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architektur FACHMAGAZIN Ausgabe 6 2024

Verbindung zwischen Mensch und Raum

Verbindung zwischen Mensch und Raum

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<strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

WISSEN, BILDUNG, INFORMATION FÜR DIE BAUWIRTSCHAFT<br />

Erscheinungsort Vösendorf, Verlagspostamt 2331 Vösendorf. P.b.b. 02Z033056; ISSN: 1606-4550<br />

06<br />

www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

Sept./Okt. <strong>2024</strong><br />

Material &<br />

Oberfläche<br />

© Gustav Willeit


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Unternehmen und den Planenden sorgen sie dafür, dass sich komplexe<br />

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www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

Editorial<br />

Verbindung zwischen<br />

Mensch und Raum<br />

In der Welt der Architektur geht es nicht nur um Räume<br />

und Strukturen, sondern um die menschliche Erfahrung,<br />

die diese erschaffen. Hochwertige Architektur ist mehr<br />

als ein rein funktionaler Entwurf; sie ist ein Kommunikationsmedium,<br />

das bewusst gestaltet wird, um Emotionen<br />

zu wecken und Assoziationen hervorzurufen. In<br />

diesem Zusammenhang spielen Material und Oberfläche<br />

eine entscheidende Rolle: Sie sind das Bindeglied zwischen<br />

der gebauten Struktur und dem Menschen, der<br />

sie erlebt.<br />

Mit den Fortschritten in der Materialtechnologie und den innovativen<br />

Möglichkeiten der Oberflächenbearbeitung stehen<br />

Architekten heute vor einer spannenden Herausforderung:<br />

Wie können traditionelle Materialien neu interpretiert oder<br />

innovative Werkstoffe sinnvoll in die Architektur integriert<br />

werden, um die menschliche Erfahrung der gebauten Umwelt<br />

reicher und bedeutsamer zu machen? Mit den Projekten, die<br />

wir für diese <strong>Ausgabe</strong> redaktionell aufbereitet haben, wollen<br />

wir dieser Fragestellung etwas näher auf den Grund gehen.<br />

Beim Projekt „Leander“ von Andreas Gruber, sorgt die Holzverschalung<br />

in der japanischen Technik Shou Sugi Ban für<br />

eine markante, zeitlose Optik. Die karbonisierte Oberfläche<br />

des Holzes reflektiert Licht und erzeugt je nach Tageszeit<br />

unterschiedliche Nuancen, wodurch das Gebäude mit seiner<br />

natürlichen Umgebung in Dialog tritt. Das „Glen Iris House“<br />

in Australien beeindruckt hingegen mit kontrastreichen Oberflächen,<br />

die visuelle und haptische Spannung erzeugen. Die<br />

Kombination von rauen und glatten, massiven und filigranen<br />

Materialien macht das Haus zu einem sensorischen Erlebnis.<br />

Im „Lindemann Performing Arts Center“ wird an der Fassade<br />

mit stranggepresstem Aluminium gearbeitet, das sich je nach<br />

Tageszeit und Lichtverhältnis verändert. Der eigentliche Clou<br />

ist jedoch die modulare Raumgestaltung im Inneren. Diese<br />

setzt auf die unterschiedlichen Eigenschaften von verschiedenen<br />

Materialien und Oberflächen und schafft ein visuell und<br />

akustische wandelbares Raumerlebnis. Im Gegensatz dazu<br />

griff man beim Richard Gilder Center in New York auf massive,<br />

skulpturale Steinstrukturen zurück, die einen modernen Raum<br />

für Entdeckung und Bildung schaffen. Die fließende Höhlen<strong>architektur</strong><br />

des Innenraums bricht mit der traditionellen Wahrnehmung<br />

und eröffnet eine neue, dynamische Perspektive. Mit<br />

ähnlicher Materialität weiß auch das medizinische Zentrum in<br />

Granollers mit seinen Keramik- und Sichtbetonoberflächen zu<br />

überzeugen. Die langlebigen Materialien symbolisieren nicht<br />

nur Funktionalität, sondern strahlen Ruhe und Beständigkeit<br />

aus. Ein deutlich anderes Erlebnis steht beim Glashaus des<br />

ÄNG-Restaurants in Schweden im Vordergrund. Materialien<br />

wie Holz, Glas und Stein schaffen ein Erlebnis, das die umliegende<br />

Landschaft reflektiert und den Raum mit sinnlichen<br />

Eindrücken erfüllt.<br />

Themenschwerpunkte wie Retail<strong>architektur</strong>, Arbeitswelten<br />

und Naturstein, sowie die gewohnten Rubriken und Produktpräsentationen<br />

runden auch diese <strong>Ausgabe</strong> ab und stehen<br />

ebenfalls ganz im Zeichen des Heftthemas.<br />

SICHERER<br />

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FÜR DEN SOCKEL<br />

WASSERABWEISEND<br />

XPS-Platten bilden einen zuverlässigen<br />

Schutzschild gegen Feuchtigkeit im Sockelbereich!<br />

Sie sind nahezu geschlossenzellig und verhindern<br />

so das Eindringen von Wasser in die Bausubstanz.<br />

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XPS gibt Bauherren und Verarbeitern größte Sicherheit.<br />

Allem voran punktet es mit Druckfestigkeit – unter<br />

der Bodenplatte, im Perimeterbereich und überall,<br />

wo starke Kräfte wirken.<br />

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gewährleistet und das<br />

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STEHT FÜR QUALITÄT.<br />

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit dieser <strong>Ausgabe</strong>!<br />

Andreas Laser<br />

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<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

1<br />

Inhalt<br />

Editorial 03<br />

Start 06<br />

Sofia Souidi<br />

Magazin 12<br />

(K)eine Trendfrage?! 26<br />

Nachgefragt bei Hannes Bäuerle<br />

von raumprobe<br />

Arbeitswelten 29<br />

Wettbewerbe & Awards 38<br />

Symbiose aus Kunst 60<br />

und Architektur<br />

Wohnhaus Leander / Pfitsch, Italien /<br />

Andreas Gruber Architekten<br />

Kontrastreiche Komposition 66<br />

Glen Iris House / Melbourne /<br />

Pandolfini Architects<br />

State of the Art 74<br />

Lindemann Performing Arts Center /<br />

Rhode Island, USA / REX architecture<br />

Moderne Höhlen-Architektur 80<br />

Richard Gilder Center /<br />

New York City / Studio Gang<br />

Ein Gebäude wie 88<br />

eine Umarmung<br />

Zentrum für Strahlentherapie /<br />

Granollers, Spanien /<br />

BAAS arquitectura + CASA Solo<br />

Ein Prisma im Wiesengrün 94<br />

Restaurant ÄNG /<br />

Halland, Schweden / Norm Architects<br />

Naturstein 100<br />

RETAIL<strong>architektur</strong> 110<br />

Produkt News 118<br />

edv 142<br />

Licht berechnen und visualisieren<br />

60<br />

74<br />

88<br />

66<br />

80<br />

94<br />

MEDIENINHABER UND HERAUSGEBER Laser Verlag GmbH; Ortsstraße 212/2/5, 2331 Vösendorf, Österreich<br />

CHEFREDAKTION Andreas Laser (andreas.laser@laserverlag.at) n REDAKTION DI Linda Pezzei, Edina Obermoser, Roland Kanfer, DI Marian Behaneck<br />

LTG. PRODUKTREDAKTION Nicolas Paga (nicolas.paga@laserverlag.at) Tel.: +43-1-869 5829-14 n RESSORT WETTBEWERBE Roland Kanfer (wettbewerbe@<strong>architektur</strong>-online.com)<br />

GRAFISCHE GESTALTUNG & WEB Andreas Laser n LEKTORAT Mag. Heidrun Schwinger n DRUCK Bauer Medien & Handels GmbH<br />

GESCHÄFTSLEITUNG Silvia Laser (silvia.laser@laserverlag.at)<br />

ABONNEMENTS Abonnement (jeweils 8 <strong>Ausgabe</strong>n/Jahr): € 109,- / Ausland: € 133,-, bei Vorauszahlung direkt ab Verlag n Studentenabonnement (geg. Vorlage einer gültigen Inskriptionsbestätigung):<br />

€ 75,- / Ausland: € 105,- (Das Abonnement verlängert sich automatisch, sofern nicht mind. 6 Wochen vor Erscheinen der letzten <strong>Ausgabe</strong> eine schriftliche Kündigung bei uns einlangt.)<br />

EINZELHEFTPREIS € 15,- / Ausland € 20,- n ABOSERVICE office@laserverlag.at<br />

BANKVERBINDUNG BAWAG Mödling, Konto Nr. 22610710917, BLZ 14000, IBAN AT 87 1400022610710917, BIC BAWAATWW n Bank Austria, Konto Nr. 51524477801, BLZ 12000<br />

IBAN AT 231200051524477801, BIC BKAUTWW; UID-Nr. ATU52668304; DVR 0947 270; FN 199813 v; n ISSN: 1606-4550<br />

Mit ++ gekennzeichnete Beiträge und Fotos sind entgeltliche Einschaltungen. Die Redaktion haftet nicht für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Fotos. Berichte, die nicht von einem Mitglied<br />

der Redaktion gekennzeichnet sind, geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Das Magazin und alle in ihm enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.


DESIGN<br />

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DAS SCHÖNE UND NÜTZLICHE<br />

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Produktreihen dem Anspruch der Wasser- und Energieersparnis.<br />

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<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

6<br />

Start<br />

Industriedesignerin mit<br />

Forschungsdrang<br />

Text: Linda Pezzei Fotos: Ivo Hofste, Sofia Souidi<br />

Von ihrem Studio in Berlin aus arbeitet die Industriedesignerin und Materialforscherin Sofia<br />

Souidi sowohl in einem wissenschaftlichen als auch in einem gestalterischen Kontext: „Ich<br />

sehe unsere interdisziplinäre Praxis als einen Raum für Wissensaustausch und kollaborative<br />

Kreativität im Sinne einer ästhetischen und nachhaltig gebauten Umwelt für die Zukunft.“<br />

Die deutsch-algerische Industriedesignerin Sofia<br />

Souidi wurde in Kassel geboren und lebt heute in Berlin<br />

und Bad Freienwalde. Ihren Bachelorabschluss im<br />

Bereich Produktdesign an der Hochschule Potsdam<br />

ergänzte Souidi durch einen Master am Royal College<br />

of Art in London, bevor sie 2017 ihr interdisziplinäres<br />

Studio in Berlin gründete. Seit 2019 arbeitet Souidi<br />

gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Holzforschung<br />

an einem biobasierten Bindemittel. 2023 erhielt<br />

sie Stipendien der Design Farm Berlin und der<br />

Ikea Stiftung. Davon abgesehen war Souidi auch in<br />

der Lehre an der Bauhaus-Universität Weimar, der<br />

Fachhochschule Basel und der Angewandten in Wien<br />

tätig. Ihre Arbeiten wurden bereits vom Futurium Museum<br />

Berlin ausgestellt und in „Die Neue Sammlung“<br />

der Pinakothek der Moderne aufgenommen sowie mit<br />

internationalen Preisen ausgezeichnet.<br />

Objekte, die Geschichten erzählen<br />

Souidis Entwürfe und Objekte sind nicht einfach nur<br />

praktisch, dekorativ oder bezaubernd – sie transportieren<br />

allesamt eine tiefgründige Botschaft, die mit<br />

unserer Umwelt zu tun hat. Bestes Beispiel ist die<br />

Vasenkollektion „Bleu Mourant“ für den AW Newcomer<br />

Shop, die das Land Brandenburg als trockenste<br />

Region Deutschlands thematisiert. Diese Tatsache<br />

manifestiert sich auch in dem stetigen Verlust an der<br />

Menge an Wasser in den Seen des Bundeslandes im<br />

Norden Deutschlands. „Einige sind bereits aufgrund<br />

steigender Temperaturen verschwunden“, sagt Souidi.<br />

Die Formen der Vasen sind dem Wannsee, Liepnitzsee<br />

und Seddiner See nachempfunden, die Farbgebung<br />

bezieht sich auf den sinkenden Wasserspiegel. Die<br />

Porzellanobjekte werden als keramischer 3D-Druck<br />

hergestellt und aus Hunderten von feinen Schichten<br />

aufgebaut, bevor sie anschließend im Brennofen aushärten.<br />

„Alle Restmaterialien aus dem Prozess werden<br />

für neue Objekte wiederverwendet.“<br />

u


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Verarbeitung und beeindruckende Ergebnisse<br />

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• 213 Dekore und 15 Oberflächen<br />

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Recyclingfaser)<br />

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<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

8<br />

Start<br />

Die Leuchte „Gradient“ soll die durch das Fenster einfallende<br />

Sonne nachahmen. „Lichtfarbe und -winkel<br />

verändern sich leicht – fast unbewusst – in Abhängigkeit<br />

von der Zeit.“ Das Projekt zielt darauf ab, eine<br />

Brücke zwischen dem Außen und dem Innen zu schlagen:<br />

„Seit der Industrialisierung verbringen die Menschen<br />

immer mehr Zeit in Innenräumen, nahezu 90<br />

Prozent unseres Tages sind wir umgeben von wenig<br />

natürlichem Licht.“ Mithilfe der Led- oder Oled-Technologie<br />

lässt sich Tageslicht als natürliches, nicht<br />

konstantes Phänomen je nach Zeit, Wetter und Architektur<br />

des Ortes annähernd nachahmen. „In Zukunft<br />

werden immer mehr Menschen in Großstädten leben.<br />

Aufgrund des Platzmangels werden die Gebäude weiter<br />

wachsen, was bedeutet, dass weniger Sonnenlicht<br />

in unsere Räume gelangt. Wie wird sich der Mangel<br />

an Licht auf den menschlichen Körper auswirken? Wie<br />

kommen wir der Natur künftig nahe?“<br />

Souidis Entwürfe stellen mitunter viele Fragen und<br />

liefern nicht immer die eine klare Antwort. Einen<br />

besonders spielerischen Ansatz vertritt die Leuchte<br />

„Jojo“, die mit einer Schnur umwickelt ist und ein<br />

warmes Licht ausstrahlt. Die taktile und intuitive Interaktion<br />

mit dem Objekt durch das Ziehen an der<br />

Schnur, um das Licht einzuschalten, ist Form- und<br />

Namensgeber. „Jojo funktioniert analog und soll ein<br />

ausgewogenes Verhältnis zur Technik fördern. Au-<br />

Die Leuchte Jojo wird durch das Ziehen an einer Schnur aktiviert, wobei das Licht<br />

im Sinne der Bewusstseinsbildung für den Energieverbrauch nach kurzer Zeit<br />

zuerst gedimmt wird und dann erlischt.<br />

ßerdem geht es bei diesem Projekt um die taktile<br />

Interaktion mit dem Objekt und darum, ein Bewusstsein<br />

für den Energieverbrauch zu schaffen.“ Denn das<br />

Licht wird nach einiger Zeit automatisch schwächer,<br />

bis es schließlich ganz erlischt und das Jo-jo neu aufgezogen<br />

werden muss.<br />

u<br />

Die Vasenkollektion „Bleu Mourant“ ist in ihrer Formensprache verschiedenen Seen<br />

in Brandenburg nachempfunden. Der Name leitet sich aus dem Französischen ab und<br />

steht für blassblau, wörtlich „sterbendes Blau“ – die Aufglasurfarbe wurde bereits von<br />

der königlichen Porzellanmanufaktutr KPM verwendet.


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<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

10<br />

Start<br />

das Material wissenschaftlich so weit entwickeln,<br />

dass die Produktion nicht nur im<br />

Labor, sondern auch in den Maschinen und<br />

engen Produktionsabläufen der Industrie<br />

funktioniert. Mit der Entwicklung von biobasierten<br />

Bindemitteln entkoppeln wir uns von<br />

den immer teurer werdenden erdölbasierten<br />

Lösungen. Damit machen sich Hersteller<br />

nicht nur vom Preis unabhängig, sie können<br />

auch auf regional verfügbare Alternativen<br />

ausweichen. Nebenbei lassen sich lange<br />

Transportwege einsparen.<br />

In welchem Bereich sehen Sie in Bezug auf<br />

die (Weiter-)Entwicklung von Materialien<br />

derzeit das größte Potenzial?<br />

Pilze sind noch nicht vollständig erforscht,<br />

zeigen aber schon jetzt ein enormes Potenzial<br />

für verschiedenste Anwendungen.<br />

Das in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut WKI entwickelte und durch die Ikea Stiftung<br />

geförderte Material Sprwood besteht aus recycelten Holzfasern und einem biologisch abbaubaren<br />

Leim aus Milchnebenerzeugnissen. In der Herstellung wird das Holz so natürlich<br />

wie möglich belassen und nicht mit umweltschädlichen Stoffen wie Plastik oder Zement vermischt,<br />

die nach dem Ende der Lebensdauer nicht mehr vom Holz getrennt werden könnten.<br />

Sofia Souidi im Interview<br />

Sie konzentrieren sich in Ihrer Arbeit<br />

darauf, die Art und Weise zu überdenken,<br />

wie wir Dinge herstellen und zeitgemäße<br />

Lösungen entwickeln können, die für die<br />

Zukunft Bestand haben – woher kommt<br />

diese Motivation und wie sieht das im<br />

Alltag konkret aus?<br />

Ich versuche, meine Gestaltung nicht von<br />

Trends abhängig zu machen und arbeite<br />

bevorzugt mit umweltfreundlichen Materialien.<br />

Dabei verzichte ich beispielsweise<br />

auf Plastik und Kunststoffe, sofern dies<br />

möglich ist. Chemische Gerüche lassen<br />

bei mir die Alarmglocken sofort schrillen.<br />

Aufgrund meiner Erfahrung aus Qualitätsprüfungen<br />

am Fraunhofer Institut weiß ich,<br />

dass ein penetranter Geruch bei einem Material<br />

höchstwahrscheinlich von überhöhten<br />

Schadstoffwerten herrührt – solche Materialen<br />

verwende ich kategorisch nicht.<br />

Woran arbeiten oder forschen<br />

Sie momentan?<br />

Seit meinem Masterabschluss am Royal<br />

College of Art beschäftigen mich gestalterisch-wissenschaftliche<br />

Fragestellungen,<br />

wobei mein Fokus auf Materialinnovationen,<br />

Prozessen und Produkten liegt, die verschiedene<br />

nachhaltige Aspekte transportieren.<br />

Ich forsche daher weiterhin mit dem<br />

Fraunhofer Institut WKI in Braunschweig<br />

an Sprwood, einem biobasierten Holzfasermaterial,<br />

das aus Reststoffen der Molkereiindustrie<br />

produziert wird. Wir konnten<br />

bereits zeigen, dass sich der Klebstoff für<br />

die Herstellung von Holzfaserplatten eignet<br />

und somit die Möglichkeit besteht, ein biologisch<br />

abbaubares Material ohne kritische<br />

Formaldehydharze industriell zu fertigen.<br />

Viele vielversprechende Klebstoffalternativen,<br />

wie Lignine, greifen auf Benzole zurück,<br />

um fließfähige Eigenschaften zu erzeugen.<br />

Diese Stoffe haben aber schädliche Auswirkungen<br />

auf die Umwelt. Das von uns entwickelte<br />

Bindemittel kommt ohne kritische<br />

Zusatzstoffe aus. Wir arbeiten daran, daraus<br />

ein wirtschaftlich herstellbares Baumaterial<br />

zu machen.<br />

Ein Projekt, auf das Sie besonders<br />

stolz sind und warum?<br />

Das wäre tatsächlich Sprwood, weil es ein<br />

Problem lösen kann, das in Zukunft weiter<br />

an Bedeutung gewinnen wird. Wir wollen<br />

Ein Material, mit dem Sie<br />

besonders gerne arbeiten?<br />

Mir liegt Holz. Es ist ein natürliches Material,<br />

das sich auf so unterschiedliche Arten verarbeiten<br />

und veredeln lässt. Ich entwickle<br />

gerade ein Projekt namens „mixed forest“,<br />

für das ich verschiedene Holzarten verwende.<br />

Die Idee für das Projekt entstand aus einer<br />

Recherche über den Wald der Zukunft<br />

heraus. Um dem Klimawandel entgegenwirken<br />

zu können, sollte der Wald der Zukunft<br />

aus verschiedenen Baumarten bestehen.<br />

Mein Ziel besteht darin, die Thematik anhand<br />

eines gestalteten Objekts zu zeigen.<br />

Sie haben mit dem FibreFibre Studio eine<br />

kollaborative Forschungsplattform für<br />

neue Materialien ins Leben gerufen –<br />

worum geht es dabei genau?<br />

Die Plattform wird sich mit der Verarbeitung<br />

von Fasern beschäftigen, die als Reststoffe<br />

anfallen. Dazu gehören beispielsweise landwirtschaftliche<br />

Erzeugnisse, wie aus Spargel<br />

und Hanf. Diese sollen zu Plattenmaterialen<br />

verarbeitet werden. Wir haben gerade eine<br />

Förderung beantragt und planen Projekte<br />

am Leibnitz Institut für Agrarforschung in<br />

Potsdam zu realisieren.<br />

Was würden Sie jungen Design- und<br />

Architekturstudent:innen raten?<br />

Ich denke es ist wichtig, mit verschiedenen<br />

Disziplinen zusammenzuarbeiten, um<br />

verschiedene Perspektiven auf ein Thema<br />

einnehmen zu können. Davon abgesehen<br />

ist es aus meiner Sicht gut, möglichst<br />

schon im Studium kleinere Projekte mit<br />

Partnern aus der Industrie oder der Baubranche<br />

umzusetzen.<br />

•<br />

www.sofiasouidi.com


Rethinking<br />

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Fassadenplatten<br />

aus Glasfaserbeton<br />

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Salvation Army, London, UK, TateHindle


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

12<br />

Magazin<br />

Europas beste Bauten<br />

Einer der wichtigsten europäischen Architekturpreise, welcher mit insgesamt<br />

90.000 Euro dotiert ist, wurde vergeben. Der Hauptpreis <strong>2024</strong> geht erneut an<br />

einen Bildungsbau, das Studierendenhaus auf dem Campus der TU Braunschweig<br />

von Gustav Düsing und Max Hacke.<br />

Die Ausstellung „Europas besten Bauten“<br />

der Fundació Mies van der Rohe, Barcelona<br />

und der Europäischen Union wird vom<br />

03. 10. <strong>2024</strong> bis zum 20. 01. 2025 in der<br />

Ausstellungshalle 2 des Az W in Wien zu<br />

sehen sein. Aus den 362 nominierten Projekten<br />

aus 38 europäischen Ländern hat die<br />

hochkarätige, international besetzte Jury,<br />

unter Vorsitz des französischen Architekten<br />

Frédéric Druot, insgesamt 40 Projekte<br />

in die Shortlist gewählt, die nun Teil der<br />

Ausstellung sind. Darunter fünf kollektive<br />

Wohnbauten, sieben Kultureinrichtungen<br />

und sechs Projekte mit gemischter Nutzung.<br />

Auch zwei Projekte aus Österreich<br />

sind Teil der Auswahl: das Stadthaus Neubaugasse<br />

von PSLA Architekten und IKEA<br />

wien westbahnhof von querkraft architekten.<br />

Ein Katalog zur Ausstellung präsentiert<br />

alle nominierten Projekte und ist im Rahmen<br />

der Ausstellung im Az W erhältlich.<br />

„Wie schaut eine Architektur für die Klimawende<br />

aus? Wird sie neben neuen Bauweisen<br />

auch neue Ästhetiken bringen? Europas<br />

beste Bauten überzeugen sowohl mit extrovertierten<br />

als auch nüchternen Antworten“,<br />

so Angelika Fitz, Direktorin des Az W.<br />

Die Auswahl ist ein Seismograf aktueller<br />

gesellschaftlicher Prozesse. Mit neuen Nutzungskonzepten,<br />

kollektiven Wohnformen,<br />

Kreislauffähigkeit und dem ressourcenschonenden<br />

Weiterbauen von Bestand geben<br />

die Projekte beispielgebende Antworten<br />

auf zeitbedingte Fragen wie Klimakrise<br />

und soziale Polarisierung.<br />

Preisträger „Mies van der Rohe Awards <strong>2024</strong>“<br />

Studierendenhaus der TU Braunschweig, Deutschland<br />

Architektur: Gustav Düsing, Büro Max Hacke<br />

Das Studierendenhaus konnte mit der Schaffung einer flexiblen<br />

und innovativen Lernumgebung überzeugen, die den sozialen<br />

Austausch, das Entstehen von interdisziplinärem Wissen und den<br />

Dialog zwischen Studierenden und Lehrenden fördert. Das zweistöckige<br />

Gebäude aus weißem Stahlrahmen und Glas ist ein leichtes,<br />

luftiges und filigranes Bauwerk. Die dezentrale Erschließung<br />

über neun Eingänge und neun Treppenbereiche gliedert den Raum<br />

und es verschmelzen Verkehrs- und Nutzflächen miteinander. Der<br />

rund 1.000 m² große Pavillon mit Platz für bis zu 200 Studierende<br />

zeichnet sich durch technische Raffinesse in Verbindung mit einem<br />

© Lemmart<br />

hohen Maß an Abstraktion und visueller Reduktion aus. Die schlanke<br />

Stahl-Holz-Hybridkonstruktion ist vollständig demontierbar und<br />

folgt dem Prinzip des „Design for Disassembly“ – kann also jederzeit<br />

erweitert, verändert und andernorts aufgebaut werden.<br />

Außerdem ist das Gebäude ein seltenes Beispiel für zirkuläres Bauen,<br />

da Bauteile nur punktuell verschraubt und nicht verklebt und<br />

damit wiederverwendbar sind. Gustav Düsing und Max Hacke haben<br />

ihr Studio erst 2015 gegründet und sind damit die jüngsten<br />

Gewinner des EUmies Awards.<br />

u


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

13<br />

Magazin<br />

Licht mit Leichtigkeit<br />

Mit filigranen Linien und optischer Leichtigkeit zieht diese LED-Wandleuchte<br />

in Innenräumen die Blicke auf sich. Ein weißer Diffusor sorgt für die gleichmäßige<br />

frei strahlende Lichtverteilung. In unterschiedlichen Größen und Oberflächen,<br />

solitär oder als Ensemble, eröffnet die Leuchte kreativen Gestaltungsspielraum.<br />

bega.com/circle<br />

Das gute Licht.


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

14<br />

Nachwuchspreis „<br />

Emerging Architecture <strong>2024</strong>“<br />

Bibliothek Gabriel García Márquez<br />

in Barcelona, Spanien<br />

Architektur: SUMA Arquitectura<br />

Magazin<br />

© Jesús Granada<br />

Die Gabriel García Márquez Bibliothek in<br />

Barcelona fördert die Umgestaltung des<br />

Viertels Sant Martí, indem sie als offener,<br />

öffentlicher Raum dient. Durch wenige architektonische<br />

Mittel entstand eine Vielfalt<br />

von Räumen, die funktional und ästhetisch<br />

überzeugen, und klassische Bibliothekskonzepte<br />

hinterfragen.<br />

Finalisten „Mies van der<br />

Rohe Awards <strong>2024</strong>“<br />

Colegio Reggio in Madrid, Spanien<br />

Architektur: Andrés Jacque /<br />

Office for political Innovation<br />

Das Projekt weist eine lebendige Bildsprache und eine Dramaturgie<br />

verschiedener Materialien und räumlicher Elemente auf sowie die<br />

ständige Präsenz der Natur. In einem partizipativen Prozess wurden<br />

offene Räume, eine üppige Vegetation im Inneren und Gärten<br />

für Insekten und Vögel entworfen und gestaltet – Elemente, die diese<br />

Schule zum idealen Ort machen, um über die Interaktion mit der<br />

Natur zu lernen.<br />

© José Hevia<br />

© Thibaut Dini<br />

Revitalisierung des Klosters von Saint-François<br />

in Sainte-Lucie-de-Tallano, Korsika<br />

Architektur: Amelia Tavella Architectes<br />

Auf einem Felsvorsprung gelegen, wurde eine ehemalige Verteidigungsburg<br />

zum Maison du Territoire umgestaltet. Amelia Tavella<br />

hat sich entschieden, die Ruinen zu erhalten und den abgerissenen<br />

Teil durch ein Bauwerk aus Kupfer zu ersetzen<br />

© Peter Westrup<br />

HAGE in Lund, Schweden<br />

Architektur: Brendeland & Kristoffersen architects<br />

Auf einem Feld wurden Mauern und ein Dach als offener, sozialer<br />

Raum errichtet, dessen Nutzung sich im Laufe der Zeit entwickeln<br />

soll. Das Projekt symbolisiert Verluste durch wirtschaftliches Wachstum<br />

und enthält die radikale Idee, Raum bewusst leer zu lassen.<br />

© Jakub Certowicz<br />

PLATO Städtische Galerie für zeitgenössische Kunst<br />

in Ostrava, Tschechien<br />

Architektur: KWK Promes<br />

Die ehemalige Schlachthofanlage in Ostrava wurde zur PLATO<br />

Galerie umgebaut. Historische Elemente blieben erhalten, während<br />

neue Öffnungen die Verbindung zur Stadt ermöglichen. Ein<br />

artenreicher Park ersetzt den kontaminierten Boden.<br />

© Frederico-Martinho<br />

Finalist Nachwuchspreise „Emerging Architecture <strong>2024</strong>“<br />

Dorfplatz und Touristeninformation in Piódão, Portugal<br />

Architektur: Branco del Rio<br />

In Piódao wurden der Dorfplatz in eine verkehrsfreie Zone umgestaltet<br />

und das Tourismusinformationsgebäude saniert. Lokale<br />

Materialien und Traditionen wurden bewahrt, sodass der Eindruck<br />

entsteht, der Platz habe immer so ausgesehen.<br />


Belgium The Netherlands Luxembourg France United Kingdom Germany Switzerland Austria Italy Spain Portugal Poland Czech Republic<br />

www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

15<br />

In Kooperation mit:<br />

Magazin<br />

9. & 10. OKT. <strong>2024</strong><br />

WIENER STADTHALLE<br />

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<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

16<br />

Magazin<br />

In Holz gehüllt<br />

Unbehandeltes heimisches Lärchenholz, Glas, eloxiertes Aluminium und Sichtbeton<br />

– das sind die Materialien, die das neue von ATP Innsbruck geplante Betriebs- und<br />

Bürogebäude von Tyrolit in der oberbayerischen Gemeinde Maisach bestimmen.<br />

Text: Roland Kanfer Fotos: ATP/Becker<br />

Tyrolit, Hersteller von Schleifwerkzeugen sowie<br />

Systemanbieter für die Bauindustrie, benötigte den<br />

Neubau im kürzlich erschlossenen Industriegebiet<br />

Gernlinden Südwest, da der bestehende Standort in<br />

Maisach aufgrund innerbetrieblicher Anpassungen<br />

nicht mehr den Anforderungen der dort ansässigen<br />

Abteilungen entsprach. Mit knapp 1.816 m² Fläche ist<br />

das Betriebs- und Bürogebäude zwar relativ klein,<br />

umfasst aber dennoch mit Werkstatt, Lager und Büro<br />

vielfältige Bereiche, die in der Planung gleichermaßen<br />

berücksichtigt werden mussten.<br />

Bei der Fassade handelt es sich um einen Holzriegelbau<br />

mit einer Holzlattung als äußerste Schicht,<br />

während im Erdgeschoss ein Fertigteilskelettbau<br />

mit darauf liegenden TT-Platten zum Einsatz<br />

kommt. Im Anlieferungsbereich sind zudem Betonsandwichelemente<br />

verbaut. Das Obergeschoss<br />

besteht aus Holztragelementen (Stützen, Träger,<br />

Decken). Ausgesteift wird die Konstruktion über<br />

die jeweiligen Deckenscheiben in Kombination mit<br />

den Stahlbetonwänden des Treppenkerns bzw. der<br />

Brandabschnittswand.<br />

u


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17<br />

Magazin<br />

Architektur und Glas<br />

Besuchen Sie die Weltleitmesse glasstec, die größte<br />

Fachmesse für die internationale Glaswelt und das<br />

größte GetTogether der weltweiten Architekturszene.<br />

Im Fokus: Neue Impulse für einzigartige, lichtdurchlässige,<br />

energetisch optimierte Gebäudekonzepte<br />

mit dem Hightech-Material Glas. Let’s break limits.<br />

#glasstec #WeAreGlass<br />

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Gesell GmbH & Co. KG<br />

Sieveringer Straße 153 _ A-1190 WIEN<br />

Tel.: (01) 3205037 _ Fax: (01) 3206344<br />

office@gesell.com _ www.gesell.com


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

18<br />

Magazin<br />

Das Dach besteht aus Brettsperrholzplatten, die<br />

zwischen den Multifunktionssegeln ebenso sichtbar<br />

bleiben wie die Holzstützen und -träger. Die Wände<br />

der Dachterrasse bestehen aus großformatigen<br />

Mehrschichtplatten aus Lärche, auf dem Boden liegen<br />

Kieferdielen. Nördlich der Dachterrasse liegt der<br />

offene Technikbereich, über diesen wurde die Lärchenfassade<br />

hochgezogen, um die klare Form des<br />

Baukörpers zu behalten.<br />

Der zentrale Empfangsbereich im Erdgeschoss dient<br />

als Hauptzugang für Mitarbeiter und Kunden. Die<br />

Werkstätten mit Nebenräumen, ein Palettenlager und<br />

weitere Lager- und Technikräume sowie Anlieferung<br />

und Kommissionierung befinden sich ebenerdig im<br />

südlichen Teil des Gebäudes. Die Zugänge zu diesen<br />

Bereichen sind durch ein durchlaufendes Vordach,<br />

das auch die Fassade im Süden optisch horizontal<br />

teilt, vor Regen und Sonneneinstrahlung geschützt.<br />

Über das Treppenhaus mit Fensterband im Dach gelangt<br />

man ins Obergeschoss mit den Büroflächen.<br />

Holz auch im Innenraum<br />

Das Obergeschoss mit den Büroräumlichkeiten ist als<br />

Holzkonstruktion ausgeführt, die auch nach Fertigstellung<br />

sichtbar bleibt und das gestalterische Element<br />

der Büros bildet. Das Raster ist auf hohe Flexibilität<br />

ausgelegt und ermöglicht, die verschiedenen<br />

Büroräume mit wenigen Maßnahmen umzubauen.<br />

Sanfte, ruhige Farben, helle Wände und Deckensegel<br />

in Weiß, ein dunkelgrauer Boden, transparente<br />

Glastrennwände sowie Stützen und Decken in Holz<br />

prägen die Innenräume. Die auf die Eloxalfassade abgestimmte<br />

Streckmetalldecke in Perlbeige im Gangbereich<br />

und in den Besprechungskojen bildet eine<br />

gestalterische Verknüpfung zum Außenbereich. Eine<br />

teilweise Begrünung der Fassade und des Daches<br />

soll die CO 2 -Bilanz des Gebäudes verbessern. •


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19<br />

Magazin<br />

WHEN LIGHT<br />

TOUCHES THE<br />

SOUL OF DESIGN &<br />

FUNCTION<br />

Bei Molto Luce steht Licht in all seinen Facetten im<br />

Mittelpunkt. Das beginnt schon beim Entwicklungsprozess.<br />

Im fertigen Produkt vereint sich smartes<br />

Design mit Funktionalität und Effizienz. Trifft die<br />

Beleuchtungslösung in ihrer Anwendung auf ein<br />

Produkt, dann entfaltet sie ihre ganze Wirkung. Das<br />

Licht rückt alles in den Fokus: Materialien, Farben,<br />

Strukturen, Formen und Brands.<br />

Am Ende steht nicht das Licht im Zentrum der<br />

Aufmerksamkeit, sondern Ihr Produkt.<br />

PRODUCT<br />

TRAIL MIT MOVA, SUPERSPOT 14º<br />

SOWIE OFFICE LICHTEINSÄTZE IN<br />

DARK-CHROME<br />

PROJECT<br />

KTM BASE 500–HYPERCAR HANGAR<br />

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<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

20<br />

Magazin<br />

Zwei Tage pure<br />

Entdeckungsreise<br />

Das exklusive Fachevent ARCHITECT@WORK findet am 9. und 10. Oktober <strong>2024</strong><br />

wieder in Wien statt! Mehr als 500 sorgfältig ausgewählte Produktneuheiten, ein<br />

interessantes Vortragsprogramm und die Möglichkeit zum Networking erwarten<br />

die Besucher aus der Architektur- und Designbranche in der Wiener Stadthalle.<br />

Die Vortragsreihe, die unter dem Thema<br />

„LEICHT.BAU“ steht und sowohl vor Ort<br />

als auch per Live-Stream stattfindet, startet<br />

mit Christoph Falkner vom Wiener Büro<br />

SWAP Architekten. Sein Vortrag trägt den<br />

Titel „RE“, der sich auf Begriffe wie Reduce,<br />

Rethink, Reuse, Recycle, Refuse, oder Repair<br />

bezieht. Er macht darauf aufmerksam,<br />

dass gerade einfaches Bauen eine innovative<br />

Planung braucht.<br />

Silvia Forlati, Mitglied der Wiener SHARE<br />

Architects, setzt sich anschließend mit den<br />

wachsenden Anforderungen an die Planung<br />

und an das Bauen auseinander und stellt<br />

gleichzeitig die Frage, wie man wieder zu<br />

einfacheren und effektiveren Prozessen und<br />

leistbaren Ergebnissen zurückkehren könnte.<br />

Elmar Ludescher und Philip Lutz vom Bregenzer<br />

Büro Ludescher+Lutz Architekten<br />

beschließen den ersten Vortragsblock und<br />

fühlen dem Umstand auf den Grund, dass<br />

die Menschen 90 Prozent ihrer Zeit in Gebäuden<br />

verbringen und dass es deshalb so<br />

wichtig ist, wie diese als „Räumliche Gefäße“<br />

des Lebens – so auch der Titel des Beitrags<br />

– gemacht sind.<br />

Mit seinem Vortrag „Wer mit Holz plant/<br />

baut muss auch Holz leben und denken“<br />

startet der Salzburger Architekt Tom Lechner<br />

von LP <strong>architektur</strong> den zweiten Vortragstag.<br />

Er zeigt Möglichkeiten auf, wie<br />

Architektur mit dem Material Holz in unterschiedlichen<br />

Aufgabenstellungen und<br />

Rahmenbedingungen respektive Maßstäben<br />

nachhaltig gelingen kann. Ihm folgt<br />

der Zürcher Architekt Wolfgang Rossbauer<br />

mit „Typ statt Technik“. Aus Überzeugung<br />

weicht er in seinen architektonischen Arbeiten<br />

vom politischen Verständnis der<br />

Nachhaltigkeit, die oft entlang der Linien<br />

des technisch Machbaren besprochen wird,<br />

ab. Zum Schluss erobert noch der Wiener<br />

Architekt Markus Pendlmayr von einszueins<br />

<strong>architektur</strong> mit „Einfaches Bauen als<br />

Weg zum kreislauffähigen Bauen“ das Podium<br />

und stellt die Fragen: „Wie muss sich<br />

das Bauen verändern, damit wir in Zukunft<br />

in unserer Branche weniger Rohstoffe verbrauchen<br />

und es uns gleichzeitig gelingt<br />

den CO 2 -Ausstoß massiv zu reduzieren?“<br />

ARCHITECT@WORK Wien<br />

9. & 10. Oktober<br />

Jeweils von 13:00 Uhr bis 20:00 Uhr<br />

Wiener Stadthalle<br />

vienna@architectatwork.com<br />

www.architectatwork.at<br />

Freier und schneller Eintritt erfolgt mit dem<br />

Code ARRW20 über www.architectatwork.at<br />

oder scannen sie den QR-Code.


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

21<br />

Magazin<br />

Wettbewerb für herausragende österreichische Immobilienprojekte<br />

Einladung zur Einreichung<br />

Initiiert von FIABCI und ÖVI, zeichnet der FIABCI Prix<br />

d’Excellence Austria herausragende und innovative<br />

Immobilienprojekte, die wirklich nachhaltig sind, in fünf<br />

Kategorien aus.<br />

Die Bewertung erfolgt durch eine hochkarätige Jury,<br />

die Siegerprojekte werden bei einer feierlichen Gala am<br />

10. April 2025 in Wien medienwirksam präsentiert und<br />

ausgezeichnet.<br />

WOHNEN<br />

GEWERBE<br />

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Einreichung<br />

von 25. Sep. bis 16. Dez. <strong>2024</strong><br />

Einreichen können neben den Eigentümern alle maßgeblich<br />

am Projekt beteiligten Personen, wie Architekten,<br />

Projektentwickler, Investoren etc.<br />

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme am<br />

FIABCI Prix d’Excellence Austria!<br />

Projekte einreichen<br />

www.fiabciprixaustria.at<br />

BAUEN IM BESTAND<br />

SPEZIALIMMOBILIEN


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

22<br />

Magazin<br />

Der Lebenscampus Wolfganggasse zeigt, dass die Bauteilaktivierung im sozialen Wohnbau angekommen ist.<br />

© Daniel Hawelka<br />

Klimafit bauen<br />

Baustoffe wie Zement spielen eine Schlüsselrolle für den Klima- und Umweltschutz<br />

und die österreichische Zementindustrie arbeitet emsig am Einsatzpotenzial neuer<br />

klimafreundlicher Zemente in der Baupraxis. Dafür entwickelte die Vereinigung der<br />

Österreichischen Zementindustrie, VÖZ, gemeinsam mit den Mitgliedswerken und<br />

mit der Smart Minerals GmbH die klimafitten CEM-II/C-Zemente.<br />

Im Zentrum standen dabei die industrielle<br />

Herstellung sowie die praktische Anwendbarkeit<br />

von Zementen, mit deutlich geringeren<br />

Klinkergehalten. 16 Zemente verfügen<br />

über eine Bautechnische Zulassung (BTZ)<br />

des Österreichischen Instituts für Bautechnik<br />

(OIB). Erste Demonstrationsgebäude<br />

mit dem CEM II/C – wie die Volksschule Adnet,<br />

ein Projekt der Salzburg Wohnbau, und<br />

eine Schule in Graz Reininghaus – zeigen:<br />

Er funktioniert, kostet nicht mehr und reduziert<br />

die CO 2 -Emissionen gewaltig – und die<br />

Bauherren sind begeistert.<br />

Vorzeigebeispiel Lebenscampus<br />

Wolfganggasse<br />

Um die grüne Transformation zu forcieren,<br />

müssen nicht nur viele Hebel in Bewegung<br />

gesetzt werden, auch ein gewisses Durchhaltevermögen<br />

gehört dazu. „Wir als VÖZ<br />

haben das am Beispiel der Bauteilaktivierung<br />

selbst gezeigt und erlebt. Mehr als<br />

15 Jahre nach den ersten wissenschaftlich<br />

begleiteten Pilotprojekten geht diese einfache,<br />

aber gleichzeitig unheimlich effiziente<br />

Technologie so richtig in die Breite. Ein Vorzeigebeispiel<br />

ist der Lebenscampus Wolfganggasse,<br />

der zeigt, dass die Bauteilaktivierung<br />

im sozialen Wohnbau angekommen<br />

ist“, so Sebastian Spaun, Geschäftsführer<br />

der VÖZ. Im neuen Stadtteil Wolfganggasse<br />

realisierten die wbv-gpa und Neues Leben<br />

mit den Architektenteams Gerner Gerner<br />

Plus und M&S Architekten den sogenannten<br />

Lebenscampus Wolfganggasse mit 323<br />

geförderten Wohnungen, zahlreichen Sonderwohnformen<br />

wie auch einem innovativen<br />

Gebäudetechnikkonzept.<br />

Save the date:<br />

Kolloquium am 4. November <strong>2024</strong><br />

Auch dieses Jahr wird sich beim Kolloquium<br />

der VÖZ wieder alles um aktuelle Erkenntnisse<br />

aus Forschung und Entwicklung<br />

für Zement und Beton drehen. Die Keynote<br />

wird Horst-Michael Ludwig von der<br />

Bauhaus-Universität Weimar zum Thema<br />

Zement und Bindemittel halten. Das erfolgreiche<br />

Konzept der Podiumsdiskussion<br />

wird auch <strong>2024</strong> fortgesetzt, diesmal über<br />

Klimaschutz und Bauen der Zukunft. Außerdem<br />

gibt es weitere Vorträge rund um<br />

CO 2 -Minderung bei der Zementherstellung<br />

und Nachhaltigkeit im Betonbau.<br />

VÖZ Vereinigung der<br />

österreichischen Zementindustrie<br />

T +43 (0)1 714 66 81-0<br />

www.zement.at


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23<br />

Magazin<br />

Impulse für<br />

Glasinnovationen<br />

Die glasstec, die weltweit führende Fachmesse der Glasbranche, findet vom 22.<br />

bis 25. Oktober <strong>2024</strong> auf dem Düsseldorfer Messegelände statt. Fachleute aus der<br />

ganzen Welt können dort Produkte und Lösungen in einer einzigartigen Bandbreite<br />

entlang der kompletten Wertschöpfungskette rund um den Werkstoff Glas erleben.<br />

Mit dem Claim „WE ARE GLASS“ unterstreicht<br />

die Messe ihre Position als führende<br />

Veranstaltung der Glasbranche und<br />

setzt als umfassende Informationsplattform<br />

für Investitionsentscheidungen in Konferenzen,<br />

Foren und Tagungen thematische<br />

Schwerpunkte – Hot Topics – wie Kreislaufwirtschaft,<br />

Digitale Technologien und<br />

Dekarbonisierung. Diese werden in den Fokus<br />

gestellt und begleitend in Konferenzen,<br />

Foren und Tagungen thematisiert.<br />

Neben dem breiten Angebot der Aussteller<br />

zu den Themen Glasherstellung/Produktionstechnik,<br />

Glasbearbeitung und -veredelung,<br />

Handwerk sowie den zahlreichen<br />

Glasprodukten und Anwendungen bietet<br />

die glasstec <strong>2024</strong> ein einzigartiges und umfangreiches<br />

Rahmenprogramm aus Wissenschaft<br />

und Praxis mit hoher internationaler<br />

Beteiligung. Mit dem hochkarätigen Rahmenprogramm<br />

vernetzt die Veranstaltung<br />

Experten aus Industrie und Forschung, fördert<br />

Start-ups und dient als Impulsgeber<br />

für Trends und Innovationen in der Glasbranche<br />

auch durch die Formate für Wissenstransfer<br />

und Networking.<br />

Ebenfalls wieder auf der glasstec: Die Innovationsschau<br />

glass technology live wird<br />

in Zusammenarbeit mit den Technischen<br />

Universitäten Darmstadt, Delft, Dresden<br />

und Bochum gestaltet. Diese Sonderschau<br />

hat sich als die Innovationsplattform etabliert<br />

und gilt als Highlight für Fachbesucher,<br />

Architekten und alle, die an zukünftigen<br />

Anwendungen von Glas interessiert<br />

sind. Highlights sind dieses Jahr ein Glas<br />

Pavillon aus gebogenem und laminiertem<br />

Dünnglas, gefertigt von dem Ingenieurbüro<br />

Eckersley O’Callaghan sowie Fenster,<br />

die sich in Bildschirme verwandeln können.<br />

Fotoverbundglas Marl präsentiert bislang<br />

technisch nicht realisierbare Laminate.<br />

Als weitere Sonderschau bietet glass<br />

art außergewöhnliche Kunstwerke und Objekte<br />

internationaler Galerien und ermöglicht<br />

eine Auseinandersetzung mit der ästhetischen<br />

Vielfalt von Glas.<br />

glasstec <strong>2024</strong><br />

22. bis 25. Oktober <strong>2024</strong><br />

Messe Düsseldorf<br />

www.glasstec.de


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

24<br />

Magazin<br />

Unkontrollierte<br />

Investorenwünsche<br />

Arm neben Neureich, Verfall neben Luxusneubau – so präsentiert sich der Wohnbau<br />

in der serbischen Hauptstadt Belgrad ihren Besuchern.<br />

Text und Fotos: Roland Kanfer<br />

Auf der Spurensuche nach einem mit Wien<br />

vergleichbaren Modell des geförderten<br />

Wohnbaus und dem Stand der Stadtentwicklung<br />

sah sich der Verein für Wohnbauförderung<br />

mit Medienbegleitung in<br />

Belgrad um. Das Fazit der Studienreise:<br />

Ernüchterung. Nach dem Zerfall Jugoslawiens<br />

und seiner staatlichen Strukturen gab<br />

es keine Institution mehr, die sich um den<br />

von der öffentlichen Hand errichteten Wohnungsbestand<br />

gekümmert hätte. Stattdessen<br />

wurde er versilbert: Mit Abschlägen von<br />

bis zu 90 Prozent vom Marktwert konnten<br />

die Bewohner, die vorher durch monatliche<br />

Gehaltsabzüge den Wohnbaufonds ihrer Arbeitgeber<br />

finanziert hatten, in den 90er-Jahren<br />

die von ihnen bewohnten Apartments<br />

kaufen. Somit gibt es bis heute zahllose<br />

Eigentümer – schätzungsweise 98 Prozent,<br />

genaue Zahlen werden nicht veröffentlicht<br />

–, aber keine Hausverwaltungen, die Rücklagen<br />

bilden und damit Sanierungen finanzieren<br />

würden. Die Wohngebäude bieten<br />

ein dementsprechendes Bild: vernachlässigt,<br />

schmutzig-grau, oft mit bröckelndem<br />

Fassadenputz, mit Graffitis übersät. Häufig<br />

befindet sich unmittelbar neben einem<br />

solchen heruntergekommenen Plattenbau<br />

ein nagelneues Wohnprojekt. Seit 2016<br />

nimmt die Neubautätigkeit stark zu: von<br />

knappen 10.000 Fertigstellungen auf über<br />

35.000 im Jahr 2023. Getrieben ist die gestiegene<br />

Neubautätigkeit durch demografische<br />

Veränderungen und den spekulativen<br />

Wohnbau. Leisten kann sich der Belgrader<br />

Durchschnittsbürger solche Wohnungen bei<br />

einem Durchschnittseinkommen von 1.000<br />

Euro kaum: Denn diese kosten um die 3.000<br />

Euro pro Quadratmeter.


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25<br />

Magazin<br />

VERWIRKLICHUNG<br />

ARCHITEKTONISCHER<br />

FREIHEIT<br />

Empfehlungscharakter<br />

Ambitionen, die mehr oder weniger unkontrollierten<br />

Investorenwünsche mit<br />

so etwas wie einem Raumordnungskonzept<br />

einzubremsen, gibt es: Es sei ein<br />

Stadtentwicklungsplan in Ausarbeitung,<br />

wird von den Zuständigen im Belgrader<br />

Stadtplanungsamt versichert. Für den<br />

sozialen Wohnbau solle es neue Entwicklungszonen<br />

geben, Projekte wie ein neues<br />

Fußballstadion, ein „Park of friendship“<br />

oder die für 2027 geplante Expo, deren<br />

Nachnutzung umstritten ist, bestehen in<br />

Form von Plänen bereits, für die man sogar<br />

städtebauliche Wettbewerbe veranstaltet<br />

hat. Ob die offen für alle sind oder<br />

nur ausgesuchte Architekten eingeladen<br />

werden, liegt im Ermessen der Belgrader<br />

Stadtregierung – eine Verpflichtung,<br />

offen auszuschreiben, gibt es mangels<br />

EU-Mitgliedschaft Serbiens keine. Daher<br />

besitzen diese Pläne in Serbien auch lediglich<br />

Empfehlungscharakter.<br />

Da lässt die Stadtverwaltung lieber einen<br />

saudischen Investor ran, der, wie beim<br />

Projekt „Waterfront“ (Bild oben), Wohnhochhäuser<br />

samt Luxus-Einkaufsmall<br />

nach einem Plan hinstellt, der vorher<br />

schon anderen Städten angeboten wurde.<br />

Als Dank für diese Investition nehmen<br />

die Belgrader auch in Kauf, ausschließlich<br />

durch diese Mall gehen zu müssen, wenn<br />

sie an der Save promenieren wollen.<br />

Belgrad hat einige schöne Bauwerke vorzuweisen,<br />

beispielsweise aus der Epoche<br />

des Jugendstils, die auch in einem relativ<br />

guten Zustand sind. Andere hingegen<br />

bieten ein erschütterndes Bild, wie etwa<br />

das Gebäude der Grundschule Ratko Mitrovic<br />

in Neu-Belgrad (Bild links), ein von<br />

Architekt Petar Petrović geplanter Sichtbetonbau<br />

aus dem Jahr 1972 im Stil des<br />

Brutalismus, für dessen Instandhaltung<br />

kein Geld da zu sein scheint.<br />

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Thermisch getrennte Systeme und<br />

intelligente Steuerung ermöglichen<br />

ein effizientes Energiemanagement<br />

In vielen Verglasungsvarianten, wie<br />

beispielsweise Isolier-, Sonnenschutz-<br />

oder Schallschutzglas sowie<br />

lichtlenkenden oder lichtstreuenden<br />

Verglasung erhältlich.<br />

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<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

26<br />

Interview<br />

(K)eine Trendfrage?!<br />

Nachgefragt bei Hannes Bäuerle<br />

Interview: Linda Pezzei Fotos: raumprobe<br />

Im Interview spricht Hannes Bäuerle, Gründer der Rechercheplattform<br />

für Material “raumprobe” über Materialien, Trends und<br />

Innovationen. In der Stuttgarter „Materialwelt“ lassen sich mehr<br />

als 60.000 Musterexponate sprichwörtlich begreifen. Ergänzend<br />

dazu können Architekt:innen und Designer:innen in der digitalen<br />

Materialapplikation selbständig nach Materialien und Herstellern<br />

recherchieren: „Da wir selbst Architekten, Innenarchitekten und<br />

Designer sind und in ständigem Kontakt mit den Materialherstellern<br />

stehen, verstehen wir beide Seiten – Planende und Produzenten. So<br />

liegt der Fokus unseres Angebots nicht auf dem Vertrieb, sondern<br />

der Kommunikation und dem Vernetzen der Beteiligten.“<br />

Sofia Souidi - Ind<br />

mit Forschungsd<br />

Herr Bäuerle, woher kommt der<br />

Name „raumprobe“ und was genau<br />

ist damit gemeint?<br />

Unser Unternehmensname setzt sich<br />

als kleines Wortspiel aus „Raum“ und<br />

„Probe“ zusammen und trifft den<br />

Kern unserer Tätigkeit: wir sammeln<br />

Materialien, Muster, Proben für den<br />

Raum – ob innen oder außen, ob groß<br />

oder klein, ob Neubau oder Umbau.<br />

Hannes Bäuerle studierte Maschinenbau und Innen<strong>architektur</strong> und ist seit 2023 Geschäftsführer<br />

der D/A/CH-Region bei Material Bank. Darüber hinaus ist der Günder von raumprobe<br />

seit über 15 Jahren als Fachreferent an verschiedenen Architektenkammern tätig und verantwortlich<br />

für die hauseigene Materialakademie. Seit 2013 lobt raumprobe den materialPREIS aus,<br />

in dessen Rahmen im jährlichen Wechsel Hersteller und deren neueste Materialentwicklungen<br />

ausgezeichnet und entsprechend realisierte Projekte von Architekt:innen und Innenarchitekt:innen<br />

mit herausragendem Materialeinsatz gewürdigt werden.<br />

Wieviele Materialien haben Sie bei<br />

sich lagernd und was ist das ausgefallenste<br />

oder favorisierte Material?<br />

Nach fast 20 Jahren ist inzwischen<br />

ein Fundus von wahrscheinlich mehr<br />

als 60.000 Mustern zusammengekommen.<br />

Gezählt hat diese beeindruckende<br />

Menge aber noch keiner – wir<br />

suchen dafür noch Freiwillige. Ausgefallene<br />

Materialien landen regelmäßig<br />

bei mir auf dem Schreibtisch, das ist<br />

das wunderbare an meinem Job. Daher<br />

ändert es sich bei mir auch kontinuierlich,<br />

was mein Lieblings-Material<br />

ist. Gerade bei den Einreichungen<br />

zum Materialpreis komme ich oft ins<br />

Staunen und Schwärmen. Die Palet-


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

27<br />

Interview<br />

te reicht von XXXL-Holzbauplatten<br />

über wunderschöne Oberflächen aus<br />

sorgfältig collagiertem Stroh, neue<br />

Bausteine aus Kalk-Hanf, Studien<br />

eines Eierschalenputzes bis hin zu<br />

textilbewehrtem Beton oder innovativen<br />

Verbundwerkstoffen wie Kork<br />

und Beton.<br />

Wieviele Anfragen bekommen Sie<br />

etwa am Tag und wie recherchieren<br />

Sie (neue) Materialien und Hersteller?<br />

Auf „Material Bank“ werden jeden<br />

Tag zahlreiche neue Projekte angelegt,<br />

mit entsprechend vielen zugehörigen,<br />

ganz konkreten Anfragen.<br />

ustriedesignerin Die Recherche nach (neuen) Materialien<br />

ist ein stetiger Prozess, bei dem<br />

rang<br />

alle Quellen und Kanäle genutzt werden.<br />

Im Freundeskreis werde ich auch<br />

gerne als „Trüffelschwein für Materialien“<br />

bezeichnet.<br />

Der Grund, warum Architekt:innen<br />

Ihren Service in Anspruch nehmen?<br />

Ja und neue Materialien eröffnen<br />

neuen Gestaltungsspielraum, verschieben<br />

Grenzen und inspirieren.<br />

Für unsere Kunden können wir das<br />

Beste aus beiden Welten verknüpfen:<br />

eine digitale Datenbank und digitale<br />

Tools mit einer realen Ausstellung<br />

und echten Ansprechpartnern. u<br />

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KÖLN, 22.–25.10.<strong>2024</strong><br />

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<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

28<br />

Interview<br />

Ihnen liegt auch das Thema Nachhaltigkeit<br />

am Herzen – welche Maßnahmen<br />

haben Sie hier schon gesetzt<br />

und was vielleicht noch geplant?<br />

Gesunde Materialien sind für mich<br />

die wertvollsten Materialien. Zu der<br />

komplexen Thematik geben wir Weiterbildungen,<br />

machen Ausstellungen<br />

und Sondershows und haben einen<br />

eigenen, schnell wachsenden Bereich<br />

dazu in der Ausstellung. Mit<br />

den digitalen Filtermöglichkeiten von<br />

Material Bank sind das Suchen und<br />

Finden passender Baustoffe mittlerweile<br />

wirklich einfach geworden. Der<br />

Bereich wird aktuell mit Hochdruck<br />

weiter ausgebaut, sowohl digital als<br />

auch real.<br />

Können Sie einen Trend beobachten,<br />

welche Materialien momentan<br />

besonders gefragt sind?<br />

Die Top 10 der beliebtesten Materialien<br />

wandelt sich kontinuierlich und<br />

es ist hochspannend zu beobachten,<br />

wer gerade ganz oben steht. Dabei<br />

sehen wir Unterschiede je nach Branche,<br />

Kategorie oder Berufs- und Altersgruppe.<br />

Mit dem Materialreport<br />

und dem Materialpreis haben wir<br />

zwei Werkzeuge geschaffen, die uns<br />

einen detaillierten und umfangreichen<br />

Einblick verschaffen. Unter dem<br />

Motto „heute wissen, womit morgen<br />

gebaut wird“ erstellen wir auch kundenspezifische<br />

Analysen.<br />

Aktuell beobachte ich beispielsweise<br />

eine große Vorliebe – von Trends<br />

spreche ich bei Materialien in der<br />

Baubranche nicht, da dieser Begriff<br />

für mich zu kurzlebig ist und wir<br />

genau das Gegenteil bewirken müssen<br />

– für Anmutungen, die an Terrazzo<br />

erinnern und für Oberflächen, die<br />

deutlich zeigen, dass die Rohstoffe<br />

recycelt sind. Generell sehe ich auch<br />

wieder mehr Mut zur Farbe – und<br />

leider auch eine gewisse Konsistenz<br />

erfolgreicher Phänomene von astreinem<br />

Greenwashing – ich denke da an<br />

veganes Leder …<br />

Sie bieten in diesem Kontext auch<br />

Schulungen an …<br />

In der Materialakademie bieten wir<br />

Fachseminare zu Themen wie Beton<br />

& Innen<strong>architektur</strong>, Textil & Akustik,<br />

Gesunde Baustoffe, Farbseminare &<br />

Farbgestaltung und vieles mehr. Wir<br />

sind aber auch auf Fachmessen mit<br />

Sondershows vertreten und in Stuttgart<br />

finden regelmäßig als Weiterbildung<br />

anerkannte Expertenrunden<br />

statt, die sich aktuellen Neuheiten<br />

oder spezifischen Themen der Materialwelt<br />

widmen.<br />

•<br />

www.raumprobe.com


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

29<br />

Arbeitswelten<br />

Das Office<br />

der Zukunft<br />

Die ORGATEC, vom 22. bis 25. Oktober <strong>2024</strong>, ist die internationale Leitmesse für<br />

die „Zukunft der Arbeit“ und Pflichttermin für alle, die wegweisende Trends live<br />

und aus erster Hand erleben möchten. Zu den Highlights gehören die Focus Areas<br />

#CircularBiomaterials, #TheCircularHouse, #InspiredAugmentedOffice, #OfficeXperience<br />

sowie #Indoor&OutdoorHospitality. Ergänzend feiert das „Wherever<br />

Whenever – Work Culture Festival” seine Premiere als Teil der ORGATEC.<br />

Fotos: Koelnmesse<br />

In der Focus Area #InspiredAugmentedOffice.<br />

In Halle 7 dreht sich auf über 1.000 m 2<br />

alles um aktuelle Bürotrends und Innovationen<br />

in den Bereichen Collaboration, Smart<br />

Work und Augmented Office. Das Ausstellungskonzept<br />

setzt sich dabei aus mehreren<br />

thematisch aufeinander aufbauenden<br />

Lösungsinseln zusammen, die eine konsistente<br />

Geschichte erzählen. Diese Inseln<br />

dienen als praktische Demonstrationen<br />

dafür, wie New Work-Prinzipien wie Autonomie,<br />

Flexibilität und Kollaboration in reale,<br />

greifbare Situationen integriert werden<br />

können. Die Aussteller präsentieren hierbei<br />

ihre Produkte als Bausteine einer integrierten<br />

Gesamtlösung.<br />

Unter #InspiredAugmentedOffice greift die<br />

Leitmesse die Nachfrage nach virtuellen<br />

Konferenzlösungen mit zunehmender Remote-Arbeit<br />

auf und präsentiert spannende<br />

Zukunftstrends wie „Spatial Computing”.<br />

Diese innovative Technologie erlaubt es,<br />

den gesamten umgebenden Raum als Arbeitsfläche<br />

für PC-Anwendungen und digitale<br />

Inhalte zu nutzen – ein großer Vorteil,<br />

besonders im oft platzbegrenzten Homeoffice.<br />

Spatial Computing wird nicht nur die<br />

Bürolandschaft radikal verändern, sondern<br />

hat das Potenzial das klassische Büro wieder<br />

als zentralen Arbeitsplatz zu etablieren.<br />

Und auch Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft<br />

werden bei der diesjährigen ORGA-<br />

TEC eine zentrale Rolle spielen. So stehen in<br />

der Focus Area #CircularBiomaterials Werkstoffe<br />

im Mittelpunkt, die aus nachwachsenden<br />

Rohstoffen hergestellt werden und am<br />

Ende ihres Lebenszyklus wieder in den biologischen<br />

Kreislauf zurückgeführt werden<br />

können. Diese biozirkulären Materialien stellen<br />

damit eine umweltfreundliche Alternative<br />

zu synthetischen Produkten mit CO 2 -Fußabdruck<br />

dar. Beispiele für diese neue Klasse<br />

von Biomaterialien sind biozirkuläre Textilien<br />

aus Bananenfasern, Möbelschaumstoffe auf<br />

der Basis von Seegras oder eine Polsterfüllung<br />

aus Rohrkolbenfasern, die sich auf natürliche<br />

Weise in der Natur zersetzen und<br />

mit ihren technischen und wirtschaftlichen<br />

Eigenschaften konkurrenzfähig sind.<br />

Das „Wherever Whenever – Work Culture<br />

Festival” feiert in den Hallen 6 und 9 seine<br />

Premiere als Teil der ORGATEC. Organisiert<br />

vom Industrieverband Büro und Arbeitswelt<br />

e. V. (IBA) präsentiert das Festival ein hochkarätiges<br />

Programm mit über 100 internationalen<br />

Speakern auf sechs Bühnen. Im Fokus<br />

stehen wegweisende Trends und Transformationen<br />

in modernen Arbeitsumgebungen.<br />

Das Besondere an der ORGATEC und dem<br />

Wherever Whenever – Work Culture Festival<br />

ist die direkte räumliche Verbindung von<br />

Messeständen, Sonderausstellungen, Vorträgen,<br />

Panels und Workshops. Nicht nur<br />

die Arbeit selbst steht im Fokus, sondern<br />

auch das zukünftige Zusammenleben und<br />

-wohnen. Das Festival zielt darauf ab, ein<br />

Verständnis für diese Zusammenhänge zu<br />

entwickeln, um besser auf Herausforderungen<br />

reagieren zu können. Dieser Anspruch<br />

spiegelt sich in den drei Kategorien TEAM,<br />

LIFE und IMPACT wider, die die Arbeitswelten<br />

von morgen jeweils aus spezifischen<br />

Blickwinkeln betrachten.<br />

ORGATEC <strong>2024</strong><br />

22. bis 25. Oktober <strong>2024</strong><br />

Messe Köln<br />

www.orgatec.de


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

30<br />

Arbeitswelten<br />

Spielraum<br />

der Kreativität<br />

Die Welt der Videospiele ist ein stetig wachsender Bereich, der nicht nur für<br />

seine technologische Innovation bekannt ist, sondern auch für sein einzigartiges<br />

Design und seine kreative Atmosphäre. Gearbox, ein führendes Unternehmen in<br />

der Videospielbranche, hat gemeinsam mit dem renommierten Architekturbüro<br />

Patriarche sein erstes Studio in Montreal enthüllt. Dieses Studio vereint Innovation,<br />

Funktionalität und Ästhetik auf eindrucksvolle Weise und setzt neue Maßstäbe<br />

für Arbeitsumgebungen in der Branche.<br />

Fotos: Mano Photographe


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

31<br />

Arbeitswelten<br />

Patriarche, die sich selbst als eine Agentur für Augmented<br />

Architecture verstehen, und Gearbox haben<br />

bereits mit ihrem früheren Projekt in Quebec City,<br />

das mit dem Grand Prix du Design ausgezeichnet<br />

wurde, Aufsehen erregt. Die erneute Zusammenarbeit<br />

unterstreicht ihre Fähigkeit, Arbeitsräume zu<br />

gestalten, die nicht nur schön anzusehen sind, sondern<br />

auch die Produktivität und das Wohlbefinden<br />

der Mitarbeiter fördern.<br />

Das Montrealer Studio von Gearbox zeichnet sich<br />

durch seine rechteckige und langgestreckte Grundrissgestaltung<br />

aus, die eine Herausforderung darstellte.<br />

Patriarche nahm sich dieser Herausforderung<br />

an und schuf verschiedene Ambiente, die durch<br />

Farbkontraste die einzelnen Bereiche hervorheben.<br />

Diese Strategie belebt nicht nur den Raum, sondern<br />

erleichtert auch die Orientierung der Teams und fördert<br />

einen flüssigen und intuitiven Arbeitsablauf. Das<br />

Studio bietet dabei eine Vielzahl von Räumen, darunter<br />

208 Open-Space-Arbeitsplätze, 11 geschlossene<br />

Büros, 12 Besprechungsräume und 11 Lounge-Bereiche.<br />

Jeder Bereich wurde sorgfältig entworfen, um<br />

spezifischen Bedürfnissen gerecht zu werden und<br />

Zusammenarbeit, individuelle Konzentration oder<br />

Entspannung zu fördern.<br />

Das Designstudio entfesselte seine Kreativität und<br />

schuf ein Konzept, das sich von der urbanen Energie<br />

und dem industriellen Erbe des Viertels Old Port in<br />

Montreal inspirieren ließ. Elemente der Straßenkunst<br />

und Anleihen aus der Popkultur der 90er Jahre prägen<br />

das Projekt und erlauben ihm eine markante und<br />

kühne Identität. Die Verwendung von eklektischen<br />

Möbeln, wie Hockern, die Baumstämmen ähneln,<br />

und einem riesigen Besprechungstisch mit Beinen<br />

aus Holzästen, verleiht dem Design Originalität und<br />

einen Hauch von Natur. Originelle Details, wie der<br />

gelbe Vorhang - liebevoll als „Dusche“ bezeichnet –<br />

der aus einer Schweißwerkstatt stammt, fügen dem<br />

Raum eine unerwartete Ebene hinzu. Die künstlerische<br />

Zusammenarbeit mit Julien Lebargy gab dem<br />

Projekt sein Herzstück: eine Reproduktion seines<br />

Werkes „Little Boy Bomb“, das zum Nachdenken<br />

über unsere Beziehung zum Krieg anregt. Diese Verschmelzung<br />

von Kunst und Design schafft eine anregende<br />

und inspirierende Umgebung für das Team<br />

des Spieleentwicklers, in der Innovation und Kreativität<br />

gedeihen können.


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

32<br />

Arbeitswelten


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

33<br />

Arbeitswelten<br />

Vom Kloster zum Büro<br />

Im Herzen der historischen Altstadt des mexikanischen Morelia wurde ein ehemaliges<br />

Kloster aus dem 17. Jahrhundert vom einheimischen Architektur- und<br />

Designstudio FMA. behutsam in ein zeitgemäßes Firmengebäude umgewandelt.<br />

Diese ambitionierte Neugestaltung stellt die Balance zwischen der Bewahrung der<br />

historischen Bausubstanz und den Anforderungen moderner Arbeitswelten in den<br />

Vordergrund. Statt auf traditionelle Bürokonzepte zu setzen, entstand ein flexibles,<br />

offenes Raumkonzept, das sowohl die Funktionalität als auch das Wohlbefinden<br />

der Nutzer in den Mittelpunkt rückt.<br />

Fotos: César Belio<br />

Die größte Herausforderung des Projekts war, die<br />

historischen Elemente des Klosters zu bewahren<br />

und gleichzeitig den Raum optimal zu nutzen. Dabei<br />

mussten sorgfältig jene baulichen Veränderungen,<br />

die das Gebäude über die Jahrhunderte erfahren<br />

hatte, bewertet werden – mit dem Ziel, sinnvolle Anpassungen<br />

beizubehalten und weniger gelungene<br />

Umbauten rückgängig zu machen.<br />

Neben dem Umgang mit der historischen Substanz<br />

galt es, die Arbeitsweise innerhalb des Unternehmens<br />

neu zu denken. Anstelle traditioneller Bürokonzepte<br />

mit fest zugewiesenen Arbeitsplätzen wurde<br />

ein flexibles Raumkonzept entwickelt, das auf moderne<br />

Arbeitsanforderungen eingeht und den Nutzern<br />

erlaubt, den Raum frei und flexibel zu gestalten.<br />

u<br />

rigips.at/rigips-rooom<br />

SYSTEMATISCH<br />

ÜBERLEGEN<br />

- -<br />

Raumsysteme sind mehr als die simple<br />

Aneinanderreihung von Wänden und Decken.


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

34<br />

Arbeitswelten<br />

Arbeitsräume neu gedacht<br />

Im Erdgeschoss konzentrierte sich die Umgestaltung<br />

auf den ehemaligen Kreuzgang, der nun als zentraler<br />

Speiseraum dient. Hier entstand ein einladender<br />

Innenhof, in den fünf große Pflanzkübel mit Orangenbäumen<br />

integriert wurden. Diese dienen nicht nur<br />

der Begrünung, sondern auch als multifunktionale<br />

Möbelstücke, die von den Mitarbeitern bei Bedarf als<br />

Arbeitsplätze im Freien genutzt werden können. Diese<br />

Gestaltung verbindet historische Architektur mit<br />

einem modernen Arbeitsumfeld und integriert auf<br />

elegante Weise die Natur in den Arbeitsalltag.<br />

Im Obergeschoss wurde ein radikal anderes Raumkonzept<br />

verfolgt. Die Arbeitsbereiche wurden als<br />

vielseitige Lebensräume gestaltet, die sowohl Kollaboration<br />

als auch Rückzug ermöglichen. Besonders<br />

auffällig ist die Vielfalt der multifunktionalen Bereiche.<br />

So gibt es etwa ein Auditorium mit Tribünen,<br />

das gleichzeitig als Besprechungsraum dient, oder<br />

eine Bibliothek, die als Empfangs- und Wartebereich<br />

fungiert und den Mitarbeitern die Möglichkeit bietet,<br />

in entspannter Atmosphäre zu arbeiten oder ein<br />

Buch zu lesen.


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

Magazin<br />

Von der ersten<br />

automatischen Tür<br />

zur automatisierten<br />

Zugangskontrolle –<br />

eine Einladung<br />

Ein eigens gestalteter Freizeitraum mit Kaffee-Bar,<br />

Fernsehecke und Tischtennisplatte bietet den Mitarbeitenden<br />

während ihrer Pausen Raum zur Interaktion<br />

und Erholung. Ein weiteres Highlight ist der „Nest“<br />

genannte Meditationsraum, der als Rückzugsort für<br />

Ruhe und Entspannung konzipiert wurde. Dieser<br />

Raum hebt die Bedeutung von mentalem und physischem<br />

Wohlbefinden hervor und trägt maßgeblich<br />

dazu bei, die Lebensqualität und Produktivität der<br />

Mitarbeiter zu verbessern. Die intelligente Beleuchtung<br />

der Büroräumlichkeiten, die sich dem natürlichen<br />

Tag-Nacht-Rhythmus anpasst, unterstreicht<br />

nicht nur diese Ambitionen, sie reduziert zugleich<br />

den Energieverbrauch.<br />

Natürliche Materialien<br />

Das Interieur des Gebäudes zeichnet sich durch eine<br />

warme und einladende Atmosphäre aus, die durch<br />

die Verwendung natürlicher und regionaler Materialien<br />

geschaffen wurde. Sandfarbene Putzwände<br />

bieten eine neutrale Leinwand, die durch sorgfältig<br />

ausgewählte Akzente wie Pflanzen, Möbel und Beleuchtung<br />

ergänzt wird. Besonders hervorzuheben<br />

ist der Einsatz von Eichenholz für die maßgefertigten<br />

Einbauten sowie weißer Eichendielen für den Boden.<br />

Um die Verbindung zur Region zu stärken, wurden<br />

zahlreiche Elemente aus Ton von lokalen Kunsthandwerkern<br />

aus Michoacán, darunter Lampen, Pflanzgefäße<br />

und dekorative Objekte, in das Design integriert.<br />

Dies fördert nicht nur das traditionelle Handwerk,<br />

sondern verleiht dem Gebäude auch eine authentische<br />

und warme Ausstrahlung.<br />

•<br />

JETZT<br />

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Von record bis FAAC<br />

Die Geschichte der Türautomation<br />

bis zum umfassendsten Angebot<br />

der Zugangskontrolle und<br />

Zugangsplanung für Personen<br />

und Fahrzeuge.<br />

Fordern Sie jetzt die<br />

Gratis-Dokumentation an und<br />

besuchen Sie uns auf der<br />

ARCHITECT@WORK,<br />

9. bis 10. Oktober, in der<br />

Wiener Stadthalle.<br />

Die ersten 25 Anmeldungen<br />

erhalten je bis zu 2 Gratis-Tickets<br />

zur ARCHITECT@WORK.<br />

www.faac.at


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

36<br />

Arbeitswelten<br />

Kreative und flexible Raumgestaltung<br />

Ein zentraler Aspekt in der Gestaltung moderner Arbeitswelten sind Rückzugsorte,<br />

die Produktivität, Vertraulichkeit, Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden<br />

der Mitarbeiter unterstützen. Doch nicht jede Räumlichkeit bietet die Möglichkeit,<br />

solche Bereiche dauerhaft zu integrieren. Hier sind innovative und flexible Lösungen<br />

gefragt, um Open Space-Konzepte weiter zu optimieren.<br />

Mit foild, einem ausziehbaren Raumtrenner, präsentiert<br />

Selmer dafür eine ideale Lösung: Foild überzeugt<br />

durch seine universelle Anwendbarkeit und ist nicht<br />

nur in der agilen Arbeitswelt und in New Work-Umgebungen<br />

einsetzbar, sondern auch in öffentlichen<br />

Bereichen, bei Events, im Bildungswesen oder im<br />

Pflegesektor. Der Raumteiler fungiert dabei als eine<br />

flexible Wand, die trennt und gleichzeitig verbindet.<br />

Frei im Raum positionierbar, ermöglicht sie eine individuelle<br />

Raumgestaltung und schafft dank des filigranen<br />

Designs eine Atmosphäre der Offenheit und<br />

Leichtigkeit. Erhältlich in zwei Höhen (160 cm oder<br />

190 cm), passt sie sich perfekt den Bedürfnissen von<br />

sitzenden und stehenden Akteuren, Einzelpersonen<br />

und Gruppen an. Zwischen den geschwungenen Aluminiumstäben<br />

spannen sich hochwertige Textilien,<br />

die auf beiden Seiten vor Blicken schützen, farbige<br />

Akzente setzen, die Akustik verbessern und für eine<br />

angenehme Atmosphäre sorgen.<br />

Selmer GmbH<br />

T +43 (0)6216 20210<br />

info@selmer.at<br />

www.selmer.at


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

Akustikoptimierung<br />

leicht gemacht<br />

Mit dem MUTE+® Akustikrechner bietet Lindner<br />

ein innovatives Tool, mit dem sich die akustischen<br />

Eigenschaften eines Raumes einfach analysieren<br />

und optimieren lassen. Durch die Eingabe der<br />

Raum abmessungen, die Auswahl der Oberflächenarten<br />

und Einrichtung des Raums, sowie das Hinzufügen<br />

von Schallabsorbern, können Nutzer die<br />

akustische Veränderung ihres Raumes in Echtzeit<br />

erleben. Der Rechner ermittelt die akustischen Eigenschaften<br />

und bietet eine Hörprobe des Klangs<br />

mit und ohne Einsatz der Schallabsorber. Dies ermöglicht<br />

eine realistische Vorstellung, wie sich die<br />

Raumakustik mithilfe der MUTE+® Schallabsorber<br />

verbessern lässt. Für eine umfangreiche Planung<br />

stehen über 150 geprüfte Akustikmessungen zur<br />

Verfügung, sodass Vergleichsmessungen für jede<br />

Anforderung auswählbar sind.<br />

Lindner GmbH<br />

T +43 (0)2252 86160-0<br />

austria@lindner-group.com<br />

www.lindner-group.com<br />

www.muteplus-schallabsorber.de<br />

37<br />

Arbeitswelten<br />

© BAID Architektur


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

38<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

Entgeltlcihe Einschaltung<br />

Stadt<br />

gestalten<br />

Architekturpreis<br />

gebaut 2023<br />

Für die Ausstellungsreihe „gebaut“ sucht die Stadt Wien – Abteilung Architektur und Stadtgestaltung seit<br />

2005 nach qualitativ hochwertigen architektonischen Projekten in Wien. Architektinnen und Architekten,<br />

Planerinnen und Planer sind dazu aufgerufen, ihre besten Neu-, Zu- und Umbauten aus dem jeweils vorangegangenen<br />

Jahr einzureichen. Die Ausschreibung für „gebaut <strong>2024</strong>“ wird ab Jänner 2025 aktiv sein.<br />

Der Schwerpunkt in der Begutachtung<br />

wird auf das äußere Erscheinungsbild<br />

und die Wirkung der<br />

Gebäude im Stadtraum gelegt. Dabei<br />

wird sowohl auf Form und Maßstäblichkeit<br />

als auf die verwendeten<br />

Materialien, Farbgestaltungen und<br />

Fassadenkonzepte geachtet. Die<br />

Bandbreite reicht von ökologisch<br />

nachhaltigen Sanierungen, smarten<br />

Umnutzungen bis hin zu innovativen<br />

Neubauten. Um dem Klimawandel<br />

entgegenzuwirken und die Hitze in<br />

der Stadt zu reduzieren, sucht die<br />

Stadt Wien nach Bauprojekten, die<br />

in ihrer architektonischen Ausformulierung<br />

beispielhaft sind. Architekturschaffende<br />

sowie Bauträgerinnen<br />

und Bauträger sollen so auch dazu<br />

animiert werden, bei zukünftigen<br />

Bauvorhaben verstärkt auf (Gebäude-)Begrünungen<br />

und Beschattungen<br />

als gestalterische und kühlende<br />

Maßnahmen zu setzen.<br />

Mit dem „gebaut“-Architekturpreis<br />

werden stadtgestalterisch anregende<br />

und wegweisende Lösungen<br />

prämiert, die gegebenenfalls auch<br />

auf aktuelle Fragen Antworten geben,<br />

wie z. B. zu sozialer Nachhaltigkeit<br />

und zum Klimaschutz. Die<br />

ausgezeichneten Projekte sind ein<br />

Jahr lang in der gleichnamigen Ausstellung<br />

in den Räumlichkeiten der<br />

Abteilung Architektur und Stadtgestaltung<br />

(MA 19) frei zugänglich zu<br />

besichtigen.<br />

Dieses Jahr wurden folgende 21 Projekte<br />

mit dem „gebaut 2023“-Architekturpreis<br />

ausgezeichnet. Wir gratulieren<br />

allen Preisträgerinnen und<br />

Preisträgern herzlich!<br />

© Hertha Hurnaus<br />

Das Museum zeigt die Kultur- und<br />

Naturgeschichte des Praterareals.<br />

Es schließt in seiner Leichtbauweise<br />

an die Tradition historischer Prater<strong>architektur</strong>en<br />

an. Der Baukörper ist<br />

kontextuell gedacht: Die Silhouette<br />

hält den Blick auf das Riesenrad<br />

frei und bildet eine Landmark. Das<br />

Gebäude ist offen, das Erdgeschoss<br />

kann durchquert werden und lädt<br />

zum konsumfreien Verweilen ein.<br />

Preisträger*in<br />

Prater Museum<br />

1020 Wien<br />

Museum<br />

Auftraggeber*in:<br />

Museen der Stadt Wien<br />

Architektur: Michael Wallraff<br />

Ziviltechniker GmbH


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

Preisträger*in<br />

Umbau Gösserhalle<br />

1100 Wien<br />

Büro und Gastronomie<br />

Auftraggeber*in:<br />

Gösserhalle GmbH<br />

Architektur: AllesWirdGut<br />

Architektur ZT GmbH<br />

39<br />

Die Gösserhalle im Wiener Gemeinde -<br />

bezirk Favoriten prägt seit jeher mit<br />

ihrer Bogenfassade aus Klinker den<br />

Charakter des Stadtteils. Dieser<br />

identitätsstiftende, backsteinerne Industriebau<br />

wurde nun in die Zukunft<br />

überführt. Während das bestehende<br />

Dach abgetragen werden musste,<br />

fassen die historischen Außenmauern<br />

einen dreigeschoßigen Neubau<br />

mit Büroräumen und Restaurant.<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

Entgeltlcihe Einschaltung<br />

© tschinkersten fotografie<br />

© Daniel Hawelka<br />

Der Baukörper ist ein kubisches Volumen,<br />

die strenge Kontur wird durch<br />

asymmetrische und schleifende<br />

Erker volumina und über Eck geführte<br />

Balkone aufgelöst. Große Radien<br />

werden zum architektonischen Prinzip<br />

und erzeugen fließende Übergänge.<br />

Es entstehen sechs Wohnungen<br />

mit Gärten, Balkonen und Terrassen.<br />

Die Freiräume werden zur Schnittstelle<br />

zwischen Wohnen und Stadt.<br />

Preisträger*in<br />

Wohnbau Chimanistraße<br />

1190 Wien<br />

Wohnbau<br />

Auftraggeber*in:<br />

AMB DEVELOPMENT GMBH<br />

Architektur:<br />

A2K ARCHITEKTEN<br />

Janes Rapf Ziviltechniker GmbH<br />

Preisträger*in<br />

The Marks, 1030 Wien<br />

Residential<br />

Auftraggeber*in: BUWOG, Neues<br />

Leben, ÖSW und WBV-GPA<br />

Architektur:<br />

BEHF Ebner Hasenauer Ferenczy<br />

ZT GmbH & RLP Rüdiger Lainer +<br />

Partner Architekten ZT GmbH &<br />

StudioVlayStreeruwitz ZT GmbH<br />

Der Erdberger Mais ist eines der<br />

größten Entwicklungsgebiete der<br />

Stadt. Zentrum des neuen Quartiers<br />

sind die drei Wohntürme: HELIO<br />

Tower (BEHF Architects), THE<br />

ONE (StudioVlayStreeruwitz) und<br />

Q-Tower (RLP). Diese teilen eine<br />

dreigeschossige Sockelzone mit<br />

Sport-, Erholungs- und Freizeitflächen<br />

und nutzungsvielfältigem Festplatz<br />

im Zentrum.<br />

© Bruno Klomfar<br />

© Wolfgang Thaler<br />

Vom verlassenen Hinterhof zum kreativen<br />

Produktions- und Wohnort.<br />

In einem Hinterhof in Wien-Währing<br />

entstand in drei ungenutzten<br />

Häusern aus der Nachkriegszeit ein<br />

Handwerksatelier im städtischen<br />

Raum. Das Studio Comploj nutzt diese<br />

Oase als Werkstatt, Schau- und<br />

Verkaufsraum sowie als Wohnhaus<br />

mit Garten, in dem der alte Baumbestand<br />

erhalten und ergänzt wurde.<br />

Preisträger*in<br />

STUDIO COMPLOJ<br />

1180 Wien<br />

Atelierbau<br />

Auftraggeber*in:<br />

Bull Bau GmbH<br />

Architektur:<br />

BERGER+PARKKINEN<br />

ARCHITEKTEN ZT GMBH<br />

Preisträger*in<br />

Wohnhausanlage mit<br />

zwei Stadtvillen<br />

1180 Wien<br />

Wohnanlage Neubau<br />

Auftraggeber*in:<br />

HG 49 Immoprojekt GmbH & Co KG<br />

Architektur:<br />

bolldorf2architekten ZT Arge<br />

Die zwei Stadtvillen mit 34 Wohnungen<br />

und Gemeinschaftspark sind<br />

durch die monolithische Ziegelbauweise,<br />

gute Energieeffizienz, kompakte<br />

Bauart, Regenwasserretention und<br />

Zufahrtsstraße nach dem Schwammstadtprinzip<br />

nachhaltig geplant. Vorund<br />

Rücksprünge ermöglichen Intimität<br />

auf den Frei flächen, raumhohe<br />

Fenster rahmen die Umgebung und<br />

verbinden Innen und Außen.<br />

© Andreas Buchberger


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

Entgeltlcihe Einschaltung<br />

© Lukas Schaller<br />

40<br />

Der Garten wird zur Erweiterung des<br />

Lebensraums. Diversität der Baukörper<br />

schafft Abwechslung im Freien.<br />

Gassenartige Außenräume erweitern<br />

sich zu Aneignungszonen mit hoher<br />

Nutzungsflexibilität. Die Bebauungsdichte<br />

wird durch ein Spiel von<br />

Kuben, Quadern und gestaffelten<br />

Volumen spürbar entzerrt. Auf den<br />

Dachflächen und Balkonen entstehen<br />

attraktive Freiräume.<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

Preisträger*in<br />

Wildgarten Baufeld 11<br />

1120 Wien<br />

Wohnen<br />

Auftraggeber*in:<br />

ARE Austrian Real Estate GmbH<br />

Architektur:<br />

Chaix & Morel et Associés &<br />

CAPP CA Pichler ZT GmbH<br />

Preisträger*in<br />

Töpfelhaus<br />

1140 Wien<br />

Wohnhaus<br />

Auftraggeber*in:<br />

Mag. Wolfgang Wainig<br />

Architektur:<br />

Chamäleon + Goldfisch ZT GmbH<br />

Eine ökologisch und ökonomisch<br />

nachhaltige Sanierung. Das denkmalgeschützte<br />

Bauwerk mit barocker<br />

Fassade, gebaut zu Beginn des<br />

18. Jahrhunderts, wurde in zeitgemäße<br />

Wohn- und Arbeitsumfelder<br />

verwandelt. Der Dachraum wurde<br />

unter Erhalt des historischen Holzdachstuhls<br />

ausgebaut, die bestehenden<br />

Wohnungen saniert, das Heizsystem<br />

auf Erdwärme umgestellt.<br />

© Christoph Panzer<br />

© David Schreyer<br />

Das Projekt „Elisabethinen Wien-<br />

Mitte“ mit Krankenhaus, Pflegeheim<br />

und Konvent ist ein Musterbeispiel<br />

innerstädtischer Nachverdichtung,<br />

sozialer Nachhaltigkeit, Denkmalschutz<br />

sowie von Neubau und Sanierung<br />

im laufenden Betrieb. Es wurde<br />

mit dem CCC-Award (Construction,<br />

Consulting, Culture) und der Denkmalschutzmedaille<br />

der Republik Österreich<br />

ausgezeichnet.<br />

Preisträger*in<br />

Elisabethinen Wien-Mitte<br />

1030 Wien<br />

Krankenhaus, Pflegeheim<br />

und Konvent<br />

Auftraggeber*in:<br />

Elisabethinen Linz-Wien<br />

Architektur: Delta Pods Architects ZT<br />

GmbH (Markus Hiden, Ana Jugovic,<br />

Philipp Peneder, Thomas Wolf)<br />

Preisträger*in<br />

Straußengasse 14<br />

1050 Wien<br />

Stadthaus mit 13 Wohnungen,<br />

2 Büros, 2 Verkaufsflächen<br />

Auftraggeber*in: MEGUS.STR14<br />

Immobilien GmbH & Co KG<br />

Architektur:<br />

feld72 Architekten ZT GmbH<br />

Eine ungewöhnliche Baulücke prägte<br />

über Jahrzehnte das Stadtbild Wiens.<br />

Mit den Herausforderungen von<br />

Nachverdichtung und Umgang mit<br />

dem Bestand hat feld72 ein Gebäude<br />

entwickelt, das sich respektvoll über<br />

das Fachwerkhaus stülpt und die<br />

Baulücke mit eleganter Leichtigkeit<br />

schließt. Diese einmalige Geste lässt<br />

das Fachwerkhaus wie freigestellt im<br />

Straßenraum wirken.<br />

© Hertha Hurnaus<br />

© GERNER GERNER PLUS. | Matthias Raiger<br />

Der Wohnbau liegt am Badeteich<br />

Hirschstetten und bildet das Tor zum<br />

neuen Entwicklungsgebiet Berresgasse.<br />

100 frei finanzierte Wohnungen<br />

mit großzügigen Frei flächen gestalten<br />

den Baukörper. Die Fassaden<br />

an den Grundstücksgrenzen sind als<br />

klare städtebauliche Kanten ausformuliert;<br />

die dem Projektgebiet zugewandten<br />

Seiten werden durch ein<br />

Spiel der Balkone aufgelockert.<br />

Preisträger*in<br />

BER Berresgasse<br />

1220 Wien<br />

Wohnbau mit Geschäftsflächen<br />

Auftraggeber*in: WBG Wohnen und<br />

Bauen Gesellschaft m.b.H.<br />

Architektur: GERNER GERNER<br />

PLUS. architekten gerner und<br />

partner zt gmbh (Julia Haranza)


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

41<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

© Katharina Gossow © Daniel Hawelka<br />

Entgeltlcihe Einschaltung<br />

Preisträger*in<br />

SCHÖN Schönbrunner Straße<br />

1050 Wien<br />

Wohnbau mit Gewerbe im EG<br />

Auftraggeber*in: Projekt 60 GmbH<br />

Architektur: GERNER GERNER<br />

PLUS. architekten gerner und<br />

partner zt gmbh (Urška Vratarič)<br />

Preisträger*in<br />

Palais Colloredo-Mansfeld<br />

Parkring 6, 1010 Wien<br />

Bürogebäude<br />

Auftraggeber*in: OPEC Fund for<br />

International Development<br />

Architektur:<br />

HOPPE + PARTNER<br />

ARCHITEKTEN ZT GmbH<br />

60 lichtdurchflutete Wohnungen sind<br />

zur Schönbrunner Straße und zur<br />

Wienzeile orientiert und bestechen<br />

durch ihre großzügigen Verglasungen.<br />

Alle Wohnungen verfügen über<br />

Balkone oder Loggien als Frei flächen.<br />

Durch ihre Versetzung ergibt sich<br />

eine weite und offene Situation im<br />

Außenraum. Das gesamte Ensemble<br />

erscheint in hellen Farbtönen mit<br />

Holzelementen in der Fassade.<br />

Das denkmalgeschützte Palais<br />

Colloredo-Mansfeld wurde zu einem<br />

Bürogebäude umgebaut. Denkmalgerechte<br />

Restaurierung der Fassaden,<br />

Erhaltung der straßenseitigen<br />

historischen Dachneigungen ohne<br />

Aufbauten, unsichtbare Dachterrasse<br />

mit Dachausstieg sowie Haustechnik<br />

innerhalb der Gebäudehülle.<br />

Klimaschutzmaßnahmen: entsiegelter<br />

und begrünter Innenhof.<br />

Drei Gebäude mit 235 Wohnungen<br />

am Park in der Attemsgasse werden<br />

über Gartenhöfe erschlossen<br />

und verfügen über gemeinschaftlich<br />

genutzte Dachgärten. Die karminroten<br />

Fassaden werden durch weiße<br />

Akzente an den Fassadenöffnungen<br />

strukturiert. Die Balkongeländer,<br />

Rankgerüste, Pergolen und Fensterrahmen<br />

sind in anthrazit gehalten. So<br />

entsteht ein farblicher Dreiklang.<br />

Das Geschäftslokal mit dreigeschossigem<br />

Atrium und säulengetragenen<br />

Galerien ist der letzte weitgehend<br />

vollständig überlieferte historistische<br />

Wiener Geschäftsraum dieses<br />

Typs. Die Restaurierung und Erneuerung<br />

versucht dessen Geschichte zu<br />

sichten und nach heutigen Denkmalpflegestandards<br />

und den sich wandelnden<br />

Verkaufsanforderungen für<br />

die Zukunft zu bewahren.<br />

Preisträger*in<br />

Wohnhäuser am Attemsgarten<br />

1220 Wien<br />

Wohnbau<br />

Auftraggeber*in: ZIMA Wien GmbH<br />

Architektur: HAWLIK GERGINSKI<br />

Architekten ZT GmbH<br />

Preisträger*in<br />

J. & L. LOBMEYR<br />

1010 Wien<br />

Einzelhandel<br />

Auftraggeber*in: J. & L. Lobmeyr<br />

GmbH, Andreas Rath<br />

Architektur: Hubmann • Vass<br />

Architekten ZT<br />

© GERNER GERNER PLUS. | Matthias Raiger<br />

© paul ott photografiert<br />

Preisträger*in<br />

NOOI<br />

1070 Wien<br />

Kurzzeitwohnen<br />

Auftraggeber*in:<br />

Crystal Palace GmbH & Co KG –<br />

Mag. Claudia Strasser<br />

Architektur: Arch. Mag.arch. Martin<br />

Kohlbauer & Arch. DI Olga Samarina<br />

& Arch. Dr. Oliver Paar-Tschuppik<br />

Im Hofbereich der Hausnummer 62,<br />

dem ältesten Gebäude in der Neubaugasse,<br />

wurden sieben Stadthäuschen<br />

mit Terrasse und ausgeklügelter<br />

Holzlamellenfassade errichtet.<br />

Die neue Architektur führt das spätbarocke<br />

Ensemble samt Pawlatschenhof<br />

sensibel in die heutige Zeit.<br />

Durch Begrünung, Beschattung und<br />

Energieerzeugung wird Nachhaltigkeit<br />

und Klimaresilienz gefördert.<br />

© Theresa Wey


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

Entgeltlcihe Einschaltung<br />

© Christina Häusler<br />

42<br />

Das Wohnhochhaus mit bunten<br />

mehrgeschossigen Gemeinschaftsflächen,<br />

wie Boulderraum und Bibliothek,<br />

ist durch dunkel gestaltete<br />

Zäsurgeschosse und unterschiedlich<br />

ausformulierte Balkone gegliedert.<br />

Die Begrünung erfolgt durch<br />

Pflanztröge und Stabelemente. Das<br />

grüne Kleid des Wohnhochhauses<br />

wird in den nächsten Jahren wachsen<br />

und vertikal empor ranken.<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

Preisträger*in<br />

Taborama<br />

1020 Wien<br />

Wohnbau<br />

Auftraggeber*in:<br />

Strabag Real Estate<br />

Architektur:<br />

querkraft architekten zt gmbh<br />

Preisträger*in<br />

Großwärmepumpe<br />

1110 Wien<br />

Maschinenhalle<br />

Auftraggeber*in:<br />

Wien Energie<br />

Architektur:<br />

smartvoll Architekten ZT KG<br />

Eine Maschinenhalle an der Hauptkläranlage<br />

nutzt die Restwärme des<br />

gereinigten Wassers zur Energiegewinnung<br />

für 112.000 Haushalte. Sie<br />

verbindet, durch ihre Fassade mit<br />

dynamisch kaustischen Mustern, die<br />

symbolhaft für Energieumwandlung<br />

stehen, Funktionalität mit Ästhetik.<br />

Dieses innovative Projekt zeigt Engagement<br />

für Umweltschutz und<br />

technologischen Fortschritt.<br />

© smartvoll architekten | Dimitar Gamizov<br />

© von Köck | Nikola Stojkovic<br />

Das Juwelierpaar hat seine Boutique<br />

für ein persönliches Einkaufserlebnis<br />

umgestaltet. Das neue Design steht<br />

der Standardisierung der Stadtlandschaft<br />

und der Übernahme durch<br />

globale Marken entgegen. Mit der<br />

Raumskulptur in Baumform und gemütlichen<br />

Beratungslounges wird Intimität<br />

und Individualität betont, die<br />

sichtbare hochwertige Handwerkskunst<br />

setzt ein Zeichen für Tradition.<br />

Preisträger*in<br />

von Köck<br />

1010 Wien<br />

Juweliergeschäft<br />

Auftraggeber*in:<br />

Juwelier von Köck<br />

Architektur:<br />

smartvoll Architekten ZT KG<br />

Preisträger*in<br />

HB17<br />

1190 Wien<br />

Wohnhaus<br />

Auftraggeber*in:<br />

Mag. Eberhard Eichler<br />

Architektur:<br />

VERONIKA VOGELAUER |<br />

ARCHITEKTEN<br />

Aufstockung, Sanierung und Umgestaltung.<br />

Das Einfamilienhaus aus<br />

1960 wurde thermisch und haustechnisch<br />

modernisiert, die Raumkonfigurationen<br />

angepasst. Das Dachgeschoss<br />

wurde durch ein Vollgeschoss<br />

ersetzt, ein südseitiges Apartment<br />

ist über eine außenliegende Treppe<br />

zugänglich. Garage und Eingangsbereich<br />

wurden vergrößert, ein<br />

Schwimmbecken hergestellt.<br />

© Hertha Hurnaus<br />

© Luiza Puiu<br />

Im geförderten Wohnbau spielt Beton<br />

nach wie vor eine Rolle, wird<br />

hier jedoch durchdacht eingesetzt.<br />

Die tragenden Elemente schaffen<br />

eine zukunftsfähige Flexibilität. Der<br />

Fokus liegt auf umlaufenden Balkonen,<br />

raumhohen Fenstern mit<br />

Sonnenschutz, Schiebewänden und<br />

Gliederung in Nutzungsbereiche. Die<br />

Farbgebung orientiert sich am klassischen<br />

Wiener Gemeindebau.<br />

Preisträger*in<br />

Gemeindebau Aspern H4<br />

1220 Wien<br />

Gemeindebau<br />

Auftraggeber*in:<br />

WIGEBA<br />

Architektur:<br />

WUP <strong>architektur</strong> wup ZT GmbH


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

Wettbewerbe<br />

© Renderwerk<br />

Tirol baut nachhaltig<br />

Vom ökologisch errichteten Eigenheim und mehrgeschoßigen<br />

Wohnbau bis zum Zero-Emission-<br />

Bürogebäude: Insgesamt 74 Gebäude in Tirol wurden<br />

im Rahmen von klimaaktiv, der Initiative des Klimaschutzministeriums,<br />

in Innsbruck ausgezeichnet.<br />

Unter den prämierten Gebäuden rangieren jene der Neuen<br />

Heimat Tirol an vorderster Stelle. Besonderen Applaus<br />

erhielt der Neubau eines achtstöckigen Bürogebäudes<br />

in Holz-Hybrid-Bauweise mit Fassadenbegrünung (Bild<br />

oben) im klimaaktiv Gold-Standard sowie die Sanierung<br />

des vierspännigen Wohnblocks Fennerstraße (unten)<br />

im klimaaktiv Silber-Standard. Als weitere Leuchtturmprojekte<br />

wurden die Fertigstellungen der Wohnanlage<br />

Steinbockallee in Rum als Österreichs größtes Passivhaus<br />

PLUS-Wohnquartier, des Integrationshauses der<br />

Caritas in Innsbruck oder auch der Zubau zum denkmalgeschützten<br />

bischöflichen Gymnasium Paulinum ausgezeichnet.<br />

Hervorgehoben wurde weiters der Zubau zum<br />

Landeskrankenhaus Hochzirl im Fachbereich Neurologie<br />

als erstes Krankenhaus in Tirol, das dem klimaaktiv-Gold-Standard<br />

entspricht. Mehr als 1.730 Gebäude in<br />

ganz Österreich tragen bereits das klimaaktiv Gütesiegel.<br />

Tirol ist mit insgesamt 546 deklarierten Gebäuden Spitzenreiter<br />

im Bundesländervergleich.<br />

© Florian Scherl


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

44<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

++<br />

Mit Beton Starkregen<br />

und Hitze vorbauen<br />

Klimawandel und immer häufigere Extremwetterereignisse setzen Österreichs Städten und Gemeinden<br />

zu. Der Schutz von Bevölkerung und Infrastruktur vor den Auswirkungen von langen Hitzeperioden oder<br />

Starkregen erfordert auch bauliche Maßnahmen. Ausgerechnet der Baustoff Beton bietet Lösungen gegen<br />

Hitzeinseln und für ein angenehmes Mikroklima in Städten und Gemeinden.<br />

Immer mehr Hitzetage und Starkregenereignisse<br />

prägen die Jahreszeiten<br />

auch in Österreich. Laut<br />

Geosphere Austria wurde heuer der<br />

zweitwärmste Sommer der Messgeschichte<br />

verzeichnet. Gleichzeitig<br />

sorgten mehrere Starkregenereignisse<br />

im Sommer <strong>2024</strong> für Muren<br />

und Überschwemmungen.<br />

Der Kampf gegen die Bildung von<br />

urbanen Hitzeinseln ist zu einer wahren<br />

Herausforderung für Österreichs<br />

Städte und Gemeinden geworden.<br />

Kühlung ist vor allem während langer<br />

Trockenperioden und an Hitzetagen<br />

gefragt. „Platzgestaltungen durch<br />

Betonpflastersteine und -platten mit<br />

heller Oberfläche helfen, die Temperaturen<br />

deutlich angenehmer zu halten.<br />

Zusätzlich bietet die Betonsteinverlegung<br />

mit wasserdurchlässiger Fuge<br />

die Möglichkeit, Plätze nach dem sogenannten<br />

Schwammstadt-Prinzip zu<br />

gestalten“, erklärt Anton Glasmaier,<br />

Vorstandsvorsitzender von Beton<br />

Dialog Österreich und Geschäftsführer<br />

des Verbands Österreichischer<br />

Betonfertigteilwerke.<br />

Im Falle des Schwammstadt-Prinzips<br />

wird das Regenwasser direkt zu den<br />

schattenspendenden Bäumen auf<br />

dem Platz geführt und hilft ihnen<br />

beim Wachsen. „Das Schwammstadt-Prinzip<br />

legt den Fokus der<br />

Klimawandelanpassung im urbanen<br />

Raum auf den Stadtbaum als effektives<br />

Mittel gegen die Auswirkungen<br />

des Klimawandels, insbesondere zur<br />

Eindämmung von urbanen Hitzeinseln.<br />

Der Wurzelraum von Stadtbäu-<br />

Anton Glasmaier, Vorstandsvorsitzender von Beton Dialog<br />

Österreich und Geschäftsführer des Verbands Österreichischer<br />

Betonfertigteilwerke.<br />

© Stefan Seelig


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

45<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

© Daniel Hawelka/WBV-GPA (2)<br />

Stadtquartier Wolfganggasse: Begrünte Fassaden (links) kühlen die Gebäude. Die großen Höhenunterschiede des Areals werden<br />

durch betonierte Stützmauern aufgefangen, die gleichzeitig Sitzgelegenheiten schaffen (oben).<br />

men wird dabei erheblich erweitert,<br />

was zu ihrer Vitalität und Lebensdauer<br />

beiträgt“, erklärt Karl Grimm,<br />

Ingenieurkonsulent für Landschaftsplanung<br />

und Landschafts<strong>architektur</strong>.<br />

Schwammstadt bekämpft<br />

Hitzeinseln<br />

Zusammen mit anderen Landschaftsarchitekten<br />

und Bodenfachleuten ist<br />

Grimm Teil des 2018 gegründeten<br />

Arbeitskreises Schwammstadt. Zwei<br />

Pilotprojekte des Arbeitskreises<br />

nach dem Schwammstadt-Prinzip,<br />

die entworfen wurden, waren u. a.<br />

die Neugestaltung des Johann-Nepomuk-Vogl-Platzes<br />

in Wien-Währing<br />

sowie der Hauptplatz im<br />

oberösterreichischen Attnang-Puchheim,<br />

der mittlerweile als „erstes<br />

Schwammstadt-Projekt“ Oberösterreichs<br />

gilt. Auf dem Johann-Nepomuk-Vogl-Platz<br />

in Wien wird das<br />

Regenwasser von der Oberfläche<br />

und von den Dächern der umgebenden<br />

Marktstände in den Wurzelraum<br />

der Bäume geleitet und dort gespeichert.<br />

Die Bäume auf dem Platz können<br />

sich so aus dem gespeicherten<br />

Regenwasser selbst versorgen, insbesondere<br />

während der immer heißeren<br />

Sommertage.<br />

u<br />

So funktioniert das Schwammstadt-Prinzip auf dem<br />

Johann-Nepomuk-Vogl-Platz in Wien-Währing.<br />

© Grimm


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

46<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

Stadtquartier Wolfganggasse: Auf den Wegen sorgen helle<br />

Betonbodenplatten, mit wasserdurchlässigen Rasenfugen,<br />

dafür, dass sich die Oberflächen nicht zu sehr aufheizen.<br />

© Gisela Gary<br />

Beton als Multitalent<br />

Abkühlung in der heißen Stadt verspricht<br />

auch das neue Stadtquartier<br />

Wolfganggasse in Wien-Meidling, mit<br />

rund 850 geförderten Wohnungen<br />

(Bauträger: Gesiba, WIGEBA, ÖJAB,<br />

Heimbau, Neues Leben, WBV-GPA).<br />

Die begrünten Fassaden der multifunktionalen<br />

Anlage, unter anderem<br />

an der Wiener Gürtelstraße, kühlen<br />

die Gebäude, spenden Schatten<br />

und dienen dem Lärmschutz. Auf<br />

den Wegen sorgen helle Betonbodenplatten<br />

mit wasserdurchlässigen<br />

Rasenfugen dafür, dass sich die<br />

Oberflächen nicht zu sehr aufheizen.<br />

Die Oberflächenrauigkeit der Betonplatten<br />

bietet zudem mobilitätseingeschränkten<br />

Personen die nötige<br />

Trittsicherheit.<br />

Die großen Höhenunterschiede<br />

des Areals werden durch betonierte<br />

Stützmauern aufgefangen, die<br />

gleichzeitig Sitzgelegenheiten schaffen.<br />

Durch die niedrige Ausführung<br />

der Rampen kommt das Areal mit<br />

wenigen störenden Absturzsicherungen<br />

aus, die Begrünung – insgesamt<br />

wurden auf dem Gelände 30<br />

neue Bäume gepflanzt – sichert eine<br />

hohe Aufenthaltsqualität. All diese<br />

Lösungen konnten nur mit Beton<br />

verwirklicht werden, der sehr ressourceneffizient<br />

eingesetzt wurde,<br />

extrem robust und wartungsfrei ist.<br />

„In dem neuen Stadtteil Wolfganggasse<br />

herrscht ein ausgewogenes<br />

Verhältnis zwischen den befestigten<br />

und grünen Elementen. Beton spielt<br />

hier eine wichtige Rolle, denn er ist<br />

plastisch und frei formbar – ein Material-Multitalent,<br />

das besonders in der<br />

Außengestaltung vielfältig einsetzbar<br />

ist“, erklärt Dominik Scheuch von<br />

den Yewo Landscapes, der für die<br />

Außengestaltung und Landschaftsplanung<br />

verantwortlich zeichnet. •<br />

Mehr Informationen über den<br />

Baustoff Beton:<br />

www.betondialog.at<br />

Attnang-Puchheim gilt als erstes<br />

Schwammstadt-Projekt Oberösterreichs.<br />

© DERFRITZ


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

47<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

© TKP workshop<br />

Kanaltalersiedlung Übersicht<br />

Eine neue Heimat<br />

Das Areal der Kanaltalersiedlung in St.Veit an der Glan soll neu gestaltet werden.<br />

Den städtebaulichen Wettbewerb der 1. Stufe gewann das Wiener Architekturbüro<br />

TKP workshop, das in der 2. Stufe auf Rang 2 kam.<br />

torischen Kontext der Siedlung nicht<br />

konterkariert. Gute Hinweise zur<br />

Quartiersentwicklung seien im komplexen<br />

Freiraumgefüge dargestellt.<br />

+<br />

AUSSCHREIBUNG<br />

Ausloberin<br />

Stadtgemeinde St.Veit an der Glan<br />

Verfahrensbetreuung<br />

Architekt DI Andreas Jaklin, St.Veit/Glan<br />

Art des Verfahrens<br />

EU-weit offener, anonymer,<br />

zweistufiger Realisierungswettbewerb<br />

Preisgericht (u. a.)<br />

Arch. Karl Heinz Winkler (Vorsitzender)<br />

Arch. Markus Klaura (Stv. Vorsitzender)<br />

Bgm. Martin Kulmer<br />

Preisgerichtssitzungen<br />

12./13..02.<strong>2024</strong><br />

Preisträger 1. Stufe<br />

1. Rang TKP workshop ZT Gmbh<br />

2. Rang pluspunkt <strong>architektur</strong>,<br />

Architekt DI Gerald Diechler<br />

Preisträger 2. Stufe<br />

1. Rang pluspunkt <strong>architektur</strong><br />

2. Rang TKP workshop ZT Gmbh<br />

Die „Kanaltaler-Siedlungen“ wurden<br />

in den 40er-Jahren gebaut, um Unterkünfte<br />

für Personen zu schaffen,<br />

die sich bei der Option 1940 für das<br />

Deutsche Reich entschieden und in<br />

Kärnten ihre neue Heimat fanden,<br />

unter anderem in St. Veit/Glan. Die<br />

Stadtgemeinde schrieb 2023 einen<br />

Realisierungswettbewerb aus, um in<br />

der 1. Stufe das Quartier Kanaltalersiedlung<br />

städtebaulich zu entwickeln<br />

und in der 2. Stufe 40 leistbare Wohnungen<br />

zu entwerfen.<br />

Sieger des städtebaulichen Ideenwettbewerbs<br />

der 1. Phase wurde das<br />

Wiener Architekturbüro TKP Workshop<br />

mit einem städtebaulichen Eingriff,<br />

der laut Jurybewertung den his-<br />

Stellungnahme Architekturbüro<br />

Die anfangs formulierte Leitbildfunktion<br />

des Gewinnerinnenbeitrags der<br />

1. Stufe für den Realisierungswettbewerb<br />

auf Baufeld 1 in der 2. Stufe<br />

wurde im Laufe des Verfahrens fallen<br />

gelassen. So gewann die 2. Stufe ein<br />

Projekt (das in der 1. Stufe auf Rang 2<br />

platzierte Architekturbüro pluspunkt,<br />

Anm.), das mit einem Totalabbruch<br />

aller Gebäude im Zentrum des Areals<br />

und Ersatz mit einer ortsfremden Typologie<br />

praktisch das Gegenteil unseres<br />

Beitrags der 1. Phase vorschlägt<br />

– damit fällt mittelfristig wahrscheinlich<br />

auch diese Kanaltalersiedlung<br />

der Abrissbirne zum Opfer.<br />

DAS BÜRO<br />

TKP workshop wurde 2022 in Wien von Milla<br />

Koivulehto und Josef Steckermeier gegründet, die<br />

auf einen reichen Erfahrungsschatz bei renommierten<br />

Architekturbüros in Österreich und der Schweiz<br />

zurückgreifen. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt<br />

beim nachhaltigen Bauen aus ganzheitlicher Perspektive, wobei die<br />

Herstellungsprozesse, das Ineinandergreifen unterschiedlicher Maßstäbe,<br />

Materialwahl und die Synergie aus Raum, Struktur und Technik<br />

in einer interdisziplinären Zusammenarbeit berücksichtigt werden.<br />

tkpws.com


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

48<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

Homogener Baukörper<br />

Schneider & Lengauer Pühringer Architekten aus Neumarkt im Mühlkreis sind die Gewinner des geladenen<br />

Architekturwettbewerbs für den Neubau eines Multifunktionsgebäudes mit Feuerwehrhaus und Bauhof in der<br />

oberösterreichischen Gemeinde Lochen am See. Das Gebäude wird in Niedrigstenergiebauweise ausgeführt.<br />

© Schneider Lengauer Pühringer Architekten ZT GmbH<br />

Der Auftraggeber, die Gemeinde<br />

Lochen am See, beabsichtigt die Errichtung<br />

eines Multifunktionsgebäudes,<br />

bestehend aus einer fünftorigen<br />

Feuerwehr und einem Bauhof auf<br />

einer Parzelle mit ca. 4.702 m². Die<br />

Ausschreibung verlangte eine möglichst<br />

funktionelle und wirtschaftliche<br />

Planung des Feuerwehrgebäudes.<br />

Dementsprechend war Niedrigstenergiebauweise<br />

gemäß den geltenden<br />

gesetzlichen Vorgaben bzw. der OIB-<br />

Richtlinie 6 gefordert. Flachdächer<br />

sowie hohe Glasanteile in der Fassade<br />

und raumhohe Verglasungen waren<br />

im Hinblick auf die Errichtungs- und<br />

Betriebskosten unerwünscht (keine<br />

Nur-Glas-Fahrzeugtore). Der vorgegebene,<br />

in jedem Fall einzuhaltende<br />

Kostenrahmen: Errichtungskosten<br />

4,40 Mio. Euro brutto. 2,50 Millionen<br />

Euro brutto für die Feuerwehr und 1,90<br />

Millionen Euro brutto für den Bauhof,<br />

exkl. Parkdeck, Silo und Waschbox.<br />

1. Preis<br />

Projekt 04<br />

Schneider Lengauer Pühringer<br />

Architekten ZT GmbH,<br />

Neumarkt im Mühlkreis<br />

Mitarbeiter:<br />

Mag. arch. Christian Klaner<br />

Auslober/Totalübernehmer<br />

BW Projekt GmbH, Wels<br />

Verfahrensorganisation<br />

Arch. DI Werner Scheutz, Linz<br />

Wettbewerbsaufgabe<br />

Erlangung eines Vorentwurfes für ein<br />

Feuerwehrhaus und einen Bauhof für die<br />

Gemeinde Lochen am See.<br />

Art des Verfahrens<br />

Geladener Realisierungswettbewerb<br />

Geladene Teilnehmer<br />

• ADLHART Architekten, Hallein<br />

• Bauzone, Mondsee<br />

• Dornstädter Architekten, Traun<br />

• DI Franz Grömer, Lochen am See<br />

AUSSCHREIBUNG<br />

• Habsburg Isele Architekten, Lochen<br />

• HERTL.ARCHITEKTEN, Steyr<br />

• Monodual Architektur, Weitersfelden<br />

• Schneider Lengauer Pühringer<br />

Architekten, Neumarkt im Mühlkreis<br />

• TWO IN A BOX Architekten,<br />

Ottensheim<br />

• Manfred Waldhör Architektur, Linz<br />

Preisgericht<br />

Arch. DI Olivia Elisabeth Schimek-Hickisch<br />

(Vorsitzende)<br />

Arch. DI Susanne Seyfert (stv. Vorsitzende)<br />

Mag. arch. Marlen Nikolaus (Schriftführerin)<br />

Bgm. Alfred Scherr (stv. Schriftführer)<br />

OFK Franz Winklmeir (Kommandant FW<br />

Lochen)<br />

Stefan Kainz (Bauhof Lochen)<br />

Preisgerichtssitzung<br />

08.07.<strong>2024</strong><br />

Preisträger<br />

1. Preis (€ 6.000,00)<br />

Schneider Lengauer Pühringer Architekten<br />

ZT GmbH, 4212 Neumarkt im Mühlkreis<br />

2. Preis (€ 5.250,00)<br />

TWO IN A BOX – ARCHITEKTEN ZT GmbH,<br />

4100 Ottensheim<br />

3. Preis (€ 4.750,00)<br />

ADLHART Architekten,<br />

Arch. DI Christoph Adlhart, 5400 Hallein<br />

Nachrücker<br />

monodual Architektur, Arch. DI Werner Hödlmayer-Leopoldseder,<br />

4272 Weitersfelden


EINGANG<br />

FEUERWEHR<br />

EINGANG<br />

FEUERWEHR<br />

Trocken<br />

4<br />

Trocken<br />

4<br />

DU<br />

DU<br />

Umkl.<br />

H<br />

8<br />

Umkl.<br />

H<br />

8<br />

Aufenthaltsraum<br />

20<br />

DU<br />

Büro<br />

15<br />

Aufenthaltsraum<br />

20<br />

DU<br />

Teeküche<br />

Umkl.<br />

D<br />

5<br />

Büro<br />

15<br />

Teeküche<br />

Umkl.<br />

D<br />

5<br />

DU<br />

Bereitschaft<br />

30<br />

DU<br />

Umleide/Sanitär<br />

85<br />

Erschließung<br />

33<br />

Bereitschaft<br />

30<br />

WC H<br />

3,5<br />

Umleide/Sanitär<br />

85<br />

Erschließung<br />

33<br />

WC H<br />

3,5<br />

EINGANG<br />

BAUHOF<br />

25<br />

WC D<br />

3,5<br />

EINGANG<br />

BAUHOF<br />

25<br />

WC D<br />

3,5<br />

Kommando<br />

20<br />

+3,70<br />

+3,00<br />

±0,00<br />

Kommando<br />

20<br />

+3,70<br />

+3,00<br />

±0,00<br />

Werksta t Holz<br />

30<br />

Lager Holz Meta l<br />

20<br />

DU<br />

DU<br />

DU<br />

Werksta t Holz<br />

30<br />

Lager Holz Meta l<br />

20<br />

DU<br />

DU<br />

DU<br />

Waschbox<br />

60<br />

Nachr.<br />

12<br />

Nachr.<br />

12<br />

Werksta t Meta l<br />

25<br />

Magazin<br />

15<br />

Werksta t<br />

15<br />

Werksta t Metall<br />

25<br />

Magazin<br />

15<br />

Werksta t<br />

15<br />

+8,00<br />

+4,20<br />

+8,00<br />

+4,20<br />

15<br />

Gerätel.<br />

10<br />

FEUERWEHR VORPLATZ<br />

Gerätel.<br />

10<br />

FEUERWEHR VORPLATZ<br />

BAUHOF<br />

Atems.<br />

8<br />

Fahrzeughalle<br />

268<br />

BAUHOF<br />

Atems.<br />

8<br />

Fahrzeughalle<br />

268<br />

Salzsilo<br />

Lösch u<br />

Bindem.<br />

8<br />

Lösch u<br />

Bindem.<br />

8<br />

Sonstige<br />

Lager<br />

9<br />

Sonstige<br />

Lager<br />

9<br />

Großgarage<br />

150<br />

Großgarage<br />

150<br />

8<br />

Lager Wasser<br />

36<br />

Lager EG<br />

50<br />

Turm<br />

5<br />

23<br />

Lager Wasser<br />

36<br />

Lager EG<br />

50<br />

Turm<br />

5<br />

23<br />

+4,20<br />

+4,20<br />

+6,21<br />

+6,21<br />

+2,55<br />

±0,00<br />

+2,55<br />

±0,00<br />

Te rasse<br />

7<br />

Te rasse<br />

7<br />

+4,20<br />

+4,20<br />

RH 1,9m<br />

RH 2,2m<br />

WC H<br />

4<br />

RH 1,9m<br />

RH 2,2m<br />

WC H<br />

4<br />

WC D<br />

4<br />

WC D<br />

4<br />

E-Ver.<br />

4<br />

Erschließung<br />

36<br />

Schulung<br />

57<br />

E-Ver.<br />

4<br />

Erschließung<br />

36<br />

Schulung<br />

57<br />

Dachraum<br />

Technik<br />

10<br />

Dachraum<br />

Technik<br />

10<br />

Jugend<br />

14<br />

Jugend<br />

14<br />

+3,70<br />

±0,00<br />

+3,70<br />

±0,00<br />

Lager OG<br />

54<br />

Lager OG<br />

54<br />

Lager OG<br />

50<br />

Lager OG<br />

50<br />

Rücksprünge in der Fassade markiert und führen in<br />

den zentralen übersichtlichen Erschließungsbereich.<br />

und Toranlagen aus Aluminium bilden die<br />

Raumabschlüsse. Aufschließungswege und<br />

Manipulationsflächen werden asphaltiert.<br />

VORPLATZ<br />

www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

Waschbox<br />

60<br />

11<br />

10<br />

9<br />

8<br />

49<br />

LANDESSTRASSE<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

L A G E P L A N M 1 _ 5 0 0<br />

EG<br />

1 2 3 4 5<br />

7<br />

6<br />

Kleingaragen<br />

127<br />

OG<br />

01<br />

Gefahrensto flager<br />

02<br />

01<br />

02<br />

Carport<br />

70<br />

11<br />

03 03<br />

WC H<br />

7<br />

WC D<br />

3<br />

Gang<br />

8<br />

Teeküche Garderobe<br />

Stiefelwäsche<br />

10<br />

9<br />

Schlauchpflege<br />

Kat. Lager<br />

21+9<br />

ÜBUNGSBAHN<br />

1 2 3 4 5<br />

7<br />

6<br />

Kleingaragen<br />

127<br />

03 03<br />

WC H<br />

7<br />

WC D<br />

3<br />

Gang<br />

8<br />

Stiefelwäsche<br />

Schlauchpflege<br />

ÜBUNGSBAHN<br />

15,80<br />

KOPFGEBÄUDE<br />

FAHRZEUGHALLE<br />

Damen<br />

Herren<br />

Teeküche Garderobe<br />

Kat. Lager<br />

21+9<br />

Erschließung<br />

03 03<br />

1 2 3 4 5<br />

01<br />

02<br />

KOPFGEBÄUDE<br />

FAHRZEUGHALLE<br />

KOPFGEBÄUDE<br />

FAHRZEUGHALLE<br />

15,80<br />

Damen<br />

Herren<br />

Erschließung<br />

03 03<br />

Teeküche<br />

Garderobe/<br />

Spinde-Jugend<br />

1 2 3 4 5<br />

01<br />

02<br />

01<br />

KOPFGEBÄUDE<br />

FAHRZEUGHALLE<br />

02<br />

E R D G E S C H O S S M 1 _ 2 0 0<br />

Teeküche<br />

Garderobe/<br />

Spinde-Jugend<br />

O B E R G E S C H O S S M 1 _ 2 0 0<br />

01<br />

02<br />

A N S I C H T O S T M 1 _ 2 0 0<br />

A N S I C H T N O R D M 1 _ 2 0 0<br />

E R D G E S C H O S S M 1 _ 2 0 0<br />

O B E R G E S C H O S S M 1 _ 2 0 0<br />

S C H N I T T 01 M 1 _ 2 0 0<br />

S C H N I T T 02 M 1 _ 2 0 0<br />

S C H N I T T 03 M 1 _ 2 0 0<br />

Beurteilung der Jury<br />

Die ruhige Großform bildet ein homogenes<br />

Erscheinungsbild. Die beiden<br />

Nutzungseinheiten sind funktional in<br />

sich abgeschlossen. Die Wegführung<br />

ist intuitiv und die Funktionalität ist<br />

bestmöglich gelöst. Sämtliche Funktionsabläufe<br />

sind schlüssig orga-<br />

A N S I C H T O S T M 1 _ 2 0 0<br />

nisiert. Das Projekt konnte mit der<br />

schlüssigen Grundrisslösung und<br />

der durchdachten Baukörperausbildung<br />

überzeugen.<br />

Die Jury empfiehlt: Position des Salzsilos<br />

hinterfragen; Erkennbarkeit des<br />

Bauhofeingangs verbessern; die Fassaden<br />

sind auch im Hinblick auf die<br />

angrenzende kleinteilige Nachbarschaft<br />

weiterzuentwickeln.<br />

A N S I C H T N O R D M 1 _ 2 0 0<br />

+<br />

S C H N I T T 01 M 1 _ 2 0 0<br />

ZITIERT<br />

S C H N I T T 02 M 1 _ 2 0 0<br />

S C H N I T T 03 M 1 _ 2 0 0<br />

Projektbeschreibung der Planer:<br />

Die Funktionen der Feuerwehr sind im vorderen<br />

Grundstücksbereich geplant. Der dahinter<br />

liegende Bauhof bildet gemeinsam mit der<br />

Feuerwehr einen homogenen kompakten Baukörper.<br />

Das Kopfgebäude wird im westlichen<br />

Bereich des Multifunktionsgebäudes geplant.<br />

Die Haupteingänge sind durch überdachte<br />

Rücksprünge in der Fassade markiert und führen<br />

in den zentralen Erschließungsbereich. Im<br />

Erdgeschoss befinden sich Umkleideräume,<br />

Sanitärräume, Nachrichten-, Kommando- und<br />

Bereitschaftsraum. Großformatige Fenster<br />

im Kommandoraum und der Einsatzzentrale<br />

bieten Sichtbezüge auf den Vorplatz und die<br />

Fahrzeughalle. Diesen Räumen wird eine überdachte<br />

Terrasse vorgelagert. Im Obergeschoss<br />

der Feuerwehr befinden sich ein teilbarer Schulungsraum,<br />

Jugendraum, Sanitärräume und<br />

Haustechnik. Betonfertigteilträger im Achsabstand<br />

von 4,5 Meter bilden das Tragsystem der<br />

Halle. Das Gebäude wird in Niedrigstenergiebauweise<br />

ausgeführt, erdberührende Bauteile<br />

in Stahlbeton, Kopfgebäude sowie Tragsystem<br />

der Fahrzeughalle aus Betonfertigteilen. Hohldielen,<br />

Hohlwände, Fertigteilträger und Stützen<br />

bilden das Tragsystem für die darüberliegende<br />

Dachkonstruktion. Diese wird als leicht geneigtes<br />

Pult- bzw. Satteldach konstruiert. Die Fahrzeughalle<br />

ist stützenfrei. Die Betonoberflächen<br />

im Innenraum der Garagen bleiben sichtbar.<br />

Eine hinterlüftete vorgehängte Fassade sorgt<br />

für die notwendige Langlebigkeit. Portale- und<br />

Toranlagen aus Aluminium bilden die Raumabschlüsse.<br />

Aufschließungswege und Manipulationsflächen<br />

werden asphaltiert.<br />

Schneider Lengauer Pühringer<br />

Seit 1997 sind Schneider Lengauer Pühringer Architekten<br />

als Planungspartner zahlreicher privater<br />

und kommunaler Bauherren tätig, im Wohn-,<br />

Büro- und Kommunalbau, im Bildungs- und Gewerbebau<br />

bis zu Umbau und Sanierungen.<br />

Peter Schneider, Erich Lengauer, Andreas Pühringer (v. l.)<br />

Das architektonische Selbstverständnis basiert<br />

auf individuellen, auftraggeberorientierten<br />

Lösungen und sorgfältig ausgewählten Materialien,<br />

die konsequent mit handwerklicher<br />

Präzision ohne selbstgefällige Orchestrierung<br />

ausgearbeitet werden.<br />

www.slp-architekten.at<br />

© Kurt Hoerbst


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

50<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

Siegerprojekt<br />

Neubau Bauhof<br />

Felsenau in Frastanz<br />

Der Bauhof Felsenau in Frastanz, Vorarlberg, muss auf Grund seines bautechnischen Zustands<br />

und des Baus des Stadttunnels neu errichtet werden. Nach Fertigstellung des Stadttunnels<br />

samt Portalen ist angedacht, die freiwerdenden Flächen als mögliche Erweiterung<br />

des Straßenbauhofgeländes zu verwenden, die nicht Bestandteil des Wettbewerbes ist.<br />

Der Bauhof soll mithilfe des bereitgestellten<br />

Raumprogramms neu konzipiert<br />

werden, um auch den zukünftigen<br />

Anforderungen zu entsprechen.<br />

Neben den erforderlichen Werkstättenbereichen<br />

und deren Nebenräumen<br />

soll auch die Verwaltung inkl.<br />

einer Kantine Platz finden.<br />

Das Baufeld hat ein Gesamtausmaß<br />

von ca. 5.872 m 2 . Nordwestseitig begrenzt<br />

ein steil ansteigender Hang<br />

das Baufeld. Die bestehenden Stollen<br />

bleiben erhalten. Südseitig gilt wegen<br />

einer Hochspannungsleitung ein Bauverbot<br />

bzw. eine Höhenbeschränkung.<br />

Auftraggeber<br />

Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Hochbau<br />

und Gebäudewirtschaft<br />

6800 Feldkirch, Widnau 12<br />

Verfahrensorganisator<br />

Walser + Werle Architekten ZT GmbH,<br />

6800 Feldkirch<br />

Art des Verfahrens<br />

Anonymer, nicht offener, zweistufiger Realisierungswettbewerb<br />

im Oberschwellenbereich<br />

Gegenstand des Realisierungswettbewerbs<br />

Erlangung von baukünstlerischen Vorentwurfskonzepten<br />

für den Neubau des Bauhofs Felsenau in Frastanz.<br />

Beurteilungskriterien<br />

• Städtebauliche Lösung<br />

• Funktionelle Lösung und Umsetzung der Raum– und<br />

Funktionsprogramme<br />

• Architektonische und innenräumliche Gestaltungsqualität<br />

• Wirtschaftlichkeit der Errichtung und Nutzung<br />

• Konstruktive Lösung<br />

• Energetisches und ökologisches Konzept<br />

AUSSCHREIBUNG<br />

Preisgericht (ohne Titel)<br />

Fachpreisrichter:<br />

• Architektin Birgit Kornmüller - Juryvorsitzende<br />

• Architekt Helmut Reitter – Stellvertreter<br />

• Architekt Martin Hackl<br />

(Gestaltungsbeirat Gemeinde Frastanz) – Schriftführer<br />

Sachpreisrichter:<br />

• Markus Dejaco, Leitung Fachbereich Projektierung<br />

Abt. Hochbau und Gebäudewirtschaft<br />

• Gerhard Schnitzer, (Leitung Abteilung Straßenbau)<br />

• Bgm. Walter Gohm<br />

Preisgerichtssitzung<br />

12.05.2023<br />

Preisgeld<br />

1. Preis € 13.000,--<br />

2. Preis € 10.000,--<br />

3. Preis € 6.000,--<br />

Anerkennung € 3.000,--<br />

Anerkennung € 3.000,--<br />

Ebene -1<br />

Schnitt B


B<br />

B<br />

8.50<br />

www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

51<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

0.00 = 481.50<br />

0.00 = 481.50<br />

++<br />

Hofseite W<br />

H<br />

Zukunftsorientiert<br />

Architekturwettbewerb Neubau Bauhof Felsenau, Frastanz<br />

1 / 200<br />

Ebene -1 1 / 200<br />

Die Bauhöfe verstehen sich als Dienstleister<br />

für die landeseigenen Straßenmeistereien.<br />

Nur durch die regelmäßige und vorausschauende<br />

Wartung des Fuhrparks und<br />

sämtlicher Gerätschaften ist die betrieblich<br />

geforderte Ausfallssicherheit und Aufrechterhaltung<br />

der Verkehrssicherheit gewährleistet.<br />

Besonders im Winterdienst müssen<br />

die Bauhöfe für die Straßenmeistereien und<br />

externen Dienstleister, welche Zusatzgeräte<br />

des Landes verwenden, jederzeit erreichbar<br />

sein. Die Werkstätte bleibt hierfür in Bereitschaft<br />

und ermöglicht einen 24 Stunden<br />

Betrieb. Die zuletzt gehäuft auftretenden<br />

Unwetterereignisse und Katastrophenein-<br />

32<br />

04<br />

45<br />

Lager Öl<br />

Archiv<br />

Lager Bekleidung<br />

30<br />

16<br />

21<br />

32<br />

29<br />

04<br />

sätze heben die Bedeutsamkeit<br />

Lager Öl<br />

dieser<br />

Archiv<br />

Ein-<br />

30<br />

16<br />

PKW<br />

richtungen hervor.<br />

Straßenerhaltung<br />

-4.20<br />

Beim Bauhof Felsenau handelt PKW es sich um<br />

einen der zwei großen Landesbauhöfe PKW innerhalb<br />

der Straßenerhaltung des Landes<br />

Vorarlberg. Als Alleinstellungsmerkmal des<br />

Bauhofes gilt das – im Vergleich zur Privatwirtschaft<br />

– breite und vielseitige Portfolio an<br />

betreuten Fahrzeugen und Gerätschaften:<br />

• PKW-Dienstwagen für die Bauhofleitung,<br />

Straßenmeister und Straßenmeisterassistenten<br />

• Verwaltungsfahrzeuge (Poolfahrzeuge<br />

des Landes Vorarlberg)<br />

• Fahrzeuge für den Betrieb der Werkstatt,<br />

den Bauhof und den Werksverkehr<br />

10.75<br />

• Kleintransporter und Partiebusse<br />

9.50<br />

8.00<br />

10.75<br />

(inkl. Aufbauten)<br />

7.50<br />

9.50<br />

8.00<br />

5.00<br />

• Kehrmaschinen<br />

7.50<br />

4.50<br />

5.00<br />

• LKW mit Aufbauten; jeweils inkl. Zusatzgeräten<br />

für den Sommer- und Winterdienst<br />

4.50<br />

0.00<br />

0.00 = 481.50<br />

0.00<br />

0.00<br />

0.00 = 481.50<br />

0.00<br />

• Groß- und Kleinschneefräsen<br />

• Radlader<br />

184<br />

PKW<br />

184<br />

-4.20<br />

29<br />

C<br />

C<br />

• Pflüge, Streuer für den Winterdienst (inkl.<br />

43<br />

Lager Verkehrszeichen<br />

Verwendung durch externe Frächter)<br />

97<br />

43<br />

Lager Verkehrszeichen<br />

• Kleingeräte (Motorsägen, 97 Laubbläser, ...),<br />

diverse Anhänger, Baumaschinen (Walzen,<br />

Stampfer) uvm.<br />

Luftraum<br />

Hierfür bedarf es seitens des Bauhofper-<br />

Luftraum<br />

sonals bestausgebildeter Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter aus verschiedenen Berufszweigen.<br />

Zu den KFZ-Technikern, Schlossern<br />

und weiteren technischen Mitarbeitenden<br />

gesellen sich Verwaltungsangestellte,<br />

Hausmeister und Reinigungskräfte. Zudem<br />

wird eine hauseigene Kantine betrieben<br />

24<br />

Serverraum<br />

17<br />

und Lehrlinge<br />

11 12<br />

werden<br />

10<br />

ausgebildet.<br />

Gard D DU WC H Gard H<br />

24<br />

17 8<br />

31<br />

Serverraum<br />

17<br />

13<br />

DU WC D 11 12<br />

10<br />

8 Gard D DU WC H Gard H<br />

17 8<br />

31<br />

37<br />

Batterieraum<br />

10<br />

Bauliche Historie des bestehenden<br />

45<br />

13<br />

Lager Bekleidung<br />

DU WC D<br />

21<br />

8<br />

14 35 06<br />

Fahrräder<br />

WC H<br />

Putz Lager<br />

5<br />

5<br />

Bauhofs Felsenau<br />

14 35 06<br />

Fahrräder<br />

WC H<br />

Putz Lager<br />

15<br />

5<br />

5<br />

WC D<br />

5<br />

37<br />

Batterieraum<br />

10<br />

Der Bauhof Felsenau wurde im Wesentlichen<br />

in sieben Bauetappen zwischen 1947<br />

Lift<br />

23<br />

15<br />

WC D<br />

5<br />

32<br />

-3.50 Lift<br />

23<br />

A<br />

und 1990 im Ortsteil Felsenau<br />

32<br />

der Marktge-<br />

44<br />

Altbatterien<br />

-3.50<br />

A<br />

14<br />

Motorräder<br />

meinde Frastanz errichtet. Die erste Bau-<br />

44<br />

Altbatterien<br />

14<br />

Motorräder<br />

23<br />

etappe Haustechnik war das Betriebsgebäude I an der<br />

120<br />

23<br />

Haustechnik<br />

Fellengattner Straße. Die zweite Bauetappe,<br />

120<br />

das Betriebsgebäude II, wurde bereits zwei<br />

Jahre später, im Jahr 1949 errichtet.<br />

Der Bau der Betriebsgebäude III und IV, die<br />

als eine bauliche Einheit und in einem Zug<br />

errichtet wurden, erfolgte im Jahr 1950. Damit<br />

war der Bau des ursprünglichen Bauhofs,<br />

der des „Winkelgebäudes“, abgeschlossen.<br />

Diese drei Gebäude bilden bis heute eine<br />

bauliche und funktionelle Einheit.<br />

Die nächste Erweiterung erfolgte mit der<br />

10.75<br />

Bauetappe V, der Salz- und Garagenhalle,<br />

9.80<br />

auf dem östlichen Grundstücksteil, sowie<br />

5.05<br />

dem Bau der Wasch- und Schmierhalle im<br />

4.50<br />

Norden im Jahre 1970.<br />

4.50<br />

0.00<br />

1978 wurde im Westen des Bauhofareals das<br />

-4.20<br />

von Mag.arch Markus Ruhm geplante Verwaltungsgebäude<br />

errichtet, zudem folgten<br />

Kranbahn<br />

Kranbahn<br />

5.05<br />

Luftraum<br />

einer grundlegenden Sanierung unterzogen<br />

Luftraum<br />

29<br />

Metallbearbeitung Lagerfläche<br />

119<br />

10.75<br />

9.80<br />

8.50<br />

0.00<br />

-4.20<br />

1990 weitere Garagenhallen und Flugdächer.<br />

Sämtliche auf dem Areal befindlichen baulichen<br />

Anlagen und Gebäude wurden – bis<br />

auf kleinere Adaptierungsmaßnahmen – nie<br />

und sind nun in die Jahre gekommen.<br />

29<br />

Metallbearbeitung Lagerfläche<br />

119<br />

-3.50<br />

Kranbahn<br />

06 09<br />

+5.00<br />

Putz WC beh. 05 07<br />

Luftraum<br />

3 5<br />

Tech. WC D<br />

3 5<br />

Lift<br />

19 08<br />

Putz WC H 06 09<br />

6 5<br />

Putz WC beh.<br />

3 5<br />

17<br />

Lager<br />

Durch die Errichtung des „Stadttunnels<br />

20<br />

20<br />

WC Koch 19 08<br />

5<br />

Putz WC H<br />

6 5<br />

22<br />

Besprechung<br />

20<br />

Feldkirch“ entfällt ein Teilbereich des<br />

20<br />

WC Koch<br />

5<br />

-3.50<br />

Kranbahn<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerkstatt<br />

110<br />

ursprünglichen Grundstückes, weil die-<br />

22<br />

Besprechung<br />

20<br />

21<br />

Speiseraum<br />

86<br />

se Flächen für die Bauabwicklung des<br />

21<br />

Speiseraum<br />

86<br />

Großprojektes benötigt werden. Auf dem<br />

0.00 = 481.50<br />

Luftraum<br />

Der neue Bauhof Felsenau<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerkstatt<br />

110<br />

verkleinerten und verbleibenden Baufeld<br />

soll nun ein neuer, zukunftsorientierter Bauhof<br />

für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />

errichtet werden. Moderne LKW- und PKW-<br />

Werkstätten, eine Schlosserei und diverse<br />

weitere Nebenräume werden errichtet.<br />

Zudem wird – wie schon am bestehenden<br />

Standort vorhanden – eine Kantine für die<br />

Mitarbeitenden vorgesehen.<br />

Das Land Vorarlberg bekennt sich zur<br />

ökologischen Nachhaltigkeit. Die Auftraggeberin<br />

verfolgt bei der Realisierung von<br />

Bauvorhaben die Minimierung des Massenstroms,<br />

der grauen Energie, des Treibhauspotenzials<br />

sowie des Schadstoff- und<br />

Chemikalieneinsatzes allgemein.<br />

Zielsetzungen für den Neubau sind u. a. die<br />

Errichtung der Hülle in höchsten energetischen<br />

Standards, die Sicherstellung einer<br />

optimalen Tageslichtnutzung, der ausschließliche<br />

Einsatz erneuerbarer Energie-<br />

8.00<br />

träger sowie die Verwendung von ökologi-<br />

7.50<br />

schen Baumaterialien.<br />

C<br />

0.00 = 481.50<br />

C<br />

02<br />

Sekretariat<br />

41<br />

05<br />

Tech.<br />

3<br />

07<br />

WC D<br />

5<br />

02<br />

Sekretariat<br />

41<br />

37<br />

0.00<br />

37<br />

01<br />

Bauhofverwalter<br />

26<br />

3<br />

3<br />

+5.00<br />

8.00<br />

7.50<br />

0.00<br />

03<br />

Büro VZ<br />

12<br />

18<br />

Büro<br />

10<br />

16<br />

Lift<br />

Küche<br />

58<br />

17<br />

Lager<br />

20<br />

01<br />

Ba<br />

26<br />

3<br />

3<br />

Ebene<br />

1 / 200 Schnit


10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

483.5<br />

483.0<br />

483.5<br />

483.5<br />

483.0<br />

483.0<br />

484.0<br />

484.0<br />

484.0<br />

483.5<br />

483.0<br />

484.5<br />

484.5<br />

484.5<br />

484.0<br />

10.75<br />

9.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

10.75<br />

10.75<br />

9.50<br />

9.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

0.00<br />

485.0<br />

485.0<br />

485.0<br />

484.5<br />

485.5<br />

485.5<br />

485.5<br />

485.0<br />

486.0<br />

486.0<br />

486.0<br />

485.5<br />

486.5<br />

486.5<br />

486.5<br />

486.0<br />

486.5<br />

487.0<br />

487.0<br />

487.0<br />

483.5<br />

483.0<br />

487.0<br />

487.5<br />

487.5<br />

487.5<br />

484.0<br />

487.5<br />

4 8.0<br />

4 8.0<br />

4 8.0<br />

484.5<br />

10.75<br />

9.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

485.0<br />

4 8.0<br />

4 8.5<br />

488.5<br />

4 8.5<br />

485.5<br />

488.5<br />

486.0<br />

489.0<br />

489.0<br />

489.0<br />

486.5<br />

489.0<br />

489.5<br />

489.5<br />

489.5<br />

487.0<br />

490.0<br />

490.0<br />

490.0<br />

489.5<br />

487.5<br />

490.0<br />

490.5<br />

490.5<br />

490.5<br />

4 8.0<br />

490.5<br />

491.0<br />

491.0<br />

491.0<br />

488.5<br />

491.0<br />

489.0<br />

10.75<br />

8.55<br />

7.50<br />

0.00<br />

10.75<br />

10.75<br />

8.55<br />

7.50<br />

8.55<br />

7.50<br />

0.00<br />

0.00<br />

492.0<br />

492.0<br />

492.0<br />

489.5<br />

492.0<br />

493.0<br />

490.0<br />

493.0<br />

493.0<br />

493.0<br />

490.5<br />

494.0<br />

494.0<br />

494.0<br />

491.0<br />

494.0<br />

495.0<br />

495.0<br />

495.0<br />

495.0<br />

10.75<br />

8.55<br />

7.50<br />

0.00<br />

492.0<br />

496.0<br />

496.0<br />

493.0<br />

31<br />

Malerei<br />

61<br />

496.0<br />

31<br />

Malerei<br />

61<br />

31<br />

Malerei<br />

61<br />

42<br />

Partiebox<br />

99<br />

42<br />

Partiebox<br />

99<br />

42<br />

Partiebox<br />

99<br />

496.0<br />

31<br />

Malerei<br />

61<br />

494.0<br />

42<br />

Partiebox<br />

99<br />

497.0<br />

495.0<br />

497.0<br />

497.0<br />

B<br />

B<br />

B<br />

497.0<br />

B<br />

496.0<br />

31<br />

Malerei<br />

61<br />

498.0<br />

498.0<br />

498.0<br />

42<br />

Partiebox<br />

99<br />

498.0<br />

4 9.0<br />

4 9.0<br />

4 9.0<br />

497.0<br />

Vordach<br />

10.75<br />

8.55<br />

5.05<br />

4.50<br />

0.00<br />

5 0.0<br />

Stangenware<br />

498.0<br />

5 0.5<br />

56<br />

Tafeln Gitter Schilder<br />

111<br />

30<br />

Schlosserei Schmiede Chromstahl<br />

192<br />

Vordach<br />

B<br />

10.75<br />

8.55<br />

5.05<br />

4.50<br />

0.00<br />

5 0.0<br />

Stangenware<br />

4 9.0<br />

Freier Arbeitsbereich<br />

Vordach<br />

Kranbahn<br />

10.75<br />

8.55<br />

5.05<br />

4.50<br />

0.00<br />

500.5<br />

56<br />

Tafeln Gitter Schilder<br />

111<br />

5 0.0<br />

Stangenware<br />

30<br />

Schlosserei Schmiede Chromstahl<br />

192<br />

Vordach<br />

10.75<br />

8.55<br />

5.05<br />

4.50<br />

0.00<br />

5 0.0<br />

5 0.5<br />

30<br />

Schlosserei Schmiede Chromstahl<br />

192<br />

Stangenware<br />

4 9.0<br />

Vordach<br />

5 0.0<br />

Stangenware<br />

56<br />

Tafeln Gitter Schilder<br />

111<br />

10.75<br />

8.50<br />

0.00<br />

-4.20<br />

10.75<br />

500.5<br />

56<br />

Tafeln Gitter Schilder<br />

111<br />

30<br />

Schlosserei Schmiede Chromstahl<br />

192<br />

Freier Arbeitsbereich<br />

Freier Arbeitsbereich<br />

Kranbahn<br />

Kranbahn<br />

5 0.5<br />

56<br />

Tafeln Gitter Schilder<br />

111<br />

30<br />

Schlosserei Schmiede Chromstahl<br />

192<br />

Freier Arbeitsbereich<br />

Kranbahn<br />

Freier Arbeitsbereich<br />

10.75<br />

8.50<br />

8.50<br />

0.00<br />

0.00<br />

-4.20<br />

-4.20<br />

Kranbahn<br />

28<br />

Metallbearbeitung Maschinenpark<br />

240<br />

Drehbank<br />

Drehbank<br />

10.75<br />

8.50<br />

0.00<br />

-4.20<br />

501.0<br />

501.0<br />

Presse<br />

Presse<br />

502.0<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

110<br />

502.0<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

110<br />

502.5<br />

Bandsäge<br />

Fräse 28<br />

Metallbearbeitung Ständerbohrmaschine Maschinenpark<br />

240<br />

Drehbank<br />

Schlagscheren<br />

28<br />

Metallbearbeitung Maschinenpark<br />

240<br />

Drehbank<br />

501.0<br />

Presse<br />

502.0<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

110<br />

28<br />

Metallbearbeitung Maschinenpark<br />

240<br />

Fräse<br />

502.5<br />

Abkantbank<br />

Ständerbohrmaschine<br />

Schlagscheren<br />

502.5<br />

Fräse<br />

46<br />

Ständerbohrmaschine<br />

Lager Reifen<br />

110<br />

Schlagscheren<br />

28<br />

Metallbearbeitung Maschinenpark<br />

240<br />

Drehbank<br />

501.0<br />

Presse<br />

502.0<br />

Abkantbank<br />

Abkantbank<br />

Fräse<br />

501.0<br />

Schweißgeräte<br />

Presse<br />

502.5<br />

Ständerbohrmaschine<br />

Schlagscheren<br />

Abkantbank<br />

502.0<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

110<br />

Bandsäge<br />

502.5<br />

52<br />

Kreissäge Meta l<br />

Fräse<br />

Plasmaschneidgerät<br />

Ständerbohrmaschine<br />

Bandsäge<br />

Schlagscheren<br />

502.5<br />

Vordach<br />

27<br />

Werkstatt LKW<br />

352<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

76<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerksta t<br />

51<br />

502.5<br />

36<br />

Elektrotechnik<br />

17<br />

C<br />

10.75<br />

8.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

-3.50<br />

0.00 = 481.50<br />

54 53 53 53<br />

53 53 55<br />

46<br />

Lager Metall Eisen<br />

54<br />

Lager Reifen<br />

59<br />

76<br />

54<br />

52<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

76<br />

52<br />

Abkantbank<br />

Kreissäge Metall<br />

Plasmaschneidgerät<br />

Plasmaschneidgerät<br />

Schweißgeräte<br />

Schweißgeräte<br />

Bandsäge<br />

Schweißgeräte<br />

52<br />

Kreissäge Meta l<br />

Bandsäge<br />

Kreissäge Meta l<br />

Plasmaschneidgerät 27<br />

Vordach<br />

Werkstatt LKW<br />

352<br />

27<br />

Schweißgeräte<br />

Werkstatt LKW<br />

352<br />

502.5<br />

502.5<br />

Vordach<br />

Vordach<br />

27<br />

Werkstatt LKW<br />

352<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

76<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerkstatt<br />

51<br />

502.5<br />

35<br />

Spezialwerkzeug<br />

17<br />

36<br />

Elektrotechnik<br />

17<br />

C<br />

10.75<br />

8.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

-3.50<br />

0.00 = 481.50<br />

34<br />

Büro Ersatzteile<br />

16<br />

503.0<br />

502.5<br />

57<br />

Waschplatz<br />

137<br />

54 53 53 53<br />

53 53 55<br />

Lager Metall Eisen<br />

54<br />

59<br />

54<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerksta t<br />

51<br />

36<br />

Elektrotechnik<br />

17<br />

C<br />

10.75<br />

8.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

-3.50<br />

0.00 = 481.50<br />

54 53 53 53<br />

53 53 55<br />

Lager Metall Eisen<br />

54<br />

59<br />

54 53 53 53<br />

53 53 55<br />

54<br />

Lager Metall Eisen<br />

54<br />

59<br />

54<br />

52<br />

Kreissäge Meta l<br />

Plasmaschneidgerät<br />

502.5<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerksta t<br />

51<br />

36<br />

Elektrotechnik<br />

17<br />

C<br />

10.75<br />

8.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

-3.50<br />

0.00 = 481.50<br />

502.5<br />

502.5<br />

0.00 = 481.50<br />

35<br />

Spezialwerkzeug<br />

17<br />

54 53 53 53<br />

53 53 55<br />

Lager Metall Eisen<br />

54<br />

59<br />

54<br />

Vordach<br />

27<br />

Werkstatt LKW<br />

352<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

76<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerkstatt<br />

51<br />

36<br />

Elektrotechnik<br />

17<br />

C<br />

502.5<br />

35<br />

Spezialwerkzeug<br />

17<br />

35<br />

Spezialwerkzeug<br />

17<br />

503.0<br />

503.0<br />

57<br />

Waschplatz<br />

137<br />

57<br />

Waschplatz<br />

137<br />

35<br />

Spezialwerkzeug<br />

17<br />

0.00 = 481.50<br />

26<br />

Werkstattchef<br />

14<br />

38<br />

WC H<br />

6<br />

34<br />

Büro Ersatzteile<br />

16<br />

57<br />

Waschplatz<br />

34<br />

137<br />

Büro Ersatzteile<br />

16<br />

34<br />

Büro Ersatzteile<br />

16<br />

503.0<br />

0.00 = 481.50<br />

0.00 = 481.50<br />

39<br />

WC D<br />

6<br />

26<br />

Werkstattchef<br />

14<br />

26<br />

Werkstattchef<br />

14<br />

503.5<br />

0.00 = 481.50<br />

Unterkellerung<br />

Windfang<br />

22<br />

30<br />

503.0<br />

57<br />

Waschplatz<br />

137<br />

38 39<br />

WC<br />

34<br />

H WC D<br />

6<br />

Büro 6Ersatzteile<br />

16<br />

38 39<br />

WC H WC D<br />

6 6<br />

0.00<br />

26<br />

Werkstattchef<br />

14<br />

38<br />

WC H<br />

6<br />

39<br />

WC D<br />

6<br />

503.5<br />

0.00 = 481.50<br />

26<br />

Unterkellerung Werkstattchef<br />

14<br />

Unterkellerung<br />

0.00<br />

Lift<br />

33<br />

38 39<br />

Lager Ersatzteile<br />

WC H WC D<br />

210<br />

6 6<br />

Windfang<br />

22<br />

30<br />

503.5<br />

0.00 = 481.50<br />

Windfang<br />

22<br />

30<br />

Lift<br />

33 0.00<br />

Lager Ersatzteile<br />

210<br />

0.00 = 481.50<br />

503.5<br />

Lift<br />

33<br />

Lager Ersatzteile<br />

210<br />

0.00 = 481.50<br />

Unterkellerung<br />

Windfang<br />

22<br />

30<br />

0.00<br />

480.0<br />

480.0<br />

480.0<br />

Lift<br />

33<br />

Lager Ersatzteile<br />

210<br />

480.0<br />

503.5<br />

41<br />

Radlader<br />

68<br />

0.00 = 481.50<br />

Unterkellerung<br />

Windfang<br />

22<br />

30<br />

0.00<br />

41<br />

Radlader<br />

68<br />

41<br />

Radlader<br />

68<br />

25<br />

Werkstatt PKW<br />

50<br />

Kranbahn<br />

25<br />

Werkstatt<br />

Lift<br />

PKW<br />

50<br />

25<br />

33 Werkstatt PKW<br />

Lager 50 Ersatzteile<br />

210<br />

Fe lengattnerstraße<br />

Kranbahn<br />

Kranbahn<br />

41<br />

Radlader<br />

68<br />

480.0<br />

503.0<br />

503.0<br />

503.0<br />

25<br />

Werkstatt PKW<br />

50<br />

Kranbahn<br />

10.5m<br />

502.0<br />

501.0<br />

502.0<br />

5 0.0<br />

4 9.0<br />

501.0<br />

502.0<br />

498.0<br />

500.0<br />

4 9.0<br />

501.0<br />

Felsenau<br />

497.0<br />

498.0<br />

5 0.0<br />

4 9.0<br />

496.0<br />

495.0<br />

494.0<br />

497.0<br />

493.0<br />

496.0<br />

495.0<br />

498.0<br />

494.0<br />

503.0<br />

497.0<br />

492.0<br />

493.0<br />

496.0<br />

495.0<br />

491.0<br />

490.0<br />

492.0<br />

489.0<br />

491.0<br />

494.0<br />

490.0<br />

493.0<br />

502.0<br />

492.0<br />

501.0<br />

4 8.0<br />

489.0<br />

491.0<br />

5 0.0<br />

490.0<br />

4 9.0<br />

487.0<br />

4 8.0<br />

489.0<br />

485.0<br />

487.0<br />

4 8.0<br />

483.0<br />

485.0<br />

483.0<br />

486.0<br />

486.0<br />

484.0<br />

484.0<br />

41<br />

Radlader<br />

68<br />

498.0<br />

487.0<br />

485.0<br />

483.0<br />

10.5m<br />

486.0<br />

484.0<br />

25<br />

Werkstatt PKW<br />

50<br />

497.0<br />

496.0<br />

495.0<br />

494.0<br />

493.0<br />

492.0<br />

491.0<br />

490.0<br />

489.0<br />

4 8.0<br />

487.0<br />

485.0<br />

Kranbahn<br />

483.0<br />

486.0<br />

484.0<br />

503.0<br />

502.0<br />

501.0<br />

5 0.0<br />

4 9.0<br />

498.0<br />

497.0<br />

496.0<br />

495.0<br />

494.0<br />

493.0<br />

492.0<br />

491.0<br />

490.0<br />

489.0<br />

4 8.0<br />

Fe lengattnerstraße<br />

487.0<br />

485.0<br />

483.0<br />

486.0<br />

484.0<br />

10.5m<br />

Felsenau<br />

10.5m<br />

480.5<br />

480.5<br />

480.5<br />

480.5<br />

480.5<br />

Werkhof Felsenau Frastanz 651219<br />

www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

52<br />

gebaut werden kann. Die gesamte aus einer Materialisierung optimierten Holzkonstruktion erfolgt aus robusten auf einem und nachhaltigen massiven Sockelbauwerk Werkstoffen, errichtet. die horizontal Die ge<br />

gegliederten Fassaden im Wechselspiel erfolgt aus robusten aus geschlossenen und nachhaltigen und offenen Werkstoffen, Bereichen die sind horizontal aus Holz gegliederten oder Metall. Fassaden Die Dachflächen<br />

sind extensiv begrünt senen und und mit offenen PV-Anlagen Bereichen bestückt. sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen sind extensiv<br />

im W<br />

begrü<br />

bestückt. Das Nebengebäude mit seiner Anmutung einer Galerieverbauung wird als Betond<br />

on geschnitten und dient primär als überdachter Lagerbereich, in den Randzonen befinden si<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

und die Malerei. Die bestehenden Stollen bleiben erhalten und dienen ebenfalls Lagerzwecke<br />

Werkhof und Tiefgarage erfolgt programmgemäß in der Nordostecke des Grundstückes. Kon<br />

schoß und der hangseitige Unterstand sind in Stahlbeton konstruiert. Alle Bauteile über Bode<br />

bauten. Der zweigeschoßige Kopfbau ist ein zweckmäßiger Geschoßbau mit Flachdecken aus<br />

auf Holzrahmenwänden aufliegen. Die Werkstätten sind ähnlich aufgebaut. Anstelle der Flach<br />

aufgrund der größeren Spannweiten, aber Balkendecken zum Einsatz, die ebenfalls auf den H<br />

Gebäudehülle bzw. auf Stützen lagern. In der Metallbearbeitung wird die Decke in der Mitte d<br />

träger im Dach hochgehängt. Die weitgespannten Dächer sind mit Vollwandbindern aus Bret<br />

Insgesamt eine einfache, wirtschaftliche Konstruktion, die mit Materialien aus dem Land von<br />

gebaut werden kann. Die gesamte Materialisierung erfolgt aus robusten und nachhaltigen W<br />

gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlossenen und offenen Bereichen sind aus Ho<br />

flächen sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen bestückt.<br />

Situation 1 / 1.000<br />

Werkhof Felsenau Frastanz 651219<br />

0.00 = 481.50<br />

Hofseite West<br />

Situation 1 / 1.000<br />

Strassenseite Ost 1 / 200<br />

Origineller Kunstgriff<br />

Strassenseite Ost 1 / 200<br />

Strassenseite Ost 1 / 200<br />

Strassenseite Ost 1 / 200<br />

Schnitt A 1 / 200<br />

In topografisch spezieller Situation entsteht auf dem Zwischenplateau einer charakterstarken Felslandschaft ein<br />

neuer Werkhof. Die Komposition aus fünf aneinandergereihten und gestaffelten Baukörpern unterschiedlicher Größe<br />

1. Rang<br />

und Proportion reagiert sowohl auf den speziellen Grundstückszuschnitt als auch auf die leicht ansteigende Topografie.<br />

Entlang der Felsenaustraße bildet die Figur einen Rücken, und formuliert gemeinsam mit einem linearen entlang<br />

der Felskante organisierten Nebengebäude eine hofartige Situation mit Maximalraum für Manipulation und Logistik.<br />

Die Gestaffelte Baukörperfigur besteht aus zum Teil zweigeschossig organisierten Hallen und einem Kopfbau<br />

In topografisch spezieller Situation entsteht auf dem Zwischenplateau einer charakterstarken Felslandschaft ein<br />

mit Haupteingang und Räumen für Verwaltung und Kantine im Obergeschoss. Im Untergeschoss befinden sich eine<br />

neuer Werkhof. Die Komposition aus fünf aneinandergereihten und gestaffelten Baukörpern unterschiedlicher Größe<br />

Tiefgarage für PKW und Fahrräder sowie Personalgarderoben, Technik- und Nebenräume. Gegen außen ermöglicht<br />

und Proportion reagiert sowohl auf den speziellen Grundstückszuschnitt als auch auf die leicht ansteigende Topografie.<br />

Entlang der Felsenaustraße bildet die Figur einen Rücken, und formuliert gemeinsam mit einem linearen ent-<br />

die Baukörper-Staffelung Projekt eine maßstäbliche Eingliederung 10 in die Struktur der bestehenden kleinteiligen Bebauung,<br />

im Arealinneren durch Ablesbarkeit der einzelnen Funktionsbereiche eine gute Orientierung. Die Hallenstruktur wird<br />

lang der Felskante organisierten Nebengebäude eine hofartige Situation mit Maximalraum für Manipulation und Logistik.<br />

Die Gestaffelte Baukörperfigur besteht aus zum Teil zweigeschossig organisierten Hallen und einem Kopfbau<br />

aus einer optimierten Holzkonstruktion auf einem massiven Sockelbauwerk errichtet. Die gesamte Materialisierung<br />

erfolgt aus robusten und nachhaltigen Werkstoffen, die horizontal gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlossenen<br />

und offenen Bereichen sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen<br />

mit Haupteingang und Räumen für Verwaltung und Kantine im Obergeschoss. Im Untergeschoss befinden sich eine<br />

Tiefgarage für PKW und Fahrräder sowie Personalgarderoben, Technik- und Nebenräume. Gegen außen ermöglicht<br />

bestückt. In topografisch Das Nebengebäude spezieller Situation mit seiner entsteht Anmutung auf dem einer Zwischenplateau Galerieverbauung einer charakterstarken wird als Betondach Felslandschaft in die Felsformation<br />

neuer geschnitten Werkhof. und Die dient Komposition primär als aus überdachter fünf aneinandergereihten Lagerbereich, in und den gestaffelten Randzonen Baukörpern befinden sich unterschiedlicher die Radladergarage Größe<br />

ein<br />

die Baukörper-Staffelung eine maßstäbliche Eingliederung in die Struktur der bestehenden kleinteiligen Bebauung,<br />

im Arealinneren Cukrowicz durch Ablesbarkeit der einzelnen Nachbaur<br />

Funktionsbereiche eine gute Orientierung. Die Hallenstruktur wird<br />

und In topografisch<br />

die Proportion spezieller<br />

Malerei. reagiert Die bestehenden sowohl Situation auf entsteht<br />

Stollen den speziellen auf dem<br />

bleiben erhalten Grundstückszuschnitt Zwischenplateau einer dienen ebenfalls als charakterstarken auch Lagerzwecken. auf die leicht Felslandschaft<br />

Die ansteigende Erschließung Topografie.<br />

neuer Entlang Werkhof.<br />

ein<br />

von<br />

aus einer optimierten Holzkonstruktion auf einem massiven Sockelbauwerk errichtet. Die gesamte Materialisierung<br />

Werkhof und Tiefgarage der Die Felsenaustraße Komposition<br />

erfolgt programmgemäß bildet aus fünf die aneinandergereihten Figur einen der Rücken, und<br />

Nordostecke gestaffelten formuliert des Grundstückes. gemeinsam Baukörpern<br />

Konstruktion. mit unterschiedlicher einem linearen Das Untergescholang<br />

und Proportion der und Felskante reagiert<br />

ent-<br />

Größe<br />

erfolgt aus robusten und nachhaltigen Werkstoffen, die horizontal gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlossenen<br />

und offenen Bereichen sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen<br />

der hangseitige organisierten sowohl<br />

Unterstand Nebengebäude auf den speziellen<br />

sind in Stahlbeton eine Grundstückszuschnitt hofartige konstruiert. Situation Alle mit als<br />

Bauteile Maximalraum auch auf die leicht<br />

über Bodenplatte für Manipulation ansteigende<br />

sind reine und Topografie.<br />

Entlang Die Der Gestaffelte der Felsenaustraße Architekten<br />

Holzbautengistik.<br />

Lo-<br />

zweigeschoßige Baukörperfigur bildet<br />

Kopfbau ist besteht die Figur<br />

ein zweckmäßiger aus einen zum Rücken, Teil Geschoßbau zweigeschossig und ZT formuliert GmbH<br />

mit organisierten gemeinsam<br />

Flachdecken aus Hallen mit einem<br />

Brettsperrholzplatten, und einem linearen Kopfbau entlang<br />

die<br />

bestückt. Das Nebengebäude mit seiner Anmutung einer Galerieverbauung wird als Betondach in die Felsformation<br />

geschnitten und dient primär als überdachter Lagerbereich, in den Randzonen befinden sich die Radladergarage<br />

auf mit Holzrahmenwänden Haupteingang der Felskante und organisierten Räumen aufliegen. für Nebengebäude<br />

Die Verwaltung eine<br />

Werkstätten und sind Kantine hofartige<br />

ähnlich im Situation Obergeschoss. mit Maximalraum<br />

aufgebaut. Anstelle Im Untergeschoss für Manipulation<br />

der Flachdecken befinden kommen sich und<br />

hier, eine Logistik.<br />

Die Gestaffelte<br />

aufgrund Tiefgarage der für größeren PKW und Bregenz; Baukörperfigur<br />

Spannweiten, Fahrräder sowie besteht<br />

aber Personalgarderoben, Balkendecken<br />

gegründet aus zum Teil zweigeschossig<br />

zum Einsatz, Technik- die und ebenfalls<br />

1996<br />

organisierten Nebenräume. Hallen<br />

auf den Gegen und<br />

Holzrahmenwänden außen einem ermöglicht Kopfbau<br />

der<br />

und die Malerei. Die bestehenden Stollen bleiben erhalten und dienen ebenfalls Lagerzwecken. Die Erschließung von<br />

Gebäudehülle die mit Baukörper-Staffelung Haupteingang und Räumen<br />

bzw. auf Stützen eine maßstäbliche für Verwaltung<br />

lagern. In der Eingliederung und Kantine<br />

Metallbearbeitung in im die Obergeschoss.<br />

wird Struktur die Decke der Im bestehenden Untergeschoss<br />

in der Mitte der kleinteiligen befinden<br />

Halle an einen Bebauung, sich eine<br />

Stahlträger<br />

im Tiefgarage Arealinneren für PKW Werkhof und Tiefgarage erfolgt programmgemäß in der Nordostecke des Grundstückes. Konstruktion. Das Untergeschoß<br />

und<br />

im Dach hochgehängt. durch und Ablesbarkeit Fahrräder sowie<br />

Die weitgespannten der einzelnen Personalgarderoben,<br />

Dächer Funktionsbereiche Techniksind<br />

mit Vollwandbindern eine und gute Nebenräume. Orientierung. Gegen<br />

aus Brettschichtholz Die Hallenstruktur außen ermöglicht<br />

überspannt.<br />

Bauingenieur:<br />

der hangseitige Unterstand sind in<br />

Merz<br />

Stahlbeton konstruiert.<br />

Kley<br />

Alle<br />

Partner, wird<br />

Bauteile über Bodenplatte sind reine Holzbauten.<br />

Der zweigeschoßige Kopfbau ist ein zweckmäßiger Geschoßbau mit Flachdecken aus Brettsperrholzplatten, die<br />

Insgesamt aus die Baukörper-Staffelung einer optimierten eine einfache, Holzkonstruktion eine maßstäbliche<br />

wirtschaftliche Konstruktion, auf Eingliederung einem massiven in<br />

die mit Sockelbauwerk die Struktur der<br />

Materialien aus errichtet. bestehenden<br />

dem Land Die von gesamte kleinteiligen<br />

lokal ansässigen Materialisierung Bebauung,<br />

Firmen<br />

gebaut erfolgt im Arealinneren<br />

werden aus robusten durch<br />

kann. und Ablesbarkeit<br />

Die nachhaltigen der<br />

gesamte Materialisierung Werkstoffen, einzelnen Funktionsbereiche die erfolgt horizontal aus robusten gegliederten eine gute<br />

und nachhaltigen Fassaden Orientierung. im Werkstoffen, Wechselspiel Die Hallenstruktur<br />

die aus horizontal geschlossenen<br />

aus einer und optimierten Dornbirn<br />

wird<br />

auf Holzrahmenwänden aufliegen. Die Werkstätten sind ähnlich aufgebaut. Anstelle der Flachdecken kommen hier,<br />

gegliederten offenen Fassaden Bereichen Holzkonstruktion<br />

im Wechselspiel sind aus Holz aus geschlossenen oder einem Metall. massiven Die und Dachflächen Sockelbauwerk<br />

offenen Bereichen sind errichtet. extensiv Die<br />

sind aus begrünt gesamte<br />

Holz oder und Materialisierung<br />

Metall. mit PV-Anlagen Die Dachflächen<br />

bestückt. erfolgt aus aufgrund der größeren Spannweiten, aber Balkendecken zum Einsatz, die ebenfalls auf den Holzrahmenwänden der<br />

sind Das robusten<br />

extensiv Nebengebäude und nachhaltigen<br />

begrünt mit und seiner Werkstoffen,<br />

mit PV-Anlagen Anmutung die<br />

bestückt. einer horizontal Galerieverbauung gegliederten wird Fassaden als Betondach im Wechselspiel in die Felsformatiosenen<br />

geschnitten und offenen und Bereichen dient primär sind als aus überdachter Holz oder Metall. Lagerbereich, Die Dachflächen in den Randzonen sind extensiv befinden begrünt sich und die Radladergarage<br />

mit PV-Anlagen<br />

aus geschlos-<br />

Gebäudehülle bzw. auf Stützen lagern. In der Metallbearbeitung wird die Decke in der Mitte der Halle an einen Stahlträger<br />

im Dach hochgehängt. Die weitgespannten Dächer sind mit Vollwandbindern aus Brettschichtholz überspannt.<br />

und bestückt. die Malerei. Das Nebengebäude Die bestehenden mit seiner Stollen Anmutung bleiben erhalten einer Galerieverbauung und dienen ebenfalls wird Lagerzwecken. als Betondach Die in Erschließung die Felsformation<br />

geschnitten und Tiefgarage und dient erfolgt primär programmgemäß als überdachter Lagerbereich, in der Nordostecke in den des Randzonen Grundstückes. befinden Konstruktion. sich die Radladergarage<br />

Das Unterge-<br />

von<br />

Insgesamt eine einfache, wirtschaftliche Konstruktion, die mit Materialien aus dem Land von lokal ansässigen Firmen<br />

Werkhof<br />

gebaut werden kann. Die gesamte Materialisierung erfolgt aus robusten und nachhaltigen Werkstoffen, die horizontal<br />

schoß und die und Malerei. der hangseitige Die bestehenden Unterstand Stollen sind bleiben in Stahlbeton erhalten konstruiert. und dienen Alle ebenfalls Bauteile Lagerzwecken. über Bodenplatte Die Erschließung sind reine Holzbauten.<br />

Werkhof Der und zweigeschoßige Tiefgarage www.cn-architekten.at<br />

erfolgt Kopfbau programmgemäß ist ein zweckmäßiger in der Nordostecke Geschoßbau des mit Grundstückes. Flachdecken Konstruktion. aus Brettsperrholzplatten, Das Unterge-<br />

die<br />

von<br />

gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlossenen und offenen Bereichen sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen<br />

sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen bestückt.<br />

auf schoß Holzrahmenwänden und der hangseitige aufliegen. Unterstand Die sind Werkstätten in Stahlbeton sind ähnlich konstruiert. aufgebaut. Alle Bauteile Anstelle über der Flachdecken Bodenplatte sind kommen reine hier, Holzbauten.<br />

Der der zweigeschoßige größeren Spannweiten, Kopfbau aber ist ein Balkendecken zweckmäßiger zum Geschoßbau Einsatz, die mit ebenfalls Flachdecken auf den aus Holzrahmenwänden Brettsperrholzplatten, der die<br />

aufgrund<br />

Gebäudehülle auf Holzrahmenwänden bzw. auf Stützen aufliegen. lagern. Die In Werkstätten der Metallbearbeitung sind ähnlich wird aufgebaut. die Decke Anstelle in der der Mitte Flachdecken der Halle kommen an einen hier, Stahlträger<br />

aufgrund im der Dach größeren hochgehängt. Spannweiten, Die weitgespannten aber Balkendecken Dächer zum sind Einsatz, mit Vollwandbindern die ebenfalls auf aus den Brettschichtholz Holzrahmenwänden überspannt. der<br />

Insgesamt Gebäudehülle eine bzw. einfache, auf Stützen wirtschaftliche lagern. In Konstruktion, der Metallbearbeitung die mit Materialien wird die Decke aus dem in der Land Mitte von der lokal Halle ansässigen einen Firmen Stahlträger<br />

im werden Dach kann. hochgehängt. Die gesamte Die weitgespannten Materialisierung Dächer erfolgt sind aus mit robusten Vollwandbindern und nachhaltigen aus Brettschichtholz Werkstoffen, die überspannt. horizontal<br />

gebaut<br />

gegliederten Insgesamt eine Fassaden einfache, im wirtschaftliche Wechselspiel aus Konstruktion, geschlossenen die und mit offenen Materialien Bereichen aus dem sind Land aus von Holz lokal oder ansässigen Metall. Die Firmen Dachflächen<br />

gebaut werden sind extensiv kann. Die begrünt gesamte und Materialisierung mit PV-Anlagen bestückt. erfolgt aus robusten und nachhaltigen Werkstoffen, die horizontal<br />

gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlossenen und offenen Bereichen sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen<br />

sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen bestückt.<br />

Fe lengattnerstraße<br />

Felsenau<br />

Fe lengattnerstraße<br />

Fe lengattnerstraße<br />

Felsenau<br />

Felsenau<br />

Fe lengattnerstraße<br />

Felsenau<br />

In topografisch spezieller Situation entsteht auf dem Zwischenplateau einer charakterstarken Felslandschaft ein<br />

neuer Werkhof. Die Komposition aus fünf aneinandergereihten und gestaffelten Baukörpern unterschiedlicher Größe<br />

und Proportion reagiert sowohl auf den speziellen Grundstückszuschnitt als auch auf die leicht ansteigende Topografie.<br />

Entlang der Felsenaustraße bildet die Figur einen Rücken, und formuliert gemeinsam mit einem linearen entlang<br />

der Felskante organisierten Nebengebäude eine hofartige Situation mit Maximalraum für Manipulation und Logistik.<br />

Die Gestaffelte Baukörperfigur besteht aus zum Teil zweigeschossig organisierten Hallen und einem Kopfbau<br />

mit Haupteingang und Räumen für Verwaltung und Kantine im Obergeschoss. Im Untergeschoss befinden sich eine<br />

Tiefgarage für PKW und Fahrräder sowie Personalgarderoben, Technik- und Nebenräume. Gegen außen ermöglicht<br />

die Baukörper-Staffelung eine maßstäbliche Eingliederung in die Struktur der bestehenden kleinteiligen Bebauung,<br />

im Arealinneren durch Ablesbarkeit der einzelnen Funktionsbereiche eine gute Orientierung. Die Hallenstruktur wird<br />

Situation aus einer optimierten 1 / 1.000 Holzkonstruktion auf einem massiven Sockelbauwerk errichtet. Die gesamte Materialisierung<br />

erfolgt aus robusten und nachhaltigen Werkstoffen, die horizontal gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlossenen<br />

und offenen Bereichen sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen<br />

Lageplan<br />

bestückt. Das Nebengebäude mit seiner Anmutung einer Galerieverbauung wird als Betondach in die Felsformation<br />

geschnitten und dient primär als überdachter Lagerbereich, in den Randzonen befinden sich die Radladergarage<br />

und die Malerei. Die bestehenden Stollen bleiben erhalten und dienen ebenfalls Lagerzwecken. Die Erschließung von<br />

Situation 1 / 1.000<br />

Werkhof und Tiefgarage erfolgt programmgemäß in der Nordostecke des Grundstückes. Konstruktion. Das Untergeschoß<br />

und der hangseitige Unterstand sind in Stahlbeton konstruiert. Alle Bauteile über Bodenplatte sind reine Holzbauten.<br />

Der zweigeschoßige Kopfbau ist ein zweckmäßiger Geschoßbau mit Flachdecken aus Brettsperrholzplatten, die<br />

32<br />

04<br />

45<br />

Lager Öl<br />

Archiv<br />

Lager Bekleidung<br />

auf Holzrahmenwänden aufliegen. Die Werkstätten sind 30 ähnlich aufgebaut. Anstelle der 16 Flachdecken kommen hier, 21<br />

aufgrund der größeren Spannweiten, aber Balkendecken zum Einsatz, die ebenfalls auf den Holzrahmenwänden der<br />

-4.20<br />

Bauwerke, ohne dabei die erforderliche<br />

PKW<br />

Funktionalität einzuschränken. Es reagiert<br />

482.5<br />

482.5<br />

482.5<br />

482.0<br />

482.0<br />

Mit einem gekonnt originellen Kunstgriff<br />

portioniert das Projekt das geforderte<br />

184<br />

Raumprogramm in aneinandergereihte<br />

Gebäudehülle bzw. auf Stützen lagern. In der Metallbearbeitung wird die Decke in der Mitte der Halle an einen Stahlträger<br />

im Dach hochgehängt. Die weitgespannten Dächer sind mit Vollwandbindern aus Brettschichtholz überspannt.<br />

29<br />

Situation Insgesamt eine 1 / einfache, 1.000 wirtschaftliche Konstruktion, die mit Materialien aus dem Land von lokal ansässigen Firmen<br />

gebaut werden Jurybeurteilung<br />

kann. Die gesamte Materialisierung erfolgt PKW aus robusten und nachhaltigen Werkstoffen, die horizontal<br />

Situation gegliederten 1 Fassaden / 1.000 im Wechselspiel aus geschlossenen und offenen Bereichen sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen<br />

sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen bestückt.<br />

482.5<br />

482.5<br />

482.0<br />

482.0<br />

24<br />

Serverraum<br />

17<br />

Ebene 0<br />

37<br />

Batterieraum<br />

10<br />

14<br />

WC H<br />

5<br />

35<br />

44<br />

Altbatterien<br />

14<br />

11<br />

Gard D<br />

17<br />

481.5<br />

481.5<br />

481.5<br />

06<br />

Putz Lager<br />

5<br />

12<br />

DU WC H<br />

8<br />

13<br />

DU WC D<br />

8<br />

481.5<br />

Motorräder<br />

481.0<br />

10<br />

Gard H<br />

31<br />

Fahrräder<br />

481.0<br />

481.0<br />

481.0<br />

480.5<br />

43<br />

Lager Verkehrszeichen<br />

97<br />

mit seiner Staffelung auf den Zuschnitt des<br />

Grundstückes und bildet gemeinsam mit<br />

482.0<br />

481.5<br />

481.0<br />

15<br />

WC D<br />

5<br />

Lift<br />

23<br />

dem Nebengebäude entlang der Felskante<br />

32<br />

einen gut manipulierbaren -3.50<br />

A Hof. Die Gliederung<br />

der Volumina nimmt auch Bezug auf<br />

480.5<br />

480.5<br />

480.5<br />

480.5<br />

B<br />

Kranbahn<br />

Luftraum<br />

Grube<br />

Grube<br />

Grube<br />

Grube<br />

Grube Grube Grube<br />

Grube<br />

Kranbahn<br />

Grube<br />

29<br />

Metallbearbeitung Lagerfläche<br />

119<br />

Grube<br />

Kranbahn Kranbahn<br />

Kranbahn<br />

Luftraum<br />

Kranbahn<br />

Kranbahn<br />

M2<br />

M2<br />

M1<br />

M1<br />

Schnitt A 1 / 200<br />

M2<br />

M2<br />

M2<br />

M2<br />

M1<br />

M1<br />

M1<br />

M1<br />

M2<br />

M2<br />

M1<br />

M1<br />

A<br />

A<br />

A<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerkstatt<br />

110<br />

M2<br />

M2<br />

M1<br />

M1<br />

482.0<br />

482.0<br />

482.0<br />

482.0<br />

481.5<br />

In topografisch spezieller S<br />

neuer Werkhof. Die Kompo<br />

und Proportion reagiert so<br />

rafie. Entlang der Felsenaus<br />

Strassenseite Ost 1 / 200<br />

lang der Felskante organisie<br />

gistik. Die Gestaffelte Bauk<br />

mit Haupteingang und Räu<br />

481.0<br />

482.0<br />

A Luftraum<br />

die inneren Funktionen und ist klar, ganz<br />

ohne unnötige Spielereien. Trotz der Staffelung<br />

im Grundriss bleibt das Gebäude in<br />

A<br />

seiner Höhe gleich, was ihm seine nötige<br />

Kraft belässt. Die Fassade ist nachvoll-<br />

481.5<br />

481.5<br />

481.0<br />

481.0<br />

481.5<br />

481.0<br />

480.0<br />

480.0<br />

480.0<br />

Tiefgarage für PKW und Fa<br />

die Baukörper-Staffelung ei<br />

im Arealinneren durch Abl<br />

aus einer optimierten Holzk<br />

erfolgt aus robusten und na<br />

senen und offenen Bereiche<br />

bestückt. Das Nebengebäud<br />

on geschnitten und dient pr<br />

und die Malerei. Die besteh<br />

481.5<br />

Werkhof und Tiefgarage erf<br />

schoß und der hangseitige U<br />

481.0<br />

bauten. Der zweigeschoßige<br />

auf Holzrahmenwänden auf<br />

aufgrund der größeren Span<br />

Gebäudehülle bzw. auf Stüt<br />

träger im Dach hochgehäng<br />

Insgesamt eine einfache, wi<br />

gebaut werden kann. Die ge<br />

gegliederten Fassaden im W<br />

flächen sind extensiv begrü<br />

Ebene 0 1 / 200<br />

C<br />

480.0<br />

Ebene 0 1 / 200<br />

Ebene 0 1 / 200<br />

Ebene 0 1 / 200<br />

Fellengat<br />

480.0<br />

Fe lengattnerstraße<br />

Felsenau<br />

23<br />

Haustechnik<br />

120<br />

C<br />

Schnitt A 1 / 200<br />

Schnitt A 1 / 200<br />

Schnitt A<br />

Situation 1 / 1.000<br />

Situation 1 / 1.000<br />

Ebene 0 1 / 200<br />

Schnitt A 1 / 200<br />

Schnitt A 1 / 200


10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

Fe lengattnerstraße<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

Fe lengattnerstraße<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

10.5m<br />

8.00<br />

7.50<br />

0.00<br />

8.00<br />

7.50<br />

0.00<br />

0.00 = 481.50<br />

0.00 = 481.50<br />

10.75<br />

9.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

10.75<br />

9.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

0.00 = 481.50<br />

32<br />

Lager Öl<br />

30<br />

PKW<br />

184<br />

PKW<br />

0.00 = 481.50<br />

32<br />

Lager Öl<br />

30<br />

PKW<br />

184<br />

PKW<br />

483.5<br />

483.0<br />

10.75<br />

9.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

483.5<br />

483.0<br />

484.0<br />

484.5<br />

-4.20<br />

485.0<br />

04<br />

Archiv<br />

16<br />

29<br />

485.5<br />

486.0<br />

486.5<br />

487.0<br />

-4.20<br />

483.5<br />

483.0<br />

483.5<br />

483.0<br />

04<br />

Archiv<br />

16<br />

29<br />

487.5<br />

4 8.0<br />

483.0<br />

484.0<br />

484.0<br />

483.5<br />

483.5<br />

483.0<br />

484.5<br />

484.5<br />

4 8.5<br />

10.75<br />

9.50<br />

5.00<br />

10.75 4.50<br />

9.50<br />

0.00<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

484.0<br />

484.0<br />

10.75<br />

9.50<br />

485.0<br />

485.0<br />

484.5<br />

484.5<br />

485.5<br />

5.00<br />

4.50<br />

485.5<br />

0.00<br />

10.75<br />

9.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

489.0<br />

C<br />

485.0<br />

485.0<br />

486.0<br />

486.0<br />

485.5<br />

485.5<br />

486.5<br />

486.5<br />

489.5<br />

486.0<br />

486.0<br />

487.0<br />

487.0<br />

490.0<br />

486.5<br />

486.5<br />

487.0<br />

487.0<br />

10.75<br />

8.55<br />

7.50<br />

0.00<br />

490.5<br />

483.5<br />

C<br />

487.5<br />

487.5<br />

491.0<br />

484.0<br />

4 8.0<br />

4 8.0<br />

487.5<br />

484.5<br />

4 8.0<br />

4 8.5<br />

4 8.5<br />

45<br />

Lager Bekleidung<br />

21<br />

485.0<br />

492.0<br />

4 8.5<br />

489.0<br />

489.0<br />

485.5<br />

489.5<br />

489.5<br />

493.0<br />

489.0<br />

45<br />

Lager Bekleidung<br />

21<br />

490.0<br />

490.0<br />

486.5<br />

494.0<br />

490.5<br />

490.5<br />

487.0<br />

491.0<br />

491.0<br />

495.0<br />

487.5<br />

10.75<br />

8.55<br />

7.50<br />

10.75<br />

8.55<br />

7.50<br />

0.00<br />

0.00<br />

492.0<br />

492.0<br />

10.75<br />

8.55<br />

7.50<br />

0.00<br />

10.75<br />

8.55<br />

7.50<br />

4 8.0<br />

0.00<br />

B<br />

493.0<br />

493.0<br />

24<br />

Serverraum<br />

17<br />

496.0<br />

37<br />

Ba terieraum<br />

10<br />

31<br />

Malerei<br />

61<br />

23<br />

Haustechnik<br />

120<br />

42<br />

Partiebox<br />

99<br />

494.0<br />

494.0<br />

497.0<br />

489.0<br />

14<br />

WC H<br />

5<br />

495.0<br />

495.0<br />

15<br />

24 WC D<br />

Serverraum 5<br />

17<br />

37<br />

Batterieraum<br />

10<br />

23<br />

Haustechnik<br />

120<br />

B<br />

489.5<br />

35<br />

496.0<br />

496.0<br />

31<br />

Malerei<br />

61 0.00<br />

31<br />

Malerei<br />

61<br />

490.0<br />

44<br />

Altbatterien<br />

14<br />

14<br />

WC H<br />

5<br />

31<br />

Malerei<br />

61<br />

42<br />

Partiebox<br />

99<br />

42<br />

Partiebox<br />

99<br />

498.0<br />

15<br />

WC D<br />

5<br />

42<br />

Partiebox<br />

99<br />

42<br />

Partiebox<br />

99<br />

490.5<br />

44<br />

Altbatterien<br />

14<br />

Stangenware<br />

10.75<br />

8.55<br />

5.05<br />

4.50<br />

11<br />

Gard D<br />

17<br />

35<br />

4 9.0<br />

491.0<br />

06<br />

Putz Lager<br />

5<br />

Lift<br />

497.0<br />

497.0<br />

B<br />

B<br />

11 23<br />

Gard D<br />

17<br />

B<br />

B<br />

498.0<br />

498.0<br />

493.0<br />

4 9.0<br />

4 9.0<br />

Vordach<br />

30<br />

Schlosserei Schmiede Chromstahl<br />

192<br />

30<br />

Schlosserei Schmiede Chromstahl<br />

192<br />

Kranbahn<br />

0.00<br />

10.75<br />

Vordach<br />

4.50<br />

Vordach<br />

Stangenware<br />

10.75 4.50<br />

8.55<br />

5.05<br />

4.50<br />

0.00<br />

5 0.0<br />

Stangenware<br />

500.5<br />

56<br />

Tafeln Gitter Schilder<br />

111<br />

30<br />

Schlosserei Schmiede Chromstahl<br />

192<br />

10.75<br />

8.55<br />

5.05<br />

0.00<br />

Stangenware<br />

Vordach<br />

Stangenware<br />

5 0.0<br />

10.75<br />

8.55<br />

5.05<br />

4.50<br />

Freier Arbeitsbereich<br />

5 0.5<br />

56<br />

Tafeln Gitter Schilder<br />

111<br />

30<br />

Schlosserei Schmiede Chromstahl<br />

192<br />

8.55<br />

5.05<br />

0.00<br />

12<br />

10<br />

DU WC H Gard H<br />

8 56<br />

31<br />

Tafeln Gitter Schilder 32<br />

13 111<br />

-3.50 DU WC D<br />

8<br />

Motorräder<br />

06<br />

Putz Lager<br />

5<br />

Lift<br />

Vordach<br />

12<br />

DU WC H<br />

8<br />

Freier Arbeitsbereich<br />

5 0.0<br />

13<br />

DU WC D<br />

8<br />

Stangenware<br />

Kranbahn<br />

23<br />

10<br />

Gard H<br />

31<br />

-3.50<br />

10.75<br />

5 0.5<br />

Fahrräder<br />

Motorräder<br />

30<br />

Schlosserei Schmiede Chromstahl<br />

192<br />

Freier Arbeitsbereich<br />

Kranbahn<br />

8.50<br />

0.00<br />

-4.20<br />

Fahrräder<br />

32<br />

28<br />

Metallbearbeitung Maschinenpark<br />

240<br />

Drehbank<br />

56<br />

Tafeln Gitter Schilder<br />

111<br />

Freier Arbeitsbereich<br />

Freier Arbeitsbereich<br />

Freier Arbeitsbereich<br />

Kranbahn<br />

Kranbahn<br />

Kranbahn<br />

Drehbank<br />

Presse<br />

10.75<br />

8.50<br />

10.75<br />

8.50<br />

0.00<br />

-4.20<br />

0.00<br />

-4.20<br />

10.75<br />

8.50<br />

0.00<br />

10.75<br />

8.50<br />

-4.20<br />

0.00<br />

-4.20<br />

Fräse<br />

Ständerbohrmaschine<br />

Schlagscheren<br />

Abkantbank<br />

43<br />

Lager Verkehrszeichen<br />

97<br />

28<br />

Metallbearbeitung Maschinenpark<br />

240<br />

Ständerbohrmaschine<br />

28<br />

Metallbearbeitung Maschinenpark<br />

240<br />

Drehbank<br />

Drehbank<br />

Drehbank<br />

501.0<br />

501.0<br />

Presse<br />

Presse<br />

Presse<br />

Presse<br />

502.0<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

110<br />

502.0<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

110<br />

28<br />

Metallbearbeitung Maschinenpark<br />

240<br />

43<br />

Lager Verkehrszeichen<br />

97<br />

Drehbank<br />

501.0<br />

Presse<br />

B<br />

502.0<br />

Fräse<br />

Fräse<br />

Fräse<br />

28<br />

Metallbearbeitung Maschinenpark<br />

240<br />

B<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

110<br />

28<br />

Metallbearbeitung Maschinenpark<br />

240<br />

Fräse<br />

Bandsäge<br />

Schweißgeräte<br />

502.5<br />

Ständerbohrmaschine<br />

Schlagscheren<br />

Abkantbank<br />

Kreissäge Metall<br />

Plasmaschneidgerät<br />

Bandsäge<br />

Schweißgeräte<br />

502.5<br />

Schlagscheren<br />

Ständerbohrmaschine<br />

Schlagscheren<br />

Ständerbohrmaschine<br />

Schlagscheren<br />

Fräse<br />

502.5<br />

Abkantbank<br />

Abkantbank<br />

Abkantbank<br />

Ständerbohrmaschine<br />

Schlagscheren<br />

52<br />

Kreissäge Meta l<br />

Plasmaschneidgerät<br />

Vordach<br />

27<br />

Werkstatt LKW<br />

352<br />

Abkantbank<br />

Bandsäge<br />

Bandsäge<br />

Schweißgeräte<br />

Schweißgeräte<br />

Bandsäge<br />

Bandsäge<br />

Schweißgeräte<br />

Schweißgeräte<br />

52<br />

52<br />

Kreissäge Meta l<br />

Plasmaschneidgerät<br />

502.5<br />

Vordach<br />

27<br />

Werkstatt LKW<br />

352<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

76<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerkstatt<br />

51<br />

36<br />

Elektrotechnik<br />

17<br />

C<br />

10.75 4.50<br />

8.50<br />

34<br />

Büro Ersatzteile<br />

0.0016<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

-3.50<br />

0.00 = 481.50<br />

54 53 53 53<br />

53 53 55<br />

Lager Metall Eisen<br />

54<br />

59<br />

54<br />

Kreissäge Meta l<br />

Plasmaschneidgerät<br />

Luftraum<br />

Kreissäge Meta l<br />

Plasmaschneidgerät<br />

Kreissäge Meta l<br />

Plasmaschneidgerät<br />

Kranbahn<br />

502.5<br />

29<br />

Metallbearbeitung Lagerfläche<br />

Vordach 119<br />

27<br />

Werkstatt LKW<br />

352<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

76<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerksta t<br />

51<br />

36<br />

Elektrotechnik<br />

17<br />

C<br />

10.75<br />

8.50<br />

5.00<br />

-3.50<br />

0.00 = 481.50<br />

54 53 53 53<br />

53 53 55<br />

Lager Metall Eisen<br />

54<br />

0.00<br />

0.00 59 = 481.50<br />

54<br />

52<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerksta t<br />

51<br />

Kranbahn<br />

Luftraum<br />

502.5<br />

54 53 53 53<br />

53 53 55<br />

Lager Metall Eisen<br />

54<br />

59 26<br />

Werkstattchef<br />

54<br />

14<br />

500.5<br />

Freier Arbeitsbereich<br />

5.05<br />

4.50<br />

10.75<br />

9.80<br />

8.50<br />

0.00<br />

-4.20<br />

Vordach<br />

27<br />

Werkstatt LKW<br />

352<br />

Vordach<br />

27<br />

Werkstatt LKW<br />

352<br />

36<br />

Elektrotechnik<br />

17<br />

C<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerksta t<br />

51<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerksta t<br />

51<br />

10.75<br />

8.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

-3.50<br />

29<br />

Metallbearbeitung Lagerfläche<br />

119<br />

35<br />

Spezialwerkzeug<br />

17<br />

Luftraum<br />

-3.50<br />

34<br />

Büro Ersatzteile<br />

16<br />

0.00 = 481.50<br />

54 53 53 53<br />

53 53 55<br />

Lager Metall Eisen<br />

54<br />

59<br />

Stangenware<br />

54<br />

Drehbank<br />

Vordach<br />

27<br />

Werkstatt LKW<br />

352<br />

5.05<br />

4.50<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerksta t<br />

51<br />

10.75<br />

9.80<br />

8.50<br />

0.00<br />

-4.20<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

76<br />

C<br />

Luftraum<br />

36<br />

Elektrotechnik<br />

17<br />

36<br />

Elektrotechnik<br />

17<br />

C<br />

36<br />

Elektrotechnik<br />

17<br />

502.5<br />

35<br />

Spezialwerkzeug<br />

17<br />

-3.50<br />

C<br />

501.0<br />

10.75<br />

8.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

10.75<br />

8.50<br />

-3.50<br />

5.00<br />

4.50<br />

0.00<br />

-3.50<br />

Presse<br />

38<br />

WC H<br />

6<br />

35<br />

Spezialwerkzeug<br />

17<br />

35<br />

Spezialwerkzeug<br />

17<br />

502.0<br />

502.5<br />

502.5<br />

35<br />

Spezialwerkzeug<br />

17<br />

503.0<br />

35<br />

Spezialwerkzeug<br />

17<br />

Fräse<br />

39<br />

WC D<br />

6<br />

57<br />

Waschplatz<br />

137<br />

502.5<br />

Ständerbohrmaschine<br />

Schlagscheren<br />

Windfang<br />

22<br />

30<br />

0.00<br />

34<br />

Büro Ersatzteile<br />

16<br />

34<br />

Büro Ersatzteile<br />

16<br />

34<br />

Büro Ersatzteile<br />

16<br />

34<br />

Büro Ersatzteile<br />

16<br />

Abkantbank<br />

26<br />

Werkstattchef<br />

14<br />

38<br />

WC H<br />

6<br />

Lift<br />

33<br />

Lager Ersatzteile<br />

210<br />

57<br />

Waschplatz<br />

137<br />

503.0<br />

503.0<br />

57<br />

Waschplatz<br />

137<br />

57<br />

Waschplatz<br />

137<br />

Bandsäge<br />

Schweißgeräte<br />

480.0<br />

0.00 = 481.50<br />

0.00 26 = 481.50<br />

Werkstattchef<br />

14<br />

0.00 = 481.50<br />

38 39<br />

WC H WC D<br />

6 6<br />

26<br />

Werkstattchef<br />

14<br />

38<br />

WC H<br />

6<br />

0.00 = 481.50<br />

26<br />

Werkstattchef<br />

14<br />

38<br />

WC H<br />

6<br />

39<br />

WC D<br />

6<br />

39<br />

WC D<br />

6<br />

26<br />

Werkstattchef<br />

14<br />

38<br />

WC H<br />

6<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerkstatt<br />

110<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerkstatt<br />

110<br />

39<br />

WC D<br />

6<br />

503.5<br />

0.00 = 481.50<br />

Unterkellerung<br />

Windfang<br />

22<br />

30<br />

0.00<br />

39<br />

WC D<br />

6<br />

503.5<br />

0.00 = 481.50<br />

Unterkellerung<br />

Windfang<br />

22<br />

30<br />

0.00<br />

503.5<br />

0.00 = 481.50<br />

Unterkellerung<br />

Windfang<br />

22<br />

30<br />

Kreissäge Meta l<br />

Plasmaschneidgerät<br />

Lift<br />

33<br />

Lager Ersatzteile<br />

210<br />

0.00 = 481.50<br />

480.0<br />

25<br />

Werkstatt PKW<br />

50<br />

0.00 = 481.50<br />

Kranbahn<br />

0.00<br />

0.00 = 481.50<br />

Unterkellerung<br />

Windfang<br />

22<br />

0.00 = 481.50<br />

Unterkellerung<br />

30<br />

0.00<br />

33<br />

Lager Ersatzteile<br />

210<br />

Windfang<br />

22<br />

30<br />

0.00<br />

Lift<br />

33<br />

Lager Ersatzteile<br />

Luftraum<br />

210<br />

Lift<br />

33<br />

Lager Ersatzteile<br />

210<br />

480.0<br />

480.0<br />

Lift<br />

Lift<br />

33<br />

Lager Ersatzteile<br />

210<br />

Luftraum<br />

41<br />

Radlader<br />

68<br />

C<br />

25<br />

Werkstatt PKW<br />

50<br />

Kranbahn<br />

503.0<br />

480.0<br />

480.0<br />

502.0<br />

501.0<br />

5 0.0<br />

4 9.0<br />

C<br />

498.0<br />

497.0<br />

496.0<br />

495.0<br />

494.0<br />

493.0<br />

492.0<br />

491.0<br />

490.0<br />

489.0<br />

4 8.0<br />

487.0<br />

485.0<br />

483.0<br />

41<br />

Radlader<br />

68<br />

41<br />

Radlader<br />

68<br />

41<br />

Radlader<br />

68<br />

25<br />

Werkstatt PKW<br />

50<br />

25<br />

Werkstatt PKW<br />

50<br />

25<br />

Werkstatt PKW<br />

50<br />

486.0<br />

484.0<br />

Kranbahn<br />

Kranbahn<br />

Kranbahn<br />

25<br />

Werkstatt PKW<br />

50<br />

Kranbahn<br />

503.0<br />

503.0<br />

502.0<br />

501.0<br />

502.0<br />

5 0.0<br />

499.0<br />

501.0<br />

498.0<br />

5 0.0<br />

4 9.0<br />

497.0<br />

498.0<br />

496.0<br />

495.0<br />

494.0<br />

497.0<br />

493.0<br />

496.0<br />

495.0<br />

494.0<br />

492.0<br />

493.0<br />

491.0<br />

490.0<br />

492.0<br />

489.0<br />

491.0<br />

490.0<br />

4 8.0<br />

489.0<br />

487.0<br />

4 8.0<br />

485.0<br />

487.0<br />

483.0<br />

485.0<br />

483.0<br />

486.0<br />

486.0<br />

484.0<br />

484.0<br />

02<br />

Sekretariat<br />

41<br />

05<br />

Tech.<br />

3<br />

06<br />

Putz<br />

3<br />

19<br />

Putz<br />

6<br />

02<br />

Sekretariat<br />

41<br />

05 07<br />

21 Tech. WC D<br />

Speiseraum 3 5<br />

86<br />

06 09<br />

Putz WC beh.<br />

3 5<br />

19<br />

Putz<br />

6<br />

480.5<br />

07<br />

WC D<br />

5<br />

09<br />

WC beh.<br />

5<br />

08<br />

WC H<br />

5<br />

20<br />

WC Koch<br />

5<br />

22<br />

Besprechung<br />

20<br />

08<br />

WC H<br />

5<br />

22<br />

Besprechung<br />

20<br />

21<br />

Speiseraum<br />

86<br />

20<br />

WC Koch<br />

5<br />

37<br />

480.5<br />

+5.00<br />

37<br />

+5.00<br />

8.00<br />

7.50<br />

0.00<br />

8.00<br />

7.50<br />

0.00<br />

Lift<br />

17<br />

Lager<br />

20<br />

Lift<br />

17<br />

Lager<br />

20<br />

10.5m<br />

480.5<br />

480.5<br />

480.5<br />

480.5<br />

01<br />

Bauhofverwalter<br />

26<br />

3<br />

3<br />

01<br />

Bauhofverwalter<br />

26<br />

3<br />

3<br />

10.5m<br />

03<br />

Büro VZ<br />

12<br />

18<br />

Büro<br />

10<br />

16<br />

Küche<br />

58<br />

03<br />

Büro VZ<br />

12<br />

18<br />

Büro<br />

10<br />

16<br />

Küche<br />

58<br />

502.5<br />

rund der größeren Spannweiten, neuer Werkhof. aber Die Balkendecken Komposition zum aus Einsatz, fünf aneinandergereihten die ebenfalls auf den und Holzrahmenwänden gestaffelten Baukörpern der unterschiedlicher Größe<br />

äudehülle bzw. auf Stützen und Proportion lagern. In der reagiert Metallbearbeitung sowohl auf den wird speziellen die Decke Grundstückszuschnitt in der Mitte der Halle als an auch einen auf Stahler<br />

im Dach hochgehängt. rafie. Die Entlang weitgespannten der Felsenaustraße Dächer sind bildet mit die Vollwandbindern Figur einen Rücken, aus Brettschichtholz und formuliert überspannt.<br />

gemeinsam mit einem linearen ent-<br />

die leicht ansteigende Topog-<br />

esamt eine einfache, wirtschaftliche lang der Felskante Konstruktion, organisierten die Nebengebäude mit Materialien eine aus hofartige dem Land Situation von lokal mit ansässigen Maximalraum Firmen für Manipulation und Logistik.<br />

Die Materialisierung Gestaffelte Baukörperfigur erfolgt aus robusten besteht und aus nachhaltigen zum Teil zweigeschossig Werkstoffen, organisierten die horizontal Hallen und einem Kopfbau<br />

ut werden kann. Die gesamte<br />

iederten Fassaden im Wechselspiel mit Haupteingang aus geschlossenen und Räumen und für Verwaltung offenen Bereichen und Kantine sind aus im Holz Obergeschoss. oder Metall. Im Die Untergeschoss Dachen<br />

sind extensiv begrünt Tiefgarage und mit für PV-Anlagen PKW und Fahrräder bestückt. sowie Personalgarderoben, Technik- und Nebenräume. Gegen außen ermöglicht<br />

befinden sich eine<br />

die Baukörper-Staffelung eine maßstäbliche Eingliederung in die Struktur der bestehenden kleinteiligen Bebauung,<br />

Werkhof Felsenau Frastanz 651219<br />

<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

im Arealinneren durch Ablesbarkeit der einzelnen Funktionsbereiche eine gute Orientierung. Die Hallenstruktur wird<br />

aus einer optimierten Holzkonstruktion auf einem massiven Sockelbauwerk errichtet. Die gesamte Materialisierung<br />

In topografisch spezieller Situation entsteht auf dem Zwischenplateau einer charakterstarken Felslandschaft ein<br />

erfolgt aus robusten und nachhaltigen Werkstoffen, die horizontal gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlossenen<br />

und offenen Bereichen sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen<br />

neuer Werkhof. Die Komposition aus fünf aneinandergereihten und gestaffelten Baukörpern unterschiedlicher Größe<br />

und Proportion reagiert sowohl auf den speziellen Grundstückszuschnitt als auch auf die leicht ansteigende Topografie.<br />

Entlang der Felsenaustraße bildet die Figur einen Rücken, und formuliert gemeinsam mit einem linearen ent-<br />

bestückt. Das Nebengebäude mit seiner Anmutung einer Galerieverbauung wird als Betondach in die Felsformation<br />

geschnitten und dient primär als überdachter Lagerbereich, in den Randzonen befinden sich die Radladergarage<br />

lang der Felskante organisierten Nebengebäude eine hofartige Situation mit Maximalraum für Manipulation und Logistik.<br />

Die Gestaffelte Baukörperfigur besteht aus zum Teil zweigeschossig organisierten Hallen und einem Kopfbau<br />

und die Malerei. Die bestehenden Stollen bleiben erhalten und dienen ebenfalls Lagerzwecken. Die Erschließung von<br />

Werkhof und Tiefgarage erfolgt programmgemäß in der Nordostecke des Grundstückes. Konstruktion. Das Untergeschoß<br />

und der hangseitige Unterstand sind in Stahlbeton konstruiert. Alle Bauteile über Bodenplatte sind reine Holz-<br />

mit Haupteingang und Räumen für Verwaltung und Kantine im Obergeschoss. Im Untergeschoss befinden sich eine<br />

Tiefgarage für PKW und Fahrräder sowie Personalgarderoben, Technik- und Nebenräume. Gegen außen ermöglicht<br />

bauten. Der zweigeschoßige Kopfbau ist ein zweckmäßiger Geschoßbau mit Flachdecken aus Brettsperrholzplatten, die<br />

die Baukörper-Staffelung eine maßstäbliche Eingliederung in die Struktur der bestehenden kleinteiligen Bebauung,<br />

auf Holzrahmenwänden aufliegen. Die Werkstätten sind ähnlich aufgebaut. Anstelle der Flachdecken kommen hier,<br />

im Arealinneren durch Ablesbarkeit der einzelnen Funktionsbereiche eine gute Orientierung. Die Hallenstruktur wird<br />

aufgrund der größeren Spannweiten, aber Balkendecken zum Einsatz, die ebenfalls auf den Holzrahmenwänden der<br />

aus einer optimierten Holzkonstruktion auf einem massiven Sockelbauwerk errichtet. Die gesamte Materialisierung<br />

Gebäudehülle bzw. auf Stützen lagern. In der Metallbearbeitung wird die Decke in der Mitte der Halle an einen Stahlträger<br />

im Dach hochgehängt. Die weitgespannten Dächer sind mit Vollwandbindern aus Brettschichtholz überspannt.<br />

erfolgt aus robusten und nachhaltigen Werkstoffen, die horizontal gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlossenen<br />

und offenen Bereichen sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen<br />

Insgesamt eine einfache, wirtschaftliche Konstruktion, die mit Materialien aus dem Land von lokal ansässigen Firmen<br />

bestückt. Das Nebengebäude mit seiner Anmutung einer Galerieverbauung wird als Betondach in die Felsformation<br />

geschnitten und dient primär als überdachter Lagerbereich, in den Randzonen befinden sich die Radladergarage<br />

gebaut werden kann. Die gesamte Materialisierung erfolgt aus robusten und nachhaltigen Werkstoffen, die horizontal<br />

gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlossenen und offenen Bereichen sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen<br />

sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen bestückt.<br />

und die Malerei. Die bestehenden Stollen bleiben erhalten und dienen ebenfalls Lagerzwecken. Die Erschließung von<br />

Werkhof und Tiefgarage erfolgt programmgemäß in der Nordostecke des Grundstückes. Konstruktion. Das Unterge-<br />

Fellengattnerstraße<br />

schoß und der hangseitige Unterstand sind in Stahlbeton konstruiert. Alle Bauteile über Bodenplatte sind reine Holzbauten.<br />

Der zweigeschoßige Kopfbau ist ein zweckmäßiger Geschoßbau mit Flachdecken aus Brettsperrholzplatten, die<br />

auf Holzrahmenwänden aufliegen. Die Werkstätten sind ähnlich aufgebaut. Anstelle der Flachdecken kommen hier,<br />

Felsenau<br />

aufgrund der größeren Spannweiten, aber Balkendecken zum Einsatz, die ebenfalls auf den Holzrahmenwänden der<br />

Gebäudehülle bzw. auf Stützen lagern. In der Metallbearbeitung wird die Decke in der Mitte der Halle an einen Stahlträger<br />

im Dach hochgehängt. Die weitgespannten Dächer sind mit Vollwandbindern aus Brettschichtholz überspannt.<br />

Insgesamt eine einfache, wirtschaftliche Konstruktion, die mit Materialien aus dem Land von lokal ansässigen Firmen<br />

gebaut werden kann. Die gesamte Materialisierung erfolgt aus robusten und nachhaltigen Werkstoffen, die horizontal<br />

gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlossenen und offenen Bereichen sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen<br />

sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen bestückt.<br />

482.5<br />

482.0<br />

482.5<br />

481.5<br />

482.0<br />

481.0<br />

481.5<br />

481.0<br />

480.5<br />

53<br />

Grube<br />

Grube<br />

Kranbahn<br />

Grube<br />

Grube<br />

Kranbahn<br />

M2<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

A<br />

482.0<br />

M2<br />

M2<br />

M2<br />

481.5<br />

481.0<br />

M1<br />

M1<br />

M1<br />

M1<br />

480.0<br />

A<br />

482.0<br />

482.0<br />

481.5<br />

ation 1 / 1.000<br />

Fe lengattnerstraße<br />

Felsenau<br />

482.5<br />

482.0<br />

Werkhof Felsenau Frastanz 651219<br />

Werkhof Felsenau Frastanz<br />

481.5<br />

481.0<br />

480.5<br />

480.5<br />

Grube<br />

Grube<br />

Kranbahn<br />

A<br />

481.5<br />

481.0<br />

Ebene 0 1 / 200<br />

481.0<br />

480.0<br />

0.00 = 481.50<br />

Straßenseite Ost<br />

Strassenseite Ost 1 / 200<br />

480.0<br />

Felsenau<br />

Strassenseite Ost 1 / 200<br />

Hofseite West 1 / 200<br />

Situation 1 / 1.000<br />

Situation 1 / 1.000<br />

In topografisch spezieller Situation entsteht auf dem Zwischenplateau einer charakterstarken Felslandschaft ein<br />

neuer Werkhof. Die Komposition aus fünf aneinandergereihten und gestaffelten Baukörpern unterschiedlicher Größe<br />

und Proportion reagiert sowohl auf den speziellen Grundstückszuschnitt als auch auf die leicht ansteigende Topografie.<br />

Entlang der Felsenaustraße bildet die Figur einen Rücken, und formuliert gemeinsam mit einem linearen entlang<br />

der Felskante organisierten Nebengebäude eine hofartige Situation mit Maximalraum für Manipulation und Logistik.<br />

Die Gestaffelte Baukörperfigur besteht aus zum Teil zweigeschossig organisierten Hallen und einem Kopfbau<br />

In<br />

mit<br />

topografisch<br />

Haupteingang<br />

spezieller<br />

und Räumen<br />

Situation<br />

für<br />

entsteht<br />

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auf dem<br />

und Kantine<br />

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im Obergeschoss.<br />

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Im Untergeschoss<br />

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ein<br />

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Tiefgarage<br />

Werkhof.<br />

für PKW<br />

Die Komposition<br />

und Fahrräder<br />

aus<br />

sowie<br />

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aneinandergereihten<br />

Technikund<br />

gestaffelten<br />

und Nebenräume.<br />

Baukörpern<br />

Gegen<br />

unterschiedlicher<br />

außen ermöglicht<br />

Größe<br />

und<br />

die Baukörper-Staffelung<br />

Proportion reagiert sowohl<br />

eine maßstäbliche<br />

auf den speziellen<br />

Eingliederung<br />

Grundstückszuschnitt<br />

in die Struktur<br />

als<br />

der<br />

auch<br />

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auf die leicht<br />

kleinteiligen<br />

ansteigende<br />

Bebauung,<br />

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Topografie.<br />

im Arealinneren<br />

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Felsenaustraße<br />

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Funktionsbereiche<br />

Rücken, und formuliert<br />

eine gute Orientierung.<br />

gemeinsam mit<br />

Die<br />

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Hallenstruktur<br />

linearen entlang<br />

wird<br />

aus einer<br />

der Felskante<br />

optimierten<br />

organisierten<br />

Holzkonstruktion<br />

Nebengebäude<br />

auf einem<br />

eine<br />

massiven<br />

hofartige<br />

Sockelbauwerk<br />

Situation mit Maximalraum<br />

errichtet. Die gesamte<br />

für Manipulation<br />

Materialisierung<br />

und Logistik.<br />

erfolgt<br />

Die<br />

aus<br />

Gestaffelte<br />

robusten und<br />

Baukörperfigur<br />

nachhaltigen Werkstoffen,<br />

besteht aus zum<br />

die horizontal<br />

Teil zweigeschossig<br />

gegliederten<br />

organisierten<br />

Fassaden im<br />

Hallen<br />

Wechselspiel<br />

und einem<br />

aus<br />

Kopfbau<br />

geschlossenen<br />

mit Haupteingang<br />

und offenen<br />

und<br />

Bereichen<br />

Räumen<br />

sind<br />

für<br />

aus<br />

Verwaltung<br />

Holz oder<br />

und<br />

Metall.<br />

Kantine<br />

Die Dachflächen<br />

im Obergeschoss.<br />

sind extensiv<br />

Im Untergeschoss<br />

begrünt und<br />

befinden<br />

mit PV-Anlagen<br />

sich eine<br />

Tiefgarage<br />

bestückt. Das<br />

für<br />

Nebengebäude<br />

PKW und Fahrräder<br />

mit seiner<br />

sowie<br />

Anmutung<br />

Personalgarderoben,<br />

einer Galerieverbauung<br />

Technik- und Nebenräume.<br />

wird als Betondach<br />

Gegen<br />

in<br />

außen<br />

die Felsformation<br />

geschnitten<br />

ermöglicht<br />

die Baukörper-Staffelung<br />

und dient primär<br />

eine maßstäbliche<br />

als überdachter<br />

Eingliederung<br />

Lagerbereich,<br />

in die<br />

in den<br />

Struktur<br />

Randzonen<br />

der bestehenden<br />

befinden sich<br />

kleinteiligen<br />

die Radladergarage<br />

Bebauung,<br />

im<br />

und<br />

Arealinneren<br />

die Malerei. Die<br />

durch<br />

bestehenden<br />

Ablesbarkeit<br />

Stollen<br />

der einzelnen<br />

bleiben erhalten<br />

Funktionsbereiche<br />

und dienen<br />

eine<br />

ebenfalls<br />

gute Orientierung.<br />

Lagerzwecken.<br />

Die<br />

Die<br />

Hallenstruktur<br />

Erschließung von<br />

wird<br />

aus<br />

Werkhof<br />

einer<br />

und<br />

optimierten<br />

Tiefgarage<br />

Holzkonstruktion<br />

erfolgt programmgemäß<br />

auf einem<br />

in<br />

massiven<br />

der Nordostecke<br />

Sockelbauwerk<br />

des Grundstückes.<br />

errichtet. Die<br />

Konstruktion.<br />

gesamte Materialisierung<br />

Das Untergeschoß<br />

erfolgt<br />

und<br />

aus<br />

der<br />

robusten<br />

hangseitige<br />

und nachhaltigen<br />

Unterstand<br />

Werkstoffen,<br />

sind in Stahlbeton<br />

die horizontal<br />

konstruiert.<br />

gegliederten<br />

Alle Bauteile<br />

Fassaden<br />

über Bodenplatte<br />

im Wechselspiel<br />

sind<br />

aus<br />

reine<br />

geschlossenen<br />

und<br />

Holzbauten.<br />

Der<br />

offenen<br />

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sind aus<br />

ist<br />

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ein<br />

oder<br />

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Geschoßbau<br />

Dachflächen<br />

mit<br />

sind<br />

Flachdecken<br />

extensiv begrünt<br />

aus Brettsperrholzplatten,<br />

und mit PV-Anlagen<br />

die<br />

auf<br />

bestückt.<br />

Holzrahmenwänden<br />

Das Nebengebäude<br />

aufliegen.<br />

mit seiner<br />

Die Werkstätten<br />

Anmutung<br />

sind<br />

einer<br />

ähnlich<br />

Galerieverbauung<br />

aufgebaut. Anstelle<br />

wird als<br />

der<br />

Betondach<br />

Flachdecken<br />

in die<br />

kommen<br />

Felsformation<br />

geschnitten<br />

hier,<br />

aufgrund der größeren<br />

und dient<br />

Spannweiten,<br />

primär als überdachter<br />

aber Balkendecken<br />

Lagerbereich,<br />

zum Einsatz,<br />

in den Randzonen<br />

die ebenfalls<br />

befinden<br />

auf den Holzrahmenwänden<br />

sich die Radladergarage<br />

der<br />

Gebäudehülle<br />

und die Malerei.<br />

bzw.<br />

Die<br />

auf<br />

bestehenden<br />

Stützen lagern.<br />

Stollen<br />

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Metallbearbeitung<br />

erhalten und dienen<br />

wird die<br />

ebenfalls<br />

Decke in<br />

Lagerzwecken.<br />

der Mitte der<br />

Die<br />

Halle<br />

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an einen Stahlträger<br />

von<br />

Werkhof<br />

im<br />

und<br />

Dach<br />

Tiefgarage<br />

hochgehängt.<br />

erfolgt<br />

Die<br />

programmgemäß<br />

weitgespannten<br />

in<br />

Dächer<br />

der Nordostecke<br />

sind mit Vollwandbindern<br />

des Grundstückes.<br />

aus<br />

Konstruktion.<br />

Brettschichtholz<br />

Das<br />

überspannt.<br />

Untergeschoß<br />

Insgesamt<br />

und<br />

eine<br />

der hangseitige<br />

einfache, wirtschaftliche<br />

Unterstand sind<br />

Konstruktion,<br />

in Stahlbeton<br />

die<br />

konstruiert.<br />

mit Materialien<br />

Alle Bauteile<br />

aus dem<br />

über<br />

Land<br />

Bodenplatte<br />

von lokal ansässigen<br />

sind reine<br />

Firmen<br />

Holzbauten.<br />

gebaut werden<br />

Der zweigeschoßige<br />

kann. Die gesamte<br />

Kopfbau<br />

Materialisierung<br />

ist ein zweckmäßiger<br />

erfolgt<br />

Geschoßbau<br />

aus robusten<br />

mit<br />

und<br />

Flachdecken<br />

nachhaltigen<br />

aus<br />

Werkstoffen,<br />

Brettsperrholzplatten,<br />

die horizontal<br />

die<br />

auf<br />

gegliederten<br />

Holzrahmenwänden<br />

Fassaden im<br />

aufliegen.<br />

Wechselspiel<br />

Die Werkstätten<br />

aus geschlossenen<br />

sind ähnlich<br />

und offenen<br />

aufgebaut.<br />

Bereichen<br />

Anstelle<br />

sind<br />

der<br />

aus<br />

Flachdecken<br />

Holz oder Metall.<br />

kommen<br />

Die<br />

hier,<br />

Dachflächen<br />

auf sind dem<br />

ituation entsteht<br />

aufgrund der<br />

extensiv Zwischenplateau<br />

größeren<br />

begrünt<br />

Spannweiten,<br />

und mit<br />

aber<br />

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Balkendecken<br />

bestückt. charakterstarken Felslandschaft ein<br />

zum Einsatz, die ebenfalls auf den Holzrahmenwänden der<br />

sition aus fünf Gebäudehülle Schnitt aneinandergereihten A bzw. 1 auf / 200 Stützen lagern. und In der gestaffelten Metallbearbeitung Baukörpern wird die Decke unterschiedlicher in der Mitte der Halle an einen Größe Stahlträger<br />

im Dach hochgehängt. Die weitgespannten Dächer sind mit Vollwandbindern aus Brettschichtholz überspannt.<br />

wohl auf den speziellen Grundstückszuschnitt als auch auf die leicht ansteigende Topogtraße<br />

bildet gebaut die Figur werden einen kann. Die Rücken, gesamte Materialisierung und formuliert erfolgt aus gemeinsam robusten und nachhaltigen mit einem Werkstoffen, linearen die ent-<br />

horizontal<br />

Insgesamt eine einfache, wirtschaftliche Konstruktion, die mit Materialien aus dem Land von lokal ansässigen Firmen<br />

gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlossenen und offenen Bereichen sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen<br />

sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen bestückt.<br />

rten Nebengebäude eine hofartige Situation mit Maximalraum für Manipulation und Loörperfigur<br />

besteht aus zum Teil zweigeschossig organisierten Hallen und einem Kopfbau<br />

men für Verwaltung und Kantine im Obergeschoss. Im Untergeschoss befinden sich eine<br />

hrräder sowie Personalgarderoben, Technik- und Nebenräume. Gegen außen ermöglicht<br />

ne maßstäbliche Schnitt Eingliederung A 1 / 200 in die Struktur der bestehenden kleinteiligen Bebauung,<br />

esbarkeit der einzelnen Funktionsbereiche eine gute Orientierung. Die Hallenstruktur wird<br />

onstruktion auf einem massiven Sockelbauwerk errichtet. Die gesamte Materialisierung<br />

chhaltigen Werkstoffen, die horizontal gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlosn<br />

sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen<br />

e mit seiner Anmutung einer Galerieverbauung wird als Betondach in die Felsformati-<br />

Fe lengattnerstraße<br />

imär als überdachter Lagerbereich, in den Randzonen befinden sich die Radladergarage<br />

enden Stollen bleiben erhalten und dienen ebenfalls Lagerzwecken. Die Erschließung von<br />

Felsenau<br />

olgt programmgemäß in der Nordostecke des Grundstückes. Konstruktion. Das Untergenterstand<br />

sind in Stahlbeton konstruiert. Alle Bauteile über Bodenplatte sind reine Holz-<br />

Kopfbau ist ein zweckmäßiger Geschoßbau mit Flachdecken aus Brettsperrholzplatten, die<br />

Fe lengattnerstraße<br />

liegen. Die Werkstätten sind ähnlich aufgebaut. Anstelle der Flachdecken kommen hier,<br />

nweiten, aber Balkendecken zum Einsatz, die ebenfalls auf den Holzrahmenwänden der<br />

Felsenau<br />

zen lagern. In der Metallbearbeitung wird die Decke in der Mitte der Halle an einen Stahlt.<br />

Die weitgespannten Dächer sind mit Vollwandbindern aus Brettschichtholz überspannt.<br />

rtschaftliche Konstruktion, die mit Materialien aus dem Land von lokal ansässigen Firmen<br />

samte Materialisierung erfolgt aus robusten und nachhaltigen Werkstoffen, die horizontal<br />

In topografisch spezieller Situation entsteht auf dem Zwischenplateau einer charakterstarken Felslandschaft ein<br />

echselspiel neuer Werkhof. aus Die Komposition geschlossenen aus fünf aneinandergereihten und offenen Bereichen und gestaffelten sind Baukörpern aus Holz unterschiedlicher oder Metall. Größe Die Dach-<br />

und Proportion reagiert sowohl auf den speziellen Grundstückszuschnitt als auch auf die leicht ansteigende Topografie.<br />

Entlang der Felsenaustraße bildet die Figur einen Rücken, und formuliert gemeinsam mit einem linearen entnt<br />

und mit PV-Anlagen bestückt.<br />

lang der Felskante organisierten Nebengebäude eine hofartige Situation mit Maximalraum für Manipulation und Logistik.<br />

Die Gestaffelte Situation Baukörperfigur 1 / 1.000 besteht aus zum Teil zweigeschossig organisierten Hallen und einem Kopfbau<br />

mit Haupteingang und Räumen für Verwaltung und Kantine im Obergeschoss. Im Untergeschoss befinden sich eine<br />

Tiefgarage für PKW und Fahrräder sowie Personalgarderoben, Technik- und Nebenräume. Gegen außen ermöglicht<br />

die Baukörper-Staffelung eine maßstäbliche Eingliederung in die Struktur der bestehenden kleinteiligen Bebauung,<br />

im Arealinneren durch Ablesbarkeit der einzelnen Funktionsbereiche eine gute Orientierung. Die Hallenstruktur wird<br />

aus einer optimierten Holzkonstruktion auf einem massiven Sockelbauwerk errichtet. Die gesamte Materialisierung<br />

erfolgt aus robusten Situation und nachhaltigen 1 / 1.000 Werkstoffen, die horizontal gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlossenen<br />

und offenen Bereichen sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen<br />

bestückt. Das Nebengebäude mit seiner Anmutung einer Galerieverbauung wird als Betondach in die Felsformation<br />

geschnitten Ebene und -1 dient 1 / 200 primär als überdachter Lagerbereich, in den Randzonen befinden sich die Radladergarage<br />

und die Malerei. Die bestehenden Stollen bleiben erhalten und dienen ebenfalls Lagerzwecken. Die Erschließung von<br />

Werkhof und Tiefgarage erfolgt programmgemäß in der Nordostecke des Grundstückes. Konstruktion. Das Untergeschoß<br />

und der hangseitige Unterstand sind in Stahlbeton konstruiert. Alle Bauteile über Bodenplatte sind reine Holzbauten.<br />

Der zweigeschoßige Kopfbau ist ein zweckmäßiger Geschoßbau mit Flachdecken aus Brettsperrholzplatten, die<br />

auf Holzrahmenwänden aufliegen. Die Werkstätten sind ähnlich aufgebaut. Anstelle der Flachdecken kommen hier,<br />

aufgrund der größeren Spannweiten, aber Balkendecken zum Einsatz, die ebenfalls auf den Holzrahmenwänden der<br />

Gebäudehülle bzw. auf Stützen lagern. In der Metallbearbeitung wird die Decke in der Mitte der Halle an einen Stahlträger<br />

im Dach hochgehängt. Die weitgespannten Dächer sind mit Vollwandbindern aus Brettschichtholz überspannt.<br />

Insgesamt eine einfache, wirtschaftliche Konstruktion, die mit Materialien aus dem Land von lokal ansässigen Firmen<br />

gebaut werden kann. Die gesamte Materialisierung erfolgt aus robusten und nachhaltigen Werkstoffen, die horizontal<br />

gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlossenen und offenen Bereichen sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen<br />

sind extensiv Ebene begrünt -1 und 1 / mit 200PV-Anlagen bestückt.<br />

tnerstraße<br />

Felsenau<br />

ziehbar und einfach, der Typologie eines<br />

solchen Baus entsprechend. Der Bauhof<br />

bleibt, was er ist und auch sein soll: ein klarer,<br />

funktionaler Betriebsbau.<br />

Die Gliederung in einzelne Funktionsbereiche<br />

hat neben seiner äußeren Erscheinung<br />

auch hinsichtlich Orientierung und Differenzierung<br />

der unterschiedlichen Bereiche<br />

Ebene -1<br />

482.5<br />

482.5<br />

482.5<br />

482.0<br />

483.0<br />

482.0<br />

482.0<br />

seine Vorteile, bietet Spielräume in der<br />

inneren Anordnung und Möglichkeit des<br />

leichten Weiterbauens und Weiterdenkens,<br />

falls Wachstum nötig wird. Die innere Organisation<br />

ist stringent. Die Hallen werden<br />

zum Teil zweigeschossig organisiert. Der<br />

Kopfbau mit den Räumen der Verwaltung<br />

und dem Speisesaal im Obergeschoss ist<br />

486.0<br />

481.5<br />

481.5<br />

482.5<br />

482.0<br />

481.5<br />

4 8.5<br />

481.0<br />

492.0<br />

481.0<br />

481.0<br />

494.0<br />

481.5<br />

480.5<br />

495.0<br />

496.0<br />

31<br />

Malerei<br />

61<br />

480.5<br />

480.5<br />

497.0<br />

42<br />

Vordach<br />

Partiebox<br />

99<br />

A<br />

A<br />

B<br />

498.0<br />

481.0<br />

4 9.0<br />

5 0.0<br />

56<br />

Tafeln Gitter Schilder<br />

111<br />

30<br />

Schlosserei Schmiede Chromstahl<br />

192<br />

Kranbahn<br />

480.5<br />

Grube<br />

Grube<br />

Grube<br />

Grube<br />

Grube<br />

Grube<br />

als solcher gut lesbar, ohne jedoch mehr<br />

sein zu wollen als ein Teil des Bauhofgebäudes.<br />

Die minimalistische Architektur<br />

wird als Teil der Natur und der Felswand<br />

gelesen. In diesem Kontext wird seitens der<br />

Jury eine Außenraumgestaltung Richtung<br />

Straße von großer Sorgfalt empfohlen.<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

110<br />

Kranbahn<br />

Kranbahn<br />

Kranbahn<br />

52<br />

28<br />

Metallbearbeitung Maschinenpark<br />

240<br />

Vordach<br />

Die gesamte Materialisierung erfolgt aus<br />

27<br />

Werkstatt LKW<br />

robusten und nachhaltigen 352 Werkstoffen,<br />

Kranbahn<br />

Kranbahn<br />

502.5<br />

Grube<br />

46<br />

Lager Reifen<br />

76<br />

M2<br />

M2<br />

M2<br />

M1<br />

M2<br />

M1<br />

54 53 53 53<br />

53 53 55<br />

Lager Metall Eisen<br />

54<br />

59<br />

54<br />

M2<br />

M2<br />

M1<br />

M1<br />

M1<br />

M1<br />

A<br />

A<br />

482.0<br />

482.0<br />

481.5<br />

481.5<br />

481.0<br />

481.0<br />

480.0<br />

480.0<br />

Ebene 0 1 / 200<br />

Ebene 0 1 / 200<br />

rafie. Entlang der Felsenaustraße bildet die Figur einen Rücken, und form<br />

Ebene 0 1 / 200<br />

lang der Felskante organisierten Nebengebäude eine hofartige Situation m<br />

im Arealinneren durch Ablesbarkeit der einzelnen Funktionsbereiche eine<br />

aus einer optimierten Holzkonstruktion Ebene auf einem 0 massiven 1 / 200Sockelbauw<br />

Grube<br />

40<br />

Kleingeräte Reparaturwerkstatt<br />

51<br />

A<br />

auf Holzrahmenwänden aufliegen. Die Werkstätten sind ähnlich 34 aufgebau<br />

Büro Ersatzteil<br />

aufgrund der größeren Spannweiten, aber Balkendecken zum Einsatz, die<br />

16<br />

Gebäudehülle bzw. auf Stützen lagern. In der Metallbearbeitung wird die D<br />

482.0<br />

Strassenseite Ost 1 / 200<br />

Ebene +1<br />

Erläuterung der Architekten:<br />

36<br />

Elektrotechnik<br />

17<br />

C<br />

Hofseite West 1 / 200<br />

die horizontal gegliederten Fassaden im<br />

Wechselspiel aus geschlossenen und offenen<br />

Bereichen sind aus Holz oder Metall.<br />

Das Nebengebäude wird als Betondach in<br />

die Felsformation geschnitten. Das Untergeschoss<br />

und der hangseitige Unterstand sind<br />

in Stahlbeton konstruiert. Alle Bauteile über<br />

Bodenplatte sind reine Holzbauten. Der<br />

Kopfbau ist ein zweckmäßiger Geschossbau<br />

mit auf Holzrahmenwänden aufliegenden<br />

Flachdecken aus Brettsperrholzplatten. u<br />

35<br />

Spezialwerkzeug<br />

17<br />

Kranbahn<br />

57<br />

Wa<br />

137<br />

A<br />

A<br />

In topografisch spezieller Situation entsteht auf dem Zwischenplateau ein<br />

neuer Werkhof. Die Komposition aus fünf aneinandergereihten und gesta<br />

und Proportion reagiert sowohl auf den speziellen Grundstückszuschnit<br />

gistik. Die Gestaffelte Baukörperfigur besteht aus zum Teil zweigeschoss<br />

mit Haupteingang und Räumen für Verwaltung und Kantine im Obergesc<br />

Tiefgarage für PKW und Fahrräder sowie Personalgarderoben, Technik- u<br />

die Baukörper-Staffelung eine maßstäbliche Eingliederung in die Struktu<br />

erfolgt aus robusten und nachhaltigen Werkstoffen, die horizontal geglied<br />

senen und offenen Bereichen sind aus Holz oder Metall. Die Dachflächen<br />

Ebene +1 1 / 200<br />

bestückt. Das Nebengebäude mit seiner Anmutung einer Galerieverbauu<br />

on geschnitten und dient primär als überdachter Lagerbereich, in den Ran<br />

und die Malerei. Die bestehenden Stollen bleiben erhalten und dienen ebe<br />

Werkhof und Tiefgarage erfolgt programmgemäß in der Nordostecke des<br />

schoß und der hangseitige Unterstand sind in Stahlbeton konstruiert. Alle<br />

bauten. Der zweigeschoßige Kopfbau ist ein zweckmäßiger Geschoßbau m<br />

träger im Dach hochgehängt. Die weitgespannten Dächer sind mit Vollwa<br />

Insgesamt eine einfache, wirtschaftliche Konstruktion, die mit Materialien<br />

gebaut werden kann. Die gesamte Materialisierung erfolgt aus robusten u<br />

Ebene +1 1 / 200<br />

gegliederten Fassaden im Wechselspiel aus geschlossenen und offenen Be<br />

flächen sind extensiv begrünt und mit PV-Anlagen bestückt.<br />

481.5<br />

481.0<br />

480.0<br />

Felsenau<br />

Fe lengattnerstraße<br />

Schnitt A 1 / 200<br />

Felsenau<br />

Schnitt A 1 / 200<br />

Schnitt B 1 / 200 Schnitt C 1 / 200<br />

Schnitt C<br />

Schnitt B<br />

Situation 1 / 1.000<br />

Situation 1 / 1.000<br />

Ebene 0 1 / 200<br />

Schnitt B 1 / 200 Schnitt C 1 / 200


54<br />

+1,20<br />

+7,00<br />

-3,24<br />

+4,25<br />

±0,00=418,7müA<br />

-1,40<br />

±0,00=418,7müA<br />

+9,04<br />

Ersatzteillager Werkstatt LKW Schlosserei<br />

Schlosserei Lagerfläche<br />

Archiv<br />

Garderobe<br />

Damen<br />

Haustechnik<br />

Stellplätze<br />

intern<br />

Besprechungszimmer<br />

Metallbearbeitung<br />

Küche<br />

+5,04<br />

+11,04<br />

+5,04<br />

±0,00=418,7müA<br />

-3,24<br />

Reifenlager<br />

Werkstatt LKW<br />

Öllager<br />

Haustechnik<br />

Spezialwerkzeuge<br />

Kleingeräte<br />

zusätzliche Lagerfläche<br />

±0,00=481,7müA<br />

+5,04<br />

+10,04<br />

+5,04<br />

-3,24<br />

+9,04<br />

Fahrräder<br />

Stellplätze<br />

intern<br />

Schlosserei<br />

Partiebox<br />

Lagerfläche<br />

Verkehrszeichen<br />

Ansicht Ost 1:200<br />

Ansicht Süd 1:200 Ansicht Nord 1:200<br />

Schnitt C 1:200 Schnitt B 1:200<br />

Schnitt A 1:200<br />

54<br />

www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

3. Rang<br />

Projekt 05<br />

Johannes Kaufmann<br />

und Partner GmbH<br />

Dornbirn; gegründet 2022<br />

www.jkundp.at<br />

2 0 5 0 3 0<br />

Architekturwettbewerb Neubau Bauhof Felsenau<br />

4 8 0 ,5 m<br />

4 8 0 ,0 m<br />

Esse mit Amboss<br />

Drehbank<br />

Fräse<br />

Bandsäge<br />

Kreissäge Metall<br />

Presse<br />

Abkantbank<br />

B-Schl.<br />

Bock-K Bock-G<br />

Stahlschneidemaschine<br />

Werkbank<br />

Werkbank<br />

Werkbank<br />

Werkbank<br />

S-Bohr<br />

Schweißg.<br />

Schweißg.<br />

Schweißg.<br />

Schweißg.<br />

Plasma<br />

Schlags.<br />

Schlags. S-Bohr<br />

Regal<br />

Regal<br />

Werkbank<br />

Werkbank<br />

Werkbank<br />

±0,00=481,70<br />

+1,20 -1,40<br />

±0,00=481,50<br />

479,70<br />

WB mit<br />

Ausguß<br />

Einfahrt TG<br />

Zugang<br />

Besucher<br />

Zugang<br />

intern<br />

Anlieferung<br />

Ersatzteile<br />

A<br />

A<br />

C<br />

C<br />

B<br />

B<br />

Lastenaufzug<br />

01<br />

02<br />

03<br />

04<br />

05<br />

Einfahrt Bauhof intern<br />

Einfahrt extern<br />

F e l s e n a u<br />

F e l e n g a t e r<br />

3m Linie<br />

Zugang<br />

Umkleiden<br />

L a d e h o f<br />

2 0 m x 7 2 m<br />

Schiebetor<br />

Tor Betriebshof<br />

42 / 43<br />

Partiebox / Lagerfläche 8x12 (96m")<br />

90,0 m 2<br />

35<br />

Spezialwerkzeuge<br />

18,0 m 2 30<br />

Schlosserei<br />

206,1 m 2<br />

28<br />

Metallbearbeitung<br />

238,7 m 2<br />

27<br />

Werkstatt LKW<br />

352,0 m 2<br />

33<br />

Ersatzteillager<br />

195,3 m 2 40<br />

Kleingeräte<br />

66,2 m 2 31<br />

Malerei<br />

59,6 m 2<br />

41<br />

Radlader 10x5<br />

49,4 m 2 25<br />

Werkstatt PKW<br />

50,0 m 2 36<br />

Elektrotechnik<br />

10,4 m 2<br />

37<br />

Batterieraum<br />

10,0 m 2<br />

57<br />

Waschplatz 9x15<br />

129,0 m 2 56<br />

Lager Beschilderung<br />

97,6 m 2<br />

33<br />

Vorraum<br />

25,6 m 2 55<br />

Metalle / Eisenlager<br />

95,5 m 2<br />

52<br />

Gaslager<br />

8,6 m 2 30<br />

Schlosserei Lagerfläche<br />

42,0 m 2<br />

54<br />

Abfallcontainer<br />

19,3 m 2<br />

53<br />

Absetzmulden<br />

43,9 m 2 46<br />

Reifenlager<br />

105,3 m 2<br />

VF<br />

Gang<br />

15,0 m 2 26<br />

Büro Werkstatt<br />

14,1 m 2<br />

34<br />

Büro Ersatzteile<br />

14,1 m 2 46<br />

Reifenlager<br />

66,5 m 2<br />

Bauverbot<br />

+5,04 +5,04<br />

+5,04<br />

A<br />

A<br />

C<br />

C<br />

B<br />

B<br />

Lastenaufzug<br />

Oberlicht<br />

02<br />

Büro Sekretäriat<br />

36,4 m 2 01<br />

Büro Bauhofverwalter<br />

25,6 m 2<br />

05 Bürotechnik<br />

2,4 m 2<br />

22<br />

Besprechungszimmer<br />

17,4 m 2<br />

21<br />

Speiseraum<br />

79,1 m 2 16<br />

Küche<br />

47,3 m 2 17<br />

Küchenlager<br />

17,7 m 2<br />

19<br />

Putzraum<br />

3,3 m 2<br />

20 WC<br />

2,4 m 2<br />

VF<br />

Gang<br />

15,1 m 2 18<br />

Büro / UKL<br />

14,7 m 2<br />

7<br />

WC Damen<br />

7,5 m 2<br />

8<br />

WC Herren<br />

8,2 m 2 29<br />

Lager Metallbearbeitung<br />

85,0 m 2<br />

29<br />

Lager Metallbearbeitung<br />

37,6 m 2<br />

27a<br />

zusätzliche Lagerfläche<br />

84,2 m 2<br />

27b<br />

zusätzliche Lagerfläche<br />

31,4 m 2 30a<br />

zusätzliche Lagerfläche<br />

33,0 m 2<br />

03<br />

Büro VZ<br />

14,9 m 2 -3,24<br />

01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13<br />

14 15 16 17 18 19 20 21 22 23<br />

A<br />

A<br />

C<br />

C<br />

B<br />

B<br />

Lastenaufzug<br />

23<br />

Haustechnik<br />

107,8 m 2<br />

24<br />

Server<br />

16,3 m 2<br />

04<br />

archiv<br />

15,1 m 2<br />

06<br />

Putzraum / Lager<br />

9,6 m 2 11<br />

Garderobe Damen<br />

14,8 m 2 10<br />

Garderobe Herren<br />

27,2 m 2 14<br />

WC Herren<br />

5,2 m 2 15<br />

WC Damen<br />

3,2 m 2<br />

13<br />

Dusche WC Damen<br />

6,9 m 2<br />

12<br />

Dusche WC Herren<br />

10,3 m 2<br />

VF<br />

Gang<br />

29,4 m 2 32<br />

Öllager<br />

34,5 m 2<br />

45<br />

Lager Bekleidung<br />

15,8 m 2 VF<br />

Gang<br />

21,7 m 2 VF<br />

Gang<br />

10,5 m 2 Stellplätze intern 23<br />

751,5 m 2 Fahrräder<br />

54,9 m 2 44<br />

Sonderstoffe<br />

11,3 m 2<br />

09<br />

WC Beh.<br />

7,5 m 2<br />

F e l s e n a u<br />

F e l e n g a t e r<br />

B a u h o f<br />

extern<br />

intern<br />

TG<br />

Waschbox<br />

Partie<br />

Radlader<br />

Obergeschoss 1:200<br />

Erdgeschoss 1:200<br />

Untergeschoss 1:200<br />

Lageplan 1:1000<br />

Ansicht Ost Lagerspange 1:200<br />

Architektonisches Konzept<br />

Mit dem Neubau des Bauhofes Felsenau entsteht für den Bereich Oberland die<br />

zentrale Service- und Anlaufstelle für eine Vielzahl von Organisationseinheiten<br />

der Abteilung Straßenbau des Landes Vorarlberg. Dementsprechend<br />

umfangreich sind die Nutzungsanforderungen und das daraus resultierende<br />

Raumprogramm.<br />

Das vorgeschlagene Projekt verfolgt die Strategie einer klaren und funktionalen<br />

Bebauung des knapp bemessenen Perimeters. Mit dem Ziel, eine maximale<br />

Freifläche für den betrieblich wichtigen Ladehof zu schaffen.<br />

Dabei sind alle konditionierten Nutzflächen (Arbeitsbereiche) in einem<br />

freistehenden Gebäude entlang der Felsenauer- und Fellengatterstraße<br />

untergebracht. Die gedeckten Lagerflächen und die Waschbox sind in einem<br />

Bauwerk zusammengefasst, welches gestalterisch prägnant an die bestehende<br />

Felswand anschließt.<br />

Dadurch entsteht in der Mitte der beiden Bauten ein uneingeschränkt<br />

nutzbarer Ladehof mit einer Dimension von ca. 72 x 20 Metern.<br />

Die Setzung des straßenbegleitenden Hauptgebäudes erfolgt mit sanften<br />

Verschüben der einzelnen Funktionseinheiten. Einerseits kann dadurch besser<br />

auf die Grundstücksgeometrie reagiert werden und andererseits wird der ca.<br />

70 Meter lange Baukörper in seiner Längen- und Höhenentwicklung<br />

strukturiert.<br />

Die Zufahrten zum neuen Bauhof werden an die beiden Stirnseiten des<br />

Hauptgebäudes gelegt. Nordseitig fahren die LKW und Schwerfahrzeuge in<br />

den Hof ein. Auf der Südseite befindet sich die Zufahrt für die Besucher mit<br />

den dafür vorgesehenen Stellplätzen.<br />

Der gesamte ruhende Verkehr der Mitarbeitenden ist in einer Tiefgarage<br />

organisiert, die sowohl die Kraftfahrzeuge wie auch die Fahrräder aufnimmt.<br />

Aufgrund der günstigen Topografie kann die Garage über eine sehr kurze<br />

Rampe an die nordseitige Betriebszufahrt angebunden werden.<br />

Nutzungslayout<br />

Die Umsetzung des Raumprogramms und der darin beschriebenen betrieblich<br />

notwendigen Verbindungen führt zu einem klar strukturierten Gebäude. Über<br />

die volumsdifferenzierten Verschübe in der Gebäudeflucht und ihrer<br />

Höhenentwicklung, werden die unterschiedlichen Funktionsbereiche ablesbar.<br />

Der Haupteingang in den Bauhof befindet sich an der Südseite des<br />

Hauptgebäudes. Hier verteilen sich die Nutzer über das Treppenhaus in die<br />

drei Nutzungsebenen. Ergänzend zum Haupteingang wird stirnseitig ein<br />

Besuchereingang angeboten. So kann der Zutritt für Externe auch bei<br />

geschlossenen Zufahrtstoren ermöglicht werden.<br />

Die einzelnen Nutzungen verteilen sich gesamt über drei Ebenen.<br />

Garderoben, Neben- bzw. Technikräume und die Garage sind im<br />

Untergeschoss untergebracht.<br />

Im Erdgeschoß sind das Ersatzteillager, LKW-Werkstatt, Metallbearbeitung und<br />

Schlosserei, sowie die PKW-Werkstatt mit angeschlossener Malerei, als<br />

miteinander verbundene Kernfunktionsbereiche organisiert.<br />

Über Haupteingang und Ersatzteillager sind im Obergeschoss die Flächen der<br />

Administration und der Speiseraum mit Küche und Nebenräumen<br />

untergebracht. Die Bürobereiche sind gemäß Nutzerwunsch zum Ladehof hin<br />

orientiert. Der Speisebereich orientiert sich über eine großzügige Befensterung<br />

zum südostseitig gelegenen Bergpanorama.<br />

In einem westseitigen Nebenbauwerk können die, im Raumprogramm<br />

geforderten, überdeckten Funktionsbereiche zusammengefasst werden. Dabei<br />

wird die vorhandene Topografie der begrenzenden Felswand optimal genutzt,<br />

um die erforderlichen Raumtiefen bereitzustellen.<br />

Die Wasch- und Partiebox sind räumlich abgeschossen. Die restlichen Flächen<br />

werden mit einer durchgehenden Dachfläche überdeckt, welche auf einer<br />

Länge von ca. 54 Metern direkt an den Felsrücken anschließt.<br />

Konstruktion und Materialisierung<br />

Das Hauptgebäude besteht konstruktiv aus einem Sockelgeschoß aus<br />

Stahlbeton mit einer darauf aufgesetzten Holzkonstruktion.<br />

Der Einsatz von Holz beschränkt sich jedoch nicht nur auf die<br />

Tragkonstruktion. Die Gebäudehülle besteht aus vorgefertigten<br />

Holzelementen, die mit einem geschlossenen Vertikalschirm aus Lärchenholz<br />

verkleidet sind. Die Belichtung der Arbeits- und Funktionsbereiche erfolgt<br />

westseitig über raumhoch verglaste Torelemente. Auf der Ostseite sind es<br />

großzügige Seitenlichtbänder, welche durch ihre Anordnung an der<br />

Deckenunterkante für einen tiefen und gleichmäßigen Lichteinfall in den Hallen<br />

sorgen.<br />

Das Materialisierungskonzept zielt auf Langlebigkeit ab und soweit möglich,<br />

bleiben die Materialien unbehandelt. Speziell in den Aufenthalts- und<br />

Arbeitsräumen im Obergeschoss werden Boden, Wand und Deckenflächen in<br />

Holz ausgeführt.<br />

Die Innenausstattung und Möblierung erfolgt schlicht, aber hochwertig, um<br />

den Ansprüchen an Langlebigkeit und Ressourcenschonung gerecht zu<br />

werden.<br />

Die Konstruktion und Materialisierung für das Nebenbauwerk leitet sich aus<br />

dessen Funktion und der örtlichen Gegebenheit ab. Der Stahlbeton, als<br />

‚gegossener Stein‘ und artverwandtes Baumaterial zur bestehenden Felswand,<br />

korrespondiert mit dem Sockel des Hauptgebäudes.<br />

Prüfplan<br />

2 0 5 0 3 0<br />

Architekturwettbewerb Neubau Bauhof Felsenau<br />

4 8 0 ,5 m<br />

4 8 0 ,0 m<br />

Esse mit Amboss<br />

Drehbank<br />

Fräse<br />

Bandsäge<br />

Kreissäge Metall<br />

Presse<br />

Abkantbank<br />

B-Schl.<br />

Bock-K Bock-G<br />

Stahlschneidemaschine<br />

Werkbank<br />

Werkbank<br />

Werkbank<br />

Werkbank<br />

S-Bohr<br />

Schweißg.<br />

Schweißg.<br />

Schweißg.<br />

Schweißg.<br />

Plasma<br />

Schlags.<br />

Schlags. S-Bohr<br />

Regal<br />

Regal<br />

Werkbank<br />

Werkbank<br />

Werkbank<br />

±0,00=481,70<br />

+1,20 -1,40<br />

±0,00=481,50<br />

479,70<br />

WB mit<br />

Ausguß<br />

Einfahrt TG<br />

Zugang<br />

Besucher<br />

Zugang<br />

intern<br />

Anlieferung<br />

Ersatzteile<br />

A<br />

A<br />

C<br />

C<br />

B<br />

B<br />

Lastenaufzug<br />

01<br />

02<br />

03<br />

04<br />

05<br />

Einfahrt Bauhof intern<br />

Einfahrt extern<br />

F e l s e n a u<br />

F e l e n g a t e r<br />

3m Linie<br />

Zugang<br />

Umkleiden<br />

L a d e h o f<br />

2 0 m x 7 2 m<br />

Schiebetor<br />

Tor Betriebshof<br />

42 / 43<br />

Partiebox / Lagerfläche 8x12 (96m")<br />

90,0 m 2<br />

35<br />

Spezialwerkzeuge<br />

18,0 m 2 30<br />

Schlosserei<br />

206,1 m 2<br />

28<br />

Metallbearbeitung<br />

238,7 m 2<br />

27<br />

Werkstatt LKW<br />

352,0 m 2<br />

33<br />

Ersatzteillager<br />

195,3 m 2 40<br />

Kleingeräte<br />

66,2 m 2 31<br />

Malerei<br />

59,6 m 2<br />

41<br />

Radlader 10x5<br />

49,4 m 2 25<br />

Werkstatt PKW<br />

50,0 m 2 36<br />

Elektrotechnik<br />

10,4 m 2<br />

37<br />

Batterieraum<br />

10,0 m 2<br />

57<br />

Waschplatz 9x15<br />

129,0 m 2 56<br />

Lager Beschilderung<br />

97,6 m 2<br />

33<br />

Vorraum<br />

25,6 m 2 55<br />

Metalle / Eisenlager<br />

95,5 m 2<br />

52<br />

Gaslager<br />

8,6 m 2 30<br />

Schlosserei Lagerfläche<br />

42,0 m 2<br />

54<br />

Abfallcontainer<br />

19,3 m 2<br />

53<br />

Absetzmulden<br />

43,9 m 2 46<br />

Reifenlager<br />

105,3 m 2<br />

VF<br />

Gang<br />

15,0 m 2 26<br />

Büro Werkstatt<br />

14,1 m 2<br />

34<br />

Büro Ersatzteile<br />

14,1 m 2 46<br />

Reifenlager<br />

66,5 m 2<br />

Bauverbot<br />

+5,04 +5,04<br />

+5,04<br />

A<br />

A<br />

C<br />

C<br />

B<br />

B<br />

Lastenaufzug<br />

Oberlicht<br />

02<br />

Büro Sekretäriat<br />

36,4 m 2 01<br />

Büro Bauhofverwalter<br />

25,6 m 2<br />

05 Bürotechnik<br />

2,4 m 2<br />

22<br />

Besprechungszimmer<br />

17,4 m 2<br />

21<br />

Speiseraum<br />

79,1 m 2 16<br />

Küche<br />

47,3 m 2 17<br />

Küchenlager<br />

17,7 m 2<br />

19<br />

Putzraum<br />

3,3 m 2<br />

20 WC<br />

2,4 m 2<br />

VF<br />

Gang<br />

15,1 m 2 18<br />

Büro / UKL<br />

14,7 m 2<br />

7<br />

WC Damen<br />

7,5 m 2<br />

8<br />

WC Herren<br />

8,2 m 2 29<br />

Lager Metallbearbeitung<br />

85,0 m 2<br />

29<br />

Lager Metallbearbeitung<br />

37,6 m 2<br />

27a<br />

zusätzliche Lagerfläche<br />

84,2 m 2<br />

27b<br />

zusätzliche Lagerfläche<br />

31,4 m 2 30a<br />

zusätzliche Lagerfläche<br />

33,0 m 2<br />

03<br />

Büro VZ<br />

14,9 m 2 -3,24<br />

01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13<br />

14 15 16 17 18 19 20 21 22 23<br />

A<br />

A<br />

C<br />

C<br />

B<br />

B<br />

Lastenaufzug<br />

23<br />

Haustechnik<br />

107,8 m 2<br />

24<br />

Server<br />

16,3 m 2<br />

04<br />

archiv<br />

15,1 m 2<br />

06<br />

Putzraum / Lager<br />

9,6 m 2 11<br />

Garderobe Damen<br />

14,8 m 2 10<br />

Garderobe Herren<br />

27,2 m 2 14<br />

WC Herren<br />

5,2 m 2 15<br />

WC Damen<br />

3,2 m 2<br />

13<br />

Dusche WC Damen<br />

6,9 m 2<br />

12<br />

Dusche WC Herren<br />

10,3 m 2<br />

VF<br />

Gang<br />

29,4 m 2 32<br />

Öllager<br />

34,5 m 2<br />

45<br />

Lager Bekleidung<br />

15,8 m 2 VF<br />

Gang<br />

21,7 m 2 VF<br />

Gang<br />

10,5 m 2 Stellplätze intern 23<br />

751,5 m 2 Fahrräder<br />

54,9 m 2 44<br />

Sonderstoffe<br />

11,3 m 2<br />

09<br />

WC Beh.<br />

7,5 m 2<br />

F e l s e n a u<br />

F e l e n g a t e r<br />

B a u h o f<br />

extern<br />

intern<br />

TG<br />

Waschbox<br />

Partie<br />

Radlader<br />

Obergeschoss 1:200<br />

Erdgeschoss 1:200<br />

Untergeschoss 1:200<br />

Lageplan 1:1000<br />

Ansicht Ost Lagerspange 1:200<br />

Architektonisches Konzept<br />

Mit dem Neubau des Bauhofes Felsenau entsteht für den Bereich Oberland die<br />

zentrale Service- und Anlaufstelle für eine Vielzahl von Organisationseinheiten<br />

der Abteilung Straßenbau des Landes Vorarlberg. Dementsprechend<br />

umfangreich sind die Nutzungsanforderungen und das daraus resultierende<br />

Raumprogramm.<br />

Das vorgeschlagene Projekt verfolgt die Strategie einer klaren und funktionalen<br />

Bebauung des knapp bemessenen Perimeters. Mit dem Ziel, eine maximale<br />

Freifläche für den betrieblich wichtigen Ladehof zu schaffen.<br />

Dabei sind alle konditionierten Nutzflächen (Arbeitsbereiche) in einem<br />

freistehenden Gebäude entlang der Felsenauer- und Fellengatterstraße<br />

untergebracht. Die gedeckten Lagerflächen und die Waschbox sind in einem<br />

Bauwerk zusammengefasst, welches gestalterisch prägnant an die bestehende<br />

Felswand anschließt.<br />

Dadurch entsteht in der Mitte der beiden Bauten ein uneingeschränkt<br />

nutzbarer Ladehof mit einer Dimension von ca. 72 x 20 Metern.<br />

Die Setzung des straßenbegleitenden Hauptgebäudes erfolgt mit sanften<br />

Verschüben der einzelnen Funktionseinheiten. Einerseits kann dadurch besser<br />

auf die Grundstücksgeometrie reagiert werden und andererseits wird der ca.<br />

70 Meter lange Baukörper in seiner Längen- und Höhenentwicklung<br />

strukturiert.<br />

Die Zufahrten zum neuen Bauhof werden an die beiden Stirnseiten des<br />

Hauptgebäudes gelegt. Nordseitig fahren die LKW und Schwerfahrzeuge in<br />

den Hof ein. Auf der Südseite befindet sich die Zufahrt für die Besucher mit<br />

den dafür vorgesehenen Stellplätzen.<br />

Der gesamte ruhende Verkehr der Mitarbeitenden ist in einer Tiefgarage<br />

organisiert, die sowohl die Kraftfahrzeuge wie auch die Fahrräder aufnimmt.<br />

Aufgrund der günstigen Topografie kann die Garage über eine sehr kurze<br />

Rampe an die nordseitige Betriebszufahrt angebunden werden.<br />

Nutzungslayout<br />

Die Umsetzung des Raumprogramms und der darin beschriebenen betrieblich<br />

notwendigen Verbindungen führt zu einem klar strukturierten Gebäude. Über<br />

die volumsdifferenzierten Verschübe in der Gebäudeflucht und ihrer<br />

Höhenentwicklung, werden die unterschiedlichen Funktionsbereiche ablesbar.<br />

Der Haupteingang in den Bauhof befindet sich an der Südseite des<br />

Hauptgebäudes. Hier verteilen sich die Nutzer über das Treppenhaus in die<br />

drei Nutzungsebenen. Ergänzend zum Haupteingang wird stirnseitig ein<br />

Besuchereingang angeboten. So kann der Zutritt für Externe auch bei<br />

geschlossenen Zufahrtstoren ermöglicht werden.<br />

Die einzelnen Nutzungen verteilen sich gesamt über drei Ebenen.<br />

Garderoben, Neben- bzw. Technikräume und die Garage sind im<br />

Untergeschoss untergebracht.<br />

Im Erdgeschoß sind das Ersatzteillager, LKW-Werkstatt, Metallbearbeitung und<br />

Schlosserei, sowie die PKW-Werkstatt mit angeschlossener Malerei, als<br />

miteinander verbundene Kernfunktionsbereiche organisiert.<br />

Über Haupteingang und Ersatzteillager sind im Obergeschoss die Flächen der<br />

Administration und der Speiseraum mit Küche und Nebenräumen<br />

untergebracht. Die Bürobereiche sind gemäß Nutzerwunsch zum Ladehof hin<br />

orientiert. Der Speisebereich orientiert sich über eine großzügige Befensterung<br />

zum südostseitig gelegenen Bergpanorama.<br />

In einem westseitigen Nebenbauwerk können die, im Raumprogramm<br />

geforderten, überdeckten Funktionsbereiche zusammengefasst werden. Dabei<br />

wird die vorhandene Topografie der begrenzenden Felswand optimal genutzt,<br />

um die erforderlichen Raumtiefen bereitzustellen.<br />

Die Wasch- und Partiebox sind räumlich abgeschossen. Die restlichen Flächen<br />

werden mit einer durchgehenden Dachfläche überdeckt, welche auf einer<br />

Länge von ca. 54 Metern direkt an den Felsrücken anschließt.<br />

Konstruktion und Materialisierung<br />

Das Hauptgebäude besteht konstruktiv aus einem Sockelgeschoß aus<br />

Stahlbeton mit einer darauf aufgesetzten Holzkonstruktion.<br />

Der Einsatz von Holz beschränkt sich jedoch nicht nur auf die<br />

Tragkonstruktion. Die Gebäudehülle besteht aus vorgefertigten<br />

Holzelementen, die mit einem geschlossenen Vertikalschirm aus Lärchenholz<br />

verkleidet sind. Die Belichtung der Arbeits- und Funktionsbereiche erfolgt<br />

westseitig über raumhoch verglaste Torelemente. Auf der Ostseite sind es<br />

großzügige Seitenlichtbänder, welche durch ihre Anordnung an der<br />

Deckenunterkante für einen tiefen und gleichmäßigen Lichteinfall in den Hallen<br />

sorgen.<br />

Das Materialisierungskonzept zielt auf Langlebigkeit ab und soweit möglich,<br />

bleiben die Materialien unbehandelt. Speziell in den Aufenthalts- und<br />

Arbeitsräumen im Obergeschoss werden Boden, Wand und Deckenflächen in<br />

Holz ausgeführt.<br />

Die Innenausstattung und Möblierung erfolgt schlicht, aber hochwertig, um<br />

den Ansprüchen an Langlebigkeit und Ressourcenschonung gerecht zu<br />

werden.<br />

Die Konstruktion und Materialisierung für das Nebenbauwerk leitet sich aus<br />

dessen Funktion und der örtlichen Gegebenheit ab. Der Stahlbeton, als<br />

‚gegossener Stein‘ und artverwandtes Baumaterial zur bestehenden Felswand,<br />

korrespondiert mit dem Sockel des Hauptgebäudes.<br />

Prüfplan<br />

jenseits der Straße. Die Großform<br />

fügt sich selbstbewusst in den Ort<br />

ein. Räumlich dominant ist die Felswand.<br />

Die vorgesehene Materialisierung<br />

in Beton und unbehandeltem<br />

Holz entspricht durch Langlebigkeit<br />

und Ressourcenschonung den Intentionen<br />

der Ausloberin. Leider wurden<br />

mehrere Flächenabweichungen festgestellt.<br />

Teilweise zu niedrige Raumhöhen<br />

trüben die Freude. Funktionell<br />

wichtige Raumproportionen werden<br />

nicht immer eingehalten.<br />

Jurybeurteilung<br />

Die Funktionsbereiche zeichnen<br />

sich architektonisch gekonnt durch<br />

Höhen- und Fassadenmodulationen<br />

nach außen ab. So wird aus der Notwendigkeit<br />

verschiedener Raumhöhen<br />

ein spannungsreiches, elegantes<br />

Volumen kreiert. Die Setzung des<br />

Baukörpers kommuniziert auf überzeugende<br />

Weise mit den Häusern<br />

Obergeschoss<br />

Ansicht Ost<br />

Erdgeschoss<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+4.0<br />

+4.45<br />

+7.2<br />

+8.0<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+3.5<br />

+5.9<br />

+7.0<br />

+7.9<br />

+8.0<br />

+8.0<br />

+9.2<br />

+10.05<br />

ersatzteillager<br />

anlieferung<br />

sekretariat<br />

büro leitung<br />

besprechung<br />

+481.00<br />

erkehrszeichen<br />

LKW<br />

alerei<br />

Maschinen<br />

Kleingeräte<br />

PKW<br />

Ersatzteile<br />

Kantine<br />

Büro<br />

FAHRZEUGDIENST<br />

VERWALTUNG<br />

Betonsockel (Rammschutz)<br />

Aussteifende Holzplatte<br />

Hohlkastenstütze<br />

Vollwandträger<br />

Holzstütze - Baubuche<br />

Hohlkastenträger<br />

Vordach<br />

Zugverbindung<br />

ZBAUWEISE -<br />

- NACHHALTIGKEIT -<br />

- FLEXIBILITÄT -<br />

- LOW TECH -<br />

- REGIONALIT<br />

- NATÜRLICHE MATERIALIEN -<br />

AUSGANGSLAGE<br />

Das Planungsgebiet für den Neubau des Bauhofes Felsenau befindet sich in Frastanz und wird nordwestseitig von einem steil<br />

ansteigenden Hang begrenzt. Auf Grund des bautechnischen Zustands und dem für den Bau des Stadttunnels notwendigen Abbruch<br />

mehrerer Gebäude muss der Bauhof Felsenau neu errichtet werden. Die Grundstücksfläche des bestehenden Betriebsgeländes beträgt<br />

15.352 m2, davon werden für den Neubau 5.872 m2 im südlichen Bereich zur Verfügung gestellt, und in weiterer Folge eine<br />

Grundstückstrennung zum nördlichen Teil vorgenommen.<br />

Die Erschließung des Wettbewerbsgrundstückes erfolgt nordostseitig, da hier eine verkehrstechnisch günstige Anbindung möglich ist. Die<br />

vorbereitenden Untersuchungen seitens des beauftragten Verkehrsplanungsbüros wurden berücksichtigt und die empfohlene<br />

Schleppkurve übernommen. Der geplante Neubau erstreckt sich als länglicher Baukörper parallel zur Gemeindestraße und bildet rückseitig<br />

einen geschützten Hofbereich zwischen Gebäude und Fels. Die bestehenden Stollen werden als Lagerfläche weiter erhalten, außerdem<br />

wird ein Bestandsgebäude in Zukunft als Waschhalle bzw. Einstellhalle genutzt.<br />

VERKEHR|FREIRAUM|GRÜNRAUM<br />

Die Einfahrt in das umzäunte Betriebsgelände befindet sich an der Nord-Ost Ecke des Grundstückes. Im Hofbereich sind die vier PKW-<br />

Stellplätze situiert. Diese Bereiche sind so gelegt, dass sie von der Verwaltung aus einsehbar sind. Der Freiraum wird hauptsächlich von<br />

den Manipulationsflächen der LKWs geprägt, welche vor der LKW-Werkstatt im Osten und dem Fels im Süden beschränkt wird. Dem<br />

Freiraum im Norden wird auch die Außenabstellfläche für die Container platziert. Im Süden des Grundstücks befinden sich<br />

Außenlagerflächen für diverse Nutzungen. Zudem gibt es eine Grünfläche im Süden, welche als Erholungs- und Pausenbereich genutzt<br />

werden kann.<br />

ARCHITEKTUR<br />

Oberstes Ziel des geplanten Neubaus ist es, die unterschiedlichen Anforderungen und Aufgaben des Bauhofes in ein architektonisches<br />

Gesamtkonzept zusammenzuführen, sodass die jeweiligen Funktionen des Betriebes reibungslos durchgeführt werden können. Ein<br />

kompakter Baukörper, welcher sich durch eine durchdachte Aufteilung der geforderten Nutzungen ergibt, wird in Nord-Süd-Achse entlang<br />

der Straße situiert. Direkt bei der Zufahrt auf das Grundstück befindet sich die Tiefgaragenzufahrt, sowie die Anlieferung an das<br />

Ersatzteillager.<br />

Damit ein möglichst großflächiger Hofbereich geschaffen werden kann, rückt der Baukörper bis auf 3 Meter an die Gemeindestraße im<br />

Osten heran. Es entsteht ein zentraler Hof, welcher Zugang zu allen Nutzungsbereichen ermöglicht. Entlang der gesamten westlichen<br />

Front des Neubaus erstreckt sich ein weitläufiges Vordach, sowie Tore welche die unterschiedlichen Werkstattbereiche erschließen.<br />

Im Norden bei der Zufahrt auf das Grundstück befindet sich der Hauptzugang mit einem Stiegenhaus, welches alle Ebenen miteinander<br />

verbindet. Von hier aus gelangt man auch in den Werkstattbereich. Ein zentrales Leitungsbüro und die <strong>Ausgabe</strong>theke der Ersatzteile<br />

platzierten sich g eschickt zwischen PKW - und LKW Werkstatt.<br />

Das Gebäude ist in einem konsequenten Raster (5.5x5.5m) gegliedert, was einen ehrlichen Holzbau und klar strukturierte<br />

Nutzungsbereiche zulässt. Den zentralen und größten Teil des Gebäudes nimmt die LKW-Werkstatt ein. Eine Erhöhung im Dach<br />

ermöglicht die geforderte Raumhöhe von 8 m und schafft zusätzlich seitliche Oberlichter. Ein Deckenkran verbindet die LKW-Werkstatt<br />

und die angrenzende Metallverarbeitung miteinander. Im hinteren östlichen Teil der Halle öffnet sich eine Galerie zum Werkstattbereich,<br />

welche ausreichend Lagerfläche für die jeweiligen Nutzungsbereiche bereithält. Die Schlosserei, sowie die PKW-Werkstatt sind jeweils<br />

mit eigenen Kränen ausgestattet, sowie einem Tor zum Hofbereich. Alle Nutzungen sind somit optimal miteinander verbunden,<br />

funktionieren aber auch als eigenständige Räume. Die offene Struktur ermöglicht eine flexible Einteilung des Gebäudes, sollte sich<br />

langfristig die Anforderungen an die Nutzung ändern. Die Verwaltung und die Kantine befinden sich im nördlichen Teil des<br />

Obergeschosses, wodurch der Maschinenlärm aus den südlich gelegenen Hallen abgehalten wird. Eine zentrale Garderobe empfängt<br />

sowohl die Büroangestellten als auch die Besucher der Kantine. Ein großer Besprechungsraum ist dem Büro und dem Speiseraum<br />

zugeordnet. Das Lebensmittellager für die Küche ist in unmittelbarer Nähe zum Aufzug. Im Untergeschoss befinden sich ausreichend<br />

Parkplätze für die Mitarbeiter. Direkt am Erschließungskern befinden sich die geschlechtergetrennten Umkleideräume mit Duschen und<br />

WC. Neben den Technikräumen befinden sich außerdem großflächige Lagerflächen im Untergeschoss.<br />

KONSTRUKTION|FASSADE<br />

Die Konstruktion des Entwurfs ist abgesehen des Untergeschosses zur Gänze in Holz konzipiert. Zentraler Punkt der Konstruktion sind die<br />

Hohlkastenträger in Torebene. Diese Träger dienen zum einen, zusammen mit den Holzstützen in der Halle, als Auflager der<br />

Vollwandträger. Mit denen die Halle überspannt wird. Und zum anderen als tragendes Element des weit auskragenden Vordachs. Mit<br />

diesem Vordach wird eine stützenfreie, witterungsgeschützte und sehr großzügige Manipulationsfläche vor der Halle geschaffen. Bei der<br />

Konstruktion dieser Hohlkastenträger werden die Holzriegel seitlich mit einer Platte zu einem steifen Element (Stütze + auskragender<br />

Träger) verbunden. Dadurch ergibt sich eine sehr steife und leistungsfähige Konstruktion. Die weniger weit spannende Holzkonstruktion<br />

der Verwaltung, Kantine und Galerie wird mit einer einfachen Konstruktion aus Stützen und einer Balkendecke konstruiert.<br />

Die Außenwand des Neubaus wird aus einer ausgedämmten Holzriegelkonstruktion konstruiert. Bei der Fassade handelt es sich um einen<br />

geschlossenen Holzschirm. Durch unterschiedliche Brettbreiten wird eine horizontale Gliederung erzeugt, diese erstreckt sich um das<br />

ganze Gebäude. Großflächige Fensteröffnungen in den Toren und an der Straßenseite bringen großzügig Tageslicht in alle Bereiche des<br />

Neubaus. Die Dacherhöhung über der LKW-Werkstatt ist mit Profilglas eingehaust, wodurch ein diffuses Oberlicht g eschaffen wird.<br />

HAUSTECHNIK<br />

Der gesamte Technikbereich ist im Untergeschoss situiert. Das energetische Ziel des Neubaus ist ein Nullenergieobjekt. Dieses Ziel wird<br />

erreicht durch die Errichtung hocheffizienter Haustechnikanlagen, welche einen hohen Grad an Wärmerückgewinnung vorweisen. Zudem<br />

wird die Energie zur Wärmeerzeugung über eine umweltfreundliche, grundwasserbasierte Wärmepumpe gewonnen. Unterstützt wird<br />

diese von einer großflächigen PV-Anlage, welche auf dem erhöhten Baukörpern situiert wird. Um dennoch das Energieziel zu erreichen,<br />

ist das Neubauprojekt kompakt geplant, Bauteile werden teils für die Energiegewinnung aktiviert und die Hülle des Neubaus wird im<br />

Passivhausstandard ausgeführt.<br />

Kran 5to<br />

Kran 5to<br />

1<br />

A<br />

Bestand Bestand<br />

65<br />

41-Radlader 57-Wasc ha le<br />

65<br />

Papier<br />

3<br />

2<br />

Bushaltestelle<br />

Bestand<br />

Büro<br />

Kran 2to<br />

Bohrer<br />

5<br />

52-Gas<br />

5<br />

51<br />

57-Waschplatz<br />

54-Ab.<br />

Restmüll<br />

Stahl<br />

Aluminium<br />

Altreifen<br />

Altreifen<br />

74<br />

56-Lager Absperrgitter<br />

50<br />

55-Metall/Eisenlager<br />

55<br />

54-Abfallcontainer<br />

Werkbank<br />

Fräse<br />

Plasma<br />

Drehbank<br />

Abkant.<br />

Presse Bandsäge<br />

Kreissäge<br />

Schweißgeräte<br />

Schlagscheren<br />

Schleifen<br />

Oberlicht<br />

Oberlicht<br />

Zugang<br />

Werkstätten<br />

Verwaltung<br />

Kantine<br />

Vorraum<br />

Anlieferung<br />

Tiefgarage<br />

A<br />

4 Besucherstellplätze<br />

Tor<br />

3<br />

2<br />

1<br />

Vordach<br />

Stollen (Lager)<br />

Sto len (Lager)<br />

Galerie<br />

<strong>Ausgabe</strong><br />

88<br />

42-Partie Verkehrszeichen<br />

57<br />

31-Malerei<br />

33-Ersatzteile<br />

223<br />

34-Büro Teile<br />

12<br />

26-Werk. Leit.<br />

12<br />

58<br />

25-PKW Werkstatt<br />

60<br />

56-Infotafeln+Schilder<br />

13<br />

36-E.Tec<br />

6<br />

38-WC<br />

28-Metallbearbeitung<br />

241<br />

30-Schlosserei<br />

181 364<br />

27-LKW-Werkstatt<br />

15<br />

35-Spezialwerkzeug<br />

58<br />

41-Kleingeräte<br />

6<br />

39-WC<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+7.0<br />

+7.9<br />

+8.0<br />

+9.2<br />

+10.05<br />

garderobe<br />

büros<br />

lager<br />

küche<br />

metall<br />

schlosserei lkw - werkstatt erstatzteile<br />

verkehrszeichen<br />

43<br />

43<br />

37<br />

44<br />

141<br />

23-Haustechnik<br />

10,12-Garderobe H<br />

11,13-Garderobe D<br />

14<br />

14-WC<br />

14<br />

15-WC<br />

20 PKW-Stellplätze<br />

56<br />

Fahrrad<br />

Lager<br />

8<br />

9-WC-B<br />

27<br />

45-Lager Bekleidung<br />

27<br />

24-Server<br />

27<br />

4,6- Archiv/Lager<br />

KFZ<br />

Einspurig<br />

108<br />

(Z11) Keller / Lager<br />

13<br />

Altbaterien<br />

32-Öllager<br />

27<br />

Kran 5to<br />

Kran 3to<br />

Kühl.<br />

Kran 2to<br />

Raumhöhe: 9.2m<br />

UK Kran: 7.0m<br />

Luftraum<br />

83<br />

43-Lager Verkehrszeichen<br />

23<br />

37-Batterieraum<br />

129-Lager Metallbearbeitung<br />

139<br />

20-WC<br />

5<br />

19-Putz<br />

5<br />

59<br />

16-Küche<br />

18-Büro<br />

18<br />

19<br />

17-Küchenlager<br />

8<br />

8,9-WC<br />

30<br />

Garderobe<br />

85<br />

21-Speiseraum<br />

28<br />

22-Besprechung<br />

40<br />

2-Sektretariat<br />

29<br />

1-Bauhofverwalter<br />

3<br />

5-Tec.<br />

3-VZ<br />

14<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+4.0<br />

+4.45<br />

+7.2<br />

+8.0<br />

UNTERGESCHOSS<br />

1:200<br />

OBERGESCHOSS<br />

1:200<br />

ERDGESCHOSS<br />

1:200<br />

SCHNITT A-A<br />

1:200<br />

— BAUHOF FELSENAU IN FRASTANZ — 031307<br />

Anforderungen aus. Ein hofseitig<br />

großzügig auskragendes Vordach<br />

erlaubt den witterungsgeschützten<br />

Wechsel von innen nach außen.<br />

Die Anforderungen an das Ersatzteilelager<br />

werden leider weitgehend<br />

nicht eingehalten, der mehrfach geknickte<br />

schlauchartige Raum scheint<br />

für die Nutzer problematisch. Funktionell<br />

wichtige Raumproportionen<br />

werden nicht eingehalten. Leider<br />

Kran 5to<br />

Kran 5to<br />

1<br />

A<br />

Bestand Bestand<br />

65<br />

41-Radlader 57-Waschha le<br />

65<br />

Papier<br />

3<br />

2<br />

Bushaltestelle<br />

Bestand<br />

Büro<br />

Kran 2to<br />

Bohrer<br />

5<br />

52-Gas<br />

5<br />

51<br />

57-Waschplatz<br />

54-Ab.<br />

Restmüll<br />

Stahl<br />

Aluminium<br />

Altreifen<br />

Altreifen<br />

74<br />

56-Lager Absperrgitter<br />

50<br />

55-Metall/Eisenlager<br />

55<br />

54-Abfallcontainer<br />

Werkbank<br />

Fräse<br />

Plasma<br />

Drehbank<br />

Abkant.<br />

Presse Bandsäge<br />

Kreissäge<br />

Schweißgeräte<br />

Schlagscheren<br />

Schleifen<br />

Oberlicht<br />

Oberlicht<br />

Zugang<br />

Werkstätten<br />

Verwaltung<br />

Kantine<br />

Vorraum<br />

Anlieferung<br />

Tiefgarage<br />

A<br />

4 Besucherstellplätze<br />

Tor<br />

3<br />

2<br />

1<br />

Vordach<br />

Stollen (Lager)<br />

Stollen (Lager)<br />

Galerie<br />

<strong>Ausgabe</strong><br />

88<br />

42-Partie Verkehrszeichen<br />

57<br />

31-Malerei<br />

33-Ersatzteile<br />

223<br />

34-Büro Teile<br />

12<br />

26-Werk. Leit.<br />

12<br />

58<br />

25-PKW Werkstatt<br />

60<br />

56-Infotafeln+Schilder<br />

13<br />

36-E.Tec<br />

6<br />

38-WC<br />

28-Metallbearbeitung<br />

241<br />

30-Schlosserei<br />

181 364<br />

27-LKW-Werkstatt<br />

15<br />

35-Spezialwerkzeug<br />

58<br />

41-Kleingeräte<br />

6<br />

39-WC<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+7.0<br />

+7.9<br />

+8.0<br />

+9.2<br />

+10.05<br />

garderobe<br />

büros<br />

lager<br />

küche<br />

metall<br />

schlosserei lkw - werkstatt erstatzteile<br />

verkehrszeichen<br />

43<br />

43<br />

37<br />

44<br />

141<br />

23-Haustechnik<br />

10,12-Garderobe H<br />

11,13-Garderobe D<br />

14<br />

14-WC<br />

14<br />

15-WC<br />

20 PKW-Stellplätze<br />

56<br />

Fahrrad<br />

Lager<br />

8<br />

9-WC-B<br />

27<br />

45-Lager Bekleidung<br />

27<br />

24-Server<br />

27<br />

4,6- Archiv/Lager<br />

KFZ<br />

Einspurig<br />

108<br />

(Z11) Keller / Lager<br />

13<br />

Altbaterien<br />

32-Öllager<br />

27<br />

Kran 5to<br />

Kran 3to<br />

Kühl.<br />

Kran 2to<br />

Raumhöhe: 9.2m<br />

UK Kran: 7.0m<br />

Luftraum<br />

83<br />

43-Lager Verkehrszeichen<br />

23<br />

37-Batterieraum<br />

129-Lager Metallbearbeitung<br />

139<br />

20-WC<br />

5<br />

19-Putz<br />

5<br />

59<br />

16-Küche<br />

18-Büro<br />

18<br />

19<br />

17-Küchenlager<br />

8<br />

8,9-WC<br />

30<br />

Garderobe<br />

85<br />

21-Speiseraum<br />

28<br />

22-Besprechung<br />

40<br />

2-Sektretariat<br />

29<br />

1-Bauhofverwalter<br />

3<br />

5-Tec.<br />

3-VZ<br />

14<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+4.0<br />

+4.45<br />

+7.2<br />

+8.0<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+3.5<br />

+5.9<br />

+7.0<br />

+7.9<br />

+8.0<br />

+8.0<br />

+9.2<br />

+10.05<br />

lkw-werkstatt<br />

+481.00<br />

oberlicht<br />

lagerfläche<br />

kleingeräte<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+3.5<br />

+5.9<br />

+7.2<br />

+8.0<br />

kleingeräte<br />

metallarbeiten<br />

lagerfläche<br />

+481.00<br />

SCHNITT 3-3<br />

1:200<br />

SCHNITT 2-2<br />

1:200<br />

UNTERGESCHOSS<br />

1:200<br />

OBERGESCHOSS<br />

1:200<br />

ERDGESCHOSS<br />

1:200<br />

SCHNITT A-A<br />

1:200<br />

— BAUHOF FELSENAU IN FRASTANZ — 031307<br />

Kran 5to<br />

Kran 5to<br />

1<br />

A<br />

Bestand Bestand<br />

65<br />

41-Radlader 57-Waschha le<br />

65<br />

Papier<br />

3<br />

2<br />

Bushaltestelle<br />

Bestand<br />

Büro<br />

Kran 2to<br />

Bohrer<br />

5<br />

52-Gas<br />

5<br />

51<br />

57-Waschplatz<br />

54-Ab.<br />

Restmüll<br />

Stahl<br />

Aluminium<br />

Altreifen<br />

Altreifen<br />

74<br />

56-Lager Absperrgitter<br />

50<br />

55-Metall/Eisenlager<br />

55<br />

54-Abfallcontainer<br />

Werkbank<br />

Fräse<br />

Plasma<br />

Drehbank<br />

Abkant.<br />

Presse Bandsäge<br />

Kreissäge<br />

Schweißgeräte<br />

Schlagscheren<br />

Schleifen<br />

Oberlicht<br />

Oberlicht<br />

Zugang<br />

Werkstätten<br />

Verwaltung<br />

Kantine<br />

Vorraum<br />

Anlieferung<br />

Tiefgarage<br />

A<br />

4 Besucherstellplätze<br />

Tor<br />

3<br />

2<br />

1<br />

Vordach<br />

Stollen (Lager)<br />

Stollen (Lager)<br />

Galerie<br />

<strong>Ausgabe</strong><br />

88<br />

42-Partie Verkehrszeichen<br />

57<br />

31-Malerei<br />

33-Ersatzteile<br />

223<br />

34-Büro Teile<br />

12<br />

26-Werk. Leit.<br />

12<br />

58<br />

25-PKW Werkstatt<br />

60<br />

56-Infotafeln+Schilder<br />

13<br />

36-E.Tec<br />

6<br />

38-WC<br />

28-Metallbearbeitung<br />

241<br />

30-Schlosserei<br />

181 364<br />

27-LKW-Werkstatt<br />

15<br />

35-Spezialwerkzeug<br />

58<br />

41-Kleingeräte<br />

6<br />

39-WC<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+7.0<br />

+7.9<br />

+8.0<br />

+9.2<br />

+10.05<br />

garderobe<br />

büros<br />

lager<br />

küche<br />

metall<br />

schlosserei lkw - werkstatt erstatzteile<br />

verkehrszeichen<br />

43<br />

43<br />

37<br />

44<br />

141<br />

23-Haustechnik<br />

10,12-Garderobe H<br />

11,13-Garderobe D<br />

14<br />

14-WC<br />

14<br />

15-WC<br />

20 PKW-Stellplätze<br />

56<br />

Fahrrad<br />

Lager<br />

8<br />

9-WC-B<br />

27<br />

45-Lager Bekleidung<br />

27<br />

24-Server<br />

27<br />

4,6- Archiv/Lager<br />

KFZ<br />

Einspurig<br />

108<br />

(Z11) Keller / Lager<br />

13<br />

Altbaterien<br />

32-Öllager<br />

27<br />

Kran 5to<br />

Kran 3to<br />

Kühl.<br />

Kran 2to<br />

Raumhöhe: 9.2m<br />

UK Kran: 7.0m<br />

Luftraum<br />

83<br />

43-Lager Verkehrszeichen<br />

23<br />

37-Batterieraum<br />

129-Lager Metallbearbeitung<br />

139<br />

20-WC<br />

5<br />

19-Putz<br />

5<br />

59<br />

16-Küche<br />

18-Büro<br />

18<br />

19<br />

17-Küchenlager<br />

8<br />

8,9-WC<br />

30<br />

Garderobe<br />

85<br />

21-Speiseraum<br />

28<br />

22-Besprechung<br />

40<br />

2-Sektretariat<br />

29<br />

1-Bauhofverwalter<br />

3<br />

5-Tec.<br />

3-VZ<br />

14<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+4.0<br />

+4.45<br />

+7.2<br />

+8.0<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+3.5<br />

+5.9<br />

+7.0<br />

+7.9<br />

+8.0<br />

+8.0<br />

+9.2<br />

+10.05<br />

lkw-werkstatt<br />

+481.00<br />

oberlicht<br />

lagerfläche<br />

kleingeräte<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+3.5<br />

+5.9<br />

+7.2<br />

+8.0<br />

kleingeräte<br />

metallarbeiten<br />

lagerfläche<br />

+481.00<br />

SCHNITT 3-3<br />

1:200<br />

SCHNITT 2-2<br />

1:200<br />

UNTERGESCHOSS<br />

1:200<br />

OBERGESCHOSS<br />

1:200<br />

ERDGESCHOSS<br />

1:200<br />

SCHNITT A-A<br />

1:200<br />

— BAUHOF FELSENAU IN FRASTANZ — 031307<br />

Kran 5to<br />

Kran 5to<br />

1<br />

A<br />

Bestand Bestand<br />

65<br />

41-Radlader 57-Waschha le<br />

65<br />

Papier<br />

3<br />

2<br />

Bushaltestelle<br />

Bestand<br />

Büro<br />

Kran 2to<br />

Bohrer<br />

5<br />

52-Gas<br />

5<br />

51<br />

57-Waschplatz<br />

54-Ab.<br />

Restmüll<br />

Stahl<br />

Aluminium<br />

Altreifen<br />

Altreifen<br />

74<br />

56-Lager Absperrgitter<br />

50<br />

55-Metall/Eisenlager<br />

55<br />

54-Abfallcontainer<br />

Werkbank<br />

Fräse<br />

Plasma<br />

Drehbank<br />

Abkant.<br />

Presse Bandsäge<br />

Kreissäge<br />

Schweißgeräte<br />

Schlagscheren<br />

Schleifen<br />

Oberlicht<br />

Oberlicht<br />

Zugang<br />

Werkstätten<br />

Verwaltung<br />

Kantine<br />

Vorraum<br />

Anlieferung<br />

Tiefgarage<br />

A<br />

4 Besucherstellplätze<br />

Tor<br />

3<br />

2<br />

1<br />

Vordach<br />

Stollen (Lager)<br />

Sto len (Lager)<br />

Galerie<br />

<strong>Ausgabe</strong><br />

88<br />

42-Partie Verkehrszeichen<br />

57<br />

31-Malerei<br />

33-Ersatzteile<br />

223<br />

34-Büro Teile<br />

12<br />

26-Werk. Leit.<br />

12<br />

58<br />

25-PKW Werkstatt<br />

60<br />

56-Infotafeln+Schilder<br />

13<br />

36-E.Tec<br />

6<br />

38-WC<br />

28-Metallbearbeitung<br />

241<br />

30-Schlosserei<br />

181 364<br />

27-LKW-Werkstatt<br />

15<br />

35-Spezialwerkzeug<br />

58<br />

41-Kleingeräte<br />

6<br />

39-WC<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+7.0<br />

+7.9<br />

+8.0<br />

+9.2<br />

+10.05<br />

garderobe<br />

büros<br />

lager<br />

küche<br />

metall<br />

schlosserei lkw - werkstatt erstatzteile<br />

verkehrszeichen<br />

43<br />

43<br />

37<br />

44<br />

141<br />

23-Haustechnik<br />

10,12-Garderobe H<br />

11,13-Garderobe D<br />

14<br />

14-WC<br />

14<br />

15-WC<br />

20 PKW-Stellplätze<br />

56<br />

Fahrrad<br />

Lager<br />

8<br />

9-WC-B<br />

27<br />

45-Lager Bekleidung<br />

27<br />

24-Server<br />

27<br />

4,6- Archiv/Lager<br />

KFZ<br />

Einspurig<br />

108<br />

(Z11) Keller / Lager<br />

13<br />

Altbaterien<br />

32-Öllager<br />

27<br />

Kran 5to<br />

Kran 3to<br />

Kühl.<br />

Kran 2to<br />

Raumhöhe: 9.2m<br />

UK Kran: 7.0m<br />

Luftraum<br />

83<br />

43-Lager Verkehrszeichen<br />

23<br />

37-Batterieraum<br />

129-Lager Metallbearbeitung<br />

139<br />

20-WC<br />

5<br />

19-Putz<br />

5<br />

59<br />

16-Küche<br />

18-Büro<br />

18<br />

19<br />

17-Küchenlager<br />

8<br />

8,9-WC<br />

30<br />

Garderobe<br />

85<br />

21-Speiseraum<br />

28<br />

22-Besprechung<br />

40<br />

2-Sektretariat<br />

29<br />

1-Bauhofverwalter<br />

3<br />

5-Tec.<br />

3-VZ<br />

14<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+4.0<br />

+4.45<br />

+7.2<br />

+8.0<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+3.5<br />

+5.9<br />

+7.0<br />

+7.9<br />

+8.0<br />

+8.0<br />

+9.2<br />

+10.05<br />

lkw-werkstatt<br />

+481.00<br />

oberlicht<br />

lagerfläche<br />

kleingeräte<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+3.5<br />

+5.9<br />

+7.2<br />

+8.0<br />

kleingeräte<br />

metallarbeiten<br />

lagerfläche<br />

+481.00<br />

SCHNITT 3-3<br />

1:200<br />

SCHNITT 2-2<br />

1:200<br />

UNTERGESCHOSS<br />

1:200<br />

OBERGESCHOSS<br />

1:200<br />

ERDGESCHOSS<br />

1:200<br />

SCHNITT A-A<br />

1:200<br />

— BAUHOF FELSENAU IN FRASTANZ — 031307<br />

Kran 5to<br />

Kran 5to<br />

1<br />

A<br />

Bestand Bestand<br />

65<br />

41-Radlader 57-Waschhalle<br />

65<br />

Papier<br />

3<br />

2<br />

Bushaltestelle<br />

Bestand<br />

Büro<br />

Kran 2to<br />

Bohrer<br />

5<br />

52-Gas<br />

5<br />

51<br />

57-Waschplatz<br />

54-Ab.<br />

Restmüll<br />

Stahl<br />

Aluminium<br />

Altreifen<br />

Altreifen<br />

74<br />

56-Lager Absperrgitter<br />

50<br />

55-Metall/Eisenlager<br />

55<br />

54-Abfallcontainer<br />

Werkbank<br />

Fräse<br />

Plasma<br />

Drehbank<br />

Abkant.<br />

Presse Bandsäge<br />

Kreissäge<br />

Schweißgeräte<br />

Schlagscheren<br />

Schleifen<br />

Oberlicht<br />

Oberlicht<br />

Zugang<br />

Werkstätten<br />

Verwaltung<br />

Kantine<br />

Vorraum<br />

Anlieferung<br />

Tiefgarage<br />

A<br />

4 Besucherstellplätze<br />

Tor<br />

3<br />

2<br />

1<br />

Vordach<br />

Sto len (Lager)<br />

Sto len (Lager)<br />

Galerie<br />

<strong>Ausgabe</strong><br />

88<br />

42-Partie Verkehrszeichen<br />

57<br />

31-Malerei<br />

33-Ersatzteile<br />

223<br />

34-Büro Teile<br />

12<br />

26-Werk. Leit.<br />

12<br />

58<br />

25-PKW Werkstatt<br />

60<br />

56-Infotafeln+Schilder<br />

13<br />

36-E.Tec<br />

6<br />

38-WC<br />

28-Metallbearbeitung<br />

241<br />

30-Schlosserei<br />

181 364<br />

27-LKW-Werkstatt<br />

15<br />

35-Spezialwerkzeug<br />

58<br />

41-Kleingeräte<br />

6<br />

39-WC<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+7.0<br />

+7.9<br />

+8.0<br />

+9.2<br />

+10.05<br />

garderobe<br />

büros<br />

lager<br />

küche<br />

metall<br />

schlosserei lkw - werkstatt erstatzteile<br />

verkehrszeichen<br />

43<br />

43<br />

37<br />

44<br />

141<br />

23-Haustechnik<br />

10,12-Garderobe H<br />

11,13-Garderobe D<br />

14<br />

14-WC<br />

14<br />

15-WC<br />

20 PKW-Stellplätze<br />

56<br />

Fahrrad<br />

Lager<br />

8<br />

9-WC-B<br />

27<br />

45-Lager Bekleidung<br />

27<br />

24-Server<br />

27<br />

4,6- Archiv/Lager<br />

KFZ<br />

Einspurig<br />

108<br />

(Z11) Keller / Lager<br />

13<br />

Altbaterien<br />

32-Öllager<br />

27<br />

Kran 5to<br />

Kran 3to<br />

Kühl.<br />

Kran 2to<br />

Raumhöhe: 9.2m<br />

UK Kran: 7.0m<br />

Luftraum<br />

83<br />

43-Lager Verkehrszeichen<br />

23<br />

37-Batterieraum<br />

129-Lager Metallbearbeitung<br />

139<br />

20-WC<br />

5<br />

19-Putz<br />

5<br />

59<br />

16-Küche<br />

18-Büro<br />

18<br />

19<br />

17-Küchenlager<br />

8<br />

8,9-WC<br />

30<br />

Garderobe<br />

85<br />

21-Speiseraum<br />

28<br />

22-Besprechung<br />

40<br />

2-Sektretariat<br />

29<br />

1-Bauhofverwalter<br />

3<br />

5-Tec.<br />

3-VZ<br />

14<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+4.0<br />

+4.45<br />

+7.2<br />

+8.0<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+3.5<br />

+5.9<br />

+7.0<br />

+7.9<br />

+8.0<br />

+8.0<br />

+9.2<br />

+10.05<br />

lkw-werkstatt<br />

+481.00<br />

oberlicht<br />

lagerfläche<br />

kleingeräte<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+3.5<br />

+5.9<br />

+7.2<br />

+8.0<br />

kleingeräte<br />

metallarbeiten<br />

lagerfläche<br />

+481.00<br />

SCHNITT 3-3<br />

1:200<br />

SCHNITT 2-2<br />

1:200<br />

UNTERGESCHOSS<br />

1:200<br />

OBERGESCHOSS<br />

1:200<br />

ERDGESCHOSS<br />

1:200<br />

SCHNITT A-A<br />

1:200<br />

— BAUHOF FELSENAU IN FRASTANZ — 031307<br />

Kran 5to<br />

Kran 5to<br />

1<br />

A<br />

Bestand Bestand<br />

65<br />

41-Radlader 57-Waschha le<br />

65<br />

Papier<br />

3<br />

2<br />

Bushaltestelle<br />

Bestand<br />

Büro<br />

Kran 2to<br />

Bohrer<br />

5<br />

52-Gas<br />

5<br />

51<br />

57-Waschplatz<br />

54-Ab.<br />

Restmüll<br />

Stahl<br />

Aluminium<br />

Altreifen<br />

Altreifen<br />

74<br />

56-Lager Absperrgitter<br />

50<br />

55-Metall/Eisenlager<br />

55<br />

54-Abfallcontainer<br />

Werkbank<br />

Fräse<br />

Plasma<br />

Drehbank<br />

Abkant.<br />

Presse Bandsäge<br />

Kreissäge<br />

Schweißgeräte<br />

Schlagscheren<br />

Schleifen<br />

Oberlicht<br />

Oberlicht<br />

Zugang<br />

Werkstätten<br />

Verwaltung<br />

Kantine<br />

Vorraum<br />

Anlieferung<br />

Tiefgarage<br />

A<br />

4 Besucherstellplätze<br />

Tor<br />

3<br />

2<br />

1<br />

Vordach<br />

Sto len (Lager)<br />

Sto len (Lager)<br />

Galerie<br />

<strong>Ausgabe</strong><br />

88<br />

42-Partie Verkehrszeichen<br />

57<br />

31-Malerei<br />

33-Ersatzteile<br />

223<br />

34-Büro Teile<br />

12<br />

26-Werk. Leit.<br />

12<br />

58<br />

25-PKW Werkstatt<br />

60<br />

56-Infotafeln+Schilder<br />

13<br />

36-E.Tec<br />

6<br />

38-WC<br />

28-Metallbearbeitung<br />

241<br />

30-Schlosserei<br />

181 364<br />

27-LKW-Werkstatt<br />

15<br />

35-Spezialwerkzeug<br />

58<br />

41-Kleingeräte<br />

6<br />

39-WC<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+7.0<br />

+7.9<br />

+8.0<br />

+9.2<br />

+10.05<br />

garderobe<br />

büros<br />

lager<br />

küche<br />

metall<br />

schlosserei lkw - werkstatt erstatzteile<br />

verkehrszeichen<br />

43<br />

43<br />

37<br />

44<br />

141<br />

23-Haustechnik<br />

10,12-Garderobe H<br />

11,13-Garderobe D<br />

14<br />

14-WC<br />

14<br />

15-WC<br />

20 PKW-Stellplätze<br />

56<br />

Fahrrad<br />

Lager<br />

8<br />

9-WC-B<br />

27<br />

45-Lager Bekleidung<br />

27<br />

24-Server<br />

27<br />

4,6- Archiv/Lager<br />

KFZ<br />

Einspurig<br />

108<br />

(Z11) Keller / Lager<br />

13<br />

Altbaterien<br />

32-Öllager<br />

27<br />

Kran 5to<br />

Kran 3to<br />

Kühl.<br />

Kran 2to<br />

Raumhöhe: 9.2m<br />

UK Kran: 7.0m<br />

Luftraum<br />

83<br />

43-Lager Verkehrszeichen<br />

23<br />

37-Batterieraum<br />

129-Lager Metallbearbeitung<br />

139<br />

20-WC<br />

5<br />

19-Putz<br />

5<br />

59<br />

16-Küche<br />

18-Büro<br />

18<br />

19<br />

17-Küchenlager<br />

8<br />

8,9-WC<br />

30<br />

Garderobe<br />

85<br />

21-Speiseraum<br />

28<br />

22-Besprechung<br />

40<br />

2-Sektretariat<br />

29<br />

1-Bauhofverwalter<br />

3<br />

5-Tec.<br />

3-VZ<br />

14<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+4.0<br />

+4.45<br />

+7.2<br />

+8.0<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+3.5<br />

+5.9<br />

+7.0<br />

+7.9<br />

+8.0<br />

+8.0<br />

+9.2<br />

+10.05<br />

lkw-werkstatt<br />

+481.00<br />

oberlicht<br />

lagerfläche<br />

kleingeräte<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+3.5<br />

+5.9<br />

+7.2<br />

+8.0<br />

kleingeräte<br />

metallarbeiten<br />

lagerfläche<br />

+481.00<br />

SCHNITT 3-3<br />

1:200<br />

SCHNITT 2-2<br />

1:200<br />

UNTERGESCHOSS<br />

1:200<br />

OBERGESCHOSS<br />

1:200<br />

ERDGESCHOSS<br />

1:200<br />

SCHNITT A-A<br />

1:200<br />

— BAUHOF FELSENAU IN FRASTANZ — 031307<br />

zeigen sich auch bei etlichen Räumen<br />

Flächenabweichungen. Die<br />

Weiterverwendung der bestehenden<br />

Waschhalle ist sympathisch, die<br />

Aufteilung Waschhalle / Waschplatz<br />

fragwürdig. Die Holzbauweise entspricht<br />

den ökologischen Intentionen<br />

der Ausloberin. Für den Ort reagiert<br />

die Gestaltung und Plastizität<br />

des Baukörpers zu wenig auf seine<br />

Umgebung.<br />

2. Rang<br />

Projekt 14<br />

Baumschlager Hutter<br />

ZT GmbH<br />

Dornbirn; gegründet 2010<br />

www.baumschlagerhutter.com<br />

Jurybeurteilung<br />

Das Projekt zeigt sich als eine<br />

schlichte kompakte Box an der<br />

Straße, die kluge und geradlinige<br />

Funktionserfüllung signalisiert. Diese<br />

Erwartung wird auch im Inneren<br />

weitgehend erfüllt. Durch die klare<br />

Organisation der Arbeitsabläufe<br />

lässt sich eine hohe Praxistauglichkeit<br />

erwarten. Die räumliche Elastizität<br />

hält auch zukünftige veränderte<br />

Erdgeschoss<br />

Obergeschoss<br />

Ansicht West<br />

Kran 5to<br />

Kran 5to<br />

1<br />

A<br />

Bestand Bestand<br />

65<br />

41-Radlader 57-Wasc ha le<br />

65<br />

Papier<br />

3<br />

2<br />

Bushaltestelle<br />

Bestand<br />

Büro<br />

Kran 2to<br />

Bohrer<br />

5<br />

52-Gas<br />

5<br />

51<br />

57-Waschplatz<br />

54-Ab.<br />

Restmüll<br />

Stahl<br />

Aluminium<br />

Altreifen<br />

Altreifen<br />

74<br />

56-Lager Absperrgitter<br />

50<br />

55-Metall/Eisenlager<br />

55<br />

54-Abfallcontainer<br />

Werkbank<br />

Fräse<br />

Plasma<br />

Drehbank<br />

Abkant.<br />

Presse Bandsäge<br />

Kreissäge<br />

Schweißgeräte<br />

Schlagscheren<br />

Schleifen<br />

Oberlicht<br />

Oberlicht<br />

Zugang<br />

Werkstätten<br />

Verwaltung<br />

Kantine<br />

Vorraum<br />

Anlieferung<br />

Tiefgarage<br />

A<br />

4 Besucherstellplätze<br />

Tor<br />

3<br />

2<br />

1<br />

Vordach<br />

Sto len (Lager)<br />

Sto len (Lager)<br />

Galerie<br />

<strong>Ausgabe</strong><br />

88<br />

42-Partie Verkehrszeichen<br />

57<br />

31-Malerei<br />

33-Ersatzteile<br />

223<br />

34-Büro Teile<br />

12<br />

26-Werk. Leit.<br />

12<br />

58<br />

25-PKW Werkstatt<br />

60<br />

56-Infotafeln+Schilder<br />

13<br />

36-E.Tec<br />

6<br />

38-WC<br />

28-Metallbearbeitung<br />

241<br />

30-Schlosserei<br />

181 364<br />

27-LKW-Werkstatt<br />

15<br />

35-Spezialwerkzeug<br />

58<br />

41-Kleingeräte<br />

6<br />

39-WC<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+7.0<br />

+7.9<br />

+8.0<br />

+9.2<br />

+10.05<br />

garderobe<br />

büros<br />

lager<br />

küche<br />

metall<br />

schlosserei lkw - werkstatt erstatzteile<br />

verkehrszeichen<br />

43<br />

43<br />

37<br />

44<br />

141<br />

23-Haustechnik<br />

10,12-Garderobe H<br />

11,13-Garderobe D<br />

14<br />

14-WC<br />

14<br />

15-WC<br />

20 PKW-Stellplätze<br />

56<br />

Fahrrad<br />

Lager<br />

8<br />

9-WC-B<br />

27<br />

45-Lager Bekleidung<br />

27<br />

24-Server<br />

27<br />

4,6- Archiv/Lager<br />

KFZ<br />

Einspurig<br />

108<br />

(Z11) Keller / Lager<br />

13<br />

Altbaterien<br />

32-Öllager<br />

27<br />

Kran 5to<br />

Kran 3to<br />

Kühl.<br />

Kran 2to<br />

Raumhöhe: 9.2m<br />

UK Kran: 7.0m<br />

Luftraum<br />

83<br />

43-Lager Verkehrszeichen<br />

23<br />

37-Batterieraum<br />

129-Lager Metallbearbeitung<br />

139<br />

20-WC<br />

5<br />

19-Putz<br />

5<br />

59<br />

16-Küche<br />

18-Büro<br />

18<br />

19<br />

17-Küchenlager<br />

8<br />

8,9-WC<br />

30<br />

Garderobe<br />

85<br />

21-Speiseraum<br />

28<br />

22-Besprechung<br />

40<br />

2-Sektretariat<br />

29<br />

1-Bauhofverwalter<br />

3<br />

5-Tec.<br />

3-VZ<br />

14<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+4.0<br />

+4.45<br />

+7.2<br />

+8.0<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+3.5<br />

+5.9<br />

+7.0<br />

+7.9<br />

+8.0<br />

+8.0<br />

+9.2<br />

+10.05<br />

lkw-werkstatt<br />

+481.00<br />

oberlicht<br />

lagerfläche<br />

kleingeräte<br />

-3.5<br />

±0.0<br />

+3.5<br />

+5.9<br />

+7.2<br />

+8.0<br />

kleingeräte<br />

metallarbeiten<br />

lagerfläche<br />

+481.00<br />

SCHNITT 3-3<br />

1:200<br />

SCHNITT 2-2<br />

1:200<br />

UNTERGESCHOSS<br />

1:200<br />

OBERGESCHOSS<br />

1:200<br />

ERDGESCHOSS<br />

1:200<br />

SCHNITT A-A<br />

1:200<br />

— BAUHOF FELSENAU IN FRASTANZ — 031307


+11,80<br />

+4,50<br />

+11,80<br />

+4,50<br />

+11,80<br />

53 Mulden<br />

50.0 m²<br />

31 Malerei<br />

57.8 m²<br />

48 Erschl. EG<br />

12.4 m²<br />

39 WC D<br />

3.7 m²<br />

38 WC H<br />

4.1 m²<br />

45 Lager Bekleidung<br />

55.1 m²<br />

4 Archiv<br />

14.1 m²<br />

49 Erschl. OG<br />

12.6 m²<br />

AUSSENLAGER<br />

PARTIEBOX<br />

TG-RAMPE 15%<br />

33 Ersatzteillager<br />

69.1 m²<br />

32 Öllager<br />

56.4 m²<br />

34 EL Büro<br />

11.0 m²<br />

47 Erschl. UG<br />

39.5 m²<br />

37 Batterie<br />

12.0 m²<br />

33 Ersatzteillager<br />

142.4 m²<br />

44 Altbatterie<br />

12.0 m²<br />

75 m 2<br />

FLUCHTWEG<br />

TIEFGARAGE<br />

40 Kleingeräte<br />

88.0 m²<br />

35 Spezialwerkzeuge<br />

18.9 m²<br />

23 Lüftung<br />

56.4 m²<br />

23 Kompressor<br />

18.9 m²<br />

Partiebox + Lager<br />

150<br />

EINSPURIGE<br />

Lager Partiebox<br />

47<br />

46 Reifenlager<br />

25 Werkstatt PKW<br />

56.4 m²<br />

48 Erschl. EG<br />

12.7 m²<br />

36 Elektr.Tk<br />

10.0 m²<br />

Schlosserei + Metallbearbeitung<br />

459<br />

Lager<br />

Stahl<br />

Regale<br />

26 W-Chef<br />

10.0 m²<br />

Schneiden<br />

Sägen<br />

Pressen<br />

Schleifen<br />

Kanten<br />

Esse<br />

Reifenlager LKW<br />

110<br />

43 Lager Verkehrsz.<br />

81.1 m²<br />

Drehen Fräsen Bohren<br />

Regale Regale Regale<br />

Garage<br />

548.0 m²<br />

A<br />

A<br />

A<br />

Vorplatz Bauhof<br />

+482,5 = 0,00<br />

27 Werkstatt LKW<br />

364.0 m²<br />

A<br />

A<br />

A<br />

Reifenlager<br />

75<br />

WERKHOF<br />

1 2 3 4 5 7 8 9 10 11<br />

12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23<br />

Lager Metallb.<br />

139<br />

LKW<br />

I<br />

Werkstatt LKW<br />

368<br />

TG-ABLUFT<br />

Lager Ersatzteile<br />

212<br />

FELSENAU<br />

24<br />

Tiefgarage<br />

642<br />

OBERLICHT<br />

TG-ABLUFT<br />

ABLUFT TG<br />

+4,50<br />

Schleuse<br />

32<br />

LKW<br />

II<br />

<strong>Ausgabe</strong><br />

+11,80<br />

30 Schlosserei<br />

180.0 m²<br />

Büro ET<br />

13<br />

LKW<br />

III<br />

Spezialwerkzeug<br />

20<br />

41 Radlader<br />

50.6 m²<br />

BUSHALTESTELLE<br />

Garage +479,5<br />

23 Abstellplätze<br />

LKW<br />

IV<br />

Batterien Alt+Neu<br />

23<br />

Du. Damen<br />

13<br />

Umkl. Damen<br />

27<br />

Bekleidung D.<br />

10<br />

TH+Gang<br />

64<br />

Meister<br />

15<br />

KAFFEE & GETRÄNKE<br />

OBERLICHT MEISTER + BÜRO ET<br />

50.6 m²<br />

PKW + ET-Auto<br />

61<br />

TH<br />

33<br />

Putz<br />

5<br />

Kleingeräte<br />

70<br />

Putz<br />

5<br />

TH<br />

33<br />

Putz<br />

5<br />

Öllager<br />

29<br />

29 Lager Metallb.<br />

92.0 m²<br />

WCs<br />

9<br />

WCs<br />

9<br />

WCs<br />

9<br />

Malerei<br />

63<br />

28 Metallbearbeitung<br />

180.0 m²<br />

Vorraum<br />

Anlieferung<br />

Du. Herren<br />

14<br />

Umkl. Herren<br />

30<br />

Bekleidung H.<br />

12<br />

18 Koch<br />

14.5 m²<br />

16 Küche<br />

53.3 m²<br />

17 K.Lager<br />

18.5 m²<br />

Einfahrt<br />

EINGANG<br />

Technik<br />

121<br />

Server<br />

21<br />

Besprechung<br />

25<br />

Sekretariat<br />

91<br />

Verwalter<br />

25<br />

22 Besprechung<br />

23.6 m²<br />

21 Speiseraum<br />

63.1 m²<br />

49 Erschl. OG<br />

10.5 m²<br />

Eingang<br />

5 BT<br />

1.9 m²<br />

13 DU D<br />

6.9 m²<br />

11 G. Damen<br />

13.1 m²<br />

9 WC B<br />

3.5 m²<br />

47 Erschl. UG<br />

21.5 m²<br />

1 B. Verwalter<br />

16.2 m²<br />

2 Sekr.<br />

33.1 m²<br />

3 Büro VZ<br />

10.4 m²<br />

48 Erschl. EG<br />

24.5 m²<br />

Teekü.<br />

20<br />

12 DU H<br />

10.0 m²<br />

19 PU<br />

4.5 m²<br />

7 WC D<br />

4.5 m²<br />

10 G. Herren<br />

24.6 m²<br />

Drucker<br />

24 Server<br />

6.3 m²<br />

23 Elektro<br />

15.3 m²<br />

20 WC<br />

4.5 m²<br />

8 WC H<br />

4.5 m²<br />

Lager<br />

42<br />

+482,5<br />

2<br />

+480<br />

+11,<br />

+4,5<br />

<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

Ansicht West 1_200<br />

55<br />

Architekturwettbewerb Neubau Bauhof Felsenau<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

1709<br />

Obergeschoss 1_200<br />

TUNNELPORTAL<br />

STADTTUNNEL<br />

FELSKANTE<br />

Ansicht West<br />

AUSSENLAGER WASCHPLATZ<br />

WETTBEWERBS-<br />

PERIMETER<br />

BAUVERBOT<br />

HOCHSPANNUNG<br />

ERSCHLIESSUNG<br />

ERWEITERUNGSFLÄCHE<br />

WERKHOF<br />

ERWEITERUNGSFLÄCHE<br />

BAUHOF<br />

Anerkennung<br />

Projekt 06<br />

ZAUN<br />

TOR<br />

56 Lagerfl. Tafeln<br />

127.6 m²<br />

42 Partiebox<br />

94.3 m²<br />

5 Meta le Eisenlager<br />

Erdgeschoss<br />

WERK-<br />

VERKEHR<br />

FELLENGATTNERSTRASSE<br />

A<br />

57 Waschplatz<br />

130.1 m²<br />

ÄT -<br />

Firm Architekten<br />

33 Ersatzteillager<br />

40 Kleingeräte<br />

69.1 m²<br />

88.0 m²<br />

ZT GmbH<br />

Lustenau; gegründet 2013<br />

Erdgeschoss 1_200<br />

BUSHALTESTELLE<br />

FELSENAU<br />

29 Lager Metallb.<br />

92.0 m²<br />

18 Koch<br />

14.5 m²<br />

16 Küche<br />

53.3 m²<br />

22 Besprechung<br />

23.6 m²<br />

21 Speiseraum<br />

63.1 m²<br />

www.firm.ac<br />

49 Erschl. OG<br />

12.6 m²<br />

37 Batterie<br />

12.0 m²<br />

Jurybeurteilung<br />

Verblüffend einfach gelöst – ein<br />

klarer, schlanker Baukörper, der<br />

sich selbstbewusst als funktionales<br />

Infrastrukturgebäude präsentiert,<br />

parallel geführt zur Straße. Trotz<br />

seiner beachtlichen, straßenbegleitenden<br />

Längenausdehnung von 80<br />

Metern wirkt der Entwurf im Kon-<br />

text verträglich. Ein massiver Sockel<br />

A<br />

in Sichtbeton mit einer aufgesetzten<br />

Holzstruktur, welche die innere<br />

Tragstruktur nach außen hin lesbar<br />

Untergeschoss 1_200<br />

werden lässt, strukturiert gekonnt<br />

die Dimension des Gebäudes und<br />

schafft eine angemessene Maßstäblichkeit.<br />

Im Inneren wird die Klarheit<br />

17 K.Lager<br />

18.5 m²<br />

49 Erschl. OG<br />

10.5 m²<br />

19 PU<br />

4.5 m²<br />

des Entwurfes fortgesetzt. Die Klarheit<br />

und Einfachheit des Beitrages<br />

fordert aber auch seinen Tribut: So<br />

werden geforderte Raumproportionen<br />

bzw. -größen nicht eingehalten<br />

und im Bereich der Hochspannungsleitung<br />

die maximal erlaubten Gebäudehöhen<br />

teilweise überschritten.<br />

20 WC<br />

4.5 m²<br />

Lageplan 1zu500<br />

43 Lager Verkehrsz.<br />

81.1 m²<br />

56 Lagerfl. Tafeln<br />

127.6 m²<br />

42 Partiebox<br />

94.3 m²<br />

46 Reifenlager<br />

Von der Tiefgarage gelangen die Mitarbeitenden<br />

über die Garderoben zu ihren Arbeitsplätzen im<br />

Erdgeschoss. Am Nordseitigen Kopfende des<br />

Baukörpers sind die Verwaltungsräume im Erdgeschoss<br />

sowie die Kantine im Obergeschoss<br />

angeordnet. Im restlichen Baukörper sind die<br />

Räume des Fahrzeugdienstes, dem vorgegebenen<br />

Funktionsschema folgend, angeordnet.<br />

Lediglich die Partie Verkehrszeichen mit der Einstellhalle<br />

für den Radlader und der Waschplatz<br />

werden als unabhängige Nebengebäude im<br />

Werkhof platziert.<br />

Architektur - Materialien<br />

Die äußere Erscheinung des Baukörpers ist durch<br />

das Zusammenfügen des massiven Sockels aus<br />

Sichtbeton und des hölzernen Aufbaus geprägt.<br />

Das Gebäude kann als der künstlichen Felslandschaft<br />

vorgelagerter betonierter Sockel mit aufgesetztem<br />

hölzernen Hallentragwerk gesehen<br />

werden. Der Betonsockel und der Holzbau greif-<br />

en im Bereich des Erdgeschosses ineinander<br />

über. Hier befinden sich die großen Fenster bzw.<br />

Tore die die Werkstätten natürlich Belichten und<br />

Ausblick auf die Umgebung erlauben.<br />

41 Radlader<br />

50.6 m²<br />

55 Meta le Eisenlager<br />

50.6 m²<br />

Im Bereich des Holzbaus ist der Stützenraster<br />

des Gebäudes ablesbar. Die vertikalen Holzsteher<br />

gliedern den Baukörper. Alle erforderlichen Oberflächen<br />

werden anhand von Nachhaltigkeit und<br />

Wirtschaftlichkeit (Errichtung und Wartung) bewertet<br />

und definiert. Es werden wenig Schichten<br />

ausgeführt. Die Oberflächen sind kompromisslos<br />

an den zu erwartenden Einwirkungen ausgelegt.<br />

Im Bereich der Werkstätten werden nutzungsfreundliche<br />

Materialien vorgeschlagen. Ein beschichteter<br />

Betonboden und Betonbrüstungen bis<br />

1,2m über dem Boden. Darüber wird der Holzbau<br />

auch im inneren sichtbar gemacht.<br />

Die Bereiche der Verwaltung und der Kantine<br />

werden ganz in Holz ausgekleidet. Holzdielen am<br />

Boden, Holztäfer an den Wänden und Holzakustikdecken<br />

sorgen für eine positive und warme Atmosphäre.<br />

Ökonomische Aspekte, Ökologische Aspekte<br />

Das Gebäude ist so geplant, dass es in einer<br />

wirtschaftlichen Bauweise errichtet werden<br />

kann. Die Lasten werden geradlinig bis in die<br />

Fundamente abgetragen. Die Spannweiten<br />

werden von der Funktion vorgegeben. Dort wo<br />

möglich, werden die die Spannweiten durch Mittelstützen<br />

verringert und erlauben dadurch einen<br />

wirtschaftlichen Materialeinsatz.<br />

Die regelmäßig angeordneten Holzträger liegen<br />

auf den Holzstützen auf. Diese stehen auf der<br />

Betondecke bzw. Betonwänden des Sockels. Die<br />

horizontale Aussteifung erfolgt durch die beiden<br />

jeweils am Gebäudeende liegenden massiven Erschließungskernen<br />

im Osten des Gebäudes.<br />

Das kompakte Gebäudevolumen erlaubt einen<br />

minimierten Materialaufwand bei der thermischen<br />

Gebäudehülle. Die Orientierung der<br />

Räume erlaubt eine gute natürliche Belichtung.<br />

Zusätzlich schützt die außenliegende Beschattung<br />

mit textilen vertikalen Markisen vor Überhitzung<br />

in den warmen Monaten.<br />

Energetisches und ökologisches Konzept<br />

Bereits in der Planungs- und Ausschreibungsphase<br />

werden die zu verwendenden Baumaterialien<br />

nach Baubook-Listung ausgeschrieben,<br />

und wie vorhin beschrieben, vorab präzise auf die<br />

zu erwartenden Einflüsse und Nutzungen ausgewählt.<br />

Mit einer unabhängigen ökologischen<br />

Bauaufsicht wird ein dokumentierter Prozess<br />

sichergestellt, dass nur genehmigte Produkte<br />

zur Anwendung kommen. Die Verwendung heimischen<br />

Holzes nutzt regionale Ressourcen breitgefächert.<br />

In der Waldbewirtschaftung, Holzbauplanung<br />

und Errichtung. Ökologisch ist der<br />

Einsatz der nachwachsenden Ressource Holz<br />

konstruktiv und gestalterisch ausgeprägt.und<br />

gestalterisch ausgeprägt.<br />

57 Waschplatz<br />

130.1 m²<br />

53 Mulden<br />

50.0 m²<br />

Wettbewerb Neubau Bauhof Felsenau Frastanz 1 0 0 4 2 0<br />

Erweiterungsfläche Bauhof<br />

A<br />

Anerkennung<br />

Projekt 12<br />

34 EL Büro<br />

11.0 m²<br />

Vorplatz Bauhof<br />

+482,5 = 0,00<br />

LAGER ÜBERDACHT<br />

Aluminium<br />

Papier<br />

Restmü l<br />

RADLADER<br />

Altreifen<br />

Stahl<br />

ANLIEFERUNG<br />

REIFEN LKW<br />

GASLAGER<br />

ANLIEFERUNG<br />

REIFEN PKW<br />

TECHNIK<br />

WASCHPLATZ<br />

WASCHPLATZ<br />

ÜBERDACHT<br />

Eingang<br />

ERWEITERUNGSFLÄCHE BAUHOF<br />

1 B. Verwalter<br />

16.2 m²<br />

+482,5<br />

Ansicht Ost 1zu200<br />

Ansicht Ost<br />

BAUVERBOT<br />

HOCHSPANNUNG<br />

SCHNITT 1-1<br />

1:200<br />

Erweiterungsfläche Bauhof<br />

ANSICHT OST<br />

1:200<br />

Lang Vonier Architekten<br />

ZT GmbH<br />

31 Malerei<br />

25 Werkstatt PKW<br />

Schruns; 57.8 m² gegründet 200156.4 m²<br />

48 Erschl. EG<br />

12.4 m²<br />

33 Ersatzteillager<br />

142.4 m²<br />

39 WC D<br />

3.7 m²<br />

www.lang-vonier.com<br />

38 WC H<br />

35 Spezialwerkzeuge<br />

4.1 m²<br />

18.9 m²<br />

LAGERPLATZ<br />

PARTIEBOX<br />

48 Erschl. EG<br />

12.7 m²<br />

36 Elektr.Tk<br />

10.0 m²<br />

Ein- und Ausfahrt<br />

Werksverkehr<br />

26 W-Chef<br />

10.0 m²<br />

Jurybeurteilung<br />

Architektonisch gliedert sich das Volumen<br />

in einen massiven Sockel mit<br />

darüber liegendem, von der Straße<br />

nach hinten gesetztem Geschoss in<br />

Holz. Durch dieses Zurückversetzen<br />

des oberen Baukörpers versucht der<br />

Entwurf auf die Maßstäblichkeit der<br />

gegenüberliegenden Bebauung zu<br />

reagieren. Die auskragende, große<br />

Geste in Richtung Norden erscheint<br />

EIN- / AUSFAHRT<br />

PERSONAL + BESUCHER<br />

27 Werkstatt LKW<br />

364.0 m²<br />

ZAUN / SCHALLSCHUTZWAND<br />

ZAUN / TOR<br />

30 Schlosserei<br />

180.0 m²<br />

A<br />

jedoch mit der Anlieferung in Konflikt<br />

Schiebetor<br />

FELLENGATTERSTRASSE<br />

FLUCHTWEGLÄNGE 3 m<br />

LUFTRAUM<br />

SCHLOSEREI<br />

METALBEARBEITUNG<br />

STOP<br />

FLUCHTWEGLÄNGE 28 m<br />

Schiebetor<br />

28 Metallbearbeitung<br />

180.0 m²<br />

Malerei PKW-Werkstatt LKW-Werkstatt Schlosserei + Metallbearbeitung Partiebox Fluchtweg<br />

TG<br />

der Jury allerdings nicht angemessen<br />

und kann hinsichtlich der Nutzung<br />

A<br />

und Typologie eines Bauhofes in dieser<br />

Form nicht nachvollzogen werden.<br />

Der unter der Auskragung liegende<br />

Eingangsbereich für die Mitarbeiter ist<br />

zwar großzügig und einladend, gerät<br />

und degradiert diesen schlussendlich.<br />

Die Räumlichkeiten im Bereich des<br />

5 BT<br />

1.9 m²<br />

13 DU D<br />

6.9 m²<br />

ZONE FÜR<br />

ANLIEFERUNG<br />

2 Sekr.<br />

33.1 m²<br />

3 Büro VZ<br />

10.4 m²<br />

48 Erschl. EG<br />

24.5 m²<br />

12 DU H<br />

10.0 m²<br />

7 WC D<br />

4.5 m²<br />

EIN- / AUSFAHRT<br />

WERKSVERKEHR<br />

8 WC H<br />

4.5 m²<br />

Erdgeschoss 1zu200<br />

Bürotraktes inklusive großzügiger<br />

Terrasse Richtung Westen werden<br />

von der Jury positiv bewertet. Auch<br />

die stringente und damit flexible Anordnung<br />

im Werkstättenbereich wird<br />

positiv gesehen. Untergeschoss Die Tiefgarageneinfahrt<br />

kommt teilweise in der zwingend<br />

1zu200<br />

freizuhaltenden Fläche zu liegen und<br />

könnte daher in dieser Form nicht zur<br />

Ausführung kommen.<br />

•<br />

ANLIEFERUNG<br />

MONTAGEGRUBEN<br />

LKW-WERKSTATT<br />

LUFTRAUM<br />

LKW-WERKSTATT<br />

EINGANG<br />

HEBEBÜHNE<br />

PKW-WERKSTATT<br />

LUFTRAUM<br />

PKW-WERKSTATT + MALEREI<br />

OPTIONAL<br />

+480<br />

Erdgeschoss<br />

Erweiterungsfläche Bauhof<br />

Ansicht West 1zu200<br />

LAGERPLATZ<br />

PARTIEBOX<br />

üd 1zu200<br />

11 G. Damen<br />

13.1 m²<br />

10 G. Herren<br />

24.6 m²<br />

Ansicht Süd 1zu200<br />

Ansicht Nord 1zu200


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

56<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

Siegerprojekt<br />

Visualisierungen, Pläne, Fotos: Silberpfeil Architekten<br />

Klarheit des Konzepts<br />

Silberpfeil Architekten aus Wien gewinnen das Verhandlungsverfahren<br />

für die Sanierung des Volkskundemuseums Wien.<br />

Das denkmalgeschützte Volkskundemuseum<br />

Wien (VKM) im Gartenpalais<br />

Schönborn in Wien-Josefstadt<br />

ist ein Kultur- und Gesellschaftsmuseum<br />

mit historischen Sammlungen<br />

aus ganz Europa. Das Gartenpalais<br />

Schönborn wurde zwischen 1706<br />

und 1715 nach Entwürfen von Johann<br />

Lucas von Hildebrandt als barockes<br />

Lustschloss erbaut. 1862 übernahm<br />

die Stadt Wien das Gebäude und öffnete<br />

den Schönbornpark. Seit 1917<br />

hat das Volkskundemuseum Wien<br />

hier seinen Standort.<br />

Die Sanierung des Museums ist Teil<br />

des österreichischen EU-Aufbauplans.<br />

Für die Neugestaltung wurde<br />

unter Federführung des Kunst- und<br />

Kulturministeriums ein EU-weites<br />

Verhandlungsverfahren ausgelobt.<br />

Das VKM soll von einem volkskundlich-ethnographischen<br />

hin zu einem<br />

modernen und international neuartigen<br />

Gesellschafts- und Kulturmuseum<br />

entwickelt und durch die Verbesserung<br />

der Energieeffizienz zu<br />

einem überregionalen Beispiel für die<br />

zukünftige Sanierung anderer historischer<br />

und denkmalgeschützter Gebäude<br />

werden.<br />

Die aus den Ausschreibungsunterlagen<br />

zu sanierende Nettoraumfläche<br />

des Volkskundemuseums beträgt<br />

rund 4.300 Quadratmeter. Insgesamt<br />

sollten im Verhandlungsverfahren<br />

drei Teilaufgaben im Rahmen eines<br />

Realisierungskonzeptes ausgearbeitet<br />

werden. Dabei war einerseits auf<br />

einen besonders behutsamen Umgang<br />

mit der historischen und unter<br />

Denkmalschutz stehenden Sub stanz<br />

Auftraggeber<br />

Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen<br />

Dienst und Sport (BMKÖS), vertreten<br />

durch Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.<br />

Art des Verfahrens<br />

Verhandlungsverfahren mit vorheriger Bekanntmachung<br />

für die Generalplanersuche<br />

Mitglieder der Bewertungskommission<br />

Arch. Arch. DI Johannes Wiesflecker / BAB<br />

(Vorsitzender)<br />

AUSSCHREIBUNG<br />

zu achten und andererseits auf eine<br />

nachhaltige und wirtschaftliche<br />

energetische Verbesserung im Bereich<br />

der baulichen Substanz und<br />

der Haustechnik.<br />

25 Teilnehmer nahmen am Verhandlungsverfahren<br />

in der 1 Stufe teil.<br />

Fünf Teilnehmer wurden zur 2.Stufe<br />

eingeladen. Sieger wurde das Büro<br />

Silberpfeil Architekten aus Wien. Der<br />

Baustart erfolgt im Jänner 2025, die<br />

Fertigstellung für den Museumsbetrieb<br />

erfolgt bis Mitte 2026. u<br />

DI Oliver L. Schreiber / BMKÖS<br />

Mag. a Karin Zizala / BMKÖS<br />

Ing. Patrick Mayalian / BIG<br />

Rupert Reichel / BIG<br />

DI in Brigitte Eisl / BIG<br />

Dr. Matthias Beitl / Direktor Volkskundemuseum<br />

Wien<br />

Zuschlagsentscheidung<br />

17.11.2023


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57<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

Präsenz<br />

stärken<br />

Unser Ziel war es, die Philosophie und<br />

den Anspruch des Leitbilds des Volkskundemuseums<br />

innerhalb des Hauses<br />

spürbar und erlebbar zu gestalten.<br />

++<br />

Das Volkskundemuseum Wien ist<br />

nicht nur eines der großen internationalen<br />

ethnographischen Museen<br />

Europas, sondern auch ein offener<br />

Ort für soziale Interaktionen, Diskurse<br />

und partizipativen Austausch. Das<br />

derzeitige Ankommen der Besucher<br />

im historischen Gebäude wird dem<br />

Entrée eines Museums nicht gerecht,<br />

da der Durchgang bisher lediglich<br />

zum Durchschreiten Richtung<br />

Schönbornpark einlädt. Verstärkt<br />

wird dies durch die nicht eindeutig<br />

vorhandene Orientierung sowie die<br />

sehr engen starren Gänge und den<br />

fehlenden Platz zum Sammeln der<br />

Besucher innerhalb des Gebäudes.<br />

Nach einer intensiven Auseinandersetzung<br />

mit dem Gebäude wurde<br />

schnell klar, dass die Philosophie des<br />

Museums im Gebäude und in der Atmosphäre<br />

noch nicht ablesbar ist.<br />

Unser Ziel war es, dies zu ändern und<br />

die Philosophie und den Anspruch<br />

des Leitbilds des Volkskundemuseums<br />

innerhalb des Hauses spürbar<br />

und erlebbar zu gestalten. Ein wesentlicher<br />

Entwurfsgedanke ist, die<br />

Präsenz bzw. die Wahrnehmung des<br />

Museums von außen zu stärken. Passanten<br />

und Besucher sollen auf das<br />

Gebäude aufmerksam gemacht und<br />

daraufhin nach innen geleitet werden.<br />

Dabei ist es wichtig, die Neugierde<br />

zu wecken. Dies erzielen wir<br />

mit unserem Konzept, indem man<br />

bereits vor dem Betreten des Gebäudes<br />

aufgefangen wird – in Form einer<br />

vom Mueseum bespielten Freifläche<br />

vor dem Eingangsbereich. In diesem<br />

ist ein Treffen vor dem Eintreten in<br />

das Gebäude möglich und bietet visuelle<br />

und auditive Informationen<br />

zu den Aktivitäten des Museums. In<br />

unserem Konzept schaffen wir durch<br />

gezielte Eingriffe in die bestehende<br />

Substanz größere Durchbrüche<br />

und Verbindungen, sodass sich der<br />

Besucherstrom frei innerhalb einer<br />

fließenden Bewegungsmatrix durch<br />

das Gebäude manövrieren kann. Das<br />

Vergrößern des Shop-Bereichs unterstützt<br />

diesen Effekt wesentlich.<br />

Durch diese gezielte Auflockerung<br />

der rigiden Bestandsstruktur entstehen<br />

unterschiedlich bespielbare<br />

Nischen, kurze Wege, räumliche Verbindungen<br />

und Sichtbeziehungen. •<br />

Status quo<br />

Vision


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58<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

1. Preis<br />

Projekt 03<br />

Silberpfeil Architekten ZT GmbH<br />

Wien; gegründet 2001<br />

Christina Lang, Amy Calvo, Idil Sentürk, Pia- Marie Katzer, Christian<br />

Koblinger, Peter Rogl<br />

Generalkonsulent: Vasko und Partner Ingenieure, Ziviltechniker für<br />

Bauwesen und Verfahrenstechnik GesmbH<br />

silberpfeil-architekten.at<br />

Erschließung Erdgeschoss<br />

Schnitt<br />

Wechselnde Installation<br />

Sitzhöhle


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59<br />

Wettbewerbe & Awards<br />

Obergeschoss<br />

BEWERTUNG<br />

Das Projekt zeichnet sich nicht nur<br />

durch die Klarheit des Konzepts, das<br />

sich von der Fassadenintervention<br />

über den Durchgang bis zum Festsaal<br />

durchzieht, aus, sondern auch durch die<br />

Reduktion von definierten Leistungsmengen<br />

sowie den Aspekt „reuse and<br />

recycle“ anstatt einer Erneuerung von<br />

bestehenden Aufbauten.<br />

Vor diesem Hintergrund erscheint das<br />

Projekt aus ökologischer und ökonomischer<br />

Sicht schlüssig. Darüber hinaus<br />

sind der im Projekt aufgezeigte Zeitgewinn<br />

und die möglichen Kostenoptimierungsmaßnahmen<br />

durch geplante<br />

vorgezogene Rückbaumaßnahmen bemerkenswert.<br />

Das Urteil über das Siegerprojekt<br />

ist ein überzeugendes Konzept<br />

mit gutem Umsetzungspotenzial. •


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

60<br />

Material & Oberfläche<br />

Symbiose aus Kunst<br />

und Architektur<br />

Wohnhaus Leander / Pfitsch, Italien / Andreas Gruber Architekten<br />

Text: Linda Pezzei Fotos: Gustav Willeit<br />

Andreas Gruber versteht das dreistöckige Ensemble „Leander“<br />

als Typus für die Weiterentwicklung der Baukultur<br />

– Zuhause und Arbeitsraum für drei Generationen in<br />

einem. Entstanden ist das Projekt inmitten einer Enklave<br />

im Südtiroler Wald in engem Austausch mit dem Künstler<br />

Leander Schwazer. Als Inspiration diente die unendliche<br />

Säule des Bildhauers Brancusi, wobei die gen Himmel<br />

strebende Fassade scheinbar nur durch ein Satteldach am<br />

Erreichen desselbigen gehindert wird.<br />

Die Kunst …<br />

„Die Zusammenarbeit mit dem Künstler und Bauherren<br />

Leander Schwazer war in vielerlei Hinsicht<br />

besonders und inspirierend“, erinnert sich Gruber.<br />

„Normalerweise ist der Entwurfsprozess in der Architektur<br />

stark durch funktionale und technische<br />

Anforderungen geprägt. In diesem Fall hat die künstlerische<br />

Perspektive jedoch eine neue Dimension in<br />

das Projekt eingebracht.“ Funktioniert hätte dieses<br />

Experiment laut Gruber dank eines offenen Dialoges<br />

von Anfang an: Künstlerische und architektonische<br />

Aspekte wurden dabei gleichberechtigt behandelt.<br />

„Anstatt einem festgelegten Entwurfsprozess zu<br />

folgen, haben wir uns auf einen kreativen Austausch<br />

eingelassen, bei dem Ideen frei fließen konnten. Diese<br />

iterative und interdisziplinäre Zusammenarbeit<br />

führte zu einem Entwurf, der nicht nur die funktionalen<br />

Anforderungen erfüllt, sondern auch eine starke<br />

ästhetische und emotionale Qualität besitzt.“ Das<br />

Ergebnis lässt sich als eine Symbiose aus Kunst und<br />

Architektur bezeichnen, bei der beide Disziplinen<br />

ineinandergriffen und sich gegenseitig befruchten.<br />

„Auf diese Weise konnten wir ein Projekt realisieren,<br />

das sowohl den praktischen Bedürfnissen als auch<br />

den künstlerischen Visionen gerecht wird – eine Erfahrung,<br />

die nicht nur das Projekt, sondern auch unsere<br />

eigene Herangehensweise an zukünftige Projekte<br />

nachhaltig beeinflusst hat.“<br />

u


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61<br />

Andreas Gruber Architekten


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

62<br />

Material & Oberfläche<br />

Die Gestaltung der Fassade<br />

beweist nicht nur eine<br />

enorme Strahlkraft und<br />

eine gelungene Ergänzung<br />

der umgebenden Naturlandschaft,<br />

sie besitzt<br />

auch Symbolcharakter.<br />

Die Integration von Kunst in den Bau habe sich laut<br />

Gruber aber erst mit der Zeit ergeben – dass das<br />

Gebäude heute eine solch einzigartige Identität<br />

und Ausstrahlung zeigt, ist also auch dem Prozess<br />

zuzuschreiben. Der Wunsch des Bauherrn war es,<br />

die Kunst organisch und unaufdringlich in die Architektur<br />

zu integrieren, sodass sie einen festen Bestandteil<br />

des Gebäudes darstellen würde. So wurden<br />

Fassadengestaltungen, Innenrauminstallationen und<br />

Materialitäten gemeinsam entwickelt und definiert,<br />

sodass sie sowohl ästhetische als auch symbolische<br />

Bedeutung tragen. Gruber kann für sich dabei drei<br />

starke Themen festmachen: „Die Kunstwerke sind<br />

nicht nur visuelle Akzente, sondern interagieren mit<br />

dem Raum und den Menschen, die ihn nutzen. Das<br />

Gebäude profitiert auf mehreren Ebenen von dieser<br />

Integration. Erstens schafft die Kunst eine unverwechselbare<br />

Atmosphäre, die das Gebäude von anderen<br />

unterscheidet und ihm eine starke Identität<br />

verleiht. Zweitens fördert sie eine tiefere Auseinandersetzung<br />

der Nutzer mit dem Objekt, da die Kunstwerke<br />

Geschichten erzählen, Emotionen hervorrufen<br />

und zum Nachdenken anregen. Drittens wird<br />

die Architektur durch die künstlerischen Elemente<br />

bereichert und erhält zusätzliche Dimensionen, die<br />

über das rein Funktionale hinausgehen. Insgesamt<br />

entsteht durch die Symbiose von Kunst und Architektur<br />

ein harmonisches Ganzes, das den Nutzern<br />

und Besuchern ein intensiveres und inspirierenderes<br />

Raumerlebnis bietet.“<br />

… und das Wohnen<br />

Leander ist aber nicht nur eine Skulptur, sondern ein<br />

lebendiger Wohn- und Arbeitsraum für drei Generationen.<br />

Diesen harmonisch zu gestalten, stellte Gruber<br />

vor eine besondere Herausforderung: „Unser Ziel<br />

war es, ein Haus zu entwerfen, das den Bedürfnissen<br />

der verschiedenen Altersgruppen gerecht wird,<br />

gleichzeitig aber auch ausreichend Flexibilität für<br />

zukünftige Veränderungen bietet. Als Metapher für<br />

das Lebensrad wurden die Generationen auf die drei<br />

Geschossebenen verteilt. Selbstverständliche weist


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63<br />

Andreas Gruber Architekten<br />

das Gebäude sowohl private Rückzugsorte als auch<br />

gemeinschaftliche Bereiche auf, in denen man sich<br />

treffen und austauschen kann und soll. Der Dialog<br />

ist in der Familie stark verankert und ein wichtiger<br />

Aspekt des Miteinanders.“ Ein zentraler Aspekt des<br />

Konzepts ist daher auch die Flexibilität der Grundrisse:<br />

Die Räume sind so angelegt, dass sie sich an<br />

veränderte Lebenssituationen anpassen lassen.<br />

Ein weiterer wichtiger Aspekt bedeutete die Einbettung<br />

des Gebäudes in die Landschaft – ein von Beginn<br />

an zentrales Anliegen während des Entwurfsprozess.<br />

„Wir wollten eine harmonische Beziehung zwischen<br />

dem Bauwerk und seiner Umgebung schaffen, sodass<br />

das Gebäude sich sowohl visuell als auch funktional in<br />

das bestehende Umfeld integriert.“ Eine ausführliche<br />

Analyse der örtlichen Gegebenheiten wie Topografie,<br />

Vegetation, Sonnenverlauf und Blickachsen ergab die<br />

Positionierung des Gebäudes, das sich dadurch von<br />

außen betrachtet nahtlos in die natürliche Landschaft<br />

fügt und von innen heraus Ausblicke eröffnet und<br />

das Sonnenlicht optimal einfängt. Um die natürliche<br />

Landschaft so wenig wie möglich zu beeinträchtigen,<br />

wurden Außenräume wie Terrassen und Gärten in die<br />

Architektur integriert, fließende Übergänge zwischen<br />

Innen- und Außenraum lassen das Gebäude Teil der<br />

Landschaft werden, anstatt diese zu dominieren.<br />

„Entscheidend hierbei war auch die Wahl der Materialien<br />

und Farben, die wir bewusst an die natürliche<br />

Umgebung und die bestehenden Strukturen angepasst<br />

haben“, sagt Gruber und erklärt, dass die Entscheidung,<br />

karbonisierte Holzoberfläche als Schutzhülle<br />

des Gebäudes zu verwenden, erst im Laufe des<br />

Entwurfsprozesses entstanden ist.<br />

u


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

64<br />

Material & Oberfläche<br />

Die Holzverschalung mittels der ursprünglich aus<br />

Japan stammenden Technik Shou Sugi Ban oder Yakisugi<br />

auszuführen, hat sich für Gruber als äußerst<br />

effektive Methode zur Behandlung von Holz bewährt<br />

und fasst gestalterische wie funktionale Überlegungen<br />

zusammen: „Ästhetisch bietet die karbonisierte<br />

Holzoberfläche eine außergewöhnliche und markante<br />

Optik. Die tiefe, dunkle Färbung des Holzes verleiht<br />

der Fassade eine zeitlose Eleganz und hebt das<br />

Gebäude von herkömmlichen Holzverschalungen ab.<br />

Gleichzeitig betont sie die natürliche Maserung des<br />

Holzes auch den zeitlichen Faktor, der uns im Leben<br />

begleitet. Die Fassade nimmt, je nach Lichteinfall,<br />

unterschiedliche Nuancen an. So wird eine subtile,<br />

aber eindrucksvolle Präsenz geschaffen.“ Darunter<br />

verbirgt sich ein Ziegelbau. Andreas Gruber legt in<br />

seiner Arbeit grundsätzlich großen Wert auf die Vereinfachung<br />

und Reduktion von Bauelementen: „Die<br />

Entscheidung für Ziegel basierte auf deren Langlebigkeit,<br />

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Ziegel<br />

speichern Wärme, tragen zu einem ausgeglichenen<br />

Raumklima bei und reduzieren den Energiebedarf<br />

für Heizung und Kühlung. Ihre Herstellung aus lokal<br />

verfügbarem Ton minimiert Transportwege und<br />

CO 2 -Emissionen, und am Ende ihrer Lebensdauer<br />

sind sie vollständig recycelbar.“<br />


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65<br />

Andreas Gruber Architekten<br />

2<br />

4<br />

4<br />

1<br />

4<br />

1<br />

3<br />

1<br />

5<br />

3<br />

2<br />

3<br />

2<br />

3<br />

2<br />

6<br />

3<br />

2<br />

2<br />

EG OG 1 OG 2<br />

1. LIVING ROOM<br />

2. BEDROOM<br />

3. BATHROOM<br />

4. TERRACE<br />

5. OFFICE<br />

6. ENTRANCE<br />

0 1 3m<br />

1. LIVING ROOM<br />

2. BEDROOM<br />

3. BATHROOM<br />

4. TERRACE<br />

5. OFFICE<br />

6. ENTRANCE<br />

0 1 3m<br />

GROUND FLOOR PLAN<br />

SECOND FLOOR PLAN<br />

ANSICHT SÜD<br />

Wohnhaus Leander<br />

Pfitsch, Italien<br />

Bauherr:<br />

Planung:<br />

Team:<br />

Statik:<br />

Angelika Messner, Michaela Stolte, Leander Schwazer<br />

Dr. Arch. Andreas Gruber<br />

Michele Cappellotto<br />

Dr. Ing. Gianluca Cordani<br />

Grundstücksfläche: ca. 1.050 m 2<br />

Nutzfläche: 240 m 2<br />

Baufläche: 130 m 2<br />

Planungsbeginn: 2020<br />

Bauzeit:<br />

15 Monate<br />

Fertigstellung: 2023<br />

Baukosten:<br />

600.000 EUR<br />

www.architektgruber.com<br />

„Unsere Architektur ist kein Serienprodukt, vielmehr<br />

ist es die Bemühung, kontextgerechte Maßanfertigungen<br />

für unsere Kunden zu entwickeln. Wir möchten<br />

Orte für Menschen schaffen.”<br />

Andreas Gruber


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

66<br />

Material & Oberfläche<br />

Roh und beschichtet, geradlinig und geschwungen,<br />

leicht und massiv, zart und robust – das Glen Iris House<br />

von Pandolfini Architects überrascht mit einem subtilen<br />

Feuerwerk an Formen, Farben, Oberflächen und Texturen.<br />

Mit seiner abwechslungsreichen Materialpalette<br />

steckt das Wohnhaus voller Kontraste und raffinierter<br />

Details und wird so im Süden Australiens zum einzigartigen<br />

Zuhause für eine fünfköpfige Familie.


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67<br />

Pandolfini Architects<br />

Kontrastreiche<br />

Komposition<br />

Glen Iris House / Glen Iris, Melbourne / Pandolfini Architects<br />

Text: Edina Obermoser Fotos: Rory Gardiner<br />

Das Wohnhaus befindet sich in Glen Iris, dem namensgebenden<br />

Vorort von Melbourne auf dem Land<br />

der Boonwurrung und Woiwurrung – zweier Kulin-Stämme,<br />

die zu den indigenen Völkern Australiens<br />

zählen. In einer von Bäumen gesäumten Straße<br />

nutzte das Planerteam ein rechteckiges Grundstück<br />

optimal aus. Drei gestaffelt angeordnete, pavillonartige<br />

Volumen folgen dort dem leichten Gefälle: Den<br />

Anfang bildet ein zweigeschossiger Baukörper mit<br />

dem Haupteingang, den privaten Bereichen der Familie<br />

sowie einem geschützten Autostellplatz. Darauf<br />

folgt ein langgezogener, offener Wohnraum, der als<br />

Zentrum und gemeinschaftlicher Mittelpunkt des<br />

Hauses fungiert und in nördlicher Richtung reichlich<br />

Platz für einen großzügigen Außenbereich mit Terrasse<br />

und Pool lässt. Im hinteren, tieferliegenden Teil<br />

der Parzelle komplettiert schließlich ein letzter Trakt<br />

mit einer Oldtimer-Garage und -Werkstatt das bauliche<br />

Trio. Verbunden werden die einzelnen Gebäudeteile<br />

jeweils über verglaste Durchgänge. u


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

68<br />

Material & Oberfläche<br />

Langlebigkeit trifft Wohnlichkeit<br />

Der Entwurf basiert auf Wunsch der Auftraggeber auf<br />

zwei zentralen Parametern: Zum einen sollten langlebige,<br />

strapazierfähige Materialien zum Einsatz kommen.<br />

Zum anderen wünschten sich die Bauherren ein<br />

Zuhause, das voller unerwarteter Wendungen steckt<br />

und wie eine unbekannte Landschaft zum Entdecken<br />

einlädt. Inspiriert von diesen Vorgaben entwickelten<br />

die Architekten das Wohnhaus als spannende, materielle<br />

Rundreise, bei der an jeder Ecke kleine Überraschungen<br />

und unerwartete Details warten. Von außen<br />

besteht das Glen Iris House aus drei natürlichen<br />

und wartungsarmen Hauptmaterialien: grobkörnigem<br />

Sichtbeton, terrakottafarbenen Ziegeln und<br />

grünem vorpatiniertem Kupfer. Diese wählte man<br />

aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit und, weil sie das<br />

Haus über die Jahre hinweg „würdevoll altern lassen“<br />

würden. Die Palette im Inneren bildet mit weicheren<br />

Werkstoffen einen spannenden Kontrast dazu: Holz,<br />

Stein und Putz schaffen in den Wohnbereichen ein<br />

Gefühl von Wärme und Komfort.


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69<br />

Pandolfini Architects<br />

Ziegel & Kupfer<br />

Der vordere, zweistöckige Baukörper setzt sich formal<br />

aus zwei aufeinander gestapelten Boxen zusammen.<br />

Während die obere Etage in Ziegel ausgeführt<br />

wurde, legt sich im Erdgeschoss – in Anlehnung an<br />

die Vorgärten der Wohngegend – eine grün-patinierte<br />

Kupferhülle vor die nach Westen ausgerichtete<br />

Hauptfassade. Mit ihren Stäben filtert die leichte Außenhaut<br />

die einfallenden Sonnenstrahlen und kreiert<br />

in den Schlafzimmern eine gemütliche Atmosphäre.<br />

Die Ziegel des oberen, zur Straße hin auskragenden<br />

Volumens wurden vertikal verlegt und jeweils um<br />

45 Grad verdreht. Daraus ergibt sich eine gezackte<br />

Oberfläche, die spannende Lichtspiele auf die Ansichten<br />

zaubert.<br />

u<br />

Eine Reihe von Bögen verleiht dem<br />

Außenbereich einen nahezu sakralen<br />

Touch. Auch sonst ziehen sich bogenförmige<br />

Elemente durch das gesamte<br />

Projekt: von diversen Öffnungen und<br />

den Fenstern bis hin zum Pool.


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

70<br />

Material & Oberfläche<br />

Beton, Holz & skulpturale Akzente<br />

Ein verglaster Korridor führt von den privaten Bereichen<br />

weiter in den Haupttrakt mit Satteldach, den<br />

die Architekten selbst als „Wohnzimmer-Scheune“<br />

bezeichnen. Im Gegensatz zur Ziegelkonstruktion<br />

im Eingangsvolumen wird dieser Bereich von sichtbaren<br />

Betonrippen geprägt, die den offenen Raum<br />

zonieren. Zwischen die Sichtbetonelemente fügt sich<br />

hier ein Interieur aus amerikanischem Eichenholz ein.<br />

Das Naturmaterial schmiegt sich in Form von zarten<br />

Lamellen an die Deckenuntersichten und kam<br />

bei sämtlichen Einbauten und Möbeln zum Einsatz.<br />

Dazu kombinierte man Böden aus Travertin-Stein<br />

und Putz oberflächen. Große Fenster bringen reichlich<br />

Tageslicht ins Innere und bieten zugleich die<br />

Möglichkeit zur Querlüftung. Außerdem verstärken<br />

sie den Bezug zum Garten und lassen Innen- und<br />

Außenraum verschmelzen. Skulpturale Elemente<br />

sollen den multifunktionalen Koch-Ess-Wohnbereich<br />

aufbrechen und ihm zusätzliche Struktur verleihen.<br />

Dazu gehört neben einer abgerundeten Kücheninsel<br />

und einem auffälligen Kamin in der Mitte des Raumes<br />

auch eine geschwungene Treppe.


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71<br />

Pandolfini Architects<br />

Getrennt und doch verbunden<br />

Über ein paar Stufen gelangt man schließlich im hinteren<br />

Teil des Hauses hinunter in die großzügige Garage<br />

mit reichlich Platz für die Oldtimer-Sammlung<br />

des Bauherrn.<br />

Besonders begeistert zeigt sich Dominic Pandolfini<br />

selbst von den kleinen Glaskuben, welche die drei<br />

Pavillons miteinander verbinden. „Diese Erschließungszonen<br />

kommen ohne künstliche Beleuchtung<br />

aus. Man verlässt ein Volumen und es wirkt fast so,<br />

als würde man in die Natur hinausgehen, bevor man<br />

den nächsten Baukörper betritt“, beschreibt der australische<br />

Architekt die Übergänge zwischen den drei<br />

Gebäudeteilen. Auf diese Weise werden die einzelnen<br />

Funktionen des Glen Iris House nicht nur räumlich,<br />

sondern auch durch unterschiedliche Formen und<br />

Materialien sanft voneinander getrennt.<br />

u


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

72<br />

Material & Oberfläche<br />

Während Boden und Wände<br />

im Badezimmer ganz in<br />

glatten Travertin-Stein gekleidet<br />

sind, sorgen in den<br />

Schlafzimmern Holz- und<br />

Putzoberflächen für eine<br />

wohnliche Atmosphäre.<br />

Bis ins kleinste Detail<br />

Raffinierte Details runden das Design des Hauses<br />

ab: So verstecken sich beispielsweise in den Korridoren<br />

nahezu unsichtbar integrierte Türen und ganze<br />

Räume wie Badezimmer, Haustechnik und Büro<br />

hinter den mit Holzlatten ausgeführten Wänden. Mit<br />

zahlreichen Bögen zieht sich ein auffälliges, geometrisches<br />

Motiv durch das gesamte Wohnhaus. Dieses<br />

entwickelte sich laut Angaben der Planer erst im<br />

Zuge des Entwurfsprozesses im Austausch mit den<br />

Auftraggebern. Die Kurven und Wölbungen sollen<br />

die massiven Materialien und mächtigen Bauteile<br />

auflockern und den Räumen Leichtigkeit sowie einen<br />

verspielten Touch verleihen. Gemeinsam mit der<br />

Innenarchitektin Lisa Buxton gelang es Pandolfini<br />

Architects mit diesen Maßnahmen, die unterschiedlichen<br />

Gebäudeteile trotz aller Gegensätze zu einer<br />

stimmigen Gesamtkomposition zusammenzufügen,<br />

in der die Bewohner – selbst wenn der Alltag eingekehrt<br />

ist – immer wieder aufs Neue auf Entdeckungsreise<br />

gehen können.<br />


0 1<br />

5 10m<br />

www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

73<br />

Pandolfini Architects<br />

4<br />

1<br />

1<br />

5<br />

4<br />

5<br />

2<br />

3 2<br />

Level 1 Plan<br />

1:200 @ A3<br />

0 1<br />

5 10m<br />

15<br />

4<br />

3<br />

5<br />

14<br />

13<br />

Level One Plan<br />

1:200 @ A3<br />

1<br />

6 7<br />

9<br />

11<br />

1 Terrace<br />

2 Bedroom<br />

3 Rumpus<br />

4 Ensuite<br />

5 WIR<br />

0 1 5 10 m<br />

2<br />

4<br />

3<br />

8<br />

10<br />

12<br />

Ground Plan<br />

1:200 @ A3<br />

Ground Plan<br />

1:200 @ A3<br />

1 Entry<br />

2 Garage<br />

3 Bedroom<br />

4 Ensuite<br />

5 Lounge<br />

6 Living Area<br />

7 Dining<br />

8 Kitchen<br />

9 Pantry<br />

10 Laundry<br />

11 Powder Room<br />

12 Office<br />

13 Workshop<br />

14 Terrace<br />

15 Pool & Spa<br />

0 1 5 10 m<br />

Section A<br />

1:200 @ A3 1 0 5 10m<br />

N O R T H<br />

Section A<br />

1:200 @ A3<br />

1 Main Bedroom<br />

2 Lounge<br />

3 Bar<br />

4 Ensuite<br />

5 WIR<br />

6 Terrace<br />

0 1 5 10 m<br />

Section C<br />

1:100 @ A3<br />

0 1<br />

3 5m<br />

Glen Iris House<br />

Glen Iris, Melbourne<br />

m<br />

Bauherr:<br />

Planung:<br />

Statik:<br />

Innen<strong>architektur</strong>:<br />

Landschaftsplanung:<br />

Privat<br />

Pandolfini Architects<br />

Meyer Consulting<br />

Lisa Buxton Interiors<br />

Mud Office<br />

Fläche: 600 m 2<br />

Planungsbeginn: 09/2020<br />

Bauzeit: 14 Monate<br />

Fertigstellung: 08/2022<br />

Baukosten: $ 3.410.115 + GST (AUD)<br />

„Das Glen Iris House wurde als Komposition aus dreidi-<br />

N O R T H<br />

mensionalen Objekten konzipiert, die sich durch das gesamte<br />

Innere und Äußere des Gebäudes ziehen. Eine kontrastreiche<br />

Palette an Materialien mit rohem und glattem<br />

Finish akzentuieren die daraus entstandenen Formen und<br />

schaffen ein Gefühl von Beständigkeit und Stabilität.“<br />

www.pandolfini.com.au<br />

Pandolfini Architects


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

74<br />

Material & Oberfläche<br />

Im Oktober 2023 hat die Brown University in<br />

Rhode Island, eine der acht US-Ivy League -<br />

Universitäten, auf ihrem knapp 600.000 m 2 großen<br />

Campus das Lindemann Performing Arts<br />

Center eröffnet. Mit dem Zentrum für darstellende<br />

und bildende Kunst möchte die Eliteuni<br />

international renommierte Künstler anziehen.


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75<br />

REX architecture<br />

State of the Art<br />

Lindemann Performing Arts Center / Rhode Island, USA / REX architecture<br />

Text: Roland Kanfer, Fotos: Iwan Baan<br />

Als „Symphonie aus Aluminium und Glas“ bezeichnet<br />

die amerikanische Architekturbloggerin Pooja Hollannavar<br />

die Außenhülle des Lindemann Centers. Das<br />

Gebäude ist in einen Vorhang aus stranggepresstem,<br />

geriffeltem Aluminium gehüllt, dessen Muster auf<br />

fraktaler Geometrie beruht, der Wiederholung einfacher<br />

Prozesse auf verschiedenen Maßstabsebenen,<br />

wodurch komplexe Muster erzeugt werden können.<br />

Die Farbe und das Muster der Fassade verändern ihr<br />

Erscheinungsbild je nach Jahreszeit und Tageszeit.<br />

Mit seiner hellen, strahlenden Hülle markiert das<br />

Gebäude einen starken städtebaulichen Kontrast zu<br />

den roten Klinkerfassaden der umliegenden Häuser<br />

auf dem Universitätscampus, ohne wie ein Fremdkörper<br />

zu wirken. Volumen und Höhe des Neubaus<br />

orientieren sich an der gebauten Umgebung. u


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

76<br />

Material & Oberfläche<br />

Räumliche und akustische Modulierung<br />

Entworfen hat das Center mit knapp 11.000 Quadratmetern<br />

Nutzfläche, für das ein bestehendes Haus<br />

aus viktorianischer Zeit abgebaut und an anderer<br />

Stelle wieder errichtet werden musste, das New Yorker<br />

Architekturbüro REX, das nicht nur in den USA<br />

baut, sondern unter anderem auch in Australien,<br />

Südkorea, der Türkei, Katar und Europa. Gegründet<br />

wurde es 2006 von dem Architekten Joshua Ramus<br />

nach seinem Weggang von OMA New York.<br />

Für das Innenleben des Centers entwarf das Büro<br />

eine Typologie von fünf definierten Konfigurationen<br />

des Zuschauerraumes, der für ein hundertköpfiges<br />

Orchester mit Chor ebenso angepasst werden kann<br />

wie für Solisten-Konzerte, große Theaterproduktionen,<br />

immersive Video- und Bühnenprojektionen,<br />

digitales Kino oder konventionelle Vorträge und<br />

Empfänge, wobei der Hauptsaal in seiner größten<br />

Konfiguration bis zu 625 Sitzplätze bietet.


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Alle sechs Oberflächen der quaderförmigen Haupthalle<br />

– der Boden aus Holz, die Decke und die vier<br />

Wände aus Trockenbau- und Akustikplatten – lassen<br />

sich automatisiert und manuell räumlich und<br />

akustisch modulieren. Möglich machen das fünf an<br />

Trägern aufgehängte Plattformen mit vier Ebenen<br />

– zwei Ebenen für das Publikum und zwei für das<br />

technische Personal, vierzig verstellbare Akustikreflektorplatten,<br />

sieben motorisierte Versorgungsplattformen,<br />

drei Lichtbrücken, zwei Bühnenlifte, drei Hebebühnen,<br />

sechs ausziehbare Orchesterpodeste, drei<br />

Sitzwagenaufzüge, ein aus drei Einheiten bestehendes<br />

Sitzsystem, das sich einziehen lässt, fünf Sitzwagen<br />

sowie ein Ring aus ausfahrbaren Akustikvorhängen<br />

und ein Gitterrost, der knapp 17 Meter über dem<br />

Boden schwebt. Hydraulische Brücken auf allen Seiten<br />

des Innenraums können manuell horizontal hin<br />

und her bewegt werden. Auf diesen Brücken wurden<br />

72 gerade und gebogene Glaspaneele montiert. Die<br />

Statik und die Glasstruktur mussten so angepasst<br />

werden, dass sie die Bewegung der Brücken und die<br />

damit verbundenen Vibrationen aufnehmen konnten.<br />

So kompliziert das System klingt, so praktisch ist es:<br />

Es kann von fünf Technikern in nur drei Stunden entsprechend<br />

umgebaut werden.<br />

77<br />

Auf der mit einem Kautschukboden belegten unteren<br />

Ebene des Gebäudes befinden sich drei zusätzliche<br />

Proberäume, die zugleich als Veranstaltungsorte dienen:<br />

ein Orchesterproberaum als Aufführungsraum<br />

mit 135 Sitzplätzen für kleinere Ensembles, ein Tanzproberaum<br />

für Tanzaufführungen mit 98 Sitzplätzen<br />

und im Theaterproberaum können Vorstellungen für<br />

50 Zuschauer stattfinden. u<br />

REX architecture


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

78<br />

Material & Oberfläche<br />

Fachwerk und Glas<br />

Für die Bühne entwarfen die Tragwerksplaner von<br />

Magnusson Klemencic Associates eine weitgespannte<br />

Fachwerk- und Glaskonstruktion. Das Ingenieurbüro<br />

WSP wiederum suchte nach einem eleganten,<br />

modernen und ästhetisch ansprechenden Design,<br />

das es den Menschen außerhalb des Gebäudes ermöglicht,<br />

mit dessen Innenleben in Kontakt zu treten,<br />

und gleichzeitig sicherstellt, dass die hervorragende<br />

Akustik der Aufführungen im Gebäude nicht<br />

durch Geräusche von außen beeinträchtigt wird. Im<br />

Gebäudeinneren schützen Gipskartonplatten und<br />

Stahlträger das Theater vor Umgebungsgeräuschen.<br />

An der Fassade führt ein transparentes Fensterband<br />

an drei Seiten des Gebäudes als zugleich architektonisches<br />

Ausrufezeichen und bauphysikalisches<br />

Element um den im ersten Obergeschoss liegenden<br />

Hauptaufführungssaal und den Eingangsbereich<br />

herum und schafft geschützte Außenbereiche. Die<br />

geradlinige Einfassung aus einer 50 Millimeter starken,<br />

laminierten, teilweise chrombeschichteten rahmenlosen<br />

Verglasung sorgt durch ihre Masse für eine<br />

vollfrequente Reflexion des Musikklangs. Das Licht<br />

von außen kann durch einen umlaufenden Vorhang<br />

im Gebäudeinneren vollständig blockiert werden. Die<br />

fast 19 Meter hohe Aluminiumblechfassade über den<br />

Glaselementen ist in vier Abschnitte unterteilt, jede<br />

Profilleiste wurde vor Ort einzeln aufgehängt.<br />

Eine zweite, innere Reihe von Glasbögen, die an den<br />

Portalen aufgehängt sind und sich mit ihnen bewegen,<br />

ist so konfiguriert, dass sie den Klang über die<br />

Bühne und die Zuschauerbereiche verteilt. Durch die<br />

Öffnungen zwischen den Bögen kann ein Teil des<br />

Klangs in den Hohlraum dahinter entweichen, was<br />

bei der Kontrolle der Lautstärke hilft und gleichzeitig<br />

die akustische Energie ausreichend eindämmt. Innerhalb<br />

der Glasbögen können Gitter und Verdunkelungen<br />

angebracht werden, um innere Schallreflexionen<br />

zu unterdrücken oder Zuschauerströme zu lenken.<br />

Bautechnisch elegant gelöst wurde die Herausforderung,<br />

eine Tragkonstruktion für das Dach zu finden,<br />

ohne die Fenster durch Säulen oder Wände zu blockieren.<br />

Da dickes Glas zwar akustisch widerstandsfähig<br />

ist, das Gewicht einer so großen Struktur jedoch<br />

nicht tragen kann, entwickelten die Bauingenieure<br />

ein weitgespanntes Stahlband-Fachwerksystem, das<br />

nur an den vier Ecken des Gebäudes gestützt wird.<br />

Dank dieses eleganten Designs scheint das Gebäude<br />

über dem Band aus Sichtglas zu schweben. •


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79<br />

REX architecture<br />

Der Zuschauerraum lässt sich innerhalb kurzer Zeit<br />

in fünf vordefinierte Anordnungen umbauen.<br />

The Lindemann Performing Arts Center<br />

Providence, Rhode Island<br />

Bauherr:<br />

Planung:<br />

Landschaftsplanung:<br />

Tragwerksplanung:<br />

Brown University, Brown Arts Institute<br />

REX architecture, New York<br />

Stimson, Cambridge<br />

Odeh Engineers, Providence, Rhode Island<br />

Magnusson Klemencic Associates, Seattle<br />

© Ricardo Birnbaum<br />

Grundstücksfläche: 3.400 m 2<br />

Nutzfläche: 11.000 m 2<br />

Planungsbeginn: 09/2017<br />

Baubeginn: 2019<br />

Fertigstellung: 09/2023<br />

www. rex-ny.com<br />

„Die Transformationsmöglichkeiten des<br />

Lindemann Performing Arts Centers stellen<br />

ein architektonisches Werkzeug bereit,<br />

mit dem das künstlerische Angebot<br />

der Universität erweitert werden kann.“<br />

Joshua Ramus, Chefarchitekt von REX


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

80<br />

Material & Oberfläche<br />

Moderne<br />

Höhlen-Architektur<br />

Richard Gilder Center / New York City / Studio Gang<br />

Text: Edina Obermoser Fotos: Iwan Baan<br />

Das Richard Gilder Center für Wissenschaft,<br />

Bildung und Innovation – kurz Gilder Center<br />

– soll im American Museum of Natural<br />

History (AMNH) in New York City eine<br />

neue Museums-Ära einläuten. Mit seinem<br />

skulpturalen Stein-Design ruft der Neubau<br />

von außen auf den ersten Blick eher Assoziationen<br />

mit vergangenen Epochen hervor.<br />

Im Inneren belehrt der Entwurf von Studio<br />

Gang Besucher aber eines Besseren und<br />

zeigt sich mit seinem höhlenartigen Charakter<br />

als einzigartiger Raum zum Erforschen<br />

und Entdecken.


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81<br />

Studio Gang<br />

Ensemble mit langer Tradition<br />

An der Upper East Side Manhattans direkt am Central<br />

Park gelegen, erstreckt sich das prestigeträchtige<br />

Museum über vier Häuserblocks. Im Laufe seines<br />

150-jährigen Bestehens wurde der zehnteilige<br />

Komplex sukzessive an veränderte Anforderungen<br />

angepasst. Die Architekten aus Chicago realisierten<br />

mit dem Gilder Center nun das jüngste Projekt, das<br />

sich seit seiner Eröffnung 2023 (mit rund vier Jahren<br />

Verspätung) in die Reihe der Umbau- und Erweiterungsarbeiten<br />

einfügt. Der Zubau befindet sich an<br />

der nordwestlichen Seite des Campus, wo er an der<br />

Columbus Avenue eine markante Eingangssituation<br />

kreiert. Mit einer felsenartigen, 2.200 m 2 großen<br />

Vorhangfassade fügt sich das Center zwischen die<br />

bestehenden Trakte ein und zieht dabei die gesamte<br />

Aufmerksamkeit auf sich.<br />

u


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

82<br />

Material & Oberfläche<br />

Riesiges Steinmosaik<br />

Die Front des Gebäudes besteht neben großflächigen<br />

Verglasungen aus 5.500 Natursteinpaneelen<br />

mit je bis zu 300 kg. Diese fügen sich mosaikartig, in<br />

einem diagonalen Muster aneinander und wurden in<br />

Zusammenarbeit mit der Firma Hofmann Naturstein<br />

realisiert. Das Besondere dabei? Bei den Steinen<br />

handelt es sich um einzigartig gekrümmte Unikate.<br />

Jedes einzelne Element erfasste man zunächst in<br />

einem BIM-Modell und setzte es schließlich zu einer<br />

Ansicht zusammen. In Anlehnung an die Umgebung<br />

und den historischen Bestand fiel die Wahl auf Milford<br />

Pink Granit, ein lokales Material. Der Naturwerkstoff<br />

zeichnet sich durch seine spezielle Färbung<br />

aus und kam bereits bei den übrigen Trakten des<br />

American Museum of Natural History zum Einsatz.<br />

Anstelle der namensgebenden Rosatöne wurden für<br />

die steinerne Außenhaut jedoch bereits direkt im<br />

Steinbruch in Massachusetts Blöcke mit weiß-grauer<br />

Färbung ausgesucht. Die Maßrohblöcke schiffte man<br />

dann zur Weiterverarbeitung ins deutsche Werk des<br />

Natursteinfassaden-Spezialisten, wo die Paneele mit<br />

Fünf-Achs-Fräsen und unter Berücksichtigung einer<br />

Fertigungstoleranz von nur 1 mm Stück für Stück<br />

geformt wurden. Zurück in den USA montierte man<br />

die sandgestrahlten Steine schließlich mithilfe eines<br />

– ebenfalls eigens entwickelten – Steckdornsystems<br />

auf einer Stahlunterkonstruktion. Die aufwendige<br />

Vorhangfassade dient aber nicht nur als optischer<br />

Hingucker: Eine Sustainability Targeting LEED<br />

Gold-Zertifizierung belegt, trotz des Transportweges,<br />

dass sie sich auch in Sachen Nachhaltigkeit und<br />

Effizienz nicht zu verstecken braucht. Die Verkleidung<br />

aus Stein schützt das Museum, in Kombination<br />

mit passiven Maßnahmen wie schattenspendenden<br />

Bäumen und tief in den Wänden sitzenden Fenstern,<br />

vor Überhitzung und sorgt ganzjährig für ein angenehmes<br />

Raumklima des Gilder Centers.<br />

u


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83<br />

Studio Gang


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

84<br />

Material & Oberfläche<br />

Im imposanten, höhlenartigen<br />

Inneren des Museums<br />

können sich Besucher<br />

selbst wie kleine Insekten<br />

in ihrem Lebensraum<br />

fühlen. Organisch geformte<br />

Öffnungen schaffen<br />

Blickbeziehungen und<br />

bringen Tageslicht in die<br />

Räume.<br />

Wie aus einem Guss<br />

Die geschwungenen Wände und Bögen bilden als<br />

lastabtragende Elemente zugleich das strukturelle<br />

Rückgrat des Gilder Centers. In Kooperation mit<br />

dem Statikbüro Arup und unterstützt durch parametrische<br />

Entwurfstools wurde die Geometrie auf<br />

die Fundamente abgestimmt. Um die freien Formen<br />

konstruktiv umsetzen zu können, fertigte man anhand<br />

von digitalen Gebäudemodellen individuell ge-<br />

formte Bewehrungskörbe an. Auf der Baustelle kam<br />

mit Spritzbeton eine Technik aus dem Infrastrukturbereich<br />

zum Einsatz, bei welcher der flüssige Beton<br />

direkt auf die Unterkonstruktion aufgebracht wird.<br />

So erzielte das Team von Studio Gang zum einen eine<br />

durchgängige, fugenlose Optik der Innenräume, zum<br />

anderen ließ sich durch den Verzicht auf Schalungen<br />

der Abfall reduzieren.


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85<br />

Studio Gang<br />

Neues Campus-Bindeglied<br />

Von innen nach außen entwickelt, sollte das Center<br />

nicht nur als Erweiterung des bestehenden Museums,<br />

sondern auch als künftiges Bindeglied fungieren.<br />

Mithilfe von neuen Verbindungen schafften es<br />

die Architektin Jeanne Gang und ihr Team, die insgesamt<br />

zehn Gebäudeteile stimmig zusammenzuschließen.<br />

Sie öffneten diverse Sackgassen, ersetzten<br />

diese mit einem durchgängigen Wegesystem und<br />

konnten dadurch sowohl die Funktionalität als auch<br />

das Besuchererlebnis des gesamten Museumscampus<br />

verbessern. Ein licht- und luftdurchflutetes Atrium<br />

fungiert mit seinen tiefen Sitzstufen als Herzstück<br />

des Gebäudes. Es bereitet den Museumsbesuchern<br />

einen imposanten Empfang und weckt zugleich spielerisch<br />

den Forscherdrang. Außerdem verknüpft der<br />

fünfstöckige Bereich die rundherum anschließenden<br />

Ebenen über Brücken, skulpturale Räume und gewölbte<br />

Öffnungen, lässt erste Einblicke auf Exponate<br />

zu und ist – ebenso wie die von der Natur inspirierten<br />

Außenansichten – rundum organisch geformt. Sämtliche<br />

Oberflächen erinnern mit ihrer porösen Struktur<br />

an durch Wind und Wasser geprägte Steinformationen.<br />

Das Ergebnis ist eine gigantische Höhle, die als<br />

beeindruckende Landschaft mit fließenden Übergängen<br />

erkundet werden will.<br />

u


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

86<br />

Material & Oberfläche<br />

Interaktive Lernlandschaft<br />

Dank zahlreicher neuer Funktionen erhalten Interessierte<br />

im Inneren des Erweiterungsbaus künftig die<br />

Möglichkeit, noch tiefer in die Arbeit und Sammlungen<br />

des American Museum of Natural History einzutauchen.<br />

Über die einzelnen Geschosse verteilt, bietet<br />

das Gilder Center auf fast 22.000 m 2 jede Menge<br />

Platz für Ausstellungs- und Galerieflächen, in denen<br />

sich alles um die Welt der Insekten dreht. Dazu gehören<br />

z.B. ein Insektarium und ein Schmetterlings-Vivarium<br />

mit lebenden Insekten, interaktiven Exponaten<br />

und großformatigen Modellen, die dazu einladen, den<br />

Lebensraum der Tiere kennenzulernen. Lehr- und<br />

Forschungsräume für Schulkinder bis hin zu Wissenschaftlern<br />

sowie eine Bibliothek komplettieren das<br />

kulturelle Raumprogramm mitten in der US-Metropole.<br />

Die Gestaltung und Konzeption der Ausstellungsbereiche<br />

übernahmen Ralph Appelbaum Associates<br />

in Zusammenarbeit mit dem Museum.<br />

•<br />

Neben der Bibliothek mit<br />

Blick auf Manhattan erwarten<br />

Naturinteressierte<br />

verschiedene interaktive<br />

Ausstellungen, die vielschichtige<br />

Einblicke in die<br />

Welt der Insekten bieten.


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87<br />

Studio Gang<br />

OG 2<br />

EG<br />

Richard Gilder Center for Science, Education, and Innovation<br />

Manhattan, New York City<br />

Bauherr:<br />

Planung:<br />

Statik/Akustik:<br />

Fassadentechnik:<br />

Steinfassade:<br />

Landschaftsplanung:<br />

Ausstellungsplanung:<br />

Lichtplanung:<br />

Nutzfläche: 21.368 m²<br />

Baubeginn: 2019<br />

Fertigstellung: 2023<br />

Baukosten: $ 465 Mio.<br />

www.studiogang.com<br />

American Museum of Natural History<br />

Studio Gang<br />

Arup<br />

Buro Happold<br />

Hofmann Naturstein<br />

Reed Hilderbrand<br />

Ralph Appelbaum Associates<br />

Renfro Design Group<br />

„Das Gilder Center soll zum Erforschen<br />

und Entdecken einladen, was nicht nur ein<br />

Sinnbild für die Wissenschaft ist, sondern<br />

auch einen großen Teil des Menschseins<br />

darstellt. Es soll Besucher aller Altersgruppen,<br />

Hintergründe und Fähigkeiten<br />

ansprechen und sie so für das Lernen über<br />

unsere Natur und Umwelt begeistern.“<br />

Jeanne Gang, Studio Gang


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

88<br />

Material & Oberfläche


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

89<br />

BAAS arquitectura + CASA Solo<br />

Ein Gebäude wie<br />

eine Umarmung<br />

Zentrum für Strahlentherapie und Hämodialyse<br />

Granollers, Spanien / BAAS arquitectura + CASA Solo<br />

Text: Linda Pezzei Fotos: Gregori Civera Studio<br />

Aus dem politischen<br />

Willen heraus, rund um<br />

Kataloniens Hauptstadt<br />

Barcelona ein weit verzweigtes<br />

Netzwerk von<br />

lokalen Gesundheitseinrichtungen<br />

zu schaffen,<br />

ist unter der Federführung<br />

von BAAS arquitectura<br />

in Kooperation mit<br />

CASA Solo ein Zentrum<br />

für Strahlentherapie und<br />

Hämodialyse in Granollers<br />

entstanden. Die schwungvolle<br />

Formensprache und<br />

eine markante Fassade<br />

aus Keramikziegeln setzen<br />

auch ein Zeichen im<br />

urbanen Umfeld.<br />

„Wir haben versucht, ein Gebäude zu entwerfen, das<br />

die städtebaulichen Gegebenheiten einer Straße mit<br />

wenig Wert verbessern würde. Ein öffentliches Gebäude<br />

mit einer einzigartigen Form sowie Materialien<br />

und Texturen, die der Stadt Würde verleihen sollen“,<br />

erklärt Jordi Badia, Gründer von BAAS arquitectura,<br />

die Entwurfsidee der Tagesklinik. Die 62.000-Einwohner-Stadt<br />

Granollers befindet sich etwa 35 km<br />

nordöstlich des Stadtzentrums von Barcelona. Bislang<br />

mussten die Patient:innen lange Fahrten auf<br />

sich nehmen, um sich in Zentren für Strahlentherapie<br />

und Dialyse behandeln zu lassen. Nun befindet<br />

sich das Gebäude, das Tagesbehandlungen anbietet,<br />

losgelöst vom Krankenhaus für viele Patient:innen in<br />

nächster Nähe.<br />

u


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

90<br />

Material & Oberfläche<br />

Die Fassade zeichnet sich durch den vielseitigen und<br />

verspielten Umgang mit dem Baustoff Ziegel aus –<br />

ein Ansatz, der aus etwas vermeintlich Simplem ein<br />

komplexes Ensemble wachsen lässt.<br />

Eine Geste der Öffnung<br />

Um den Eingangsbereich klar und einladend zu gestalten<br />

und den Gehweg zu verbreitern, rückten die<br />

Architekt:innen das Volumen von der Straße ab. Auf<br />

diese Weise ist ein kleiner Platz entstanden, der die<br />

Besucher:innen empfängt und den Hauptzugang<br />

zum Gebäude markiert. Der Grundriss selbst ist um<br />

zwei Innenhöfe herum organisiert, die den Innenraum<br />

mit natürlichem Licht durchfluten und dabei das gewünschte<br />

Maß an Privatsphäre gewährleisten.<br />

Die abfallende Geländetopographie ermöglichte das<br />

Formulieren zweier unterschiedlicher Zugänge zu<br />

den beiden Stockwerken. Damit konnten BAAS arquitectura<br />

den Wunsch des Bauherrn nach der Verortung<br />

der Strahlentherapie auf der Straßenebene<br />

und der Hämodialyse auf der oberen Ebene erfüllen,<br />

wobei letztere Einheit einen weiteren Zugang vom<br />

Innenhof des Krankenhauses zulässt. Durch den Höhenunterschied<br />

ergab sich zudem die Ausbildung<br />

eines Zwischengeschosses, das einerseits als Technikebene<br />

fungiert und andererseits eine Überhöhung<br />

hierarchisch wichtiger Bereiche wie des Hauptwartezimmers<br />

umsetzbar machte.


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91<br />

BAAS arquitectura + CASA Solo<br />

Reminiszenz an den Raum<br />

Indem sich die Gestalter:innen im Außenbereich für<br />

den geschickten Einsatz von Keramikziegeln entschieden,<br />

ist es ihnen gelungen, die Fassade optisch<br />

aufzulösen. So ergibt sich für den Vorbeispazierenden<br />

das Bild eines größtenteils blickdichten Gebäudes.<br />

Dabei passt sich die Verkleidung des Bauwerks<br />

vielmehr an die verschiedenen Innenraumsituationen<br />

an, wie vor allem das offene Gitterwerk in Bezug auf<br />

die gut durchlüftete technische Zwischenebene anschaulich<br />

zeigt.<br />

Im Zuge der Gestaltung des Projekts war es BAAS<br />

arquitectura besonders wichtig, mit Hilfe der gewundenen<br />

Formen des Volumens und der verwendeten<br />

keramischen Materialien, einen Bezug zu den historischen<br />

Substanzen der Umgebung sowie eine einladende<br />

und weniger sterile Umgebung für die zu<br />

Behandelnden zu schaffen.<br />

u


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

92<br />

Material & Oberfläche<br />

Nachgefragt bei BAAS arquitectura<br />

Wie kam das Projekt zustande und<br />

wie lautete das Briefing?<br />

Der Auftrag hat sich durch einen öffentlichen Wettbewerb<br />

ergeben, bei dem wir den ersten Preis gewonnen<br />

haben. Ziel war es, das erste einer Reihe von<br />

Satellitengebäuden eines der großen öffentlichen<br />

Krankenhäuser Barcelonas – Hospital Clínic – in der<br />

etwa 35 km entfernten Stadt Granollers zu bauen,<br />

damit Patient:innen, die täglich behandelt werden<br />

müssen, künftig keine langen Fahrten mehr auf sich<br />

nehmen müssen.<br />

Was war die ursprüngliche Inspiration<br />

für die Entwurfsidee?<br />

Krankenhausgebäude sind normalerweise zu steril<br />

und ungemütlich. Unsere Absicht war es von Anfang<br />

an, einen angenehmen Raum für die Patient:innen zu<br />

schaffen, in dem sie sich wohlfühlen. Mit natürlichen<br />

Materialien wie Keramik und Holz, weichen Formen<br />

und diffusem, natürlichem Licht. Ein Gebäude, das<br />

die Patient:innen begleitet und umarmt, das aus deren<br />

Sicht entworfen wurde und nicht nur basierend<br />

auf rein professioneller Funktionalität. Die Straße, in<br />

der sich das Gebäude befindet, war sehr schmal, so<br />

dass wir einen Platz geschaffen haben, der die Zufahrt<br />

verbreitert und einen angemessenen Zugang<br />

bietet. Die beiden differenzierten Programme der<br />

Strahlentherapie und Hämodialyse befinden sich auf<br />

zwei verschiedenen Etagen – hier nutzten wir die<br />

Topografie des Grundstücks, um zwei verschiedene<br />

Zugänge anzubieten. Backstein ist eines der Materialien<br />

des historischen Krankenhausgebäudes nebenan<br />

– wir haben es verwendet, damit sich das neue<br />

Gebäude in den Kontext einfügt.<br />

Was macht die Fassade bei<br />

diesem Projekt so besonders?<br />

Wir arbeiten gerne mit traditionellen Materialien, die<br />

sich auf den Ort beziehen und in diesem Kontext üblich<br />

sind – Materialien, die eine praktisch ewige Haltbarkeit<br />

gewährleisten, da das Gebäude mindestens<br />

zwei Jahrhunderte bestehen soll. In diesem Fall haben<br />

wir uns für Keramikziegel entschieden – die Form<br />

und die Merkmale der Fassade sind die direkte Folge<br />

der Materialwahl. Wir waren auf der Suche nach einem<br />

zeitlosen Bild der Architektur, das sich einerseits<br />

gut in die Umgebung einfügt – man bedenke, dass<br />

es sich um einen Anbau an ein historisches Gebäude<br />

handelt –, andererseits aber auch eine schöne Alterung<br />

sowohl in materieller als auch in formaler Hinsicht<br />

gewährleistet. Die gewählten Materialien weisen<br />

außerdem ein gutes bioklimatisches Verhalten<br />

mit einer großen thermischen Trägheit auf. In Kombination<br />

mit der Verschattung durch die Pilaster und<br />

Gitter der Fassade ist so ein kühles Sommerklima im<br />

Inneren ohne große Energiekosten möglich. •


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93<br />

BAAS arquitectura + CASA Solo<br />

OG 1<br />

EG<br />

Zentrum für Strahlentherapie und Hämodialyse<br />

Granollers, Spanien<br />

Bauherr:<br />

Planung:<br />

Statik:<br />

Hospital Clínic de Barcelona<br />

BAAS arquitectura + CASA Solo<br />

Static lngeniería<br />

BGF: 3.440 m 2<br />

Nutzfläche: 2.750 m 2<br />

Baufläche: 3.150 m 2<br />

Planungsbeginn: 12/2019<br />

Bauzeit: 01/2022 - 06/2023<br />

Baukosten: 8.452.702,24 EUR<br />

www.baas.cat<br />

„Wir haben versucht, sowohl außerhalb als auch<br />

innerhalb des Gebäudes eine warme und komfortable<br />

Umgebung für die Patient:innen zu<br />

schaffen. Daher war die Wahl der Materialien,<br />

Texturen und Farben von wesentlicher Bedeutung<br />

– so können sich die Menschen in einem<br />

bestimmten Moment, in dem sie sehr verletzlich<br />

sind, so wohl wie möglich fühlen.“<br />

Jordi Badia, Gründer BAAS arquitectura<br />

© Marcella Grassi


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

94<br />

Material & Oberfläche<br />

Ein Prisma<br />

im Wiesengrün<br />

Restaurant ÄNG / Halland, Schweden / Norm Architects<br />

Text: Linda Pezzei Fotos: Jonas Bjerre-Poulsen<br />

Die hügeligen Felder von Ästad Vingård, einem der<br />

größten Weingüter Schwedens, schmückt ein einsames<br />

Juwel. Scheinbar unvermittelt wächst inmitten<br />

vom endlosen Grün der Rebstöcke und Wiesen ein<br />

markantes Glashaus aus dem Boden. Gestaltet wurde<br />

das Objekt, das Architektur, Essen, Wein, Interieur und<br />

Kunst vereint, von Norm Architects für das Sternerestaurant<br />

ÄNG, in dem Küchenchef Filip Gemzel ein<br />

19-Gänge-Haute-Cuisine-Dinner serviert.


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95<br />

Norm Architects<br />

„Wenn man Essen und Wein liebt, ist Fine Dining<br />

eine besondere Erfahrung“, sagt Daniel Carlsson,<br />

Geschäftsführer und Partner von Ästad Vingård und<br />

dem Restaurang ÄNG, „man wünscht sich, dass der<br />

Abend nie zu Ende gehen möge. Wenn man aber<br />

Stunde um Stunde am selben Tisch und auf demselben<br />

Stuhl sitzt, fordert das seinen Tribut. Es ist<br />

schwer, über so lange Zeit aufnahmefähig zu bleiben<br />

und jedes Gericht zu genießen – es braucht immer<br />

neue Reize, etwas, das einen wachrüttelt und den<br />

Geist erfrischt.“<br />

So beginnt das Erlebnis ÄNG bereits vor dem eigentlichen<br />

Betreten des Gebäudes mit einem Spaziergang<br />

auf dem gewundenen, grasgesäumten Weg hin zu<br />

dem anmutigen Gewächshaus inmitten der Felder. Die<br />

tragenden Strukturen haben die Architekten auf die<br />

Innenseite des Bauwerks gelegt, sodass das Glashaus<br />

wie ein Prisma in der Mitte des Feldes ruht; absolut<br />

scharf und glatt, ein Spiegel der Umgebung. u


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

96<br />

Material & Oberfläche<br />

Die Transparenz der Hülle<br />

lässt das Innere scheinbar<br />

nahtlos mit dem<br />

umgebenden Äußeren<br />

verschmelzen und rückt<br />

die Natur im Laufe der<br />

Tages- und Jahreszeiten<br />

in den Fokus der Gäste.<br />

Von der Natur inspiriert<br />

Das schwedische Wort „äng“ bedeutet auf Deutsch<br />

„Wiese“, wobei das gleichnamige Restaurant in Halland<br />

an der Westküste Schwedens, zwischen den<br />

Städten Göteborg im Norden und Helsingborg im<br />

Süden gelegen, sowohl Sinnbild der Oberfläche wie<br />

auch der darunter liegenden Teile der Landschaft ist.<br />

Üppiges Grün, endlose Feuchtgebiete und die glitzernde<br />

Oberfläche eines nahe gelegenen Sees prägen<br />

den ersten Eindruck, ehe sich der schmale Weg<br />

in einen Steinboden verwandelt, der sich von außen<br />

elegant und subtil ins Innere des Gebäudes zieht.<br />

Eine schwere Glastüre leitet den Gast in einen großzügigen,<br />

lichtdurchfluteten Raum, der gleichermaßen<br />

dezent und kraftvoll gestaltet ist. Der Weg führt vorbei<br />

an der offenen Küche in den Loungebereich, den<br />

Massivholz und weiche Polsterungen charakterisieren<br />

und der das Gefühl wecken soll, mitten in einem<br />

Feld zu sitzen, nichts als den klaren Himmel über<br />

dem Kopf. „Das Glashaus war eine Idee des Kunden,<br />

die wir mitentwickeln und umsetzen durften“, sagen<br />

Norm Architects. Den Geist des Ortes prägen neben<br />

der Architektur und Natur auch Kunstwerke, Keramiken<br />

und Skulpturen, die unter anderem von Sara<br />

Martinsen, Anders Pfeffer Gjengedal, Viki Weiland,<br />

Ulla Bang und Bonni Bonne eigens für den Raum entworfen<br />

wurden.


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97<br />

Norm Architects<br />

Wie in der Haute Cuisine, dreht sich auch bei der<br />

Gestaltung des Restaurants alles um das Zusammenspiel<br />

zahlreicher Elemente – oder Zutaten, die<br />

das Erlebnis letztendlich ausmachen und abrunden –<br />

angefangen bei der Architektur über das Design und<br />

die Beleuchtung bis hin zum Geschmack, dem Geruch<br />

und den Geräuschen. „Wenn all diese Elemente<br />

ausgewogen und gut aufeinander abgestimmt sind,<br />

dann entsteht ein einzigartiges Erlebnis, das aus dem<br />

Rahmen fällt“, sind sich die Architekten sicher. u


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

98<br />

Material & Oberfläche<br />

Karimoku Case Study<br />

Kein Wunder, dass es Norm Architects am Herzen lag,<br />

auch die Möbel für das Restaurant individuell zu gestalten.<br />

Die Anmutung von ÄNG ist auch das Ergebnis einer<br />

Zusammenarbeit zwischen Norm Architects und Keiji Ashizawa<br />

Design im Rahmen der Karimoku Case Study Serie.<br />

Die Kollektion steht für eine harmonische Mischung<br />

aus japanischen und skandinavischen Designprinzipien<br />

und spiegelt ein Gleichgewicht zwischen Landschaft und<br />

zeitgenössischer Ästhetik wider. „Inspiriert von der unberührten<br />

nordischen Natur, die das Restaurant umgibt,<br />

und der japanischen Sensibilität für Designästhetik und<br />

Handwerkskunst, bietet die Inneneinrichtung ein ganzheitliches,<br />

sinnliches Erlebnis, das das kulinarische Angebot<br />

verfeinert und die Identität des Restaurants widerspiegelt“,<br />

erklärt Frederik Werner von Norm Architects<br />

und Kreativdirektor für Karimoku.<br />

Das Erlebnis eines Besuchs im Sternerestaurant ist<br />

vor dieser Kulisse dramaturgisch aufgebaut: Im weiteren<br />

Verlauf des Abends werden die Gäste zu einem<br />

versteckten Aufzug geleitet, der in einen katakombenartigen<br />

Weinkeller mit gedämpfter Atmosphäre führt.<br />

In der Mitte des Raumes lässt eine ruhige, im Dunklen<br />

liegende Lounge Verborgenes erahnen. Um die Übergänge<br />

zwischen Licht und Schatten zu betonen, treffen<br />

am Weg zurück zum Speisesaal in Form von Ziegelstein<br />

geschnittene Fliesen auf einen weich anmutenden Boden<br />

aus Holz. Hier eröffnet sich mit dem Durchschreiten<br />

einer riesigen drehbaren Holztür wieder der Blick in die<br />

weite, lichte Natur.<br />

So, wie sich diese im Laufe des fortschreitenden Abends<br />

und je nach Jahreszeit in ihren Farbnuancen ändert, so<br />

scheinen auch die Oberflächen im Restaurant zu changieren;<br />

während sich das Eichenholz leicht rötlich färbt,<br />

erscheint die offene Küche aus grauem Stein weicher.<br />

Womit wir wieder beim Anfang wären, zurück im Glashaus<br />

und bereit zum Aufbruch in die Nacht.


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99<br />

Norm Architects<br />

3 Fragen an Norm Architects<br />

Inwieweit spiegelt sich die spätere Nutzung als Sternerestaurant<br />

in der Konzeption der Gestaltung wider?<br />

Die ausgewählten natürlichen Materialien, wie Eiche<br />

für die maßgefertigten Möbel oder die eleganten Steinböden,<br />

wurden leicht veredelt oder bearbeitet, um sie<br />

noch zarter erscheinen zu lassen – so wie Küchenchef<br />

Filip Gemzel die lokalen Zutaten für das erstaunliche<br />

19-Gänge-Degustationsmenü perfektioniert.<br />

Welche Idee steckt hinter dem Design<br />

des Weinkellers?<br />

Wir wollten ein gedämpftes und intimes Gefühl<br />

schaffen, das einen Kontrast zu dem hellen Gewächshaus<br />

bildet. Man könnte sagen, der Raum<br />

dient der Erweckung der Sinne. Durch den Wechsel<br />

des Lichts spielen wir mit dem Phänomen des Helldunkels,<br />

einer Technik aus der bildenden Kunst, die<br />

dazu dient, Licht und Schatten für die Definition von<br />

Objekten zu nutzen, um ein Gefühl von Volumen zu<br />

erzeugen. Wenn man in den Schatten tritt, schwächt<br />

sich das Sehvermögen ab, während sich die übrigen<br />

Sinne schärfen. Man achtet automatisch mehr auf<br />

Geräusche, Gerüche, Geschmäcker und Berührungen<br />

– sogar die Intuition und der Instinkt werden gestärkt.<br />

Auf diese Weise bereiten der überraschende<br />

Übergang und der Wechsel der Szenerie die Gäste<br />

auf den nächsten Teil des ganzheitlichen Dinner-Erlebnisses<br />

vor.<br />

Die beste Zeit für einen Besuch im Restaurant?<br />

Das Restaurant bietet zu jeder Jahreszeit einen einzigartigen<br />

Charme. Im Sommer ist das Ambiente<br />

besonders bezaubernd, wenn die Sonne über dem<br />

üppigen grünen Gras untergeht und ein warmes und<br />

einladendes Licht erzeugt. Im Herbst verwandelt sich<br />

die umliegende Landschaft in eine malerische Szenerie<br />

mit leuchtenden, verbrannten Farben, die ein<br />

gemütliches und rustikales Gefühl vermitteln. Der<br />

Winter bringt seinen eigenen Zauber mit sich, wenn<br />

der Schnee die Gegend weiß einhüllt und eine ruhige<br />

und friedliche Atmosphäre schafft.<br />

•<br />

Restaurant ÄNG<br />

Halland, Schweden<br />

Bauherr:<br />

Ästad Vingård<br />

Planung:<br />

Norm Architects<br />

Architekt und Partner: Jonas Bjerre-Poulsen, Peter Eland<br />

Designer & Partner: Frederik Werner<br />

Interior Designer: Hedda Klar<br />

Fertigstellung: Sommer 2022<br />

www.normcph.com<br />

„Das grundlegende Ziel des mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten<br />

Restaurang ÄNG entspricht in vielerlei Hinsicht der<br />

Design-Philosophie von Norm Architects, ein feines Gleichgewicht<br />

zwischen allen sensorischen Erfahrungen herzustellen,<br />

die einen Raum ausmachen, um ein harmonisches Umfeld zu<br />

schaffen, in dem sich alle Elemente gegenseitig unterstützen.“<br />

Frederik Werner, Norm Architects


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

100<br />

Naturstein<br />

Baustoff für Kreative<br />

Ob Hochbau, Innenraumdesign oder Landschaftsbau – für anspruchsvolle Gestaltungen<br />

ist Naturstein das begehrte Original. Als Werkstoff direkt aus der<br />

Natur fasziniert er durch seine Vielfalt und besitzt von Haus aus eine mustergültige<br />

Ökobilanz.<br />

Text und Fotos: Richard Watzke (wenn nicht anders angegeben)<br />

Formenspiel: Skulpturaler „Wald“ aus polygonalen Stelen aus Carraramarmor.<br />

Design: CZA Cino Zucchi Architetti / Stefano Goffi


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101<br />

Naturstein<br />

Naturstein erlebt im Bauwesen eine Renaissance.<br />

In einer globalisierten Welt, in der alles überall auf<br />

Knopfdruck verfügbar ist, suchen Menschen wieder<br />

nach dem Unverwechselbaren, dem Authentischen.<br />

Im privaten Bausektor ist er besonders begehrt im<br />

Küchendesign, in der Badgestaltung und in der Ausstattung<br />

der Wohnbereiche innen wie außen. Bei<br />

hochwertigen Projekten ist in der Regel immer Naturstein<br />

anzutreffen, sei es als lebhaft strukturierte<br />

Kücheninsel, als aufwendige Dusche oder gespiegelte<br />

Badewannenrückwand, als hinterleuchteter<br />

Tresen oder als großformatiger Bodenbelag mit<br />

durchlaufender Maserung. Wie groß tatsächlich die<br />

Wertschätzung für die natürliche Anmutung von Naturstein<br />

ist, zeigt die Vielzahl ihrer Nachahmungen.<br />

Jeder namhafte Keramikhersteller führt Steinoptiken<br />

und sogar Imitate von Oberflächen im Sortiment. Dabei<br />

sind nicht nur berühmte Steinklassiker wie Carrara,<br />

Nero Portoro oder Bahia Blue Vorbilder, sondern<br />

auch ganz allgemein Steine mit einem natürlichen<br />

Oberflächenrelief wie spaltrauer Schiefer. u<br />

u


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

102<br />

Naturstein<br />

Auf die Eignung achten<br />

Entscheidend für den Charakter eines Steins ist seine<br />

Entstehungsgeschichte. Neben der Zusammensetzung<br />

der Mineralien bestimmen die Menge und Dauer<br />

an Hitze und Druck, aber auch die Zeit und Ruhe,<br />

die das neu entstandene Gestein zum Abkühlen und<br />

Auskristallisieren hatte, die optische Erscheinung und<br />

die Bearbeitbarkeit. Große Kristalle im Granit zeigen<br />

zum Beispiel, dass die Mineralien über lange Zeiträume<br />

ungestört kristallisieren konnten. Ein vulkanischer<br />

Stein wie Basalt hingegen hat nur sehr kleine Kristalle,<br />

weil das flüssige Gemenge sehr viel rascher erstarrte.<br />

Schiefer und Quarzit entstanden durch schichtenweise<br />

Ablagerungen und sind daher leicht in einer Richtung<br />

spaltbar. Kalksteine und andere Weichgesteine<br />

lassen sich leicht handwerklich und maschinell bearbeiten.<br />

Marmor zeigt mit bloßem Auge erkennbare<br />

Kristalle, die einzelne Sorten bis zu einer Plattenstärke<br />

von zwei Zentimetern transluzent machen. Die<br />

Aufzählung lässt sich beliebig fortführen. Die individuellen<br />

Eigenschaften beeinflussen auch die Eignung<br />

des jeweiligen Materials: Calciumcarbonat als Grundstoff<br />

von Kalkstein und Marmor ist säureempfindlich,<br />

eine Politur wird beim Einsatz scharfer Reiniger angegriffen.<br />

Travertin ist vergleichsweise weich, aber gerade<br />

wegen seines hohen Porenanteils unempfindlich<br />

gegenüber Frost, da Wasser aus dem Gesteinsgefüge<br />

rasch abtrocknet und Frostsprengungen im Stein ver-<br />

Links: Beim Spiegeln von gemaserten Steinplatten entstehen<br />

individuelle, weltweit einmalige Muster. Design:<br />

Luigi Siard<br />

Unten: Ein Material und viele Gesichter: Einen Farben-<br />

und Flächenmix wie beim Porphyr erlauben viele<br />

Natursteine.


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103<br />

Naturstein<br />

© Agence Ter.de, Karlsruhe<br />

Oben: Gewinner in der Kategorie Landschaftsbau des<br />

Deutschen Natursteinpreises <strong>2024</strong> – Sanierte historische<br />

Weinbergmauern in Karlsruhe.<br />

Links: Versteinerte Bewegung – durch Wasserstrahltechnik<br />

wurde die harte Quarzader freigelegt.<br />

mieden werden. Was bei einem privaten Poolbereich<br />

also willkommen ist, würde in einem stark frequentierten<br />

Freibad auf lange Sicht kaum funktionieren.<br />

Der dort übliche Abrieb setzt dem Sedimentgestein<br />

zu und führt zu einer raschen Verschmutzung der Poren.<br />

Frostbeständige, dichte Kalksteine hingegen sind<br />

pflegeleicht und eignen sich für öffentlich zugängliche<br />

Flächen. Sollen stark beanspruchte Flächen zusätzlich<br />

noch schwerlasttauglich sein, empfehlen sich<br />

Granite, beispielsweise aus dem Mühl- und Waldviertel,<br />

die im Vergleich zu den großen Transportdistanzen<br />

mancher Industrie-Baustoffe geradezu vor der<br />

Haustür liegen.<br />

u


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

104<br />

Naturstein<br />

© Lisa Farkas, Frankfurt<br />

Links: Gewinner des Deutschen Natursteinpreises<br />

<strong>2024</strong>: Wohnhochhaus<br />

„Drei Horizonte“ in Frankfurt a.M.<br />

Unten: Kreatives Potenzial verwirklichen<br />

– immer mehr Industriedesigner<br />

entdecken Naturstein als Medium.<br />

Handwerk und High-Tech<br />

Dreht sich die Materialauswahl im Privatsektor vorrangig<br />

um emotionale Faktoren wie Optik, Image<br />

und Haptik, gelten für den Hochbau andere Regeln.<br />

Investoren und Architekten streben bei allen Komponenten<br />

nach Lösungen, Bauwerke möglichst nachhaltig<br />

und mit einem niedrigen CO 2 -Fußabdruck zu<br />

errichten. Um solche Lösungen zu forcieren, lobt der<br />

Deutsche Naturwerkstein-Verband DNV alle zwei<br />

Jahre den Deutschen Natursteinpreis, DNP, in Kategorien<br />

wie Fassadenbau, Massivbau, Innenraumgestaltung<br />

und Landschaftsbau aus. Beim diesjährigen<br />

Wettbewerb setzte sich das 60 Meter hohe Wohnhochhaus<br />

„Drei Horizonte“ in Frankfurt am Main vom<br />

Büro O&O Baukunst mit Stefan Forster Architekten<br />

& Karl Dudler Architekten, Berlin, als Gesamtsieger<br />

durch. Mit seiner Fassade aus feinporigem, weißgrauem<br />

Kalkstein vollendet das Hochhaus als weithin<br />

sichtbare Landmarke die Transformation des<br />

ehemaligen Industriequartiers im Frankfurter Ostend<br />

in ein neues Stadtviertel. Die Auswahl von Kalkstein<br />

als Fassadenmaterial ist laut Jurybewertung strategisch:<br />

Es soll wartungsarm sein und langfristig eine<br />

angenehme Patina entwickeln.


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105<br />

Naturstein<br />

Rechts: Sieger bei den<br />

Fassaden des DNP <strong>2024</strong>:<br />

Detail der Reliefplatten<br />

am Kriminaltechnischen<br />

Institut in Dresden.<br />

Unten: Besondere<br />

Anerkennung für die<br />

Fassade aus handgeschliffenem<br />

Sandstein beim<br />

Wohnturm CasaNova in<br />

Rotterdam.<br />

© Brigida González, Stuttgart<br />

© Christian van der Kooy<br />

Gewinnerprojekt <strong>2024</strong> in der Kategorie Fassadenbau<br />

ist das Kriminaltechnische Institut des LKA Sachsen<br />

in Dresden vom Dresdner Architekturbüro heinlewischer.<br />

Um das Ziel eines Nachhaltigkeitszertifikates<br />

nach BNB im Standard Gold zu erreichen, wählten die<br />

Architekten einen regional abgebauten, weiß-grauen<br />

Mainsandstein für die 3.200 m 2 große, vorwiegend<br />

als Vormauerschale ausgeführte Fassade. Nur im<br />

Bereich der Fensterbrüstungen und der Blindfens-<br />

ter sind die Steinplatten als vorgehängte, hinterlüftete<br />

Fassade eingesetzt. Für den sichtbaren Bezug<br />

des Gebäudes zu seiner Nutzung entwarfen die<br />

Künstlerinnen Birgit Nadrau und Annie Kuschel das<br />

Kunstwerk „Spurensucher“. Dazu wurden 44 Motive<br />

dreidimensional gescannt, in erhabener Ausführung<br />

CNC-gefräst und als Reliefsteine im Eingangsbereich<br />

des Neubaus vermauert.<br />

Einen beispielhaften Weg im Umgang mit Naturstein<br />

zeigt auch das ebenfalls beim DNP <strong>2024</strong> in der Kategorie<br />

Landschaftsbau ausgezeichnete Projekt der<br />

historischen Weinbergmauern bei Karlsruhe-Durlach,<br />

geplant durch das Büro Agence Ter.de aus Karlsruhe.<br />

Bei der Sanierung der abgetreppten Mauern wurde<br />

ein Großteil des Originalmaterials aus rotem Sandstein<br />

sorgfältig geborgen und neu eingebracht. Die<br />

Integration von Bestandsmaterial zeigt, wie problemlos<br />

und ressourcenschonend sich Naturstein wiederverwenden<br />

lässt. Zugleich schlägt das ursprüngliche<br />

Material eine zeitliche Brücke zwischen altem und<br />

neuem Bestand.<br />

Eine Besondere Anerkennung beim DNP <strong>2024</strong> erhielt<br />

das Projekt CasaNova im Rotterdamer Schifffahrtsviertel<br />

von Barcode Architects. Der dreieckige, 110<br />

Meter hohe Wohnturm erhebt sich wie eine Skulptur<br />

auf einem Sockel. Die Fassade ist aus handgeschliffenem<br />

und liniengespaltenem Neckartäler Hartsandstein<br />

gefertigt. Dazu wurde die Oberfläche der Steine<br />

zuerst in Bahnen eingesägt und die stehengebliebenen<br />

Stege anschließend manuell abgeschlagen. Auf<br />

diese Weise erhält der Stein aus der Ferne betrachtet<br />

ein regelmäßiges Erscheinungsbild, das sich aus der<br />

Nähe jedoch als abwechslungsreiches Muster präsentiert.<br />

In Kombination mit planen, gesägten Flächen<br />

zeichnet sich CasaNova durch das Spiel von Licht,<br />

Schatten und Textur aus, welches in dieser Form nur<br />

mit Naturstein verwirklicht werden kann. •


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

106<br />

Naturstein<br />

Casa Sasso<br />

Steinmetz<br />

4055 Pucking<br />

office@casa-sasso.at<br />

www.casa-sasso.at<br />

Sölker Marmor<br />

Bergbau<br />

8961 Sölk<br />

office@soelker.at<br />

www.soelker.at<br />

Poschacher<br />

Natursteinwerke<br />

4222 Langenstein<br />

office@poschacher.com<br />

www.poschacher.com<br />

Lauster<br />

Naturstein GmbH<br />

9971 Huben/Osttirol<br />

st.johann@lausternaturstein.at<br />

www.lausternaturstein.at<br />

Kienesberger<br />

Steinmetzmeister<br />

4707 Schlüßlberg<br />

office@kienesberger-stein.at<br />

www.kienesberger-stein.at<br />

Steinmetzbetrieb<br />

Wolfgang Ecker<br />

2514 Traiskirchen<br />

office@ecker-stein.at<br />

www.ecker-stein.at<br />

Steinmetzmeister<br />

Dietmar Steller<br />

4600 Wels<br />

office@steller-stein.at<br />

www.steller-stein.at<br />

Schreiber & Partner<br />

Natursteine<br />

2170 Poysdorf<br />

office@sp-natursteine.at<br />

www.sp-natursteine.at<br />

Marmor<br />

Industrie Kiefer<br />

5411 Oberalm<br />

office@marmor-kiefer.at<br />

www.marmor-kiefer.at<br />

Josef Kogler<br />

Steinbruch & Schotterwerk<br />

9554 St. Urban<br />

kogler.naturstein@aon.at<br />

www.kogler-natursteinwerk.at<br />

Gustav Hummel<br />

GmbH & Co KG<br />

2452 Mannersdorf<br />

info@hummel-stein.at<br />

www.hummel-stein.at<br />

Stone4you<br />

Steinmetzbetriebe<br />

2020 Hollabrunn<br />

office@stone4you.at<br />

www.stone4you.at<br />

Pro Naturstein. Die gebündelte Faszination für ein einzigartiges, kraftvolles und von der Natur geschaffenes Unikat. Ein über Generationen<br />

vermitteltes Fachwissen über den Abbau und die Veredelung der österreichischen Natursteinvorkommen, eine gemeinsame Verantwortung,<br />

welche die Begeisterung und das Handwerk verbindet. Pro Naturstein steht für die Vereinigung ausgewählter, österreichischer<br />

Naturstein-Leitbetriebe, die mit Qualität und Leidenschaft hinter ihren Produkten stehen.<br />

www.pronaturstein.at


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107<br />

Naturstein<br />

Biwakschachtel<br />

Natursteinwettbewerb <strong>2024</strong> der HTL 1 Linz<br />

An einem besonderen Ort des Toten Gebirges nahe der oberösterreichisch-steirischen<br />

Landesgrenze entwickelten Schülerinnen und Schüler der HTL1 Linz in Zweiergruppen<br />

eine Biwakschachtel. Für ungefähr sechs Wanderer sollte ein Raum zum Schutz in den<br />

Bergen als Notunterkunft dienen und vorwiegend in Naturstein errichtet werden. Vor<br />

Beginn ihrer Entwurfsarbeit nahmen die Schüler an einer Exkursion mit Workshop an<br />

der Fachschule für Steingestaltung an der HTL Hallein teil.<br />

1. Preis<br />

Sophie Steiner /<br />

Mirjam Ellerböck<br />

Projektleiter HTL1 Linz:<br />

Thomas Müssauer<br />

Juryteilnehmerinnen<br />

HTL1 Linz:<br />

Pia Langmayr,<br />

Eva Welebny<br />

Juryteilnehmer von<br />

PRONATURSTEIN:<br />

Norbert Kienesberger,<br />

Bernhard Gann<br />

Modellfotografie:<br />

Peter Kollroß


in Kasten<br />

integrierte<br />

Leiter<br />

in Kasten<br />

integrierte<br />

Leiter<br />

Grundriss 1:50 Schau<br />

A-01<br />

<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

2. Preis<br />

23 233 5<br />

Nina Kern /<br />

Helene Hofstadler<br />

30 320 30<br />

Ofen 13,8m 2<br />

Schlafplätze<br />

Aufenthaltsbereich<br />

Windfang<br />

206 5<br />

30 376<br />

30<br />

100<br />

210<br />

GSEducationalVersion<br />

871 5 501 5<br />

370<br />

23 233 5<br />

108<br />

Miso Hütte<br />

Die Miso-Hütte schützt mit ihrem haifischartigen<br />

Eingang den Zutritt zum Biwak. Die scharfen Kanten<br />

in der Außenhülle sind angelehnt an die raue Natur in<br />

den Bergen, wobei der Innenraum Grundriss mit seiner 1:50 Holzverkeidung<br />

die die gemütliche Atmosphäre eines Baus<br />

nachahmt. Solaranlagen auf dem Dach des Biwaks<br />

sorgen für eine Stromzufuhr in Notfällen.<br />

Schaubild<br />

Schlafplätze<br />

Schlafplätze 2x3 Betten<br />

±0,00<br />

Aufenthaltsbereich<br />

Ofen 13,8m 2<br />

A-01<br />

1cm Metalldeckung<br />

Abdichtung (Membran)<br />

2,4cm Holzschalung<br />

17cm Sparren + WDF<br />

Dampfbremse<br />

1,5cm Holzschalung<br />

+2,0<br />

1cm Holzboden Zirbe<br />

20cm Innendämmung + Holzkonstruktion<br />

Abdichtung<br />

20cm STB-Bodenplatte<br />

Sitzbank Zirbe<br />

OBERÖSTERREICH<br />

-38,38 5<br />

Natursteinüberleger<br />

27<br />

Windfang<br />

Verankerung Aufhängeseile/Anker<br />

18cm Kalkstein Naturstein<br />

Anker<br />

Fassadenschnitt 1:20<br />

239<br />

76 136 27<br />

Panoramafenster 1,50/1,50<br />

206 5<br />

Aufhängeseil<br />

Naturstein<br />

Verankerung Aufhängeseile<br />

Natursteinwett<br />

TOTES GEBIRGE<br />

12,86 m 2 260<br />

120<br />

STEIERMARK<br />

1<br />

2<br />

DREIBRÜDERKOGEL<br />

N<br />

30 376 30<br />

1 cm Blechdeckung<br />

STEIERMARK<br />

Lageplan<br />

Abdichtung<br />

Grundriss Erdgeschoß<br />

2,4 cm Holzschalung<br />

Simplicity<br />

17 cm Sparren + Dämmung<br />

N1,5 cm Holzschalung<br />

4,81<br />

Deckendurchbruch<br />

S-01 S-01<br />

30 320 30<br />

OBERÖSTERREICH<br />

DREIBRÜDERKOGEL<br />

Lageplan<br />

150<br />

100<br />

S-01 S-01<br />

Luftraum<br />

STEIERMARK<br />

Simplicity<br />

30 296 30<br />

Einfachheit am Berg<br />

Durch seine kompakte Form und<br />

die rose Akzente im Stein hebt<br />

sich die Biwakschachtel von<br />

3+4 5+6<br />

ihrer Umgebung ab. Auf 8,37 kleins-<br />

m 2<br />

tem Raum bietet sie für sechs<br />

Personen eine ruhige Übernachtungsstätte<br />

mit Kochstelle, viel<br />

30 296 30<br />

Stauraum und Panoramablick<br />

auf den Dreibrüdersee.<br />

Sölker Rose<br />

150<br />

100<br />

TOTES GEBIRGE<br />

4,81<br />

30 320 30<br />

30 320 30<br />

Grundriss 1. Obergeschoß<br />

N<br />

30 320 30<br />

Natursteinwettbewerb<br />

OBERÖSTERREICH<br />

DREIBRÜDERKOGEL<br />

Biwakschachtel<br />

Einfachheit am Berg<br />

Lageplan<br />

Durch seine kompakte Form und<br />

die rose Akzente im Stein hebt<br />

sich die Biwakschachtel<br />

von ihrer Umgebung ab.<br />

30 376<br />

30<br />

Auf kleinstem Raum bietet es für<br />

sechs Personen eine ruhige<br />

mit<br />

Kochstelle, viel Stauraum und<br />

Panoramablick auf den<br />

Dreibrüdersee.<br />

100<br />

S-01 260<br />

S-01<br />

120<br />

in Kasten<br />

integrierte<br />

Leiter<br />

Deckendurchbruch<br />

12,86 m 2<br />

210<br />

Material:<br />

30 376 30<br />

2<br />

TOTES GEBIRGE<br />

Grundriss Erdgeschoß<br />

1<br />

30 320 30<br />

20 cm Sölker Rose<br />

8 cm Kalziumsilikatplatte<br />

2 cm Holzvertäfelung<br />

Panoramafenster<br />

1 cm Holzboden Eiche<br />

20 cm Dämmung + Holzkonstruktion<br />

1 cm Abdichtung<br />

15 cm STB Bodenplatte<br />

Fundamentstein<br />

<strong>2024</strong><br />

Nina KERN & Helene HOFSTADLER<br />

Anker / Verankerung Aufhängeseile<br />

Neoprenauflager<br />

Schieferplatten<br />

Karbonatgestein<br />

Zirbenholz<br />

Biwakschac<br />

0,00<br />

36 243 17 189 5<br />

2,60<br />

Matratze<br />

Bett / Sitzbank


N<br />

STEIERMARK<br />

DREIBRÜDERKOGEL<br />

TOTES GEBIRGE<br />

OBERÖSTERREICH<br />

+<br />

www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

109<br />

Naturstein<br />

GSEducationalVersion<br />

A-N-T<br />

Das Biwak aus massivem Naturstein<br />

und langlebigem Aluminium ist ein<br />

Zufluchtsort – robust, sicher und<br />

komfortabel. Die Aluminiumbox bietet<br />

hervorragenden Schutz vor Stürmen<br />

und extremen Wetterbedingungen.<br />

Sie ist wasserdicht, winddicht<br />

und schneesicher, sodass Wanderer<br />

immer trocken und warm bleiben.<br />

Das Biwak ist so konzipiert, dass<br />

es leicht zugänglich ist und schnell<br />

Schutz bietet. Unauffällige Integration<br />

in die Natur: Die Bögen aus massivem<br />

Naturstein fügen sich harmonisch<br />

in die Berglandschaft ein und<br />

schonen die Umwelt. Diese werden<br />

mithilfe von Stahlseilen zusammengespannt<br />

und im Fels verankert.<br />

3. Preis<br />

Tobias Minichmayr /<br />

Stefan Auer<br />

90<br />

210<br />

Kamin<br />

300<br />

332<br />

Raumfläche<br />

18,60m²<br />

Stockenbetten für 6 Personen<br />

Anerkennung<br />

Kevin Knogler /<br />

Rümeysa Celepci<br />

Schieferblöcke<br />

Grundriss 1:50<br />

Anerkennung<br />

663<br />

776<br />

Manuel Leitner /<br />

Daniel Kaar<br />

Schiefer<br />

Margarethner Sandstein<br />

zählt jede Minute. Unser Biwak ist so konzipiert,<br />

dass es leicht zugänglich ist und schnell Schutz<br />

bietet.<br />

Unauffällige Integration in die Natur: Die Bögen<br />

aus massivem Naturstein fügen sich<br />

harmonisch in die Berglandschaft ein und<br />

schonen die Umwelt.<br />

Die Pfosten-Riegel-Konstruktion der<br />

Glasfenster dient als Hauptlichtquelle.<br />

Im Eingangsbereich bietet die<br />

Schachtel Stauraum. Der Holzofen<br />

spendet nicht nur Wärme, sondern<br />

ermöglicht auch das Kochen. Eine<br />

Holzwand trennt den Aufenthaltsbereich<br />

vom Schlafbereich. Am Dach<br />

kommen Schiefer Krustenplatten<br />

zum Einsatz während beim Mauerwerk<br />

Margarethner Sandstein verwendet<br />

wird.<br />

umschlagen und auch die Dunkelheit kann<br />

plötzlich einbrechen. In solchen Momenten<br />

brauchen Sie einen sicheren Ort, der Schutz<br />

und Geborgenheit bietet. Unser Biwak aus<br />

massivem Naturstein und langlebigem<br />

Aluminium ist genau dieser Zufluchtsort –<br />

robust, sicher und komfortabel.<br />

Schutz bei jedem Wetter: Die Aluminiumbox<br />

bietet hervorragenden Schutz vor Stürmen und<br />

extremen Wetterbedingungen. Sie ist<br />

wasserdicht, winddicht und schneesicher,<br />

sodass Sie immer trocken und warm bleiben.<br />

Schnell und einfach zugänglich: In Notfällen<br />

SaveSpace<br />

Durch die Glaskuppel des SaveSpace<br />

können Bergsteiger in der Nacht den<br />

Sternenhimmel genießen. Die Stromversorgung<br />

erfolgt über eine Photovoltaikanlage<br />

mit Speicher. Ein Holzofen<br />

dient zum Kochen und dafür,<br />

das Biwak im Winter warm zu halten.<br />

•<br />

306<br />

270<br />

A-N-T<br />

In den Bergen kann das Wetter schnell<br />

Rauriser Weiss


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

110<br />

RETAIL<strong>architektur</strong><br />

Architektur und<br />

Handwerkskunst<br />

Die Verbindung von Schokolade und Architektur mag auf den ersten Blick ungewöhnlich<br />

erscheinen, doch genau dieser kreative Dialog steht im Mittelpunkt<br />

des jüngsten Projekts von Arch&Type. Die Architekten Seth Amman und Adam<br />

McCullough wurden damit beauftragt, eine 72 Quadratmeter große Fläche für den<br />

Chocolatier Ben Johnson in Buffalo, New York, zu gestalten. Das Ergebnis ist eine<br />

räumliche Inszenierung, die das Handwerk des Chocolatiers zelebriert und gleichzeitig<br />

die emotionale Wirkung von Architektur betont.<br />

Fotos: Kim Smith Photo<br />

Anstelle einer oberflächlichen Annäherung – etwa<br />

durch die visuelle Darstellung von Kakaobohnen –<br />

wählte das Architektenteam einen tiefgründigeren<br />

Ansatz. Inspiriert von einem Bild von kristallisierender<br />

Schokolade, das Johnson präsentierte, setzten<br />

sich die Designer mit den emotionalen und physiologischen<br />

Aspekten von Schokolade auseinander.<br />

Begriffe wie „Komfort“, „Geheimnis“, „Wärme“ und<br />

„Dekadenz“ wurden in die Architektur übersetzt.<br />

Diese Gefühle sollten nicht nur durch die Schokolade<br />

selbst, sondern auch durch die Materialität und<br />

den Raum spürbar werden.<br />

Die Materialpalette des Raumes ist eine sorgfältige<br />

Komposition aus warmen, texturierten Elementen:<br />

matte, Weißeiche Oberflächen, subtiler Kalkfarbenanstrich,<br />

grober Beton, spiegelndes Metall und<br />

goldene Akzente. Besonders hervorzuheben ist die<br />

skulpturale Decke, die wie ein fließender Strom aus<br />

Schokolade anmutet. Ihre parametrisch gestalteten,<br />

Elemente spielen mit Licht und Reflektion und erinnern<br />

an das glatte, glänzende Schokoladenbild, das<br />

den Gestaltungsprozess angestoßen hat.<br />

In einem Prozess, der sowohl digitale als auch traditionelle<br />

Handwerksmethoden vereinte, arbeiteten Amman<br />

und McCullough mit einer Vielzahl von Fachkräften<br />

zusammen, darunter Studenten der University at<br />

Buffalo, lokale Metallarbeiter und Ammans Vater, der<br />

ein erfahrener Handwerker ist. Die parametrischen<br />

Deckenplatten wurden in der Universität mithilfe von<br />

CNC-Technologie und handwerklicher Fertigung erstellt.<br />

Die speziell angefertigten weißen Eichenmöbel,<br />

die präzisionsgefertigten Spiegel und die markante<br />

Decke verbinden sich zu einem atmosphärischen<br />

Ganzen. Sie schaffen eine Umgebung, in der Schokolade<br />

– sowohl als Produkt als auch als sensorische<br />

Erfahrung – im Mittelpunkt steht.


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111<br />

RETAIL<strong>architektur</strong><br />

Wie bei vielen kreativen Prozessen waren auch in<br />

diesem Projekt Budgetbeschränkungen eine treibende<br />

Kraft für Innovation. Die ursprüngliche Vision<br />

einer nahtlos spiegelnden Decke musste aufgrund<br />

von Kosteneinsparungen zugunsten einer skulpturalen<br />

Lösung verändert werden. Die Zusammenarbeit<br />

zwischen Architekten, Handwerkern und dem Chocolatier<br />

resultiert vielleicht gerade deshalb in einem<br />

Raum, der trotz seiner geringen Größe eine immense<br />

räumliche und emotionale Wirkung entfaltet.


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

112<br />

RETAIL<strong>architektur</strong><br />

Pastell Palette<br />

2010 gründeten Ana Milena Hernández Palacios und Christophe Penasse das mittlerweile<br />

hochdekorierte Designstudio Masquespacio mit Sitz in Valencia mit dem Ziel,<br />

etwas anderes zu machen: „Etwas, das uns stolz macht und unser Ziel, bei jedem<br />

Projekt nach Innovation zu suchen, widerspiegelt.“ Diese Lust und Leichtigkeit am<br />

Gestalten bestimmt auch den Entwurf des Friseursalons „We Are Emma“ in Mailand.<br />

Text: Linda Pezzei Fotos: Luis Beltran<br />

Neben ihrem unverwechselbaren und lebendigen Stil<br />

ist das Innen<strong>architektur</strong>-Duo bekannt dafür, einzigartige<br />

Markenidentitäten zu schaffen. Dafür bedienen<br />

sich Masquespacio meist unerschrocken eines eklektischen<br />

Stils, der zeitgenössische Ästhetik mit skurrilen<br />

Elementen vereint und die Liebe zum Detail in den<br />

Mittelpunkt stellt. Mehr als um die reine Optik geht<br />

es den Designern dabei auch darum, Geschichten zu<br />

erzählen und Emotionen zu wecken. Leuchtende und<br />

kräftige Farben können dabei ein Mittel zum Zweck<br />

darstellen. Für das Design des Friseursalons „We Are<br />

Emma“ entschieden sich Palacios und Penasse für<br />

den strategischen Einsatz von gedeckten, aber doch<br />

kraftvollen Farben und organischen Formen, um die<br />

verspielte und raffinierte CI der italienischen Brand<br />

zu unterstreichen.


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113<br />

RETAIL<strong>architektur</strong><br />

Beim Betreten des Ladens fällt zuerst die bogenförmige<br />

Öffnung ins Auge, die den Raum bestimmt, aber<br />

auch teilt, und vage preisgibt, was sich im hinteren<br />

Raum befindet. Während im vorderen Verkaufsraum<br />

eine rosa Farbpalette dominiert, leuchtet der Salon in<br />

goldenen Tönen. Ein gezielter Kniff, der die Aufmerksamkeit<br />

der Besucher sofort auf sich zieht und dazu<br />

verleitet, den Friseurbereich zu betreten und neugierig<br />

zu erkunden. Zum Raum-Ensemble zählt auch<br />

ein öffentlicher Barbereich, an dem die Kunden und<br />

Neugierige ein Getränk zu sich nehmen können, während<br />

sie auf ihren Termin warten, durch die Produkte<br />

stöbern oder um sich einfach die Zeit zu vertreiben.<br />

Marmor- und Goldoberflächen unterstreichen die<br />

Exklusivität und Wertigkeit der Marke und Dienstleistung.<br />

Wände, Decken und Böden sind Ton in Ton<br />

gehalten und schaffen eine frische, aber ruhige Atmosphäre,<br />

die den Hintergrund für die Arbeit der<br />

Friseurmeister bildet. Ergänzt wird die Material- und<br />

Farbpalette durch einzelne grüne Pflanzen und ausdrucksstarke<br />

Kugelleuchten, die aus der Decke zu<br />

wachsen scheinen. Ohnehin spielt das Licht in der<br />

Inszenierung der Raumatmosphäre und der Produkte<br />

eine ausschlaggebende Rolle. Der Waschplatz ist<br />

fernab vom Trubel des restlichen Salons als eine Art<br />

Oase gestaltet, die den Kunden einen Moment der<br />

Ruhe und Abgeschiedenheit bieten soll, während ihr<br />

Haar gewaschen wird.<br />

„We Are Emma“ ist der Beweis, dass Farbe nicht nur<br />

verspielt, sondern auch edel wirken kann, wenn sie<br />

mit sorgfältig ausgewählten Materialien wie gefärbtem<br />

Naturholz, Marmor und Edelstahl geschickt<br />

kombiniert wird. So wird sogar ein Besuch im Friseursalon<br />

dank Masquespacio anstelle einer rein praktischen<br />

Dienstleistung zum rundum berührenden Erlebnis<br />

für alle Sinne.


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

114<br />

RETAIL<strong>architektur</strong><br />

Sinnliche Raumerfahrung<br />

Seit ihrer Gründung im Jahr 2018 hat die Marke Project Lobster die Brillenwelt<br />

nachhaltig verändert. Das Unternehmen, das seine Ursprünge im digitalen Handel<br />

hat, hat es geschafft, seine Präsenz auch im stationären Handel zu etablieren. Dabei<br />

spielt die Zusammenarbeit mit dem Architektur- und Designstudio El Departamento<br />

eine zentrale Rolle.<br />

Fotos: José Hevia<br />

In der neuen Optical-Boutique im angesagten<br />

Born-Viertel von Barcelona, nur wenige Meter von<br />

der imposanten Santa Maria del Mar Kathedrale<br />

entfernt, zeigt sich das Ergebnis dieser langjährigen<br />

Partnerschaft. Das zentrale Thema, das sich<br />

durch die Gestaltung der neuen Boutique zieht, ist<br />

das Konzept „von Makro zu Mikro“. Inspiriert durch<br />

den Kurzfilm „Powers of Ten“ von Charles und Ray<br />

Eames, der das Universum in verschiedenen Vergrößerungsstufen<br />

zeigt, hat El Departamento ein<br />

Raumkonzept entwickelt, das die verschiedenen<br />

Maßstäbe der Materie betont. Durch das Spiel mit<br />

Proportionen und Perspektiven wird eine besondere<br />

Tiefe im Design erzeugt.


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115<br />

RETAIL<strong>architektur</strong><br />

YOUR VISION<br />

-<br />

OUR PASSION<br />

Auf nur 40 Quadratmetern hat El Departamento<br />

so ein charakterstarkes<br />

Interieur erschaffen, das zwei zentrale<br />

Designprinzipien vereint: Texturized Minimalism<br />

und Raw High-Tech. Diese Gegensätze<br />

verschmelzen zu einem spannungsreichen,<br />

fast rohen Raumkonzept,<br />

das zugleich minimalistisch in der Materialwahl<br />

und reich an Texturen ist. Der<br />

raue, unregelmäßige Stucco an Wänden<br />

und Decken wird durch sanfte Grüntöne<br />

beruhigt, was dem Raum eine angenehme<br />

und einladende Atmosphäre verleiht.<br />

Der High-Tech-Charakter der Marke<br />

wird durch Edelstahl-Displays und maßgefertigte<br />

Möbelstücke betont, die die<br />

Produkte offen und mutig präsentieren.<br />

Ein zentrales, imposantes Möbelstück<br />

dominiert den Hauptraum, während ein<br />

veganer Leder-Vorhang als Raumteiler<br />

fungiert und einen abgegrenzten Bereich<br />

für Augenuntersuchungen schafft.<br />

Das Zusammenspiel von minimalistischer<br />

Eleganz und technischer Raffinesse verleiht<br />

dem neuen Laden ein einzigartiges<br />

Profil. Die durchdachte Raumaufteilung,<br />

die besondere Materialwahl und das innovative<br />

Beleuchtungskonzept machen<br />

die neue Optical-Boutique von PJ.Lobster<br />

zum Vorbild für die kommenden<br />

Standorte der Marke.<br />

6200 Jenbach, Austrasse 25<br />

Tel.: +43-5244-640 80<br />

HP.:<br />

www.cubic.co.at<br />

Mail:<br />

infocubic.co.at


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

116<br />

RETAIL<strong>architektur</strong><br />

Stil trifft Funktion<br />

Die AFACIAL Skinbar, entworfen von Carina Haberl Kolozs, stellt ein innovatives<br />

Konzept dar, das die Grenze zwischen moderner Architektur und<br />

Hautpflege neu definiert. Dieses Innen<strong>architektur</strong>projekt, angesiedelt in<br />

Wien, verbindet das Beste aus beiden Welten: Minimalismus und Funktionalität<br />

in einem harmonischen und luxuriösen Raum.<br />

Fotos: Lea Titz<br />

Im Mittelpunkt der AFACIAL Skinbar steht die Idee,<br />

Wellness mit einer klaren, minimalistischen und<br />

gleichzeitig luxuriösen Atmosphäre zu verbinden. Im<br />

Gegensatz zu klassischen Kosmetiksalons, die oft<br />

durch separate, geschlossene Kabinen gekennzeichnet<br />

sind, fördert die AFACIAL Skinbar eine offene und<br />

kommunikative Atmosphäre. Die Kund:innen werden<br />

in einem großen, lichtdurchfluteten Raum behandelt,<br />

der durch intelligente Zonierung sowohl Privatsphäre<br />

als auch Interaktion ermöglicht.<br />

Ein zentrales Element des Designs ist die mutige<br />

Kombination aus subtilen und auffälligen Materialien.<br />

Die Wände sind in einem dezenten Nude-Ton<br />

gehalten, während die Sockelleisten mit irisierender<br />

Dichroic Glasdesignfolie versehen sind, die je nach<br />

Lichteinfall ihre Farbe verändert und so eine überraschende<br />

visuelle Dynamik schafft. Die Verwendung<br />

von Spiegelwänden verstärkt das Spiel mit Licht und<br />

Raumtiefe. Auch die Möblierung setzt Akzente: Hocker,<br />

Regale, Ablagen und Wandpolster in Pastelltö-<br />

nen oder kräftigem Blau schaffen Kontraste und beleben<br />

das minimalistische Design. Der Einsatz von<br />

glatten, pflegeleichten Oberflächen trägt zusätzlich<br />

zur Hygiene und Funktionalität bei.


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117<br />

RETAIL<strong>architektur</strong><br />

Das dreidimensionale Wallbranding<br />

entstand durch speziell angefertigte<br />

Stempel, die tief in den Putz<br />

eingeprägt wurden und dort ihre<br />

markanten Spuren hinterließen. Diese<br />

historische Technik des Stempelputzes<br />

wird heute nur noch selten<br />

verwendet und wurde hier in einem<br />

modernen Kontext neu interpretiert.<br />

Eine intelligente Lichtgestaltung<br />

spielt ebenfalls eine Schlüsselrolle:<br />

Neben der natürlichen Belichtung<br />

sorgt ein Schienensystem für die<br />

Grundbeleuchtung, bei der akzentuierte<br />

Spots die Regale und Behandlungstische<br />

ins rechte Licht<br />

rücken. Die warmweiße Lichttemperatur<br />

von 2.700 K schafft eine<br />

behagliche Atmosphäre für die<br />

Kund:innen, ohne die Arbeitsbedingungen<br />

der Mitarbeiter:innen zu<br />

beeinträchtigen.<br />

RIDI Leuchten GmbH, Industriepark Nord, Rudolf-Hausner-Gasse 16, 1220 Wien<br />

Tel.: 01/73 44 210, Fax: 01/73 44 210 5; E-Mail: office@ridi.at, www.ridi.at


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

118<br />

Produkt News<br />

Funktionalität und ästhetisches Design<br />

Tondo von Vimar ist eine vielseitige Systemlösung für moderne Wohn- und Arbeitsräume<br />

und bietet eine breite Palette an Produkten für die Elektroinstallation, darunter<br />

Schalter, Steckdosen und verschiedene Steuerungselemente.<br />

Ein besonderes Merkmal ist dabei die Möglichkeit<br />

der individuellen Anpassung. Die verschiedenen<br />

Designs und Farben ermöglichen eine harmonische<br />

Integration in jede Raumgestaltung. Ob minimalistisch,<br />

klassisch oder modern, das System fügt sich<br />

nahtlos in jedes Ambiente ein und setzt gleichzeitig<br />

stilvolle Akzente. Die hochwertigen Materialien und<br />

die präzise Verarbeitung sorgen zudem für eine lange<br />

Lebensdauer und hohe Benutzerfreundlichkeit. Dank<br />

des modularen Aufbaus können Komponenten leicht<br />

ausgetauscht oder ergänzt werden, was Flexibilität<br />

und Anpassungsfähigkeit in der Planung ermöglicht.<br />

Zudem ist Tondo mit innovativen Technologien kompatibel<br />

und ermöglicht, Smart-Home-Funktionen zu<br />

integrieren. So können Nutzer ihre Lichtquellen, Jalousien<br />

und andere elektrische Geräte bequem über<br />

eine App steuern.<br />

Vimar Austria GmbH<br />

T +43 (0)512 393950<br />

officeat@vimar.com<br />

www.vimar.com


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

Funktionale Lichtlösung<br />

Profilsysteme gelten als fixe Bestandteile moderner<br />

Architekturkonzepte. Schlichtes, geradliniges Design<br />

tritt in eine harmonische Beziehung zu Raum und Interieur.<br />

Mit LOG 50 bietet Molto Luce ein besonders<br />

stilvolles Beleuchtungssystem im Querschnitt von<br />

52 x 65mm, welches als Einzelleuchte, als Systemvariante<br />

oder als Ringleuchte angeboten wird: Hoher Designanspruch<br />

kombiniert mit perfekter Lichtleistung<br />

setzt unabhängig von der Wahl der Ausführung ein<br />

funktionales Statement. Für die spezifische Anwendung<br />

im Office-Bereich garantieren spezielle Lichteinsätze<br />

eine normkonforme, blendfreie Beleuchtungslösung<br />

(UGR


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

120<br />

Produkt News<br />

Kleiner Dreh, große Wirkung<br />

Für die Entwicklung der neuen Parkett Kollektion „Spinpark“ arbeitete Bauwerk<br />

Parkett mit dem renommierten Schweizer Architektur- und Designstudio atelier<br />

oï zusammen. Entstanden ist dabei – nach intensiver Auseinandersetzung mit<br />

dem Naturprodukt Holz – eine Kollektion mit einer um 45° gedrehten Holzmaserung,<br />

durch die völlig neue Fussbodenoptiken entstehen.<br />

Das unverwechselbare Muster macht Spinpark zu<br />

einem aktiven Teilnehmer im Raum, denn das Zusammenspiel<br />

von Textur, Licht und Farbe verleiht<br />

ihm eine spürbare Präsenz. Das Parkett schafft mit<br />

seiner vielfältigen Farbpalette und seinen filigranen<br />

Mustern auf natürliche Weise einen Rahmen, der die<br />

Umgebung bereichert. Insgesamt sind zehn unterschiedliche,<br />

kreative Verlegearten mit dem neuen<br />

Produkt möglich.<br />

Eine Besonderheit ist dabei, dass sich die kunstvolle<br />

Chevron-Optik bereits mit einer Parallelverlegung erzielen<br />

lässt. Durch die Fertigung ohne Fasen entsteht<br />

eine flächige Optik, die bewirkt, dass die Konturen<br />

der einzelnen Dielen in den Hintergrund rücken.<br />

Erhältlich ist Spinpark seit Januar <strong>2024</strong> in den drei<br />

natürlichen Farbnuancen Eiche Natur, Eiche Avorio<br />

und Eiche Caramello, alle mit naturgeölter Oberfläche<br />

und in einer lebhaften Sortierung. Die mit dieser<br />

Neuheit verbundene Innovation in der Gestaltung<br />

mit Parkett hat auch die Jury des Red Dot Award<br />

<strong>2024</strong> erkannt und Spinpark mit dem angesehenen<br />

Preis ausgezeichnet.<br />

Bauwerk Group<br />

Österreich GmbH<br />

T +43 (0)662 873 871 0<br />

salzburg@bauwerk.com<br />

www.bauwerk-parkett.com


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

121<br />

Produkt News<br />

Freiheit in<br />

der Architektur<br />

Das schlanke Verbundtragwerk<br />

von Peikko<br />

Mit bester Akustik<br />

Auf rund 600 Quadratmetern Nutzfläche<br />

wurde in der Salzburger Gemeinde Kuchl<br />

in 14-monatiger Bauzeit ein neues „Haus<br />

der Jugend“ für vielfältige Nutzungen<br />

geschaffen. Allein in der Nachmittagsbetreuung<br />

werden dort täglich mehr als 80<br />

Kinder betreut, zusätzlich ist im Gebäude<br />

auch die Notzentrale für Black-outs untergebracht.<br />

Um auch bei höherem Lärmpegel eine<br />

gute Raumatmosphäre bieten zu können,<br />

standen beim trockenen Innenausbau vor<br />

allem umfangreiche Akustikmaßnahmen<br />

im Fokus. So wurde in den Gruppen- und<br />

Aufenthaltsräumen, dem Speisesaal und<br />

in weiten Bereichen der Gangflächen ein<br />

Großteil der Deckenflächen als Akustikdecken<br />

ausgeführt. Den rund 120 Quadratmetern<br />

glatten Decken, vorwiegend<br />

in den Nebenräumen situiert, stehen in<br />

Summe knapp über 800 Quadratmeter<br />

abgehängte Akustikdecken gegenüber.<br />

Zum Einsatz kamen dabei RIGIPS Rigiton<br />

Air Lochplatten. Das innovative Deckensystem<br />

sorgt neben besten akustischen<br />

und bauphysikalischen Eigenschaften<br />

auch für eine deutliche Verbesserung der<br />

Raumluft: Durch eine natürliche Mineralstoffkombination<br />

werden Schadstoffe<br />

und störende Gerüche nachweislich und<br />

dauerhaft reduziert.<br />

Saint-Gobain Austria GmbH<br />

RIGIPS Austria<br />

T +43 (0)3622 505-0<br />

rigips.austria@saint-gobain.com<br />

www.rigips.at<br />

DELTABEAM®<br />

Verbundträger<br />

ATLANT® Strong<br />

Verbundstütze<br />

www.peikko.at


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

122<br />

Produkt News<br />

Durchdachtes<br />

Farbkonzept<br />

Ob Blau, Grün oder Orange: Farben helfen bei<br />

der wichtigen Orientierung im Neubau der<br />

Notaufnahme und Chirurgie des Krankenhauses<br />

Pardubice in Tschechien. Architekt Martin<br />

Franěk, Projektleiter Penta Projekt s.r.o. setzte<br />

bei diesem Projekt auf sanfte und somit weder<br />

aggressive noch aufdringliche Farbtöne, die zum<br />

Wohlbefinden der Patienten beitragen sollen.<br />

Die ersten fünf Geschosse sind in Gelb, Orange, Türkis,<br />

Weiß und Grün gehalten; hinzu kommen eine blaue<br />

sowie eine hellbeige Etage. Zum Einsatz kamen dabei<br />

pastellfarbene RAKO-Keramikfliesen aus der Serie Color<br />

One. Um ein monotones Erscheinungsbild zu vermeiden,<br />

wechseln sich glänzende und matte RAKO-Fliesen<br />

ab. Insgesamt wurden 4.700 m 2 RAKO-Fliesen in den<br />

Patientenzimmern sowie in den Reinigungs- und Hausmeisterräumen<br />

auf allen Etagen verlegt.<br />

Wichtige Grundvoraussetzung in jedem Krankenhaus<br />

ist die Sicherheit der eingebauten Bodenbeläge und<br />

somit eine ausreichende Rutschhemmung bei den Bodenfliesen.<br />

Im Mitarbeiterbereich des Neubaus in Pardubice<br />

sind darum normgerecht und in R10/B beigefarbene<br />

Fliesen aus der RAKO-Serie Extra im Format 60 x<br />

60 cm verlegt. Ergänzt wurden sie an den Wänden der<br />

Personal- und Patientenbereiche mit Fliesen aus der<br />

Serie Rebel.<br />

LASSELSBERGER, s.r.o.<br />

T +420 378 021 172<br />

info@rako.cz<br />

www.rako.cz/de


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123<br />

Produkt News<br />

Glänzend<br />

beschichtet.<br />

Akustik-Lösung aus Hanf<br />

In der umgebauten ehemaligen Bezirksbauernkammer<br />

in Perg befindet sich seit<br />

kurzem die neue Rotkreuz-Bezirksstelle<br />

Perg. Besonders im neu gestalteten Vortragssaal<br />

und Besprechungsraum, wo<br />

klare und verständliche Kommunikation<br />

existentiellen Stellenwert hat, wurde auf<br />

eine optimale Kommunikationssituation<br />

Wert gelegt. Um dies zu gewährleisten,<br />

wurden beide Räume mit nachhaltigen,<br />

schallabsorbierenden Akustik-Platten<br />

aus Hanffasern der SynthesaGruppe ausgestattet.<br />

Anfang Juli <strong>2024</strong> wurden die<br />

neuen Räumlichkeiten den beruflichen<br />

und freiwilligen Mitarbeitenden übergeben<br />

und der Öffentlichkeit vorgestellt.<br />

Um die Schall-Situation der adaptierten<br />

Räume zu optimieren, wurde für dieses<br />

Projekt ein passendes Produkt gesucht.<br />

Die Wahl fiel dabei auf Hanf-Wallfields-<br />

und Hanf-Deckensegel-Platten,<br />

die eine hervorragende Verbesserung<br />

der Raumakustik bieten und eine angenehme<br />

Raumatmosphäre schaffen.<br />

Die Farbabstimmung der Platten erfolgte<br />

in Übereinstimmung mit dem Corporate<br />

Design der Hilfsorganisation.<br />

Die Platten aus ökologischer Hanffaser<br />

überzeugen nicht nur durch ihre akustischen<br />

Eigenschaften, sondern auch<br />

durch ihre Nachhaltigkeit. Die Entscheidung<br />

für dieses Material passt zur umweltbewussten<br />

Ausrichtung vieler Projekte<br />

des Roten Kreuzes.<br />

Capatect Baustoffindustrie GmbH.<br />

info@capatect.at<br />

T +43 (0)7262 560-0<br />

www.hanfdaemmung.at<br />

office@capatect.at<br />

Thomas<br />

Hollaus<br />

Inhaber,<br />

ArtFloor<br />

Industrieboden,<br />

Mayrhofen,<br />

Tirol<br />

Elastisch,<br />

trittschallmindernd und<br />

dynamisch rissüberbrückend<br />

sind nur einige Vorzüge der<br />

Polyurethanbeschichtung PU 400.<br />

Außerdem ist sie lösemittelfrei,<br />

selbstverlaufend, kälteelastisch und<br />

vergilbungsstabil: Eine perfekte,<br />

geschlossen porige, glänzende<br />

Bodenbeschichtung für vielfältige<br />

Anwendungsbereiche.<br />

Mehr Infos zum<br />

Produkt unter<br />

murexin.com<br />

Das hält.


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

124<br />

Produkt News<br />

Fotos: Stefan Schilling<br />

Rhythmisierter Quartiers-Auftakt<br />

Im Stadtteil Köln-Zollstock wurde durch Lorber Paul Architekten im Zeitraum<br />

zwischen 2017 und 2023 die Wohnbebauung „Vorgebirgsgärten“ mit hochwertigen,<br />

genossenschaftlichen Mietwohnungen errichtet. Das Bauvorhaben ist ein Kooperationsprojekt<br />

von vier Kölner Wohnungsgenossenschaften und bietet – auf vier<br />

Gebäudeabschnitte verteilt – 206 Mietwohnungen, mit einem Anteil von 30 Prozent<br />

sozial gefördertem Wohnungsbau.<br />

Zu den Vorgaben des Bebauungsplans zählte ein<br />

effizienter Lärmschutz entlang des Raderthalgürtels<br />

und eines Teilbereichs der Ostfassade, die in<br />

die Außenlärmpegelbereiche IV (66 bis 70 dB) und<br />

V (71 bis 75 dB) fallen. Erfüllt wurde diese Maßgabe<br />

mit Lärmschutzverglasungen aus Ganzglas-Schiebe-Dreh-Elementen.<br />

Sie wurden auf allen Loggien<br />

derjenigen Wohneinheiten installiert, die über keinen<br />

Balkon auf der ruhigen Innenhofseite verfügen.<br />

Die Wahl fiel dabei auf das Schiebe-Dreh-System SL<br />

25 von Solarlux, das an der Fassade optisch kaum ins<br />

Auge fällt. Es bietet eine Luftschalldämmung von R‘w,<br />

P = 17 dB nach DIN 52 210-3. Seine Funktionsweise ist<br />

intuitiv: Jedes Glaselement läuft oben und unten in<br />

einer Laufschiene und kann um 90° herausgedreht<br />

bzw. zur Seite geschoben werden. Dadurch können<br />

die Scheiben von der Rauminnenseite problemlos<br />

gereinigt werden. Geparkt werden die Glaselemente<br />

gebündelt als schmales Glaspaket an der Seite.<br />

Solarlux Austria GmbH<br />

T +43 (0)512 209023<br />

info.at@solarlux.com<br />

www.solarlux.com


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

125<br />

Produkt News<br />

Lichtdurchflutete<br />

Arbeitswelten<br />

Coworken, verbinden, teilen, kreieren und einander helfen.<br />

Schlagworte, die den Factory Campus Düsseldorf wohl am<br />

besten beschreiben. Das architektonische Konzept: nachhaltig,<br />

klimaneutral und lichtdurchflutet.<br />

Das Boulevardgebäude im Factory Campus befindet sich gerade<br />

im Umbau und stellt die Seele des Coworking-Spaces<br />

dar. Ein nahezu komplett verglastes Dach versorgt die darunter<br />

liegenden Bereiche zukünftig mit ausreichend Tageslicht<br />

und dem gewünschten Lüftungskomfort, um ein kreatives<br />

und inspirierendes Arbeitsumfeld zu schaffen. „Arbeiten bei<br />

Tageslicht ist für uns ein ganz wichtiger Aspekt, zum einen<br />

aus Sicht der Energieeffizienz, zum anderen, weil Tageslicht<br />

einfach wichtig ist, um gesund zu arbeiten“, erklärt Manfred<br />

Voß, Architekt und Geschäftsführer des Factory Campus<br />

Düsseldorf. Die alte, über 60 Jahre alte Dachverglasung aus<br />

Drahtglas war jedoch sehr stark verwittert, undicht und bauphysikalisch<br />

ungenügend. Aus diesem Grund entschieden<br />

sich die Planer für eine Neukonstruktion des Glasdachs durch<br />

die Firma LAMILUX aus Rehau. Zusätzlich sorgen in Teilbereichen<br />

auch noch LAMILUX Flachdach Fenster für Tageslicht.<br />

LAMILUX Austria GmbH<br />

T +43 (0)1 876 38 77 0<br />

www.lamilux.at<br />

TRIFLEX PRODETAIL<br />

25 JAHRE ERFAHRUNG.<br />

40 JAHRE SICHERHEIT.<br />

Sicherheit<br />

Jahre<br />

Mit einer bewiesenen Langlebigkeit von 40 Jahren trotzte Triflex ProDetail<br />

den extremen Prüfungsbedingungen wie UV-Strahlung, Hitze und<br />

mechanischer Belastung. Für Architekten und Verarbeiter, die keine<br />

Kompromisse bei Qualität und Sicherheit ihrer Bauvorhaben eingehen<br />

möchten, bietet Triflex ProDetail eine unübertroffene Zuverlässigkeit und<br />

setzt damit neue Maßstäbe in der Flüssigabdichtung von Balkonen,<br />

Dächern und Parkhäusern.<br />

www.triflex.at


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

126<br />

Produkt News<br />

Architekt: Backraum Architektur, Andreas Etzelstorfer, Wien<br />

Ferienhaus im Einklang mit der Natur<br />

Dem Trubel der Großstadt einfach entfliehen – das war die Motivation einer jungen<br />

Familie aus Wien, sich ein Ferienhaus auf dem Land zu bauen. Optisches Vorbild für<br />

den nahezu komplett mit Lärchenholz verkleideten, fast schwarzen Holzbau waren<br />

die typischen Waldviertler Scheunen und Stallungen.<br />

Die Fassade erhielt durch das „Ankohlen“<br />

eine schützende, wasserabweisende<br />

Schicht. Sichtbeton bildet den Kontrast und<br />

das Kellergeschoss, das sich in den Hang<br />

einfügt. Im Inneren dominieren unbehandelte<br />

Materialien: Sichtestrich, Fichtenholz<br />

und maßgefertigte Möbel bestimmen das<br />

minimalistische Design und sorgen für Gemütlichkeit.<br />

Ein großes Panoramafenster<br />

bietet freien Blick auf den See und ein Ka-<br />

min im Hauptraum heizt das gesamte Haus,<br />

während die Galerie zusätzlichen Wohnraum<br />

schafft. Das Schlafzimmer mit Badewanne<br />

erlaubt durch große Fensterfronten<br />

Ausblicke in die umliegende Natur.<br />

Aufgrund des hohen Schattenanteils auf<br />

dem Grundstück kommt den beiden Velux<br />

Dachfenstern im Satteldach eine besonders<br />

wichtige Rolle zu: Durch ihre Position Richtung<br />

Süden über den Baumwipfeln lassen<br />

sie besonders viel Tageslicht nach drinnen<br />

und beim Lüften sorgt der Kamineffekt für<br />

besonders wirkungsvollen Luftaustausch.<br />

Optisch sind die Fenster perfekt in das<br />

monolithische Gesamtbild des Gebäudes<br />

integriert, denn sie schließen seitlich ohne<br />

Dachüberstand an die Holzlatten der Fassadenverkleidung<br />

an.<br />

Mehr Infos unter www.velux.at<br />

Velux Architektur-Wettbewerb:<br />

Jetzt einreichen<br />

Unter dem Motto Licht.Raum.Mensch findet<br />

bereits zum 14. Mal der Velux Architektur-Wettbewerb<br />

statt. Eine Jury aus<br />

namhaften Expert:innen wählt aus allen eingereichten<br />

Entwürfen drei Preisträger:innen<br />

aus und vergibt insgesamt 12.000 Euro. Eine<br />

zentrale Rolle spielt dabei ein besonders<br />

überzeugendes Tageslichtkonzept.<br />

Projekte können bis zum 28. Februar 2025<br />

unter www.velux.de/<strong>architektur</strong>/aw2025 eingereicht<br />

werden.<br />

+


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

Produkt News<br />

Lebensretter für Vögel<br />

Was für Bewohner, Angestellte und Mitarbeiter Durch- und<br />

Weitblick ist, bedeutet für Vögel oft das Ende: In Glasflächen<br />

spiegelt sich die Natur – sie fliegen munter darauf zu und in<br />

den Tod. Eine Innovation aus Österreich setzt dem Artensterben<br />

nun ein Ende: BirdShades sind für Menschen unsichtbare<br />

volltransparente Folien, die fachgerecht montiert das Vogelschlag-Risiko<br />

um bis zu 90 Prozent reduzieren.<br />

Die von einem Grazer Startup patentierte und in Europa produzierte<br />

Technologie basiert auf einer vogelspezifischen Fähigkeit:<br />

Finke, Stare & Co. können UV-Licht wahrnehmen und<br />

sehen nach der Montage der Folie durch das Expertenteam<br />

von FOLIENTECHNIK KRAMMER die Scheiben mit Streifen.<br />

Der Durchblick des Menschen ist hingegen ungetrübt – das UV<br />

Lichtspektrum ist für sein Auge unsichtbar. BirdShades kann<br />

auf allen Glasflächen nachgerüstet werden und wurden soeben<br />

mit dem „Living Standards Award <strong>2024</strong>“ in der Kategorie „Future<br />

Environment“ beim 4GAMECHANGERS-Festival prämiert.<br />

Folientechnik Krammer<br />

T +43 (0)7227 55 55<br />

info@folientechnik-krammer.at<br />

wwwfolientechnik-krammer.at<br />

Für Menschen nicht sichtbar<br />

Für Vögel sichtbar<br />

HANF DÄMMT<br />

GRÜNER<br />

• Hervorragende Dämmeigenschaften<br />

• Diffusionsoffen<br />

• Ausgezeichneter Schallschutz<br />

• Nachwachsend<br />

• Höchste Widerstandskraft und<br />

Hagelsicherheit durch Carbonarmierung<br />

synthesa.at


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

128<br />

Produkt News<br />

Fotos: Bruno Klomfar<br />

Nachhaltige Schul<strong>architektur</strong><br />

für sportliche Talente<br />

In Dornbirn wurde ein neues Sportgymnasium fertiggestellt, während die bestehende<br />

HTL erweitert wurde. Der Neubau, realisiert von hackl und klammer<br />

Architekten, besticht durch moderne Architektur und hohe Funktionalität. An der<br />

Fassade kommen nachhaltige Aluminiumsysteme von WICONA zum Einsatz.<br />

Das Sportgymnasium in Dornbirn ist seit Jahren eine<br />

„Kaderschmiede“ für sportlich begabte Jugendliche,<br />

die hier optimal auf die Reifeprüfung und eine Sportkarriere<br />

vorbereitet werden. Um beste Lern- und<br />

Trainingsbedingungen zu bieten, wurden ein fünfgeschossiges<br />

Gebäude und ein neuer Hartplatz gebaut,<br />

harmonisch in die Umgebung integriert. Dipl. arch.<br />

(FH) Dieter Klammer erklärt: „Zum zurückversetzten<br />

Bestandsgebäude der HTL stuft sich der Neubau ab,<br />

übernimmt dessen Ausdrehung und definiert einen<br />

gemeinsamen Außenraum – den Campus-Platz mit<br />

den Eingängen für Sportgymnasium und HTL.“ Das<br />

erste Obergeschoss verbindet als Brückenbauwerk<br />

das neue Gebäude mit der HTL-Erweiterung. Innen<br />

überzeugen offene Lernzonen, moderne Klassenräume<br />

und „piazza-artige“ Zwischenzonen mit Ausblicken<br />

ins Freie.<br />

Der Neubau zeigt sich gestalterisch als „Edel-Rohling“.<br />

Die tragende Ortbeton-Konstruktion ist innen<br />

wie außen sichtbar. Die Gebäudehülle besteht aus<br />

naturfarbenen Aluminiumfenstern der Serie WICLINE<br />

75 TOP von WICONA, gefertigt und montiert von Manahl<br />

Metallbau GmbH. Das System bietet eine hervorragende<br />

energetische Performance auf Passivhaus-Niveau<br />

mit einer schlanken 75-mm-Optik.<br />

Zusätzlich sind zahlreiche Türen vom Typ WICSTYLE<br />

75 evo, Brandschutztüren und Schiebetüranlagen<br />

WICSLIDE 160HI im Einsatz. Alle Systeme bestehen aus<br />

der nachhaltigen Aluminiumlegierung Hydro CIRCAL<br />

75R mit mindestens 75 % recyceltem End-of-Life-Aluminium<br />

– ein rundum vorbildliches Bauprojekt!<br />

Hydro Building<br />

Systems Austria GmbH<br />

T +43 (0)6212 20000<br />

info@wicona.at<br />

www.wicona.at


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

Beste Verbindung<br />

Smarte Gebäude brauchen smarte Türen - der neue<br />

connecdoor controller von OPEN, einem Geschäftsfeld<br />

der Peneder Gruppe, ist der kommunikative Baustein<br />

dafür. Er erkennt die elektronischen Komponenten im<br />

Türsystem und verknüpft sie im Handumdrehen mit<br />

der Steuerung für die Gebäudeautomation. Komplizierte<br />

Verdrahtung und aufwändige Programmierung<br />

von Türsystemen gehören jetzt der Vergangenheit an.<br />

Damit wird die Türe zum integralen Bestandteil des<br />

Loxone Smart Homes (Zutritts- und Alarmsystem)<br />

und die An- bzw. Einbindung geht ruckzuck von der<br />

Hand. Versteckt im Türblatt oder in der Zarge übernimmt<br />

er die lokale Steuerung für unterschiedlich ausgestattete<br />

Drehtürsysteme. Die Kommunikation mit<br />

der SPS (Loxone Miniserver) erfolgt zum Beispiel über<br />

eine RS485 Schnittstelle am Controllereingang. Damit<br />

ermöglicht er eine breite, unabhängige Kommunikation<br />

in Richtung unterschiedlichster Steuerungen und<br />

GLT-Systeme. Die Türe wird dann von der Steuerung<br />

als Gesamtsystem wahrgenommen und verarbeitet.<br />

Peneder Bau-Elemente GmbH<br />

Business Unit OPEN<br />

office@open.peneder.com<br />

open.peneder.com<br />

129<br />

„connecdoor controller“ ist der kommunikative Baustein<br />

zur einfachen Integration der Tür ins Loxone Smart Home<br />

Produkt News<br />

DAS FLACHDACH, DAS<br />

SICH SELBER HEILT<br />

Sarnafil® AT FSH<br />

HÄLT<br />

DICHT<br />

www.sika.at/fsh


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

130<br />

Produkt News<br />

Optimale Unterstützung<br />

Mit dem bedarfsgerechten Objektservice unterstützt Brillux Planungsbüros<br />

entlang der gesamten Leistungsphasen. Von der Konzeption bis zur Bauabnahme<br />

betreuen die technischen Berater von Brillux Planende mit fachlichem Know-how –<br />

unter anderem bei Bestandsaufnahmen oder Ausschreibungen.<br />

Geht es um die Gebäudesanierung, führen die<br />

Brillux-Experten Bestandsaufnahmen am Objekt<br />

durch. Darauf aufbauend – und auch bei allen anderen<br />

Fragen – beraten sie permanent und geben<br />

Empfehlungen. Dazu zählen auch bautechnische<br />

Detaillösungen. In der Phase der Entwurfsplanung<br />

steht das Unternehmen den Planungsbüros mit diversen<br />

Services zur Seite. Kompetente Farbdesigner<br />

in neun Farbstudios entwickeln anspruchsvolle<br />

Farbkonzepte sowie Farbleitpläne für Projekte jeder<br />

Größenordnung. Architekturvisualisierungen in 3D<br />

unterstützen dann die professionelle Präsentation<br />

für die Auftraggeber.<br />

Auch während der Ausschreibungsphase unterstützt<br />

Brillux mit maßgeschneiderten Tools. Der speziell für<br />

diesen Einsatzzweck entwickelte LB-Manager liefert<br />

vorgefertigte Leistungsbeschreibungstexte zur<br />

Erstellung individueller und objektbezogener Leistungsverzeichnisse<br />

und speist Informationen in die<br />

Planungssoftware der Büros ein. Und auch die Kommunikation<br />

auf der Baustelle übernimmt Brillux bei<br />

Bedarf gleich mit. Als Bindeglied zwischen den Projektbeteiligten<br />

sorgen die Berater für eine erfolgreiche<br />

Abwicklung des Projekts bis zur Übergabe.<br />

Brillux Farben GmbH<br />

T +43 (0)732 370740-0<br />

info@brillux.at<br />

www.brillux.at


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

Der richtige Zugang<br />

Die FAAC Austria GmbH, vormals record Türautomation,<br />

soll zum führenden Unternehmen für Zugangsautomation<br />

und Zugangskontrolle in Österreich werden.<br />

Einen wesentlichen Beitrag dazu wird das stark<br />

erweiterte Portfolio des Unternehmens liefern. Neben<br />

der Kernmarke FAAC, dem Pionier für automatische<br />

Tore und alles von der einfachen Schranke über<br />

Poller bis zur kompletten Mautstation, werden auch<br />

die Konzernmarken magnetic und CoMeta in Zukunft<br />

in Österreich vertreten sein.<br />

magnetic bietet mit seinen hoch spezialisierten Zugangslösungen<br />

für die Personenvereinzelung bis hin<br />

zu automatisierten Passkontrollen neben den Hightech-Lösungen<br />

auch richtungsweisendes Design, nicht<br />

zuletzt mit Partnern wie Pininfarina. CoMeta wieder ist<br />

der Spezialist für hochsensible Sicherheitsbereiche wie<br />

Banken, Forschungseinrichtungen oder auch Justizanstalten<br />

– mit Spezialanfertigungen für Hochsicherheitstüren<br />

und automatisierten Zutrittskontrollen.<br />

Eine jüngst erstellte Broschüre liefert einen Blick auf<br />

die Entstehungsgeschichte der Zugangsautomatisierung<br />

und bietet zudem einen Überblick und Ausblick<br />

auf die zukünftigen Möglichkeiten. Einfach zu<br />

bestellen unter www.faac.at/dokumentation<br />

131<br />

FAAC Austria GmbH<br />

T +43 (0)1 865 88 75<br />

office.at@faacgroup.com<br />

www.faac.at/architects-at-work<br />

Produkt News


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

132<br />

Produkt News<br />

Fotos: Green Business Center Linz GmbH<br />

Innovative Materialien<br />

für eine grüne Zukunft<br />

Das Green Business Center Linz setzt Maßstäbe in Energieeffizienz<br />

und Nachhaltigkeit, unterstützt durch innovative<br />

Technologien von Bauder. Im Fokus stehen dabei<br />

das BauderSOLAR G Photovoltaiksystem, das erneuerbare<br />

Energie auf dem Gründach erzeugt, sowie die BauderGREEN<br />

Extensive Dachbegrünung, die eine natürliche Kühlung und<br />

Isolation bietet.<br />

Doch das ist noch nicht alles: Als Grundlage für diese nachhaltigen<br />

Lösungen hat Bauder ein hochwertiges Dachsystem mit Polyurethan-Hartschaum-Wärmedämmstoff<br />

und erstklassigen Abdichtungsbahnen<br />

aus Bitumen implementiert. Diese Kombination sorgt<br />

für herausragende Energieeffizienz und bietet einen langlebigen<br />

Schutz vor Witterungseinflüssen.<br />

Das Green Business Center in Oberösterreich steht für modernstes<br />

Design und Nachhaltigkeit. Mit rund 180 Arbeitsplätzen, lichtdurchfluteten<br />

Büros und einem effizienten Heiz- und Kühlsystem setzt<br />

das Gebäude neue Maßstäbe in der Energieeffizienz. Bauder, führender<br />

Anbieter für Dachsysteme, hat dabei durch den Einsatz extensiver<br />

Dachbegrünung mit einem Photovoltaiksystem wesentlich<br />

dazu beigetragen, das Gebäude zu einem Vorzeigeprojekt für umweltfreundliche<br />

Bauweise zu machen. Die 2000 Quadratmeter große<br />

Dachfläche reduziert urbane Hitzeinseln, speichert Regenwasser<br />

und fördert die Biodiversität.<br />

Bauder Österreich<br />

T +43 (0)7229 691 30<br />

info@bauder.at<br />

www.bauder.at


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

Vielfalt, Individualität und<br />

Freiheit der Formen<br />

In der dynamischen Welt der Architektur und des<br />

urbanen Designs steht die Gestaltung von Räumen,<br />

die zum Verweilen, Kommunizieren und Genießen<br />

einladen, im Mittelpunkt. Ob für urbane Parks, moderne<br />

Bürogebäude, Schulen oder stilvolle Empfangsbereiche<br />

– CUBIC Produkte passen sich mit<br />

einer beeindruckenden Palette an Produkten jeder<br />

Umgebung an und schaffen einzigartige, harmonische<br />

Atmosphären.<br />

Die Objekte und Möbel bestehen dabei grundsätzlich<br />

aus drei Materialien und Schichten: Der Basiskörper<br />

entsteht aus expandiertem Polystyrol-Hartschaum.<br />

Die Oberflächen werden mit einem UV-beständigen<br />

Acryl- oder Polyurethanlack beschichtet. Die Farben<br />

sind nach RAL wählbar. Die Beschichtung ist eine<br />

PUA-Sonderbeschichtung, ein speziell modifiziertes<br />

Polyurethan mit hochwertigen technischen und mechanischen<br />

Eigenschaften hinsichtlich Verschleißfestigkeit,<br />

Reißfestigkeit und Reißdehnung. So zeigen sich<br />

die CUBIC Produkte nicht nur ergonomisch, sondern<br />

modern im Outfit und flexibel zum freien Kombinieren.<br />

133<br />

CUBIC raum.inszenierung<br />

T +43 (0)5244 640 80<br />

info@cubic.co.at<br />

www.cubic.co.at<br />

Produkt News<br />

By<br />

0.5<br />

kg CO 2<br />

e pro kg Aluminium<br />

CO2<br />

BILANZ<br />

Der neue Maßstab für Nachhaltigkeit!<br />

Wir treiben unser Engagement für das nachhaltige Bauen konsequent weiter voran und führen<br />

als erstes Aluminiumsystemhaus hochwertige Tür-, Fenster- und Fassadenprofile aus 100 %<br />

recyceltem End-of-Life-Aluminium im Markt ein. Der CO 2<br />

-Fußabdruck der Aluminiumlegierung<br />

Hydro CIRCAL 100R gehört mit durchschnittlich 0,5 kg CO 2<br />

e pro kg Aluminium zu den geringsten<br />

weltweit. Ein entscheidender Schritt in Richtung einer echten Kreislaufwirtschaft.<br />

www.wicona.at


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

134<br />

Produkt News<br />

© Rupert Steiner<br />

Großzügige Raumgestaltung<br />

Die Volksschule und Neue Mittelschule Bürgerspitalwiese im 11. Wiener Bezirk bietet<br />

auf einer Nutzfläche von 14.500 m 2 auf fünf Geschossen Platz für 825 Schüler.<br />

Das von der Architektin Patricia Zacek-Stadler entworfene Gebäude verbindet<br />

dabei Architektur und Statik auf innovative Weise.<br />

Die Tragstruktur des Gebäudes besteht aus Stahlbeton,<br />

ergänzt durch Holzriegelwände, die zur Nachhaltigkeit<br />

beitragen. Die Fassade ist mit Eternitplatten<br />

verkleidet, in der Farbwahl harmonisch abgestimmt.<br />

Die Eternitflächen ziehen sich im Erdgeschoss bis ins<br />

Haus hinein und sind in der Aula bestimmende Textur<br />

der Wände.<br />

Besonders bemerkenswert an diesem Projekt sind<br />

die schlanken Verbundstützen, die sowohl ästhetisch<br />

als auch funktional überzeugen. Mit ihnen wird<br />

eine großzügige Raumgestaltung erreicht. Die dafür<br />

eingesetzten ATLANT® Strong Verbundstützen<br />

von Peikko erinnern an Mikado-Stäbe und ziehen<br />

sich im Inneren bis ins Obergeschoss und außen<br />

über die Freitreppen und Brücken weiter bis zum<br />

Garten. Auch die Anforderung R 90 an den Brandschutz<br />

konnte mit ihnen realisiert werden. Aufgrund<br />

der Schlankheit der Stützen mussten die Anschlüsse<br />

und die Stabilisierung der Verbundstützen bei<br />

der Durchdringung der Decken bedacht werden.<br />

Die Anschlusspunkte und Lastdurchleitung durch<br />

die Decken wurden von Peikko mit maßgefertigten<br />

Stahleinbauteilen hergestellt und die Verbindungselemente<br />

als Bestandteil der mehrgeschossigen<br />

Verbundstützen teilweise angeformt, teils wurden<br />

sie erst bauseitig mit ihnen verbunden.<br />

Peikko Austria GmbH<br />

T +43 (0)5523 521 210<br />

austria@peikko.com<br />

www.peikko.at<br />

© Peikko<br />

© Rupert Steiner


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

135<br />

Produkt News<br />

CO 2 -reduzierte<br />

Zement-Innovation<br />

Der Fertigteilsektor nimmt in Österreichs<br />

Bauwirtschaft eine zentrale Rolle ein. Aufgrund<br />

der Produktionsprozesse in diesem<br />

Segment sind an die Zementhersteller<br />

besonders hohe Anforderungen für eine<br />

rasche Festigkeitsentwicklung gestellt.<br />

Um verschiedenste konstruktive Bauelemente<br />

zu fertigen, wurde bisher überwiegend<br />

auf klinkerreiche Zementsorten<br />

vertraut, die aber einen hohen CO2-Fußabdruck<br />

ausweisen.<br />

Mit der jüngsten Produktinnovation „DER<br />

BLAUE FT“ ist es Holcim nun gelungen,<br />

dem wichtigen Fertigteilsegment eine<br />

leistungsstarke Produktalternative anzubieten:<br />

Dieser Zement weist gegenüber<br />

vergleichbaren Standardprodukten<br />

knapp 20 % weniger CO 2 aus, zugleich<br />

erreicht er auch bei kalten Temperaturen<br />

eine rasche Frühfestigkeit. DER BLAUE FT<br />

erweitert das bestehende Holcim Portfolio,<br />

ist als CEM II/B-M (S-LL) 52,5 R<br />

gemäß der EN 197-1 zertifiziert und ab<br />

sofort am Markt erhältlich. Erste Einsätze<br />

im Fertigteilbau bestätigen die hohe<br />

Leistungsfähigkeit und die Möglichkeit,<br />

den CO2-Eintrag für den Fertigteilmarkt<br />

deutlich zu reduzieren.<br />

Holcim (Österreich) GmbH<br />

T+43 (0)1 588 89-0<br />

www.holcim.at


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

136<br />

Produkt News<br />

Sichere Flachdachabdichtung<br />

In der modernen Architektur sind Flachdächer eine beliebte Wahl und schaffen<br />

wertvolle Nutzflächen für Photovoltaik oder Gründächer. Mit der Anzahl der dort<br />

versammelten Gewerke steigt aber auch die Anfälligkeit für Beschädigungen und<br />

stellt die Planenden vor besondere Herausforderungen.<br />

Mit der Abdichtungsbahn Sarnafil® AT FSH bietet der<br />

Bauchemiehersteller Sika eine bahnbrechende Lösung,<br />

die die Lebensdauer von Dächern und Bauwerken<br />

erheblich verlängert. Das Herzstück ist die innovative<br />

FSH-Technologie: Eine spezielle Vliesrückseite<br />

verschließt sich bei Beschädigungen von selbst und<br />

minimiert das Risiko mechanischer Schäden, die durch<br />

Installationsarbeiten, Materiallagerung oder Wetterextreme<br />

entstehen können. Beim Kontakt mit Wasser<br />

quellen dabei wasseraktive Polymere auf und ver-<br />

schließen kleine Löcher und Schnitte. Die Technologie<br />

bietet Schutz für Dämmung sowie Gebäude struktur<br />

und minimiert das Risiko von Wasserschäden.<br />

Sarnafil® blickt auf eine über 60-jährige Erfolgsgeschichte<br />

zurück und hat bei anspruchsvollen<br />

Bauprojekten weltweit Maßstäbe gesetzt. Die Abdichtungsbahnen<br />

sind nicht nur die ersten, die eine<br />

Cradle-to-Cradle-Zertifizierung als Nachhaltigkeitsnachweis<br />

erhalten haben. Sie kombinieren auch Ästhetik<br />

und Funktionalität auf höchstem Niveau.<br />

Mehr erfahren<br />

Sika Österreich GmbH<br />

T +43 (0)5 0610 0<br />

info@sika.at<br />

www.sika.at


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

137<br />

Produkt News<br />

Bundesweiter<br />

Pilotversuch<br />

Styropor wird im Hausbau vom Keller bis zum Dach<br />

zur Wärmedämmung eingesetzt. Um die bei der Verarbeitung<br />

anfallenden EPS-Verschnitte oder -Reste<br />

im Sinne einer echten Kreislaufwirtschaft wieder zu<br />

neuen Platten zu verarbeiten, braucht man zuerst<br />

einmal ein funktionierendes Logistik-System, das die<br />

Rückholung der Materialreste von den Baustellen<br />

sicherstellt. Genau ein solches System wurde in den<br />

letzten Jahren entwickelt – mit einfachen Workflows,<br />

wiederverwendbaren Recycling-Säcken und einer eigenen<br />

App.<br />

Das Forschungsprojekt „EPSolutely“ unter der<br />

Leitung von Fraunhofer Austria verfolgt das Ziel,<br />

Styropor durch Recycling wieder in den Kreislauf<br />

zurückzuführen. Knapp zwei Jahre haben die 13<br />

Projektpartner, darunter Dämmstoffspezialist und<br />

Mit-Initiator Steinbacher, am Konzept gearbeitet –<br />

jetzt startet ein bundesweiter Pilotversuch.<br />

Insgesamt 5.000 Sammelsäcke mit QR-Codes wurden<br />

österreichweit an sämtliche Baustellen verteilt.<br />

Darin wird das Verschnittmaterial gesammelt. Über<br />

den QR-Code gelangt man direkt zur App, wo man<br />

die Säcke zur Abholung anmelden kann. Ein Barcode<br />

am Sammelsack ermöglicht die eindeutige Identifikation<br />

und Nachverfolgung. Anschließend wird das<br />

Material von den Projektpartnern zu neuen Dämmplatten<br />

verarbeitet und ein neuer Produktlebenszyklus<br />

startet.<br />

Sammelsäcke gibt’s auf:<br />

www.steinbacher.at/epsolutely<br />

Steinbacher Dämmstoff GmbH<br />

T +43 (0)5352 700-0<br />

office@steinbacher.at<br />

www.steinbacher.at<br />

PARLAMENT<br />

Möbelserie mit bestechend<br />

klaren Linien.<br />

über 50 JAHRE<br />

Stausberg Stadtmöbel GmbH<br />

4531 Kematen a. d. Krems<br />

Telefon +43 (0)7258 / 5711<br />

stausberg.at


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

138<br />

Produkt News<br />

Kombination aus<br />

Dämmung und<br />

Klinkerfassade<br />

Die Robustheit einer Klinkerfassade mit der Effizienz einer Dämmfassade vereinen<br />

bauaufsichtlich zugelassene WDVS mit Klinkerriemchen als Schlussbeschichtung.<br />

Die beiden jüngsten Serien aus dem Hause Sto, für das auf Fassadendämmung<br />

abgestimmte StoBrick-Sortiment, erweitern die breite Auswahl an Farbtönen,<br />

Oberflächen, Formaten und Kanten erneut. Im Beispiel „StoBrick“ sind die Klinkerriemchen<br />

11 bis 14 Millimeter dick, also etwas schlanker als Vormauerziegel, bieten<br />

aber die idente Optik, da sie ebenso aus Ton geformt und in den gleichen Öfen wie<br />

die Ziegel gebrannt werden.<br />

Bauaufsichtliche Zulassungen liegen vor für WDVS<br />

mit Steinwolle (StoTherm Mineral) und EPS (Sto-<br />

Therm Vario), aber auch als Abschluss einer vorgehängten<br />

hinterlüfteten Fassade (StoVentec C)<br />

kommt die Klinkeroptik infrage. Das StoBrick-Sortiment<br />

umfasst dabei elf Linien, bei denen auch die unterschiedlichen<br />

Größen (Normal-, Dünn- und Langformat<br />

– jeweils mit Eck- und Sturzeckvarianten) viel<br />

Auswahl bieten. Unterschiedliche Oberflächenstrukturen<br />

(glatt, sandig, rau, porig, geprägt, deformiert)<br />

und Kantenausprägungen (gleichmäßig, gerundet,<br />

mit Grat, wellig, aufgeworfen) und vor allem die verschiedenen<br />

Klinker-Familien in ihren materialtypischen<br />

Farbtönen eröffnen ein breites Spektrum für<br />

den individuellen Klinker-Look.<br />

Die Applikation ist dabei einfach: Auf die Dämmplatten<br />

folgt der mit Glasfasergewebe G bewehrte Unterputz.<br />

Die Verdübelung – ausschließlich mit Schraubdübeln<br />

mit einem Dübelteller-Durchmesser von 60<br />

Millimetern mit europäischer technischer Zulassung<br />

beziehungsweise nationalem Verwendungsnachweis<br />

– erfolgt durch das Gewebe beziehungsweise<br />

den bewehrten Unterputz. Anschließend werden<br />

die Klinker im Floating-Buttering-Verfahren (nach<br />

EN 12004) von den Gebäudeecken ausgehend und<br />

von oben nach unten verlegt. Den Abschluss bildet<br />

die Kellenverfugung mit einer großen Auswahl an unterschiedlichen<br />

Fugenfarben.<br />

Sto Ges.m.b.H.<br />

T +43 (0)4242 33 133-0<br />

info.at@sto.com<br />

www.sto.at


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139<br />

Mehr Informationen zur Zukunft<br />

des Dämmens auf steinbacher.at<br />

Produkt News<br />

Viel mehr als ein Boden<br />

Hochwertige Bodenbeschichtungen von Murexin GmbH erfüllen<br />

sämtliche Anforderungen an einen modernen Boden:<br />

trittsicher, widerstandsfähig, langlebig, geschlossene Oberfläche,<br />

fugenlos, optisch hochwertig, individuell gestaltbar,<br />

dekorativ und leicht zu reinigen. Im täglichen Praxiseinsatz<br />

bewähren sich die Bodensysteme des Herstellers unter vielfältigen<br />

Belastungen – ob in Wohnräumen, Produktionshallen,<br />

Parkhäusern, chemischen Betrieben, öffentlichen Gebäuden<br />

oder Geschäften: Bodenbeschichtungen sorgen für den perfekten<br />

Auftritt.<br />

Die glänzende, lösemittelfreie, selbstverlaufende Epoxy Basisbeschichtung<br />

EP 2 in zwei Komponenten eignet sich für<br />

die Herstellung von färbigen Bodenbeschichtungen mit mittlerer<br />

chemischer und hoher mechanischer Belastbarkeit. Ihre<br />

Einsatzgebiete sind begeh- und befahrbare Industrieböden<br />

mit mittlerer bis schwerer Beanspruchung sowie Wohn- und<br />

Schauräume. Erhältlich ist EP 2 in den trendigen Farbtönen<br />

RAL 7016, 7030, 7032, 7035, 7040, 7042, 7044 als fertige Lagerware,<br />

Sonderfarben gibt es für den Objektbereich auf Anfrage.<br />

Klimaschutz machen!<br />

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T +43 (0)2622 27401-0<br />

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<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

140<br />

Produkt News<br />

Vom Entwurf bis zur Ausführung<br />

Seit dem 1. Juli <strong>2024</strong> ist die Verschmelzung der FRILO Software GmbH und der<br />

DC-Software Doster & Christmann GmbH mit der ALLPLAN Group wirksam<br />

vollzogen. Durch den Zusammenschluss schafft ALLPLAN einen durchgängigen<br />

Workflow – vom ersten Konzept über die Detailplanung und interdisziplinäre Planung<br />

bis hin zur Fertigung und Bauausführung.<br />

Durch die Verschmelzung der drei Unternehmen entsteht<br />

ein einzigartiges Portfolio an Softwarelösungen,<br />

das den gesamten Bauprozess vom Entwurf<br />

bis zur Ausführung abdeckt: ALLPLAN bietet eine<br />

BIM-Plattform für die AEC-Branche, die vom ersten<br />

Konzept über die Detailplanung und interdisziplinäre<br />

Planung bis hin zur Fertigung und Bauausführung<br />

reicht. FRILO liefert Softwarelösungen für die Bauteilbemessung<br />

und unterstützt Tragwerksplaner bei<br />

der Berechnung der Tragfähigkeit und Standsicherheit<br />

von Bauwerken aus Stahlbeton, Stahl, Holz und<br />

Mauerwerk. DC-Software ist ein Anbieter von Lösungen<br />

für den Grundbau, die Geotechniker bei der Berechnung<br />

der Standsicherheit von Gründungs- und<br />

Stützbauwerken sowie bei deren Planung, Entwurf<br />

und Bemessung unterstützen.<br />

Eine der wichtigsten Auswirkungen des Zusammenschlusses<br />

besteht darin, dass die seit langem bestehende<br />

Trennung zwischen Architekten und Bauingenieuren<br />

aufgehoben wird. Diese Trennung führt oft<br />

zu ineffizienten Arbeitsabläufen, weil der wiederholte<br />

Austausch von verschiedenen Fachmodelle in Frustration,<br />

Verzögerungen und höheren Kosten mündet.<br />

Der nun einheitliche Ansatz geht dabei über die bloße<br />

technologische Integration hinaus und zielt darauf<br />

ab, AEC-Fachleute in die Lage zu versetzen, fundierte,<br />

datengestützte Entscheidungen in einem frühen Stadium<br />

des Planungsprozesses zur Verbesserung der<br />

Nachhaltigkeit, Minimierung von Abfall und Gewährleistung<br />

der Sicherheit während des gesamten Lebenszyklus<br />

eines Projekts zu treffen. Darüber hinaus<br />

unterstreicht der Zusammenschluss die Bedeutung<br />

der digitalen Fertigung und des Einsatzes von Building<br />

Information Modeling (BIM) vom Entwurf bis zum Bau.<br />

ALLPLAN<br />

Österreich GmbH<br />

T+43 (0)662 2232300<br />

info.at@allplan.com<br />

www.allplan.com<br />

Konzernzentrale von Heidelberg Materials, für die Allplan und FRILO Software eingesetzt wurden.<br />

© Thilo Ross


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

Schnelle Ausführung<br />

bis ins Detail<br />

Eine zeitsparende Abdichtung und Beschichtung von Garagen<br />

ist für Eigentümer wie auch verarbeitende Betriebe wichtig. Systeme<br />

auf Basis von Polymethylmethacrylat (PMMA), wie Triflex<br />

sie speziell für den Einsatz in Parkhäusern oder Garagen anbietet,<br />

eignen sich hier besonders gut.<br />

Bei einer Garage und Nebenräumen war eine langzeitsichere<br />

Lösung gefordert, die mechanischen Belastungen dauerhaft<br />

standhält und rutschfest ist. So hat sich der Auftraggeber und<br />

gleichzeitig Verarbeiter, die Dachdecker-Firma Weiss aus Söll,<br />

für das Beschichtungssystem Triflex DeckFloor mit der integrierten<br />

Detail-Abdichtung Triflex ProDetail entschieden: Das<br />

wasserdichte Dickschichtsystem Triflex DeckFloor wurde für<br />

Flächen mit erhöhter Beanspruchung entwickelt, ist mechanisch<br />

hoch belastbar und sorgt für eine rutschsichere Oberfläche. Zudem<br />

erfordert es nur kurze Sperrzeiten. Der hinterlaufsichere<br />

Systemaufbau gewährleistet maximale Sicherheit und Reparaturfreundlichkeit<br />

und das Material ist hochelastisch, dynamisch<br />

rissüberbrückend sowie vollflächig haftend.<br />

Energie aus<br />

der Fassade<br />

Doppelt nachhaltig:<br />

Das Fassadendämmsystem<br />

StoVentec Photovoltaics Inlay<br />

ist Stromlieferant und energiesparender<br />

Wärmeschutz<br />

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<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

142<br />

edv<br />

Lichtplanung am PC:<br />

Licht berechnen und visualisieren<br />

Lichtplanungsprogramme können lichttechnische Kenngrößen exakt berechnen<br />

und visualisieren. Sie sorgen für mehr Planungssicherheit und ermöglichen<br />

schlüssigere und wirtschaftlichere Lichtkonzepte.<br />

Text: Marian Behaneck<br />

Mit spezieller Software für die Lichtplanung<br />

lassen sich nicht nur technische Kenngrößen<br />

ermitteln, sondern auch grundlegende Fragen<br />

beantworten: Sorgt die geplante Leuchtenverteilung<br />

für eine ausreichende Ausleuchtung?<br />

Welche gestalterische Wirkung<br />

hat ein Downlight oder ein Deckenfluter? Wo<br />

entstehen störende Reflexionen? Wie wirkt<br />

eine bestimmte Lichtfarbe? Welches Lichtkonzept<br />

ist wirtschaftlicher? Tageslicht-Simulationsprogramme<br />

unterstützen Lichtplaner<br />

darüber hinaus bei der Überprüfung<br />

des Tageslichteinfalls, einer ausreichenden<br />

Versorgung mit Tageslicht, der Lokalisierung<br />

von Verschattungszonen oder der Erstellung<br />

von tageslicht- und energieoptimierten Beleuchtungskonzepten.<br />

Licht berechnen und visualisieren<br />

Technische und gestalterische Aspekte<br />

künstlicher Beleuchtung in einer frühen<br />

Planungsphase zu berücksichtigen, war<br />

bisher sehr aufwendig. Die Lichtwirkung<br />

wurde mithilfe maßstabsgerechter Modelle<br />

nachgebildet, aufgrund physikalischer Einschränkungen<br />

und hoher Kosten allerdings<br />

nur unzureichend. Heute können praktisch<br />

an jedem aktuellen CAD- oder Gafik-fähigem<br />

PC auch Lichtplanungen durchgeführt<br />

werden. Mit entsprechender Software lassen<br />

sich eine natürliche und künstliche Beleuchtung<br />

einfacher und wirtschaftlicher planen.<br />

Online abrufbare Lichtdatenbanken der<br />

Hersteller ermöglichen einen komfortablen<br />

Zugriff auf aktuelle Leuchten-Modelle, inklusive<br />

aller lichttechnischen Daten im nativen<br />

Format der jeweiligen Software, oder den<br />

Import von standardisierten photometrischen<br />

Daten wie IES oder Eulumdat. Lichtplanungsprogramme<br />

sind damit in der Lage,<br />

die Lichtausbreitung im Raum binnen weniger<br />

Minuten oder Stunden zu berechnen –<br />

Die Lichtplanung am PC ermöglicht eine wirtschaftlichere Planung natürlicher oder künstlicher<br />

Beleuchtung und gibt mehr Planungssicherheit. © Dial<br />

je nach Komplexität des Raumes oder des<br />

Beleuchtungskonzeptes. Programme, die<br />

neben Kunst- auch Tageslicht berechnen<br />

können, unterstützen Planer auch bei der<br />

Entwicklung energieoptimierter Beleuchtungskonzepte,<br />

die das Tageslicht einbeziehen<br />

und präzise berechnen, welche Kosten<br />

man mit einer tageslichtabhängig gesteuerten<br />

Beleuchtungsanlage einsparen kann.<br />

Visualisierungen zeigen anschaulich, wie<br />

Räume im Tages- oder Kunstlicht wirken, wo<br />

Lichtakzente im Raum gesetzt werden sollten<br />

oder wo Verschattungszonen entstehen.<br />

Lichtplanung Schritt für Schritt<br />

Im Unterschied zum so genannten Wirkungsgradverfahren,<br />

mit dem nur durchschnittliche<br />

Beleuchtungsstärken ermittelt<br />

werden können, sind aktuelle Lichtplanungsprogramme<br />

in der Lage, für jeden<br />

definierten Messpunkt im Raum die Beleuchtungsstärke<br />

exakt zu berechnen. Die<br />

betrachteten Räume können dabei in Zonen,<br />

beispielsweise Arbeits- und Umgebungsbereiche,<br />

eingeteilt und deren Beleuchtungsstärken<br />

separat bewertet werden. Anschließend<br />

werden die Beleuchtungsstärke<br />

ermittelt und dabei für jeden Punkt in der<br />

Messebene die Einflüsse aller Lichtquellen<br />

berücksichtigt: Dazu gehören sowohl die<br />

Beleuchtung der nächstgelegenen Leuchte,<br />

Anteile anderer Leuchten sowie weitere,<br />

durch Reflexion an den Wänden und der<br />

Decke generierte Anteile. Bei Verwendung<br />

lichttechnischer Daten in programmspezifischen<br />

Datenformaten wie ULD oder


www.<strong>architektur</strong>-online.com<br />

143<br />

edv<br />

Nach der Definition der Raumgeometrie, der<br />

Materialien sowie der Leuchten …<br />

Mit Lichtplanungsprogrammen lassen sich technische Kenngrößen ermitteln<br />

– etwa für eine ausreichende Arbeitsplatzbeleuchtung. © Dial<br />

ROLF kann darüber hinaus die Wirkung<br />

ausgedehnter oder unterteilter, respektive<br />

zusammengesetzter Lichtaustrittsflächen<br />

der Leuchten berücksichtigt werden. Neben<br />

der Verteilung der Beleuchtungsstärke<br />

können bei der photometrischen Planung<br />

auch die im Raum und an den Leuchten<br />

auftretenden Leuchtdichten und die damit<br />

verbundenen Blendwirkungen ermittelt<br />

werden. Die Berechnungsergebnisse werden<br />

in Form von Projektbeschreibungen,<br />

Punktbeleuchtungsstärken, Leuchtdichteverteilungen,<br />

Graustufendiagrammen,<br />

Falschfarbdarstellungen oder Isolux-Linien<br />

präsentiert. Alternativen lassen sich damit<br />

ebenso anschaulich darstellen, wie teilweise<br />

auch Investitions- oder Betriebskostenanalysen<br />

durchführen sowie Mengen und<br />

Stücklisten ausgeben. Die Anzeige der Berechnungsergebnisse<br />

erfolgt wahlweise in<br />

Tabellen, Diagrammen, respektive in zweioder<br />

dreidimensionalen Darstellungen oder<br />

fotorealistischen Visualisierungen.<br />

Licht als Ergonomie- und<br />

Gestaltungsfaktor<br />

Insbesondere in Produktionsstätten, Büro-,<br />

Ausstellungs- oder Verkaufsräumen ist<br />

gutes Licht essenziell. Deshalb werden<br />

wichtige Parameter und Vorgaben in zahlreichen<br />

Normen zur Tages- und Kunstlichtbeleuchtung<br />

definiert und von Lichtplanungsprogrammen<br />

berücksichtigt, etwa die<br />

europäische Tageslichtnorm EN 17037. Die<br />

Lichtplanung am PC kann neben Lumenund<br />

Luxwerten für den Lichtstrom und die<br />

Beleuchtungsstärke auch gestalterische<br />

oder „emotionale“ Aspekte berücksichtigen<br />

– etwa bei Verkaufsräumen, Empfangshallen<br />

oder Messeständen. Mit fotorealistischen<br />

Visualisierungen der Beleuchtungssituation<br />

erhalten Planer und deren Kunden<br />

einen realistischen Eindruck von der visuellen<br />

Wirkung des jeweiligen Lichtkonzeptes.<br />

Sie sehen unmittelbar, wie Räume im<br />

Tages- oder Kunstlicht wirken, an welchen<br />

Stellen eine gleichmäßigere Lichtverteilung<br />

sinnvoller ist, wo Lichtakzente im Raum gesetzt<br />

werden sollten oder wo im Innen- oder<br />

Außenbereich unerwünschte Verschattungsbereiche<br />

entstehen. Planer können<br />

ihre Ideen anschaulich und überzeugend<br />

vermitteln oder auf Problembereiche aufmerksam<br />

machen: auf eine ungenügende<br />

Ausleuchtung, Blendung, Reflexbildung<br />

oder störende Helligkeitskontraste. Ferner<br />

kann die Lichtwirkung exakt jener Leuchtenmodelle<br />

überprüft werden, die später<br />

... können die Lichtausbreitung im Raum<br />

berechnet und alternative Lichtsituationen<br />

visualisiert werden. © Erco / Axel Groß, ElectricGobo<br />

zum Einsatz kommen. Ein weiterer Vorteil<br />

liegt in der Vergleichsmöglichkeit verschiedener<br />

Beleuchtungsvarianten. Dazu müssen<br />

lediglich die Leuchtenmodelle ausgetauscht<br />

werden.<br />

Mit Lichtplanungsprogrammen<br />

Kosten sparen<br />

Auch aus wirtschaftlicher Sicht spielt Licht<br />

eine bedeutende Rolle – schließlich macht<br />

die künstliche Beleuchtung, je nach Gebäudenutzung,<br />

etwa 10 bis 40 Prozent<br />

der Stromkosten aus. Damit hat sie einen<br />

wesentlichen Einfluss auf den Energieverbrauch<br />

von Gebäuden. Wird vor der Leuchten-Montage<br />

die optimale Leuchtenverteilung<br />

und Raumausleuchtung ermittelt, lässt<br />

sich ein Teil der späteren Betriebskosten<br />

einsparen. Ob insbesondere energiesparende<br />

LED-Leuchten auch die erforderliche<br />

u


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

144<br />

edv<br />

Für jeden definierten Messpunkt im Raum werden Beleuchtungsstärken exakt berechnet und<br />

dabei die Einflüsse aller Lichtquellen berücksichtigt. © Dial<br />

Falschfarb-Darstellungen zeigen, besser noch als Realfarben,<br />

die Beleuchtungsstärkenverteilung im Raum. © Relux<br />

Lichtstärke liefern, die gewünschte Atmosphäre<br />

schaffen, sowohl für die Grundausleuchtung<br />

als auch für die Gestaltung und<br />

Akzentuierung von Räumen eignen, kann<br />

man im Vorfeld mithilfe von Lichtplanungsprogrammen<br />

überprüfen. Programme, die<br />

neben Kunst- auch Tageslicht berechnen<br />

können, unterstützen den Planer auch bei<br />

der Entwicklung energieoptimierter Beleuchtungskonzepte,<br />

die das Tageslicht<br />

einbeziehen und möglichst effizient nutzen.<br />

Neben der Überprüfung der Norm-Mindestanforderungen<br />

an die Beleuchtungsverhältnisse<br />

in Wohn- oder Büroräumen,<br />

können die Programme beispielsweise berechnen,<br />

wann das Tageslicht im Jahresverlauf<br />

optimale Lichtverhältnisse am Arbeitsplatz<br />

liefert, durch welche Maßnahmen das<br />

Tageslicht im Raum optimiert werden kann<br />

oder welche Verschattungsmaßnahmen<br />

erforderlich sind. Zusätzlich kann auch mit<br />

einer geschickten Anordnung sowie im intelligenten<br />

Zusammenspiel mit der Tageslichtnutzung<br />

elektrische Energie eingespart<br />

werden. Einige Kunst- und Tageslichtprogramme<br />

zeigen auch an, wie viel man mit<br />

einer tageslichtabhängig gesteuerten Beleuchtungsanlage<br />

einsparen kann. Dabei<br />

wird für jede Stunde und jeden Tag eines<br />

Jahres das einfallende Tageslicht ermittelt<br />

und berechnet, wie viel Kunstlichtanteil<br />

jeweils benötigt wird, um die erforderliche<br />

Beleuchtungsstärke zu erreichen. Das Ergebnis<br />

zeigt an, wie viel Energie, CO 2 und<br />

Kosten pro Jahr eingespart werden, wenn<br />

eine Regelung eingeplant wird.<br />

Welche Programme gibt es?<br />

Bei den Lichtplanungsprogrammen dominieren<br />

die Programme Dialux und Relux<br />

den europäischen Markt. Sie werden von<br />

Architekten, Lichtplanern, Lichttechnikern,<br />

Händlern, Elektrofachbetrieben und Leuchtenherstellern<br />

eingesetzt. Daneben gibt es<br />

auch englischsprachige Open-Source-Anwendungen<br />

(z.B. Radiance) oder speziell<br />

für Lampen-/Leuchtenhersteller entwickelte<br />

Anwendungen (z.B. LITESTAR 4D oder<br />

TracePro, siehe auch Infokasten). So unterschiedlich<br />

die Programme im Detail auch<br />

sind, so ähneln sich doch die Arbeitsabläufe:<br />

Vor der eigentlichen Berechnung muss die<br />

Raumgeometrie von einem CAD-Programm<br />

per DXF-, DWG-, oder IFC-Schnittstelle importiert,<br />

alternativ mit einem integrierten<br />

3D-Editor dreidimensional konstruiert oder<br />

über die Eingabe von Raumparametern (Abmessungen,<br />

Nutzung etc.) definiert werden.<br />

Die meisten Lichtplanungsprogramme enthalten<br />

dazu einfache Werkzeuge, um Boden,<br />

Wände und Decke des jeweiligen Raumes<br />

„nachzubauen“. Um den Rechenaufwand<br />

gering zu halten, sollten die 3D-Modelle<br />

einfach konstruiert sein und etwa frei geformte<br />

Oberflächen vereinfacht darstellen.<br />

Das gilt auch für die Möblierung, die<br />

Definition von Materialeigenschaften und<br />

Materialoberflächen (opak, transparent,<br />

spiegelnd etc.). Dabei müssen Anforderungen<br />

an die Präzision und Authentizität des<br />

physikalischen Modells mit den durch die<br />

Rechnerkapazität auferlegten Beschränkungen<br />

in Einklang gebracht werden. Die<br />

Beleuchtungskörper werden als 3D-Symbol<br />

aus der Leuchten-Datenbank in den Raum<br />

eingefügt und erhalten anschließend die<br />

gewünschten lichttechnischen Werte wie<br />

Beleuchtungsstärke, Lichtstrom, Lichtfarbe<br />

etc. Alternativ besteht die Möglichkeit<br />

des Online-Downloads von Leuchten eines<br />

bestimmten Leuchten-Herstellers. Nahezu<br />

alle namhaften Hersteller bieten inzwischen<br />

entsprechende Plugin-Software, mit<br />

deren Hilfe der Anwender online durch das<br />

Produktangebot navigieren und das passende<br />

Leuchtenmodell inklusive Produktfoto,<br />

technischer Zeichnung, kurzer Beschreibung<br />

und allen für die Lichtplanung<br />

wichtigen Leuchtendaten auswählen kann.<br />

Trotz mittlerweile hoher Prozessorleistung<br />

stellt die Lichtplanung besondere Anforderungen<br />

an die Hardware. Je höher die<br />

Bildauflösung des Ergebnisbildes sein soll,<br />

desto größer ist der Rechenaufwand. Befinden<br />

sich mehrere Beleuchtungskörper mit<br />

unterschiedlicher Abstrahl-Charakteristik<br />

im Raum, und sollen Oberflächentexturen<br />

von Decken-/Wandverkleidungen, Bodenbelägen<br />

oder Möbeln dargestellt werden,<br />

erhöht sich der Berechnungsaufwand. Anspruchsvolle<br />

Visualisierungen setzen daher<br />

leistungsfähige Rechner voraus. Die berechneten<br />

Bilder können als Datei gespeichert,<br />

auf Farbdruckern ausgegeben oder<br />

auf LCD-Flachbildschirmen als Standbild<br />

oder Animation wiedergegeben werden. Mit<br />

leistungsfähigen Rechnern berechnete Bilder<br />

ermöglichen interaktive VR-Simulationen,<br />

was die Vermittlung unterschiedlicher<br />

Lichtlösungen noch realistischer macht.


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145<br />

edv<br />

Der Vergleich mit dem Foto (rechts) nach der Fertigstellung macht allerdings deutlich: Visualisierungen (links) kommen der Realität nahe, sind aber<br />

immer nur eine Abstraktion. © Velux<br />

Lichtplanung und BIM<br />

Lichtplaner profitieren von der BIM-Planungsmethode<br />

vor allem durch die Übernahme<br />

von dreidimensionalen BIM-Bauwerksdaten,<br />

so dass diese für Berechnungen<br />

und Visualisierungen nicht mehr neu eingegeben<br />

werden müssen. So können Gebäude-<br />

und Raumgeometrien, Raumbezeichnungen,<br />

Fenster und Türen, Oberflächen<br />

oder Leuchtenpositionen per IFC-, gbX-<br />

ML- oder STF-Schnittstelle vom Architekten<br />

oder Elektroplaner übernommen werden.<br />

Der Lichtplaner erarbeitet mit seinem<br />

Berechnungs- und Simulationsprogramm<br />

das Lichtkonzept, wählt Leuchten aus der<br />

BIM-Objektdatenbank mit allen lichttechnischen<br />

Daten wie Beleuchtungsstärken, Anschlussleistungen,<br />

Energieverbrauchsdaten<br />

etc. und platziert diese in den Räumen. Nach<br />

Abschluss der Planung und Berechnung<br />

wird das Ergebnis an die CAD-Software zurückgespielt.<br />

Leuchten, deren Positionen,<br />

produkt- und lichttechnische Daten, Fotos,<br />

Grafiken, Texte und Berechnungsergebnis-<br />

se können übernommen und vom Architekten<br />

oder Elektroplaner für Ausschreibungen<br />

weiterverarbeitet werden. Viele Bauprodukt-<br />

und Leuchtenhersteller offerieren<br />

inzwischen parametrisierbare und konfigurierbare<br />

BIM-Objekte, inklusive allen Produktinformationen<br />

wie den Abmessungen,<br />

verfügbaren Ausführungen, Ausstattungen<br />

und allen technischen Daten. Dadurch lassen<br />

sich weitere Rationalisierungspotenziale<br />

in der Lichtplanung ausschöpfen. Auch das<br />

neue, offene und BIM-konforme Datenformat<br />

Global Lighting Data Format (GLDF) für<br />

Leuchten und Sensoren, das in der gesamten<br />

Beleuchtungsindustrie ein Standard werden<br />

und auch BIM-Planungsanforderungen<br />

erfüllt, wird die Lichtplanung vereinfachen.<br />

Visualisierungen haben Grenzen<br />

Bei der Betrachtung von Beleuchtungs-Visualisierungen<br />

sollte sich stets bewusst<br />

sein, dass jede Bildwiedergabe nur eine Abstraktion<br />

der Realität ist: Ein dreidimensionaler<br />

Raum erscheint in perspektivischer Pro-<br />

jektion auf einer zweidimensionalen Fläche,<br />

der Betrachter blickt auf ein kleines Abbild<br />

des Raumes, während er sich in der Realität<br />

direkt im Raum befindet. Hinzu kommt, dass<br />

Darstellungen auf dem Bildschirm selbst<br />

strahlen, während reale Oberflächen meist<br />

den Lichtstrom reflektieren. Entscheidend<br />

sind aber insbesondere im Hinblick auf Tageslichtsimulationen<br />

die Leuchtdichtenkontraste:<br />

Sie sind auf dem Bildschirm (1:1.000)<br />

weitaus geringer, als in der Realität (bis zu<br />

1:10.000). Eine realistische Wiedergabe von<br />

Blendwirkungen, oder Relativblendungen ist<br />

damit nicht möglich. Auch feine Farbnuancen<br />

können nicht vermittelt werden, ganz<br />

abgesehen von Raumqualitäten wie der<br />

Behaglichkeit, Atmosphäre oder Lichtstimmung.<br />

Auch wenn sich Lichtplanungsprogramme<br />

inzwischen sehr intuitiv bedienen<br />

lassen, so setzen sie dennoch lichttechnisches<br />

Wissen voraus. Eine weitere Voraussetzung<br />

für den erfolgreichen Einsatz ist<br />

auch, dass sie zu einem möglichst frühen<br />

Planungszeitpunkt eingesetzt werden. •<br />

Programme und Anbieter*<br />

Tageslichtplanungsprogramme können Planer auch bei der Überprüfung des<br />

Tageslichteinfalls wirkungsvoll unterstützen. © Velux<br />

3DS Max (www.autodesk.at)<br />

Daylight Visualizer (www.velux.at)<br />

DIALux (www.dialux.com)<br />

LightTools (www.synopsys.com)<br />

LITESTAR 4D (www.oxytech.it)<br />

Radiance (http://radsite.lbl.gov/radiance)<br />

Rayfront (www.schorsch.com)<br />

Relux (www.relux.com)<br />

TracePro<br />

RayViz (www.lambdares.com)<br />

* Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.


<strong>architektur</strong> <strong>FACHMAGAZIN</strong><br />

146<br />

edv<br />

Neue Effizienzstandards<br />

Um Baufirmen und Architekturbüros auf ihrem Weg<br />

zu mehr Produktivität und Wirtschaftlichkeit zu unterstützen,<br />

hat ABK maßgeschneiderte Lösungen zur<br />

Optimierung der Ausschreibungsunterlagen entwickelt<br />

und bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen<br />

an, um den spezifischen Anforderungen der<br />

Branche gerecht zu werden.<br />

Die Einführung von eigenen Bürostandards und der<br />

Aufbau eines Preisstammes, ergänzend zu den Standardisierten<br />

Leistungsbeschreibungen für Hochbau<br />

(StLB-HB) und Haustechnik (StLB-HT), markieren<br />

dabei einen Wendepunkt in der Effizienz von<br />

AVA-Prozessen. Kunden erhalten ihren angepassten<br />

Bürostandard in Form einer ABK-Quellensicherung im<br />

ABK-Format sowie einen optimierten Preisstamm, der<br />

aus einer Vielzahl von Leistungsverzeichnissen, Kostenschätzungen<br />

und Bieterangeboten erstellt wird.<br />

ib-data GmbH | ABK Bausoftware<br />

T +43 (0)1 492 5570-0<br />

abkinfo@abk.at<br />

www.abk.at<br />

BIM und AVA in der Cloud<br />

Stark im Entwurf und eine hohe Kostensicherheit, das ist das<br />

Credo des hessischen Planungsbüros für Architektur und<br />

Innen<strong>architektur</strong> Moos+ GmbH. Seit der Gründung 2004 arbeitet<br />

das Büro in 3D und entschied sich 2016 für den Einsatz<br />

des AVA- und Baukostenmanagementsystems California.<br />

Ausschlaggebend war der gute Service des Herstellers G&W,<br />

die umfangreichen Funktionalitäten sowie die Durchgängigkeit<br />

der Software. So deckt Moos+ mit dem Programm den<br />

gesamten Planungsprozess von der ersten Kostenschätzung<br />

bis zur Dokumentation der abgeschlossenen Projekte ab. Darüber<br />

hinaus ermöglicht das System den Planern, BIM-orientiert<br />

in der Cloud zu arbeiten.<br />

Nicht nur die Planer, auch kaufmännische Mitarbeiter von<br />

Moos+ haben sich in California eingearbeitet. Ist es doch ihre<br />

Aufgabe, die Rechnungsprüfung bis zur Schlusszahlungsfreigabe<br />

vom Auftrag bis zum Ende der Gewährleistungsfrist<br />

sowie die Kostenkontrolle und Projektüberwachung vorzunehmen.<br />

So ist der Überblick über den gesamten Prozess aller Projekte<br />

immer gegeben und die Auftraggeber vor Überraschungen<br />

geschützt. Und durch den Einsatz der Cloud-Lösung bleibt<br />

das Büro flexibel und spart Kosten für externe IT-Dienstleister.<br />

G&W Software AG<br />

T +49 (0)89 51506-4<br />

info@gw-software.de<br />

www.gw-software.de


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