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kompack 05 24

FachPack-Rückblick, Green Packaging Star Award, Staatspreis Verpackung - Smart Packaging, Pawel baut aus, Vorschau BrauBeviale, Schwarzach Packaging

FachPack-Rückblick, Green Packaging Star Award, Staatspreis Verpackung - Smart Packaging, Pawel baut aus, Vorschau BrauBeviale, Schwarzach Packaging

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<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

34 Jahre KOMPACK<br />

2<strong>05</strong>. Ausgabe<br />

w w w . k o m p a c k . i n f o<br />

Offsetdruckerei<br />

Schwarzach wird zu<br />

Schwarzach Packaging.<br />

Mit unserem neuen Auftritt unterstreichen<br />

wir unsere Stärke als internationaler Partner<br />

für Packaging und bekräftigen unser<br />

Bekenntnis zum Standort Vorarlberg. Für<br />

unsere Kund:innen und Geschäftspartner:innen<br />

bleibt sonst alles wie es ist:<br />

Wir entwickeln uns ständig weiter.<br />

Hofsteigstraße 104<br />

6858 Schwarzach, AT<br />

www.schwarzach-packaging.com<br />

Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien


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An&fürsich ................................................................................................ 4<br />

Meine Meinung<br />

Mehr als ein Rebranding ........................................................................... 6<br />

Titelstory<br />

Viele Köche für das perfekte Recycling ................................................... 8<br />

Markus Neudorfer kocht wieder auf<br />

Zwei neue Hallen ...................................................................................... 9<br />

Auer investiert in sei Headquarter<br />

Pawel smart packing & logistics ........................................................... 10<br />

eröffnet neuen Standort<br />

Automation Forum 20<strong>24</strong>.......................................................................... 15<br />

Impressionen<br />

I n n o v a t i v e L ö s u n g e n ... ........................................................................ 16<br />

mit dem Kundennutzen im Fokus<br />

Innovative Lösungen vorantreiben ...................................................... 20<br />

Interview mit Marc Rademacher<br />

Green Packaging Star Award ....................................................... 28<br />

Preisverleihung während der FachPack<br />

Jubiläum ............................................................................................ 42<br />

15 Jahre FALU<br />

Hattrick in Kolumbien ............................................................................. 44<br />

Getränkemulti Postobón installiert gleich drei KHS-Linien<br />

StarLITE®-R Premium ............................................................................ 46<br />

Formschöne Hochleistungsflaschenboden Flaschen aus rPET<br />

e-Pack-Studie: Welchen Einfluss hat der ... ..................................... 48<br />

E-Commerce auf Lebensmittelverpackungen<br />

Politisches Maßnahmenpaket ... ................................................................ 50<br />

könnte 35 Milliarden Euro generieren<br />

Die autonome Reinigungskraft .......................................................... 52<br />

Interview Ing. Mag. Jürgen Höller<br />

Investition zum ... ................................................................................... 54<br />

90jährigen Jubiläum<br />

Gebrauchtgeräte als ... ........................................................................... 56<br />

Schlüssel zur Ressourcenschonung<br />

Impressum<br />

Wien<br />

Redaktionsbüro: Paulusgasse 15, A-1030 Wien, Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5,<br />

A -1030 Wien • Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99<br />

Mail: <strong>kompack</strong>@gmx.at • www.<strong>kompack</strong>.info • Objekt- und Redaktionsleitung: Harald Eckert •<br />

Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd Neumann, Herbert Wallner<br />

Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2,<br />

A-1030 Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller •<br />

Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#<strong>05</strong>78398<br />

KOMPACK ist Mitglied des österreichischen Presserates.<br />

Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen<br />

übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender<br />

im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar<br />

oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.<br />

Foto: NürnbergMesse<br />

Foto: YONTEX<br />

INHALT<br />

12 Staatspreis<br />

Smart Packaging<br />

Nürnberg<br />

18 FachPack<br />

Nürnberg<br />

58 Brau/Beviale<br />

Cover<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

34 Jahre KOMPACK<br />

2<strong>05</strong>. Ausgabe<br />

w w w . k o m p a c k . i n f o<br />

Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien<br />

®<br />

Offsetdruckerei<br />

Schwarzach wird zu<br />

Schwarzach Packaging.<br />

Mit unserem neuen Auftritt unterstreichen<br />

wir unsere Stärke als internationaler Partner<br />

für Packaging und bekräftigen unser<br />

Bekenntnis zum Standort Vorarlberg. Für<br />

unsere Kund:innen und Geschäftspartner:innen<br />

bleibt sonst a les wie es ist:<br />

Wir entwickeln uns ständig weiter.<br />

Hofsteigstraße 104<br />

6858 Schwarzach, AT<br />

www.schwarzach-packaging.com<br />

Schwarzach Packaging GmbH<br />

Hofsteigstraße 104<br />

A-6858 Schwarzach<br />

T +43 (0)5572 3808-0<br />

F +43 (0)5572 58829<br />

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schwarzach-packaging.com<br />

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Sustainability<br />

… gibt es einige Themen, die im Verpackungsbereich zum Dauerbrenner<br />

geworden sind. Dazu gehören das Thema Nachhaltigkeit und<br />

Digitalisierung genauso wie das Thema Auspackerlebnis.<br />

Hier soll es heute um das Thema Auspackerlebnis gehen.<br />

Ich weiß nicht, ob Sie die süße Verführung aus Honig nach einer<br />

traditionellen altarmenischen Familenrezeptur kennen - Marlenka. Gibt<br />

es als Torte und Kugeln - ich spreche hier von den Kugeln - es gibt diese<br />

in Österreich als Marlenka Honigkugeln Klassik oder mit Kakao.<br />

Dabei ist es wie mit den Schwedenbomen - einige schwören auf die<br />

Version mit Streusel - die anderen Schlemmermäuler lieben die „nackte“<br />

Version. Hier gibt es Befürworter für die Klassikversion oder die<br />

Kakaoversion. Aber darum geht es jetzt gar nicht, sondern um das<br />

Auspackerlebnis.<br />

Also gekauft werden die Kugeln in einer wunderschön bedruckten,<br />

massiven Kartonschachtel, die mit durchsichtigen Etiketten gesichert<br />

ist. Der Deckel kann hochgeklappt werden - und auf der Innenseite kann<br />

mehr über die Marlenka-Geschichte gelesen werden. In der Schachtel ist<br />

jetzt ein bedruckter Aluminumschlauch der voller Vorfreude aus der Verpackung<br />

genommen wird. Wurde dieser entfernt, sehen wir die Honigkugeln<br />

vor uns. Gut geschützt auf einem Kunststofftray und unter einem<br />

durchsichtigen Kunststoffdeckel. Im unteren Tray da liegen sie - die<br />

Marlenkas - jede einzelne Kugel wird in einem Papierförmchen<br />

präsentiert. Stück für Stück ein Genuss - und falls Sie nicht alle sofort<br />

aufessen, können sie wieder gut verpackt werden.<br />

Also diese Verpackung zu öffnen in Verbindung mit der Vorfreude und der<br />

wirklich gelungenen Präsentation - von der Geschichte bis hin zur<br />

Darbietung in durchsichtiger Kunststoffverpackung - Chapeau - gelungen.<br />

Aber da war doch noch was - ah ja - Nachhaltigkeit. Also eigentlich gar<br />

nicht so schlimm, oder - immerhin ist ja alles lose und nicht im<br />

Verbund - kann also schön getrennt werden - eigentlich perfekt „designed<br />

for recycling“ und geschützt sind die Kugeln in dieser Verpackung gleich<br />

mehrfach.<br />

Foto: Studio Florian<br />

Oder sollte es doch eine bessere Lösung geben - die Marlenka Erzeuger<br />

freuen sich sicher über Ideen.<br />

4<br />

Follow us on ®<br />

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03/<strong>24</strong><br />

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Schmecken tun sie auf alle Fälle genial, diese Honigkugerln nach uraltem<br />

Rezept (wußte nicht, dass damals schon Palmöl verwendet wurde – also<br />

wegen der oft gepredigten längeren Haltbarkeit muss dieses Öl hier sicher<br />

nicht eingesetzt werden)<br />

meint<br />

Ihr Harald Eckert


Halle 8<br />

26. – 28.11.20<strong>24</strong>


WIRTSCHAFT<br />

Vorarlberger Verpackungsspezialist hat sich neu aufgestellt.<br />

Mehr als ein Rebranding<br />

Offsetdruckerei Schwarzach wird zu Schwarzach Packaging. Unter dem<br />

Leitmotiv „S entwickelt sich.“ hat man sich auf eigene operative Stärken<br />

fokussiert und das Bekenntnis zum Standort Vorarlberg bekräftigt. Die<br />

Namensänderung war längst anvisiert, auch in der Unternehmensstruktur<br />

wurde einiges umgestellt. Für Kunden und Belegschaft bleibt sonst aber alles<br />

gleich.<br />

Die Namensänderung und<br />

der überarbeitete visuelle<br />

Auftritt markieren nach<br />

außen hin den Abschluss eines<br />

mehrjährigen Entwicklungsprozesses:<br />

Partner für<br />

Verpackungslösungen<br />

Das traditionsreiche Verpackungsunternehmen<br />

hat seine Firmenstruktur<br />

neu aufgestellt und auf<br />

seine operative Stärke als Partner<br />

für Verpackungslösungen fokussiert.<br />

Der neue Name Schwarzach<br />

Packaging unterstreicht dabei<br />

nicht nur die Kernkompetenz des<br />

Unternehmens, sondern auch sein<br />

Bekenntnis zum Standort Vorarlberg.<br />

Kernkompetenz unterstreichen<br />

„Die Bezeichnung Offsetdruckerei<br />

stammt aus der Gründungszeit,<br />

mit der neuen zeitgemäßen Formulierung<br />

Packaging haben wir die<br />

heutige Kernkompetenz unterstrichen.“<br />

so Johannes Knapp, einer<br />

der Geschäftsführer. Im Zuge der<br />

Umstrukturierung wurde unter<br />

anderem eine Minderheitsbeteiligung<br />

an der ehemaligen TPP in<br />

Rumänien an die Rondo Gruppe<br />

veräußert. Im Gegenzug kaufte das<br />

Schwarzacher Verpackungsunternehmen<br />

den Marktbegleiter Läser<br />

AG in der Schweiz, mit dem Ziel,<br />

die Präsenz und Expertise auch auf<br />

dem Schweizer Markt zu sichern<br />

und auszubauen, wie Ralph Joser,<br />

Geschäftsführer von Schwarzach<br />

Packaging erklärt und hinzufügt:<br />

„Unser Unternehmen ist in dieser<br />

Form seit Jahrzehnten erfolgreich<br />

und wirtschaftlich gesund<br />

am Markt, auch weil man immer<br />

wieder weit vorausschauend die<br />

richtigen Entwicklungen eingeleitet<br />

hat. Mit den jüngsten Umstrukturierungen<br />

haben wir Kräfte<br />

gebündelt und uns nicht nur wirtschaftlich<br />

stark gemacht, sondern<br />

auch unsere Vorreiterrolle in der<br />

Branche nachhaltig gesichert. So<br />

werden wir und die mit uns verbundenen<br />

Unternehmen auch in<br />

Zukunft stabil und gut durch wirtschaftlich<br />

herausfordernde Zeiten<br />

kommen.“<br />

Geschichte<br />

Schwarzach Packaging blickt<br />

auf eine über 100jährige Firmengeschichte<br />

zurück – seit 1968 ist<br />

das als Offsetdruckerei gegründete<br />

Unternehmen am Standort<br />

Schwarzach, von wo aus es heute<br />

als national und international agierender<br />

Verpackungsspezialist und<br />

Partner für zahlreiche bekannte<br />

Verbrauchermarken agiert. Mit der<br />

Übernahme der Läser AG in der<br />

Schweiz und dem im Akzidenzbereich<br />

tätigen Joint-Venture mit der<br />

Vorarlberger Verlagsanstalt VVA<br />

beschäftigt die Unternehmensgruppe<br />

rund 600 Mitarbeitende.<br />

Mehr auf: www.<br />

schwarzach-packaging.com<br />

Geschäftsführer Ralph Joser<br />

und Johannes Knapp<br />

6 <strong>05</strong>/<strong>24</strong>


NEUBAU<br />

Weber Food Technology Italia<br />

Im Frühjahr 20<strong>24</strong> kündigte Weber Food Technology die Gründung einer eigenen<br />

Tochtergesellschaft in Italien und den Bau eines neuen Gebäudes für die<br />

Weber Food Technology Italia Srl an. Gemeinsam mit Vertretern der lokalen<br />

Wirtschaft, dem Bauunternehmen sowie den ehemaligen Grundbesitzern des<br />

Geländes läuteten Jörg Schmeiser, Geschäftsführer der Weber Food Technology<br />

GmbH, und das gesamte zukünftige Weber Italia Team jetzt den Baustart<br />

im Gewerbegebiet von Neumarkt mit einem feierlichen Spatenstich ein.<br />

Mit der eigenen Präsenz<br />

wird Weber zukünftig<br />

die direkte Betreuung<br />

italienischer Kunden vom aktuellen<br />

Vertriebspartner Niederwieser<br />

AG übernehmen. „Die Gründung<br />

einer eigenen Tochtergesellschaft<br />

in Italien und dieser Bau sind<br />

weitere Schritte hin zu noch mehr<br />

Kundennähe und umfassende Betreuung.<br />

Denn ab 2025 profitieren<br />

unsere Kunden vom Zugriff auf<br />

unser gesamtes Portfolio – von der<br />

Beratung und Projektabwicklung<br />

über die After Sales Betreuung bis<br />

hin zur Nutzung der globalen Softwarelösungen<br />

und Supportstrukturen“,<br />

unterstrich Jörg Schmeiser.<br />

Vor diesem Hintergrund wird das<br />

neue, über 1.500 qm große Gebäude<br />

neben großzügigen Büroflächen<br />

auch einen Showroom für Kundenvorführungen<br />

sowie ein Ersatzteillager<br />

zur schnellen Versorgung der<br />

Kunden beinhalten. Geplant ist, den<br />

Bau bis Ende 2025 fertigzustellen.<br />

Spatenstich<br />

Über die Weber Gruppe<br />

Vom gewichtsgenauen Schneiden<br />

und Verpacken von Wurst, Fleisch,<br />

Käse und veganen Ersatzprodukten<br />

bis hin zu komplexen Automatisierungslösungen<br />

für Ready Meals,<br />

Pizzen, Sandwiches und weitere<br />

Convenience-Produkte: Weber<br />

Food Technology ist einer der führenden<br />

Systemanbieter für Lebensmittel<br />

wie Aufschnitt- und Stückware<br />

sowie das Automatisieren und<br />

Verpacken von Frischeprodukten.<br />

Zentrales Ziel des Unternehmens<br />

ist es, Kunden das Leben mithilfe<br />

herausragender, individueller Lösungen<br />

einfacher zu machen und<br />

ihnen den optimalen Betrieb ihrer<br />

Anlagen über den gesamten Lebenszyklus<br />

hinweg zu ermöglichen.<br />

Rund 1.900 Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter an 26 Standorten in<br />

21 Nationen sind heute bei Weber<br />

Food Technology beschäftigt. Bis<br />

heute ist das Unternehmen in Familienbesitz<br />

und wird von Tobias<br />

Weber, dem ältesten Sohn des Firmengründers<br />

Günther Weber, als<br />

CEO geleitet.<br />

Mehr über die Schneide- und<br />

Verpackungslösungen sehen Sie<br />

auch beim österreichischen<br />

Partner: www.gramiller.at<br />

oder unter: www.weberweb.com<br />

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<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

7


MESSE<br />

Viele Köche für´s perfekte Recycling<br />

Am FachPack Messestand von PET-MAN bereitete der Chef höchstpersönlich<br />

herzhafte Leckereien für die Besucher zu. Markus Neudorfer, den Leser vielleicht<br />

noch dadurch in Erinnerung haben, dass er einen Traum hatte – er wollte<br />

einen weißen, umweltfreundlichen PET-Strom schaffen - was ihm mit seinem<br />

Schulmilchprojekt auch gelungen ist, bewies sich also als Koch. Bei seinem<br />

aktuellen Projekt „PAC2PAC“ ist er allerdings nicht der einzige Koch. Einige<br />

internationale Spitzenköche sind daran beteiligt.<br />

Die meisten Kunststoffverpackungen<br />

werden<br />

heutzutage weggeworfen<br />

und landen in der Verbrennungsanlage<br />

– aber das muss nicht sein!<br />

Als erfahrener Verpackungshersteller<br />

haben sich einige Spezialisten<br />

gefragt: wie schaffen wir<br />

den perfekten Kreislauf für PET-<br />

Verpackungen? Das Ergebnis ist<br />

das PAC2PAC-System, mit dem<br />

benutzte Kunststoffverpackungen<br />

mithilfe von Thermoformen wieder<br />

zu gleichwertigen Verpackungen<br />

gemacht werden können. „Als<br />

langjähriger Anbieter und Hersteller<br />

von Verpackungslösungen,<br />

insbesondere aus PET für Lebensmittel<br />

und Pharma, sehen wir uns<br />

in der Verantwortung, nachhaltige<br />

Lösungen zu fördern. Unser P2P<br />

System beweist die technische und<br />

ökonomische Wettbewerbsfähigkeit<br />

eines geschlossenen Kreislaufs<br />

für PET-Haushaltabfällen, inklusive<br />

der lebensmittelrechtlichen Zulassung.“<br />

so die Grundaussage der<br />

erwähnten Köche.<br />

Partner<br />

Hinter dem Projekt steht die Bachmann<br />

Group aus der Schweiz mit<br />

ihren Partnern. Wie bereits erwähnt<br />

ist einer der Partner – PET-Man –<br />

als Projektleiter sagt Neudorfer:<br />

„Wir sind der Partner für Ihre Verpackung<br />

– PETman betrachtet den<br />

kompletten Kreislauf vom Konsumenten<br />

zum Konsumenten - unser<br />

Anspruch «Circular Packaging<br />

Design.“ Wie schon beim Schulprojekt<br />

ist ein weiterer Partner die<br />

Starlinger viscotec. Starlinger viscotec<br />

unterstützt das Pac2Pac Projekt<br />

durch jahrelanges Knowhow<br />

im Bau von Kunststoffrecycling<br />

Anlagen. Mithilfe der Maschinen<br />

wird rPET perfekt gereinigt und<br />

wieder zu Folie verarbeitet, so<br />

können aus Verpackungen wieder<br />

Verpackungen werden. Im Bereich<br />

der Sortierung ist Sesotec der Partner<br />

- Im Rahmen des Kooperationsprojekts<br />

übernahm Sesotec die<br />

8 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

entscheidende Rolle der sensorbasierten<br />

Sortierung von Food- und<br />

Non-Food PET-Material aus dem<br />

Schweizer Kunststoff-Sammelsack.<br />

Last but not least liefert die Krones<br />

Recycling GmbH Turnkey-<br />

Markus Neudorfer am Messestand<br />

Lösungen für das Kunststoff-Recycling.<br />

Umsetzung<br />

„Mit unserer Großinvestition in<br />

eine neue Extrusionsanlage, samt<br />

Mehr News von der FachPack lesen Sie ab Seite 18<br />

vorgängiger Dekontamination, beginnen<br />

wir ab dem kommenden<br />

Jahr mit der Eigenherstellung von<br />

Recycling-PET-Folie. Wir beweisen<br />

mit PAC2PAC die Machbarkeit<br />

eines geschlossenen Kreislaufs für<br />

PET-Verpackungen aus dem Sammelsack,“<br />

erklärt Reto Bachmann,<br />

CEO Bachmann Group. Der Einsatz<br />

von Künstlicher Intelligenz in<br />

der sensorbasierten Sortierung ermöglicht<br />

es, Food- und Non-Food-<br />

Materialien präzise zu erkennen<br />

und zu trennen. Herbert Hofbauer/<br />

Starlinger Viscotec spricht wahrscheinlich<br />

für alle: „Recycling ist,<br />

wenn man aus einer Verpackung<br />

wieder die gleiche Verpackung<br />

herstellt und kein minderwertiges<br />

Produkt. Das dies möglich ist, wird<br />

mit PAC2PAC bewiesen und darum<br />

arbeiten wir zusammen.“ Mehr<br />

über das Projekt, das Neudorfer<br />

während der Messe seinen Besuchern<br />

vorstellte – lesen Sie in einer<br />

der nächsten Ausgaben.<br />

Mehr vorab unter: pac2pac.ch


WIRTSCHAFT<br />

Zwei neue Hallen<br />

: Schwebend,<br />

kontaktlos, intelligent!<br />

Der Kunststoffspezialist Auer investiert erneut<br />

in sein Headquarter. Vor zehn Jahren hat das<br />

Unternehmen den Technologiepark in Amerang<br />

erworben und baut den Standort seither kontinuierlich<br />

aus. Jetzt gibt es Pläne für eine vierte<br />

Produktionshalle mit angeschlossner Kommissionierhalle<br />

auf dem rund 89.000 Quadratmeter<br />

großen Gelände. Baubeginn könnte schon 2026<br />

sein.<br />

Schwebende<br />

Planarmover<br />

5°<br />

Kippen<br />

um bis zu 5°<br />

kg<br />

Skalierbare<br />

Nutzlast<br />

Heben<br />

um bis zu 5 mm<br />

Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme<br />

seines vollautomatischen<br />

Hochregallagers<br />

mit 20.000 Palettenstellplätzen<br />

im Jahr 2023, hat das familiengeführte<br />

Industrieunternehmen aus<br />

Oberbayern nun eine Erweiterung<br />

der Produktionskapazitäten auf der<br />

Agenda. Neben den drei bereits bestehenden<br />

Fertigungshallen soll baugleich<br />

eine vierte Produktionshalle<br />

entstehen. Diese wird mittels Fördertechnik<br />

an eine ebenfalls in Planung<br />

befindliche Kommissionierhalle<br />

angeschlossen werden. Von dort<br />

aus soll eine weitere automatische<br />

Förderstrecke bis zum Hochregallager<br />

führen und den Prozess von<br />

der Produktherstellung über die<br />

Verpackung bis hin zum Versand<br />

optimieren. Auer Packaging untermauert<br />

mit dieser neuerlichen Standorterweiterung<br />

die Stellung seines<br />

Firmenhauptsitzes in Amerang als<br />

Zentrale seiner Aktivitäten.<br />

Ohne Investition,<br />

kein Wachstum<br />

„Ohne Investition, kein Wachstum<br />

- wir planen daher, das Headquarter<br />

um eine vierte Produktionshalle zu<br />

erweitern und die Kommissionierung<br />

im Technologiepark Amerang<br />

smart an Produktion und Lager anzuschließen.<br />

Die genaue Projektplanung<br />

steht noch am Anfang, aber wir<br />

sind zuversichtlich, 2026 mit den<br />

Bauarbeiten beginnen zu können“,<br />

erklären Robert und Philipp Auer<br />

aus der Geschäftsführung der Auer<br />

GmbH.<br />

Auer GmbH<br />

Die AUER GmbH mit Hauptsitz<br />

in Amerang (Oberbayern) ist der<br />

Spezialist rund um den Werkstoff<br />

Kunststoff. Das Unternehmen konnte<br />

2023 einen Jahresumsatz von 125<br />

Millionen Euro (EBITDA 46 Millionen)<br />

verbuchen. Die Belegschaft<br />

wuchs auf rund 200 Mitarbeiter. Die<br />

Marke AUER Packaging ist auf die<br />

Produktion und den Vertrieb von<br />

Transport- und Lagerbehältern aus<br />

Kunststoff spezialisiert und bietet<br />

branchenübergreifend hochwertige<br />

Produkte für Lagerung und Transport<br />

von festen und flüssigen Materialien<br />

in jeglicher Größe. AUER<br />

Packaging betreibt ein systematisches<br />

Energiemanagement nach<br />

ISO 50001 und ist nach ISO 9001<br />

zertifiziert.<br />

Mehr unter:<br />

www.auer-packaging.com<br />

360°<br />

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Dynamisch<br />

mit bis zu 2 m/s<br />

04/23<br />

9


WIRTSCHAFT<br />

Pawel smart packing & logistics<br />

eröffnet neuen Standort<br />

Seit 1898 ist das Verpacken und Versenden die Profession von PAWEL<br />

packing & logistics GmbH. Von den Anfängen einer Kisten- und Möbeltischlerei<br />

entwickelte sich das Unternehmen zu einem führenden Verpackungslogistiker<br />

Österreichs. Die über Generationen dauernde Weitergabe von Erfahrungen und<br />

Erkenntnissen ist die Grundlage von Ideenreichtum und Zuverlässigkeit. Dies<br />

bezeugen auch zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen und<br />

Patente. Auch heuer wurde das Unternehmen wieder mehrfach zum Staatspreis<br />

nominiert. Das Unternehmen ruht sich aber auch nach seinem Jubiläumsjahr<br />

(letztes Jahr – 125 Jahre/KOMPACK berichtete) nicht aus und erweitert das<br />

Unternehmen um einen weiteren Standort in Österreich.<br />

Mit seinen Standorten in<br />

Wien Freudenau und<br />

Gratwein (offizielle<br />

Eröffnung 2018) war das Unternehmen<br />

auch bisher gut für den<br />

internationalen Versand im Inland<br />

aufgestellt (International ist das<br />

Unternehmen mittlerweile auch in<br />

Ungarn und in der Slowakei vertreten.)<br />

„Gerade in Oberösterreich,<br />

wo die österreichische Industrie<br />

besonders stark vertreten ist, hat<br />

sich in Ennshafen jetzt eine Chance<br />

ergeben unser Know How vor Ort<br />

noch besser anbieten zu können.“<br />

so Ing. Mag. Michael Pawel, Geschäftsführer<br />

des wahrscheinlich<br />

mit Staatspreisen meistausgezeichnete<br />

Unternehmen Europas.<br />

Neuer Standort<br />

Die Pawel packing & logistics<br />

GmbH war auf der Suche nach einer<br />

Lagerfläche im Raum Enns für<br />

einen Kunden. So kam es auch zu<br />

Gesprächen mit dem Terminal Enns.<br />

Das Terminal Enns soll prinzipiell<br />

ausgebaut werden – auf Grund<br />

der angespannten derzeitigen wirtschaftlichen<br />

Lage – wird dieser<br />

Plan allerdings noch nicht jetzt<br />

umgesetzt. Der ehemalige Leercontainerplatz<br />

war aber frei. „An dieser<br />

Stelle ist zwar nur eine Leichtbau-<br />

Ing. Mag. Michael Pawel zeigt hier stolz auf die neue Halle<br />

in Leichtbauweise neben dem Terminal in Ennshafen<br />

weise möglich – der Standort hat<br />

aber einen großen Vorteil zu anderen<br />

Plätzen. Da wir sehr nahe dem<br />

Terminal sind kann der Containerterminalbetreiber<br />

die Container uns<br />

direkt zuführen – was den Kunden<br />

die klassischen Truckingkosten erspart“<br />

so der Geschäftsführer. Auf<br />

dem rund 5.000m 2 großen Grundstück<br />

hat das Unternehmen die<br />

größtmögliche Halle für Kunden<br />

gebaut. Damit können die Dienste<br />

auch ab dem österreichischen<br />

Raum den Kunden noch besser zur<br />

Verfügung gestellt werden. Durch<br />

den direkten Anschluss ans Gleis<br />

und den Hafen sind hier ideale<br />

Begebenheiten für den internationalen<br />

Versand gegeben. „Diese<br />

neue Westdrehscheibe von uns wird<br />

demnächst seinen Betrieb aufnehmen<br />

– wir stellen gerade noch ein<br />

Containerbüro fertig dann ist alles<br />

bereit für den Start. Auch dank kooperativen<br />

Behörden die uns bei der<br />

Abwicklung tatkräftig unterstützt<br />

haben.“ erklärt Ing. Mag. Pawel.<br />

INPRO<br />

Das Unternehmen ist auch Österreichs<br />

Vertreter bei INPRO. IN-<br />

PRO ist das internationale Netzwerk<br />

der Exportverpacker. Das<br />

heurige Treffen der Geschäftsführer<br />

der Mitglieder findet heuer<br />

Mitte Oktober in Toronto statt wodurch<br />

der Geschäftsführer heuer<br />

leider nicht direkt bei der Staatspreisverleihung<br />

dabei sein kann<br />

wo seine Produkte auch wieder<br />

mehrmals zu den nominierten Beiträgen<br />

zählt. Mehr über diese Produkte<br />

und weitere Highlights der<br />

Firma Pawel packing & logistics<br />

lesen Sie wieder in KOMPACK.<br />

Vorab mehr unter:<br />

www.pawel.at<br />

10 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

Außenansicht ...<br />

... und Innenansicht des neuen Standortes (Foto Mitte - beim Aufbau)


Staatspreis 20<strong>24</strong><br />

Auch beim heurigen Verpackungsstaatspreis - Staatspreis<br />

Smart Packaging 20<strong>24</strong> zählten einige der Produkte von<br />

PAWEL packing & logistics GmbH zu den nominierten<br />

Lösungen. Sehen Sie hier die besonderen Verpackungslösungen<br />

und die Begründungen der Jury.<br />

Nominierung: Kategorie B2B<br />

„Hochwertige Exportverpackung für Katalysatoren“<br />

Begründung der Jury: Die Exportverpackung ist eine durchdacht ausgeführte<br />

Verpackungslösung, welche für den Anwender einen besonderen Mehrwert bietet<br />

und die Schutzfunktion hervorragend erfüllt.<br />

Vorbildliche Verpackungslösung<br />

„Maßgeschneiderte kompakte Exportverpackung für<br />

elektronisches Kupplungsset“<br />

Die Exportverpackung aus Holz bietet eine nachhaltige<br />

Lösung durch ihre ressourcenschonende<br />

und wiederverwendbare Bauweise. Die Auflagenteile und die Befestigung<br />

mit nur einem Gurt ermöglichen eine optimale Fixierung<br />

und schnelles Be- und Entladen.<br />

Nominierung: Kategorie<br />

Verpackung der Zukunft<br />

„FREE to REUSE - Nachnutzung<br />

von Exportverpackungen“<br />

Begründung der Jury: Hervorragend war der Gedanke<br />

hinter der Verpackung, den<br />

stabilen Werkstoff für den Bau von Möbeln einzusetzen,<br />

um das höchst mögliche<br />

Potential aus dem Material herauszuholen.<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

11


STAATSPREIS<br />

Staatspreis Smart Packaging<br />

Die Ministerien wollen die Bedeutung ganzheitlicher und umfassender Lösungen<br />

im Verpackungsbereich in den Vordergrund rücken. Aus diesem Grund veranstalten<br />

das Klimaschutzministerium und das Arbeits- und Wirtschaftsministerium<br />

gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Verpackungswesen den Staatspreis<br />

Smart Packaging um ebendiese vorbildlichen Verpackungsentwicklungen<br />

auszuzeichnen. Sehen Sie hier die Gewinner des heurigen Staatspreises (dem<br />

ältesten in Österreich). KOMPACK durfte auch wieder ein Teil der Jury sein und<br />

gratuliert an dieser Stelle natürlich allen Gewinnern.<br />

Staatspreis - Smart Packaging 20<strong>24</strong> - Kategorie B2B<br />

„Schweißgerät TransSteel 2200C“<br />

Hersteller: DS Smith Packaging Austria GmbH/www.dssmith.com/at, Verwender: Fronius International GmbH<br />

Die Verpackungslösung zeichnet sich durch eine besonders effiziente Konstruktion aus: Die einheitliche Tasse kann sowohl als stabile<br />

Basis (Bodentasse), als Abschluss (Deckeltasse) mit Tragefunktion durch Herausbrechen eines Zuschnittes sowie zur sicheren<br />

Aufbewahrung von Zubehör (Zubehörtasse) für verschiedene Zubehörteilkonfigurationen verwendet werden.<br />

Durch diese Mehrfachnutzung desselben Bauteils wird nicht nur die Produktion vereinfacht, sondern<br />

auch die Handhabung optimiert, was zu einer ressourcenschonenden und<br />

kosteneffizienten Lösung führt. Der Zusammenbau ist einfach und dauert<br />

weniger als eine Minute. Mit den Seitenteilen und der Außenverpackung<br />

ist ein weltweiter Versand des 15 kg schweren Schweißgerätes möglich.<br />

Begründung der Jury: Durch die einheitlich gehaltenen Einzelteile<br />

und hervorragende Handhabung bei der Entnahme und dem<br />

Einsatz des Schweißgerätes bietet die Transportverpackung<br />

einen besonderen Mehrwert.<br />

Staatspreis - Smart Packaging 20<strong>24</strong> - Kategorie B2C<br />

„Kartonstreudose“<br />

Hersteller: Pratopac GmbH/www.pratopac.at, Verwender: claro products GmbH<br />

Die innovative Claro Kartondose mit Kartonstreuer ist eine umweltfreundliche Verpackungslösung.<br />

Ihr größter ökologischer Vorteil liegt darin, dass sie zu 97 Prozent aus Papier besteht und komplett im Papiermüll entsorgt<br />

werden kann. Mit einem Anteil von 76 Prozent recyceltem Papier unterstützt sie nachhaltiges Recycling und fördert die<br />

Ressourcenschonung.<br />

Technisch innovativ ist die Dose durch ihren wiederverschließbaren Kartonstreuer, der<br />

eine präzise Dosierung des Inhalts und ein sicheres Verschließen ermöglicht. Der Streuer<br />

ist komplett in die Kartondose integriert und besteht aus einer beschichteten Kartonscheibe.<br />

Die Benutzerfreundlichkeit, praktische Funktionalität und umweltfreundlichen<br />

Konstruktion macht den Streuer zu einer echten Innovation auf dem Markt.<br />

Begründung der Jury: Die Verpackung nutzt Wellpappe als alternatives Material<br />

ohne Convenience und Funktionalität dabei einzuschränken. Der wiederverschließbare<br />

Streuer ist gut durchdacht und bietet eine hervorragende<br />

Benutzerfreundlichkeit. Ein weiterer positiver Aspekt ist die ausgezeichnete<br />

Recyclingfähigkeit der Kartonstreudose.<br />

12 <strong>05</strong>/<strong>24</strong>


Staatspreis - Smart Packaging 20<strong>24</strong> - Kategorie Verpackung der Zukunft<br />

„Revolution: Die gehärtete 0,33l Standard Mehrwegflasche von Vetropack für den österreichischen Markt“<br />

Hersteller: Veropack/www.vetropack.at<br />

Glas zählt zu den umweltfreundlichsten Verpackungsmaterialien, da es aus natürlichen Ressourcen<br />

hergestellt und zu 100 Prozent recycelbar ist. Ausschließlich das Gewicht und die Stabilität waren<br />

bislang Schwachpunkte der Verpackung.<br />

Mit einer neu entwickelten Härtungstechnologie hat Vetropack eine Lösung. Das Verfahren, das hohe<br />

Anforderungen an Material und Herstellung stellt, ermöglicht erstmals das thermische Härten<br />

von Glasflaschen.<br />

Diese Flaschen sind rund 30 Prozent leichter als herkömmliche Flaschen, was<br />

besonders für Mehrwegsysteme eine zentrale Rolle spielt. Die leichten<br />

Glasflaschen ermöglichen eine Reduktion des CO 2 -Ausstoßes auf ein Viertel<br />

des bisherigen Werts. Zudem können sie bis zu 20 Prozent mehr Umläufe<br />

erreichen und bestehen zu mehr als zwei Dritteln aus Recyclingglas. Die neue<br />

0,33l-Mehrwegflasche lehnt sich an die bekannte 0,5l-Standard-Mehrwegbierflasche<br />

an, die bei Konsumenten als Mehrwegflasche etabliert ist.<br />

Begründung der Jury: Sehr leichte und dennoch stabile Flasche. Besonders gefiel<br />

die einheitlich gehaltene Anlehnung der Form an die bekannte 0,5l-Standardflasche,<br />

dadurch lässt sich die Flasche gut als Mehrweglösung etablieren. Überzeugt hat auch dr vor ort durchgeführte Falltest.<br />

Staatspreis - Smart Packaging 20<strong>24</strong> - Sonderpreis Branding<br />

„20 Jahre Douro Boys - Jubiläumsedition“<br />

Design: upart Werbung und Kommunikation GmbH, Hersteller: Marzek Etiketten+Packaging GmbH/www.marzek.at , Verwender: Douro Boys<br />

5 Winzer, 5 Weingüter, 5 Cuvées, 5 eigenständige Brands vereint in einem Packaging Design.<br />

Das innovative 5-teilige Etikettendesign für die Jubiläumsweine der Douro Boys spiegelt sowohl die reiche Geschichte der Winzer als auch deren<br />

Engagement für Nachhaltigkeit wider. Jedes Etikettensegment repräsentiert einen der fünf Winzer.<br />

Die Etiketten bestehen aus recyceltem Naturpapier, das umweltfreundlich bedruckt ist. Dadurch verbindet das Design den Genuss von Wein mit einem<br />

bewussten Umgang mit Ressourcen. Gestalterisch beeindruckt das Etikett durch seine einzigartige Form, bei der fünf Streifen für die fünf Winzer stehen<br />

und die Douro-Region symbolisieren, während das Gesamtbild auf der Rückseite ihre kollektive Vision widerspiegelt.<br />

Begründung der Jury: Ein sehr gut durchdachtes und sehr ansprechendes Etikett, welches die Zusammenarbeit und die Geschichte der Winzer<br />

symbolisiert. Bemerkenswert ist, dass trotz der außergewöhnlichen Form nur minimaler Verschnitt entsteht.<br />

Die Lizenz zum Recycling.<br />

Wir Wir sammeln und und recyceln rund rund 260.000 Tonnen Altglas pro pro Jahr. Jahr.<br />

Wir Wir tun tun dies dies nach nach höchsten Umweltstandards und und sozialen Benchmarks.<br />

Das Das ist ist Circular Economy mit mit Mehrwert.<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

13


STAATSPREIS<br />

Staatspreis - Smart Packaging 20<strong>24</strong> - Sonderpreis Innovation<br />

„ALPLA CleanCharger“<br />

ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG/www.alpla.at<br />

Der CleanCharger kombiniert Nachhaltigkeit durch Wiederverwendbarkeit und effizientes Recycling mit innovativem Design.<br />

Die Pumpe und der äußere Behälter, der sogenannte „Keeper“, können mehrfach genutzt werden, die minimalistische Patrone (Cartridge), welche<br />

das Produkt enthält, besteht aus leichtem Material (bis zu 100 % aus recyceltem PET). Der „Keeper“ aus langlebigen Materialien übernimmt<br />

die Belastung beim Pumpvorgang so, dass die Cartridge extrem leicht gestaltet werden konnte. In Kombination mit einem „Airless-Pumpsystem“<br />

kollabiert die Cartridge kontrolliert und ermöglicht eine Restentleerung von über 97 Prozent, während das Abfallvolumen auf<br />

ein Minimum reduziert wird.<br />

Der CleanCharger ist eine saubere und unkomplizierte Nachfülllösung,<br />

welche durch seine Handhabung und Nachhaltigkeit überzeugt.<br />

Begründung der Jury: Eine sehr gut durchdachte Lösung, bei der<br />

deutlich Material reduziert werden kann. Besonders bemerkenswert<br />

ist das „Airless-Pumpsystem“ wodurch eine höhere Restentleerbarkeit<br />

erzielt und bei der weiteren Entsorgung ein geringeres Volumen<br />

benötigt wird..<br />

14<br />

Auch wir durften heuer wieder, als Vertreter der Medien, bei der Jury dabei sein (Harald Eckert) - weitere Jurymitglieder: Veranstalter:<br />

Mag. Dieter Böhm, LL.M., Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft und DI Wolfgang Holzer, Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie,<br />

Mobilität, Innovation und Technologie, Vorsitz: Dipl.-Ing. (FH) Michael Auer, MSc, Österreichisches Institut für Verpackungswesen, Wirtschaftskammer<br />

Österreich: MMag. Alexander Krissmanek, Fachverband der Glasindustrie, Mag. Harald Rankl, Fachverband der Metalltechnischen<br />

Industrie, Mag. Dominik Stern, Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs Mag. Martin Widermann, PROPAK Fachverband der Industriellen Hersteller<br />

von Produkten aus Papier und Karton Grafik / Design: Mag. Art. Susanne Lippitsch, SL DESIGN, Marktforschung: Hr. Herbert Kling, brandscore.at<br />

Bildung: Dr. Slivia Apprich, FH Campus Wien, Verpackungsconsulting: Dipl.Ing. Rainer Carqueville und Staatspreisträger 2022<br />

DI Herbert Schlossnikl, Vöslauer Mineralwasser GmbH<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong>


MESSE<br />

Automation Forum 20<strong>24</strong><br />

Mitglieder des Smart Automation Messe-Fachbeirates initiierten zum 2. Mal<br />

den Österreichischen Fachkongress Automation Forum. Eine eintägige, hybride<br />

Kongressveranstaltung mit starkem Impuls in Sachen Industrieautomation im<br />

Osten Österreichs, in Wien. Ein umfangreiches Vortragsprogramm, inspirierende<br />

Keynotes und eine begleitende Ausstellung forcierten den Wissenstransfer. Sehen<br />

Sie hier einige Imüpressionen der Veranstaltung.<br />

Sollten Sie eine Präenstation nochmals sehen wollen oder versäumt haben gibt es auf<br />

der Homepage noch die Möglichkeit dies zu tun: https://automation-forum.at<br />

04/<strong>24</strong><br />

15


KUNSTSTOFF<br />

Innovative Lösungen<br />

mit dem Kundennutzen im Fokus<br />

Auf der Fakuma 20<strong>24</strong> zeigt ENGEL seine neuesten Innovationen mit einem<br />

klaren Schwerpunkt auf Effizienz, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Im Mittelpunkt<br />

stehen HOCHPRÄZISE Spritzgießmaschinen, die durch gesteigerte<br />

Material- und Energieeffizienz überzeugen und speziell auf die Anforderungen<br />

moderner Produktionsumgebungen zugeschnitten sind. ENGEL bietet zukunftsorientierte<br />

Lösungen, die Unternehmen helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig<br />

zu sichern. Besucher sind eingeladen, sich auf dem ENGEL-Messestand<br />

von den aktuellen Entwicklungen inspirieren zu lassen.<br />

Mit einer Schließkraft von<br />

5000 kN kombiniert<br />

die vollelektrische e-<br />

mac 500 Spritzgießmaschine hohe<br />

Leistung mit Energieeffizienz und<br />

einer kompakten Bauweise. Der<br />

HIGH-Schließantrieb und das digitale<br />

Assistenzsystem iQ motion<br />

control ermöglichen besonders<br />

schnelle Zykluszeiten und senken<br />

den Energieverbrauch um bis zu 30<br />

% im Vergleich zu hybriden oder<br />

hydraulischen Maschinen. Die e-<br />

mac 500 bietet durch optionale Erweiterungspakete<br />

zudem eine hohe<br />

Vielseitigkeit und ist ideal für energieintensive<br />

Produktionsprozesse<br />

geeignet. Auf der Messe produziert<br />

sie 4-Liter-Container mit In-<br />

Mould-Labeling.<br />

Höchste Präzision durch die<br />

ENGEL Holmlos-Technologie<br />

Für die hochpräzise Anwendungen<br />

in der Flüssigsilikon-Verarbeitung<br />

(LSR) hat ENGEL eine holmlose<br />

e-victory 100 optimiert. Mit einem<br />

256-Kavitäten-Werkzeug erreicht<br />

sie eine beeindruckende Zykluszeit<br />

von nur 12 Sekunden und sorgt<br />

für gleichmäßig hohe Teilequalität.<br />

Dank der innovativen Holmlostechnologie<br />

von ENGEL wird die Aufspannplatte<br />

vollständig genutzt und<br />

die Schließkraft optimal genutzt,<br />

was die e-victory Serie besonders<br />

effizient und präzise macht. Besucher<br />

der Fakuma können in Live-<br />

Neuvorstellung der vollelektrischen ENGEL e-mac 500<br />

mit High-Schließantrieb und iQ motion control.<br />

Demonstrationen erleben, wie die<br />

e-victory 100 die Produktionsleistung<br />

steigert und höchste Flexibilitäts-<br />

und Qualitätsanforderungen<br />

erfüllt.<br />

Wirtschaftliche Plug-and-Play<br />

Innovationen<br />

ENGEL stellt zur Fakuma die<br />

neue Generation der t-win Maschinen<br />

seiner Marke WINTEC mit<br />

über 20 neuen Optionen vor. Dazu<br />

gehören iQ clamp control, das die<br />

Schließkraft intelligent optimiert,<br />

um Ausschuss, Energieverbrauch<br />

und Werkzeugverschleiß zu reduzieren,<br />

sowie iQ hold control, das<br />

die Nachdruckzeit automatisch<br />

anpasst und die Serienproduktion<br />

beschleunigt. Bis Ende 20<strong>24</strong> werden<br />

zahlreiche weitere Optionen<br />

verfügbar sein, um die Flexibilität<br />

der t-win Serie weiter zu steigern.<br />

Dazu zählen Proportionalventile<br />

für Kernzüge und Servo-Ventile für<br />

das Einspritzen. In einer Live-Demonstration<br />

zeigt die t-win 5500-<br />

4900 die Produktion von Deckel<br />

und Rückwand eines Batteriekastens<br />

aus ABS.<br />

Rüsten in Rekordzeit<br />

Weiter präsentiert ENGEL die<br />

holmlose victory 160, die auf der<br />

Messe Fittings produziert. Mit einer<br />

kurzen Zykluszeit von etwa 40<br />

Sekunden und einer vergrößerten<br />

Aufspannplatte, die schnelle Werkzeugwechsel<br />

ermöglicht, minimiert<br />

die Maschine Stillstandzeiten und<br />

maximiert die Produktivität. Der<br />

integrierte digitale Rüstassistent<br />

unterstützt den Bediener effektiv<br />

beim Werkzeugwechsel, wodurch<br />

Fehlerquellen reduziert und die<br />

Gesamtanlageneffektivität (OEE)<br />

gesteigert werden. Die Maschine<br />

und der schnelle Werkzeugwechsel<br />

werden auf der Messe in Live-Demonstrationen<br />

zu sehen sein.<br />

Einfache Bedienung<br />

und hohe Flexibilität<br />

ENGEL stellt im „Expert Corner<br />

für Automatisierung“ mit viper Linearrobotern,<br />

den easix Knickarmroboter<br />

und Fördersystemen innovative<br />

Lösungen vor, die durch<br />

nahtlose Integration in die ENGEL-<br />

Steuerungen für Prozessoptimierung<br />

sorgen. Synchronisierte Bewegungen<br />

zwischen Automatisierung<br />

und Spritzgießmaschine ermöglichen<br />

eine Reduktion der Zykluszeiten<br />

und vereinfachen die Einrichtung.<br />

Der viper 20 Doppelroboter<br />

und die Bin-Picking Zelle setzen<br />

neue Maßstäbe in Sachen Effizienz<br />

und Flexibilität, während der viper<br />

4 durch einfache Bedienung und<br />

hohe Energieeffizienz überzeugt.<br />

Maßstäbe von Morgen setzen<br />

Der „Expert Corner Technologien<br />

& Großmaschinen“ konzentriert<br />

sich auf die Polyurethan-<br />

Überflutung, auch bekannt als<br />

ENGEL clearmelt oder „Lackieren<br />

im Werkzeug“. Diese innovative<br />

Methode ermöglicht es, Bauteile<br />

direkt im Werkzeug mit einer<br />

hochwertigen Polyurethanschicht<br />

16 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

links: Holmlose und energiesparende ENGEL e-victory 100 mit Flüssigsilikon-Anwendung, mittig: ENGEL Bin-Picking<br />

Zelle mit hoher Effizienz und Flexibilität bei einfacher Bedienbarkeit. rechts: ENGEL duo 5500 combi M im Technikum


Holmlose ENGEL victory 160 mit digitalem<br />

Rüstassistenten für deutlich schnelleren<br />

Werkzeugwechsel.<br />

zu überziehen. Dadurch entsteht<br />

eine sofort einsatzbereite, robuste<br />

Oberfläche, was den Produktionsprozess<br />

erheblich beschleunigt und<br />

die Kosten senkt. Zudem erhöht sie<br />

die Widerstandsfähigkeit der Bauteile<br />

gegenüber mechanischen und<br />

chemischen Einflüssen, was deren<br />

Langlebigkeit verbessert. Mit der<br />

weltgrößten Technikumsmaschine,<br />

der duo 5500 combi M, bietet<br />

ENGEL seinen Kunden die Möglichkeit,<br />

diese und weitere Technologien<br />

effizient zu testen und umzusetzen.<br />

Die Zwei-Platten-Maschine<br />

mit einer beeindruckenden Schließkraft<br />

von 55.000 kN ist speziell für<br />

Neue Generation von WINTEC t-win Maschinen<br />

mit erweitertem Optionsumfang.<br />

Fotos: Engel<br />

großformatige Bauteile konzipiert<br />

und bietet hohe Stabilität, Präzision<br />

und Flexibilität. Dies unterstreicht<br />

ENGELs führende Position in der<br />

Kunststoffindustrie und zeigt, wie<br />

Unternehmen ihre Produktionsprozesse<br />

optimieren und neue Maßstäbe<br />

setzen können. Auf weiteren<br />

Expert Corners präsentiert ENGEL<br />

innovative Lösungen in den Bereichen<br />

Plastifizierung, Temperierung,<br />

Nachhaltigkeit und Steuerung.<br />

Diese Lösungen zielen darauf ab,<br />

die Sicherheit und Produktivität für<br />

jede Anwendung zu erhöhen.<br />

Mehr unter: www.engel.at<br />

LIEBE<br />

ZUM<br />

DETAIL<br />

Wer will sich schon durch die Kennzeichnung<br />

in seiner Bewegungsfreiheit<br />

einschränken lassen?<br />

Vertrauen Sie darauf, dass wir unsere Produkte<br />

an Ihre Produktionsanlagen anpassen,<br />

so dass diese ihr maximales Potential<br />

ausschöpfen. Mehr über faire und flexible<br />

Betreuung erfahren Sie gerne unter<br />

+43 1 416 94 46-0 oder www.wallasch.at<br />

Ihr<br />

Drucker vom Wallasch!<br />

03/<strong>24</strong><br />

17


FACHPACK<br />

Impulsgeber für die Branche<br />

„Das war die FACHPACK, wie wir sie seit langem kennen und schätzen!“, so der einheitliche<br />

Tenor der Aussteller und Besucher auf der FACHPACK 20<strong>24</strong>, die nach drei<br />

überaus erfolgreichen Tagen ihre Tore schließt. 37.000 Fachbesucher, davon jeder<br />

dritte aus dem Ausland, informierten sich an den Messeständen der 1.455 Aussteller<br />

über neueste Trends und Innovationen und diskutierten mit Experten drängende Verpackungsfragen.<br />

Das Leitthema „Transition<br />

In Packaging“ war in allen<br />

Hallen und im Rahmenprogramm<br />

zu erleben. „Der große Zuspruch<br />

spricht für sich: Trotz einer<br />

sich wandelnden Verpackungsindustrie<br />

und vielen Herausforderungen<br />

zeigte sich die europäische Verpackungsbranche<br />

auf der FACHPACK<br />

äußerst innovativ, lösungsorientiert<br />

und zuversichtlich“, resümiert Heike<br />

Slotta, Executive Director Exhibitions,<br />

NürnbergMesse, zufrieden.<br />

„Die FACHPACK hat sich einmal<br />

mehr als klarer Wegweiser und Impulsgeber<br />

für die europäische Verpackungsindustrie<br />

bewiesen. Und<br />

das brauchen wir! Denn die Verpackungsbranche<br />

befindet sich im<br />

Wandel. Neue Regularien müssen<br />

umgesetzt, hohe Erwartungen an<br />

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft<br />

wollen erfüllt werden. Zugleich<br />

stellt der demographische<br />

Wandel die Industrie vor Herausforderungen.<br />

Und dazu gibt es noch<br />

Themen rund um Energieversorgung,<br />

Lieferketten,<br />

Verpackungsbranche<br />

im Wandel<br />

Digitalisierung und künstliche Intelligenz.<br />

Wir haben in Nürnberg<br />

nun drei Tage lang live erlebt, wie<br />

innovativ, lösungsorientiert und optimistisch<br />

die Branche diesen Herausforderungen<br />

begegnet und den Wandel<br />

mitgestaltet. Das FACHPACK-<br />

Motto ‚Wir machen Zukunft‘ bringt<br />

es einmal mehr auf den Punkt“, fasst<br />

Slotta die Stimmung auf der FACH-<br />

PACK 20<strong>24</strong> zusammen.<br />

Besucher aus ganz Europa<br />

Die FACHPACK bot ein umfangreiches<br />

Angebot an Lösungen und<br />

Innovationen zu den Themen Verpackungen,<br />

Verpackungstechnik und<br />

-prozesse. Die Besucher der FACH-<br />

PACK reisten überwiegend aus europäischen<br />

Ländern ins Messezentrum.<br />

Nach Deutschland waren die<br />

Top-10-Länder Österreich, Schweiz,<br />

Italien, Tschechien, Polen, die Niederlande,<br />

Frankreich, Spanien, die<br />

Verpackungsmaterial in neuer Funktion/Foto: NürnbergMesse / Thomas Geiger<br />

Türkei und Ungarn. Der internationale<br />

Anteil betrug 33 Prozent.<br />

Top-Entscheider vor Ort<br />

96% des Fachpublikums waren mit<br />

dem Fachangebot in den Messehallen<br />

zufrieden, wie die Ergebnisse<br />

einer Besucherbefragung durch ein<br />

unabhängiges Institut belegen. Rund<br />

90 Prozent der Fachbesucher gaben<br />

an, in Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen<br />

ihres Unternehmens<br />

einbezogen zu sein. Zwei Drittel davon<br />

befinden sich in leitender Position.<br />

Die Besucher kamen vor allem<br />

aus den Branchen Food und Feed,<br />

Pharma und Medizin, Chemie, Kosmetik,<br />

Handel, Automotive, Elektrik<br />

und Elektronik, Non-Food, Logistik<br />

sowie Verpackung.<br />

Women4Packaging<br />

Auf große Resonanz stieß das Networking-Event<br />

Women4Packaging:<br />

150 Branchenakteurinnen nutzten<br />

am ersten Messetag die einzigartige<br />

Gelegenheit, sich vor Ort zu vernetzen<br />

und über aktuelle Themen und<br />

Trends der Verpackungsbranche auszutauschen.<br />

Starke Impulse gab die<br />

Keynote von Vera Strauch, Gründerin<br />

der Female Leadership Academy<br />

und Expertin für Feminist Leadership.<br />

Das Initialtreffen wurde durchweg<br />

positiv angenommen – das<br />

Netzwerk Women4Packaging wird<br />

dementsprechend weitergeführt und<br />

ausgebaut, um in Zukunft Frauen<br />

in der Verpackungsindustrie in den<br />

Fokus zu setzen. Regelmäßige Treffen<br />

sind geplant. Phuong Anh Do,<br />

Deputy Director FACHPACK, ist<br />

überwältigt von dem Zuspruch der<br />

neuen Branchenplattform: „Es gibt<br />

zahlreiche qualifizierte Frauen in der<br />

Verpackungsbranche. Deshalb freut<br />

es uns besonders, dass wir auf der<br />

FACHPACK mit Women4Packaging<br />

ein wegweisendes Netzwerk<br />

für Frauen ins Leben rufen konnten,<br />

das den Brancheteilnehmerinnen<br />

einen konstruktiven Austausch und<br />

echten Mehrwert auf Augenhöhe<br />

bietet.“<br />

Verpackungspreise<br />

Am ersten Tag der FACHPACK<br />

hat das Deutsche Verpackungsinstitut<br />

e. V. (dvi) die Gewinner der<br />

Gold-Awards beim diesjährigen<br />

Deutschen Verpackungspreis bekannt<br />

gegeben. Mehr unter: www.<br />

verpackungspreis.de. Am zweiten<br />

Messeabend folgte die Verleihung<br />

des Green Packaging Star Awards<br />

(mehr in dieser Ausgabe)<br />

2025<br />

Im Frühsommer 2025 werden<br />

Packaging Valley e.V. und FACH-<br />

PACK für das neue Format „Packaging<br />

Machinery Forum“ kooperieren.<br />

Das führende Forum für den<br />

Verpackungsmaschinenbau bietet<br />

exklusive Einblicke in die Zukunft<br />

der Branche. Im Fokus stehen die<br />

Themen der Kunden des Verpackungsmaschinenbaus.<br />

Technologische<br />

Themen wie die Digitalisierung<br />

werden genauso beleuchtet<br />

werden wie Fragen der Geschäftsmodelle,<br />

Entwicklungen in den Märkten<br />

und wie eine zukunftssichere<br />

Produktion gewährleistet werden<br />

kann. Teilnehmer erwarten darüber<br />

hinaus maßgeschneiderte Sessions<br />

für individuelle Fragestellungen, gehalten<br />

von hochkarätigen Experten.<br />

Das Forum bietet zudem eine optimale<br />

Networking-Plattform, die direkte<br />

Verbindungen zu Entscheidern<br />

und Vordenkern der Branche ermöglicht.<br />

Weitere Informationen in<br />

Kürze. Die nächste FACHPACK findet<br />

zusammen mit der POWTECH<br />

TECHNOPHARM vom 23. bis 25.<br />

September 2025 im Messezentrum<br />

Nürnberg statt.<br />

Mehr unter:<br />

www.fachpack.de<br />

18 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

Gute Stimmung bei<br />

den Preisverleihungen


FACHPACK<br />

Erweitertes Sortiment<br />

Brigl & Bergmeister (B&B Paper Solutions) blickt auf eine erfolgreiche Teilnahme<br />

an der Fachpack 20<strong>24</strong> in Nürnberg zurück. Der Hersteller von Etiketten-<br />

und Spezialpapieren konnte mit seinen Produktinnovationen im Bereich<br />

flexibler Verpackungspapiere und Barrierepapiere zahlreiche Besucher überzeugen<br />

und wichtige neue Kontakte knüpfen.<br />

Ein Highlight des Messeauftritts von Brigl<br />

& Bergmeister war die Vorstellung des<br />

erweiterten Sortiments an flexiblen Verpackungspapieren.<br />

Besonders die neuen Funktionsund<br />

Barrierepapiere, die im unternehmenseigenen<br />

Innovationszentrum entwickelt wurden, stießen<br />

auf reges Interesse bei den Fachbesuchern. Diese<br />

innovativen Verpackungslösungen bieten verbesserten<br />

Produktschutz und erfüllen die steigenden<br />

Anforderungen der Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie<br />

hinsichtlich Nachhaltigkeit und Funktionalität.<br />

„Unsere maßgeschneiderten Lösungen,<br />

die über Standardprodukte hinausgehen, wurden<br />

von den Besuchern der Fachpack sehr positiv aufgenommen.<br />

Insbesondere die Möglichkeit, individuelle<br />

Anforderungen gemeinsam mit uns umzusetzen,<br />

hat viele überzeugt“, berichtet Markus<br />

Pölzl, Geschäftsführer von Brigl & Bergmeister.<br />

Kunden müssen sich nicht an bestehende Papiere<br />

anpassen. Vielmehr arbeitet Brigl & Bermeister<br />

eng mit seinen Kunden zusammen um individuelle<br />

Lösungen zu entwickeln.<br />

Vielversprechende Gespräche<br />

Neben der Präsentation von Produktneuheiten<br />

konnte Brigl & Bergmeister viele vielversprechende<br />

Gespräche mit potenziellen Geschäftspartnern<br />

führen. „Die Messe war für uns ein voller<br />

Erfolg. Wir haben zahlreiche Kontakte geknüpft,<br />

die in den kommenden Monaten zu neuen Kooperationen<br />

und Projekten führen werden“, so Pölzl.<br />

Nachhaltige Verpackungslösungen<br />

Die Teilnahme an der Fachpack 20<strong>24</strong> war für<br />

Brigl & Bergmeister nicht nur eine Gelegenheit,<br />

das umfangreiche Produktportfolio vorzustellen,<br />

sondern auch die Bedeutung nachhaltiger Verpackungslösungen<br />

hervorzuheben. Die präsentierten<br />

Barrierepapiere bieten nicht nur hervorragende<br />

Schutzeigenschaften, sondern leisten auch einen<br />

wichtigen Beitrag zur Reduktion von Kunststoffverpackungen.<br />

Damit trifft das Unternehmen den<br />

Nerv der Zeit und reagiert auf die zunehmende<br />

Nachfrage nach umweltfreundlichen Verpackungslösungen.<br />

Nach der erfolgreichen Messepräsenz<br />

auf der Fachpack 20<strong>24</strong> plant Brigl & Bergmeister,<br />

die Zusammenarbeit mit seinen Kunden weiter zu<br />

intensivieren und die Entwicklung neuer, innovativer<br />

Papierlösungen voranzutreiben. „Wir sind<br />

Markus Pölzl, Managing Director/<br />

Geschäftsführer Marketing & Sales<br />

stolz auf die positive Resonanz und freuen uns darauf,<br />

unsere maßgeschneiderten Lösungen weiter<br />

auszubauen. Anstatt massenhaft Muster zu versenden<br />

und auf Zufallstreffer zu hoffe, arbeiten unsere<br />

Spezialisten gemeinsam mit unseren Kunden an<br />

der optimalen Lösung. Das Ergebnis ist eine maßgeschneiderte<br />

Papierlösung, die den individuellen<br />

anforderungen deutlich besser gerecht wird als ein<br />

Produkt von der standge.“, erklärt Pölzl abschließend.<br />

Portfolio<br />

Mit ihren nass- und laugenfesten Etikettenpapieren<br />

zählt Brigl& Bergmeister zu den absoluten<br />

Marktführern, speziell für Flaschen bei Mehrwegsystemen.<br />

Auch die nicht nassfesten Etikettenpapiere<br />

tragen das Gesicht unzähliger Marken und<br />

werden vornehmlich im Bereich der Einwegsysteme<br />

verwendet. Ebenfalls wird das Portfolio der<br />

flexiblen Verpackungspapiere auf der ganzen Welt<br />

für unterschiedlichste Anwendungen verwendet.<br />

Dabei kommen Papiere sowohl als Primär-, als<br />

auch als Sekundärverpackung zum Einsatz. Im<br />

dritten Hauptsegment – Spezialpapiere – werden<br />

alle sonstigen Produkte bzw. Papiere zusammengefasst,<br />

die in einem weiteren Verarbeitungsschritt<br />

für spezielle Anwendungen verwendet werden.<br />

Mehr unter: www.brigl-bergmeister.com<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

19


IM GESPRÄCH<br />

Innovative Lösungen vorantreiben<br />

I N T E R V I E W<br />

Zu den vielen Stammausstellern der FachPack zählt auch einer der drei größten<br />

Hersteller von flexiblen Verpackungslösungen - Constantia Flexibles. Währen der<br />

Messe sprach KOMPACK mit Marc Rademacher, EVP Consumer Commercial,<br />

über aktuelle Entwicklungen am Markt.<br />

KOMPACK: Wir sind hier am<br />

zweiten Tag auf der FachPack - wie<br />

zufrieden sind Sie bis jetzt?<br />

Marc Rademacher: Sehr zufrieden<br />

- die Kunden sprechen mit uns<br />

über die Veränderungen am Markt<br />

und ich glaube durchzuhören, dass<br />

sie uns auch als einen der Treiber<br />

für Veränderungen am Markt wahrnehmen,<br />

grade in Bezug auf nachhaltigere<br />

Verpackungslösungen.<br />

KOMPACK: Zu den Veränderungen<br />

werden Kunden auch durch<br />

die PPWR (Packaging & Packaging<br />

Waste Regulation) verpflichtet.<br />

Marc Rademacher: Ohne jetzt<br />

auf die Inhalte näher einzugehen,<br />

sehen wir die PPWR seitens Constantia<br />

Flexibles prinzipiell positiv<br />

und begrüßen die Umsetzung in<br />

Form einer Regulierung für die EU.<br />

Durch diese Vorgaben werden innovative<br />

Lösungen vorangetrieben.<br />

Dies passt zu unserem Nachhaltigkeitsdenken<br />

und unserem Streben<br />

nach immer noch besseren Lösungen.<br />

Unsere Aufgabe ist es, den<br />

Anwendern die richtigen Lösungsmöglichkeiten<br />

anbieten zu können.<br />

Wir unterstützen unsere Kunden<br />

dabei, die Recyclingfähigkeit ihrer<br />

Marc Rademacher, EVP Consumer Commercial<br />

bei Constantia Flexibles am Messestand mit der neuen<br />

Aluminiumlösung<br />

Verpackungen stetig zu verbessern.<br />

KOMPACK: Können Sie das für<br />

unsere Leser auch näher beleuchten?<br />

Marc Rademacher: Gern - also<br />

im Rahmen unseres Consumergeschäftshaben<br />

wir im vergangenen<br />

Jahr bereits ca. 70% des Absatzes<br />

mit recyclebaren Produkten generiert.<br />

Für mehr 25 der letzten ca.<br />

30 Prozentpunkte sind wir bereits<br />

Beim deutschen Verpackungswettbewerb zählte Constantia Flexibles zu den Siegern<br />

jetzt in der Lage, nachhaltige Lösungen<br />

anbieten zu können. Dies<br />

klingt in Zahlen natürlich sehr<br />

einfach, ist aber nur möglich, da<br />

wir viele clevere Köpfe aus unterschiedlichsten<br />

Disziplinen auf<br />

ebendiese Transformation angesetzt<br />

haben. Dies nicht nur am<br />

Papier sondern auf tatsächlichen<br />

Abfüllanlagen bei unseren Kunden<br />

oder Partnern aus der Abfüllanlagenindustrie.<br />

Das Thema ist mittlerweile<br />

bei praktisch allen Kunden<br />

voll präsent. Dazu hat sicher<br />

auch die PPWR beigetragen, deswegen<br />

finden wir die Regelungen,<br />

wie gesagt, gut.<br />

KOMPACK: Prinzipiell zur Euren<br />

Produkten - mit Eurem Ecolutions<br />

Portfolio spielt Ihr ja in mehreren<br />

Welten mit …<br />

Marc Rademacher: Ja, unser<br />

Hauptaugenmerk liegt auf der weiteren<br />

Entwicklung von nachhaltigeren<br />

Verpackungen aus Kunststoff,<br />

Aluminium und Papier. Unsere<br />

Produktrange der Ecolutions<br />

erfüllt die Anforderungen für mehr<br />

Nachhaltigkeit und basiert auf<br />

recyclebaren Lösungen. Gleichzeitig<br />

zielt sie auf eine geringere<br />

Umweltbelastung ab. Natürlich<br />

verfügt die Produktrange über alle<br />

Eigenschaften, die zum Schutz der<br />

verpackten Produkte erforderlich<br />

sind. Wir spielen hierbei ganz bewusst<br />

in allen Substraten mit - das<br />

ist unser 360 Grad Ansatz - somit<br />

können wir allen Kunden die jeweils<br />

beste Lösung für die spezifische<br />

Anwendung anbieten, unabhängig<br />

vom Verpackungsmaterial.<br />

KOMPACK: Wo sehen Sie ei-<br />

Constantia Flexibles wurde für seine innovative Lösung EcoPeelCover ausgezeichnet – eine innovative Deckellösung mit reduzierter Materialstärke,<br />

die speziell auf den Molkereisektor zugeschnitten ist. Der Verpackungspreis untermauert den Innovationsgeist sowie die intensiven<br />

Nachhaltigkeitsbestrebungen des Unternehmens. Das besagte EcoPeelCover wurde für die Privatmolkerei Bauer entwickelt, um ihren Kunden<br />

ein nachhaltigeres Produkt zu bieten.<br />

EcoPeelCover: Die dünnste Deckellösung mit ausgezeichneter Durchstoßfestigkeit.Hinter der Entwicklung von EcoPeelCover stand das Ziel, eine<br />

Deckellösung zu kreieren die möglichst dünn ist und gleichzeitig die hohen Standards von herkömmlichen gestanzten Deckeln aufweist. Durch die<br />

Reduktion der Aluminiumdicke auf 25 µm sowie der Extrusionsbeschichtung auf 13 g/m² – im Vergleich zur bisherigen Aluminiumdicke von 38 µm<br />

und der Beschichtung von <strong>24</strong> g/m² – wird die Material- und Energieeffizienz deutlich verbessert. Dies entspricht einer Verringerung der Aluminiumdicke<br />

um 25% und der Beschichtung um 50%. Trotz der geringeren Materialstärke entspricht<br />

EcoPeelCover den Standards gestanzter Deckel hinsichtlich Durchstoßfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit<br />

und Abziehbarkeit. Die Innovation bietet optimalen Schutz vor Wasserdampf und<br />

Sauerstoff und eignet sich damit hervorragend für die Qualitätserhaltung von Milchprodukten.<br />

Das sagt die Jury:<br />

Das EcoPeelCover setzt neue Maßstäbe durch die signifikante Reduzierung<br />

von Aluminium und Beschichtung bei gleichbleibender Funktionalität<br />

und Qualität, was zu einer erheblichen Materialeinsparung führt.<br />

Trotz dieser Einsparungen bietet EcoPeelCover weiterhin Funktionalität,<br />

exzellente Barriereeigenschaften und Produktschutz. Durch die kontinuierliche<br />

Optimierung der Produktionsprozesse zeigt EcoPeelCover, dass<br />

Nachhaltigkeit und Effizienz Hand in Hand gehen können.<br />

20<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong>


gentlich das größte Interesse bei<br />

den Besuchern?<br />

Marc Rademacher: Ein wichtiges<br />

Thema ist Carbon Foot Print.<br />

Die Decarbonisierung ist längst<br />

kein Schlagwort mehr. Brandowner<br />

wollen längst hin zu einer<br />

Kreislaufwirtschaft irtschaft, , die<br />

auch CO 2 -Emissionen reduziert<br />

und vermeidet. Dadurch zählt unsere<br />

kohlenstoffarme Aluminiumlösung<br />

„LowCarbonAlu“, welche<br />

die Umweltauswirkungen bei der<br />

Aluminiumproduktion deutlich reduziert,<br />

zu den Lösungen mit großer<br />

Aufmerksamkeit bei der Messe.<br />

Es reduziert den CO 2 -Ausstoß<br />

im Vergleich zu herkömmlichem<br />

Aluminium um ca. 2/3 und behält<br />

dennoch die wohlbekannten<br />

Eigenschaften von Aluminum in<br />

Form von hoher Barrierewirkung<br />

und exzellenter Recyclebarkeit<br />

bei. Dazu kommt unsere neueste<br />

technische Weiterentwicklung im<br />

Digitaldruck. Damit bieten wir eine<br />

einzigartige Drucktechnologie<br />

für gestanzte Aluminiumdeckel an.<br />

Wir können das Aluminium vollflächig<br />

und wasserbasiert digital<br />

bedrucken, ohne Kompromisse<br />

bei den Siegelbedingungen einzugehen.<br />

Gleichzeitig gibt es beim<br />

Digitaldruck praktisch keinen Ausschuss.<br />

Gerade für Promotioneinführungen<br />

eignet sich diese Technik<br />

ideal. Aber auch für Produkte,<br />

die binnen weniger Tage im Regal<br />

stehen sollen, bietet diese Lösung<br />

die notwendige Flexibilität (Druck<br />

von Klischees, Platten oder Zylindern,<br />

die bei anderen Drucktechniken<br />

erforderlich sind, entfällt).<br />

Die verwendeten, wasserbasierten<br />

Farben erfüllen die Standards für<br />

Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit.<br />

Was in diesem Bereich<br />

alles möglich ist, werden wir von<br />

unserem Produktionsstandort Kopenhagen<br />

aus unter Beweis stellen,<br />

der übrigens ausschliesslich Elektrizität<br />

aus erneuerbaren Energiequellen<br />

verwendet.<br />

KOMPACK: Es laufen also<br />

gleichzeitige Entwicklungen in mehreren<br />

unterschiedlichen Bereichen?<br />

Marc Rademacher: Wie gesagt,<br />

bei uns gibt es viele Köpfe, die<br />

sich bemühen, die Produkte für<br />

das Recycling zu konzipieren (bei<br />

Gewährleistung einer hervorragenden<br />

Warenkonservierung)<br />

- dadurch treiben wir die Entwicklungen<br />

in mehreren Bereichen<br />

gleichzeitig voran – Auch in den<br />

Bereichen Kunststoff und Papier<br />

haben wir mit unseren Ecolutions<br />

viel zu bieten.<br />

KOMPACK: Ich wünsche Ihnen<br />

für Ihre weiteren Projekten viel Erfolg<br />

und bedanke mich für das Gespräch.<br />

MEHRWEG Etrichstraße 75 – 83<br />

VERPACKUNGS A-2542 Kottingbrunn<br />

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<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

21


Pionier für Nachhaltigkeit und<br />

Umweltverträglichkeit in der Verpackungsindustrie<br />

Die Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema der heutigen Verpackungs-industrie. Immer<br />

mehr Unternehmen stehen unter Druck, umweltfreundliche Lösungen zu entwickeln,<br />

die den steigenden Anforderungen der Gesellschaft und der Gesetzgebung gerecht<br />

werden. DUO PLAST, ein führendes europäisches Unternehmen, hat sich in diesem<br />

Bereich als Vorreiter etabliert.<br />

Durch gezielte Forschung<br />

und technologische Innovationen<br />

setzt DUO<br />

PLAST neue Maßstäbe für umweltfreundliche<br />

Verpackungslösungen<br />

und zeigt, wie Nachhaltigkeit und<br />

Wettbewerbsfähigkeit Hand in<br />

Hand gehen können.<br />

Nachhaltige<br />

Innovationen durch Forschung<br />

Das Fundament des Erfolgs von<br />

DUO PLAST liegt in der nachhaltigen<br />

Ausrichtung des Unternehmens.<br />

Ein herausragendes Beispiel<br />

für die Innovationskraft von DUO<br />

PLAST ist die DUO EARTH 6, eine<br />

Hochleistungs-Stretchfolie, die<br />

bis zu 65 % Post-Consumer-Rezyklat<br />

(PCR) enthält. Diese Folie<br />

repräsentiert den revolutionären<br />

Ansatz des Unternehmens: Ressourcenschonung<br />

durch Wiederverwertung.<br />

Anstatt auf neue Rohstoffe<br />

zu setzen, nutzt DUO PLAST<br />

recycelte Materialien, was nicht nur<br />

Abfall reduziert, sondern auch die<br />

Umwelt erheblich entlastet.<br />

Vollständig recycelbar<br />

Die DUO EARTH 6 übertrifft<br />

schon heute die strengen Anforderungen,<br />

die ab 2030 für Kunststoffverpackungen<br />

gelten. Sie ist vollständig<br />

recycelbar und ermöglicht es<br />

Anwendern, ihre CO 2 -Emissionen<br />

erheblich zu senken. Diese Kombination<br />

aus Recyclingfähigkeit und<br />

hoher Effizienz zeigt, wie DUO<br />

PLAST aktiv zur Reduzierung des<br />

ökologischen Fußabdrucks beiträgt.<br />

Umweltfreundliche<br />

Produktionstechnologien<br />

DUO PLAST investiert kontinuierlich<br />

in modernste Produktionstechnologien,<br />

die auf Ressourcenschonung<br />

und Umweltverträglichkeit<br />

ausgerichtet sind. Dazu<br />

gehören unter anderem eigene Photovoltaik-Anlagen<br />

zur Gewinnung<br />

von erneuerbarer Energie und eine<br />

hochmoderne Regranulieranlage,<br />

die es dem Unternehmen ermöglicht,<br />

Produktionsabfälle effizient<br />

zu recyceln. Diese Technologien<br />

tragen nicht nur zur Verbesserung<br />

der Energieeffizienz bei, sondern<br />

minimieren auch den Einsatz von<br />

Rohstoffen und senken den Energieverbrauch.<br />

Umweltfreundliche Produktion<br />

ist auch wirtschaftlich<br />

Durch die Implementierung solcher<br />

nachhaltigen Technologien<br />

Bernhard Zoitl<br />

beweist DUO PLAST, dass umweltfreundliche<br />

Produktion nicht<br />

nur möglich, sondern auch wirtschaftlich<br />

sinnvoll ist. Die Kombination<br />

aus erneuerbaren Energien<br />

und Recyclingtechnologien stärkt<br />

die Position des Unternehmens als<br />

umweltbewusster Vorreiter in der<br />

Verpackungsindustrie.<br />

Wettbewerbsvorteil<br />

durch Nachhaltigkeit<br />

In einer Zeit, in der Konsumenten<br />

und Unternehmen zunehmend auf<br />

umweltfreundliche Lösungen setzen,<br />

bietet die nachhaltige Ausrichtung<br />

von DUO PLAST einen klaren<br />

Wettbewerbsvorteil. Die DUO<br />

EARTH 6 reduziert den CO 2 -Fußabdruck<br />

ihrer Anwender erheblich<br />

und sorgt gleichzeitig für eine optimale<br />

Verarbeitungsleistung. Mit einer<br />

maximalen Vordehnung von bis<br />

zu 175 % bei einem Anteil von 50<br />

% PCR und 150 % bei einem Anteil<br />

von 65 % PCR ermöglicht die Folie<br />

eine erhebliche Materialeinsparung.<br />

Kostenreduktion<br />

Dies führt nicht nur zu Kostenreduktionen,<br />

sondern auch zu einer<br />

deutlichen Verringerung der Umweltbelastung.<br />

Bernhard Zoitl, Managing Director<br />

von DUO PLAST Linz, unterstreicht<br />

die Bedeutung dieser nachhaltigen<br />

Innovation:<br />

„Unsere Kunden profitieren<br />

von einer Verpackungslösung,<br />

die sowohl ihre CO 2 -Bilanz<br />

verbessert als auch höchste<br />

Performance bietet. Das ist<br />

ein Gewinn für die Umwelt<br />

und für das Unternehmen.“<br />

Bestätigung<br />

durch Auszeichnungen<br />

Die nachhaltige Unternehmensstrategie<br />

von DUO PLAST wurde<br />

bereits mehrfach ausgezeichnet.<br />

Die Verleihung der EcoVadis Goldmedaille<br />

sowie des Green Packaging<br />

Star Awards bestätigt, dass<br />

DUO PLAST auf dem richtigen<br />

Weg ist. Diese Auszeichnungen<br />

verdeutlichen, dass sich Unternehmen<br />

durch umweltfreundliche Innovationen<br />

nicht nur einen Wettbewerbsvorteil<br />

verschaffen, sondern<br />

auch in der Lage sind, international<br />

anerkannte Standards zu setzen.<br />

Mehr unter:<br />

www.duoplast.ag<br />

22<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong>


FACHPACK<br />

Zukunftssichere Kennzeichnungstechnik und<br />

neues Designkonzept auf der FachPack<br />

Die Bluhm Weber Gruppe präsentierte auf der FachPack innovative Kennzeichnungssysteme<br />

mit Etiketten, Tinte und Laser speziell für die Verpackungsindustrie. Auf einem<br />

großzügigen Messestand drehte sich alles um Innovation, Automatisation und Nachhaltigkeit.<br />

In Nürnberg zeigte sich der Kennzeichnungsspezialist außerdem erstmals mit<br />

seinem neuen visuellen Konzept.<br />

Gerade erst für seine Innovationskraft<br />

als TOP 100 Unternehmen<br />

ausgezeichnet,<br />

unterstreichte das Familienunternehmen<br />

mit einem neuen Markenauftritt<br />

seinen Innovationscharakter. Der<br />

Messestand machte das neue Design<br />

regelrecht erlebbar. Mit seinem neuen,<br />

klaren Design-Konzept richtete<br />

Bluhm Weber auch optisch seinen<br />

Blick in die Zukunft und bewies einmal<br />

mehr sein Entwicklungspotential<br />

und seine Anpassungsfähigkeit.<br />

Highspeed-Kennzeichnung:<br />

Ideal für die Anwendung in<br />

Logistik und E-Commercewar<br />

Fotos: Bluhm Systeme GmbH<br />

Der „Bluhm Springbrunnen“<br />

war einer der Blickfänger<br />

während der FachPack<br />

Industrie im Wandel. Die<br />

BluhmWeber Gruppe ist bereit!<br />

Auch inhaltlich war das diesjährige<br />

Messe-Motto der Bluhm Weber<br />

Gruppe Programm. Für die<br />

treibenden Themen Nachhaltigkeit<br />

und Individualisierung in der Verpackungsindustrie<br />

hattte der Kennzeichnungsspezialist<br />

konkrete Lösungen:<br />

Die Systeme von Bluhm<br />

Weber kennzeichnen nicht nur alternative<br />

Verpackungsmaterialien<br />

problemlos, sie arbeiten dabei selbst<br />

ökonomisch und ressourcenschonend.<br />

Auf der FachPack waren beispielsweise<br />

nachhaltige Linerless-<br />

Etikettiersysteme als kompakter<br />

Tischdrucker und automatisches<br />

Druckspendesystem. Sie verarbeiten<br />

Etiketten ohne Trägermaterial äußerst<br />

effizient und reduzieren Abfall.<br />

Auch spezielle „allelectric“ Druckspendesysteme<br />

sind umweltfreundliche<br />

Alternativen im Etikettiersektor.<br />

Sie arbeiten ohne Druckluft, was<br />

Energie und Kosten einspart. Der<br />

wachsende Trend zur Individualisierung<br />

bedeutet in der Praxis kleinere<br />

Stückzahlen und größere Produktvarianz<br />

– eine Herausforderung für die<br />

Kennzeichnungstechnik. Alle Etikettierer<br />

und Codierer von Bluhm<br />

Weber sind maximal flexibel bei<br />

Formatumstellungen und schnellen<br />

Produktwechseln. Sie lassen sich<br />

zudem vollständig in Produktionslinien<br />

integrieren und überzeugen mit<br />

Wiederholgenauigkeit und konstant<br />

perfekten Druckergebnissen – auch<br />

bei Hochgeschwindigkeit.<br />

Kennzeichnungstechnik<br />

mit Tinte, Inkjet und Laser<br />

Unter dem Slogan „Viele Möglichkeiten<br />

– eine Lösung!“ zeigte<br />

die Bluhm Weber Gruppe sein<br />

Produktportfolio auf einem beeindruckend<br />

großzügigen Messestand.<br />

Das Team begrüßte seine Besucher<br />

an drei geräumigen Produktzonen<br />

für Etikettierer, Tintenstrahldrucker<br />

und Laserbeschrifter. Bluhm Weber<br />

ist international bekannt für seine<br />

zuverlässigen Etikettiersysteme und<br />

betont auf der Messe darüber hinaus<br />

seine Kompetenz im Direktkennzeichnungsgeschäft.<br />

Mehr unter:<br />

www.bluhmsysteme.at<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

23


FACHPACK<br />

Bis zu 30.500 Pakete pro Stunde<br />

Im vor kurzem erweiterten und modernisierten Logistikzentrum der Österreichischen<br />

Post in Allhaming werden in einem unglaublichen Tempo Pakete sortiert.<br />

Automatisierung von Sick behält die Highspeed-Pakete „im Auge“, übermittelt<br />

alle wichtigen Informationen an die Transportsysteme und sorgt für ein zuverlässiges<br />

Tracking und Tracing.<br />

Die Logistik gehört zu den<br />

besonders anspruchsvollen<br />

Automatisierungsbereichen<br />

– nicht ohne Grund.<br />

Denn die Anzahl der zu transportierenden<br />

Pakete nimmt rasant zu<br />

– Tempo und Zuverlässigkeit sind<br />

dabei entscheidende Faktoren. Um<br />

diesem Wachstum gerecht zu werden,<br />

hat die Österreichische Post im<br />

April 2021 mit dem Ausbau ihres<br />

Logistikzentrums in Allhaming<br />

(OÖ) begonnen. Neben der Erweiterung<br />

der Paketsortierung wurden<br />

auch eine neue Zustellbasis und ein<br />

Bürogebäude errichtet.<br />

Upgrade zum<br />

leistungsstärksten Standort<br />

Die bestehenden Anlagen des Logistikzentrums<br />

aus dem Jahr 2014<br />

wurden ebenfalls technisch aufgerüstet.<br />

Im August 2022 gingen die<br />

neuen, leistungsstarken Sortiermaschinen<br />

erstmals in den Testbetrieb.<br />

Dabei wurden die neu installierten<br />

Maschinen ausgiebig im Zusammenspiel<br />

mit den modernisierten<br />

Anlagen getestet. Denn bei bis zu<br />

30.500 Paketen pro Stunde darf<br />

nichts dem Zufall überlassen werden.<br />

Zumal das Paket-Logistikzentrum<br />

in Allhaming seit der Erweiterung<br />

der leistungsstärkste Standort<br />

im Netzwerk der Österreichischen<br />

Post ist. Die offizielle Eröffnung<br />

fand im Oktober 2022 statt.<br />

Manfred Dietachmair, Sales Sick Österreich, und Oliver Mosböck,<br />

Technischer Leiter Logistikinfrastruktur, Österreichische Post<br />

Verdreifachung<br />

der Paketsortierleistung<br />

Um die 900 Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter sind nun am Standort<br />

tätig. Das Gesamtinvestitionsvolumen<br />

des Erweiterungsprojekts betrug<br />

rund 80 Millionen Euro. Auf<br />

dem 200.000 m² großen Grundstück<br />

wurde etwa ein Viertel mit dem neuen<br />

Gebäudekomplex bebaut. Ein<br />

Ausbau, der nicht nur mit einer Verdreifachung<br />

der Paketsortierleistung<br />

punktet – auch in Sachen Nachhaltigkeit<br />

konnten Maßstäbe gesetzt<br />

werden. Das Gelände erhielt Grünflächen<br />

mit Sträuchern, Bäumen und<br />

Blumen für Wildbienen, Nistkästen<br />

für Vögel und ein Biotop. Auf dem<br />

ebenfalls begrünten Biodiversitätsdach<br />

des Neubaus befindet sich eine<br />

Photovoltaikanlage mit einer Leistung<br />

von rund 500 Kilowatt peak<br />

(kWp). Im Endausbau soll diese<br />

rund 1,5 Megawatt Peak (MWp) liefern<br />

und grünen Strom für den Betrieb<br />

sowie für E-Fahrzeuge erzeugen.<br />

„Das Logistikzentrum ist ein<br />

grün-gelbes Vorzeigeprojekt“, wie<br />

DI Dr. Georg Pölzl, der Generaldirektor<br />

der Österreichischen Post AG,<br />

anlässlich der Eröffnung unterstrich.<br />

Neben einem umfassenden Verkehrskonzept,<br />

das den Nahverkehr<br />

nicht belastet, war daher das Thema<br />

Effizienz auch im Inneren des<br />

Gebäudekomplexes entsprechend<br />

wichtig.<br />

1,7 Millionen Briefsendungen<br />

und 330.000 Pakete pro Tag<br />

Das erweiterte Logistikzentrum<br />

Oberösterreich ist heute das logistische<br />

Herzstück der Österreichischen<br />

Post und nimmt dank seiner<br />

Sortierleistung auch gleich einen der<br />

Spitzenplätze in Europa ein. Um das<br />

zu erreichen, wurden die bereits vorhandenen<br />

Sortiermaschinen auf den<br />

neuesten Stand der Technik gebracht<br />

– hocheffiziente Track-and-trace-<br />

Systeme von Sick inklusive. Pro Tag<br />

können in Allhaming damit in Spitzenzeiten<br />

nun bis zu 330.000 Pakete<br />

und 1,7 Millionen Briefsendungen<br />

für das In- und Ausland verarbeitet<br />

werden.<br />

Zuverlässige<br />

Identifikation bei Highspeed<br />

Die zum Einsatz kommenden<br />

Track-and-trace-Systeme ICR 890<br />

(Image-based Code Reader) erlauben<br />

die Identifikation aller gängigen<br />

1D-/2D- sowie Postalcodes selbst<br />

bei höchsten Fördergeschwindigkeiten<br />

bis zu 4,5 m/s. Die hervorragende<br />

Bildqualität der integrierten<br />

Kamera (hier mind. 200 dpi) ermöglicht<br />

zudem die Verwendung<br />

in OCR-, Videocodier- und Vision-Anwendungen.<br />

Automatisiert<br />

können mehrseitig Bilder von den<br />

Paketen gemacht, gespeichert und<br />

verarbeitet werden. Das freut sehnsüchtig<br />

wartende Empfänger, wenn<br />

sie die Post App nutzen. Und sollte<br />

es zu Reklamationen kommen, lässt<br />

sich mithilfe der Aufnahmen auch<br />

feststellen, ob Schäden an der Verpackung<br />

bereits beim Eintreffen<br />

im Logistikzentrum sichtbar wa-<br />

<strong>24</strong> <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

Die Datentunnel stellen dem Host-System der Post einen<br />

kompletten Datensatz zur Verfügung – Tracking-ID inklusive.<br />

Fotos: Österreichische Post AG (Gregor Nesvadba, Andreas Kolarik) / Sick / Contentmanufaktur


en. Das ist gerade für Großkunden<br />

wichtig, die ihre Pakete auch selbst<br />

zum Logistikzentrum anliefern.<br />

Einfache Modernisierung<br />

und Erweiterung<br />

Die Carrier Breite des Crosssorter<br />

1200 HC von Vanderlande mit 1.200<br />

mm liegt deutlich unter den bis zu<br />

1.600 mm, die die ICR-Systeme von<br />

Sick heute mit nur einer Kamera<br />

an Bord unterstützen. Ein weiterer<br />

Vorteil ist die modulare Bauweise<br />

des Systems, die für die Post einerseits<br />

ein Upgrade der bestehenden<br />

Anlagen interessant machte und<br />

andererseits das Einbinden ergänzender<br />

Sensorik – wie zum Beispiel<br />

ein Volumsmesssystem – ermöglichte.<br />

Oliver Mosböck, Technischer<br />

Leiter Logistikinfrastruktur bei der<br />

Österreichischen Post: „Wir wollten<br />

eine Lösung aus einem Guss. Ein<br />

Upgrade der bestehenden Anlagen<br />

war daher unumgänglich. Dabei<br />

galt es, insbesondere die zusätzlich<br />

gefragten Funktionalitäten – wie<br />

zum Beispiel die allseitige Paketdatenerfassung<br />

– und den begrenzten<br />

Platz im Bestandsgebäude zu berücksichtigen.<br />

Der modulare Aufbau<br />

der Systeme und die langjährige Zusammenarbeit<br />

mit den Experten von<br />

Sick kamen uns da sehr entgegen.<br />

Bei einem Projekt dieser Größenordnung<br />

gibt es immer wieder Änderungen<br />

– da ist es wichtig, schnell<br />

einen kompetenten Ansprechpartner<br />

zur Hand zu haben, mit dem man gemeinsam<br />

eine Lösung findet. Manfred<br />

Dietachmair und das Team aus<br />

dem Experten-Netzwerk bei Sick<br />

haben sich da bewährt.“<br />

Volumen als<br />

zusätzliche Messgröße<br />

„Unser Ziel war es, die Leseraten<br />

deutlich zu erhöhen und gleichzeitig<br />

zusätzliche Informationen zu<br />

erfassen. Denn neben dem Gewicht<br />

werden auch das Volumen und somit<br />

die Abmessungen immer wichtiger.<br />

Gerade wenn es um die Optimierung<br />

der Transporte geht, ist neben dem<br />

Gewicht das Volumen ein relevanter<br />

Faktor in der Transportauslastung.<br />

In Allhaming kommen jetzt auch DWS-Systeme (Dimensioning Weighing<br />

Scanning) von Sick zum Einsatz. Diese vermessen die Pakete,<br />

wiegen sie und scannen mehrseitig angebrachte Label<br />

Zudem sind diese Messgrößen<br />

entgeltrelevant. Zudem sind diese<br />

Messgrößen entgeltrelevant. Darum<br />

werden sie beispielsweise bei der direkten<br />

Einlieferung der Sendungen<br />

von Großkunden automatisiert erfasst<br />

und an die Verrechnungssysteme<br />

weitergeleitet. Diese Messwerte<br />

müssen immer stimmen. Es<br />

war für uns daher ein großer Vorteil,<br />

diese Messsysteme auch bei den bestehenden<br />

Datentunneln – so nennen<br />

wir die Erfassungssysteme – mit den<br />

bestehenden Controllern integrieren<br />

zu können“, erläutert Oliver Mosböck.<br />

Dimensioning<br />

Weighing Scanning<br />

In ausgesuchten Bereichen des<br />

Logistikzentrums setzt die Österreichische<br />

Post jetzt auf eine innovative<br />

Komplettlösung, die alle heute<br />

relevanten Daten auf einmal erfasst.<br />

Diese DWS-Systeme (Dimensioning<br />

Weighing Scanning) von Sick<br />

vermessen die Pakete, sie wiegen sie<br />

und scannen mehrseitig angebrachte<br />

Label. Dabei kommt ebenfalls der<br />

Codeleser ICR890 zum Einsatz. Ein<br />

laserbasiertes Volumsmesssystem<br />

(VMS) liefert die Abmessungen der<br />

Packstücke und eine Waage erfasst<br />

das Gewicht, während die Pakete in<br />

Bewegung sind. Flexibilität punktet<br />

auch hier: Dank modularem Systemkonzept<br />

steht beim DWS einer künftigen<br />

Auf- und Umrüstung nichts<br />

entgegen. „Hier passt alles ausgezeichnet<br />

zusammen. Ergänzt wird<br />

Zehntausende Pakete werden jede Stunde von der Österreichischen Post<br />

im Logistikzentrum in Allhaming erfasst und auf die Reise geschickt.<br />

Probebetrieb im August 2022: Die neu installierten Maschinen wurden<br />

ausgiebig im Zusammenspiel mit den modernisierten Anlagen getestet.<br />

Die Track-and-trace-Systeme ICR<br />

890 von Sick sorgen für die zuverlässige<br />

Identifikation aller gängigen<br />

1D-/2D- sowie Postalcodes selbst<br />

bei hohen Fördergeschwindigkeiten.<br />

das Hardware-Paket durch die perfekt<br />

abgestimmte Software Package<br />

Analytics, die die einzelnen Komponenten<br />

auch gleich überwacht und<br />

ihre Performance in Dashboards<br />

anschaulich aufzeigt“, erklärt der<br />

Technische Leiter für Logistikinfrastruktur<br />

der Österreichischen Post.<br />

Ein Datensatz für alles<br />

Jeder Sensor liefert Daten. Zu jedem<br />

Paket gehört daher eine Vielzahl<br />

an Informationen, die von<br />

den unterschiedlichsten Sensoren<br />

kommen. Diese Daten zu verwalten,<br />

zusammenzuführen und mit den<br />

Sendungsdaten zu „verheiraten“ ist<br />

oft eine IT-technische Herausforderung<br />

der Superlative. „Sick setzt<br />

hier auf standardisierte Schnittstellen<br />

und einen Datensatz, der bereits<br />

alle Informationen enthält. Das<br />

heißt, das Host-System der Post<br />

bekommt einen vollständigen, bereits<br />

aufbereiteten Datenstring vom<br />

Datentunnel – Tracking-ID inklusive.<br />

Das Daten-Merging passiert<br />

also direkt in den Maschinen vor<br />

Ort – ein wichtiger Aspekt, der die<br />

weitere Datenverarbeitung deutlich<br />

vereinfacht“, erläutert Manfred<br />

Dietachmair, der zuständige Sales-<br />

Spezialist bei Sick Österreich.<br />

Bereit für die<br />

Herausforderungen von morgen<br />

Mit dem hochmodernen Logistikzentrum<br />

in Allhaming hat die Österreichische<br />

Post einen entscheidenden<br />

Knotenpunkt in ihrem Netz<br />

auf den neusten Stand gebracht,<br />

so dass er auch künftigen Anforderungen<br />

gewachsen ist. Oliver<br />

Mosböck: „Die Erweiterung dieses<br />

Standorts hat zusätzliche Flexibilität<br />

geschaffen. Wir sind hier in<br />

einem äußerst volatilen Marktumfeld.<br />

Die neuen Lösungen sind ein<br />

wichtiger Baustein um sicherzustellen,<br />

dass unsere Kundinnen und<br />

Kunden auch in Spitzenzeiten ihre<br />

Pakete rasch erhalten.“<br />

Mehr über die beiden Partner<br />

sehen Sie unter: www.post.at<br />

oder: www.sick.at<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

25


FACHPACK<br />

Leimst Du noch oder „dotlockst“ Du<br />

Die Gerhard Schubert GmbH gehört unter den führenden Verpackungsmaschinenexperten<br />

zu den Vorreitern in der Entwicklung von nachhaltigen<br />

ganzheitlichen Verpackungskonzepten. Neben dem Maschinen Know-how setzt<br />

das Unternehmen dabei genauso erfolgreich auf die Optimierung der eingesetzten<br />

Materialien sowie der gesamten Produktionsprozesse. Eine der neuesten<br />

umweltfreundlichen Lösungen aus dem Hause Schubert ist Dotlock. Michael<br />

Graf, Direktor von Schubert Consulting, berichtet im Interview über die Erfahrungen<br />

aus den ersten Pilotprojekten und weitere Potenziale dieser innovativen<br />

Technologie, die komplett ohne Leim bei Kartonverpackungen auskommt.<br />

Die leimfreie Verpackung im<br />

Dotlock-Verfahren orientiert<br />

sich an der Clinchtechnik<br />

zum Fügen von Metallen. Dazu<br />

werden zwei oder mehrere Lagen<br />

aus Karton aufeinandergelegt. Dann<br />

werden sie von einer Seite mit Nadeln<br />

durchstochen, wodurch sich auf<br />

der anderen Seite ein Kragen bildet.<br />

Dieser wird auf den Karton gepresst<br />

und erzeugt ohne die Hilfe eines Zusatzwerkstoffs<br />

einen stabilen Kraftund<br />

Formschluss. Die Lochgröße<br />

variiert – je größer und dicker das<br />

Material, desto größer auch die Löcher.<br />

Abhängig von der Anzahl und<br />

Anordnung der Löcher wird dabei<br />

die gleiche Festigkeit wie bei einer<br />

Leimverbindung erreicht.<br />

Herr Graf, Dotlock ist eine so<br />

vielversprechende neue Technologie,<br />

dass Schubert diese zum Patent<br />

angemeldet hat. Können Sie denn<br />

auch schon konkrete Daten und<br />

Fakten zum Einsparpotenzial durch<br />

die 100-prozentig leimfreien Kartonverpackungen<br />

nennen?<br />

Michael Graf: Wir sind aktuell<br />

dabei, die erhobenen Daten final<br />

zu validieren, aber ich kann gerne<br />

ein erstes Rechenbeispiel geben:<br />

Bei einem typischen Leimverbrauch<br />

von 5 Tonnen pro Jahr und Kosten<br />

von 4 Euro pro Kilogramm ergibt<br />

sich allein beim Leim ein Einsparpotenzial<br />

von etwa 20 000 Euro<br />

jährlich. Hinzu kommen noch etwa<br />

1 260 Euro Heizkosten zum Erwärmen<br />

des Leims.<br />

Das ist schon eine stattliche Summe<br />

für nur eine einzige Maschine.<br />

In den kommenden drei Monaten<br />

erwarten wir zudem gesicherte Daten<br />

zu den positiven Auswirkungen<br />

auf den CO 2 -Footprint. Hier zeigen<br />

die ersten Hochrechnungen ebenfalls<br />

eine deutliche Verbesserung<br />

beim Einsatz der Dotlock-Technologie.<br />

Mal abgesehen davon, dass<br />

Dotlock-Verpackungen komplett<br />

über den Papierkreislauf recycelbar<br />

sind und sowohl Lagerplatz als<br />

auch -kosten für den Leim entfallen.<br />

Sie setzen auch schon erste Pilotprojekte<br />

mit Kunden um. Wie bewährt<br />

sich die neue Technologie in<br />

realen Szenarien und bei welchen<br />

Anwendungen kommt Dotlock dort<br />

konkret zum Einsatz?<br />

Michael Graf: Erfreulicherweise<br />

zeigen mehrere Unternehmen<br />

ernsthaftes Interesse an einer gemeinsamen<br />

Entwicklung bis zur<br />

Serienreife von Dotlock. Bei vier<br />

Kunden sind wir gerade in sehr<br />

konkrete Muster- und Testphasen<br />

eingestiegen. Darunter ist ein Hersteller,<br />

der im Rahmen seines eigenen<br />

Nachhaltigkeitsengagements<br />

für die Markteinführung einer<br />

neuen Produktlinie mindestens 30<br />

Prozent Kartonage einsparen will.<br />

Die leimfreie Dotlock-Tertiärverpackung<br />

soll darüber hinaus als<br />

Shelf-ready-pack eingesetzt werden.<br />

Valentin Köhler, Verpackungsentwickler<br />

bei Schubert, hat eine<br />

Lösung dafür erarbeitet, die selbst<br />

unsere anfänglichen Erwartungen<br />

übertroffen hat. Denn mit einer<br />

Michael Graf / Fotos: Gerhard Schubert GmbH<br />

Materialersparnis von rund 40 Prozent<br />

konnten wir trotzdem weitere<br />

Werbefläche schaffen. Durch den<br />

bedingten Überstand an den Dotlock-Verbundstellen<br />

im Tray entsteht<br />

eine Art Banderole – ähnlich<br />

wie bei einem Erdbeerkörbchen.<br />

Der Kunde wird diese zusätzlich gewonnene<br />

Fläche nun für sein Markenbranding<br />

nutzen. Das passende<br />

vollautomatische Formatwerkzeug<br />

steht kurz vor der Fertigstellung<br />

und wird bereits für zwei weitere<br />

Kunden weiterentwickelt.<br />

Welche weiteren Vorteile bietet<br />

die Dotlock-Technologie?<br />

Michael Graf: Neben zusätzlich<br />

gewonnener Marketingfläche lassen<br />

sich auch die Dots selbst als<br />

Designelement einsetzen – etwa als<br />

Logo. Dotlock kann darüber hinaus<br />

auch als manipulationssichere Öffnungsperforation<br />

eingesetzt werden.<br />

Das interessiert besonders Kunden<br />

aus der Food- und Pharmabranche.<br />

Einmal geöffnet ist eine Dotlock-<br />

Kartonverpackung nicht wieder<br />

verschließbar, so dass eine Manipulation<br />

direkt auffällt. So kann auch<br />

auf Etiketten als Originalitätsverschluss<br />

verzichtet werden. Die genannten<br />

Branchen dürfte auch die<br />

Tatsache ansprechen, dass durch<br />

die gelöcherten Kartonagen kühlkettenpflichtige<br />

Produkte wie etwa<br />

Joghurt deutlich leichter und effektiver<br />

kalt bleiben. Positiver Nebennutzen:<br />

Das bedeutet gleichzeitig<br />

weniger Stromkosten und reduziert<br />

an mehreren Stellen den CO 2 -Footprint<br />

des Produkts.<br />

Was wir bei Schubert ebenfalls als<br />

Vorteil sehen, ist der Paradigmenwechsel,<br />

der mit der bewussten Entscheidung<br />

für eine Dotlock basierte<br />

Kartonverpackung einher geht. Wer<br />

sich für Dotlock entscheidet, muss<br />

sein gewohntes Markendesign für<br />

die Verpackungsoptik wegen der<br />

erforderlichen Geometrie und Anordnung<br />

der Dots grundlegend<br />

überdenken. Da tut sich vielleicht<br />

die ein oder andere etablierte Marke<br />

im Moment noch schwer mit. Wir<br />

sehen das aber als große Chance<br />

für Unternehmen, mit ihren Markenprodukten<br />

mutig und nachhaltig<br />

ganz weit vorn zu sein.<br />

Das klingt auf den ersten Blick<br />

nach unbegrenzten Möglichkeiten.<br />

Gibt es bei der Dotlock-Technologie<br />

Ausschlusskriterien, oder anders gefragt,<br />

was kann Dotlock nicht?<br />

Michael Graf: Grundsätzlich<br />

könnte Dotlock bei den meisten<br />

Trays eingesetzt werden, die auch<br />

mit Heißleim funktionieren. Es gibt<br />

aber unter Kontaminations- und<br />

Hygienegesichtspunkten einige Limitierungen.<br />

Bei allen Produkten,<br />

die beispielsweise insektenanfällig<br />

sind, empfiehlt es sich auf Dotlock-<br />

Kartonagen zu verzichten. Auch äußere<br />

Kontaminationsrisiken durch<br />

Staub und andere Partikel könnten<br />

dagegensprechen.<br />

Welche Pläne verfolgt Schubert<br />

mit der Dotlock-Technologie noch?<br />

Was kommt als nächstes?<br />

26<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong>


schon?<br />

Michael Graf: Unser mittelfristiges<br />

Ziel ist die Standardisierung<br />

und vollautomatische Integration<br />

der Technologie in unser Maschinenprogramm.<br />

Dazu arbeiten wir<br />

mit Hochdruck an der Serienreife<br />

auf industriellem Produktionsniveau<br />

und treiben die Clusterung<br />

verschiedener Verpackungsvarianten<br />

und Subvarianten voran. Die<br />

entsprechenden Formatwerkzeuge<br />

sind in der finalen Entwicklungsphase.<br />

In Zusammenarbeit mit<br />

einem Joghurt- und einem Verpackungsmaterialhersteller<br />

testen wir<br />

in diesem Kontext auch Wellkarton<br />

Die neue Dotlock-Technologie eignet sich für eine Vielzahl<br />

von verschiedenen Vollkarton-Verpackungen.<br />

als neues Verpackungsmaterial für<br />

die Joghurt-Steigen.<br />

Wie passt das Dotlock-Verfahren<br />

zur Mission Blue? Wird es in Zukunft<br />

nur noch leimfreie Verpackungen<br />

von Schubert geben?<br />

Michael Graf: Um eins klarzustellen:<br />

Dotlock ist kein vollumfänglicher<br />

Ersatz für Kartonagen<br />

mit Leimverbindung. Wir wollen<br />

Dotlock dort einsetzen, wo es Sinn<br />

ergibt und nicht die Leimverpackung<br />

verdrängen. Das ist ganz im<br />

Sinne unserer Mission Blue: Über<br />

den Tellerrand hinausschauen und<br />

keine Einzellösungen anbieten oder<br />

priorisieren. Schubert bietet nachhaltige<br />

Systemlösungen an, die mit<br />

Kunden und Materialherstellern zusammen<br />

erarbeitet werden und den<br />

Dreiklang aus Maschine, Material<br />

und Know-how über die gesamte<br />

Supply Chain berücksichtigen.<br />

Aber natürlich freuen wir uns, mit<br />

Dotlock noch viele weitere Kunden<br />

zu begeistern.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.schubert.group<br />

02/<strong>24</strong><br />

27


„Green Star“ - Preisverleihung<br />

Zum mittlerweile siebzehnten Mal wurde heuer der Green Packaging Star Award<br />

(mit ARA-Sonderpreis) verliehen. Hier stellte die Verpackungsbranche wieder<br />

ein Mal unter Beweis wie grün sie ist. Die Sieger wurden während der FachPack<br />

in Nürnberg im Expertenforum PACKBOX ausgezeichnet. Die „Green Stars“<br />

sind auch berechtigt bei denWorld StarAwards teilzunehmen (wir wünschen<br />

unseren Gewinnern dabei natürlich viel Erfolg). Sehen Sie hier die Gewinner.<br />

Save Food<br />

Recyclingfähige Mono PE und PP Kaffee-Laminate<br />

Einreicher: Bischof+Klein SE & Co. KG/www.bischof-klein.com<br />

„In den vergangen Jahren haben wir uns das Ziel gesetzt, unsere Produkte vollständig in die Kreislaufwirtschaft<br />

zu integrieren. Das ist uns gelungen, indem wir die bestehenden nicht recyclingfähigen Laminate<br />

wie PET/ALU/PE, PETmet/PE und viele weitere durch recyclingfähige Mono-Laminate ersetzt haben.“ so<br />

Bischof+Klein bei der Einreichung.<br />

Die recyclingfähigen Mono PE oder PP Laminate weisen heute schon eine Recyclingfähigkeit nach CHI-<br />

Standard von bis zu 95 % auf. Dadurch ergibt sich für die Verpackung eine potenzielle Rezyklatausbeute<br />

von 100 %. Die problematischen Störstoffe wie PET oder ALU werden aus dem Verbund entfernt. Lediglich<br />

Farben, Klebstoffe, gegebenenfalls EVOH und Peel-Additive werten die Recyclingfähigkeit jetzt noch ab.<br />

Die Verbunde sind mit Metallisierung oder ohne erhältlich. Weitere Störstoffe im Recycling werden eliminiert,<br />

damit die Druckfarben der Laminate rußfrei und Nitrocellulose -frei sind.<br />

Außerdem bietet Bischof+Klein die Möglichkeit, Rezyklate gem. Massebilanz in Form von<br />

ISCC-zertifiziertem Material (chemisch recycelt oder bio-circular) in diesen Laminaten einzusetzen.<br />

Umweltfreundlicher Verpackungsprozess<br />

ReCover<br />

Einreicher: Coveris Management GmbH/www.coveris.com<br />

Coveris hat ReCover Ende 2022 als eigenständigen Geschäftsbereich gegründet. ReCover<br />

schafft eine bahnbrechende Recyclinglösung für bedruckte Polyethylen-Folien mit<br />

niedriger Dichte (LDPE). Bei dem in der Branche einzigartige De-Inking-Verfahren wird<br />

das Rohmaterial zuerst zu Flocken gemahlen und dann die Druckfarbe von Kunststoffabfall<br />

entfernt. Nach einem Wasch- und Trocknungsprozess wird das Material anschließend<br />

pelletiert, um ReGen herzustellen. Dieses Granulat kann in weiterer Folge zu hochwertigem<br />

Verpackungsmaterial weiterverarbeitet werden.<br />

Zusätzlich zum einmaligen Recyclingverfahren, stellen eigene ReCover Labs mit modernsten<br />

Testmöglichkeiten und Technologien zur Validierung, kontinuierliche Innovation<br />

und Qualitätskontrolle sicher. Aktuell schafft ReCover 20.000 Tonnen zusätzliche<br />

Recyclingkapazitäten für Coveris. Diese Zahl soll aber sehr bald erhöht werden. Der Verpackungshersteller<br />

mit Sitz in Wien hat sich vorgenommen, bis 2025 stolze 45.000 Tonnen<br />

hochwertiges Rezyklat aus bedruckten Folien zu erzeugen.<br />

28 02/<strong>24</strong>


Kennzeichnung/Etiketten<br />

Öko-Materialien für die Etiketten-Produktion: Traubenpapier<br />

Einreicher: Marzek Etiketten+Packaging GmbH/www.marzek.at<br />

Der Einsatz von innovativen Öko-Materialien in der Etiketten-Produktion ist ein wesentlicher<br />

Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. Abfallprodukte<br />

aus natürlichen Rohstoffen ersetzen Materialien, die für herkömmliche Bedruckstoffe<br />

gewonnen werden müssten.<br />

Im Fall des Traubenpapiers werden in das Basismaterial Tresterreste (Traubenabfälle<br />

aus der Weinherstellung) beigemengt, was ein hervorragendes Beispiel für Wiederverwertung<br />

von Produktionsabfällen darstellt. Dieses natürliche Substrat besteht aus 15%<br />

Tresterresten, 40% recyceltem Papier und lediglich 45% Frischzellstoff. Dieser ökologische<br />

Herstellungsprozess benötigt erheblich weniger Ressourcen (Wasser etc.) und<br />

Energie als Papier oder andere herkömmliche Substrate. Durch die Beimengung<br />

und die Einschlüsse des Tresters entsteht die besondere charakteristische Färbung,<br />

welche auch in einer natürlichen geringfügigen Abweichung der Oberflächenstruktur<br />

resultiert.<br />

Kurzer Einblick in das Kosten-/Nutzen Verhältnis des Projekts Hochwertige Naturprodukte<br />

benötigen hochwertige Qualitätsetiketten auf umweltfreundlichen und natürlich<br />

anmutenden Substraten, damit diese von den Konsument:innen auch als entsprechend<br />

hochwertig und natürlich wahrgenommen werden.<br />

Der Verkaufserfolg eines Naturprodukts kann durch diese umweltfreundliche,<br />

außergewöhnliche und perfekt umgesetzte Präsentation erheblich gesteigert werden,<br />

sodass eventuelle Mehrkosten mehr als gerechtfertigt erscheinen.<br />

Umweltfreundliche Firmenstrategie/-philosophie<br />

Satino, Multi-Purpose Towel Box<br />

Einreicher: MM-Packaging GmbH/www.mm.group<br />

MM-Packaging ist die Firma mit den meisten Nominierungen in den<br />

letzten Jahren. Stellvertretend für die vielen genialen Einfälle erhielt<br />

heuer die Multi-Purpose Towel Box den Green Packaging Star Award.<br />

Die Küchentücher-Recyclingbox ist ein Verpackungsprodukt, das<br />

ein echter Allrounder im Haushalt ist. Die Box ist für die Aufnahme<br />

hochsaugfähiger dreilagiger Tücher konzipiert, die sich perfekt für<br />

den Einsatz in Küche, Bad, Auto, Haus und Garten eignen. Durch die<br />

praktische Öffnung in der Recycling-Box lassen sich die Tücher ganz<br />

einfach entnehmen und sind so jederzeit einsatzbereit.<br />

Was das Produkt auszeichnet, ist seine Nachhaltigkeit. Die Küchentücher-Recyclingbox<br />

besteht zu 100 % aus Recyclingpapier und ist somit<br />

eine plastik- und chemikalienfreie Option, die zum Schutz der Umwelt<br />

beiträgt. Die bessere Ausnutzung während des Transports und die höhere<br />

Kapazität für LKW-Ladungen machen es zu einer umweltfreundlichen<br />

Wahl, die Transportkosten spart.<br />

Der Vintage- und natürliche Look der Box trägt zu ihrer Attraktivität<br />

bei, sodass sie im Regal hervorsticht und eine bessere<br />

Marketingperspektive bietet. Die einfache Entnahme mit einer Hand<br />

sorgt dafür, dass Sie die Tücher problemlos verwenden können.<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

29


Umweltfreundliches Produkt<br />

Nachhaltiges Rasierer-Blister aus Papier<br />

Einreicher: Chocal Packaging Solutions GmbH/www.chocal.com<br />

Einreicher, Markus Schmid: „ Unser Papier besteht aus nachwachsenden Rohstoffen<br />

aus nachhaltiger Forstwirtschaft, ist FSC- und PEFC-zertifiziert und kann komplett<br />

recycelt oder kompostiert werden. Selbst im Restmüll oder in der Natur entsorgte Verpackungen<br />

zersetzen sich innerhalb weniger Wochen vollständig und rückstandslos<br />

ganz ohne Mikroplastik, was uns das TÜV-Konformitätszeichen „OK compost industrial“<br />

bescheinigt. Unsere kompostierbare Barriereschicht ist ebenfalls zertifiziert. Gemäß<br />

dem cradle-to-cradle-Prinzip werden die Verpackungen wieder zu Nährstoff für<br />

die Natur. Somit ist unsere Verpackungslösung eben-falls für Regionen ohne funktionierende<br />

Recyclinginfrastruktur bestens geeignet.<br />

Die enorme Materialreduzierung realisieren wir durch unseren innovativen Entwicklungsprozess:<br />

Wie eine Art zweite Haut liegt die Verpackung direkt an dem Produkt<br />

an und ist dabei so groß wie nötig und so klein wie möglich, während sie den vollen<br />

Produktschutz ohne zusätzliche Schutzfolie gewährleistet. Dies ermöglichen wir durch<br />

die spezifische Konstruktion und Ausformung gemäß der individuellen Kundenanforderungen und Produktabmessungen. Zudem kombiniert<br />

unser Rasierer-Blister die Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackung in nur einer Lösung, was eine weitere erhebliche Material-einsparung mit<br />

sich bringt. In Verbindung mit dem energieeffizienten Tiefziehprozess können so CO²-Emissionen deutlich reduziert werden.<br />

Unsere plastikfreie papierbasierte Alternative zur Kombination aus Faltkarton und Pulp-/Plastik-Inlay reduziert CO²-Emissionen um bis zu 80%<br />

und den Materialeinsatz um bis zu beeindruckende 84% (Ge-wicht Chocal Rasierer-Blister: 4,9g; Gewicht Faltkarton mit Pulp-Inlay: 30,6g). Bei<br />

nur 10 Millionen in unserem Blister verpackten Rasierern können wir mit Umsetzung unserer Lösung also bereits 257 Ton-nen Material einsparen.<br />

Dies bedeutet, dass für die gleiche Funktion ca. 1.458 Bäume weniger gefällt werden müssen (kalkuliert mit Fichten).“<br />

Nachhaltiges Rasierer-Inlay aus Papier<br />

Einreicher: Chocal Packaging Solutions GmbH/www.chocal.com<br />

Eigentlich gehört diese Einreichung zur Einreichung Nachhaltiges Rasierer-Blister aus Papier - deswegen hier auch die Erwähnung dieser Einreichung.<br />

Angesichts des wachsenden Bewusstseins für Nachhaltigkeit greifen Menschen vermehrt zu umweltfreundlichen Alternativen, um unseren<br />

Planeten langfristig zu schützen. Wir fördern dieses Konsum-entenverhalten durch die Verfügbarkeit unserer nachhaltigen Variante und unterstützen<br />

Unterneh-men darin, nachhaltige Verpackungen für ihre Kunden anbieten zu können.<br />

Aus Unternehmenssicht ist selbstverständlich der<br />

Kostenfaktor ebenfalls zu beachten: Ein herkömmliches<br />

Pulp-Inlay kostet zwischen 0,15€/Stück und<br />

0,20€/Stück (Marktrecherche Chocal). Die Kosten<br />

für ein Papier-Inlay von Chocal betragen ca. 0,06€/<br />

Stück (losgrößenabhängig). Somit kostet das Papier-<br />

Inlay von Chocal nur ca. 30% - 40% von der aktuellen<br />

Pulp-Lösung. Es ist somit nicht nur nachhaltiger,<br />

sondern zudem günstiger in der Herstellung.<br />

Zusammengefasst ergibt sich also eine win-win-win<br />

Situation: für die Unternehmen, die Kosten einsparen<br />

– den Endverbraucher, der zukünftig auf<br />

nachhaltige Verpackungen setzen kann – und am<br />

entscheidendsten: für unseren Planeten!<br />

30<br />

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Firmenstrategie<br />

FunctionalBarrier Paper als papier-basiert alternative für verschiedenste Anwendungen<br />

Einreicher: Mondi AG/www.mondigroup.com<br />

FunctionalBarrier Paper 95/5 ist eine faserbasierte Alternative zu<br />

Kunststofffolien und -laminaten für HFFS/VFFS-Verpackungsanwendungen.<br />

Die Innovation liegt in der Kombination starker mechanischer<br />

Eigenschaften mit einem minimalen Kunststoffanteil von nur 5%. Diese<br />

papierbasierte Verpackung ist recycelbar und kann problemlos auf<br />

bestehenden FFS-Verpackungsanlagen verwendet werden. Durch die<br />

Verwendung von verantwortungsvoll beschafftem Holz als Rohstoff<br />

wird der Einsatz fossiler Materialien reduziert. Die Lösung bietet einen<br />

hohen Innovationsgrad, indem sie traditionelle Kunststoffverpackungen<br />

durch nachhaltige Alternativen ersetzt, ohne dabei Kompromisse<br />

bei der Funktionalität einzugehen.<br />

FunctionalBarrier Paper 95/5 bietet signifikante Nachhaltigkeitsvorteile.<br />

Durch die starke Reduktion des Kunststoffanteils und die Nutzung<br />

nachwachsender Rohstoffe wird der ökologische Fußabdruck der<br />

Verpackungen deutlich vermindert. Das Papier ist so konzipiert, dass<br />

es in existierenden Papierrecyclingströmen recycelt werden kann, und<br />

somit die Kreislaufwirtschaft unterstützt. Darüber hinaus reduziert<br />

die hohe Festigkeit des Materials den Bedarf an zusätzlichem Verpackungsmaterial<br />

und schützt die Produkte während des Transports und<br />

der Lagerung effektiv.<br />

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Kreativ<br />

Umweltschonender Kremierungssarg aus Zellulose<br />

Einreicher: Mosburger GmbH/www.dunapack-packaging.com/at<br />

Ein Sarg für die Feuerbestattung überwiegend aus Wellpappe gefertigt. Was sich heute<br />

so selbstverständlich anhört, hat in Wahrheit jahrelange Entwicklungsarbeit und<br />

unzählige Behörden Anträge hinter sich. Die Konstruktion wurde im Auftrag und<br />

nach einer Idee der Firma DIKI GmbH in enger Kooperation der Werke Mosburger<br />

Straßwalchen und Wien nun realisiert.<br />

Unter dem geschützten Namen FLAMEA produzieren wir für die eigens gegründete<br />

Firma ARCUM GmbH diese nachhaltigen und kostengünstigen Särge aus einer für<br />

diesen Zweck entwickelten Verbundfaser.<br />

Getränke<br />

SIG und die Gmundner Molkerei bringen erste<br />

Kartonverpackung ohne Aluminiumschicht für H-Milch nach Österreich<br />

Einreicher: SIG-Combibloc GmbH/www.sig.biz<br />

SIG entwickelte das Verpackungsmaterial SIG Terra Alu-free, das weltweit erste aluminiumschichtfreie Verpackungsmaterial<br />

für aseptische Getränkekartons. Dieser Verbund besteht bis zu 82% (je nach Packungsformat und -volumen)<br />

aus Rohkarton, gewonnen aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz (aus FSC®-zertifizierten Wäldern und anderen<br />

kontrollierten Quellen).<br />

Durch diesen hohen Anteil an Rohkarton wird die Stabilität des Getränkekartons sichrgestellt. Mit seiner besonderen<br />

Beschaffenheit gewährleistet der Karton, dass die später in die Verpackung abgefüllten Lebensmittel vor Licht<br />

geschützt sind. Die Polymer-Schichten bilden eine Flüssichbarriere und halten Feuchtigkeit ab. Die Polymere dienen<br />

bei SIG Terra A.u-free auch als Barriere zum Schutz vor Aromaverlust und Fremdaromen und stellen sicher, dass die<br />

Milch über einen längerne Zeitraum sicher geschützt bleibt.<br />

Im Jahr 2023 brachte die SIG dieses Verpackungsmaterial gemeinsam mit der Gmundner Molkerei erstmals auf den<br />

österreichischen Markt.<br />

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WE THINK<br />

THE<br />

INSIDE<br />

BOX.<br />

Ihr Produkt. Genau darauf kommt es an, wenn wir bei Dunapack<br />

Packaging Verpackungslösungen entwickeln und produzieren,<br />

die einfach passen. Die Komplexität unserer Aufgaben verlangt<br />

zunehmend nach Lösungen „outside the box“. Im Mittelpunkt<br />

unseres Denkens steht aber immer noch „inside the box“.<br />

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was wir für Sie tun<br />

können, dann schenken Sie uns 10 Minuten - und wir schenken<br />

Ihnen 166 Jahre Erfahrung und Know-how eines<br />

Familienunternehmens, das die gesamte Wertschöpfungskette<br />

im Verpackungsgeschäft abdeckt. Besuchen Sie uns einfach<br />

unter: www.dunapack-packaging.com/at<br />

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ARA - Sonderpreis<br />

Papierschlauchbeutel für Obst und Gemüse<br />

Einreicher: Ulrich Etiketten GesmbH/www.ulrich.at<br />

„Der Anlass des Projekts ist der steigende Bedarf und das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Unternehmen stehen<br />

zunehmend unter Druck, umweltfreundliche Praktiken zu implementieren und ihre Produkte nachhaltiger zu gestalten. Dieser Trend wird durch<br />

gesetzliche Vorgaben, Konsumentenwünsche und globale Umweltziele verstärkt. Wir haben erkannt, dass es notwendig ist, sich diesen<br />

Anforderungen anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten daher stellen wir uns der<br />

Herausforderung und widmen uns dem Thema innovative und nachhaltige Verpackungslösungen mit vollem Einsatz.“ erklärt Dr. Rainer Ulrich.<br />

Die Umsetzung des Projekts erforderte eine sorgfältige Planung und Ausführung in mehreren Phasen. Von der Projektplanung und Ressourcenbeschaffung<br />

über Produktentwicklung und Markteinführung bis hin zu Monitoring und kontinuierlicher Verbesserung.<br />

Die umweltfreundliche Verpackungslösung stellt eine signifikante Innovation im Bereich der Verpackungstechnologie dar, indem sie ökologische<br />

Nachhaltigkeit mit praktischen und funktionalen Vorteilen kombiniert.<br />

Die Hauptanwendungsgebiete liegen im Obst- und Gemüsesektor.<br />

Die Verpackung besteht zu 100% aus Papier und wird daher zu<br />

100% dem Altpapierstrom zugeführt. Neben der komfortablen<br />

Handhabung der Folie ist mit wenigen Anpassungen auf bestehenden<br />

Anlagen verarbeitbar und kann dank flexibel gestaltbarer Sichtfenster<br />

und Druckmotive vielseitig eingesetzt werden. Das Material für diese<br />

Verpackungen kommt aus nachwachsenden Rohstoffen oder aus<br />

alternativen biologischen Ressourcen und ist FSC® zertifiziert.<br />

ARA Vorstandssprecher Dr. Harald Hauke gratulierte via<br />

Grußbotschaft aus Wien zum ARA-Sonderpreis<br />

34 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

So sehen Sieger aus - gute Stimmung nach der Preisverleihung am Ende des zweiten Messetages


FACHPACK<br />

Die Kompaktklasse<br />

Das Umfeld soll sich nicht länger mit aufwändigen Umbauten im Bestand dem<br />

Palettierer, sondern vielmehr der Palettierer gegebenen Umständen anpassen!<br />

Zur FachPack in Nürnberg präsentierte TRAPO mit der „Kompaktklasse“ die<br />

jüngste Generation – vom Einsteigermodell bis zum raumsparenden Hochleistungspalettierer.<br />

Alle Varianten haben eine<br />

FDA-Zulassung (Food<br />

and Drug Administration<br />

gemäß US-Behörde).<br />

Neue<br />

hochflexible Kompaktklasse<br />

Die De-Palettierer der TRA-<br />

PO seien „extrem erfolgreich“,<br />

weiß Enrico Pes, CSO im Unternehmen.<br />

Die neue hochflexible<br />

Kompaktklasse werde<br />

insbesondere den Bedarf der<br />

Verpackungsindustrie optimal<br />

bedienen. Live auf der Messe:<br />

Das Einstiegsmodell der Kompaktklasse,<br />

der TRAPO Cobot<br />

Palletizer (TCP Serie). Greifer<br />

des Messeexponats ist ein Vakuumsauger,<br />

die Versorgung<br />

erfolgt über eine Zuführung im<br />

Roboterarm.<br />

Basierend auf jahrzehntelanger<br />

Palettierkompetenz präsentierte<br />

das Unternehmen aus dem<br />

westfälischen Gescher-Hochmoor<br />

in Nürnberg Knickarmroboter<br />

der Kompaktklasse, die<br />

sich flexibel jeder räumlichen<br />

Gegebenheit anpassen.<br />

Schuhlöffel<br />

„Wie mit dem Schuhlöffel“<br />

werden die Roboter an vorhandene<br />

Räumlichkeiten eingefügt<br />

– ideal beispielsweise für Produktionshallen<br />

mit 2,60 Metern<br />

Deckenhöhe im Bestand. Mit<br />

gleich drei ausgereiften Modellen<br />

startet die robuste, raumsparende<br />

Kompaktklasse in die<br />

neue Messesaison.<br />

Modulare Baukasten<br />

Für die End-of-Line-Palettierer,<br />

die am Ende einer Produktions-<br />

oder Verpackungslinie<br />

zum Einsatz kommen, setzt<br />

TRAPO Knickarmroboter der<br />

High-Speed Robot System Serie<br />

(HRS Serie) plus Multifunktionsgreifer<br />

ein. Die Kompaktklasse<br />

der Roboterpalettierer<br />

tritt an, um sowohl Produktionsprozesse<br />

als auch Warenhandling<br />

unterschiedlichster<br />

Gebinde und Produktivität zu<br />

optimieren. Dank eines modularen<br />

Baukastens ergeben sich<br />

zahlreiche Möglichkeiten, mit<br />

denen individuelle Automatisierungsanforderungen<br />

beantwortet<br />

werden.<br />

Drei Basismodelle<br />

Die Kompaktklasse bietet mit<br />

drei Basismodellen Lösungen<br />

für palettierte Waren wie Eimer,<br />

Säcke, Fässer, Dosen, Kartons,<br />

Kanister und mehr. Als erfahrener<br />

Partner ergänzt TRAPO<br />

die Palettierlinie beispielsweise<br />

um AMR-Kompetenz, Palettenpuffersysteme<br />

(Sequenzer) und<br />

automatisiertes Lkw-Beladen<br />

mit dem TRAPO Ladungs System<br />

TLS 3600. Spezialist ist<br />

das Unternehmen für die Belange<br />

der Lebensmittel- und Pet<br />

Food-Industrie.<br />

Die Modelle der<br />

TRAPO Kompaktklasse<br />

Kleiner Roboter für große Entlastung:<br />

Durch jede Tür passt<br />

der TRAPO Cobot Palletizer<br />

(TCP Serie) – das Performance-<br />

Modell für den leichten Einstieg<br />

in das automatisierte Palettieren.<br />

Geliefert auf nur zwei Paletten,<br />

kommt der mobil verfahrbare<br />

Roboter, der als „Kollege“ ohne<br />

Zaun agieren kann, überall dort<br />

zum Einsatz, wo seine Palettierleistung<br />

gefordert ist.<br />

HRS compact<br />

Der Kompaktpalettierer HRS<br />

compact steht für die kommende<br />

zukunftsweisende Generation<br />

von Knickarmrobotern, die<br />

zum exakten Palettieren eingesetzt<br />

werden.<br />

HRS Serie<br />

Roboter der HRS Serie sind<br />

Basis für Anforderungen mit<br />

enorm hoher Palettierleistung.<br />

Um die geforderten Aufgaben<br />

perfekt auszuführen, benötigen<br />

Palettieranwendungen die perfekte<br />

Ausstattung. Bewährte<br />

Greifertechnologien beeinflussen<br />

die Verfügbarkeit, steigern<br />

die Leistung und schonen das<br />

Produkt. Auch die neue Kompaktklasse<br />

wurde mir Greifern<br />

ausgerüstet, die bei TAPO entwickelt<br />

und produziert wurden.<br />

Mehr unter:<br />

www.trapo.de<br />

Am FachPack-Stand:<br />

Kleiner Roboter für<br />

große Entlastung:<br />

Durch jede Tür passt<br />

der TRAPO Cobot<br />

Palletizer (TCP Serie)<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

35


FACHPACK<br />

Maßgeschneiderte<br />

End-of-line Verpackungslösungen<br />

Seit fast 30 Jahren ist Bernd Marake im Bereich der Umreifungs- und Verpackungstechnik<br />

tätig. Seit 20<strong>05</strong> ist er selbstständig und hat sich mit seinem<br />

Unternehmen längst einen Namen als Servicedienstleister in diesem Bereich<br />

gemacht. Als Partner von Antalis, Raja oder SIAT (Serviceniederlassung für<br />

Österreich) ist er zuständig für Projektierung, Inbetriebnahme, Reparatur,<br />

Wartung und den Umbau ihrer Verpackungslösung. Serviciert werden von<br />

seinem Unternehmen Umreifungsmaschinen aller Marken. Jetzt übernimmt die<br />

Bernd Marake Umreifungs- und Verpackungstechnik GmbH auch die Vertretung<br />

von Baumer hhs GmbH die ihr Klebstoff-know-how unter anderem auch in der<br />

Palettensicherung einsetzen.<br />

Baumer hhs mit Sitz in<br />

Krefeld ist Ihr weltweiter<br />

Partner für zuverlässige<br />

und innovative Systeme für Klebstoffauftrag<br />

und Qualitätskontrolle.<br />

Seit über 35 Jahren dreht sich<br />

bei dem Unternehmen alles um<br />

sicheres Kleben und das Ziel, den<br />

hohen Anforderungen ihrer Kunden<br />

und denen eines dynamischen<br />

Marktes zu entsprechen. Baumer<br />

hhs ist spezialisiert auf industrielle<br />

Anwendungen. Ihre spezialisierten<br />

Lösungen werden unter anderem<br />

eingesetzt in der Faltschachtelherstellung,<br />

Wellpappenproduktion,<br />

Endverpackung und Druckweiterverarbeitung.<br />

Im Bereich der Endverpackung<br />

auch im Bereich der<br />

Palettensicherung.<br />

Palettensicherung<br />

„Immer noch werden in der Logistik<br />

und Lagerhaltung Paletten mit<br />

Antirutschfolien und Stretchfolie<br />

für Transport und Lagerung gesichert.Durch<br />

intelligenten Klebstoffauftrag<br />

können diese bis zu<br />

100% ersetzt werden. Dies bedeutet<br />

natürlich auch eine deutliche Minimierung<br />

des Folienverbrauchs.“<br />

erklärt Bernd Marake. Die Lösung<br />

entspricht auch den aktuellen Vorgaben<br />

der PPWR – die in Ihrer<br />

Bernd Marake am Baumer hhs Stand während der FachPack<br />

Letztfassung Kunststoff von den<br />

Paletten verbannen will. Durch<br />

den Verzicht auf Folie werden die<br />

Abläufe in der Logistik optimiert,<br />

sicherer und effizienter. „Diese<br />

Lösung garantiert den Anwendern<br />

eine schnellere Depalettierung sowie<br />

eine Verringerung von Unfallrisiken<br />

im Lager. Auch die Probleme<br />

der Barcodes durch die Verdeckung<br />

von Folie gibt es hier nicht und<br />

mit Antirutsch-Klebstoff besprühte<br />

Karton-/Wellpappeverpackungen<br />

können problemlos dem Papierrecycling<br />

zugeführt werden.“ ergänzt<br />

Marake. Die sogenannte Palletizing<br />

Solution optimiert die Prozesse in<br />

der Logistik und verringert den Materialeinsatz<br />

und sie lässt sich einfach<br />

in bestehende Palettisierungslösungen<br />

integrieren. Es geht hier<br />

um eine flexible Lösung für alle<br />

Kartonformate die platzsparend integriert<br />

werden kann. „Mit Baumer<br />

hhs haben wir einen zuverlässigen<br />

Partner. Deren Produkte sind für ihre<br />

lange Lebensdauer, niedrige Wartungsaufwendungen<br />

und Zukunftssicherheit<br />

bekannt. Das verstehen<br />

wir unter Investitionssicherheit für<br />

unsere Kunden.“ sagt Marake.<br />

Produktportfolio<br />

Diese Vertretung rundet die Angebotspalette<br />

der Bernd Marake<br />

GmbH. Die End-of-line Verpackungslösungsprofessionisten,<br />

sind<br />

auch für Ihre Sonderlösungen bekannt.<br />

„Als einer der größten unabhängigen<br />

Servicedienstleister für<br />

Umreifungs- und Verpackungstechnik<br />

setzen wir auch ungewöhnliche<br />

Aufgaben gerne um. Aktuell haben<br />

wir zum Beispiel eine Lösung<br />

in Vorarlberg fertiggestellt bei der<br />

die Paletten während dem Wickelvorgang<br />

versetzt werden müssen<br />

– sicher keine alltägliche Lösung.“<br />

erzählt schmunzelnd der Geschäftsführer.<br />

Auch bei der richtigen Wahl<br />

von Verbrauchsmaterialien wie<br />

Folien und Umreifungsbänder unterstützt<br />

das Unternehmen, das seit<br />

zwei Jahren mit einem neuen Logo<br />

am Markt, ist gerne.<br />

Mehr unter: baumerhhs.com oder<br />

unter: www.bm-umreifung.com<br />

Aufbringung des Klebstoffes in der Verpackungslinie<br />

36 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

Mit Klebstoff gesicherte Pakete


FACHPACK<br />

Sicherheitslösungen für Versandpakete<br />

Bei der Fachpack 20<strong>24</strong> präsentierte die Firma Securikett innovative Sicherheitsetiketten<br />

für den besonders gefährdeten Online-Handel, sowie Kopierschutz-Technologien<br />

gegen das Fälschen von Codes (Anti-Code-Cloning Technologien).<br />

Mit dem rapiden Wachstum<br />

des Online-Handels<br />

und dem stetig steigenden<br />

Versandvolumen gewinnt<br />

der Schutz von Versandpaketen<br />

zunehmend an Bedeutung. Die von<br />

Securikett vorgestellten innovative<br />

Sicherheitsetiketten erweisen sich<br />

dabei als essenzielles Instrument<br />

zum Schutz der Pakete und tragen<br />

wesentlich zur Sicherheit und Zufriedenheit<br />

der Kunden bei.<br />

Funktionsweise der E-Commerce<br />

Sicherheitsetiketten<br />

Die Sicherheitsetiketten, die Securikett<br />

auf der Messe präsentierte,<br />

bieten eine effektive Lösung gegen<br />

Manipulation von Versandpaketen.<br />

Diese Etiketten sind speziell entwickelt,<br />

um Manipulationsversuche<br />

sofort erkennbar zu machen.<br />

Vertrauen<br />

Die Sicherheitssiegel werden entweder<br />

an der Kante des Pakets oder<br />

über dem Paketband angebracht.<br />

Sobald das Etikett entfernt oder<br />

beschädigt wird, hinterlässt es deutliche<br />

Spuren, die auf einen Manipulationsversuch<br />

hinweisen. Dies gibt<br />

sowohl Versendern als auch Empfängern<br />

ein hohes Maß an Sicherheit<br />

und Vertrauen in die Integrität<br />

der Lieferung.<br />

Kosteneffiziente Lösung<br />

„In der heutigen Zeit, in der der<br />

Online-Handel boomt, ist es unerlässlich,<br />

dass Unternehmen Maßnahmen<br />

ergreifen, um die Sicherheit<br />

der versendeten Produkte zu<br />

gewährleisten,“ betonte Dr. Marietta<br />

Ulrich-Horn, geschäftsführende<br />

Gesellschafterin von Securikett, auf<br />

der Messe. „Unsere Sicherheitsetiketten<br />

bieten eine zuverlässige und<br />

kosteneffiziente Lösung, um das<br />

Vertrauen der Kunden zu stärken<br />

und das Risiko von Manipulation<br />

am Transportweg zu minimieren.“<br />

Sicherheitssiegel<br />

bieten zusätzliche Vorteile<br />

Neben der Erhöhung der Sicherheit<br />

tragen die von Securikett vorgestellten<br />

Etiketten auch zur Prozessoptimierung<br />

bei. Sie ermöglichen<br />

eine einfache und schnelle<br />

Identifizierung von Sendungen<br />

und können mit zusätzlichen Informationen<br />

wie Barcode, QR-Code<br />

oder individuellen Seriennummern<br />

ausgestattet werden. Dies erleichtert<br />

die Nachverfolgung und Verwaltung<br />

der Pakete und steigert die<br />

Effizienz der Logistikprozesse.<br />

Anti-Cloning Technologien<br />

Securikett stellte außerdem eine<br />

Technologie zur Verhinderung von<br />

Code-Klonen vor, die entscheidend<br />

für die Produktauthentifizierung.<br />

Um Fälscher daran zu hindern,<br />

Codes zu kopieren oder Rückverfolgbarkeitssysteme<br />

zu umgehen,<br />

bietet Securikett eine breite Palette<br />

an Anti-Code-Cloning-Technologien<br />

an. Sichere UIDs, Authentifizierungs-Apps<br />

von verifizierten<br />

Drittanbietern, sowie physische<br />

Authentifizierungsmerkmale bieten<br />

hier die Lösung.<br />

Authentizierungsmerkmale<br />

Physische Authentifizierungsmerkmale,<br />

wie spezielle grafische<br />

Elemente, Hologramme, Kippfarben,<br />

VOID-Effekte, verdeckte<br />

PIN-Codes bieten dabei einen<br />

starken Schutz gegen das Kopieren<br />

von Codes.<br />

Mehr unter: www.securikett.com<br />

Securikett-Team<br />

auf der FachPack<br />

NEU<br />

Selbst vorsichtiges Aufschneiden<br />

mit einem Stanleymesser<br />

wird sofort erkannt<br />

NEU: Banderoliermaschine US-3000 AD<br />

Effizienz und Flexibilität vereint<br />

Fotos - Securikett<br />

• Ultraschallschweiß-Technologie<br />

• Ergonomisches Arbeiten durch Höhenverstellung<br />

• Schneller Bandwechsel<br />

• Smarter Betrieb: Sensoren überwachen Temperatur, Luftfeuchtigkeit<br />

und Vibrationen<br />

• Benutzerführung durch Bilder und Videos<br />

• Branding with Banding: Papier- oder Folienband<br />

Verpackungstechnik<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

37<br />

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FACHPACK<br />

Vakuum-Verpacken in neuer Dimension<br />

Im Mittelpunkt des Messeauftritts von MBM stand insbesondere die neu<br />

gelaunchte VSM® BULKY. Das smarte Multitalent war dabei live in Aktion<br />

beim Vakuumieren und vertikalen Verpacken diverser Produkte in Beuteln zu<br />

sehen. Daneben informierte das in dritter Generation geführte Familienunternehmen<br />

aus Augsburg an seinem Messestand ausführlich über sein starkes<br />

Portfolio an voll- und semiautomatischen VSM-Verpackungsmaschinen und<br />

Sonderlösungen für die unterschiedlichsten Branchen.<br />

Die Technologie ist einzigartig<br />

– und zugleich auch<br />

Markenkern von MBM<br />

innovations. Bereits in den 1970er<br />

Jahren entwickelte Firmengründer<br />

Se-bastian Mayer das VSM® Vakuum-System,<br />

mit dem bis heute alle<br />

Vaku-um-Verpackungsmaschinen<br />

ausgestattet sind. Das Besondere<br />

daran: Das atmosphärische Vakuum-<br />

System steht für ein strukturschonendes<br />

und gleichzeitig hochqualitatives<br />

Vakuum – und bietet weitreichende<br />

Vor-teile im Hinblick auf<br />

Produktqualität, Vakuum-Sicherheit,<br />

Handling und auch Ressourceneffizienz.<br />

Denn evakuiert wird mittels<br />

spezieller Saug-düsen direkt<br />

im Beutel, der gesamte Evakuier-<br />

Vorgang findet unter nor-malem,<br />

atmosphärischem Druck ohne Vakuumkammer<br />

statt. Die extra breite<br />

Vakuum-Station mit beidseitiger<br />

Impulsschweißung gewährleistet<br />

dabei selbst bei großen Formaten<br />

und sogar bei feuchten Beuteln eine<br />

zuverlässige faltenfreie Schweißung.<br />

38 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

Am Messestand: Sabrina Mayer-Mai und ihre Schwester die<br />

gemeinsam die dirtte Generation des Familienunternehmens verkörpern<br />

Die VSM® BULKY<br />

Ob Lebensmittel, Cannabis, Tiernahrung,<br />

Elektroerzeugnisse oder<br />

phar-mazeutische Artikel – die vertikale<br />

Verpackungsmaschine im<br />

Hygienic-Design ist ein belastbarer<br />

Baustein im Produktionsprozess.<br />

Sie verpackt effizient, sicher und<br />

nachhaltig die unterschiedlichsten<br />

Produkte im Vakuum oder unter modifizierter<br />

Atmosphäre (MAP) direkt<br />

in Transportboxen, E2-Kisten, Fässer<br />

oder Kartons. Zu den typischen<br />

Anwendungsgebieten zählen u.a.<br />

Transport- und Reifeverpackungen<br />

für Fleisch- und Wurstwaren, Schinken,<br />

Fisch & Seafood sowie Käse<br />

für Großverbraucher und Gastronomie,<br />

Beutelverpackungen für<br />

Naturdärme in Salzlake oder loser<br />

Gebinde wie etwa Soja-Granulat,<br />

Tierfutter, Nüsse oder Trockenfrüchte.<br />

Aber auch für manipulationssichere<br />

Transportverpackungen<br />

hochsensibler Produkte wie medizinisches<br />

Marihuana und andere<br />

pharmazeutische Produkte sowie<br />

für sichere Verpackungen großer<br />

Gebinde wie Schüttgut, Elektrokomponenten,<br />

Trafos oder Batterien ist<br />

die kompakte BULKY eine erstklassige<br />

Wahl. Durch die raumsparende,<br />

schlanke Konstruktion lässt sich das<br />

vielseitige Modell nahezu in allen<br />

Arbeitsumgebungen einsetzen und<br />

dank der Rol-len einfach überall<br />

dort hinschieben, wo es gerade benötigt<br />

wird.<br />

Hohe Flexibilität<br />

Die Maschine überzeugt neben<br />

ihrer hohen Flexibilität in Bezug<br />

auf ihre Einsatzfähigkeit vor allem<br />

durch die hohen Hygiene- und<br />

Sicherheits-standards wie auch<br />

ihre einfache, unkomplizierte Bedienung<br />

und Wartung. „Dank unserer<br />

über 50jährigen Expertise im<br />

Maschinenbau und unserer hohen<br />

Fertigungstiefe können wir von<br />

MBM natürlich auch individuelle<br />

Sonderlösungen sowie Förder- und<br />

Transporttechnik realisieren – und<br />

alle angebotenen Maschinen den<br />

Kundenbedürfnissen entsprechend<br />

anpassen“, unterstreicht Sabrina<br />

Mayer-Mai, die gemeinsam mit ihrer<br />

Schwester die dritte Generation<br />

des Familienunternehmens verkörpert<br />

und den Bereich Strategic Marketing<br />

verantwortet. Demnach kann<br />

die BULKY zum Beispiel auch für<br />

kleinere Einheiten und bis zur XL-<br />

Variante (Beutel auf Palette) konfiguriert<br />

werden.<br />

Ein starkes Portfolio<br />

Mittlerweile ist MBM in 17 Ländern<br />

vertreten. Vor allem im Kernmarkt<br />

Lebensmittel und speziell<br />

im Segment Käsereifung sind die<br />

voll- und teilau-tomatischen Verpackungslösungen<br />

vielfach im Einsatz.<br />

Aber auch die Nachfrage in<br />

der Medizingüter- und Pharmaindustrie<br />

steigt kontinuierlich: „Hier<br />

rücken vor allem unsere hochleistungsfähigen<br />

Modelle für industrielle<br />

Anwendungen in den Blick. Ich<br />

denke hier insbesondere an Reinraumverpackungen<br />

für den Transport<br />

pharmazeutischer Behältnisse<br />

und Primärverpackungen oder auch<br />

an Groß- und Reifeverpackungen<br />

für Tabak oder medizinisches Marihuana“,<br />

erklärt Sabrina Mayer-<br />

Mai. Einen starken Markt sieht die<br />

Juniorchefin nicht zuletzt in der<br />

Nonfood-Industrie: für das Verpacken<br />

von Elektronikbauteilen, im<br />

Bereich der platzsparenden Vakuumverpackungen<br />

für Textilien oder<br />

Großverpa-ckungen für lose Gebinde<br />

aller Art.<br />

Vorteile in puncto Nachhaltigkeit<br />

MBM-Anlagen überzeugen durch<br />

eine Vielzahl an Energieeinsparpotenzi-alen:<br />

Bei den vollautomatischen<br />

Anlagen zum Beispiel für<br />

Käsereifever-packungen lassen<br />

sich allein beim Vakuumsystem<br />

im Vergleich zu ver-schiedenen alternativen<br />

Verpackungssystemen<br />

mit gleicher Leistung zwischen 36<br />

und 50 % Energie einsparen. Alle<br />

Modelle können zudem problemlos<br />

recyclingfähige Monomaterialien<br />

verarbeiten, die für die Kreislaufwirtschaft<br />

geeignet sind. Darüber<br />

hinaus zeichnen sie sich durch einen<br />

geringen Druckluftverbrauch und<br />

intelligente Standby-Zeiten aus.<br />

Mehr unter:<br />

www.mbm-innovations.com


VERPACKUNGNEWS<br />

Neuer Cluster-HR-Manager<br />

Die HR-Abteilung der österreichischen Tochtergesellschaft von DS Smith steht<br />

unter neuer Leitung: Der in Wien geborene Jurist, Stefan Lackner, ist ab sofort<br />

für die österreichische Personalabteilung des britischen Herstellers von Wellpappe-Verpackungen<br />

mit drei Standorten in Österreich verantwortlich. Um junge<br />

Menschen für technische Lehrberufe wie z.B. für jenen des Verpackungstechnikers<br />

in den beiden Produktionswerken in Graz/Kalsdorf sowie Margareten am<br />

Moos zu begeistern, gab er Social-Mediataugliche Videos in Auftrag.<br />

So mancher kennt die Verpackungen<br />

von DS Smith, ohne<br />

es zu wissen: Verschiedene<br />

Energydrinks oder Kartoffelchips<br />

der Marke Kellys kommen z.B. in<br />

den Kartons des weltweit tätigen<br />

Verpackungsherstellers, belegte Bäckerweckerln<br />

stecken in handlichen<br />

Einzelboxen, und im Supermarkt<br />

werben bunte Displays für Getränkedosen<br />

& Co: „Anlässlich der<br />

Pandemie konnten wir einen Auftragszuwachs<br />

verzeichnen“, freut<br />

sich der frisch gebackene Cluster-<br />

HR-Chef. „Der Trend zum Bestellen<br />

von Produkten und Lebensmitteln<br />

hält die Nachfrage stabil.“ Der<br />

33-Jährige ist seit Anfang des Jahres<br />

für die 440 in Österreich Beschäftigten<br />

des britischen Konzerns verantwortlich.<br />

Davor war Lackner in<br />

einer vergleichbaren Verantwortung<br />

beim Automobilhersteller Stellantis.<br />

Stabile Nachfrage bedeutet sichere<br />

Arbeitsplätze. Das kommt dem Personalchef<br />

bei der Personalsuche<br />

zugute. Aktuell sind am Standort<br />

Margarethen am Moos (NÖ)<br />

gut 210 Mitarbeitende beschäftigt,<br />

knapp ebenso viele in Kalsdorf bei<br />

Graz (Stmk), dazu kommen noch 20<br />

Mitarbeitende im grenznahen Verkaufsbüro<br />

in Neumarkt am Wallersee<br />

(Slbg). „Mir war immer wichtig,<br />

in einer breit aufgestellten Belegschaft<br />

und in einem vielfältigen Arbeitsumfeld<br />

zu arbeiten: Vom talentierten<br />

Lehrling bis zum erfahrenen<br />

Geschäftsführer.“ Dazu hat Lackner<br />

als Cluster-HR-Manager nun ausreichend<br />

Gelegenheit: Mit seinen sieben<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />

verantwortet er österreichweit<br />

die beiden Produktionswerke und<br />

das Verkaufsbüro.<br />

Social-Media-Videos<br />

für Lehrlinge von morgen<br />

Lackners Aufmerksamkeit gehört<br />

dem Nachwuchs und der Chancengleichheit<br />

aller Geschlechter. Es fällt<br />

auf, dass überdurchschnittlich viele<br />

hochrangige Positionen mit ehemaligen<br />

Lehrlingen bei DS Smith<br />

besetzt sind, vom Standortleiter bis<br />

ins überregionale Top-Management.<br />

Das will der ambitionierte Tennisspieler<br />

weiter fördern. Vom Start<br />

weg vernetzt er die Generation von<br />

morgen. Im Juni kamen zum Beispiel<br />

erstmals die Lehrlinge aller<br />

Produktionsstandorte zu einem Kennenlernen<br />

und Coaching zusammen,<br />

Foto: Christof Hütter<br />

Stefan Lackner<br />

um sie dabei auf die nächsten Karriereschritte<br />

bei DS Smith nach der<br />

Lehrabschlussprüfung vorzubereiten.<br />

„Sie werden Kontakte knüpfen<br />

und einen Zusammenhalt bilden,<br />

der sie ihren weiteren Weg bei uns<br />

begleitet.“ Um auch künftig junge<br />

Menschen für technische Lehrberufe<br />

zu begeistern, werden aktuell<br />

verschiedene Videos produziert, die<br />

mögliche Karrierewege für Mädchen<br />

und Burschen im Unternehmen<br />

aufzeigen sollen.<br />

Mehr unter: www.dssmith.com/at<br />

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03/<strong>24</strong> 39


FACHPACK<br />

Kreislaufsystem für maximale<br />

Insbesondere in der Verpackungsindustrie gewinnt der Aspekt der Nachhaltigkeit<br />

seit Jahren an Bedeutung und formuliert neue Anforderungen<br />

an alle Beteiligten in der Versorgungskette. Mit seinem Green Lifecycle<br />

Management hat Schütz darauf reagiert und ein Maßnahmenpaket für ein<br />

ausgeklügeltes Kreislaufsystem geschnürrt. Das Unternehmen optimiert<br />

den gesamten Lebenszyklus seiner Verpackungen unter dem Aspekt<br />

größtmöglicher Umweltfreundlichkeit – und nimmt dabei auch seine Kunden<br />

in die Pflicht. Neben den Produkthighlight über die wir in der letzten Ausgabe<br />

berichteten war dieses Kreislaufsysteme eines der Themen am FachPack-Stand.<br />

Schütz ist seit über 50 Jahren<br />

Pionier in der Herstellung<br />

von Industrieverpackungssystemen.<br />

Bereits Mitte der 70er<br />

Jahre präsentierte das Unternehmen<br />

mit der Einführung des IBC eine<br />

moderne Verpackungslösung, bei<br />

der ein effizientes Kreislaufmanagement<br />

und Recycling im Mittelpunkt<br />

der Überlegungen stehen.<br />

Mit einheitlichen Produktstandards<br />

und höchster Qualität setzt Schütz<br />

seitdem weltweit Maßstäbe und<br />

übernimmt Verantwortung für die<br />

Wiederverwendung restentleerter<br />

Verpackungen. Fortschritt bedeutet<br />

für Schütz daher auch, den CO 2 -<br />

Fußabdruck seiner Verpackungen<br />

stetig zu reduzieren. Dazu hat das<br />

Unternehmen das Konzept des<br />

Green Lifecycle Managements ins<br />

Leben gerufen. Es fußt auf drei<br />

Säulen: dem effizienten Umgang<br />

mit knappen und teurer werdenden<br />

Ressourcen, der weltweiten Rückholung<br />

und Wiederaufbereitung von<br />

Industrieverpackungen sowie dem<br />

umweltschonenden Recycling von<br />

Kunststoffen.<br />

Kleine Schritte, große Wirkung<br />

Um ehrgeizige Klimaziele zu erreichen,<br />

muss Nachhaltigkeit in allen<br />

Arbeitsbereichen mitgedacht und in<br />

die Unternehmensphilosophie integriert<br />

werden. Der Anspruch, mit<br />

nachhaltigen Verpackungslösungen<br />

zu einer lebenswerten Umwelt beizutragen,<br />

spiegelt sich bei Schütz<br />

zunächst in der kontinuierlichen<br />

Investition in moderne Anlagen für<br />

fortschrittlichste Produktionsverfahren<br />

wider. Technischer Fortschritt<br />

sowie Forschung und Prozessentwicklung<br />

sind der Schlüssel, um die<br />

Verpackungslösungen kontinuierlich<br />

weiterzuentwickeln und hinsichtlich<br />

ihrer CO 2 -Bilanz zu optimieren. Beispielsweise<br />

reduziert jedes Gramm<br />

Gewichtseinsparung Emissionen<br />

und schont gleichzeitig natürliche<br />

Ressourcen.<br />

Fotos: Schütz<br />

In seinem Recycling-Center in Selters gewinnt Schütz aus dem<br />

Altmaterial Regranulat, das vollständig wieder für die Herstellung neuer<br />

Verpackungskomponenten verwendet werden kann.<br />

Ecobulk-Produktprogramm<br />

Bestes Beispiel für diese Art der<br />

Ressourceneffizienz ist das Ecobulk-<br />

Produktprogramm von Schütz<br />

als das weltweit am häufigsten eingesetzte<br />

IBC-System. Innenbehälter<br />

aus HDPE, Gitterkorb aus Stahl und<br />

Palette aus Kunststoff oder Stahl –<br />

der modulare Aufbau ermöglicht<br />

den Austausch von Komponenten<br />

und ein sortenreines Materialrecycling.<br />

Durch die hohe Fertigungstiefe<br />

und die komplette Eigenproduktion<br />

kann Schütz an der Optimierung<br />

jedes einzelnen Bauteils<br />

feilen. So wurde innerhalb weniger<br />

Jahre das Gewicht des IBC immer<br />

weiter reduziert – bei gleichzeitiger<br />

Verbesserung der Leistungsfähigkeit.<br />

Allein durch die Einsparung<br />

von Rohstoffen reduziert Schütz<br />

seine direkten CO 2 -Emissionen um<br />

120.000t/Jahr. Mit der Serie Recobulk<br />

bietet Schütz wiederaufbereitete<br />

IBC an, die über die gleiche Qualität<br />

und Zulassung wie neue IBC<br />

verfügen. Pro Umlauf werden so bis<br />

zu 100 kg CO 2 eingespart. Damit<br />

wurde ein eigenen Standard in der<br />

IBC-Rekonditionierung geschaffen.<br />

Kreislaufmanagement: Kunden<br />

sind gefordert – und profitieren<br />

Ein wichtiger Baustein für den<br />

Austausch und die Aufbereitung<br />

der IBC ist der Schütz Ticket Service.<br />

Die weltweite Rückholung<br />

entleerter, gebrauchter IBCs erfolgt<br />

einfach, schnell und in der Regel kostenlos.<br />

Der Industrieverpackungshersteller<br />

unterhält ein dichtes Netz<br />

von derzeit 60 Produktions- und<br />

Servicestandorten und ist damit<br />

weltweit immer in der Nähe von<br />

Kunden und Entleerern. Auf Basis<br />

dieses Prinzips der kurzen Wege und<br />

einer softwaregestützte Routenoptimierung<br />

kann Schütz einen CO 2 -<br />

armen Transport garantieren. Hinzu<br />

kommt: Durch die Rückgabe von<br />

IBC über den Schütz Ticket Service<br />

leisten Kunden selbst einen aktiven<br />

Beitrag zum Umweltschutz.<br />

Modernste KI- und<br />

3D-Scan-Technologie<br />

In einem von Schütz entwickelten<br />

Verfahren werden die zurückgeholten,<br />

gebrauchten Verpackungen<br />

mit Hilfe modernster KI- und 3D-<br />

Scan-Technologie analysiert. Das<br />

Wissen über den Zustand des Behälters<br />

und das Füllgut, das darin<br />

enthalten war, stellt sicher, dass<br />

jede Verpackung optimal aufbereitet<br />

wird. Dabei greift die KI-Anwendung<br />

auf eine interne Datenbank<br />

mit 400.000 verschiedenen<br />

Füllgütern zurück. Auf Basis dieser<br />

Vorauswahl wird bestimmt, welche<br />

weiteren Prozessschritte notwendig<br />

sind. Im Anschluss durchlaufen die<br />

gesammelten Verpackungen einen<br />

aufwendigen Wiederaufbereitungsprozess:<br />

Der Innenbehälter des IBC<br />

wird ausgetauscht, Gitterkorb und<br />

Palette gereinigt und gegebenenfalls<br />

repariert, sodass sie für mehrere<br />

Verpackungszyklen eingesetzt werden<br />

können. Was sich nicht für eine<br />

direkte Wiederverwendung eignet,<br />

wird am Firmenstammsitz in Selters<br />

dem Recyclingprozess zugeführt.<br />

Volle Kotnrolle über Qualität<br />

So behält Schütz stets die volle<br />

Kontrolle über die Qualität der zu<br />

recycelnden Verpackungen und<br />

schafft zugleich einen geschlossenen<br />

Materialkreislauf. Je mehr<br />

restentleerte Verpackungen wieder<br />

zu Schütz zurückkommen, desto<br />

höher ist die Versorgungssicherheit.<br />

Dies verdeutlicht, wie wichtig es<br />

ist, dass jeder Verwender von IBCs,<br />

seine leeren Verpackungen in den<br />

Kreislauf einspeist.<br />

Hauseigenes Recycling-Center<br />

Im hauseigenen Recycling-Center<br />

in Selters wird das HDPE-Material<br />

nach der Zerkleinerung und Reinigung<br />

in verschiedenen mechanischen<br />

Vorstufen zu hochqualitativem,<br />

geruchsneutralem und homogenem<br />

Regranulat verarbeitet. Dank<br />

zukunftsweisender Technik kann<br />

selbst stark verschmutztes Material<br />

aufbereitet werden. Die Rekonditionierung<br />

der Verpackungen erfolgt<br />

unter Einhaltung höchster Umweltund<br />

Qualitätsanforderungen. Das<br />

so gewonnene Regranulat fließt<br />

40 <strong>05</strong>/<strong>24</strong>


FACHPACK<br />

Nachhaltigkeit Ulrich Etiketten<br />

Zu den zufriedenen Ausstellern der FachPack<br />

gehört auch Ulrich Etiketten, das familiengeführte<br />

Unternehmen in der fünten Generation.<br />

Gerade in Nürnberg rückten die nachhaltigen<br />

Verpackungslösungen von Ulrich Etiketten noch<br />

mehr in den Vordergrund als bisher.<br />

Mit einem tiefen Verständnis<br />

für Tradition und Innovation<br />

entstehen bei<br />

der Ulrich Etiketten GmbH hochmoderne<br />

Etiketten und Verpackungen<br />

von morgen auf modernsten Anlagen.<br />

Dabei liegt ein besonderer Fokus<br />

auf ökologischen Kreisläufen<br />

und der Nachhaltigkeit der Produkte.<br />

weltfreundliche Verpackungslösung.<br />

Diese vereint Nachhaltigkeit und<br />

Funktionalität und besteht zu 100%<br />

aus Papier, das vollständig dem Altpapierstrom<br />

zugeführt werden kann.<br />

Mehr unter: www.ulrich.at<br />

Green Packaging Star Award<br />

Dies beweist auch die mit dem<br />

„Green Star“ ausgezeichnete um-<br />

Mit dem Schütz Ticket Service bietet Schütz nicht nur die weltweite<br />

Rückholung und Rekonditionierung von entleerten Verpackungen, sondern<br />

Kunden die Möglichkeit, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.<br />

vollständig wieder in die Produktion<br />

von Verpackungskomponenten<br />

ein. Daraus werden beispielsweise<br />

Paletten, Eckverstärker oder Bauteile<br />

wie Klappen oder Säureschutzeinlagen<br />

hergestellt. Während der<br />

Einsatz von Recyclingmaterial bei<br />

Schütz lange Tradition hat, wird der<br />

Rezyklatanteil mit den Schütz Green<br />

Layer-Verpackungen noch weiter<br />

erhöht. Das hochwertige, naturfarbene<br />

Rezyklat fließt mit einem Anteil<br />

von 30 % in die mittlere Schicht<br />

der IBC-Innenbehälter, Kanister und<br />

Kunststofffässer. Innen- und Außenschicht<br />

werden wie gewohnt aus<br />

HDPE-Neuware hergestellt, sodass<br />

das Füllgut und die Umwelt weiterhin<br />

nur mit Neumaterial in direkten<br />

Kontakt kommen. Entscheidet sich<br />

ein Kunde zudem für eine Palette<br />

und Eckschoner aus Kunststoff, können<br />

die Green Layer IBC insgesamt<br />

einen Rezyklatanteil von bis zu 70<br />

% aufweisen. Durch den Einsatz von<br />

Rezyklat ist eine zusätzliche CO 2 -<br />

Einsparung von 6,8 kg pro IBC und<br />

bis zu 3,8 kg/Fass möglich. Schütz<br />

Green Layer-Verpackungen eignen<br />

sich für unterschiedlichsten Anwendungen.<br />

Wie alle Verpackungen von<br />

Schütz verfügen sie optional über eine<br />

Gefahrgutzulassung.<br />

Nachhaltigkeit als Bestandteil<br />

der Unternehmens-DNA<br />

Vom Neuprodukt über die Wiederaufbereitung<br />

bis hin zum Recycling<br />

und der damit verbundenen Abfallvermeidung<br />

bietet Schütz eine<br />

Komplettlösung für kompromisslose<br />

Qualität und leistet einen ganzheitlichen<br />

Beitrag zu einer nachhaltigeren<br />

Kreislaufwirtschaft. Der<br />

Kreislaufgedanke ist fest in der DNA<br />

des Unternehmens verankert – und<br />

das gilt es auch bei unter den Kunden<br />

zu forcieren. Denn nur wenn alle<br />

Parteien im Verpackungskreislauf<br />

ihren Teil beisteuern, kann das Prinzip<br />

des Green Lifecycle Managements<br />

aufgehen. Indem Schütz die<br />

gesamte Prozesskette selbst steuert,<br />

bietet das Unternehmen nicht nur<br />

innovative Verpackungssysteme und<br />

einen weltweiten Service, sondern<br />

auch nachhaltige Zukunftsperspektiven<br />

für sich und seine Kunden.<br />

Mehr unter: www.schuetz.net<br />

Das Team rund um Dr. Rainer<br />

Ulrich zeigte sich mit dem<br />

Verlauf der Messe zufrieden<br />

60<br />

Besonderes Interesse gab es<br />

von den Besuchern für die<br />

gezeigten Verpackungslösungen<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

41


JUBILÄUM<br />

15 Jahre Freude an der Arbeit<br />

Seit mehr als 35 Jahren beschäftigen sich Roland Luger und Martin Fasser<br />

mit dem Themengebiet Kennzeichnungstechniken, die - besonders im Zuge<br />

der Digitalisierung - für Unternehmen immer bedeutsamer werden. Durch die<br />

Arbeit in diesem Bereich haben sie sich auch kennengelernt und vor 15 Jahren<br />

den mutigen Entschluss gefasst selbstständig zu werden - die falu gmbh war<br />

geboren.<br />

Das Portfolio des Unternehmens<br />

umfasst heute den<br />

Verkauf und das Service<br />

von Etikettendruckern, Druck-<br />

Spende-Systemen, Etikettenspendeanlagen<br />

und Direktkennzeichnungsgeräten.<br />

Passend zum jeweiligen<br />

Verfahren stellt falu die Software<br />

und das Verbrauchsmaterial<br />

zur Verfügung. Etiketten werden,<br />

abgestimmt auf die jeweilige Anforderung,<br />

direkt im Unternehmen<br />

gefertigt.<br />

15 Jahre<br />

„Wir waren damals beide im richtigen<br />

Alter und hatten den Drang<br />

zur Selbstständigkeit. In meinem<br />

Fall war ich diesbezüglich familiär<br />

vorbelastet. Wichtig war für uns<br />

vom Start an der gemeinsame Weg<br />

mit unseren Kunden. Gleichzeitig<br />

wollten wir aber auch Spaß bei der<br />

Arbeit haben - so war unser Traum,<br />

den wir mit falu umgesetzt haben.“<br />

erklärt Martin Fasser. „Wir sind in<br />

einem 20m 2 Büro optimistisch in<br />

die Zukunft gestartet. Vom Start<br />

weg wollten wir unser langjähriges<br />

Wissen in der Branche für unsere<br />

Kunden nutzen. Bis heute beraten<br />

wir unsere Kunden individuell bei<br />

der Auswahl des Beschriftungssystems<br />

und unterstützen sie bei der<br />

Entwicklung des Labelings bzw.<br />

Product Brandings.“ ergänzt Roland<br />

Luger.<br />

Farbetikettendrucker<br />

Vom Etikettenspezialisten bis hin<br />

zum Profi für Farbetikettendrucker<br />

war es kein weiter Weg. „Egal ob<br />

sie noch wichtige Produktionsdaten<br />

Das Falu Team<br />

auf ein vorhandenes, bereits bedrucktes<br />

Etikett, eindrucken oder<br />

ob Sie hochwertige Etiketten komplett<br />

farbig drucken wollen - mit<br />

unseren wasser- oder tonerbasierten<br />

Produkten haben wir die richtige Lösung.<br />

Wir bieten unseren Kunden Lösungen<br />

wo klassische Drucker aufgeben:<br />

maximale Flexibilität in allen<br />

Farben inkl. Weiß, auch auf haptisch<br />

ansprechenden Materialien. Die<br />

Möglichkeit selbst 5-Farb-Etiketten<br />

im eigenen Haus in hochwertigster<br />

Qualität zu drucken hat schon viele<br />

Kunden überzeugt.<br />

Kleinere Produzenten nutzen unsere<br />

Lösungen zur Gänze - andere<br />

drucken mit unseren Etikettendruckern<br />

nur eine kleinere Charge aus<br />

(zB falls die vorgedruckten Etiketten<br />

ausgehen).<br />

Auch im Qualitäts-Bereich können<br />

wir besonders punkten. Die Kunden<br />

sehen zwischen den vorgedruckten<br />

Etiketten und den mit unseren<br />

Druckern umgesetzten Etiketten,<br />

mit freiem Auge kaum einen Unterschied.“<br />

erklärt Martin Fasser stolz.<br />

„Der QL-300 Farbetikettendrucker<br />

zum Beispiel wurde mit der<br />

bewährten, zuverlässigen digitalen<br />

LED-EP-Drucktechnologie (EP =<br />

electrophotographic, elektrofotografisch)<br />

entwickelt und ist der erste<br />

5-Farb-Desktop-Etikettendrucker,<br />

der besonders langlebige sowie attraktive<br />

Farbetiketten liefert und<br />

zusätzlich die Möglichkeit des<br />

Weißdrucks bietet. Diese Funktion<br />

eröffnet zahlreiche Möglichkeiten<br />

für Produktmarken: Der Benutzer<br />

kann aus einer Vielzahl von kosten-<br />

Vorführraum - und umgesetzte Projekte (kleines Bild)<br />

Hauseigene Technik - mit Blick in das Lager<br />

42 <strong>05</strong>/<strong>24</strong>


günstigen, transparenten, farbigen<br />

sowie metallicfarbenen Papier- und<br />

synthetischen Etikettenmaterialien<br />

auswählen und drucken.<br />

Mit dem QL-300 heben Sie Ihr<br />

Produkt-Branding auf eine neue<br />

Stufe und übertreffen Ihre Konkurrenten,<br />

denn er liefert Ihnen 5-Farb-<br />

Premiumetiketten mit einer Auflösung<br />

von 1200 x 1200 dpi sowie<br />

einzigartiger Langlebigkeit, Wasserund<br />

UV-Beständigkeit.“ so Martin<br />

Fasser.<br />

Geschichte<br />

Doch nochmals kurz zurück zur<br />

Geschichte des Unternehmens.<br />

Nach der Übersiedlung der Firma<br />

von Edt bei Lambach nach Haag<br />

am Hausruck wurde auch dort der<br />

Platz bald zu eng. Somit kam es<br />

zur Übersiedlung in das heutige<br />

Die zwei Geschäftsführer blicken positiv in die Zukunft.<br />

Firmengebäude in Gaspoltshofen.<br />

Hier haben die zwei Geschäftsführer<br />

und ihre mittlerweile stolzes<br />

Team genügend Platz, um auch<br />

Kunden zu empfangen und Druckoder<br />

Spendelösungen vorzuzeigen.<br />

Im Besprechungsraum und im eigenen<br />

Vorführraum können neue<br />

Lösungen besprochen und gleich<br />

getestet werden.<br />

Bei aller Affinität zur Technik vergisst<br />

das Geschäftsführerduo aber<br />

auch die Umwelt nicht. Über das eigene<br />

Bienenvolk, die Photovoltaikanlage<br />

(Nullemmisionen) sowie die<br />

eigene Blumenwiese, plant man bereits<br />

die nächsten mutigen Schritte.<br />

KOMPACK wünscht dem jungen<br />

Unternehmen weitere erfolgreiche<br />

15 Jahre.<br />

Mehr unter: www.falu.at<br />

Begeisterte<br />

Kunden<br />

DS Smith<br />

Lift Up<br />

Vollständig recycelbarer<br />

Tragegriff aus Wellpappe.<br />

Die nachhaltigere Alternative<br />

zu Kunststoff-Schrumpffolien<br />

für PET-Flaschen-Multipacks.<br />

Besser für<br />

die Umwelt<br />

Sie möchten mehr über die nachhaltigen<br />

Verpackungslösungen von DS Smith erfahren?<br />

contact.austria@dssmith.com<br />

+43 2230 71111-0<br />

www.dssmith.com/at<br />

Mehr<br />

Präsenz<br />

im Geschäft<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

Geprüfte<br />

Qualität<br />

43


GETRÄNKEVERPACKUNGEN<br />

Getränkemulti Postobón installiert gleich drei KHS-Linien<br />

Hattrick in Kolumbien<br />

Hat man zueinander gefunden, gibt es viele Synergien zu entdecken. Das gilt<br />

auch für die Partnerschaft zwischen dem südamerikanischen Getränkemulti<br />

Postobón und KHS, aus der in kürzester Zeit gleich drei Abfülllinien mit<br />

verschiedenen Blocklösungen entstanden sind.<br />

Mit über 50 Millionen<br />

Einwohnern ist Kolumbien<br />

der nach Brasilien<br />

zweitgrößte Staat Südamerikas und<br />

einer der bedeutendsten Wachstumsmärkte<br />

des Kontinents. Das Land<br />

wird geprägt von den bis zu fast<br />

6.000 Meter hohen Gebirgszügen<br />

der Anden und einer Küste von rund<br />

3.000 Kilometer Länge, die sich<br />

zu beinahe gleichen Teilen auf den<br />

Pazifischen sowie den Atlantischen<br />

Ozean aufteilen. Umsatzstärkster<br />

Getränkehersteller Kolumbiens ist<br />

Postobón, ein Big Player, der seine<br />

Produkte in 27 Länder weltweit exportiert.<br />

Zum riesigen und hoch diversen<br />

Sortiment zählen neben Wasser<br />

und Softdrinks vor allem Säfte,<br />

Tees, Energydrinks sowie Bier und<br />

Kaffee. Zudem füllt das Unternehmen<br />

als Lizenznehmer zum Beispiel<br />

Pepsi, Gatorade, Mountain Dew und<br />

Seven Up, aber auch Lipton Tea<br />

sowie Heineken Biere ab. Von den<br />

71 Standorten sind 20 Produktionsstätten.<br />

Sie verfügen über mehr als<br />

100 Abfülllinien, von denen 20 für<br />

PET-Flaschen bestimmt sind. Die<br />

zwei größten Standorte des Unternehmens<br />

finden sich in der Hauptstadt<br />

und 10-Millionen-Metropole<br />

Bogotá sowie in Malambo, einem<br />

Vorort von Barranquilla im Norden<br />

des Landes. Hier wurde ab 2018 ein<br />

Greenfield-Projekt mit insgesamt 11<br />

Linien realisiert.<br />

Entscheidung für<br />

drei KHS-Blocklösungen<br />

Hatte sich die langjährige Beziehung<br />

zu KHS bisher auf die Lieferung<br />

von Streckblasmaschinen beschränkt,<br />

entschied sich der kolumbianische<br />

Abfüller 2018 erstmals<br />

Fotos: Juan Cristobal Cobo<br />

Neben Produkten wie Saft, Limonade und Energydrink umfasst<br />

das breite Sortiment von Postobón weitere kohlensäurehaltige<br />

Softdrinks, Wasser, Bier sowie Tee und Kaffee.<br />

für eine Blocklösung: Zur ersten<br />

Linie zählt ein InnoPET Triblock<br />

für Wasser in Kunststoffbehältern.<br />

Er umfasst eine Streckblasmaschine,<br />

einen Etikettierer und einen Füller.<br />

Bei einer Leistung von bis zu 54.000<br />

Flaschen pro Stunde glänzt die Linie<br />

technisch mit einem durchgängigen<br />

Neckhandling vom Preform bis zum<br />

fertig gefüllten Produkt. Unterstützt<br />

von den Experten des Bottles & Shapes-Programms<br />

wurde eigens eine<br />

materialsparende Flasche entwickelt,<br />

die bei einem Volumen von 600<br />

Milliliter nicht mehr als 10 Gramm<br />

wiegt. Im Trockenteil der Linie ist<br />

der Multifuel-Brenner in der Verpackungsmaschine<br />

Innopack Kisters<br />

SP besonders bemerkenswert: Er<br />

ermöglicht es, den Schrumpftunnel<br />

flexibel mit Erdgas oder Propangas<br />

zu beheizen.<br />

Nachhaltig und klimaschonend<br />

Dass für die Getränkebehälter so<br />

wenig Kunststoff wie möglich eingesetzt<br />

werden sollte, hat für die Kolumbianer<br />

nicht nur wirtschaftliche<br />

Gründe: Neben Qualität und Effizienz<br />

sind vor allem Nachhaltigkeit<br />

und Klimaschutz wichtige Themen,<br />

in die der Abfüller erhebliche Summen<br />

investiert: Allein 2021 flossen<br />

rund 30 Millionen US-Dollar in<br />

Sozial- und Umweltprogramme.<br />

Die größte Wassermarke Agua Cristal<br />

etwa wird in Flaschen aus 100<br />

Prozent recyceltem PET abgefüllt,<br />

die ihrerseits vollständig wiederverwertbar<br />

sind. Insgesamt werden die<br />

gesetzlichen Vorgaben bei der Müllvermeidung<br />

deutlich übererfüllt: So<br />

ist man stolz darauf, 72 Prozent der<br />

durch das Unternehmen in Umlauf<br />

gebrachten Verpackungsmaterialien<br />

zurückzugewinnen und wiederzufrieden,<br />

dass innerhalb von nur 18<br />

Monaten gleich zwei weitere Blocklösungen<br />

beauftragt wurden: Die<br />

zweite KHS-Linie wurde 2021 in<br />

Bogotá in Betrieb genommen. Bei<br />

ihr handelt es sich ebenfalls um<br />

eine komplette Abfülllinie, deren<br />

Herzstück allerdings ein BloFill-Duoblock<br />

für die Heißabfüllung (Hot-<br />

Fill+) mit optionaler Stickstoffdosierung<br />

von Saft, Tee und Energydrinks<br />

ist. Am selben Standort wurde 2023<br />

schließlich die dritte KHS-Linie<br />

installiert – mit einem TriBlock für<br />

kohlensäurehaltige Getränke wie<br />

Pepsi Cola. „Wir schätzen KHS<br />

als einen der weltweit renommiertesten<br />

Anlagenhersteller“, erklärt<br />

César Bohórquez, der als National<br />

Project Manager bei Postobón die<br />

Umsetzung aller Projekte für strategisches<br />

Wachstum steuert. „Der<br />

zukunftsweisende technologische<br />

Standard für Hochgeschwindigkeitslinien<br />

hat uns beeindruckt. Beim<br />

Wachstum unseres Geschäfts zählen<br />

wir auf KHS als einen unserer<br />

Qualität und Tempo<br />

Mit der Qualität, dem Tempo der<br />

Installation sowie dem Einsatz des<br />

Teams vor Ort war Postobón so zuwichtigsten<br />

Technologiepartner. Das<br />

Unternehmen entwickelt für unsere<br />

Prozesse umfassende und effiziente<br />

Lösungen, die die Wachstumsanforderungen<br />

unseres Unternehmens<br />

perfekt erfüllen.“<br />

Highlight Heißabfüllung<br />

Unter technologischen Aspekten<br />

ist insbesondere die neue „Hotfill+“-<br />

Linie ein besonderes Highlight –<br />

und das gleich in mehrfacher Hinsicht.<br />

Dank einer Stationsleistung<br />

von 2.250 Behälter pro Stunde für<br />

0,5-Liter-Flaschen erzielt sie eine<br />

Ausbringung von bis zu 54.000 Behälter<br />

pro Stunde und ist damit die<br />

weltweit bisher schnellste KHS-Linie<br />

ihrer Art. Dafür verantwortlich<br />

sind vor allem das durch die KHS-<br />

Experten von Bottles & Shapes auf<br />

Gewichtsreduzierung optimierte<br />

Behälterdesign sowie die besonders<br />

stabile Prozessführung im gesamten<br />

Block. Auf der hochflexiblen Linie<br />

werden 13 Produkte aus 3 verschiedenen<br />

Kategorien in 8 Formaten<br />

zwischen 200 Milliliter und 1,5 Liter<br />

abgefüllt. Ein für den Kunden<br />

eigens entwickeltes Füllventil kann<br />

dabei ohne Formatwechsel alle Getränke<br />

abfüllen – egal, ob diese Pulpe<br />

oder Fruchtfasern enthalten.<br />

44 <strong>05</strong>/<strong>24</strong>


verwerten. Bei Glasflaschen beträgt<br />

der Anteil sogar 95 Prozent. Trotz<br />

der Materialreduzierung bei den<br />

PET-Flaschen durfte es bei deren<br />

Stabilität selbstverständlich keine<br />

Einbußen geben. Für die kleinen<br />

Formate der Saft- und Teeflaschen,<br />

deren Gewicht von 22 auf 20 Gramm<br />

reduziert wurde, wird das vor allem<br />

durch die Zugabe von Stickstoff in<br />

den Kopfraum erreicht, der den Innendruck<br />

im Behälter bis zum ersten<br />

Öffnen erhöht. Für zusätzliche Steifigkeit<br />

und Standfestigkeit sorgt ein<br />

Flaschenboden mit 6 Füßen.<br />

Neueste Streckblastechnik<br />

Die Ressourceneinsparung wird<br />

durch KHS-Streckblastechnologie<br />

der neuesten Generation unterstützt.<br />

So ermöglicht es der Fokus-Heater<br />

des Near-Infra-Red(NIR)-Heizsystems,<br />

das Material direkt unterhalb<br />

des Preform-Neckrings optimal für<br />

die Flaschenwandung zu nutzen<br />

und trägt damit maßgeblich zur Gewichtsreduzierung<br />

bei. Während die<br />

Streckblasformen auf bis zu 120<br />

Grad Celsius erhitzt werden, erfolgt<br />

am Neckring sowie am Boden eine<br />

Wasserkühlung auf 10 bis 15 Grad<br />

Celsius. Dadurch werden die Eigenschaften<br />

der Behälter so angepasst,<br />

dass die Abfüllung mit einem bis zu<br />

85 Grad Celsius heißen Getränk mit<br />

nur minimalem Schrumpf erfolgen<br />

kann.<br />

Die fertig gefüllten Flaschen<br />

laufen in den KHS-Packer Innopack<br />

Kisters SP ein, wo sie gruppiert und<br />

in Schrumpffolie verpackt werden.<br />

Produktionsstandort<br />

Besondere Aufmerksamkeit – und<br />

einen umfangreichen Validierungsprozess<br />

– erforderten die Flaschen<br />

im Rahmen der Heißabfüllung durch<br />

die Lage des Produktionsstandortes.<br />

Die Produkte werden in der 2.600<br />

Meter über dem Meeresspiegel gelegenen<br />

Hauptstadt Kolumbiens abgefüllt<br />

und müssen besonders hohe<br />

Innendrücke aushalten. Grund dafür<br />

ist, dass die Flaschen von Bogotá<br />

aus auch an die kolumbianische<br />

Küste geliefert werden, die auf Meereshöhe<br />

liegt. Dort angekommen<br />

muss noch genügend Überdruck im<br />

Behälter sein, damit die Flaschen<br />

nicht kollabieren. „In Bogotá sinkt<br />

der Siedepunkt aufgrund der Höhe<br />

zum Beispiel auf 92 Grad Celsius“,<br />

erklärt Fernando Delgado, Regional<br />

Sales Manager bei KHS Andes.<br />

Diese physikalischen Herausforderungen<br />

musste das Flaschendesign<br />

berücksichtigen. Neben Behältern<br />

für die Heißabfüllung mit Stickstoff<br />

wurde zudem eine klassische<br />

Hotfill-Flasche mit Panels von den<br />

KHS-Experten entwickelt: Die neue<br />

Gatorade-Flasche für den Lizenzgeber<br />

PepsiCo weist einen flachen<br />

Boden auf und wurde mit Längsrillen<br />

versehen, die für eine optimale<br />

Stabilität sorgen, ohne dass bei der<br />

Abfüllung Stickstoff zum Einsatz<br />

kommt. Zudem konnte das Gewicht<br />

von 26 auf <strong>24</strong> Gramm reduziert werden.<br />

Produktionssteigerung um 54%<br />

„Alle von uns definierten KPIs hinsichtlich<br />

Kosten, Qualität, Effizienz<br />

und Produktivität werden eingehalten“,<br />

stellt Bohórquez zufrieden<br />

fest und unterstreicht die Bedeutung<br />

der neuen Anlage: „Mit der neuen<br />

„Hotfill+”-Linie von KHS können<br />

wir die Produktion in den Bereichen<br />

Saft, Tee und Energydrinks um bis<br />

zu 54 Prozent steigern. Daraus ergibt<br />

sich eine Erhöhung unseres<br />

gesamten Ausstoßes um rund 5 Prozent”,<br />

sagt Bohórquez.<br />

Lösungen für<br />

jede Herausforderung<br />

Die dritte KHS-Linie deckt ein<br />

weiteres Segment ab: Auf ihr werden<br />

– neben Wasser – karbonisierte<br />

Softdrinks abgefüllt. Im Zentrum<br />

der Anlage steht ein InnoPET<br />

TriBlock mit einer KHS-Rollfedstation<br />

zur Heißleim-Rundumetikettierung,<br />

ebenfalls für bis zu 54.000<br />

Flaschen pro Stunde. Die Formate<br />

reichen von 300, 400 und 600 Milliliter<br />

über 1 und 1,5 Liter bis hin<br />

zu der in Kolumbien sehr beliebten<br />

Größe von 2,5 Liter. „Jedes unserer<br />

Projekte stellt uns vor jeweils eigene<br />

Heraus forderungen”, resümiert<br />

Bohórquez mit Blick auf die in kürzester<br />

Zeit in Betrieb genommenen<br />

drei neuen Linien. „Um diese zu bewältigen,<br />

suchen und finden wir mit<br />

KHS immer wieder gemeinsam Lösungen<br />

und Synergien, die uns bei<br />

der Umsetzung unserer ehrgeizigen<br />

strategischen Wachstumsziele einen<br />

großen Schritt nach vorne bringen.“<br />

Jüngstes Projek<br />

Das jüngste Projekt im Rahmen<br />

der Technologiepartnerschaft ist ei-<br />

Die von KHS-Experten neu<br />

entwickelte Gatorade-Flasche<br />

weist Panels, einen flachen<br />

Boden und Längsrillen auf,<br />

die für eine optimale<br />

Stabilität sorgen.<br />

ne neue KHS-Streckblasmaschine<br />

InnoPET Blomax V. Durch den<br />

Postobón-eigenen Konverter Iberplast<br />

im Abfüllbetrieb Caloto in<br />

eine bereits bestehende PET-Linie<br />

integriert, lassen sich mit ihren 20<br />

Kavitäten bis zu 45.000 Flaschen<br />

pro Stunde in Größen zwischen<br />

500 Milliliter und 1 Liter produzieren.<br />

Dabei werden die Behälter in<br />

der Linie mit bis zu 85 Grad heißen<br />

Getränken wie Säften, Tee oder Energydrinks<br />

gefüllt.<br />

Innovation und Expertise<br />

„Postobón möchte seine Ausstattung<br />

immer auf dem neuesten Stand<br />

der Technik halten – insbesondere<br />

unter dem Aspekt eines möglichst<br />

geringen Verbrauchs von Energie<br />

und Energieressourcen, um die<br />

Umweltbelastung zu reduzieren“,<br />

sagt Delgado. Bei KHS finde der<br />

Kunde kontinuierliche Innovation<br />

und tiefgreifende Expertise, zum<br />

Beispiel rund um das Thema Heißabfüllung.<br />

Das sei ein Erfolgsfaktor,<br />

der die solide Basis für ein echtes<br />

Vertrauensverhältnis bilde: „Unser<br />

Erfolgsrezept ist es, einerseits eine<br />

enge Beziehung zu pflegen, in dem<br />

wir die richtigen Themen und Fragestellungen<br />

antizipieren. Andererseits<br />

bilden wir ein perfekt abgestimmtes<br />

Team aus KHS-Kollegen vor Ort<br />

und in der Zentrale – das nimmt ein<br />

Kunde wie Postobón natürlich gerne<br />

in Anspruch.“<br />

Mehr unter: www.khs.com<br />

oder während der BrauBeviale<br />

in Nürnberg in Halle 8<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

45


GETRÄNKEVERPACKUNGEN<br />

Formschöne Hochleistungsflaschenboden Flaschen aus rPET<br />

StarLITE®-R Premium<br />

Die Unternehmensgruppe Sidel hat ihr StarLITE®-R Produktprogramm um<br />

einen neuen Premium-Flaschenboden ergänzt, der sich für flüssige Milchprodukte,<br />

aromatieiertes Wasser sowie Säfte, Nektar, Erfrischungsgetränke,<br />

isotonische Getränke und Tees eignet.<br />

Diese Flasche wurde speziell<br />

für den Premium-<br />

Markt entworfen, dessen<br />

Kunden herausragende Leistungen<br />

und eine auffallende Verkaufsattraktivität<br />

erwarten, wenn sie ein<br />

High-End-Produkt erwerben. Unsere<br />

neue Flasche zeichnet sich durch<br />

ihre Widerstandsfähigkeit in allen<br />

Produktlebensphasen aus – von der<br />

Produktion bis zum Ende der Lieferkette,<br />

dem Supermarktregal und<br />

letztendlich dem Einkaufswagen der<br />

Verbraucher. Die Qualität und Leistung<br />

der Flasche wurde in Sidels<br />

Labor anspruchsvollen Prüfungen<br />

unter Industriebedingungen unterzogen“,<br />

so Pierrick Protais, Packaging<br />

Innovator Leader bei Sidel.<br />

„<br />

Unverkennbarer<br />

Hochleistungsflaschenboden<br />

„Verbraucher achten auch auf<br />

ein elegantes, modernes Design.<br />

Unsere neue Flasche erfüllt diese<br />

Erwartungen und besitzt einen<br />

unverkennbaren Hochleistungsflaschenboden<br />

mit hoher Umweltverträglichkeit.“<br />

Modernes High-End-Design<br />

Premiumflaschen sind üblicherweise<br />

schwerer als Standardmodelle,<br />

um dem Verbraucher aufgrund<br />

der hohen Flaschensteifigkeit und<br />

besten Getränkequalität eine besondere<br />

Konsumerfahrung zu bieten.<br />

Wenn die Flaschenwandstärke der<br />

PET-Flaschen geringer ist, verformen<br />

sie sich leichter, besonders<br />

bei hohen Fertigungsgeschwindigkeiten.<br />

Diskreten technische<br />

Hochleistungsfunktionen<br />

Der StarLITE®-R Premium-Flaschenboden<br />

ist formschön, elegant<br />

und modern. Der flach anmutende<br />

Flaschenboden sorgt für eine hohe<br />

Verkaufsattraktivität im Supermarktregal<br />

und ist kompatibel mit<br />

runden und quadratisch-abgerundeten<br />

Flaschen sowie mit Ein- oder<br />

Mehrportionsverpackungen. Er<br />

kann sowohl mit undurchsichtigem<br />

als auch mit transparentem PET<br />

verwendet werden.<br />

46 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

Hohe Geschwindigkeit<br />

Zu den technischen Funktionen<br />

von Sidels StarLITE®-R Premium<br />

gehört auch die Möglichkeit, hochwertige<br />

Flaschen aus reinem rPET<br />

mit einem attraktiven Design bei<br />

hohen Geschwindigkeiten und maximalen<br />

Flaschenbodenleistungen<br />

herzustellen.<br />

Patentierte<br />

Bogentechnologie<br />

Das Konzept beruht auf Sidels patentierter<br />

Bogentechnologie, die auf<br />

sichtbare Rippen am Flaschenboden<br />

verzichtet und für eine optimale<br />

Geometrie sorgt. Die hohe mittige<br />

Kuppel, die von strahlenförmigen<br />

Graten verschiedener Längen und<br />

Breiten umgeben ist, vereinfacht<br />

den Streckblasvorgang und gewährleistet<br />

eine perfekte Materialverteilung<br />

und eine hohe Sockelfreiheit.<br />

Fotos: Sidel<br />

Fotos: Marzek Etiketten+Packaging<br />

Die breite Standfläche des Bodens<br />

sorgt für die optimale Stabilität<br />

der Flaschen. Außerdem bietet der<br />

Formboden verbesserte Kühlleitungen<br />

zur effizienten Flaschenbodenkühlung,<br />

die bei rPET aufgrund<br />

der im Verhältnis zum neuen PET<br />

hohen Verarbeitungstemperaturen<br />

besonders wichtig ist.<br />

2.500 Flaschen pro Stunde<br />

Aufgrund dieser technischen Vorteile<br />

sowie der optimierten Geometrie<br />

des Flaschenkonzepts ist<br />

der Flaschenboden bei hohen Fertigungsgeschwindigkeiten<br />

von bis zu<br />

2.500 Flachen pro Stunde und Form<br />

extrem leistungsfähig.<br />

Hochwertiger Look und<br />

beste Umweltverträglichkeit<br />

„Premium-Flaschen gelten üblicherweise<br />

als weniger nachhaltig<br />

als Standardbehälter, da sie für<br />

die stärkeren Flaschenwände mehr<br />

PET benötigen und einen höheren<br />

Blasdruck erfordern“, erläutert<br />

Protais. „Da die weltweiten Verpackungsvorschriften<br />

sich jedoch<br />

immer stärker auf die Umweltverträglichkeit<br />

fokussieren, suchen<br />

die Hersteller nun exklusive Produktalternativen,<br />

die den CO 2 -<br />

Verbrauch verringern. Und genau<br />

da setzt Sidels StarLITE®-R Premium<br />

an.“<br />

Reines rPET<br />

kann verarbeitet werden<br />

StarLITE®-R Premium kann<br />

reines rPET verarbeiten. Daher<br />

hat Sidel ihre Flaschenbodenformtechnologie<br />

an diesen Wertstoff<br />

angepasst, um eine hochwertige<br />

Flasche zu entwickeln. Darüber<br />

hinaus kommt die einfache Bodenform<br />

mit einem geringeren Blasdruck<br />

aus.<br />

CO 2 -Einsparung<br />

Sidels StarLITE®-R Premium<br />

Flaschenboden bietet den Herstellern<br />

deutliche CO 2 -Einsparungen.<br />

Anhand der Umstellung<br />

von neuem PET auf reines rPET<br />

können die Hersteller jährlich bis<br />

zu 3.100 Tonnen CO 2 -Äquivalent<br />

einsparen.[1] Die Verringerung<br />

des Blasdrucks um bis zu 25 Prozent<br />

im Vergleich zu einer marktüblichen<br />

Premium-Flasche sorgt<br />

allein schon für Einsparungen von<br />

bis zu 61 Tonnen CO 2 -Äquivalent<br />

pro Jahr.[2]<br />

Bereit für ein breites Spektrum<br />

Produktionskonfigurationen<br />

Dieser neue Premium-Flaschenboden<br />

wurde für Flaschenformate<br />

von 0,25 L bis 2 L entwickelt. Er<br />

ist damit extrem vielseitig und<br />

erreicht Kapazitäten von bis zu<br />

2.500 Flaschen pro Stunde und<br />

Form (Fl./St./Form).<br />

Boden kompatibel<br />

mit vielen Flaschendesigns<br />

Der Boden ist kompatibel mit<br />

vielfältigen Flaschendesigns und<br />

Premium-Flaschengewichten, was


ihm eine außergewöhnliche Flexibilität<br />

verleiht. Er ist für Plattformen<br />

vom Typ EvoBLOW, Universal<br />

und Serie 2 und sowohl<br />

normale als auch Sterilabfülllinien<br />

geeignet. Außerdem kann<br />

er problemlos im Rahmen eines<br />

nahtlosen Integrationsprozesses<br />

auf bestehenden Fertigungslinien<br />

nachgerüstet werden.<br />

Erweiterung der<br />

StarLITE®-R-Reihe<br />

Der Premium-Flaschenboden<br />

ist die aktuell letzte Erweiterung<br />

von Sidels StarLITE®-R-Reihe<br />

und fügt sich nahtlos in die anderen<br />

neuartigen Konzepte wie<br />

der StarLITE®-R Nitro und der<br />

StarLITE®-R für kohlensäurehaltige<br />

Erfrischungsgetränke (CSD)<br />

ein. Der StarLITE®-R Nitro wurde<br />

im Frühjahr 20<strong>24</strong> am Markt<br />

eingeführt. Dieser einzigartige,<br />

extrem robuste Flaschenboden<br />

wurde speziell für die Abfüllung<br />

von stickstoffdosierten Produkten<br />

in reinen rPET-Flaschen entwickelt.<br />

Der Originalflaschenboden<br />

StarLITE®-R für CDS war Sidels<br />

erste Lösung speziell für Flaschen<br />

aus reinem rPET und bietet einen<br />

verbesserten Schutz gegen Verformungen,<br />

mehr Stabilität und eine<br />

höhere Berstfestigkeit.<br />

Mehr über den StarLITE®-R und<br />

wie Sie diese Lösung für Ihr<br />

Unternehmen nutzen können,<br />

finden Sie unter: www.sidel.com/de<br />

Mehr auch während der<br />

BrauBeviale in Nürnberg:<br />

7A-223<br />

1] Vergleichsgrundlage: reines rPET im Vergleich zu neuem PET | 1 L, 28 g-Flasche | Fertigung von 140 M Flaschen pro Jahr | Umweltbilanz-Referenzdaten: 2,43 t CO 2 Äq/Tonne neues PET<br />

und 1,63 t CO 2 Äq/Tonne rPET | Datenquelle: Ecoinvent, Methode IPCC 2013, Kategorie Klimawandel, Kennzahl GWP 100a<br />

[2] Vergleichsgrundlage: <strong>24</strong>b marktübliche Flasche im Vergleich zu 18b StarLITE-R Premium | 1 L, 28 g-Flasche | Fertigung von 140 M Flaschen pro Jahr | Datenquelle: Energiefaktor TERNA 2019<br />

für den europäischen Durchschnitt, einschließlich UK (278 g CO 2 Äq. /kWh)<br />

Papierwickler:<br />

● Drehtischausführung<br />

● kombinierbar mit Folienwickler<br />

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<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

47


STUDIE<br />

e-Pack-Studie: Welchen Einfluss hat der E-<br />

Gute Nachrichten für Lebensmittelhändler: Für den Online-Handel müssen<br />

großteils keine neuen Verpackungen entwickelt werden, damit moderne Kommissionierroboter<br />

sie zuverlässig greifen können. So lautet das Ergebnis einer<br />

Studie, die Verpackungsspezialist Greiner Packaging zusammen mit TGW<br />

Logistics und dem Innovations- und Kompetenzzentrum logistikum.RETAIL<br />

der Fachhochschule Oberösterreich durchgeführt hat.<br />

48<br />

Der Online-Lebensmittelhandel<br />

– auch als E-Grocery<br />

bezeichnet – wächst<br />

stetig, und die Verpackung spielt<br />

dabei eine entscheidende Rolle.<br />

Sie beeinflusst nicht nur die Effizienz<br />

im Handling, sondern darüber<br />

hinaus die Kundenzufriedenheit<br />

und den CO 2 -Fußabdruck.<br />

e-PackStudie<br />

Expert:innen beschäftigten sich<br />

daher im Rahmen der e-Pack-Studie<br />

mit der Zukunft von E-Grocery-Verpackungen.<br />

Sie gingen der<br />

Frage nach, ob sich für den stationären<br />

Handel konzipierte Verpackungen<br />

auch für den Online-Bereich<br />

eignen. Neben der Auswertung<br />

von allgemeinen Daten führte<br />

das Projektteam Interviews mit<br />

Handelsunternehmen und setzte<br />

auf intensive Tests mit dem TGW-<br />

Kommissionierroboter RovoFlex.<br />

Moderne Greiftechnologien<br />

und maschinelles Lernen<br />

„Obwohl viele unterschiedliche<br />

Verpackungen getestet wurden,<br />

war die Picking-Performance von<br />

RovoFlex beeindruckend. Voraussetzung<br />

für diese Leistung ist jedoch,<br />

dass moderne Greiftechnologien<br />

und maschinelles Lernen zum<br />

Einsatz kommen“, betont Michael<br />

Schedlbauer, Vice President Business<br />

Development Grocery bei<br />

TGW Logistics.<br />

Standardisierung erleichtert<br />

die Automatisierung<br />

Zentrales Resultat der e-Pack-Studie:<br />

Probleme im automatisierten<br />

Handling bereiten unregelmäßige<br />

Verpackungsformen und -größen<br />

sowie Materialien, die leicht beschädigt<br />

werden können. Auch Deckel<br />

stellten in der ersten Testphase<br />

eine Herausforderung dar, doch<br />

inzwischen lassen sich fast alle<br />

Verpackungen erfolgreich handhaben.<br />

Grundsätzlich gelten folgende<br />

Grundsätze:<br />

• Standardisierung: Einheitliche<br />

Verpackungsgrößen und -formen<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

Der Online-Lebensmittelhandel – auch als E-Grocery bezeichnet –<br />

wächst stetig, und die Verpackung spielt dabei eine entscheidende Rolle.<br />

erleichtern die Automatisierung<br />

von Abläufen.<br />

• Materialwahl: Robuste Materialien,<br />

die sowohl Schutz bieten als<br />

auch das Handling vereinfachen.<br />

• Design: Eine optimierte Gestaltung<br />

für die maschinelle Handhabung,<br />

einfache Verschlussmechanismen<br />

und klare Griffpunkte.<br />

Automatisierung als Treiber<br />

der Effizienzsteigerung<br />

Die Auswertung der Interviews<br />

mit Handelsunternehmen zeigt:<br />

Die Befragten betrachten beschädigte<br />

Waren als ein vernachlässigbares<br />

Problem. Wenn Beschädigungen<br />

entstehen, dann vor allem<br />

durch die falsche Handhabung der<br />

Produkte auf der letzten Meile.<br />

Hierbei beklagen Endkund:innen<br />

am häufigsten zersplitterte Glasflaschen<br />

und gebrochene dünne<br />

Plastikverpackungen, wie etwa Joghurtbecher.<br />

Effizienz steigern<br />

Der Automatisierung in der Kommissionierung<br />

stehen Unternehmen<br />

grundsätzlich sehr positiv<br />

gegenüber, weil sie die Effizienz<br />

steigert und Antworten auf den<br />

akuten Arbeitskräftemangel gibt.<br />

Beim Einsatz von Robotern in der<br />

Fotos: © Greiner Packaging<br />

Kommissionierung ist zentrale Voraussetzung,<br />

dass sie eine große<br />

Vielfalt an Produkten greifen können<br />

müssen. Reine Online-Spezialisten<br />

scheuen aber oft noch die<br />

Kosten solcher Projekte.<br />

Roboter werden in<br />

kurzer zeit immer besser<br />

Michael Schedlbauer betont:<br />

„Kommissionierroboter werden<br />

dank maschinellem Lernen nicht<br />

nur in kurzer Zeit immer besser,<br />

sondern lassen sich künftig beispielsweise<br />

auch dafür einsetzen,<br />

nachts Ware in Regale einzuräumen.<br />

Dafür gibt es spezielle Konfigurationen.“<br />

Arbeitskräftemangel treibt<br />

Automatisierung voran<br />

Die Verantwortlichen des Forschungsprojekts<br />

gehen aufgrund<br />

ihrer Analysen davon aus, dass<br />

Automatisierung künftig im Verpackungs-<br />

und Versandprozess<br />

eine größere Rolle spielen wird<br />

als heute. Treiber sind vor allem<br />

der Arbeitskräftemangel und Effizienzsteigerungen.<br />

Roboter und<br />

Mitarbeiter:innen werden dabei<br />

zusammenarbeiten: Roboter übernehmen<br />

die körperlich anstrengenden,<br />

monotonen Standardprozesse.<br />

Menschen kümmern sich


Commerce auf Lebensmittelverpackungen<br />

um Spezialaufgaben, Korrekturen<br />

und die Kontrolle.<br />

Erfolgsfaktor in<br />

der E-Food-Branche<br />

Der Studie zufolge besteht aktuell<br />

sowohl bei Lebensmittelherstellern<br />

als auch -händlern noch<br />

wenig Interesse am Thema, obwohl<br />

speziell in urbanen Zentren<br />

der Anteil von Online-Lebensmittelbestellungen<br />

zunimmt. „Wer<br />

mit E-Food erfolgreich sein will,<br />

kommt künftig nicht mehr um das<br />

Thema Automatisierung herum“,<br />

betont Schedlbauer.<br />

Foto: © TGW Logistics<br />

Der Kommissionier-Roboter RovoFlex von TGW steigert die<br />

Effizienz im Online-Lebensmittelhandel durch schnelle<br />

und präzise Bestellkommissionierung.<br />

Der Kommissionier-Roboter<br />

RovoFlex von TGW steigert die<br />

Effizienz im Online-Lebensmittelhandel<br />

durch schnelle und<br />

präzise Bestellkommissionierung.<br />

Fehler werden minimiert, die Kundenzufriedenheit<br />

gesteigert und<br />

die Zahl der Rücksendungen verringert.<br />

• Gesteigerte Effizienz: Langfristig<br />

senken automatisierte Systeme<br />

die Betriebskosten, da sind rund<br />

um die Uhr ohne Pause aktiv sein<br />

können.<br />

Die Automatisierung von<br />

Verpackungsprozessen<br />

bietet zahlreiche Vorteile:<br />

• Geschwindigkeit: Automatisierte<br />

Systeme können Lebensmittel<br />

schneller verpacken und versandfertig<br />

machen und so die Lieferzeit<br />

verkürzen.<br />

• Fehlerreduktion: Menschliche<br />

Mehr unter:<br />

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WIRTSCHAFT<br />

Politisches<br />

Maßnahmenpaket könnte 35 Milliarden<br />

Eine in Zusammenarbeit mit dem Senat der Kreislaufwirtschaft durchgeführte aktuelle<br />

PwC-Studie prognostiziert Österreich durch die Kreislaufwirtschaft enorme wirtschaftliche<br />

Wachstumschancen. Bürokratische Prozesse blockieren jedoch das Wachstum.<br />

Der von der ARA initiierte Senat der Kreislaufwirtschaft will dem entgegenwirken und<br />

das Potenzial nutzen und ausbauen.<br />

Aktuell weist die heimische<br />

Kreislaufwirtschaft eine<br />

Bruttowertschöpfung von<br />

mehr als 4 Milliarden Euro auf,<br />

diese könnte bis 2030 auf jährlich<br />

mehr als 5 Milliarden anwachsen.<br />

So wären bis 2030 insgesamt 35<br />

Milliarden Euro heimische Bruttowertschöpfung<br />

möglich. Unter der<br />

Koordination der Altstoff Recycling<br />

Austria AG haben sich daher sieben<br />

heimische Leitbetriebe zum Senat<br />

der Kreislaufwirtschaft zusammengeschlossen<br />

- mit dem Ziel, dieses<br />

gewaltige ökonomische Potenzial<br />

auszuschöpfen. Dafür richten die<br />

ARA AG und der Senat vier konkrete<br />

Forderungen an die nächste<br />

Bundesregierung: eine umfassende<br />

Kunststoff-Strategie, die Einrichtung<br />

einer starken und permanenten<br />

interministeriellen Koordination, die<br />

Schaffung eines „Schengenraums“<br />

für Abfallwirtschaft, sowie die zukünftige<br />

von der EU geforderte<br />

Textilsammlung im Rahmen einer<br />

erweiterten Herstellerverantwortung<br />

zu organisieren.<br />

Studie präsentiert erstmals<br />

enorme Wertschöpfung<br />

von Kreislaufwirtschaft<br />

Das Wachstumspotenzial der<br />

Kreislaufwirtschaft ist enorm. Laut<br />

PwC-Studie* beträgt die direkte<br />

Wertschöpfung aus Kreislaufwirtschaft<br />

in Österreich bereits mehr als<br />

vier Milliarden Euro, generiert von<br />

13.000 Unternehmen und insgesamt<br />

rund 48.600 Beschäftigten – das ist<br />

eine Milliarde Euro mehr als beispielweise<br />

jene der Stahlindustrie.<br />

Um Klimaneutralität bis 2040 zu er-<br />

Alfred Berger (Vorstand NÖM AG); Robert Nagele (Vorstandsmitglied<br />

BILLA AG); Agatha Kalandra (Vorstandsmitglied PwC-Österreich);<br />

Harald Hauke (Vorstandssprecher ARA) / Foto: ARA/APA-Fotoservice/Tanzer<br />

reichen, prognostiziert das Umweltbundesamt<br />

ein zusätzlicher Investitionsbedarf<br />

von 145 Mrd. Euro bis<br />

2030; ein Teil davon dürfte auch in<br />

Maßnahmen zur Circular Economy<br />

fließen. „Wenn sich zukünftig die<br />

rechtlichen Rahmenbedingungen zu<br />

Gunsten der Kreislaufwirtschaft verbessern,<br />

kann Österreichs Circular<br />

Economy das Wirtschaftswachstum<br />

ankurbeln, die Abhängigkeit aus<br />

Primärrohstoffen reduzieren und die<br />

CO 2 - und Ressourcenbilanz deutlich<br />

verbessern“, erklärt Agatha Kalandra,<br />

Vorstandsmitglied und ESG-<br />

Lead bei PwC Österreich.<br />

EU-Ziele<br />

Österreichs Wirtschaft braucht<br />

deutliche Erhöhung der Recycling-Rohstoffe<br />

bis 2030 Mit einer<br />

Zirkularitätsrate von 12,8% liegt<br />

Österreich zwar über dem EU-<br />

Durchschnitt, doch es besteht noch<br />

erheblicher Handlungsbedarf, um<br />

das heimische Ziel von 18% bis<br />

2030 zu erreichen. Der Bedarf der<br />

Industrie an Recycling-Rohstoffen<br />

wächst damit in den kommenden<br />

fünf Jahren enorm. In Österreich<br />

kommen nur etwa <strong>24</strong> Millionen<br />

Tonnen oder 9,5% des gesamten<br />

verarbeiteten Materials aus Recycling.<br />

Diese Menge muss bis 2030<br />

deutlich anwachsen. „Damit sorgen<br />

wir für Rohstoffsicherheit und verlagern<br />

immer mehr Wertschöpfung<br />

nach Österreich“, so Harald Hauke,<br />

Vorstandssprecher der ARA AG<br />

und Gründer des Senats.<br />

Wachstum durch fehlende<br />

politische Maßnahmen bedroht<br />

Doch die Entwicklung wird derzeit<br />

in Österreich von einigen politischen<br />

Faktoren bedroht. Der<br />

österreichische Senat der Kreislaufwirtschaft<br />

appelliert daher an die<br />

zukünftige Bundesregierung, diese<br />

große industriepolitische Chance<br />

für Österreich nicht ungenutzt zu<br />

lassen und fordert die rasche Umsetzung<br />

eines Deregulierungs- und<br />

Entbürokratisierungs-Pakets. Wenn<br />

weiterhin der Wachstumskurs der<br />

Kreislaufwirtschaft gesichert werden<br />

soll, müssen von der neuen<br />

Bundesregierung rasch bürokratische<br />

und technisch-regulatorische<br />

Hürden abgebaut und Impulse in<br />

Richtung Einsatz von Recycling<br />

gesetzt werden. Um diesen Paradigmenwechsel<br />

schneller in die Tat<br />

umzusetzen, hat die ARA den Senat<br />

der Kreislaufwirtschaft ins Leben<br />

gerufen – mit dem Ziel, Österreich<br />

im EU-Spitzenfeld der Circular<br />

Economy zu etablieren und heimischen<br />

Betrieben einen Wettbewerbsvorteil<br />

zu sichern.<br />

Senat<br />

Getragen vom ARA Verein –<br />

einem Zusammenschluss von 142<br />

österreichischen Unternehmen mit<br />

140.000 Beschäftigten und rund 50<br />

Mrd. Euro Umsatz – versteht sich<br />

der Senat der Kreislaufwirtschaft als<br />

entschlossener Partner und Vertreter<br />

der Wirtschaft, der die Circular Economy<br />

in Österreich mitgestaltet und<br />

vorantreibt. Gebildet wird der Senat<br />

unter Koordination der ARA AG<br />

aus 7 Vertreter:innen der namhaften<br />

Unternehmen Alpla Werke, BILLA<br />

AG, Brau Union, Holcim Österreich,<br />

Mayr-Melnhof Karton AG, NÖM<br />

AG und SPAR Österreich.<br />

Vier-Punkte-Plan<br />

Der Vier-Punkte-Plan für eine<br />

zukunftsorientierte<br />

Kreislaufwirtschaft<br />

50 04/<strong>24</strong>


Euro generieren<br />

• Umfassende<br />

Kunststoff-Strategie<br />

Um die EU-Ziele zur Einführung<br />

verbindlicher Quoten für recyclingfähige<br />

Verpackungen sowie den<br />

Einsatz von Rezyklaten termingerecht<br />

zu erreichen und die Vorreiterrolle<br />

Österreichs in der europäischen<br />

Kreislaufwirtschaft weiter<br />

auszubauen, ist die Entwicklung einer<br />

zielgerichteten Kunststoff-Strategie<br />

und eine proaktive Einführung<br />

einer Ökomodulation unerlässlich.<br />

„Ein zusätzlicher Bestandteil sollte<br />

dabei chemisches Recycling als Ergänzung<br />

zum mechanischen Recycling<br />

sein. Dadurch wird sichergestellt,<br />

dass Restabfallströme nicht<br />

länger durch Verbrennung verloren<br />

gehen und auch der mechanisch<br />

nicht rezyklierbare Abfall verwertet<br />

wird“, betont Alfred Berger, Vorstand<br />

der NÖM AG.<br />

• „Schengenraum“<br />

für Kreislaufwirtschaft<br />

Zur Förderung des grenzüberschreitenden<br />

Handels mit recycelbaren<br />

Materialien innerhalb der EU<br />

sollte ein „Kreislaufwirtschafts-<br />

Schengenraum“ geschaffen werden.<br />

„Das heißt: Abschaffung der<br />

aufwändigen und langwierigen<br />

Notifizierungsverfahren sowie der<br />

Begleitdokumente bei der grenzüberschreitenden<br />

Abfallverbringung.<br />

Im Gegensatz zu Primärrohstoffen,<br />

die aufgrund der EU-Warenverkehrsfreiheit<br />

von solchen Auflagen<br />

befreit sind, stellt dies derzeit eine<br />

erhebliche Handelsbarriere dar.<br />

Durch deren Beseitigung lassen<br />

sich Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit<br />

des Recyclings in der EU<br />

deutlich steigern“, erläutert Robert<br />

Nagele, Vorstand der BILLA AG.<br />

• Interministerielle<br />

Koordinierungsstelle für<br />

Kreislaufwirtschaft<br />

Die Kreislaufwirtschaft umfasst<br />

als komplexe Querschnittsmaterie<br />

verschiedene Sektoren wie<br />

Wirtschaft, Mobilität, Landwirtschaft,<br />

Bauwirtschaft, Gesundheit,<br />

Umwelt und Finanzen. Um eine<br />

erfolgreiche Umsetzung sicherzustellen,<br />

ist eine enge Abstimmung<br />

und Zusammenarbeit zwischen<br />

den relevanten Ministerien unerlässlich.<br />

„Auf Regierungsebene<br />

sollte daher eine interministerielle<br />

Koordinierungsstelle eingerichtet<br />

werden, die in enger Abstimmung<br />

mit den europäischen Institutionen<br />

arbeitet. Dies gewährleistet eine<br />

sektor-, wertschöpfungs- und lieferkettenübergreifende<br />

Umsetzung<br />

der Kreislaufwirtschaft, die nicht<br />

an nationalen Grenzen haltmacht“,<br />

führt Nagele weiter aus.<br />

• Erweiterte Herstellerverantwortung<br />

für Textilien<br />

Analog zur Verpackungsentpflichtung<br />

sollte auch im Bereich der<br />

Textilien eine erweiterte Herstellerverantwortung<br />

eingeführt werden.<br />

„Wir wollen das Textilrecycling<br />

wirtschaftlich kompetitiv gestalten<br />

und so die Recyclingquote in diesem<br />

Sektor signifikant erhöhen“,<br />

unterstreicht Harald Hauke. „Die<br />

Wirtschaft ist der zentrale Akteur,<br />

der die Kreislaufwirtschaft vorantreibt.<br />

Wir sind bereits im Austausch<br />

mit Politiker:innen, um eine<br />

zentrale Stelle auf Regierungsebene<br />

für die Kreislaufwirtschaft zu<br />

etablieren. Diese soll als Brücke<br />

zwischen Politik und Wirtschaft<br />

sowie zwischen Österreich und<br />

Europa fungieren. Die Kreislaufwirtschaft<br />

ist nur mit aktiver Beteiligung<br />

der Wirtschaft umsetzbar,<br />

die bereits heute erheblich zur<br />

Bruttowertschöpfung Österreichs<br />

beiträgt. Die Wettbewerbsfähigkeit<br />

Österreichs und Europas muss weiter<br />

gestärkt werden. Die Kreislaufwirtschaft<br />

muss daher marktfähig<br />

werden und wir müssen sie messbar<br />

machen und stärker in politische<br />

sowie gesellschaftliche Bewusstseinsbildung<br />

integrieren. Unser<br />

Ziel ist es, die Kreislaufwirtschaft<br />

im nächsten Regierungsprogramm<br />

zu verankern“, so Harald Hauke abschließend.<br />

Mehr unter:<br />

www.ara.at<br />

* PwC-Studie „Von linear zu zirkulär: Status quo der österreichischen<br />

Kreislaufwirtschaft“, Februar 20<strong>24</strong>, Datenbasis: 2021. Die Studie zum<br />

kostenlosen Download finden Sie unter: https://direkt.pwc.at/klw<br />

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Maschinen<br />

Saropack Saropack Handels Handels GmbH • GmbH Vorarlberger • Wiedengasse Wirtschaftspark 25 • A-6840 2 • A-6840 Götzis Götzis<br />

Tel <strong>05</strong>523 53540 • Fax <strong>05</strong>523 53780<br />

UID Nr. ATU 41612108 • FB Nr. 149426w813 085 351<br />

www.saropack.eu<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

51


IM GESPRÄCH<br />

I N T E R V I E W<br />

Die autonome Reinigungskraft<br />

Denzel Robotics hat seit geraumer Zeit neue Produkte im Angebot. Denzel Robotics<br />

selbst wurde erst vor rund zwei Jahren von der Denzel Gruppe gegründet. Die Denzel<br />

Gruppe als erfolgreiches Familienunternehmen gehört mittlerweile zu den TOP 100<br />

Unternehmen in Österreich und hat mittlerweile einen Jahresumsatz von 1 Milliarde<br />

Euro. Die Zukunft hält viele Innovationen für das Unternehmen bereit. Künstliche<br />

Intelligenz, autonomes Fahren, neue Batterie- und Ladelösungen sowie innovative und<br />

nachhaltige Energiegewinnung werden die Mobilität neu definieren. Passend zu diesem<br />

Thema und als Spezialist für Import und Distribution baut Denzel die neue Division<br />

Denzel Robotics auf Denzel Robotics verantwortet den Gausium Österreich-Vertrieb<br />

und setzt damit mit kommerziellen, autonomen Reinigungsrobotern neue Maßstäbe in<br />

der gewerblichen Bodenreinigung. KOMPACK sprach mit Ing. Mag. Jürgen Höller,<br />

Managing Director Gausium Österreich und Initiator des neuen Robotik-Geschäftsfeldes<br />

im Hause Denzel.<br />

KOMPACK: Die Firma Denzel<br />

ist eher für Ihre Automarken<br />

in der breiten Öffentlichkeit<br />

bekannt - wie kam es dazu,<br />

dass Ihr jetzt auch Reinigungsroboter<br />

im Vertrieb habt?<br />

Ing. Mag. Jürgen Höller: Da<br />

schaue ich kurz in unsere<br />

Geschichte – erst seit rund<br />

zwei Jahren gibt es bei uns den<br />

Robotics-Geschäftsbereich. Seit<br />

dem Start haben wir Hyundai<br />

Service Roboter im Programm.<br />

Wir sprechen hier von Transportrobotern.<br />

Hyundai selbst hat lange<br />

Erfahrung im Bereich Robotics,<br />

der mittlerweile über das Angebot<br />

von Robotern für die Industrie<br />

hinausgeht. Im Zuge des Aufbaus<br />

des neuen Geschäftsfelds war für<br />

uns vor allem interessant, dass wir<br />

bei Gesprächen mit Kunden immer<br />

wieder die Frage gestellt bekamen,<br />

ob wir mit unseren Servicerobotern<br />

auch eine automatisierte und vor<br />

allem funktionierende Reinigungslösung<br />

anbieten können.<br />

KOMPACK: Das heißt auf<br />

Grund der aktiven Nachfrage<br />

von Kunden habt Ihr auch diesen<br />

Bereich in das Programm<br />

aufgenommen?<br />

Ing. Mag. Jürgen Höller: Ja,<br />

aber wir wollten natürlich nicht<br />

irgendeine Lösung in unser Programm<br />

aufnehmen. So sind wir zur<br />

Firma Gausium gekommen – auch<br />

hier darf ich vielleicht kurz in die<br />

Geschichte des Unternehmens<br />

blicken. Zu Beginn hat das Unternehmen<br />

im Bereich des autonomen<br />

Fahrens geforscht und versucht<br />

die Entwicklung voranzutreiben.<br />

Mehr als Test entstand 2016 der<br />

erste Reinigungsroboter, der<br />

umgehend kommerziellen Erfolg<br />

hatte. Die Erfahrung mit Software-Algorithmen<br />

für autonomes<br />

Fahren erwies sich in diesem<br />

Bereich als ideale Voraussetzung.<br />

KOMPACK: Kann man<br />

kommerzielle Roboter mit klassischen<br />

Staubsauger-Robotern<br />

für zuhause vergleichen?<br />

Ing. Mag. Jürgen Höller,<br />

Managing Director Gausium Österreich<br />

Einsteigermodell für Büros<br />

Ing. Mag. Jürgen Höller: Im<br />

gewerblichen und industriellen<br />

Bereich oder auch im Gesundheitsbereich<br />

sind die Ansprüche natürlich<br />

höher als im Privatbereich<br />

– hinsichtlich Sensorik, Reinigungstechnik<br />

aber auch hinsichtlich<br />

Leistungsfähigkeit der Software.<br />

Gausium Roboter verfügen über<br />

branchenführende Genauigkeit<br />

bei Navigation und Kartierung.<br />

Die Dienstleistungsroboter können<br />

sich sogar in dynamischen<br />

Umgebungen lokalisieren und<br />

gespeicherte Karten in Echtzeit<br />

aktualisieren. Möglich ist das<br />

durch auf Deep-Learning-basierte<br />

3D-Wahrnehmungsalgorithmen.<br />

Diese analysieren ihre Umgebung<br />

kontinuierlich und werden als<br />

Big Data zusammengeführt. In<br />

Folge kann die KI Verhaltensentscheidungen<br />

treffen, wodurch<br />

autonomes Arbeiten möglich<br />

wird. Hat das Gerät einmal die<br />

zu pflegende Fläche kartiert, ist<br />

es sogar in der Lage, selbständig<br />

einen Lift zu holen und in das<br />

nächste zu reinigende Stockwerk<br />

zu wechseln – und zwar ganz ohne<br />

menschliche Hilfe. Machine Learning<br />

ist also die Grundlage der Big<br />

Data Sammlung und Basis für die<br />

Fähigkeit der Gausium-Roboter,<br />

autonom arbeiten zu können.<br />

Machine Learning vereinfacht gesagt,<br />

dass in unseren Reinigungsrobotern<br />

zwei Rechner verbaut sind:<br />

Der erste Rechner setzt um, was zu<br />

tun ist – der zweite Rechner schaut<br />

und lernt, wie es in Zukunft noch<br />

effizienter geht. Generell wurde<br />

die KI vom Hersteller Gausium<br />

mit Millionen von Bildern aus der<br />

realen Welt trainiert. In Folge<br />

ist es der KI nun möglich, unterschiedliche<br />

Hindernisse – auch<br />

dynamische – und Schmutz mit<br />

über neunundneunzigprozentiger<br />

Genauigkeit zu erkennen. Die<br />

Fähigkeit des Roboters geht dabei<br />

so weit, dass er um niedrige<br />

Hindernisse wie zum Beispiel<br />

Stromkabel herumfährt, jedoch<br />

über Bodenschwellen hinwegfährt.<br />

Außerdem erkennt die KI im automatischen<br />

Spot-Reinigungsmodus<br />

nicht nur vollautomatisch die<br />

zu reinigenden Stellen, sondern<br />

auch sperrigen Schmutz, wie zum<br />

Beispiel Flaschen oder Müllsäcke.<br />

Bei derlei großem, für das<br />

Gerät nicht bewältigbarem Müll,<br />

kann der Roboter den Anwender<br />

via Handy-App verständigen.<br />

52<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong>


Wir machen<br />

Etiketten,<br />

seit es<br />

Etiketten gibt<br />

Die Palette der Reinigungsroboter von Gausim<br />

KOMPACK: Klingt beeindruckend.<br />

Ing. Mag. Jürgen Höller: In meinen Augen<br />

ist es das auch. In der Praxis bedeutet das auch,<br />

dass unsere Roboter mit herausfordernden Szenarien<br />

umgehen können, in denen andere vielleicht<br />

scheitern. Wie zum Beispiel Glaswände:<br />

Andere Roboter können durch diese – besonders<br />

wenn sich etwas spiegelt – verwirrt werden,<br />

nicht so die Gausium Roboter. Auch gibt es<br />

mehrere Betriebsmodi. Im Auto Cover Modus<br />

wird die Überlappung auf ein mathematisches<br />

Minimum reduziert, sodass der Roboter die optimale<br />

Reinigungsleistung mit möglichst wenig<br />

Fahrzeit und unter Reduktion des Ressourceneinsatzes<br />

(Chemie, Wass, Strom) erreicht. Unsere<br />

Roboter gibt es auch in verschiedenen Automatisierungsstufen.<br />

In der Smartesten wechselt<br />

der Roboter selbst das Wasser, tankt sich in der<br />

Arbeitsstation wieder auf und mischt auch die<br />

benötigte Putzchemie dazu. Apropos Chemie<br />

– dadurch, dass Roboter sobald einmal implementiert<br />

meistens öfters den Boden reinigen als<br />

bei manueller Reinigung, kann auch die Chemie<br />

pro Anwendung reduziert werden. Auch gibt<br />

es eine Wasseraufbereitungsfunktion, wodurch<br />

das Wasser nicht jedes Mal gewechselt werden<br />

muss sondern bis zu 4x verwendet werden kann.<br />

KOMPACK: Müsste der Roboter nur<br />

noch Schmutz selbst erkennen können ...<br />

Ing. Mag. Jürgen Höller: Sie werden<br />

lachen – auch das ist möglich. Hier sind wir<br />

gerade in der letzten Testphase. Speziell für<br />

Bereiche, wo der Reinigungsroboter nicht<br />

ununterbrochen im Einsatz sein soll wie zum<br />

Beispiel untertags im Supermarkt, ist diese<br />

Funktion genial. Mit verschiedenen Kameras<br />

und Sensoren erkennt der Roboter spezielle<br />

Verunreinigungen, die er gezielt reinigt. In der<br />

Nacht erfolgt dann die vollständige Grundreinigung<br />

der Fläche. Diese Lösung wird demnächst<br />

aktiv angeboten werden können. Kurz<br />

möchte ich auch erwähnt haben, dass es je<br />

nach Szenario unterschiedliche Roboter in<br />

verschiedenen Ausführungen, mit Teller- oder<br />

Walzenbürsten gibt – je nach Anwendungsfall.<br />

KOMPACK: Das heißt es gibt<br />

nicht nur eine Standardlösung?<br />

Ing. Mag. Jürgen Höller: Genau – deswegen<br />

empfehlen wir unseren Kunden auch mit<br />

unserem Expertenteam gemeinsam die zu<br />

reinigenden Flächen zu besichtigen. Wir<br />

testen gemeinsam mit unseren Kunden vor<br />

Ort – welche Lösung von uns ideal für ihn ist.<br />

Manchmal ist für eine größere Fläche nicht<br />

unser größter Roboter die ideale Lösung,<br />

sondern vielleicht zwei unserer kleineren, die<br />

dafür aber wendiger sind. Die Beratung<br />

unserer Mitarbeiter und unser Ersatzteillager<br />

(alle Teile sind auch im Lager in Wien<br />

vor-handen – sowie auch ganze Geräte)<br />

gewähren unseren Kunden ein rund um die<br />

Uhr Service - innerhalb von <strong>24</strong> Stunden sind<br />

Einzelteile bei unseren Kunden. Dazu gibt es<br />

unterschiedliche Service- und Wartungspakete.<br />

KOMPACK: Sind wirklich raue<br />

Umgebungen ein Problem?<br />

Ing. Mag. Jürgen Höller: Seit kurzem haben<br />

wir bei zwei unterschiedlichen Kunden Geräte<br />

in Szenarien im Einsatz, die unser leitender<br />

Techniker als „Heavy Industrial Environment“<br />

bezeichnet: Beides metallverarbeitende Industriebetriebe,<br />

in denen Gausium-Roboter eingesetzt<br />

werden, um die Böden von Metallspänen<br />

und anderen Produktionsabfällen zu reinigen<br />

– mit sehr zufriedenstellenden Ergebnissen …<br />

KOMPACK: Da kommen wir noch zum Preis.<br />

Ing. Mag. Jürgen Höller: Die Preise variieren<br />

natürlich je nach Gerät - wir können<br />

aber gerne gemeinsam mit unseren Kunden<br />

auf Basis von Realdaten den return of invest<br />

errechnen, der in idealen Szenarien<br />

bei bereits einem Jahr beginnen kann.<br />

KOMPACK: Danke für das Gespräch.<br />

Mehr auch unter: www.denzelrobotics.at<br />

Etikettendruck<br />

seit 1934<br />

im Herzen des<br />

Mühlviertels<br />

53


JUBILÄUM<br />

Investition zum 90jährigen Jubiläum<br />

Das 1934 gegründete Traditionsunternehmen P. Hauer Gesellschaft m.b.H., das<br />

heute in der vierten Generation geführt wird, hat auch im heurigen Jahr wieder<br />

investiert und beweist damit, dass man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruht.<br />

Das Unternehmen, das sich auch die letzten schwierigen Jahre (Pandemie, …)<br />

dank vieler Weiterempfehlungen gerade innerhalb der Lebensmittel- und<br />

Getränkeindustrie für die zwei Geschäftsführer Martin und Rudolf Hauer gut<br />

weiterentwickelt hat, begeht sein Jubiläum auch im neuen Outfit, das es seit rund<br />

zwei Jahren gibt.<br />

Die zwei Brüder, die vor<br />

acht Jahren die Firma<br />

übernommen haben, stehen<br />

genauso wie ihre Vorgänger,<br />

für Handschlagqualität, persönliche<br />

Kundenbeziehung, unkomplizierte<br />

Produktabwicklung, kurze<br />

Kommunikationswege und vor<br />

allem für ein enges Verwoben<br />

sein mit anderen Mühlviertler Betrieben<br />

aus der Region. Die vierte<br />

Generation der Hauer-Familie verbindet<br />

somit altbewährte Werte mit<br />

ihrem neuen Denken und eigenen<br />

Ideen, vergisst dabei aber nie ihre<br />

Wurzeln. Sie bewiesen vom Start<br />

weg aber auch den Mut zu neuen<br />

Wegen.<br />

Neuer Auftritt<br />

Nach einigen Modernisierungen<br />

im Unternehmen und Investitionen<br />

gab es so etwas wie eine Reise<br />

in sich selbst. Die Brüder durchleuchteten<br />

das Unternehmen - frei<br />

nach dem Motto - wo sind wir, wo<br />

wollen wir hin … . So kam man<br />

zu dem Entschluss, dass man den<br />

mutig eingeschlagenen Weg auch<br />

nach außen hin sichtbar machen<br />

möchte - dies geschah mit der Logoumstellung<br />

vor über zwei Jahren.<br />

Photos: KOMPACK Und Hazer<br />

Das Hauer-Team ist bereit für das Jubiläum<br />

Software<br />

Besonders stolz sind die zwei<br />

jungen Geschäftsführer auch auf<br />

ihre selbst entwickelte Software,<br />

die sie mit Profis umgesetzt haben.<br />

Jeder Bereich des Unternehmens<br />

ist mittlerweile erfasst - von der<br />

Buchhaltung über die Repro bis<br />

hin zum Lager. 3 Jahre wurde an<br />

der Entwicklung dieser Software<br />

gearbeitet und bereits jetzt wird an<br />

eine Weiterentwicklung gedacht.<br />

„Wir haben dadurch nicht nur bessere<br />

interne Abläufe, sondern auch<br />

eine 100%ige Rückverfolgbarkeit<br />

bis hin zu Farbchargen“, erklärt<br />

Martin Hauer, der auch stolz das<br />

neueste Baby im Unternehmen<br />

zeigt. Gemeinsam mit dem österreichischen<br />

Vertriebs- und Servicepartner<br />

MCA PRO wurde ein<br />

modulares Nachverarbeitungssystem<br />

konfiguriert, das mit hochwertigen<br />

Komponenten für eine<br />

flexible Produktion mit hohem Automatisierungsgrad<br />

ausgestattet ist.<br />

„Durch die Modularität ist die Firma<br />

Hauer für eine flexible Erweiterung<br />

für zukünftige Anforderungen<br />

vorgesorgt.“ erklärt Martin Strobel/<br />

Geschäftsführer von MCA PRO.<br />

3D Animationen<br />

Apropos Software - seit heuer hat<br />

das Unternehmen auch die Möglichkeit,<br />

Etiketten auf ihrem Produkt<br />

in einer 3D-Animation darzustellen.<br />

Dies dient nicht nur dazu,<br />

Kunden die Möglichkeit zu geben,<br />

ihr gewünschtes Produkt auch<br />

schon vorab visuell umgesetzt zu<br />

sehen - Kunden können die 3D-<br />

Animationen auch für ihren eigenen<br />

Onlineshop nutzen.<br />

Einwegpfandregelung<br />

Dass der eingeschlagene Weg der<br />

richtige ist, beweist nicht nur das<br />

CSR-Gütesiegel, sondern auch, dass<br />

das Unternehmen auch die Pfandsticker<br />

- die es in Zukunft für die neue<br />

Pfandregelung (ab 2025) brauchen<br />

wird (Extraetikett mit Codes) - produzieren<br />

darf. Dafür benötigt es<br />

seitens der Behörden eine eigene<br />

Bewilligung. „Um das alles zu erreichen,<br />

was wir bis jetzt geschafft<br />

haben, benötigt es natürlich die<br />

richtige Technik. Dadurch können<br />

wir hochwertigst veredelte Etiketten,<br />

wo sich Optik und Funktion perfekt<br />

ergänzen, genauso produzieren wie<br />

54<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

Photo links: Das neueste „Baby“ im Unternehmen )kleines Bild - Martin Hauer bei der Einstellung der Anlage<br />

Photo rechts: der aktuelle Messestand der in Zusammenarbeit mit oberösterreichischen Unternehmen umgesetzt wurde


Versandetiketten oder Warnhinweise,<br />

ob unbedrucktes Papier oder<br />

komplexe Booklet-Konstruktion<br />

- wir haben die Lösung. An dieser<br />

Stelle darf ich mich aber auch bei<br />

allen Mitarbeitern bedanken. Ohne<br />

unsere fleißigen Mitarbeiter - die<br />

auch in schwierigen Zeiten kompromissbereit<br />

waren - womit wir<br />

immer gemeinsam mit einer einvernehmlichen<br />

Lösung weitergekommen<br />

sind - wäre dies nicht möglich<br />

gewesen“, erklärt Martin Hauer, der<br />

im nächsten Jahr mit seinem neuen<br />

Messestand auch auf einigen Messen<br />

vertreten sein wird.<br />

Mehr unter: www.hauer-labels.at<br />

Rudolf und Martin Hauer in der Prduktionshalle<br />

Muster für 3D Animationen<br />

Displays, Filialdekorationen, Palettenummantelungen<br />

www.eclipse-print.com<br />

Kontakt<br />

Bernhard Müller<br />

<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

Geschäftsführer Eclipse GmbH<br />

mueller@eclipse-print.com<br />

55


KREISLAUFWIRTSCHAFT<br />

Gebrauchtgeräte als<br />

Schlüssel zur Ressourcenschonung<br />

Toyota Material Handling setzt sich verstärkt für die Förderung der Kreislaufwirtschaft<br />

ein und hebt dabei die Bedeutung von Gebrauchtgeräten in der<br />

Logistikbranche hervor. In einer Zeit, in der der verantwortungsvolle Umgang<br />

mit Ressourcen und die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks immer<br />

dringlicher werden, spielen wiederaufbereitete Gabelstapler eine zentrale<br />

Rolle in der Strategie von Toyota Material Handling.<br />

Toyota Material Handling<br />

ließ erst kürzlich mit der<br />

Zielsetzung der Klimaneutralität<br />

per Geschäftsjahr 2041<br />

(1.4.20<strong>24</strong> bis 31.3.2041) nach den<br />

aktuell gültigen Standards der SBTi<br />

(Science Based Target initiative)<br />

aufhorchen. Das Unternehmen verpflichtet<br />

sich mit seinen gesetzten<br />

Zielen zu einem neuen Meilenstein<br />

in der Geschichte seiner Nachhaltigkeitsbestrebungen<br />

und fokussiert<br />

dabei auf das Geschäftsmodell der<br />

Kreislaufwirtschaft speziell im<br />

Hinblick auf das Kerngeschäft, den<br />

Geräteverkauf.<br />

Europaweite Infrastruktur<br />

In ganz Europa verfügt Toyota<br />

Material Handling über eine beeindruckende<br />

Infrastruktur zur Aufbereitung<br />

von Gebrauchtstaplern.<br />

Mehr als sechshundert zertifizierte<br />

Techniker arbeiten in den Fleet-<br />

Management-Zentren unermüdlich<br />

daran, dass jedes Gerät nach den<br />

höchsten Qualitätsstandards aufbereitet<br />

wird und in Folge einem Second-Life-Zyklus<br />

zugeführt werden<br />

kann. Dafür steht neben dem umfassenden<br />

Know-How des Toyota-<br />

Technikerteams selbstverständlich<br />

auch die schon sprichwörtliche Toyota-Qualität.<br />

Um die Top-Qualität<br />

von Produkt und Mannschaft im<br />

Einklang zu halten, sind alle Aufbereitungszentren<br />

nach LEAN- und<br />

TPS- (Toyota Production System)<br />

Prinzipien zertifiziert, wobei Bereiche<br />

wie Gesundheit und Sicherheit,<br />

Nachhaltigkeit und Kundenzufriedenheit<br />

im Vordergrund stehen.<br />

Kreislaufwirtschaft:<br />

Ein Modell für die Zukunft<br />

Die Kreislaufwirtschaft zielt darauf<br />

ab, Produkte und Materialien<br />

so lange wie möglich im Umlauf zu<br />

halten, ihren Wert optimal zu nutzen<br />

und Abfall zu minimieren. Für<br />

Toyota Material Handling bedeutet<br />

dies, nicht nur erstklassige Neugeräte<br />

anzubieten, sondern auch die<br />

Lebensdauer bestehender Geräte<br />

56 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />

durch Wartung, Aufbereitung und<br />

Wiederverwendung zu maximieren.<br />

Gebrauchtgeräte sind daher nicht<br />

nur eine wirtschaftlich sinnvolle<br />

Wahl, sondern auch ein entscheidender<br />

Beitrag zur Nachhaltigkeit.<br />

Vorteile von<br />

Gebrauchtgeräten im<br />

Rahmen der Kreislaufwirtschaft<br />

1. Ressourcenschonung:<br />

Durch die Wiederaufbereitung<br />

und den Weiterverkauf von Gebrauchtgeräten<br />

werden natürliche<br />

Ressourcen geschont. Jedes wiederverwendete<br />

Gerät reduziert die<br />

Notwendigkeit, neue Materialien<br />

abzubauen und zu verarbeiten, was<br />

wiederum den Energieverbrauch<br />

und die CO 2 -Emissionen senkt.<br />

2. Weniger Abfall:<br />

Anstatt alte Maschinen zu entsorgen,<br />

bereitet Toyota Material Handling<br />

diese auf und bringt sie wieder<br />

in den Umlauf. Dies reduziert die<br />

Menge an Industrieabfällen und<br />

Fotos: © Toyota Material Handling<br />

fördert eine nachhaltige Nutzung<br />

vorhandener Ressourcen.<br />

3. Kosteneffizienz:<br />

Gebrauchte Gabelstapler von Toyota<br />

Material Handling bieten Unternehmen<br />

eine wirtschaftlich attraktive<br />

Alternative, ohne dabei auf<br />

Qualität und Leistung verzichten zu<br />

müssen. Dies ermöglicht auch den<br />

Kunden von Toyota, nachhaltige<br />

Praktiken in ihre Geschäftsmodelle<br />

zu integrieren.<br />

4. Verlängerte Lebensdauer:<br />

Durch kontinuierliche Wartung<br />

und Modernisierung bleiben gebrauchte<br />

Geräte über viele Jahre<br />

hinweg einsatzbereit, was ihre Lebensdauer<br />

erheblich verlängert. Dies<br />

trägt zur Reduzierung von Abfall<br />

und zu weniger Nachfrage nach<br />

neuen Geräten bei.<br />

Ein Schritt in Richtung<br />

einer nachhaltigen Zukunft<br />

Toyota Material Handling setzt<br />

sich dafür ein, dass Nachhaltigkeit<br />

und Wirtschaftlichkeit Hand<br />

in Hand gehen. Gebrauchtgeräte<br />

sind ein wesentlicher Bestandteil<br />

dieser Vision, da sie nicht nur<br />

Unternehmen helfen, Kosten zu<br />

senken, sondern auch einen bedeutenden<br />

Beitrag zum Umweltschutz<br />

leisten. „Unsere Gebrauchtgeräte<br />

bieten eine wertvolle Möglichkeit,<br />

die Kreislaufwirtschaft in der Logistikbranche<br />

voranzutreiben“, sagt<br />

Dipl.-Ing. Josef Dax, Director Sales<br />

& Logistics Solutions bei Toyota<br />

Material Handling Austria. „Wir<br />

glauben, dass die Zukunft in der<br />

effizienten Nutzung vorhandener<br />

Ressourcen liegt, und wir sind<br />

stolz darauf, diesen Weg aktiv zu<br />

unterstützen. Deshalb bieten wir<br />

unseren Kunden neben der Möglichkeit<br />

Gebrauchtgeräte zu kaufen<br />

selbstverständlich auch die Möglichkeit<br />

sie zu mieten. Unsere maßgeschneiderten<br />

Mietoptionen für<br />

Mietzeiträume von einem Tag bis<br />

zu sieben Jahren lassen hier jeden<br />

Kunden etwas finden, das in sein<br />

Portfolio und zu seinem Budget<br />

passt.“ Toyota Material Handling<br />

wird auch in Zukunft innovative<br />

Wege finden, um die Kreislaufwirtschaft<br />

zu fördern und sicherzustellen,<br />

dass Nachhaltigkeit im Mittelpunkt<br />

aller Geschäftsprozesse steht.<br />

Mehr unter:<br />

www.toyota-forklifts.at


18 Jahre KOMPACK Seminare<br />

19 Jahre KOMPACK - Seminare<br />

„Neu – Covid-19 Hygiene- und<br />

Sicherheitskonzept für Messen<br />

und Veranstaltungen“<br />

Die Messebeteiligung -<br />

Die Messebeteiligung -<br />

„Instrument des Exportmarketings“<br />

„Instrument des Exportmarketings“<br />

NEU - mit dem Schwerpunkt:<br />

Hygienerichtlinen und -konzepte - wie organisiere ich eine Messe in Zeiten von Corona<br />

Am 12. Dezember 20<strong>24</strong> findet in Wien wieder • Die Nachbearbeitung eines Messeauftritts<br />

das eintägige Seminar zum Thema<br />

Am<br />

• Messebeteiligung außerhalb Europas<br />

Die<br />

30.<br />

Messebeteiligung<br />

November 2023<br />

- „Instrument<br />

findet in Wien<br />

des<br />

wieder • Die Nachbearbeitung eines Messeauftritts<br />

das<br />

• Unternehmensförderungen<br />

Exportmarketings“<br />

eintägige Seminar<br />

statt<br />

zum Thema<br />

• Messebeteiligung außerhalb Europas<br />

Die Messebeteiligung - „Instrument des<br />

• Beleuchtung diverser Wachstumsmärkte<br />

• Unternehmensförderungen<br />

Exportmarketings“<br />

• Gruppenausstellungen<br />

Teilnehmerkreis:<br />

statt<br />

• Beleuchtung diverser Wachstumsmärkte<br />

Unternehmer, Export- und Marketingverantwortliche,<br />

Messesachbearbeiter, Verkaufs- und<br />

• Gruppenausstellungen<br />

Teilnehmerkreis:<br />

Referent: Alexander M. Pitlik<br />

Unternehmer,<br />

(Projektleiter bei Gesell&Co GmbH,<br />

Vertriebsleiter<br />

Export- und Marketingverantwortliche,<br />

Messesachbearbeiter, Verkaufs- und<br />

Referent: Alexander M. Pitlik<br />

Messemarketing International, Wien).<br />

(Projektleiter bei Gesell&Co GmbH,<br />

Vertriebsleiter<br />

Ausbildung in Wien und Washington D.C.<br />

Inhalte:<br />

Messemarketing International, Wien).<br />

Beruflicher Werdegang im Konferenzmanagement<br />

bei den Vereinten Nationen in Wien, Mar-<br />

• Grundsatzentscheidung Messeteilnahme - der Ausbildung in Wien und Washington D.C.<br />

Inhalte:<br />

Nutzen für Ihr Unternehmen<br />

Beruflicher Werdegang im Konferenzmanagement<br />

bei den Vereinten Nationen in Wien, Marketing<br />

& Sales Promotion für Osteuropa bei Pioneer<br />

Saaten AG, Marketingleitung bei Ecodata<br />

• Verschiedene Arten von Messen (Fachmessen,<br />

•<br />

Ausstellungen,<br />

Grundsatzentscheidung<br />

Kongresse,<br />

Messeteilnahme<br />

Events ...) -<br />

- der keting & Sales Promotion für Osteuropa bei Pioneer<br />

Saaten AG, Marketingleitung bei Ecodata<br />

(SNI-Tochter in Osteuropa).<br />

Vor-<br />

Nutzen<br />

und<br />

für<br />

Nachteile<br />

Ihr Unternehmen<br />

Seit 1994 bei Gesell&Co als Projektleiter<br />

•<br />

Standortbestimmung<br />

Verschiedene Arten von<br />

und<br />

Messen<br />

Zieldefinition<br />

(Fachmessen,<br />

Ihres (SNI-Tochter in Osteuropa).<br />

für Investitionsgütermessen in Düsseldorf.<br />

Unternehmens<br />

Ausstellungen,<br />

in<br />

Kongresse,<br />

Bezug auf<br />

Events<br />

Mitbewerb<br />

...) -<br />

und Seit 1994 bei Gesell&Co als Projektleiter<br />

Produkt<br />

Vor- und<br />

-<br />

Nachteile<br />

wie können Sie Ihre Ziele erreichen? für Investitionsgütermessen in Düsseldorf.<br />

Termin: 12. Dezember 20<strong>24</strong> (10 bis ca. 16 Uhr)<br />

•<br />

Einholen<br />

Standortbestimmung<br />

von Informationen<br />

und Zieldefinition<br />

im Vorfeld der<br />

Ihres<br />

Messe<br />

Unternehmens<br />

der Messeveranstalter,<br />

in Bezug auf Mitbewerb<br />

die regionale<br />

und Termin: 30. November (10 bis ca. 16 Uhr)<br />

ORT: Wien (variiert nach Teilnehmerzahl)<br />

Wirtschaft,<br />

Produkt - wie<br />

die<br />

können<br />

Aussteller,<br />

Sie<br />

die<br />

Ihre<br />

Besucher<br />

Ziele erreichen?<br />

•<br />

Die<br />

Einholen<br />

Organisation<br />

von Informationen<br />

eines Messeauftritts<br />

im Vorfeld<br />

-<br />

der ORT: Wien (variiert nach Teilnehmerzahl)<br />

Preis: Euro <strong>24</strong>7,--<br />

Standplanung,<br />

Messe der Messeveranstalter,<br />

Standbau, Logistik<br />

die regionale<br />

(begrenzte Teilnehmerzahl/inkl. Verpflegung)<br />

• Unternehmensinterne<br />

Wirtschaft, die Aussteller,<br />

Kommunikation<br />

die Besucher<br />

im Preis: Euro <strong>24</strong>7,--<br />

•<br />

bei Anmeldung bis 30. Oktober: Euro 237,--<br />

Rahmen<br />

Die Organisation<br />

einer Messebeteiligung<br />

eines Messeauftritts - (begrenzte Teilnehmerzahl/inkl. Verpflegung)<br />

Interessenten mailen an <strong>kompack</strong>@gmx.at<br />

• Werbung,<br />

Standplanung,<br />

Public<br />

Standbau,<br />

Relations<br />

Logistik<br />

bei Anmeldung bis 30. Oktober: Euro 237,--<br />

• Unternehmensinterne Kommunikation im<br />

oder senden ein FAX an 01/712 20 36-99<br />

----------------------------------------------------------------------------<br />

Rahmen einer Messebeteiligung<br />

Interessenten mailen an <strong>kompack</strong>@gmx.at<br />

• Werbung, Public Relations<br />

oder senden ein FAX an 01/712 20 36-99<br />

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MESSE<br />

Nachhaltigkeitsbewertung von<br />

Betrachtet man den aktuellen Verpackungsmarkt, variieren Verpackungen unter anderem<br />

in Größe, Form, Farbe und Etikettierung. Für einen geschlossenen Kreislauf von<br />

Verpackungen sind homogene Abfall- und Recyclingströme unumgänglich. Diese können<br />

durch Design4Recycling erlangt werden.<br />

Die zunehmende Betonung<br />

der nachhaltigen Verpackungsanforderungen<br />

durch rechtliche Vorgaben ist unübersehbar.<br />

Die Verpackungs- und<br />

Verpackungsabfallverordnung setzt<br />

klare Richtlinien für recyclingfähige<br />

Verpackungen, höhere Recyclingquoten,<br />

Mehrweglösungen und den<br />

schonenden Umgang mit Ressourcen.<br />

Ein konkretes Beispiel ist die<br />

Anforderung, dass Kunststoffverpackungen<br />

ab dem Jahr 2030 eine<br />

Recyclingquote von mindestens<br />

55% erreichen müssen, während die<br />

aktuelle Quote in Österreich bei lediglich<br />

26% liegt. In Anbetracht dieser<br />

bevorstehenden, rechtlich bedeutenden<br />

Veränderungen unterzieht ein<br />

Benchmarking die derzeit auf dem<br />

Markt verfügbaren Getränkeverpackungen<br />

verschiedener Produktsegmente<br />

einer umfassenden Nachhaltigkeitsbewertung.<br />

Benchmarking Projekte<br />

Die FH Campus Wien leitet seit<br />

2022 Benchmarking-Projekte in unterschiedlichen<br />

Produktsegmenten<br />

in Zusammenarbeit mit dem Unternehmenspartner<br />

Circular Analytics<br />

TK GmbH.<br />

DACH-Raum<br />

Markenhersteller, Abfüller, Einzelhändler<br />

und Verpackungshersteller<br />

aus dem DACH-Raum wurden<br />

eingeladen, ihre Verpackungen einzusenden<br />

und sich einer Marktvergleichsbewertung<br />

zu unterziehen.<br />

Im Gegenzug erhalten sie kostenlos<br />

die Ergebnisse der Bewertung ihrer<br />

Verpackungen.<br />

200 Getränkeverpackungen<br />

Insgesamt wurden fast 200 Getränkeverpackungen<br />

in den Kategorien<br />

Mineralwasser, Säfte, Sirup,<br />

Limonaden, Energydrinks und<br />

isotonische Getränke analysiert.<br />

Die Bewertung der einzelnen Verpackungssysteme<br />

erfolgt anhand<br />

des holistischen Nachhaltigkeitsansatzes,<br />

wie er in der Circular<br />

Packaging Design Guideline der<br />

FH Campus Wien beschrieben ist.<br />

Dieser Ansatz teilt die Kriterien<br />

in Produktschutz, Zirkularität und<br />

Umwelt auf. Die sieben Parameter,<br />

die im Rahmen der Nachhaltigkeitsbewertung<br />

qualitativ oder<br />

quantitativ erfasst werden, konzentrieren<br />

sich dabei auf Zirkularität<br />

und Umweltaspekte, da generell<br />

davon ausgegangen wird, dass<br />

marktfähige Verpackungen ausreichenden<br />

Produktschutz bieten.<br />

Verpackungseffizienz<br />

Für die Verpackungseffizienz<br />

wird das Verpackungsgewicht im<br />

Verhältnis zur Füllmenge berechnet.<br />

Dabei lassen sich bei Glasflaschen<br />

erwartbar hohe Werte von bis zu<br />

50% nachweisen, während Dosen,<br />

Getränkeverbundkartons und<br />

Kunststoffflaschen im mittleren<br />

einstelligen Bereich liegen.<br />

Die technische Recyclingfähigkeit<br />

und die direkten Umweltaus-<br />

wirkungen (streamlined LCA) werden<br />

mittels der Software Packaging<br />

Cockpit für Deutschland, Österreich<br />

und die Schweiz berechnet. Für<br />

die Bewertung von Mehrwegverpackungen<br />

wurde ein neues Modell<br />

entwickelt, das Transportdistanzen<br />

und Umlaufzahlen berücksichtigt<br />

und somit eine präzise Abbildung<br />

des CO 2 -Fußabdrucks ermöglicht.<br />

Der Rezyklatgehalt und der Einsatz<br />

nachwachsender Rohstoffe<br />

werden anteilig am gesamten Materialeinsatz<br />

des Verpackungssystems<br />

berechnet. Falls nachwachsende<br />

Rohstoffe vorhanden sind,<br />

erfolgt zusätzlich eine qualitative<br />

Bewertung, ob diese Rohstoffe aus<br />

Verpackungs- und Ressourcenmanagement<br />

Der Fachbereich Verpackungs- und Ressourcenmanagement der FH Campus Wien bietet zwei Bachelorstudiengänge an (Nachhaltige<br />

Verpackungstechnologie und Nachhaltiges Ressourcenmanagement) sowie ein Masterstudium in englischer Sprache (Packaging Technology and<br />

Sustainability). Die Studiengänge sind berufsbegleitend gestaltet, sodass Interessierte aus der Branche ihre Kompetenzen ohne Unterbrechung der<br />

Berufstätigkeit erweitern können.<br />

FH Campus Wien – Hochschule für Zukunftsthemen<br />

Mit über 8.000 Studierenden an sechs Standorten und fünf Kooperationsstandorten ist die<br />

FH Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen<br />

und Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Soziales, Technik sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot von nahezu<br />

70 Studien- und Lehrgängen in berufsbegleitender und Vollzeit-Form zur Auswahl. Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung wird in derzeit<br />

zehn fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und Zertifikatsprogrammen<br />

deckt die Fachhochschule über die Campus Wien Academy ab. Die FH Campus Wien ist Gründungsmitglied im Bündnis Nachhaltige Hochschulen.<br />

www.fh-campuswien.ac.at<br />

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Getränkeverpackungen<br />

zertifizierten Quellenstammen.<br />

Littering-Potenzial<br />

Für die Berechnung des Littering-<br />

Potenzials existiert derzeit keine<br />

standardisierte Methode. Daher<br />

wurde eine qualitative Bewertungsgrundlage<br />

geschaffen, die auf Unterscheidungen<br />

in Getränketypen,<br />

Füllmengen, Verschluss- und Dekorationsvarianten<br />

sowie anderen<br />

Verpackungseigenschaften basiert.<br />

Auffällig bei diesem Benchmarking<br />

ist im Vergleich zu vorherigen<br />

Marktvergleichen die weitgehende<br />

Ähnlichkeit der Recyclingfähigkeitsergebnisse<br />

in den drei betrachteten<br />

Ländern. Die Recyclinginfrastruktur<br />

für Kunststoffflaschen,<br />

Getränkeverbundkartons und Aluminiumdosen<br />

ermöglicht Werte<br />

von über 95% Recyclingfähigkeit.<br />

CartoCans und Flaschen mit großflächigen<br />

Sleeves erweisen sich<br />

weiterhin als nicht-recyclingfähig.<br />

Die Getränkeindustrie ist hinsichtlich<br />

der Recyclingfähigkeit gut auf<br />

die anstehende rechtliche Verschärfung<br />

vorbereitet, die derzeit eine<br />

verpflichtende Mindest-Recyclingfähigkeit<br />

von 70% diskutiert.<br />

Neben dem Benchmarking für Getränkeverpackungen<br />

wurden bereits<br />

Bewertungen für Verpackungen<br />

in einzelnen Kosmetiksegmenten<br />

durchgeführt. Für Molkereiprodukte<br />

sind sie ebenfalls vorhanden.<br />

Mit März 20<strong>24</strong> startete ein weiteres<br />

Projekt für Convenience-Food-<br />

Verpackungen., Weitere Produktgruppen<br />

sind in Planung. Darüber<br />

hinaus wird eine Ausweitung des<br />

Bewertungsbereichs auf weitere<br />

EU-Länder angestrebt.<br />

Autor: Dipl.-Ing.in Michelle Klein,<br />

BA ist wissenschaftliche Mitarbeiterin<br />

im Fachbereich Verpackungsund<br />

Ressourcenmanagement und<br />

betreut Benchmarkingprojekte. Sie<br />

ist in der Forschung zur Kreislaufwirtschaft<br />

tätig und unterrichtet<br />

zu den Themen Abfallwirtschaft,<br />

Verpackungen und Nachhaltigkeit.<br />

michelle.klein@<br />

fh-campuswien.ac.at<br />

www.prosweets.de<br />

Entdecken Sie die neuesten Trends in vier<br />

Themenwelten — nahtlos verbunden mit der ISM!<br />

Köln, 02.–<strong>05</strong>.02.2025<br />

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Gemeinsam mit<br />

Gesell GmbH & Co. KG<br />

Sieveringer Straße 153 • 1190 Wien<br />

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Brauer und Weinhersteller<br />

„Wein@BrauBeviale – hier wächst zusammen, was zusammen gärt!“ Ein Slogan<br />

für das gebündelte Paket: Eine verstärkte Präsentation von Angeboten für die<br />

Weinproduktion und mehr Besucher aus dem Sektor Wein auf der BrauBeviale<br />

sind das klare Ziel der Messeorganisatoren. Seit 2023 ist die Weinbranche mit<br />

einem definierten Fokus auf der BrauBeviale präsent. In der Messeausgabe des<br />

Jahres 20<strong>24</strong> vom 26. bis 28. November 20<strong>24</strong> in Nürnberg wird das Angebot für<br />

die Weinbranche weiter ausgebaut.<br />

53 Prozent der Aussteller haben<br />

in ihrem Ausstellungsund<br />

Angebotsportfolio Lösungen<br />

für die Weinbranche. Neben<br />

der Prozesstechnik für die Herstellung<br />

von Wein, Sekt und Spirituosen<br />

mit Entrappern, Ansatzbehältern,<br />

Fermentern, Gär- und Lagertanks,<br />

Filtrationstechnologien gehört<br />

auch die komplette Infrastruktureinrichtung<br />

mit Pumpen, Ventilen<br />

und Verrohrungen zum Angebot<br />

der Aussteller auf der BrauBeviale<br />

20<strong>24</strong>. Um den Überblick komplett<br />

zu machen, können die Winzer sich<br />

auch bei den Herstellern von Flaschen<br />

und Behältern informieren<br />

und sich zu den notwendigen Aufgaben<br />

rund um die Vorgaben der<br />

EU auszutauschen. Schlüssig wird<br />

das Angebot im Sektor Wein damit,<br />

dass die Sonderschau Wein in Halle<br />

4A integriert wird. Auf dieser Sonderschau<br />

zeigen sich zusätzliche<br />

Anbieter, die sich ganz gezielt auf<br />

die Weinbranche fokussieren.<br />

Von Weinexperten<br />

für Weinexperten<br />

Mit enger Begleitung durch ein<br />

Expertenteam – Weinbegleitung<br />

sozusagen – koordiniert das Brau-<br />

Beviale Team diesen Themenschwerpunkt.<br />

Das garantiert einen<br />

direkten Einblick in die aktuellen<br />

Entwicklungen in der Branche:<br />

Mit dabei sind der Deutsche Weinbauverband<br />

(DWV) als fachlicher<br />

Berater sowie die Experten des<br />

Deutschen Weininstituts (DWI), der<br />

Hochschule Geisenheim, der Baye-<br />

„Wein@BrauBeviale – hier wächst zusammen, was zusammen gärt!“<br />

rische Landesanstalt für Weinbau<br />

und Gartenbau sowie der HBLA<br />

Klosterneuburg in Österreich.<br />

Auch ein breites<br />

Vortragsprogramm<br />

wird angeboten.<br />

Das Vortragsprogramm findet an<br />

allen drei Tagen in Halle 4A statt.<br />

Einige Vortragsthemen als Beispiel:<br />

• Alkoholfreie Weine vom Keller<br />

in die Flaschen: Herstellungs-Technologie<br />

im Fokus, unter anderem<br />

mit Dr. Matthias Schmitt, Hochschule<br />

Geisenheim<br />

• Nachhaltigkeit - die Zukunftsaufgabe:<br />

Herausforderungen und<br />

Chancen des Klimawandels bei der<br />

Weinproduktion, mit Mag. Franz G.<br />

Foto: YONTEX<br />

Rosner, HBLA Austria, Klosterneuburg<br />

• Wie schmeckt der Wein der Zukunft?<br />

Zielgruppen-Präferenzen<br />

bei der Weinvermarktung in der<br />

nächsten Generation, mit Steffen<br />

Schindler, Deutsches Weininstitut<br />

Themenschwerpunkte<br />

Die Themenschwerpunkte befassen<br />

sich neben Kellertechnik,<br />

Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung<br />

auch mit Marketing- und<br />

Vertriebsthemen und bieten auch<br />

spannende Ausblicke auf Vergleichsszenarien<br />

zwischen Bier<br />

und Wein. Das Vortragsprogramm<br />

ist ab Ende September im Eventplaner<br />

auf der Website der BrauBeviale<br />

einsehbar.<br />

Information für die Winzer –<br />

im kompakten Messeformat<br />

Ergänzt wird dieses Vortragsprogramm<br />

durch eine Verkostungszone<br />

von Weinen aus dem MUNDUS<br />

VINI Weinwettbewerb des Meininger<br />

Verlags.<br />

Austausch<br />

Insgesamt zeigt sich, dass die<br />

Weinexperten diese Plattform für<br />

den Austausch gerne annehmen,<br />

zumal sie gerade für die Winzer<br />

aus Deutschland, Österreich und<br />

die weiteren mittel- und osteuropäischen<br />

Staaten gut erreichbar<br />

ist. „Mit dem Schwerpunkt Wein@<br />

BrauBeviale eröffnen wir für die<br />

Besucher aus dem Weinsektor eine<br />

komfortable Informationsplattform“,<br />

erklärt Cornelia Ebner, die<br />

im BrauBeviale Team das Thema<br />

Wein betreut. „Wir sehen das Potenzial<br />

für beide Seiten: die Aussteller<br />

können eine weitere Zielgruppe auf<br />

der BrauBeviale ansprechen und<br />

die Besucher aus den Weinbaugebieten<br />

können die individuell erforderlichen<br />

Technologien vergleichen.<br />

Sie können sich davon überzeugen,<br />

dass das Portfolio der BrauBeviale<br />

weit über das Angebot von Abfüllmaschinen<br />

hinausgeht.“ Auf der gezielt<br />

für die Besucher aus der Weinbranche<br />

konzipierten Landingpage<br />

www.braubeviale.com/wein finden<br />

die Winzer alle Informationen für<br />

einen erfolgreichen Messebesuch.<br />

Mehr auch unter:<br />

www.braubeviale.de<br />

Inspiriert vom großen Erfolg der interpack 2023 und mit viel Vorfreude und Energie<br />

haben die konkreten Planungen für die nächste Auflage der interpack vom<br />

7. bis 13. Mai 2026 - begonnen.<br />

Der Startschuss für die Anmeldephase ist längst gefallen. Damit erhalten Unternehmen<br />

aus aller Welt die Möglichkeit, sich frühzeitig einen Platz<br />

auf der Leitmesse der Branche zu sichern.<br />

Anmeldeschluss ist bereits Anfang 2025.<br />

Jetzt anmelden: www.interpack.de<br />

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