Isabella Magazine

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Inhaltsverzeichnis:

50 erfolgreiche Jahre . . . . . . . . . . 2

Der Gründer der Fa. Isabella . . . . 3

Vorwort zur Firmengeschichte . . . 4

Die Geschichte der Isabella . . . . . 5

Wie Phönix aus der Asche . . . . . . 16

Wir haben Ideen auf Lager. . . . . . 18

25-jähriges Jubiläum

in der Isabella . . . . . . . . . . . . . . . 20

Der Werdegang eines Vorzeltes

ganz nach den Wünschen

der Kunden . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21

Campingurlaub von seiner

schönsten Seite . . . . . . . . . . . . . . 23

Penta, das große Vorzelt ist ein

Erfolgsmodell . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Camping im Wandel der Zeiten . . 26

Spielen ist gesund! . . . . . . . . . . . . 30

Urlaub und Camping im Jahre 2031

- eine Zeitreise . . . . . . . . . . . . . . . 32

Bei der Qualität gehen wir keine

Kompromisse ein!. . . . . . . . . . . . . 34

Modell Vision . . . . . . . . . . . . . . . . 36

Isabella hat mir beim Karrierestart

geholfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Künstlerin sorgt für Synergieeffekte

bei Isabella . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

Wintercamping . . . . . . . . . . . . . . . 42

Sonne und Zeit im Überfluss . . . . 44

Camping-Grillmenü aus Anlass

des Jubiläums. . . . . . . . . . . . . . . . 46

Durch Polen mit einem

Isabella Vorzelt . . . . . . . . . . . . . . . 48

Erfolgreiche Campingreise

quer durch Europa . . . . . . . . . . . . 50

Importeure/

Tochtergesellschaften . . . . . . . . . 54

Isabella Magazine

August 2006

Seidenmatt gestrichenes Papier, 115 g.

Gesetzt in Nimbus Sans und Nimbus

Roman.

Production: Isabella A/S.

Isabella Magazine :: 2 ::

50 erfolgreiche Jahre

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wir meinen, dass nichts dagegen spricht, wenn wir uns anlässlich unseres 50-jährigen Firmenbestehens ein

bisschen mehr ins Rampenlicht rücken.

Wir waren bereits sehr stolz, als unser Unternehmen sein 40-jähriges Bestehen feiern konnte, aber 40 Jahre sind

nun mal kein halbes Jahrhundert. Erfreulicherweise gibt es zahlreiche Unternehmen, die ein solches Jubiläum

erleben, doch leider schaffen es die meisten nicht.

Wir meinen, dass die Ursache für den Erfolg von Isabella darin zu suchen ist, dass uns der Erfolg nicht zu

Kopf gestiegen ist. Wir haben die zahlreichen Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert wurden, stets mit

Bedacht gelöst und uns Zeit zum Nachdenken gelassen. Und vor allem haben wir Energie und Mittel darauf

verwandt, hochwertige Produkte zu fertigen.

Robert Storm Petersen, ein großer dänischer Komiker, sagte einmal: „Nichts kommt von allein – ausgenommen

Flusen in den Taschen!” Diesen aufmunternden Worten können wir nur zustimmen, denn nur durch systema-

tisches Arbeiten und gegenseitige Inspiration können wir zum Erfolg kommen.

Alle Beschäftigten haben den Willen sich weiterzuentwickeln – zum Nutzen des Unternehmens, und wir sind

dankbar, dass die Campingfreunde in Europa den Namen Isabella im Bewusstsein haben.

Mit dieser Jubiläumsschrift möchten wir allen, die an uns interessiert sind, einen Einblick in unser Unterneh-

men geben. Der ständige Gedankenaustausch mit Kunden, Händlern, Importeuren, Lieferanten, Geschäfts-

freunden und natürlich allen Freunden unseres Hauses ist uns ein großes Anliegen. Auf den folgenden Seiten

erfahren Sie viel Spannendes aus unserer Firmengeschichte.

Viel Spaß beim Lesen!


Wer hätte gedacht, dass sich Camping

der Fall ist?

einmal so großer Beliebtheit erfreuen

würde, wie das heutzutage tatsächlich

Søren Odgaard, der Unternehmensgründer, sah es

seinerzeit voraus, denn er hatte einen sechsten Sinn

für die künftige Entwicklung – eine seltene Gabe.

Nur das Beste

Wenn man ganz neue Wege beschreitet, kann man

nicht auf Bewährtes zurückgreifen. Søren Odgaard

wagte es dennoch, denn er war von seiner Idee über-

zeugt und verfolgte unbeirrt sein Ziel, einzigartige

Zelte und Wohnwagen-Vorzelte zu konzipieren, die

von Aussehen und Funktion her nur das Beste bieten

sollten. In relativ bescheidenem Rahmen begann er

mit dem Verleih von Zelten, und bereits nach kurzer

Zeit verfügte er über eigene Fertigungseinrichtungen

für Hauszelte. Erst später kamen Vorzelte hinzu, die

aber bald derart erfolgreich waren, dass die Fertigung

von Hauszelten zu ihren Gunsten eingestellt wurde.

Das große Interesse für das freie Campingleben hat

ihn sein Leben lang begleitet.

Der Gründer der

Fa. Isabella

Von Jens Jørgen Larsen (Dänemark), Journalist und Reiseschriftsteller

erfüllte sich seinen Lebenstraum und erwarb in der Branche einen

legendären Ruf.

Der Gründer der Fa. Isabella

Sehr beliebt

Søren Odgaard wurde von allen sehr geschätzt. Er

war ein guter Vater, Arbeitgeber, Kollege und vor

allem ein Unternehmensleiter, auf den man sich

felsenfest verlassen konnte. Aufgrund dieser Eigen-

schaften mochten ihn auch die Importeure, Händler

und Branchenkollegen. Dass er ein guter Arbeitgeber

war, beweist die Tatsache, dass ihm viele Mitarbei-

ter/innen von Anfang an treu zur Seite gestanden

haben. Sie kannten ihn als Unternehmensleiter, der

stets Interesse zeigte und die Beschäftigten und Zu-

lieferer lobte, wenn es einen Anlass dafür gab.

Nestor der Branche

Søren Odgaard, der mit Fug und Recht als Nestor

der Campingbranche bezeichnet werden kann, wur-

de mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Dass er den

Ehrenpreis der dänischen Campingbranche erhielt,

war eine wohlverdiente Auszeichnung, und er genoss

es in vollen Zügen, 40-jähriges Firmenjubiläum fei-

ern zu können.

Leider weilt Søren Odgaard nicht mehr unter uns,

denn er starb im Jahre 2005. Noch zu seinen Lebzei-

ten konnte er mit Stolz und Zufriedenheit auf seine

Erfolge im In- und Ausland zurückblicken. Beinahe

hätte er es noch geschafft, das 50-jährige Firmenbe-

stehen zu feiern, doch das Schicksal wollte es anders.

Sicherlich schaut er heute voller Freude auf uns her-

Im Jahre 2003 erhielt Søren Odgaard den Ehrenpreis

der dän. Campingbranche.

Søren Odgaard

ab und wünscht uns noch viele schöne Stunden auf

den Campingplätzen unserer Welt.

Der legendäre Campingpionier Søren Odgaard, der

82 Jahre alt wurde, wird stets in unserer Erinnerung

weiterleben.

Aus Anlass des 40-jährigen Firmen-

bestehens fand Søren Odgaard folgende

Worte:


Einige werden sicher sagen, dass

sie es besser gemacht hätten.

Andere meinen wohl, dass sie es

anders gemacht hätten. Aber ich

habe es auf meine Art und Weise

gemacht. Hätte ich es nicht so

gemacht, wäre möglicherweise nie

etwas daraus geworden.


:: 3 :: Isabella Magazine


50 Jahre sind eine beeindruckende Zeitspan-

ne. Ein halbes Jahrhundert ist vergangen,

seit der dänische Geschäftsmann Søren Od-

gaard den Grundstein zu einem Unternehmen legte,

Isabella Magazine :: 4 ::

Vorwort zur

Firmengeschichte

Von Jens Jørgen Larsen, Dänemark, Journalist und Reiseschriftsteller

Gemessen an kosmischen Zeiträumen fallen 50 Jahre kaum ins Gewicht.

Doch in irdischen Dimensionen betrachtet, ist ein 50-jähriges Jubiläum in

der Camping- und Freizeitbranche schon etwas, das zählt.

das später zum größten seiner Art in Europa werden

sollte.

Ursprünglich hieß es Jydsk Camping Industri, wegen

seiner Lage in Jütland, dem großen halbinselförmi-

gen Landesteil im Westen von Dänemark. Als man

dazu überging, Vorzelte herzustellen, änderte man

den Namen in Isabella A/S. Während des letzten

Jahrzehnts hat das Unternehmen eine so dyna-

mische Entwicklung durchgemacht, die selbst erfah-

rene Marketing-Fachleute in Erstaunen versetzt.

Und die Zahlen sprechen für sich, denn bei einer

Jahresproduktion von vielen tausend Zelten kom-

men 687.000 m 2 Zeltbahn zusammen, die 104 Fuß-

ballplätze bedecken könnten.

Der Name Isabella wurde zum Inbegriff für hochwer-

tige Zelte, die sich bei Campingfreunden großer Be-

liebtheit erfreuen. Überall auf den Campingplätzen

zwischen Sizilien und Nordkap und zwischen Irland

und dem Baltikum trifft man die unterschiedlichsten

Modelle der Isabella A/S an, die so das bunte Bild

auf den Plätzen wesentlich mitbestimmen. Auf den

nächsten Seiten erzählen wir die Geschichte des Un-

ternehmens und porträtieren seinen Gründer Søren

Odgaard, der das 50-jährige Bestehen beinahe noch

erlebt hat. Er hätte diesen Tag zusammen mit uns

allen sicherlich genossen.

Der Vorstand

Vorwort zur Firmengeschichte


Die Geschichte der Isabella

Aus kleinsten Anfängen

zum Marktführer in Europa

Von Ole C. Jørgensen, Journalist

Eigentlich sah es Mitte der 50er Jahre des

vorigen Jahrhunderts so aus, als stünde

dem jungen Søren Odgaard eine Karriere

im Einzelhandel bevor, denn er betrieb eine gut ge-

hende Drogerie in der Straße Vestergade in Vejle. Da

das Geschäft zu jener Zeit, als ‚Selbstbedienung’ und

‚Supermarkt’ noch Fremdworte waren, hervorragend

1957

Søren Odgaard verkauft

seine Drogerie.

Die Geschichte der Isabella A/S

lief, sah die Zukunft für den unternehmungslustigen

jungen Mann rosig aus.

Die Frage, ob es die Intuition war, dass der Einzel-

handel kurz vor dem Umbruch stand oder mehr die

Lust auf etwas Neues, das ihn bewog, die Drogerie

1957 zu verkaufen und sein Glück in der für ihn un-

Das Werk an

der Straße

Grejsdalsvej

17 im alten

Verwaltungsgebäude

der

Eisenbahngesellschaft‚Vandelbanen’.

Frau Gustavsen in der ‚Nähstube’ des Hauses an der

Straße Grejsdalen.

bekannten Campingbranche zu suchen, hat er selbst

nie eindeutig beantwortet. Wahrscheinlich ist aber,

dass beide Aspekte zusammenkamen. Jedenfalls

zeigte sich später, dass sein Vorausblick, die Lust auf

Neues, kaufmännisches Geschick und die Fähigkeit,

sich mit den richtigen Leuten zu umgeben, eine gute

Grundlage für das Unternehmen Isabella darstellte,

das in den fast 50 Jahren unter seiner Leitung eine

rasante Entwicklung durchmachte.

Die Zeiten waren ziemlich unsicher, als Søren

Odgaard den Sprung mit dem Startkapital wagte,

das aus dem Verkauf der Drogerie stammte. Doch

für den jungen Mann aus Vejle stellte sich die Welt

keineswegs kompliziert dar. Bei Campingausflügen

mit der Familie erkannte er die in diesem Bereich

liegenden Entwicklungsmöglichkeiten, denn die pri-

mitiven Verhältnisse waren allenfalls etwas für Pfad-

finder oder eine Handvoll Naturschwärmer. Er war

der Überzeugung, dass hier enorme geschäftliche

Möglichkeiten lagen, denn die schwere Nachkriegs-

zeit wurde von einer Zeit des überschäumenden

:: 5 :: Isabella Magazine


Die Geschäftsleitung und der Borgward Isabella (1997).

Optimismus abgelöst, in der es den Leuten wieder bes-

ser ging und sie wieder an Freizeit denken konnten.

Es begann alles in der Kellergarage unter dem Haus

mit der Adresse Grejsdals Landevej 6 am nordwest-

lichen Rand von Vejle. Der Firmenname ’Jydsk

Camping Udlejning’ wurde später in Jydsk Camping

Industri A/S geändert.

Der Name ‚Isabella

Es ist nicht ganz klar, wie Søren Odgaard auf diesen

Namen kam. Die bekannteste Version ist wohl die,

dass er von ‚Borgward Isabella’ stammt, einem für

damalige Zeiten exquisitem PKW-Modell. Eine ande-

re besagt, dass dazu die hübsche spanische Königin

dieses Namens Pate gestanden habe. Er selbst hat

einmal verlauten lassen, dass dieser Name einfach

schön klingen und Eleganz und Würde ausstrahlen

würde – so wie die Produkte des Unternehmens.

In besagter Garage begann er also, ein Geschäft ein-

zurichten, das sich mit der Vermietung von Zelten,

Luftmatratzen und Campinggas-Zubehör befasste.

Bereits zu diesem Zeitpunkt erhielten angehende

Campingfreunde einen Eindruck von seinen Fähig-

keiten als Verbreiter von Werbebotschaften. In einer

der ersten Anzeige hieß es u. a.: Fahren Sie in Ur-

laub, wann Sie wollen und wohnen Sie, wo Sie wol-

len – für nur eine Dän. Krone am Tage.

Diese logische Entwicklung konnten auch die Kun-

1959

Søren Odgaard beginnt

mit der Fertigung, und das

Steilwandzelt Capri wird

das erste Modell.

Isabella Magazine :: 6 ::

den nachvollziehen, die nun zur Adresse des Unter-

nehmens strömten, um selbst die Freuden des Cam-

pingurlaubs kennen zu lernen.

Vielen gefiel das so gut, dass sie die benutzte Ausrüs-

tung auch kaufen wollten. Im Laufe weniger Jahre

wurde aus der Vermietung ein Unternehmen, das

produzierte und verkaufte.

Dies begann 1959, einem sehr erfolgreichen Jahr.

Das Geschäft lief so gut, dass er im Jahr darauf das

nahe gelegene Gebäude der Eisenbahngesellschaft

‚Vandelbanen’ kaufte, um hier Zelte zu fertigen. Für

den technischen Teil der Produktion wurde ein ge-

schickter Sattelmacher aus Vejle eingestellt.

Eskimo

Lux 1970

Kongo 1960

Isabella 7 - 1963

Die Geschichte der Isabella A/S


Damals wurde ausschließlich ab Werk verkauft, und

als Ausstellungsfläche dienten die umliegenden Wie-

sen im nahe gelegenen Tal ‚Grejsdalen’.

Die rasant ansteigenden Verkaufszahlen und die un-

stillbare Lust der Dänen auf Campingurlaub führten

jedoch schnell dazu, dass die Räumlichkeiten im al-

ten Bahnhofsgebäude nicht mehr ausreichten.

Die ‚Bullaugen’ fanden keine Nachahmer

Im 1961 zog Søren Odgaard die Konsequenz aus

der stark gestiegenen Nachfrage und kaufte ein gro-

ßes Grundstück im Stadtteil Nørremarken, dicht

bei der Straße Horsensvej in Vejle. Die Straße, an

der das Grundstück liegt, erhielt später den Namen

Isabellahøj.

Hier wurden zunächst eine kleine Ausstellungshalle,

eine den damaligen Verhältnissen genügende Näh-

stube und heiß ersehnte Lagerräume gebaut.

In der neu errichteten Fertigungsabteilung konnte

man nun mit der Fertigung von Produkten beginnen,

die von Material und Verarbeitung so gut waren, dass

sie dem Unternehmen einen guten Ruf einbrachten.

Für Søren Odgaard galt, dass in Fragen der Qualität

keine Kompromisse geschlossen werden dürfen.

Bisher umfasste die Produktpalette herkömmliche

Hauszelte, Steilwandzelte und so genannte ‚Auto-

Zelte’, bei denen es sich um leicht zu transportieren-

de Hauszelte für Auslandsreisen handelte. Im Jahre

1961 tat sich so einiges im Bereich der Campingaus-

rüstung. Dies war als Zeichen dafür zu werten, dass

Der neue Firmensitz im Jahre 1965

1961

Im Stadtteil

Nørremarken entsteht

der neue Firmensitz.

1962

Die Ausstellung auf den

angrenzenden Wiesen

Die Geschichte der Isabella A/S

Das ‚Autozelt’ (1960)

sich Campingfreunde im Urlaub nicht mehr länger

mit primitiven Gegebenheiten abfinden wollten, son-

dern auch hier Wert auf Komfort legten.

Das stark expandierende Inlandsgeschäft veranlasste

Søren Odgaard dazu, den Blick auch über die Gren-

zen zu richten. Das erste, im gleichen Jahr nach

Norwegen gelieferte Steilwandzelte verkaufte sich

so erfolgreich, dass man sich Hoffnungen auf eine

weitere Expansion machen konnte.

In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts tauch-

ten erstmals die für die Isabella A/S so typischen

Die neue Nähstube

Sprite 400

:: 7 :: Isabella Magazine


Søren Odgaard im Werk

‚Bullaugen’ an der vorderen Wand von Vorzelten auf,

zunächst jedoch in einer etwas augenfälligeren Aus-

führung als heute. In der Campingbranche erzählte

man sich augenzwinkernd, dass sie so aus dem Rah-

men fielen, dass sich unter den anderen Herstellern

1963-64

Das Unternehmen

beginnt mit dem

Wohnwagenverkauf.

Isabella Magazine :: 8 ::

1964

Das erste Vorzelt wird

gefertigt.

1967

Søren Odgaard stellt ein

neues Messsystem

(A-Maß) für Vorzelte vor.

in Europa keine Nachahmer fanden. In den 60er

Jahren stiegen die Fertigungszahlen von Isabella

Produkten beständig an, und ein tolles Modell nach

dem anderen kam auf den Markt.

Dies erforderte die Einrichtung einer Entwicklungs-

abteilung, wo man ständig über Fragen der Gestal-

tung, Haltbarkeit und der praktischen Anwendung

nachdachte. Langjährige Campingfreunde erinnern

Winterlandschaft mit Vorzelt (1965)

sich vielleicht noch an das Ereignis, als ein Winter-

vorzelt des Unternehmens in arktischer Kälte und

Sturm erprobt wurde. Das Zelt überstand den Här-

tetest, was für die gelungene Entwicklungsarbeit und

die Qualität des Unternehmens spricht.

In den Jahren 1963/64 stieg der Absatz von Wohn-

wagen in Europa sprunghaft an. Dieser Trend ging

auch an Dänemark nicht vorbei, und die Nachfrage

nach Vorzelten stieg auch hier an, obwohl Steilwand-

zelte nach wie vor beliebt waren. Zu dieser Zeit

begann das Unternehmen Jydsk Camping Industri

auch mit dem Verkauf von Wohnwagen. Um der stei-

genden Nachfrage begegnen zu können, musste die

Nähstube Mitte der 60er Jahre mehrmals erweitert

werden.

Søren Odgaard am Eingang zur Kantine

Die Geschichte der Isabella A/S


Die Kantine

Ein Meilenstein

Im Jahre 1967 kreierte Søren Odgaard ein Mess-

system (A-Maß) für Vorzelte, das heute noch Ver-

wendung findet.

Das war ein Meilenstein im Campingbereich, für

die Hersteller ebenso wie für die Campingfreunde.

Es lief darauf hinaus, die Maße eines Vorzelts zu

standardisieren, so dass Vorzelte für verschiedene

Wohnwagen nicht mehr maßgeschneidert werden

mussten. Man kommt nun mit Standardgrößen aus,

die zu fast allen Wohnwagen passen.

Anfang der 70er Jahre stieg die Nachfrage nach

Modell Isabella 360 (1967)

1971

Der Firmensitz wird erweitert

1969

Die Kantine und Nähstube

Nr. 1 werden gebaut.

Die Geschichte der Isabella A/S

1975

Die Isabella A/S gründet eine eigene Gesellschaft in

Großbritannien. Acryl und Polyesterbeschichtung – ein

großer Schritt bei der Entwicklung von Zeltdächern

Wohnwagen abermals an, da die Dänen auf der

Suche nach mehr Komfort das Steilwandzelt mit

einem Wohn- oder Zeltwagen austauschten.

Diese Entwicklung führte zu Umwälzungen auf dem

Markt für Zelte. Anfang der 60er Jahre gab es in

Dänemark ganze 10 Hersteller von Zelten aller Art,

doch die sinkende Nachfrage führte zu einer Verrin-

gerung ihrer Zahl, und nur wenige überlebten.

Bei dem Unternehmen Jydsk Camping Industri

entschloss man sich 1973, voll und ganz auf die

Herstellung von Vorzelten zu setzen und dafür die

Herstellung von Steilwandzelten sowie den Wohnwa-

genverkauf fallen zu lassen. Das erwies sich im Nach-

Das Modell Isabella Lux 1970 auf dem

Hof Rindbæklund

hinein als richtige Entscheidung, denn nun setzte der

Import dieser Zelte aus Billiglohnländern in großem

Stil ein.

Das gestiegene Interesse für Campingurlaub machte

eine systematische Produktentwicklung erforderlich.

Zunächst konzentrierte man sich auf die Frage nach

dem Material, denn die alten Zelte aus Baumwolle

waren dem Wetter in unseren Breiten nur unzurei-

chend gewachsen. Aus diesem Grund suchte Søren

Odgaard die Zusammenarbeit mit der damaligen

Weberei Vejle Dampvæveri. Gemeinsam wurde ein

neues Dach entwickelt, dessen Kern aus Polyesterge-

webe bestand. Das hatte die Vorteile, dass bei Regen

nichts mehr durchdringen konnte und die Wider-

standsfähigkeit erhöht wurde.

Im Jahre 1975 kommt es beim Material für Zelte zu

einer grundlegenden Neuerung, denn die Vorzelte

:: 9 :: Isabella Magazine


müssen einfach widerstandsfähiger werden. Die

Dänen, die Wohnwagen und Zelt bisher nur einige

Wochen oder Wochenenden im Jahr benutzten, sa-

hen diese nunmehr als eine Art Ferienhaus an, das

man vom Vor- bis in den Spätsommer nutzte. Sol-

chen Zeiträumen waren die Baumwoll-Vorzelte nicht

gewachsen, und schon gar nicht über Jahre hin.

Die große Neuerung hieß also: Acryl-Zelttuch und

Dächer mit Polyesterbeschichtung. Diese kamen bei

den Campingfreunden gut an.

Olympia Acryl

Im Jahre 1977, in dem das 20-jährige Bestehen gefei-

ert wurde, fertigte das allgemein als Isabella bezeich-

nete Unternehmen das Jubiläumsmodell Olympia

Acryl in Braun und Orange, das zu einem Verkaufs-

schlager wurde.

1977

Das 20-jährige Firmenjubiläum.

Das Jubiläumsmodell ‚Olympia Acryl’ in den Farben

Braun und Orange kommt auf den Markt.

1975

Ein Modell in dem für Isabella typischen

Beige kommt auf den Markt.

Isabella Magazine :: 10 ::

1979

Die gesamte, produzierte Menge für die

Saison 1980 ist ausverkauft.

1980

Die Zahl der Beschäftigten liegt

bei über 100.

1982

Ambassador, das erfolgreichste Vorzelt in der Firmengeschichte, wird präsentiert.

Olympia Acryl - 1979

Olympia Guld - 1972

Die Geschichte der Isabella A/S


Ambassador 2502 - 1991

Der erste Gabelstapler des Unternehmens ist hier im Rohstofflager zu sehen (70er Jahre).

Die Geschichte der Isabella A/S

1982

Eine Tochtergesellschaft wird in den

Niederlanden gegründet.

1985

Campion, ein Werk für die Herstellung von

Zeltstangen, wird etabliert.

In Norwegen wird eine Tochtergesellschaft gegründet.

Ein revolutionäres Zeltgestänge aus Glasfaser

namens IXL wird vorgestellt.

Penta, das bisher größte Vorzelt, kommt auf den

Markt.

1990

In Deutschland wird eine Tochtergesellschaft

gegründet.

Qualität und ein Gespür für Trendfarben machten

den Erfolg aus.

Im Jahre 1979 begann die Erfolgsgeschichte des

Modells Olympia Acryl. Die Modefarben Braun und

Beige wurden aufgegriffen, und das Unternehmen

überraschte mit einem neu gestalteten Vorzelt, bei

dem Vorderwand und Seitenwände je nach Bedarf

ganz oder halb heruntergelassen werden konnten.

Der Erfolg war einfach überwältigend! Obwohl man

bei der Planung der Fertigungskapazitäten von ei-

nem Erfolg ausgegangen war, überstieg die Nachfra-

ge nach diesem Modell jedoch die kühnsten Erwar-

tungen. Die Freude über den Erfolg wurde jedoch

ein wenig von den Enttäuschungen getrübt, die sich

durch Lieferengpässe einstellten.

Da man ein solches Dilemma kein zweites Mal er-

leben wollte, wurde beschlossen, den Fertigungsbe-

reich auszuweiten (1980) und mehr Leute einzustel-

len, deren Zahl nun 100 überschritt. Zu dieser Zeit

verfügte Søren Odgaard über ein Team leistungsfä-

higer Mitarbeiter/innen, die in den Bereichen Ferti-

gung, Vertrieb, Entwicklung, Verwaltung, Finanzen

und Logistik tätig waren.

Ambassador, die europaweit erfolgreichste Vorzelt-

serie, kommt 1982 auf den Markt. Obwohl diese

Serie laufend Verbesserungen im Detail erfährt, wird

am Grundkonzept festgehalten.

In diesem Jahrzehnt steigen auch die Exportzahlen

von Isabella. Bisher erfolgte der Vertrieb in einigen

europäischen Ländern über Importeure, weil das

Unternehmen nur in Großbritannien eine eigene

Vertriebsgesellschaft unterhielt (seit 1970). Im Jahre

1982 wurde auch eine Gesellschaft in den Niederlan-

den gegründet, der Campingnation Nr. 1 in Europa

– gemessen an der Einwohnerzahl. Im Jahre 1985

kamen Norwegen und 1990 Deutschland an die

Reihe, während in Schweden – einem bedeutenden

Penta

:: 11 :: Isabella Magazine


Die erste große Nähstube (1969)

Campingfreuden in den 80er Jahren

1997

Das Unternehmen feiert 40-jähriges Bestehen

1995

Die Isabella A/S erwirbt die Fa.

TeltLarsen in Odense

2000

Eine Kooperation mit

einem polnischen

Betrieb wird

begonnen

Markt – die langjährige, gute Zusammenarbeit mit

dem dortigen Importeur bestehen bleibt.

Die Entwicklung in Dänemark

In den 80er Jahren war klar, dass Dänemark nach

wie vor der wichtigste Markt für das Unternehmen

war. Der Grund dafür lag nicht nur in hohen Absatz-

zahlen, sondern auch in dem engen Kontakt, den

man mit Campingfreunden und Händlern pflegte.

Dadurch bestand die Möglichkeit, die Entwicklung

der Vorzelte an den Bedürfnissen des heimischen

Marktes auszurichten. Außerdem kann man schnel-

ler reagieren, wenn sich neue Trends abzeichnen.

Es ist also nicht übertrieben zu behaupten, dass die

Impulse für Neuentwicklungen und Qualitätsverbes-

serungen im europäischen Marktsegment Vorzelte

heute von der Isabella A/S ausgehen.

Bis in die Mitte der 80er Jahre wurden alle Vorzelte

mit Gestänge aus galvanisiertem Stahl ausgestattet.

Im Zuge der ständig wachsenden Anforderungen

wurde 1985 ein revolutionäres Glasfaser-Gestänge

namens IXL vorgestellt. Es wog sehr viel weniger als

herkömmliche Stahlstangen, stand ihnen aber in den

übrigen Eigenschaften wie Festigkeit und Biegsam-

keit kaum nach. Vorteilhaft für die Reisenden ist es,

dass sie nicht so viel Gewicht mit sich herumschlep-

pen müssen und sich die Vorzelte zudem noch leich-

ter aufstellen lassen.

Im Jahre 1985 wurde auch das größte, auf dem Markt

erhältliche Vorzelt vorgestellt. Es handelt sich um

das fünfeckige Modell Penta mit einem ausgeklügel-

ten Gestänge, das eine mitten im Zelt stehende Stan-

ge zum Abstützen des Daches überflüssig macht.

Im Unternehmen ist man optimistisch und emsig

bemüht, mit der Nachfrage Schritt zu halten, was in

der ersten Hälfte der 90er Jahre aber nicht immer

gelingt. Zur Aufstockung der Fertigungskapazitäten

wird 1995 die Fa. TeltLarsen in Odense erworben.

Die Isabella A/S reagiert

auf Billigangebote

Als 1997 das 40-jährige Firmenbestehen festlich be-

gangen wird, ist kaum Zeit für eine Rückschau, denn

die Bedingungen am Markt ändern sich ständig.

Neu ist der Trend nach preiswerten Produkten, was

das Unternehmen dazu veranlasst, eine Vorzeltserie

herauszubringen. Sie genügt zwar den Qualitätsan-

Isabella Magazine :: 12 :: Die Geschichte der Isabella A/S


Campingurlaub in Juelsminde (90er Jahre)

Das Team Professor Glob hatte auf seiner Expedition durch die Wüste Hauszelte dabei.

Hier sind die Expeditionsmitglieder mit einigen Beduinen zu sehen.

sprüchen, weist aber nicht so viele raffinierte Details

auf wie die hochwertigen Modelle, die man mit dem

Namen Isabella verbindet.

Zu diesem Zweck wird mit der Kooperation eines

polnisches Betriebes begonnen, der in der Lage ist,

die Qualitätsanforderungen zu erfüllen. Die im Jahre

2000 begonnene Zusammenarbeit hat sich sehr po-

Die Geschichte der Isabella A/S

2005

Mit dem Neubau am Stammsitz

des Unternehmens wird begonnen.

Das hier zu sehende Toilettenzelt wird seit etwa 25

Jahren gefertigt.

:: 13 :: Isabella Magazine


sitiv entwickelt.

Trotz der Ausweitung der Fertigungskapazitäten

in Polen und Dänemark war man sich Anfang der

Jahrtausendwende darüber im Klaren, dass Erweite-

rungsbauten am Stammsitz unumgänglich waren. Im

Jahre 2005 erfolgte der erste Spatenstich zu einem

beeindruckenden Bauwerk mit Räumlichkeiten für

die Verwaltung, einem ansprechenden Ausstellungs-

raum und einem effizienten Lager.

Im Geiste von Søren Odgaard

Im Jahre 2005 starb der Unternehmensgründer

Søren Odgaard. Er war bis zuletzt im Unternehmen

aktiv und hatte während der vorangegangenen 10

Jahre etliches auf den Weg gebracht, was die Zu-

kunft des Unternehmens sichern sollte. Zu den In-

itiativen gehörten u. a. die Gründung einer Stiftung

und die Einstellung einer ganzen Anzahl von fähigen

Führungspersönlichkeiten und Beschäftigten.

Auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen jungen

und reiferen Belegschaftsangehörigen hat man bei

der Isabella A/S seit jeher Wert gelegt. Zurzeit voll-

zieht sich bei einigen wichtigen Vorstandsposten ein

gleitender Generationswechsel, der Kontinuität und

weitere Expansion gewährleisten soll.

Viele Existenzgründer erleben, wie schwierig es ist

mitzuhalten, wenn das Unternehmen erst einmal

über die Gründerphase hinausgekommen ist und

sich ganz andere Anforderungen an Führungsquali-

tät und fortgesetzte Entwicklung stellen.

Die rasante Entwicklung zum größten und moderns-

Sun-Z

ten Fertigungsunternehmen für Vorzelte in Europa

ist in erster Linie der Tatsache zu verdanken, dass es

der Gründer Søren Odgaard vermochte, fähige Vor-

gesetzte um sich zu versammeln, Verantwortlichkei-

ten zuzuweisen und mit beiden Beinen auf dem Bo-

den zu bleiben. Natürlich spielte auch sein Geschick

in allen finanziellen Dingen eine gewichtige Rolle.

Es ist Søren Odgaards sprichwörtlicher Voraussicht

zu verdanken, dass sich das Unternehmen für die

weitere Entwicklung und Behauptung der Position

Universal 240

als europäischer Marktführer gut gerüstet präsentie-

ren kann. Der Name Isabella steht auch künftig für

aufsehenerregende Produkte, die viele Nachahmer

Isabella Magazine :: 14 :: Die Geschichte der Isabella A/S

finden.

‚Von nichts kommt nichts’ war seine Überzeugung,

die auch heute noch im Unternehmen an der Straße

Isabellahøj hoch gehalten wird.


Isabella Magazine :: 16 ::

Wie Phönix

aus der Asche ...

Von Peder Odgaard, Leiter der Entwicklungsabteilung

Im Sommer 2004 verwüstete ein Brand das älteste Ausstellungsgebäude

des Unternehmens.

Als es im Sommer 2004 zu einem Großbrand im

ältesten Ausstellungsgebäude der Fa. Isabella kam,

war es nur dem Einsatz der Feuerwehr aus Vejle und

aus zwei nahe gelegenen Orten zu verdanken, dass

das Feuer nicht auf die Fertigungs- und Lagerhalle

übergreifen konnte.

Am Tag nach dem Brand beschloss Søren Odgaard

bei einer Besichtigung der rauchenden Ruine, dass auf

dem attraktiven Grundstück zur Hauptstraße hin ein

neues Verwaltungsgebäude und eine neue Lagerhalle

gebaut werden sollten. Auf der Grundlage von Vor-

schlägen, die von der Belegschaft eingingen, wurde

ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Gewin-

ner war das Architekturbüro Westergaard|arkitekter

und im August 2005 erfolgte der erste Spatenstich

für die neuen Gebäude mit 4.500 m 2 Nutzfläche.

Am 2. Januar 2006 wurde das neue Lager (2.000 m 2 )


Am Tag nach dem Brand beschloss

Søren Odgaard bei einer

Besichtigung der rauchenden

Ruine, dass auf dem attraktiven

Grundstück zur Hauptstraße hin

ein neues Verwaltungsgebäude

und eine neue Lagerhalle gebaut

werden sollten.


termingerecht vom Bauunternehmen KG Hansen

übergeben. Es erwies sich als sehr effizient, wodurch

die pünktliche Belieferung der Händler sichergestellt

ist. Unter dem Lager, das schwarz und klotzig 10 m

emporragt, befindet sich eine Tiefgarage, die bei den

Angestellten sehr beliebt ist, da man von dort aus ins

Verwaltungsgebäude gelangt.

Der zweite Bauabschnitt (Verwaltungsgebäude) wur-

de am 24. April 2006 fertig gestellt, und diesem Tag

sahen die Verwaltungsangestellten mit großer Er-

wartung entgegen. Sie arbeiteten seit dem Baubeginn

nämlich in anderen Räumlichkeiten, u. a. im Ausstel-

lungsraum von Isabella. Hier hatte sich insbesondere

das Vertriebspersonal in den ausgestellten Zelten

eingerichtet, und auf diesem ‚Campingplatz’ ging es

zwischen 8 und 17 Uhr geschäftig zu.

Dass sich das Warten gelohnt hat, wird deutlich,

wenn man die hellen, gut aufeinander abgestimmten

Räume auf mehreren Etagen betrachtet. Sie lassen

durchdachte Konzeption und gute handwerkliche

Arbeit erkennen, also Eigenschaften, die auch für die

Isabella A/S und ihre Produkte kennzeichnend sind.

Wenn man das neue Foyer betritt, fällt der Blick so-

fort auf das knallrote Borgward Isabella Coupé von

Wie Phönix aus der Asche ...


1957. Viele der Angestellten hatten das Vergnügen,

aus Anlass ihres Firmenjubiläums damit zu ihrem

Ehrentage zu Hause abgeholt zu werden. Das ist

stets ein tolles Ereignis zur Feier des Tages.

Das gemeinsame Café, das sich zwischen zwei Büro-

etagen in den Innenhof vorschiebt und den Blick auf

einen kleinen Teich freigibt, erfreut sich allgemeiner

Beliebtheit. Der Garten soll mit der Zeit zu einem

grünen Ort der Entspannung werden, ausgestattet

mit Bänken und Schatten spendenden Bäumen – ein

idealer Platz zur Präsentation der neuen Zeltmo-

delle. In einer Ecke entstand eine Freilichtbühne,

auf der viele Sommerveranstaltungen des Vereins

Wie Phönix aus der Asche ...

Isabellas Kunstforening’ abgehalten werden sollen.

Zurzeit zählt dieser Verein 120 Mitglieder, die alle

Betriebsangehörige sind.

Alle technischen Funktionen im neuen Gebäude

werden von Computern gesteuert; das Licht geht

automatisch an und aus, die Türen öffnen sich nur

bei Eingabe des richtigen Zugangscodes, die Jalou-

sien werden zum Schutz vor Sonne heruntergelassen

und die Heizung liefert die passende Wärme. Über

einen Hotspot ist man per Telefon und Computer

mit Kunden und Geschäftspartnern in ganz Europa

verbunden.

Vorbild für das große Sonnendach auf der Dachterrasse war die Bühnenüberdachung für das größte europäische

Musikfestival im dänischen Roskilde. Das aus Acrylgewebe bestehende Dach wurde von der Fa. CenoTec in

Deutschland, einer Schwestergesellschaft unseres Geschäftspartners Sattler AG, geliefert.

In der oberen Etage befindet sich der Ausstellungs-

raum mit Aussicht auf die Stadt und den Innenhof. Er

ist groß genug, um hier einige Modelle aufzustellen

oder kleinere interne Veranstaltungen abzuhalten.

Von hier aus gelangt man zu der großen, teilweise

überdachten Dachterrasse. Das Sonnendach, das

darüber zu schweben scheint, wird von Fachleuten

als hyperbolisches Paraboloid bezeichnet, und die

Experten von CenoTec waren es auch, die das weiße

Sonnendach für Isabella konzipiert haben. Nachts

wird es in sich langsam verändernden roten Nuan-

cen angestrahlt, und mit etwas Phantasie kann man

den Eindruck gewinnen, als erhebe sich der Phönix

aus der Asche – ein passendes Symbol für die ‚neu

erstandene’ Fa. Isabella.

Der Firmensitz in Vejle, der sich durch zukunfts-

weisende Architektur auszeichnet, wird der Isabella

A/S künftig gute Dienste leisten.

:: 17 :: Isabella Magazine


Von Peder Odgaard, Leiter der Entwicklungsabteilung

Isabella Magazine :: 18 ::

Wir haben

Ideen auf Lager

Eine Idee kommt einem sehr schnell, eine gute Idee benötigt dagegen

ihre Zeit.

In unserem Unternehmen brauchen etliche Mitar-

beiter/innen ihre Arbeitszeit dazu, um über neue

Produkte nachzudenken. Bevor ein neues Modell

entstehen kann, müssen jedoch einige Dinge abgeklärt

sein. Dazu gehören Fragen nach Webmustern, Nähver-

fahren, Anleitungen, Gestänge, Verpackung und Prei-

sen ebenso wie Überlegungen zu Materialbeschaffung,

CAD/CAM-Unterlagen, Prospekten, Übersetzungen,

Lagerverwaltung, Fertigungssteuerung u. a. m.

Bei der Vielzahl an Überlegungen und Berechnungen

ist es keineswegs sicher, dass ein neues Produkt alle

Planungsstufen ‚überlebt’, denn unsere Anforderun-

„Typhoon“-Sturmleine

IsaFix Teleskopschloss

Wir haben Ideen auf Lager


gen sind hoch. Viele Ideen lassen sich nicht sofort

umsetzen, weshalb sie zunächst ‚auf Lager’ gelegt

werden, um zu ‚reifen’, wie das bei einem guten Wein

der Fall ist.

Ein Beispiel für ein solches Projekt ist das IsaFix

Teleskopschloss. Die Prinzipzeichnung hierfür ent-

stand vor mehr als 4 Jahren. Vor zwei Jahren wurde

das ‚doppelt wirkende Getriebe’ verbessert, mit des-

sen Hilfe man durch eine halbe Drehung des Hand-

griffs die Stangen unverrückbar festsetzen kann.

Eine revolutionierende Technik, die durch Patent

geschützt ist!

Ein weiteres Beispiel für das Reifen von Ideen ist das

Jubiläumsmodell Vision, in das mehrere Ideen aus

dem Studienmodell Refl ex (Caravan Salon, Düssel-

dorf 2002) eingefl ossen sind. Dabei handelt es sich

um das gemusterte Netz zum Abdunkeln und Belüf-

ten und die integrierte Dachrinne.

Wir haben Ideen auf Lager

Das Modell Vision weist viele neue Gestaltungsele-

mente auf, und wir meinen in aller Bescheidenheit,

dass wir damit das bis dato schönste Vorzelt kreiert

haben. Darin präsentiert sich Funktion in ihrer

schönsten Form, und dies werden Campingfreunde,

die mit der Zeit gehen, wohl zu schätzen wissen.

Die Isabella A/S, seit 50 Jahren Garant für Fort-

schritt und Entwicklung in der Campingbranche,

wird auch künftig neue Ideen entwickeln und reifen

lassen, bis sie – Realität geworden – beim Händler

zu sehen sind.

Karen Ozmec, Lene Egly & Peder Odgaard

Hercules Twin

IsaFlex

:: 19 :: Isabella Magazine


Für eine/n Betriebsangehörige/n der Isabella

A/S ist ein 25-jähriges Firmenjubiläum ein

besonderes Ereignis. Man hat zwar den

ganzen Tag frei, hält sich aber im Betrieb auf, um

sich nach allen Regeln der Kunst feiern zu lassen.

Der Tag beginnt damit, dass die Hauptperson zu

Hause von Ivan Odgaard abgeholt und in dem tollen

alten Isabella Borgward zum Betrieb gefahren wird.

Hier wird sie von den Kolleginnen und Kollegen mit

Fähnchen in der Hand begrüßt. Zu Ehren des Ju-

bilars bzw. der Jubilarin gibt es einen Empfang, an

dem die engsten Familienangehörigen, Kolleginnen

und Kollegen teilnehmen können, und für alle Be-

schäftigten gibt es in der Kantine ein Essen.

Bereits bei der ersten 25-jährigen Betriebszugehörig-

keit bei der Isabella A/S führte Firmengründer Sø-

ren Odgaard eine schöne Tradition ein. Dicht beim

Werk ließ er einen Park anlegen, wo zu Ehren einer

Isabella Magazine :: 20 ::

25-jähriges Jubiläum

in der Isabella

jeden Jubilarin bzw. eines jeden Jubilars ein Baum

gepflanzt wird. Aus diesem Grund geht man an

einem solchen Tag hinüber in den Park und pflanzt,

umgeben von Familienangehörigen und Kollegen,

Anna Margrethe Jørgensen wird an ihrem Jubiläumstag mit Fähnchen begrüßt.

einen Baum. Dann werden Reden gehalten und man

lässt die Hauptperson hochleben.

Bei dem Bäumchen handelt es sich um eine Eiche,

die als Symbol für Ausdauer und für die Loyalität

steht, die der bzw. die Betreffende gegenüber dem

Unternehmen hat erkennen lassen. Da die Eiche

in unseren Breiten der Baum mit dem höchsten

Lebensalter ist, wird er als Zeuge noch viele Gene-

rationen überdauern. Ein altes chinesisches Sprich-

wort sagt: Eine Generation pflanzt Bäume, damit die

nächste in ihrem Schatten sitzen kann.

In der Kantine hängen Bilder von allen Beschäftig-

ten, die hier 25-jähriges Jubiläum feiern konnten

– und das sind nicht wenige! 24 von ihnen haben

schon mehr als 25 Jahre im Unternehmen gearbeitet,

was ein deutlicher Hinweis auf das gute Betriebskli-

ma ist.

Anna Margrethe Jørgensen und Søren

Odgaard pflanzen im Park eine Eiche.

25-jähriges Jubiläum in der Isabella A/S


Vorzelte herzustellen, zu verkaufen und den europäischen Camping-

freunden erstklassigen Kundendienst leisten zu können, erfordern eine

gute Planung.

Von Carsten Dyg, Vertriebsleiter bei der Isabella A/S

Da es vor allem darum geht, die Forderun-

gen und Wünsche der Campingfreunde

zu berücksichtigen, richten wir uns nach

den Anregungen erfahrener Campingfreunde. Auf der

Suche nach der besten technischen Lösung verwerten

wir auch die von den Händlern kommenden Anregun-

gen, und schließlich trägt auch die Entwicklungsabtei-

lung mit eigenen Ideen bei. Ausführung, Materialien,

Farbkombinationen, Haltbarkeit, Widerstandsfähig-

keit bei verschiedenen Wetterlagen gehören zu den

Kriterien, die es zu berücksichtigen gilt. Als zweiter

Schritt erfolgt die Herstellung von Musterzelten, die

begutachtet und erprobt werden. Danach setzt sich

eine interne Gruppe, bestehend aus Beschäftigten der

Vertriebs-, Entwicklungs- und Produktionsabteilung

zusammen, um eine Bewertung vorzunehmen.

In Zusammenarbeit mit Importunternehmen, Toch-

tergesellschaften und ausgewählten Händlern erfolgt

eine abschließende Bewertung, bevor die Entschei-

dung für die Markteinführung fällt.

Der Werdegang eines Vorzeltes ganz

nach den Wünschen der Kunden

Es kann losgehen ...

Sind wir den Wünschen und Vorstellungen der Kun-

den nachgekommen? Stimmt das Preis-/Leistungs-

verhältnis? Liegen die Farben im Trend? Strahlt das

Modell etwas aus, das dem Image der Isabella A/S

entspricht?

Der Werdegang eines Vorzeltes ganz nach den Wünschen der Kunden

Erst wenn all diese Fragen positiv beantwortet wer-

den können, treten die Nähmaschinen in Aktion, um

den Modellen zu ihrer endgültigen Form zu verhel-

fen.

Nach der Fertigstellung eines Vorzeltes durchläuft es

:: 21 :: Isabella Magazine


strenge Qualitätskontrollen, ehe es verpackt zu unse-

rer Distributions- und Versandabteilung gelangt.

Die Vermarktung erfolgt auf verschiedenen Wegen.

Die Modelle werden auf großen europäischen Fach-

messen und Ausstellungen gezeigt, es werden Presse-

mitteilungen ausgesandt und die Marketingabteilung

zeichnet für die Werbung verantwortlich.

Größte Bedeutung kommt der Ausstellung unserer

Kollektion bei den Händlern zu, denn hier können

sich die Kaufinteressenten höchstpersönlich von der

Qualität überzeugen.

Isabella Magazine :: 22 ::

Die Campingfreunde können sich über das Ergebnis

freuen, zu dem sie selbst beigetragen haben. Ein gu-

tes Beispiel für die Zusammenarbeit ist Penta, das

Spitzenmodell von Isabella, über das Sie in diesem

Magazin noch mehr erfahren.

Kundendienst

Auch nach dem Kauf eines Zeltes kann man mit

Isabella rechnen, denn das Unternehmen unterhält

Kundendienstabteilungen in allen Vertriebsländern.

Trotz der Tatsache, dass die eleganten Isabella Vor-

zelte nahezu unverwüstlich sind und Verstärkungen

an allen stark beanspruchten Stellen aufweisen, kann

man einmal Pech haben. Und dann ist es gut zu wis-

sen, dass man für die gesamte Lebensdauer des Zel-

tes auf den Kundendienst zurückgreifen kann.

Für uns stehen die Kunden seit jeher obenan, wes-

halb wir alles daransetzen, sie zufrieden zu stellen.

Vorzelte von Isabella sind auf Campingplätzen in

ganz Europa zu finden. Auch wenn es sie in vielen

verschiedenen Ausführungen gibt, zeichnen sie sich

doch alle dadurch aus, dass sie mit viel Liebe und

Gefühl für optische und praktische Gesichtspunkte

kreiert wurden und jedem Wetter trotzen können.

Die Zusammenarbeit zwischen der Isabella A/S und

den Campingfreunden hat Früchte getragen, so dass

man das freie Campingleben in vollen Zügen genie-

ßen kann.


Vorzelte von Isabella

– elegant und widerstandsfähig.


Der Werdegang eines Vorzeltes ganz nach den Wünschen der Kunden


Unabhängig von Größe und Ausstattung eines Wohnwagens darf keines-

falls ein Vorzelt fehlen, denn darin verbringt man ja mindestens ebenso

viel Zeit wie im Wohnwagen. Aus diesem Grund sollte man sich für ein

Vorzelt von erstklassiger Qualität entscheiden, wie es die Fa. Isabella

anzubieten hat.

In meiner Eigenschaft als Chefredakteur der bel-

gischen Camping-Zeitschrift ‚Kampeerwereld

en Camping & Loisirs’ kann ich nur bestätigen,

dass ein Vorzelt einfach zum Campingurlaub dazu-

gehört. Ein Vorzelt ist wie eine Terrasse. Bei beiden

wird der Wohnbereich nach draußen erweitert, man

sitzt gemütlich im Grünen und kann das Treiben um

sich herum betrachten. Während des Urlaubs ist das

Vorzelt ideal für die Speisenzubereitung, zum Essen

und für ein Schwätzchen mit Bekannten. Darüber hi-

naus eignet es sich als Spielplatz für Kinder oder als

Aufbewahrungsort für die Alltagsdinge. Den Wohn-

wagen braucht man eigentlich nur nachts zum Schla-

fen oder tagsüber als Wohnraum, wenn es kühl ist.

Überlegungen vor dem Kauf

Von William Smesman

Bei einem guten Vorzelt muss man mit Kosten von

etwa 10 bis 15% des Wohnwagenpreises rechnen. Bei

der Auswahl sollte man ebenso kritisch wie beim

Campingurlaub von seiner schönsten Seite

Campingurlaub von

seiner schönsten Seite

Wohnwagen vorgehen. Man sollte sich keineswegs

mit einem x-beliebigen Vorzelt zufrieden geben, das

der Händler beim Wohnwagenkauf gratis anbietet,

denn das bereut man später garantiert. Fragen Sie

lieber nach, was das Vorzelt kostet und schlagen Sie

vor, diesen Betrag von der Gesamtsumme abzuzie-

hen, und zwar zugunsten eines Vorzeltes, das Ihnen

vorschwebt, z. B. von Isabella.

Dank der in 50 Jahren gesammelten Erfahrungen

weiß der dänische Hersteller genau und wie kein an-

derer, worauf es bei einem guten Vorzelt ankommt.

Vorzelte von Isabella zeichnen sich durch hervor-

ragende Qualität beim Zelttuch aus, und die vielen

Lüftungsöffnungen verhindern die Bildung von Kon-

denswasser. Die Ecken der Nähte sind verstärkt, so

dass unter normalen Umständen nichts einreißt. Die

hochwertigen Reißverschlüsse werden von einer La-

sche abgedeckt, so dass kein Wasser eindringen kann

und das Material vor UV-Strahlen geschützt ist. Was

das Gestänge angeht, hat man die Wahl zwischen ei-

ner Stahlausführung und Stangen aus ultraleichten

Kohlenstofffasern. Ist man häufig mit dem Wohn-

wagen unterwegs, empfehlen sich Letztere, denn

sie wiegen etwa 7 kg weniger als Stahlstangen und

sind beim Auf- und Abbau praktischer in der Hand-

habung.

Die Fa. Isabella A/S gehört zu den wenigen Herstel-

lern, die ihre Modelle mit einem verstärkten Zelt-

dach ausstatten, so dass sich hier kein Regenwasser

sammeln kann.

Und sollte bei starkem Sturm mal etwas beschädigt

werden, erhält man bei der dänischen Kundendienst-

abteilung jederzeit passende Ersatzteile. Neben der

breiten Palette an Vorzelten gibt es auch passendes

Zubehör wie Organizer, Vorzeltteppiche, Sturmlei-

nen usw.

Alles in allem lässt sich sagen, dass die Position von

Isabella als Marktführer vollauf gerechtfertigt ist.

:: 23 :: Isabella Magazine


Das 1986 konzipierte Modell erregte da-

mals viel Aufsehen. Die Isabella A/S

hatte nämlich ermittelt, dass sich viele

Campingfreunde ein geräumiges Vorzelt wünschten,

das durch seine Stabilität auch für Dauercamper ge-

eignet war, die sich von Ostern bis in den September

dort aufhielten. Manche fuhren auch erst nach den

Herbstferien wieder heim.

Der Zeit voraus

Seit 1986 hat sich das Modell Penta in seiner Grund-

struktur kaum verändert, was nicht verwundert, denn

es war seiner Zeit weit voraus. Dennoch handelt es

sich heute um ein Hi-Tech Produkt, das sich seit über

20 Jahren im Campingalltag bewährt hat. Kleinere

Änderungen wie z. B. die 1989 eingeführten Ober-

lichter im Zeltdach wurden jedoch vorgenommen.

Das ist das Tüpfelchen auf dem i, so dass man sich

hier noch mal so gern aufhält.

Isabella Magazine :: 24 ::

Von Tommy Boisen, Isabella A/S

Das größte Vorzelt von Isabella, das Modell Penta, liegt in der

Gunst der Campingfreunde ganz vorn.

Penta, das große Vorzelt

ist ein Erfolgsmodell

Entwicklungsschritte

Im Jahre 1992 erhielt das Modell einen umlaufenden

Dachüberhang, der verhinderte, dass Wasser an den

Zeltwänden herablaufen konnte. Dieser Überhang

wurde 1994 weiter verbessert, und zwar durch Ein-

führung einer innen gelegenen Stützstange, die den

Einsatz von außen gelegenen Stützen und Spannlei-

nen entbehrlich machte. UniCut, eine Schnittform,

die dem Zelt eine optimale, an die neuen Wagen an-

gepasste Passform verlieh, wurde 1998 eingeführt. Im

Jubiläumsjahr hat das Modell Penta seine optimale

Form erreicht, dank aufeinander abgestimmter Far-

ben, verbesserter Oberlichter im Zeltdach, Moskito-

netzfenster in der linken Seitenwand, einer Tür im

linken und eines Fensters im rechten Eckenabschnitt.

Außerdem ist jetzt ein Anbau erhältlich (Sonderzube-

hör), der sich an die Seitenwände ansetzen lässt. Da-

durch hat man mehr Platz zur Verfügung und kann

hier beispielsweise eine Schlafkabine einrichten.

Unverwüstlich

Hier ein Paradebeispiel für die Haltbarkeit der Penta

Modelle: Ein Campingplatzbesitzer in Nordjütland

hatte 1998 neunzehn der größten Modelle für seine

hier fest aufgestellten Mietwohnwagen erworben. Er

ließ sie hier das ganze Jahr lang stehen, obwohl ihm

klar war, dass sie eigentlich nicht für Wintercamping

Penta, das große Vorzelt ist ein Erfolgsmodell


konzipiert waren. Hohe Schneelasten können die

Stangen nämlich zum Einknicken bringen und Stür-

me die Zeltbahn zerreißen. Der Besitzer ignorierte

jedoch die Warnungen und verwendete Stahlseile

zum Abspannen der Zelte, die er zudem mit weite-

ren Stützen und Querstangen ausstattete. Da er stets

vor Ort war, konnte er bei Schneefall den Schnee von

den Dächern abfegen.

Im Dezember 1999 erlebte Dänemark den schlimms-

ten Orkan seit 100 Jahren. Da er am stärksten in

Nordjütland wütete, waren die Zelte einer extremen

Belastung ausgesetzt, die sie jedoch – abgesehen

von einigen kleineren Schäden (verbogene Stangen)

– mit Bravour meisterten.

Penta, das große Vorzelt ist ein Erfolgsmodell

‚Das Ferienhaus’

Das Modell Penta, das oft als Ferienhaus für den

Wohnwagen bezeichnet wird, ist so perfekt, dass Än-

derungen kaum noch möglich erscheinen, jedenfalls

nicht, ohne das Ganze komplizierter zu machen. Bei

korrekter Spannung steht das Zelt stets optimal, un-

abhängig vom jeweiligen Wohnwagenmodell.

Besonders zu erwähnen sind die Front- und Seiten-

teile aus widerstandsfähigem Acryl (düsengefärbt,

280 g/m²), das von der österreichischen Firma

Sattler geliefert wird. Das mit Polyester beschichte-

te Dach weist innen ein ansprechendes praktisches

Muster auf. Das Material für die ebenfalls aus Po-

lyester bestehenden Oberlichter stammt von der

niederländischen Firma Ten Cate. Die unteren, aus

PE/PVC-Material bestehenden Zeltwandabschnitte

weisen innen einen Faulstreifen auf. Weitere Aus-

stattungsmerkmale: Gummispanner (IsaFlex), Be-

festigung am Wagen ohne Schrauben (FixOn 2) und

jacquardgewebte Vorhänge. Zum Lieferumfang gehö-

ren Windschutzbodenblende, Radkastenabdeckung,

Heringe und Spannleinen.

Ungebrochener Erfolg

Das Modell Penta wird zweifellos noch viele Jahre

auf dem Markt zu finden sein, möglicherweise noch,

wenn es seinen 25-jährigen (2011) oder gar seinen

50-jährigen ‚Geburtstag’ (2036) feiert. Dankbar

wäre das schon, denn es handelt sich schließlich um

ein Erfolgmodell, das seinesgleichen sucht.

:: 25 :: Isabella Magazine


Das ist u. a. der Weitsicht der Branche zu

verdanken, die dafür gesorgt hat, dass

heute gut ausgestattete Campingplätze

oft mehr Komfort bieten, als man von zu Hause ge-

wohnt ist. Auch die Hersteller von Zelten, Wohnwa-

gen, Wohnmobilen, Campingausrüstung usw. haben

die Qualität ihrer Produkte ständig gesteigert.

Das Ganze begann damit, dass ein Landwirt oder

Isabella Magazine :: 26 ::

Von Jørgen Frölich, DCU

Camping im

Wandel der Zeiten

Die Zeiten sind vorüber, als Camping noch als „Armeleute-Urlaub“ an-

gesehen wurde. Kaum eine Urlaubsform hat sich im Laufe der Jahrzehnte

so stürmisch entwickelt, wie Campingurlaub, der sogar zur beliebtesten

Urlaubsform in Dänemark wurde.

eine Gemeinde ein Stück Land zur Verfügung stell-

ten, wo man sein Zelt aufschlagen konnte. In der

Zeit nach dem 2. Weltkrieg waren es ausschließlich

Wanderer und Radfahrer, die zum Zelten gingen

– wie es damals genannt wurde. Die Einrichtungen

der Plätze waren bescheiden und bestanden zumeist

aus einem Wasserhahn, einem Plumpsklo mit Was-

sereimer bzw. einer Erdgrube.

Beaufsichtigt wurde der Platz

nicht, doch um etwa 21 Uhr

herum erschien ein Mann,

der DKK 0,25 pro Person

und Nacht verlangte. Mit et-

was Glück konnte man einen

Komfort-Zeltplatz finden, wo

Sind sie nicht nett anzusehen,

die Mädchen in einem Wagen

von damals – aufgenommen in

den 60er Jahren?

Ein Holzhäuschen mit Plumpsklo oder eine Erdgrube

und ein Wasserhahn im Freien gehörten in den ersten

Nachkriegsjahren zur Standardausstattung eines

Campingplatzes.

sich ein kleiner Schober mit Stroh befand, das man

als Gipfel des Komforts unter den Zeltboden legen

konnte. Morgens räumte man sorgfältig auf, harkte

das Stroh zusammen und legte es in den Schober

zurück.

Zu der Zeit gab es weder Kunststoff noch Luftma-

tratzen oder mit dem Zelt verbundene Böden, und

man musste sich damit abfinden, dass man es mit

Regenwasser und allerlei Kriechtieren zu tun bekam.

Stand kein Stroh zur Verfügung, musste man einen

Armvoll hohes Gras sammeln. Als Schutz gegen die

vom Boden aufsteigende Feuchtigkeit leistete ein Re-

genmantel gute Dienste.

Toiletten mit Wasserspülung

In den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts wur-

den Toiletten mit Wasserspülung und Waschbecken

im Freien aufgestellt, zumeist mit einem Schutzdach

überdeckt. In den 60er Jahren tat sich dagegen etwas,

Camping im Wandel der Zeiten


Eine Lage Stroh, die man als Unterlage aus dem Schober holen konnte, war der reinste Luxus. Ein Außenzelt gab es noch nicht, doch ein Baumwollzelt war bei

Regen durchaus wasserdicht, solange man die Innenwand nicht berührte.

denn immer mehr Dänen wollten Campingurlaub

machen. Es wurden Servicegebäude mit Waschge-

legenheiten und Toiletten errichtet. Der Platz Hes-

selhus Camping war besonders fortschrittlich, denn

hier gab es fließend warmes Wasser, einen großen

Spielplatz und einen Aufenthaltsraum mit Fernseh-

Lag der Platz an einem See, wurde die Körper- und

Zahnpflege dort verrichtet. Außerdem konnte man hier

baden, wozu manch einer damals zu Hause kaum

Gelegenheit hatte.

Camping im Wandel der Zeiten

gerät. Es war also kein Wunder, dass er vielen als

Vorbild diente.

„Fremdkörper“ machen sich breit

In den 60er Jahren kamen die ersten Wohnwagen

auf, und unter ihnen ist besonders die britische Mar-

ke Sprite zu erwähnen.

Sie wurden auf den Campingplätzen als unangeneh-

me Fremdkörper empfunden. Wenn man abends

mit den Kindern in klammen Sachen im Eingang

des Zeltes saß und die Handtücher in dem feuchten

Wetter auch nicht richtig trocknen wollten, war es

ganz logisch, dass man neidisch in Richtung des hell

erleuchteten, beheizten Wohnwagens blickte, wo die

Frau in feiner Kleidung soeben bei der Zubereitung

des abendlichen Kaffees war.

Urlaub im Wohnwagen erfreut

sich steigender Beliebtheit

Die Wohnwagen wurden zur treibenden Kraft, was

Campingurlaub anging, denn nun konnte man die

Saison über die zwei Wochen Sommerurlaub hinaus

verlängern, die den Arbeitnehmern damals zustan-

den. Das führte dazu, dass die Plätze rentabler be-

trieben werden konnten, und die Platzbesitzer konn-

ten die Einrichtungen verbessern. Sie wurden sogar

so gut, dass Plätze ganzjährig geöffnet sein konnten,

und hier war der Platz Krakær auf der Halbinsel

Mols Vorreiter.

Im Laufe der 60er Jahre tauchten immer mehr Pkws

auf den Campingplätzen auf. Hier sind die bekannten

Marken VW Käfer und Opel Rekord neben einem

weißen Baumwollzelt zu sehen.

:: 27 :: Isabella Magazine


Für die Wohnwagen benötigte man Vorzelte, und

deren Entwicklung hat die Fa. Isabella A/S von

Anfang an begleitet. Hier wurden bereits Spitz- und

Steilwandzelte hergestellt, so dass der Sprung zu

Vorzelten nicht weit war. Dies erwies sich als gute

Entscheidung, denn das Unternehmen ist heute in

Europa führend.

Erstklassige dänische Campingplätze

Auch wenn man in vielen Ländern schöne, gut aus-

gestattete Campingplätze findet, kommt man doch

zu der Erkenntnis, dass die dänischen Plätze zu den

besten in Europa zählen. Nirgendwo anders wird

einem wohl so viel Komfort geboten, wie in Däne-

mark. Dazu tragen gut ausgestattete Küchen mit

Herd, Backofen und Grill ebenso bei, wie extra für

Kinder oder Familien eingerichtete Badezimmer usw.

– kurzum Komfort, der über das gewohnte Maß hin-

ausgeht. Damit nicht genug, gibt es hier auch Plätze,

wo man sich betätigen kann, wie etwa Schwimmbä-

der, große Spielplätze mit Klettergerüsten und Hüpf-

kissen, verschiedene Ballspielplätzen u. a. m.

Isabella Magazine :: 28 ::

Ein Ausblick in die Zukunft

Die Entwicklung schreitet auch hier immer weiter

fort. Wohnmobile sind in ganz Europa zurzeit über-

all auf dem Vormarsch, wie man an den Verkaufs-

zahlen ablesen kann. Für diese Fahrzeuge müssen

möglichst gerade Stellplätze und besondere Einrich-

tungen wie Wasserzapfstellen, Entsorgungsstationen

u. a. m. vorhanden sein.

Olympia Syntex 1977

Immer häufiger sieht man auch Badezimmer, die

man privat mieten kann. Sie sind mit Fußbodenhei-

zung, Toilette, Waschbecken in unterschiedlichen

Höhen, Dusche, Schränken und Ablagemöglichkei-

ten ausgestattet. Während des Aufenthalts kann man

seine Sachen hier unterbringen und muss auch nicht

in der Schlange stehen oder die Toiletten mit ande-

ren benutzen. Erfahrungsgemäß sind viele Familien

bereit, für diesen Luxus einen Aufpreis von etwa 10

EUR pro Tag zu zahlen, der an anderer Stelle wieder

eingespart wird.

Auch was die Informationstechnologie angeht, sind

viele Campingplätze mit der Zeit gegangen, denn

viele verfügen über ein Internet-Café oder einen Hot-

spot (WLAN).

Isabella 500 - 1970

Kongo - 1960

Isabella Eskimo - 1969

Camping im Wandel der Zeiten


:: 29 :: Isabella Magazine


Jedes Mal, wenn man sich zu ihnen gesellt,

spürt man, wie befreiend das Spielen ist. Spie-

len ist gesund – für Körper und Seele!

Und das gilt für Kinder und Erwachsene gleicher-

maßen. Beim Spielen wird viel gelacht, man fühlt

sich geborgen und genießt das Zusammensein. Die

Kinder machen es vor, wie man sich aus der Hektik

des Alltags mit viel sitzender Tätigkeit und zu wenig

Bewegung befreit. Gleich nach der Ankunft auf dem

Campingplatz machen sie sich auf die Suche nach

dem Spielplatz.

Ein Spielplatz erfreut sich großer Beliebtheit, denn

hier finden die Kinder schon nach kurzer Zeit Ka-

meraden zum Spielen. Man ist oft beeindruckt, was

Kinder in ihrer Phantasie so alles zustande bringen.

Beim Spielen gibt es natürlich Unterschiede, die sich

aus den gewachsenen Traditionen der Länder und

Landstriche ergeben. Die Kinder spielen daher auf

verschiedene Weise. Einige kennen Spiele, von denen

die anderen noch nie etwas gehört haben. Das macht

aber nichts, weil sich Kinder schnell darauf einstel-

Isabella Magazine :: 30 ::

Spielen ist

gesund!

Eigentlich müssten Erwachsene mindestens eine Stunde täglich spie-

len, denn das ist gesund für Körper und Seele. Jedes Mal, wenn man mit

Kindern zusammen ist, spürt man, wie befreiend das Spielen ist. Spiel-

plätze sind der Hit auf Campingplätzen, denn hier finden die Kinder sehr

schnell Spielkameraden.

Von Anne-Vibeke Isaksen, www.campingdanmark.dk

len können, denn sie stellen eine Herausforderung

dar und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Aus diesem Grund ist der Campingplatz ein Eldora-

do für Kinder, die hier neue Eindrücke gewinnen.

Unterschiedliche Spielplätze

In den einzelnen Ländern gibt es sehr unterschied-

liche Spielplätze. Was man an Spieleinrichtungen

erwarten kann, lässt sich zumeist an der Zahl der

Sterne ablesen, mit denen sich ein Campingplatz

schmückt. In jedem Falle kann man damit rechnen,

dass nahezu alle Campingplätze (99%) über einen

Spielplatz verfügen.

Nachdem wir selbst Kinder bekommen hatten, ha-

ben wir mehr auf die Lage des Stellplatzes geachtet.

Früher haben wir unser kleines Zelt am liebsten im

fernsten Winkel aufgestellt, weit entfernt von den

Servicegebäuden und anderen Campingfreunden.

Da wir heute unsere beiden Kinder (1 + 3 Jahre)

dabei haben, lassen wir uns möglichst in der Nähe

des Spielplatzes nieder. So können wir nämlich ent-

spannt vor unserem Wohnwagen sitzen und die spie-

lenden Kinder beobachten. Beim Spielen tauchen

sie in ihre eigene Welt ein, die auch Erwachsenen

offen steht, und sie können Spiele aus ihrer eigenen

Kindheit einbringen, die bei Kindern hoch im Kurs

stehen. Das gemeinsame Spiel, das ja nichts kostet,

führt zu neuen Eindrücken, sozialen Erfahrungen

und trägt zur guten Stimmung bei.

Naturspielplätze

Eine neue Art von Spielplätzen, die immer mehr

Verbreitung findet, sind die Naturspielplätze. Hier

werden nur natürliche Materialien verbaut und die

Kinder werden dank der Spielgeräte körperlich gefor-

dert. Viel gehört nicht dazu, um Kinder stundenlang

zu beschäftigen. Dazu reicht manchmal schon ein

Spielgerät, das ansprechend gestaltet ist. Naturspiel-

plätze sind auch deswegen wertvoll, weil sie in der

Regel in naturnahen Bereichen liegen, d. h. in einem

Wald oder an einem See, die ins Spiel einbezogen

werden können.

Farben und Figuren

Farbenfrohe Spielplätze mit phantasievollen Figuren

sind bei Kindern äußerst beliebt. Kinder sehen sie

schon von weitem und bedrängen die Eltern so lan-

ge, bis sie die Erlaubnis erhalten, dort zu spielen. Die

Isabella A/S und die Isabella Stiftung haben bisher

rund 60 dänische Camping-Spielplätze mit Spiel-

geräten der Fa. Kompan ausgestattet, die die o. a.

Voraussetzungen erfüllen. Dabei handelt es sich um

dänische Qualitätserzeugnisse mit einer Lebensdau-

er von bis zu 30 Jahren. Bei entsprechender Wartung

und Pflege ist höchste Sicherheit gewährleistet. In

Dänemark besuchen die Beauftragten der Organisa-

tion ‚Campingrådet’ alle von ihr anerkannten Cam-

pingplätze einmal pro Jahr, um sie auf Sicherheit zu

überprüfen.

Spielen ist gesund!


Verantwortung der Eltern

Auch wenn der Campingplatzbesitzer die rechtliche

Verantwortung trägt, sollte man Kinder – insbeson-

dere kleinere – auf dem Spielplatz nie unbeaufsich-

tigt lassen. Hier kommen alle Kinder zusammen, und

an einem Sommerabend in der Hochsaison kann es

hoch hergehen, insbesondere bei den Hüpfkissen.

Entdeckt man etwas Gefahrbringendes auf einem

Spielplatz, sollte man dies dem Campingplatzbesit-

zer umgehend mitteilen.

So sind die Vorschriften

Ein Campingplatzbesitzer, der auf eigene Initiative

einen Spielplatz anlegen lässt, muss ihn nach Fertig-

stellung von den zuständigen Behörden abnehmen

lassen. Danach obliegt es ihm, sich um die Instand-

haltung zu kümmern und Sicherheitsprüfungen vor-

zunehmen. Fast alle Campingplatzbesitzer, die den

Bau eines Spielplatzes planen, beauftragen Fachbe-

triebe damit. Für die Sicherheit auf dem Spielplatz

haftet der Campingplatzbesitzer.

Weitere Informationen

Unter der Webadresse www.legepladskontrollen.dk

sind die Anforderungen aufgelistet, die zz. für däni-

sche Spielplätze gelten.

Fotos Rasmus Schønning

1 Schauen Sie sich die Kinder an! Spielen macht

Freude – auch Erwachsenen.

2. Auf dem Platz ‚Elite Camping Bøsøre Strand

Feriepark’ hat man sich den Märchendichter H.C.

Andersen zum Vorbild genommen und den Spielbereich

mit Figuren aus seinen Märchen ausgestattet.

3. Auf dem Platz ‚TopCamp Jambo Vesterhav’

befindet sich der wahrscheinlich teuerste Spielplatz

in Dänemark, denn seine Einrichtung kostete rund

DKK 1,5 Mio. Der Besitzer freut sich über regen

Zuspruch.

4. Auf 60 dänischen Campingplätzen sind die von

Isabella eingerichteten, farbenfrohen Spielplätze zu

finden, wie hier auf dem Platz ‚FDM Hegedal’ auf

der Halbinsel Djursland.

5. Einige Campingplätze halten Tiere, sehr zur

Freude von Kindern aller Altersklassen.

6. Auf dem Platz ‚Feddet Camping’ auf Seeland

können die Kinder einen Tag lang ihr Angelglück

versuchen.

Spielen ist gesund!

1


Farbenfrohe Spielplätze mit

phantasievollen Figuren sind bei

Kindern äußerst beliebt.

2

3

4


5

6

:: 31 :: Isabella Magazine


Stellen wir uns zunächst folgende Fragen: Ma-

chen wir in 25 Jahren überhaupt noch Ur-

laub? In den meisten europäischen Ländern

ist die Zahl der Arbeitsstunden im Steigen begriffen.

Führt das allmählich dazu, dass wir für Urlaub keine

Zeit mehr erübrigen können? „Nein“ lautet die Ant-

wort, denn auch wenn täglich mehr Arbeitsstunden

anfallen, wird auch die Zahl der Reisen ansteigen.

Diese Entwicklung ist ganz logisch. Wenn wir immer

emsiger arbeiten und oft gestresst sind, brauchen wir

Eindrücke, die nichts mit dem Arbeitsleben zu tun

haben. Und die erhalten wir im Urlaub. Wenn sich

das Wachstum der letzten Jahre beim internationa-

len Tourismus im gleichen Tempo fortsetzt, werden

wir in 25 Jahren doppelt so viel verreisen. Eine Ver-

doppelung setzt allerdings voraus, dass wir uns das

leisten können. Hier deutet die Prognose darauf hin,

dass uns in den reichen Industriestaaten 60 % mehr

Mittel für den Konsum zur Verfügung stehen, wovon

einiges für den Urlaub aufgewendet wird. In der Tou-

rismus-Branche stecken Wachstumschancen.

Wir sind auf dem Wege in die Kultur- und Unterhal-

tungswirtschaft und Tourismus nimmt darin einen

wichtigen Teil ein. Die hierfür aufgewendeten Mittel

Isabella Magazine :: 32 ::

Urlaub und Camping im

Jahre 2031 - eine Zeitreise

Lassen Sie uns eine Zeitreise ins Jahr 2031 unternehmen. Auch wenn

der Planungshorizont für die Camping-Branche nicht so weit reicht, kann

es zuweilen nützlich sein, einmal über den Dingen zu schweben und der

Entwicklung voraus zu eilen.

Von Rolf Jensen, Dream Company as

Rolf Jensen, Gründer und Geschäftsführer der Dream Company as mit Sitz in Kopenhagen,

hat folgende drei Bestseller geschrieben: ‚The Dream Society’ (erschienen

in 10 Sprachen), ‚Heartstorm’, ein Buch über Storytelling für die Wirtschaft, und

als neuestes ‚Fremtidsmagerne’ (A Time Travellers Tale), das im Dezember 2005 im

Verlag Børsens Forlag erschien. Bei Letzterem handelt es sich um ein Buch für alle

zukunftsorientierten Unternehmen, das eine anregende Zeitreise bis ins Jahr 2030

zum Thema hat. Rolf Jensen ist ein gefragter Redner, der in europäischen und

überseeischen Ländern anregende Vorträge hält. Ferner berät er etliche Großunternehmen

(www.dreamcompany.dk).

werden sich künftig erhöhen. In diesem Bereich wer-

den unsere Gefühle angesprochen, und genau das

gilt auch für den Campingurlaub.

Er steht im Kontrast zum Arbeitsalltag, denn im Ur-

laub geht es nicht darum, etwas dazuzulernen, jeden-

falls nicht bewusst.

Warum macht man eigentlich Campingurlaub? Das

alles überschattende Argument heißt: Freiheit!

Statistikdaten für unsere Breiten lehren uns, dass un-

ser Alltag immer stärker ausgefüllt wird. Die Arbeits-

tage werden länger und die Freizeit wird zunehmend

aktiv gestaltet. Die Zeit, die wir mit Entspannung

und Nichtstun verbringen, wird immer kürzer. Dank

Informationstechnologie, Internet und Handy sind

wir ständig erreichbar, wir müssen ständig etwas

tun und Entscheidungen fällen. Die Möglichkeiten

zur freien Gestaltung unseres Alltags werden einge-

schränkt. Dann sind da noch die Anforderungen,

sich gesünder zu ernähren, sich zu bewegen, das

Gewicht zu halten, nicht zu rauchen und sparsam

mit Alkohol umzugehen. Wir sind in der Lage, uns

weißere Zähne zuzulegen und Falten loszuwerden,

damit wir so attraktiv und jung aussehen, wie Fern-

sehmoderatoren. Es bestehen viele Anforderungen,

sich tagtäglich unter Kontrolle zu haben.

Der Campingurlaub bildet hierzu einen Kontrast,

denn nun haben wir die Freiheit zu tun, was uns ge-

fällt. Wir können bis in die Puppen schlafen, essen,

wenn wir hungrig sind und ins Bett gehen, wann wir

wollen, fahren, wohin es uns gefällt, die Route oder

unsere Meinung ändern – ganz nach Belieben. Die

Konsequenz hieraus ist aber auch, dass wir nieman-

den verantwortlich machen können, wenn wir uns

vergaloppieren. Wir haben die Freiheit, den Urlaub

ganz nach unseren Vorstellungen zu gestalten, denn

niemand bestimmt über uns.

Weitere Argumente, die beim Campingurlaub zuneh-

mend Gewicht erhalten, sind Liebe, Romantik und

Zusammensein im Familienkreis. Ihnen kommt in

der Kultur- und Unterhaltungswirtschaft eine wich-

tige Funktion zu. Der Trend läuft dahin, dass wir zu

Hause weniger Zeit miteinander zubringen. Viele

verbringen mehr Zeit mit ihren Arbeitskollegen als

mit der eigenen Familie. Im Urlaub kann man hier ei-

niges nachholen, und Campingurlaub bietet sich hier

geradezu an. Hier begegnen wir einander auf ganz

Urlaub und Camping im Jahre 2031 - eine Zeitreise


neue Art und Weise. Wir freuen uns, wenn wir noch

vor Einbruch der Dunkelheit einen Campingplatz

finden und können uns gemeinsam ärgern, wenn das

Wetter zu kalt oder zu nass ist oder wenn wir Hunger

haben. Wir können uns streiten, wieder zueinander

finden und vieles gemeinsam erleben, wie das im All-

tag so nicht möglich ist.

Wie mag es um den Campingurlaub in Europa wohl

in 25 Jahren bestellt sein? Die Antwort lautet: Die

Urlaubsziele werden noch unterschiedlicher und

vielseitiger sein! Campingurlaub wird künftig unter

einem bestimmten Motto stehen, zu dem Begriffe

wie Liebe, Romantik, familiäres Zusammensein,

Freiheit, Natur, Sport, Atmosphäre und Musik zäh-

len. Darauf müssen sich die Campingplätze spezia-

lisieren. Es gibt hier viele Möglichkeiten. Nicht nur

die Plätze müssen sich auf veränderte Bedingungen

einstellen, sondern auch die Hersteller von Cam-

pingausrüstungen. Was Wohnwagen, Vorzelte und

Campingartikel angeht, so ist Diversifikation gefragt,

damit die Auswahl breiter wird. Standardartikel wer-

den es in Zukunft nicht leicht haben.

Nun ja, das ist Zukunftsmusik, die aktuelle Frage

lautet aber, wie die Campingplätze für Gäste noch

attraktiver werden können. Meine Empfehlung

lautet, den Campingfreund gezielt anzusprechen.

Wenn es darum geht, ornithologisch interessierte

Campingfreunde für die spanische Extremadura zu

interessieren, dann muss man sie mit Berichten über

Adler und unverfälschte Natur ansprechen. Geht es

um Nordfinnland, kann man den Weihnachtsmann

Urlaub und Camping im Jahre 2031 - eine Zeitreise

Isabella Olympia 1979

ins Spiel bringen, der ja in der Nähe von Rovaniemi

wohnen soll. Nehmen Sie die Kinder zum Winter-

camping mit oder besuchen Sie einen nahe gelege-

nen Stollen, wo Amethyste gewonnen werden. Es

kann sich auch um Orte handeln, wo es nachts spu-

ken soll oder wo eine Hexe wohnt. Das Wichtigste

ist jedoch eine emotionale Ansprache! Wer das am

besten fertig bringt, kann sich auch über die meisten

Gäste freuen. Immer daran denken: Campingurlaub

ist ein emotionales Erlebnis.


Wenn sich das Wachstum der

letzten Jahre beim internationalen

Tourismus im gleichen Tempo

fortsetzt, werden wir in 25 Jahren

doppelt so viel verreisen.


An der Nordsee, 2005

:: 33 :: Isabella Magazine


Isabella Magazine :: 34 ::

Bei der Qualität gehen wir

keine Kompromisse ein!

Schon mein Vater Søren Odgaard, Firmengründer der Isabella A/S, pflegte

zu sagen: „Das Mindeste, was man von uns verlangen kann ist, dass wir

uns ordentlich benehmen!“

Von Produktionsleiter Ivan Odgaard

Dieser Ausspruch wurde zum Grund-

pfeiler der Unternehmensphilosophie.

Wenn wir sie befolgen und stets unser

Bestes geben, können wir Vorzelte und Campingarti-

kel herstellen, die ihresgleichen in Europa suchen.

In den vergangenen 50 Jahren bestand die Maxime,

dass Qualität stets an erster Stelle zu stehen habe

und das wird auch in Zukunft so bleiben.

Unser Unternehmen hat sich mit dieser Einstellung

weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen

gemacht, und daher ist es unerlässlich, dass nicht nur

wir sondern auch unsere Lieferanten diese Qualitäts-

anforderungen erfüllen.

Neben der ‚Kundenpflege’ messen wir auch der‚ Lie-

ferantenpflege’ besondere Bedeutung bei. Wir gehen

bei der Auswahl unserer Lieferanten sehr sorgfältig

vor, denn wir stellen hohe Anforderungen an eine

Zusammenarbeit. Wir stehen in ständigem Gedan-

kenaustausch mit den Lieferanten und ihren Ent-

wicklungsabteilungen, damit unsere Produkte nach

modernen und optimalen Verfahren gefertigt werden

können. Es finden regelmäßig Besprechungen statt,

bei denen erörtert wird, wie wir uns noch stärker auf

Innovation, Qualität und Kostenfragen konzentrie-

ren können. Ist erst einmal eine vertrauensvolle, gute

Zusammenarbeit zustande gekommen, tragen wir

gemeinsam dazu bei, dass sie viele Jahre andauert.

Das lässt sich deutlich daran ablesen, dass wir mit

Bei der Qualität gehen wir keine Kompromisse ein!


vielen Lieferanten seit langen Jahren zusammenar-

beiten – ja, mit einigen sogar fast von Anfang an.

Dass Qualität von ausschlaggebender Bedeutung

ist, wissen wir, und daher müssen hervorragende

Rohstoffe auch sachkundig behandelt werden. Da

unsere Produkte von A bis Z handwerklich gefertigt

werden, brauchen wir selbstverständlich auch die

besten Handwerker in dieser Branche. Für das Per-

Bei der Qualität gehen wir keine Kompromisse ein!

sonal der Isabella A/S sind Flexibilität, Beständigkeit

und natürlich Qualität die wichtigsten Kriterien, und

da gute Mitarbeiter/innen ein wichtiger Faktor sind,

bemühen wir uns um ordentliches Benehmen ihnen

gegenüber. Wir wissen, dass auch die besten Roh-

stoffe durch schlechte Verarbeitung verpatzt werden

können. Wir wissen aber auch, dass wir dann, wenn

wir unser Bestes geben, stets die Qualität gewährleis-

ten können, für die Isabella-Produkte berühmt sind.

Darum werden wir alles tun, unsere Mitarbeiter/in-

nen so zu behandeln, dass wir erreichen, was wir

wollen, nämlich: … dass wir uns bei der Qualität

nicht auf Kompromisse einlassen!

Das war stets die Regel Nr. 1 hier im Haus – und das

soll auch so bleiben.

:: 35 :: Isabella Magazine


Aus Anlass ihres 50-jährigen Bestehens

bringt die Isabella A/S, größter Herstel-

ler von Vorzelten in Europa, im Jahr

2007 ein vollkommen neues, modernes Vorzelt auf

den Markt.

Mit dem Isabella Vision genannten Modell unter-

streicht das Unternehmen seinen europaweiten Füh-

rungsanspruch, was die Entwicklung von Vorzelten

angeht.

In einigen Bereichen bricht das neue Modell mit der

Mit dem Modell Vision

gehen wir neue Wege

gängigen Vorstellung darüber, wie ein Vorzelt auszu-

sehen hat. Durch sein attraktives Aussehen und die

zahlreichen Neuerungen macht es den Campingur-

laub noch angenehmer.

Dank seiner extravaganten Formgebung ist es auf

keinem Campingplatz zu übersehen. An das 3 m

tiefe Vorzelt schließt sich nach vorne eine 1 m tiefe

Terrasse an, und an den Seitenteilen befi ndet sich ein

breiter Dachüberstand mit einem speziellen Ablauf

für Wasser. Das große, alles überdeckende Dach ist

im Terrassenbereich mit Oberlichtern aus einer das

Sonnenlicht dämpfenden Folie ausgestattet. Das

ergibt ein angenehmes Licht in Vorzelt und Terras-

senbereich.

Bei der völlig neu gestalteten Fensterpartie im Front-

teil haben wir uns von modernen Sommerhäusern

mit Glas vom Fußboden bis zur Decke inspirieren

lassen. Sie ist in große Felder eingeteilt und weist in

Das Modell Isabella Vision wird nicht zuletzt wegen seines andersartigen Aussehens für große Aufmerksamkeit auf den Campingplätzen in Europa sorgen.

Isabella Magazine :: 36 :: Mit dem Modell Vision gehen wir neue Wege


der Mitte zwei abnehmbare Sektionen auf, die auch

durch Moskitonetze ersetzt werden können.

Die neu gestalteten Seitenteile sind unten mit einer

besonderen Moskitonetzsektion versehen. Da die

Überdachung feste Seiten aufweist, muss das Mos-

kitonetz bei Regen nicht abgedeckt werden. Neben

den Öffnungen mit den Moskitonetzteilen gibt es

zwei weitere Lüftungsstreifen im Frontteil, so dass

sich das Vorzelt hervorragend belüften lässt.

Die Bereiche mit den Moskitonetzen stellen ein we-

sentliches Gestaltungselement bei dem neuen Mo-

dell dar.

Mit dem Modell Vision gehen wir neue Wege

Die neuen Moskitonetze kommen auch in den ab-

nehmbaren Seiten im Terrassenbereich und in den

Eckteilen zum Einsatz.

Zu den zahlreichen Neuerungen gehören eine be-

sondere Dachrinne und ein Ablauf an beiden Sei-

tenteilen. Der Dachüberstand weist eine Regenrille

auf, die zur Mitte hin geneigt verläuft. Hier kann ein

Regensammler angebracht werden, der unten in ei-

ner ‚Typhoon’-Sturmleine endet. Das Wasser kann

also nach unten ablaufen und wird so ein Stück vom

Vorzelt weggeleitet.

Das Modell Vision ist im Innern ausgesprochen

wohnlich, nicht zuletzt wegen der rechteckigen Fens-

terpartien und der fehlenden Vorhänge. Die Abschir-

mung erfolgt mithilfe von Plisseegardinen an Front-

und Seitenteilen. Diese sind so fl exibel, dass man

selbst bestimmen kann, ob die gesamte Fensterfl äche

oder der obere, mittlere oder untere Fensterbereich

abgedeckt werden soll.

Das Vorzelt kommt in einer ganz neuen Farbkom-

bination auf den Markt, nämlich Tweed, Kupfer

und Pearl. Das Zeltdach besteht aus der bewährten

Polyesterqualität, das kupferfarbene Akryltuch hat

jedoch eine neue, wasserabweisende Beschichtung

erhalten.

Nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit kann die

Isabella A/S jetzt mit einer äußerst handlichen Lö-

sung aufwarten, die die Stellschrauben am Gestänge

ersetzt. Das kohlenfaserverstärkte Glasfasergestänge

Carbon X verfügt nur noch über eine Spannvor-

richtung. Sie lässt sich leicht mit zwei Fingern be-

dienen, und man muss sich nicht mehr länger mit

Stellschrauben herumärgern. Das neue System heißt

IsaFix und wird bis auf Weiteres nur in dem neuen

Vorzelt zu fi nden sein.

:: 37 :: Isabella Magazine


Er war noch recht jung und hatte gerade

seine Ausbildung als Architekt in Deutsch-

land und Industriedesigner in Dänemark

abgeschlossen, als er mit der Isabella A/S in Kontakt

kam. Lea Thomas Smith, der englische Vorfahren

hat, kam als Gast des Nordischen Ministerrats und

der Hochschule ‚Danmarks Design Skole’ nach Dä-

nemark, um an einem skandinavischen Forschungs-

projekt teilzunehmen, das sich mit Industriedesign

befasste. Er begann gemeinsam mit dem isländischen

Designer Olafur Thor Erlendsson. Heute unterrich-

tet er als Professor an der Design Skole (Fachschule

für Designer) und bildet dänische und ausländische

Studierende als Designer aus. Da die Isabella A/S

seit jeher enge Beziehungen zu Designern im Cam-

Isabella Magazine :: 38 ::

Von Erik Bisgaard (Journalist)

Der Brand Manager und Chefdesigner Lea Thomas Smith berichtet:

Isabella hat mir beim

Karrierestart geholfen

Vor rund 10 Jahren erhielt Lea Thomas Smith nicht nur finanzielle Un-

terstützung vom Unternehmen, sondern konnte auch neue Erfahrun-

gen sammeln. Heute ist er Brand Manager und Chefdesigner bei einem

großen Wohnwagenhersteller.

Lea Thomas Smith

ping- und Freizeitbereich unterhielt, kam schnell

eine Verbindung zwischen dem Unternehmen und

der Forschungsgruppe zustande. Das führte 1994 zu

einer engen Zusammenarbeit, bei der es darum ging,

neue Ideen für die Einrichtung von Wohnwagen mit

futuristischen Anbauten, die an Zelte erinnern, zu

entwickeln. Der junge Designer erhielt freie Hand

und wurde mit Material, Know-how und etwas Geld

ausgestattet.

Nach seinen Worten ging es nicht darum, schnell zu

greifbaren Ergebnissen zu kommen. „Dem Unterneh-

men kam es seit jeher auf langfristige Entwicklungsper-

spektiven an, damit ausgereifte Ideen in die Fertigung

einfließen können“, berichtet Lea Thomas Smith, der

heute auf eine erfolgreiche Karriere im Campingbe-

reich zurückblicken kann. Er arbeitete zunächst als

Möbel-Designer für Luxusjachten in Italien, später

in der Designabteilung des deutschen Unternehmens

Hymer und während der letzten Jahre als Chefdesig-

ner beim Unternehmen Westfalia in Stuttgart. Da er

jetzt Brand Manager und außerdem verantwortlicher

Chefdesigner bei einem großen Wohnwagenhersteller

ist, lastet viel Verantwortung auf ihm.

„Mein ‚Sprungbrett’ auf dem Wege in die Camping-

branche hieß Isabella, weshalb ich seit Jahren schon

engen Kontakt zu dem Unternehmen pflege“, sagt

Lea Thomas Smith, der gerade dabei ist, ein Gesamt-

gestaltungskonzept für Wohnmobile zu entwickeln.

Seiner Meinung nach werden Wohnmobile mehr

und mehr zu organischen Fahrzeugen, die sich nicht

mehr länger als Fahrgestelle mit einer aufgesetzten

Wohneinheit präsentieren. Sie werden ebenso form-

vollendet und durchdacht wie Pkws sein.

Er glaubt auch, dass die EU Druck auf Dänemark

ausüben wird, die hohen Abgaben auf Kraftfahrzeu-

ge zu senken, damit sich noch mehr Dänen ein mo-

dernes Wohnmobil leisten können. „Die Camping-

branche in ganz Europa hat hohe Wachstumsraten

zu verzeichnen, die sich voraussichtlich auch in den

kommenden Jahren fortsetzen werden“, schließt der

Chefdesigner, der viel Sympathie für Dänemark hat.

Die Isabella A/S half mir beim Karrierestart


Preisausschreiben

Diese Preise können Sie gewinnen:

10 Windschutzplanen, Modell Flex

10 Reise-Sonnendächer, Modell Shadow 330 und

10 Sätze Mikrofaser-Kissen (2 Stck.)

Ihre Antworten auf die Preisfragen können Sie unter der

Webadresse www.isabella.net eingeben. Antworten auf

die Fragen fi nden Sie beim Durchblättern des Isabella

Magazins.

1. Welche Farbe hat der Oldtimer des Modells Borg-

ward Isabella?

2. Wann entstand im Stadtviertel Nørremarken in Vejle

das erste Gebäude für die Isabella A/S?

3. Wie heißt das neue Vorzelt, das

im Jubiläumsjahr auf den Markt kommt?

Einsendeschluss für die Antworten ist

der 20. April 2007.

Die Gewinner werden von uns benachrichtigt.

Preisausschreiben

:: 39 :: Isabella Magazine


Von Erik Bisgaard (Journalist)

Ausführung und Gestaltung der Produkte

sind seit jeher wichtige Kriterien für die

Isabella A/S. Neben erstklassiger Qua-

lität sollten die Produkte bei Farben und Mustern

einen gewissen ‚Pfiff’ aufweisen.

Um das zu erreichen, engagierte das Unternehmen

vor einigen Jahren die Malerin und Grafikerin Karen

Ozmec aus Hedensted, und zwar im Zuge eines Pro-

jekts mit der Bezeichnung ‚Kreative Allianz’.

Es lag seit längerem im Interesse der dänischen Re-

gierung, dass die hiesigen Gewerbebetriebe Künst-

ler/innen in die Produktentwicklung einbeziehen,

um Synergieeffekte zu erreichen.

Natur als Vorbild

Die Isabella A/S war eines der Unternehmen, die die-

se Intension umsetzen wollte. Gemeinsam mit Karen

Ozmec sollen neue Konzepte entwickelt werden, die

ihren Beitrag zur Produktentwicklung leisten.

Sie ließ sich von dem Gefühl leiten, das sich bei ihr

Isabella Magazine :: 40 ::

Künstlerin sorgt

für Synergieeffekte

bei Isabella

Malerin und Grafikerin in Produktentwicklung bei Mustern

und Farben einbezogen

einstellt, wenn sie an ursprüngliche Campingfreuden

denkt, das Gefühl, von Grün umgeben zu sein, der

Anblick von Ästen, Zweigen, Baumrinde und eine

Erinnerung an Zeiten, als sie als Kind eine Höhle

im Wald baute.

„Mir schwebte ein eher transparentes Vorzelt vor,

durch das man den Sternenhimmel und das Grün

der Natur sehen kann. Dabei ist mir natürlich klar,

dass Campingfreunde ihr Lager heutzutage nicht in

freier Natur aufschlagen dürfen, sondern zusammen

mit anderen einen Campingplatz aufsuchen müssen.

Aus diesem Grund arbeitete ich mit Mustern, die

einen an geflochtene Zweige und wiegendes Gras er-

innern. Die organische, transparente Zeltwand sollte

dabei den Blick auf die Umgebung ermöglichen. Das

Zelt ist ja für die Dauer des Urlaubs die feste Be-

hausung. Man zieht für eine begrenzte Zeit in ein

mobiles Domizil ein, das einem die Natur viel näher

bringt“, meint Karen Ozmec.

Kunst und Industrieprodukt harmonisch vereint. Sie

hatte nach eigenem Bekunden nicht vor, ein ganz

neues Zelt zu entwickeln, sondern viele neue Ideen

einfließen zu lassen, und erläutert: „Als Künstlerin

bin ich nicht für die betriebswirtschaftlichen Belan-

ge des Unternehmens zuständig, weshalb ich bei der

Konzeption auch viel ungebundener zu Werke gehen

kann.“

Einige dieser Ideen sind möglicherweise geeignet, in

kommende Produkte einfließen zu können.

Um die Zusammenarbeit zwischen Künstlern und

Herstellern im Rahmen des Projekts ,Kunst &

Erhverv’ einem breiteren Publikum vorzustellen, wur-

den die 10 besten Arbeiten im Kunstmuseum Trapholt

ausgestellt. Später wurden sie auf der Campingmesse

in Düsseldorf gezeigt, wo über das hellblaue Vorzelt

mit Flechtmustern, das allgemein wohlwollende Be-

achtung fand, in den Medien berichtet wurde. Karen

Ozmec profitierte ebenfalls von der Zusammenarbeit.

Künstlerin sorgt für Synergieeffekte bei Isabella


Interessantes Projekt

„Ein großes, innovatives Unternehmen wie die Isa-

bella A/S ist so leistungsfähig, dass ein Künstler

allenfalls nur einen kleinen Beitrag leisten kann.

Andererseits kann man von solch einer Zusammen-

Künstlerin sorgt für Synergieeffekte bei Isabella

Hier ist Karen Ozmec bei ihrer Arbeit im Atelier zu sehen.

Über die Künstlerin und ihr Werk erfahren Sie mehr unter der

Webadresse www.ozmec.dk.

arbeit in starkem Maße profitieren. Bei der Isabella

A/S handelt es sich um ein gut organisiertes Unter-

nehmen mit freundlicher Belegschaft. Es ist toll, hier

mit Materialien arbeiten zu dürfen und Einblicke in

die Fertigungs- und IT-Abteilung zu erhalten. Die ge-

wonnenen Erkenntnisse können in meine Arbeit als

Künstlerin einfließen“, meint Karen Ozmec, die ihre

Ausbildung an der Kunstakademie in Wien genoss,

und fährt fort: „Die Monotypien, die zu Mustern aus

geflochtenen Zweigen und wogendem Gras auf den

Zeltfenstern wurden, sind in mein künstlerisches

Wirken eingeflossen.“

Das Entwickklungsteam beim Modell Reflex

:: 41 :: Isabella Magazine


Von Lars Erik Paulsson

Überall, von den eindrucksvollen Gebirgs-

zügen Skandinaviens bis zu den sonni-

gen Berghängen Südtirols, stößt man

zunehmend auf Reisende, die ihr Domizil zu Füßen

der Skipisten aufgeschlagen haben.

Viele stellen ihren Wohnwagen hier die ganze Win-

tersaison über ab, um immer wieder hierher zurück-

zukehren. Der Preis für den Standplatz ist zumeist

Isabella Magazine :: 42 ::

Wintercamping

- das Beste, was es gibt!

Tausende von Familien überall in Europa haben entdeckt, dass der Wohn-

wagen für unterwegs – auch im Winter – die ideale Behausung ist, und

ihre Zahl steigt Jahr für Jahr.

nicht höher als eine Wochenmiete für eine Hütte an

einem beliebten Skisportort.

Im Winter in einem Wohnwagen zu campieren ist

eine tolle Sache, und dank des Komforts moderner

Wagen ist das keineswegs fade – und frieren muss

man auch nicht.

Man stelle sich nur vor, an einem frostigen Winter-

morgen das Rollo aufzuziehen und auf die sonnige

Landschaft zu schauen. Einziges Problem ist mög-

licherweise die Entscheidung: Langlauf oder Ab-

fahrt?

Natürlich gibt es auch Campingfreunde, die mit ih-

rem Wagen im Winter unterwegs sind. Dabei han-

delt es sich zumeist um Familien, die die Feiertage in

einem Wintersportparadies zubringen und ihn aber

auch zu allerlei Erkundungsreisen nutzen möchten.

Im Wintercamping stecken sehr viel mehr Möglich-

keiten, als sich die meisten vorstellen, z. B. die Fahrt

ins 150 km entfernte Erlebnisbad oder zum Besuch

einer Musicalvorstellung in der Stadt mit vorausge-

hendem Galamenü. In beiden Fällen stellt ein Wohn-

wagen die beste Übernachtungsmöglichkeit dar.

Ganz sicher gibt es noch viel mehr Anlässe, den

Wohnwagen auch im Winter hervorzuholen. Beim

Wintercamping gilt es jedoch einige Dinge mehr zu

bedenken, als beim Sommercamping.

Im Winter muss im Wohnwagen alles zu 100% funk-

tionieren. Beispielsweise kann eine nicht funktio-

Wintercamping - das Beste, was es gibt!


nierende Heizung dazu führen, dass man die Reise

abbrechen und nach Hause zurückkehren muss.

Ebenso wichtig ist, dass die Batterie in Form ist,

denn sie ist sozusagen das Herz des Wagens, ohne

das nicht viel läuft.

Es empfiehlt sich daher, dass man den Wagen vor

der Abreise zur Inspektion in eine Werkstatt fährt.

Hier wird alles geprüft und wenn nötig auch repa-

riert. Wenn man der Überzeugung ist, dass sich der

Wagen in bestem Zustand befindet, kann man sich

darauf beschränken, selbst einige einfache Überprü-

fungen vorzunehmen.

Dass Auto und Wohnwagen im Winter wegen der

Straßenverhältnisse mit Winterreifen auszustatten

sind, ist wohl selbstverständlich.

Ist man wohlbehalten angekommen, sind einige wei-

tere Dinge zu beachten, ehe man sich ganz der Erho-

lung hingeben kann. Dazu gehören folgende Punkte:

• Da Reifen und Stützen bei einem Wetterumschlag

am Boden festfrieren können, wird empfohlen,

Brettabschnitte darunter zu legen. Falls sie ange-

froren sind, kann man sie ja liegen lassen.

• Im Winter darf beim abgestellten Wohnwagen

niemals die Handbremse angezogen werden. Sie

kann nämlich festfrieren und lässt sich erst wieder

lösen, wenn es wärmer wird.

• Stromkabel müssen aufgehängt werden, damit sie

nicht am Boden festfrieren. Viele im Winter geöff-

nete Campingplätze bieten hierfür Leinen an.

• Weist das Reduzierventil eine Lüftungsöffnung

auf, muss diese nach unten weisen, weil so die

Gefahr des Zufrierens vermindert wird.

• Minderwertiges Gas kann Wasser und Verunrei-

nigungen enthalten, was bei kaltem Wetter Prob-

leme bereiten kann.

• Man darf aus Gründen der Wärmedämmung

niemals einen Schneewall um den Wagen herum

errichten. Bei Schneetreiben kann die Luftzufuhr

zum Unterboden unterbrochen werden, weil dann

die Sicherheitsbelüftung nicht mehr funktioniert.

• Man darf unter keinen Umständen Dach- oder

andere Lüftungsöffnungen verstopfen, um Durch-

zug zu verhindern, denn diese sind Teile der Si-

cherheitsbelüftung.

Wintercamping - das Beste, was es gibt!

Ein Vorzelt ist unverzichtbar

Das Vorzelt ist ein Vorraum, der gegen den Wind

schützt und sich vorzüglich zur Aufbewahrung der

Wintersportausrüstung eignet. Hier kann man auch

die Sportbekleidung ausziehen, um keinen Schnee in

den Wagen zu ‚schleppen’. Ein gutes Wintervorzelt

sollte eine Dachneigung aufweisen, die das Abrut-

schen bzw. Ablaufen von Schnee und Schmelzwasser

gewährleistet. Eine spezielle ‚Winterfest-Ausrüstung’

sorgt dafür, dass die Schneelast nicht zum Problem

wird. Unter bestimmten Umständen tut auch ein

Universalzelt gute Dienste.

Schneeschippe und Besen

Es ist empfehlenswert, stets eine kleine Schneeschip-

pe und einen Besen dabei zu haben (die ohnehin

zur Ausrüstung des Pkws gehören sollten), damit

man Vorzelt und die Klappe vor der Gasflasche von

Schnee freihalten kann.

Brettabschnitte

Man benötigt sie zum waagerechten Ausrichten

des Wagens und zum Unterlegen unter Stützen und

Rad.

Stromkabel

Da man sie als Schutz vor dem Anfrieren aufhän-

gen sollte, muss man u. U. ein längeres Kabel als

im Sommer vorsehen. Kabel von 10 m Länge sind

solchen mit 20 m Länge vorzuziehen, da man so die

passende Länge wählen kann. Je länger das Kabel,

desto größer der Spannungsabfall. Kabel müssen mit

einem CEE-Stecker versehen sein. An einen passen-

den Adapter sollte man denken, falls man auf einem

Campingplatz landet, der noch die alten Steckdosen

hat. Kurze, preiswerte Spanngurte sind bestens zum

Aufhängen von Kabeln geeignet, da sie eine breite

Unterstützungsfläche bieten.

Spiele und Bücher

Nach einem langen Tag auf den Pisten ist man

abends in aller Regel ziemlich müde, so dass man

sich damit zerstreuen kann. Das gilt auch für die

Tage, an denen das Wetter nicht dazu einlädt, sich

draußen zu betätigen.

:: 43 :: Isabella Magazine


Von Jens Jørgen Larsen, Dänemark, Journalist und Reiseschriftsteller

Tage voller Sonne sind für alle attraktiv,

doch die Sonnenstunden sind in Europa

unterschiedlich verteilt. Darum zieht es

insbesondere Nordeuropäer in fortgeschrittenem

Alter im Frühjahr und Herbst in den sonnigen Sü-

den. Zwar benutzen die meisten das Flugzeug, doch

manche ziehen die Fahrt im eigenen Wagen vor. Die

meisten wohnen in Wohnungen, an denen sie Antei-

le erworben haben, oder in Hotels, wo sie sich für 5

bis 8 Wochen aufhalten. Neben der Sonne und den

günstigen Nebensaison-Preisen spielt aber auch der

Faktor Zeit eine Rolle, und die haben Senioren ja

bekanntlich reichlich. Einige sind auch aus gesund-

heitlichen Gründen gen Süden gereist, denn gerade

Menschen, die unter Asthma oder Rheuma leiden,

geht es in sonnigen Gefilden besser.

Ein Trend ist zu erkennen.

Insbesondere unter den Nordeuropäern ist ein Trend

zu erkennen, der auf Dauercamping hinausläuft. Ich

habe einen Campingplatz entdeckt, der sich hier-

zu vorzüglich eignet. Eine zunehmende Zahl von

Menschen im Alter von 60 Jahren und darüber ge-

nießt ihren Ruhestand auf sonnigen mediterranen

Campingplätzen. Richtig angenehm wird für sie der

Isabella Magazine :: 44 ::

Sonne und Zeit

im Überfluss

Es macht wohl jeden froh, in sonnige südliche Gefilde zu reisen, und

wenn man dort lange bleiben kann, ist man fein raus.

Aufenthalt durch das heutige, breite Angebot an

Campingausrüstung. Wir wissen ja, dass alles, was

uns daheim das Leben leichter macht, auch auf Cam-

pingplätzen bzw. im Wohnwagen oder Wohnmobil

zu finden ist. Als Krönung verfügt man mit dem Vor-

zelt noch über eine Art überdachte Terrasse!

Internationale Kontakte

Unterwegs muss man also nicht auf Komfort ver-

zichten. Doch es gibt auch noch andere Gründe, wa-

rum es die Menschen in den sonnigen Süden zieht.

Auf den Campingplätzen, wo man Gleichgesinnte

aus vielen Ländern trifft, herrscht eine besondere

Atmosphäre. Man spricht miteinander, lernt etwas

über andere Kulturen und setzt sich zusammen – wie

das auf Campingplätzen nicht selten passiert.

Langzeitcamping überfordert einen finanziell nicht.

Die Kosten für einen Standplatz übersteigen die

Mietkosten zu Hause nicht und sind in der Ne-

bensaison besonders niedrig. Das Leben auf dem

Campingplatz ist entspannt und folgt einem eigenen

Rhythmus. Schon nach kurzer Zeit hat man Bekannt-

schaften geschlossen, denn dazu bieten sich auf dem

Gelände, am Swimmingpool, an der Bar oder im

Restaurant reichliche Gelegenheiten.

Beschauliches Leben

Was man tut und lässt, bestimmt man selbst, denn

niemand treibt einen an. Man muss nicht wie

eine Reisegruppe von einer Sehenswürdigkeit zur

anderen hasten. Nein, es geht alles ganz beschaulich

zu, in einem selbst bestimmten Rhythmus. In dem

grenzenlosen Europa unserer Tage gibt es viel zu

entdecken. In den sonnigen Ländern gibt es viele

interessante Sehenswürdigkeiten, die einen Ausflug

wert sind. Am schönsten ist jedoch das süße Nichts-

tun – unter tiefblauem Himmel, im Schatten von

Palmen und Zypressen. Wir waren auf einem Platz

in Spanien und haben die Erfahrung gemacht, dass

in den Monaten Mai, Juni und später im September

das Gras hier grün und alles geöffnet ist. Hier ist kein

‚Gewühl’ wie in den Monaten Juli und August und

die Preise sind spürbar günstiger als in der Haupt-

saison.

Ein idealer Platz in der Nebensaison

Durch Zufall stießen wir auf den tollen Camping-

platz Camping L’Àmfora, doch mit Zufällen ist es ja

oft so, dass sie eintreffen, wenn man sich etwas nur

stark genug wünscht. Dieser Platz eignet sich beson-

ders für Menschen im dritten Alter. Besagter Platz

liegt im katalanischen Girona, unweit der französi-

schen Grenze. Hier wollten wir uns für längere Zeit

häuslich einrichten.

In erreichbarer Nähe

Einer der entscheidenden Gründe für Campingur-

laub ist, dass man an einem Ort, der einem gefällt,

beliebig lange bleiben kann. Und als Langzeitcamper

hat man ja viel Zeit! Beginnt es anhaltend zu reg-

nen oder entspricht etwas nicht den Erwartungen,

Sonne und Zeit im Überfluss


kann man einfach weiterfahren. Der Platz Camping

L’Àmfora hat neben Full-Service auch alle erforder-

lichen Einrichtungen zu bieten. Er hat Atmosphäre,

und Campingfreunde in allen Altersklassen finden

hier Betätigungsmöglichkeiten. Es gibt einen Swim-

mingpool (Wassergymnastik), ein Internetcafé, Ball-

spielplätze und ein breites Angebot an Aktivitäten

– und natürlich auch die Möglichkeit des Sonnen-

badens. Wer möchte, kann im salzigen Meerwasser

baden, aber man kann auch das Erlebnisbad im

Freien benutzen. Es gibt im näheren Umkreis aus-

reichend Restaurants, Unterhaltungsmöglichkeiten,

Sehenswürdigkeiten u. a. m. Und Touren mit dem

mitgebrachten Fahrrad machen Spaß!

Ruhe und Frieden

Die Liste der Möglichkeiten ist lang, wobei man

aber nicht alles ausprobieren muss, auch wenn fast

alle angebotenen Aktivitäten im äußerst günstigen

Übernachtungspreis eingeschlossen sind. Man hat

die uneingeschränkte Freiheit, zu tun und zu lassen,

was einem beliebt. Bemerkenswert ist übrigens, dass

dieser Platz im Gegensatz zu vielen anderen Plätzen

dieser Größe noch nicht zu einem ‚Rummelplatz’

Sonne und Zeit im Überfluss

geworden ist. In der Nähe der Bereiche, wo es ge-

räuschvoll zugeht, kann man natürlich einen Stand-

platz bekommen, doch wenn einem nach Ruhe und

Frieden ist, kann man sich dicht am Strand oder in

den umliegenden Gehölzen aufstellen.

Mehr Platz

Man kann ohne weiteres behaupten, dass einige Cam-

pingplätze im Süden einfach zu groß sind. Dies trifft

auf den Platz Camping L’Àmfora jedoch nicht zu.

Der ist nämlich nicht nur von viel Grün bestanden

und umgeben, sondern in verschiedene Abschnitte

eingeteilt, so dass auf verschiedene Temperamente

und Altersstufen Rücksicht genommen wird

Angenehm ist ferner, dass die Standplätze mit bis zu

180 m 2 recht groß sind. Dadurch hat man mehr ‚Luft’

und steht insbesondere in der Hochsaison nicht wie

anderswo auf ‚schmalen Handtüchern’. Da sich viele

Campingfreunde während dieser Zeit ziemlich auf

die Pelle rücken, wird nachdrücklich empfohlen, die

Nebensaison zu nutzen.

Mehr über den Platz erfahren Sie unter der Webadresse www.campingamfora.com (englische und

deutsche Version). Hier sind auch die Preise für Übernachtungen aufgeführt, die bei EUR 12 für

100 m 2 große Standplätze beginnen, wozu noch eine Gebühr von EUR 3,50 pro Person und Nacht

kommt.

Bis Ende Juni und dann wieder ab Anfang September haben z. B. zwei Erwachsene mit Wohnwagen

für Standplatz und Strom mit EUR 15 bis 16 pro Nacht zu rechnen.

Vermietet werden auch 180 m 2 große Luxusplätze mit Strom, fließend Wasser und Abwasserabfluss

zum Preise von EUR 20 pro Übernachtung. Haustiere können mitgebracht werden.

Sehenswertes, das man sich nicht entgehen lassen sollte: Das Salvador Dali Museum in seiner

Geburtsstadt Figueres, der Park Aiguamolls de L’Emporda und das Kloster in Sant Pere de Rodes.

Bitte beachten: Bevor man eine längere Reise antritt, sollte man sich zum Thema Krankenversicherung

informieren.

:: 45 :: Isabella Magazine


In der freien Natur mit all ihrer Vielfalt kann

man die Seele so richtig baumeln lassen. Als

moderner Mensch genießt man sie unter dem

Motto ‚zurück zur Natur’ in vollen Zügen. Das ist

auch der Grund für die außerordentliche Beliebtheit

von Campingurlaub.

Die Krönung ist jedoch ein herrliches Mahl, das man

mit einer Flasche Wein oder einem schäumenden

Bier im Grünen genießt.

Wir vom Isabella Magazin haben den Küchenchef

Jesper Schytte des renommierten 5-Sterne-Hotels

Munkebjerg in Vejle gebeten, einige Köstlichkeiten

zu kreieren, die jeder Campingfreund leicht nachko-

chen kann.

Das Hotel Munkebjerg erhebt sich auf der Südseite

des Vejle Fjords mit 97 m über dem Meeresspiegel.

Das ist für dänische Verhältnisse eine ganz schöne

Isabella Magazine :: 46 ::

Von Küchenchef Jesper Schytte

Camping-Grillmenü aus

Anlass des Jubiläums

Sich in freier Natur aufzuhalten, ist ein unvergleichlich anregendes Erleb-

nis. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich auf einem Campingplatz in

Süditalien oder auf einem Platz an den schwedischen Schären befindet.

Höhe, aber nicht zu vergleichen mit Yding Skovhøj,

der mit 173 m höchsten Erhebung des Landes.

Für die Zubereitung sind lediglich einige Küchenu-

tensilien vonnöten, zu denen auch ein Grill gehört.

Nun kann es losgehen, und wer es mag, kann sich

auch eine Kochmütze beschaffen. Schließlich will

man auf dem Campingplatz ja als Profi erscheinen.

Zuvor muss man sich aber noch gute Zutaten be-

schaffen. In den Vorschlägen werden Zutaten ver-

wendet, die fast überall erhältlich sind.

Hier die Rezeptvorschläge für Vorspeise, Hauptge-

richt und Nachtisch.

Guten Appetit!

Camping-Grillmenü aus Anlass des Jubiläums


Vorspeise

Gegrillter marinierter Lachs auf Spargel und Ruco-

la-Salat

Zutaten:

4 Lachsfilets à 100 g

500 g Rucola-Salat

12 Stangen grüner Spargel

12 Cherrytomaten

Für die Marinade:

1 Limette

1 EL Sojasauce

1 EL Sesamöl

1 EL gehackter Koriander

Etwas gehackter Chili

Sesamkörner

Für die Salatsauce:

1 Limette

100 ml Sesamöl

Salz und Pfeffer

Zubereitung

Saft und Schale einer Limette werden mit der Soja-

sauce, dem Sesamöl, gehacktem Koriander und Chi-

li sowie den Sesamkörnern vermischt. Die Marinade

wird über die Lachsstücke gegossen und das Ganze

für eine Stunde in den Kühlschrank gestellt. Die Fi-

lets sind dabei einige Male zu wenden.

Die Spargelstangen werden geschält, in Olivenöl und

Salz gewendet und etwa 3 bis 4 Minuten gegrillt.

Dabei hin und wieder umdrehen. Nach dem Garen

werden sie in 4 Stücke geschnitten, die warm zu hal-

ten sind.

Der Rucola-Salat wird gewaschen und die Cherryto-

maten werden halbiert. Rucola-Salat, Spargel, Cherry-

tomaten und Sauce werden vermengt. Dann werden

noch Sesamöl und Limettensaft gemischt, mit Salz

und Pfeffer abgeschmeckt und darüber gegeben.

Die Lachsfilets 7 bis 8 Minuten grillen lassen.

Serviervorschlag

Die Filets werden auf einem Spargel-Salat-Beet ange-

richtet, dazu wird grobes Brot gereicht.

Camping-Grillmenü aus Anlass des Jubiläums

Hauptgericht

Gegrilltes Kalbsentrecote mit gegrillter Paprika, Toma-

tenpüree und Petersilienkartoffeln à la Munkebjerg

Zutaten:

4 Kalbsentrecotes à 180 g

1 rote Paprika

1 gelbe Paprika

1 grüne Paprika

6 Tomaten

1 Zwiebel

1 Bd. Basilikum

Olivenöl

Salz und Pfeffer

500 g kleine Kartoffeln

1 Bd. Petersilie

50 g Butter

Zubereitung

Die Paprikas werden geviertelt und die Samen he-

rausgenommen. In Olivenöl wenden und dann mit

Salz und Pfeffer bestreut von beiden Seiten grillen,

bis die Viertel gar sind. Die Tomaten werden grob

gehackt, mit der gehackten Zwiebel und dem Basi-

likum vermengt und in eine Folienschale gegeben.

Dann kommen etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer

darüber. Mit Alufolie abdecken und für etwa 30 Mi-

nuten auf den Grill stellen. Ist alles zerkocht, wird es

mit einer Gabel zerdrückt, abgeschmeckt und warm

gestellt.

Die Kartoffeln werden gewaschen und fast gar ge-

kocht. Dann werden sie auf 4 Stücke Alufolie verteilt,

mit Butter, Petersilie, Salz und Pfeffer eingewickelt

und 20 Minuten lang auf den Grill gelegt. Das mit

Salz und Pfeffer gewürzte Fleisch wird 4 bis 5 Mi-

nuten lang gegrillt.

Serviervorschlag

Kalbsentrecote und Paprika (nach Farben in Schich-

ten gelegt) auf einem Teller anrichten, mit etwas

Tomatenpüree und Basilikumblätter als Dekoration.

Dazu werden die gegrillten Kartoffeln gereicht.

Nachtisch

Gegrillte Ananas mit braunem Rum, angerichtet mit

Vanille-Crème Fraîche und gehackten Pistazien

Zutaten:

1 Ananas

200 g Rohrzucker

80 ml brauner Rum

250 ml Crème Fraîche (38%)

100 g Puderzucker

1 TL Vanillezucker

Pistazien

Zubereitung

Die Ananas wird in 8 Scheiben geschnitten und das

Mittelstück herausgetrennt. Die Scheiben werden

im Rohrzucker gewendet. Nun kommen sie auf den

Grill, wo sie bei schwacher Hitze 4 bis 5 Minuten

auf jeder Seite garen und mit dem Rum beträufelt

werden.

Crème Fraîche (38%), Puder- und Vanillezucker kom-

men in eine Schale und werden steif geschlagen.

Serviervorschlag

2 gegrillte Ananasscheiben auf einem Teller anrich-

ten. Darauf kommt ein Klecks Crème Fraîche, der

mit den gehackten Pistazien garniert wird.

:: 47 :: Isabella Magazine


Wir hatten uns vorgenommen, vom süd-

lichen in den nördlichen Landesteil

zu fahren, da wir auf einer Reise rund

um die Ostsee bereits einmal Nordpolen durchfah-

ren hatten. Das fanden wir so interessant, dass wir

beschlossen, wiederzukommen und uns beim Entde-

cken des Landes viel Zeit zu lassen.

Zakopane – ein richtiger Bergort

Zu Füßen der Tatra liegt der Wintersportort Za-

Isabella Magazine :: 48 ::

Durch Polen mit einem

Isabella-Vorzelt

Von Anne-Vibeke Isaksen, www.campingdanmark.dk

Ein Vorzelt der Isabella A/S hat Anne-Vibeke Isaksen seit 10 Jahren auf

unzähligen Campingreisen begleitet. Die jüngste Reise führte sie nach

Polen. An der Tour nahmen zwei Familien teil, nämlich Britta und Ole Koch

im Wohnmobil sowie Anne-Vibeke mit Ehemann Rasmus Schønning und

ihren beiden 1- und 3-jährigen Kindern im Auto mit Wohnwagen.

kopane in 1.000 m über NN. Wohin man von dort

aus auch schaut, überall fällt der Blick auf schnee-

bedeckte Berge. Ihretwegen kommen viele Touristen

hierher, um hier zu wandern oder sich sportlich zu

betätigen. Seit Ende des 19. Jahrhunderts haben sich

hier viele Künstler auf der Suche nach Inspirationen

niedergelassen. An der Hauptgeschäftsstraße ste-

hen die Bauern der Umgebung und verkaufen ihre

Erzeugnisse. Hier erhält man Kleidungsstücke aus

Schafwolle und die Spezialität ‚Oscypec’, ein geräu-

cherter, ungewöhnlich geformter Schafskäse. Es ist

durchaus empfehlenswert, sich mit verschiedenen

Käsesorten einzudecken, um im Wohnwagen ein lan-

destypisches Käsebüfett herrichten zu können.

Abstecher zu einer norwegischen

Stabholzkirche

Auf dem Weg nach Norden kamen wir auch durch

den Ort Karpacz, in dessen westlichem Teil sich

merkwürdigerweise eine Stabholzkirche befindet.

Die über 700 Jahre alte Kirche stammt aus dem

norwegischen Ort Valdres. Im Jahre 1841 wurde die

marode Kirche mit dem Namen ‚Vang’ abgebrochen

und hierher gebracht. Das Geld hierfür stammte von

dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV., der

auch die umfassende Restaurierung anordnete. Der

Kirchturm wurde jedoch aus Stein gebaut, da man

der Meinung war, der hohe Turm sei den Witterungs-

verhältnissen in den Bergen nicht gewachsen. Die üb-

rige Kirche präsentiert sich jedoch im Original.

Krakau ist eine beeindruckende Stadt

Im Gegensatz zu den meisten anderen polnischen

Städten wurde Krakau zum Ende des 2. Weltkrieges

nicht total zerstört, was sie für Besucher so attrak-

tiv macht. Bevor Krakau im Jahre 2000 zur euro-

päischen Kulturhauptstadt wurde, führte man um-

fangreiche Restaurationsarbeiten durch. Der 1257

entstandene Marktplatz gehört zu den größten in

Europa. Hier gibt es Fachgeschäfte, Verkaufsstände,

Cafés und Restaurants und man kann mit Recht sa-

gen, dass hier das Herz der Stadt schlägt. Im gepfleg-

ten Stadtzentrum blitzt alles vor Sauberkeit. Wenn

man genug Zeit hat, kann man auch die Außenbezir-

ke besuchen, um sich einen Gesamteindruck von der

drittgrößten polnischen Stadt zu verschaffen.

Straßenverhältnisse und Rastplätze

Unser Weg führte uns nun in nordöstliche Richtung.

Zwar sind die Abstände zwischen den Rastplätzen

recht lang, dafür kann man aber an den Tankstel-

len halten, wo reichlich Platz zur Verfügung steht.

Die wenigen Rastplätze, auf die wir stießen, weisen

keinerlei Einrichtungen auf, aber schließlich hatten

wir alles Notwendige im Wohnmobil und Wohnwa-

Durch Polen mit einem Isabella-Vorzelt


gen. Die Qualität der gut ausgeschilderten Straßen

schwankt zwischen ausgezeichnet und dürftig. Es

fällt auf, dass man dabei ist, das Straßennetz auszu-

bauen, und man sieht deutlich, wie weit man damit

bisher gekommen ist. Auf guten Straßen fuhren wir

mit etwa 80 Stundenkilometern, während wir auf

schlechten Straßen nur mit 40 bis 50 Stundenkilo-

metern vorankamen. Das wirkt sich natürlich auf die

Tagesetappen aus, weshalb zu empfehlen ist, bei der

Planung etwas mehr Zeit abzusetzen und sich den

Straßenverhältnissen anzupassen.

Nur wenige Kilometer nach Weißrussland

Nach einigen Stunden Fahrt durch monotone Acker-

landschaften und Wälder gelangten wir zum Natio-

nalpark Bialowieza, wo Europas größtes Landsäuge-

tier, der Wisent, lebt. Nach dem 1. Weltkrieg waren

die letzten frei lebenden Tiere in Bialowieza und im

Kaukasus ausgestorben, doch emsige Zuchtbemü-

hungen mit einigen Tieren aus zoologischen Gärten

führten dazu, dass heute wieder rund 600 Wisente in

Freiheit leben. Die größte Population findet man im

Wald von Bialowieza.

Die sicherste Methode, ein Exemplar zu Gesicht zu

bekommen, ist der Besuch des Tierparks nördlich

des Ortes. Hier kann man auch Pferde der Rasse

Tarpan sowie Wölfe, Rotwild, Wildschweine und

Elche bewundern.

Entspannen auf dem Campingplatz

Ein großer Teil der Reise war der Entspannung auf

den Campingplätzen gewidmet. Die Plätze, auf de-

nen wir waren, sind recht unterschiedlich. Einige

haben gute Einrichtungen anzubieten, während es

Durch Polen mit einem Isabella-Vorzelt

bei anderen damit noch hapert. Da wir jedoch alles

dabei hatten, waren wir darauf nicht so sehr ange-

wiesen. Der Service auf den Plätzen ist dagegen aus-

gezeichnet, und überall wurden wir freundlich und

zuvorkommend behandelt. Zwischen Ankunft und

Aufbau lagen stets nur wenige Minuten, und dann

wurde der Grill hervorgeholt. Unter dem Sonnen-

dach des Wohnwagens genossen wir unser Abend-

essen bei einer guten Flasche Rotwein und ließen

gesättigt die Eindrücke des Tages noch einmal Revue

passieren.

Das Dorf der Störche

Weiter ging es auf unserer Reise nach Norden durch

die masurische Seenlandschaft. Hier trifft man auf

historische Plätze, beschauliche Orte, herrliche Na-

tur und eine Unzahl von Störchen. Unsere Route

führte uns bis nach Zywkowo, das an der russischen

Grenze liegt. Von hier aus ist es nicht weit von Ka-

liningrad. In dem aus nur 8 Gehöften bestehenden

Dörfchen gibt es mehr als 50 Storchennester, so

dass man die ungewöhnliche Gelegenheit hat, viele

von ihnen aus der Nähe zu betrachten. Die Leute

hier zeigen einem gern ihr Dorf und erzählen vom

Fotos: Rasmus Schønning

Landleben. Vielerorts in Polen wird das Ackerland

noch auf einfache Weise bestellt und Pferdepflüge

sind nicht selten, was für Besucher ein idyllischer

Anblick ist.

Polen – ein neues Reiseland

Polen hat unglaublich viel zu bieten. Man trifft auf ein

Land mit einer wechselvollen Geschichte, interessan-

ter Kultur, herrlichen Landschaften und freundlichen

Menschen, die dabei sind, ihr Land aufzubauen, was

dem Reisenden einigen Respekt abnötigt. Die Bevöl-

kerung hat sehr viel durchgemacht und die Kontraste

zwischen Altem und Neuem sind eklatant. Dies gilt

sowohl für die Straßen als auch für die Campingplät-

ze. Die Vorurteile, die wir vor unserer Reise über Po-

len hatten, wurden schnell revidiert, und die Begeg-

nungen mit den Polen gehörten zu den Höhepunkten

der Reise. Zu erwähnen wäre noch, dass man viel für

sein Geld erhält. Den Verlauf der Reise kann man un-

ter www.campingdanmark.dk mitverfolgen. Es wur-

den auch zwei Beiträge für das dänische Fernsehen

im Rahmen der Serie ‚Anne-Vibeke Rejser’ gedreht,

die auch auf DVD erhältlich sind.

Weitere Infos finden Sie auf der Website.

:: 49 :: Isabella Magazine


Sie hatten ihr Vorhaben‚ Gibraltar-Nordkap-

Expedition’ getauft, was erkennen lässt,

dass es sich um die ultimative Campingtour

von Gibraltar am südlichsten Zipfel Europas bis zum

Nordkap im hohen Norden handelt, wo die nörd-

lichste Straße Europas 307 m über dem Wasser des

Eismeeres endet.

Initiator war der Däne Peer Neslein, ein Camper,

der seit 19 Jahren sein Geld mit Reiseberichten u. a.

verdient, die sich ums Thema ‚Camping’ drehen. Der

Isabella Magazine :: 50 ::

Von Peer Neslein

Erfolgreiche Campingreise

quer durch Europa

Zwei dänische Campingfreunde erfüllten sich einen Traum und fuhren mit

einem riesigen Wohnwagen quer durch Europa.

zweite Teilnehmer war Jann Nielsen, ein fürs Fernse-

hen tätiger Fotograf.

Die Reise erfolgte mit einem Hyundai Santa Fe mit

Vierradantrieb und dem größten erhältlichen Wohn-

wagen, einem KABE Royal 720 TDL King Size, der

820 cm lang und 250 cm breit ist.

Hier der Bericht von Peer Neslein:

„Die Tour reichte über die Strecke Gibraltar – Nord-

kap weit hinaus, da wir in Kopenhagen starteten.

Von dort aus fuhren wir über Paris und Madrid nach

Gibraltar und zu dem spanischen Ort Tarifa, dem

südlichsten Punkt Europas. Diese 3.250 km lange

Strecke bewältigten wir in 6 Tagen.

Richtung Norden

In Gibraltar kehrten wir um und machten uns auf

Erfolgreiche Campingreise quer durch Europa


die etwa 6.000 km lange Reise zum Nordkap – quer

durch Europa. In Schweden angelangt, entschieden

wir uns für die mitten durchs Land führende Reichs-

straße 45, die weiter über Finnland bis nach Norwe-

gen (Kautokeino) führt. Als wir am 20. Reisetag auf

das 307 m über dem Eismeer gelegene Nordkap-Pla-

teau fuhren, zeigte der Kilometerzähler an, dass wir

jetzt 9.824 km gefahren waren.

Es war phantastisch, das Nordkap außerhalb der Sai-

son zu erleben, denn hier befanden sich außer uns

nur noch ein Wohnmobil und ein Pkw. Wir hatten

Glück, dass das Touristencenter ‚Nordkapphallen’

versuchsweise zwischen 12 und 17 Uhr geöffnet war.

Glück hatten wir auch mit dem guten Wetter, und es

war einige Grad warm.

Wieder Richtung Süden

Auf der Rückfahrt gen Süden entschieden wir uns

für die durch Norwegen verlaufende E6. Dabei han-

delt es sich um eine zweispurige Straße, auf der ei-

nem oft große Lkws entgegenkommen, so dass wir

Erfolgreiche Campingreise quer durch Europa

mit dem 2,5 m breiten Wohnwagen oft sehr langsam

und vorsichtig fahren mussten.

Bald war uns klar, dass wir nicht mehr als 500 km

täglich schaffen konnten, was weitaus weniger war,

als die 700 km, die wir auf Autobahnen zurücklegen

konnten. Unterwegs besuchten wir die größte norwe-

gische Campingausstellung in Hamar, wo wir unser

Gespann samstags vormittags präsentieren sollten.

Nach 24 Tagen kamen wir mit der Fähre in Hel-

singør an, und als wir wenig später den Wohnwagen

auf unserem Parkplatz in Brøndby abhängten, hatten

wir 12.373 km hinter uns gebracht. Mit unserem Hy-

undai Santa Fe Turbo-Diesel hatten wir im Schnitt

14,3 l auf 100 km gebraucht.

Der größte und teuerste Wohnwagen, der in Däne-

mark erhältlich ist.


Unterwegs besuchten wir die

größte norwegische Campingausstellung

in Hamar, wo wir unser

Gespann samstags vormittags

präsentieren sollten.


:: 51 :: Isabella Magazine


„Wir hatten uns nicht für eine einfache Lösung ent-

schieden, denn wir hatten einen Wohnwagen des

Modells KABE Royal 720 TDL King Size ange-

hängt, der über 8 m in der Länge und 2,5 m in der

Breite misst.

Er kostet um die DKK 300.000 und ist so luxuriös

wie ein Ferienhaus ausgestattet, d. h. mit Zentral-

heizung, Bodenheizung und einem Badezimmer mit

Duschecke. Der Wagen ist so groß, dass sogar ein

Zirkusdirektor neidisch werden könnte“, berichtet

Peer Neslein und fährt fort:

„Wir hatten diese Wahl getroffen, weil wir ausprobie-

ren wollten, wie es ist, auf Europas Straßen mit einem

solch großen Wagen unterwegs zu sein. Es klappte

alles prima, bis auf 2 Campingplätze in Spanien, die

wir nicht ansteuern konnten, weil die Wege und Stell-

plätze einfach zu schmal waren. Aber natürlich muss-

ten wir besondere Vorsicht walten lassen, denn wenn

man mit einem Wohnwagen dieser Größe abbiegt,

denn schwenkt das Hinterteil meterweit aus.“

Isabella Magazine :: 52 ::

Erfolgreiche Campingreise quer durch Europa


Campingzubehör wurde unterwegs erprobt

„Während der Tour wurden Ausrüstungsteile wie

etwa die Dometic Klimaanlage oder die Oyster Satel-

litenschüssel erprobt, und es war natürlich toll, von

jedem Winkel in Europa aus dänische Fernsehpro-

gramme empfangen zu können. Aber natürlich war

die Tour auch ein bisschen als Provokation gedacht,

denn ich wollte zeigen, dass die Fahrt mit einem

Wohnwagen nicht schwer ist“, schließt Peer Neslein

seine Ausführungen.

Mehr über den Verlauf der Tour erfahren Sie unter

den Webadressen www.camping-explorer.com oder

www.campingferie.dk.

Erfolgreiche Campingreise quer durch Europa

:: 53 :: Isabella Magazine


DE:

50 Jahre ISABELLA

In ganz Europa wird seit Jahrzehnten versucht, das Isabella-Zelt mit seinen

berühmten Bullaugen zu kopieren.

So natürlich auch in Deutschland, wo es der dort ansässigen Zeltindustrie

aber trotz großer Anstrengungen niemals gelungen ist, Marktanteile an Zelten im

„Skandinavischen Look“ zu gewinnen.

Die überzeugende Qualität, das zeitlose Design und die hervorragende Passform

des dänischen Zeltes sollte ab dem Jahre 1990 durch dem Vertrieb in einer eige-

nen Tochtergesellschaft auch dem deutschen Camper nicht vorenthalten bleiben.

Hinter dem Zelt Isabella steht nicht nur Camping, sondern auch eine eigene Phi-

losophie und ein gewisses Image. Diese Werte wurden in überlegten Schritten

durch Produktpräsentationen auf regionalen Fachmessen und bei einem treuen

Händlerkreis dem deutschen Camper überzeugend nahe gebracht.

Nach vier Jahren wurde bereits in ein eigenes Gebäude umgezogen, wo die Berei-

che Administration, Lager und Logistik sowie eine gut ausgestattete Serviceabtei-

lung ihr jeweils notwendiges Aktionsfeld erhielten. Zudem wurde besonders Wert

gelegt auf die Kommunikation und den engen Kontakt mit der dänischen Mutter.

Isabella Magazine :: 54 ::

Importeure/

Tochtergesellschaften

Heute ist das Wohnwagenvorzelt mit dem Bullauge auch vom deutschen Markt

nicht mehr wegzudenken. Auf Campingplätzen in ganz Europa findet man inzwi-

schen auch einen großen Anteil von Campern mit dem Autokennzeichen „D“, die

bevorzugt das dänische Zelt in ihre Wohnwagenschiene einziehen.

In die Zukunft blickt das deutsche Isabella-Team mit großen Erwartungen und der

Überzeugung für weitere Expansion. Diese ist bestärkt durch die Gewissheit, das

beste Produkt auf dem Markt zu besitzen und dem Willen, den nötigen Service

für Händler und Kunden zu bieten. Ein Produkt kann nur so gut sein wie sein

Service.

Importeure/Tochtergesellschaften


SE:

„Danke für 40 Jahre gute Zusammenarbeit!”

Bereits vor seinem ersten Urlaub im Jahr 1958 hatte Kurt Blomqvist, weit-

sichtiger Gründer des Wohnwagenherstellers Kabe, eine Plane vor sei-

nem Wohnwagen Marke Eigenbau aufgestellt, um den davor liegenden

Bereich abzugrenzen. Bereits wenige Jahre später konnte er Sonnenschirme und

Windschutzwände in verschiedenen Ausführungen für seine nun in Serie gefertig-

ten Wohnwagen anbieten.

Im Sommer 1967 machte Familie Blomqvist Campingurlaub in Dänemark. In

Vejle bekam er Wind von dem kleinen örtlichen Unternehmen, das sich – nach

dem bekannten Borgward-Modell – ‚Isabella’ nannte, und Zelte zum Anbau an

Wohnwagen fertigte.

Im neuen Werk an der Straße, die jetzt Isabellahøj heißt, suchte Kurt Blomqvist

den etwas älteren Søren Odgaard auf, um ein solches Vorzelt für seinen Wohnwa-

gen zu kaufen. Aber wie das so oft hier in Dänemark ist, entwickelte sich daraus

mehr, als nur eine flüchtige Geschäftsverbindung. Die beiden Herren begannen

über Wohnwagen und andere gemeinsame Interessen zu sprechen, und Kurt

Blomqvist berichtete von seinem Unternehmen zu Hause in Schweden.

Die beiden kamen gut miteinander aus, und es würde Dänemark schlecht anste-

hen, wenn dabei nicht ein oder zwei Gammel Dansk getrunken worden wären.

Das Treffen endete damit, dass Kabe schwedischer Generalvertreter für die däni-

sche Isabella A/S wurde, und so ist es auch heute noch, obwohl es darüber nicht

ein einziges Stück Papier gibt. Ein Handschlag sei schließlich ausreichend, mein-

ten die beiden Unternehmer!

Im Sommer desselben Jahres kamen Søren Odgaard und einer seiner Mitarbeiter

mit den ersten Probezelten ins småländische Tenhult, womit die Zusammenarbeit

besiegelt war. In den ersten Jahren wurden die Vorzelte gemeinsam unter den Na-

men ‚Kabe Originaltält’ und Isabella vertrieben, aber schon nach einigen Jahren

hatte der Name Isabella in Schweden einen so guten Klang, dass sich sogar die

anspruchsvollsten Kabe-Käufer für ein solches Vorzelt entschieden.

In den 50- und 60er Jahren gab es viele, die Wohnwagen bauten, so dass die Nach-

frage nach Materialien und Bauteilen entsprechend groß war. Es gab aber auch ei-

nige, die ihre Wohnwagen mit allerhand praktischen Finessen ausstatten wollten,

und Kurt Blomqvist, der nicht nur ein rühriger Ingenieur war, sondern auch eine

Nase fürs Geschäft hatte, versorgte die Besitzer von Kabe- und anderen Wohnwa-

gen mit dem Gewünschten. Für alle diese Kunden war der Zubehörkatalog von

Kabe eine Goldgrube, wo sie sich Anregungen holten.

Anfangs wurden die meisten Vorzelte über Kabe-Händler verkauft, als aber die

Bezeichnung ‚Kabe Originaltält’ überflüssig wurde, war es für Kurt Blomqvist und

seine Mitarbeiter leichter, die Isabella-Vorzelte auch an Händler anderer Wohnwa-

genfabrikate zu verkaufen.

Importeure/Tochtergesellschaften

Kurt Blomqvist,

Firmengründer von Kabe

Im Sommer 1986 hatte der Verkauf von Vorzelten und Zubehör einen solchen

Umfang angenommen, dass man bei Kabe beschloss, noch stärker auf diesen Ge-

schäftsbereich zu setzen, mit dem Ergebnis, dass das Unternehmen Kama Fritid

AB gegründet wurde. Die Belegschaft, die bereits bei Kabe mit Vorzelten und

Zubehör zu tun hatte, wechselte in das neue Unternehmen über. Tommy Nilsson,

der im Februar 1964 als erster Angestellter bei Kabe eingestellt worden war, wur-

de Geschäftsführer. Das am 1. Februar 1987 gegründete Unternehmen kann jetzt

sein 20-jähriges Jubiläum begehen.

„Ich kann auf eine langjährige Zusammenarbeit zurückblicken, da mir schon früh

die Verantwortung für Einkauf, Lager und Verkauf von Zubehör übertragen wur-

de“, meint Tommy Nilsson und fährt fort: „Der Verkauf von Isabella-Produkten ist

mir daher so etwas wie eine Herzensangelegenheit.“

Da die Vorzelte nun in einem eigenen Unternehmen verkauft wurden, konnte man

sich bei Kabe ganz aufs Kerngeschäft konzentrieren. Isabella eroberte schon bald

den schwedischen Markt, und heute stammt mehr als jedes zweite Vorzelt auf

schwedischen Campingplätzen von Isabella!

Im Herbst 1969 wurde Bo Ljungberg zunächst in der Entwicklungsabteilung bei

Kabe eingestellt, doch es dauerte nicht lange, bis man bei der Kama Fritid AB

Verstärkung beim Verkauf von Vorzelten und Zubehör benötigte. Mit kurzen

Unterbrechungen ist Bo Ljungberg seit Mitte der 70er Jahre verantwortlich für

den Verkauf von Isabella-Vorzelten in Schweden, und es ist größtenteils ihm zu

verdanken, dass Isabella eine führende Position auf dem schwedischen Markt ein-

nimmt.

„Die Beschäftigten unseres Unternehmens haben im Laufe der Jahre viele

Freunde bei Isabella gewonnen, und wir freuen uns jedes Jahr auf den Besuch in

Dänemark“, meint Tommy Nilsson und fügt hinzu: „Isabella hat seit jeher eine

außerordentlich große Bedeutung für unser Unternehmen und ist unser größter

Geschäftspartner.

Wir bedanken uns bei der Isabella A/S für all das, was sie in Sachen Camping

in den vergangenen 50 Jahren geleistet hat und freuen uns auf die weitere gute

Zusammenarbeit!“

:: 55 :: Isabella Magazine


GB:

Unser Unternehmen wurde 1957 von einem Dänen namens Søren Od-

gaard gegründet, der ein Zelt für seinen Sommerurlaub kaufen wollte.

Als sich das als ziemlich schwierig erwies, nähte er sich selber eines.

Wir müssen uns vor Augen halten, dass damals längst nicht so viele Menschen ein

Auto besaßen, und ein Mal jährlich Urlaub zu machen, war neu, erfreute sich aber

schnell steigender Beliebtheit. Es dauerte gar nicht lange, bevor er Aufträge von

Campingfreunden erhielt, die von seiner Arbeit beeindruckt waren. Das waren die

Anfänge der Isabella A/S, die sich heute als führendes dänisches Unternehmen

mit etwa 200 Beschäftigten präsentiert.

Im Jahre 1977 wurde die erste Tochtergesellschaft gegründet, und zwar hier – in

Großbritannien. Die Niederlande, Norwegen und Deutschland folgten kurz da-

nach. Die meisten Belegschaftsangehörigen in Großbritannien arbeiten hier schon

seit vielen Jahren, und ihre Arbeit wird außerordentlich geschätzt. Im gesamten

Unternehmen fassen wir uns alle als Mitglieder der ‚Isabella-Famile’ auf.

Isabella-Vorzelte erfreuen sich seit jeher großer Beliebtheit und waren in Sachen

Design und Innovation stets führend. Unserer Meinung nach gibt es wesentliche

Gründe für diesen Erfolg, nämlich eine konsequente Firmenpolitik und Qualität.

Seit 50 Jahren betreiben wir Produktentwicklung, die bis ins kleinste Detail reicht.

Unsere Philosophie zielt darauf ab, nur erstklassige Qualität zu liefern, beim

Material ebenso wie bei der Verarbeitung. Für die Herstellung exzellenter Vorzelte

sind fähige Mitarbeiter/innen und modernste Fertigungsanlagen unerlässlich. Die

Beschäftigten durchlaufen interne Schulungen, und Verbesserungsvorschläge

werden stets positiv aufgenommen.

Im Jahre 1976 brachte die Isabella A/S als erstes Unternehmen Zeltwände aus

Akrylstoff auf den Markt, die zwar ein bisschen schwerer waren als die aus her-

kömmlichem Baumwollstoff, dafür aber farb- und wetterbeständiger und außer-

dem schneller trockneten. Ein Jahr später wurden Vorzelte mit 6 m langen Reiß-

verschlüssen und abnehmbaren Front- und Seitenteilen vorgestellt. Mitte der

80er kamen IXL-Glasfaserstangen auf den Markt, die stabiler und leichter als

herkömmliche Stahlstangen waren. Im Jahre 2005 wurden die Stangen verbes-

sert und mit Kohlenfasern verstärkt. Seither werden sie unter der Bezeichnung

CarbonX verkauft. In Großbritannien bestehen 95% aller Stangen für Isabella-

Vorzelte aus diesem Material.

Unsere Vorzelte werden in Dänemark und anderen EU-Staaten hergestellt und

Anregungen für ihre Gestaltung kommen aus allen europäischen Ländern. Jedes

Jahr treffen sich Vertriebsmitarbeiter mit den dänischen Designern, um über

die Entwicklung von Vorzelten für die verschiedenen Märkte zu beraten. Rück-

meldungen von Kunden und Händlern spielen dabei eine gewichtige Rolle.

Einige der britischen Händler verkaufen unsere Vorzelte seit fast 30 Jahren. Jetzt

verkaufen sie auch die neue Ventura-Serie, die in Lizenz für Isabella hergestellt

wird. Die sorgfältig von uns ausgewählten Händler verfügen in ihrem Bereich

über ein Alleinverkaufsrecht. Da es sich bei den Gesellschaften, die Wohnwagen

verkaufen, zumeist um Familienbetriebe handelt, haben wir viel Verständnis und

Sympathie füreinander. Wir halten auch weiterhin Ausschau nach Händlern, die

über genügend Ausstellungsfläche verfügen, um unsere Produkte präsentieren zu

können. Die Händler sind das Bindeglied zwischen uns und den Campingfreun-

den, und es kommt uns sehr darauf an, dass unsere Produkte auf die richtige

Art und Weise angeboten und verkauft werden. Größere Händler können neben

guter Beratung auch umgehende Lieferung anbieten. Während der Hochsaison

beliefern wir die Händler mindestens ein Mal wöchentlich, im Bedarfsfall auch

jeden Tag. In der Regel stehen wir täglich mit dem Verkaufspersonal des Händlers

in Verbindung, und dank moderner Informationstechnologie sind wir in der Lage,

diese über Lagerbestände und Lieferzeiten (vom Lager oder ab Werk) zu infor-

mieren. Der enge Kontakt und die technologischen Möglichkeiten haben dazu

beigetragen, über Jahre hin ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.

Was uns besonders erfreut, ist die Markentreue der Campingfreunde. Isabella-

Produkte sind von höchster Qualität. Sollten dennoch einmal Probleme auftre-

ten, werden diese in Zusammenarbeit zwischen den Service-Mitarbeitern unserer

britischen Hauptniederlassung und dem jeweiligen Händler geklärt. Marktunter-

suchungen bezeugen, dass die Markentreue gegenüber unseren Produkten stark

ausgeprägt ist, und viele Kunden berichten, dass sie niemals etwas anderes kaufen

würden. Dank der Unterstützung durch die Händler, die ähnlich hohe Maßstäbe

wie wir anlegen, können wir unsere überlegene Marktposition behaupten.

Ein gewichtiges Verkaufsförderungsinstrument stellen die so genannten ‚Produkt-

kenntnis-Besprechungen’ dar, die für die Exklusivhändler regelmäßig veranstaltet

werden. Bei diesen Besprechungen wird das Verkaufspersonal über aktuelle Ent-

wicklungen, die neuesten Modelle und Zubehörartikel informiert. Auf diese Weise

ist sichergestellt, dass die Campingfreunde stets korrekt beraten werden.

Eine der häufigsten von Campingfreunden gestellte Frage lautet: „Das ist aber

teuer. Wie soll ich wissen, ob ich mich richtig entscheide und die Artikel auch

lange halten?“ Wir arbeiten darauf hin, dass alle Beschäftigten im Hause sowie die

Händler in vertrauenerweckender Weise alles bis ins Detail erklären können, denn

wir geben gern Auskunft über Material und Fertigungsabläufe.

Dank der profunden Kenntnisse und Erfahrungen ist die Isabella A/S der Zeit

stets einen Schritt voraus. Wir passen unsere Produkte ständig an neue Wohnwa-

genmodelle an und wollen in unserer Branche Zeichen setzen. Die Verkaufszahlen

für große Vorzelte steigen beständig an. Für Campingfreunde, die keine über die

gesamte Wohnwagenlänge reichenden Vorzelte haben wollen, bieten wir Teil- oder

Wintervorzelte an. Das Angebot in diesem Bereich wurde im Zuge der während

der letzten 8 Jahre stark gestiegenen Nachfrage ausgeweitet.

Wir haben die beliebte Ventura-Serie auf den Markt gebracht, die über andere

Kanäle als Isabella-Produkte vertrieben wird. Viele Erstkäufer von Wohnwagen

entscheiden sich für diese ‚Einsteigermodelle’, um später auf Isabella-Modelle

‚umzusteigen’.

Mithilfe unseres Webmasters haben wir zwei Websites erstellt, die sich mit aktuel-

len Neuheiten befassen und Auskunft über technische Daten zu verschiedenen

Vorzeltmodellen und Größen europäischer Wohnwagen geben.

Wir freuen uns, unsere Zukunftsziele für die Saison 2007 und speziell für den

britischen Markt konzipierte Vorzelte mit neuen Details vorstellen zu können.

Isabella Magazine :: 56 :: Importeure/Tochtergesellschaften


NL:

Die Isabella A/S feiert 50-jähriges Firmenbestehen.

Vor einem halben Jahrhundert hatte der Unternehmensgründer Søren

Odgaard eine Geschäftsidee, die sich noch heute als ausgezeichnet er-

weist.

Seit vielen Jahren bereits gibt der Vorzelthersteller Isabella in der Branche den

Ton an. Es wird ständig nach neuen Entwicklungsmöglichkeiten gesucht und es

entstehen neue Modelle, die Campingurlaub noch angenehmer machen und den

Campingplätzen einen attraktiven Gesamteindruck verleihen.

Im Laufe der Zeit entstanden mit großem Erfolg Tochtergesellschaften in etlichen

europäischen Ländern.

Die Gesellschaft Isabella Nederland kann bereits ihr 25-jähriges Bestehen feiern.

„Wir arbeiten bestens mit der Muttergesellschaft in Dänemark zusammen, von wo

wir auch stets Unterstützung erhalten und mit jeder Menge Know-how versorgt

werden. Da wir eine eigene Kundendienstabteilung unterhalten, können wir die

meisten Artikel und Ersatzteile schnell liefern.“

In den letzten Jahren hat das Internet ständig an Beliebtheit zugenommen, und

diese Entwicklung hat die Isabella A/S keineswegs verschlafen. Die Website des

Unternehmens bietet jede Menge Informatives sowie Hintergrundinformationen

und technische Angaben.

Trotz moderner Technik kommt es bei der Herstellung von Zelten entscheidend

auf handwerkliches Können an. Durch die Verwendung ausgesuchter Materia-

lien und strenge Kontrollen während der Fertigung ist Qualität auch in Zukunft

gewährleistet. Unsere Zelte tragen dazu bei, Campingplätze noch attraktiver er-

scheinen zu lassen.

Importeure/Tochtergesellschaften

Orangefarbener

Riese

Vor einem halben Jahrhundert machte ich das erste Mal Bekanntschaft

mit dem Begriff ‚Wohnwagen’. Ein begüterter Nachbar kam mit einem

solchen die Straße entlanggefahren, und alle Kinder scharten sich um

das ungewöhnliche Gefährt. Sie waren so begeistert, dass der stolze Besitzer den

Wohnwagen auf einer kleinen Wiese in der Nähe abstellte und begann, ein Vor-

zelt anzubauen. Als dieser ‚Riese’ endlich aufgestellt war, waren die ungeduldigen

Kinder jedoch schon verschwunden, denn das hatte viel zu lange gedauert. Ich

erinnere mich, dass das Vorzelt orangefarben war. Vermutlich war es kein Isabella-

Vorzelt, denn das Unternehmen hatte sich ja gerade erst etabliert. Als ich 25 Jahre

später im Jahre 1982 den ersten gebrauchten Wohnwagen anschaffte, gehörte

auch ein solches orangefarbenes Vorzelt dazu. Und der Aufbau dauerte sicher

genau so lange, wie der Start der Isabella-Niederlassung in den Niederlanden.

Wir schafften es nur einmal, das Vorzelt aufzubauen, und damit war es auch

genug. Wäre es ein Isabella-Vorzelt gewesen, hätte sich das sicherlich einfacher

gestaltet, denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man beim Aufstellen keine

Schwierigkeiten hat. Eines kann ich aus vollem Herzen bestätigen: Isabella hat

in allen diesen Jahren immer vorn gelegen, wenn es um Qualität und Innovation

ging. Und die tollsten Finessen sind fast immer aus Dänemark gekommen. Ein

Marktführer im wahrsten Sinne des Wortes! Wir beglückwünschen Sie hierzu und

zu Ihrem Jubiläum und wünschen dem Unternehmen alles Gute!

Fred Voorbergen, Chefredakteur

’Kampeer & Caravan Kampioen’

:: 57 :: Isabella Magazine


NO:

NORSK ISABELLA A/S

In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts begann die Isabella A/S, sich auch

auf dem norwegischen Markt zu etablieren.

Hans-Kr. Nielsen, eine bedeutende Persönlichkeit in der Campingbranche, brach-

te Isabella-Produkte auf den dortigen Markt. Er war in der Tat ein Pionier, der

dem Reisen mit dem Wohnwagen zu wahrer Blüte verhalf. Für seine Verdienste

wurde er vom Norsk Caravan Club und der Branchenorganisation mit der Ehren-

mitgliedschaft ausgezeichnet.

Zu Anfang der 70er Jahre übernahm Perry Breesth die Leitung der Fa. Isabella

International Norge und trieb die Umsatzzahlen in die Höhe. In seinem Team

befand sich ab 1975 auch Trine Lise Garberg. Als die dänische Muttergesellschaft

am 1. Oktober 1985 beschloss, ihr Geschäft durch Gründung einer norwegischen

Tochtergesellschaft auszuweiten, wurde sie zur Geschäftsführerin bestimmt.

Seither haben sich die Geschäfte Jahr für Jahr erfolgreich weiterentwickelt, was

Umsatz und Marktanteile betrifft.

Im Jahre 1994 zog das Unternehmen in ein neues Domizil um, das 2000 erheblich

ausgebaut wurde. Im Jahre 1994 wurde Thomas Andreasson als Vertriebsleiter

eingestellt, und seit 1985 ist die Zahl der Beschäftigten von 2 auf 7 gestiegen.

Die Norsk Isabella A/S, die den norwegischen Markt mit Zelten und Zubehör

beliefert, verfügt auch über eine Nähstube, die Reparaturen ausführen kann. Bei

allem, was in Norwegen mit Camping zu tun hat, hat das Unternehmen ein ge-

wichtiges Wort mitzureden, inseriert in in- und ausländischen Campingzeitschrif-

ten und nimmt an landesweiten Messen teil.

FR:

Ende 1999 übernahm die Gesellschaft Camping Distribution die Vertre-

tung von Isabella-Produkten in Belgien und Luxemburg. Es war eine

anspruchsvolle Aufgabe, ein gutes Händlernetz für die Saison 2000

und die Zeit danach aufzubauen. Zunächst arbeiteten wir mit 4 Händlern in

Belgien, doch durch intensive Bemühungen konnten wir ihre Zahl in kurzer Zeit

auf 10 steigern. Zu Beginn der Saison 2007 führen 15 autorisierte Händler Isabella-

Produkte, und zwar in den beiden Regionen Wallonien und Flandern.

Anfang des Jahres 2003 wurde beschlossen, dass sich Camping Distribution auch

um den Vertrieb auf dem französischen Markt kümmern und dort ein entspre-

chendes Händlernetz aufbauen sollte. Im April 2003 wurde die Fa. Narbonne

Accessoires autorisierter Isabella-Händler in Frankreich. Das Unternehmen, das

Ausrüstungen und Zubehör für Wohnwagen und Wohnmobile verkauft, hat sich

auf den Verkauf von Vorzelten spezialisiert. Zu dem Zeitpunkt war es mit 45 Ge-

schäften in ganz Frankreich vertreten und Ende 2006 werden es bereits 52 sein.

Die von François und Véronique Morici geleitete Gesellschaft Camping Distribu-

tion, die für Belgien, Frankreich und Luxemburg zuständig ist, verfolgt die glei-

chen Ziele wie die Isabella A/S in Dänemark und deren Tochtergesellschaften

und Importeure. Es geht darum, erstklassige Vorzelte zu verkaufen, guten Kunden-

dienst zu leisten und Umsatzsteigerungen für alle Beteiligten zu erzielen.

„Wie seinerzeit Søren Odgaard begannen wir mit einem kleinen, nur etwa 14

m 2 großen Büro. Im Dezember 2005 zogen wir in neue Räumlichkeiten um, die

gleich hinter unserer Privatwohnung liegen. Es besteht eine enge Zusammenarbeit

mit der Isabella A/S, die sich dank moderner Informationstechnologie schnell

und einfach gestaltet.

Wir sind stolz darauf, zur Isabella-Familie zu gehören, der wir uns eng verbunden

fühlen. Das ist auch der Hauptgrund dafür, dass wir unsere Arbeit lieben“, mei-

nen die beiden.

Isabella Magazine :: 58 :: Importeure/Tochtergesellschaften


Importeure als Botschafter

des Unternehmens

Als exportierendes Unternehmen weiß

man bei der Isabella A/S, wie wichtig

eine enge Zusammenarbeit mit den Ge-

schäftspartnern in den einzelnen Ländern ist.

Und alle Importeure haben die gleiche Bedeutung,

ob sie nun in Finnland, Österreich, Island, der

Schweiz, Italien, Portugal, Polen oder Schweden zu

finden sind.

Durch enge Zusammenarbeit haben wir Einfluss auf

Entscheidungen der Vertriebs- und Kundendienstab-

teilungen vor Ort.

Aus diesem Grund werden unsere Import-Unterneh-

men mit besonderer Sorgfalt ausgewählt. Wir sind

der Meinung, dass die Zusammenarbeit von gegen-

seitigem Vertrauen und Verständnis für Produkte

und Organisation geprägt sein sollte. Auf diese Wei-

se ist der Grundstein für den gemeinsamen Erfolg

gelegt.

Die Isabella A/S bringt den Importeuren große

Wertschätzung entgegen, denn sie tragen wesentlich

zum Erfolg des Unternehmens und seiner Produkte

bei. Die Zusammenarbeit zwischen der Isabella A/S

und den Importeuren erstreckt sich in der Regel über

viele Jahre und es entstehen geschäftliche und per-

sönliche Verbindungen über Ländergrenzen hinweg.

Wir möchten, dass wir auf ‚einer Wellenlänge’ liegen

und leisten bei vielen vor Ort geplanten Aktionen ak-

tive Unterstützung.

Die Isabella A/S legt Wert darauf, dass alle Käufer

ihrer Produkte zuvorkommend behandelt werden,

durch ein Import-Unternehmen ebenso wie durch

eine Tochtergesellschaft im jeweiligen Land.

Das macht eine enge Zusammenarbeit zwischen

den Beteiligten in allen Ländern erforderlich. Ent-

Importeure/Tochtergesellschaften

sprechend finden häufig Besuche statt. Es wird ge-

meinsam geplant und Messen sowie Besprechungen

mit Händlern durchgeführt. In den meisten Fällen

finden Anregungen der Importeure bei neuen Aktio-

nen Berücksichtigung, so dass sie motiviert werden,

ihren Beitrag zum gemeinsamen Erfolg zu leisten.

Die Muttergesellschaft hat ein offenes Ohr für gute

Vorschläge und greift sie auf, wenn sie etwas zum

Nutzen vieler Campingfreunde beinhalten.

Die Isabella A/S ist sich bewusst, dass diese Offen-

heit notwendig ist, um neue Erkenntnisse gewinnen

zu können.

Ein modernes, expandierendes Herstellwerk ist zur

Sicherung ihres Absatzes von guten, sachkundigen

Geschäftspartnern abhängig, seien es Händler im

eigenen Land oder Partner im Ausland. Auf den be-

deutendsten Märkten wurden Tochtergesellschaften

gegründet – mit Ausnahme von Schweden, wo ein

Importeur schon seit über 3½ Jahrzehnten tätig ist.

Der Erfolg der Isabella A/S beruht darüber hinaus

auch auf einer Handvoll Importeure in den entspre-

chenden Ländern. In Finnland sind seit Mitte der

70er Jahre des vorigen Jahrhunderts die Caravan

Company und später auch die Tochtergesellschaft

mit dem Namen Kehä Caravan Tukku als zuverläs-

sige, sachkundige Importeure für die Isabella A/S

tätig. Seit Mitte der 90er Jahre importiert auch die

Fa. Kama OY Zelte und Zubehör nach Finnland.

Beide Unternehmen, die als Großhändler für Wohn-

wagenzubehör tätig sind, vertreten jetzt die Interes-

sen der Isabella A/S vor Ort in professioneller Art

und Weise.

Dasselbe gilt auch für die Fa. Helmuth Pusch Wohn-

wagen, dem größten Wohnwagenhändler in Öster-

reich mit 5 Niederlassungen in verschiedenen Städ-

ten. Sie tritt seit 1969 als erfolgreicher Importeur für

Isabella-Produkte in Österreich auf.

Island gehört wegen seiner Randlage zu den kleine-

ren Märkten in Europa. Durch eine gute, langjährige

Zusammenarbeit mit der Fa. Gísli Jónsson konnten

Produkte von Isabella jedoch auf der nordatlanti-

schen Insel Fuß fassen. Hier wird Camping als eine

Art Lebensstil aufgefasst, denn die Straßenverhält-

nisse machen es Besitzern von Wohnwagen nicht

gerade leicht.

Die Schweiz ist ein interessanter Markt für Camping-

artikel. Im Jahre 2000 übernahm die Tochtergesell-

schaft in Deutschland die Belieferung von Schweizer

Händlern, die bis dato über verschiedene Importeure

abgewickelt wurde. Daher gibt es hier keinen Impor-

teur, sondern eine Reihe autorisierter Händler.

Seit rund 20 Jahren wird die Isabella A/S durch die

Fa. Essebi im italienischen Bolzano vertreten.

Seit 10 Jahren gibt es Isabella-Produkte auch in Por-

tugal, wobei der Vertrieb über die Fa. Marcampo

erfolgt. Wie in anderen südeuropäischen Ländern

auch, werden hier zumeist preiswerte Baumwollzelte

nachgefragt.

Seit dem EU-Beitritt von Polen ist auch hier der Weg

frei für die bekannten Vorzelte der Isabella A/S, die

zz. über das Wohnwagen-Importunternehmen Pro-

Camp vertrieben werden. Es scheint jedoch, dass

sich neue Möglichkeiten auftun, weil hier bereits

Vorzelte gefertigt werden.

Zwar wird sporadisch auch in andere Länder expor-

tiert, doch macht dies nur einen kleinen Teil am Ge-

samtumsatz aus.

:: 59 :: Isabella Magazine

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