FINDORFF GLEICH NEBENAN Nr. 31
FINDORFF GLEICH NEBENAN ist das Stadtteilmagazin für Findorff und Bremen für Handel, Dienstleistung, Kultur & Politik.
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Im Herbst 2024 | Ausgabe <strong>31</strong> | Kostenlos, aber nicht umsonst<br />
IM AUTOHAUS<br />
KLAUS AHRLICH<br />
HEIKE KLOPSCH Liebeskummer-Coaching mit »Herzkümmerei«<br />
MAHLZEIT Die neue Gastro »Bizkaya« im Schlachthof MATHIAS<br />
RÄTSCH Ganz viel mit Medien ! PATTY‘S GYM Fitness für Frauen
BEXTES BLICK<br />
q VOM LEBEN GEZEICHNET<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 03
©<br />
q STADTTEILMARKETING? DAS SIND WIR!<br />
Hochgefühl Herbst !<br />
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Findorff<br />
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S<br />
tellen Sie sich vor, Sie<br />
sollen für diese Ausgabe<br />
in nur 60 Minuten<br />
ein Vorwort über den<br />
»Herbst« schreiben. Wie<br />
gehen Sie vor ?<br />
Erste Variante: Sie<br />
recherchieren mit wenigen<br />
Klicks online und geben dafür<br />
bei »google« das Wort »Herbst« ein. Schließlich hat die weltweit<br />
größte Internetsuchmaschine sich laut Eigenbeschreibung das<br />
Ziel gesetzt, die Informationen der Welt zu organisieren und sie<br />
allgemein zugänglich und nutzbar zu machen. Sofort finden Sie<br />
ungezählte Ergebnisse als Treffer mit entsprechenden Definitionen.<br />
Das »Kinderlexikon« beschreibt den Herbst beispielsweise<br />
so: »Der Herbst ist eine Jahreszeit. In Süddeutschland nennt<br />
man ihn auch Spätjahr, das Gegenteil zum Frühjahr oder<br />
Frühling. Der Herbst folgt auf den heißen Sommer. Nach dem<br />
Herbst kommt der kältere Winter.« Das ist völlig richtig und<br />
gut beschrieben, weil mit einfachen Worten erklärt, aber für die<br />
vermutlich überwiegend erwachsenen LeserInnen dieses Stadtteilmagazins<br />
leider kein allzu neuer Erkenntnisgewinn.<br />
Zweite Variante: Sie gehen klassisch analog vor und entdecken<br />
in ihrer eigenen, nahezu vollständigen »TEMPO« -Sammlung<br />
(gemeint sind keine Taschentücher, sondern jenes legendäre<br />
Zeitgeist-Monatsmagazin, das von 1986 bis 1996 erschien) in<br />
der Oktoberausgabe aus dem Jahr 1993 zufällig einen Text des<br />
einst sehr angesagten Schriftstellers Peter Glaser – der in seiner<br />
Kolumne ausführlich über die alltägliche Herbstmelancholie<br />
philosophiert. Glaser formuliert leicht verschwurbelt wunderbar<br />
klingende Sätze wie »Die Musik füllte das Zimmer, ein gläsner<br />
Block. ... Hochgefühl Herbst. Einmal noch haucht der Sommer<br />
in die Glut. Wie die Flugsamen von Linden propellerten die<br />
letzten Töne des Stücks auf den Gefühlsgrund.« Tja, nur was<br />
wollen uns diese Zeilen sagen ?<br />
Im weiteren Text über den Herbst beschreibt er (warum<br />
auch immer) noch die Funktionen eines CD-Players,<br />
der als Abspielgerät in den Neunziger Jahren sehr<br />
angesagt war. Der Verfasser dieser Zeilen in der<br />
Jetztzeit merkt gerade, dass ihm die über dreißig<br />
Jahre alte Kolumne nicht wirklich weiterhilft – es sei<br />
denn, man möchte als Melancholiker wahrgenommen<br />
werden, der mangels eigener Ideen zur Inspiration ab<br />
und zu in vergilbten Zeitschriften blättern muss – eine Einschätzung,<br />
die durchaus zutreffend ist, aber der Leserschaft auf<br />
der Höhe der Lokalzeit natürlich nicht verraten werden soll.<br />
Dritte Variante: Sie gehen die dritte Jahreszeit musikalisch an<br />
und stöbern gedanklich nach Songs in ihrem unendlichen Musikgedächtnis,<br />
um darin lyrische Zeilen aufzuspüren, in denen<br />
der Herbst vorkommt. Vielleicht fällt Ihnen dazu das stimmungsvolle<br />
»Summer’s almost gone« von den »Doors« ein, jener Song,<br />
in dem der unvergessene Sänger und Lyriker Jim Morrison<br />
das Ende des Sommers als Übergang in den Winter wie folgt<br />
beschreibt: »Summer’s almost gone, Summer’s almost gone,<br />
We had some good times, But they’re gone, The winter’s comin’<br />
on Summer’s almost gone« Es stellt sich die Frage: Geht es etwa<br />
noch trauriger – und wo ist der Bezug zu diesem Stadtteilmagazin ?<br />
Vierte Variante: Sie warten auf einen entscheidenden »Gedankenblitz«<br />
– und plötzlich ist er da: Einst traf der Autor dieser Zeilen<br />
nach seinem Design-Studium einen Verleger, der für ihn das<br />
Wort »Zeitschrift« definierte: »Eine Zeitschrift ist eine Schrift<br />
zur Zeit – und Schrift und Zeit sind vergänglich.« Nun haben<br />
wir es: Der Herbst ist eine Zeit des Übergangs. Der Abschied<br />
kann stürmisch oder melancholisch sein, aber dieser Übergang<br />
eröffnet jedes mal Chancen, dass etwas Neues entsteht.<br />
Genauso verhält es sich mit der gedruckten Ausgabe dieser im<br />
Moment noch aktuellen Stadtteilzeitschrift, die sich bestenfalls<br />
wie der Herbst in Ihrer Erinnerung verklärt – und die (falls<br />
kein Nerd sie sammelt) schon morgen im Altpapier landen wird.<br />
Aber bis es soweit ist wünschen wir fröhlichen Lesespaß !<br />
Check die<br />
Infos<br />
06 l KLAUS AHRLICH<br />
Mit dem Autoprofi auf Rundgang durch das Autohaus Utbremen<br />
12 l HEIKE KLOPSCH<br />
Die Gründerin der »Herzkümmerei« berät bei Trennungen als<br />
Liebeskummer-Coachin. Wie entstand diese Geschäftsidee ?<br />
18 l THORSTEN GROß<br />
Die neue Gastronomie »Bizkaya« im Schlachthof<br />
20 l MATHIAS RÄTSCH<br />
Der Mediengestalter und Werbetexter verlegt im Stadtteil<br />
das einzige Stadtteilmagazin aus Findorff für Findorff<br />
22 l FAMILIEN IN <strong>FINDORFF</strong><br />
Tania und Touria leiten die Kleinkindgruppen<br />
24 l DER STADTIST<br />
26 l AKTIV VOR ORT<br />
28 l PATTY’S GYM<br />
30 l DORFFKLATSCH<br />
32 l <strong>FINDORFF</strong> GEHT AUS<br />
34 l SUPERSUSE<br />
Unser Standort in Findorff ist die Hemmstr. 273 (früher: Bindhammer) Tel. 0421 / 845 14 622<br />
Es gibt uns außerdem 2 x in Horn (Universität und LRS Förderzentrum) und 1 x in Huchting<br />
Die Kneipe und der Biergarten im und am Schlachthof haben<br />
neue Pächter. Gastronom Thorsten Groß (Port Piet) ist dabei<br />
WWW.<strong>FINDORFF</strong>.INFO<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 05
PROFILE<br />
q KLAUS AHRLICH IST GESCHÄFTSSTELLENLEITER IM »AUTOHAUS UTBREMEN«<br />
» Autos sind heutzutage fahrende Computer. «<br />
KLAUS AHRLICH<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 06<br />
AUTOPROFI<br />
H<br />
err Ahrlich, Sie sind Geschäftsstellenleiter<br />
im Autohaus Utbremen in der Norderneystraße<br />
2. Warum sollte man sich ein<br />
Auto unbedingt im Autohaus kaufen ?<br />
Man sollte wissen, dass heutzutage die<br />
modernen Autos fahrende Computer sind.<br />
Ein Fahrzeug von heute hat bis zu 150<br />
Steuergeräte. Die Technik erfordert<br />
passende Tester und selbstverständlich geschultes Personal.<br />
Beides haben wir im Autohaus Utbremen – nicht nur für die<br />
Marken Volkswagen im Neu- und Gebrauchtwagen sowie im<br />
Servicebereich, sondern auch für Audi, Seat, Cupra und Opel<br />
im Gebrauchtwagen- und Servicebereich. Last but not least<br />
haben wir für die KundInnen vor Ort auch ein umfangreiches<br />
Angebot an neuen und gebrauchten E-Fahrzeugen und dazu<br />
auch die entsprechend geschulten MonteurInnen.<br />
Das Autohaus Utbremen gehört zur »Schmidt + Koch Gruppe«,<br />
die Neuwagen, Gebrauchtwagen und Service an 19 Standorten<br />
in unserer Region für Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge,<br />
Audi, Škoda, Seat, Cupra, Porsche und Ford bietet. Ihr Slogan:<br />
»Starke Gruppe – starke Leistung«. Warum ist »Schmidt + Koch«<br />
eine starke Gruppe ?<br />
Wir bieten KundInnen an den 19 Standorten ein umfangreiches<br />
Angebot. Jeder einzelne Standort profitiert von der gesamten<br />
Größe der Gruppe. Ich will Ihnen ein Beispiel nennen: Wir<br />
haben bei uns in der Norderneystraße im Bereich Gebrauchtwagen<br />
den Zugriff auf alle gebrauchten Fahrzeuge der »Schmidt<br />
+ Koch Gruppe«. Gleiches gilt beispielsweise auch, wenn sich<br />
jemand für ein neues Modell von VW entscheidet. Bei uns muss<br />
niemand lange warten, denn wir können auch im Bereich<br />
Neufahrzeuge von dem gesamten Volkswagen Bestand der<br />
»Schmidt + Koch Gruppe« profitieren.<br />
Wieviele Gebrauchtwagen haben Sie im Angebot ?<br />
Insgesamt haben wir an unserem Standort ca. 200 Gebrauchte<br />
vor Ort. Ob neu oder gebraucht: Bei uns findet man alle Fahrzeuge<br />
geschützt im Innenbereich auf drei Ebenen. Wir sind<br />
daher nicht wetterabhängig. Der gesamte Pool der Gruppe,<br />
auf den wir als Autohaus Zugriff haben, umfasst übrigens<br />
mehr als 2.000 Fahrzeuge.<br />
Welche Leistungen bieten Sie Ihren KundInnen ?<br />
Wir bieten alle Serviceleistungen an – rund um die bereits<br />
erwähnten Marken VW, Audi, Seat, Cupra und Opel. Dazu<br />
gehören Leistungen wie zum Beispiel unser Angebot »Schadensmanagement«,<br />
welches wir hier direkt vor Ort anbieten. Auch<br />
ermöglichen wir den KundInnen zum Beispiel eine schnelle<br />
Online-Terminvereinbarung für einen Rundumservice und die<br />
24-Stunden-Hotline für Notfälle. Wir lassen als modernes<br />
Autohaus die KundInnen nicht im Regen stehen.<br />
Stichwort »Wetter«: Es wird Herbst. Worauf sollte man achten ?<br />
Die Tage werden wieder kürzer. Bereiten Sie sich und ihr Fahrzeug<br />
rechtzeitig auf die kalte Saison vor, damit Sie sich trotz<br />
Nässe, Laub, Nebel, Frost und Schnee sicher auf den Straßen<br />
bewegen. Lassen Sie Bremsen, Batterie und Fahrwerk nicht<br />
nur im Winter, sondern bereits im feuchten Herbst überprüfen.<br />
Auch Bordsteinberührungen können für das Fahrwerk etwas<br />
auslösen, wodurch es zu einer Notsituation kommen kann. Es<br />
macht immer Sinn, mit dem Beginn der dunkleren Jahreszeit<br />
das Fahrzeug zur Sicherheit einmal von uns checken zu lassen.<br />
Gebraucht- oder Neuwagen : Was würden Sie empfehlen ?<br />
Die Antwort auf diese Frage ist selbstverständlich eine ganz<br />
individuelle Entscheidung, die jede Kundin und jeder Kunde<br />
für sich selbst treffen muss. Was ich sagen kann: Unsere Gebrauchtwagen,<br />
die wir am Standort haben, sind alle geprüft und<br />
haben einen umfangreichen Service-Test durchlaufen. Dieser<br />
Prozess gibt Sicherheit. Außerdem ist es ein Riesenvorteil, weil<br />
wir hier vor den Toren von Findorff so viele Marken vorrätig<br />
haben. Auch das möchte ich noch erwähnen: Im Bereich der<br />
Neufahrzeuge hatten wir im Jahr 2024 einige Neuvorstellungen,<br />
die ich bereits heute als Klassiker von Volkswagen bezeichnen<br />
möchte. Dazu zählen der neue VW Passat und auch der neue<br />
VW Tiguan.<br />
Wird kundenseitig bei einem Autokauf eher emotional oder<br />
rational entschieden ?<br />
Die Kriterien für einen Fahrzeugkauf sind in der Regel natürlich<br />
immer eine Mischung aus Emotionalität und Rationalität. Die<br />
Priorität ist auch typbedingt, wobei ich die Erfahrung gemacht<br />
habe, dass selbst bei KundInnen, die zunächst sehr rational u<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 07
q KLAUS AHRLICH IM INTERVIEW<br />
» Ratio und Bauchgefühl sind beide wichtig.«<br />
vorgehen, im Endeffekt auch das Bauchgefühl immer eine<br />
Rolle spielt. Ratio und Bauchgefühl sind beide notwendig.<br />
Wichtig ist es zudem, das Gefühl zu haben, dass man im<br />
richtigen Autohaus ist – mit dem kompetenten Partner für<br />
eine gute, professionelle Beratung hinsichtlich der eigenen<br />
Vorstellungen und Wünsche.<br />
Elektrisch, vernetzt, autonom: Ist das die Zukunft des Autos ?<br />
Die Zukunft des Autos wird eine Zukunft sein, in der sich die<br />
FahrerInnen nicht nur fahren lassen, auch wenn diese Entwicklung<br />
in manchen Zukunftsversionen anders dargestellt wird.<br />
Meine Überzeugung ist, dass am Ende die oberste Kontrolle<br />
nach wie vor immer bei den autonomen FahrerInnen liegt – und<br />
wir wissen aus bestimmten Pilotprojekten, dass man momentan<br />
zwar alle Möglichkeiten der Technik nutzt, aber die Entscheidungsgewalt<br />
weiterhin der Mensch haben wird.<br />
sind. Ausfüllen und absenden – das ist alles. Wer lieber analog<br />
unterwegs ist kann uns selbstverständlich auch anrufen.<br />
Wenn es zum Unfall kommt: Was bietet der Schadenservice ?<br />
Unser Schadenservice stellt Ihnen einen kompetenten Schadenmanager<br />
zu Seite, der den Unfallschaden aufnimmt, vom ersten<br />
Moment an begleitet und abwickelt. Sie brauchen sich um<br />
nichts weiter kümmern. Der Schadenmanager ist zugleich ausschließlich<br />
Ihr persönlicher Ansprechpartner, der Sie während<br />
der Wiederherstellung Ihres Fahrzeugs auf dem Laufenden hält.<br />
Er kümmert sich auch um die Abwicklung mit der Versicherung<br />
und begleitet den gesamten Prozess vom Anfang an – von der<br />
Schadensübergabe bis zur erneuten Übergabe des wiederhergestellten<br />
Fahrzeugs.<br />
Angenommen ich benötige einen Werkstatttermin: Warum<br />
bin ich im Autohaus Utbremen genau richtig ?<br />
Großes Weihnachts- & Silvesterbuffet<br />
Mittwoch, den 25.12.2024<br />
12:00 bis 14:30 Uhr Weihnachtsbuffet € <strong>31</strong>,90<br />
pro Person, abends 18:00-23:00 Uhr à la Carte<br />
Donnerstag, den 26.12.2024<br />
12:00 bis 14:30 Uhr Weihnachtsbuffet € <strong>31</strong>,90<br />
pro Person, abends 18:00-23:00 Uhr à la Carte<br />
Dienstag, den <strong>31</strong>.12.2024<br />
17:30 bis 19:30 Silvesterbuffet € 36,90 p. P.<br />
20:00 bis 22:30 Silvesterbuffet € 36,90 p. P.<br />
Bei allen Buffets dabei: Vorspeisen, Suppe,<br />
Salate, Currys, Reis, Naan, Kartoffeln, Desserts,<br />
Beilagen und ausgewählte Spezialitäten.<br />
Alle Preise pro Person. Am 24. Dezember 2024<br />
und 01. Januar 2025 haben wir geschlossen.<br />
Man kann bei »Schmidt + Koch« online seinen Wunschtermin<br />
für das Autohaus Utbremen vereinbaren. Wie geht das ?<br />
Unter www.schmidt-und-koch.de/stores/autohaus-utbremen<br />
wählen Sie »Service«. Unter »Service« wählen Sie dann »Online<br />
Terminvereinbarung«. Klicken Sie auf Ihre Marke. So gelangen<br />
Sie zum Formular für alle weiteren Angaben, die notwendig<br />
Die meisten KollegInnen sind seit Jahren bei uns im Autohaus<br />
Utbremen tätig. Durch die verschiedenen Marken, die wir<br />
anbieten, verfügen sie als regelmäßig geschultes Servicepersonal<br />
über große Erfahrung bezogen auf die Fahrzeuge der genannten<br />
Hersteller. Außerdem verfügen wir als Autohaus Utbremen<br />
über eine technisch bestens ausgestattete Werkstatt. u<br />
Im Maharani treffen Genuss und Verführung auf<br />
einen Ort der Entspannung und der Begegnung.<br />
Jetzt reservieren: Telefon 0421 566 25 66<br />
oder E-Mail: info@maharani-bremen.de<br />
Findorffstraße 114 · 28215 Bremen<br />
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Alle Infos unter www.maharani-bremen.de<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 08
q KLAUS AHRLICH IM INTERVIEW<br />
» Ich fahre momentan ein Elektrofahrzeug. «<br />
Komfort dieses VW Modells zu tun – und wer bei uns vor Ort<br />
den ID.7 einmal testen möchte, wird schnell merken, was ich<br />
meine. Das ist jetzt von mir kein verkaufsförderndes »Gerede«<br />
als Geschäftsstellenleiter, sondern es ist tatsächlich so. Der<br />
VW ID.7 ist von allen Autos, die ich bisher gefahren bin, das<br />
Fahrzeug, welches mir am besten gefällt.<br />
Das nächste Stichwort heißt »Hauptuntersuchung«. Sie versprechen:<br />
»Bringen Sie Ihr Fahrzeug zu uns und wir werden es für<br />
Sie durch die Hauptuntersuchung bringen.« Dafür gibt es<br />
den kostenlosen, unverbindlichen Vorab-Check. Was bietet der ?<br />
Der Vorab-Check umfasst alle Bereiche, die während der<br />
HU-Prüfung relevant sind. Unsere fundierten Informationen<br />
über den Ist-Zustand des Fahrzeugs sind für Sie extrem hilfreich<br />
und die beste Voraussetzung, um gemeinsam zu entscheiden,<br />
was für die HU-Untersuchung notwendig ist – und um<br />
kundenseitig zu entscheiden, was aufgrund des Checks in Ihr<br />
Fahrzeug finanziell investiert werden sollte.<br />
Zuletzt wie immer die private Frage: Welches war bisher das<br />
Auto, welches Sie am liebsten gefahren sind ?<br />
Ich selbst fahre mit dem VW ID.7 momentan ein Elektrofahrzeug.<br />
Ich hätte nicht gedacht, wie viel Spaß mir dieses Auto bereitet.<br />
Meine Fahrfreude hat viel mit dem außergewöhnlichen<br />
▼ ÜBER DAS »AUTOHAUS UTBREMEN«<br />
Klaus Ahrlich ist seit mehreren Jahren Geschäftsstellenleiter im<br />
Autohaus Utbremen in der Norderneystraße 2. Das Autohaus<br />
gehört zur »Schmidt + Koch Gruppe«. Insgesamt arbeiten dort<br />
über 50 MitarbeiterInnen in den verschiedensten Bereichen.<br />
2026 feiert man Jubiläum: »Schmidt + Koch« gibt es dann in<br />
Bremen seit 100 Jahren. Unternehmensgründer Waldemar<br />
Koch erkannte nach dem ersten Weltkrieg die Möglichkeiten<br />
der Branche, nutzte die Chance und kaufte sich von seinen<br />
Ersparnissen in die bereits existierende Firma Schmidt ein,<br />
die zu diesem Zeitpunkt noch einen Fahrradhandel betrieb,<br />
aber auch Motorräder und Automobile im Angebot hatte.<br />
Koch übernahm die Filialleitung in Bremen und gründete mit<br />
einem Partner das Fahrzeughaus »Schmidt + Koch«. Über die<br />
Jahrzehnte hat man die Präsenz über den gesamten nordwestdeutschen<br />
Raum ausgedehnt. Eine große Auswahl von Neu-,<br />
Gebraucht-, Dienst- und Jahreswagen sowie ein sehr breites<br />
Spektrum an Service und Dienstleistungen runden heute das<br />
umfangreiche Angebot der Schmidt + Koch Gruppe ab.<br />
Modernste Werkstatteinrichtungen sowie langjährig erfahrene<br />
MitarbeiterInnen garantieren eine exzellente Wartung und Reparatur.<br />
Online kann man jederzeit mit wenigen Klicks einen<br />
Termin vereinbaren. Kontakt zu den jeweiligen AnsprechpartnerInnen<br />
gibt es auch per Telefon unter 0421 / 38 99 80 oder<br />
via Nachricht per E-Mail unter utb@schmidt-und-koch.de<br />
Weitere Informationen gibt es auch online unter der Internetadresse<br />
www.schmidt-und-koch.de/stores/autohaus-utbremen<br />
Interview: Mathias Rätsch, Fotos: Kerstin Rolfes ▲<br />
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<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 10
PROFILE<br />
q HEIKE KLOPSCH IST INHABERIN DER »HERZKÜMMEREI«<br />
» Ich wollte nie eine ›Liebeskummer-Tante‹ sein. «<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 12<br />
HEIKE KLOPSCH<br />
LIEBESKUMMER-<br />
COACHIN<br />
S<br />
ie sind tätig als Liebeskummer-Coachin.<br />
Wie sind Sie auf die Idee gekommen,<br />
die »Herzkümmerei« zu gründen?<br />
Das passierte tatsächlich auf Umwegen. Ich<br />
habe lange als Bildungsmanagerin gearbeitet.<br />
Im Rahmen einer Umstrukturierung<br />
habe ich mich vor vielen Jahren entschieden<br />
eine Ausbildung als Coach zu machen.<br />
Es war eine sehr gute Ausbildung und ich<br />
habe die Zeit genutzt, um mich emotional aus meinem alten<br />
Job herauszulösen. Für eine Bildungsmanagerin geht es immer<br />
um Karrierefragen und -geschichten. Ich wollte das Wissen<br />
weiterhin gerne anwenden und habe mich daher entschieden,<br />
zukünftig als Karrierecoachin zu arbeiten. Eines Tages kam eine<br />
Klientin mit einem Karriereproblem zu mir und wir kamen im<br />
Coaching einfach nicht voran. Irgendwann habe ich das thematisiert.<br />
Sie fing unvermittelt an zu weinen und erzählte mir,<br />
dass sie eigentlich einen ganz heftigen Liebeskummer hat. Ihr<br />
Mann hatte sich von ihr getrennt. Der Trennungsschmerz hatte<br />
das ganze Coaching überlagert. Durch ihren Schmerz war sie<br />
eigentlich gar nicht arbeitsfähig. Im Nachhinein denke ich, sie<br />
hat eigentlich nur darauf gewartet, dass sie die Trennung thematisieren<br />
konnte. Sie hat mich dann gefragt, ob wir an dem<br />
Trennungsthema arbeiten können und ich meinte »Wir können<br />
es ja mal probieren, auch wenn es nicht so mein Schwerpunkt<br />
als Thema ist.« Das war mein Einstieg ins Trennungscoaching,<br />
weil ich gemerkt habe, dass ich an einem viel menschlicheren<br />
Thema arbeiten möchte, abgelöst vom Thema »Karriere« –<br />
und darauf hat mich diese Klientin durch Zufall aufmerksam<br />
gemacht und bestärkt.<br />
Was genau ist die »Herzkümmerei«?<br />
In der »Herzkümmerei« coache und berate ich rund um die<br />
Themen Liebeskummer und Trennung, wobei meine Tätigkeit<br />
mittlerweile sehr viel tiefer geht. Was mich fasziniert hat und<br />
auch größtenteils der Grund für die Frauen ist, zu mir kommen,<br />
ist die Frage nach dem »Warum«. Durch die Fragen nach dem<br />
»Warum« wird es richtig oftmals spannend. Die entscheidende<br />
Frage ist dann oft dahinter: »Warum habe ich mich in diesen<br />
Mann verliebt ?« Häufig gibt es bestimmte Muster, die dahinter<br />
stehen. Auch sehr spannend: Am Ende geht es gar nicht mehr<br />
so sehr um das Thema der Trennung und um diesen Mann,<br />
sondern wir sind eigentlich immer sehr schnell bei der Fragestellung,<br />
was will frau tatsächlich im Leben ?<br />
Verbirgt sich hinter der umgangssprachlichen Bezeichnung<br />
»Liebeskummer-Coach« ein anerkannter Beruf ?<br />
Nein, der Begriff »Coach« ist keine geschützte Bezeichnung.<br />
JedeR kann sich als Coach bezeichnen. Im Internet finden sich<br />
mittlerweile ungezählte Coaches. Viele haben oftmals sehr<br />
oberflächliche Ausbildungen. Es gibt aber auch sehr gute<br />
zertifizierte Ausbildungen, die unbedingt an Qualitätssicherung<br />
interessiert sind. Tatsache ist: Es gibt bei Coaches sehr große<br />
Qualitätsunterschiede und es ist kein anerkannter Beruf.<br />
Haben Sie sich gezielt für Hamburg als Standort für die<br />
»Herzkümmerei« entschieden oder wie kam es dazu ?<br />
Ich bin selbst Hamburgerin. Dadurch kam Hamburg für mich<br />
quasi als einzige Möglichkeit in Frage, hier die »Herzkümmerei«<br />
zu eröffnen. Mittlerweile habe ich viele Klientinnen, die ich<br />
online coache. Auch KlientInnen in Findorff und Bremen sind<br />
dadurch kein Problem, aber am liebsten arbeite ich in Präsenz.<br />
Ältere Menschen können Liebeskummer haben, aber auch<br />
Jugendliche betrifft es. Coachen Sie nur Erwachsene oder<br />
kommen auch Jugendliche zu Ihnen ?<br />
Die jüngste Frau die ich gecoached habe war Anfang 20. Das<br />
eher Erwachsene kommen hat damit zu tun, dass Coaching eine<br />
bezahlte Leistung ist. Jugendliche können sich mein Angebot<br />
finanziell nicht leisten. Von daher arbeite ich nur mit Erwachsenen.<br />
Das geht in den Zwanzigern los, aber der Kern ist immer<br />
das letzte Drittel in den Dreißigern. In diesem Alter sind es sehr<br />
viele Menschen – und nach oben gibt es keine Grenze.<br />
Wie kann ich mir ein Liebeskummer-Coaching vorstellen ?<br />
Die meisten Menschen kommen in der Regel zu mir, weil sie<br />
von ihren PartnerInnen getrennt worden sind. Wir versuchen<br />
gemeinsam herauszufinden »Worum geht es eigentlich ?« Es<br />
geht natürlich erst einmal um die Trennungsgeschichte an sich.<br />
Wenn es ein sehr akutes Trennungsthema ist, stelle ich mir<br />
zunächst die Frage »Was kann man jetzt für die betroffene<br />
Person tun ?«. Dabei geht es anfangs auch um Hilfestellungen,<br />
wie man durch die erste akute Zeit des Schmerzes kommt. Bei<br />
einer Trennung geht es aber primär um das Selbstwertgefühl.<br />
Trennungscoaching ist deshalb immer eine Arbeit an sich selbst,<br />
sehr oft eine Arbeit am Selbstwert. Wir erarbeiten aber auch oft<br />
das jeweilige Beziehungsmuster der Klientin. Wie sah das in der<br />
Vergangenheit aus ? Wie waren ihre früheren Partner ? u<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 13
q HEIKE KLOPSCH IM INTERVIEW<br />
» Muster kann man nicht wegzaubern. «<br />
ICH KLEBE IN <strong>FINDORFF</strong> !<br />
Es wird oftmals ein Muster erkennbar. Ich frage dann im<br />
nächsten Schritt »Wo kommen diese Muster her ?« Frauen als<br />
Klientinnen, die wirklich so tief gehen wollen, biete ich die<br />
sogenannte »Genogramm-Arbeit« an. Dabei betrachten wir die<br />
Beziehungen der Eltern, manchmal auch noch die der Großeltern.<br />
»Wie haben mich meine Eltern geprägt ?«, »Was für<br />
Glaubenssätze sind in der Zeit entstanden ?«, »Wie kann ich<br />
meine Glaubenssätze ändern ?«. In diesen Phasen geht es richtig<br />
tief hinein in die Persönlichkeitsarbeit. Gleichzeitig geht es im<br />
Coaching immer darum, den Selbstwert zu stärken, weil der<br />
durch die Trennung oftmals sehr angeschlagen ist.<br />
Wie lange sind KlientInnen im Durchschnitt bei Ihnen ?<br />
Nicht selten entwickeln sich richtige Prozesse. In der Regel<br />
benötigen wir im Schnitt fünf bis sieben Sitzungen, aber es gibt<br />
auch Klientinnen, die länger bleiben. Wir arbeiten im Abstand<br />
von zwei bis vier Wochen. Das ist ein richtiger Prozess, aber das<br />
ist auch gut so, denn die Muster, die entstanden sind, haben<br />
sich über viele Jahre herausgebildet – und manchmal sogar über<br />
Jahrzehnte. Diese Muster kann man nicht mit einem Fingerschnipp<br />
wegzaubern. Das ist ein längerer Entwicklungsprozess<br />
– und der braucht Zeit.<br />
Wie lange geht ein Coaching bei Ihnen und wie viel kostet es ?<br />
Eine Sitzung dauert in der Regel zwei Stunden. Eine Stunde<br />
kostet 80,00 Euro.<br />
Haben viele KlientInnen anfangs Hemmungen, über private<br />
Themen wie Trennung zu sprechen ?<br />
Ja und nein. Meistens sind die Frauen sehr offen. Sie finden<br />
bei mir einen sehr geschützten Raum, in dem sie frei sprechen<br />
können. Es kommt irgendwann der Punkt, an dem sie anfangen,<br />
Dinge zum ersten Mal auszusprechen. Das ist für mich stets ein<br />
sehr bewegender Moment. Generell ist eine Offenheit gegeben,<br />
sonst würden sie ja nicht kommen: Die Frauen wollen an ihren<br />
Themen arbeiten. Je mehr Vertrauen zwischen Klientinnen und<br />
Coachin da ist, um so besser kann man zusammenarbeiten. In<br />
dem Moment, wo KlientInnen sich öffnen können, ist eine tiefe<br />
und gute Arbeit möglich. Es gibt dann wunderbare Momente<br />
für beide Seiten.<br />
Wie hoch ist Ihre Erfolgsquote, dass unglücklich Verliebte ihren<br />
Liebeskummer mit dem Coaching überwinden ?<br />
Extrem hoch ! Ich würde sagen fast 100 %. Wenn KlientInnen<br />
offen sind, an sich zu arbeiten, sind die Voraussetzungen gegeben<br />
und man kann man wunderbar an den Themen arbeiten.<br />
Welche Auswirkungen kann Liebeskummer auf Dauer haben,<br />
wenn man ihn nicht überwindet ? u<br />
Text & Gestaltung: www.raetsch.de<br />
MIT AUFKLEBER<br />
NA, LOGO ! Ob auf der Autoscheibe, am Schaufenster oder am Briefkasten: Ab sofort gibt es wieder das beliebte<br />
Stadtteil-Logo für Findorff – mit einem Slogan, der selbstbewusst und unverwechselbar unser Selbstverständnis als<br />
DorffbewohnerInnen transportiert: Findorff ist »Das schönste Dorff der Stadt !« Wer möchte das bestreiten ? Eben.<br />
Weil das so ist, gibt es die unverwechselbare Botschaft ab sofort kostenlos als abnehmbaren Aufkleber auf der Titelseite<br />
des neuen <strong>FINDORFF</strong> FINDER 2024/2025. Die Printversion des digitalen Branchenführers fnden Sie<br />
in der neuen Ausgabe von <strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> beigelegt – exklusiv an über 90 Hotspots<br />
in Findorff. Ausführliche Infos dazu auf www.findorff-gleich-nebenan.de und www.findorff-finder.de<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 14
q HEIKE KLOPSCH IM INTERVIEW<br />
» Ein Paar zu bleiben, das bedeutet Arbeit. «<br />
Wenn man immer wieder dem gleichen Muster folgt, steckt<br />
man in einer Dauerschleife. Liebeskummer zu haben ist normal,<br />
aber wenn man festgestellt, dass sich Dinge immer wiederholen<br />
und man sich nicht gut dabei fühlt, ist es sinnvoll, genauer<br />
hinzuschauen und zu fragen: »Warum ist das so ?« Ich habe<br />
dann die Chance, ein Muster zu durchtrennen. Meine KlientInnen<br />
gehen nach den Sitzungen gereifter und selbstbewusster aus<br />
dem Coachingprozess raus. Sie wissen danach viel besser, wer<br />
sie sind und was sie wollen. Auf dieser Basis können sie andere<br />
PartnerInnen wählen – und sind dann tatsächlich in die Lage<br />
versetzt worden, glücklichere Beziehungen zu führen.<br />
Was war Ihr bisher schwierigster »Fall« ?<br />
Tatsächlich war das ein Mann, der gekommen ist. Er war ein<br />
sogenannter Bindungsvermeider. Der Klient war nicht in der<br />
Lage, länger als im Schnitt sechs Monate in einer Beziehung<br />
zu verbleiben. Er wollte im Coaching versuchen, seine Bindungsangst<br />
zu überwinden. Mit ihm habe ich ein halbes Jahr<br />
sehr intensiv gearbeitet. Es gibt tatsächlich Gründe, warum<br />
Menschen nicht in Bindungen bleiben können, obwohl das<br />
ihr tiefer Wunsch ist. Bei ihm lief es tatsächlich immer nach<br />
dem gleichen Muster ab: Immer wenn es ernst wurde und die<br />
Frau ein »Commitment« haben wollte, hat er für sich Gründe<br />
gefunden, die Beziehung zu beenden. Er hatte Angst vor Nähe.<br />
Immer wenn die Frauen ihm zu nah kamen, ist er ausgewichen<br />
und hat sich zurückgezogen. Am Ende hat er sich jedes mal final<br />
getrennt. Im Nachhinein musste ich erkennen, dass er nicht<br />
wirklich bereit war, an seinem Thema zu arbeiten und dadurch<br />
etwas zu verändern. Es hat etwas gedauert, bis ich das erkannt<br />
habe. Ich habe tatsächlich etwas gezögert, aber das Coaching<br />
von meiner Seite beendet. Das ist etwas, was äußerst selten in<br />
meiner Coachingpraxis vorkommt.<br />
Gibt es eine Jahreszeit, in der Sie mehr Anfragen bekommen ?<br />
Verstärkt Anfragen gibt es an den Tagen um die Weihnachtszeit.<br />
Es gibt Coaches die sagen, Anfang des Jahres haben sie besonders<br />
viele Anfragen, aber bei mir ist sind die relativ stabil.<br />
Wie steht es um Ihr eigenes Liebesglück ?<br />
Ich bin tatsächlich seit 34 Jahren mit meinem Mann zusammen<br />
und habe eine erwachsene Tochter. Die Ehe hält seit 30 Jahren,<br />
was aber nicht heißt, dass diese Ehe immer einfach ist und war.<br />
Natürlich nicht, über drei Jahrzehnte ein Paar zu bleiben, das<br />
bedeutet Arbeit.<br />
▼ ÜBER DIE »HERZKÜMMEREI«<br />
Weitere Informationen gibt es unter www.herzkuemmerei.de<br />
Interview: Marlene Kurz, Foto: Heiderose Kay ▲<br />
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Fotograf : Andreas Weimann, www.weimann-fotografie.de<br />
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<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 16
PROFILE<br />
q »BIZKAYA« IST DIE NEUE GASTRONOMIE IM »KULTURZENTRUM SCHLACHTHOF«<br />
» Genuss von Galicien bis in die Bretagne !«<br />
THORSTEN GROß<br />
GASTGEBER<br />
M<br />
oin Thorsten ! Man kennt Dich und<br />
Georg Meyer als Gastronomen<br />
durch den Biergarten »Port Piet«.<br />
Georg ist zudem neben Devrim<br />
Torba Mitinhaber der «Lilie«.<br />
Wann und warum habt Ihr euch als<br />
»Gusta GmbH« entschieden, nach<br />
einer längeren Zeit des Leerstandes<br />
als neue Pächter die Gastronomie<br />
im Kulturzentrum Schlachthof zu übernehmen ?<br />
Tatsächlich hatten wir schon länger darüber nachgedacht, eine<br />
Winterunterkunft zu eröffnen. Nun ist es uns geglückt. Der<br />
Grund für unsere Suche nach einem weiteren Standort war, dass<br />
wir unser Stammteam gern auch im Winter beschäftigen möchten,<br />
um den MitarbeiterInnen durch Langzeitverträge Sicherheit<br />
zu bieten – und weil sich ein halbes Jahr ohne Gastronomie<br />
einfach zu lang anfühlt. (lacht) Besonders gefreut hat uns, dass<br />
wir die Gelegenheit bekommen haben, die Kneipe im Schlachthof<br />
und den Biergarten in unserem Lieblingstadtteil Findorff zu<br />
übernehmen und aus einem längeren Tiefschlaf wiederzuerwecken.<br />
Mit dem Schlachthof verbinde ich viele Erinnerungen. Der<br />
Kulturbetrieb ist eine echte Institution. Zudem ist die Nähe zum<br />
»Port Piet« aus unterschiedlichen Gründen einfach super !<br />
Warum heißt Euer neues Projekt »Bizkaya« – ein Name, der<br />
eigentlich für die große Bucht der französischen Westküste<br />
und der spanischen Nordküste steht ?<br />
Durch meine französischen Wurzeln habe ich schon immer<br />
einen großen Bezug zu Frankreich gehabt. Ich habe in meiner<br />
Kindheit viel Zeit im Baskenland verbracht – und natürlich geschlemmt.<br />
Später haben wir viele Urlaube entlang der Küste der<br />
Biskaya verbracht – und die schöne und unkomplizierte Kneipenkultur<br />
in San Sebastian und Bilbao sehr zu schätzen gelernt.<br />
Der Schlachthof hat uns durch seine Art und Beschaffenheit an<br />
diese Momente erinnert – und diese vielen Eindrücke möchten<br />
wir nun mit unseren Gästen teilen. Der Name »bizkaya« setzt<br />
sich übrigens aus der baskischen und französischen Schreibweise<br />
zusammen.<br />
Was wird sich an dieser seit Jahrzehnten bekannten Location<br />
im Schlachthof »drinnen und draußen« verändern?<br />
Wir wollen an diesem Ort nicht »das Rad neu erfinden«. Vieles<br />
ist von unseren Vorgängern wertig gestaltet worden. Wir wollen<br />
unseren Anspruch weiter kultivieren und vielmehr durch Pflege<br />
nach dem Leerstand wieder einen angenehmen und geselligen<br />
Ort mit Aufenthaltsqualität schaffen, der einladend für alle ist.<br />
Im Restaurant oben soll ein Ort entstehen, der wie im baskischen<br />
Hinterland der Pyrenäen mit erlesenen Zutaten und<br />
handfesten Gerichten überzeugt – als eine schöne Mischung aus<br />
Unkompliziertheit und gediegener Atmosphäre. Verlässt man<br />
die Pyrenäen nach unten kommt man an den »Strand«, wo<br />
alles lebendig und auf eine andere Art auch sehr vielseitig ist,<br />
aber mit einem etwas anderen Schwerpunkt. Dieses Lifestyle-<br />
Gefühl möchten wir unten im Biergarten transportieren.<br />
Man hört: Es soll eine Tapasbar geben ?<br />
Ja, wir finden, dass eine gute Bar im Stadtteil fehlt. Wir werden<br />
unsere Bar so gestalten, dass man man dort kleine Gerichte<br />
verzehren kann, aber eben auch Kleinigkeiten – und diese dann<br />
mit Freunden und Bekannten in geselliger Runde zu teilen ist<br />
genau das, was wir uns vorstellen.<br />
Wie wird die Speisekarte aussehen ?<br />
Vermutlich blau-weiß. (lacht)<br />
Gibt es kulinarische Angebote, die man nur bei Euch findet ?<br />
Durch den regionalen Bezug wird es sicher mit anderen Gastronomien<br />
Überschneidungen im Angebot geben. Aber natürlich<br />
gibt es auch Veränderungen, auf die sich unsere Gäste freuen<br />
können. Wer uns kennt, der weiß, dass wir unser Versprechen<br />
»Genuss von Galicien bis in die Bretagne« nicht über Experimente,<br />
sondern über Beständigkeit und Qualität definieren.<br />
Was ist bis zur Eröffnung am 1. November noch alles zu tun ?<br />
Alles aufzuzählen würde zu lange dauern, aber ich kann sagen,<br />
dass uns sehr daran gelegen ist, bereits am 01. November einen<br />
frischen, neuen Treffpunkt in Findorff zu präsentieren.<br />
▼ MEHR ÜBER DAS »BIZKAYA«<br />
Die Kneipe und der Biergarten im und am Schlachthof haben<br />
neue Pächter. Nach der »Schlachthofkneipe GmbH« und der<br />
»Mecking Ladehoff GbR«, die knapp über zwei Jahre das<br />
»Lugger« betrieb, übernimmt nun die in Findorff ansässige<br />
»Gusta GmbH«. Hinter der »Gusta GmbH« stehen zwei im<br />
Stadtteil bestens bekannte Gesichter: Georg Meyer, Gastronom<br />
(Lilie, Port Piet) und Thorsten Groß (Port Piet), Gastronom und<br />
diplomierter Eventmanager, sind mit ihren Unternehmungen<br />
seit Jahren im Stadtteil erfolgreich. Der neue Namen für die<br />
Kneipe im Schlachthof, der im August 2024 bei dem Deutschen<br />
Patentamt als Wortmarke eingetragen wurde, heißt »Bizkaya«<br />
– und definiert zugleich das kulinarische Angebot. Es braucht<br />
noch etwas Vorbereitungszeit, aber dann soll es losgehen. Die<br />
bereits freigeschaltete Internetpräsenz verspricht jedenfalls jetzt<br />
schon »Genuss von Galicien bis in die Bretagne«. Eine saisonal<br />
wechselnde Speisekarte bietet nicht nur die authentischen Geschmackserlebnisse<br />
des Baskenlandes, sondern lässt den Blick<br />
auch über den Tellerrand bis Nordafrika und Italien schweifen.<br />
Geboten werden soll ein genussvolles Erlebnis für alle in<br />
unkomplizierter Bar-Atmosphäre. Man darf auf den Neustart<br />
an der Findorffstraße im Kulturzentrum Schlachthof gespannt<br />
sein. Weitere Infos gibt es vorab unter www.bizkaya.de<br />
Interview: Mathias Rätsch, Foto: Kerstin Rolfes ▲<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 18<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 19
PROFILE<br />
q MATHIAS RÄTSCH VERLEGT DAS STADTTEILMAGAZIN »<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong>«<br />
» Es macht gigantisch viel Spaß !«<br />
MATHIAS RÄTSCH<br />
MEDIENGESTALTER<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 20<br />
M<br />
athias Rätsch, Sie publizieren ein<br />
Stadtteilmagazin für Findorff. Was<br />
ist der Sinn eines Stadtteilmagazins ?<br />
Sinn eines Stadtteilmagazins ist<br />
es, einen Stadtteil redaktionell in<br />
verschiedenen Facetten abzubilden,<br />
in diesem Fall Findorff, weil es ein<br />
interessanter und bunter Stadtteil<br />
ist – und weil ich hier lebe. Es geht<br />
darum, Menschen über Lokales zu informieren und es geht<br />
darum, interessante Menschen im Stadtteil vorzustellen. Das<br />
machen wir durch Interviews, weil ich überzeugt bin: Nichts ist<br />
interessanter als Menschen, die über sich selbst erzählen. Dafür<br />
ist <strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> ein großartiger Türöffner.<br />
Wir haben aber auch eine Rubrik wie »Dorffklatsch«, in der<br />
lokale Meldungen zusammengefasst werden und wir haben<br />
Meinungsbeiträge wie die neue Kolumne »Der Stadtist«.<br />
Wie finanziert man ein Stadtteilmagazin ?<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> finanziert sich ausschließlich<br />
über Anzeigen und PR. KundInnen entscheiden sich bei uns<br />
zu inserieren und PR zu schalten, um <strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong><br />
<strong>NEBENAN</strong> für ihr Marketing als Werbeträger zu nutzen. Ich<br />
danke allen, die seit Jahren durch ihre Unterstützung jede für<br />
die LeserInnen kostenlose Ausgabe möglich machen. Clevere<br />
InserentInnen wissen, dass dieses Magazin eine hohe Reichweite<br />
im Stadtteil hat – durch eine gigantische Auflage von 10.000<br />
Exemplaren. Davon verteilen wir ca. 7.000 Exemplare in Briefkästen<br />
und ca. 3.000 über die »Hotspots«. Das sind Geschäfte,<br />
Supermärkte, Gastronomiebetriebe und Kultureinrichtungen.<br />
Wie erreicht man AnzeigenkundInnen ?<br />
AnzeigenkundInnen erreicht man über Akquise. Akquise ist ein<br />
sehr aufwendiger Vorgang – oder wie es Hans-Peter Schneider,<br />
Geschäftsführer der MESSE BREMEN & ÖVB-Arena, einmal<br />
formulierte: »Aggressives Abwarten bringt es nicht.« So ist es.<br />
Das heißt: Wir gehen aktiv auf bestehende und potentielle AnzeigenkundInnen<br />
zu. Viele Geschäftsleute kommen mittlerweile<br />
aber auch auf uns zu, weil sie wissen, dass sie bei uns sehr gut<br />
aufgehoben sind, wenn sie lokale Zielgruppen erreichen wollen.<br />
Wie erreicht man möglichst viele LeserInnen ?<br />
AnzeigenkundInnen ist als wichtige Entscheidungsgrundlage<br />
stets der Blick in unser Impressum zu empfehlen: Möglichst<br />
viele LeserInnen erreicht man über die extrem hohe Auflage für<br />
ca. 25.000 Menschen in Findorff. Zugleich betreibt der Findorff<br />
Verlag mit www.findorff-gleich-nebenan.de das lebendigste<br />
Onlineportal im Stadtteil. Stadtteilmarketing ? Das sind wir !<br />
Kann man von einem Stadtteilmagazin leben ?<br />
Man kann dann von einem Stadtteilmagazin leben, wenn man<br />
bescheiden lebt. Meine Tätigkeiten als Herausgeber sind aber<br />
nur ein Teil dessen, was ich mache. Ich habe eine weitere Existenz.<br />
Mit »Rätsch Communications« berate und betreue ich als<br />
Kommunikationsdesigner Unternehmen und realisiere für sie<br />
Internetpräsenzen, Printmedien, PR und Werbetexte.<br />
Wieviel kann man mit einem Stadtteilmagazin verdienen ?<br />
Das Magazin erscheint viermal im Jahr. Der Umsatz ist daher<br />
begrenzt. Ich bin aber zufrieden. Zusammen mit den Aufträgen<br />
als Mediengestalter hat man ein auskömmliches Einkommen.<br />
Welche Aufgaben müssen erledigt werden, bis ein Stadtteilmagazin<br />
von den LeserInnen gelesen werden kann ?<br />
Als Inhalte im Magazin sind Texte und Interviews zu erarbeiten.<br />
Eine gute Gestaltung ist unverzichtbar. Zugleich muss das<br />
Magazin als druckfähige Reinzeichnung umgesetzt werden,<br />
damit die Druckerei es drucken kann.<br />
Wo kann man ein Stadtteilmagazin drucken lassen ?<br />
Wir haben eine Online-Druckerei. Das funktioniert sehr gut.<br />
Welche technische Ausrüstung ist erforderlich ?<br />
Man braucht Dinge wie in jedem Büro. Dazu zählen ein Telefon<br />
und schnelles WLAN für schnellen Internetzugang. Als professioneller<br />
Mediengestalter, der ich von Haus aus bin, arbeite ich<br />
mit Grafik-Programmen wie »Indesign« und »Photoshop«.<br />
Wieviele MitarbeiterInnen braucht man mindestens ?<br />
Feste MitarbeiterInnen kann ich mir nicht leisten. Dafür ist das<br />
Magazin zu klein. Ich kooperiere mit freien MitarbeiterInnen im<br />
Bereich Text, wie mit Suse Lübker für »Supersuse«. Eine weitere<br />
ganz hervorragende Zusammenarbeit für die Fotoproduktion<br />
gibt es mit Kerstin Rolfes, die mit ihren wunderbaren Aufnahmen<br />
von Anfang an nahezu in jeder Ausgabe vertreten ist.<br />
Welches Vorwissen sollte man mitbringen, um ein lokales<br />
Stadtteilmagazin zu erstellen ?<br />
Wissen als Verleger eignet man sich auch im Prozess an. Ich bin<br />
ein Anhänger von autodidaktischen Vorgehensweisen. Was man<br />
auf jeden Fall sagen kann: Wer als Verleger ein Stadtteilmagazin<br />
für Findorff erstellt, sollte unbedingt auch im Stadtteil leben.<br />
Ich behaupte sogar: Wenn man nicht im Stadtteil vor Ort ist,<br />
kann man kein gutes Stadtteilmagazin machen, weil man nicht<br />
»nah dran« ist. Man sollte offen sein und ohne Vorbehalte mit<br />
Menschen kommunizieren können – so verschieden die auch<br />
sein mögen. Dann ist es immer noch ein hartes Stück Arbeit,<br />
alle drei Monate eine druckfrische Ausgabe zu produzieren.<br />
Das Tolle daran ist aber auch: Es macht gigantisch viel Spaß !<br />
▼ ÜBER DEN <strong>FINDORFF</strong> VERLAG<br />
Mehr Infos gibt es unter www.findorff-gleich-nebenan.de und<br />
www.raetsch.de. Alle bisherigen Ausgaben finden sich unter<br />
www.yumpu.com/user/<strong>FINDORFF</strong>.<strong>GLEICH</strong>.<strong>NEBENAN</strong><br />
Interview: Marlene Kurz, Foto: Kerstin Rolfes ▲<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 21
PROFILE<br />
q TANIA UND TOURIA SIND GRUPPENLEITERINNEN BEI »FAMILIEN IN <strong>FINDORFF</strong> E.V.«<br />
»Wir möchten erreichen, dass sich das Kind wohlfühlt.«<br />
TOURIA KÖNIG<br />
TANIA SPENGEMANN<br />
GRUPPENLEITUNG<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 22 | PROMOTION<br />
D<br />
as Kindergartenjahr beginnt für Euch mit<br />
der Eingewöhnung der neuen Kinder.<br />
In diesem Jahr werden insgesamt sieben<br />
Kinder aufgenommen, die alle zwölf oder<br />
dreizehn Monate alt sind. Also noch sehr<br />
klein. Wie gestaltet Ihr in den Kleinkindgruppen<br />
die Eingewöhnung?<br />
Tania: Den ersten Kontakt haben wir mit<br />
den Eltern. Wir sprechen über den Ablauf<br />
der Eingewöhnung und besonders über die Regeln, die eingehalten<br />
werden müssen, damit die Ablösung gelingen kann. Es<br />
ist z.B. wichtig, dass die Bezugsperson bei der Eingewöhnung<br />
nicht wechselt. Diese Regeln sind verschriftlicht und können<br />
immer wieder nachgelesen werden.<br />
Touria: Wenn das Kind mit der Mutter oder dem Vater in der<br />
Gruppe ist, beobachten wir deren Interaktion. Im Gespräch<br />
mit den Eltern erfahren wir auch viel über das Kind und die<br />
Familie, zum Beispiel ob es Geschwister hat, was es gerne isst<br />
und was dem Kind hilft über einen Trennungsschmerz hinwegzukommen.<br />
Die Eingewöhnung neuer Kinder ist immer eine große Herausforderung<br />
für Euch als Pädagoginnen. Was ist das Besondere<br />
in dieser Phase ?<br />
Tania: Es sind Menschen, die wir nicht kennen. Wir müssen uns<br />
da langsam vortasten, um die Kinder und die Eltern kennenzulernen.<br />
Wir brauchen Empathie, Geduld und eine positive<br />
Einstellung.<br />
Touria: Auch die Eltern müssen uns kennenlernen, um Vertrauen<br />
zu entwickeln. Du musst vermitteln, dass deine positive Haltung<br />
und die Hinwendung zum Kind im Arbeitsalltag kontinuierlich<br />
vorhanden und spürbar ist.<br />
Tania: Das ist die Herausforderung – und es ist die Basis für<br />
gegenseitiges Vertrauen.<br />
Wie reagieren die »großen Kinder« auf die »neuen Kleinen« ?<br />
Touria: In dieser sensiblen Zeit brauchen auch »die Großen«<br />
mehr Aufmerksamkeit von uns. Die Situation ist für alle neu<br />
und wir zeigen, dass wir für Alle da sind.<br />
Tania: Die Gruppenkonstellation verändert sich und unsere<br />
Aufgabe ist es, die Kinder als Gruppe zusammenzuführen.<br />
Wie macht Ihr das ?<br />
Tania: Wenn wir zum Beispiel mit einem neuen Kind ein Buch<br />
anschauen und ein großes Kind kommt dazu, dann beziehen<br />
wir das Kind mit ein und lassen es teilhaben. Das machen wir<br />
sehr konsequent, die Kinder in diese Aktivitäten mit einbeziehen.<br />
So können sie erleben, dass sie als Gruppe zusammengehören<br />
und alle Kinder die Beachtung und Zuwendung bekommen,<br />
die sie brauchen, um sich wohlzufühlen.<br />
Klein und sichtbar: »Die Igel« und »Die Bären« in der Theodor-Heuss-Allee<br />
Welche Rolle spielen die Eltern bei der Eingewöhnung ?<br />
Touria: Die Eltern sollten emotional dazu bereit sein, ihr Kind<br />
bei uns zu lassen. Das ist oftmals ein hochemotionaler Prozess.<br />
Tania: Es kann hilfreich sein, die Trennungsphase beim Bringen<br />
des Kindes zu verkürzen. Wichtig ist auch, mit den Eltern im<br />
Gespräch zu bleiben und die einzelnen Entwicklungsschritte,<br />
die das Kind bei der Eingewöhnung macht, aufzuzeigen. Auch<br />
der Hinweis auf die Bindungstheorie, die Grundlage der<br />
Eingewöhnung, kann helfen.<br />
Touria: Wir möchten mit unserer Arbeit erreichen, dass sich das<br />
Kind bei uns wohlfühlt. Dieses Ziel verbindet uns mit den Eltern.<br />
Wodurch bekommt Ihr in der Eingewöhnungsphase, die ein<br />
hohes Maß an Aufmerksamkeit und Reflexion von Euch<br />
fordert, Unterstützung ?<br />
Touria: Der kollegiale Austausch über die Eingewöhnung ist<br />
wichtig. Das machen wir regelmäßig. Wir reflektieren unsere<br />
pädagogische Arbeit offen im Team, geben Rückmeldungen<br />
und bekommen Anregungen und Impulse von den KollegInnen.<br />
Tania: Unsere Erfahrung gibt uns viel Sicherheit – und natürlich<br />
die Freude an unserem Beruf.<br />
q ÜBER TANIA, TOURIA UND »FIF«<br />
Tania Spengemann und Touria König sind die Gruppenleiterinnen<br />
der Kleinkindgruppen »Die Igel« und »Die Bären« in<br />
der Theodor-Heuss-Allee. Gemeinsam mit ihren KollegInnen<br />
betreuen sie in jeder Gruppe täglich zehn Kinder im Alter von<br />
eins bis drei Jahren von 8:00 bis 16:00 Uhr. Familien in Findorff<br />
e.V. ist mit rund 150 Betreuungsplätzen, 35 pädagogisch ausgebildeten<br />
MitarbeiterInnen und acht Standorten eine der größten<br />
Kinderbetreuungs-Einrichtungen in Findorff. Tania Spengemann<br />
ist Erzieherin und seit 2001 bei Familien in Findorff e.V., kurz<br />
»fif«. Touria König ist ebenfalls Erzieherin und seit 2014 bei<br />
»fif«. Mehr Informationen auf auf www.familien-in-findorff.de<br />
Interview: Ulrike Schönig, Fotos: Dennis Schmidt ▲<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 23 | PROMOTION
q STUMPF BETRACHTET: URBANE SICHTWEISEN AUS DER DORFFRANDLAGE<br />
Wandel ohne Handel: die Zukunft der Innenstädte<br />
M<br />
oin ! Als ich begann, mich mit dem<br />
Thema dieser Kolumne zu beschäftigen,<br />
dachte ich mir: »Alter, was<br />
für ein abgedroschenes Thema, auf<br />
das du dich da eingelassen hast.«<br />
Innenstadtentwicklung in deutschen<br />
Städten: Geht’s noch ? Seit ungefähr<br />
25 Jahren schlage ich mich<br />
mit diesem Thema<br />
herum. Aufgewachsen als Sohn von Einzelhändlern<br />
in einem historischen, denkmalgeschützten,<br />
norddeutschen Innenstadtensemble<br />
bin ich quasi seit Geburt<br />
ein Betroffener. Und ich entkomme<br />
meinen Wurzeln nicht.<br />
Ungefähr 25 Jahre Lebenszeit verbrachte<br />
ich in Arbeitskreisen, Foren,<br />
Zirkeln, Gemeinschaften, Gruppen<br />
und Grüppchen, Verbänden, Konferenzen<br />
und was es sonst noch so alles gibt.<br />
Mal war ich auf der einen Seite als Akteur,<br />
Arbeitskreissprecher, engagierter Bürger,<br />
mal war ich auf der anderen Seite als<br />
Planer, Ideengeber, Problemlöser und<br />
bezahlter Hoffnungsträger der Kommunalpolitik<br />
und der Verwaltungen. In der<br />
Rückschau herausgekommen ist jeweils nicht viel. Die Probleme<br />
haben sich nicht einmal verändert, sondern nur verstärkt: Nutzungsmonotonie,<br />
Leerstand, Verlust von Vielfalt und Identität,<br />
fehlende Aufenthaltsqualität und vieles mehr. Die Innenstädte<br />
sind gesellschaftlich weitgehend abgehängt, sie sind konsumorientierte<br />
Platzhalter für nicht vorhandenes Leben. Und ? Wer<br />
beklagt das ? Nur ein paar Randgruppen. Für die meisten geht es<br />
darum, mit dem Auto direkt vor irgendwelche Geschäfte fahren<br />
zu können, um den großen Flatscreen einzuladen, den sie dort ja<br />
gar nicht kaufen, weil dieser im Netz gerade ein Schnäppchen ist.<br />
Die Innenstadt als Marktplatz, Parkplatz, beides oder als Lebensraum<br />
? Wer befindet darüber eigentlich ? Wem gehört das alles ?<br />
Ich kann mich noch an die Goldgräberzeiten der Immobilienwirtschaft<br />
erinnern, als die großen Filialisten anfingen, ihre immer<br />
gleiche Langweiligkeit über die Innenstädte auszuschütten.<br />
Das war ihnen viel wert. Hohe Mieten bringen hohe Renditen.<br />
Inzwischen nehmen sie Reißaus. Zurück bleibt trister Leerstand.<br />
Auch auf den ganz großen Flächen. Was bleibt außerdem zurück ?<br />
Ratlosigkeit und die Hoffnung der Kommunen auf die rettenden<br />
InvestorInnen. Mal wieder.<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 24<br />
DER STADTIST<br />
Während man sich allenthalben auf die Innenstädte konzentriert,<br />
findet ein ähnlicher Erosionsprozess auch in den Stadtteilzentren<br />
statt. Auch in diesen, zumeist bürgernah belebten Strukturen,<br />
häufen sich die Leerstände. Schöngeredet wird vom Wandel gesprochen.<br />
In Wirklichkeit handelt es sich um Verlust. Wandel ist<br />
dann vorhanden, wenn sich etwas gleichwertig verändert. Alles<br />
andere ist Entropie, Verlust, Untergang. Mit der Lupe auf den<br />
Innenstädten fehlt den Stadtteilzentren oft die notwendige<br />
Aufmerksamkeit der Politik und der Verwaltungen. Ich bin fast<br />
geneigt von der Einsamkeit der StadtteilpolitikerInnen zu sprechen,<br />
sind sie doch von den übergeordneten Strukturen alleingelassen<br />
und merken das oftmals gar nicht. Sie beschäftigen sich<br />
stattdessen wie im Beirat Findorff mit Taubenhäusern,<br />
Hundefreilaufflächen und anderen Nebensächlichkeiten.<br />
Auch fragt man sich: Wer kann als LokalpolitikerIn<br />
eigentlich für sich in Anspruch nehmen,<br />
den Überblick über die Veränderungen in<br />
dem Zentrum seines Stadtteils zu haben ? An<br />
welche Stelle können negative Entwicklungen<br />
lösungsorientiert adressiert werden ? Wo<br />
sind die umfangreichen Förderprogramme<br />
wie bei den Innenstädten ? Die wegweisenden<br />
Konferenzen mit Glanz und Glamour ?<br />
Es ist also wie es ist und damit es nicht so bleibt,<br />
ist das Engagement der BürgerInnen gefordert.<br />
Diese müssen sich organisieren und artikulieren. Sie<br />
müssen die Strukturen einfordern, die hilfreich<br />
unterstützen. Sehr gute Beispiele sind die<br />
Quartiersmeisterei in Walle, Gröpelingen<br />
Marketing e.V. oder das Stadtteilmarketing<br />
in Hemelingen, um ein paar Bremer Stadtteile zu nennen.<br />
Für die großen Innenstädte fehlen in der Regel vergleichbare<br />
Strukturen, da diese investoren- und konzernlastig geprägt sind.<br />
Ich hatte mir fest vorgenommen, dazu mit einer großartigen<br />
Vision zur Rettung der Innenstädte diese Kolumne zu beenden.<br />
Daraus ist aber leider nichts geworden. Mir fehlt die Eingebung.<br />
Schade. Jetzt hilft nur noch zu beten:<br />
Urbanio hilf ! Oh, Bremen, mein ! Wort bricht an müden Fassaden<br />
Ob der Lösung Pflicht, den Weg – sie sehen ihn gerade nicht !<br />
San Urbanio soll kommen, taumeln sie doch wie benommen<br />
Zwischen Stadtgeflüster und Beharrlichkeit, Fenster auf, Bürger !<br />
Macht Euch bereit ! San Urbanio hilf !<br />
Zeig Dein Licht, Weisheit und Bürgerpflicht<br />
Welt zieht auf alle Plätze, Bremen Stadtschätze,<br />
Menschen, sich drängen, neu und aufgemacht<br />
Bremen halt Dich bereit, es ist soweit Neues zuzulassen !<br />
San Urbanio weck sie auf ! Küss sie munter, schenk ihnen Realität<br />
Das Alte wird ihnen nicht genommen Das Neue gestalten sie –<br />
vollauf, San Urbanio komm, lad sie ein !<br />
Du sollst ein Bremer sein !<br />
Gebet an San Urbanio – dem Schutzpatron der Städte im<br />
planlosen Wandel<br />
Text: Karsten Stumpf, Fotocollage: privat, san4ezz ▲
q DIE SPARKASSE BREMEN IN <strong>FINDORFF</strong><br />
Seien Sie kritisch !<br />
G<br />
erne hätte ich Ihnen an<br />
dieser Stelle etwas Neues<br />
von unserer zukünftigen<br />
Stadtteilfiliale berichtet.<br />
Leider liegt uns noch<br />
nicht die Genehmigung<br />
für den Umbau vor.<br />
Natürlich gibt es auch noch<br />
andere (Finanz)-Themen, die<br />
Menschen hier im Stadtteil bewegen.<br />
AKTIV VOR ORT<br />
Mit den Zinsen wuchs das Interesse<br />
an der Geldanlage wieder. Das machen<br />
sich leider auch Betrüger zunutze. Mit<br />
vermeintlichen Traumrenditen locken sie Menschen im Internet<br />
über Werbeanzeigen auf unseriöse Seiten. Erst wird Geld<br />
überwiesen, das Erwachen kommt leider zu spät. Nämlich dann,<br />
wenn das scheinbar vermehrte Geld wieder zurückgefordert<br />
wird. Deshalb seien Sie bitte kritisch – besonders bei ungewöhnlich<br />
hohen Renditen. Vertrauen Sie nur bekannten Anbietern<br />
und informieren sich genau über die Anlageform. Sprechen Sie<br />
gerne mit uns über Ihre Anlagewünsche.<br />
Wir finden bestimmt eine Lösung, die zu Ihnen passt.<br />
Auf SPOT, unserem Stadtteilfilialportal, finden<br />
sich auch im Oktober wieder viele Kundenveranstaltungen.<br />
Vielleicht ist das altersgerechte<br />
Wohnen in Ihrer Immobilie ein Thema ? Oder<br />
interessieren Sie sich für den Schutz vor Hochwasser<br />
und Starkregen ? Darüber spreche ich<br />
immer wieder mit meinen Kundinnen und Kunden.<br />
Stöbern Sie doch einfach durch das Angebot unserer<br />
Nachbarfilialen. Es finden übrigens auch<br />
zahlreiche Termine für Kinder statt.<br />
Für Schulkinder ab zehn Jahren haben wir<br />
zum Girokonto einen kostenlosen Mehrwert<br />
geschaffen. Mit der App eines Bildungspartners können<br />
Schülerinnen und Schüler Hausaufgabenhilfe und Lernbetreuung<br />
wahrnehmen – online im Kontakt mit einer ausgebildeten<br />
Lehrkraft. Kommen Sie gerne in die Filiale in der Fürther Straße.<br />
Wir erklären Ihnen alles dazu. www.spot-bremen.de<br />
Ihr Clemens Schwers, Wertpapierberater in der<br />
Sparkassen-Filiale Findorff<br />
Friseurmeisterin Aysel Canli<br />
Damen-, Herren- und Kinderfriseurin · Termin vereinbaren:<br />
Telefon 0421 / 35 14 54 · Hemmstraße 293 · 28215 Bremen<br />
Unsere Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 9:00 Uhr<br />
bis 18:00 Uhr und am Samstag von 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr<br />
Physiotherapie in Findorff<br />
Physiotherapie / Krankengymnastik /Bobath Erwachsene ·<br />
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Tel. 0421- 247 04 76<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 26<br />
Bettina Weis & Neila Trabulsi<br />
Innsbrucker Str. 120 · Bremen<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 27
q FITNESS FÜR FRAUEN IN <strong>FINDORFF</strong><br />
Mit Fun-Faktor: sieben Jahre Patty‘s Gym !<br />
W<br />
ie die Zeit vergeht !<br />
2018 schrieben wir<br />
an dieser Stelle:<br />
»Garantiert<br />
unter den Top<br />
Ten der ewigen<br />
Vorsätze steht<br />
der Plan, endlich<br />
mehr Bewegung in<br />
den eigenen Alltag zu bringen. Für diejenigen<br />
unter uns, die den Vorsätzen Taten folgen<br />
lassen wollen, gibt es gute Nachrichten: Denn<br />
in Findorff und umzu hat man ein tolles<br />
Fitness-Studio vor der Tür.«<br />
JUBILÄUM<br />
Ein Jahr zuvor hatte die ehemalige Turnerin und ausgebildete<br />
Fitness-Trainerin Patricia Herbst »Patty’s Gym« gegründet – und<br />
auch sieben Jahre später ist das Fitnessstudio für Frauen in ganz<br />
Bremen und Findorff total angesagt und absolut fit dabei . Seit<br />
2017 bietet Patricia Herbst in der Münchener Straße 142/144<br />
eine familiäre und motivierende Atmosphäre für Frauen jeden<br />
Alters. Wer an der eigenen Fitness arbeiten oder die Figur formen<br />
möchte, findet hier ein eine große Auswahl an beliebten Kursen<br />
wie Zumba, Strong Nation, Pilates, Bodyforming, Toso X, Yoga<br />
und Rückenfit. Neben den genannten Kursen kann<br />
auch auf der modernen Trainingsfläche individuell<br />
mit den neuesten Geräten trainiert werden, um<br />
selbst gesetzte Ziele zu erreichen. Immer eine gute<br />
Idee, um danach den Tag noch perfekt ausklingen<br />
zu lassen: Entspannung pur in der Sauna oder im<br />
Wellnessbereich. Zum Jubliäum freut sich Patricia<br />
Herbst auf bekannte und neue Gäste: »Kommt vorbei<br />
und erlebt, wieviel Spaß Fitness machen kann !«<br />
Am besten testen: Als Aktion zum Jubiläum kann<br />
jetzt zwei Monate gratis und ohne Aufnahmegebühr<br />
trainiert werden oder frau bucht die »1 Jahr<br />
All-Inclusive Fitness« für nur 825,00 Euro. Das<br />
erste Angebot gilt für Nicht-Mitglieder in Verbindung mit einem<br />
Zwei-Jahres-Vertrag. Das zweite Angebot gilt für Nicht-Mitglieder<br />
und Mitglieder bei Zahlung im Voraus. Wenn dann das erwählte<br />
Frauen-Fitnessstudio perfekt zu einem passt, erhöht sich die<br />
Wahrscheinlichkeit, dass der Besuch dort kein einmaliges Phänomen<br />
im Zuge der guten Vorsätze bleibt. Stattdessen wird es<br />
zu einem Ort, an dem man sich so wohl fühlt, weil das Training<br />
in »Patty‘s Gym« einen extrem hohen Fun-Faktor hat.<br />
Patty‘s Gym, Fitnessstudio für Frauen, Münchener Straße<br />
142/144, Telefon: 0421/ 43 74 11 22, www.pattysgym.de ▲<br />
Martin Kratzsch & Co<br />
»Von Wien bis Odessa«<br />
Hochschule für Künste<br />
»Immer nur lächeln ?«<br />
Annie Heger »Betlehem«<br />
25.<br />
Oktober<br />
14.<br />
November<br />
16.<br />
November<br />
05.<br />
Dezember<br />
u Martin Kratzsch und ein klassisches Streichquartet<br />
spielen Klezmermusik & Klassische Stücke<br />
u Studierende der HfK Bremen präsentieren an zwei<br />
Abenden Festliches aus Oper und Operette<br />
u Annie Heger und Band versprechen dem Publikum<br />
ein Weihnachtsspektakel auf Platt und Hoch<br />
u Karten: Tel. 0421 / 36 36 36, www.nordwest-ticket.de<br />
und an der Abendkasse. www.altespumpwerk.de<br />
Altes Pumpwerk e.V. | Salzburger Str. 12 | 28219 Bremen<br />
Nadia und Sohn<br />
Ocalan laden Sie<br />
ein zu einer Reise<br />
durch die Küche<br />
des Orients – alle<br />
Speisen frisch<br />
zubereitet !<br />
Mittagsgerichte<br />
ab 9,90 Euro<br />
Vielfalt auf der<br />
Abendkarte<br />
Event-Catering<br />
außer Haus für<br />
Gesellschaften<br />
Gemütliche<br />
Außenterrasse<br />
Frühzeitig<br />
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Tel. 200 986 40<br />
SIE HABEN UNS GESUCHT? Sie haben uns gefunden. Als Dienstleister vor Ort in<br />
Findorff und Jimdo Expert Bremen konzipiert, gestaltet und realisiert Rätsch Communications<br />
intelligente Lösungen für die Unternehmenskommunikation. Unser Angebot umfasst Internet-<br />
präsenzen, Printmedien, Werbetexte und Public Relations. Alle Infos auf www.raetsch.de<br />
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Kurdisch-syrische Küche in der Hemmstraße 246. Öffnungszeiten:<br />
11:30-15:00 und 17:00-22:00 Uhr. Mittwoch Ruhetag.Reservierung<br />
unter Telefon 0421 - 200 986 40. Speisekarte : www.zafar-bremen.de<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 28<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 29
q WER, WIE, WAS, WIESO, WESHALB, WARUM<br />
» Die Fahrräder werden auch immer größer ! «<br />
N<br />
ach einigen logistischen<br />
Vorbereitungen ging es los:<br />
Mitte Juli fusionierten in<br />
der Findorffer Geschäftswelt<br />
endgültig die »Flotte<br />
Karotte« und die »Füllerei<br />
Findorff« zum gemeinsamen<br />
DORFFLADEN.<br />
In den neuen Räumlichkeiten<br />
am Standort in der Münchener Straße<br />
66 bis 72, ehemals »Gorillas« und<br />
zuvor »nah & gut«, freuen sich NOR A<br />
OSLER und TOBIAS WOLF auf die<br />
bisherigen und neue KundInnen. »Alles<br />
Bio« bleibt natürlich das bewährte Motto, aber die Kombination<br />
der beiden Sortimente bietet jetzt eine noch breitere Auswahl an<br />
frischen Produkten – wenn möglich regional und möglichst wenig<br />
verpackt. Mit dabei natürlich auch Feli, die Nussmusmühle,<br />
frische Milch und das leckere Eis von KAEMENA, die<br />
Käsetheke und eine richtig gute Obst und Gemüseauswahl.<br />
www.dorffladen-bremen.de<br />
+++ Die Fahrräder in Findorff werden auch<br />
immer größer ! Gesehen im Stadtteil: neue<br />
Fahrradbügel an der Findorffstraße – schick<br />
und auffällig gekennzeichnet.<br />
+++ Am 20. August gab es eine turbulente<br />
Ausschusssitzung zur geplanten HUNDE-<br />
FREILAUFFLÄCHE am Blumenweg in<br />
einem Wohngebiet am Weidedamm. Anwesende<br />
HundebesitzerInnen: 0. Empörte AnwohnerInnen:<br />
ca. 25. Der Aussschuss »Bau, Umwelt, Klima<br />
und Verkehr« im BEIRAT <strong>FINDORFF</strong> wollte sofort über die<br />
Einrichtung dieser Hundefreilaufläche abstimmen lassen. Dazu<br />
kam es nicht. Es gab seitens der AnwohnerInnen hitzige Proteste<br />
gegen ein Areal, das vor Ort auch als »Matschwiese« bezeichnet<br />
wird. Auch die »Präsentation« der Planung erwies sich als wenig<br />
» Freude empfinden,<br />
spüren und wieder<br />
das Leben leben «<br />
H.S.<br />
naturheilpraxis<br />
schwanenberg<br />
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Andrea Hella Schwanenberg<br />
Heilpraktikerin und staatlich examinierte Krankenschwester<br />
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Geibelstraße 4 · 28215 Bremen · Telefon 0421 / 4 91 99 81<br />
DORFFKLATSCH<br />
professionell: Ein Plan war nicht vorhanden und das<br />
exakte Gebiet zunächst unklar. Eine Simulation,<br />
wie die Fläche mit einer 8 x 75 Metern hundegerechten<br />
Einzäunung aussehen würde, gab es<br />
auch nicht zu sehen. Die Kosten für das Projekt<br />
inklusive Pflege für fünf Jahre wurden auf ca.<br />
27.000 Euro beziffert. Ursprung des Projektes war<br />
eine Unterschriftenliste von vor zwei Jahren mit<br />
100 UnterzeichnerInnen, die sich eine Auslauffläche<br />
gewünscht hatten. Auf der Ortsbegehung<br />
am 30. August waren sich HundebesitzerInnen<br />
und AnwohnerInnen schnell einig: Die<br />
vorgeschlagene Fläche ist nicht geeignet.<br />
Das Abstimmungsergebnis im Beirat am<br />
24. September war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.<br />
+++ Zum Jahresende verlässt »Ihre Immobilie« den bisherigen<br />
Standort an der Hemmstraße 182/184. Das Maklerbüro von<br />
JÜRGEN KLÜNDER zieht es an den Osterdeich. Mehr<br />
Informationen auf www.ihre-immobilie.info<br />
+++ Ein Dauerthema im Beirat Findorff ist<br />
die chaotische PARKSITUATION rund<br />
um Freimarkt und Osterwiese. Seit Jahrzehnten<br />
politisch ungelöst, soll jetzt auf<br />
Initiative der GRÜNEN ein runder Tisch<br />
mit allen Beteiligten wie Amt für Straßenverkehr<br />
(ASV), Innen- und Verkehrsbehörde,<br />
Wirtschaftssenatorin und den zwei<br />
Bremer Schaustellerverbänden eingerichtet<br />
werden. Auch der Beirat Findorff wird vertreten<br />
sein. Ob auch die AnwohnerInnen von<br />
ihren »Erfahrungen« von zugeparkten Gehwegen in<br />
ihrem Quartier berichten dürfen, ist noch nicht geklärt. Klar<br />
ist hingegen: Das vermutlich zu keinem Zeitpunkt rechtssichere<br />
Konzept »Parkfrieden« aus dem Ressort von SPD-Innensenator<br />
Mäurer und das Konzept »Bewohnerparken« der Ex- Senatorin<br />
Maike Schaefer wurden inzwischen auch<br />
offiziell politisch beerdigt.<br />
+++ Jahre stand die Gewerbefläche<br />
der ehemaligen Sparkassenfiliale<br />
an der Admiralstraße leer,<br />
dann kam mit »Rainboo« ein<br />
»Schnäppchenparadies«, aber<br />
dieses Paradies war schnell wieder<br />
verschwunden. Seit August<br />
wird die Admiralstraße 129 neu<br />
bespielt . Der HAUSHALTSGERÄTE<br />
PROFI ist da. Inhaber TARIK CAKMAK<br />
verspricht Verkauf, Reparatur, Service und Klima-Küchen zu<br />
sehr günstigen Preisen. www.hausgeraete-findorff.de<br />
Fotos: Dorffladen © Pressefoto, Fahrrad und Haushaltsgeräteprofi<br />
© Ulrike Lichtenfeld, Textredaktion: Mathias Rätsch ▲<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 30<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | <strong>31</strong>
<strong>FINDORFF</strong> GEHT AUS<br />
11.10 l ALADIN<br />
FORCED TO MODE gilt als weltbeste<br />
Depeche Mode-Coverband, deren Shows<br />
bereits in 13 Ländern quer durch Europa<br />
begeisterten Anklang fanden. Erwarten<br />
dürfen wir eine energetische-Performance,<br />
die ganz nah an den Original-Stimmen<br />
ist und die perfektionistische Liebe zum<br />
Sound-Detail, die auch jede Tribute-Show<br />
unvergesslich macht. Beginn 20:00 Uhr<br />
u www.aladin-bremen.de<br />
17.10 l MODERNES<br />
MAX MUTZKE begeistert sein Publikum<br />
neben seiner markanten Stimme vor allem<br />
mit seiner Vielseitigkeit. Diese konnte der<br />
Sänger bereits in der Zusammenarbeit mit<br />
verschiedenen KünstlerInnen beweisen: Seit<br />
Jahren spielt Max Mutzke mit Jazzgrößen<br />
wie Klaus Doldinger, Wolfgang Haffner,<br />
Bill Evans, Till Brönner, Nils Wülker und<br />
Marialy Pacheco Max Mutzke hat acht<br />
Studioalben und zwei Livealben veröffentlicht.<br />
Songs aus dem neuen Album wird der<br />
Sänger heute zusammen mit seiner Band<br />
vorstellen. Beginn: 20:00 Uhr<br />
IMPRESSUM<br />
AUTOR/INN/EN<br />
Nils Andresen, Marlene Kurz, Suse Lübker, Mathias Rätsch,<br />
Ulrike Schönig, Clemens Schwers © Nutzung durch Nachdruck<br />
oder digital, auch auszugsweise, nur mit vorheriger<br />
Genehmigung gestattet. Sämtliche Rechte der Vervielfältigung<br />
liegen beim Findorff Verlag. Zuwiderhandlungen in Form von<br />
Urheberrechtsverletzungen werden strafrechtlich verfolgt.<br />
FOTOGRAFIE<br />
Heiderose Kay, www.heiderose-kay.de<br />
Mathias Rätsch, www.raetsch.de<br />
Kerstin Rolfes, www.kerstinrolfes.de<br />
Dennis Schmidt, www.familien-in-findorff.de<br />
ILLUSTRATION<br />
Bettina Bexte, www.bettina-bexte.de<br />
ART DIRECTION<br />
Mathias Rätsch, www.raetsch.de<br />
u www.modernes.de<br />
LEKTORAT<br />
Ulrike Lichtenfeld<br />
14.11 / 16.11 l ALTES PUMPWERK<br />
Studierende der Hochschule für Künste<br />
präsentieren an zwei Abenden unter<br />
dem Titel IMMER NUR LÄCHELN?<br />
Festliches aus Oper und Operette. Sie<br />
singen und spielen Szenen u. a. aus Werken<br />
von W. A. Mozart, Franz Lehar, Johann<br />
Strauß, Giacomo Rossini – und freuen sich<br />
darauf, das Publikum im Alten Pumpwerk<br />
auch in einem Jahr, in dem es turnusgemäß<br />
kein großes Opernprojekt gibt, mit ihren<br />
Gesangskünsten zu begeistern. Herzlich<br />
willkommen zu einen Abend voller Liebe,<br />
Leid und Drama. Beginn 20:00 Uhr<br />
u www.altespumpwerk.de<br />
27.10 l SCHLACHTHOF<br />
Die Berliner MIGHTY OAKS kehren<br />
nach einer zweijährigen Pause zurück.<br />
Die Band wird auf der Akustik-Tournee<br />
in ausgewählten Veranstaltungsorten und<br />
Konzerthäusern auftreten und in Bremen<br />
dem Publikum im Schlachthof eine Show<br />
bieten, die die einzigartige Authentizität<br />
ihrer Musik präsentiert. Support: Joya<br />
Marleen. Beginn: 20:00 Uhr<br />
BILDNACHWEIS<br />
Titel, Seite 5, 6, 16, 18, 20 © K. Rolfes, www.kerstinrolfes.de<br />
Seite 5: »Heart«, © Rebekka D, www.pixabay.com, Seite 12:<br />
Heide Klopsch © Heiderose Kay, www.heiderose-kay.de<br />
Seite22: fif © Dennis Schmidt, Seite 24: Stadtist © Karsten<br />
Stumpf, Seite 26: Clemens Schwers © Sparkasse Bremen, Seite<br />
28: Patty © Markus Reinke, www.kleinbildkunst.de, Seite 30:<br />
Dorffklatsch © Pressefoto © Dorffladen, Sonstige © Ulrike<br />
Lichtenfeld, Findorff geht aus, Seite 32: Maske © IngeGG,<br />
www.pixabay.com, Mutzke © Klaus Polkowski, Forced to<br />
Mode © Enrico Leder, Mighty Oaks © Goodlife Artists, Fil<br />
Bo Riva © Universal Music, Heger © Henricus Lüschen,<br />
Seite 34: Supersuse © Rainer Pleyer, sonstige: Pressefotos<br />
DRUCK<br />
Gedruckt auf 135 g/m² Bilderdruck glänzend<br />
bizkaya: die neue Gastronomie im Schlachthof<br />
Berge, Küste, Wälder und Meer: die gesamte Biskaya<br />
und besonders das Baskenland hat landschaftlich wie<br />
kulinarisch sehr viel zu bieten. Die einzigartige Küche<br />
dieser Region ist beeinflusst von spanischen und<br />
französischen Traditionen und spiegelt den Reichtum<br />
dieser Landschaft wider.<br />
In der neuen Tapas-Bar »bizkaya« greifen wir diese Einflüsse<br />
gerne auf und interpretieren sie auf unsere Weise.<br />
Unsere saisonal wechselnde Karte bietet aber nicht nur<br />
die authentischen Geschmäcker des Baskenlandes,<br />
sondern lässt uns auch über den Tellerrand schauen<br />
und bis Nordafrika und Italien schweifen.<br />
Unsere Weinkarte begleitet Gerichte wie Tapas und wird<br />
durch eine feine Auswahl an Spirituosen, Cocktails und<br />
Bieren und ergänzt. Auch an alkoholfreie Alternativen<br />
haben wir gedacht, so dass für jeden Geschmack etwas<br />
dabei ist.<br />
Gestaltung: www.raetsch.de, Foto: wwww.kerstinrolfes.de<br />
u www.schlachthof-bremen.de<br />
07.11 l MODERNES<br />
FIL BO RIVA kehrt mit seiner neuen Single<br />
»Lost In Life« zurück und gehtzugleich mit<br />
der »Modern Melancholia Tour« auf Reisen.<br />
Die Zwischenstation ist in Bremen in der<br />
Neustadt. Beginn: 20:00 Uhr<br />
u www.modernes.de<br />
05.12 l ALTES PUMPWERK<br />
Im »Bethlehem« erzählt ANNIE HEGER<br />
uns die vertraute Weihnachtsgeschichte<br />
immer wieder neu. Zugleich teilt sie mit<br />
uns ihre Haltung zum Weihnachtsfest: Es<br />
ist für sie das Fest der Feste, ein sicherer<br />
Hafen, ein Nachhausekommen und eine<br />
große Party ! Beginn: 20:00 Uhr<br />
u www.altespumpwerk.de<br />
DRUCKAUFLAGE<br />
ca. 10.000 Exemplare<br />
ERSCHEINUNGSWEISE<br />
Alle Erscheinungstermine 2024 auf www.findorff.info<br />
DISTRIBUTION<br />
Verteilung in ca. 7.000 Briefkästen von ausgesuchten Haushalten<br />
in Findorff sowie über ca. 60 »Hotspots« im Stadtteil.<br />
Mehr Infos unter »Distribution« auf www.findorff.info<br />
ANZEIGENBUCHUNG<br />
Beratung per Telefon 0421 / 579 55 52 oder per E-Mail unter<br />
kontakt@findorff.info. Ansprechpartner ist Herr Rätsch.<br />
Mehr Infos auf www.findorff.info/anzeige/online-buchen<br />
Ausgabe 32 erscheint ab dem 05. Dezember 2024. Anzeigenschluss<br />
ist der 22. November 2024. Änderungen vorbehalten.<br />
Unser ganz besonderer Dank gilt allen treuen und neuen<br />
AnzeigenkundInnen, ohne die diese Ausgabe so nicht<br />
möglich gewesen wäre.<br />
HERAUSGEBER<br />
Mathias Rätsch<br />
VERLAG<br />
Findorff Verlag<br />
Magdeburger Str. 7, 28215 Bremen<br />
Telefon 0421 / 579 55 52<br />
Telefax 0421 / 579 55 53<br />
E-Mail kontakt@findorff.info<br />
KOOPERATIONEN<br />
Der Findorff Verlag betreut den gedruckten und digitalen<br />
Branchenführer für den Stadtteil: www.findorff-finder.de<br />
MITGLIEDSCHAFT<br />
Mathias Rätsch, Herausgeber von <strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong><br />
<strong>NEBENAN</strong>, ist Mitglied in der Handelskammer Bremen,<br />
www.handelskammer-bremen.de sowie im Deutschen<br />
Journalisten-Verband Landesverband Bremen e.V. ,<br />
www.djv-bremen.de<br />
®<br />
Freut Euch ab 1. November auf ein genussvolles Erlebnis<br />
in unkomplizierter Bar-Atmosphäre und seid ALLE herzlich<br />
willkommen ! Wo ? Im Kulturzentrum Schlachthof,<br />
Findorffstraße 51 in der ersten Etage. Reservierungen<br />
für November sind ab sofort online möglich.<br />
www.bizkaya.de<br />
FACEBOOK<br />
Gefällt! Sie finden den Findorff Verlag auf »facebook«:<br />
www.facebook.com/FindorffVerlag<br />
LESERBRIEFE<br />
Wir freuen uns über Leserbriefe zu Themen in dieser Ausgabe<br />
auf www.findorff-gleich-nebenan.de/leserbriefe<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 33
q SUPERSUSE MAG MEER<br />
Zwischen Ostseewellen und Schwimmbadsprungturm<br />
N<br />
eulich in der Mittagspause ging es<br />
darum, wer wann und wo schwimmen<br />
gelernt hat. Meine Kolleginnen erinnerten<br />
sich an strenge Schwimmlehrer<br />
in der Schule und an Eltern, die unermüdlich<br />
im örtlichen Schwimmbad am<br />
Beckenrand standen und ihre Kinder<br />
(meine Kolleginnen) anfeuerten. Diese<br />
paddelten schnaufend mit<br />
Armen und Beinen und bewegten sich langsam<br />
vorwärts. Natürlich mit Schwimmnudeln oder<br />
knallorangen Schwimmflügeln. Irgendwann<br />
gingen ihre Erinnerungen an die eigenen<br />
Erlebnisse fließend in die ihrer Kinder<br />
über. Die natürlich auch mit Schwimmnudeln<br />
durchs Becken schnauften.<br />
Auch ich paddelte wild mit Armen und<br />
Beinen – allerdings ging es bei mir mehr<br />
ums Überleben als darum, meine Eltern<br />
zu begeistern. Die waren nämlich nicht<br />
anwesend, als mir eine – vermutlich harmlose –<br />
Welle den Boden unter den Füßen wegzog.<br />
Wie war das passiert ? Wir waren wie jeden<br />
Sommer wochenlang an der Ostsee. Länger als<br />
andere Kinder, denn mein Vater half jede Saison<br />
im Café meines Onkels aus, während meine<br />
Mutter im Strandkorb, umrahmt von muschelbestückten Sandburgen,<br />
für die passende Urlaubsbräune sorgte.<br />
Während meine Mutter also in ihrem knallroten Badeanzug in<br />
Schräglage döste, war ich mit all den Dingen beschäftigt, die<br />
man als Fünfjährige an der Ostsee halt so macht: Burgen bauen,<br />
Muscheln sammeln, Quallen jagen oder mit dem Schwimmring<br />
im Wasser herumplantschen. Und während ich so planschte, entfernte<br />
ich mich immer weiter vom Strand. Ich erinnere mich noch<br />
daran, dass der Schwimmring plötzlich wegflutschte und ich<br />
keinen Boden mehr unter den Füßen hatte. Und dann kam eben<br />
diese Welle … und ich paddelte wild mit Armen und Beinen, ging<br />
kurz unter und tauchte nach Luft schnappend wieder auf. Wie<br />
meine Kolleginnen im Schwimmbad. Allerdings ohne Schwimmflügel<br />
und ohne Eltern und Schwimmlehrer in der Nähe.<br />
In meiner Erinnerung musste ich nicht gerettet werden. Denn<br />
auf einmal blieb ich über Wasser – was für ein Glück. Mehr<br />
noch, ich konnte zurückschwimmen. Ganz allein ! Ich war die<br />
Heldin, die einfach so losschwamm ! Und natürlich rannte ich<br />
ganz aufgeregt zum Strandkorb, um meine sonnengebräunte<br />
Mutter darüber zu informieren, dass ich gerade schwimmen gelernt<br />
hatte. Wie sie reagiert hat ? Keine Ahnung. Ich weiß nicht<br />
einmal, ob es wirklich so war. Vielleicht hat mich auch jemand<br />
aus dem Wasser gezogen und musste mich wiederbeleben, um<br />
mich zu retten. Diese Version gefällt mir allerdings nicht so gut,<br />
<strong>FINDORFF</strong> <strong>GLEICH</strong> <strong>NEBENAN</strong> | 34<br />
denn wer will schon an heroischen Kindheitserinnerungen<br />
rütteln. Jedenfalls war ich von da an nicht mehr zu bremsen.<br />
Jede freie Minute verbrachte ich im Wasser, natürlich ohne<br />
Schwimmring oder andere Hilfsmittel. Solange, bis meine<br />
Lippen blau anliefen und meine Mutter mich mit dem Handtuch<br />
aus dem Wasser zerrte. Was für ein wunderbarer Sommer !<br />
Die Geschichte könnte jetzt zu Ende sein. Oder ich könnte<br />
noch von weiteren Meeresabenteuern erzählen:<br />
Von wilden Atlantikwellen an der Felsküste<br />
von Maine, von windlosen Surfversuchen<br />
auf Fehmarn oder Begegnungen mit<br />
Seegurken an der kroatischen Adria.<br />
Vielleicht ein anderes Mal.<br />
Denn Monate nach meinen heroischen<br />
Schwimmerfolgen landete<br />
ich tatsächlich in einem richtigen<br />
Schwimmkurs, so wie meine Kolleginnen,<br />
als sie klein waren. Schwimmen<br />
in der Ostsee reichte eben nicht für ein<br />
Schwimmabzeichen. Also fuhren wir mit<br />
der ganzen Klasse nach Hamburg-Ottensen<br />
ins Bismarck-Bad. Das Wasser war kalt,<br />
die Schwimmlehrerin unwirsch und das<br />
Schlimmste: Sie zwang uns, vom Dreimeterbrett<br />
zu springen. Da war ich keine<br />
Heldin mehr, DAS weiß ich noch ganz<br />
genau. Ich stand oben, zitternd und ängstlich und ließ mich<br />
nicht überreden, in das eisige Chlorwasser zu springen. Weinend<br />
kletterte ich die Treppe herunter und stellte mich trotzig<br />
unter die warme Dusche. Meinen Freischwimmer bekam ich<br />
trotzdem, mit der Auflage, einige Wochen später einen neuen<br />
Sprungversuch zu starten. Was ich nie getan habe.<br />
SUPERSUSE<br />
Und die Moral von der Geschichte ? Ich mag Hallenbäder nicht.<br />
Trotzdem bin ich jahrelang mit meinen Kindern Schwimmen<br />
gegangen und sogar ein einziges Mal vom Dreier gesprungen.<br />
Ohne Schwimmlehrerin. Mein Abzeichen habe ich mir also<br />
verdient. Halt nur etwas später.<br />
q ÜBER SUSE LÜBKER<br />
Suse «Supersuse« Lübker lebt mit Kindern und Ehemann im<br />
schönen Findorff. Die freiberufliche Texterin und Trainerin<br />
konzipiert, schreibt und redigiert Texte für Verlage, Vereine,<br />
Verbände und Soloselbstständige, online und offline. Zudem<br />
veranstaltet sie Kommunikations- und Schreibworkshops. 2015<br />
erschien ihr Buch »Das Bremer Kinderlexikon. Von Achterdiek<br />
bis Ziegenmarkt«. In ihrem Blog berichtet sie über Alltagsabenteuer<br />
und erzählt Reisegeschichten. Der Blog ist zu finden auf<br />
www.suseluebker.de/blog<br />
Text: Suse Lübker, Illustration: Rainer Pleyer ▲