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Falstaff Wein Schweiz Special 2024

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SPEZIAL

01/2024

GENIESSEN WEIN ESSEN REISEN

W I N E T R A V E L S C H W E I Z S P E Z I A L

SONDERAUSGABE CHF 14,–

WEINGUIDE 2025

DIE BESTEN

DES LANDES

WEINTOURISMUS

WINE TOURS &

HIDEAWAYS

BIOWEINBAU

DIE GRÜNE

REVOLUTION

9 004524 129903

01

ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 02Z030053 M, FALSTAFF VERLAGS-GMBH, SCHOTTENRING 2–6, 1010 WIEN

Weinerlebnis

Schweiz

ZU GAST IN ALLEN SCHWEIZER WEINREGIONEN

01

WWW.FALSTAFF.COM



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HERAUSGEBERBRIEF

GENIESSEN SIE

DAS PRICKELNDE

VERGNÜGEN

AUF IN DIE REBEN!

LIEBE WEINLIEBHABERINNEN,

LIEBE WEINLIEBHABER!

Weinreisen wohnt etwas Magisches inne. Einen

Wein trinkt man schliesslich ganz anders,

wenn man seinen Ursprungsort kennt – und

noch besser, wenn man die Macherinnen und Macher

hinter den lieb gewonnenen Flaschen einmal an ihrem

Arbeitsort besucht hat.

Wir kennen das nur zu gut. Seit vielen Jahren widmen

wir uns in jeder Falstaff-Ausgabe auch dem Thema Weinreisen

– nicht nur, aber besonders leidenschaftlich in der

Schweiz. Unser Land hat alles zu bieten, was eine stolze

Weinreisenation braucht: spektakulär schöne Weinregionen

und -lagen, Restaurants mit gut sortierten Kellern,

Weinwanderwege, Vinotheken, Weinbars und natürlich

Winzerinnen und Winzer, die nicht nur begnadete

Weinmacher, sondern auch ebenso gute Gastgeber sind.

Aus unserer Leidenschaft für das Reisen in Weinregionen

und das grosse Interesse von Ihnen, den Leserinnen

und Lesern, an unseren Weinreisegeschichten in der

Falstaff-Hauptausgabe, ist dieses neue Falstaff Spezial

entstanden. Es ersetzt den bisher erschienene Falstaff

Weinguide und inkludiert die Resultate dieses gross

angelegten Tastings, sortiert nach Regionen.

Aber das ist noch lange nicht alles! Jeder der sechs

Schweizer Anbauregionen widmen wir in diesem Heft

ein ganz eigenes Kapitel, erzählen ihnen, warum sich ein

Ausflug in die jeweilige Region besonders lohnt, wo wir

selbst besonders gerne einkehren und welche die besten

Optionen für eine Übernachtung sind.

Das neue Wine Travel Schweiz Spezial ist also einerseits

ein Guide zu den besten Weinen des Landes und

andererseits ein Reiseführer durch unsere traumhaften

Weinlandschaften.

WOLFGANG ROSAM

Chefredaktor und Herausgeber

Falstaff Schweiz

DOMINIK VOMBACH

und BENJAMIN HERZOG

Chefredaktion Falstaff Schweiz

Viel Spass und Genuss mit dem neuen Falstaff Wine

Travel Schweiz Spezial,

Foto: Ingo Pertramer

WOLFGANG M. ROSAM

wolfgang.rosam@falstaff.com

@RosamWolfgang

DOMINIK VOMBACH

dominik.vombach@falstaff.com

BENJAMIN HERZOG

benjamin.herzog@falstaff.com

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WEINREISE

16

Aktivitäten und

genussvolle

Erlebnisse rund

um Schweizer

Weine.

SONDERAUSGABE CHF 14,–

SPEZIAL

01/2024

WEINGUIDE 2025

DIE BESTEN

DES LANDES

GENIESSEN WEIN ESSEN REISEN

W I N E T R A V E L S C H W E I Z S P E Z I A L

WEINTOURISMUS

WINE TOURS &

HIDEAWAYS

BIOWEINBAU

DIE GRÜNE

REVOLUTION

46

Im Hinterland von

Genf befinden sich

ausgedehnte Rebberge.

16 PARADIES FÜR WEINREISEN

Die weintouristischen Highlights der

Schweiz

24 GRÜNE REVOLUTION

Der Aufstieg der qualitativen Schweizer

Bioweine

30 DIE SIEGER

Diese Weine und touristischen

Angebote sind die Sieger dieses

Falstaff Travel Guides

COVER

FOTO: MAUDE RION /

MONTREUX TOURISME

9 004524 129903

9 004524 129903

ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 02Z030053 M, FALSTAFF VERLAGS-GMBH, SCHOTTENRING 2–6, 1010 WIEN

30

Mehr als 400 Schweizer

Weine wurden für dieses

Spezial verkostet.

Weinerlebnis

Schweiz

ZU GAST IN ALLEN SCHWEIZER WEINREGIONEN

WWW.FALSTAFF.COM

64

Atemberaubende Landschaften und

bester Wein warten im Wallis.

WEINREGION GENF

46 WEINREISE GENF

Ein Besuch bei den innovativen

Winzern der drittgrössten Weinregion

der Schweiz

56 GRAPE ESCAPES

Aussergewöhnliche Übernachtungen

und naturnahe Erlebnisse in Genf

58 DIE WINZER UND IHRE WEINE

Die Winzer aus Genf präsentieren

ihre Weine

WEINREGION WALLIS

64 WEINREISE WALLIS

Warum Weinfans gerne in den

traumhaften Bergkanton reisen

Fotos: Shutterstock, Valais Wallis Promotion/Frederic Huber Photography

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MERLOT RISERVA RONCAIA

VINATTIERI TICINESI, 75 CL

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Erhältlich in ausgewählten Coop Supermärkten sowie unter mondovino.ch


WEINREISE

114

Das Tessin ist der sonnenreichste

Kanton der Schweiz.

124

GRAPE ESCAPES

Aussergewöhnliche Übernachtungen

und naturnahe Erlebnisse im Tessin

126 DIE WINZER UND IHRE WEINE

Die Winzer aus dem Tessin

präsentieren ihre Weine

140

Das Drei-Seen-Land in der

Westschweiz lässt das Herz der

Weinliebhaber höherschlagen.

76 GRAPE ESCAPES

Aussergewöhnliche Übernachtungen

und naturnahe Erlebnisse im Wallis

78 DIE WINZER UND IHRE WEINE

Die Winzer aus dem Wallis

präsentieren ihre Weine

WEINREGION

DREI-SEEN-LAND

140 WEINREISE DREI-SEEN-LAND

Die Region um den Bieler-, Murtenund

Neuenburgersee ist immer einen

Ausflug wert

150 GRAPE ESCAPES

Aussergewöhnliche Übernachtungen

und naturnahe Erlebnisse im

Drei-Seen-Land

152 DIE WINZER UND IHRE WEINE

Die Winzer aus dem Drei-Seen-Land

präsentieren ihre Weine

160

Die Deutschschweiz punktet

mit einer grossen Bandbreite

bei Wein und

Gastronomie.

WEINREGION

WAADTLAND

90 WEINREISE WAADTLAND

Eine Reise in eine der schönsten

Weinregionen des Alpenraums

102 GRAPE ESCAPES

Aussergewöhnliche Übernachtungen

und naturnahe Erlebnisse im Wallis

104 DIE WINZER UND IHRE WEINE

Die Winzer aus dem Waadtland

präsentieren ihre Weine

WEINREGION TESSIN

114 WEINREISE TESSIN

Reise an die Alpensüdseite ins

Schweizer Weinbaugebiet Tessin

WEINREGION

DEUTSCHSCHWEIZ

160 WEINREISE DEUTSCHSCHWEIZ

Reise-Highlights aus einem

Weinanbaugebiet mit eigenständiger

Charakteristik

172 GRAPE ESCAPES

aussergewöhnliche Übernachtungen

und naturnahe Erlebnisse in der

Deutschschweiz

174 DIE WINZER UND IHRE WEINE

Die Winzer aus der Deutschschweiz

präsentieren ihre Weine

5 HERAUSGEBERBRIEF

8 IMPRESSUM

194 SAGEN SIE EINMAL …

IMPRESSUM MEDIENINHABER Falstaff Verlag Schweiz AG, Kirchenweg 8, 8008 Zürich, www.falstaff.com, redaktion@falstaff.ch HERAUSGEBER Aloys Hirzel, Wolfgang M. Rosam

GESCHÄFTSFÜHRUNG Mag. Elisabeth Kamper, Wolfgang M. Rosam, Sophie-Marie von Haugwitz ANZEIGEN SCHWEIZ Camille Husson Stengel, Martina Kummer,

David Huber und Barbara Schönmann ANZEIGENKOORDINATION Christiane Ceccarelli, Viktoria Gartner, anzeigen@falstaff.ch CHEFREDAKTION Benjamin Herzog, Dominik Vombach

CHEFIN VOM DIENST Herta Scheidinger ART DIRECTOR Wolfgang Lackinger, GRAFIK Isabella Gröller, Petra Kirchmayer, Noah Neururer FOTOREDAKTION Mag. (FH)Thomas Trimmel

LEKTORAT Birgit Weißkircher, Andreas Hierzenberger PRODUKTION/LITHO Konstantin Riemerschmid MITARBEITER DIESER AUSGABE Larissa Graf ADVERTORIAL-MANAGER

Ing. Mag. Dr. Stefan Schreier DIRECT SALES Wilhelm Amann (Leitung) VERTRIEB & LESER- und ABOSERVICE Kornelia Pirker (Leitung Vertrieb und Abo), Birgit Niedl, Thomas Wagner

(Vertriebsmanager) abo@falstaff.ch HERSTELLER Druckerei Berger, Wiener Straße 80, 3580 Horn GESELLSCHAFTER DER FALSTAFF VERLAGS-GMBH 67 % Wolfgang Rosam

Privatstiftung, 23 % Sabancaya Beteiligungs GmbH, 10 % Angelika Rosam

Fotos: Ascona Locarno Tourism/Alessio Pizzicannella, Tourismus Biel Seeland / Stefan Weber, Aargau Tourismus / Michel Jaussi

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Foto: Shutterstock

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Foto: Sedrik Nemeth

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15


weinreise / SCHWEIZ

PAR ADIES FÜR

WEINREISEN

Die Schweiz ist an Naturschönheit kaum zu überbieten, und an Weinvielfalt genauso

wenig. In allen Landesteilen finden sich Weingüter, die für Besucher offen stehen,

genauso wie touristische Highlights mit oder ohne önologischen Kontext.

TEXT BENJAMIN HERZOG

Foto: Shutterstock

16 falstaff


Die Weinregion Lavaux wird

seit dem elften Jahrhundert

vom Weinbau geprägt. Seit

2007 steht sie auf der Liste für

Weltkulturerbe der UNESCO.

falstaff

17


weinreise / SCHWEIZ

DIE WEINREGIONEN

DER SCHWEIZ

WEINANBAUFLÄCHEN SCHWEIZ GESAMT CA. 14550 Hektar

DEUTSCH-SCHWEIZ

2.656 Hektar

Schaffhausen

DREI-SEEN-REGION CA. 990 Hektar

Neuenburg

Neuenburg

Basel

Delémont

Freiburg

WAADT CA. 3780 Hektar

Solothurn

BERN

Liestal

Aarau

Frauenfeld

St. Gallen

Zürich

Herisau

Appenzell

Appenzell

Zug

DEUTSCHSCHWEIZ CA. 2630 Hektar

Schwyz

Glarus

Stans

Altdorf

Chur

Lausanne

WALLIS CA, 4650 Hektar

TESSIN CA. 1150 Hektar

Genf

GENF CA. 1350 Hektar

Sion

G E N F E R S E E

Bellinzona

T E S S II N

TESSIN

1.122 Hektar

WEINBAULAND SCHWEIZ: KLEIN, ABER OHO

In der Schweiz wird auf der relativ kleinen Fläche von nur 14.569 Hektar

eine beeindruckende Vielfalt an Weinen produziert. Die Weinproduktion

ist in sechs Hauptregionen unterteilt, wobei das Wallis mit

etwa einem Drittel der Gesamtrebfläche die bedeutendste Rolle spielt.

Das Schweizer Rhônetal profitiert von einem sonnigen, trockenen

Klima und zeichnet sich durch steile Terrassenlagen aus. In der Waadt,

der zweitgrössten Weinregion, wird vor allem die Rebsorte Chasselas

kultiviert, die für ihre Frische und Eleganz bekannt ist. Hier befinden

sich auch die malerischen Weinlagen des UNESCO-Weltkulturerbes

Lavaux. In der Deutschschweiz, wo der Pinot Noir dominiert, finden

sich bedeutende Anbauflächen in den Kantonen Zürich, Schaffhausen

und Graubünden. Das Tessin, die südlichste Weinregion der Schweiz,

unterscheidet sich durch sein mediterranes Klima und die Dominanz

des Merlot. Hier entstehen kraftvolle Rotweine, die oft mit den besten

italienischen Weinen verglichen werden. Die Region Genf, obwohl

flächenmässig kleiner, spielt eine wichtige Rolle in der Schweizer

Weinproduktion. Die Rebflächen erstrecken sich über flaches Terrain

und produzieren eine Vielzahl von Weinen, wobei Gamay und Chasselas

zu den wichtigsten Rebsorten zählen. Das Drei-Seen-Land, das die

Gebiete um den Neuenburger-, Bieler- und Murtensee umfasst, rundet

das Bild der Schweizer Weinlandschaft ab. Diese Region zeichnet sich

durch eine ausgewogene Mischung aus Rot- und Weissweinen aus,

wobei der Pinot Noir und der Chasselas die Hauptrollen spielen.

Foto: Ivo Scholz/Switzerland Tourism

18 falstaff


Vom Rheinfall, dem grösste

Wasserfalls Europas,

ist es nicht weit bis zu

den Anbaugebieten des

Blauburgunderlandes: Bei

beiden Attraktionen spielt

Kalkstein eine zentrale Rolle.

WER JE EIN WEINGUT

BESUCHT HAT, WEISS,

DASS MAN EINEN WEIN

GANZ ANDERS TRINKT,

WENN MAN DESSEN

URSPRUNGSORT KENNT.

Ein Besuch auf einem Weingut

kann das Leben verändern –

oder zumindest die Vorlieben

bei der Weinwahl. Wer je ein

Weingut besucht hat, weiss,

dass man einen Wein ganz anders trinkt,

wenn man dessen Ursprungsort kennt und

im besten Fall auch dessen Macherinnen

und Macher. Viele Schweizer Weingüter

empfangen Gäste zu fixen Zeiten, nach

Voranmeldung oder zumindest anlässlich

der Tage der offenen Weinkeller, die in den

meisten Weinregionen im Mai stattfinden.

Doch eine gelungene Weinreise sollte

natürlich nicht nur Besuche bei Winzerinnen

und Winzern beinhalten, sondern auch

kulinarische Höhepunkte oder ganz

weinfremde Sehenswürdigkeiten, wie man

sie in der Schweiz fast überall findet.

Eine besondere Symbiose in puncto Weinreisen

geht der grösste Wasserfall Europas,

der Rheinfall, mit den wenige Kilometer

entfernten Weinbergen Schaffhausens ein.

Blauburgunderland nennt sich die Region,

in der die meisten Winzerinnen und Winzer

sich auf den grazilen Pinot Noir spezialisiert

haben. Das kommt nicht von ungefähr!

Der charakteristische Kalkfelsen inmitten

des Wasserfalls ist geologisch mindestens so

interessant wie die Kalkformationen, die die

angrenzenden Weinregionen prägen – auch

wenn deren Geschichte nicht ident ist. Warum

also nicht einen Ausflug an den Rheinfall

mit einem Winzerbesuch verbinden?

<

falstaff

19


weinreise / SCHWEIZ

Die Bündner Herrschaft gilt als das Burgund der Schweiz – in den vier Weindörfern Fläsch, Maienfeld,

Jenins und Malans befinden sich gleich mehrere Topbetriebe der Schweiz.

Die Rheinschlucht zwischen Ilanz und der Mündung des Hinterrheins bei Reichenau im Kanton

Graubünden gehört zu den spektakulärsten Landschaften der Schweiz.

20 falstaff

<

Die bekanntesten Terroirs der Schweiz

sind nicht nur für Weinproduktion erstklassig,

sie bieten auch etwas fürs Auge,

insbesondere die alpinen Lagen. Zu den

bekanntesten in der Deutschschweiz zählt die

Bündner Herrschaft. Kulinarische Höhepunkte

sind zahlreich – und auch Naturspektakel

sind nicht weit. Wie wär’s mit einem

Abstecher zur epischen Rheinschlucht?

Die Grenze zwischen dem Kanton Graubünden

und dem Kanton Tessin verläuft

durch unebenes Terrain. Das italienischsprachige

Bündnertal namens Misox ist eine

wichtige Verbindungsachse von Norden

nach Süden und gehört vermutlich zu den

grössten Geheimtipps betreffend Weinbau

in unserem Land. Trotz seiner geografischen

Lage in Graubünden wird das Misox weinbautechnisch

dem Tessin zugeordnet – denn

Klima und Sortenspiegel sind dem Tessin

durchaus nahe. Von hier ist es nicht mehr

weit zu den eigentlichen Reblagen in der

Sonnenstube der Schweiz. Das Tessin ist

Fotos: Thomas Kessler Visuals, Ivo Scholz/Switzerland Tourism, Ticino Turismo - Parisiva, Switzerland Tourism/Jan Geerk


per se eine beliebte Reisegegend – und um

den Wein kommt hier niemand herum. Besonders

eindrücklich sind etwa die Lagen

bei Morcote am Luganersee oder natürlich

auch am Lago Maggiore. Wer hier einen

Winzerbesuch auf dem Programm hat und

keine Zwischenhalt in Ascona, Locarno oder

Brissago einlegt, verpasst definitiv etwas –

zumindest für einen Aperitivo am See sollte

man sich Zeit nehmen. Der gehört zum

Tessin wie der Wein und die Naturschönheit.

An diesen Attributen spart auch das

benachbarte Wallis nicht. Der grösste

Weinbaukanton des Landes hat in Sachen

Weintourismus richtig aufgerüstet. Weinmuseen,

ganze Erlebniszentren, regionaler Wein

auf allen Weinkarten und vieles mehr lassen

die Geniesserherzen höher schlagen.

<

Gaby Gianini von der Tenuta Castello die Morcote gehört zu den umtriebigen Weinunternehmerinnen im

Tessin: Sie betreibt neben dem Weingut auch Gastronomie und ein erstklassiges, kleines Hotel.

Ascona am Lago Maggiore gehört

zu den Highlights für Reisende im

Kanton Tessin. Weingüter sind in der

Umgebung viele zu finden.

falstaff

21


weinreise / SCHWEIZ

WINE TRAVEL SCHWEIZ

SO LESEN SIE

DIESEN GUIDE

Der Swiss Wine Travel Guide beinhaltet

weintouristische Tipps und Porträts zu

jeder der sechs Schweizer Weinregionen. Im

Anschluss finden Sie jeweils Einträge einzelner

Weinbaubetriebe – samt Notizen und

Bewertungen von aktuellen Weinen und

natürlich den Öffnungszeiten für einen

Besuch. Dieser gross angelegten Verkostung

entstammen auch die Siegerinnen und Sieger

dieser Publikation, die in einer separaten

Geschichte genauer vorgestellt werden.

Neben den Bewertungen der einzelnen Weine

im gewohnten Falstaff-100-Punkte-System

ist die Publikation dieses Guides der Zeitpunkt,

an dem die Falstaff-Redaktion die Sterne für

die Schweizer Weinbetriebe neu vergibt. Die

Einstufung erfolgt nach folgenden Kriterien:

Aigle im Chablais im Kanton Waadt gehört zu den wichtigen Weinorten der Schweiz – es ist die Heimat

des bekannten Schweizer Weins Aigle Les Murailles und des Wahrzeichens Château d’Aigle.

>

Die höchsten Weinberge Europas bei

Visperterminen gehören hier genauso zu den

Highlights wie die mystisch erscheinenden

Lagen bei Chamoson oder auch die lebendige

Kantonshauptstadt Sion und das benachbarte

Sierre, die inmitten der Reben stehen.

Wer dem Lauf der Rhône im Wallis

folgt, landet im Waadtland, das mit dem

zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden

Lavaux zu den spektakulärsten Weingegenden

der Welt zählt. Doch auch weniger

bekannte Appellationen sind einen Besuch

wert. Etwa das Chablais mit dem Ort Aigle

und dem charakteristischen Schloss inmitten

der Reblagen. Rund 30 Kilometer weiter befindet

sich das im Genfersee gebaute Schloss

Chillon – und dazwischen und drumherum

Winzerbetriebe, die besucht werden können.

Das Lavaux bei Lausanne sollte jeder Liebhaber

von Schweizer Weinen mindestens einmal

im Leben bereist haben. Die Reben – und

die Besucher – werden hier von drei Sonnen

verwöhnt: der direkten Sonne, der sich spiegelnden

Sonne vom See und der Sonnenenergie,

die in den rund 450 Kilometern Trockenmauern

gespeichert ist. Diese Trockenmauern

stützen nicht nur die Reblagen, sondern sind

auch Habitate für Tiere und Pflanzen.

Weiter den See entlang Richtung Genf passiert

man die Weinregion La Côte, um dann

die Kantonsgrenze zu überwinden. Die internationale

Stadt Genf gehört auch weinmässig

zu den weltoffenen Schweizer Landstrichen

– nicht nur, weil hier verhältnismässig viele

internationale Sorten anzutreffen sind. Der

Weinbau im Kanton beginnt gleich vor den

Toren der Stadt, und in der Stadt selbst sind

die regionalen Erzeugnisse allgegenwärtig.

Die Westschweiz ist von Seen geprägt, der

Genfersee ist der grösste von allen. Weinbautechnisch

nicht ausser Acht lassen sollte

man auch die drei Seen nördlich davon. Das

Drei-Seen-Land ist geprägt vom Dreiergespann

Neuenburger-, Bieler- und Murtensee.

Die vom Juramassiv geprägten Terroirs der

Region bringen einige der besten Pinot Noirs

der Schweiz hervor – und insbesondere die

mit Reben bepflanzten Nordufer der Seen

sind auch erstklassige Gebiete für malerische

Wanderungen zwischen Wasser und Wein.

<

★ Betrieb, der regelmässig Weine hervorbringt,

die typisch für Sorte und Herkunftsregion

sind.

★ ★ Betrieb, der für verlässliche Wein qualität

bekannt ist und die Weine seiner Region auf

hohem Niveau repräsentiert.

★ ★ ★ Betrieb, der für individuelle Weine

von kontinuierlich hervorragender Qualität

bekannt ist und hohes Ansehen geniesst.

★ ★ ★ ★ Betrieb, der kontinuierlich für Spitzenleistungen

bekannt ist und dessen stilistische

Ausrichtung hohes Ansehen besitzt.

★ ★ ★ ★ ★ Betrieb, der seit langer Zeit kontinuierlich

für Spitzenleistungen bekannt ist

und im In- und Ausland für seine stilistische

Eigenständigkeit höchstes Ansehen geniesst.

DIE BIO-KNOSPE IN

DIESEM GUIDE

Die Schweizer Knospe-Winzer werden in

diesem Guide speziell gekennzeichnet. Die

Knospe ist eine Marke von Bio Suisse, dem

Verband der Schweizer Bio-Bauern. Die Vorgaben

für die Knospe sind strenger als die für

EU- oder CH-Bio. Letztere basieren allein auf

den gesetzlich verankerten Bio-Verordnungen.

Die Vorgaben für die Bio-Suisse-Knospe

schränken etwa die Verwendung von Zusatzund

Hilfsstoffen stark ein, schreiben schonende

Verfahren vor und geben Einschränkungen

in Bereichen wie Schädlingsbekämpfung oder

Verpackungsmaterial. Auch Kriterien wie Biodiversität,

Wasserverbrauch, Nachhaltigkeit,

Fairtrade und Sozialstandards unterliegen

bei der Knospe strengeren Vorgaben als bei

anderen Bio-Zertifikaten.

Foto: Shutterstock

22 falstaff


Als familiengeführtes Unternehmen mit über 80 Jahren

Erfahrung im internationalen Weinhandel haben wir uns auf

Bordeaux und Burgunder spezialisiert. Unser Fokus liegt auf

Raritäten in optimaler Trinkreife. Unser stündlich aktualisiertes

Sortiment bietet mehr als 3000 verschiedene Weine, welche

sofort für Sie verfügbar sind.

Um jederzeit gereifte Weine anbieten zu können, sind wir

auch laufend auf der Suche nach Spitzenweinen aus privaten

Sammlungen - gerne erstellen wir Ihnen ein Kaufangebot.


weinreise / BIOWEINBAU

GRÜNE

REVOLUTION

Seit 2008 hat sich die Biorebfläche in der Schweiz mehr als verdoppelt. Immer mehr

Winzer setzen auf biologischen Anbau, fördern Biodiversität, reduzieren ihren CO 2

-

Ausstoss und stellen fest, dass ihre Weine sich zum Positiven verändern. Der Anteil der

Biorebfläche in der Schweiz liegt mittlerweile bei rund 20 Prozent – Tendenz steigend.

TEXT DOMINIK VOMBACH

Foto: Frick/biomedialibrary

24 falstaff


Grüne Oase: Durch den Bioanbau

steigt die Biodiversität in den

Rebbergen. Das bedeutet: mehr

Regenwürmer, mehr Schmetterlinge,

mehr Marienkäfer und vieles mehr.

falstaff

25


weinreise / BIOWEINBAU

SEIT 2018 HAT SICH DIE

BIO-REBFLÄCHE IN

DER SCHWEIZ MEHR ALS

VERDOPPELT. HEUTE

SIND 2700 HEKTAR

ZERTIFIZIERT.

26 falstaff

Die Waadtländer Domaine Les Satyre

von Noémie Graff gehört seit 2018

zu den Bio-Suisse-zertifizierten

Knospe-Betrieben.

Die Zahlen sprechen eine

deutliche Sprache: Bioweinbau

boomt in der Schweiz.

Seit 2018 hat sich die

Biorebfläche mehr als

verdoppelt und liegt heute bei rund

2700 Hektar. Das sind rund 20 Prozent der

Gesamtrebfläche des Landes. In einzelnen

Kantonen ist der Anteil sogar noch deutlich

höher, in Neuenburg etwa, wo inzwischen

rund 60 Prozent der gesamten Rebfläche

biologisch bewirtschaftet wird, oder in Freiburg,

wo der Bioanteil mittlerweile bei rund

44 Prozent liegt. Der grösste Anteil der

Schweizer Biorebflächen ist in der Westschweiz

zu finden: Rund 75 Prozent

entfallen auf diesen Landesteil.

Hier im Waadtland befindet sich auch

die Domaine les Satyre, die seit 2018 zu

den Bio Suisse-zertifizierten Knospe-Produzenten

gehört. Die Umstellung auf biologischen

Anbau kam nicht von ungefähr.

Zuvor produzierte man nach den Vorgaben

der integrierten Produktion und stellte fest,

dass diese trotz aller Verbesserungen, die

sie für den Weinbau bedeutete, durch den

systemischen Gebrauch von chemisch-synthetischen

Spritzmitteln für die Domaine

in eine Sackgasse führte. «Die Beziehung

zwischen Rebe und Boden ist für unsere

Arbeit entscheidend. Durch die Förderung

der Biodiversität und des Lebens im Boden

integriert die Bioproduktion die Pflanze

wieder in ihr Umfeld», so Winzerin Noémie

Graff. Seit der Umstellung sei der Ertrag

ausgewogener geworden, berichtet sie, die

Begrünung im Rebberg vielfältiger und

das Gleichgewicht zwischen Tannin, Säure

und Alkohol in den Weinen harmonischer.

«Und das trotz der durch die Klimaerwärmung

verursachten Veränderungen», betont

Graff. Diese machen sich auch hierzulande

mit Frost, Hitze, Trockenheit und Extremwetterereignissen

wie Hagel immer

stärker bemerkbar – auch durch

übermässige Feuchtigkeit, gepaart

mit Wärme, wie es in diesem Jahr

stellenweise der Fall war. Dann können

die Pilzkrankheiten Oidium und Peronospora,

der Echte und der Falsche Mehltau,

schwere Schäden verursachen – egal, ob

biologisch oder konventionell produziert

Fotos: Noémie Graff/Siffert, Biosuisse, beigestellt


Der Thurgauer Bio-Winzer Roland

Lenz gehört zu den Vorreitern bei

den boomenden Piwi-Sorten. Er

sieht Rebberge als ganzheitliche

Ökosysteme an und fördert die

Biodiversität.

wird. Abhilfe schaffen nur Pflanzenschutzmassnahmen.

Auf ein Mindestmass reduziert

werden können diese durch den Einsatz von

pilzwiderstand fähigen Rebsorten. Diese sind

im Gegensatz zu bekannten Europäersorten,

zu denen im Grunde alle weitläufig bekannten

Rebsorten gehören, gegen die genannten

Pilzkrankheiten genetisch abgesichert, also

sozusagen resistent. Die notwendigen Pflanzenschutzmassnahmen

lassen sich so um bis

zu 80 Prozent reduzieren. Das bedeutet nicht

nur eine Senkung der reinen Spritzmittelmenge,

sondern auch weniger Durchfahrten

mit dem Traktor und somit weniger CO 2

-

Ausstoss geringere Bodenverdichtung. Auch

die Produktionskosten sinken.

Ganz so einfach ist das mit den Piwi-Sorten

dann aber doch nicht, weiss Winzer Roland

Lenz aus dem Thurgau, der seit vielen

Jahren nach Demeter-Richtlinien arbeitet

und europaweit als Spezialist für pilzwiderstandsfähige

Sorten gilt. «Diese Sorten

muss man begleiten, damit sie funktionieren»,

erklärt Lenz und meint damit, dass sie

ein- bis zweimal während der Vegetationsperiode

behandelt werden müssen. Rund

zehnmal weniger, als Lenz in diesem Jahr

seine Müller–Thurgau-Parzelle mit Schwefel

und Kupfer behandeln musste, um sie vor

Peronospora und Oidium zu schützen. Die

Blauburgunderparzelle eines konventionell

arbeitenden Winzerkollegen direkt unterhalb

hat es besonders stark erwischt: Sie trägt in

diesem Jahr gar keine Trauben. Ein wichtiger

Schlüssel für Lenz dabei ist, Biodiversität im

Rebberg zu schaffen und auf diese Weise ein

wehrhaftes Ökosytem zu gestalten, um der

allfälligen Monokultur, zu der Rebberge nun

mal gehören, entgegenzuwirken. In seinen

Rebzeilen sind deshalb Maulbeerbäume und

Haselnusssträucher zwischen den Rebstöcken

zu entdecken. Zwischen den Zeilen

gedeiht Hanf, und rund um die Parzellen

wachsen Bäume, Hecken und Sträucher.

NACHHALTIGE VERÄNDERUNG

Auf dem Markt existieren unterschiedlichste

Bio-Labels, die sich in den Anforderungen

an die Produzenten unterscheiden.

Einige Anforderungen haben sie jedoch

immer gemein: zum einen den Verzicht auf

chemisch-synthetische Spritzmittel und

Dünger. Die Bio-Winzer verwenden nur

natürliche Hilfsmittel, zu denen auch

<

falstaff

27


weinreise / BIOWEINBAU

Bioweinbau in der Schweiz boomt: Viele Winzerinnen und Winzer stellen nicht nur aus Gründen

der Nachhaltigkeit ihre Betriebe um, sondern auch um die Weinqualität zu fördern.

<

28 falstaff

Kupfer und Schwefel zur Bekämpfung

von Pilzkrankheiten gehören, wobei der

Einsatz dieser Mittel durch Maximalmengen

beschränkt ist. Zudem sind für die

Herstellung von Bio-Wein gentechnisch veränderte

Organismen untersagt. Zu den am

weitesten verbreiteten Bio-Labels für Wein

in der Schweiz gehören zweifelsohne das

EU-Bio-Label, die Bio Suisse Knospe und

das Demeter-Siegel. Ersteres ist auf vielen

Weinflaschen im Handel zu finden und

belegt die Einhaltung der EU-Vorschriften

für die Produktion von Bio-Wein. Die Bio

Suisse Knospe verlangt von den Produzenten

noch etwas mehr als der EU-Standard.

Unter anderem muss die gesamte Fläche

eines Betriebs biologisch bewirtschaftet

werden. Und zur Förderung der Artenvielfalt

müssen mindestens sieben Prozent der

Nutzfläche aus Biodiversitätsflächen wie

etwa Trockenmauern, Hecken, Asthaufen

oder Bäumen bestehen. Im Keller dürfen die

Knospe-Winzer nur auf ein Drittel der nach

EU–Bio-Richtlinen zugelassenen Behandlungsmittel

zurückgreifen. Das Demeter-Label

wiederum steht für Weine, die mittels

zertifiziert biodynamischen Methoden nach

Demeter-Richtlinien hergestellt werden.

Grob gefasst steht hierbei die Intensivierung

des Bodenlebens und die Stärkung der

Rebstöcke durch biodynamische Präparate

im Zentrum. Im Keller sind nur sehr wenige

Korrekturmassnahmen möglich, weshalb

die sorgfältige Arbeit im Rebberg und im

Keller von grösster Bedeutung ist.

Auf der Domaine Le Satyre hat sich infolge

der Umstellung auf biologischen Anbau

nicht nur die Weinqualität verändert. Das

Leben im und über dem Boden ist reichhaltiger

geworden. Konkret bedeutet das:

mehr Regenwürmer, mehr Schmetterlinge,

Marienkäfer und vieles mehr. Darüber

hinaus bereitet es Graff und ihrem Team

grosse Freude, auf diese Weise zu arbeiten.

«Der Bioweinbau bietet uns auch die Gelegenheit,

uns unserer Arbeit durch Beobachtungen

und ein tieferes Verständnis unserer

Rebberge wieder zu ermächtigen, statt auf

die Ratschläge von Verkäufern zu hören»,

gibt Graff zu bedenken. Ein ganzheitlicher

Ansatz, der aktueller nicht sein könnte. Den

schätzen auch immer mehr Konsumenten,

indem sie am Regal zu Bioweinen greifen.

Der Umsatz mit diesen im Detailhandel

hat seit 2020 ordentlich zugelegt und liegt

mittlerweile bei 65,6 Millionen. Franken –

Tendenz steigend.

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Fotos: Thomas Alföldi/FIBL/biomedialibrary, Biosuisse


LANDOLT WEINE – WEINWANDERUNG STADT ZÜRICH

Weinbau mitten in der Stadt – ein

seltenes Privileg, das nur wenige

Metropolen bieten.

KREATIVE

WEINERLEBNISSE

Für uns könnte es Merlot regnen – oder Sauvignon Blanc, Primitivo oder Räuschling

– ganz gleich, welche Rebsorte oder aus welcher Region – die Welt der Weine

fasziniert das Team von Landolt Weine. Jeder Tropfen erzählt

spannende Geschichten und weckt nachhaltige Emotionen.

ADVERTORIAL Fotos: David Hubacher, beigestellt

Seit 190 Jahren steht Landolt Weine

für Expertise und Leidenschaft

rund um die Herstellung und den

Handel von Weinen. Ein junges,

engagiertes Team, das die Liebe zum Produkt

teilt, widmet sich Weinen von herausragender

Qualität. Dabei wird mit Beständigkeit,

Innovationsgeist und einer Prise

Humor gearbeitet.

In der Vinothek werden Gäste direkt mit

einem Glas Wein empfangen, um ihnen die

Vielfalt der Weinwelt persönlich und charmant

näherzubringen. Von italienischen und

französischen Klassikern bis hin zu modernen

oder naturbelassenen Weinen aus der

Region – das Team passt sich ganz den indi-

viduellen Vorlieben der Besucher an. Für

jene, die tiefer in die Materie eintauchen

wollen, bietet Landolt Weine verschiedene

Erlebnisse an. Neben klassischen Verkostungen

gibt es kreative Formate wie das «Weekend-Start-Tasting»

mit DJ, wo Weine in

ungezwungener Atmosphäre und mit elektronischen

Beats präsentiert werden. Auch

massgeschneiderte Weinevents können organisiert

werden.

WEINVERKOSTUNG ÜBER

DEN DÄCHERN VON ZÜRICH

Wer Wein direkt am Entstehungsort erleben

möchte, dem bietet Landolt Weine

besondere Entdeckertouren an. Mit Wan-

derschuhen an den Füssen geht es durch

die Rebhänge des Weinguts Landolt, mit

Blick auf den Zürichsee und die Stadt.

Hier wird der Wein dort verkostet, wo er

entsteht – etwa nach einer Wanderung

zum Rebberg Burghalde, wo ein kühles

Glas Riesling-Silvaner besonders gut

schmeckt.

INFO

Weitere Informationen unter

landolt-weine.ch

falstaff 29


weinreise / SIEGER

Auf der Cantina Blass

im Malcantone entstehen

handwerkliche Terroirweine

mit frischem Charakter. Das

noch junge Weingut stellt

die Kollektion des Jahres

2025 von Falstaff.

30 falstaff


DIE SIEGER

Mehr als 400 Schweizer Weine wurden für dieses Spezial verkostet und

unzählige touristische Angebote geprüft. Einige davon stachen besonders

heraus: Sie sind die Sieger dieses Travel-Guides.

TEXTE BENJAMIN HERZOG,

DOMINIK VOMBACH

Foto: Cantina Blass

falstaff

31


weinreise / SIEGER

Marc und Isabel Hochwarth

(l.) sowie Alex und Gabriela

Blass (r.) sind die Menschen

hinter dem noch jungen

Miniweingut Cantina Blass.

Fotos: (c) Mike Krishnatreya, beigestellt

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KOLLEKTION

DES JAHRES

CANTINA BLASS, TESSIN

Achtsamkeit gegenüber Mensch und Natur ist das

Hauptcredo der noch jungen Cantina Blass. Harmonie und

Natürlichkeit sind ihren Weinen in allen Facetten anzuspüren.

Wer eine Flasche Rotwein der

Cantina Blass aus dem Malcantone

in die Hände kriegt, dürfte

überrascht sein. Witzig und anders, allein

die Etiketten mit den putzigen Schafen, die

mit ihren unterschiedlichen Charakteren

jeweils den Wein in der Flasche symbolisieren.

Beim Eingiessen fällt die Farbe ins

Auge. Sie ist klar heller, subtiler als die der

meisten roten Tessiner Gewächse. Beim

ersten Hineinriechen ist die Richtung

glasklar: Hier geht es um Frische, um die

Frucht, das ist nicht nur zeitgemäss,

sondern auch ganz grossartig.

Regina, das namensgebende Schaf

auf dem Etikett eines der beiden

Lagenmerlots, trägt einen reichen

Kopfschmuck. Pompös kommt es

daher, der Wein entpuppt sich im

Glas aber dennoch als leise, geheimnisvoll,

ja komplex. «Eigenständig»,

notieren die Falstaff-Verkoster zur

Aromenwelt und goutieren das mit

93 Punkten. Vielleicht überraschend

kommt die noch höhere Bewertung

für Pietro, einen reinsortigen Cabernet

Franc – ein Schaf am Fels,

ausgerüstet mit Kletterseil. Der Wein

stammt von Reben, die direkt im Fels

wurzeln. Ein enorm frischer, eleganter

und dennoch kräftiger Tessiner

Rotwein – ganz Berggänger eben und

kein Merlot wie das Gros der Tessiner

Weine. Neben den beiden Rotweinsorten

werden auf der Cantina

Blass auch Chenin Blanc, Sauvignac,

Chardonnay und Sauvignon Blanc

kultiviert.

Die Cantina Blass ist ein noch junger

Betrieb: 2019 startete das gerade mal vier

Hektar grosse Projekt. Initiiert wurde es

vom innovativen Ehepaar Gabriela und

Alex Blass. Sie nutzten die Gelegenheit, das

Weingut Weingartner in Astano zu kaufen,

um ihren Traum von der eigenen Cantina

zu verwirklichen. Den Betrieb und insbesondere

das Weinmachen haben sie in

erfahrene Hände gelegt: Isabel und Marc

Holzwarth sind in der Schweizer Weinwelt

keine Unbekannten. Sie arbeitete etwa bei

Zweifel Weine in Zürich oder Urs Pircher

in Eglisau, er studierte Weinbau und Önologie

in Geisenheim, arbeitete in Deutschland

und kehrte dann in die Schweiz

zurück. Gemeinsam waren Holzwarths bei

Diego Mathier in Salgesch beschäftigt und

zuletzt bei La Rodeline in Fully.

Achtsamkeit gegenüber Mensch und Natur

lautet das wichtigste motto bei Cantina

Blass. Dies gilt für die Pflege der Reben

und die Weinbereitung genauso wie für den

Umgang mit den Menschen. Harmonie, die

man in allen Facetten dieses Projekts spürt.

Und natürlich würde die Cantina Blass

nicht die Kollektion des Jahres und damit

eine der wichtigsten Auszeichnungen im

neuen Falstaff Wine Travel Schweiz Spezial

gewinnen, wenn sie in puncto Weintourismus

uninteressant wäre. Das Weingut

befindet sich im Convento Vecchio, einem

ursprünglichen, klosterartigen Tessinerhaus

aus dem 17. Jahrhundert. Es wurde in den

1970er-Jahren von Tilla Theus sanft renoviert

und beherbergt neben dem Weingut

auch eine Ferienwohnung, die Besuchern

zur Verfügung steht.

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weinreise / SIEGER

BESTER PINOT NOIR

MONOLITH 2022, FRANCISCA UND CHRISTIAN OBRECHT, GRAUBÜNDEN

Der Monolith aus dem Hause Obrecht in Graubünden gehört

seit jeher zu den grossen Gewächsen der Region. Der Wein

wird zusehends eleganter – so auch der siegreiche 2022er.

Francisca und Christian Obrechts Monnolith 2022 ist kein fetter Brocken –

im Gegenteil! Es handelt sich um einen eleganten Pinot Noir der Spitzenklasse.

Es ist erstaunlich, wie sich die Weine

von Francisca und Christian

Obrecht über die Jahre hinweg

verändert oder, besser gesagt, weiterentwickelt

haben. Seit der Umstellung auf

biodynamischen Anbau vor fast 15 Jahren

sind sie stetig puristischer, filigraner und

terroirbetonter geworden. Das Ehepaar ist

seitdem nach eigener Aussage näher an der

Pflanze, beobachtet die Natur intensiver,

was sich unwillkürlich auf das Endprodukt,

den Wein auswirkt.

Geleitet werden die Obrechts bei ihrer

Arbeit weniger von ganzen Parzellen als

von den einzelnen Rebstöcken, die ihnen

offenbaren, für welchen Wein sie sich

eignen. Das heisst, es existiert nicht nur

eine Qualität in den rund 13 Parzellen des

Weinguts, sondern es wird versucht, mit

mehreren Lesezeitpunkten das perfekte

Ausgangsmaterial für die unterschiedlichen

Gewächse zu ernten.

Am deutlichsten bemerkbar macht sich

die Umstellung auf biodynamischen Anbau

und die damit einhergehende Balance beim

Flagschiff des Hauses, dem Pinot Noir Monolith.

Die Trauben für das einstige Kraftpaket

stammen von den ältesten Reben des

Weinguts, rund 60 Jahre alt und mit sehr

geringem Ertrag, was auch die Konzentration

erklärt, die den Wein charakterisiert.

Hinzugekommen aber sind eine ureigene

Frische und Balance, die mit dem Jahrgang

2022 ihren Höhepunkt erlebt. Dies mag

wohl auch daran liegen, dass der Wein

spontan und mit einem Teil der Stiele vergoren

wird, bevor er ein Jahr im Barrique

reift. Und vielleicht auch daran, dass sich

die Weine von hervorragenden Weinmachern

wie den Obrechts grundsätzlich mit

der Zeit weg von jugendlicher Power und

hin zu reifer Gelassenheit entwickeln. Der

Monolith 2022 ist jedenfalls ein Wein aus

einem Guss, und dieser Guss wird immer

schlanker und filigraner.

Fotos: Gaudenz Danuser, Siffert/weinweltfoto.ch, beigestellt

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Susanne und Rico Lüthi

sind bekannt für ihre

filigranen Pinot Noirs

der Extraklasse. Doch

auch ihr Müller-Thurgau

ist herausragend.

BESTER MÜLLER-

THURGAU

RIESLING X MADELEINE ROYALE 2022, LÜTHI WEINBAU, ZÜRICH

Lüthis Müller-Thurgau, respektive Riesling-Silvaner, heisst Riesling x

Madeleine Royale – ein herausragender Wein mit mineralischem Rückgrat.

Nichts als die Wahrheit», steht auf

dem Weinetikett von Rico Lüthis

Müller-Thurgau. Den Weisswein

nennt er nämlich findig Riesling x Madeleine

Royale und spielt damit auf die echten

Elternsorten des Müller-Thurgaus an. Er

bleibt nicht in der Vergangenheit haften, in

der man davon ausging, dass die Sorte von

Hermann Müller 1882 aus Riesling und

Silvaner gekreuzt wurde. Kein Wunder,

denn der Rebzüchter, damals an der

Forschungsanstalt Geisenheim tätig, war

sich bei seiner Rückkehr in die Schweiz

gute zehn Jahre später mit 150 Stecklingen

im Gepäck nicht mehr sicher, welche

Traubensorte er mit Riesling gekreuzt hatte.

So ging der Müller-Thurgau zunächst als

Riesling-Silvaner ins Rennen. Erst 1998

wurde mittels Genanalyse die Rebsorte

Madeleine Royale als Kreuzungspartner

von damals identifiziert. Hierzu lande, wo

die Sorte auf rund 420 Hektar gedeiht,

womit sie die zweitwichtigste weisse

Rebsorte hinter Chasselas ist, hält sich der

Name Riesling-Silvaner aber bis heute.

Ganz anders bei Lüthis am Zürichsee.

Riesling x Madeleine Royale, dieser

Name passt zu dem gestanden Winzer, der

ein genauer, ein akribischer Mensch und

Weinmacher ist. Diese Präzision merkt man

all seinen Weinen an, allen voran seinen

Pinot-Noir-Gewächsen.

Grosse Weinmacher wie Lüthi können

aber auch aus einer vermeintlich einfachen

Sorte wie Müller- Thurgau Weine kreieren,

die Tiefgang besitzen. Genau das beweist er

geradezu eindrücklich mit seinem Riesling

x Madeleine Royale aus dem Jahr 2022.

Mit seiner ätherisch-würzigen, exotisch

anmutenden Frucht und seinem mineralisch-salzigen

Rückgrat überzeugte der

Wein die Falstaff-Verkoster auf ganzer

Linie, was mit 92 Punkte und der Auszeichnung

als bester Müller-Thurgau gewürdigt

wurde.

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35


weinreise / SIEGER

Das Team der Cantina Kopp von der Crone hat guten Grund zum Strahlen: Ihr

Merlot Scala 2021 ist der höchstbewertete Wein in der Kategorie Merlot.

BESTER MERLOT

SCALA 2021, CANTINA KOPP VON DER CRONE VISINI, TESSIN

Auch schwierige Jahre können hervorragende Weine hervorbringen:

Der elegante, filigrane Merlot Scala 2021 ist dafür der beste Beweis.

Merlot ist die zweitwichtigste rote

Rebsorte der Schweiz. Und

nirgendwo hierzulande ist die

Rebsorte wichtiger als im Tessin, wo satte

80 Prozent der gesamten Rebfläche mit ihr

bepflanzt sind. Die ersten Stöcke brachte

Alderige Fantuzzi, später Leiter des L’Istituto

agrario cantonale di Mezzana, in die

Region und kelterte im 1906 ersten Wein

daraus. Die Ergebnisse waren vielversprechend

und legten den Grundstein für

den Erfolg der Sorte, der bis heute anhält.

Betrachtet man die Falstaff-Verkostungen

der letzten Jahre, lässt sich feststellen,

dass die Top-Merlots aus dem Tessin trotz

höherer Temperaturen keineswegs fetter

und alkoholreicher werden, sondern immer

eleganter und filigraner. Es scheint, als sei

die nächste grosse Tessiner Stilrevolution

im Gange nach jener in den 1980ern, als

Einwanderer aus der Deutschschweiz

begannen, sich bei der Vinifizierung am

Bordeaux zu orientieren. Ein Wein, der

die neuere Entwicklung sehr gut widerspiegelt,

ist der Scala 2021 von Kopp von

der Crone Visini. Ein filigranes, elegantes

Merlot-Gewächs aus einem durchaus

schwierigen Jahr, das bei vielen Winzern

hierzulande wegen hohem Krankheitsdruck

für Probleme sorgte. Paolo Visini und Anna

Barbara von der Crone kamen jedoch mit

einem blauen Auge davon. Entstanden ist

ein frischer, geradezu leichtfüssiger Merlot,

der eine andere, zeitgemässe Seite der Sorte

bespielt. Frische und Eleganz liegen heute

letztlich bei den Topwinzern weltweit im

Trend. Während von der Crone und Visini

den Wein in anderen Jahrgängen mit einem

kleinen Anteil Petit Verdot und Cabernet

Sauvignon abfüllen, setzten sie 2021 ganz

auf Merlot. Ein Teil der Trauben wurde kalt

mazeriert, was für Frische im Wein sorgt.

Letzterem zuträglich ist auch der Standort

der Reben, die auf einem durchlässigen,

lehmigen Sandboden gedeihen.

Fotos: Switzerland Tourism/Andre Meier, beigestellt

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BESTER CHASSELAS

DÉZALEY GRAND CRU HAUT DE PIERRE 2021, BLAISE DUBOUX, WAADT

Blaise Duboux hat seinem Spitzen-Dézaley Haut de Pierre aus

dem schwierigen Jahr 2021 eine besondere Kur beim Ausbau

gegönnt – das hat sich gelohnt!

Blaise Duboux gehört zu den Bio-Pionieren im Lavaux. Sein Chasselas Haut

de Pierre aus dem schwierigen Jahr 2021 ist herausragend.

Das Jahr 2021 war einschneidend für

die Schweizer Winzerinnen und

Winzer – Frost, starke Regenfälle

und Hagel sorgten nicht nur, aber auch im

Lavaux für grosse Ernteausfälle. Der

Bio-Winzer Blaise Duboux hatte zu all dem

mit Mehltau und dem Einsturz einer

Steinmauer im Dézaley zu kämpfen. Keine

schönen Aussichten! Sein Top-Chasselas

Dézaley Grand Cru Haut de Pierre 2021

kommt da einem Wunder gleich.

Trotz geringster Erntemengen merkte

Blaise Duboux bald nach der Ernte, dass es

sich lohnen würde, seinem Top-Chasselas

aus dem Jahr besondere Aufmerksamkeit

zu schenken. Der Winzer entschied sich,

den Dézaley Grand Cru Haut de Pierre

2021 doppelt so lange reifen zu lassen wie

in normalen Jahren. Der Weisswein kam

erst im Frühling 2023, also rund eineinhalb

Jahre nach der Ernte, auf die Flasche.

Das Resultat ist herausragend: Ein

komplexer Wein mit Noten von Honig,

Dörraprikose, frischem Apfel und gerösteten

Nüssen. Am Gaumen geradlinig

mit beeindruckendem Säurefaden, karger

Zitrusfrucht und den würzig-mineralischen

Noten, die diesen Dézaley so unwiderstehlich

machen. Ein filigraner und dennoch

druckvoller Wein – gross eben und genau

das, was Chasselas am besten kann: ein

spezielles Terroir und ein noch spezielleres

Jahr in Wein bannen. Die Natur hat dafür

gesorgt, dass der Dézaley Grand Cru Haut

de Pierre 2021 eine echte Rarität ist – es

konnten gerade mal 600 statt der üblichen

4000 Flaschen abgefüllt werden.

Für das Etikett zeichnete der Künstler

Bernard Garo verantwortlich. Der Bildhauer,

Fotograf und Maler aus Nyon widmet

sich in seinem Schaffen seit Jahren gesellschaftlichen

und vor allem umweltbezogenen

Fragen – eine passende Besetzung für

die Gestaltung des Etiketts dieses einzigartigen

Weines.

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37


weinreise / SIEGER

BIOWINZER DES JAHRES

WEINGUT WEGELIN, GRAUBÜNDEN

Der Frassa Chardonnay 2022 des Weinguts Wegelin ist der

höchstbewertete Biowein des Tastings – somit geht der Titel

«Biowinzer des Jahres» ins Bündnerland.

Mathilde Hug Pédeutour und Rafael Hug haben arbeiten nach den Richtlinien

von Bio Suisse. Ihre Weine gehören zur Schweizer Elite.

Etwas zu tun. Vielleicht üben Menschen,

die sich für diese Anbauweise

entscheiden, diesen Weg bewusst

einschlagen, auch deshalb eine so grosse

Faszination auf uns aus. Sie streben nach

Harmonie, nicht nur in ihren Weinen,

sondern in ihrer Umwelt. Ganz zu schweigen

vom Begriff Qualität, der immer wieder

fällt, wenn man sich mit Winzern unterhält,

die umstellen oder umgestellt haben – hier

und überall auf der Welt.

Durch biologischen Anbau wird der Rebberg

lebendiger, insbesondere der Boden,

was nicht nur einen wichtigen Beitrag zum

Klimaschutz leistet, sondern für Spitzenwinzer

häufig auch die letzte Stellschraube

hin zu noch höherer Weinqualität darstellt.

Legendäre Bioweingüter gibt es zahlreiche.

Die Faszination für genau solche Betriebe

führen Mathilde Hug Pédeutour und Rafael

Hug von Weingut Wegelin dann auch unter

anderem an, wenn es um die Beweggründe

für die Umstellung auf biologischen Anbau

ging. Die Entscheidung dafür wurde bereits

vor über zehn Jahren gemeinsam mit Peter

Wegelin, dem Gründer und Besitzer des

Weinguts, getroffen.

Das Winzerpaar strebt seit vielen Jahren

danach, das Terroir in ihren Weinen

zum Leben zu erwecken. Da liegt es auf

der Hand, chemisch-synthetische Spritzmittel

und Dünger zu verbannen. Eine

Philosophie, die Früchte trägt, wie sich

an den hervorragenden Lagenweinen der

Bio-Suisse-Produzenten erkennen lässt.

Aufmerksame Falstaff-Leser erinnern

sich daran, dass Mathilde Hug Pédeutour

und Rafael Hug beim Falstaff Weinguide

2023/24 für die Kollektion des Jahres gekürt

wurden. In diesem Jahr stellen sie mit

dem Frassa Chardonnay 2022 den höchstbewerteten

Biowein des Tastings, der mit

beachtlichen 96 Punkten ausgezeichnet

wurde. Übrigens: Eine höhere Bewertung

gibt es in dieser Publikation nicht.

Fotos: beigestellt

38 falstaff


Beim Weingut Bosshart +

Grimm hat man

jahrzehntelange Erfahrung

mit den neuen Piwi-Sorten.

Ihr Souvignier Gris hat

der Jury hervorragend

gemundet.

BESTER PIWI

SOUVIGNIER GRIS 2022, BOSSHART + GRIMM BIO-WEINGÄRTEN

Das Weingut Bosshart + Grimm Bio-Weingärten beschäftigt sich seit

vielen Jahren mit Piwi-Sorten – und das mit grösstem Erfolg!

Man schrieb das Jahr 1983, als ein

gewisser Norbert Becker am

Staatlichen Weinbauzentrum

Freiburg die pilzwiderstandsfähige Sorte

Souvignier Gris züchtete. Aus den Sorten

Seyval Blanc und Zähringer, und nicht wie

bis 2019 angenommen aus den Sorten

Cabernet Sauvignon und Bronner. Rund

40 Jahre später sind nicht nur die echten

Elternsorten des Souvignier Gris bekannt,

sondern auch, dass die Sorte definitiv zu

jenen widerstandsfähigen Sorten gehört, die

fortlaufend positiv durch ihre Weinqualität

auffallen. Dem sind sich auch die Winzer

bewusst, die nicht nur hierzulande bei

Neupflanzungen mit Piwi-Rebsorten auf

Souvignier Gris setzen.

Beim Familienweingut Bosshart +

Grimm, das heute in der zweiten Generation

geführt wird, sind Piwi-Sorten schon

seit 1991 Thema. Seit damals setzte man

konsequent mit einigen anderen Querdenkern

aus der Schweiz auf robuste Sorten,

baut heute aber immer noch klassische

Europäersorten wie Blauburgunder an. Mit

dem Souvignier Gris aus dem Jahrgang

2022 ist dem Weingut ein Wein gelungen,

der alle Vorzüge der Sorte ins Rampenlicht

rückt: Da strahlt frische Zitrusfrucht aus

dem Glas, gepaart mit kühler kräutriger

Würze. Am Gaumen begeisterte der Wein

unsere Verkoster durch angenehme Fülle,

ohne fett zu wirken, und mit salzig-mineralischer

Anmut im Abgang. Ein toller Weisswein,

der aus einer pilzwiderstandsfähigen

Rebsorte gekeltert wird, die es ermöglicht,

den Einsatz von Planzenschutzmitteln

bedeutend zu reduzieren. Den allerersten

Rebberg in Walenstadt kaufte das Weingut

übrigens nur zwei Jahre, nachdem die Sorte

Souvignier Gris in Freiburg das Licht der

Welt erblickte. Seit 1989 werden die Rebflächen,

die sich heute auf rund 4,5 Hektar

verteilen, biologisch nach Richtlinien von

Bio Suisse bewirtschaftet.

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39


weinreise / SONDERSIEGER

BESTES WEINHOTEL

RELAIS CASTELLO DI MORCOTE, TESSIN

Das «Relais Castello di Morcote» in Vico Morcote über dem Luganersee befindet

sich in einem einstigen Patrizierhaus aus dem 17. Jahrhundert. Die 12 Zimmer

sind individuell eingerichtet und bieten perfekte Erholung für Weinreisende.

Das Relais Castello die Morcote verfügt über gerade einmal 12 Zimmer.

Ein Hideaway für Weinliebhaber mit viel Tessiner Charme.

WI N E T R AV E L

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Das Relais Castello di Morcote

gehört zu den wohl elegantesten

Unterkünften mit Weinbezug in

der ganzen Schweiz. Es befindet sich in

Vico Morcote in einem einstigen Patrizierhaus

aus dem 17. Jahrhundert, das einen

herrlichen Blick über den Luganersee bietet.

Wie der Name schon sagt, gehört das

«Relais» zum selben Unternehmen wie die

Tenuta Castello di Morcote. Die Frau

hinter dem klingenden Namen ist Gaby

Gianini, eine umtriebige Unternehmerin in

der Welt des Tessiner Weins. Die gerade mal

12 Zimmer im «Relais» hat sie alle

individuell und ausschliesslich mit Naturmaterialien

einrichten lassen. Neben den

kleineren Superior-Zimmern verfügt das

Haus auch über drei grosszügige Suiten.

Klares Highlight ist die Loft Suite, die sich

über die gesamte Etage unter dem Dach

erstreckt. Im «Relais Castello di Morcote»

befindet sich nicht nur das Hotel mit den

Zimmern, sondern mit dem «Ristorante La

Sorgente» auch eine erstklassige Adresse für

Tessiner-Küche mit Fine-Dining-Touch.

Küchenchef Francesco Sangalli setzt dafür

auf Kleinproduzenten aus der unmittelbaren

Umgebung. Mit dem Restaurant

«Vicania» betreibt Gianini auch noch ein

uriges Lokal auf der gleichnamigen Alp

weit über dem Dorf. Neben Luxus und viel

Ruhe bietet die Umgebung des «Relais

Castello di Morcote» entsprechend viel für

Weinreisende: Allen voran natürlich eine

Verkostung in der wenige Gehminuten

entfernten Tenuta Castello di Morcote, ein

Besuch in einem der besagten Restaurants

oder aber einfach ein Fussmarsch in den

malerischen Rebbergen über dem See.

castellodimorcote.ch

Fotos: Relais Castello di Morcote, Thomas Andenmatten

40 falstaff


Gekonnt in Szene gesetzt: Der

Anbau der St. Jodernkellerei

in Visperterminen dient

Besuchern und der

Weinproduktion.

SONDERPREIS

ARCHITEKTUR

WI N E T R AV E L

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ST. JODERNKELLEREI, WALLIS

Die St. Jodernkellerei verarbeitet die Trauben des höchsten zusammenhängenden

Weinbergs Europas – seit geraumer Zeit auch in ansprechender Architektur.

Das Heidadorf Visperterminen muss

jeder Fan von Schweizer Wein

mindestens einmal im Leben

besucht haben. Unterhalb des Dorfes liegt

Europas höchster, zusammenhängender

Weinberg. Der steile Hang überwindet auf

engstem Raum 500 Höhenmeter und

erreicht an seiner höchsten Stelle 1150

Höhenmeter.

Die Hauskellerei des Rebbergs, die

Genossenschaft St. Jodernkellerei, war

schon immer eine Reise wert – wegen der

Weine aus hohen Lagen und natürlich dem

Blick auf den Weinberg wegen. Seit bald

zehn Jahren bietet die Kellerei auch für

Architekturfans etwas fürs Auge. Besonders

die filligrane Fassade sticht ins Auge und

sorgt für einen speziellen Anblick direkt vor

dem monumentalen Weinberg. Das

Gebäude verfügt über drei Stockwerke, das

Herzstück bildet der Barriquekeller, wo

rund 150 Eichenfässer Platz finden. Ein

ebenfalls komplett in Eiche gebauter Raum

bietet Platz für Verkostungen und gemütliches

Beisammensein und dann wäre da

noch ein Kunstwerk aus sage und schriebe

1500 Weinflaschen, das fast schon sakrale

Stimmung aufkommen lässt. Mit einfachen

Materialien – Glas, Holz und Naturstein

– entsteht so ein Ort, der dem Wein auf

besondere Art und Weise huldigt, wie

zeitgemässe Weingutsarchitektur eben sein

sollte. jodernkellerei.ch

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falstaff

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weinreise / SONDERSIEGER

Paradies für Weinliebhaber:

Das «Grand Resort Bad

Ragaz» in der Ostschweiz.

SONDERPREIS

GASTRONOMIE

WI N E T R AV E L

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GRAND RESORT BAD RAGAZ

Das «Grand Resort Bad Ragaz» bietet grossen Genuss! Dieser kommt nicht

nur aus der Küche, sondern auch aus dem erstklassigen Keller.

Das Grand Resort Bad Ragaz im

klassischen Schweizer Kurort

bietet nicht nur Wellness, Erholung

und Gesundheit, sondern natürlich auch

grössten Genuss in ganzen sechs Restaurants.

An der Spitze steht das Dreisternelokal

«Memories» von Sven Wassmer, gefolgt

vom «Igniv by Andreas Caminada»,

Wassmers Zweitrestaurant «verve by Sven»,

dem mediterranen «Olive d’Or», dem

asiatischen «Namun», der «Zollstube» mit

Schweizer Spezialitäten und dem Golfrestau-

rant «Gladys». Dass in allen Lokalen auch

der Wein eine tragende Rolle spielt, erklärt

sich von selbst. Augenscheinlich wird dies

beim Begehen des «Grand Hotel Quellenhof»:

Ein gläserner, begehbarer Raum fasst

alleine 4000 Flaschen. Auch der nicht für die

Öffentlichkeit bestimmte Teil des Kellers des

Grand Resorts ist natürlich bestens sortiert,

was dem langjährigen Engagement von Sven

Wassmers Frau und Wine Director Amanda

Wassmer-Bulgin und ihrem Team zu

verdanken ist. Auf den Weinkarten der

Lokale im «Grand Resort Bad Ragaz» ist

alles vertreten, was in der Welt des Fine

Wines Rang und Namen hat – auch

Spitzengewächse aus der Schweiz haben

einen prominenten Platz! Eine besondere

Rolle kommt in diesem Zusammenhang der

nur einen Steinwurf entfernten Bündner

Herrschaft zuteil, aber auch Top-Winzer aus

den anderen Landesteilen sind mit ihren

Gewächsen vertreten. Ein Engagement, das

es zu würdigen gilt.

resortragaz.ch

Fotos: Grand Rersort Bad Ragaz, Christian Jaeggi

42 falstaff


WI N E T R AV E L

SONDERPREIS

NACHHALTIGKEIT

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BIOWEINGUT ROLAND UND KARIN LENZ

Eine Besuch auf dem Weingut von Roland und Karin Lenz in Uesslingen

lässt einem tief eintauchen in die Thematik des nachhaltigen Weinbaus.

Wie nachhaltiger Weinbau in

Zukunft aussehen könnte?

Roland und Karin Lenz vom

gleichnamigen Bioweingut haben da ein

paar Ideen. Ideen, die sich bei einem Besuch

auf ihrem Weingut am Uesslinger Iselisberg

auch gleich erleben lassen. Direkt hinter dem

Weingut befindet sich eine Reblage, die

genauso aussieht, wie Roland Lenz sie sich

vorstellt. Zunächst einmal fallen die

Hanfpflanzen auf, die zwischen den Zeilen

wachsen, bei genauerem Hinschauen, ist da

aber noch mehr zu entdecken. Statt einer

Traubenzone haben die Rebstöcke hier zwei

übereinanderliegende und in den Rebzeilen

selbst finden sich auch andere Pflanzen:

Maulbeerbäume und Haselnusssträucher

etwa. Rundherum wachsen Bäume, Sträucher

und Hecken. Genau so wird Biodiversität

auf dem Bioweingut gedacht und

umgesetzt. Biodiversität, das Aufbrechen der

Monokultur Rebberg und die Umstellung

auf pilzwiderstandsfähige Rebsorten sind für

Lenz entscheidende Faktoren, um nachhaltigen

Weinbau betreiben zu können. Auf

diese Weise wird ein widerstandsfähiges

Ökosystem gestaltet, das sich gegen die

grössten Feinde des Weinbaus, die Pilzkrankheiten

Peronospora und Oidium wehren

kann und den Pflanzenschutz auf ein

Minimum reduziert. Nachhaltigkeit geht bei

Familie Lenz aber noch weiter. Als erstes

energieautarkes Weingut der Welt produziert

es seinen gesamten Strom- und Wärmebedarf

selbst. Die Gebäude werden mit

Erdwärme beheizt, während Photovoltaikanlagen

und Batteriespeicher die Stromversorgung

sicherstellen. Auch diese innovative

Technik demonstriert eindrucksvoll, wie

ein klimaneutraler Weinbaubetrieb funktionieren

kann.

weingut-lenz.ch

<

Roland und Karin Lenz aus

Uesslingen denken Weinbau

neu. Sie setzen auf neue Sorten

und eine erhöhre Biodiversität.

falstaff

43


weinreise / SONDERSIEGER

WI N E T R AV E L

A W A

R

S

D

SONDERPREIS

KUNST UND KULTUR

DOMAINE DE CHAMBLEAU

Die Domaine de Chambleau aus Neuchâtel bringt Jahr

für Jahr einen Wein mit Künstleretikett auf den Markt.

Die Flaschen sind jeweils schnell vergriffen.

Die Domaine de Chambleau thront hoch über dem Neuenburgersee. Winzerfamilie

Burgat bringt jedes Jahr auch eine Kunstedition auf den Markt.

Die Domaine de Chambleau aus

dem Kanton Neuenburg ist

bekannt für ihren kräftigen,

langlebigen Top-Pinot-Noir Pur Sang. Was

weniger bekannt ist: Die Winzerfamilie

Burgat kolaboriert seit Jahren mit Künstlern.

Das Weingut bringt jedes Jahr einen

Wein mit Künstleretikett und -kiste auf den

Markt. Die Kollaboration entstand aus der

Freundschaft zwischen dem Weinmacher

Louis-Philippe Burgat, dem Unternehmer

und Hotelmanager Thomas Maechler und

dem Galeristen Stefano Pult. Konstante bei

jedem Jahrgang ist der Wein: Ein Gamaret

von der Parzelle Le Rosy, ein kräftiger, aber

eleganter Wein, der die Fantasie der

Künstlerinnen und Künstler beflügeln soll.

Der Neuenburger Künstler Olivier Mosset

machte 2014 den Anfang: Er kreierte ein

einfarbiges Etikett in der Farbe des Weines,

Sylvie Fleury versah die Etikette 2015 mit

flauschigem, knalligem Fell und der Genfer

Maler, Konzept- und Performancekünstler

John Armleder wiederum platzierte einen

spiegelnden Kreis auf der Flasche des

2016ers. Unter dem Titel Zurich-Neuchâtel

Art-Express versah der Künstler Benjamin

Vautier die Flaschen und die Kiste mit dem

Spruch «Boire pour oublier l’art» – «Trinken,

um die Kunst zu vergessen». Vautier,

der im Juni 2024 verstarb, war an der

Weltausstellung 1992 für den Spruch «La

Suisse n’existe pas» auf dem Schweizer

Pavillon verantwortlich – und wurde zum

Alkoholiker, da er die Kritik an seiner

Kunst schwer ertragen konnte. Auch die

nächste Künstleredition der Domaine de

Chambleau dürfte legendär werden – kein

geringerer als der in Wien lebende Schweizer

Künstler Daniel Spoerri – Begründer der

Eat-Art – konnte dafür gewonnen werden.

Die Chambleau-Kunsteditionen sind jeweils

auf 20 Kisten limitiert und schnell vergriffen.

Sie werden bei einem Event in Zürich

angeboten sowie online. chambleau.ch

Fotos: Val Louou, Olivier Maire/Celliers de Sion, beigestellt

44 falstaff


WI N E T R AV E L

Spektakulär: Das Gebäude von Les

Celliers de Sion im Wallis. Ein Ort, an

dem sich Wein wahrhaft erleben lässt.

A W A

D

R

S

BESTES

ÖNOTOURISTISCHES

GESAMTANGEBOT

LES CELLIERS DE SION

Das Besucherzentrum Les Celliers de Sion ist ein Kosmos für Weinreisende.

Ob Führung, Degustation oder Weinwanderung – hier wird man fündig.

Les Celliers de Sion wurde im Jahr gang sowie einen Bereich mit Önomaten Bootsfahrt auf dem unterirdischen See

2017 als erster und einziger

für selbständige Verkostungen. Neben Saint-Léonard, dem grössten Gewässer

Œnoparc im Herzen des Wallis Aktivitäten im Haus wie Weinverkostungen seiner Art in Europa – samt anschliessender

eröffnet. Hinter dem Projekt stehen die

beiden Weinhäuser Bonvin 1858 und

Varone Vins. Das mit glitzernder Fassade

auffallend gestaltete und dennoch perfekt

in die Umgebung integrierte Gebäude

befindet sich am Fusse des epischen

Weinbergs Clavau. Das Gebäude beheimatet

eine Vinothek mit Weinverkauf, einen

und -schulungen dient Les Celliers de Sion

auch als Ausgangspunkt für diverse

önotouristische Aktivitäten: Etwa

E-Bike-Touren durch die Rebberge oder

geführte Wanderungen mit Verkostungs-

Stopps. Besondere Highlights sind etwa die

«Tour des Guérites», eine Entdeckungsreise

durch die Weinberge mit Stopps in traditionellen

Verkostung natürlich. Les Celliers de Sion

hat sich schnell einen Namen gemacht als

Must-Visit für Weintouristen im Wallis

– und das mit Fug und Recht. Die Mischung

aus Tradition, innovativer Wissensvermittlung

und der richtigen Portion

Unterhaltung in einer der schönsten

Weingegenden der Schweiz könnte besser

Barriquekeller, einen didaktischen Rund- Walliser Rebhäuschen oder eine kaum sein. celliers.ch

<

falstaff

45


weinreise / GENF

Die kosmopolitische Stadt Genf

ist der perfekte Ausgangsort für

eine Weinreise im Kanton. Am

schönsten übernachtet man in

einem der zahlreichen Hotels

an der Seepromenade.

46 falstaff


KLEIN,

ABER FEIN

Im kleinen Kanton Genf liegt zwischen der kosmopolitischen Hauptstadt

und der Grenze zu Frankreich die drittgrösste Weinregion der Schweiz.

Trotz jahrhundertealter Tradition keltern hier einige der

innovativsten Winzer des Landes edle Tropfen von Weltformat.

TEXT LARISSA GRAF

Foto:Jack Hard/The Red Carnation Hotel Collection

falstaff

47


weinreise / GENF

6

GUTE

GRUNDE

..

FÜR EINE WEINREISE

NACH GENF

1 merkt

Weltoffene Hauptstadt: Genf ist ein internationales

Zentrum, das Menschen aus aller Welt anzieht. Das

man auch dem kulturellen Angebot der Stadt an.

2Innovation: Die Winzer der Region gelten als besonders innovativ. Hier

entstehen Weine abseits des Mainstreams. Viele Weingüter sind zudem

Vorreiter des Weintourismus, man kann etliche davon besuchen.

Foto: shutterstock

48 falstaff


Kulinarik: Obwohl man die Nähe zu Frankreich auch kulinarisch spürt,

hat Genf viele eigene Spezialitäten, etwa das mit der Artischocke

verwandte Wintergemüse Cardy. Durch die Nähe zum See und die

3vielen Wasserläufe gibt es auch eine fantastische Fischküche.

Der Genfersee: Im Sommer vermittelt der grösste

Binnensee Westeuropas Ferienfeeling. Ganzjährig

erreicht man mit dem Schiff etliche hübsche Dörfer 4und Städte in der Schweiz und in Frankreich.

Fantastische Rotweine: Heute brilliert Genf besonders als

Rotweinregion. Es gibt hier hervorragende Tropfen, die mit 5den besten französischen Crus mithalten können.

6 gewohnt

Hotels der Extraklasse: Besonders in der Stadt gibt es eine ausserordentliche

Dichte an Luxushotels. Dass man die Bewirtung illustrer Gäste

ist, spürt man aber auch in den weniger exklusiven Häusern.

falstaff

49


weinreise / GENF

DER KLEINE KANTON GENF IST MIT EINER

REBFLÄCHE VON 1410 HEKTAR DAS

DRITTGRÖSSTE WEINBAUGEBIET DER SCHWEIZ.

Die Weinregion Genf ist nicht

so bekannt wie die Weinbaugebiete

des Wallis oder der

Waadt. Das liegt grösstenteils

daran, dass die meisten

Genfer Weine in der Region selbst getrunken

werden, besonders in der Hauptstadt,

die ein Handelsplatz von weltweiter

Bedeutung ist. Zahlreiche internationale

Organisationen und NGOs haben ihren

Sitz dort, etwa die UNO oder WTO, was

der Stadt trotz ihrer bescheidenen Einwohnerzahl

von knapp 200.000 ein kosmopolitisches

Flair verleiht. Genf hat eine lebhafte

Gastronomieszene und einen grossen Durst

nach Qualitätsweinen, wie sie in der

Gegend zuhauf hergestellt werden. Denn

der kleine Kanton ist mit einer Rebfläche

von über 1400 Hektar das drittgrösste

Weinbaugebiet der Schweiz.

Ein Besuch der Genfer Weinregionen

ist auch für Landmuffel zu empfehlen.

Man übernachtet in der Stadt, die jeglichen

Komfort und gehobene Gastronomie

bietet, und begibt sich von dort aus auf

Erkundungstour. Die Rebberge beginnen

am Stadtrand und dehnen sich auf beiden

Seiten des Genfersees bis an die französische

Grenze aus. Sie umfassen drei Hauptgebiete:

das Mandement um die Dörfer

Satigny, Dardagny und Russin, das Entre

Arve et Rhône zwischen den Flüssen Arve

und Rhône und das Entre Arve et Lac

zwischen der Arve und dem Genfersee. Das

Mandement ist das Herzstück des Genfer

Weinbaus und umfasst etwa die Hälfte der

gesamten Rebfläche des Kantons.

Das Klima des Kantons wird von verschiedenen

Erhebungen und Gewässern

beeinflusst. Die Voralpen, das Juragebirge

und der in Frankreich gelegene Bergkamm

Salève schützen die Region vor starken

Winden und übermässigem Regenfall,

gleichzeitig wirken die Flüsse Arve und

Rhône und der Genfersee regulierend auf

die Temperaturen. Die Böden sind sehr

divers, in der Nähe der Flüsse und des Sees

dominieren Kies und Kalk, es gibt aber

auch Molasse und Moränen. Diese Gegebenheiten

machen die Weinregion Genf zu

einem wahren Mosaik an verschiedenen

<

Die Flüsse Arve und Rhône fliessen in der in der

Nähe der Stadt Genf zusammen. Sie prägen das

Klima und die Landschaft der Genfer Weinregionen.

Fotos: Alamy Stock Photos / Murad RM, Shutterstock

50 falstaff


Genf bietet ein vielseitiges

gastronomisches Angebot,

fantastische Hotels und ein lebhaftes

Nachtleben. Ein Zwischenstopp in der

Stadt ist sehr zu empfehlen.

falstaff

51


weinreise / GENF

Die grösste Subregion des Kantons ist das Mandement um die Dörfer Satigny, Dardagny und Russin.

Hier in der Nähe der Rhône findet man rund die Hälfte der Gesamtrebfläche der Weinregion Genf.

<

Mikroklimata und Bodenbeschaffenheiten.

Es ist kein Wunder, dass hier zahlreiche

Rebsorten gedeihen.

Besonders im Sommer ist es am Genfersee wunderbar. Es gibt im Kanton zahlreiche

Bademöglichkeiten und etliche Restaurants mit Seeanstoss – pures Ferienfeeling!

52 falstaff

TRADITION UND MODERNE

Schon die Römer wussten wohl, dass die

Region um den Genfersee sich zum Weinbau

eignet. Man vermutet, dass hier bereits zu

ihrer Zeit Wein hergestellt wurde. Die erste

urkundliche Erwähnung ist allerdings jünger,

sie stammt aus dem zehnten Jahrhundert

und beschreibt Weinbau um die Ortschaft

Satigny. Das Mittelalter war für die Weinregion

Genf eine erste Periode des Aufschwungs,

denn die Klöster förderten den

Weinbau in der Region. Sie legten zahlreiche

Weingärten an und damit den Grundstein

für das heutige Anbaugebiet. Im 18. Jahrhundert

wurde bereits ein Grossteil der in

Genf getrunkenen Flaschen in der Region

gekeltert – sie umfasste rund 2000 Hektar

Rebberge. Es war die Blütezeit der Weinregion

Genf, denn bereits im 19. Jahrhundert

schrumpfte diese drastisch. Zuerst, weil die

neuen Eisenbahnstrecken Weine aus fernen

Gefilden brachten – französische Tropfen

wurden besonders beliebt –, dann zerstörte

Fotos: Switzerland Tourism/Ricardo Perret, Olivier Buhagiar, The Woodward


die Reblausplage die Rebberge der Region.

Das frühe 20. Jahrhundert war eine Zeit des

Wiederaufbaus. Die Produzenten organisierten

sich neu, indem sie Kooperativen

gründeten, die lange den Genfer Weinbau

dominierten. Die erste davon, La Cave de la

Souche, war in den 1970ern für knapp 80

Prozent der im Kanton produzierten Weinmenge

verantwortlich. Später wurde aus ihr

die Cave de Genève, die es bis heute gibt.

Die Genfer Winzer gelten zu Recht als

besonders innovativ. 1988 wurde hier zum

ersten Mal in der Schweiz eine AOC-Regelung

eingeführt. Die darin bestimmten

Ertragsbeschränkungen steigerten die Qualität

beträchtlich, die Genfer Weine bekamen

einen guten Ruf. Früher als in vielen anderen

Regionen wurde in Genf zudem mit internationalen

Traubensorten experimentiert. Mitte

der 80er-Jahre pflanzten die ersten Produzenten

etwa Cabernet Sauvignon an, anfangs ein

Skandal! Bis heute dominieren aber einheimische

Sorten den Genfer Weinbau. Seit ein

paar Jahren ist Gamay mit 21 Prozent der

Rebfläche die meistangebaute Traube der

Region knapp vor der Genfer Urtraubensorte

Chasselas mit 20 Prozent. Ebenfalls

viel Tradition hat der Anbau von Pinot Noir,

der auf rund zehn Prozent der Gesamtfläche

wächst. Die eleganten, manchmal auch etwas

rustikalen Rotweine, die sie liefern, passen

hervorragend zu lokalen Spezialitäten wie

die mit Fenchel aromatisierte ungeräucherte

Schweinswurst Longeole, die lange gekocht

und mit dem ebenfalls typischen Cardy-Gratin

serviert wird. Ebenfalls typisch genferisch

ist das Entrecôte Café de Paris. Die würzige

Fleischsauce wurde in den 1930er-Jahren im

Genfer Restaurant «du Coq d’Or» erfunden

und erfreut sich bis heute grosser Beliebtheit.

Seit den ersten Versuchen in den Achtzigern

haben sich aber auch internationale

Sorten fest in der Gegend etabliert.

Chardonnay und Sauvignon Blanc liefern

spannende Weissweine, bei den Rotweinen

begünstigt der Klimawandel den Anbau von

spät reifenden Sorten wie Cabernet Sauvignon,

Merlot und Malbec. Diese werden

gerne auch mit anderen Traubensorten zu

komplexen Cuvées verschnitten. Ebenfalls

Vorreiter sind die Genfer Winzer im Anbau

von krankheitsresistenten Neuzüchtungen.

Die sogenannten Piwi-Trauben – von

pilzwiderstandsfähig – wie Garanoir oder

Divico werden hier mit grösserem Enthusiasmus

angebaut als anderswo und liefern

oft gute Resultate. Ihre Beliebtheit ist auch

darauf zurückzuführen, dass immer mehr

Produzenten der Region biologisch oder

gar biodynamisch arbeiten. Der Einsatz von

Piwi-Rebsorten reduziert die Anzahl an nötigen

Behandlungen im Rebberg drastisch.

Von der Qualität dieser Weine kann man

sich sowohl bei den Winzern selbst – viele

Weingüter bieten Verkostungen an – als

auch abends zurück in der Stadt überzeugen.

Kaum eine andere Schweizer Metropole

hat eine so hohe Dichte an spannenden

Weinbars und Restaurants. Die meisten

davon haben eine fantastische Weinauswahl,

der Fokus liegt dabei oft auf Weinen

des Terroirs. Was will man als Weintourist

mehr?

<

FACTS GENF

n In Genf gibt es 1410 Hektar

Rebfläche. Damit ist sie die die

viertgrösste Schweizer Weinregion.

n Angebaut werden 56 Prozent

rote Traubensorten und 44 Prozent

weisse.

n Mit 21 Prozent ist Gamay die

meistangebaute Sorte knapp vor

Chasselas mit 20 Prozent.

n Über 70 Rebsorten sind laut

dem Genfer AOC-Reglement zum

Anbau zugelassen.

n Etwa 150 Produzenten gibt es in

der Region.

Im Restaurant «Atelier

Robuchon» im Hotel »The

Woodward« wird die Küche

des legendären Sternekochs

Joel Robuchon serviert.

falstaff

53


weinreise / GENF

TIPPS & ADRESSEN

ESSEN

L’ATELIER ROBUCHON

Ein Gourmeterlebnis der Extraklasse verspricht

«L’Atelier Robuchon» im eleganten «Woodward

Hotel». Die Gäste nehmen Platz an der weitläufigen

Bar und verfolgen aus nächster Nähe das

Geschehen in der offenen Küche.

Quai Wilson 37, 1201 Genève

T: +41 22 9013770, jrobuchon.com

LE CHAT-BOTTÉ

Elegantes Fine-Dining-Lokal im legendären

Hotel «Beau-Rivage». Das Küchenteam des «Le

Chat-Botté» lässt sich von den Jahreszeiten und

der Qualität der erlesenen Produkte zu seinen

aussergewöhnlichen Gerichten inspirieren.

Quai du Mont-Blanc 13, 1201 Genève

T: +41 22 7166920, beau-rivage.com

BAYVIEW

Das Menü des Gourmetrestaurants «Bayview» im

«Président Wilson» überzeugt durch zeitgenössische

Raffinesse. Die Basis der köstlichen und perfekt

angerichteten Gerichte ist klassisch französisch.

Quai Wilson 47, 1201 Genève

T: +41 22 9066552, restaurantbayview.com

DOMAINE DE CHÂTEAUVIEUX

Mitten in den Reben lässt sich hier das Leben

geniessen. Das Restaurant bietet eine hervorragende

zeitgenössische Küche mit französischen Wurzeln

und natürlich eine exzellente Weinauswahl,

der Service ist fantastisch.

Chemin de Châteauvieux, Rte de Peney-Dessus 16,

1242 Satigny

T: +41 22 7531511, chateauvieux.ch

CAFÉ DE PENEY

Im Winzerdorf Satigny gelegen serviert das «Café

de Peney» gehobene klassische Küche im gemütlichen

Ambiente. Im Weinkeller lagern viele ausgesuchte

Tropfen, von denen ein grosser Teil aus der

Region kommt.

Route d’Aire-la-Ville 130, 1242 Satigny

T: +41 22 7531755, cafe-de-peney.ch

LE CIGALON

Im eleganten Restaurant etwas ausserhalb der

Stadt hat man sich auf die Fischküche spezialisiert.

Die Tiere werden auf Märkten in Nordfrankreich

eingekauft und direkt importiert, so ist die Frische

immer garantiert.

Rte d’ Ambilly 39, 1226 Thônex

T: +41 22 3499733, le-cigalon.ch

RESTAURANT LES CURIADES

Seit 1850 wird man in diesem Gasthaus nach allen

Regeln der Kunst verwöhnt. Auf der Speisekarte

findet man klassische Gerichte, von einem erfahrenen

Team aus besten Produkten gekocht. Dazu

werden Flaschen vom eigenen Weingut entkorkt.

Vieux-Lully 10, 1233 Bernex

T: +41 22 7574040, restaurantlescuriades.ch

AUBERGE DES VIEUX-CHÊNES

Wer auf der Suche nach Klassikern der Genfer

Küche ist, wird hier fündig. In diesem gemütlichen

Landbeiz wird Regionales und Traditionelles serviert.

Auf der Weinkarte stehen ebenfalls viele

Illustration: Stefanie Hilgarth/carolineseidler.com

54 falstaff


der Stadt und bietet trotzdem alle Annehmlichkeiten,

die man sich wünschen könnte: bequeme

Zimmer, ein vorzügliches gastronomisches An gebot,

ein fantastisches Spa und natürlich einen

herrlichen Blick über den Genfersee.

33 Quai des Bergues, Geneva

T: +41 22 9087000, fourseasons.com/geneva

HÔTEL DE LA CIGOGNE, RELAIS & CHÂTEAUX

Mitten in der Stadt liegt das «Hôtel de la Cigogne».

Hier übernachteten schon illustre Gäste wie Bill

Clinton. Die klassisch eingerichteten Zimmer sind

sehr komfortabel. Im ersten Stock gibt es ein elegantes

Restaurant mit klassischer Küche.

Pl. de Longemalle 15-17, 1204 Genève

T: +41 22 8184040,

longemallecollection.com/fr/la-cigogne

AKTIVITÄTEN

Eine köstliche und idyllische Alltagsflucht lässt

sich in der Domaine de Châteauvieux erleben.

WANDERUNG DURCH DIE REBBERGE

An verschiedenen Orten kann man eine ge mütliche

Wanderung durch die Weinberge des

Kantons machen. Sehr zu empfehlen ist die

Route 105, die von Hermance nach Choulex

führt.

Fotos: Switzerland Tourism, Elisabeth Fransdonk/Fairmont Grand Hôtel Geneva, beigestellt

Tropfen aus der Umgebung.

Route de Presinge 121, 1243 Presinge

T: +41 22 7591207, auberge-vieux-chenes.ch

SCHLAFEN

L’AUBERGE D’HERMANCE – ROMANTIK HOTEL

& RESTAURANT

In diesem romantischen Hotel kann man sich ganz

wunderbar entspannen. Es ist ländlich auf der der

Stadt gegenüberliegenden Seeseite gelegen,

unweit von Ufer und französischer Grenze. Das

hauseigene Restaurant ist auch sehr zu empfehlen.

Rue du Midi 12, 1248 Hermance

T: +41 22 7511368, hotel-hermance.ch

DOMAINE DE CHÂTEAUVIEUX

Die Zimmer in der Domaine de Châteauvieux

mischen gekonnt rustikale und elegante Elemente.

Man übernachtet hier mitten in den Weinbergen

mit jeglichem Komfort, den man sich wünschen

könnte. Auch das Restaurant ist exzellent.

Chemin de Châteauvieux, Rte de Peney-Dessus 16,

1242 Satigny

T: +41 22 7531511, chateauvieux.ch

FAIRMONT GRAND HÔTEL GENEVA

Besser lässt es sich kaum übernachten als im

«Fairmont». Dieses Luxushotel im Zentrum von

Genf bietet alles von komfortablen Zimmern mit

Seeblick über ein hervorragend ausgestattetes Spa

bis zu verschiedenen Restaurants.

Quai du Mont-Blanc 19, 1201 Genève

T: +41 22 9089081, fairmont.com/geneva

FOUR SEASONS HOTEL DES BERGUES

Dieses Traditionshaus ist eines der ältesten Hotels

Das «Fairmont Grand Hotel» in Genf bietet

anspruchsvollen Gästen neben einer herrlichen

Aussicht auf den Jet d’Eau jeden Komfort.

GENFERSEE WEINKREUZFAHRT

Während der Saison zwischen Mai und

Oktober finden die Weinkreuzfahrten meist

zweimal im Monat jeweils an einem Samstag

statt. Man verbringt zwei Stunden auf einem Boot

auf dem Genfersee und erkundet die Weine des

Genfer Terroirs, dazu gibt es regionale Köstlichkeiten.

T: +41 78 8195149, lemandegustation.ch

WEINBARS

BOMBAR

Exzellente Auswahl an vornehmlich Naturweinen,

dazu gibt es eine einfache, aber köstliche Saisonküche.

Sowohl Publikum als auch Team sind jung,

es herrscht meistens eine gute Stimmung.

Pl. des Augustins 3, 1205 Genève

T: +41 22 3299111, bombar.ch

CHEZ BACCHUS

Das Chez Bacchus gehört zu der gleichnamigen

Weinhandlung. Es gibt eine grosse Auswahl,

darunter einige ausgesuchte Tropfen aus der

Region Genf. Jeden Tag werden 40 verschiedene

Weine glasweise ausgeschenkt.

Cr de Rive 7, 1204 Genève

T: +41 22 3124172, caveaudebacchus.ch

UVA GENÈVE

In dieser gemütlichen Bar werden nur Schweizer

Weine serviert, davon kommen über die Hälfte aus

der Region Genf. Es wird nur bei kleinen, handwerklich

arbeitenden Produzenten eingekauft –

ideal, um die verschiedenen Terroirs zu entdecken.

Rue des Etuves 1, 1201 Genève

T: +41 22 9010985, uva-geneve.com <

falstaff

55


GRAPE ESCAPES

NATURNAHE AUSZEIT

Die Schönheit der Schweizer Weinregionen entdecken.

G

rape Escapes» präsentiert die

Schweiz von ihrer weniger

bekannten, aber faszinierenden Seite.

Inmitten malerischer Rebberge eröffnen

sich Gästen aussergewöhnliche Übernachtungen

und authentische Erlebnisse. Die

sorgfältig ausgewählten Unterkünfte liegen

entweder direkt an einem Weinberg oder

sind von Weinreben umgeben. Nachhaltigkeit

und ein respektvoller Umgang mit der

Natur stehen im Vordergrund, um eine

naturnahe Umgebung zu schaffen. Gäste

können in charmanten alten Weinkellern,

historischen Rebarbeiterhäusern oder umgebauten

Schlössern übernachten und dabei

die Vielfalt der regionalen Weinkultur erleben.

Von luxuriösen Bed & Breakfasts bis

hin zu einzigartigen Übernachtungen in

Weinfässern oder unter freiem Himmel – die

Optionen sind vielfältig. «Grape Escapes»

ermöglicht es, die Schönheit der Schweizer

Weinregionen zu entdecken, die lokale

Gastronomie zu geniessen und die enge

Verbindung zur Natur zu spüren. Dieses

Erlebnis fördert das Bewusstsein für die

heimische Weinproduktion.

DOMAINE DU CREST

Mitten im Weingut Château du Crest in Jussy, nur

15 Minuten von Genf entfernt, erwarten sechs stilvoll

eingerichtete Gästezimmer in «ländlich-schickem» Stil

die Gäste. Umgeben von malerischen Rebbergen und

authentischem Charme, lädt die Unterkunft zu geselligen

Abenden und genussvollen Weinproben ein.

Rte du Château-du-Crest 40, 1254 Jussy, T: +41 22 7590611

chambres-hotes-chateau-ducrest.ch

56 falstaff


ENTDECKEN

GENF

Fotos: Domaine du Crest

falstaff

57


weinreise / WEINGÜTER GENF

Früchte, Litschi und Maracuja, aromatische Agrumen, auch

Apfel- und Cassisnoten. Am Gaumen vom mittlerer Statur,

kräftig mit reifer, zurückhaltender Säure, wiederum

prägnanter Aromatik und passender Länge. Verbleibt saftig

am Gaumen. CHF 19,90

L A CAVE

DE GENÈVE

D

ie Cave de Genève wurde 1994

gegründet. Von Beginn an war

das Ziel, den Qualitätsweinbau

in der Region zu stärken. Heute arbeiten

mehr als 50 qualitätsorientierte Winzer

mit der Kellerei zusammen, die das

Ziel haben, Weine mit Persönlichkeit

zu vinifizieren und auszubauen.

Das Motto «Land der Kulturen» ist

weit mehr als nur ein Claim – es ist

eine Philosophie, die sich auch in den

diversen Gewächsen widerspiegelt.

Frédéric Rochaix.

Rue du Pré-Bouvier 30

1242 Satigny

T: +41 22 7531133

info@cavedegeneve.ch

cavedegeneve.ch

Kellermeister: Florian Barthassat, Patrick Gräzer

Produktion: 45 % weiss, 55 % rot, 270 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

BACCARAT BLANC DE BLANCS BRUT

88 Reifer Apfel in der Nase, Zitrone, dazu Nuancen

von Aprikose und weissen Blüten.

Frisch wirkend. Am Gaumen klar süsslich mit Noten

von Pfirsich und Apfel, sehr feiner Perlage und für

einen Schaumwein zurückhaltender Säure. Endet

mittellang. CHF 15,90

89

2023 CLÉMENCE SAUVIGNON BLANC

AOC GENÈVE

Intensive, typische Nase, tropische

2023 INSTANT ROSÉ AOC GENÈVE

87 Wenig klare Aromatik, rote Beeren, Zitrone,

reife tropische Früchte. Am Gaumen weich mit

zurückhaltender Säure, Nuancen von Birne und wiederum

zitrischen Nuancen. Endet eher abrupt. CHF 15,90

2022 INFINI ASSEMBLAGE ROUGE AOC GENÈVE

90 Brombeermarmelade in der Nase, Schwarzkirsche

und Zwetschge, wirkt klar und präzise. Frucht wird

ergänzt von würzigen Noten, Nelken, dezent Zartbitterschokolade.

Am Gaumen kraftvoll, aber dennoch elegant.

Wiederum dunkle Beerenfrucht, leicht anhaftendes, aber

feines Tannin und frische Säure. Endet lang. CHF 30,–

2021 COEUR DE CLÉMENCE GAMARET

88 AOC GENÈVE

Waldbeeren in der Nase, eingelegte Zwetschge,

präsente Röstaromen, etwas Mokka, Lakritze. Am Gaumen

füllig mit dunkler Frucht und Noten von Gewürzen wie

Gewürznelken. Zurückhaltende Säure, mittelfeines Tannin.

Endet mittellang. CHF 20,50

2022 CLÉMENCE MERLOT AOC GENÈVE

88 Recht intensive, leicht wärmende Nase, reife

Pflaumen, Brombeeren, auch Dörrfrucht nuancen,

dunkle Röstaromatik, Kaffee, etwas Piment und schwarzer

Pfeffer. Am Gaumen kraftvoll und eher breit mit wiederum

dunkler Frucht. Reife Säure, feines, aber sehr präsentes

Tannin. Mittellanger Nachhall. CHF 22,90

CAVE & DOMAINE

LES PERRIÈRES

Die Cave & Domaine Les Pierrières

befindet sich in Satigny im westlichsten

Zipfel der Schweiz. Das

Weingut mit über 230-jähriger Geschichte

wird heute in der achten Generation

von Familie Rochaix geführt. Getreu

dem Motto der geschichtsträchtigen und

gleichzeitig pulsierenden Stadt Genf verbindet

das Weingut die hiesige Tradition

mit modernsten önologischen Kenntnissen

und kreiert Weine, die mit Fülle

und Modernität bei moderaten Preisen

bestechen.

Route de Peissy 54

1242 Satigny

T: +41 22 7539000

info@lesperrieres.ch

lesperrieres.ch

Kellermeister: Emilien Lamotte

Produktion: 100 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2022 VIOGNIER

89 Reifer Apfel, grüne Birne, Grapefruit und florale

Anklänge in der Nase. Am Gaumen kräftig

und geschmeidig, mit weicher Säure, Kernobstfrucht und

Dörraprikose, mittellang. CHF 17,–

2022 LA MORAINE - CHARDONNAY

89 Reife gelbe Fruchtaromatik in der Nase. Noten

von Aprikose, Ananas und gelbem Apfel. Anklänge

von Lakritze und Karamell. Am Gaumen weich,

schmeichelnd, mit dezenter Säure, zarter Frucht und

mittelangem Abgang. CHF 19,–

PICHOLETTE, WEISS

88 Dezente Nase mit Noten von Kernobst, Zitrus

und exotischen Früchten. Am Gaumen kräftig

und breit gebaut, mit würziger gelber Frucht und mittellangem

Finale. CHF 6,90

2022 L’AURIOL - GAMARET

90 Duftet nach dunklen Waldbeeren, Sauerkirsche,

Hagebutte und Granatapfel. Dazu gesellen

sich rauchige und würzige Anklänge von Gewürznelke.

Am Gaumen fruchtig mit Waldbeerenaroma und

kühler Würze. Feines Tannin, langes Finish. CHF 19,–

2022 COTEAU DE PEISSY 1ER CRU, ROT

89 Würzig-fruchtiges Bouquet mit Noten von reifen

Kirschen, Pflaume, Himbeere und Pfeffer.

Etwas Granatapfel und florale Nuancen. Am Gaumen

kräftiger Auftakt, reife Säure, kreidiges, leicht spürbares

Tannin, langer Abgang. CHF 30,–

2023 GAMAY

88 In der Nase Noten von Zwetschge, dunklen

Beeren und Schwarzkirsche. Am Gaumen

bodenständig, mit weicher Säure, frischer Frucht,

langem Finale. CHF 11,–

Fotos: chris.heeney, beigestellt

58 falstaff


Über die perfekte Temperatur

wird viel gesprochen:

geniessen Sie sie einfach.

Die wahre Leistung von Vinidor besteht darin, ein Umfeld zu schaffen, das Ihren Wein

hegt und pflegt. Schliesslich geht es beim Temperieren um mehr, als nur die perfekte

Temperatur aufrechtzuhalten. Es geht darum, Geschmacksnoten und Aromen zu wecken

und das volle Potenzial zu entfalten.

Bewahren, was Sie schätzen.

Entdecken Sie mehr:

home.liebherr.com/winefridge


weinreise / WEINGÜTER

GENF

Weitere Weingüter im Überblick

DOMAINE DE LA RÉPUBLIQUE ★★

Eine Schenkung von sechs Hektar Rebland im Jahr 1971

legte den Grundstein für die Domaine. Heute werden hier

30 verschiedene Sorten angebaut.

Route de Soral 93 | 1233 Bernex-Lully | ge.ch

DOMAINE GRAND‘COUR-COTTIER ★★★★

Tolle Böden, eine grossartige Lage und alte Reben. Diese

Faktoren nutzt Jean-Pierre Pellegrin, um daraus elegante

Top-Weine zu kreieren.

Route de Peissy 48 | 1242 Satigny

DOMAINE DE BEAUVENT ★★

Bernard und Jérôme Cruz keltern auf ihrem Biobetrieb Weine

aus 16 verschiedenen Sorten, darunter auch robuste Varietäten

wie Divico. Spannend sind die Naturweine.

Rue de Bernex 265 | 1233 Bernex | cave-de-beauvent.ch

DOMAINE DU CLOS DES PINS ★★

Marc Ramu setzt auf Vielfalt und erweiterte den Betrieb um

acht Rebsorten. Bereits im Jahr 1990 pflanzte er in Dardagny

Syrah und Gamaret an.

Route du Mandement 458 | 1283 Dardagny | closdespins.ch

BERNARD BOSSEAU – CAVE DE SÉZENOVE ★★

Bernard Bosseaus Markenzeichen ist das schwarz-weiss geringelte

Shirt. Und genauso authentisch sind seine Weine: präzise,

schnörkellos und mit herrlichen Frischekick.

Vieux-Chemin-de-Bernex 86 | 1233 Bernex | bbosseau.ch

LES HUTINS ★★★

Émilienne Hutin Zumbach führt das Weingut in fünfter Generation.

Spannend ist die Linie «L‘Intégrale» mit den Sorten Pinot

Noir, Merlot und Syrah.

Chemin de Brive 8 | 1283 Dardagny | domaineleshutins.ch

CHRISTIAN GUYOT ★★

Christian Guyots Philosophie: Präzisionsarbeit in den Rebbergen

schafft die Basis für Weine, die ohne Schönung und Zeitdruck im

Keller reifen dürfen.

Rue de Bernex 277b | 1233 Bernex | vins-guyot.ch

DOMAINE DUGERDIL ★★

Sophie Dugerdil begeistert seit der Übernahme des Familienbetriebs

mit charakterstarken, eleganten Weinen, die eindeutig

ihre Handschrift tragen.

Route du Mandement 452 | 1283 Dardagny | domaine-dugerdil.ch

Jean-Pierre

Pellegrin gehört

zu den Spitzenwinzern

im

Kanton Genf.

Marc Ramu

bewirtschaftet

seit dem Jahr

2000 das Weingut

Domaine Du Clos

des Pins.

Fotos: Siffert/weinweltfoto.ch, Domaine Grand Cour, Domaine du Clos des Pins

60 falstaff


Die Domaine Les Hutins

aus Dardagny gehört zur

Elite im Kanton Genf.

DOMAINE DE LA MERMIÈRE ★★

Zu den Spezialitäten der Domaine zählt die savoyardische

Rebsorte Altesse, aus der ein kräftiger Weisser sowie ein

herrlicher Schaumwein gekeltert werden.

Rue du Faubourg 9 | 1286 Soral | mermiere.ch

JEAN-MICHEL NOVELLE ★★★

Der begnadete Önologe Jean- Michel Novelle produziert auf

sieben Hektar Rebfläche jährlich mehr als 35 verschiedene

Weine aus siebzehn unterschiedlichen Rebsorten.

153 Rte du Mandement | 1242 Satigny | novelle.wine

falstaff

61


Die Kombination aus Jura-Gebirge,

Voralpen, Genfersee und Rhône

formt im Weinbaugebiet Genf ein

vielfältiges Mosaik an Mikroklimata.

GENF: MEHR

ALS DIPLOMATIE

Genf ist international bekannt als Stadt der Diplomatie.

Weniger bekannt ist, dass es auch das drittgrösste

Weinbaugebiet der Schweiz beheimatet. Die Region begeistert

mit innovativen Projekten wie dem «Esprit de Genève» und

nachhaltigem Weinbau. Junge Winzer wie Camille Cretegny

bringen frischen Wind in die Genfer Weinkultur.

62 falstaff


WEINREGION GENF

Vor zwanzig Jahren schlossen

sich Genfer Winzer zusammen,

um den «Esprit de Genève» zu

schaffen – einen Wein, der die

Essenz der Region verkörpert. Dieses

Gemeinschaftsprojekt steht für den Zusammenhalt

und das Bestreben, Genf als Weinregion

zu etablieren. «Der ‚Esprit de Genève‘

symbolisiert unsere regionale Identität

und den Stolz auf unser Handwerk»,

erklärt Jérôme Cruz, dessen Vater Mitbegründer

des Projekts war. Der Wein,

hauptsächlich aus Gamay und Pinot

Noir, ist heute ein Aushängeschild der

Genfer Weinkultur.

Gemeinsam mit ihrem Vater

Willy produziert Camille

Cretegny auf der ehrwürdigen

Domaine de la Devinière in

Satigny einen der besten

Gamays des Kantons Genf.

ADVERTORIAL Fotos: © Jean Rivallard / Rezo.ch; beigestellt

NACHHALTIGE PIWI- REBEN:

GENFS BEITRAG ZUR

FORSCHUNG

Die Genfer Winzer setzen nicht nur auf

Tradition, sondern haben frühzeitig in

innovative Lösungen investiert. Schon zu

einer Zeit, als Nachhaltigkeit noch kein

grosses Thema war, begannen sie mit der

Erforschung und dem Anbau von Piwi-

Rebsorten. Diese pilzwiderstandsfähigen

Reben benötigen weniger chemischen

Pflanzenschutz und sind daher besonders

umweltfreundlich.

Genf spielte eine entscheidende Rolle in

der Entwicklung dieser Rebsorten. Durch

jahrelange Forschung und ständige Weiterentwicklung

trugen die Winzer der Region

dazu bei, dass Piwi-Reben heute die Qualität

erreicht haben, die sie international anerkannt

macht. «Die Arbeit mit Piwi-Reben

war für uns ein Pionierschritt», erklärt Florian

Ramu von der Domaine des Alouettes.

«Was damals als Experiment begann, ist

heute eine bedeutende Säule unseres nachhaltigen

Weinbaus.»

Dieser Innovationsgeist, gepaart mit

einem frühen Bewusstsein für Umweltschutz,

macht die Genfer Weinregion zu

einem Vorreiter im Bereich des ökologischen

Weinbaus.

CAMILLE CRETEGNY:

FRISCHER WIND

Die neue Generation von Winzern bringt

frischen Wind in die Genfer Weinwelt.

Camille Cretegny, «Rookie-Winzerin des

Jahres» 2023, steht exemplarisch für diesen

Wandel. Die Juristin führt das Familienweingut

Domaine de la Devinère

und kombiniert Tradition mit modernen,

nachhaltigen Ansätzen. Ihr Erfolg zeigt, wie

junge Winzerinnen und Winzer die Genfer

Weinkultur durch Innovation und Experimentierfreude

bereichern.

WEINVERKOSTUNGEN IN GENF

Wer Genfs Weinwelt entdecken möchte,

sollte die örtlichen Weingüter besuchen.

Viele öffnen ihre Keller am Wochenende für

Verkostungen. Besonders empfehlenswert

sind Besuche im Château du Crest und

Domaine des Balisiers, wo Gäste die Vielfalt

der Weine probieren und die Innovationskraft

der Winzer erleben können. Weinliebhaber

haben hier die Möglichkeit, tief in die

Region einzutauchen und die Verbindung

von Tradition und Moderne zu geniessen.

EINE REGION VOLLER

ÜBERRASCHUNGEN

Genf überrascht nicht nur als internationales

Zentrum, sondern auch als dynamische

Weinregion. Mit innovativen Projekten wie

dem «Esprit de Genève» und der Einführung

nachhaltiger Rebsorten setzt Genf

Massstäbe im Weinbau. Junge Winzer wie

Camille Cretegny tragen diesen Geist weiter

und machen Genf zu einem aufstrebenden

Akteur in der Schweizer Weinlandschaft.

Die Verbindung aus Tradition und Innovation

macht die Genfer Weinregion zu einem

spannenden Ziel für Entdecker.

INFO

Weitere Informationen unter

swisswine.ch/de/regionen/genf

falstaff 63


weinreise / WALLIS

WEINWUNDERLAND

WALLIS

Das Wallis ist die grösste

Weinregion der Schweiz, sowohl

was die Anbaufläche als auch

das Produktionsvolumen angeht.

Hier werden aus Dutzenden

verschiedenen Traubensorten

Weine gekeltert, darunter auch

viele einheimische. Weinfans

kommen um eine Reise in den

traumhaften Bergkanton

nicht herum.

TEXT LARISSA GRAF

64 falstaff


Die Rebberge des Wallis findet

man hauptsächlich im breiten,

sonnenverwöhnten Rhônetal.

Foto: Valais Wallis Promotion/Tamara Berger.tif

falstaff

65


weinreise / WALLIS

6

GUTE

GRUNDE

..

FÜR EINE WEINREISE

INS WALLIS

66 falstaff

1 aus

Historie: Bereits die Kelten bauten im Wallis Trauben an, etwas später dann

die Römer. Die erste urkundliche Erwähnung des Schweizer Weinbaus stammt

dem Jahr 516, geschrieben wurde sie in der Walliser Abtei St. Maurice.

2Rekorde: Im Heidadorf Visperterminen befindet sich der

höchstgelegene, zusammenhängende Rebberg Europas. Er liegt

auf Höhen zwischen 650 und 1150 Metern über dem Meer.

Foto: Valais Wallis Promotion /David Carlier


3

Autochthone Trauben: Im Wallis

sind über 100 verschiedene Rebsorten

autorisiert, darunter Dutzende einheimische.

Sorten wie Cornalin, Amigne und

Humagne findet man nur hier.

Landschaft: Die Reben des Wallis wachsen an

den Steilhängen über dem Rhônetal. Viele von

ihnen sind spektakulär gelegen, mit freiem 4Blick auf die imposante Walliser Bergwelt.

Wetter: Der Südkanton ist mit rund 2000 jährlichen

Sonnenstunden der sonnigste der Schweiz. Auch

wenn es andernorts regnet, stehen die Chancen gut, 5dass es im Wallis schön ist.

6

oder

Kultur und Geschichte: Terroirküche: Die Walliser haben eine

ganz eigene Esskultur. Es gibt viele Spezialitäten, etwa die Walliser

Platte mit Käse und Trockenfleisch, den Gemüsekuchen Cholera

das Raclette, das hier richtig zelebriert wird.

falstaff

67


weinreise / WALLIS

Reben findet man

im Wallis sogar an

unwegsamen und

schwer erreichbaren

Lagen wie Berghängen.

Fotos: Valais Wallis Promotion/Frederic Huber, beigestellt

68 falstaff


MIT 2000 SONNENSTUNDEN PRO JAHR UND

LEDIGLICH 600 MILLIMETERN REGEN IST DAS

WALLIS DER TROCKENSTE KANTON DER SCHWEIZ.

Das Wallis ist das Zentrum des

Schweizer Weinbaus. Mit

einer Anbaufläche von knapp

5000 Hektar ist es nicht nur

flächenmässig das grösste

Weinanbaugebiet der Schweiz, dort wird

auch rund ein Drittel der gesamten

Weinmenge des Landes gekeltert. Dabei

gibt es von der grössten Genossenschaftskellerei

der Schweiz, der Provins, bis

zum kleinen Familienweingut mit wenigen

Hektaren, ein breites Spektrum an verschiedenen

Kellereien.

Auch in den Rebbergen ist die Vielfalt beeindruckend:

Der Anbau von 55 Rebsorten

ist erlaubt, Dutzende davon gibt es nur im

Wallis. Das sind mehr autochthone Sorten

als in jedem anderen Anbaugebiet der

Schweiz. Die Weine aus Sorten wie Petite

Arvine, Cornalin, Amigne oder Humagne

sind bis heute beliebt und gelten sowohl im

Wallis selbst als auch im Rest der Schweiz

als gesuchte Spezialitäten. Trotz der Vielfalt

an einheimischen Traubensorten sind etwa

zwei Drittel der Fläche mit vier Hauptsorten

bepflanzt: Pinot Noir, der mit Abstand

den grössten Anteil hat, Gamay, der hier als

Fendant bekannte Chasselas und Johannisberg,

der andernorts als Silvaner bekannt

ist. Zusätzlich gibt es viele internationale

Sorten wie Syrah, Chardonnay und Malbec.

Wenn man bedenkt, dass die höchsten

Berge der Schweiz in diesem Kanton liegen,

überrascht es vielleicht, dass hier ideale

klimatische Bedingungen für den Weinbau

herrschen: Mit 2000 Sonnenstunden pro

Jahr und lediglich 600 Millimetern

<

Ein Must für Liebhaber des feinen Weins und der guten

Küche ist der Besuch im «Château Villa» in Sion. Es gibt

dort köstliches Raclette und traumhafte Tropfen.

falstaff

69


weinreise / WALLIS

Im Wallis lässt sich Genuss

und Bewegung perfekt

kombinieren. Es gibt

etliche Weinwanderungen,

auf denen man die

verschiedenen Regionen

zu Fuss erkunden kann.

Eine ganz besondere Spezialität ist

der Safran aus dem Oberwalliser Dorf

Mund. Er ist zwar schwer zu finden, doch

unglaublich aromatisch.

<

Niederschlag ist das Wallis aber der

trockenste Kanton des Landes. Die Sommer

sind warm, auch in der kalten Jahreszeit

ist es oft sonnig. Im Herbst und Winter

weht der Föhnwind. So gedeihen auch spät

reifende Sorten wie Syrah hier hervorragend.

Die meisten Rebberge sind gen Süden

gerichtet, in Steillagen herrscht eine erhöhte

Sonneneinstrahlung. Sie sind zudem oft

von Trockenmauern umfasst, die in der

Nacht die tagsüber gespeicherte Wärme

abgeben. Zur Bewässerung wurde schon

vor Jahrhunderten ein System von Kanälen

installiert. Diese werden im deutschsprachigen

Oberwallis Suonen und im welschen

Unterwallis Bisses genannt.

Das breite Rhônetal, das auf drei Seiten

von hohen Bergen umgeben ist, eignet sich

also für den Anbau einer ganzen Reihe von

Rebsorten. Es gibt Böden mit unterschiedlichen

Konstellationen, von Kalk über Gneis

bis zu Schiefer und Schwemmland kommt

alles vor. Die flachen Rebberge in Wassernähe

haben zudem ganz andere Mikroklimata

als die höher gelegenen Steilhänge,

die von Trockenmauern umgeben sind.

Manche von ihnen kleben regelrecht an den

Bergflanken, sind in schwindelerregenden

Höhen und von beeindruckender Steigung.

Einer dieser eindrücklichen Rebberge heisst

«Rieben». Diese mit Heida bepflanzte Lage

überwindet mittels Terrassen Höhen zwischen

490 und 1150 Metern über Meer auf

kleinster Fläche. Sie befindet sich im Dorf

Visperterminen und ist die höchstgelegene

der Schweiz.

WANDERUNG IM WEINBERG

Das Wallis ist nicht nur landschaftlich

einzigartig, es hat auch ein besonderes

kulturelles Erbe. Hinter Sitten verläuft die

Deutsch-Französische Sprachgrenze, dort

fängt das Oberwallis an, wo der eigentümliche

Walliser Dialekt gesprochen wird

Fotos: Switzerland Tourism/Christian Meixner, Valais Wallis Promotion/Pascal Gertschen, Gregor Lengler / laif / picturedesk.com

70 falstaff


und in dessen wilden Tälern alte Bräuche

gelebt werden. Während der Fasnachtszeit

findet etwa die Tschäggättä statt, bei der

Menschen in furchteinflössenden, gehörnten

Fellkostümen durch die Dörfer des

Lötschentals ziehen. Im Sommer finden

hingegen die Ringkuhkämpfe oder Combats

de Reines statt, bei denen Bauern ihre

hochgeschätzten Eringer Kühe gegeneinander

antreten lassen. Bei diesen traditionellen

Veranstaltungen fliesst natürlich viel Wein,

etwa Dôle, eine Walliser Spezialität. Dieses

Cuvée aus Gamay und Pinot Noir ist in

der Regel schön saftig und deswegen im

ganzen Kanton beliebt. Es gibt ihn auch als

erfrischenden Rosé, den Dôle Blanche.

Aber auch eine einfache Wanderung

kann im wunderschönen Kanton Wallis

zum Erlebnis werden. Man zieht durch

historische Dörfer und von alten Rebstöcken

durchzogene Steilhänge, entlang alter

Handelspfade und Suonen. Eine besonders

empfehlenswerte Route ist der «Balade sur

le bisse de Clavau», ein Wanderweg entlang

der Suone von Clavau zwischen Icogne und

Sion. Sie ist auch für wenig erfahrene Wanderer

gut zu meistern. Wer hingegen mehr

über den höchsten Weinberg der Schweiz

erfahren möchte, begeht den Heidaweg bei

Visperterminen. Diese Wanderung ist steil,

sie führt durch die «Rieben» und endet im

charmanten Heidadorf, wo lokale Weine

bei einer Degustation verkostet werden

können.

Man muss das Wallis aber keineswegs

zu Fuss erkunden. Viele Weinkellereien

sind modern ausgestattet und bequem

mit dem Auto erreichbar. Ausserdem lässt

sich die Walliser Kultur auch gut am Tisch

kennenlernen, denn es gibt viele einzigartige

Spezialitäten. Dazu gehört der rare

Safran aus Mund genauso wie der beliebte

Walliser Teller mit Hobelkäse, Speck und

Trockenfleisch oder das weltberühmte

traditionelle Raclette vom offenen Feuer.

Natürlich gibt es zu jedem Gericht das

passende Glas Wein. Die Einheimischen

sind äusserst grosszügige und trinkfreudige

Tischgenossen. Es lässt sich also auch

in den vielen Restaurants und Beizen der

Gegend hervorragend in die Walliser Kultur

und Weinwelt eintauchen.

<

FACTS WALLIS

n Im Wallis werden auf

4766 Hektar Reben angebaut.

n Ein Drittel des in der Schweiz

hergestellten Weins kommt aus

dem Wallis.

n Der mit 1150 Metern höchstgelegene

zusammenhängende

Rebberg Europas liegt in Visperterminen.

n Rund 60 Prozent der Rebfläche

sind mit roten Traubensorten

bepflanzt, davon etwa die Hälfte

Pinot Noir.

n Es gibt rund 350 Produzenten

im Kanton.

n Von den 55 zugelassenen

Rebsorten sind etwa 35 Prozent

autochthon.

Kulinarisch trumpft der

Bergkanton mit einigen

beliebten Spezialitäten

auf. Berühmt ist das

Raclette, zu dem neben

Kartoffeln gerne eine

Walliser Platte mit

Trockenfleisch gereicht

wird.

falstaff

71


weinreise / WALLIS

ESSEN

RESTAURANT DU THÉATRE

Dank der Wurzeln des Küchenchefs Mauro Capelli

herrscht in diesem Restaurant eine gewisse italienische

Eleganz, die Küche ist aber kosmopolitisch.

Aus der Küche kommen saisonale Delikatessen,

dazu gibt es eine schöne Weinauswahl.

Av. du Théâtre 7, 1870 Monthey

T: +41 24 4717970, restaurant-theatre-monthey.ch

RESTAURANT LES TOURISTES

Eine moderne Saisonküche aus besten,

vornehmlich lokalen Produkten, wird in diesem

hübschen Lokal kredenzt. Das Personal gibt

dazu gute Weinempfehlungen ab.

Rue de l‘Hôpital 2, 1920 Martigny

T: +41 27 5520150, touristes-martigny.ch

RESTAURANT LE NOUVO BOURG

Das sympathische Gastgeberpaar serviert hier eine

Küche, die in der klassisch französischen verwurzelt,

aber mit vielen zeitgenössischen Elementen versehen

ist. Die Weinkarte bietet viele gute Tropfen aus

TIPPS & ADRESSEN

der Region und ein paar von etwas weiter her.

Rue du Bourg 25, 1913 Saillon

T: +41 27 5520150, nouvobourg.ch

RESTAURANT LA CONTRÉE

In dieser gemütlichen Beiz ist die Hausspezialität

Tatar, das es in verschiedenen Varianten gibt.

Vorzüglich ist auch die Weinauswahl, die einige

spezielle Tropfen aus der Umgebung enthält.

Rue de la Vanire 1, 3960 Muraz

T: +41 27 4551291, lacontree.net

CAFÉ LE CENTRE

Hier ist man auf Fondue spezialisiert. Ob klassisch

mit Käse, Fleisch oder mit Fisch, sie schmecken

alle gut. Im Weinkeller gibt es fast ausschliesslich

Schweizer Tropfen, einige davon kommen natürlich

aus dem Wallis.

Rue Centrale 9, 1955 Chamoson

T: +41 27 3062295, cafelecentre.ch

CHÂTEAU DE VILLA

In diesem zum Restaurant umfunktionierten

Schloss kann man sich mit den Walliser Terroirs

vertraut machen. Neben einer grossen Auswahl

an Weinen aus allen Lagen gibt es nämlich auch

Raclette von verschiedenen Alpenwiesen. Ein einmaliges

Erlebnis ist das Raclette-Degustationsmenü

mit Käse aus unterschiedlichen Provenienzen.

Rue Sainte-Catherine 4, 3960 Sierre

T: +41 27 4551896, chateaudevilla.ch

DAMIEN GERMANIER

In einem ungezwungenen modernen Ambiente

wird eine fantastische Gourmetküche aus lokalen

Zutaten serviert. Der Gast wählt die Anzahl der

Gänge aus, um den Rest kümmert sich das

Küchenteam um Damien Germanier.

Rue du Scex 33, 1950 Sion

T: +41 27 3229988, damiengermanier.ch

SCHLAFEN

HOSTELLERIE DU PAS DE L‘OURS

Dieses elegante Hotel liegt etwas oberhalb der

Rebberge im berühmten Ferienort Crans-Montana.

Hier werden auch anspruchsvollste Gäste glück-

<

Illustration: Stefanie Hilgarth / carolineseidler.com

72 falstaff



weinreise / WALLIS

120 Produzenten des Kantons.

Rue Sainte-Catherine 4, 3960 Sierre

T: +41 27 4551896, chateaudevilla.ch

LA FROMATHÈQUE

Hier gibt es, praktisch gelegen an der Autobahnausfahrt

Martigny, eine beachtliche Auswahl an

Weinen aus der Region: 250 Referenzen von 44

Kellereien. Zusätzlich werden andere Traditionsprodukte

wie Käse und Trockenfleisch angeboten.

Rte du Grand-Saint-Bernard 28,

1921 Martigny-Combe

T: +41 27 5658686, lafromatheque.ch

Herrliche Aussicht: Das «Chandolin Boutique Hotel»

liegt zwar in den Bergen, ist aber eine kurze Autofahrt

von den Rebbergen des Rhônetals entfernt.

<

lich, dank ausgezeichnetem Restaurant, komfortablen

Zimmern und einem traumhaften Spa.

Rue du Pas-de-l‘Ours 41, 3963 Crans-Montana

T: +41 27 4859333, pasdelours.ch

CHANDOLIN BOUTIQUE HOTEL

Hier entspannt man sich bei wunderbarer Aussicht

auf die Walliser Bergwelt. Es gibt Zimmer in unterschiedlichen

Grössen und für verschiedene Bedürfnisse

sowie ein kleines, aber feines Spa.

Route des Plampras 10, 3961 Chandolin

T: +41 27 5644444, chandolinboutiquehotel.ch

CASTEL DE DAVAL

Wer in einem Schlösslein im Rebberg übernachten

möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Auch

wenn es erst im Jahr 1949 gebaut wurde, ist die

Übernachtung hier ein besonderes Erlebnis. Dazu

gehört auch eine Degustation der Weine der Kellerei.

Colline de Daval 5, 3960 Sierre

T: +41 27 4584515, collinededaval.ch

In der Weinbar «Fol‘terres» gibt es neben Tropfen

von über 100 Produzenten Snacks aus lokalen

Produkten und einen herrlichen Blick ins Grüne.

FOL‘TERRES

Mehr als nur eine Weinbar ist das Fol’terres. Hierher

kommt man nicht nur, um Weine von über 100

Produzenten zu verkosten, sondern auch für die

köstlichen Snacks aus lokalen Produkten und die

wunderbare Aussicht ins Grüne.

T: +41 27 7461313, folterres.ch

AKTIVITÄTEN

SION WINE TOUR

Diese Firma bietet vielfältige Touren in und um

Sion an. Gekonnt wird dabei das Geschichtliche

mit dem Kulturellen, lokalem Essen und natürlich

bestem Wein kombiniert.

Rue du Grand-Pont 29, 1950 Sion

T: +41 27 3211380, sionwine.ch

MUSÉE DE LA VIGNE ET DU VIN

Hier lernt man alles über die Geschichte und

Gegenwart des Walliser Weins. Es gibt zwei Ausstellungsräume,

in der Ringmauer vom Château de

Villa in Sierre und im Winzerdorf in Salgesch.

T: +41 27 4563525, museeduvin-valais.ch <

BNB VINO VERITAS

Dies ist das Bed and Breakfast der Winzerfamilie

Mathier, gelegen am Rande des Naturschutzgebiets

Pfynwald. Die Zimmer und Wohnungen sind

funktional eingerichtet und mit jedem Komfort

ausgestattet, das Frühstück wird morgens ins

Haus geliefert.

Untere Zellstrasse 29+31, 3970 Salgesch

T: +41 27 4557575, mathier.com/de/bnb-vino-veritas

WEINBARS

CHATEAU DE VILLA

Dieses Restaurant mit Vinothek befindet sich in

einem alten Patrizierhaus im Zentrum von Sierre.

Zu essen gibt es Walliser Spezialitäten, berühmt

ist vor allem das Raclette. Auf der Weinkarte und

in der Vinothek findet man 640 Weine von

Fotos: Philippe Hahn, Chandolin Boutique Hotel, beigestellt

74 falstaff


Das ist Schweizer Design.

Schweizer Perfektion für zuhause. Seit 1913.


GRAPE ESCAPES

DOMAINES CHAVALIERS

Die Ferienwohnung über den Weinbergen von

Salgesch verbindet modernen Komfort mit

ländlichem Charme und bietet die perfekte

Möglichkeit, den Weinbau hautnah zu erleben.

Varenstrasse 40, 3970 Salgesch,

T: +41 27 4552828, chevaliers.ch/wohnung

B&B CAVE MATHIER &

BODENMANN

Eingebettet in die malerischen

Reben von Salgesch bietet das

B&B eine persönliche und entspannte

Atmosphäre. Nach

einer Weindegustation der edlen

Tropfen aus der hauseigenen

Kellerei können die Gäste den

Panoramablick auf den Naturpark

Pfyn-Finges geniessen.

Varenstrasse 74, 3970 Salgesch,

T: +41 27 4553266,

mathier-bodenmann.ch

76 falstaff


ENTDECKEN

WALLIS

B&B DIROSO

Inmitten der Natur des

Pfyn-Finges-Parks bietet

das B&B Diroso Gästen die

ideale Kombination aus

erlebnisreichen Wanderungen

und erholsamen

Übernachtungen im

rustikalen Ambiente.

Kantonsstrasse 81,

3946 Turtmann,

T: +41 27 9323303,

diroso.ch

»CHEZ CONSTANCE«

Dieses charmante Gästehaus in einem

Gebäude aus dem 15. Jahrhundert lädt

im mittelalterlichen Saillon dazu ein, die

authentische Walliser Gastfreundschaft

hautnah zu erleben.

Passage des Lombards 4 Cour des Sires de

Châtillon, 1913 Saillon, T: +41 27 5652883,

chezconstance.ch/#GrapeEscapes

HOTEL DES VIGNES

Luxuriöser Aufenthalt im

Herzen der Walliser Weinregion

– Gäste schätzen

besonders die ruhige Lage,

die modernen Zimmer mit

Balkonen und den nahen

Zugang zu regionalen

Weingütern und den

Naturerlebnissen.

Rue du Pont 9,

1958 Uvrier-Sion,

T: +41 27 2035030,

hoteldesvignes.ch

HOTEL ARKANUM

Abenteuer und Genuss vereinen sich im

Erlebnishotel Arkanum in Salgesch, wo

Gäste in einem Weinfass übernachten können,

umgeben von der atemberaubenden

Walliser Bergwelt.

Unterdorfstrasse 1, 3970 Salgesch,

T: +41 27 4512100, hotelarkanum.ch

Fotos: Marco Schnyder, Johann Watzke, beigestellt

B&B ZUM SCHLEIF

Jedes der acht Zimmer

trägt den Namen eines

lokalen Weinguts. Gäste

können in geselliger Runde

die Weine der Region

verkosten oder sich von

der Atmosphäre der

Varner Weinberge

verzaubern lassen.

Schleif 2, 3953 Varen,

T: +41 27 4731212,

bnbzumschleif.ch

B&B VINO VERITAS

Luxuriöse Zimmer mit fantastischem Ausblick,

die zentrale Lage in Salgesch und die

Nähe zu den Mathier-Weinen machen das

B&B zum perfekten Ausgangspunkt für

erlebnisreiche Wein- und Naturentdeckungen.

Bahnhofst. 50, 3970 Salgesch, T: +41 27 4557575,

mathier.com/de/weinferien/bnb-vino-veritas

falstaff

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weinreise / WEINGÜTER WALLIS

Das Weingut Chai du Baron grenzt

an die alte Steinbrücke beim Dorf

Bramois. Die Domaine bewirtschaftet

20 Hektar im Mittelwallis,

zu denen so renommierte Terroirs wie

Clavau, Molignon und Uvrier gehören.

Seit 2015 wird das Weingut von Patrice

Walpen geführt, der zuvor Erfahrungen

in der Schweiz und in Südafrika

sammelte. Chai du Baron bietet eine

grosse Auswahl an traditionellen Weinen

und Spezialitäten, die das Wallis berühmt

gemacht haben.

Rue de la Manufacture 4

1967 Bramois

T: +41 27 2034060

chai@chaidubaron.ch

chaidubaron.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Patrice Walpen

Produktion: 20 Hektar

★★★

CHAI DU

BARON

2023 HEIDA AOC VALAIS

91 Helles Goldgelb. Reife Zitrusfrüchte in der Nase, 93

exotische Fruchtnuancen, dezent Honig. Am

Gaumen von mittlerer Fülle, vife, reife Säure, wiederum

reiffruchtig und zitrisch mit würzigen Anklänge. Endet lang

und leicht salzig. CHF 24,–

2023 PETITE ARVINE AOC

89 Reife Zitrsufrüchte, Grapefruit, dazu weisse

Blüten, reifer Apfel. Am Gaumen leicht süsslich

wirkend mit Birnennoten, eher zurückhaltender reifer Säure

und saftigem, leicht salzigem Nachhall. CHF 24,–

2022 CHARDONNAY BARRIQUE AOC VALAIS

89 Edle Nase mit Noten von Mandarine, Blutorange

und gedörrten exotischen Früchten wie Ananas

etwa. Dazu eine präsente dunkle Würze und röstige Noten.

Am Gaumen cremige Fülle gepaart mit frischer Säure,

gelbe Frucht, etwas Karamell, langes Finale. CHF 32,–

2020 COLLECTION PRIVÉE MERLOT

AOC VALAIS Dunkles Rubin. Vollreife Nase,

Cassis, Brombeere, dazu würzig-mineralische

Noten sowie eine gewisse Strenge, die für Spannung sorgt.

Am Gaumen schmelzig mit weicher Struktur, zurückhaltende,

reife Säure, wiederum viel dunkle Frucht. Feines, reifes

Tannin, stattliche Länge. Definitives Reifepotenzial. CHF 60,–

2023 CORNALIN AOC VALAIS Dunkles Rubin,

91 violette Reflexe. Vollfruchtige Nase: Him- und

Brombeere, Zwetschge, Holunderbeere, etwas

strenge Pfefferwürze im Hintergrund, dezent Wildbret. Am

Gaumen von mittlerer Fülle mit intensiver Frucht sowie

feinem Tannin und reifer Säure. Endet mittellang. CHF 25,–

2021 LA RÉSERVE AOC VALAIS Dunkles Rubin.

91 Intensive, klare Frucht, Brombeere, Pflaume, Holunderbeere,

Cassis, dazu würzig-röstartige Anklänge,

dezent grüne Paprika, etwas Rhabarber. Am Gaumen

eher breit und ausladend mit weicher Struktur, feinem Tannin

und saftiger, reifer Säure. Nuancen von Waldbeeren und

Kaffee. Endet lang und saftig mit spürbarem Grip. CHF 39,–

★★★

GÉRALD

BESSE

Ihre erste Parzelle kauften Gérald

und Patricia Besse 1979. Seither

vergrösserte und modernisierte

sich ihre Domaine im Wallis kontinuierlich.

Seit 2013 wirkt auch Tochter

Sarah im Weingut, die ein grosses

Gespür für die Walliser Weinbautradition

aufweist. Dementsprechend

wichtig sind autochthone

Walliser Sorten dem Weingut. Petite

Arvine, Humagne Rouge oder Cornalin,

die in den Schiefer-Steillagen

der Familie gedeihen, bestechen

immer wieder.

Route de la Combe 14, 1921 Martigny-Croix

T: +41 27 7227881

info@besse.ch, besse.ch

Kellermeister: Sarah Besse

Produktion: 20 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 LES BANS

92 Kühle, natürlich wirkende, klare Frucht: Birne,

Agrumen, helle Steinfrüchte, dezent florale

Noten. Am Gaumen von mittlerer Fülle mit angenehm frischem

Charakter, reifer Säure, Birnennoten und zitrisch-mineralischen

Noten im Nachhall. Endet leicht salzig. CHF 16,–

2023 HEIDA CHAMPORTAY®

92 Elegante Reduktion in der Nase, die mit etwas

Zeit im Glas verschwindet. Dann frische, bisweilen

kandierte Zitrusfrucht, Mango, Pfirsich und äthe-

risch-kräutrige Anklänge. Am Gaumen stoffig, mit schöner

frischer Säure, Noten von Sternfrucht, Zitrus, Apfel, gelbem

Steinobst, langes Finale. CHF 22,–

2023 PETITE ARVINE

91 Karge Zitrusaromatik in der Nase. Zudem Noten

von Kiwi, Aprikose und Melisse. Am Gaumen

frisch und geradlinig, mit reifer Säure, Zitrusaroma und

etwas Honig im langen, mineralisch-salzig anmutendem

Abgang. CHF 26,–

2022 CORNALIN DOMAINE ST-THÉODULE®

93 LES SERPENTINES®

Frische und kompottige Frucht in der Nase.

Himbeere, Brombeere und Zwetschge sowie kühle kräutrig-würzige

Noten. Am Gaumen kraftvoll, aber elegant, ,mit

saftiger Säure schmelziger Waldbbeerenaromatik, sanften

Tanninen und langem würzigen Abgang. CHF 37,–

2022 GAMAY CHAMPORTAY®

92 Braucht Luft. Kühle, klare, aber dunkle Beerenfrucht,

Brombeere, Zwetschge, Kirsche. Mineralische

Anklänge, etwas Lakritz. Am Gaumen sehr frisch und

schlank wirkend mit schönem Extrakt, das für Spannung

sorgt. Reifes Tannin, saftige Säure, klare Frucht. Endet lang

und saftig mit Nuancen von schwarzem Pfeffer. CHF 16,50

2022 SYRAH LES SERPENTINES®

92 Mittleres Purpur mit violetten Reflexen. Braucht

Luft. Zwetschgennoten, Heidelbeeren, dahinter

eine prägnante Pfefferwürze. Am Gaumen von schöner

Breite, reife saftige Säure, feines Tannin. Endet lang mit

Gewürznoten und dunkler Frucht. CHF 34,–

Fotos: Shop Professional di Jacopo Salvi, Louis Dasselborne, ©louisDasselborne, Jean-Louis Mathieu SA, beigestellt

78 falstaff


★★★

CAVE BIBER SA

Die Geschichte der Cave Biber

beginnt 1971. Seitdem wuchs

man kontinuierlich und erlangte

zahlreiche Goldmedaillen bei internationalen

Wettbewerben. Jungwinzer Remo

Meyer setzt auf heimische Sorten wie Humagne

rouge oder Lavnetscha, aber auch

internationale wie Cabernet Franc und Petit

Verdot werden kultiviert. Daraus entstehen

hochwertige, ursprüngliche Walliser Gewächse,

die Frische und Würze vereinen.

Chemin de la Raspille 32, 3970 Salquenen Salgesch

T: +41 27 4567819

web@cave-biber.ch, cave-biber.ch

Kellermeister: Remo Meyer

Produktion: 66.667 Flaschen

5 % Schaumwein, 30 % weiss, 5 % rosé, 60 % rot, 8.5 Hektar

Swiss Wine

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 »LES PERLES DE LA RASPILLE«

2023 HEIDA SAVAGNIN BLANC

88 CUVÉE ROSÉ BRUT FM

90 Duftet nach Holunderblüte, tropischen Früchten 91

Noten von Granatapfel, Apfel und Grapefruit in

und Agrumen. Dazu dezente kräutrig-würzige

der Nase. Dazu Anklänge von tropischen Früchten und florale

Anklänge. Am Gaumen frisch, dezente Säure, minera-

Nuancen. Am Gaumen weich, schmeichelnd, passende lisch-würziges Finale. CHF 27,–

Perlage, mittellang. CHF 23,–

2023 NO 10

92

90 Reiffruchtige Nase, Mirabelle, Honig, Kräuternoten

und rauchige Anklänge. Am Gaumen von

wie Gewürzen, dezent animalische Anklänge. Am Gaumen

Schwarzkirsche, dazu Nuancen von Kräutern so-

91

schöner Breite, wiederum aromatisch mit Nuancen von

kräftig und weich mit wiederum prägnanter dunkler

tropischen Früchten und weissen Blüten. Reife Säure,

Frucht, reife eher zurückhaltende Säure, schöner Schmelz,

langer Nachhall. CHF 17,80

noch etwas anhaftendes, aber feines Tannin. Hallt lange

nach. CHF 28,–

★★

DOMAINE

JEAN-LOUIS MATHIEU

Seit drei Generationen ist die Familie

Mathieu im Weinbau tätig. Bewirtschaftet

werden heute 14 Hektar

Rebfläche, die sich an den Ufern der Rhône

zwischen Siders und Chalais erstreckt. Das

Engagement der Familie für den Umweltschutz

spiegelt sich in jedem Schritt der

Produktion wider und führt zu authentischen,

terroirbetonten Weinen, die regelmässig

bei nationalen und internationalen

Wettbewerben abräumen.

Route du Téléphérique 26

3966 Chalais

T: +41 79 2202409

mathieu-vins.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Jean-Louis Mathieu

Produktion: 133.333 Flaschen

48 % weiss, 5 % rosé, 45 % rot, 2 % süss, 15 Hektar

Anbauweise: in Umstellung

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2022 CORNALIN LE PREMIER

Dunkle Beeren in der Nase, Holunderbeeren,

2022 MALBEC LE PREMIER

Intensive Frucht, Heidelbeeren, Schwarzkirsche,

Brombeeren, dazu Gewürznoten, etwas Pfeffer.

Am Gaumen eher füllig und breit mit schöner Frucht und

viel Extrakt, saftige Säure, engmaschiges, feines Tannin.

Hallt lange nach und endet leicht wärmend. CHF 28,–

2019 NO 1

Dunkles Rubin, Reifereflexe. Dunkelfruchtige,

gereifte Nase. Dörrzwetschge, Brom- und Heidelbeeren,

dazu eine edle Würze, Eichenholznuancen, etwas

Schuhcreme. Am Gaumen von mittlerer Fülle, zeigt eine reife

Säure und wiederum dunkelfruchtige Noten sowie etwas

Mokka. Feines, reifes, aber noch spürbares Tannin, passende

Länge mit Dörrfruchtnuancen. CHF 37,–

2023 SAUVIGNON BLANC LA MINE

90 Helles Zitronengelb. Sortentyische Nase: Cassis,

Holunderblüte, Stachelbeere, dazu zitrische

Noten. Wirkt klar und frisch. Am Gaumen von einem

angenehmen Schmelz getragen, wiederum aromatisch und

typisch. Saftige Säure, dezenter Grip, passende Länge.

CHF 30,–

2022 PETITE ARVINE

88 Etwas diffuse Frucht, reife Zitrusnoten,

tropische Fruchtnuance, dezent

Honig und Pfirsich. Am Gaumen recht leicht

mit wiederum reifer Zitrusfrucht, knackige

Säure, mittelanger Nachhall. CHF 30,–

falstaff

79


weinreise / WEINGÜTER WALLIS

★★★★

DOMAINE JEAN-RENÉ

GERMANIER

Die Domaine Jean-René Germanier

in Vétroz gehört seit vielen

Jahren zu den besten Produzenten

des Wallis und geniesst auch im

Ausland einen hervorragenden Ruf. Vor

allem mit ihrem Flaggschiff, dem Syrah

namens «Cayas», der zweifelsohne zu

den besten Weinen aus der Rebsorte in

der Schweiz gehört. Geführt wird das

Familienweingut heute von Ex-

Nationalrat Jean-René Germanier und

dem Önologen Gilles Besse. Rund 30

der 50 Hektar des Weinguts werden

biologisch bewirtschaftet.

Route Cantonale 291

1963 Vétroz

T: +41 27 3461216

info@jrgermanier.ch

jrgermanier.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Gilles Besse,

Jean-René Germanier

Produktion: 980.000 Flaschen

30 % weiss, 10 % rosé, 50 % rot, 10 % süss,

50+150 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2022 MITIS AMIGNE DE VÉTROZ

2022 CAYAS SYRAH RÉSERVE

95 Goldgelb im Glas. Komplexes Bouquet mit Noten 94 Dunkles Rubin, violette Reflexe. In der Nase noch

von Quittenkonfitüre, Honig, reifer und gedörrter

eher zurückhaltend, intensive dunkle Frucht,

Birne und frischem Apfel. Unterlegt ist das Ganze von frischen

Zitrusnoten sowie kräutrig-würzigen Anklängen, von Nuancen, etwas Lakritze. Am Gaumen überaus elegant,

Brombeere, Zwetschge, dunkle Waldbeeren, dazu pfeffrige

Kamille etwa. Am Gaumen viskos, pralle Süsse, feiner

aber kraftvoll mit reifer Säure, sehr feinem, derzeit recht intensivem

Tannin und wiederum dunkelbeerigen und pfeffri-

Säurefaden, langes salzig anmutendes Finale auf Kumquat.

CHF 33,–

gen Noten. Hallt lange nach. CHF 48,–

92

2023 HEIDA DE VEX «CLOS DE LA COUTA»

Frische, dezente Nase mit Noten von Honig, reifer

Aprikose, Apfel und Birne. Dazu gesellen sich

92

Agrumen und etwas Maracuja. Am Gaumen kräftig, ohne

aufdringlich zu wirken. Geradlinige Säure, mineralisch

anmutendes Finale mit Minzeinschlag. CHF 28,–

2023 AMIGNE DE VÉTROZ

91 In der Nase Noten von frischer Orange, Mandarine

und Aprikose. Letztere gedörrt und frisch.

Zudem Anklänge von Holunderblüte und Honig. Am Gaumen

kraftvoll, mit dezenter Säure und intensiver Aromatik.

Süsslich und lang im Abgang. CHF 20,–

2023 JOHANNISBERG DE CHAMOSON

89 Intensives Bouquet mit Noten von Grapefruit,

Pfirsich, Eisbonbon und tropischen Früchten. Am

Gaumen fruchtig-süsslich, mit weicher Säure und mittellangem

Finale. CHF 17,–

2022 CORNALIN RÉSERVE

Dunkles Rubin, violette Reflexe. Edel wirkende,

dunkle Frucht, eingelegte Zwetschge, dunkle

Beeren, Dörrfruchtnuancen. Etwas Edelholz sowie warme

Gewürze wie Gewürznelken und Zimt. Am Gaumen von

mittlerer Fülle, reife Säure, feines, aber spürbares Tannin.

Langer Nachhall mit Beeren- und Gewürznoten. CHF 40,–

2021 HUMAGNE ROUGE RÉSERVE

92 Kirsche, helle und dunkle Beeren in der Nase,

dazu eine angenehmen Würze von frisch gemahlenem

schwarzem Pfeffer. Wirkt frisch und duftig. Am Gaumen

recht leicht mit schöner Balance aus heller Frucht und

Pfefferwürze. Sehr feines Tannin, reife Säure. Endet lang

und elegant. CHF 40,–

91

2023 CORNALIN

Frische, dunkle Frucht. Brom- und Holunderbeeren,

Schwarzkirsche, dazu Pfeffernoten. Wirkt

ausgewogen. Am Gaumen leicht süsslich wirkend, sehr harmonisch

mit reifer Säure und feinem Gerbostoff. Zeigt sich

wiederum intensiv dunkelfruchtig. Hallt lange nach mit

Pfeffernuancen. CHF 28,–

2021 BAROQ ASSEMBLAGE

90 Klare intensive dunkle Frucht, Brombeer, Holunderbeere,

Cassislaub, dazu würzige Anklänge, etwas

Bockshornklee, dezent Lakritz. Am Gaumen von schöner

Fülle, weich, aber nicht süss wirkend. Wiederum dunkler

Fruchtnoten, reife Säure, feines, spürbares Tannin. Hallt

lange nach mit vegetalen Nuancen. CHF 33,–

2023 SYRAH

89 Frische Nase, dunkle Beeren, Brombeere,

Zwetschge, Schwarzkirsche, dazu Nuancen von

Pfeffer, Kräuternoten. Am Gaumen mittelgewichtig. Reife

Säure, wiederum Pfeffer und dunkle Beeren. Mittelfeines,

zupackendes Tannin, mittlere Länge. CHF 19,50

2022 PINOT NOIR DE VEX "CLOS DE LA

89 COUTA"

Sauerkirsche und helle Beeren in der Nase, dezent

Schlehen sowie Gewürze. Am Gaumen von mittlerer Statur,

zeigt eine süsse Frucht. Endet mittellang mit Beeren- und

Gewürznoten. Verbleibt frisch am Gaumen. CHF 58,–

Fotos: ©Domaine Jean-René Germanier/Foto Siffert, beigestellt

80 falstaff


★★★★

DOMAINE HISTOIRE

D’ENFER

Das kleine Walliser Spitzenweingut

Histoire d’Enfer wurde von einer

Gruppe Weinfanatiker um Patrick

Regamey ins Leben gerufen. Jeder Wein wird

präzise so konzipiert, dass die einzigartigen

Terroirs des Weinguts in Corin, Miège, Sierre

und Salquenen getreu widergespiegelt werden.

Höchste Qualität steht im Fokus, weshalb

seit 2015 auf den Einsatz von synthetischen

Produkten und Unkrautvernichtern

verzichtet wird.

Entre deux Torrents

3960 Loc-Sierre

T: +41 79 9637561

domaine@histoiredenfer.ch, histoiredenfer.ch

Kellermeister: Dr. Patrick Regamey & Co.

Produktion: 37.333 Flaschen

2 % Schaumwein, 45 % weiss, 3 % rosé, 45 % rot, 5 %

süss, 10.5 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2022 RÈZE L’ENFER DU SCHISTE

91 In der Nase Noten von Honig, Grapefruit und Melone.

Etwas Papaya und Anklänge von gerösteten

Nüssen. Dazu florale Anklänge und ätherische Gewürze.

Am Gaumen schöne Fülle, wirkt kräftig, herbe Zitrusfrucht,

gelebes Steinobst. Endet lang auf Mirabellenhaut. CHF 44,–

2022 SYLVANER RÉSERVE VIEILLES VIGNES

91 Edle Zitrusaromatik in der Nase. Noten von

Kumquat, Grapefruit und Zitrone. Dazu etwas,

Steinobst, Honig und frische Kräuter. Am Gaumen schöne

Fülle, geradlinige Säure, wirkt frisch und dennoch kraftvoll.

Langer Abgang mit dezenter Herbe. CHF 44,–

2022 ENFER BLANC RÉSERVE

91 In der Nase Noten von Apfel, Pfirsich und Agrumen.

Dazu dezente Anklänge von Gewürzen wie

Sternanis oder Zimt. Am Gaumen kraftvoll, weich und auf

seine Weise frisch. Herbe Zitrusfrucht im langen Abgang.

CHF 52,–

2022 CHARDONNAY RÉSERVE VIEILLES

91 VIGNES

Komplexes Bouquet mit kühlen Zitrusnoten,

gerösteten Nüssen und etwas Kakao. Mit etwas Zeit im Glas

kommen Noten von Papaya und gelbem Steinobst hinzu.

Am Gaumen stoffig und einnehmend, wirkt sanft und

ausgewogen. Langes mineralisches Finale. CHF 58,–

2022 MARSANNE RÉSERVE VIEILLES

90 VIGNES

In der Nase betont floral. Dazu gesellen sich Noten

von Zitrusfrüchten, Mirabelle und Birne. Am Gaumen

kräftig, dezente Säure und gedörrte gelbe Frucht. Langes,

leicht phenolisches Finale. CHF 46,–

2022 PETITE ARVINE RÉSERVE VIEILLES

90 VIGNES

Dezentes Bouquet mit zarter Zitrusfrucht und

Noten von Apfel sowie hefig-würzigen Anklängen. Am

Gaumen schöne Fülle, kernige Kernobstfrucht und kühle

Zitrusaromatik im langen Finale. CHF 48,–

2019 CORNALIN L’ENFER DU CALCAIRE

95 Dunkles Rubin. Absolut natürlich wirkende, klare,

unverfälschte Frucht: Holunderbeerensaft,

Zwetschge, etwas Tabak sowie dunkle Gewürze, Kardamom,

dezent Kümmel, animalische Nuancen. Am Gaumen

recht breit und kraftvoll mit reifer Beerenaromatik und reifem,

aber einnehmendem, engmaschigem Tannin. Hallt

sehr lange nach. Wirkt noch sehr jung. CHF 66,–

2021 SYRAH L’ENFER DE LA PATIENCE

94 Komplexes, dicht gewobenes, klares Bouquet:

Dunkle Walbeeren, Kirschkompott, Zwetschge,

dazu eine einnehmende Pfefferwürze, bal samische Nuancen.

Am Gaumen geschmeidig mit reifer Säure, wieder intensiver

Beerenfrucht und würzigen Nuancen. Intensives,

kreidig-feines Tannin. Hallt lange nach. CHF 58,–

2021 GAMAY

92 Frischfruchtig in der Nase, Holunderbeeren,

Zwetschge, dunkle Kirsche, dazu frische pfeffrige

Gewürznoten, balsamische Anklänge. Am Gaumen dicht

mit wiederum prägnanter, aber natürlich wirkender Frucht,

baut sich fast süsslich auf. Saftige, reife Säure, feines

Tannin. Hallt lange nach auf Gewürznuancen. CHF 40,–

2019 PINOT L’ENFER DU PLAISIR

92 Reife, elegante, aber frischfruchtige Nase: Pflaume,

rote Beeren, florale und röstartige Nuancen,

etwas Mocca, dezent Tabak. Am Gaumen eher kräftig, aber

elegant mit roter Frucht, wiederum würzige Nuancen. Hallt

lange nach mit saftiger, reifer Säure und etwas anhaftendem,

feinem Tannin. CHF 40,–

2022 HUMAGNE ROUGE L’ENFER DE LA ROCHE

92 Natürlich wirkende, etwas wilde Frucht, Sauerkirsche,

Erd- und Himbeere, helle Zwetschge, dazu

Kräuternoten. Am Gaumen von mittlerer Fülle mit wiederum

intensiver Pflaumenfrucht, Würze im Hintergrund. Wirke elegant.

Reife, saftige Säure, Kräuternoten, feines, spürbares

Tannin. Endet lang und saftig mit Gewürznoten. CHF 54,–

2019 DIOLINOIR L’ENFER DE LA PASSION

91 Intensive, klare Frucht, Zwetschge, Schwarzkirsche,

Brombeere, würzige und kräutrige Nuancen.

Am Gaumen ebenfalls fruchtbetont, fast süsslich,

saftige, reife Säure, sehr feines, gut integriertes Tannin.

Endet lang und saftig. CHF 40,–

falstaff

81


weinreise / WEINGÜTER WALLIS

Unterstalden

3932 Visperterminen

T: +41 27 9484348

info@jodernkellerei.ch

jodernkellerei.ch

★★★

ST. JODERN KELLEREI

Im Jahre 1980 konnten 120 Genossenschafter

das erste Mal ihr

Traubengut in der neu gebauten

St. Jodern Kellerei abgeben. Mittlerweile

entstehen hier aus den Trauben

von 500 Genossenschaftern jährlich

rund 300.000 Liter Wein. Zu den

Spezialitäten gehört zweifelsohne die

Rebsorte Heida, die unter anderem im

Rebberg von Visperterminen auf einer Höhe

von 1150 Metern gedeiht. Leidenschaft, das

Streben nach höchster Qualität und Wein als

Lebensphilosophie sind die Grundpfeiler der

Kellerei.

Kontaktperson/Kellermeister: Michael Hock

Produktion: 440.000 Flaschen

1 % Schaumwein, 60 % weiss, 2 % rosé, 35 % rot,

2 % süss, 45 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 HEIDA VISPERTERMINEN

92 Recht intensive, reife Frucht, weisse Blüten, reifer

Apfel, etwas Quitte, Nuancen von Honig, Anklänge

von weissem Pfirsich. Am Gaumen kräftig mit viel

Körper und reifer, aber spürbarer Säure. Zeigt salzige Nuancen

und mineralische Noten im langen Nachhall. Dezente

Herbe. Kann reifen. CHF 24,90

2022 HEIDA GRAND CRU

90 Duftet nach Apfel, Zitrusfrüchten, Gebäck und

Agave. Am Gaumen eher elegant gebaut, Noten

von Mandarine, Kernobst und Agrumen. Wirkt ausbalanciert

und endet mittellang. CHF 36,–

2022 HEIDA BARRIQUE

90 Intensive Nase mit Noten von Litschi, Zitruskonfitüre

und gedörrtem Steinobst. Dezente Röstnoten,

etwas Muskat und Honig. Am Gaumen körperreich und

dicht, mit weicher Säure, Aroma von Steinobst und Zitrus,

langes Finale. CHF 31,90

2023 JOHANNISBERG

90 Intensive Nase, Birne, exotische Früchte, reife

Zitrusfrüchte, auch tropische Fruchtnuancen,

etwas Eisbonbon. Am Gaumen kräftig, aber dank der Mineralik

auch frisch, zurückhaltende reife Säure, Noten von reifem

Apfel und wiederum zitrische und tropische Anklänge.

Hallt lange nach. CHF 17,50

2022 DIAVOLETTO

91 Klare, fruchtbetonte Aromatik: Zwetschge,

Waldbeeren, getrocknete Cranberrys, warmwürzige

Nuancen. Am Gaumen von mittlerer Statur mit wiederum

kräftiger Beerenaromatik, reife, schön integrierte

Säure, feines Tannin. Hallt mittellange nach mit Fruchtund

Gewürznoten. CHF 29,70

2022 GRAND EVEC

88 Mittleres Rubin, Reifereflexe. Reife Pflaume in

der Nase, Nuancen von Dörrfrüchten und Gewürzen,

Röstnoten. Wirkt insgesamt recht reif. Am Gaumen

dicht und intensiv mit reifer Frucht und Säure. Feines, aber

präsentes Tannin im mittellangen Nachhall. CHF 26,80

★★★★

LA MADELEINE

Die Rebberge der Familie Fontannaz

befinden sich in den

Walliser Gemeinden Vétroz, Ardon,

Chamoson und Savièse. Insgesamt

bewirtschaftet das Weingut rund 25 Hektar,

seit dem Jahr 2010 verzichtet man

im Rebberg auf chemisch-synthetische

Dünger. Neben André Fontannaz, der das

Weingut im Jahr 1991 gründete, sind auch

seine Frau Sandra sowie die beiden Töchter

Camille und Chloé im Betrieb tätig.

2023 PAÏEN D’ARDON Schöne Intensität, exotische

Fruchtnuancen, Agrumen, etwas Honig,

94

Kräuternoten. Am Gaumen von mittlerer Fülle,

reife, schön integrierte Säure, zeigt sich leicht herb, enorm

saftig im fruchtig-mineralischen, langen Nachhall. CHF 22,–

2022 AMIGNE DE VÉTROZ - 1 ABEILLE

91 Dezente Nase mit Noten von Honig, Kamille und

Pfirsich. Zudem Anklänge von Mirabelle und würzige

Noten. Am Gaumen kräftig, mit feiner Extraktsüsse und

salzig-mineralischem Eindruck im Abgang. CHF 25,–

Ein waschechter Walliser Familienbetrieb

also.

La Madeleine – André Fontannaz et filles

Rute Cantonale 118, 1963 Vétroz

T: +41 27 3464654

info@fontannaz.ch, fontannaz.ch

Kellermeister: André Fontannaz &

Marc-André Pitteloud

Produktion: 160.000 Flaschen

25 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 FENDANT LA MADELEINE

90 Duftet nach Apfelblüte, Birne, Mango und

Mandarine. Dazu feine kräutrige Anklänge.

Am Gaumen kräftig, weich, schmeichelnd, dezente

Säure, herber langer Abgang. CHF 14,50

2022 SYRAH VIEILLES VIGNES

93 Dunkles Rubin. In der Nase intensive, dunkle

Frucht, Dörrzwetschge, Brombeeren, dazu

warmwürzige Noten, etwas Zimt und Tabak. Am Gaumen

von mittlerer Fülle, wirkt sehr harmonisch mit reifer

Camille

und Chloé

Fontannaz.

Säure und wiederum prägnanter Würzigkeit. Sehr feines,

spürbares Tannin, hallt lange nach. CHF 35,–

2022 MAGDALENA

92 Intensive Frucht, Kirsche, dunkle Beeren,

insbesondere Holunderbeeren, dazu Zwetschge

und Röstnuancen sowie warme Gewürze wie Zimt. Am

Gaumen von mittlerer Fülle, schöner Schmelz, reife Säure,

wiederum dunkle Frucht. Feines, kreidiges Tannin, langer

Nachhall. CHF 34,–

Fotos: David Boraley photography, @Coraline Praz, beigestellt

82 falstaff


Rue de l’Etang 71, 1971 Grimisuat

T: +41 27 3981544

contact@mbgillioz.ch

mbgillioz.ch

2022 ERMITAGE DE SION Intensives Bouquet,

präsente Zitrusaromatik. Noten von

91

Kumquat, Grapefruit und Papaya. Viel Honig und

florale Noten. Am Gaumen dicht und kraftvoll, mit weicher

Säure und salzig-mineralisch frischem Abgang. CHF 33,–

2023 HEIDA DE SION Dezentes Bouquet mit

89 zarten Honignoten, Anklängen von Orange und

Apfel sowie würzigen Nuancen. Am Gaumen füllig

und kräftig, mit weicher Säure, cremiger Frucht und langem

Finale. CHF 33,–

2023 FENDANT DE SAINT-LÉONARD Zunächst

88 reduktiv in der Nase. Mit Sauerstoff und Zeit dann

Noten von Apfel, Mandarine und Birne sowie

florale Anklänge. Am Gaumen kräftig und süsslich, mit

Kern obst-Zitrusfrucht und mittellangem Abgang. CHF 18,–

★★★

MARIE-BERNARD

GILLIOZ PRAZ

Marie-Bernard lernte die Rebberge

schon in jungen Jahren lieben,

als sie ihren Vater, einen Winzer,

begleitete. Bis Mitte 30 war sie als Lehrerin

aktiv, entschied sich Anfang der 1980er

aber für eine Ausbildung als Önologin

Kellermeister: Marie-Bernard Gillioz

Produktion: 26.667 Flaschen

59 % weiss, 2 % rosé, 39 % rot, 3 Hektar

2023 HUMAGNE ROUGE DE SION

91 Noten von reifer, warmer Himbeere, Holunderbeere

und Schwarzkirsche in der Nase. Unterlegt

von waldig-würzigen Noten. Am Gaumen weich, schmeichelnd,

reife Himbeer-Brombeerfrucht, dezentes Tannin,

langer Abgang. CHF 28,–

2023 SYRAH DE SAINT-LÉONARD

90 Expressives Bouquet mit Noten von reifen und

konfierten Waldbeeren, vor allem Brombeere,

floralen sowie rauchigen Anklängen. Am Gaumen kraftvoll,

in Changins. Nach und nach baute sie ihre

eigenen Weinberge in den Gemeinden Sitten

und Saint-Léonard auf. 1992 kelterte sie ihren

ersten Jahrgang in der frisch erbauten Kellerei

oberhalb von Grimisuat. Heute werden rund

drei Hektar biologisch bewirtschaftet.

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

ausgewogen, reife dunkle Frucht, leicht spürbares Tannin,

langer würziger Abgang. CHF 33,–

2023 CORNALIN DE SAINT-LÉONARD

90 Frische Waldbeerenaromatik in der Nase. Zudem

Noten von Sauerkirsche, Blutorange und ein

kräutrige Würze. Am Gaumen kraftvoll und weich, mit

Aroma von gedörrten dunklen Beeren und feinem Tannin.

Langes Finale. CHF 40,–

Das Wallis ist der

bedeutendste Weinkanton

der Schweiz. Verschiedene

Böden, Lagen und

Kleinklimazonen prägen das

Weinbaugebiet.

falstaff

83


weinreise / WEINGÜTER WALLIS

★★★

PROVINS

Masse und Klasse zu vereinen,

ist nicht leicht. Der Walliser

Kellerei Provins jedoch gelingt

es. Das grösste Weingut der Schweiz mit

Sitz in Sitten verarbeitet jährlich Trauben

von 600 Hektar, die von 1.500 Traubenlieferanten

nach strengen Qualitätsvorschriften

bewirtschaftet werden. Damit

macht die Produktion der Provins rund

13 Prozent des Wallis und rund vier Prozent

der gesamten Schweiz aus. Besonders

die Linie «Les Domaines» und die

autochthonen Spezialitäten verdeutlichen

die hohe Qualität des Hauses.

Rue de l’Industrie 22

1950 Sion

T: +41 840 666112

provins@provins.ch

provins.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Damien Carruzzo

Produktion: 46 % weiss, 14 % rosé, 40 % rot,

150+450 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 PETITE ARVINE MAÎTRE DE CHAIS

93 Betont zitrisch in der Nase: Noten von Yuzu und

Grapefruit. Dazu gesellen sich Noten von Papaya

und Aprikose sowie kräutrige Nuancen. Am Gaumen frische

Säure, Eleganz trotz Fülle, bleibt lang am Gaumen. CHF 28,90

2021 PETITE ARVINE TOURBILLON LES

92 DOMAINES

Intensive Fruchtaromatik in der Nase. Noten von

Mandarine, Mango und Papaya. Dazu gelbes Steinobst und

weisse Blüten. Am Gaumen saftige Säure, frische gelbe

Frucht und langer mineralisch anmutender Abgang. CHF 34,–

2021 HEIDA CHAPITRE LES DOMAINES

91 Duftet nach kandierten Zitrusfrüchten, Papaya,

Honig und Maracuja. Zudem würzige und florale

Anklänge. Am Gaumen kräftig und ausgewogen, mit frischer

Säure und zitrischer gelber Frucht. Langer Abgang.

CHF 34,–

2023 FENDANT SAINT-LÉONARD MAÎTRE

90 DE CHAIS

In der Nase Noten von tropischen Früchten,

Dattel, Dörraprikose und Apfel sowie Agrumen. Am

Gaumen frisch, leicht spürbare Kohlensäure, dezente

Säure, sanfte Frucht, langes Finale. CHF 19,90

2022 DIOLINOIR ROSÉ LES TITANS

90 Dezenter rosa Schleier. Eher zurückhaltende Nase,

reife Zitrusfrüchte, etwas Kamille, Apfelnoten,

ganz dezent helle Steinfrüchte, Röstnuancen. Am Gaumen

von schöner Fülle, reife, aber knackige Säure, wiederum

Beeren-, Obst- und Röstnonten. Endet saftig und mit

passender Länge. CHF 34,–

2019 CLOS CORBASSIÈRES LES DOMAINES

93 Dunkle Fruchtaromatik in der Nase. Noten von

Brombeere, Holunderbeere und Kirsche. Feine zitrische

Anklänge und etwas Lorbeerblatt sowie Pfeffer. Am

Gaumen kraftvoll und geschmeidig, mit dunkler Frucht und

etwas Szechuanpfeffer im langen Finale. CHF 49,–

2022 SYRAH MAÎTRE DE CHAIS

91 In der Nase dezente Noten von Mokka und Kakao.

Dazu dunkle Beerenfrucht und gedörrte Pflaume,

etwas Pfeffer. Am Gaumen intensiv, mit reifer Säure, leicht

spürbarem Tannin im langen, würzigen Finale. CHF 29,90

2021 DÉFI NOIR LES TITANS

91 In der Nase konzentrierte dunkle Frucht mit Noten

von konfierten Brombeeren, Holunderbeere

und Kirsche. Anklänge von Lorbeerblatt und Piment. Am

Gaumen schmeichelnd und kraftvoll, mit dezentem Tannin

und langem Finale. CHF 39,–

2022 DIVICO MAÎTRE DE CHAIS

90 Dunkelfruchtiges Bouquet mit Noten Dörrpflaume,

konfierten dunklen und roten Beeren sowie

Kirsche. Dazu präsente würzige Anklänge und etwas dunkel

gebackenes Brot. Am Gaumen dicht und kräftig, mit reifer

Säure, dezentem Tannin und würzigem Finale. CHF 29,90

2019 PINOT NOIR TOURNELETTE LES

90 DOMAINES

In der Nase Noten von Jonannisbeerkonfitüre,

Himbeere und Kirsche. Anklänge von Unterholz und würzige

Nuancen. Am Gaumen reife Säure, feinkörniges leicht

spürbares Tannin und langer, würziger Abgang. CHF 39,–

2020 DIOLINOIR EVÊCHÉ LES DOMAINES

89 Preiselbeerkonfitüre, Cassis, Kirsche und

Dörrpflaume in der Nase. Etwas Blutorange,

Kakao und Rumtopf. Am Gaumen dicht, kräftig, sanfte

Säure, zupackendes Tannin, langes Finale. CHF 49,–

2016 SÉLECTION GRAINS NOBLES

96 TOURBILLON LES DOMAINES

Intensives Gold mit kupfernem Einschlag. Köstliche,

komplexe Nase: Quittengelée, intensiv Mirabellenkonfitüre,

exotische Nuancen, reife Zitrusfrucht. Mit Luft auch

blumige sowie röstartige Nuancen. Am Gaumen sehr dicht

und süss mit gut eingebundener Säure, wiederum Fruchtnuancen,

aber auch Safrannoten. Hallt sehr lange nach mit

schöner Frische und mineralischem Einschlag. CHF 69,–

Foto: beigestellt

84 falstaff


SELECTION SCHWANDER

«SCHWEIZER WEIN

IST IN MODE»

Im Interview reflektiert der erfahrene Master of Wine Philipp Schwander

über seine persönliche Reise zur Entdeckung des Schweizer Weins und die

bemerkenswerte Entwicklung der Weinproduktion in den Kantonen.

FALSTAFF Herr Schwander, wie hat sich

Ihre Wahrnehmung des Schweizer Weins

über die Jahre verändert?

PHILIPP SCHWANDER Früher war ich

skeptisch. Die säurebetonten Landroten

hielten mich kaum bei Laune, und die

Chasselas waren bestenfalls für Magenkranke

geeignet. Obwohl es damals schon

gute Schweizer Weine gab, waren sie rar.

Erst mit den erschwinglichen Langstreckenflügen

entdeckte ich die Vielfalt der Weinwelt.

Der Schweizer Wein schien im Vergleich

wenig anziehend.

Was hat zum Aufschwung des Schweizer

Weinbaus beigetragen?

Heute wird in jedem der 26 Kantone

Weinbau betrieben. Die Zahl hervorragender

Produzenten ist gestiegen. Der Pinot

Noir, ursprünglich aus dem Burgund, hat

Für Philipp Schwander ist es

insbesonder die Vielfalt der

unterschiedlichen Terroirs,

die den Schweizer Wein

auszeichnet.

sich zur wichtigsten roten Rebsorte entwickelt.

Das hat die Qualität und den Stolz

der Winzer enorm gefördert. Schweizer

Wein ist nun in der Schweiz sehr beliebt,

was die Nachfrage steigert.

Was zeichnet Schweizer Weine aus?

Die Vielfalt und die unterschiedlichen Terroirs

sind bemerkenswert. Trotz relativ ho-

her Preise gibt es ausgezeichnete Weine, die

international konkurrenzfähig sind. Die

Kombination aus Tradition und Innovation

bringt spannende Produkte hervor. Das

macht Schweizer Weine besonders.

Warum sind Schweizer Weine international

wenig bekannt?

Das liegt an den begrenzten Mengen für

den Export. Die Inlandnachfrage übersteigt

das Angebot. Es gibt nur wenige Ausnahmen,

die international sichtbar sind. Doch

ich bin zuversichtlich, dass die steigende

Qualität auch das internationale Interesse

wecken wird.

Wie sehen Sie die Zukunft des Schweizer

Weinbaus?

Die Zukunft ist vielversprechend. Die Winzer

sind innovativ und bereit, neue Wege zu

gehen. Ich erwarte, dass wir bald noch

mehr erstklassige Weine sehen, die international

Anerkennung finden. Der Stolz auf

die eigene Tradition wird weiterhin ein Antrieb

sein, die Qualität zu steigern.

ADVERTORIAL Fotos: © Beat Belser; beigestellt

DEGUSTATIONSPAKET

SCHWEIZER WEINE

Ausgewählt vom ersten Schweizer

Master of Wine Philipp Schwander

INFO

Weitere Informationen unter

selection-schwander.ch

falstaff 85


weinreise / WEINGÜTER

.

Domaines Rouvinez

wird als Familienunternehmen

in

dritter Generation

geführt.

WALLIS

Weitere Weingüter im Überblick

CAVE DES AMANDIERS ★ ★ ★ ★

Alexandre Delétraz bewirtschaftet auf steilen Terrassen

5,2 Hektar. Wahre Meisterwerke sind seine verschiedenen

Arvine-Crus.

DENIS MERCIER ★ ★ ★ ★

Gegründet im Jahr 1982, gehört das Weingut heute zu den

Spitzenbetrieben des Wallis. Madeleine Mercier setzt die

Besonderheiten ihrer Terroirs perfekt in Szene.

Rte des Moulins 9 | 1913 Saillon | cavedesamandiers.ch

Crêt-Goubing 42 | 3960 Sierre | denismercier.ch

MARIE-THÉRÈSE CHAPPAZ ★ ★ ★ ★ ★

Legendär, weltbekannt und eine Vorreiterin der Biodynamie in

den Schweizer Rebbergen! Das ist Marie-Thérèse Chappaz,

deren Weine unbeschreiblich gut sind.

DOMAINE DES MUSES ★ ★ ★ ★

Robert Taramarcaz setzt auf Finesse und Eleganz. Das brachte

ihm unzählige Auszeichnungen ein. Sein Weingut gehört zur

absoluten Spitze der Walliser Weinszene.

Chemin de Liaudise 39 | 1926 Fully | chappaz.ch

Rue du Manège 2 | 3960 Sierre | domainedesmuses.ch

DOMAINE DU MONT D‘OR ★ ★ ★

Die für Süssweine berühmte Domaine feiert 2023 ihr

175-jähriges Bestehen. Die 220 Rebterrassen am Montorge-

Hügel werden durch Trockenmauern gestützt.

Rue de Savoie 64 | 1951 Sion | montdor.ch

MAURICE ZUFFEREY VINS ★ ★ ★

Authochthonen Rebsorten wie Petite Arvine, Cornalin, Heida

und Humagne Rouge bietet Maurice seit über 40 Jahren die

grosse Bühne. Und das gelingt mit Bravour.

Chemin des Moulins 52 | 3960 Sierre | mauricezufferey.ch

DOMAINES ROUVINEZ ★ ★ ★

Die Domaines Rouvinez wurde bereits im Jahr 1947 gegründet.

Besonderes Augenmerk im Familienbetrieb liegt auf Walliser

Sorten wie Petite Arvine und Cornalin.

Chemin des Bernardines 45 | 3960 Sierre | rouvinez.com

CAVE DU RHODAN ★ ★ ★

Die Cave du Rhodan blickt seit über 60 Jahren auf zahllose

Erfolge zurück. Familie Mounir schliesst auch in der dritten

Generation daran an.

Flantheystrasse 1 | 3970 Salgesch | rhodan.ch

Fotos: Hans-Peter Siffert/weinweltfoto.ch, Maurice Zufferey Vins

86 falstaff


ADRIAN & DIEGO MATHIER NOUVEAU

SALQUENEN ★ ★ ★ ★

Seit 2001 wird das Familienweingut von Diego und Nadia Mathier

geführt. Bekannt ist man vor allem für erstklassigen Pinot Noir

und Syrah-Gewächse.

Bahnhofstrasse 50 | 3970 Salgesch | mathier.com

CAVE CALOZ

Sandrine Caloz ist eine begnadete Biowinzerin. Die Artenvielfalt

in ihren Rebbergen ist fantastisch. Den Grundstein dafür legte

bereits Vater Conrad.

Anc. Rte de Sierre 1 | 3972 Miège | cavecaloz.ch

DOMAINE CORNULUS ★ ★ ★ ★

Die vor rund 20 Jahren gegründete Domaine Cornulus gehört

zu den Walliser Vorzeigebetrieben. In Einklang mit der Natur

entstehen Spitzenweine der Extraklasse.

Route de Savièse | 1965 Savièse | clostsampehro.com

BENOÎT DORSAZ ★ ★ ★

Der Betrieb gehört mit etwas mehr als fünf Hektar zu den kleineren

im Wallis. Das hat seinen Grund: Benoît Dorsaz führt alle

wichtigen Arbeiten – in Reben und Keller – selbst aus.

Chemin du Midi 37 | 1926 Fully | benoit-dorsaz.ch

LE CLOS DE TSAMPÉHRO ★ ★ ★ ★

Seit seiner Gründung im Jahr 2011 mauserte sich das Weingut zu

einem sicheren Wert im Wallis. Auf drei Hektar wachsen Trauben

für elegante Weine mit Reifepotenzial.

Route de Granges 124 | 3978 Flanthey | clostsampehro.com

Maurice und sein Sohn

Adrien führen Maurice

Zufferey Vins

in die Zukunft.

falstaff

87


WEINREGION WALLIS

TAVOLATA

DER WALLISER WEINE

Die Tavolata versammelt Gäste aller Generationen an einer

grossen Tafel im Freien, um das Leben, das Lachen und das

Teilen köstlicher Speisen zu zelebrieren. Auch 2025 laden

die Walliser Weinkeller und ihre Partner wieder ein.

Dank des sonnenverwöhnten

Klimas entwickelten sich im

Wallis ideale Bedingungen für den

Weinbau, was bereits im Mittelalter

Klöster dazu veranlasste, die Reben zu

kultivieren. Heute bringt der Einsatz biodynamischer

Anbaumethoden, die Erweiterung

der Sortenvielfalt und innovative Weinbereitung

frischen Wind in die Traditionslandschaft.

Bei jeder Flasche, die geöffnet wird,

schwingt die jahrhundertelange Geschichte

des Weinbaus mit – eine Geschichte, die es

wert ist, gefeiert zu werden.

GENUSS UND NATUR VEREINT

Ein besonderes Highlight im jährlichen

Kalender ist die Tavolata, die von Swiss

Wine Wallis in Kooperation mit verschiedenen

Weinkellern organisiert wird. Hier ist

der Weg vom Rebstock ins Glas so kurz wie

nie zuvor, und die abendliche Atmosphäre in

der Natur ist unvergleichlich. Wenn sich

Gäste um die lange Tafel versammeln, entsteht

eine magische Stimmung, die das Event

zu etwas Einzigartigem erhebt.

Freundlichkeit ist das zentrale Thema der

Tavolata: Passionierte Menschen kommen

zusammen, um ihre Liebe zur Kochkunst

und zum Wein zu teilen, während sie Winzer

sowie talentierte Caterer und Köche treffen,

die die Aromen des Tages verfeinern. Es versteht

sich von selbst, dass ausschliesslich

regionale und saisonale Produkte auf den

Tisch kommen, was sowohl Nachhaltigkeit

als auch Authentizität gewährleistet.

Die Kulisse trägt massgeblich zum

Charme der Veranstaltung bei. Die Weinkellereien

öffnen nicht nur ihre Türen, sondern

laden die Gäste auch direkt in das Herz

ihrer Weinberge ein. Vor den beeindruckenden

Trockensteinmauern und inmitten üppig

grüner Reben wird der Zauber der Weinherstellung

spürbar, und die Faszination der

Winzer springt sofort auf die Gäste über.

DIE MAGIE DER TAVOLATA

Die Weinkellereien kooperieren mit Restaurantbesitzern

und Caterern, um massgeschneiderte

Gourmetmenüs für ihre Gäste zu

gestalten. Dabei kommen sowohl regionale

Spezialitäten wie Raclette und Fondue als

auch kreative, originelle Speisekarten zum

Einsatz. Die Genussreise beginnt mit erfrischenden

Weissweinen, gefolgt von vollmun­

digen Rotweinen, die perfekt zu herzhaften

Fleischgerichten passen. Den krönenden

Abschluss bilden exquisite Dessertweine, die

das Geschmackserlebnis abrunden und den

Gästen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Die Tavolata überzeugt nicht nur durch

das harmonische Zusammenspiel von

Speisen und Weinen, sondern auch durch

die einladende Gesellschaft und die natürliche

Schönheit der Weinlandschaft. Menschen

aus allen Lebensbereichen treffen

sich an der langen Tafel, um die festliche

Atmosphäre zu geniessen. Bekannt für sein

einzigartiges Klima und die terrassierten

Weinberge, verspricht das Wallis unvergessliche

Erlebnisse.

Die Tavolata ist eine Gelegenheit für die

Winzer, ihre Leidenschaft für die Weinherstellung

auszudrücken und ihre Gäste mit

spannenden Geschichten aus ihrem Alltag

zu fesseln. Mit einem charmanten Lächeln

erzählen sie von den Herausforderungen

und Freuden ihres Weinguts und stellen ihre

Familien vor, die tatkräftig mitwirken. Diese

Veranstaltung ist mehr als nur eine Präsentation

von Weinen – sie ist ein Abend

voller Menschen, Geschichten und Geheimnisse,

der die Essenz des Walliser Weins feiert

und die Gemeinschaft in den Mittelpunkt

stellt. Die ganze Vielfalt der Walliser

Weine wird auch im kommenden Jahr eine

Feier wert sein – die nächste Veranstaltung

ist für den August 2025 geplant.

INFO

Weitere Informationen unter

tavolata-wallis.ch

ADVERTORIAL Fotos: © Caterina Lodo / Swisswinevalais; beigestelltw

88

falstaff


Gute Weine.

Unter Freunden.

#tavolataVS

Wein massvoll geniessen

swisswinevalais.ch


weinreise / WAADTLAND

Die eindrücklichen Rebterrassen

des Lavaux gehören seit 2007

zum UNESCO-Welterbe.

90 falstaff


ZWISCHEN

GIPFELN UND

UFERN

Besonders für Weissweinfans lohnt sich der Ausflug ins

Waadtland, denn dieses ist der einzige Weinbaukanton

der Schweiz, in dem mehr weisse als rote Traubensorten

angebaut werden. Es regiert der Chasselas, der auf den

spektakulären, terrassierten Steilhängen des Genfersee-

Ufers hervorragend gedeiht.

TEXT LARISSA GRAF

Foto: Schweiz Tourismus / Marcus Gyger

falstaff

91


weinreise / WAADTLAND

6

GUTE

GRUNDE

..

FÜR EINE WEINREISE

INS WAADTLAND

1

Welterbe: Die steilen Rebhänge

des Lavaux mit ihren unzähligen

Trockensteinmauern gehören seit 2007

zum UNESCO-Welterbe. Spektakulärer

als hier gedeihen Reben kaum irgendwo

auf der Welt.

2Terroirweine: Verbindendes Element der sechs Waadtländer

Weinregionen ist die weisse Rebsorte Chasselas. Eine wahre

Prachtsorte, wenn es darum geht, ihr Terroir widerzuspiegeln.

Foto: shutterstock

92 falstaff


3

Perlen der Gastlichkeit: Die Historie des

Waadtlands als Reisedestination reicht zurück

bis ins 18. Jahrhundert. Zeugen der Anfangszeit

sind bis heute einzigartige Belle-Époque-

Hotels, die höchste Standards bieten.

Genfersee: Der grösste Binnensee Westeuropas

ist ein Gewässer der Superlative. Nicht ohne

Grund zählt er zu den beliebtesten Ferien- 4regionen der Schweiz.

Sterneküche: Die Dichte an Sternerestaurants im

Waadtland ist wahrhaft rekordverdächtig. Viele von

ihnen setzen auf lokale Produkte und ausgefallene 5Ideen. Ein Gewinn für alle Gourmetreisenden.

6 –

Alpine Köstlichkeiten: Die kulinarische Vielfalt des Waadtlands ist

spektakulär. Gourmets finden hier viele authentische Alpenspezialitäten

von der Saucisson vaudois über Malakoff bis hin zu L’Etivaz.

falstaff

93


weinreise / WAADTLAND

Das kleine AOC Vully am Murtensee ist das einzige

Anbaugebiet der Schweiz, dessen Fläche auf zwei

Kantone aufgeteilt ist: Freiburg und Waadt.

K

EINE TRAUBEN-

SORTE VERMAG DIE

UNTERSCHIEDLICHEN

TERROIRS DES

WAADTLANDS SO ZU

WIDERSPIEGELN WIE

DER CHASSELAS.

Nicht allzu weit von der

Deutschschweiz entfernt und

trotzdem eine andere Welt ist

das Waadtland. Hier gibt es

eine uralte Weinkultur, denn

bereits die Römer betrieben Rebbau in der

Gegend. Später, im Mittelalter, liessen

einflussreiche Zisterzienserklöster die Terrassen

und Trockensteinmauern im Lavaux

anlegen, die der Region ihren heutigen

Status als UNESCO-Welterbe bescherten.

Im Waadtland gibt es alles, was sich der

Weinreisende wünscht: hübsche Städtchen,

atemberaubende Panoramen, hervorragende

Weinbars und Restaurants von

traditionell bis modern, komfortable Hotels

und ausgezeichnete terroirgeprägte Weine.

Die Weinberge des Waadtlands sind über

einen grossen Teil des Kantons verteilt.

Das nördlichste Produktionsgebiet ist das

mit dem Kanton Freiburg geteilte AOC

Vully am Murtensee. Am Südwestufer

des Neuenburgersees befindet sich das

AOC Bonvillars, etwas weiter südlich, um

Yverdon-les-Bains, liegt das AOC Les Côtes

de l’Orbe. Am Genfer Seeufer, westlich von

Lausanne, liegt das grösste Anbaugebiet

des Kantons, das AOC La Côte. Im Osten

der Stadt findet man das AOC Lavaux, das

die drei Subregionen Lavaux, Calamin und

Dézaley umfasst. Das letzte Anbaugebiet,

das AOC Chablais am Ostende des Genfersees

und im westlichen Rhônetal, grenzt an

das Wallis an.

Trotz dieser Vielfalt entstehen die gefragtesten

Weine des Kantons an den Ufern des

Genfersees, der als grösster Binnensee Westeuropas

einen massgeblichen Einfluss auf das

Klima der Gegend hat. Die Weine aus den

Crus um St. Saphorin, Dézaley und Féchy

sind untrennbar mit dem Waadtland verbunden,

sie haben in der Schweiz Kultstatus.

<

Fotos: Switzerland Tourism / Nicole Schafer, JEAN-CHRISTOPHE BOTT / Keystone / picturedesk.com, Gonzalez / laif / picturedesk.com

94 falstaff


Wunderbar ist die

Aussicht von den

Weinbergen des AOC

Dézaley am Genfersee

(rechts). Zusammen mit

Calamin ist es das einzige

Waadtländer Anbaugebiet

mit Grand-Cru-Status.

falstaff

95


weinreise / WAADTLAND

Im Lavaux Vinorama kann man mitten im

berühmten UNESCO-Anbaugebiet eine Vielzahl an

verschiedenen Weinen aus der Umgebung verkosten.

<

Auch wenn im Kanton hervorragende

Rotweine gekeltert werden, wird er vor allem

mit Weisswein in Verbindung gebracht.

Zurecht, denn als einziger Weinbaukanton

der Schweiz bringt er mehr Weissweine als

Rotweine hervor; ganze 66 Prozent der

knapp 3800 Hektar Rebfläche sind mit

weissen Traubensorten bestockt. Am weitesten

verbreitet ist natürlich Chasselas,

der 60 Prozent der Gesamtfläche ausmacht.

Er gilt als König des Waadtlands, denn

keine andere Traubensorte vermag die

unterschiedlichen Terroirs so zu widerspiegeln

wie er. Die Böden der Weinregion sind

ein wahres Mosaik, in Seenähe sind die

klimatischen Bedingungen ganz anders als

an weiter oben gelegenen Hängen, deswegen

schmecken die Waadtländer Chasselasweine

je nach Subregion auch sehr unterschiedlich.

Davon kann man sich bei einem Besuch

der Weinkellereien der Region überzeugen.

Die önologische Vielfalt ist gross, es gibt

von kleinen Familienbetrieben bis zu grossen

Kooperativen alles, was das Herz eines

Weinliebhabers begehrt.

DIE VIELFALT DES

WAADTLANDS

Um den Genfersee kommt man bei einer

Waadtländer Weinreise nicht herum. Nach

einem sommerlichen Spaziergang durch die

historischen Rebberge des Lavaux erfrischt

man sich am besten im kühlen Nass, es gibt

zahlreiche Seezugänge, das Wasser ist wunderbar

klar und widerspiegelt die Alpen, die

über dem gegenüberliegenden Ufer thronen.

Ebenfalls lohnt es sich, die Weingegenden

des Waadtlands per Schiff zu erkunden.

Vom Wasser aus hat man einen besonderen

Blick auf die steilen Terrassen, die aus dem

See emporsteigen.

Zu jeder Jahreszeit empfiehlt sich hingegen

ein Besuch im Vinorama, mitten im

Lavaux gelegen. In diesem Weinbauerlebniszentrum

können über 300 Weine der

Region degustiert werden, es gibt ausserdem

die Möglichkeit, von hier aus die

umliegenden Rebberge und Weingüter mit

einem Tourguide zu erkunden. Ebenfalls

sollte man eines der «Caveau des Vignerons»

besuchen, in denen Weine der lokalen

Winzer degustiert werden können. Diese

Die Geschichte

des eindrücklichen

Schlosses «Château

d‘Aigle» reicht bis ins

11. Jahrhundert zurück.

Heute kann man hier

ein gut ausgestattetes

Weinbaumuseum

besuchen.

Fotos: Switzerland Tourism / Catherine Gailloud, Vincent Bailly, Dominik Baur, StockFood / Zogbaum, Armin

96 falstaff


Es lohnt sich, eine Schiffsreise auf dem

Genfersee zu buchen. Vom Wasser aus

eröffnet sich einem ein wunderbarer Blick

auf die Rebberge und die Alpen dahinter.

gibt es unter anderem in den hübschen

Lavaux-Städtchen Cully und Lutry. Es gibt

aber auch in den anderen Weinregionen des

Waadtlands einiges zu entdecken.

Ebenfalls eine Entdeckungsreise Wert

sind die kulinarischen Spezialitäten des

Waadtlands. Der Kanton hat eine sehr

eigenständige Kulinarik und ist stolz auf

seine gastronomischen Traditionen. Viele

Gerichte gibt es nur hier, angefangen mit

den exotisch klingenden Malakoffs. Sie

wurden zum Gedenken an die Schlacht von

Sebastopol im Krimkrieg erfunden, in dem

Schweizer Söldner eine entscheidende Rolle

in der Überwindung der dortigen Festung

Malakow spielten. Die frittierten Käsebällchen

werden heute meistens als Snack oder

Vorspeise gereicht und passen natürlich

hervorragend zu einem Glas Chasselas.

Ebenfalls ideal dazu sind die Fische, die im

Genfersee oder Flüssen der Gegend gefangen

werden. Ob Felchenfilets, Forellen oder die

allgegenwärtigen Eglifilets «Filets de Perche»,

sie dürfen auf keiner Speisekarte fehlen. Das

Aushängeschild der Waadtländer Küche ist

aber das «Papet Vaudois», ein grober Brei

Eine Waadtländer Spezialität, die man

nicht verpassen sollte, sind die beliebten

Eglifilets oder «Filets de Perche».

aus Kartoffeln, Lauch, Rahm und Weisswein.

Dieses wird traditionell mit der geräucherten

Kohlwurst «Saucisse aux choux vaudoise»

serviert, manchmal aber auch mit dem

ebenfalls sehr beliebten «Saucisson Vaudois»,

einer groben und schmackhaften Räucherwurst.

Beendet wird das Mahl mit Süssspeisen,

die definitiv keine Diätkost sind. Es gibt

viele Torten, etwa das mit Rahm gefüllte

Hefegebäck «Salée au sucre» oder die «Tarte

à la raisinée» mit Obstdicksaft.

Das Waadtland ist geografisch, kulinarisch

und önologisch äusserst vielfältig, ein wahres

Paradies für Weinliebhaber und Gourmets.

Es kann deshalb schwierig sein, beim ersten

Besuch alles zu erkunden – ein guter Grund,

immer wieder zurückzukehren.

<

FACTS

WAADTLAND

n Im Jahr 996 wurden Reben

im Waadtland zum ersten Mal

urkundlich erwähnt.

n Im Kanton Waadt gibt es acht

AOCs in sechs verschiedenen

Weinregionen.

n Rund 60 Prozent der Waadtländer

Gesamtrebfläche sind

mit Chasselas bestockt.

n Die 3775 Hektar Rebfläche

des Waadtlands machen etwa

26 Prozent des Schweizer Gesamtanbaus

aus.

n Nach dem Wallis ist der Kanton

Waadt der Kanton mit der zweitgrössten

Rebfläche der Schweiz.

n Es gibt im Waadtland etwa 450

Weinproduzenten – von kleinen

Familienbetrieben bis zu grossen

Kooperativen ist alles dabei.

falstaff

97


weinreise / WAADTLAND

ESSEN

AUBERGE DE LA GARE

Kapitän Corto Maltese, die Comicfigur des Zeichners

Hugo Pratt, der hier lebte, steht als Skulptur im

Garten hoch über dem Genfersee. Gäste geniessen

die Aussicht und regionale Spezialitäten, wie «Filet

de perche»und Rindstatar mit herrlich knusprigen

Pommes.

Rue de la Gare 1, 1091 Grandvaux

T: +41 21 7992686, aubergegrandvaux.ch

AU VIEUX NAVIRE

Hundertjähriges Lokal, hoch über den Rebbergen

des Lavaux. Wer hier an Board geht, taucht in

eine maritime Welt einer gediegenen Brasserie

ein. Zu den Klassikern des Hauses gehören unter

anderem die Eglifilets in diversen Zubereitungsformen.

Rue du Village 6c, 1164 Buchillon

T: +41 21 8073963, auvieuxnavire.ch

CAFÉ DES ARTISANS

Das «Café des Artisans» befindet sich im Lausanner

TIPPS & ADRESSEN

Stadtteil Rôtillon und bietet zeitgemässe,

französische Brasserie-Küche in gemütlichem

Vintage-Ambiente. Schöne Auswahl an Weinen,

Bieren und Cocktails.

Rue Centrale 16, 1003 Lausanne

T: +41 21 3110600

Ô BISTRO DE LAVAUX

Bodenständige Kost sucht man in diesem Bistro

vergebens. Das Ambiente ist modern, mit viel Holz

und Glas, das ambitionierte Menu basiert auf den

besten Produkten der Saison und wechselt

wöchentlich.

Route du Landar 97, 1093 La Conversion

T: +41 21 7912909, obistrodelavaux.ch

VIEUX-LAUSANNE

Altehrwürdiges Restaurant, das im Jahr 1795

erbaut wurde und gemütlich-urig mit viel Holz

eingerichtet ist. Traditionelle bürgerliche Speisen

und ein grosser Weinkeller mit etwa 300 Positionen.

Rue Pierre-Viret 6, 1003 Lausanne

T: +41 21 3235390, vieux-lausanne.ch

RESTAURANT DE L’HOTEL

DE VILLE DE CRISSIER

Etwas ausserhalb von Lausanne befindet

sich mit dem Restaurant de l’Hotel de Ville

eines der besten Restaurants des Landes.

Franck Giovannini und sein Team verwöhnen

die Gäste mit einer preisgekrönten klassischen

Küche, die mit modernen Elementen gespickt

ist.

Rue d‘Yverdon 1, 1023 Crissier

T: +21 6340505, restaurantcrissier.com

ÜBERNACHTEN

GRAND HÔTEL DU LAC

Prunkvoller, luxuriöser Klassiker direkt am Ufer

des Genfersees und in der Nähe der eindrucksvollen

Rebberge des Lavaux. Zu den mehreren

Restaurants gehört unter anderem das «Esprit par

Guy Ravet», in dem hochstehende Gourmetküche

geboten wird.

Rue d‘Italie 1, 1800 Vevey

T: +41 21 9250606, ghdl.ch

<

Illustration: Stefanie Hilgarth/carolineseidler.com

98 falstaff


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vorbehalten.


weinreise / WAADTLAND

LE TRAIN DES CAPITES

Entdeckungsreise mit kleinen Panroamazügen

von Weinbergshäuschen zu Weinbergshäuschen in

den Rebbergen des Lavaux. Ermöglicht Zugang zu

einigen der schönsten Aussichtspunkte der

Schweiz mit Blick auf Genfersee und Berge.

Place de la Gare 2, 1071 Chexbres

T: +41 21 9462350,

lavaux-panoramic.ch

CLÉ DES VIGNES

Bei einem lehrreichen, spielerischen Spaziergang

durch die Rebberge der Cave Alain Emery lernen

die Teilnehmer hier die Weinwelt der Region kennen.

Inklusive Degustation und kleiner Speisen.

Cave Alain Emery

Av. du Cloître 22, 1860 Aigle

T: +41 24 4665671, cave-emery.ch

WEINBARS

Traditionsbewusstsein. Direkt am Ufer des

Genfer Sees, umgeben von einer Gartenanlage

verwöhnt das Hotel »Beau- Rivage Palace« seine

internationalen Gäste.

<

BEAU-RIVAGE PALACE

Das «Beau-Rivage Palace» ist eines der

führenden Luxushotels in Europa und idyllisch

am Genfersee in Lausanne-Ouchy gelegen. Im

Lauf der Jahre verweilten darin so illustre Gäste

wie Victor Hugo, Charlie Chaplin oder Coco Chanel.

Rue du Port 17, 19 100 Lausanne

T: +41 21 613 33 33, brp.ch

MONTREUX PALACE

Das mit einem bekannten Spa ausgestattete

Fairmont Le Montreux Palace bietet den idealen

Rahmen für einen entspannenden Aufenthalt am

Genferseee. Das geschichtsträchtige Haus im

Belle-Époque-Stil wurde 1906 erbaut.

Av. Claude-Nobs 2, 1820 Montreux

T: +41 21 9621212, fairmont.com/montreux

AKTIVITÄTEN

LA VIGNE – SWISS WINE THERAPY AT

DOMAINE BOVY

Ein Spa inmitten der Rebberge des Lavaux. Die

Produkte für die Wellnessbehandlungen werden

aus Nebenprodukten der Weinbereitung, wie

Trester oder Weinhefe aus unmittelbarer Umgebung

hergestellt. Einzigartiger Ausblick inklusive!

Rue du Bourg de Plaît 15, 1071 Chexbres

T: +41 78 2220961, la-vigne.ch

LE TRAIN DU VIGNERON

Weinprobe an Board eines historischen Zuges, bei

der die Weinwelt der Region Morges gemeinsam

mit einem Winzer erkundet wird.

Place de la Gare, 1110 Morges

T: +41 21 8114345, lavoiedessens.ch

Einige Zimmer im Hotel «Fairmont Le Montreux

Palace» bieten eine herrliche Aussicht auf den See.

STREET CELLAR

Im Street Cellar haben Weinfans die Qual der

Wahl. Gewählt wird aus einem Dutzend Weissund

Rotweinen, die direkt aus dem Fass vor

Ort genossen oder mit nachhause genommen

werden können. Auch die Auswahl an lokalem

Bier und Cidré kann sich sehen lassen.

Rue du Port-Franc 2a, 1003 Lausanne

T: +41 21 3209911,

streetcellar.ch

CAVEAU DES VIGNERONS DE LUTRY

Gemütliches, rustikales Caveau in Lutry, in dem

man die Weine der Produzenten aus Lutry und

Villette entdecken kann. Dazu gibt es regionale

Spezialitäten.

Grand Rue 23, 1095 Lutry

T: +41 78 6612625

CAVEAU DES VIGNERONS DE CULLY

Wunderschön gelegen, direkt am Seeufer, ist

dieses Caveau. Lokale Produzenten schenken

hier ihre eigenen Weine und jene ihrer Nachbarn

aus, dazu wird Käse und Fleisch aus der Region

serviert.

Pl. d‘Armes 16, 1096 Cully

T:+41 79 7677266, caveau-cully.ch

LAVAUX VINORAMA

Im sehr ansprechenden, erlebnispädagogischen,

Weinerlebniszentrum Lavaux Vinorama werden

sowohl das Weinbaugebiet als auch die dort

erzeugten Weine vorgestellt. Rund 300 Weine

aus der Region lassen sich hier kennenlernen.

Route du Lac 2, 1071 Rivaz

T: +41 21 9463131, lauvaux-vinorama.ch

VINTAGE WINE BAR

In dieser kleinen Weinbar in Lausanne gibt es eine

gute Auswahl an Weinen aus der Schweiz und von

weiter her, mit einem besonderen Augenmerk auf

das Waadtland.

Rue de Langallerie 7, 1003 Lausanne

T: +41 21 3122092, vintagewinebar.ch <

Fotos: Thomas Buchwalder, www.emo-photo.com, Beau Rivage Palacce

100 falstaff


WEINREGION LAVAUX

empfiehlt

94 93 92 92

Punkte Punkte

Punkte Punkte

WEINGENUSS

AUS LAVAUX

Die Falstaff-Redaktion hat die erlesenen Weine der Weinregion Lavaux verkostet

und präsentiert eine exklusive Empfehlung dieser malerischen Weinlandschaft.

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt

Eingebettet zwischen dem Blau des

Himmels und dem strahlenden

Wasser des Lac Léman erhebt

sich der 54 Hektar grosse Steilhang

von Dézaley mit seinen terrassierten

Weinbergen. Hier werden Chasselas-Trauben

unter idealen Bedingungen angebaut,

die für ihre Grosszügigkeit und Langlebigkeit

bekannt sind. Der Weinberg, von

10.000 Mauern gestützt, ist ein Meisterwerk

menschlicher Schaffenskraft und

naturbelassener Schönheit.

Am 28. Juni 2007 wurde Lavaux als

UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt – damit

erhielt das Gebiet den endgültigen Segen für

seine mühsam errichteten Rebflächen. Mit

über 800 Hektar Weinbergen, darunter die

prestigeträchtigen AOC Grands Crus Dézaley

und Calamin, bietet Lavaux eine

verlockende Vielfalt an Weinen.

94 Punkte

2023 Eys Rueyres

Les Vignes de Vevey, Vevey

12,4 Vol.-%, Klare, recht intensive Nase, Apfelnoten, etwas

Ananas, heller Tabak, dezent florale Nuancen und

Kräuternoten. Am Gaumen von mittlerer Fülle, zeigt

eine reife, aber spürbare Säure. Kräuternoten, etwas

Gewürze. Hallt lange nach mit Quittennoten.

vignesdevevey.ch, CHF 17,–

93 Punkte

2023 Ilex Calamin Grand Cru

Domaine Louis Bovard, Cully

13 Vol.-%, Dezente, reif wirkende Nase. Apfel, Lindenblüte,

reife Zitrone, etwas Kamille, dezente Gewürznuancen.

Am Gaumen weich, aber recht stoffig mit

reifer Säure, wiederum Gewürznoten und langer

Nachhall.

domainebovard.com, CHF 27,–

92 Punkte

2023 Les Blassinges Grand Cru

Pierre-Luc Leyvraz, Chexbres

12,6 Vol.-%, Recht kräftige Nase, Birne, Honig, florale und

auch mineralische Anklänge. Am Gaumen von mittlerer

Fülle mit schöner, reifer Säure, feinem CO₂ sowie einer

spürbaren Süsse. Endet lang, saftig und frisch-fruchtig.

leyvraz-vins.ch, CHF 18,–

2020 Vase no10

Domaine Mermetus –

Henri et Vincent Chollet, 1091 Aran

12,2 Vol.-%, Intensive Nase, Quitte, Birne, Kräuternoten sowie

Nuancen von Mandarine, dezent Linbenblütenhonig. Am

Gaumen eher füllig mit wiederum prägnanter Frucht sowie

reifer, spürbarer Säure. Noten von Honig, getrocknetem

Pfirsich und Lindenblüten am Gaumen. Hallt lange nach.

mermetus.ch, CHF 24,–

INFO

Weitere Informationen unter: lavaux.ch

falstaff

101


GRAPE ESCAPES

HOTEL PREALPINA

Hoch über dem Genfer See thront

das «Prealpina» und bietet eine atemberaubende

Aussicht auf Weinberge, See

und Alpen – der ideale Ausgangspunkt

für regionale Entdeckungen.

Chemin du Prealpina 3, 1071 Chexbres

T: +41 21 9460909

prealpina.ch

AUBERGE DE LA GARE

Die «Auberge de la Gare» in Grandvaux

vereint modernen Komfort

und traditionellen Charme, eingebettet

in die Weinberge von Lavaux.

Gäste geniessen hier regionale Spezialitäten

und eine herzliche Atmosphäre

– ideal für Entdecker der

Schweizer Kulinarik und Weinwelt.

Rue de la Gare 1, 1091 Grandvaux

T: +41 21 7992686

aubergegrandvaux.ch

102 falstaff


ENTDECKEN

WAADT

DOMAINE BERTHOLET

Weinliebhaber geniessen

im eigenständigen Studio

der Domaine Bertholet ein

originelles Erlebnis mit

direktem Zugang zu den

Weinbergen, regionalen

Weinproben und rustikalen

Erlebnissen wie Fondue

mitten in den Reben.

Rue des Fortifications 29,

1844 Villeneuve,

T: +41 79 5877554

cavebertholet.ch

APPARTEMENT DE VACANCES JOLY

Das charmante Winzerhaus bietet nicht nur

eine komfortable Unterkunft, sondern auch

die Möglichkeit, die einladende Gastfreundschaft

der Familie Joly zu erleben – hausgemachte

Spezialitäten und regionaler Wein

inklusive.

Grand Rue 20, 1091 Grandvaux,

T: +41 21 7995325

cave-joly.ch/de/schlafen-in-lavaux

Fotos: Vincent Barras, Switzerland Tourism / André Meier, www.regiscolombo.com, beigestellt

RÄBHÜSLI LA CAPITE

Das «La Capite» in Le Vigny ist eine charmante Unterkunft im Weinstil mit rustikalem Flair, ganz ohne

modernen Luxus. Es bietet sich für ein Sommerabenteuer inmitten der malerischen Weinberge von

Lavaux an – wie in alten Zeiten.

Chemin du Vigny 10, 1096 Cully, T: +41 21 7993812, levigny.wixsite.com/index

CHAMBRE AVEC VUE

Romantische Idylle inmitten der Weinberge

von Rivaz – das Ferienhaus lädt zum

Verweilen ein, umgeben von Zypressen und

Lavendel: ein Ort voller Charme und Ruhe.

Route de la Sallaz 3, 1071 Rivaz,

T: +41 78 7335898,

chambreavecvue.ch

falstaff

103


weinreise / WEINGÜTER WAADTLAND

★★

BERNARD

CAVÉ

Bernard Cavé und Denise Crettol

bewirtschaften 3,5 Hektar an

den Hängen von Verschiez und

Antagnes. Ausserdem kaufen die beiden

Weinproduzenten Trauben aus Coteau

de Verschiez (3,5 ha) und Ollon (1 ha)

zu. Rund 60 Prozent der Produktion

des Betriebs macht die Rebsorte Chasselas

aus, die seit 2006 unter anderem

in Betonamphoren ausgebaut wird, um

den Ausdruck des Terroirs zu unterstreichen.

Besucher werden im Weingut etwas

ausserhalb von Ollon empfangen.

Rte d'Aigle 48, 1867 Ollon

T: +41 24 4992958

bernard.cave@bluewin.ch

bernardcavevins.ch

Kellermeister: Bernard Cavé

Produktion: 3.5 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 COTEAU DE VERSCHIEZ AMPHORE

92 Karge Zitrusaromatik in der Nase. Zudem Noten

von Lindenblütenhonig, Kernobst, Nougat und

ein Hauch Seetang. Am Gaumen filigran, frisch und ausbalanciert

mit langem, mineralisch-salzig anmutendem

Finale. CHF 27,–

2023 COTEAU DE VERSCHIEZ –

91 CUVÉE TRADITION

Klare Nase mit natürlich wirkenden Apfelnoten,

Lindenblüte, dezent Mandarine. Am Gaumen weich und cremig

mit zurückhaltender, aber passender Säure und wiederum

frischen Apfelnoten. Endet lang und mineralisch.

CHF 19,–

2023 AIGLE CHAPELLE

91 Betont floral in der Nase mit Noten von Lindenblüte.

Dazu Noten von Honig, gedörrtem

und frischem Kernobst, Agrumen und würzigen Nuancen.

Am Gaumen schöne Fülle, weiche Säure und langes

Finale auf Honig. CHF 21,–

2022 SAVAGNIN BLANC

90 Dezentes Bouquet mit Noten von weissem Pfirsich,

Ananas und Agrumen. Zarte kräutrig-würzige

Anklänge. Am Gaumen ausgewogen und kraftvoll, mit

reifer Säure und Zitrusfrucht. Honig im langen Finale.

CHF 39,70

2022 SYRAH – CUVÉE PRESTIGE

91 Reiffruchtiges Boquet mit Noten von Waldbeeren

wie Heidelbeere und Himbeere. Anklänge

von Sauerkirsche und gedörrter Zwetschge sowie würzige

Nuancen von Piment und etwas Zimt. Am Gaumen

vergleichsweise schlank, mit präsenter Säure, rotbeeriger

Frucht und dezentem Tannin im langen Finale.

CHF 54,–

Das Waadtland

ist vor allem für

fruchtig-frische

Weissweine aus

der Traubensorte

Chasselas bekannt.

Fotos: Switzerland Tourism, beigestellt

104 falstaff


★★★

BLAISE

DUBOUX

Blaise Duboux übernahm das

geschichtsträchtige Weingut in

Epesses im Jahr 2010 von seinem

Vater Vincent Duboux, den er seit seinen

Jugendjahren im Rebberg und Keller

unterstützte. Der studierte Önologe ist

einer der wenigen Weinproduzenten im

Lavaux, die nach biodynamischen Prinzipien

wirken, und bringt Weine von grosser

Authentizität hervor. Auf fünf Hektar

kultiviert er lokale Rebsorten, wovon die

allgegenwärtige Chasselastraube rund

75 Prozent ausmacht.

Sentier de Creyvavers 3

1098 Epesses

T: +41 21 7991880

info@blaiseduboux.ch

blaiseduboux.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Blaise Duboux

Produktion: 70 % weiss, 30 % rot, 5 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2021 DÉZALEY GRAND CRU AOC HAUT DE

94 PIERRE Duft nach Honig, gedörrter Aprikose,

frischem Apfel und gerösteten Nüssen. Etwas

Kakao und Zitrus. Am Gaumen geradlinige Säure, karge

Zitrusfrucht, würzig-mineralisches Finale. CHF 121,–

2023 VILLETTE LES MURETS

92 Frische, auf positive Weise subtile Nase. Birne, florale

Nuancen, Honig, etwas Mandarinenzeste und Melisse.

Gaumen filigran und ausbalanciert mit Aprikose und Honignuancen.

Dezente Säure, mineralischer Nachhall. CHF 17,–

2022 OCTO Dunkles Purpur, violette Reflexe. Reife

Frucht, Dörrzwetschge, Brombeeren, Schwarz-

92

kirsche, Zimt und Sternanis-Nuancen. Am Gaumen

reife Säure, schöne Kraft. Wieder dunkle Frucht, dazu Pfeffernoten.

Endet lang mit feinem, spürbarem Tannin. CHF 32,–

2022 CHARDONNAY D'EPESSES Reife, einnehmende

Frucht: Dörraprikose, Grapefruit, Ananas und rei-

92

fer Apfel. Kräutrig, Kamille, Vanille-Nuancen. Gaumen

vollmundig, Noten von Zitrus, Karamell und Apfel. Reife, perfekt

integrierte Säure. Im Abgang betont würzig. Endet lang. CHF 34,–

2023 CALAMIN GRAND CRU AOC CUVÉE

91 VINCENT Aprikose, reifer Apfel, etwas Ananas

und helle Aprikose, dezent Lindenblüte. Am

Gaumen sehr weich, fast süsslich wirkend mit Honig- und

Zitrusnoten. Endet saftig und mineralisch. Hallt lange nach.

CHF 26,–

2023 DÉZALEY GRAND CRU AOC HAUT DE

91 PIERRE Dezentes Bouquet mit Noten von reifem

Kernobst, Schwarztee und kühler Zitrusfrucht

sowie ätherisch-würzigen Anklängen. Am Gaumen stoffig

und mittelgewichtig, weiche Säure, langer leicht herber

Abgang. CHF 33,–

2022 MARSANNE & CHARDONNAY DÉZALEY

91 Zitrusnoten, Apfel, würzige Nuancen, etwas Gewürznelke,

reife Fruchtnoten, Pfirsich, dezent Honig.

Am Gaumen kraftvoll und eher breit mit reifer, gut eingebundener

Säure und eher dezenter Aromatik. Endet lang

mit dezentem Grip und angenehmer Salzigkeit. CHF 37,–

2022 PLANT ROBEZ

93 Intensive Nase, dunkle Beeren, Schwarzkirsche,

Heidelbeeren, dazu würzige Nuancen, etwas Lorbeer,

Lakritze und Nelke sowie mineralisch-steinige Noten.

Am Gaumen von mittlerer Fülle, frische Säure, reifes, feines

Tannin, wiederum fruchtige und würzige Nuancen. Endet

lang. CHF 31,–

2022 DÉZALEY ROUGE

92 Dunkle Frucht, Cassis, Brombeeren, Sauerkirsche,

Schlehen, frische Gewürznoten, etwas

Kardamom und grüner Pfeffer. Am Gaumen von mittlerer

Fülle mit prägnanter, reifer Säure. Feines, reifes Tannin,

wiederum dunkle Frucht. Endet lang und saftig. CHF 49,–

2022 DÉZALEY GRAND CRU Z ROUGE

91 Reife Beerenfrucht, Sauerkirsche, gedörrte Schlehen,

Nuancen von hellen und dunklen Beeren.

Anklänge von grünen Haselnüssen, würzige Nuancen. Am

Gaumen recht füllig mit wiederum intensiver Frucht, frische,

reife Säure. Zupackendes, feines Tannin. Endet lang mit

Kirschnunancen und würzigen Akzenten. CHF 19,–

falstaff

105


weinreise / WEINGÜTER WAADTLAND

Philippe Bovet ist Visionär und

Macher zugleich. Zum Weinbau

kam er 1982, als sein Vater

den 200-jährigen Hof der Familie in

Givrins übernahm. Philippe fand Gefallen

am winzigen Weinberg und liess

sich zum Önologen ausbilden. 2002

startete er sein eigenes Business und

baute einen Keller mit grosser Presse

und vielen kleinen Gebinden. Heute

baut er 14 Rebsorten an, man hat die

Wahl zwischen 34 eigenständigen Crus.

Route de Genolier 7, 1271 Givrins

T: +41 22 3693814

info@philippebovet.ch, philippebovet.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Philippe Bovet

Produktion: 66.667 Flaschen

2 % Schaumwein, 36 % weiss, 10 % rosé, 50 % rot,

2 % süss, 10 Hektar

Anbauweise: in Umstellung

Ab-Hof-Verkauf: Ja

★★★

PHILIPPE

BOVET

89

2019 BRUT MOUSSEUX Zitrone und Apfelnuancen

in der Nase, dazu Hefenoten sowie Nougat. Am

Gaumen etwas aufbrausend. Spürbare Dosage,

90

2023 PACIFIQUE Mittleres Rubin, violette Reflexe.

Nase: Brombeere, Zwetschge, etwas Pflaumenmus,

würzig, Piment, dezent Pfeffer, florale Anklänge.

sehr feinperlig, wieder prägnante Hefenoten, etwas grüner Apfel

und Gebäck. Endet mittellang mit dezentem Grip. CHF 33,– Gaumen weich und fruchtbetont, Schwarzkirsche und

dunkle Beeren, reife saftige Säure, spürbares Tannin. CHF 23,–

2023 CHARDONNAY Reife Zitrusfrucht in der

2022 ATLANTIQUE Dunkelfruchtige Nase,

90 Nase, Pfirsich, Grapefruit, dezente kräutrig-würzige

Nuancen. Am Gaumen eher breit, würzige

nuancen, etwas Kakao und Pfeffer. Am Gaumen

90 Brombeeren, Schwarzkirsche, Pflaume, Gewürz-

Anklänge, reife Früchte, eher zurückhaltende, reife Säure. von mittlerer Fülle, saftig reife Säure, Sauerkirsche. Feines,

Endet saftig und lang. Verbleibt leicht salzig. CHF 18,–

aber präsentes Tannin im langen, saftigen Nachhall. CHF 30,–

89

2022 VIOGNIER

Intensives Bouquet mit Noten von Rosenblättern,

Litschi und Papaya. Dazu etwas Weihrauch.

89

2020 MERLOT Mittleres Rubin, Reifereflexe.

Dörrzwetschge in der Nase, eingelegte Kirschen,

präsente Würze, Zimt, etwas Lakritz und Mokka. Am

Am Gaumen kraftvoll, mit intensiver floral-fruchtiger

Aromatik. Frisches Finale. CHF 27,–

Gaumen kräftig, eher breit mit reifer, weicher Säure und feinem

Tannin. Endet lang mit Röstaromen. Reif wirkend. CHF 51,–

★★★

DOMAINE BUTTICAZ

EN DÉZALEY

Die Familie bewirtschaftet die Weinberge

in Dézaley bereits in siebter

Generation (eerste Erwähnungen

1406!). Sébastien Butticaz, der das Weingut

heute gemeinsam mit seiner Frau Esther

führt, übernahm den geschichtsträchtigen

Betrieb 2013. Auf rund drei Hektar

erzeugen sie heute zum Grossteil Weine

aus der Waadtländer Prestigesorte Chasselas,

zudem einige rote Spezialitäten.

C F Ramuz Ruelle 14, 1096 Puidoux

T: +41 21 7992157

info@domainedudezaley.ch

domainedudezaley.ch

Kontaktperson/Kellermeister:

Sébastien und Esther Butticaz

Produktion: 3.2 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 DÉZALEY GRAND CRU LA DÉZALEYRE

90 Helles Goldgelb. Betont blumig in der Nase, Lindenblüte,

etwas Rose, dazu Apfel- und Zitrusnuancen,

dezent Aprikose. Am Gaumen weich und frisch, dezente

Säure, mineralische Nuancen im Abgang. CHF 17,90

2023 ARVINE RAMOLIVE Frisch wirkende Nase:

89 Zitronenabrieb, Mirabelle, Birne, etwas Orangenblüte.

Am Gaumen leicht süsslich wirkend, weich

mit reifer zitrischer Säure, mineralisch-salzigen Akzenten

und eher weichem, mittellangem Nachhall. CHF 20,90

2022 AMIGNE SÈCHE Helles Goldgelb. Klare

88 Nase, Aprikose, Quitte, reife Zitrusfrüchte sowie

weisse Blüten, dezente kühle Kräuternoten. Am

Gaumen von rechter Fülle, zurückhaltende Säure, wiederum

Honig- und Gewürznoten. Endet mittellang. CHF 22,50

2023 ROSÉ LES VALSEURS

89 Helle Beeren und Zitrusnoten in der Nase, dezent

grüner Apfel. Am Gaumen weich mit reifer, schön

integrierter Säure und mittellangem, frisch-fruchtigem

Nachhall. CHF 8,90

2018 AMIGNE PICOLO

89 Reife Aprikose, dezent Birne, reife Zitrusfrüchte,

angenehme Kräuterwürze. Am Gaumen sehr

süss, eher zurückhaltende Säure, Noten von gekochtem

Apfel, wiederum kräutrig. Endet mittellang. CHF 25,50

2023 DÉZALEY GRAND CRU VIRE-VENT

90 Betont fruchtig, Süsskirsche, Himbeere, Nuancen

von Gewürzen. Am Gaumen wiederum fruchtig

und von mittlerer Breite, harmonische, reife Säure, Waldbeernoten.

Spürbares, feines Tannin, schöne Länge. CHF 18,90

Fotos: Tous droits reserves, ©Noémie Graff_Siffert, beigestellt

106 falstaff


★★★

LE SATYRE

Die Domaine du Satyre wurde

1940 von René Graff, einem

Liebhaber burgundischer

Rebsorten, gegründet. Von Beginn an war

man sich der Bedeutung gesunder Böden

und Biodiversität für die Herstellung

authentischer Terroirweine bewusst. 2006

stieg Noémie Graff in den Betrieb ein, den

sie seitdem in dritter Generation führt

und auf Bioanbau umstellte. Die Domaine

ist zudem Gründungsmitglied der Schweizerischen

Vereinigung für naturbelassene Weine.

Chemin Fleuri 1, 1268 Begnins

T: +41 22 3661296

cave@lesatyre.ch, lesatyre.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Noémie Graff

Produktion: 1 % Schaumwein, 5 % weiss, 1 % rosé,

93 % rot, 9.5 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

92

2021 LE SATYRE BLANC DE NOIR

Duftet nach grünem Apfel, Buttertoast, Pomelo

und Honig. Dazu gesellen sich dezente florale

91

2023 GAMAY LE SATYRE Duftige, präzise

Beerenfrucht: Him- und Erdbeere, Kirsche, dazu

pfeffrige Nuancen. Gaumen von mittlerer

89

2022 CARMINOIR LE SATYRE Nase: Dunkle

Früchte, Brombeere, Zwetschge, würzig, nasser

Stein, weisser Pfeffer, an Agrumen erinnernde

Anklänge. Am Gaumen schöne straffe Säure und cremige

gelbe Frucht. Angenehme Perlage, langes Finale. CHF 25,–

Statur, angenehm weich, reife Säure, wieder Beeren- und

Pfeffer. Kreidiges Tannin, reife saftige Säure. CHF 15,–

Nuancen. Gaumen eher füllig, viel Extrakt aber nicht süss,

dunkle Frucht, reifer Apfel, zupackendes Tannin. CHF 25,–

90

2023 CHASSELAS LE SATYRE

Helles Goldgelb. Duftet nach reifer Birne, Apfel,

Mandarine und tropischen Früchten. Am Gaumen

90

2022 LES SATYRES Nase: Dunkle Beeren, Holunder-,

Brombeere, etwas Cassis, würzig nach

Zimt und Pfeffer. Gaumen weich und rund mit reifer

88

2022 PINOT NOIR LE SATYRE Helle Waldbeeren,

Kirsche, pfeffrig, röstartige Noten, dezent Dörrfrüchte.

Gaumen von mittlerer Fülle, reife, elegante

weich und ausgewogen, dezente Säure, mineralische

Anmut im Abgang. CHF 14,–

Säure, schönem Extrakt und zupackendem, feinem Tan-

nin. Endet lang und saftig mit Zwetschgennoten. CHF 20,–

Säure, würzige Noten. Intensives, etwas rustikales Tannin, vom

Extrakt gut eingepackt. Ehrlicher, trinkiger Pinot. CHF 20,–

★★★★

HAMMEL –

TERRES

DE VINS

Hammel gehört zu den grössten

Weinproduzenten der Schweiz.

Seit der Gründung 1921 bewirtschaftet

man heute rund 350 Hektar in

der ganzen Schweiz. Der Fokus liegt

jedoch klar auf den Anbaugebieten

Waadtland und Wallis. Charles Rolaz,

der das Unternehmen leitet, begann

früh damit, sich auf die Herstellung

von aussagekräftigen Assemblagen zu

spezialisieren. In diesem Bereich zählt

er zu den Pionieren der Schweiz, was

Charles Rolaz

chemin des Cruz 1, CP 1128

1180 Rolle

T: +41 21 8220707

office@hammel.ch

hammel.ch

sich auch heute noch in der hohen Qualität

der diversen Assemblagen offenbart.

Kontaktperson/Kellermeister: Charles Rolaz

Produktion: 350 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 LA BOLLIATTAZ, MONOPOLE, GRAND

CRU VILLETTE, LAVAUX AOC Intensive Nase,

92

reife Zitrusfrüchte, Mandarine, Zitrone, reifer

Apfel, Kräuter, Lindenblüte, dezent Honig. Am

Gaumen schöne Breite mit spürbarem CO 2,

reife, zurückhaltende

Säure, Birnennoten. Langer Nachhall. CHF 18,50

2023 LA BOLLIATTAZ, SAUVIGNON, GRAND

91 CRU VILLETTE, LAVAUX AOC Intensive Nase,

natürlich wirkende, kühle Apfel- und Birnennoten,

reife Zitrusfrüchte, Kräuter, dezent Honig und tropische Früchte.

Gaumen eher füllig, wieder intensive Frucht, reife Quitte,

Birne. Hallt lange nach, trinkfördernder Grip. CHF 30,80

2023 CHÂTEAU PICTET-LULLIN, SÉLÉNÉ,

88 GRAND CRU DULLY, LA CÔTE AOC Aromatisches

Bouquet mit Noten von Holunderblüte,

Birne und Zitrus. Dazu dezente kräutrige Anklänge. Am

Gaumen weich, mit sanfter Säure und dezenter Kernobstfrucht.

Mittellang. CHF 14,90

2023 LA BOLLIATTAZ, MALBEC/MERLOT,

90 GRAND CRU VILLETTE, LAVAUX AOC Dunkles

Rubin, violette Reflexe. Süssliche, dunkle Fruchtnoten:

Brom-, Blaubeeren, Zwetschge, ätherische Würze,

etwas Sandelholz, gedörrte Früchte. Gaumen breit mit

wieder intensiver, süsslich wirkender Frucht. Reifes, leicht

anhaftendes Tannin. Mittellanger Nachhall. CHF 35,–

2022 CHÂTEAU PICTET-LULLIN, SÉLÉNÉ,

90 DIVICO, GRAND CRU DULLY, LA CÔTE AOC

Nase: Dunkle Beeren, Holunder-, Brombeere,

Cassis, auch helle Johannisbeeren, Gewürznuancen, Lakritze,

etwas Pfeffer. Gaumen: mittlere Fülle mit süsser Frucht,

Sauerkirsche, Zwetschge, reife, prägnante Säure, etwas

anhaftendes, aber angenehmes Tannin. CHF 20,50

2022 CHÂTEAU PICTET-LULLIN, SÉLÉNÉ,

90 GALOTTA/GARANOIR, GRAND CRU DULLY,

LA CÔTE AOC Zwetschgennoten in der Nase,

Brombeeren, dahinter auch etwas Litschi, blumige Nuancen.

Am Gaumen eher breit und süsslich wirkend, wiederum

intensiv dunkle Beeren. Endet mittellang. CHF 20,50

falstaff

107


weinreise / WEINGÜTER WAADTLAND

Benjamin und Gregory

★★★

LA MAISON

MASSY

Die Weinbautradition der Familie

Massy reicht bis zum Ende des

19. Jahrhundert zurück. Heute

führen die Brüder Benjamin und Gregory

den Betrieb und bewirtschaften Rebland in

den prestigeträchtigen Appellationen der

Unesco-Weltkulturerbe-Region Lavaux.

Tradition, moderne Technologie und naturnaher

Weinbau sind Kern elementen der Familie,

zu denen auch der legendäre Dézaley

Grand Cru Chemin du Fer gehört.

Route de la Corniche 11, 1098 Epesses

T: +41 21 7992147

info@massy-vins.ch, massy-vins.ch

Kellermeister: Benjamin Massy

Produktion: 87.000 Flaschen

85 % weiss, 15 % rot, 10 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

93

2023 DÉZALEY CHEMIN DE FER GRAND CRU

Komplexes Bouquet: Mandarine, Zitrone, reifes Kernobst,

Ananas, Honig. Präsente, kräutrige Würze. Gaumen

89

2023 ST SAPHORIN SOUS LES ROCS

Zitronengelb. In der Nase Kernobst, Zitrus und

dezent helle Steinfrucht, insbesondere Aprikose,

93

2021 DÉZALEY CHEMIN DE TERRE GRAND

CRU Mittleres Rubin, Reifereflexe. Nase: getrocknete

Kirsche, Pflaume, Brombeere, Lakritz und Gewürznelke,

stoffig, straffe Säure, schmelziger Körper, Noten von grü-

ner Zwetschge, exotisch, mineralisch, langes Finale. CHF 33,–

würzig-karamellig. Gaumen weich und fein, gut integrierte

Säure und Birnennoten, dezent Ananas. Mittellang. CHF 19,– dezent animalisch, komplex. Gaumen: elegant, wiener

der dunkelbeerige Noten. Spürbares, feines Tannin. CHF 43,–

92

2023 EPESSES CLOS DU BOUX GRAND CRU

Expressives Bouquet: Reifer Pfirsich, Reneclode, Honig,

Birne, Grapefruit. Ergänzt durch kräutrige Würze.

88

2023 EPESSES LA CROSSE

Eher dezent in der Nase, Mandarine, etwas Buttermilch,

dezent heller Honig und Kräuternoten.

91

2021 EPESSES CRÊT-BAILLI Mittleres Rubin,

erste Reifereflexe. Nase: Pflaume, eingelegte Kirschen,

reife Erdbeeren, kräutrig-würzig. Am Gaumen

Gaumen stoffig mit reifer dezenter Säure, gelbes Steinobst

und Exotik sowie mineralischer Anmut, langes Finale. CHF 23,–

Am Gaumen eher breit und weich mit gewissen Zitrus- und

wiederum Butternoten. Endet mittellang. CHF 18,–

weich mit wieder reifer Beerenfrucht und pfeffrigen Nu-

ancen. Feinkörniges Tannin, reife Säure. Mittellang. CHF 18,–

2023 ROSÉ DE GAMARET GARANOIR

90 Eher zurückhaltende Aromatik, rote Beeren, insbesondere

Erdbeere, Zitrone, etwas grüner Apfel.

Am Gaumen schlank und leicht spritzig mit reifer Säure und

wieder Apfelnoten. Passende Länge, dezenter Grip. CHF 16,80

CHÂTEAU DE

VULLIERENS

D

as Château de Vullierens, das auf

den Grundmauern einer Burg aus

dem 13. Jahrhundert errichtet

wurde, gilt als beispielhaft für die

Architektur des frühen 18. Jahrhunderts.

Das hundert Hektar grosse

Anwesen ist schon seit 700 Jahren in

Besitz der gleichen Familie. Die rund

sieben Hektar Rebfläche werden

biodynamisch bewirtschaftet. Das

schmucke Weingut kann besichtigt

werden inklusive kostenloser Verkostung

der Weine. Zudem finden regelmässig önotouristische

Veranstaltungen statt.

Château de Vullierens

1115 Vullierens

info@chateauvullierens.ch

chateauvullierens.ch

2023 CHASSELAS

88 Eher dezent in der Nase. Grüner Apfel, Zitrus,

etwas Lindenblüten, Mandarinenzeste. Am

Gaumen leicht süsslich mit Noten von Birne und Stroh.

Säure zurückhaltend, mittlere Länge. CHF 13,60

2023 GAMARET

91 Dunkles Rubin, violette Reflexe. Dunkle Waldbeeren,

Cassis, Brombeere, würzige Noten, insbesondere

Gewürznelken, etwas weisser Pfeffer. Am Gaumen

ebenfalls viel dunkle Frucht, Cassis, mittlere Fülle, frische

Säure, feinkörniges Tannin. Endet lang und frisch. CHF 18,–

2023 GARANOIR

90 Dunkles Rubin, violette Reflexe. Pflaume, Himbeere,

reife Erdbeere, würzig-pfeffrige Nuancen.

Am Gaumen von schöner Statur, weich mit ausbalancierender,

frischer Säure. Pfeffrige und dunkelfruchtige Noten.

Endet lang. CHF 18,–

2022 GALOTTA

90 Dunkles Rubin, violette Reflexe. Dunkle, würzig-fruchtige

Aromatik. Reife Pflaume, Pfeffer,

Muskatnuss, auch eine gewisse Strenge. Am Gaumen eher

breit und ausladend, aber nicht süss wirkend. Zupackendes,

präsentes, aber feines Tannin, saftige Säure. Endet lang mit

frischer dunkler Frucht und Gewürznoten im Finale. CHF 20,–

2023 PINOT NOIR

88 Eher dunkles Rubin. Schwarzkirsche in der Nase

sowie Noten von Eucalyptus und Eichenholz, dezent

dunkle Waldbeeren. Am Gaumen eher weich und dicht

mit zurückhaltender reifer Säure und gut integriertem Tannin.

Endet mittellang mit dunklen Frucht- und Pfeffernoten.

Verbleibt leicht trocknend. CHF 16,80

Foto: beigestellt

108 falstaff


*LANGHE DOC NEBBIOLO

SOGNI AL CAMPO TERRE DA VINO

2021, 75 CL

15.90 (10 CL = 2.12)

* MENETOU-SALON AOP

CÔTES DE MOROGUES

FOURNIER PÈRE ET FILS

2022, 75 CL

91

Decanter

14.95 (10 CL = 1.99)

90

James

Suckling

* MONTERREI DO GODELLO

MARA MARTIN BODEGAS

MARTIN CODAX 2022, 75 CL

13.95 (10 CL = 1.86)

Highlights aus dem

Mondovino-Sortiment

Exklusiv online erhältlich:

mondovino.ch/highlights

Preis- und Jahrgangsänderungen sind vorbehalten.

Coop verkauft keinen Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren.

*Nur auf mondovino.ch erhältlich.


weinreise/ WEINGÜTER

Das Weingut Domaine

Chappuis ist Teil der

Weinterrassen von

Lavaux.

Bildtext

WAADTLAND

Weitere Weingüter im Überblick

DOMAINE CHAPPUIS ★ ★

Die Familie Chappuis bewirtschaftet seit 1335 Rebflächen

im Lavaux. Das Gespür von Christoph für Chasselas aus

verschiedenen Parzellen spiegelt seine Erfahrung.

CAVE DE LA CÔTE ★ ★

300 Mitglieder liefern Trauben von bester Qualität an die Genossenschaft.

Önologe Rodrigo Banto und sein Team keltern daraus

prächtige Weine.

En Bons Voisins 1 | 1071 Rivaz | domainechappuis.ch

Chemin du Saux 5 | 1131 Tolochenaz | cavedelacote.ch

DOMAINE MONACHON ★ ★ ★

Drei Jahrhunderte Geschichte: In den Rebterrassen des Lavaux

wachsen die Chasselas-Trauben, aus denen die Monachons

hervorragende Einzellagen-Weine keltern.

CHÂTEAU DE VINZEL ★ ★

Chasselas und Merlot, mit diesen zwei Rebsorten ist die Familie

Monachon am Château de Vinzel äusserst erfolgreich und wurde

dafür vielfach ausgezeichnet.

Rue du Collège 5 | 1071 Rivaz | domainemonachon.ch

Rue du Collège 21 | 1184 Vinzel | obrist.ch

DOMAINE LOUIS BOVARD ★ ★ ★ ★ ★

Louis Bovard ist ein Kämpfer für das Dézaley und den Chasselas.

Seine Botschaft: Chasselas kann, darf, muss reifen. Wer seine

Crus kennt, kann das bestätigen.

Place d’armes 2 | 1096 Cully | domainebovard.com

DOMAINE HENRI CRUCHON ★ ★ ★ ★

Auf der Domaine keltert Catherine Cruchon-Griggs die Weine.

Die Linie #Lesfillesvinifient kommt ohne Schwefel aus und

ergänzt die klassischen Gewächse aufs Beste.

Route du Village 32 | 1112 Echichens | henricruchon.ch

DOMAINE DE AUTECOUR ★ ★

Die Spezialität der Domaine ist die Sorte Plant Robert, eine

alteingesessene Varietät der Gamay-Traube, die den Stoff für

dichte, langlebige Weine liefert.

Rue de Mont le Grand 4 | 1185 Mont-sur-Rolle | c-d-c.ch

LES FRÈRES DUTRUY ★ ★ ★

Es gibt keinen Winkel der Weinwelt, in dem Christian und Julien

nicht schon Erfahrungen gesammelt haben. Geballtes Wissen,

das sich in ihren Crus widerspiegelt.

Grand-Rue 18 | 1297 Founex | lesfreresdutruy.ch

Fotos: Cruchon/Hans-Peter Siffert, Catherine Cruchon, beigestellt

110 falstaff


CHÂTEAU D’ECLÉPENS ★ ★

Das Weingut, eines der ältesten der Schweiz, ist seit 1807 im

Besitz der Familie de Coulon. Die Pinots sind charakteristisch

für die nördliche Waadt.

Château d‘en-Haut 3 | 1312 Eclépens | chateau-eclepens.ch

DOMAINE LA COLOMBE ★ ★ ★ ★

Der biodynamische Betrieb von Familie Paccot feierte 2021 sein

60-jähriges Bestehen. La Colombe steht für Chasselas vom

Feinsten, das Weingut wird heute von Laura Paccot geführt.

Château d‘en-Haut 3 | 1312 Eclépens | chateau-eclepens.ch

Das Château

d’Eclépens ist eines

der ältesten Weingüter

der Schweiz. und

wird biologisch

bewirtschaftet.

Henri Cruchon

gründete im Jahre

1976 die heutige

Domaine. Heute sind

seine Nachfahren im

Weingut aktiv.

falstaff

111


DIE BESTEN WEINE

DES WAADTLANDS

Wer sich in die Welt der Waadtländer Weine begibt, entdeckt ein

faszinierendes Zusammenspiel von Tradition und Moderne – und die

besten Weine der Region warten nur darauf, verkostet zu werden.

Das Waadtland, bekannt für seine

atemberaubenden Weinlandschaften,

begeistert nicht nur

durch seine malerischen Hügel

und die Nähe zum Genfersee, sondern auch

durch eine beeindruckende Vielfalt an Weinen.

Die sanften Terrassen, die von der warmen

Sonne verwöhnt werden, schaffen ideale

Bedingungen für edelste Rebsorten. Doch

welche Weine zählen zu den besten der Region?

Die Antwort auf diese Frage gab es am

Dienstag, den 2. Juli 2024, als das Office des

Vins Vaudois und GWS – Aux Services du

Vin zur Präsentation der Gewinner der

Sélection des Vins Vaudois 2024 einluden.

Die Spannung war gross, als die besten Weine

in elf Kategorien ausgezeichnet wurden.

Der Kanton Waadt

vereint eine stolze,

tausendjährige Geschichte,

jahrhundertealte Traditionen

und beeindruckende

Landschaften.

WAADTLÄNDER WEINE

AUF ERFOLGSKURS

Insgesamt standen 33 Weine auf dem Siegertreppchen,

und die Ergebnisse waren beein-

112

falstaff


WEINREGION WAADT

Die Chasselas-Weissweine

des Kantons Waadt sind

frisch, fruchtig und spiegeln

die breite Vielfalt der

regionalen Böden wider.

ADVERTORIAL Fotos: ©OVV; OVV / Marion Correvon

druckend. So setzte sich etwa Prélude 2023

vom Château de Valeyres als bester Chasselas

des Jahrgangs 2023 durch. Für die beste

andere weisse Rebsorte wurde der Pinot Gris

2023 der Cave la Muscadelle in Mont-sur-

Rolle ausgezeichnet. Doch der Merlot von

Marco Trippi aus La Châtaigneraie stahl

allen die Show und ging mit einer herausragenden

Bewertung von 92,8 Punkten als

Master-Trophäe nach Hause. Diese Trophäe

wird für die beste Bewertung des Wettbewerbs

vergeben und zeugt von der Exzellenz

des Waadtländer Weinbaus.

Die Vielfalt der Waadtländer Weine wird

durch die autochthone rote Bondola sowie

internationale Sorten bereichert. Diese

Kombination macht die Region zu einem

Schmelztiegel des Geschmacks, in dem Tradition

und Innovation Hand in Hand gehen.

Auch die Schaumweine des Kantons können

sich sehen lassen. Seit über 30 Jahren werden

sie nach der klassischen und der Charmat-Methode

produziert, grösstenteils aus

Merlot – ein wahrhaft eleganter Ausdruck

des Waadtlandes.

Benjamin Gehrig, Direktor des Office des

Vins Vaudois, freute sich über die erzielten

Ergebnisse: «Wir sind sehr glücklich über

diese Ergebnisse, denn sie zeichnen Weingüter

aus allen Ecken des Kantons aus.» Mit

706 eingegangenen Proben blieb die Beteiligung

an der Sélection des Vins Vaudois stabil.

Die Jury, bestehend aus mehr Sommeliers

als üblich, vergab 74 Goldmedaillen und 148

Silbermedaillen – ein weiteres Zeichen für

die hohe Qualität der Waadtländer Weine.

DIE JUGEND IM FOKUS

Die Preisverleihung fand in der Eventlocation

«CUBE» in Morges statt und wurde in

zwei Teilen abgehalten. Zu Beginn folgten

170 geladene Gäste dem offiziellen Teil,

moderiert von Journalistenlegende Knut

Schwander. Lucie Theurillat, Präsidentin der

Fédération vaudoise des jeunesses campagnardes,

wurde von Valérie Dittli mit der

«Insigne de Commandeur de l‘Ordre des

Vins Vaudois» ausgezeichnet. Dies unterstreicht

die Bedeutung der jungen Generation

für die Waadtländer Weine, was Benjamin

Gehrig betonte. «Unsere Jugendarbeit

ist entscheidend, um das Interesse an Waadtländer

Weinen zu fördern.»

Nach dem offiziellen Teil öffnete sich

«CUBE» für Weinliebhaber, die die prämierten

Weine verkosten konnten. Die

Veranstaltung war ein voller Erfolg – die

begehrten Plätze für die Verkostung der

ausgezeichneten Tropfen waren in kürzester

Zeit ausgebucht.

INFO

Weitere Informationen unter

ovv.ch

falstaff 113


weinreise / TESSIN

DIE SONNE

IM HERZEN

Das Tessin ist seit Jahren eines der beliebtesten Reiseziele der

Deutschschweizer. Aus gutem Grund, denn im einzigen, vollständig auf

der Südseite der Alpen gelegenen Kanton, gibt es viele Sonnentage,

köstliche Kulinarik und natürlich hervorragende Weine.

TEXT LARISSA GRAF

114 falstaff


Foto: SAscona-Locarno Tourism/Alessio Pizzicannella

Das Tessin gilt als die

Sonnenstube der Schweiz. Kein

Wunder, dass der vielseitige

Kanton zu den beliebtesten

Reisedestinationen der

Deutschschweizer gehört.

falstaff

115


weinreise / TESSIN

1 mit

6

GUTE

GRUNDE

..

FÜR EINE WEINREISE

INS TESSIN

Rotweine von Weltformat: Nirgends in der Schweiz wird so viel

Rotwein produziert wie im Tessin. Über 80 Prozent der Rebfläche ist

Merlot bestockt, den es hier in verschiedensten Ausführungen gibt.

Einzigartige Kulinarik: Im Tessin gibt es viele köstliche regionale

Spezialitäten, wie Polenta mit Pilzen aus lokalen Wäldern,

Kastanien, Risotto oder hausgemachte Pasta. Beliebt sind aber 2auch feine Alpkäse sowie Trockenfleisch- und Wurstspezialitäten.

Foto: Switzerland Tourism/Jan Geerk

116 falstaff


Ferienfeeling: Nicht nur kulinarisch hat das Tessin viel

mit Norditalien gemeinsam, auch das sonnige Wetter und

die Architektur erinnern an den südlichen Nachbarn.

3Perfekt für einen Kurzausflug auf die Alpensüdseite.

Wunderbare Natur: Von weiten Seen über wilde Wälder

bis zu schneebedeckten Bergen findet man im Südkan- 4ton alles, was das Herz eines Naturliebhabers begehrt.

Die Seen: Wer ans Tessin denkt, denkt auch

an die zwei grossen Seen Lago di Lugano und 5Lago Maggiore. Sie vermitteln Feriengefühl pur.

6 Touristen

Das Wetter: Dank der vielen Sonnenstunden gedeiht der

Merlot im Tessin hervorragend. Gleichzeitig profitieren auch

vom oft herrlichen Wetter südlich der Alpen.

falstaff

117


weinreise / TESSIN

DAS TESSIN IST

ROTWEINLAND.

RUND 90 PROZENT DER

REBBERGE SIND ROT.

GANZE 83 PROZENT

ENTFALLEN AUF DIE

PARADESORTE MERLOT.

K

aum ein Deutschschweizer

kennt das Gefühl nicht, an

einem verregneten Tag in

Göschenen in den Gotthardtunnel

einzufahren und ihn

in Airolo bei strahlendem Sonnenschein

wieder zu verlassen. Die vielen sonnigen

Stunden im Kanton auf der Alpensüdseite

schätzen nicht nur Touristen, sondern auch

die Reben, die dort hervorragend gedeihen.

Besonders rote Traubensorten werden hier

angebaut, sie machen etwa 90 Prozent der

Gesamtrebfläche aus. Ganze 83 Prozent

davon sind mit Merlot bestockt.

Dies war nicht immer so: Früher gab es

im Tessin zahlreiche autochthone Rebsorten,

ausserdem wurde mit norditalienischen

Sorten wie Freisa gearbeitet. Damals wurden

vornehmlich rote Trauben in Mischkultur

angebaut und zusammen vinifiziert,

der grösste Teil des Tessiner Weins wurde

von lokalen Bauern gekeltert. Es waren

einfache, rustikale Tropfen für die Selbstversorgung.

Heute ist von den alten Sorten

nur noch die Bondola übrig geblieben, die

selten im nördlichen Tessin angebaut wird.

Diese alten Traubensorten fielen einer

Reihe aus Amerika importierter Krankheiten

zum Opfer. Erst die Pilze Oidium und

Peronospora, später kam noch die Reblaus

dazu, welche die europäische Weinindustrie

in die Knie zwang. Im Zuge ihres Wiederaufbaus

wurden resistente amerikanische

Wurzelstöcke mit europäischen Edelreisern

aufgepfropft. Der Tessiner Agronom Alderige

Fantuzzi experimentierte mit verschiedenen

Traubensorten und bemerkte, dass der Merlot

im Tessin hervorragend gedeiht. Er reift

früh, ist resistent und erbringt gute Alkoholund

Säurewerte. In den Jahren 1904 und

1905 brachte er also die ersten Merlot-Stöcke

ins Tessin, und schon 1906 kelterte er

<

Mit Blick auf den eigenartig

geformten Luganersee liegt

das Castello di Morcote, das

heute nur noch eine Ruine ist.

Der Bau gibt der Tenuta Castello

di Morcote ihren Namen, sie liegt in

unmittelbarer Nachbarschaft.

Fotos: Egle Berruti, Getty Images

118 falstaff


falstaff

119


weinreise / TESSIN

In wenige Regionen der

Welt spielt Merlot eine

grössere Rolle als hier. In

vielen Rotweinen kommt er

reinsortig zum Einsatz.

<

herstellung an den renommierten Weinen

aus Bordeaux. Diese Winzer führten neue

Methoden wie die verlängerte Maischegärung

und den Ausbau im Barriquefass

ein, wodurch ihre Weine an Tiefe und

Komplexität gewannen.

VIELSEITIGER SÜDKANTON

Das Tessin ist landschaftlich sehr vielfältig

und eignet sich dank eines grossen tou­

GEOGRAFISCH WIRD

DAS TESSIN DURCH

DEN MONTE CENERI IN

ZWEI ZONEN GETEILT –

DAS SOPRA- UND DAS

SOTTOCENERI.

den ersten Wein daraus. Obwohl Merlot

zuerst nur zögerlich angenommen wurde,

setzte sich die Sorte nach dem Zweiten Weltkrieg

durch, vor allem als sie durch staatliche

Subventionen gefördert wurde.

Es folgten mehrere stilistische Veränderungen

des Weins: Während Merlot anfangs

als rustikaler, robuster Wein galt, entwickelte

er sich im Laufe der Jahrzehnte zu

einem feineren Tropfen, der in der zweiten

Hälfte des 20. Jahrhunderts auch Anklang

in der Deutschschweiz fand. Damals war

der Merlot del Ticino ein weicher, süffiger

Wein, der bereits früh trinkbar ist.

Der nächste Wendepunkt in der Geschichte

des Tessiner Merlots kam in den

1980er-Jahren. Eine neue Generation von

Winzern, darunter Werner Stucky, Daniel

Huber, Adriano Kaufmann und Christian

Zündel, brachte frischen Wind in die

Region und orientierte sich bei der Weinristischen

Angebots für Wanderer genauso

wie für Menschen, die in Luxushotels

Entspannung suchen, und Gourmets, die

anspruchsvolle Gastronomie lieben. Geografisch

und kulturell wird der Kanton

durch den Pass Monte Ceneri zweigeteilt.

Das nördlich gelegene Gebiet heisst Sopraceneri,

darin liegen die Städte Locarno und

Bellinzona sowie die Magadino-Ebene, die

für den Weinbau genutzt wird. Der Grossteil

dieser Gegend ist allerdings bergig und

von wildromantischen Tälern durchzogen.

Die Böden dort sind von den nahen Bergen

geprägt, es dominieren steinige Moränen,

Granit und Gneis. Auch in den höheren Lagen

wachsen Reben, oft im Pergola-Anbau,

in kleinen Parzellen und an Sonnenhängen.

Neben Merlot, Bondola und weissen

Sorten wie Chardonnay sind einige dieser

Reb berge mit der aromatischen Americano-

Traube bepflanzt, die sich für die Herstel­

Fotos: Nicola Demaldi, Siffert/weinweltfoto.ch

120 falstaff


lung von Qualitätswein nicht eignet, jedoch

für Weinbrand und Grappa benutzt wird.

Besonders in den kühleren, höheren Lagen

des nördlichen Tessins werden leichtere,

frischere Rotweine gekeltert, die manchmal

etwas rustikal sind.

Das Sottoceneri ist von sanften Hügeln

und dem Luganersee geprägt, in der Luft

liegt etwas Mediterranes. In dieser warmen

Gegend wachsen neben Reben auch Kamelien,

Palmen und Olivenbäume. Dementsprechend

kommen auch viele der kräftigeren

Weine des Tessins aus dem Sottoceneri,

das in das Luganese, das Malcantone und

das Mendrisiotto unterteilt wird. Die Böden

sind vornehmlich lehmig, der Kalkanteil ist

höher als im Norden.

Eine für das ganze Tessin typische Wein-

Spezialität ist der Bianco di Merlot, ein

Blanc de Noirs, bei dem die Merlottrauben

ohne Schalenkontakt gekeltert werden. Das

Resultat ist ein erfrischender Weisswein mit

einem dezenten Fruchtaroma. Die ersten

Weine dieser Art wurden 1986 von Feliciano

Gialdi und der Cantina Giubiasco produziert.

Letztere etablierte den Bianco di Merlot

endgültig als regionales Markenzeichen.

Heute sind neben dem Bianco di Merlot

Das Weingut Fawino von Claudio Widmer und Simone Favini gehört zu einer neuen

Winzergeneration im Tessin: Es setzt auf Eleganz und Finesse.

auch frische, fruchtige Roséweine beliebt.

In den letzten Jahren lässt sich ein weiterer

Stilwandel beobachten: Während früher

kraftvolle Weine mit starkem Holzeinsatz

im Vordergrund standen, zeichnen sich die

modernen Tessiner Merlots durch Eleganz

und Finesse aus. Winzer wie Simone Favini

und Claudio Widmer vom Weingut Fawino

setzen auf frische, fruchtbetonte Weine, die

das Terroir der Region widerspiegeln. Auch

alteingesessene Weingüter wie die Cantina

Kopp von der Crone und Tamborini Vini

haben sich diesem Trend angeschlossen.

Mit dem Generationenwechsel in vielen

Betrieben erlebt der Tessiner Merlot eine

Renaissance, die den Fokus auf Eleganz

und Trinkfreude legt.

Die Tessiner Paradetraube deckt also das

ganze Spektrum von Weiss- über Rosé- bis

zu kräftigen Rotweinen ab. So passt er auch

hervorragend zu der lokalen Küche, die von

Köstlichkeiten wie Käse, Polenta, Pilzrisotto

oder Wild bis zu Fisch aus den Seen und

köstlichem Gemüse reicht.

<

Paolo Visini und Anna Barbara

Kopp von der Crone gehören

zu den Topwinzern des Tessins.

Die Weine der Cantina Kopp

von der Crone Visini sind auch

bei den Falstaff-Verkostungen

oft vorne mit dabei.

FACTS TESSIN

n Im Jahr 1906 wurde im Tessin

der erste Merlot durch den Agrarwissenschaftler

Alderige Fantuzzi

gekeltert.

n Im Maggia Delta befindet sich der

tiefste Rebberg der Schweiz auf

192 Metern über Meer.

n 90 Prozent der im Tessin angebauten

Rebsorten sind rot.

n Merlot macht heute über

80 Prozent der Rebfläche aus.

n Knapp 1100 Hektar Rebfläche

gibt es im Tessin.

n Rund 100 Produzenten keltern

jährlich rund 7.2 Millionen

7.5-dl-Flaschen.

falstaff

121


weinreise / TESSIN

ESSEN

LA BREZZA

Das Gourmetrestaurant des «Eden Roc» serviert

eine zeitgenössische Küche, in der man die italienischen

Wurzeln des Küchenchefs, aber auch seine

Reisen durch die ganze Welt wahrnimmt.

Via Albarelle 16, 6612 Ascona

T: +41 91 7857171, tschuggencollection.ch

OSTERIA ENOTECA CUNTITT

In diesem Restaurant speist man nicht nur ganz

hervorragend, es gibt dank eigenem Weinladen eine

fantastische Auswahl an edlen Tropfen aus dem

Tessin und von weiter her.

Via alla Chiesa 8, 6874 Castel San Pietro

T: +41 91 2236874, cuntitt.ch

ECCO ASCONA

Rolf Fliegaufs Küche ist zwar modern, hat aber

klassische Wurzeln, die in allen Gerichten spürbar

sind. Serviert wird sie in verschiedenen Gasträumen,

die allesamt äusserst idyllisch sind.

TIPPS & ADRESSEN

Via del Segnale 10, 6612 Ascona

T: +41 91 7858888, giardinohotels.ch

LOCANDA BARBAROSSA

Mattias Roocks Gourmetküche mischt gekonnt

lokale mit mediterranen Einflüssen. Ein Grossteil

der verwendeten Produkte stammt aus Eigenanbau

oder von Partnerbetrieben.

Via Muraccio 142, 6612 Ascona

T: +41 91 7910202, castellodelsole.com

CORTE DEL VINO

Zu der herausragenden Auswahl an Tessiner

Weinen wird hier einfache, aber köstliche

Terroirküche serviert. Zusätzlich werden

regelmässig Verkostungen und Themenevents

organisiert.

Via Ghitello 3, 6834 Morbio Inferiore

T: +41 91 6957552, cortedelvinoticino.ch

I DUE SUD

Elegantes Ambiente, fantastische Aussicht auf den

Lago di Ceresio und eine herrliche, moderne Gour-

metküche, das alles bietet das «I Due Sud».

Kulinarisch werden hier die zwei «Süden» Tessin

und Süditalien verbunden.

Riva Antonio Caccia 7, 6900 Lugano

T: +41 91 9857711, iduesud.ch

DA ENZO

Dieses «Grotto» übertrifft alle Erwartungen. Es

gibt ein hervorragende klassische mediterrane

Küche, serviert in einem wunderbaren lauschigen

Garten oder in einem eleganten Gastraum.

Via ai Grotti 49, 6652 Tegna

T: +41 91 7961475 ristorantedaenzo.ch

OSTERIA DEL CENTRO

Dieses kleine Restaurant – es gibt nur sieben

Tische – befindet sich etwas ausserhalb Luganos.

Es gibt nur ein tägliches Menü, zusammengestellt

aus modernen Gerichten, bei denen Gemüse im

Vordergrund steht. Wer möchte, kann den

Hauptgang aber mit Fleisch bestellen.

Via Cantonale 50, 6949 Comano

T: +41 91 9308062 osteriadelcentro.ch

Fotos: Urs Homberger Arosa Switzerland, beigestellt Illustration: Stefanie Hilgarth/carolineseidler.com

122 falstaff


RISTORANTE LA SORGENTE

In diesem stylishen Lokal in der Nähe des schönen

Dorfs Morcote werden farbenfrohe Gerichte mit

italienischen und französischen Einflüssen serviert.

Grosse Terrasse mit wunderbarer Aussicht.

Portich da Sura 18, 6921 Vico Morcote

T: +41 91 9962301, lasorgente.ch

SCHLAFEN

GIARDINO ASCONA

Die verschiedenen Gärten machen aus diesem

Hotel ein wahres Paradies. Dazu gibt es elegante

und komfortable Zimmer, ein tolles Spa und

fantastische Kulinarik.

Via del Segnale 10, 6612 Ascona

T: +41 91 7858888, giardinohotels.ch

EDEN ROC ASCONA

Dieser luxuriöse Rückzugsort am Lago Maggiore

hat einen Badestrand, einen Yachthafen und ein

grosses Spa. Auch das kulinarische Angebot ist

herausragend.

Via Albarelle 16, 6612 Ascona

T: +41 91 7857171, tschuggencollection.ch

CASTELLO DEL SOLE

In diesem ruhigen Resort am Lago Maggiore gibt

es einen Badestrand, ein herrliches Spa und einen

eigenen Golfplatz. Viele in den Restaurants des

Hotels verwendete Produkte stammen vom

eigenen Bauernhof.

Via Muraccio 142, 6612 Ascona

T: +41 91 7910202, castellodelsole.com

HOTEL SPLENDIDE ROYAL

Dieses zeitlose Luxushotel hat eine klassische

Einrichtung und jeden Komfort. Es liegt zentral,

direkt an der Luganer Seepromenade.

Riva Antonio Caccia 7, 6900 Lugano

T: +41 91 9857711, splendide.ch

VILLA CASTAGNOLA

Am Stadtrand von Lugano liegt dieses wunderbare

und elegante Hotel. Man geniesst den fantasti-

Die Weinbar

«Mr. Vino» in Lugano

lässt keine Wünsche

offen: Dank Coravin

wird alles glasweise

ausgeschenkt.

schen Service, die Ruhe und die herrliche Aussicht

über See und Stadt.

Viale Castagnola 31, 6900 Lugano

T: +41 91 9732555, villacastagnola.com

RELAIS CASTELLO DI MORCOTE

Dieses charmante und intime Boutiquehotel im

Kulinarische Topadressen gibt es im Tessin einige.

Das «La Brezza» im Hotel «Eden Roc» in Ascona

gehört zur absoluten Spitze.

hübschen Dorf Morcote hat nur zwölf Zimmer,

die alle individuell gestaltet sind. Es gehört

zum Weingut Tenuta Castello di Morcote.

Portich da Sura 18, 6921 Vico Morcote

T: +41 91 9802252, relaiscastellodimorcote.ch

WEINBARS

MR VINO

Hier gibt es eine erlesene Weine von ausgesuchten

Produzenten aus aller Welt. Dank

Coravin-Einsatz können alle Etiketten auch

glasweise bestellt werden. Der «Mr. Vino»-Inhaber

Bruno erklärt den Gästen sehr gerne, was sie

im Glas haben.

Via Carlo Maderno 23, 6900 Lugano

T: +41 76 2673602, mrvino.ch

BAR PINARD

Kleine Bar mit guter Auswahl, etwas abseits der

Touristenströme. Serviert werden viele Naturweine,

aber auch klassische Tropfen. Dazu gibt

es kleine, aber feine Snacks.

Piazza Molino Nuovo 5, 6900 Lugano

T: +41 91 9210459

PICCOLO BAR

In einer Seitenstrasse in der Nähe des Seeufers

findet man diese winzige Bar. Auf der Karte

gibt es gute Drinks, vor allem aber eine überraschende

Weinauswahl mit einigen grossen

Namen.

Vicolo delle Olive 7, 6612 Ascona

T: +41 78 8375630 <

falstaff

123


GRAPE ESCAPES

RELAIS CASTELLO DI MORCOTE

Das Relais Castello di Morcote ist ein elegantes,

historisches Hotel, das in eine atemberaubende

Landschaft eingebettet ist. Hier können Gäste

exquisite Weine aus dem familiengeführten

Weingut probieren und an nachhaltigen

Veranstaltungen teilnehmen.

Strada al Castel 28, 6921 Vico Morcote,

T: +41 91 9961230

grape-escapes.relaiscastellodimorcote.ch

BUBBLE SUITE CAPRIASCA

Die aussergewöhnliche Bubble

Suite in der Capriasca bietet ein

unvergessliches Übernachtungserlebnis

unter freiem Himmel.

Umgeben von malerischen Weinbergen

geniessen die Gäste die

Schönheit der Natur und ein köstliches

Frühstück mit frischen,

lokalen Produkten.

Strada Muralta 8,

6955 Cagiallo

T: +41 91 9300083

adventurly.ch/unterkuenfte/bubble-sui-

te-capriasca

124 falstaff


ENTDECKEN

TESSIN

CA‘ SAN MATTEO

Das moderne Gästehaus

bietet eine harmonische

Verbindung zu den umliegenden

Weinbergen.

Mit liebevoll gestalteten

Zimmern und regionalen

Spezialitäten erwartet die

Gäste ein unvergesslicher

Aufenthalt im Herzen des

Tessins.

Strada Muralta 8,

6955 Cagiallo,

T: +41 91 9300083

casanmatteo.ch

XXXXXXXXXXXXXXXX

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bdshjfg bsdhjfgb sdhbfgkdsabfgiuaeriowene.

Adresse, XXX Ort, T: +43 X XXXX,

weltmuseumwien.at

COLLINA D’ORO

Das Resort liegt inmitten eines grosszügigen

Naturparks und bietet luxuriöse

Entspannung. Mit einem atemberaubenden

Blick auf den Luganersee lädt

das Spa zum Relaxen ein, während im

Restaurant kulinarische Köstlichkeiten

serviert werden.

Via Roncone 22, 6927 Agra,

T: +41 91 6411111, resortcollinadoro.com

Fotos: Egle Berruti, Marika Brusorio, Maurizio Fraquelli, beigestellt

WINE & ART RELAIS VALLOMBROSA

Gäste geniessen köstliche Weine, Grappa

und hausgemachten Honig in der Enoteca.

Ein unvergessliches Erlebnis inmitten der

Natur und Geschichte der Region.

Via Mött 4, 6980 Castelrotto,

T: +41 91 6081866,

vallombrosa.ch

falstaff

125


weinreise / WEINGÜTER TESSIN

★★★★

CANTINA

BLASS

Achtsamkeit gegenüber Mensch

und Natur – so lautet das wichtigste

Credo bei Cantina Blass.

Im Rebberg wie im Keller wird verzichtet,

worauf verzichtet werden kann. Die

Weine des jungen Betriebs sind auffallend

leicht zu trinken und fallen mit Eleganz

statt mit überbordender Kraft auf. Der

unkonventionelle Weg wird bewusst

gegangen. Das Weingut befindet sich in

einem klosterartigen Tessinerhaus aus dem

17. Jahrhundert, dort steht Gästen eine

Ferienwohnung zur Verfügung.

Via Eugenio Schmidhauser 4

6999 Astano

T: +41 77 4404674

cantinablass.ch

Kontaktperson: Alex Blass

Produktion: 36 % weiss, 64 % rot, 4.5 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 AGATA Blasses Ziegelrot. In der Nase

92 dropsige Frucht mit Noten von Erd-, Himbeere

und Kirsche. Anklänge von Hagebutte und Hibiskus.

Am Gaumen saftig, mineralisch, dezentes Tannin,

langes Finale. Trinkiger Rosé mit Substanz. CHF 24,50

2022 CARLOTTA Helles Rubin. Betont beerige

Nase, dazu würzig-pfeffrig, auch zitrisch,

94

etwas Koriandersaat. Frisch, klar, eigenständig.

Gaumen ebenso frisch und schlank, elegant, dezent

Schmelz, beerig, dezent Pfeffer und dunkel gebackenes

Brot. Reife Säure, feines Tannin. Kann reifen. CHF 25,–

2021 PIETRO Eher helle Farbe. In der Nase

94 intensive Noten von Holunder – Beeren und

Blätter –, etwas Kirsche sowie helle Beeren,

prägnant Pfeffer und Paprika, wirkt enorm frisch. Am

Gaumen eher schlank mit eleganter Struktur, schöne

Balance aus Frucht und frischer Kräutrigkeit, wiederum

Paprika. Sehr feines Tannin, reife Säure. Verbleibt lange

am Gaumen. CHF 34,–

2021 REGINA Eher helles Rubin. Intensiv beerig,

93 Holunderbeere, Kirsche, aber auch helle Beeren,

eigenständig. Nuancen von Kräutern und hellen

Rosinen. Am Gaumen elegant und frisch mit Noten von Kirsche

und hellen Beeren. Spürbares, reifes Tannin, saftige,

reife Säure. Endet lang. CHF 34,–

2022 VITTORIO Helles Kirschrot. In der Nase

92 rotfruchtig, Himbeere, Süsskirsche, dezent Zimtblüte

und Muskatnuss. Am Gaumen eher leicht

und überaus frisch, elegant wirkend. Präsente reife Säure,

feines, gut integriertes Tannin. Passende Länge. CHF 24,50

★★★

AZIENDA

AGRICOLA BIANCHI

Die Azienda Agricola Bianchi mit

Sitz in Arogno wurde 1998 gegründet.

Seitdem widmet man sich

hier der Produktion von Wein, Honig und

Derivaten nach strengen Prinzipien der

Nachhaltigkeit. Das Unternehmen wird

von den Brüdern Gabriele und Martino

Bianchi, Önologen und Winzer, geleitet. Die

beiden haben es sich zur Aufgabe gemacht,

Innovation und Familientradition im ökologischen

Landbau zu verbinden. So baut

man etwa nicht nur klassische, sondern

auch Piwi-Sorten an.

Stráda da Röv 22A

6822 Arogno

T: +41 76 2732050

info@bianchi.bio

bianchi.bio

Kontaktperson: Gabriele und Martino Bianchi

Anbauweise: Bio

2023 NONE Harmonische, intensive Nase: Birne,

90 weisse Blüten und tropische Früchte, dazu röstartige

Noten, etwas Vanille. Am Gaumen schöner

Schmelz, weich mit reifer Säure, Frucht und Gewürznoten

in Balance. Endet lang mit Bergamottenote. CHF 30,–

2022 MACERATO Dezente Rosafärbung, etwas

89 Kohlensäure. Eigenständige Nase, Mostnoten,

Obstbrand, Williamsbirne, dezent Dörrfrüchte.

Gaumen leicht, spürbare, feine Kohlensäure, knackige

Säure, Extrakt. Rustikaleres Tannin im Nachhall. CHF 30,–

2023 ALMA Weisse Blüten in der Nase, Birne,

88 Kräuternuancen. Am Gaumen angenehm weich

mit reifer Säure, mineralische-würzigen Nuancen

und wiederum Obstnoten. Endet mittellang. CHF 28,–

2021 PIAZ MERLOT Reife, präsente Nase,

91 Zwetschge, reife Him- und Erdbeere, dazu dunkle

Röstnuancen, etwas Zimt. Am Gaumen überaus

frisch und leichtfüssig. Zeigt eine reife saftige Säure, mittelfeines,

aber passendes Tannin. Hallt lange nach mit schöner

Saftigkeit. CHF 35,–

2022 PIAZ SYRAH Nase: Brombeerkonfitüre,

90 Hagebutten, dazu vegetal und würzig. Insgesamt

harmonisch. Gaumen eher breit, nicht süss, reife,

schön integrierte Säure und feines, seidiges Tannin. Finale

mit Zwetschgen- und dezenten Bitternoten. CHF 46,–

2023 MARÀ Rosafarben. Nase: Rote Früchte,

88 Zitrus, Noten von überreifem Obst. Am Gaumen

aufbrausend mit Himbeernoten, mittelfeiner

Perlage und reifer Säure. Zeigt rauchige Nuancen und wiederum

Beerennoten im mittellangen Abgang. CHF 35,–

Fotos: ©studiopagi.ch, beigestellt

126 falstaff


Via Giorgio Bernasconi 22,

6850 Mendrisio

T: +41 91 6464621

info@cantinamendrisio.ch

cantinamendrisio.ch

CANTINA

MENDRISIO SOCIETÀ

COOPERATIVA

Die Genossenschaft wurde 1949

von einer kleinen Gruppe Weinbauern

aus dem Mendrisiotto

gegründet. Heute zählt die einzige Winzergenossenschaft

des Tessin mehr als

200 Mitglieder, die in Fördermitglieder

und aktive Mitglieder unterteilt werden.

Letztere müssen aktive Winzer sein und

liefern die Trauben für die authentischen

Tessiner Gewächse, die in der Cantina

entstehen. Besucher sind im Hauptsitz in

Mendrisio immer willkommen.

Kellermeister: Matteo Cavadini

Produktion: 733.333 Flaschen, 1 % Schaumwein,

20 % weiss, 4 % rosé, 75 % rot, 25+45 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

89

2023 GIOIA Dezente Nase mit Noten von reifem

Kernobst, Mango und Agrumen. Dazu hefigwürzige

Anklänge und Noten von weissen Blüten.

90

2020 TENUTA MONTALBANO RISERVA

Mittleres Rubin, erste Reifereflexe. Nase: Eingelegte

Kirschen, Pflaume, etwas würziges Holz.

89

2021 EMOZIONI Mittleres Rubin. Dörrzwetschge

und Amarenakirsche in der Nase, Röstnuancen,

mittlere Intensität. Am Gaumen von schöner

Am Gaumen saftig, mit passender Süsse und würziger

Kernobst-Zitrus-Frucht. Langer Abgang. CHF 16,–

Gaumen: mittlere Statur, feine Säure, gut integriertes Tannin.

Endet frisch mit Kräuter- und Röstnoten. CHF 35,–

Fülle mit süsslichem Druck, wiederum fruchtigen Noten,

etwas Cassis. Endet mittellang. CHF 20,–

88

2022 CONVIVIO Helles Zitronengelb. Intensive

Noten von Apfel- und Birnenmost in der Nase.

Wirkt natürlich und kühl, dazu zitrische Noten.

90

2020 RACCONTI RISERVA Mittleres Rubin,

Reifereflexe. Nase: Brombeere, Zwetschge, Dörrfrüchte,

Zedernholz, mineralische Würze, rauchig.

89

2020 LA TROSA, VIGNE VECCHIE Mittleres

Rubin. Dunkle Beeren in der Nase, Dörrfrüchte,

Brotkruste, dunkle Gewürznoten. Am Gaumen

Im Auftakt leicht süsslich mit intensiver Obstaromatik, dezent

Honig. Baut eine saftige Säure auf. Mittellang. CHF 21,–

Gaumen: mittlere Fülle, elegant. Pflaumen, wieder holzigrauchige

Noten. Saftige Säure, feines Tannin. CHF 35,–

eher dicht, mittlere Statur, zupackendes, mittelfeines

Tannin, präsente Säure. Endet leicht herb. CHF 21,50

Simone Favini und Claudio Widmer

★★★

FAWINO

SAGL

Simone Favini und Claudio Widmer,

die beiden Köpfe hinter Fawino,

lernten einander beim Önologiestudium

in Changins kennen. Gemeinsam

verwirklichten sich die Quereinsteiger

im Jahr 2012 den Traum vom

eigenen Weingut im Tessin, das sich

schnell zum Geheimtipp entwickelte.

Vor allem die immer wieder ansprechende

Qualität ihrer eigenständigen,

eleganten Merlot-Gewächse, die mit

Zurückhaltung im Keller entstehen, ist

jedoch längst kein Geheimnis mehr.

Via Borromini 20

6850 Mendrisio

T: +41 79 4759740

info@fawino.ch, fawino.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Claudio Widmer und

Simone Favini

Produktion: 30.000 Flaschen

10 % Schaumwein, 30 % weiss, 60 % rot, 4 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 ELSBETH Helles Goldgelb. In der Nase

89 reife Zitrusfrüchte, reifer Apfel, etwas Mirabelle,

dazu Nuancen von weissen Blüten und Honig.

Am Gaumen von mittlere Breite, dezente Holzwürze,

wiederum zitrisch. Reife Säure, passende Länge. CHF 22,–

2023 BIANCO DI MERLOT GIULLARE Dezente

88 Nase, Zitrus, grüner Apfel, Lindenblüte. Gaumen

leicht und frisch mit Noten von Pfirsich und ganz

dezenter Würze, saftige Säure. Endet mittellang. CHF 18,–

2022 MUSA Dunkles Rubin. Cassis, Brombeere

93 und Schwarzkirsche in der Nase, auch rote Beeren,

dezente Pfefferwürze. Am Gaumen weich

und elegant mit Waldbeer- und Kirschennoten. Sehr feines

aber spürbares Tannin, saftige Säure. Endet lang. CHF 31,50

2023 MERIDE Dunkles Rubin. Perfekt reife

92 Frucht: Cassis, Pflaume, dunkle Waldbeeren, etwas

Sauerkirsche, Eichenholznuancen. Am Gaumen

elegant mit süsslichem Extrakt, dunkle Früchte. Saftige,

reife Säure, feines Tannin. Hallt lange nach. CHF 26,50

2022 MANGIAFUOCO Mittleres Rubin, violette

92 Reflexe. Vollreife, dunkle Frucht, Cassis, Brombeeren,

Schwarzkirsche, dezent vegetal, grüne

Paprika, Kräuter. Gaumen kräftig mit gewisser Fülle, reife

Säure, wiederum dunkle Frucht sowie Nuancen von Zartbitterschokolade

und pfeffriger Würze. Endet lang. CHF 36,–

2023 CANTASTORIE Dunkles Rubin. Schöne

90 Intensität, reife, dunkle Waldbeeren, Zwetschge,

Schwarzkirsche, Lakritzenoten. Am Gaumen von

mittlerer Fülle mit frischer, für Leichtigkeit sorgender

Säure, wieder Waldbeeren und eine feine, kräutrige Würze,

Tannin fein, aber im saftigen Nachhall klar spürbar. CHF 18,–

falstaff

127


weinreise / WEINGÜTER TESSIN

★★★

FR ATELLI CORTI

Aus einer 1792 gegründeten Taverne,

die Reisenden in Richtung

Gotthard Bleibe und Verpflegung

bot, entstand das Weingut Fratelli

Corti, das schon sehr früh Trauben

aus dem Mendrisotto vinifizierte und

daraus Wein und Traubensaft herstellte.

Merlot produziert das Haus seit

die Sorte Anfang des 20. Jahr hunderts

im Tessin aufschlug. Heute führen

Antonio Corti und sein Sohn Nicola

die Familientradition weiter und keltern

typische Tessiner Gewächse.

Via Sottobisio 13a

6828 Balerna

T: +41 91 6833702

vino@fratellicorti.ch, fratellicorti.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Nicola Corti

Produktion: 53.333 Flaschen

1 % Schaumwein, 18 % weiss, 2 % rosé, 79 % rot,

2+4 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2022 SILENO Sehr intensive Nase, Noten vom

89 Ausbau im Holzfass sind im Vordergrund, Vanille,

Butter, Rauch, reife Zitrus- und Apfelnoten sind

dahinter erkennbar. Am Gaumen eher breit, aber von schöner,

reifer Säure ausbalanciert, wiederum intensive Barriquenoten,

salziger Eindruck im langen Nachhall.CHF 29,–

2021 RISERVA DI TASO Reife Nase mit Noten

93 von Dörrzwetschge, Schwarzkirsche und Cassis.

Anklänge von Schokolade und ätherisch-würzige

Nuancen. Am Gaumen balanciert und ausgewogen, reife

Säure, weiches Tannin, saftige Frucht, etwas Lakritze,

langes Finale. CHF 28,50

2020 SALORINO

91 Von Mokka und Röstnoten geprägtes Bouquet.

Zudem Noten von Dörrzwetschge, eingemachten

Kirschen und dunklen Beeren. Am Gaumen vergleichsweise

elegant, reife Säure, leicht spürbares Tannin, langer

Abgang. CHF 38,–

2020 LENÉO RISERVA

91 Duftet nach Pflaume, Brombeere und

Heidelbeere. Hinzu gesellen sich Noten von

Pfeffer und Lorbeerblatt sowie Mokka. Am Gaumen

kräftig, mit reifer Säure, feinkörnigem Tannin und

langem Finale. CHF 38,–

★★

AZIENDA VITIVINICOLA

GIROMIT SAGL

Die Weinkellerei Giromit befindet

sich in Incella, einem Ortsteil von

Brissago am Lago Maggiore. Der

Betrieb wird von Fabio Zanini in vierter

Generation geleitet. Seine ökologische

Philosophie zielt darauf ab, die Umwelt

zu respektieren, ohne die Tradition zu

vernachlässigen. Das Weingut umfasst

rund zwei Hektar Rebberge, aufgeteilt

in mehrere Zonen zwischen Brissago

und den Terre di Pedemonte.

Es werden acht verschiedene Weine gekeltert,

ergänzt von limitierten Editionen.

Via Costa di Mezzo 92

6614 Brissago TI

T: +41 79 4634845

info@giromit.ch

giromit.ch

Kontaktperson: Das Team von Giromit: Fabio,

Gianfranco, Mario, Susanna, Ennio

2021 BRIOSO Duftet nach konfierten roten

88 Johannisbeeren, grünem Apfel und Zitrus. Dazu

etwas Toast und gelbes Steinobst. Am Gaumen

recht stürmische Perlage, weiche Säure, dezente Aromatik,

schmelziger Abgang. CHF 37,–

2019 L’IGHER BARRIQUE Helles Goldgelb.

89 Nase: Honig, Zitruszesten, weisse Blüten, ergänzt

von Röstnoten, etwas Vanille und Karamell. Am

Gaumen leicht süsslich und eher breit mit saftiger reifer

Säure, zitrischen Nuancen und reifes Obst. CHF 37,–

2023 L’IGHER Dezentes Bouquet mit Noten von

88 reifem Apfel, Melone und Agrumen. Zudem eine

präsente kräutrige Würze. Am Gaumen kräftig

und weich, mit dezenter Säure, ebensolcher Aromatik und

mittelangem Abgang. CHF 23,–

2018 CRINE DI PEDEMONTE Reife, frische

90 Frucht in der Nase: Sauerkirsche, Brombeere,

roter Johannisbeere. Dazu Noten von Gewürznelke

und Pfeffer, ein Hauch Karamell. Am Gaumen eleganter

Auftakt, warme dunkle Beerenfrucht, leicht spürbares

Tannin, etwas Karamell im Abgang. CHF 51,–

2019 SASEL Würzig-balsamische Nase mit Noten

von grünem Pfeffer, Oud-Holz und Graphit.

88

Dazu Noten von Holunderbeere, Brombeere und

Kirsche. Am Gaumen mittelgewichtig, leicht herbes Tannin,

mittellanges von Röstnoten geprägtes Finale. CHF 62,–

2022 KLEPSYDRA Intensive Nase mit Noten

89 von konfierten dunklen und roten Waldbeeren,

Dörrpflaume und -feige, Rosenblättern und Ras

el-Hanout. Gaumen: präsente Süsse, pralle Beerenfrucht

und Gewürnelke sowie Kardamom, mittellang. CHF 57,–

Fotos: OLIVIER MAIRE, Marika Brusorio Fotografia, ©Gialdi/Foto Siffert, beigestellt

128 falstaff


★★★★

GIALDI

VINI SA

Die breite Palette von Gialdi Vini

setzt sich aus zwei Linien zusammen.

Während die Gialdi-Weine

hauptsächlich aus Trauben entstehen, die

rund zweihundert Winzer aus dem Nordtessin

liefern, konzentriert sich die Linie

Brivio auf die Produktion von Weinen

aus dem Südtessin. Letztere entstehen auf

kalkhaltigen, schweren Lehmböden und

zeigen sich vollmundig, weich und voller

Eleganz. Insgesamt produziert das

Unternehmen etwa 30 Weine.

via Vignoo 3

6850 Mendrisio

T: +41 91 6403030

info@gialdi.ch

gialdi.ch

Kellermeister:Alfred de Martin

Produktion: 885.333 Flaschen

1 % Schaumwein, 25 % weiss, 5 % rosé, 69 % rot

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2022 SASSI GROSSI BIANCO Kandierte Zitrusfrüchte,

reifer Apfel, helle Steinfrüchte, dazu

91

harmonisch passende Röstnoten, etwas Rauch

und Lakritze. Am Gaumen eher schlank und frisch mit

gewissem Süsseeindruck und reifer Säure. Zitrische Noten

und Vanillenuancen im langen Nachhall. Verbleibt saftig

am Gaumen.CHF 32,–

2023 RONCO BAIN Birne in der Nase, weisse

88 Blüten, etwas heller Honig, prägnante Zitrusnoten,

dezent kräutrig. Am Gaumen weich mit eher

zurückhaltender Säure. Zeigt wiederum Birnennoten sowie

vegetale Nuancen. Endet mittellang und saftig. CHF 21,–

2023 BIANCO ROVERE Intensive Nase mit

88 Nougatnoten und gerösteten Nüssen, kandierten

Zitrusfrüchten sowie gelbem Steinobst. Ein

Hauch Lakritze und ätherische Kräuter. Am Gaumen Kraft,

mit straffer Säure, die von Schmelz umgarnt wird, gelber

Frucht und würzigen Röstnoten im langen Finale. CHF 30,–

2023 ROSATO ROVERE Klare Frucht, rote Beeren,

Zitrone, etwas weisse Blüten, dezente Wür-

89

ze. Am Gaumen leicht süsslich mit gewissem

Schmelz und reifer Säure. Intensive Noten von roten

Fruchten, wiederum zitrisch. Endet mittellang. CHF 26,–

2021 PLATINUM Mittleres Rubin. Kräftig und reif

94 in der Nase mit Noten von getrockneten Kirschen

und Pflaumen, etwas Cranberry, dazu röstartige

Nuancen, Peffer, Tabak, Kräuternuancen. Am Gaumen kräftig

und weich, aber dennoch elegant dank der reifen Säure.

Wiederum intensive Kirschennoten sowie Nuancen von

hellen Beeren. Feinkörniges Tannin. Endet lang. CHF 90,–

2022 ESTRO Dunkles Rubin. Reif in der Nase,

92 Brombeere, Zwetschge, dunkle Kirsche, Dörrfrucht-

und Gewürznuancen, etwas Laktritz. Am

Gaumen von schöner Fülle aber stets elegant, reife Säure,

spürbares feines Tannin. Umami im Nachhall. CHF 35,–

2022 RIFLESSI D’EPOCA Kräftige, vollreife

92 Nase, Blaubeeren, Cassis, Zwetschge, etwas dunkle

Kirsche, Nuancen von dunklen Gewürzen, insbesondere

Piment. Am Gaumen von mittlerer Fülle, frische,

reife Säure, feines, schön integriertes Tannin. Endet lang

mit Waldbeernoten. Angenehm würzig im Abgang.

Verbleibt leicht herb am Gaumen. CHF 44,–

2022 BIASCA PREMIUM Dunkles Rubin. Pflaume

in der Nase, Zwetschge, dunkle Waldbeeren,

91

dazu Gewürznuancen, etwas Pfeffer sowie

Gewürznelke. Am Gaumen von mittlerer Fülle, reife, für

Eleganz sorgende Säure, feines Tannin und saftiger

Nachhall. Endet frisch. CHF 21,–

93

2022 SASSI GROSSI Mittleres Rubin. Intensive,

edle Aromatik, Pflaume, Waldbeeren, Röstnoten,

dezente Würze, etwas Leder, Tabak. Gaumen

90

2022 TOUCHÉ Mittleres Rubin. In der Nase

Pflaume und Waldbeere sowie eine frische, einnehmende

Würze, Salbei, Dörrfruchtnuancen.

weich und kräftig, schöne Fülle und passende Stoffigkeit.

Reife Säure, spürbarer, passender Gerbstoff. Endet auf Noten

heller Beeren. Hallt lange nach. Kann reifen. CHF 54,–

Am Gaumen frisch und elegant strukturiert, reife, spürbare

Säure, feines Tannin. Endet auf Waldbeernoten und Röstnuancen.

Saftiger, mittellanger Nachhall. CHF 28,–

falstaff

129


weinreise / WEINGÜTER TESSIN

★★★★

CANTINA KOPP VON

DER CRONE VISINI

Die Cantina entstand 2006 durch die

Fusion der Cantina Kopp von der

Crone und ViniVisini. Anna Barbara

von der Crone und Paolo Visini bewirtschaften

Rebflächen in drei Regionen im

Tessin: Mendrisiotto, Luganese, Bellinzonese.

Hauptsorte ist mit 70 Prozent Merlot,

man kultiviert aber auch Kerner und Cabernet

Franc. 2010 wurde das Weingut in

die renommierte Vereinigung «Mémoire

des Vins Suisses» aufgenommen.

via Noga 2, 6917 Barbengo

T: +41 91 6829616

info@cantinabarbengo.ch

cantinabarbengo.ch

2022 MERIDIO Eher dezentes Bouquet mit Noten

von gelbem Steinobst, Apfel und Zitrus. De-

90

zente kräutrige Anklänge und nussige Nuancen.

Am Gaumen kräftig, aber frisch, karge Frucht, Zitrus und

crémiges Finale. CHF 26,–

2021 SCALA Frische Beerenaromatik in der

95 Nase: Noten von Himbeere, Brombeere und Holunderbeere.

Dazu Anklänge von Sauerkirsche

und elegante, würzig-balsamische Noten. Am Gaumen

leichtfüssig und frisch, mit schöner Säure und gut eingebundenem

feinem Tannin. Langer Abgang auf ätherisch-würzigen

Noten. CHF 47,–

2020 IRTO Intensive dunkle Frucht, Holunderbeeren,

Sauerkirsche, reife Zwetschge, dazu Nu-

93

ancen von Cassis, rauchige und würzige Nuancen,

dezent schwarzer Pfeffer. Am Gaumen elegant wirkend

mit perfekter Balance aus Schmelz und Frische. Reife,

schön integrierte Säure, reifes Tannin. Hallt lange nach mit

Röstnoten und grosser Frische.CHF 45,–

2021 BALIN Elegante Nase mit Noten von eingemachten

und gedörrten Sauerkirschen, Roter Jo-

93

hannisbeere, frischer Zwetschge und zitrischen

Nuancen. Dazu Anklänge von Grafit, Milchkaffee und kräutrig-würzigen

Nuancen. Am Gaumen frisch und elegant, mit

saftiger Säure, schönem Spiel zwischen dunkelroter Frucht

und Würze, feinkörnigem Tannin und langem Finale.CHF 49,–

Kontaktperson/Kellermeister: Anna Barbara

von der Crone Kopp & Paolo Visini

Produktion: 40.000 Flaschen

1 % Schaumwein, 22 % weiss, 2 % rosé, 75 % rot,

7 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: nach Vereinbarung

Die Weinfelder der Cantina

am Maggia-Delta.

2023 MATTO Expressives Bouquet mit Noten

91 von Cassis, Holunderblüte und Litschi. Dazu

florale Anklänge und Grapefruit. Am Gaumen

frisch, ausgewogen schöne Zitrusfrucht, etwas Brennnessel

im langen Finish. CHF 25,–

Das Tessiner Weingut beruht

auf den Wurzeln des landwirtschaftlichen

Betriebes Terreni

alla Maggia, gegründet 1930. Auf ihren

Rebflächen erzeugt die Cantina alla

Maggia eine repräsentative Auswahl an

Weinen. Das Angebot reicht von Merlot

über Bondola, einer autochthonen Sorte

aus dem Tessin, bis zu Spitzenweinen,

die in Barriques reifen. Drei Sorten

2022 TINELLO Dunkles Rubin, violette Reflexe.

92 Klare, dunkle Frucht, Holunderbeeren, Schlehen,

perfekt dazu passende Würze, Pfeffer, etwas

Rauch. Am Gaumen elegant mit reifer, schön integrierter

Säure und feinem Tannin. Dunkle Waldbeeren und dezente

Röstnoten schwingen mit im langen Nachhall. CHF 26,–

★★

CANTINA ALLA

MAGGIA

Grappa, formidabler Gin mit Yuzu und ein

Whisky runden das Sortiment ab.

Via Muraccio 111, 6612 Ascona

T: +41 91 7923311

info@cantinaallamaggia.ch

cantinaallamaggia.ch

Kellermeister: Ettore Biraghi

Produktion: 90.000 Flaschen

25 % weiss, 10 % rosé, 65 % rot, 11.5+3 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

90

2022 IL CASTAGNETO Intensives Bouquet mit

2020 ASCONA RISERVA Intensive Nase, reife

präsenter Röstaromatik. Noten von gerösteten 93 dunkle Früchte, Brombeere, Schwarzkirsche, 90

Nüssen und Honig sowie etwas Karamell. Zudem

Noten von Mandarine, gelbem Steinobst und Apfel. Am Gaumen

schöne Fülle, weiche Säure, crémig-schmelzige gelbe

Zwetschge, dazu Kaffee und Gewürze. Gaumen mit

süsslichem Fruchtdruck, ausbalanciert von reifer Säure. Intensive

Frucht, vegetale Nuancen. Hallt lange nach. CHF 58,–

Frucht, gepaart mit Röstnoten. Langes Finale. CHF 31,–

2020 IL QUERCETO RISERVA Nase: Schwarzkirsche,

92

Schlehe, Heidelbeere, gut integrierte 90

Röst noten, Mokka. Am Gaumen süssliche Fülle,

2023 KERNER Noten von reifer Birne, Eisbonbon,

Agrumen und tropischen Früchten in der

88

Nase. Am Gaumen weich, mit dezenter Säure,

Kernobstaromatik und mittellangem Finale. CHF 25,–

Kirsche, Brombeere, dezent vegetal. Zupackendes Tannin,

saftige Säure. Endet lang mit Gewürznoten. CHF 45,–

2021 BARBAROSSA RISERVA Reife Frucht, helle

Beeren, Süsskirsche, dazu Nuancen von Pfeffer.

Am Gaumen eher leicht mit wiederum intensiver

Frucht, würzige Nuancen, saftig mit reifer Säure, feines Tannin.

Endet mittellang mit dezenten Paprikanoten. CHF 24,–

2020 MELODIA Frischfruchtige, intensive Nase:

Erd-, Heidelbeeren, etwas Zwetschge, dezent grüne

Paprika und Pfeffer. Am Gaumen von mittlerer

Fülle mit reifer Säure und feinem Tannin, wirkt elegant. Wiederum

intensive Aromatik. Endet mittellang. CHF 30,–

Fotos: Marco Agorri,@moncucchetto, beigestellt

130 falstaff


★★

MATASCI

VINI

Matasci ist eine seit 1921 als

Familienbetrieb aktive Weinkellerei.

In einem Jahrhundert

hat sich die Leidenschaft für den

Wein von Generation zu Generation

übertragen und weiterentwickelt bis

zur Kunst des Weinbaus, die darin

besteht, die Früchte der wundervollen

hügeligen Weinberge im Gebiet des

Lago Maggiore zu pflegen und zu

verarbeiten. Erfahrung, Hingabe und

Liebe zum Detail sind die Ingredienzen der

täglichen Arbeit des Betriebs, der zahlreiche

Merlotspezialitäten kreiert.

Via Verbano 6, 6598 Tenero

T: +41 91 7356011

info@matasci-vini.ch

matasci-vini.ch

Kellermeister: Giovanni Alberio

Produktion: 466.667 Flaschen

5 % Schaumwein, 15 % weiss, 10 % rosé, 70 % rot

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2022 VENUS CHARDONNAY TICINO DOC

89 Bouquet: Zitrus- und Röstnoten, Pampelmuse,

kandierte Agrumen und Apfel sowie Ananas. Etwas

Karamell und weisse Blüten. Am Gaumen kräftig, mit reifer

Säure und cremiger gelber Frucht. Langes Finale. CHF 32,–

2023 CHERUBINO TICINO DOC BIANCO DI

87 MERLOT Reifer Apfel, Ananasbonbon und Zitrusfrüchte

in der Nase, dezent Kandiszucker. Am

Gaumen sehr weich mit zurückhaltender Säure, süsslichen

Fruchtnuancen und mittellangem Nachhall. CHF 17,10

2021 SIRIO TICINO DOC MERLOT BARRICATO

91 Dunkles Rubin. Nase: Cassis, Schwarzkirsche,

Brombeere, Zwetschge, präsente Röstnoten,

Kakao, Nüsse, ätherische Würze. Gaumen: Schöner Schmelz,

Kaffee, dunkle Frucht, feines Tannin, frische Säure.CHF 32,20

2021 RISERVA SELEZIONE D’OTTOBRE TI DOC

90 MERLOT Vollreifes, klares Aroma: Cassis, Pflaume,

dunkle Beeren, stimmige Würze, Rauch.

Gaumen: mittlere Statur, schöne Balance aus Schmelz und

Frische, feines Tannin, Röstnoten. Mittellang. CHF 18,30

2021 SASSARIENTE CLASSICO TICINO DOC

89 MERLOT Dunkles Rubin. Nase: dunkle Beeren,

Cassis, Brombere, dazu Sandelholz und Schwarzkirsche.

Am Gaumen klar süsslich mit wiederum dunklen

Beerennoten, dezente Würze. Passende Länge. CHF 18,30

2021 TENDRO TICINO DOC MERLOT

89 Intensive Frucht, Holunderbeere, Cassis, helle

Beeren, dezente Gewürznuancen. Am Gaumen

von mittlerer Statur, leicht süsslich wirkend, wiederum viel

Cassis, Kräuterwürze. Endet mittellang. CHF 18,30

★★★

MONCUCCHETTO

Alleine des Anwesens wegen sollte

man dieses Weingut einmal besuchen.

Der ansprechende Bau wurde

von keinem Geringeren als Star-Architekt

Mario Botta entworfen. Ganz nach

dem Motto: Gute Weine brauchen

auch ein entsprechendes Zuhause. Verantwortlich

für die Weine des Hauses,

die auf 7,5 Hektar Rebfläche entstehen,

zeichnet Önologin Cristina

Monico. Mit viel Fingerspitzengefühl

bringt sie authentische Tessiner Gewächse

in die Flasche, die sich allesamt sehen

lassen können.

Via M. Crivelli Torricelli 27

6900 Lugano

T: +41 91 967 70 60

info@moncucchetto.ch, moncucchetto.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Cristina Monico

Produktion: 46.667 Flaschen

5 % Schaumwein, 25 % weiss, 70 % rot, 1 % süss, 7.5 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

92

2020 MONCUCCHETTO REFOLO BRUT Nase:

2022 MONCUCCHETTO BIANCO Helles Goldgelb.

Prägnante Röstnoten, Vanille, etwas Rauch, 92 kirsche, dunkle Beeren, Zwetschge, dazu Pepero-

2021 COLLINA D’ORO AGRA Klare Nase, Sauer-

Reife Zitrusfrucht, rauchig-hefig, grüner Apfel, 89

dezent helle Steinfrüchte und Honig. Frischer Gaumen,

Blüten- und Apfelnoten. Feine Perlage. Angenehm trocken

und rauchiger Nachhall. Endet auf Apfelnoten. CHF 45,–

buttrig, geblfleischige Früchte, Zitrus. Am Gaumen

elegant, reife, zurückhaltende Säure, Nuancen von getrockneten

Bananen, buttrige Anklänge. Mittellang. CHF 29,–

ni, Lorbeer, Muskatnuss. Gaumen: elegant mit

dunkler Frucht, vegetal. Feinkörniges, intensives Tannin,

frische Säure. Hallt lange nach. Guter Trinkfluss. CHF 25,–

90

2023 BIANCO DELL’ARCO Mittlere Intensität,

2020 MONCUCCHETTO RISERVA Dunkle

2021 MONCUCCHETTO Dunkles Rubin, violette

Reflexe. Nase: Cassis, Kirsche, Holunderbee-

Apfelnoten, weisse Blüten, etwas Ananas und 93 Frucht, Dörrpflaume, Brombeeren, Cassis, starke 91

Vanille, dezent Rauch, auch Zitruszeste. Mittlere

Fülle am Gaumen, geradlinig mit saftiger, reifer Säure und

Gewürzen. Phenolischer Grip im langen Nachhall.CHF 18,50

Röstnoten, Mokka, Leder, kräutrig. Gaumen kraftvoll,

breit, dank reifer Säure aber elegant. Dunkle Frucht, reifes

Tannin, dezente Röstnoten im saftigen Nachhall. CHF 42,–

ren, auch würzig, Zimt, Lorbeer. Am Gaumen von

mittlerer Statur, weich, schmelzig, reife Säure, geschliffenes,

aber recht präsentes Tannin. Gute Länge. CHF 29,–

falstaff

131


weinreise / WEINGÜTER

★★★

TENUTA

CASTELLO DI MORCOTE

Strada al Castel 28

6921 Vico Morcote

T: +41 91 9961230

info@castellodimorcote.ch

castellodimorcote.ch

Tenuta Castello di Morcote ist

ein 150 Hektar grosses Anwesen

und liegt auf einer Landzunge im

Ceresio-See. Hier besteht der Boden aus

rosa Porphyr, einem Quarzit vulkanischen

Ursprungs. Seit drei Generationen

ist das Weingut im Besitz der Familie

Gianini. Die Hauptsorten, die auf den

sieben Hektar terrassierten Weinbergen

angebaut werden, sind Merlot, Cabernet

Franc, Cabernet Sauvignon und Chardonnay.

Weiter südlich, im Mendrisiotto,

werden weitere sechs Hektar verwaltet.

Kellermeister: Benedetta Molteni

Kontaktperson: Gaby Gianini

Produktion: 60.000 Flaschen, 13 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2018 CASTELLO DI MORCOTE RISERVA

92 Intensive, etwas reife Nase, Brombeeren, Himbeerkonfitüre,

etwas getrocknete Kirschen, dazu

vegetale Noten, Paprika, Kräuter sowie Dörrfrüchte. Am

Gaumen von mittlerer Statur, wiederum intensive Frucht,

etwas Mokka. Zupackendes, reifes Tannin. Langer

Nachhall. CHF 75,–

2022 CHARDONNAY AMPHORA

91 Noten von Zitruskonfitüre und Pomelo in der

Nase. Dazu gesellen sich Aprikose, Anklänge von

gerösteten Nüssen und etwas Melisse. Am Gaumen leicht

und filigran, mit feinem Säurefaden und kreidigem Finish.

CHF 45,–

2023 BIANCA MARIA

90 Eher zurückhaltend in der Nase, reifer Apfel,

zitrische Nuancen, Kräuternoten. Am Gaumen

weich, zeigt reife Säure, Noten von Apfel und weissen Blüten,

auch exotische Fruchtnuancen. Saftig und eher leicht

im mittellangen Nachhall, verbleibt dezent mineralisch.

CHF 21,–

2022 CASTELLO DI MORCOTE BIANCO

90 Edle Zitrusaromatik in der Nase. Dazu gesellen

sich Apfel, tropische Früchte und etwas

Karamell. Am Gaumen kräftig, mit dezenter Säure und

schmelziger, leicht herber Zitrusfrucht. Langes Finish auf

pfeffrigen Noten. CHF 39,–

2023 13 ROSÉ

89 Dezentes Bouquet mit Noten von roten

Johannisbeeren, Grapefruit und einem Hauch

exotischer Frucht. Am Gaumen lebendig, mit frischer Säure

und langem Finale. CHF 29,–

2019 FUOCO Konzentrierte Aromatik in der

92 Nase mit Noten von eingelegten Pflaumen und

Kirschen sowie Johannisbeerkonfitüre. Anklänge

von Grafit, Lakritze und dunkler Schokolade. Am Gaumen

saftige Säure, schöner Schmelz, feinkörniges Tannin

und würzig-balsamisches Finale. Kraftprotz. CHF 99,–

2020 CASTELLO DI MORCOTE Etwas wilde

91 Aromatik, reife dunkle Waldbeeren, Zwetschge,

Schwarzkirsche. Dazu etwas Peperoni- und

Gewürznoten, Nuancen von Mokka und Dörrfrüchten. Am

Gaumen vollmundig und zunächst weich mit ausbalancierender,

reifer Säure und wiederum präsenten, dunklen Beerennoten.

Reifes, aber spürbares Tannin. Hallt mittellange

nach mit Noten von Heidelbeeren und Gewürzen. CHF 47,–

2022 IL MORO Dunkles Rubin, violette Reflexe.

90 In der Nase Zwetschge, Brombeere, Holunderbeeren,

etwas Schwarzkirsche, dazu dunkle Gewürznoten.

Am Gaumen von mittlerer Fülle mit süsslicher

Kirschfrucht und intensivem, aber feinem Tannin. Rauchige

Noten changieren mit der Frucht. Endet mittellang mit

Nuancen von Mokka. CHF 20,–

2020 RUBINO Zwetschge, Brombeere,

89 Schwarzkirsche, dazu sahnige Nuancen und Röstakzente.

Am Gaumen eher füllig und ausladend

mit reifer Säure und konzentrierter Frucht. Frische Säure, Noten

von Kirschen und Himbeeren. Passende Länge. CHF 29,–

Fotos: ©Castello Morcote, © Carlo Reguzzi, Egle Berruti, Djordje Kojadinovic / REUTERS / picturedesk.combeigestellt

132 falstaff


★★★

TENUTA SAN GIORGIO

Auf der Tenuta San Giorgio

verbinden sich Handarbeit

und Engagement, Fachwissen

und Leidenschaft. Das kleine Team ist

konstant in Bewegung, setzt modernste

Erkenntnisse um, kennt die Eigenheiten

jeder Lage, reagiert auf die Launen der

Natur und den Charakter der einzelnen

Pflanze. Das Ergebnis sind kleine Mengen

authentischer Weine von höchster

Qualität. Im wunderschönen Rebhaus

des Betriebs werden Degustationen für

bis zu 50 Personen angeboten. Ende April

bis Ende August gibt es jeden Donnerstag

den Aperitivo del Giovedi.

Via al Bosco 40

6990 Cassina d’Agno

T: +41 91 6055868

info@tenutasangiorgio.ch

tenutasangiorgio.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Mike Rudolph

Produktion: 37.333 Flaschen, 5 % Schaumwein,

30 % weiss, 65 % rot, 55+2 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

90

2023 RAGGIO DI SOLE Helles Goldgelb. Tropisch-fruchtige

Nase, Maracuja, Ananas, dazu 88 kräutrig in der Nase, Hopfennoten, grüner Apfel, 92 Frucht, Brombeeren, Zwetschge, Cassis, harmo-

2023 TRATTOFINO Zart rosafarben. Betont

2022 CRESCENDO Kräftiges Rubin. Satte, klare

helle Zitrusfrüchte und weisse Blüten. Am Gaumen

frisch mit reifer, aber spürbarer Säure, Stachelbeere

und angenehm herb im leicht salzigen, Nachhall. CHF 25,–

Zitrone. Am Gaumen von mittlerer Fülle, frisch

und klar. Vife, zupackende Säure und mittlere Länge. Durstlöscher

der unkomplizierten Art. CHF 18,50

nisches Röstaroma, dezent Rauch. Gaumen weich,

samtige Struktur, reife Säure, feines Tannin. Lang anhaltend

mit dunkler Frucht. Angenehmer, reif-trinkiger Stil. CHF 36,–

90

2023 SOUVIGNIER GRIS Frische Nase mit Noten

von reifem Apfel und gelbem Steinobst, mine-

93 Zwetschge, dazu rauchige Röstaromen, anima-

91 Frucht, Brombeeren, etwas Cassis, florale und wür-

2021 ARCO TONDO Nase: Brombeeren und

2022 SOTTOROCCIA Reife, süsslich wirkende

ralische Nuancen sowie Noten von weissen Blüten.

Am Gaumen von schöner Fülle, wiederum Apfel- und

Blütennoten, reife Säure, saftig im langen Nachhall. CHF 25,–

lische Anklänge, Wacholder. Gaumen geschmeidig

mit reifer Säure, Tannin zupackend, aber reif, dunkle

Frucht und Gewürze. Endet lang und kraftvoll. CHF 46,–

zige Akzente, duftige Pfeffernoten, dezent Meeresbrise.

Gaumen weich, geschmeidig mit reifer Säure, feinem

Tannin und pfeffriger Würze. Mittellanger Nachhall. CHF 21,50

falstaff

133


weinreise / WEINGÜTER

★★★★

VINATTIERI TICINO SA

Den Grundstein für Vinattieri

legte Luigi Zanini im Jahr 1985.

Von Anfang an konzentrierte

man sich auf die Kreation von qualitativ

hochwertigen Weinen. Vorbild und

Benchmark waren immer die grossen

Merlot-Weine des Bordeaux. Anfang des

Jahres 2021 übergab man den Betrieb in

die Hände von Michele Conceprio, der

die Philosophie seitdem weiterführt. Bewirtschaftet

werden etwa 100 Hektar im

Tessin, die Weine wie den Vinattieri Rosso

– das Aushängeschild des Hauses –

hervorbringen.

Via Comi 4

6853 Ligornetto

T: +41 91 6473232

info@vinattieri.ch

vinattieri.ch

Kellermeister: Danilo Montanaro

Produktion: 28 % weiss, 2 % rosé, 70 % rot,

100 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 BIANCO DI MERLOT RONCAIA

90 Intensive Nase mit Noten von tropischen Früchten,

Agrumen und Apfel. Das alles umgarnt von

Karamellnoten und Anklängen von weissen Blüten. Am

Gaumen vollmundig, mit reifer Säure und cremiger gelber

Frucht. Langes Finale. CHF 27,–

2022 VINATTIERI BIANCO

90 Dezentes Bouquet mit Noten von Ananas,

Agrumen und gelbem Steinobst. Dazu kräutrig-würzige

Noten. Am Gaumen kraftvoll und ausbalanciert,

mit dezenter Säure und herbem Finale. CHF 29,90

90

2022 BIANCO RISERVA

In der Nase Noten von kandierten Zitrusfrüchten,

Pfirsich und Papaya. Dazu etwas Karamell und

florale Anklänge. Am Gaumen erstaunlich elegant und

frisch. Dezent phenolisches langes Finale. CHF 59,–

2019 VINATTIERI ROSSO Intensive, klare, kühle

PIO DELLA ROCCA Edle, dunkle Aromatik: Dunkle

Waldbeeren, Schwarzkirsche, Brombeeren,

94 Nase: Brombeere, Schwarzkirsche, Cassis, auch 92

rote Johannisbeere. Piment, Muskatblüte, auch

harmonische, edle Röstaromen, etwas Rauch,

Tabak. Gaumen kräftig, ausladend, gleichzeitig hohe Eleganz. Tabak und Edelholz. Am Gaumen von mittlerer Fülle, reife

Weiche reife Säure, spürbares, hochwertiges Tannin. Schöne Säure, schöne Eleganz. Zupackendes, reifes Tannin und

Balance aus Kräuterwürze und dunkler Frucht. CHF 139,–

wiederum Röst- und dunkle Fruchtnoten im Finale. Endet

auf Gerbstoff. CHF 49,–

2021 VINATTIERI 811 Intensive, reife, dunkelfruchtige

und dennoch kühle Frucht: Cassis,

93

Pflaume, Brombeeren, einnehmende Kräuterno-

92

ten, etwas Kaffee und mineralische Nuancen. Am Gaumen

von schöner Breite mit angenehmem Schmelz, reifer Säure

und präsentem, feinem und gut integriertem Tannin. Endet

lang mit erneutem Tannineindruck. CHF 79,–

2022 RONCAIA RISERVA Pflaumen, Brombeere

und dezent Cassis in der Nase, ergänzt von har-

92

monischer Würze, Gewürznelken, etwas Piment.

Am Gaumen von süsslichem Schmelz, Noten von eingelegten

Beeren, reife Säure, zupackende, feine Tannine.

Endet lang mit schöner Saftigkeit und Eleganz. CHF 27,–

2022 LIGORNETTO Intensive dunkle Frucht,

Cassis, Brombeeren, dunkler Kirsche, klare

Würze, Gewürznelke, etwas Zimt. Am Gaumen

von mittlerer Fülle, wirkt elegant und weich mit reifer

Säure, feinem Tannin und saftigem, frischem Nachhall.

Wiederum würzig-fruchtig im Finale. CHF 49,90

Fotos: beigestellt

134 falstaff


DAS WEB-PORTAL FÜR GENUSS

FALSTAFF.COM

AKTUELL: News und Hintergrundberichte aus der Wein-, Gourmet- und Bar-Szene

MODERN: Elegantes Design, optimiert für Desktop und Smartphone

SCHNELL: Kurze Ladezeiten und optimierte Suchfunktion

UMFANGREICH: Über 27.000 Restaurants und 160.000 Weine – mit Bewertung

@falstaff.magazin


falstaff weinreise / WINZER / WEINGÜTER

Ivo Monti von

der Cantina

Monti ist ein

echtes Tessiner

Winzeroriginal –

seine Merlots sind

längst ebenso

legendär.

TESSIN

Weitere Weingüter im Überblick

AZIENDA MONDÒ ★ ★ ★

Der Bondola del Nonu Mario ist eine rare und viel geliebte Tessiner

Spezialität des von den Brüdern Giorgio und Andrea Rossi

geführten Familienweinguts.

CANTINA MONTI ★ ★ ★

Im kleinen Familienbetrieb entstehen einige der besten Merlots

des Tessins. Die Rebberge liegen an den Ronchi, den Steilhängen

von Cademario.

Al Mondò | 6514 Sementina | aziendamondo.ch

Ronchi di Cademario | 6936 Cademario | cantinamonti.ch

CANTINE STUCKY-HÜGIN ★ ★ ★

Ein Auge fürs Detail und eine grosse Passion für das Tessiner

Terroir teilen die beiden Winzer Werner Stucky und Jürg Hügin

und kreieren Grossartiges.

ZÜNDEL AZIENDA AGRICOLA SA ★ ★ ★ ★

Zündel kreiert seit Langem ausgezeichnete Weine. Die geschichtsträchtige

Cuvée «Orizzonte»aus Merlot und Cabernet

Sauvignon ist das Flaggschiff des Weinguts.

Via Rocca 37 | 6575 Vairano | cantinestuckyhuegin.ch

AGRILORO SA ★ ★ ★

Meinrad C. Perler, der Gründer von Agriloro, keltert seit 1981

mit viel Respekt für die Umwelt und das Produkt Weine von

ausgezeichneter Qualität.

Via Prella 14 | 6852 Genestrerio | agriloro.ch

TENUTA VITIVINICOLA TRAPLETTI ★ ★ ★

Enrico Trapletti bewirtschaftet vier Hektar im schönen Tessin.

Zu seinen Steckenpferden gehört unter anderem die Sorte

Nebbiolo.

Via P.F. Mola 34 | 6877 Coldrerio | traplettivini.ch

Beride 25/31 | 6981 Beride | +41 9 16082440

HUBER VINI ★ ★ ★ ★

Im Zentrum steht für Familie Huber die für das Tessin typische

Sorte Merlot. Die Weine spiegeln das Terroir des Tessins auf einzigartige

Weise.

Via Monteggio 77 | 6998 Monteggio | hubervini.ch

ANGELO DELEA ★ ★ ★

Was Angelo Delea 1983 lostrat, entwickelte sich zu einem der

wichtigsten Weinproduzenten im Tessin und wird heute von

seinen Söhnen David und Cesare weitergeführt.

Via Zandone 11 | 6616 Losone | delea.ch

Fotos: Switzerland Tourism, Trapletti/Foto Siffert, Siffert/weinweltfoto.ch, beigestellt

136 falstaff


Enrico Trapletti

keltert nicht nur

Merlot, er kultivert

auch Nebbiolo –

paradoxerweise ein

Exot im unweit des

Piemonts gelegenen

Kanton Tessin.

Jonas Huber bewirtschaftet den legendären

Betrieb seines Vaters seit dem Jahrgang 2016 in

zweiter Generation.

Christian Zündel gehört zu den Pionieren im Tessin – seit wenigen

Jahren wird das Weingut von seinen Kindern geführt.

falstaff

137


ALTE REBEN,

NEUE WEGE

Im Tessin vereinen sich Tradition und Innovation zu einer beeindruckenden

Weinkultur, die nicht nur die Gegenwart prägt, sondern auch die Weichen

für eine nachhaltige Zukunft des Weinbaus stellt.

Tessiner Weinbau in perfekter

Kulisse: Die Reben gedeihen

an den Ufern der Seen und

vereinen Natur und Tradition in

einer idyllischen Umgebung.

K

aum eine Region steht so sehr für

eine Rebsorte wie das Tessin, das

untrennbar mit dem Merlot verbunden

ist. Der Kanton im Süden

besticht mit alten Siedlungen und charmanten

Dörfern, die im Kontrast zu den städtischen

Zentren wie Locarno, Lugano, Bellinzona

und Mendrisio stehen. Es ist zugleich

die einzige Weinregion der Schweiz südlich

der Alpen und mit ihren 1181 Hektar Rebfläche

die viertgrösste des Landes. Rund

2600 Winzer bewirtschaften die malerischen

Weinberge, die sich auf einer Höhe von 200

bis 700 Metern erstrecken und in die beiden

klimatisch unterschiedlichen Unterregionen

Sopraceneri und Sottoceneri unterteilt sind.

VON DER TRAUBE ZUM GENUSS

Von Giornico bis Bellinzona ziehen sich die

charakteristischen Pergola-Weinberge des

Sopraceneri. Besonders reizvoll sind die

Lagen, die sich innerhalb der Mauern des

Unesco-Welterbes Bellinzona befinden. Hier

lohnt sich der Besuch der Cantina Cagi, die

Trauben von rund 500 Winzern verarbeitet,

sowie der Weingüter Cantina Chiericati, Settemaggio

und Azienda Mondo. Auf dem Weg

zum Lago Maggiore lassen sich die Weinberge

der Azienda Vitivinicola Giromit Sagl von

Fabio Zanini besichtigen, während die Cantina

alla Maggia in Ascona mit kulinarischen

Erlebnissen im Weinberg lockt. In Locarno,

der Stadt des Filmfestivals, können Besucher

die Cantina Matasci bei einer «Aperitif-

Degustation im Museum» oder die Firma

Delea im Rahmen einer Besichtigung erleben.

Südlich des Monte Ceneri liegt das Sottoceneri,

wo die Böden vor allem aus Kalk und

Lehm bestehen. In Lugano bietet sich die

Gelegenheit, besondere Veranstaltungen zu

erleben, etwa ein Kinoabend im Weinberg

der Tenuta di Morcote, eine Verkostung in

der von Mario Botta entworfenen Cantina

Moncucchetto oder eine Weinreise im Wine

& Art Relais Vallombrosa in den Weinbergen

der Tenuta Tamborini. Weiter südlich

erreicht man das Mendrisiotto, die Wiege

des Tessiner Merlots. Diese Region lädt zu

Erkundungstouren durch die Weinberge ein,

sei es zu Fuss oder mit dem Fahrrad. Hier

befinden sich auch zwei der ältesten Weinkellereien

des Kantons: Fratelli Corti und

Valsangiacomo Vini. Dazu kommen die

Gialdi und die Cantina Sociale di Mendrisio,

die mit 125.000 Rebstöcken als eines der

grössten Rotweingüter der Schweiz gilt.

Der Merlot macht 85 % der gesamten

Weinproduktion aus, während der Rest auf

weisse Rebsorten entfällt. Auch die autochthone

rote Bondola sowie internationale

Sorten bereichern das regionale Angebot.

Seit über 30 Jahren werden im Tessin auch

Schaumweine nach der klassischen und der

Charmat-Methode produziert – grösstenteils

aus – wie könnte es anders sein – Merlot.

INFO

Weitere Informationen unter

ticinowine.ch

swisswine.ch/de/regionen/tessin-de

138

falstaff


WEINREGION TESSIN

Tenuta Castello di Morcote befindet sich

auf einer Landzunge im Luganersee. Das

Weingut gehört seit drei Generationen

der Familie Gianini.

ADVERTORIAL Fotos: © fotopedrazzini.ch; beigestellt

falstaff 139


weinreise / DREI-SEEN-LAND

BEIDSEITS DES

ROSTIGRABENS

..

Das Drei-Seen-Land ist ein ideales Ziel für Weinliebhaber. Die kleinste Weinregion

der Schweiz erstreckt sich über die Kantone Bern, Neuenburg, Freiburg und Waadt

und bietet zahlreiche, vornehmlich kleine Weingüter. Besonders schön lässt sich

die malerische Landschaft zu Fuss erkunden.

TEXT LARISSA GRAF

140 falstaff


Foto: Tourismus Biel Seeland/Stefan Weber

Am Nordwestufer des Bielersees

gibt es viele kleine Weingüter und

historische Dörfer zu erkunden.

Immer präsent ist der Blick auf

den schönen See.

falstaff

141


weinreise / DREI-SEEN-LAND

Weinblick. Schloss Erlach, auf einem Hügel

gelegen und umgeben von Weinbergen, bietet

einen wunderschönen Blick auf Bielersee und

die Umgebung.

6

GUTE

GRUNDE

1 zahlreiche

..

FÜR EINE WEINREISE

INS DREI-SEEN-LAND

Alte Traditionen: Im Drei-Seen-Land werden viele alte

Bräuche noch gelebt. Jeden Winter öffnen zum Beispiel

Kellereien ihre Türen zum Treberwurstessen.

2Die Seen: Dank Kanälen kann eine Schifffahrt auf allen drei Seen

unternommen werden, sie ist ein Must! Zusammen bilden Kanalnetz

und Seen die längste befahrbare Wasserstrasse der Schweiz.

Foto: mauritius images / Alamy Stock Photos / Frank Bienewald

142 falstaff


3

Natur: Das Drei-Seen-Land hat mehr Bio-Rebfläche als

jede andere Schweizer Weinregion und eine unvergleichliche

Biodiversität. Die herrliche Landschaft kann gut zu

Fuss entdeckt werden. Es gibt etliche Weinwanderungen

entlang des Bieler- und des Neuenburgersees.

Gastfreundschaft: Bereits Berühmtheiten

wie Rousseau und Goethe genossen die

Seeländer-Gastlichkeit. Bis heute ist die 4Region dafür berühmt.

5

Lokale Weinspezialitäten: Im Drei-Seen-Land gibt es

verschiedene besondere Weine. Zum Beispiel den Non

Filtré, einen Chasselas, der bereits im Januar nach der

Ernte unfiltriert abgefüllt wird. Ebenfalls beliebt ist der

Oeil-de-Perdrix, ein frischer Rosé aus Pinot Noir.

6

reichen

Kultur und Geschichte: Das Drei-Seen-Land erstreckt sich über die

deutsch-französische Sprachgrenze hinaus. Schon immer vermischten

sich hier verschiedene Kulturen – das merkt man den Menschen, dem

Essen, aber auch der Architektur an. Unbedingt sollte man den zahlmittelalterlichen

Dörfern und Städten einen Besuch abstatten.

falstaff

143


weinreise / DREI-SEEN-LAND

Die Stadt Neuenburg mit

ihrem Schloss ist alleine

schon einen Besuch wert.

Fotos: Switzerland Tourism / Andreas Gerth / Silvano Zeiter

144 falstaff


WER GUT ZU FUSS

IST, SOLLTE

UNBEDINGT EINE

WEINWANDERUNG

MACHEN.

Am Ufer des idyllischen

Neuenburgersees wächst

vor allem Pinot Noir. An

schönen Tagen reicht der

Blick von den Rebbergen bis

in die Alpen..

Das Drei-Seen-Land ist ein Ort

der Vielfalt. Diese etwa

950 Hektar umfassende

Wein region erstreckt sich über

die deutsch-französische

Sprachgrenze hinaus und verteilt sich über

vier verschiedene Kantone: Bern, Freiburg,

das Waadtland und Neuenburg. Die meisten

Rebberge findet man jeweils an den Nordwestufern

des Bieler-, des Murten- und des

Neuenburgersees. Die steilen Hänge dort

haben eine ideale Sonneneinstrahlung, zudem

schützt die dahinter liegende Jurakette die

Weingärten vor harschen Nordwinden.

Gleichzeitig wirken die Seen ausgleichend auf

die Temperaturen. Es herrschen also

hervorragende Bedingungen für den Anbau

von vielen verschiedenen roten und weissen

Rebsorten. Am meisten Rebfläche hat der

Kanton Neuenburg mit knapp 600 Hektar,

die vor allem mit Pinot Noir bestockt sind.

Die rote Burgundertraube gedeiht auf den

kiesigen, kalkhaltigen Böden der Juraausläufer

hervorragend. Sie wird zu Weinen

von eindrücklicher Finesse und Eleganz

verarbeitet, die den Vergleich mit den

grossen Gewächsen der französischen

Nachbarn nicht scheuen müssen.

Auch im Flachland zwischen den Seen

haben sich einige Produzenten angesiedelt,

dort gibt es überwiegend Molasseböden.

In den Hängen am Bielersee zwischen La

Neuveville und Biel ist der Untergrund wieder

kalkhaltig und steinig. Dort haben sich

allerdings im Gegensatz zum Neuenburgerseeufer

die weissen Sorten durchgesetzt, die

rund 60 Prozent der 220 Hektar Rebfläche

ausmachen. Es wird vor allem Chasselas

angebaut, aber auch internationale Traubensorten

wie Sauvignon Blanc, Pinot Gris

und Chardonnay gedeihen hier prächtig.

Bei den roten Trauben dominiert erneut der

Pinot Noir, es gibt aber auch exotischere

Sorten wie Malbec oder Syrah, die in kleinen

Mengen angebaut werden.

<

falstaff

145


weinreise / DREI-SEEN-LAND

<

Am Murtensee befindet sich das mit etwas

über 110 Hektar kleinste Anbaugebiet des

Drei-Seen-Lands, Vully. Es ist ausserdem das

einzige Schweizer AOC, dessen Rebfläche auf

zwei Kantone aufgeteilt ist – Freiburg und

das Waadtland. Auch hier ist Chasselas die

meistangebaute Sorte, gefolgt von Pinot Noir.

Weil im Drei-Seen-Land mehr als 20 Prozent

der Rebfläche biologisch oder gar biodynamisch

bewirtschaftet werden – mehr

als in jeder anderen Schweizer Weinregion

–, werden auch immer mehr Piwi-Sorten

angebaut. Diese sind gegen verschiedene

Pilzerkrankungen resistent und eignen sich

deswegen besonders gut für den nachhaltigen

Anbau. Piwi-Züchtungen wie Garanoir,

Gamaret oder Souvignier Gris findet man

hier also immer öfter.

WEINREGION MIT GESCHICHTE

Schon die Kelten wussten die Lage des

Drei-Seen-Landes zu schätzen, wie archäologische

Funde am Bielersee zeigten. Auch

die Römer siedelten sich an, sie pflanzten

die ersten Rebberge der Gegend und wählten

die Stadt Aventicum – heute Avenches –

als Hauptstadt der Civitas Helvetiorum.

Verschiedene Kulturen hinterliessen seitdem

ihre Spuren, denn es gibt hier alles, was es

zum Überleben braucht: Wasser und fruchtbares

Land. Mit der Umleitung der Aare im

Zuge der Juragewässerkorrektion wurde

das Schwemmland um die Seen beseitigt,

was die Anbaufläche um einiges vergrösser-

Die Römer hinterliessen nicht nur das Amphitheater in Avenches, sie waren die Ersten, die in der

Gegend Wein herstellten. Auch heute noch finden im alten Theater Aufführungen statt.

te. Es gedeihen daher nicht nur Reben hervorragend,

im Flachland wird viel Gemüse

und Obst geerntet. Das Seeland gilt bis

heute als die Gemüsekammer der Schweiz.

Historisch und architektonisch gibt es

in der Gegend ebenfalls viel zu entdecken.

Es lohnt sich, die verschiedenen Orte am

Seeufer zu besuchen. Nicht nur die urbanen

Zentren Biel, Neuchâtel und Yverdonles-Bains

sind eine Erkundungstour wert,

sondern auch kleinere Städtchen wie Twann,

La Neuveville oder Murten. Unbedingt muss

man sich in eine der gemütlichen Beizen am

Seeufer setzen und ein Fischgericht bestellen

– viele Restaurants kochen mit Fischen

aus den Seen, die täglich frisch von den

Berufsfischern vorbeigebracht werden. Eglifilets

oder «Filets de Perche» zu bestellen,

gehört zum Drei-Seen-Land-Erlebnis dazu.

Aber auch ausserhalb der Städte und

Dörfer gibt es unzählige lohnende Ausflugsziele,

etwa Weingüter, deren Geschichten

bis in die frühe Neuzeit zurückreichen.

Einige dieser historischen Anwesen können

besucht werden, zum Beispiel das Château

d’Auvernier aus dem 16. Jahrhundert, das in

vierzehnter und fünfzehnter Generation von

der Familie Grosjean geführt wird. Ebenfalls

besonders sind die Caveaux der verschiedenen

Weinregionen, in denen die Cuvées

der umliegenden Winzer degustiert werden

können. Im Schloss Château de Boudry befindet

sich nicht nur das Caveau de Boudry

mit über 200 Weinen aus der Umgebung,

sondern auch das Hauptquartier der

Weinregion Neuenburg zusammen

mit dem Weinbau- und Weinmuseum

– man könnte dort einen

ganzen Tag verbringen.

Manche Produzenten des Drei-Seen-

Lands wie etwa das Château d’Auvernier

blicken auf eine Geschichte von

mehreren Jahrhunderten zurück.

Fotos: Shutterstock, David Marchon/Mavu, Contreforme, StockFood / Siffert, Hans-Peter

146 falstaff


Im mittelalterlichen

Château de Boudry

befindet sich die ein

Weinmuseum und

eine Vinothek, in der

vielen Tropfen der

Region degustiert

werden können.

FACTS

DREI-SEEN-LAND

Egal, zu welcher Jahreszeit, wer gut zu

Fuss ist, sollte unbedingt eine Weinwanderung

machen. Startet man von Biel aus, erreicht

man die Rebberge am Seeufer bereits

nach einem kurzen Marsch. Die Weinwanderwege

ziehen sich am Ufer entlang bis ans

Südende des Neuenburgersees. Unterwegs

kann man etliche Weingüter besuchen, im

Sommer laden ausserdem viele kleine Badeund

Grillstellen zu einer Pause ein. Aber

auch im Winter ist immer etwas los: Von

Januar bis März öffnen etliche Kellereien um

den Bielersee ihre Türen, wenn sie zum traditionellen

Treberwurstessen einladen. Diese

Würste werden in den Destillen im Dampf

gegart, der beim Herstellen von Tresterbrand

entsteht. Es ist die ideale Verpflegung nach

einem langen Marsch. Für die Rückkehr

nimmt man am besten ein Schiff, die Fahrt

damit ist ein wunderbares Erlebnis. Durch

Kanäle sind alle drei Seen miteinander verbunden,

zusammen bilden sie die längste

befahrbare Wasserstrasse der Schweiz.

Eine besondere Drei-Seen-Länder-Spezialität ist die

Treberwurst. Sie wird im Winter gegessen.

<

n Das Drei-Seen-Land ist die

kleinste Schweizer Weinregion. Es

ist für etwa sieben Prozent der

Gesamtherstellung verantwortlich.

n Mit 606 Hektar ist Neuenburg

das grösste Anbaugebiet des

Drei-Seen-Landes. Am Ufer des

Bielersees im Kanton Bern gibt es

222 Hektar Rebberge, im Mont

Vully am Murtensee sind es 116.

n Im Drei-Seen-Land bauen

78 Produzenten zwölf verschiedene

Rebsorten an.

n Rund 20 Prozent der Rebfläche

wird biologisch bewirtschaftet.

n Die Anbaufläche ist in 56 Prozent

rote Traubensorten und 44 Prozent

weisse Traubensorten unterteilt.

n Auf 46 Prozent der Rebfläche

wächst Pinot Noir. Am zweithäufigsten

wird Chasselas angebaut,

mit 26 Prozent der Gesamtfläche.

falstaff

147


weinreise / DREI-SEEN-LAND

ESSEN

LOKAL

In diesem hübschen modernen Bistro gilt die

Losung «gemütlich, ehrlich, herzlich». Es gibt

lokale Produkte, die zu frechen und überraschenden

Gerichten verarbeitet werden. Dazu lagern im

Keller rund 150 Naturweine.

Albrecht-Haller-Strasse 2, 2502 Biel

T: +41 32 3222451, lokal-biel.ch

CAVEAU LIGERZ

Vom Stammtisch der Winzer der Gegend wurde

dieser alte Gewölbekeller zum Restaurant, in dem

sich Lokale und Touristen treffen. Man bekommt

regionale Spezialitäten und selbstverständlich eine

grossartige Auswahl an Weinen vom Bielersee.

Dorfgasse 7, 2514 Ligerz

T: +41 32 5453166, caveauligerz.ch

TIPPS & ADRESSEN

LA MAISON DU PRUSSIEN

Eine Brasserie aus dem 18. Jahrhundert, schonend

renoviert und mit schönen Details versehen. Hier

geniesst man die Küche des französischen Küchenchefs

Jean-Yves Drevet, der alten und modernen

Klassiker seiner Heimat seinen eigenen Touch

verleiht.

Rue des Tunnels 11, 2000 Neuchâtel

T: +41 32 7305454, hotel-prussien.ch

RESTAURANT O‘TERROIRS

Edle Genüsse gibt es im Restaurant «O’terroirs» im

Hotel «Beau Rivage» Neuchâtel. An drei Abenden

der Woche kocht der Chef zudem für maximal vier

Personen ein spezielles Menü, das man in seiner

Küche geniessen darf.

Esplanade du Mont-Blanc 1, 2000 Neuchâtel

T: +41 32 7231523, beau-rivage-hotel.ch

KÄSEREI MURTEN

Ob zum Zmittag, zum Apéro oder zum unkomplizierten,

aber feinen Znacht, die Käserei ist Treffpunkt

für Geniesser in Murten. Serviert wird eine

moderne Küche mit klassischen Wurzeln, dazu

gibt es eine fantastische Weinauswahl zu

sympathischen Preisen

Rathausgasse 34, 3280 Murten

T: +41 26 6701111, kaeserei-murten.ch

AUX TROIS AMIS

Inmitten der Rebberge über dem Bielersee thront

dieses elegante Restaurant. Es gibt eine gehobene

Küche, in der regionale Zutaten die Hauptrolle spielen.

Im Weinkeller lagern zudem einige Raritäten.

Untergasse 17, 2514 Ligerz

T: +41 32 3151144, aux3amis.ch

SCHLAFEN

HÔTEL PALAFITTE

Wie die alten Kelten übernachtet man in diesem

Hotel auf Pfahlbauten im See – aber natürlich mit

jeglichem modernen Komfort. Wunderschön sind die

Zimmer mit Seeblick und Terrasse am Wasser, da

kommt auch bei einem Kurztrip Ferienstimmung auf.

Rte des Gouttes-d’Or 2, 2008 Neuchâtel

T: +41 32 7230202, palafitte.ch

HÔTEL DE L‘AIGLE

Wer in einem schönen Landhaus mit grossem

Garten und gemütlichen Zimmern übernachten

möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Beson-

Fotos: Switzerland Tourism/Andre Meier, beigestellt Illustration: Stefanie Hilgarth/carolineseidler.com

148 falstaff


ders eindrücklich ist der mit Holztäfer

ausgestattete Gastraum, in dem auch

das Frühstück serviert wird.

Grand‘Rue 27, 2108 Couvet

T: +41 32 8649050, hotel-aigle.ch

KLOSTERHOTEL ST. PETERSINSEL

In den altehrwürdigen Räumen des früheren

Klosters auf der St. Petersinsel kann heute in

grossem Komfort übernachtet werden. Schon

illustre Gäste wie Rousseau und Goethe besuchten

diesen magischen Ort.

Heidenweg 26, 3235 Twann-Tüscherz

T: +41 32 3381114, st-petersinsel.ch

HOTEL BAD MURTENSEE

In diesem gemütlichen Hotel nächtigt man mit

wunderbarem Blick auf den Murtensee und den

Mont Vully. Von hier aus kann man das hübsche

Städtchen Murten und die Umgebung zu Fuss

erkunden.

Hauptstrasse 5, 3286 Muntelier

T: +41 26 6708810, bad-murtensee.ch

WEINBARS

SAUVAGE

In dieser gemütlichen Weinbar in Biel werden

naturnah produzierte Weine angeboten, darunter

auch einige der Region. Serviert werden dazu

köstliche Snacks aus Zutaten aus der Region.

La Cave du N’9

Ein junges und leidenschaftliches Team steckt hinter

der Naturweinbar Sauvage in Biel.

Zentralstrasse 19, 2502 Biel

T: +41 32 5101066, sauvage-biel.ch

OENOTHEQUE CHAUFFAGE COMPRIS

Dieses Bistro mit Weinbar und -laden bietet eine

grosse Auswahl an Schweizer Weinen, zusammen

mit einigen weiteren Must-haves aus Europa. Um

die 250 davon werden sogar Glasweise ausgeschenkt,

man kann sich hier also ein sehr gutes

Bild von der lokalen Weinlandschaft machen.

Rue des Moulins 37, 2000 Neuchâtel

T: +41 32 7214396,

oenotheque.chauffagecompris.ch

VINOTHEK VINITERRA

Im alten Propfhaus in Twann am Bielersee können

die Weine von 60 lokalen Weingütern degustiert

werden. Dazu werden köstliche Winzerplättli

serviert.

Im Moos 4, 2513 Twann

T: +41 32 3152718, viniterra-bielersee.ch

LA CAVE DU N°9

Jeden Monat werden hier rund zehn verschiedene

Degustationen angeboten. So kann man sich mit

dem lokalen Terroir bekannt machen oder auch in

die Ferne schweifen. Im dazugehörigen Restaurant

speist man übrigens auch hervorragend.

Rue Neuve 9, 2300 La Chaux-de-Fonds

T: +41 32 9683036,

numero9.ch/la-cave-du-n9

AKTIVITÄTEN

LES CAVEAUX

In den Caveaux der Weinregionen kann man die

Weine der umliegenden Winzer degustieren – von

April bis Ende Oktober freitags bis sonntags.

CAVEAU DE BOUDRY

Auffällig ist das Caveau de Boudry. Es befindet

sich in einem cremefarbenen alten Turm mitten

im Rebberg. Aber nicht nur deswegen lohnt sich

der Besuch hier, es gibt auch viel Spannendes zu

degustieren.

Château de Pierre, 2017 Boudry

T: +41 32 8425295, caveaudesvinsdeboudry.ch

CAVEAU DES VINS DE L’ENTRE-DEUX-LACS

Die Weine der Region zwischen dem Neuenburgerund

Bielersee degustiert man hier in wunderschöner

Atmosphäre in einem alten Herrschaftshaus

im Zentrum Cressiers.

Rue Vallier 1, 2088 Cressier

T: +41 79 6694854, caveaudesvins.ch

Idyllisch und umgeben von Ruhe nächtigt man im ehemaligen Kloster

auf der St. Petersinsel. Die Zimmer sind einfach, aber komfortabel.

CHÂTEAU DE BOUDRY

Schöne, alte Gebäude gibt es in dieser Gegend

zuhauf zu entdecken. In einem mittelalterlichen

Schloss befindet sich etwa das Hauptquartier

der Weinregion Neuenburg, zusammen mit dem

Weinbau- und Weinmuseum und einem Weinladen

mit Bar, in dem über 200 verschiedene Flaschen

erstanden werden können.

chateaudeboudry.ch <

falstaff

149


GRAPE ESCAPES

HOTEL MONT VULLY

Der Mont Vully bietet ein einzigartiges

Panorama zwischen den

Juraseen. Inmitten mediterraner

Landschaften und regionaler Weinberge

finden die Gäste Ruhe und

Entspannung. Historische Stätten,

lokale Produkte und Weinverkostungen

runden das Erlebnis ab.

Route du Mont 50, 1789 Lugnorre

T: +41 26 6732121

hotelmontvully.ch

150 falstaff


ENTDECKEN

DREI-SEEN-

LAND

HOTEL MURTENHOF &

KRONE

Im Herzen der Altstadt

von Murten verbindet das

Hotel Geschichte und

modernen Luxus. Ein

Private Spa und atemberaubende

Seesichten

laden zum Entspannen

ein, während regionale

Spezialitäten die kulinarischen

Sinne verwöhnen.

Rathausgasse 1–3,

3280 Murten,

T: +41 26 6729030

murtenhof.ch

XXXXXXXXXXXXXXXX

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bdshjfg bsdhjfgb sdhbfgkdsabfgiuaeriowene.

Adresse, XXX Ort, T: +43 X XXXX,

weltmuseumwien.at

ST. PETERINSEL

Auf der historischen St. Petersinsel bietet

das Klosterhotel moderne Annehmlichkeiten

in historischen Mauern. Die Umgebung

begeistert mit Weinbergen und regionalen

Spezialitäten, während das Nachhaltigkeitskonzept

den Genuss der Natur in den

Vordergrund stellt.

Heidenweg 26, 3235 Erlach,

T: +41 32 3381114, st-petersinsel.ch

Fotos: Switzerland Tourism / André Meier, Florian Busch, epudesign.com, beigestellt

ROMANTIKHOTEL DE L‘OURS

Das 1843 erbaute Winzerhaus vereint Tradition und modernen Komfort. In den

historischen Gemäuern geniessen die Gäste regionale Weine und marktfrische Küche,

während der Blick über den Murtensee zur Entspannung beiträgt.

Route de l‘Ancien Pont 5, 1786 Sugiez, T: +41 26 5101152, hotel-ours.ch

falstaff

151


weinreise / WEINGÜTER DREI-SEEN-LAND

Dorfgasse 31

2513 Twann

T: +41 77 5010782

hello@bonnetdufou.ch

bonnetdufou.ch

Die beiden Luzerner Quereinsteiger

Manuel Schneiter und

Roman Thürig konnten im

Jahr 2021 historische Kellerräume im

malerischen Weindorf Twann übernehmen:

Die Geburtsstunde ihrer Domaine

Bonnet du Fou. Auf zwei Hektar kultivieren

sie heute die Sorten Chasselas,

Pinot Gris, Chardonnay, Pinot Noir

und Diolinoir, die mit viel Handarbeit

und Anspruch für höchste Qualität zu

langlebigen Terroirweinen verarbeitet

werden. Seit 2023 ist der Betrieb biozertifiziert.

Kontaktperson/Kellermeister: Roman Thürig &

Manuel Schneiter

Produktion: 10.667 Flaschen

60 % weiss, 40 % rot, 2.2 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

★★★

DOMAINE

BONNET

DU FOU

90

2023 CHASSELAS

Duftet nach frischer Nektarine, Mandarine, Birne

und Apfel. Dazu Anklänge von weissen Blüten

89

2023 PINOT GRIS

Zartes Lachsrosa im Glas. In der Nase eher

dezente Noten, mit Noten von reifem Kernobst

und kräutrig-würzige Nuancen. Am Gaumen kompakt und

kraftvoll, mit weicher Säure, frischer gelber Frucht und

langem salzig anmutendem Abgang. CHF 18,–

und Agrumen sowie floralen Nuancen. Am Gaumen ausgewogen

und frisch, mit knackiger Frucht und minerlisch

anmutendem Finale. CHF 26,–

2023 CHASSELAS ORANGE «LA FOLLE»

2023 PINOT NOIR

90 Intensives Bukett mit Noten von Pfirsich, Agrumen

und Schwarztee. Zudem kräutrig-würzige

beere, dazu frische Würznoten. Am Gaumen von

90 Sehr klare Nase: Brombeere, Cassis, Holunder-

Anklänge und Quitte. Am Gaumen weich, ausgewogen,

mittlere Fülle mit frischer reifer Säure, feinem Tannin und

dezente Phenolik, langer Abgang. CHF 32,–

langem, wiederum fruchtbetontem Nachhall. CHF 27,–

2022 CHARDONNAY «LES DEUX»

90 Duftet nach nach gelbem Apfel, etwas Ananas

und Agrumen. Dazu kräutrig-würzige Anklänge

und ein Hauch Lakritze. Am Gaumen weich, mit frischer

Säure und Apfel-Zitrus-Aromatik. Mittellanges würziges

Finale. CHF 34,–

2022 PINOT NOIR «GAUCHETEN»

90 Gedörrte Zwetschge, dunkle eingelegte Kirschen,

Waldbeeren, Kräuter- und Röstnoten. Wirkt eher

reiffruchtig. Am Gaumen von mittlerer Fülle mit reifer

Säure und schöner Balance aus Frucht- und Röstnoten. Passende

Länge mit spürbarem, mittelfeinem Tannin. CHF 45,–

★★★★

DOMAINE

DE CHAMBLEAU

Die Domaine de Chambleau über

dem Neuenburgersee gehört seit

langer Zeit zu den Spitzenbetrieben

der Region. Seit 1950 befindet sich der Betrieb

im Besitz der Familie Burgat und wird

seit 2022 von Charlotte und ihrem Vater

Louis-Philippe geleitet. Burgats Leidenschaft

für die Rebsorte Pinot Noir ist in der

Kollektion des Hauses allgegenwärtig. Mit

dem Pur Sang schuf er gar eine Schweizer

Pinot-Ikone. Seit 2017 arbeitet man vollständig

biologisch.

Kellermeister: Louis-Philippe Burgat

Produktion: 106.667 Flaschen

25 % weiss, 15 % rosé, 58 % rot, 2 % süss,

16 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2020 CHARDONNAY LE ROSY

92 Etwas strenge, sehr interessante Nase mit

prägnanter Feuersteinreduktion und reifen Zitrusaromen,

etwas Ananas. Am Gaumen von mittlerer Fülle,

schöne Balance aus Säure und Schmelz. Wiederum Zitrusnoten

sowie Anflüge von Eichenholz und Karamell,

wirkt am Gaumen insgesamt weniger facettenreich. Endet

aromatisch lang. CHF 41,–

2022 CHARDONNAY

91 Edle, fruchtige Nase mit Noten von frischer und

gebratener Ananas, Pfirsich und Zitrusfrüchten.

Anklänge von Melisse und florale Noten sowie ein Hauch

geröstete Nüsse. Am Gaumen stoffig und kraftvoll, mit

weicher Säure und langem salzig-mineralisch anmutendem

Abgang. CHF 31,–

2021 PINOT NOIR PUR SANG

94 Dunkles Rubingranat. Aromatisch zeigt er

sich auf der würzigen Seite: Pfeffer, Bourbon-Vanille,

Gewürznelken, dazu Pflaume und Amarenakirsche.

Entwickelt sich mit Luft immer weiter.

Am Gaumen kräftig und dicht mit wiederum

prägnanter Würze sowie perfekt reifer Frucht. Reife,

gut integrierte Säure, feines, superbes Tannin. Hallt

lange nach. CHF 93,–

2021 PINOT NOIR LA GAVOTTE

93 Mittleres Granatrot. In der Nase dunkle Kirschen

und Waldbeeren, dazu würzige Nuancen, etwas

schwarzer Pfeffer und Gewürznelke. Spannende, vielschichtige

Aromatik. Am Gaumen kräftig, von mittlerer Statur,

wiederum dunkle Beeren und Gewürze. Schön eingepacktes,

feines Tannin, vife reife Säure. Endet lang. CHF 47,–

2023 CUVÉE CHARLOTTE

92 Helles Granatrot. Duftige, feine Kirschfrucht,

helle Beeren, florale und röstartige Nuancen. Am

Gaumen angenehm leicht und frisch, jedoch kompakt wirkend.

Reife, gut eingebundene Säure, feines Tannin, hoher

Trinkfluss. Nur das sehr feine Tannin ist noch etwas spürbar,

darf also noch etwas reifen. CHF 32,–

2022 LES BOVARDES

91 Mittleres Rubingranat. Eher zurückhaltende Aromatik,

rote Beeren, Sauerkirsche, dazu kräuterwürzige

Noten, dezent pfeffrig. Am Gaumen kompakt

mit reifer, perfekt integrierter Säure und feinem aber

spürbarem Tannin. Passende Länge. Dürfte mit Reife

noch zulegen. CHF 47,–

Domaine de Chambleau

2013 Colombier

T: +41 32 7311666

info@chambleau.ch, chambleau.ch

152 falstaff


Untergasse 22

2514 Schernelz

T: +41 32 3152324

weingut@krebs-steiner.ch

krebs-steiner.ch

★★★★

WEINGUT KREBS

& STEINER

Das Winzerpaar Sabine Steiner

und Andreas Krebs führte die

elterlichen Betriebe im Jahr

2019 zusammen, woraus Krebs &

Steiner entstand. Bei den Lagen- und

Premiumweinen werden nach wie vor

zwei Weinlinien, Krebs oder Steiner,

beibehalten, welche die unterschiedlichen

Terroirs in Wingreis und

Schernelz widerspiegeln. Zusammen mit

dem rund 50 Meter entfernten Restaurant

Aux Trois Amis in Schernelz veranstaltet

man regelmässig die Degustation Deluxe,

bei der Wein und Essen verschmelzen.

Kellermeister: Andreas Krebs

Produktion: 11 Hektar

Anbauweise: Bio (bio.inspecta)

Ab-Hof-Verkauf: Ja

90

2022 KREBS & STEINER CUVEE DEUX

TERRES

Duftet nach Buttertoast, gedörrten tropischen

91

2023 KREBS SAUVIGNON BLANC

Reiffruchtige Nase mit Noten von Maracuja,

Apfeltarte, Holunderblüten und Brennnessel.

91

Früchten, Honig, Apfel und Zitrus. Etwas Kakao und geröstete

Nüsse. Am Gaumen frisch, mit angenehmer Perlage,

schöner Säure und langem cremigem Finale. CHF 28,–

Am Gaumen filigran und animierend. Mit feiner Säure

und dezenten phenolischen Anklängen im langen Finale.

CHF 23,50

2023 CHASSELAS «CLOS À L`ABBÉ»

93 Intensives Bukett mit Noten von Lindenblütenhonig,

etwas Biskuit, hellem Steinobst und Apfel.

Dazu dezente grünlich-würzige Anklänge. Am Gaumen

elegant, geradlinig und ausgewogen, mit mineralischwürzigem,

langem Finale. CHF 21,–

2023 STEINER CHARDONNAY

90 Feine Apfelaromatik in der Nase. Dazu Noten von

Agrumen, tropischen Früchten und etwas Salbei.

Am Gaumen fruchtig, mit saftiger Säure und mittlerem

Körper. Aroma von Apfel und Agrumen. Langer Abgang.

CHF 23,50

2023 KREBS PINOT NOIR ALTE REBEN -

VOGELSANG

Kirschen in der Nase, etwas dunkle Waldbeeren,

Kräuternoten, dezente Holznoten, etwas Lack. Am

Gaumen eher schlank mit kräftiger Säure, wiederum

Kirschnoten und zupackendem, mittelfeinem Tannin.

Hallt lange nach. CHF 35,–

2023 KREBS & STEINER PINOT NOIR

90 Klassisch wirkende Nase, Sauerkirsche in der

Nase, etwas Schwarzkirche und rote Beeren,

Noten von Gewürzen wie Zimt sowie Kräutern. Am Gaumen

von mittlerer Fülle, wiederum klare Frucht, Kirsche, präsentes,

mittelfeines Tannin. Passende Länge. CHF 20,–

Fotos: beigestellt

Bielstrasse 155, 2514 Ligerz

T: +41 32 3152170

info@weingutschloessli.ch

weingutschloessli.ch

★★

WEINGUT SCHLÖSSLI

FABIAN TEUTSCH-MARUGG

Das Schlössli selbst wurde um 1570

als Patrizier-Herbsthaus erbaut und

ist seit fast 200 Jahren im Besitz

der Familie Teutsch. Seit 2009 führen Irene

und Fabian Teutsch-Marugg den Betrieb

in sechster Generation. Das Bioweingut

umfasst sechs Hektar, verteilt auf drei

Parzellen, die meisten davon direkt ums

Haus. Über 50 Prozent sind mit Pinot

Noir bestockt. Im Keller arbeitet man

nach dem Prinzip «minimal intervention».

Wein entsteht mit und in der Natur.

Kontaktperson/Kellermeister: Fabian und Irene Teutsch

Produktion: 33 % weiss, 67 % rot,

6 Hektar

Anbauweise: Bio-dynamisch

Ab-Hof-Verkauf: Ja

WEINGUT SCHLÖSSLI

88 SAUVIGNON BLANC

Zurückhaltendes Bukett mit Noten von

Apfel, Zitrus und tropischen Früchten. Am Gaumen

dezent, mit weicher Säure, zarter Frucht und mittellangem

Finale. CHF 21,–

87

2023 WEINGUT SCHLÖSSLI GUTEDEL

Dezentes Bukett mit Noten von Apfel,

Lindenblüte, Agave und Birne sowie zarten Zitrusnoten.

Am Gaumen weich und etwas verhalten. Dezente Säure,

mittellang. CHF 15,50

2023 WEINGUT SCHLÖSSLI OEIL DE

88 PERDRIX

Recht intensives Pink. Prägnante, rote Beerenfrucht,

Erdbeere, etwas Rote Johannisbeere, würzige Nuancen.

Am Gaumen eher breit mit zurückhaltender Säure,

Grenadine- und Apfelnoten. Endet mittellang. CHF 19,–

2022 WEINGUT SCHLÖSSLI PINOT NOIR

92 RESERVE

Konzentrierte Fruchtaromatik in der Nase. Noten

von konfierten Waldbeeren, Zwetschge und Sauerkirsche.

Etwas Piment und kräutrige Anklänge. Am Gaumen dicht,

saftige Säure, gut eingebundenes Tannin. Langer Abgang.

CHF 27,–

2022 WEINGUT SCHLÖSSLI LE

91 GRAND PINOT

Reife Waldbeerenaromatik in der Nase, dazu

Kirsche und Rote Johannisbeeren. Etwas Süssholz und

kräutrige Nuancen. Am Gaumen saftig, straffe Säure, rote

Frucht, gut eingebundenes Tannin, langer Abgang.

CHF 48,–

2022 WEINGUT SCHLÖSSLI PINOT NOIR

90 Kühl-würziges Bukett mit Noten von Gewürznelke,

Piment, Granatapfel, Himbeere und

Kirsche. Dezente florale Anklänge. Am Gaumen mittelgewichtig,

mit dezenter Säure, feiner roter Frucht und

feinkörnigem Tannin. Mittellang. CHF 19,50

falstaff

153


falstaff weireise / WINZER / WEINGÜTER

Javet & Javet gehört zu den Topbetrieben in

der Miniappellation Vully am Murtensee.

Bildtext

DREI-SEEN-REGION

Weitere Weingüter im Überblick

CRU DE L’HOPITAL ★ ★ ★

Christian Vessaz ist seit dem Jahr 2002 Kellermeister im

Weingut am Mont Vully und keltert seither Weine von grosser

Finesse und Eleganz.

Route du Lac 200 | 1787 Môtier-Vully | cru-hopital.ch

LE PETIT CHÂTEAU ★ ★

Seit 200 Jahren betreibt Familie Simonet am Murtensee

Weinbau. Tradition, Innovation und sorgfältiges Arbeiten

fügen sich hier ganz grossartig zusammen.

Route du Lac 134 | 1787 Môtier | lepetitchateau.ch

CHÂTEAU DE PRAZ ★ ★

Das prächtige Weingut am Murtensee ist bekannt für filigrane,

elegante Weine. Seit 2011 leiten Marylène und Louis-Charles

Bovard-Chervet den Familienbetrieb.

Rue du Château 3 | 1788 Praz | chateaudepraz.ch

JAVET & JAVET ★ ★ ★

Früher wurden die Trauben des Familienbetriebs verkauft,

erst seit 2004 werden unter dem Namen Javet & Javet

hervor ragende Weine selbst produziert.

Rte du Quart-Dessus 8 | 1789 Lugnorre | javet-javet.ch

CHÂTEAU D’AUVERNIER ★ ★ ★

Auf dem schmucken Anwesen im Herzen von Auvernier unweit

des Neuenburgersees werden filigrane Chasselas und klassische

Pinot Noirs gekeltert.

Place des Epancheurs 6 | 2012 Auvernier | chateau-auvernier.ch

DOMAINE DE MONTMOLLIN ★ ★

Benoit und seine Schwester Rachel führen den Familienbetrieb

seit 2017 und haben richtig Gas gegeben: Umstellung auf

Biodynamie und viele neue Weinideen.

Grand-Rue 3 | 2012 Auvernier | domainedemontmollin.ch

Fotos: Javet & Javet, Domaine Grillette, Foto Hans-Peter Siffer, Switzerland TOurism, beigestellt

154 falstaff


LA MAISON CARRÉE ★ ★ ★ ★

La Maison Carrée arbeitet nach biodynamischen Grundsätzen

und steht für Weine, die das Terroir und die Entwicklung der

Rebsorte widerspiegeln.

Grand’Rue 33 | 2012 Auvernier | lamaisoncarree.ch

SCHOTT WEINBAU ★ ★ ★

Anne-Claire Schott führt das biodynamisch arbeitende

Familienunternehmen seit 2016 und zählt zu den Shootingstars

der jungen Schweizer Weinszene.

Dorfgasse 43 | 2513 Twann | peterschott.ch

GRILLETTE ★ ★ ★

Sie sind die Chardonnay-Pioniere der Schweiz, aber auch alle

anderen 13 Rebsorten im Weingut Grillette Domaine De Cressier

sind hervorragend.

Rue Molondin 2 | 2088 Cressier | grillette.ch

Bereits im Jahr 1964 wurden auf

Grillette die ersten Chardonnay-

Stöcke angepflanzt.

Das prächtige Weingut Château de Praz am Murtensee ist

überregional bekannt.

Anne-Claire

Schott setzt auf

einen natürlichen

Anbau und

eine ebenso

zurückhaltende

Weinbereitung.

falstaff

155


EINE REISE

UND WEINE

MIT CHARAKTER

Der Weintourismus in Neuenburg lädt dazu ein, ein einzigartiges

Terroir zu erkunden, in dem Weinbautradition und malerische

Landschaften zu unvergesslichen Erlebnissen verschmelzen.

Die charakteristischen Terroirs versprechen eine geschmackliche

Entdeckungsreise, die reich an neuen Eindrücken ist.

Die Weine aus Neuenburg, allen

voran der Pinot Noir, sind ein

Aushängeschild der Region. Die

gleichnamige Rebsorte gedeiht

hier auf ton- und kalkhaltigen Böden, was

dem Wein seine bemerkenswerte Feinheit

und Komplexität verleiht. Besucher haben

die Möglichkeit, diese Besonderheiten bei

Weinproben in traditionellen und historischen

Degustationskellern zu erleben, wo

Winzer ihr Wissen und ihre Geheimnisse

weitergeben. Ein Highlight der Region ist

der Œil de Perdrix, ein charakteristischer

Roséwein, der die Essenz des Pinot Noir

perfekt einfängt. Ebenso erwähnenswert ist

der Non Filtré, ein Wein, der durch seine

ungefilterte, trübe Erscheinung beeindruckt.

Zu den weintouristischen Erlebnissen

zählt die Verkostung in den lokalen Weinkellern,

die für Besucher ein Muss ist. Im Weinund

Rebenmuseum des Château de Boudry

Der Weinkeller von Boudry, untergebracht im

historischen Tour de Pierre, lädt inmitten der

Weinberge zur Verkostung ein – mit herrlichem

Ausblick und wechselnden Kunstausstellungen.

etwa werden Führungen und Verkostungen

angeboten, bei denen die Vielfalt der lokalen

Weine entdeckt werden kann – und das an

einem der symbolträchtigsten Orte des Neuenburger

Weinbaus. Darüber hinaus bieten

viele Weingüter Touren durch die Weinberge

an, die zu Fuss oder mit dem Geländewagen

unternommen werden können. Diese Erlebnisse

erlauben es, die malerischen Weinberge

zu erkunden und gleichzeitig einen unvergleichlichen

Blick auf den Neuenburger- und

den Bielersee zu geniessen.

SPRUDELNDER GENUSS

Das Maison Mauler in Môtiers gehört zu

den Highlights des Weintourismus in Neuenburg.

Seit 1829 hat sich das Haus auf die

Herstellung von Schaumweinen nach traditioneller

Methode spezialisiert. Bei informativen

Führungen durch die historischen Kellereien

können Besucher die Geheimnisse

156

falstaff


WEINREGION DREI SEEN

Von Generation zu Generation

weitergegebene Traditionen leiten

die geübten Hände der Winzer bei

der Ernte der reifen Trauben. Die

daraus entstehenden Weine fangen

die Essenz des Terroirs ein.

der Produktion dieser renommierten Bläschen

entdecken. Anschliessend bietet sich

die Gelegenheit, die exquisiten Schaumweine

in einem authentischen und einladenden

Rahmen zu verkosten, was das Erlebnis zu

einem unvergesslichen Teil der Weinentdeckungstour

macht.

WEINKULTUR HAUTNAH

Das Winzerdorf im Herzen der Fête des

Vendanges in Neuenburg bietet die perfekte

Gelegenheit, lokale Weine in festlicher

Atmosphäre zu entdecken. Mit Weinproben,

regionalen Spezialitäten und vielfältigen

Attraktionen lädt das Dorf dazu ein, in die

Neuenburger Weinkultur einzutauchen. Die

Fête des Vendanges findet jedes Jahr am

letzten September-Wochenende statt.

Die Offenen Keller von Neuenburg bieten

eine umfassende Einführung in die Welt

des Weins, bei der Winzer ihre Türen öffnen,

um ihre Rebsorten vorzustellen.

Weinproben, Besichtigungen

der Weingüter und fröhliche

Animationen prägen

den Charakter dieses

geselligen Events. Dank

der Pendelbusse zwischen

den Weinkellern

haben die Besucher

die Möglichkeit, mehrere Weinberge zu

erkunden und dieses unvergessliche Weintourismus-Erlebnis

im malerischen Weinland

der Region in vollen Zügen zu geniessen.

Die nächste Veranstaltung ist für den 9.

bis 10. Mai 2025 geplant.

NEUENBURGS WEINWELT

Der Weintourismus in Neuenburg bietet

weit mehr als nur die Erkundung von Weinen.

Er stellt ein Eintauchen in eine Lebenskunst

dar, bei der die Leidenschaft der Winzer

durch jede Weinprobe, jeden Spaziergang

und jeden Besuch spürbar wird. Sei es während

eines Tages inmitten der Weinlese, beim

Besuch im Maison Mauler oder bei einem

Ausflug durch die Weinberge – jede Aktivität

enthüllt einen weiteren Aspekt des Reichtums

dieses einzigartigen Terroirs.

Für aktuelle Informationen zu Veranstaltungen

empfiehlt sich ein Blick in den Terminkalender

unter neuchatel-vins-terroir.ch/

de/agenda/, zudem sind die sozialen Netzwerke

eine gute Quelle für Neuigkeiten.

INFO

Weitere Informationen unter

neuchatel-vins-terroir.ch

Im Rahmen der

«Caves Ouvertes»

öffnen die Winzer

ihre Keller, um

Besuchern die

Vielfalt und Qualität

der Weine von

Neuenburg zu

präsentieren.

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt

falstaff 157


PROMOTION

SCHWEIZER

KULINARIK

In den verschiedenen Weinregionen

des Landes spiegelt sich die kulinarische

Kreativität wider, die sowohl traditionelle

als auch innovative Elemente vereint.

Entspannen im Romantik

Hotel de L‘Ours Sugiez

Das Romantik Hotel de L‘Ours im

historischen Winzerhaus von 1843

vereint modernen Komfort mit traditionellem

Charme. Gäste geniessen

im prämierten Restaurant kreative,

saisonale Gerichte, begleitet von einer

erlesenen Weinauswahl, die regionale

Spezialitäten umfasst. Die stilvoll eingerichteten

Zimmer bieten Erholung

nach einem Tag am idyllischen Murtensee

oder bei Entdeckungstouren

in der Region Freiburg. Das Hotel legt

grossen Wert auf Nachhaltigkeit und

bezieht seine Produkte und Energie

aus der Region. Ob für romantische

Kurzurlaube oder private Feiern, das

Hotel bietet eine perfekte Kulisse

inmitten malerischer Natur und historischem

Ambiente.

ROMANTIK HOTEL DE L‘OURS

Route de l‘Ancien Pont 5

1786 Sugiez

T: +41 26 5101152

hotel-ours.ch

Restaurant Adler Fläsch –

meisterhaft verlockend

Es hat sich herumgesprochen: Siggi Tschurtschenthaler,

der sympathische Südtiroler, der bevorzugt

in Lederhosen kocht, hat mittlerweile schon

einen klangvollen Namen unter den besten Adressen

des guten Geschmacks. Die Gäste sind begeistert

von all jenen Köstlichkeiten, die in den heimeligen

Gaststuben ihren Weg auf den Teller finden. Seit der

Südtiroler in Fläsch den Kochlöffel schwingt, ist der

«Adler» im kulinarischen Höhenflug.

«Spitzenweine und Raritäten entdecken»

Die Weinkarte unter der Regie von Siggis Partnerin

Melanie gehört zudem zu den Top 5 in der Schweiz

in der Kategorie «Fine Dining und gehobene Küche».

Diese umfasst neben namhaften Winzern aus der

Region auch Raritäten aus bekannten Weingebieten

Europas. Tief unterhalb des Gebäudes lagern die

Weine im hauseigenen Weinkeller, ein steinernes

Gewölbe, dessen aussergewöhnliches Ambiente

sich als perfekte Location für Apéros zeigt.

«Sich wie im Himmel fühlen»

Damit man sich nach so viel Genuss nicht mehr ins

Auto setzen muss, bietet das Restaurant seit Neuem

auch Gästezimmer an. Ankommen, verweilen

und verwöhnen: inmitten der Bündner Herrschaft

kann man die Seele baumeln lassen, und zwar in

seiner schönsten Form. Die harmonische Kombination

aus historisch und modern verleiht den Zimmern

seinen ganz eigenen Charme, der den grauen

Alltag im Nu vergessen lässt.

«Eine Gegend, die begeistert»

In Fläsch geniesst man die Ruhe und den Charme

des idyllischen Weinbaudorfes und trotzdem ist die

Erreichbarkeit zu den zahlreichen Aktivitäten in der

Heidiland-Region, der wohltuenden Tamina Therme

oder zu den zahlreichen Skigebieten, in nur wenigen

Minuten möglich.

RESTAURANT ADLER

Krüzgass 2, 7306 Fläsch

T: +41 81 302 61 64

info@adlerflaesch.ch

adlerflaesch.ch

ADVERTORIAL Foto: © Shutterstock; Beigestellt

158

falstaff


DER FALSTAFF RESTAURANT- & BEIZENGUIDE 2025

BESSER ESSEN

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BEIZEN GUIDE

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der Schweiz. Von Gästen bewertet.

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weinreise / DEUTSCHSCHWEIZ

LAND DER

VIELFALT

Die Weinregion Deutschschweiz erstreckt sich über 16 Kantone –

deckt also den grössten Teil der Schweiz ab. Es verwundert nicht,

dass der Weinbau und damit verbunden die önologischen

Reiseziele äusserst divers ausfallen.

TEXT LARISSA GRAF

160 falstaff


Die Bündner Herrschaft ist für

ihre besonders eleganten Pinot

Noirs bekannt. Manchmal wird sie

deswegen sogar als «Burgund der

Schweiz» bezeichnet.

Foto: Heidiland Tourismus / Thomas Kessler Visual

falstaff

161


weinreise / DEUTSCHSCHWEIZ

6

GUTE

GRUNDE

..

FÜR EINE WEINREISE IN DIE

DEUTSCHSCHWEIZ

1 an

162 falstaff

Diversität: Die Weinregion Deutschschweiz umfasst alle 16

deutschsprachigen Kantone und hat somit eine grosse Bandbreite

verschiedenen Landschaften, Kulturen und Terroirs.

2Hervorragende Pinots: Die beliebteste Traubensorte der

Deutschschweiz ist der Blauburgunder, der in jeder Region gedeiht

und überall fantastische, unterschiedliche Weine liefert.

Foto: Aargau Tourismus/Michel Jaussi


Lokale Weinspezialitäten: Ob Zürcher Räuschling oder

Bündner Completer, auch die Deutschschweiz hat ihre autoch-

3thonen Traubensorten. Sie sind eine Entdeckungsreise wert.

4

Vielfältige Gastronomie: Jede Region der

Deutschschweiz hat ihre eigenen kulinarischen

Highlights. Ob einfache Landbeiz

oder Sternegastronomie in Zürich, Capuns

in Graubünden oder Schaffhauser Rieslingsuppe,

es gibt für jeden Geschmack –

und Wein – das Passende.

5

Attraktionen: Die kleine Weltstadt Basel am Dreiländereck

und die Metropole Zürich sind genauso Teil der Weinregion

Deutschschweiz wie das hübsche Städtchen Schaffhausen, die

beeindruckenden Schlösser des Aargaus und die sonnige Bündner

Herrschaft mit ihren historischen Dörfern. Es gibt viel zu entdecken!

6

bei

Beeindruckende Natur: Von den Deutschschweizer Weinregionen aus

kann man eine Vielzahl an verschiedenen Naturspektakeln erkunden,

wie etwa die Taminaschlucht bei Bad Ragaz, den Rheinfall in Neuhausen

Schaffhausen oder die Rheinschlucht hinter Reichenau-Tamins.

falstaff

163


weinreise / DEUTSCHSCHWEIZ

DER WEIN HAT IN

DER DEUTSCH-

SCHWEIZ EINE LANGE

TRADITION.

VIELERORTS BAUTEN

BEREITS DIE RÖMER

TRAUBEN AN.

Grossflächig und äusserst divers

ist die Weinregion Deutschschweiz.

Wie es der Name

vermuten lässt, zählen zu ihr

alle deutschsprachigen

Kantone. Ganze 16 sind es von Basel bis an

den Bodensee über die Innerschweiz bis zu

Graubünden. Obwohl es in jedem Schweizer

Kanton Wein gibt, sind einige besser für

den Rebbau geeignet als andere. In besonders

bergigen und hoch gelegenen Gegenden

wachsen Trauben nicht gut, dort wird

meistens anderes Obst angebaut, daher sind

diese Regionen eher für Cidre, Bier oder

Obstbrände bekannt. Trotzdem hat der

Wein in der Deutschschweiz eine lange

Tradition – vielerorts bauten bereits die

alten Römer Trauben an – und ist in

verschiedenen Gegenden ein wichtiger Teil

der lokalen Identität.

Auch wenn es auf dieser grossen Fläche

eine Vielfalt an verschiedenen Traditionen,

Mikroklimas und Böden gibt, ist in der

gesamten Deutschschweiz Blauburgunder,

wie Pinot Noir hier heisst, die beliebteste

Traubensorte. Weisse Rebsorten machen

ungefähr ein Viertel der Gesamtfläche von

2660 Hektar aus. Spitzenreiter ist dort der

Müller-Thurgau, der manchmal als Rivaner

oder Riesling x Silvaner bezeichnet wird.

Fotos: mauritius images / Catharina Lux, Shutterstock, Heidiland Tourismus/Thomas Kessler

164 falstaff


<

Der Deutschschweizer

Kanton mit der grössten

Weinfläche ist Zürich. Hier

gibt es viele privilegierte

Lagen, etwa im Weinland.

Den grössten Anteil an der Deutschschweizer

Gesamtrebfläche hat der Kanton

Zürich mit etwas über 600 Hektar. Diese

verteilen sich über den ganzen Kanton

von den beiden Zürichseeufern über das

Limmattal bis ins an den Rhein grenzende

Weinland im Norden. Es gibt im Kanton

eine ganze Reihe an verschiedenen Klimas

und Böden von Gletschermoränen und

Molasse am Zürichsee bis zum schweren,

tonhaltigen Untergrund des Weinlands.

Mehr als die Hälfte der Rebfläche ist mit

roten Sorten bestockt, allen voran Blauburgunder.

Bei den weissen Sorten dominiert

der Müller Thurgau. Auf etwa neun Hektar

wächst der Räuschling, eine selten gewordene

Zürcher Spezialität. Besonders wohl

fühlt er sich am rechten Zürichseeufer. Weil

er frisch, fruchtig und säurebetonte Weine

liefert, passt er perfekt zu Fisch aus lokalem

Fang, den es in dieser Gegend an vielen

Orten zu kosten gibt.

Aber auch die Stadt Zürich ist als Weinreiseziel

nicht zu unterschätzen. Nicht nur

ist die Deutschschweizer Metropole dank

guter Anbindung an den öffentlichen Verkehr

ein idealer Ausgangspunkt für den

Besuch von Weingütern in allen Regionen,

es wird dort sogar selbst Wein angebaut.

Fünf Winzer keltern aus städtischen

Trauben Wein, einige davon kann man

besuchen. Am Abend ins Zentrum zurückgekehrt

kann man aus einer Unzahl von

Restaurants auswählen, von denen viele

ein grosses Angebot an lokalen Weinen

haben. Schnell ist man von Zürich aus

>

Selbst in der Weltstadt

Zürich wird Wein hergestellt.

Ausserdem eignet sie sich

hervorragend als Ausgangsort

für Ausflüge in die

verschiedenen Weinregionen

der Deutschschweiz.

falstaff

165


weinreise / DEUTSCHSCHWEIZ

Das schmucke

Rheinstädtchen Schaffhausen

ist die Hauptstadt des

Blauburgunderlands.

DIE QUAL DER WAHL

Internationales Prestige geniesst die drittgrösste

Deutschschweizer Weinregion, der

Kanton Graubünden. Die rund 410 Hektar

Rebfläche sind auf die zwei Subregionen

Churer Rheintal und Bündner Herrschaft

aufgeteilt. Ein Sonderfall ist das italienischsprachige

Tal Misox auf der Alpensüdseite,

das zwar geografisch zum Kanton Graubünden

gehört, dessen 30 Hektar Rebfläche aber

statistisch dem Tessin zugeordnet werden.

In der sonnigen und dank regelmässigem

Föhnwind recht milden Gegend am Fuss

der Alpen haben sich innovative Weingüter

wie Gantenbein oder Donatsch mit Weinen

einen Namen gemacht, die den Vergleich mit

grossen Burgundergewächsen nicht scheuen

müssen. Graubünden ist eine Rotweinregion,

die roten Trauben machen mehr als drei Viertel

der Rebfläche aus. Auf den kalkreichen

Schieferböden fühlt sich der Blauburgunder

äusserst wohl und lässt sich zu Weinen von

grosser Finesse und Eleganz verarbeiten. Die

restliche Rebfläche ist mit Müller Thurgau

und internationalen Traubensorten wie

Chardonnay, Sauvignon Blanc oder auch

Merlot und Cabernet Sauvignon bestockt.

Nur noch wenige Hektar sind dem autochthonen

Completer zugeteilt, der früher von

den Mönchen des Domkapitels Chur zum

Abendgebet «Complet» getrunken wurde.

<

auch im benachbarten Schaffhausen, wo

ebenfalls viel Wein hergestellt wird – ganze

490 Hektar des Kantons sind mit Reben

bestockt. Diese Gegend gilt als Blauburgunderland,

denn die rote Paradetraube macht

zwei Drittel der Gesamtfläche aus. Weil der

Schwarzwald das Schaffhauserland vor Regenfall

schützt, gibt es hier ein erstaunlich

trockenes Klima. Die grösste zusammenhängende

Rebfläche Schaffhausens findet

man im Klettgau um die Weinbaugemeinde

Hallau. Es lässt sich am bequemsten mit

dem Wii-Express erkunden, einem alten

Doppelstockbus, der einen von Weingut zu

Weingut fährt. Aber auch in der äusserst

schmucken Kantonshauptstadt und am

Rheinfall gibt es Reben, eine Weinreise

ins Schaffhauserland lässt sich also ganz

wunderbar mit anderen historischen und

natürlichen Attraktionen verbinden.

Ein Besuch im «Alten Torkel» in Jenins ist bei einem Ausflug in die Bündner Herrschaft Pflicht.

Die Weinkarte ist ein Traum, das Essen köstlich und die Aussicht atemberaubend.

Fotos: Heidiland Tourismsu/Thomas Kessler, Shutterstock

166 falstaff


Das Aargau hat einige majestätische Schlösser. Viele davon wie das abgebildete Schloss

Wildegg haben eigene Rebberge. Aus den Trauben werden auch heute noch Weine gekeltert.

Er liefert kraftvolle und eigenwillige Weissweine.

Aber auch die hübschen Dörfer und Städtchen

der Bündner Herrschaft machen die

Gegend zu einem attraktiven Ausflugsort. Bei

einem Besuch im «Alten Torkel» in Jenins

kann man nicht nur Weine aller Bündner

Produzenten und gehobene Küche geniessen,

sondern auch atemberaubende Aussicht über

die Rebberge und das Rheintal darunter.

Wunderbar lässt sich die Gegend zudem zu

Fuss erkunden, es gibt mehrere Weinwanderwege

durch das Churer Rheintal und die

angrenzende Bündner Herrschaft.

Ein oft übersehenes Anbaugebiet ist das

Aargau. Auch wenn dieser Kanton nicht als

glamourös gilt, gibt es auch hier exzellente

Weine. Der Untergrund ist vom Jurakalk

durchzogen wie im Burgund, so stimmen

auch hier die Voraussetzungen für die Herstellung

von exzellenten Pinot-Noir-Weinen.

Zudem sind die Böden des Aargaus

vielfältig, an den vielen Flussläufen und

Seen dominieren Kies und Moränen, man

findet aber auch Lehm, Schutt und Sand

in den Subregionen Limmattal, Reusstal,

Unteres Aaretal, Geissberg, Fricktal, Aarau,

Schenkenbergertal und Seetal Wildegg.

Überall gibt es im Aargau neben Weingütern

auch noch hübsche Dörfer, wunderbare

Landschaften und sanfte, durch alte

Burgen und Schlösser gekrönte Hügel.

Ausserdem gibt es in vielen Aargauer

Dörfern traditionelle Gaststätten, in denen

lokale Spezialitäten im urchigen Ambiente

genossen werden können. Man kann also

auch hier durchaus verweilen und Schönes

entdecken, während man die spannenden

Weine der Gegend verkostet.

Natürlich lohnt sich auch der Besuch

der anderen Deutschschweizer Weinregionen.

In den Kantonen Basel lässt sich etwa

urbanes ganz bequem mit gutem Wein verbinden,

im Thurgau geniesst man hervorragende

Tropfen genauso wie Cidres und

Apfelweine – der Kanton wird nicht umsonst

Mostindien genannt –, und auch St.

Gallen hat einiges zu bieten. Man braucht

in der grossen Deutschschweiz einfach viel

Zeit um alles zu entdecken!

<

FACTS

DEUTSCH-

SCHWEIZ

n Rund 800 Produzenten bauen

50 verschiedene Rebsorten an.

n 65 Prozent der Anbaufläche

sind mit roten Sorten bestockt.

n Über 50 Prozent der Fläche sind

dem Anbau von Blauburgunder

gewidmet.

n Mit 607 Hektar ist Zürich die

grösste Subregion der Deutschschweiz.

n 2660 Hektar Rebfläche hat

die Deutschschweiz.

n Im Jahr 765 wurde der Deutschschweizer

Weinbau erstmals

urkundlich erwähnt, in einem

Dokument aus dem Bistum Chur.

falstaff

167


weinreise / DEUTSCHSCHWEIZ

TIPPS & ADRESSEN

ESSEN

GASTHAUS UND WEINGUT BAD OSTERFINGEN

Seit dem 15. Jahrhundert werden in diesem Gasthaus

im Klettgau Gäste verpflegt. Im sympathischen

Familienbetrieb wird ihnen auch heute noch köstliches,

währschaftes Essen aufgetischt und dazu

feiner Wein aus der eigenen Kellerei eingeschenkt.

Zollstrasse 17, 8218 Osterfingen

T: +41 52 6812121, badosterfingen.ch

ALTER TORKEL

Im «Huus vom Bündner Wii» gibt es Wein von

jedem Produzenten des Kantons – die Auswahl

ist also riesig. Um die Entscheidung zu erleichtern,

werden hervorragende Pairings zum gehobenen

Essen angeboten. Wunderbar ist auch die Aussicht

auf die umliegenden Rebberge.

Jeninserstrasse 3, 7307 Jenins

T: +41 81 3023675, alter-torkel.ch

IGNIV ZURICH BY ANDREAS CAMINADA

Im «Marktgasse Hotel» mitten in der Altstadt von

Zürich befindet sich dieses ausgezeichnete

Gourmetrestaurant, in dem eine einfallsreiche,

moderne Küche serviert wird. Der Besuch

lohnt sich aber auch wegen des äusserst gut

kuratierten Wein kellers.

Marktgasse 17, 8001 Zürich

T: +41 44 2661010, igniv.com/zrich

SILEX

Das Restaurant «Silex» ist nach einem legendären

französischen Wein benannt, es gibt aber auch ausgesuchte

Schweizer Tropfen auf der ansprechenden

Weinkarte. Aus der Küche kommen kreative

und zeitgenössische Gerichte aus besten lokalen

Zutaten.

Freyastrasse 3, 8004 Zürich

T: +41 44 2103030, silexrestaurant.ch

TAVERNE ZUM SCHÄFLI

Die bekannte «Taverne zum Schäfli» in Wigoltingen

liegt in einer ländlichen Gegend des Thurgaus

unweit von Weinfelden. Im schönen Fachwerkhaus

wird eine gehobene klassische Küche kredenzt,

dazu gibt es eine fantastische Auswahl an Weinen,

teilweise aus der Region.

Oberdorfstrasse 8, 8556 Wigoltingen

T: +41 52 7631172, schaefli-wigoltingen.ch

MEMORIES

Sternekoch Sven Wassmer präsentiert in seinem

Restaurant «Memories» in Bad Ragaz eine kreative

und moderne alpine Küche aus besten Ingredienzen.

Seine Frau Amanda Wassmer Bulgin ist für den

Weinkeller verantwortlich, der mit besten Tropfen

bestückt ist.

Bernhard-Simonstrasse 14, 7310 Bad Ragaz

T: +41 81 3033036, memories.ch

LANDGASTHOF OCHSEN

Dieses Gasthaus im Aargau ist älter als die Eidgenossenschaft.

Auf der Speisekarte findet man

viele Schweizer Klassiker, aber auch Einflüsse aus

fernen Gefilden, serviert von einem charmanten

Team.

Dorfpl. 56, 5063 Wölflinswil

T: +41 62 8771106, ochsen-woelflinswil.ch

<

Illustration: Stefanie Hilgarth/carolineseidler.com

168 falstaff


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weinreise / DEUTSCHSCHWEIZ

Spitalgasse 16, 7304 Maienfeld

T: +41 81 5994676, herrschaftlich.ch

WEINBARS

WEINBAR 1733

In dieser gemütlichen Weinbar im Zentrum

St. Gallens gibt es keine riesige Auswahl an

Weinen, sie ist aber äusserst gut kuratiert. Auf

der Karte findet man auch kleine Schweizer

Produzenten, und das zu einem sehr fairen Preis.

Goliathgasse 29, 9000 St. Gallen

T: +41 71 2501733, 1733.ch

Der historische Gastraum des «Alten Torkel» in

Jenins ist gemütlich. Wo früher Wein gemacht

wurde, wird heute gut getrunken und gespeist.

SCHLAFEN

LES TROIS ROIS

Dieses Etablissement direkt am Rhein gehört zu den

besten Hotels des Landes. Die Zimmer bieten jeden

Komfort, zudem gibt es im Haus zwei hervorragende

Restaurants und einen traumhaften Weinkeller.

Blumenrain 8, 4001 Basel

T: +41 61 2605050, lestroisrois.com

WIDDER HOTEL

In einem Altstadthaus unweit von Bahnhofstrasse

und Paradeplatz versteckt sich dieses elegante

Luxushotel. Es bietet Zimmer, die keinen Wunsch

offenlassen, ein Spa, sowie eines der besten Restaurants

der Stadt und eine fantastische Bar.

Rennweg 7, 8001 Zürich

T: +41 44 2242526, widderhotel.com

GRAND RESORT BAD RAGAZ

Viel schöner lässt es sich nicht übernachten als

im «Grand Resort Bad Ragaz». Der Blick auf die

umliegenden Berge ist herrlich, die eleganten Zimmer

sind äusserst bequem, das gastronomische

Angebot wunderbar. Zudem ist es ein Katzensprung

von den Weinregionen des Rheintals und

der Bündner Herrschaft entfernt.

Bernhard-Simonstrasse 20, 7310 Bad Ragaz

T: +41 81 3033030, resortragaz.ch

EINSTEIN HOTEL

Ein wunderbarer Ausgangsort, um die Weinregionen

der Ostschweiz zu erkunden, ist St. Gallen.

Im zentral gelegenen «Hotel Einstein» findet man

alles, was man für die anschliessende Erholung

braucht, inklusive Gourmet-Restaurant, gut

aus gestatteter Bar und Wellnessbereich.

Berneggstrasse 2, 9000 St. Gallen

T: +41 71 2275555, einstein.ch

HERRSCHAFTLICH

Dieses Projekt vermietet verschiedene Unterkünfte,

verteilt über die gesamte Bündner Herrschaft. Das

Zentrum davon ist der «Stall 247» in Maienfeld,

eine Bar und Vinothek. Dort treffen sich Gäste und

Auswärtige auf ein Glas Wein aus der Region.

Das stylishe «Widder Hotel» liegt mitten im Zentrum

Zürichs und ist eine ideale Basis für Ausflüge.

MÖVENPICK WEINBAR

Über 500 Positionen gibt es in der «Mövenpick

Weinbar» im Zentrum von Zürich, darunter ist

etwas für jeden Geschmack. Bei der Auswahl

der richtigen Flasche helfen die sympathischen,

leidenschaftlichen Angestellten.

Nüschelerstrasse 1, 8001 Zürich

T: +41 44 2119139, moevenpick-wein.com

CONSUM

Die kleine, aber feine Weinbar in der Kleinbasler

Altstadt hat ein vielseitiges Angebot. Zu den ausgesuchten

Weinen gibt es Plättli mit fantastischen

Fleisch- und Käsespezialitäten. Im Sommer sitzt

man draussen auf der Strasse und schaut dem

lebhaften Treiben zu.

Rheingasse 19, 4058 Basel

consumbasel.ch/de/weinbar

AKTIVITÄTEN

WEINWANDERUNG BÜNDNER HERRSCHAFT

Die sonnengeküssten Weinberge der Bündner

Herrschaft sind eine Erkundungstour wert.

Besonders nahe kommt man ihnen zu Fuss oder

per Velo. Mehrere Wanderwege verbinden die

schönen Dörfer der Region, die Wanderung von

Malans nach Jenins etwa kann gut bis Fläsch

verlängert werden.

graubuenden.ch

UNTERWEGS MIT DEM WII-EXPRESS

Auf eine ganz besondere Weise kann man das

Schaffhauser Blauburgunderland erkunden: mit

dem Wii-Express. Auf der Rundfahrt mit einem

Londoner Doppelstöcker-Bus lernt man das

Klettgau und seine Weine auf die entspannte

Art kennen.

schaffhauserland.ch

WEINBAUMUSEUM ZÜRICHSEE

Auf der Zürichsee-Halbinsel Au in einer umgebauten

alten Scheune befindet sich das Weinbaumuseum.

Hier kann man die Geschichte des Zürcher

Weinbaus kennenlernen und dabei die idyllische

Umgebung erkunden.

Austrasse 41, 8804 Au

T: +41 44 7813565, weinbaumuseum.ch <

Foto: Alter Torkel, Widder Hotel

170 falstaff


GRAND RESORT BAD RAGAZ

DIE KULINARIK-

DESTINATION IN EUROPA

Am Fusse der Bündner Herrschaft und in der wärmsten Weinbauregion der Deutschschweiz

gelegen, thront das Grand Resort Bad Ragaz – eine wahre Hochburg für Genussliebhaber.

Die Entstehung des Grand Resort

Bad Ragaz beruht auf einer

jahrhundertelangen Bade- und

Heiltradition. Daraus hat sich

eine einzigartige Kombination aus eigener

Thermalquelle, ganzheitlicher medizinischer

Expertise und der Vielfalt eines

5-Sterne Superior Resorts entwickelt. Im

weitläufigen Thermal Spa trifft Entspannung

auf Exklusivität. Ob im historischen

Helena-bad, Sportbad, Garden Pool, Family

Spa oder in der Saunalandschaft – das

körperwarme Thermalwasser aus der

nahegelegenen Taminaschlucht ermöglicht

Gästen individuelle Wege zur Erholung,

Gesunderhaltung und Heilung. Das bestätigt

auch Karl Wilds begehrte Auszeichnung

als «Bestes Wellnesshotel der

Schweiz 2024», welche das Resort zum

fünften Mal in Folge erhielt. Doch das ist

längst nicht alles, was das Grand Resort

Bad Ragaz zu bieten hat: Zwei eigene

Golf- und Tennisplätze sowie eine E-Bike

Station für Radtouren in die nahen Weinberge

bieten aktive Entspannung, während

im Winter das kleine, aber feine Skigebiet

Pizol und die Nähe zu Davos locken.

Zusammen mit der dazugehörigen Tamina

Therme, deren Besuch für Hotelgäste

inklusive ist, dem eigenen Casino sowie

dem europaweit einzigartigen Kulinarik-

Angebot wird jeder Aufenthalt zu einem

wahren Erlebnis.

6 MICHELIN-STERNE,

1 GRÜNER MICHELIN-STERN &

76 GAULT-MILLAU-PUNKTE

Von lokaler Schweizer Küche, über asiatische

Spezialitäten bis hin zur innovativen

Schweizer Alpinen Küche im Sven Wassmer

Memories und Fine-Dining Sharing Experice

im IGNIV by Andreas Caminada wartet

hier gastronomische Vielfalt auf höchstem

Niveau in sieben Restaurants und zwei

Bars. Ein Weinkeller mit 2200 Raritäten

aus der ganzen Welt runden die Genussreise

ab. Der Grossteil dieser exquisiten Tropfen

stammt direkt aus der Bündner Herrschaft,

die keine zehn Autominuten vom Resort

entfernt liegt.

ADVERTORIAL Fotos: beigestellt

INFO

Weitere Informationen unter

resortragaz.ch

falstaff 171


GRAPE ESCAPES

KARTAUSE ITTINGEN

Schlafen unter freiem Himmel inmitten der

Thurgauer Weinberge – das Bubble-Hotel bietet

ein einzigartiges Naturerlebnis. Mit transparenten

Wänden und einer atemberaubenden Sicht auf

den Sternenhimmel und die Reben wird jeder

Moment unvergesslich.

Friedrichshafnerstrasse 55a, 8590 Romanshorn,

T: +41 71 5310156

thurgau-bodensee.ch/de/news/grape-escape.html

WEINGUT FROMM

Das liebevoll renovierte

«Schmidhaus» aus dem Jahr

1672 liegt direkt auf dem

Weingut Fromm. Es bietet

eine ruhige und entspannende

Atmosphäre und lädt zu Weinverkostungen

und Ausflügen

in die Bündner Herrschaft ein.

Oberdorfgasse 11, 7208 Malans,

T: +41 78 6845135

fromms-guesthouse.ch

172 falstaff


ENTDECKEN

DEUTSCH-

SCHWEIZ

FASSHOTEL

Eine Nacht im historischen

Weinfass von 1939 verspricht

rustikalen Charme

und eine besondere Atmosphäre.

Das Fasshotel bietet

einen einzigartigen

Rückzugsort, eingebettet

in die Geschichte und

Weintradition des Hauses.

Gässli 7, 8219 Trasadingen,

T: +41 52 6813656,

fasshotel.ch

REBHÜSLI HINTERERLI

Abgelegen am Rebberg zwischen zwei

Dörfern liegt das Rebhüsli Hintererli. Ohne

Strom und fliessendes Wasser lädt es zu

einer romantischen Auszeit inmitten der

Natur ein, fernab der Hektik des Alltags.

Schattengasse 10, 5318 Mandach,

T: +41 56 284 26 24, rebhuesli-hintererli.ch

THE GREEN

HENRY LODGE

Im Herzen der Bündner

Herrschaft bietet diese

elegante Lodge Platz für

bis zu 11 Personen und ist

der perfekte Ort für Naturliebhaber.

Umgeben von

Bergen und Weinbergen

lädt sie zum Entspannen

und Erkunden ein.

Ob der Kircha 8, 7306 Fläsch,

T: +41 78 8961608

thegreenhenrylodge.ch

KLUS 177

Direkt neben dem Weingut gelegen, bietet

dieses stilvolle Gästezimmer modernen

Komfort und einen atemberaubenden Blick

auf die umliegenden Weinberge. Ideal für

alle, die Wein und Ruhe geniessen möchten.

Klusstrasse 177, 4147 Aesch, T: +41 617514545

klus177.ch/gästezimmer

Fotos: Roger Rubin, Ivo Scholz, Gataric Fotografie, beigestellt

STRANDKORB

IN DEN REBEN

Eingebettet in eine idyllische

Gartenlandschaft

bietet der Schlafstrandkorb

einen aussergewöhnlichen

Rückzugsort mit herrlichem

Blick auf den Untersee.

Friedrichshafnerstrasse 55a,

8590 Romanshorn

T: +41 71 5310156

thurgau-bodensee.ch/de/

news/grape-escape.html

FERIEN IM BAUDENKMAL

Das historische Rebarbeiterhaus aus dem

16. Jahrhundert, umgeben von terrassierten

Weinbergen, bietet eine authentische Atmosphäre

und eine Reise in die Vergangenheit.

Zollikerstrasse 128, 8008 Zürich,

T: +41 44 2522872

ferienimbaudenkmal.ch

falstaff

173


weinreise / WEINGÜTER DEUTSCHSCHWEIZ

★★★

WINE BY JET

2023 SB SAUVIGNON BLANC

89 Fruchtig-frisches Bukett mit Noten von Litschi,

Cassis und Holunderblüte. Dazu Grapefruit und

kräutrige Anklänge. Am Gaumen filigran, ausgewogen,

sanfte Säure, schmelziger Abgang. CHF 25,–

Wine by JET ist das junge Spitzenweingut

am Zürichsee und steht

für grosse Terroir-Weine mit klarer

Handschrift. Ihre Lagen in Uetikon und

Kloten blicken auf eine lange Geschichte

zurück, die man zukunftsweisend fortführt.

JET arbeitet mit der Natur streng

biologisch, setzt in den Weinbergen kompromisslos

auf Qualität und vertraut im

Keller auf die natürlichen Prozesse und

auf ihre Arbeit in den Weinbergen. Wine

by JET sind hochklassige Weine mit Ausdruck

und Charakter!

Kreuzsteinstrasse 35c

8707 Uetikon am See

T: +41 (78) 7435353

jet@jetwine.ch, jetwine.ch

Kontaktperson/Kellermeister:

Jonas Ettlin «JET»

Produktion: 18.000 Flaschen, 10 % Schaumwein,

60 % weiss, 10 % rosé, 20 % rot, 3 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2022 LE FUMÉ - SAUVIGNON BLANC

90 Schöne frische Zitrusaromatik in der

Nase. Noten von Kumquat und Grapfefruit.

Mit der Zeit gesellen sich Noten von

Brennnessel und tropische Früchte hinzu. Am Gaumen

kompakt, dezente Säure, mineralisch anmutender

Abgang. CHF 39,–

2023 VIVACE - RÄUSCHLING

89 Kühle, elegante Zitrusaromatik in der Nase. Zudem

Noten von Pfirsich, Apfel und Honig. Etwas

Teer und getrocknete Kräuter. Am Gaumen filigran, weich,

zarte Säure, langes Finale. CHF 33,–

2023 CD CHARDONNAY

88 Braucht Luft. Prägnante, wild-rauchige Röstaromatik,

reife Zitrusnuancen, Apfelnoten, dezent

buttrige Nuancen. Am Gaumen sehr weich und breit, zeigt

viel Schmelz, zurückhaltende Säure sowie Noten von reifem

Apfel und Kräutern. Mittellanger, wieder sehr weicher

Abgang . CHF 25,–

2022 PN PINOT NOIR

91 Frische Fruchtaromatik in der Nase. Noten von

Roter Johannisbeere, grüner Pflaume und Kirsche.

Ein Hauch Zimt, Kakao und Piment. Am Gaumen straffe

Säure, feinkörniges Tannin, langes ätherisch-würziges

Finale. CHF 28,–

2022 PRESTIGE - PINOT NOIR

91 Dunkelfruchtiges Bukett mit Noten von gedörrten

Waldbeeren, Dörrpflaume und Kirsche.

Anklänge von Süssholz und gebrannter Créme. Am Gaumen

stoffig und kräftig, leicht spürbares Tannin, langer würziger

Abgang. CHF 47,–

★★★

AAGNE WEINGUT

Familie Gysel vom Weingut Aagne in

Hallau betreibt seit mehreren

Generationen Weinbau. Stefan

Gysel, gelernter Winzer und Önologe,

gehört schweizweit zu den besten seines

Fachs. Seine Weine sind stets geradlinig und

harmonisch. Sie finden genauso bei

Weingeniessern Anklang wie bei gestandenen

Profis. Gysel setzt auf eine nachhaltige,

ökologische Produktion. Das Weingut

Aagne arbeitet eng mit dem Weingut von

Stefan Gysels Frau Nadine Saxer in

Neftenbach zusammen.

Atlinger Strasse 27

Ab Frühling 2025: Oberwiesenstrasse 47

8215 Hallau

T: +41 52 6813810

info@aagne.ch

aagne.ch

Kontaktperson/Kellermeister:

Stefan Gysel

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 RHEINRIESLING

91 Frische, typische Nase, Zitrusfrüchte, Aprikose,

grüner Apfel, tropische Nuanen. Am

Gaumen zeigt der Wein eine schöne Balance aus

dezenter Süsse und zupackender Säure, gut eingebundenes

CO₂, saftiger, mittelanger Nachhall mit

Steinfruchtnoten. CHF 19,–

2023 PINOT BLANC CHARDONNAY

90 Eleganter, subtiler Duft: Zitrone, weisse Blüten,

etwas helle Steinfrüchte, dezente Kräuterwürze.

Am Gaumen schlank mit dezenter Süsse und wiederum

blumigen Noten sowie dezent Birne. Kräuternoten im mittelangen,

passenden Nachhall. Frischer Weisswein für viele

Gelegenheiten. CHF 19,–

2023 SAUVIGNON BLANC

90 Intensive, typische Nase, Stachelbeere, Cassis,

Holunderblüte, etwas Maracuja. Am Gaumen

schlank mit spürbarem Süssteil, dezentem Eindruck von

Kohlensäure und intensiver Limettenaromatik. Langer,

saftiger Nachhall. CHF 19,–

2023 PINOT NOIR ROSÉ

89 Helle Beeren und Kirsche in der Nase, etwas Birne

und Zitrusnoten. Am Gaumen leicht süsslich

mit spürbarer Kohlensäure, reife, passende Säure und

wiederum beerige Noten. Passende Länge. CHF 16,–

2021 PINOT NOIR BARRIQUE

90 Klare Nase, reife Kirschennoten, helle Beeren,

Nuancen von Gewürzen, Gewürznelke, etwas

Muskatnuss. Am Gaumen fruchtig mit reifer, spürbarer

Säure und süsslicher Frucht, feines, recht dezentes Tannin.

Saftiger Nachhall. CHF 25,–

2021 CABERNET MERLOT

90 Frischfruchtige Nase, Kirsche, rote Beeren, dazu

eine intensive, vegetale Aromatik von frischer

grüner Peperoni, dazu Cassis. Am Gaumen überraschend

schlank mit passendem Schmelz, reifer, spürbarer Säure

und dezentem Süsseeindruck. Endet lang mit würzigen

Akzenten. CHF 28,–

Fotos: copyright © 2021 Tobias Ryser, Bosshart + Grimm Bio-Weingärten, Johannes Eules Fotografie, beigestellt

174 falstaff


Ziegelhüttenweg 4, 8892 Berschis

T: +41 81 7334124

info@bosshartweine.ch, bosshartweine.ch

★★★

BOSSHART + GRIMM

BIO-WEINGÄRTEN

Das Weingut Bosshart + Grimm

ist nicht nur einer der Biopioniere

der Schweiz, sondern auch

Pionier, was den Anbau von Piwi-Sorten

angeht. Schon früh gelang es dem Produzenten,

dessen Lagen sich auf Quinten,

Walenstadt, Berschis, Flums und Sargans

verteilen, aus den robusten Sorten ernstzunehmende

Weine zu kreieren. Charakterstarke

Tropfen, die besonders nachhaltig

produziert werden, denn die Sorten verlangen

nach deutlich weniger Pflanzenschutzmassnahmen

im Rebberg.

Kellermeister: Philipp Bosshart

Produktion: 20.000 Flaschen

5 % Schaumwein, 40 % weiss, 5 % rosé, 50 % rot, 4.5 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

93

2022 SOUVIGNIER GRIS

Frische Zitrusaromatik in der Nase. Noten von

Yuzu, Kumquat und Grapefruit. Dazu gelbe Steinfrucht

90

2023 ZWICKY WEISS

Intensive Aromatik in der Nase. Noten von Orangenblüten,

Zitrusfrüchten und kühle, kräutrige

91

und florale sowie kräutrig-würzige Anklänge. Am

Gaumen elegant, mit reifer Säure und schönem Schmelz.

Herbe Zitrusfrucht, die sich in den langen, salzig anmutenden

Abgang zieht. CHF 25,–

Anklänge von Minze und Melisse sowie tropische Früchte.

Am Gaumen leichtfüssig mit angenehm herber Zitrusfrucht,

Holunderblüte und stringenter Säure. Mittellanges

Finale. CHF 20,–

2023 SAPHIRA

90 Reife gelbe Frucht in der Nase. Noten von Apfel,

Pfirsich und Agrumen. Dazu dezente Anklänge

von Honig. Am Gaumen frisch, weich und ausgewogen,

sanfte Säure, langes Finale. CHF 19,–

2023 ROSÉ

89 Dezente Nase mit Noten von Grapefruit, Erdbeere

und exotischen Früchten sowie feine kräutrige

Anklänge. Am Gaumen frisch, saftig und gehaltvoll.

Mittellang. CHF 19,–

2022 PINOT BARRIQUE

Reif anmutendes Bukett mit Noten von Rumtopf,

Kakao und gedörrter Feige, Am Gaumen

schmeichelnd und kraftvoll, mit reifer Säure und gedörrter

dunkler Frucht. Feinkörniges Tannin und Kakao sowie

nussige und salzig-mineralische Noten im Finale. CHF 29,–

90

2022 WALENSEE SÜDWIND BARRIQUE

Intensives Bukett mit Noten von Holunderbeere,

Roter Johannisbeere, Himbeere und Blutorange.

Zudem dezente kräutrige und foral-würzige Nuancen. Am

Gaumen saftig, straffe Säure, dezentes Tannin, langer

Abgang. CHF 28,–

Seestrasse 43, 8880 Walenstadt

T: +41 79 2189138

kontakt@casanova-weinpur.ch

casanova-weinpur.ch

★★★

CASANOVA WEINPUR

Marco Casanova gehört zu

den besten Weinmachern der

Schweiz. Bevor er sein eigenes

Weingut am Walensee ins Leben rief,

war er unter anderem für die legendären

Weine des nicht mehr existierenden

Bündner Produzenten Cicero verantwortlich.

Seit 2015 bewirtschaftet er

Rebberge in St. Gallen und Graubünden,

allesamt nach biodynamischen Prinzipien.

Im Keller vertraut Casanova auf natürliche

Hefen, schwefelt nur minimal und bringt

so waschechte Terroirweine auf die Flasche.

Kontaktperson/Kellermeister: Marco Casanova

Produktion: 29.333 Flaschen

6 % Schaumwein, 38 % weiss, 4 % rosé,

49 % rot, 3 % süss, 4.2+0.8 Hektar

Anbauweise: Biodynamisch (Demeter)

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2022 CHARDONNAY

92 Reife, frische Fruchtaromatik in der Nase. Noten

von Papaya, Ananas und Agrumen. Dazu Honig

und Birne sowie florale Nuancen und etwas Karamell. Am

Gaumen filigran und ausgewogen, wirkt auf seine Weise

frisch, salzig-mineralisch anmutendes, von würzigen Noten

untermaltes Finale. CHF 40,–

CUVÉE BLANC

90 Duftet nach reifer Ananas, Apfel und Agrumen.

Dazu Noten von gerösteten Nüssen und etwas

Honig. Am Gaumen filigran und ausgewogen, mit frischer

Säure und salzig-mineralisch anmutendem Finale. CHF 25,–

2023 SAUVIGNON BLANC

90 Dezentes Bukett mit zarter Zitursaromatik.

Etwas Pfirsich und exotische Früchte. Am

Gaumen leicht und beschwingt, mit knackiger Säure und

leicht herber gelber Frucht im mittellangen Finale. CHF 29,–

2023 WALENSTADTER PINOT SAIGNÉE

91 Lachsrosa im Glas. In der Nase Noten von

Pfirsich, Erdbeere und Grapefruit. Anklänge

von exotischen Früchten und kräutrig-würzige Nuancen.

Am Gaumen frisch und ausgwogen, mit schmelziger

Frucht und langem Säurenerv, der sich ins Finale zieht.

CHF 21,–

2022 WALENSTADTER PINOT NOIR

93 Duftet nach roten Beeren, Kirsche und Blutorange.

Zudem Anklänge von Milchkaffee und

kräutrig-würzige Nuancen. Am Gaumen elegant, mit reifer

saftiger Säure, roter Frucht und etwas Graphit. Gut eingebundenes

Tannin, langer Abgang. CHF 22,–

2022 SEEMÜHLE CABERNET Dunkelfruchtiges

Bukett mit Noten von gedörrten dunklen

89

Beeren und Dreifruchtkonfitüre. Dazu Noten von

Pflaume und dunkel gebackenem Brot sowie würzige Anklänge.

Am Gaumen saftig und kraftvoll, leicht spürbares

Tannin. Dunkle Frucht und Würze, langer Abgang. CHF 32,–

falstaff

175


weinreise / WEINGÜTER DEUTSCHSCHWEIZ

Im Dorf 4

6214 Schenkon

T: +41 41 921 13 01

info@dein-wein.ch

dein-wein.ch

★★

DEINWEIN VOM

RÖMERWEG

Das Projekt Deinwein vom Römerweg

startete 2015 mit der Pflanzung der

ersten Rebstöcke, 2016 folgte der

Keller-Neubau und 2018 wurde die erste

Ernte eingefahren. Die engagierten Quereinsteiger

Bruno und Inge Steiner Moolenaar

bewirtschaften auf ihren 1,5 Hektar am

Sempachersee acht Traubensorten, die sie

sorgsam von Hand ernten. In der modernen

Kelterei entstehen charaktervolle Rot-, Weissund

Roséweine mit klangvollen Namen wie

Bacchus, Frau, Fuchs, Gans oder Zentaur.

Kellermeister: Bruno Steiner-Moolenaar

Produktion: 10.667 Flaschen

60 % weiss, 10 % rosé, 30 % rot, 2 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

89

2023 GANS VOM RÖMERWEG SCHENKON

AOC LUZERN

Grüner Apfel in der Nase, Grapefruit, tropische

90

2023 FRAU VOM RÖMERWEG SCHENKON

AOC LUZERN

Ausdrucksstarke Zitrusaromatik in der Nase: Noten

88

Fruchtnuancen, Litschi, rauchige Anklänge, dazu weisse

Blüten. Intensiv und vielschichtig. Am Gaumen eher breit

und weich mit reifer Säure, zitrischen und tropischen Noten

von Limette und Yuzu. Anklänge von frischen Nüssen

und florale Nuancen. Am Gaumen satte tropische Frucht,

frische Säure, Zitrus und Mokka im Fininsh. CHF 28,–

sowie salzigem Eindruck im langen Nachhall. CHF 24,–

2022 WIDDER VOM RÖMERWEG SCHENKON 90

2023 ZENTAUR VOM RÖMERWEG SCHENKON 88 AOC LUZERN

90 AOC LUZERN Sehr intensiv in der Nase, Holunderblüte,

Intensives, leuchtendes Pink. Blumige Noten in

Litschi, Eisbonbon, auch etwas

künstlicher

Pfirsich. Am Gaumen zurückhaltender mit gewissem

Schmelz, reifer Säure und wiederum Eisbonbon- und Pfirsichnoten.

Endet mittellang und mit dezenter Bitterkeit. CHF 26,–

Gemeinsam mit seiner Frau Patricia

übernahm Diederik Michel im Jahr

2014 Rebparzellen in Küsnacht. Der

Startschuss zum eigenen Weingut, in dem der

vielgereiste Önologe mit holländischen Wurzeln

Weine nach seiner eigenen Philosophie in

die Flasche bringt. Vinifikation und Ausbau

erfolgen eigenhändig in der «Keller-WG»

beim befreundeten Weingut Schwarzenbach

in Meilen und zeichnen sich durch

ihre äusserst präzise Art aus. Michels Herz

schlägt vor allem für den Räuschling.

Kellermeister: Diederik Michel

Produktion: 4.2 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 DW RÄUSCHLING KÜSNACHT

92 Satte Frucht in der Nase. Noten von Apfel,

Pfirsich und Mandarine sowie Ankänge

von tropischen Früchten. Etwas Melisse

und florale Nuancen. Am Gaumen frisch und ausgewogen,

reife Säure, langes Finale. CHF 20,20

★★★

WEINGUT

DIEDERIK

der Nase, etwas Litschi, kleine rote Beeren, aromatische Zitrusfrüchte.

Am Gaumen eher weich, mit zurückhaltender

Säure, wiederum fruchtig mit rauchigen Nuancen. Endet

mittellang und frisch. CHF 24,–

Obere Heslibachstrasse 90, 8700 Küsnacht (Zürich)

T: +41 44 910 55 77, info@diederik.ch, diederik.ch

2023 WIDDER VOM RÖMERWEG SCHENKON

AOC LUZERN

In der Nase Noten von Maracuja, Blutorange, Apfel

und roten Beeren. Am Gaumen süsslich, mit dezenter

Säure und mittellangem Finale. CHF 24,–

2020 BACCHUS VOM RÖMERWEG SCHEN-

KON AOC LUZERN

Dunkle Beerenfrucht, Brombeeren, Aroniabeeren,

etwas Kirsche, dazu würzige und kräutrige Anklänge,

etwas Peperoni und rauchiges Holz. Am Gaumen leicht

süsslich wirkend mit wiederum präsenter Würze, feines, gut

integriertes Tannin, reife Säure. Endet mittellang mit Noten

von dunklen Beeren, Pfeffer und Kaffee. CHF 32,–

2021 DW PETIT RHIN «BRUT» ZÜRICHSEE

90 Mittleres Goldgelb. Fruchtbetont in der Nase,

Aprikose, reifer Apfel, dezent Nougat sowie kräuterwürzige

Elemente, etwas Orangenblüte. Am Gaumen

von schöner Fülle, saftige Säure, sehr feine, etwas aufbrausende

Perlage. Endet zart süss und saftig mit fruchtigen

und blumigen Nuancen. CHF 33,80

2022 DW PINOT BLANC KÜSNACHT

92 Elegante Nase mit frischer Apfelaromatik, Noten

von Yuzu und ein Hauch exotische Früchte. Im

Hintergrund wirkt eine kühle kräutrige Frische. Am Gaumen

kompakt, mit feinem Säurefaden, saftiger Frucht und langem

Finish mit phenolischem Touch. CHF 21,40

2023 DW BLANC DU VILLAGE - SEMINAR

91 KÜSNACHT Diskrete Nase mit Noten von Agrumen,

Aprikose, tropischen Früchten einer kräutrigen

Würze. Am Gaumen schöne Fülle, saftige Säure, schöner

Schmelz und langes Finale. CHF 24,30

2020 DW PINOT NOIR BARRIQUE KÜSNACHT

92 Recht intensive, klare Frucht: Sauerkirsche, Himund

Heidelbeere, auch Johannisbeere, dazu röstartige

Nuancen vom Ausbau im Holz, dezent Mandel, etwas

rauchiges Holz. Wirk harmonisch. Am Gaumen frisch und

ebenfalls schön ausgewogen mit saftiger, reifer Säure und

dunkler Fruchtaromatik. Sehr feines, schön integriertes

Tannin, saftig im Nachhall. CHF 28,70

2020 DW *MMCC* KÜSNACHT

92 Dichtes Purpur im Glas. Edel wirkende Nase: Zwetschge,

Brombeere, dazu Edelholznuancen und würzige

Elemente, Gewürznelke, etwas Zimt. Am Gaumen von mittlerer

Fülle, saftige Säure, wiederum dunkle Frucht, dazu schön passende

Röstnoten, etwas Zartbitterschokolade und Cassislaub. Seidige,

feine Tannine. Saftig auch im langen Nachhall. CHF 33,40

Fotos: @siffert, NATHALIA ESTHER, beigestellt

176 falstaff


★★★★

WEINGUT

EICHHOLZ – IRENE

GRÜNENFELDER

So wie sich der Wein im Laufe der

Zeit verändert, hat sich auch das

Weingut Eichholz weiterentwickelt:

Aus dem kleinen Ein-Frau-Betrieb ist ein

sechs Hektar umfassendes Familiengut

geworden. Mutter und Sohn stellen sich der

Herausforderung, authentische, finessenreiche

Weine auf die Flasche zu bringen. Im

Keller wird puristisch gearbeitet, um die

Eigenheit jeder Lage zu fördern. Die Weinqualität

entspringt dem Rebberg und daher

wird diesem grösste Beachtung geschenkt.

Eichholz 2

7307 Jenins

T: +41 79 7598973

info@weinguteichholz.ch

eichholz-weine.ch

Kellermeister: Johannes Hunger (Sohn)

Produktion: 53.333 Flaschen

5 % Schaumwein, 43 % weiss, 2 % rosé, 60 % rot,

7+2 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 SAUVIGNON BLANC

93 Elegantes Bukett mit zarten Ztirusnoten, Reneklode

und Brennnessel, unterlegt mit dezenter

tropischer Frucht. Am Gaumen getragen von reifer Säure

und mineralisch-salziger Anmut. Angenehme Fülle,

diskreter Schmelz, lang. CHF 30,–

2022 PINOT NOIR EICHHOLZ

94 In der Nase zwischen Würze und Frucht pendelnd.

Noten von reifen Himbeeren, Sauerkirsche

und Roten Johannisbeeren. Etwas Granatapfel und Anklänge

von Piment sowie Bohnenkraut. Dazu feine, schön eingebundene

Röstnoten. Am Gaumen elegant und sanft, mit

feinem Säurefaden, würziger roter Frucht, leicht spürbarem

reifem Tannin, langem Finale. CHF 58,–

★★

WEINGUT FLORIN

Marisol und Andreas Florin legen

grossen Wert auf Authentizität,

deshalb geben sie keinen

Arbeitsschritt in fremde Hände. Ihre

nach Süden ausgerichteten Steillagen

bei Stein am Rhein sind ein spezielles

Terroir. Die Florins verstehen das

Klima und die Natur als ihr Partner,

bewirtschaften ihre Lagen mit viel

Handarbeit und zeigen viel Fingerspitzengefühl

im Keller. Sie geben der

Natur ihren Raum – Blumen und Insekten

haben hier genauso ihren Platz wie Vögel

und Kleintiere.

Fronhof 26

8260 Stein am Rhein

T: +41 79 7849746

info@weingutflorin.ch

weingutflorin.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Andreas Florin

Produktion: 3.5 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 PINOT GRIS AUSLESE

89 Duftet nach Eisbonbon, Birne, Grapefruit und

Pfirsich. Anklänge von exotischen Früchten und

florale Nuancen. Am Gaumen cremige Frucht, Aroma von

Kernobst und Agrumen. Langes Finale. CHF 20,50

2023 CHARDONNAY ERSTE WAHL

89 Reife Zitrusfrüchte, Apfelnoten, etwas Honig,

dezente Röstnoten, Vanille. Am Gaumen süsslich

wirkend mit wiederum intensiver Zitrusfrucht, reife Säure.

Endet mittellang mit Nuancen von Ananas. CHF 27,50

2023 RIESLING-SYLVANER AUSLESE

88 Dezente Nase mit Noten von Apfel, Agrumen

und Sternfrucht. Dazu präsente würzige Anklänge

von Muskat. Am Gaumen straff und eher karg in

der Aromatik. Mittellang. CHF 16,50

2023 SCHILLER HOHESTÄI

88 Eher dezente Nase mit Noten von reifem Kernobst,

Pfirsich und Agrumen. Etwas Eisbonbon.

Am Gaumen frisch, mit dezenter Zitrusfrucht und mittellangem

Finish. CHF 23,–

2021 PINOT NOIR BLAUROCK

87 Klare Kirschfrucht, Nuancen von hellen Beeren

sowie florale Anklänge. Am Gaumen leicht süsslich

mit reifer Beerenfrucht, reife Säure, feines Tannin. Endet

mittellang und etwas wärmend. CHF 35,–

falstaff

177


weinreise / WEINGÜTER DEUTSCHSCHWEIZ

★★★

WEINGUT

HEIDELBERG

Heidelberggässli 4, 7304 Maienfeld

T: +41 81 3307205

info@weingut-heidelberg.ch

weingut-heidelberg.ch

Am obersten Dorfrand von Maienfeld

liegt das Weingut Heidelberg.

Sanft umschlossen vom Wingert,

der diesem seinen Namen gab. Wie alle

Weinberge in Maienfeld ist auch der Heidelberg

karg, tiefgründig und durchzogen

von Kalkgestein. Über Generationen

hinweg ein landwirtschaftlicher Mischbetrieb,

wurde im Laufe der letzten 50

Jahre nach und nach ein reines Weingut

aus dem Heidelberg. Der heutige

Kellermeister Roland Lampert führt das

Weingut in vierter Generation.

Kellermeister: Roland Lampert

Produktion: 30.000 Flaschen

2 % Schaumwein, 15 % weiss, 3 % rosé, 80 % rot,

5+1 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

TRADITION - CUVÉE MOUSSEUX

89 Noten von Litschi, reifer Birne, Apfel und

Zitrusfrüchten in der Nase. Am Gaumen

frisch, saftige Säure, passende Süsse, angenehme

Perlage und phenolisch-mineralische Anmut im

langen Abgang. CHF 30,–

2022 HEIDELBERG - CHARDONNAY

90 Buttrige Zitrusfrucht in der Nase. Zudem Anklänge

von Apfel und tropischen Früchten sowie

kräutrige Nuancen und etwas Weihrauch. Am Gaumen

geradlinig und ausgewogen, mit herber Zitrusfrucht und

kräutriger Würze im langen Abgang. CHF 32,–

2021 BADRUS

92 Warmfruchtiges Bukett mit Noten von gedörrten

Aroniabeeren, Kirsche und eingelegten

roten Beeren. Dazu etwas Süssholz, schwarze Schokolade

und Graphit. Am Gaumen kräftig, reife Säure, schmelzige

dunkle Frucht und balsamische Würze im Abgang. CHF 32,–

2021 WALSER

90 Würzig-fruchtige Nase mit Noten von Himbeere,

Kirsche und Roter Johannsibeere. Etwas Piment

und dunkel gebackenes Brot. Am Gaumen saftig, reife

Säure, reifes Tannin und langer Abgang. Bodenständig.

CHF 26,–

2021 LIMES - CUVÉE ROUGE

90 Dunkelfruchtige Nase. Noten von konfierten

Brombeeren, Pflaume und Kirsche. Anklänge von

Piment und kräutrige Nuancen. Am Gaumen saftig, reife

Säure, leicht spürbares Tannin, dunkle Frucht und würziger

Abgang. CHF 36,–

2023 INCOGNITO - BLANC DE NOIR

88 Dezenter rosa Schimmer. In der Nase Noten von

hellen Beeren, Zitrone, subtile Gewürzaromen.

Am Gaumen klar süss mit leicht spürbarer Kohlensäure,

mittlere Säure, endet mittellang und saftig mit Noten von

grünem Apfel. CHF 20,–

★★★

HERTER WEIN

Stephan Herter produziert vor den

Toren Winterthurs charaktervolle

Weine im Einklang mit der Natur.

Am Taggenberg bewirtschaftet er auf

Böden mit Kalk und Buntsandstein über

30-jährige Reben. Herter verzichtet bewusst

auf Pestizide und setzt auf naturnahe

Prozesse im Weinberg und Keller. Seine Philosophie

zielt auf einen lebendigen Boden

und gesunde Reben ab. Mit viel Handarbeit

und minimalen Eingriffen lässt er so

eigenständige, erstklassige Terroirweine

entstehen.

Ruchried 3

8442 Hettlingen

herterwein.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Stephan Herter

Produktion: 40.000 Flaschen

10 % Schaumwein, 40 % weiss, 10 % rosé, 40 % rot,

3.5+1.75 Hektar

Anbauweise: Bio

178 falstaff

2023 FERDINAND RÄUSCHLING

92 Frisches, unaufdringliches Bukett mit Noten

von Agrumen, Mirabelle, Ananas und

Apfel. Dazu etwas Melisse und frisches Heu. Am

Gaumen saftige, straffe Säure und angenehme

Kargheit. Intensives Finale auf gelber Pflaume.

CHF 24,–

2023 RUFUS SAUVIGNON BLANC

92 Eher helles Gelb, grüne Reflexe. Zurückhaltend in

der Nase, Zitrusfrüchte, grüner Apfel, Holunderblüte,

mit Luft auch Cassis sowie rauchige Nuancen. Alles stets

subtil und elegant. Am Gaumen frisch mit strukturiender

Säure, Noten von Stachelbeere auch am Gaumen. Salziger

Charakter im langen, saftig-zitrischen Nachhall. CHF 26,–

2022 STRIX CHARDONNAY

92 In der Nase zarte Zitrusaromatik, gepaart mit

Noten von gelbem Apfel, Birne und Nektarine.

Am Gaumen geradlinige Säure, karge Frucht, nussige und

würzige Noten im langen Finale. CHF 36,–

2023 KUCKUCK SAINGÉE PINOT NOIR

91 In der Nase Noten von Kirsche, Himbeere, Hibiskusblüte

und Grapefruit. Unterlegt von einer

kräutrigen Würze. Am Gaumen leichtfüssig, mit frischer

Säure und rotbeeriger Frucht. Langer salzig-mineralisch anmutender

Abgang. CHF 23,–

2022 RUPRECHT PINOT NOIR

94 Mittleres Rubin. Wirkt natürlich in der Nase:

Schwarzkirsche, Zwetschge, Nuancen von roten

Beeren, dazu warm-würzige Anklänge. Wird mit Luft zusehends

klarer und vielschichtiger. Am Gaumen leicht und

schlank aber dennoch mit spürbarer Kraft ausgestattet.

Saftig am Gaumen mit feinem Tannin und Noten von dunklen

Früchten im langen Nachhall. CHF 46,–

2022 GRIMBART PINOT NOIR

92 Mittleres Rubin. In der Nase intensiv fruchtig mit

Noten von Cassis und hellen Beeren, Kirsche sowie

Nuancen von Hagebutten. Würzig-kräutrige Noten im Hintergrund.

Am Gaumen durch die Beeranaromatik leicht süsslich

wirkender Druck, angenehm schlank und elegant. Saftige, reife

Säure. Hallt lange nach auf Beerennoten. CHF 36,–

Fotos: beigestellt


Pfrundweg 12, 9492 Eschen

T: +423 75 69013

info@weinbau-hoop.li

weinbau-hoop.li

★★

WEINBAU HOOP

Die Weingärten des Weinguts

Hoop in Eschen werden

nachhaltig und mit viel Liebe

bewirtschaftet. Jede Rebsorte und jede

Lage wird unterschiedlich bearbeitet,

stets nach dem jeweiligen Bedürfnis der

Pflanzen. Geerntet wird im Schnitt je

nach Sorte und Lage zwischen 350 und

500 Gramm pro Quadratmeter. Im Keller

geht Uwe Hoop sehr zurückhaltend vor.

Den Weinen wird Zeit gelassen, um sich zu

entwickeln, und die Vinifizierungsmethoden

werden den Sorten und Lagen angepasst.

Kellermeister: Uwe Hoop

Produktion: 16.000 Flaschen

5 % Schaumwein, 40 % weiss, 10 % rosé, 45 % rot, 3 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

90

2022 TORSO

Rote und schwarze Beeren in der Nase, etwas

Zwetschge, dazu prägnante würzige Noten,

89

2023 CUVÉE BLANCHE

Eher zurückhaltende Nase, Zitrone, dezent

weisse Blüten, grüner Apfel. Am Gaumen recht

88

teerig-animalische Noten. Am Gaumen von mittlerer Fülle,

schöner Schmelz, wiederum feine Gewürznoten, dezent

füllig mit zurückhaltender Säure, Noten von Holunderblüte,

wiederum Apfel. Endet mittellang. CHF 24,–

rauchig. Feines Tannin und rote Beeren im Finale. CHF 26,–

2021 MERLOT GÜTING

88 Rubin mit violetten Reflexen. Reife Frucht,

Dörrzwetschge, dunkle Beeren, edle, dunkle

2021 CHARDONNAY PFARRHOF

90 Reife Zitrusfrüchte, helle Steinfrüchte, dazu zart

holz-würzig, etwas Karamell, dezent Honig. Am

Gaumen von mittlere Breite, durchaus kraftvoll mit wiederum

prägnanter Holzaromatik, sehr saftig und mit schöner

Länge ausgestattet. CHF 35,–

Johannes und Myriam Lampert betreiben

den Weinbau- und Landwirtschaftsbetrieb

ihrer Familie mit viel

Leidenschaft in Jenins. Die Weinberge der

Lamperts verteilen sich auf das Gebiet von

Maienfeld über Jenins bis nach Malans und

werden nach biologischen Richtlinien bewirtschaftet.

Das Motto ist immer mit und

niemals gegen die Natur zu arbeiten. Diese

Überzeugung widerspiegelt sich auch im

Röstaromatik, etwas Tabak und Lebkuchengewürz. Am

Gaumen breit und füllig mit weicher, reifer, ausbalancierender

Säure. Spürbares, mittelfeines Tannin, mittlere

Länge. CHF 29,–

Weinkeller wider. Sämtliche Weine werden

spontan vergoren und nicht filtriert.

Gässli 1, 7307 Jenins

T: +41 79 6902511

mail@lampert.ch

lampert.ch

Kellermeister: Johannes Lampert

Produktion: 30 % weiss, 70 % rot, 3.8 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2021 PINOT NOIR TORKEL

Kirsche in der Nase, dezent dunkle Beeren, pfeffrige

Würznuancen, etwas Teer. Am Gaumen

eher breit und leicht süsslich wirkend. Reife Säure, spürbares,

mittelfeines Tannin. Säurebetont im mittellangen

Nachhall. CHF 35,–

2023 RIESLING 1188

85 Intensive Zitrusfrucht, grüner Apfel, flüchtige Noten

an der Grenze, etwas Mandeln und Aprikose.

Am Gaumen klar süsslich und eher schlank, intensive, zupackende

Säure. Endet mittellang mit Noten von Popcorn.

CHF 35,–

★★

MYRIAM & JOHANNES LAMPERT

BLANC DE NOIR

89 Zartes Bukett mit Noten von Apfel, Birne und Zitrusfrüchten.

Dazu ein Hauch Karamell und kräutrig-würzige

Nuancen. Am Gaumen weich und frisch, mit dezenter

Säure und gelbem Sternobst im Abgang.

CHF 22,–

MERLOT

89 Mollige Fruchtaromatik in der Nase. Noten von

gedörrten Gojibeeren, Erdebeere, Pflaume und

Kirsche. Unterlegt ist das Ganze mit Noten von Ysop, Kakao

und Piment. Am Gaumen saftig, mittelgewichtig, mit

reifer Säure und mittellangem Finale. CHF 44,–

PINOT NOIR

91 Von balsamischer Würze geprägtes Bukett. Ausserdem

Noten von Graphit, Kirsche und Himbeere

sowie ein Hauch Karamell. Am Gaumen zwischen Rustikalität

und Eleganz schwinged, schöne saftige Säure, kreidiges

reifes Tannin, langer würzig-fruchtiger Abgang. CHF 34,–

Myriam und Johannes

Lampert

falstaff

179


weinreise / WEINGÜTER DEUTSCHSCHWEIZ

★★

LANDOLT

WEINE

Landolt Weine, ein Traditionsunternehmen

im Herzen Zürichs, blickt

auf eine 190-jährige Geschichte

zurück. Seit 1834 prägt das Familienunternehmen

die lokale Weinkultur und

bewirtschaftet eigene Rebberge in der Stadt

Zürich sowie im Zürcher Weinland. Das

Unternehmen kultiviert 15 verschiedene

lokale und internationale Traubensorten –

etwa in der Lage Schiterberg in Kleinandelfingen

aber auch in Lagen auf dem Stadtgebiet

Zürichs. Zudem ist Landolt auch im

Weinhandel tätig.

Uetlibergstrasse 130, 8045 Zürich

T: +41 44 2832626

contact@landolt-weine.ch

landolt-weine.ch

Winzer: Nik Zeljkovic und Dani Grab

Produktionsverantwortlicher: Wolfgang Langanger

Produktion: 12 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

88

2023 STADTZÜRCHER BLANC DE NOIR BRUT

AOC Zarter Apfelduft in der Nase gepaart mit

Noten von Zitronensorbet und exotischen Früchten.

89

2023 ZÜRIBIETER SAUVIGNON

BLANC SCHITERBERG AOC

Intensives Bukett mit Noten von Holunderblüte,

91

Am Gaumen schmeichelnd, mit knackiger Säure und

angenehmer Perlage. CHF 34,–

Grapefruit und exotischen Früchten. Am Gaumen zwischen

Süsse und Säure pendelnd, fruchtig und mittellang.

CHF 24,80

2022 ZÜRIBIETER CHARDONNAY RÉSERVE

90 SCHITERBERG AOC Fruchtiges Bukett mit Noten

von Ananas, Birne, Agrumen und weissen

Blüten sowie rauchigen Nuancen. Am Gaumen vollmundig,

mit reifer Säure und cremigem Körper. Endet lang. CHF 29,–

2023 STADTZÜRCHER KERNER BURGHALDE

88 AOC In der Nase Noten von Holunderblüte, Grapefruit

und exotischen Früchten. Am Gaumen

weich, mit sanfter Säure und mittellangem Finish. CHF 22,–

2022 1834 CUVÉE ROUGE AOC Nase: Konzentrierte

Frucht. Noten von gedörrten und konfierten

Beeren wie Brombeere und Himbeere. Dazu Pflaume

und Röstnoten. Etwas Karamell. Gaumen kräftig, saftige

Säure, frische Frucht, geschliffenes Tannin. CHF 49,–

2022 STADTZÜRCHER PINOT NOIR RÉSERVE

90 SONNENBERG AOC Nase: Reife Beerenfrucht,

Noten von Himbeere und Roter Johannisbeere,

Pflaume, kräutrig-würzige Anklänge. Gaumen geschmeidig,

frische Säure, kreidiges Tannin, langes Finale. CHF 36,–

2023 ZÜRIBIETER CUVÉE WEISS AOC

89 Zarte Fruchtaromatik in der Nase. Noten von Apfel,

Birne und Zitrus und Aprikose. Am Gaumen

frisch und fruchtig mit passender Säure und zitrischem

Finale. CHF 18,90

2022 ZÜRIBIETER PINOT BLANC ADLIKON

88 AOC Dezentes Bukett mit Noten von Birne,

Bittermandel und Quitte. Am Gaumen dezente

Säure und eine gewisse Herbe im Abgang. CHF 24,80

2022 SCHITERBERGER HIMMELSLEITERLI

88 PINOT NOIR AOC Noten von Johannisbeerkonfitüre,

Erdbeere und Kirsche. Zudem kräutrig-würzige

Nuancen und etwas dunkelgebackenes Brot.

Gaumen fruchtig, dezente Säure und Tannin. CHF 19,80

89

2023 STADTZÜRCHER RÄUSCHLING BURG-

2023 STADTZÜRCHER ROSÉ AOC

2022 ZÜRIBIETER PINOT NOIR RÉSERVE

HALDE AOC Betont floral in der Nase. Zudem 88 Dezente Nase mit Noten von roten Beeren, 88 SCHITERBERG AOC Reife Fruchtaromatik. Noten

wie kräutrige Anklänge. Am Gaumen klar, mit straffer Säure

und herber Apfelfrucht im langen Finale. CHF 22,–

Noten von Papaya, Birne und Zitrusfrüchten so-

schmeichelnd, mit schönem Spiel zwischen dezenter

Restsüsse und knackiger Säure. CHF 22,–

Agrumen und exotischen Früchten. Am Gaumen

von Kirsche, Himbeere und Granatapfel.

klänge von Karamell und kräutrige Nuancen. Am Gaumen

kraftvoll, mit dezenter Säure und feinem Tannin. CHF 36,–

An-

Fotos: beigestellt

180 falstaff


Iselisberg 23, 8524 Uesslingen

T: +41 52 7461386

info@weingut-lenz.ch

weingut-lenz.ch

★★★

BIOWEINGUT

LENZ

Das Bioweingut Lenz in Uesslingen

ist fokussiert auf pilzwiderstandsfähige

Rebsorten. Aus

über 30 der robusten Sorten werden

über 50 verschiedene Weine gekeltert.

Das ist aber noch nicht alles. Gemeinsam

mit dem bekannten Schweizer

Rebzüchter Valentin Blattner entwickelt

das Weingut in seinen Muttergärten

über 600 neue pilzwiderstandsfähige

Sorten. Rund 15 Prozent des

Betriebs wurden gerodet, um die Biodiversität

zu steigern und den Krankheitsdruck

zu minimieren.

Kellermeister: Teamwork

Produktion: 333.333 Flaschen

2 % Schaumwein, 58 % weiss, 2 % rosé, 38 % rot,

27+15 Hektar

Anbauweise: Bio-dynamisch

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 AMPHORE WEISS Duftet nach Pfirsich,

91 Mango, Apfel und Agrumen. Anklänge von

Schwarztee und florale Nuancen. Am Gaumen

sanft und schmeichelnd, mit saftiger Säure und ätherisch-würzigem

Finale. CHF 20,–

2023 HANDWERK WEISS In der Nase Noten

91 von Pfirsich, Apfel und Agrumen. Zudem eine augeprägte

Buttrigkeit und florale Anklänge. Am

Gaumen saftige Säure, schmelziger Körper und eine

prägnante, kräutrige Würze im langen Finale. CHF 24,–

2023 NATURWEISS Duftet nach grünem Pfeffer,

Buchsbaum und grüner Peperoni. Dazu An-

88

klänge von exotischen Früchten und Agrumen.

Am Gaumen süsslich-frisch, mit passender Säure und

mittellangem Abgang. CHF 18,50

2023 HANDWERK ROT In der Nase Sauerkirsche,

dazu Waldbeeren, insbesondere Erdbeeren,

93

Kräuter, dezent gedörrte Frucht. Gaumen saftig,

von mittlerer Fülle mit intensiven Kirschnoten, feines, geschliffenes

Tannin. Endet lang und frischfruchtig. CHF 28,–

2023 MEISTERHANDWERK ROT Intensive, reife

91 Frucht, Zwetschge, Brombeeren, dezent Orange,

würzige Anklänge. Gaumen leicht süsslich, eher

breit mit reifer Säure, sehr feinem Tannin und reifer Frucht,

würzigen und kräutrigen Noten. Hallt lange nach. CHF 42,–

2023 AMPHORE ROT Intensive, dunkle Frucht,

90 Holunderbeere, Cassis, etwas Cassislaub, dazu

würzige Nuancen, dezente, vegetale Kräuternoten.

Am Gaumen vollmundig, im Auftakt leicht süsslich. Saftige,

reife Säure, feines Tannin. Ende leicht herb. CHF 22,–

Biodiversität am Bioweingut Lenz.

falstaff

181


weinreise / WEINGÜTER DEUTSCHSCHWEIZ

Michel Jaussi

★★★

WEINGUT ZUR LINDE

Seinen Traum vom eigenen Weingut

verwirklichte der bekannte

Schweizer Werbefotograf Michel

Jaussi im Jahr 1999. In seinem Weingut

zur Linde, das sich in Linn befindet,

fokussiert er sich seitdem auf das Wesentliche

und produziert lediglich zwei

Weine. Einen Weisswein aus den Sorten

Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle

und einen Rotwein aus Pinot

Noir. Beides charaktervolle Tropfen. Ab

Frühling 2025 wird das Sortiment mit einem

ausdrucksstarken Chardonnay ergänzt.

Linn 11

5225 Linn

T: +41 56 4501155

info@weingutlinde.ch

weingutlinde.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Michel Jaussi

Produktion: 3.200 Flaschen

20 % weiss, 80 % rot, 0.5+0.3 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2022 UNTER DER LINDE SAUVIGNON

91 BLANC SÉMILION MUSCADELLE – CHAI-

SERACHER Intensive Nase mit Noten von Quitte,

gebackenem Apfel, Zitrusfrüchten und Honig. Dezente

Anklänge von Lakritze und würzige Noten. Am

Gaumen frisch, elegante Säure, gelbe Frucht und würzige

Noten und herbe Zitrusfrucht im Finale. CHF 26,–

2013 UNTER DER LINDE PINOT NOIR GRAND

93 CRU SONNHALDE

Elegantes Bouquet mit Noten von gedörrten

Saurkirschen und Waldbeeren sowie Kakao und etwas

Rumtopf. Am Gaumen elegant, mit prägnanter Säure

und Aroma von dunklen Waldbeeren sowie dezenten

★★★

WEINGUT

LINDENHOF

Der traditionsreiche Betrieb im

Klettgau, Kanton Schaffhausen,

verfügt über einen grossen

Weissweinanteil mit Fokus auf Sauvignon

und Chardonnay. Rot dominiert

der Pinot Noir als Basis trockener

Qualitätsweine mit Fokus auf Herkunft

und Charakter. In der eigenen

Weinbar kann jeweils samstags oder

auf Anmeldung mit Gruppen degustiert,

gegessen und gefeiert werden.

Holznoten. Feinkörniges, kreidiges Tannin, langer Abgang.

CHF 62,–

2020 UNTER DER LINDE PINOT NOIR GRAND

93 CRU SONNHALDE Schwarzkirsche, Brombeeren,

Nuancen von warmen Gewürzen, Gewürznelke,

etwas Zimt, Kräuter, schön integrierte Röstnoten.

Am Gaumen eher füllig und reichhaltig, dunkle, süssliche

Frucht, reife, saftige Säure, weich und harmonisch. Leicht

spürbares, feines Tannin. Hallt lange nach. CHF 62,–

2019 UNTER DER LINDE GRAND CRU

92 SONNHALDE

In der Nase fruchtig-würzig mit Noten von

Agrumen, Fenchel und etwas Anis. Dazu gelbes

Dorfstrasse 19

8218 Osterfingen

T: +41 52 6812125

info@weingut-lindenhof.ch

weingut-lindenhof.ch

Die hauseigene

Weinbar im

Lindenhof.

Kontaktperson/Kellermeister: Matthias Nigg

Produktion: 46.667 Flaschen

3 % Schaumwein, 60 % weiss, 7 % rosé, 30 % rot,

85 Hektar

Anbauweise: in Umstellung

Ab-Hof-Verkauf: Ja

Steinobst, Aprikose und etwas Kiwi. Am Gaumen dicht

und zupackend, mit straffer reifer Säure und gelber

Frucht, etwas Anis, langer mineralisch anmutender Abgang.

CHF 62,–

2021 UNTER DER LINDE PINOT NOIR GRAND

92 CRU SONNHALDE

Waldbeeren und Kirsche in der Nase, dunkle

Holzwürze, Gewürznelke, rauchige Nuancen, dezente florale

Nuancen. Am Gaumen von mittlerer Statur, dunkle, süsslich

wirkende Frucht, saftige, reife Säure und leicht anhaftendes

aber feines Tannin. Hallt lange nach mit Frucht- und Kräuternoten.

CHF 82,–

WINZERSEKT

90 Dezente Nase mit Noten von Apfel, Grapefruit

und gelbem Steinobst. Hefige Anklänge und florale

Nuancen. Am Gaumen sanft und ausgewogen, feine

Perlage, angenehme Säure, mittellang. CHF 29,–

2023 SAUVIGNON BLANC

91 Dezentes Bukett, das sich mit Zeit im Glas entwickelt.

Noten von Stachelbeere, Pomelo und

etwas Brennnessel. Zudem florale Anklänge. Am Gaumen

frisch und filigran, mit straffer Säure und passendem

Schmelz. Mineralische Anmut im Abgang. CHF 21,–

2022 LINDENGELB

91 Zarter Zitrus- und Honigduft in der Nase. Anklänge

von Ananas und gelbem Apfel sowie eine feine

kräutrige Würze. Am Gaumen leicht, frisch und ausgewogen,

geradlinige Säure, langer Abgang. CHF 24,–

2020 LÄTTEBUCK

93 Konzentrierte Aromatik in der Nase. Noten von

dunklen Waldbeeren, Schwarzkirsche und

Zwetschge. Anklänge von Graphit und eine Spur Kakao. Am

Gaumen kompakt und elegant, frische Säure, kreidiges

Tannin, mineralisch anmutendes Finale. CHF 29,–

2020 CHÖLLE

92 In der Nase Noten von Preiselbeerkonfitüre,

Kirsche und Roter Johannisbeere. Anklänge von

Backgewürzen und kräutrige Nuancen. Am Gaumen

stoffige Eleganz, feinkörniges Tannin und langer Abgang.

CHF 29,–

Fotos: ©Weingut Obrecht/Autor Hans-Peter Siffert_weinweltfoto.ch, Sasi Subramaniam www.sasifoto.com, beigestellt

182 falstaff


Rico Lüthi

Rico und Susan Lüthi vom Zürichsee

sind stille Macher. Doch was

sie machen, schmeichelt dem

verwöhnten Gaumen. Bei Lüthi Weinbau

entsteht auf zwei Hektar Rebland

Klasse statt Masse. An den Stäfner

Top-Lagen Ueriker Risi, Sternenhalde

und Lattenberg sowie am Püntacher

pflegen sie ihre Reben in Handarbeit

und mit viel Leidenschaft für die Natur

und für den Wein. Beim Wettbewerb

Mondial du Pinot 2023 wurde der Pinot

Noir der Lüthis mit der Auszeichnung

Gran Maestro gekürt.

Alte Landstrasse 330

8708 Männedorf

T: +41 44 920 49 23

info@luethiweinbau.ch, luethiweinbau.ch

Produktion: 2 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

★★★★

LÜTHI

WEINBAU

LÜTHI BLANC DE NOIRS EXTRA BRUT Mittleres

Lachsrosa. Rote Beeren in der Nase, etwas

92

Erdbeere, apfelige Noten und reife Agrumen, auch

Gewürznoten. Am Gaumen von sehr feiner Perlage geprägt,

zeigt leicht rauchige und wiederum beerige Noten. Saftiger,

langer Nachhall. Endet rauchig-mineralisch. CHF 56,–

LÜTHI BLANC DE NOIRS BRUT Helles Lachsrosa.

Nase: helle Beeren, insbesondere Himbeere,

91

Noten von Zitronenzeste und Apfel. Am Gaumen

harmonische Struktur mit schönem Druck, sehr feiner Perlage,

wieder Beeren. Reife, zurückhaltende Säure und schön

abgestimmte Dosage, saftiger, langer Nachhall. CHF 56,–

2022 PINOT GRIS ÉLEVÉ EN BARRIQUE AOC

91 Fruchtig-florales Bukett mit Noten von Aprikose,

Agrumen, Quitte und exotischen Früchten sowie

etwas Veilchen. Am Gaumen ausbalanciert, feine Säure mit

schönem Schmelz. Bleibt lange am Gaumen. CHF 29,–

PINOT NOIR ÉLEVÉ EN BARRIQUE 2022

94 Komplexes Bukett mit gedörrter Beerenfrucht.

Noten von Ribisel, dunklen Waldbeeren, etwas

Cassis, Kirsche. Dazu betont dunkelwürzige Anklänge, etwas

Grafit und Nuancen von Kurkuma. Am Gaumen elegant

und zugänglich, mit saftiger Säure und wunderbar feinkörnigem

Tannin. Langes würzig-fruchtiges Finale. CHF 23,–

92

2022 RIESLING X MADELEINE ROYALE In der

Nase Noten von Passionsfrucht, Apfel, Agrumen

und Bienenwachs. Etwas Muskat und ätherisch-würzige

91

2018 CABERNET CUBIN ET AL.

Intensive Cassisfrucht, ergänzt mit Noten getrockneter

Minze, dezente Würze. Am Gaumen

Noten. Am Gaumen schlank, mit geradliniger

Säure und mineralisch-salzigem Rückgrat, das sich in das

angenehm schmelzig-herbe Finale zieht. CHF 18,–

von mittlerer Fülle mit reifer Säure, passendem Schmelz

und feinem Tannin. Gute Länge auf Cassis. Fruchtbetont

und dennoch elegant. CHF 27,–

★★★★

WEINGUT OBRECHT

Seit 1998 gehen Christian und

Francisca Obrecht gemeinsam den

gleichen Weg. Was in einer Studentenwohngemeinschaft

als Freundschaft

begann, ist zu einem rhythmischen Ganzen

gewachsen, zu einem patenten und kreativen

Winzerpaar. 2006 übernahmen die

beiden rund sieben Hektar Rebland in Jenins

und Malans, die sie mittlerweile nach

biodynamischen Prinzipien bewirtschaften.

Die Harmonie, die sie sich für Pflanze und

Umwelt wünschen, findet sich auch in ihren

Weinen wieder.

Malanserstrasse 4, 7307 Jenins

T: +41 (81) 3022145

info@obrecht.ch

obrecht.ch

Kellermeister: Christian und Francisca Obrecht

Produktion: 93.333 Flaschen

15 % Schaumwein, 40 % weiss, 5 % rosé, 40 % rot,

7+70 Hektar

Anbauweise: Bio-dynamisch

Ab-Hof-Verkauf: Ja

Francisca und

Christian Obrecht

BRUT ROSÉ Helles Lachsrosa. In der Nase Sauerkirsche,

Zitrone und helle Waldbeeren, würzige

93

Anklänge, etwas Pfirsich. Am Gaumen saftig mit

zupackender Säure sowie Beeren- und Gewürznoten. Endet

lang und saftig mit leicht herber Beerenfrucht. CHF 36,–

2022 CHARDONNAY Nase derzeit vom Ausbau

92 geprägt: Vanille, frisches Eichenholz, dazu reife

Zitrusfrucht, dezent Ananas, Pfirsich. Am Gaumen

schöne Balance aus Schmelz und Frische. Reife Säure,

dezenter Grip im langen Nachhall. Muss reifen. CHF 43,–

2023 RIESLING SYLVANER SCHIEFER Nase:

91 Reife Zitrusfrüchte, Orangenmarmelade, weisse

Blüten, rauchige Noten. Gaumen angenehm

schlank, dezent Schmelz, reife Säure, rauchig-zitrisch. Für

Spannung sorgender Grip im langen Nachhall. CHF 25,–

2023 BLANC DE NOIR SCHIEFER Blass Lachsrosa.

Nase: würzige Kernobstfrucht, Noten von

91

roten Beeren und Agrumen. Gaumen frisch und

ausgewogen, reife Säure, knackige Frucht, lang. CHF 25,–

2022 MONOLITH Mittleres Rubingranat. Eher

95 zurückhaltende Frucht, Pflaume, Süsskirsche,

Himbeere, etwas frischer Granatapfel, dazu edel

wirkende Röstnoten, rauchig-würzige Nuancen. Am Gaumen

kräftig wirkend mit viel Extrakt aber reifer, harmonisierender

Säure. Feines, derzeit noch spürbares Tannin. Hallt

lange nach. Muss reifen. CHF 58,–

2022 TROCLA NERA Eher dezente, elegante

92 Nase: Kirschen, Waldbeeren, rauchige Noten sowie

eine frische Kräuterwürze. Am Gaumen von

schöner Dichte und dennoch eher filigran mit intensiven

Noten von roten Beeren, wiederum rauchige Nuancen. Reife,

spürbare Säure, feines Tannin. Langer Nahhall. CHF 32,–

falstaff

183


weinreise / WEINGÜTER DEUTSCHSCHWEIZ

Ariane und

Michael Meyer

★★★★

WEINGUT BAD

OSTERFINGEN

Michael Meyers Familie bewirtschaftet

das Weingut bereits

seit dem 19. Jahrhundert. Die

Geschichte des historischen Baus reicht

bis ins 15. Jahrhundert zurück. Meyer

ist nicht nur begnadeter Winzer, sondern

auch hervorragender Koch und bekannt

für seine Spätzle, die er im hauseigenen

Restaurant serviert. Die Weine

überzeugen durch Finesse und gehören im

Rotweinbereich zur Schweizer Spitze.

Zollstrasse 17

8218 Osterfingen

T: +41 52 6812121

badosterfingen.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Ariane & Michael Meyer

Produktion: 36.000 Flaschen

35 % weiss, 4 % rosé, 60 % rot, 1 % süss, 25+2.5 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

91

2023 PINOT BLANC Feine, dezente Nase, Birne,

helle Steinfrüchte, dezent Holunderblüten, Noten

von Kräutern und Zitrone. Gaumen kraftvoll und

90

2023 PINOT GRIS Reife Zitrusfrüchte, dezent

Honigmelone, weisse Blüten sowie dezente Röstnuancen.

Am Gaumen weich, dank der reifen

93

2019 ZWAA ROT Würzig-fruchtige Nase: Kirschen,

dunkle Beeren, Pflaume, rauchige Noten,

Kräuter. Gaumen kräftig und harmonisch im Auftakt,

weich aber auch frisch und sehr harmonisch. Langer Nachhall

mit fruchtigen und mineralischen Nuancen. CHF 25,50

Säure, aber sehr ausgewogen. Hallt lange nach mit Gewürzund

Obstnuancen. CHF 28,–

intensive Röstnoten und fruchtige Kirschnoten. Feines,

spürbares Tannin, saftige, reife Säure. Endet lang. CHF 42,–

91

2023 CHARDONNAY Dezente kühl-fruchtige

Nase mit Apfel, Birne, Mirabelle und Agrumen.

Dazu markante kräutrige Würze und Noten von

94

2021 BADREBEN ABT Klassische, komplexe

Nase: Reife Sauerkirsche, helle Beeren, dazu subtile,

gut eingearbeitete Würze. Sehr elegant mit

92

2022 MERLOT Duftig: Frische Zwetschgen, Holunderbeeren,

florale Anklänge, Flieder, würzige

Noten. Gaumen von mittlerer Fülle, reife Säure,

Gebäck. Gaumen stoffig, geradlinige Säure und dezent phenolisch

im langen mineralisch anmutenden Finale. CHF 28,

schöner Balance aus Schmelz und Frische. Sehr feines

Tannin und fruchtige Noten im langen Nachhall. CHF 27,–

elegant. Seidige, aber spürbare Tannine. Finale lang mit

Noten dunkler Beeren und Würze. Kann reifen. CHF 33,–

2021 LE GRAND CHARDONNAY Typische, auf

95 positive Weise reduktive Chardonnay-Frucht,

Feuerstein, Zitrone, prägnante Röst- und Gewürznoten.

Am Gaumen schlank und dennoch kraftvoll mit

prägnanter, reifer Säure, Apfel- und Zitrusnoten und wieder

einnehmender, mineralischer Raucharomatik. Endet saftig

und lang. Verbleibt mit angenehmer Salznote. CHF 69,–

★★★★

WEINGUT

RIEHEN

Jacqueline und Urs Ullrich übernahmen

2018 das Weingut Riehen

gemeinsam mit dem deutschen

Spitzenwinzer Hanspeter Zierreisen,

der seit 2014 im Betrieb aktiv war und

ihn gemeinsam mit Thomas Jost auf

die Produktion von Spitzenweinen

ausrichtete. Heute ist Silas Weiss verantwortlich

für Rebberg und Keller. Er

setzt alles daran, bestes Traubengut zu

ernten, damit im Keller Verzicht geübt

Rössligasse 63

4125 Riehen

T: +41 61 3030453

silas.weiss@weingutriehen.ch

weingutriehen.ch

werden kann. Die Weine werden spontan

vergoren, nicht geschönt und nicht filtiert.

Kontaktperson/Kellermeister: Silas Weiss

Produktion: 15.000 Flaschen

50 % weiss, 50 % rot, 3.6 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2018 LE CIDRE (APFELWEIN) Kühle Zitrusaromatik

in der Nase, gepaart mit Noten von

89

Apfel und Apfelblüte sowie grüner Birne. Dezente

Würze. Am Gaumen frisch, leichtfüssig, leicht herbe

Frucht, angenehme Perlage, mittellang. CHF 26,–

2021 LE PETIT PINOT BLANC Klare Nase, kandierte

Zitrusfrüchte, reifer Apfel, Röstnuancen,

91

etwas warme Gewürze, ganz dezente Noten von

Akazienhonig. Am Gaumen zeigt der Wein einen schönen

Schmelz sowie eine reife Säure, wiederum fruchtig-würzig

am Gaumen. Mittellanger Nachhall mit herber Zitrusfrucht

und Eichenholznuancen. CHF 28,–

2021 LE GRAND PINOT NOIR Klasissche, edle

93 Nase, Sauerkirschen, Waldbeeren, dazu gut integrierte

Edelholzwürze sowie Tabak. Am Gaumen

elegant mit reifer Säure, dezenter Fülle und recht intensiver

Holzwürze. Feines, fast kreidiges, aber spürbares Tannin.

Hallt lange nach. Sollte noch reifen. CHF 69,–

2019 LE VOISIN BLAUFRÄNKISCH Mittleres

92 Rubin. Vollreife Nase, Zwetschge, Brombeere,

dazu intensive aber edle Röstnoten, etwas

Schuhcrème. Am Gaumen angenehm schlank und elegant

mit reifer Frucht und Röstnuancen. Zupackende Säure,

reifes aber spürbares Tannin. Passender Nachhall. CHF 49,–

2021 LE PETIT ROUGE Klassische Nase:

91 Schwarzkirsche, dunkle Beeren, dazu Pfeffer, etwas

Tabak und Unterholz schwingen mit. Am

Gaumen elegant, mit prägnanter, saftiger Säure und sehr

feinem Tannin, dezenter Eindruck von Kohlensäure. Langer

Nachhall mit dunklen Frucht- und Röstaromen.CHF 28,–

Fotos: Christian Reichenbach, Fabienne Bühler, ©Bad Osterfingen/Foto HP Siffert, beigestellt

184 falstaff


Im Fasskeller bei

Nadine Saxer

Das Weingut Nadine Saxer

wurde in den 90er-Jahren

gegründet. Nadine Saxer

führt es in zweiter Generation gemeinsam

mit ihrem Mann Stefan Gysel

Saxer. Das Weingut thront in bester

Lage über Neftenbach. Die Weine mit

so klingenden Namen wie «Nobler

Weisser» oder «Nobler Rosé» erfreuen

sich überregionaler Bekanntheit.

Die geradlinigen Tropfen begeistern

Weinliebhaber und -experten gleichermassen.

Bruppachstrasse 2, 8413 Neftenbach

T: +41 52 3153200

info@nadinesaxer.ch, nadinesaxer.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Nadine Saxer

Ab-Hof-Verkauf: Ja

★★★

WEINGUT

NADINE

SAXER

91

2023 SAUVIGNON BLANC Intensive, typische

Nase, Stachelbeere, Cassis, Holunderblüte, tropische

Früchte wie Maracuja. Gaumen schlank, angenehm

90

2023 NOBLER ROSÉ Konzentrierte Fruchtaromatik

in der Nase. Noten von roten Beeren,

Agrumen und exotischen Früchten. Am Gaumen

prägnante Säure, dezent Eindruck von Kohlensäure,

intensiver Aromatik. Langer, saftiger Nachhall. CHF 20,–

schmeichelnde dezente Süsse, straffe Säure und langes

zitrisch-beeriges Finale. CHF 17,–

90

2023 NOBLER WEISSER Frische, expressive

Nase: Weisse Blüten, Agrumen, insebsondere Limette,

dazu Muskat und tropische Fruchtnoten.

91

2021 TÊTE DE PINOT Intensive Frucht: KIrsche,

Himbeere, dazu Nuancen von dunklen Beeren

und Gewürzen. Am Gaumen recht frisch und

Gaumen leicht süsslich, mit spürbarem CO₂. Angenehme,

frische Säure, Zitrusnoten im saftigen Nachhall. CHF 17,–

elegant wirkend. Reife Säure, feines Tannin und wiederum

intensive, klare Frucht. Endet lang und saftig. CHF 25,–

89

2023 CHARDONNAY Eher dezente, aber vollreife

Nase: Agrumen, Apfel, etwas Honigmelone,

weisse Blüten. Gaumen frisch und eher schlank

89

2021 MERLOT Intensive Frucht, Zwetschge,

Brom- und Himbeeren, pfeffrige Note, dezent

grüne Peperoni. Am Gaumen von mittlerer Fülle,

mit spürbarer Süsse und ausbalancierender, feiner Säure.

Endet mittellang mit Nuancen von Eisbonbon. CHF 19,–

weiche reife Säure, intensive Frucht. Feines Tannin, gute

Länge mit Beeren- und dezenten Peperoninoten. CHF 28,–

★★★

SCHWARZENBACH

WEINBAU

Das Weingut am Zürichsee wird in

5. Generation von Alain Schwarzenbach

und Marilen Muff betrieben.

Die Familie gehört zu den wichtigsten

Produzenten der Region. «Guter Wein

entsteht im Rebberg», davon sind sie überzeugt.

Im Keller holen sie das Beste aus den

Trauben heraus und sind dabei durchaus

experimentierfreudig. Die Schwarzenbachs

zählen auch zu den wichtigsten Produzenten

der lokalen Rebsorte Räuschling.

Seestrasse 867

8706 Meilen

T: +41 44 9230125

info@schwarzenbach-weinbau.ch

schwarzenbach-weinbau.ch

Kontaktperson: Winzerpaar Alain Schwarzenbach

und Marilen Muff

Produktion: 60.000 Flaschen

9 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

Alain Schwarzenbach

und Marilen Muff

2023 RÄUSCHLING SEEHALDEN

92 Elegantes, frische Bukett mit Noten von Pfirsich,

Birne und Apfel. Dezente Zitrusanklänge und etwas

Muskatblüte. Am Gaumen einladend, geradlinige Säure

und frische Apfelfrucht. Langes Finale. CHF 34,–

2023 RIESLING-SYLVANER Intensive Nase, reife

Zitrusfrüchte, Limette, grüner Apfel, Muskat,

91

weisse Blüten. Gaumen eher schlank, spürbares

CO₂, schön integrierte, saftige Säure und passende Länge

mit Nuancen von Birne und tropischen Früchten. CHF 18,–

2022 CHARDONNAY SÉLECTION

91 Schöne Intensität, Zitronat, reifer Apfel, prägnante

Fasswürze, Vanille, etwas Rauch. Am Gaumen

von mittlerer Breite, reife Säure, wiederum viel Holzwürze.

Endet saftig und mit schöner Länge. CHF 38,–

2023 SAUVIGNON BLANC Intensive Nase mit

90 Noten von Grapefruit, Passionsfrucht und Cassis.

Zudem Anklänge von Holunderblüte. Am Gaumen

verspielt und aromatisch, mit frischer Säure, dezenter

Restsüsse und langem Abgang. CHF 24,–

2022 PASSIÓ Braucht Luft. Etwas wilde Nase,

92 Kirschen, Himbeeren, dezent Cassis und Pflaume.

Würzige Anklänge, Lorbeer, dezent Muskat.

Gaumen frisch, klare Frucht, dazu pfeffrige Noten. Schön integriertes

Tannin, reife Säure. Hallt lange nach. CHF 28,–

2021 PINOT NOIR SÉLECTION Betont würzige

92 Nase, dazu Kräuternoten, Schwarzkirsche, etwas

Pflaume, Salbei, helle Beeren. Gaumen von mittlerer

Statur, kräftig, aber elegant. Feines Tannin und reife

Säure. Endet saftig und lang mit Fruchtnuancen. CHF 45,–

falstaff

185


weinreise / WEINGÜTER DEUTSCHSCHWEIZ

Dorfstrasse 17, 9425 Thal

T: +41 71 8881733

info@rutishauser-weingut.ch

rutishauser-weingut.ch

★★★

WEINGUT

AM STEINIG TISCH,

ROMAN RUTISHAUSER

Das Weingut wird seit 2015

von Roman Rutishauser in

3. Generation geführt. Im

Rebberg setzt er auf Zurückhaltung und

kultiviert Weingärten acht unterschiedlicher

Rebsorten im Einklang mit der

Natur; Klassiker wie Müller-Thurgau

und Pinot Noir und Sorten wie Kerner,

den die Familie 1973 als erste in die Schweiz

brachte. 14 verschiedene Weine unterschiedlicher

Machart werden daraus gekeltert.

Kontaktperson/Kellermeister: Roman Rutishauser

Produktion: 40.000 Flaschen

5 % Schaumwein, 48 % weiss, 5 % rosé, 40 % rot,

2 % süss, 7.5+1 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 VIOLINE

92 In der Nase Noten von Apfel, Sternfrucht und Zitrus.

Alles recht diskret. Feine kräutrig-würzige

Anklänge und etwas reife exotische Frucht. Am Gaumen

frisch, saftig und ausgewogen. Langes Finale. CHF 25,–

2023 RIESLING-SYLVANER Frisch-fruchtige

91 Nase mit Noten von Apfel, Birne und Agrumen.

Anklänge von exotischen Früchten und kräutrig-florale

Nuancen. Am Gaumen ausbalanciert, weich und

geschmeidig, mit zarter Frucht und langem Finale. CHF 22,–

2023 KERNER Dezente Nase, Mandarinenschale,

Birne, tropische Noten, dazu steinig-minera-

91

lische Anklänge. Am Gaumen angenehmer

Schmelz, dezent süss, knackige Säure balanciert aus. Grüner

Apfel und Zitrusfrüchte. Mittellang und saftig. CHF 28,–

2022 BURG RHEINECK Nase: Reife Kirschen, Holunderbeere,

dezent Cassis, würzige Noten; Zimt,

91

Piment. Vollreif und harmonisch. Gaumen schöne

Balance aus süssem Schmelz und reifer Säure. Schön integriertes

Tannin, dunkle Beeren, Pfeffer, endet lang. CHF 34,–

2021 GRANDEZZA Dunkles Rubin. Reife Frucht,

91 Zwetschge, Brombeere, dazu rauchig-würzige

Noten, etwas Pfeffer. Am Gaumen recht leicht

wirkend mit dezentem Schmelz, reife saftige Säure, feines,

eng gewobenes Tannin. Hallt lange nach. CHF 36,–

2022 SINFONIE «RUEBET» Klare Frucht, Kirschen,

helle Beeren, Gewürze; Pfeffer, Piment.

90

Am Gaumen eher leicht mit wieder intensiver, für

Süsse sorgender Fruchtaromatik, pfeffrige Nuancen. Saftige

Säure, feines, spürbares Tannin. Endet lang. CHF 34,–

2022 KLOSTER SION KLINGNAU RÉSERVE

91 CHARDONNAY Klassische, reife Nase, Birne, Zitronat,

dazu klare Holzwürze, etwas Vanille. Am

Gaumen weich und leicht süsslich, reife Säure, wiederum

reife Fruchtnoten und Holznuancen. Endet lang. CHF 45,–

★★★

WEINGUT

ZUM STERNEN

Betriebsleiter

Andreas Meier

Das Weingut zum Sternen in Würenlingen

gehört zu den Klassikern

in der Region Aargau und

umfasst rund 13 Hektar Rebfläche, die

sich auf die Gemeinden Würenlingen,

Döttingen und Klingau im unteren Aaretal

verteilen. Stilistisch setzt Betriebsleiter

Andreas Meier bei seinen Weinen

auf einen kräftigen Stil, der sich vor

allem bei den roten Gewächsen des

Hauses offenbart. Flaggschiff ist zweifelsohne

die Pinot Noir Kloster Sion Réserve,

der lange Aargauer Benchmark war.

Rebschulweg 2

5303 Würenlingen

T: +41 56 2971002

office@weingut-sternen.ch

weingut-sternen.ch

Kellermeister: Daniel Aeschbacher

Produktion: 13 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2023 IM LEE SAUVIGNON BLANC DÖTTINGEN

89 Eigenständige Nase, Honig, Holunderblüte, reife

Zitrusfrüchte, Nuancen von hellem Karamell.

Am Gaumen eher schlank, spürbar CO2, dezente Süsse, reife

Zitrusfrucht, etwas Apfel. Endet mittellang. CHF 24,80

2020 KLOSTER SION KLINGNAU RÉSERVE

92 PINOT NOIR Komplexe Nase: Kirschen, dunkle

Beeren, Zwetschge, Gewürznelke, Zimt, angenehme

Reifenoten. Gaumen kräftig, süss-fruchtig, zupackende

Säure, mittleres Tannin. Hallt lange nach. CHF 39,–

2022 KLOSTER SION PINOT NOIR KLINGNAU

90 Sauerkirsche, Waldbeeren, kühle Kräuternoten,

dezente Würze. Wirkt harmonisch. Am Gaumen

schöne Balance aus Schmelz und reifer Säure. Derzeit recht

robustes, mittelfeines Tannin. Endet lang. CHF 22,–

2022 HÖLL PINOT NOIR WÜRENLINGEN

89 Fruchtbetont in der Nase: Himbeere, Sauerkirsche

und Preiselbeeren. Am Gaumen leicht süsslich

mit wiederum prägnanter Frucht, etwas robustes aber

gut integriertes Tannin. Endet mittellang. CHF 19,–

2022 SÉLECTION MERLOT Intensive Frucht,

89 Himbeere, Zwetschge, Kirsche, dazu Gewürznoten,

floral-süssliche Anklänge. Am Gaumen süsslich

mit reifer Säure und Beerennoten. Feines aber präsentes

Tannin, pfeffrig-beeriger, mittellanger Nachhall. CHF 29,–

Fotos: NR Production GmbH, Michel Jaussi (jaussi.com), beigestellt

186 falstaff


TOBIAS WEIN.GUT.

Tobias Schmid gründete im Jahr 1866

den Familienbetrieb, der heute in

fünfter Generation von Christoph

Schmid geführt wird. Das Weingut und

seine Lagen befinden sich in Berneck im St.

Galler Rheintal. Mit der Übernahme durch

die neue Generation im Jahr 2016 fand

ein Redesign mit neuer Marke und neuen

Weinen statt. So werden neben Klassikern

wie Pinot Noir auch hierzulande weniger

verbreitete Varietäten wie Zweigelt, Dornfelder,

Merlot oder Johanniter kultiviert.

Hinterburgstrasse 24

9442 Berneck

T: +41 (71) 7261010

info@tobias-weingut.ch

tobias-weingut.ch

Kellermeister: Christoph Schmid, Horst Rudnicki

Produktion: 133.333 Flaschen

4 % Schaumwein, 40 % weiss, 2 % rosé, 50 % rot,

1 % süss, 20+5 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

TOBIAS ROSÉCCO

89 In der Nase Noten von tropischen Früchten,

Agrumen und roten Beeren. Am Gaumen frisch

und weich, mit dezenter Säure, crémiger Frucht und passender

Perlage. Mittellang. CHF 19,90

2020 TOBIAS PINOT NOIR G3 Klassische

90 Pinot-Frucht: Sauerkirsche, Waldbeeren, dezente

Würze, etwas Gewürznelke und getrocknete

Kräuter. Süsslicher Auftakt, prägnante Frucht, feiner, saftiger

Eindruck. Feines Tannin, passende Länge. CHF 19,50

90

2023 TOBIAS BLANC

In der Nase Noten von Birne, Pfirsich und Agrumen.

Zudem Anklänge von Eisbonbon. Am Gaumen

89

2020 TOBIAS ROUGE G3 Eher dezente Nase,

Zwetschge, rote Beeren, schön integrierte Kräuterwürze,

angenehme Sauerkirschnoten. Am

intensive Frucht, weiche Säure, Aroma von Kernobst

und Zitrus sowie exotischen Früchten. Sauber. CHF 22,–

Gaumen von mittlerer Fülle. weich, prägnante Frucht, reife

Säure, spürbares Tannin im mittellangen Nachhall. CHF 27,–

89

2023 TOBIAS RIVANER

Dezentes Bukett mit Noten von Sternfrucht, Apfel

und Zitrus. Dazu Anklänge von Muskatblüte.

89

2018 TOBIAS MERLOT Intensive, reife Frucht,

Zwetschge, Vielfruchtkonfitüre, rauchige Noten,

wachsige Reifenoten. Gaumen mittlerer Statur,

Am Gaumen schöne Fülle, passende Säure, Frucht gepaart

mit Muskatwürze. Mittellang. CHF 18,50

Säure prägnant, frisch, Pflaumen- und Rauchnoten. Mittellang

mit Pfeffernote. Etwas anhaftendes Tannin. CHF 29,–

89

2022 TOBIAS CHARDONNAY

In der Nase Noten von Apfel, Ananas und Agrumen.

Anklänge von weissen Blüten und Nuancen

88

2019 TOBIAS ZWEIGELT Klassisch wirkende

Nase, Kirsche, dunkle Beeren, dazu prägnante

Specknoten, etwas grüner Pfeffer. Am Gaumen

von Kakao und gerösteten Nüssen. Am Gaumen füllig, reife

Säure, tropische Frucht, langer Abgang. CHF 33,–

vife, frische Säure, dezenter Schmelz, wiederum pfeffrige

und dunkelfruchtige Noten. Endet mittellang. CHF 29,–

87

2023 TOBIAS FEDERWEISS

Noten von Ananas, Apfel und Pfirsich in der Nase.

Zarte Zitrusnoten und würzige Anklänge. Am

88

2017 TOBIAS PINOT NOIR G4 Reif wirkende

Nase, Schwarzkirsche, Zwetschge, Schuhcrème,

intensive Edelholznoten. Gaumen erwartungsgemäss

Gaumen süsslich, mit weicher Säure und mittellangem Finale.

CHF 18,50

kräftig mit Noten dunkler Beeren, würziges Holz.

Zupackende Säure, reifes Tannin, endet mittellang. CHF 33,–

89

2023 TOBIAS ROSÉ MERLOT

Helles Granatrot mit kupferfarbenen Reflexen. In

der Nase Noten von Birne, roten Beeren und

88

2016 TOBIAS PINOT NOIR G5 Rubin, dezente

Reifereflexe. Nase würzig, Lebkuchengewürz, gedörrte

Zwetschge, dunkle Beeren, dezent Schuhcréme.

Grapfefruit. Am Gaumen weich, eher breit gebaut, rote

Beerenfrucht, mittellang. CHF 22,–

Reifenoten, feines Tannin, reife Säure. Endet mittel-

lang, würzig-balsamische und sehr reife Noten. CHF 44,–

falstaff

187


weinreise / WEINGÜTER DEUTSCHSCHWEIZ

Blauburgunder im

Weingarten Wegelin

★★★★

WEINGUT WEGELIN

Das Weingut Wegelin gehört zu

den Bündner Weinpionieren der

ersten Stunde. Peter Wegelin,

der den Betrieb über Jahrzehnte hinweg

prägte, trat vor einigen Jahren kürzer

und verpachtete sein Weingut an den

langjährigen Kellermeister Rafael

Hug und seine Frau und Önologin

Mathilde Hug Pédeutour. Die beiden

haben den Terroirgedanken im Weingut

verschärft und zum zentralen Element

in der Philosophie des Hauses

gemacht. Weine wie der Frassa Chardonnay

verdeutlichen dies eindrücklich.

Scadenaweg 1

7208 Malans

T: +41 81 3221164

info@weingutwegelin.ch

weingutwegelin.ch

Kontaktperson/Kellermeister: Rafael Hug

Produktion: 40.000 Flaschen

1 % Schaumwein, 49 % weiss, 50 % rot, 6+3 Hektar

Anbauweise: Bio

Ab-Hof-Verkauf: Ja

96

2022 FRASSA CHARDONNAY Klare, komplexe

Nase: Zitrusfrüchte, grüner Tee, Fenchelsaat,

gelbes Obst. Mineralisch, kräutrig-würzig. Gaumen

94

2021 COMPLETER Komplexe Nase mit Noten

von Honig, gerösteten Nüssen, Raps. Mit Luft Noten

von Mirabelle, Melone und Agrumen. Dazu

93

2022 WEISSTORKEL BLAUBURGUNDER

Komplexe Nase: eingemachte Sauerkirschen,

rote Beeren. Dezent warm-röstige und kühl-kräutrige

filigran und klar, lebendige Säure, zupackend salzige

Mineralität und unendlich langes Finale. CHF 55,–

kräutrig-würzig, floral. Stoffig, geradlinige Säure, phenolischer

Gripp im langen würzig-zitrischen Finale. CHF 55,– Nuancen unterlegen. Elegant, tragende Säure, krei-

diges hervorragend eingebundenes Tannin. Lang. CHF 42,–

95

2022 BOTHMARHALDE CHARDONNAY

Betont würzig-balsamisches Bukett. Dazu dezente

Zitrusnoten, etwas Pfirsich und Ananas.

93

2022 BOTHMARHALDE BLAUBURGUNDER

Klassische, vielschichtige Nase: Sauerkirsche, Johannisbeeren,

dezent Heidelbeeren, rauchig-speckig.

93

2021 SCADENA BLAUBURGUNDER Nase: Reife

tiefgründige Fruchtaromatik. Sauerkirsche,

Cranberry, Pflaume. Anklänge von Kardamom,

Am Gaumen stoffig, würzig, schöne Säure, intensive salzige

Mineralitiät, lange anhaltend. CHF 42,–

Sehr elegant, schönes Extrakt, reife Säure. Kreidiges,

reifes Tannin. Langer Nachhall. Kann reifen. CHF 42,–

Piment und Blutorange. Gaumen elegant, harmonisch und

saftig. Kreidiges Tannin, schalig-fruchiges Finale. CHF 60,–

★★★

WEINGUT GOLDWAND

MICHAEL WETZEL

Wo das mineralreichste und

heisseste Thermalwasser der

Schweiz an die Oberfläche tritt,

wurzeln die Reben an der Goldwand von

Michael Wetzel. In dieser südwestlich

ausgerichteten, terrassierten Steillage

wachsen Weine mit viel Kraft und Eleganz.

Hier gedeihen Riesling-Sylvaner,

Sauvignon, Chardonnay, Pinot Noir,

Malbec und Merlot. Inzwischen steht mit

Roman Wetzel schon die nächste

Badstrasse 50

5408 Ennetbaden

T: +41 56 2218823

info@weingut-goldwand.ch

weingut-goldwand.ch

Generation bereit, um die «Goldwand»-

Story weiterzuschreiben.

Kontaktperson/Winzer:

Michael & Barbara Wetzel

Produktion: 46.667 Flaschen, 10 % Schaumwein,

41 % weiss, 3 % rosé, 45 % rot, 1 % süss, 9.2 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

2022 WETZEL BRUT Hefig unterlegtes Bouquet,

Noten gedörrter exotischer Früchte,

89

gelbem Steinobst, Apfel, Agrumen. Gaumen

weich und kräftig, mit gelber Frucht, toastigen Noten,

passender Perlage und süsslichem Finale. CHF 29,–

2022 CHARDONNAY RESERVE GOLDWAND

89 Dezente Fruchtaromatik in der Nase. Noten von

Apfel, Ananas und Agrumen, gepaart mit einem

Hauch Karamell sowie Minze. Am Gaumen kräftig, mit dezenter

Säure und leichtem phenolischem Gripp im mittellangen

Finale. CHF 25,–

2023 SAUVIGNON BLANC GOLDWAND Helles

88 Gelb, grüne Reflexe. Mandarine in der Nase, Holunderblüte,

Zitrone, dezent Stachelbeere, laktische

Nuancen. Am Gaumen von mittlerer Statur, leicht

spürbares CO₂, dann weich mit vifer Säure. Endet mittellang

auf zitrische und grüne Aromen. CHF 22,–

2022 GOLDWAND PINOT ROMAN WETZEL

92 Rote Beeren und Amarenakirsche in der Nase,

würzig-kräutrige Anklänge. Wird mit Luft zusehends

vielschichtiger. Am Gaumen elegant und frisch mit

passendem Schmelz aber stets schlanker Struktur. Feines,

zurückhaltendes Tannin, vife Säure. Rotfruchtige Noten und

Nuancen von Bockshornklee und Wiesenkräutern am

Gaumen. Endet lang und fein. CHF 30,–

2020 GOLDWAND GRAND CRU PINOT NOIR

91 Reiffruchtige Pinot-Frucht: Schwarzkirsche,

Pflaume, dunkle Beeren, dazu eine einnehmende

Würze, Gewürznelke, etwas Zimt, Nuancen von Eichenholz.

Am Gaumen von mittlerer Fülle, süsslich wirkende Frucht,

saftige Säure, zeigt wiederum Kirschennoten, spürbares,

aber gut integriertes Tannin. Endet lang. CHF 54,–

2020 MERLOT RESERVE GOLDWAND

90 Reife Nase, Cassis, Erdbeere, Pflaume, Röstnuancen,

etwas Vanille, kühe Pfeffernoten. Gaumen

leicht süsser Schmelz, frische Säure, feines Tannin. Im langen

Nachhall feinkörniges Tannin im Vordergrund. CHF 31,–

Fotos: Katharina Klemenz, Logez GmbH, Andrea Badrutt / Chur, beigestellt

188 falstaff


2023 SAUVIGNON BLANC Intensives Bukett

90 mit Noten von Grapefruit, Stachelbeere, etwas

Cassis und grünlichen Nuancen. Am Gaumen angenehme

Fülle, saftige Säure und intensive Frucht. Langes

Finale mit dezenter Pfefferschärfe. CHF 23,–

★★

WUNDERSTAA

WEIN

Im Juni 2016 von weinbegeisterten

Quereinsteigern gegründet, werden

heute pro Jahr 30.000 Flaschen Wein

erzeugt. Premium-Edelbrände runden

das Sortiment ab. Mit hochwertigen

und nachhaltigen Qualitätsprodukten

aus lokalem Anbau begeistert der

Betrieb anspruchsvolle Kunden und

Gourmets. Kooperationen und Kollaborationen

sind Programm: Wunderstaa

bietet mit gleichgesinnten Partnern

den Kunden unvergessliche

kulinarische Erlebnisse.

Hauptstrasse 30

8215 Hallau

T: +41 (52) 6822525

info@wunderstaa.ch

wunderstaa.ch

★★★

WEINGUT FAMILIE

ZAHNER

F

amilie Zahner kultiviert seit 1963

Reben in Truttikon im Zürcher

Weinland. Niklaus Zahner führt den

Betrieb in zweiter Generation. Er gehört

zu den Pionieren des Weinbaus in der

Deutschschweiz. Für seine Philosophie

prägend waren Erlebnisse im amerikanischen

Oregon, wo er Anfang der

90er-Jahre feststellte, dass das kühle Klima

der Ostschweiz ideal für die Produktion

eleganter Weine ist. Familie Zahner

produziert Erstklassiges – vom Basiswein

bis zum Premiumgewächs.

Kontaktperson/Kellermeister: Niklaus Zahner

Produktion: 80.000 Flaschen

5 % Schaumwein, 45 % weiss, 3 % rosé, 45 % rot,

2 % süss, 9 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

Kontaktperson/Kellermeister:

Roger Roth,Timo Schöttli

Produktion: 30.000 Flaschen

5 % Schaumwein, 60 % weiss, 3 % rosé, 30 % rot,

2 % süss, 3,5 Hektar

Ab-Hof-Verkauf: Ja

Im Bächi 1

8467 Truttikon

T: +41 52 3171949

zahner@swissworld.com

zahner.biz

2022 FEDERWEISSER Nase: Satte Fruchtaromatik,

Noten von gelbem Steinobst, Apfel, Agru-

88

men und exotischen Früchten. Ergänzt durch

ätherisch-kräutrige Frische. Am Gaumen weicher, schmeichelnder

Auftakt, frische Säure, Finale mittellang. CHF 18,–

2023 RIESLING MADELEINE ROYALE Intensive

Nase, Holunderblüten, Apfel, Aprikose, Agru-

88

men. Anklänge ätherischer Kräuter und Muskat.

Am Gaumen weicher Auftakt mit präsenter Säure. Holunderblüte,

gelbes Obst, würzigen Noten. Mittellang. CHF 20,–

2023 TIZIAN ORANGE WINE Duftet nach kandierten

Zitrusfrüchten, Orange und gelbem

88

Steinobst. Zudem würzige und florale Nuancen.

Am Gaumen vollmundig und kraftvoll, mit intensiver Frucht

und dezenter Phenolik im langen Finale. CHF 25,–

2018 CABERNET MERLOT Rubinrot, Reifereflexe.

Nase: Dörrzwetschge, getrocknete Kir-

89

schen, beerig. Dazu Gewürze wie Muskat. Gaumen

mittlerer Fülle, dicht, reife Säure, seidiger Schmelz.

Endet harmonisch mit dezentem Süsseeindruck. CHF 28,–

2018 DER ANDERE PINOT NOIR

89 Reife, eher dunkle Frucht: Pflaume, Schwarzkirsche,

Holunderbeere, dazu kräuterwürzige Noten.

Am Gaumen recht elegant mit Schokoladenoten, leicht

süsslich, dazu rote Beeren. Langer Nachhall. CHF 43,–

PALOMA TRUTTIKER SCHAUMWEIN BLANC

90 DE PINOT NOIR BRUT Nase: Zitrone, reifer

Apfel, Hefenoten, dezent Akazienhonig. Gaumen

leicht süss, mittlere Perlage, lebendige Säure. Apfel und Zitrus,

dezent Nougat. Gute Länge, florale Akzente. CHF 25,–

2022 TRUTTIKER WEISSBURGUNDER -

91 PINOT BLANC Reife Zitrone, helle Steinfrüchte,

würzig-röstartige Noten, Brotkruste, zart weisse

Blüten. Von schöner Fülle, wirkt leicht süsslich dank Honigaromatik,

reife, gut integrierte Säure. Endet lang. CHF 23,–

2022 LANGENMOOSER GEWÜRZTRAMINER

90 Intensive Nase, Litschi, Rosenblüte, Muskatnoten,

Nuancen von Grapefruit und reifem Apfel.

Gaumen ebenfalls aromatisch, spürbare Süsse und harmonisch

ergänzende, reife Säure. Hallt lange nach. CHF 22,–

2023 TRUTTIKER RIESLING-SYLVANER

88 Frische Nase. Grapefruit, grüner und gelber

Apfel, florale Anklänge, dezent Muskat. Gaumen

leicht süss und frisch, feine Zitrus- und Birnennoten. Frische

Säure, endet mittellang mit blumigen Nuancen. CHF 13,50

2020 TRUTTIKER PINOT NOIR BARRIQUE

91 Reife Frucht, Schwarzkirsche, rote Beeren,

prägnante, passende Röstnoten. Angenehm

weich aber schlank mit deutlicher Pinot-Frucht, angenehme

Dichte. Saftige Säure, feines Tannin. Lang. CHF 27,–

2022 TRÜLLIKER BLAUBURGUNDER In der

89 Nase frische Kirschfrucht, Kräuter, etwas Estragon

und Bockshornklee. Weicher, fruchtiger Auftakt,

ergänzt von Pfeffernoten. Trinkig, mittlere Statur, reife

Säure. Mittellang, fruchtig, Nuancen von Unterholz. CHF 17,–

falstaff

189


falstaff weinreise / WINZER / WEINGÜTER

Familie von Tscharner vom Schloss Reichenau

unweit von Chur gehört zu den Top-Betrieben

im Kanton Graubünden.

DEUTSCHSCHWEIZ

Weitere Weingüter im Überblick

LITWAN WEIN ★ ★ ★ ★

Die geradlinigen, ehrlichen Terroirweine des Quereinsteigers aus

dem Aargau besitzen auch auf internationaler Ebene einen

hervorragenden Ruf.

DOMAINE DONATSCH – WINZERSTUBE

«ZUM OCHSEN» ★ ★ ★ ★ ★

Mit Martin Donatsch führt aktuell die fünfte Generation das

Familienweingut in Malans. Die Burgunder der Donatschs

geniessen Weltruf.

Moosstrasse 280 |

5062 Oberhof | litwanwein.ch

Sternengasse 6 |

7208 Malans | donatsch.info

ADRIANS WEINGUT ★ ★ ★

Adrian Hartmann bringt terroirbetonte Weine auf die Flasche,

bei deren Entstehung die Biodynamie zentrales Element ist.

Winzerweg 19 | 5108 Oberflachs | adrians-weingut.ch

HAUKSSON WEINE ★ ★ ★

Hoss Hauksson ist der einzige isländische Winzer der Welt. Seit

2017 sorgt er in der Weinregion Aargau mit authentischen

Weinen für frischen Wind.

Hauptstrasse 15 |

5235 Rüfenach | haukssonweine.ch

WEINBAU VON TSCHARNER –

SCHLOSS REICHENAU ★ ★ ★ ★

Die Familie von Tscharner gehört zu den besten Produzenten

Graubündens und pflegt eine lange Tradition auf Schloss

Reichenau.

Reichenauerstrasse 59 | 7015 Reichenau-Tamins | reichenau.ch

WEINGUT FROMM ★ ★ ★ ★

Georg Fromm ist ein Meister der Einzellage. Selvenen, Michel,

Fidler, Spielmann und Schöpfi heissen die Parzellen für seine

Spitzen-Pinots.

Oberdorfgasse 11 | 7208 Malans | weingut-fromm.ch

WEINGUT HANSRUEDI ADANK ★ ★ ★ ★

Hansruedi Adank und Sohn Patrick sind dem Terroir der Bündner

Herrschaft auf der Spur. Die Schaumweine des Hauses gehören

zur Schweizer Spitze.

St. Luzi | 7306 Fläsch | adank-weine.ch

WEINGUT DAVAZ ★ ★ ★

Der Jahrgang 1974 war der erste, den die Familie im neuen

Betrieb produzierte. Das Weingut wuchs kontinuierlich und

heute begeistern die Weine aufs Neue.

Porta Raetia | 7306 Fläsch | davaz-wein.ch

Fotos: Jürg Waldmeier, Joan Nathanael Minder, Weingut Adank

190 falstaff


WEINGUT GANTENBEIN

Gantenbein zählt zu den Legenden der Schweizer Weinwelt.

Mit Chardonnay, Pinot Noir und Riesling verzaubern Martha und

Daniel Gantenbein die ganze Welt.

WEINBAU MARKUS RUCH ★ ★ ★ ★

Markus Ruch produziert hervorragende Low-Intervention-Weine.

Seine Gewächse werden weltweit in den besten Restaurants

serviert und geschätzt.

Ausserdorf 38 | 7306 Fläsch |

gantenbeinwine.com

Mühlengasse 24 |

8213 Neunkirch | weinbauruch.ch

WEINGUT CHRISTIAN HERMANN ★ ★ ★ ★

Christian Hermann beherrscht den Pinot-Ausbau in Barriques

meisterhaft. Das wird mit internationalen Top-Bewertungen honoriert.

Einzig der Riesling sieht kein Holz.

Unterdorf 17 | 7306 Fläsch | hermann.ch

WEINGUT BESSON-STRASSER ★ ★ ★ ★

Seit 2004 arbeitet das Weingut Besson-Strasser nach biodynamischen

Prinzipien. Mit Erfolg, wie ihre charakterstarken Weine

beweisen.

Dorfstrasse 75 | 8248 Laufen-Uhwiesen | wein.ch

WEINGUT HERMANN ★ ★ ★ ★

Roman Hermann übernahm das Weingut nach Auslandsaufenthalten

und führt es mit derselben Leidenschaft wie seine Vorgänger

– und das mit Erfolg.

Unterdorf 17 | 7306 Fläsch | weingut-hermann.ch

WEINBAU MICHAEL BROGER ★ ★ ★ ★

Michael Brogers natürlich produzierte Weine gehören zur Elite

des Thurgaus. Er begeistert immer wieder bei den Falstaff-

Trophies.

Schnellberg 1 | 8561 Ottoberg | broger-weinbau.ch

WEINGUT ERICH MEIER ★ ★ ★ ★

Der innovative, zielstrebige Winzer Erich Meier beschert der Region

Zürichsee seit Jahren mit seinen eigenständigen, charakterstarken

Weinen Aufmerksamkeit.

SCHLOSSGUT BACHTOBEL ★ ★ ★

Auf Schloss Bachtobel verbindet man mittlerweile seit

acht Generationen Tradition und Moderne, und das mit

grossem Erfolg.

Reblaubenstrasse 7 | 8707 Uetikon am See | erichmeier.ch

Bachtobelstrasse 76

| 8570 Weinfelden | bachtobel.ch

WEINGUT PIRCHER ★ ★ ★ ★

Gianmarco übernahm 2020 das Weingut seines Patenonkels Urs

Pircher, der mit seinen Pinots vom Eglisauer Stadtberg zu den

Spitzenreitern der Region zählt.

Hinterer Stadtberg 1 | 8193 Eglisau | weingut-pircher.ch

WEINGUT WOLFER ★ ★ ★ ★

Martin Wolfer schaffte es in den vergangenen Jahren, mit

Spitzenqualitäten auf sich aufmerksam zu machen und verhalf

dem Gut so zu überregionaler Bekanntheit.

Bründlerbergstrasse 15 | 8570 Weinfelden | wolferwein.ch

Im Weingut Hansruedi Adank in Fläsch

entstehen erstklassige Rot- und Weissweine

sowie ein herausragender Schaumwein.

falstaff

191


KLEINE BETRIEBE,

GROSSE WEINE

Die Deutschschweiz bietet mehr als nur atemberaubende Landschaften –

sie ist auch Heimat für aussergewöhnliche Weine. Die handwerkliche

Philosophie, die in kleinen, familiär geführten Betrieben gelebt wird,

sorgt dafür, dass jeder Wein ein Stück Heimat verkörpert.

Wie in vielen anderen Teilen

Europas sollen die Römer auch in

die Deutschschweiz den Weinbau

eingeführt haben, und im Mittelalter

wurde er von den Klöstern der

Region weiter gefördert.

192 falstaff


WEINREGION DEUTSCHSCHWEIZ

Mit einer Rebfläche von 2660

Hektaren ist die Deutschschweiz

die drittgrösste Weinregion

der Schweiz. Jährlich

erzeugen etwa 3000 Traubenproduzenten,

Winzer und Selbstkelterer rund 13 Millionen

Liter Wein, wobei 67 % auf Rotweine und

33 % auf Weissweine und Rosé entfallen.

Besonders hervorzuheben sind der Blauburgunder,

international bekannt als Pinot Noir,

und der Müller-Thurgau, auch als Riesling-

Sylvaner bezeichnet – beide Sorten sind prägend

für das Weinschaffen in der Region.

Das Schloss Reichenau, im Besitz

der Familie von Tscharner, begeistert

durch seine Architektur und exquisite

Mehrgangmenüs mit eigenen Weinen.

ADVERTORIAL Fotos: © Shutterstock; beigestellt

FACETTENREICHES TERROIR

Die Weinbaugebiete in der Deutschschweiz

sind bemerkenswert vielfältig und zeichnen

sich durch unterschiedliche Terroirs, klimatische

Bedingungen und Rebsorten aus. Die

grösste Region, Zürich, bietet optimale

Bedingungen für kräftige Rotweine und frische

Weissweine, die durch ihre Fruchtigkeit

bestechen. Schaffhausen, bekannt als

das Blauburgunderland, hat sich besonders

auf den Anbau von Pinot Noir spezialisiert.

Hier entstehen vollmundige und aromatische

Weine, die durch die spezielle Bodenbeschaffenheit

und das milde Klima der

Region geprägt werden.

Graubünden, das drittgrösste Weinbaugebiet,

überrascht mit seinen Höhenlagen und

vielfältigen Böden, die elegante und komplexe

Weine hervorbringen. Der Aargau

punktet mit fruchtigen Rotweinen und

spritzigen Weissweinen, die die Vielfalt der

Trauben optimal zur Geltung bringen.

Thurgau ist berühmt für seine breite Palette

an Müller-Thurgau-Weinen, die für ihre

Frische und Leichtigkeit bekannt sind.

St. Gallen und Appenzell produzieren in

kleineren Mengen, bieten jedoch spannende

Weine mit regionalem Charakter, die oft aus

traditionellen Methoden entstehen. Die

Weinregion Basel-Solothurn überzeugt durch

eine Mischung verschiedener Rebsorten,

während die Zentralschweiz mit ihrer alpinen

Lage und den speziellen klimatischen

Bedingungen einzigartige Weine hervorbringt.

In den kleineren Gebieten wie

Schwyz und am Thunersee entstehen bemerkenswerte

Tropfen, die oft von Handarbeit

geprägt sind. Selbst im Fürstentum Liechtenstein

finden sich edle Weine, die die Vielfalt

der Deutschschweizer Weinbaukultur weiter

bereichern.

Winzer Johann Baptist von

Tscharner erläutert die

Flusslandschaft, wo der

Vorderrhein auf den

Hinterrhein trifft und die

ersten Reblagen beginnen

(Bild im Kreis).

TRADITION

TRIFFT

NACHHALTIGKEIT

Trotz der hohen Qualität und

der Vielzahl an Weinen bleibt die

Region für viele ein Geheimtipp. Rund drei

Viertel der Weine werden direkt von den

Winzern vermarktet, oft in kleinen, familiär

geführten Betrieben, was bedeutet, dass

Deutschschweizer Weine selten im internationalen

Handel zu finden sind. Diese handwerkliche

Philosophie betont die Nachhaltigkeit

und die enge Verbindung zur Region

und fördert eine individuelle Herstellung,

die den Charakter der Weine unterstreicht.

In den letzten Jahren hat das Interesse an

Deutschschweizer Weinen

deutlich zugenommen.

Immer mehr Gastronomen

und Weinliebhaber entdecken

diese Schätze und Degustationen

sind gefragter denn je. Der Wein entfaltet

seinen vollen Charakter oft erst in der

Umgebung, in der er gewachsen ist – geprägt

von den einzigartigen Landschaften und der

reichen Kultur, welche die Region so einzigartig

machen.

INFO

Weitere Informationen unter

deutschschweizerwein.ch

falstaff 193


weinreise / NACHGEFRAGT

SAGEN SIE EINMAL,

NICOLAS JOSS …

NICOLAS JOSS

ist seit 2019 Geschäftsführer

von Swiss Wine Promotion. Er

stammt aus einer Winzerfamilie im

waadtländischen Chablais. Joss arbeitete

mehrere Jahre in der Gastronomie, bevor

er in der Weinbranche seine Berufung

fand – mitunter als Direktor des Office

des Vins Vaudois. Zu seinen Leidenschaften

gehören Reisen,

Tauchen und bis heute

die Gastronomie.

WAS MACHT DIE SCHWEIZ ZUM

PERFEKTEN WEINREISELAND?

INTERVIEW BENJAMIN HERZOG

FALSTAFF Das Lavaux gehört zweifelsohne zu den schönsten Weingegenden Europas. Sie selbst leben mit Ihrer Familie

in der Nähe. Was sollte man neben dem spektakulären Ausblick auf keinen Fall verpassen, wenn man in die Region fährt?

NICOLAS JOSS Man sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, am Ufer des Sees innezuhalten, um den Weinberg von unten

zu betrachten. Es ist ein magischer Ort, den man mit Demut geniessen und betrachten sollte. 700 Jahre Geschichte muss

man respektieren – im Idealfall mit einem Glas Chasselas in der Hand.

In der Schweiz wird in allen Landesteilen Weinbau betrieben – entsprechend schwierig ist es, sich für eine Destination zu

entscheiden. Wie geht man am besten vor, um eine Reise durch die Schweizer Weingegenden zu planen?

Die Vielfalt ist das grösste Glück der Schweiz. Im ganzen Land gibt es Weinberge, die es zu entdecken gilt. Die Ferienstrasse

Grand Tour of Switzerland von Schweiz Tourismus ermöglicht eine wirklich unglaubliche Route, die es erlaubt, unsere

gesamte Weinlandschaft zu entdecken.

Als CEO von Swiss Wine sind Sie für die Promotion und das Image aller Schweizer Weine verantwortlich. Welchen

Schweizer-Wein-Geheimtipp geben Sie jemandem, der sich schon gut auskennt?

Das grösste Geheimnis in der Schweizer Weinwelt ist derzeit die Ankunft einer neuen Winzergeneration. Ob es nun

Menschen aus alten Winzerfamilien oder Quereinsteiger mit grosser Leidenschaft für den Weinbau sind – sie sind

die kleinen Nuggets, die es zu entdecken gilt. Es gibt sie in allen Regionen der Schweiz.

Wir Schweizer sind bekannt dafür, dass wir unsere Weine zum grössten Teil selbst trinken – dennoch investiert

Swiss Wine auch viel in internationale Märkte. Wie ist die Entwicklung auf den Exportmärkten?

Unser Hauptziel auf den Exportmärkten ist, Bekanntheit und Interesse an einzigartigen Schweizer

Weinen zu fördern – und das funktioniert! Mit Hilfe der Swiss Wine Week in New

York, Paris, Berlin, Brüssel, Singapur und London können wir die Importeure vor

Ort unterstützen. Abgesehen von den Volumen, die stabil bleiben, steigen

vor allem die Durchschnittspreise der exportierten Weine. Dies

sind gute Nachrichten. Nur hohe Qualität sollte

exportiert werden.

Fotos: Vaud Tourisme, David Carlier, Ciolas Mancosu, Wegelin, beigestellt

194 falstaff


Ich brauch eine Auszeit

im Rebberg.

Ich brauch Schweiz.

Cully, Region Waadt, © André Meier

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LONGINES SPIRIT

ZULU TIME


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