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Eifach Sempathisch "Unentdeckt"

Ausgabe Herbst/Winter 2024/2025

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Ausgabe #12 . HERBST/WINTER 2024/25<br />

S<br />

hisch<br />

DAS MAGAZIN DER<br />

REGION SEMPACHERSEE<br />

UNENTDECKT<br />

Ein Hof<br />

voller<br />

Erlebnisse<br />

Agrovision Burgrain<br />

Seite 22


Unentdeckt wählen wir als Motto der zwölften Ausgabe<br />

unseres Magazins «<strong>Eifach</strong> <strong>Sempathisch</strong>». Wie üblich<br />

zeigt es die ganze Vielfalt der Region Sempachersee und<br />

vielleicht noch etwas darüber hinaus.<br />

In der Rubrik «Menschen am Sempachersee» lernen Sie zwei<br />

schillernde Persönlichkeiten kennen, die weit mehr sind als nur<br />

die beiden Köpfe der Braustation Sursee. Kreativ, voller Ideen und mit viel Herzblut prägen<br />

sie das Leben in der Region massgeblich mit – auf ganz unterschiedlichen Gebieten.<br />

Perfekte Schoggikreationen aus Eich – in Qualität und Geschmack. Andrina konnte<br />

sich persönlich davon überzeugen und lernte viel zum Thema und wie viel Herzblut<br />

notwendig ist, bis eine Kreation den Weg zum Verbraucher findet.<br />

Indoorsport bieten die vier Arenen in Sursee: Mit Squash hat alles begonnen,<br />

mittlerweile sind Padel, Badminton und Bouldern dazu gekommen. Tolle Möglichkeiten<br />

der Freizeitbeschäftigung für alle, welche sich gerne bewegen.<br />

In der Heftmitte ein Anliegen von Sempachersee Tourismus. Mit Willisau Tourismus<br />

zusammen führen wir eine Bevölkerungsbefragung durch. Es ist eine Umfrage<br />

mit dem Namen «LebensQualiMeter», welche schon in vielen anderen Tourismusregionen<br />

durchgeführt wurde. Super, wenn möglichst viele Menschen der Region Sempachersee<br />

mitmachen, um uns ein Bild zu geben (zum Thema Lebensraum); spezifisch für<br />

den Bereich Tourismus.<br />

Geschätzte Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und<br />

neue Ideen zum BEWEGEN. ENTDECKEN. GENIESSEN.<br />

Peter Regli<br />

Geschäftsführer<br />

Sempachersee Tourismus<br />

EDITORIAL<br />

IMPRESSUM<br />

EIFACH SEMPATHISCH<br />

DAS MAGAZIN DER REGION SEMPACHERSEE<br />

AUSGABE #12, HERBST/WINTER 2024/25<br />

Erhältlich unter www.sempachersee-tourismus.ch<br />

Herausgeber: Sempachersee Tourismus . Länggasse 3 . 6208 Oberkirch<br />

Redaktion: Peter Regli<br />

Lektorat: Regula Regli<br />

Texte: Andrina Grüter, Rita Kaufmann, Peter Regli<br />

Druck: Wallimann Medien und Kommunikation AG, Beromünster<br />

Titelbild: Neuwind ©GettyImages<br />

Gestaltung: Martin Bühlmann, Edelmut<br />

Alle Angaben ohne Gewähr. ©2024, Sempachersee Tourismus<br />

2


kooperiert<br />

mit<br />

Sempachersee<br />

Tourismus<br />

«Wir freuen uns auf die Kooperation<br />

mit einem Produkt, welches für unsere<br />

Gäste einen grossen Mehrwert<br />

bieten wird und unsere Leistungsträger<br />

ins Zentrum stellt.<br />

Die spannende Zusammenarbeit<br />

«2 für 1» löst unser bisheriges Angebot<br />

«Entdeckerpass» ab.<br />

Kennen Sie unseren digitalen Kiosk?<br />

Hier finden Sie hunderte Magazine und<br />

Zeitungen zum Online-Blättern.<br />

30 Tage werden Ihnen von Sempachersee<br />

Tourismus offeriert.<br />

Sie finden im digitalen<br />

Kiosk übrigens auch<br />

alle Ausgaben unseres<br />

Magazins.<br />

3


Menschen<br />

präsentiert von<br />

AM SEMPACHERSEE<br />

Fragen<br />

an Stéphanie und Andy Stöckli<br />

~ TEXT: ANDRINA GRÜTER | BILDER: BRAUSTATION SURSEE ~<br />

4


Stéphanie und Andy; in eurer Braustation<br />

in Bahnhofsnähe in Sursee braut ihr bereits<br />

seit einigen Jahren die beliebten, regionalen<br />

Craft Biere. Wie ist es dazu gekommen?<br />

Eigentlich hat alles wortwörtlich mit einer Schnapsidee<br />

begonnen… Wir wohnten im Beckenhof Sursee<br />

(einem ehemaligen Bauernhof) und fanden es daher<br />

nur sinnvoll, dass wir uns unseren eigenen Schnaps<br />

brennen könnten. Die Idee wurde dann aber nach<br />

genauerer Recherche verworfen. Bei einem Ausflug<br />

unter Freunden zu einem Braukurs wurden die Jungs<br />

total vom Craftbier-Fieber gepackt und begannen in<br />

einer alten Scheune auf dem Hof zu tüfteln. Schon<br />

bald kamen erste Anfragen von lokalen Gastronomen.<br />

Irgendwann wurde der Platz in unserem Wohnzimmer<br />

knapp (für alle Gärtanks) und man zügelte in die Merkurstrasse.<br />

Neben der grossen Biervielfalt «made in<br />

Sursee» kann man bei euch an der Merkurstrasse<br />

auch einen Braukurs buchen oder<br />

eine spannende Führung durch den Betrieb<br />

erleben. Zudem bietet ihr die Braustation<br />

als Eventlocation für Geburtstage, Firmenanlässe,<br />

etc. an. Wie viele solche Anlässe führt<br />

ihr durchschnittlich pro Jahr durch?<br />

Sehr viele. In guten Monaten sind praktisch alle Wochenenden<br />

ausgebucht mit Abendanlässen und tagsüber<br />

oft mit Führungen oder Braukursen. Es kommt<br />

auch oft vor, dass parallel dazu noch externe Anlässe<br />

stattfinden. Was uns auch sehr freut, ist, dass immer<br />

mehr Paare ihre Hochzeit bei uns feiern!<br />

An Kreativität mangelt es uns eigentlich nie. Diese<br />

sprudelt nach wie vor aus uns – uns fehlt es eher an<br />

Zeit und an belastbaren Leuten, die mit uns anpacken<br />

und uns unterstützen. Energie tanken wir zuhause<br />

bei einem Bierchen oder Gläsli Wein, an einem guten<br />

Konzert oder Festival, auf dem Bike oder natürlich,<br />

wenn wir uns eine Auszeit im Ausland gönnen. In den<br />

Ferien kommen uns auch immer sehr gute Ideen und<br />

wir können viele Inspirationen aufnehmen. Auch Spaziergänge<br />

mit unserem adoptierten Strassenhündli<br />

aus dem Tierschutz helfen uns wunderbar, den Kopf<br />

zu leeren.<br />

Wie schätzt ihr die Zusammenarbeit und das<br />

Miteinander in der Region ein – auch mit<br />

anderen touristischen Leistungsträgern und<br />

der regionalen Gastronomie?<br />

Ganz gut, obwohl natürlich immer noch sehr viel Potential<br />

für weitere Zusammenarbeiten und tolle Projekte<br />

bestehen würde.<br />

Ein persönlicher Tipp von euch zusammen:<br />

Welches ist euer Lieblingsplatz in der Region<br />

Sempachersee, um neue Energie für grossartige<br />

Ideen zu tanken?<br />

Ein wunderbares Plätzchen für uns ist die Seebadi<br />

Schenkon am frühen Morgen, wenn alles ruhig ist und<br />

die Entchen und Vögel erwachen. Aber auch in den<br />

vielen schönen Wäldern und Bäche rund um den Sempachersee<br />

– vorwiegend in und um Sempach. Coole<br />

Ideen finden sich ausserdem beim bunten Treiben<br />

Städtli Sursee.<br />

Welches Bier aus eurem Sortiment ist euer<br />

persönlicher Favorit?<br />

Stéphanie: Hoppy End – Pale Ale<br />

Andy: das neue Redneck – Märzen<br />

Neben der Braustation habt ihr mit dem<br />

Craftwerk in Sursee, der Seebadi Schenkon<br />

und Anlässen wie dem Public Viewing auf<br />

dem Martignyplatz diesen Sommer noch viele<br />

weitere tolle Projekte in der Region. Woher<br />

schöpft ihr stetig neue kreative Ideen<br />

und Energie und wie schafft<br />

ihr es, «alles unter einen<br />

Hut zu bringen»?<br />

VERLOSUNG<br />

Eine Führung<br />

mit Degustation<br />

für 4 Personen<br />

Einlösbar in der Braustation Sursee AG,<br />

Merkurstrasse 20, 6210 Sursee<br />

Bedingungen: Teilnahme ab 16 Jahren.<br />

Buchung nach Verfügbarkeit.<br />

Wettbewerb: Sie senden auf info@sempachersee-tourismus.ch einfach eine Mail.<br />

ACHTUNG: Bitte mit Mailbetreff «Verlosung Braustation».<br />

5


Eine Schnaps<br />

idee<br />

vom Bielersee<br />

Markus Bättig vom Weingut Falläsch in Wauwil ist ein innovativer und neugieriger Landwirt,<br />

der gemeinsam mit seiner Familie gerne Neues ausprobiert. Seien Sie also gespannt, wie aus einer<br />

Schnapsidee bei einem Besuch am Bielersee, ein tolles Angebot auf ihrem Hof entstanden ist.<br />

~ TEXT: RITA KAUFMANN | BILDER: MARKUS BÄTTIG, FALLÄSCH ~<br />

Der Hof Falläsch liegt etwas ausserhalb des Dorfes<br />

Kaltbach am Fusse des Santenbergs, von wo man eine<br />

wunderbare Aussicht über das Wauwilermoos mit Blick<br />

in die Walliser- und Berner Alpen geniesst. Familie Bättig<br />

bewirtschaftet den Betrieb in der achten Generation<br />

und mit Sohn Rafael steht die Neunte bereits in den<br />

Startlöchern. Neben der modern eingerichteten Milchwirtschaft<br />

mit Melkroboter, bewirtschaften sie auf einer<br />

Fläche von 1.3 ha auch einen Rebberg mit verschiedenen<br />

Traubensorten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc,<br />

Blauburgunder, Zweigelt und Blaufränkisch.<br />

Zum Rebbau gekommen ist Markus eher durch Zufall.<br />

An der Taufe von Rafael philosophierte er zusammen<br />

mit seinem Vater, dem Schwiegervater und seinem<br />

Schwager das erste Mal darüber, wie es wäre, einen<br />

Wein aus eigenen Reben zu keltern. Gesagt getan – an<br />

einem gemütlichen Abend sassen alle zusammen und<br />

degustierten ihre Lieblingsweine und trugen zusammen,<br />

aus welchen Rebsorten diese gekeltert wurden.<br />

Markus wusste, dass sich von der Lage her wahrscheinlich<br />

die Trauben der Blauburgunder- und Sauvignon<br />

Blanc-Reben am besten eignen würden. Zweigelt,<br />

6


Blaufränkisch und Chardonnay wurden bisher in dieser<br />

Region noch nicht kultiviert. Da Markus von der Sorte<br />

«probieren geht über studieren» ist, hat er kurzerhand<br />

die gewünschten Rebsorten auf anfänglich 30 a angepflanzt.<br />

Nach und nach eignete er sich das nötige<br />

Wissen des Winzerhandwerks an, lernte aus seinen Erfahrungen<br />

und baute den Rebberg stetig aus.<br />

Der Rebbau hat sich auf dem Betrieb Falläsch inzwischen<br />

zu einem wichtigen Standbein entwickelt und<br />

es werden jährlich zwischen 8‘000 und 9‘000 Flaschen<br />

Wein abgefüllt. Neben zwei weissen und drei roten,<br />

sortenreinen Weinen wird auch ein Cuvée aus Zweigelt<br />

und Blaufränkisch gekeltert, welches acht Monate im<br />

Barrique ausgebaut wird. «Ich bin lediglich für den Anbau<br />

der Reben und den daraus entstehenden Rohstoff<br />

– sprich die Trauben – zuständig. Das Keltern überlasse<br />

ich dem Profi, denn dieses Handwerk muss verstanden<br />

sein», erklärt Markus Bättig.<br />

Unternehmungslustig wie die Familie Bättig ist, wurden<br />

sie vor einigen Jahren bei Bekannten am Bielersee<br />

zum Treberwurstessen eingeladen. Die Treberwurst hat<br />

in jener Gegend eine lange Tradition. Früher brannten<br />

die Winzer in den Wintermonaten aus den anfallenden<br />

Rückständen der Weinproduktion – dem Treber oder<br />

Trester – einen Weinbrand, den Marc. Bei diesem Vorgang<br />

hängten die Winzer Schweinswürste über den<br />

Brennofen und erwärmten so ihr Mittagessen. Durch<br />

den aufsteigenden Dampf wurden die Würste mit dem<br />

Marc aromatisiert und erhielten so ihren einzigartigen<br />

Geschmack. Mit der Zeit genossen nicht nur die Winzer<br />

diese Köstlichkeit, sondern die Treberwurst wurde auch<br />

ihren Gästen aufgetischt.<br />

Markus und seine Frau Eveline waren begeistert von<br />

diesem Gaumenschmaus und so kam die Idee auf, dies<br />

ebenfalls auf dem eigenen Hof auszuprobieren. Daraufhin<br />

führten sie im kleinen Rahmen ein erstes Treberwurstessen<br />

unter Freunden durch. Dies fand grossen<br />

Anklang, sodass sie im Jahr 2019 an verschiedenen<br />

Abenden rund 500 Gäste bewirten konnten.<br />

Nach einem, unter anderem coronabedingten, Unterbruch<br />

wurden längere Zeit keine Treberwurst-Anlässe<br />

mehr durchgeführt. Im letzten Jahr griff Markus mit Hilfe<br />

des Räbbärg-Chörlis das Angebot dann erneut auf.<br />

Im November wird an drei Wochenenden das Treberwurstessen<br />

auf dem Hof Falläsch wieder stattfinden.<br />

Treberwurst-Essen 2024<br />

im Falläsch<br />

Freitag, 8. und Samstag, 9. November 2024<br />

Freitag, 15. und Samstag, 16. November 2024<br />

Freitag, 22. und Samstag, 23. November 2024<br />

Beginn um jeweils um 19.00 Uhr<br />

3-Gang Menü inkl. Apéro<br />

für Fr. 35.00 / Person<br />

exkl. Getränke<br />

Reservationen:<br />

treberwurst@fallaesch.ch<br />

Mehr Infos unter fallaesch.ch<br />

Die Gäste werden zum Einstieg mit einem süffigen Glas<br />

Weisswein begrüsst. Als Vorspeise wird eine «chüschtige»<br />

Suppe serviert, bevor das gesamte Weinsortiment<br />

vorgestellt wird. Zum Hauptgang wartet die köstliche<br />

Treberwurst (einmal Saucisson und einmal Traubenwurst),<br />

dazu Rahmkartoffeln auf Lauchbeet und Rüebli<br />

auf die Gäste. Interessierte Besucher dürfen zwischendurch<br />

gerne über die Schulter von Markus schauen,<br />

welcher gekonnt die Treberwürste im Dampfhafen gart.<br />

Zum Abschluss eines gelungenen Abends darf ein feines<br />

Dessert nicht fehlen; und dazu vielleicht ein aromatischer<br />

Marc? Von einer Schnapsidee kann da nicht die<br />

Rede sein. Überzeugen Sie sich selbst und reservieren<br />

Sie sich Ihren Tisch.<br />

geniessen<br />

7


Stöbern<br />

Sie auf unserer<br />

neuen Website<br />

wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

modern<br />

intuitiv<br />

informativ<br />

schlicht<br />

funktional<br />

8


ParaForum – ein Perspektiven<br />

~ TEXT: JASMINE KÖNIG | BILDER: SEMPACHERSEE TOURISMUS ~<br />

wechsel<br />

Wir befinden uns im ParaForum, dem Besucherzentrum<br />

der Schweizer Paraplegiker-Stiftung. Seit fünf Jahren<br />

kann man im ParaForum, in einer interaktiven Ausstellung<br />

mehr über das Leben als Rollstuhlfahrer oder<br />

Rollstuhlfahrerin erfahren und einen Perspektivenwechsel<br />

vom Fussgänger zum Rollstuhlfahrer erleben.<br />

Für Besucher gibt es viel Spannendes rund um das<br />

Thema Querschnittlähmung zu entdecken. Ich habe<br />

das Privileg, mit dem Botschafter von Sempachersee<br />

Tourismus, Marcel Hug, seines Zeichens mehrfacher<br />

Paralympics-Sieger und Weltrekordhalter im Marathon,<br />

durch die Ausstellung begleitet zu werden.<br />

Ausgerüstet mit dem Audioguide machen wir uns auf<br />

zum Eingang und werden überrascht: Vier sympathische<br />

Menschen begrüssen uns in ihrer Wohngemeinschaft<br />

(WG), wo sie uns das Leben als Menschen mit<br />

Querschnittlähmung näherbringen. Obwohl ich sie<br />

nur über die Ausstellung kennenlerne, schliesse ich<br />

sie sofort ins Herz.<br />

In der Wohngemeinschaft der vier Protagonisten gibt<br />

es viel zu sehen. Es ist eine gemütlich eingerichtete<br />

Wohnung, in der es überall etwas zu entdecken gibt.<br />

Mit Hilfe des Audioguides bekommen wir vertiefte Informationen<br />

zum Leben und den Herausforderungen<br />

der vier Personen, die hier wohnen. Wie in vielen anderen<br />

Wohnungen stellt sich auch hier zum Beispiel<br />

die Frage, was es zu essen gibt oder wie es um den<br />

Stand der Vorräte steht. Oder wo die Schokolade versteckt<br />

ist. Schon beim ersten Selbstversuch, als Rollstuhlfahrerin<br />

den Kühlschrank zu öffnen, scheitere ich<br />

kläglich. Wenn Marcel es demonstriert, sieht es so einfach<br />

aus. Weitere Herausforderungen warten. Es sind<br />

Dinge, die für uns Fussgänger alltäglich sind. Überlegen<br />

Sie sich einmal: Wie halten Sie einen Pinsel, wenn<br />

Sie ein Bild malen? Wie planen Sie Ihre Reisen? Welche<br />

beruflichen Perspektiven und Interessen haben<br />

Sie? Antworten darauf, wie die Bewohnerinnen und<br />

Bewohner der WG diese Themen angehen, gibt es im<br />

Rahmen des Besuches der WG.<br />

Was Rollstuhlfahrende brauchen, um Inklusion erleben<br />

zu können, ist ein weiteres Thema, dem man in<br />

der Ausstellung begegnet. Eine Chance, bei Marcel<br />

Hug als direkt Betroffener nachzufragen. Wie vermutet,<br />

sieht auch er in unserem Land noch Entwicklungsbedarf<br />

– beispielsweise im öffentlichen Verkehr. Das<br />

ist nicht immer so einfach, wie für uns Fussgänger.<br />

Das ParaForum berührt und zeigt auf, welchen Herausforderungen<br />

Rollstuhlfahrende täglich begegnen.<br />

10


mit Marcel Hug<br />

Durch den gelungenen Aufbau ist man mittendrin,<br />

statt nur dabei. Genau das ist es, was das ParaForum<br />

so einzigartig macht. Zeitweise habe ich den Eindruck<br />

in die Privatsphäre dieser Menschen einzudringen - so<br />

authentisch und lebensnah fühlt es sich an. Man darf<br />

ausprobieren, erleben, nachdenken. Es gibt vieles zu<br />

entdecken und ich bin beeindruckt, welche positive<br />

Lebensenergie die je zwei Bewohnerinnen und Bewohner<br />

der fiktiven WG ausstrahlen.<br />

Beeindruckt bin ich auch von Marcel Hug. Ich frage<br />

bei ihm nach, woher dieser enorme Ehrgeiz und die<br />

wahnsinnige Disziplin kommen, solche sportlichen<br />

Spitzenleistungen zu erbringen. Bescheiden sagt er:<br />

«Dies ist wohl ein Stück weit angeboren - und vielleicht<br />

ist es auch ein Zusammenspiel: Wenn Ehrgeiz<br />

und Disziplin zu einem Erfolg führen, wird zusätzlicher<br />

Ehrgeiz für neue Höchstleistungen geweckt.» Marcel<br />

Hug wirkt auf mich sehr geerdet und besonnen. Was<br />

er für seine unglaublichen sportlichen Erfolge leistet,<br />

lässt sich nur erahnen.<br />

Gemeinsam finden wir dann auch den Schokoladenvorrat<br />

in der WG-Küche. Ob Sie diesen auch aufspüren?<br />

Finden Sie es heraus. Ein Besuch lohnt sich!<br />

Besuch in der Ausstellung<br />

Das Paraforum Nottwil hat von Dienstag bis<br />

Sonntag jeweils 10 bis 17 Uhr geöffnet.<br />

Es gibt die Möglichkeit<br />

des individuellen Besuchs,<br />

z.B. als Einzelperson oder<br />

Familie und des betreuten<br />

Besuchs für grössere Gruppen.<br />

Beide Angebote sind kostenlos.<br />

Sonderausstellung<br />

Von September bis Ende Jahr 2024 gibt es im<br />

Paraforum eine Sonderausstellung zum<br />

Thema Mobilität und Inklusion. Sie befasst<br />

sich auf spielerische Weise damit, welche<br />

Barrieren Menschen mit einer Querschnittlähmung<br />

begegnen und welche technischen<br />

Möglichkeiten bei der Überwindung<br />

helfen können.<br />

Marcel Hug<br />

Film<br />

Website<br />

11


Ein Haus im Wandel<br />

der Geschichte<br />

~ TEXT: ANDRINA GRÜTER | BILDER: SIGA GUESTHOUSE ~<br />

Etwas ausserhalb von Ruswil im schönen Rottal gelegen,<br />

findet sich oberhalb des Gewerbegebiets Rütmatt ein ganz besonderes Juwel.<br />

Das heutige SIGA Guesthouse hat eine lange und spannende Geschichte,<br />

die es wert ist, erzählt zu werden.<br />

Beim Betreten des SIGA Guesthouse erwartet die<br />

Gäste ein angenehmes Ambiente. Ein schmaler Gang<br />

führt in einen großen, einladenden Raum, der sowohl<br />

als Frühstücksraum als auch für Events genutzt wird.<br />

Direkt angrenzend befindet sich eine wunderschöne<br />

Terrasse mit herrlichem Ausblick auf die ländliche<br />

Umgebung des Rottals. Ein perfekter Ort, um zu verweilen<br />

und nach einem hektischen Tag zur Ruhe zu<br />

kommen.<br />

Das SIGA Guesthouse, Teil der Firma SIGA, bietet auf<br />

vier Etagen eine stattliche Anzahl an Gästebetten. In 75<br />

Zimmern, davon 66 Einzelzimmer, acht Doppel- sowie<br />

einem Familienzimmer, einige davon rollstuhlgänig,<br />

finden Besucher eine ideale Unterkunft. Die Zimmer<br />

sind stilvoll renoviert und geschmackvoll eingerichtet.<br />

Auf einen Fernseher wurde bewusst verzichtet, denn<br />

die beeindruckende Landschaft und das Ambiente des<br />

Hauses laden zum Entdecken und Entspannen ein.<br />

12


Die Geschichte des Hauses ist faszinierend und vielfältig.<br />

1840 wurde auf dem Hof Rütmatt im Auftrag des<br />

Gemeinderates Ruswil ein Armen- und Waisenhaus errichtet.<br />

Fast ein Jahrhundert lang erfüllte das stattliche<br />

Gebäude diesen Zweck. 1898 kam die kleine Kapelle<br />

im Inneren hinzu, die heute unter Denkmalschutz steht<br />

und als wunderschöner Sitzungsraum genutzt wird.<br />

Nachdem im Jahr 1939 die Waisenkinder nach Rathausen<br />

verlegt wurden, wandelte sich das Gebäude in ein<br />

Armenhaus und später in ein Altersheim. Nach 1991<br />

stand es einige Jahre leer, bevor es von 2002 bis 2005<br />

als Asylzentrum diente. 2008 erwarb die Firma SIGA<br />

das geschichtsträchtige Gebäude und begann zwei<br />

Jahre später mit der Planung zur Sanierung. Diese fand<br />

von 2013 bis 2014 statt. Im Jahr 2014 wurde das kleine<br />

Bijou in Ruswil als Bed & Breakfast eröffnet.<br />

Das SIGA Guesthouse ist ideal für die Mitarbeitenden<br />

der Firma, welche aus der ganzen Welt anreisen. Es<br />

dient im Rahmen der SIGA Academy als Unterkunft für<br />

SIGA-Kunden während ihren Workshopbesuchen in<br />

Ruswil. Doch ist es nicht nur für «firmeneigene« Gäste<br />

gedacht: Das Guesthouse eignet sich auch hervorragend<br />

für längere Aufenthalte, Gruppen und Individualreisende.<br />

Jede Person ist herzlich willkommen!<br />

Die vielen Nutzungsgeschichten des klassizistischen<br />

Gebäudes spürt man auch heute noch. «Ich erzähle den<br />

Gästen immer wieder gerne die detaillierte Geschichte<br />

des Guesthouse» sagt Carla Cathomen, die Verantwortliche<br />

des SIGA Guesthouse. Sie ist Ihre Ansprechpartnerin<br />

für Fragen rund um Ihren Aufenthalt oder für Veranstaltungen.<br />

Dieses Haus ist voller Geschichten und<br />

wird sicherlich noch viele weitere schreiben.<br />

«Die vielen<br />

Nutzungsgeschichten<br />

des klassizistischen<br />

Gebäudes sind<br />

auch heute spürbar.»<br />

entdecken 13


Hüttenfeeling<br />

hoch<br />

über dem Surental<br />

~ TEXT: RITA KAUFMANN | BILDER: ESTHER PORTMANN ~<br />

Hoch über dem Surental, auf dem Hausberg zwischen Triengen und Schlierbach liegt<br />

mit wunderbarer Aussicht auf die Jura-Kette die Gschweich-Hütte. Ein Ort, der nicht<br />

nur Wanderer, Velofahrer und im Winter Schneeschuhläufer, sondern auch Liebhaber<br />

guter Küche anzieht. Ursprünglich als Hotel Bellevue um 1904 erbaut, war der Hotelbetrieb<br />

leider nur von kurzer Dauer. Denn nach dem Brand von 1912, der angeblich beim «Kartoffelwaschen»<br />

ausbrach, begann die Geschichte der heutigen Hütte ihren Lauf zu nehmen.<br />

14


Nach dem zweiten Weltkrieg trugen Mitglieder des<br />

Ski-Clubs Triengen tatkräftig zum Umbau der alten<br />

Scheune bei, wodurch 1951 das erste Gschweich-Abfahrtsrennen<br />

stattfinden konnte. Trotz einiger Herausforderungen<br />

wie Schneemangel in den Wintersaisons<br />

1955/56, war dieses Rennen in der ganzen Region<br />

bekannt und galt als fixer Programmpunkt in der regionalen<br />

Wintersportagenda. Im Jahr 1972 wurde die<br />

Abfahrt dann allerdings nach Kulmerau verlegt, da angeblich<br />

die «Gschweich-Strecke» zu gefährlich geworden<br />

sei. Wie wir wissen, gehören die schneereichen<br />

Winter in unseren Breitengraden längst der Vergangenheit<br />

an, so dass das «Tannwald-Derby» schon seit<br />

längerer Zeit Geschichte ist.<br />

Ab diesem Zeitpunkt wurde die Hütte in den Wintermonaten<br />

an den Wochenenden für Gäste von nah und<br />

fern geöffnet. Rund 20 Jahre führten Hedy und Josef<br />

Arnold die Gschweich-Hütte mit viel Herzblut. Seit der<br />

Wintersaison 2018/19 sind nun Esther und Guido Portmann<br />

das freundliche Wirtepaar, welches Tradition<br />

und Herzlichkeit weiterleben lässt. Sie sind Gastgeber<br />

mit Leidenschaft: «Ich liebe das Leben in den Bergen<br />

und das Bewirten von Gästen. Mit der Gschweich-Hütte<br />

lebe ich meinen Traum und muss nicht vom Leben<br />

träumen», schwärmt Esther Portmann. Im vergangenen<br />

Sommer waren die beiden ausserdem in den Bergen<br />

zu Hause, wo sie zusammen das Alpbeizli «Gemsfairen»<br />

in den Urner Alpen führten.<br />

Die Gschweich-Hütte öffnet seine Türe jeweils am Wochenende<br />

von 10 bis 17 Uhr von November bis April.<br />

Auch ausserhalb dieser Zeiten werden auf Voranmeldung<br />

ab 15 Personen feine Pfannengerichte angeboten,<br />

besonders beliebt ist das Fondue. An Sonntagen<br />

herrscht in der gemütlichen Hütte reges Treiben, doch<br />

Guido, der umtriebige Allrounder, findet immer eine<br />

Lösung für die Platznot. «Ein wenig zusammenrücken»<br />

lautet dann das Motto, und schnell fühlt man<br />

sich in dieser familiären Umgebung wie zu Hause.<br />

Seit über 30 Jahren sind die beiden ein Team, das sich<br />

beim Jodeln gefunden hat. Gemeinsam meistern sie<br />

die Herausforderungen der Hütte, Esther als Küchenchefin<br />

und Guido als fürsorglicher Gastgeber. Ihre unkomplizierte<br />

Art strahlt Wärme und Gastfreundschaft<br />

aus – perfekt für alle, die ein authentisches Hüttenerlebnis<br />

suchen.<br />

Ein weiteres kulinarisches Highlight im einzigartigen<br />

Ambiente ist das Vollmond Fondue. Die Gäste spazieren<br />

bei Mondschein zur Hütte und geniessen ein<br />

gemütliches Fondueessen in der warmen Stube – da<br />

kommt echtes Hüttenfeeling auf. Zum Verdauen versammeln<br />

sich später alle im Freien um die Feuerschale<br />

und führen interessante Gespräche über Gott und<br />

die Welt. Wer zu später Stunde wieder einen kleinen<br />

«Gluscht» verspürt, kann als kleinen «Absacker» noch<br />

einen Cervelat bräteln. Gemeinsam geniesst man<br />

zum Abschluss nochmals den Anblick des Vollmonds,<br />

bevor leuchtende Laternen den Weg zurück nach<br />

Schlierbach weisen.<br />

Die Gschweich-Hütte ist längst kein Geheimtipp mehr,<br />

um in geselliger Atmosphäre ein paar gemütliche<br />

Stunden zu verbringen.<br />

Daten Vollmond Fondue:<br />

Freitag, 15. November 2024<br />

Sonntag, 15. Dezember 2024<br />

Montag, 13. Januar 2025<br />

Mi, 12. Februar 2025<br />

Freitag, 14. März 2025<br />

Sonntag, 13. April 2025<br />

Das Fondue ist ab 18 Uhr<br />

Service bereit<br />

Infos: gschweichhuette.ch<br />

geniessen<br />

15


UMFRAGE<br />

Tourismusräume sind die Lebensräume<br />

der einheimischen Bevölkerung. Sempachersee Tourismus<br />

forciert die nachhaltige Entwicklung in der Region Sempachersee<br />

mit allen beteiligten Partnern. Mit Hilfe der Umfrage<br />

LebensQualiMeter © wollen wir herausfinden, wie wohl Sie sich<br />

in der Region fühlen, welche Wünsche oder Sorgen Sie<br />

beschäftigen und wir gemeinsam die Region lebenswerter und<br />

attraktiver machen können.<br />

mitgestalten<br />

16


Lebensqualität<br />

– was ist das eigentlich?<br />

Lebensqualität ist untrennbar mit dem Lebensraum<br />

verbunden, in dem wir uns täglich bewegen<br />

und entfalten. Sie hängt von objektiven Lebensbedingungen,<br />

als auch von subjektiven Empfindungen<br />

ab. Letztlich ist es das Produkt aus den<br />

individuellen Bedürfnissen und dem Gesamtwohl<br />

der Gemeinschaft.<br />

Wertvolle<br />

Ergebnisse<br />

Der LebensQualiMeter © ist ein Stimmungsbild<br />

der Bevölkerung. Sie helfen mit, für Sempachersee<br />

Tourismus eine fundierte Entscheidungsgrundlage<br />

für die Priorisierung von Massnahmen<br />

oder Projekte im Einklang von Tourismus und der<br />

hier wohnhaften Bevölkerung zu finden.<br />

Danke...<br />

... für das Mitgestalten – Ihre Meinung bildet<br />

die Grundlage für die touristische Weiterentwicklung<br />

der Region Sempachersee.<br />

Hier geht es zur Umfrage<br />

Bitte nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit und gestalten<br />

Sie mit: Ihre Meinung bildet die Grundlage<br />

für die Weiterentwicklung unseres Lebensraumes.<br />

lqm.team/luzern/<br />

sempachersee/<br />

Die Umfrage<br />

wird anonymisiert<br />

durchgeführt und die Antworten<br />

ergeben keine Rückschlüsse auf Personen.<br />

17


Wo Kirche und Wein<br />

verschmelzen<br />

~ TEXT: DOMINIQUE MOCCAND | BILDER: MARCO SIEBER ~<br />

Chöupu: So nennt man in Sempach den Weiler Kirchbühl. «Chöupu» thront hoch<br />

über dem Sempachersee. Charmant, verschlafen – fast ein wenig langweilig.<br />

Aber nur auf den ersten Blick.<br />

Kirchbühl ist ein Ort der Gegensätze. Hier trifft Mittelalter<br />

auf Moderne, Velo-Begeisterte auf Ruhesuchende,<br />

Wanderer auf Einheimische, Alt auf Jung. Wer<br />

«Chöupu» kennt, weiss: Der beschauliche Weiler ist<br />

womöglich der malerischste Ort am Sempachersee.<br />

Auf jeden Fall aber ein kulturhistorisches Bijou, das<br />

seinesgleichen sucht. Weshalb übt «Chöupu» eine<br />

solche Faszination aus? Eine Spurensuche.<br />

Geschichtsträchtige Kirche<br />

Kirchbühl ohne «seine» Kirche? Undenkbar! Die Kirche<br />

St. Martin gehört zu Kirchbühl wie das Racket zu Roger<br />

Federer. 1’000 Jahre alt, ist sie eine der ältesten Landkirchen<br />

im Kanton Luzern. Und eine der urtümlichsten:<br />

Von der Barockisierung blieb St. Martin verschont,<br />

statt viel Gold gibt’s kühlen Stein, nacktes Holz und<br />

verblichene Secco-Wandmalereien.<br />

Apropos: Die Wandmalereien von Kirchbühl sind in<br />

der Zentralschweiz das früheste und vollständigste<br />

Beispiel eines bemalten Kirchenraums aus dem Mittelalter.<br />

Grund genug für die Stiftung Pro Kirchbühl,<br />

die Kirche St. Martin und die Wandmalereien zu erhalten<br />

und einem breiteren Publikum zugänglich zu<br />

machen.<br />

Unsere Empfehlung: eine Pause auf Kirchbühl einlegen,<br />

durch das grosse Holzportal der Kirche schreiten<br />

und 1‘000 Jahre Geschichte auf sich wirken lassen.<br />

Mehr Informationen<br />

über Kirchbühl:<br />

18


Ausgangspunkt, um die Region zu erkunden<br />

Verlassen wir die kühle Stille der Kirche wieder. Draussen<br />

huschen Eidechsen über die aufgewärmte Steinmauer,<br />

die die Kirche umfasst. Auf einem roten Bänkli<br />

rasten zwei Wanderinnen, verschwitzte Velofahrer zischen<br />

auf ihren E-Bikes fast lautlos durch den Weiler.<br />

Kein Wunder, denn von hier aus lässt sich prima die<br />

Region Sempachersee erkunden. Via Römerweg<br />

geht’s – immer mit unverbautem Blick auf die Pilatuskette<br />

und den Sempachersee – zum Beispiel nach<br />

Sursee, neben Sempach der zweiten Wakkerstadt der<br />

Region.<br />

Zu unseren Füssen liegt übrigens auch der Rebberg<br />

von Kirchbühl. Seit 2021 wird hier auf Gletschermoräne-<br />

Böden und auf rund 1,7 Hektaren Wein produziert, darunter<br />

ein international preisgekrönter Souvignier Gris.<br />

Wer Kirchbühl «erklimmt», wird belohnt<br />

Spätestens jetzt wird klar: «Chöupu» ist Ruhe-, Genuss-<br />

und Kraftort zugleich. Zeitlos und geschichtsträchtig,<br />

aber auch modern und im steten Wandel<br />

begriffen. Wer sich die Mühe macht und Kirchbühl<br />

«erklimmt», wird belohnt: mit grandioser Fernsicht,<br />

einem einzigartigen Sakralbau und einer nur noch<br />

selten erlebbaren Atmosphäre der Ruhe.<br />

entdecken 19


80 Sattelschlepper<br />

und 2000 Mitarbeitende<br />

Das Finale der «League of Legends» Weltmeisterschaft 2022 in San Francisco benötigte<br />

diese Menge an Personal und Sattelschleppern. Zum Vergleich: Zu einem Popkonzert<br />

der grösseren Art in einem Stadion fahren «nur» 20 Mega-Brummer vor. eSport ist ein boomendes<br />

Element und mittlerweile ein Milliardengeschäft. Grösster Treiber ist das Spiel<br />

«League of Legends», weit vor allen Sportsimulationen. Ob eSport eine olympische Disziplin<br />

wird, ist nicht die Frage. Die Frage ist wann.<br />

~ TEXT: PETER REGLI | BILDER: HOTEL SEMPACHERSEE ~<br />

20


Das barrierefreie Game Festival<br />

Das Hotel und Conference Center Sempachersee präsentiert zusammen mit dem Schweizer<br />

Paraplegiker-Zentrum ein unvergessliches Gaming-Erlebnis. An zwei Tagen wird jede Menge Spass<br />

und Information geboten. Turniere, Cosplay, Referate und Workshops lassen jedes Gamerherz<br />

höher schlagen.<br />

Kulinarisch werden verschiedenen Gaming-Themen in Food & Drinks aufgenommen<br />

und verarbeitet. Barrierefreiheit und Inklusion sind Kernthemen dieser Ausgabe.<br />

Dazu werden internationale Gäste eingeladen. Familien sind herzlich willkommen.<br />

Mehr Infos zum Game Festival vom 2. und 3. November 2024<br />

Der Begriff eSport steht für Wettkämpfe mit Computerspielen,<br />

allein oder im Team. Dabei duellieren sich<br />

zwei oder mehr Spielende aus verschiedenen Teams<br />

oder Ligen in einem Spiel. Die Teilnehmenden werden<br />

als Gamer bezeichnet und die Besten betreiben den<br />

Sport als Leistungssport. Es werden enorme psychische<br />

und physische Anforderungen verlangt. So trainieren<br />

die besten Gamer und Gamerinnen neben dem<br />

Spiel am Computer auch sehr viel im Fitness-Studio<br />

und haben einen Ernährungs- und Mentalcoach an der<br />

Seite.<br />

eSport gewinnt auch in der Schweiz immer mehr an<br />

Beliebtheit. Einer Studie der ZHAW ist zu entnehmen,<br />

dass in der Schweiz über eine halbe Million Menschen<br />

sich als eSportlerinnen oder eSportler bezeichnen.<br />

110‘000 davon verdienen sogar Geld damit. Der Spass<br />

am Spielen ist in den meisten Fällen der Treiber des<br />

Tuns. Was fasziniert diese Menschen an eSport und<br />

was ist es genau? Als eSport bezeichnet man das Spielen<br />

von Computerspielen in speziellen Wettkämpfen<br />

entweder allein oder in Teams. Dabei treffen sich die<br />

Spielenden bei eSport-Veranstaltungen oder spielen<br />

im Internet gegeneinander.<br />

Die Worlds 2022 in San Francisco waren in fünf Minuten<br />

ausverkauft und online in 240 Ländern ein Thema<br />

– anders ausgedrückt: In 240 Ländern waren Personen<br />

live dabei, die Worlds zu verfolgen. Dies entspricht<br />

rund 122 Millionen Streaming-Stunden. Da kann keine<br />

andere Sportart mithalten.<br />

Die grössten eSport-Games in Zuschauerstunden<br />

(2023, Quelle: escharts.com)<br />

League of Legend 590 Millionen +<br />

Mobile Legends: Bang Bang 530 Millionen +<br />

Counter-Strike 381 Millionen +<br />

DOTA 2 364 Millionen +<br />

Hotel Sempachersee als Trendsetter<br />

Das Hotel Sempachersee in Nottwil ist ein Trendsetter<br />

in diesem Segment. Schon zweimal war es für ein<br />

Wochenende das Gaming-Hotel schlechthin in der<br />

Schweiz. Neben Turnieren finden spannende Talkrunden<br />

zu Themen rund um eSport statt. Der Bereich des<br />

Cosplay hat einen eigenen Auftritt als Teil der Gamingwelt.<br />

Cosplay was? Cosplay setzt sich aus den beiden<br />

Worten «costume» und «play» zusammen. Die Cosplayer<br />

schlüpfen in die Rolle fiktiver Charaktere, die der<br />

japanischen Manga und Anime Kultur entlehnt sind.<br />

Sie schaffen aufwändige und detailgetreue Kostüme,<br />

die den Lieblingscharakteren sehr nahekommen.<br />

Die Cosplays werden auf Messen und Conventions,<br />

wie eben in Nottwil, präsentiert. Entweder wird im<br />

Kostüm durch das Veranstaltungsgelände gelaufen<br />

oder an Wettbewerben teilgenommen. Da werden die<br />

Kostüme durch Tänze, Filme oder das Nachstellen von<br />

Szenen zur Schau gestellt und bewertet.<br />

Kein Sportgame in den Top 7<br />

In der Rangliste der sieben am meisten gespielten<br />

eSport Games findet sich kein Sportgame wie Fussball,<br />

Eishockey oder Radsport. Das Podium belegen Counter<br />

Strike, League of Legends und Fortnite. Counter<br />

Strike ist ein Kampfspiel, seit über 20 Jahren auf dem<br />

Markt und über 40 Millionen mal verkauft worden.<br />

League of Legends ist ein Strategiespiel, bei welchem<br />

zwei Teams gegeneinander antreten, um die jeweils<br />

andere Basis zu zerstören. In Fortnite wiederum finden<br />

sich verschiedene Welten wie Musikwelt, Rennwelt,<br />

Kampfwelt oder Bauwelt. In diese Welten nehmen die<br />

Gamerinnen und Gamer jeweils ihre Avatare mit.<br />

bewegen<br />

21


Ein Hof<br />

voller<br />

Erlebnisse<br />

~ TEXT: ANDRINA GRÜTER | BILDER: AGROVISION BURGRAIN ~<br />

Wir begeben uns auf Entdeckungsreise in unsere touristische Nachbarregion.<br />

Zu Füssen der Burgruine Kastelen und vor den Toren Willisaus liegt in Alberswil<br />

der Burgrain – seit 2013 wird hier ein Erlebnishof betrieben. Ein Ort,<br />

welcher viele Möglichkeiten bietet und ein Paradies für die ganze Familie darstellt.<br />

Die Burgrain-Welt ist voller Überraschungen für kleine<br />

und grosse Entdecker. Aus Richtung Sursee kommend,<br />

ist die St. Blasius-Kapelle, welche sich gegenüber des<br />

Burgrain an erhöhter Lage befindet, von weither sichtbar.<br />

Ein wunderschöner und grosszügiger Hofladen,<br />

welcher 2024 ein frisches Gewand erhalten hat, lädt<br />

zum Stöbern und Einkaufen ein. Hier finden sich alle<br />

Produkte, welche auf dem eigenen Betrieb angebaut<br />

und produziert werden. Dazu sind eine Vielzahl an Erzeugnissen<br />

von Partnerbetrieben zu kaufen. Burgrain-<br />

Läden finden sich zudem auch in Cham, Rotkreuz,<br />

Meggen und Zofingen. Gleich gegenüberliegend befindet<br />

sich mit der Burgrain-Stube das gastronomische<br />

Herzstück. Hier geniesst man am Mittag feine<br />

Menüs und abends lässt man sich im Chässtübli oder<br />

bei einem Cordon-Bleu verwöhnen. Jeden Sonntag<br />

lädt das Team der Burgrain-Stube zum beliebten Buurezmorge<br />

ein– wer mag kann die Verlängerung zum<br />

Buurebrunch gleich dazubuchen. Gekocht wird übrigens,<br />

wann immer möglich mit hofeigenen Produkten<br />

und Zutaten aus biologischem Anbau. Hier legt man<br />

grossen Wert auf Qualität und Handwerk; und so ist<br />

von der Salatsauce bis zum Kaffeeguetzli alles handgemacht.<br />

Auch über die Festtage, mit Ausnahmen am<br />

25. Dezember und 1. Januar, bleibt die Burgrain-Stube<br />

heuer geöffnet. Am 26. Dezember sowie am 2. Januar<br />

lädt ein Festtagsbrunch zum Feiern ein; eine frühzeitige<br />

Anmeldung ist empfehlenswert.<br />

22


Das Angebot im Burgrain umfasst das ganze Jahr über<br />

verschiedene Kurse und Events. Von Brotback- und<br />

Wurstkursen bis hin zu speziellen Kinderveranstaltungen<br />

– hier ist für jede Altersgruppe etwas dabei. «In<br />

der Wintersaison warten auf die jüngsten Gäste Erlebnisse<br />

wie der Samichlausbesuch, das Gritibänze-Backen<br />

und das Chnsuperhüsli verzieren», erklärt Silja<br />

Steinmann, Marketingmitarbeiterin bei der Agrovision<br />

Burgrain.<br />

Die Entdeckungstour auf dem weitläufigen Gelände<br />

geht weiter. Durch den wunderschönen Naturgarten<br />

gelangt man zum Schweizerischen Agrarmuseum<br />

Burgrain. Hier warten spannende Ausstellungen wie<br />

«Wer ist Landwirtschaft» darauf, entdeckt zu werden.<br />

Das Museum erstreckt sich über drei Gebäude – das<br />

ehemalige Bürgerheim von Alberswil die 2021 neuerbaute<br />

«Schüür», sowie die Remise mit dem Depot<br />

historischer Landmaschinen. Nach einem lehrreichen<br />

Besuch bietet das hauseigene Bistro die perfekte Gelegenheit<br />

zur Stärkung.<br />

Auf dem Rückweg sollte unbedingt ein Halt beim Kuhstall<br />

eingelegt werden. Die Türen stehen täglich von<br />

08:00-18:00 Uhr offen. Von der Besuchergalerie überblickt<br />

man den gesamten Stall. Zur Melkzeit, also zwischen<br />

16:30 – 17:30 Uhr, kann man dem Bauer bei seiner<br />

Arbeit zusehen. Nachdem die jungen Gäste sich<br />

auf dem 2023 eröffneten Hofspielplatz ausgetobt und<br />

die Erwachsenen sich im Hofladen oder Restaurant<br />

mit feinen Burgrain-Spezialitäten eingedeckt haben,<br />

ist es Zeit für die Heimreise. Müde, aber glücklich,<br />

träumt man bereits vom nächsten Besuch im Burgrain<br />

– einem Hof voller Erlebnisse.<br />

geniessen<br />

23


unter<br />

Kulturgenuss<br />

~ TEXT: RITA KAUFMANN | BILDER: KULTURWERK 118 ~<br />

Willkommen im Kulturwerk 118, liebevoll als «Kulti» bezeichnet – ein Ort, an dem die Vielfalt<br />

der Kultur lebendig wird. Von Jazz, Pop und Slam-Poetry über Metal bis hin zu ungezwungenen<br />

Spieleabenden – hier findet jede und jeder etwas Passendes. Seit 26 Jahren ist das<br />

Kulturwerk 118 als Treffpunkt der regionalen Kulturszene bekannt<br />

und bietet jungen Kreativen eine Plattform.<br />

24


Als das ehemalige Lokal «Hochdruck» am Vierherrenplatz<br />

einem Neubau weichen musste, fand das Kulturlokal<br />

im neuen Feuerwehrlokal sein Zuhause. So entstand<br />

der Name «Kulturwerk 118».<br />

Noah Studer, Berufsmusiker und Schlagzeuger aus<br />

Büron, amtet seit gut zwei Jahren als Präsident des<br />

Kulturwerks. Seine Karriere im Verein begann vorerst<br />

bescheiden als Veranstalter einer Jazz-Reihe; sein Einsatz<br />

blieb jedoch nicht unbemerkt und schon nach<br />

einem halben Jahr wurde er für das Präsidium angefragt.<br />

Noah koordiniert in erster Linie die Ressorts,<br />

welche sehr selbstständig organisiert sind und kümmert<br />

sich verstärkt um die Öffentlichkeitsarbeit.<br />

Das Kulturwerk 118 wird von etwa 60 engagierten Mitgliedern<br />

ehrenamtlich geführt. Jede und jeder kann<br />

sich einbringen, sei es als Barkeeper, am Mischpult<br />

oder als Veranstalter eines Events. Als kleiner Obolus<br />

profitieren die Mitglieder im Gegenzug vom freien<br />

Eintritt zu allen Veranstaltungen. Besonders für junge<br />

Leute bietet das «Kulti» eine wertvolle Gelegenheit,<br />

erste Erfahrungen im Veranstaltungsbereich zu sammeln<br />

und Verantwortung zu übernehmen. Viele ehemalige<br />

Mitglieder haben aus diesen Erfahrungen beruflich<br />

profitiert und erfolgreiche Karrieren gestartet.<br />

Diese Anlässe warten im kommenden<br />

Herbst / Winter auf die Besuchenden<br />

2. November 2024<br />

Fall Rave Vol. 3 (DJ)<br />

23. November 2024<br />

Losus Reynoso, Dari, Morena, Light Limerence<br />

(vier lokale Bands, div. Stilrichtungen)<br />

20. Dezember 2024<br />

Sc’ööf – Ihre radikale Musiksprache entzieht<br />

sich jeder Kategorisierung und vermischt Jazz,<br />

Rock, Metal, Punk und experimentelle Musik zu<br />

einem Sound, der einzigartig für sie ist.<br />

Die Organisation von Events ist flexibel und unkompliziert.<br />

Wenn ein Event ansteht, wird die Anzahl der benötigten<br />

Helfer im Chat des Vereins gepostet und Freiwillige<br />

melden sich. Während die meisten Mitglieder<br />

und Besucher eher jünger sind, möchte das «Kulti» in<br />

Zukunft vermehrt generationenübergreifende Anlässe<br />

anbieten.<br />

Während der Saison von September bis Juni findet<br />

wöchentlich ein Event mit einem kulturell abwechslungsreichen<br />

Programm statt. Es ist von verschiedenen<br />

Konzerthighlights bis hin zu Partyevents und dem<br />

monatlichen «Kultigarten», einem ungezwungenen<br />

Treffpunkt zum Netzwerken, für jede und jeden etwas<br />

dabei.<br />

Einen Höhepunkt der Vereinsgeschichte stellte mit Sicherheit<br />

das «Kultiläum», welches im letzten Jahr anlässlich<br />

des 25-jährigen Bestehens stattfand und als<br />

dreitägiges Festival in Oberkirch gebührend gefeiert<br />

wurde, dar. Ein weiteres Highlight bietet der jährlich<br />

stattfindende «Abend der Türöffnung». Hier werden<br />

Gäste zu einem kostenlosen Konzertabend mit regionalen<br />

Bands eingeladen – für Noah einer der emotional<br />

bewegendsten Anlässe des Vereinsjahres.<br />

Für die Zukunft wünscht sich Noah, das Kulturwerk<br />

118 wieder bekannter zu machen. Er möchte einen Ort<br />

schaffen, an dem man gerne Musik hört und der ein<br />

fester Bestandteil der regionalen Kulturszene ist. Die<br />

Netzwerkfunktion soll weiter gepflegt und ausgebaut<br />

werden.<br />

Noah verrät mit einem Augenzwinkern ein kleiner Funfact<br />

zum Schluss: Im «Kulti» gibt es weit mehr Drinks,<br />

als jene die auf der Karte stehen. Lassen Sie sich<br />

überraschen und geniessen Sie einen der vielfältigen<br />

Events in ungezwungener Atmosphäre!<br />

Alle Infos unter kulturwerk118.ch<br />

entdecken<br />

25


Arena<br />

von der Kampfbahn<br />

bis zum Sportplatz<br />

~ TEXT: PETER REGLI | BILDER: B-SPORTS ~<br />

Der Begriff «Arena» kann eine sandbestreute Kampfbahn sein oder ein Sportplatz.<br />

Die Arena ist auch ein vielseitiger Veranstaltungsort, der Platz für eine grosse Anzahl<br />

von Besuchern und Zuschauern bietet und für eine Vielzahl von öffentlichen Angeboten<br />

und Events genutzt werden kann. So auch die Arena Sursee – wo sich grosse<br />

und kleine Besucherinnen und Besucher vielseitig sportlich austoben können<br />

und dabei neue Bewegungserfahrungen sammeln.<br />

Ein Sportparadies an zwei Standorten; so lässt sich<br />

die autonome Arena Sursee kurz beschreiben. Auf die<br />

beiden Standorte verteilt lässt sich wunderbar Sport<br />

treiben. Bouldern, Padel, Badminton und Squash sind<br />

die vier Indoorangebote, wo Bewegung in Zeit und<br />

Raum zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.<br />

Autonom ist die Arena deshalb, weil die beiden Anlagen<br />

so konzipiert sind, dass alle sportbegeisterten<br />

Personen selbständig und ohne Personal die Anlagen<br />

nutzen. Für Frühaufsteher ab 6 Uhr bis um Mitternacht<br />

für die Nachteulen; Maximale Flexiblität und Freiheit<br />

beim Training.<br />

Boulder Arena – Herausforderungen<br />

in luftiger Höhe<br />

Bouldern ist das Klettern ohne Seil und Gurt an Felsblöcken,<br />

Felswänden oder künstlichen Kletterwänden<br />

bis zur Absprunghöhe; Letzteres in der aufregenden<br />

Boulder Arena in Sursee. Beim Bouldern führt man nur<br />

wenige Kletterzüge aus. Die Herausforderung liegt in<br />

der Technik und Kreativität an der Wand.<br />

Im Wassergraben 5 in Sursee kann auf über 1‘000 m 2<br />

eine Vielzahl von Boulderrouten in verschiedenen<br />

Schwierigkeitsgraden getestet werden. Die Arena verfügt<br />

ausserdem über ein Tensionboard mit LED-Be-<br />

26


leuchtung, ein Campus Board für intensives Training<br />

sowie über 4‘000 hochwertige Griffe, teils von der<br />

Weltmeisterschaft 2023 in Bern. Für die kleinen Gäste<br />

gibt es zusätzlich einen Kinderbereich mit Spielturm<br />

und Schnitzelgrube. Sämtliche Ausrüstung kann vor<br />

Ort gemietet oder erworben werden – womit dem<br />

Boulder-Abenteuer nichts im Weg steht.<br />

Badminton Arena – Action und Tempo<br />

mit dem Shuttle<br />

Wenn Shuttles spannender sind als Griffe bietet<br />

sich die Badminton Arena an. Badminton gilt als die<br />

schnellste Sportart der Welt – bei Spitzenspielern erreichen<br />

die Shuttles Geschwindigkeiten bis zu 400<br />

km/h. So schnell muss es nicht sein, wenn Freunde<br />

zusammen auf dem Court die Freizeit verbringen und<br />

aufregende Spiele gegeneinander austragen. Die beiden<br />

Felder verfügen über einen Boden höchster Qualität,<br />

was das Spielen noch viel schöner macht und<br />

den Erlebniswert erhöht.<br />

Squash Arena – Bälle schlagen im Glashaus<br />

Squash bedeutet in der englischen Sprache zusammendrücken<br />

oder auch zerquetschen. Was bei dieser<br />

Rückschlagsportart im Glas-Court auf die gespielten<br />

Bälle mehr als nur zutrifft. Ob Einzel oder im sehr selten<br />

gespielten Doppel ist Squash eine schnelle, herausfordernde<br />

Sportart – eine der wenigen überhaupt,<br />

wo sich die Spielenden das Spielfeld teilen und auch<br />

die Seitenwände ins Spiel integriert werden – für<br />

Spannung, Action und Spass ist gesorgt.<br />

Padel Arena - Spass und Action mit dem Filzball<br />

Die Trendsportart aus Südamerika ist in Sursee angekommen.<br />

Der spannende Mix aus Tennis und<br />

Squash ergibt ein völlig neues Spielgefühl für Jung<br />

und Alt. Padel ist einfach zu spielen und ermöglicht<br />

somit Spielenden auf jedem Niveau schnellen Spass.<br />

Strategisches Denken, Spielwitz und Teamgeist sind<br />

die Eckpfeiler von Padel. An das Spiel «im Käfig mit<br />

Notausgang» gewöhnen sich alle sehr schnell und der<br />

Spass kann beginnen.<br />

Im Wassergrabe 5 in Sursee<br />

findest du die<br />

An der Umfahrungsstrasse 1<br />

in Sursee findest du die<br />

padel-arena.ch<br />

boulder-arena.ch<br />

badminton-arena.ch<br />

squasharena.ch<br />

27


Schoggiträume<br />

vom Sempachersee<br />

Unsere Region bietet für Geniesserinnen und Geniesser allerlei<br />

– immer wieder werden dabei kleine «Perlen» entdeckt.<br />

Eine dieser Perlen ist die «Schoggikreation» in Eich. Madlen Meier<br />

zaubert in ihrem Atelier feinste Schokoladenspezialitäten,<br />

welche garantiert jeden Schokoladenliebhaber den Gaumen erfreut.<br />

~ TEXT: ANDRINA GRÜTER | BILDER: SCHOGGIKREATION.CH ~<br />

Mit wunderschönem Ausblick auf den Sempachersee<br />

und in die Alpen liegt in Eich eine noch kleine Schokoladenmanufaktur,<br />

die den Namen «Schoggikreation»<br />

trägt. Madlen Meier, diplomierte Chef-Confiseurin und<br />

Mama zweier aufgeweckter Jungs, ist die Gründerin<br />

dieser Genussperle, wo Schoggiträume Wirklichkeit<br />

werden.<br />

Von den gebrannten Mandeln zur<br />

Schoggimanufaktur<br />

Nach der Geburt des ersten Sohnes trat Madlen Meier<br />

beruflich etwas kürzer und wechselte von ihrer Position<br />

mit Fachverantwortung in einer Confiserie in den<br />

Bürobereich des selben Unternehmens. Die Liebe<br />

und Leidenschaft zur Herstellung von süssen Köstlichkeiten<br />

blieb bestehen und wurde daheim in Eich<br />

weitergeführt. Von ihrem Partner Oliver Wüthrich erhielt<br />

sie damals ein Kenwood-Gerät geschenkt – darin<br />

integriert ein Rezept für gebrannte Mandeln. Leider gelang<br />

dieses Rezept nicht nach Wunsch und statt vieler<br />

einzelner gebrannter Mandeln entstand ein einziger,<br />

grosser Mandel-Caramel-Block. Um das Endprodukt<br />

nicht entsorgen zu müssen, überlegte sich die findige<br />

Confiseurin, wie sie dieses weiterverwerten könnte.<br />

Ganz fein gemixt ergab sich so die Füllung von Madlen’s<br />

erster Kreation – die «Noèlinis». Passend zur<br />

Weihnachtszeit und benannt nach Sohn Noèl war dies<br />

das perfekte Geschenk für Familie und Freunde – und<br />

natürlich fanden die kleinen sternförmigen Gaumenfreuden<br />

sofort grossen Anklang.<br />

Mitausschlaggebend für den Schritt zur Selbstständigkeit<br />

war ihre Nachbarin und Coiffeuse Ariane. Sie<br />

motivierte die junge Confiseurin dazu Neues zu wagen<br />

und den mutigen Schritt zum eigenen kleinen Unternehmen<br />

zu gehen. So wurden im Coiffeursalon von<br />

Ariane auch die ersten Schoggispezialitäten «made in<br />

Eich» verkauft. Mittlerweile sind die feinen Kreationen<br />

auch im lokalen Volg-Laden erhältlich.<br />

Neue Kreationen und der Traum<br />

vom eigenen Lädeli<br />

Begonnen hat die Produktion der Schoggispezialitäten,<br />

welche auch im eigenen Online-Shop verkauft<br />

werden, in der hauseigenen Waschküche. Diese wurde<br />

nicht genutzt und diente so als Herstellungsort für<br />

die feinen, vielseitig gefüllten Pralinés. Mit wachsenden<br />

Aufträgen wurde der Platz langsam etwas enger<br />

und der Wunsch nach einem eigenen Produktionsraum<br />

wuchs. Glücklicherweise konnte im selben Gebäude<br />

ein zusätzlicher Raum angemietet und so die<br />

Produktionsstätte verlagert werden. Der Ideengeber<br />

für neue Kreationen ist oftmals Madlens Partner Oliver.<br />

Zusammen mit Madlens grossem Wissen und<br />

Erfahrungsschatz, werden die neuen Kreationen gemeinsam<br />

jeweils so lange verfeinert und optimiert,<br />

bis sie perfekt sind und den Qualitätsansprüchen von<br />

«Schoggikreation» gerecht werden. Auch die beiden<br />

Söhne des Paars sind grosse Schoggiliebhaber und<br />

Fans von Mama Madlen‘s Künsten – ein echtes Familienbusiness<br />

also.<br />

28


Den Möglichkeiten sind bei «Schoggikreation» fast<br />

keine Grenzen gesetzt. «Da wir in eher kleinen Mengen<br />

produzieren ist es uns möglich schon in kleinen<br />

Auftragsmengen auf Kundenwünsche einzugehen. So<br />

können wir beispielsweise mit Firmenlogos, eigenem<br />

Likör oder eigenen Nüssen arbeiten und auf unsere<br />

Kunden individualisierte Produkte anbieten», erzählt<br />

mir Madlen begeistert. Wie wäre es also mit einem<br />

süssen Firmengeschenk vom Sempachersee? Schoggi<br />

macht ja bekanntlich glücklich.<br />

Auf die Herbstsaison 2024 findet eine komplett neue<br />

saisonale Kollektion Einzug ins Sortiment von «Schoggikreation».<br />

«L’amour de l’écureuil» (die Liebe des Eichhörnchens)<br />

heisst das Bouquet aus fünf verschiedenen<br />

Schoggispezialitäten. Wie der Name es schon verraten<br />

mag, erhalten alle fünf Praliné-Kreationen eine Füllung<br />

aus Nüssen. Doch nicht nur bereits bekannte Nüsse<br />

wie Pistazie oder Baumnuss werden enthalten sein –<br />

sondern auch eine für Schoggifüllungen noch unbekannte<br />

Nuss hält Einzug ins Sortiment – das «Buechennüssli».<br />

Diese Schoggispezialität überzeugt denn auch<br />

mit einer feinen, knusprigen Füllung mit sehr intensivem<br />

Nussgeschmack. Das bis dahin noch unbekannte<br />

«Buechennüssli» – definitiv eine Sünde wert.<br />

Zum Schluss die grosse Frage und der Blick in die Zukunft.<br />

Gibt es Träume und Wünsche, welche Madlen<br />

und Oliver mit «Schoggikreation» noch verwirklichen<br />

möchten? Darauf angesprochen sind sie sich einig:<br />

«Ein Lädeli, in welchem wir unsere Kreationen direkt<br />

an die Kundschaft verkaufen können, wäre schon ein<br />

Traum. Wenn möglich mit einem integrierten, kleinen<br />

Cafébereich. So haben wir das auf unseren Reisen<br />

auch schon gesehen und dieses Konzept hat uns<br />

sehr gefallen.» Einen weiteren persönlichen Wunsch<br />

fügt Madlen noch an: «Im eigenen Unternehmen Lernende<br />

auszubilden und das Wissen und die Liebe für<br />

gute und qualitative Produkte weiterzugeben – das ist<br />

ebenfalls ein grosser Traum von mir».<br />

Die feinen Schoggispezalitäten aus dem<br />

Hause «Schoggikreation» sind eine prima<br />

Geschenkidee – gerade jetzt in der kühleren<br />

Herbst- und Winterzeit.<br />

Im breiten Sortiment<br />

findet sich für jeden<br />

Geschmack das<br />

passende Schoggiglück<br />

– Made in Eich.<br />

geniessen<br />

schoggikreation.ch<br />

29


Was meint<br />

zu dieser Gästeanfrage?<br />

-<br />

Prompt:<br />

Welche Wintersportaktivitäten<br />

sind<br />

in der Region<br />

Sempachersee möglich<br />

und interessant?<br />

KI-Tool: neuroflash.com, welches bei Sempachersee Tourismus regelmässig genutzt wird.<br />

~ TEXT: PETER REGLI + NEUROFLASH | BILD: NEUROFLASH ~<br />

Verbesserter Prompt von neuroflash<br />

Identifiziere und beschreibe Wintersportaktivitäten in<br />

der Region Sempachersee.<br />

Kontext: Die Region Sempachersee bietet verschiedene<br />

Freizeitmöglichkeiten im Winter.<br />

Methode: Recherchiere und liste mögliche Wintersportaktivitäten<br />

auf, die in der Region Sempachersee<br />

interessant und durchführbar sind.<br />

Antwort von neuroflash<br />

Die Region um den Sempachersee in der Zentralschweiz<br />

ist bekannt für ihre malerische Landschaft<br />

und vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Obwohl der Sempachersee<br />

selbst mehr für sommerliche Aktivitäten<br />

wie Baden, Segeln und Wandern bekannt ist, gibt es<br />

auch im Winter interessante Möglichkeiten für Wintersportaktivitäten.<br />

Hier sind einige Optionen, die in der<br />

Region durchführbar und attraktiv sind:<br />

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Prompt für ein Foto<br />

Gestalte mir eine Foto mit Wintersportaktivitäten am<br />

Sempachersee in der Nähe von Luzern.<br />

Optimiert<br />

Realistisches Foto, mittlere Totale: Wintersportaktivitäten<br />

am Sempachersee nahe Luzern; verschneite<br />

Landschaft.<br />

Das meint Sempachersee Tourismus dazu<br />

KI generiert schon heute sehr gute Bilder, wenn das<br />

Tool genügend trainiert ist. Schöne, authentische<br />

Landschaftsbilder werden weiterhin von professionellen<br />

Fotografinnen und Fotografen gemacht – und von<br />

uns sehr gerne genutzt. Ski fahren in der abgebildeten<br />

Form findet am Sempachersee definitiv nicht statt.<br />

Eisbahnen: In der näheren Umgebung, beispielsweise<br />

in Sursee, gibt es Kunsteisbahnen, die während der<br />

Wintermonate geöffnet sind. Hier kann man Eislaufen<br />

und Eisstockschießen betreiben.<br />

Rund um den Sempachersee: Es gibt diverse gut<br />

ausgeschilderte Winterwanderwege, die durch die<br />

idyllische Landschaft der Region führen. Schneeschuhwandern<br />

kann bei ausreichender Schneehöhe<br />

ein besonders stimmungsvolles Erlebnis bieten.<br />

Region Sursee: Das Umland bietet einige Langlaufloipen,<br />

die in schneereichen Wintern präpariert werden.<br />

Diese führen oft durch malerische Wald- und Wiesenlandschaften.<br />

Lokale Hügel und Hänge: Kleinere Hügel und abgelegene<br />

Wege im Umland eignen sich hervorragend<br />

für das Rodeln und Schlittenfahren, besonders nach<br />

Schneefällen.<br />

Rund um Sempach und Sursee: Einige lokale Bauernhöfe<br />

oder Veranstalter bieten romantische Pferdeschlittenfahrten<br />

durch die winterliche Landschaft an.<br />

Diese Touren sind besonders stimmungsvoll und ein<br />

Erlebnis für die ganze Familie.<br />

Alpenvorland: Während das Gebiet um den Sempachersee<br />

selbst eher flach ist, sind die nahegelegenen<br />

Ausläufer der Alpen gut für Skitouren geeignet. Beliebte<br />

Startpunkte und Routen für Skitouren sind oft nur<br />

eine kurze Fahrt entfernt.<br />

Zusätzlich bieten viele der umliegenden Gemeinden<br />

Weihnachtsmärkte und winterliche Festivals, die das<br />

Freizeitangebot ergänzen und für eine festliche Stimmung<br />

sorgen.<br />

Um sicherzustellen, dass alle Aktivitäten planmäßig<br />

durchgeführt werden können, ist es ratsam, sich vorab<br />

über aktuelle Wetter- und Schneeverhältnisse sowie<br />

Öffnungszeiten von Einrichtungen und Veranstaltungsorten<br />

zu informieren. Auch lohnt es sich, Kontakt mit<br />

den lokalen Tourismusbüros aufzunehmen, die aktuelle<br />

Informationen und möglicherweise weitere Geheimtipps<br />

bieten können.<br />

Das meint Sempachersee Tourismus dazu<br />

Spannend, die interessanten Wintersportaktivitäten,<br />

welche uns KI vorschlägt. Romantische Pferdeschlittenfahrten<br />

sind im richtigen Umfeld tatsächlich romantisch<br />

und ein Erlebnis – aber in der Region Sempachersee?<br />

Uns ist kein Anbieter bekannt.<br />

Ebenso schwierig wird es mit den Langlaufloipen. Ja,<br />

wir wissen, dass es im Raum Rickenbach tatsächlich<br />

eine durch freiwillige Enthusiasten erstellte Loipe gibt<br />

– wenn denn genügend Schnee liegt. Aber mehrere<br />

Loipen durch malerische Wald- und Wiesenlandschaften<br />

– leider Fehlanzeige.<br />

Rodeln und Schlittenfahren in der Region? Klar düsen<br />

Kinder in ihren Bobs bei genügend Schnee schnell die<br />

«Hänge» herunter. Aber im grossen Stil? Leider auch<br />

hier – Fehlanzeige.<br />

Wir sehen, die KI hat Schwierigkeiten mit der Region<br />

Sempachersee und Winteraktivitäten. Da saugt sich<br />

die KI gut gemeinte aber eben nicht korrekte Angaben<br />

aus dem Reich des Weltnetzes und hofft dabei, etwas<br />

Gutes zu tun.<br />

Der Schluss, die lokalen Tourismusbüros direkt zu<br />

kontaktieren, passt perfekt. So können Sie gleich mit<br />

einer Mail oder einem Telefonat alle Hoffnungen auf<br />

grossartigen Wintersport in der Region klären und<br />

gleichzeitig erfahren Sie von den vielen tollen Indoor-<br />

Angeboten.<br />

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Wir<br />

a<br />

gr tulieren<br />

unseren Botschaftern<br />

Roman Rössli zur<br />

Bronzemedaille an<br />

den Olympischen Spielen<br />

und Marcel Hug zu einmal<br />

Bronze, zweimal Silber<br />

und zum grandiosen<br />

Goldtriumph<br />

auf der<br />

Marathondistanz<br />

der Paralympics<br />

in Paris 2024.<br />

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