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sporting hamburg November 2024

Stadtsportmagazin

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<strong>November</strong> <strong>2024</strong><br />

monatlich & kostenlos<br />

Wir feiern<br />

Gemeinschaft!<br />

Hier der Klipper THC<br />

Wir jubeln<br />

über Hamburgs Talente des Jahres<br />

Wir berichten<br />

über den TuS Makkabi<br />

Wir informieren<br />

über „Krebs und Sport“<br />

1


Editorial<br />

Liebe Freunde,<br />

© Foto: Sebastian Fuchs<br />

Die Olympischen und<br />

Paralympischen Spiele sind<br />

vorüber , und es mehren sich<br />

die Jahresend-Ehrungen:<br />

Sterne des Sports, der Werner-Otto-Preis, die Talente des Jahres,<br />

die Sportlergala, und auch im Rathaus gab es einen Empfang für<br />

alle Paris-Heimkehrer*innen. Wir finden das gut bis sehr gut: Ehre<br />

wem Ehre gebührt, für das was all diese Athleten leisten, für Ihre<br />

Erfolge, ihren Mut, ihre Risikobereitschaft und für die Idee, die<br />

Motivation, sich für etwas – in diesem Fall Sport, ihren Sport –<br />

derart einzusetzen. Commitment, auf Neudeutsch. Und das ist in<br />

dieser Zeit, durchaus auch im Sport, aber ebenso in vielen anderen<br />

Bereichen, gar nicht mehr wirklich State of the Art. Versucht Euch<br />

mal einfach so mit drei anderen an sich netten Menschen ins Kino<br />

zu verabreden? Viel Erfolg.<br />

Nun holen wir keinen Zeigefinger raus, sondern wir freuen uns<br />

einfach, wenn’s klappt, wenn Verantwortung, auch für andere, funktioniert.<br />

In Sachen Verantwortunghaben wir uns im Rahmen unserer Serie <strong>sporting</strong> – präventiv<br />

jetzt im <strong>November</strong> einen dicken Brocken ausgesucht: Sport und Krebs. Nicht überraschend<br />

ist Sport gesund, in welchem Maße „it depends“. Wir sprechen mit unterschiedlichen<br />

Fachleuten dazu, die Tendenz ist eindeutig. Auch wenn Bewegung nicht immer gleich<br />

sportliche Höchstgrenzen nach sich ziehen muss, Bewegung ist King. Pflichtlektüre,<br />

würden wir jetzt mal sagen.<br />

Und ansonsten ist der Oktober mit seinem Wetter und seinen Sonnenuntergängen bis<br />

jetzt sehr nett zu uns gewesen. Auch unser 3×3-Tunier Dunkin Docks war atmosphärisch<br />

sehr schön. Und viel wichtiger: Wir leben friedlich miteinander in einer schönsten Stadt<br />

und dürfen uns über Sport Gedanken machen. Was für ein Privileg.<br />

Viel Spaß beim Lesen.<br />

Euer Martin Blüthmann (martin@<strong>sporting</strong>-magazin.de)<br />

© Foto: Mediaserver Hamburg/Christian Brandes<br />

Partner:<br />

© Foto: THC<br />

2 3


Große Strah lerei<br />

© Foto: Witters<br />

Was für eine schöne Geste der<br />

Stadt: für alle Hamburger Teilnehmenden<br />

der Olympischen<br />

– und Paralympischen Spiele,<br />

gab es einen richtig schicken<br />

Empfang im Rathaus on top den<br />

Eintrag ins Goldene Buch der<br />

Stadt. Das ist wirklich gut und<br />

auch für die Ewigkeit.<br />

4


Olympia<br />

© Fotos: Witters<br />

Für ihre Medaille in Paris, aber auch für fünf Teilnahmen bei Paralympischen Spielen, wurde Edina von allen gefeiert.<br />

Die gute Stube für<br />

die besten Sportler<br />

Viktoria Huse (Hockey), Renee Lucht (Judo) und Lucas Ansah-Peprah (sehr schnell) freuen sich über das Spalier der Sportklassen<br />

der Eliteschule des Sports am Alten Teichweg. Das war überhaupt eine schöne Idee.<br />

Dem schönen Schuss des Monats aus dem<br />

Hamburger Rathaus sehr gern Rechnung<br />

tragend hier einige Pics mehr, vom Empfang<br />

für alle Hamburger Teilnehmer*innen bei den<br />

Olympischen und Paralympischen Spielen.<br />

Und allen voran der oberste Sportler der Stadt, Innen- und Sportsenator<br />

Andy Grote, konnte aus seiner maximalen Begeisterung für den Sport,<br />

für unsere Sportler*innen, aber auch für die Olympische Idee keinen<br />

Hehl machen. Richtig so. Er zollte den Gastgebern in Paris und Frankreich<br />

größten Respekt, fand die Spiele zurecht „grandios“. Er zitierte<br />

die wahnsinnig hohen Einschaltquoten weltweit, und ihm schien, dass<br />

„die Spiele von Paris die Begeisterung für Olympia auf ein neues Niveau<br />

gehoben haben“. Er feierte Paris als „ein großes internationales Fest, voller<br />

Begegnungen in Respekt, in Freundschaft und Frieden, eine Atempause<br />

für eine mit Konflikten beladene Welt! Ein Glücksmoment für die Stadt<br />

Paris, den Sport und für uns alle!“ Und er feierte die ca. 40 Hamburger<br />

Teilnehmer*innen in 14 Sportarten. Allen voran Edina Müller bei ihren 5.<br />

Spielen als Fahnenträgerin, ihre Bronzemedaille (5 Spiele, 5 Medaillen!!!,<br />

krass), sowie die drei weiteren Medaillen im Hockey Herren, (Silber,<br />

Hannes und Mathias Müller, nicht verwandt oder verschwägert), Esther<br />

Henseleit, Silber im Golf sowie Nils Ehlers und Clemens Wickler mit Silber<br />

unterm Eiffelturm im Beachvolleyball. Er bedankte sich im Namen der<br />

Freien und Hansestadt selbstverständlich und schwerst aufrichtig bei<br />

allen Athleten und Athletinnen, die unser Land aber auch unsere schöne<br />

Stadt in Frankreich repräsentiert haben. Ein ganz spezieller Dank ging an<br />

Olympiasiegerin (Rio) Laura Ludwig, die ihre Karriere beendet, in Paris<br />

leider sieglos blieb, aber für all das, was sie für Hamburg, ihren Sport und<br />

überhaupt geleistet hat. Auch sie war bei ihren 5. Spielen. Hamburg ist<br />

stolz auf Laura. Und dann bedankte er sich „bei allen Trainern, Physios,<br />

Unterstützern …, die all diese Erfolge erst möglich machen… Und bei<br />

Ingrid Unkelbach, die als langjährige Leiterin des Olympiastützpunktes<br />

sicher vieles auch zu diesen aktuellen Erfolgen beigetragen hat. Er bezog<br />

sich dabei auf „ihre Expertise, Leidenschaft, auch auf ihre Kompromisslosigkeit<br />

und Unerschrockenheit, wenn es darum ging den Leistungssport in<br />

Hamburg voranzubringen“! Die Overall-Botschaft von Andy Grote war aber,<br />

„dass wir uns von der Kraft, die von den Spielen ausging, der vereinende<br />

Kraft in einer zur Zeit zerrissenen Welt, möglichst viel bewahren sollten“.<br />

Lise Petersen (Para-Speerwurf) freut sich über ein schönes Foto.<br />

Strahle-Laura wurde toll begrüßt, weil sie ihre großartige Karriere beendet, besonders gefeiert.<br />

Rechts: Diskus-Mika mit Schnauzbart und Dauergrinsen schreibt ins Goldene Buch der Stadt.<br />

Die Gastgeber und Hausherren: Sport- und Innensenator Andy Grote und der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher<br />

nahmen die Ehrungen vor. Rechts: All togehter


Sporttalent <strong>2024</strong><br />

© Fotos: Witters Sportfotografie<br />

Herzerwärmend &<br />

motivierend zugleich<br />

Es ist ein Fest, ein wirklich schönes Event, immer<br />

wieder: die Gala zur Wahl der Hamburger Sporttalente<br />

<strong>2024</strong>. Place to be and place to see: Die Aula<br />

der Stadtteilschule am Alten Teichweg.<br />

Hauke, allen voran zweifacher Olympiasieger (2008, 2012). Auch die<br />

Pros freuen sich über diese Talentshow und sind beeindruckt von der<br />

Vielfalt, der Motivation und den Leistungen des Nachwuchses. Auffällig:<br />

Alle Laudatoren beschränkten sich bei ihren Reden bei weitem nicht<br />

auf die tollen sportlichen Erfolge all dieser Talente. Vielmehr ging es<br />

immer wieder um das, was davor kommt, um Motivation, um Fleiß<br />

oder um das, was Leistungssport so mit sich bringt an Teamfähigkeit,<br />

an Respekt, an Durchsetzungsfähigkeit – fürs Leben.<br />

Moderiert von der superempathischen Juliane Möcklinghoff, wurden<br />

die jeweils letzten drei der Kategorien benannt. Bei den Sportlern<br />

waren das: Jonas Lieschke vom Hamburger Schwimm-Club, mit<br />

echter Fan-Unterstützung, so auch<br />

Ruderer Hugo Thomas vom Hamburger<br />

und Germania Ruderclub,<br />

sowie Kalle Pieper vom ETV, ein<br />

aufstrebender, sehr erfolgreicher<br />

Nachwuchs-Beacher. Am Ende siegte dann der Schwimmer. Er war<br />

unter anderem Junioren-Weltmeister über 5 km im Freiwasser. Respekt<br />

und Glückwunsch! Bei den jungen Frauen siegte die Leichtathletin Lena<br />

Anochili vom HSV. Sie ist Deutschlands beste U18-Weitspringerin und<br />

auch auf der Bahn (u. a. Halle über 60 Meter) sauschnell unterwegs.<br />

Mit ihr muss man in Leichtathletik-Deutschland wohl in Zukunft<br />

absolut rechnen. Wir freuen uns darauf. Mit ihr nominiert waren Nana<br />

Hemaa Boateng, Schwimmen, sowie Lene Marlin Löwe, Triathlon.<br />

Alle drei haben ausdrücklich Olympia im Blick, das ist richtig schön<br />

zu sehen. Wofür die drei noch ordentlich Kilometer im Wasser, auf<br />

dem Rad und auf der Bahn abreißen. Wir werden das verfolgen. »<br />

Die Preisträger bei den Jungs: v.l. Hugo Thomas (Rudern, 3. Platz), Talent des Jahres Jonas Lieschke (Schwimmen),<br />

Kalle Pieper (Beachvolleyball, 2. Platz), Laudatorinnen Cinja Tillmann (li.), Svenja Mueller (Beachvolleyball)<br />

Nun gut – sie ist zwar Eliteschule des Sports, doch Aula bleibt Aula.<br />

Aber Achtung: Diese ist dafür in Eigenregie an dem Abend von den<br />

Schülern toll hergerichtet. Be part, das Motto der Schule, das spürt man.<br />

Oben: ETV, Jesse Graves und Kalle Pieper (Beachvolleyball, 3. Platz Team)<br />

Unten: Talent des Jahres, Team, HTHC (Hockey Maennlich U14), rechts davon Laudator Tobias Hauke<br />

Zusammen mit dem OSP, allen voran Ingrid Unkelbach, werden<br />

alljährlich die Talente des Hamburger Sports ausgezeichnet. Zwar<br />

auch für das, was sie alle an aktuellen Erfolgen vorzuweisen haben<br />

– und da gibt es durchaus reichlich Meisterschaften und Medaillen<br />

zu feiern. Vielmehr noch werden diese Athleten bekräftigt, besser:<br />

vorbildlich motiviert. Weiterzumachen, sich reinzuhängen, denn ihre<br />

Reise ist hoffentlich lange nicht vorbei. Und nicht selten stellen sich<br />

die Sportlerinnen, die Sportler und auch die Teams in Video-Clips<br />

mit ihren persönlichen Zielen vor, und in den meisten Fällen lautet<br />

die Vision tatsächlich Olympia.<br />

Besonders schön zu beobachten ist, wenn all die Talente mit ihren<br />

Laudatoren in Kontakt kommen, sie ehrfürchtig anstrahlen und dann<br />

später gemeinsame Trainings vereinbaren. Gerade waren es Cinja<br />

Tillmann und Svenja Müller, die besten Beacherinnen Deutschlands,<br />

Olympia 9., Deutsche Meisterinnen und Europameisterinnen – Marla<br />

Bergmann, Olympia 6. 49FX (mit Hanna Wille), Ex-Superschwimmer<br />

Jacob Heidtmann, zigfacher Deutscher Meister und Hockey-Gott Tobi<br />

Großes Foto: Die Gastgeber Ingrid Unkelbach (Leiterin OSB) und Björn Lengwenus<br />

8<br />

Foto unten: Moderation Juliane Möcklinghoff, Laudatorin Marla Bergmann (Segeln) gratulieren Lena Anocchili (Leichtathletik).<br />

9


Sporttalent <strong>2024</strong><br />

© Fotos: Witters Sportfotografie<br />

EURE POWER –<br />

UNSER GLÜCK-<br />

Talent des Jahres im Team ist ein weiteres<br />

Mal der HTHC geworden. Aber was bleibt<br />

der Jury auch anderes übrig, wenn die Boys<br />

U14 Deutscher Meister in der Halle und auf<br />

dem Feld werden? Die Truppe scheint wie<br />

eine starke Einheit, sehr abgeklärt für eine<br />

U14, sehr eindrucksvoll fokussiert. Respekt!<br />

Das Nachsehen, dabei zukünftig nicht minder<br />

aussichtsreich, hatte die U14 der Hamburg<br />

Towers sowie das Beach-Team Jesse Graves<br />

und Kalle Pieper vom ETV.<br />

Und dann gab es einen Sonderpreis,<br />

und den bekam<br />

tatsächlich der Gastgeber<br />

selber. Vom DOSB sowie dem Deutschen<br />

Sparkassen- und Giroverband wurde die<br />

Eliteschule Alter Teichweg zur Eliteschule<br />

des Jahres gewählt. Der sehr umtriebige<br />

Schulleiter Björn Lengwenus bedankte sich<br />

im Namen seiner gesamten Schule für diese<br />

Auszeichnung und war sichtlich bewegt. Nicht<br />

zuletzt auch, weil Jacob Heidtmann in seiner<br />

Laudatio nicht nur die beispiellose Förderung<br />

des Sports an seiner ehemaligen Schule<br />

ansprach, sondern weil ihn gerade auch ihre<br />

multikulturelle Vielfalt sehr<br />

geprägt hat. Was will man<br />

da noch ergänzen. Doch: Es<br />

gab wieder sehr eindrucksvolle<br />

Gesangseinlagen von<br />

Schülerin Nayeli und dem jungen Shootingstar<br />

Marc Atlas, und – auch das ist Tradition – ein<br />

wie immer sehr abwechslungsreiches Buffet<br />

in der Kantine. Das gehört nämlich auch<br />

dazu. Be part!<br />

Großes Foto: Die Jungen Türme aus Wilhelmsburg (Towers U14) wurden 2.<br />

Darunter: v.l. Lene Marlin Loewe (Triathlon, 3. Platz), Talent des Jahres Lena Anocchili (Leichtathletik),<br />

Nana Hemaa Boateng Sekyere (Schwimmen, 2. Platz), Laudatorin Marla Bergmann (Segeln)<br />

Traditionell gibt es für alle in der Schulmensa im Anschluss ein wirklich leckeres Abendessen.<br />

Unten: Juliane freut sich über die lautstarke Fangemeinde von Ruderer Hugo Thomas.<br />

WUNSCH!<br />

ASKLEPIOS GRATULIERT<br />

LENA, JONAS & DEM<br />

HARVESTEHUDER THC,<br />

ABER AUCH ALLEN<br />

NOMINIERTEN.<br />

WALK ON!<br />

asklepios.com<br />

10


Brücken bauen<br />

Rechts: … wurden anlässlich der EURO<strong>2024</strong> mit einem Preis für ihren Initiativen geehrt. Hier: Dmytro mit Bundesinnenministerin<br />

Nancy Faeser und Sport- und Innensenator Andy Grote.<br />

© Fotos: privat<br />

© Fotos: <strong>sporting</strong> <strong>hamburg</strong><br />

Disziplin:<br />

Brücken bauen.<br />

Wir treffen Dmytro Bondarenko, den Vorsitzenden der<br />

TuS Makkabi Hamburg, Hamburgs einzigem jüdischen<br />

Sportverein. Dieser will sich öffnen, Dmytro sowieso.<br />

Und weil wir das nicht wussten, waren wir ein wenig ehrfürchtig, denn<br />

doofe Fragen wollten wir nicht stellen, auch wenn es sie eigentlich<br />

sowieso nicht gibt.<br />

Unser Gespräch war kurz nach dem Jahrestag des Angriffs der HAMAS<br />

auf Israel. Aber weil gerade der Sport die Chance bietet, politische<br />

Themen und religiöse gleich mit, ja, fast ad absurdum zu führen,<br />

kam unser Gespräch ganz ohne Traurigkeit und Wut aus, die sicher<br />

da ist – aber der Sport kann Brücken schlagen, dafür tritt er an. Er<br />

selbst ist ukrainisch-jüdisch, ist inzwischen auch im Präsidium von<br />

Makkabi-Deutschland und sehr umtriebig. Vor dem 3. Reich gab es<br />

mehr als 20 jüdische Sportvereine, aktuell ist es einer, gegründet erst<br />

im Jahr 1977, mit ca. 250 Mitgliedern, das ist nicht viel, aus über 20<br />

Nationen, das ist viel. „Ja wir haben jüdische Wurzeln, wir pflegen die<br />

jüdische Kultur, aber das alles ist keine Voraussetzung, um gemeinsam<br />

Volleyball zu spielen.“ Denn er ist Volleyballer und Spartenleiter der<br />

Volleyballer*innen. Derweil es in Hamburg in über 10 Sportarten, von<br />

Yoga, Schwimmen, Basketball, Fitness bis Wassergymnastik, mehr<br />

breitensportlich zugeht, steht Makkabi Deutschland durchaus auch<br />

für die Förderung von echten Sporttalenten. Und Makkabi-Berlin war<br />

im Fußball als Berliner Amateurmeister im letzten Jahr in der ersten<br />

Runde des DFB-Pokals, das nur so am Rande. Bei aller Liberalität sind<br />

Makkabi-Vereinsvorsitzender Dmytro Bondarenko und <strong>sporting</strong>-Herausgeber Martin Blüthmann verstehen sich prächtig.<br />

sie in Hamburg natürlich eng mit der jüdischen Gemeinde<br />

verbunden, sind aber selbstredend auch im Hamburger<br />

Sportbund, nehmen an Spielbetrieben teil.<br />

Es gibt nationale Spiele, auch internationale<br />

und dass gerade an solchen Events freitags,<br />

am Schabbat, ein gemeinsames<br />

Essen gepflegt wird, ist selbstverständlich<br />

und gehört dazu. „Sport<br />

verbindet die Menschen“ sagt er<br />

und gewann mit seinem Verein im<br />

Rahmen der Euro <strong>2024</strong> in Hamburg<br />

einen 1. Preis für ihre wunderbaren<br />

Initiativen, genau dies zu leben. Der<br />

TuS Makkabi ist beim HSB Stützpunktverein<br />

Integration in Hamburg,<br />

und Dmytro träumt von Chanukka on<br />

Ice, nach New Yorker Vorbild. Nachvollziehbarer<br />

Weise stand nach dem Angriff<br />

im letzten Jahr der komplette Spielbetrieb<br />

still, „die Situation war zu unsicher und niemand<br />

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wusste, welche Folgen es international geben könnte“,<br />

aber in Hamburg normalisierte sich die Lage zum<br />

Glück wieder einigermaßen schnell. „Wir haben<br />

damals sehr eng mit der Polizei gearbeitet“<br />

beschreibt er. Und weiter: "Und wenn wir<br />

seitdem auch keine Adressen von nie-<br />

mandem preisgeben, die Absicherung<br />

der jüdischen Schule, der Synagoge<br />

sicher auffällt", gab es in Hamburg<br />

keine ihm bekannten Vorfälle. "Der<br />

Spielbetrieb läuft, man erreicht uns<br />

immer über Mail, wir melden uns<br />

dann umgehend“, verspricht er.<br />

Also ist er wieder unterwegs und<br />

arbeitet am Ausbau seines Vereins,<br />

an dessen Vision – eine Fußballab-<br />

teilung soll bald kommen -, und baut<br />

weiter Brücken. Wir sind dann jetzt mal<br />

eingetreten.<br />

DEIN ZEITSCHRIFTENDRUCKER


© Foto: Mediaserver Hamburg/ Jörg Modrow<br />

Sportfördervertrag<br />

Gonnnnnng!<br />

Bedeutung für die Stadt – immerhin vertritt<br />

der HSB über seine Vereine, Verbände und<br />

Organisationen 557.000 Mitglieder und<br />

der HFV 197.000 Mitglieder – viel stärker<br />

gefördert werden. Das Angebot der Behörde<br />

wird als unzureichend bezeichnet.<br />

Die Bedarfe in Vereinen und Verbänden<br />

seien viel höher.<br />

Manchmal einigt man sich danach<br />

in Verhandlungen schiedlich-friedlich.<br />

Wie vor vier Jahren.<br />

Manchmal muss ein Spitzengespräch der<br />

Verhandelt die Finanzen für den HSB: Christian Poon<br />

Präsidenten des HSB und des HFV mit dem Sportsenator den Knoten<br />

zum Platzen bringen. Wie vor acht Jahren. Am Ende siegt aber stets der<br />

gute Wille aller Beteiligten, denn: Alle mögen den Hamburger Sport und<br />

alle haben ja – je nach Perspektive – auch wirklich gute Argumente.<br />

Die Sportbehörde reagierte sofort, verwies auf stetige Steigerung<br />

der Förderung in den vergangenen Jahren. 470.000 Euro mehr habe<br />

man nun angeboten, wieder eine Steigerung von über 4 Prozent.<br />

Sportanlagenförderung, Energiepreiszuschuss und viele weitere<br />

Hilfen würden die Lage der Vereine doch erheblich erleichtern.<br />

© Foto: Witters<br />

So scheint auch die Verhandlungs-Story dieses Jahres am Ende noch<br />

in ein Happy End zu münden. Lang ist sie ja. Das erste Arbeitstreffen<br />

Das Thema wurde daraufhin im Sportausschuss der Hamburger<br />

von Sportsenator Grote mit HSB-Präsidentin Katharina von Kodolitsch<br />

Bürgerschaft intensiv debattiert – danach wurde weiterverhandelt.<br />

und HFV-Präsident Christian Okun fand schon im Januar statt. Danach<br />

Kurz vor Redaktionsschluss zeichnete sich schließlich eine Einigung ab.<br />

führten drei Verhandlungsrunden ihrer jeweiligen Delegationen<br />

vor der Sommerpause nicht zu einer Einigung zwischen den Ver-<br />

In trockenen Tüchern war sie zwar noch nicht, aber nun klangen die<br />

handlungspartnern.<br />

Akteure versöhnlicher. „Klappern gehört zum Handwerk“, sagte der<br />

Sprecher der Innenbehörde Daniel Schäfer. „Dazu gehört wohl auch<br />

Spürbar genervt debattierte und verfasste der HSB daraufhin am 17.<br />

eine solche Resolution, wie sie der HSB damals verfasst hat. Ich bin<br />

Sportbehörde und Sportbund streiten seit Monaten<br />

um den Sportfördervertrag. Nun steht ein Durchbruch<br />

bevor. Hamburgs Ehrenbürger Helmut<br />

Schmidt würde sich freuen.<br />

Runde drei!<br />

Unser Ex-...Ex-Bundeskanzler hat nämlich mal sehr weise geschlussfolgert:<br />

„Die Demokratie lebt vom Kompromiss. Wer keine Kompromisse<br />

machen kann, ist für die Demokratie nicht zu gebrauchen.“ Im<br />

Ringen um den Sportfördervertrag, mit dem die Stadt Hamburg den<br />

Hamburger Sport in einem Volumen von zwölf Millionen Euro fördert,<br />

bewahrheitet sich diese These einmal mehr.<br />

Moment mal, was ist überhaupt dieser Sportfördervertrag? Zum<br />

Verständnis lohnt ein kurzer Ausflug in die Historie. Anfang der 2000er<br />

besitzen der Hamburger Sportbund (HSB) und der Hamburger Fußball-<br />

September eine vom HFV eingebrachte und im Ton scharf gehaltene<br />

Resolution, in der er seinen Forderungskatalog der Hamburger Öffentlichkeit<br />

vorstellte. Es ging um gestiegene Betriebskosten der Vereine<br />

für ihre Anlagen, die notwendigen Mittel für die Trainerausbildung<br />

und viele Themen mehr.<br />

Im Fazit stand zu lesen: „Man hat<br />

den Verhandlungsparteien bis<br />

jetzt in Summe 443.000 Euro Erhöhungen<br />

für 2025 und 2026 und<br />

weitere 200.000 Euro Erhöhungen<br />

für 2027 und 2028 angeboten. Im<br />

Ergebnis fehlen 855.000 Euro<br />

für die Jahre 2025 und 2026 zur<br />

Einigung .“<br />

aber guten Mutes, dass bald eine für den Hamburger Sport gute<br />

Einigung gefunden wird.“ HFV-Boss Christian Okun bewertete die<br />

Lage ähnlich. „Es wurde lange Zeit mit harten Bandagen gekämpft.<br />

Ich glaube auch, unser Trommeln war durchaus notwendig, damit die<br />

Interessen des Hamburger Sports nicht überhört werden. Aber bisher<br />

haben wir uns noch immer am Schluss geeinigt. Und die Vorfreude<br />

auf die dritte Runde, wenn der erfolgreiche Abschluss im Sinne des<br />

Hamburger Sports gefeiert werden kann, ist ja auch was Schönes.“<br />

Diese kann allerdings frühestens ab dem 12. <strong>November</strong> beginnen. An<br />

diesem Tag lädt der HSB zu seiner Mitgliederversammlung. Abgestimmt<br />

wird über das Angebot der Sportbehörde. Wird es angenommen, was<br />

nach dem aktuellen Stand der Dinge sehr wahrscheinlich ist, ist wieder<br />

zwei Jahre Schluss mit Verhandlungen. Stattdessen kommt der schöne<br />

Teil. Nicht mehr um finanzielle Mittel ringen, sondern sie einsetzen.<br />

Um eine gute Sportlandschaft in Hamburg zu fördern. Alles wird gut.<br />

Verband (HFV) zu je 50 Prozent eine Lotto-Toto-Gesellschaft. Als diese<br />

verstaatlicht wird, fallen die daraus für HSB und HFV erlösten und<br />

für die Sportförderung genutzten Einnahmen weg. Als Ersatz wird<br />

der Sportfördervertrag geschaffen. Gewisse Elemente des Vertrags<br />

wie die Personalkosten sind auf vier Jahre berechnet. Bestimmte<br />

© Foto: Witters<br />

andere Schwerpunkte wie beispielsweise Initiativen der Vereine zur<br />

Integration oder zur Frauenförderung können nach zwei Jahren neu<br />

bewertet und angepasst werden.<br />

Läuft der Sportfördervertrag aus – so wie in diesem Jahr – beginnt<br />

zwischen den Akteuren in schöner Regelmäßigkeit das gleiche politische<br />

© Foto: Norbert Gettscha<br />

© Foto: privat<br />

Spiel. Die Sportbehörde lobt die Bedeutung des Hamburger Sports.<br />

Sie erklärt, ihn gerne und viel zu fördern. Aber unendlich Geld sei halt<br />

auch nicht da. Der HSB (erlöst aus dem Vertrag circa 10,5 Millionen<br />

Euro für die Sportförderung) und der HFV (die restlichen 1,5 Millionen<br />

Euro) halten dagegen. Der Sport müsse aufgrund seiner überragenden<br />

Daniel Schaefer (Pressesprecher der Innenbehörde)<br />

Auch am Verhandlungstisch: Christian Okun (Präsident HFV) sowie Kathrina von Kodelitsch (Präsidentin des HSB)<br />

15


Aktion<br />

Die, die immer<br />

helfen!!!<br />

Jetzt vorschlagen!<br />

Sehr beseelt waren<br />

wir über die „Ausbeute“<br />

unserer vorherigen<br />

Wahlen zur<br />

Vor macherin, zum Vormacher<br />

des Jahres. Ihr wisst<br />

nicht, wen wir meinen?<br />

Vormacher:innen<br />

sind für uns sehr<br />

großartige Menschen.<br />

Es gibt sie<br />

nahezu in jedem<br />

Verein. Das sind<br />

die, die irgendwie<br />

immer zur Stelle<br />

sind, wenn Not-am-<br />

Mann-oder-an-der-<br />

Frau ist. Oder die einfach helfen, einfach losmachen. Die ungefragt<br />

den Vorplatz fegen, weil es ja gemacht werden muss; die seit Jahren<br />

Anfänger:innen ausbilden und dennoch am liebsten unerwähnt bleiben<br />

wollen; die man noch samstags anrufen kann, wenn am Sonntag ein<br />

Fahrer oder ein Fahrzeug ausfällt; die Nudelsalate „wie-von-Muttern“<br />

mitbringen, oder die Quiche, oder den Butterkuchen die, ohne die es<br />

einfach eigentlich gar nicht geht.<br />

Ja, wir wissen, man kann dazu auch ehrenamtliches Engagement<br />

sagen. Das klingt nur – so schön und wichtig das alles auch ist – holprig<br />

bis uncool. Und wer will schon ein Amt? Wir vermuten, dass die von<br />

uns adressierten Menschen sich auch darüber gar keine Gedanken<br />

machen, weil die Selbstverständlichkeit für sie noch viel wichtiger<br />

ist. Und wenn man sich bei ihnen bedankt, dann werden sie rot. DIE<br />

MEINEN WIR. GENAU DIE. Die Sieger:innen der letzten Jahre waren<br />

nahezu beschämt und haben (zwei von drei) die 500 Euro Belohnung<br />

gleich wieder in ihren Verein getragen. Verrückte Sache, aber sooooo<br />

schön. Denn glücklich waren sie alle sehr – über den Dank, die Initiative,<br />

die Anerkennung und die WERTSCHÄTZUNG. Und um die geht es.<br />

Also, liebe Freunde: Schaut Euch<br />

in Eurem Verein, in Euren Clubs,<br />

Spielgemeinschaften, Mannschaften<br />

um, sprecht mit Euren Buddys<br />

und schlagt uns, mit einer kurzen<br />

Beschreibung, die Personen vor,<br />

die Euch bei obiger Beschreibung<br />

ein fallen. Sie haben es verdient,<br />

gefeiert zu werden. Die von einer<br />

Jury gekürten Top-Drei kriegen je<br />

500 Euro und werden darüber hinaus<br />

in unseren Ausgaben Februar bis<br />

März vorgestellt.<br />

Bitte schickt uns Eure Vorschläge<br />

bis zum 31. Dezember <strong>2024</strong> an:<br />

info@<strong>sporting</strong>-magazin.de<br />

Betreff: „Nachmachen erwünscht!“<br />

Los geht’s!<br />

16 17


Triathlon<br />

© Fotos: privat<br />

HAWAII<br />

die Zweite!<br />

+++ Breaking News +++ Breaking News +++ Breaking<br />

… und 3. Platz, Gratulation!<br />

Du geiler Typ!<br />

Derweil wir hier in Hamburg, es ist vorsichtig<br />

herbstlich, rumlungern, ein bisschen<br />

arbeiten und am Wochenende durch die<br />

Schanze oder den Stadtpark wabern, hat sich<br />

einer aufgemacht und radelt uns in der Regel<br />

immer ein schlechtes Gewissen herbei, wenn er<br />

nicht gerade läuft oder schwimmt.<br />

Wir berichten von unserem<br />

Lars, von unserem<br />

Lars Wichert, der<br />

zuletzt schon wieder,<br />

auch zur Freude aller<br />

Zuschauer*innen<br />

an der Straße, den<br />

Ironman in Hamburg<br />

gewonnen hat. Die<br />

Amateur-Wertung.<br />

Warum schreiben<br />

wir jetzt von schlechtem Gewissen? Weil Lars einfach so schlimm fit<br />

ist. Und wer meint, er oder sie selbst sei ganz gut aufgestellt – Lars ist<br />

leider fitter:-), immer fitter! Und er sieht auch noch gut aus, nach dem<br />

Schwimmen, nach dem Radfahren, nach dem Laufen. Nahezu entspannt.<br />

Der ehemalige Weltklasse-Ruderer, er war bei Olympischen Spielen<br />

mehrfach Weltmeister, hatte bereits in 2021 das Amateurrennen des<br />

Ironmans in Hamburg gewonnen. Damals war er, ehrlich gesagt, als im<br />

wahrsten Wortsinne rasender Reporter von <strong>sporting</strong> am Start. Und auch<br />

damals hatte er die sich ihm folglich durch Qualifikation angebotene<br />

Möglichkeit bei der Mutter aller Triathlonevents, dem Ironman auf Hawaii<br />

teilzunehmen, wahrgenommen. „Eine wahnsinnige Erfahrung“, wie er<br />

sagt. Und er meinte damals, u.a. bedingt durch das offene Meer, durch<br />

die Temperaturen, nicht nur den super anspruchsvollen sportlichen Teil,<br />

sondern andererseits die Atmo im ultimativen Triathlon-Mekka und<br />

seine Menschen, die Natur, … Damals endete das Ganze mit einem 18.,<br />

er war zufrieden aber so ’ne Salatschüssel (gibt es für die Top 5), hätte<br />

er schon gern mit nach Hause gebracht. Er berichtet heute: „Damals<br />

habe ich während des Radfahrens wahrscheinlich zu viele Kohlenhydrate<br />

auf zu wenig Flüssigkeit zu mir genommen, hatte deswegen mit<br />

fiesen Magenkrämpfen zu kämpfen“. „Ich konnte keinen Druck mehr<br />

auf die Pedale bringen und musste mich dann mehrmals während des<br />

Radfahrens übergeben“, er weiter. „Nach ca. 70 Kilometern war ich nicht<br />

mehr in der Lage, den langen Anstieg nach Hawi, da ist der Wendepunkt,<br />

zu fahren. Ich stoppte an einer Verpflegungsstation und war drauf und<br />

dran das Rennen aufzugeben. Dann hielt ein Materialwagen und ich<br />

dachte, dass wäre meine Chance wieder nach Kona zurückzukommen.<br />

Doch als ich mein Fahrrad in den Kofferraum heben wollte, hieß es, dass<br />

sie mich nicht mitnehmen dürfen, da Materialwagen“. Zurück auf der<br />

Leitplanke am Straßenrand – eine kalte Flasche Wasser für den Kopf und<br />

eine gegen die Magenkrämpfe. „Zwar mental angeschlagen, aber bereit<br />

für eine Aufholjagd, setze ich mich wieder aufs Rad. Der Druck kam<br />

irgendwie wieder auf die Pedale und ich fasste wieder Mut, Hoffnung,<br />

ich überholte einen nach dem anderen. Zurück in Kona gab es nur eine<br />

Option – all in und die 42 Kilometer Laufen auch noch absolvieren“, er<br />

berichtet, wir staunen. Was für ein Knaller. „Am Ende wurde ich, trotz<br />

des riesigen Durchhängers, 18ter“, auf Hawaii, beim Ironman, lacht er<br />

heute,. Und wer jetzt denkt, das wäre es gewesen, sollte sich mit Lars<br />

mal über Ehrgeiz und Motivation unterhalten. "Eigentlich war Kona als<br />

Saisonziel dieses Jahr überhaupt gar kein Thema – viel zu teuer". Das<br />

änderte sich offensichtlich, als sich ein Freund aus dem Ruderverein als<br />

Sponsor anbot. Nach Rücksprache mit seiner großartigen Frau, beide<br />

haben inzwischen drei kleine Jungs, entschied Lars, die lange Reise – mit<br />

all den Strapazen – dann doch noch einmal in Angriff zu nehmen, einen<br />

weiteren Versuch zu starten, so ‘ne Salatschüssel zu ergattern. Nun<br />

fehlte nur noch die Qualifikation. Dabei nahm er sogar den Quali-Slot<br />

für Hamburg nicht mal an. Die vermeintliche Quali vertagte er dann auf<br />

den Ironman in Frankfurt, Mitte August. Zwei Wochen davor startete<br />

er trotz allem und weil er sonst nichts zu tun hat, bei der Extrem-<br />

Triathlon-Weltmeisterschaft, dem Norseman. Hier wurde er – by the way<br />

– unfassbarer Vize-Weltmeister. In Frankfurt<br />

wurde er wahnsinniger Europameistertitel Hier bei seinem Hammer-Sieg in Hamburg <strong>2024</strong>!<br />

über die Langdistanz, siegte demzufolge auch<br />

in seiner Altersklasse und sicherte sich den<br />

offensichtlich schwerst verdienten Startplatz für Hawaii. Hawaii-No-2,<br />

also. Was treibt ihn? Wer pusht ihn, fragt man sich. Und es liegt auf<br />

der Hand, so etwas kommt von innen. Es ist er selbst, dem er was<br />

beweisen will. Kein Verband, kein Verein, kein Trainer. Es ist er selbst,<br />

der sein Leben zwischen Familie, Kids, Frau, Job und all den Trainings Worte sind das, über die sich jedes Phrasenschwein freut, aber deren<br />

rund um Hamburg geregelt bekommt, aber auch bekommen muss. Inhalt professionell geschulten Sportlerinnen wie Mia in Fleisch und<br />

Es ist er selbst, der sagt, ich will unter die Top 5. Es ist er selbst, der Blut übergegangen ist. Noch können zwar die wenigsten Fußballerinnen<br />

auf deutschem Zweitliganiveau von ihrem Sport leben. Manche<br />

fast verschweigt, dass er inzwischen sogar Weltrekordhalter bei den<br />

Amateuren ist, weswegen Top 5 sogar fast konservativ ist. Respekt. arbeiten, einige gehen noch zur Schule, viele studieren so wie Mia, die<br />

Also wünschen wir ihm selbst, dass all das gelingt, genug Verpflegung an einer Fernuni für Sportmanagement eingeschrieben ist. Der Fokus<br />

an den richtigen Stellen, keine übermäßigen Schmerzen nirgendwo, aber liegt auf Fußball. Viermal pro Woche wird mit dem Team trainiert,<br />

keine Waden- und keine Magenkrämpfe, und wünschen ihm Top 5, dazu kommen individuelle Einheiten auf dem Platz und im Kraftraum,<br />

Zufriedenheit, und dass er gesund wieder nach Hause kommt.können. Physiotherapie und Besprechungen. Und der eigene Haushalt – Mia<br />

„Jetzt haben wir die Chance, es noch besser zu machen. Aber es ist lebt allein in Norderstedt in der Nähe des Trainingsgeländes – muss<br />

eine sehr enge Liga, jeder einzelne Punkt ist wichtig, wir müssen von auch geführt werden.<br />

Spiel zu Spiel schauen.“<br />

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Vor dem Start auf Hawaii musste sich Lars diverse Tage aklimatisieren, den Jetlag abhaken und die Strecke testen.


HOCKEY IN HAMBURG WIRD PRÄSENTIERT VON<br />

Familien bietet“, beschreibt Timo Bredtmann die DNA seines Vereins.<br />

„In den vergangenen vier Jahren waren wir mit der U14 und U16 weiblich<br />

und männlich in den Endrunden um die deutsche Meisterschaft regelmäßig<br />

vertreten. Auf dem Feld zählen wir aktuell ebenfalls wieder mit<br />

© Fotos: THC<br />

allen vier Nachwuchsteams zu den Top 16 in Deutschland, wir stellen<br />

außerdem einige Talente für die deutschen U-Nationalmannschaften“, sagt<br />

Katharina Brasche. Die 43-Jährige, die viele Jahre für die 1. Damen spielte,<br />

ist seit diesem Jahr im Vorstand für den Hockey-Nachwuchs zuständig.<br />

In der Jugend<br />

liegt die Kraft<br />

Am ersten Oktober-Wochenende war der Klipper THC Ausrichter für<br />

vier norddeutsche Meisterschaften im Jugendbereich. Die weibliche<br />

U16, die in drei Jahren in den Damenbereich aufrücken könnte, gewann<br />

dabei den Titel. „In der Jugend sind<br />

wir mittlerweile sehr professionell<br />

aufgestellt und profitieren davon im<br />

Mit ihren Fans feierten die Klipper-Herren in der Hallensaison 2023/24 den Aufstieg in die Bundesliga.<br />

Erwachsenenbereich“, sagt Timo<br />

Bredtmann.<br />

Der Traditionsclub Klipper THC definiert<br />

seinen Stellenwert im Hamburger Hockey<br />

und setzt dabei besonders auf die eigene<br />

Nachwuchsarbeit.<br />

Der Kampf um die besten Talente ist in Hamburg extrem, die etablierten<br />

Bundesligisten strecken immer früher ihre Fühler auch nach dem<br />

Klipper-Nachwuchs aus. Um dem entgegenzuwirken, versuchen sie am<br />

Eckerkamp zweigleisig zu fahren. „Einerseits wollen wir ein Verein sein,<br />

der auch allen, die Hockey nicht mit höchster Priorität spielen können<br />

oder wollen, eine Heimat bietet“, sagt Katharina Brasche. Andererseits<br />

versuchen die Verantwortlichen mit hoher Durchlässigkeit zu werben.<br />

„Wir wollen unseren Jugendlichen die Möglichkeit bieten, aus eigener<br />

Kraft und gemeinsam auf ein hohes Level zu kommen und hier im Verein<br />

Er ist Sonderschullehrer im Hauptberuf, Vater von vier Kindern, den Rest<br />

Hallen- und einem Feldmeistertitel die nationale Spitze bildeten, spielen<br />

den Übergang von der Jugend in den Erwachsenenbereich zu schaffen.<br />

seiner Zeit verbringt er seit Jahrzehnten als Trainer im Leistungssport.<br />

unterm Dach zweitklassig und waren im Frühsommer im Feld sogar in<br />

Damit können wir in Hamburg eine Nische für uns finden“, sagt Florian<br />

Und weil Peter Krueger für seine direkte Art bekannt ist, überrascht<br />

die Regionalliga abgestürzt. „Das war brutal und ein heftiger Schlag für<br />

Westermann in der Hoffnung, dass es viele Talente zu schätzen wissen,<br />

auch die Antwort nicht, die er auf die Frage gibt, was ihn immer noch<br />

den Verein“, sagt Timo Bredtmann (49), im Vorstand für Erwachsenen-<br />

in den Leistungsteams schnell viel Spielzeit zu bekommen, anstatt<br />

für lange Abende und Wochenenden auf dem Hockeyplatz motiviert.<br />

Hockey zuständig. „Aber der Aufstieg der Herren in der Halle, der etwas<br />

anderswo auf der Bank zu versauern. „Wir wissen aber auch, dass wir<br />

„Die Menschen, mit denen ich arbeiten darf“, sagt der 59-Jährige, „es<br />

überraschend kam, ist ein gutes Zeichen, dass es auch im Klipper nach<br />

dazu schnell wieder mindestens Zweite Liga anbieten müssen.“<br />

ist unglaublich spannend zu sehen, wie sie sich entwickeln. Aber wenn<br />

vorn geht.“<br />

Peter Krueger, der Mann der ehrlichen Worte, weiß um die Schwierigkeit<br />

ich in diesem Verein nicht so großartige Unterstützung von allen Seiten<br />

dieser Mission. Der Aderlass in seinem Team war im Sommer heftig,<br />

bekäme, wäre ich nie so weit gekommen.“<br />

Ohne Frage: Ein Leistungsteam pro Geschlecht mindestens auf Zweit-<br />

neun Leistungsträger verließen die Mannschaft. „Wir hatten Probleme,<br />

Die Vorfreude auf das Programm, das<br />

Krueger und sein Team in den kommenden<br />

Wochen erleben, ist greifbar. Erste<br />

Bundesliga heißt es für die Herren des<br />

Klipper THC in der Hallensaison <strong>2024</strong>/25,<br />

liganiveau anbieten zu können, ist nicht nur für die Sichtbarkeit in der<br />

Hockey-Hauptstadt Hamburg enorm<br />

wichtig. „Wir brauchen das auch als Motivation<br />

für unsere Toptalente, damit diese<br />

einen Anreiz haben, im Verein zu bleiben“,<br />

sagt Florian Westermann. Der 42-Jährige<br />

überhaupt ein Team zusammenzubekommen, und werden sowohl in<br />

der Halle als auch in der Zweiten Liga auf dem Feld gegen den Abstieg<br />

spielen“, sagt er. Entscheidend sei jedoch, dass sich die vor sechs Jahren<br />

getroffene Entscheidung, ein langfristiges Nachwuchskonzept für Damen<br />

und Herren zu implementieren, auszahle. „Vom Jahrgang 2008 und jünger<br />

haben uns bislang keine Toptalente verlassen. Wir wissen nicht, wie lange<br />

© Foto: Jan Oliver Pemöller<br />

die am letzten <strong>November</strong>-Wochenende<br />

hat im nach dem Abstieg der 1. Damen<br />

sie uns treu bleiben. Aber ich bin mir<br />

mit dem Stadtderby beim Club an der<br />

Alster beginnt. Zum ersten Mal seit zehn<br />

komplett neu formierten Trainerteam den<br />

Posten des Chefcoaches übernommen.<br />

sicher, dass wir auf dem richtigen<br />

Weg sind.“ Es wird spannend zu<br />

Die Jugendteams des Klipper THC, hier die weibliche und männliche U16, sind regelmäßig in den Endrunden<br />

um die deutschen Meisterschaften zu finden.<br />

Jahren sind die Jungs vom KTHC wieder in<br />

„Natürlich war der Abstieg für alle ein<br />

verfolgen, wohin dieser Weg den<br />

der Eliteklasse am Schläger, und auch wenn sie in der Nordgruppe gegen<br />

Schock, vor allem, weil wir es mehrfach in der eigenen Hand hatten, ihn<br />

Klipper THC führen wird.<br />

die großen Vier von Alster, dem Hamburger Polo Club, dem Harvestehuder<br />

THC und dem Uhlenhorster HC krasser und gegen DTV Hannover immer<br />

zu verhindern. Aber ich sehe die Situation als große Chance für einen<br />

Neustart, auf den wir alle große Lust haben“, sagt er. Der Stamm des<br />

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noch Außenseiter sind, möchte der Coach, „dass wir bei allem Kampf um<br />

Teams sei komplett zusammengeblieben, „deshalb haben wir uns das<br />

den Klassenerhalt das<br />

klare Ziel Wiederaufstieg gesetzt.“<br />

Ganze auch genießen.“<br />

Immerhin sind die<br />

Eine große Rolle spielt dabei, dass sich der Verein, der nach dem Ham-<br />

Herren aktuell das<br />

burger Slang-Wort „klippern“ für „den Ball schlagen“ benannt ist, auf<br />

Aushängeschild des<br />

seine herausragende Jugendarbeit verlassen kann. 1500 Mitglieder hat<br />

1888 gegründeten<br />

der Club, die sich ungefähr hälftig auf Hockey und Tennis aufteilen. Auf<br />

Vereins aus Wellings-<br />

der sieben Hektar großen Anlage im Herzen des Alstertals stehen zwei<br />

büttel. Die Damen,<br />

große und ein kleiner Kunstrasenplatz für Hockey zur Verfügung, dazu<br />

die rund um den<br />

die vereinseigene Hockeyhalle. Von den rund 750 Hockeyspieler*innen,<br />

Jahrtausendwechsel<br />

die von sechs hauptamtlichen Trainern betreut werden, sind gut 500<br />

mit zwei deutschen<br />

Kinder und Jugendliche. „Klipper ist ein Verein, der Leistungssport für<br />

Peter Krueger (59, l.) ist mit den Herren des Klipper THC im vergangenen Winter in die Hallen-Bundesliga aufgestiegen. Dort ist das Team Außenseiter.


Badminton<br />

© Fotos: privat<br />

Die schöne Idee<br />

der Yao Jie<br />

Badminton-Talente aus Hamburgs<br />

chinesischer Community machen<br />

Hoffnung für die Zukunft.<br />

In der Altergruppe von 6–12 Jahren hat sich der Hamburger Badmintonverband dank des Trainergespanns<br />

Eric Pang und Yao Jie (eine ehemalige Weltklassespielerin) toll aufgestellt.<br />

Corona! Ätzend. Zum Glück haben wir das ganze Debakel ein Stück weit<br />

aus unseren Köpfen. Die Welt stand zeitweise still, auch der Hamburger<br />

Sport war lahmgelegt und auch das hat vielfach Spätfolgen: Lange<br />

nach der Pandemie: das deutsche Abschneiden im Badminton bei der<br />

Olympiade <strong>2024</strong> in Paris. Freundlich ausgedrückt: ausbaufähig. China<br />

dominiert mal wieder. Holt zweimal Gold, dreimal Silber. Deutschland<br />

fährt enttäuscht ohne Edelmetall wieder nach Hause.<br />

Doch die Zukunft könnte anders aussehen. Dank der während Corona<br />

geborenen Idee einer für den Hamburger Badminton Verband (HBV)<br />

arbeitenden chinesischen Trainerin. Die früher auf Weltklasse-Niveau<br />

spielte, genau wie ihr ebenfalls für den HBV tätiger Partner.<br />

Klingt nach einer guten Story. Und einer guten Zukunft. Diese Zukunft<br />

schauen wir uns an einem Montagmorgen an. Zum Herbstferienbeginn<br />

in Hamburg. Der deutschlandweit einzige Bundesstützpunkt für unseren<br />

Badminton-Nachwuchs im Stadtteil Dulsberg am Gravensteiner Weg<br />

27 macht von draußen einen ruhigen Eindruck. Dafür geht es in der<br />

Halle richtig ab. Zwölf der sonst 30 Kinder sind trotz Ferien in der Halle.<br />

Trocken- und Schlagübungen, Beinarbeit, Taktik, Technik – zwei Stunden<br />

Rundumschulung für sechs- bis zwölfjährige Kinder, die wahrscheinlich<br />

jeden Erwachsenen im Wettkampf nass machen würden, so flink flitzen<br />

sie über das Feld, so präzise schlagen sie den Federball über das Netz.<br />

Am Rand der Felder steht die frühere Weltklassespielerin Yao Jie (47). In<br />

Wuhan geboren startete sie erst für China, später für die Niederlande. Jie<br />

ist Europameisterin, Olympiateilnehmerin, mehrfache niederländische<br />

Meisterin. In den Niederlanden lernte sie ihren in Groningen geborenen<br />

Ehemann Eric Pang (42) kennen. Ebenfalls Weltklasse, Titel pflasterten<br />

auch seinen Weg, kürzlich wurde er sogar noch Ü-40-Europameister.<br />

Jie betreut hauptsächlich den kleinen Nachwuchs, Pang den großen.<br />

Sie unterstützen sich gegenseitig bei ihren Trainingsgruppen. Seit 2018<br />

arbeiten beide für den HBV.<br />

„Als 2021 in der Coronazeit so langsam wieder die Trainingsauflagen<br />

gelockert wurden, hatten wir nur noch fünf Kinder in der jüngsten Nachwuchsgruppe<br />

von 6–12 Jahren. Das waren natürlich viel zu wenig. Dann<br />

kam die Initiative von Yao Jie. Sie hat in ihrer chinesischen Community<br />

in Hamburg herumgefragt, welche Eltern Kinder haben, die vielleicht<br />

Badminton als Leistungssportart ausprobieren möchten“, erinnert sich<br />

Gisbert Benecke (40), Leistungssportkoordinator beim HBV.<br />

Die Idee ging auf. Mittlerweile tummeln sich in der Gruppe am Bundesstützpunkt<br />

etliche Talente mit Migrationshintergrund, die – wenn<br />

sie groß sind – die Weltspitze das Fürchten lehren könnten. So wie die<br />

zehnjährige Yening Zhu. Ihre Eltern wurden durch Jies Initiative auf Badminton<br />

aufmerksam. Zhu probierte es – war schnell Feuer und Flamme.<br />

Zweimal war Zhu bereits Dritte bei den Hamburger Meisterschaften. Ein<br />

Turnier in Hannover hat sie auch schon gewonnen. Wie viele der Kinder<br />

hier bewegt sie sich bereits auf einem hohen Niveau. „Ich möchte sehr<br />

gerne Profi-Badmintonspielerin werden“, sagt Zhu. Fünfmal die Woche zu<br />

trainieren sei zwar anstrengend, mache ihr aber sehr viel Spaß. Und: „Ich<br />

kann hier mit meinen Freunden spielen und viel lernen. Das gefällt mir.“<br />

„Viel lernen“. Das sind auch die Worte, die auch ihre Trainerin Jie im<br />

Interview benutzt. Harte Arbeit ist ihr Credo, das Training bei ihr keinesfalls<br />

ein Zuckerschlecken. Ihre Ansagen kommen deutlich und präzise.<br />

Sie formuliert klar, was ihr nicht gefällt, was verbessert werden soll.<br />

„Kinder müssen gerade technisch im Badminton am Anfang sehr gut<br />

ausgebildet werden. Da muss man auch mal hart zu ihnen sein, damit<br />

sie weiterkommen“, sagt Jie. Sie ist aber keine Zuchtmeisterin. Als sie<br />

nach ihrer Leistungseinschätzung ihrer Nachwuchsgruppe befragt wird,<br />

menschelt es sehr. Lächelnd zeigt sie immer wieder auf ein anderes<br />

Kind, erklärt das Talent des Jungen oder des Mädchens. Als die Stoppuhr<br />

für die kurze Verschnaufpause abgelaufen ist, geht es weiter. Jie gibt<br />

wieder Anweisungen, ist in ihrem Element.<br />

„Deutschland ist im Badminton nicht in der Weltspitze. Auch die europäische<br />

Spitze ist ein Stück weg.<br />

Wir brauchen auch mehr Nachwuchs, um das langfristig zu verändern“,<br />

sagt Jies Ehemann Eric Pang. Seine Frau und er haben dabei auch auf den<br />

Verstärkereffekt in der chinesischen Community in Hamburg gesetzt.<br />

„Wenn ein Kind in der Schule seinen Freunden erzählt, wie toll es beim<br />

Badminton ist, geht so etwas oft ganz schnell. Viele Kinder wollen die<br />

Sportart dann auch ausprobieren“, sagt Pang.<br />

Könnte dies einer der Wege der Nachwuchsförderung im Badminton<br />

sein? Die gezielte Ansprache an Communitys mit Migrationshintergrund?<br />

„Auf jeden Fall“, sagt Leistungssportkoordinator Benecke. „Es gibt auch<br />

ein Beispiel bei der BC 68 Hamburg. Dort trainiert der frühere polnische<br />

Weltklassespieler Bruno Rduch mittlerweile viele Kinder mit indischem<br />

Migrationshintergrund. Erst war eines dieser Kinder beim Training, bald<br />

darauf ganz viele. Es ist eben immer nur wichtig, eine Person in der<br />

Community zu haben, die die anderen mitzieht.“<br />

Benecke selbst kam übrigens ebenfalls auf ungewöhnlichem Wege zum<br />

Badminton. „In meinem Sportstudium habe ich mit Anfang 20 gegen<br />

eine gleichaltrige Mitstudentin gespielt. Sie spielte leistungsmäßig<br />

Badminton. Ich hätte es vorher nicht für möglich gehalten, aber sie<br />

hat mich auf dem Feld komplett rasiert. Das hat mich damals ziemlich<br />

beeindruckt“, erinnert sich Benecke.<br />

Er erzählt von der tollen Trainerkombination Jie/Pang („Sie ist Alte Schule,<br />

er ist entspannter, beide sind fachlich und menschlich top“), von der<br />

fruchtbaren Kooperation mit der benachbarten Eliteschule des Sports<br />

am Alten Teichweg, dem Wunsch nach einer größeren, eigenen Halle und<br />

der anspruchsvollen Arbeit, Nachwuchsathleten am Bundesstützpunkt<br />

Badminton so zu entwickeln, dass sie schon in ihrer Jugend das Rüstzeug<br />

für eine möglichst große Badminton-Karriere erhalten. Abgesichert sei<br />

die Arbeit des Bundesstützpunkts Badminton im Rahmen des Olympiazyklus<br />

noch bis ins Jahr 2028. Unter anderem durch Fördergelder des<br />

Hamburger Sportbunds und des Deutschen Olympischen Sportbunds.<br />

Danach müsse geschaut werden, wie es weitergeht.<br />

„Wir haben hier in der Nachwuchsarbeit Großartiges geleistet. Das sieht<br />

man alleine schon an den Ergebnissen im Erwachsenenbereich“, so<br />

Benecke. Stimmt. Die Olympiateilnehmerinnen und Europameisterin<br />

im Gemischten Doppel Isabell Lohau wurde am Gravensteiner Weg<br />

ebenso gefördert wie die Olympiateilnehmerin und mehrfache deutsche<br />

Meisterin Yvonne Li und der dreifache deutsche Meister Jan Colin Völker.<br />

Die Herausforderung sei es, so Benecke, mehr Eltern und Kinder von der<br />

großartigen Sportart Badminton zu überzeugen, die viel mehr sei als<br />

Federball. Auch deshalb sei die Initiative von Yao Jie so wichtig gewesen.<br />

Und wer weiß, vielleicht war sie ein kleiner, aber wichtiger Schritt dazu,<br />

Deutschland im Badminton mit in Hamburg geschulten Talenten wieder<br />

auf Medaillenkurs zu bringen.<br />

Noch sehen die Mädchen harmlos aus, aber die Haburger Badminton-Nachwuchstalente wollen der Elite später das Fürchten lehren.<br />

Yening Zhu eines der hoffnugsvollen Nachwuchstalente aus Hamburg.


Allianz-Sponsoring<br />

© Fotos: privat<br />

Eine<br />

Allianz<br />

mit Neele.<br />

Und eines vorab, alle Preisträger waren es<br />

wert, hatten es verdient und Neele erst recht.<br />

Und Achtung: Nicht, weil sie ein Handicap hat.<br />

No way. Sondern weil sie so großartig damit<br />

umgeht. Natürlich ahnen wir auch dunkle Stunden,<br />

wenn sie so entspannt über ihre Stürze<br />

beim Laufen spricht, nicht weil sie stolpert,<br />

sondern weil ihre Spastiken einfach kein Kopfsteinpflaster<br />

leiden können. So entspannt, wie<br />

sie – denn man merkt es nicht einmal – einem<br />

wieder zusteckt, dass sie gehörlos ist, Wahnsinn.<br />

Respekt. Neid. Andere jammern wegen<br />

Bänderzerrung oder bei Heiserkeit. Neele hat<br />

eine schräge Geschichte, sie verschweigt sie<br />

wahrscheinlich eher oder berichtet darüber,<br />

als hätte sie sich den Fuß verstaucht.<br />

Neele Ludwig im Podiums-Gespräch mit Allianz-Führungskräften.<br />

Das mal so der körperliche Approach.<br />

Sportlich ist alles gesagt, sie wurde in<br />

Paris 8., ein Platz besser als erhofft. Derweil<br />

andere mit Silber hadern, sagt Neele: „Mir<br />

geht es irgendwann nicht mehr ums Gewinnen, wir sind eine noch viel immer da, wir haben sogar regelmäßig telefoniert und ich habe meine<br />

extremere Interessengemeinschaft in diesem Sport. Und nicht nur, weil Sponsoren upgedated. „Versicherungen verkaufen wäre vielleicht nicht<br />

wir uns teilweise lange kennen, sondern weil unser Aufwand, unsere so meins, aber ausprobiert habe ich das noch nicht“, lacht sie. Sehr<br />

Restriktionen so speziell sind, das schweißt irgendwie zusammen“, gefreut hat sie sich über die Einladung der Allianz ins Deutsche Haus<br />

erklärt sie. Und die Gegnerin aus Frankreich, die in Paris schneller in Paris. Das war mal, im Vergleich zu den Vorabenden, was anderes,<br />

war als Neele, war gerade auf der EM, Neele wurde sehr knappe 2. weil die Allianz viele ihre Sport-Botschafter weltweit eingeladen hatte.<br />

(Hurra!), plötzlich deutlich langsamer. „Das Stichwort Tagesform ist Super spannend, „das war ein klasse Austausch und Miteinander. Ich<br />

bei uns auch mit einer größeren Tragweite behaftet“, sagt sie. „Regen bin der Allianz sehr dankbar, aber auch allen anderen, die mir immer<br />

ist für mich zum Beispiel auch nicht so gut, Kälte auch nicht“, andere wieder zur Seite stehen.<br />

können damit körperlich besser umgehen. Also freut sie sich über den<br />

8., denn in Paris hat es geregnet.<br />

Auch Neele Ludwig war unter den Auserwählten<br />

im Rahmen unseres <strong>sporting</strong>-Allianz-Sponsoring-Programmes.<br />

Sie klagt auch nicht über ihre Trainingsbedingungen, denn auch die<br />

sind deutlich komplexer, aufwendiger, allein durch das ganze Triathlon-<br />

Equipment. Denn sie hat natürlich ein sehr spezielles Rad, sie hat mehr<br />

Gepäck, braucht mehr Zeit, mehr Platz, das bedeutet höhere Reisekosten,<br />

das kostet alles viel Geld. Die finanzielle Ausstattung ist ok, sie will sich<br />

nicht mit anderen Athleten vergleichen, aber selbstverständlich hat<br />

sie auch dieses Jahr im Grunde durchgearbeitet. Für die Trainingslager<br />

hat sie Urlaub eingereicht, zwischendrin immer wieder gearbeitet, sie<br />

ist Kinderkrankenschwester. Andere SportlerInnen nehmen sich ein<br />

halbes Jahr, ein paar Monate vor Olympia raus, Neele geht auf Frühdienst,<br />

damit sie nachmittags trainieren kann. Das Bewundernswerte eben: Sie<br />

beschwert sich nie, ist völlig neidbefreit und komplett ohne Vorwürfe.<br />

„Das Leben ist so, ich nehme das an“, sagt sie. So eindeutig sieht sie<br />

auch die Partnerschaft mit der Allianz.<br />

Keine Extrawurst für Neele, sie hat eher Foto oben: Neele im Deutschen Haus in Paris. Unten: auf der Radstrecke, sie wurde 8.<br />

ein schlechtes Gewissen, dass sie nicht<br />

zurückgegeben hat, was erwartet war.<br />

„Ich will gar nichts geschenkt haben“, sagt sie und brandete ihr Outfit<br />

mit der Allianz, hält aber auch Vorträge bei Jahresauftaktveranstaltungen,<br />

u.a. über Zeitmanagement, Tagesablaufplanung, das kann<br />

sie. Sie kommentiert: „Motivation als Thema wäre mir fast zu plump“,<br />

die sieht man ihr an, die spürt man fortwährend. Und die Vorträge,<br />

ihre Gegenleistung, "machen mir Spaß“. Sie weiter: „Die Allianz war<br />

24


Die <strong>sporting</strong>-Tipps, präsentiert<br />

von LOTTO Hamburg:<br />

02.11. WRESTLING<br />

Großes Kino im Theater! Der Große Theatersaal im Proben- und Produktionszentrum WIESE<br />

(Wiesendamm 24) wird beim “Big Slam 2” zur Bühne für eine spektakuläre Wrestling-Show. Tickets<br />

kosten 19 bis 37 Euro und sind bei reservix.de erhältlich. Beginn ist um 19 Uhr.<br />

sportkalender-<strong>hamburg</strong>.de<br />

02.11. HOCKEY<br />

Am letzten Spieltag vor der Winterpause gibt es in der Feld-Bundesliga noch ein doppeltes<br />

Stadtderby zu bestaunen. An der Barmbeker Straße empfangen um 12 Uhr die Damen des<br />

Harvestehuder THC den Großflottbeker THGC, um 14.15 Uhr spielen die Herren beider Clubs<br />

gegeneinander.<br />

hthc.de<br />

16.11. TANZEN<br />

Die Idee nennt sich „*love & liberty* - Die Freiheit, mit wem und wie mensch tanzen möchte!“<br />

Zum 5. Mal laden die Veranstalter zum Queer-Ball in die wunderschönen Hamburger Mozartsäle<br />

(Moorweidenstraße 36). Los geht das Programm mit Gesang, Tanz & Drag Show um 19 Uhr.<br />

queerball.de<br />

17.11. FUSSBALL<br />

Traditionsvereine tummeln sich auch in der 2. Bundesliga der Frauen einige. Der HSV empfängt<br />

um 14 Uhr auf dem Nebenplatz des Volksparkstadions den 1. FC Nürnberg. Beide Vereine eint<br />

neben ihrer Tradition auch das Saisonziel: Aufstieg in die Bundesliga.<br />

amateurfussball.hsv.de/frauen<br />

02.11. HANDBALL<br />

Hoher Besuch in Buxtehude: In der Frauen-Bundesliga darf sich der heimische BSV mit dem<br />

Spitzen team HB Ludwigsburg messen, das bis zu dieser Saison unter dem Namen SG BBM<br />

Bietigheim antrat. Anwurf in der Halle Nord ist um 19.30 Uhr.<br />

bsv-live.de<br />

18.11. HANDBALL<br />

Hamburg gegen Berlin, immer gern genommen. In diesem Fall wollen sich die Bundesligamänner<br />

des HSV Hamburg gegen die Füchse Berlin behaupten. Anwurf in der Barclays Arena am<br />

ungewohnten Montagabend ist um 19 Uhr.<br />

<strong>hamburg</strong>-handball.de<br />

03.11. LEICHTATHLETIK<br />

Die Bramfelder Winterlauf-Serie findet an fünf Sonntagen auf der traditionellen Runde um den<br />

Bramfelder See und entlang der angrenzenden Kleingärten statt. Zum Auftakt fällt der Startschuss<br />

um 9.30 Uhr auf dem Campus Steilshoop (Gropiusring 43).<br />

winterlaufserie-<strong>hamburg</strong>.de<br />

22.11. TISCHTENNIS<br />

Sportliches Kräftemessen an der Platte: Der Bereich Sport und Inklusion der Evangelischen Stiftung<br />

Alsterdorf, die Special Olympics Hamburg und alsterarbeit laden zum inklusiven Tischtennis-<br />

Turnier. Gespielt wird in der Barakiel-Halle (Elisabeth-Flügge-Straße 8) von 9 bis 18 Uhr.<br />

sport-alsterdorf.de/sportveranstaltungen/tischtennis-turnier<br />

07.11. LEICHTATHLETIK<br />

Für alle Läufer*innen mit Erfahrung geht es jeden Donnerstag mit den Inselrunners auf verschiedenen<br />

attraktiven Strecken über rund 10 km auf der Elbinsel Wilhelmsburg. Das Angebot ist kostenfrei<br />

und ohne Anmeldung zu absolvieren. Treffpunkt ist um 19 Uhr das Wälderhaus im Inselpark.<br />

parksportinsel.de<br />

23.11. FUSSBALL<br />

Viele Jahre war es ein Bundesliga-Klassiker, nun sind Duelle zwischen dem HSV und dem FC<br />

Schalke 04 nur noch zweitklassig. Das Volksparkstadion wird zum Anstoß um 20.30 Uhr<br />

trotzdem wieder restlos ausverkauft sein.<br />

hsv.de<br />

09.11. FUSSBALL<br />

Auf einen Hamburg-Besuch des FC Bayern München warten manche Fußballfans seit sieben<br />

Jahren. Nun hat das Warten ein Ende, wenn der FC St. Pauli um 15.30 Uhr im Millerntor-Stadion<br />

versucht, an alte „Weltpokalsiegerbesieger“-Zeiten anzuknüpfen.<br />

fcstpauli.com<br />

23.11. KAMPFSPORT<br />

„We love MMA“ ist eine der erfolgreichsten Kampfsportserien Europas. MMA – Mixed Martial<br />

Arts – vereint Kampfkünste verschiedener Disziplinen und garantiert knallharte Action. Einlass in<br />

die Barclays Arena ist deshalb erst ab 18 Jahren. Der erste Kampf startet um 19 Uhr.<br />

welovemma.de<br />

09.11. RUGBY<br />

Dass Lokalderbys ihren Reiz haben, weiß man auch in der Rugby-Bundesliga. In der Stadtpark-<br />

Arena an der Saarlandstraße kämpfen um 14 Uhr die Männerteams des Hamburger RC und des<br />

FC St. Pauli um die Vorherrschaft in der Stadt.<br />

hrc-rugby.de<br />

23.11. VOLLEYBALL<br />

Wer Lust auf die volle Dröhnung Volleyball hat, der ist in der Sporthalle Hoheluft (Lokstedter<br />

Steindamm) bestens aufgehoben. Um 15 Uhr empfangen die Zweitligamänner des Eimsbütteler<br />

TV die Dessau Volleys, um 19 Uhr sind die ETV-Zweitligafrauen gegen den VfL Oythe gefordert.<br />

etvvolleyball.de<br />

10.11. FLOORBALL<br />

Und weil es so schön ist, kommt hier gleich das nächste Stadtduell: In der Bundesliga der Männer<br />

haben die ETV Piranhhas um 16 Uhr in der Sporthalle Hoheluft (Lokstedter Steindamm) Blau-<br />

Weiß 96 Schenefeld zu Gast.<br />

etv-<strong>hamburg</strong>.de<br />

24.11. SQUASH<br />

Die Kaifu-Ritter empfangen am 4. Spieltag der Bundesliga um 13 Uhr in der Kaifu-Lodge<br />

(Bundesstr. 107) die Berliner von Airport Squash. Sportwerk Hamburg ist zur gleichen Zeit an der<br />

Hagenbeckstraße 124A Gastgeber für den SC Hasbergen.<br />

squash-bundesliga.de<br />

10.11. TURNEN<br />

Schön und wichtig in einem ist die Veranstaltung, die der Verband für Turnen und Freizeit seit 20<br />

Jahren organisiert. Beim Kinderturn-Sonntag bieten 19 Vereine im gesamten Stadtgebiet ein buntes<br />

Programm für die Jüngsten an, um sie mit Bewegung vertraut zu machen. Alle Infos dazu unter<br />

kinderturnen-<strong>hamburg</strong>.de<br />

12.11. BASKETBALL<br />

Europapokal! Spielen ja in der Sportstadt Hamburg nicht allzu viele, die Veolia Towers aber schon<br />

im dritten Jahr. Im EuroCup schaut um 19.30 Uhr der griechische Vertreter Aris Midea Thessaloniki<br />

in der Inselparkhalle in Wilhelmsburg vorbei.<br />

<strong>hamburg</strong>towers.de<br />

13.11. KINDERANGEBOT<br />

Let’s dance, Baby! Das wird beim “Babydance” im Teehaus in den Großen Wallanlagen wörtlich<br />

genommen. Mütter und Väter, die Lust haben, mit ihrem Nachwuchs spielerisch in Bewegung zu<br />

kommen, finden dazu jeden Mittwoch von 14 bis 15 Uhr Gelegenheit.<br />

plantenunblomen.<strong>hamburg</strong>.de<br />

15.11. EISHOCKEY<br />

Endlich wieder Derby-Zeit! In der Regionalliga Nord empfängt der HSV die Crocodiles Hamburg<br />

zum Stadtduell. Erstes Bully ist im Eisstadion Stellingen an der Hagenbeckstraße um 19.30 Uhr.<br />

Kinder bis 10 Jahre gucken die Spiele kostenlos.<br />

eishockey.hsv.de<br />

25.11. TANZEN<br />

Line Dance ist Training für Körper und Geist. Getanzt wird ohne Partner*in vor- und nebeneinander<br />

und nicht nur klassisch zu Countrymusik, sondern zu unterschiedlichen Musikstilen. Wer Lust<br />

hat, sollte um 17.30 Uhr ins Peter-Rantzau-Haus (Manfred-Samusch-Straße 9) nach Ahrensburg<br />

kommen.<br />

peter-rantzau-haus.de<br />

29./30.11. HOCKEY<br />

Die Hallensaison <strong>2024</strong>/25 in der Bundesliga startet am Freitagabend mit dem Herren-Stadtderby<br />

zwischen dem Hamburger Polo Club und dem Uhlenhorster HC. Anstoß ist in der Halle Jenischstraße<br />

um 19.30 Uhr. Die Damenteams beider Vereine treffen am Sonnabend um 13 Uhr<br />

aufeinander.<br />

<strong>hamburg</strong>er-polo-club.de<br />

29.11.–01.12. RADCROSS<br />

Der Weltverband UCI hat seine Masters-WM (Altersklasse 35 bis 80 plus) an Hamburg vergeben.<br />

Im Volkspark geht es von Freitag bis Sonntag im Matsch von morgens bis abends rund.<br />

Ausgangspunkt ist die q.beyond Arena am Hellgrundweg<br />

Anmeldungen sind bis 12. <strong>November</strong> möglich.<br />

cyclocross-<strong>hamburg</strong>.de<br />

Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.<br />

Bitte informiert Euch über den aktuellen Status der jeweiligen Veranstaltung direkt auf<br />

der Webseite des Veranstalters.<br />

© Foto: HASPA Marathon Hamburg<br />

© Foto: Rugby FCSP<br />

27


Amateurfußball<br />

© Foto: Norbert Gettschat.<br />

© Fotos: youtube/hfv<br />

Mehr<br />

Sichtbarkeit<br />

Der Hamburger Fußballverband schreitet wieder<br />

und weiter voran. Mit einer eigenen Streaming-<br />

Offensive will der Verband seinen Mitgliedsvereinen<br />

Gutes tun.<br />

Ligastart der neuen Gamesright Fußball Oberliga Hamburg, jetzt auch komplett im Stream.<br />

Reichweite ist das Buzzword. Die Oberliga Hamburg, neuerdings trägt<br />

sie den Namen Gamesright Oberliga Hamburg, ist das Objekt der<br />

Begierde. Für u.a. das Projekt, es befindet sich gerade in der Testphase,<br />

ist beim Verband Justus Lemp verantwortlich. Deswegen sprechen<br />

wir genau mit ihm. Er ist studierter Sportmanager,<br />

Media- und natürlich Fussball-Fan, trainiert u.a.<br />

in der Ballerleague eine eigene Mannschaft. Die<br />

Ballerleague ist eine private Fußball-Liga mit etlichen<br />

ehemaligen Fußball-VIPs, in der Halle, im Netz der<br />

heisse Scheiss. Und hat lange schon auch die Hamburger<br />

Oberliga analysiert. „Die kenne ich wie meine<br />

Westentasche“, sagt er selber. Nach Vorlage des<br />

Bayerischen Fußball-Verbandes in der Bayerischen<br />

Oberliga, oder eben in den Regionalligen, da ist ein<br />

Streaming-Angebot Auflage, wird hier nun auch in<br />

Hamburg in Reichweite investiert. Alle Spiele der 18<br />

Vereine werden gestreamt, das sind 306 im Jahr, und die können auf<br />

der Plattform des HFV kostenfrei geschaut werden, live, oder aber<br />

wann Du willst. Derweil aber in Bayern eine KI-gesteuerte Produktion<br />

Basis ist, die Kameras sind fest installiert – das ist weniger flexibel –,<br />

fahren Justus und seine Helfer mit eigener Kamera zu jedem Spiel,<br />

können sich dazu schalten, können kommentieren.<br />

„Wir zeigen so mehr Emotionen, mehr<br />

Stimmung, mehr Leben, auf und neben<br />

dem Platz“ schwärmt er. Eine große<br />

Entscheidung. „Das Ganze ist sehr<br />

aufwendig“, beschreibt Justus. „Aber<br />

weil die Vereine keine Kosten tragen,<br />

war die Begeisterung groß“, schildert<br />

er weiter.<br />

Abgesehen von Altona 93, die zuvor schon ihren eigenen Stream<br />

hatten, und dem ETV, der -aus der Regionalliga abgestiegen- auch<br />

Erfahrungen hatte, ist das für alle anderen Vereine Neuland. „Eine<br />

tolle Chance, sich selbst darzustellen“, bietet der Verband. „Und wir<br />

wollen noch mehr“, erklärt Justus die Vision für nach der Testphase:<br />

„Wir wollen zukünftig Special-Events wie Auslosungen live übertragen,<br />

wir werden natürlich auch einige Spiele der Frauen-Oberliga bringen,<br />

Das haben wir auch auch alles vereinzelt schon getestet, zuletzt haben<br />

wir das Top-Spiel der Blindenfußballer gezeigt. „Letztlich wollen wir<br />

mehr Sichtbarkeit für den ganzen Fußball, mehr Aufmerksamkeit“,<br />

sind seine Ansprüche. Er ist stolz auf die qualitativen Möglichkeiten.<br />

„Wir machen alles per Hand, sind dadurch eben sehr flexibel in<br />

Sachen Kameraführung, das bietet mehr Chancen für noch mehr<br />

Emotionen. Wir wollen das Gesicht des Spielers<br />

zeigen, wenn er gerade aus 25 Metern das Ding<br />

oben rechts reingehauen hat“, beschreibt er sehr<br />

plastisch und seine Augen leuchten. „Da haben wir<br />

uns an der Regionalliga orientiert“, er weiter. „Wir<br />

verstehen uns da als Dienstleister der Vereine und<br />

motivieren diese, das Angebot zu nutzen, auch<br />

unter den eigenen Mitgliedern zu bewerben. Und<br />

dann sind wir mit dem Thema natürlich auch in den<br />

Sozialen Medien unterwegs“. Testphase, wie gesagt.<br />

Nach Zahlen befragt, hält er sich ein wenig zurück.<br />

„Wir fangen gerade erst an, sammeln Erfahrungen. Das Spiel HSV<br />

3 gegen Pauli im Holstenpokal hatte 6.000 Klicks“. Das soll mehr<br />

werden, das ist klar. Und dann will der Verband das Ganze natürlich<br />

vermarkten, „da sind wir schon jetzt in intensiven Gesprächen“, denn<br />

der Zauber muss ja auf Dauer bezahlt werden. „Und die Sponsoren<br />

der einzelnen Mannschaften haben so ja auch eine Möglichkeit, ihr<br />

Engagement weiter zu streuen“, erklärt er. Und<br />

weiter: „Irgendwann wünschen wir uns dann<br />

eine Konferenzschaltung, wie gelernt von den<br />

öffentlich-rechtlichen, als der Fußball-Samstag<br />

noch ein Fußball-Samstag war“. Wir werden<br />

sehen, sozusagen, auf stream.hfv.de<br />

© Fotos: privat<br />

28<br />

Die Kameraführung ist NICHT computergesteuert, sondern per Hand. Das ist flexibler, liefert mehr Emotionen und mehr Reichweite.


Basketball<br />

© Fotos: <strong>sporting</strong> <strong>hamburg</strong><br />

in Hamburg<br />

– wir nennen es<br />

<strong>sporting</strong>-Dunkin’ Docks<br />

Da wo 3×3 eigentlich hingehört: Streetball eben. Und weil Streetball<br />

was mit urban und Hamburg viel mit Hafen zu tun hat, wollten wir so<br />

gern in den Hafen. Basketballkörbe vor Kränen war unsere Idee, also<br />

Fischmarkt. Und nachdem uns ein sehr konstruktives bis reizendes<br />

Bezirksamt Altona für den 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit,<br />

grünes Licht signalisierte, haben wir einfach mal gemacht. Nicht alles<br />

richtig aber auch nicht so viel falsch: Spaß, gute Vibes, 3×3, also der<br />

Sport und die Sportler*innen standen im Vordergrund. Der Knaller:<br />

Es gab richtig Preisgeld. Nützt ja nix! Wir freuten uns sehr über die<br />

ideelle Unterstützung des Hamburger Basketballverbandes, sein Chef<br />

Boris Schmidt: „Coole Idee – ich komme!“ , und von den Veolia Towers<br />

Hamburg, „Coole Idee, wir haben zwar keine Zeit, aber unterstützen<br />

wo wir können“. So geht’s: Die mobilen Körbe also von den Towers,<br />

den wir-denken-an-Euch-Support vom Verband plus Kontakt zu Samer<br />

Ismailat von den St. Pauli Bats. Er ist ein super Typ. Er holt die Kids von<br />

der Strasse, tourt mit einem Bus durch die Stadt und bespaßt Kids<br />

da, wo es manchmal nicht so viel Spaß gibt – unter anderem mit 3×3<br />

und Basketball, denn er ist selber auch alter erfolgreicher Basketballer<br />

und auch sonst sehr entspannt. Mit ihm und seinen Bats, auf dem<br />

Fischmarkt, zogen wir durch, beworben über Insta und Mund zu Mund<br />

in der weitesten Szene, und siehe da: 20 Teams, ein paar dann mal<br />

eben auch ohne sich angemeldet zu haben aber „ob sie nicht noch<br />

mitspielen können“, traten an und hatten einen ganzen Nachmittag,<br />

bis in die Dämmerung hinein und länger. Das Finale der Männer fand<br />

unter Flutlicht aka Autoscheinwerfer statt. »<br />

Wahnsinnig spannende Spiele, gute Stimmung und glückliche Sieger*innen von<br />

Nikola Tesla bei den Männern und den Hamburg Towers bei den Frauen.<br />

Derweil sich zuletzt in der sehr coolen Sporthalle in dem sehr<br />

neuen, noch cooleren Bunker auf dem Heiligengeistfeld die<br />

3x3-Weltelite tummelte, das war ganz großer Sport, hatten<br />

wir von <strong>sporting</strong> vor einigen Wochen die Idee, ein 3x3-<br />

Event nach draußen zu verlegen.<br />

© Foto: Thomas Hellmann<br />

31


Basketball<br />

Jubiläum im Walddörfer SV<br />

© Fotos: <strong>sporting</strong> <strong>hamburg</strong><br />

Unfassbar gut war, dass es sich bei weitem<br />

nicht nur um Vereinsspieler*innen handelte,<br />

die sowieso spielen, sondern auch tatsächlich<br />

Spieler von der Straße, die sich angemeldet hatten.<br />

Die "Eppendorf Giants“ war so eine Truppe,<br />

und die kamen bis ins Halbfinale. Im Finale bei<br />

den Männern siegte eine Auswahl von der SSG<br />

Nikola Tesla, der Serbischen Sportgemeinschaft<br />

aus Hamburg Bahrenfeld. Einem Verein, der<br />

ansonsten Fußball, Radsport und Handball im<br />

Programm hat. Bei den 3×3ern am Fischmarkt<br />

waren echte Profis dabei, ihre Dominanz auch<br />

echt beeindruckend. Sie siegten gegen die City<br />

Boys Hamburg, auch eine sehr beeindruckend<br />

aufspielende Truppe. Bei den Frauen kam ein<br />

Team mit dem anspruchsvollen Namen „4 the<br />

W“, seinem Namen gerecht. Denn das W steht<br />

für den Sieg, WIN, die Frauen spielen alle bei<br />

den Towers in der Regionalliga. Das ist schon<br />

mal super, da sind sie gerade aufgestiegen,<br />

aktueller Tabellenplatz: 3. Bei <strong>sporting</strong>-Dunkin<br />

Docks siegten sie im Finale gegen ein Team von<br />

SCALA. Lotta, Antonia, Josefine und Luisa wollen<br />

mit ihren Towers langfristig in die Bundesliga,<br />

grundsätzlich aber auch den „Mädelsbereich“<br />

weiter ausbauen. Luisa, 24, spielt seit 12 Jahren,<br />

wurde durch eine „Schul-AG zum Basketball gezwungen“,<br />

was offensichtlich nicht so schlimm<br />

war, denn sie blieb dabei. „3×3 ist, abgesehen<br />

vom Regelwerk, deutlich schneller, es wird viel<br />

geswitched“, sagt sie. Heißt, es werden bei<br />

3×3 oft die Positionen gewechselt, man muss<br />

flexibler sein, schneller umschalten können,<br />

variantenreicher spielen. Das macht 3×3 so<br />

attraktiv. Und deswegen kommt <strong>sporting</strong>-<br />

Dunkin Docks auch im nächsten Jahr wieder.<br />

In den Hafen.<br />

Happy, happy!<br />

Der Walddörfer Sportverein,<br />

hinter den sieben Bergen bei<br />

den sieben Zwergen, der wird<br />

100, er ist nämlich von 1924.<br />

Und anlässlich dieses<br />

wahrhaft runden<br />

Jubiläums lässt er es<br />

richtig krachen. Eigentlich<br />

lässt er es immer<br />

krachen, aber in diesem<br />

Jahr eben extramit-spezial.<br />

Zum einen<br />

gibt es eine wunderbare Gala mit Musik und Tanz, die ist am 09. <strong>November</strong><br />

ab 18.30 in der Eventhalle Berner Au. Und ein paar wenige Tickets gibt es<br />

noch unter www.walddoerfer-sv.de. Wir werden da auf jeden Fall unser<br />

Tanzbein schwingen. Es könnte laut und gewaltig werden. Und dann gibt<br />

es Sport-Specials, die es jeweils 100 Minuten in sich haben, zu denen man<br />

sich allerdings auch unter obiger Adresse anmelden muss, denn sonst<br />

wird es zu voll. Sie haben es auch in sich, weil sie am nächsten Morgen<br />

NACH der Party sind. Halloooo? Da zeigt sich, wer es richtig drauf hat<br />

und wer besonders fit ist.<br />

Es geht los, von 10:00 Uhr bis 11:40 mit FitXPlosion. Schwer angesagt:<br />

Top Sound und Beats am frühen Sonntag Morgen. Spaß haben, Party und<br />

Fitness im Mix. Adrenalin ist angesagt. Red Bull war gestern. Um 13:00<br />

kommt dann bis 14:40, und der Walddörfer SV ist ja Home of Fit4Drums<br />

in Hamburg, 100 Minuten Remmidemmi und ein Riesenspaß. Und wenn<br />

bis dahin noch Laub in den Waldörfern an den Bäumen hing, spätestens<br />

jetzt isses wech. Und wer dann immer noch nicht genug hat, oder sich<br />

pfiffiger Weise nur genau diesen Schatz auswählt: Jubiläums - Zumba. 100<br />

Minuten Halli-Galli namens Zumba von 17:30 – 19:10. Für die Hamburger<br />

Zumba-Community ein Must-Have. Gleich vier Instructors machen euch<br />

Bauch-Beine-Po. On top, die Gast-Instructors Mario Cuneo und Thorsten<br />

Müller. Wer auf Zack ist, meldet sich an unter www.waldoerfer-sv.de.<br />

Mitglieder zahlen 5EUR, Nicht-Mitglieder 10EUR, Tageskasse 15EUR.<br />

Und nun kommt‘s: Wir verlosen ein Ticket für alle drei<br />

100-Minuten Specials an EINE Person. Naaaaa?<br />

3 × 100 Minuten Volldampf!<br />

Meldet Euch unter info@<strong>sporting</strong>-magazin.de,<br />

Betreff: Ich bin hart!<br />

© Foto: Thomas Hellmann<br />

©Fotos: Feuerwerk der Turnkunst<br />

©Fotos: Feuerwerk der Turnkunst<br />

© Foto: Walddöerfer SV?


Serie Sport & Gesundheit<br />

powered by<br />

Sport und Krebs<br />

Nun gibt es schwere Kost, und auch wieder nicht, denn es<br />

geht jetzt um Bewegung, um Sport. Im Rahmen unserer<br />

Gesundheitsoffensive <strong>sporting</strong> präventiv und unserer<br />

super kollegialen, offenen Zusammenarbeit mit allen<br />

beteiligten Partnern haben wir uns für den <strong>November</strong> das<br />

Thema Krebs und Sport ausgewählt.<br />

© Foto: privat<br />

© Foto: privat<br />

Nicht einfach, deswegen umso wichtiger.<br />

Und derweil früher bei Krebstherapien<br />

vornehmlich absolute Schonung<br />

angesagt war, hat sich das längst deutlich<br />

geändert. Sport, Bewegung im Allgemeinen,<br />

wird in den richtigen Dosen<br />

– und inzwischen durch diverse Studien<br />

auch belegt – deutlich gefordert. Und wir<br />

als Sportmagazin finden deswegen: da müssen<br />

wir jetzt mal ran. Wir sprechen dazu mit drei super kompetenten,<br />

extrem engagierten Menschen, die nur so dafür brennen, zu helfen,<br />

zu lindern, da zu sein. Für alle Menschen, die die schwere Last<br />

einer Krebsdiagnose tragen. Und auffällig bei unseren Recherchen:<br />

so richtig offen wird über Krebs nur sehr selten gesprochen. Wir<br />

machen das jetzt mal, und unsere Gesprächspartner*innen auch.<br />

Unsere Ausführungen können viele Aspekte natürlich leider nur<br />

anreißen, Euch sensibilisieren. Wichtig: Wir leben zum Glück in<br />

einem Land, in dem es immer, für jeden, Hilfe gibt an unterschiedlichsten<br />

Stellen, medizinisch, psychologisch. Keine Hemmungen,<br />

diese Hilfe in Anspruch zu nehmen! (Kontaktmöglichkeiten, auch<br />

zu unseren drei Gesprächspartner*innen, siehe unten)<br />

© Foto: Freepik.com<br />

Miriam Wessels ist Sportwissenschaftlerin,<br />

Bewegungstherapeutin, Heilpraktikerin,<br />

Osteopathin, Yogalehrerin, Buchautorin<br />

und überhaupt, ist sie selbst Betroffene.<br />

Sie ist extrem engagiert und unmissverständlich:<br />

Bewegung ist ein Muss. Sowieso,<br />

und für krebskranke Menschen auch, fast erst recht.<br />

Overall, physisch betrachtet, ist nach ihrer Auffassung der<br />

Stoffwechsel, die Idee, den Körper in Wallung zu bringen,<br />

die Kern-Begründung. Natürlich nie ohne individuelle,<br />

medizinische, fachliche Begleitung und bitte nicht auf<br />

eigene Faust, gerade wenn es z.B. um Umfänge geht.<br />

Es geht darum, die Zellen, auch die Immunzellen, zu<br />

mobilisieren, sagt sie, „sie sind Reparaturzellen und<br />

all der Schrott, der bei ihrer Arbeit entsteht, muss<br />

raus, die kaputten Zellen, die kranken am besten gleich<br />

mit, im Grunde, egal wie und womit krank. „Sport und<br />

Bewegung machen gegen die ganze Welt resistenter“,<br />

holt sie aus, um dann wieder konkret zu werden. „Stell<br />

Dir vor, was in einer Chemo passiert“, sagt sie, „da wird<br />

so viel kaputt gemacht, du kriegst Entzündungen noch<br />

und noch: Du kannst Dir die Haut abziehen, bekommst<br />

Magen-Darm-Entzündungen, Scheidenentzündungen,<br />

Entzündungen im Mund und so. Der verstärkte Stoffwechsel<br />

durch Bewegung kann dafür sorgen, dass der<br />

ganze Mist, der da im Körper vorbeikommt – das ist<br />

richtig gehend Gift- weggeräumt wird“. Sie empfiehlt:<br />

„2 × Joggen die Woche, 2 × Kraft, 2 × Yoga, das wäre<br />

perfekt“, „Pause zwischen den gleichen Belastungen,<br />

2,5 Tage“. Achtung, sagt sie: „Immer mit Rücksicht auf<br />

die Alltagsbelastung“. Und Tanzen und Schwimmen tun<br />

es auch. Ihre Auffassung macht sie an den Faszien, dem<br />

Bindegewebe des Körpers, ihrem Spezialgebiet, fest. „Die<br />

sind wie Spuckefäden“ beschreibt sie sehr plastisch, sie<br />

durchziehen den ganzen Körper, umhüllen, stützen und<br />

schützen Muskeln, Organe, Knochen, Nerven. Sie weiter:<br />

„Wenn die durch zu wenig Bewegung/Stoffwechsel<br />

verkleben, Massagen helfen auch gegen ein solches<br />

Verkleben, können die Abwehr- und Reinigungszellen<br />

nicht mehr so gut potenzielle Angreifer erreichen und<br />

es können der Müll und die Stoffwechsel-Endprodukte<br />

nicht abtransportiert werden. Gesunde Zellen werden<br />

nicht mehr ausreichend ver- und entsorgt und suchen<br />

sich eine andere Art der Energiegewinnung und entarten“.<br />

Nicht gut.<br />

In diesem Zusammenhang möchte sie allen<br />

Frauen auch von Bügel-BHs abraten, sie<br />

drücken ins Gewebe, in die Achselhöhlen<br />

und die Brust selbst, und verstopfen u.a.<br />

die so wichtigen Lymphbahnen. Das Gewebe<br />

verklebt. So oder so, um dem vorzubeugen, geht es um<br />

„die Öffnung des Körpers, egal bei welcher Krebsform,<br />

durch Sport, Bewegung, Gymnastik, Yoga, ...“. Sie weiter:“<br />

Auch bei Prostata- und Gebärmutterhalskrebs ist oft<br />

verklebtes Gewebe ein Teil der Ursache. Gerade hier<br />

ist z.B. Beckenbodengymnastik, -Training deswegen<br />

elementar wichtig.“ Wann wir das letzte Mal eine Brücke<br />

gemacht haben, fragt sie und wir versprechen, in der<br />

nächsten Ausgabe diverse Übungen für den Beckenboden<br />

zu liefern. Und auch sexuelle Aktivität ist in diesem<br />

Zusammenhang wichtig, kann helfen und zur Öffnung<br />

beitragen, so auch unterschiedliche Stellungen, sie wird<br />

sehr eindeutig und bestimmt.<br />

Sport und Bewegung ist natürlich nicht der<br />

einzige Faktor, wenn es um verstopftes<br />

Gewebe geht. Falsche Ernährung, Nikotin, Alkohol<br />

kommen dazu. Andererseits gelten ihre Empfehlungen für<br />

mehr Bewegung natürlich auch als Schutz vor anderen<br />

Erkrankungen, zum Beispiel Schlaganfall, Herz-Kreislauf,<br />

Diabetes. Sie selbst hat direkt nach ihrer OP, Brustkrebs<br />

nach der Geburt ihres 7. Kindes, angefangen ihren Arm zu<br />

mobilisieren, „auch sehr wichtig für das Narbengewebe!“<br />

Sie tanzt heute, macht Yoga, Faszien- und Kraft-Training,<br />

und hilft betroffenen Männern und Frauen wie und wo<br />

sie kann, sowohl als Faszientherapeutin als auch als<br />

Bewegerin.<br />

Auch für Prof. Dr. med. Götz Welsch vom<br />

Athleticum, gerade dozierte er noch im<br />

Mammazentrum, das onkologische Therapiezentrum<br />

zur Früherkennung und Behandlung<br />

von Brustkrebs, ist auf alle Fälle<br />

die richtig dosierte Bewegung, ist Sport<br />

sehr hilfreich. „Und in der Prävention ist<br />

Sport sowieso gut gegen alle Krebserkrankungen“.<br />

Er sieht vor allen Dingen, aber auch bei den<br />

unterschiedlichsten Krebstherapien bis hin zur Chemo,<br />

die Reduktion von Nebenwirkungen. „Das Ganze ist<br />

wahnsinnig multi-faktoriell“, sagt er und zeigt auf, dass<br />

es für fast alle Bereiche Studien gibt, die den positiven<br />

Effekt von mehr Bewegung belegen. Er sieht neben der<br />

ganzen Stoffwechselthematik, („Mitochondrien antriggern,<br />

aufbauen macht in der Therapie total Sinn“), z.B. die<br />

Sauerstoff-Aufnahmekapazitäten verbessert, zusätzlich<br />

aber auch die ganzen psychologischen Aspekte, die<br />

mehr Bewegung und Sport mit sich bringen. »<br />

© Foto: Unsplash.com<br />

© Foto: Unsplash.com<br />

Unsere sehr engagierten Gesprächspartner*innen:<br />

Miriam Wessels und Prof. Dr. med. Götz Welsch<br />

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Serie Sport & Gesundheit<br />

© Foto: privat © Foto: Pixabay.com<br />

Man schläft besser, hat einen ausgefüllten Tag, hat mehr<br />

Appetit, alles gut für erfolgreichere Therapien. Auch<br />

er ist von Beckenbodentraining bei Prostata-Krebs,<br />

und auch einer damit einhergehenden Inkontinenz,<br />

bei Krebs im Unterleib allgemein, schwer überzeugt.<br />

„Hauptknackpunkt“ ist für ihn aber, dass natürlich<br />

nicht immer alles immer hilft, dass es unbedingt auf<br />

eine individuelle Steuerung und Dosierung ankommt,<br />

er sagt „zum Beispiel kommt es bei Hormonbehandlungen<br />

oftmals zu extremen Gelenkschmerzen oder<br />

zu absoluter Abgeschlagenheit, oftmals auch zum<br />

Fatigue-Syndrom“, da passt dann nicht jede Form<br />

von Sport und Bewegung. „Mal werden Patienten<br />

übergewichtig, mal untergewichtig“, spannt er einen<br />

weiteren Bogen und sagt: Denen dann pauschal zu<br />

sagen ‚mach mal Sport‘ ist einfach, aber nicht immer<br />

sinnig.“ Da braucht es gezielte, individuelle Beratung<br />

und erfahrene Therapeuten. Gerade nach schweren<br />

Phasen, Verläufen, Operationen ist der Körper beinull<br />

„Da fängst du ganz weit vorn an“, sagt er. Da sprechen<br />

wir bei Bewegung dann von „Activities of Daily<br />

Living“, erklärt er. „Treppenlaufen, Klogehen, reicht<br />

dann ggf. zunächst. Und oftmals sprechen wir in<br />

solchen Phasen dann auch von polyneuropathischen<br />

Beschwerden, und es wird versucht, hier erstmal über<br />

eine Sturzprophylaxe neuronale Vernetzungen wieder<br />

aufzubauen, diese Patienten sind zunächst ziemlich weit<br />

vom Sport entfernt. „Grundsätzlich ist viel Bewegung<br />

in Sachen Krebs und Sport“, erklärt er und berichtet<br />

von einer aktuellen Multi-Center-Studie, gefördert<br />

vom Bundesministerium für Bildung und Forschung,<br />

namens „BENITA“, für Patientinnen mit Eierstockkrebs.<br />

In dieser ist er für den Bewegungs-Teil zuständig, zum<br />

Effekt eines konsequenten Sportprogramms inkl. eines<br />

Physio-Termins pro Woche, Sportübungen und Beratung,<br />

bis hin zum Thema Ernährung – und das alles über eine<br />

App. Es geht voran.<br />

Das sagt auch Simon Elmers. Er ist Sportund<br />

Bewegungswissenschaftler und arbeitet<br />

mit zwei Kolleginnen am Universitären<br />

Cancer-Center (UCC) Hamburg<br />

im UKE. Hier entwickeln sie konkrete,<br />

sporttherapeutische Begleittherapien<br />

für Krebspatienten. Seit 2017 ist er am UKE. Und<br />

auch er, stellvertretend für sein UCC, kommentiert den<br />

lange vorherrschenden Irrglauben, Schonung sei für<br />

Krebspatienten richtiger und wichtiger als Bewegung.<br />

„Erst seit etwa 20 Jahren kennt man, auch durch diverse<br />

Studien belegt, den positiven Einfluss, auch auf den<br />

Verlauf der Krankheit“, sagt Simon. Er weiter: „Das<br />

Ganze ist demnach noch im Werden, und was genau<br />

für Wirkmechanismen dahinterstecken, in welcher<br />

Ausprägung, das kann man noch nicht valide sagen.“<br />

Zumal es natürlich unterschiedlichste Krebsarten, die<br />

häufigsten sind Brust/Prostata, Darm und Lungenkrebs,<br />

mit sehr unterschiedlichen Verläufen gibt. Was man<br />

aber sagen kann, ist, so Simon Elmers, dass im Rahmen<br />

einer Primärprävention die Sterblichkeit um 15-30 %<br />

sinkt, im Rahmen einer Tertiärprävention um bis zu 50<br />

% bei Brustkrebs, ca. 40 % bei Darmkrebs. Er zitiert<br />

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, der zuletzt<br />

im Rahmen der nationalen Krebspräventionswoche<br />

gesagt hat: „Etwa 20–30 % aller Krebserkrankungen<br />

wären bei einer gesunden Lebensführung und regelmäßiger<br />

körperlicher Aktivität vermeidbar“.<br />

Nun ist es aber eben entscheidend, was<br />

und in welchem Umfang hier Bewegung<br />

Ursache ist. Aktivsein überhaupt ist ja<br />

schon mehr als Schonung. Schon aktive<br />

Hausarbeit kann dazu gerechnet werden,<br />

erst recht, wenn man davor gar nichts im<br />

Haus gemacht hat. „Durch Bewegung scheint<br />

der Körper Krebszellen besser erkennen zu können“,<br />

beschreibt Simon seine Sicht. „Wenn Patienten zu uns<br />

kommen und fragen, was sie tun können, ist Sport und<br />

© Foto: Stockcake.com<br />

© Foto:VTF/Nicci Allemand<br />

Bewegung ein Hebel von diversen, aber es gibt leider<br />

natürlich für gar nichts eine Garantie“. „Eine Sport- und<br />

Bewegungstherapie ist absolut ungefährlich“, sagt er.<br />

Er weiter: „In Einzelfällen sind wir im UCC in der Lage,<br />

sogar konkrete Bewegungsempfehlungen abzugeben“,<br />

erklärt er. Und weiter: „In diesen Fällen gibt es jeweils<br />

eine Evidenz“, das ist eine wissenschaftliche Belegbarkeit.<br />

Gut zu wissen, dass „die Anzahl genau solcher Studien im<br />

Themenfeld ‚Sport und Onkologie‘ rapide wächst“, sagt<br />

er. Jeder jetzt sensibilisierte Mensch hat die Möglichkeit,<br />

sich an Simon und seine Kolleg*innen im Universitären<br />

Cancer Center zu wenden. Hier kann man Beratung<br />

und Weiterleitung zu qualitätsgesicherten Sport- und<br />

Bewegungstherapien für alle Krebspatienten (Kontakt<br />

siehe unten) erhalten, wobei es nicht für alle Krebsarten<br />

eine konkrete Empfehlung gibt. Bei allen Krebsarten<br />

gehen wir aktuell von einer sinnvollen Zielgröße von<br />

150-300 Minuten moderate Aktivität oder 75-150 Minuten<br />

intensiver Aktivität, sprich Sport, in der Woche aus. Für<br />

viele krankheits- und therapiebedingten Nebenwirkungen<br />

gibt es noch speziellere Empfehlungen, aber es gilt: Jede<br />

Bewegung ist besser als sich nicht zu bewegen.“, fügt<br />

er hinzu. Es gibt natürlich auch Obergrenzen, deswegen<br />

sind Trainingspläne, ist eine Periodisierung super sinnvoll,<br />

sagt er. „Unser Ziel ist es, Bewusstsein zu schärfen,<br />

vor/während/nach einer Krebserkrankung, wir wollen<br />

die Menschen motivieren, sich aktiv an Fachleute zu<br />

wenden und wünschen uns, dass die Krebspatienten<br />

während des Heilungsprozesses überhaupt erstmal in<br />

Bewegung kommen.“<br />

Und wenn wir mit <strong>sporting</strong> präventiv Menschen mit<br />

diesem Artikel erreicht haben, freuen wir uns.<br />

In Bedarfsfällen könnt Ihr Euch immer<br />

auch an unsere obigen Freunde und<br />

Partner wenden:<br />

www.bewegung-bei-krebs.org/,<br />

www.MiriamWessels.de<br />

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Als stolzer HSV-Fan kannst du jetzt jeden Tag Farbe bekennen: mit der<br />

HSV-Girocard der Sparda-Bank Hamburg – dem Exklusivpartner deines<br />

Vereins. Wechsel jetzt zum Girokonto der Sparda-Bank und profitiere von<br />

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© Foto: Stockcake.com<br />

Simon Elmers vom Universitären Cancer Center des UKE.<br />

37


Wenn Sterne leuc hten – werden.<br />

© Fotos: Witters<br />

Das wird spannend. Die Anmeldefrist<br />

ist verstrichen,<br />

der Countdown läuft.<br />

Die Volksbank Raiffeisenbank<br />

eG (VReG) und der Hamburger<br />

Sportbund vergeben auch in<br />

diesem Jahr wieder die „Sterne<br />

des Sports" in Silber. Der Wettbewerb<br />

zeichnet das vielfältige<br />

ehrenamtliche Engagement der<br />

Hamburger Sportvereine aus, die sich nun schon zum 14. Mal mit<br />

zahlreichen Projekten aus dem Breitensport beworben haben. Und<br />

neben Ruhm und Ehre gibt es tatsächlich auch Bares, denn die drei<br />

Gewinner erhalten einen Stern in Silber und Siegprämien in Höhe<br />

von insgesamt 7.000 Euro (4.000 Euro für den 1. Platz, 2.000 Euro für<br />

den 2. Platz und 1.000 Euro für den 3. Platz). Aus den zahlreichen<br />

Bewerbungen haben die Sieger eine fachkundige Jury mit wirklich<br />

herausragenden Projekten überzeugt, die neben der sportlichen<br />

Leistung vor allem auch das soziale Engagement in den Fokus<br />

ihrer Vereinsarbeit stellen. Der Gewinner des „Großen Sterns in<br />

Silber“ geht dann auf Bundesebene im Januar 2025 in das Rennen<br />

um den „Großen Stern des Sports“ in Gold, der seit 2004 jährlich<br />

in Berlin vergeben wird. Im letzten Jahr war Hamburg mit einem<br />

sehr außergewöhnlichen Landessieger in Berlin am Start: Der<br />

BSG Feuerwehr mit ihrer Sparte „Toughest Firefighter Alive“.<br />

Diese setzt sich für die Personen ein, die anderen Menschen<br />

in lebensbedrohlichen Situationen zu Hilfe eilen. Wir sind sehr<br />

gespannt, wer hier in Hamburg in diesem Jahr abräumt und uns<br />

in Berlin vertreten wird.<br />

Mehr Informationen zum Wettbewerb findet<br />

ihr unter www.sterne-des-sports.de<br />

Die Hamburger Sieger des letzten Jahres: Die Hamburger Feuerwehr<br />

mit ihren toughen Firefighters.<br />

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Gemeinsam für eine starke Region.<br />

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Sozial, ökologisch und wirtschaftlich:<br />

In unserer Region übernehmen wir Verantwortung<br />

für viele verschiedene Bereiche. Für unsere<br />

Mitglieder und unsere Kundinnen und Kunden vor Ort.<br />

Denn nur als starke Gemeinschaft können wir auch<br />

eine starke Zukunft für uns alle schaffen.<br />

113.000<br />

Kundinnen<br />

und Kunden<br />

34.371<br />

Mitglieder<br />

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Mitarbeitende<br />

Wir machen den Weg frei.<br />

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informiert …<br />

UCI Cyclo-Cross<br />

Weltmeisterschaften<br />

© Fotos: Active City<br />

© Foto: UCI Cyclo-Cross<br />

Die Hardcore-Cyclocross-<br />

Welt kommt am ersten<br />

Adventswochenende<br />

nach Hamburg und<br />

dreht den Volkspark auf<br />

links, denn die offizielle<br />

UCI Cyclo-Cross Weltmeisterschaften<br />

für die<br />

Masters (teil nahme -<br />

berechtigt sind Amateurund<br />

Breitensportler:innen<br />

über 35 Jahre) konnten<br />

in die Active-City geholt<br />

werden. Die Veranstalter<br />

erwarten vom 29.11. bis zum 01.12. über 500 Teilnehmer und Teilnehmerinnen<br />

aus u.a. den USA, Kanada, Australien, Japan und ganz Europa.<br />

Natürlich sind unter den Top-Favoriten auch zahlreiche deutsche<br />

Masters-Crosser- und Crosserinnen, mit denen am Streckenrand<br />

im Hamburger Volkspark ordentlich mitgefiebert werden kann. Der<br />

Eintritt ist für die Fans frei und der Veranstaltungsbereich am besten<br />

über den Parkplatz Arena Rot (Hellgrundweg) zu erreichen. Die<br />

ersten Starts des Tages erfolgen jeweils gegen 10:00 Uhr. Mit dem<br />

„Special Olympics Raceday“ wird am Finaltag ein ganz besonderes<br />

Highlight der dreitägigen Cross-Party erwartet. Bei den in Deutschland<br />

einzigartigen Inklusions-Wettbewerben sind neben internationalen<br />

Athleten und Athletinnen auch Hamburger*innen am Start, die in<br />

den letzten Wochen und Monaten schwerst motiviert und voller<br />

neugeweckter Lebensfreude für den Sport auf den ersten Sonntag<br />

im Dezember hintrainierten. Neben den Sportlichen Knallern gibt<br />

es außerdem zahlreiche leckere Highlights: u.a. belgische Pommes,<br />

Waffeln, Kaffee & Kuchen, heiße Suppe und typische Hamburger<br />

Spezialitäten. Und für alle Kids im Alter von 4 bis 10 Jahren steht ein<br />

Mitmach-BMX- und MTB-Parcour mit kostenlosen<br />

Leih-Bikes und Laufrädern parat.<br />

Wo? Volkspark Hamburg,<br />

Hellgrundweg, 22525 Hamburg.<br />

Freitag 29.11.– Sonntag 01.12.<strong>2024</strong><br />

Beginn jeweils 10:00 Uhr.<br />

www.weare<br />

cyclocross.com<br />

Pep-Talk für Dich und mehr Bewegung in der Stadt!<br />

Jetzt will es Active City Hamburg richtig wissen.<br />

Mehr Bewegung, mehr Spaß, mehr Action für alle! – das ist klar und<br />

schon mal sehr gut. Wie Ihr Euch, aber vielmehr auch andere jetzt<br />

on top aufraffen könnt, durch: Personalisierte Pep Talk Filme.<br />

POV, aka stell Dir vor, Deine Freunde bekommen ein sehr individuelles<br />

Motivationsvideo, maßgeschneidert auf ihre Lieblingssportart,<br />

ihre oder die von Euch für sie erdachten Challenges und Ziele.<br />

Ob fürs Gym, für den Verein, den Platz, den Court oder für den<br />

Alltag – diese Reels geben Dir und Deinen Freunden den Extra-<br />

Booster, den Du offensichtlich brauchst um Dich zu pushen, den<br />

sie brauchen, um richtig Gas zu geben. Außerdem machen sie<br />

machen einfach Spaß und deswegen Lust auf Sport.<br />

Und genau das passt perfekt zu Hamburg, als lebendige Sportstadt,<br />

in der Bewegung schwer angesagt ist und auch noch richtig Spaß<br />

macht. Hamburg Active und happy City sozusagen. Ganz egal, ob<br />

du ein bisschen mehr Motivation<br />

für dein nächstes Workout<br />

brauchst oder Ihr als Team besser<br />

performen wollt – mit diesen Reels wird’s klappen.<br />

Das Beste ist: Du kannst dir Deinen<br />

Film ganz einfach selbst erstellen!<br />

Und auch das macht schon Spaß.<br />

Mit diesen Pep Talk Filmen zünden<br />

wir alle die nächste Stufe: Mehr Spaß,<br />

mehr Sport, mehr Wir. Warum also<br />

nicht ausprobieren und pushen, pushen,<br />

pushen.<br />

Also, wenn Du Bock hast, mehr aus<br />

Dir oder Deinem Team über Social<br />

Media rauszuholen, dann schau bei<br />

Hamburg Active City vorbei und lass<br />

dich inspirieren!<br />

Hier geht’s zum<br />

Motivationsschub:<br />

Hamburg<br />

Active City Pep Talk.<br />

Tischtennisturnier in der Barakiel Halle:<br />

Spannung und Spaß am 22. <strong>November</strong><br />

© Foto: Special Olympics<br />

Tischtennis, auch seit den Olympischen und Paralympischen Spielen<br />

wieder schwer angesagt. Umso toller, dass am 22. <strong>November</strong> <strong>2024</strong> die<br />

Barakiel Halle zum Schauplatz eines mitreißenden Tischtennisturniers<br />

wird. Hamburger Tischtennisspieler*innen mit und ohne Behinderung<br />

sind eingeladen, ihr Können unter Beweis zu stellen und sich spannende<br />

Duelle zu liefern.<br />

Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr mit einem Einzel-Turnier für Special<br />

Olympics Athlet*innen, bei dem die Teilnehmer die Gelegenheit haben,<br />

sich für die nächsten nationalen Spiele zu qualifizieren. Am Nachmittag<br />

ab 14 Uhr folgt dann ein Unified Team-Turnier, bei dem Spieler*innen<br />

mit und ohne Behinderung in gemischten Teams gemeinsam antreten.<br />

Dieses besondere Format verspricht nicht nur<br />

sportliche Leistungen, sondern auch Teamgeist<br />

und echte Inklusion.<br />

Interessenten für das Unified Team-Turnier<br />

können sich noch bis zum 10. <strong>November</strong> <strong>2024</strong><br />

anmelden. Insbesondere werden noch Unified<br />

Partner*innen für einzelne Unified Teams<br />

gesucht.<br />

Am Nachmittag lädt Special Olympics Hamburg<br />

zudem zum Mitmachen ein: Tischtennis und<br />

Polybat – eine abgewandelte<br />

und stark vereinfachte<br />

Form von Tischtennis –<br />

könnt Ihr spontan und ohne Vorkenntnisse ausprobieren.<br />

Weitere Informationen zur Anmeldung<br />

und zu den Teilnahmebedingungen sind auf der<br />

Website www.sport-alsterdorf.de/sportveranstaltungen/tischtennis-turnier/<br />

zu finden.<br />

Seid dabei und erlebt einen Tag voller Spannung, Teamgeist und sportlicher<br />

Fairness! Das Turnier verspricht nicht nur packende Matches, sondern<br />

auch eine großartige Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu schließen<br />

und gemeinsam die Leidenschaft für den Tischtennissport zu entdecken<br />

und zu teilen.<br />

Hier einfach<br />

anmelden!<br />

Unterstützt von: Hamburg Active City<br />

40 41


Feuerwerk der Turnkunst<br />

„FÜR DIE<br />

DEMOKRATIE<br />

Es ist wieder so weit<br />

©Fotos: Feuerwerk der Turnkunst<br />

NEHMEN WIR<br />

Alljährlich und immer wieder super populär, das Feuerwerk<br />

der Turnkunst. Am 19. Januar, in zwei Shows, zeigen<br />

Spitzenturner*innen aus der ganzen Welt, Akrobaten und<br />

Artisten, auf allerhöchstem Niveau, was sie drauf haben.<br />

JEDE HÜRDE.“<br />

Die einzigartige Turnshow, in die auch immer wieder regionale<br />

Sportler*innen integriert werden, erfindet sich aus unserer Sicht jedes<br />

Jahr sowieso irgendwie neu und wird immer noch besser, spektakulärer,<br />

bunter – und, wie wir finden – vielfältiger und emotionaler. So beziehen<br />

sich die einzelnen Darbietungen, die gesamte Choreo inklusive des eigens<br />

komponierten Soundtracks dieser Saison auf die wundervolle Natur<br />

zwischen Himmel und Erde. Das wird monumental und atemberaubend.<br />

GAIA ist der Titel in diesem Jahr. Es wird Schwärme geben, Fische, Vögel;<br />

Feuer wird eine große Rolle spielen. Lavabedeckt entsteigen die Sportler-<br />

und Tänzer*innen dem Erdkern und verkörpern die Ursprünglichkeit<br />

des Lebens und der Natur. Zugleich wird die Geschichte von GAIA durch<br />

zeitgenössischen Tanz modern inszeniert und nicht zuletzt deshalb den<br />

Zahn der Zeit treffen. Die Notwendigkeit, sich auf die Kraft der Natur zu<br />

besinnen, ist aktueller denn je.<br />

Aus Hamburg mit am Start: Eine Fusion von 31 jungen Frauen und Mädchen<br />

aus dem Hamburger Verband für Turnen und Freizeit (VTF), und zwar<br />

dem SC Poppenbüttel, dem Glashütter SV sowie der Dance Connection<br />

Factory. Gemeinsam bereiten sie eine wunderbare Choreographie mit<br />

spektakulären, poetischen Bildern aus Tanz und Akrobatik auf allerhöchstem<br />

Niveau vor. Der SC Poppenbüttel und der Glashütter SV kooperieren seit<br />

Jahren im Bereich der Rhythmischen Sportgymnastik. Die 12-19 Jahre alten<br />

Mädchen qualifizieren sich regelmäßig für die Landes-Cup- bzw. Regio-<br />

Cup-Wettkämpfe sowie für den Deutschland Cup. Beide Vereinsgruppen<br />

vereint ihre Trainerin, die Hamburgerin Viktoria Pohlmann. Sie kreiert<br />

auch die gymnastischen Choreographien der Mädchen, von denen 18<br />

beim Feuerwerk der Turnkunst dabei sein werden. Komplettiert werden<br />

sie von der Royal Company der Dance Connection Factory, einem noch<br />

sehr jungen Hamburger Verein (gegründet 2021) und erst seit letztem<br />

Jahr auch Mitglied im VTF. Sie ist schon jetzt eine der erfolgreichsten<br />

Dance-Formationsgruppen Hamburgs im Jugendbereich.<br />

Hochkarätige Weltklasse Artistik – „Die Besten der Besten“, heißt es in der<br />

neuen Produktion – dazu gehören bei der Vorstellung in Hamburg am 19.<br />

Januar 2025 sowohl die aktuellen Weltmeister im Synchron-Trampolinturnen<br />

Fabian Vogel und Caio Lauxtermann als auch die weltbesten Airtrack-<br />

Tumbler aus Dänemark Faceoff. Denn sie sind zurück. In zurückliegenden<br />

Feuerwerk der Turnkunst-Shows avancierte die Gruppe Faceoff zu<br />

Publikumslieblingen mit ihrer rasanten Performance! Dreifach-Salti auf der<br />

Tumblingbahn im Sekundentakt – unfassbar cool. Zudem werden unter<br />

anderem die atemberaubende Synchronität der japanischen Bodenturner<br />

der Kurashiki University of Science and the Arts, sowie eine imposante<br />

Feuer- und Pyrotechnik die alles vereinenden Kräfte zwischen Himmel<br />

und Erde greifbar machen.<br />

Feuerwerk der Turnkunst:<br />

Eine Veranstaltung des Verbands<br />

für Turnen und Freizeit Hamburg.<br />

19.1.2025, Barclays Arena Hamburg<br />

Vorstellungen um 14 Uhr + 19 Uhr<br />

HÖR AUF DEINEN SPORT.<br />

Setz dich mit uns für demokratische Werte ein.<br />

©Foto: Dance Connection Factory<br />

Wer dabei sein will, sollte sich zackig<br />

Tickets (zwischen 25,00 EUR und<br />

69,00 EUR plus VVK) sichern:<br />

Sitzplatzgenau buchen:<br />

Bestellhotline ( 01806 ) 57 00 56<br />

oder online über das Ticketportal<br />

QR-Code gegenüber scannen!


<strong>2024</strong>, das Sup er-Sportjahr!<br />

© Foto: Mediaserver Hamburg/Hamburg Messe und Congress<br />

Ihr habt das Hamburger Sportjahr bislang genossen, wir auch.<br />

Nun wollen wir aber wissen, was ist davon geblieben, an was<br />

erinnert Ihr Euch?<br />

Wir haben uns deshalb zusammen mit unseren Freund:innen von LOTTO<br />

Hamburg für das <strong>November</strong>-Heft 20, für das Dezember-Heft 24 pfiffige Fragen<br />

ausgedacht. Und das Schöne, wir werden dabei unterstützt von all denen, die den<br />

20 + 24 Quiz-Fragen<br />

zum Jahresende!<br />

Hamburger Sport tatsächlich ausmachen: den Vereinen, den Mannschaften, den<br />

Sportfreunden, … denn die stellen nämlich alle sensationelle Preise zur Verfügung.<br />

Von Eintrittskarten bei den Towers, dem HSV, … bis hin zu Trikots und einer<br />

tipptopp-Platzreife von der Golf Lounge. Vielen Dank schon mal dafür. Wir feiern<br />

Euch!<br />

Bitte sendet Eure Antworten per Mail an:<br />

info@<strong>sporting</strong>-magazin.de<br />

Betreff: Besserwisser*innen sind auch Menschen:-)<br />

Einsendeschluss ist der 15. Januar <strong>2024</strong>.<br />

Mitmachen dürfen alle ab 18 (sorry, Kids, das ist leider so); der Rechtsweg<br />

ist ausgeschlossen. Wir werden die Preise unter den richtigsten<br />

Einsendungen verlosen. Achtung: Wir werden das Quiz bei Insta immer<br />

mal mit einer Frage ein wenig in den Orbit schießen. Just to let you know.<br />

Spielen kann süchtig machen – Hilfe unter 0800/1372700<br />

Und hier unsere 20 <strong>November</strong>-Quizfragen:<br />

(Mehrfachnennung möglich)<br />

1. Wieviele Euro <strong>2024</strong>-Tore fielen in den 5<br />

Hamburger Spielen in Summe?<br />

a 12<br />

b 20<br />

c 22<br />

2. Wie oft war Edina Müller als Kanutin bei<br />

den Olympischen Spielen<br />

a 1<br />

b 3<br />

c 5<br />

3. Wie lautet die Summe der Tabellenplätze<br />

aller Hamburger Hockey<br />

Erstligamannschaften nach Abschluss der<br />

Feldsaison? Zieht daraus die Wurzel:-)<br />

4. Wie hieß die Siegerin des diesjährigen<br />

HASPA-Marathons?<br />

a Irine Cheptai<br />

b Irene Cheptai<br />

c Aminet Ahmet<br />

5. Wie heißt der Großmeister, mit dem der FC<br />

St.Pauli (in der Schach Bundesliga) ganz<br />

groß rauskommen will?<br />

a Magnus Carlsson<br />

b Marc Andria Maurizzi<br />

c Aryan Tari<br />

6. Den wievielten Platz belegte Neele<br />

Ludwig von der TSG Bergedorf beim<br />

Paralympischen Triathlon?<br />

a 23<br />

b 41<br />

c 8<br />

7. Ingrid Unkelbach, Leiterin des Olympia<br />

Stützpunktes Hamburg-Schleswig Holstein<br />

geht am Ende des Jahres<br />

a in die Sauna<br />

b in den Ruhestand<br />

c in den Urlaub<br />

8. Mit wieviel Athleten war der HSV e.V.in<br />

diesem Jahr bei den Olympischen und<br />

Paralympischen Spielen vertreten?<br />

a leider keine<br />

b 2, die sind sehr stolz<br />

c 6, sind noch stolzer<br />

9. Wie hießen die Gegner von Clemens und<br />

Nils vom ETV in Beachvolleyball-Finale<br />

unterm Eiffelturm?<br />

a David Åhman / Jonatan Hellvig<br />

b Anders Mol / Christian Sørum<br />

c Björn Ulvaeus / Benny Andersson<br />

10. HSV Handball Supertorwart Jogi Bitter geht<br />

in den Ruhestand, sozusagen. Tsss. Wie alt<br />

ist er eigentlich?<br />

a 38<br />

b 55<br />

c 42<br />

11. In welchen Sportarten holte Hamburg<br />

Silbermedaillen?<br />

a Bogenschiessen f Hockey<br />

b Beachvolleyball g Rollstuhl-Basketball<br />

c Golf<br />

h Hallen-Jojo<br />

d Breakin<br />

i Segeln, 49er FX<br />

e Rumtönen<br />

12. Mit welcher Geste bedankte sich die<br />

Stadt Hamburg bei den Olympioniken und<br />

Paralympioniken?<br />

a einer gemeinsamen Barkassenfahrt<br />

b Eintrag in das Goldene Buch der Stadt<br />

c Gemeinsame Curry-Wurst im Lukullus<br />

auf dem Kiez<br />

13. Zwei Hamburger/innen durften in<br />

der Vergangenheit die Olympische/<br />

Paralympische Fackel tragen:<br />

a Edina Müller d Tobi Hauke<br />

b Eric Johannnesen e Peter Michael Kolbe<br />

c Laura Ludwig f Sandra Völker<br />

14. Wer gewann den Lotto-Pokal <strong>2024</strong> bei<br />

den Frauen?<br />

a Viktoria<br />

b Condor<br />

c FC St.Pauli<br />

15. Wer gewann das Tennisturnier am<br />

Rothenbaum <strong>2024</strong>?<br />

a Sascha Zverew<br />

b Arthur Fils<br />

c Lorenzo Mosetti<br />

16. Wie hoch ist die jährliche Fördersumme der<br />

LOTTO Hamburg Sportförderung?<br />

a 180.000 EUR<br />

b 225.000 EUR<br />

c 420.000 EUR<br />

17. Wohin wechselte Ben Hasbach vom HTHC<br />

in der Hockey-Bundesliga?<br />

a Rot-Weiss Köln<br />

b Düsseldorfer HC<br />

c Mannheimer HC<br />

18. Erstmalig in <strong>2024</strong> als Event/Kongress in HH<br />

am Start war:<br />

a SPOBIS<br />

b Hyrox<br />

c POWOW<br />

19. Die Hamburg Towers waren zum<br />

Saisonende 2023/024 Tabellen …<br />

a 8<br />

b 10<br />

c 9<br />

20. Wie heißt der „Hauptsache viel Radfahren-<br />

Wettbewerb“ zwischen Metropolen und<br />

Großstädten Deutschland?<br />

a Wettfahren<br />

b Stadtradeln<br />

c Kilometerfresser<br />

Viel Erfolg und viel Spaß! Danke an<br />

LOTTO Hamburg und alle Unterstützer.<br />

44


In Jogginghose zur Unsterblichkeit:<br />

Die Forever Fit-Kolumne<br />

Die Devise lautet also: Regelmäßig, aber mit Köpfchen. Schon<br />

moderate 150 Minuten pro Woche – das sind etwa 30 Minuten<br />

Laufen an fünf Tagen – genügen, um gesund und fit zu bleiben.<br />

Wenn du Lust auf mehr hast, ist das okay, aber hör auf deinen<br />

Körper. Ein oder zwei intensive Einheiten pro Woche sind super,<br />

aber gönn dir auch Pausen. Dein Herz, deine Gelenke und deine<br />

Muskeln werden es dir danken.<br />

Und jetzt mal ehrlich: Wer will schon wie ein Profi trainieren,<br />

nur um sich am Ende kaputt zu machen? Achte auf die Signale<br />

deines Körpers. Müdigkeit, Schmerzen oder Schlafprobleme<br />

sind klare Hinweise darauf, dass du es übertreibst.<br />

© Foto: Stockcake<br />

Also, schlüpf in die Laufschuhe, lauf regelmäßig – aber mit<br />

Bedacht. Laufen kann deine Lebensdauer verlängern, aber<br />

nur, wenn du das richtige Maß findest.<br />

Bleib gesund, trainiere clever und denk dran: Deine Fitnessreise<br />

ist kein Sprint, sondern ein Marathon – in deinem<br />

Tempo!<br />

© Foto: Pixabay<br />

Lauftraining:<br />

Marathon zu mehr<br />

Lebensjahren<br />

– oder doch nicht?<br />

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Nils Behrens ist Longevity-Enthusiast und Podcast-Host.<br />

In über 200 Expert:innen-Interviews hat er sich mit der<br />

Frage beschäftigt, wie wir länger besser leben können.<br />

Und teilt seine Erkenntnisse der neuesten Studienlage<br />

regelmäßig auf LinkedIn.<br />

© Foto: Studio Maximilian König<br />

Stell dir vor, du ziehst die Laufschuhe an, um fit zu bleiben und deine Lebenszeit<br />

zu verlängern. Klingt doch perfekt, oder? Aber Moment mal, wie viel ist<br />

zu viel? Denn hartes Lauftraining kann tatsächlich Wunder wirken – bis zu<br />

dem Punkt, an dem es deinem Körper mehr schadet als nützt.<br />

Beginnen wir mit den guten Nachrichten:<br />

Regelmäßiges Laufen ist eine echte Wunderwaffe.<br />

Du verbesserst dein Herz-Kreislauf-<br />

System, dein Stoffwechsel läuft auf Hochtouren<br />

und auch das Immunsystem sagt<br />

„Danke“. Mehrere Studien haben gezeigt,<br />

dass Menschen, die regelmäßig laufen, länger<br />

leben und dabei fitter bleiben. Das Risiko<br />

für Herzkrankheiten, Diabetes und sogar einige Krebsarten sinkt<br />

nachweislich. Jackpot, oder?<br />

Doch wie bei allen guten Dingen im Leben gilt auch hier: Die<br />

Dosis macht das Gift. Denn wenn du deinen Körper in Richtung<br />

Übertraining jagst, kann das Gegenteil passieren. Ein Übermaß<br />

an intensiven Einheiten, wie man es beim Marathontraining oder<br />

extremen Intervallläufen sieht, bringt dich eher ins Krankenhaus<br />

als auf das Siegertreppchen.<br />

Übertraining ist nämlich ein echter Spielverderber: Deine Muskeln<br />

und dein Herz brauchen Erholungsphasen, sonst riskierst du Verletzungen,<br />

Erschöpfung und im schlimmsten Fall Herzprobleme.<br />

© Foto: Stockcake<br />

Forscher haben herausgefunden, dass übermäßiges Training das<br />

Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöhen kann. Und anstatt fitter<br />

zu werden, kann dein Körper rebellieren. Klingt nicht nach einem<br />

guten Plan, oder?<br />

46<br />

47


© Fotos: Holger Beck<br />

<strong>sporting</strong> Arena<br />

Was war sportlich los im Oktober in der Sportstadt Hamburg?<br />

Wir haben uns für euch umgeschaut.<br />

Hamburgs Sport lebt auch dank seiner vielen bunten Anekdoten. In unserer<br />

Rubrik <strong>sporting</strong> Arena wählen wir die schönsten für euch aus und<br />

hoffen , dass ihr damit Spaß habt!<br />

Drama um Saad. Die „Fußballgott“-Rufe am Millerntor sind bei der Nennung seines Namens am<br />

lautesten – und werden lange nicht mehr zu hören sein. Publikumsliebling und Dribbelkönig Elias<br />

Saad wird am 5. Oktober im Heimspiel des FC St. Pauli gegen den FSV Mainz 05 von Gegenspieler<br />

Dominik Kohr in der Schlussminute unmittelbar vor den Trainerbänken rüde umgegrätscht. Die Konsequenz:<br />

schwere Bänderverletzung im rechten Sprunggelenk beim im Hamburg geborenen tunesischen<br />

Nationalspieler, Operation, Ausfall auf unbestimmte Zeit. Ist halt Profisport, da passiert das? Nun ja, zum<br />

Zeitpunkt von Kohrs Foul führte Mainz kurz vor dem Abpfiff mit 3:0. Die Partie war längst gegessen, das<br />

harte Einsteigen Kohrs total überflüssig. Wir wünschen Elias Saad, dass er beim Rückspiel in Mainz am 22.<br />

Februar wieder dabei sein kann – und Dominik Kohr Knoten in die Beine spielt. .<br />

Die Krokodile beißen wieder. Hochklassiges Eishockey<br />

ist ein schwieriges Thema in der Sportstadt Hamburg. Die<br />

Hamburg Freezers mussten sich 2016 vom Spielbetrieb aus<br />

der höchsten Klasse DEL abmelden, nachdem ihr Besitzer Anschutz<br />

Entertainment Group wegen einer Budgetunterdeckung keine Lizenz<br />

mehr beantragte. Die Crocodiles Hamburg reichten zum Ende<br />

der Saison 2022/23 einen Insolvenzantrag ein, als ein wichtiger<br />

Sponsor kurzfristig absprang. Doch statt wie die Freezers ganz zu<br />

verschwinden, fuhr die Mannschaft von Trainerfuchs Jacek Darowski<br />

„nur“ zwei Ligen tiefer übers Eis – statt in der drittklassigen Oberliga<br />

Nord in der fünftklassigen Verbandsliga Nord. Und seitdem beißen die<br />

Krokodile wieder. Dem Aufstieg in die 4. Liga, die Regionalliga Nord,<br />

folgte am zweiten Spieltag der erste Saisonsieg in neuer Umgebung.<br />

Ein sehr emotionales 2:1 nach Penaltyschießen am 18. Oktober<br />

beim CE Timmendorfer Strand. Im <strong>November</strong> trägt das Team in der<br />

heimischen Halle Eisland Farmsen am Berner Heerweg 152 sogar<br />

gleich drei Heimspiele aus. Zu Gast sind der Adendorfer EC (3.11.),<br />

die Harzer Falken (10.11.)<br />

und – zur Revanche – der CE<br />

Timmendorfer Strand (22.11.).<br />

Unser Tipp: Unbedingt mal<br />

wieder Krokodile gucken gehen.<br />

Eishockey in Hamburg<br />

verdient Unterstützung und<br />

die Krokodile freuen sich über<br />

jeden Fan.<br />

Ohne Sporthalle und Siegertreppchen – aber mit guter Laune. Am 6. Oktober<br />

steigt der 33. Bramfelder Halbfeldmarathon. Fünf Kilometer, zehn Kilometer<br />

oder 21,1 Kilometer ab um den Bramfelder See. Wobei sich die Aktiven über fünf<br />

und zehn Kilometer in das bereits über 21,1 Kilometer schwitzende Halbfeldmarathon<br />

einfädeln. Sieben Grad beim Start, Sonnenschein – aber kein Start-Ziel-Sieg für die<br />

Bedingungen: Baumaßnahmen verhindern die Nutzung der Sporthalle als Umkleide<br />

und auch die Siegerehrung muss von der berühmten Steilshooper Betontreppe auf<br />

die Tartanbahn verlegt werden. Doch trotzdem herrscht viel gute Laune. Bei den<br />

Frauen dominiert im Halbmarathon Claudia Stichler von der LG Elmshorn und hat<br />

mit 1:26:47 auf Platz eins mehr als zehn Minuten Vorsprung. Letztes Kuriosum bei<br />

den Männern: Favorit Luigi Babusci von der BSG Siemens Hamburg siegt zwar wie<br />

erwartet in 1:21:15, hängt an seinen etwas über 80-minütigen Siegeslauf aber noch<br />

streng sportmedizinisch begründet ein Auslaufen dran und verpasst deswegen um<br />

ein Haar die Siegerehrung. Lieber Luigi, wir sind froh, dass du deinen Preisbeutel<br />

noch gekriegt hast!<br />

Bundesverdienstkreuz für Boxtrainer<br />

Jessen. „Für uns alle ist die<br />

Kinder- und Jugendarbeit in unserer<br />

Stadt eine Herzensangelegenheit“ heißt<br />

es auf der Webseite des Stellinger Vereins<br />

„Boxschool“. Dass das zu hundert<br />

Prozent stimmt und das Konzept des<br />

pädagogischen Boxtrainings zur Gewaltprävention<br />

bei Kinder- und Jugendlichen<br />

voll aufgeht, wurde am 18. Oktober von<br />

höchster Stelle anerkannt. Der Hamburger<br />

Boxtrainer Olaf Jessen, Vorstandsvorsitzender<br />

der Boxschool, erhielt für seinen<br />

nimmermüden Einsatz über 14 Jahre das<br />

Bundesverdienstkreuz im Hamburger Rathaus.<br />

„Wir zeigen den Jugendlichen, dass<br />

es auch anders geht“, sagt der als Kind<br />

einst selbst verhaltensauffällige Jessen.<br />

Der Sport – Jessen war Hamburger Meister<br />

und deutscher Vizemeister im Boxen – hat<br />

ihn gerettet. Sodass er danach anderen<br />

helfen konnte. Hut ab, Olaf Jessen!<br />

Schubert ist Vize-Weltmeister. Die alte japanische Samurai-Kampfkunst<br />

Ju Jitsu (auch: Jiu Jitsu) ist sehr ästhetisch anzuschauen – und feiert seit<br />

dem 21. Oktober in Heraklion, der Hauptstadt der griechischen Insel Kreta,<br />

ihre Athleten bei der großen Ju-Jitsu-Weltmeisterschaft. Und gleich zu Beginn der<br />

Wettkämpfe tritt Sören Schubert von der SV Eidelstedt, der im Club auch selbst als<br />

Trainer aktiv ist, ins Rampenlicht. In der Kategorie Master 1 Fighting +94 kg siegt er<br />

dreimal hintereinander sehr überzeugend, kassiert erst im Finale gegen den Griechen<br />

und Lokalmatadoren Christos Dimitropoulos eine Niederlage. Bedeutet trotzdem:<br />

Schubert ist Vize-Weltmeister im Ju-Jitsu. Großer Respekt von unserer Seite, Sören!<br />

Klasse Leistung!<br />

Olaf Jessen, Boxer und Gutmensch in einem, bekam für sein<br />

Engagement für Kinder und Jugendliche ganz aktuell das<br />

Bundesverdienstkreuz.<br />

© Foto: Boxschool<br />

IMPRESSUM<br />

<strong>sporting</strong> <strong>hamburg</strong><br />

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Björn Jensen, Mirko Schneider<br />

Lektorat, Schlussredaktion<br />

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Art Direction und Layout<br />

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Verlags. Für unverlangt eingesandtes<br />

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Verlag setzt bei Eingang voraus,<br />

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und Gerichtsstand ist Hamburg.<br />

<strong>sporting</strong> <strong>hamburg</strong> erscheint<br />

monatlich. Anzeigen- und Redaktionsschluss<br />

jeweils am 15. des<br />

Vormonats.<br />

Wir drucken auf Recycling papier,<br />

das mit dem Blauen Engel<br />

zertifiziert ist.<br />

© Foto: Justus Stegeman<br />

Die Crocodiles aus Farmsen sind nach ihrem Aufstieg gefühlt wieder back on the Block!<br />

Freut euch auf die nächste Ausgabe und mehr Infos zu Mannschaft und Zielen.<br />

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Endspurt<br />

©Foto: Torsten Helmke<br />

join The<br />

Endlich<br />

Boxerinnen müssen stark sein, schon klar.<br />

Aber am 21. September, als Ringrichter<br />

Frank-Michael Maaß in der Sporthalle<br />

Hamburg zum letzten Mal meinen Arm<br />

als Zeichen des Sieges in die Höhe hob, da<br />

fiel mir das Starksein doch extrem schwer.<br />

Auch wenn ich die Zeit als Profiboxerin als<br />

die fünf härtesten Jahre meines bisherigen<br />

Lebens betrachte, ist so ein Abschied immer<br />

auch eine Zäsur. Wer da nicht emotional<br />

wird, hat wohl einen Eisklotz an der Stelle,<br />

wo das Herz schlagen sollte.<br />

frei sein!<br />

In unserer neuen Rubrik „Endspurt“<br />

Warum mein Herz nicht mehr für das Profiboxen schlägt, wurde ich<br />

in den vergangenen Wochen häufig gefragt. Mit 32 Jahren und nach<br />

nur elf Profikämpfen muss man als unbesiegte Weltmeisterin im<br />

Leichtgewicht nicht zwingend für immer aus dem Ring steigen. Aber<br />

ich finde, dass meine Gründe nachvollziehbar sind. Da ist zum einen<br />

der finanzielle Aspekt. Frauen im deutschen Profiboxen werden für das,<br />

was sie leisten, einfach zu schlecht bezahlt. Und das ist kein Vorwurf<br />

an meinen Promoter P2M, der sich wirklich sehr um mich bemüht hat.<br />

Es sind die Strukturen, die das Profiboxen so unattraktiv machen. Weil<br />

kein TV-Sender oder Streamingdienst mehr überträgt, wird im Boxen<br />

grundsätzlich wenig verdient und entsprechend weniger investiert. Ich<br />

konnte mir zwar mit meinem Sport meinen Lebensunterhalt halbwegs<br />

finanzieren, aber das war nie mein Anspruch. Und das führt mich zum<br />

zweiten wichtigen Grund für meine Entscheidung. Ich wollte immer<br />

mehr, als „nur“ zu boxen, weil ich überzeugt davon bin, dass mehr in<br />

mir steckt.<br />

lassen wir fachkundige Menschen<br />

aus allen Bereichen der Hamburger<br />

Gesellschaft ein Thema kommentieren,<br />

das für sie wichtig war oder wird. Diesmal<br />

schreibt Dilar Kisikyol (32) über den<br />

schwierigen Übergang von der Profiboxkarriere<br />

ins Berufsleben.<br />

Mir ist bewusst, dass der Ring mir eine Bühne<br />

geboten hat, die nach meinem Rücktritt<br />

fehlt. Aber schon 2021, als ich anfing, mit<br />

sozialen Projekten im Boxen den Übergang<br />

in die nächste Karriere vorzubereiten, war<br />

mir klar geworden, dass ich diese Bühne so<br />

gut wie möglich nutzen muss, um mir ein<br />

Netzwerk aufzubauen, das mich auffangen<br />

kann, wenn es notwendig ist. Dafür habe<br />

ich wahnsinnig viel Zeit investiert. Ich bin<br />

auf jede Veranstaltung gegangen, die mir<br />

notwendig erschien, um Kontakte zu potenziellen Partnern oder<br />

Sponsoren zu knüpfen. Ich habe aktiv die Medien angesprochen, damit<br />

über mich berichtet wird.<br />

Die Kehrseite davon war, dass ich oft an den Wochenenden so müde<br />

von der Woche war, dass ich nicht mehr wusste, wie in dieses Leben<br />

seriös eine Karriere als Profiboxerin einzubauen sein sollte. Und weil<br />

der Sport letztlich nie die Rendite gebracht hat, die den Zeitaufwand<br />

gerechtfertigt hätte, habe ich mich nun entschieden, das zu tun, was<br />

mir nicht nur Freude bringt, sondern auch ein geregeltes Einkommen.<br />

Dem Boxen, das ich im Hinblick auf Gesundheitsförderung, Persönlichkeitsentwicklung<br />

und Gewaltprävention weiterhin für den tollsten<br />

Sport der Welt halte, werde ich über mein Parkinson-Projekt oder<br />

Trainingsangebote für Führungskräfte treu bleiben. Aber ich möchte<br />

neue Felder beackern, möchte als Speakerin Motivationskurse anbieten,<br />

deutschlandweit Events für Frauen und Mädchen organisieren, deren<br />

Förderung mir sehr am Herzen liegt. Nicht mehr gegen Widerstände<br />

ankämpfen und etwas beweisen zu müssen, sondern tun zu können,<br />

wofür ich brenne; frei zu sein: Das ist es, worauf ich mich am meisten<br />

freue.<br />

perfect<br />

mix<br />

FÜR EIN HAMBURG MIT ALLEN ECKEN UND KANTEN<br />

Wenn auch Du meinst, Hamburg geht besser und Du,<br />

Dein Unternehmen und Deine Kollegen mehr Aufmerksamkeit<br />

verdienen, dann lass schnacken!<br />

<strong>hamburg</strong>eroriginale.com<br />

50 51


REFORMER<br />

PILATES<br />

BEI<br />

J E T Z T<br />

NEU!<br />

STÄRKE DEINEN RUMPF, VERBESSERE<br />

DEINE HALTUNG UND ENTWICKLE EINEN<br />

STRAFFEREN KÖRPER.<br />

STABILISIEREN | DEFINIEREN | STÄRKEN<br />

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