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HSC 2000 Coburg vs. ASV Hamm-Westfalen

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„Es ist aufgegangen, was ich mir<br />

erhofft habe“<br />

Unsere Jungs im Porträt – Nils Röller<br />

von Gerd Nußpickel<br />

Nils Röller wurde in Ludwigshafen geboren und begann im Alter von vier Jahren bei der TSG Mutterstadt mit<br />

dem Handball. Die nächsten Stationen waren die Jugend der TSG Friesenheim und der Drittligist TSG Haßloch.<br />

Über gute Leistungen beim TuS Kaiserslautern–Dansenberg, einem weiteren Drittligisten, empfahl sich der<br />

U19–Vizeweltmeister von 2019 für höhere Aufgaben. 2022 wechselte der Kreisläufer zu FRISCH AUF! Göppingen,<br />

sammelte aber auch weiterhin Spielpraxis in der 3. Liga beim VfL Pfullingen. Seit dieser Saison trägt der<br />

23– Jährige nunmehr das Trikot des <strong>HSC</strong> <strong>2000</strong> <strong>Coburg</strong> und hat sich bereits nach wenigen Wochen sowohl defensiv<br />

wie offensiv als die erhoffte Verstärkung erwiesen.<br />

Als die Verantwortlichen des <strong>HSC</strong> <strong>2000</strong> <strong>Coburg</strong> Mitte März<br />

die Verpflichtung von Kreisläufer Nils Röller bekanntgaben,<br />

war sein Name wohl nur wenigen Anhängern der Gelb–<br />

Schwarzen ein Begriff. Das sollte sich aber binnen kürzester<br />

Zeit gründlich ändern. Durch starke Leistungen schon<br />

in den Testspielen und erst recht in den bisherigen Pflichtspielen<br />

spielte sich der 23–Jährige sehr schnell in die Herzen<br />

der <strong>Coburg</strong>er Fans, die ihn dann auch gleich im September<br />

zum „<strong>HSC</strong>–Spieler des Monats“ wählten. Aber auch der<br />

Spieler selbst sieht sich auf einem guten Weg. „Ich glaube,<br />

dass ich schon jetzt, in dieser kurzen Phase, seit ich hierhergekommen<br />

bin sowohl zusammen als Team als auch ich alleine<br />

mit dem, was Anel mir an die Hand gegeben hat, schon<br />

einen sehr großen Entwicklungsschritt gemacht habe. Ich<br />

bekomme auch sehr viel Vertrauen von ihm. Natürlich habe<br />

ich auch zwei Kreisläufer an meiner Seite, die extrem viel<br />

Erfahrung haben, sowohl international als auch in der Bundesliga,<br />

und von denen ich einfach noch viel lernen kann. Die<br />

unterstützen mich natürlich auch und bringen mich weiter.“<br />

Karrierestart in der 3. Liga<br />

Begonnen hat die Handball–Karriere von Nils Röller bei der<br />

TSG Mutterstadt, einem Nachbarort von Ludwigshafen.<br />

Sein Vater war einst selbst Handballer und spielte für den<br />

TV Hochdorf in der damaligen Regionalliga. Auch sein zwei<br />

Jahre älterer Bruder Lars hat sich diesem Sport verschrieben<br />

und gab am letzten Wochenende mit dem TV Großwallstadt<br />

seine Visitenkarte in der HUK-COBURG arena ab.<br />

„Es war dann so, dass mein Bruder irgendwann mit Handball<br />

angefangen hat, mit fünf Jahren oder so. Da hat mich<br />

meine Mutter gleich mitgeschleppt.“ Eine Zeit lang hat sich<br />

Nils parallel dazu auch in anderen Sportarten wie Leichtathletik<br />

oder Schwimmen versucht. Aber ab dem Alter von<br />

11 Jahren gab es dann für ihn nur noch den Handball. 2014<br />

wechselte er zur TSG Friesenheim, schon damals auch eine<br />

gute Adresse in Sachen Nachwuchsarbeit. Er durchlief<br />

die verschiedenen Jugendteams des Vereins und war am<br />

Ende dieser Zeit für die A–Jugend der TSG und per Doppelspielrecht<br />

auch für den Drittligisten TSG Haßloch aktiv.<br />

Außerdem trainierte Nils Röller regelmäßig auch bei der 1.<br />

Mannschaft der TSG Friesenheim mit, zu Bundesliga–Einsätzen<br />

reichte es damals aber noch nicht. Aber zumindest<br />

der Sprung in die Jugend–Nationalmannschaft sollte dem<br />

Kreisläufer gelingen. Nachdem er 2018 die U18–EM auf<br />

Grund eines Nasenbruchs noch verpasst hatte, war er ein<br />

Jahr später bei der U21–WM in Nordmazedonien mit dabei.<br />

Doch obwohl er am Ende eine Silbermedaille um den Hals<br />

gehängt bekam, denkt Nils Röller eher mit gemischten Gefühlen<br />

an dieses Turnier zurück. „Das Turnier war für mich<br />

persönlich nicht so gut. In der Vorbereitung habe ich jedes<br />

Spiel angefangen, war Kreisläufer Nummer 1. Dann waren<br />

die ersten beiden Trainingseinheiten in Nordmazedonien<br />

nicht so gut von mir und da habe ich wohl das Vertrauen vom<br />

Trainer verloren. Ich habe dann vom ersten Spiel bis zum Finale<br />

insgesamt keine 60 Minuten gespielt. Aber es ist gut,<br />

dass man auch mal die schlechten Seiten sieht und weiß, wie<br />

man damit umgehen kann. Das hat mir natürlich später auch<br />

viel geholfen.“ Sein „Vertreter“ Tom Bergner wurde dann sogar<br />

ins All–Star–Team berufen. „Rein theoretisch denkt man<br />

sich dann natürlich: Das hätte ich sein können. Man denkt<br />

extrem viel nach in so einer Situation. Aber man kann natürlich<br />

viel mitnehmen und viel daraus lernen.“ 2020 wechselte<br />

das Kraftpaket dann zum ambitionierten Drittligisten TuS<br />

Kaiserslautern–Dansenberg, auch um den nächsten Schritt<br />

in seiner Karriere zu machen. „Haßloch war immer so ein<br />

Mittelklasse–Team in der 3. Liga. Mal ein bisschen höher,<br />

mal ein bisschen schlechter, eigentlich sehr solide. Dansenberg<br />

war zu dem Zeitpunkt immer wieder vorne mit dabei.<br />

Es war auch tatsächlich so, dass sie aufsteigen wollten und<br />

haben das mir gegenüber auch so kommuniziert. Man hat<br />

deshalb in dem einen Jahr auch an der Aufstiegsrunde teilgenommen,<br />

aber leider hat es nicht geklappt.“ Am Ende seiner<br />

Zeit in Dansenberg hatte Nils Röller noch einige Monate<br />

ein Zweitspielrecht für den Erstligisten TVB Stuttgart, das<br />

allerdings eher theoretischer Natur war. Bei den Schwaben<br />

waren zu jener Zeit zwei Kreisläufer verletzt und Nils war<br />

letztlich als mögliche Option im Falle aller Fälle angedacht.<br />

„Es war alles eher sporadisch. Ich habe ein paar Mal dort<br />

trainiert, aber nie gespielt.“<br />

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