kompack 05 24
FachPack-Rückblick, Green Packaging Star Award, Staatspreis Verpackung - Smart Packaging, Pawel baut aus, Vorschau BrauBeviale, Schwarzach Packaging
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<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
34 Jahre KOMPACK<br />
2<strong>05</strong>. Ausgabe<br />
w w w . k o m p a c k . i n f o<br />
Offsetdruckerei<br />
Schwarzach wird zu<br />
Schwarzach Packaging.<br />
Mit unserem neuen Auftritt unterstreichen<br />
wir unsere Stärke als internationaler Partner<br />
für Packaging und bekräftigen unser<br />
Bekenntnis zum Standort Vorarlberg. Für<br />
unsere Kund:innen und Geschäftspartner:innen<br />
bleibt sonst alles wie es ist:<br />
Wir entwickeln uns ständig weiter.<br />
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6858 Schwarzach, AT<br />
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An&fürsich ................................................................................................ 4<br />
Meine Meinung<br />
Mehr als ein Rebranding ........................................................................... 6<br />
Titelstory<br />
Viele Köche für das perfekte Recycling ................................................... 8<br />
Markus Neudorfer kocht wieder auf<br />
Zwei neue Hallen ...................................................................................... 9<br />
Auer investiert in sei Headquarter<br />
Pawel smart packing & logistics ........................................................... 10<br />
eröffnet neuen Standort<br />
Automation Forum 20<strong>24</strong>.......................................................................... 15<br />
Impressionen<br />
I n n o v a t i v e L ö s u n g e n ... ........................................................................ 16<br />
mit dem Kundennutzen im Fokus<br />
Innovative Lösungen vorantreiben ...................................................... 20<br />
Interview mit Marc Rademacher<br />
Green Packaging Star Award ....................................................... 28<br />
Preisverleihung während der FachPack<br />
Jubiläum ............................................................................................ 42<br />
15 Jahre FALU<br />
Hattrick in Kolumbien ............................................................................. 44<br />
Getränkemulti Postobón installiert gleich drei KHS-Linien<br />
StarLITE®-R Premium ............................................................................ 46<br />
Formschöne Hochleistungsflaschenboden Flaschen aus rPET<br />
e-Pack-Studie: Welchen Einfluss hat der ... ..................................... 48<br />
E-Commerce auf Lebensmittelverpackungen<br />
Politisches Maßnahmenpaket ... ................................................................ 50<br />
könnte 35 Milliarden Euro generieren<br />
Die autonome Reinigungskraft .......................................................... 52<br />
Interview Ing. Mag. Jürgen Höller<br />
Investition zum ... ................................................................................... 54<br />
90jährigen Jubiläum<br />
Gebrauchtgeräte als ... ........................................................................... 56<br />
Schlüssel zur Ressourcenschonung<br />
Impressum<br />
Wien<br />
Redaktionsbüro: Paulusgasse 15, A-1030 Wien, Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5,<br />
A -1030 Wien • Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99<br />
Mail: <strong>kompack</strong>@gmx.at • www.<strong>kompack</strong>.info • Objekt- und Redaktionsleitung: Harald Eckert •<br />
Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd Neumann, Herbert Wallner<br />
Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2,<br />
A-1030 Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller •<br />
Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#<strong>05</strong>78398<br />
KOMPACK ist Mitglied des österreichischen Presserates.<br />
Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen<br />
übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender<br />
im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar<br />
oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.<br />
Foto: NürnbergMesse<br />
Foto: YONTEX<br />
INHALT<br />
12 Staatspreis<br />
Smart Packaging<br />
Nürnberg<br />
18 FachPack<br />
Nürnberg<br />
58 Brau/Beviale<br />
Cover<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
34 Jahre KOMPACK<br />
2<strong>05</strong>. Ausgabe<br />
w w w . k o m p a c k . i n f o<br />
Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien<br />
®<br />
Offsetdruckerei<br />
Schwarzach wird zu<br />
Schwarzach Packaging.<br />
Mit unserem neuen Auftritt unterstreichen<br />
wir unsere Stärke als internationaler Partner<br />
für Packaging und bekräftigen unser<br />
Bekenntnis zum Standort Vorarlberg. Für<br />
unsere Kund:innen und Geschäftspartner:innen<br />
bleibt sonst a les wie es ist:<br />
Wir entwickeln uns ständig weiter.<br />
Hofsteigstraße 104<br />
6858 Schwarzach, AT<br />
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Schwarzach Packaging GmbH<br />
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Sustainability<br />
… gibt es einige Themen, die im Verpackungsbereich zum Dauerbrenner<br />
geworden sind. Dazu gehören das Thema Nachhaltigkeit und<br />
Digitalisierung genauso wie das Thema Auspackerlebnis.<br />
Hier soll es heute um das Thema Auspackerlebnis gehen.<br />
Ich weiß nicht, ob Sie die süße Verführung aus Honig nach einer<br />
traditionellen altarmenischen Familenrezeptur kennen - Marlenka. Gibt<br />
es als Torte und Kugeln - ich spreche hier von den Kugeln - es gibt diese<br />
in Österreich als Marlenka Honigkugeln Klassik oder mit Kakao.<br />
Dabei ist es wie mit den Schwedenbomen - einige schwören auf die<br />
Version mit Streusel - die anderen Schlemmermäuler lieben die „nackte“<br />
Version. Hier gibt es Befürworter für die Klassikversion oder die<br />
Kakaoversion. Aber darum geht es jetzt gar nicht, sondern um das<br />
Auspackerlebnis.<br />
Also gekauft werden die Kugeln in einer wunderschön bedruckten,<br />
massiven Kartonschachtel, die mit durchsichtigen Etiketten gesichert<br />
ist. Der Deckel kann hochgeklappt werden - und auf der Innenseite kann<br />
mehr über die Marlenka-Geschichte gelesen werden. In der Schachtel ist<br />
jetzt ein bedruckter Aluminumschlauch der voller Vorfreude aus der Verpackung<br />
genommen wird. Wurde dieser entfernt, sehen wir die Honigkugeln<br />
vor uns. Gut geschützt auf einem Kunststofftray und unter einem<br />
durchsichtigen Kunststoffdeckel. Im unteren Tray da liegen sie - die<br />
Marlenkas - jede einzelne Kugel wird in einem Papierförmchen<br />
präsentiert. Stück für Stück ein Genuss - und falls Sie nicht alle sofort<br />
aufessen, können sie wieder gut verpackt werden.<br />
Also diese Verpackung zu öffnen in Verbindung mit der Vorfreude und der<br />
wirklich gelungenen Präsentation - von der Geschichte bis hin zur<br />
Darbietung in durchsichtiger Kunststoffverpackung - Chapeau - gelungen.<br />
Aber da war doch noch was - ah ja - Nachhaltigkeit. Also eigentlich gar<br />
nicht so schlimm, oder - immerhin ist ja alles lose und nicht im<br />
Verbund - kann also schön getrennt werden - eigentlich perfekt „designed<br />
for recycling“ und geschützt sind die Kugeln in dieser Verpackung gleich<br />
mehrfach.<br />
Foto: Studio Florian<br />
Oder sollte es doch eine bessere Lösung geben - die Marlenka Erzeuger<br />
freuen sich sicher über Ideen.<br />
4<br />
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03/<strong>24</strong><br />
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Schmecken tun sie auf alle Fälle genial, diese Honigkugerln nach uraltem<br />
Rezept (wußte nicht, dass damals schon Palmöl verwendet wurde – also<br />
wegen der oft gepredigten längeren Haltbarkeit muss dieses Öl hier sicher<br />
nicht eingesetzt werden)<br />
meint<br />
Ihr Harald Eckert
Halle 8<br />
26. – 28.11.20<strong>24</strong>
WIRTSCHAFT<br />
Vorarlberger Verpackungsspezialist hat sich neu aufgestellt.<br />
Mehr als ein Rebranding<br />
Offsetdruckerei Schwarzach wird zu Schwarzach Packaging. Unter dem<br />
Leitmotiv „S entwickelt sich.“ hat man sich auf eigene operative Stärken<br />
fokussiert und das Bekenntnis zum Standort Vorarlberg bekräftigt. Die<br />
Namensänderung war längst anvisiert, auch in der Unternehmensstruktur<br />
wurde einiges umgestellt. Für Kunden und Belegschaft bleibt sonst aber alles<br />
gleich.<br />
Die Namensänderung und<br />
der überarbeitete visuelle<br />
Auftritt markieren nach<br />
außen hin den Abschluss eines<br />
mehrjährigen Entwicklungsprozesses:<br />
Partner für<br />
Verpackungslösungen<br />
Das traditionsreiche Verpackungsunternehmen<br />
hat seine Firmenstruktur<br />
neu aufgestellt und auf<br />
seine operative Stärke als Partner<br />
für Verpackungslösungen fokussiert.<br />
Der neue Name Schwarzach<br />
Packaging unterstreicht dabei<br />
nicht nur die Kernkompetenz des<br />
Unternehmens, sondern auch sein<br />
Bekenntnis zum Standort Vorarlberg.<br />
Kernkompetenz unterstreichen<br />
„Die Bezeichnung Offsetdruckerei<br />
stammt aus der Gründungszeit,<br />
mit der neuen zeitgemäßen Formulierung<br />
Packaging haben wir die<br />
heutige Kernkompetenz unterstrichen.“<br />
so Johannes Knapp, einer<br />
der Geschäftsführer. Im Zuge der<br />
Umstrukturierung wurde unter<br />
anderem eine Minderheitsbeteiligung<br />
an der ehemaligen TPP in<br />
Rumänien an die Rondo Gruppe<br />
veräußert. Im Gegenzug kaufte das<br />
Schwarzacher Verpackungsunternehmen<br />
den Marktbegleiter Läser<br />
AG in der Schweiz, mit dem Ziel,<br />
die Präsenz und Expertise auch auf<br />
dem Schweizer Markt zu sichern<br />
und auszubauen, wie Ralph Joser,<br />
Geschäftsführer von Schwarzach<br />
Packaging erklärt und hinzufügt:<br />
„Unser Unternehmen ist in dieser<br />
Form seit Jahrzehnten erfolgreich<br />
und wirtschaftlich gesund<br />
am Markt, auch weil man immer<br />
wieder weit vorausschauend die<br />
richtigen Entwicklungen eingeleitet<br />
hat. Mit den jüngsten Umstrukturierungen<br />
haben wir Kräfte<br />
gebündelt und uns nicht nur wirtschaftlich<br />
stark gemacht, sondern<br />
auch unsere Vorreiterrolle in der<br />
Branche nachhaltig gesichert. So<br />
werden wir und die mit uns verbundenen<br />
Unternehmen auch in<br />
Zukunft stabil und gut durch wirtschaftlich<br />
herausfordernde Zeiten<br />
kommen.“<br />
Geschichte<br />
Schwarzach Packaging blickt<br />
auf eine über 100jährige Firmengeschichte<br />
zurück – seit 1968 ist<br />
das als Offsetdruckerei gegründete<br />
Unternehmen am Standort<br />
Schwarzach, von wo aus es heute<br />
als national und international agierender<br />
Verpackungsspezialist und<br />
Partner für zahlreiche bekannte<br />
Verbrauchermarken agiert. Mit der<br />
Übernahme der Läser AG in der<br />
Schweiz und dem im Akzidenzbereich<br />
tätigen Joint-Venture mit der<br />
Vorarlberger Verlagsanstalt VVA<br />
beschäftigt die Unternehmensgruppe<br />
rund 600 Mitarbeitende.<br />
Mehr auf: www.<br />
schwarzach-packaging.com<br />
Geschäftsführer Ralph Joser<br />
und Johannes Knapp<br />
6 <strong>05</strong>/<strong>24</strong>
NEUBAU<br />
Weber Food Technology Italia<br />
Im Frühjahr 20<strong>24</strong> kündigte Weber Food Technology die Gründung einer eigenen<br />
Tochtergesellschaft in Italien und den Bau eines neuen Gebäudes für die<br />
Weber Food Technology Italia Srl an. Gemeinsam mit Vertretern der lokalen<br />
Wirtschaft, dem Bauunternehmen sowie den ehemaligen Grundbesitzern des<br />
Geländes läuteten Jörg Schmeiser, Geschäftsführer der Weber Food Technology<br />
GmbH, und das gesamte zukünftige Weber Italia Team jetzt den Baustart<br />
im Gewerbegebiet von Neumarkt mit einem feierlichen Spatenstich ein.<br />
Mit der eigenen Präsenz<br />
wird Weber zukünftig<br />
die direkte Betreuung<br />
italienischer Kunden vom aktuellen<br />
Vertriebspartner Niederwieser<br />
AG übernehmen. „Die Gründung<br />
einer eigenen Tochtergesellschaft<br />
in Italien und dieser Bau sind<br />
weitere Schritte hin zu noch mehr<br />
Kundennähe und umfassende Betreuung.<br />
Denn ab 2025 profitieren<br />
unsere Kunden vom Zugriff auf<br />
unser gesamtes Portfolio – von der<br />
Beratung und Projektabwicklung<br />
über die After Sales Betreuung bis<br />
hin zur Nutzung der globalen Softwarelösungen<br />
und Supportstrukturen“,<br />
unterstrich Jörg Schmeiser.<br />
Vor diesem Hintergrund wird das<br />
neue, über 1.500 qm große Gebäude<br />
neben großzügigen Büroflächen<br />
auch einen Showroom für Kundenvorführungen<br />
sowie ein Ersatzteillager<br />
zur schnellen Versorgung der<br />
Kunden beinhalten. Geplant ist, den<br />
Bau bis Ende 2025 fertigzustellen.<br />
Spatenstich<br />
Über die Weber Gruppe<br />
Vom gewichtsgenauen Schneiden<br />
und Verpacken von Wurst, Fleisch,<br />
Käse und veganen Ersatzprodukten<br />
bis hin zu komplexen Automatisierungslösungen<br />
für Ready Meals,<br />
Pizzen, Sandwiches und weitere<br />
Convenience-Produkte: Weber<br />
Food Technology ist einer der führenden<br />
Systemanbieter für Lebensmittel<br />
wie Aufschnitt- und Stückware<br />
sowie das Automatisieren und<br />
Verpacken von Frischeprodukten.<br />
Zentrales Ziel des Unternehmens<br />
ist es, Kunden das Leben mithilfe<br />
herausragender, individueller Lösungen<br />
einfacher zu machen und<br />
ihnen den optimalen Betrieb ihrer<br />
Anlagen über den gesamten Lebenszyklus<br />
hinweg zu ermöglichen.<br />
Rund 1.900 Mitarbeiterinnen und<br />
Mitarbeiter an 26 Standorten in<br />
21 Nationen sind heute bei Weber<br />
Food Technology beschäftigt. Bis<br />
heute ist das Unternehmen in Familienbesitz<br />
und wird von Tobias<br />
Weber, dem ältesten Sohn des Firmengründers<br />
Günther Weber, als<br />
CEO geleitet.<br />
Mehr über die Schneide- und<br />
Verpackungslösungen sehen Sie<br />
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<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
7
MESSE<br />
Viele Köche für´s perfekte Recycling<br />
Am FachPack Messestand von PET-MAN bereitete der Chef höchstpersönlich<br />
herzhafte Leckereien für die Besucher zu. Markus Neudorfer, den Leser vielleicht<br />
noch dadurch in Erinnerung haben, dass er einen Traum hatte – er wollte<br />
einen weißen, umweltfreundlichen PET-Strom schaffen - was ihm mit seinem<br />
Schulmilchprojekt auch gelungen ist, bewies sich also als Koch. Bei seinem<br />
aktuellen Projekt „PAC2PAC“ ist er allerdings nicht der einzige Koch. Einige<br />
internationale Spitzenköche sind daran beteiligt.<br />
Die meisten Kunststoffverpackungen<br />
werden<br />
heutzutage weggeworfen<br />
und landen in der Verbrennungsanlage<br />
– aber das muss nicht sein!<br />
Als erfahrener Verpackungshersteller<br />
haben sich einige Spezialisten<br />
gefragt: wie schaffen wir<br />
den perfekten Kreislauf für PET-<br />
Verpackungen? Das Ergebnis ist<br />
das PAC2PAC-System, mit dem<br />
benutzte Kunststoffverpackungen<br />
mithilfe von Thermoformen wieder<br />
zu gleichwertigen Verpackungen<br />
gemacht werden können. „Als<br />
langjähriger Anbieter und Hersteller<br />
von Verpackungslösungen,<br />
insbesondere aus PET für Lebensmittel<br />
und Pharma, sehen wir uns<br />
in der Verantwortung, nachhaltige<br />
Lösungen zu fördern. Unser P2P<br />
System beweist die technische und<br />
ökonomische Wettbewerbsfähigkeit<br />
eines geschlossenen Kreislaufs<br />
für PET-Haushaltabfällen, inklusive<br />
der lebensmittelrechtlichen Zulassung.“<br />
so die Grundaussage der<br />
erwähnten Köche.<br />
Partner<br />
Hinter dem Projekt steht die Bachmann<br />
Group aus der Schweiz mit<br />
ihren Partnern. Wie bereits erwähnt<br />
ist einer der Partner – PET-Man –<br />
als Projektleiter sagt Neudorfer:<br />
„Wir sind der Partner für Ihre Verpackung<br />
– PETman betrachtet den<br />
kompletten Kreislauf vom Konsumenten<br />
zum Konsumenten - unser<br />
Anspruch «Circular Packaging<br />
Design.“ Wie schon beim Schulprojekt<br />
ist ein weiterer Partner die<br />
Starlinger viscotec. Starlinger viscotec<br />
unterstützt das Pac2Pac Projekt<br />
durch jahrelanges Knowhow<br />
im Bau von Kunststoffrecycling<br />
Anlagen. Mithilfe der Maschinen<br />
wird rPET perfekt gereinigt und<br />
wieder zu Folie verarbeitet, so<br />
können aus Verpackungen wieder<br />
Verpackungen werden. Im Bereich<br />
der Sortierung ist Sesotec der Partner<br />
- Im Rahmen des Kooperationsprojekts<br />
übernahm Sesotec die<br />
8 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
entscheidende Rolle der sensorbasierten<br />
Sortierung von Food- und<br />
Non-Food PET-Material aus dem<br />
Schweizer Kunststoff-Sammelsack.<br />
Last but not least liefert die Krones<br />
Recycling GmbH Turnkey-<br />
Markus Neudorfer am Messestand<br />
Lösungen für das Kunststoff-Recycling.<br />
Umsetzung<br />
„Mit unserer Großinvestition in<br />
eine neue Extrusionsanlage, samt<br />
Mehr News von der FachPack lesen Sie ab Seite 18<br />
vorgängiger Dekontamination, beginnen<br />
wir ab dem kommenden<br />
Jahr mit der Eigenherstellung von<br />
Recycling-PET-Folie. Wir beweisen<br />
mit PAC2PAC die Machbarkeit<br />
eines geschlossenen Kreislaufs für<br />
PET-Verpackungen aus dem Sammelsack,“<br />
erklärt Reto Bachmann,<br />
CEO Bachmann Group. Der Einsatz<br />
von Künstlicher Intelligenz in<br />
der sensorbasierten Sortierung ermöglicht<br />
es, Food- und Non-Food-<br />
Materialien präzise zu erkennen<br />
und zu trennen. Herbert Hofbauer/<br />
Starlinger Viscotec spricht wahrscheinlich<br />
für alle: „Recycling ist,<br />
wenn man aus einer Verpackung<br />
wieder die gleiche Verpackung<br />
herstellt und kein minderwertiges<br />
Produkt. Das dies möglich ist, wird<br />
mit PAC2PAC bewiesen und darum<br />
arbeiten wir zusammen.“ Mehr<br />
über das Projekt, das Neudorfer<br />
während der Messe seinen Besuchern<br />
vorstellte – lesen Sie in einer<br />
der nächsten Ausgaben.<br />
Mehr vorab unter: pac2pac.ch
WIRTSCHAFT<br />
Zwei neue Hallen<br />
: Schwebend,<br />
kontaktlos, intelligent!<br />
Der Kunststoffspezialist Auer investiert erneut<br />
in sein Headquarter. Vor zehn Jahren hat das<br />
Unternehmen den Technologiepark in Amerang<br />
erworben und baut den Standort seither kontinuierlich<br />
aus. Jetzt gibt es Pläne für eine vierte<br />
Produktionshalle mit angeschlossner Kommissionierhalle<br />
auf dem rund 89.000 Quadratmeter<br />
großen Gelände. Baubeginn könnte schon 2026<br />
sein.<br />
Schwebende<br />
Planarmover<br />
5°<br />
Kippen<br />
um bis zu 5°<br />
kg<br />
Skalierbare<br />
Nutzlast<br />
Heben<br />
um bis zu 5 mm<br />
Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme<br />
seines vollautomatischen<br />
Hochregallagers<br />
mit 20.000 Palettenstellplätzen<br />
im Jahr 2023, hat das familiengeführte<br />
Industrieunternehmen aus<br />
Oberbayern nun eine Erweiterung<br />
der Produktionskapazitäten auf der<br />
Agenda. Neben den drei bereits bestehenden<br />
Fertigungshallen soll baugleich<br />
eine vierte Produktionshalle<br />
entstehen. Diese wird mittels Fördertechnik<br />
an eine ebenfalls in Planung<br />
befindliche Kommissionierhalle<br />
angeschlossen werden. Von dort<br />
aus soll eine weitere automatische<br />
Förderstrecke bis zum Hochregallager<br />
führen und den Prozess von<br />
der Produktherstellung über die<br />
Verpackung bis hin zum Versand<br />
optimieren. Auer Packaging untermauert<br />
mit dieser neuerlichen Standorterweiterung<br />
die Stellung seines<br />
Firmenhauptsitzes in Amerang als<br />
Zentrale seiner Aktivitäten.<br />
Ohne Investition,<br />
kein Wachstum<br />
„Ohne Investition, kein Wachstum<br />
- wir planen daher, das Headquarter<br />
um eine vierte Produktionshalle zu<br />
erweitern und die Kommissionierung<br />
im Technologiepark Amerang<br />
smart an Produktion und Lager anzuschließen.<br />
Die genaue Projektplanung<br />
steht noch am Anfang, aber wir<br />
sind zuversichtlich, 2026 mit den<br />
Bauarbeiten beginnen zu können“,<br />
erklären Robert und Philipp Auer<br />
aus der Geschäftsführung der Auer<br />
GmbH.<br />
Auer GmbH<br />
Die AUER GmbH mit Hauptsitz<br />
in Amerang (Oberbayern) ist der<br />
Spezialist rund um den Werkstoff<br />
Kunststoff. Das Unternehmen konnte<br />
2023 einen Jahresumsatz von 125<br />
Millionen Euro (EBITDA 46 Millionen)<br />
verbuchen. Die Belegschaft<br />
wuchs auf rund 200 Mitarbeiter. Die<br />
Marke AUER Packaging ist auf die<br />
Produktion und den Vertrieb von<br />
Transport- und Lagerbehältern aus<br />
Kunststoff spezialisiert und bietet<br />
branchenübergreifend hochwertige<br />
Produkte für Lagerung und Transport<br />
von festen und flüssigen Materialien<br />
in jeglicher Größe. AUER<br />
Packaging betreibt ein systematisches<br />
Energiemanagement nach<br />
ISO 50001 und ist nach ISO 9001<br />
zertifiziert.<br />
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9
WIRTSCHAFT<br />
Pawel smart packing & logistics<br />
eröffnet neuen Standort<br />
Seit 1898 ist das Verpacken und Versenden die Profession von PAWEL<br />
packing & logistics GmbH. Von den Anfängen einer Kisten- und Möbeltischlerei<br />
entwickelte sich das Unternehmen zu einem führenden Verpackungslogistiker<br />
Österreichs. Die über Generationen dauernde Weitergabe von Erfahrungen und<br />
Erkenntnissen ist die Grundlage von Ideenreichtum und Zuverlässigkeit. Dies<br />
bezeugen auch zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen und<br />
Patente. Auch heuer wurde das Unternehmen wieder mehrfach zum Staatspreis<br />
nominiert. Das Unternehmen ruht sich aber auch nach seinem Jubiläumsjahr<br />
(letztes Jahr – 125 Jahre/KOMPACK berichtete) nicht aus und erweitert das<br />
Unternehmen um einen weiteren Standort in Österreich.<br />
Mit seinen Standorten in<br />
Wien Freudenau und<br />
Gratwein (offizielle<br />
Eröffnung 2018) war das Unternehmen<br />
auch bisher gut für den<br />
internationalen Versand im Inland<br />
aufgestellt (International ist das<br />
Unternehmen mittlerweile auch in<br />
Ungarn und in der Slowakei vertreten.)<br />
„Gerade in Oberösterreich,<br />
wo die österreichische Industrie<br />
besonders stark vertreten ist, hat<br />
sich in Ennshafen jetzt eine Chance<br />
ergeben unser Know How vor Ort<br />
noch besser anbieten zu können.“<br />
so Ing. Mag. Michael Pawel, Geschäftsführer<br />
des wahrscheinlich<br />
mit Staatspreisen meistausgezeichnete<br />
Unternehmen Europas.<br />
Neuer Standort<br />
Die Pawel packing & logistics<br />
GmbH war auf der Suche nach einer<br />
Lagerfläche im Raum Enns für<br />
einen Kunden. So kam es auch zu<br />
Gesprächen mit dem Terminal Enns.<br />
Das Terminal Enns soll prinzipiell<br />
ausgebaut werden – auf Grund<br />
der angespannten derzeitigen wirtschaftlichen<br />
Lage – wird dieser<br />
Plan allerdings noch nicht jetzt<br />
umgesetzt. Der ehemalige Leercontainerplatz<br />
war aber frei. „An dieser<br />
Stelle ist zwar nur eine Leichtbau-<br />
Ing. Mag. Michael Pawel zeigt hier stolz auf die neue Halle<br />
in Leichtbauweise neben dem Terminal in Ennshafen<br />
weise möglich – der Standort hat<br />
aber einen großen Vorteil zu anderen<br />
Plätzen. Da wir sehr nahe dem<br />
Terminal sind kann der Containerterminalbetreiber<br />
die Container uns<br />
direkt zuführen – was den Kunden<br />
die klassischen Truckingkosten erspart“<br />
so der Geschäftsführer. Auf<br />
dem rund 5.000m 2 großen Grundstück<br />
hat das Unternehmen die<br />
größtmögliche Halle für Kunden<br />
gebaut. Damit können die Dienste<br />
auch ab dem österreichischen<br />
Raum den Kunden noch besser zur<br />
Verfügung gestellt werden. Durch<br />
den direkten Anschluss ans Gleis<br />
und den Hafen sind hier ideale<br />
Begebenheiten für den internationalen<br />
Versand gegeben. „Diese<br />
neue Westdrehscheibe von uns wird<br />
demnächst seinen Betrieb aufnehmen<br />
– wir stellen gerade noch ein<br />
Containerbüro fertig dann ist alles<br />
bereit für den Start. Auch dank kooperativen<br />
Behörden die uns bei der<br />
Abwicklung tatkräftig unterstützt<br />
haben.“ erklärt Ing. Mag. Pawel.<br />
INPRO<br />
Das Unternehmen ist auch Österreichs<br />
Vertreter bei INPRO. IN-<br />
PRO ist das internationale Netzwerk<br />
der Exportverpacker. Das<br />
heurige Treffen der Geschäftsführer<br />
der Mitglieder findet heuer<br />
Mitte Oktober in Toronto statt wodurch<br />
der Geschäftsführer heuer<br />
leider nicht direkt bei der Staatspreisverleihung<br />
dabei sein kann<br />
wo seine Produkte auch wieder<br />
mehrmals zu den nominierten Beiträgen<br />
zählt. Mehr über diese Produkte<br />
und weitere Highlights der<br />
Firma Pawel packing & logistics<br />
lesen Sie wieder in KOMPACK.<br />
Vorab mehr unter:<br />
www.pawel.at<br />
10 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
Außenansicht ...<br />
... und Innenansicht des neuen Standortes (Foto Mitte - beim Aufbau)
Staatspreis 20<strong>24</strong><br />
Auch beim heurigen Verpackungsstaatspreis - Staatspreis<br />
Smart Packaging 20<strong>24</strong> zählten einige der Produkte von<br />
PAWEL packing & logistics GmbH zu den nominierten<br />
Lösungen. Sehen Sie hier die besonderen Verpackungslösungen<br />
und die Begründungen der Jury.<br />
Nominierung: Kategorie B2B<br />
„Hochwertige Exportverpackung für Katalysatoren“<br />
Begründung der Jury: Die Exportverpackung ist eine durchdacht ausgeführte<br />
Verpackungslösung, welche für den Anwender einen besonderen Mehrwert bietet<br />
und die Schutzfunktion hervorragend erfüllt.<br />
Vorbildliche Verpackungslösung<br />
„Maßgeschneiderte kompakte Exportverpackung für<br />
elektronisches Kupplungsset“<br />
Die Exportverpackung aus Holz bietet eine nachhaltige<br />
Lösung durch ihre ressourcenschonende<br />
und wiederverwendbare Bauweise. Die Auflagenteile und die Befestigung<br />
mit nur einem Gurt ermöglichen eine optimale Fixierung<br />
und schnelles Be- und Entladen.<br />
Nominierung: Kategorie<br />
Verpackung der Zukunft<br />
„FREE to REUSE - Nachnutzung<br />
von Exportverpackungen“<br />
Begründung der Jury: Hervorragend war der Gedanke<br />
hinter der Verpackung, den<br />
stabilen Werkstoff für den Bau von Möbeln einzusetzen,<br />
um das höchst mögliche<br />
Potential aus dem Material herauszuholen.<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
11
STAATSPREIS<br />
Staatspreis Smart Packaging<br />
Die Ministerien wollen die Bedeutung ganzheitlicher und umfassender Lösungen<br />
im Verpackungsbereich in den Vordergrund rücken. Aus diesem Grund veranstalten<br />
das Klimaschutzministerium und das Arbeits- und Wirtschaftsministerium<br />
gemeinsam mit dem Österreichischen Institut für Verpackungswesen den Staatspreis<br />
Smart Packaging um ebendiese vorbildlichen Verpackungsentwicklungen<br />
auszuzeichnen. Sehen Sie hier die Gewinner des heurigen Staatspreises (dem<br />
ältesten in Österreich). KOMPACK durfte auch wieder ein Teil der Jury sein und<br />
gratuliert an dieser Stelle natürlich allen Gewinnern.<br />
Staatspreis - Smart Packaging 20<strong>24</strong> - Kategorie B2B<br />
„Schweißgerät TransSteel 2200C“<br />
Hersteller: DS Smith Packaging Austria GmbH/www.dssmith.com/at, Verwender: Fronius International GmbH<br />
Die Verpackungslösung zeichnet sich durch eine besonders effiziente Konstruktion aus: Die einheitliche Tasse kann sowohl als stabile<br />
Basis (Bodentasse), als Abschluss (Deckeltasse) mit Tragefunktion durch Herausbrechen eines Zuschnittes sowie zur sicheren<br />
Aufbewahrung von Zubehör (Zubehörtasse) für verschiedene Zubehörteilkonfigurationen verwendet werden.<br />
Durch diese Mehrfachnutzung desselben Bauteils wird nicht nur die Produktion vereinfacht, sondern<br />
auch die Handhabung optimiert, was zu einer ressourcenschonenden und<br />
kosteneffizienten Lösung führt. Der Zusammenbau ist einfach und dauert<br />
weniger als eine Minute. Mit den Seitenteilen und der Außenverpackung<br />
ist ein weltweiter Versand des 15 kg schweren Schweißgerätes möglich.<br />
Begründung der Jury: Durch die einheitlich gehaltenen Einzelteile<br />
und hervorragende Handhabung bei der Entnahme und dem<br />
Einsatz des Schweißgerätes bietet die Transportverpackung<br />
einen besonderen Mehrwert.<br />
Staatspreis - Smart Packaging 20<strong>24</strong> - Kategorie B2C<br />
„Kartonstreudose“<br />
Hersteller: Pratopac GmbH/www.pratopac.at, Verwender: claro products GmbH<br />
Die innovative Claro Kartondose mit Kartonstreuer ist eine umweltfreundliche Verpackungslösung.<br />
Ihr größter ökologischer Vorteil liegt darin, dass sie zu 97 Prozent aus Papier besteht und komplett im Papiermüll entsorgt<br />
werden kann. Mit einem Anteil von 76 Prozent recyceltem Papier unterstützt sie nachhaltiges Recycling und fördert die<br />
Ressourcenschonung.<br />
Technisch innovativ ist die Dose durch ihren wiederverschließbaren Kartonstreuer, der<br />
eine präzise Dosierung des Inhalts und ein sicheres Verschließen ermöglicht. Der Streuer<br />
ist komplett in die Kartondose integriert und besteht aus einer beschichteten Kartonscheibe.<br />
Die Benutzerfreundlichkeit, praktische Funktionalität und umweltfreundlichen<br />
Konstruktion macht den Streuer zu einer echten Innovation auf dem Markt.<br />
Begründung der Jury: Die Verpackung nutzt Wellpappe als alternatives Material<br />
ohne Convenience und Funktionalität dabei einzuschränken. Der wiederverschließbare<br />
Streuer ist gut durchdacht und bietet eine hervorragende<br />
Benutzerfreundlichkeit. Ein weiterer positiver Aspekt ist die ausgezeichnete<br />
Recyclingfähigkeit der Kartonstreudose.<br />
12 <strong>05</strong>/<strong>24</strong>
Staatspreis - Smart Packaging 20<strong>24</strong> - Kategorie Verpackung der Zukunft<br />
„Revolution: Die gehärtete 0,33l Standard Mehrwegflasche von Vetropack für den österreichischen Markt“<br />
Hersteller: Veropack/www.vetropack.at<br />
Glas zählt zu den umweltfreundlichsten Verpackungsmaterialien, da es aus natürlichen Ressourcen<br />
hergestellt und zu 100 Prozent recycelbar ist. Ausschließlich das Gewicht und die Stabilität waren<br />
bislang Schwachpunkte der Verpackung.<br />
Mit einer neu entwickelten Härtungstechnologie hat Vetropack eine Lösung. Das Verfahren, das hohe<br />
Anforderungen an Material und Herstellung stellt, ermöglicht erstmals das thermische Härten<br />
von Glasflaschen.<br />
Diese Flaschen sind rund 30 Prozent leichter als herkömmliche Flaschen, was<br />
besonders für Mehrwegsysteme eine zentrale Rolle spielt. Die leichten<br />
Glasflaschen ermöglichen eine Reduktion des CO 2 -Ausstoßes auf ein Viertel<br />
des bisherigen Werts. Zudem können sie bis zu 20 Prozent mehr Umläufe<br />
erreichen und bestehen zu mehr als zwei Dritteln aus Recyclingglas. Die neue<br />
0,33l-Mehrwegflasche lehnt sich an die bekannte 0,5l-Standard-Mehrwegbierflasche<br />
an, die bei Konsumenten als Mehrwegflasche etabliert ist.<br />
Begründung der Jury: Sehr leichte und dennoch stabile Flasche. Besonders gefiel<br />
die einheitlich gehaltene Anlehnung der Form an die bekannte 0,5l-Standardflasche,<br />
dadurch lässt sich die Flasche gut als Mehrweglösung etablieren. Überzeugt hat auch dr vor ort durchgeführte Falltest.<br />
Staatspreis - Smart Packaging 20<strong>24</strong> - Sonderpreis Branding<br />
„20 Jahre Douro Boys - Jubiläumsedition“<br />
Design: upart Werbung und Kommunikation GmbH, Hersteller: Marzek Etiketten+Packaging GmbH/www.marzek.at , Verwender: Douro Boys<br />
5 Winzer, 5 Weingüter, 5 Cuvées, 5 eigenständige Brands vereint in einem Packaging Design.<br />
Das innovative 5-teilige Etikettendesign für die Jubiläumsweine der Douro Boys spiegelt sowohl die reiche Geschichte der Winzer als auch deren<br />
Engagement für Nachhaltigkeit wider. Jedes Etikettensegment repräsentiert einen der fünf Winzer.<br />
Die Etiketten bestehen aus recyceltem Naturpapier, das umweltfreundlich bedruckt ist. Dadurch verbindet das Design den Genuss von Wein mit einem<br />
bewussten Umgang mit Ressourcen. Gestalterisch beeindruckt das Etikett durch seine einzigartige Form, bei der fünf Streifen für die fünf Winzer stehen<br />
und die Douro-Region symbolisieren, während das Gesamtbild auf der Rückseite ihre kollektive Vision widerspiegelt.<br />
Begründung der Jury: Ein sehr gut durchdachtes und sehr ansprechendes Etikett, welches die Zusammenarbeit und die Geschichte der Winzer<br />
symbolisiert. Bemerkenswert ist, dass trotz der außergewöhnlichen Form nur minimaler Verschnitt entsteht.<br />
Die Lizenz zum Recycling.<br />
Wir Wir sammeln und und recyceln rund rund 260.000 Tonnen Altglas pro pro Jahr. Jahr.<br />
Wir Wir tun tun dies dies nach nach höchsten Umweltstandards und und sozialen Benchmarks.<br />
Das Das ist ist Circular Economy mit mit Mehrwert.<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
13
STAATSPREIS<br />
Staatspreis - Smart Packaging 20<strong>24</strong> - Sonderpreis Innovation<br />
„ALPLA CleanCharger“<br />
ALPLA Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG/www.alpla.at<br />
Der CleanCharger kombiniert Nachhaltigkeit durch Wiederverwendbarkeit und effizientes Recycling mit innovativem Design.<br />
Die Pumpe und der äußere Behälter, der sogenannte „Keeper“, können mehrfach genutzt werden, die minimalistische Patrone (Cartridge), welche<br />
das Produkt enthält, besteht aus leichtem Material (bis zu 100 % aus recyceltem PET). Der „Keeper“ aus langlebigen Materialien übernimmt<br />
die Belastung beim Pumpvorgang so, dass die Cartridge extrem leicht gestaltet werden konnte. In Kombination mit einem „Airless-Pumpsystem“<br />
kollabiert die Cartridge kontrolliert und ermöglicht eine Restentleerung von über 97 Prozent, während das Abfallvolumen auf<br />
ein Minimum reduziert wird.<br />
Der CleanCharger ist eine saubere und unkomplizierte Nachfülllösung,<br />
welche durch seine Handhabung und Nachhaltigkeit überzeugt.<br />
Begründung der Jury: Eine sehr gut durchdachte Lösung, bei der<br />
deutlich Material reduziert werden kann. Besonders bemerkenswert<br />
ist das „Airless-Pumpsystem“ wodurch eine höhere Restentleerbarkeit<br />
erzielt und bei der weiteren Entsorgung ein geringeres Volumen<br />
benötigt wird..<br />
14<br />
Auch wir durften heuer wieder, als Vertreter der Medien, bei der Jury dabei sein (Harald Eckert) - weitere Jurymitglieder: Veranstalter:<br />
Mag. Dieter Böhm, LL.M., Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft und DI Wolfgang Holzer, Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie,<br />
Mobilität, Innovation und Technologie, Vorsitz: Dipl.-Ing. (FH) Michael Auer, MSc, Österreichisches Institut für Verpackungswesen, Wirtschaftskammer<br />
Österreich: MMag. Alexander Krissmanek, Fachverband der Glasindustrie, Mag. Harald Rankl, Fachverband der Metalltechnischen<br />
Industrie, Mag. Dominik Stern, Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs Mag. Martin Widermann, PROPAK Fachverband der Industriellen Hersteller<br />
von Produkten aus Papier und Karton Grafik / Design: Mag. Art. Susanne Lippitsch, SL DESIGN, Marktforschung: Hr. Herbert Kling, brandscore.at<br />
Bildung: Dr. Slivia Apprich, FH Campus Wien, Verpackungsconsulting: Dipl.Ing. Rainer Carqueville und Staatspreisträger 2022<br />
DI Herbert Schlossnikl, Vöslauer Mineralwasser GmbH<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong>
MESSE<br />
Automation Forum 20<strong>24</strong><br />
Mitglieder des Smart Automation Messe-Fachbeirates initiierten zum 2. Mal<br />
den Österreichischen Fachkongress Automation Forum. Eine eintägige, hybride<br />
Kongressveranstaltung mit starkem Impuls in Sachen Industrieautomation im<br />
Osten Österreichs, in Wien. Ein umfangreiches Vortragsprogramm, inspirierende<br />
Keynotes und eine begleitende Ausstellung forcierten den Wissenstransfer. Sehen<br />
Sie hier einige Imüpressionen der Veranstaltung.<br />
Sollten Sie eine Präenstation nochmals sehen wollen oder versäumt haben gibt es auf<br />
der Homepage noch die Möglichkeit dies zu tun: https://automation-forum.at<br />
04/<strong>24</strong><br />
15
KUNSTSTOFF<br />
Innovative Lösungen<br />
mit dem Kundennutzen im Fokus<br />
Auf der Fakuma 20<strong>24</strong> zeigt ENGEL seine neuesten Innovationen mit einem<br />
klaren Schwerpunkt auf Effizienz, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Im Mittelpunkt<br />
stehen HOCHPRÄZISE Spritzgießmaschinen, die durch gesteigerte<br />
Material- und Energieeffizienz überzeugen und speziell auf die Anforderungen<br />
moderner Produktionsumgebungen zugeschnitten sind. ENGEL bietet zukunftsorientierte<br />
Lösungen, die Unternehmen helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig<br />
zu sichern. Besucher sind eingeladen, sich auf dem ENGEL-Messestand<br />
von den aktuellen Entwicklungen inspirieren zu lassen.<br />
Mit einer Schließkraft von<br />
5000 kN kombiniert<br />
die vollelektrische e-<br />
mac 500 Spritzgießmaschine hohe<br />
Leistung mit Energieeffizienz und<br />
einer kompakten Bauweise. Der<br />
HIGH-Schließantrieb und das digitale<br />
Assistenzsystem iQ motion<br />
control ermöglichen besonders<br />
schnelle Zykluszeiten und senken<br />
den Energieverbrauch um bis zu 30<br />
% im Vergleich zu hybriden oder<br />
hydraulischen Maschinen. Die e-<br />
mac 500 bietet durch optionale Erweiterungspakete<br />
zudem eine hohe<br />
Vielseitigkeit und ist ideal für energieintensive<br />
Produktionsprozesse<br />
geeignet. Auf der Messe produziert<br />
sie 4-Liter-Container mit In-<br />
Mould-Labeling.<br />
Höchste Präzision durch die<br />
ENGEL Holmlos-Technologie<br />
Für die hochpräzise Anwendungen<br />
in der Flüssigsilikon-Verarbeitung<br />
(LSR) hat ENGEL eine holmlose<br />
e-victory 100 optimiert. Mit einem<br />
256-Kavitäten-Werkzeug erreicht<br />
sie eine beeindruckende Zykluszeit<br />
von nur 12 Sekunden und sorgt<br />
für gleichmäßig hohe Teilequalität.<br />
Dank der innovativen Holmlostechnologie<br />
von ENGEL wird die Aufspannplatte<br />
vollständig genutzt und<br />
die Schließkraft optimal genutzt,<br />
was die e-victory Serie besonders<br />
effizient und präzise macht. Besucher<br />
der Fakuma können in Live-<br />
Neuvorstellung der vollelektrischen ENGEL e-mac 500<br />
mit High-Schließantrieb und iQ motion control.<br />
Demonstrationen erleben, wie die<br />
e-victory 100 die Produktionsleistung<br />
steigert und höchste Flexibilitäts-<br />
und Qualitätsanforderungen<br />
erfüllt.<br />
Wirtschaftliche Plug-and-Play<br />
Innovationen<br />
ENGEL stellt zur Fakuma die<br />
neue Generation der t-win Maschinen<br />
seiner Marke WINTEC mit<br />
über 20 neuen Optionen vor. Dazu<br />
gehören iQ clamp control, das die<br />
Schließkraft intelligent optimiert,<br />
um Ausschuss, Energieverbrauch<br />
und Werkzeugverschleiß zu reduzieren,<br />
sowie iQ hold control, das<br />
die Nachdruckzeit automatisch<br />
anpasst und die Serienproduktion<br />
beschleunigt. Bis Ende 20<strong>24</strong> werden<br />
zahlreiche weitere Optionen<br />
verfügbar sein, um die Flexibilität<br />
der t-win Serie weiter zu steigern.<br />
Dazu zählen Proportionalventile<br />
für Kernzüge und Servo-Ventile für<br />
das Einspritzen. In einer Live-Demonstration<br />
zeigt die t-win 5500-<br />
4900 die Produktion von Deckel<br />
und Rückwand eines Batteriekastens<br />
aus ABS.<br />
Rüsten in Rekordzeit<br />
Weiter präsentiert ENGEL die<br />
holmlose victory 160, die auf der<br />
Messe Fittings produziert. Mit einer<br />
kurzen Zykluszeit von etwa 40<br />
Sekunden und einer vergrößerten<br />
Aufspannplatte, die schnelle Werkzeugwechsel<br />
ermöglicht, minimiert<br />
die Maschine Stillstandzeiten und<br />
maximiert die Produktivität. Der<br />
integrierte digitale Rüstassistent<br />
unterstützt den Bediener effektiv<br />
beim Werkzeugwechsel, wodurch<br />
Fehlerquellen reduziert und die<br />
Gesamtanlageneffektivität (OEE)<br />
gesteigert werden. Die Maschine<br />
und der schnelle Werkzeugwechsel<br />
werden auf der Messe in Live-Demonstrationen<br />
zu sehen sein.<br />
Einfache Bedienung<br />
und hohe Flexibilität<br />
ENGEL stellt im „Expert Corner<br />
für Automatisierung“ mit viper Linearrobotern,<br />
den easix Knickarmroboter<br />
und Fördersystemen innovative<br />
Lösungen vor, die durch<br />
nahtlose Integration in die ENGEL-<br />
Steuerungen für Prozessoptimierung<br />
sorgen. Synchronisierte Bewegungen<br />
zwischen Automatisierung<br />
und Spritzgießmaschine ermöglichen<br />
eine Reduktion der Zykluszeiten<br />
und vereinfachen die Einrichtung.<br />
Der viper 20 Doppelroboter<br />
und die Bin-Picking Zelle setzen<br />
neue Maßstäbe in Sachen Effizienz<br />
und Flexibilität, während der viper<br />
4 durch einfache Bedienung und<br />
hohe Energieeffizienz überzeugt.<br />
Maßstäbe von Morgen setzen<br />
Der „Expert Corner Technologien<br />
& Großmaschinen“ konzentriert<br />
sich auf die Polyurethan-<br />
Überflutung, auch bekannt als<br />
ENGEL clearmelt oder „Lackieren<br />
im Werkzeug“. Diese innovative<br />
Methode ermöglicht es, Bauteile<br />
direkt im Werkzeug mit einer<br />
hochwertigen Polyurethanschicht<br />
16 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
links: Holmlose und energiesparende ENGEL e-victory 100 mit Flüssigsilikon-Anwendung, mittig: ENGEL Bin-Picking<br />
Zelle mit hoher Effizienz und Flexibilität bei einfacher Bedienbarkeit. rechts: ENGEL duo 5500 combi M im Technikum
Holmlose ENGEL victory 160 mit digitalem<br />
Rüstassistenten für deutlich schnelleren<br />
Werkzeugwechsel.<br />
zu überziehen. Dadurch entsteht<br />
eine sofort einsatzbereite, robuste<br />
Oberfläche, was den Produktionsprozess<br />
erheblich beschleunigt und<br />
die Kosten senkt. Zudem erhöht sie<br />
die Widerstandsfähigkeit der Bauteile<br />
gegenüber mechanischen und<br />
chemischen Einflüssen, was deren<br />
Langlebigkeit verbessert. Mit der<br />
weltgrößten Technikumsmaschine,<br />
der duo 5500 combi M, bietet<br />
ENGEL seinen Kunden die Möglichkeit,<br />
diese und weitere Technologien<br />
effizient zu testen und umzusetzen.<br />
Die Zwei-Platten-Maschine<br />
mit einer beeindruckenden Schließkraft<br />
von 55.000 kN ist speziell für<br />
Neue Generation von WINTEC t-win Maschinen<br />
mit erweitertem Optionsumfang.<br />
Fotos: Engel<br />
großformatige Bauteile konzipiert<br />
und bietet hohe Stabilität, Präzision<br />
und Flexibilität. Dies unterstreicht<br />
ENGELs führende Position in der<br />
Kunststoffindustrie und zeigt, wie<br />
Unternehmen ihre Produktionsprozesse<br />
optimieren und neue Maßstäbe<br />
setzen können. Auf weiteren<br />
Expert Corners präsentiert ENGEL<br />
innovative Lösungen in den Bereichen<br />
Plastifizierung, Temperierung,<br />
Nachhaltigkeit und Steuerung.<br />
Diese Lösungen zielen darauf ab,<br />
die Sicherheit und Produktivität für<br />
jede Anwendung zu erhöhen.<br />
Mehr unter: www.engel.at<br />
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03/<strong>24</strong><br />
17
FACHPACK<br />
Impulsgeber für die Branche<br />
„Das war die FACHPACK, wie wir sie seit langem kennen und schätzen!“, so der einheitliche<br />
Tenor der Aussteller und Besucher auf der FACHPACK 20<strong>24</strong>, die nach drei<br />
überaus erfolgreichen Tagen ihre Tore schließt. 37.000 Fachbesucher, davon jeder<br />
dritte aus dem Ausland, informierten sich an den Messeständen der 1.455 Aussteller<br />
über neueste Trends und Innovationen und diskutierten mit Experten drängende Verpackungsfragen.<br />
Das Leitthema „Transition<br />
In Packaging“ war in allen<br />
Hallen und im Rahmenprogramm<br />
zu erleben. „Der große Zuspruch<br />
spricht für sich: Trotz einer<br />
sich wandelnden Verpackungsindustrie<br />
und vielen Herausforderungen<br />
zeigte sich die europäische Verpackungsbranche<br />
auf der FACHPACK<br />
äußerst innovativ, lösungsorientiert<br />
und zuversichtlich“, resümiert Heike<br />
Slotta, Executive Director Exhibitions,<br />
NürnbergMesse, zufrieden.<br />
„Die FACHPACK hat sich einmal<br />
mehr als klarer Wegweiser und Impulsgeber<br />
für die europäische Verpackungsindustrie<br />
bewiesen. Und<br />
das brauchen wir! Denn die Verpackungsbranche<br />
befindet sich im<br />
Wandel. Neue Regularien müssen<br />
umgesetzt, hohe Erwartungen an<br />
Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft<br />
wollen erfüllt werden. Zugleich<br />
stellt der demographische<br />
Wandel die Industrie vor Herausforderungen.<br />
Und dazu gibt es noch<br />
Themen rund um Energieversorgung,<br />
Lieferketten,<br />
Verpackungsbranche<br />
im Wandel<br />
Digitalisierung und künstliche Intelligenz.<br />
Wir haben in Nürnberg<br />
nun drei Tage lang live erlebt, wie<br />
innovativ, lösungsorientiert und optimistisch<br />
die Branche diesen Herausforderungen<br />
begegnet und den Wandel<br />
mitgestaltet. Das FACHPACK-<br />
Motto ‚Wir machen Zukunft‘ bringt<br />
es einmal mehr auf den Punkt“, fasst<br />
Slotta die Stimmung auf der FACH-<br />
PACK 20<strong>24</strong> zusammen.<br />
Besucher aus ganz Europa<br />
Die FACHPACK bot ein umfangreiches<br />
Angebot an Lösungen und<br />
Innovationen zu den Themen Verpackungen,<br />
Verpackungstechnik und<br />
-prozesse. Die Besucher der FACH-<br />
PACK reisten überwiegend aus europäischen<br />
Ländern ins Messezentrum.<br />
Nach Deutschland waren die<br />
Top-10-Länder Österreich, Schweiz,<br />
Italien, Tschechien, Polen, die Niederlande,<br />
Frankreich, Spanien, die<br />
Verpackungsmaterial in neuer Funktion/Foto: NürnbergMesse / Thomas Geiger<br />
Türkei und Ungarn. Der internationale<br />
Anteil betrug 33 Prozent.<br />
Top-Entscheider vor Ort<br />
96% des Fachpublikums waren mit<br />
dem Fachangebot in den Messehallen<br />
zufrieden, wie die Ergebnisse<br />
einer Besucherbefragung durch ein<br />
unabhängiges Institut belegen. Rund<br />
90 Prozent der Fachbesucher gaben<br />
an, in Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen<br />
ihres Unternehmens<br />
einbezogen zu sein. Zwei Drittel davon<br />
befinden sich in leitender Position.<br />
Die Besucher kamen vor allem<br />
aus den Branchen Food und Feed,<br />
Pharma und Medizin, Chemie, Kosmetik,<br />
Handel, Automotive, Elektrik<br />
und Elektronik, Non-Food, Logistik<br />
sowie Verpackung.<br />
Women4Packaging<br />
Auf große Resonanz stieß das Networking-Event<br />
Women4Packaging:<br />
150 Branchenakteurinnen nutzten<br />
am ersten Messetag die einzigartige<br />
Gelegenheit, sich vor Ort zu vernetzen<br />
und über aktuelle Themen und<br />
Trends der Verpackungsbranche auszutauschen.<br />
Starke Impulse gab die<br />
Keynote von Vera Strauch, Gründerin<br />
der Female Leadership Academy<br />
und Expertin für Feminist Leadership.<br />
Das Initialtreffen wurde durchweg<br />
positiv angenommen – das<br />
Netzwerk Women4Packaging wird<br />
dementsprechend weitergeführt und<br />
ausgebaut, um in Zukunft Frauen<br />
in der Verpackungsindustrie in den<br />
Fokus zu setzen. Regelmäßige Treffen<br />
sind geplant. Phuong Anh Do,<br />
Deputy Director FACHPACK, ist<br />
überwältigt von dem Zuspruch der<br />
neuen Branchenplattform: „Es gibt<br />
zahlreiche qualifizierte Frauen in der<br />
Verpackungsbranche. Deshalb freut<br />
es uns besonders, dass wir auf der<br />
FACHPACK mit Women4Packaging<br />
ein wegweisendes Netzwerk<br />
für Frauen ins Leben rufen konnten,<br />
das den Brancheteilnehmerinnen<br />
einen konstruktiven Austausch und<br />
echten Mehrwert auf Augenhöhe<br />
bietet.“<br />
Verpackungspreise<br />
Am ersten Tag der FACHPACK<br />
hat das Deutsche Verpackungsinstitut<br />
e. V. (dvi) die Gewinner der<br />
Gold-Awards beim diesjährigen<br />
Deutschen Verpackungspreis bekannt<br />
gegeben. Mehr unter: www.<br />
verpackungspreis.de. Am zweiten<br />
Messeabend folgte die Verleihung<br />
des Green Packaging Star Awards<br />
(mehr in dieser Ausgabe)<br />
2025<br />
Im Frühsommer 2025 werden<br />
Packaging Valley e.V. und FACH-<br />
PACK für das neue Format „Packaging<br />
Machinery Forum“ kooperieren.<br />
Das führende Forum für den<br />
Verpackungsmaschinenbau bietet<br />
exklusive Einblicke in die Zukunft<br />
der Branche. Im Fokus stehen die<br />
Themen der Kunden des Verpackungsmaschinenbaus.<br />
Technologische<br />
Themen wie die Digitalisierung<br />
werden genauso beleuchtet<br />
werden wie Fragen der Geschäftsmodelle,<br />
Entwicklungen in den Märkten<br />
und wie eine zukunftssichere<br />
Produktion gewährleistet werden<br />
kann. Teilnehmer erwarten darüber<br />
hinaus maßgeschneiderte Sessions<br />
für individuelle Fragestellungen, gehalten<br />
von hochkarätigen Experten.<br />
Das Forum bietet zudem eine optimale<br />
Networking-Plattform, die direkte<br />
Verbindungen zu Entscheidern<br />
und Vordenkern der Branche ermöglicht.<br />
Weitere Informationen in<br />
Kürze. Die nächste FACHPACK findet<br />
zusammen mit der POWTECH<br />
TECHNOPHARM vom 23. bis 25.<br />
September 2025 im Messezentrum<br />
Nürnberg statt.<br />
Mehr unter:<br />
www.fachpack.de<br />
18 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
Gute Stimmung bei<br />
den Preisverleihungen
FACHPACK<br />
Erweitertes Sortiment<br />
Brigl & Bergmeister (B&B Paper Solutions) blickt auf eine erfolgreiche Teilnahme<br />
an der Fachpack 20<strong>24</strong> in Nürnberg zurück. Der Hersteller von Etiketten-<br />
und Spezialpapieren konnte mit seinen Produktinnovationen im Bereich<br />
flexibler Verpackungspapiere und Barrierepapiere zahlreiche Besucher überzeugen<br />
und wichtige neue Kontakte knüpfen.<br />
Ein Highlight des Messeauftritts von Brigl<br />
& Bergmeister war die Vorstellung des<br />
erweiterten Sortiments an flexiblen Verpackungspapieren.<br />
Besonders die neuen Funktionsund<br />
Barrierepapiere, die im unternehmenseigenen<br />
Innovationszentrum entwickelt wurden, stießen<br />
auf reges Interesse bei den Fachbesuchern. Diese<br />
innovativen Verpackungslösungen bieten verbesserten<br />
Produktschutz und erfüllen die steigenden<br />
Anforderungen der Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie<br />
hinsichtlich Nachhaltigkeit und Funktionalität.<br />
„Unsere maßgeschneiderten Lösungen,<br />
die über Standardprodukte hinausgehen, wurden<br />
von den Besuchern der Fachpack sehr positiv aufgenommen.<br />
Insbesondere die Möglichkeit, individuelle<br />
Anforderungen gemeinsam mit uns umzusetzen,<br />
hat viele überzeugt“, berichtet Markus<br />
Pölzl, Geschäftsführer von Brigl & Bergmeister.<br />
Kunden müssen sich nicht an bestehende Papiere<br />
anpassen. Vielmehr arbeitet Brigl & Bermeister<br />
eng mit seinen Kunden zusammen um individuelle<br />
Lösungen zu entwickeln.<br />
Vielversprechende Gespräche<br />
Neben der Präsentation von Produktneuheiten<br />
konnte Brigl & Bergmeister viele vielversprechende<br />
Gespräche mit potenziellen Geschäftspartnern<br />
führen. „Die Messe war für uns ein voller<br />
Erfolg. Wir haben zahlreiche Kontakte geknüpft,<br />
die in den kommenden Monaten zu neuen Kooperationen<br />
und Projekten führen werden“, so Pölzl.<br />
Nachhaltige Verpackungslösungen<br />
Die Teilnahme an der Fachpack 20<strong>24</strong> war für<br />
Brigl & Bergmeister nicht nur eine Gelegenheit,<br />
das umfangreiche Produktportfolio vorzustellen,<br />
sondern auch die Bedeutung nachhaltiger Verpackungslösungen<br />
hervorzuheben. Die präsentierten<br />
Barrierepapiere bieten nicht nur hervorragende<br />
Schutzeigenschaften, sondern leisten auch einen<br />
wichtigen Beitrag zur Reduktion von Kunststoffverpackungen.<br />
Damit trifft das Unternehmen den<br />
Nerv der Zeit und reagiert auf die zunehmende<br />
Nachfrage nach umweltfreundlichen Verpackungslösungen.<br />
Nach der erfolgreichen Messepräsenz<br />
auf der Fachpack 20<strong>24</strong> plant Brigl & Bergmeister,<br />
die Zusammenarbeit mit seinen Kunden weiter zu<br />
intensivieren und die Entwicklung neuer, innovativer<br />
Papierlösungen voranzutreiben. „Wir sind<br />
Markus Pölzl, Managing Director/<br />
Geschäftsführer Marketing & Sales<br />
stolz auf die positive Resonanz und freuen uns darauf,<br />
unsere maßgeschneiderten Lösungen weiter<br />
auszubauen. Anstatt massenhaft Muster zu versenden<br />
und auf Zufallstreffer zu hoffe, arbeiten unsere<br />
Spezialisten gemeinsam mit unseren Kunden an<br />
der optimalen Lösung. Das Ergebnis ist eine maßgeschneiderte<br />
Papierlösung, die den individuellen<br />
anforderungen deutlich besser gerecht wird als ein<br />
Produkt von der standge.“, erklärt Pölzl abschließend.<br />
Portfolio<br />
Mit ihren nass- und laugenfesten Etikettenpapieren<br />
zählt Brigl& Bergmeister zu den absoluten<br />
Marktführern, speziell für Flaschen bei Mehrwegsystemen.<br />
Auch die nicht nassfesten Etikettenpapiere<br />
tragen das Gesicht unzähliger Marken und<br />
werden vornehmlich im Bereich der Einwegsysteme<br />
verwendet. Ebenfalls wird das Portfolio der<br />
flexiblen Verpackungspapiere auf der ganzen Welt<br />
für unterschiedlichste Anwendungen verwendet.<br />
Dabei kommen Papiere sowohl als Primär-, als<br />
auch als Sekundärverpackung zum Einsatz. Im<br />
dritten Hauptsegment – Spezialpapiere – werden<br />
alle sonstigen Produkte bzw. Papiere zusammengefasst,<br />
die in einem weiteren Verarbeitungsschritt<br />
für spezielle Anwendungen verwendet werden.<br />
Mehr unter: www.brigl-bergmeister.com<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
19
IM GESPRÄCH<br />
Innovative Lösungen vorantreiben<br />
I N T E R V I E W<br />
Zu den vielen Stammausstellern der FachPack zählt auch einer der drei größten<br />
Hersteller von flexiblen Verpackungslösungen - Constantia Flexibles. Währen der<br />
Messe sprach KOMPACK mit Marc Rademacher, EVP Consumer Commercial,<br />
über aktuelle Entwicklungen am Markt.<br />
KOMPACK: Wir sind hier am<br />
zweiten Tag auf der FachPack - wie<br />
zufrieden sind Sie bis jetzt?<br />
Marc Rademacher: Sehr zufrieden<br />
- die Kunden sprechen mit uns<br />
über die Veränderungen am Markt<br />
und ich glaube durchzuhören, dass<br />
sie uns auch als einen der Treiber<br />
für Veränderungen am Markt wahrnehmen,<br />
grade in Bezug auf nachhaltigere<br />
Verpackungslösungen.<br />
KOMPACK: Zu den Veränderungen<br />
werden Kunden auch durch<br />
die PPWR (Packaging & Packaging<br />
Waste Regulation) verpflichtet.<br />
Marc Rademacher: Ohne jetzt<br />
auf die Inhalte näher einzugehen,<br />
sehen wir die PPWR seitens Constantia<br />
Flexibles prinzipiell positiv<br />
und begrüßen die Umsetzung in<br />
Form einer Regulierung für die EU.<br />
Durch diese Vorgaben werden innovative<br />
Lösungen vorangetrieben.<br />
Dies passt zu unserem Nachhaltigkeitsdenken<br />
und unserem Streben<br />
nach immer noch besseren Lösungen.<br />
Unsere Aufgabe ist es, den<br />
Anwendern die richtigen Lösungsmöglichkeiten<br />
anbieten zu können.<br />
Wir unterstützen unsere Kunden<br />
dabei, die Recyclingfähigkeit ihrer<br />
Marc Rademacher, EVP Consumer Commercial<br />
bei Constantia Flexibles am Messestand mit der neuen<br />
Aluminiumlösung<br />
Verpackungen stetig zu verbessern.<br />
KOMPACK: Können Sie das für<br />
unsere Leser auch näher beleuchten?<br />
Marc Rademacher: Gern - also<br />
im Rahmen unseres Consumergeschäftshaben<br />
wir im vergangenen<br />
Jahr bereits ca. 70% des Absatzes<br />
mit recyclebaren Produkten generiert.<br />
Für mehr 25 der letzten ca.<br />
30 Prozentpunkte sind wir bereits<br />
Beim deutschen Verpackungswettbewerb zählte Constantia Flexibles zu den Siegern<br />
jetzt in der Lage, nachhaltige Lösungen<br />
anbieten zu können. Dies<br />
klingt in Zahlen natürlich sehr<br />
einfach, ist aber nur möglich, da<br />
wir viele clevere Köpfe aus unterschiedlichsten<br />
Disziplinen auf<br />
ebendiese Transformation angesetzt<br />
haben. Dies nicht nur am<br />
Papier sondern auf tatsächlichen<br />
Abfüllanlagen bei unseren Kunden<br />
oder Partnern aus der Abfüllanlagenindustrie.<br />
Das Thema ist mittlerweile<br />
bei praktisch allen Kunden<br />
voll präsent. Dazu hat sicher<br />
auch die PPWR beigetragen, deswegen<br />
finden wir die Regelungen,<br />
wie gesagt, gut.<br />
KOMPACK: Prinzipiell zur Euren<br />
Produkten - mit Eurem Ecolutions<br />
Portfolio spielt Ihr ja in mehreren<br />
Welten mit …<br />
Marc Rademacher: Ja, unser<br />
Hauptaugenmerk liegt auf der weiteren<br />
Entwicklung von nachhaltigeren<br />
Verpackungen aus Kunststoff,<br />
Aluminium und Papier. Unsere<br />
Produktrange der Ecolutions<br />
erfüllt die Anforderungen für mehr<br />
Nachhaltigkeit und basiert auf<br />
recyclebaren Lösungen. Gleichzeitig<br />
zielt sie auf eine geringere<br />
Umweltbelastung ab. Natürlich<br />
verfügt die Produktrange über alle<br />
Eigenschaften, die zum Schutz der<br />
verpackten Produkte erforderlich<br />
sind. Wir spielen hierbei ganz bewusst<br />
in allen Substraten mit - das<br />
ist unser 360 Grad Ansatz - somit<br />
können wir allen Kunden die jeweils<br />
beste Lösung für die spezifische<br />
Anwendung anbieten, unabhängig<br />
vom Verpackungsmaterial.<br />
KOMPACK: Wo sehen Sie ei-<br />
Constantia Flexibles wurde für seine innovative Lösung EcoPeelCover ausgezeichnet – eine innovative Deckellösung mit reduzierter Materialstärke,<br />
die speziell auf den Molkereisektor zugeschnitten ist. Der Verpackungspreis untermauert den Innovationsgeist sowie die intensiven<br />
Nachhaltigkeitsbestrebungen des Unternehmens. Das besagte EcoPeelCover wurde für die Privatmolkerei Bauer entwickelt, um ihren Kunden<br />
ein nachhaltigeres Produkt zu bieten.<br />
EcoPeelCover: Die dünnste Deckellösung mit ausgezeichneter Durchstoßfestigkeit.Hinter der Entwicklung von EcoPeelCover stand das Ziel, eine<br />
Deckellösung zu kreieren die möglichst dünn ist und gleichzeitig die hohen Standards von herkömmlichen gestanzten Deckeln aufweist. Durch die<br />
Reduktion der Aluminiumdicke auf 25 µm sowie der Extrusionsbeschichtung auf 13 g/m² – im Vergleich zur bisherigen Aluminiumdicke von 38 µm<br />
und der Beschichtung von <strong>24</strong> g/m² – wird die Material- und Energieeffizienz deutlich verbessert. Dies entspricht einer Verringerung der Aluminiumdicke<br />
um 25% und der Beschichtung um 50%. Trotz der geringeren Materialstärke entspricht<br />
EcoPeelCover den Standards gestanzter Deckel hinsichtlich Durchstoßfestigkeit, Korrosionsbeständigkeit<br />
und Abziehbarkeit. Die Innovation bietet optimalen Schutz vor Wasserdampf und<br />
Sauerstoff und eignet sich damit hervorragend für die Qualitätserhaltung von Milchprodukten.<br />
Das sagt die Jury:<br />
Das EcoPeelCover setzt neue Maßstäbe durch die signifikante Reduzierung<br />
von Aluminium und Beschichtung bei gleichbleibender Funktionalität<br />
und Qualität, was zu einer erheblichen Materialeinsparung führt.<br />
Trotz dieser Einsparungen bietet EcoPeelCover weiterhin Funktionalität,<br />
exzellente Barriereeigenschaften und Produktschutz. Durch die kontinuierliche<br />
Optimierung der Produktionsprozesse zeigt EcoPeelCover, dass<br />
Nachhaltigkeit und Effizienz Hand in Hand gehen können.<br />
20<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong>
gentlich das größte Interesse bei<br />
den Besuchern?<br />
Marc Rademacher: Ein wichtiges<br />
Thema ist Carbon Foot Print.<br />
Die Decarbonisierung ist längst<br />
kein Schlagwort mehr. Brandowner<br />
wollen längst hin zu einer<br />
Kreislaufwirtschaft irtschaft, , die<br />
auch CO 2 -Emissionen reduziert<br />
und vermeidet. Dadurch zählt unsere<br />
kohlenstoffarme Aluminiumlösung<br />
„LowCarbonAlu“, welche<br />
die Umweltauswirkungen bei der<br />
Aluminiumproduktion deutlich reduziert,<br />
zu den Lösungen mit großer<br />
Aufmerksamkeit bei der Messe.<br />
Es reduziert den CO 2 -Ausstoß<br />
im Vergleich zu herkömmlichem<br />
Aluminium um ca. 2/3 und behält<br />
dennoch die wohlbekannten<br />
Eigenschaften von Aluminum in<br />
Form von hoher Barrierewirkung<br />
und exzellenter Recyclebarkeit<br />
bei. Dazu kommt unsere neueste<br />
technische Weiterentwicklung im<br />
Digitaldruck. Damit bieten wir eine<br />
einzigartige Drucktechnologie<br />
für gestanzte Aluminiumdeckel an.<br />
Wir können das Aluminium vollflächig<br />
und wasserbasiert digital<br />
bedrucken, ohne Kompromisse<br />
bei den Siegelbedingungen einzugehen.<br />
Gleichzeitig gibt es beim<br />
Digitaldruck praktisch keinen Ausschuss.<br />
Gerade für Promotioneinführungen<br />
eignet sich diese Technik<br />
ideal. Aber auch für Produkte,<br />
die binnen weniger Tage im Regal<br />
stehen sollen, bietet diese Lösung<br />
die notwendige Flexibilität (Druck<br />
von Klischees, Platten oder Zylindern,<br />
die bei anderen Drucktechniken<br />
erforderlich sind, entfällt).<br />
Die verwendeten, wasserbasierten<br />
Farben erfüllen die Standards für<br />
Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit.<br />
Was in diesem Bereich<br />
alles möglich ist, werden wir von<br />
unserem Produktionsstandort Kopenhagen<br />
aus unter Beweis stellen,<br />
der übrigens ausschliesslich Elektrizität<br />
aus erneuerbaren Energiequellen<br />
verwendet.<br />
KOMPACK: Es laufen also<br />
gleichzeitige Entwicklungen in mehreren<br />
unterschiedlichen Bereichen?<br />
Marc Rademacher: Wie gesagt,<br />
bei uns gibt es viele Köpfe, die<br />
sich bemühen, die Produkte für<br />
das Recycling zu konzipieren (bei<br />
Gewährleistung einer hervorragenden<br />
Warenkonservierung)<br />
- dadurch treiben wir die Entwicklungen<br />
in mehreren Bereichen<br />
gleichzeitig voran – Auch in den<br />
Bereichen Kunststoff und Papier<br />
haben wir mit unseren Ecolutions<br />
viel zu bieten.<br />
KOMPACK: Ich wünsche Ihnen<br />
für Ihre weiteren Projekten viel Erfolg<br />
und bedanke mich für das Gespräch.<br />
MEHRWEG Etrichstraße 75 – 83<br />
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<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
21
Pionier für Nachhaltigkeit und<br />
Umweltverträglichkeit in der Verpackungsindustrie<br />
Die Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema der heutigen Verpackungs-industrie. Immer<br />
mehr Unternehmen stehen unter Druck, umweltfreundliche Lösungen zu entwickeln,<br />
die den steigenden Anforderungen der Gesellschaft und der Gesetzgebung gerecht<br />
werden. DUO PLAST, ein führendes europäisches Unternehmen, hat sich in diesem<br />
Bereich als Vorreiter etabliert.<br />
Durch gezielte Forschung<br />
und technologische Innovationen<br />
setzt DUO<br />
PLAST neue Maßstäbe für umweltfreundliche<br />
Verpackungslösungen<br />
und zeigt, wie Nachhaltigkeit und<br />
Wettbewerbsfähigkeit Hand in<br />
Hand gehen können.<br />
Nachhaltige<br />
Innovationen durch Forschung<br />
Das Fundament des Erfolgs von<br />
DUO PLAST liegt in der nachhaltigen<br />
Ausrichtung des Unternehmens.<br />
Ein herausragendes Beispiel<br />
für die Innovationskraft von DUO<br />
PLAST ist die DUO EARTH 6, eine<br />
Hochleistungs-Stretchfolie, die<br />
bis zu 65 % Post-Consumer-Rezyklat<br />
(PCR) enthält. Diese Folie<br />
repräsentiert den revolutionären<br />
Ansatz des Unternehmens: Ressourcenschonung<br />
durch Wiederverwertung.<br />
Anstatt auf neue Rohstoffe<br />
zu setzen, nutzt DUO PLAST<br />
recycelte Materialien, was nicht nur<br />
Abfall reduziert, sondern auch die<br />
Umwelt erheblich entlastet.<br />
Vollständig recycelbar<br />
Die DUO EARTH 6 übertrifft<br />
schon heute die strengen Anforderungen,<br />
die ab 2030 für Kunststoffverpackungen<br />
gelten. Sie ist vollständig<br />
recycelbar und ermöglicht es<br />
Anwendern, ihre CO 2 -Emissionen<br />
erheblich zu senken. Diese Kombination<br />
aus Recyclingfähigkeit und<br />
hoher Effizienz zeigt, wie DUO<br />
PLAST aktiv zur Reduzierung des<br />
ökologischen Fußabdrucks beiträgt.<br />
Umweltfreundliche<br />
Produktionstechnologien<br />
DUO PLAST investiert kontinuierlich<br />
in modernste Produktionstechnologien,<br />
die auf Ressourcenschonung<br />
und Umweltverträglichkeit<br />
ausgerichtet sind. Dazu<br />
gehören unter anderem eigene Photovoltaik-Anlagen<br />
zur Gewinnung<br />
von erneuerbarer Energie und eine<br />
hochmoderne Regranulieranlage,<br />
die es dem Unternehmen ermöglicht,<br />
Produktionsabfälle effizient<br />
zu recyceln. Diese Technologien<br />
tragen nicht nur zur Verbesserung<br />
der Energieeffizienz bei, sondern<br />
minimieren auch den Einsatz von<br />
Rohstoffen und senken den Energieverbrauch.<br />
Umweltfreundliche Produktion<br />
ist auch wirtschaftlich<br />
Durch die Implementierung solcher<br />
nachhaltigen Technologien<br />
Bernhard Zoitl<br />
beweist DUO PLAST, dass umweltfreundliche<br />
Produktion nicht<br />
nur möglich, sondern auch wirtschaftlich<br />
sinnvoll ist. Die Kombination<br />
aus erneuerbaren Energien<br />
und Recyclingtechnologien stärkt<br />
die Position des Unternehmens als<br />
umweltbewusster Vorreiter in der<br />
Verpackungsindustrie.<br />
Wettbewerbsvorteil<br />
durch Nachhaltigkeit<br />
In einer Zeit, in der Konsumenten<br />
und Unternehmen zunehmend auf<br />
umweltfreundliche Lösungen setzen,<br />
bietet die nachhaltige Ausrichtung<br />
von DUO PLAST einen klaren<br />
Wettbewerbsvorteil. Die DUO<br />
EARTH 6 reduziert den CO 2 -Fußabdruck<br />
ihrer Anwender erheblich<br />
und sorgt gleichzeitig für eine optimale<br />
Verarbeitungsleistung. Mit einer<br />
maximalen Vordehnung von bis<br />
zu 175 % bei einem Anteil von 50<br />
% PCR und 150 % bei einem Anteil<br />
von 65 % PCR ermöglicht die Folie<br />
eine erhebliche Materialeinsparung.<br />
Kostenreduktion<br />
Dies führt nicht nur zu Kostenreduktionen,<br />
sondern auch zu einer<br />
deutlichen Verringerung der Umweltbelastung.<br />
Bernhard Zoitl, Managing Director<br />
von DUO PLAST Linz, unterstreicht<br />
die Bedeutung dieser nachhaltigen<br />
Innovation:<br />
„Unsere Kunden profitieren<br />
von einer Verpackungslösung,<br />
die sowohl ihre CO 2 -Bilanz<br />
verbessert als auch höchste<br />
Performance bietet. Das ist<br />
ein Gewinn für die Umwelt<br />
und für das Unternehmen.“<br />
Bestätigung<br />
durch Auszeichnungen<br />
Die nachhaltige Unternehmensstrategie<br />
von DUO PLAST wurde<br />
bereits mehrfach ausgezeichnet.<br />
Die Verleihung der EcoVadis Goldmedaille<br />
sowie des Green Packaging<br />
Star Awards bestätigt, dass<br />
DUO PLAST auf dem richtigen<br />
Weg ist. Diese Auszeichnungen<br />
verdeutlichen, dass sich Unternehmen<br />
durch umweltfreundliche Innovationen<br />
nicht nur einen Wettbewerbsvorteil<br />
verschaffen, sondern<br />
auch in der Lage sind, international<br />
anerkannte Standards zu setzen.<br />
Mehr unter:<br />
www.duoplast.ag<br />
22<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong>
FACHPACK<br />
Zukunftssichere Kennzeichnungstechnik und<br />
neues Designkonzept auf der FachPack<br />
Die Bluhm Weber Gruppe präsentierte auf der FachPack innovative Kennzeichnungssysteme<br />
mit Etiketten, Tinte und Laser speziell für die Verpackungsindustrie. Auf einem<br />
großzügigen Messestand drehte sich alles um Innovation, Automatisation und Nachhaltigkeit.<br />
In Nürnberg zeigte sich der Kennzeichnungsspezialist außerdem erstmals mit<br />
seinem neuen visuellen Konzept.<br />
Gerade erst für seine Innovationskraft<br />
als TOP 100 Unternehmen<br />
ausgezeichnet,<br />
unterstreichte das Familienunternehmen<br />
mit einem neuen Markenauftritt<br />
seinen Innovationscharakter. Der<br />
Messestand machte das neue Design<br />
regelrecht erlebbar. Mit seinem neuen,<br />
klaren Design-Konzept richtete<br />
Bluhm Weber auch optisch seinen<br />
Blick in die Zukunft und bewies einmal<br />
mehr sein Entwicklungspotential<br />
und seine Anpassungsfähigkeit.<br />
Highspeed-Kennzeichnung:<br />
Ideal für die Anwendung in<br />
Logistik und E-Commercewar<br />
Fotos: Bluhm Systeme GmbH<br />
Der „Bluhm Springbrunnen“<br />
war einer der Blickfänger<br />
während der FachPack<br />
Industrie im Wandel. Die<br />
BluhmWeber Gruppe ist bereit!<br />
Auch inhaltlich war das diesjährige<br />
Messe-Motto der Bluhm Weber<br />
Gruppe Programm. Für die<br />
treibenden Themen Nachhaltigkeit<br />
und Individualisierung in der Verpackungsindustrie<br />
hattte der Kennzeichnungsspezialist<br />
konkrete Lösungen:<br />
Die Systeme von Bluhm<br />
Weber kennzeichnen nicht nur alternative<br />
Verpackungsmaterialien<br />
problemlos, sie arbeiten dabei selbst<br />
ökonomisch und ressourcenschonend.<br />
Auf der FachPack waren beispielsweise<br />
nachhaltige Linerless-<br />
Etikettiersysteme als kompakter<br />
Tischdrucker und automatisches<br />
Druckspendesystem. Sie verarbeiten<br />
Etiketten ohne Trägermaterial äußerst<br />
effizient und reduzieren Abfall.<br />
Auch spezielle „allelectric“ Druckspendesysteme<br />
sind umweltfreundliche<br />
Alternativen im Etikettiersektor.<br />
Sie arbeiten ohne Druckluft, was<br />
Energie und Kosten einspart. Der<br />
wachsende Trend zur Individualisierung<br />
bedeutet in der Praxis kleinere<br />
Stückzahlen und größere Produktvarianz<br />
– eine Herausforderung für die<br />
Kennzeichnungstechnik. Alle Etikettierer<br />
und Codierer von Bluhm<br />
Weber sind maximal flexibel bei<br />
Formatumstellungen und schnellen<br />
Produktwechseln. Sie lassen sich<br />
zudem vollständig in Produktionslinien<br />
integrieren und überzeugen mit<br />
Wiederholgenauigkeit und konstant<br />
perfekten Druckergebnissen – auch<br />
bei Hochgeschwindigkeit.<br />
Kennzeichnungstechnik<br />
mit Tinte, Inkjet und Laser<br />
Unter dem Slogan „Viele Möglichkeiten<br />
– eine Lösung!“ zeigte<br />
die Bluhm Weber Gruppe sein<br />
Produktportfolio auf einem beeindruckend<br />
großzügigen Messestand.<br />
Das Team begrüßte seine Besucher<br />
an drei geräumigen Produktzonen<br />
für Etikettierer, Tintenstrahldrucker<br />
und Laserbeschrifter. Bluhm Weber<br />
ist international bekannt für seine<br />
zuverlässigen Etikettiersysteme und<br />
betont auf der Messe darüber hinaus<br />
seine Kompetenz im Direktkennzeichnungsgeschäft.<br />
Mehr unter:<br />
www.bluhmsysteme.at<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
23
FACHPACK<br />
Bis zu 30.500 Pakete pro Stunde<br />
Im vor kurzem erweiterten und modernisierten Logistikzentrum der Österreichischen<br />
Post in Allhaming werden in einem unglaublichen Tempo Pakete sortiert.<br />
Automatisierung von Sick behält die Highspeed-Pakete „im Auge“, übermittelt<br />
alle wichtigen Informationen an die Transportsysteme und sorgt für ein zuverlässiges<br />
Tracking und Tracing.<br />
Die Logistik gehört zu den<br />
besonders anspruchsvollen<br />
Automatisierungsbereichen<br />
– nicht ohne Grund.<br />
Denn die Anzahl der zu transportierenden<br />
Pakete nimmt rasant zu<br />
– Tempo und Zuverlässigkeit sind<br />
dabei entscheidende Faktoren. Um<br />
diesem Wachstum gerecht zu werden,<br />
hat die Österreichische Post im<br />
April 2021 mit dem Ausbau ihres<br />
Logistikzentrums in Allhaming<br />
(OÖ) begonnen. Neben der Erweiterung<br />
der Paketsortierung wurden<br />
auch eine neue Zustellbasis und ein<br />
Bürogebäude errichtet.<br />
Upgrade zum<br />
leistungsstärksten Standort<br />
Die bestehenden Anlagen des Logistikzentrums<br />
aus dem Jahr 2014<br />
wurden ebenfalls technisch aufgerüstet.<br />
Im August 2022 gingen die<br />
neuen, leistungsstarken Sortiermaschinen<br />
erstmals in den Testbetrieb.<br />
Dabei wurden die neu installierten<br />
Maschinen ausgiebig im Zusammenspiel<br />
mit den modernisierten<br />
Anlagen getestet. Denn bei bis zu<br />
30.500 Paketen pro Stunde darf<br />
nichts dem Zufall überlassen werden.<br />
Zumal das Paket-Logistikzentrum<br />
in Allhaming seit der Erweiterung<br />
der leistungsstärkste Standort<br />
im Netzwerk der Österreichischen<br />
Post ist. Die offizielle Eröffnung<br />
fand im Oktober 2022 statt.<br />
Manfred Dietachmair, Sales Sick Österreich, und Oliver Mosböck,<br />
Technischer Leiter Logistikinfrastruktur, Österreichische Post<br />
Verdreifachung<br />
der Paketsortierleistung<br />
Um die 900 Mitarbeiterinnen und<br />
Mitarbeiter sind nun am Standort<br />
tätig. Das Gesamtinvestitionsvolumen<br />
des Erweiterungsprojekts betrug<br />
rund 80 Millionen Euro. Auf<br />
dem 200.000 m² großen Grundstück<br />
wurde etwa ein Viertel mit dem neuen<br />
Gebäudekomplex bebaut. Ein<br />
Ausbau, der nicht nur mit einer Verdreifachung<br />
der Paketsortierleistung<br />
punktet – auch in Sachen Nachhaltigkeit<br />
konnten Maßstäbe gesetzt<br />
werden. Das Gelände erhielt Grünflächen<br />
mit Sträuchern, Bäumen und<br />
Blumen für Wildbienen, Nistkästen<br />
für Vögel und ein Biotop. Auf dem<br />
ebenfalls begrünten Biodiversitätsdach<br />
des Neubaus befindet sich eine<br />
Photovoltaikanlage mit einer Leistung<br />
von rund 500 Kilowatt peak<br />
(kWp). Im Endausbau soll diese<br />
rund 1,5 Megawatt Peak (MWp) liefern<br />
und grünen Strom für den Betrieb<br />
sowie für E-Fahrzeuge erzeugen.<br />
„Das Logistikzentrum ist ein<br />
grün-gelbes Vorzeigeprojekt“, wie<br />
DI Dr. Georg Pölzl, der Generaldirektor<br />
der Österreichischen Post AG,<br />
anlässlich der Eröffnung unterstrich.<br />
Neben einem umfassenden Verkehrskonzept,<br />
das den Nahverkehr<br />
nicht belastet, war daher das Thema<br />
Effizienz auch im Inneren des<br />
Gebäudekomplexes entsprechend<br />
wichtig.<br />
1,7 Millionen Briefsendungen<br />
und 330.000 Pakete pro Tag<br />
Das erweiterte Logistikzentrum<br />
Oberösterreich ist heute das logistische<br />
Herzstück der Österreichischen<br />
Post und nimmt dank seiner<br />
Sortierleistung auch gleich einen der<br />
Spitzenplätze in Europa ein. Um das<br />
zu erreichen, wurden die bereits vorhandenen<br />
Sortiermaschinen auf den<br />
neuesten Stand der Technik gebracht<br />
– hocheffiziente Track-and-trace-<br />
Systeme von Sick inklusive. Pro Tag<br />
können in Allhaming damit in Spitzenzeiten<br />
nun bis zu 330.000 Pakete<br />
und 1,7 Millionen Briefsendungen<br />
für das In- und Ausland verarbeitet<br />
werden.<br />
Zuverlässige<br />
Identifikation bei Highspeed<br />
Die zum Einsatz kommenden<br />
Track-and-trace-Systeme ICR 890<br />
(Image-based Code Reader) erlauben<br />
die Identifikation aller gängigen<br />
1D-/2D- sowie Postalcodes selbst<br />
bei höchsten Fördergeschwindigkeiten<br />
bis zu 4,5 m/s. Die hervorragende<br />
Bildqualität der integrierten<br />
Kamera (hier mind. 200 dpi) ermöglicht<br />
zudem die Verwendung<br />
in OCR-, Videocodier- und Vision-Anwendungen.<br />
Automatisiert<br />
können mehrseitig Bilder von den<br />
Paketen gemacht, gespeichert und<br />
verarbeitet werden. Das freut sehnsüchtig<br />
wartende Empfänger, wenn<br />
sie die Post App nutzen. Und sollte<br />
es zu Reklamationen kommen, lässt<br />
sich mithilfe der Aufnahmen auch<br />
feststellen, ob Schäden an der Verpackung<br />
bereits beim Eintreffen<br />
im Logistikzentrum sichtbar wa-<br />
<strong>24</strong> <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
Die Datentunnel stellen dem Host-System der Post einen<br />
kompletten Datensatz zur Verfügung – Tracking-ID inklusive.<br />
Fotos: Österreichische Post AG (Gregor Nesvadba, Andreas Kolarik) / Sick / Contentmanufaktur
en. Das ist gerade für Großkunden<br />
wichtig, die ihre Pakete auch selbst<br />
zum Logistikzentrum anliefern.<br />
Einfache Modernisierung<br />
und Erweiterung<br />
Die Carrier Breite des Crosssorter<br />
1200 HC von Vanderlande mit 1.200<br />
mm liegt deutlich unter den bis zu<br />
1.600 mm, die die ICR-Systeme von<br />
Sick heute mit nur einer Kamera<br />
an Bord unterstützen. Ein weiterer<br />
Vorteil ist die modulare Bauweise<br />
des Systems, die für die Post einerseits<br />
ein Upgrade der bestehenden<br />
Anlagen interessant machte und<br />
andererseits das Einbinden ergänzender<br />
Sensorik – wie zum Beispiel<br />
ein Volumsmesssystem – ermöglichte.<br />
Oliver Mosböck, Technischer<br />
Leiter Logistikinfrastruktur bei der<br />
Österreichischen Post: „Wir wollten<br />
eine Lösung aus einem Guss. Ein<br />
Upgrade der bestehenden Anlagen<br />
war daher unumgänglich. Dabei<br />
galt es, insbesondere die zusätzlich<br />
gefragten Funktionalitäten – wie<br />
zum Beispiel die allseitige Paketdatenerfassung<br />
– und den begrenzten<br />
Platz im Bestandsgebäude zu berücksichtigen.<br />
Der modulare Aufbau<br />
der Systeme und die langjährige Zusammenarbeit<br />
mit den Experten von<br />
Sick kamen uns da sehr entgegen.<br />
Bei einem Projekt dieser Größenordnung<br />
gibt es immer wieder Änderungen<br />
– da ist es wichtig, schnell<br />
einen kompetenten Ansprechpartner<br />
zur Hand zu haben, mit dem man gemeinsam<br />
eine Lösung findet. Manfred<br />
Dietachmair und das Team aus<br />
dem Experten-Netzwerk bei Sick<br />
haben sich da bewährt.“<br />
Volumen als<br />
zusätzliche Messgröße<br />
„Unser Ziel war es, die Leseraten<br />
deutlich zu erhöhen und gleichzeitig<br />
zusätzliche Informationen zu<br />
erfassen. Denn neben dem Gewicht<br />
werden auch das Volumen und somit<br />
die Abmessungen immer wichtiger.<br />
Gerade wenn es um die Optimierung<br />
der Transporte geht, ist neben dem<br />
Gewicht das Volumen ein relevanter<br />
Faktor in der Transportauslastung.<br />
In Allhaming kommen jetzt auch DWS-Systeme (Dimensioning Weighing<br />
Scanning) von Sick zum Einsatz. Diese vermessen die Pakete,<br />
wiegen sie und scannen mehrseitig angebrachte Label<br />
Zudem sind diese Messgrößen<br />
entgeltrelevant. Zudem sind diese<br />
Messgrößen entgeltrelevant. Darum<br />
werden sie beispielsweise bei der direkten<br />
Einlieferung der Sendungen<br />
von Großkunden automatisiert erfasst<br />
und an die Verrechnungssysteme<br />
weitergeleitet. Diese Messwerte<br />
müssen immer stimmen. Es<br />
war für uns daher ein großer Vorteil,<br />
diese Messsysteme auch bei den bestehenden<br />
Datentunneln – so nennen<br />
wir die Erfassungssysteme – mit den<br />
bestehenden Controllern integrieren<br />
zu können“, erläutert Oliver Mosböck.<br />
Dimensioning<br />
Weighing Scanning<br />
In ausgesuchten Bereichen des<br />
Logistikzentrums setzt die Österreichische<br />
Post jetzt auf eine innovative<br />
Komplettlösung, die alle heute<br />
relevanten Daten auf einmal erfasst.<br />
Diese DWS-Systeme (Dimensioning<br />
Weighing Scanning) von Sick<br />
vermessen die Pakete, sie wiegen sie<br />
und scannen mehrseitig angebrachte<br />
Label. Dabei kommt ebenfalls der<br />
Codeleser ICR890 zum Einsatz. Ein<br />
laserbasiertes Volumsmesssystem<br />
(VMS) liefert die Abmessungen der<br />
Packstücke und eine Waage erfasst<br />
das Gewicht, während die Pakete in<br />
Bewegung sind. Flexibilität punktet<br />
auch hier: Dank modularem Systemkonzept<br />
steht beim DWS einer künftigen<br />
Auf- und Umrüstung nichts<br />
entgegen. „Hier passt alles ausgezeichnet<br />
zusammen. Ergänzt wird<br />
Zehntausende Pakete werden jede Stunde von der Österreichischen Post<br />
im Logistikzentrum in Allhaming erfasst und auf die Reise geschickt.<br />
Probebetrieb im August 2022: Die neu installierten Maschinen wurden<br />
ausgiebig im Zusammenspiel mit den modernisierten Anlagen getestet.<br />
Die Track-and-trace-Systeme ICR<br />
890 von Sick sorgen für die zuverlässige<br />
Identifikation aller gängigen<br />
1D-/2D- sowie Postalcodes selbst<br />
bei hohen Fördergeschwindigkeiten.<br />
das Hardware-Paket durch die perfekt<br />
abgestimmte Software Package<br />
Analytics, die die einzelnen Komponenten<br />
auch gleich überwacht und<br />
ihre Performance in Dashboards<br />
anschaulich aufzeigt“, erklärt der<br />
Technische Leiter für Logistikinfrastruktur<br />
der Österreichischen Post.<br />
Ein Datensatz für alles<br />
Jeder Sensor liefert Daten. Zu jedem<br />
Paket gehört daher eine Vielzahl<br />
an Informationen, die von<br />
den unterschiedlichsten Sensoren<br />
kommen. Diese Daten zu verwalten,<br />
zusammenzuführen und mit den<br />
Sendungsdaten zu „verheiraten“ ist<br />
oft eine IT-technische Herausforderung<br />
der Superlative. „Sick setzt<br />
hier auf standardisierte Schnittstellen<br />
und einen Datensatz, der bereits<br />
alle Informationen enthält. Das<br />
heißt, das Host-System der Post<br />
bekommt einen vollständigen, bereits<br />
aufbereiteten Datenstring vom<br />
Datentunnel – Tracking-ID inklusive.<br />
Das Daten-Merging passiert<br />
also direkt in den Maschinen vor<br />
Ort – ein wichtiger Aspekt, der die<br />
weitere Datenverarbeitung deutlich<br />
vereinfacht“, erläutert Manfred<br />
Dietachmair, der zuständige Sales-<br />
Spezialist bei Sick Österreich.<br />
Bereit für die<br />
Herausforderungen von morgen<br />
Mit dem hochmodernen Logistikzentrum<br />
in Allhaming hat die Österreichische<br />
Post einen entscheidenden<br />
Knotenpunkt in ihrem Netz<br />
auf den neusten Stand gebracht,<br />
so dass er auch künftigen Anforderungen<br />
gewachsen ist. Oliver<br />
Mosböck: „Die Erweiterung dieses<br />
Standorts hat zusätzliche Flexibilität<br />
geschaffen. Wir sind hier in<br />
einem äußerst volatilen Marktumfeld.<br />
Die neuen Lösungen sind ein<br />
wichtiger Baustein um sicherzustellen,<br />
dass unsere Kundinnen und<br />
Kunden auch in Spitzenzeiten ihre<br />
Pakete rasch erhalten.“<br />
Mehr über die beiden Partner<br />
sehen Sie unter: www.post.at<br />
oder: www.sick.at<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
25
FACHPACK<br />
Leimst Du noch oder „dotlockst“ Du<br />
Die Gerhard Schubert GmbH gehört unter den führenden Verpackungsmaschinenexperten<br />
zu den Vorreitern in der Entwicklung von nachhaltigen<br />
ganzheitlichen Verpackungskonzepten. Neben dem Maschinen Know-how setzt<br />
das Unternehmen dabei genauso erfolgreich auf die Optimierung der eingesetzten<br />
Materialien sowie der gesamten Produktionsprozesse. Eine der neuesten<br />
umweltfreundlichen Lösungen aus dem Hause Schubert ist Dotlock. Michael<br />
Graf, Direktor von Schubert Consulting, berichtet im Interview über die Erfahrungen<br />
aus den ersten Pilotprojekten und weitere Potenziale dieser innovativen<br />
Technologie, die komplett ohne Leim bei Kartonverpackungen auskommt.<br />
Die leimfreie Verpackung im<br />
Dotlock-Verfahren orientiert<br />
sich an der Clinchtechnik<br />
zum Fügen von Metallen. Dazu<br />
werden zwei oder mehrere Lagen<br />
aus Karton aufeinandergelegt. Dann<br />
werden sie von einer Seite mit Nadeln<br />
durchstochen, wodurch sich auf<br />
der anderen Seite ein Kragen bildet.<br />
Dieser wird auf den Karton gepresst<br />
und erzeugt ohne die Hilfe eines Zusatzwerkstoffs<br />
einen stabilen Kraftund<br />
Formschluss. Die Lochgröße<br />
variiert – je größer und dicker das<br />
Material, desto größer auch die Löcher.<br />
Abhängig von der Anzahl und<br />
Anordnung der Löcher wird dabei<br />
die gleiche Festigkeit wie bei einer<br />
Leimverbindung erreicht.<br />
Herr Graf, Dotlock ist eine so<br />
vielversprechende neue Technologie,<br />
dass Schubert diese zum Patent<br />
angemeldet hat. Können Sie denn<br />
auch schon konkrete Daten und<br />
Fakten zum Einsparpotenzial durch<br />
die 100-prozentig leimfreien Kartonverpackungen<br />
nennen?<br />
Michael Graf: Wir sind aktuell<br />
dabei, die erhobenen Daten final<br />
zu validieren, aber ich kann gerne<br />
ein erstes Rechenbeispiel geben:<br />
Bei einem typischen Leimverbrauch<br />
von 5 Tonnen pro Jahr und Kosten<br />
von 4 Euro pro Kilogramm ergibt<br />
sich allein beim Leim ein Einsparpotenzial<br />
von etwa 20 000 Euro<br />
jährlich. Hinzu kommen noch etwa<br />
1 260 Euro Heizkosten zum Erwärmen<br />
des Leims.<br />
Das ist schon eine stattliche Summe<br />
für nur eine einzige Maschine.<br />
In den kommenden drei Monaten<br />
erwarten wir zudem gesicherte Daten<br />
zu den positiven Auswirkungen<br />
auf den CO 2 -Footprint. Hier zeigen<br />
die ersten Hochrechnungen ebenfalls<br />
eine deutliche Verbesserung<br />
beim Einsatz der Dotlock-Technologie.<br />
Mal abgesehen davon, dass<br />
Dotlock-Verpackungen komplett<br />
über den Papierkreislauf recycelbar<br />
sind und sowohl Lagerplatz als<br />
auch -kosten für den Leim entfallen.<br />
Sie setzen auch schon erste Pilotprojekte<br />
mit Kunden um. Wie bewährt<br />
sich die neue Technologie in<br />
realen Szenarien und bei welchen<br />
Anwendungen kommt Dotlock dort<br />
konkret zum Einsatz?<br />
Michael Graf: Erfreulicherweise<br />
zeigen mehrere Unternehmen<br />
ernsthaftes Interesse an einer gemeinsamen<br />
Entwicklung bis zur<br />
Serienreife von Dotlock. Bei vier<br />
Kunden sind wir gerade in sehr<br />
konkrete Muster- und Testphasen<br />
eingestiegen. Darunter ist ein Hersteller,<br />
der im Rahmen seines eigenen<br />
Nachhaltigkeitsengagements<br />
für die Markteinführung einer<br />
neuen Produktlinie mindestens 30<br />
Prozent Kartonage einsparen will.<br />
Die leimfreie Dotlock-Tertiärverpackung<br />
soll darüber hinaus als<br />
Shelf-ready-pack eingesetzt werden.<br />
Valentin Köhler, Verpackungsentwickler<br />
bei Schubert, hat eine<br />
Lösung dafür erarbeitet, die selbst<br />
unsere anfänglichen Erwartungen<br />
übertroffen hat. Denn mit einer<br />
Michael Graf / Fotos: Gerhard Schubert GmbH<br />
Materialersparnis von rund 40 Prozent<br />
konnten wir trotzdem weitere<br />
Werbefläche schaffen. Durch den<br />
bedingten Überstand an den Dotlock-Verbundstellen<br />
im Tray entsteht<br />
eine Art Banderole – ähnlich<br />
wie bei einem Erdbeerkörbchen.<br />
Der Kunde wird diese zusätzlich gewonnene<br />
Fläche nun für sein Markenbranding<br />
nutzen. Das passende<br />
vollautomatische Formatwerkzeug<br />
steht kurz vor der Fertigstellung<br />
und wird bereits für zwei weitere<br />
Kunden weiterentwickelt.<br />
Welche weiteren Vorteile bietet<br />
die Dotlock-Technologie?<br />
Michael Graf: Neben zusätzlich<br />
gewonnener Marketingfläche lassen<br />
sich auch die Dots selbst als<br />
Designelement einsetzen – etwa als<br />
Logo. Dotlock kann darüber hinaus<br />
auch als manipulationssichere Öffnungsperforation<br />
eingesetzt werden.<br />
Das interessiert besonders Kunden<br />
aus der Food- und Pharmabranche.<br />
Einmal geöffnet ist eine Dotlock-<br />
Kartonverpackung nicht wieder<br />
verschließbar, so dass eine Manipulation<br />
direkt auffällt. So kann auch<br />
auf Etiketten als Originalitätsverschluss<br />
verzichtet werden. Die genannten<br />
Branchen dürfte auch die<br />
Tatsache ansprechen, dass durch<br />
die gelöcherten Kartonagen kühlkettenpflichtige<br />
Produkte wie etwa<br />
Joghurt deutlich leichter und effektiver<br />
kalt bleiben. Positiver Nebennutzen:<br />
Das bedeutet gleichzeitig<br />
weniger Stromkosten und reduziert<br />
an mehreren Stellen den CO 2 -Footprint<br />
des Produkts.<br />
Was wir bei Schubert ebenfalls als<br />
Vorteil sehen, ist der Paradigmenwechsel,<br />
der mit der bewussten Entscheidung<br />
für eine Dotlock basierte<br />
Kartonverpackung einher geht. Wer<br />
sich für Dotlock entscheidet, muss<br />
sein gewohntes Markendesign für<br />
die Verpackungsoptik wegen der<br />
erforderlichen Geometrie und Anordnung<br />
der Dots grundlegend<br />
überdenken. Da tut sich vielleicht<br />
die ein oder andere etablierte Marke<br />
im Moment noch schwer mit. Wir<br />
sehen das aber als große Chance<br />
für Unternehmen, mit ihren Markenprodukten<br />
mutig und nachhaltig<br />
ganz weit vorn zu sein.<br />
Das klingt auf den ersten Blick<br />
nach unbegrenzten Möglichkeiten.<br />
Gibt es bei der Dotlock-Technologie<br />
Ausschlusskriterien, oder anders gefragt,<br />
was kann Dotlock nicht?<br />
Michael Graf: Grundsätzlich<br />
könnte Dotlock bei den meisten<br />
Trays eingesetzt werden, die auch<br />
mit Heißleim funktionieren. Es gibt<br />
aber unter Kontaminations- und<br />
Hygienegesichtspunkten einige Limitierungen.<br />
Bei allen Produkten,<br />
die beispielsweise insektenanfällig<br />
sind, empfiehlt es sich auf Dotlock-<br />
Kartonagen zu verzichten. Auch äußere<br />
Kontaminationsrisiken durch<br />
Staub und andere Partikel könnten<br />
dagegensprechen.<br />
Welche Pläne verfolgt Schubert<br />
mit der Dotlock-Technologie noch?<br />
Was kommt als nächstes?<br />
26<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong>
schon?<br />
Michael Graf: Unser mittelfristiges<br />
Ziel ist die Standardisierung<br />
und vollautomatische Integration<br />
der Technologie in unser Maschinenprogramm.<br />
Dazu arbeiten wir<br />
mit Hochdruck an der Serienreife<br />
auf industriellem Produktionsniveau<br />
und treiben die Clusterung<br />
verschiedener Verpackungsvarianten<br />
und Subvarianten voran. Die<br />
entsprechenden Formatwerkzeuge<br />
sind in der finalen Entwicklungsphase.<br />
In Zusammenarbeit mit<br />
einem Joghurt- und einem Verpackungsmaterialhersteller<br />
testen wir<br />
in diesem Kontext auch Wellkarton<br />
Die neue Dotlock-Technologie eignet sich für eine Vielzahl<br />
von verschiedenen Vollkarton-Verpackungen.<br />
als neues Verpackungsmaterial für<br />
die Joghurt-Steigen.<br />
Wie passt das Dotlock-Verfahren<br />
zur Mission Blue? Wird es in Zukunft<br />
nur noch leimfreie Verpackungen<br />
von Schubert geben?<br />
Michael Graf: Um eins klarzustellen:<br />
Dotlock ist kein vollumfänglicher<br />
Ersatz für Kartonagen<br />
mit Leimverbindung. Wir wollen<br />
Dotlock dort einsetzen, wo es Sinn<br />
ergibt und nicht die Leimverpackung<br />
verdrängen. Das ist ganz im<br />
Sinne unserer Mission Blue: Über<br />
den Tellerrand hinausschauen und<br />
keine Einzellösungen anbieten oder<br />
priorisieren. Schubert bietet nachhaltige<br />
Systemlösungen an, die mit<br />
Kunden und Materialherstellern zusammen<br />
erarbeitet werden und den<br />
Dreiklang aus Maschine, Material<br />
und Know-how über die gesamte<br />
Supply Chain berücksichtigen.<br />
Aber natürlich freuen wir uns, mit<br />
Dotlock noch viele weitere Kunden<br />
zu begeistern.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.schubert.group<br />
02/<strong>24</strong><br />
27
„Green Star“ - Preisverleihung<br />
Zum mittlerweile siebzehnten Mal wurde heuer der Green Packaging Star Award<br />
(mit ARA-Sonderpreis) verliehen. Hier stellte die Verpackungsbranche wieder<br />
ein Mal unter Beweis wie grün sie ist. Die Sieger wurden während der FachPack<br />
in Nürnberg im Expertenforum PACKBOX ausgezeichnet. Die „Green Stars“<br />
sind auch berechtigt bei denWorld StarAwards teilzunehmen (wir wünschen<br />
unseren Gewinnern dabei natürlich viel Erfolg). Sehen Sie hier die Gewinner.<br />
Save Food<br />
Recyclingfähige Mono PE und PP Kaffee-Laminate<br />
Einreicher: Bischof+Klein SE & Co. KG/www.bischof-klein.com<br />
„In den vergangen Jahren haben wir uns das Ziel gesetzt, unsere Produkte vollständig in die Kreislaufwirtschaft<br />
zu integrieren. Das ist uns gelungen, indem wir die bestehenden nicht recyclingfähigen Laminate<br />
wie PET/ALU/PE, PETmet/PE und viele weitere durch recyclingfähige Mono-Laminate ersetzt haben.“ so<br />
Bischof+Klein bei der Einreichung.<br />
Die recyclingfähigen Mono PE oder PP Laminate weisen heute schon eine Recyclingfähigkeit nach CHI-<br />
Standard von bis zu 95 % auf. Dadurch ergibt sich für die Verpackung eine potenzielle Rezyklatausbeute<br />
von 100 %. Die problematischen Störstoffe wie PET oder ALU werden aus dem Verbund entfernt. Lediglich<br />
Farben, Klebstoffe, gegebenenfalls EVOH und Peel-Additive werten die Recyclingfähigkeit jetzt noch ab.<br />
Die Verbunde sind mit Metallisierung oder ohne erhältlich. Weitere Störstoffe im Recycling werden eliminiert,<br />
damit die Druckfarben der Laminate rußfrei und Nitrocellulose -frei sind.<br />
Außerdem bietet Bischof+Klein die Möglichkeit, Rezyklate gem. Massebilanz in Form von<br />
ISCC-zertifiziertem Material (chemisch recycelt oder bio-circular) in diesen Laminaten einzusetzen.<br />
Umweltfreundlicher Verpackungsprozess<br />
ReCover<br />
Einreicher: Coveris Management GmbH/www.coveris.com<br />
Coveris hat ReCover Ende 2022 als eigenständigen Geschäftsbereich gegründet. ReCover<br />
schafft eine bahnbrechende Recyclinglösung für bedruckte Polyethylen-Folien mit<br />
niedriger Dichte (LDPE). Bei dem in der Branche einzigartige De-Inking-Verfahren wird<br />
das Rohmaterial zuerst zu Flocken gemahlen und dann die Druckfarbe von Kunststoffabfall<br />
entfernt. Nach einem Wasch- und Trocknungsprozess wird das Material anschließend<br />
pelletiert, um ReGen herzustellen. Dieses Granulat kann in weiterer Folge zu hochwertigem<br />
Verpackungsmaterial weiterverarbeitet werden.<br />
Zusätzlich zum einmaligen Recyclingverfahren, stellen eigene ReCover Labs mit modernsten<br />
Testmöglichkeiten und Technologien zur Validierung, kontinuierliche Innovation<br />
und Qualitätskontrolle sicher. Aktuell schafft ReCover 20.000 Tonnen zusätzliche<br />
Recyclingkapazitäten für Coveris. Diese Zahl soll aber sehr bald erhöht werden. Der Verpackungshersteller<br />
mit Sitz in Wien hat sich vorgenommen, bis 2025 stolze 45.000 Tonnen<br />
hochwertiges Rezyklat aus bedruckten Folien zu erzeugen.<br />
28 02/<strong>24</strong>
Kennzeichnung/Etiketten<br />
Öko-Materialien für die Etiketten-Produktion: Traubenpapier<br />
Einreicher: Marzek Etiketten+Packaging GmbH/www.marzek.at<br />
Der Einsatz von innovativen Öko-Materialien in der Etiketten-Produktion ist ein wesentlicher<br />
Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. Abfallprodukte<br />
aus natürlichen Rohstoffen ersetzen Materialien, die für herkömmliche Bedruckstoffe<br />
gewonnen werden müssten.<br />
Im Fall des Traubenpapiers werden in das Basismaterial Tresterreste (Traubenabfälle<br />
aus der Weinherstellung) beigemengt, was ein hervorragendes Beispiel für Wiederverwertung<br />
von Produktionsabfällen darstellt. Dieses natürliche Substrat besteht aus 15%<br />
Tresterresten, 40% recyceltem Papier und lediglich 45% Frischzellstoff. Dieser ökologische<br />
Herstellungsprozess benötigt erheblich weniger Ressourcen (Wasser etc.) und<br />
Energie als Papier oder andere herkömmliche Substrate. Durch die Beimengung<br />
und die Einschlüsse des Tresters entsteht die besondere charakteristische Färbung,<br />
welche auch in einer natürlichen geringfügigen Abweichung der Oberflächenstruktur<br />
resultiert.<br />
Kurzer Einblick in das Kosten-/Nutzen Verhältnis des Projekts Hochwertige Naturprodukte<br />
benötigen hochwertige Qualitätsetiketten auf umweltfreundlichen und natürlich<br />
anmutenden Substraten, damit diese von den Konsument:innen auch als entsprechend<br />
hochwertig und natürlich wahrgenommen werden.<br />
Der Verkaufserfolg eines Naturprodukts kann durch diese umweltfreundliche,<br />
außergewöhnliche und perfekt umgesetzte Präsentation erheblich gesteigert werden,<br />
sodass eventuelle Mehrkosten mehr als gerechtfertigt erscheinen.<br />
Umweltfreundliche Firmenstrategie/-philosophie<br />
Satino, Multi-Purpose Towel Box<br />
Einreicher: MM-Packaging GmbH/www.mm.group<br />
MM-Packaging ist die Firma mit den meisten Nominierungen in den<br />
letzten Jahren. Stellvertretend für die vielen genialen Einfälle erhielt<br />
heuer die Multi-Purpose Towel Box den Green Packaging Star Award.<br />
Die Küchentücher-Recyclingbox ist ein Verpackungsprodukt, das<br />
ein echter Allrounder im Haushalt ist. Die Box ist für die Aufnahme<br />
hochsaugfähiger dreilagiger Tücher konzipiert, die sich perfekt für<br />
den Einsatz in Küche, Bad, Auto, Haus und Garten eignen. Durch die<br />
praktische Öffnung in der Recycling-Box lassen sich die Tücher ganz<br />
einfach entnehmen und sind so jederzeit einsatzbereit.<br />
Was das Produkt auszeichnet, ist seine Nachhaltigkeit. Die Küchentücher-Recyclingbox<br />
besteht zu 100 % aus Recyclingpapier und ist somit<br />
eine plastik- und chemikalienfreie Option, die zum Schutz der Umwelt<br />
beiträgt. Die bessere Ausnutzung während des Transports und die höhere<br />
Kapazität für LKW-Ladungen machen es zu einer umweltfreundlichen<br />
Wahl, die Transportkosten spart.<br />
Der Vintage- und natürliche Look der Box trägt zu ihrer Attraktivität<br />
bei, sodass sie im Regal hervorsticht und eine bessere<br />
Marketingperspektive bietet. Die einfache Entnahme mit einer Hand<br />
sorgt dafür, dass Sie die Tücher problemlos verwenden können.<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
29
Umweltfreundliches Produkt<br />
Nachhaltiges Rasierer-Blister aus Papier<br />
Einreicher: Chocal Packaging Solutions GmbH/www.chocal.com<br />
Einreicher, Markus Schmid: „ Unser Papier besteht aus nachwachsenden Rohstoffen<br />
aus nachhaltiger Forstwirtschaft, ist FSC- und PEFC-zertifiziert und kann komplett<br />
recycelt oder kompostiert werden. Selbst im Restmüll oder in der Natur entsorgte Verpackungen<br />
zersetzen sich innerhalb weniger Wochen vollständig und rückstandslos<br />
ganz ohne Mikroplastik, was uns das TÜV-Konformitätszeichen „OK compost industrial“<br />
bescheinigt. Unsere kompostierbare Barriereschicht ist ebenfalls zertifiziert. Gemäß<br />
dem cradle-to-cradle-Prinzip werden die Verpackungen wieder zu Nährstoff für<br />
die Natur. Somit ist unsere Verpackungslösung eben-falls für Regionen ohne funktionierende<br />
Recyclinginfrastruktur bestens geeignet.<br />
Die enorme Materialreduzierung realisieren wir durch unseren innovativen Entwicklungsprozess:<br />
Wie eine Art zweite Haut liegt die Verpackung direkt an dem Produkt<br />
an und ist dabei so groß wie nötig und so klein wie möglich, während sie den vollen<br />
Produktschutz ohne zusätzliche Schutzfolie gewährleistet. Dies ermöglichen wir durch<br />
die spezifische Konstruktion und Ausformung gemäß der individuellen Kundenanforderungen und Produktabmessungen. Zudem kombiniert<br />
unser Rasierer-Blister die Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackung in nur einer Lösung, was eine weitere erhebliche Material-einsparung mit<br />
sich bringt. In Verbindung mit dem energieeffizienten Tiefziehprozess können so CO²-Emissionen deutlich reduziert werden.<br />
Unsere plastikfreie papierbasierte Alternative zur Kombination aus Faltkarton und Pulp-/Plastik-Inlay reduziert CO²-Emissionen um bis zu 80%<br />
und den Materialeinsatz um bis zu beeindruckende 84% (Ge-wicht Chocal Rasierer-Blister: 4,9g; Gewicht Faltkarton mit Pulp-Inlay: 30,6g). Bei<br />
nur 10 Millionen in unserem Blister verpackten Rasierern können wir mit Umsetzung unserer Lösung also bereits 257 Ton-nen Material einsparen.<br />
Dies bedeutet, dass für die gleiche Funktion ca. 1.458 Bäume weniger gefällt werden müssen (kalkuliert mit Fichten).“<br />
Nachhaltiges Rasierer-Inlay aus Papier<br />
Einreicher: Chocal Packaging Solutions GmbH/www.chocal.com<br />
Eigentlich gehört diese Einreichung zur Einreichung Nachhaltiges Rasierer-Blister aus Papier - deswegen hier auch die Erwähnung dieser Einreichung.<br />
Angesichts des wachsenden Bewusstseins für Nachhaltigkeit greifen Menschen vermehrt zu umweltfreundlichen Alternativen, um unseren<br />
Planeten langfristig zu schützen. Wir fördern dieses Konsum-entenverhalten durch die Verfügbarkeit unserer nachhaltigen Variante und unterstützen<br />
Unterneh-men darin, nachhaltige Verpackungen für ihre Kunden anbieten zu können.<br />
Aus Unternehmenssicht ist selbstverständlich der<br />
Kostenfaktor ebenfalls zu beachten: Ein herkömmliches<br />
Pulp-Inlay kostet zwischen 0,15€/Stück und<br />
0,20€/Stück (Marktrecherche Chocal). Die Kosten<br />
für ein Papier-Inlay von Chocal betragen ca. 0,06€/<br />
Stück (losgrößenabhängig). Somit kostet das Papier-<br />
Inlay von Chocal nur ca. 30% - 40% von der aktuellen<br />
Pulp-Lösung. Es ist somit nicht nur nachhaltiger,<br />
sondern zudem günstiger in der Herstellung.<br />
Zusammengefasst ergibt sich also eine win-win-win<br />
Situation: für die Unternehmen, die Kosten einsparen<br />
– den Endverbraucher, der zukünftig auf<br />
nachhaltige Verpackungen setzen kann – und am<br />
entscheidendsten: für unseren Planeten!<br />
30<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong>
Firmenstrategie<br />
FunctionalBarrier Paper als papier-basiert alternative für verschiedenste Anwendungen<br />
Einreicher: Mondi AG/www.mondigroup.com<br />
FunctionalBarrier Paper 95/5 ist eine faserbasierte Alternative zu<br />
Kunststofffolien und -laminaten für HFFS/VFFS-Verpackungsanwendungen.<br />
Die Innovation liegt in der Kombination starker mechanischer<br />
Eigenschaften mit einem minimalen Kunststoffanteil von nur 5%. Diese<br />
papierbasierte Verpackung ist recycelbar und kann problemlos auf<br />
bestehenden FFS-Verpackungsanlagen verwendet werden. Durch die<br />
Verwendung von verantwortungsvoll beschafftem Holz als Rohstoff<br />
wird der Einsatz fossiler Materialien reduziert. Die Lösung bietet einen<br />
hohen Innovationsgrad, indem sie traditionelle Kunststoffverpackungen<br />
durch nachhaltige Alternativen ersetzt, ohne dabei Kompromisse<br />
bei der Funktionalität einzugehen.<br />
FunctionalBarrier Paper 95/5 bietet signifikante Nachhaltigkeitsvorteile.<br />
Durch die starke Reduktion des Kunststoffanteils und die Nutzung<br />
nachwachsender Rohstoffe wird der ökologische Fußabdruck der<br />
Verpackungen deutlich vermindert. Das Papier ist so konzipiert, dass<br />
es in existierenden Papierrecyclingströmen recycelt werden kann, und<br />
somit die Kreislaufwirtschaft unterstützt. Darüber hinaus reduziert<br />
die hohe Festigkeit des Materials den Bedarf an zusätzlichem Verpackungsmaterial<br />
und schützt die Produkte während des Transports und<br />
der Lagerung effektiv.<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
31
Kreativ<br />
Umweltschonender Kremierungssarg aus Zellulose<br />
Einreicher: Mosburger GmbH/www.dunapack-packaging.com/at<br />
Ein Sarg für die Feuerbestattung überwiegend aus Wellpappe gefertigt. Was sich heute<br />
so selbstverständlich anhört, hat in Wahrheit jahrelange Entwicklungsarbeit und<br />
unzählige Behörden Anträge hinter sich. Die Konstruktion wurde im Auftrag und<br />
nach einer Idee der Firma DIKI GmbH in enger Kooperation der Werke Mosburger<br />
Straßwalchen und Wien nun realisiert.<br />
Unter dem geschützten Namen FLAMEA produzieren wir für die eigens gegründete<br />
Firma ARCUM GmbH diese nachhaltigen und kostengünstigen Särge aus einer für<br />
diesen Zweck entwickelten Verbundfaser.<br />
Getränke<br />
SIG und die Gmundner Molkerei bringen erste<br />
Kartonverpackung ohne Aluminiumschicht für H-Milch nach Österreich<br />
Einreicher: SIG-Combibloc GmbH/www.sig.biz<br />
SIG entwickelte das Verpackungsmaterial SIG Terra Alu-free, das weltweit erste aluminiumschichtfreie Verpackungsmaterial<br />
für aseptische Getränkekartons. Dieser Verbund besteht bis zu 82% (je nach Packungsformat und -volumen)<br />
aus Rohkarton, gewonnen aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz (aus FSC®-zertifizierten Wäldern und anderen<br />
kontrollierten Quellen).<br />
Durch diesen hohen Anteil an Rohkarton wird die Stabilität des Getränkekartons sichrgestellt. Mit seiner besonderen<br />
Beschaffenheit gewährleistet der Karton, dass die später in die Verpackung abgefüllten Lebensmittel vor Licht<br />
geschützt sind. Die Polymer-Schichten bilden eine Flüssichbarriere und halten Feuchtigkeit ab. Die Polymere dienen<br />
bei SIG Terra A.u-free auch als Barriere zum Schutz vor Aromaverlust und Fremdaromen und stellen sicher, dass die<br />
Milch über einen längerne Zeitraum sicher geschützt bleibt.<br />
Im Jahr 2023 brachte die SIG dieses Verpackungsmaterial gemeinsam mit der Gmundner Molkerei erstmals auf den<br />
österreichischen Markt.<br />
32 <strong>05</strong>/<strong>24</strong>
WE THINK<br />
THE<br />
INSIDE<br />
BOX.<br />
Ihr Produkt. Genau darauf kommt es an, wenn wir bei Dunapack<br />
Packaging Verpackungslösungen entwickeln und produzieren,<br />
die einfach passen. Die Komplexität unserer Aufgaben verlangt<br />
zunehmend nach Lösungen „outside the box“. Im Mittelpunkt<br />
unseres Denkens steht aber immer noch „inside the box“.<br />
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was wir für Sie tun<br />
können, dann schenken Sie uns 10 Minuten - und wir schenken<br />
Ihnen 166 Jahre Erfahrung und Know-how eines<br />
Familienunternehmens, das die gesamte Wertschöpfungskette<br />
im Verpackungsgeschäft abdeckt. Besuchen Sie uns einfach<br />
unter: www.dunapack-packaging.com/at<br />
02/<strong>24</strong><br />
33
ARA - Sonderpreis<br />
Papierschlauchbeutel für Obst und Gemüse<br />
Einreicher: Ulrich Etiketten GesmbH/www.ulrich.at<br />
„Der Anlass des Projekts ist der steigende Bedarf und das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Unternehmen stehen<br />
zunehmend unter Druck, umweltfreundliche Praktiken zu implementieren und ihre Produkte nachhaltiger zu gestalten. Dieser Trend wird durch<br />
gesetzliche Vorgaben, Konsumentenwünsche und globale Umweltziele verstärkt. Wir haben erkannt, dass es notwendig ist, sich diesen<br />
Anforderungen anzupassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten daher stellen wir uns der<br />
Herausforderung und widmen uns dem Thema innovative und nachhaltige Verpackungslösungen mit vollem Einsatz.“ erklärt Dr. Rainer Ulrich.<br />
Die Umsetzung des Projekts erforderte eine sorgfältige Planung und Ausführung in mehreren Phasen. Von der Projektplanung und Ressourcenbeschaffung<br />
über Produktentwicklung und Markteinführung bis hin zu Monitoring und kontinuierlicher Verbesserung.<br />
Die umweltfreundliche Verpackungslösung stellt eine signifikante Innovation im Bereich der Verpackungstechnologie dar, indem sie ökologische<br />
Nachhaltigkeit mit praktischen und funktionalen Vorteilen kombiniert.<br />
Die Hauptanwendungsgebiete liegen im Obst- und Gemüsesektor.<br />
Die Verpackung besteht zu 100% aus Papier und wird daher zu<br />
100% dem Altpapierstrom zugeführt. Neben der komfortablen<br />
Handhabung der Folie ist mit wenigen Anpassungen auf bestehenden<br />
Anlagen verarbeitbar und kann dank flexibel gestaltbarer Sichtfenster<br />
und Druckmotive vielseitig eingesetzt werden. Das Material für diese<br />
Verpackungen kommt aus nachwachsenden Rohstoffen oder aus<br />
alternativen biologischen Ressourcen und ist FSC® zertifiziert.<br />
ARA Vorstandssprecher Dr. Harald Hauke gratulierte via<br />
Grußbotschaft aus Wien zum ARA-Sonderpreis<br />
34 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
So sehen Sieger aus - gute Stimmung nach der Preisverleihung am Ende des zweiten Messetages
FACHPACK<br />
Die Kompaktklasse<br />
Das Umfeld soll sich nicht länger mit aufwändigen Umbauten im Bestand dem<br />
Palettierer, sondern vielmehr der Palettierer gegebenen Umständen anpassen!<br />
Zur FachPack in Nürnberg präsentierte TRAPO mit der „Kompaktklasse“ die<br />
jüngste Generation – vom Einsteigermodell bis zum raumsparenden Hochleistungspalettierer.<br />
Alle Varianten haben eine<br />
FDA-Zulassung (Food<br />
and Drug Administration<br />
gemäß US-Behörde).<br />
Neue<br />
hochflexible Kompaktklasse<br />
Die De-Palettierer der TRA-<br />
PO seien „extrem erfolgreich“,<br />
weiß Enrico Pes, CSO im Unternehmen.<br />
Die neue hochflexible<br />
Kompaktklasse werde<br />
insbesondere den Bedarf der<br />
Verpackungsindustrie optimal<br />
bedienen. Live auf der Messe:<br />
Das Einstiegsmodell der Kompaktklasse,<br />
der TRAPO Cobot<br />
Palletizer (TCP Serie). Greifer<br />
des Messeexponats ist ein Vakuumsauger,<br />
die Versorgung<br />
erfolgt über eine Zuführung im<br />
Roboterarm.<br />
Basierend auf jahrzehntelanger<br />
Palettierkompetenz präsentierte<br />
das Unternehmen aus dem<br />
westfälischen Gescher-Hochmoor<br />
in Nürnberg Knickarmroboter<br />
der Kompaktklasse, die<br />
sich flexibel jeder räumlichen<br />
Gegebenheit anpassen.<br />
Schuhlöffel<br />
„Wie mit dem Schuhlöffel“<br />
werden die Roboter an vorhandene<br />
Räumlichkeiten eingefügt<br />
– ideal beispielsweise für Produktionshallen<br />
mit 2,60 Metern<br />
Deckenhöhe im Bestand. Mit<br />
gleich drei ausgereiften Modellen<br />
startet die robuste, raumsparende<br />
Kompaktklasse in die<br />
neue Messesaison.<br />
Modulare Baukasten<br />
Für die End-of-Line-Palettierer,<br />
die am Ende einer Produktions-<br />
oder Verpackungslinie<br />
zum Einsatz kommen, setzt<br />
TRAPO Knickarmroboter der<br />
High-Speed Robot System Serie<br />
(HRS Serie) plus Multifunktionsgreifer<br />
ein. Die Kompaktklasse<br />
der Roboterpalettierer<br />
tritt an, um sowohl Produktionsprozesse<br />
als auch Warenhandling<br />
unterschiedlichster<br />
Gebinde und Produktivität zu<br />
optimieren. Dank eines modularen<br />
Baukastens ergeben sich<br />
zahlreiche Möglichkeiten, mit<br />
denen individuelle Automatisierungsanforderungen<br />
beantwortet<br />
werden.<br />
Drei Basismodelle<br />
Die Kompaktklasse bietet mit<br />
drei Basismodellen Lösungen<br />
für palettierte Waren wie Eimer,<br />
Säcke, Fässer, Dosen, Kartons,<br />
Kanister und mehr. Als erfahrener<br />
Partner ergänzt TRAPO<br />
die Palettierlinie beispielsweise<br />
um AMR-Kompetenz, Palettenpuffersysteme<br />
(Sequenzer) und<br />
automatisiertes Lkw-Beladen<br />
mit dem TRAPO Ladungs System<br />
TLS 3600. Spezialist ist<br />
das Unternehmen für die Belange<br />
der Lebensmittel- und Pet<br />
Food-Industrie.<br />
Die Modelle der<br />
TRAPO Kompaktklasse<br />
Kleiner Roboter für große Entlastung:<br />
Durch jede Tür passt<br />
der TRAPO Cobot Palletizer<br />
(TCP Serie) – das Performance-<br />
Modell für den leichten Einstieg<br />
in das automatisierte Palettieren.<br />
Geliefert auf nur zwei Paletten,<br />
kommt der mobil verfahrbare<br />
Roboter, der als „Kollege“ ohne<br />
Zaun agieren kann, überall dort<br />
zum Einsatz, wo seine Palettierleistung<br />
gefordert ist.<br />
HRS compact<br />
Der Kompaktpalettierer HRS<br />
compact steht für die kommende<br />
zukunftsweisende Generation<br />
von Knickarmrobotern, die<br />
zum exakten Palettieren eingesetzt<br />
werden.<br />
HRS Serie<br />
Roboter der HRS Serie sind<br />
Basis für Anforderungen mit<br />
enorm hoher Palettierleistung.<br />
Um die geforderten Aufgaben<br />
perfekt auszuführen, benötigen<br />
Palettieranwendungen die perfekte<br />
Ausstattung. Bewährte<br />
Greifertechnologien beeinflussen<br />
die Verfügbarkeit, steigern<br />
die Leistung und schonen das<br />
Produkt. Auch die neue Kompaktklasse<br />
wurde mir Greifern<br />
ausgerüstet, die bei TAPO entwickelt<br />
und produziert wurden.<br />
Mehr unter:<br />
www.trapo.de<br />
Am FachPack-Stand:<br />
Kleiner Roboter für<br />
große Entlastung:<br />
Durch jede Tür passt<br />
der TRAPO Cobot<br />
Palletizer (TCP Serie)<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
35
FACHPACK<br />
Maßgeschneiderte<br />
End-of-line Verpackungslösungen<br />
Seit fast 30 Jahren ist Bernd Marake im Bereich der Umreifungs- und Verpackungstechnik<br />
tätig. Seit 20<strong>05</strong> ist er selbstständig und hat sich mit seinem<br />
Unternehmen längst einen Namen als Servicedienstleister in diesem Bereich<br />
gemacht. Als Partner von Antalis, Raja oder SIAT (Serviceniederlassung für<br />
Österreich) ist er zuständig für Projektierung, Inbetriebnahme, Reparatur,<br />
Wartung und den Umbau ihrer Verpackungslösung. Serviciert werden von<br />
seinem Unternehmen Umreifungsmaschinen aller Marken. Jetzt übernimmt die<br />
Bernd Marake Umreifungs- und Verpackungstechnik GmbH auch die Vertretung<br />
von Baumer hhs GmbH die ihr Klebstoff-know-how unter anderem auch in der<br />
Palettensicherung einsetzen.<br />
Baumer hhs mit Sitz in<br />
Krefeld ist Ihr weltweiter<br />
Partner für zuverlässige<br />
und innovative Systeme für Klebstoffauftrag<br />
und Qualitätskontrolle.<br />
Seit über 35 Jahren dreht sich<br />
bei dem Unternehmen alles um<br />
sicheres Kleben und das Ziel, den<br />
hohen Anforderungen ihrer Kunden<br />
und denen eines dynamischen<br />
Marktes zu entsprechen. Baumer<br />
hhs ist spezialisiert auf industrielle<br />
Anwendungen. Ihre spezialisierten<br />
Lösungen werden unter anderem<br />
eingesetzt in der Faltschachtelherstellung,<br />
Wellpappenproduktion,<br />
Endverpackung und Druckweiterverarbeitung.<br />
Im Bereich der Endverpackung<br />
auch im Bereich der<br />
Palettensicherung.<br />
Palettensicherung<br />
„Immer noch werden in der Logistik<br />
und Lagerhaltung Paletten mit<br />
Antirutschfolien und Stretchfolie<br />
für Transport und Lagerung gesichert.Durch<br />
intelligenten Klebstoffauftrag<br />
können diese bis zu<br />
100% ersetzt werden. Dies bedeutet<br />
natürlich auch eine deutliche Minimierung<br />
des Folienverbrauchs.“<br />
erklärt Bernd Marake. Die Lösung<br />
entspricht auch den aktuellen Vorgaben<br />
der PPWR – die in Ihrer<br />
Bernd Marake am Baumer hhs Stand während der FachPack<br />
Letztfassung Kunststoff von den<br />
Paletten verbannen will. Durch<br />
den Verzicht auf Folie werden die<br />
Abläufe in der Logistik optimiert,<br />
sicherer und effizienter. „Diese<br />
Lösung garantiert den Anwendern<br />
eine schnellere Depalettierung sowie<br />
eine Verringerung von Unfallrisiken<br />
im Lager. Auch die Probleme<br />
der Barcodes durch die Verdeckung<br />
von Folie gibt es hier nicht und<br />
mit Antirutsch-Klebstoff besprühte<br />
Karton-/Wellpappeverpackungen<br />
können problemlos dem Papierrecycling<br />
zugeführt werden.“ ergänzt<br />
Marake. Die sogenannte Palletizing<br />
Solution optimiert die Prozesse in<br />
der Logistik und verringert den Materialeinsatz<br />
und sie lässt sich einfach<br />
in bestehende Palettisierungslösungen<br />
integrieren. Es geht hier<br />
um eine flexible Lösung für alle<br />
Kartonformate die platzsparend integriert<br />
werden kann. „Mit Baumer<br />
hhs haben wir einen zuverlässigen<br />
Partner. Deren Produkte sind für ihre<br />
lange Lebensdauer, niedrige Wartungsaufwendungen<br />
und Zukunftssicherheit<br />
bekannt. Das verstehen<br />
wir unter Investitionssicherheit für<br />
unsere Kunden.“ sagt Marake.<br />
Produktportfolio<br />
Diese Vertretung rundet die Angebotspalette<br />
der Bernd Marake<br />
GmbH. Die End-of-line Verpackungslösungsprofessionisten,<br />
sind<br />
auch für Ihre Sonderlösungen bekannt.<br />
„Als einer der größten unabhängigen<br />
Servicedienstleister für<br />
Umreifungs- und Verpackungstechnik<br />
setzen wir auch ungewöhnliche<br />
Aufgaben gerne um. Aktuell haben<br />
wir zum Beispiel eine Lösung<br />
in Vorarlberg fertiggestellt bei der<br />
die Paletten während dem Wickelvorgang<br />
versetzt werden müssen<br />
– sicher keine alltägliche Lösung.“<br />
erzählt schmunzelnd der Geschäftsführer.<br />
Auch bei der richtigen Wahl<br />
von Verbrauchsmaterialien wie<br />
Folien und Umreifungsbänder unterstützt<br />
das Unternehmen, das seit<br />
zwei Jahren mit einem neuen Logo<br />
am Markt, ist gerne.<br />
Mehr unter: baumerhhs.com oder<br />
unter: www.bm-umreifung.com<br />
Aufbringung des Klebstoffes in der Verpackungslinie<br />
36 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
Mit Klebstoff gesicherte Pakete
FACHPACK<br />
Sicherheitslösungen für Versandpakete<br />
Bei der Fachpack 20<strong>24</strong> präsentierte die Firma Securikett innovative Sicherheitsetiketten<br />
für den besonders gefährdeten Online-Handel, sowie Kopierschutz-Technologien<br />
gegen das Fälschen von Codes (Anti-Code-Cloning Technologien).<br />
Mit dem rapiden Wachstum<br />
des Online-Handels<br />
und dem stetig steigenden<br />
Versandvolumen gewinnt<br />
der Schutz von Versandpaketen<br />
zunehmend an Bedeutung. Die von<br />
Securikett vorgestellten innovative<br />
Sicherheitsetiketten erweisen sich<br />
dabei als essenzielles Instrument<br />
zum Schutz der Pakete und tragen<br />
wesentlich zur Sicherheit und Zufriedenheit<br />
der Kunden bei.<br />
Funktionsweise der E-Commerce<br />
Sicherheitsetiketten<br />
Die Sicherheitsetiketten, die Securikett<br />
auf der Messe präsentierte,<br />
bieten eine effektive Lösung gegen<br />
Manipulation von Versandpaketen.<br />
Diese Etiketten sind speziell entwickelt,<br />
um Manipulationsversuche<br />
sofort erkennbar zu machen.<br />
Vertrauen<br />
Die Sicherheitssiegel werden entweder<br />
an der Kante des Pakets oder<br />
über dem Paketband angebracht.<br />
Sobald das Etikett entfernt oder<br />
beschädigt wird, hinterlässt es deutliche<br />
Spuren, die auf einen Manipulationsversuch<br />
hinweisen. Dies gibt<br />
sowohl Versendern als auch Empfängern<br />
ein hohes Maß an Sicherheit<br />
und Vertrauen in die Integrität<br />
der Lieferung.<br />
Kosteneffiziente Lösung<br />
„In der heutigen Zeit, in der der<br />
Online-Handel boomt, ist es unerlässlich,<br />
dass Unternehmen Maßnahmen<br />
ergreifen, um die Sicherheit<br />
der versendeten Produkte zu<br />
gewährleisten,“ betonte Dr. Marietta<br />
Ulrich-Horn, geschäftsführende<br />
Gesellschafterin von Securikett, auf<br />
der Messe. „Unsere Sicherheitsetiketten<br />
bieten eine zuverlässige und<br />
kosteneffiziente Lösung, um das<br />
Vertrauen der Kunden zu stärken<br />
und das Risiko von Manipulation<br />
am Transportweg zu minimieren.“<br />
Sicherheitssiegel<br />
bieten zusätzliche Vorteile<br />
Neben der Erhöhung der Sicherheit<br />
tragen die von Securikett vorgestellten<br />
Etiketten auch zur Prozessoptimierung<br />
bei. Sie ermöglichen<br />
eine einfache und schnelle<br />
Identifizierung von Sendungen<br />
und können mit zusätzlichen Informationen<br />
wie Barcode, QR-Code<br />
oder individuellen Seriennummern<br />
ausgestattet werden. Dies erleichtert<br />
die Nachverfolgung und Verwaltung<br />
der Pakete und steigert die<br />
Effizienz der Logistikprozesse.<br />
Anti-Cloning Technologien<br />
Securikett stellte außerdem eine<br />
Technologie zur Verhinderung von<br />
Code-Klonen vor, die entscheidend<br />
für die Produktauthentifizierung.<br />
Um Fälscher daran zu hindern,<br />
Codes zu kopieren oder Rückverfolgbarkeitssysteme<br />
zu umgehen,<br />
bietet Securikett eine breite Palette<br />
an Anti-Code-Cloning-Technologien<br />
an. Sichere UIDs, Authentifizierungs-Apps<br />
von verifizierten<br />
Drittanbietern, sowie physische<br />
Authentifizierungsmerkmale bieten<br />
hier die Lösung.<br />
Authentizierungsmerkmale<br />
Physische Authentifizierungsmerkmale,<br />
wie spezielle grafische<br />
Elemente, Hologramme, Kippfarben,<br />
VOID-Effekte, verdeckte<br />
PIN-Codes bieten dabei einen<br />
starken Schutz gegen das Kopieren<br />
von Codes.<br />
Mehr unter: www.securikett.com<br />
Securikett-Team<br />
auf der FachPack<br />
NEU<br />
Selbst vorsichtiges Aufschneiden<br />
mit einem Stanleymesser<br />
wird sofort erkannt<br />
NEU: Banderoliermaschine US-3000 AD<br />
Effizienz und Flexibilität vereint<br />
Fotos - Securikett<br />
• Ultraschallschweiß-Technologie<br />
• Ergonomisches Arbeiten durch Höhenverstellung<br />
• Schneller Bandwechsel<br />
• Smarter Betrieb: Sensoren überwachen Temperatur, Luftfeuchtigkeit<br />
und Vibrationen<br />
• Benutzerführung durch Bilder und Videos<br />
• Branding with Banding: Papier- oder Folienband<br />
Verpackungstechnik<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
37<br />
GIGANT_Einschaltung_100_140_Banderolieren US3000.indd 1 01.10.20<strong>24</strong> 10:49:28
FACHPACK<br />
Vakuum-Verpacken in neuer Dimension<br />
Im Mittelpunkt des Messeauftritts von MBM stand insbesondere die neu<br />
gelaunchte VSM® BULKY. Das smarte Multitalent war dabei live in Aktion<br />
beim Vakuumieren und vertikalen Verpacken diverser Produkte in Beuteln zu<br />
sehen. Daneben informierte das in dritter Generation geführte Familienunternehmen<br />
aus Augsburg an seinem Messestand ausführlich über sein starkes<br />
Portfolio an voll- und semiautomatischen VSM-Verpackungsmaschinen und<br />
Sonderlösungen für die unterschiedlichsten Branchen.<br />
Die Technologie ist einzigartig<br />
– und zugleich auch<br />
Markenkern von MBM<br />
innovations. Bereits in den 1970er<br />
Jahren entwickelte Firmengründer<br />
Se-bastian Mayer das VSM® Vakuum-System,<br />
mit dem bis heute alle<br />
Vaku-um-Verpackungsmaschinen<br />
ausgestattet sind. Das Besondere<br />
daran: Das atmosphärische Vakuum-<br />
System steht für ein strukturschonendes<br />
und gleichzeitig hochqualitatives<br />
Vakuum – und bietet weitreichende<br />
Vor-teile im Hinblick auf<br />
Produktqualität, Vakuum-Sicherheit,<br />
Handling und auch Ressourceneffizienz.<br />
Denn evakuiert wird mittels<br />
spezieller Saug-düsen direkt<br />
im Beutel, der gesamte Evakuier-<br />
Vorgang findet unter nor-malem,<br />
atmosphärischem Druck ohne Vakuumkammer<br />
statt. Die extra breite<br />
Vakuum-Station mit beidseitiger<br />
Impulsschweißung gewährleistet<br />
dabei selbst bei großen Formaten<br />
und sogar bei feuchten Beuteln eine<br />
zuverlässige faltenfreie Schweißung.<br />
38 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
Am Messestand: Sabrina Mayer-Mai und ihre Schwester die<br />
gemeinsam die dirtte Generation des Familienunternehmens verkörpern<br />
Die VSM® BULKY<br />
Ob Lebensmittel, Cannabis, Tiernahrung,<br />
Elektroerzeugnisse oder<br />
phar-mazeutische Artikel – die vertikale<br />
Verpackungsmaschine im<br />
Hygienic-Design ist ein belastbarer<br />
Baustein im Produktionsprozess.<br />
Sie verpackt effizient, sicher und<br />
nachhaltig die unterschiedlichsten<br />
Produkte im Vakuum oder unter modifizierter<br />
Atmosphäre (MAP) direkt<br />
in Transportboxen, E2-Kisten, Fässer<br />
oder Kartons. Zu den typischen<br />
Anwendungsgebieten zählen u.a.<br />
Transport- und Reifeverpackungen<br />
für Fleisch- und Wurstwaren, Schinken,<br />
Fisch & Seafood sowie Käse<br />
für Großverbraucher und Gastronomie,<br />
Beutelverpackungen für<br />
Naturdärme in Salzlake oder loser<br />
Gebinde wie etwa Soja-Granulat,<br />
Tierfutter, Nüsse oder Trockenfrüchte.<br />
Aber auch für manipulationssichere<br />
Transportverpackungen<br />
hochsensibler Produkte wie medizinisches<br />
Marihuana und andere<br />
pharmazeutische Produkte sowie<br />
für sichere Verpackungen großer<br />
Gebinde wie Schüttgut, Elektrokomponenten,<br />
Trafos oder Batterien ist<br />
die kompakte BULKY eine erstklassige<br />
Wahl. Durch die raumsparende,<br />
schlanke Konstruktion lässt sich das<br />
vielseitige Modell nahezu in allen<br />
Arbeitsumgebungen einsetzen und<br />
dank der Rol-len einfach überall<br />
dort hinschieben, wo es gerade benötigt<br />
wird.<br />
Hohe Flexibilität<br />
Die Maschine überzeugt neben<br />
ihrer hohen Flexibilität in Bezug<br />
auf ihre Einsatzfähigkeit vor allem<br />
durch die hohen Hygiene- und<br />
Sicherheits-standards wie auch<br />
ihre einfache, unkomplizierte Bedienung<br />
und Wartung. „Dank unserer<br />
über 50jährigen Expertise im<br />
Maschinenbau und unserer hohen<br />
Fertigungstiefe können wir von<br />
MBM natürlich auch individuelle<br />
Sonderlösungen sowie Förder- und<br />
Transporttechnik realisieren – und<br />
alle angebotenen Maschinen den<br />
Kundenbedürfnissen entsprechend<br />
anpassen“, unterstreicht Sabrina<br />
Mayer-Mai, die gemeinsam mit ihrer<br />
Schwester die dritte Generation<br />
des Familienunternehmens verkörpert<br />
und den Bereich Strategic Marketing<br />
verantwortet. Demnach kann<br />
die BULKY zum Beispiel auch für<br />
kleinere Einheiten und bis zur XL-<br />
Variante (Beutel auf Palette) konfiguriert<br />
werden.<br />
Ein starkes Portfolio<br />
Mittlerweile ist MBM in 17 Ländern<br />
vertreten. Vor allem im Kernmarkt<br />
Lebensmittel und speziell<br />
im Segment Käsereifung sind die<br />
voll- und teilau-tomatischen Verpackungslösungen<br />
vielfach im Einsatz.<br />
Aber auch die Nachfrage in<br />
der Medizingüter- und Pharmaindustrie<br />
steigt kontinuierlich: „Hier<br />
rücken vor allem unsere hochleistungsfähigen<br />
Modelle für industrielle<br />
Anwendungen in den Blick. Ich<br />
denke hier insbesondere an Reinraumverpackungen<br />
für den Transport<br />
pharmazeutischer Behältnisse<br />
und Primärverpackungen oder auch<br />
an Groß- und Reifeverpackungen<br />
für Tabak oder medizinisches Marihuana“,<br />
erklärt Sabrina Mayer-<br />
Mai. Einen starken Markt sieht die<br />
Juniorchefin nicht zuletzt in der<br />
Nonfood-Industrie: für das Verpacken<br />
von Elektronikbauteilen, im<br />
Bereich der platzsparenden Vakuumverpackungen<br />
für Textilien oder<br />
Großverpa-ckungen für lose Gebinde<br />
aller Art.<br />
Vorteile in puncto Nachhaltigkeit<br />
MBM-Anlagen überzeugen durch<br />
eine Vielzahl an Energieeinsparpotenzi-alen:<br />
Bei den vollautomatischen<br />
Anlagen zum Beispiel für<br />
Käsereifever-packungen lassen<br />
sich allein beim Vakuumsystem<br />
im Vergleich zu ver-schiedenen alternativen<br />
Verpackungssystemen<br />
mit gleicher Leistung zwischen 36<br />
und 50 % Energie einsparen. Alle<br />
Modelle können zudem problemlos<br />
recyclingfähige Monomaterialien<br />
verarbeiten, die für die Kreislaufwirtschaft<br />
geeignet sind. Darüber<br />
hinaus zeichnen sie sich durch einen<br />
geringen Druckluftverbrauch und<br />
intelligente Standby-Zeiten aus.<br />
Mehr unter:<br />
www.mbm-innovations.com
VERPACKUNGNEWS<br />
Neuer Cluster-HR-Manager<br />
Die HR-Abteilung der österreichischen Tochtergesellschaft von DS Smith steht<br />
unter neuer Leitung: Der in Wien geborene Jurist, Stefan Lackner, ist ab sofort<br />
für die österreichische Personalabteilung des britischen Herstellers von Wellpappe-Verpackungen<br />
mit drei Standorten in Österreich verantwortlich. Um junge<br />
Menschen für technische Lehrberufe wie z.B. für jenen des Verpackungstechnikers<br />
in den beiden Produktionswerken in Graz/Kalsdorf sowie Margareten am<br />
Moos zu begeistern, gab er Social-Mediataugliche Videos in Auftrag.<br />
So mancher kennt die Verpackungen<br />
von DS Smith, ohne<br />
es zu wissen: Verschiedene<br />
Energydrinks oder Kartoffelchips<br />
der Marke Kellys kommen z.B. in<br />
den Kartons des weltweit tätigen<br />
Verpackungsherstellers, belegte Bäckerweckerln<br />
stecken in handlichen<br />
Einzelboxen, und im Supermarkt<br />
werben bunte Displays für Getränkedosen<br />
& Co: „Anlässlich der<br />
Pandemie konnten wir einen Auftragszuwachs<br />
verzeichnen“, freut<br />
sich der frisch gebackene Cluster-<br />
HR-Chef. „Der Trend zum Bestellen<br />
von Produkten und Lebensmitteln<br />
hält die Nachfrage stabil.“ Der<br />
33-Jährige ist seit Anfang des Jahres<br />
für die 440 in Österreich Beschäftigten<br />
des britischen Konzerns verantwortlich.<br />
Davor war Lackner in<br />
einer vergleichbaren Verantwortung<br />
beim Automobilhersteller Stellantis.<br />
Stabile Nachfrage bedeutet sichere<br />
Arbeitsplätze. Das kommt dem Personalchef<br />
bei der Personalsuche<br />
zugute. Aktuell sind am Standort<br />
Margarethen am Moos (NÖ)<br />
gut 210 Mitarbeitende beschäftigt,<br />
knapp ebenso viele in Kalsdorf bei<br />
Graz (Stmk), dazu kommen noch 20<br />
Mitarbeitende im grenznahen Verkaufsbüro<br />
in Neumarkt am Wallersee<br />
(Slbg). „Mir war immer wichtig,<br />
in einer breit aufgestellten Belegschaft<br />
und in einem vielfältigen Arbeitsumfeld<br />
zu arbeiten: Vom talentierten<br />
Lehrling bis zum erfahrenen<br />
Geschäftsführer.“ Dazu hat Lackner<br />
als Cluster-HR-Manager nun ausreichend<br />
Gelegenheit: Mit seinen sieben<br />
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />
verantwortet er österreichweit<br />
die beiden Produktionswerke und<br />
das Verkaufsbüro.<br />
Social-Media-Videos<br />
für Lehrlinge von morgen<br />
Lackners Aufmerksamkeit gehört<br />
dem Nachwuchs und der Chancengleichheit<br />
aller Geschlechter. Es fällt<br />
auf, dass überdurchschnittlich viele<br />
hochrangige Positionen mit ehemaligen<br />
Lehrlingen bei DS Smith<br />
besetzt sind, vom Standortleiter bis<br />
ins überregionale Top-Management.<br />
Das will der ambitionierte Tennisspieler<br />
weiter fördern. Vom Start<br />
weg vernetzt er die Generation von<br />
morgen. Im Juni kamen zum Beispiel<br />
erstmals die Lehrlinge aller<br />
Produktionsstandorte zu einem Kennenlernen<br />
und Coaching zusammen,<br />
Foto: Christof Hütter<br />
Stefan Lackner<br />
um sie dabei auf die nächsten Karriereschritte<br />
bei DS Smith nach der<br />
Lehrabschlussprüfung vorzubereiten.<br />
„Sie werden Kontakte knüpfen<br />
und einen Zusammenhalt bilden,<br />
der sie ihren weiteren Weg bei uns<br />
begleitet.“ Um auch künftig junge<br />
Menschen für technische Lehrberufe<br />
zu begeistern, werden aktuell<br />
verschiedene Videos produziert, die<br />
mögliche Karrierewege für Mädchen<br />
und Burschen im Unternehmen<br />
aufzeigen sollen.<br />
Mehr unter: www.dssmith.com/at<br />
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03/<strong>24</strong> 39
FACHPACK<br />
Kreislaufsystem für maximale<br />
Insbesondere in der Verpackungsindustrie gewinnt der Aspekt der Nachhaltigkeit<br />
seit Jahren an Bedeutung und formuliert neue Anforderungen<br />
an alle Beteiligten in der Versorgungskette. Mit seinem Green Lifecycle<br />
Management hat Schütz darauf reagiert und ein Maßnahmenpaket für ein<br />
ausgeklügeltes Kreislaufsystem geschnürrt. Das Unternehmen optimiert<br />
den gesamten Lebenszyklus seiner Verpackungen unter dem Aspekt<br />
größtmöglicher Umweltfreundlichkeit – und nimmt dabei auch seine Kunden<br />
in die Pflicht. Neben den Produkthighlight über die wir in der letzten Ausgabe<br />
berichteten war dieses Kreislaufsysteme eines der Themen am FachPack-Stand.<br />
Schütz ist seit über 50 Jahren<br />
Pionier in der Herstellung<br />
von Industrieverpackungssystemen.<br />
Bereits Mitte der 70er<br />
Jahre präsentierte das Unternehmen<br />
mit der Einführung des IBC eine<br />
moderne Verpackungslösung, bei<br />
der ein effizientes Kreislaufmanagement<br />
und Recycling im Mittelpunkt<br />
der Überlegungen stehen.<br />
Mit einheitlichen Produktstandards<br />
und höchster Qualität setzt Schütz<br />
seitdem weltweit Maßstäbe und<br />
übernimmt Verantwortung für die<br />
Wiederverwendung restentleerter<br />
Verpackungen. Fortschritt bedeutet<br />
für Schütz daher auch, den CO 2 -<br />
Fußabdruck seiner Verpackungen<br />
stetig zu reduzieren. Dazu hat das<br />
Unternehmen das Konzept des<br />
Green Lifecycle Managements ins<br />
Leben gerufen. Es fußt auf drei<br />
Säulen: dem effizienten Umgang<br />
mit knappen und teurer werdenden<br />
Ressourcen, der weltweiten Rückholung<br />
und Wiederaufbereitung von<br />
Industrieverpackungen sowie dem<br />
umweltschonenden Recycling von<br />
Kunststoffen.<br />
Kleine Schritte, große Wirkung<br />
Um ehrgeizige Klimaziele zu erreichen,<br />
muss Nachhaltigkeit in allen<br />
Arbeitsbereichen mitgedacht und in<br />
die Unternehmensphilosophie integriert<br />
werden. Der Anspruch, mit<br />
nachhaltigen Verpackungslösungen<br />
zu einer lebenswerten Umwelt beizutragen,<br />
spiegelt sich bei Schütz<br />
zunächst in der kontinuierlichen<br />
Investition in moderne Anlagen für<br />
fortschrittlichste Produktionsverfahren<br />
wider. Technischer Fortschritt<br />
sowie Forschung und Prozessentwicklung<br />
sind der Schlüssel, um die<br />
Verpackungslösungen kontinuierlich<br />
weiterzuentwickeln und hinsichtlich<br />
ihrer CO 2 -Bilanz zu optimieren. Beispielsweise<br />
reduziert jedes Gramm<br />
Gewichtseinsparung Emissionen<br />
und schont gleichzeitig natürliche<br />
Ressourcen.<br />
Fotos: Schütz<br />
In seinem Recycling-Center in Selters gewinnt Schütz aus dem<br />
Altmaterial Regranulat, das vollständig wieder für die Herstellung neuer<br />
Verpackungskomponenten verwendet werden kann.<br />
Ecobulk-Produktprogramm<br />
Bestes Beispiel für diese Art der<br />
Ressourceneffizienz ist das Ecobulk-<br />
Produktprogramm von Schütz<br />
als das weltweit am häufigsten eingesetzte<br />
IBC-System. Innenbehälter<br />
aus HDPE, Gitterkorb aus Stahl und<br />
Palette aus Kunststoff oder Stahl –<br />
der modulare Aufbau ermöglicht<br />
den Austausch von Komponenten<br />
und ein sortenreines Materialrecycling.<br />
Durch die hohe Fertigungstiefe<br />
und die komplette Eigenproduktion<br />
kann Schütz an der Optimierung<br />
jedes einzelnen Bauteils<br />
feilen. So wurde innerhalb weniger<br />
Jahre das Gewicht des IBC immer<br />
weiter reduziert – bei gleichzeitiger<br />
Verbesserung der Leistungsfähigkeit.<br />
Allein durch die Einsparung<br />
von Rohstoffen reduziert Schütz<br />
seine direkten CO 2 -Emissionen um<br />
120.000t/Jahr. Mit der Serie Recobulk<br />
bietet Schütz wiederaufbereitete<br />
IBC an, die über die gleiche Qualität<br />
und Zulassung wie neue IBC<br />
verfügen. Pro Umlauf werden so bis<br />
zu 100 kg CO 2 eingespart. Damit<br />
wurde ein eigenen Standard in der<br />
IBC-Rekonditionierung geschaffen.<br />
Kreislaufmanagement: Kunden<br />
sind gefordert – und profitieren<br />
Ein wichtiger Baustein für den<br />
Austausch und die Aufbereitung<br />
der IBC ist der Schütz Ticket Service.<br />
Die weltweite Rückholung<br />
entleerter, gebrauchter IBCs erfolgt<br />
einfach, schnell und in der Regel kostenlos.<br />
Der Industrieverpackungshersteller<br />
unterhält ein dichtes Netz<br />
von derzeit 60 Produktions- und<br />
Servicestandorten und ist damit<br />
weltweit immer in der Nähe von<br />
Kunden und Entleerern. Auf Basis<br />
dieses Prinzips der kurzen Wege und<br />
einer softwaregestützte Routenoptimierung<br />
kann Schütz einen CO 2 -<br />
armen Transport garantieren. Hinzu<br />
kommt: Durch die Rückgabe von<br />
IBC über den Schütz Ticket Service<br />
leisten Kunden selbst einen aktiven<br />
Beitrag zum Umweltschutz.<br />
Modernste KI- und<br />
3D-Scan-Technologie<br />
In einem von Schütz entwickelten<br />
Verfahren werden die zurückgeholten,<br />
gebrauchten Verpackungen<br />
mit Hilfe modernster KI- und 3D-<br />
Scan-Technologie analysiert. Das<br />
Wissen über den Zustand des Behälters<br />
und das Füllgut, das darin<br />
enthalten war, stellt sicher, dass<br />
jede Verpackung optimal aufbereitet<br />
wird. Dabei greift die KI-Anwendung<br />
auf eine interne Datenbank<br />
mit 400.000 verschiedenen<br />
Füllgütern zurück. Auf Basis dieser<br />
Vorauswahl wird bestimmt, welche<br />
weiteren Prozessschritte notwendig<br />
sind. Im Anschluss durchlaufen die<br />
gesammelten Verpackungen einen<br />
aufwendigen Wiederaufbereitungsprozess:<br />
Der Innenbehälter des IBC<br />
wird ausgetauscht, Gitterkorb und<br />
Palette gereinigt und gegebenenfalls<br />
repariert, sodass sie für mehrere<br />
Verpackungszyklen eingesetzt werden<br />
können. Was sich nicht für eine<br />
direkte Wiederverwendung eignet,<br />
wird am Firmenstammsitz in Selters<br />
dem Recyclingprozess zugeführt.<br />
Volle Kotnrolle über Qualität<br />
So behält Schütz stets die volle<br />
Kontrolle über die Qualität der zu<br />
recycelnden Verpackungen und<br />
schafft zugleich einen geschlossenen<br />
Materialkreislauf. Je mehr<br />
restentleerte Verpackungen wieder<br />
zu Schütz zurückkommen, desto<br />
höher ist die Versorgungssicherheit.<br />
Dies verdeutlicht, wie wichtig es<br />
ist, dass jeder Verwender von IBCs,<br />
seine leeren Verpackungen in den<br />
Kreislauf einspeist.<br />
Hauseigenes Recycling-Center<br />
Im hauseigenen Recycling-Center<br />
in Selters wird das HDPE-Material<br />
nach der Zerkleinerung und Reinigung<br />
in verschiedenen mechanischen<br />
Vorstufen zu hochqualitativem,<br />
geruchsneutralem und homogenem<br />
Regranulat verarbeitet. Dank<br />
zukunftsweisender Technik kann<br />
selbst stark verschmutztes Material<br />
aufbereitet werden. Die Rekonditionierung<br />
der Verpackungen erfolgt<br />
unter Einhaltung höchster Umweltund<br />
Qualitätsanforderungen. Das<br />
so gewonnene Regranulat fließt<br />
40 <strong>05</strong>/<strong>24</strong>
FACHPACK<br />
Nachhaltigkeit Ulrich Etiketten<br />
Zu den zufriedenen Ausstellern der FachPack<br />
gehört auch Ulrich Etiketten, das familiengeführte<br />
Unternehmen in der fünten Generation.<br />
Gerade in Nürnberg rückten die nachhaltigen<br />
Verpackungslösungen von Ulrich Etiketten noch<br />
mehr in den Vordergrund als bisher.<br />
Mit einem tiefen Verständnis<br />
für Tradition und Innovation<br />
entstehen bei<br />
der Ulrich Etiketten GmbH hochmoderne<br />
Etiketten und Verpackungen<br />
von morgen auf modernsten Anlagen.<br />
Dabei liegt ein besonderer Fokus<br />
auf ökologischen Kreisläufen<br />
und der Nachhaltigkeit der Produkte.<br />
weltfreundliche Verpackungslösung.<br />
Diese vereint Nachhaltigkeit und<br />
Funktionalität und besteht zu 100%<br />
aus Papier, das vollständig dem Altpapierstrom<br />
zugeführt werden kann.<br />
Mehr unter: www.ulrich.at<br />
Green Packaging Star Award<br />
Dies beweist auch die mit dem<br />
„Green Star“ ausgezeichnete um-<br />
Mit dem Schütz Ticket Service bietet Schütz nicht nur die weltweite<br />
Rückholung und Rekonditionierung von entleerten Verpackungen, sondern<br />
Kunden die Möglichkeit, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.<br />
vollständig wieder in die Produktion<br />
von Verpackungskomponenten<br />
ein. Daraus werden beispielsweise<br />
Paletten, Eckverstärker oder Bauteile<br />
wie Klappen oder Säureschutzeinlagen<br />
hergestellt. Während der<br />
Einsatz von Recyclingmaterial bei<br />
Schütz lange Tradition hat, wird der<br />
Rezyklatanteil mit den Schütz Green<br />
Layer-Verpackungen noch weiter<br />
erhöht. Das hochwertige, naturfarbene<br />
Rezyklat fließt mit einem Anteil<br />
von 30 % in die mittlere Schicht<br />
der IBC-Innenbehälter, Kanister und<br />
Kunststofffässer. Innen- und Außenschicht<br />
werden wie gewohnt aus<br />
HDPE-Neuware hergestellt, sodass<br />
das Füllgut und die Umwelt weiterhin<br />
nur mit Neumaterial in direkten<br />
Kontakt kommen. Entscheidet sich<br />
ein Kunde zudem für eine Palette<br />
und Eckschoner aus Kunststoff, können<br />
die Green Layer IBC insgesamt<br />
einen Rezyklatanteil von bis zu 70<br />
% aufweisen. Durch den Einsatz von<br />
Rezyklat ist eine zusätzliche CO 2 -<br />
Einsparung von 6,8 kg pro IBC und<br />
bis zu 3,8 kg/Fass möglich. Schütz<br />
Green Layer-Verpackungen eignen<br />
sich für unterschiedlichsten Anwendungen.<br />
Wie alle Verpackungen von<br />
Schütz verfügen sie optional über eine<br />
Gefahrgutzulassung.<br />
Nachhaltigkeit als Bestandteil<br />
der Unternehmens-DNA<br />
Vom Neuprodukt über die Wiederaufbereitung<br />
bis hin zum Recycling<br />
und der damit verbundenen Abfallvermeidung<br />
bietet Schütz eine<br />
Komplettlösung für kompromisslose<br />
Qualität und leistet einen ganzheitlichen<br />
Beitrag zu einer nachhaltigeren<br />
Kreislaufwirtschaft. Der<br />
Kreislaufgedanke ist fest in der DNA<br />
des Unternehmens verankert – und<br />
das gilt es auch bei unter den Kunden<br />
zu forcieren. Denn nur wenn alle<br />
Parteien im Verpackungskreislauf<br />
ihren Teil beisteuern, kann das Prinzip<br />
des Green Lifecycle Managements<br />
aufgehen. Indem Schütz die<br />
gesamte Prozesskette selbst steuert,<br />
bietet das Unternehmen nicht nur<br />
innovative Verpackungssysteme und<br />
einen weltweiten Service, sondern<br />
auch nachhaltige Zukunftsperspektiven<br />
für sich und seine Kunden.<br />
Mehr unter: www.schuetz.net<br />
Das Team rund um Dr. Rainer<br />
Ulrich zeigte sich mit dem<br />
Verlauf der Messe zufrieden<br />
60<br />
Besonderes Interesse gab es<br />
von den Besuchern für die<br />
gezeigten Verpackungslösungen<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
41
JUBILÄUM<br />
15 Jahre Freude an der Arbeit<br />
Seit mehr als 35 Jahren beschäftigen sich Roland Luger und Martin Fasser<br />
mit dem Themengebiet Kennzeichnungstechniken, die - besonders im Zuge<br />
der Digitalisierung - für Unternehmen immer bedeutsamer werden. Durch die<br />
Arbeit in diesem Bereich haben sie sich auch kennengelernt und vor 15 Jahren<br />
den mutigen Entschluss gefasst selbstständig zu werden - die falu gmbh war<br />
geboren.<br />
Das Portfolio des Unternehmens<br />
umfasst heute den<br />
Verkauf und das Service<br />
von Etikettendruckern, Druck-<br />
Spende-Systemen, Etikettenspendeanlagen<br />
und Direktkennzeichnungsgeräten.<br />
Passend zum jeweiligen<br />
Verfahren stellt falu die Software<br />
und das Verbrauchsmaterial<br />
zur Verfügung. Etiketten werden,<br />
abgestimmt auf die jeweilige Anforderung,<br />
direkt im Unternehmen<br />
gefertigt.<br />
15 Jahre<br />
„Wir waren damals beide im richtigen<br />
Alter und hatten den Drang<br />
zur Selbstständigkeit. In meinem<br />
Fall war ich diesbezüglich familiär<br />
vorbelastet. Wichtig war für uns<br />
vom Start an der gemeinsame Weg<br />
mit unseren Kunden. Gleichzeitig<br />
wollten wir aber auch Spaß bei der<br />
Arbeit haben - so war unser Traum,<br />
den wir mit falu umgesetzt haben.“<br />
erklärt Martin Fasser. „Wir sind in<br />
einem 20m 2 Büro optimistisch in<br />
die Zukunft gestartet. Vom Start<br />
weg wollten wir unser langjähriges<br />
Wissen in der Branche für unsere<br />
Kunden nutzen. Bis heute beraten<br />
wir unsere Kunden individuell bei<br />
der Auswahl des Beschriftungssystems<br />
und unterstützen sie bei der<br />
Entwicklung des Labelings bzw.<br />
Product Brandings.“ ergänzt Roland<br />
Luger.<br />
Farbetikettendrucker<br />
Vom Etikettenspezialisten bis hin<br />
zum Profi für Farbetikettendrucker<br />
war es kein weiter Weg. „Egal ob<br />
sie noch wichtige Produktionsdaten<br />
Das Falu Team<br />
auf ein vorhandenes, bereits bedrucktes<br />
Etikett, eindrucken oder<br />
ob Sie hochwertige Etiketten komplett<br />
farbig drucken wollen - mit<br />
unseren wasser- oder tonerbasierten<br />
Produkten haben wir die richtige Lösung.<br />
Wir bieten unseren Kunden Lösungen<br />
wo klassische Drucker aufgeben:<br />
maximale Flexibilität in allen<br />
Farben inkl. Weiß, auch auf haptisch<br />
ansprechenden Materialien. Die<br />
Möglichkeit selbst 5-Farb-Etiketten<br />
im eigenen Haus in hochwertigster<br />
Qualität zu drucken hat schon viele<br />
Kunden überzeugt.<br />
Kleinere Produzenten nutzen unsere<br />
Lösungen zur Gänze - andere<br />
drucken mit unseren Etikettendruckern<br />
nur eine kleinere Charge aus<br />
(zB falls die vorgedruckten Etiketten<br />
ausgehen).<br />
Auch im Qualitäts-Bereich können<br />
wir besonders punkten. Die Kunden<br />
sehen zwischen den vorgedruckten<br />
Etiketten und den mit unseren<br />
Druckern umgesetzten Etiketten,<br />
mit freiem Auge kaum einen Unterschied.“<br />
erklärt Martin Fasser stolz.<br />
„Der QL-300 Farbetikettendrucker<br />
zum Beispiel wurde mit der<br />
bewährten, zuverlässigen digitalen<br />
LED-EP-Drucktechnologie (EP =<br />
electrophotographic, elektrofotografisch)<br />
entwickelt und ist der erste<br />
5-Farb-Desktop-Etikettendrucker,<br />
der besonders langlebige sowie attraktive<br />
Farbetiketten liefert und<br />
zusätzlich die Möglichkeit des<br />
Weißdrucks bietet. Diese Funktion<br />
eröffnet zahlreiche Möglichkeiten<br />
für Produktmarken: Der Benutzer<br />
kann aus einer Vielzahl von kosten-<br />
Vorführraum - und umgesetzte Projekte (kleines Bild)<br />
Hauseigene Technik - mit Blick in das Lager<br />
42 <strong>05</strong>/<strong>24</strong>
günstigen, transparenten, farbigen<br />
sowie metallicfarbenen Papier- und<br />
synthetischen Etikettenmaterialien<br />
auswählen und drucken.<br />
Mit dem QL-300 heben Sie Ihr<br />
Produkt-Branding auf eine neue<br />
Stufe und übertreffen Ihre Konkurrenten,<br />
denn er liefert Ihnen 5-Farb-<br />
Premiumetiketten mit einer Auflösung<br />
von 1200 x 1200 dpi sowie<br />
einzigartiger Langlebigkeit, Wasserund<br />
UV-Beständigkeit.“ so Martin<br />
Fasser.<br />
Geschichte<br />
Doch nochmals kurz zurück zur<br />
Geschichte des Unternehmens.<br />
Nach der Übersiedlung der Firma<br />
von Edt bei Lambach nach Haag<br />
am Hausruck wurde auch dort der<br />
Platz bald zu eng. Somit kam es<br />
zur Übersiedlung in das heutige<br />
Die zwei Geschäftsführer blicken positiv in die Zukunft.<br />
Firmengebäude in Gaspoltshofen.<br />
Hier haben die zwei Geschäftsführer<br />
und ihre mittlerweile stolzes<br />
Team genügend Platz, um auch<br />
Kunden zu empfangen und Druckoder<br />
Spendelösungen vorzuzeigen.<br />
Im Besprechungsraum und im eigenen<br />
Vorführraum können neue<br />
Lösungen besprochen und gleich<br />
getestet werden.<br />
Bei aller Affinität zur Technik vergisst<br />
das Geschäftsführerduo aber<br />
auch die Umwelt nicht. Über das eigene<br />
Bienenvolk, die Photovoltaikanlage<br />
(Nullemmisionen) sowie die<br />
eigene Blumenwiese, plant man bereits<br />
die nächsten mutigen Schritte.<br />
KOMPACK wünscht dem jungen<br />
Unternehmen weitere erfolgreiche<br />
15 Jahre.<br />
Mehr unter: www.falu.at<br />
Begeisterte<br />
Kunden<br />
DS Smith<br />
Lift Up<br />
Vollständig recycelbarer<br />
Tragegriff aus Wellpappe.<br />
Die nachhaltigere Alternative<br />
zu Kunststoff-Schrumpffolien<br />
für PET-Flaschen-Multipacks.<br />
Besser für<br />
die Umwelt<br />
Sie möchten mehr über die nachhaltigen<br />
Verpackungslösungen von DS Smith erfahren?<br />
contact.austria@dssmith.com<br />
+43 2230 71111-0<br />
www.dssmith.com/at<br />
Mehr<br />
Präsenz<br />
im Geschäft<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
Geprüfte<br />
Qualität<br />
43
GETRÄNKEVERPACKUNGEN<br />
Getränkemulti Postobón installiert gleich drei KHS-Linien<br />
Hattrick in Kolumbien<br />
Hat man zueinander gefunden, gibt es viele Synergien zu entdecken. Das gilt<br />
auch für die Partnerschaft zwischen dem südamerikanischen Getränkemulti<br />
Postobón und KHS, aus der in kürzester Zeit gleich drei Abfülllinien mit<br />
verschiedenen Blocklösungen entstanden sind.<br />
Mit über 50 Millionen<br />
Einwohnern ist Kolumbien<br />
der nach Brasilien<br />
zweitgrößte Staat Südamerikas und<br />
einer der bedeutendsten Wachstumsmärkte<br />
des Kontinents. Das Land<br />
wird geprägt von den bis zu fast<br />
6.000 Meter hohen Gebirgszügen<br />
der Anden und einer Küste von rund<br />
3.000 Kilometer Länge, die sich<br />
zu beinahe gleichen Teilen auf den<br />
Pazifischen sowie den Atlantischen<br />
Ozean aufteilen. Umsatzstärkster<br />
Getränkehersteller Kolumbiens ist<br />
Postobón, ein Big Player, der seine<br />
Produkte in 27 Länder weltweit exportiert.<br />
Zum riesigen und hoch diversen<br />
Sortiment zählen neben Wasser<br />
und Softdrinks vor allem Säfte,<br />
Tees, Energydrinks sowie Bier und<br />
Kaffee. Zudem füllt das Unternehmen<br />
als Lizenznehmer zum Beispiel<br />
Pepsi, Gatorade, Mountain Dew und<br />
Seven Up, aber auch Lipton Tea<br />
sowie Heineken Biere ab. Von den<br />
71 Standorten sind 20 Produktionsstätten.<br />
Sie verfügen über mehr als<br />
100 Abfülllinien, von denen 20 für<br />
PET-Flaschen bestimmt sind. Die<br />
zwei größten Standorte des Unternehmens<br />
finden sich in der Hauptstadt<br />
und 10-Millionen-Metropole<br />
Bogotá sowie in Malambo, einem<br />
Vorort von Barranquilla im Norden<br />
des Landes. Hier wurde ab 2018 ein<br />
Greenfield-Projekt mit insgesamt 11<br />
Linien realisiert.<br />
Entscheidung für<br />
drei KHS-Blocklösungen<br />
Hatte sich die langjährige Beziehung<br />
zu KHS bisher auf die Lieferung<br />
von Streckblasmaschinen beschränkt,<br />
entschied sich der kolumbianische<br />
Abfüller 2018 erstmals<br />
Fotos: Juan Cristobal Cobo<br />
Neben Produkten wie Saft, Limonade und Energydrink umfasst<br />
das breite Sortiment von Postobón weitere kohlensäurehaltige<br />
Softdrinks, Wasser, Bier sowie Tee und Kaffee.<br />
für eine Blocklösung: Zur ersten<br />
Linie zählt ein InnoPET Triblock<br />
für Wasser in Kunststoffbehältern.<br />
Er umfasst eine Streckblasmaschine,<br />
einen Etikettierer und einen Füller.<br />
Bei einer Leistung von bis zu 54.000<br />
Flaschen pro Stunde glänzt die Linie<br />
technisch mit einem durchgängigen<br />
Neckhandling vom Preform bis zum<br />
fertig gefüllten Produkt. Unterstützt<br />
von den Experten des Bottles & Shapes-Programms<br />
wurde eigens eine<br />
materialsparende Flasche entwickelt,<br />
die bei einem Volumen von 600<br />
Milliliter nicht mehr als 10 Gramm<br />
wiegt. Im Trockenteil der Linie ist<br />
der Multifuel-Brenner in der Verpackungsmaschine<br />
Innopack Kisters<br />
SP besonders bemerkenswert: Er<br />
ermöglicht es, den Schrumpftunnel<br />
flexibel mit Erdgas oder Propangas<br />
zu beheizen.<br />
Nachhaltig und klimaschonend<br />
Dass für die Getränkebehälter so<br />
wenig Kunststoff wie möglich eingesetzt<br />
werden sollte, hat für die Kolumbianer<br />
nicht nur wirtschaftliche<br />
Gründe: Neben Qualität und Effizienz<br />
sind vor allem Nachhaltigkeit<br />
und Klimaschutz wichtige Themen,<br />
in die der Abfüller erhebliche Summen<br />
investiert: Allein 2021 flossen<br />
rund 30 Millionen US-Dollar in<br />
Sozial- und Umweltprogramme.<br />
Die größte Wassermarke Agua Cristal<br />
etwa wird in Flaschen aus 100<br />
Prozent recyceltem PET abgefüllt,<br />
die ihrerseits vollständig wiederverwertbar<br />
sind. Insgesamt werden die<br />
gesetzlichen Vorgaben bei der Müllvermeidung<br />
deutlich übererfüllt: So<br />
ist man stolz darauf, 72 Prozent der<br />
durch das Unternehmen in Umlauf<br />
gebrachten Verpackungsmaterialien<br />
zurückzugewinnen und wiederzufrieden,<br />
dass innerhalb von nur 18<br />
Monaten gleich zwei weitere Blocklösungen<br />
beauftragt wurden: Die<br />
zweite KHS-Linie wurde 2021 in<br />
Bogotá in Betrieb genommen. Bei<br />
ihr handelt es sich ebenfalls um<br />
eine komplette Abfülllinie, deren<br />
Herzstück allerdings ein BloFill-Duoblock<br />
für die Heißabfüllung (Hot-<br />
Fill+) mit optionaler Stickstoffdosierung<br />
von Saft, Tee und Energydrinks<br />
ist. Am selben Standort wurde 2023<br />
schließlich die dritte KHS-Linie<br />
installiert – mit einem TriBlock für<br />
kohlensäurehaltige Getränke wie<br />
Pepsi Cola. „Wir schätzen KHS<br />
als einen der weltweit renommiertesten<br />
Anlagenhersteller“, erklärt<br />
César Bohórquez, der als National<br />
Project Manager bei Postobón die<br />
Umsetzung aller Projekte für strategisches<br />
Wachstum steuert. „Der<br />
zukunftsweisende technologische<br />
Standard für Hochgeschwindigkeitslinien<br />
hat uns beeindruckt. Beim<br />
Wachstum unseres Geschäfts zählen<br />
wir auf KHS als einen unserer<br />
Qualität und Tempo<br />
Mit der Qualität, dem Tempo der<br />
Installation sowie dem Einsatz des<br />
Teams vor Ort war Postobón so zuwichtigsten<br />
Technologiepartner. Das<br />
Unternehmen entwickelt für unsere<br />
Prozesse umfassende und effiziente<br />
Lösungen, die die Wachstumsanforderungen<br />
unseres Unternehmens<br />
perfekt erfüllen.“<br />
Highlight Heißabfüllung<br />
Unter technologischen Aspekten<br />
ist insbesondere die neue „Hotfill+“-<br />
Linie ein besonderes Highlight –<br />
und das gleich in mehrfacher Hinsicht.<br />
Dank einer Stationsleistung<br />
von 2.250 Behälter pro Stunde für<br />
0,5-Liter-Flaschen erzielt sie eine<br />
Ausbringung von bis zu 54.000 Behälter<br />
pro Stunde und ist damit die<br />
weltweit bisher schnellste KHS-Linie<br />
ihrer Art. Dafür verantwortlich<br />
sind vor allem das durch die KHS-<br />
Experten von Bottles & Shapes auf<br />
Gewichtsreduzierung optimierte<br />
Behälterdesign sowie die besonders<br />
stabile Prozessführung im gesamten<br />
Block. Auf der hochflexiblen Linie<br />
werden 13 Produkte aus 3 verschiedenen<br />
Kategorien in 8 Formaten<br />
zwischen 200 Milliliter und 1,5 Liter<br />
abgefüllt. Ein für den Kunden<br />
eigens entwickeltes Füllventil kann<br />
dabei ohne Formatwechsel alle Getränke<br />
abfüllen – egal, ob diese Pulpe<br />
oder Fruchtfasern enthalten.<br />
44 <strong>05</strong>/<strong>24</strong>
verwerten. Bei Glasflaschen beträgt<br />
der Anteil sogar 95 Prozent. Trotz<br />
der Materialreduzierung bei den<br />
PET-Flaschen durfte es bei deren<br />
Stabilität selbstverständlich keine<br />
Einbußen geben. Für die kleinen<br />
Formate der Saft- und Teeflaschen,<br />
deren Gewicht von 22 auf 20 Gramm<br />
reduziert wurde, wird das vor allem<br />
durch die Zugabe von Stickstoff in<br />
den Kopfraum erreicht, der den Innendruck<br />
im Behälter bis zum ersten<br />
Öffnen erhöht. Für zusätzliche Steifigkeit<br />
und Standfestigkeit sorgt ein<br />
Flaschenboden mit 6 Füßen.<br />
Neueste Streckblastechnik<br />
Die Ressourceneinsparung wird<br />
durch KHS-Streckblastechnologie<br />
der neuesten Generation unterstützt.<br />
So ermöglicht es der Fokus-Heater<br />
des Near-Infra-Red(NIR)-Heizsystems,<br />
das Material direkt unterhalb<br />
des Preform-Neckrings optimal für<br />
die Flaschenwandung zu nutzen<br />
und trägt damit maßgeblich zur Gewichtsreduzierung<br />
bei. Während die<br />
Streckblasformen auf bis zu 120<br />
Grad Celsius erhitzt werden, erfolgt<br />
am Neckring sowie am Boden eine<br />
Wasserkühlung auf 10 bis 15 Grad<br />
Celsius. Dadurch werden die Eigenschaften<br />
der Behälter so angepasst,<br />
dass die Abfüllung mit einem bis zu<br />
85 Grad Celsius heißen Getränk mit<br />
nur minimalem Schrumpf erfolgen<br />
kann.<br />
Die fertig gefüllten Flaschen<br />
laufen in den KHS-Packer Innopack<br />
Kisters SP ein, wo sie gruppiert und<br />
in Schrumpffolie verpackt werden.<br />
Produktionsstandort<br />
Besondere Aufmerksamkeit – und<br />
einen umfangreichen Validierungsprozess<br />
– erforderten die Flaschen<br />
im Rahmen der Heißabfüllung durch<br />
die Lage des Produktionsstandortes.<br />
Die Produkte werden in der 2.600<br />
Meter über dem Meeresspiegel gelegenen<br />
Hauptstadt Kolumbiens abgefüllt<br />
und müssen besonders hohe<br />
Innendrücke aushalten. Grund dafür<br />
ist, dass die Flaschen von Bogotá<br />
aus auch an die kolumbianische<br />
Küste geliefert werden, die auf Meereshöhe<br />
liegt. Dort angekommen<br />
muss noch genügend Überdruck im<br />
Behälter sein, damit die Flaschen<br />
nicht kollabieren. „In Bogotá sinkt<br />
der Siedepunkt aufgrund der Höhe<br />
zum Beispiel auf 92 Grad Celsius“,<br />
erklärt Fernando Delgado, Regional<br />
Sales Manager bei KHS Andes.<br />
Diese physikalischen Herausforderungen<br />
musste das Flaschendesign<br />
berücksichtigen. Neben Behältern<br />
für die Heißabfüllung mit Stickstoff<br />
wurde zudem eine klassische<br />
Hotfill-Flasche mit Panels von den<br />
KHS-Experten entwickelt: Die neue<br />
Gatorade-Flasche für den Lizenzgeber<br />
PepsiCo weist einen flachen<br />
Boden auf und wurde mit Längsrillen<br />
versehen, die für eine optimale<br />
Stabilität sorgen, ohne dass bei der<br />
Abfüllung Stickstoff zum Einsatz<br />
kommt. Zudem konnte das Gewicht<br />
von 26 auf <strong>24</strong> Gramm reduziert werden.<br />
Produktionssteigerung um 54%<br />
„Alle von uns definierten KPIs hinsichtlich<br />
Kosten, Qualität, Effizienz<br />
und Produktivität werden eingehalten“,<br />
stellt Bohórquez zufrieden<br />
fest und unterstreicht die Bedeutung<br />
der neuen Anlage: „Mit der neuen<br />
„Hotfill+”-Linie von KHS können<br />
wir die Produktion in den Bereichen<br />
Saft, Tee und Energydrinks um bis<br />
zu 54 Prozent steigern. Daraus ergibt<br />
sich eine Erhöhung unseres<br />
gesamten Ausstoßes um rund 5 Prozent”,<br />
sagt Bohórquez.<br />
Lösungen für<br />
jede Herausforderung<br />
Die dritte KHS-Linie deckt ein<br />
weiteres Segment ab: Auf ihr werden<br />
– neben Wasser – karbonisierte<br />
Softdrinks abgefüllt. Im Zentrum<br />
der Anlage steht ein InnoPET<br />
TriBlock mit einer KHS-Rollfedstation<br />
zur Heißleim-Rundumetikettierung,<br />
ebenfalls für bis zu 54.000<br />
Flaschen pro Stunde. Die Formate<br />
reichen von 300, 400 und 600 Milliliter<br />
über 1 und 1,5 Liter bis hin<br />
zu der in Kolumbien sehr beliebten<br />
Größe von 2,5 Liter. „Jedes unserer<br />
Projekte stellt uns vor jeweils eigene<br />
Heraus forderungen”, resümiert<br />
Bohórquez mit Blick auf die in kürzester<br />
Zeit in Betrieb genommenen<br />
drei neuen Linien. „Um diese zu bewältigen,<br />
suchen und finden wir mit<br />
KHS immer wieder gemeinsam Lösungen<br />
und Synergien, die uns bei<br />
der Umsetzung unserer ehrgeizigen<br />
strategischen Wachstumsziele einen<br />
großen Schritt nach vorne bringen.“<br />
Jüngstes Projek<br />
Das jüngste Projekt im Rahmen<br />
der Technologiepartnerschaft ist ei-<br />
Die von KHS-Experten neu<br />
entwickelte Gatorade-Flasche<br />
weist Panels, einen flachen<br />
Boden und Längsrillen auf,<br />
die für eine optimale<br />
Stabilität sorgen.<br />
ne neue KHS-Streckblasmaschine<br />
InnoPET Blomax V. Durch den<br />
Postobón-eigenen Konverter Iberplast<br />
im Abfüllbetrieb Caloto in<br />
eine bereits bestehende PET-Linie<br />
integriert, lassen sich mit ihren 20<br />
Kavitäten bis zu 45.000 Flaschen<br />
pro Stunde in Größen zwischen<br />
500 Milliliter und 1 Liter produzieren.<br />
Dabei werden die Behälter in<br />
der Linie mit bis zu 85 Grad heißen<br />
Getränken wie Säften, Tee oder Energydrinks<br />
gefüllt.<br />
Innovation und Expertise<br />
„Postobón möchte seine Ausstattung<br />
immer auf dem neuesten Stand<br />
der Technik halten – insbesondere<br />
unter dem Aspekt eines möglichst<br />
geringen Verbrauchs von Energie<br />
und Energieressourcen, um die<br />
Umweltbelastung zu reduzieren“,<br />
sagt Delgado. Bei KHS finde der<br />
Kunde kontinuierliche Innovation<br />
und tiefgreifende Expertise, zum<br />
Beispiel rund um das Thema Heißabfüllung.<br />
Das sei ein Erfolgsfaktor,<br />
der die solide Basis für ein echtes<br />
Vertrauensverhältnis bilde: „Unser<br />
Erfolgsrezept ist es, einerseits eine<br />
enge Beziehung zu pflegen, in dem<br />
wir die richtigen Themen und Fragestellungen<br />
antizipieren. Andererseits<br />
bilden wir ein perfekt abgestimmtes<br />
Team aus KHS-Kollegen vor Ort<br />
und in der Zentrale – das nimmt ein<br />
Kunde wie Postobón natürlich gerne<br />
in Anspruch.“<br />
Mehr unter: www.khs.com<br />
oder während der BrauBeviale<br />
in Nürnberg in Halle 8<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
45
GETRÄNKEVERPACKUNGEN<br />
Formschöne Hochleistungsflaschenboden Flaschen aus rPET<br />
StarLITE®-R Premium<br />
Die Unternehmensgruppe Sidel hat ihr StarLITE®-R Produktprogramm um<br />
einen neuen Premium-Flaschenboden ergänzt, der sich für flüssige Milchprodukte,<br />
aromatieiertes Wasser sowie Säfte, Nektar, Erfrischungsgetränke,<br />
isotonische Getränke und Tees eignet.<br />
Diese Flasche wurde speziell<br />
für den Premium-<br />
Markt entworfen, dessen<br />
Kunden herausragende Leistungen<br />
und eine auffallende Verkaufsattraktivität<br />
erwarten, wenn sie ein<br />
High-End-Produkt erwerben. Unsere<br />
neue Flasche zeichnet sich durch<br />
ihre Widerstandsfähigkeit in allen<br />
Produktlebensphasen aus – von der<br />
Produktion bis zum Ende der Lieferkette,<br />
dem Supermarktregal und<br />
letztendlich dem Einkaufswagen der<br />
Verbraucher. Die Qualität und Leistung<br />
der Flasche wurde in Sidels<br />
Labor anspruchsvollen Prüfungen<br />
unter Industriebedingungen unterzogen“,<br />
so Pierrick Protais, Packaging<br />
Innovator Leader bei Sidel.<br />
„<br />
Unverkennbarer<br />
Hochleistungsflaschenboden<br />
„Verbraucher achten auch auf<br />
ein elegantes, modernes Design.<br />
Unsere neue Flasche erfüllt diese<br />
Erwartungen und besitzt einen<br />
unverkennbaren Hochleistungsflaschenboden<br />
mit hoher Umweltverträglichkeit.“<br />
Modernes High-End-Design<br />
Premiumflaschen sind üblicherweise<br />
schwerer als Standardmodelle,<br />
um dem Verbraucher aufgrund<br />
der hohen Flaschensteifigkeit und<br />
besten Getränkequalität eine besondere<br />
Konsumerfahrung zu bieten.<br />
Wenn die Flaschenwandstärke der<br />
PET-Flaschen geringer ist, verformen<br />
sie sich leichter, besonders<br />
bei hohen Fertigungsgeschwindigkeiten.<br />
Diskreten technische<br />
Hochleistungsfunktionen<br />
Der StarLITE®-R Premium-Flaschenboden<br />
ist formschön, elegant<br />
und modern. Der flach anmutende<br />
Flaschenboden sorgt für eine hohe<br />
Verkaufsattraktivität im Supermarktregal<br />
und ist kompatibel mit<br />
runden und quadratisch-abgerundeten<br />
Flaschen sowie mit Ein- oder<br />
Mehrportionsverpackungen. Er<br />
kann sowohl mit undurchsichtigem<br />
als auch mit transparentem PET<br />
verwendet werden.<br />
46 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
Hohe Geschwindigkeit<br />
Zu den technischen Funktionen<br />
von Sidels StarLITE®-R Premium<br />
gehört auch die Möglichkeit, hochwertige<br />
Flaschen aus reinem rPET<br />
mit einem attraktiven Design bei<br />
hohen Geschwindigkeiten und maximalen<br />
Flaschenbodenleistungen<br />
herzustellen.<br />
Patentierte<br />
Bogentechnologie<br />
Das Konzept beruht auf Sidels patentierter<br />
Bogentechnologie, die auf<br />
sichtbare Rippen am Flaschenboden<br />
verzichtet und für eine optimale<br />
Geometrie sorgt. Die hohe mittige<br />
Kuppel, die von strahlenförmigen<br />
Graten verschiedener Längen und<br />
Breiten umgeben ist, vereinfacht<br />
den Streckblasvorgang und gewährleistet<br />
eine perfekte Materialverteilung<br />
und eine hohe Sockelfreiheit.<br />
Fotos: Sidel<br />
Fotos: Marzek Etiketten+Packaging<br />
Die breite Standfläche des Bodens<br />
sorgt für die optimale Stabilität<br />
der Flaschen. Außerdem bietet der<br />
Formboden verbesserte Kühlleitungen<br />
zur effizienten Flaschenbodenkühlung,<br />
die bei rPET aufgrund<br />
der im Verhältnis zum neuen PET<br />
hohen Verarbeitungstemperaturen<br />
besonders wichtig ist.<br />
2.500 Flaschen pro Stunde<br />
Aufgrund dieser technischen Vorteile<br />
sowie der optimierten Geometrie<br />
des Flaschenkonzepts ist<br />
der Flaschenboden bei hohen Fertigungsgeschwindigkeiten<br />
von bis zu<br />
2.500 Flachen pro Stunde und Form<br />
extrem leistungsfähig.<br />
Hochwertiger Look und<br />
beste Umweltverträglichkeit<br />
„Premium-Flaschen gelten üblicherweise<br />
als weniger nachhaltig<br />
als Standardbehälter, da sie für<br />
die stärkeren Flaschenwände mehr<br />
PET benötigen und einen höheren<br />
Blasdruck erfordern“, erläutert<br />
Protais. „Da die weltweiten Verpackungsvorschriften<br />
sich jedoch<br />
immer stärker auf die Umweltverträglichkeit<br />
fokussieren, suchen<br />
die Hersteller nun exklusive Produktalternativen,<br />
die den CO 2 -<br />
Verbrauch verringern. Und genau<br />
da setzt Sidels StarLITE®-R Premium<br />
an.“<br />
Reines rPET<br />
kann verarbeitet werden<br />
StarLITE®-R Premium kann<br />
reines rPET verarbeiten. Daher<br />
hat Sidel ihre Flaschenbodenformtechnologie<br />
an diesen Wertstoff<br />
angepasst, um eine hochwertige<br />
Flasche zu entwickeln. Darüber<br />
hinaus kommt die einfache Bodenform<br />
mit einem geringeren Blasdruck<br />
aus.<br />
CO 2 -Einsparung<br />
Sidels StarLITE®-R Premium<br />
Flaschenboden bietet den Herstellern<br />
deutliche CO 2 -Einsparungen.<br />
Anhand der Umstellung<br />
von neuem PET auf reines rPET<br />
können die Hersteller jährlich bis<br />
zu 3.100 Tonnen CO 2 -Äquivalent<br />
einsparen.[1] Die Verringerung<br />
des Blasdrucks um bis zu 25 Prozent<br />
im Vergleich zu einer marktüblichen<br />
Premium-Flasche sorgt<br />
allein schon für Einsparungen von<br />
bis zu 61 Tonnen CO 2 -Äquivalent<br />
pro Jahr.[2]<br />
Bereit für ein breites Spektrum<br />
Produktionskonfigurationen<br />
Dieser neue Premium-Flaschenboden<br />
wurde für Flaschenformate<br />
von 0,25 L bis 2 L entwickelt. Er<br />
ist damit extrem vielseitig und<br />
erreicht Kapazitäten von bis zu<br />
2.500 Flaschen pro Stunde und<br />
Form (Fl./St./Form).<br />
Boden kompatibel<br />
mit vielen Flaschendesigns<br />
Der Boden ist kompatibel mit<br />
vielfältigen Flaschendesigns und<br />
Premium-Flaschengewichten, was
ihm eine außergewöhnliche Flexibilität<br />
verleiht. Er ist für Plattformen<br />
vom Typ EvoBLOW, Universal<br />
und Serie 2 und sowohl<br />
normale als auch Sterilabfülllinien<br />
geeignet. Außerdem kann<br />
er problemlos im Rahmen eines<br />
nahtlosen Integrationsprozesses<br />
auf bestehenden Fertigungslinien<br />
nachgerüstet werden.<br />
Erweiterung der<br />
StarLITE®-R-Reihe<br />
Der Premium-Flaschenboden<br />
ist die aktuell letzte Erweiterung<br />
von Sidels StarLITE®-R-Reihe<br />
und fügt sich nahtlos in die anderen<br />
neuartigen Konzepte wie<br />
der StarLITE®-R Nitro und der<br />
StarLITE®-R für kohlensäurehaltige<br />
Erfrischungsgetränke (CSD)<br />
ein. Der StarLITE®-R Nitro wurde<br />
im Frühjahr 20<strong>24</strong> am Markt<br />
eingeführt. Dieser einzigartige,<br />
extrem robuste Flaschenboden<br />
wurde speziell für die Abfüllung<br />
von stickstoffdosierten Produkten<br />
in reinen rPET-Flaschen entwickelt.<br />
Der Originalflaschenboden<br />
StarLITE®-R für CDS war Sidels<br />
erste Lösung speziell für Flaschen<br />
aus reinem rPET und bietet einen<br />
verbesserten Schutz gegen Verformungen,<br />
mehr Stabilität und eine<br />
höhere Berstfestigkeit.<br />
Mehr über den StarLITE®-R und<br />
wie Sie diese Lösung für Ihr<br />
Unternehmen nutzen können,<br />
finden Sie unter: www.sidel.com/de<br />
Mehr auch während der<br />
BrauBeviale in Nürnberg:<br />
7A-223<br />
1] Vergleichsgrundlage: reines rPET im Vergleich zu neuem PET | 1 L, 28 g-Flasche | Fertigung von 140 M Flaschen pro Jahr | Umweltbilanz-Referenzdaten: 2,43 t CO 2 Äq/Tonne neues PET<br />
und 1,63 t CO 2 Äq/Tonne rPET | Datenquelle: Ecoinvent, Methode IPCC 2013, Kategorie Klimawandel, Kennzahl GWP 100a<br />
[2] Vergleichsgrundlage: <strong>24</strong>b marktübliche Flasche im Vergleich zu 18b StarLITE-R Premium | 1 L, 28 g-Flasche | Fertigung von 140 M Flaschen pro Jahr | Datenquelle: Energiefaktor TERNA 2019<br />
für den europäischen Durchschnitt, einschließlich UK (278 g CO 2 Äq. /kWh)<br />
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<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
47
STUDIE<br />
e-Pack-Studie: Welchen Einfluss hat der E-<br />
Gute Nachrichten für Lebensmittelhändler: Für den Online-Handel müssen<br />
großteils keine neuen Verpackungen entwickelt werden, damit moderne Kommissionierroboter<br />
sie zuverlässig greifen können. So lautet das Ergebnis einer<br />
Studie, die Verpackungsspezialist Greiner Packaging zusammen mit TGW<br />
Logistics und dem Innovations- und Kompetenzzentrum logistikum.RETAIL<br />
der Fachhochschule Oberösterreich durchgeführt hat.<br />
48<br />
Der Online-Lebensmittelhandel<br />
– auch als E-Grocery<br />
bezeichnet – wächst<br />
stetig, und die Verpackung spielt<br />
dabei eine entscheidende Rolle.<br />
Sie beeinflusst nicht nur die Effizienz<br />
im Handling, sondern darüber<br />
hinaus die Kundenzufriedenheit<br />
und den CO 2 -Fußabdruck.<br />
e-PackStudie<br />
Expert:innen beschäftigten sich<br />
daher im Rahmen der e-Pack-Studie<br />
mit der Zukunft von E-Grocery-Verpackungen.<br />
Sie gingen der<br />
Frage nach, ob sich für den stationären<br />
Handel konzipierte Verpackungen<br />
auch für den Online-Bereich<br />
eignen. Neben der Auswertung<br />
von allgemeinen Daten führte<br />
das Projektteam Interviews mit<br />
Handelsunternehmen und setzte<br />
auf intensive Tests mit dem TGW-<br />
Kommissionierroboter RovoFlex.<br />
Moderne Greiftechnologien<br />
und maschinelles Lernen<br />
„Obwohl viele unterschiedliche<br />
Verpackungen getestet wurden,<br />
war die Picking-Performance von<br />
RovoFlex beeindruckend. Voraussetzung<br />
für diese Leistung ist jedoch,<br />
dass moderne Greiftechnologien<br />
und maschinelles Lernen zum<br />
Einsatz kommen“, betont Michael<br />
Schedlbauer, Vice President Business<br />
Development Grocery bei<br />
TGW Logistics.<br />
Standardisierung erleichtert<br />
die Automatisierung<br />
Zentrales Resultat der e-Pack-Studie:<br />
Probleme im automatisierten<br />
Handling bereiten unregelmäßige<br />
Verpackungsformen und -größen<br />
sowie Materialien, die leicht beschädigt<br />
werden können. Auch Deckel<br />
stellten in der ersten Testphase<br />
eine Herausforderung dar, doch<br />
inzwischen lassen sich fast alle<br />
Verpackungen erfolgreich handhaben.<br />
Grundsätzlich gelten folgende<br />
Grundsätze:<br />
• Standardisierung: Einheitliche<br />
Verpackungsgrößen und -formen<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
Der Online-Lebensmittelhandel – auch als E-Grocery bezeichnet –<br />
wächst stetig, und die Verpackung spielt dabei eine entscheidende Rolle.<br />
erleichtern die Automatisierung<br />
von Abläufen.<br />
• Materialwahl: Robuste Materialien,<br />
die sowohl Schutz bieten als<br />
auch das Handling vereinfachen.<br />
• Design: Eine optimierte Gestaltung<br />
für die maschinelle Handhabung,<br />
einfache Verschlussmechanismen<br />
und klare Griffpunkte.<br />
Automatisierung als Treiber<br />
der Effizienzsteigerung<br />
Die Auswertung der Interviews<br />
mit Handelsunternehmen zeigt:<br />
Die Befragten betrachten beschädigte<br />
Waren als ein vernachlässigbares<br />
Problem. Wenn Beschädigungen<br />
entstehen, dann vor allem<br />
durch die falsche Handhabung der<br />
Produkte auf der letzten Meile.<br />
Hierbei beklagen Endkund:innen<br />
am häufigsten zersplitterte Glasflaschen<br />
und gebrochene dünne<br />
Plastikverpackungen, wie etwa Joghurtbecher.<br />
Effizienz steigern<br />
Der Automatisierung in der Kommissionierung<br />
stehen Unternehmen<br />
grundsätzlich sehr positiv<br />
gegenüber, weil sie die Effizienz<br />
steigert und Antworten auf den<br />
akuten Arbeitskräftemangel gibt.<br />
Beim Einsatz von Robotern in der<br />
Fotos: © Greiner Packaging<br />
Kommissionierung ist zentrale Voraussetzung,<br />
dass sie eine große<br />
Vielfalt an Produkten greifen können<br />
müssen. Reine Online-Spezialisten<br />
scheuen aber oft noch die<br />
Kosten solcher Projekte.<br />
Roboter werden in<br />
kurzer zeit immer besser<br />
Michael Schedlbauer betont:<br />
„Kommissionierroboter werden<br />
dank maschinellem Lernen nicht<br />
nur in kurzer Zeit immer besser,<br />
sondern lassen sich künftig beispielsweise<br />
auch dafür einsetzen,<br />
nachts Ware in Regale einzuräumen.<br />
Dafür gibt es spezielle Konfigurationen.“<br />
Arbeitskräftemangel treibt<br />
Automatisierung voran<br />
Die Verantwortlichen des Forschungsprojekts<br />
gehen aufgrund<br />
ihrer Analysen davon aus, dass<br />
Automatisierung künftig im Verpackungs-<br />
und Versandprozess<br />
eine größere Rolle spielen wird<br />
als heute. Treiber sind vor allem<br />
der Arbeitskräftemangel und Effizienzsteigerungen.<br />
Roboter und<br />
Mitarbeiter:innen werden dabei<br />
zusammenarbeiten: Roboter übernehmen<br />
die körperlich anstrengenden,<br />
monotonen Standardprozesse.<br />
Menschen kümmern sich
Commerce auf Lebensmittelverpackungen<br />
um Spezialaufgaben, Korrekturen<br />
und die Kontrolle.<br />
Erfolgsfaktor in<br />
der E-Food-Branche<br />
Der Studie zufolge besteht aktuell<br />
sowohl bei Lebensmittelherstellern<br />
als auch -händlern noch<br />
wenig Interesse am Thema, obwohl<br />
speziell in urbanen Zentren<br />
der Anteil von Online-Lebensmittelbestellungen<br />
zunimmt. „Wer<br />
mit E-Food erfolgreich sein will,<br />
kommt künftig nicht mehr um das<br />
Thema Automatisierung herum“,<br />
betont Schedlbauer.<br />
Foto: © TGW Logistics<br />
Der Kommissionier-Roboter RovoFlex von TGW steigert die<br />
Effizienz im Online-Lebensmittelhandel durch schnelle<br />
und präzise Bestellkommissionierung.<br />
Der Kommissionier-Roboter<br />
RovoFlex von TGW steigert die<br />
Effizienz im Online-Lebensmittelhandel<br />
durch schnelle und<br />
präzise Bestellkommissionierung.<br />
Fehler werden minimiert, die Kundenzufriedenheit<br />
gesteigert und<br />
die Zahl der Rücksendungen verringert.<br />
• Gesteigerte Effizienz: Langfristig<br />
senken automatisierte Systeme<br />
die Betriebskosten, da sind rund<br />
um die Uhr ohne Pause aktiv sein<br />
können.<br />
Die Automatisierung von<br />
Verpackungsprozessen<br />
bietet zahlreiche Vorteile:<br />
• Geschwindigkeit: Automatisierte<br />
Systeme können Lebensmittel<br />
schneller verpacken und versandfertig<br />
machen und so die Lieferzeit<br />
verkürzen.<br />
• Fehlerreduktion: Menschliche<br />
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<strong>05</strong>/<strong>24</strong> 49<br />
Wien I Graz I Skycov (SK) I Szentgotthard (HU)
WIRTSCHAFT<br />
Politisches<br />
Maßnahmenpaket könnte 35 Milliarden<br />
Eine in Zusammenarbeit mit dem Senat der Kreislaufwirtschaft durchgeführte aktuelle<br />
PwC-Studie prognostiziert Österreich durch die Kreislaufwirtschaft enorme wirtschaftliche<br />
Wachstumschancen. Bürokratische Prozesse blockieren jedoch das Wachstum.<br />
Der von der ARA initiierte Senat der Kreislaufwirtschaft will dem entgegenwirken und<br />
das Potenzial nutzen und ausbauen.<br />
Aktuell weist die heimische<br />
Kreislaufwirtschaft eine<br />
Bruttowertschöpfung von<br />
mehr als 4 Milliarden Euro auf,<br />
diese könnte bis 2030 auf jährlich<br />
mehr als 5 Milliarden anwachsen.<br />
So wären bis 2030 insgesamt 35<br />
Milliarden Euro heimische Bruttowertschöpfung<br />
möglich. Unter der<br />
Koordination der Altstoff Recycling<br />
Austria AG haben sich daher sieben<br />
heimische Leitbetriebe zum Senat<br />
der Kreislaufwirtschaft zusammengeschlossen<br />
- mit dem Ziel, dieses<br />
gewaltige ökonomische Potenzial<br />
auszuschöpfen. Dafür richten die<br />
ARA AG und der Senat vier konkrete<br />
Forderungen an die nächste<br />
Bundesregierung: eine umfassende<br />
Kunststoff-Strategie, die Einrichtung<br />
einer starken und permanenten<br />
interministeriellen Koordination, die<br />
Schaffung eines „Schengenraums“<br />
für Abfallwirtschaft, sowie die zukünftige<br />
von der EU geforderte<br />
Textilsammlung im Rahmen einer<br />
erweiterten Herstellerverantwortung<br />
zu organisieren.<br />
Studie präsentiert erstmals<br />
enorme Wertschöpfung<br />
von Kreislaufwirtschaft<br />
Das Wachstumspotenzial der<br />
Kreislaufwirtschaft ist enorm. Laut<br />
PwC-Studie* beträgt die direkte<br />
Wertschöpfung aus Kreislaufwirtschaft<br />
in Österreich bereits mehr als<br />
vier Milliarden Euro, generiert von<br />
13.000 Unternehmen und insgesamt<br />
rund 48.600 Beschäftigten – das ist<br />
eine Milliarde Euro mehr als beispielweise<br />
jene der Stahlindustrie.<br />
Um Klimaneutralität bis 2040 zu er-<br />
Alfred Berger (Vorstand NÖM AG); Robert Nagele (Vorstandsmitglied<br />
BILLA AG); Agatha Kalandra (Vorstandsmitglied PwC-Österreich);<br />
Harald Hauke (Vorstandssprecher ARA) / Foto: ARA/APA-Fotoservice/Tanzer<br />
reichen, prognostiziert das Umweltbundesamt<br />
ein zusätzlicher Investitionsbedarf<br />
von 145 Mrd. Euro bis<br />
2030; ein Teil davon dürfte auch in<br />
Maßnahmen zur Circular Economy<br />
fließen. „Wenn sich zukünftig die<br />
rechtlichen Rahmenbedingungen zu<br />
Gunsten der Kreislaufwirtschaft verbessern,<br />
kann Österreichs Circular<br />
Economy das Wirtschaftswachstum<br />
ankurbeln, die Abhängigkeit aus<br />
Primärrohstoffen reduzieren und die<br />
CO 2 - und Ressourcenbilanz deutlich<br />
verbessern“, erklärt Agatha Kalandra,<br />
Vorstandsmitglied und ESG-<br />
Lead bei PwC Österreich.<br />
EU-Ziele<br />
Österreichs Wirtschaft braucht<br />
deutliche Erhöhung der Recycling-Rohstoffe<br />
bis 2030 Mit einer<br />
Zirkularitätsrate von 12,8% liegt<br />
Österreich zwar über dem EU-<br />
Durchschnitt, doch es besteht noch<br />
erheblicher Handlungsbedarf, um<br />
das heimische Ziel von 18% bis<br />
2030 zu erreichen. Der Bedarf der<br />
Industrie an Recycling-Rohstoffen<br />
wächst damit in den kommenden<br />
fünf Jahren enorm. In Österreich<br />
kommen nur etwa <strong>24</strong> Millionen<br />
Tonnen oder 9,5% des gesamten<br />
verarbeiteten Materials aus Recycling.<br />
Diese Menge muss bis 2030<br />
deutlich anwachsen. „Damit sorgen<br />
wir für Rohstoffsicherheit und verlagern<br />
immer mehr Wertschöpfung<br />
nach Österreich“, so Harald Hauke,<br />
Vorstandssprecher der ARA AG<br />
und Gründer des Senats.<br />
Wachstum durch fehlende<br />
politische Maßnahmen bedroht<br />
Doch die Entwicklung wird derzeit<br />
in Österreich von einigen politischen<br />
Faktoren bedroht. Der<br />
österreichische Senat der Kreislaufwirtschaft<br />
appelliert daher an die<br />
zukünftige Bundesregierung, diese<br />
große industriepolitische Chance<br />
für Österreich nicht ungenutzt zu<br />
lassen und fordert die rasche Umsetzung<br />
eines Deregulierungs- und<br />
Entbürokratisierungs-Pakets. Wenn<br />
weiterhin der Wachstumskurs der<br />
Kreislaufwirtschaft gesichert werden<br />
soll, müssen von der neuen<br />
Bundesregierung rasch bürokratische<br />
und technisch-regulatorische<br />
Hürden abgebaut und Impulse in<br />
Richtung Einsatz von Recycling<br />
gesetzt werden. Um diesen Paradigmenwechsel<br />
schneller in die Tat<br />
umzusetzen, hat die ARA den Senat<br />
der Kreislaufwirtschaft ins Leben<br />
gerufen – mit dem Ziel, Österreich<br />
im EU-Spitzenfeld der Circular<br />
Economy zu etablieren und heimischen<br />
Betrieben einen Wettbewerbsvorteil<br />
zu sichern.<br />
Senat<br />
Getragen vom ARA Verein –<br />
einem Zusammenschluss von 142<br />
österreichischen Unternehmen mit<br />
140.000 Beschäftigten und rund 50<br />
Mrd. Euro Umsatz – versteht sich<br />
der Senat der Kreislaufwirtschaft als<br />
entschlossener Partner und Vertreter<br />
der Wirtschaft, der die Circular Economy<br />
in Österreich mitgestaltet und<br />
vorantreibt. Gebildet wird der Senat<br />
unter Koordination der ARA AG<br />
aus 7 Vertreter:innen der namhaften<br />
Unternehmen Alpla Werke, BILLA<br />
AG, Brau Union, Holcim Österreich,<br />
Mayr-Melnhof Karton AG, NÖM<br />
AG und SPAR Österreich.<br />
Vier-Punkte-Plan<br />
Der Vier-Punkte-Plan für eine<br />
zukunftsorientierte<br />
Kreislaufwirtschaft<br />
50 04/<strong>24</strong>
Euro generieren<br />
• Umfassende<br />
Kunststoff-Strategie<br />
Um die EU-Ziele zur Einführung<br />
verbindlicher Quoten für recyclingfähige<br />
Verpackungen sowie den<br />
Einsatz von Rezyklaten termingerecht<br />
zu erreichen und die Vorreiterrolle<br />
Österreichs in der europäischen<br />
Kreislaufwirtschaft weiter<br />
auszubauen, ist die Entwicklung einer<br />
zielgerichteten Kunststoff-Strategie<br />
und eine proaktive Einführung<br />
einer Ökomodulation unerlässlich.<br />
„Ein zusätzlicher Bestandteil sollte<br />
dabei chemisches Recycling als Ergänzung<br />
zum mechanischen Recycling<br />
sein. Dadurch wird sichergestellt,<br />
dass Restabfallströme nicht<br />
länger durch Verbrennung verloren<br />
gehen und auch der mechanisch<br />
nicht rezyklierbare Abfall verwertet<br />
wird“, betont Alfred Berger, Vorstand<br />
der NÖM AG.<br />
• „Schengenraum“<br />
für Kreislaufwirtschaft<br />
Zur Förderung des grenzüberschreitenden<br />
Handels mit recycelbaren<br />
Materialien innerhalb der EU<br />
sollte ein „Kreislaufwirtschafts-<br />
Schengenraum“ geschaffen werden.<br />
„Das heißt: Abschaffung der<br />
aufwändigen und langwierigen<br />
Notifizierungsverfahren sowie der<br />
Begleitdokumente bei der grenzüberschreitenden<br />
Abfallverbringung.<br />
Im Gegensatz zu Primärrohstoffen,<br />
die aufgrund der EU-Warenverkehrsfreiheit<br />
von solchen Auflagen<br />
befreit sind, stellt dies derzeit eine<br />
erhebliche Handelsbarriere dar.<br />
Durch deren Beseitigung lassen<br />
sich Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit<br />
des Recyclings in der EU<br />
deutlich steigern“, erläutert Robert<br />
Nagele, Vorstand der BILLA AG.<br />
• Interministerielle<br />
Koordinierungsstelle für<br />
Kreislaufwirtschaft<br />
Die Kreislaufwirtschaft umfasst<br />
als komplexe Querschnittsmaterie<br />
verschiedene Sektoren wie<br />
Wirtschaft, Mobilität, Landwirtschaft,<br />
Bauwirtschaft, Gesundheit,<br />
Umwelt und Finanzen. Um eine<br />
erfolgreiche Umsetzung sicherzustellen,<br />
ist eine enge Abstimmung<br />
und Zusammenarbeit zwischen<br />
den relevanten Ministerien unerlässlich.<br />
„Auf Regierungsebene<br />
sollte daher eine interministerielle<br />
Koordinierungsstelle eingerichtet<br />
werden, die in enger Abstimmung<br />
mit den europäischen Institutionen<br />
arbeitet. Dies gewährleistet eine<br />
sektor-, wertschöpfungs- und lieferkettenübergreifende<br />
Umsetzung<br />
der Kreislaufwirtschaft, die nicht<br />
an nationalen Grenzen haltmacht“,<br />
führt Nagele weiter aus.<br />
• Erweiterte Herstellerverantwortung<br />
für Textilien<br />
Analog zur Verpackungsentpflichtung<br />
sollte auch im Bereich der<br />
Textilien eine erweiterte Herstellerverantwortung<br />
eingeführt werden.<br />
„Wir wollen das Textilrecycling<br />
wirtschaftlich kompetitiv gestalten<br />
und so die Recyclingquote in diesem<br />
Sektor signifikant erhöhen“,<br />
unterstreicht Harald Hauke. „Die<br />
Wirtschaft ist der zentrale Akteur,<br />
der die Kreislaufwirtschaft vorantreibt.<br />
Wir sind bereits im Austausch<br />
mit Politiker:innen, um eine<br />
zentrale Stelle auf Regierungsebene<br />
für die Kreislaufwirtschaft zu<br />
etablieren. Diese soll als Brücke<br />
zwischen Politik und Wirtschaft<br />
sowie zwischen Österreich und<br />
Europa fungieren. Die Kreislaufwirtschaft<br />
ist nur mit aktiver Beteiligung<br />
der Wirtschaft umsetzbar,<br />
die bereits heute erheblich zur<br />
Bruttowertschöpfung Österreichs<br />
beiträgt. Die Wettbewerbsfähigkeit<br />
Österreichs und Europas muss weiter<br />
gestärkt werden. Die Kreislaufwirtschaft<br />
muss daher marktfähig<br />
werden und wir müssen sie messbar<br />
machen und stärker in politische<br />
sowie gesellschaftliche Bewusstseinsbildung<br />
integrieren. Unser<br />
Ziel ist es, die Kreislaufwirtschaft<br />
im nächsten Regierungsprogramm<br />
zu verankern“, so Harald Hauke abschließend.<br />
Mehr unter:<br />
www.ara.at<br />
* PwC-Studie „Von linear zu zirkulär: Status quo der österreichischen<br />
Kreislaufwirtschaft“, Februar 20<strong>24</strong>, Datenbasis: 2021. Die Studie zum<br />
kostenlosen Download finden Sie unter: https://direkt.pwc.at/klw<br />
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Saropack Saropack Handels Handels GmbH • GmbH Vorarlberger • Wiedengasse Wirtschaftspark 25 • A-6840 2 • A-6840 Götzis Götzis<br />
Tel <strong>05</strong>523 53540 • Fax <strong>05</strong>523 53780<br />
UID Nr. ATU 41612108 • FB Nr. 149426w813 085 351<br />
www.saropack.eu<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
51
IM GESPRÄCH<br />
I N T E R V I E W<br />
Die autonome Reinigungskraft<br />
Denzel Robotics hat seit geraumer Zeit neue Produkte im Angebot. Denzel Robotics<br />
selbst wurde erst vor rund zwei Jahren von der Denzel Gruppe gegründet. Die Denzel<br />
Gruppe als erfolgreiches Familienunternehmen gehört mittlerweile zu den TOP 100<br />
Unternehmen in Österreich und hat mittlerweile einen Jahresumsatz von 1 Milliarde<br />
Euro. Die Zukunft hält viele Innovationen für das Unternehmen bereit. Künstliche<br />
Intelligenz, autonomes Fahren, neue Batterie- und Ladelösungen sowie innovative und<br />
nachhaltige Energiegewinnung werden die Mobilität neu definieren. Passend zu diesem<br />
Thema und als Spezialist für Import und Distribution baut Denzel die neue Division<br />
Denzel Robotics auf Denzel Robotics verantwortet den Gausium Österreich-Vertrieb<br />
und setzt damit mit kommerziellen, autonomen Reinigungsrobotern neue Maßstäbe in<br />
der gewerblichen Bodenreinigung. KOMPACK sprach mit Ing. Mag. Jürgen Höller,<br />
Managing Director Gausium Österreich und Initiator des neuen Robotik-Geschäftsfeldes<br />
im Hause Denzel.<br />
KOMPACK: Die Firma Denzel<br />
ist eher für Ihre Automarken<br />
in der breiten Öffentlichkeit<br />
bekannt - wie kam es dazu,<br />
dass Ihr jetzt auch Reinigungsroboter<br />
im Vertrieb habt?<br />
Ing. Mag. Jürgen Höller: Da<br />
schaue ich kurz in unsere<br />
Geschichte – erst seit rund<br />
zwei Jahren gibt es bei uns den<br />
Robotics-Geschäftsbereich. Seit<br />
dem Start haben wir Hyundai<br />
Service Roboter im Programm.<br />
Wir sprechen hier von Transportrobotern.<br />
Hyundai selbst hat lange<br />
Erfahrung im Bereich Robotics,<br />
der mittlerweile über das Angebot<br />
von Robotern für die Industrie<br />
hinausgeht. Im Zuge des Aufbaus<br />
des neuen Geschäftsfelds war für<br />
uns vor allem interessant, dass wir<br />
bei Gesprächen mit Kunden immer<br />
wieder die Frage gestellt bekamen,<br />
ob wir mit unseren Servicerobotern<br />
auch eine automatisierte und vor<br />
allem funktionierende Reinigungslösung<br />
anbieten können.<br />
KOMPACK: Das heißt auf<br />
Grund der aktiven Nachfrage<br />
von Kunden habt Ihr auch diesen<br />
Bereich in das Programm<br />
aufgenommen?<br />
Ing. Mag. Jürgen Höller: Ja,<br />
aber wir wollten natürlich nicht<br />
irgendeine Lösung in unser Programm<br />
aufnehmen. So sind wir zur<br />
Firma Gausium gekommen – auch<br />
hier darf ich vielleicht kurz in die<br />
Geschichte des Unternehmens<br />
blicken. Zu Beginn hat das Unternehmen<br />
im Bereich des autonomen<br />
Fahrens geforscht und versucht<br />
die Entwicklung voranzutreiben.<br />
Mehr als Test entstand 2016 der<br />
erste Reinigungsroboter, der<br />
umgehend kommerziellen Erfolg<br />
hatte. Die Erfahrung mit Software-Algorithmen<br />
für autonomes<br />
Fahren erwies sich in diesem<br />
Bereich als ideale Voraussetzung.<br />
KOMPACK: Kann man<br />
kommerzielle Roboter mit klassischen<br />
Staubsauger-Robotern<br />
für zuhause vergleichen?<br />
Ing. Mag. Jürgen Höller,<br />
Managing Director Gausium Österreich<br />
Einsteigermodell für Büros<br />
Ing. Mag. Jürgen Höller: Im<br />
gewerblichen und industriellen<br />
Bereich oder auch im Gesundheitsbereich<br />
sind die Ansprüche natürlich<br />
höher als im Privatbereich<br />
– hinsichtlich Sensorik, Reinigungstechnik<br />
aber auch hinsichtlich<br />
Leistungsfähigkeit der Software.<br />
Gausium Roboter verfügen über<br />
branchenführende Genauigkeit<br />
bei Navigation und Kartierung.<br />
Die Dienstleistungsroboter können<br />
sich sogar in dynamischen<br />
Umgebungen lokalisieren und<br />
gespeicherte Karten in Echtzeit<br />
aktualisieren. Möglich ist das<br />
durch auf Deep-Learning-basierte<br />
3D-Wahrnehmungsalgorithmen.<br />
Diese analysieren ihre Umgebung<br />
kontinuierlich und werden als<br />
Big Data zusammengeführt. In<br />
Folge kann die KI Verhaltensentscheidungen<br />
treffen, wodurch<br />
autonomes Arbeiten möglich<br />
wird. Hat das Gerät einmal die<br />
zu pflegende Fläche kartiert, ist<br />
es sogar in der Lage, selbständig<br />
einen Lift zu holen und in das<br />
nächste zu reinigende Stockwerk<br />
zu wechseln – und zwar ganz ohne<br />
menschliche Hilfe. Machine Learning<br />
ist also die Grundlage der Big<br />
Data Sammlung und Basis für die<br />
Fähigkeit der Gausium-Roboter,<br />
autonom arbeiten zu können.<br />
Machine Learning vereinfacht gesagt,<br />
dass in unseren Reinigungsrobotern<br />
zwei Rechner verbaut sind:<br />
Der erste Rechner setzt um, was zu<br />
tun ist – der zweite Rechner schaut<br />
und lernt, wie es in Zukunft noch<br />
effizienter geht. Generell wurde<br />
die KI vom Hersteller Gausium<br />
mit Millionen von Bildern aus der<br />
realen Welt trainiert. In Folge<br />
ist es der KI nun möglich, unterschiedliche<br />
Hindernisse – auch<br />
dynamische – und Schmutz mit<br />
über neunundneunzigprozentiger<br />
Genauigkeit zu erkennen. Die<br />
Fähigkeit des Roboters geht dabei<br />
so weit, dass er um niedrige<br />
Hindernisse wie zum Beispiel<br />
Stromkabel herumfährt, jedoch<br />
über Bodenschwellen hinwegfährt.<br />
Außerdem erkennt die KI im automatischen<br />
Spot-Reinigungsmodus<br />
nicht nur vollautomatisch die<br />
zu reinigenden Stellen, sondern<br />
auch sperrigen Schmutz, wie zum<br />
Beispiel Flaschen oder Müllsäcke.<br />
Bei derlei großem, für das<br />
Gerät nicht bewältigbarem Müll,<br />
kann der Roboter den Anwender<br />
via Handy-App verständigen.<br />
52<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong>
Wir machen<br />
Etiketten,<br />
seit es<br />
Etiketten gibt<br />
Die Palette der Reinigungsroboter von Gausim<br />
KOMPACK: Klingt beeindruckend.<br />
Ing. Mag. Jürgen Höller: In meinen Augen<br />
ist es das auch. In der Praxis bedeutet das auch,<br />
dass unsere Roboter mit herausfordernden Szenarien<br />
umgehen können, in denen andere vielleicht<br />
scheitern. Wie zum Beispiel Glaswände:<br />
Andere Roboter können durch diese – besonders<br />
wenn sich etwas spiegelt – verwirrt werden,<br />
nicht so die Gausium Roboter. Auch gibt es<br />
mehrere Betriebsmodi. Im Auto Cover Modus<br />
wird die Überlappung auf ein mathematisches<br />
Minimum reduziert, sodass der Roboter die optimale<br />
Reinigungsleistung mit möglichst wenig<br />
Fahrzeit und unter Reduktion des Ressourceneinsatzes<br />
(Chemie, Wass, Strom) erreicht. Unsere<br />
Roboter gibt es auch in verschiedenen Automatisierungsstufen.<br />
In der Smartesten wechselt<br />
der Roboter selbst das Wasser, tankt sich in der<br />
Arbeitsstation wieder auf und mischt auch die<br />
benötigte Putzchemie dazu. Apropos Chemie<br />
– dadurch, dass Roboter sobald einmal implementiert<br />
meistens öfters den Boden reinigen als<br />
bei manueller Reinigung, kann auch die Chemie<br />
pro Anwendung reduziert werden. Auch gibt<br />
es eine Wasseraufbereitungsfunktion, wodurch<br />
das Wasser nicht jedes Mal gewechselt werden<br />
muss sondern bis zu 4x verwendet werden kann.<br />
KOMPACK: Müsste der Roboter nur<br />
noch Schmutz selbst erkennen können ...<br />
Ing. Mag. Jürgen Höller: Sie werden<br />
lachen – auch das ist möglich. Hier sind wir<br />
gerade in der letzten Testphase. Speziell für<br />
Bereiche, wo der Reinigungsroboter nicht<br />
ununterbrochen im Einsatz sein soll wie zum<br />
Beispiel untertags im Supermarkt, ist diese<br />
Funktion genial. Mit verschiedenen Kameras<br />
und Sensoren erkennt der Roboter spezielle<br />
Verunreinigungen, die er gezielt reinigt. In der<br />
Nacht erfolgt dann die vollständige Grundreinigung<br />
der Fläche. Diese Lösung wird demnächst<br />
aktiv angeboten werden können. Kurz<br />
möchte ich auch erwähnt haben, dass es je<br />
nach Szenario unterschiedliche Roboter in<br />
verschiedenen Ausführungen, mit Teller- oder<br />
Walzenbürsten gibt – je nach Anwendungsfall.<br />
KOMPACK: Das heißt es gibt<br />
nicht nur eine Standardlösung?<br />
Ing. Mag. Jürgen Höller: Genau – deswegen<br />
empfehlen wir unseren Kunden auch mit<br />
unserem Expertenteam gemeinsam die zu<br />
reinigenden Flächen zu besichtigen. Wir<br />
testen gemeinsam mit unseren Kunden vor<br />
Ort – welche Lösung von uns ideal für ihn ist.<br />
Manchmal ist für eine größere Fläche nicht<br />
unser größter Roboter die ideale Lösung,<br />
sondern vielleicht zwei unserer kleineren, die<br />
dafür aber wendiger sind. Die Beratung<br />
unserer Mitarbeiter und unser Ersatzteillager<br />
(alle Teile sind auch im Lager in Wien<br />
vor-handen – sowie auch ganze Geräte)<br />
gewähren unseren Kunden ein rund um die<br />
Uhr Service - innerhalb von <strong>24</strong> Stunden sind<br />
Einzelteile bei unseren Kunden. Dazu gibt es<br />
unterschiedliche Service- und Wartungspakete.<br />
KOMPACK: Sind wirklich raue<br />
Umgebungen ein Problem?<br />
Ing. Mag. Jürgen Höller: Seit kurzem haben<br />
wir bei zwei unterschiedlichen Kunden Geräte<br />
in Szenarien im Einsatz, die unser leitender<br />
Techniker als „Heavy Industrial Environment“<br />
bezeichnet: Beides metallverarbeitende Industriebetriebe,<br />
in denen Gausium-Roboter eingesetzt<br />
werden, um die Böden von Metallspänen<br />
und anderen Produktionsabfällen zu reinigen<br />
– mit sehr zufriedenstellenden Ergebnissen …<br />
KOMPACK: Da kommen wir noch zum Preis.<br />
Ing. Mag. Jürgen Höller: Die Preise variieren<br />
natürlich je nach Gerät - wir können<br />
aber gerne gemeinsam mit unseren Kunden<br />
auf Basis von Realdaten den return of invest<br />
errechnen, der in idealen Szenarien<br />
bei bereits einem Jahr beginnen kann.<br />
KOMPACK: Danke für das Gespräch.<br />
Mehr auch unter: www.denzelrobotics.at<br />
Etikettendruck<br />
seit 1934<br />
im Herzen des<br />
Mühlviertels<br />
53
JUBILÄUM<br />
Investition zum 90jährigen Jubiläum<br />
Das 1934 gegründete Traditionsunternehmen P. Hauer Gesellschaft m.b.H., das<br />
heute in der vierten Generation geführt wird, hat auch im heurigen Jahr wieder<br />
investiert und beweist damit, dass man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruht.<br />
Das Unternehmen, das sich auch die letzten schwierigen Jahre (Pandemie, …)<br />
dank vieler Weiterempfehlungen gerade innerhalb der Lebensmittel- und<br />
Getränkeindustrie für die zwei Geschäftsführer Martin und Rudolf Hauer gut<br />
weiterentwickelt hat, begeht sein Jubiläum auch im neuen Outfit, das es seit rund<br />
zwei Jahren gibt.<br />
Die zwei Brüder, die vor<br />
acht Jahren die Firma<br />
übernommen haben, stehen<br />
genauso wie ihre Vorgänger,<br />
für Handschlagqualität, persönliche<br />
Kundenbeziehung, unkomplizierte<br />
Produktabwicklung, kurze<br />
Kommunikationswege und vor<br />
allem für ein enges Verwoben<br />
sein mit anderen Mühlviertler Betrieben<br />
aus der Region. Die vierte<br />
Generation der Hauer-Familie verbindet<br />
somit altbewährte Werte mit<br />
ihrem neuen Denken und eigenen<br />
Ideen, vergisst dabei aber nie ihre<br />
Wurzeln. Sie bewiesen vom Start<br />
weg aber auch den Mut zu neuen<br />
Wegen.<br />
Neuer Auftritt<br />
Nach einigen Modernisierungen<br />
im Unternehmen und Investitionen<br />
gab es so etwas wie eine Reise<br />
in sich selbst. Die Brüder durchleuchteten<br />
das Unternehmen - frei<br />
nach dem Motto - wo sind wir, wo<br />
wollen wir hin … . So kam man<br />
zu dem Entschluss, dass man den<br />
mutig eingeschlagenen Weg auch<br />
nach außen hin sichtbar machen<br />
möchte - dies geschah mit der Logoumstellung<br />
vor über zwei Jahren.<br />
Photos: KOMPACK Und Hazer<br />
Das Hauer-Team ist bereit für das Jubiläum<br />
Software<br />
Besonders stolz sind die zwei<br />
jungen Geschäftsführer auch auf<br />
ihre selbst entwickelte Software,<br />
die sie mit Profis umgesetzt haben.<br />
Jeder Bereich des Unternehmens<br />
ist mittlerweile erfasst - von der<br />
Buchhaltung über die Repro bis<br />
hin zum Lager. 3 Jahre wurde an<br />
der Entwicklung dieser Software<br />
gearbeitet und bereits jetzt wird an<br />
eine Weiterentwicklung gedacht.<br />
„Wir haben dadurch nicht nur bessere<br />
interne Abläufe, sondern auch<br />
eine 100%ige Rückverfolgbarkeit<br />
bis hin zu Farbchargen“, erklärt<br />
Martin Hauer, der auch stolz das<br />
neueste Baby im Unternehmen<br />
zeigt. Gemeinsam mit dem österreichischen<br />
Vertriebs- und Servicepartner<br />
MCA PRO wurde ein<br />
modulares Nachverarbeitungssystem<br />
konfiguriert, das mit hochwertigen<br />
Komponenten für eine<br />
flexible Produktion mit hohem Automatisierungsgrad<br />
ausgestattet ist.<br />
„Durch die Modularität ist die Firma<br />
Hauer für eine flexible Erweiterung<br />
für zukünftige Anforderungen<br />
vorgesorgt.“ erklärt Martin Strobel/<br />
Geschäftsführer von MCA PRO.<br />
3D Animationen<br />
Apropos Software - seit heuer hat<br />
das Unternehmen auch die Möglichkeit,<br />
Etiketten auf ihrem Produkt<br />
in einer 3D-Animation darzustellen.<br />
Dies dient nicht nur dazu,<br />
Kunden die Möglichkeit zu geben,<br />
ihr gewünschtes Produkt auch<br />
schon vorab visuell umgesetzt zu<br />
sehen - Kunden können die 3D-<br />
Animationen auch für ihren eigenen<br />
Onlineshop nutzen.<br />
Einwegpfandregelung<br />
Dass der eingeschlagene Weg der<br />
richtige ist, beweist nicht nur das<br />
CSR-Gütesiegel, sondern auch, dass<br />
das Unternehmen auch die Pfandsticker<br />
- die es in Zukunft für die neue<br />
Pfandregelung (ab 2025) brauchen<br />
wird (Extraetikett mit Codes) - produzieren<br />
darf. Dafür benötigt es<br />
seitens der Behörden eine eigene<br />
Bewilligung. „Um das alles zu erreichen,<br />
was wir bis jetzt geschafft<br />
haben, benötigt es natürlich die<br />
richtige Technik. Dadurch können<br />
wir hochwertigst veredelte Etiketten,<br />
wo sich Optik und Funktion perfekt<br />
ergänzen, genauso produzieren wie<br />
54<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
Photo links: Das neueste „Baby“ im Unternehmen )kleines Bild - Martin Hauer bei der Einstellung der Anlage<br />
Photo rechts: der aktuelle Messestand der in Zusammenarbeit mit oberösterreichischen Unternehmen umgesetzt wurde
Versandetiketten oder Warnhinweise,<br />
ob unbedrucktes Papier oder<br />
komplexe Booklet-Konstruktion<br />
- wir haben die Lösung. An dieser<br />
Stelle darf ich mich aber auch bei<br />
allen Mitarbeitern bedanken. Ohne<br />
unsere fleißigen Mitarbeiter - die<br />
auch in schwierigen Zeiten kompromissbereit<br />
waren - womit wir<br />
immer gemeinsam mit einer einvernehmlichen<br />
Lösung weitergekommen<br />
sind - wäre dies nicht möglich<br />
gewesen“, erklärt Martin Hauer, der<br />
im nächsten Jahr mit seinem neuen<br />
Messestand auch auf einigen Messen<br />
vertreten sein wird.<br />
Mehr unter: www.hauer-labels.at<br />
Rudolf und Martin Hauer in der Prduktionshalle<br />
Muster für 3D Animationen<br />
Displays, Filialdekorationen, Palettenummantelungen<br />
www.eclipse-print.com<br />
Kontakt<br />
Bernhard Müller<br />
<strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
Geschäftsführer Eclipse GmbH<br />
mueller@eclipse-print.com<br />
55
KREISLAUFWIRTSCHAFT<br />
Gebrauchtgeräte als<br />
Schlüssel zur Ressourcenschonung<br />
Toyota Material Handling setzt sich verstärkt für die Förderung der Kreislaufwirtschaft<br />
ein und hebt dabei die Bedeutung von Gebrauchtgeräten in der<br />
Logistikbranche hervor. In einer Zeit, in der der verantwortungsvolle Umgang<br />
mit Ressourcen und die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks immer<br />
dringlicher werden, spielen wiederaufbereitete Gabelstapler eine zentrale<br />
Rolle in der Strategie von Toyota Material Handling.<br />
Toyota Material Handling<br />
ließ erst kürzlich mit der<br />
Zielsetzung der Klimaneutralität<br />
per Geschäftsjahr 2041<br />
(1.4.20<strong>24</strong> bis 31.3.2041) nach den<br />
aktuell gültigen Standards der SBTi<br />
(Science Based Target initiative)<br />
aufhorchen. Das Unternehmen verpflichtet<br />
sich mit seinen gesetzten<br />
Zielen zu einem neuen Meilenstein<br />
in der Geschichte seiner Nachhaltigkeitsbestrebungen<br />
und fokussiert<br />
dabei auf das Geschäftsmodell der<br />
Kreislaufwirtschaft speziell im<br />
Hinblick auf das Kerngeschäft, den<br />
Geräteverkauf.<br />
Europaweite Infrastruktur<br />
In ganz Europa verfügt Toyota<br />
Material Handling über eine beeindruckende<br />
Infrastruktur zur Aufbereitung<br />
von Gebrauchtstaplern.<br />
Mehr als sechshundert zertifizierte<br />
Techniker arbeiten in den Fleet-<br />
Management-Zentren unermüdlich<br />
daran, dass jedes Gerät nach den<br />
höchsten Qualitätsstandards aufbereitet<br />
wird und in Folge einem Second-Life-Zyklus<br />
zugeführt werden<br />
kann. Dafür steht neben dem umfassenden<br />
Know-How des Toyota-<br />
Technikerteams selbstverständlich<br />
auch die schon sprichwörtliche Toyota-Qualität.<br />
Um die Top-Qualität<br />
von Produkt und Mannschaft im<br />
Einklang zu halten, sind alle Aufbereitungszentren<br />
nach LEAN- und<br />
TPS- (Toyota Production System)<br />
Prinzipien zertifiziert, wobei Bereiche<br />
wie Gesundheit und Sicherheit,<br />
Nachhaltigkeit und Kundenzufriedenheit<br />
im Vordergrund stehen.<br />
Kreislaufwirtschaft:<br />
Ein Modell für die Zukunft<br />
Die Kreislaufwirtschaft zielt darauf<br />
ab, Produkte und Materialien<br />
so lange wie möglich im Umlauf zu<br />
halten, ihren Wert optimal zu nutzen<br />
und Abfall zu minimieren. Für<br />
Toyota Material Handling bedeutet<br />
dies, nicht nur erstklassige Neugeräte<br />
anzubieten, sondern auch die<br />
Lebensdauer bestehender Geräte<br />
56 <strong>05</strong>/<strong>24</strong><br />
durch Wartung, Aufbereitung und<br />
Wiederverwendung zu maximieren.<br />
Gebrauchtgeräte sind daher nicht<br />
nur eine wirtschaftlich sinnvolle<br />
Wahl, sondern auch ein entscheidender<br />
Beitrag zur Nachhaltigkeit.<br />
Vorteile von<br />
Gebrauchtgeräten im<br />
Rahmen der Kreislaufwirtschaft<br />
1. Ressourcenschonung:<br />
Durch die Wiederaufbereitung<br />
und den Weiterverkauf von Gebrauchtgeräten<br />
werden natürliche<br />
Ressourcen geschont. Jedes wiederverwendete<br />
Gerät reduziert die<br />
Notwendigkeit, neue Materialien<br />
abzubauen und zu verarbeiten, was<br />
wiederum den Energieverbrauch<br />
und die CO 2 -Emissionen senkt.<br />
2. Weniger Abfall:<br />
Anstatt alte Maschinen zu entsorgen,<br />
bereitet Toyota Material Handling<br />
diese auf und bringt sie wieder<br />
in den Umlauf. Dies reduziert die<br />
Menge an Industrieabfällen und<br />
Fotos: © Toyota Material Handling<br />
fördert eine nachhaltige Nutzung<br />
vorhandener Ressourcen.<br />
3. Kosteneffizienz:<br />
Gebrauchte Gabelstapler von Toyota<br />
Material Handling bieten Unternehmen<br />
eine wirtschaftlich attraktive<br />
Alternative, ohne dabei auf<br />
Qualität und Leistung verzichten zu<br />
müssen. Dies ermöglicht auch den<br />
Kunden von Toyota, nachhaltige<br />
Praktiken in ihre Geschäftsmodelle<br />
zu integrieren.<br />
4. Verlängerte Lebensdauer:<br />
Durch kontinuierliche Wartung<br />
und Modernisierung bleiben gebrauchte<br />
Geräte über viele Jahre<br />
hinweg einsatzbereit, was ihre Lebensdauer<br />
erheblich verlängert. Dies<br />
trägt zur Reduzierung von Abfall<br />
und zu weniger Nachfrage nach<br />
neuen Geräten bei.<br />
Ein Schritt in Richtung<br />
einer nachhaltigen Zukunft<br />
Toyota Material Handling setzt<br />
sich dafür ein, dass Nachhaltigkeit<br />
und Wirtschaftlichkeit Hand<br />
in Hand gehen. Gebrauchtgeräte<br />
sind ein wesentlicher Bestandteil<br />
dieser Vision, da sie nicht nur<br />
Unternehmen helfen, Kosten zu<br />
senken, sondern auch einen bedeutenden<br />
Beitrag zum Umweltschutz<br />
leisten. „Unsere Gebrauchtgeräte<br />
bieten eine wertvolle Möglichkeit,<br />
die Kreislaufwirtschaft in der Logistikbranche<br />
voranzutreiben“, sagt<br />
Dipl.-Ing. Josef Dax, Director Sales<br />
& Logistics Solutions bei Toyota<br />
Material Handling Austria. „Wir<br />
glauben, dass die Zukunft in der<br />
effizienten Nutzung vorhandener<br />
Ressourcen liegt, und wir sind<br />
stolz darauf, diesen Weg aktiv zu<br />
unterstützen. Deshalb bieten wir<br />
unseren Kunden neben der Möglichkeit<br />
Gebrauchtgeräte zu kaufen<br />
selbstverständlich auch die Möglichkeit<br />
sie zu mieten. Unsere maßgeschneiderten<br />
Mietoptionen für<br />
Mietzeiträume von einem Tag bis<br />
zu sieben Jahren lassen hier jeden<br />
Kunden etwas finden, das in sein<br />
Portfolio und zu seinem Budget<br />
passt.“ Toyota Material Handling<br />
wird auch in Zukunft innovative<br />
Wege finden, um die Kreislaufwirtschaft<br />
zu fördern und sicherzustellen,<br />
dass Nachhaltigkeit im Mittelpunkt<br />
aller Geschäftsprozesse steht.<br />
Mehr unter:<br />
www.toyota-forklifts.at
18 Jahre KOMPACK Seminare<br />
19 Jahre KOMPACK - Seminare<br />
„Neu – Covid-19 Hygiene- und<br />
Sicherheitskonzept für Messen<br />
und Veranstaltungen“<br />
Die Messebeteiligung -<br />
Die Messebeteiligung -<br />
„Instrument des Exportmarketings“<br />
„Instrument des Exportmarketings“<br />
NEU - mit dem Schwerpunkt:<br />
Hygienerichtlinen und -konzepte - wie organisiere ich eine Messe in Zeiten von Corona<br />
Am 12. Dezember 20<strong>24</strong> findet in Wien wieder • Die Nachbearbeitung eines Messeauftritts<br />
das eintägige Seminar zum Thema<br />
Am<br />
• Messebeteiligung außerhalb Europas<br />
Die<br />
30.<br />
Messebeteiligung<br />
November 2023<br />
- „Instrument<br />
findet in Wien<br />
des<br />
wieder • Die Nachbearbeitung eines Messeauftritts<br />
das<br />
• Unternehmensförderungen<br />
Exportmarketings“<br />
eintägige Seminar<br />
statt<br />
zum Thema<br />
• Messebeteiligung außerhalb Europas<br />
Die Messebeteiligung - „Instrument des<br />
• Beleuchtung diverser Wachstumsmärkte<br />
• Unternehmensförderungen<br />
Exportmarketings“<br />
• Gruppenausstellungen<br />
Teilnehmerkreis:<br />
statt<br />
• Beleuchtung diverser Wachstumsmärkte<br />
Unternehmer, Export- und Marketingverantwortliche,<br />
Messesachbearbeiter, Verkaufs- und<br />
• Gruppenausstellungen<br />
Teilnehmerkreis:<br />
Referent: Alexander M. Pitlik<br />
Unternehmer,<br />
(Projektleiter bei Gesell&Co GmbH,<br />
Vertriebsleiter<br />
Export- und Marketingverantwortliche,<br />
Messesachbearbeiter, Verkaufs- und<br />
Referent: Alexander M. Pitlik<br />
Messemarketing International, Wien).<br />
(Projektleiter bei Gesell&Co GmbH,<br />
Vertriebsleiter<br />
Ausbildung in Wien und Washington D.C.<br />
Inhalte:<br />
Messemarketing International, Wien).<br />
Beruflicher Werdegang im Konferenzmanagement<br />
bei den Vereinten Nationen in Wien, Mar-<br />
• Grundsatzentscheidung Messeteilnahme - der Ausbildung in Wien und Washington D.C.<br />
Inhalte:<br />
Nutzen für Ihr Unternehmen<br />
Beruflicher Werdegang im Konferenzmanagement<br />
bei den Vereinten Nationen in Wien, Marketing<br />
& Sales Promotion für Osteuropa bei Pioneer<br />
Saaten AG, Marketingleitung bei Ecodata<br />
• Verschiedene Arten von Messen (Fachmessen,<br />
•<br />
Ausstellungen,<br />
Grundsatzentscheidung<br />
Kongresse,<br />
Messeteilnahme<br />
Events ...) -<br />
- der keting & Sales Promotion für Osteuropa bei Pioneer<br />
Saaten AG, Marketingleitung bei Ecodata<br />
(SNI-Tochter in Osteuropa).<br />
Vor-<br />
Nutzen<br />
und<br />
für<br />
Nachteile<br />
Ihr Unternehmen<br />
Seit 1994 bei Gesell&Co als Projektleiter<br />
•<br />
Standortbestimmung<br />
Verschiedene Arten von<br />
und<br />
Messen<br />
Zieldefinition<br />
(Fachmessen,<br />
Ihres (SNI-Tochter in Osteuropa).<br />
für Investitionsgütermessen in Düsseldorf.<br />
Unternehmens<br />
Ausstellungen,<br />
in<br />
Kongresse,<br />
Bezug auf<br />
Events<br />
Mitbewerb<br />
...) -<br />
und Seit 1994 bei Gesell&Co als Projektleiter<br />
Produkt<br />
Vor- und<br />
-<br />
Nachteile<br />
wie können Sie Ihre Ziele erreichen? für Investitionsgütermessen in Düsseldorf.<br />
Termin: 12. Dezember 20<strong>24</strong> (10 bis ca. 16 Uhr)<br />
•<br />
Einholen<br />
Standortbestimmung<br />
von Informationen<br />
und Zieldefinition<br />
im Vorfeld der<br />
Ihres<br />
Messe<br />
Unternehmens<br />
der Messeveranstalter,<br />
in Bezug auf Mitbewerb<br />
die regionale<br />
und Termin: 30. November (10 bis ca. 16 Uhr)<br />
ORT: Wien (variiert nach Teilnehmerzahl)<br />
Wirtschaft,<br />
Produkt - wie<br />
die<br />
können<br />
Aussteller,<br />
Sie<br />
die<br />
Ihre<br />
Besucher<br />
Ziele erreichen?<br />
•<br />
Die<br />
Einholen<br />
Organisation<br />
von Informationen<br />
eines Messeauftritts<br />
im Vorfeld<br />
-<br />
der ORT: Wien (variiert nach Teilnehmerzahl)<br />
Preis: Euro <strong>24</strong>7,--<br />
Standplanung,<br />
Messe der Messeveranstalter,<br />
Standbau, Logistik<br />
die regionale<br />
(begrenzte Teilnehmerzahl/inkl. Verpflegung)<br />
• Unternehmensinterne<br />
Wirtschaft, die Aussteller,<br />
Kommunikation<br />
die Besucher<br />
im Preis: Euro <strong>24</strong>7,--<br />
•<br />
bei Anmeldung bis 30. Oktober: Euro 237,--<br />
Rahmen<br />
Die Organisation<br />
einer Messebeteiligung<br />
eines Messeauftritts - (begrenzte Teilnehmerzahl/inkl. Verpflegung)<br />
Interessenten mailen an <strong>kompack</strong>@gmx.at<br />
• Werbung,<br />
Standplanung,<br />
Public<br />
Standbau,<br />
Relations<br />
Logistik<br />
bei Anmeldung bis 30. Oktober: Euro 237,--<br />
• Unternehmensinterne Kommunikation im<br />
oder senden ein FAX an 01/712 20 36-99<br />
----------------------------------------------------------------------------<br />
Rahmen einer Messebeteiligung<br />
Interessenten mailen an <strong>kompack</strong>@gmx.at<br />
• Werbung, Public Relations<br />
oder senden ein FAX an 01/712 20 36-99<br />
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MESSE<br />
Nachhaltigkeitsbewertung von<br />
Betrachtet man den aktuellen Verpackungsmarkt, variieren Verpackungen unter anderem<br />
in Größe, Form, Farbe und Etikettierung. Für einen geschlossenen Kreislauf von<br />
Verpackungen sind homogene Abfall- und Recyclingströme unumgänglich. Diese können<br />
durch Design4Recycling erlangt werden.<br />
Die zunehmende Betonung<br />
der nachhaltigen Verpackungsanforderungen<br />
durch rechtliche Vorgaben ist unübersehbar.<br />
Die Verpackungs- und<br />
Verpackungsabfallverordnung setzt<br />
klare Richtlinien für recyclingfähige<br />
Verpackungen, höhere Recyclingquoten,<br />
Mehrweglösungen und den<br />
schonenden Umgang mit Ressourcen.<br />
Ein konkretes Beispiel ist die<br />
Anforderung, dass Kunststoffverpackungen<br />
ab dem Jahr 2030 eine<br />
Recyclingquote von mindestens<br />
55% erreichen müssen, während die<br />
aktuelle Quote in Österreich bei lediglich<br />
26% liegt. In Anbetracht dieser<br />
bevorstehenden, rechtlich bedeutenden<br />
Veränderungen unterzieht ein<br />
Benchmarking die derzeit auf dem<br />
Markt verfügbaren Getränkeverpackungen<br />
verschiedener Produktsegmente<br />
einer umfassenden Nachhaltigkeitsbewertung.<br />
Benchmarking Projekte<br />
Die FH Campus Wien leitet seit<br />
2022 Benchmarking-Projekte in unterschiedlichen<br />
Produktsegmenten<br />
in Zusammenarbeit mit dem Unternehmenspartner<br />
Circular Analytics<br />
TK GmbH.<br />
DACH-Raum<br />
Markenhersteller, Abfüller, Einzelhändler<br />
und Verpackungshersteller<br />
aus dem DACH-Raum wurden<br />
eingeladen, ihre Verpackungen einzusenden<br />
und sich einer Marktvergleichsbewertung<br />
zu unterziehen.<br />
Im Gegenzug erhalten sie kostenlos<br />
die Ergebnisse der Bewertung ihrer<br />
Verpackungen.<br />
200 Getränkeverpackungen<br />
Insgesamt wurden fast 200 Getränkeverpackungen<br />
in den Kategorien<br />
Mineralwasser, Säfte, Sirup,<br />
Limonaden, Energydrinks und<br />
isotonische Getränke analysiert.<br />
Die Bewertung der einzelnen Verpackungssysteme<br />
erfolgt anhand<br />
des holistischen Nachhaltigkeitsansatzes,<br />
wie er in der Circular<br />
Packaging Design Guideline der<br />
FH Campus Wien beschrieben ist.<br />
Dieser Ansatz teilt die Kriterien<br />
in Produktschutz, Zirkularität und<br />
Umwelt auf. Die sieben Parameter,<br />
die im Rahmen der Nachhaltigkeitsbewertung<br />
qualitativ oder<br />
quantitativ erfasst werden, konzentrieren<br />
sich dabei auf Zirkularität<br />
und Umweltaspekte, da generell<br />
davon ausgegangen wird, dass<br />
marktfähige Verpackungen ausreichenden<br />
Produktschutz bieten.<br />
Verpackungseffizienz<br />
Für die Verpackungseffizienz<br />
wird das Verpackungsgewicht im<br />
Verhältnis zur Füllmenge berechnet.<br />
Dabei lassen sich bei Glasflaschen<br />
erwartbar hohe Werte von bis zu<br />
50% nachweisen, während Dosen,<br />
Getränkeverbundkartons und<br />
Kunststoffflaschen im mittleren<br />
einstelligen Bereich liegen.<br />
Die technische Recyclingfähigkeit<br />
und die direkten Umweltaus-<br />
wirkungen (streamlined LCA) werden<br />
mittels der Software Packaging<br />
Cockpit für Deutschland, Österreich<br />
und die Schweiz berechnet. Für<br />
die Bewertung von Mehrwegverpackungen<br />
wurde ein neues Modell<br />
entwickelt, das Transportdistanzen<br />
und Umlaufzahlen berücksichtigt<br />
und somit eine präzise Abbildung<br />
des CO 2 -Fußabdrucks ermöglicht.<br />
Der Rezyklatgehalt und der Einsatz<br />
nachwachsender Rohstoffe<br />
werden anteilig am gesamten Materialeinsatz<br />
des Verpackungssystems<br />
berechnet. Falls nachwachsende<br />
Rohstoffe vorhanden sind,<br />
erfolgt zusätzlich eine qualitative<br />
Bewertung, ob diese Rohstoffe aus<br />
Verpackungs- und Ressourcenmanagement<br />
Der Fachbereich Verpackungs- und Ressourcenmanagement der FH Campus Wien bietet zwei Bachelorstudiengänge an (Nachhaltige<br />
Verpackungstechnologie und Nachhaltiges Ressourcenmanagement) sowie ein Masterstudium in englischer Sprache (Packaging Technology and<br />
Sustainability). Die Studiengänge sind berufsbegleitend gestaltet, sodass Interessierte aus der Branche ihre Kompetenzen ohne Unterbrechung der<br />
Berufstätigkeit erweitern können.<br />
FH Campus Wien – Hochschule für Zukunftsthemen<br />
Mit über 8.000 Studierenden an sechs Standorten und fünf Kooperationsstandorten ist die<br />
FH Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen<br />
und Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Soziales, Technik sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot von nahezu<br />
70 Studien- und Lehrgängen in berufsbegleitender und Vollzeit-Form zur Auswahl. Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung wird in derzeit<br />
zehn fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und Zertifikatsprogrammen<br />
deckt die Fachhochschule über die Campus Wien Academy ab. Die FH Campus Wien ist Gründungsmitglied im Bündnis Nachhaltige Hochschulen.<br />
www.fh-campuswien.ac.at<br />
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Getränkeverpackungen<br />
zertifizierten Quellenstammen.<br />
Littering-Potenzial<br />
Für die Berechnung des Littering-<br />
Potenzials existiert derzeit keine<br />
standardisierte Methode. Daher<br />
wurde eine qualitative Bewertungsgrundlage<br />
geschaffen, die auf Unterscheidungen<br />
in Getränketypen,<br />
Füllmengen, Verschluss- und Dekorationsvarianten<br />
sowie anderen<br />
Verpackungseigenschaften basiert.<br />
Auffällig bei diesem Benchmarking<br />
ist im Vergleich zu vorherigen<br />
Marktvergleichen die weitgehende<br />
Ähnlichkeit der Recyclingfähigkeitsergebnisse<br />
in den drei betrachteten<br />
Ländern. Die Recyclinginfrastruktur<br />
für Kunststoffflaschen,<br />
Getränkeverbundkartons und Aluminiumdosen<br />
ermöglicht Werte<br />
von über 95% Recyclingfähigkeit.<br />
CartoCans und Flaschen mit großflächigen<br />
Sleeves erweisen sich<br />
weiterhin als nicht-recyclingfähig.<br />
Die Getränkeindustrie ist hinsichtlich<br />
der Recyclingfähigkeit gut auf<br />
die anstehende rechtliche Verschärfung<br />
vorbereitet, die derzeit eine<br />
verpflichtende Mindest-Recyclingfähigkeit<br />
von 70% diskutiert.<br />
Neben dem Benchmarking für Getränkeverpackungen<br />
wurden bereits<br />
Bewertungen für Verpackungen<br />
in einzelnen Kosmetiksegmenten<br />
durchgeführt. Für Molkereiprodukte<br />
sind sie ebenfalls vorhanden.<br />
Mit März 20<strong>24</strong> startete ein weiteres<br />
Projekt für Convenience-Food-<br />
Verpackungen., Weitere Produktgruppen<br />
sind in Planung. Darüber<br />
hinaus wird eine Ausweitung des<br />
Bewertungsbereichs auf weitere<br />
EU-Länder angestrebt.<br />
Autor: Dipl.-Ing.in Michelle Klein,<br />
BA ist wissenschaftliche Mitarbeiterin<br />
im Fachbereich Verpackungsund<br />
Ressourcenmanagement und<br />
betreut Benchmarkingprojekte. Sie<br />
ist in der Forschung zur Kreislaufwirtschaft<br />
tätig und unterrichtet<br />
zu den Themen Abfallwirtschaft,<br />
Verpackungen und Nachhaltigkeit.<br />
michelle.klein@<br />
fh-campuswien.ac.at<br />
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Brauer und Weinhersteller<br />
„Wein@BrauBeviale – hier wächst zusammen, was zusammen gärt!“ Ein Slogan<br />
für das gebündelte Paket: Eine verstärkte Präsentation von Angeboten für die<br />
Weinproduktion und mehr Besucher aus dem Sektor Wein auf der BrauBeviale<br />
sind das klare Ziel der Messeorganisatoren. Seit 2023 ist die Weinbranche mit<br />
einem definierten Fokus auf der BrauBeviale präsent. In der Messeausgabe des<br />
Jahres 20<strong>24</strong> vom 26. bis 28. November 20<strong>24</strong> in Nürnberg wird das Angebot für<br />
die Weinbranche weiter ausgebaut.<br />
53 Prozent der Aussteller haben<br />
in ihrem Ausstellungsund<br />
Angebotsportfolio Lösungen<br />
für die Weinbranche. Neben<br />
der Prozesstechnik für die Herstellung<br />
von Wein, Sekt und Spirituosen<br />
mit Entrappern, Ansatzbehältern,<br />
Fermentern, Gär- und Lagertanks,<br />
Filtrationstechnologien gehört<br />
auch die komplette Infrastruktureinrichtung<br />
mit Pumpen, Ventilen<br />
und Verrohrungen zum Angebot<br />
der Aussteller auf der BrauBeviale<br />
20<strong>24</strong>. Um den Überblick komplett<br />
zu machen, können die Winzer sich<br />
auch bei den Herstellern von Flaschen<br />
und Behältern informieren<br />
und sich zu den notwendigen Aufgaben<br />
rund um die Vorgaben der<br />
EU auszutauschen. Schlüssig wird<br />
das Angebot im Sektor Wein damit,<br />
dass die Sonderschau Wein in Halle<br />
4A integriert wird. Auf dieser Sonderschau<br />
zeigen sich zusätzliche<br />
Anbieter, die sich ganz gezielt auf<br />
die Weinbranche fokussieren.<br />
Von Weinexperten<br />
für Weinexperten<br />
Mit enger Begleitung durch ein<br />
Expertenteam – Weinbegleitung<br />
sozusagen – koordiniert das Brau-<br />
Beviale Team diesen Themenschwerpunkt.<br />
Das garantiert einen<br />
direkten Einblick in die aktuellen<br />
Entwicklungen in der Branche:<br />
Mit dabei sind der Deutsche Weinbauverband<br />
(DWV) als fachlicher<br />
Berater sowie die Experten des<br />
Deutschen Weininstituts (DWI), der<br />
Hochschule Geisenheim, der Baye-<br />
„Wein@BrauBeviale – hier wächst zusammen, was zusammen gärt!“<br />
rische Landesanstalt für Weinbau<br />
und Gartenbau sowie der HBLA<br />
Klosterneuburg in Österreich.<br />
Auch ein breites<br />
Vortragsprogramm<br />
wird angeboten.<br />
Das Vortragsprogramm findet an<br />
allen drei Tagen in Halle 4A statt.<br />
Einige Vortragsthemen als Beispiel:<br />
• Alkoholfreie Weine vom Keller<br />
in die Flaschen: Herstellungs-Technologie<br />
im Fokus, unter anderem<br />
mit Dr. Matthias Schmitt, Hochschule<br />
Geisenheim<br />
• Nachhaltigkeit - die Zukunftsaufgabe:<br />
Herausforderungen und<br />
Chancen des Klimawandels bei der<br />
Weinproduktion, mit Mag. Franz G.<br />
Foto: YONTEX<br />
Rosner, HBLA Austria, Klosterneuburg<br />
• Wie schmeckt der Wein der Zukunft?<br />
Zielgruppen-Präferenzen<br />
bei der Weinvermarktung in der<br />
nächsten Generation, mit Steffen<br />
Schindler, Deutsches Weininstitut<br />
Themenschwerpunkte<br />
Die Themenschwerpunkte befassen<br />
sich neben Kellertechnik,<br />
Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung<br />
auch mit Marketing- und<br />
Vertriebsthemen und bieten auch<br />
spannende Ausblicke auf Vergleichsszenarien<br />
zwischen Bier<br />
und Wein. Das Vortragsprogramm<br />
ist ab Ende September im Eventplaner<br />
auf der Website der BrauBeviale<br />
einsehbar.<br />
Information für die Winzer –<br />
im kompakten Messeformat<br />
Ergänzt wird dieses Vortragsprogramm<br />
durch eine Verkostungszone<br />
von Weinen aus dem MUNDUS<br />
VINI Weinwettbewerb des Meininger<br />
Verlags.<br />
Austausch<br />
Insgesamt zeigt sich, dass die<br />
Weinexperten diese Plattform für<br />
den Austausch gerne annehmen,<br />
zumal sie gerade für die Winzer<br />
aus Deutschland, Österreich und<br />
die weiteren mittel- und osteuropäischen<br />
Staaten gut erreichbar<br />
ist. „Mit dem Schwerpunkt Wein@<br />
BrauBeviale eröffnen wir für die<br />
Besucher aus dem Weinsektor eine<br />
komfortable Informationsplattform“,<br />
erklärt Cornelia Ebner, die<br />
im BrauBeviale Team das Thema<br />
Wein betreut. „Wir sehen das Potenzial<br />
für beide Seiten: die Aussteller<br />
können eine weitere Zielgruppe auf<br />
der BrauBeviale ansprechen und<br />
die Besucher aus den Weinbaugebieten<br />
können die individuell erforderlichen<br />
Technologien vergleichen.<br />
Sie können sich davon überzeugen,<br />
dass das Portfolio der BrauBeviale<br />
weit über das Angebot von Abfüllmaschinen<br />
hinausgeht.“ Auf der gezielt<br />
für die Besucher aus der Weinbranche<br />
konzipierten Landingpage<br />
www.braubeviale.com/wein finden<br />
die Winzer alle Informationen für<br />
einen erfolgreichen Messebesuch.<br />
Mehr auch unter:<br />
www.braubeviale.de<br />
Inspiriert vom großen Erfolg der interpack 2023 und mit viel Vorfreude und Energie<br />
haben die konkreten Planungen für die nächste Auflage der interpack vom<br />
7. bis 13. Mai 2026 - begonnen.<br />
Der Startschuss für die Anmeldephase ist längst gefallen. Damit erhalten Unternehmen<br />
aus aller Welt die Möglichkeit, sich frühzeitig einen Platz<br />
auf der Leitmesse der Branche zu sichern.<br />
Anmeldeschluss ist bereits Anfang 2025.<br />
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