zur Zeit Jesu - forum Kirche

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zur Zeit Jesu - forum Kirche

Nummer 13

21. Juni 2009

bis 11. Juli 2009

3 Wochen

Pfarreiblatt der Bistumskantone Schaffhausen und Thurgau

Aus dem Leben

zur Zeit Jesu


Titelbild: Bild: Ein Mann hängt im Wipfel einer Dattelpalme und erntet Früchte. KNA-Bild

Jesu Land und Leute

Editorial

Erst war es nur eine kleine Kapelle,

dann vier Priesteramtskandidaten,

die den Streit aufs Neue aufkochen

liessen… Nein, das stimmt nicht

ganz: Eigentlich hat es in der Auseinandersetzung

um die traditionalistische

Piusbruderschaft nie eine wirkliche

Atempause gegeben. Zu unfertig

wurde die ganze Sache nach der umstrittenen

Aufhebung der Exkommunikation

der vier Bischöfe liegen gelassen.

Und nun das: Ende dieses

Monats sollen mehrere Weihen von

Männern aus Polen, Schweden und

der Schweiz im deutschen Zaitzkofen

stattfinden, in einer Open-Air-Messe

mit 1000 geladenen Gästen. Der

Machtkampf wird immer erbitterter.

Von Seiten der deutschen Bischöfe

kommen lautstarke Proteste, schriftlich

und im Radio. Solange der kirchenrechtliche

Status der Traditionalisten

nicht geklärt sei, dürften sie

keine Ämter in der Kirche ausüben –

daher auch nicht weihen. Stattdessen

würden sie auf eine erneute

Spaltung der Kirche hinarbeiten.

Stimmt nicht, meint Bernhard Fellay,

Oberhaupt der Piusbruderschaft im

«Spiegel», man befinde sich in einer

rechtlichen «Grauzone». Zumindest

habe es kein offizielles Verbot aus

Rom gegeben. Beide Parteien sehen

sich im (kanonischen) Recht – und

weil keine Einigung möglich scheint,

soll der Heilige Vater über die Sachlage

entscheiden.

Aus dem Vatikan ist bislang vor allem

Schweigen zu vernehmen, obgleich

Gerüchte über heimliche Treffen zwischen

Benedikt und Bernhard die

Runde machen. Will ersterer die Piusbruderschaft

mitsamt fortgesetzter

Weihen in der katholischen Kirche

behalten, müsste er ihr den Status

einer Teilkirche, ähnlich einer Territorialabtei,

verleihen. Geschieht das

nicht, hätten die (unerlaubten) Weihen

eine erneute Exkommunikation

zur Folge. Ebenso, wie wenn sie weiter

Haltungen und Positionen leugnen,

die zur Lehre der Kirche gehören.

Und um die Sache noch vertrackter

zu machen, gilt: Das

Kirchenrecht sagt viel, aber das

letzte Wort hat wiederum der Papst.

Dieses aber muss kommen, und

zwar besser heute als morgen. Viel

Zeit hat er nicht mehr, nicht nur im

Blick auf die Weihen. Denn auch die

Gräben unter den Gläubigen haben

nicht die Angewohnheit, mit der Zeit

weniger tief zu werden.

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forumKirche | 13-2009

«Vieles in der Bibel stammt aus dem

Ausstellung der AV-Medienstelle: Jesu Land und Leute

«Und ganz Israel musste zu den Philistern hinabziehen,

jeder um seine Pflugschar oder seinen Spaten,

sein Beil oder seine Sichel zu schärfen.» 1 Samuel

13,20: Das Land musste urbar gemacht werden.

14 Tage lang widmet sich eine Ausstellung der AV-

Medienstelle in Weinfelden der Zeit Jesu in Israel.

Ausstellungsgegenstände, DVDs, Plakate und Spiele

sollen den Besuchern und Besucherinnen helfen, die

Lebensumstände und die Aussagen Jesu besser zu

verstehen und einzuordnen.

Wie lebten die Menschen der Bibel vor über 2000 Jahren?

Wie muss man sich den Häuserbau, die Umwelt, die

Essgewohnheiten vorstellen? «Bis heute gibt es in Paläs -

tina Dörfer, deren Häuser anschaulich machen, wie die

Menschen vor 2000 Jahren gewohnt haben», erzählt Willi

Rüegg, Leiter der AV-Medienstelle in Weinfelden. Ihm

selbst hätte das Wissen um die Lebensverhältnisse die

Augen geöffnet, um biblische Texte in ihrer Bedeutung

nachvollziehen zu können. «Ganz typisch ist zum Beispiel

die Geschichte des Lahmen, der zu Jesus gebracht wird.

Im Markus-Evangelium heisst es, dass man den Lahmen

durch ein Loch im Dach ‚heruntergelassen’ habe. Dieses

Bild wird erst verständlich, wenn man weiss, wie die

Flachdächer der damaligen Zeit ausgesehen haben.» In

der Ausstellung können Kinder und Erwachsene nun

auch ein solches Haus mit Delta-Sand modellieren.

Die Stelle im Markus-Evangelium eignet sich gut, um

gleich noch einen zweiten «Knoten» im biblischen Verständnis

zu lösen. Willi Rüegg meint: «Nach der Heilung

sagt Jesus zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm dein Bett

und geh heim! Auch hier muss man sich erst bewusst

werden, was mit einem solchen ‚Bett’ gemeint ist – eine

Schlafmatte, die einfach zusammengerollt werden kann.

Das entsprach den Lagerstätten der damaligen Menschen.»

Einfaches und schlichtes Leben

Es gehe darum, die Vorstellungskraft und die Fantasie im

Bezug auf biblische Themen zu fördern, betont der Leiter

der AV-Medienstelle. Wer die Texte des Neuen und Alten

Testaments höre, erschaffe sein inneres Bild. Willi Rüegg

ist es wichtig, dass gerade Kindern im Religionsunterricht

«Der Prohet Elija ging weiter und fand Elischa, den

Sohn Schafats, der gerade mit zwölf Gespannen vor

sich her pflügte.» 1 Könige 19,19: Pflügen galt als

bäuerliche Arbeit schlechthin.

vermittelt wird, wie einfach und

schlicht das Leben der damaligen

Zeit gestaltet wurde. «Besonders gut

sieht man das an den Gerätschaften,

die wir auch in der Ausstellung

zeigen: Die Menschen besassen nur

wenig landwirtschafliche Gerätschaf-

Zur Ausstellung

Im Eingangsbereich soll ein Esel

unter einer Palme die neugierigen

Besucher begrüssen und einstimmen.

Ein Rundgang durch die Ausstellung

«Jesu Land und Leute»

kann im dritten Stock des Etter-

Egloff-Hauses mit einer Einführung

durch die Mitarbeitenden der

AV-Medienstelle beginnen. Für

Schulklassen, aber auch andere

Besucher, besteht die Möglichkeit,

an einem Rätselspiel teilzunehmen.

Es gibt Stationen, an denen

am PC verschiedene Medien für

den Religionsunterricht getestet

werden können. Zwei Schwerpunkte

wird die Ausstellung beinhalten.

Ein Bereich wird sich dem

Thema «Pflanzen und Tiere der Bibel»

widmen: Der Olivenbaum, Papyrus

und Weinrebe werden auf

Schautafeln gezeigt. Zum Probieren

für die Gäste werden ausserdem

täglich Granatäpfel, Mandeln,

Datteln und Feigen ausgelegt. Der

zweite Bereich widmet sich dem

Arbeitsleben der Menschen und

zeigt die Gerätschaften für Küche

und Landwirtschaft.


äuerlichen Alltag»

«Du wirst Berge dreschen und zermahlen, und Hügel

wirst du wie Spreu machen.» Jesaja 41,15-16: Im

Alten Testament wird das Volk Israel mit dem Bild des

Dreschschlittens bezeichnet.

ten. Nahrungsbeschaffung hielt die Menschen einen

Grossteil des Tages auf Trab – und das hat sich bis

heute in vielen Teilen der Erde kaum verändert.» Die Abhängigkeit

des Menschen von der Natur, seine unmittelbare

Verbundenheit zu Regen- und Trockenzeiten sollen

die Sensibilität der Kinder fördern, auch ein Verständnis

für Menschen zu entwickeln, die heute von den Auswirkungen

des Klimawandels betroffen sind.

Arbeitsgeräte stellt die AV-Medienstelle zum Teil im Original

aus. Gemeinsam mit dem Bibel-Orient-Museum in Fribourg

wurden zusätzlich Illustrationen angefertigt, welche

das Arbeitsleben der Menschen im Nahen Osten anschaulich

darstellen: Roden, Hacken, Pflügen, Säen,

Schneiden, Transportieren, Dreschen, Worfeln, Sieben,

Scheffeln, Lagern, Siegeln, Mahlen, Backen, Kochen und

natürlich Essen und Trinken – und meist wird die Tätigkeit

in den Kontext der biblischen Schrift gestellt. «Viele

Bildworte der Bibel stammen aus dem bäuerlichen Alltag

der Menschen», meint Willi Rüegg.

Ann-Katrin Gässlein

«Beim Schütteln des Siebes bleibt Unrat zurück, so

auch der Dreck eines Menschen in seiner Rede.»

Sirach 27,4: Das grobe Sieb dient als Vergleich zur

Sprache des Menschen.

Bilder: Barbara Connell, Konzept: Thomas Staubli,

Stiftung Bibel & Orient

Jesus und seine Zeit

Wer ist Jesus

Diese Frage wird in

diesem Film aufgegriffen.

Roussell

Boulter reist durch

Israel und zeigt an

den Originalschauplätzen,

wie Jesus lebte, was er

sagte und tat, was ihm wichtig war. In

kurzen Szenen wird die Zeit, in der

Jesus lebte, lebendig. Wer Jesus für

Menschen heute sein kann, beantworten

unter anderem Cacau und die

Starsearchgewinnerin Florence Joy.

Von Betlehem

nach Jerusalem

Jesus: Geburt in

Betlehem, Kindheit

in Nazaret, Wirken

rund um die Stadt

Kafarnaum, Passion

in Jerusalem. Mit spannenden

Fakten und Hintergründen zum biblischen

Geschehen in der damaligen

Welt weckt es die Wissbegierde der

Kinder. Verständlich geschrieben und

eindrücklich illustriert verschafft es

ihnen einen neuen Zugang zur Bibel

und beantwortet ihre neugierigen

Fragen. Von Betlehem nach Jerusalem

ist der Sammelband der erfolg -

reichen Reihe Betlehem, Nazaret,

Kafarnaum und Jerusalem vor 2000

Jahren.

Die Bibel – eine

Entdeckungsreise

«Was ist das für

ein Buch, das man

das Buch der Bücher

nennt?»

Diese Entdeckungsreise geht der

Bedeutung der Bibel auf den Grund.

Realitätsnahe Bilder schildern die damalige

Zeit und lassen erahnen, wie

die Menschen gelebt und gewirkt haben.

Es verschafft ein neues Verständnis

der Bibel und beantwortet

wesentliche Fragen zu Land und Leuten

der damaligen Welt.

Alle diese Medien können bei der

AV-Medienstelle, Freiestrasse 4,

8570 Weinfelden, www.kath-tg.ch,

Tel. 071 626 11 11, ausgeliehen

werden. Öffnungszeiten: Montag bis

Freitag 9.00 bis 11.30 Uhr, Montag

bis Donnerstag 14.30 bis 17.30 Uhr

News

Jesu Land und Leute

■ Vietnamesen feiern

An Pfingsten feierte die katholische

vietnamesische Gemeinde der

Schweiz ihr 30-jähriges Bestehen.

Mehrere hundert Personen nahmen

an den Feierlichkeiten in Olten teil.

Die ersten Vietnamesen kamen als

«boat people» in die Schweiz. In den

80er Jahren flüchteten viele nach

dem Krieg und aus Angst vor

Repressalien und Hunger.

Kirchen warnen

Zum Weltflüchtlingssonntag und

-sabbat am 20. und 21. Juni erinnern

die Schweizer Kirchen und der

Israelitische Gemeindebund daran,

dass Flüchtlinge Schutz brauchen

und die Gesellschaft bereichern.

Unter dem Titel «Vorurteile hinterfragen»

kritisieren sie die Diskriminierung

von Flüchtlingen als Kriminelle

oder Profiteure.

■ Christkatholiken wählen

Die kleinste der drei öffentlichrechtlichen

Landeskirchen hat einen

neuen Bischof: Die Schweizer

Christkatholiken wählten den 52jährigen

Harald Rein, der als Pfarrer

in Zürich arbeitet. Rein ist seit acht

Jahren Schweizer Bürger. An der

Universität Luzern promovierte er

mit einer pastoraltheologischen

Arbeit über die Autobahnkirchen.

■ Reformkatholiken tagen

Die Tagsatzung 2010 im Bistum

Basel wird in Steinhausen ZG stattfinden.

Neu wird eine Vertretung der

Leitung des Bistums Basel erwartet.

In den letzten Monaten waren 6000

Unterschriften für die Petition «Für

die uneingeschränkte Anerkennung

der Beschlüsse des II. Vatikanischen

Konzils» zusammenge -

kommen.

■ Kapuziner ziehen um

Mit einem Abend mit Texten und

Musik ging am 13. Juni die 428jährige

Geschichte der Kapuziner in

Altdorf/UR zu Ende. Aufgrund des

Nachwuchsmangels verlassen die

letzten sechs Brüder das Kloster.

Das Gebäude wird in Zukunft als

Zentrum für Kunsthandwerk und

Homöopathie genutzt.

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Thurgau

Neue Wege für die Busspraxis

Pastoralkonferenz in Weinfelden

Rund 50 Seelsorgerinnen und Seelsorger aus dem

Thurgau trafen sich zur Pastoralkonferenz im Pfarreiheim

Sulgen. Themen des Tages waren Bussfeier,

Beichte und Versöhnungsweg. Nach Referaten von

Anton Hopp, ehemaliger Bischofsvikar und langjähriger

Pfarrer, sowie Bischofsvikar Hans Zünd wurden zu

diesen Themen gruppenweise Erfahrungen ausgetauscht

und Vorschläge für neue Wege besprochen.

Im pastoralen Alltag der letzten Jahre hätten Bussfeiern

die Einzelbeichte weitgehend ersetzt, erklärte Martin

Kohlbrenner, Präsident der Pastoralkonferenz und Gemeindeleiter,

in seiner Einleitung. Die Mitteilung der Bischofskonferenz

vom vergangenen Januar, dass Bussfeiern

mit anschliessender Generalabsolution ab sofort

nicht mehr möglich seien, habe bei vielen Seelsorgenden

und Gläubigen Verunsicherung und Unverständnis ausgelöst

und zu zahlreichen Reaktionen geführt. Die Leitungsgruppe

der Pastoralkonferenz wollte deshalb möglichst

bald mit ihren Mitgliedern über die neue Situation ins Gespräch

kommen.

Entwicklungen der Busspraxis

Der frühere Bischofsvikar Anton Hopp konnte für sein Referat

«Buss-Sakrament – Rückblicke und Erfahrungen»

aus seiner pastoralen Tätigkeit seit 1953 schöpfen. Mit

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zahlreichen Beispielen schilderte er

die Entwicklung von der damals häufigen

Beichte bis zur Praxis der

Bussfeiern und schloss mit der Feststellung:

«Es hat sich viel geändert

im kirchlichen Leben. Von der öfteren

Beichte ... zur selten gewordenen

Beichte, vom engen Zusammenhang

von Beichte und Kommunionempfang

bis zur fast völligen Lockerung.»

Über die Hinter- und Beweggründe

der von der Bischofskonferenz beschlossenen

Änderung orientierte

Bischofsvikar Hans Zünd, Leiter des

Pastoralamtes des Bistums Basel.

Als Konsequenz müssten die Feier

des Buss-Sakraments und andere

Formen der Versöhnung neu überdacht

werden. Er skizzierte dazu einen

Rahmen mit vier Seiten: Bedürfnisse

der Menschen; Angebote der

Kirche und von Gott her; Gestaltung;

Chancen und Grenzen. In diesem

Geviert fänden neben Beichtsakrament

und Bussfeier beispielsweise

«Geistliche Begleitung» und «Versöhnungswege»

ihren Platz.

Neue Formen finden Anklang

Auf der Basis der Referate wurden in

drei Workshops Erfahrungen ausgetauscht

und Vorschläge erarbeitet zu

den Themen Bussfeiern, Versöhnungswege

und Einzelbeichte. Als

neue Form in der Busspraxis finden

Versöhnungswege mit Kindern und

Erwachsenen in zahlreichen Pfarreien

guten Anklang. Darüber wurde

im entsprechenden Workshop berichtet.

In der Katechese zur Vorbereitung

auf die Beichte gehen die

Kinder mit einer erwachsenen Begleitperson

von einer Station zur andern.

Oft bleibt diese Installation für

einige Zeit stehen. In Kreuzlingen

wurde auch schon ein Versöhnungsweg

für Erwachsene eingerichtet mit

einer musikalischen Meditation als

Abschluss.

Text und Bilder:

Marianne Fassbind-Gautschi

In der Pause und in den Workshops

wurden eifrig Gedanken und Erfahrungen

ausgetauscht.

Helfen ist

Claudia Trutmann ist neue

Mit ihrem Blick für das Anliegen

von Menschen in belastenden

Situationen und in schwierigen

Lebensumständen stellt sie sich

einer neuen Herausforderung. Ab

dem 1. Juli wird die Sozialarbeiterin

Claudia Trutmann im Auftrag

der Pfarreien der Stadt Schaffhausen

die Verantwortung für den Aufbau

der Altersarbeit und Nothilfe

übernehmen.

Auf Anraten der Bistumsregionalverantwortlichen

Ulrike Zimmermann

entschied der Kirchenstand Schaffhausen,

die Stelle von Ernst Sulzberger,

der 2008 in den Ruhestand ging,

nach Aufgabenbereichen zu teilen.

Seit kurzem ist Elisabeth Cohen als

Pastoralassistentin auch in der Pfarrei

St. Peter tätig. Zu 60 Stellenprozenten

sollte neu eine Sozialarbeiterin

gefunden werden.

Mit der Entscheidung, den Bereich

der Sozialarbeit mit einer professionellen,

aber nicht theologisch ausgebildeten

Fachkraft zu besetzen, kann

als Zeichen eines Kurswechsels in

der Personalpolitik der katholischen

Kirche Schaffhausens verstanden

werden. Claudia Trutmann interpretiert

diese Entscheidung «als Öffnung

der katholischen Kirche, die mich

sehr freut.» Die Stelle habe sie inte -

ressiert, «gerade weil sie sich im Aufbau

befindet und viel Neues entstehen

kann.»

Im sozialen Bereich kann Claudia

Trutmann auf einen breiten Erfahrungsschatz

zurückgreifen. Nach ihrer

Ausbildung als Sozialarbeiterin in Luzern

arbeitete sie über vier Jahre auf

dem Sozialdienst einer Zuger Gemeinde,

anschliessend als Heimleiterstellvertretung

in einem Kinderheim.

In den Jahren, als ihre heute

15-jährige Tochter klein war, engagierte

sich Claudia Trutmann ehrenamtlich

für die Pro Juventute und arbeitete

in der Frauenzentrale Schaffhausen

mit, bei der Mütter- und

Väterberatung und im Aufbau der

Schuldenberatungsstelle. Seit 1998

war sie bei Pro Infirmis Schaffhausen

als Sozialarbeiterin tätig und in den


ein hohes, aber auch anspruchsvolles Ideal

Sozialarbeiterin in Schaffhausen

Vor allem in der Beratung und Information, aber auch in der Begleitung und Unterstützung

von Hilfe suchenden Menschen will sich Claudia Trutmann einsetzen.

Bild: Christian Murer

letzten fünf Jahren Leiterin des begleiteten

Wohnens und des Entlas -

tungsdienstes von Pro Infirmis Thurgau-Schaffhausen.

Neue Angebote aufbauen

Nun wechselt Claudia Trutmann zur

Kirchgemeinde Schaffhausen, wird

ihren Arbeitsplatz in St. Peter beziehen,

aber für alle drei Pfarreien tätig

sein. Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit

ist die kirchliche Arbeit mit Betagten.

«Mir ist besonders wichtig, dass ich

die Arbeit, die jetzt meist freiwillig und

mit grossem Engagement geleistet

wird, gut kennenlerne um heraus -

zufinden, ob etwas professioneller

Unterstützung bedarf!» Daneben

kann sie sich vorstellen, auf konkrete

Bedürfnisse der Pfarreien zu reagieren,

beispielsweise ein Angebot für

Altersferien oder Altersnachmittage

zu entwickeln.

Daneben wird sie vor allem in der so

genannten «Nothilfe» arbeiten. «In

den Pfarreien haben wir oft mit Menschen

zu tun, die an die Tür klopfen

und um Hilfe bitten», so Pfarrer Albert

Schneider. Schon lange war der

Wunsch vorhanden, hier ein Angebot

zu schaffen, das mit den kantonalen

und städtischen Fachstellen abgestimmt

wird, damit Synergien ent -

stehen können.

Herausforderung des «Helfens»

Soziale Hilfeleistungen im kirchlichen

Bereich sind ein Thema, das in einem

politischen wie auch moralischen

Spannungsfeld steht. Es ist eine Realität,

dass Menschen trotz bester Bemühungen

in Schwierigkeiten geraten

und immer wieder auf Hilfe angewiesen

sind. «Unser Staat gibt eine Antwort,

er hat sich verbindlich für zuständig

erklärt, Menschen in Not -

Schaffhausen

lagen nicht fallen zu lassen», erklärt Claudia Trutmann.

Sozialhilfe wird auf dem Platz Schaffhausen professionell

abgedeckt. Für Suchtprobleme, Krankheit, Gewalterfahrung,

aber auch für andere Notlagen gibt es Angebote,

die zum Teil sehr spezialisiert sind. «Als Sozialarbeiterin,

die nun für die Kirche arbeitet, sehe ich vor allem einen

Bedarf in der Beratung und Aufklärung, auch in der Begleitung

und der konkreten Unterstützung von Menschen», so

Claudia Trutmann. Oft brauche es jemanden, der im Gespräch

die Aufgabe übernimmt, die Situation der Hilfesuchenden

genau zu klären und über die verschiedenen

Unterstützungsangebote zu informieren und diese dann

zu koordinieren. «Man muss nicht das Rad neu erfinden,

aber manchmal wird es einfach nötig sein, einem Menschen

«die Türe zu öffnen» und ihn zu einer Fachstelle

oder auf die Sozialhilfe zu begleiten.»

Keine neuen Abhängigkeiten schaffen

«Helfen» ist ein grosses Wort, ein hohes Ideal und kann

ganz unterschiedlich verstanden und ausgeübt werden.

Beim Helfen kann man sich und den Hilfesuchenden

schnell überfordern und daraus können neue Abhängigkeiten

und Probleme entstehen. An oberster Stelle der

professionellen Hilfe steht daher die «Hilfe zur Selbsthilfe».

Wie steht diese Auffassung der kirchlichen Position

gegenüber? Kommt es zu Spannungen zwischen einer

Haltung der bedingungslosen Nächstenliebe und der professionell

angesetzten Sozialarbeit?

Claudia Trutmann ist gespannt: «Diese Frage wird alle in

den Pfarreien Verantwortlichen immer wieder beschäftigen

und herausfordern, hier miteinander im Gespräch

eine Haltung zu entwickeln. Dies ist ein Prozess, auf den

ich mich gespannt und gerne einlasse.» In der Sozialarbeit

gehe man davon aus, dass jeder Mensch lern- und entwicklungsfähig

ist. Der Ansatz meine, dass Menschen –

auch oder gerade in schwierigen Situationen – bewusst

selber entscheiden und Verantwortung für sich übernehmen

können, als Form einer Freiheit, die allen geschenkt

und auferlegt ist. «Aufgrund dieses Menschenbildes dürfen

wir die aktive Mitwirkung von Hilfesuchenden fördern

und fordern.»

Die Kirche müsse also nicht Aufgaben übernehmen, für

die der Staat per Gesetz verpflichtet ist. Aber «sie kann

und soll ergänzend Erleichterungen und Verbesserungen

für Menschen schaffen». Dazu kann beispielsweise ge -

hören, einer Familie, die über Jahre mit dem Existenz -

minimum zurechtkommen muss, Ferien zu ermöglichen.

Oder einer einsamen Person aktiv Integrationsmöglichkeiten

anzubieten, indem sie zur Teilnahme am Pfarreileben

eingeladen wird.

Ann-Katrin Gässlein

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Kirche Schweiz

Sonderfall als Erfolgsmodell

Die Katholische Kantonssekundarschule St. Gallen feiert ihr 200-Jahr-Jubiläum

Die Katholische Kantonssekundarschule St. Gallen,

kurz «Flade» genannt, feiert in diesem Jahr ihr 200jähriges

Bestehen. Ihre Wurzeln reichen jedoch bis

weit in die 1200-jährige Tradition der St. Galler

Klosterschule. Bis heute vermittelt die Flade etwas

vom mönchischen Fleiss, vom benediktinischen Mass

sowie vom Gemeinschaftsgeist der einstigen Klosterschule.

Frau Stadler, Sie sind seit 2006 Schulratspräsidentin

der Flade. Warum ist diese Schule eine Besonderheit in

der Bildungslandschaft?

Margrit Stadler: Die Flade ist eine öffentliche, vom Staat

anerkannte Schule. Träger dieser Bildungseinrichtung ist

der katholische Konfessionsteil; sie gehört also den

Katholiken des Bistums St. Gallen. Als öffentliche Schule

ist sie den Vorgaben und dem Lehrplan des Kantons

St. Gallen verpflichtet. Ihre Besonderheit und ihr Selbstverständnis:

Sie ist eine christliche Schule katholischer

Prägung.

Im Jahr 1809 wurde der Grundstein zur heutigen Flade

gelegt. Wie kam das?

Mit der Gründung des Kantons 1803 wurde die Aufhebung

des Benediktinerklosters St. Gallen und damit auch

die Schliessung der Klosterschule endgültig besiegelt.

Wie die Flade zu ihrem Namen kam

Bis 1895 trugen die Knaben der Schule eine dunkelblaue,

flache Tellermütze mit einem unförmigen Vordach,

das flach und breit wie ein Fladen aussah. Mit

dieser Kopfbedeckung unterschieden sich die Schüler

von denjenigen der städtischen Oberstufe. Für die

Schüler der katholischen Schule bürgerte sich der

Spottname «Fladenmannli» ein. Davon blieb der Name

Flade und übertrug sich auf die Schule. Zu den ehemaligen

Schülern zählen auch solche, deren Namen

über den Kanton hinaus bekannt wurden: Bundesrat

Kurt Furgler, der Publizist Niklaus Meienberg, aber

auch Fussballer Tranquillo Barnetta, die Sängerin Paola

Felix-del Medico und Ständerat Eugen David.

forumKirche | 13-2009

Margrit Stadler-Egli: «Unsere Schule

wählt man als Schüler oder Schülerin

freiwillig.»

Bild: Regina Kühne

Die Gründung eines neuen Gymnasiums

aber fand am Gallustag, dem

16. Oktober 1809, in der Stiftsbibliothek

statt. 1854 wurde dann die katholische

Mädchen-Realschule gegründet,

welche bis 1973 von Menzinger-Schwestern

geleitet wurde.

1971 kam das Notkerschulhaus im

Osten der Stadt St. Gallen dazu.

Religionsunterricht für alle

Was ist am Leitbild der Schule

besonders wichtig?

Ein Schwerpunkt in unserem Schul -

alltag ist der religiöse Bereich. In jedem

Schulhaus ist eine Schulseelsorgerin

oder ein Schulseelsorger

verantwortlich für die religiösen Aktivitäten

an der Schule. Der Religionsunterricht

ist für alle obligatorisch.

Gemeinsame Gottesdienste, ökumenische

Wortgottesfeiern, Meditatio-

nen, Wallfahrten und Besinnungstage

gehören zum religiösen Angebot.

Zurzeit sind zirka 70 Prozent der

Schülerinnen und Schüler an unserer

Schule katholisch, 23 Prozent evangelisch

und 6 Prozent andersgläubig.

Gibt es andere Besonderheiten?

Wir führen geschlechtergetrennte

Schulen mit 250 Knaben in der Buebeflade,

300 Mädchen in der Meitleflade

und 270 Schülerinnen und

Schülern in gemischten Klassen im

Notkerschulhaus. Da die Finanzierung

zu einem grossen Teil von den

Katholiken des Bistums und der

Kirchgemeinde St. Gallen geleistet

wird, bezahlen Schülerinnen und

Schüler ausserhalb der Stadt und

Nichtkatholiken ein Schulgeld.

Über 16 000 Ehemalige

Die Flade hat den Ruf einer Eliteschule.

Sie ist aber auch umstritten.

Warum?

Dadurch, dass nur Sekundarschüler

die Flade besuchen, ist unsere

Schule nicht für alle Oberstufenschüler

offen. Hier zeigt sich eine Besonderheit

der Flade: Unsere Schule

wählt man als Schülerin oder Schüler

freiwillig. Wer die Flade besucht,

stellt sich den Grundsätzen des Leitbildes.

Dies wäre so nicht mehr

möglich, wenn beispielsweise die

Stadt der Flade die Schülerinnen

und Schüler aus Sekundar- und Realstufe

einfach zuteilen würde.

Wo ist auch heute noch der

spezielle Gemeinschaftsgeist der

Schule erfahrbar?

Bei vielen Aktivitäten im Schulalltag,

in den Klassen, bei Schülerinnen und

Schülern und im Lehrteam. Da ist

immer wieder ein ganz spezieller

Flade-Geist zu spüren. Über 16 000

ehemalige Schülerinnen und Schüler,

verstreut auf der ganzen Welt, tragen

diesen Flade-Geist hinaus. Sie sind

die besten Botschafter unserer

Schule und ihrer christlichen Werte

für die Gestaltung der Zukunft.

Interview: Evelyne Graf, Pfarreiforum


Der «Halleluja»-Schöpfer

Sein «Halleluja» kennt nahezu jeder.

Selbst kirchlich und klassisch

wenig bewanderte Gemüter sind

beeindruckt, wenn der Jubelruf

des Chores aus Georg Friedrich

Händels Oratorium «Messias» erklingt:

ein Denkmal christlicher

Musik. Dessen Schöpfer, 1685 in

Halle an der Saale als Sohn des

Hofchirurgen geboren, zählt zu den

bedeutendsten Komponisten des

Barocks. Vor 250 Jahren, im April

1759, starb Händel 74-jährig in

seiner Londoner Wohnung.

Zwei Dinge liebte Händel: Reisen

und Komponieren. Der Nachlass ist

beachtlich. Allein das Hauptwerk umfasst

über 40 Opern und 25 Oratorien.

Bereits im Alter von neun Jahren

begann Georg Friedrich, Kantaten

zu komponieren, schreibt sein

Biograph John Mainwaring. Mit zwölf

beeindruckte das Wunderkind am

preussischen Hof in Berlin. Und bis

an sein Lebensende konnte Händel

die preussischen Könige zu seinen

Fans zählen. So bemühte sich Fried -

rich der Grosse – der Alte Fritz –

nach Händels Tod, dessen Handschriften

in seinen Besitz zu bringen,

allerdings vergeblich. Mit 17 übernahm

Händel den Posten als Domorganist

in Halle. Doch bereits ein Jahr

später erschien ihm Hamburg wesentlich

verlockender: Dort eröffnete

unter dem Komponisten Reinhard

Keiser (1674-1739) die erste deutsche

Oper, in deren Orchester Händel

Violine und Cembalo spielte.

1706 gönnte sich der junge Musikus

– damals bereits ein Superstar –

eine vierjährige Studienreise nach

Italien.

Anhänger auch in der Kurie

Auch Rom und der Vatikan gehörten

zu den Anlaufstellen des Protestanten.

Lang hielt sich die Vermutung,

Georg Friedrich Händel

Beim Jubiläumskonzert ertönte der «Messias» zum allerersten Mal im Vatikan

Händels Werke

gehören seit

mehr als 250

Jahren ununterbrochen

zum

internationalen

Aufführungs -

repertoire.

Bild: Katharina Ebel,

KNA-Bild

Georg Friedrich Händel

Georg Friedrich Händel wurde am

23. Februar 1685 in Halle an der

Saale im Herzogtum Magdeburg

geboren. Er war deutsch-britischer

Komponist in der Epoche des Barocks.

Händel, dessen künstlerisches

Schaffen sich auf alle musikalischen

Genres seiner Zeit erstreckte,

war gleichzeitig als

Opernunternehmer tätig. Er gilt als

einer der fruchtbarsten und einflussreichsten

Musiker überhaupt.

Händels Werke gehören seit mehr

als 250 Jahren ununterbrochen

zum Aufführungsrepertoire, länger,

als die jedes anderen Komponisten.

Am 14. April 1759 starb er

in London.

Text: wikipedia/red.

Kurienmitarbeiter hätten den begabten Händel zum Konvertieren

gedrängt. Frühere Händel-Biografen untermauerten

die These damit, dass der Lutheraner marianische

Kirchenmusik komponierte und von kurialen Mäzenen finanzielle

Unterstützung bekam. Die jüngere Forschung

stellt diese Deutung jedoch in Frage.

Noch in Venedig erhielt Händel das Angebot, Kapellmeis -

ter am Hof des Kurfürsten Georg Ludwig von Hannover

zu werden. Er nahm an, handelte aber zugleich die Erlaubnis

für längere Abwesenheiten vom Hof aus – ein

Freifahrtschein, den er mehr als üppig nutzte. Schon wenige

Monate nach Amtsantritt reiste er nach London, wo

er bald mit der Uraufführung seiner Oper «Rinaldo» erste

Erfolge feierte.

Komfortabel

in London

Nach Hannover

kehrte Händel

nur noch einmal

für einige Monate

zurück. Im

Oktober 1712

zog er endgültig

nach London, wo

er – von Reisen Georg Friedrich Händel schrieb zahl -

abgesehen – den reiche Werke: Am bekanntesten sind

Rest seines Le- seine Oratorien.

bens verbrachte.

Bild: Wolfgang Radtke, KNA-Bild

Praktischerweise

wurde sein Hannoveraner Kurfürst 1714 als Georg I. zum

König von Grossbritannien und Irland gekrönt. Für ihn hat

Händel wohl die berühmte «Wassermusik» komponiert,

die vermutlich 1717 bei einem Fest auf der Themse erstmals

ertönte. Der König soll übrigens so begeistert gewesen

sein, dass er das Gehalt seines geschätzten

Komponisten prompt verdoppelte. In London führte Händel

ein komfortables Leben und schwamm auf der damaligen

grossen Opernwelle ganz oben. Als Opern nicht

mehr so angesagt waren, sattelte er um und schrieb

fortan Oratorien.

Seinen «Messias» komponierte Händel nach einer schweren

Krankheit in kürzester Zeit. 1742 ertönte das «Halleluja»

dann zum ersten Mal bei der Messias-Uraufführung

in Dublin. Die Einnahmen spendete er Schuldgefangenen

und Armenkrankenhäusern. Auch später in London überliess

Händel die Erlöse seiner Messias-Aufführungen

Armen und Entrechteten. Als der Vatikan anfangs 2009

sein 80-jähriges Bestehen als Staat feierte, kam dem

Protestanten Händel eine besondere Ehre zu: Beim Jubiläumskonzert

ertönte sein «Messias» – zum allerersten

Mal im Vatikan. Allerdings gekürzt: Für die Darbietung vor

Benedikt XVI. wurde das Zweieinhalb-Stunden-Werk auf

eine Stunde zusammengestutzt. Das «Halleluja» blieb natürlich

drin.

Karin Wollschläger/Kipa/red.

forumKirche | 13-2009 7


8

Inserate · Leserbriefe

forumKirche ist das katholische Magazin der Pfarreien

und Bistumskantone Thurgau und Schaffhausen, das mit

Berichten, Reportagen und Interviews über das kirchliche und

religiöse Leben in der Region, in der Schweiz und weltweit

informiert.

Nach Vereinbarung suchen wir

eine redaktionelle

Mitarbeiterin oder

einen redaktionellen

Mitarbeiter

Aufgabenbereiche:

• allgemeine redaktionelle Arbeiten

• Berichterstattung und Fotografieren

• Vertretung der Redaktionsleitung während der Ferien

Voraussetzungen:

• eine journalistische Ausbildung oder journalistische Erfahrung

und Know-How

• Bezug und Offenheit gegenüber der katholischen Kirche

• Sicherer Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen und

Digitalkamera

• Fähigkeit, auch in stressigen Situationen einen ruhigen Kopf

zu bewahren

• Freude und Neugier, neue Themen und Herausforderungen

anzugehen

• Wünschenswert ist die gute Kenntnis der Region Thurgau

und Umgebung

Der Arbeitsort ist Weinfelden.

forumKirche | 13-2009

Pfarreiblatt der Bistumskantone Schaffhausen und Thurgau

Auskunft über die Stelle gibt Ann-Katrin Gässlein, leitende

Redaktorin, ab dem 1. Juli 2009; T 071 626 11 71 oder

redaktion@forumkirche.ch

Bewerbungen mit Lebenslauf und journalistischen Arbeits -

proben richten Sie bitte bis 30. Juli an die Redaktion

forumKirche, Freiestrasse 4, Postfach 234, 8570 Weinfelden.

Richtigstellung: In forumKirche Nr. 11 unter «Kirche ohne Grenzen»

spricht Peter Jakomuthu über die Verehrung der Schwarzen

Madonna in Einsiedeln. Er ist Mitorganisator, nicht früherer Leiter

der tamilischen Pilgerfahrten. Zudem verehren viele hinduistische

Tamilen die Madonna als ihre Göttin Ampaal, welche den Aspekt

der Bestrafung ausdrückt.

Leserbriefe

«Angenommene Versöhnung?» in forumKirche Nr. 12

Nun hat die päpstliche Versöhnungsbereitschaft gegenüber der

Pius-Bruderschaft auch in Österreich ziemliche Bewegung und

auch Kopfschütteln ausgelöst. Bei allem Verständnis für das weiche

Herz des Papstes hätte jedoch von vornherein klar sein sollen,

dass die Pius-Bruderschaft eher den Vatikan zu «bekehren» als das

II. Vatikanum in voller Länge anzuerkennen als Ziel hat. Der Jahrhunderte

hindurch gepflegte kirchliche Antijudaismus, dem das

II. Vatikanum glücklicherweise den Garaus gemacht hat, lebt bei

den Piusbrüdern weiter.

Was Sie zu den Befreiungstheologen sagen, rührt mich fast zu

Tränen. Den Vogel abgeschossen haben Sie aber mit Hans Küng.

Ihren Ausführungen nach zu schliessen war er selber schuld, dass

er die Missio canonica verlor, wobei er aber der Gnade teilhaftig

wurde, nicht suspendiert worden zu sein. Es ist ja nichts Neues,

dass «gute Gespräche» mit der Glaubenskongregation nur dann gut

sind, wenn der beanstandete Theologe zugibt, geirrt zu haben.

Faire Verfahren können so gut wie nicht stattfinden und ein Gespräch

auf Augenhöhe ist gar nicht möglich, wenn ein Gesprächspartner

in Glaubens- und Sittenfragen angeblich nicht irren kann.

Dabei wäre es wesentlich ehrlicher zuzugeben, dass das Lehramt

im Laufe seiner Geschichte schon öfters geirrt hat.

Medientipps

Hanna Grafeneder, Wien

Bibel lesen in Gemeinschaft

«Bibel lesen in Gemeinschaft» heisst die neueste Ausgabe der Zeitschrift

«Bibel heute» aus dem Katholischen Bibelwerk. Ein Heft, das

dazu anregen möchte, die Bibel zur Hand zu nehmen und verschiedene

Zugänge auszuprobieren!

Weitere Infos und Bestellung: Bibelpastorale Arbeitsstelle SKB,

Bederstrasse 76, 8002 Zürich, Tel. 044 205 99 60,

info@bibelwerk.ch (Fr. 10.– + Versand)

Auferstehung – Leben trotz Tod

Mit dem Titel «Auferstehung – Leben trotz Tod» erschien im Katholischen

Bibelwerk die neueste Ausgabe von «Bibel und Kirche». Das

Heft bietet Grundwissen und neue Forschungen zum Thema sowie

konkrete Praxis-Anregungen für den Religionsunterricht.

Weitere Infos und Bestellung: Bibelpastorale Arbeitsstelle, Bederstrasse

76, 8002 Zürich, Tel. 044 205 99 60, info@bibelwerk.ch

(Fr. 10.– + Versand)

«tut» – Im Juni: «Mode»

Katholische Jugendzeitschrift: Hose, Rock,

Strumpf und Schuh – was passt gut und

was wozu? Das aktuelle «tut» zeigt seinen

Leserinnen und Lesern die Trends und Farben

des Sommers und verrät nützliche

Stylingtipps. Weitere Infos: www.tut.ch,

T 041 410 19 60


In derselben Stunde erschienen

die Finger einer Menschenhand

und schrieben gegenüber dem

Leuchter etwas auf die weiss -

getünchte Wand des königlichen

Palastes. Der König sah den

Rücken der Hand, als sie schrieb.

Da erbleichte er, und seine

Gedanken erschreckten ihn.

Daniel 5,5-6a

Text und Bild: Adrian Müller

Daniel

Gesellschaftliches Zusammenleben

kann nur dann gelingen, wenn Menschen

sich gegenseitig achten, Kulturen

und Religionen sich nicht gegenseitig

vereinnahmen. In besonderer

Gefahr sind die Mächtigen und die

einheimische Bevölkerung, wenn sie

andere integrieren wollen: «Die Fremden

müssen werden wie wir und glauben

wie wir, damit sie unter uns leben

können.»

Das Buch Daniel ist ein einziger Protest

gegen einen solchen kulturellen

und religiösen Einheitsbrei. Der Prophet

Daniel wird an den Hof des Königs

Nebukadnezzar von Babel verschleppt

und erhält dort den Namen

Beltschazzar. Fürs Erste könnte man

meinen, dass hier vorbildliche Integration

betrieben wird. Doch Daniel sagt

nein zu dieser Gleichmacherei – und

(sein) Gott unterstützt ihn mit mächtigen

Zeichen und Taten. König und einheimische

Bevölkerung lernen, den

Fremden als anderen Menschen zu

achten. Interessanterweise unternimmt

Daniel selbst – auch nicht sein

Sprüche der Propheten

Gott! – keine Bekehrungsversuche

gegenüber seinen Verschleppern. Der

Prophet lebt seine Religion und die

Einheimischen die ihre. Probleme gibt

es im Danielbuch da, wo der König

oder dessen Umgebung Daniel vereinnahmen

wollen, ihn zwingen wollen, eigene

religiöse Gesetze zu missachten

oder fremden Göttern zu huldigen.

Fast wie ein Scherz mutet es an, wenn

Gott den Sohn von König Nebukadnezzar

Worte in einer Sprache an die

Wand schreiben lässt, die der König

nicht versteht. Selbst seine Wahrsager,

Astrologen und Weise sind mit der

Deutung überfordert. Daniel übersetzt

dem König die düstere Botschaft:

«Diese Worte bedeuten: Mene: Gezählt

hat Gott die Tage deiner Herrschaft

und macht ihr ein Ende. Tekel:

Gewogen wurdest du auf der Wage

und zu leicht befunden. Peres: Geteilt

wird dein Reich und den Medern und

Persern gegeben» (5,26-28). Spannend

ist dabei, dass die Macht Gottes

wieder fremden Völkern und nicht Daniels

Volk gegeben wird – und das

vom Gott des Propheten Daniels!

forumKirche | 13-2009 25


Kirche weltweit · Kirche ohne Grenzen

Prix Caritas für Bangladesch «Eine bewusste Antwort

Ausbildungssystem für benachteiligte Kinder

Muhammad Ibrahim (2. von links): Der Physiker aus Dhaka hat ein Ausbildungs -

system entwickelt, das Bildung und Berufsqualifizierung zusammenführt.

Muhammad Ibrahim aus Bangladesch

ist am 5. Juni in Luzern

mit dem «Prix Caritas 2009 für

Men schlichkeit» ausgezeichnet

worden. Die Zürcher CVP-Nationalrätin

Barbara Schmid-Federer

würdigte vor über 700 Gästen im

Kultur- und Kongresszentrum das

jahrzehntelange Engagement des

Preisträgers für die Ausbildung

sozial benachteiligter Kinder

und Jugendlicher in Bangladesch.

Muhammad Ibrahim setzt die

Preissumme von 10 000 Franken

für ein Berufsbildungsprojekt ein.

Der promovierte Physiker, der auch

an der Universität in Dhaka einen

Lehrstuhl inne hat, ist langjähriger

Präsident der Gesellschaft für Solarenergie

in Bangladesch sowie Experte

von Uno-Sonderorganisationen

wie der Welternährungsorganisation

oder der Unesco. Ausgezeichnet

wurde der Naturwissenschaftler jedoch

für eine nunmehr 30-jährige

pionierhafte und zukunftsweisende

Bildungsinitiative, das «Centre for

Mass Education and Science»

(CMES).

Bildung und Berufsqualifizierung

Für Kinder aus sozial benachteiligten

Familien entwickelte Ibrahim ein angepasstes

Ausbildungssystem. So

werden Bildung und Berufsqualifizierung

in einer engen Art und Weise

26 forumKirche | 13-2009

Bild: CARITAS

zusammengeführt. Die Schüler erhalten

eine schulische Grundausbildung,

Persönlichkeitsbildung und

eine Berufsausbildung, die sie befähigt,

als selbstständige Unternehmer

tätig zu werden. Rund 30 000 Schülerinnen

und Schüler besuchen

heute die von Muhammad Ibrahim

gegründeten Zentren.

Barbara Schmid-Federer erklärte in

ihrer Laudatio, Muhammad Ibrahim

habe nicht nur auf eindrucksvolle

Weise das Recht auf Bildung für alle

konkret gemacht, sondern auch wesentliche

Akzente für eine Entwicklungshilfe

gesetzt, die auf sozialen

Ausgleich und Nachhaltigkeit baue.

Preis seit 2003

Der Prix Caritas wird seit 2003 von

Caritas Schweiz jährlich an Personen

verliehen, die Herausragendes in

den Bereichen Soziales, Entwicklungszusammenarbeit

oder interkulturelle

Verständigung leisten. Er ist

mit 10 000 Franken dotiert. Mit dem

Prix Caritas war letztes Jahr die aus

Santo Domingo stammende Heilpädagogin

Jacinta Torres ausgezeichnet

worden. Sie gründete vor 20

Jahren die erste Schule der Dominikanischen

Republik für geistig und

körperlich behinderte Kinder aus armen

Familien.

Kipa

Pfarrer Juraj Bohynik hat in

Das Sakrament der Firmung steht in einem Prozess der

Entwicklung. Mit 17 Jahren sollen junge Menschen

Verantwortung für ihr Leben und ihre Entscheidungen

übernehmen, auch im religiösen Bereich. Ein Gespräch

mit Pfarrer Bohynik aus Frauenfeld, Firmleiter im

Pastoralraum Frauenfeldplus.

Franziska Krasniqi: Pfarrer Bohynik, Sie haben als erster

Seelsorger im Kanton Thurgau das Firmalter radikal nach

oben gesetzt. Wie sehen Ihre ersten Erfahrungen mit der

«Firmung 17plus» aus?

Pfarrer Juraj Bohynik: Wir haben bis jetzt sehr gute Erfahrungen

gemacht. Selbstverständlich basiert die Firmung

17plus auf einer guten Zusammenarbeit zwischen der Kirchenvorsteherschaft

(stellvertretend für die Gemeinde)

und den Seelsorgenden. Wir haben die Augen offen gehalten

und Pfarreien in den Kantonen Zürich und St. Gallen

nach Empfehlungen und Erfahrungen befragt.

Als Seelsorger ist es mir wichtig, wie wir den Glauben

weitergeben. Durch die Heraufsetzung des Firmalters geben

wir den jungen Erwachsenen nochmals Gelegenheit,

sich mit der eigenen Persönlichkeit und dem Glauben auseinanderzusetzen.

Die Firmung soll bewusst ein Zeichen

und eine Antwort auf Gottes dargebotene Hand sein.

Wann kann ein Mensch eine Entscheidung

des Glaubens treffen?

Taufe und Firmung stehen in enger Verbindung zueinander.

Was bedeutet es, wenn der zeitliche Abstand zwischen

Taufe und Firmung grösser wird?

Die sieben Sakramente der katholischen Kirche betreffen

alle Stufen und wichtigen Zeitpunkte im Leben der Chris -

ten. Sie geben dem christlichen Glaubensleben Heilung

und Sendung. Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit zwischen

den Stufen des natürlichen Lebens und den Stufen

des übernatürlichen Lebens. Und genauso, wie sich nicht

jeder Mensch gleich entwickelt, müssen auch wir uns

überlegen, ab wann der Mensch eine persönliche Entscheidung

treffen kann.

Im heutigen Verständnis begleitet die Firmung die

Jugendlichen auf dem Weg des Erwachsenwerdens und

markiert eine Station für eine religiöse Entscheidung. Welche

Themen werden in der Firmvorbereitung be handelt?

Junge Erwachsene stellen konkrete Fragen. Sie beschäftigen

sich mit ihrer Identität, Lebensplanung und ihren Lebenszielen.

Daher behandeln wir Themen wie: «Wer ist

Gott?», «Hat Gott Platz in meiner Lebensplanung?», «Wie

finde ich Gott?» oder «Wo ist der Sinn in meinem Leben?»

Wie erleben Sie die Jugendlichen, die sich für «Firmung

17plus» angemeldet haben?

Die Jugendlichen verhalten sich sehr interessiert. Klar, es

gibt immer Ausnahmen, die mit ihrem Verhalten mehr Aufmerksamkeit

auf sich ziehen. Solche Fälle zeigen uns aber

auch, dass selbst mit 17 Jahren einige noch nicht reif sind.


auf die dargebotene Hand Gottes»

Frauenfeld die Firmung 17plus umgesetzt

«Jugendliche beschäftigen sich mit ihrer

Identität, Lebensplanung und ihren

Lebenszielen.»

Viele der jungen Leute hatten selten

etwas mit der Kirche zu tun, und

wenn sie dann einen Pfarrer sehen,

bauen sie zuerst eine Schutzmauer

auf. Aber nachdem wir uns einige

Male getroffen und bewusst den Kontakt

gesucht haben, schmilzt das Eis

und die Firmlinge legen ihre Schüchternheit

ab. Am Schluss – also wenn

die Firmung stattfindet – ist eine tiefe

Beziehung zu den Jugendlichen entstanden.

Konflikte, wenn Jugendliche

die Firmung verweigern

Veränderungen rufen meist Widerstände

hervor. Wo haben Sie Kritik

am Konzept «Firmung 17plus» er -

fahren?

Kritik kommt meistens von Eltern,

aber auch von anderssprachigen Mitchristen.

Sie begründen ihre Aussagen

mit: «Solange die Kinder noch

klein sind, können wir sie erziehen.»

Ein 17-jähriger Firmling entscheidet

aber bewusst und schlägt somit Wurzeln

in der Kirche. Hingegen wird der

Sechstklässler auf Wunsch der Eltern

gefirmt und nach der Firmung hat er

selten was mit der Kirche zu tun.

Warum sind es vor allem die Gläubigen

aus den Missionen, die dem

höheren Firmalter ablehnend gegenüberstehen?

Viele Migranten in der Schweiz sind

römisch-katholisch, mehrheitlich sind

sie gut integriert. Sie müssen aber

feststellen, dass die Schweizer Katho-

liken freier mit dem Glauben umgehen.

Während bei den ausländischen

katholischen Familien die Firmung

eine Selbstverständlichkeit ist, scheint

es bei den Schweizer Familien mehr

Entscheidungsfreiheit zu geben:

«Wenn du das willst.» Wenn dann ein

ausländischer Jugendlicher sich nicht

firmen lässt, bricht für die Familie eine

Welt zusammen - das ist eine «unerhörte

Sache»!

«Die Firmanden machen sich konkrete

Gedanken und suchen Stärkung in der

Firmung.»

Bilder: Claudia Niederberger

Wie reagieren Sie als Seelsorger in

solchen Spannungssituationen?

Mit 17plus entscheiden sich die Jugendlichen

bewusster für ein Leben in

der Kirche. Sie wollen Teil des mystischen

Leibes Christi sein und der

Glaube ist «bewusster», eine freie Entscheidung

mit Jesus zu leben. Wir

hatten auch schon einige Fälle, in denen

Jugendliche die Firmung abgelehnt

haben und die Eltern so in eine

Konfliktsituation gerieten. Dann sagen

wir klar: Die freie Entscheidung steht

im Vordergrund! Das Firmungsalter

benennen wir auf 17plus – das «plus»

nach der Zahl 17 verdeutlicht, dass

ein Jugendlicher sich auch später firmen

lassen kann. Die freie und be-

Franziska Kras -

niqi (19) macht

eine Ausbildung

zur Kauffrau.

Ursprünglich

stammt sie aus

dem Dorf Nepole im Westen vom

Kosovo. Sie lebt derzeit mit ihrer

Familie in Erlen/TG.

Kirche ohne Grenzen

Qka mendoni mbi krezmimin 17plus? Pyetja mbi sakramentin

e Krezmimit 17plus është gjithmonë një temë

aktuale tek të rinjët që aftësohen të marrin një hapë më

me tutje që të mund të vendosin për jetën krishtere në

të ardhmë e jetës të atyrë e pranojnë këtë Sakramnet.

Unë si meshtar kam nderin që të mund edhe ti përcjell të

rinjët në këtë sakrament. Në këtë vit 2008/2009 e kam

pasur temën e projektit »Feja dhe Sporti»-»Glaube und

Sport», ku në mbarim të përgatitjes isha edhe në një

ndeshje futbollistike në stadion.

Në krezmim i krishteri merr Shpirtin Shenjt, sikurse e

morën Aposujt ditën e Rrëshajve. Ata ishin përpara

frikacakë, por me marrjen e Shpirtit Shenjt u bënë

dëshmitarë dhe përhapës guximtar të mësimëve

ungjillore. Përforcimi na ripërtërin pagëzimin dhe na

aftëson të dëshmojmë në botë guximshëm Ungjillin më

fjalë e vepra. Pra, bëhemi të fortë të dëshmojmë për

Jezu Krishtin dhe për të të jetojmë dhe në të ta rrënjosim

jetën tonë.

Mag. Kolë Gjergjl, udhëheqës i «Bashkësisë Katolike

Shqiptare» në ipeshkëvinë Graz-Seckau dhe prift

shpirtëror në burgun Justizanstalt në Leoben.

Que opina usted de Firmung 17plus? Firmung 17+ es

para mí una preparación intensiva para la Confirmación

en el ritual de transformación de los jóvenes en adultos.

Precisamente a esta edad se encuentran entre ser

jóvenes y adultos, tienen ya una opinión propia, pero

también muchas preguntas. Eso hace para mí el trabajo

con jóvenes variado e intertesante, ya que a menudo las

discusiones se vuelven profundas, pero también hay

lugar para las risas y los juegos:¡ de jóvenes a adultos!

Claudia Niederberger, Catequista y acompañante para

confirmación en la Parroquia Frauenfeldplus

Mike Qerkini

wusste Entscheidung steht bei uns an erster Stelle. Nur so

können wir die jungen Leute begleiten und ihnen die Botschaft

Jesu als Nahrung vermitteln.

Welche Konsequenzen ergeben sich für das kirchliche

Leben von getauften Christen, wenn sie die Firmung nicht

empfangen?

Die Firmung ist eine Stärkung durch die Kraft des Heiligen

Geistes. Es ist daher ratsam, dieses Sakrament vor der

Ehe zu empfangen. In den südlichen Ländern wird die Firmung

vor der kirchlichen Eheschliessung vorausgesetzt. In

der Schweiz ist es aber kirchenrechtlich möglich, auch

ohne Firmung kirchlich zu heiraten. Daher sehe ich keine

konkreten Konsequenzen. Niemand kann zum Empfang eines

Sakramentes gezwungen werden.

Besten Dank für das Gespräch!

Franziska Krasniqi

forumKirche | 13-2009 27


Sommerserie

Wo Geschichte und Legende zusammentreffen

Ins Tannzapfenland auf die Iddaburg

Die neu renovierte Wallfahrtskirche lädt ein zum persönlichen

oder gemeinsamen Gebet.

Besonders in den Sommermonaten strömen Hunderte

von Pilgern, Ausflüglern und Touristen auf die Iddaburg

– einige um zu beten oder für ihr Seelenheil zu

sorgen, andere, um die herrliche Aussicht zu geniessen

oder auch, um einfach einen geschichtlich denkwürdigen

Ort zu besuchen. Was aber macht die Iddaburg

so einmalig?

Dort auf dem Plateau, wo im Mittelalter die alte Stammburg

der Grafen von Toggenburg stand, befindet sich die

Wallfahrtskirche St. Iddaburg. Von der alten Burg sieht

man heute nur noch etliche zum Teil Kubikmeter grosse

herabgestürzte Mauerstücke, und an zwei Stellen sind

die Grundmauern von Wachttürmen erkennbar. Der grössere

Teil der Mauer stürzte ohne Zweifel den Berg hinab

in die Tiefe; der übrige Teil wurde für den Bau der Kirche

in Gähwil, des Priesterhauses und der Herberge verwendet.

Die Burg muss als ausserordentlich festungssicher und

aufgrund ihrer Lage als uneinnehmbar gegolten haben.

Erstmals wird der Ort in einem Buch des Dekans des

Klos ters Einsiedeln, Pater Albrecht von Bonstetten, im

Jahre 1481 schriftlich erwähnt. Die Familie der Toggenburger

wird dagegen schon 1044 angeführt. Obgleich

diese Schriften verblichen sind, wird ihr Ursprung in dem

Zeitraum vermutet, in dem die Heilige Idda selbst gelebt

haben soll: Im Jahr 1179 hat sie sich mit dem Grafen

von Toggenburg vermählt und soll bis weit ins 12. Jahrhundert

hinein gelebt haben.

Eine Adelige aus Schwaben

Die Heilige Idda stammte aus dem adeligen Geschlecht

der Grafen von Kirchberg bei Ulm in Schwaben. Sie

wurde von ihren frommen Eltern christlich erzogen – gemäss

ihrem Stand. Daher lässt es sich leicht denken,

dass die Hochzeit mit dem Grafen Diethelm IV. in Pracht

und Herrlichkeit gefeiert wurde: Eine grosse Zahl Ritter,

28 forumKirche | 13-2009

Auch heute noch ist die Iddaburg eine

Begegnungsstätte der Menschen.

Edelfrauen und -fräulein soll an der

Feier teilgenommen haben.

Der Legende nach trug ein Rabe den

kostbaren Hochzeitsring der Idda

fort. Ein Jäger soll ihn gefunden und

an seinen Finger gesteckt haben. Als

ein Knecht den Ring der Gräfin erkannte,

wurde sie von ihrem Ehemann

des Ehebruchs mit dem Jäger

verdächtigt. Im Jähzorn liess Diethelm

IV. den Jäger zu Tode schleifen,

und die unschuldige Idda stürzte

er über die Burgzinne in die tiefe

Schlucht. Auf wundersame Weise

soll sie den Absturz unversehrt überstanden

haben. Sie entschloss sich,

ihr Leben von nun an allein Gott zu

widmen, und lebte siebzehn Jahre

als Einsiedlerin in einer Höhle.

Ein Hirsch leuchtet den Weg

Auch als sie, die schon längst für tot

gehalten wurde, entdeckt wurde,

wollte sie ihr einsames Leben mit

Gott nicht mehr aufgeben. Dies

muss te auch ihr einsichtiger Ehemann

respektieren. So liess der Graf

eine Klause in der Au – in der Nähe

des Klosters Fischingen – für sie

bauen.

Die bekannteste Legende der Heiligen

Idda ist ihr Zusammentreffen mit

dem Hirsch, der in den Ästen seines

Geweihes zwölf Lichter trug, um vor

ihr herzugehen und ihr den dunklen

Pfad nach Fischingen zu beleuchten

Das Auge schweift über die nähere und

fernere Umgebung

– ein Zeichen für die Gottgefälligkeit

der Lebensweise der Heiligen. Die

Kunde von der wunderbaren Rettung

der Idda, von ihrer Unschuld und ihrem

heiligen Leben verbreitete sich

rasch. Heute ist die Iddaburg ein

Treffpunkt und eine Begegnungsstätte

für zahlreiche Menschen, die

an diesem Ort Geschichte und Legende

nachspüren wollen.

Einmalige Lokalisierung

Umgeben von einer abwechslungsreichen

Landschaft liegt die Iddaburg

auf einer Felsnase der Alttoggenburger

Hügelketten, die sich von Ricken

bis nach Wil/SG erstrecken. Von hier

aus hat man eine herrliche Aussicht

in den Thurgau und ins Fürstenland

bis hin zum Bodensee und ins

Schwabenländle. Zu jeder Jahreszeit

bieten sich ganz besondere Reize;

selbst im Winter ist die Burg problemlos

erreichbar. Die neu renovierte

Wallfahrtskirche lädt zum persönlichen

oder gemeinsamen Gebet

ein. Wegen der einmaligen Lage wird

die St. Iddaburg als Trauungsort

hoch geschätzt. Die Mariengrotte

liegt in unmittelbarer Nähe und ist

Ziel vieler Marienverehrer. Das Gasthaus

neben der Wallfahrtskirche

sorgt für freundliche Bedienung.

Besonders reizvoll ist die grosse

Gartenterrasse unter schattigen

Bäumen.

Text und Bilder: Mike Qerkini


Frühförderstelle erhält Unterstützung

Schaffhausen

94. Sitzung der Synode der Römisch-Kath. Landeskirche des Kantons Schaffhausen

Mit einem Gewinn von über 88 000

Franken schliesst die Jahresrechnung

2008 der Katholischen Landeskirche

des Kantons Schaffhausen.

Die Mitglieder der Synode

stimmten dafür, mit 20 000 Franken

den Aufbau einer Frühförderstelle

für behinderte Kinder in Taiwan

zu unterstützen. Weiter sollen

die Kirchgemeinden verschiedene

Möglichkeiten prüfen, ihre Verwaltung

zu zentralisieren.

Zwei Gäste waren zur Sitzung der

Sommersynode in den Pfarreisaal

St. Maria in Schaffhausen eingeladen:

Zuerst berichtete Kurt Werner

vom «Verein für Simbabwe» über

die Arbeit des Schaffhauser Arztes

Dr. Aschwanden. Das von ihm aufgebaute

Spital in Simbabwe, das für

rund eine Viertelmillion Menschen

oft die einzige Möglichkeit der medizinischen

Versorgung in einer unklaren

und oftmals gefährlichen politischen

Situation darstellt, wurde

2008 von der Synode finanziell

unterstützt.

Als zweiter Gast informierte Eduard

Ludigs über seine Arbeit als Stellenleiter

der katechetischen Arbeitsstelle

der katholischen Kirche in

Schaffhausen. Indem er die Aus- und

Weiterbildungsmöglichkeiten und Beratungsangebote

vorstellte, legte er

dar, wie die Arbeitsstelle den katholischen

Religionsunterricht im Kanton

fördert. Dabei legte er einen besonderen

Schwerpunkte auf die verschiedenen

Formen der Zusammenarbeit:

einerseits mit der katholischen

Landeskirche Thurgau bei der

Ausbildung nebenamtlicher KatechetInnen,

anderseits beim Angebot des

kürzlich angelaufenen Glaubenskurses

mit der reformierten Landeskirche

Schaffhausen und beim Medieneinkauf

für das didaktische Zentrum.

Sowohl der Geschäftsbericht des

Synodalrats wie auch die Rechnung

2008 der Landeskirche wurden

ohne Diskussion einstimmig genehmigt.

Die Rechnung schliesst mit einem

Aufwand von 1 432 314 und

einem Ertrag von 1 520 350 Franken,

wobei ein Gewinn von 88 036

Franken zu verbuchen ist. Das posi-

Sowohl der Geschäftsbericht wie auch die Rechnung 2008 wurden von der Synode einstimmig genehmigt.

tive Ergebnis resultiert aus höheren

Steuereingängen und ausserordentlichen

Beträgen wie beispielsweise

die Auflösung des Vereins migratio

per 31.12.2007. In fast allen Bereichen

konnten Einsparungen vorgenommen

werden.

Förderung für die Kinder von

Ureinwohnern

20 000 Franken stellt die Synode

jährlich einem sozialen Projekt zur

Verfügung, das dem kirchlichen Anliegen

nach weltweiter Solidarität

und Unterstützung Rechnung trägt.

Mit 19 zu sieben Stimmen bei einer

Enthaltung stimmten die Mitglieder

der Synode für den Aufbau einer

Frühförderstelle für behinderte Kinder

in Taiwan. Im Auftrag der Bethlehem

Mission Immensee betreut die

Sozialpädagogin Claudia Rohde behinderte

Kinder von Ureinwohnern in

einer Region, die trotz Globalisierungsboom

wirtschaftlich unterentwickelt

ist. Im Kinderheim «Rettender

Stern» werden momentan 57 Kinder

betreut. Gemäss der Entscheidung,

abwechselnd Projekte mit schweizweiter

und lokaler Trägerschaft zu

unterstützen, rief Synodalratspräsident

Thomas Binotto die Mitglieder

der Synode auf, für das nächste Jahr

selbst Projektvorschläge mit Trägerschaft

aus dem Raum Schaffhausen

einzureichen.

Anschliessend berichtete Norbert

Kempter, Finanzreferent der Kirch -

gemeinde Neuhausen, über den

geplanten Schuldenabbau bis 2016.

Zuletzt informierte Norbert

In der Wintersynode will der Synodalrat einen neuen Finanz -

referenten wählen.

Gschwend über die Möglichkeiten einer zentralisierten

Verwaltung der Kirchgemeinden im Raum Schaff hausen.

Seit 2006 prüfte er mit einer Arbeitsgruppe verschiedene

Zentralisierungsoptionen.

Verwaltung kann zentralisiert werden

Eine zentralisierte Verwaltung hätte den Vorteil eines direkten

Online-Zugriffs für Pfarreien, wobei durch Passwörter

die Zugriffssicherheit gewahrt bliebe. Ein zentraler

Server würde die Datensicherung bereitstellen. Verschiedene

Dokumente und Vorlagen könnten für Finanzbuchhaltung

und Lohnabrechnung gemeinsam genutzt werden.

Auf Wunsch könnten Teile der Verwaltung auch an

die Kirchgemeinde Schaffhausen übertragen werden.

Der Synodalrat erhielt nun den Auftrag, von den Kirch -

gemeinden Stellungnahmen einzuholen.

Personell ist auch beim Synodalrat der katholischen Landeskirche

Schaffhausen einiges in Bewegung. Nach dem

plötzlichen Tod des Finanzreferenten Walter Hauser

2008 konnte an der Sitzung der Synode noch keine

Neuwahl stattfinden. Stattdessen wurde als möglicher

Kandidat für eine Wahl im Dezember 2008 Norbert Stettler

vorgeschlagen. Stettler ist bislang Mitglied der Geschäftsprüfungskommission

und in dieser Funktion mit

den Finanzen der Landeskirche vertraut.

Text und Bilder: Ann-Katrin Gässlein

forumKirche | 13-2009 29


Kurse · Tagungen

Thurgauer Arbeitsstelle

für Behinderte

■ Café SoFro

Ungezwungenes Beisammensein bei Kaffee

und Kuchen für Erwachsene mit einer Behinderung

und deren Bekannte, Freundinnen und

Freunde.

Datum: 5. Juli, 13.30 bis 17.00 Uhr

Ort: Rest. Frohsinn, Wilerstrasse 12,

8570 Weinfelden

Spezielles: Bei genügender Beteiligung um

15.00 Uhr jeweils LOTTO

Das Team: Die Wohngemeinschaft Freie -

strasse in Weinfelden sowie

Helferinnen und

Helfer sorgen für das Wohl der

Gäste.

■ Treff-Di

Hier bietet sich die Gelegenheit, Freundinnen

und Freunde zu treffen, gemeinsam zu plaudern,

etwas zu trinken, zu tanzen und zu spielen.

Datum: 7. Juli, 18.30 bis 22.00 Uhr

Ort: Maurerlehrhalle, Auwiesenstr. 10,

8583 Sulgen

Das Team: Das Bildungsklub-Team sorgt für

das Wohl der Gäste.

Arbeitsstelle für kirchliche

Erwachsenenbildung

■ Stammtischgespräch –

Über Gott und die Welt

Rolf Hungerbühler, Umwelt-Ingenieur – Koordinator

Aufbau Ökotourismus in Sulawesi, spricht

zum Thema «Tourismus in Entwicklungsländern

– Ein interkultureller Austausch oder kulturelle

Zerstörung?»

Datum: 1. Juli, 20.00 – 22.00 Uhr

(jeweils am 1. Mittwoch im

Monat)

Ort: Brauhaus Sternen, Frauenfeld

30 forumKirche | 13-2009

■ Bibelwoche

Eine Sommerwoche nur mit Bibel und Natur:

Man vertieft sich in biblische Themen, lässt

wandernd die Natur auf sich wirken und pflegt

Gemeinschaft beim Kochen und Essen, Beten

und Singen.

Datum: 27. Juli – 2. August

Ort: Alp Surnegn, oberhalb von

Tinizong/GR

Leitung: P. Franz Helm SVD, Bruno Strassmann

(071 626 11 51)

Kosten: ca. CHF 280.– im Frauen- bzw.

Männer-Matratzenlager

CHF 360.– im Doppelzimmer

Anmeldung: bis 24. Juni – max. 14 Teil -

nehmende

Kirchliche Erwachsenenbildung,

Freiestrasse 4, 8570 Weinfelden

Tel.: 071 626 11 10, E-Mail:

keb@kath-tg.ch

Katechetische

Arbeitsstelle

■ Jubiläum 25+

Wir feiern das Jubiläum

der Erstkommunion-

Wochenenden in

Fischingen: Zum Gottesdienst

und anschliessenden

Apéro sind alle

herzlich eingeladen.

Datum: 28. Juni 2009, 16.00 Uhr

Ort: Kirche Fischingen

Zusammen mit der Arbeitsstelle Blauring &

Jungwacht Thurgau und zehn Pfarreien organisiert

die JUSESO Thurgau zwei Kinder-Sommerlager.

In diesem Jahr begeben sich die Kinder

auf die Spuren der alten Schmuggler.

Datum: Lager 1: 5. bis 11. Juli 2009

Lager 2: 11. bis 17. Juli 2009

Ort: Brigels

Alter: Kinder, die nach den Sommer -

ferien in die 2. Klasse gehen (bis

2. Oberstufe)

Kosten: CHF 250.–; Pfarreien, welche das

KiSoLa mittragen, übernehmen

CHF 70.–; die Eltern zahlen somit

noch CHF 180.– pro Kind

Anmeldung: Bitte umgehend bei JUSESO

Thurgau, Tel. 071 626 11 31,

E-Mail: juseso@kath-tg.ch,

www.juseso.ch

Jungwacht & Blauring Thurgau organisieren

wieder ein grosses Kantons -

lager. Die mittlelalterliche Eule «Bubo

von Thurensis» wird durch das Lagerprogramm

führen.

Datum: 11. – 18. Juli 2009

Ort: Bernhausen,

Zihlschlacht

Information: Arbeitsstelle Blauring

und Jungwacht,

Tel. 071 626 11 21,

stephan.waelti@kathtg.ch,

www.kala09.ch

Sonntagslesungen

21. Juni

12. Sonntag im Jahreskreis

Erste Lesung: Ijob 38,1.8-11

Zweite Lesung: 2 Kor 5.14-17 oder

Ps 107,23-24.26-27.28-29.30-31

Evangelium: Mk 4.35-41

28. Juni

13. Sonntag im Jahreskreis

Erste Lesung: Weish 1,13-15: 2.23-24

Zweite Lesung: 2 Kor 8,7.9.13-15

Evangelium: Mk 5,21-43 (oder 5,21-

24.35b-43)

Papstopfer/Peterspfennig –

Bischöfliche Kanzlei Solothurn

Das Papstopfer ist bestimmt für die

weltweiten Beihilfen an Werke der

Bistümer in der weiten Welt, wie sie

dem Papst in seinem Dienst an der

Einheit obliegen.


Gottesdienste

Albaner-Mission

Samstag, 20. Juni 19.30 Uhr St. Stefan Kreuzlingen

Sonntag, 21. Juni 13.00 Uhr St. Nikolaus Wil/SG

Sonntag, 28. Juni 13.00 Uhr St. Nikolaus Frauenfeld

Sonntag, 05. Juli 13.00 Uhr St. Nikolaus Wil/SG

Italiener-Mission Kreuzlingen-Weinfelden

Samstag, 20. Juni 19.00 Uhr St. Albin Ermatingen

Samstag, 27. Juni 17.30 Uhr St. Jakobus Steckborn

19.15 Uhr St. Peter und Paul Sulgen

Sonntag, 28. Juni 18.00 Uhr Centro Italiano Kreuzlingen

Samstag, 4. Juli 19.00 Uhr St. Albin Ermatingen

Sonntag, 5. Juli 10.05 Uhr St. Ulrich Kreuzlingen

11.15 Uhr St. Johannes Weinfelden

Italiener-Mission Frauenfeld-Sirnach

Sonntag, 21. Juni 09.30 Uhr Klösterli Frauenfeld

11.00 Uhr St. Remigius Sirnach

Freitag, 26. Juni 19.00 Uhr Klösterli Frauenfeld

Samstag, 27. Juni 18.00 Uhr Bruder Klaus Diessenhofen

Sonntag, 28. Juni 09.30 Uhr Klösterli Frauenfeld

11.00 Uhr St. Remigius Sirnach

19.00 Uhr Stadtkirche Frauenfeld

Sonntag, 5. Juli 09.30 Uhr Klösterli Frauenfeld

11.00 Uhr St. Remigius Sirnach

Italiener-Mission Amriswil

Donnerstag, 25. Juni 19.00 Uhr Werktagskapelle Amriswil

Samstag, 27. Juni 19.15 Uhr St. Stefan Amriswil

Donnerstag, 2. Juli 19.00 Uhr Werktagskapelle Amriswil

Sonntag, 5. Juli 09.00 Uhr St. Stefan Amriswil

Donnerstag, 9. Juli 19.00 Uhr Werktagskapelle Amriswil

Slowenische Mission Amriswil

Sonntag, 21. Juni

Kroaten-Mission

10.00 Uhr Pfarreizentrum Amriswil

Samstag, 20. Juni 19.00 Uhr St. Martin Arbon

Sonntag, 21. Juni 19.00 Uhr Bernrainkirche Kreuzlingen

12.00 Uhr Klösterli Frauenfeld

17.30 Uhr St. Peter Schaffhausen

Samstag, 27. Juni 15.00 Uhr Brandtobel Schaffhausen (Familientreffen)

Sonntag, 28. Juni 11.00 Uhr Klösterli Frauenfeld (Familientreffen)

Samstag, 4. Juli 19.00 Uhr St. Martin Arbon

Sonntag, 5. Juli 10.00 Uhr Klosterkirche Münsterlingen

12.00 Uhr Klösterli Frauenfeld

17.30 Uhr St. Peter Schaffhausen

Sonntag, 12. Juli 10.00 Uhr Bernrainkirche Kreuzlingen

12.00 Uhr Klösterli Frauenfeld

Portugiesen-Mission

17.30 Uhr St. Peter Schaffhausen

Samstag, 20. Juni 19.00 Uhr Klösterli Frauenfeld

Sonntag, 28. Juni 09.00 Uhr St. Stefan Kreuzlingen

10.30 Uhr Michaelskapelle Bischofszell

Samstag, 4. Juli

Spanier-Mission

19.00 Uhr Klösterli Frauenfeld

Samstag, 20. Juni 19.00 Uhr St. Maria Schaffhausen

Sonntag, 21. Juni 09.00 Uhr St. Stefan Kreuzlingen

10.30 Uhr Klösterli Frauenfeld

Samstag, 27. Juni 18.00 Uhr St. Maria Schaffhausen

Sonntag, 28. Juni 11.30 Uhr St. Stefan Unterkirche Amriswil

Samstag, 04. Juli 19.00 Uhr St. Maria Schaffhausen

Sonntag, 05. Juli 09.00 Uhr St. Stefan Kreuzlingen

10.30 Uhr Klösterli Frauenfeld

Radio Top

22. bis 27. Juni: Myriam Moser

29. Juni bis 4. Juli: Christian Randegger

06. bis 11. Juli: Ingo Bäcker

Montag bis Samstag, ca. 6.45 Uhr

Chilefenschter

21. Juni: Andreas Lange. 28. Juni: Roland

Stoller. 5. Juli: Christian Bundeli

Sonntags nach den 8-Uhr-Nachrichten

bis 8.30 Uhr

Schaffhauser Fernsehen SHf

Gedanke zum Wuchenänd

20. und 27. Juni: Birgit Wintzer

4. und 11. Juli: Martin Bühler

Jeden Samstag ab 19.00 Uhr

Radio Munot

Notizen zum Sonntag

20. Juni: Elisabeth Cohen

27. Juni: Rainer Huber

04. Juli: Heini Schaffner

11. Juli: Martin Bühler

Jeden Samstag, 18.50 Uhr

«Unterwegs – ein kirchliches Magazin

aus Schaffhausen»

28. Juni: 8.00 bis 9.00 Uhr,

WH: 22.00 bis 23.00 Uhr

Anderssprachige Missionen · Radio und Fernsehen

Radio

«Morgengeschichte». Impuls zum neuen Tag, vom

22. bis 27. Juni mit Paul Steinmann, vom 29. Juni bis

7. Juli mit Flurin Caviezel und vom 06. Juli bis 11. Juli mit

Katja Alves. 6.40/8.50 Uhr DRS1.

Samstag, 20. Juni

«Zwischenhalt». Unterwegs zum Sonntag mit Gedanken,

Musik und Glocken der röm.-kath. Kirche in Dornach SO,

18.30 Uhr DRS1.

Sonntag, 28. Juni

«Röm.-kath. Predigt». Manfred Belok, Theologe, Chur

09.30 Uhr DRS2

Samstag, 4. Juli

«Zwischenhalt». Unterwegs zum Sonntag mit Gedanken,

Musik und Glocken der röm.-kath. Kirche Hergiswil/NW,

18.30 Uhr DRS1.

Sonntag, 5. Juli

«Röm.-kath. Predigt». Monika Hungerbühler Grun,

Theologin, Basel, 09.30 Uhr DRS2

Fernsehen

Samstag, 20. Juni

Wort zum Sonntag. Rita Famos. 19.55 Uhr SF1.

Donnerstag, 25. Juni

Happy Birthday Tel Aviv. Die israelische Stadt wurde am

12. April 1009 gegründet – Belegt durch Urkunden.

16.30 Uhr 3sat

Samstag, 27. Juni

Fenster zum Sonntag. Eine Reise mit und zu Menschen,

die den Süden neu entdeckt haben. 17.15 Uhr SF2;

WH So 11.30 Uhr

Samstag, 4. Juli

Wort zum Sonntag. Thomas Joller. 19.55 Uhr SF1

Filmtipp

Revanche

Dem Musterpaar Susanne und Robert im Musterhaus

am Waldrand fehlt nur noch ein gemeinsames Kind.

Dem anderen Paar in der Stadt fehlt eigentlich alles:

Freiheit, Heimat, Geld. Die Prostituierte Tamara und

Alex, der Handlanger des Bordells, lieben sich im Geheimen.

Nach einem Banküberfall, den Alex als Start

in ein sorgenfreies Leben geplant hat, kommt Tamara

um. Alex flüchtet auf den Hof seines Grossvaters und

erfährt bald, dass im benachbarten Musterhaus der

Polizist Robert lebt, der Tamaras Tod verschuldet hat.

Während er Tag für Tag verbissen Holz für seinen

Grossvater hackt, sinnt er über Rache nach.

Kinostart: 18. Juni 2009

forumKirche | 13-2009 31


AZA 9403 Goldach

Kalenderblatt · Zum Schluss

Pfarreiblatt der Bistumskantone Schaffhausen und Thurgau

32 forumKirche | 13-2009

Veranstaltungen

Sonntag, 21. Juni, 10.15 Uhr

Kath. Kirche Romanshorn

Gottesdienst mit Menschen mit einer

Behinderung – Anschl. Apéro

Es lädt ein: Bildungsstätte Sommeri, Insieme

Sonntag, 21. Juni, ab 16.00 Uhr

Orgelwanderung (Musik in Kreuzlinger Kirchen)

16.00: Basilika St. Ulrich mit André Simanowski

17.00: Evangelische Kirche (Zentrum)

mit Annette Vielmuth

18.00: Kirche St. Stefan Emmishofen

mit Bruno Sauder. Anschl. Apéro im Stefanshaus

Sonntag, 21. Juni, 19.30 Uhr

Evang. Kirche Horn

Ökumenischer Abendgottesdienst

mit Gesängen aus Taizé

Pfarrgemeinde Horn

Montag, 22. Juni, 7.30 bis 7.45 Uhr

St. Annakapelle beim Münster, Schaffhausen

Ökumenische Morgenbesinnung vor der

Grossratssitzung

Matthias Neufeld, Diakon

Sonntag, 28. Juni 2009, 09.00 Uhr

Kath. Kirche St. Peter und Paul, Ramsen

Festgottesdienst zum Patrozinium

St. Peter und Paul

Missa brevis d-moll für Soli, Chor und Orchester

von W.A. Mozart unter der Leitung von Matthias

Brüx, Dirigent. Anschliessend Apéro im Pfarrhof

Sonntag, 28. Juni, 17.15 Uhr

Internationales Blindenzentrum Landschlacht

Meditativer Ausklang am Sonntagabend

«Musik als Nahrung zu erfahren ist wunderbar»

Eintritt frei/Kollekte für cerebralgelähmte Kinder

Stiftung in Bern

Sonntag, 28. Juni, 19.00 Uhr

Kirche St. Stefan, Amriswil

Konzert Panflötenorchester und Orgel

Eintritt frei/Kollekte

Montag, 29. Juni, 7.30 bis 7.45 Uhr

St. Annakapelle beim Münster, Schaffhausen

Ökumenische Morgenbesinnung vor der

Grossratssitzung

Peter Steiger, Pfarrer

Sonntag, 5. Juli, 17.30 Uhr

St. Laurentiuskirche Frauenfeld

1. Sommerkonzert «Orgel plus»

Susanne Frank, Violine; Maximilian Müller, Orgel

Mittwoch, 8. Juli, 20.00 Uhr

Kath. Kirche Münchwilen

Taizé-Meditationsabend

Pfarrei St. Antonius Münchwilen

An die Abonennten: Adressänderungen sind

an das jeweils zuständige Pfarramt Ihrer

Wohn gemeinde zu richten. – In der Stadt

Schaffhausen Wohnhafte an die Katholische

Kirchenverwaltung, T 052 624 51 51.

REDAKTION

«forumKirche», Postfach 234, 8570 Weinfelden

T 071 626 11 71, F 071 626 11 70

redaktion@forumkirche.ch, www.forumkirche.ch

Ann-Katrin Gässlein, leitende Redaktorin

T 071 626 11 72

Ruth Jung-Oberholzer, red. Mitarbeiterin

Redaktionssekretariat: Cécile Lehmann

T 071 626 11 73

sekretariat@forumkirche.ch

Beiträge für den allgemeinen Teil sind bis

13 Tage (Freitag) vor dem Erscheinungsdatum

der leitenden Redaktorin zu senden.

Erscheint alle 2 Wochen

Herausgeber

Katholische Landeskirchen Thurgau und

Schaffhausen · Pressverein Genossenschaft

Pfarreiblattkommission

Präsidentin: Ulrike Zimmermann, Regional -

verant wortliche, Bischofsvikariat St.Viktor,

Abendweg 1, 6006 Luzern

T 041 419 48 45, F 041 419 48 29

Druck: AVD Goldach, Sulzstrasse 10

9403 Goldach, T 071 844 94 44

F 071 844 95 55

Lob den kleinen Siegen

Wir nehmen unsere reservierten Plätze ein im vollbesetzten

ICE. Eine Gruppe junger Männer ist laut

am Singen, am Johlen, am freudigen Gestikulieren.

Ausgelassen können sie kaum sitzen … Auch das

Bier fehlt nicht …

Offenbar sind sie auf der Heimreise nach einem

Match, den sie gewonnen haben.

Ein «Fussballelf» und Co … sichtlich erfreut und erheitert.

Wir als Ausländer kennen die Songs nicht.

«Haben Sie gewonnen?» unsere neugierige Frage.

«Man braucht nicht immer zu gewinnen» ist die

weise Antwort von einem der ‚Tschutter’, «aber wir

brauchen nicht abzusteigen, wir bleiben in der gleichen

Liga.»

«Man braucht nicht immer zu gewinnen» – diese

Antwort geht mir noch etwas nach. Wie recht hat

er: Muss immer das Maximum erreicht werden?

Kann man sich nicht auch über kleine Siege

freuen? Wenn es noch nicht viel besser oder ganz

gut geht, ist es vielleicht wenigstens nicht schlimmer.

Die Waage zeigt noch nicht das Idealgewicht,

aber auch keine Zunahme – ist das nicht auch ein

kleiner Erfolg? Vielleicht gibt es morgen wieder

einen kleinen Sieg zu verbuchen.

Ich wünsche Ihnen einen frohen, erholsamen

Sommer mit vielen kleinen Siegen.

Sr. Nicola Kaiser,

Steyler Missionarin

in Kreuzlingen

In der Reihe «Zum Schluss» kommen Ansichten und

Meinungen zu Wort: Unser Team besteht aus acht

Personen, die abwechselnd unsere letzte Seite mit

Impulsen, Berichten und Betrachtungen gestalten.

Impressum · Arbeitszeiten Sekretariat: Mo, Di, Do: 09.00 bis 11.30 Uhr

Layout: dfp Kommunikation AG

Marktstrasse 28, 8570 Weinfelden

(Zustelladresse für Pfarreiteil)

T 071 626 22 22, F 071 626 22 23,

layout@dfp.ch

Für den Pfarreiteil ist das entsprechende

Pfarramt verantwortlich.

INSERATE: Inserateverwaltung «forumKirche»

Postfach, 8570 Weinfelden,

T 071 626 11 73, F 071 626 11 70

sekretariat@forumkirche.ch

Inserate-Annahmeschluss: bis spätestens 8

Tage (Donnerstag, 10 Uhr) vor dem Er schei -

nungsdatum (Auflage: 44 000 Exemplare)

Bild: Rike, pixelio.de

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