Blattwerk Ausgabe No22 September bis Dezember 2024
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P. b.b. GZ 03Z034.973 M Offenes Haus Oberwart, Lisztgasse 12, 7400 Oberwart Josef 3/<strong>2024</strong> WERKAUSSCHNITT: FRIA ELFEN / LICHTWEGE<br />
BLATTWERK<br />
ZEITSCHRIFT FÜR KUNST UND KULTUR AM ORT<br />
+ OHO-PROGRAMM SEPTEMBER BIS DEZEMBER <strong>2024</strong><br />
No. 22<br />
AM PULS DER KUNST<br />
OHO-Geschäftsführer Alfred Masal geht in Pension und blickt zurück<br />
KÁROLYS FORSCHUNGEN<br />
Die neue Theaterproduktion des Landestheater der Autor:innen<br />
CAN YOU WALK THE TALK<br />
Nora Demattio, neue Leiterin des OHO, im Gespräch<br />
6<br />
8<br />
22
BESSERE<br />
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die berührt<br />
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Christoph Kuh<br />
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Klimaschutz sowie Anregungen für meine Tätigkeit<br />
als Lehrer – noch dazu kostenfrei! Das ist spitze!“<br />
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In den burgenländischen Büchereien wartet eine vielfältige Auswahl an Büchern<br />
auf dich. Ob Krimi oder Poesie, ob Sachbuch oder Abenteuerroman. Schau bei uns<br />
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DES OFFENEN HAUSES OBERWART!<br />
Musik hallt durch das Haus, Lichter tanzen über Körper und Kunstwerke,<br />
Stimmen formen sich zu Worten, Geschichten, Gesängen. Mit jedem<br />
Schritt in diesem Haus voller Geschichte, Kunst und Leidenschaft offenbart<br />
sich mir eine neue Welt. Sie zeigt sich so facettenreich wie die Menschen,<br />
die sie gestalten und gestaltet haben. Was für ein Geschenk, Teil dieser sein<br />
zu dürfen.<br />
Meine ersten Monate im OHO sind bereits vergangen und dennoch: Es fühlt<br />
sich ein <strong>bis</strong>schen so an, als ob ich in offene See stechen würde. Mit Ihnen!<br />
Was für ein Abenteuer. Ja, ich bin aufgeregt. Mein Weg hat mich von Österreich<br />
nach Lateinamerika, Guatemala, und zurück geführt. Als Reisende hat<br />
mich meine Leidenschaft für Kunst und Kultur stets begleitet.<br />
Bunte Wände zieren die Knotenpunkte meines Lebens. Eine davon trägt<br />
ein Kreuz als Schwert.<br />
Ich blicke nach vorne: „Bühne frei!“ steht in großen Buchstaben geschrieben.<br />
Meine Finger greifen nach der Seite und blättern sie um. Das „Programm“<br />
von <strong>September</strong> <strong>bis</strong> <strong>Dezember</strong> strahlt mir entgegen: Die Premiere des Theaterstücks<br />
„Károlys Forschungen“ im OHO lädt ein, „ein Stück burgenländischer<br />
Entgrenzung“ zu erleben. Ab Oktober finden Kinoabende an jedem<br />
ersten Mittwoch im Monat statt. Die Grande Dame der burgenländischen<br />
Kunstszene Fria Elfen präsentiert ab 23. November ihre Ausstellung „Wir<br />
gehen ins Dunkle, damit wir etwas sehen können“. Konzerte und Literaturveranstaltungen<br />
bieten jungen Künstler:innen sowie bereits etablierten<br />
Kunstschaffenden eine Bühne. Im <strong>Dezember</strong> finden die traditionelle Weihnachtsverkaufsausstellung<br />
„Kunst zum Verschenken“ mit Werken burgenländischer<br />
Künstler:innen und der traditionelle Roma-Advent mit Lesung,<br />
Musik und Kulinarik statt. Das Jahr schließt mit der 25-Jahres-Feier der Roma<br />
Volkshochschule Burgenland.<br />
Ich wünsche einen schönen Herbstbeginn und freue mich darauf, Sie bei<br />
unseren Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.<br />
INHALT<br />
Impressum: Medieninhaber und Verleger: Offenes Haus Oberwart,<br />
A-7400 Oberwart, Lisztgasse 12, Telefon +43 (0)3352 – 38555; DVR 0648281;<br />
ZVR 387081290; Verlagspostamt: 7400 Oberwart;<br />
Zulassungsnr.: GZ 03Z034973 M; Druck: europrint, Oberwart;<br />
Fotos: zVg, Shutterstock; Gestaltung: RABOLD UND CO. / www.rabold.at;<br />
Redaktionelle Mitarbeit: Nora Demattio, Eva Maria Kamper, Nicole Mühl,<br />
Orsolya Turai, Peter Wagner, Nick Wukovits;<br />
Lektorat: Sandra Grosz-Jusinger;<br />
04 OHO-Programm<br />
06 Am Puls der Zeit –<br />
Alfred Masal blickt zurück<br />
08 Károlys Forschungen<br />
Uraufführung im OHO<br />
14 Literatur im Herbst<br />
19 Buch-Tipps<br />
20 Lamento Grande –<br />
CD-/LP-Präsentation als<br />
inszeniertes Konzert<br />
22 You can walk the talk –<br />
Nora Demattio stellt sich vor<br />
24 Vernissage Fria Elfen – aus der<br />
Projektreihe „Was wird bleiben?“<br />
28 OHO-Mitglied werden<br />
31 Kunst zum Verschenken – die<br />
traditionelle Verkaufsausstellung<br />
in der Vorweihnachtszeit<br />
Stand bei Drucklegung, Änderungen und Ergänzungen vorbehalten.<br />
Herzlichst,<br />
Nora Demattio, Leitung Offenes Haus Oberwart<br />
Kontakt zu unserer Redaktion:<br />
blattwerk@oho.at<br />
3
DETAILLIERTE Informationen zu DIESEN<br />
UND WEITEREN Veranstaltungen auf<br />
www.OHO.at ODER telefonisch unter<br />
+43 (0)3352 – 38555<br />
Falls nicht anders angegeben, finden<br />
alle Veranstaltungen im OHO statt.<br />
* Ermäßigte Kartenpreise gelten für: OHO-Mitglieder,<br />
Ö1-Club-Mitglieder, AK-Card, Schüler:innen, Lehrlinge,<br />
Student:innen, Zivil- & Präsenzdiener.<br />
do, 26.9.<br />
19:30 Uhr * PREMIERE<br />
KÁROLYS FORSCHUNGEN<br />
Theater<br />
Eintritt Premiere: VVK € 27,– / AK € 30,– (*ermäßigt VVK € 25,– / AK € 27,–)<br />
OHO-Eintritt weitere Vorstellungen:<br />
VVK € 22,– / AK € 25,– (*ermäßigt VVK € 20,– / AK € 23,–)<br />
Eintritt Güssing wird auf der ThIB-Website veröffentlicht: www.thib.at<br />
Weitere Vorstellungen im OHO<br />
27. und 28.9. * 19:30 Uhr / 29.9. * 11:00 Uhr * Matinee<br />
Vorstellungen Güssing * Stadtsaal<br />
4. und 5.10. * 19:30 Uhr<br />
Vorstellungen Frauenkirchen * Weingut Umathum<br />
10.1. 2025 * ab 17:00 Uhr * öffentliche Wiederaufnahmeprobe<br />
11.1.2025 * 19:30 Uhr / 12.1.2025 * 17:00 Uhr<br />
Vorstellung Eisenstadt * kultur kongress zentrum<br />
16.1.2025 * 19:30 Uhr<br />
Vorstellung KUGA Großwarasdorf<br />
28.2.2025 * 19:30 Uhr<br />
Details auf www.oho.at und www.thib.at<br />
Eine Kooperation der Theaterinitiative Burgenland / Landestheater<br />
der Autor:innen mit dem Offenen Haus Oberwart.<br />
mi, 2.10.<br />
19:30 Uhr<br />
BESUCH IM BUBENLAND<br />
Dokumentarfilm / Österreich <strong>2024</strong>, 90 min<br />
Eintritt: AK € 5,–<br />
(ermäßigt € 3,– / für Kinder unter 4 Jahren Eintritt frei)<br />
Eine Veranstaltung des OHO in Kooperation mit Polyfilm<br />
fr, 11.10.<br />
19:30 Uhr<br />
DIE ÄFFIN<br />
Theatergastspiel<br />
Eintritt: VVK € 20,– / AK € 22,– (*ermäßigt VVK € 18,– / AK € 20,–)<br />
fr, 18.10.<br />
20:00 Uhr<br />
NOSFERATU – EINE SYMPHONIE DES GRAUENS<br />
Belgrader Kammerorchester<br />
Eintritt: VVK, €18,– / AK €22,– (*ermäßigt VVK € 14,– / AK € 18,–)<br />
(ermäßigt € 3,– / für Kinder unter 4 Jahren Eintritt frei)<br />
Eine Veranstaltung von KiBu in Kooperation mit dem OHO.<br />
Sa, 19.10.<br />
19:00 Uhr * Gastveranstaltung<br />
WARTER MULATSÁG<br />
Eintritt: AK €10,–<br />
(Kinder und Jugendliche <strong>bis</strong> 18 Jahre: Eintritt frei!)<br />
Die VHS-Ungarn lädt wieder zur „Warter Mulatság“ ein.<br />
Singen, tanzen und feiern wir gemeinsam zur Musik unserer<br />
Volksgruppen! Es erwartet Sie ein buntes Programm mit<br />
Präsentationen und speziellen Gästen.<br />
Die VHS-Ungarn freut sich auf Ihr Kommen.<br />
Mitwirkende: Őri Banda, Gypsy Swing, Just Showband & Gäste, …<br />
Eine Veranstaltung der VHS-Ungarn<br />
do, 24.10.<br />
19:00 Uhr<br />
POETRY-SLAM<br />
Eintritt: € 12,– (*ermäßigt € 9,–)<br />
fr, 25.10.<br />
AB 15:00 UHR<br />
P.E.N.-CLUB: EIN HAUS VOLL LEBEN,<br />
EIN HAUS VOLL LITERATUR<br />
Ein Fest für alle zum 50er<br />
Eintritt: freie Spende<br />
Eine Veranstaltung des P.E.N.-Clubs Burgenland<br />
in Kooperation mit dem OHO<br />
Eine Produktion des Theaters im Bahnhof Graz.<br />
SA, 12.10.<br />
20:00 Uhr * Einlass 19:00 Uhr<br />
OFF THE RAILS – ROCK NIGHT<br />
Konzert: Glen Ample, Pawn Painters,<br />
Crash To Credit, Future Plan<br />
Eintritt: VVK € 10,– / AK € 15,–<br />
Eine Kooperation des Rock Kollektiv Süd mit dem OHO.<br />
4<br />
PAWN PAINTERS / ROCK NIGHT
SEPTEMBER<br />
BIS DEZEMBER <strong>2024</strong><br />
do, 31.10.<br />
19:00 Uhr<br />
BUCHPRÄSENTATION CLEMENS BERGER<br />
Der Autor liest aus seinem neuen Buch<br />
„Haus des flüssigen Goldes“<br />
Eintritt frei<br />
mi, 6.11.<br />
19:30 Uhr<br />
DIE EINFACHEN DINGE<br />
Komödie, Frankreich 2023, 95 min<br />
Eintritt: AK € 5,–<br />
(ermäßigt € 3,– / für Kinder unter 4 Jahren Eintritt frei)<br />
Eine Veranstaltung des OHO in Kooperation<br />
mit EU-XXL-Wanderkino<br />
FR, 8.11.<br />
20:00 Uhr<br />
MAX PRENNER: „UMARMT“<br />
Konzert<br />
Eintritt: VVK € 20,– / AK € 25,– (*ermäßigt VVK € 18,– / AK € 23,–)<br />
sa, 16.11.<br />
20:00 Uhr<br />
so, 17.11.<br />
17:00 Uhr<br />
LAMENTO GRANDE<br />
ErosK. und Sein Fürst / Rabold – Paul – Wagner<br />
LP-/CD-Erstpräsentation als inszeniertes Konzert<br />
Eintritt frei<br />
fr., 22.11.<br />
18:30 Uhr<br />
OPEN SOURCES<br />
Eine Bühne für junge Künstler:innen<br />
Eintritt: freie Spende<br />
Eine Veranstaltung von KIBu – Komponist:innen<br />
in Kooperation mit dem OHO<br />
sa., 23.11.<br />
17:00 UHR<br />
FRIA ELFEN „WIR GEHEN INS DUNKLE,<br />
DAMIT WIR ETWAS SEHEN KÖNNEN“<br />
Vernissage<br />
Eintritt frei<br />
Sa, 30.11.<br />
20:00 UHR * EINLASS: 19:00 UHR<br />
OFF THE RAILS – METAL NIGHT<br />
Konzert<br />
Eintritt: VVK € 10,– / AK € 15,–<br />
Eine Kooperation des Rock Kollektiv Süd mit<br />
dem Offenen Haus Oberwart.<br />
Di., 3.12.<br />
17:00 Uhr<br />
ZIVILCOURAGE BEI PARTNERGEWALT<br />
& HÄUSLICHER GEWALT<br />
Podiumsdiskussion und Ausstellung<br />
Eintritt frei<br />
Die Ausstellung ist von 26.11 <strong>bis</strong> 10.12. im OHO zu besichtigen.<br />
Eine Veranstaltungdes Vereins Frauen für Frauen<br />
Burgenland in Kooperation mit dem OHO<br />
mi., 4.12.<br />
18:00 Uhr<br />
GRUSS VOM KRAMPUS<br />
Kinofilm, Österreich/Deutschland 2018, 98 min<br />
Eintritt: AK € 5,–<br />
(ermäßigt € 3,– / für Kinder unter 4 Jahren Eintritt frei)<br />
Eine Veranstaltung des OHO in Kooperation<br />
mit EU-XXL-Wanderkino<br />
sa., 7.12.<br />
19:00 Uhr<br />
TRADITIONELLER ROMA-ADVENT –<br />
KHETANPERIPE ANDO ADVENT<br />
Lesung – Musik – Kulinarik<br />
Eintritt frei<br />
Die Veranstaltung von Hango Roma in Kooperation mit dem<br />
Offenem Haus Oberwart statt und wird vom Bundeskanzleramt<br />
Österreich, von der Kultur Burgenland und dem Zukunftsfonds<br />
der Republik Österreich unterstützt.<br />
fr., 13.12.<br />
19:00 Uhr<br />
KUNST ZUM VERSCHENKEN<br />
Eröffnung der traditionellen<br />
Weihnachtsverkaufsausstellung<br />
Eintritt frei<br />
Sa., 14.12.<br />
19:00 Uhr<br />
25 JAHRE ROMA VOLKSHOCHSCHULE<br />
BURGENLAND<br />
Präsentation und Fest<br />
Eintritt frei<br />
Eine Veranstaltung der Roma Volkshochschule Burgenland<br />
in Kooperation mit dem OHO<br />
THEATER<br />
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5
Am Puls<br />
der Kunst<br />
Foto © Eva Maria Kamper<br />
von Eva Maria Kamper<br />
Das OHO hat für die Region ein unvergleichliches<br />
Programmprofil geschaffen, mit Inhalten aus<br />
Kunst, Musik und Kultur. Alfred Masal ist eine<br />
zentrale Figur in der Kulturszene des Burgenlandes,<br />
dessen Einfluss weit über die Grenzen der Region<br />
hinausgeht. Seine Arbeit und sein Engagement<br />
haben das „Offene Haus Oberwart“ zu einem einzigartigen<br />
und wichtigen Kulturzentrum gemacht.<br />
Nach 20 Jahren als Geschäftsführer übergibt er<br />
das Zepter an Nora Demattio und blickt zurück auf<br />
Herausforderungen und Höhepunkte.<br />
Er bezeichnet sich selbst als perfektionistisch, übergenau<br />
und streng. „Aber genau das ist wichtig, wenn etwas<br />
auf Dauer gelingen soll“, verrät Alfred Masal über seine<br />
Tätigkeit als Geschäftsführer. Als der gebürtige Vorarlberger<br />
vor 20 Jahren das 1989 gegründete – von Wolfgang<br />
Horwath, Peter Wagner und Horst Horvath initiierte und<br />
geprägte – „Offene Haus Oberwart“ übernahm, habe er<br />
erstmal einen Weg für die finanzielle Sanierung finden<br />
müssen und einen neuen Geschäftsplan gemacht. An<br />
künstlerischer Motivation dieser Gemeinschaft fehlte es<br />
nie, sehr wohl aber an Geld. „Dem Verein ist es nicht gut<br />
gegangen und niemand wollte das Projekt sterben lassen“,<br />
erinnert sich Alfred Masal an die Rettungsaktion. Zumindest<br />
sei einiges noch unkomplizierter gewesen, vor allem in der<br />
bürokratischen Administration. Und mit gekonntem Fingerspitzengefühl<br />
des eigentlich gelernten Licht- und Bühnentechnikers<br />
gelang das Revival des OHO.<br />
Durch sein großes Eigeninteresse an Kunst und Kultur hat<br />
er, auch gemeinsam mit Evi Rabold und seinem Team, das<br />
OHO zu dem gemacht, was es heute ist: eine Werkstätte für<br />
künstlerische Projekte, die man <strong>bis</strong> über die Landesgren-<br />
6
IM HERBST <strong>2024</strong> ÜBERGIBT LANGZEITGESCHÄFTSFÜHRER<br />
ALFRED MASAL DIE LEITUNG DES HAUSES AN NORA DEMATTIO<br />
Mehr zu<br />
Nora Demattio<br />
auf Seite 22<br />
MEIN PERSÖNLICHES HIGHLIGHT WAR ABER<br />
SICHERLICH DER ERHALT DES ÖSTERREICHISCHEN<br />
STAATSPREISES FÜR ZEITGENÖSSISCHE<br />
KUNST. DA HAB ICH MICH<br />
KURZ HINSETZEN MÜSSEN.<br />
Alfred Masal<br />
nichts so schnell aus der Ruhe bringt – lachend<br />
an den Moment, als er es erfuhr, „da hab ich mich<br />
kurz hinsetzen müssen.“<br />
Vielen burgenländischen Künstler:innen habe das OHO<br />
ein Sprungbrett geboten, junge Talente wurden gefördert<br />
und präsentiert. Auch zahlreiche namhafte Künstler:innen<br />
haben hier in Oberwart ihre Werke präsentiert oder<br />
die Bühne zum Beben gebracht. „Die schwerste Herausforderung<br />
war sicherlich während der Corona-Zeit. Aber<br />
auch da haben wir uns nicht unterkriegen lassen und über<br />
den Tellerrand geschaut und mit digitalen Kanälen neue<br />
Ventile für die Kunst gefunden“, sagt Alfred Masal stolz.<br />
Er habe sich auch nie davor gescheut, an die richtigen<br />
Instanzen heranzutreten und über wichtige Fördergelder<br />
zu diskutieren.<br />
zen hinaus kennt. So kreuzen unter seiner Leitung jährlich<br />
100 <strong>bis</strong> 140 Künstler:innen aller Arten, ob handwerklich,<br />
schauspielerisch oder musikalischer Natur, die Hallen des<br />
Offenen Hauses Oberwart.<br />
Alfred Masal hat wesentlich dazu beigetragen, das kulturelle<br />
Leben in Oberwart und im Südburgenland zu bereichern.<br />
Er steht für eine offene und vielfältige Kulturszene,<br />
die unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen<br />
und gesellschaftspolitischen Themen Raum gibt. Unter<br />
seiner Leitung hat das OHO weit über die Region hinaus<br />
Anerkennung gefunden und sich als Ort des interkulturellen<br />
Dialogs und der künstlerischen Innovation etabliert.<br />
Auch eine Veranstaltung wie die traditionelle „Kama Party“<br />
war 15 Jahre lang zu Gast im Haus.<br />
„Mein persönliches Highlight war aber sicherlich der Erhalt<br />
des österreichischen Staatspreises für zeitgenössische<br />
Kunst“, erinnert sich Alfred Masal – den normalerweise<br />
Denn wie viele unabhängige Kulturzentren sah und sieht<br />
sich auch das OHO immer wieder mit finanziellen und<br />
politischen Herausforderungen konfrontiert. Trotzdem ist<br />
es <strong>bis</strong>her immer wieder gelungen, das Projekt lebendig zu<br />
halten und kontinuierlich weiterzuentwickeln. „Es ist wesentlich,<br />
kreative Lösungen zu finden und sich den wechselnden<br />
Anforderungen anzupassen, um zur Beständigkeit<br />
des Zentrums beizutragen“, sieht Alfred Masal die Arbeit<br />
am „Puls der Kunst“ als seine besondere Lebensaufgabe.<br />
Insgesamt spiegelt das „Offene Haus Oberwart“ den Geist<br />
der Offenheit und kulturellen Vielfalt wider und ist ein<br />
wichtiger Bestandteil der österreichischen Kulturszene.<br />
Es steht für den Austausch zwischen den Kulturen, für<br />
künstlerische Freiheit und für das Engagement einer aktiven<br />
Zivilgesellschaft.<br />
Die zukünftige Leiterin Nora Demattio will das Haus nun<br />
fließend übernehmen und aufgebaute Netzwerke weiterhin<br />
forcieren. „Mit ihrem Grundwissen und ihrer Kompetenz<br />
lege ich meine Aufgaben vertrauensvoll und guten<br />
Gewissens in ihre Hände“, sagt Alfred Masal dankbar, dessen<br />
Herz auch in der Pension für die Kunst und das OHO<br />
schlägt. Er wird dem Haus weiterhin in Zusammenhang<br />
mit Projekten der Theaterinitiative Burgenland erhalten<br />
bleiben.<br />
7
w<br />
do, 26.9.<br />
19:30 Uhr * Premiere<br />
KÁROLYS FORSCHUNGEN<br />
Theater<br />
OHO-Eintritt Premiere:<br />
VVK € 27,– / AK € 30,– (*ermäßigt VVK € 25,– / AK € 27,–)<br />
OHO-Eintritt weitere Vorstellungen:<br />
VVK € 22,– / AK € 25,– (*ermäßigt VVK € 20,– / AK € 23,–)<br />
Eintritt Güssing wird demnächst auf der<br />
ThIB-Website veröffentlicht: https://thib.at<br />
WEITERE VORSTELLUNGEN IM OHO<br />
27. und 28.9. * 19:30 Uhr<br />
29.9. * 11:00 Uhr * Matinee<br />
VORSTELLUNGEN GÜSSING * STADTSAAL<br />
4. und 5.10. * 19:30 Uhr<br />
VORSTELLUNGEN FRAUENKIRCHEN<br />
WEINGUT UMATHUM<br />
10.1. 2025 * ab 17:00 Uhr * öffentliche<br />
Wiederaufnahmeprobe<br />
11.1.2025 * 19:30 Uhr<br />
12.1.2025 * 17:00 Uhr<br />
VORSTELLUNG EISENSTADT<br />
KULTUR KONGRESS ZENTRUM<br />
16.1.2025 * 19:30 Uhr<br />
VORSTELLUNG KUGA GROSSWARASDORF<br />
28.2.2025 * 19:30 Uhr<br />
KÁROLYS<br />
FORSCHUN<br />
Text und Inszenierung: Katrin Hammerl<br />
Schauspiel: Simon Dietersdorfer, Martin Hemmer<br />
und Katharina Susewind<br />
Komposition: Simon Dietersdorfer, Martin Hemmer<br />
Live-Musik: Alona Yefimenko (Geige),<br />
Valeria Bolognani (Bratsche), Ana Spahn (Cello)<br />
Bühnenbild und Visuals: Florian Lang<br />
Kostümbild: Katrin S. Weidhofer<br />
Lichtdesign: Alfred Masal<br />
Sounddesign und Live-Ton: Florian Decker<br />
Bauten und Technik: Jan Tomsits<br />
Regieassistenz: Valentina Himmelbauer<br />
Produktionsleitung: Uschi Turai<br />
Büro: Silvia Magdits<br />
Ausstellungsgestaltung: Eveline Rabold<br />
Ausstellungsinhalte: Dr. Susanna Steiger-Moser,<br />
Dr. Herbert Brettl, Prof. Dr. Károly Gaál<br />
Intendanz und Anregung: Peter Wagner<br />
Eine Kooperation der Theaterinitiative Burgenland / Landestheater<br />
der Autor:innen mit dem Offenen Haus Oberwart.<br />
EIN STÜCK<br />
BURGENLÄNDISCHER<br />
ENTGRENZUNG<br />
von Valentina Himmelbauer<br />
Im Herbst <strong>2024</strong> gelangt mit „Károlys Forschungen. Ein Stück<br />
burgenländischer Entgrenzung“ eine Produktion des Burgenländischen<br />
Landestheaters der Autor:innen zur Uraufführung, die<br />
sich mit dem deutsch-westungarischen Anthropologen Károly Gaál<br />
(1922-2007) auseinandersetzt.<br />
8
GEN<br />
LANDARBEITERINNEN<br />
(Sammlung Herbert Brettl<br />
Den Ausgangspunkt des Theaterstücks bildet Gaáls wissenschaftliche<br />
Abfassung „Wer erbt das Jankerl? Über die<br />
Kommunikationskultur der Gutshofknechte im Burgenland“.<br />
In ihr reflektiert der Völkerkundler seine Erfahrungen auf<br />
burgenländischen Gutshöfen in den 1960er-Jahren und die<br />
Kommunikationspraktiken der dort lebenden Menschen.<br />
Károly Gaál war in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts<br />
in der Feldforschung zu verschiedenen Lebensgemeinschaften<br />
im Burgenland tätig gewesen. Dabei lebte er<br />
einige Monate mit Knechten und Mägden auf Gutshöfen<br />
in adeligem Besitz zusammen und zeichnete ein umfangreiches<br />
Bild ihrer Kommunikationskultur. Während Gaál<br />
zahlreiche ethnologische Arbeiten verfasste, sind vor allem<br />
seine Studien über das Liedleben ethnischer Minderheiten<br />
hervorzuheben, da diese für die Volksmusikforschung von<br />
immenser Bedeutung sind.<br />
Ausgehend von Gaáls Aufzeichnungen spürt Regisseurin<br />
und Autorin Katrin Hammerl als gebürtige Südburgenländerin<br />
seinen Begegnungen nach und entwirft dabei eine<br />
Collage dreier fiktiver, repräsentativer Situationen aus dem<br />
Leben und Forschen des Anthropologen.<br />
Gaáls Gespräche mit Ernst und Anna, die auf dem Gutshof<br />
leben und noch nie Fragen über sich selbst beantwortet haben,<br />
gestalten sich schwierig, auch aufgrund divergierender<br />
Vorstellungen von Freiheit. Während sowohl der Forscher<br />
wie auch die Forschungssubjekte um ihre Expertenpositionen<br />
in Bezug auf das Gutshofleben ringen, gelingt ein<br />
intimer Blick auf das Selbstverständnis der Knechte und<br />
Mägde im Burgenland der 1960er-Jahre.<br />
Die auf die Begegnung folgende, abendliche Unterhaltung<br />
am Gutshof, wo die Vortragskunst von Musik, Märchen und<br />
9
SIMON DIETERSDORFER<br />
Foto © Björn Klein<br />
Foto © Michael Foster<br />
FLORIAN LANG<br />
BÜHNENBILD<br />
REGISSEURIN<br />
KATRIN HAMMERL<br />
MARTIN HEMMER<br />
KATHARINA SUSEWIND<br />
Alltagsgeschichten in einer Art Wettbewerb kulminiert, bildet das<br />
poetische und emotionale Zentrum des Stücks.<br />
KATRIN WEIDHOFER<br />
KOSTÜMBILD<br />
Als Gaál schließlich im Rahmen der ORF-Sendung „Philosophie fürs<br />
Burgenland“ in einer surrealen Begegnung auf seinen US-amerikanischen<br />
Kollegen Manuel W. trifft, entsteht eine hitzige Diskussion<br />
über die Auslegung verschiedener Menschheitsgeschichten und<br />
die Frage nach Kooperation und Gemeinschaft. Im Konflikt mit<br />
den auf die breite Öffentlichkeit ausgelegten Vermittlungskonzepten<br />
der Journalistin werden die Auseinandersetzungen letztlich<br />
immer unberechenbarer. Wiederum entgleist jene Kommunikationskultur,<br />
die es eigentlich zu untersuchen gilt. Im Ringen um<br />
ihren Expertenstatus fordern die Figuren die burgenländische<br />
Geschichtsschreibung nicht nur heraus – sie stellen sie auf den<br />
Kopf und machen sie zum Spektakel.<br />
Regisseurin Katrin Hammerl betont in ihrer Inszenierung zwei<br />
spezifische Momente des Gutshofs, indem sie das Bild der charakteristischen<br />
Doppelküche zeichnet, in der zwei Familien nebeneinander<br />
lebten, und anschließend daran die Kommunikationskultur<br />
anhand der darstellerischen Kunst einzelner Personen am<br />
Gutshof schildert. Schließlich kommt es zu einer Erweiterung der<br />
lokalspezifischen Thematik, indem sie in Bezug zu den globalen<br />
Studien über das menschliche Zusammenleben des Anthropologen<br />
David Graeber sowie des Soziologen Richard Sennett gesetzt<br />
wird. Dabei offenbart das Stück einerseits das Bemühen, möglichst<br />
wissenschaftlich zu sprechen sowie die damit einhergehende Komik,<br />
und erweitert andererseits die Perspektive auf die „einfache“<br />
Sprache der Gutshofleute, die sich als treffsicher erweisen, auch<br />
wenn ihnen oft die nötigen Begriffe fehlen. Die gegenseitige Infragestellung<br />
der spezifischen Kommunikationspraktiken sowie<br />
des jeweiligen Expertenwissens tritt immer wieder hervor und<br />
entpuppt sich dabei als genauso charakteristisch für die Wissenschaftler<br />
wie auch für die Gutshofgemeinschaft.<br />
ellen Kontext setzt und dabei fiktionale Situationen eröffnet, die<br />
mit konkreten historischen Inhalten verknüpft sind. Stilistisch folgt<br />
das Stück den Spuren des absurden Theaters wie auch der Satire.<br />
Die Erzählung ist gefüllt mit Ironie und Wortwitz und profitiert<br />
von Hammerls Herangehensweise, ein ambivalentes Thema mit<br />
Leichtigkeit und Humor zu verhandeln.<br />
Auch die musikalische Komponente der Produktion macht die<br />
Erzählung über Károlys Forschungen zu einem Theatererlebnis der<br />
besonderen Art. So werden etwa alle drei Schauspieler:innen auch<br />
als Sänger:innen in Aktion treten, wobei sich Simon Dietersdorfer<br />
und Martin Hemmer auch für die Neu-Kompositionen wie auch<br />
Arrangements historischen Liedgutes verantwortlich zeichnen,<br />
die bei den Aufführungen von drei Live-Musiker:innen vorgetragen<br />
werden. Durch den dramaturgischen Einsatz musikalischer<br />
Elemente will die Inszenierung zudem an die Erzählkraft von Filmen<br />
erinnern. Die Missverständnisse auf sprachlicher Ebene, die<br />
eigenwilligen musikalischen Ebenen der Erzählung sowie das von<br />
Florian Lang gestaltete Bühnenbild werden ihren Teil dazu beitragen,<br />
das Publikum in Räume zu entführen, die zwischen historisch<br />
konkreter Verortung und surrealer Erweiterung changieren.<br />
Begleitet wird die Inszenierung von einer historischen Ausstellung<br />
zum Themenkreis Meier- und Gutshöfe im Burgenland,<br />
die federführend von der Historikerin Dr. Susanna Steiger-Moser<br />
und dem Intendanten der Theaterinitiative Burgenland – Landestheater<br />
der Autor:innen, Peter Wagner, erarbeitet und von Eveline<br />
Rabold gestaltet wurde. Diese Ausstellung wird von der AK-Burgenland<br />
unterstützt, berücksichtigt sie doch auch gewerkschaftliche<br />
Aspekte und einen geschichtlichen Abriss über die Verbesserung<br />
der Arbeitssituation der Landarbeiter:innen.<br />
Hammerls Inszenierung hat ein Spiel mit Klasse und sozialer Herkunft<br />
zum Ziel, wobei sie Gaáls reale Studien und Erkenntnisse<br />
über die burgenländischen Lebensgemeinschaften in einen aktu-Die Ausstellung ist<br />
jeweils vor und nach den<br />
Vorstellungen zu besichtigen.<br />
10
fr, 11.10.<br />
19:30 Uhr<br />
DIE ÄFFIN<br />
Theatergastspiel<br />
Eintritt: VVK € 20,– / AK € 22,– (*ermäßigt VVK € 18,– / AK € 20,–)<br />
MIT Monika Klengel / REGIE Ed. Hauswirth<br />
TECHNIK Claudia Holzer / KAMERA Felix Klengel<br />
Buch, Regie und Kamera: Katrin Schlösser<br />
Mit: Rudolf Fartek, Bernhard Feutl, Fabio Halb, Willi Halb,<br />
Thomas Hornemann, Florian Jud, Sebastian Jud, Gerhard<br />
Kobald, Hannes Lipp, Darinka Ott, Johann Ott, Peter Pilz,<br />
Michael Pilz, Philipp Weber<br />
Katrin Schlösser („Szenen meiner Ehe“) möchte in ihrem<br />
neuen Film BESUCH IM BUBENLAND im Südburgenland<br />
herausfinden, wie österreichische Männer ticken – ein empathischer<br />
und humorvoller Film über eine weitgehend unbekannte<br />
Spezies.<br />
mi, 2.10.<br />
19:30 Uhr<br />
BESUCH IM BUBENLAND<br />
Dokumentarfilm / Österreich <strong>2024</strong>, 90 min<br />
Eintritt AK € 5,-<br />
(ermäßigt € 3,- / für Kinder unter 4 Jahren Eintritt frei)<br />
In ihrem zweiten Dokumentarfilm macht sich die Filmemacherin<br />
Katrin Schlösser auf ins Südburgenland, um dort einen<br />
Film mit Männern zu drehen. Sie möchte herausfinden, wie sie<br />
denken und handeln, was sie antreibt und auch, wie sie selbst<br />
auf Männer zugeht, welche Erwartungen sie ihnen zuschreibt.<br />
In Form einer filmischen Feldforschung sammelt sie Begegnungen<br />
und Gespräche, erfährt von individuellen Lebenswegen,<br />
vom Alltag und seinen Lasten, von Träumen. Wortkarg und lakonisch<br />
teilen die Männer letztendlich freimütig ihre Gedanken<br />
und Gefühle – immer in Reaktion auf die Neugier, Offenheit und<br />
Hartnäckigkeit der Fragestellerin, die ihnen mit ihrer Handykamera<br />
gegenübersitzt und einen Dialog auf Augenhöhe sucht.<br />
Mit BESUCH IM BUBENLAND gelingt Katrin Schlösser ein empathischer,<br />
auch humorvoller Film über Männer und eine Region,<br />
der – vielleicht gerade, weil sie dort fremd ist – weit über<br />
das Individuelle und Lokale hinausgeht. Mit diesen Männern<br />
erschafft sie einen Film über Begegnung, über kulturelle und<br />
soziale Grenzen und dennoch über das Verbindende, das Gemeinsame:<br />
die schwer zu stillende Suche nach Nähe, Verständigung<br />
und Austausch zwischen den Menschen.<br />
Warum wir die Welt so nicht retten werden<br />
DIE ÄFFIN beschäftigt sich damit, warum es uns Menschen so<br />
schwerfällt, mit der Klimakrise zurechtzukommen. Welche Kräfte,<br />
welche Motive hindern uns daran, endlich aktiv zu werden<br />
und sich dieser Bedrohung zu stellen? Hat es möglicherweise<br />
damit zu tun, dass wir Heldengeschichten und Narrative verwenden,<br />
die für die Überwindung dieser Krise einfach nicht taugen?<br />
DIE ÄFFIN fragt sich und ihr Publikum: Stehst du jeden Tag auf?<br />
In der Erwartung, dass ein Abenteuer auf dich wartet? Und<br />
glaubst du, dass es auffällt, wenn du liegen bleibst? Was genau<br />
an dem Tag passieren wird, kannst du aber nicht wissen. Das<br />
musst du herausfinden. Du musst in eine ungewisse Zukunft<br />
aufbrechen.<br />
Und was tun wir, solange wir noch im Bett liegen? Da erzählen<br />
wir einander und uns selbst, was die wahrscheinlichste und<br />
was die wünschenswerte Zukunft ist. Und wie aus der wünschenswerten<br />
die wahrscheinlichste wird. Und dann stehen<br />
wir auf und verhalten uns in der Gegenwart danach. Oder wir<br />
versuchen es zumindest.<br />
DIE ÄFFIN fragt sich und ihr menschliches Alter Ego: Warum ist<br />
dann die wahrscheinliche Zukunft der Untergang des Planeten?<br />
Warum kommen wir nicht ins Tun? Das kann doch nicht wahr<br />
sein. Wir sind doch erzählende Wesen. Wir organisieren uns<br />
mittels großer und kleiner Erzählungen, damit wir die vor uns<br />
liegenden Aufgaben lösen. Wir stellen uns was vor, verbalisieren<br />
es und bewegen uns dann in diese Richtung. Wir bestehen<br />
Prüfungen, Abenteuer, Krankheiten und politische Krisen oder<br />
auch nur einen einfachen Einkauf. So funktionieren wir, die<br />
Spezies, die erzählt.<br />
Inspiriert von Friedeman Karig und Samira El Ouassils Buch<br />
„Erzählende Affen“ fragt sich das Theater im Bahnhof, wie das<br />
Erzählen funktioniert und warum es nicht gelingt, eine Erzählung<br />
zu finden, die uns hilft, die Klimakrise zu lösen.<br />
Eine Produktion des Theaters im Bahnhof Graz<br />
Eine Veranstaltung des OHO in Kooperation mit Polyfilm<br />
11
GLEN AMPLE<br />
FUTURE PLAN<br />
SA, 12.10.<br />
20:00 Uhr * Einlass: 19:00 Uhr<br />
OFF THE RAILS – ROCK NIGHT<br />
Konzert: Glen Ample, Pawn Painters,<br />
Crash To Credit, Future Plan<br />
Eintritt: VVK € 10,– / AK € 15,–<br />
PAWN PAINTERS<br />
Zum ersten Mal dürfen wir eine deutsche Band bei der Off The<br />
Rails-Serie begrüßen: „Pawn Painters“ aus Schrobenhausen<br />
(Bayern) suchen sich das Beste aus Indie-Rock, Post-Punk & Space<br />
Rock und vermischen es zu einer einzigartigen, tanzbaren<br />
Soundkulisse!<br />
Aus der lokalen Szene dürfen wir mit „Glen Ample“ waschechte<br />
Hardrocker ankündigen! Die Steirer sind nicht mehr aus der heimischen<br />
Musiklandschaft wegzudenken & bringen auch das steifste<br />
Genick zum Wackeln. (Ärztlich nicht bestätigt.) Mit „Crash To<br />
Credit“ steht eine neue südburgenländische Formation am Start:<br />
Allesamt erprobte Musiker – Mitglieder von u.a. „Tea At Penny’s“<br />
& „Bandroom Casting Couch“ – erfinden sich neu & gehen eine<br />
Fusion von Blues, Rock, Funk & Crazyness ein: DIE südburgenländische<br />
Super-Group der Stunde & sicherlich weit darüber hinaus!<br />
Dank den Hartbergern „Future Plan“ wissen wir: PUNK IS NOT<br />
DEAD! Die Newcomer haben sich im Vorjahr gegründet und sind<br />
unsere Nachwuchsband für den Off The Rails Event im Oktober.<br />
Erste selbstgeschriebene Songs werden auf der Bühne im Offenen<br />
Haus Oberwart zum Besten gegeben!<br />
Das Rock Kollektiv Süd freut sich auf einen rockigen Abend im<br />
Offenen Haus Oberwart!<br />
Unterstützt von: Land Burgenland, Stadtgemeinde Oberwart, Kobersdorfer<br />
Bier, Legendero Oberwart, Oberwarter Musikhaus, Schallplattenhannes,<br />
Weber Großküchen, Komet Reisen<br />
Eine Kooperation des Rock Kollektiv Süd mit dem Offenen Haus Oberwart.<br />
N<br />
12
„… aber das Wort, der Atem stockte ihm, eiskalte Schauer durchbebten<br />
sein Innerstes. Er fühlte seine Hand von im Tode erstarrten<br />
Fingern umkrallt, und die große knochendürre Gestalt der Baronesse,<br />
die ihn anstarrte mit Augen ohne Sehkraft, schien ihm in<br />
den häßlich bunten Kleidern eine angeputzte Leiche.“<br />
In virtuoser Sprache beschreibt E. T. A. Hoffmann in „Der Vampyr“<br />
das Grauen, den eiskalten Schauer, der uns ergreift mit den Wiedergängern,<br />
deren Kauen und Schmatzen in Gräbern.<br />
Die dunkle Materie zieht sich durch die Menschheitsgeschichte:<br />
von „bekriechen der Weiber, würcklich beschlaffen“, blutsaugenden<br />
verfluchten Kerlen ist die Rede. Dies kulminiert im 18. Jahrhundert<br />
mit seinen dokumentierten Fällen, bietet damit genügend inspirierenden<br />
Stoff für allerlei psychologisch künstlerische Tätigkeit.<br />
E.T.A. Hoffmann um nichts nachstehend, die bildhafte Umsetzung<br />
von Friedrich Wilhelm Murnau.<br />
NOSFERATU – EINE SYMPHONIE DES GRAUEN<br />
Ein Stummfilm-Klassiker aus dem Jahre 1922, der die Geschichte<br />
des blutsaugenden Grafen Orlok erzählt, der, in spukhafter Fernwirkung,<br />
der Liebe verfällt, sich auf den Weg vom fernen Transsylvanien<br />
nach Wisborg begibt, um Ellen, seine Liebe, in einer Nacht<br />
blutsaugend zu beglücken. Und es ist dann auch die Liebe, die dem<br />
Grauen in Wisborg ein Ende bereitet: der Graf, im saugenden Liebestaumel<br />
den Tagesanbruch nicht bemerkend, zur Asche zerfällt.<br />
Der Film gilt als einer der ersten Vertreter des Horrorfilms und<br />
übte mit seiner visuellen Gestaltung einen großen Einfluss auf<br />
das Genre aus. Zugleich gilt das Werk mit seiner dämonischen<br />
Hauptfigur und seiner traumartigen, gequälte Seelenzustände<br />
spiegelnden Inszenierung als eines der wichtigsten Werke des<br />
Kinos der Weimarer Republik. Der Film sollte nach einem verlorenen<br />
Urheberrechtsstreit 1925 vernichtet werden, überlebte<br />
aber in unzähligen Schnittversionen und ist heute in mehreren<br />
restaurierten Fassungen verfügbar. (Wikipedia)<br />
Diesen Stummfilm neu zu vertonen stellt einen außerordentlichen<br />
Reiz dar. Die neu komponierte Musik noch dazu live zu hören, zu<br />
den grausig schönen Bildern des Films, ist ein besonders emotionales<br />
Erlebnis.<br />
Die Neuvertonung für Kammermusikensemble und Rockband<br />
stammt zur Hälfte aus der Feder der ser<strong>bis</strong>chen Komponistin<br />
Irena Popovic-Dragovic und dem österreichischen Komponisten<br />
Thomas Maria Monetti und zieht alle Register der Genres, um den<br />
Bildern gerecht zu werden.<br />
Irena Popovic-Dragovic ist anerkannte Filmkomponistin, welche<br />
in Salzburg das Fach studierte.<br />
fr, 18.10.<br />
20:00 Uhr<br />
NOSFERATU – EINE SYMPHONIE<br />
DES GRAUENS<br />
Belgrader Kammerorchester<br />
Eintritt: VVK, €18,– / AK €22,– (*ermäßigt VVK € 14,– / AK € 18,–)<br />
Neuvertonung: Irena Popovic-Dragovic,<br />
Thomas Maria Monetti ist Autodidakt, studierte Gitarre Klassik<br />
und Jazz in Graz und Eisenstadt und ist Vorsitzender des Vereins<br />
KIBu-Komponist:innen und Interpret:innen im Burgenland.<br />
Das Ensemble, zusammengesetzt aus dem Belgrader Kammermusikensemble<br />
Ljubica Maric und Musiker:innen aus dem Burgenland,<br />
verspricht einen außerordentlichen Hörgenuss, war doch die<br />
Premiere in Belgrad von großer Anerkennung durch das Publikum.<br />
Das Dirigat stellt hohe Anforderungen an Interpretation, muss<br />
doch das Tempo und damit die Längen der einzelnen Abschnitte<br />
genau stimmen. Rade Pejcic meistert diese Herausforderung<br />
bravourös. Einen Vorgeschmack gibt es auf dem YouTube-Kanal<br />
der KIBu auf der Website www.kibu.net verlinkt.<br />
Thomas Maria Monetti<br />
Belgrader Kammerorchester mit<br />
Niklas Schmidt – Schlagzeug,<br />
Thomas Landl – Percussion,<br />
Nikola Zeichmann – Bass,<br />
Thomas Maria Monetti – Gitarren<br />
Eine Veranstaltung von KiBu in<br />
Kooperation mit dem OHO.<br />
Leitung: Rade Pejcic<br />
…. und vielleicht gibt es sie doch unter uns, nicht mit schauderhaften<br />
Aussehen, aber mit allerlei „Asa foetida“ in ihren Köpfen und ihrer<br />
Wortwahl, gewinnend an Stärke durch Absaugen fremder Energien.<br />
osferatu13
do, 24.10.<br />
19:00 Uhr<br />
POETRY-SLAM<br />
Eintritt: € 12,– (*ermäßigt € 9,–)<br />
Am 24. Oktober <strong>2024</strong> ist es endlich so weit:<br />
Der erste Poetry-Slam im OHO findet statt!<br />
Poetry was? Poetry-Slam ist ein moderner Dichter:innen-Wettstreit<br />
um die Gunst des Publikums.<br />
Fünf Minuten Bühnenzeit für selbstgeschriebene<br />
Texte, die Zuseher:innen fungieren als Jury und bewerten<br />
die einzelnen Beiträge. So viel sei verraten:<br />
Nicht nur Ruhm und Ehre gibt es bei diesem Pop-Literaturformat<br />
zu gewinnen! Der Abend verspricht<br />
ein unterhaltsames Programm für Jung und Alt mit<br />
spannenden Storys, feinfühligen Gedichten, pointierter<br />
Stand-Up-Comedy und Wortwitzen, die Reimketten<br />
sprengen.<br />
Organisiert und moderiert wird die Veranstaltung<br />
von Katharina Wenty.<br />
DU WILLST AUCH AUF DER BÜHNE AUFTRETEN?<br />
Dann melde dich für einen der offenen Startplätze an<br />
unter poetryslammd@gmail.com<br />
fr, 25.10.<br />
ab 15:00 Uhr<br />
P.E.N.-CLUB: EIN HAUS VOLL LEBEN,<br />
EIN HAUS VOLL LITERATUR<br />
Ein Fest für alle zum 50er<br />
Eintritt: freie Spende<br />
Organisation/Programm: Katharina Tiwald (Vorsitzende<br />
des P.E.N.-Clubs Burgenland), Katrin Bernhardt<br />
Eine Veranstaltung des P.E.N.-Clubs Burgenland in Kooperation mit dem OHO<br />
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Land Burgenland /<br />
Abt. 7 – Bildung, Kultur und Wissenschaft<br />
Gefördert durch das Land Burgenland /<br />
Abt. 7 – Bildung, Kultur und Wissenschaft<br />
15:00 UHR: FASSADEN LESEN: TREFFPUNKT RATHAUS<br />
Ein kleiner Spaziergang durch Oberwart mit dem Architekten Klaus-Jürgen Bauer<br />
AB 18:00 UHR: LESUNGEN IM OHO<br />
Literatur, das ist Austausch und Schönheit, Geschichte und Zeit, Eintauchen<br />
und Meditieren über die Bandbreite alles Menschenmöglichen. Gerade <strong>2024</strong><br />
ist ein „Annus Mirabilis“ der Literatur aus dem Burgenland: Neue Romane<br />
haben heuer Theodora Bauer, Jürgen Bauer, Clemens Berger und Barbara Zeman<br />
vorgelegt, ganz abgesehen von den zahlreichen Publikationen im Land.<br />
Foto © David Dunst<br />
Außerdem jährt sich heuer der Jahrestag der Gründung des burgenländischen<br />
P.E.N.-Clubs zum 50. Mal.<br />
Zu diesem Anlass füllen wir das OHO mit Literatur und laden herzlich ein,<br />
sich bei einem Reigen an Lesungen, an dem u.a. Jürgen Bauer, Katrin Bernhardt,<br />
Marianne Gruber, Martin Leidenfrost, Wolfgang Millendorfer und Ana<br />
Schoretits mitwirken werden, mit der Breite des literarischen Schaffens im<br />
Burgenland bekannt zu machen.<br />
Poets, Essayists, Novelists: Dafür steht der internationale P.E.N.-Club, gegründet<br />
nach dem Ersten Weltkrieg, um mit Hilfe der Literatur die Gräben<br />
zwischen den Völkern zu überwinden. Der burgenländische P.E.N.-Club hat<br />
im halben Jahrhundert seit seiner Gründung daran gearbeitet, Brücken in<br />
die Nachbarländer zu bauen und das literarische Schaffen im Land ins Licht<br />
der Öffentlichkeit zu rücken. Dafür verantwortlich waren viele Jahre Helmut<br />
S. Milletich, Karl Hofer, Günter Unger, Heinz Vegh und der 1990 verstorbene<br />
György Sebestyén.<br />
14
do, 31.10.<br />
19:00 Uhr<br />
BUCHPRÄSENTATION CLEMENS BERGER<br />
Der Autor liest aus seinem neuen Buch „Haus des flüssigen Goldes“<br />
Eintritt frei<br />
Clemens Berger gelingt mehr als ein irrwitzig komisches Bild unserer Gesellschaft:<br />
Auf anrührende Weise erzählt er von Solidarität, Überlebenskampf und Mutterliebe.<br />
Babys brauchen Milch – Muttermilch oder Pulvermilch. Hier setzt Clarissa mit dem „Haus<br />
des flüssigen Goldes“ an: Frauen wie Maya, die als alleinerziehende Mutter <strong>bis</strong>lang von<br />
Gelegenheitsjobs gelebt hat, pumpen in angenehmer Umgebung ihre überschüssige<br />
Milch ab und werden am Verkauf gewinnbeteiligt. Das geht gut, <strong>bis</strong> der größte Milchpulverfabrikant<br />
nicht mehr liefern kann und zugekaufte Muttermilch überlebenswichtig<br />
wird. Als Maya sich auf die Seite der verzweifelten Frauen mit ihren hungrigen Babys<br />
stellt, wird sie zur Social-Media-Ikone. Clemens Bergers rasante Satire nimmt uns mit<br />
auf die Hochschaubahn der Gefühle, der Maya auf Social Media ausgesetzt ist: Sie wird<br />
gefeiert und mit Shitstorms überzogen, sie erhält Millionenangebote und Morddrohungen<br />
– und muss ihren Weg erst finden.<br />
15
WERKAUSSCHNITT ABSURD / FRIA ELFEN
FR, 8.11.<br />
DIE EINFACHEN DINGE<br />
mi, 6.11.<br />
20:00 UHR<br />
MAX PRENNER: „UMARMT“<br />
Konzert<br />
Max Prenner - voc, git<br />
Lisa Prandstätter - voc, sax, flute / Harald Fink – voc, akkordeon, keyb<br />
Ralf Thenner – bs / Rainer Gartner – dr<br />
Eintritt: VVK € 20,– / AK € 25,– (*ermäßigt VVK € 18,– / AK € 23,–)<br />
Buch und Regie: Éric Besnard<br />
Kamera: Jean-Marie Dreujou<br />
Mit: Lambert Wilson, Grégory Gadebois, Marie Gillain<br />
u.v.m.<br />
Keiner hat einen so vollen Terminkalender wie Vincent<br />
Delcourt (Lambert Wilson). Da kommt es ungelegen,<br />
wenn das schicke Cabrio auf einer Landstraße plötzlich<br />
absäuft. Ehe er sich‘s versieht, sitzt der Tech-Champion<br />
mitten im Gebirge fest. Gerettet wird Vincent von Pierre<br />
(Grégory Gadebois). Der wortkarge Eigenbrötler, der als<br />
Selbstversorger zurückgezogen auf einem Hof vor träumerischer<br />
Bergkulisse wohnt, gabelt Vincent mit seinem<br />
Motorrad auf und muss für die nächsten Stunden reichlich<br />
grummelig Gastgeber spielen. Die Gastfreundschaft<br />
ist schließlich heilig – sagte schon Homer. Während<br />
Pierre die Wortschwälle des Großstädters über sich ergehen<br />
lässt, schnuppert Vincent zum ersten Mal richtige<br />
Landluft – und die tut gut! Etwas zu gut vielleicht. Schon<br />
bald wird er mit der vielleicht wichtigsten aller Fragen<br />
konfrontiert: Ist er eigentlich glücklich? Mit Pierre hat<br />
Vincent den personifizierten Einklang mit der Natur vor<br />
Augen — und erleidet Panikattacken. Er sieht ein, dass<br />
er eine Pause braucht vom Hochleistungsleben – und er<br />
hat auch schon eine Idee, wo er sie verbringen möchte<br />
– und mit wem ...<br />
19:30 Uhr<br />
DIE EINFACHEN DINGE<br />
Komödie, Frankreich 2023, 95 min<br />
Eintritt AK € 5,-<br />
(ermäßigt € 3,- / für Kinder unter 4 Jahren Eintritt frei)<br />
Foto © Jennifer Vass<br />
In seinem neuen Programm „umarmt“ lässt sich Prenner besonders<br />
von den letzten Zeugen jener Volksgruppe inspirieren, die im<br />
Burgenland brutal ausgelöscht wurde. Er findet die Themen seiner<br />
Lieder nämlich auch in den Geschichten von Jüdinnen und Juden,<br />
deren Spuren nur mehr auf jüdischen Friedhöfen zu finden sind.<br />
Die Grabsteine auf jüdischen Friedhöfen „singen“ ihm gleichsam<br />
ihre Lieder vor. Diese Lebenslieder erzählen nicht nur von Ausgrenzung<br />
und Vernichtung. Sie sind ein Bündel – auf gut Hianzisch,<br />
ein „Pinkerl“ - an Tränen, Freuden und Träumen, ein Bündel des<br />
Lebens, das alle Menschen umarmt. Dieses Bündel trägt jeder<br />
Mensch mit sich. Und singt seine Lebenslieder.<br />
Jenseits vom Klezmer-Klischee lässt Prenner in umarmt Kinder,<br />
Gelehrte, Geliebte, Ermordete, sowie Namenlose erzählen, singen<br />
und tanzen. Natürlich in verschiedenen Stilen, Sprachen und<br />
Besetzungen – wie wir es von Prenner gewohnt sind.<br />
MAX PRENNER UND BAND<br />
Eine Veranstaltung des OHO in Kooperation mit EU-XXL-Wanderkino<br />
18
Die <strong>Blattwerk</strong>-Bücherecke informiert Sie in jeder<br />
<strong>Ausgabe</strong> über interessante Neuerscheinungen.<br />
Die vorgestellten Bücher erhalten Sie unter<br />
www.lexliszt12.at und natürlich im gut<br />
sortieren Buchhandel. Viel Spaß beim Lesen!<br />
HAST DEIN FEDERKLEID GELÖSCHT<br />
Ein Lyrik-Krimi<br />
Eva Steiner<br />
Hast dein Federkleid gelöscht führt in<br />
freier lyrischer Rede in den dunklen<br />
Wald. Die mysteriöse Geschichte trägt cineastische<br />
Züge – das titelgebende Federkleid<br />
ist der Schmuck der makellosen Selbst-Performance,<br />
der Wald die Metapher des<br />
Sich-Verlierens. Hellhörig und feinfühlig erforscht<br />
Elke Steiner das Unergründliche in<br />
den Tiefen der Plattformökonomien. Wer<br />
schmückt sich hier mit fremden Federn? Ist<br />
alles nur ein Spiel oder doch bitterer Ernst?<br />
In hyperrealistischen Erzählpassagen eines<br />
Kommissars auf der Suche nach seinem<br />
Opfer trifft das Komische unvermittelt auf<br />
das Düstere. Mit federleichter Hand werden<br />
Stile, Zeitebenen und Räume vermengt und<br />
Identitäten in Frage gestellt. Virtuos gemacht:<br />
Ein eigenes literarisches Genre entsteht.<br />
01 hast dein Federkleid gelöscht.<br />
Ein Lyrik-Krimi<br />
Elke Steiner<br />
edition lex liszt 12 / ISBN: 978-3-99016-274-3<br />
€ 17,50 (zzgl. Versand)<br />
ERAC WIRD BEIM SCHNAPSEN VERSPIELT<br />
Kurztexte<br />
Konstantin Milena Vlasich<br />
Sprache ist die Heimat von Konstantin<br />
Milena Vlasich. Mit ihr spielt er, wie ihm<br />
danach ist, teils jongliert er oder hadert<br />
auch mit seinen Muttersprachen. Koč-toč<br />
deutsch, onda opet burgenlandkroatisch.<br />
Seine Texte sind voll Witz, experimentell,<br />
poetisch und verspielt. Doch dahinter treten<br />
auch Nachdenklichkeit und politisches Engagement<br />
hervor. Etwa wenn es um eine<br />
Gedenkrede für die NS-Opfer des Peršmanhofes,<br />
nahe Eisenkappel/Železna Kapla, geht<br />
oder die Ehrung einer Wirtin an der ungarisch-österreichischen<br />
Grenze vor 100 Jahren<br />
in der Geschichte Freiheitsdurst. Erac<br />
wird beim Schnapsen verspielt ist ein Sammelsurium<br />
von Texten, die teils für verschiedene<br />
Literatur- und Theaterprojekte entstanden,<br />
andere wiederum für diese seine<br />
erste eigenständige Buchveröffentlichung.<br />
Ab und zu verirrt sich Konstantin Milena<br />
Vlasich auch in lyrische Gefilde und lässt<br />
selbst die Bundeshymne nicht in Ruhe.<br />
02 Erac wird beim Schnapsen<br />
verspielt. Kurztexte<br />
Konstantin Milena Vlasich<br />
edition lex liszt 12 / ISBN: 978-3-99016-275-0<br />
€ 17,– (zzgl. Versand)<br />
19
LAMENTO<br />
GRANDE<br />
eine Würdigung von Nick Wukovits<br />
Peter Wagner, der burgenländische Autor, Regisseur, Filmemacher,<br />
Aktionist, ewiger Mahner und zuweilen auch Störenfried,<br />
ist ein ruheloser Geist mit einem sehr umfangreichen und vielfältigen<br />
Werk. Eines zieht sich aber durch: Stets verbindet er Medien<br />
und Stile miteinander. Er liebt es, seine Geschichten auf mehreren<br />
Ebenen gleichzeitig zu erzählen. Und, auch wenn er nicht gleich<br />
klotzt, kleckern tut er auf keinen Fall.<br />
Somit ist klar, wenn Peter Wagner ein neues Album ankündigt,<br />
kann man sich auf ein opulentes Werk gefasst machen. Für „Lamento<br />
Grande“ hat der Südburgenländer neuere Song-Texte, die<br />
alle aus seiner Feder stammen, mit und für sein Trio ErosK. und<br />
Sein Fürst / Rabold – Paul – Wagner vertont.<br />
AM ANFANG WAR DAS WORT –<br />
ABER EBEN NICHT NUR<br />
In Zeiten, in denen viele Künstler:innen nur noch zaghaft ganze<br />
Alben und lieber einzelne Songs digital veröffentlichen, legen Rabold<br />
– Paul – Wagner gleich eine Triple-LP vor. Oder Doppel-CD,<br />
wer‘s gern kompakter hat. Ein Download der 24 Lieder ist ab dem<br />
Tag der Erstpräsentation im OHO (16. November <strong>2024</strong>) natürlich<br />
auch möglich.<br />
Das üppige Werk erinnert an die Rockopern und Rock-Musicals<br />
der 70er-Jahre: von The Whos Tommy <strong>bis</strong> zu Tim Rice Jesus Christ<br />
Superstar und Pink Floyds The Wall. Hier folgt die Musik der Geschichte,<br />
den Texten, und nicht umgekehrt. Im Anfang war hier<br />
das Wort, dann folgten die Melodien und Songs dazu. Wobei den<br />
Musikern überraschend viel Raum gegeben wird, um sich mit<br />
Soli und ausgedehnten Rhythmuspassagen in den Vordergrund<br />
spielen zu können. Wie gesagt: Bei Peter Wagner gibt es immer<br />
mehrere Erzählebenen. Da kann man auch beim zehnten Hören<br />
neue Facetten entdecken.<br />
ABWECHSLUNGSREICHE MUSIK<br />
So groß wie der Umfang ist auch der Abwechslungsreichtum der<br />
Musik – vom besagten Musical-Stil über Prog Rock zu Mark Knopfler<br />
(Dire Straits) und Pink Floyd Gitarrensoli. Und wenn eine Hardrock-Gitarre<br />
gefragt ist, ist das für den Gitarristen Rainer Paul<br />
auch kein Problem. Der Südburgenländer hat schon als 14-Jähriger<br />
seine ersten internationalen Erfahrungen mit der Rockband Racial<br />
Abuse gesammelt, hat später das Instrument studiert und ist seit<br />
2006 treuer Begleiter von Peter Wagners zahlreichen, vielseitigen<br />
Projekten. Auf LAMENTO GRANDE beruhen einige der 24 Songs<br />
auch auf Originalkompositionen von Rainer Paul, zu denen Wagner<br />
den Text und die Melodieführung beisteuert. Als Arrangeur und<br />
Musiker an mehreren Instrumenten ist Pauls Beitrag zu dieser<br />
Produktion ohnehin nicht zu unterschätzen.<br />
Das Schlagzeug bedient mal beschwingt jazzig, mal zurückhaltend,<br />
mal heftig ein Phantom namens Logi Caesare.<br />
Als Gäste kommen der renommierte Gitarrist Thomas Monetti<br />
und der Sopransaxophonist Andrej Prozorov dazu. Der gebürtige<br />
Ukrainer, „ein Musiker von Weltrang“ (Zitat: ORF), veredelt das<br />
Stück „Wanderungen 1 – In einer kleinen Meeresbucht“.<br />
Und natürlich darf auch ein alter Wegbegleiter von Peter Wagner<br />
nicht fehlen: Ferry Janoska spielt bei „Schläfst du?“ das Bandoneon<br />
und Klavier bei „Wanderungen 5 – Geschenke“.<br />
GÄNSEHAUT GARANTIERT<br />
Doch natürlich sind bei vertonten Gedichten vor allem die Vocals<br />
enorm wichtig. Hier glänzt die ausgebildete Klassik- und Jazzsängerin<br />
und seit vielen Jahren sowohl künstlerische als auch private<br />
Partnerin von Peter Wagner. Eveline Rabold kann ihr gesamtes<br />
Spektrum in den facettenreichen Liedern ausspielen. Gefühlvoll,<br />
zärtlich, emotional, düster, bedrohlich.<br />
Auch der Meister selbst interpretiert einige Songs, nicht so brillant<br />
wie Rabold, sondern entsprechend seiner Stimme zurückhaltend,<br />
manchmal Sprechgesang, und schafft dadurch auch immer wieder<br />
eindringliche Momente. Zum Beispiel bei „Ungeahnte Horizonte“<br />
ist Gänsehaut garantiert.<br />
20
DER WELTKLASSEMUSIKER ANDREJ<br />
PROZOROV VEREDELTE DEN SONG<br />
„WANDERUNGEN 1– IN EINER<br />
KLEINEN MEERESBUCHT“<br />
Fotos © Jennifer Vass<br />
sa, 16.11.<br />
20:00 Uhr<br />
so, 17.11.<br />
17:00 Uhr<br />
LAMENTO GRANDE<br />
ErosK. und Sein Fürst<br />
Rabold – Paul – Wagner<br />
LP-/CD-Erstpräsentation<br />
als inszeniertes Konzert<br />
Eintritt frei<br />
Eveline Rabold – Voice<br />
Rainer Paul – Gitarren, Trompeten,<br />
Komposition, Arrangements, Samples<br />
Peter Wagner – Texte, Komposition, Arrangements,<br />
Samples, Voice, Videos und Gesamtinszenierung<br />
EIN LEGENDÄRES GESPANN: FERRY JANOSKA<br />
UND DAS BANDONEON<br />
AUCH EIN BLÄSERENSEMBLE WIRKTE BEI EINEM<br />
DER 24 SONGS MIT: FLORIAN SCHEUMBAUER<br />
- 1. FLGH, RAINER PAUL - 2. FLGH, ALEXANDER<br />
POSCH - TENORHORN, BENEDIKT GOLLATZ -<br />
BARITONHORN, ROBERT LEHNER - TUBA<br />
SOWOHL AUF DEN LP-/CD-AUFNAHMEN ALS<br />
AUCH LIVE IM EINSATZ: THOMAS MARIA MONETTI<br />
Gastmusiker live:<br />
Thomas Monetti – Gitarren<br />
Christian DeLellis – Bass<br />
Beitragsmusiker:innen LPs/CDs:<br />
Timea Herics – Fagott<br />
Ferry Janoska – Bandoneon, Piano<br />
Arthur Fandl – Posaune<br />
Andrej Prozorov – Sopransaxophon<br />
Nikola Zeichmann – Bass<br />
Thomas Monetti – Konzertgitarre<br />
Webauftritt – dringend empfohlen!<br />
www.rabold-paul-wagner.at<br />
21
Can you walk<br />
the talk?<br />
NORA DEMATTIO:<br />
von Nicole Mühl<br />
Als neue Leiterin des Offenen Hauses Oberwart (OHO)<br />
bringt sie nicht nur fundierte Erfahrung und ein beeindruckendes<br />
Portfolio mit, sondern auch eine tiefe Leidenschaft<br />
für Kunst und Kultur. Nach einem bewegten Werdegang<br />
unter anderem mit Stationen in Guatemala und eigenen<br />
Kunstprojekten in Eisenstadt setzt sie nun im OHO auf<br />
Innovation und eine interaktive Herangehensweise. Ihre<br />
Vision? Kunst und Kultur für eine junge, digitale Generation<br />
sichtbarer zu machen und gleichzeitig das rebellische Herz<br />
des OHO zu bewahren. Aber der Weg ist nicht ohne Herausforderungen<br />
– denn sie übernimmt die Agenden des<br />
langjährigen Leiters Alfred Masal. Doch diese Aufgabe geht<br />
sie mit Tatkraft an, im festen Vorhaben, ihren Worten Taten<br />
folgen zu lassen.<br />
Wie lange haben Sie für die Entscheidung gebraucht,<br />
sich für die Stelle der Leitung im OHO zu bewerben?<br />
Nora Demattio: Das war eigentlich ziemlich leicht für mich,<br />
denn bereits bei meinem ART HOUSE PROJECT, sprich dem<br />
Kunstverein in Eisenstadt und der TRANFORM-ARTE, ist mir<br />
das OHO aufgefallen, weil es ähnliche Ansätze hat – weil<br />
es kritisch ist und Autonomie hier ganz wichtig ist. Dieser<br />
rebellische Grundgedanke ist das, was mich eindeutig angesprochen<br />
hat.<br />
Sie haben einen beeindruckenden Lebenslauf. Sie haben<br />
Kultur- und Sozialanthropologie studiert und drei<br />
Jahre lang in Guatemala gelebt, wo Sie sich der Fotografie<br />
gewidmet haben. Sie haben dann in Eisenstadt<br />
das ART HOUSE PROJECT und die Kunstmesse TRANS-<br />
FORM-ARTE gegründet. Für die Diözese Eisenstadt haben<br />
Sie später die Pressearbeit gemacht. Seit wenigen<br />
Wochen sind Sie nun tatsächlich Leiterin des OHO und<br />
haben diese Funktion von Alfred Masal übernommen,<br />
der in Pension geht. Wie man weiß, war dieser ja ein<br />
Allrounder. Was sind die Schwerpunkte Ihrer Arbeit?<br />
Ich freue mich sehr, dass ich so herzlich aufgenommen<br />
wurde und mich in den ersten Wochen gut einarbeiten und<br />
einlernen konnte. Die Schwerpunkte meiner Arbeit liegen<br />
im wirtschaftlichen Bereich, in der Abwicklung von Förderungen,<br />
in der Teamleitung und in der Zusammenarbeit.<br />
Es geht um die Entwicklung neuer kreativer Ansätze und<br />
Konzepte und um die Medienarbeit.<br />
Ich möchte beispielsweise den Social Media Content ausbauen,<br />
aktueller gestalten und Jugendliche bzw. junge Erwachsene<br />
erreichen. Das ist mir ganz wichtig. Ich möchte,<br />
dass für sie das OHO sichtbarer und ansprechbarer wird.<br />
Es gibt ganz viele junge Menschen, die eine große Leidenschaft<br />
für Kunst und Kultur haben. Ich glaube, es ist auch<br />
wichtig, dass wir interaktiver an Kunst und auch an das<br />
Kunstgeschehen herangehen.<br />
Das betrifft dann aber auch sehr die Programmgestaltung.<br />
Auf alle Fälle. Gemeinsam mit dem Vorstand sind wir schon<br />
bei der Programmplanung für die nächsten zwei Jahre und<br />
haben ein sehr interessantes Thema. Es geht um Körper<br />
und Körpertransformation. Egal ob man in Richtung Tätowierung<br />
blickt, auf den eigenen Körper als Kunstwerk an<br />
sich oder durch Implantate bzw. sonstige Veränderungen.<br />
Aber es beinhaltet auch die Idee, beispielsweise Gebäude<br />
als Körper zu sehen. Mein Background, meine Leidenschaft<br />
liegt ja auch in der Graffiti-Szene, weil ich mit Street Artists<br />
zusammengearbeitet habe.<br />
Welche Rolle wird die Digitalisierung spielen?<br />
Ich denke, dass wir den Bereich Livestreaming, also Veranstaltungen,<br />
die im Haus passieren, die aber auch über<br />
das Internet verfolgt werden können, verstärken. Es gibt<br />
großartige internationale Festivals, die so in die Welt getragen<br />
werden. Ich glaube, das Wichtige ist, dass man sich<br />
einfach nur traut ein <strong>bis</strong>schen weiterzudenken. Livestreaming<br />
ermöglicht ja, dass man Menschen auf der ganzen<br />
Welt erreicht. Ich glaube, das ist schon immer der Wunsch<br />
dieses Hauses gewesen, dass man da offener wird.<br />
Was hat Sie persönlich in Ihrem <strong>bis</strong>herigen beruflichen<br />
Werdegang am meisten geprägt?<br />
Das eigene Bedürfnis, im künstlerischen Bereich tätig zu<br />
sein, und die Überwindung, den ersten Schritt zu tun. Das<br />
Miteinander mit Menschen, dass man sich zusammensetzt<br />
und Konzepte ausarbeitet, das ist für mich wichtig. Selbst<br />
22
wenn es oft nur kleine Gespräche sind, passiert etwas, denn auf<br />
einmal werden Möglichkeiten geschaffen. Man sieht, dass man<br />
gemeinsam mehr erreichen kann. Nicht nur für sich selbst, sondern<br />
auch für andere.<br />
Sie sind auf der einen Seite selbst künstlerisch tätig und andererseits<br />
ist Ihr Aufgabenbereich ja der kaufmännische. Da geht<br />
es oft darum, Abstriche zu machen. Ist es nicht eine Herausforderung,<br />
sich in diesem Spannungsfeld zu bewegen, das dadurch<br />
entsteht, weil sich Kunst ja auf keiner Ebene einschränken lassen<br />
möchte. Schon gar nicht nach wirtschaftlichen Maßstäben.<br />
Ich denke, wirklich erfolgreiche Künstler:innen sind auch selbst<br />
gute Manager:innen. Man braucht Disziplin, man braucht einen<br />
Überblick. Es ist wie bei jedem Menschen: Ich muss wissen, was<br />
in der Kasse ist und was ich mir damit leisten kann. Die entscheidende<br />
Frage ist dabei: Wie kann ich meine Situation verbessern?<br />
Das ist für mich die Herangehensweise an die Geschichte.<br />
Wie sind Sie denn an Ihre Projekte <strong>bis</strong>her herangegangen? Sie<br />
haben eine Kunstmesse ins Leben gerufen. Das ist ja nicht<br />
so einfach.<br />
Gestartet hat die Kunstmesse TRANSFORM-ARTE 2017, als der<br />
Kunstverein ART HOUSE PROJECT in Eisenstadt gerade dreieinhalb<br />
Jahre alt war. Der Weg dorthin war herausfordernd. Mit so gut wie<br />
null Kapital und nur mit einer Idee haben wir, mein Exmann und<br />
ich, zu Beginn (2013) das eigene Haus aufgemacht und präsentierten<br />
eine Ausstellung mit Werken aus einer Verlassenschaft. Wir<br />
haben Künstler:innen aus der Stadt angesprochen und gefragt, ob<br />
sie Lust haben, gemeinsam mit uns die Fassade zu transformieren<br />
bzw. zu tätowieren. So hat das ART HOUSE PROJECT gestartet. Die<br />
Idee, die Fassade zu gestalten, kommt eigentlich aus Lateinamerika,<br />
weil dort alles unglaublich bunt ist. Es ist bunt, es ist laut, es ist<br />
immer viel Musik und es sind viele Menschen. Und das war genau<br />
das, was mir damals nach meiner Rückkehr von Guatemala nach<br />
Eisenstadt gefehlt hat.<br />
Das Konzept ist aufgegangen.<br />
Ja, und sukzessive haben wir mehr Struktur hineingebracht.<br />
Von anfänglich drei Veranstaltungen im Jahr waren wir dann am<br />
Schluss bei zehn und haben dann aber auch mitbekommen, dass<br />
der wirtschaftliche Faktor durchaus relevant ist. Das heißt, wir<br />
haben gewisse Dinge adaptiert, wie zum Beispiel die Ausstellungsfläche<br />
an die Künstler:innen zu vermieten. Schließlich haben wir<br />
mit der TRANFORM-ARTE, der Kunstmesse, gestartet. Also ich<br />
habe die Arbeit, die ich hier im OHO machen werde, von Grund<br />
auf gelernt. Ich kenne das Spiel.<br />
Sie haben 2022 aus privaten Gründen den Kunstverein und die<br />
TRANSFORM-ARTE abgegeben und in der Diözese Eisenstadt<br />
die Leitung der Medienabteilung übernommen.<br />
Ich kam eigentlich durch die Kunst wieder zur Kirche, denn das<br />
Gebäude, das wir als Veranstaltungsort für die TRANSFORM-ARTE<br />
gewinnen konnten, befindet sich im Eigentum der Diözese.<br />
Wie war es für Sie, für die Diözese, also in einem doch sehr<br />
strukturierten Rahmen zu arbeiten?<br />
Es war ein sehr schönes Umfeld für mich. Ich habe mit tollen Leuten,<br />
einem tollen Team gearbeitet und das ist immer in meinem<br />
Herzen. Ich bin dadurch auch zum Glauben zurückgekehrt. Was<br />
mich damals sehr berührt hat, war eine Begegnung mit Generalvikar<br />
Martin Korpitsch (verstorben im Mai 2021, Anm. d. Red.).<br />
Er ist in mein Haus gekommen, hat sich über zwei Stunden Zeit<br />
genommen, um mit mir zu sprechen. Das war ein sehr schönes<br />
Miteinander. Ich habe damals ein Kreuz von ihm bekommen, das<br />
er mir als Schwert überreicht hat.<br />
Eine sehr interessante und starke Symbolik.<br />
Ja, für mich war es das Kämpferische, das ich damit verbunden habe.<br />
Dass es nicht leicht sein wird. Aber ich habe auch die Verbindung<br />
zum heiligen Martin darin gesehen – Gutes zu tun und zu teilen.<br />
Wird es im OHO für Sie schwierig?<br />
Ich denke, es gibt einfach viele Herausforderungen. Veränderung<br />
braucht Zeit und ich verstehe, dass es schwierig ist, offen gegenüber<br />
Neuem zu sein. Ich wünsche mir, dass wir alle an einem<br />
Strang ziehen, dass wir einander wahrnehmen und auch bereit<br />
sind, manchmal ein <strong>bis</strong>schen zurückzustecken. Ich möchte, dass<br />
es gut wächst.<br />
Mein Leitsatz lautet: Can you walk the talk? Es ist immer leicht,<br />
über Dinge zu reden, aber dann kommt es darauf an, ob man sie<br />
auch wirklich umsetzt – also ob den Worten auch wirklich Taten<br />
folgen. Danach lebe und arbeite ich.<br />
Nora Demattio hat an der Universität Wien Kultur- und Sozialanthropologie<br />
studiert und ist außerdem diplomierte Reiseleiterin.<br />
Von 2009 <strong>bis</strong> 2013 lebte sie in Guatemala, wo sie unter anderem<br />
als selbstständige Reiseorganisatorin und als freie Redakteurin<br />
und Fotografin tätig war. Nach ihrer Rückkehr nach Österreich<br />
arbeitete sie unter anderem mit dem Dorotheum Wien im Zuge<br />
der Inventarisation einer Verlassenschaft zusammen. Ab 2013<br />
führte sie das Kunstatelier BLATTWERK2013 in Eisenstadt. In<br />
dieser Zeit entstand auch das ART HOUSE PROJECT, vier Jahre<br />
später rief sie die TRANSFORM-ARTE Kunstmesse ins Leben. Ab<br />
2020 arbeitete sie für die Diözese Eisenstadt als Redakteurin<br />
und leitete 2023 die Medienabteilung. Seit 20. August <strong>2024</strong> ist sie<br />
Leiterin des Offenen Hauses Oberwart (OHO).<br />
23
sa, 23.11.<br />
17:00 Uhr<br />
FRIA ELFEN<br />
„WIR GEHEN INS DUNKLE, DAMIT<br />
WIR ETWAS SEHEN KÖNNEN“<br />
Vernissage<br />
Projektreihe: Was wird bleiben?<br />
Eintritt frei<br />
Kuratiert von Andreas Lehner<br />
Die Ausstellung ist <strong>bis</strong> zum 29.11. zu<br />
besichtigen: DI <strong>bis</strong> FR von 9:00-14:00 Uhr,<br />
vor Veranstaltungen und nach Vereinbarung.<br />
24
Die Grande Dame der burgenländischen Kunstszene feierte<br />
heuer ihren 90. Geburtstag. Die Lust an der Kunst, ihre Begeisterung<br />
und ihre Schaffenskraft sind ungebrochen. Die Ausstellung<br />
im Offenen Haus Oberwart präsentiert aktuelle Arbeiten<br />
und zeitlose Installationen in völlig neuem Licht.<br />
Andreas Lehner, selbst bildender Künstler und OHO-Vorstandsmitglied,<br />
hat ein Projekt gestartet, das künstlerisches Erbe für die<br />
Nachwelt sichern soll. Für viele Künstler:innen, aber auch für deren<br />
Erb:innen ist es eine große Herausforderung, mit den komplexen<br />
Nachlässen umzugehen.<br />
WORUM ES DABEI GEHT:<br />
• kulturelle Werte vor dem Vergessen/der Vernichtung zu<br />
bewahren<br />
• Grundlegendes, wie etwa die richtige Lagerung von Kunstwerken<br />
und konservatorisches Grundwissen<br />
• Inventarisierung bzw. Anlegen eines Werkverzeichnisses<br />
• die Frage, welche Werke verkauft werden können – welche<br />
besser nicht?<br />
• die Herausforderung, ein Werk im Diskurs halten zu können<br />
• …<br />
Das OHO – Offenes Haus Oberwart – hat es sich daher zur Aufgabe<br />
gemacht, hier aktiv zu werden und Lösungen zu erarbeiten, die<br />
dem kulturellen Erbe dienen.<br />
Mit der Ausstellungsserie „Was wird bleiben? – Ein zukunftsweisender<br />
Umgang mit künstlerischen Vor- und Nachlässen“ präsentieren<br />
wir Werke und Lebensgeschichten von bekannten und weniger<br />
bekannten Künstler:innen des Burgenlandes.<br />
Im Zuge des Projekts suchen wir auch das Gespräch mit politischen<br />
Entscheidungsträger:innen, machen sie auf den drohenden Verlust<br />
kultureller Werte aufmerksam und entwickeln gute Lösungen im<br />
gesellschaftlichen Interesse.<br />
Im Fall von Fria Elfen, der Weltkünstlerin aus Breitenbrunn, konnten<br />
wir gemeinsam mit dem Land Burgenland bereits einen vielversprechenden<br />
Anfang machen.<br />
ARBEITEN<br />
SIND FÜR MICH<br />
TORE<br />
UM HINDURCHZUGEHEN<br />
VERDICHTUNGEN<br />
PUNKTE DER AUFMERKSAMKEIT<br />
ZURÜCKHALTEND<br />
UND DOCH EINDRINGLICH<br />
AUSSCHNITTE<br />
AUF EINEM WEG<br />
DER NICHT ABGESCHLOSSEN<br />
NICHT BEGRENZT IST<br />
Fria Elfen<br />
fr, 22.11.<br />
18:30 Uhr<br />
OPEN SOURCES<br />
Eine Bühne für junge Künstler:innen<br />
Nach einjähriger Pause ist es wieder so weit,<br />
das OHO bietet jungen Künstler:innen wieder<br />
eine Bühne. Sei es Klassik, Jazz, Rock, Musical …<br />
Solo, Kammermusik oder mit Band,<br />
Selbstgestricktes oder Nachgespieltes. Heraus aus<br />
den Proberäumen auf die Bühne,<br />
hören wir die jungen Musiker:innen mit Begeisterung<br />
ihre Musik präsentieren, ein Spannungsbogen<br />
aus verschiedenen Stilrichtungen, das Publikum<br />
begeisternd.<br />
Ob aus der freien Szene, aus den Bildungseinrichtungen,<br />
der Kunstuniversität Graz Institut Oberschützen,<br />
der Joseph Haydn Privatuniversität oder<br />
aus dem Burgenländischen Musikschulwerk, alle<br />
sind geladen das Podium zu nutzen.<br />
Eine Veranstaltung von KIBu – Komponist:innen in<br />
Kooperation mit dem OHO<br />
Eintritt: frei Spende<br />
25
AUSSTELLUNG „ZIVILCOURAGE<br />
BEI PARTNERGEWALT &<br />
HÄUSLICHER GEWALT“<br />
Diese Ausstellung soll also dazu beitragen, Öffentlichkeit<br />
für das Thema Partnergewalt zu<br />
schaffen und dadurch diese Öffentlichkeit durch<br />
alle Anwesenden, die die Inhalte weitertragen, zu verändern.<br />
StoP ist ein aktives Nachbarschaftsprojekt, das nur durch die<br />
Mithilfe von zivilen nicht professionellen Akteur:innen wirksam<br />
werden kann.<br />
Die Ausstellung als Teil von StoP „Stadtteile ohne Partnergewalt“<br />
soll dazu beitragen:<br />
• Wissen zu vermitteln, Mythen aus dem Weg zu räumen und<br />
aufzuklären.<br />
• das Thema Partnergewalt aus der Tabuzone zu holen.<br />
• einen öffentlichen Diskurs anzuregen.<br />
• Frauen zu ermutigen über eigene Gewalterfahrungen zu<br />
sprechen und sich Hilfe zu holen. Frauen tragen keine Schuld<br />
an der gegen sie gerichteten Gewalt und müssen sich dafür nicht<br />
schämen.<br />
• gewalttätigen Partnern im öffentlichen Raum entgegenzutreten<br />
und Partnergewalt zu einem gesellschaftspolitischen Thema zu<br />
machen, d.h. weg aus der Privatsphäre: Es geht uns alle an.<br />
Wir hoffen, dass die Besucher:innen sich durch und mit den Inhalten<br />
der Ausstellung ein eigenes geistiges Bild machen können und<br />
dies im Sinne von gewaltbetroffenen Frauen und dem StoP-Projekt<br />
mitnehmen und in die Öffentlichkeit tragen. Gemeinsam arbeiten<br />
wir an einer Öffentlichkeit, die sich gegen Gewalt an Frauen positioniert<br />
und diese nicht akzeptiert.<br />
Die Ausstellung ist vom 26.11. <strong>bis</strong> zum 10.12. zu besichtigen:<br />
DI <strong>bis</strong> FR von 9:00-14:00 Uhr, vor Veranstaltungen<br />
und nach Vereinbarung.<br />
In Kooperationen des Vereins Frauen für Frauen Burgenland<br />
mit dem Offenen Haus Oberwart.<br />
Di, 3.12.<br />
17:00 Uhr<br />
ZIVILCOURAGE BEI PARTNERGEWALT<br />
& HÄUSLICHER GEWALT<br />
Podiumsdiskussion<br />
Eintritt frei<br />
WAS IST „STOP – STADTTEILE<br />
OHNE PARTNERGEWALT“?<br />
„StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt“ (©Sabine Stövesand) ist<br />
ein Gewaltpräventionsprojekt sowie Nachbarschaftsprojekt,<br />
welches das Ziel verfolgt, Partnergewalt bzw. häusliche Gewalt<br />
zu „stoppen“, wo sie stattfindet – nämlich überwiegend<br />
in den eigenen vier Wänden. Durch das Projekt, welches<br />
seinen Ursprung in Hamburg hat, sollen Nachbar:innen im<br />
Sinne der Zivilcourage ermutigt werden, hinzuschauen, statt<br />
wegzuschauen. Opfer von häuslicher Gewalt, meist Frauen<br />
und Mädchen, sollen durch eine aufgeklärte Nachbarschaft<br />
adäquate Hilfe erhalten und so Handlungsoptionen gewinnen,<br />
die ihnen das „Ausbrechen“ aus einer Gewaltbeziehung<br />
möglich machen. Eine helfende Nachbar:innenschaft kann<br />
Leben retten.<br />
„StoP“ ist mittlerweile in Deutschland, Österreich und vier<br />
EU-Ländern vertreten und wurde vor bereits mit dem Staatspreis<br />
für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement in der<br />
Kategorie Innovation ausgezeichnet. Seit dem Jahr 2021 wird<br />
das Projekt „StoP“ im Verein Frauen für Frauen Burgenland,<br />
der Frauen-, Mädchen-, und Familienberatungsstelle Oberwart<br />
und Jennersdorf umgesetzt.<br />
26
mi, 4.12.<br />
18:00 Uhr<br />
GRUSS VOM KRAMPUS<br />
Kinofilm, Österreich/<br />
Deutschland 2018, 98 min<br />
Eintritt AK € 5,-<br />
(ermäßigt € 3,- / für Kinder unter 4 Jahren Eintritt frei)<br />
Buch und Regie: Gabriele Neudecker<br />
Kamera: Stefan Aglassinger, Gabriele<br />
Neudecker, Peter Neudecker, Toldy Mille<br />
Sa, 30.11.<br />
20:00 Uhr * Einlass: 19:00 Uhr<br />
OFF THE RAILS – METAL NIGHT<br />
Konzert<br />
Eintritt: VVK € 10,– / AK € 15,–<br />
Percht, Krampus, Hex und Habergeiß – die wilden<br />
Wintergeister erleben eine Renaissance im<br />
ganzen Land. Alte Traditionen um magisches Wintertreiben<br />
sind heute beliebter denn je, Männer<br />
und Frauen beleben kulturelles Erbe mit modernen<br />
Elementen. Das Krampuslaufen zieht insbesondere<br />
die Jugend in ihren Bann, ihre Lust an der Maskerade<br />
und am Schlüpfen in eine andere Rolle ist<br />
unbändig. „Gruß vom Krampus“ beleuchtet historische<br />
Wurzeln, moderne Entwicklungen und die<br />
Begeisterung einer jungen Generation, die in alte<br />
Winterbräuche eintaucht.<br />
Gabriele Neudeckers „Gruß vom Krampus“ ist<br />
ein wunderschöner Film über magisches Winterbrauchtum,<br />
untermalt mit der Musik von The<br />
Makemakes-Frontmann Dominic Muhrer.<br />
Eine Veranstaltung des OHO in Kooperation mit<br />
EU-XXL-Wanderkino<br />
Zum Jahresabschluss lädt das Rock Kollektiv Süd am 30. November<br />
zum finalen Off The Rails Event <strong>2024</strong> ein! Schwere<br />
Riffs, laute Drums und schnelle Soli: Der Konzertabend wird von<br />
der härteren Musikrichtung geprägt sein und ganz im Zeichen des<br />
Metal stehen!<br />
Da sich auch in der südburgenländischen Musikszene eine große<br />
Fanbasis für die härtere Musikrichtung befindet, möchte das Rock<br />
Kollektiv Süd einen passenden Event organisieren. Die Bands werden<br />
noch rechtzeitig vorab bekannt gegeben!<br />
Das Rock Kollektiv Süd freut sich auf einen metalligen Abend im<br />
Offenen Haus Oberwart!<br />
Unterstützt von: Land Burgenland, Stadtgemeinde Oberwart, Kobersdorfer<br />
Bier, Legendero Oberwart, Oberwarter Musikhaus, Schallplattenhannes,<br />
Weber Großküchen, Komet Reisen<br />
Eine Kooperation des Rock Kollektiv Süd mit dem Offenen Haus Oberwart.<br />
27
OHO-<br />
MITGLIED<br />
WERDEN<br />
Mit Ihrer Mitgliedschaft und den verschiedenen OHO-Karten<br />
können Sie uns natürlich tatkräftig unterstützen. Wir freuen<br />
uns über jeden zusätzlichen Beitrag zu unserem Budget.<br />
Das OHO ist ein gemeinnütziger Verein, der nicht gewinn orientiert<br />
arbeitet. Die Mitglieder unterstützen durch ihren Beitrag eine<br />
Arbeit im Kunst- und Kulturbereich, die ohne öffentliche, aber auch<br />
private Förderung nicht denkbar ist.<br />
Folgend finden Sie die verschiedenen Möglichkeiten, das OHO bei<br />
seiner Arbeit zu untersützen:<br />
Sie möchten Mitglied<br />
werden oder eine der<br />
OHO-Karten erwerben?<br />
Dann wenden Sie sich ans<br />
OHO unter info@oho.at<br />
oder 03352-38555!<br />
Gewünschte Mitgliedsbeiträge können<br />
Sie auch sofort auf unser Konto<br />
überweisen – mit der Angabe von<br />
Namen, Adresse und des gewählten<br />
Unterstützungsbeitrages: Offenes Haus<br />
Oberwart, AT84 5100 0902 1421 5900<br />
OHO-MITGLIEDSCHAFT<br />
Als OHO-Mitglied erhalten Sie auf alle<br />
OHO-Veranstaltungen den ermäßigten<br />
Eintrittspreis innerhalb von 12 Monaten<br />
ab Ausstellungsdatum.<br />
Sie können den Verein „Offenes Haus<br />
Oberwart“ mitgestalten, indem Sie auf<br />
der Generalversammlung Ihr aktives<br />
und passives Stimmrecht nutzen.<br />
Wir laden Sie einmal im Jahr zu einer<br />
Veranstaltung nur für Mitglieder und<br />
Unterstützer:innen ein.<br />
Die OHO-Mitgliedschaft kostet pro<br />
Jahr Euro 30,–.<br />
28
DIE OHO-KARTE<br />
„SPECIAL INFRAROT“<br />
Mit der OHO-Karte „special infrarot“ erhalten Sie vier<br />
Eintrittskarten zu OHO-Veranstaltungen gratis innerhalb<br />
von 12 Monaten ab Ausstellungsdatum – bei allen<br />
übrigen Veranstaltungen erhalten Sie den ermäßigten<br />
Eintrittspreis – entweder für eine Person bei vier<br />
verschiedenen Veranstaltungen oder für Sie und eine<br />
Begleitung bei zwei Veranstaltungen oder bei einer Veranstaltung<br />
für Sie und weitere drei Personen. Ganz nach<br />
Ihrem Wunsch!<br />
Wir laden Sie einmal im Jahr zu einer Veranstaltung nur<br />
für Mitglieder und Unterstützer:innen ein.<br />
Die OHO-Karte „special infrarot“ kostet Euro 80,–.*<br />
* alle Karten inkl. OHO-Mitgliedschaft<br />
DIE OHO-KARTE<br />
„EXTRAORDINARY LUMINOUS“<br />
DIE OHO-KARTE<br />
„SPECIAL ULTRAVIOLET“<br />
Mit der OHO-Karte „special ultraviolet“ haben Sie zu allen<br />
OHO-Veranstaltungen freien Eintritt für eine Person<br />
innerhalb von 12 Monaten ab Ausstellungsdatum.<br />
Wir laden Sie einmal im Jahr zu einer Veranstaltung nur<br />
für Mitglieder und Unterstützer:innen ein.<br />
Die OHO-Karte „special ultraviolet“ kostet Euro 150,–.*<br />
Wenn Sie die OHO-Zeitschrift BLATTWERK<br />
kostenlos zugeschickt bekommen möchten,<br />
dann kontaktieren Sie uns bitte telefonisch oder<br />
per E-Mail: Telefon +43 (0)3352 -38555, info@oho.at<br />
Den OHO-Newsletter können Sie einfach<br />
auf www.oho.at abonnieren!<br />
Mit der OHO-Karte „extraordinary luminous“ unterstützen Sie das<br />
Haus wesentlich bei seiner Arbeit für Kunst und Kultur. Als Unterstützer:in<br />
des Hauses haben Sie zu allen OHO-Veranstaltung freien<br />
Eintritt für eine Person innerhalb von 12 Monaten ab Ausstellungsdatum.<br />
Zusätzlich erhalten Sie einen Kunstdruck zu Ihrem Förderbeitrag.<br />
Künstlerinnen und Künstler stellen pro Jahr eine kleine Auswahl an<br />
Drucken für die fördernden Mitglieder zur Verfügung. Sie können<br />
daraus eine Arbeit wählen.<br />
Wir laden Sie einmal im Jahr zu einer Veranstaltung nur für Mitglieder<br />
und Unterstützer:innen ein.<br />
Ihr Förderbeitrag für Kunst und Kultur im OHO beträgt für 12<br />
Monate Euro 450,–.*<br />
KARTENVORVERKAUF<br />
IM OFFENEN HAUS OBERWART:<br />
Telefon +43 (0)3352-38555 / info@oho.at<br />
Kartenreservierungen/-bestellungen <strong>bis</strong> einen<br />
Werktag vor gewünschter Veranstaltung im<br />
Büro unter +43 (0)3352 38555, wobei Karten auch<br />
über das Internet bestellt werden können (Den<br />
Link dazu finden Sie auf www.oho.at).<br />
Reservierte Karten müssen <strong>bis</strong> spätestens 30<br />
Minuten vor der Veranstaltung abgeholt werden –<br />
nur dann gilt der Vorverkaufspreis.<br />
Ermäßigte Kartenpreise gelten für: OHO-Mitglieder,<br />
Ö1-Club-Mitglieder, Schüler:innen, Lehrlinge,<br />
Student:innen, Zivil- & Präsenzdiener.<br />
29
Der traditionelle Roma-Advent wird schon seit vielen Jahren<br />
veranstaltet, um den Stellenwert der Volksgruppe der Roma<br />
nicht zu verlieren sowie die Tradition und Kultur der Volksgruppe<br />
der Roma und Sinti zu stärken. Der Stellenwert der Kultur der<br />
Volksgruppe der Roma soll in der Öf-fentlichkeit erlebbar gemacht<br />
und gestärkt werden. Heuer findet der Roma-Advent unter dem<br />
Motto „35 Jahre Roma-Bewegung in Österreich „ statt.<br />
LESUNG VON MAG. KATHARINA GRAF-JANOSKA, BA<br />
Katharina Graf-Janoska ist 1988 in Eisenstadt geboren, studierte<br />
Vergleichende Literaturwis-senschaft und Philosophie an der Universität<br />
Wien. 2013 folgte die Gründung des Buchverlages Bu&Bu<br />
Verlag. Katharina Graf-Janoska ist Autorin, Verlegerin und seit 2015<br />
beim ORF Burgen-land als Moderatorin und Redakteurin tätig. Sie<br />
moderiert das Volksgruppenmagazin „Romano Dikipe“ und die<br />
siebensprachige Volksgruppensendung „WIR“, die österreichweit<br />
ausgestrahlt wird. Sie arbeitet vor allem für die Roma-Redaktion<br />
des ORF Burgenland. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in<br />
Frauenkirchen im Burgenland.<br />
PRÄSENTATION DER NEUEN MUSIK-CD ANLÄSSLICH<br />
„30 JAHRE ROMANO RATH“<br />
Im Rahmen der Veranstaltung wird auch die neue Musik-CD der<br />
Band Romano Rath präsentiert.<br />
VIEL MUSIK ...<br />
Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von den burgenländischen<br />
Roma-Musikgruppen ROMANO RATH und der LEON BERGER<br />
BAND sowie vom NEWO ZIRO QUARTETT aus Wien.<br />
Weiters laden wir die Gäste auf eine kulinarische Reise aus der<br />
Roma-Küche 2.0 – Romano Habe ein.<br />
sa, 7.12.<br />
19:00 Uhr<br />
TRADITIONELLER ROMA-ADVENT –<br />
KHETANPERIPE ANDO ADVENT<br />
Lesung – Musik – Kulinarik<br />
Eintritt frei<br />
Die Veranstaltung von Hango Roma in Kooperation mit dem<br />
Offenem Haus Oberwart statt und wird vom Bundeskanzleramt<br />
Österreich, von der Kultur Burgenland und dem Zukunftsfonds<br />
der Republik Österreich unterstützt.<br />
ROMANO RATH<br />
Sechs junge Roma aus Unterwart, Oberwart und Kleinbachselten<br />
gründeten damals die Band „Romano Rath – Roma Blut“ und<br />
trugen wesentlich zur Entwicklung einer eigenen Festkultur bei.<br />
Die Musiker entschieden sich, Roma-Musik zu machen. Der erste<br />
Auftritt der Band „Roma-no Rath“ fand beim Roma-Butschu 1994<br />
in Kleinbachselten statt. Es folgten danach mehrere Auftritte in<br />
verschiedenen Städten des Landes. Neben traditionellen Liedern<br />
in Roman finden sich auch deutschsprachige, englische und kroatische<br />
Lieder im Repertoire der Gruppe.<br />
Gustav Horvath – Gitarre/Voc/Bandleader<br />
Markus Puggler-Horvath – Bass/Voc<br />
Zsolt Berki – Keyboard<br />
Marcel Horvath – Schlagzeug/Voc<br />
LEON BERGER BAND<br />
30 Jahre Roma-Bewegung führten wieder zu einer Aufbruchsstimmung<br />
bei den Burgenland-Roma. Die vier Burgenland-Roma<br />
Leon Berger, Josef Schmidt, Markus Sarközi und Martin Hor-vath<br />
gründeten daher im Jahr 2019 die „LEON BERGER BAND“. Mit ihrer<br />
Musik möchten sie die Besucher:innen auf eine musikalische Reise<br />
durch die verschiedensten Länder und Arten der Roma-Musik<br />
mitnehmen. Der Musikstil ist von vielfältigen Einflüssen und Musiktraditionen<br />
ge-prägt. Neben den internationalen traditionellen<br />
Roma-Liedern finden sich auch selbstkompo-nierte Lieder sowie<br />
Unterhaltungsmusik im Repertoire der Musikgruppe.<br />
Leon Berger – Klarinette/Bandleader<br />
Josef Schmidt – Schlagzeug/Voc<br />
Markus Sarközi – Keyboard/Voc<br />
Martin Horvath – Bass/Voc<br />
NEWO ZIRO QUARTETT<br />
Das Gipsy Swing Quartett NEWO ZIRO ist eine neue Formation<br />
des Sinti-Vereins Newo Ziro aus Wien. Diese Gruppe wird von vier<br />
herausragenden Musikern gebildet. Die vier Musiker vereinen ihre<br />
Talente, um die reiche Tradition des Gipsy Swing zu pflegen und<br />
weiterzuentwickeln.<br />
Buko Weinrich – Rhythmus-Gitarre<br />
Hans Zinkl – Solo Gitarre<br />
Rudi Bichler – Akkordeon<br />
Joschi Schneeberger – Kontrabass<br />
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WERKAUSSCHNITT GERNOT STEINDORFER „MACHINA“<br />
fr, 13.12.<br />
19:00 Uhr<br />
KUNST ZUM VERSCHENKEN<br />
Eröffnung der traditionellen Weihnachtsverkaufsausstellung<br />
Eintritt frei<br />
Wie jedes Jahr bieten wir auch heuer wieder leistbare Kunstwerke burgenländischer<br />
KünstlerInnen in unserer Weihnachtsausstellung. In dieser<br />
Ausstellung, die sich von Jahr zu größerer Beliebtheit erfreut, bieten wir<br />
Kunstwerke <strong>bis</strong> maximal € 400,–. Welche Künstler:innen sich heuer wieder<br />
an dieser Ausstellung beteiligen und welche Werke sie anbieten, können Sie<br />
ab dem 8.12. auf unserer Website erfahren. Natürlich geben wir unserem<br />
Publikum die Möglichkeit die Kunstwerke auch online zu besichtigen und<br />
zu kaufen. Ab Freitag, dem 13.12., können Sie die Werke auch im Offenen<br />
Haus Oberwart betrachten und bei der Eröffnung auch mit den KünstlerInnen<br />
persönlich sprechen.<br />
Die teilnehmenden KünstlerInnen und ihre<br />
Werke finden Sie ab Anfang <strong>Dezember</strong> auf<br />
unserer Website: www.oho.at<br />
Sa, 14.12.<br />
19:00 Uhr<br />
25 JAHRE ROMA VOLKSHOCHSCHULE<br />
BURGENLAND<br />
Präsentation und Fest<br />
Eintritt frei<br />
An diesem Abend soll all das präsentiert werden, was in<br />
den 25 Jahren des Bestehens der Roma Volkshochschule<br />
Burgenland geschaffen und umgesetzt worden ist.<br />
Es werden Vertreter:innen der Volkshochschule und<br />
Wegbegleiter:innen sowie die Politik zu Wort kommen.<br />
DJANE MELINDA STOIKA<br />
KONZERT – FERRY JANOSKA & MELINDA STOIKA<br />
AUSKLANG MIT DJ-KÜNSTLERIN MELINDA STOIKA<br />
Eine Veranstaltung der Roma Volkshochschule Burgenland<br />
in Kooperation mit dem OHO<br />
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02682 740 | bgld.arbeiterkammer.at<br />
Richtig Müll trennen bringt´s!<br />
Also ehrlich, sortenrein Mülltrennen<br />
ist echt kinderleicht:<br />
Die Zeitung zum Altpapier,<br />
die Speisereste in die Biotonne,<br />
Plastikverpackung in den<br />
Gelben Sack, usw.<br />
Nur wenn die Altstoffe<br />
richtig getrennt sind<br />
können sie auch sinnvoll<br />
verwertet werden.<br />
Alle Trenninfos findet Ihr<br />
übrigens auf<br />
www.bmv.at