02.09.2024 Aufrufe

Ausbildungsguide_Hildesheim_Internet_klein

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

AUS-<br />

BILDUNGS-<br />

GUIDE<br />

Stadt und<br />

Landkreis<br />

<strong>Hildesheim</strong><br />

MIT UNTERNEHMENS-<br />

PROFILEN AUS DEINER<br />

REGION<br />

Foto: © juffa-weddings.de<br />

Online lesen auf<br />

ausbildungsguide.de<br />

Uns ist Nachhaltigkeit wichtig,<br />

daher klimaneutral gedruckt, auf Papier<br />

aus verantwortungsvollen Quellen und<br />

mit 100 % Ökostrom produziert.<br />

20<br />

24<br />

25


Noch mehr Infos und<br />

aktuelle Ausbildungsangebote<br />

findest du auf:<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

Ihr findet uns<br />

auch auf<br />

Social Media!<br />

@ausbildungsguide<br />

Illu: © Lena Kulla – (SAM)<br />

Schlütersche Ausbildungsmedien<br />

2


Foto: © juffa-weddings.de<br />

Foto: MK/Brauers<br />

Grußwort<br />

Liebe Schülerinnen und Schüler,<br />

kaum ein Bereich des Alltags verändert sich so dynamisch<br />

wie das Berufsleben. Daher ist es unerlässlich, sich<br />

frühzeitig darüber zu informieren und Gedanken über<br />

Fragestellungen zu machen, die jeder und jedem<br />

unmittelbar beim Stichwort „Berufsleben“ in den Sinn<br />

kommen werden.<br />

Welche Bedeutung hat der Beruf für mich? Welche<br />

Chancen und Möglichkeiten für ein erfolgreiches Berufsleben<br />

habe ich? Wie kann ich mich auf den Start in die<br />

Ausbildung oder ein Studium vorbereiten?<br />

Das alles geschieht während einer sehr bedeutenden<br />

Phase des Lebens. Wichtige Entscheidungen stehen jetzt<br />

an, um den richtigen Weg in das eigene Leben zu finden,<br />

und auch in die berufliche Zukunft zu starten.<br />

Die vorliegenden Ratgeber der Schlütersche Aus bildungsmedien<br />

(SAM) bieten euch sowie euren Eltern<br />

wichtige Informationen, die bei der Beruflichen Orientierung<br />

kompetent und strukturiert Hilfe leisten. Und sie<br />

bieten für Lehrende sowie Institutionen eine sinnvolle<br />

Unterstützung bei ihrem Bildungsauftrag. Übrigens:<br />

nicht nur in gedruckter Form, sondern jetzt auch online<br />

auf ausbildungsguide.de und gymmemore.de.<br />

Diese zielgerichteten Informationen sollen die Chancengleichheit<br />

in der Berufs- oder auch Studienorientierung<br />

erhöhen und jungen Erwachsenen einen guten Start in<br />

ihr Leben nach der Schule ermöglichen.<br />

Denn: Ihr seid unsere Zukunft und ihr solltet bei den<br />

vielen anstehenden Entscheidungen die bestmög liche<br />

Unterstützung erhalten!<br />

Ich möchte euch deshalb dazu ermuntern, euch<br />

umfassend zu informieren und diesen Ratgeber zu<br />

nutzen, um euren eigenen Weg in die berufliche Zukunft<br />

zu finden.<br />

Niedersächsische Kultusministerin<br />

Julia Willie Hamburg<br />

Fotos: © juffa-weddings.de<br />

3


Welcher<br />

Beruf<br />

passt zu<br />

mir?<br />

Soll ich<br />

eine schulische<br />

oder eine duale<br />

Ausbildung<br />

machen?<br />

Wer kann<br />

mich in<br />

meiner Berufswahl<br />

unterstützen?<br />

Was kann<br />

ich mit einer<br />

abgeschlossenen<br />

Berufsausbildung<br />

machen?<br />

Wo<br />

will ich<br />

hin?<br />

Ich habe<br />

Abitur: Warum<br />

soll ich eine<br />

Ausbildung<br />

machen?<br />

Wie finde<br />

ich einen<br />

Ausbildungsbetrieb?<br />

Kann ich<br />

einen höheren<br />

Abschluss an<br />

der BBS<br />

machen?<br />

Was ist<br />

der Unterschied<br />

zwischen einer<br />

Berufsfachschule<br />

und einer Fachoberschule?<br />

Foto: © Lumos sp – stock.adobe.com<br />

4


Foto: © anne-nygard – unsplash.com<br />

INHALTSVERZEICHNIS<br />

Aufbau des Magazins<br />

Die Wahl eines passenden Berufes ist sehr wichtig für<br />

deinen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben. Nach<br />

der Schule gibt es für dich viele Anschlussalternativen,<br />

die nicht immer einfach zu durchschauen sind. Dieses<br />

Magazin gibt dir einen Überblick über die verschiedenen<br />

Möglich keiten und hilft dir so bei deiner persön lichen<br />

Orientierung:<br />

Foto: © mojo_cp – stock.adobe.com<br />

ab Seite<br />

35<br />

Bewerbungstipps<br />

Foto: ©allvision – Fotolia.com<br />

ab Seite<br />

6<br />

Welcher Beruf<br />

passt zu mir?<br />

ab Seite<br />

38<br />

Finanzierung<br />

ab Seite<br />

10<br />

Welchen<br />

Schulabschluss<br />

mache ich?<br />

Foto: ©Jacob Lund – stock.adobe.com<br />

Foto: ©Viacheslav Iakobchuk – stock.adobe.com<br />

ab Seite<br />

40<br />

Regionale<br />

Informationsund<br />

Beratungsmöglich<br />

keiten<br />

Foto: © Daniel– stock.adobe.com<br />

Seite<br />

13<br />

Tipps für<br />

Eltern<br />

Grafik: freepik.com<br />

Interviews mit Auszubildenden<br />

bzw. Ausbilder:innen sowie<br />

Kurzporträts von Unternehmen,<br />

die sich und ihre Ausbildungsangebote<br />

vorstellen<br />

ab Seite<br />

ab Seite<br />

14<br />

44<br />

Wege in den Beruf und<br />

Angebote für<br />

verschiedenste<br />

Bildungsziele<br />

Foto: ©Phaitoon – Fotolia.com<br />

5


BERUFLICHE<br />

ORIENTIERUNG<br />

Online weiterlesen:<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

/mag/welcher-beruf-passt<br />

Welcher Beruf<br />

passt zu mir?<br />

Die Berufswahl ist eine wichtige Entscheidung –<br />

finde deinen eigenen Weg<br />

Sich auf einen Beruf festzulegen, den du vielleicht dein ganzes Leben lang ausübst, ist oft nicht einfach. Das liegt zum<br />

einen an den vielen Berufen, die man ergreifen kann. Zum anderen wird die Berufswahl von verschiedenen Punkten<br />

beeinflusst:<br />

Bei der Berufswahl solltest du dich zunächst fragen,<br />

welche persönlichen Interessen und welche Talente<br />

du hast. Die Schulen führen deshalb das sogenannte<br />

„Kompetenzfeststellungsverfahren Profil AC“ oder<br />

Berufswahltests (z. B. Berufe-Universum) durch.<br />

Dadurch kannst du selbst darüber nachdenken,<br />

welcher berufliche Weg nach der Schule für dich<br />

passen könnte.<br />

Die Arbeitswelt verändert sich; die Zukunft wird<br />

digitaler. Die beruflichen Angebote stellen sich regional<br />

unterschiedlich dar. Manche Berufe sind am Arbeitsmarkt<br />

gefragt, andere weniger. Die Anforderungen an<br />

die Bewerber:innen (z. B. Schulabschluss) unterscheiden<br />

sich je nach Beruf.<br />

Die Berufswahl ist auch von sozialen Einflüssen<br />

geprägt. So gibt es einige Berufe, die in den sozialen<br />

Medien oder im Familienkreis besonders angesagt<br />

sind. Wichtige Hinweise kommen außerdem von<br />

deinen Eltern oder den Berater:innen der Bundesagentur<br />

für Arbeit. Dabei solltest du dich fragen, ob<br />

die gut gemeinten Tipps und Anregungen zu deinen<br />

eigenen Wünschen und Talenten passen.<br />

Es geht also um das Abwägen deiner Wünsche auf der<br />

einen Seite und die äußeren Einflüsse auf der anderen<br />

Seite. Man spricht deshalb auch vom individuellen<br />

Spannungsfeld, das es zu bewältigen gilt.<br />

Berufliche Interessen<br />

und Talente<br />

Berufswahl als<br />

individuelles<br />

Spannungsfeld<br />

Soziale<br />

Erwartungen<br />

Arbeitswelt<br />

6


Foto: © contrastwerkstatt – stock.adobe.com<br />

So unterstützen Schulen deine berufliche Orientierung<br />

Ab der fünften Jahrgangsstufe kannst du beim<br />

Zukunftstag erste Eindrücke zur Arbeitswelt und zu<br />

Berufen sammeln.<br />

Durch Berufs- und Studienwahltests kannst du deine<br />

persönlichen Interessen und Talente erforschen und<br />

nach passenden Anschlussmöglichkeiten suchen.<br />

Im Berufswahlpass kannst du deine Erkenntnisse aus<br />

den Maßnahmen zur beruflichen Orientierung dokumentieren<br />

und bei Bedarf überprüfen.<br />

Durch Praktika, Betriebserkundungen und Besuche<br />

von Berufs- und Studienwahlmessen (bundes-­<br />

weite Termine z. B. unter https://planet-beruf.de/<br />

veranstaltungen) kannst du dich über interessante<br />

Berufe informieren.<br />

Im Unterricht erhältst du Unterstützung z. B. durch<br />

das Bewerbungstraining im Fach Deutsch oder wenn<br />

ihr im Wirtschaftsunterricht Themen mit Arbeitsweltbezug<br />

durchnehmt.<br />

Weitere Beratungs- und Informationsmöglichkeiten<br />

Zahlreiche Personen unterstützen dich beim Orientierungsprozess. Wichtige regionale Beratungseinrich tungen<br />

stellen sich ab Seite 40 vor.<br />

Unterstützung beim beruflichen Orientierungsprozess<br />

im schulischen Umfeld<br />

• Lehrer:innen<br />

• Sozialpädagog:innen in der<br />

Schule und den Jugendämtern<br />

• Berufsberater:innen der Bundesagentur für Arbeit<br />

und der Jobcenter<br />

• Beratungslehrkräfte der berufs bildenden Schulen<br />

• Studienberater:innen der Uni versitäten und<br />

Hochschulen<br />

im privaten Umfeld<br />

• Eltern<br />

• Verwandte<br />

• Freunde<br />

• Bekannte<br />

7


BERUFLICHE<br />

ORIENTIERUNG<br />

Aktivitäten/Eigeninitiative<br />

Beschäftigung mit Fragen der Berufswahl<br />

Suche nach Anregungen und Informationen – Schülerbetriebspraktikum<br />

Beratungsgespräch mit Studien- und Berufsberater:innen der Agentur für Arbeit<br />

• Sprechstunde in der Schule oder<br />

• Anruf bei der Hotline der Berufsberatung oder<br />

• Anmeldung für ein Gespräch bei der Berufsberatung unter 0800 4555500 oder jederzeit<br />

online unter www.arbeitsagentur.de/bildung/berufsberatung<br />

Aufarbeitung des Beratungsgesprächs zu Hause und vielleicht in der Schule<br />

(z. B. mit einer Beratungslehrkraft oder mit einer:einem Sozialpädagogin bzw. Sozialpädagogen)<br />

Bei Empfehlung für Berufsausbildung oder weiteren Schulbesuch:<br />

Bewerbung um Ausbildungsplatz bzw. um einen Platz in einer als sinnvoll angesehenen Schule<br />

Bei Erfolg:<br />

Start in die Ausbildung (Betrieb) oder Schule<br />

Bei vergeblicher Suche:<br />

erneutes Gespräch mit der Berufsberatung<br />

der Agentur für Arbeit mit dem Ziel, andere<br />

Wege Richtung Beruf zu gehen<br />

Trotz aller Beratung ist es notwendig, dass du<br />

dir eine eigene Meinung bildest und dich in formierst.<br />

Für verlässliche Informationen sollte man aber<br />

nicht einfach googeln oder in sozialen Netzwerken<br />

fragen, sondern zunächst die offiziellen Portale nutzen<br />

(siehe unter „Tipps für <strong>Internet</strong>adressen“). Hinzu<br />

kommen regionale Portale, insbesondere Ausbildungsund<br />

Praktikumsbörsen.<br />

Tipps für <strong>Internet</strong>adressen<br />

<strong>Internet</strong>adresse<br />

www.abi.de<br />

www.ausbildungplus.de<br />

www.berufe.tv<br />

www.berufenavi.de<br />

www.berufenet.arbeitsagentur.de<br />

www.check-u.de<br />

www.handwerk.de<br />

www.ihk-lehrstellenboerse.de<br />

www.planet-beruf.de<br />

www.studienwahl.de<br />

www.studieren-in-niedersachsen.de<br />

www.talente-gesucht.de<br />

Kurzbeschreibung<br />

rund um Studium und Beruf<br />

rund um das duale Studium; Datenbank mit Studiengängen<br />

Filme zu Ausbildungsberufen<br />

Unterstützung bei der beruflichen Orientierung<br />

Datenbank zu verschiedensten Berufen<br />

Erkundungstool der Agentur für Arbeit<br />

Informationen zu Berufen aus dem Bereich der Handwerkskammer<br />

Informationen zu Berufen aus dem Bereich der Industrie- und Handelskammer<br />

insbesondere für die Sekundarstufe I relevant<br />

Datenbank zu Studiengängen<br />

rund um das Studium in Niedersachsen inkl. Beratungsmöglichkeit<br />

Informationen zu Berufen aus dem Bereich der Landwirtschaftskammer<br />

Niedersachsen<br />

8


Illu: © Lena Kulla – (SAM)<br />

Schlütersche Ausbildungsmedien<br />

Du entscheidest, was du nach der Schule machen willst …<br />

… dabei sind einige Fragen zu beachten:<br />

Welchen Bildungsabschluss will ich erreichen?<br />

Soll ich einen schulischen oder beruflichen<br />

Bildungsabschluss machen?<br />

Welcher Beruf oder welches Berufsfeld?<br />

Welchen Beruf oder welches Berufsfeld soll ich<br />

ergreifen?<br />

• Bei der Wahl von Schulformen wie der<br />

Berufs fach schule, der Fachoberschule oder dem<br />

Beruflichen Gym nasium reicht eine Auswahl der<br />

angebotenen Berufsfelder.<br />

• Bei der Entscheidung für eine Berufsausbildung<br />

muss ich schon einen konkreten Beruf wählen.<br />

Foto: © denisismagilov – stock.adobe.com<br />

Welche berufsbildende Schule, welches<br />

Ausbildungs unternehmen kommt infrage?<br />

Bei der Frage nach dem Beruf oder Berufsfeld ist auch<br />

die Arbeitsmarktsituation zu berücksichtigen. Kann ich<br />

den Beruf an meinem Wohnort ausüben oder muss ich<br />

dafür umziehen?<br />

Manche Berufe sind generell überlaufen, bei anderen<br />

Berufen suchen die Unternehmen händeringend nach<br />

Nachwuchs. Insbesondere bei sehr nachgefragten<br />

Berufen solltest du deine Gründe für und gegen den<br />

entsprechen den Beruf abwägen.<br />

Welcher Schul- und/<br />

oder Ausbildungsabschluss?<br />

Welches<br />

Ausbildungsunternehmen<br />

bzw. welche<br />

weiterführende<br />

Schule?<br />

Fragen zum Traumberuf<br />

Was spricht mich an?<br />

Was schreckt mich ab?<br />

• hohes Gehalt<br />

• Karriereperspektiven<br />

• Selbstverwirklichung<br />

• öffentliche Anerkennung<br />

• Reisen<br />

• Umgang mit Menschen<br />

• …<br />

• weniger gute Chancen auf einen Ausbildungsund<br />

Arbeitsplatz<br />

• Habe ich genug Talent, um mich gegen andere<br />

Interessenten zu behaupten?<br />

• unsichere berufliche Perspektiven<br />

• Stress im Beruf<br />

• …<br />

9


BERUFLICHE<br />

ORIENTIERUNG<br />

Online weiterlesen:<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

/mag/welchen-abschluss<br />

Welchen<br />

Schulabschluss<br />

mache ich?<br />

Gute Frage, denn der Abschluss hat Einfluss auf deinen<br />

weiteren Weg.<br />

In der Sekundarstufe I, d. h. in den Schuljahrgängen 5 bis 10, können in Niedersachsen unterschiedliche Schul formen<br />

besucht werden. Dies betrifft zunächst die eigenständigen Schulformen Hauptschule, Realschule, Gymnasium und<br />

Förderschule. Hinzukommen als „Mischformen“ die Integrierte Gesamtschule, die Kooperative Gesamtschule und<br />

die Oberschule. Zu berücksichtigen ist auch die Inklusion. Schüler:innen mit einem Förder bedarf können grundsätzlich<br />

alle genannten Schulformen besuchen.<br />

In jeder Schulform können mehrere Schulabschlüsse erworben werden.<br />

Dies sind in der Sekundarstufe I:<br />

nach dem 9. Schuljahrgang<br />

• der Hauptschulabschluss<br />

• der Abschluss der Förderschule im Förderschwerpunkt<br />

Lernen<br />

nach dem 10. Schuljahrgang<br />

• der Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss<br />

• der Sekundarabschluss I – Realschulabschluss<br />

• der Erweiterte Sekundarabschluss I<br />

Der Sekundarbereich II umfasst im Kern:<br />

die Schuljahrgänge 11 bis 13 an der gymnasialen<br />

Oberstufe an den allgemeinbildenden Schulen<br />

die vielfältigen Angebote der berufsbildenden<br />

Schulen, die noch ausführlich vorgestellt werden<br />

In der Sekundarstufe II können die folgenden<br />

Bildungsabschlüsse erworben werden:<br />

nach der Jahrgangsstufe 12 die Fachhochschulreife<br />

nach der Jahrgangsstufe 13 die allgemeine Hochschulreife<br />

(„Abitur“)<br />

Das Schulwesen in Niedersachsen<br />

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13<br />

Kindertagesstätte<br />

Elementarbereich<br />

Förderschule<br />

Hauptschule<br />

Realschule<br />

Grundschule<br />

Oberschule<br />

Gymnasium<br />

Gesamtschule<br />

Unternehmen<br />

als Partner in der<br />

dualen Ausbildung<br />

Berufsbildende Schulen<br />

Gymnasiale Oberstufe/<br />

Berufliches Gymnasium<br />

Weitere<br />

Primarbereich Sekundarbereich I Sekundarbereich II<br />

Universität/Hochschule/Weitere<br />

(Graf k leicht abgewandelt von www.mk.niedersachsen.de/assets/image/zoom/139852)<br />

10


Online weiterlesen:<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

/mag/wie-entscheiden<br />

Wie planst du deine<br />

Entscheidung?<br />

Wie es nach der Schule weitergeht, muss nicht über<br />

Nacht entschieden werden. Am besten gehst du bei<br />

deiner persönlichen Orientierung schrittweise vor,<br />

um dir über passende Berufe klarzuwerden. Im<br />

Orientierungsprozess kann es zu Sprüngen und<br />

Rückschritten kommen (wenn sich beispielsweise dein<br />

Wunschberuf im Praktikum zerschlagen hat). Generell<br />

ist es wichtig, sich je nach Stand der Orientierung die<br />

richtigen Fragen zu stellen, damit du zu klärenden<br />

Antworten kommst. Hierbei kannst du auch immer<br />

wieder auf die Beratung verschiedener Personen<br />

zurückgreifen (siehe Seite 7).<br />

Foto: © Jacob Lund – stock.adobe.com<br />

Fragen im Berufswahlprozess<br />

Orientierungsphase*<br />

Betrachten der eigenen Fähigkeiten,<br />

Fertigkeiten und Interessen<br />

Abgleichen der eigenen Fähigkeiten<br />

und Fertigkeiten mit den<br />

Anforderungen von Berufen bzw.<br />

Studiengängen<br />

Kenntnisse über die regionale und<br />

überregionale Wirtschaft sammeln<br />

Auswerten praktischer Erfahrungen<br />

Planen der Berufs- bzw.<br />

Studienwahl entscheidung<br />

Qualifizierte Bewerbung planen/<br />

verfassen<br />

Fragen<br />

• Welche Berufsfelder können zu meinen Talenten und Interessen<br />

passen?<br />

• Gibt es Kenntnisse, in denen ich mich verbessern sollte?<br />

• Passen meine Talente zu den Berufen, die mich interessieren?<br />

• Reicht mein Schulabschluss für meine Wunschberufe?<br />

• Wie sind die beruflichen Perspektiven in meinen Wunschberufen<br />

(z. B. Ver dienst, Aussicht auf eine Anstellung, Möglichkeit zur<br />

beruflichen Selbstständigkeit)?<br />

• In welchen Unternehmen will ich ein Praktikum machen?<br />

Welche Berufe will ich dabei kennenlernen?<br />

• Was habe ich über meine Wunschberufe erfahren?<br />

• Wurden meine beruflichen Ziele bestätigt oder nicht?<br />

• Wie soll es konkret nach der Schule weitergehen?<br />

Welches Berufsziel?<br />

Weiterführende Schule, Ausbildung oder Studium?<br />

Welche BBS, Unternehmen oder Universität/Hochschule?<br />

• Welche Fristen sind zu beachten?<br />

• Welche Anforderungen werden an eine erfolgversprechende<br />

Bewerbung gestellt?<br />

*In allen Orientierungsphasen gilt: Immer die Angebote zur Information, Beratung bzw. Unterstützung nutzen!<br />

11


BERUFLICHE<br />

ORIENTIERUNG<br />

Rechtzeitig aktiv werden<br />

Wenn du unerwünschte Warteschleifen<br />

nach der Schule vermeiden willst, musst<br />

du rechtzeitig vor dem Schulende den<br />

Übergang „eingetütet“ haben. Aus gangspunkt<br />

hierfür sind die<br />

Bewerbungsfristen<br />

für die gewünschte<br />

Anschlussalternative.<br />

Wichtig:<br />

Mindestens ein<br />

Jahr vor Schulende<br />

solltest du deine<br />

Entscheidung getroffen<br />

haben, wie es nach<br />

der Schule weitergehen<br />

soll, um dich zielgerichtet<br />

bewerben<br />

zu können.<br />

Foto: © marvin-meyer – unsplash<br />

Ein grober Zeitplan zur Berufswahl<br />

Ab Jahrgangsstufe 5<br />

Ab Jahrgangsstufe 7<br />

Ab Jahrgangsstufe 8<br />

Ab einem Jahr vor Schulende<br />

Ab einem halben Jahr vor Schulende<br />

(Januar/Februar)<br />

Ab einem halben Jahr vor Schulende<br />

(Mitte April)<br />

• Zukunftstag<br />

• Kompetenzanalyse Profil AC<br />

• Besuche des Berufsinformationszentrums<br />

• Recherchen in den passenden <strong>Internet</strong>portalen (Seite 8)<br />

• Betriebspraktika<br />

• Betriebserkundungen und Gespräche mit Fachleuten<br />

aus der Arbeitswelt<br />

• Besuch von Messen zur Berufs- und Studienwahl<br />

• Nutzung der Beratungsmöglichkeiten<br />

• Entscheidung, wie es nach der Schule weitergehen soll<br />

• Bewerbung bei Ausbildungsunternehmen bei dualer Ausbildung<br />

• Bewerbung bei berufsbildender Schule (auch für schulische<br />

Ausbildung in der berufsqualifizierenden Berufsfachschule)<br />

• Bewerbung bei Universitäten und Hochschulen<br />

Einen Berufswahlplan bietet<br />

auch die Platt form Planet Beruf<br />

der Bundesagentur für Arbeit:<br />

Es gibt zahlreiche Unterstützungsangebote bei deiner beruflichen<br />

Orientierung. Wenn du aber rechtzeitig zu einer gut durchdachten<br />

Entscheidung kommen möchtest, ist eigene Initiative unverzichtbar!<br />

Hinweis<br />

zur Schulpflicht:<br />

Nach der Beendigung der<br />

Sekundarstufe I besteht<br />

weiterhin die allgemeine<br />

Schulpflicht, d. h., in der<br />

Sekundarstufe II ist eine allgemeinbildende<br />

oder berufsbildende<br />

Schule (beinhaltet<br />

auch die Aufnahme einer<br />

Berufsausbildung) zu<br />

besuchen.<br />

12


Online weiterlesen:<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

/mag/tipps-fuer-eltern<br />

Sie als Eltern kennen Ihre Kinder besonders gut und sollten deshalb den Orientierungsprozess Ihrer Kinder aktiv<br />

unter stützen. Hier einige Hinweise:<br />

Die Unterstützung sollte gut dosiert werden, denn die<br />

berufliche Orientierung stellt einen Schritt in das<br />

Erwachsenwerden dar. Wichtig ist, dass die Kinder<br />

motiviert werden, ihre Berufswahl aktiv anzugehen.<br />

Dabei geht es weniger um Tipps zum passenden<br />

Beruf, sondern stärker um die gemeinsame Reflexion,<br />

wo die Kinder in ihrem Berufswahlprozess stehen und<br />

was als Nächstes getan werden kann.<br />

Aus der eigenen Berufs-, Ausbildungs- und Studienerfahrung<br />

lassen sich nur sehr bedingt generelle Aussagen<br />

ableiten. Bezüglich der eigenen Erfahrungen<br />

aus dem Studium und der Ausbildung ist zu berücksichtigen,<br />

dass sich insbesondere beim Studium seit<br />

der Jahrtausendwende sehr viel geändert hat.<br />

Die Vermittlung eines Praktikumsplatzes beim eigenen<br />

Arbeitgeber ist eine einfache Lösung, hilft aber<br />

wenig, wenn es mit den beruflichen Wünschen des<br />

Nachwuchses nichts zu tun hat. Hinzu kommt, dass<br />

das Praktikum für die Schüler:innen eine gute<br />

Möglichkeit ist, sich mit dem Thema Bewerbung aktiv<br />

auseinanderzusetzen.<br />

Möglicherweise ist Ihr eigenes Arbeitsumfeld für<br />

andere Schüler:innen oder die ganze Jahrgangsstufe<br />

sehr interessant. Vielleicht können Sie sich als Expertin<br />

oder Experte zum Thema Digitalisierung zur Verfügung<br />

stellen. Solche Angebote können auch über<br />

den Elternrat zusammengetragen werden.<br />

Für Eltern gibt es Informationsmaterialien und -veranstaltungen<br />

z. B. von der Arbeitsagentur, wie die<br />

Kinder unterstützt werden können: https://planetberuf.de/eltern-und-erziehungsberechtigte<br />

Weitere Infos<br />

unter<br />

www.stadt-hildesheim.de<br />

dann unter Schulen/Stadtelternrat<br />

sowie<br />

www.kreiselternrathildesheim.de<br />

Foto: © Daniel– stock.adobe.com<br />

13


Wege in den Beruf in<br />

Gebrauchsanweisung<br />

1. Welche Schule besuchst du zurzeit? Suche das passende Gebäude im Bild.<br />

2. Welchen Abschluss erreichst du an dieser Schule? Sieh in der Legende nach, welche Farbe für<br />

diesen Abschluss steht.<br />

3. Folge der Linie in dieser Farbe und entdecke die Möglichkeiten, die du mit dem Abschluss hast.<br />

An jedem Gebäude, zu dem du kommst, f ndest du farbige Kästchen. Sie zeigen dir, welchen<br />

nächsthöheren Abschluss du dort machen kannst. Folge dann der Linie in der Farbe dieses<br />

Abschlusses.<br />

Wie du siehst, kannst du mit einer Ausbildung direkt in die Berufswelt einsteigen. Du kannst dich<br />

nach der Ausbildung aber auch noch weiterbilden oder die Zulassung zu einem Studium erwerben.<br />

Die Graf k soll dir eine erste Orientierung geben. In einer Berufsberatung kannst du dir weitere<br />

Unterstützung holen.<br />

Schulen im Schulsystem<br />

allgemeinbildende Schulen:<br />

• Integrative Gesamtschule (IGS)<br />

• Kooperative Gesamtschule (KGS)<br />

• Gymnasium<br />

• Oberschule<br />

• Realschule<br />

• Hauptschule<br />

• Förderschule<br />

berufsbildende Schulen:<br />

• Berufsschule<br />

• Berufsqualifizierende<br />

Berufsfachschule<br />

• Berufseinstiegsschule (BES)<br />

• Berufsfachschule (BFS)<br />

• Berufliches Gymnasium (BG)<br />

• Fachoberschule (FOS)<br />

• Berufsoberschule (BOS)<br />

• Fachschule (FS)<br />

Hochschulen:<br />

• Universität (Uni)<br />

• Fachhochschule (FH)<br />

Legende<br />

ohne Abschluss<br />

Hauptschulabschluss<br />

Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss<br />

Sekundarabschluss I – Realschulabschluss<br />

Erweiterter Sekundarabschluss I<br />

Fachhochschulreife<br />

Fachgebundene Hochschulreife<br />

Allgemeine Hochschulreife<br />

Berufsabschluss<br />

Hochschulabschluss<br />

= teilweise möglich<br />

= beide Abschlüsse nötig<br />

14


Niedersachsen<br />

Klick dich durch<br />

die Wege!<br />

v<br />

Die KAUSA-Landesstelle wird geförde<br />

vom Bundesministerium für Bildung<br />

und Forschung im Rahmen der Initiat<br />

Die KAUSA-Landesstelle wird gefördert<br />

Bildungketten.<br />

vom Bundesministerium für Bildung<br />

und Forschung im Rahmen der Initiative<br />

Bildungsketten.<br />

Mit freundlicher<br />

Unterstützung durch:<br />

Copyright:<br />

Auch auf<br />

Ukrainisch!<br />

KAUSA-Landesstelle<br />

Niedersachsen<br />

Tel. 05173 92590-00 • han@kausa-niedersachsen.de<br />

www.kausa-niedersachsen.de<br />

Idee, Konzept, Gestaltung:<br />

Yvonne Salewski, Heike Hinrichs, Henning Steinfarz<br />

15


WEITERFÜHRENDE<br />

BILDUNGSANGEBOTE<br />

Angebote für verschiedenste Bildungsziele<br />

Einen Beruf erlernen<br />

Ein Beruf ist eine dauerhafte Tätigkeit, die eine Ausbildung<br />

voraussetzt und mit der du dein Geld verdienst.<br />

Weil es viele Berufe gibt, werden sie zur besseren Übersicht<br />

in verschiedenen Berufsfeldern zusammengefasst<br />

(siehe rechts):<br />

Man unterscheidet zwischen der akademischen und<br />

beruflichen Bildung. Die akademische Bildung meint das<br />

Stu dium an einer Universität oder Hochschule. In<br />

diesem Magazin geht es insbesondere um die berufliche<br />

Bildung.<br />

Die Institutionen der beruflichen Bildung sind:<br />

die berufsbildenden Schulen<br />

die Ausbildungsunternehmen und<br />

die Kammern<br />

Berufsfelder nach dem Schema<br />

der Bundesagentur für Arbeit<br />

• Bau, Architektur, Vermessung<br />

• Dienstleistung<br />

• Elektro<br />

• Gesundheit<br />

• IT, Computer<br />

• Kunst, Kultur, Gestaltung<br />

• Landwirtschaft, Natur, Umwelt<br />

• Medien<br />

• Metall, Maschinenbau<br />

• Naturwissenschaften<br />

• Produktion, Fertigung<br />

• Soziales, Pädagogik<br />

• Technik, Technologiefelder<br />

• Verkehr, Logistik<br />

• Wirtschaft, Verwaltung<br />

(Quelle: www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/erkunde-die-berufsfelder)<br />

16


Online weiterlesen:<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

/mag/berufsausbildung<br />

Duale Berufsausbildung im Ausbildungsunternehmen und<br />

in der Berufsschule<br />

Die duale Berufsausbildung findet in dem Ausbildungsunternehmen<br />

und in der Berufsschule statt.<br />

Die Zeitaufteilung pro Woche beträgt ein bis zwei Tage in<br />

der Berufsschule und drei bis vier Tage im Ausbildungsunternehmen.<br />

In einigen Ausbildungsberufen<br />

wird der theoretische Unterricht auch als Blockunterricht<br />

angeboten. Die Ausbildungsinhalte im Ausbildungsunternehmen<br />

und der Berufsschule sind vorgegeben.<br />

Dadurch ist sichergestellt, dass sich Theorie<br />

und Praxis ergänzen und sich die Inhalte der Aus bildung<br />

nicht nur auf das jeweilige Ausbildungsunternehmen<br />

beziehen.<br />

Zwischen der:dem Auszubildenden und dem Ausbildungsunternehmen<br />

wird ein Ausbildungsvertrag<br />

geschlossen. Die meisten Inhalte des Ausbildungsvertrages<br />

sind durch Gesetze geregelt oder wurden<br />

zwischen den Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften<br />

vereinbart. Dies betrifft unter anderem die Inhalte<br />

der Ausbildung und die Mindestvergütung (seit 2024<br />

sind es im ersten Ausbildungsjahr mindestens 649 Euro<br />

pro Monat).<br />

Eine Kopie jedes Vertrages geht an die zuständige<br />

Kammer, die die Einhaltung der Vorgaben prüft. Die<br />

Ausbildungsunternehmen sind immer Mitglieder von<br />

Kammern, z. B. Handwerkskammern, Industrieund<br />

Handelskammern und Landwirtschaftskammern.<br />

Diese wachen darüber, dass die duale Aus bildung<br />

in den Ausbildungsunternehmen ordnungsgemäß<br />

durchgeführt wird. Die Kammern sind auch für die<br />

Gestaltung der Zwischen- und Abschlussprüfung<br />

ver antwortlich.<br />

Es gibt bundesweit etwa 340 Ausbildungsberufe,<br />

darunter rund 70 theoriereduzierte Ausbildungs berufe.<br />

Eine Berufsausbildung dauert rund drei Jahre, eine<br />

theoriereduzierte Ausbildung meist zwei Jahre.<br />

Graf k: © freepik.com<br />

17


WEITERFÜHRENDE<br />

BILDUNGSANGEBOTE<br />

Das System der dualen Ausbildung<br />

Zugangsvoraussetzung<br />

Im dualen System bestehen formal keine Zugangsvoraussetzungen, jedoch geben die<br />

Ausbildungsunternehmen erwünschte Schulabschlüsse für ihre Ausbildungsberufe vor.<br />

Bewerbung<br />

bei den Betrieben (bei <strong>klein</strong>en und mittleren Unternehmen mindestens<br />

ein halbes Jahr und bei großen ein Jahr im Voraus)<br />

Ausbildungsdauer 2 bis 3,5 Jahre<br />

(„dreijährige Ausbildung“) je nach<br />

Ausbildungsberuf; 2 Jahre bei<br />

theoriereduzierten Ausbildungsberufen<br />

Ausbildung im Unternehmen …<br />

durch Ausbilder:innen und Meister:innen<br />

(3 bis 4 Tage wöchentlich)<br />

Ausbildungsvergütung<br />

in unterschiedlicher Höhe<br />

je nach Beruf und Ausbildungsjahr<br />

… und in der Berufsschule<br />

fachtheoretischer, praktischer und<br />

allgemeinbildender Unterricht<br />

(1 bis 2 Tage wöchentlich oder auch als<br />

Blockunterricht)<br />

Abschlusszeugnis der Berufsschule<br />

Abschluss<br />

Gesellen- oder Facharbeiterbrief nach erfolgreicher Abschlussprüfung<br />

(zum Beispiel vor der Industrie- und Handelskammer) + ggf. höherer Schulabschluss<br />

Zugangsvoraussetzungen:<br />

Es gibt keine Vorgaben zum Schulabschluss, d. h. die<br />

Ausbildung kann sogar ohne Schulabschluss aufgenommen<br />

werden. Die Entscheidung liegt beim Ausbildungsunternehmen.<br />

Aber:<br />

Das inhaltliche Niveau unterscheidet sich bei den einzelnen<br />

Ausbildungsberufen. Abhängig vom Ausbildungsberuf<br />

setzen die Ausbildungsunternehmen deshalb unterschiedliche<br />

Schulabschlüsse bis hin zum Abitur voraus.<br />

Auf der Seite https://berufenet.arbeitsagentur.de<br />

der Bundesagentur für Arbeit kannst du dir für die meisten<br />

Ausbildungsberufe anzeigen lassen, mit welchem<br />

Schulabschluss andere Aus zubildende die Ausbildung<br />

aufgenommen haben. Dies erleichtert dir die Einschätzung,<br />

welche Ausbildungs berufe zu deinem Schulabschluss<br />

passen könnten.<br />

Abschluss:<br />

Personen mit einer dualen Ausbildung werden oftmals<br />

als Fachkraft oder Geselle bzw. Gesellin bezeichnet;<br />

Personen mit einer theoriereduzierten Ausbildung als<br />

Fachpraktiker:in oder Werker:in. Die zuständige Kammer<br />

erstellt das Zeugnis zum erfolgreichen Berufsabschluss<br />

basierend auf der Abschlussprüfung. Außerdem erstellt<br />

die Berufsschule ein Abschlusszeugnis zu den Fächern<br />

des Berufsschulunterrichts.<br />

Mit einer erfolgreich abgeschlossenen<br />

Berufsausbildung kannst du gleichzeitig<br />

weitere Schulabschlüsse erwerben.<br />

Besonders relevant sind:<br />

• Hauptschulabschluss: erfolgreiche Berufsausbildung<br />

und Berufsschulabschluss in einem<br />

theoriereduzierten Ausbildungsberuf<br />

• Sekundarabschluss I – Realschulabschluss:<br />

erfolgreiche Berufsausbildung und Berufsschulabschluss<br />

in einem dreijährigen Ausbildungsberuf<br />

• Erweiterter Sekundarstufe-I-Abschluss:<br />

· Voraussetzungen zum Sek.-I-Abschluss<br />

Realschule sind erfüllt<br />

· Durchschnitt aller Noten des berufsschulischen<br />

Abschlusszeugnisses von mindestens 3,0<br />

· In folgenden Fächern liegen mindestens befriedigende<br />

Noten vor: Deutsch/Kommunikation,<br />

eine Fremdsprache und ein Fach im berufsbezogenen<br />

Lernbereich.<br />

• Fachhochschulreife: Vor der Berufsausbildung<br />

lag bereits der schulische Teil der Fachhochschulreife<br />

vor.<br />

18


Online weiterlesen:<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

/mag/schulische-ausbildung<br />

Schulische Berufsausbildung in der berufsqualifizierenden Berufsfachschule<br />

Die schulische Berufsausbildung findet in der<br />

berufs qualifizierenden Fachschule der berufsbildenden<br />

Schulen oder in privaten Schulen statt<br />

und beinhaltet umfangreiche Praktika. Die schulische<br />

Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre.<br />

In Niedersachsen wird die schulische Ausbildung in<br />

19 verschiedenen Ausbildungsberufen in verschiedensten<br />

Be rufsfeldern angeboten. Besonders relevant (und<br />

besonders oft an den berufsbildenden Schulen zu finden)<br />

sind schulische Ausbildungsberufe in den Berufsfeldern<br />

Gesundheit sowie Soziales und Pädagogik.<br />

Im Gegensatz zur dualen Ausbildung sind die finanziellen<br />

Aspekte bei der schulischen Ausbildung nicht einheitlich<br />

geregelt und müssen genauer recherchiert werden.<br />

Zugangsvoraussetzung<br />

Oft wird ein Sekundarabschluss I – Realschulabschluss vorausgesetzt.<br />

Teilweise reicht der Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss.<br />

Bewerbung<br />

zu festen Terminen bei den berufsqualifizierenden Berufsfachschulen<br />

(ca. ein halbes Jahr vor Ausbildungsbeginn)<br />

Ausbildung in der berufsqualifizierenden Berufsfachschule<br />

Die praktische und theoretische Ausbildung erfolgt primär in der Schule (5 Tage wöchentlich),<br />

aber mit umfangreichen Praktika.<br />

Ausbildungsdauer 2 bis<br />

3 Jahre – je nach Beruf<br />

Ausbildungsvergütung wird nur in wenigen Berufen gezahlt (zum Beispiel Krankenpflege). Teilweise muss bei dem<br />

Besuch privater Schulen für eine schulische Ausbildung ein „Schulgeld“ bezahlt werden.<br />

Abschluss<br />

staatliche Anerkennung nach erfolgreicher Abschlussprüfung<br />

Zugangsvoraussetzungen:<br />

Für eine schulische Ausbildung brauchst du häufig den<br />

Sekundarabschluss I – Realschulabschluss. Teilweise<br />

reicht auch der Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss.<br />

Wenn du den Sekundarabschluss I – Realschulabschluss<br />

beim Verlassen der allgemeinbildenden<br />

Schule noch nicht hast, kannst du ihn beispielsweise in<br />

der zweijährigen Berufsfachschule erwerben.<br />

Abschluss:<br />

Die Ausbildung wird mit einer schulischen Abschlussprüfung<br />

abgeschlossen. Die Abschlüsse der schulischen<br />

Ausbildungsberufe beinhalten oftmals den Begriff<br />

„Assistent:in“.<br />

Foto: © Siam – stock.adobe.com<br />

19


WEITERFÜHRENDE<br />

BILDUNGSANGEBOTE<br />

Berufseinstiegsschule<br />

Du hast ein schlechtes Zeugnis und findest keinen<br />

Ausbil dungsplatz? Dann ist eine Berufseinstiegsschule<br />

vielleicht ein guter Platz für dich.<br />

Eine Berufseinstiegsschule ist für Schüler:innen da, wenn<br />

sie wegen ihres Abgangs- oder Abschlusszeugnisses<br />

oder ihrer schlechten Deutschkenntnisse keinen<br />

Ausbildungs platz finden.<br />

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten für eine Berufseinstiegs<br />

schule. Es gibt die Berufseinstiegsklasse 1<br />

und die Berufs ein stiegsklasse 2. Jede Klasse dauert<br />

ein Jahr.<br />

Für die Berufseinstiegsschule – Klasse 1<br />

gibt es zwei Ziel gruppen.<br />

Zielgruppe 1:<br />

Du bist noch schulpflichtig.<br />

Das bedeutet: Du musst noch zur Schule gehen. Aber du<br />

bist ohne Schulabschluss von der allgemeinbildenden<br />

Schule gegangen.<br />

Bei deiner Förderung wird auf deine Probleme geachtet<br />

und das, was du brauchst. Du lernst ein Berufsfeld<br />

kennen. Später lernst du etwas über vier weitere<br />

Berufsfelder. Und es gibt Unterricht zum Grundlagenwissen<br />

und Unterricht über die Lebens- und Arbeitswelt.<br />

Das ist Unterricht zu allen Dingen, die jeder ganz<br />

all gemein wissen sollte.<br />

Zielgruppe 2:<br />

Du bist Schüler:in mit ausländischer Herkunft. Dir fehlen<br />

noch Deutschkenntnisse. Dann gehst du in eine Klasse<br />

für Sprache und Integration. Du bekommst Förderunterricht,<br />

damit du Deutsch besser sprechen, lesen und<br />

schreiben lernst. Und du wirst auf eine berufliche Ausbildung<br />

vorbereitet. Es gibt vielleicht auch die Möglichkeit,<br />

danach in die Berufseinstiegsklasse 2 zu gehen.<br />

Die Berufseinstiegsschule – Klasse 2<br />

ist für Schüler:innen:<br />

wenn sie die Hauptschule, also den Hauptschulzweig<br />

nach Klasse 9, verlassen haben.<br />

Oder sie haben die Förderschule nach der<br />

Jahrgangsstufe 10 ohne oder mit einem schlechten<br />

Hauptschulabschluss verlassen.<br />

Die wichtigsten Schulfächer sind die Fächer Deutsch und<br />

Mathematik. Für diese Fächer gilt der Lehrplan für das 9.<br />

Schuljahr. Denn für jeden Jahrgang gibt es einen Lehrplan.<br />

Darin steht ganz genau, was in einem Schuljahr<br />

alles gelernt werden muss. Hier ist das der Lehrplan der<br />

Jahrgangsstufe 9. Dazu kommt dann Unterricht in einem<br />

berufsbezogenen Schulfach. Also einem Schulfach, das<br />

auf die Ausbildung vorbereitet.<br />

Wenn Schüler:innen der Klasse 2 nicht mehr schulpflichtig<br />

sind, können sie auch in Teilzeit in ein Unternehmen<br />

kommen. Das sind drei Tage pro Woche.<br />

Foto: © magele-picture – stock.adobe.com<br />

20


Die Fachrichtungen der<br />

Berufseinstiegsschule – Klasse 1<br />

Die Fachrichtungen der<br />

Berufseinstiegsschule – Klasse 2<br />

• Du lernst ein Berufsbild genauer kennen.<br />

Zum Beispiel das Berufsbild Ernährung, Bautechnik,<br />

Metalltechnik oder Friseurtechnik.<br />

• Du lernst vier weitere Berufsbilder kennen.<br />

Dazu gehören zum Beispiel Farbtechnik und<br />

Raumgestaltung, Wirtschaft und Textiltechnik.<br />

Du bereitest dich auf eine Ausbildung in einem der<br />

folgenden Berufsfelder vor:<br />

• Gesundheit und Soziales (besonders in<br />

Hauswirtschaft und Pflege, Ernährung)<br />

• Technik (besonders in Bautechnik, Farbtechnik und<br />

Raumgestaltung, Friseurtechnik, Metalltechnik)<br />

• Wirtschaft<br />

Zugangsvoraussetzungen<br />

• Klasse 1: Du hast keinen Schulabschluss oder du hast keine<br />

oder schlechte Deutschkenntnisse.<br />

• Klasse 2: Du hast keinen oder einen schlechten<br />

Schulabschluss.<br />

Abschluss<br />

• Klasse 2:<br />

· Du verbesserst deinen früheren Hauptschulabschluss.<br />

· Du bekommst den Sekundarabschluss I –<br />

Hauptschulabschluss.<br />

Die Berufseinstiegsschule<br />

kein<br />

Schulabschluss<br />

keine oder<br />

schlechte<br />

Deutschkenntnisse<br />

Der Hauptschulabschluss ist<br />

schlecht oder fehlt.<br />

(nach Haupt- oder Förderschule, Jahrgangsstufe 9)<br />

Klasse 1<br />

Klasse 2<br />

Schwerpunkt<br />

praktischer und<br />

theoretischer Unterricht,<br />

die Berufsfelder<br />

kennenlernen<br />

Schwerpunkt<br />

Sprache und Integration<br />

für den Beruf<br />

Schwerpunkte<br />

Unterricht in Deutsch und Mathematik,<br />

ein Berufsfeld gut kennenlernen<br />

Abschluss<br />

Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss<br />

oder den Hauptschulabschluss der Klasse 9 verbessern<br />

Berufsausbildung<br />

21


WEITERFÜHRENDE<br />

BILDUNGSANGEBOTE<br />

Berufliche Qualifizierung in einem Berufsfeld und Erwerb eines höheren<br />

Schulabschlusses<br />

Foto: © brooke-cagle – unsplash.com<br />

Berufsfachschule<br />

Die Berufsfachschule dient zur beruflichen Qualifizierung<br />

in einem Berufsfeld. Außerdem kannst du einen<br />

höheren Schulabschluss erwerben. Diese Schulform<br />

wird in zwei Varianten angeboten.<br />

Die einjährige Berufsfachschule bereitet auf die<br />

Ausbildung in einem Berufsfeld vor. Es gibt insgesamt<br />

17 verschiedene Fachrichtungen; das Angebot variiert<br />

je nach Standort der berufsbildenden Schule. Das<br />

Schuljahr kann anschließend auf die Berufsausbildung<br />

vom Ausbildungsunternehmen angerechnet<br />

werden, sodass sich die Ausbildung um ein Jahr verkürzt.<br />

Zielgruppe sind insbesondere Schüler:innen<br />

mit einem Sekundarabschluss I, die noch nicht in eine<br />

Berufsausbildung vermittelt werden konnten.<br />

• In der einjährigen Berufsfachschule mit der Zugangsvoraussetzung<br />

Sekundarabschluss I – Realschulabschluss<br />

kann der erweiterte Sekundar abschluss<br />

erworben werden.<br />

• Nach der einjährigen<br />

Be rufs fachschule mit der<br />

Zu gangsvoraus set zung<br />

Sekun dar abschluss I –<br />

Haupt schul abschluss<br />

kann – sofern der<br />

Noten durch schnitt<br />

bes ser als 3,0 ist –<br />

die zweijährige<br />

Be rufs fach schule<br />

be sucht werden.<br />

Der Begriff „zweijährige Berufsfachschule“<br />

meint das zweite Schuljahr, das nach der einjährigen<br />

Berufsfachschule absolviert werden kann. Die<br />

weitere berufsbezogene Vorbereitung wird in fünf<br />

Fach richtungen angeboten. Nach erfolgreichem<br />

Abschluss erhältst du den Sekundarabschluss I –<br />

Realschul abschluss oder den erweiterten Sekundarab<br />

schluss I.<br />

Einjährige und zweijährige Berufsfachschule<br />

Zugangsvoraussetzung<br />

Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss<br />

Zugangsvoraussetzung<br />

Sekundarabschluss I – Realschulabschluss<br />

Einjährige Berufsfachschule<br />

berufliche Qualifikation in einer Fachrichtung<br />

Durchschnittsnote besser als 3,0<br />

erweiterter Sekundarabschluss I<br />

Zweijährige Berufsfachschule<br />

(Dauer: ein Schuljahr) berufliche Qualifikation<br />

und Erwerb eines höheren Schulabschlusses<br />

Berufsausbildung<br />

(und Möglichkeit zur Anrechnung<br />

als erstes Ausbildungsjahr)<br />

Sekundarabschluss I – Realschulabschluss<br />

oder erweiterter Sekundarabschluss I<br />

Berufsabschluss<br />

Eine berufsbildende Schule kann nicht alle Fachrichtungen<br />

anbieten. Bei der Wahl der Berufsfachschule solltest<br />

du prüfen, ob auch die für dich interessante Fachrichtung<br />

angeboten wird.<br />

22


Die Fachrichtungen der<br />

einjährigen Berufsfachschule<br />

Die Fachrichtungen der<br />

zweijährigen Berufsfachschule<br />

• Agrarwirtschaft<br />

• Bautechnik<br />

• Chemie, Physik und<br />

Biologie<br />

• Druck- und<br />

Medientechnik<br />

• Elektrotechnik<br />

• Fahrzeugtechnik<br />

• Farbtechnik und<br />

Raumgestaltung<br />

• Floristik<br />

• Gartenbau<br />

• Gastronomie<br />

• Hauswirtschaft und<br />

Pflege<br />

• Holztechnik<br />

• Körperpflege<br />

• Lebensmittelhandwerk<br />

• Metalltechnik<br />

• Textiltechnik und<br />

Bekleidung<br />

• Wirtschaft<br />

• Agrarwirtschaft<br />

• Ernährung, Hauswirtschaft und Pflege<br />

• Technik<br />

• Wirtschaft<br />

• Sozialpädagogik<br />

Zugangsvoraussetzungen:<br />

• Einjährige Berufsfachschule:<br />

· Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss<br />

· Sekundarabschluss I – Realschulabschluss<br />

• Zweijährige Berufsfachschule<br />

· Abschluss der einjährigen Berufsfachschule<br />

(i. d. R. mit der Zugangsvoraussetzung Sekundarabschluss<br />

I – Hauptschulabschluss) mindestens mit<br />

dem Notendurchschnitt 3,0<br />

Abschluss:<br />

• Generell Möglichkeit zur Anrechnung auf das erste<br />

Ausbildungsjahr<br />

• Berufsfachschule (mit der Zugangsvoraussetzung<br />

Sekundar abschluss I – Realschulabschluss):<br />

· erweiterter Sekundarabschluss I<br />

• Zweijährige Berufsfachschule:<br />

· Sekundarabschluss I – Realschulabschluss oder<br />

erweiterter Sekundarabschluss I<br />

Illu: © Lena Kulla – (SAM)<br />

Schlütersche Ausbildungsmedien<br />

23


WEITERFÜHRENDE<br />

BILDUNGSANGEBOTE<br />

Fachoberschule<br />

Die Fachoberschule wird mit sechs beruflichen Fachrichtungen<br />

angeboten. Die Schulform umfasst die Jahr -<br />

gangsstufe 11 und 12 und dient im zweiten Jahr zum<br />

Erwerb der Fachhochschulreife. Voraussetzung für den<br />

Einstieg in die Jahrgangsstufe 11 ist der Sekundarabschluss<br />

I – Realschulabschluss. Wer schon umfassende<br />

Berufserfahrung hat (insbesondere eine abgeschlossene<br />

Berufsaus bildung), kann direkt die Jahrgangsstufe<br />

12 besuchen.<br />

Die Jahrgangsstufe 11 dient zur theoretischen und<br />

praktischen Einführung in das Berufsfeld; im praktischen<br />

Teil arbeitest du drei Tage pro Woche in einem<br />

Unter nehmen.<br />

In der Jahrgangsstufe 12 erhältst du im Vollzeitunterricht<br />

weitere Kenntnisse in der beruflichen Fachrichtung<br />

und eine vertiefte Allgemeinbildung. In der<br />

Abschlussprüfung kannst du die Fachhoch schulreife<br />

erwerben.<br />

Wer<br />

• eine umfassende Berufserfahrung (zumeist eine abgeschlossene<br />

Berufsausbildung) und<br />

• einen Sekundarabschluss I – Realschulabschluss<br />

(wird auch durch eine abgeschlossene Berufsausbildung<br />

erworben)<br />

hat, kann direkt die Jahrgangsstufe 12 besuchen.<br />

Fachoberschule<br />

Zugangsvoraussetzung<br />

Sekundarabschluss I – Realschulabschluss<br />

sofern zusätzlich<br />

umfassende Praxiserfahrung, zumeist abgeschlossene<br />

Berufsausbildung<br />

Jahrgangsstufe 11<br />

theoretische und praktische Einführung in<br />

einer beruflichen Fachrichtung<br />

Jahrgangsstufe 12<br />

Erweiterung und Vertiefung der Kenntnisse in der beruflichen Fachrichtung und der Allgemeinbildung<br />

Fachhochschulreife kann in Abschlussprüfung erworben werden.<br />

Fachrichtungen der Fachoberschule<br />

• Wirtschaft und Verwaltung mit den Schwerpunkten<br />

Wirtschaft, Verwaltung und Rechtspflege<br />

sowie Informatik<br />

• Technik mit den Schwerpunkten Bautechnik,<br />

Informationstechnik, Mechatronik sowie einem<br />

schulspezifischen Schwerpunkt<br />

• Gesundheit und Soziales mit den Schwerpunkten<br />

Gesundheit – Pflege sowie Sozialpädagogik<br />

• Gestaltung<br />

• Ernährung und Hauswirtschaft<br />

• Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie<br />

Zugangsvoraussetzungen:<br />

• Sekundarabschluss I – Realschulabschluss<br />

für Einstieg in Jahrgangsstufe 11<br />

• zusätzlich umfassende Berufserfahrung,<br />

zumeist eine abgeschlossene Berufsausbildung,<br />

für den direkten Einstieg in die<br />

Jahrgangsstufe 12<br />

Abschluss:<br />

• Fachhochschulreife<br />

24


Berufliches Gymnasium<br />

Das Berufliche Gymnasium ist die berufsbildende Alternative<br />

zur gymnasialen Oberstufe an den allgemeinbildenden<br />

Schulen und wendet sich an Schüler:innen mit<br />

dem erweiterten Sekundarabschluss I, die die allge meine<br />

Hochschulreife erwerben wollen. Das Berufliche Gymnasium<br />

umfasst die Jahrgangsstufen 11 bis 13 und wird mit<br />

drei beruflichen Fachrichtungen angeboten. Neben den<br />

Kernfächern Deutsch, Fremdsprachen und Mathematik<br />

gibt es auch fachrichtungsspezifische Fächer in den<br />

Profilen Wirtschaft, Technik sowie Gesundheit und<br />

Soziales, zum Beispiel Betriebswirt schaft oder Informations<br />

ver arbeitung.<br />

Fachrichtungen des Beruflichen Gymnasiums<br />

• Wirtschaft<br />

• Technik<br />

mit den Schwerpunkten Bautechnik, Elektrotechnik,<br />

Mechatronik, Metalltechnik, Informationstechnik<br />

und Gestaltungs- und Medientechnik<br />

• Gesundheit und Soziales<br />

mit den Schwerpunkten Agrarwirtschaft, Ökotrophologie,<br />

Gesundheit – Pflege und Sozialpädagogik<br />

Anzumerken ist, dass in Niedersachsen für das Berufliche<br />

Gymnasium mit der Fachrichtung Gesundheit und<br />

Soziales der neue Schwerpunkt Sozialpädagogik<br />

eingeführt worden ist. In diesem Schwerpunkt wird das<br />

Berufliche Gymnasium mit der berufsqualifizierenden<br />

Berufsfachschule – Fachrichtung Sozialpädagogische<br />

Assistenz – verknüpft. Zusätzlich zur allgemeinen Hochschulreife<br />

wird der Berufsabschluss „Sozialpädagogische:r<br />

Assistent:in“ erworben. Für den Berufs abschluss<br />

werden Leistungen aus dem Schuljahrgang 12 und 13<br />

anerkannt. Dies betrifft zum einen die Durchführung<br />

eines mehr wöchigen Projektes (oftmals in Kooperation<br />

mit einer sozialpädagogischen Einrichtung) sowie das<br />

Fach Praxis, welches fachliche Inhalte der Ausbildung<br />

zum/zur Sozialpädagogischen Assistenten bzw. Assistentin<br />

thematisiert.<br />

Zugangsvoraussetzungen:<br />

• erweiterter Sekundarabschluss I<br />

Abschluss:<br />

• allgemeine Hochschulreife<br />

• Schulischer Teil der Fachhochschulreife, wenn das<br />

Berufliche Gymnasium mit passenden Noten nach<br />

der Jahrgangsstufe 12 beendet wird. Die vollständige<br />

Fachhochschulreife kann u. a. durch eine<br />

abgeschlossene Berufsausbildung oder ein<br />

einjähriges berufliches Praktikum erworben werden.<br />

Illu: © Lena Kulla – (SAM)<br />

Schlütersche Ausbildungsmedien<br />

25


WEITERFÜHRENDE<br />

BILDUNGSANGEBOTE<br />

Fachschule<br />

Die Fachschule ist im Kern eine Schulform für die<br />

berufliche Weiterbildung von Berufstätigen, die bereits<br />

eine Ausbildung absolviert haben, und führt zu einem<br />

offiziellen Berufsabschluss. Die Fachschulen sind aber<br />

auch bedeutsam, wenn du Heilerziehungspfleger:in oder<br />

Erzieher:in werden möchtest.<br />

Im Vergleich zur schulischen Berufsausbildung in der<br />

berufsqualifizierenden Berufsfachschule sind die<br />

Zugangsvoraussetzungen höher und setzen – über den<br />

Sekundarabschluss I – Realschulabschluss hinaus –<br />

einschlägige berufliche Qualifikationen voraus.<br />

Die Zulassungsvoraussetzungen zur Fachschule<br />

Sozial pädagogik zwecks Ausbildung zum/zur Er zieher:in<br />

können auf verschiedenen Wegen erfüllt werden,<br />

beispielsweise:<br />

• Abschluss der zweijährigen berufsqualifizierenden<br />

Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz<br />

mit Berufsbezeichnung „Sozialpädagogische<br />

Assis tent:in“ (der „Standardweg“)<br />

• ein fachnaher Berufsabschluss mit einem<br />

einschlägigen Praktikum von 600 Zeitstunden<br />

• der Abschluss des Beruflichen Gymnasiums<br />

„Gesundheit und Soziales – Schwerpunkt Sozialpäda<br />

gogik“ in Verbindung mit einem Praktikum<br />

von mindestens 600 Zeitstunden<br />

Die beruflichen Vorkenntnisse für die Zulassung in<br />

der Fachschule Heilerziehungspflege können auf<br />

verschiedenen Wegen erfolgen:<br />

• eine Hochschulzugangsberechtigung in Verbindung<br />

mit einem einschlägigen Praktikum von 400 Zeitstunden<br />

• den Sekundarabschluss 1 – Realschulabschluss in<br />

Verbindung mit dem erfolgreichen Besuch von z. B.:<br />

· der einjährigen Berufsfachschule Hauswirtschaft<br />

und Pflege (Schwerpunkt Persönliche Assistenz)<br />

· der Klasse 11 der Fachoberschule Gesundheit<br />

und Soziales oder<br />

· der Klasse 1 der Berufsfachschule Ergotherapie,<br />

Pflege oder einer vergleichbaren Berufs -<br />

fach schule<br />

· der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11)<br />

des Beruflichen Gymnasiums in der Fachrichtung<br />

„Gesundheit und Soziales“<br />

Foto: © jason-goodman – unsplash.com<br />

26


Die Ausbildung in den beiden Berufen ist unterschiedlich<br />

gestaltet:<br />

Die vollzeitschulische Ausbildung zum/zur Erzieher:in<br />

dauert in Niedersachsen zwei Jahre und enthält Praktika<br />

mit einer Dauer von 600 Zeitstunden, die je nach<br />

Schule im Block oder an einem Tag pro Woche stattfinden<br />

können. Eine Ausbildungsvergütung wird nicht<br />

gezahlt.<br />

Die Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger:in<br />

dauert drei Jahre und ist ähnlich wie die duale Ausbildung<br />

strukturiert:<br />

• theoretischer Unterricht an bis zu vier Tagen pro<br />

Woche<br />

• die praktische Ausbildung erfolgt an mehreren<br />

Tagen pro Woche in verschiedenen Einrichtungen<br />

der Behindertenhilfe; in der Summe sind dies<br />

1500 Zeitstunden während der dreijährigen<br />

Ausbildung<br />

Der inhaltliche Anspruch der beiden Fachschulen zeigt<br />

sich auch daran, dass jeweils ein Abschluss „Bachelor<br />

Professional“ in Verbindung mit der Fachhochschulreife<br />

erworben wird. Bei dem Bachelor Professional handelt<br />

es sich um einen 2020 eingeführten Abschluss, der die<br />

Gleichwertigkeit mit akademischen Graden bei gleichzeitiger<br />

Praxisnähe zum Ausdruck bringt.<br />

Die beiden Formen der Fachschulen sind einerseits an<br />

berufsbildenden Schulen angesiedelt. Andererseits werden<br />

insbesondere die Fachschulen für Heilerziehungspflege<br />

nicht selten in privater Trägerschaft von gemeinnützigen<br />

Einrichtungen betrieben. Für den Besuch von<br />

Fachschulen in privater Trägerschaft ist teilweise ein<br />

Schulgeld zu zahlen. Für den Besuch der beiden<br />

Fachschulen wird keine Ausbildungsvergütung bezahlt.<br />

Allerdings kann über die NBank das Aufstiegs-BAföG<br />

beantragt werden, worauf auf Seite 38 näher eingegangen<br />

wird.<br />

Sekundarabschluss I –<br />

Realschulabschluss<br />

+ einschlägige berufliche Qualifikation<br />

Sekundarabschluss I –<br />

Realschulabschluss<br />

+ einschlägige berufliche Qualifikation<br />

Fachschule Sozialpädagogik<br />

Fachschule Heilerziehungspflege<br />

2 Jahre<br />

Praktische Ausbildung (600 Std.)<br />

+ theoretischer Unterricht<br />

Praktische Ausbildung (1500 Std.)<br />

+ theoretischer Unterricht<br />

3 Jahre<br />

Abschluss Erzieher:in<br />

(Bachelor Professional)<br />

Abschluss Heilerziehungspfleger:in<br />

(Bachelor Professional)<br />

27


WEITERFÜHRENDE<br />

BILDUNGSANGEBOTE<br />

Gibt es weitere<br />

Perspektiven?<br />

Berufsausbildung bei schwierigen Voraussetzungen<br />

Es kann viele Gründe haben, warum ein Mensch<br />

Schwierigkeiten hat, einen Schulabschluss und dann<br />

eine Berufsausbildung zu machen. Aber es gibt auch viele<br />

Möglichkeiten, damit man noch einen Schulabschluss<br />

nachholen und eine Berufsausbildung machen kann.<br />

Die Berufseinstiegsschule wurde bereits auf Seite<br />

20 vorgestellt. Es gibt noch andere Möglichkeiten für<br />

eine Berufsausbildung. Zum Beispiel:<br />

Du kannst eine Berufsausbildung in Teilzeit<br />

machen. Die Ausbildung dauert dann länger. Aber das<br />

ist vielleicht eine gute Möglichkeit, wenn du Kinder<br />

hast oder einen Verwandten pflegst. Und dadurch<br />

weniger Zeit für eine Ausbildung hast. Wichtig:<br />

Dein Ausbildungsunternehmen muss das vorher<br />

wissen und damit einverstanden sein. Genaue<br />

Informationen bekommst du auf dieser <strong>Internet</strong>seite:<br />

www.arbeitsagentur.de/lexikon/teilzeitberufsausbildung<br />

Es gibt 70 theoriereduzierte Ausbildungsberufe.<br />

Theoriereduziert bedeutet: Du hast weniger theoretischen<br />

Unterricht. Die Ausbildungen dauern zwei<br />

Jahre und sind für Menschen geeignet, die gern praktisch<br />

arbeiten.<br />

Am Anfang machst du ein Praktikum von sechs bis<br />

zwölf Monaten in einem Unternehmen. Im Praktikum<br />

wird überprüft, ob du diesen Ausbildungsberuf<br />

machen willst und ob du ihn auch schaffen kannst.<br />

Dann kannst du dort eine Ausbildung machen. Das<br />

hat das Unternehmen schon vor dem Praktikum zugesagt.<br />

Auszubildende werden durch besonders<br />

geschulte Fachkräfte während der Ausbildung<br />

unterstützt. Die Fachkräfte prüfen bei jedem Auszubildenden<br />

genau, was sie oder er für Hilfe und<br />

Unterstützung für die Ausbildung braucht. Das nennt<br />

man auch aus bildungsbegleitende Hilfe.<br />

Wenn du keinen Ausbildungsbetrieb findest, gibt es<br />

die Möglichkeit, eine Bildungsmaßnahme in einer<br />

überbetrieblichen Bildungsstätte zu machen. Ein<br />

Unternehmen kann vielleicht seine Auszubildenden<br />

nicht in allen Bereichen schulen. Durch die überbetriebliche<br />

Ausbildung können Auszubildende das in<br />

anderen Werkstätten oder Schulen lernen. Meist<br />

bekommen diese Bildungsstätten das Geld vom<br />

Arbeitsamt.<br />

Für Menschen mit Behinderungen gibt es nach der<br />

Bildungsmaßnahme von der Agentur für Arbeit<br />

wei tere Unterstützungsmaßnahmen. Wenn du<br />

Fragen hast, kannst du einfach den oder die<br />

Berufsberater:in der Arbeitsagentur ansprechen. Sie<br />

helfen dir gerne weiter. Bei besonderen Fragen wirst<br />

du an die Personen weitervermittelt, die sich gut<br />

damit auskennen.<br />

Berufsberater:innen helfen dir bei deiner Berufsausbildung<br />

So findest du eine Ausbildungsmöglichkeit<br />

• Wir beraten dich bei Problemen zwischen Schule und Ausbildung.<br />

• Wir helfen dir, einen Ausbildungsbetrieb zu f nden, und<br />

qualif zieren dich für den Berufseinstieg.<br />

• Wir helfen dir bei schwierigen Situationen und Problemen.<br />

So schaffst du die Ausbildung<br />

• Es gibt zusätzliche Hilfen bei der<br />

Ausbildung im Betrieb. Zum Beispiel<br />

Sozialarbeiter:innen im Betrieb oder<br />

Hilfe beim Lernen.<br />

Es gibt noch mehr Möglichkeiten für eine Berufsausbildung<br />

zum Beispiel in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte<br />

28


Online weiterlesen:<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

/mag/orientierungsjahr<br />

Überbrückungsjahr/Freiwilliges Jahr<br />

Die Zeit zwischen Schule und Ausbildung oder Studium<br />

kannst du nutzen, um gezielt ein Überbrückungsjahr<br />

„einzuschieben“. In diesem Jahr kannst du Praktika<br />

absolvieren oder erste Arbeitserfahrungen im Ausland<br />

sammeln; typische Beispiele sind Work and Travel oder<br />

die Arbeit als Au-pair.<br />

Eine weitere Möglichkeit ist ein sogenanntes Freiwilliges<br />

Jahr mit einem gemeinnützigen Ziel (teilweise<br />

auch im Ausland). Das Freiwillige Jahr können junge<br />

Leute im Alter zwischen 16 und 27 in verschiedenen<br />

Varianten absolvieren:<br />

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)<br />

Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)<br />

Freiwilligendienst im Bereich Kultur und Bildung<br />

(FKJ oder FSJ Kultur)<br />

Es gibt zahlreiche Angebote und Anbieter für die Gestaltung<br />

des Überbrückungsjahres (Gap Year). Auch die Bundeswehr<br />

bietet einen freiwilligen Wehrdienst (ab 17 Jahren) an.<br />

Ähnlich wie bei den anderen Anschluss alternativen gilt<br />

deshalb auch beim Überbrückungsjahr, dass eine sorgfältige<br />

und frühzeitige Orientierung notwendig ist (teilweise<br />

sind Bewerbungsfristen von über einem Jahr zu beachten),<br />

wenn das Jahr gehaltvoll gestaltet werden soll.<br />

Tipps für <strong>Internet</strong>adressen<br />

www.bundesfreiwilligendienst.de<br />

www.bundeswehrkarriere.de<br />

www.ijfd-info.de<br />

www.internationaler-jugend-freiwilligendienst.de<br />

www.kulturweit.de<br />

www.bak-fsj.de<br />

www.rausvonzuhaus.de<br />

www.thw-bufdi.de<br />

www.weltwaerts.de<br />

www.weltweiser.de<br />

Foto: © kilimanjaro – stock.adobe.com<br />

29


WEITERFÜHRENDE<br />

BILDUNGSANGEBOTE<br />

Online weiterlesen:<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

/mag/studium<br />

Studium an einer Hochschule oder Universität<br />

Das Studium sieht in Deutschland<br />

– wie auch in zahlreichen anderen<br />

Staaten – wie folgt aus:<br />

Das Studium gliedert sich in<br />

Semester. Jedes Semester<br />

dauert sechs Monate.<br />

Bachelor- und Masterstudium<br />

Bachelor (6 bis 7 Semester)<br />

Das Studium ist zweistufig aufgebaut.<br />

Das Bachelor studium<br />

dauert sechs oder sieben<br />

Semester; mit dem Bachelorab<br />

schluss kann man sich um<br />

einen Arbeits platz bewerben.<br />

Master (2 bis 4 Semester)<br />

Foto: © Monkey Business –<br />

stock.adobe.com<br />

Das Masterstudium dauert oft<br />

zwei oder vier Semester und<br />

wird mit dem Titel „Master“<br />

abgeschlossen.<br />

Auf das Masterstudium kann<br />

noch die Promotion folgen, das<br />

heißt der Erwerb des Titels<br />

Doktor:in (Dr.).<br />

Promotion<br />

Beruf<br />

Das Studium kann an Universitäten oder Hochschulen<br />

für angewandte Wissen schaf ten (teilweise auch als<br />

Fachhoch schu len be zeichnet) erfolgen; ebenso kannst<br />

du den Bachelor- und Master abschluss in beiden<br />

Bildungseinrich tun gen erwerben.<br />

Der grundlegende Unterschied besteht darin, dass an<br />

Universitäten das wissenschaftliche Arbeiten einen zentralen<br />

Stellenwert hat, während in Hochschulen die praktische<br />

Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse im<br />

Mittelpunkt steht. Das hat zur Folge, dass die Promotion<br />

als besondere Auszeichnung wissenschaftlichen Arbeitens<br />

nicht automatisch an Hochschulen erfolgen kann.<br />

Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die Universitäten<br />

eine größere Vielfalt an Studiengängen anbieten.<br />

Beispielsweise kann man Lehramt (wenn du Lehrer:in<br />

werden möchtest) oder Philosophie nur an einer Universität<br />

studieren. Will man hingegen ein Studium im<br />

Bereich Wirtschaft oder Informatik aufnehmen, hat man<br />

die Wahl zwischen Studiengängen an Universitäten und<br />

Hochschulen.<br />

Es gibt in Deutsch land rund 20 000 Bachelor- und<br />

Master studien gänge, was die Not wen dig keit einer<br />

sorg fältigen Orientierung verdeutlicht.<br />

Illu: © Lena Kulla – (SAM)<br />

Schlütersche Ausbildungsmedien<br />

30


Online weiterlesen:<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

/mag/hochschule-oder-uni<br />

Vergleich von Universität und Hochschule<br />

Universität<br />

(Fach-)Hochschule<br />

• wissenschaftliches Arbeiten (größere Bedeutung<br />

von Forschung)<br />

• breiteres Fächerangebot, z. B. Geisteswissenschaften,<br />

Pädagogik, Psychologie, Rechtswissenschaften,<br />

Medizin<br />

• zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten<br />

• Möglichkeit zur Promotion<br />

• Wissenschaft wird praxisnah angewendet<br />

• Konzentration auf Studiengänge insbesondere<br />

in den Bereichen Wirtschaft, Ingenieurswesen,<br />

Informatik, Medien<br />

• größere Spezialisierung<br />

• Promotion überwiegend nur in Kooperation<br />

mit Universität möglich<br />

Voraussetzungen:<br />

• Mit einer allgemeinen Hochschulreife kann man alle<br />

Stu diengänge an einer Hochschule und Universität<br />

studieren.<br />

• Mit einer fachgebundenen Fachhochschulreife kann<br />

man alle Studiengänge an einer Hochschule und<br />

die Studien gänge an einer Universität, die zur<br />

beruflichen Ausrich tung der Fachhochschulreife<br />

passen, studieren. In einigen Bildungsgängen kann die<br />

allgemeine Fachhoch schulreife erworben werden, die<br />

eine fachunabhängige Studienwahl an einer Universität<br />

ermöglicht.<br />

Abschluss:<br />

• Es können drei Abschlüsse erworben werden:<br />

Bachelor, Master und Doktor (letztgenannter Titel<br />

nur bedingt an einer Hochschule).<br />

Tipps für <strong>Internet</strong>adressen<br />

www.studienwahl.de<br />

Datenbank zu Studiengängen<br />

www.studieren.de<br />

Datenbank zu Studiengängen<br />

Ausführliche<br />

Informationen zum<br />

Übergang von der Schule<br />

ins Studium findest du im<br />

Magazin „Gymme More“ unter<br />

www.gymmemore.de<br />

(Infos/Magazine).<br />

www.studieren-inniedersachsen.de<br />

www.hochschulkompass.de<br />

Information zum Studium in<br />

Niedersachsen inkl. Beratungsmöglichkeiten<br />

Übersicht zu Studiengängen und Hochschulen<br />

31


WEITERFÜHRENDE<br />

BILDUNGSANGEBOTE<br />

Online weiterlesen:<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

/mag/dual-trial-studium<br />

Duales und triales Studium<br />

Das duale und das triale Studium kombinieren die berufliche<br />

und akademische Ausbildung in einem Ausbildungsunternehmen<br />

und einer Hochschule. Im dualen<br />

Studium kannst du den Abschluss in einem Ausbildungsberuf<br />

und den Bachelorabschluss machen. Im trialen<br />

Studium wird außerdem der Meisterbrief (siehe Seite<br />

34) erworben, wobei die vorbereitenden Meisterkurse<br />

insbesondere von den Kammern durchgeführt werden.<br />

Duale und triale Studiengänge werden hauptsächlich für<br />

Berufe mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Informatik,<br />

Technik und Ingenieurwissenschaften angeboten.<br />

Das duale und das triale Studium haben in den letzten<br />

Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Die Unternehmen<br />

können Nachwuchskräfte frühzeitig an sich binden,<br />

auch weil es häufig eine Übernahmegarantie nach dem<br />

Abschluss gibt. Für Personen mit einer Fachhochschulreife<br />

oder Allgemeinen Hochschulreife ist das duale bzw.<br />

triale Studium eine interessante Kombination verschiedener<br />

Qualifizierungsmöglichkeiten. Hinzu kommen die<br />

Zeitersparnis, die Vergütung während des dualen Studiums<br />

sowie die Übernahmeperspektiven. Allerdings ist zu<br />

berücksichtigen, dass ein duales Studium arbeitsintensiv<br />

ist.<br />

Aufbau des dualen und trialen Studiums<br />

Zugangsvoraussetzung<br />

Fachhochschulreife oder allgemeine Hochschulreife<br />

Studium an Hochschule<br />

Bachelorabschluss<br />

Ausbildung im Betrieb<br />

+ +<br />

Berufsabschluss<br />

Meisterkurse<br />

in Kammer<br />

Duales Studium<br />

Meister:in<br />

Triales Studium<br />

Abwägung duales Studium<br />

Pro<br />

Contra<br />

• große Praxisnähe, kein Praxisschock nach Studienende<br />

• oft Übernahmegarantie nach Abschluss des dualen<br />

Studiums<br />

• meist sehr gute Studienbedingungen<br />

• regelmäßiges Einkommen als Auszubildende:r<br />

(oftmals über Ausbildungsvergütung)<br />

• sehr starke Fokussierung auf das Ausbildungsunternehmen<br />

• hohe Arbeitsbelastung, eingeschränkte Freizeit<br />

32


Online weiterlesen:<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

/mag/ausbildung-abi<br />

Die Berufsausbildung als Sprungbrett<br />

Schüler:innen auf dem Weg zum Abitur fragen sich häufig, warum sie eine Berufsausbildung absolvieren sollten,<br />

denn sie können ja auch ein Studium an der Universität oder Hochschule beginnen. Doch eine Ausbildung kann<br />

durchaus eine sinnvolle Wahl sein.<br />

Dafür gibt es gute Gründe:<br />

Es gibt diverse Ausbildungsberufe, die aufgrund des<br />

in haltlichen Anspruchs vor allem für Menschen mit<br />

einer Hochschulzugangsberechtigung (HZB) geeignet<br />

sind.<br />

Im Durchschnitt verdienst du mit einem abgeschlossenen<br />

Studium mehr Geld als mit einer Berufsausbildung.<br />

Aber wie das so ist mit Durchschnittswerten:<br />

Es gibt zahlreiche Ausnahmen, zum Beispiel bei den<br />

inhaltlich anspruchsvollen Ausbildungsberufen.<br />

Eine Berufsausbildung erleichtert ein späteres Studium<br />

im gleichen Berufsfeld, weil diverse Inhalte schon<br />

bekannt sind und der praktische Anwendungsbezug<br />

einfacher hergestellt werden kann.<br />

Arbeitgeber:innen sehen es oftmals gerne, wenn die<br />

Absolvent:innen von Hochschulen und Universitäten<br />

auch eine Berufsausbildung vorweisen können, weil<br />

diese Personen bereits erfahren haben, wie die<br />

Arbeitswelt „tickt“.<br />

Auch im Studium sind Praktika zu absolvieren; eine<br />

abgeschlossene Berufsausbildung kann oftmals<br />

angerechnet werden. Insbesondere bei Inhalten aus<br />

Aufstiegsfortbildungen bestehen weitere Möglichkeiten<br />

zur Anrechnung auf die Inhalte des Studiums.<br />

Mit einer Hochschulreife kann die Berufsausbildung<br />

um ein Jahr verkürzt werden. Dies sollte im Rahmen<br />

der Bewerbungsgespräche mit dem:der Arbeitgeber:in<br />

ausgehandelt werden.<br />

Illu: © Lena Kulla – (SAM)<br />

Schlütersche Ausbildungsmedien<br />

33


WEITERFÜHRENDE<br />

BILDUNGSANGEBOTE<br />

Fortbildungen und Studium nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung<br />

Aufgrund seiner jahrhundertealten Tradition ist der<br />

Meister titel (z. B. Tischlermeister:in) besonders bekannt.<br />

Der Meisterbrief berechtigt zur Ausbildung von Auszubildenden.<br />

Außerdem ist der Meisterbrief − gerade in<br />

sicherheitskritischen Berufen – Voraussetzung für die<br />

berufliche Selbstständigkeit. Schließlich ist der Meisterabschluss<br />

dem Bachelorabschluss einer Universität<br />

oder Hochschule gleichgestellt; d. h. mit einem Meisterbrief<br />

kann man ein Masterstudium aufnehmen. Neben<br />

dem Meisterbrief ergeben sich durch eine abgeschlossene<br />

Berufsausbildung weitere Möglichkeiten für ein<br />

Studium.<br />

Traditionell kann die Fachhochschulreife an der Fachoberschule,<br />

Jahrgangsstufe 12 („FOS 12B“) in einem<br />

Jahr erworben werden. In Abhängigkeit von dem<br />

erlernten Ausbildungsberuf kann sie für verschiedene<br />

Berufsfelder erworben werden.<br />

Niedersachsen und einige weitere Bundesländer<br />

haben die „offene Hochschule“ eingeführt. Wenn du<br />

eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und in<br />

dem erlernten Beruf mindestens drei Jahre gearbeitet<br />

hast, kannst du dich für einen inhaltlich passenden<br />

Bachelorstudien gang an einer Universität oder Hochschule<br />

bewerben.<br />

Studieren ohne Abitur –<br />

aber mit Berufsausbildung<br />

Duale Berufsausbildung<br />

FOS 12 B Berufsausübung<br />

als Facharbeiter:in<br />

(ggf. mit Aufstiegsqualifizierung)<br />

„offene<br />

Hochschule“<br />

Bachelorstudium<br />

(6 Semester)<br />

(+ 1 Praxissemester an<br />

einer Hochschule)<br />

Weiterbildung<br />

zum/zur<br />

Meister:in<br />

Masterstudium<br />

(2 bis 4 Semester)<br />

Promotion<br />

(setzt in der Regel ein Universitätsstudium<br />

voraus)<br />

Berufsausübung<br />

in dem<br />

akademischen<br />

Beruf<br />

34


Online weiterlesen:<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

/mag/bewerbungstipps<br />

Generelle Tipps<br />

Kurz zusammengefasst ein paar Anregungen für deine<br />

Bewerbung: Es gibt eine Vielzahl von Ratgebern im<br />

<strong>Internet</strong> und Buchhandel – außerdem ist das Thema<br />

Gegenstand der schulischen Berufs- und Studienorientierung.<br />

Deshalb sollen hier nur einige grundlegende<br />

Hinweise gegeben werden.<br />

Foto: © mojo_cp – stock.adobe.com<br />

Ratgebern nicht blind vertrauen: Im <strong>Internet</strong> und<br />

Buchhandel findest du zahlreiche Ratgeber<br />

mit generellen Tipps, die für dich oder deine:n<br />

Wunscharbeitgeber:in bzw. -universität nicht unbedingt<br />

passen müssen. Deshalb solltest du beim<br />

Studium entsprechender Tipps immer überlegen,<br />

was davon zu deiner eigenen Bewerbung passt.<br />

Die Perspektive wechseln: Versuche dich in die<br />

Unternehmen und ihre Anforderungen an Bewerber:innen<br />

hineinzuversetzen: Wenn du Personalchef:in<br />

wärst, was würdest du von Bewerber:innen<br />

erwarten?<br />

Gezielt bewerben: Bewirb dich gezielt auf<br />

Anschlussalternativen und passe deine Bewer-­<br />

bungsunterlagen entsprechend an. Serienbriefe,<br />

die keinen Bezug zur jeweiligen Anschlussalternative<br />

herstellen, sind wenig Erfolg versprechend.<br />

35


BEWERBUNGSTIPPS<br />

Persönliche Eignung darstellen: Die Zeugnis -<br />

noten sind nur ein Auswahlkriterium. Überlege,<br />

welche Hobbys und Stationen in deinem Lebenslauf<br />

dein Interesse und dein Talent für die gewünschte<br />

Anschlussalternative verdeutlichen. Umgekehrt solltest<br />

du vorsichtig sein, wenn du dir ohne weitere<br />

Begründung Eigenschaften wie zum Beispiel Gewissenhaftigkeit<br />

oder Belastbarkeit zuschreibst. Spätestens<br />

im Bewerbungsgespräch wird diesbezüglich<br />

gerne nachgehakt.<br />

Informationen besorgen: Eine gezielte Bewerbung<br />

setzt voraus, dass du dich über die gewünschte<br />

Anschluss alternative informierst. Im <strong>Internet</strong> wirst du<br />

häufig fündig. Auf der Basis der Informationen solltest<br />

du im Bewerbungs- oder Motivations schreiben darstellen,<br />

welche Bedeutung die Stelle für deine beruflichen<br />

Pläne hat.<br />

Externe Meinung zu Bewerbungsunterlagen<br />

einholen: Die schriftlichen Bewerbungsunterlagen<br />

solltest du in Ruhe zusammenstellen. Insbesondere<br />

bei deinen ersten Bewerbungen solltest du die dazugehörigen<br />

Unterlagen vor dem Versand begutachten<br />

lassen. Hierfür kannst du beispielsweise erfah rene<br />

Personen in deinem privaten Umfeld, deine Lehrkräfte<br />

oder den:die zuständige:n Berater:in deiner<br />

Schule ansprechen.<br />

Graf k: © Alexander Limbach – stock.adobe.com<br />

36


Auf Vorstellungsgespräche und Einstellungstests<br />

vorbereiten: Bei einem Bewerbungs gespräch<br />

oder Einstellungstest (häufig auch als Assess ment-<br />

Center bezeichnet) gilt es ähnlich wie bei einem sportlichen<br />

Wettkampf, auf den Tag genau fit zu sein und<br />

die Nerven im Griff zu haben. Das ist bei den ersten<br />

Bewerbungsverfahren deutlich ein facher gesagt als<br />

getan und auch eine Frage der Übung.<br />

• Typische Aufgaben von Einstellungstests (z. B. die<br />

Postkorbübung, schriftliche Tests) kannst du im<br />

Vorfeld mit den entsprechenden Ratgebern üben.<br />

Übrigens gibt es nicht selten Übereinstimmungen<br />

zwischen Testverfahren von Unternehmen zur Personalauswahl<br />

und den Berufs- und Studienwahltests.<br />

Dies ist ein Grund mehr, entsprechende Tests<br />

in der Berufs- und Studienorientierung ernsthaft zu<br />

bearbeiten.<br />

• Bewerbungsgespräche sind zumeist Gegenstand<br />

der Maßnahmen zur Berufs- und Studienorientierung<br />

an deiner Schule; nicht selten werden externe<br />

Fachleute eingebunden. Nutze die Gelegenheit zum<br />

Üben. Überlege dir vor einem konkreten Bewerbungsgespräch<br />

außerdem, welche Fragen dir möglicherweise<br />

gestellt werden und welche Fragen du<br />

stellen willst.<br />

Die eigene Bewerbung prüfen: Die erfolgreiche<br />

Bewerbung ist auch eine Frage der Übung und längst<br />

nicht jede Bewerbung ist ein Treffer. In diesem Sinne<br />

solltest du nach Bewerbungsgesprächen und<br />

Assessment-Centern überlegen, was gut gelaufen ist<br />

und wo du dich für das nächste Verfahren verbessern<br />

kannst. Auch misslungene Bewerbungen können so<br />

für die Erreichung deiner beruflichen Ziele von<br />

großem Nutzen sein!<br />

Tipps zur Online-Bewerbung<br />

Tipps zum digitalen Bewerbungsgespräch<br />

• Bitte Freunde oder Familie, alles einmal Korrektur<br />

zu lesen.<br />

• Überprüfe alle Angaben auf Richtigkeit.<br />

• Prüfe insbesondere, ob der:die<br />

Ansprechpartner:in korrekt genannt ist.<br />

• Der Tonfall deiner E-Mail sollte höflich und nicht<br />

umgangssprachlich sein.<br />

• Die Kopien und Scans sollten gut lesbar sein.<br />

• Fotos sollten hinreichend aufgelöst sein.<br />

• Benenne deine Datei sinnvoll, z. B.: Bewerbung_<br />

Job_VornameNachname.pdf.<br />

• Wähle einen sinnvollen Betreff für die E-Mail,<br />

z. B.: Bewerbung_Job (um den es geht).<br />

• Stelle sicher, dass die E-Mail-Anhänge <strong>klein</strong>er<br />

als 5 MB sind.<br />

Du bist jetzt bestimmt bestens auf eine<br />

Online- Bewerbung vorbereitet, oder? Dann gehe<br />

doch mal ins Netz und mache den Test:<br />

https://planet-beruf.de/<br />

schuelerinnen/wie-bewerbe-ichmich/bewerbung/digital-bewerben/<br />

bericht-online-bewerben-so-gehts<br />

• Ziehe dir passende Kleidung für ein Vorstellungsgespräch<br />

an.<br />

• Achte auf ein gepflegtes Äußeres.<br />

• Setze dich an einen Ort, an dem du ungestört bist.<br />

• Zeige dich in einem aufgeräumten Zimmer.<br />

• Lege deine Bewerbungsunterlagen und Notizen<br />

bereit.<br />

• Notiere den Namen deiner Gesprächspartnerin<br />

bzw. deines Gesprächspartners.<br />

• Übe, dich in zwei Minuten selbst vorzustellen.<br />

• Teste auf jeden Fall vor dem Online-Vorstellungsgespräch<br />

die <strong>Internet</strong>verbindung.<br />

• Checke die Kamera und das Mikro: Ist das Bild gut,<br />

ist der Ton klar?<br />

• Sorge dafür, dass das Bild nicht wackelt. Benutze für<br />

dein Handy ein Stativ.<br />

• Sorge für ein ruhiges Umfeld, mache etwa das<br />

Fenster zu, wenn es draußen laut ist.<br />

• Sage deiner Familie, wann du das Gespräch führst,<br />

damit du nicht gestört wirst. Ein Schild an deiner Tür,<br />

zum Beispiel mit dem Hinweis „Bitte nicht stören –<br />

Vorstellungsgespräch“, hilft zur Erinnerung.<br />

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit)<br />

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit – https: //planet-beruf.de)<br />

37


FINANZIERUNG<br />

Online weiterlesen:<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

/mag/finanzierung<br />

Wie finanziert<br />

Welche Unterstützung für die weiterführende Schule,<br />

die Ausbildung oder das Studium möglich ist<br />

Die bekannteste zentrale staatliche Unterstützung für<br />

den Besuch einer Hochschule oder weiterführenden<br />

Schule ist das BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz).<br />

Für Recherchen empfiehlt sich die offizielle <strong>Internet</strong>seite<br />

www.bafög.de.<br />

Schüler:innen, die eine weiterführende allgemeinbildende<br />

(ab Klasse 10, z. B. die Gymnasiale Oberstufe)<br />

oder berufsbildende Schulform besuchen (z. B. das<br />

Berufliche Gymnasium, die Fachoberschule oder die<br />

berufsqualifizierende Berufsfachschule), können das<br />

BAföG zur Ausbildungsförderung beantragen. Der<br />

Anspruch hängt zunächst vom Einkommen der Eltern<br />

ab. Auch wird berücksichtigt, ob eine eigene Wohnung<br />

notwendig ist, um die Schulform besuchen zu können.<br />

Eine Rückzahlung ist nicht erforderlich.<br />

Mehr Infos zum<br />

BAFöG zur Ausbildungsförderung<br />

siehe hier:<br />

BAföG-Höchstsätze für Schüler:innen<br />

(seit Wintersemester 2024/25)<br />

nicht bei den bei den<br />

noch keine<br />

Eltern wohnend Eltern wohnend<br />

Ausbildung 666 Euro 276 Euro<br />

Schule nach<br />

abgeschlossener<br />

Ausbildung 775 Euro 498 Euro<br />

Die Höhe des BAföG für ein Studium ist maßgeblich<br />

vom Einkommen der Eltern abhängig. 50 Prozent des<br />

BAföG werden geschenkt (beim Abschluss des<br />

Stu diums innerhalb der Regelstudienzeit). 50 Prozent<br />

sind als zinsloses Dar lehen zurückzuzahlen. Die Rückzahlung<br />

läuft über maximal 20 Jahre.<br />

Die Beantragung des BAföG zur Ausbildungsförderung<br />

und des BAföG für ein Studium kann online<br />

über www.bafoeg-digital.de erfolgen.<br />

Berechnung und Höchstsatz<br />

siehe hier (BAföG-Rechner):<br />

Hier findest du alles zur<br />

BAföG Digital APP<br />

(Antrag + Rechner):<br />

Gut zu wissen:<br />

Mit der Studienstarthilfe von 1000 Euro<br />

gibt es zudem einen einmaligen Zuschuss für<br />

Studierende unter 25 Jahren aus einkommensschwachen<br />

Haushalten mit Sozialleistungsbezug –<br />

um für den Studienstart zum Beispiel ein Laptop<br />

oder Lehr- und Lernmaterialien anzuschaffen.<br />

Da die Fachschule keine typische berufliche Erstqualifizierung<br />

darstellt, greift hier (wie bei der Meisterausbildung)<br />

das Aufstiegs-BAföG. Auch diese Form<br />

des BAföG muss nicht zurückgezahlt werden (www.<br />

aufstiegs-bafoeg.de).<br />

Die Beantragung des<br />

Aufstiegs-BAFöG<br />

erfolgt digital unter:<br />

38


sich das?<br />

BAföG-Höchstsätze für<br />

Studierende<br />

(seit Wintersemester 2024/25)<br />

nicht bei den<br />

Eltern wohnend<br />

bei den<br />

Eltern wohnend<br />

bis 24 Jahre 855 Euro 534 Euro<br />

25 bis 29 Jahre 992 Euro 671 Euro<br />

ab 30 Jahre 1088 Euro 767 Euro<br />

Auszubildende in der dualen Ausbildung haben keinen<br />

Anspruch auf BAföG. Sollte aber die Ausbildungs-­<br />

ver gütung nicht ausreichen, um den Lebensunterhalt<br />

zu bestreiten, kann die Berufsausbildungsbeihilfe<br />

beantragt werden. Dies gilt insbesondere, wenn der<br />

Ausbildungsort so weit weg vom Elternhaus entfernt ist,<br />

dass eine eigene Wohnung angemietet werden muss.<br />

Die Beantragung erfolgt über<br />

die Bundesagentur für Arbeit:<br />

(www.arbeitsagentur.de/<br />

bildung/ausbildung/<br />

berufsausbildungsbeihilfe-bab).<br />

Und selbstverständlich gibt es noch die Möglichkeit, sich<br />

mit Nebenjobs Geld zu verdienen. Allerdings sind mit<br />

Blick auf Kindergeld, Steuern und BAföG die Höchstgrenzen<br />

hinsichtlich der Arbeitszeit und des finanziellen<br />

Verdienstes zu beachten. Besondere Umsicht ist bei<br />

Beschäftigungsverhältnissen geboten, die das Volumen<br />

von Minijobs (556 Euro/Monat zum 1. Januar 2025)<br />

übersteigen.<br />

Infos dazu gibt es z. B. unter:<br />

www.arbeitsagentur.de/bildung/<br />

studium/jobben-neben-demstudium.<br />

Foto: © anne-nygard – unsplash.com<br />

39


UNTERSTÜTZUNG<br />

Hilfe bei der<br />

beruflichen Orientierung gesucht?<br />

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit ist für dich da!<br />

Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit unterstützt<br />

dich als Schulabgänger:in bei der beruflichen Orientierung<br />

und der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz.<br />

Die Agenturen für Arbeit und Jobcenter wissen,<br />

wo Talente gesucht werden, geben Vorschläge zu<br />

Aus bildungsstellen und Tipps für die Bewerbung. Falls<br />

du Fragen zum Studium, dualen Studium oder weiterführenden<br />

Schulen hast – auch dann stehen die Berater:innen<br />

der Agentur für Arbeit dir gerne zur Ver fügung.<br />

Sie ermitteln mit dir deine Wünsche, Fähigkeiten und<br />

Ziele, um den richtigen Ausbildungsberuf für dich zu<br />

finden. Die Beratung ist telefonisch, online, in Schulen<br />

oder persönlich möglich.<br />

Du kannst ganz einfach einen Beratungstermin unter<br />

der kostenfreien Telefonnummer 0800 4555500<br />

oder auch per E-Mail vereinbaren. Zudem stehen vielfältige<br />

Online-Angebote zur Verfügung: Zum Beispiel auf<br />

„Ausbildung klarmachen“ (www.arbeitsagentur.de/<br />

ausbildungklarmachen) finden Ausbildungssuchende,<br />

Lehrende und Eltern alle Angebote auf einen Blick.<br />

Mit dem Online-Tool „Check-U“ kannst du unter<br />

www.check-u.de deine Stärken herausfinden. Es ist<br />

auch eine gute Grundlage für das Gespräch mit der<br />

Berufs beratung. Mit Check-U kannst du herausfinden,<br />

welche Studienfelder und Ausbildungsberufe zu dir passen.<br />

Schon nach einem Test bekommst du ein Ergebnis.<br />

Es gibt insgesamt vier Testbereiche: Fähigkeiten, soziale<br />

Kompetenzen, berufliche Vorlieben, Interessen. Je mehr<br />

du davon machst, desto aussagekräftiger wird der<br />

Vorschlag.<br />

Hier findest du das<br />

Erkundungstool Check-U:<br />

Wie finde ich einen Ausbildungsplatz?<br />

Die Industrie- und Handelskammern helfen dabei, Betriebe und<br />

Auszubildende zusammenzubringen<br />

Eine Berufsausbildung lohnt sich – auch finanziell. Denn<br />

Berufsanfänger verdienen mit einer dualen Ausbildung<br />

manchmal mehr als mit einem Hochschulabschluss<br />

allein. Die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden<br />

sind zudem sehr gut, denn die Unternehmen suchen<br />

vielfach nach passenden Bewerber:innen.<br />

Zunächst stellst du dir die Frage: „Was liegt mir, was<br />

sind meine Talente und Fähigkeiten?“ Dann<br />

wählst du einen Beruf aus, zum Beispiel mit Unterstützung<br />

der Agentur für Arbeit bzw. unter www.<br />

planet-beruf.de oder auf den Berufsorientierungsseiten<br />

deiner regio nalen IHK oder mit der Kampagne<br />

auf www.ausbildung-macht-mehr-aus-uns.de sowie<br />

@DIE.AZUBIS auf TikTok.<br />

Gut ist es auch, mal ein Praktikum in unterschiedlichen<br />

Bereichen zu machen. So erkennst du schon sehr<br />

schnell, was dir Spaß macht und was nicht.<br />

Wenn es dann um die konkrete Suche nach einem Ausbildungsplatz,<br />

beispielsweise in den Bereichen Industrie,<br />

Handel oder Dienstleistungswirtschaft geht, hilft dir die<br />

IHK. Zum Beispiel unter www.ihk-lehrstellenboerse.<br />

de. Aber auch regionale Messen bieten einen guten<br />

Einblick in die Themen der betrieblichen Ausbildung<br />

sowie Kontaktmöglichkeiten.<br />

Auch für Abiturientinnen und Abiturienten lohnt es sich,<br />

als Alternative zum Studium, über eine betriebliche<br />

Ausbildung mit anschließender Weiterbildung nachzudenken.<br />

Mehr Informationen<br />

findest du unter<br />

www.ausbildung-machtmehr-aus-uns.de.<br />

240


Du möchtest etwas mit den<br />

Händen (er)schaffen?!<br />

Tipps zur Berufsorientierung bekommst du bei der Handwerkskammer<br />

Ein Praktikum ist immer eine gute Idee, um sich hier<br />

Sicherheit zu verschaffen. Ist die Arbeit mit den<br />

Händen etwas für mich? Und wenn ja, was genau<br />

könnte das sein? Wenn ein Praktikum besonders Spaß<br />

gemacht hat, dann solltest du dich in dem Betrieb auch<br />

gleich nach einem Ausbildungsplatz erkundigen.<br />

Über 130 Berufe gibt es im Handwerk. Um den richtigen<br />

zu finden, hilft auch der Berufe-Checker auf www.<br />

handwerk.de.<br />

Hier findest du zu Berufen<br />

auch Profile, die dir wichtige<br />

Details liefern.<br />

Auf den Seiten deiner regionalen Handwerkskammer<br />

(HWK) findest du aktuelle Lehrstellen in deiner Nähe<br />

(Lehr stellenbörse) oder auf www.lehrstellen-radar.de<br />

bzw. in der App „Lehrstellen ra dar“ auch bundesweit.<br />

Nicht nur deine Eltern, Freunde oder Lehrkräfte können<br />

dir bei deiner Entscheidung helfen. Du kannst dich auch<br />

bei der regionalen HWK beraten lassen. Die Kontaktdaten<br />

dazu, findest auch auf der Homepage deiner HWK.<br />

Hier bekommst du auch Rat und Tipps während deiner<br />

Ausbildung.<br />

Du willst ins Ausland? Wenn der Ausbildungsbetrieb<br />

es möglich macht, kannst du auch einige Wochen im<br />

Ausland arbeiten. Die HWK hilft bei der Vermittlung. Das<br />

Förderprogramm „Erasmus+“ bietet zudem finanzielle<br />

Unterstützung.<br />

Dich interessiert ein<br />

„grüner Beruf“?<br />

Die Landwirtschaftskammer unterstützt<br />

dich bei deiner Berufswahl<br />

Foto: © senivpetro – freepik.com<br />

Du möchtest keinen herkömmlichen Beruf ergreifen?<br />

Bist gerne draußen, in der Natur oder schätzt den<br />

Umgang mit Tieren und Technik? Es gibt insgesamt<br />

14 sogenannte grüne Berufe in Deutschland, die sehr<br />

vielseitig und facettenreich sind: Tiere, Menschen,<br />

Technik und Natur – also von Landwirtschaft über<br />

Gartenbau, Fischerei oder Forst­ sowie Hauswirtschaft.<br />

Mehr Informationen gibt es auf der Homepage der in<br />

deiner Region zuständigen Landwirtschaftskammer.<br />

Hier findest du auch Hinweise auf Veranstaltungen und<br />

Messen, wo du dich ganz konkret informieren kannst.<br />

Ebenso sind Kontaktmöglichkeiten zu Ausbildungsberater:innen<br />

abrufbar oder zu Ausbildungs­ und Praktikumsbetrieben<br />

(in Niedersachsen speziell unter www.<br />

talente-gesucht.de).<br />

Genau: Ein Praktikum ist immer eine sehr gute Idee,<br />

um den Traumberuf mal im Alltag zu erfahren. Und nicht<br />

selten kann sich daraus vielleicht schon der zukünftige<br />

Ausbildungsplatz ergeben.<br />

41 3


SCHULADRESSEN<br />

Berufsbildende Schulen in<br />

Stadt und Landkreis <strong>Hildesheim</strong><br />

BBS Alfeld<br />

<strong>Hildesheim</strong>er Straße 55<br />

31061 Alfeld (Leine)<br />

www.bbs-alfeld.eu<br />

Werner-von-Siemens-Schule<br />

Rathausstraße 9<br />

Außenstelle: von-Thünen-Straße 24<br />

31135 <strong>Hildesheim</strong><br />

www.wvss.de<br />

Herman-Nohl-Schule<br />

Steuerwalder Straße 162<br />

Außenstelle: Münchewiese 14<br />

31137 <strong>Hildesheim</strong><br />

www.herman-nohl-schule.de<br />

Berufsbildende Schulen im<br />

Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte<br />

Marie-Wagenknecht-Straße 3<br />

31134 <strong>Hildesheim</strong><br />

www.lbzh-hi.niedersachsen.de<br />

Friedrich-List-Schule<br />

Wollenweberstraße 66<br />

31134 <strong>Hildesheim</strong><br />

www.fls-hi.de<br />

Walter-Gropius-Schule<br />

Steuerwalder Straße 158<br />

31137 <strong>Hildesheim</strong><br />

www.bbs-walter-gropius.de<br />

Fachschule Holztechnik und Gestaltung<br />

Dammtor 1<br />

31139 <strong>Hildesheim</strong><br />

www.holztechnik-hildesheim.de<br />

Michelsenschule<br />

Schützenwiese 21<br />

31137 <strong>Hildesheim</strong><br />

www.michelsenschule.de<br />

ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit<br />

Graf k: © Nattapol_Sritongcom – stock.adobe.com<br />

Foto: © stockpies – stock.adobe.com<br />

Regionale Ausbildungsplatzangebote<br />

Handwerkskammer:<br />

Industrie- und<br />

Handelskammer: <br />

Landwirtschaftskammer: <br />

Bundesagentur für Arbeit:<br />

www.hwk-hildesheim.de/<br />

24,0,jpguestsearch<br />

www.ihk-lehrstellenboerse.de<br />

www.talente-gesucht.de<br />

www.arbeitsagentur.de/<br />

jobsuche<br />

Regionale Berufsorientierungs- und Jobmessen<br />

ABI Zukunft <br />

www.abi-zukunft.de/messe/<br />

<strong>Hildesheim</strong>:<br />

abi-zukunft-hildesheim<br />

Berufsmessen im Kammerbezirk der<br />

Handwerkskammer: www.hwk-hildesheim.de/messen<br />

Weitere regionale Job- und <br />

www.vocatium.de<br />

Berufsbildungsmessen unter: www.planet-beruf.de/<br />

veranstaltungen<br />

42


AUS(BILDUNG)<br />

WIRD KARRIERE<br />

www.ausbildungsguide.de<br />

Für euch auch<br />

auf Social Media!<br />

@ausbildungsguide<br />

Illu: © Lena Kulla – (SAM)<br />

Schlütersche Ausbildungsmedien<br />

43


INSIDER-<br />

INTERVIEWS<br />

Ausbildung?<br />

Foto: Claudia Wolters<br />

Jenson Jödicke im<br />

2. Ausbildungsjahr bei der<br />

HS-C. Hempelmann KG<br />

Foto: © tim-mossholder – unsplash.com<br />

Ausbildung zum/zur<br />

Kaufmann/-frau für<br />

Großhandelsmanagement<br />

Wie bist du auf deinen Ausbildungsbetrieb<br />

aufmerksam geworden?<br />

Auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz im kaufmännischen<br />

Bereich hat mir mein Stiefvater von<br />

meinem jetzigen Ausbildungsbetrieb erzählt. Er<br />

kennt das Unternehmen gut und ist überzeugt<br />

davon, dass ich dort eine tolle Ausbildung machen<br />

würde. Nach dem Gespräch habe ich mich über<br />

Social-Media weiter über die Firma informiert. Auf<br />

einer Messe konnte ich mich direkt mit den Hempelmann<br />

Azubis austauschen und habe so mehr über<br />

die Ausbildungsmöglichkeiten erfahren. Die Empfehlung<br />

und meine gesammelten Eindrücke haben<br />

mein Interesse noch weiter gefestigt und mich im<br />

Bewerbungsprozess überzeugt meine Ausbildung<br />

bei Hempelmann zu beginnen.<br />

Was gefällt dir besonders an der Ausbildung<br />

und an der Arbeit im Unternehmen?<br />

Am besten gefällt mir die Vielfalt meiner Ausbildung.<br />

Ich habe die Möglichkeit alle Abteilungen und<br />

Prozesse im Verkauf kennenzulernen und bekomme<br />

einen umfassenden Einblick in die Tätigkeit als<br />

Kaufmann für Großhandelsmanagement. Das ist<br />

etwas, was nicht jede Firma bieten kann. Von der<br />

Kundenberatung über die Auftragsabwicklung bis<br />

hin zu logistischen Prozessen bekomme ich wertvolle<br />

Erfahrungen. Die mich nicht nur fachlich<br />

weiterbringen, sondern auch meine persönlichen<br />

Fähigkeiten stärken. Außerdem habe ich die<br />

Möglichkeit mich im Azubi-Arbeitskreis kreativ<br />

aus zu leben und unter anderem auch an dem Azubi<br />

Instagramaccount (@hempelmann_azubis) mitzuwirken.<br />

Wie sieht ein typischer<br />

Tagesablauf aus?<br />

Aktuell arbeite ich in der Angebotsabteilung. Morgens<br />

nach Arbeitsbeginn kontrolliere ich zuerst den<br />

Terminkalender und checke die Mails. Nachdem ich<br />

mich bei meinen Kollegen und im Anfragenordner<br />

über unsere aktuellen Bauvorhaben informiert<br />

habe, setze ich mich daran, Anfragen an unsere<br />

Lieferanten zu schicken oder unterstütze sie telefonisch<br />

bei Rückfragen. In den Pausen treffen wir<br />

uns entweder zum gemeinsamen Frühstück oder<br />

zum Mittagessen in unserer Kantine.<br />

Welche Perspektiven gibt es nach der<br />

Ausbildung?<br />

Nach meiner Ausbildung eröffnen sich für mich<br />

verschiedene Möglichkeiten. Da ich nahezu alle<br />

Abteilungen durchlaufe, habe ich die Möglichkeit<br />

mich frühzeitig für eine feste Übernahmeabteilung<br />

zu entscheiden. Besonders positiv ist, dass generell<br />

sehr großen Wert darauflegt wird, die ausgelernten<br />

Azubis im Unternehmen zu erhalten und weiterzuentwickeln.<br />

Das bietet mir gute Chancen für meine<br />

Zukunft und ermöglicht es mir, meine Ziele zu<br />

verwirklichen.<br />

44


Wir haben nachgefragt:<br />

Foto: Bitzer Wiegetechnik GmbH<br />

Interview mit Karin Bitzer,<br />

Geschäftsführerin bei der<br />

Bitzer Wiegetechnik GmbH<br />

Ausbildung<br />

zum/zur<br />

Industriekaufmann/-frau<br />

Warum sollte man den Beruf<br />

„Industriekaufmann/-frau“ erlernen?<br />

Der Beruf des Industriekaufmanns bietet eine<br />

vielseitige und abwechslungsreiche Tätigkeit. Als<br />

Schnittstelle zwischen technischem und kaufmännischem<br />

Bereich übernehmen Industriekaufleute<br />

verantwortungsvolle Aufgaben, z. B. im Einkauf,<br />

Vertrieb, Controlling und Personalwesen. Durch die<br />

Möglichkeit, sich während der Ausbildung in<br />

verschiedene Bereiche einzuarbeiten, erhält man<br />

einen umfassenden Einblick in das Berufsleben und<br />

kann seine Fähigkeiten und Interessen optimal<br />

entfalten. Mit guten Zukunftsperspektiven und<br />

attraktiven Aufstiegschancen ist der Beruf des<br />

Industriekaufmanns ein vielversprechender Einstieg<br />

in die Arbeitswelt.<br />

Welche Anforderungen stellen Sie an<br />

Azubis?<br />

Die Basis für eine Bewerbung bildet natürlich der<br />

Schulabschluss. Mindestens einen erfolgreichen<br />

Realschulabschluss sollten angehende Industriekaufleute<br />

unserer Meinung nach vorweisen können.<br />

Als Ausbildungsbetrieb erwarten wir von unserem<br />

zukünftigen Azubi ein hohes Maß an Motivation,<br />

Engagement und Eigeninitiative. Zuverlässigkeit,<br />

Organisationsgeschick und Teamfähigkeit sind<br />

ebenso wichtige Eigenschaften, die wir schätzen. Wir<br />

legen großen Wert darauf, dass unser Azubi bereit<br />

ist, Neues zu lernen, sich weiterzuentwickeln und<br />

Verantwortung zu übernehmen. Wir bieten im<br />

Gegenzug eine vielseitige und spannende Ausbildung<br />

in einem innovativen Umfeld.<br />

Wie läuft das Auswahlverfahren ab?<br />

Als erstes benötigen wir eine aussagekräftige<br />

Bewerbung, die entweder per E-Mail gesendet oder<br />

über das Kontaktformular auf unserer Homepage<br />

hochgeladen werden kann. Wir prüfen alle Bewerbungen<br />

sorgfältig und laden dann eine Auswahl an<br />

Bewerbern und Bewerberinnen zu einem Eignungstest<br />

ein. Nach Auswertung des Tests geht es dann in<br />

die nächste Runde: die persönlichen Vorstellungsgespräche.<br />

Hier hat man gegenseitig die Möglichkeit,<br />

sich kennenzulernen und zu sehen, ob „die<br />

Chemie stimmt“ zwischen uns und dem zukünftigen<br />

Azubi – ein ganz wichtiger Aspekt, denn wir legen<br />

Wert auf ein angenehmes Arbeitsklima.<br />

Werden Azubis übernommen?<br />

Wir legen großen Wert auf eine fundierte Ausbildung<br />

und bieten unseren Azubis die Möglichkeit,<br />

ihr Wissen und ihre Fähigkeiten kontinuierlich zu<br />

erweitern. Unser Ziel ist es, nach Abschluss der Ausbildung<br />

talentierte Nachwuchskräfte in unser Team<br />

zu integrieren und langfristige Perspektiven zu<br />

schaffen. Wir freuen uns schon auf engagierte<br />

Bewerbungen und darauf, gemeinsam in die<br />

Zukunft zu blicken.<br />

45


Ausbildungsangebote<br />

Foto: © louis-hansel – unsplash.com<br />

46


Dienstleistungen<br />

& Handel<br />

47


ANZEIGEN<br />

Anzeige<br />

Die Stadt Alfeld (Leine)<br />

sucht Dich!<br />

Die Stadt Alfeld (Leine) liegt im Süden des Landkreises<br />

<strong>Hildesheim</strong> und umfasst eine Fläche von rund 72 qkm. In der<br />

Kernstadt und den fünfzehn Ortsteilen leben circa 19.000<br />

Einwohner. Unsere Hauptaufgabe als Stadtverwaltung ist die<br />

Einwohner*innen sowie Unternehmen mit allen wichtigen<br />

Dienstleistungen des öffentlichen Lebens zu versorgen. Dazu<br />

tragen rund 330 Beschäftigte aus diversen Aufgabenbereichen<br />

ihren Teil bei. Neben den drei Dezernaten der Kernverwaltung<br />

bietet die Stadt Alfeld (Leine) im Allwetterbad, auf der Kläranlage<br />

und in den sieben eigenen Kindertagesstätten, insgesamt<br />

fünf verschiedene Ausbildungsberufe an:<br />

• Verwaltungsfachangestellte/r (m/w/d)<br />

• Fachangestellte/r für Bäderbetriebe (m/w/d)<br />

• Umwelttechnologe/ in für Abwasserbewirtschaftung (m/w/d)<br />

• Sozialpädagogische Assistenten/ in (m/w/d)<br />

• Erzieher/ in (m/w/d)<br />

Wir freuen uns auf deine Bewerbung!<br />

WIR BIETEN:<br />

• Eine Ausbildung in interessanten, vielseitigen und<br />

anspruchsvollen Tätigkeitsfeldern<br />

• Eine tarifliche Ausbildungsvergütung<br />

• Vermögenswirksame Leistungen<br />

• Betriebliche Altersvorsorge<br />

• Weiterbildungen<br />

• Ein attraktives Gesundheitsmanagement<br />

• Vermögenswirksame Leistungen<br />

• Hohe Übernahmequote<br />

Stadt Alfeld (Leine)<br />

Marktplatz 1, 31061 Alfeld (Leine)<br />

Ansprechpartnerin Ausbildung:<br />

Nina Mundt<br />

mundt.nina@stadt-alfeld.de<br />

Anzeige<br />

Willkommen bei<br />

Hempelmann<br />

Dusche, Heizung, Klimaanlage – nichts als langweilige Haustechnik?<br />

Von wegen! Die HS-C. Hempelmann KG macht das Alltägliche<br />

besonders und bietet nicht nur funktionale Produkte, sondern<br />

auch Komfort, Erlebnis und smarte Technik.<br />

Suchst du ein Ausbildungsunternehmen, das dein<br />

Engagement wertschätzt und dir nach der Ausbildung<br />

Perspektiven bietet? Dann starte bei uns!<br />

Wir bieten starke Betreuung, gute Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

und spannende Ausbildungsberufe. Bei uns lernst du alle Fachabteilungen<br />

kennen, sammelst praktische Erfahrungen und<br />

erhältst fundiertes Fachwissen. Deine Ausbilder, Ausbilderinnen<br />

und Ausbildungsbeauftragten sowie die anderen Azubis<br />

unterstützen dich stets.<br />

Bewirb dich und starte deine Karriere in der Haustechnikbranche<br />

mit vielfältigen Zukunftsperspektiven.<br />

UNSERE BENEFITS<br />

• Hansefit<br />

• Urlaubs- und Weihnachtsgeld<br />

• 30 Tage Urlaub<br />

• Eigene Kantine<br />

• Mitarbeiterrabatte<br />

HS-C. Hempelmann KG<br />

Daimlerring 10, 31135 <strong>Hildesheim</strong><br />

www.hempelmann.de<br />

Ansprechpartnerin:<br />

Ausbildungsleitung Shannon McDonald<br />

UNSERE AUSBILDUNGEN<br />

• Kaufleute für Groß- und<br />

Außenhandelsmanagement (w/m/d)<br />

• Fachkräfte für Lagerlogistik (w/m/d)<br />

• Fachlageristen (w/m/d)<br />

• Berufskraftfahrer (w/m/d)<br />

48


Anzeige<br />

ANZEIGE<br />

Dein Job mit Zukunft:<br />

Starte deine<br />

Karriere beim<br />

Ingenieurbüro Blank<br />

Das sind wir<br />

Wir sind das Ingenieurbüro Blank – ein mittelständisches<br />

Unternehmen mit rund 30 Mitarbeitenden aus <strong>Hildesheim</strong>.<br />

Unser tägliches Doing besteht aus der technischen Beratung,<br />

Planung und Bauabwicklung sowie der Begutachtung und<br />

Erstellung von Energiekonzepten für die<br />

Bereiche Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär<br />

und Elektro. Ob für den Wohnungsbau,<br />

Geschäftshäuser, Altenheime, Krankenhäuser,<br />

Industriebauten, Schulen oder<br />

Sportstätten – wir übernehmen die<br />

Planung nach dem neusten Stand der<br />

Technik.<br />

UNSERE<br />

BENEFITS FÜR DICH<br />

30 Tage Urlaub<br />

Gleitzeit<br />

BAV/VWL<br />

Firmenfeiern und Team-Events<br />

Team-Kleidung<br />

Fort- und Weiterbildungen<br />

HanseFit, u.v.m.<br />

Bei uns erwartet dich nicht nur eine<br />

Ausbildung bzw. ein duales Studium,<br />

sondern eine vielseitige und verantwortungsvolle<br />

Tätigkeit in einer zukunftsorientierten sowie<br />

abwechslungsreichen Branche. Wir bieten dir die Möglichkeit,<br />

von Anfang an aktiv an spannenden Projekten mitzuwirken<br />

und innovative Lösungen zu entwickeln. Dabei bist du natürlich<br />

nie alleine: durch unseren Mix aus erfahrenen Experten und<br />

jungen Talenten hast du immer einen Ansprechpartner an<br />

deiner Seite, der bzw. die dich bei allen Fragen unterstützt.<br />

Unser Angebot:<br />

• Ausbildung zum technischen Systemplaner für Versorgungsoder<br />

Elektrotechnik (m/w/d)<br />

• Duales Studium der Energie- und Gebäudetechnik (m/w/d)<br />

• Duales Studium der Elektro- und Informationstechnik (m/w/d)<br />

Dein Profil<br />

• Spaß am Umgang mit technischen Systemen<br />

• Räumliches Vorstellungsvermögen<br />

• Mathematisches und physikalisches Verständnis<br />

• Motivation und Lernbereitschaft<br />

• Schulabschlüsse:<br />

o Ausbildung: Realschulabschluss oder (Fach-)Hochschulreife<br />

o Duale Studiengänge: Fach- bzw. allgemeine Hochschulreife<br />

Du bist bereit für den nächsten Schritt?<br />

Dann starte deine Karriere beim Ingenieurbüro Blank. Bewirb dich<br />

bei uns und erhalte die Chance, deine Zukunft aktiv mitzugestalten!<br />

Ingenieurbüro Blank<br />

Goslarsche Straße 17 | 31134 <strong>Hildesheim</strong><br />

Kontakt<br />

Jan-Niklas Blank | 05121-31000 | info@ib-blank<br />

49


ANZEIGEN<br />

Anzeige<br />

Ab in die Zukunft:<br />

Wir suchen Dich!<br />

Wir sind ein mittelständisches Familienunternehmen und bieten<br />

ein breites Spektrum von Waagen, Software und Service an.<br />

Du möchtest Industriekaufmann (m/w/d) werden? Bei uns<br />

erwarten Dich nicht nur spannende Aufgaben, sondern auch ein<br />

Team, das Dich gerne willkommen heißt.<br />

Dank unserer überschaubaren Unternehmensgröße kannst Du<br />

schnell alle relevanten Bereiche für Deinen Ausbildungsberuf<br />

kennenlernen und Dich dort einbringen, wo es Dir am meisten<br />

Spaß macht. Zudem kannst Du spannende Digitalisierungsprojekte<br />

übernehmen.<br />

Als angehender Industriekaufmann (m/w/d) lernst Du alles<br />

über die betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge in einem<br />

Unternehmen und erhältst Einblicke in jede Abteilung.<br />

Wir freuen uns auf Dich und bieten Dir gerne die<br />

Möglichkeit, ein Schnupperpraktikum zu absolvieren.<br />

BITZER Wiegetechnik GmbH<br />

Benzstraße 3, 31135 <strong>Hildesheim</strong><br />

www.bitzer-waage.de<br />

Ansprechpartnerin: Ulrike Bitzer<br />

personal@bitzer-waage.de<br />

Hier geht Dir nichts durch die Lappen!<br />

Handwerk ist nicht nur hämmern und schrauben.<br />

Bei Deiner Ausbildung zum*r Gebäudereiniger*in<br />

lernst Du Verschmutzungen und Oberflächen zu<br />

identifizieren und mithilfe der richtigen Reinigungsverfahren<br />

für strahlende Sauberkeit zu sorgen.<br />

Bei Deiner abwechslungsreichen Arbeit im Team bist<br />

Du in ganz <strong>Hildesheim</strong> und Umgebung unterwegs<br />

und bringst neben Fenstern und Co. auch die<br />

Gesichter der Kunden zum Strahlen.<br />

Bewirb dich jetzt für ein Praktikum oder Deine<br />

Ausbildung zum*r Gebäudereiniger*in.<br />

Deine Benefits:<br />

• Bis zu 3000€ Leistungsprämien<br />

• Übernahme aller Ausbildungsmaterialen<br />

• Digitales Berichtsheft<br />

•Moderne Markenarbeitsaustattung<br />

Gebäudereinigung Nachtigall OHG<br />

Von-Ketteler-Straße 8, 31177 Harsum<br />

Tel.: 05127 4873<br />

info@nachtigall-hi.de<br />

Ansprechpartner Ausbildung:<br />

Tim Nachtigall<br />

t.nachtigall@nachtigall-hi.de<br />

www.nachtigall-dienstleistungen.de<br />

50


ANZEIGE<br />

Anzeige<br />

GPV – Mit uns erreichst Du mehr!<br />

Die GPV Germany GmbH, 1983 als Gohlke<br />

Industrie Elektronik mit acht Mitarbeitern in<br />

<strong>Hildesheim</strong> gegründet, wurde 2019 durch Übernahme<br />

durch die dänische GPV Gruppe zur<br />

GPV Germany GmbH umfirmiert.<br />

Am Standort <strong>Hildesheim</strong> arbeiten heute ca. 140<br />

Mitarbeitende in den Bereichen Leiterplatinenbestückung,<br />

Box-Building und Kundenbetreuung.<br />

Wir bilden seit den 90er Jahren erfolgreich und stetig<br />

aus. Der Fokus liegt auf der gewerblich-technischen<br />

Ausbildung von Elektronikern für Geräte und<br />

Systeme. Ebenfalls bilden wir alle zwei Jahre Kaufleute<br />

für Büromanagement aus. Wir bilden sehr<br />

gerne aus, denn junge Nachwuchskräfte bringen<br />

frische Ideen und Impulse einer neuen Generation<br />

mit ins Unternehmen.<br />

Das berichtet Oliver, 2. Ausbildungsjahr,<br />

Elektroniker für Geräte und Systeme:<br />

„Neben der Theorie in der Berufsschule und der<br />

praktischen Arbeit im Betrieb wird bei der GPV ein<br />

innerbetrieblicher Unterricht für uns organisiert.<br />

Unser Ausbildungsleiter nimmt sich einmal in der<br />

Woche Zeit, um mit uns<br />

UNSERE<br />

das Schulwissen zu<br />

BENEFITS FÜR EUCH<br />

wiederholen. Wir gehen<br />

Intensive Prüfungsvorbereitung<br />

hier dann nochmal ins<br />

90% Übernahmechance<br />

Detail. Zudem suchen<br />

Teilnahme an Hansefit<br />

wir uns immer Projekte,<br />

an denen wir mit ihm<br />

arbeiten und die gelernte<br />

Theorie in die Praxis<br />

umsetzen. Das ist Bauteilkunde<br />

direkt am Objekt. Welchen<br />

Widerstand benötigen wir für welche Schaltung,<br />

wozu müssen Bauteile korrekt aufgebracht werden?<br />

Wenn ein Projekt richtig kniffelig ist, kommt es auch<br />

vor, dass wir drei Tage am Stück mit Joachim im<br />

Azubi-Raum verbringen. Was ich da lerne, kann ich<br />

häufig auch im Alltag gebrauchen und für meine<br />

zukünftigen Stationen des Arbeitslebens bringt es<br />

mir Handlungssicherheit.“<br />

GPV Germany GmbH<br />

Daimlerring 33/35<br />

31135 <strong>Hildesheim</strong><br />

Ansprechpartner<br />

Kerstin Gorgs & Joachim Ohmes<br />

51


52<br />

Ausbildungsangebote


Gesundheit<br />

& Soziales<br />

Foto: © Robert Kneschke – stock.adobe.com<br />

53


ANZEIGEN<br />

Anzeige<br />

Johanniter-<br />

Krankenhaus Gronau<br />

Das Johanniter-Krankenhaus, größter Arbeitgeber der<br />

Samtgemeinde, verfügt über verschiedene Fachabteilungen<br />

der Chirurgie und Inneren Medizin incl.<br />

Geriatrie sowie Anästhesie- und Intensivmedizin.<br />

Durch die Zertifizierungen zum Endoprothetik-, Alterstraumazentrum<br />

und zum Demenzseniblen Krankenhaus<br />

ist das Johanniter-Krankenhaus überregional bekannt.<br />

Das Krankenhaus bietet eine moderne Ausbildung mit<br />

vielfältigen Zukunftschancen und abwechslungsreichen<br />

Aufgaben. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und beginnt<br />

zum 1. August. Neben dem Blockunterricht in <strong>Hildesheim</strong>/<br />

Alfeld geben praktische Einsätze in unterschiedlichen<br />

Fachbereichen und Einrichtungen des Gesundheitswesens<br />

Einblicke in die verschiedenen Tätigkeiten und<br />

Aspekte des Pflegeberufs.<br />

Johanniter-Krankenhaus Gronau GmbH<br />

Johanniterstr. 1-3, 31028 Gronau/Leine<br />

Ansprechpartnerin Ausbildung:<br />

Pflegedirektorin Susanne Kühle<br />

Susanne.Kuehle@johanniter-gronau.de<br />

Anzeige<br />

Wir bieten Dir<br />

Alternativen<br />

FSJ (Freiwilliges soziales Jahr), BfD (Bundesfreiwilligen<br />

Dienst) Praktika, Minijobs oder ehrenamtliche Mitarbeit.<br />

Die Lebenshilfe <strong>Hildesheim</strong> unterstützt und begleitet<br />

Menschen mit besonderem Bedarf in den Bereichen<br />

Teilhabe an Arbeit, Wohnen und Freizeit.<br />

Werde Teil des Teams und setzt dich sinnstiftend bei<br />

uns mit ein. Aufgrund der vielfältigen Aufgabenstellungen<br />

bieten wir ein breit gefächertes Betätigungsfeld.<br />

Hier findet jede engagierte Person ihre Perspektive.<br />

Starte in einen neuen Lebensabschnitt und<br />

entdecke neue Fähigkeiten in dir.<br />

Wir halten Praktikumsplätze für Heilerziehungspfleger*in,<br />

Sozialpädagogen*in und Heilerziehungshelfer*in für euch<br />

vor. Meldet euch – wir informieren euch gern über eure<br />

Möglichkeiten bei uns!<br />

Lebenshilfe <strong>Hildesheim</strong> e.V.<br />

Am Flugplatz 9, 31137 <strong>Hildesheim</strong><br />

Ansprechpartnerin Ausbildung:<br />

Jasmin Reicke<br />

05121 1709 715<br />

jasmin.reicke@lhhi.de<br />

54


ANZEIGE<br />

Anzeige<br />

Wusstest du, dass Pflege glücklich macht?<br />

Eine Ausbildung mit Sinn. Ein Beruf mit Zukunft. Ein starker<br />

Zusammenhalt. Bedingungen die stimmen. Das sind beste<br />

Voraussetzungen für deinen Berufsalltag und eine tolle Basis<br />

für ein glückliches Leben. Du kümmerst dich um pflegebedürftige<br />

Menschen, arbeitest mit Ärzten zusammen, verabreichst<br />

Medikamente, versorgst Wunden und bist wichtige:r Ansprechpartner:in<br />

für Angehörige. Wenn du gern mit Menschen<br />

arbeitest, Verantwortung übernimmst, mitdenkst und engagiert<br />

arbeitest, dann bist du bei uns genau richtig. Mach einfach<br />

ein Praktikum, und schau dir den Alltag in der Pflege live an.<br />

Vielleicht packt es dich, und du findest deine Berufung. Es ist<br />

einen Versuch wert. Übrigens kannst du in der Pflege Karriere<br />

machen und richtig gut verdienen. Damit das gelingt, bieten wir<br />

dir regelmäßige Fort- und Weiterbildungen an.<br />

Ausbildungen (jeweils zum 1. April oder zum 1. August)<br />

• Pflegefachkraft<br />

• Hauswirtschafter:in<br />

Unsere Praxisanleiter:innen und die Teamleitung der Hauswirtschaft<br />

haben immer ein offenes Ohr für dich, begleiten<br />

deine praktische Ausbildung und unterstützen dich bei den<br />

Prüfungsvorbereitungen. Für dein theoretisches Wissen<br />

sorgen während deiner general-isierten Ausbildung zur<br />

Pflegefachkraft unsere Partnerschulen:<br />

• Bernward Krankenhaus (<strong>Hildesheim</strong>)<br />

• Birkenhof Bildungszentrum (Hannover)<br />

• Diakonisches Bildungszentrum (Alfeld)<br />

Gehalt<br />

1. Jahr: 1.365,69 €<br />

2. Jahr: 1.427,07 €<br />

3. Jahr: 1.528,38 €<br />

BENEFITS<br />

30 Tage Urlaub<br />

5-Tage-Woche<br />

Hansefit<br />

Einspringprämie<br />

Jobticket<br />

Lehrbücher kostenlos<br />

Voraussetzungen<br />

• 9 Jahre Schule mit abgeschlossener Berufsausbildung<br />

• Realschulabschluss<br />

Über uns<br />

Die Diakonische Altenhilfe der Region <strong>Hildesheim</strong> ist ein<br />

Gemeinschaftsunternehmen von Bethel im Norden und der<br />

Diakonie Himmelsthür mit rund 300 Mitarbeitenden.<br />

Mit viel Erfahrung im Gesundheitswesen gelingt es uns, dem<br />

Strukturwandel in der Pflege wirksam zu begegnen. Zum Wohl<br />

der alten Menschen und zum Wohl derer, die sich um sie<br />

kümmern.<br />

DAH<br />

Diakonische Altenhilfe der<br />

Region <strong>Hildesheim</strong> gGmbH<br />

Schlesierstraße 7<br />

31139 <strong>Hildesheim</strong><br />

Deine Ansprechpartnerin<br />

Pflegedienstleiterin Christiane Kauschke<br />

christiane.kauschke@bin-himmelsthuer.de<br />

Tel. 05121-2002555<br />

55


56<br />

Foto: © Freepik.com


Anzeige<br />

ANZEIGE<br />

Alten- und Pflegeheim<br />

Willig<br />

Wer wir sind:<br />

Das Alten- und Pflegeheim Willig sichert älteren und<br />

pflegebedürftigen Menschen ein würdiges Leben. Deshalb<br />

legen wir großen Wert auf die Förderung zwischenmenschlicher<br />

Kontakte und einer positiven Atmosphäre in<br />

unseren Häusern.<br />

Bei uns wohnen 180 Senioren in fünf unterschiedlichen<br />

Wohnbereichen zusammen. Unsere Senioreneinrichtung<br />

ist ein Teil des örtlichen, gesellschaftlichen Lebens mit<br />

seinen vielseitigen Aktivitäten. Wir wissen, daß persönliche,<br />

empfundene Lebensqualität nicht allein von Pflege,<br />

Ernährung und medizinischer Versorgung bestimmt wird.<br />

Aus diesen Erkenntnissen entwickelt sich unser Selbstverständnis<br />

und unsere Haltung gegenüber den betreuten<br />

Menschen, unserem Unternehmen, den Mitarbeitern und<br />

der Öffentlichkeit.<br />

Das erwartet dich bei uns<br />

• Flexible Arbeitszeitmodelle und Tourengestaltung<br />

• Interne Fortbildungen (auch digital möglich)<br />

• Entwicklungsmöglichkeiten für jeden Mitarbeiter<br />

• Zahnzusatzversicherung<br />

• Einspringprämie<br />

• Moderne und digitale Arbeitsbedingungen<br />

• Nutzung einer App für den privaten Gebrauch<br />

• Mitarbeiterwohnungen<br />

• Die Chefin fungiert als Ansprechpartnerin<br />

• Flexible Tourengestaltung in Planung<br />

• Möglichkeit für Muttizeiten<br />

• Gute Planung des Dienstplans mit individuellen Möglichkeiten<br />

• Schulungskonzepte für Mitarbeiter<br />

• 80% Weihnachtsgeld<br />

• Individuelle Zuweisung von Funktionen<br />

• Streben nach Innovation im<br />

Wohnbereichstourenmanagement<br />

• Langjähriges und beständiges Team<br />

• Wert auf Qualität wird gelegt<br />

• Betriebsfeiern (jährlich)<br />

• Hauseigene Küche<br />

• In der Ausbildung Bezahlung nach tariflichem<br />

Ausbildungsgehalt (TV- AL Pflege)<br />

Alten- und Pflegeheim Willig OHG<br />

Salinenstrasse 31-34<br />

31162 Bad Salzdetfurth<br />

Ansprechpartner Ausbildung:<br />

Rico Heinze<br />

R.Heinze@altenpflegeheim-willig.de<br />

57


58<br />

Ausbildungsangebote


Handwerk<br />

Foto: © chokniti – stock.adobe.com<br />

59


Anzeige<br />

ANZEIGE<br />

Ausbildung zum<br />

Industriemechaniker<br />

Arbeitspensum: Duale Berufsausbildung in Vollzeit<br />

Ausbildungsbeginn und -dauer:<br />

Beginn jeweils zum 01. September für 3,5 Jahre<br />

Arbeitsort: <strong>Hildesheim</strong> (Bavenstedt) und Umgebung<br />

Seit nahezu 45 Jahren ist Scheffler Werkstatt- und Industrietechnik<br />

in <strong>Hildesheim</strong> aktiv. Durch unsere langjährige Erfahrung<br />

haben wir uns als verlässlicher Partner im Bereich Werkstattund<br />

Industrietechnik im Großraum Hannover etabliert. Unser<br />

Sortiment umfasst eine breite Palette von Produkten, darunter<br />

Hebebühnen, Bremsenprüfstände, Reifenservicemaschinen,<br />

Diagnosegeräte, allgemeiner Werkstatttechnik und vieles mehr.<br />

Wir suchen tatkräftige Unterstützung für unser Kundenserviceteam.<br />

Deine Hauptaufgaben werden die Montage,<br />

Inbetriebnahme und Einweisung sowie die Durchführung<br />

von Prüfungen, Instandsetzungs- und Wartungsaufträgen<br />

an Werkstattgeräten im gewerblichen Bereich sein.<br />

Wir bieten eine Ausbildungsstelle, die jeweils zum<br />

01. September für 3,5 Jahre beginnt.<br />

Bitte sende uns deine Bewerbungsunterlagen an:<br />

kuhlmann@schefflertechnik.de<br />

Wir freuen uns darauf, dich kennenzulernen und gemeinsam<br />

mit dir unsere Erfolgsgeschichte fortzusetzen!<br />

Das lernst du bei uns:<br />

• Montage, Inbetriebnahme und Einweisung von Maschinen<br />

und Anlagen<br />

• Durchführung von UVV-Prüfungen, Wartung und<br />

Kalibrierungen<br />

• Eingrenzung von Fehlern und Beseitigung von Störung<br />

• Planung der Arbeit inklusive Materialbedarf<br />

• Planung und Organisation von Arbeitsabläufen<br />

• eigenverantwortliches Arbeiten beim Kunden<br />

WIR BIETEN<br />

• 30 Tage Urlaub pro Jahr<br />

• Vergütung nach Tarifverträgen der Industrie (1.025€ im ersten Lehrjahr)<br />

• Übernahmemöglichkeit für eine unbefristete Anstellung<br />

(3.250€ Einstiegsgehalt)<br />

• Möglichkeit zum Erlangen des Führerscheins BE<br />

• Teamevents und Firmenfeiern<br />

• Teilnahme an Schulungen, Lehrgängen und Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

• geregelte Arbeitszeiten<br />

• regionales Einsatzgebiet mit täglicher Rückkehr zum Wohnort<br />

• Vereinbarkeit von Familie und Beruf<br />

• ein langfristiger, zukunfts- und krisensicherer Arbeitsplatz<br />

• finanzielle Sicherheit auch in schwierigen Zeiten<br />

• kurze Dienstwege und eine einfache Kommunikation<br />

• Teamgeist, Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft im Team<br />

• hochwertiges Profiwerkzeug und Berufsbekleidung<br />

• Mitarbeitergebundene IT-Technik und moderne IT-Infrastruktur<br />

• interne und externe Schulungen und Weiterbildungen<br />

• Bike Leasing<br />

• weitere arbeitgeberfinanzierte Sozialleistungen<br />

Anforderungsprofil<br />

• Freude an der Zusammenarbeit in Projekten, Hilfsbereitschaft<br />

und Teamgeist<br />

• Erfahrung im Umgang mit Werkzeug<br />

• Lernbereitschaft, Einsatzbereitschaft sowie Verantwortungsund<br />

Pflichtbewusstsein<br />

• technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen<br />

Scheffler Industrie- und Werkstatttechnik GmbH<br />

Siemensstraße 20<br />

31135 <strong>Hildesheim</strong><br />

Ansprechpartner Ausbildung:<br />

Victor Kuhlmann<br />

kuhlmann@schefflertechnik.de<br />

60


ANZEIGE<br />

Anzeige<br />

Handwerk: Deine Chance!<br />

Vom Augenoptiker über Medientechnologe Siebdruck<br />

bis hin zum Zweiradmechatroniker – die breite<br />

Palette der Berufe im Handwerk spricht Technik-Fans<br />

ebenso an wie künstlerisch ambitionierte.<br />

Über 130 Ausbildungsberufe bieten jungen<br />

Menschen Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten<br />

in verschiedenen Bereichen.<br />

Wir sind<br />

• Die Macher beim Klimaschutz<br />

• Die Erschaffer von morgen<br />

• Die wahren Alltagshelden<br />

• 1 Mio. Betriebe mit mehr Umsatz als Apple,<br />

Facebook, Google und Tesla zusammen!<br />

• Digital und modern<br />

Die Handwerksausbildung vereint Tradition und<br />

Hightech, Menschen und Maschinen, handwerkliches<br />

Geschick und moderne Materialien. Als Handwerkerin<br />

bzw. Handwerker begleitest du den gesamten Prozess<br />

von der Idee bis zum fertigen Produkt. Und nach der<br />

Ausbildung ist nicht Schluss! Im Handwerk gibt es<br />

zahlreiche Fort- und Weiterbildungen. Als Handwerksmeister<br />

zum Beispiel kannst du Betriebsleiter werden<br />

oder sogar ein eigenes Unternehmen gründen. Auch der<br />

Weg ins Studium steht ausgebildeten Handwerkern und<br />

Handwerkerinnen offen.<br />

Wir bieten<br />

• Dein eigenes Geld, von Anfang an<br />

• Sicherheit und keine Arbeitslosigkeit<br />

• Die Garantie zum Glücklichsein: vom Gesellen bis zur<br />

Karriere als eigener Chef – bei uns kannst du alles sein,<br />

was du willst!<br />

• Die Herausforderung und das Glück, jeden Tag etwas<br />

mit den Händen zu erschaffen<br />

• Eine Arbeit, die Sinn macht<br />

Handwerkskammer <strong>Hildesheim</strong>-Südniedersachsen<br />

Braunschweiger Straße 53, 31134 <strong>Hildesheim</strong><br />

05121 162-174 / 0176 13612444<br />

matching@hwk-hildesheim.de<br />

Alle Infos rund um die Uhr unter:<br />

www.hwk-hildesheim.de/ausbildung<br />

61


Inserentenverzeichnis<br />

Foto: © juffa-weddings.de<br />

A<br />

Alten- und Pflegeheim Willig OHG, Bad Salzdetfurth 57<br />

B<br />

BITZER Wiegetechnik GmbH, <strong>Hildesheim</strong> 50<br />

Blank Ingenieurbüro, <strong>Hildesheim</strong> 49<br />

D<br />

Diakonische Altenhilfe der Region <strong>Hildesheim</strong> gGmbH,<br />

<strong>Hildesheim</strong> 55<br />

G<br />

Gebäudereinigung Nachtigall OHG, Harsum 50<br />

GPV Germany GmbH, <strong>Hildesheim</strong> 51<br />

H<br />

Handwerkskammer <strong>Hildesheim</strong>-Südniedersachsen 61<br />

HS-C. Hempelmann KG, <strong>Hildesheim</strong> 48<br />

J<br />

Johanniter-Krankenhaus Gronau GmbH, Gronau/Leine 54<br />

L<br />

Lebenshilfe <strong>Hildesheim</strong> e. V., <strong>Hildesheim</strong> 54<br />

S<br />

Scheffler Industrie- und Werkstatttechnik GmbH, <strong>Hildesheim</strong> 60<br />

Stadt Alfeld (Leine) 48<br />

Impressum<br />

Verlag<br />

ist ein Angebot der<br />

Kommunikation & Wirtschaft GmbH<br />

Baumschulenweg 28<br />

26127 Oldenburg<br />

Tel. 0441 9353-0<br />

ratgeber@schluetersche.de<br />

ausbildungsmedien.de<br />

Geschäftsführung<br />

Ingo Mahl<br />

Business Owner<br />

Thomas Wester<br />

Die Kommunikation & Wirtschaft<br />

GmbH ist ein Unternehmen der<br />

Schlüterschen Mediengruppe.<br />

Für die Richtigkeit der Texte und<br />

der Anzeigen übernehmen Verlag<br />

und Redaktion keine Haftung.<br />

Autor<br />

Prof. Dr. Rudolf Schröder, Professor<br />

für ökonomische Bildung mit dem<br />

Schwerpunkt Berufsorientierung,<br />

Universität Oldenburg, Institut für<br />

Ökonomische Bildung<br />

Redaktion<br />

Rena Barkemeyer<br />

Layout<br />

Tim Ole Rost, Lena Kulla<br />

Herstellung<br />

Britta Remberg-Brand<br />

Druck<br />

Zertani Die Druck GmbH<br />

Europaallee 24<br />

28309 Bremen<br />

Unternehmensprofile<br />

Sie sind Ausbildungsbetrieb<br />

und möchten sich mit einem<br />

Unternehmensprofil beteiligen?<br />

Philipp Stritzel<br />

Tel. 0441 9353-151<br />

philipp.stritzel@schluetersche.de<br />

62


Foto: © Kadmy – stock.adobe.com<br />

63


„<br />

Was ich nach der<br />

Schule machen will?<br />

Ich hatte keine<br />

Ahnung und war total<br />

über fordert mit der<br />

Auswahl. Aber der<br />

<strong>Ausbildungsguide</strong><br />

hat mir da sehr<br />

weiter geholfen und<br />

eine hilfreiche<br />

Struktur geliefert.<br />

20<br />

24<br />

25<br />

Foto: © juffa-weddings.de<br />

Mehr Infos auf: ausbildungsguide.de

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!