Technologies for Smart Factories
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EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET<br />
Lesen Sie mehr unter www.zukunftindustrie.info<br />
TECHNOLOGIES FOR<br />
SMART FACTORIES<br />
+<br />
<strong>Smart</strong> Factory<br />
Was die "Fabrik von<br />
morgen" kann<br />
Seite 04<br />
Automatisiertes<br />
Engineering<br />
Wie Makros bei der<br />
Automatisierung helfen<br />
Seite 11<br />
FOTO: JRCITYFOTO<br />
Alois Ferscha<br />
im Interview<br />
KI? Ja, aber anders!<br />
Seite 8–9<br />
EPLAN - FUTURE OF ENGINEERING<br />
<strong>Smart</strong>e Infos für das Engineering von morgen
2 | Lesen Sie mehr unter www.zukunftindustrie.info<br />
IN DIESER AUSGABE<br />
VORWORT<br />
05<br />
FOTO: YOUZI LIN<br />
Warum Automatisierung für die<br />
Kreislaufwirtschaft unabdingbar ist<br />
Bislang hat man Automatisierung vielfach mit der Optimierung<br />
von Produktionsanlagen und einem immer effizienteren<br />
Herstellungsprozess in Verbindung gesetzt. Automatisierung hat jedoch<br />
auch das Potenzial, eine der Schlüsseltechnologien für eine erfolgreiche<br />
Kreislaufwirtschaft zu werden. Aber alles der Reihe nach:<br />
Keine Angst vor KI<br />
Wie es Unternehmen gelingt, den<br />
Impact von KI positiv zu bewältigen<br />
und welche Voraussetzung dafür<br />
nötig sind.<br />
VERANTWORTLICH FÜR DEN<br />
INHALT DIESER AUSGABE:<br />
FOTO: MEDIAPLANET<br />
FOTO: JOHANNES ZIMMER<br />
Roland Sommer,<br />
Geschäftsführer<br />
der Platt<strong>for</strong>m<br />
Industrie 4.0<br />
Ausgehend vom Green Deal<br />
der Europäischen Union<br />
und weiteren Initiativen<br />
liegt ein starker Fokus auf der<br />
zunehmend kreislau<strong>for</strong>ientierten<br />
Wirtschaft. Ein Element, das ebenso<br />
kontinuierlich an Bedeutung<br />
gewinnt, ist dabei die Reparierfähigkeit<br />
von Produkten. Gegenwärtig<br />
kommt es jedoch bei vielen – insbesondere<br />
billigeren – Produkten vor,<br />
dass eine Reparatur teurer ist als die<br />
Neuanschaffung. Eine Möglichkeit,<br />
dies zu ändern, ist die Automatisierung<br />
der Reparatur, speziell in<br />
Bezug auf Zerlegen und erneutes<br />
Zusammenbauen von Produkten,<br />
um die Reparaturkosten zu senken.<br />
Das heißt, die Automatisierung der<br />
Produktion wird um eine zunehmend<br />
automatisierte Reparatur<br />
erweitert und macht damit unter<br />
Verwendung neuer Technologien<br />
(künstliche Intelligenz, digitaler<br />
Zwilling etc.) einen wesentlichen<br />
Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft.<br />
Unternehmen, die entsprechende<br />
erste Maßnahmen setzen, erkennen<br />
schnell, dass dieser Ansatz der<br />
Kreislauffähigkeit zusätzliche Einnahmequellen<br />
generieren kann: Aus<br />
dieser Überlegung heraus können<br />
neue datengetriebene Geschäftsmodelle<br />
entwickelt werden.<br />
Es braucht den Einsatz neuer<br />
Technologien, die auf Basis von<br />
Daten ihre Funktionsfähigkeit<br />
erlangen. Es braucht Geschäftsmodelle<br />
– denn ohne Return on<br />
Investment und ohne Einnahmen<br />
wird die Kreislaufwirtschaft nicht<br />
ihre volle trans<strong>for</strong>mative Kraft<br />
entfalten können. Und es braucht<br />
einen Veränderungsprozess in der<br />
Organisation – von der Definition<br />
von Verantwortlichkeiten und dem<br />
Aneignen notwendiger Skills über<br />
das Miteinbeziehen verschiedener<br />
Abteilungen und des Betriebsrats<br />
(z. B. bei Betriebsvereinbarungen zu<br />
KI) bis hin zu neuen Ansätzen zur<br />
Generierung von Innovationen.<br />
Ich wünsche Ihnen viel Freude<br />
beim Lesen!<br />
Ihr Roland Sommer<br />
Stefan Lemmerer, BSc<br />
Project Manager<br />
Mediaplanet GmbH<br />
Project Manager: Stefan Lemmerer, BSc<br />
Business Developer: Paul Pirkelbauer, BA<br />
Lektorat: Joseph Lammertz & Sophie Müller<br />
Layout: Daniela Fruhwirth<br />
Managing Director: Bob Roemké<br />
Medieninhaber: Mediaplanet GmbH, Bösendorferstraße<br />
4/23, 1010 Wien, ATU 64759844 · FN 322799f FG Wien<br />
Impressum: https://mediaplanet.com/at/impressum/<br />
Distribution: Der Standard Verlagsgesellschaft m.b.H.<br />
Druck: Mediaprint Zeitungsdruckerei Ges.m.b.H. &<br />
Co.KG<br />
Kontakt bei Mediaplanet: Tel: +43 1 236 34380<br />
E-Mail: hello-austria@mediaplanet.com<br />
ET: 19.09.2024<br />
FOTO: SHUTTERSTOCK<br />
Bleiben Sie in Kontakt:<br />
Mediaplanet Austria<br />
@mediaplanet.austria<br />
@DerUnternehmensratgeber
MEDIAPLANET | 3<br />
Entgeltliche Einschaltung<br />
Stephan Winkler,<br />
wissenschaftlicher<br />
Leiter im Softwarepark<br />
Hagenberg<br />
Frederic Hadjari,<br />
Manager des IT-<br />
Clusters und Büroleiter<br />
des Softwareparks<br />
Hagenberg<br />
FOTO: ZVG<br />
FOTO: ©BUSINESS UPPER AUSTRIA<br />
IT und KI im Wandel: Wege zur digitalen Resilienz<br />
Technischer Fortschritt und globale Umwälzungen verlangen uns als Gesellschaft eine hohe<br />
Anpassungsfähigkeit ab. Diese Veränderungen gehen auch an der IT-Welt nicht spurlos vorüber.<br />
Speziell die digitale Trans<strong>for</strong>mation bringt sowohl Chancen als auch Risiken mit sich. Rasant<br />
<strong>for</strong>tschreitende Entwicklungen wie künstliche Intelligenz wirken mittlerweile stark in unseren<br />
Alltag ein. Wie können Strukturen und Prozesse so gestaltet werden, dass wir die Chancen<br />
richtig nutzen, Krisen optimal bewältigen und uns von Störungen schnell erholen?<br />
Oberösterreichs IT-Cluster<br />
und der Softwarepark<br />
Hagenberg begegnen<br />
diesem Thema offensiv und mit<br />
einschlägigen Veranstaltungen. In<br />
der IT-Expert:innenreihe „Resilienz<br />
in einer disruptiven Welt“<br />
beispielsweise werden spannende<br />
Entwicklungen und Strategien dazu<br />
diskutiert. „Unsere Veranstaltungsreihe<br />
bietet eine Platt<strong>for</strong>m für den<br />
Austausch und die Vernetzung<br />
mit Fachleuten aus verschiedenen<br />
Bereichen des Softwareparks<br />
Hagenberg. Durch Vorträge und<br />
Podiumsdiskussionen schaffen wir<br />
einen Raum für das gemeinsame<br />
Erarbeiten von Lösungsansätzen.<br />
Alle sind willkommen und eingeladen,<br />
neue Impulse mitzunehmen<br />
und sich an den Gesprächen zu<br />
beteiligen“, sagt Stephan Winkler,<br />
wissenschaftlicher Leiter im Softwarepark<br />
Hagenberg. Die Veranstaltungsreihe<br />
startet am 14. November<br />
2024.<br />
Digital Trans<strong>for</strong>mation Forum<br />
Auch beim Digital Trans<strong>for</strong>mation<br />
Forum am 15. Oktober stellen der<br />
IT-Cluster und der Softwarepark<br />
Hagenberg aktuelle Trends und<br />
Heraus<strong>for</strong>derungen der digitalen<br />
Trans<strong>for</strong>mation in den Mittelpunkt.<br />
„Forschung trifft dabei auf<br />
Anwendung. IT-Lösungsanbieter<br />
treffen auf Unternehmen aller<br />
Branchen, die mitten in der<br />
digitalen Trans<strong>for</strong>mation stecken.<br />
Es werden interessante Best-Practice-Beispiele<br />
präsentiert“, gibt<br />
Frederic Hadjari, Manager des<br />
IT-Clusters und Büroleiter des<br />
Softwareparks Hagenberg, einen<br />
Ausblick auf die Veranstaltung.<br />
Auch Cybersecurity in Kombination<br />
mit Cloud und KI ist ein Dauerbrenner.<br />
„Deswegen zeigen wir am<br />
Vormittag praxisnahe Success<br />
Stories und am Nachmittag gibt es<br />
einen spannenden Workshop dazu“,<br />
kündigt Hadjari an.<br />
www.biz-up.at<br />
www.softwarepark-hagenberg.com<br />
Lesen Sie<br />
mehr unter:<br />
Entgeltliche Einschaltung<br />
Digitale Trans<strong>for</strong>mation:<br />
Vielversprechend aber eine Frage der Umsetzung<br />
Warum die digitale Trans<strong>for</strong>mation für Hammerer Aluminium Industries unverzichtbar ist und<br />
warum man bei der Umsetzung auch auf externe Expertise setzt, erklärt CIO Hermann Kaineder.<br />
Der Digitalisierungsund<br />
Industrieexperte<br />
Hermann Kaineder<br />
ist seit 2022 als<br />
CIO für Hammerer<br />
Aluminium Industries<br />
tätig.<br />
FOTO: ZVG<br />
Vor welchen Heraus<strong>for</strong>derungen<br />
stehen Sie als Unternehmen?<br />
Wir stehen unter hohem internationalen<br />
Wettbewerbsdruck und<br />
haben mit dem Fachkräftemangel<br />
zu kämpfen. Unsere Branche, die<br />
Aluminiumherstellung, ist sehr<br />
kapitalintensiv, hohe Präzision<br />
sowie Effizienz sind entscheidend.<br />
80 Prozent unseres Rohmaterials<br />
stammt mittlerweile aus recyceltem<br />
Aluminium, was den Druck<br />
auf die Ressourcenverwendung<br />
zusätzlich erhöht.<br />
Wie unterstützt die Digitalisierung<br />
die Optimierung der<br />
Produktionsprozesse?<br />
Die Menge an Daten, die während<br />
des Produktionsprozesses anfallen,<br />
nimmt stetig zu, und die verfügbare<br />
Rechenleistung ermöglicht<br />
deren produktive Nutzung. Der<br />
digitale Zwilling hat sich als zentrales<br />
Instrument etabliert, da er die<br />
Simulation und Optimierung von<br />
Produktionsprozessen erleichtert.<br />
Damit dies erfolgreich ist, muss<br />
eine durchgängige, medienbruchfreie<br />
Anwendungslandschaft<br />
gewährleistet sein, die eine genaue<br />
und zuverlässige Datenerfassung<br />
ermöglicht.<br />
Wie setzt man<br />
Digitalisierung um?<br />
Zusammen mit schultheiss<br />
consulting haben wir in Workshops<br />
mit der Belegschaft die relevanten<br />
Heraus<strong>for</strong>derungen und An<strong>for</strong>derungen<br />
an den digitalen Zwilling<br />
definiert. Anschließend entwickelten<br />
wir ein digitales Leitbild,<br />
das als Kernkompetenz in unserer<br />
Unternehmensstrategie verankert<br />
wurde. Daraufhin wurden etwa 50<br />
Projekte identifiziert, die parallel<br />
und abgestimmt umgesetzt<br />
werden. Das Digital Coordination<br />
Board trifft sich monatlich, um die<br />
Fortschritte zu überprüfen und die<br />
nächsten Schritte zu besprechen.<br />
Was war Ihnen beim Partnerunternehmen<br />
wichtig?<br />
Wichtig war uns, dass der Partner<br />
uns hilft, effizienter zu arbeiten<br />
und Projekte gut zu koordinieren.<br />
Schultheiss consulting verfügt über<br />
umfangreiche Erfahrung im<br />
Programmmanagement, die wir<br />
intern erst aufbauen müssten. Mit<br />
Peter Obermair und Daniel<br />
Schultheiss haben wir bereits<br />
erfolgreich zusammengearbeitet,<br />
sodass wir wussten, dass sie das<br />
nötige Know-how mitbringen, um<br />
unsere Digitalisierungsprozesse<br />
wirkungsvoll zu unterstützen.<br />
Lesen Sie<br />
mehr unter:
4 | Lesen Sie mehr unter www.zukunftindustrie.info<br />
Die „<strong>Smart</strong> Factory“<br />
… Fabrik von morgen?<br />
Was genau versteht man eigentlich unter einer „<strong>Smart</strong> Factory“? Arbeitet eine<br />
„intelligente Fabrik“ ohne menschliches Zutun? Wie ist der Faktor Mensch in einer<br />
solchen Fabrik zu bewerten? Definitionen findet man häufig im Internet, sie sagen<br />
aber sehr wenig über die Intention einer „<strong>Smart</strong> Factory“ aus.<br />
Dipl.-iur. Sabine<br />
Hesse, MBA<br />
Geschäftsführerin<br />
Fachverband Metalltechnische<br />
Industrie<br />
Österreich<br />
Lesen Sie<br />
mehr unter:<br />
FOTO: FMTI<br />
wird oftmals<br />
an der Schnittstelle<br />
zu den Themengebieten<br />
von Industrie „<strong>Smart</strong>“<br />
4.0 und darüber hinaus gesehen:<br />
Digitalisierung des Produktionsprozesses,<br />
Machine-to-Machine(M2M)-Kommunikation,<br />
das<br />
(Industrial) Internet of Things<br />
(IoT), künstliche Intelligenz (KI)<br />
oder auch digitaler Humanismus<br />
oder Industrie 5.0.<br />
So weit, so smart. Aber sind diese<br />
Punkte wirklich alles, was eine<br />
„<strong>Smart</strong> Factory“ ausmacht? Eigentlich<br />
müsste „<strong>Smart</strong>“ viel weiter<br />
gehen und die gesamte Umstellung<br />
der „Fabrik von heute“ auf die<br />
„Fabrik von morgen“ im Zuge des<br />
European Green Deal verstehen.<br />
Speziell die Heraus<strong>for</strong>derungen<br />
und Krisen der letzten Jahre hatten<br />
drastische Auswirkungen auf die<br />
Verfügbarkeit von Ressourcen und<br />
Energie in der Produktion und<br />
Logistik.<br />
Wo steht die Metalltechnische<br />
Industrie im Leitbild der „<strong>Smart</strong><br />
Factory“?<br />
Einige Leitbetriebe der Metalltechnischen<br />
Industrie weisen<br />
mittlerweile einen hohen Digitalisierungsgrad<br />
auf, der den<br />
Titel „<strong>Smart</strong>“ zurecht verdient.<br />
In Kontrast dazu verfügen aber<br />
viele KMU und Midcaps noch<br />
über alte Maschinenparks. Diese<br />
arbeiten mit einer hohen Anzahl<br />
an manuellen Arbeitsschritten. Die<br />
für die Etablierung von Industrial<br />
IoT und digitalen Schatten/Zwillingen<br />
nötige Sensorik sucht man<br />
da (noch) vergebens. Hier bedarf<br />
es der kostengünstigen Aufrüstung<br />
bestehender Maschinen mit neuer<br />
Sensorik: „<strong>Smart</strong> Retrofitting“. Die<br />
generierten Daten können dann in<br />
unterschiedlichen Anwendungen<br />
mit KI oder in verbesserter Prozessüberwachung,<br />
wie „Enhanced<br />
Real-Time Device Monitoring“,<br />
verwendet werden.<br />
Im Zuge der Circular Economy<br />
ist die Metalltechnische Industrie<br />
prinzipiell mit sehr wiederverwertungs-<br />
und recyclingfähigen<br />
Materialien und dem Know-how<br />
im Fertigungsprozess Vorreiter in<br />
Ressourcenschonung und Recycling.<br />
Allerdings stellt sich für viele<br />
Unternehmen die wirtschaftliche<br />
Frage, wie der Kreislauf „früher“<br />
geschlossen werden könnte. Gerade<br />
Refurbish, Remanufacture und<br />
Repurpose ist bei hoch individualisierten<br />
Maschinen, die Jahrzehnte<br />
bei den Kunden in Verwendung<br />
sind, problematisch bis unmöglich.<br />
Somit bleibt im Regelfall bis jetzt<br />
nur das energieintensive Recyceln<br />
oder sogar Recovern.<br />
Mit dem kommenden Net-Zero<br />
Industry Act steht die gesamte<br />
Industrie vor einem nachhaltigen<br />
Wandel. Neben dem Ausbau der<br />
europäischen Kapazitäten in<br />
Schlüsseltechnologien zur Energiewende,<br />
wie Photovoltaik, Windtechnologie,<br />
Wärmepumpen etc. ,<br />
müssen speziell energieintensive<br />
Produktionssysteme in der Metalltechnischen<br />
Industrie auf nachhaltige<br />
Energiesysteme umgestellt<br />
werden. Der FMTI als Branchenvertretung<br />
unterstützt hier direkt<br />
mit Initiativen wie den Projekten<br />
„Breaking Carbon Neutral“, in<br />
Zusammenarbeit mit dem Institut<br />
für Energietechnik und Thermodynamik<br />
der TU Wien, und Branchenprojekten<br />
wie dem eingereichten<br />
Projekt Zero-Alu C, zusammen mit<br />
dem AIT, zur Dekarbonisierung der<br />
Gießereibranche.<br />
Summa summarum werden die<br />
Aufgaben nicht weniger: Ökodesignverordnung,<br />
Lieferkettengesetz,<br />
Net-Zero Industry Act und die<br />
Gesetzgebung im Zuge der Digital<br />
Decade werden auch die Metalltechnische<br />
Industrie fundamental<br />
verändern.<br />
FOTO: HOMA APPLIANCES
MEDIAPLANET | 5<br />
Entgeltliche Einschaltung<br />
Unternehmen Welser Profile:<br />
Offen und mutig mit KI<br />
Angst vor KI – hat das metallverarbeitende Unternehmen Welser<br />
Profile definitiv nicht. Über den positiven Umgang mit künstlicher<br />
Intelligenz sprechen CEO Thomas Welser und KI-Experte Christian<br />
Wallmann im Interview.<br />
Thomas Welser<br />
CEO Welser Profile,<br />
Vorstandsvorsitzender<br />
der Platt<strong>for</strong>m<br />
Industrie 4.0<br />
Christian<br />
Wallmann<br />
AI-Expert and Data<br />
Scientist<br />
FOTOS: WELSER PROFILE<br />
Herr Welser, Sie sind CEO bei<br />
Welser Profile und Vorstandsvorsitzender<br />
der Platt<strong>for</strong>m Industrie<br />
4.0. Welchen Einfluss hat das<br />
Thema KI auf die Industrie?<br />
Der Impact von KI wird der größte<br />
sein, den wir als Gesellschaft<br />
erleben werden. Die Grenzen<br />
zwischen „natürlicher“ und künstlicher<br />
Intelligenz verschwimmen<br />
immer mehr. Das hat nicht nur<br />
soziale Auswirkungen auf uns,<br />
sondern auch inhaltliche auf die<br />
Industrie. Die Platt<strong>for</strong>m Industrie<br />
4.0 hat ein positives Mindset zum<br />
Thema Trans<strong>for</strong>mation – und<br />
diese Perspektive übernehme ich<br />
für mein Unternehmen. Denn die<br />
Frage ist, wie wir Berührungsängste<br />
mit KI abbauen und uns mutig<br />
mit Chancen und Möglichkeiten,<br />
aber auch Notwendigkeiten,<br />
auseinandersetzen.<br />
Wie kann es gelingen, dieses<br />
positive KI-Mindset im Unternehmen<br />
anzuwenden?<br />
Wenn wir es nicht schaffen, uns KI<br />
als Werkzeug anzueignen, werden<br />
wir nicht nur als Unternehmen,<br />
sondern auch als Österreich bzw.<br />
Europa den Anschluss verlieren.<br />
Wir müssen hier massiv an<br />
Geschwindigkeit zulegen. Ein<br />
Unternehmen ist immer auch ein<br />
Sozialsystem, in dem Mitarbeitende<br />
interagieren und nicht nur<br />
einen finanziellen, sondern auch<br />
einen sozialen Mehrwert generieren.<br />
Wir haben dazu 2018 einen<br />
Trans<strong>for</strong>mationsprozess gestartet.<br />
Wenn wir es schaffen, dass sich<br />
unsere Mitarbeitenden in ihrem<br />
Ökosystem sicher fühlen und<br />
Veränderungen gegenüber aufgeschlossen<br />
sind, dann brauchen wir<br />
keine Angst vor der KI zu haben.<br />
Wir sehen, dass Mitarbeitende mit<br />
Motivation aktiv etwas beitragen<br />
und Projektideen mit KI umsetzen<br />
möchten. So können wir gemeinsam<br />
Neues gestalten.<br />
Herr Wallmann, wo setzt Welser<br />
Profile KI aktuell ein?<br />
Wir legen den Fokus auf fertigungsunterstützende<br />
Maßnahmen.<br />
So optimieren wir über Machine<br />
Learning das Demand Planning<br />
– und verbessern damit Prozesse.<br />
Wir unterstützen das Supply Chain<br />
Management, indem es die Zusammenhänge<br />
zwischen Datenpunkten<br />
und Beziehungen abfragen kann.<br />
Wir unterstützen das Supply Chain<br />
Management mit einem Knowledge<br />
Graphen, indem es die Zusammenhänge<br />
zwischen Datenpunkten<br />
und deren Beziehungen abfragen<br />
kann. Darüber hinaus kooperieren<br />
wir mit Forschungsinstitutionen,<br />
um einerseits Wissen ins Unternehmen<br />
zu holen und andererseits<br />
dieses auch im Sinne einer<br />
gemeinsamen Weiterentwicklung<br />
nach außen zu tragen.<br />
Herr Welser, worauf wird es in<br />
Zukunft im Umgang mit KI ankommen?<br />
Wie erhalten wir uns die Kompetenz,<br />
KI-Ergebnisse kritisch<br />
interpretieren zu können? Das ist<br />
eine große Aufgabe für uns als<br />
Gesellschaft! Wir müssen aufpassen,<br />
dass wir in keine KI-Identitätskrise<br />
kommen. Daher brauchen wir<br />
andere Zugänge zum Lernen und<br />
Awareness hinsichtlich Risiken der<br />
KI. In Zukunft wird es in der<br />
Industrie also darauf ankommen,<br />
wie wir KI mit technischer<br />
Kompetenz und unserer menschlichen<br />
Intelligenz zusammenführen.<br />
Darüber müssen wir uns offen<br />
und mutig austauschen!<br />
Lesen Sie<br />
mehr unter:
6 | Lesen Sie mehr unter www.zukunftindustrie.info<br />
EVENTS 2024/2025<br />
22.10.2024-27.11.2024<br />
05.12.2024–28.03.2025<br />
22.10.24<br />
Industrial AI<br />
Ort: Wien, DoubleTree by<br />
Hilton Vienna Schönbrunn<br />
www.imh.at/industrial-ai<br />
18.11.–19.11.24<br />
Die optimale Zusammenarbeit<br />
zwischen IP und F&E<br />
Ort: Wien<br />
www.imh.at/ip-fe<br />
25.11.–26.11.24<br />
Erfolgreiche Förderanträge<br />
mit KI-Tools<br />
Ort: Wien, Doubletree by Hilton Vienna<br />
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26.11.–27.11.24<br />
KI-gestützte Instandhaltung<br />
Ort: Wien<br />
www.imh.at/ki-instandhaltung<br />
05.12.24<br />
Update Datenschutzrecht –<br />
aktuelle Entscheidungen<br />
zur DSGVO<br />
Ort: online<br />
www.weka-akademie.at/updatedatenschutzrecht/<br />
24.01.25<br />
Mit individuellen GPTs zur<br />
persönlichen Assistenz<br />
Ort: online<br />
www.weka-akademie.at/mit-individuellengpts-zur-persoenlichen-assistenz/<br />
31.01.25<br />
KI rechtssicher nutzen:<br />
Der neue AI Act in der Praxis<br />
Ort: online<br />
www.weka-akademie.at/<br />
ki-rechtssicher-nutzen/<br />
07.02.25<br />
ChatGPT für Einsteiger<br />
Ort: online<br />
www.weka-akademie.at/chatgptfuer-einsteiger/<br />
20.03.25<br />
Update Datenschutzrecht –<br />
aktuelle Entscheidungen zur<br />
DSGVO<br />
Ort: online<br />
www.weka-akademie.at/<br />
update-datenschutzrecht/<br />
28.03.25<br />
ChatGPT für Fortgeschrittene<br />
Ort: online<br />
www.weka-akademie.at/chatgpt-fuer<strong>for</strong>tgeschrittene/<br />
Einzigartig.<br />
Praxisnah.<br />
Innovativ.<br />
12. – 14.11.2024<br />
NÜRNBERG<br />
Bringing<br />
Automation<br />
to Life<br />
Das ist die SPS – <strong>Smart</strong> Production Solutions.<br />
Eine Fachmesse, die sich durch Erfolgsgeschichten, geballte<br />
Expertise und wegweisende Lösungen auszeichnet. Als<br />
Highlight für die Automatisierung bietet sie auch dieses Jahr<br />
wieder eine einzigartige Platt<strong>for</strong>m für alle, die ihr Unternehmen<br />
mit smarter und digitaler Automation voranbringen wollen.<br />
Tauchen Sie ein in eine Welt voller Innovationskraft!<br />
Infos und Tickets: sps-messe.de<br />
33. Internationale Fachmesse der<br />
industriellen Automation
MEDIAPLANET | 7<br />
Entgeltliche Einschaltung<br />
Effizient, flexibel, digital:<br />
maßgeschneiderte PSA-<br />
Versorgung von Haberkorn<br />
Für individuelle PSA- und MRO-Lösungen, die den An<strong>for</strong>derungen<br />
moderner Beschaffungsprozesse gerecht werden, rücken<br />
Automatisierung und Digitalisierung immer mehr in den Focus.<br />
FOTOS: HABERKORN<br />
Das Vorarlberger Familienunternehmen<br />
Haberkorn<br />
ist einer der führenden<br />
technischen Händler<br />
Europas und bietet umfassende<br />
Lösungen für Einkauf, Verwaltung<br />
und Distribution von PSA (persönlicher<br />
Schutzausrüstung) und MRO<br />
(Maintenance, Repair & Operation)<br />
Artikel, um eine effiziente und<br />
zuverlässige Versorgung zu gewährleisten.<br />
Denn effizientes Arbeiten ist<br />
nur dann möglich, wenn Arbeitsschutzausrüstung<br />
und Werkzeuge<br />
auch wirklich verfügbar sind, wo<br />
und wann sie benötigt werden.<br />
Als Branchenexperte kennt man<br />
die Bedürfnisse der Kunden und<br />
unterstützt diese durch die Automatisierung<br />
und Optimierung von<br />
Beschaffungsprozessen. Angepasst<br />
an die Bedürfnisse der Kunden reichen<br />
die Lösungen dabei von einer<br />
Basisversorgung über dezentrale<br />
Lagerstrukturen bis hin zu vollständig<br />
integrierten und automatisierten<br />
Systemen. Dabei bietet Haberkorn<br />
unterschiedliche Versorgungskonzepte<br />
in aufeinander aufbauenden<br />
Ausbaustaufen.<br />
Kontinuierliche Optimierung der<br />
Beschaffungsprozesse<br />
Bereits die Basisversorgung bietet<br />
eine flexible Steuer- und Anpassbarkeit<br />
des verfügbaren PSA-Sortiments.<br />
Ideal für Unternehmen, die<br />
ihren Mitarbeiter*innen einfache<br />
und effiziente Möglichkeiten bieten<br />
möchten, PSA selbstständig und<br />
für das Unternehmen einsehbar zu<br />
bestellen. Das schafft Transparenz<br />
und sichert die Nachvollziehbarkeit.<br />
Die konstante Analyse<br />
der Beschaffungsprozesse durch<br />
Haberkorn erlaubt eine kontinuierliche<br />
Optimierung dieser. Haberkorn<br />
bietet aber auch dezentrale Versorgungsleistungen,<br />
um PSA-Produkte<br />
schnell und unkompliziert an<br />
verschiedenen Standorten verfügbar<br />
zu halten. Automatisierte Nachbestellungen<br />
sichern die durchgehende<br />
Versorgung und ermöglichen<br />
die Optimierung von Beständen<br />
und Sortimenten basierend auf<br />
tatsächlichen Verbrauchsdaten.<br />
Die Zuordnung der Entnahmen zu<br />
Kostenstellen oder bei Bedarf auch<br />
zu Mitarbeiter*innen, erhöht die<br />
Nachvollziehbarkeit.<br />
Die „Integrierte Versorgung“<br />
richtet sich an Unternehmen, die<br />
ihre Beschaffungsprozesse weiter<br />
automatisieren und digitalisieren<br />
möchten. So kann beispielsweise<br />
der Haberkorn Online-Shop papierlos<br />
und direkt mit dem ERP-System<br />
des Kunden kommunizieren. Auch<br />
Produkt- und Preisin<strong>for</strong>mationen<br />
können dadurch automatisch in die<br />
Systeme des Kunden übertragen<br />
werden.<br />
Haberkorns „ganzheitliche Versorgungslösung“<br />
beinhaltet auf den<br />
Kunden individuell zugeschnittene<br />
Konzepte zur vollständig automatisierten<br />
PSA-Versorgung. Mit<br />
Hilfe von Guided Buying können<br />
Beschaffungsprozesse auch kanalübergreifend<br />
gesteuert und durch<br />
intelligente Einkaufsrichtlinien<br />
Bestände beim Kunden optimal<br />
verwaltet werden.<br />
Haberkorns erfahrene Kundenberater*innen<br />
helfen den Unternehmen<br />
dabei herauszufinden welche<br />
Leistungen sie benötigen und<br />
entwickeln gemeinsam mit diesen<br />
maßgeschneiderte, auf die individuellen<br />
Bedürfnisse abgestimmte<br />
Lösungen. So begleitet Haberkorn<br />
mit fundiertem Fachwissen und<br />
langjähriger Expertise zuverlässig<br />
durch den gesamten Digitalisierungsprozess<br />
- von der ersten Idee<br />
bis zur erfolgreichen Umsetzung.<br />
Lesen Sie<br />
mehr unter:
8 | Lesen Sie mehr unter www.zukunftindustrie.info<br />
COVERSTORY<br />
KI? Ja,<br />
aber<br />
anders!<br />
Künstliche Intelligenz wird für<br />
die Industrie weiter an Bedeutung<br />
gewinnen, muss aber auch ökologischen<br />
Heraus<strong>for</strong>derungen stellen, erklärt der<br />
KI-Experte Alois Ferscha.<br />
Was sind die größten Heraus<strong>for</strong>derungen<br />
bei der Integration<br />
von KI in industrielle Prozesse?<br />
Heutige Anwendungen der<br />
AI-Technologie in der Industrie<br />
umfassen zentralisierte, Edgeund<br />
Cloud-basierte Back-End-AI<br />
mit sehr ressourcenintensiven<br />
- Rechenleistung, Speicher und<br />
Energie - algorithmischen Strategien<br />
für Maschinelles Lernen. Das<br />
geht mit massiven ökologischen<br />
Auswirkungen für Modelltraining<br />
und -inferenz und einer komplizierten<br />
Sammlung, Erzeugung und<br />
Handhabung riesiger Trainingsdatensätze<br />
einher. Jüngste Fortschritte<br />
in der konversationellen<br />
AI haben gezeigt, dass die Anwendung<br />
von AI die Umwelt erheblich<br />
beeinträchtigen kann.<br />
Alois Ferscha, Professor für In<strong>for</strong>matik, Vorstand des Instituts für Pervasive<br />
Computing und Dekan der technisch-naturwissenschaftlichen Fakultät an<br />
der Johannes Kepler Universität Linz; Wissenschaftlicher Leiter des COMET<br />
Forschungszentrums Pro²Future<br />
Wie unterscheidet sich das Projekt<br />
Streaming AI davon?<br />
Mit Blick auf die Realität der<br />
digitalen Trans<strong>for</strong>mation in der<br />
Industrie entwickeln wir eine KI<br />
Technologie und Methodik die<br />
menschenzentriert, vernetzt lernintensiv<br />
und ressourcenschonend<br />
ist. Möglich wird das, weil das<br />
Modelltraining nicht auf riesige<br />
Datenmengen und externe, zentralisierte<br />
Massenspeicher und Server<br />
angewiesen ist, sondern im Betrieb<br />
und On-Device stattfindet. Das<br />
heißt in einem Zusammenschluss<br />
Lesen Sie<br />
mehr unter:
MEDIAPLANET | 9<br />
FOTO: JRCITYFOTO<br />
von unterschiedlichen Fertigungsanlagen,<br />
Maschinen, Prozessen<br />
und Geräten erfolgt – ein „Internet<br />
of Thinking Things“ anstatt einer<br />
zentralen, holistischen Superdatenzentrums<br />
KI.<br />
Welche Vision haben Sie für<br />
eine KI geprägte Industrie?<br />
Laut einer Forbes-Advisor-Umfrage<br />
glauben 64% der Unternehmen,<br />
dass KI ihre Gesamtproduktivität<br />
steigern wird. In der Studie wird<br />
auch nach Hauptanwendungsgebieten<br />
der KI in der Industrie<br />
gefragt. Dabei werden beinahe alle<br />
Unternehmensbereiche thematisiert.<br />
Erstaunlich ist aber, dass<br />
scheinbar niemand das Potenzial<br />
KI gesteuerter Produktion oder<br />
zukünftig KI betriebener Produkte<br />
erkennt. Ich beschäftige mich<br />
seit knapp 10 Jahren mit der<br />
Einbettung menschenähnlicher<br />
kognitiver Fähigkeiten – das sind<br />
etwa Wahrnehmen, Erkennen,<br />
Verstehen, Lernen, Schlussfolgern,<br />
Abschätzen, Planen,<br />
Ausführen, usw. – in Produkte und<br />
Produktionssysteme. Ich bezeichne<br />
diese zumeist auf Methoden der<br />
Künstlichen Intelligenz beruhende<br />
„Intelligenzanreicherungen der<br />
Dinge“ als „Kognifizierung“. Von<br />
dieser ist zu erwarten, dass sie all<br />
unser Tun, unser individuelles<br />
Leben und unsere Gesellschaft<br />
als Ganze und damit auch die<br />
industrielle Produktion und<br />
Produktgestaltung radikal verändern<br />
wird. Erst wenn die letzte<br />
Industrie digitalisiert wurde, wird<br />
man erkennen, dass man sie früher<br />
hätte „kognifizieren“ sollen.<br />
Wie wird sich KI in Europa weiterentwickeln?<br />
Seit August dieses Jahres laufen<br />
sämtliche Fristen für die Umsetzung<br />
des AI Act der Europäischen<br />
Union in den Nationalstaaten, den<br />
europäischen Unternehmen, der<br />
Industrie und anderer Organisationen.<br />
Seine Umsetzung wird zeigen,<br />
ob die europäische Industrie<br />
aufholen oder weiter hinter jene<br />
von China und den USA zurückfallen<br />
wird.<br />
#ResearchMoves<br />
Future<br />
UAR Innovation Network<br />
Das UAR Innovation Network steht für ein<br />
Netzwerk hochkarätiger Forschungszentren,<br />
die Unternehmen bei der<br />
Realisierung ihrer Innovationsvorhaben<br />
tatkräftig unterstützen.<br />
Einblicke in die vielfältigen<br />
Seiten der Forschung im<br />
UAR Innovation Network unter<br />
Die Kernkompetenzen lassen sich<br />
in drei Stärkefelder zusammenfassen –<br />
smarte Systeme, digitale Technologien<br />
und nachhaltige Materialien.<br />
Bezahlte Anzeige
10 | Lesen Sie mehr unter www.zukunftindustrie.info<br />
Entgeltliche Einschaltung<br />
Innovation durch<br />
Kooperation<br />
Eine erfolgreiche Kooperation kommt selten<br />
allein. Davon wissen Lukas Neumaier und Mario<br />
Gschwandl ein Lied zu singen. Die beiden sind<br />
nämlich Wiederholungstäter, wenn es um kooperative<br />
Forschungs- und Entwicklungsprojekte geht.<br />
Die beiden verbindet nicht<br />
nur die (berufliche) Leidenschaft<br />
für elektronikbasierte<br />
Systeme, sondern auch<br />
der Drang, gemeinsam innovative<br />
Lösungen zu entwickeln. Die<br />
Initiative für kooperative Projekte<br />
geht dabei wechselweise von beiden<br />
Seiten aus. Unterstützung in<br />
Bezug auf Finanzierungsoptionen<br />
oder weitere Forschungspartner<br />
holen sich Gschwandl und Neumaier<br />
beim SILICON ALPS Cluster.<br />
Er ist die zentrale Drehschreibe<br />
im Elektronikbereich, denn hier<br />
wird vernetzt, vermittelt und über<br />
Förderungen in<strong>for</strong>miert.<br />
Gemeinsame Mission<br />
Aktuell arbeiten Ottronic und<br />
SAL in zwei Forschungsprojekten<br />
zusammen, die über den EDIH<br />
Applied CPS gefördert werden.<br />
EDIH steht für European Digital<br />
Innovation Hub – davon gibt es<br />
europaweit mehr als 150. Als lokale<br />
Kompetenzzentren unterstützen<br />
sie Unternehmen rasch, niederschwellig<br />
und unbürokratisch<br />
bei der Umsetzung individueller<br />
Digitalisierungsprojekte. Was<br />
sie vereint, ist nicht nur eine<br />
gemeinsame Mission, sondern<br />
auch die Überzeugung, dass die<br />
digitale Trans<strong>for</strong>mation nur durch<br />
Kooperation gelingen kann. Dementsprechend<br />
sind die EDIHs nicht<br />
nur untereinander gut vernetzt,<br />
sondern auch mit Initiativen wie<br />
dem SILICON ALPS Cluster. Bei<br />
gemeinsamen Veranstaltungen<br />
werden Unternehmen und<br />
Forschungspartner zusammengebracht<br />
– und nicht selten entstehen<br />
daraus kooperative Projekte.<br />
Vernetzung und Verknüpfung<br />
Auch im Fall von Ottronic und SAL<br />
bieten Events immer wieder eine<br />
willkommene Möglichkeit, Ideen<br />
auszutauschen und sich gegenseitig<br />
zu inspirieren. Die derzeit<br />
laufenden Forschungsaktivitäten<br />
sind in der Sensortechnik angesiedelt.<br />
So soll zum einen ein<br />
neuartiges Messkonzept zur<br />
Überwachung des Bodenzustands<br />
entwickelt werden, um beispielsweise<br />
Bewässerungsanlagen<br />
präzise steuern zu können. Zum<br />
anderen testen die Forscher:innen<br />
ein in unwirtlichen Umgebungen<br />
(z.B. Weltall oder Bergbau)<br />
eingesetztes Sensorsystem auf<br />
seine langfristige Zuverlässigkeit<br />
unter mechanischem und klimabedingtem<br />
Stress. Ganz im Zeichen<br />
des EDIH Applied CPS geht es<br />
letztlich in beiden Fällen um die<br />
Verknüpfung von Hard- und<br />
Software zu einem intelligenten<br />
und weitgehend autonomen<br />
Gesamtsystem, das neue digitale<br />
Potenziale erschließt.<br />
Lesen Sie mehr unter<br />
www.applied-cps.at<br />
Lukas Neumaier<br />
Senior Scientist<br />
Silicon Austria Labs<br />
GmbH<br />
Mario Gschwandl<br />
Geschäftsfeldleiter<br />
Technologie<br />
Ottronic Regeltechnik<br />
GmbH<br />
Benjamin Rammel<br />
Business Development<br />
& Innovation<br />
Manager<br />
SILICON ALPS<br />
Cluster<br />
FOTO: ZVG FOTO: ZVG FOTO: ZVG<br />
Die Zusammenarbeit mit<br />
Industrieunternehmen wie Ottronic und die<br />
Vernetzung über den SILICON ALPS Cluster<br />
ermöglichen es uns, unsere innovativen<br />
Forschungsthemen in konkrete Projekte<br />
umzusetzen und langfristig in die Praxis<br />
zu überzuführen. Diese Synergien sind<br />
entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit<br />
unserer Region zu stärken und nachhaltige<br />
technologische Fortschritte zu erzielen.<br />
Lukas Neumaier<br />
Als regionales High-Tech Unternehmen<br />
sind für uns die Zusammenarbeit mit<br />
der Silicon Austria Labs GmbH und die<br />
Vernetzungen über den SILICON ALPS Cluster<br />
ein wichtiges Instrument, um unser Motto<br />
"Reliable Innovation" stets weiter zu treiben.<br />
Speziell im Bereich der Sensorik für harsche<br />
Umgebungsbedingungen blicken wir schon<br />
auf mehrere erfolgreiche Kooperationen mit<br />
der Silicon Austria Labs GmbH zurück. Dabei<br />
können wir stets Forschungsdienstleistungen<br />
am Puls der Wissenschaft in Anspruch<br />
nehmen, aber auch deren innovative<br />
Forschungsergebnisse mit anderen Partnern<br />
schlussendlich industrialisieren.<br />
Mario Gschwandl<br />
Im SILICON ALPS Cluster bauen wir gezielt<br />
Brücken zwischen Unternehmen und<br />
Forschungseinrichtungen, wie sie im Rahmen<br />
der aktuellen Projekte von Ottronic und<br />
Silicon Austria Labs sichtbar werden. Durch<br />
die Vernetzung schaffen wir die Basis für<br />
den Austausch von Wissen und Ressourcen,<br />
was dazu beiträgt, innovative Lösungen zu<br />
entwickeln und die digitale Trans<strong>for</strong>mation in<br />
der Mikroelektronik- und Halbleiterbranche<br />
voranzutreiben.<br />
Benjamin Rammel
MEDIAPLANET | 11<br />
Entgeltliche Einschaltung<br />
Eplan eBuild:<br />
Automatisiertes<br />
Engineering neu gedacht<br />
Das Engineering für die Entwicklung<br />
neuer sowie bestehender Maschinen und<br />
Anlagen erfährt einen neuen Level: „Mit<br />
eBuild bietet Eplan eine automatisierte<br />
Lösung, mit der sich selbst individuelle<br />
Schaltpläne zügig erstellen lassen“,<br />
weiß Dominik Hiermayer, Consultant<br />
Automation Engineering bei Eplan.<br />
Eplan Guardians of<br />
Engineering Rainer<br />
Neußner, Mirsad Mujkic,<br />
Dominik Hiermayer und<br />
Christoph Hausmann<br />
Dominik<br />
Hiermayer<br />
alias Danger Dom ist<br />
der König der Automatisierung<br />
FOTOS: EPLAN<br />
eBuild ist grundsätzlich<br />
für alle Eplan-Anwender<br />
geeignet, die mit geringem<br />
Aufwand Schaltpläne<br />
automatisiert erstellen wollen.<br />
Speziell wenn es um Optionenund<br />
Variantentechnik geht, ist<br />
eBuild das ideale Werkzeug. Dazu<br />
bilden Standards immer den<br />
Grundstein, um automatisieren zu<br />
können. Was heißt, dass sämtliche<br />
Automatisierungsvorgänge von<br />
einer strukturierten Vorlagenbibliothek<br />
– bei Eplan spricht man<br />
hier von Makros – gespeist werden.<br />
Makros: Der Schlüssel zur<br />
Automatisierung<br />
„Makros sind essenziell für die<br />
Erstellung individueller Engineering-Projekte,<br />
da sie jederzeit<br />
rasch um Variable, Optionen sowie<br />
logische Verknüpfungen skaliert<br />
und als Vorlage für neue Projekte<br />
genutzt werden können. Man kann<br />
sich Makros wie ein Puzzle, dessen<br />
Teile zusammengesetzt ein Bild<br />
ergeben, vorstellen“, so Hiermayer.<br />
In der Softwareentwicklung<br />
bezeichnen sie zusammengefasste<br />
Folgen von Anweisungen oder<br />
Deklarationen. In Eplan erstellte<br />
Makros lassen sich in eBuild ganz<br />
einfach mit einem Regelwerk verknüpfen.<br />
So können Beziehungen<br />
zwischen diesen definiert werden.<br />
Selbst individuelle Schaltpläne<br />
müssen damit nicht immer wieder<br />
neu entwickelt werden, sondern<br />
lassen sich dank der Makrobibliothek<br />
mit wenigen Klicks im<br />
Konfigurator erstellen. Repetitive<br />
Aufgaben werden so zügig abgearbeitet<br />
und Fehler gleichzeitig<br />
minimiert.<br />
Mit der kostenlosen Eplan-Version<br />
eBuild Free werden bereits<br />
vordefinierte Konfigurationen und<br />
Applikationsbeispiele geboten, die<br />
auch in eigene Projekte eingearbeitet<br />
werden können. So können<br />
sich Anwender*innen selbst ein<br />
Bild von den vielen Vorzügen des<br />
Automated Engineering machen.<br />
Die eBuild Vollversion erlaubt<br />
hingegen mit der Designer Rolle<br />
eigene Konfigurationen individuell<br />
zu erstellen. Damit treiben<br />
Anwender die Automatisierung<br />
ihrer Engineering-Prozesse für ihr<br />
Unternehmen massiv voran.<br />
Weltweiter Support und enge<br />
Zusammenarbeit<br />
„Für den kom<strong>for</strong>tablen Einstieg<br />
in die Eplan-Welt bieten wir<br />
Ausbildungskonzepte in Form<br />
standardisierter Trainings oder<br />
individueller Consultings an. Diese<br />
können vor Ort bei Kunden, an<br />
unseren Standorten in Amstetten,<br />
Innsbruck, Graz und Wien oder<br />
als Online-Termin erfolgen. Mit<br />
unserem Ausbildungsprogramm<br />
zum Eplan Certified Engineer<br />
(ECE) erlangt man darüber<br />
hinaus – durch das Erlernen<br />
der Eplan Platt<strong>for</strong>m und ihrer<br />
Funktionalitäten – das Zertifikat<br />
zum „Automated Engineer“, das in<br />
der Wirtschaft hohe Anerkennung<br />
genießt“, erklärt Hiermayer.<br />
Ergänzend stehen die „Eplan<br />
Guardians of Engineering“ mit Rat<br />
und Tat allen Eplan Kunden bei<br />
ihren täglichen Heraus<strong>for</strong>derungen<br />
in der Planung zur Seite und<br />
bieten dazu ein umfangreiches<br />
Hilfesystem sowie weltweiten<br />
Support an.<br />
Weitere In<strong>for</strong>mationen<br />
finden Sie unter:<br />
www.eplan.at/<br />
future-ofengineering
12 | Lesen Sie mehr unter www.zukunftindustrie.info<br />
Entgeltliche Einschaltung<br />
FOTOS: LEDVANCE<br />
Power Produkte<br />
für eine starke<br />
Industrie<br />
In der Industrie braucht es leistungsstarke<br />
Beleuchtungslösungen, die vielseitig einsetzbar, effizient und<br />
gleichzeitig nachhaltig sind. Das LEDVANCE Produktspektrum<br />
ist darauf perfekt zugeschnitten.<br />
Ob große Produktionsund<br />
Montagehallen,<br />
Warenlager, Lagerbüros,<br />
Räume für Qualitätssicherung<br />
oder Außenbereiche – die<br />
richtige Beleuchtung ist für die<br />
verschiedensten Einheiten einer<br />
Industrieanlage wichtig. Denn das<br />
für jeden Bereich optimal abgestimmte<br />
Licht muss verschiedene,<br />
individuelle An<strong>for</strong>derungen, wie<br />
etwa Sicherheit und Energieeffizienz,<br />
erfüllen. Wenn Mitarbeiter:innen<br />
etwa gut und klar sehen,<br />
können sie so nicht nur konzentrierter<br />
und sicherer, sondern<br />
damit auch effizienter arbeiten. Die<br />
perfekte Ausleuchtung hat daher<br />
einen wesentlichen Einfluss auf die<br />
Produktivität in der Industrie.<br />
Innovative Produkte für maximale<br />
Energieeffizienz<br />
Zusätzlich zu Effizienzsteigerung<br />
und Produktivitätsoptimierung,<br />
muss die Beleuchtung in der<br />
Industrie noch weitere Funktionen<br />
erfüllen. In Zeiten ständig steigender<br />
Energiekosten ist es gleichzeitig<br />
wichtig, die Betriebskosten klar<br />
im Blick zu behalten. Daher ist es<br />
für die Auswahl der industriellen<br />
Beleuchtung nicht nur entscheidend,<br />
wie vielseitig einsetzbar<br />
Produktlösungen sind, sondern<br />
auch wie energieeffizient sich<br />
diese im täglichen Betrieb zeigen.<br />
Innovative, smarte und nachhaltige<br />
Beleuchtungslösungen sind dementsprechend<br />
heute in der Industrie<br />
mehr denn je gefragt.<br />
LEDVANCE: Hochleistungsfähige<br />
Beleuchtungslösungen<br />
Mit dem breiten Produktspektrum<br />
bietet LEDVANCE LED-Beleuchtungslösungen,<br />
die sich perfekt<br />
in den unterschiedlichsten<br />
Industrieanwendungen einsetzen<br />
lassen. Egal ob Sanierung oder<br />
Neubau, LEDVANCE bietet hochleistungsfähige<br />
und nachhaltige<br />
Beleuchtungslösungen an, die sich<br />
außerdem durch ihre hohe Flexibilität<br />
und einfache Installation<br />
auszeichnen. Dank der umfassenden<br />
Produktfamilien ist es daher<br />
möglich, im Zuge einer Sanierung<br />
effizient und nachhaltig zu modernisieren<br />
bzw. für den Neubau<br />
von Beginn an auf zukunftsfitte<br />
Beleuchtungslösungen zu setzen.
MEDIAPLANET | 13<br />
Dank der Power-Produkte von<br />
LEDVANCE können Industriekund:innen<br />
nicht nur auf energieeffiziente<br />
Lösungen vertrauen,<br />
sondern auch auf ein umfassendes<br />
Angebot, das mit Weitblick auf die<br />
neusten gesetzlichen An<strong>for</strong>derungen<br />
Rücksicht nimmt.<br />
Starke Industriebeleuchtung für<br />
die Zukunft<br />
Darüber hinaus steht Sicherheit bei<br />
LEDVANCE an oberster Stelle.<br />
Schließlich finden sich gerade in<br />
der Industrie eine Reihe an<br />
anspruchsvollen Umgebungen, die<br />
robuste und vielseitige Produktlösungen<br />
benötigen. LEDVANCE<br />
bietet widerstandsfähige und<br />
zuverlässige Beleuchtungslösungen,<br />
die selbst extremen Bedingungen<br />
standhalten können – und<br />
dabei dennoch energieeffizient<br />
sind. Um für die Zukunft gerüstet<br />
zu sein, sollten sich Unternehmen<br />
daher für hochwertige Beleuchtungslösungen<br />
entscheiden, die<br />
sowohl die Betriebskosten senken<br />
als auch die Arbeitsbedingungen<br />
verbessern und dabei gleichzeitig<br />
die Industrieanlagen optimal<br />
beleuchten.<br />
Lesen Sie<br />
mehr unter:<br />
Produktvorschläge<br />
TruSys Universal<br />
Floodlight (Sensor)
14 | Lesen Sie mehr unter www.zukunftindustrie.info<br />
Entgeltliche Einschaltung<br />
CANCOM Digital Makers:<br />
So werden Daten zum<br />
Zukunftsmotor<br />
Die Abteilung „Digital Makers“ von CANCOM Austria unterstützt produzierende<br />
Unternehmen beim Schritt in eine nachhaltige, innovative Zukunft.<br />
Geopolitische Krisen,<br />
Rohstoffknappheit,<br />
instabile Lieferketten,<br />
explodierende Energiekosten,<br />
Fachkräftemangel – die<br />
Heraus<strong>for</strong>derungen der Fertigungsindustrie<br />
in der DACH-Region sind<br />
vielfältig. „In dieser schwierigen<br />
Situation hat ein Aspekt oberste<br />
Priorität: die Beibehaltung der<br />
Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Manuel<br />
Moser, Leiter der Digital Makers<br />
bei CANCOM Austria, ehemals<br />
Kapsch BusinessCom.<br />
Die Expert:innen für Digital<br />
Solutions, die auf jahrzehntelange<br />
Erfahrung zahlreicher Individualprojekte<br />
zurückgreifen, bündeln<br />
all jene Kompetenzen, die für eine<br />
End-to-End-Digitalisierung als<br />
wichtigste Voraussetzung für eine<br />
nachhaltige Industrie der Zukunft<br />
notwendig sind.<br />
Die Kernkompetenzen des Teams<br />
reichen von Business Consulting,<br />
in dem wesentliche Schwerpunkte<br />
gesetzt werden, um die allgemeine<br />
Wettbewerbsfähigkeit zu steigern,<br />
bis hin zu komplexen Datenanalysen<br />
und der Entwicklung generativer<br />
AI-Anwendungen, um konkrete<br />
Ziele zu erreichen. „Unser Angebot<br />
umfasst die komplette Digitalisierungs-Wertschöpfungskette<br />
von<br />
der Beratung bis hin zur Betriebsführung“,<br />
so Markus Künstner,<br />
ebenfalls Leiter der Digital Makers<br />
bei CANCOM Austria.<br />
Angesichts der aktuellen<br />
Heraus<strong>for</strong>derungen im Manufacturing-Bereich<br />
haben die Digitalisierungsexpert:innen<br />
vier strategische<br />
Felder definiert, die maßgeblich<br />
für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit<br />
sind und als Säulen für alle<br />
konkreten Maßnahmen dienen:<br />
Resilienz, um Krisen nachhaltig<br />
zu meistern und gestärkt daraus<br />
hervorzugehen; Transparenz, die<br />
für Klarheit im Unternehmen und<br />
nachvollziehbare Entscheidungen<br />
sorgt; Effizienz für maximale<br />
Ergebnisse mit dem geringstmöglichen<br />
Aufwand; sowie Innovation<br />
als Tor zu völlig neuen Möglichkeiten<br />
der Problemlösung und<br />
Weiterentwicklung des Geschäfts.<br />
Datengetriebene<br />
Verbesserungen<br />
Um auf die vier Säulen einzuzahlen,<br />
bieten die CANCOM Digital<br />
Makers eine Reihe von zukunftsweisenden<br />
Produkten. Markus<br />
Künstner nennt als Beispiel die<br />
Industrielle Datenplatt<strong>for</strong>m: „Hier<br />
fokussieren wir die Verknüpfung<br />
unterschiedlichster Systeme und<br />
die Zusammenführung der Daten<br />
FOTOS: CANCOM<br />
Generative KI<br />
ist speziell in<br />
Dienstleistungsbranchen<br />
bereits<br />
etabliert; im Bild<br />
ein Bot aus dem<br />
Finanzsektor.
MEDIAPLANET | 15<br />
Mittels einer industriellen Datenplatt<strong>for</strong>m können neue Erkenntnisse aus Daten gezogen werden; wie beispielsweise<br />
die Energiedaten über verschiedene Maschinen, Werke und Standorte.<br />
innerhalb des Unternehmens.<br />
Damit wird es unter anderem möglich,<br />
das ‚Bauchgefühl‘, das implizit<br />
im Unternehmen vorhanden ist,<br />
durch faktenbasierte Entscheidungen<br />
zu ersetzen. Das verbessert<br />
Resilienz und Transparenz und<br />
schafft gleichzeitig ein optimales<br />
Fundament für AI-Anwendungen.<br />
Denn künstliche Intelligenz ist nur<br />
so gut wie ihre Datenbasis.“<br />
Manuel Moser legt einen Schwerpunkt<br />
auf Wissensmanagement mit<br />
dem Produkt SOI (Source of In<strong>for</strong>mation):<br />
„Wir bieten der Industrie<br />
damit die Möglichkeit, ChatGPT<br />
mit den Unternehmensdaten zu<br />
trainieren. Die Nutzer:innen können<br />
damit sehr einfach und gezielt<br />
nach In<strong>for</strong>mationen suchen, ohne<br />
sich Gedanken machen zu müssen,<br />
wo sich diese befinden.“<br />
Als drittes Beispiel nennen die<br />
Leiter der Digital Makers die After<br />
Sales Platt<strong>for</strong>m, die Unternehmen<br />
aus dem Bereich Maschinen- und<br />
Anlagenbau dafür nutzen, ihre<br />
Kund:innen über einen digitalen<br />
Kanal nachhaltig an sie zu binden<br />
und neue Geschäftsmodelle zu<br />
entwickeln. Dadurch kann vor<br />
allem das Service Business, wie<br />
beispielsweise der Verkauf von<br />
Ersatzteilen oder die Bindung über<br />
Wartungsverträge, digital angekurbelt<br />
werden.<br />
„Mit den Produkten und<br />
Dienstleistungen der Digital<br />
Makers wollen wir datengetriebene,<br />
nachhaltige Verbesserungen für<br />
unsere Kund:innen erzielen – sei es<br />
in der Supply Chain, in der<br />
Produktion, im After Sales oder im<br />
Back Office. Die Optimierung<br />
bestehender Prozesse und die<br />
Unterstützung der Mitarbeiter:innen<br />
können so Motor für Innovation<br />
und einen neuen<br />
Wettbewerbsvorteil werden“, so<br />
Markus Künstner und Manuel<br />
Moser abschließend.<br />
Manuel Moser,<br />
Markus Künstner –<br />
Abteilungsleiter der „Digital<br />
Makers“ bei CANCOM Austria<br />
Lesen Sie mehr unter:<br />
www.cancom.at/industrial-data-platt<strong>for</strong>m.<br />
www.cancom.at/company-gpt.<br />
Allgemeine Webseite für die Industrie:<br />
www.cancom.at/branchen/manufacturing.
Die smarte<br />
Instandhaltungssoftware<br />
Innovativ. Vernetzt. Mobil.<br />
Die volle Integration in Produktionsnetzwerke ist für moderne<br />
CMMS-Systeme ein Muss und wird in isproNG durch den Einsatz<br />
moderner interoperabler Schnittstellen (Semantic Integration<br />
Patterns) sichergestellt. Mobile Lösungen wie die isproNG<br />
App und das Webportal garantieren zudem effiziente und voll<br />
digitalisierte Instandhaltungsprozesse.<br />
Instandhaltungs- &<br />
Asset-Management 4.0<br />
Prädiktiv. Vollkommene Integration in und Kommunikation<br />
mit produktionsnahen Systemen gewährleisten hochzuverlässige<br />
Vorhersagen über zukünftig anstehende präventive<br />
Wartungsmaßnahmen an Ihren Assets.<br />
Präventiv. Die Zeit statischer Planungen ist nicht mehr<br />
zeitgemäß – moderne Instandhaltung muss auf Basis von<br />
Maschinenlaufzeiten und Zustände geplant werden. Ersatzteile<br />
und Betriebsmittel werden just-in-time beschafft um<br />
Lagerhaltungskosten zu reduzieren.<br />
Korrektiv. Zeitnahe, hochqualitative Störmeldungen aus<br />
den Leitsystemen der Produktionsanlagen stellen eine so<strong>for</strong>tige<br />
Behebung der Schäden sicher und reduzieren Stillstandszeiten<br />
und Kosten. Manuell erfasste Störmeldungen mit der isproNG<br />
App, veredelt mit beigefügten Bildern oder Videos, ermöglichen<br />
dem Instandhalter eine schnelle und genaue Fehlerdiagnose und<br />
rasche Behebung.<br />
Ein Produkt von<br />
www.ispro-ng.com<br />
Gleich in<strong>for</strong>mieren<br />
und Präsentation<br />
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