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Hockney Total (Leseprobe)

Kostenloses Leseprobe zu: HOCKNEY TOTAL – Das gesamte Werk 496 Seiten, Hardcover, Euro (D) 49 | Euro (A) 51 | CHF 64 ISBN 978-3-03876-302-4 (Midas Collection) HOCKNEY TOTAL umfasst Werke und Medien aus über sechzig Jahren und ist thematisch gegliedert, um die Entwicklung und Vielfalt von David Hockneys zahlreichen Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen, Druckgrafiken und Fotografien zu zeigen. Es enthält zusätzlich Zitate des Künstlers selbst, die seine Leidenschaft und die Gedanken hinter seinem Werk beleuchten. »Zwischen den Buchdeckeln entspringt die ganze Helligkeit und Energie des produktiven Schaffens dieses äußerst überschwänglichen und doch sensiblen Künstlers.« The Times

Kostenloses Leseprobe zu:

HOCKNEY TOTAL – Das gesamte Werk
496 Seiten, Hardcover, Euro (D) 49 | Euro (A) 51 | CHF 64
ISBN 978-3-03876-302-4 (Midas Collection)

HOCKNEY TOTAL umfasst Werke und Medien aus über sechzig Jahren und ist thematisch gegliedert, um die Entwicklung und Vielfalt von David Hockneys zahlreichen Gemälden, Zeichnungen, Aquarellen, Druckgrafiken und Fotografien zu zeigen. Es enthält zusätzlich Zitate des Künstlers selbst, die seine Leidenschaft und die Gedanken hinter seinem Werk beleuchten.

»Zwischen den Buchdeckeln entspringt die ganze Helligkeit und Energie des produktiven Schaffens dieses äußerst überschwänglichen und doch sensiblen Künstlers.« The Times

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HOCKNEY TOTAL<br />

DAS GESAMTE WERK<br />

MIDAS


HOCKNEY TOTAL<br />

mit 500 Illustrationen<br />

MIDAS


HOCKNEY TOTAL<br />

© 2024<br />

Midas Collection<br />

ISBN 978-3-03876-302-4<br />

1. Auflage<br />

Übersetzung: Claudia Koch<br />

Lektorat: Dr. Friederike Römhild<br />

Layout: Ulrich Borstelmann<br />

Projektleitung: Gregory C. Zäch<br />

Midas Verlag AG<br />

Dunantstrasse 3, CH-8044 Zürich<br />

Büro Berlin: Mommsenstraße 43, D-10629 Berlin<br />

E-Mail: kontakt@midas.ch<br />

www.midas.ch<br />

Der Midas Verlag wird vom Bundesamt für Kultur<br />

für die Jahre 2021–2024 unterstützt.<br />

Englische Originalausgabe:<br />

»<strong>Hockney</strong>’s Pictures«<br />

Copyright © 2004 und 2024 David <strong>Hockney</strong><br />

First published in the United Kingdom in 2004<br />

by Thames & Hudson Ltd, London<br />

Text: Andrew Brown<br />

Design: Maggi Smith und Andrew Brown<br />

Printed in China<br />

Die deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese<br />

Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie;<br />

detaillierte bibliografische Daten sind im Internet<br />

unter www.dnb.de abrufbar.<br />

Alle Rechte vorbehalten. Die Verwendung der Texte<br />

und Bilder, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche<br />

Zustimmung des Verlages urheberrechtswidrig und<br />

strafbar.


Inhalt<br />

Einführung: Die Welt mit neuen Augen lieben 7<br />

Probleme der Darstellung 9<br />

Bilder betrachten 10 Stile verheiraten 22 Stadien 40<br />

Wasser 62 Bewegung 87 Blickwinkel verändern 96<br />

Leben als Standbild 111<br />

Leben und Liebe 112 Leben 124 Stillleben 144 Zuhause 176<br />

Porträts 209<br />

Freunde 210 Familie 262 Selbst 272<br />

Raum und Licht 279<br />

Süden 280 Westen 298 Osten 314 Norden 324<br />

London 340 Yorkshire 344<br />

Endlose Inspiration 360<br />

Jahreszeiten in Yorkshire 362 Zeichnen mit dem Computer 388<br />

Neue Geräte 396 Yosemite mit einem iPad 410 Ankunft des Frühlings 414<br />

Serie von Porträts 422 Fotografische Zeichnungen 440 Sechseckige Gemälde 448<br />

Leben in der Normandie 454 Normandie-Porträts 480<br />

Liste der Illustrationen 488


6 Flowers Made of Paper and Black Ink 1971


Einführung: Die Welt mit neuen Augen lieben<br />

»Die Leute denken nicht wirklich<br />

über Bilder nach oder darüber,<br />

wie sie gemacht werden. Ich<br />

aber schon, damit verbringe<br />

ich meine Zeit. Und in gewisser<br />

Weise sind sie subversiv, dessen<br />

bin ich mir sehr bewusst. Aber<br />

ich erwarte nicht, dass das<br />

alles sofort verstanden wird.«<br />

Wie der französische Dichter, Romancier und Kunsthändler Jean Frémon bemerkte, ist David<br />

<strong>Hockney</strong>s Geschichte eine Geschichte der Leidenschaft: für das Sehen, für das Erzählen, für die<br />

Bilder. Aber zu diesen drei Leidenschaften sollte eine vierte hinzugefügt werden: die Leidenschaft<br />

für das Leben. Einer von <strong>Hockney</strong>s Lieblingssätzen lautet: »Liebe das Leben!«, und seit Jahrzehnten<br />

wird seine Kunst als Loblied auf die Lebensfreude gefeiert. Alle seine Bilder – manchmal<br />

zärtlich, wie seine Bilder von Freunden und Familie; manchmal verspielt, wie seine Gemälde<br />

von faulen Tagen am Pool; manchmal ehrfurchtgebietend, wie seine monumentalen Bilder des<br />

Grand Canyon – vermitteln, was es bedeutet, auf der Welt zu sein. Für <strong>Hockney</strong> sind Bilder das<br />

perfekte Mittel, um solche Gefühle zu vermitteln. Sein Leben war eine ständige Erkundung, wie<br />

man sie auf immer lebendigere Weise darstellen kann.<br />

Dies ist ein Bilderbuch. Anhand seiner Bilder und einiger erklärender Worte zeichnet es<br />

<strong>Hockney</strong>s lebenslange Experimente mit Darstellungsweisen nach. Es ist kein umfassender Bericht,<br />

und es ist auch keine einfache Erzählung. <strong>Hockney</strong>s Werk ist vielschichtig. Verschiedene Themen<br />

und Sujets wurden immer wieder aufgegriffen und in unterschiedlichen Medien und mit neuen<br />

Erkenntnissen neu erforscht. Dieses Buch betrachtet seine Kunst in diesem Kontext.<br />

Das erste Kapitel, »Probleme der Darstellung«, befasst sich mit einigen bildgestalterischen<br />

Problemen, mit denen sich Malerinnen konfrontiert sehen – Probleme, die in <strong>Hockney</strong>s Werk von<br />

Anfang an eine Rolle spielen. Wie kann die dreidimensionale Welt durch ein unbewegtes Bild auf<br />

einer flachen Oberfläche dargestellt werden? Dies ist natürlich die zentrale Frage für für jeden<br />

Maler, und sie ist das implizite Thema der Kunst in diesem Buch.<br />

»Leben als Standbild«, das zweite Kapitel, untersucht die Auseinandersetzung des Künstlers<br />

mit seiner eigenen intimen Welt und seine Beobachtung der Menschen, die ihm am nächsten<br />

stehen. Im dritten Kapitel mit dem Titel »Porträts« werden Freunde, Familie und der Künstler<br />

selbst zum Gegenstand seiner rastlosen Betrachtung. »Raum und Licht« ist eine Reise auf der<br />

Suche nach diesen beiden Elementen, die für <strong>Hockney</strong> als Künstler und als Mensch so wichtig<br />

sind. Vom verrauchten Bradford der 1950er-Jahre aus hat er sich in den Süden gewagt, um in<br />

Ägypten, Frankreich und Spanien zu arbeiten; in den Westen nach Amerika, insbesondere nach<br />

Kalifornien und in den amerikanischen Westen; in den Osten nach Japan und China; und in den<br />

Norden in die Mitternachtssonne Norwegens und Islands, wobei er jedes Mal die Sehenswürdigkeiten<br />

und Empfindungen dort einfing, wo er gerade war. In seinem späteren Leben ist er immer<br />

wieder in seine Heimat Yorkshire zurückgekehrt. Im letzten Kapitel »Endlose Inspiration« wird<br />

untersucht, wie <strong>Hockney</strong> die Wiederkehr eines Themas, einer Idee oder einer Technik in Serien<br />

thematisch zusammenhängender Werke zu einem Schlüsselelement seiner Praxis gemacht hat.<br />

In den Kapiteln werden einzelne Abschnitte näher beschrieben. Abgesehen von diesen<br />

kurzen Einführungen und einigen Zitaten des Künstlers dürfen die Bilder für sich selbst sprechen,<br />

um uns die Welt zu zeigen, wie <strong>Hockney</strong> sie sieht und liebt.<br />

7


Probleme der Darstellung<br />

»Angesichts der Tatsache, dass<br />

das Darstellen, der Drang zum<br />

Darstellen, Teil der menschlichen<br />

Natur ist, wie gehen wir<br />

dabei vor? Welche Methoden<br />

wenden wir an und welche<br />

Annahmen treffen wir, wenn<br />

wir etwas auf diese oder jene<br />

Weise darstellen wollen?«<br />

»Kerby (After Hogarth). Useful<br />

Knowledge ist das Ergebnis meiner<br />

Recherchen über Hogarth für<br />

die Opernkulissen von The Rake‘s<br />

Progress. Die Idee stammt von<br />

einem satirischen Frontispiz, das<br />

Hogarth für eine Abhandlung über<br />

Perspektive aus dem 18. Jahrhundert<br />

schuf. Die Abhandlung wurde<br />

von Hogarths Freund Joshua Kirby<br />

veröffentlicht und verbreitet, an<br />

dessen Namen ich mich bei der<br />

Erstellung meines Bildes nicht mehr<br />

erinnern konnte. In dem Gemälde<br />

geht es um den Raum, darum, ihn<br />

zu nutzen oder ihn zu schaffen,<br />

den Bildraum auf unterschiedliche<br />

Weise darzustellen und die Regeln<br />

der Buchstäblichkeit zu brechen.«<br />

Wie stellt man eine sich verändernde, dreidimensionale Welt dar, durch die wir uns bewegen,<br />

und die uns bewegt, und wie kann man das in einem unbewegten Bild auf einer eindimensionalen<br />

Oberfläche erreichen? Wie sehen wir eigentlich die Welt? Wie stellen wir sie uns selbst vor, in<br />

unserem Kopf? Wie kann ein Künstler diese innere Darstellung an andere weitergeben?<br />

Bilder sind in erster Linie Bilder, bevor sie Bilder von oder über etwas anderes sind, und die<br />

Art und Weise, wie Bilder gemacht wurden, beeinflusst andere Bilder. Der erste Abschnitt dieses<br />

Kapitels, »Bilder betrachten«, zeichnet einige der direkten künstlerischen Einflüsse auf <strong>Hockney</strong><br />

selbst nach: Masaccio, Hogarth, Piero della Francesca und, vor allem, Picasso. Dazu gehört auch<br />

ein Ausschnitt aus der riesigen »Great Wall« von Bildern, die er in seinem Atelier aufbaute, als<br />

er seine zweijährige Untersuchung über die Verwendung optischer Projektionen in der westlichen<br />

Kunst begann, die in seinem gefeierten Buch Secret Knowledge mündete. Das Bild der<br />

Wachleute der National Gallery, London, das diesen Abschnitt abschließt, wurde während seiner<br />

Forschungen mit Hilfe einer Camera lucida gezeichnet, nach einer Methode des französischen<br />

Malers Jean-Auguste-Dominique Ingres aus dem 19. Jahrhundert.<br />

»A Marriage of Styles« untersucht verschiedene »Stile« der Darstellung, die dem Maler zur<br />

Verfügung stehen, und stellt einige von <strong>Hockney</strong>s Experimenten mit Kombinationen von Stilen<br />

innerhalb eines einzigen Bildes vor. Der nächste Abschnitt, »Stages«, entwickelt diese Möglichkeit<br />

innerhalb des formalen Rahmens eines Theaterszenarios und eines Vorhangs. Hier nehmen<br />

die Gemälde seine zahlreichen Opernentwürfe vorweg, die wiederum zu neuen Ansätzen in der<br />

Malerei führen.<br />

»Wasser« ist ein spezifischeres Problem: Es ist selten völlig still, seine Oberfläche ist ein sich<br />

ständig veränderndes Muster aus Reflexionen und Lichtern, und manchmal kann man Dinge<br />

unter der Oberfläche sehen. <strong>Hockney</strong> hat sich immer wieder mit einer Vielzahl von Medien der<br />

Aufgabe gewidmet, solche flüchtigen Effekte einzufangen. Die Probleme, wie man »Bewegung«<br />

innerhalb der Beschränkungen eines unbewegten Bildes darstellen kann, und wie man am<br />

besten unseren eigenen »bewegten Standpunkt« darstellt, sind Gegenstand der letzten beiden<br />

Abschnitte des Kapitels.<br />

Kerby (After Hogarth). Useful Knowledge 1975<br />

9


Probleme der Darstellung Bilder betrachten<br />

Artist and Model 1973–4<br />

»Ich hatte schon immer ein großes Interesse an Picasso, aber ich wusste nie so recht,<br />

wie ich mit ihm umgehen sollte – wie die meisten Maler. Er schien zu groß und seine<br />

Formen waren zu eigenwillig. Wie lernt man das? Wie benutzt man sie?«<br />

10<br />

Three Chairs with a Section of a Picasso Mural 1970


Probleme der Darstellung Bilder betrachten<br />

»In dem Moment, in dem man erkennt, was Picasso macht ... wird man<br />

sich vielleicht mehr als je zuvor bewusst, dass es verschiedene Formen<br />

des Realismus gibt und dass einige realer sind als andere.«<br />

12<br />

Cubistic Bar 1980 aus Les Mamelles de Tiresias


Probleme der Darstellung Bilder betrachten<br />

»Im Musée d’Art Moderne<br />

in Paris gibt es einen Raum<br />

voller kubistischer Skulpturen<br />

von Julio Gonzalez. Die Idee<br />

kubistischer Skulpturen ist für<br />

mich deutlich schwerer greifbar<br />

als die kubistischer Gemälde. …<br />

Denn der Raum war künstlich<br />

beleuchtet, die Skulptur<br />

warf starke Schatten. Diese<br />

Schatten mit ihren komplett<br />

flachen Formen schienen<br />

der Idee einer kubistischen<br />

Skulptur zu widersprechen.«<br />

Gonzalez and Shadow 1971<br />

13


Probleme der Darstellung Bilder betrachten<br />

14<br />

Looking at Pictures on a Screen 1977


Probleme der Darstellung Bilder betrachten<br />

»Alle Reproduktionen an den Wänden waren Gemälde aus der<br />

National Gallery. Ich hatte die Poster dort gekauft und bei mir im<br />

Studio aufgehängt. Für das Bild von Henry Geldzahler pinnten wir<br />

sie an einen Wandschirm und baten Henry, sie zu betrachten.«<br />

Picture of a Still Life that has an Elaborate Silver Frame<br />

aus A Hollywood Collection 1965<br />

Picture of Melrose Avenue in an Ornate Gold Frame<br />

aus A Hollywood Collection 1965<br />

15


16


The Great Wall (Detail) 2000<br />

17


Probleme der Darstellung Bilder betrachten<br />

18


Probleme der Darstellung Bilder betrachten<br />

12 Portraits After Ingres in a Uniform Style 1999–2000<br />

19


20


The Expulsion from the Garden of Eden 2002<br />

21


Probleme der Darstellung Stile verheiraten<br />

»Die erste Figur soll der kirchliche<br />

Würdenträger sein. Die zweite<br />

sieht wie ein Soldat aus, er trägt<br />

Medaillen. Die dritte Person trägt<br />

viele kleine Arbeiter im Körper … ein<br />

Industriemagnat oder so … ich nenne<br />

den Stil ›semi-ägyptisch‹, denn es gibt<br />

wirklich einen ägyptischen Stil mit<br />

Regeln. In gewisser Weise haben alle<br />

Stile Regeln, und ich dachte, wenn<br />

man sie bricht, ist es eben ein Semi-<br />

Stil. Der ägyptische Stil der Malerei<br />

ist flach, und da ich die Regeln<br />

gebrochen habe, war es eben der semiägyptische<br />

Stil. Den Vorhang oben<br />

habe ich erstmalig als Motiv benutzt,<br />

es sollte nach Theater aussehen.«<br />

22


A Grand Procession of Dignitaries in the Semi-Egyptian Style 1961<br />

23


Probleme der Darstellung Stile verheiraten<br />

24<br />

The First Marriage (A Marriage of Styles I) 1962


Probleme der Darstellung Stile verheiraten<br />

The Second Marriage 1963<br />

25


Probleme der Darstellung Stile verheiraten<br />

26<br />

Tea Painting in an Illusionistic Style 1961


Probleme der Darstellung Stile verheiraten<br />

»In meinem Atelier am Royal<br />

College hatte ich eine kleine<br />

Teekanne und eine Tasse, und<br />

ich kaufte eine Flasche Milch<br />

und Teepäckchen – Typhoo-<br />

Tee, den Lieblingstee meiner<br />

Mutter. Die Teeschachteln<br />

stapelten sich überall mit den<br />

Farbdosen und -Tuben und<br />

lagen die ganze Zeit ’rum …<br />

näher bin ich der Pop-Art<br />

wohl nie gewesen.«<br />

»Um das Gemälde mit der<br />

Teepackung illusionistischer<br />

zu machen, kam ich auf die<br />

Idee, es mit der Form der<br />

Leinwand zu ›zeichnen‹ … Ich<br />

fand, die leere Leinwand<br />

selbst war schon recht illusionistisch<br />

und dass sich das<br />

Konzept von illusionistischem<br />

Raum und Farbe schön in<br />

einem Bild im flachen Stil<br />

vereinen.«<br />

The Second Tea Painting 1961<br />

27


Probleme der Darstellung Stile verheiraten<br />

28<br />

The Cruel Elephant 1962


Probleme der Darstellung Stile verheiraten<br />

»Ich habe die<br />

Worte ›krabbelnde<br />

Insekten‹ (crawling<br />

insects) eingefügt,<br />

auf die der Elefant<br />

gezwungenermaßen<br />

treten muss und sie<br />

dabei plattmacht. Ich<br />

habe einen Mann auf<br />

den Elefanten gesetzt,<br />

sodass es so aussieht,<br />

als würde der Mann<br />

den Elefanten schwerer<br />

machen, der eigentlich<br />

gar nicht die Absicht<br />

hatte, die krabbelnden<br />

Insekten zu töten –<br />

es ist das zusätzliche<br />

Gewicht des Mannes,<br />

das die Grausamkeit<br />

ausmacht.«<br />

Cubist Boy with Colourful Tree 1964<br />

29


Probleme der Darstellung Stile verheiraten<br />

»Man in a Museum hat dasselbe<br />

Thema wie die Marriage-<br />

Bilder [S. 24 und 25] … Als<br />

ich 1962 mit einem Freund<br />

das Pergamonmusem in Berlin<br />

besuchte, wurden wir getrennt.<br />

Plötzlich entdeckte ich ihn<br />

neben einer ägyptischen Statue<br />

wieder – und beide schauten<br />

in dieselbe Richtung. Ich fand<br />

das lustig, dass beide vereint<br />

wirkten, als ich ihn wiedersah.«<br />

30<br />

Colonial Governor 1962


Man in a Museum (or You’re in the Wrong Movie) 1962<br />

31


Trees, 1964 1964<br />

Probleme der Darstellung Stile verheiraten<br />

»Ich bin mir sehr bewusst, was in den letzten 25 Jahren in der<br />

Kunst geschehen ist. Ich ignoriere es nicht; ich finde, ich habe<br />

versucht, es in meine Art von Kunst aufzunehmen.«<br />

Cubistic Tree 1965<br />

33


Probleme der Darstellung Stile verheiraten<br />

»Ich interessierte mich für Stillleben bzw. den<br />

Aufbau von Stillleben … A Realistic Still Life<br />

ist ein haufen Zylinder, die durch die<br />

Andeutung von Schatten und anderen<br />

Elementen, die etwas Raum schaffen, noch<br />

realistischer wirken sollen.«<br />

34<br />

Flowers for a Wedding 1962


Probleme der Darstellung Stile verheiraten<br />

A Realistic Still Life 1965<br />

35


Invented Man Revealing Still Life 1975<br />

Probleme der Darstellung Stile verheiraten<br />

»Invented Man Revealing Still Life wurde vor Kerby<br />

[S. 8] gemalt. Die Figur ist erfunden, aber das<br />

Stillleben ist echt. Der Vorhang, den der Mann<br />

hält, stammt direkt aus Fra Angelicos Dream of the<br />

Deacon Justinian [ca. 1440]. Diese Bilder waren für<br />

mich eine Loslösung vom natürlichen Realismus.«<br />

Studie für »Glass Table with Objects« 1969<br />

37


Probleme der Darstellung Stile verheiraten<br />

38<br />

Serenade 1976–7 aus The Blue Guitar


Probleme der Darstellung Stile verheiraten<br />

A Picture of Ourselves 1976–7 aus The Blue Guitar<br />

39


Probleme der Darstellung Stadien<br />

40<br />

Still Life with Figure and Curtain 1963


Probleme der Darstellung Stadien<br />

Seated Woman Drinking Tea, Being Served by a Standing Companion 1963<br />

41


Probleme der Darstellung Stadien<br />

42<br />

The Singer 1963


Probleme der Darstellung Stadien<br />

Cubistic Woman 1963<br />

43


Probleme der Darstellung Stadien<br />

44<br />

The Hypnotist 1963


Probleme der Darstellung Stadien<br />

Closing Scene 1963<br />

45


Probleme der Darstellung Stadien<br />

46<br />

Ordinary Picture 1964


Probleme der Darstellung Stadien<br />

The Actor 1964<br />

47


Probleme der Darstellung Stadien<br />

»Ich hatte viel im Theater zu<br />

tun. Das Theater, in dem ich<br />

gearbeitet habe, die Oper,<br />

war italienisches Theater, also<br />

hat sich sehr mit Perspektive<br />

beschäftigt, ist überaus<br />

illusionistisches Theater<br />

über eine Ebene hinaus, es<br />

ist eine Kiste … Wenn man<br />

am Theater arbeitet, denkt<br />

man unwillkürlich über<br />

Illusionen nach, Illusionen<br />

von Raum im Raum.«<br />

Royal Palace and Parade Ground 1966<br />

48<br />

Curtain for ›Ubu Roi‹ 1966


Probleme der Darstellung Stadien<br />

»Ich begann meinen eigenen Rake’s Progress, eine Serie von Drucken,<br />

1861, nach meiner Reise nach New York. Ich legte die Geschichte dort an<br />

und aktualisierte sie. Zum Teil wurde ich aufgrund dieser Serie gebeten,<br />

Strawinskis The Rake’s Progress für die Glyndebourne Opera zu gestalten.«<br />

An Assembly 1975 aus The Rake’s Progress<br />

49


Probleme der Darstellung Stadien<br />

»1979 kam der britische Regisseur John Dexter auf mich zu, ich solle ein Triple Bill<br />

für das Metropolitan Opera House in New York gestalten: Eric Saties Ballet Parade, das die<br />

Titel für das gesamte Programm beisteuerte, und zwei kurze Opern, Francis Poulencs<br />

Les Mamelles de Tirésias und Maurice Ravels L’Enfant et les sortilèges.«<br />

50<br />

Les Mamelles de Tiresias 1980


Probleme der Darstellung Stadien<br />

Ravel’s Garden with Night Glow 1980 aus L’Enfant et les sortilèges<br />

51


Probleme der Darstellung Stadien<br />

Parade Collage 1980<br />

53


54


Die Frau ohne Schatten, Akt 3, Szene 4 (maßstabgerechtes Modell) 1992<br />

55


Probleme der Darstellung Stadien<br />

56<br />

The Sixteenth V. N. Painting 1992


Probleme der Darstellung Stadien<br />

»Ich begann die<br />

Gruppe namens<br />

›Some Very New<br />

Paintings‹ 1992,<br />

nachdem ich meine<br />

Bühnenbilder für Die<br />

Frau ohne Schatten<br />

abgeschlossen<br />

hatte. Sie begannen<br />

einfach und wurden<br />

immer komplexer.<br />

Bald stellte ich fest,<br />

dass ich interne<br />

Landschaften<br />

entwarf, indem ich<br />

mit verschiedenen<br />

Zeichen und<br />

Strukturen Raum<br />

schuf, in dem<br />

das Publikum<br />

umherwanderte.«<br />

The Fourth V. N. Painting 1992<br />

57


58


Snails Space with Vari-Lites, »Painting as Performance« 1995–6<br />

59


Probleme der Darstellung Stadien<br />

60


Probleme der Darstellung Stadien<br />

Near Bruges 1995<br />

61


Probleme der Darstellung Wasser<br />

»Auf der einen Seite meines Hauses<br />

ist der Pacific Coast Highway; auf der<br />

anderen ist der Strand. Ich trete aus<br />

der Küchentür und da, genau da ist<br />

das Meer. Wenn ich also in meinem<br />

Atelier arbeite, bin ich mir der Natur,<br />

ihrer Unendlichkeit und des unendlich<br />

bewegten Meeres sehr bewusst.«<br />

The Sea at Malibu 1988<br />

63


Probleme der Darstellung Wasser<br />

64<br />

Three Green Waves with Orange Sand 1989


Probleme der Darstellung Wasser<br />

Geometric Waves 1989<br />

65


Probleme der Darstellung Wasser<br />

66<br />

Atlantic Crossing 1965


Probleme der Darstellung Wasser<br />

»Bei den Swimming-Pool-Bildern interessierte mich das eher allgemeine Problem<br />

des Wassermalens, eine Möglichkeit zu finden, das zu tun. Das ist ein interessantes,<br />

formelles Problem, wirklich, jenseits des Motivs …, denn es kann alles sein –<br />

jede Farbe, es ist beweglich, es gibt keine feste visuelle Beschreibung.«<br />

Picture of a Hollywood Swimming Pool 1964<br />

67


Probleme der Darstellung Wasser<br />

»Ich glaube, das Problem, wie man etwas abbildet, ist ein formelles Problem.<br />

Es ist interessant und anhaltend; es gibt keine Lösung. Man kann das auf<br />

tausendundeine Art angehen. Es gibt keine feste Regel.«<br />

68


Probleme der Darstellung Wasser<br />

Four Different Kinds of Water 1967<br />

69


Probleme der Darstellung Wasser<br />

70<br />

Study of Water, Phoenix, Arizona 1976


Probleme der Darstellung Wasser<br />

Rubber Ring Floating in a Swimming Pool 1971<br />

71


Probleme der Darstellung Wasser<br />

72<br />

Sunbather 1966


Probleme der Darstellung Wasser<br />

Pool Study II 1978<br />

73


Probleme der Darstellung Wasser<br />

74<br />

Two Boys in a Pool, Hollywood 1965


Probleme der Darstellung Wasser<br />

»Zum Prozess gehörte, Papier selbst herzustellen, aus zerfransten Lumpen und Wasser … Sie können<br />

dann den Zellstoff pressen, und wenn alle Feuchtigkeit weg ist, wird es ein Stück Papier … Sie könnten<br />

Farben zum Zellstoff hinzufügen und die Farben wären lebendiger und stärker als wenn man sie auf<br />

die Oberfläche aufträgt … Schrittweise stellte ich fest, dass man mit Förmchen arbeiten könnte, als<br />

würde man einen Umriss mit Förmchen ›zeichnen‹ und würde all die Farben nebeneinander gießen.«<br />

Plongeoir avec Ombre (Paper Pool 13) 1978<br />

75


Probleme der Darstellung Wasser<br />

»A Bigger Splash ist eine ausgewogene Komposition; es ist so angelegt,<br />

sehr bewusst. Es ist ein erfinderisches Bild. Die Architektur ist typisch für<br />

Südkalifornien, solche Gebäude findet man hier vermutlich überall.«<br />

76<br />

Schwimmbad Mitternacht (Paper Pool 11) 1978


Probleme der Darstellung Wasser<br />

A Bigger Splash 1967<br />

77


Probleme der Darstellung Wasser<br />

78


Probleme der Darstellung Wasser<br />

A Large Diver (Paper Pool 27) 1978<br />

79


Probleme der Darstellung Wasser<br />

Sun on the Pool, Los Angeles,<br />

April 13th 1982 1982<br />

81


Probleme der Darstellung Wasser<br />

Rain on the Pool, Los Angeles,<br />

April 12th 1982 1982<br />

82<br />

Rain 1973 aus The Weather Series


Probleme der Darstellung Wasser<br />

Cold Water about to Hit the Prince 1969 aus Illustrations for Six Fairy Tales from the Brothers Grimm


Probleme der Darstellung Wasser<br />

A Lawn Sprinkler 1967<br />

85


Probleme der Darstellung Wasser<br />

86<br />

Different Kinds of Water Pouring into a Swimming Pool, Santa Monica 1965


Probleme der Darstellung Bewegung<br />

»Ein Grund, warum ich in Bilder schreibe: Man schaut sich das Bild hinterher anders an.<br />

Diese Technik habe ich vor allem 1962 bei Picture Emphasizing Stillness benutzt. Aus<br />

einiger Entfernung sieht es aus, als springt ein Leopard auf zwei Männer, die sich vor einem<br />

Doppelhaus in Ruhe unterhalten … Bei näherem Hinschauen entdeckt man die Textzeile ›They<br />

are perfectly safe, this is a still.‹ (Sie sind vollkommen sicher, das ist ein Standbild.) Obwohl es<br />

nach Action aussieht, ist es doch nur ein Standbild; ein Gemälde kann keine Action haben.«<br />

Picture Emphasizing Stillness 1962<br />

87


Probleme der Darstellung Bewegung<br />

88<br />

Help 1962


Probleme der Darstellung Bewegung<br />

»The Cha-Cha war<br />

ein reales Ereignis. Ein<br />

sehr schöner Junge,<br />

Student am Royal<br />

College of Art tanzte<br />

den Cha-Cha-Cha<br />

nur für mich, obwohl<br />

ich ihn kaum kannte.<br />

Er wusste, dass ich<br />

wahrgenommen hatte,<br />

wie wunderschön er<br />

war. Das hat mich so<br />

beeindruckt, dass ich<br />

dachte, vielleicht gibt<br />

es hier noch etwas,<br />

wovon ich ein Bild<br />

machen kann.«<br />

The Cha Cha that was Danced in the Early Hours of 24th March, 1961 1961<br />

89


Probleme der Darstellung Bewegung<br />

90


Probleme der Darstellung Bewegung<br />

Bradford Bounce, Feb. 1987 1987<br />

91


Probleme der Darstellung Bewegung<br />

Two Dancers 1980<br />

93


Probleme der Darstellung Bewegung The Skater, NY, Dec. 1982 1982<br />

94<br />

Waltz 1980


Probleme der Darstellung Blickwinkel verändern<br />

96<br />

Still Life with T.V. 1969


Probleme der Darstellung Blickwinkel verändern<br />

The Desk, July 1st 1984 1984<br />

97


»In der Renaissance schien die Erfindung einer neue Technik für<br />

die Darstellung des Raums, die den Fluchtpunkt verwendete,<br />

Bilder realer wirken zu lassen … Dann war, vermutlich irgendwann<br />

im 19. Jahrhundert, ein Punkt erreicht, an dem die<br />

Raumdarstellung aus der Renaissance überhaupt nicht mehr<br />

real wirkte. Aufmerksame Menschen begannen zu erkennen,<br />

dass der Raum auch anders dargestellt werden konnte.«<br />

98


»Als ich in die Hollywood Hills zog, fuhr ich jeden Tag runter in mein Atelier. Die viele<br />

Kurven faszinierten mich und schlichen sich auch langsam in meine Bilder. Von den<br />

Hills aus ist Los Angeles völlig anders.Tatsächlich sind diese Bilder realistischer, als<br />

man annehmen möchte. Wenn Sie Mulholland Drive anschauen – und Drive ist dabei<br />

nicht der Name der Straße, sondern der Akt des Fahrens –, dann bewegt sich das<br />

Auge ebenso schnell durch das Gemälde wie das Auto die Straße entlangfährt.«<br />

Mulholland Drive: The Road to the Studio 1980<br />

99


»Für Walking in the<br />

Zen Garden machte ich<br />

160 Fotos – erst dann,<br />

und wirklich erst dann<br />

wurde mir klar, dass<br />

es mir eigentlich um<br />

Perspektive ging, dass<br />

man sie in der Fotografie<br />

verändern konnte.<br />

Als ich sie zum ersten<br />

Mal zusammensetzte,<br />

dachte ich, ich hätte ein<br />

Foto ohne Perspektive<br />

gemacht.«<br />

Walking in the Zen Garden<br />

at the Ryoanji Temple,<br />

Kyoto, Feb. 1983 1983<br />

101


Probleme der Darstellung Blickwinkel verändern<br />

»Im Kubismus ging es um die<br />

Dekonstruktion einer festen<br />

Sichtweise. Eine feste Position<br />

setzt voraus, dass wir stillstehen,<br />

dass das Auge ruht. Doch wir<br />

wissen, dass sich unsere Augen<br />

ständig bewegen. Sie sind erst<br />

dann bewegungslos, wenn wir<br />

tot sind – oder wenn wir etwas<br />

anstarren. Und wenn wir starren,<br />

schauen wir nicht wirklich hin.<br />

Das ist das Problem mit einem<br />

einzelnen Foto: Man kann es nur<br />

anstarren. Das Auge kann nicht<br />

umherwandern, denn es hat keine<br />

Zeit. Als ich feststellte, dass meine<br />

neue Konzeption der Fotografie<br />

mit Kubismus zu tun hatte, stellte<br />

ich zwei bewusste Anspielungen<br />

auf ein kubistisches Stillleben<br />

her – ich arrangierte eine Gitarre,<br />

eine Tabakdose, einen Holztisch<br />

und so weiter – all die Elemente<br />

eines kubistischen Stilllebens. Ich<br />

dachte, das Ergebnis erzählte viel<br />

mehr über die Gegenwart dieser<br />

Objekte, als es ein einzelnes Foto<br />

vermocht hätte.«<br />

102<br />

Photography Eyes (detail) 1985


»1981 begann ich, mit<br />

der Polaroidkamera zu<br />

spielen und Collagen<br />

anzufertigen. Innerhalb<br />

einer Woche<br />

wurden sie recht<br />

komplex. Ich fand das<br />

spannend und war wie<br />

besessen. Ich fertigte<br />

etwa 150 Collagen<br />

mit Polaroids an …<br />

Diese stachelten mein<br />

Interesse am Kubismus<br />

an, an Picassos Ideen,<br />

es war also eigentlich<br />

die Fotografie, die<br />

mich zum kubistischen<br />

Denken zurückgeführt<br />

hat.«<br />

Yellow Guitar Still Life,<br />

Los Angeles, 3rd April 1982<br />

1982


Chair, Jardin du Luxembourg, Paris, 10th August 1985 1985<br />

Probleme der Darstellung Blickwinkel verändern<br />

»In diesen Gemälden war ich noch dabei, die räumlichen Konzepte von<br />

Perspektive zu untersuchen … Denn wegen der vielen Blickwinkel in<br />

den Bildern muss das Auge ständig in Bewegung bleiben. Wenn sich die<br />

Perspektive bewegt, bewegt sich das Auge, und wenn sich das Auge durch<br />

die Zeit bewegt, fängt man an, Zeit in Raum zu wandeln. Während man<br />

sich bewegt, verändern sich die Formen der Stühle und die geraden Linien<br />

am Boden scheinen auch in unterschiedliche Richtungen zu laufen.«<br />

The Chair 1985<br />

Van Gogh Chair 1988<br />

Gauguin’s Chair 1988<br />

105


Probleme der Darstellung Blickwinkel verändern<br />

Room 229 Palmdale, Calif.,<br />

11th April 1986 1986<br />

»Was mich wirklich interessiert, ist, den Raum zu verschieben, und wie man<br />

das macht, und ich habe das Gefühl, dass es dazu eine Möglichkeit gibt,<br />

indem man mit Picassos Ansatz beginnt und diesen dann vorantreibt, sodass<br />

es irgendwann nicht mehr aussieht wie Picasso, aber unglaublich real.«<br />

106<br />

Two Pembroke Studio Chairs 1984


Probleme der Darstellung Blickwinkel verändern<br />

»Mehrere Blickwinkel schaffen<br />

viel mehr Raum, als einer zu<br />

schaffen vermag … Ich habe mich<br />

durch die Landschaft bewegt und<br />

sie langsam aus verschiedenen<br />

Perspektiven aufgebaut. Das<br />

Stoppschild fotografierte ich<br />

geradeaus, die Worte ›Stop<br />

ahead‹ am Boden betrachtete<br />

ich von oben (mit einer langen<br />

Leiter), und alles habe ich in der<br />

›Zeichnung‹ zusammengeführt,<br />

um ein Gefühl von Weite und Tiefe<br />

zu erzeugen, gleichzeitig wurde<br />

alles auf die Bildebene geholt.«<br />

108<br />

Pearblossom Highway,<br />

11th–18th April 1986<br />

(Second Version) 1986


»Der Ursprung aller Kunst, der Ursprung aller Kreativität,<br />

ist Liebe. Wenn jemand glaubt, es gäbe etwas Wichti g eres,<br />

so wüsste ich gern, was das sein sollte.«<br />

David <strong>Hockney</strong><br />

David <strong>Hockney</strong>s Werk ist von Leidenschaft geprägt:<br />

Leidenschaft fürs Sehen, Leidenschaft fürs Erzählen,<br />

Leidenschaft für Bilder. Eine Leidenschaft fürs Leben. Alle<br />

seine Bilder – zuweilen zart, manchmal verspielt, oft<br />

atemberaubend – kommunizieren, was es bedeutet, auf<br />

der Welt zu sein, sie zu sehen, sich in ihr<br />

zu bewegen und sie zu lieben.<br />

HOCKNEY TOTAL ist die definitive und umfassendste<br />

Werkschau aus über 60 Jahren seines Schaffens. Das<br />

Buch wurde von David <strong>Hockney</strong> persönlich konzipiert und<br />

kuratiert und zeigt die ganze Entwicklung und Vielfalt<br />

seiner Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Fotografien.<br />

»Ein Buch, das Freude bereitet und die Stimmung hebt.«<br />

Art Quarterly<br />

»Für jeden, der <strong>Hockney</strong> auch nur ein bisschen mag,<br />

ist dies das Buch, das man haben muss. Ein Genuss !«<br />

Artists & Illustrators<br />

ISBN 978-3-03876-302-4<br />

€ 49.00 | € 51.00<br />

MIDAS COLLECTION<br />

MIDAS

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