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FINDORFF GLEICH NEBENAN Nr. 31

FINDORFF GLEICH NEBENAN ist das Stadtteilmagazin für Findorff und Bremen für Handel, Dienstleistung, Kultur & Politik.

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Im Herbst 2024 | Ausgabe <strong>31</strong> | Kostenlos, aber nicht umsonst<br />

IM AUTOHAUS<br />

KLAUS AHRLICH<br />

HEIKE KLOPSCH Liebeskummer-Coaching mit »Herzkümmerei«<br />

MAHLZEIT Die neue Gastro »Bizkaya« im Schlachthof MATHIAS<br />

RÄTSCH Ganz viel mit Medien ! PATTY‘S GYM Fitness für Frauen


BEXTES BLICK<br />

q VOM LEBEN GEZEICHNET<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 03


©<br />

q STADTTEILMARKETING? DAS SIND WIR!<br />

Hochgefühl Herbst !<br />

Gestaltung: www.raetsch.de<br />

Neu: Nachhilfe<br />

jetzt auch in<br />

Findorff<br />

Wir unterstützen Ihr Kind dabei, zu<br />

lernen und mehr Selbstvertrauen zu<br />

gewinnen. Unsere professionellen<br />

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passen sich an das Lerntempo Ihres<br />

Kindes an. Gemeinsam verbessern wir<br />

die Noten. Informieren Sie sich über<br />

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VORSCHULKINDER<br />

www.akademie-nachhilfe-bremen.de<br />

S<br />

tellen Sie sich vor, Sie<br />

sollen für diese Ausgabe<br />

in nur 60 Minuten<br />

ein Vorwort über den<br />

»Herbst« schreiben. Wie<br />

gehen Sie vor ?<br />

Erste Variante: Sie<br />

recherchieren mit wenigen<br />

Klicks online und geben dafür<br />

bei »google« das Wort »Herbst« ein. Schließlich hat die weltweit<br />

größte Internetsuchmaschine sich laut Eigenbeschreibung das<br />

Ziel gesetzt, die Informationen der Welt zu organisieren und sie<br />

allgemein zugänglich und nutzbar zu machen. Sofort finden Sie<br />

ungezählte Ergebnisse als Treffer mit entsprechenden Definitionen.<br />

Das »Kinderlexikon« beschreibt den Herbst beispielsweise<br />

so: »Der Herbst ist eine Jahreszeit. In Süddeutschland nennt<br />

man ihn auch Spätjahr, das Gegenteil zum Frühjahr oder<br />

Frühling. Der Herbst folgt auf den heißen Sommer. Nach dem<br />

Herbst kommt der kältere Winter.« Das ist völlig richtig und<br />

gut beschrieben, weil mit einfachen Worten erklärt, aber für die<br />

vermutlich überwiegend erwachsenen LeserInnen dieses Stadtteilmagazins<br />

leider kein allzu neuer Erkenntnisgewinn.<br />

Zweite Variante: Sie gehen klassisch analog vor und entdecken<br />

in ihrer eigenen, nahezu vollständigen »TEMPO« -Sammlung<br />

(gemeint sind keine Taschentücher, sondern jenes legendäre<br />

Zeitgeist-Monatsmagazin, das von 1986 bis 1996 erschien) in<br />

der Oktoberausgabe aus dem Jahr 1993 zufällig einen Text des<br />

einst sehr angesagten Schriftstellers Peter Glaser – der in seiner<br />

Kolumne ausführlich über die alltägliche Herbstmelancholie<br />

philosophiert. Glaser formuliert leicht verschwurbelt wunderbar<br />

klingende Sätze wie »Die Musik füllte das Zimmer, ein gläsner<br />

Block. ... Hochgefühl Herbst. Einmal noch haucht der Sommer<br />

in die Glut. Wie die Flugsamen von Linden propellerten die<br />

letzten Töne des Stücks auf den Gefühlsgrund.« Tja, nur was<br />

wollen uns diese Zeilen sagen ?<br />

Im weiteren Text über den Herbst beschreibt er (warum<br />

auch immer) noch die Funktionen eines CD-Players,<br />

der als Abspielgerät in den Neunziger Jahren sehr<br />

angesagt war. Der Verfasser dieser Zeilen in der<br />

Jetztzeit merkt gerade, dass ihm die über dreißig<br />

Jahre alte Kolumne nicht wirklich weiterhilft – es sei<br />

denn, man möchte als Melancholiker wahrgenommen<br />

werden, der mangels eigener Ideen zur Inspiration ab<br />

und zu in vergilbten Zeitschriften blättern muss – eine Einschätzung,<br />

die durchaus zutreffend ist, aber der Leserschaft auf<br />

der Höhe der Lokalzeit natürlich nicht verraten werden soll.<br />

Dritte Variante: Sie gehen die dritte Jahreszeit musikalisch an<br />

und stöbern gedanklich nach Songs in ihrem unendlichen Musikgedächtnis,<br />

um darin lyrische Zeilen aufzuspüren, in denen<br />

der Herbst vorkommt. Vielleicht fällt Ihnen dazu das stimmungsvolle<br />

»Summer’s almost gone« von den »Doors« ein, jener Song,<br />

in dem der unvergessene Sänger und Lyriker Jim Morrison<br />

das Ende des Sommers als Übergang in den Winter wie folgt<br />

beschreibt: »Summer’s almost gone, Summer’s almost gone,<br />

We had some good times, But they’re gone, The winter’s comin’<br />

on Summer’s almost gone« Es stellt sich die Frage: Geht es etwa<br />

noch trauriger – und wo ist der Bezug zu diesem Stadtteilmagazin ?<br />

Vierte Variante: Sie warten auf einen entscheidenden »Gedankenblitz«<br />

– und plötzlich ist er da: Einst traf der Autor dieser Zeilen<br />

nach seinem Design-Studium einen Verleger, der für ihn das<br />

Wort »Zeitschrift« definierte: »Eine Zeitschrift ist eine Schrift<br />

zur Zeit – und Schrift und Zeit sind vergänglich.« Nun haben<br />

wir es: Der Herbst ist eine Zeit des Übergangs. Der Abschied<br />

kann stürmisch oder melancholisch sein, aber dieser Übergang<br />

eröffnet jedes mal Chancen, dass etwas Neues entsteht.<br />

Genauso verhält es sich mit der gedruckten Ausgabe dieser im<br />

Moment noch aktuellen Stadtteilzeitschrift, die sich bestenfalls<br />

wie der Herbst in Ihrer Erinnerung verklärt – und die (falls<br />

kein Nerd sie sammelt) schon morgen im Altpapier landen wird.<br />

Aber bis es soweit ist wünschen wir fröhlichen Lesespaß !<br />

Check die<br />

Infos<br />

06 l KLAUS AHRLICH<br />

Mit dem Autoprofi auf Rundgang durch das Autohaus Utbremen<br />

12 l HEIKE KLOPSCH<br />

Die Gründerin der »Herzkümmerei« berät bei Trennungen als<br />

Liebeskummer-Coachin. Wie entstand diese Geschäftsidee ?<br />

18 l THORSTEN GROß<br />

Die neue Gastronomie »Bizkaya« im Schlachthof<br />

20 l MATHIAS RÄTSCH<br />

Der Mediengestalter und Werbetexter verlegt im Stadtteil<br />

das einzige Stadtteilmagazin aus Findorff für Findorff<br />

22 l FAMILIEN IN <strong>FINDORFF</strong><br />

Tania und Touria leiten die Kleinkindgruppen<br />

24 l DER STADTIST<br />

26 l AKTIV VOR ORT<br />

28 l PATTY’S GYM<br />

30 l DORFFKLATSCH<br />

32 l <strong>FINDORFF</strong> GEHT AUS<br />

34 l SUPERSUSE<br />

Unser Standort in Findorff ist die Hemmstr. 273 (früher: Bindhammer) Tel. 0421 / 845 14 622<br />

Es gibt uns außerdem 2 x in Horn (Universität und LRS Förderzentrum) und 1 x in Huchting<br />

Die Kneipe und der Biergarten im und am Schlachthof haben<br />

neue Pächter. Gastronom Thorsten Groß (Port Piet) ist dabei<br />

WWW.<strong>FINDORFF</strong>.INFO<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 05


PROFILE<br />

q KLAUS AHRLICH IST GESCHÄFTSSTELLENLEITER IM »AUTOHAUS UTBREMEN«<br />

» Autos sind heutzutage fahrende Computer. «<br />

KLAUS AHRLICH<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 06<br />

AUTOPROFI<br />

H<br />

err Ahrlich, Sie sind Geschäftsstellenleiter<br />

im Autohaus Utbremen in der Norderneystraße<br />

2. Warum sollte man sich ein<br />

Auto unbedingt im Autohaus kaufen ?<br />

Man sollte wissen, dass heutzutage die<br />

modernen Autos fahrende Computer sind.<br />

Ein Fahrzeug von heute hat bis zu 150<br />

Steuergeräte. Die Technik erfordert<br />

passende Tester und selbstverständlich geschultes Personal.<br />

Beides haben wir im Autohaus Utbremen – nicht nur für die<br />

Marken Volkswagen im Neu- und Gebrauchtwagen sowie im<br />

Servicebereich, sondern auch für Audi, Seat, Cupra und Opel<br />

im Gebrauchtwagen- und Servicebereich. Last but not least<br />

haben wir für die KundInnen vor Ort auch ein umfangreiches<br />

Angebot an neuen und gebrauchten E-Fahrzeugen und dazu<br />

auch die entsprechend geschulten MonteurInnen.<br />

Das Autohaus Utbremen gehört zur »Schmidt + Koch Gruppe«,<br />

die Neuwagen, Gebrauchtwagen und Service an 19 Standorten<br />

in unserer Region für Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge,<br />

Audi, Škoda, Seat, Cupra, Porsche und Ford bietet. Ihr Slogan:<br />

»Starke Gruppe – starke Leistung«. Warum ist »Schmidt + Koch«<br />

eine starke Gruppe ?<br />

Wir bieten KundInnen an den 19 Standorten ein umfangreiches<br />

Angebot. Jeder einzelne Standort profitiert von der gesamten<br />

Größe der Gruppe. Ich will Ihnen ein Beispiel nennen: Wir<br />

haben bei uns in der Norderneystraße im Bereich Gebrauchtwagen<br />

den Zugriff auf alle gebrauchten Fahrzeuge der »Schmidt<br />

+ Koch Gruppe«. Gleiches gilt beispielsweise auch, wenn sich<br />

jemand für ein neues Modell von VW entscheidet. Bei uns muss<br />

niemand lange warten, denn wir können auch im Bereich<br />

Neufahrzeuge von dem gesamten Volkswagen Bestand der<br />

»Schmidt + Koch Gruppe« profitieren.<br />

Wieviele Gebrauchtwagen haben Sie im Angebot ?<br />

Insgesamt haben wir an unserem Standort ca. 200 Gebrauchte<br />

vor Ort. Ob neu oder gebraucht: Bei uns findet man alle Fahrzeuge<br />

geschützt im Innenbereich auf drei Ebenen. Wir sind<br />

daher nicht wetterabhängig. Der gesamte Pool der Gruppe,<br />

auf den wir als Autohaus Zugriff haben, umfasst übrigens<br />

mehr als 2.000 Fahrzeuge.<br />

Welche Leistungen bieten Sie Ihren KundInnen ?<br />

Wir bieten alle Serviceleistungen an – rund um die bereits<br />

erwähnten Marken VW, Audi, Seat, Cupra und Opel. Dazu<br />

gehören Leistungen wie zum Beispiel unser Angebot »Schadensmanagement«,<br />

welches wir hier direkt vor Ort anbieten. Auch<br />

ermöglichen wir den KundInnen zum Beispiel eine schnelle<br />

Online-Terminvereinbarung für einen Rundumservice und die<br />

24-Stunden-Hotline für Notfälle. Wir lassen als modernes<br />

Autohaus die KundInnen nicht im Regen stehen.<br />

Stichwort »Wetter«: Es wird Herbst. Worauf sollte man achten ?<br />

Die Tage werden wieder kürzer. Bereiten Sie sich und ihr Fahrzeug<br />

rechtzeitig auf die kalte Saison vor, damit Sie sich trotz<br />

Nässe, Laub, Nebel, Frost und Schnee sicher auf den Straßen<br />

bewegen. Lassen Sie Bremsen, Batterie und Fahrwerk nicht<br />

nur im Winter, sondern bereits im feuchten Herbst überprüfen.<br />

Auch Bordsteinberührungen können für das Fahrwerk etwas<br />

auslösen, wodurch es zu einer Notsituation kommen kann. Es<br />

macht immer Sinn, mit dem Beginn der dunkleren Jahreszeit<br />

das Fahrzeug zur Sicherheit einmal von uns checken zu lassen.<br />

Gebraucht- oder Neuwagen : Was würden Sie empfehlen ?<br />

Die Antwort auf diese Frage ist selbstverständlich eine ganz<br />

individuelle Entscheidung, die jede Kundin und jeder Kunde<br />

für sich selbst treffen muss. Was ich sagen kann: Unsere Gebrauchtwagen,<br />

die wir am Standort haben, sind alle geprüft und<br />

haben einen umfangreichen Service-Test durchlaufen. Dieser<br />

Prozess gibt Sicherheit. Außerdem ist es ein Riesenvorteil, weil<br />

wir hier vor den Toren von Findorff so viele Marken vorrätig<br />

haben. Auch das möchte ich noch erwähnen: Im Bereich der<br />

Neufahrzeuge hatten wir im Jahr 2024 einige Neuvorstellungen,<br />

die ich bereits heute als Klassiker von Volkswagen bezeichnen<br />

möchte. Dazu zählen der neue VW Passat und auch der neue<br />

VW Tiguan.<br />

Wird kundenseitig bei einem Autokauf eher emotional oder<br />

rational entschieden ?<br />

Die Kriterien für einen Fahrzeugkauf sind in der Regel natürlich<br />

immer eine Mischung aus Emotionalität und Rationalität. Die<br />

Priorität ist auch typbedingt, wobei ich die Erfahrung gemacht<br />

habe, dass selbst bei KundInnen, die zunächst sehr rational u<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 07


q KLAUS AHRLICH IM INTERVIEW<br />

» Ratio und Bauchgefühl sind beide wichtig.«<br />

vorgehen, im Endeffekt auch das Bauchgefühl immer eine<br />

Rolle spielt. Ratio und Bauchgefühl sind beide notwendig.<br />

Wichtig ist es zudem, das Gefühl zu haben, dass man im<br />

richtigen Autohaus ist – mit dem kompetenten Partner für<br />

eine gute, professionelle Beratung hinsichtlich der eigenen<br />

Vorstellungen und Wünsche.<br />

Elektrisch, vernetzt, autonom: Ist das die Zukunft des Autos ?<br />

Die Zukunft des Autos wird eine Zukunft sein, in der sich die<br />

FahrerInnen nicht nur fahren lassen, auch wenn diese Entwicklung<br />

in manchen Zukunftsversionen anders dargestellt wird.<br />

Meine Überzeugung ist, dass am Ende die oberste Kontrolle<br />

nach wie vor immer bei den autonomen FahrerInnen liegt – und<br />

wir wissen aus bestimmten Pilotprojekten, dass man momentan<br />

zwar alle Möglichkeiten der Technik nutzt, aber die Entscheidungsgewalt<br />

weiterhin der Mensch haben wird.<br />

sind. Ausfüllen und absenden – das ist alles. Wer lieber analog<br />

unterwegs ist kann uns selbstverständlich auch anrufen.<br />

Wenn es zum Unfall kommt: Was bietet der Schadenservice ?<br />

Unser Schadenservice stellt Ihnen einen kompetenten Schadenmanager<br />

zu Seite, der den Unfallschaden aufnimmt, vom ersten<br />

Moment an begleitet und abwickelt. Sie brauchen sich um<br />

nichts weiter kümmern. Der Schadenmanager ist zugleich ausschließlich<br />

Ihr persönlicher Ansprechpartner, der Sie während<br />

der Wiederherstellung Ihres Fahrzeugs auf dem Laufenden hält.<br />

Er kümmert sich auch um die Abwicklung mit der Versicherung<br />

und begleitet den gesamten Prozess vom Anfang an – von der<br />

Schadensübergabe bis zur erneuten Übergabe des wiederhergestellten<br />

Fahrzeugs.<br />

Angenommen ich benötige einen Werkstatttermin: Warum<br />

bin ich im Autohaus Utbremen genau richtig ?<br />

Großes Weihnachts- & Silvesterbuffet<br />

Mittwoch, den 25.12.2024<br />

12:00 bis 14:30 Uhr Weihnachtsbuffet € <strong>31</strong>,90<br />

pro Person, abends 18:00-23:00 Uhr à la Carte<br />

Donnerstag, den 26.12.2024<br />

12:00 bis 14:30 Uhr Weihnachtsbuffet € <strong>31</strong>,90<br />

pro Person, abends 18:00-23:00 Uhr à la Carte<br />

Dienstag, den <strong>31</strong>.12.2024<br />

17:30 bis 19:30 Silvesterbuffet € 36,90 p. P.<br />

20:00 bis 22:30 Silvesterbuffet € 36,90 p. P.<br />

Bei allen Buffets dabei: Vorspeisen, Suppe,<br />

Salate, Currys, Reis, Naan, Kartoffeln, Desserts,<br />

Beilagen und ausgewählte Spezialitäten.<br />

Alle Preise pro Person. Am 24. Dezember 2024<br />

und 01. Januar 2025 haben wir geschlossen.<br />

Man kann bei »Schmidt + Koch« online seinen Wunschtermin<br />

für das Autohaus Utbremen vereinbaren. Wie geht das ?<br />

Unter www.schmidt-und-koch.de/stores/autohaus-utbremen<br />

wählen Sie »Service«. Unter »Service« wählen Sie dann »Online<br />

Terminvereinbarung«. Klicken Sie auf Ihre Marke. So gelangen<br />

Sie zum Formular für alle weiteren Angaben, die notwendig<br />

Die meisten KollegInnen sind seit Jahren bei uns im Autohaus<br />

Utbremen tätig. Durch die verschiedenen Marken, die wir<br />

anbieten, verfügen sie als regelmäßig geschultes Servicepersonal<br />

über große Erfahrung bezogen auf die Fahrzeuge der genannten<br />

Hersteller. Außerdem verfügen wir als Autohaus Utbremen<br />

über eine technisch bestens ausgestattete Werkstatt. u<br />

Im Maharani treffen Genuss und Verführung auf<br />

einen Ort der Entspannung und der Begegnung.<br />

Jetzt reservieren: Telefon 0421 566 25 66<br />

oder E-Mail: info@maharani-bremen.de<br />

Findorffstraße 114 · 28215 Bremen<br />

Tipp: Machen Sie Ihren Lieben eine Freude<br />

mit dem Maharani-Geschenkgutschein.<br />

Alle Infos unter www.maharani-bremen.de<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 08


q KLAUS AHRLICH IM INTERVIEW<br />

» Ich fahre momentan ein Elektrofahrzeug. «<br />

Komfort dieses VW Modells zu tun – und wer bei uns vor Ort<br />

den ID.7 einmal testen möchte, wird schnell merken, was ich<br />

meine. Das ist jetzt von mir kein verkaufsförderndes »Gerede«<br />

als Geschäftsstellenleiter, sondern es ist tatsächlich so. Der<br />

VW ID.7 ist von allen Autos, die ich bisher gefahren bin, das<br />

Fahrzeug, welches mir am besten gefällt.<br />

Das nächste Stichwort heißt »Hauptuntersuchung«. Sie versprechen:<br />

»Bringen Sie Ihr Fahrzeug zu uns und wir werden es für<br />

Sie durch die Hauptuntersuchung bringen.« Dafür gibt es<br />

den kostenlosen, unverbindlichen Vorab-Check. Was bietet der ?<br />

Der Vorab-Check umfasst alle Bereiche, die während der<br />

HU-Prüfung relevant sind. Unsere fundierten Informationen<br />

über den Ist-Zustand des Fahrzeugs sind für Sie extrem hilfreich<br />

und die beste Voraussetzung, um gemeinsam zu entscheiden,<br />

was für die HU-Untersuchung notwendig ist – und um<br />

kundenseitig zu entscheiden, was aufgrund des Checks in Ihr<br />

Fahrzeug finanziell investiert werden sollte.<br />

Zuletzt wie immer die private Frage: Welches war bisher das<br />

Auto, welches Sie am liebsten gefahren sind ?<br />

Ich selbst fahre mit dem VW ID.7 momentan ein Elektrofahrzeug.<br />

Ich hätte nicht gedacht, wie viel Spaß mir dieses Auto bereitet.<br />

Meine Fahrfreude hat viel mit dem außergewöhnlichen<br />

▼ ÜBER DAS »AUTOHAUS UTBREMEN«<br />

Klaus Ahrlich ist seit mehreren Jahren Geschäftsstellenleiter im<br />

Autohaus Utbremen in der Norderneystraße 2. Das Autohaus<br />

gehört zur »Schmidt + Koch Gruppe«. Insgesamt arbeiten dort<br />

über 50 MitarbeiterInnen in den verschiedensten Bereichen.<br />

2026 feiert man Jubiläum: »Schmidt + Koch« gibt es dann in<br />

Bremen seit 100 Jahren. Unternehmensgründer Waldemar<br />

Koch erkannte nach dem ersten Weltkrieg die Möglichkeiten<br />

der Branche, nutzte die Chance und kaufte sich von seinen<br />

Ersparnissen in die bereits existierende Firma Schmidt ein,<br />

die zu diesem Zeitpunkt noch einen Fahrradhandel betrieb,<br />

aber auch Motorräder und Automobile im Angebot hatte.<br />

Koch übernahm die Filialleitung in Bremen und gründete mit<br />

einem Partner das Fahrzeughaus »Schmidt + Koch«. Über die<br />

Jahrzehnte hat man die Präsenz über den gesamten nordwestdeutschen<br />

Raum ausgedehnt. Eine große Auswahl von Neu-,<br />

Gebraucht-, Dienst- und Jahreswagen sowie ein sehr breites<br />

Spektrum an Service und Dienstleistungen runden heute das<br />

umfangreiche Angebot der Schmidt + Koch Gruppe ab.<br />

Modernste Werkstatteinrichtungen sowie langjährig erfahrene<br />

MitarbeiterInnen garantieren eine exzellente Wartung und Reparatur.<br />

Online kann man jederzeit mit wenigen Klicks einen<br />

Termin vereinbaren. Kontakt zu den jeweiligen AnsprechpartnerInnen<br />

gibt es auch per Telefon unter 0421 / 38 99 80 oder<br />

via Nachricht per E-Mail unter utb@schmidt-und-koch.de<br />

Weitere Informationen gibt es auch online unter der Internetadresse<br />

www.schmidt-und-koch.de/stores/autohaus-utbremen<br />

Interview: Mathias Rätsch, Fotos: Kerstin Rolfes ▲<br />

Für unseren Standort in Bremen suchen wir Dich !<br />

Als mittelständisches Unternehmen sind wir spezialisiert auf mobile Stromversorgung für<br />

Veranstaltungen aller Art (Jahrmarkt, Open Air / Indoor, Messe) in Bremen und Bremerhaven.<br />

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<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 10


PROFILE<br />

q HEIKE KLOPSCH IST INHABERIN DER »HERZKÜMMEREI«<br />

» Ich wollte nie eine ›Liebeskummer-Tante‹ sein. «<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 12<br />

HEIKE KLOPSCH<br />

LIEBESKUMMER-<br />

COACHIN<br />

S<br />

ie sind tätig als Liebeskummer-Coachin.<br />

Wie sind Sie auf die Idee gekommen,<br />

die »Herzkümmerei« zu gründen?<br />

Das passierte tatsächlich auf Umwegen. Ich<br />

habe lange als Bildungsmanagerin gearbeitet.<br />

Im Rahmen einer Umstrukturierung<br />

habe ich mich vor vielen Jahren entschieden<br />

eine Ausbildung als Coach zu machen.<br />

Es war eine sehr gute Ausbildung und ich<br />

habe die Zeit genutzt, um mich emotional aus meinem alten<br />

Job herauszulösen. Für eine Bildungsmanagerin geht es immer<br />

um Karrierefragen und -geschichten. Ich wollte das Wissen<br />

weiterhin gerne anwenden und habe mich daher entschieden,<br />

zukünftig als Karrierecoachin zu arbeiten. Eines Tages kam eine<br />

Klientin mit einem Karriereproblem zu mir und wir kamen im<br />

Coaching einfach nicht voran. Irgendwann habe ich das thematisiert.<br />

Sie fing unvermittelt an zu weinen und erzählte mir,<br />

dass sie eigentlich einen ganz heftigen Liebeskummer hat. Ihr<br />

Mann hatte sich von ihr getrennt. Der Trennungsschmerz hatte<br />

das ganze Coaching überlagert. Durch ihren Schmerz war sie<br />

eigentlich gar nicht arbeitsfähig. Im Nachhinein denke ich, sie<br />

hat eigentlich nur darauf gewartet, dass sie die Trennung thematisieren<br />

konnte. Sie hat mich dann gefragt, ob wir an dem<br />

Trennungsthema arbeiten können und ich meinte »Wir können<br />

es ja mal probieren, auch wenn es nicht so mein Schwerpunkt<br />

als Thema ist.« Das war mein Einstieg ins Trennungscoaching,<br />

weil ich gemerkt habe, dass ich an einem viel menschlicheren<br />

Thema arbeiten möchte, abgelöst vom Thema »Karriere« –<br />

und darauf hat mich diese Klientin durch Zufall aufmerksam<br />

gemacht und bestärkt.<br />

Was genau ist die »Herzkümmerei«?<br />

In der »Herzkümmerei« coache und berate ich rund um die<br />

Themen Liebeskummer und Trennung, wobei meine Tätigkeit<br />

mittlerweile sehr viel tiefer geht. Was mich fasziniert hat und<br />

auch größtenteils der Grund für die Frauen ist, zu mir kommen,<br />

ist die Frage nach dem »Warum«. Durch die Fragen nach dem<br />

»Warum« wird es richtig oftmals spannend. Die entscheidende<br />

Frage ist dann oft dahinter: »Warum habe ich mich in diesen<br />

Mann verliebt ?« Häufig gibt es bestimmte Muster, die dahinter<br />

stehen. Auch sehr spannend: Am Ende geht es gar nicht mehr<br />

so sehr um das Thema der Trennung und um diesen Mann,<br />

sondern wir sind eigentlich immer sehr schnell bei der Fragestellung,<br />

was will frau tatsächlich im Leben ?<br />

Verbirgt sich hinter der umgangssprachlichen Bezeichnung<br />

»Liebeskummer-Coach« ein anerkannter Beruf ?<br />

Nein, der Begriff »Coach« ist keine geschützte Bezeichnung.<br />

JedeR kann sich als Coach bezeichnen. Im Internet finden sich<br />

mittlerweile ungezählte Coaches. Viele haben oftmals sehr<br />

oberflächliche Ausbildungen. Es gibt aber auch sehr gute<br />

zertifizierte Ausbildungen, die unbedingt an Qualitätssicherung<br />

interessiert sind. Tatsache ist: Es gibt bei Coaches sehr große<br />

Qualitätsunterschiede und es ist kein anerkannter Beruf.<br />

Haben Sie sich gezielt für Hamburg als Standort für die<br />

»Herzkümmerei« entschieden oder wie kam es dazu ?<br />

Ich bin selbst Hamburgerin. Dadurch kam Hamburg für mich<br />

quasi als einzige Möglichkeit in Frage, hier die »Herzkümmerei«<br />

zu eröffnen. Mittlerweile habe ich viele Klientinnen, die ich<br />

online coache. Auch KlientInnen in Findorff und Bremen sind<br />

dadurch kein Problem, aber am liebsten arbeite ich in Präsenz.<br />

Ältere Menschen können Liebeskummer haben, aber auch<br />

Jugendliche betrifft es. Coachen Sie nur Erwachsene oder<br />

kommen auch Jugendliche zu Ihnen ?<br />

Die jüngste Frau die ich gecoached habe war Anfang 20. Das<br />

eher Erwachsene kommen hat damit zu tun, dass Coaching eine<br />

bezahlte Leistung ist. Jugendliche können sich mein Angebot<br />

finanziell nicht leisten. Von daher arbeite ich nur mit Erwachsenen.<br />

Das geht in den Zwanzigern los, aber der Kern ist immer<br />

das letzte Drittel in den Dreißigern. In diesem Alter sind es sehr<br />

viele Menschen – und nach oben gibt es keine Grenze.<br />

Wie kann ich mir ein Liebeskummer-Coaching vorstellen ?<br />

Die meisten Menschen kommen in der Regel zu mir, weil sie<br />

von ihren PartnerInnen getrennt worden sind. Wir versuchen<br />

gemeinsam herauszufinden »Worum geht es eigentlich ?« Es<br />

geht natürlich erst einmal um die Trennungsgeschichte an sich.<br />

Wenn es ein sehr akutes Trennungsthema ist, stelle ich mir<br />

zunächst die Frage »Was kann man jetzt für die betroffene<br />

Person tun ?«. Dabei geht es anfangs auch um Hilfestellungen,<br />

wie man durch die erste akute Zeit des Schmerzes kommt. Bei<br />

einer Trennung geht es aber primär um das Selbstwertgefühl.<br />

Trennungscoaching ist deshalb immer eine Arbeit an sich selbst,<br />

sehr oft eine Arbeit am Selbstwert. Wir erarbeiten aber auch oft<br />

das jeweilige Beziehungsmuster der Klientin. Wie sah das in der<br />

Vergangenheit aus ? Wie waren ihre früheren Partner ? u<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 13


q HEIKE KLOPSCH IM INTERVIEW<br />

» Muster kann man nicht wegzaubern. «<br />

ICH KLEBE IN <strong>FINDORFF</strong> !<br />

Es wird oftmals ein Muster erkennbar. Ich frage dann im<br />

nächsten Schritt »Wo kommen diese Muster her ?« Frauen als<br />

Klientinnen, die wirklich so tief gehen wollen, biete ich die<br />

sogenannte »Genogramm-Arbeit« an. Dabei betrachten wir die<br />

Beziehungen der Eltern, manchmal auch noch die der Großeltern.<br />

»Wie haben mich meine Eltern geprägt ?«, »Was für<br />

Glaubenssätze sind in der Zeit entstanden ?«, »Wie kann ich<br />

meine Glaubenssätze ändern ?«. In diesen Phasen geht es richtig<br />

tief hinein in die Persönlichkeitsarbeit. Gleichzeitig geht es im<br />

Coaching immer darum, den Selbstwert zu stärken, weil der<br />

durch die Trennung oftmals sehr angeschlagen ist.<br />

Wie lange sind KlientInnen im Durchschnitt bei Ihnen ?<br />

Nicht selten entwickeln sich richtige Prozesse. In der Regel<br />

benötigen wir im Schnitt fünf bis sieben Sitzungen, aber es gibt<br />

auch Klientinnen, die länger bleiben. Wir arbeiten im Abstand<br />

von zwei bis vier Wochen. Das ist ein richtiger Prozess, aber das<br />

ist auch gut so, denn die Muster, die entstanden sind, haben<br />

sich über viele Jahre herausgebildet – und manchmal sogar über<br />

Jahrzehnte. Diese Muster kann man nicht mit einem Fingerschnipp<br />

wegzaubern. Das ist ein längerer Entwicklungsprozess<br />

– und der braucht Zeit.<br />

Wie lange geht ein Coaching bei Ihnen und wie viel kostet es ?<br />

Eine Sitzung dauert in der Regel zwei Stunden. Eine Stunde<br />

kostet 80,00 Euro.<br />

Haben viele KlientInnen anfangs Hemmungen, über private<br />

Themen wie Trennung zu sprechen ?<br />

Ja und nein. Meistens sind die Frauen sehr offen. Sie finden<br />

bei mir einen sehr geschützten Raum, in dem sie frei sprechen<br />

können. Es kommt irgendwann der Punkt, an dem sie anfangen,<br />

Dinge zum ersten Mal auszusprechen. Das ist für mich stets ein<br />

sehr bewegender Moment. Generell ist eine Offenheit gegeben,<br />

sonst würden sie ja nicht kommen: Die Frauen wollen an ihren<br />

Themen arbeiten. Je mehr Vertrauen zwischen Klientinnen und<br />

Coachin da ist, um so besser kann man zusammenarbeiten. In<br />

dem Moment, wo KlientInnen sich öffnen können, ist eine tiefe<br />

und gute Arbeit möglich. Es gibt dann wunderbare Momente<br />

für beide Seiten.<br />

Wie hoch ist Ihre Erfolgsquote, dass unglücklich Verliebte ihren<br />

Liebeskummer mit dem Coaching überwinden ?<br />

Extrem hoch ! Ich würde sagen fast 100 %. Wenn KlientInnen<br />

offen sind, an sich zu arbeiten, sind die Voraussetzungen gegeben<br />

und man kann man wunderbar an den Themen arbeiten.<br />

Welche Auswirkungen kann Liebeskummer auf Dauer haben,<br />

wenn man ihn nicht überwindet ? u<br />

Text & Gestaltung: www.raetsch.de<br />

MIT AUFKLEBER<br />

NA, LOGO ! Ob auf der Autoscheibe, am Schaufenster oder am Briefkasten: Ab sofort gibt es wieder das beliebte<br />

Stadtteil-Logo für Findorff – mit einem Slogan, der selbstbewusst und unverwechselbar unser Selbstverständnis als<br />

DorffbewohnerInnen transportiert: Findorff ist »Das schönste Dorff der Stadt !« Wer möchte das bestreiten ? Eben.<br />

Weil das so ist, gibt es die unverwechselbare Botschaft ab sofort kostenlos als abnehmbaren Aufkleber auf der Titelseite<br />

des neuen <strong>FINDORFF</strong> FINDER 2024/2025. Die Printversion des digitalen Branchenführers fnden Sie<br />

in der neuen Ausgabe von <strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> beigelegt – exklusiv an über 90 Hotspots<br />

in Findorff. Ausführliche Infos dazu auf www.findorff-gleich-nebenan.de und www.findorff-finder.de<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 14


q HEIKE KLOPSCH IM INTERVIEW<br />

» Ein Paar zu bleiben, das bedeutet Arbeit. «<br />

Wenn man immer wieder dem gleichen Muster folgt, steckt<br />

man in einer Dauerschleife. Liebeskummer zu haben ist normal,<br />

aber wenn man festgestellt, dass sich Dinge immer wiederholen<br />

und man sich nicht gut dabei fühlt, ist es sinnvoll, genauer<br />

hinzuschauen und zu fragen: »Warum ist das so ?« Ich habe<br />

dann die Chance, ein Muster zu durchtrennen. Meine KlientInnen<br />

gehen nach den Sitzungen gereifter und selbstbewusster aus<br />

dem Coachingprozess raus. Sie wissen danach viel besser, wer<br />

sie sind und was sie wollen. Auf dieser Basis können sie andere<br />

PartnerInnen wählen – und sind dann tatsächlich in die Lage<br />

versetzt worden, glücklichere Beziehungen zu führen.<br />

Was war Ihr bisher schwierigster »Fall« ?<br />

Tatsächlich war das ein Mann, der gekommen ist. Er war ein<br />

sogenannter Bindungsvermeider. Der Klient war nicht in der<br />

Lage, länger als im Schnitt sechs Monate in einer Beziehung<br />

zu verbleiben. Er wollte im Coaching versuchen, seine Bindungsangst<br />

zu überwinden. Mit ihm habe ich ein halbes Jahr<br />

sehr intensiv gearbeitet. Es gibt tatsächlich Gründe, warum<br />

Menschen nicht in Bindungen bleiben können, obwohl das<br />

ihr tiefer Wunsch ist. Bei ihm lief es tatsächlich immer nach<br />

dem gleichen Muster ab: Immer wenn es ernst wurde und die<br />

Frau ein »Commitment« haben wollte, hat er für sich Gründe<br />

gefunden, die Beziehung zu beenden. Er hatte Angst vor Nähe.<br />

Immer wenn die Frauen ihm zu nah kamen, ist er ausgewichen<br />

und hat sich zurückgezogen. Am Ende hat er sich jedes mal final<br />

getrennt. Im Nachhinein musste ich erkennen, dass er nicht<br />

wirklich bereit war, an seinem Thema zu arbeiten und dadurch<br />

etwas zu verändern. Es hat etwas gedauert, bis ich das erkannt<br />

habe. Ich habe tatsächlich etwas gezögert, aber das Coaching<br />

von meiner Seite beendet. Das ist etwas, was äußerst selten in<br />

meiner Coachingpraxis vorkommt.<br />

Gibt es eine Jahreszeit, in der Sie mehr Anfragen bekommen ?<br />

Verstärkt Anfragen gibt es an den Tagen um die Weihnachtszeit.<br />

Es gibt Coaches die sagen, Anfang des Jahres haben sie besonders<br />

viele Anfragen, aber bei mir ist sind die relativ stabil.<br />

Wie steht es um Ihr eigenes Liebesglück ?<br />

Ich bin tatsächlich seit 34 Jahren mit meinem Mann zusammen<br />

und habe eine erwachsene Tochter. Die Ehe hält seit 30 Jahren,<br />

was aber nicht heißt, dass diese Ehe immer einfach ist und war.<br />

Natürlich nicht, über drei Jahrzehnte ein Paar zu bleiben, das<br />

bedeutet Arbeit.<br />

▼ ÜBER DIE »HERZKÜMMEREI«<br />

Weitere Informationen gibt es unter www.herzkuemmerei.de<br />

Interview: Marlene Kurz, Foto: Heiderose Kay ▲<br />

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Fotograf : Andreas Weimann, www.weimann-fotografie.de<br />

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<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 16


PROFILE<br />

q »BIZKAYA« IST DIE NEUE GASTRONOMIE IM »KULTURZENTRUM SCHLACHTHOF«<br />

» Genuss von Galicien bis in die Bretagne !«<br />

THORSTEN GROß<br />

GASTGEBER<br />

M<br />

oin Thorsten ! Man kennt Dich und<br />

Georg Meyer als Gastronomen<br />

durch den Biergarten »Port Piet«.<br />

Georg ist zudem neben Devrim<br />

Torba Mitinhaber der «Lilie«.<br />

Wann und warum habt Ihr euch als<br />

»Gusta GmbH« entschieden, nach<br />

einer längeren Zeit des Leerstandes<br />

als neue Pächter die Gastronomie<br />

im Kulturzentrum Schlachthof zu übernehmen ?<br />

Tatsächlich hatten wir schon länger darüber nachgedacht, eine<br />

Winterunterkunft zu eröffnen. Nun ist es uns geglückt. Der<br />

Grund für unsere Suche nach einem weiteren Standort war, dass<br />

wir unser Stammteam gern auch im Winter beschäftigen möchten,<br />

um den MitarbeiterInnen durch Langzeitverträge Sicherheit<br />

zu bieten – und weil sich ein halbes Jahr ohne Gastronomie<br />

einfach zu lang anfühlt. (lacht) Besonders gefreut hat uns, dass<br />

wir die Gelegenheit bekommen haben, die Kneipe im Schlachthof<br />

und den Biergarten in unserem Lieblingstadtteil Findorff zu<br />

übernehmen und aus einem längeren Tiefschlaf wiederzuerwecken.<br />

Mit dem Schlachthof verbinde ich viele Erinnerungen. Der<br />

Kulturbetrieb ist eine echte Institution. Zudem ist die Nähe zum<br />

»Port Piet« aus unterschiedlichen Gründen einfach super !<br />

Warum heißt Euer neues Projekt »Bizkaya« – ein Name, der<br />

eigentlich für die große Bucht der französischen Westküste<br />

und der spanischen Nordküste steht ?<br />

Durch meine französischen Wurzeln habe ich schon immer<br />

einen großen Bezug zu Frankreich gehabt. Ich habe in meiner<br />

Kindheit viel Zeit im Baskenland verbracht – und natürlich geschlemmt.<br />

Später haben wir viele Urlaube entlang der Küste der<br />

Biskaya verbracht – und die schöne und unkomplizierte Kneipenkultur<br />

in San Sebastian und Bilbao sehr zu schätzen gelernt.<br />

Der Schlachthof hat uns durch seine Art und Beschaffenheit an<br />

diese Momente erinnert – und diese vielen Eindrücke möchten<br />

wir nun mit unseren Gästen teilen. Der Name »bizkaya« setzt<br />

sich übrigens aus der baskischen und französischen Schreibweise<br />

zusammen.<br />

Was wird sich an dieser seit Jahrzehnten bekannten Location<br />

im Schlachthof »drinnen und draußen« verändern?<br />

Wir wollen an diesem Ort nicht »das Rad neu erfinden«. Vieles<br />

ist von unseren Vorgängern wertig gestaltet worden. Wir wollen<br />

unseren Anspruch weiter kultivieren und vielmehr durch Pflege<br />

nach dem Leerstand wieder einen angenehmen und geselligen<br />

Ort mit Aufenthaltsqualität schaffen, der einladend für alle ist.<br />

Im Restaurant oben soll ein Ort entstehen, der wie im baskischen<br />

Hinterland der Pyrenäen mit erlesenen Zutaten und<br />

handfesten Gerichten überzeugt – als eine schöne Mischung aus<br />

Unkompliziertheit und gediegener Atmosphäre. Verlässt man<br />

die Pyrenäen nach unten kommt man an den »Strand«, wo<br />

alles lebendig und auf eine andere Art auch sehr vielseitig ist,<br />

aber mit einem etwas anderen Schwerpunkt. Dieses Lifestyle-<br />

Gefühl möchten wir unten im Biergarten transportieren.<br />

Man hört: Es soll eine Tapasbar geben ?<br />

Ja, wir finden, dass eine gute Bar im Stadtteil fehlt. Wir werden<br />

unsere Bar so gestalten, dass man man dort kleine Gerichte<br />

verzehren kann, aber eben auch Kleinigkeiten – und diese dann<br />

mit Freunden und Bekannten in geselliger Runde zu teilen ist<br />

genau das, was wir uns vorstellen.<br />

Wie wird die Speisekarte aussehen ?<br />

Vermutlich blau-weiß. (lacht)<br />

Gibt es kulinarische Angebote, die man nur bei Euch findet ?<br />

Durch den regionalen Bezug wird es sicher mit anderen Gastronomien<br />

Überschneidungen im Angebot geben. Aber natürlich<br />

gibt es auch Veränderungen, auf die sich unsere Gäste freuen<br />

können. Wer uns kennt, der weiß, dass wir unser Versprechen<br />

»Genuss von Galicien bis in die Bretagne« nicht über Experimente,<br />

sondern über Beständigkeit und Qualität definieren.<br />

Was ist bis zur Eröffnung am 1. November noch alles zu tun ?<br />

Alles aufzuzählen würde zu lange dauern, aber ich kann sagen,<br />

dass uns sehr daran gelegen ist, bereits am 01. November einen<br />

frischen, neuen Treffpunkt in Findorff zu präsentieren.<br />

▼ MEHR ÜBER DAS »BIZKAYA«<br />

Die Kneipe und der Biergarten im und am Schlachthof haben<br />

neue Pächter. Nach der »Schlachthofkneipe GmbH« und der<br />

»Mecking Ladehoff GbR«, die knapp über zwei Jahre das<br />

»Lugger« betrieb, übernimmt nun die in Findorff ansässige<br />

»Gusta GmbH«. Hinter der »Gusta GmbH« stehen zwei im<br />

Stadtteil bestens bekannte Gesichter: Georg Meyer, Gastronom<br />

(Lilie, Port Piet) und Thorsten Groß (Port Piet), Gastronom und<br />

diplomierter Eventmanager, sind mit ihren Unternehmungen<br />

seit Jahren im Stadtteil erfolgreich. Der neue Namen für die<br />

Kneipe im Schlachthof, der im August 2024 bei dem Deutschen<br />

Patentamt als Wortmarke eingetragen wurde, heißt »Bizkaya«<br />

– und definiert zugleich das kulinarische Angebot. Es braucht<br />

noch etwas Vorbereitungszeit, aber dann soll es losgehen. Die<br />

bereits freigeschaltete Internetpräsenz verspricht jedenfalls jetzt<br />

schon »Genuss von Galicien bis in die Bretagne«. Eine saisonal<br />

wechselnde Speisekarte bietet nicht nur die authentischen Geschmackserlebnisse<br />

des Baskenlandes, sondern lässt den Blick<br />

auch über den Tellerrand bis Nordafrika und Italien schweifen.<br />

Geboten werden soll ein genussvolles Erlebnis für alle in<br />

unkomplizierter Bar-Atmosphäre. Man darf auf den Neustart<br />

an der Findorffstraße im Kulturzentrum Schlachthof gespannt<br />

sein. Weitere Infos gibt es vorab unter www.bizkaya.de<br />

Interview: Mathias Rätsch, Foto: Kerstin Rolfes ▲<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 18<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 19


PROFILE<br />

q MATHIAS RÄTSCH VERLEGT DAS STADTTEILMAGAZIN »<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong>«<br />

» Es macht gigantisch viel Spaß !«<br />

MATHIAS RÄTSCH<br />

MEDIENGESTALTER<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 20<br />

M<br />

athias Rätsch, Sie publizieren ein<br />

Stadtteilmagazin für Findorff. Was<br />

ist der Sinn eines Stadtteilmagazins ?<br />

Sinn eines Stadtteilmagazins ist<br />

es, einen Stadtteil redaktionell in<br />

verschiedenen Facetten abzubilden,<br />

in diesem Fall Findorff, weil es ein<br />

interessanter und bunter Stadtteil<br />

ist – und weil ich hier lebe. Es geht<br />

darum, Menschen über Lokales zu informieren und es geht<br />

darum, interessante Menschen im Stadtteil vorzustellen. Das<br />

machen wir durch Interviews, weil ich überzeugt bin: Nichts ist<br />

interessanter als Menschen, die über sich selbst erzählen. Dafür<br />

ist <strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> ein großartiger Türöffner.<br />

Wir haben aber auch eine Rubrik wie »Dorffklatsch«, in der<br />

lokale Meldungen zusammengefasst werden und wir haben<br />

Meinungsbeiträge wie die neue Kolumne »Der Stadtist«.<br />

Wie finanziert man ein Stadtteilmagazin ?<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> finanziert sich ausschließlich<br />

über Anzeigen und PR. KundInnen entscheiden sich bei uns<br />

zu inserieren und PR zu schalten, um <strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong><br />

<strong>NEBENAN</strong> für ihr Marketing als Werbeträger zu nutzen. Ich<br />

danke allen, die seit Jahren durch ihre Unterstützung jede für<br />

die LeserInnen kostenlose Ausgabe möglich machen. Clevere<br />

InserentInnen wissen, dass dieses Magazin eine hohe Reichweite<br />

im Stadtteil hat – durch eine gigantische Auflage von 10.000<br />

Exemplaren. Davon verteilen wir ca. 7.000 Exemplare in Briefkästen<br />

und ca. 3.000 über die »Hotspots«. Das sind Geschäfte,<br />

Supermärkte, Gastronomiebetriebe und Kultureinrichtungen.<br />

Wie erreicht man AnzeigenkundInnen ?<br />

AnzeigenkundInnen erreicht man über Akquise. Akquise ist ein<br />

sehr aufwendiger Vorgang – oder wie es Hans-Peter Schneider,<br />

Geschäftsführer der MESSE BREMEN & ÖVB-Arena, einmal<br />

formulierte: »Aggressives Abwarten bringt es nicht.« So ist es.<br />

Das heißt: Wir gehen aktiv auf bestehende und potentielle AnzeigenkundInnen<br />

zu. Viele Geschäftsleute kommen mittlerweile<br />

aber auch auf uns zu, weil sie wissen, dass sie bei uns sehr gut<br />

aufgehoben sind, wenn sie lokale Zielgruppen erreichen wollen.<br />

Wie erreicht man möglichst viele LeserInnen ?<br />

AnzeigenkundInnen ist als wichtige Entscheidungsgrundlage<br />

stets der Blick in unser Impressum zu empfehlen: Möglichst<br />

viele LeserInnen erreicht man über die extrem hohe Auflage für<br />

ca. 25.000 Menschen in Findorff. Zugleich betreibt der Findorff<br />

Verlag mit www.findorff-gleich-nebenan.de das lebendigste<br />

Onlineportal im Stadtteil. Stadtteilmarketing ? Das sind wir !<br />

Kann man von einem Stadtteilmagazin leben ?<br />

Man kann dann von einem Stadtteilmagazin leben, wenn man<br />

bescheiden lebt. Meine Tätigkeiten als Herausgeber sind aber<br />

nur ein Teil dessen, was ich mache. Ich habe eine weitere Existenz.<br />

Mit »Rätsch Communications« berate und betreue ich als<br />

Kommunikationsdesigner Unternehmen und realisiere für sie<br />

Internetpräsenzen, Printmedien, PR und Werbetexte.<br />

Wieviel kann man mit einem Stadtteilmagazin verdienen ?<br />

Das Magazin erscheint viermal im Jahr. Der Umsatz ist daher<br />

begrenzt. Ich bin aber zufrieden. Zusammen mit den Aufträgen<br />

als Mediengestalter hat man ein auskömmliches Einkommen.<br />

Welche Aufgaben müssen erledigt werden, bis ein Stadtteilmagazin<br />

von den LeserInnen gelesen werden kann ?<br />

Als Inhalte im Magazin sind Texte und Interviews zu erarbeiten.<br />

Eine gute Gestaltung ist unverzichtbar. Zugleich muss das<br />

Magazin als druckfähige Reinzeichnung umgesetzt werden,<br />

damit die Druckerei es drucken kann.<br />

Wo kann man ein Stadtteilmagazin drucken lassen ?<br />

Wir haben eine Online-Druckerei. Das funktioniert sehr gut.<br />

Welche technische Ausrüstung ist erforderlich ?<br />

Man braucht Dinge wie in jedem Büro. Dazu zählen ein Telefon<br />

und schnelles WLAN für schnellen Internetzugang. Als professioneller<br />

Mediengestalter, der ich von Haus aus bin, arbeite ich<br />

mit Grafik-Programmen wie »Indesign« und »Photoshop«.<br />

Wieviele MitarbeiterInnen braucht man mindestens ?<br />

Feste MitarbeiterInnen kann ich mir nicht leisten. Dafür ist das<br />

Magazin zu klein. Ich kooperiere mit freien MitarbeiterInnen im<br />

Bereich Text, wie mit Suse Lübker für »Supersuse«. Eine weitere<br />

ganz hervorragende Zusammenarbeit für die Fotoproduktion<br />

gibt es mit Kerstin Rolfes, die mit ihren wunderbaren Aufnahmen<br />

von Anfang an nahezu in jeder Ausgabe vertreten ist.<br />

Welches Vorwissen sollte man mitbringen, um ein lokales<br />

Stadtteilmagazin zu erstellen ?<br />

Wissen als Verleger eignet man sich auch im Prozess an. Ich bin<br />

ein Anhänger von autodidaktischen Vorgehensweisen. Was man<br />

auf jeden Fall sagen kann: Wer als Verleger ein Stadtteilmagazin<br />

für Findorff erstellt, sollte unbedingt auch im Stadtteil leben.<br />

Ich behaupte sogar: Wenn man nicht im Stadtteil vor Ort ist,<br />

kann man kein gutes Stadtteilmagazin machen, weil man nicht<br />

»nah dran« ist. Man sollte offen sein und ohne Vorbehalte mit<br />

Menschen kommunizieren können – so verschieden die auch<br />

sein mögen. Dann ist es immer noch ein hartes Stück Arbeit,<br />

alle drei Monate eine druckfrische Ausgabe zu produzieren.<br />

Das Tolle daran ist aber auch: Es macht gigantisch viel Spaß !<br />

▼ ÜBER DEN <strong>FINDORFF</strong> VERLAG<br />

Mehr Infos gibt es unter www.findorff-gleich-nebenan.de und<br />

www.raetsch.de. Alle bisherigen Ausgaben finden sich unter<br />

www.yumpu.com/user/<strong>FINDORFF</strong>.<strong>GLEICH</strong>.<strong>NEBENAN</strong><br />

Interview: Marlene Kurz, Foto: Kerstin Rolfes ▲<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 21


PROFILE<br />

q TANIA UND TOURIA SIND GRUPPENLEITERINNEN BEI »FAMILIEN IN <strong>FINDORFF</strong> E.V.«<br />

»Wir möchten erreichen, dass sich das Kind wohlfühlt.«<br />

TOURIA KÖNIG<br />

TANIA SPENGEMANN<br />

GRUPPENLEITUNG<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 22 | PROMOTION<br />

D<br />

as Kindergartenjahr beginnt für Euch mit<br />

der Eingewöhnung der neuen Kinder.<br />

In diesem Jahr werden insgesamt sieben<br />

Kinder aufgenommen, die alle zwölf oder<br />

dreizehn Monate alt sind. Also noch sehr<br />

klein. Wie gestaltet Ihr in den Kleinkindgruppen<br />

die Eingewöhnung?<br />

Tania: Den ersten Kontakt haben wir mit<br />

den Eltern. Wir sprechen über den Ablauf<br />

der Eingewöhnung und besonders über die Regeln, die eingehalten<br />

werden müssen, damit die Ablösung gelingen kann. Es<br />

ist z.B. wichtig, dass die Bezugsperson bei der Eingewöhnung<br />

nicht wechselt. Diese Regeln sind verschriftlicht und können<br />

immer wieder nachgelesen werden.<br />

Touria: Wenn das Kind mit der Mutter oder dem Vater in der<br />

Gruppe ist, beobachten wir deren Interaktion. Im Gespräch<br />

mit den Eltern erfahren wir auch viel über das Kind und die<br />

Familie, zum Beispiel ob es Geschwister hat, was es gerne isst<br />

und was dem Kind hilft über einen Trennungsschmerz hinwegzukommen.<br />

Die Eingewöhnung neuer Kinder ist immer eine große Herausforderung<br />

für Euch als Pädagoginnen. Was ist das Besondere<br />

in dieser Phase ?<br />

Tania: Es sind Menschen, die wir nicht kennen. Wir müssen uns<br />

da langsam vortasten, um die Kinder und die Eltern kennenzulernen.<br />

Wir brauchen Empathie, Geduld und eine positive<br />

Einstellung.<br />

Touria: Auch die Eltern müssen uns kennenlernen, um Vertrauen<br />

zu entwickeln. Du musst vermitteln, dass deine positive Haltung<br />

und die Hinwendung zum Kind im Arbeitsalltag kontinuierlich<br />

vorhanden und spürbar ist.<br />

Tania: Das ist die Herausforderung – und es ist die Basis für<br />

gegenseitiges Vertrauen.<br />

Wie reagieren die »großen Kinder« auf die »neuen Kleinen« ?<br />

Touria: In dieser sensiblen Zeit brauchen auch »die Großen«<br />

mehr Aufmerksamkeit von uns. Die Situation ist für alle neu<br />

und wir zeigen, dass wir für Alle da sind.<br />

Tania: Die Gruppenkonstellation verändert sich und unsere<br />

Aufgabe ist es, die Kinder als Gruppe zusammenzuführen.<br />

Wie macht Ihr das ?<br />

Tania: Wenn wir zum Beispiel mit einem neuen Kind ein Buch<br />

anschauen und ein großes Kind kommt dazu, dann beziehen<br />

wir das Kind mit ein und lassen es teilhaben. Das machen wir<br />

sehr konsequent, die Kinder in diese Aktivitäten mit einbeziehen.<br />

So können sie erleben, dass sie als Gruppe zusammengehören<br />

und alle Kinder die Beachtung und Zuwendung bekommen,<br />

die sie brauchen, um sich wohlzufühlen.<br />

Klein und sichtbar: »Die Igel« und »Die Bären« in der Theodor-Heuss-Allee<br />

Welche Rolle spielen die Eltern bei der Eingewöhnung ?<br />

Touria: Die Eltern sollten emotional dazu bereit sein, ihr Kind<br />

bei uns zu lassen. Das ist oftmals ein hochemotionaler Prozess.<br />

Tania: Es kann hilfreich sein, die Trennungsphase beim Bringen<br />

des Kindes zu verkürzen. Wichtig ist auch, mit den Eltern im<br />

Gespräch zu bleiben und die einzelnen Entwicklungsschritte,<br />

die das Kind bei der Eingewöhnung macht, aufzuzeigen. Auch<br />

der Hinweis auf die Bindungstheorie, die Grundlage der<br />

Eingewöhnung, kann helfen.<br />

Touria: Wir möchten mit unserer Arbeit erreichen, dass sich das<br />

Kind bei uns wohlfühlt. Dieses Ziel verbindet uns mit den Eltern.<br />

Wodurch bekommt Ihr in der Eingewöhnungsphase, die ein<br />

hohes Maß an Aufmerksamkeit und Reflexion von Euch<br />

fordert, Unterstützung ?<br />

Touria: Der kollegiale Austausch über die Eingewöhnung ist<br />

wichtig. Das machen wir regelmäßig. Wir reflektieren unsere<br />

pädagogische Arbeit offen im Team, geben Rückmeldungen<br />

und bekommen Anregungen und Impulse von den KollegInnen.<br />

Tania: Unsere Erfahrung gibt uns viel Sicherheit – und natürlich<br />

die Freude an unserem Beruf.<br />

q ÜBER TANIA, TOURIA UND »FIF«<br />

Tania Spengemann und Touria König sind die Gruppenleiterinnen<br />

der Kleinkindgruppen »Die Igel« und »Die Bären« in<br />

der Theodor-Heuss-Allee. Gemeinsam mit ihren KollegInnen<br />

betreuen sie in jeder Gruppe täglich zehn Kinder im Alter von<br />

eins bis drei Jahren von 8:00 bis 16:00 Uhr. Familien in Findorff<br />

e.V. ist mit rund 150 Betreuungsplätzen, 35 pädagogisch ausgebildeten<br />

MitarbeiterInnen und acht Standorten eine der größten<br />

Kinderbetreuungs-Einrichtungen in Findorff. Tania Spengemann<br />

ist Erzieherin und seit 2001 bei Familien in Findorff e.V., kurz<br />

»fif«. Touria König ist ebenfalls Erzieherin und seit 2014 bei<br />

»fif«. Mehr Informationen auf auf www.familien-in-findorff.de<br />

Interview: Ulrike Schönig, Fotos: Dennis Schmidt ▲<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 23 | PROMOTION


q STUMPF BETRACHTET: URBANE SICHTWEISEN AUS DER DORFFRANDLAGE<br />

Wandel ohne Handel: die Zukunft der Innenstädte<br />

M<br />

oin ! Als ich begann, mich mit dem<br />

Thema dieser Kolumne zu beschäftigen,<br />

dachte ich mir: »Alter, was<br />

für ein abgedroschenes Thema, auf<br />

das du dich da eingelassen hast.«<br />

Innenstadtentwicklung in deutschen<br />

Städten: Geht’s noch ? Seit ungefähr<br />

25 Jahren schlage ich mich<br />

mit diesem Thema<br />

herum. Aufgewachsen als Sohn von Einzelhändlern<br />

in einem historischen, denkmalgeschützten,<br />

norddeutschen Innenstadtensemble<br />

bin ich quasi seit Geburt<br />

ein Betroffener. Und ich entkomme<br />

meinen Wurzeln nicht.<br />

Ungefähr 25 Jahre Lebenszeit verbrachte<br />

ich in Arbeitskreisen, Foren,<br />

Zirkeln, Gemeinschaften, Gruppen<br />

und Grüppchen, Verbänden, Konferenzen<br />

und was es sonst noch so alles gibt.<br />

Mal war ich auf der einen Seite als Akteur,<br />

Arbeitskreissprecher, engagierter Bürger,<br />

mal war ich auf der anderen Seite als<br />

Planer, Ideengeber, Problemlöser und<br />

bezahlter Hoffnungsträger der Kommunalpolitik<br />

und der Verwaltungen. In der<br />

Rückschau herausgekommen ist jeweils nicht viel. Die Probleme<br />

haben sich nicht einmal verändert, sondern nur verstärkt: Nutzungsmonotonie,<br />

Leerstand, Verlust von Vielfalt und Identität,<br />

fehlende Aufenthaltsqualität und vieles mehr. Die Innenstädte<br />

sind gesellschaftlich weitgehend abgehängt, sie sind konsumorientierte<br />

Platzhalter für nicht vorhandenes Leben. Und ? Wer<br />

beklagt das ? Nur ein paar Randgruppen. Für die meisten geht es<br />

darum, mit dem Auto direkt vor irgendwelche Geschäfte fahren<br />

zu können, um den großen Flatscreen einzuladen, den sie dort ja<br />

gar nicht kaufen, weil dieser im Netz gerade ein Schnäppchen ist.<br />

Die Innenstadt als Marktplatz, Parkplatz, beides oder als Lebensraum<br />

? Wer befindet darüber eigentlich ? Wem gehört das alles ?<br />

Ich kann mich noch an die Goldgräberzeiten der Immobilienwirtschaft<br />

erinnern, als die großen Filialisten anfingen, ihre immer<br />

gleiche Langweiligkeit über die Innenstädte auszuschütten.<br />

Das war ihnen viel wert. Hohe Mieten bringen hohe Renditen.<br />

Inzwischen nehmen sie Reißaus. Zurück bleibt trister Leerstand.<br />

Auch auf den ganz großen Flächen. Was bleibt außerdem zurück ?<br />

Ratlosigkeit und die Hoffnung der Kommunen auf die rettenden<br />

InvestorInnen. Mal wieder.<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 24<br />

DER STADTIST<br />

Während man sich allenthalben auf die Innenstädte konzentriert,<br />

findet ein ähnlicher Erosionsprozess auch in den Stadtteilzentren<br />

statt. Auch in diesen, zumeist bürgernah belebten Strukturen,<br />

häufen sich die Leerstände. Schöngeredet wird vom Wandel gesprochen.<br />

In Wirklichkeit handelt es sich um Verlust. Wandel ist<br />

dann vorhanden, wenn sich etwas gleichwertig verändert. Alles<br />

andere ist Entropie, Verlust, Untergang. Mit der Lupe auf den<br />

Innenstädten fehlt den Stadtteilzentren oft die notwendige<br />

Aufmerksamkeit der Politik und der Verwaltungen. Ich bin fast<br />

geneigt von der Einsamkeit der StadtteilpolitikerInnen zu sprechen,<br />

sind sie doch von den übergeordneten Strukturen alleingelassen<br />

und merken das oftmals gar nicht. Sie beschäftigen sich<br />

stattdessen wie im Beirat Findorff mit Taubenhäusern,<br />

Hundefreilaufflächen und anderen Nebensächlichkeiten.<br />

Auch fragt man sich: Wer kann als LokalpolitikerIn<br />

eigentlich für sich in Anspruch nehmen,<br />

den Überblick über die Veränderungen in<br />

dem Zentrum seines Stadtteils zu haben ? An<br />

welche Stelle können negative Entwicklungen<br />

lösungsorientiert adressiert werden ? Wo<br />

sind die umfangreichen Förderprogramme<br />

wie bei den Innenstädten ? Die wegweisenden<br />

Konferenzen mit Glanz und Glamour ?<br />

Es ist also wie es ist und damit es nicht so bleibt,<br />

ist das Engagement der BürgerInnen gefordert.<br />

Diese müssen sich organisieren und artikulieren. Sie<br />

müssen die Strukturen einfordern, die hilfreich<br />

unterstützen. Sehr gute Beispiele sind die<br />

Quartiersmeisterei in Walle, Gröpelingen<br />

Marketing e.V. oder das Stadtteilmarketing<br />

in Hemelingen, um ein paar Bremer Stadtteile zu nennen.<br />

Für die großen Innenstädte fehlen in der Regel vergleichbare<br />

Strukturen, da diese investoren- und konzernlastig geprägt sind.<br />

Ich hatte mir fest vorgenommen, dazu mit einer großartigen<br />

Vision zur Rettung der Innenstädte diese Kolumne zu beenden.<br />

Daraus ist aber leider nichts geworden. Mir fehlt die Eingebung.<br />

Schade. Jetzt hilft nur noch zu beten:<br />

Urbanio hilf ! Oh, Bremen, mein ! Wort bricht an müden Fassaden<br />

Ob der Lösung Pflicht, den Weg – sie sehen ihn gerade nicht !<br />

San Urbanio soll kommen, taumeln sie doch wie benommen<br />

Zwischen Stadtgeflüster und Beharrlichkeit, Fenster auf, Bürger !<br />

Macht Euch bereit ! San Urbanio hilf !<br />

Zeig Dein Licht, Weisheit und Bürgerpflicht<br />

Welt zieht auf alle Plätze, Bremen Stadtschätze,<br />

Menschen, sich drängen, neu und aufgemacht<br />

Bremen halt Dich bereit, es ist soweit Neues zuzulassen !<br />

San Urbanio weck sie auf ! Küss sie munter, schenk ihnen Realität<br />

Das Alte wird ihnen nicht genommen Das Neue gestalten sie –<br />

vollauf, San Urbanio komm, lad sie ein !<br />

Du sollst ein Bremer sein !<br />

Gebet an San Urbanio – dem Schutzpatron der Städte im<br />

planlosen Wandel<br />

Text: Karsten Stumpf, Fotocollage: privat, san4ezz ▲


q DIE SPARKASSE BREMEN IN <strong>FINDORFF</strong><br />

Seien Sie kritisch !<br />

G<br />

erne hätte ich Ihnen an<br />

dieser Stelle etwas Neues<br />

von unserer zukünftigen<br />

Stadtteilfiliale berichtet.<br />

Leider liegt uns noch<br />

nicht die Genehmigung<br />

für den Umbau vor.<br />

Natürlich gibt es auch noch<br />

andere (Finanz)-Themen, die<br />

Menschen hier im Stadtteil bewegen.<br />

AKTIV VOR ORT<br />

Mit den Zinsen wuchs das Interesse<br />

an der Geldanlage wieder. Das machen<br />

sich leider auch Betrüger zunutze. Mit<br />

vermeintlichen Traumrenditen locken sie Menschen im Internet<br />

über Werbeanzeigen auf unseriöse Seiten. Erst wird Geld<br />

überwiesen, das Erwachen kommt leider zu spät. Nämlich dann,<br />

wenn das scheinbar vermehrte Geld wieder zurückgefordert<br />

wird. Deshalb seien Sie bitte kritisch – besonders bei ungewöhnlich<br />

hohen Renditen. Vertrauen Sie nur bekannten Anbietern<br />

und informieren sich genau über die Anlageform. Sprechen Sie<br />

gerne mit uns über Ihre Anlagewünsche.<br />

Wir finden bestimmt eine Lösung, die zu Ihnen passt.<br />

Auf SPOT, unserem Stadtteilfilialportal, finden<br />

sich auch im Oktober wieder viele Kundenveranstaltungen.<br />

Vielleicht ist das altersgerechte<br />

Wohnen in Ihrer Immobilie ein Thema ? Oder<br />

interessieren Sie sich für den Schutz vor Hochwasser<br />

und Starkregen ? Darüber spreche ich<br />

immer wieder mit meinen Kundinnen und Kunden.<br />

Stöbern Sie doch einfach durch das Angebot unserer<br />

Nachbarfilialen. Es finden übrigens auch<br />

zahlreiche Termine für Kinder statt.<br />

Für Schulkinder ab zehn Jahren haben wir<br />

zum Girokonto einen kostenlosen Mehrwert<br />

geschaffen. Mit der App eines Bildungspartners können<br />

Schülerinnen und Schüler Hausaufgabenhilfe und Lernbetreuung<br />

wahrnehmen – online im Kontakt mit einer ausgebildeten<br />

Lehrkraft. Kommen Sie gerne in die Filiale in der Fürther Straße.<br />

Wir erklären Ihnen alles dazu. www.spot-bremen.de<br />

Ihr Clemens Schwers, Wertpapierberater in der<br />

Sparkassen-Filiale Findorff<br />

Friseurmeisterin Aysel Canli<br />

Damen-, Herren- und Kinderfriseurin · Termin vereinbaren:<br />

Telefon 0421 / 35 14 54 · Hemmstraße 293 · 28215 Bremen<br />

Unsere Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 9:00 Uhr<br />

bis 18:00 Uhr und am Samstag von 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr<br />

Physiotherapie in Findorff<br />

Physiotherapie / Krankengymnastik /Bobath Erwachsene ·<br />

Manuelle Therapie (MT) CRAFTA ® / CMD · Hausbesuche<br />

Infos auf www.weis-trabulsi.com<br />

Tel. 0421- 247 04 76<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 26<br />

Bettina Weis & Neila Trabulsi<br />

Innsbrucker Str. 120 · Bremen<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 27


q FITNESS FÜR FRAUEN IN <strong>FINDORFF</strong><br />

Mit Fun-Faktor: sieben Jahre Patty‘s Gym !<br />

W<br />

ie die Zeit vergeht !<br />

2018 schrieben wir<br />

an dieser Stelle:<br />

»Garantiert<br />

unter den Top<br />

Ten der ewigen<br />

Vorsätze steht<br />

der Plan, endlich<br />

mehr Bewegung in<br />

den eigenen Alltag zu bringen. Für diejenigen<br />

unter uns, die den Vorsätzen Taten folgen<br />

lassen wollen, gibt es gute Nachrichten: Denn<br />

in Findorff und umzu hat man ein tolles<br />

Fitness-Studio vor der Tür.«<br />

JUBILÄUM<br />

Ein Jahr zuvor hatte die ehemalige Turnerin und ausgebildete<br />

Fitness-Trainerin Patricia Herbst »Patty’s Gym« gegründet – und<br />

auch sieben Jahre später ist das Fitnessstudio für Frauen in ganz<br />

Bremen und Findorff total angesagt und absolut fit dabei . Seit<br />

2017 bietet Patricia Herbst in der Münchener Straße 142/144<br />

eine familiäre und motivierende Atmosphäre für Frauen jeden<br />

Alters. Wer an der eigenen Fitness arbeiten oder die Figur formen<br />

möchte, findet hier ein eine große Auswahl an beliebten Kursen<br />

wie Zumba, Strong Nation, Pilates, Bodyforming, Toso X, Yoga<br />

und Rückenfit. Neben den genannten Kursen kann<br />

auch auf der modernen Trainingsfläche individuell<br />

mit den neuesten Geräten trainiert werden, um<br />

selbst gesetzte Ziele zu erreichen. Immer eine gute<br />

Idee, um danach den Tag noch perfekt ausklingen<br />

zu lassen: Entspannung pur in der Sauna oder im<br />

Wellnessbereich. Zum Jubliäum freut sich Patricia<br />

Herbst auf bekannte und neue Gäste: »Kommt vorbei<br />

und erlebt, wieviel Spaß Fitness machen kann !«<br />

Am besten testen: Als Aktion zum Jubiläum kann<br />

jetzt zwei Monate gratis und ohne Aufnahmegebühr<br />

trainiert werden oder frau bucht die »1 Jahr<br />

All-Inclusive Fitness« für nur 825,00 Euro. Das<br />

erste Angebot gilt für Nicht-Mitglieder in Verbindung mit einem<br />

Zwei-Jahres-Vertrag. Das zweite Angebot gilt für Nicht-Mitglieder<br />

und Mitglieder bei Zahlung im Voraus. Wenn dann das erwählte<br />

Frauen-Fitnessstudio perfekt zu einem passt, erhöht sich die<br />

Wahrscheinlichkeit, dass der Besuch dort kein einmaliges Phänomen<br />

im Zuge der guten Vorsätze bleibt. Stattdessen wird es<br />

zu einem Ort, an dem man sich so wohl fühlt, weil das Training<br />

in »Patty‘s Gym« einen extrem hohen Fun-Faktor hat.<br />

Patty‘s Gym, Fitnessstudio für Frauen, Münchener Straße<br />

142/144, Telefon: 0421/ 43 74 11 22, www.pattysgym.de ▲<br />

Martin Kratzsch & Co<br />

»Von Wien bis Odessa«<br />

Hochschule für Künste<br />

»Immer nur lächeln ?«<br />

Annie Heger »Betlehem«<br />

25.<br />

Oktober<br />

14.<br />

November<br />

16.<br />

November<br />

05.<br />

Dezember<br />

u Martin Kratzsch und ein klassisches Streichquartet<br />

spielen Klezmermusik & Klassische Stücke<br />

u Studierende der HfK Bremen präsentieren an zwei<br />

Abenden Festliches aus Oper und Operette<br />

u Annie Heger und Band versprechen dem Publikum<br />

ein Weihnachtsspektakel auf Platt und Hoch<br />

u Karten: Tel. 0421 / 36 36 36, www.nordwest-ticket.de<br />

und an der Abendkasse. www.altespumpwerk.de<br />

Altes Pumpwerk e.V. | Salzburger Str. 12 | 28219 Bremen<br />

Nadia und Sohn<br />

Ocalan laden Sie<br />

ein zu einer Reise<br />

durch die Küche<br />

des Orients – alle<br />

Speisen frisch<br />

zubereitet !<br />

Mittagsgerichte<br />

ab 9,90 Euro<br />

Vielfalt auf der<br />

Abendkarte<br />

Event-Catering<br />

außer Haus für<br />

Gesellschaften<br />

Gemütliche<br />

Außenterrasse<br />

Frühzeitig<br />

Weihnachtsfeier<br />

buchen:<br />

Tel. 200 986 40<br />

SIE HABEN UNS GESUCHT? Sie haben uns gefunden. Als Dienstleister vor Ort in<br />

Findorff und Jimdo Expert Bremen konzipiert, gestaltet und realisiert Rätsch Communications<br />

intelligente Lösungen für die Unternehmenskommunikation. Unser Angebot umfasst Internet-<br />

präsenzen, Printmedien, Werbetexte und Public Relations. Alle Infos auf www.raetsch.de<br />

rätsch<br />

communications<br />

Kurdisch-syrische Küche in der Hemmstraße 246. Öffnungszeiten:<br />

11:30-15:00 und 17:00-22:00 Uhr. Mittwoch Ruhetag.Reservierung<br />

unter Telefon 0421 - 200 986 40. Speisekarte : www.zafar-bremen.de<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 28<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 29


q WER, WIE, WAS, WIESO, WESHALB, WARUM<br />

» Die Fahrräder werden auch immer größer ! «<br />

N<br />

ach einigen logistischen<br />

Vorbereitungen ging es los:<br />

Mitte Juli fusionierten in<br />

der Findorffer Geschäftswelt<br />

endgültig die »Flotte<br />

Karotte« und die »Füllerei<br />

Findorff« zum gemeinsamen<br />

DORFFLADEN.<br />

In den neuen Räumlichkeiten<br />

am Standort in der Münchener Straße<br />

66 bis 72, ehemals »Gorillas« und<br />

zuvor »nah & gut«, freuen sich NOR A<br />

OSLER und TOBIAS WOLF auf die<br />

bisherigen und neue KundInnen. »Alles<br />

Bio« bleibt natürlich das bewährte Motto, aber die Kombination<br />

der beiden Sortimente bietet jetzt eine noch breitere Auswahl an<br />

frischen Produkten – wenn möglich regional und möglichst wenig<br />

verpackt. Mit dabei natürlich auch Feli, die Nussmusmühle,<br />

frische Milch und das leckere Eis von KAEMENA, die<br />

Käsetheke und eine richtig gute Obst und Gemüseauswahl.<br />

www.dorffladen-bremen.de<br />

+++ Die Fahrräder in Findorff werden auch<br />

immer größer ! Gesehen im Stadtteil: neue<br />

Fahrradbügel an der Findorffstraße – schick<br />

und auffällig gekennzeichnet.<br />

+++ Am 20. August gab es eine turbulente<br />

Ausschusssitzung zur geplanten HUNDE-<br />

FREILAUFFLÄCHE am Blumenweg in<br />

einem Wohngebiet am Weidedamm. Anwesende<br />

HundebesitzerInnen: 0. Empörte AnwohnerInnen:<br />

ca. 25. Der Aussschuss »Bau, Umwelt, Klima<br />

und Verkehr« im BEIRAT <strong>FINDORFF</strong> wollte sofort über die<br />

Einrichtung dieser Hundefreilaufläche abstimmen lassen. Dazu<br />

kam es nicht. Es gab seitens der AnwohnerInnen hitzige Proteste<br />

gegen ein Areal, das vor Ort auch als »Matschwiese« bezeichnet<br />

wird. Auch die »Präsentation« der Planung erwies sich als wenig<br />

» Freude empfinden,<br />

spüren und wieder<br />

das Leben leben «<br />

H.S.<br />

naturheilpraxis<br />

schwanenberg<br />

Antlitz-/Augendiagnostik · Bioresonanz/EAV<br />

Psychokinesiologie nach Dr. Klinghardt · Traumatherapie<br />

Andrea Hella Schwanenberg<br />

Heilpraktikerin und staatlich examinierte Krankenschwester<br />

www.naturheilpraxis-schwanenberg.de<br />

Geibelstraße 4 · 28215 Bremen · Telefon 0421 / 4 91 99 81<br />

DORFFKLATSCH<br />

professionell: Ein Plan war nicht vorhanden und das<br />

exakte Gebiet zunächst unklar. Eine Simulation,<br />

wie die Fläche mit einer 8 x 75 Metern hundegerechten<br />

Einzäunung aussehen würde, gab es<br />

auch nicht zu sehen. Die Kosten für das Projekt<br />

inklusive Pflege für fünf Jahre wurden auf ca.<br />

27.000 Euro beziffert. Ursprung des Projektes war<br />

eine Unterschriftenliste von vor zwei Jahren mit<br />

100 UnterzeichnerInnen, die sich eine Auslauffläche<br />

gewünscht hatten. Auf der Ortsbegehung<br />

am 30. August waren sich HundebesitzerInnen<br />

und AnwohnerInnen schnell einig: Die<br />

vorgeschlagene Fläche ist nicht geeignet.<br />

Das Abstimmungsergebnis im Beirat am<br />

24. September war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.<br />

+++ Zum Jahresende verlässt »Ihre Immobilie« den bisherigen<br />

Standort an der Hemmstraße 182/184. Das Maklerbüro von<br />

JÜRGEN KLÜNDER zieht es an den Osterdeich. Mehr<br />

Informationen auf www.ihre-immobilie.info<br />

+++ Ein Dauerthema im Beirat Findorff ist<br />

die chaotische PARKSITUATION rund<br />

um Freimarkt und Osterwiese. Seit Jahrzehnten<br />

politisch ungelöst, soll jetzt auf<br />

Initiative der GRÜNEN ein runder Tisch<br />

mit allen Beteiligten wie Amt für Straßenverkehr<br />

(ASV), Innen- und Verkehrsbehörde,<br />

Wirtschaftssenatorin und den zwei<br />

Bremer Schaustellerverbänden eingerichtet<br />

werden. Auch der Beirat Findorff wird vertreten<br />

sein. Ob auch die AnwohnerInnen von<br />

ihren »Erfahrungen« von zugeparkten Gehwegen in<br />

ihrem Quartier berichten dürfen, ist noch nicht geklärt. Klar<br />

ist hingegen: Das vermutlich zu keinem Zeitpunkt rechtssichere<br />

Konzept »Parkfrieden« aus dem Ressort von SPD-Innensenator<br />

Mäurer und das Konzept »Bewohnerparken« der Ex- Senatorin<br />

Maike Schaefer wurden inzwischen auch<br />

offiziell politisch beerdigt.<br />

+++ Jahre stand die Gewerbefläche<br />

der ehemaligen Sparkassenfiliale<br />

an der Admiralstraße leer,<br />

dann kam mit »Rainboo« ein<br />

»Schnäppchenparadies«, aber<br />

dieses Paradies war schnell wieder<br />

verschwunden. Seit August<br />

wird die Admiralstraße 129 neu<br />

bespielt . Der HAUSHALTSGERÄTE<br />

PROFI ist da. Inhaber TARIK CAKMAK<br />

verspricht Verkauf, Reparatur, Service und Klima-Küchen zu<br />

sehr günstigen Preisen. www.hausgeraete-findorff.de<br />

Fotos: Dorffladen © Pressefoto, Fahrrad und Haushaltsgeräteprofi<br />

© Ulrike Lichtenfeld, Textredaktion: Mathias Rätsch ▲<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 30<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | <strong>31</strong>


<strong>FINDORFF</strong> GEHT AUS<br />

11.10 l ALADIN<br />

FORCED TO MODE gilt als weltbeste<br />

Depeche Mode-Coverband, deren Shows<br />

bereits in 13 Ländern quer durch Europa<br />

begeisterten Anklang fanden. Erwarten<br />

dürfen wir eine energetische-Performance,<br />

die ganz nah an den Original-Stimmen<br />

ist und die perfektionistische Liebe zum<br />

Sound-Detail, die auch jede Tribute-Show<br />

unvergesslich macht. Beginn 20:00 Uhr<br />

u www.aladin-bremen.de<br />

17.10 l MODERNES<br />

MAX MUTZKE begeistert sein Publikum<br />

neben seiner markanten Stimme vor allem<br />

mit seiner Vielseitigkeit. Diese konnte der<br />

Sänger bereits in der Zusammenarbeit mit<br />

verschiedenen KünstlerInnen beweisen: Seit<br />

Jahren spielt Max Mutzke mit Jazzgrößen<br />

wie Klaus Doldinger, Wolfgang Haffner,<br />

Bill Evans, Till Brönner, Nils Wülker und<br />

Marialy Pacheco Max Mutzke hat acht<br />

Studioalben und zwei Livealben veröffentlicht.<br />

Songs aus dem neuen Album wird der<br />

Sänger heute zusammen mit seiner Band<br />

vorstellen. Beginn: 20:00 Uhr<br />

IMPRESSUM<br />

AUTOR/INN/EN<br />

Nils Andresen, Marlene Kurz, Suse Lübker, Mathias Rätsch,<br />

Ulrike Schönig, Clemens Schwers © Nutzung durch Nachdruck<br />

oder digital, auch auszugsweise, nur mit vorheriger<br />

Genehmigung gestattet. Sämtliche Rechte der Vervielfältigung<br />

liegen beim Findorff Verlag. Zuwiderhandlungen in Form von<br />

Urheberrechtsverletzungen werden strafrechtlich verfolgt.<br />

FOTOGRAFIE<br />

Heiderose Kay, www.heiderose-kay.de<br />

Mathias Rätsch, www.raetsch.de<br />

Kerstin Rolfes, www.kerstinrolfes.de<br />

Dennis Schmidt, www.familien-in-findorff.de<br />

ILLUSTRATION<br />

Bettina Bexte, www.bettina-bexte.de<br />

ART DIRECTION<br />

Mathias Rätsch, www.raetsch.de<br />

u www.modernes.de<br />

LEKTORAT<br />

Ulrike Lichtenfeld<br />

14.11 / 16.11 l ALTES PUMPWERK<br />

Studierende der Hochschule für Künste<br />

präsentieren an zwei Abenden unter<br />

dem Titel IMMER NUR LÄCHELN?<br />

Festliches aus Oper und Operette. Sie<br />

singen und spielen Szenen u. a. aus Werken<br />

von W. A. Mozart, Franz Lehar, Johann<br />

Strauß, Giacomo Rossini – und freuen sich<br />

darauf, das Publikum im Alten Pumpwerk<br />

auch in einem Jahr, in dem es turnusgemäß<br />

kein großes Opernprojekt gibt, mit ihren<br />

Gesangskünsten zu begeistern. Herzlich<br />

willkommen zu einen Abend voller Liebe,<br />

Leid und Drama. Beginn 20:00 Uhr<br />

u www.altespumpwerk.de<br />

27.10 l SCHLACHTHOF<br />

Die Berliner MIGHTY OAKS kehren<br />

nach einer zweijährigen Pause zurück.<br />

Die Band wird auf der Akustik-Tournee<br />

in ausgewählten Veranstaltungsorten und<br />

Konzerthäusern auftreten und in Bremen<br />

dem Publikum im Schlachthof eine Show<br />

bieten, die die einzigartige Authentizität<br />

ihrer Musik präsentiert. Support: Joya<br />

Marleen. Beginn: 20:00 Uhr<br />

BILDNACHWEIS<br />

Titel, Seite 5, 6, 16, 18, 20 © K. Rolfes, www.kerstinrolfes.de<br />

Seite 5: »Heart«, © Rebekka D, www.pixabay.com, Seite 12:<br />

Heide Klopsch © Heiderose Kay, www.heiderose-kay.de<br />

Seite22: fif © Dennis Schmidt, Seite 24: Stadtist © Karsten<br />

Stumpf, Seite 26: Clemens Schwers © Sparkasse Bremen, Seite<br />

28: Patty © Markus Reinke, www.kleinbildkunst.de, Seite 30:<br />

Dorffklatsch © Pressefoto © Dorffladen, Sonstige © Ulrike<br />

Lichtenfeld, Findorff geht aus, Seite 32: Maske © IngeGG,<br />

www.pixabay.com, Mutzke © Klaus Polkowski, Forced to<br />

Mode © Enrico Leder, Mighty Oaks © Goodlife Artists, Fil<br />

Bo Riva © Universal Music, Heger © Henricus Lüschen,<br />

Seite 34: Supersuse © Rainer Pleyer, sonstige: Pressefotos<br />

DRUCK<br />

Gedruckt auf 135 g/m² Bilderdruck glänzend<br />

bizkaya: die neue Gastronomie im Schlachthof<br />

Berge, Küste, Wälder und Meer: die gesamte Biskaya<br />

und besonders das Baskenland hat landschaftlich wie<br />

kulinarisch sehr viel zu bieten. Die einzigartige Küche<br />

dieser Region ist beeinflusst von spanischen und<br />

französischen Traditionen und spiegelt den Reichtum<br />

dieser Landschaft wider.<br />

In der neuen Tapas-Bar »bizkaya« greifen wir diese Einflüsse<br />

gerne auf und interpretieren sie auf unsere Weise.<br />

Unsere saisonal wechselnde Karte bietet aber nicht nur<br />

die authentischen Geschmäcker des Baskenlandes,<br />

sondern lässt uns auch über den Tellerrand schauen<br />

und bis Nordafrika und Italien schweifen.<br />

Unsere Weinkarte begleitet Gerichte wie Tapas und wird<br />

durch eine feine Auswahl an Spirituosen, Cocktails und<br />

Bieren und ergänzt. Auch an alkoholfreie Alternativen<br />

haben wir gedacht, so dass für jeden Geschmack etwas<br />

dabei ist.<br />

Gestaltung: www.raetsch.de, Foto: wwww.kerstinrolfes.de<br />

u www.schlachthof-bremen.de<br />

07.11 l MODERNES<br />

FIL BO RIVA kehrt mit seiner neuen Single<br />

»Lost In Life« zurück und gehtzugleich mit<br />

der »Modern Melancholia Tour« auf Reisen.<br />

Die Zwischenstation ist in Bremen in der<br />

Neustadt. Beginn: 20:00 Uhr<br />

u www.modernes.de<br />

05.12 l ALTES PUMPWERK<br />

Im »Bethlehem« erzählt ANNIE HEGER<br />

uns die vertraute Weihnachtsgeschichte<br />

immer wieder neu. Zugleich teilt sie mit<br />

uns ihre Haltung zum Weihnachtsfest: Es<br />

ist für sie das Fest der Feste, ein sicherer<br />

Hafen, ein Nachhausekommen und eine<br />

große Party ! Beginn: 20:00 Uhr<br />

u www.altespumpwerk.de<br />

DRUCKAUFLAGE<br />

ca. 10.000 Exemplare<br />

ERSCHEINUNGSWEISE<br />

Alle Erscheinungstermine 2024 auf www.findorff.info<br />

DISTRIBUTION<br />

Verteilung in ca. 7.000 Briefkästen von ausgesuchten Haushalten<br />

in Findorff sowie über ca. 60 »Hotspots« im Stadtteil.<br />

Mehr Infos unter »Distribution« auf www.findorff.info<br />

ANZEIGENBUCHUNG<br />

Beratung per Telefon 0421 / 579 55 52 oder per E-Mail unter<br />

kontakt@findorff.info. Ansprechpartner ist Herr Rätsch.<br />

Mehr Infos auf www.findorff.info/anzeige/online-buchen<br />

Ausgabe 32 erscheint ab dem 05. Dezember 2024. Anzeigenschluss<br />

ist der 22. November 2024. Änderungen vorbehalten.<br />

Unser ganz besonderer Dank gilt allen treuen und neuen<br />

AnzeigenkundInnen, ohne die diese Ausgabe so nicht<br />

möglich gewesen wäre.<br />

HERAUSGEBER<br />

Mathias Rätsch<br />

VERLAG<br />

Findorff Verlag<br />

Magdeburger Str. 7, 28215 Bremen<br />

Telefon 0421 / 579 55 52<br />

Telefax 0421 / 579 55 53<br />

E-Mail kontakt@findorff.info<br />

KOOPERATIONEN<br />

Der Findorff Verlag betreut den gedruckten und digitalen<br />

Branchenführer für den Stadtteil: www.findorff-finder.de<br />

MITGLIEDSCHAFT<br />

Mathias Rätsch, Herausgeber von <strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong><br />

<strong>NEBENAN</strong>, ist Mitglied in der Handelskammer Bremen,<br />

www.handelskammer-bremen.de sowie im Deutschen<br />

Journalisten-Verband Landesverband Bremen e.V. ,<br />

www.djv-bremen.de<br />

®<br />

Freut Euch ab 1. November auf ein genussvolles Erlebnis<br />

in unkomplizierter Bar-Atmosphäre und seid ALLE herzlich<br />

willkommen ! Wo ? Im Kulturzentrum Schlachthof,<br />

Findorffstraße 51 in der ersten Etage. Reservierungen<br />

für November sind ab sofort online möglich.<br />

www.bizkaya.de<br />

FACEBOOK<br />

Gefällt! Sie finden den Findorff Verlag auf »facebook«:<br />

www.facebook.com/FindorffVerlag<br />

LESERBRIEFE<br />

Wir freuen uns über Leserbriefe zu Themen in dieser Ausgabe<br />

auf www.findorff-gleich-nebenan.de/leserbriefe<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 33


q SUPERSUSE MAG MEER<br />

Zwischen Ostseewellen und Schwimmbadsprungturm<br />

N<br />

eulich in der Mittagspause ging es<br />

darum, wer wann und wo schwimmen<br />

gelernt hat. Meine Kolleginnen erinnerten<br />

sich an strenge Schwimmlehrer<br />

in der Schule und an Eltern, die unermüdlich<br />

im örtlichen Schwimmbad am<br />

Beckenrand standen und ihre Kinder<br />

(meine Kolleginnen) anfeuerten. Diese<br />

paddelten schnaufend mit<br />

Armen und Beinen und bewegten sich langsam<br />

vorwärts. Natürlich mit Schwimmnudeln oder<br />

knallorangen Schwimmflügeln. Irgendwann<br />

gingen ihre Erinnerungen an die eigenen<br />

Erlebnisse fließend in die ihrer Kinder<br />

über. Die natürlich auch mit Schwimmnudeln<br />

durchs Becken schnauften.<br />

Auch ich paddelte wild mit Armen und<br />

Beinen – allerdings ging es bei mir mehr<br />

ums Überleben als darum, meine Eltern<br />

zu begeistern. Die waren nämlich nicht<br />

anwesend, als mir eine – vermutlich harmlose –<br />

Welle den Boden unter den Füßen wegzog.<br />

Wie war das passiert ? Wir waren wie jeden<br />

Sommer wochenlang an der Ostsee. Länger als<br />

andere Kinder, denn mein Vater half jede Saison<br />

im Café meines Onkels aus, während meine<br />

Mutter im Strandkorb, umrahmt von muschelbestückten Sandburgen,<br />

für die passende Urlaubsbräune sorgte.<br />

Während meine Mutter also in ihrem knallroten Badeanzug in<br />

Schräglage döste, war ich mit all den Dingen beschäftigt, die<br />

man als Fünfjährige an der Ostsee halt so macht: Burgen bauen,<br />

Muscheln sammeln, Quallen jagen oder mit dem Schwimmring<br />

im Wasser herumplantschen. Und während ich so planschte, entfernte<br />

ich mich immer weiter vom Strand. Ich erinnere mich noch<br />

daran, dass der Schwimmring plötzlich wegflutschte und ich<br />

keinen Boden mehr unter den Füßen hatte. Und dann kam eben<br />

diese Welle … und ich paddelte wild mit Armen und Beinen, ging<br />

kurz unter und tauchte nach Luft schnappend wieder auf. Wie<br />

meine Kolleginnen im Schwimmbad. Allerdings ohne Schwimmflügel<br />

und ohne Eltern und Schwimmlehrer in der Nähe.<br />

In meiner Erinnerung musste ich nicht gerettet werden. Denn<br />

auf einmal blieb ich über Wasser – was für ein Glück. Mehr<br />

noch, ich konnte zurückschwimmen. Ganz allein ! Ich war die<br />

Heldin, die einfach so losschwamm ! Und natürlich rannte ich<br />

ganz aufgeregt zum Strandkorb, um meine sonnengebräunte<br />

Mutter darüber zu informieren, dass ich gerade schwimmen gelernt<br />

hatte. Wie sie reagiert hat ? Keine Ahnung. Ich weiß nicht<br />

einmal, ob es wirklich so war. Vielleicht hat mich auch jemand<br />

aus dem Wasser gezogen und musste mich wiederbeleben, um<br />

mich zu retten. Diese Version gefällt mir allerdings nicht so gut,<br />

<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 34<br />

denn wer will schon an heroischen Kindheitserinnerungen<br />

rütteln. Jedenfalls war ich von da an nicht mehr zu bremsen.<br />

Jede freie Minute verbrachte ich im Wasser, natürlich ohne<br />

Schwimmring oder andere Hilfsmittel. Solange, bis meine<br />

Lippen blau anliefen und meine Mutter mich mit dem Handtuch<br />

aus dem Wasser zerrte. Was für ein wunderbarer Sommer !<br />

Die Geschichte könnte jetzt zu Ende sein. Oder ich könnte<br />

noch von weiteren Meeresabenteuern erzählen:<br />

Von wilden Atlantikwellen an der Felsküste<br />

von Maine, von windlosen Surfversuchen<br />

auf Fehmarn oder Begegnungen mit<br />

Seegurken an der kroatischen Adria.<br />

Vielleicht ein anderes Mal.<br />

Denn Monate nach meinen heroischen<br />

Schwimmerfolgen landete<br />

ich tatsächlich in einem richtigen<br />

Schwimmkurs, so wie meine Kolleginnen,<br />

als sie klein waren. Schwimmen<br />

in der Ostsee reichte eben nicht für ein<br />

Schwimmabzeichen. Also fuhren wir mit<br />

der ganzen Klasse nach Hamburg-Ottensen<br />

ins Bismarck-Bad. Das Wasser war kalt,<br />

die Schwimmlehrerin unwirsch und das<br />

Schlimmste: Sie zwang uns, vom Dreimeterbrett<br />

zu springen. Da war ich keine<br />

Heldin mehr, DAS weiß ich noch ganz<br />

genau. Ich stand oben, zitternd und ängstlich und ließ mich<br />

nicht überreden, in das eisige Chlorwasser zu springen. Weinend<br />

kletterte ich die Treppe herunter und stellte mich trotzig<br />

unter die warme Dusche. Meinen Freischwimmer bekam ich<br />

trotzdem, mit der Auflage, einige Wochen später einen neuen<br />

Sprungversuch zu starten. Was ich nie getan habe.<br />

SUPERSUSE<br />

Und die Moral von der Geschichte ? Ich mag Hallenbäder nicht.<br />

Trotzdem bin ich jahrelang mit meinen Kindern Schwimmen<br />

gegangen und sogar ein einziges Mal vom Dreier gesprungen.<br />

Ohne Schwimmlehrerin. Mein Abzeichen habe ich mir also<br />

verdient. Halt nur etwas später.<br />

q ÜBER SUSE LÜBKER<br />

Suse «Supersuse« Lübker lebt mit Kindern und Ehemann im<br />

schönen Findorff. Die freiberufliche Texterin und Trainerin<br />

konzipiert, schreibt und redigiert Texte für Verlage, Vereine,<br />

Verbände und Soloselbstständige, online und offline. Zudem<br />

veranstaltet sie Kommunikations- und Schreibworkshops. 2015<br />

erschien ihr Buch »Das Bremer Kinderlexikon. Von Achterdiek<br />

bis Ziegenmarkt«. In ihrem Blog berichtet sie über Alltagsabenteuer<br />

und erzählt Reisegeschichten. Der Blog ist zu finden auf<br />

www.suseluebker.de/blog<br />

Text: Suse Lübker, Illustration: Rainer Pleyer ▲

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