie weltweit. Dies verschafft<br />
der Marke einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil,<br />
um sich im Bereich<br />
nachhaltiger Verpackung weiter<br />
abzuheben.“<br />
Ziel: Komplett<br />
recycelbare Lösung<br />
John West startete das Projekt<br />
ECOTWIST® vor drei Jahren mit<br />
dem Ziel, Plastikschrumpffolie komplett<br />
aus ihren Produkten zu entfernen<br />
und sie mit einer komplett recycelbaren<br />
Lösung zu ersetzen. Während<br />
der Projektdauer formulierte<br />
John West weitere Anforderungen,<br />
um ECOTWIST® zu verbessern.<br />
Vikki Babb, International Marketing<br />
Director bei John West, sagt: „Wir<br />
haben unsere Dosen komplett neu<br />
gestaltet. Sie sehen jetzt zeitgemäß<br />
aus, sind etwas höher, vollständig<br />
bedruckt und verfügen über einen
Displays, Filialdekorationen,<br />
Palettenummantelungen<br />
www.eclipse-print.com<br />
Verpackung<br />
Cyrille Zimmermann,<br />
Projektleiter bei Schubert,<br />
war maßgeblich<br />
an der Entwicklung<br />
der neuen Verpackungslinie<br />
für John West beteiligt.<br />
Foto: Gerhard Schubert GmbH<br />
Seit Juni ist ECOTWIST® in Filialen der<br />
britischen Supermarktkette Asda erhältlich.<br />
leicht zu öffnenden Deckel. Weiter<br />
sind die Dosen trotz der gleichen<br />
Menge Thunfisch leichter geworden,<br />
wodurch wir jährlich über 400 Tonnen<br />
Stahl einsparen. Wir haben auch<br />
die anderen Inhaltsstoffe reduziert–<br />
etwa Sonnenblumenöl, Wasser oder<br />
Salzlake – welche die Verbraucherinnen<br />
und Verbraucher in der Regel<br />
wegschütten. Damit sparen wir<br />
weitere 1 500 Tonnen Abfall pro<br />
Jahr ein. Diese Verbesserungen senken<br />
unsere Treibhausgasemissionen<br />
und bringen große Mengen unserer<br />
Produkte in vollständig recycelbare<br />
Verpackungen, damit wir unsere<br />
Nachhaltigkeitsverpflichtungen erfüllen<br />
können.“<br />
Seit Juni<br />
im Handel erhältlich<br />
Seit Juni ist ECOTWIST® in den<br />
Filialen der britischen Supermarktkette<br />
Asda erhältlich. Andere große<br />
Einzelhändler werden folgen. Die<br />
Minimal-Multipack-Verpackung<br />
ECOTWIST® von John West ist<br />
Finalist bei den Packaging Europe<br />
Sustainability Awards, die am 11.<br />
und 12. November in Amsterdam<br />
verliehen werden.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.schubert.group<br />
oder am Schubert Stand während<br />
der FachPack<br />
Halle 1 / Standnummer 1-<strong>24</strong>4<br />
Kontakt<br />
Bernhard Müller<br />
Geschäftsführer Eclipse GmbH<br />
mueller@eclipse-print.com <strong>04</strong>/<strong>24</strong> 29
Etikettentechnologie neu definiert<br />
Die Benchmark für den wirtschaftlichen Einstieg in führende Etikettiertechnologie<br />
definiert HERMA jetzt neu: Der zur Fachpack weltweit erstmals vorgestellte<br />
Etikettierer HERMA eco für vielfältige Standardanwendungen vereint<br />
ausgeprägte Wirtschaftlichkeit und hochwertige Ausstattung mit einer in diesem<br />
Segment ungewöhnlich hohen Konstruktions- und Verarbeitungsqualität. „Das<br />
bedeutet Werthaltigkeit, Langlebigkeit und Investitionssicherheit auch im Einstiegssegment.<br />
Schließlich wird der HERMA eco in der gleichen Fertigungslinie<br />
wie der deutlich leistungsstärkere HERMA 500 in Filderstadt produziert – und<br />
trägt damit die echte HERMA DNA in sich“, betont Martin Kühl, Leiter des<br />
Geschäftsbereichs Etikettiermaschinen.<br />
Bei gleicher Preisstellung<br />
wie beim Vorgängermodell<br />
HERMA basic zeichnet<br />
sich der HERMA eco durch eine<br />
Vielzahl neuer Features aus. Die Integration<br />
des neuen HERMA eco in<br />
eine Verpackungsanlage und damit<br />
in eine übergeordnete Steuerung<br />
(SPS) ist jetzt so weitreichend und<br />
komfortabel wie nie zuvor in dieser<br />
HERMA Leistungsklasse. Dafür<br />
sorgt zum Beispiel eine Reihe zusätzlicher<br />
I/O-Signale. Über die Anlagensteuerung<br />
ermöglichen sie unter<br />
anderem das automatische Power<br />
on / Power off, den separaten Start<br />
des Etikettierprozesses sowie das<br />
manuelle Vorspenden, was gerade<br />
beim Einrichten eines Etikettierers<br />
von Vorteil ist. Auch die Kontrolle<br />
des Bandendes ist darüber nun möglich.<br />
Künftig haben zudem Drucker<br />
und Ablöseeinheit getrennte, separat<br />
zu kontrollierende Anschlüsse. So<br />
lässt sich etwa auch ein Drucker in<br />
Verbindung mit einer pneumatischen<br />
Übergabeeinheit nutzen, was die<br />
Flexibilität und Einsatzmöglichkeiten<br />
des neuen HERMA eco deutlich<br />
erweitert. Selbst für einfache<br />
Pharma- oder Healthcare-Anlagen<br />
ist er damit gut gerüstet, nicht zuletzt,<br />
weil der HERMA eco jetzt<br />
über eine Masterencoder-Funktion<br />
Einfaches Handling, schnelle Ergebnisse: Dafür sorgen die<br />
drei großen Bedientasten des HERMA eco und die<br />
bewährte Menüstruktur mit lediglich einer Bedienebene.<br />
verfügt. Damit erfolgt stets die automatische<br />
Synchronisierung zur Geschwindigkeit<br />
des Transportbandes.<br />
Das sorgt für Präzision, selbst bei<br />
der maximalen Geschwindigkeit<br />
von bis zu 30 Metern pro Minute für<br />
Etiketten mit einer Breite bis zu 160<br />
Millimeter. Zur Genauigkeit tragen<br />
auch die neukonstruierten Auf- und<br />
Abwickler bei, denn dank ihnen<br />
muss nun weniger träge Masse bewegt<br />
werden. Die Entnahme des leeren<br />
Trägerbandes vom Aufwickler<br />
erfolgt einfach und schnell über das<br />
Abziehen eines Spreizdorns vom<br />
Aufwickelkern.<br />
Zukunfts-Updates<br />
über USB-Schnittstelle<br />
Nichts geändert hat sich an der<br />
bewährten, einfachen Menüstruktur<br />
mit lediglich einer Bedienebene. Allerdings<br />
sind die drei Bedientasten<br />
deutlich größer als beim Vorgängermodell,<br />
was gerade in schwierigen<br />
Umgebungen einen Komfortgewinn<br />
bedeutet. Zudem ist der<br />
HERMA eco jetzt updatefähig über<br />
eine USB-Schnittstelle – auch das<br />
trägt zur Investitionssicherheit und<br />
Zukunftsfähigkeit bei. Stecker und<br />
Verbindungskabel des HERMA eco<br />
entsprechen denen des leistungsstärkeren<br />
HERMA 500. Wer beide Modelle<br />
einsetzt, kann also den Lagerplatzbedarf<br />
für Ersatzteile erheblich<br />
reduzieren.<br />
Online individuell konfigurierbar<br />
Im branchenweit einzigartigen<br />
HERMA Online-Konfigurator lässt<br />
sich der HERMA eco insbesondere<br />
von Maschinenbauern nun auch<br />
noch einfacher an spezielle Anforderungen<br />
anpassen. Das betrifft zum<br />
Beispiel die Wahl der lichten Weite,<br />
die Ausstattung mit einem Ablöse-<br />
und Übergabesystems oder den<br />
Einsatz der liegenden Variante des<br />
HERMA eco. Die Möglichkeit, Etikettierer<br />
vorab individuell zu konfigurieren,<br />
kann damit auch Kosten<br />
und Zeit sparen, weil konstruktive<br />
Anpassungen auf Kundenseite entfallen<br />
können.<br />
Mehr während der FachPack:<br />
Halle 3C, Stand 322 oder<br />
Halle 3A , Stand 448 oder<br />
unter: www.herma-etikettierer.at<br />
.<br />
Ausgeprägte Laufruhe: Dank der neukonstruierten<br />
Auf- und Abwickler muss der HERMA eco weniger träge<br />
Masse bewegen. Davon profitiert die Etikettierqualität.<br />
Schnell, robust, zukunftssicher:<br />
Für vielfältige Standardanwendungen eröffnet der<br />
Etikettierer HERMA eco neue Möglichkeiten.<br />
30 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>
DUO PLAST gewinnt wieder<br />
Die DUO PLAST AG, die bei der letzten FachPack für Duo Shape Earth 4 einen<br />
Green Packaging Star Award gewonnen hat, wird auch während dieser FachPack<br />
wieder einen Preis entgegennehmen können. Dieses Mal erhält das Unternehmen<br />
den deutschen Verpackungspreis für ihre Dehnhaube mit innovativem<br />
Einsatz von 30% LDPE PCR inklusive mindestens 13,2% Post Consumer<br />
Rezyklat aus dem Gelben Sack.<br />
Es handelt sich dabei um ein<br />
Gemeinschaftsprojekt von<br />
Der Grüne Punkt – Duales<br />
System Deutschland GmbH<br />
(Köln), Nestlé Deutschland AG<br />
(Frankfurt) und DUO PLAST AG<br />
(Lauterbach).<br />
Zukunftsfähig für die<br />
Anforderungen aud der PPWR<br />
„Die Kunststoff-Dehnhauben (LD)<br />
sind als Transport- und Ladungssicherung<br />
für alle gängigen Paletten-<br />
Formate einsetzbar und zukunftsfähig<br />
für die Anforderungen aus<br />
der PPWR.“ so Bernhard Zoitl/<br />
Geschäftsführer der DUO PLAST<br />
Österreich. Während der Messe<br />
wird eine von Nestle zur Verfügung<br />
gestellte (verpackte) Palette<br />
zu sehen sein. Die Jury begründet<br />
die Auszeichnung wie folgt: Neu<br />
entwickelte Dehnhaube die getestet<br />
ist und bereits im Einsatz ist.<br />
Hervorhebenswert ist, dass der Gesamtanteil<br />
von PCR bei 30% liegt<br />
und der Anteil von gut verfügbarem<br />
Material aus dem Gelben<br />
Sack, bei durchschnittlich 13,2%<br />
liegt – mit der Erwartung diesen zu<br />
steigern.<br />
Preisverleihung<br />
Die Preisverleihung selbst findet<br />
am <strong>24</strong>. September während der<br />
FachPack ab 16 30 statt.<br />
Mehr auch während der Messe:<br />
Halle 4 / Standnummer 4-134<br />
oder vorab unter: www.duoplast.ag<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
31
Die Nominierten stehen fest<br />
Zum mittlerweile siebzehnten Mal wird heuer der Green Packaging Star Award<br />
(mit ARA-Sonderpreis) verliehen. Hier stellt die Verpackungsbranche wieder ein<br />
Mal unter Beweis wie grün sie ist. Die heurigen Nominierten stehen bereits fest.<br />
Die Sieger werden heuer während der FachPack in Nürnberg am 25. September<br />
(Expertenforum PACKBOX - 17 30 in Halle 4 - Stand 4-209) ihre Trophäen<br />
erhalten. Lesen Sie hier über die Nominierten im heurigen Jahr. Die Nominierten<br />
sind auch berechtigt bei denWorld StarAwards teilzunehmen (viele der<br />
eingereichten Green Stars haben auch hier gewonnen).<br />
Recyclingfähige Mono PE und PP Kaffee-Laminate<br />
Einreicher: Bischof+Klein SE & Co. KG/www.bischof-klein.com<br />
„In den vergangen Jahren haben wir uns das Ziel gesetzt, unsere Produkte vollständig in die Kreislaufwirtschaft<br />
zu integrieren. Das ist uns gelungen, indem wir die bestehenden nicht recyclingfähigen Laminate<br />
wie PET/ALU/PE, PETmet/PE und viele weitere durch recyclingfähige Mono-Laminate ersetzt haben.“ so<br />
Bischof+Klein bei der Einreichung.<br />
Die recyclingfähigen Mono PE oder PP Laminate weisen heute schon eine Recyclingfähigkeit nach CHI-<br />
Standard von bis zu 95 % auf. Dadurch ergibt sich für die Verpackung eine potenzielle Rezyklatausbeute<br />
von 100 %. Die problematischen Störstoffe wie PET oder ALU werden aus dem Verbund entfernt. Lediglich<br />
Farben, Klebstoffe, gegebenenfalls EVOH und Peel-Additive werten die Recyclingfähigkeit jetzt noch ab.<br />
Die Verbunde sind mit Metallisierung oder ohne erhältlich. Weitere Störstoffe im Recycling werden eliminiert,<br />
damit die Druckfarben der Laminate rußfrei und Nitrocellulose -frei sind.<br />
Außerdem bietet Bischof+Klein die Möglichkeit, Rezyklate gem. Massebilanz in Form von<br />
ISCC-zertifiziertem Material (chemisch recycelt oder bio-circular) in diesen Laminaten einzusetzen.<br />
MonoFlex Thermoform<br />
Einreicher: Coveris Management GmbH/www.coveris.com<br />
Coveris setzte sich zum Ziel im Bereich Tiefziehfolienverpackungen neue Maßstäbe zu<br />
setzen. Zum Einsatz kamen dabei hochleistungsfähige Monomaterialien (wie PP oder PE),<br />
die für den Lebensmittelbereich geeignet sind.<br />
Die Lösung sollte die gleiche Produktsicherheit und vergleichbare Barriereeigenschaften<br />
wie herkömmliche Tiefziehfolien aufweisen. Darüber hinaus sollte sie vollständig recycelbar<br />
sein und damit einen wesentlichen Vorteil gegenüber nicht recycelbaren Alternativen<br />
aus Mischmaterialien bieten.<br />
Dies würde dazu beitragen, die Menge an Verpackungs- und Produktabfällen zu reduzieren<br />
und damit zu einer Verringerung des CO 2 -Fußabdrucks der Endprodukte beitragen.<br />
ReCover<br />
Einreicher: Coveris Management GmbH/www.coveris.com<br />
Coveris hat ReCover Ende 2022 als eigenständigen Geschäftsbereich gegründet. ReCover<br />
schafft eine bahnbrechende Recyclinglösung für bedruckte Polyethylen-Folien mit<br />
niedriger Dichte (LDPE). Bei dem in der Branche einzigartige De-Inking-Verfahren wird<br />
das Rohmaterial zuerst zu Flocken gemahlen und dann die Druckfarbe von Kunststoffabfall<br />
entfernt. Nach einem Wasch- und Trocknungsprozess wird das Material anschließend<br />
pelletiert, um ReGen herzustellen. Dieses Granulat kann in weiterer Folge zu hochwertigem<br />
Verpackungsmaterial weiterverarbeitet werden.<br />
Zusätzlich zum einmaligen Recyclingverfahren, stellen eigene ReCover Labs mit modernsten<br />
Testmöglichkeiten und Technologien zur Validierung, kontinuierliche Innovation<br />
und Qualitätskontrolle sicher. Aktuell schafft ReCover 20.000 Tonnen zusätzliche<br />
Recyclingkapazitäten für Coveris. Diese Zahl soll aber sehr bald erhöht werden. Der Verpackungshersteller<br />
mit Sitz in Wien hat sich vorgenommen, bis 2025 stolze 45.000 Tonnen<br />
hochwertiges Rezyklat aus bedruckten Folien zu erzeugen.<br />
32 02/<strong>24</strong>
PaperFlow(re) P-type<br />
Einreicher: adapa Group/www.adapa-group.com<br />
Papierverpackungen sind im Trend und Konsumenten honorieren entsprechende Bemühungen. Produzenten von Lebensmitteln sind sich dessen<br />
bewusst, doch die erfolgreiche Implementierung einer Papierverpackung ist für viele mit großen Herausforderungen verbunden. Funktionale<br />
Verpackungspapiere sind zwar verfügbar, jedoch lassen sich diese oftmals nur eingeschränkt mit bestehenden Flowpackern verarbeiten. Eine<br />
flächendeckende Auf- oder Umrüstung der Abpackmachinen ist finanziell nicht immer machbar, weshalb Umstellungen schrittweise angegangen<br />
werden und in der Übergangsphase auch auf Papier-/Kunststofflaminate zurückgegriffen wird. Hier ist die Auswahl groß, doch nur die allerwenigsten<br />
solcher Laminate sind auch recyclingfähig.<br />
Ziel und Umsetzung des Projektes und dessen Innovationsgrad sowie die Beschreibung des nachhaltig umweltfreundlichen Potentials:<br />
Der PaperFlowre P-type setzt genau dort an: gefragt war ein papierbasierter Flowpack mit hervorragender Maschinengängigkeit für alle klassischen<br />
OPP/OPP-Anwendungsfelder, der keinen Störfaktor im Papierrecycling darstellt.<br />
Um das zu erreichen, wurde Papier mit einer 8 μm dünnen Schicht BOPP kaschiert, wobei großen Wert auf die Repulpierbarkeit des erzeugten<br />
Laminats gelegt wurde. Das zentrale Element und der Unterschied zu anderen Papier-/Kunststofflaminaten ist die erfolgreiche CEPI-Zertifizierung<br />
(Confederation of European Paper Industries). Diese Prüfmethode bescheinigt nicht die theoretisch mögliche Rezyklierbarkeit, sondern<br />
ermittelt die Quantität der rückgewonnenen Fasern und bewertet die Qualität des daraus erzeugten Recyclingpapieres. Die erfolgreiche Zertifizierung<br />
bestätigt somit, dass sich die Fasern leicht vom BOPP lösen und so dem Papierkreislauf erhalten bleiben.<br />
Basierend auf den Rückmeldungen unserer Kunden und internen Tests ist die Performance des Flowpacks ausgezeichnet: er lässt sich auf HFFS<br />
und VFFS Anlagen mit Geschwindigkeiten vergleichbar zu OPP/OPP verarbeiten, ist heißsiegelbar und die Verpackung ist resilienter gegen Knicke<br />
und Knittermarken. Dadurch sehen die Flowpacks im Regal ansprechender aus– gerade für Markenartikler ein wichtiger Punkt.<br />
Die Innovation der Entwicklung ist die effiziente Verarbeitbarkeit von sehr dünnem 8 μm BOPP im Kaschierprozess und die leichte, schnelle<br />
und rückstandsfreie Ablösung der Folie von den Papierfasern. Das Produkt ist mit und ohne Barrieremetallisierung erhältlich. Aktuell umfasst<br />
das Portfolio sechs Laminate: 70/80/90 g/m² // 8μm BOPP, jeweils mit und ohne Metallisierung.<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
33
Öko-Materialien für die Etiketten-Produktion: Echt-Holz-Etikett<br />
Einreicher: Marzek Etiketten+Packaging GmbH/www.marzek.at<br />
Speziell für Etiketten werden nachhaltige Öko-Materialien eingesetzt. Mit derartigen<br />
Etiketten können signalisieren, dass es sich um ein natürliches Produkt handelt.<br />
Besonders interessant sind die Holz-Etiketten. Grundlage für den Bedruckstoff ist ein<br />
Echtholzfurnier – meist Ahorn –, das geschnitten und ineinander verwoben wird.<br />
Ergebnis ist ein völlig natürliches Produkt, das haptisch und optisch eine besondere<br />
Wirkung erzielt.<br />
Ein Beispiel für den Einsatz von Holz-Etiketten ist die Etikettenserie für Eier-,<br />
Zirben- und Pfefferminzlikör sowie den Zirbenschnaps von Horvath‘s Spezereyen<br />
Kontor. Die 1996 gegründete Firma Horvath´s Spezereyen Kontor hat sich zum Ziel<br />
gesetzt, österreichische Lebensmittel zu veredeln und in einer dem Zeitgeist<br />
entsprechenden, hochwertigen und innovativen Ausstattung anzubieten. Dazu gehören<br />
österreichischer Kartoffel-Vodka, Gin, einzigartige Likörspezialitäten wie<br />
Eier-Cream-Likör, Honigmelonen-Cream-Likör, Marillen-Cream-Likör, Zirbenlikör<br />
und -schnaps sowie viele andere Brände und Liköre, aber auch Lebensmittelspezialitäten.<br />
Bei Holzetiketten besteht das Basismaterial ausschließlich aus dem natürlichen Rohstoff (Holz). Der ökologische Herstellungsprozess benötigt<br />
erheblich weniger Ressourcen (Wasser etc.) und Energie als Papier oder andere herkömmliche Substrate.<br />
Öko-Materialien für die Etiketten-Produktion: Traubenpapier<br />
Einreicher: Marzek Etiketten+Packaging GmbH/www.marzek.at<br />
Der Einsatz von innovativen Öko-Materialien in der Etiketten-Produktion ist ein wesentlicher Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit.<br />
Abfallprodukte aus natürlichen Rohstoffen ersetzen Materialien, die für herkömmliche Bedruckstoffe gewonnen werden müssten.<br />
Im Fall des Traubenpapiers werden in das Basismaterial Tresterreste (Traubenabfälle aus der Weinherstellung) beigemengt, was ein hervorragendes<br />
Beispiel für Wiederverwertung von Produktionsabfällen darstellt. Dieses natürliche Substrat besteht aus 15% Tresterresten, 40%<br />
recyceltem Papier und lediglich 45% Frischzellstoff. Dieser ökologische Herstellungsprozess benötigt erheblich weniger Ressourcen (Wasser etc.)<br />
und Energie als Papier oder andere herkömmliche Substrate. Durch die Beimengung<br />
und die Einschlüsse des Tresters entsteht die besondere charakteristische Färbung,<br />
welche auch in einer natürlichen geringfügigen Abweichung der Oberflächenstruktur<br />
resultiert.<br />
Kurzer Einblick in das Kosten-/Nutzen Verhältnis des Projekts<br />
Hochwertige Naturprodukte benötigen hochwertige Qualitätsetiketten<br />
auf umweltfreundlichen und natürlich anmutenden Substraten, damit<br />
diese von den Konsument:innen auch als entsprechend hochwertig und<br />
natürlich wahrgenommen werden.<br />
Der Verkaufserfolg eines Naturprodukts kann durch diese umweltfreundliche,<br />
außergewöhnliche und perfekt umgesetzte Präsentation erheblich gesteigert werden,<br />
sodass eventuelle Mehrkosten mehr als gerechtfertigt erscheinen.<br />
Satino, Multi-Purpose Towel Box<br />
Einreicher: MM-Packaging GmbH/www.mm.group<br />
Die Küchentücher-Recyclingbox ist ein Verpackungsprodukt, das ein echter Allrounder<br />
im Haushalt ist. Die Box ist für die Aufnahme hochsaugfähiger dreilagiger Tücher konzipiert,<br />
die sich perfekt für den Einsatz in Küche, Bad, Auto, Haus und Garten eignen.<br />
Durch die praktische Öffnung in der Recycling-Box lassen sich die Tücher ganz einfach<br />
entnehmen und sind so jederzeit einsatzbereit.<br />
Was das Produkt auszeichnet, ist seine Nachhaltigkeit. Die Küchentücher-Recyclingbox<br />
besteht zu 100 % aus Recyclingpapier und ist somit eine plastik- und chemikalienfreie<br />
Option, die zum Schutz der Umwelt beiträgt. Die bessere Ausnutzung während des<br />
Transports und die höhere Kapazität für LKW-Ladungen machen es zu einer umweltfreundlichen<br />
Wahl, die Transportkosten spart.<br />
Der Vintage- und natürliche Look der Box trägt zu ihrer Attraktivität bei, sodass sie im Regal hervorsticht und eine bessere<br />
Marketingperspektive bietet. Die einfache Entnahme mit einer Hand sorgt dafür, dass Sie die Tücher problemlos verwenden können.<br />
34<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong>
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02/<strong>24</strong><br />
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35
Ellen, Letterplate Box<br />
Einreicher: MM-Packaging GmbH/www.mm.group<br />
Mayr-Melnhof stellt die neue nachhaltige Pappschachtel vor – eine plastikfreie<br />
Alternative, die das Potenzial von Pappe als umweltfreundliche<br />
Option unterstreicht. Diese funktionale Verpackung besteht vollständig<br />
aus recyceltem Karton, ist langlebig, einfach zu montieren und bietet<br />
hervorragenden Schutz für den Inhalt. „Indem wir 100 % Kunststoff<br />
durch 100 % Karton ersetzen, sind wir stolz darauf, zu einer nachhaltigeren<br />
Zukunft beizutragen. Feiern Sie mit uns dieses aufregende neue<br />
Produkt und seine positiven Auswirkungen auf den Planeten.“ so der<br />
Designer.<br />
Ellen: „Nach der Einführung der neuen Verpackung kann ich Ihnen<br />
sagen, dass wir mit dem Ergebnis äußerst zufrieden sind.“ Mit der<br />
Umstellung auf Vollkartonverpackungen konnten wir unser Nachhaltigkeitsziel<br />
erreichen, ohne die optischen und qualitativen Eigenschaften unserer bisherigen Verpackungen zu beeinträchtigen. Tatsächlich ermöglichen<br />
uns das Handgefühl, das die Kunden jetzt haben, weil wir Plastik durch Pappe ersetzt haben, und die Aussparung, die es den Kunden<br />
ermöglicht, das physische Produkt zu spüren, uns positiv von unseren Mitbewerbern am Point of Sale abzugrenzen. Auch die Farbechtheit und<br />
Intensität tragen positiv zum Kaufentscheidungsprozess des Kunden bei. Die Qualität des verwendeten Kartons unterstreicht den A-Marken-<br />
Status unserer Marke Ellen.“<br />
Nachhaltiges Rasierer-Blister aus Papier<br />
Einreicher: Chocal Packaging Solutions GmbH/www.chocal.com<br />
Einreicher, Markus Schmid: „ Unser Papier besteht aus nachwachsenden Rohstoffen<br />
aus nachhaltiger Forstwirtschaft, ist FSC- und PEFC-zertifiziert und kann komplett<br />
recycelt oder kompostiert werden. Selbst im Restmüll oder in der Natur entsorgte Verpackungen<br />
zersetzen sich innerhalb weniger Wochen vollständig und rückstandslos<br />
ganz ohne Mikroplastik, was uns das TÜV-Konformitätszeichen „OK compost industrial“<br />
bescheinigt. Unsere kompostierbare Barriereschicht ist ebenfalls zertifiziert. Gemäß<br />
dem cradle-to-cradle-Prinzip werden die Verpackungen wieder zu Nährstoff für<br />
die Natur. Somit ist unsere Verpackungslösung eben-falls für Regionen ohne funktionierende<br />
Recyclinginfrastruktur bestens geeignet.<br />
Die enorme Materialreduzierung realisieren wir durch unseren innovativen Entwicklungsprozess:<br />
Wie eine Art zweite Haut liegt die Verpackung direkt an dem Produkt<br />
an und ist dabei so groß wie nötig und so klein wie möglich, während sie den vollen<br />
Produktschutz ohne zusätzliche Schutzfolie gewährleistet. Dies ermöglichen wir durch<br />
die spezifische Konstruktion und Ausformung gemäß der individuellen Kundenanforderungen<br />
und Produktabmessungen. Zudem kombiniert unser Rasierer-Blister die Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackung in nur einer Lösung,<br />
was eine weitere erhebliche Material-einsparung mit sich bringt. In Verbindung mit dem energieeffizienten Tiefziehprozess können so CO²-<br />
Emissionen deutlich reduziert werden.<br />
Unsere plastikfreie papierbasierte Alternative zur Kombination aus Faltkarton und Pulp-/Plastik-Inlay reduziert CO²-Emissionen um bis zu 80%<br />
und den Materialeinsatz um bis zu beeindruckende 84% (Ge-wicht Chocal Rasierer-Blister: 4,9g; Gewicht Faltkarton mit Pulp-Inlay: 30,6g). Bei<br />
nur 10 Millionen in unserem Blister verpackten Rasierern können wir mit Umsetzung unserer Lösung also bereits 257 Ton-nen Material einsparen.<br />
Dies bedeutet, dass für die gleiche Funktion ca. 1.458 Bäume weniger gefällt werden müssen (kalkuliert mit Fichten).“<br />
Nachhaltiges Rasierer-Inlay aus Papier<br />
Einreicher: Chocal Packaging Solutions GmbH/www.chocal.com<br />
Angesichts des wachsenden Bewusstseins für Nachhaltigkeit greifen Menschen vermehrt zu umweltfreundlichen Alternativen, um unseren Planeten<br />
langfristig zu schützen. Wir fördern dieses Konsum-entenverhalten durch die Verfügbarkeit unserer nachhaltigen Variante und unterstützen<br />
Unterneh-men darin, nachhaltige Verpackungen für ihre Kunden anbieten zu können.<br />
Aus Unternehmenssicht ist selbstverständlich der Kostenfaktor ebenfalls zu beachten: Ein herkömmliches Pulp-Inlay kostet zwischen 0,15€/<br />
Stück und 0,20€/Stück (Marktrecherche Chocal). Die Kosten für ein Papier-Inlay von Chocal betragen ca. 0,06€/Stück (losgrößenabhängig).<br />
Somit kostet das Papier-Inlay von Chocal nur ca. 30% - 40% von der aktuellen Pulp-Lösung. Es ist somit nicht nur nachhaltiger, sondern zudem<br />
günstiger in der Herstellung.<br />
Zusammengefasst ergibt sich also eine win-winwin<br />
Situation: für die Unternehmen, die Kosten<br />
ein-sparen – den Endverbraucher, der zukünftig<br />
auf nachhaltige Verpackungen setzen kann –<br />
und am entscheidendsten: für unseren Planeten!<br />
36<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong>
FunctionalBarrier Paper als papier-basiert alternative für verschiedenste Anwendungen<br />
Einreicher: Mondi AG/www.mondigroup.com<br />
FunctionalBarrier Paper 95/5 ist eine faserbasierte Alternative zu Kunststofffolien und -laminaten<br />
für HFFS/VFFS-Verpackungsanwendungen. Die Innovation liegt in der Kombination<br />
starker mechanischer Eigenschaften mit einem minimalen Kunststoffanteil von nur 5%.<br />
Diese papierbasierte Verpackung ist recycelbar und kann problemlos auf bestehenden FFS-<br />
Verpackungsanlagen verwendet werden. Durch die Verwendung von verantwortungsvoll<br />
beschafftem Holz als Rohstoff wird der Einsatz fossiler Materialien reduziert. Die Lösung<br />
bietet einen hohen Innovationsgrad, indem sie traditionelle Kunststoffverpackungen durch<br />
nachhaltige Alternativen ersetzt, ohne dabei Kompromisse bei der Funktionalität einzugehen.<br />
FunctionalBarrier Paper 95/5 bietet signifikante Nachhaltigkeitsvorteile. Durch die starke<br />
Reduktion des Kunststoffanteils und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe wird der ökologische<br />
Fußabdruck der Verpackungen deutlich vermindert. Das Papier ist so konzipiert,<br />
dass es in existierenden Papierrecyclingströmen recycelt werden kann, und somit die Kreislaufwirtschaft<br />
unterstützt. Darüber hinaus reduziert die hohe Festigkeit des Materials den<br />
Bedarf an zusätzlichem Verpackungsmaterial und schützt die Produkte während des Transports<br />
und der Lagerung effektiv.<br />
IntegoBag - Sacklösung ohne freie Folie für Zementsäcke und weitere Anwendungen<br />
Einreicher: Mondi AG/www.mondigroup.com<br />
Ziel von Mondi ist es, mit IntegoBag eine nachhaltige und leistungsstarke Verpackungslösung anzubieten,<br />
die sowohl ökologische als auch funktionale Anforderungen erfüllt. IntegoBag ist eine innovative<br />
beschichtete Sacklösung, ohne freie Folie wie es bei herkömmlichen Lösungen der Fall ist.<br />
Die spezielle Extrusionsbeschichtung auf der äußeren Lage des Sacks ersetzt die herkömmliche freie<br />
Folie und bietet dabei denselben Schutz vor Feuchtigkeit, wodurch die Haltbarkeit der verpackten<br />
Produkte verlängert wird. IntegoBag ist in gebleichter und ungebleichter Ausführung erhältlich<br />
und kompatibel mit bestehenden Füllmaschinen, was die praktische und vielseitige Anwendbarkeit<br />
unterstreicht.<br />
Der Innovationsgrad von IntegoBag liegt in seiner Fähigkeit, den Kunststoffgehalt um bis zu 50 %<br />
zu reduzieren im Vergleich zu konventionellen 10 µm HdPE-Konstruktionen, ohne dabei Kompromisse<br />
bei der Schutzfunktion oder Verarbeitbarkeit einzugehen. Diese Entwicklung repräsentiert<br />
einen bedeutenden Fortschritt in der Verpackungstechnologie und setzt neue Maßstäbe in Bezug<br />
auf Nachhaltigkeit und Leistungsfähigkeit.<br />
IntegoBag bietet erhebliche Umweltvorteile durch die Reduzierung des PE-Gehalts um bis zu 50 %.<br />
Diese Verringerung des Kunststoffverbrauchs trägt maßgeblich zur Reduzierung des ökologischen<br />
Fußabdrucks bei. Darüber hinaus ist IntegoBag recycelbar nach der CEPI v.2-Methode und erzielt<br />
beeindruckende 19 von 20 Punkten in der Zertifizierung durch Interseroh+. Diese Eigenschaften<br />
machen IntegoBag zu einer besonders nachhaltige Verpackungslösung, die den Anforderungen<br />
eines modernen, auf Nachhaltigkeit fokussierten Marktes gerecht wird.<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
37
TrayWrap – papierbasiert Verpackungsalternative zu Schrumpffolie<br />
Einreicher: Mondi AG/www.mondigroup.com<br />
Das Hauptziel des Projektes war die Entwicklung einer Papierverpackungslösung, die die herkömmlichen<br />
Kunststoffverpackungen ersetzen kann, ohne dabei Kompromisse bei der Funktionalität einzugehen.<br />
TrayWrap wurde mit Advantage StretchWrap, einem robusten Kraftpapier von Mondi<br />
hergestellt, das eine hohe Dehnbarkeit und Zugfestigkeit aufweist. Die Umsetzung erfolgte durch<br />
die enge Zusammenarbeit mit Partnern und bestehenden Technologien, um eine nahtlose Integration<br />
in die Produktionsprozesse der Lebensmittel- und Getränkehersteller zu gewährleisten. Der<br />
Innovationsgrad liegt in der einzigartigen Kombination von mechanischen Eigenschaften und der<br />
nachhaltigen Materialwahl. TrayWrap verwendet unbeschichtetes Kraftpapier aus 100 % Frischfasern<br />
aus verantwortungsvollen Quellen, was es zu einer nachhaltigen Entwicklung im Bereich der<br />
Verpackungstechnologie macht, die auf nachwachsenden Rohstoffen basiert.<br />
TrayWrap bietet ein erhebliches umweltfreundliches Potenzial durch die Reduzierung des Kunststoffanteils und die Nutzung erneuerbarer Ressourcen.<br />
Die Papierverpackungslösung kann vollständig in den bestehenden europäischen Papier-Recyclingkreisläufen entsorgt werden. Die Verwendung<br />
von Frischfasern aus verantwortungsvollen Quellen trägt zusätzlich zur Nachhaltigkeit bei. Diese Eigenschaften machen TrayWrap zu<br />
einer zukunftsweisenden Lösung, die eine nachhaltige Alternative zu herkömmlicher Schrumpffolie darstellt.<br />
Umweltschonender kremierungssarg aus Zellulose<br />
Einreicher: Mosburger GmbH/www.dunapack-packaging.com/at<br />
Ein Sarg für die Feuerbestattung überwiegend aus Wellpappe gefertigt. Was sich heute<br />
so selbstverständlich anhört, hat in Wahrheit jahrelange Entwicklungsarbeit und<br />
unzählige Behörden Anträge hinter sich. Die Konstruktion wurde im Auftrag und<br />
nach einer Idee der Firma DIKI GmbH in enger Kooperation der Werke Mosburger<br />
Straßwalchen und Wien nun realisiert.<br />
Unter dem geschützten Namen FLAMEA produzieren wir für die eigens gegründete<br />
Firma ARCUM GmbH diese nachhaltigen und kostengünstigen Särge aus einer für<br />
diesen Zweck entwickelten Verbundfaser.<br />
Haspel aus Wellpappe<br />
Einreicher: Mosburger GmbH/www.dunapack-packaging.com/at<br />
Die Firma Palfinger, ein Global Player im Kranbau, war auf der Suche nach einer nachhaltigen Alternative zu ihren bis dato verwendeten Kunststoffhaspeln.<br />
„Wir konnten ihnen mit unserer Wellpappe Version die passende Lösung liefern.“ erklärt Anton Schörghofer/Head of Construction<br />
& Design bei Mosburger.<br />
Palfinger verwendet die Haspeln sowohl intern in der Montage Abteilung zur Lagerung und Entnahme der für den Kranbau benötigten Kabel<br />
und Schläuche, als auch extern für den Transport. Bei großen Kränen, die erst vor Ort vollständig aufgebaut werden können, werden die Haspeln<br />
mit der benötigten Meter-Ware einfach den Maschinen Teilen beigelegt.<br />
Zielsetzung/Projektbeteiligte:<br />
▪ Voll recyclingfähiges, nachhaltiges Material > Monomaterialverpackung<br />
aus Papier<br />
▪ Geeignet für Kabeln u. Hydraulik Schläuche mit unterschiedlichem<br />
Durchmesser<br />
▪ Genügend Stabilität für den Transport zum Kunden bei geringem<br />
Eigengewicht<br />
▪ Kostengünstig<br />
▪ Scheiben und Wickelkörper können ohne kleben zusammengesetzt werden<br />
▪ Benötigt im nicht zusammen gebautem Zustand sehr wenig Platz<br />
(Lagerung bis zum Gebrauch)<br />
▪ Konstruktive und produktionstechnische Umsetzung durch<br />
Mosburger Straßwalchen<br />
38 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>
WE THINK<br />
THE<br />
INSIDE<br />
BOX.<br />
Ihr Produkt. Genau darauf kommt es an, wenn wir bei Dunapack<br />
Packaging Verpackungslösungen entwickeln und produzieren,<br />
die einfach passen. Die Komplexität unserer Aufgaben verlangt<br />
zunehmend nach Lösungen „outside the box“. Im Mittelpunkt<br />
unseres Denkens steht aber immer noch „inside the box“.<br />
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was wir für Sie tun<br />
können, dann schenken Sie uns 10 Minuten - und wir schenken<br />
Ihnen 166 Jahre Erfahrung und Know-how eines<br />
Familienunternehmens, das die gesamte Wertschöpfungskette<br />
im Verpackungsgeschäft abdeckt. Besuchen Sie uns einfach<br />
unter: www.dunapack-packaging.com/at<br />
02/<strong>24</strong><br />
39
SIG und die Gmundner Molkerei bringen erste<br />
Kartonverpackung ohne Aluminiumschicht für H-Milch nach Österreich<br />
Einreicher: SIG-Combibloc GmbH/www.sig.biz<br />
SIG entwickelte das Verpackungsmaterial SIG Terra Alu-free, das weltweit erste aluminiumschichtfreie Verpackungsmaterial<br />
für aseptische Getränkekartons. Dieser Verbund besteht bis zu 82% (je nach Packungsformat und -volumen)<br />
aus Rohkarton, gewonnen aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz (aus FSC®-zertifizierten Wäldern und anderen<br />
kontrollierten Quellen).<br />
Durch diesen hohen Anteil an Rohkarton wird die Stabilität des Getränkekartons sichrgestellt. Mit seiner besonderen<br />
Beschaffenheit gewährleistet der Karton, dass die später in die Verpackung abgefüllten Lebensmittel vor Licht<br />
geschützt sind. Die Polymer-Schichten bilden eine Flüssichbarriere und halten Feuchtigkeit ab. Die Polymere dienen<br />
bei SIG Terra A.u-free auch als Barriere zum Schutz vor Aromaverlust und Fremdaromen und stellen sicher, dass die<br />
Milch über einen längerne Zeitraum sicher geschützt bleibt.<br />
Im Jahr 2023 brachte die SIG dieses Verpackungsmaterial gemeinsam mit der Gmundner Molkerei erstmals auf den<br />
österreichischen Markt.<br />
Naturetape®<br />
Einreicher: Speta GmbH/ www.speta.at<br />
Diese neuen Naturetape® HM Aufreißstreifen können ohne teure Investitionen bestehende<br />
Anwendungen umweltfreundlich gestalten, wie z.B. Pralinenschachteln, Keksverpackungen,<br />
CD Rohlinge, Teebeutel, Hygieneartikel, Personal Care, und viele mehr.<br />
Das Ergebnis sind umweltfreundliche und nachhaltige Aufreißstreifen, die exakt auf das<br />
Anforderungsprofil zugeschnitten sind, attraktive Zusatznutzen anbieten und den<br />
Verarbeitungsprozess effizient unterstützen. Die Wahl des passenden Aufreißstreifens hängt<br />
in erster Linie von der Funktionalität und den geforderten Eigenschaften sowie den Möglichkeiten<br />
der Verpackungsmaschine ab.<br />
Papierschlauchbeutel für Obst und Gemüse<br />
Einreicher: Ulrich Etiketten GesmbH/www.ulrich.at<br />
„Der Anlass des Projekts ist der steigende Bedarf und das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Unternehmen stehen<br />
zunehmend unter Druck, umweltfreundliche Praktiken zu implementieren und ihre Produkte nachhaltiger zu gestalten. Dieser Trend wird durch<br />
gesetzliche Vorgaben, Konsumentenwünsche und globale Umweltziele verstärkt. Wir haben erkannt, dass es notwendig ist, sich diesen<br />
Anforderungen anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten daher stellen wir uns der<br />
Herausforderung und widmen uns dem Thema innovative und nachhaltige Verpackungslösungen mit vollem Einsatz.“ erklärt Dr. Rainer Ulrich.<br />
Die Umsetzung des Projekts erforderte eine sorgfältige Planung und Ausführung in mehreren Phasen. Von der Projektplanung und Ressourcenbeschaffung<br />
über Produktentwicklung und Markteinführung bis hin zu Monitoring und kontinuierlicher Verbesserung.<br />
Die umweltfreundliche Verpackungslösung stellt eine signifikante Innovation im Bereich der Verpackungstechnologie dar, indem sie ökologische<br />
Nachhaltigkeit mit praktischen und funktionalen Vorteilen kombiniert.<br />
Die Hauptanwendungsgebiete liegen im Obst- und Gemüsesektor. Die Verpackung besteht zu 100% aus Papier und wird daher zu 100% dem<br />
Altpapierstrom zugeführt. Neben der komfortablen Handhabung der Folie ist mit wenigen Anpassungen auf bestehenden Anlagen verarbeitbar<br />
und kann dank flexibel gestaltbarer Sichtfenster und Druckmotive vielseitig eingesetzt werden. Das Material für diese Verpackungen<br />
kommt aus nachwachsenden Rohstoffen oder aus alternativen biologischen Ressourcen und ist FSC® zertifiziert.<br />
40 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>
Karrierechancen bei Rondo<br />
Bei Rondo steht alles im Zeichen der Qualität und Kreislaufwirtschaft – so auch<br />
die Lehrlingsausbildung. Der international tätige Papier-, Wellpappe- und Verpackungsspezialist<br />
wurde bereits mehrfach als „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“<br />
prämiert und bietet seinen Lehrlingen vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.<br />
Mit nur 15 Jahren entdeckte<br />
Dominik Gmeiner am<br />
Schnuppertag bei Rondo<br />
seine Faszination für den Beruf<br />
des Verpackungstechnikers. „Ich<br />
habe an diesem Tag verschiedene<br />
Bereiche und Abteilungen, wie zum<br />
Beispiel die CAD-, die Klischeeund<br />
die Stanzplattenabteilung kennengelernt<br />
und war begeistert von<br />
der Vielseitigkeit der Aufgaben“,<br />
sagt Gmeiner. Nach dem Schnuppertag<br />
stand für ihn fest, dass er nach<br />
der Polytechnischen Schule Bludenz<br />
eine dreieinhalbjährige Lehre zum<br />
Verpackungstechniker bei Rondo<br />
starten will.<br />
Rotationen<br />
Die ersten zwei Jahre waren geprägt<br />
von Rotationen durch verschiedene<br />
Abteilungen, gefolgt von<br />
einer Spezialisierung an den Faltschachtelklebemaschine<br />
im dritten<br />
Lehrjahr. Sein Engagement und sein<br />
Können brachten ihn schnell in die<br />
Position eines Maschinenführers,<br />
wo er nicht nur für die Leistung und<br />
Qualität der Maschinen verantwortlich<br />
war, sondern auch ein kleines<br />
Team leitete.<br />
Lehrlingsausbildner<br />
Sein Wissen und seine Erfahrungen<br />
an andere Lehrlinge weiterzugeben,<br />
war ihm ein wichtiges Anliegen.<br />
Deshalb ließ er sich am WIFI<br />
Dornbirn zum Lehrlingsausbildner<br />
weiterbilden. Doch sein beruflicher<br />
Weg nahm eine neue Wendung. Im<br />
April 2023 bekam er die Gelegenheit,<br />
ins Qualitätsmanagement zu<br />
wechseln. Dort stellte er sich der<br />
Herausforderung, Ursachen für Qualitätsmängel<br />
zu identifizieren und<br />
präventive Maßnahmen zu ergreifen.<br />
„Der Wechsel ins Qualitätsmanagement<br />
war ein Sprung ins kalte<br />
Wasser, aber die beste Entscheidung<br />
meines Lebens. Ich liebe die Herausforderung<br />
und die Möglichkeit, ständig<br />
Neues zu lernen“, sagt Gmeiner.<br />
Um seine Kenntnisse weiter zu vertiefen,<br />
hat er im Februar 20<strong>24</strong> einen<br />
Diplomlehrgang zum Qualitätsfachmann<br />
begonnen.<br />
Dominik Gmeiner ist<br />
dankbar für die Entwicklungsmöglichkeiten<br />
bei Rondo<br />
Foto: Rondo<br />
Qualitätsexperte<br />
An Rondo schätzt der Qualitätsexperte<br />
besonders die Möglichkeit,<br />
sich voll einbringen und stetig neues<br />
lernen zu können. Die Unterstützung<br />
durch seinen Chef und das positive<br />
Arbeitsklima motivieren ihn.<br />
Er empfiehlt Rondo als Arbeitgeber<br />
wegen des guten Arbeitsklimas, der<br />
Sicherheit des Arbeitsplatzes und<br />
der attraktiven Arbeitsbedingungen.<br />
Diese Geschichte zeigt eindrucksvoll,<br />
wie Rondo Mitarbeitenden ermöglicht,<br />
ihren Werdegang aktiv zu<br />
gestalten, Herausforderungen anzunehmen<br />
und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln.<br />
Es ist ein Beispiel<br />
dafür, wie Leidenschaft, Engagement<br />
und die richtige Unterstützung<br />
zu einer erfüllenden und erfolgreichen<br />
Karriere beitragen – alles im<br />
Zeichen der Qualität.<br />
03/<strong>24</strong><br />
41
Verkaufsfördernde<br />
Etiketten und Verpackungen<br />
Unter dem Motto „Nur die Natur verpackt besser“ zeigt Marzek<br />
Etiketten+Packaging auf der FachPack seine maßgeschneiderten Lösungen für<br />
die verkaufsfördernde Verpackung und erfolgreiche Präsentation von Produkten –<br />
vom hochveredelten Etikett bis zum massentauglichen Industrieprodukt. Für<br />
Produktionsbetriebe ist Marzek Etiketten+Packaging nicht nur ein professioneller<br />
Etiketten- und Verpackungsspezialist, sondern auch ein Partner, der gemeinsam<br />
mit seinen Kund:innen Konzepte erarbeitet, wie sie ihre Verpackung gemäß der<br />
EU-Verpackungsverordnung (PPWR) optimieren können.<br />
Im Fokus des Messeauftritts von<br />
Marzek Etiketten+Packaging<br />
stehen Selbstklebe-, Rundum-,<br />
Bogen- und Promotion-Etiketten<br />
sowie Feinkartonage und Flexible<br />
Verpackung. Anhand von Materialmustern<br />
und Produktbeispielen<br />
können Messebesucher:innen die<br />
jüngsten Innovationen des Unternehmens<br />
nicht nur sehen, sondern<br />
erhalten durch die Möglichkeit, verschiedenste<br />
Bedruckstoffe und Prägungen<br />
selbst zu prüfen, auch gleich<br />
einen Eindruck von deren Haptik.<br />
Überzeugendes Öko-Erlebnis<br />
Ein besonderes sensorisches Erlebnis<br />
vermitteln die innovativen<br />
Öko-Materialien, die bei Marzek<br />
Etiketten+Packaging zum Einsatz<br />
kommen. Dazu gehören bis zu<br />
100% Recyclingmaterialien und<br />
Kombinationen davon, kompostierbare<br />
Bio-Folien sowie Materialien<br />
aus nachwachsenden Rohstoffen<br />
und nachhaltiger Forstwirtschaft.<br />
Faszinierend sind in diesem Zusammenhang<br />
Holz-Etiketten, die aus<br />
Echtholzfurnier bestehen; meist ist<br />
es Ahorn, das geschnitten und ineinander<br />
verwoben wird. Speziell für<br />
die Auszeichnung von Bio-Weinen<br />
eignet sich Traubenpapier, das aus<br />
Trester, der als Trauben-Abfallprodukt<br />
beim Keltern anfällt, produziert<br />
wird.<br />
Green Packaging Star Award<br />
„Durch die Verwendung von Öko-<br />
Materialien und die entsprechende<br />
Gestaltung können umwelt- sowie<br />
naturbewusste Produktionsbetriebe<br />
bereits mit der Etikettierung und<br />
Verpackung signalisieren, dass es<br />
sich um ein naturnahes und/oder<br />
ökologisches Produkt handelt“, erläutert<br />
Dr. Johannes Michael Wareka,<br />
CEO und 4. Generation des<br />
traditionsreichen Familienunternehmens.<br />
Ein Holz-Etikett und ein Etikett<br />
auf Traubenpapier sind für den<br />
Green Packaging Star Award nominiert,<br />
der am 25. September 20<strong>24</strong><br />
auf der Fachpack verliehen wird.<br />
Kostprobe<br />
Abgesehen von den visuellen und<br />
haptischen Erlebnissen gibt es für<br />
die Messebesucher:innen auch eine<br />
besondere Kostprobe: Anhand des<br />
Bio-Eierlikörs von Horvath‘s Spezereyen<br />
Kontor können sie nicht nur<br />
erfahren, wie ein Holz-Etikett aussieht<br />
und wie es sich anfühlt. Durch<br />
die Möglichkeit, das Produkt auch<br />
im Schokostamperl zu verkosten,<br />
wird ihnen ein ÖKO-Gesamterlebnis<br />
geboten, das alle Sinne<br />
anspricht.<br />
Fotos: Marzek Etiketten+Packaging<br />
Hochveredelte Selbstklebe-Etiketten für Spirituosen mit Laserstanzung<br />
und individueller Nummerierung erhöhen die Vorfreude auf das Produkt.<br />
Ob Dank dieses Produktes - der Weissagung - das Unternhemen auch<br />
schon weiß obe es beim Green Packaging Star gewonnen hat?<br />
Geprüftes Commitment<br />
zu Umwelt und Nachhaltigkeit<br />
Als eines der ersten Unternehmen<br />
in der Etiketten- und Verpackungsindustrie<br />
in Österreich bekennt<br />
sich Marzek Etiketten+Packaging<br />
zur Science Based Targets Initiative<br />
(SBTi) und berichtet nach<br />
den Standards der Global Reporting<br />
Initiative (GRI). Im Mai 20<strong>24</strong><br />
wurden die Nachhaltigkeitsziele<br />
des Unternehmens durch die SBTi-<br />
Organisation validiert und offiziell<br />
registriert, sodass Produktionsbetriebe<br />
sicher sein können, mit Marzek<br />
Etiketten+Packaging einen<br />
Lieferanten zu haben, der sein Engagement<br />
für Nachhaltigkeit und<br />
Umweltschutz ernst nimmt. „In den<br />
145 Jahren unserer Unternehmensgeschichte<br />
war es immer das Ziel,<br />
ein für künftige Herausforderungen<br />
noch besser gerüstetes und stabiles<br />
Unternehmen an die jeweils nachfolgende<br />
Generation zu übergeben.<br />
Daher sind alle Initiativen, die in<br />
Nachhaltigkeit und eine bessere Zukunft<br />
investieren, für uns selbstverständlich“,<br />
erklärt Dr. Johannes Michael<br />
Wareka die Gründe, weshalb<br />
Umwelt und Nachhaltigkeit in seinem<br />
Unternehmen eine derart große<br />
Rolle spielen.<br />
Beratung<br />
Messebesucher:innen erhalten am<br />
Stand natürlich auch die entsprechende<br />
Beratung, wie ihre Verpackung<br />
gemäß der EU-Verordnung<br />
PPWR optimiert werden kann.<br />
Weitere Highlights am Fachpack-<br />
Messestand sind maßgeschneiderte<br />
Etikettier-und Spendesysteme sowie<br />
Thermotransferdrucker, mit deren<br />
Hilfe Unternehmen ihre vorgefertigten<br />
Etiketten für Produkte, Kartons<br />
oder Paletten je nach Bedarf auch<br />
selbst eindrucken können und damit<br />
ein Höchstmaß an Flexibilität erzielen.<br />
Marzek Etiketten+Packaging<br />
punktet hier insbesondere mit persönlicher<br />
Beratung, Netzwerkintegration,<br />
Schulung, Erstellung von<br />
Templates, einer Telefonhotline und<br />
einer kompetenten Serviceabteilung,<br />
die eine einfache und verlässliche<br />
Anwendung garantiert.<br />
Mehr während der FachPack:<br />
Halle 4, Stand: 4-332 oder vorab:<br />
www.marzek.at<br />
Unter dem Motto „Nur die Natur<br />
verpackt besser“ fokussiert sich<br />
Marzek Etiketten+Packaging<br />
bei der Fachpack 20<strong>24</strong> auf<br />
die Bereiche Selbstklebe-,<br />
Rundum-, Bogen- und Promotion-<br />
Etiketten sowie Feinkartonage<br />
und Flexible Verpackung.<br />
42 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>
Kiefel präsentiert:<br />
SPEEDFORMER KTR 6.2<br />
Die KIEFEL GmbH hat die neue Becherformmaschine SPEEDFORMER<br />
KTR 6.2 Speed für die Massenproduktion von Kunststoffbechern und Kaffeekapseln<br />
vorgestellt. Diese innovative Lösung sorgt für höhere Produktivität<br />
und Produktvielfalt und bietet gleichzeitig 10% Energieeinsparung durch die<br />
optimierte Heizung.<br />
Der neue SPEEDFORMER<br />
KTR 6.2 ist für die Großserienproduktion<br />
von<br />
hochwertigen thermogeformten<br />
Kunststoffbechern konzipiert und<br />
bietet im Vergleich zu anderen Maschinenherstellern<br />
einen bis zu 50<br />
% höheren Ausstoß bei gleicher<br />
Stellfläche und Qualität. „Dieser höhere<br />
Ausstoß ist dank der größeren<br />
Formfläche in Verbindung mit einer<br />
kürzeren Formzeit durch eine verbesserte<br />
Werkzeugkühlung möglich.<br />
Zusätzlich wird die Füllzeit durch<br />
das optimierte Formluftsystem drastisch<br />
reduziert“, betont Alexander<br />
Donabauer, Director Sales der Polymer<br />
Packaging Division bei Kiefel.<br />
Mehr Stanzkraft<br />
und höhere Kunststoffbecher<br />
Die KTR 6.2 verfügt über ein leistungsstärkeres<br />
Antriebssystem an<br />
der Trim-in-Place-Station und erzielt<br />
eine hohe Stanzkraft von 900<br />
kN. Daher können mit dieser hochmodernen<br />
Becherformmaschine<br />
problemlos eine Vielzahl von Materialien<br />
gestanzt werden, einschließlich<br />
dickerer Folien wie PET. Außerdem<br />
wurde die Technik der Maschine<br />
verbessert, um höhere Becher bis<br />
zu 250 mm zu produzieren.<br />
Neue innovative Stapelund<br />
Automatisierungslösungen<br />
Zusätzlich können Kunden mit<br />
zwei innovativen Modulen eine<br />
noch höhere Produktionsgeschwindigkeit<br />
und ein verbessertes Produkthandling<br />
erreichen: Der optimierte<br />
und integrierte SPEEDSTA-<br />
CKER sorgt für effizienteres Stapeln,<br />
bei höherem Output und gleichzeitig<br />
größerer Produktvielfalt. Mit dem<br />
neuen nachgeschalteten CUPPA-<br />
CKER, der optional in die KTR 6.2<br />
integriert werden kann, werden die<br />
Becher automatisiert bis in den Karton<br />
verpackt.<br />
Auf dem SPEEDFORMER<br />
KTR 6.2 Speed können eine<br />
Vielzahl hochwertiger Kunststoffbecher<br />
hergestellt werden.<br />
Fotos: Kiefel GmbH<br />
Wartungssystem<br />
„Darüber hinaus verfügt die KTR<br />
6.2 über die neue intuitive Benutzeroberfläche<br />
KMI 2.0, die Thermoformprozesse<br />
vereinfacht und<br />
Kunden nach einer kurzen Einarbeitungszeit<br />
mit einer schnellen Rezepturoptimierung<br />
bis hin zu einer<br />
effizienten Fehlerbehandlung und<br />
einem gezielten Wartungssystem<br />
unterstützt“, ergänzt Alexander Donabauer.<br />
Mehr während der FachPack:<br />
Halle 7 / Standnummer 7-418<br />
oder unter:<br />
www.kiefel.com/de<br />
Papierwickler:<br />
● Drehtischausführung<br />
● kombinierbar mit Folienwickler<br />
● Wickelkopf automatisch wechselbar<br />
Ing. Josef Riegler Verpackungstechnik GmbH & Co KG<br />
www.riegler-verpackungstechnik.com<br />
office@riegler-verpackungstechnik.com<br />
Tel. 0<strong>04</strong>3 1 40 500 35-0<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
43
Naturetape® auf der FachPack<br />
Auch im heurigen Jahr präsentiert die Firma SPETA wieder ihre Lösungen<br />
während der Fachpack. Seit 2012 bietet das Unternehmen Lösungen im<br />
Bereich von Öffnungshilfen, wie Aufreißstreifen über Hochleistungsklebebändern<br />
bis zu Spezialfolien und kundenspezifische Lohnfertigungen, an. Seit<br />
einigen Jahren beschäftigt man sich vor allem mit nachhaltigen und umweltfreundlichen<br />
Lösungen. Dies brachte auch schon mehrere Nominierungen zum<br />
Green Packaging Star Award.<br />
Vor einem Jahr wurde das<br />
Portfolio mit nachhaltigen<br />
auf Papier basierende Lösungen<br />
erweitert. Somit kann das<br />
Unternehmen all seine Lösungen in<br />
Cellophan oder Papier anbieten.<br />
Aktuell laufen Tests mit Papierstreifen für Champagner<br />
Naturetape®<br />
Die registrierten Naturetape®-<br />
Produkte sind in verschiedenen<br />
Standardbreiten erhältlich. Die Cellophanstreifen<br />
(trotz Kleber kompostierbar)<br />
in Foliendicken von 30,<br />
40 oder 65µm – die Papierlösungen<br />
in 70, 85 und 165grm. Ebenso sind<br />
individuelle Lösungen in Breiten,<br />
Längen, Hülsen sowie Bedruckung<br />
(Firmenlogos etc.) möglich. Die<br />
Naturetape® Aufreißstreifen können<br />
ohne teure Investitionen in bestehenden<br />
Anlagen integriert und<br />
bei Anwendungen verwendet werden.<br />
Auch für ältere Anlagen mit<br />
thermoaktivierten Kleber gibt es<br />
umweltfreundlich Lösungen, Anwendungsbeispiele<br />
wie z.B. Pralinenschachteln,<br />
Keksverpackungen,<br />
Teebeutel, Hygieneartikel, Personal<br />
Care, und viele mehr. Das Ergebnis<br />
sind umweltfreundliche und nachhaltige<br />
Aufreißstreifen, die exakt<br />
auf das Anforderungsprofil zugeschnitten<br />
sind, attraktive Zusatznutzen<br />
anbieten und den Verarbeitungsprozess<br />
effizient unterstützen.<br />
Die Wahl des passenden Aufreißstreifens<br />
hängt in erster Linie von<br />
der Funktionalität und den geforderten<br />
Eigenschaften sowie den<br />
Möglichkeiten der Verpackungsmaschine<br />
ab. Ein aktuelles Beispiel ist<br />
ein Papieraufreißstreifen für Champagner.<br />
Klebebänder<br />
Die Klebebänder gibt es standardmäßig<br />
als normale Selbstklebebänder<br />
oder als extra-haftende Lösung.<br />
Zu den Spezialklebebändern des<br />
Unternehmens gehören auch für<br />
besondere Lösungen zum Beispiel<br />
faserverstärkte Klebebänder - die<br />
bereits bei einigen Unternehmen<br />
im Einsatz sind. Erwähnenswert ist<br />
sicher auch, dass das Unternehmen<br />
für Rollen- und Streifensystem produzieren<br />
kann.<br />
Nominierte Einreichung beim<br />
Green Packaging Star Award<br />
Klassisch (rot) oder<br />
mit Papierstreifen<br />
Mehr über das Unternehmen und<br />
auch deren Möglichkeiten in der<br />
Lohnfertigung sehen Sie während<br />
der Messe in Halle 7, Stand 7-706<br />
oder vorab unter www.speta.at<br />
Streifensystem<br />
Rollensystem<br />
44 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>
Isolierkissen und Luftpolsterfolien<br />
Foto: Karopack GmbH<br />
Als Spezialist in der Verwertung von Altkartonagen zu Transportschutz-Polstern<br />
präsentiert sich die Karopack GmbH auf der diesjährigen FachPack auf<br />
einer deutlich deutlich vergrößerten Fläche in Halle 5, Stand 160.<br />
Über sein Standardsortiment<br />
hinaus wird das<br />
in Kirchardt ansässige<br />
Unternehmen über zwei neue,<br />
besonders ökologische Produkte<br />
informieren. Dabei handelt<br />
es sich zum einen um Isolierkissen<br />
aus Altpapier, die insbesondere<br />
zum Versand von zu kühlenden Produkten<br />
geeignet sind und eine kostengünstige<br />
sowie umweltfreundliche<br />
Alternative zu Styroporboxen<br />
darstellen. Sie werden unter dem<br />
Namen Karotherm offeriert. Signifikantes<br />
Merkmal der Kissen ist das<br />
Dämmelement, das aus Kraftpapier<br />
als Hülle und Zellulosewolle als<br />
Füllung besteht. Die Karotherm-<br />
Kissen sind mehrfach verwendbar<br />
und recyclingfähig.<br />
Alternative aus Papier<br />
Die zweite Innovation ist eine ausschließlich<br />
aus Papier hergestellte<br />
Alternative zu herkömmlichen Luftpolsterfolien,<br />
die Karopack unter<br />
dem Namen KaroAir anbietet. Das<br />
Material ist ein- oder zweilagig erhältlich.<br />
Die Bubbles werden durch<br />
einen Prägeprozess in Kombination<br />
mit Feuchtigkeit, Temperatur und<br />
Druck geformt. KaroAir ist als Rollenware<br />
mit 35 oder 80 cm Breite, in<br />
vorkonfektionierten Bögen oder als<br />
Polstertasche lieferbar. Ferner kann<br />
eine wasser- und ölabweisende Beschichtung<br />
aufgetragen werden.<br />
Polsterkissen &grüne Kreisläufe<br />
Zum Kernsortiment des badenwürttembergischen<br />
Unternehmens<br />
zählen insbesondere die aus Altkartonagen<br />
produzierten Karopack-<br />
Polsterkissen. Die seit Langem bewährten,<br />
reißfesten und staubfreien<br />
Transportschutz-Polster gibt es in<br />
Standardgrößen zwischen 180 x 220<br />
mm und 180 x 540 mm sowie in<br />
Sondermaßen.<br />
Bereits seit vielen Jahren hat die<br />
Karopack GmbH die Produktion<br />
durch „grüne Kreisläufe“ dezentralisiert,<br />
in denen kundennah die Altkartonagen<br />
und -papiere in einem<br />
Umkreis von ca. 100 bis 150 km<br />
kostenlos abgeholt und nach Verarbeitung<br />
als fertiges Polstermaterial<br />
wieder angeliefert werden. Viele<br />
wurden in Zusammenarbeit mit Gemeinnützigen<br />
Werkstätten realisiert.<br />
Das Produktions- und Vertriebsnetz<br />
der Mehrwegsysteme umfasst<br />
mittlerweile 13 deutsche Standorte<br />
sowie weitere in Österreich und der<br />
Schweiz.<br />
Eigenproduktion<br />
Für Kunden mit hohem Altkartonanfall<br />
und großem Bedarf an Füllmaterial<br />
wird zur Eigenproduktion<br />
der Verpackungspolster der Karo-<br />
Cycler offeriert. Seine Kapazität ist<br />
auf den jeweiligen Mengenanfall abstimmbar<br />
und erreicht eine Leistung<br />
von bis zu 3 m³ Polsterkissen pro<br />
Stunde.<br />
Mehr unter: www.karopack.de<br />
Halle 4<br />
Stand 4-537<br />
MEHRWEG Etrichstraße 75 – 83<br />
VERPACKUNGS A-2542 Kottingbrunn<br />
SYSTEME GMBH<br />
Tel. + 43(0)2252 408 202<br />
VERPACKUNGEN Fax +43 (0)2252 408 202 31<br />
KOFFER<br />
email: office@vsl.at<br />
FLIGHTCASES www.vsl.at<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
45
Frisch zertifiziert auf der FachPack<br />
Ulrich Etiketten, ein familiengeführtes Unternehmen in der fünften Generation und<br />
einer der führenden Anbieter von Selbstklebeetiketten, präsentiert sich auch in diesem<br />
Jahr wieder auf der FachPack. Neben der Inbetriebnahme der neuen Produktionsstätte<br />
zählt die erfolgreiche Zertifizierung nach dem BRCGS - Global Standard for Packaging<br />
and Packaging Materials - zu den aktuellsten Firmennews.<br />
Diese Zertifizierung ist<br />
ein weltweit anerkannter<br />
Maßstab für Lebensmittelsicherheit<br />
und Qualitätssicherung<br />
und bestätigt das Engagement für<br />
höchste Produktionsstandards bei<br />
Etiketten und Verpackungen.<br />
Sicherheit und Vertrauen<br />
Mit der BRCGS-Zertifizierung<br />
werden die strengen Normen der<br />
Lebensmittelindustrie für Etiketten<br />
und Verpackungen erfüllt, wodurch<br />
Kunden ein Höchstmaß an Sicherheit<br />
und Vertrauen geboten wird.<br />
Maschinenpark<br />
Über die heuer in Betrieb genommene<br />
Offset-Etikettendruckmaschine<br />
berichtete KOMPACK bereits.<br />
Diese Anlage erlaubt eine Produktionsbreite<br />
von 520 mm und verfügt<br />
über 9 Farbwerken, was auch die<br />
Kombination mit Flexo- und Siebdruck<br />
ermöglicht. Die integrierten<br />
Heiß- und Reliefprägestationen ermöglichen<br />
gestochen scharfe Heißfolienprägungen<br />
und Reliefs. Hochveredelte<br />
Etiketten im Großauflagenbereich<br />
stellen mit dieser Lösung<br />
kein Problem mehr dar. „Die<br />
ideale Lösung für den Getränkebereich“<br />
sagt der Geschäftsführer Dr.<br />
Rainer Ulrich.<br />
Messeauftritt bei der letzten FachPack<br />
Einblick in die neue Produktionshalle und die aktuelle Zertifizierung<br />
hen hochmoderne Etiketten und<br />
Verpackungen von morgen auf modernsten<br />
Anlagen. Dabei liegt ein<br />
besonderer Fokus auf ökologischen<br />
Kreisläufen und der Nachhaltigkeit<br />
der Produkte.<br />
Green Packaging Star Award<br />
Ein gutes Beispiel für die nachhaltigen<br />
Verpackungslösungen des<br />
Unternehmens ist auch der Papierschlauchbeutel<br />
für Obst und Gemüse,<br />
der mittlerweile längst im Handel<br />
erhältlich ist und der auch für den<br />
Green Packaging Star Award nominiert<br />
wurde, der auch heuer wieder,<br />
während der FachPack verliehen<br />
wird. Die Umsetzung des Projekts<br />
FachPack<br />
„Gerade in Nürnberg werden die<br />
nachhaltigen Verpackungslösungen<br />
von Ulrich Etiketten noch mehr in<br />
den Vordergrund rücken als bisher,“<br />
erklärt der Geschäftsführer. Das<br />
Unternehmen selbst wird seinen<br />
Schwerpunkt Richtung Forschung<br />
und Entwicklung im Recyclingbereich<br />
weiter vorantreiben, was auch<br />
die aktuelle Zertifizierung bestätigt.<br />
Das Team von Ulrich Etiketten<br />
freut sich auf viele Besucher und<br />
darauf, gemeinsam mit seinen Kunden<br />
die Zukunft der Etiketten- und<br />
Verpackungsindustrie zu gestalten.<br />
Mit einem tiefen Verständnis für<br />
Tradition und Innovation entste-<br />
erforderte eine sorgfältige Planung<br />
und Ausführung in mehreren Phasen<br />
- von der Projektplanung und<br />
Ressourcenbeschaffung über Produktentwicklung<br />
und Markteinführung<br />
bis hin zu Monitoring und kontinuierlicher<br />
Verbesserung.<br />
Innovation<br />
Die umweltfreundliche Verpackungslösung<br />
stellt eine signifikante<br />
Innovation im Bereich der<br />
Verpackungstechnologie dar, indem<br />
sie ökologische Nachhaltigkeit mit<br />
praktischen und funktionalen Vorteilen<br />
kombiniert.<br />
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06/18<br />
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Über 70 Jahre Unternehmenstradition<br />
Hugo Ratt hat das Unternehmen Rattpack® als ehemaliger Postbeamter 1953 gegründet,<br />
weil er gesehen hat, wie viele Verpackungen versendet werden. Damals konnte<br />
man noch nicht erahnen, dass daraus die international agierende Rattpack® -Gruppe<br />
werden würde. KOMPACK sprach mit einem der „Mitschuldigen“ für diese Entwicklung<br />
- dem geschäftsführenden Gesellschafter Stephan Ratt - der gemeinsam mit seinem<br />
Bruder Matthias Ratt das Unternehmen vor 21 Jahren übernommen hat.<br />
I N T E R V I E W<br />
KOMPACK: Ihr Unternehmen<br />
hat eine über 70jährige Tradition<br />
- wurde anfangs noch Graupappe<br />
zu Schuhschachteln verarbeitet,<br />
entwickelte sich das Unternehmen<br />
mittlerweile zu einem internationalen<br />
Verpackungsspezialisten.<br />
Wie hat sich das ergeben?<br />
Stephan Ratt: Ja, das ist eigentlich<br />
einfach erklärt: als<br />
Matthias und ich vor 21 Jahren<br />
das Unternehmen übernommen<br />
haben, stellte sich uns eine Frage -<br />
wollen wir ein nationaler<br />
Spezialist im Pharmabereich (vom<br />
Beipackzettel bis zur Faltschachtel)<br />
bleiben und Nischen abdecken oder<br />
wagen wir den Schritt Richtung<br />
internationaler Verpackungsspezialist<br />
- sprich klein und fein<br />
bleiben oder mit Vernunft wachsen.<br />
Die Entscheidung fiel für die<br />
RATTPACK® Gruppe. Sprich<br />
Wachstum mit Vernunft und<br />
Nachhaltigkeit, mit dem Fokus<br />
auf Innovation, Qualität und<br />
Service Excellence.<br />
KOMPACK: Dies ist vor<br />
allem durch Firmenübernahmen<br />
gelungen - Höhepunkte waren<br />
wahrscheinlich die Übernahme<br />
von PAWAG und Ende letzten<br />
Jahres die Übernahme von GIKO.<br />
Stephan Ratt: Nicht nur - aber<br />
ja, wir sind stetig gewachsen.<br />
Mit der Übernahme von GIKO<br />
Verpackungen konnten wir das<br />
Produktportfolio im Bereich<br />
flexibler Verpackung weiter<br />
erweitern. Gleichzeitig ist das<br />
zusätzliche Werk auch eine Sicherheit<br />
für uns und unsere Kunden.<br />
Selbst wenn eine unerwartete<br />
Umweltkatastrophe das eine<br />
Werk treffen sollte, können wir<br />
im anderen Werk die gleichen<br />
Produkte weiterproduzieren. Diese<br />
strategische Übernahme<br />
positioniert RATTPACK® optimal,<br />
um auf die steigende Nachfrage<br />
nach innovativen Verpackungslösungen<br />
zu reagieren.<br />
Geschäftsführender Gesellschafter Stephan Ratt beim Interview<br />
KOMPACK: Wie finden<br />
Sie eigentlich immer neue<br />
Unternehmen, die in die<br />
Gruppe integriert werden können?<br />
Stephan Ratt: Auf der einen<br />
Seite kennen sich die Leute<br />
innerhalb der Branche natürlich.<br />
Auf der anderen Seite sehen<br />
mittlerweile viele auch unsere<br />
internationale positive Entwicklung<br />
und unsere dadurch auch<br />
gewonnene Stärke im Einkauf zum<br />
Beispiel und treten selbst an uns<br />
heran, um Teil der Gruppe werden<br />
zu können. Wir zerschlagen ja<br />
auch nicht die übernommenen<br />
Betriebe. Die Zentrale ist mittlerweile<br />
in Wolfurt - in dem<br />
adaptierten Gebäude der ehemaligen<br />
PAWAG. Hier sitzen auch<br />
wichtige übergreifende Abteilungen<br />
wie Marketing, IT, Einkauf<br />
oder HR. Die Werke agieren aber<br />
weiterhin als schlagkräftige<br />
selbstständige Einheiten mit<br />
Werksleiter und Verkaufsteam.<br />
KOMPACK: Das Unternehmen<br />
hat mittlerweile 8 Standorte<br />
- werden weitere dazukommen?<br />
Stephan Ratt: Lassen Sie es<br />
mich so sagen: mit unseren<br />
Standorten in Deutschland,<br />
Österreich sind wir gut aufgestellt<br />
- hier sehen wir auch unseren<br />
Hauptaktionsradius, der<br />
irgendwo bei Ostfrankreich, Polen<br />
und Norditalien endet. Sollten<br />
sich in diesem Bereich weitere<br />
strategische Partnerschaften - immer<br />
auch mit einem Blick auf die<br />
Nachhaltigkeit - ergeben, sagen<br />
wir prinzipiell nicht nein zu einer<br />
weiteren Vergrößerung.<br />
KOMPACK: Im Prinzip hat<br />
die Gruppe zwei Standbeine -<br />
Pharma und Food - wird<br />
dies so bleiben?<br />
Stephan Ratt: Ja, dies<br />
hat sich geschichtlich so<br />
ergeben und ich sehe eigentlich<br />
keinen Grund dies zu ändern.<br />
KOMPACK: Sie sind ja nach<br />
wie vor ein Familienunternehmen -<br />
wie schwer ist es als solches, sich<br />
international zu bewähren?<br />
Stephan Ratt: Auf der<br />
einen Seite war es uns wichtig,<br />
als Gruppe so groß zu werden,<br />
dass wir auch als Gruppe wahrgenommen<br />
werden, was uns glaube<br />
ich gelungen ist. Auf der anderen<br />
Seite planen Familienunternehmen<br />
langfristig, was sicher kein Nachteil<br />
ist - und die vierte Generation<br />
arbeitet mittlerweile auch schon<br />
im Unternehmen mit. Sowohl<br />
meine Tochter als auch der Sohn<br />
von Matthias, der gerade seine<br />
IT-Lehre absolviert hat, sind<br />
bereits tatkräftig im Unternehmen<br />
dabei. Probleme sehe ich also<br />
als Familienunternehmen keine.<br />
Prinzipiell sehe ich unsere Größe<br />
als zusätzlichen Vorteil - wir sind<br />
jetzt eine starke Gruppe, aber<br />
auch kein Weltkonzern - was<br />
wiederum manche abschreckt.<br />
KOMPACK: Apropos Problem -<br />
Ihr habt Lösungen, sowohl im klassischen<br />
Kartonbereich als auch im<br />
flexiblen Bereich - ist da der interne<br />
Wettkampf manchmal störend?<br />
Stephan Ratt: Nein - im Gegenteil.<br />
Auf der einen Seite haben<br />
wir auf der flexiblen Seite eine<br />
Forschungsabteilung, deren<br />
Labore mittlerweile auch der Karton-<br />
und Papierbereich nutzt - auf<br />
der anderen Seite gibt es auch<br />
Produkte, die plötzlich schwerpunktmäßig<br />
anders verpackt werden.<br />
Nehmen wir als Beispiel Hundefutter<br />
- unser Vorteil heute ist<br />
es, dass uns egal ist, ob der Kunde<br />
48<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
Standort Wolfurt
Einige Produktmuster der RATTPACK®-Gruppe: Beilagenzettel, Pharma Verpackung, Display, Pouch und flexible Verpackung./Fotos: (c)peterscheerer.com<br />
in Karton oder flexibel verpacken<br />
will - wir haben die richtige<br />
Lösung für ihn - das ist wichtig.<br />
KOMPACK: Dass der eingeschlagene<br />
Weg nicht so falsch<br />
sein kann, beweisen ja auch<br />
diverseste Auszeichnungen.<br />
Stephan Ratt: Ja, diese machen<br />
einen Unternehmer schon stolz.<br />
Wir konnten Bronze beim 30.<br />
österreichischen Exportpreis<br />
erringen - die Verleihung fand in<br />
der Hofburg in tollem Rahmen<br />
statt. Ebenso wurden wir als<br />
bestes Vorarlberger Familienunternehmen<br />
ausgezeichnet. Auch<br />
unsere Produkte wurden bereits<br />
mehrfach ausgezeichnet - so auch<br />
schon mit dem PRO CARTON/<br />
ECMA PLATINUM AWARD.<br />
KOMPACK: Prinzipiell hört<br />
man gerade von schwierigen<br />
wirtschaftlichen Zeiten - wie<br />
sehen Sie die Situation?<br />
Stephan Ratt: Eigentlich darf ich<br />
mich nicht beschweren - unsere<br />
Werke laufen dreischichtig. Die<br />
Entwicklung in Österreich in den<br />
letzten Jahren ist allerdings schon<br />
bedenklich. Nicht nur die höheren<br />
Preise - die Rohstoffpreise steigen<br />
gerade wieder - vor allem auch<br />
die starken Lohnerhöhungen und<br />
die hohen Abgaben - da muss<br />
unserer nächsten Regierung was<br />
einfallen. Es kann eigentlich nicht<br />
sein, dass mich mittlerweile ein<br />
Mitarbeiter in Deutschland viel<br />
weniger kostet als in Österreich.<br />
Das führt zu Wettbewerbsnachteilen,<br />
die vor einiger Zeit noch<br />
undenkbar waren. Ebenso die<br />
Bürokratie in Österreich - eine<br />
neue Maschine in Österreich<br />
zu installieren (obwohl diese<br />
nicht die erste im Unternehmen<br />
ist) kann eine echte Challenge<br />
sein. Auch hier sind aus eigener<br />
Erfahrung gesprochen, die<br />
Behördenwege einfacher und<br />
rascher in Deutschland. Das gibt<br />
mir schon manchmal zu denken.<br />
KOMPACK: Ihr Unternehmen<br />
verpackt in vielen Bereichen -<br />
sehen Sie Bereiche, die von der<br />
derzeit oft schwierigeren wirtschaftlichen<br />
Situation auch der<br />
Privathaushalte betroffen sind<br />
(durch die starke Inflation -<br />
gestiegene Mietpreise ...)?<br />
Stephan Ratt: Ja, also der<br />
Pharmabereich ist sehr stabil und<br />
war interessanterweise nur etwas<br />
schwächer zur Corona Zeit, da<br />
alle zu Hause waren und Masken<br />
trugen, gab es weniger gewöhnliche<br />
Erkrankungen. Ansonsten<br />
sehe ich schon, dass die Menschen<br />
zu den günstigeren Eigenmarken<br />
greifen. Die Verschiebungen sind<br />
hier ziemlich 1:1. Angeblich wollen<br />
einige Marken jetzt auch günstiger<br />
werden. Aber auch für uns ist<br />
der Markt volatil geworden.<br />
Sobald von steigenden Rohstoffpreisen<br />
die Rede ist, beginnen die<br />
Unternehmen die Rohstoffe zu<br />
horten, was zunächst zu Engpässen<br />
führt. Dies war früher nicht so.<br />
KOMPACK: Vom Kaufverhalten<br />
der Privathaushalte<br />
zu den Mitarbeitern - gerade<br />
in Vorarlberg sind diese<br />
oft nicht leicht zu finden.<br />
Stephan Ratt: Das stimmt natürlich<br />
- Facharbeiter gibt es<br />
immer weniger. Automatisierung<br />
hilft zwar - und ist in Österreich<br />
auch notwendig - aber Facharbeitermangel<br />
gibt es trotzdem. Im<br />
Officebereich hat sich die Situation<br />
aber wieder entspannt. Auch im<br />
Lehrlingsbereich konnten wir<br />
punkten - mittels verschiedener<br />
Messeteilnahmen - und Social<br />
Media Auftritten. 44 Lehrlinge<br />
an allen Standorten in 10<br />
Lehrberufen sind erfreulich. Wir<br />
bemühen uns aber auch, dass sich<br />
unsere Mitarbeiter wohlfühlen -<br />
vom Jobrad bis zur Mitarbeiter<br />
APP - hier erfahren die Mitarbeiter<br />
alle Neuigkeiten. Auch die<br />
Kantinen wurden modernisiert.<br />
KOMPACK: Sie sind auch<br />
heuer wieder auf der FachPack -<br />
was erwartet die Besucher<br />
auf Ihrem Stand?<br />
Stephan Ratt: Eigentlich unser<br />
ganzes Programm. Dieses wird<br />
digital abgebildet werden, aber<br />
natürlich gibt es auch die<br />
Originalprodukte um diese auch<br />
haptisch erleben zu können. Wir<br />
wollen unsere breite Lösungskompetenz<br />
zeigen - wir sind die<br />
Problemlöser für komplexe<br />
Verpackungskombinationen.<br />
Unsere eindrucksvollen Lösungen<br />
im Folienheiß- und UV-Druck<br />
werden ebenso zu sehen sein<br />
wie Lösungen für die flexiblen<br />
Verpackungen - und natürlich<br />
Neuigkeiten wie unsere Pouches,<br />
die wir seit letztem Jahr auch<br />
selbst produzieren können. Aber<br />
ich will nicht alle News schon<br />
vor der Messe verraten.<br />
KOMPACK: Wagen Sie einen<br />
Blick in die Zukunft.<br />
Stephan Ratt: Leider habe<br />
ich keine Glaskugel, aber<br />
prinzipiell sind wir zufrieden -<br />
trotz Preisverfall in manchen<br />
Bereichen können wir die<br />
Umsätze halten (ohne letzte<br />
Zukäufe - dadurch natürlich<br />
gestiegen). Das stimmt mich<br />
doch positiv, dass wir unser<br />
Umsatzziel in 2030 - 200<br />
Millionen erreichen können.<br />
KOMPACK: Danke für das<br />
Gespräch.<br />
Den RATTPACK®-Messestand<br />
finden Sie auf der FachPack:<br />
Halle 5 / Standnummer 5-110<br />
49
Palettenlösungen für<br />
automatisierte Fördertechnik<br />
optimiert<br />
Ebenfalls aus Schütz-eigenem,<br />
hochqualitativem Kunststoffrezyklat<br />
besteht die neue, umweltfreundliche<br />
Kunststoffrahmenpa-<br />
Zukunftsweisende Verpackungslösungen<br />
für effizientere und nachhaltigere<br />
Neben Sicherheits- und Wirtschaftlichkeitsaspekten nimmt das Thema Nachhaltigkeit<br />
einen immer bedeutenderen Stellenwert beim Einsatz von industriellen<br />
Verpackungen ein. Schütz bietet seinen Kunden auf Basis fortschrittlichster<br />
Technologie eine Komplettlösung, die innovative Produkte mit umfassendem<br />
Service verbindet, um höchste Qualität, beste Performance und globale Liefersicherheit<br />
zu gewährleisten. Dieses ganzheitliche Konzept erläutert Schütz auf<br />
der Fachpack unter dem Motto „Containing everything that matters“.<br />
Ökologische Industrieverpackungen<br />
spielen eine<br />
Schlüsselrolle, wenn es<br />
darum geht, Lieferketten nachhaltiger<br />
zu gestalten und den CO 2 -<br />
Fußabdruck von Industrieunternehmen<br />
zu reduzieren. In diesem<br />
Zusammenhang gewinnen Recycling<br />
und Wiederaufbereitung immer<br />
mehr an Bedeutung, da Ressourcen<br />
zunehmend knapper und<br />
teurer werden. Auf diesem Grundsatz<br />
basieren insbesondere die Verpackungen<br />
der Green Layer Serie.<br />
Bei dieser Produktlinie bringt<br />
Schütz einen Anteil von 30%<br />
hochqualitativem, naturfarbenem<br />
Recyclingmaterial in die Mittelschicht<br />
der jeweiligen Verpackung<br />
ein. Dieses Rezyklat wird im Rahmen<br />
des eigenen weltweiten Rücknahmeprogramms<br />
für entleerte<br />
Verpackungen wiedergewonnen.<br />
Auf der Fachpack stellt Schütz sein<br />
gesamtes Green-Layer-Produktportfolio<br />
in den Bereichen IBC,<br />
Kunststofffässer und Kanister vor.<br />
Photos: Schütz<br />
Auf der Fachpack präsentiert Schütz zahlreiche Verpackungsinnovationen<br />
aus den Bereichen IBC, Kunststoff- und Stahlfässer sowie Kunststoffkanister.<br />
lette von Schütz, die in IBC verbaut<br />
wird. Diese neue Verpackungskomponente<br />
eignet sich durch ihre<br />
Geometrie besonders für den<br />
innerbetrieblichen Transport der<br />
Container auf Fördersystemen und<br />
wurde speziell für den sicheren<br />
Transport in automatisierten Warenlagern<br />
entwickelt. Die Kunststoffrahmenpalette<br />
ist äußerst<br />
robust und stabil und bietet den<br />
IBC damit optimalen Schutz im<br />
anspruchsvollen Lager- und Produktionsumfeld.<br />
Dort weiß auch<br />
die zweite Paletten-Innovation zu<br />
überzeugen, die Schütz auf der<br />
Fachpack vorstellt: die 3-Kufen-<br />
Stahlpalette mit geprägten Blechkufen.<br />
Diese verfügt im Vergleich<br />
zur Standard-Stahlkufenpalette<br />
über eine zusätzliche Mittelkufe,<br />
die durch eine verbreiterte Auflagefläche,<br />
für eine verbesserte Gewichtsverteilung<br />
sorgt. Diese IBC-<br />
Palette ist äußerst robust, weist<br />
eine minimale Durchbiegung unter<br />
Last auf und hat stark verbesserte<br />
Fördereigenschaften.<br />
Lasergeschweißte Stahlfässer<br />
für besonders anspruchsvolle<br />
Füllgüter<br />
Im Bereich Stahlfässer präsentiert<br />
der Verpackungsspezialist unter<br />
anderem das innovative Schütz<br />
Laserfass, das aus beidseitig feuerverzinktem<br />
Stahlblech besteht.<br />
Das Ausgangsmaterial wird dazu<br />
schon vor der Coilwicklung in<br />
ein Zinkschmelzbad getaucht und<br />
erhält durch die Galvanisierung<br />
eine rundum hochqualitative und<br />
gleichmäßig verteilte Zinkschicht.<br />
Der Rumpf des Fasses wird in<br />
einem speziellen Laser-Schweißverfahren<br />
gefertigt. Dabei wird das<br />
Blech auf Stoß verschweißt. Das<br />
Schütz Laserfass ist nach Deckelund<br />
Bodenmontage direkt innen<br />
sowie außen zuverlässig vor Korrosion<br />
geschützt. Der neue Fasstyp<br />
ist insbesondere für anspruchsvolle<br />
und sensible Füllprodukte,<br />
die bislang häufig in konventionell<br />
verzinkten oder innenlackierten<br />
Fässern abgefüllt werden, hervorragend<br />
geeignet.<br />
Combi-Stahlfässer<br />
mit Kunststoffinnenbehälter<br />
Noch mehr Sicherheit und Reinheit<br />
bietet die neue Produktvariante<br />
Schütz Combi-Stahlfass.<br />
Hier wird wahlweise das neue<br />
Photo links: Mit dem Einweg-Rührwerk Impeller bietet Schütz ein revolutionäres, in sich geschlossenes Konzept. Damit können viskose Füllstoffe<br />
effizient aufgerührt und homogenisiert werden – ganz ohne die marktüblichen Kontaminationsrisiken.<br />
mittiges Photo: In die IBC-Innenbehälter und Fasskörper der Produktlinie Green Layer bringt Schütz mit einem Anteil von 30% hochqualitatives,<br />
naturfarbenes Recyclingmaterial ein, das das Unternehmen im Rahmen seines weltweiten Rücknahmeprogramms für<br />
entleerte Verpackungen selbst wiedergewinnt.<br />
Photo rechts: Die Kunststoffrahmenpalette von Schütz wurde speziell für den sicheren und störungsfreien IBC-Transport in hochmodernen,<br />
50 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
automatisierten Warenlagern entwickelt und besteht aus Schütz-eigenem, hochqualitativem Rezyklat.
Prozesse<br />
Das Combi Laserfass kombiniert ein<br />
verzinktes Laser-Stahlfass mit einem<br />
Innenbehälter aus HDPE-Kunststoff.<br />
So vereint Schütz die Korrosionsfreiheit<br />
und Sauberkeit eines Kunststofffasses<br />
mit der Stabilität und dem<br />
Permeationsschutz eines Stahlfasses.<br />
Die 3-Kufen-Stahlpalette mit<br />
geprägten Blechkufen verfügt<br />
im Vergleich zur Standard-Stahlkufenpalette<br />
über eine zusätzliche<br />
Mittelkufe. Diese sorgt durch<br />
eine verbreiterte Auflagefläche<br />
für eine verbesserte Gewichtsverteilung.<br />
verzinkte Laserfass oder ein lackiertes<br />
Standard-Stahlfass mit<br />
einem Innenbehälter aus HDPE-<br />
Kunststoff kombiniert. Der Zwischenraum<br />
wird durch eine Runddichtung<br />
versiegelt, was doppelten<br />
Leckageschutz bietet. Diese Verpackungslösung<br />
ist besonders für<br />
Chemikalien geeignet, die mit<br />
rohem Stahl oder herkömmlichen<br />
Innenlacken nicht kompatibel sind.<br />
Dies gilt beispielsweise für besonders<br />
anspruchsvolle Füllgüter der<br />
sogenannten Verpackungsgruppe I<br />
mit stark permeierenden, aggressiven<br />
und korrosiven Eigenschaften.<br />
So vereint Schütz die Korrosionsfreiheit<br />
und Sauberkeit eines<br />
Kunststofffasses mit der Stabilität<br />
und dem Permeationsschutz eines<br />
Stahlfasses. Auch für die effiziente<br />
Ladungssicherung beim Transport<br />
von Stahlfässern mit Spund präsentiert<br />
Schütz eine neue Lösung:<br />
Mit dem Schütz Drumfix System<br />
lassen sich aus vier Fässern und<br />
einer Palette schnell, einfach und<br />
umweltfreundlich sichere Ladungseinheiten<br />
bilden.<br />
Brennbares Gefahrgut sichern:<br />
neue Variante des Ecobulk SX-D<br />
Schütz hat den Ecobulk SX-D als<br />
doppelwandiges System für den<br />
Transport und die Lagerung von<br />
brennbaren Gefahrgutflüssigkeiten<br />
entwickelt. Dieses Containermodell<br />
bietet maximalen Schutz<br />
durch eine geschlossene, feuerfeste<br />
Außenhülle aus Stahl und ist<br />
nach FM Global und Underwriters<br />
Laboratories (UL) zugelassen. Auf<br />
der Fachpack stellt Schütz eine<br />
neue Variante vor, die einen integrierten<br />
Zugang zu einer Armatur<br />
besitzt, wodurch eine Entnahme<br />
von unten ermöglicht wird. Der<br />
volle Leckage- und Feuerschutz<br />
bleibt auch bei geschlossenem<br />
Schutzdeckel.<br />
Mit der Lizenz zum Rühren:<br />
der Schütz Impeller<br />
Für ein maximal sicheres und<br />
effizientes Aufrühren und Homogenisieren<br />
viskoser Füllstoffe im<br />
IBC bietet der Verpackungsspezialist<br />
mit dem Schütz Impeller<br />
ein revolutionäres, in sich geschlossenes<br />
Konzept, das ebenfalls<br />
auf der Messe zu sehen sein<br />
wird. Dabei handelt es sich um ein<br />
Einweg-Rührwerk, das bereits ab<br />
Werk in den Container eingesetzt<br />
ist. Das spezielle Becherrührwerk<br />
verfügt über bewegliche Flügel,<br />
die mit zunehmender Drehzahl<br />
automatisch hochklappen. Dadurch<br />
homogenisiert der Impeller<br />
Füllprodukte schonend und ohne<br />
Blasenbildung, wobei Sedimente<br />
vollständig aufgelöst werden, was<br />
den Füllgutverlust minimiert. Der<br />
Impeller besteht aus HDPE, dem<br />
gleichen chemikalienresistenten<br />
Material wie die IBC-Innenbehälter<br />
und ist in die Schraubkappe<br />
der Einfüllöffnung fest integriert.<br />
Bei entsprechender Prozess- und<br />
Containerkonfiguration muss das<br />
Rührwerk selbst beim Befüllvorgang<br />
nicht entnommen werden.<br />
Als geschlossenes System eliminiert<br />
der Impeller Qualitätsrisiken<br />
und daraus resultierende Kosten,<br />
wie sie beim Einsatz von marktüblichen<br />
Edelstahlrührwerken durch<br />
Kontamination infolge von Einbringen<br />
und Herausziehen sowie<br />
Wiederbenutzung zwangsläufig<br />
auftreten. Damit stellt der Impeller<br />
eine optimale Lösung für das<br />
Aufrühren von Farben und Lacken,<br />
Dicht- und Klebstoffen sowie bestimmten<br />
Chemikalien mit höherer<br />
Viskosität dar.<br />
MX 560: optimale<br />
Performance in Lager,<br />
Handling und Transport<br />
Mit dem Ecobulk MX 560 zeigt<br />
Schütz auf der Fachpack eine Verpackungslösung,<br />
die ein geringes<br />
Eigengewicht im Vergleich zu<br />
Edelstahlbehältern oder Fässern<br />
mit einer niedrigen Containerhöhe<br />
kombiniert. Mit seinem reduzierten<br />
Fassungsvermögen von<br />
Halle 7<br />
Stand 7-464<br />
Saropack<br />
Schrumpffolienspezialist Nr.1<br />
Klimaneutrale Schrumpffolien<br />
Erster Anbieter von klimaneutralen Schrumpffolien<br />
PLUS<br />
560 Litern auf optimaler Fläche<br />
ermöglicht der MX 560 geringere<br />
Kapitalbindung und verkürzte<br />
Standzeiten bei niedrigem Produktumschlag.<br />
Insbesondere in<br />
Branchen, in denen aufgrund stark<br />
konzentrierter Füllgüter keine<br />
großen Gebinde benötigt werden,<br />
ist das von Vorteil – beispielsweise<br />
in der Landwirtschaft und in der<br />
Agro-Chemie (konzentrierte Pflanzenschutz-<br />
oder Saatbeizmittel mit<br />
hohem Produktwert). Die Bodengruppe<br />
des MX 560 entspricht denen<br />
der Schütz MX-Typen mit 820,<br />
1.000 und 1.250 Litern Fassungsvermögen,<br />
sodass der Container<br />
mit allen anderen Modellen der<br />
MX-Linie kompatibel ist. Mit der<br />
Palettengröße können Lager- und<br />
Transportraum in genormten Großraumbehältern<br />
optimal ausgenutzt<br />
werden, auch bei Mischladungen.<br />
Das stellt einen großen Vorteil beispielsweise<br />
bei der Verfrachtung<br />
über den Seeweg dar.<br />
Mehr während der<br />
Fachpack in Nürnberg<br />
am SCHÜTZ<br />
Stand 6-328 in Halle 6 oder<br />
vorab: www.schuetz.net<br />
Maschinen<br />
Saropack Saropack Handels Handels GmbH • GmbH Vorarlberger • Wiedengasse Wirtschaftspark 25 • A-6840 2 • A-6840 Götzis Götzis<br />
Tel 05523 53540 • Fax 05523 53780<br />
UID Nr. ATU 41612108 • FB Nr. 149426w813 085 351<br />
www.saropack.eu<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
51
kaiserkraft auf der FACHPACK<br />
kaiserkraft wird erstmalig auf der FachPack zu Gast sein. Neben Details zur<br />
Neuausrichtung des Unternehmens zeigt kaiserkraft nachhaltige Verpackungsprodukte<br />
für Betrieb, Lager, Logistik und Büro. Ein Highlight ist ein eigens entwickelter<br />
Prototypen-Packtisch.<br />
Nach dem Zusammenschluss<br />
der beiden Marken<br />
„ratioform“ und<br />
„KAISER+KRAFT“ unter der neuen<br />
Marke „kaiserkraft“ präsentiert<br />
sich das Unternehmen den Verpackungsexperten<br />
auf der FachPack<br />
als kompetenter und erfahrener<br />
Partner für alle Verpackungslösungen.<br />
Untermauert wird diese<br />
Kompetenz besonders durch die<br />
über 45 Jahre Markterfahrung von<br />
ratioform und deren führende Position<br />
auf dem deutschen Markt.<br />
„Wir bieten eine umfassende Verpackungsexpertise<br />
mit ganzheitlichen<br />
Konzepten für Effizienz und Optimierung<br />
rund um den Verpackungsprozess:<br />
von der Beratung bis<br />
zum Versand, von der Analyse bis<br />
zur Evaluation. Diese Kompetenz<br />
wollen wir erlebbar machen“, sagt<br />
Sonja Mechling, President Division<br />
I&P und Geschäftsführung von kaiserkraft.<br />
Prototypen-Packtisch für<br />
effizienten Verpackungsprozess<br />
Am Stand 3A-642 in Halle 3A<br />
zeigt kaiserkraft verschiedene<br />
nachhaltige Verpackungslösungen<br />
wie umweltfreundliche Versandtaschen<br />
aus 100 % feuchtigkeitsresistentem<br />
Recyclingpapier oder zu 100<br />
% aus aufgesammelten Plastikmüll.<br />
Vertreten sind auch nachhaltige<br />
Produkte zum Polstern, Fixieren<br />
und Aufschlagen sowie zum Schutz<br />
von empfindlichen Geschenken.<br />
Gezeigt werden auch Produkte, die<br />
den Verpackungsprozess effizienter<br />
und nachhaltiger machen.<br />
Hihghlight<br />
Ein Highlight hierbei ist ein eigens<br />
entwickelter elektrischer, stufenlos<br />
höhenverstellbarer Packtisch für<br />
ergonomisches, schnelles, sicheres<br />
und flexibles Arbeiten in Industrie<br />
und Werkstatt. Dabei handelt es<br />
sich um eine Sonderanfertigung aus<br />
der kaiserkraft Eigenfertigung in<br />
Haan, einer Entwicklungs- und Produktionsstätte<br />
für Transportgeräte<br />
und weitere Betriebsmittel. Dort<br />
werden Produkte ausschließlich in<br />
hoher Qualität Made in Germany<br />
produziert. Die geölte Werkplatte<br />
aus Buche bietet beim Prototypen-<br />
Packtisch ausreichend Platz für barrierefreies<br />
Arbeiten. Das integrierte<br />
Kugelrollfeld ermöglicht zusätzlich<br />
das mühelose Verschieben von<br />
Packstücken ohne Anheben. Eine<br />
integrierte Leuchte für optimale<br />
Ausleuchtung des Arbeitsbereichs.<br />
Robuster Stahlrahmen und die<br />
Rückwand lässt sich bedarfsgerecht<br />
mit Lochplatten, Ablagesystemen,<br />
diversen Halterungen (Monitor, Tastatur,<br />
Packbandabroller) und weiterem<br />
Zubehör ausstatten.<br />
Halbautomatischer Palettenwickler<br />
für den mobilen Einsatz<br />
BeeWrap+ L<br />
Vorgestellt wird auch der Palettenwickler<br />
BeeWrap+ L, ein halbautomatischer<br />
Palettenwickler für den<br />
mobilen Einsatz und zur schnellen<br />
Ladungssicherung. Selbstfahrend<br />
ist die Maschine genau dort nutzbar,<br />
wo sie gerade gebraucht wird<br />
– besonders vorteilhaft bei sehr<br />
schweren oder übergroßen Paletten.<br />
Der Stretchwickler erkennt automatisch<br />
die Höhe des Packgutes und<br />
fährt die Konturen mit Hilfe des<br />
eingebauten Tastrades nach. Dabei<br />
benötigt die Maschine nur einen<br />
Arbeitsradius von 1150 mm. Anschließend<br />
wickelt der Stretchroboter<br />
das Packgut bis zu einer Höhe<br />
von 2100 mm ein. Die Maschine ist<br />
mit hocheffizienter und wartungsfreier<br />
AGM-Batterie ausgestattet.<br />
Diese Technologie garantiert eine<br />
deutlich stärkere Arbeitsleistung<br />
pro Akkuladung als herkömmliche<br />
Batteriesysteme. Zudem steht das<br />
AGM-Batteriesystem für mehr Sicherheit<br />
und einfachen Transport<br />
ohne Einschränkungen.<br />
Kompakte Papierfüllanlage zur<br />
Herstellung von Dreieckspads<br />
Besucher können ebenfalls das<br />
FillPak Trident Mini-Papierfüllsystem<br />
am Stand von kaiserkraft<br />
erleben. Dabei handelt es sich um<br />
ein kompaktes Papierfüllsystem<br />
zur Herstellung von dreieckigen<br />
Pads für die Hohlraumfüllung und<br />
zur Warenfixierung im Umkarton.<br />
Durch die patentierte Dreiecksform<br />
lässt sich bis zu 25 Prozent an Füllmaterial<br />
einsparen. Die Maschine<br />
kann als Stand-Alone-Gerät direkt<br />
am Packtisch eingesetzt oder in automatisierte<br />
Packstraßen integriert<br />
werden – ideal für hohe Versandvolumina<br />
und Logistikzentren. Die<br />
Bedienung funktioniert einfach<br />
per Fußschalter oder über einen<br />
Touchscreen zur Programmierung<br />
vordefinierter Papierlängen. Es ist<br />
kompatibel mit einer Vielzahl umweltfreundlicher<br />
Papiere.<br />
Intuitive, ergonomische und<br />
zeitsparende Alternativen<br />
Gezeigt wird ebenfalls ein innovatives,<br />
intelligentes und intuitives<br />
Umreifungsgerät, welches das erste<br />
Akku-Spann- und Verschlussgerät<br />
mit Echtanzeige der vorgegebenen<br />
und der effektiv angebrachten<br />
Bandspannkraft, während der Umreifung<br />
ist. Es ist robust gebaut und<br />
durch geschützte und abgedichtete<br />
Lage der Elektronik nahezu wasserdicht.<br />
Damit der Packprozess<br />
immer und an verschiedenen Orten<br />
möglich ist, kann eine mobile Fill<br />
Korblösung genutzt werden. Besonders<br />
ergonomisch: Die Folie<br />
wird direkt am Packplatz produziert<br />
und durch den Arm über den die<br />
Folie geführt wird, muss der Packer<br />
sich nicht bücken. Zeitsparend können<br />
die Folien direkt am Packplatz<br />
produziert werden und der Packer<br />
muss die Folie nicht erst irgendwo<br />
anders holen. Durch einen Sensor<br />
wird der Korb immer wieder automatisch<br />
aufgefüllt.<br />
Eigenfertigung<br />
Aus der Eigenfertigung aus Haan<br />
wird zudem eine weitere Besonderheit<br />
gezeigt: Der Montagewagen<br />
CustomLine mit Elektroantrieb der<br />
Marke eurokraft pro. Der Montagewagen<br />
ist die perfekte Lösung für<br />
die individuellen Anforderungen<br />
der Industrie und produzierenden<br />
Betriebe. Dieses innovative Produkt,<br />
das Teil der vielseitigen Produktreihe<br />
CustomLine ist, bietet Flexibilität<br />
und Modularität durch verschiedene<br />
Kombinationsmöglichkeiten<br />
und erweiterbares Zubehör. Das<br />
E-Modul zeichnet sich durch eine<br />
intuitive Bedienung mit perfekter<br />
Steuerkontrolle aus, um Lasten bis<br />
500 kg einfach zu transportieren.<br />
Die Antriebsbatterie besteht aus<br />
einem Lithium-Ionen-Wechselakku,<br />
dessen Ladestatus optisch durch<br />
eine Akkustand-Anzeige überprüft<br />
werden kann, wodurch sich das<br />
Produkt besonders effizient nutzen<br />
lässt. Die Laufzeit beträgt bis zu 8<br />
Stunden pro Akkuladung bei einer<br />
durchschnittlichen Nutzung. Das<br />
E-Modul bietet einfaches Navigieren,<br />
unterstützt durch eine ermüdungsfreie<br />
Bedienung dank des<br />
ergonomisch geformten, multifunktionalen<br />
Deichselkopfs. Bei Bedarf<br />
kann ein Schleichgang aktiviert<br />
werden, der hochpräzises Vor- und<br />
Zurückfahren ermöglicht. Dank des<br />
intelligenten Baukastenprinzips<br />
können Sie den Aufbau des Montagewagens<br />
mit Elektroantrieb im<br />
Alltag jederzeit nach Ihren individuellen<br />
Anforderungen verändern.<br />
Mehr während der FachPack<br />
Halle 3A / Stand 3A-642<br />
oder vorab: www.kaiserkraft.com<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong>
Mondi in Nürnberg<br />
Mondi wird auf der diesjährigen FachPack sein<br />
Portfolio an innovativen und flexiblen Verpackungslösungen<br />
vorstellen. Der Ansatz von<br />
Mondi, Verpackungs- und Papierlösungen zu entwickeln,<br />
die durch ihr Design nachhaltig und für<br />
einen bestimmten Zweck geeignet sind, ermöglicht<br />
es dem Unternehmen, eng mit Kunden aus den<br />
verschiedensten Industrien zusammenzuarbeiten.<br />
Mondi zeigt seinen Kunden<br />
den individuellen<br />
Weg zur Nachhaltigkeit<br />
auf und hilft ihnen, Verpackungslösungen<br />
zu finden, die ihre Waren<br />
schützen und gleichzeitig ihre Nachhaltigkeitsziele<br />
erfüllen.<br />
Mondi wird mehrere Innovationen<br />
aus Papier, Kunststoff oder einer<br />
Kombination aus beiden Materialien<br />
vorstellen, die alle aus den Forschungs-<br />
und Entwicklungsanstrengungen<br />
des Unternehmens und der<br />
engen Zusammenarbeit mit Kunden<br />
und Partnern hervorgegangen sind.<br />
Einige der vorgestellten Highlights,<br />
die Besucher auf der FachPack erleben<br />
können, sind:<br />
Der neu auf den Markt gebrachte<br />
• recycelbare FlexiBag Reinforced<br />
ist eine kostengünstige Monomaterialverpackung<br />
auf PE-Basis mit<br />
verbesserten mechanischen Eigenschaften.<br />
Sie kann einen kundenspezifischen<br />
Prozentsatz an recyceltem<br />
PE enthalten und ist ideal für die<br />
Tierfutterindustrie.<br />
Die weltweit erste Monomaterial-<br />
• Vakuumverpackungslösung für<br />
Kaffee, die Mondi gemeinsam mit<br />
dem finnischen Kaffeeproduzenten<br />
Paulig entwickelt hat.<br />
Mondis breites und innovatives<br />
•<br />
Sortiment an faserbasierten Verpackungen<br />
aus FunctionalBarrier<br />
Paper eignet sich für viele Industrieund<br />
FMCG-Endmärkte und kann in<br />
den bestehenden europäischen Papierabfallströmen<br />
recycelt werden.<br />
Die neue glatte, braune Kraftpapiersorte<br />
von Mondi, • Advantage<br />
Smooth Brown Semi Extensible.<br />
Sie zeichnet sich durch eine hohe<br />
Durchstoßfestigkeit aus und kann<br />
für Heißsiegelanwendungen beschichtet<br />
werden - ideal für Form-<br />
Fill-and-Seal (FFS)-Verfahren in<br />
Industrie- und Konsumgüterverpackungen,<br />
von Bauteilen bis hin zu<br />
Verpackungen für trockene Lebensmittel.<br />
EcoWicketBag - die preisgekrönte,<br />
• papierbasierte Verpackungslösung<br />
von Mondi aus extrem widerstandsfähigem<br />
Kraftpapier. Die innovative<br />
Lösung bleibt während des Befüllungsprozesses<br />
stabil und sorgt dafür,<br />
dass der Inhalt während des Transports<br />
gut geschützt ist, während sie<br />
gleichzeitig für das Recycling konzipiert<br />
ist.<br />
„Um unsere ambitionierten<br />
MAP2030-Nachhaltigkeitsziele zu<br />
erreichen, sind wir fest entschlossen,<br />
konkrete Maßnahmen zu ergreifen,<br />
um den Fortschritt voranzutreiben<br />
und Innovationen zu fördern, indem<br />
wir in die Forschung und Entwicklung<br />
von Kreislaufprodukten investieren.<br />
Wir freuen uns darauf, unsere<br />
Erfolge auf der FachPack vorzustellen<br />
und zu sehen, wie zahlreiche<br />
Kooperationen mit unseren Partnern<br />
im Bereich Verpackungsmaschinen<br />
zum Leben erweckt werden“, erklärt<br />
Paulus Goess, Growth and Sustainability<br />
Director Flexible Packaging<br />
bei Mondi.<br />
Mehr während der<br />
FachPack Stand 2<strong>04</strong> in Halle 4<br />
oder vorab unter:<br />
www.mondigroup.com<br />
WE LABEL YOUR SUCCESS<br />
Etiketten von Logett.<br />
Logett GmbH<br />
Sonnenbergerstraße 27a · A-6820 Frastanz<br />
T +43 5522 52518-0 · F +43 5522 52518-66<br />
office@logett.at · www.logett.at<br />
<br />
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BARCODE & LOGISTIK<br />
ETIKETTEN<br />
BLANKO<br />
ETIKETTEN<br />
BEDRUCKTE<br />
ETIKETTEN<br />
THERMOTRANSFER<br />
BÄNDER<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
53
Leistungsstarker Wrap-Around-/Tray-Packer<br />
Als weltweit agierender Spezialist für flexibel einsetzbare Hochleistungs-Verpackungssysteme<br />
im Food- und Non-Food-Bereich mit dem Fokus auf<br />
Molkereiprodukte und Getränke wird sich die Schäfer & Flottmann GmbH &<br />
Co. KG auf der diesjährigen FachPack in Halle 3C, Stand 262 präsentieren.<br />
Mit einem modular aufgebauten<br />
Maschinenportfolio<br />
bedient das mittelständische Familienunternehmen<br />
mit Sitz in Gevelsberg<br />
die weit gefächerten Anforderungen<br />
der Verpackungsindustrie<br />
mit servomotorisch angetriebenen<br />
Karton- und Tray-Aufrichtern sowie<br />
Verpackungsanlagen inklusive<br />
Robotertechnik für Einpacker und<br />
Palettiersysteme. Spezielle projektbezogene<br />
Vorgaben werden durch<br />
eine individuelle Zusammenstellung<br />
der modularen Funktionseinheiten<br />
kundenspezifisch konfiguriert.<br />
Highlights ...<br />
des Messeauftritts werden ein<br />
Wrap-Around-/Tray-Packer des Typs<br />
SFS 414 für die Verpackung von<br />
Bechern in „Shelf-Ready“-Kartons<br />
sowie eine nachgelagerte Cobot-Palettierung<br />
sein. Die leistungsstarken<br />
und äußerst formatflexiblen Anlagen<br />
der Serie SFS 414 decken das<br />
gesamte Spektrum der Sekundärverpackung<br />
in offene Trays, Displayoder<br />
Wrap-Around-Kartons sowie<br />
in Trays mit Dachlaschen ab. Die<br />
Maschinen realisieren eine Leistung<br />
von bis zu 30 Gebinden pro Minute.<br />
Durch eine „intelligente“ Steuerung<br />
konnte die Kapazität der möglichen<br />
Produktlagen pro Minute und Beladeeinheit<br />
auf 45 Lagen pro Minute<br />
noch weiter gesteigert werden.<br />
Weiterentwicklung<br />
Ein besonderes Augenmerk bei<br />
dem gezeigten Exponat richtet sich<br />
auf die Weiterentwicklung im Bereich<br />
Digitalisierung und die Zusammenarbeit<br />
von Mensch und Maschine.<br />
So wird auf der Messe ein<br />
programmgestützter Formatwechsel<br />
gezeigt. Zusätzlich wird das Bedienpersonal<br />
durch einen Cobot unterstützt.<br />
Mehr unter: www.sfs-net.de<br />
Effiziente und nachhaltige Mehrweglösungen<br />
Foto: Schäfer & Flottmann)<br />
Auf der FachPack präsentiert bekuplast, Entwickler und Hersteller von Mehrwegtransportlösungen,<br />
effiziente und nachhaltige Lösungen für alle Branchen.<br />
FachPack • Halle 6 • Stand 158<br />
Im Fokus steht u. a. der komprimierbare<br />
Intralogistikbehälter<br />
„contecline compact“. Er ist die Lösung<br />
für Logistikanbieter und Unternehmen,<br />
die mit steigenden Frachtkosten<br />
und begrenzten Lagerkapazitäten<br />
konfrontiert sind und bietet<br />
klare logistische Vorteile. Sein Vo-<br />
lumen ist im komprimierten Zustand<br />
70% geringer. Dadurch werden<br />
beim Transport und der Lagerung<br />
2/3 weniger Platz benötigt. Insbesondere<br />
bei langen Transportwegen<br />
und großen Behältermengen, ist das<br />
Einsparpotenzial erheblich. Für den<br />
Einsatz im AKL werden die komprimierten<br />
Behälter einmalig vollautomatisch<br />
aufgerichtet. Hinsichtlich<br />
ihrer Stabilität und Laufeigenschaften<br />
erfüllt der komprimierbare Intralogistikbehälter<br />
alle Anforderungen<br />
genauso wie ein starres Modell.<br />
Mehr unter: www.bekuplast.de<br />
Foto: Bekuplast<br />
Erweitertes Membrandosen-Sortiment<br />
Als Spezialist für Kunststoffverpackungen verschiedenster Art wird die Licefa<br />
GmbH & Co. KG, Bad Salzuflen, auf der diesjährigen FachPack in Halle<br />
6, Stand 448, u.a ihr nochmals erweitertes Sortiment an Membrandosen in den<br />
Mittelpunkt der Messepräsentation stellen.<br />
Neu im Angebot ist eine Variante<br />
im Außenformat 220<br />
x 120 x 65 mm, sodass das Lieferprogramm<br />
nunmehr insgesamt 41<br />
verschiedene Behältnisse dieser Art<br />
umfasst. Mit dieser großen Auswahl,<br />
deren Abmessungen von 34 x 34 x<br />
25 mm bis hin zu 300 x 300 x 50 mm<br />
reichen, darf Licefa als einer der führenden<br />
Membrandosen-Lieferanten<br />
in Deutschland gelten.<br />
Außerordentlich dehnbar<br />
Das signifikante Merkmal der<br />
speziellen Dosen ist die außerordentlich<br />
dehnbare Membranfolie<br />
im Innern, die eine hohe Flexibilität<br />
bzw. einen vielseitigen Einsatz ermöglicht<br />
und nach der Produktentnahme<br />
automatisch in ihren Ausgangszustand<br />
zurückgeht. Dadurch<br />
sind die Membrandosen auch als<br />
Mehrwegverpackungen nutzbar<br />
und bieten durch die sch<strong>web</strong>ende<br />
Lagerung gleichzeitig einen sehr<br />
guten Schutz insbesondere für<br />
empfindliche Produkte. Ideal ist<br />
ihre Verwendung zum Beispiel bei<br />
hochsensiblen Kleinteilen der optoelektronischen<br />
Industrie, in den Bereichen<br />
Laser/Photonic, Feinmechanik<br />
und Mikroelektronik sowie<br />
in der Medizintechnik-, Hörakustikund<br />
Dentalbranche.<br />
Traditionsunternehmen<br />
Neben Membrandosen umfasst<br />
das breit gefächerte Produktportfolio<br />
des 1907 als „Lippische Celluloidwarenfabrik“<br />
gegründeten<br />
Traditionsunternehmens eine Vielzahl<br />
an Rund- und Rechteckdosen<br />
sowie Sortimentskästen.<br />
Mehr unter: www.licefa.de<br />
Foto: Licefa<br />
54 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>
Ideen für die Zukunft:<br />
Limited Edition – made by KNAPP!<br />
Verpackungslösungen made by KNAPP vereinen Nachhaltigkeit mit Innovation<br />
und Kreativität. Auf der diesjährigen FachPack in Nürnberg nehmen die Verpackungsspezialisten<br />
aus dem kurpfälzischen Schwetzingen das Publikum mit auf<br />
eine Überraschungstour durch die bunte Welt der Verpackungen aus Vollkarton.<br />
Alles made in Germany.<br />
Alles umweltschonend produziert<br />
mit wasserbasierten<br />
Farben und Lacken.<br />
Alles recyclingfähig. „Außerdem<br />
zeigen wir, wie bei uns neue, alternative<br />
Materialien zum Einsatz<br />
kommen, beispielsweise Karton<br />
aus Silphie- und Grasfasern. Und<br />
präsentieren selbstverständlich<br />
unsere traditionellen KNAPP-Produkte<br />
wie Nurpak Einstoffblister<br />
stehend, hängend mit oder ohne<br />
Fenster sowie Faltschachteln in di-<br />
versen Ausführungen“, informiert<br />
Caroline Knapp, die Geschäftsführerin<br />
des familiengeführten Unternehmens.<br />
Siegel - Made for Recycling<br />
„Mit dem Siegel „Made for Recycling“<br />
dokumentieren wir unseren<br />
Kunden, dass wir Wert auf eine<br />
funktionierende Kreislaufwirtschaft<br />
legen und Verantwortung<br />
für den Klima- und Ressourcenschutz<br />
übernehmen. Wir haben in<br />
allen Stufen der Produktions- und<br />
Wertschöpfungskette die Nachhaltigkeit<br />
fest im Blick und verbinden<br />
im Sinne der Kunden Umweltschutz<br />
und Ressourcenschonung<br />
mit einer preis-leistungsgerechten<br />
Produktion. So geht Nachhaltigkeit,<br />
made by KNAPP“.<br />
Neu im Programm:<br />
Das KNAPP-Vesperbrettl für<br />
Food-Verpackungen. Und wenn<br />
die Kunden einmal ein spezielles<br />
Produkt in unterschiedlichen Designs<br />
am POS präsentieren möchten,<br />
dann zeigt die KNAPP Limited<br />
Edition 20<strong>24</strong> dafür interessante<br />
und vielfältige Möglichkeiten auf.<br />
Gespräch<br />
„Besuchen Sie uns auf unserer<br />
Tour! Wir freuen uns auf Ihren Besuch<br />
und das Gespräch mit Ihnen.“<br />
erklärt Caroline Knapp.<br />
Mehr während der<br />
FachPack:<br />
Halle 5 - Stand 5-447.<br />
oder vorab<br />
unter www.knapp-gmbh.de<br />
„Limited Edition 20<strong>24</strong>“ aus der Produktlinie der Kartonveredlung<br />
KNAPP GmbH, Schwetzingen<br />
Fotos: Kartonveredlung Knapp GmbH<br />
Wir freuen uns auf Ihren Besuch während der FachPack:<br />
Halle 3A, Stand 309<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
55
So viel Verpackung wie nötig, so wenig wie<br />
I N T E R V I E W<br />
Im Vorfeld der FachPack sprach KOMPACK mit einem der Coreth Geschäftsführer,<br />
Mag. Stefan Chalupnik, über allgemeine Entwicklungen am Markt sowie<br />
Erwartungen an die Messe in Nürnberg.<br />
KOMPACK: Wie lange ist die<br />
Firma Coreth schon bei der Fach-<br />
Pack als Aussteller dabei und welche<br />
Bedeutung hat diese Messe für<br />
das Unternehmen?<br />
Mag. Chalupnik: Seit über 25<br />
Jahren dürfen wir auf der Fach-<br />
Pack vertreten sein. Für uns als österreichischer<br />
Folienproduzent ist<br />
die FachPack nicht nur eine Möglichkeit<br />
die Firma zu repräsentieren<br />
und Neuheiten zu zeigen, sondern<br />
sie ist auch eine tolle und wichtige<br />
Möglichkeit den persönlichen Kontakt<br />
zu Kunden aber auch zu Lieferanten<br />
zu halten.<br />
KOMPACK: Ein großes Thema<br />
gerade in der Verpackungswirtschaft<br />
ist das Thema Kreislaufwirtschaft.<br />
Bis 2030 gibt es ja Recyclingquoten.<br />
Wie sehr erfüllen Sie<br />
schon jetzt diese Quoten?<br />
Mag. Chalupnik: Die Kreislaufwirtschaft<br />
ist das zentrale Thema<br />
in der Branche. Alle von uns gefertigten<br />
Polyethylen Folien sind zu<br />
100% recyclingfähig. Die Folienabfälle<br />
werden im CORETH eigenen<br />
Recyclingzentrum rezykliert und in<br />
unsere Produktion rückgeführt. Wir<br />
sprechen nicht nur über die Kreislaufwirtschaft<br />
sondern wir „leben“<br />
sie auch.<br />
Die EU-Verpackungsverordnung<br />
(PPWR-Packaging & Packaging<br />
Waste Regulation) definiert klare<br />
Vorgaben der Recyclingquote ab<br />
2030.<br />
Eine Vielzahl von CORETH Produkten<br />
mit PIR/Post Industrial Rezyklat<br />
und PCR/Post Consumer<br />
Rezyklatanteil sind extern durch die<br />
DIN CERTCO bereits erfolgreich<br />
zertifiziert.<br />
Wir erfüllen also nicht nur jetzt<br />
schon die Quoten, wir haben viele<br />
unserer Produkte auch extern zertifizieren<br />
lassen.<br />
KOMPACK: Oft kürzen wir die<br />
Bergriffe nur ab – sicher nicht immer<br />
für alle verständlich - Was ist<br />
eigentlich der Unterschied zwischen<br />
PCR und PIR?<br />
Mag. Chalupnik: Post Industrial<br />
Extrusionsanlage bei der G. Coreth Kunststoffverarbeitungs GmbH<br />
Recycling „PIR“ verwertet Kunststoffabfälle,<br />
die bei der industriellen<br />
Herstellung von unseren Folien<br />
anfallen. Das überschüssige, aber<br />
nach wie vor neuwertige Material<br />
wird gesammelt und für den nächsten<br />
Produktionsgang verwendet.<br />
Während Post Consumer Recyclingmaterial<br />
„PCR“ das Material<br />
der Endverbraucher umfasst, das<br />
nicht mehr für ihren vorgesehenen<br />
Zweck verwendet werden kann. Es<br />
besteht aus Materialien der Haushalte,<br />
Stoffe aus dem „Gelben<br />
Sack“, Folienverpackungen und<br />
sonstigen Kunststoffen. Diese Abfälle<br />
sind oft stark verschmutzt und<br />
benötigen eine besondere Sortierung<br />
und Reinigung bevor es recycelt<br />
werden kann.<br />
KOMPACK: Wieviel Recyclinganteil<br />
- glauben Sie - ist prinzipiell<br />
möglich beziehungsweise welche<br />
Nachteile ergeben sich bei zu hohem<br />
Rezyklatanteil?<br />
Mag. Chalupnik: Diese Frage<br />
lässt sich nicht eindeutig beantworten<br />
und hängt von vielen Faktoren<br />
ab. Wichtig ist, dass für Verpackungsfolien<br />
beim Einsatz im Lebensmittelbereich<br />
Recyclingmaterialien<br />
verboten sind.<br />
Bei anderen Produkten ist es<br />
möglich zwischen 10% und 100%<br />
Rezyklatanteil beizumischen (zB<br />
in der Baufolie). Man darf aber<br />
nicht übersehen, dass umso mehr<br />
Rezyklatanteil die Folie enthält,<br />
die physikalischen Eigenschaften<br />
nachlassen. Es ist also nicht immer<br />
eine ökologisch und ökonomisch<br />
sinnvolle Entscheidung das Maximum<br />
an Rezyklat Anteil zu verwenden,<br />
wenn beispielsweise die Folie<br />
dann wesentlich dicker sein muss<br />
oder sie den Anforderungen nicht<br />
entspricht. (Transportschutz, Arbeitssicherheit,<br />
Geruchsneutralität,<br />
etc.)<br />
KOMPACK: Nicht nur die Verpackungsbranche<br />
benötigt Rezyklate<br />
- haben wir genügend Material<br />
(Rohstoffe) am Markt?<br />
Mag. Chalupnik: Aus meiner<br />
Sicht wird das die große Herausforderung<br />
bis 2030 werden! Die Umsetzung<br />
der EU Vorgabe im Rahmen<br />
der PPWR ab 2030 mindestens<br />
35% Rezyklat einzusetzen, stellt uns<br />
aus heutiger Sicht vor eine gigantische<br />
Herausforderung, da wir ja<br />
nicht nur von der Kunststoffverpackung<br />
sprechen, sondern von sämtlichen<br />
Produkten aus Kunststoff.<br />
(zB Spritzguss etc).<br />
Da wir nicht in allen Ländern der<br />
Europäischen Union über gleich<br />
gut ausgebaute Sammelsysteme<br />
verfügen um unsere Recyklingbetriebe<br />
zu beliefern, wird es positiv<br />
formuliert, eine große Herausforderung<br />
werden. Dann bleibt noch die<br />
Möglichkeit das PCR Material aus<br />
dem EU Ausland zu importieren –<br />
hier muss jedoch sichergestellt werden,<br />
dass nach EU Vorschriften recycelt<br />
wird … eine mehr als große<br />
Aufgabe …<br />
KOMPACK: Eine Frage in Verbindung<br />
mit der EU-Verpackungs-<br />
56 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>
möglich<br />
verordnung (PPWR) ist eigentlich<br />
in der heutigen Zeit einer Antiplastikbewegung<br />
die Folienverpackung<br />
noch eine zeitgemäße Verpackungsform?<br />
Mag. Chalupnik: JA natürlich!<br />
Unbedingt.<br />
Kein Verpackungsmaterial ist in<br />
den letzten Jahren so in die negativen<br />
Schlagzeilen gekommen wie<br />
die Kunststoffverpackung.<br />
Dabei ist aber vor allem im Umgang<br />
mit der Verpackung folgendes<br />
zu beachten bzw. wichtig:<br />
„So viel Verpackung wie nötig, so<br />
wenig wie möglich.“<br />
Das Produkt muss also gegen alle<br />
erdenklichen Transportbelastungen<br />
und äußere Einflüsse geschützt werden<br />
und es darf auch nicht teuer<br />
sein.<br />
Die Verpackung hat aber viele<br />
und wichtige Funktionen, die oft<br />
übersehen werden:<br />
q Schutzfunktion - Die Verpackung<br />
soll vornehmlich die Ware<br />
selbst vor Umwelteinflüssen, Beschädigung,<br />
Verunreinigung und<br />
Mengenverlust schützen<br />
q Lagerfunktion - Jede Ware wird<br />
und muss mehrmals transportiert<br />
und gelagert werden. Mithilfe einer<br />
geeigneten Verpackung lässt<br />
sich die Ware leichter, sicherer und<br />
raumsparender lagern<br />
q Verlängerung der Haltbarkeit<br />
der Lebensmittel - Ohne Verpackung<br />
würden die Lebensmittel<br />
wesentlich schneller verderben<br />
(Beispiel Gurke oder Fleisch) und<br />
damit die Umwelt belasten<br />
q Wiederverwertung - Heutzutage<br />
spielt das Umweltbewusstsein eine<br />
sehr wichtige Rolle. So wird unter<br />
Berücksichtigung des Umweltschutzes<br />
besonders auf die Wiederverwendbarkeit<br />
und Recykling Wert<br />
gelegt. Gebrauchte Verpackungen,<br />
gleich ob für die einmalige oder die<br />
mehrmalige Verwendung bestimmt,<br />
gelten grundsätzlich nicht als Müll,<br />
sondern als Wertstoff, dessen Entsorgung,<br />
Verwertung und Wiederverwendung<br />
in der Verpackungsverordnung<br />
geregelt ist<br />
q Verkaufsfunktion - durch eine<br />
gute Verpackung erhöht sich der<br />
Wiedererkennungswert des Produktes<br />
und das Produkt lässt sich<br />
besser verkaufen<br />
q Informationsfunktion - Die<br />
Verpackung kennzeichnet das Produkt<br />
nach Art, Menge, Gewicht und<br />
Preis, informiert über Gefahrenguthinweise,<br />
Verfallsdaten und<br />
Verwendungszweck, und ist zudem<br />
Träger von verschlüsselten Daten<br />
(Barcodes)<br />
q Zusatzfunktion - wie Dosierungs-<br />
oder Entnahmehilfe, Wiederverschließbarkeit<br />
aber auch<br />
Garantiesicherung z.b. beim Mindesthaltbarkeitsdatum.<br />
Sämtliche Ansprüche kann reines<br />
(PE) Polyethylen erfüllen!<br />
KOMPACK: Ist bei all den Themen<br />
nicht die Industrie in der Verantwortung?<br />
Mag. Chalupnik: Wichtig - aus<br />
meiner Sicht - ist es, dass es nicht<br />
immer nur einen Verantwortlichen<br />
für die diversen Verschmutzungen<br />
gibt. In den Medien ist oft nur der<br />
Produzent im Fokus. Wir alle als<br />
Konsumenten haben die Verantwortung<br />
unseren Müll entsprechend<br />
zu trennen und zu entsorgen.<br />
Das Problem ist nicht der Kunststoff,<br />
sondern der oft unsachgemäße<br />
Umgang bei der Entsorgung<br />
und die fehlende Bereitschaft der<br />
Kunden Kunststoffabfälle zu sammeln<br />
und zu trennen!<br />
KOMPACK: Gibt es ökologisch<br />
sinnvolle Mehrwegverpackung und<br />
in welchen Bereichen?<br />
Mag. Chalupnik: Im industriellen<br />
Bereich sehe ich gerade bei<br />
der großvolumigen Verpackung<br />
(z.b Paletten Verpackung) sowohl<br />
ökologisch wie auch ökonomisch<br />
nur Nachteile. Stellen Sie sich vor,<br />
Sie müssten z.b. Boxen mit Ziegeln<br />
verschicken, diese Boxen dann<br />
sammeln, wieder zum Händler zurückschicken<br />
und der dann wiederum<br />
zum Erzeuger. Allein die vielen<br />
Transportwege wären eine enorme<br />
CO 2 Belastung.<br />
KOMPACK: Es gibt auch die<br />
„Plastiksteuer“ (Produkte werden<br />
teurer), die von den Ländern bezahlt<br />
werden.<br />
Mag. Chalupnik: Zurzeit wird<br />
die Plastiksteuer von den Ländern<br />
getragen. Die Plastiksteuer ist eine<br />
große Gefahr für jegliche recyclingfähige<br />
Kunststoffverpackung<br />
und für den Mittelstand.<br />
KOMPACK: Was würde passieren,<br />
wenn wir die Strafe direkt an<br />
die Hersteller verrechnen?<br />
Mag. Chalupnik: Würde sich zum<br />
links:<br />
Kreislaufwirtschaft bei CORETH.<br />
Alle Polyethylen Folien von Coreth sind zu 100% recyclingfähig.<br />
Die Folienabfälle werden im CORETH eigenen Recyclingzentrum<br />
rezykliert und in die eigene Produktion rückgeführt.<br />
rechts:<br />
Mag. Stefan Chalupnik<br />
Beispiel ein Land der Europäischen<br />
Union entscheiden, die Steuer direkt<br />
auf den Hersteller abzuwälzen<br />
(800€ / Tonne Kunststoff) wäre dies<br />
eine Erhöhung der Kosten um ca<br />
50% und für kein Unternehmen umsetzbar.<br />
Wir müssten diese Mehrkosten<br />
1:1 an unsere Kunden weitergeben<br />
und diese würden dann Ihren<br />
Folienbedarf im Ausland beziehen.<br />
Auch so kann man mit einem Schlag<br />
eine Branche „vernichten“ und<br />
den Wirtschaftsstandort Österreich<br />
schädigen.<br />
KOMPACK: Was wäre die Alternative?<br />
Mag. Chalupnik: Wenn wir europaweit<br />
die Sammelsysteme auf<br />
einen Standard bringen und weiterhin<br />
auf eine funktionierende und<br />
gelebte Kreislaufwirtschaft setzen,<br />
bei gleichzeitiger Reduktion der<br />
Folienstärke, ist das sicher die ökonomisch<br />
aber auch ökologisch bessere<br />
Alternative!<br />
KOMPACK: Was ist prinzipiell<br />
bei Coreth am Standort in der nächsten<br />
Zeit geplant?<br />
Mag. Chalupnik: Bei Coreth wird<br />
20<strong>24</strong> wieder in die Hallenerweiterung<br />
für eine neue Extrusionsanlage<br />
investiert. Beide Projekte werden<br />
wir Anfang 2025 abgeschlossen<br />
haben.<br />
KOMPACK: Danke für das Gespräch!<br />
Die Firma Coreth<br />
freut sich<br />
auf Ihren Besuch<br />
während der<br />
FachPack in Halle 5 /<br />
Standnummer 5-434<br />
G. Coreth<br />
Kunststoffverarbeitungs GmbH<br />
Mitarbeiter: 120<br />
Exportquote 50%<br />
Produktionsmenge: 25.000t/Jahr<br />
T: +432254781-0<br />
E: office@coreth.at<br />
www.coreth.at<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
57
Automation ist der Schlüssel<br />
Lantech zeigt anlässlich der Fachpack (Halle 1, Stand 1-415) Automatisierungslösungen<br />
State of the Art. Die hocheffizienten Verpackungssysteme setzten Maßstäbe<br />
in der Lagerlogistik und optimieren den Warenversand.<br />
Der automatische Inline-<br />
Kartonaufrichter CI-1000<br />
vereint Hochleistung mit<br />
Flexibilität. Anwender erreichen eine<br />
Geschwindigkeit von bis zu 25<br />
Takte pro Minute und können viele<br />
Kartonarten verarbeiten, wobei die<br />
möglichen Abmessungen zwischen<br />
200 mm x 150 mm x 150 mm und<br />
500 mm x 325 mm x 520 mm liegen.<br />
Die Maschine meistert die Herausforderung,<br />
trotz wechselnder<br />
Beschaffenheit der Wellpappe sowie<br />
veränderlicher Temperatur und<br />
Luftfeuchtigkeit stets rechtwinklige<br />
Kartons zu produzieren. So haben<br />
die Verpackungen maximale Stabilität<br />
und eignen sich optimal für die<br />
Logistikkette. Der Verschluss der<br />
Kartonböden erfolgt mit Heißleim<br />
oder Klebeband.<br />
Zeitsparendes Stretchwickeln<br />
Stretchwickelmaschinen sind eine<br />
Voraussetzung für die professionelle<br />
Ladungssicherung auf Paletten.<br />
Lantech bietet mit dem neuen<br />
halbautomatischen Stretchwickler<br />
QL-400XT eine besonders effiziente<br />
Verpackungslösung an. Im<br />
Vergleich zu herkömmlichen Maschinen<br />
wird jeder Wickelvorgang<br />
um zwei Minuten verkürzt, weil<br />
die Folie automatisch an der Palette<br />
befestigt und nach dem Wickeln<br />
abgeschnitten wird. Möglich macht<br />
es die patentierte Funktion „XT Cut<br />
and Clamp“, sie ist rein mechanisch<br />
und erfordert weder Druckluft noch<br />
Strom. Ein weiterer Vorteil ist die<br />
intelligente Steuerung „Load Guardian“.<br />
Das System erstellt für<br />
häufig vorkommende Ladungen<br />
Der Kartonaufrichter CI-<br />
1000 produziert schnell<br />
und flexibel rechtwinklige<br />
Verpackungen.<br />
(Foto - © Lantech)<br />
spezielle Profile mit passender<br />
Rückhaltekraft. Anwender sparen<br />
so Zeit und vermeiden Bedienerfehler.<br />
Der Stretchwickler QL-<br />
400XT verarbeitet stündlich bis zu<br />
35 Ladungen mit einer maximalen<br />
Diagonale von 1830 mm sowie einer<br />
maximalen Höhe von 2030 mm.<br />
Die verarbeitete Folie kann bis zu<br />
300 Prozent vorgedehnt sein.<br />
Mehr unter: www.lantech.com<br />
58 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>
Ganzheitlicher Ansatz<br />
Auf der FachPack rückt Mosca sein umfassendes Portfolio in den Mittelpunkt.<br />
Am Stand 3C-351, Halle 3C kann man sich ein genaueres Bild des ganzheitlichen<br />
Ansatzes machen, der neben Umreifungs- und Stretchwickeltechno-logien<br />
auch digitale Lösungen, datenbasierte Beratung und Services umfasst.<br />
Moderne Verpackungslösungen<br />
erfordern mehr<br />
als geeignete Materialien<br />
und Anlagen: Als Systemanbieter<br />
verfolgt die Mosca GmbH deshalb<br />
einen integrierten Ansatz, der neben<br />
Packhilfsmitteln und Technologien<br />
auch digitale Lösungen, fundierte<br />
Beratung und weiterführende<br />
Dienstleistungen umfasst. „Als<br />
führender Anbieter von Umreifungsund<br />
Stretchwickeltechnologien bauen<br />
wir unser Angebot kontinuierlich<br />
aus, um unsere Kunden bestmöglich<br />
zu unterstützen“, erläutert Alex Jesser,<br />
Produktmanager Marketing bei<br />
Mosca. So erwarten Besucherinnen<br />
und Besucher neben bewährten<br />
manuellen und vollautomatischen<br />
Umreifungs- und Wickelmaschi-<br />
nen auch digitale Technologien.<br />
Beratungsangebote zur Transportsicherheit<br />
und ergänzende Dienstleistungen<br />
wie Wartungen gehören<br />
ebenfalls dazu.<br />
Kernkompetenz<br />
Effiziente Technologien für<br />
Bandumreifungen und Stretchwicklung<br />
zählen zu den Kernkompetenzen<br />
des Unternehmens. Maschinen<br />
wie die KZV-111 und die Saturn<br />
S6 der Tochterfirma Movitec dürfen<br />
deshalb in Nürnberg nicht fehlen.<br />
Umreifungsmaschinen und Stretchwickler<br />
unterstützen jedoch erst in<br />
Kombination mit vor- und nachgelagerten<br />
Technologien möglichst<br />
effizient. „Unsere Anlagen verfügen<br />
dazu über geeignete Schnittstellen,<br />
die sie nahtlos mit Robotiklösungen<br />
und Fördertechnologien verknüpfen<br />
– für vollautomatische Prozesse auf<br />
oftmals kleinstem Raum“, führt Jesser<br />
weiter aus.<br />
TechCenter<br />
Auf dem Weg zur idealen Verpackung<br />
unterstützt das TechCenter:<br />
Das Hightech-Testzentrum in Waldbrunn<br />
ermöglicht es Kunden, Ladungseinheiten<br />
und Transportsicherungen<br />
verschiedenen Stresstests zu<br />
unterziehen und sie so zu optimieren.<br />
Mehr unter:<br />
www.mosca.com<br />
oder beim<br />
österreichischen Partner:<br />
www.gigant.at<br />
Foto: Mosca<br />
Der vollautomatische,<br />
platzsparende Ringwickler<br />
Saturn S6 der Mosca-Tochterfirma<br />
Movitec verarbeitet bis<br />
zu 120 Paletten pro Stunde.<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
59
WIRTSCHAFT<br />
Next Generation zum Jubiläum<br />
EFAFLEX feierte diesen Sommer sein 50-jähriges Jubiläum. Die Veranstaltung<br />
brachte langjährige Mitarbeiter aus der ganzen Welt, von China bis Mexiko, und<br />
Freunde des Unternehmens zusammen und wurde zu einem unvergesslichen<br />
Abend. Der Weltmarktführer im Bereich Industrietore ruht sich aber nicht auf<br />
seinen Lorbeeren aus und stellt auch seine Schnellauftore Next Generation vor<br />
und hebt seine Serviceberatung in das nächste Level der Kundenorientierung.<br />
EFAFLEX ist Erfinder der<br />
Spiraltortechnik und bündelt<br />
diesen Erfahrungsschatz<br />
nun in den Next Generation<br />
Spiraltoren. Dabei handelt es sich<br />
um eine einheitliche und symmetrische<br />
Grundkonstruktion, die<br />
mit vier verschiedenen Torblättern<br />
genutzt werden kann. Egal, ob<br />
höchste Windbelastung, großer Isolationsbedarf<br />
oder enorme Langlebigkeit<br />
– die Next Generation Spiraltore<br />
von EFAFLEX lösen jede<br />
Herausforderung. Denn auch bei<br />
den Next Generation Spiraltoren<br />
bildet die von uns erfundene und<br />
noch immer unerreichte Spiraltortechnik<br />
das Herzstück.<br />
Torblatt<br />
Das Torblatt wird dabei nicht auf<br />
einer Welle aufgewickelt, sondern<br />
von der spiralförmigen Führung<br />
platzsparend auf Abstand gehalten.<br />
Durch dieses mechanische Prinzip<br />
laufen Spiraltore von EFAFLEX<br />
ausgesprochen leise, nahezu verschleißfrei<br />
und außerordentlich<br />
schnell.<br />
Next Generation<br />
Zur „Next Generation“ gehören<br />
vier Tortypen in den drei Varianten<br />
Premium, Eco und Basic, die alle<br />
auf einem Konzept basieren. Jedes<br />
Tor ist nach dem Baukausten-Prinzip<br />
individuell konfigurier- und gestaltbar,<br />
sodass es insgesamt zwölf<br />
verschiedene Tore für die unterschiedlichsten<br />
Bedürfnisse und Anwendungen<br />
gibt. Auch Sonderwünsche<br />
lassen sich schnell und einfach<br />
umsetzen.<br />
Das Original<br />
Das EFA-SST® Therm verfügt serienmäßig<br />
über thermisch getrennte<br />
EFA-THERM® Isolierlamellen.<br />
EFAFLEX bietet diese Konstruktion<br />
als weltweit erster Hersteller<br />
von Industrietoren an. Dadurch erreicht<br />
das Tor einen brillanten U-<br />
Wert, wodurch Kälte- oder Wärmeverluste<br />
deutlich minimiert werden.<br />
60 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
Bei der Jubiläumsfeier: Moderator, die Geschäftsführer der Länderorganisationen,<br />
Tschechien: Luděk Lhotka, Niederlande: Frank Keijzer,<br />
Österreich: Heinz Siegel, Polen: Filip Napierala, Belgien: Guido van Passen,<br />
Mexiko: Michael Schwartz, United Kingdom: Darren Turell,<br />
China: Lisheng Wang, Schweiz: Felix Schneider.<br />
Der belastbare Klassiker<br />
Das EFA-SST® Alux ist sehr robust<br />
in seiner Bauweise durch dop-<br />
pelwandige Aluminium-Lamellen<br />
und kann bis zu 400.000 Lastwechsel<br />
pro Jahr ausführen. Obendrein<br />
zeichnet sich das Tor durch die maximale<br />
Windklasse 5 aus, die einen<br />
Betrieb selbst bei höchsten Windbelastungen<br />
erlaubt.<br />
Das transparente Turbotor<br />
Das EFA-STT® Clear, unser<br />
Schnelllauf-Turbotor, besticht<br />
durch eine rasche Öffnungsgeschwindigkeit<br />
von 3,2 m/s. Unsere<br />
EFA-CLEAR® Klarsichtlamellen<br />
sorgen für ausreichend Licht und<br />
Helligkeit in der Halle. Zudem gewährleisten<br />
die transparenten Lamellen<br />
eine freie Sicht mit offenen<br />
Blickachsen, wodurch ebenso die<br />
Sicherheit erhöht wird.<br />
Das schnellste<br />
vertikal öffnende Tor der Welt<br />
Mit seinem flexiblen Behang sowie<br />
der rasanten Geschwindigkeit<br />
von bis zu 4,0 m/s ermöglicht das<br />
EFA-STR® Flex eine effiziente<br />
und schnelle Logistik. Das Torblatt<br />
aus PVC-beschichtetem Polyesterge<strong>web</strong>e,<br />
die darin enthaltenen Verstärkungen<br />
aus Aluminiumprofilen<br />
sowie die EFAFLEX-Spiraltechnik<br />
ermöglichen diese Rekordgeschwindigkeiten.<br />
Drei Varianten<br />
Diese vier Tore gibt es jeweils in<br />
drei Varianten.<br />
PREMIUM<br />
Die Premium-Version ist speziell<br />
für den industriellen Dauereinsatz<br />
konzipiert und bewältigt mühelos<br />
bis zu 400.000 Lastwechsel pro<br />
Jahr. Diese Ausführung bietet maximale<br />
Performance und eine breite<br />
Auswahl an Ausstattung. Ein besonderes<br />
Highlight ist der schwenkbare<br />
Zargendeckel, der zusätzliche<br />
Flexibilität ermöglicht.<br />
ECO<br />
Die ECO-Version überzeugt<br />
durch ihre robuste Qualität und die<br />
gewohnte EFAFLEX-Zuverlässigkeit.<br />
Sie ist für bis zu 200.000 Bewegungen<br />
pro Jahr ausgelegt, was
weit über dem Durchschnitt liegt.<br />
Zudem bietet sie große Sicherheit<br />
durch das integrierte Torlinienlichtgitter.<br />
BASIC<br />
Mit bis zu 150.000 Öffnungs- und<br />
Schließvorgängen pro Jahr ist die<br />
Basic-Version die ideale Wahl für<br />
den Einstieg. Überzeugen Sie sich<br />
von der hohen EFAFLEX Qualität<br />
und genießen Sie zuverlässige Leistung<br />
zu einem attraktiven Preis.<br />
Premiumberatung<br />
EFAFLEX setzt auch bei der Beratung<br />
neue Maßstäbe. „Wir wollen<br />
Schäden, so gut es geht, vorab<br />
vermeiden. Das reicht von der Vorfeldabsicherung<br />
durch moderne<br />
EFAFLEX bietet mit EFA-SmartConnect® DIE IoT-Lösung<br />
für vernetzte Tore. Das System ermöglicht das zentrale<br />
Monitoring aller EFAFLE-Tore auf einen Blick. Die Steuerung<br />
erfolgt über eine einfache App in welcher ein Übersicht<br />
über den Status aller Tore in Echtzeit dargestellt<br />
wird. Dies erleichtert den Einsatz der vorrausschauenden<br />
Wartung und senkt Betriebskosten sowie die Gefahr von<br />
Stillständen.<br />
Sensorik wie z.B. Laserscanner<br />
oder Radarmelder, aber auch Poller,<br />
die ein Anfahren ans Tor verhindern,<br />
bis hin zu vorbeugender<br />
Wartung durch speziell ausgebildete<br />
Techniker. Durch vorbeugende<br />
Maßnahmen sollen ungeplante<br />
Stillstandzeiten vermieden<br />
werden. Mit unserem neuen Tool<br />
EFA-SmartAssist werden wir noch<br />
schneller und flexibler. Hier erfolgt<br />
der Austausch mit dem Kunden<br />
mittels speziell entwickelter<br />
Live-Video-Assistenz-Anwendung.<br />
Der SmartAssist ermöglicht digitale<br />
Störungsanalysen und -behebungen.“<br />
erklärt der österreichische<br />
Geschäftsführer Heinz Siegel.<br />
Mehr unter: www.efaflex.at<br />
KLEBEN – SO PRÄZISE WIE<br />
EIN SCHWEIZER UHRWERK<br />
SEPTEMBER<br />
<strong>24</strong>. - 26.20<strong>24</strong><br />
STAND 533<br />
HALLE 2<br />
Sie legen Wert auf Spitzenleistung? Für eine anspruchsvolle Klebstoff-Anwendung?<br />
Das Schmelzgerät Vision in Kombination mit dem Heizschlauch Performa und dem<br />
elektrischen Auftragskopf Volta bringt Schweizer Zuverlässigkeit und Präzision in<br />
Ihre Produktionslinie.<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
61
GETRÄNKEINDUSTRIE<br />
Wachstumsschub<br />
Wer mit zweistelligen Wachstumszahlen glänzt, schmückt sich gerne mit einem<br />
Technologiepartner, der zuverlässig die erforderlichen Kapazitäten liefern kann.<br />
Das gilt besonders für den südafrikanischen Cider-Rekordler Distell und seine<br />
langjährige Zusammenarbeit mit KHS.<br />
Während manche Regionen<br />
Cider erst jetzt als Trendgetränk<br />
für sich entdecken,<br />
blickt der fermentierte und<br />
alkoholhaltige Apfelsaft in anderen<br />
Ländern auf eine lange Tradition zurück:<br />
Insbesondere im Vereinigten<br />
Königreich und in Irland erfreut sich<br />
die Spezialität schon seit Julius Caesars<br />
Zeiten großer Beliebtheit. Auf<br />
seinem Rückzug aus Angelsachsen<br />
nahm der Imperator die Erfrischung<br />
mit nach Rom und sorgte für deren<br />
Verbreitung in weiten Teilen<br />
Europas. Entsprechend vielfältig<br />
entwickelten sich die regional unterschiedlichen<br />
Ausprägungen des Getränks:<br />
Die Franzosen zum Beispiel<br />
bevorzugten süßere Tafeläpfel als<br />
Rohstoff und brauten daraus ihren<br />
schwach alkoholischen Cidre. Die<br />
Engländer hingegen setzten ganz auf<br />
Mostäpfel, die zu bitter, scharf oder<br />
sauer sind, um sie unverarbeitet genießen<br />
zu können. In puncto Herbe<br />
liegt jedoch Deutschland vorne: Vor<br />
allem in Hessen gibt es rund um den<br />
sogenannten „Ebbelwoi“ mit seinen<br />
5 bis 8 Prozent Volumenalkohol eine<br />
regelrechte Apfelweinkultur, von<br />
der UNESCO im Jahr 2022 als immaterielles<br />
Kulturerbe anerkannt.<br />
Den weltweiten Siegeszug in der<br />
Neuzeit verantworten allerdings erneut<br />
die Briten: Von ihrem Empire<br />
aus verbreitete sich im 19. und 20.<br />
Jahrhundert der Cider bis in die entlegensten<br />
Kolonien und das spätere<br />
Commonwealth – neben Indien, Kanada<br />
und Australien auch nach Südafrika,<br />
wo er bis heute zu den beliebtesten<br />
Durstlöschern zählt.<br />
62 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
Fotos: Quelle: Frank Reinhold<br />
Ziehen an einem Strang: Bradley Naicker, KHS Sales Manager (links),<br />
und Dewald Benadie, bei Distell Line Manager<br />
der neuen Linie 2 am Standort Springs<br />
Afrikanischer Apfelweinriese<br />
Marktführer dort ist Distell, einer<br />
der führenden Getränkehersteller<br />
auf dem gesamten Kontinent und<br />
nach eigenen Angaben zweitgrößter<br />
Apfelweinhersteller weltweit. Ende<br />
2000 durch die Fusion der Stellenbosch<br />
Farmers’ Winery mit der<br />
Distillers Corporation entstanden,<br />
produziert das Unternehmen Wein,<br />
Spirituosen sowie Cider und RTDs.<br />
Allein die letzten beiden Kategorien<br />
machten 2021 mengenmäßig rund<br />
55 Prozent der Produktion aus und<br />
sorgten damit für mehr als ein Drittel<br />
des Umsatzes von über 1,2 Milliarden<br />
Euro.<br />
Portfolio<br />
Das Portfolio besteht aus mehreren<br />
Marken: Neben Hunter’s, Extreme<br />
und Bernini ist insbesondere die<br />
Premium-Produktlinie Savanna bei<br />
heimischen Konsumenten und in<br />
verschiedenen internationalen Märkten<br />
äußerst gefragt: Erhältlich als<br />
Savanna Dry, in einer alkoholfreien<br />
und einer Light-Variante sowie aromatisiert<br />
mit Zitrone beziehungsweise<br />
Chili, wird das Produkt in 330-<br />
und 500-Milliliter-Glasflaschen mit<br />
Kronkorken abgefüllt, die einzeln<br />
oder in Packs mit bis zu sechs Flaschen<br />
in den Handel gehen.<br />
Humor<br />
Die Marke nutzt für ihre Tonalität<br />
einen spritzigen, geistreichen Humor,<br />
um den frischen Charakter des Getränks<br />
zu transportieren. So entstand<br />
beispielsweise in der Hochphase der<br />
Coronapandemie, als die Menschen<br />
in Südafrika mit geschlossenen<br />
Restaurants und Bars, Ausgangssperren<br />
sowie monatelangen Alkoholverkaufsverboten<br />
umzugehen<br />
hatten, die Idee der Savanna Virtual<br />
Comedy Bar: Hier konnte man sich<br />
wöchentlich auf Zoom mit Freunden<br />
treffen und bei einem gemeinsamen<br />
Cider mit Comedians interagieren.<br />
Alle zwei Wochen fanden zudem<br />
Comedy Specials statt, die in den<br />
Social-Media-Kanälen von Savanna<br />
gestreamt wurden. Einerseits unterstützte<br />
die Maßnahme die durch die<br />
Schließung von Kultureinrichtungen<br />
arbeitslos gewordenen Entertainer.<br />
Andererseits entwickelte sie sich<br />
schnell zu einem riesigen Kult, der<br />
Südafrikaner in dieser schweren Zeit<br />
Die beiden KHS-Etikettiermaschinen Innoket Neo Flex<br />
verfügen über je sechs Selbstklebe-Stationen.<br />
aufheiterte und der Marke gleichzeitig<br />
innerhalb eines Jahres zur Verdoppelung<br />
ihres Absatzvolumens<br />
verhalf. Ausschlaggebend war die<br />
nur Monate vor Covid-19 lancierte<br />
alkoholfreie Variante. Ihr wandten<br />
sich aufgrund ihres vom Original<br />
nicht zu unterscheidenden Aromas<br />
viele Konsumenten anderer Getränkekategorien<br />
zu. Einmal auf den<br />
Geschmack gekommen, blieben sie.<br />
Heute gilt Savanna in Südafrika als<br />
beliebteste Marke überhaupt.<br />
Sozial verantwortlich<br />
Aber auch sonst setzt Distell auf<br />
gesellschaftliche Verantwortung:<br />
Jenseits der finanziellen Ziele seiner<br />
Stakeholder sind vielfältige CSR-<br />
Aktivitäten fester Bestandteil der<br />
Unternehmensstrategie. So werden<br />
beispielsweise Programme zur Reduzierung<br />
schädlichen Alkoholkonsums<br />
aufgesetzt, Aufklärung über<br />
die Folgen von alkoholisiertem Fahren<br />
geleistet, Impfkampagnen realisiert,<br />
Jugendliche auf ihrem Weg<br />
unterstützt oder die Rolle der Frau<br />
gestärkt. Zusammen mit innovativen<br />
Marketingkonzepten und qualitativ<br />
hochwertigen Produkten sorgt<br />
dieses Engagement für eine breite<br />
Akzeptanz und hohe Identifikation<br />
beim Verbraucher. Das wiederum<br />
zahlt sich in barer Münze aus – und<br />
darin, dass die Produktion manchmal<br />
kaum mit der Nachfrage Schritt<br />
halten kann.<br />
Technologiepartner<br />
Da ist es umso wichtiger, einen<br />
Technologiepartner zu haben, auf<br />
den man sich beim dringend erforderlichen<br />
Ausbau seiner Kapazitäten<br />
hundertprozentig verlassen kann.<br />
Bereits seit rund 20 Jahren verbindet<br />
Distell mit dem Dortmunder<br />
Systemanbieter KHS eine solche<br />
Beziehung: In dieser Zeit wurden<br />
sowohl in Stellenbosch bei Kapstadt<br />
als auch in Wadeville und Springs<br />
in der Nähe von Johannesburg zahlreiche<br />
Anlagen installiert, darunter<br />
in der jüngeren Vergangenheit zwei<br />
Turnkey-Dosen- und drei Glaslinien<br />
sowie zahlreiche Füller, Packer und<br />
prozesstechnische Aggregate. Von<br />
insgesamt 36 Linien, die der Ge-
tränkehersteller heute in Südafrika<br />
betreibt, ist ein Drittel für Savanna<br />
reserviert – die meisten davon am<br />
Standort in Springs.<br />
Unverzichtbarer Partner<br />
„Wir haben uns jedoch nicht nur<br />
mit unseren erstklassigen Maschinen<br />
sowie mit reibungslosen Installations-<br />
und Inbetriebnahmeprozessen<br />
als unverzichtbarer Partner<br />
von Distell etabliert“, betont Leroy<br />
Thangamuthu, Managing Director<br />
von KHS South Africa. „Solange<br />
wir zusammenarbeiten, sind es vor<br />
allem unsere Servicetechniker, die<br />
dafür sorgen, dass die Anlagen kontinuierlich<br />
in der gewohnten Zuverlässigkeit<br />
und Qualität produzieren.<br />
Ihnen ist es zu verdanken, dass unsere<br />
Ausstattung mit gleichbleibend<br />
optimaler Verfügbarkeit genutzt<br />
werden kann. Das ist es, womit wir<br />
uns einen Status als erste Wahl unter<br />
den Technologieanbietern erarbeitet<br />
haben.“<br />
Zusammenarbeit<br />
Das jüngste Beispiel der Zusammenarbeit<br />
steht in unmittelbarem<br />
Kontext zur steigenden Nachfrage<br />
der Marke Savanna. Dabei handelt<br />
es sich um eine Glaslinie mit<br />
einer Leistung von bis zu 60.000<br />
330-Milliliter-Flaschen pro Stunde.<br />
„Uns kam es darauf an, unsere<br />
Leistung innerhalb kürzester Zeit<br />
um 30 Prozent zu erhöhen“, erklärt<br />
Sharief Gallie, der als Head of Manufacturing<br />
South Africa für die<br />
gesamte Produktion im Land zuständig<br />
ist. „Bei uns ist im Dezember<br />
Hochsommer und damit Hauptsaison<br />
für Cider. KHS war der einzige<br />
Die gefüllten und verschlossenen Glasflaschen werden einer<br />
der beiden Etikettiermaschinen zugeführt, wo sie für den<br />
No-Label-Look ein transparentes Folienetikett erhalten.<br />
Lieferant, der uns zusagen konnte,<br />
die Maschinen rechtzeitig innerhalb<br />
von siebeneinhalb Monaten<br />
schlüsselfertig zu übergeben. Alle<br />
anderen Anbieter hätten mindestens<br />
fünf Monate länger benötigt.“ Das<br />
dabei avisierte Tempo habe in der<br />
Branche bisher kaum als möglich<br />
gegolten, erinnert sich Gallie. Da<br />
wundert es nicht, dass das Topmanagement<br />
seinen Ohren nicht traut,<br />
als ihm die Pläne zur Entscheidung<br />
vorgelegt werden. Das langjährige<br />
Vertrauen und die Zuverlässigkeit<br />
der Dortmunder räumen schließlich<br />
alle etwaigen Zweifel aus. Umso<br />
zufriedener ist man, als das Projekt<br />
innerhalb der zugesagten Zeitschiene<br />
fertiggestellt wird und die<br />
vereinbarten Leistungswerte sogar<br />
noch übertrifft. Die einzige echte<br />
Herausforderung liegt außerhalb<br />
der Einflusssphäre von KHS: Der<br />
Nachschub an Glasflaschen kommt<br />
aufgrund coronabedingter Ausfälle<br />
in der Industrie sowie der Lieferkettenproblematik<br />
vorübergehend ins<br />
Stocken, sodass man vor Ort über<br />
Alternativen nachdenken muss und<br />
schließlich rund 15 Millionen Liter<br />
in Dosen abfüllt. Als die Covid-Neuinfektionen<br />
in Südafrika Ende 2021<br />
deutlich zurückgehen und alles nach<br />
Plan laufen kann, werden allein im<br />
Dezember 25 Millionen Liter Cider<br />
abgefüllt – mehr als jemals zuvor innerhalb<br />
eines Monats.<br />
Etikettierung, die begeistert<br />
Zur Linie gehören unter anderem<br />
ein Depalettierer, ein Rinser, der<br />
Füller, Kurzzeiterhitzer, Wärmer,<br />
zwei Verpackungsmaschinen – ein<br />
Shrink- und ein Tray-Packer – sowie<br />
ein Roboterpalettierer. Besonders<br />
begeistert ist Gallie jedoch von der<br />
Leistung der beiden KHS-Etikettiermaschinen<br />
Innoket Neo Flex: „Wir<br />
sind es seit vielen Jahren gewohnt,<br />
von KHS ausgereifte Spitzentechnologie<br />
und absolute Zuverlässigkeit<br />
zu bekommen. Aber was wir bei diesen<br />
beiden Maschinen an Geschwindigkeit<br />
und Verlässlichkeit erleben,<br />
Der von Distell produzierte<br />
Savanna ist in Südafrika die<br />
beliebteste Cider-Marke überhaupt.<br />
hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt.<br />
Ich mag stundenlang über<br />
das tolle Design fachsimpeln können.<br />
Am aussagefähigsten ist jedoch<br />
immer das Feedback der Bediener<br />
über die Erfahrungen, die sie mit der<br />
Technik machen. Und wenn das so<br />
positiv ausfällt wie in diesem Fall,<br />
wissen Sie, dass Sie eine richtig gute<br />
Maschine angeschafft haben.“<br />
Weitere Projekte<br />
Einen Grund, die Hände in den<br />
Schoß zu legen, sieht Gallie bei aller<br />
Zufriedenheit nicht. Denn mit der<br />
neuen Einweg-Glaslinie ist das Ende<br />
der Abfüll- und Verpackungskapazität<br />
lange nicht erreicht: Als weitere<br />
Projekte hat man angesichts der<br />
weiterhin sprunghaft ansteigenden<br />
Nachfrage zusammen mit KHS eine<br />
neunte Linie für Springs sowie eine<br />
Dosenlinie für Stellenbosch ins Auge<br />
gefasst, um sowohl der Erfolgsgeschichte<br />
von Savanna als auch der<br />
gemeinsamen Partnerschaft ein weiteres<br />
Kapitel hinzuzufügen.<br />
Mehr unter:<br />
www.khs.com<br />
Der Roboterpalettierer bereitet die fertig verpackten Produkte<br />
auf ihre Reise in den Handel und die Gastronomie vor.<br />
01/<strong>24</strong><br />
63
WELLPAPPE<br />
Redefining Packaging for a Changing World<br />
Unter dem Motto „Redefining Packaging for a Changing World“ gehen wir bei<br />
DS Smith weit über herkömmliche Verpackungslösungen hinaus. Unser Team<br />
steht Ihnen von der Konzeption bis zur Umsetzung zur Seite, um wegweisende<br />
Verpackungen aus Wellpappe für verschiedene Branchen wie z.B. Einzelhandel,<br />
FMCG, Industrie, Automotive und E-Commerce zu entwickeln. Wir sind für<br />
unsere Innovationen und für die Qualität unserer Verpackungen bekannt.<br />
Die „Rund-Um“<br />
Multipack-Verpackungslösung<br />
DS Smith Round Wrap (mit Arcwise®<br />
Technologie) ist eine innovative<br />
Multipack-Verpackung die<br />
den CO2-Ausstoß* im Vergleich<br />
zu herkömmlichen Multipacks<br />
aus Wellpappe um bis zu <strong>24</strong>% reduziert.<br />
Die Verpackungslösung<br />
wird aus erneuerbaren Materialien<br />
hergestellt, ist vollständig<br />
recycelbar** und reduziert den<br />
Einsatz von Schrumpffolie auf<br />
der Palette um bis zu 20%***. DS<br />
Smith Round Wrap bietet eine differenzierende<br />
Form im Regal, die<br />
sich durch eine hochwertige und<br />
unverwechselbare Silhouette aus-<br />
DS Smith Produkte sind<br />
kreislauffähig, kostenschonend<br />
und benutzernutzerfreundlich,<br />
verbessern die<br />
Transport- und Lagereffizienz und<br />
erleichtern die Präsentation im<br />
Einzelhandel. Ist Ihre Verpackung<br />
bereit für die Kreislaufwirtschaft?<br />
Finden wir es in einem gemeinsamen<br />
kostenlosen PackRight<br />
Workshop heraus!<br />
Guter Geschmack schön<br />
und nachhaltig verpackt<br />
Beim Einkaufen von Obst und<br />
Gemüse suchen Konsumentinnen<br />
und Konsumenten nach appetitlich<br />
präsentierter und frischer Ware.<br />
Zusätzlich legen sie einen hohen<br />
Wert auf umweltschonende Verpackungen.<br />
Um unsere Kunden<br />
auf dem Weg zur erfolgreichen<br />
Kreislaufwirtschaft zu unterstützen<br />
hat DS Smith eine vielfältige<br />
Palette innovativer Verpackungen<br />
entwickelt. Wir überzeugen mit<br />
intelligenten Lösungen, die alle<br />
Ansprüche an Funktion, Optik und<br />
Nachhaltigkeit erfüllen. Die Obst-<br />
& Gemüsetassen aus Wellpappe<br />
von DS Smith sind die umweltfreundliche<br />
Alternative zu Einweg-<br />
Plastikschalen. Sie sind leicht recycelbar<br />
und halten die darin verpackten<br />
Lebensmittel gleichzeitig<br />
frisch. Damit auch die Sichtbarkeit<br />
der Produkte gewährleistet bleibt,<br />
kann die Verpackungslösung nach<br />
Anforderung auch als Tasse mit<br />
perforierten Deckeln oder mit Fenstern<br />
geliefert werden.<br />
Der vollständig recycelbare<br />
Tragegriff aus Wellpappe<br />
DS Smith und Coca-Cola HBC<br />
Österreich haben ein gemeinsames<br />
Projekt gestartet, um Kunststoffgriffe<br />
für 1,5-Liter-PET-Softdrink-Multipacks<br />
durch Umverpackungslösungen<br />
aus Wellpappe<br />
zu ersetzen. Die innovative Ver-<br />
packungslösung Lift Up ist ein zu<br />
100 Prozent recycelbarer Griff aus<br />
Wellpappe, der die Tragefunktion<br />
für die Verbraucher:innen verbessert<br />
und zusammen mit anderen<br />
Partnern zu einer auf Kraftpapier<br />
und Karton basierenden Lösung<br />
beiträgt, mit der Coca-Cola HBC<br />
Österreich jährlich rund 200 Tonnen<br />
Kunststoff einspart. Die neue<br />
Plastic Replacement-Lösung wird<br />
seit September 2023 an Supermärkte<br />
in Österreich geliefert.<br />
Circular-Design-Metrics<br />
Lift Up wurde unter Anwendung<br />
der einzigartigen Circular-Design-<br />
Metrics von DS Smith entwickelt,<br />
die zu einer deutlichen Reduzierung<br />
des CO 2 -Fußabdrucks der<br />
Verpackungs- und Produktionslinie<br />
führen. Die Verpackungslösung<br />
kann für verschiedene Flaschengrößen<br />
verwendet werden<br />
und wird in Zusammenarbeit mit<br />
Krones, einem führenden Hersteller<br />
von Verpackungsmaschinen,<br />
produziert. DS Smith Lift Up hat<br />
einen weichen Griff, der das Tragen<br />
der Produkte erleichtert und<br />
sie gleichzeitig sicher in ihrer<br />
nachhaltigen Verpackung fixiert.<br />
Fotos: DS Smith<br />
64 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>
zeichnet. Die abgerundeten Ecken<br />
reduzieren den Effekt des Eckenknickens<br />
und sorgen dafür, dass<br />
Getränkehersteller ihre Marken im<br />
Verkaufsregal optimal präsentieren<br />
können. Die abgerundete Form<br />
der Verpackungslösung bietet auch<br />
zusätzliche Vorteile in Bezug auf<br />
Branding und Design. So schafft<br />
die gesamte 360-Grad-Seitenfläche<br />
der Verpackung flexible Möglichkeiten<br />
für die Platzierung von<br />
Markenidentität und Illustrationen.<br />
Premium<br />
eCom-Verpackungslösung<br />
E-Commerce Envelope von DS<br />
Smith ist eine hochwertige Verpackungslösung<br />
für den Onlinehandel,<br />
die ein intuitives Öffnen<br />
und Wiederverschließen ermöglicht.<br />
Die breite Öffnung sorgt für<br />
einen einfachen Zugriff auf den<br />
Inhalt, während die starre, gewellte<br />
Struktur einen umfassenden<br />
Schutz des Produkts gewährleistet.<br />
Dank der optimalen Passform und<br />
3D-Pop-up-Struktur ist die Verpackung<br />
schnell und einfach zu befüllen.<br />
Hergestellt aus recycelbarer<br />
Wellpappe, ist sie zudem umweltfreundlich.<br />
Die Verpackung passt<br />
sich optimal an das verpackte<br />
Produkt an und bietet durch individuelle<br />
Druckvarianten die Möglichkeit<br />
der Personalisierung zur<br />
Stärkung der Markenbindung. Das<br />
steigert die Chance auf Wiederholungskäufe.<br />
Mehr unter:<br />
www.dssmith.com/at<br />
*Der Prozentsatz der CO2-Reduktion kann je nach vergleichbarem<br />
Verpackungsmaterial variieren.<br />
**Recycling in der Praxis hängt von der Marktinfrastruktur ab.<br />
*** Die Reduzierung der Schrumpffolie hängt von der betrieblichen<br />
Machbarkeit und den Kundenspezifikationen ab.<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
65
ANWENDUNG<br />
Mehr als 30 Prozent weniger Energieverbrauch<br />
Anspruchsvolle Dünnwandverpackungen<br />
Ein neues Verpackungskonzept in Dünnwandtechnik brachte für die Heinrich<br />
Axmann GmbH & Co. KG in Köln die Energiewende beim Spritzgießen. Für<br />
dieses Projekt wurde erstmalig in eine vollelektrische Spritzgießmaschine investiert.<br />
Die Energieeinsparung liegt gegenüber der Hybridmaschine bei über 30<br />
Prozent. Spritzgießpartner WITTMANN lieferte die EcoPower Xpress Maschine<br />
mit einem Hochleistungsroboter vom Typ Sonic als vollständig integrierte<br />
Gesamtlösung.<br />
Fast jeder kennt das: Beim<br />
Öffnen der Verpackung<br />
sieht das Fertiggericht köstlich<br />
aus. Fleisch und Beilagen sind<br />
schön angerichtet. Doch nun kommt<br />
der kniffelige Teil: Der Transfer auf<br />
einen Teller. Viele greifen zum Löffel,<br />
andere stürzen gar den Inhalt<br />
der Schale und schon leidet der Anblick<br />
und damit allzu oft der Appetit.<br />
Hei-ner Axmann, Geschäftsführer<br />
der Heinrich Axmann GmbH & Co.<br />
KG, hatte die zündende Idee gegen<br />
dieses Dilemma. Er entwickelte<br />
eine Kunststoffschale, die sich mit<br />
Hilfe eines Aufreißmechanismus‘<br />
entlang des Verpackungsbodens<br />
öffnen lässt. Der Verpackungsrand<br />
klappt nach oben weg, die Mahlzeit<br />
gleitet bequem auf den Teller<br />
und sieht dort genauso appetitlich<br />
aus wie direkt nach dem Zubereiten<br />
und Befüllen der Verpackungsschale.<br />
„Unser Kunde hatte Einrichtungen<br />
wie Krankenhäuser, Seniorenheime<br />
oder Kindertagesstätten im Blick,<br />
die keine eigene Küche haben“, berichtet<br />
Heiner Axmann bei unserem<br />
Besuch am Firmensitz im Stadtteil<br />
Rodenkirchen im Kölner Süden. „Jeder<br />
soll mit Genuss essen können.<br />
Noch dazu unterstützt das neue Konzept<br />
höchste Hygienestandards. Die<br />
Krankenschwester, die das Essen<br />
zubereitet, kommt mit den Speisen<br />
nicht in Berührung.“<br />
Aus Erfahrung kreativ<br />
Gegründet 1932 und seither durchgehend<br />
in Familienbesitz, ist Heinrich<br />
Axmann spezialisiert auf die<br />
Entwicklung und Herstellung von<br />
Verpackungslösungen aus Kunststoff.<br />
Schalen und Kännchen für<br />
sowohl flüssige als auch feste Lebensmittel,<br />
wie Feinkostsalate oder<br />
Kaffeesahne, machen einen Großteil<br />
des Produktionsvolumens aus.<br />
Der umfangreiche Erfahrungsschatz<br />
führt immer wieder zu neuen kreativen<br />
Lösungen. So kam der Impuls<br />
zur Entwicklung der neuen, am Boden<br />
zu öffnenden Fertigkostschale<br />
von einem Feinkostdeckel, der be-<br />
Mit der neuentwickelten Verpackung lassen sich Fertiggerichte<br />
sehr leicht und appetitlich auf dem Teller anrichten. /Foto: WITTMANN<br />
reits im Jahr 1979 entwickelt wurde.<br />
Die Originalreißbrettzeichnung liegt<br />
im Büro von Heiner Axmann noch<br />
heute im Schrank.<br />
Mit der jüngsten Neuentwicklung<br />
ist dem Unternehmen ein Coup<br />
gelungen. „Unser Kunde ist noch<br />
im Start-up, hat aber bereits einen<br />
Großauftrag aus den USA in Aussicht.<br />
Die ersten Schalen im neuen<br />
Verpackungsdesign werden in<br />
einem Krankenhaus in New York<br />
zum Einsatz kommen.“ Der Kunde<br />
ist ein großes Cateringunter-nehmen,<br />
für den in Köln bereits eine große<br />
Stückzahl Schalen nach FDA-Standard<br />
produziert wurde.<br />
Das Serienwerkzeug ist avisiert.<br />
Die Spritzgießzelle dafür steht<br />
schon bereit. Gezielt für dieses<br />
neue Produkt investierte Heiner<br />
Axmann in eine vollelektrische<br />
Spritzgießmaschine vom Typ Eco-<br />
Power Xpress 300 mit 300 Tonnen<br />
Schließkraft und ei-nen Hochgeschwindigkeitsroboter<br />
vom Typ<br />
Sonic. Spritzgießpartner WITT-<br />
MANN lieferte die Produktionszelle<br />
als vollständig integrierte Gesamtlösung.<br />
Stark variierende Wanddicken<br />
Mit der Fertigkostverpackung<br />
schlägt das Unternehmen Axmann<br />
auch in Sachen Spritzgießtechnik<br />
ein neues Kapitel auf. Die EcoPower<br />
Xpress ist die erste vollelekt-rische<br />
Spritzgießmaschine im Maschinenpark.<br />
„Lange Zeit war es nicht möglich,<br />
Dünnwandverpackungen im<br />
Hochleistungsspritzguss auf einer<br />
vollelektrischen Spritzgießmaschine<br />
zu produzieren“, erklärt Heiner<br />
Axmann. „Die EcoPower Xpress ist<br />
diesen Anforderungen aber gewachsen.“<br />
Besonders hoch sind die Anforderungen<br />
an die Einspritzleistung.<br />
Um die Verpackung aufzureißen,<br />
besitzt die Schale an einer der<br />
Längsseiten zwei Laschen – zwei,<br />
weil bereits bei der Bauteilentwicklung<br />
an Linkshänder gedacht wurde.<br />
Ausgehend von diesen Laschen führen<br />
entlang des Verpackungsbodens<br />
im Abstand von etwa 5 Millimetern<br />
zwei feine, extrem dünnwandige Linien.<br />
Sollbruchstellen, die eine Art<br />
Aufreißfaden formen.<br />
An diesen Sollbruchstellen beträgt<br />
die Wanddicke gerade einmal 0,05<br />
Millimeter. Das ist nur ein Zehntel<br />
der Wanddicke des Bodens und der<br />
Randbereiche. Dennoch muss die<br />
Schale, die aus einem PP-Copolymer<br />
besteht, beim Einfüllen der<br />
heißen Mahlzeit stabil und dicht<br />
bleiben. 120 °C ist die Vorgabe.<br />
Angespritzt wird zentral am Verpackungsboden.<br />
„Unsere größte Herausforderung<br />
besteht darin, dass wir<br />
beim Einspritzen mit der Schmelze<br />
zwei Mal durch diese extrem dünnen<br />
Bereiche hindurch müssen, um<br />
die Kavität bis in die Randbereiche<br />
vollständig zu füllen“, verdeutlicht<br />
Betriebsleiter Andreas Brüggemann.<br />
„Hierfür brauchen wir eine sehr hohe<br />
Einspritzleitung bei äußerst kurzen<br />
Füllzeiten.“<br />
“Die EcoPower Xpress ist hierfür<br />
prädestiniert”, sagt Andreas Hollweg,<br />
Leiter Vertrieb Spritzgießtechnik<br />
von WITTMANN in Deutschland.<br />
„Die Spritzaggregate dieser<br />
Maschinenbaureihe sind für die hier<br />
benötigten hochdynamischen Einspritzgeschwindigkeiten<br />
ausgelegt.“<br />
Ein weiterer Vorteil, der vor allem<br />
bei der Herstellung von Lebensmittelverpackungen<br />
zum Tragen<br />
kommt, ist der serienmäßig gekapselte<br />
Kniehebel, der eine sehr saubere<br />
Produktion sicherstellt.<br />
Gutteile rund um die Uhr<br />
Derzeit wird die neue Hochleistungsproduktionszelle<br />
mit einem<br />
Werkzeug für die Herstellung von<br />
Glasklarschalen ausgelastet. Mit ihrem<br />
Facettendesign sind die Kunststoffschalen<br />
auf den ersten Blick<br />
nicht von Glasschalen zu unterscheiden.<br />
Gefüllt mit Grillsalaten der<br />
Marke Merl sind sie in den Kühlregalen<br />
von Supermärkten zu finden.<br />
Seit vielen Jahren bereits produziert<br />
Heinrich Axmann diese Verpackungen<br />
für die FMR Frische Manufaktur<br />
Rheinland GmbH & Co. KG.<br />
„Diese Grillsalatschalen stellen<br />
sehr ähnliche Anforderungen an den<br />
Dünnwandspritzguss wie die neu<br />
entwickelten Fertigkostschalen“, erklärt<br />
uns Brüggemann. „Mit diesem<br />
Produkt testen wir aus, wie weit wir<br />
mit der neuen EcoPower Xpress<br />
gehen können.“ Auch die Glasklarschalen<br />
haben eine Wanddicke von<br />
0,5 mm und ein anspruchsvolles Design.<br />
Produziert wird in einem Zweifachwerkzeug<br />
mit einer Zykluszeit<br />
von 5,7 Sekunden. Die Füllzeit beträgt<br />
für das Gesamtschussgewicht<br />
von 44 Gramm nicht einmal 0,1 Sekunde.<br />
66 06/23
Stabile Roboterbewegungen<br />
für kurze Entnahmezeiten<br />
Die Zielvorgabe für die neuen<br />
Aufreißschalen liegt bei einer Zykluszeit<br />
von unter 5 Sekunden.<br />
Das Gesamtschussgewicht wird<br />
70 Gramm betragen, und auch hier<br />
wird die Füllzeit bei maximal 0,1<br />
Sekunde liegen. Zykluszeitbestimmend<br />
sind die Kühlzeit und die<br />
Entnahme. Aus diesem Grund ist<br />
die EcoPower Xpress mit dem Roboter<br />
Sonic ausgerüstet.<br />
Der erstmalig auf der K 2019 präsentierte<br />
Hochgeschwindigkeitsroboter<br />
wurde von WITTMANN<br />
gezielt für schnelllaufende Anwendungen<br />
in der Verpackungsindustrie<br />
entwickelt. „Seine Stärke ist<br />
die hohe Stabilität bei schnellsten<br />
Bewegungen“, macht Jörg Schröer,<br />
Gebietsverkaufsleiter von WITT-<br />
MANN, deutlich. „Genau das verkürzt<br />
die Entnahmezeit.“<br />
WITTMANN Roboter genießen<br />
im Hause Axmann seit Jahrzehnten<br />
höchstes Vertrauen. Mehr<br />
als 30 Spritzgießmaschinen unterschiedlicher<br />
Marken umfasst der<br />
Maschinenpark. Sie alle sind mit<br />
Linearrobotern von WITTMANN<br />
ausgerüstet.<br />
Mit der neuen integrierten Produktionszelle<br />
für die Dünnwandschalen<br />
wurde erstmals eine vollständig<br />
integrierte Gesamtlösung<br />
aus einer Hand gekauft. „Für uns<br />
hat das den großen Vorteil, dass<br />
wir die Gesamtanlage CE-konform<br />
geliefert bekamen“, berichtet Heiner<br />
Axmann. „Das hat uns sehr viel<br />
Zeit und Geld gespart.“ Ein weiterer<br />
Pluspunkt ist die einfachere<br />
Bedienung der Produktionszelle,<br />
wenn Maschine und Roboter gemeinsam<br />
auf dem zentralen Monitor<br />
der Maschinensteue-rung kontrolliert<br />
werden können.<br />
DC-Technologie im Blick<br />
„Dünn, dünner, am dünnsten“,<br />
beantwortet Andreas Brüggemann<br />
die Frage nach den aktuellen Produktionstrends.<br />
Die Dünnwandanforderungen<br />
steigen weiter, vor<br />
allem aus Gründen der Materialeffizienz.<br />
Die Nachhaltigkeitsziele waren<br />
es auch, die den Ausschlag gaben,<br />
sich für eine vollständig elektrisch<br />
angetriebene Spritzgießmaschine<br />
zu entscheiden. „Energieeffizienz<br />
ist derzeit das wichtigste Kriterium,<br />
wenn wir in neue Maschinen<br />
und Technologien investieren“,<br />
sagt Heiner Axmann. „Gerade<br />
bei Verpackungsmaschinen, von<br />
denen sehr schnelle Bewegungen<br />
und eine hohe Einspritzleistung<br />
abverlangt werden, trägt die Energieeffizienz<br />
maßgeblich dazu bei,<br />
die geforderten niedrigsten Stückkosten<br />
zu erreichen. Die modernen<br />
Maschinen zeigen den Verbrauchswert<br />
an und so können wir sehr<br />
gut vergleichen. Gegenüber einer<br />
Hybridmaschine verbraucht die<br />
EcoPower Xpress mit demselben<br />
Werkzeug mehr als 30 Prozent weniger<br />
Strom.“<br />
Als Mitglied im BVFE, dem<br />
Bundesverband zur Förderung der<br />
Energieeffizienz, ist es für Heiner<br />
Axmann eine Ehrensache, in allen<br />
Unternehmensbereichen penibelst<br />
auf niedrigste Energieverbräuche<br />
zu achten. Sehr viel ist im Haus<br />
bereits passiert. „Wir haben über<br />
die letzten Jahre unseren Energiebedarf<br />
um 1,5 Mio. KWh gesenkt“,<br />
so Axmann. Zuletzt wurde die<br />
Photovoltaikanlage zur eigenen<br />
Energieerzeugung erweitert. Mit<br />
WITTMANN ist Axmann schon<br />
im Gespräch, wie sich die auf der<br />
Fakuma 2023 in Friedrichshafen<br />
präsentierte DC-Technologie mit<br />
Batteriespeichertechnik im eigenen<br />
Betrieb nutzen lässt.<br />
Familienunternehmen<br />
„WITTMANN ist wie wir ein Familienunternehmen,<br />
und das macht<br />
den Unterschied“, sagt Heiner Axmann.<br />
„Wir arbeiten sehr gerne<br />
mit Familienunternehmen, weil sie<br />
anders ticken. Sie sind engagierter<br />
sowohl in der Beratung als auch<br />
im Service. Es geht ihnen nicht<br />
ums reine Gewinnstreben, sondern<br />
um echte Partnerschaften. Darum,<br />
dass wir als Kunde zufrieden sind.“<br />
Mehr unter:<br />
www.wittmann-group.com oder<br />
www.axmann-plastic.de<br />
06/23<br />
67
KUNST<br />
Wie Sensoren kooperative Kunst und<br />
Live-Multiplayer-Spiele ermöglichen<br />
Das Futurelab im Ars Electronica Center, Linz, ist für seine kreativen Forschungsansätze<br />
und Inszenierungen bekannt. An der Schnittstelle von Kunst, Technologie<br />
und Gesellschaft entwirft es Zukunftsvisionen, die für die Öffentlichkeit realisiert<br />
werden. Sensorlösungen von Sick spielen dabei eine wesentliche Rolle.<br />
Die Forschung im Ars<br />
Electronica FutureLab<br />
betrachtet die sozialen<br />
Aspekte technologischer Entwicklungen<br />
und die Auswirkungen auf<br />
die Zukunft der Gesellschaft. Dazu<br />
werden künstliche Intelligenz,<br />
Robotik, Interaktion, Kunst und<br />
Schwarmintelligenz kombiniert.<br />
Damit diese Verbindung funktioniert,<br />
kommen Sensoren zum Einsatz.<br />
Technik im<br />
Hinter- und Vordergrund<br />
In der Forschung spricht man<br />
bei der Beobachtung des Zusammenspiels<br />
von Gruppen und Maschinen<br />
von „Crowd Computer<br />
Interaction“. Auch das FutureLab<br />
setzt auf solche Interaktionen mit<br />
den Besucher*innen, um die Auswirkungen<br />
des eigenen Verhaltens<br />
sowie Technik begreifbar zu machen.<br />
Das Tracking-System „pharus“<br />
(lat.: Leuchtturm), entwickelt<br />
vom Forscher und Künstler Otto<br />
Naderer, ermöglicht es einer beliebig<br />
großen Gruppe von Personen,<br />
in fast jeder Umgebung mit dem<br />
Umfeld zu interagieren.<br />
Sensoren<br />
Um erkannt zu werden, müssen<br />
die Personen keine Tags oder Geräte<br />
bei sich tragen. Sie werden<br />
von den Sick LiDAR-Sensoren<br />
LMS100 erfasst, sobald sie den<br />
Foto: SICK<br />
Foto: © Ars Electronica – Robert Bauernhansl<br />
Kooperative Ästhetik: Menschen können durch ihre Bewegungsmuster<br />
gemeinsam Bilder erschaffen. Möglich wird das<br />
durch pharus und die LiDAR-Sensoren LMS100.<br />
überwachten Bereich betreten.<br />
Diese sind rund um eine Interaktionsfläche<br />
in Knöchelhohe angebracht.<br />
Durch die unterschiedlichen<br />
Perspektiven der Sensoren<br />
werden selbst Personen, die etwa<br />
hintereinanderstehen, identifiziert.<br />
„Echos“<br />
Diese Messdaten aller Sensoren,<br />
auch „Echos“ genannt, werden<br />
überlagert und ausgewertet. Effekte<br />
der gegenseitigen Abschirmung<br />
werden kompensiert. Wenn<br />
ein oder mehrere Sensoren die<br />
Sichtlinie verlieren, können andere<br />
die zu verfolgende Person oder das<br />
Objekt „übernehmen“. Sollten alle<br />
Sensoren die Spur verlieren, kann<br />
pharus den Verlauf der Bewegung<br />
für eine gewisse Zeit vorhersagen<br />
und so Ausfälle verhindern. Das<br />
eröffnet spannende Möglichkeiten.<br />
Aktuell wird die Eignung der Software<br />
für den Einsatz auf mobilen<br />
Plattformen geprüft und im Rahmen<br />
des Forschungsprojekts „Cobot<br />
Studio“ wird daran gearbeitet,<br />
die Koexistenz von Mensch und<br />
Maschine zu optimieren.<br />
Spielerlebnis und Kunst mit<br />
dem Tracking-System „pharus“<br />
In der „Game Changer Suite“<br />
können mehrere Personen – repräsentiert<br />
durch virtuelle Avatare<br />
– mit vollem Körpereinsatz<br />
in verschiedensten Szenarien<br />
gegeneinander antreten. Sie lädt<br />
Besucher*innen dazu ein, aus einer<br />
Reihe von rasanten und agilen<br />
Minispielen zu wählen, um selbst<br />
zu erfahren, welche Möglichkeiten<br />
das System bietet, und wie es sich<br />
anfühlt, digital “getrackt” zu sein.<br />
Künstlerische Seite<br />
Weniger Verspielte können die eigene<br />
künstlerische Seite ausleben,<br />
indem sie sich durch einen Raum<br />
bewegen und durch die Bewegungsmuster<br />
gemeinsam Bilder erschaffen.<br />
Studiengangsleiter Univ.<br />
Prof. Dr. Gerhard Funk von der<br />
Kunstuniversität Linz nennt dies<br />
„kooperative Ästhetik“. Ihm geht es<br />
darum, einen Raum zu schaffen, in<br />
dem eine Handlung direkt erfahrbar<br />
und ersichtlich wird – ganz im<br />
Sinne des Ars Electronica Centers.<br />
Durch den Kontakt mit anderen<br />
können die Besucher*innen dann<br />
gemeinsam ein ästhetisches Erlebnis<br />
entstehen lassen.<br />
Musik im Berufsalltag<br />
Auch das Projekt „Building<br />
Bridges“ setzt auf pharus. Damit<br />
die Verbindungsbrücke zweier Gebäude<br />
des SAP Walldorf-Campus<br />
musikalisch wird, hat das SAP-<br />
Orchester zunächst einzelne Töne<br />
eingespielt. Betritt jemand die<br />
Brücke, werden die Bewegungen<br />
mittels „pharus“ und den LiDAR-<br />
Sensoren erfasst und die jeweiligen<br />
Töne dann über Lautsprecher abgespielt.<br />
Bei hohem Aufkommen entsteht<br />
so jedes Mal eine komplett individuelle<br />
Klangkomposition – das<br />
interaktive Musikstück „Building<br />
Bridges“.<br />
Die 2D-LiDAR-Sensoren LMS100<br />
von Sick erfassen bei pharus die<br />
Menschen und ihre Bewegungen.<br />
68 <strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
Das Ziel von pharus ist es, einer beliebig großen Gruppe von Personen<br />
in nahezu jeder Umgebung Interaktionsmöglichkeiten zu bieten.<br />
Foto: © Ars Electronica – Robert Bauernhansl<br />
Mehr unter:<br />
www.sick.at
18 Jahre KOMPACK Seminare<br />
19 Jahre KOMPACK - Seminare<br />
„Neu – Covid-19 Hygiene- und<br />
Sicherheitskonzept für Messen<br />
und Veranstaltungen“<br />
Die Messebeteiligung -<br />
Die Messebeteiligung -<br />
„Instrument des Exportmarketings“<br />
„Instrument des Exportmarketings“<br />
NEU - mit dem Schwerpunkt:<br />
Hygienerichtlinen und -konzepte - wie organisiere ich eine Messe in Zeiten von Corona<br />
DRUCK<br />
Am 12. Dezember 20<strong>24</strong> findet in Wien wieder • Die Nachbearbeitung eines Messeauftritts<br />
das eintägige Seminar zum Thema<br />
Am<br />
• Messebeteiligung außerhalb Europas<br />
Die<br />
30.<br />
Messebeteiligung<br />
November 2023<br />
- „Instrument<br />
findet in Wien<br />
des<br />
wieder • Die Nachbearbeitung eines Messeauftritts<br />
das<br />
• Unternehmensförderungen<br />
Exportmarketings“<br />
eintägige Seminar<br />
statt<br />
zum Thema<br />
• Messebeteiligung außerhalb Europas<br />
Die Messebeteiligung - „Instrument des<br />
• Beleuchtung diverser Wachstumsmärkte<br />
• Unternehmensförderungen<br />
Exportmarketings“<br />
• Gruppenausstellungen<br />
Teilnehmerkreis:<br />
statt<br />
• Beleuchtung diverser Wachstumsmärkte<br />
Unternehmer, Export- und Marketingverantwortliche,<br />
Messesachbearbeiter, Verkaufs- und<br />
• Gruppenausstellungen<br />
Teilnehmerkreis:<br />
Referent: Alexander M. Pitlik<br />
Unternehmer,<br />
(Projektleiter bei Gesell&Co GmbH,<br />
Vertriebsleiter<br />
Export- und Marketingverantwortliche,<br />
Messesachbearbeiter, Verkaufs- und<br />
Referent: Alexander M. Pitlik<br />
Messemarketing International, Wien).<br />
(Projektleiter bei Gesell&Co GmbH,<br />
Vertriebsleiter<br />
Ausbildung in Wien und Washington D.C.<br />
Inhalte:<br />
Messemarketing International, Wien).<br />
Beruflicher Werdegang im Konferenzmanagement<br />
bei den Vereinten Nationen in Wien, Mar-<br />
• Grundsatzentscheidung Messeteilnahme - der Ausbildung in Wien und Washington D.C.<br />
Inhalte:<br />
Nutzen für Ihr Unternehmen<br />
Beruflicher Werdegang im Konferenzmanagement<br />
bei den Vereinten Nationen in Wien, Marketing<br />
& Sales Promotion für Osteuropa bei Pioneer<br />
Saaten AG, Marketingleitung bei Ecodata<br />
• Verschiedene Arten von Messen (Fachmessen,<br />
•<br />
Ausstellungen,<br />
Grundsatzentscheidung<br />
Kongresse,<br />
Messeteilnahme<br />
Events ...) -<br />
- der keting & Sales Promotion für Osteuropa bei Pioneer<br />
Saaten AG, Marketingleitung bei Ecodata<br />
(SNI-Tochter in Osteuropa).<br />
Vor-<br />
Nutzen<br />
und<br />
für<br />
Nachteile<br />
Ihr Unternehmen<br />
Seit 1994 bei Gesell&Co als Projektleiter<br />
•<br />
Standortbestimmung<br />
Verschiedene Arten von<br />
und<br />
Messen<br />
Zieldefinition<br />
(Fachmessen,<br />
Ihres (SNI-Tochter in Osteuropa).<br />
für Investitionsgütermessen in Düsseldorf.<br />
Unternehmens<br />
Ausstellungen,<br />
in<br />
Kongresse,<br />
Bezug auf<br />
Events<br />
Mitbewerb<br />
...) -<br />
und Seit 1994 bei Gesell&Co als Projektleiter<br />
Produkt<br />
Vor- und<br />
-<br />
Nachteile<br />
wie können Sie Ihre Ziele erreichen? für Investitionsgütermessen in Düsseldorf.<br />
Termin: 12. Dezember 20<strong>24</strong> (10 bis ca. 16 Uhr)<br />
•<br />
Einholen<br />
Standortbestimmung<br />
von Informationen<br />
und Zieldefinition<br />
im Vorfeld der<br />
Ihres<br />
Messe<br />
Unternehmens<br />
der Messeveranstalter,<br />
in Bezug auf Mitbewerb<br />
die regionale<br />
und Termin: 30. November (10 bis ca. 16 Uhr)<br />
ORT: Wien (variiert nach Teilnehmerzahl)<br />
Wirtschaft,<br />
Produkt - wie<br />
die<br />
können<br />
Aussteller,<br />
Sie<br />
die<br />
Ihre<br />
Besucher<br />
Ziele erreichen?<br />
•<br />
Die<br />
Einholen<br />
Organisation<br />
von Informationen<br />
eines Messeauftritts<br />
im Vorfeld<br />
-<br />
der ORT: Wien (variiert nach Teilnehmerzahl)<br />
Preis: Euro <strong>24</strong>7,--<br />
Standplanung,<br />
Messe der Messeveranstalter,<br />
Standbau, Logistik<br />
die regionale<br />
(begrenzte Teilnehmerzahl/inkl. Verpflegung)<br />
• Unternehmensinterne<br />
Wirtschaft, die Aussteller,<br />
Kommunikation<br />
die Besucher<br />
im Preis: Euro <strong>24</strong>7,--<br />
•<br />
bei Anmeldung bis 30. Oktober: Euro 237,--<br />
Rahmen<br />
Die Organisation<br />
einer Messebeteiligung<br />
eines Messeauftritts - (begrenzte Teilnehmerzahl/inkl. Verpflegung)<br />
Interessenten mailen an <strong>kompack</strong>@gmx.at<br />
• Werbung,<br />
Standplanung,<br />
Public<br />
Standbau,<br />
Relations<br />
Logistik<br />
bei Anmeldung bis 30. Oktober: Euro 237,--<br />
• Unternehmensinterne Kommunikation im<br />
oder senden ein FAX an 01/712 20 36-99<br />
Rahmen einer Messebeteiligung<br />
----------------------------------------------------------------------------<br />
Interessenten mailen an <strong>kompack</strong>@gmx.at<br />
• Werbung, Public Relations<br />
oder senden ein FAX an 01/712 20 36-99<br />
Ich melde mich/uns zum Seminar an:<br />
-------------------------------------------------------<br />
Firma: Ich melde .......................................... mich/uns zum Seminar an:<br />
Teilnehmer: ...................................<br />
Ansprechperson: ............................. Tel.: .............................................<br />
Firma: ........................................................................... Teilnehmer: ....................................................................<br />
Mail: Ansprechperson: ........................................................... Tel.: Unterschrift: ................................................................................<br />
32 Mail: 05/20 ............................................................................. Unterschrift: ................................................................... 01/<strong>24</strong> 69
VERSANDHANDEL<br />
Von Algen bis Pilzen - die Debatte um<br />
grünen Versand im E-Commerce<br />
Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit werden immer wichtiger und somit<br />
steht der E-Commerce vor der Herausforderung, innovative Lösungen zu finden,<br />
um die Umweltauswirkungen seiner Verpackungen zu reduzieren. Boris<br />
von Brevern, Experte und Gründer der BORIS Consulting GmbH (Buy Online<br />
Return In Store), beleuchtet die aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich<br />
und zeigt auf, wer gefragt ist, um alternative Verpackungslösungen zu fördern.<br />
Die steigende Beliebtheit<br />
des Online-Shoppings<br />
führt zu einem erhöhten<br />
Verpackungsaufkommen und damit<br />
zu einem größeren ökologischen<br />
Fußabdruck. Angesichts dieser<br />
Entwicklung wird die Bedeutung<br />
nachhaltiger Verpackungslösungen<br />
im E-Commerce immer größer.<br />
Kunden erwarten zunehmend, dass<br />
Unternehmen ihre Verantwortung<br />
für die Umwelt wahrnehmen und<br />
umweltfreundliche Verpackungen<br />
verwenden. Dieser Druck seitens<br />
der Verbraucher treibt die Innovationen<br />
in diesem Bereich voran und<br />
zwingt Unternehmen dazu, ihre Verpackungsstrategien<br />
zu überdenken.<br />
Erfolgreiche Ansätze für umweltfreundliche<br />
Verpackungen<br />
Eine Vielzahl von Lösungen zeigt<br />
das Potenzial, die Umweltbelastung<br />
zu verringern und gleichzeitig Effizienz<br />
und Funktionalität zu verbessern.<br />
Intelligente Verpackungen, die<br />
mit eingebauten Sensoren ausgestattet<br />
sind, ermöglichen eine präzise<br />
Überwachung von Temperatur,<br />
Druck, Gewicht und Bewegung<br />
während des Transports. Dadurch<br />
können Lieferketten transparenter<br />
und effizienter gestaltet werden.<br />
Pfandysteme<br />
Unternehmen wie Living Packets<br />
und Circleback setzen bereits auf<br />
intelligente Verpackungslösungen<br />
und Pfandsysteme, die eine umweltfreundliche<br />
Alternative zu herkömmlichen<br />
Verpackungen darstellen.<br />
Durch die Verwendung biobasierter<br />
Materialien wie Maisstärke,<br />
Hanf oder Algen können Unternehmen<br />
ihre Umweltbelastung weiter<br />
reduzieren. Diese Materialien sind<br />
biologisch abbaubar und können recycelbar<br />
sein, was zu einer Verringerung<br />
der Umweltbelastung führt.<br />
Die Bedeutung<br />
nachhaltiger Zertifizierungen<br />
Zertifizierungen wie USDA Bio-<br />
Preferred und Fairtrade spielen eine<br />
wichtige Rolle dabei, authentisch<br />
nachhaltige Produkte von „Greenwashing“<br />
zu unterscheiden und das<br />
Vertrauen der Verbraucher zu stärken.<br />
Sie dienen als Orientierungshilfe<br />
und tragen zur Transparenz<br />
der Hersteller bei. Durch Zertifizierungen<br />
können Verpackungen mit<br />
umweltfreundlichen Eigenschaften<br />
ausgezeichnet werden, die bestimmte<br />
Standards und Kriterien erfüllen,<br />
wie etwa biologische Abbaubarkeit,<br />
Recyclingfähigkeit, Einsatz<br />
von nachwachsenden Rohstoffen<br />
oder geringe Umweltauswirkungen<br />
über den gesamten Lebenszyklus.<br />
Diese Zertifikate geben Vertrauen in<br />
die Umweltverträglichkeit der Verpackungen<br />
und erleichtern es Verbrauchern,<br />
bewusste Kaufentscheidungen<br />
zu treffen.<br />
Die Rolle der Geschäftsführung<br />
in Bezug auf “grünen” Versand<br />
Die Geschäftsführung eines Unternehmens<br />
kann eine entscheidende<br />
Rolle dabei spielen, die Entwicklung<br />
und Umsetzung nachhaltiger<br />
Verpackungslösungen voranzutreiben.<br />
Durch das Festlegen klarer<br />
Nachhaltigkeitsziele, die Bereitstellung<br />
von Ressourcen für Forschung<br />
und Entwicklung, die Förderung<br />
einer innovativen Unternehmenskultur<br />
und die Auswahl geeigneter<br />
Lieferanten und Partner können sie<br />
einen wesentlichen Beitrag dazu leisten,<br />
die Kreislaufwirtschaft in der<br />
Verpackungsindustrie weiter voranzutreiben.<br />
Es ist wichtig, dass die Geschäftsführung<br />
klare und messbare Nachhaltigkeitsziele<br />
für das Unternehmen<br />
festlegt und diese als strategische<br />
Priorität einstuft. Durch die<br />
Bereitstellung von Ressourcen, sowohl<br />
finanzielle als auch personelle,<br />
für Forschung und Entwicklung<br />
neuer Verpackungstechnologien<br />
können Unternehmen erfolgreiche<br />
Lösungen vorantreiben. Die Förderung<br />
einer Unternehmenskultur,<br />
die Innovation und Kreativität bei<br />
der Entwicklung nachhaltiger Verpackungslösungen<br />
unterstützt, ist<br />
ebenfalls von entscheidender Bedeutung.<br />
Unternehmen sollten außerdem<br />
ihre Lieferanten und Partner<br />
sorgfältig auswählen und sicherstellen,<br />
dass diese nachhaltige Praktiken<br />
unterstützen.<br />
Herausforderungen und<br />
kontroverse Diskussionen<br />
Trotz des vielversprechenden<br />
Potenzials von alternativen Verpackungsmaterialien<br />
stehen wir auch<br />
vor Herausforderungen und kontroversen<br />
Diskussionen. Während<br />
Materialien wie Pilze oder Algen als<br />
umweltfreundliche Alternativen gelten,<br />
gibt es Bedenken hinsichtlich ihrer<br />
tatsächlichen ökologischen Auswirkungen.<br />
Zum Beispiel könnten<br />
die Produktionsprozesse zur Herstellung<br />
solcher Materialien möglicherweise<br />
Ressourcen verbrauchen oder<br />
Umweltschäden verursachen. Ein<br />
weiteres Anliegen ist die mögliche<br />
Abholzung von Regenwäldern, um<br />
Platz für den Anbau von Rohstoffen<br />
für biobasierte Verpackungen zu<br />
schaffen. Diese Fragen werfen ein<br />
Licht auf die Komplexität der Nachhaltigkeitsdebatte<br />
und erfordern eine<br />
sorgfältige Abwägung der Vor- und<br />
Nachteile verschiedener Ansätze zur<br />
Förderung umweltfreundlicher Verpackungslösungen.<br />
Boris von Brevern<br />
Transparente Kommunikation<br />
seitens der Online-Händler<br />
Eine transparente Kommunikation<br />
seitens der Online-Händler bezüglich<br />
ihrer Verpackungsstrategien ist<br />
ein entscheidender Schritt, um die<br />
Kundenzufriedenheit zu steigern<br />
und umweltbewusste Verbraucher<br />
anzusprechen. Online-Shops sollten<br />
klar und offen darüber informieren,<br />
welche Maßnahmen sie ergreifen,<br />
um ihre Verpackungspraktiken nachhaltiger<br />
zu gestalten. Dies kann die<br />
Verwendung von recycelbaren Materialien,<br />
die Reduzierung von Verpackungsmüll<br />
oder die Implementierung<br />
von Mehrwegverpackungen<br />
umfassen. Durch eine transparente<br />
Kommunikation können Online-<br />
Händler das Vertrauen ihrer Kunden<br />
stärken und sie dazu ermutigen, umweltbewusste<br />
Kaufentscheidungen<br />
zu treffen.<br />
Online-Händler sollten ihre Position<br />
in der Debatte um umweltfreundliche<br />
Verpackungen sorgfältig<br />
abwägen. Während das Streben<br />
nach Nachhaltigkeit ein wichtiges<br />
Ziel ist, müssen sie auch mögliche<br />
negative Umweltauswirkungen ihrer<br />
Entscheidungen berücksichtigen.<br />
Dies erfordert eine umfassende Bewertung<br />
der ökologischen, sozialen<br />
und wirtschaftlichen Auswirkungen<br />
ihrer Verpackungspraktiken. Durch<br />
eine offene Kommunikation über<br />
diese Herausforderungen können<br />
Online-Händler ihr Engagement für<br />
Umweltschutz demonstrieren und<br />
gleichzeitig ein Bewusstsein für<br />
die komplexen Zusammenhänge<br />
schaffen, die mit der Umstellung auf<br />
nachhaltige Verpackungslösungen<br />
verbunden sind.<br />
Die Zukunft des Online-Handels<br />
liegt in umweltfreundlichen<br />
Verpackungslösungen<br />
Durch Innovationen, das Engagement<br />
der Geschäftsführung und die<br />
Zusammenarbeit entlang der Lieferkette<br />
können Unternehmen eine<br />
nachhaltige Zukunft gestalten und<br />
einen positiven Beitrag zum Umweltschutz<br />
leisten. Die Entwicklung<br />
und Umsetzung nachhaltiger Verpackungslösungen<br />
ist ein wichtiger<br />
Schritt auf dem Weg zu einer umweltbewussten<br />
und nachhaltigen Zukunft<br />
im E-Commerce.<br />
Mehr unter:<br />
https://borisconsulting.de<br />
70 <strong>04</strong>/<strong>24</strong>
Der Tag, an dem es<br />
an der Kassa erstmals piepte<br />
GESCHICHTE<br />
Nach dem 50. Geburtstag des Barcodes im vergangenen Jahr feiert die<br />
Standardisierungsorganisation GS1 heuer erneut ein besonderes Jubiläum:<br />
Der weltweit erste Scan eines Barcodes jährte sich am 26. Juni 20<strong>24</strong> zum<br />
50. Mal.<br />
Am 26. Juni 1974 – also vor<br />
50 Jahren – wurde in einem<br />
Marsh-Supermarkt im amerikanischen<br />
Ohio weltweit der erste<br />
Barcode auf einer Kaugummipackung<br />
gescannt. Konkret handelte<br />
es sich dabei um den – vielen Kindern<br />
der 80er-Jahre noch bekannten<br />
– gelben und süßlich-fruchtig schmeckenden<br />
„Juicy Fruit“ der Marke<br />
Wrigley´s. Dies ereignete sich etwas<br />
mehr als ein Jahr später, nachdem<br />
sich Branchenführer aus Handel<br />
und Industrie 1973 auf den Einsatz<br />
eines einheitlichen Symbols für den<br />
Universal Product Code (UPC) zur<br />
Identifikation von Lebensmittelprodukten<br />
geeinigt hatten – die Geburtsstunde<br />
des Barcodes. Damit wurde<br />
eine technologische Revolution eingeleitet:<br />
Heute tragen über 1 Milliarde<br />
Produkte einen GS1 Barcode, der<br />
weltweit täglich über 10 Milliarden<br />
Mal gescannt wird. Nicht umsonst<br />
bezeichnete die BBC vor einigen<br />
Jahren den Barcode als „eines der 50<br />
wichtigsten Dinge, die unsere Weltwirtschaft<br />
verändert haben“.<br />
Zum historischen Ereignis<br />
Warum die Wahl für den Ort des<br />
ersten Barcode-Scans ausgerechnet<br />
auf diesen bestimmten Marsh-Supermarkt<br />
fiel, lag laut dem damaligen<br />
Marsh-CEO Tom O´Boyle schlicht<br />
und einfach daran, „dass dieser Supermarkt<br />
in der Nähe der Einrichtungen<br />
für die Scannerstudien lag.“<br />
Die Zehnerpackung Wrigley´s, die<br />
Foto: © The Wrigley Company<br />
Der berühmte erste Scan eines Barcodes.<br />
dabei zum Einsatz kam, kann übrigens<br />
heute noch in einer Vitrine<br />
des Smithsonian Insitution´s National<br />
Museum of American History<br />
in Washington bestaunt werden. In<br />
Österreich wurden die ersten Scannerkassen<br />
schließlich 1983 in Wien<br />
im Commissary-Shop der Vereinten<br />
Nationen und in einem Supermarkt<br />
der Firma Zumtobel eingeführt.<br />
Barcode vor<br />
neuerlicher Revolution<br />
Der erste Scan des Barcodes 1974<br />
hat die Art und Weise, wie wir Produkte<br />
kaufen und verkaufen für<br />
immer verändert, was im Handel<br />
damals eine Revolution auslöste. 50<br />
Jahre später steht der Barcode mit<br />
seiner Transformation in die neue<br />
Generation der 2D-Codes erneut<br />
vor einer Revolution. „Das ist ein<br />
wichtiger Schritt, um den Anforderungen<br />
der digitalen Wirtschaft<br />
und dem steigenden Wunsch nach<br />
Transparenz und damit nach mehr<br />
Informationen gerecht zu werden“,<br />
erklärt Gregor Herzog, der als Geschäftsführer<br />
von GS1 Austria und<br />
Co-Chairman von GS1 in Europe<br />
und damit Teil des internationalen<br />
GS1 Netzwerks die Weiterentwicklung<br />
der 2D-Codes vorantreibt. „2D-<br />
Codes bieten eben genau dieses<br />
,Mehr´ an Information, indem sie mit<br />
rund 3.000 Zeichen wesentlich mehr<br />
Inhalte verschlüsseln können und<br />
60<br />
Gregor Herzog<br />
obendrein robuster sowie leichter<br />
lesbar sind“, erklärt Herzog. Von der<br />
Industrie wird die neue Technologie<br />
weltweit bereits mit großem Erfolg<br />
eingesetzt: So werden etwa 2D-<br />
Codes bereits in 48 Ländern getestet,<br />
was 88,5% des weltweiten BIP entspricht.<br />
Einige der größten Unternehmen<br />
der Welt – darunter L‘Oréal,<br />
PepsiCo, Carrefour oder Procter &<br />
Gamble arbeiten dabei eng mit GS1<br />
zusammen. Obwohl die Vorteile des<br />
2D-Codes bereits jetzt klar erkennbar<br />
sind, wird es eine Übergangszeit<br />
geben, in der künftig immer mehr<br />
Produkte sowohl den ursprünglichen<br />
eindimensionalen Barcode als<br />
auch einen 2D-Code tragen werden.<br />
Mehr unter: www.gs1.at<br />
Scannen einst und heute<br />
Foto: GS1<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
71
WIRTSCHAFT<br />
Gausium, führender Anbieter autonomer Bodenreinigungsroboter,<br />
vertraut Denzels Vertriebserfahrung.<br />
Denzel Robotics ist der neue Geschäftsbereich der Denzel-Gruppe, über den<br />
der langjährige Vertriebsspezialist gleich eine ganze Palette innovativer und<br />
leistungsfähiger Reinigungsroboter exklusiv nach Österreich importiert und<br />
über ein autorisiertes Partnernetz vertreibt. Gausium setzt damit in Österreich<br />
auf die bewährten Qualitäten eines kompetenten Fachteams, das nun auch im<br />
Bereich der Reinigungs-Robotik neue Maßstäbe setzen wird.<br />
Nach nur wenigen Jahren am<br />
Markt ist Gausium eines<br />
der führenden Hightech-<br />
Unternehmen für KI-gestützte, autonome<br />
Reinigungsrobotik. Dank seiner<br />
Innovationskraft ist die Marke<br />
bereits in mehr als sechzig Ländern<br />
und Regionen weltweit aktiv und am<br />
besten Weg zum Weltmarktführer.<br />
Die umfangreiche Angebotspalette<br />
des Spezialisten für KI-gestützte<br />
Serviceroboter-Lösungen umfasst<br />
gewerbliche Bodenreinigungsroboter,<br />
Docking-Stationen, Cloud-Plattformen<br />
und dazu passende Anwendungssoftware.<br />
Mit dem Anspruch,<br />
die gewerbliche Bodenreinigung auf<br />
einen neuen Level zu heben, treibt<br />
Gausium die digitale Transformation<br />
der Dienstleistungsbranchen<br />
voran. Im Mittelpunkt steht dabei<br />
der Mensch, der mit Unterstützung<br />
von ausgeklügelten Technologien<br />
wie SLAM (Simultane Lokalisation<br />
und Mapping), KI und Multisensor-<br />
Funktion, in der Lage ist, noch effizienter,<br />
nachhaltiger sowie zuverlässiger<br />
und damit für den Dienstgeber<br />
zufriedenstellender, zu arbeiten.<br />
Innovation und<br />
Technologie im Fokus<br />
Gausium Roboter verfügen über<br />
branchenführende Genauigkeit bei<br />
Navigation sowie Kartierung. Die<br />
Dienstleistungsroboter können sich<br />
sogar in dynamischen Umgebungen<br />
lokalisieren und gespeicherte Karten<br />
in Echtzeit aktualisieren. Möglich<br />
ist das durch auf Deep-Learning-basierte<br />
3D- Wahrnehmungsalgorithmen.<br />
Diese analysieren ihre Umgebung<br />
kontinuierlich und werden als<br />
Big Data zusammengeführt. In Folge<br />
kann die KI Verhaltensentscheidungen<br />
treffen, wodurch autonomes<br />
Arbeiten möglich wird. Hat das<br />
Geräte einmal die zu pflegende Fläche<br />
kartiert, ist es sogar in der Lage,<br />
selbständig einen Lift zu holen und<br />
in das nächste zu reinigende Stockwerk<br />
zu wechseln – und zwar ganz<br />
ohne menschliche Hilfe. Machine<br />
Learning ist also die Grundlage der<br />
Big Data Sammlung und Basis, für<br />
die Fähigkeit der Gausium-Roboter,<br />
autonom arbeiten zu können. Dazu<br />
wurde die KI vom Hersteller Gausium<br />
mit Millionen von Bildern aus<br />
der realen Welt trainiert. In Folge<br />
ist es der KI nun möglich, unterschiedliche<br />
Hindernisse – auch dynamische<br />
– und Schmutz mit über<br />
neunundneunzig prozentiger Genauigkeit<br />
zu erkennen. Die Fähigkeit<br />
des Roboters geht dabei so weit,<br />
dass er um niedrige Hindernisse wie<br />
zum Beispiel Stromkabel herumfährt,<br />
jedoch über Bodenschwellen<br />
hinwegfährt. Außerdem erkennt die<br />
KI im automatischen Spot-Reinigungsmodus<br />
nicht nur vollautomatisch<br />
die zu reinigenden Stellen, sondern<br />
auch sperrigen Schmutz, wie<br />
zum Beispiel Flaschen oder Müllsäcke.<br />
Bei derlei großem, für das Gerät<br />
nicht bewältigbarem Müll, kann der<br />
Roboter den Anwender via Handy-<br />
App verständigen.<br />
Umfangreiche Produktpalette<br />
Die Produktpalette von Gausium<br />
umfasst zahlreiche Geräte für die unterschiedlichen<br />
Anforderungen und<br />
Anwendungsbereiche der gewerblichen<br />
Bodenreinigung § Gausium<br />
Scrubber 50 ist ein leistungsstarker<br />
Kehr- und Scheuerroboter mit 50 cm<br />
Reinigungsbreite und damit ideal<br />
für mittelgroße Flächen in Handel,<br />
Pflege, öffentlichen Einrichtungen,<br />
Industrie, uvm. Neben der Variante<br />
mit Tellerbürsten ist für Szenarien<br />
mit höherer Grobschmutzbelastung<br />
auch eine Variante mit gegenläufigen<br />
Walzbürsten erhältlich.<br />
Reinigungsroboter-Palette<br />
q Gausium Scrubber 75 wurde<br />
für große, kommerzielle und industrielle<br />
Umgebungen entwickelt. Er<br />
bietet eine längere Betriebsdauer<br />
und mit 75 cm Reinigungsbreite eine<br />
noch höhere Reinigungsleistung<br />
in schwierigen Umgebungen. Der<br />
Scrubber 75 ist neben der S-Variante<br />
auch in der noch leistungsstärkeren<br />
P-Variante erhältlich, welche durch<br />
ein Millimeterwellen-Radar sogar in<br />
Parkgaragen eingesetzt werden kann.<br />
q Gausium Phantas ist ein kompakter,<br />
multifunktionaler Roboter,<br />
der Kehren, Saugen, Schrubben und<br />
Wischen in einem Gerät vereint und<br />
ist daher für eine besonders effiziente<br />
Anwendung beispielsweise in<br />
Handel, Gesundheitseinrichtungen<br />
und Büros geeignet.<br />
q Gausium Vacuum 40 wurde<br />
speziell für Teppichreinigung und<br />
Staubsaugen entwickelt. Das Gerät<br />
eignet sich daher besonders für Hotels<br />
und Konferenzzentren, die vielfach<br />
über textile Böden verfügen.<br />
q Zubehör: Lade- und Arbeitsstationen<br />
erlauben den Robotern,<br />
vollautonom ihre Akkus zu laden,<br />
Schmutzwasser abzulassen und<br />
Frischwasser zu tanken.<br />
Die Vorteile für<br />
den österreichischen Markt<br />
Denzel Robotics bietet nun gemeinsam<br />
mit seinen autorisierten<br />
Partnern die zahlreichen Vorteile<br />
der umfangreichen Gausium-Produktpalette<br />
sowie dazu passenden<br />
Docking-Stationen und Cloud-Plattformen<br />
samt Anwendungssoftware<br />
auch österreichischen Unternehmen<br />
an. Die KIgestützten, autonomen<br />
Gausium-Reinigungsroboter helfen<br />
nun auch Österreichs Unternehmen<br />
ihre Hygiene-Vorgaben in den unterschiedlichsten<br />
Dienstleistungsumgebungen<br />
zu erreichen. Dabei bieten<br />
sie eine Vielzahl an Vorteilen:<br />
q Effizienzsteigerung: Durch automatisierte<br />
Reinigungsprozesse,<br />
die den Arbeitsaufwand für die im<br />
Reinigungsprozess tätigen Menschen<br />
reduziert, jedoch die Produktivität<br />
deutlich erhöht.<br />
q Kosteneinsparungen: Durch<br />
Reduktion manueller Reinigungsarbeiten<br />
können Unternehmen Kosten<br />
sparen. Je nach Szenario lässt sich<br />
ein ROI ab bereits einem Jahr darstellen.<br />
q Zuverlässigkeit: Arbeitskräftemangel<br />
aufgrund monotoner Tätigkeiten<br />
oder Ausfall durch Krankheit<br />
ist kein belastender Faktor mehr.<br />
Von den Robotern werden alle Reinigungstätigkeiten<br />
detailliert protokolliert,<br />
was über die Anwendungssoftware<br />
oder über die Gausium-<br />
Cloudlösung abrufbar ist.<br />
q Nachhaltigkeit: Gausium-Roboter<br />
sind energieeffizient und umweltfreundlich,<br />
benötigen weniger<br />
Chemie und können das Wasser<br />
mehrfach aufbereiten, was zu einem<br />
deutlich geringeren, ökologischen<br />
Fußabdruck beiträgt.<br />
q Verbesserte Sauberkeit: Die<br />
gleichmäßige und gründliche Reinigung<br />
dank innovativer Technologien<br />
verbessert die Hygiene und<br />
damit auch das Erscheinungsbild der<br />
Räumlichkeiten.<br />
Kundensupport und<br />
Wartung im Fokus<br />
Denzel Robotics und seine autorisierten<br />
Handelspartner sind nach<br />
nur kurzer Zeit am Markt bereits in<br />
Wien, Niederösterreich, Oberösterreich,<br />
Salzburg, Vorarlberg und der<br />
Steiermark, vertreten. Gausium Österreich<br />
ist am heimischen Markt der<br />
einzige Anbieter einer ganzen Palette<br />
an autonomen, hochwertigen Bodenreinigungsrobotern<br />
für jeden Hygieneanspruch<br />
und in jeder Dienstleistungsumgebung.<br />
Geschäftsführer<br />
Gausium Österreich und Initiator<br />
des neuen Robotik-Geschäftsfeldes<br />
im Hause Denzel ist Ing. Mag. Jürgen<br />
Höller: „Mit Gausium haben<br />
wir eine Marke für unser neues<br />
Geschäftsfeld gefunden, die uns ermöglicht,<br />
gleich eine ganze Produkt-<br />
Range mit eigens dazu entwickeltem<br />
Lösungsportfolio anbieten zu können.<br />
Genau diese Fachkompetenz<br />
der Marke möchten wir in unserem<br />
österreichischen Vertriebsnetz auch<br />
in der Kundenbetreuung fortsetzen.“<br />
Mehr unter:<br />
www.denzelrobotics.at<br />
72<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong>
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
73
MESSE<br />
Messebesuch mit Mehrwert<br />
Die BrauBeviale schnürt auch bei der neuen Auflage vom 26. bis 28. November<br />
20<strong>24</strong> in Nürnberg wieder ein Gesamtpaket. Neben dem Ausstellerportfolio<br />
mit Brauerei- und Getränketechnik – sowie für den Sektor Wein – wartet das<br />
Vortragsprogramm wieder mit vielen Impulsen auf.<br />
Die Foren in Halle 1 und 9<br />
sind die Bühnen für Experten<br />
aus Forschung und<br />
Praxis. Dort werden die Themenfelder<br />
Rohstoffe & Marketing sowie<br />
Technik & Verpackung beleuchtet.<br />
Zusätzlich dazu können die Besucherinnen<br />
und Besucher die Sonderflächen<br />
zu Startups & Young Talents,<br />
Logistik sowie Wein & Spirituosen<br />
ansteuern. Ein besonderer Platz auf<br />
der Messe ist die Craft Drinks Area,<br />
die für alle Craft Brewer die Zieladresse<br />
schlechthin ist. Auch für die<br />
Heim- und Hobbybrauer ist die gewohnte<br />
Adresse in Halle 6 wieder<br />
auf dem Plan.<br />
Rohstoffe & Marketing<br />
Schon Tradition hat das Forum in<br />
Halle 1 mit – passend zum Aussteller-Portfolio<br />
in Halle 1 – wichtigen<br />
Fragen zu Rohstoffthemen. Dort<br />
geht es beispielsweise um neue<br />
klimaresiliente Gerstensorten oder<br />
Aufgaben für die Malzerzeugung<br />
vor dem Hintergrund des Klimawandels.<br />
In eine ähnliche Richtung<br />
gehen auch die Informationen zu<br />
neuen Hopfensorten, die sich in<br />
diesem Zusammenhang als vielversprechend<br />
erweisen. Selbstverständlich<br />
wird die Hopfenkultivierung im<br />
übergeordneten Szenario von Umweltschonung<br />
und Wirtschaftlichkeit<br />
ebenso thematisiert wie zukünftige<br />
Szenarien zur Hefekultivierung<br />
bei den Fermentationsspezialisten.<br />
Die Rohstoff-Themen werden am<br />
26. und 28. November 20<strong>24</strong> angeboten.<br />
Marketing<br />
Wie viel ist Marketing und wie viel<br />
ist Technik für einen Markterfolg der<br />
Biere? Das Messeprogramm bezieht<br />
hier ausdrücklich nicht Stellung,<br />
denn es muss an allen Stellschrauben<br />
gedreht werden, um letztlich<br />
dem Bier – ob mit oder ohne Alkohol<br />
– einen Platz im Einkaufskorb<br />
der Konsumenten zu sichern und die<br />
Wirtschaftlichkeit der Brauereien<br />
zu garantieren. Einige Beispiele aus<br />
dem Marketingschwerpunkt im Vortragsprogramm,<br />
z.B.: „Neu, anders,<br />
erfolgreich: Über Innovation Thinking.<br />
Bier neu beleben!“ oder „Key<br />
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Foto: YONTEX<br />
Learnings: Was Getränke-Innovationen<br />
erfolgreich macht“. Dazu sorgen<br />
Best-Practice-Beispiel von Kultmarken<br />
sowie Newcomern für neue<br />
Ideen in der eigenen Positionierung.<br />
Alle Marketingimpulse werden am<br />
27. November 20<strong>24</strong> im Forum in<br />
Halle 1 präsentiert.<br />
Technik und Verpackung<br />
Unter der Federführung des Verbands<br />
Private Brauereien Bayern<br />
e.V. – des ideellen Trägers der Brau-<br />
Beviale – bietet die BrauBeviale in<br />
der diesjährigen Auflage im Technikprogramm<br />
in Halle 9 ein auf die<br />
aktuellen Themen der Brauereien<br />
zugeschnittenes Programm an. Am<br />
Dienstag, 26. November 20<strong>24</strong>, steht<br />
alles unter dem Zeichen von „Energieeffizienz<br />
für den Mittelstand“.<br />
Themen, die hier ausgerollt werden,<br />
sind Nachhaltigkeit in Neubauprojekten,<br />
Energiemanagementsysteme<br />
und der Einsatz von Wärmepumpen.<br />
Zusätzlich dazu gibt es noch einen<br />
Überblick zu ganzheitlichen Energiekonzepten<br />
für den Mittelstand.<br />
Für den Donnerstag, 28. November<br />
20<strong>24</strong>, plant der Verband ein breites<br />
Informationsprogramm zum Thema<br />
„Alkoholfreie Biere“. Dazu wird<br />
zunächst die Rolle der Hefen bei<br />
der Herstellung alkoholfreier Biere<br />
beleuchtet sowie die Produktentwicklung<br />
eines alkoholfreien Biers<br />
in der Praxis. Mit der Betrachtung<br />
von Best-Practice-Beispielen – aus<br />
European Beer Star Gewinnern –<br />
erhalten die Brauer einen breiten<br />
Überblick und die Gelegenheit, sich<br />
mit Experten zu den Prozessen für<br />
dieses Biersegment auszutauschen.<br />
Verpackungsfragen<br />
Getränkehersteller mit dem Fokus<br />
auf aktuelle Verpackungsfragen<br />
werden am Mittwoch, 27. November<br />
20<strong>24</strong> – ebenfalls in Halle<br />
9 – gut bedient. Ein Beispiel für die<br />
Ansätze dieses Programms ist folgender<br />
Schwerpunkt: „Glas - Metall<br />
- Verbundstoffe? Verpackungspräferenzen<br />
der jungen Konsumenten“.<br />
Selbstverständlich widmet sich das<br />
Programm an dieser Stelle auch der<br />
Umsetzung der PPWR in den einzelnen<br />
Märkten: „Die EU hat entschieden<br />
– Was nun? Die PPWR für<br />
Getränke in Europa.“ Hier wird es<br />
vor allem darum gehen, eine Standortbestimmung<br />
zu den Lösungen in<br />
den Märkten zu erhalten. Für die<br />
Besuchsplanung von Marketingspezialisten<br />
wird also insbesondere der<br />
Messebesuch am Mittwoch in Frage<br />
kommen, denn dann nehmen sie<br />
auch die Schwerpunkte Marketing<br />
und Verpackung im Vortragsprogramm<br />
gebündelt mit.<br />
Sonderflächen –<br />
die schon Standard sind<br />
Wein@BrauBeviale ist das Schlagwort,<br />
das für alle Weinhersteller<br />
bedeutsam ist: In Halle 4A integriert<br />
die Messe eine Plattform für<br />
Winzerinnen und Winzer. An allen<br />
drei Messetagen wird hier ein<br />
vielfältiges Programm geboten mit<br />
Schwerpunkten zu Kellertechnik/<br />
Nachhaltigkeit/ Qualitätssicherung<br />
sowie zu Weinmarketing/Vertrieb/<br />
Betriebsführung/ Digitalem. Dazu<br />
stützt sich das Organisationsteam<br />
auf kompetente Unterstützung der<br />
wichtigen und relevanten Player im<br />
„Wein@BrauBeviale – hier wächst zusammen, was zusammen gärt!“<br />
Ein Slogan für das gebündelte Paket: Eine verstärkte Präsentation von<br />
Angeboten für die Weinproduktion und mehr Besucher aus dem Sektor<br />
Wein auf der BrauBeviale sind das klare Ziel der Messeorganisatoren.<br />
Weinbereich, wie dem Deutschen<br />
Weinbauverband, der LWG, der<br />
Hochschule Geisenheim oder der<br />
HBLA Klosterneuburg, Österreich.<br />
Zudem widmet sich das Programm<br />
auch der nachfolgenden Generation:<br />
Innovations-Schmiede Junge<br />
Winzer – mit diesem Ansatz werden<br />
Konzepte der Nachfolger-Generation<br />
diskutiert, denn sie stehen bereits<br />
in den Startlöchern.<br />
LOGISTIK LOUNGE<br />
Nach der erfolgreichen Premiere<br />
in 2023 wird es auch heuer eine LO-<br />
GISTIK LOUNGE. Die YONTEX<br />
als Veranstalter sowie der Poolbetreiber<br />
LOGIPACK als Organisator<br />
und Moderator der einzigartigen<br />
Themenfläche tragen damit der zunehmenden<br />
Bedeutung der Logistik<br />
für die gesamte Getränkewirtschaft<br />
Rechnung.<br />
Mehrweg-Logistik<br />
Auf einer doppelt so großen Fläche<br />
im Vergleich zum Vorjahr steht in<br />
diesem Jahr das Motto „Die Effizienz<br />
der Mehrweg-Logistik“ im Vordergrund.<br />
Der Standort der Lounge<br />
wurde weiter ins Zentrum der Messe<br />
gelegt und um eine Zusatzfläche<br />
erweitert, dort wird direkt angrenzend<br />
zur LOGISTIK LOUNGE ein<br />
breites Spektrum an digitalen Branchenlösungen<br />
insbesondere für die<br />
Digitalisierung der Logistikprozesse<br />
vorgestellt. Das Konzept beinhaltet<br />
eine Präsenz von möglichst unterschiedlichen<br />
und sich ergänzenden<br />
Partnern aus dem Bereich Logistik<br />
und Digitalisierung.<br />
Craft Drinks Area<br />
Abgerundet wird das Paket der<br />
Spezialflächen wieder mit der Craft<br />
Drinks Area, wo Besucherinnen und<br />
Besucher in professionellen Tastings<br />
neue Impulse gewinnen, sich austauschen<br />
und mit Gleichgesinnten<br />
diskutieren. Selbstverständlich findet<br />
dort auch wieder die Präsentation<br />
des Siegerbiers aus dem Hobbybrauerwettbewerb<br />
von Maisel &<br />
Friends statt.<br />
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Das aktuelle Video von<br />
<strong>04</strong>/<strong>24</strong><br />
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