matchball 4-2024
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4/<strong>2024</strong><br />
ISSN 2944-4217 (Print) · ISSN 2944-4225 (Online)<br />
© Getty Images / ARNOLDsART<br />
Team Europa holt den<br />
Laver Cup <strong>2024</strong> in Berlin<br />
Nach einem intensiven und dramatischen Wochenende in<br />
Berlin triumphiert Team Europa beim Laver Cup.<br />
Mit einem starken Comeback sicherten sie sich den Sieg gegen<br />
Team Welt und holten nach zwei Jahren den Pokal zurück.<br />
Ein unvergessliches Event für alle Tennisfans!
Wir stellen alles<br />
in den Schatten.<br />
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Editorial<br />
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Olympia Paris – Berlin<br />
Dr. Klaus-Peter Walter<br />
Fotos: Claudio Gärtner - tennisphoto.de, Mathias Schulz - tennisphoto.de, Dr. Klaus-Peter Walter<br />
Liebe Tennisfreunde in Berlin und Brandenburg,<br />
Olympia in Paris, mein erster Eindruck war ernüchternd.<br />
Straßensperrungen überall, selbst auf Umgehungsstraßen.<br />
Auf den Stadtautobahnen wurden Fahrspuren für Funktionäre<br />
und Sportler reserviert, während sich die anderen im<br />
eindrucksvollen Verkehrschaos stauten. Sollte das die Begeisterung<br />
der Bevölkerung für Olympia steigern?<br />
Auch zur Eröffnung der Tennisolympiade am Samstag<br />
beförderte die Olympiaorganisation meine Ernüchterung.<br />
Zum Eintritt auf die Roland-Garros-Anlage mussten alle<br />
in ein großes Zelt zur Leibesvisitation, wie geübt an den<br />
Sicherheitskontrollen am Flughafen. Als ich an der Reihe<br />
war, wurde mir befohlen, meinen Regenschirm in eine<br />
Tonne zu befördern, draußen regnete es in Strömen.<br />
Durchnässt auf dem Weg zum Eröffnungsmatch von Iga<br />
Swiatek verpasste mir das Sicherheitskonzept in Paris<br />
einen erneuten Dämpfer meiner Vorfreude.<br />
Ist das der Sicherheitsstandard, der für die angekündigte<br />
Olympiabewerbung Deutschlands rücksichtslos<br />
eingehalten werden muss? Kann ich mir in Berlin vorstellen,<br />
dass der Berufsverkehr lahmgelegt wird, damit<br />
Sportfunktionäre und Athleten auf der dritten Spur der<br />
Stadtautobahn freie Fahrt haben?<br />
Doch dann änderte sich meine reservierte Stimmung<br />
schlagartig. Am zweiten Tag meines Besuches bei<br />
den Olympischen Spielen schien die Sonne. Rafael Nadal<br />
mühte sich nach gewonnenem ersten Satz vergeblich<br />
gegen den Ungarn Marton Fucsovics und nahm eine medizinische<br />
Pause zu Beginn des dritten Satzes. Kaum war<br />
er in die Katakomben enteilt, wurde dezent Musik eingespielt.<br />
Und wie eingeübt, wie verabredet, sang das Publikum<br />
in der ausverkauften Goldschüssel aus 14.000 Kehlen<br />
gekonnt im Chor: „Aux Champs-Elysée“.<br />
Das ganze Stadion schunkelte, kannte offenbar den<br />
Text und jubelte, als Rafael Nadal wieder erschien und sein<br />
Match fortsetzte und sogar gewann.<br />
Dieser plötzliche Frohsinn der Zuschauer, dieses<br />
Schwelgen in Begeisterung macht wohl das Fest Olympia<br />
aus. Heutige Kinder werden sich in 20 Jahren als Erwachsene<br />
an ähnliche Szenen erinnern und feststellen,<br />
bei einem großartigen Ereignis Teil gewesen zu sein. Nachhaltigkeit<br />
ist sicher ein wichtiges Anliegen, auch eine funktionierende<br />
Infrastruktur der Sportanlagen ist vorteilhaft<br />
und wünschenswert. Doch diese materielle Sichtweise<br />
kann eines nicht ersetzen: Lebensfreude, mit dabei gewesen<br />
zu sein, das Fest erlebt zu haben.<br />
Ja, auch der Stadtcharakter von Paris mit dem Eiffelturm<br />
trägt zum Gelingen der Stimmung bei. Doch wie das<br />
Tennisfest Laver Cup in Berlin mit 60.000 enthusiastischen<br />
Zuschauern gezeigt hat, können wir Berliner bei Großveranstaltungen<br />
mithalten. Wenn es gelingt, die skeptische<br />
Grundhaltung der Bevölkerung hin zu Begeisterung zu bewegen,<br />
wenn das Fest als Fest gelebt wird, wird eine Olympiade<br />
in Berlin ein unvergleichliches Erlebnis werden, anders<br />
als in Paris und London, aber unvergesslich.<br />
Ob das Mitsingen eines typischen Berliner Musikstücks<br />
hierbei helfen kann? Ob „Berlin, Berlin“ oder „Heimweh<br />
nach dem Kurfürstendamm“ in der nächsten Generation<br />
noch bekannt sein wird, bleibt offen. Bei den Berlin Ladies<br />
Open haben wir jährlich die Gelegenheit, den inzwischen<br />
traditionell eingespielten Song der Berliner Band Seeed,<br />
„Dickes B, oben an der Spree“ mitzuswingen. Wir haben<br />
also noch 16 oder 20 Jahre Zeit, den Text einzustudieren,<br />
um mindestens die Tennisgemeinde fit für das Fest Olympia<br />
vorzubereiten.<br />
Ihr Klaus-Peter Walter<br />
Präsident des TVBB<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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Inhalt<br />
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<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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Ç TITEL<br />
Laver Cup <strong>2024</strong><br />
Team Europa schlägt zurück: Ein episches Comeback<br />
beim Laver Cup <strong>2024</strong> in Berlin . . . . . . . . . . . . 4<br />
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TENNIS NATIONAL<br />
2. Bundesliga Nord der Herren<br />
Alle drei Berliner Clubs landen im gesicherten Mittelfeld . . 8<br />
Rückblick Ostliga und Aufstiegsspiele zur Regionalliga Nordost<br />
Ein Ostliga-Titel mehr als im Vorjahr . . . . . . . . . . 12<br />
Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Verbände<br />
TVBB Teams gewinnen in den AKs 50 und 60 . . . . . . . 15<br />
Deutsche Vereinsmeisterschaften<br />
Premiere für Reinickendorf, Zehlendorf als<br />
Wiederholungstäter . . . . . . . . . . . . . . . . 16<br />
Herbstfinals im Tennis<br />
Jugend trainiert für Olympia <strong>2024</strong> . . . . . . . . . . . 18<br />
Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20<br />
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TVBB SPORT<br />
77. TVBB-Meisterschaften der Seniorinnen und Senioren<br />
Fünf Vorjahres-Champione mit Meister-Dacapo, sechs<br />
2023-Vize diesmal Winner . . . . . . . . . . . . . . 22<br />
13. Reinickendorf Open beim VfL Tegel 1981<br />
Hochwertiges Seniorentennis im Norden der Hauptstadt . . 26<br />
12. Sutos Open<br />
Zehn Titel für neun Vereine – nur der SCC durfte zwei<br />
Siege feiern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28<br />
66. Allgemeines Turnier Damen und Herren<br />
Hitzewellen und Regen im Wechsel belasten Spieler<br />
und Turnierleitung . . . . . . . . . . . . . . . . 30<br />
8. Spotrepair Open beim SV Reinickendorf 1896<br />
Malaszszak und Steinkamp siegen bei den Aktiven –<br />
Vier Vereine teilen sich die Senioren-Titel . . . . . . . . 32<br />
10. Grunewald Senior Open<br />
Favoriten machten ernst: Sieben Siege für Topgesetzte,<br />
vier für die Nummer 2 . . . . . . . . . . . . . . . 34<br />
Senior Weiß-Rot Cup<br />
Sieger aus elf unterschiedlichen Vereinen . . . . . . . . 36<br />
Weiß-Rot Cup<br />
Siege für Favoritin und Dauerbrenner. . . . . . . . . . 37<br />
1. Berliner Weiß-Rot Cup – Blinden- und Sehbehindertenturnier<br />
Premiere: Der Schaumstoffball mit Rasseln fliegt nun<br />
auch in Berlin… . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38<br />
3. Benefit Team Cup, International Club Berlin (ICB)<br />
“Aufschlag gegen Diabetes“ . . . . . . . . . . . . . 39<br />
70. Friedrichshagen Open<br />
Berliner Sieg durch Julia Zhu und „Auswärtserfolg“ von<br />
Yannic Nittmann . . . . . . . . . . . . . . . . . 40<br />
RoskosMeier BSV‘92 OPEN<br />
Jonas Hartenstein und Marta Lesniak siegen souverän . . . 42<br />
9. STK Babolat Open Senioren<br />
In neun Wettbewerben gewinnen sieben Mal die<br />
Topgesetzten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44<br />
Südturnier<br />
Starke Teilnehmer und faire Spiele . . . . . . . . . . . 46<br />
Sanssouci Open<br />
Spannende Matches bei hochsommerlichen Temperaturen . 47<br />
Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50<br />
SCC Open, Accentro SCC Senior Open und SCC Junior Open<br />
„Für uns ist es eine perfekte Woche!“ . . . . . . . . . . 52<br />
7. Neuenhagen Junior Open<br />
Ausrufezeichen von einer Schwedin und einem<br />
Ukrainer – aber auch Fragezeichen für die Veranstalter . . . 54<br />
12. BTTC-Junior-Cup<br />
Favoriten-Siege bei großer Hitze im BTTC Grün-Weiss. . . . 56<br />
Foto: Getty Images
Inhalt<br />
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<br />
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26. Junior Open des TC Orange-Weiß Friedrichshagen<br />
Drei Nicht-TVBBer und drei Local Heros siegen bei den<br />
Orange Weiß-Junior Open . . . . . . . . . . . . . . 57<br />
6. Blau-Weiss Young Generation Trophy powered by Albena<br />
2019-Premierensieger Paul Damrath schafft fünf Jahre<br />
später das Erfolgs-Dacapo . . . . . . . . . . . . . . 58<br />
24. Cujic-Cup des TV Preussen<br />
Hier wird FAIR PLAY großgeschrieben. . . . . . . . . . 60<br />
bett1 juniors<br />
Dritte Auflage mit Rekordteilnahme . . . . . . . . . . 62<br />
10. Internationale Spandauer Jugendmeisterschaften<br />
Ein voller Erfolg mit über 100 Teilnehmern . . . . . . . . 64<br />
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TENNIS INTERNATIONAL<br />
US Open<br />
Jannik Sinner und Aryna Sabalenka nicht zu schlagen . . . 66<br />
Hamburg Open ATP 500<br />
Arthur Fils gewinnt Hamburg Open: „Bestes Spiel<br />
meiner Karriere“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68<br />
ECE Ladies Hamburg Open<br />
Anna Bondar gelingt „Doppel-Triumph“ . . . . . . . . . 70<br />
European Summer Cups<br />
U16-Junioren gewinnen Team-EM . . . . . . . . . . . 72<br />
Paralympics Paris<br />
Rollstuhltennis: Katharina Krüger chancenlos gegen<br />
die Weltranglistenerste . . . . . . . . . . . . . . . 73<br />
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TVBB INTERN<br />
Aus dem Netz gefischt . . . . . . . . . . . . . . . 74<br />
Redaktionstermine 2025 . . . . . . . . . . . . . . 76<br />
In eigener Sache<br />
Das erste Jahr in neuer Redaktionszusammensetzung . . . 76<br />
Fotos: Harald Almonat, Matthias Schulz-tennisphoto.de<br />
Herausgeber:<br />
Tennis-Verband Berlin-<br />
Brandenburg e. V.<br />
Hüttenweg 45, 14 195 Berlin<br />
Telefon 030 – 89 72 87 30<br />
Telefax 030 – 89 72 87 01<br />
E-Mail: info@tvbb.de<br />
Präsident: Dr. Klaus-Peter Walter<br />
Verantwortlich TVBB: Linda Fritschken<br />
Redaktion:<br />
Claudio Gärtner (Ltg.), Linda<br />
Fritschken, Katrin Brewka<br />
redaktion@<strong>matchball</strong>-tvbb.de<br />
Beiträge, Wortmeldungen,<br />
Anregungen, Fotos oder<br />
Terminmitteilungen können über<br />
die nachfolgende Webseite an die<br />
Redaktion gesendet werden:<br />
www.<strong>matchball</strong>-tvbb.de<br />
Projektleitung:<br />
Felix Rewicki, Geschäftsführer TVBB<br />
Produktion, Layout und Satz:<br />
maasgestaltet, Berlin<br />
Anzeigen:<br />
TVBB, Telefon: 030–89 728 730<br />
Vertrieb<br />
TVBB, Telefon: 030–89 728 730<br />
Druck:<br />
LASERLINE Druckzentrum Berlin<br />
GmbH & Co. KG<br />
Scheringstraße 1, 13 355 Berlin<br />
Tel.: 030 46 70 96 – 0<br />
Internet: www.laser-line.de<br />
Beiträge:<br />
Andreas Wüst, Christian Stein,<br />
Claudio Gärtner, DBS, DTB,<br />
Dr. Klaus-Peter Walter, Jens Thron,<br />
Katrin Brewka, Klaus Bellstedt,<br />
Klaus Weise, Linda Fritschken, Lutz<br />
Müller, Marcel Meinert, Martin<br />
Melchior, Michael Lingner, Michael<br />
Matthess, Nelli Beder, Pia Schwarzer<br />
Fotos:<br />
Adobe-Stock, Claudio Gärtnertennisphoto.de,<br />
Nicola Sophia<br />
Trenner, TC SCC, Andreas Wüst, TVBB,<br />
BTTC, DTB, Dr. Klaus-Peter Walter,<br />
Georgina Löprich-Gräßler, Harald<br />
Almonat, Jürgen Hasenkopf, Getty<br />
Images, Markus Arnold, Mathias<br />
Schulz, Nelli Beder, Valeria Witters<br />
ISSN 2944-4217 (Print)<br />
ISSN 2944-4225 (Online)<br />
„<strong>matchball</strong> “, das Tennismagazin des TVBB, erscheint viermal<br />
jährlich in den Monaten Februar, Mai, August und November.<br />
Das Abonnement kostet 15,– € pro Jahr (einschl. MwSt. und<br />
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des Autors wieder – diese muss nicht mit der des Herausgebers<br />
und der Redaktion übereinstimmen.<br />
Die Schreibweise in <strong>matchball</strong> in Deutsch verfasster Texte hält<br />
sich an die aktuellen Empfehlungen des Rats der deutschen<br />
Rechtschreibung. Abweichende Schreibweisen werden nach<br />
Möglichkeit vermieden.<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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Titel<br />
Laver Cup <strong>2024</strong><br />
Team Europa schlägt zurück:<br />
Ein episches Comeback<br />
beim Laver Cup <strong>2024</strong> in Berlin<br />
4<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
Titel<br />
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Berlin verwandelte sich im September <strong>2024</strong> in das Zentrum des<br />
internationalen Tennissports, als der prestigeträchtige Laver Cup in<br />
der Uber-Arena stattfand. Für drei Tage war die deutsche Hauptstadt<br />
der Ort, an dem sich die größten Namen des Sports gegenüberstanden<br />
und die Zuschauer eine Achterbahn der Emotionen erlebten. Nach<br />
einer zweijährigen Dominanz von Team Welt gelang Team Europa ein<br />
atemberaubender Sieg, der die Fans live vor Ort und weltweit in Atem hielt.<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong> 5
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Titel<br />
Begeisterte Zuschauer während der Matches in der Uber-Arena<br />
Der Laver Cup, benannt nach der Tennislegende Rod<br />
Laver, gilt als eines der innovativsten Formate im modernen<br />
Tennissport. Hier treffen Spieler der Weltrangliste<br />
aufeinander, nicht als Einzelkämpfer, sondern als Mitglieder<br />
von zwei Teams – Team Europa und Team Welt – die<br />
von den Tennislegenden Björn Borg und John McEnroe als Kapitäne<br />
geführt werden. Die Atmosphäre in der Arena war von<br />
Anfang an elektrisierend, doch niemand hätte das emotionale<br />
und dramatische Finale vorhersehen können, das mit dem Sieg<br />
von Team Europa in die Annalen des Tennis eingehen würde.<br />
Tag 1: Ein vielversprechender Auftakt<br />
für Team Welt und Team Europa<br />
Die Uber-Arena, gefüllt mit mehr als 14.500 Fans, bebte von<br />
der ersten Minute an. Das Freitagsspiel startete mit hohen Erwartungen<br />
auf beiden Seiten. Team Welt, angeführt von aufstrebenden<br />
Stars wie Ben Shelton und Frances Tiafoe, hatte<br />
sich viel vorgenommen. Die Zuschauer erlebten bereits an diesem<br />
Tag Tennisspiele auf höchstem Niveau, und Team Welt sicherte<br />
sich früh die Führung, indem Francisco Cerundolo in<br />
einem intensiven Match den erfahrenen Casper Ruud mit 6:4,<br />
6:4 bezwang. Team Welt und Team Europa gingen mit einem<br />
2:2 Unentschieden in den zweiten Tag.<br />
Für die Zuschauer im Stadion war die Spannung greifbar.<br />
„Es war unglaublich, die Energie war fast körperlich spürbar“,<br />
sagte ein Fan. „Man merkte, dass hier etwas Großes passieren<br />
würde.“ Schon am ersten Tag war klar, dass dieses Turnier alles<br />
bieten würde – knappe Spiele, emotionale Momente und die<br />
Aussicht auf ein dramatisches Finale.<br />
Tag 2: Team Europa kommt ins Spiel<br />
Der Samstag war geprägt von einem energischen Comeback<br />
der Europäer. Carlos Alcaraz, der spanische Jungstar und vierfache<br />
Grand-Slam-Sieger, zeigte eine Weltklasse-Leistung und<br />
besiegte den Amerikaner Ben Shelton in einem Match, das von<br />
seinen präzisen Grundschlägen und seinem unnachgiebigen<br />
Siegeswillen geprägt war. Mit 6:4, 6:4 holte Alcaraz den ersten<br />
Sieg für Europa an diesem Tag, und plötzlich schien alles wieder<br />
offen zu sein. An diesem zweiten Spieltag gingen jedoch<br />
die drei weiteren Matches an Team Welt, welche mit einem<br />
ordentlichen Vorsprung von 8:4 scheinbar entspannt in den<br />
entscheidenden dritten Tag gehen konnten.<br />
Der entscheidende Tag: Ein packendes Finale<br />
Der Sonntag begann mit einem massiven Rückstand für Team<br />
Europa – 4:8. Viele Fans hatten Team Welt bereits als sicheren<br />
Sieger gesehen, doch das europäische Team ließ sich nicht entmutigen.<br />
Der Tag begann mit einem Paukenschlag, als Alcaraz<br />
und Casper Ruud im Doppel gegen Ben Shelton und Frances<br />
Tiafoe antraten. In einem hart umkämpften Match setzten sich<br />
die Europäer mit 6:2, 7:6(6) durch und verkürzten den Rückstand<br />
auf 8:7. Das Publikum war außer sich vor Freude, die<br />
Spannung in der Arena erreichte neue Höhen.<br />
Dann kam es zu einem der emotionalsten Momente des<br />
Turniers: Alexander Zverev, der deutsche Star, trat in einem<br />
Duell gegen Frances Tiafoe an, das in die Tennisgeschichte eingehen<br />
sollte. Zverev lag mit einem Satz und einem Break zurück,<br />
doch er kämpfte sich mit unermüdlichem Einsatz zurück<br />
ins Spiel. Das Publikum stand auf den Beinen, jeder Punkt<br />
wurde bejubelt, und als Zverev den zweiten Satz mit 7:5 gewann,<br />
brodelte die Halle. Im Match-Tie-Break dominierte Zverev<br />
schließlich mit 10:5 und brachte Europa in eine aussichtsreiche<br />
Position. Der Stand war jetzt 11:10, und alles hing von<br />
einem letzten, entscheidenden Match ab.<br />
Alexander Zverev bei seinem Spiel gegen Frances Tiafoe<br />
6<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
Titel<br />
Ç<br />
Carlos Alcaraz<br />
von Team Europa, sprach<br />
von einem „perfekten Abschluss“<br />
seiner Kapitänskarriere.<br />
„Ich bin so stolz auf<br />
mein Team und auf diese<br />
unglaubliche Leistung. Es<br />
war ein schwerer Kampf,<br />
aber die Unterstützung<br />
der Fans hat uns den Sieg<br />
gebracht“ .<br />
Alcaraz gegen Fritz: Der alles entscheidende Showdown<br />
Das Finale des Turniers sollte zwischen den beiden Superstars<br />
Carlos Alcaraz und Taylor Fritz ausgetragen werden. Die<br />
Bühne war perfekt für ein dramatisches Ende: ein spanischer<br />
Shootingstar gegen einen erfahrenen amerikanischen Kämpfer.<br />
Alcaraz, der das gesamte Turnier über in brillanter Form<br />
war, spielte mit einer Präzision, die Fritz von Beginn an unter<br />
Druck setzte. Der erste Satz ging schnell an den Spanier, der mit<br />
seinen kraftvollen Grundschlägen und einem nahezu perfekten<br />
Aufschlagspiel Fritz dominierte und mit 6:2 in Führung ging.<br />
Im zweiten Satz konnte Fritz zunächst mithalten und das<br />
Publikum spürte, dass sich das Match zuspitzen würde. Als Fritz<br />
bei 4:4 den Aufschlag von Alcaraz durchbrach, stieg die Spannung<br />
in der Halle ins Unermessliche. Doch Alcaraz bewies,<br />
warum er als einer der besten Spieler der Welt gilt. Mit eisernem<br />
Willen und einer unglaublichen mentalen Stärke holte<br />
er sich das Break zurück und brachte das Match mit 7:5 nach<br />
Hause. Der Sieg war perfekt, Team Europa jubelte, und das Publikum<br />
in der Uber-Arena brach in frenetischen Jubel aus .<br />
Emotionen in der Arena: Die Live-Erfahrung der Fans<br />
Für die Zuschauer vor Ort war dieses Finale ein einzigartiges Erlebnis.<br />
„Ich habe viele Tennismatches gesehen, aber so etwas<br />
noch nie erlebt“, berichtete ein Fan nach dem Spiel. „Die Spannung,<br />
die Emotionen – es war, als wären wir alle auf dem Platz.“<br />
Die Uber-Arena bebte, als Alcaraz den letzten Punkt erzielte<br />
und Team Europa den Pokal in die Höhe stemmte.<br />
Auch für die Spieler war die Atmosphäre überwältigend. „Es<br />
war unglaublich, vor so einem Publikum zu spielen“, sagte Alcaraz<br />
nach dem Match. „Sie haben uns durch jedes Spiel getragen<br />
und uns die Energie gegeben, die wir brauchten, um<br />
das Turnier zu gewinnen.“ Björn Borg, der scheidende Kapitän<br />
Emotionale Momente<br />
und ein Abschied<br />
Der Sieg war nicht nur ein<br />
Triumph für Alcaraz und<br />
seine Teamkollegen, sondern<br />
auch ein emotionaler<br />
Abschied für Björn Borg, der<br />
nach sieben Jahren als Kapitän<br />
von Team Europa zurücktrat. „Es war eine große Herausforderung,<br />
aber die Jungs haben fantastisches Tennis gespielt<br />
und nie aufgegeben“, sagte Borg nach dem Sieg. Sein Pendant,<br />
John McEnroe, beendete ebenfalls seine Rolle als Kapitän von<br />
Team Welt, nachdem er dreimal hintereinander den Titel geholt<br />
hatte. Im kommenden Jahr wird er durch Andre Agassi ersetzt<br />
Berlin als Gastgeber: Mehr als nur Tennis<br />
Während der Laver Cup die Aufmerksamkeit auf das Geschehen<br />
auf dem Platz richtete, erlebten die Zuschauer und Fans in Berlin<br />
auch die Stadt von ihrer besten Seite. Die internationale Fanbasis,<br />
die nach Berlin reiste,<br />
war beeindruckt von<br />
der Gastfreundschaft und<br />
der Vielfalt der Hauptstadt.<br />
Hotels und Restaurants<br />
waren ausgebucht, und die<br />
Stadt bot Besuchern viele<br />
Möglichkeiten, die Sehenswürdigkeiten<br />
zwischen<br />
den Matches zu genießen.<br />
Die Kombination aus erstklassigem<br />
Sport und kulturellen<br />
Angeboten machte<br />
Berlin zu einem perfekten<br />
Gastgeber für ein Event dieser<br />
Größenordnung.<br />
Ein Turnier für<br />
die Ewigkeit<br />
Der Laver Cup <strong>2024</strong> wird<br />
als eines der dramatischsten und spannendsten Turniere in die<br />
Tennisgeschichte eingehen. Die Zuschauer erlebten vor Ort ein<br />
Spektakel, das von Spannung, Emotionen und purer Leidenschaft<br />
geprägt war. Vom ersten Punkt bis zum letzten Matchball<br />
boten die Spiele alles, was das Herz eines Tennisfans höher<br />
schlagen lässt.<br />
Für Team Europa war der Sieg nicht nur ein Triumph auf<br />
dem Platz, sondern auch ein Symbol für Teamgeist und Durchhaltevermögen.<br />
Die Verbindung zwischen Spielern und Publikum,<br />
die elektrisierende Atmosphäre und die unvergesslichen<br />
Matches machten dieses Turnier zu einem Erlebnis, das die<br />
Fans noch lange in Erinnerung behalten werden.<br />
Text: Claudio Gärtner, Fotos: Getty Images<br />
Das siegreiche Team<br />
Europa mit dem Pokal<br />
Die scheidenden Kapitäne Björn Borg und John McEnroe<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
7
Ç<br />
National<br />
Matej Dodig, CRO (TC 1899 Blau-Weiss)<br />
2. Bundesliga Nord der Herren<br />
Alle drei Berliner Clubs<br />
landen im gesicherten<br />
Mittelfeld<br />
Allseits zufriedene Mienen gab es bei den Verantwortlichen des<br />
LTTC “Rot-Weiß”, des TC 1899 Blau-Weiss sowie des Aufsteigers<br />
TC SCC nach Beendigung der 2. Liga-Saison der Herren. Denn in<br />
der Schlusstabelle lagen die Mannschaften mit überwiegend<br />
ausgeglichener Bilanz dicht beieinander und werden somit<br />
auch im kommenden Jahr gemeinsam in der zweithöchsten<br />
deutschen Spielklasse vertreten sein.<br />
Die siegreichen 1. Herren vom<br />
TC 1899 Blau-Weiss<br />
TC 1899 Blau-Weiss belegt Rang vier<br />
Mit vier Siegen in acht Spielen konnten<br />
sich die Blau-Weiss-Herren diesmal in<br />
der Tabelle am besten platzieren. Zwar<br />
gab es zum Auftakt beim Tennis Club<br />
Ohligs eine 3:6-Niederlage. Dabei musste<br />
an Nummer eins Neuzugang Marat Sharipov (Russland)<br />
gegen den Österreicher Sandro Kopp eine 2:6, 4:6-Niederlage<br />
hinnehmen. Doch Michael Agwi (Irland), Robin Stanek<br />
(Tschechien) und Jonas Pelle Hartenstein stellten<br />
durch ihre Erfolge den Zwischenstand nach den Einzeln<br />
auf 3:3. Am Ende gingen alle Doppel verloren. Dabei gab<br />
es bei zwei Partien denkbar knappe Niederlagen im<br />
Match-Tie-Break. Doch im darauffolgenden Auswärtsspiel<br />
gegen den HTC Blau-Weiß Krefeld hatten die Männer<br />
vom Roseneck diesmal mit 6:3 die Nase vorn. Dabei setzte<br />
sich Marat Sharipov im Spitzenspiel gegen Matteo Martineau<br />
aus Frankreich mit 6:3, 6:4 durch. Michael Agwi und<br />
der Tscheche Jan Hrazdil erkämpften zwei weitere Punkte<br />
zum 3:3-Zwischenstand. Im Gegensatz zur Partie in Ohligs<br />
gingen alle drei Doppel ohne Satzverlust an die Blau-Weissen.<br />
Es folgte das mit Spannung erwartete erste Lokalderby<br />
gegen den Aufsteiger TC SCC. Auf der Anlage an der<br />
Waldmeisterstraße gingen die Charlottenburger zunächst<br />
mit 4:2 in Führung. Der SCCer Daniel Masur bezwang im<br />
Spitzenspiel den Kroaten Matej Dodig mit 6:4, 7:6. Benito<br />
Jaron Sanchez Martinez, Diego Dedura-Palomero und Nicaise<br />
Muamba (Kanada) sicherten drei weitere Zähler für<br />
den SCC. Auf Blau-Weiss-Seite waren der Niederländer<br />
Ryan Nijboer und Michael Agwi erfolgreich. Dramatisch<br />
verliefen schließlich die Doppel, die alle erst im Match-Tie-<br />
Break entschieden wurden. Daniel Masur und Benito Jaron<br />
Sanchez Martinez sowie Imanol Lopez Morillo (Spanien)<br />
und Diego Dedura-Palomero sorgten für die Entscheidung<br />
zugunsten der Gäste. Die Tschechen Vaclav Safranek und<br />
Robin Stanek konnten für Blau-Weiss lediglich noch auf 3:6<br />
verkürzen.<br />
Bereits zwei Tage später stand wiederum bei Blau-<br />
Weiss der Klassiker gegen den Ortsrivalen LTTC “Rot-<br />
Weiß” auf dem Programm. Die erneut sehr gut gefüllte Anlage<br />
sah diesmal den TC 1899 Blau-Weiss am Ende mit 5:4<br />
vorne. Im Topspiel setzte sich Ivan Dodig gegen den Spanier<br />
Oriol Roca-Batalla mit 6:2, 6:3 durch. Ryan Nijboer. Michael<br />
Agwi und Jonas Pelle Hartenstein brachten ihr Team<br />
mit 4:2 in Front. Für die “Rot-Weißen” punkteten Robert<br />
Strombach und Alvaro Lopez San Martin (Spanien). Am<br />
Ende mussten die Hausherren noch mächtig zittern, da zunächst<br />
zwei Doppel klar an die Gäste gingen. Für die Entscheidung<br />
sorgten Ryan Nijboer und der US-Amerikaner<br />
George Goldhoff durch ein 6:3, 4:6, 10:6 gegen die Spanier<br />
Oriol Roca-Batalla und Alvaro Lopez San Martin. Damit<br />
schafften die Herren von Blau-Weiss die Revanche, denn<br />
wenige Wochen zuvor unterlagen auf dem gleichen Court<br />
die Damen des TC 1899 Blau-Weiss im Doppel den “Rot-<br />
Weißen” beim Stand von 4:4 ebenfalls im Match-Tie-Break.<br />
Nach den beiden Lokalderbys ging es zum 1. Bundesligaabsteiger<br />
Ewige Liebe Blau-Weiss Neuss. Die diesmal<br />
nicht in Bestbesetzung angetretenen Berliner lagen nach<br />
den Einzeln mit 2:4 im Hintertreffen. Dabei siegte im Topspiel<br />
Vaclav Safranek gegen den Franzosen Clement Tabur<br />
mit 6:3, 2:6, 10:7. Und auch Michael Agwi setzte seine Serie<br />
mit zwei gewonnenen Tiebreaks fort. In den übrigen Einzeln<br />
gelang kein Satzgewinn. Am Ende holten sich die<br />
Neusser alle drei Doppel ohne Satzverlust und schraubten<br />
das Endergebnis auf 7:2. Und auch die Begegnung gegen<br />
Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
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<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
National<br />
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Michael Agwi, IRL<br />
(TC 1899 Blau-Weiss)<br />
den Kölner THC Stadion Rot-Weiss war nicht von Erfolg gekrönt.<br />
Am Ende gab es eine klare 1:8-Niederlage. Der Neuling<br />
Hady Habib aus dem Libanon zog gegen den Italiener<br />
Marco Trungelliti mit 5:7, 2:6 den Kürzeren. Der weiterhin<br />
ungeschlagene Michael Agwi holte den einzigen Punkt.<br />
Doch am Ende der Spielzeit legten die Blau-Weissen<br />
nochmal einen Zahn zu. Zunächst gaben sie zuhause dem<br />
Suchsdorfer SV mit 7:2 das Nachsehen. Hady Habib gewann<br />
auf Position eins gegen den Franzosen Jürgen Briand<br />
sicher mit 6:4, 6:2. Marat Sharipov, Ryan Nijboer und<br />
Michael Agwi holten die weiteren Einzelpunkte. Am Ende<br />
wurden alle drei Doppel klar gewonnen. Den Schlusspunkt<br />
setzten die Männer von der Waldmeisterstraße mit<br />
einem 7:2-Sieg beim Tennisclub Iserlohn, der damit auch<br />
als Absteiger feststand. Hady Habib blieb im Spitzeneinzel<br />
gegen den Tunesier Moez Echargui beim 6:1, 6:4 ungefährdet.<br />
Marat Sharipov, Ryan Nijboer und Michael Agwi<br />
brachten die Südberliner mit 4:2 in Führung. Die Doppel<br />
gingen dann auch noch an Blau-Weiss, womit der vierte<br />
Gesamtsieg perfekt gemacht wurde. „Wir können mit dem<br />
Abschneiden sehr zufrieden sein“, freute sich Mannschaftscoach<br />
René Heidbrink. „Vor Saisonbeginn war uns klar, dass<br />
wir um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Die größte<br />
Unbekannte stellten die neuen Spieler dar, bei denen wir<br />
nicht abschätzen konnten, wie sie sich in der für sie noch<br />
ungewohnten Spielklasse bewähren würden. Am Ende hat<br />
es sehr gut geklappt. Alle haben ihre Leistung gebracht“,<br />
so das Fazit von Heidbrink. Ungeschlagen blieben Michael<br />
Agwi mit einer 8:0-Einzelbilanz sowie Ryan Nijboer,<br />
der seine vier Einzel ebenfalls erfolgreich beendete. „Beide<br />
haben herausragend gespielt“, stellte Heidbrink fest. Unglücklich<br />
verlief es für Jonas Pelle Hartenstein, der in acht<br />
Partien zweimal erfolgreich blieb und von fünf Match-Tie-<br />
Breaks lediglich einen gewinnen konnte. Ansonsten möchte<br />
Heidbrink für das kommende Jahr möglichst viele Akteure<br />
erneut dabeihaben. Zuvor muss der Vorstand allerdings<br />
noch über die finanziellen Mittel für 2025 beraten. Erst danach<br />
kann die Planung für die nächste Saison beginnen.<br />
Robin Stanek, CZE (TC 1899 Blau-Weiss)<br />
Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
Aufsteiger TC SCC beeindruckt die Konkurrenz<br />
Mit einer mehr als konkurrenzfähigen<br />
Mannschaft ging Aufsteiger TC SCC ins<br />
Rennen. Bereits das Auftaktmatch beim<br />
späteren 1. Liga-Aufsteiger Ewige Liebe<br />
Blau-Weiss Neuss ließ aufhorchen. Im Duell<br />
der beiden Spitzenspieler rang der Spanier Imanol Lopez<br />
Morillo den für Neuss spielenden Italiener Franco Agamenone<br />
mit 7:6, 7:6 nieder. Diego Dedura-Palomero und der<br />
Kanadier Nicaise Muamba sorgten für den überraschenden<br />
3:3-Zwischenstand. Zwar gewannen noch Blaz Kavcic (Slowenien)<br />
und Benito Jaron Sanchez Martinez ihr Doppel im<br />
Match-Tie-Break. Die übrigen beiden Doppel gingen dann<br />
an die Neusser, die damit mit viel Mühe den 5:4-Gesamtsieg<br />
herstellen konnten. Anschließend folgten drei Siege<br />
am Stück. Zunächst konnte auf der Anlage an der Waldschulallee<br />
der Suchsdorfer SV mit 5:4 bezwungen werden.<br />
Neuzugang Daniel Masur siegte an Position eins gegen<br />
den Franzosen Jürgen Briand mit 3:6, 7:6, 10:8. Imanol<br />
Lopez Morillo und Benito Jaron Sanchez Martinez steuerten<br />
zwei weitere Punkte bei. Am Ende setzten sich die Doppel<br />
Ulises Blanch Medina (USA)/Imanol Lopez Marillo sowie<br />
Blaz Kavcic / Benito Jaron Sanchez Martinez jeweils in zwei<br />
Markus Malaszszak, GER (TC SCC)<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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National<br />
Benito Jaron Sanchez Martinez, GER<br />
(TC SCC)<br />
Imanol Lopez Morillo, ESP (TC SCC)<br />
Sätzen durch und brachten damit<br />
den ersten Saisonsieg unter Dach<br />
und Fach. Es folgte ebenfalls auf<br />
der SCC-Anlage das Lokalderby<br />
gegen den LTTC “Rot-Weiß”. Auch<br />
hier ging es spannend zu. Daniel<br />
Masur gewann gegen den Kasachen Dmitri Popko erneut<br />
im Match-Tie-Break mit 4:6, 6:4, 10:5. Imanol Lopez Morillo<br />
und Benito Jaron Sanchez Martinez setzten sich ebenfalls<br />
im Match-Tie-Break durch. Für die “Rot-Weißen” waren<br />
Timo Stodder, Robert Strombach und Alvaro Lopez San<br />
Martin erfolgreich. Die SCC-Doppel Daniel Masur / Nicaise<br />
Muamba und Blaz Kavcic / Benito Jaron Sanchez Martinez<br />
fuhren dann mit klaren Zweisatzsiegen den 5:4-Gesamterfolg<br />
für die Charlottenburger ein. Der vierte “Rot-Weiß”-<br />
Zähler ging noch auf das Konto von Dmitriy Popko / Robert<br />
Strombach.<br />
Der dritte Streich folgte dann mit dem 6:3 beim TC 1899<br />
Blau-Weiss, ehe die Siegesserie mit einem 3:6 gegen den<br />
Tennis Club Ohligs riss. Zwar ging das Spitzeneinzel zwischen<br />
Daniel Masur und dem Inder Ramkumar Ramanathan<br />
mit 6:4, 6:1 an den SCCer. Doch gelang nur noch Diego<br />
Dedura-Palomero ein weiterer Einzelerfolg. Zusammen mit<br />
Imanol Lopez Morillo schaffte Diego Dedura-Palomero den<br />
dritten Punkt für den TC SCC. Es folgte ein deutliches 7:2<br />
beim Tennisclub Iserlohn. Allerdings war die Partie hart umkämpft,<br />
denn die vier Einzelpunkte der Berliner wurden alle<br />
erst im Match-Tie-Break gewonnen (Spitzenspiel Antoine<br />
Escoffier (Frankreich / SCC) – Moez Echargui / Tunesien 4:6,<br />
6:3, 10:5). Zum Schluss gingen alle Doppel nach teilweise<br />
ebenfalls knappem Ausgang an das Team aus Charlottenburg.<br />
Im vorletzten Spiel gab es beim HTC Blau-Weiß Krefeld<br />
eine knappe 4:5-Niederlage. Antoine Escoffier verlor<br />
das Spitzenspiel gegen den Italiener Stefano Travaglia mit<br />
3:6, 7:6, 3:10. Benito Jaron Sanchez Martinez, Diego Dedura-Palomero<br />
und Nicaise Muamba glichen zum 3:3 aus. Daniel<br />
Masur / Benito Jaron Sanchez Martinez blieben im Doppel<br />
erfolgreich.<br />
Der letzte Auftritt vor heimischer Kulisse gegen den Kölner<br />
THC Stadion Rot-Weiss begann verheißungsvoll, denn<br />
nach der ersten Runde lagen die Hausherren mit 3:0 in Führung.<br />
Doch dann schlugen die Regularien erbarmungslos<br />
zu. Versehentlich wurde auf Seiten des SCC bei der Anwesenheitsliste<br />
der Spieler bei dem nicht anwesenden<br />
Ulises Blanch Medina ein Kreuz gemacht statt bei dem<br />
hinter ihm eingestuften Imanol Lopez Morillo. Die Konsequenz<br />
war ein Protest der Kölner, dem gemäß Regelbuch<br />
stattgegeben und das Endresultat mit 9:0 für die Gäste<br />
gewertet wurde. Somit fiel die Entscheidung der eigentlich<br />
für die Tabelle bedeutungslosen Partie nicht auf dem<br />
Platz, sondern am grünen Tisch, was die Gastgeber natürlich<br />
nicht begeisterte. Trotz dieses Fauxpas kam der Aufsteiger<br />
mit ebenfalls vier Siegen und nur aufgrund des<br />
etwas schlechteren Satzverhältnisses hinter dem TC 1899<br />
Blau-Weiss auf den fünften Schlussrang. Die drei schon gewonnenen<br />
Einzel gegen Köln hätten ansonsten sogar für<br />
den dritten Platz gereicht. Außerdem gelang es den SCCern<br />
beide Lokalderbys für sich zu entscheiden. „Ich bin total begeistert<br />
von der Mannschaft. Wir hatten einen tollen Teamgeist<br />
und haben bewiesen, dass wir mit der Konkurrenz<br />
gut mithalten können“, meinte Mannschaftscoach Jens<br />
Thron. Besonders freute ihn, dass gegen Suchsdorf und den<br />
LTTC “Rot-Weiß” ein 0:3-Rückstand nach der ersten Einzelrunde<br />
noch in einen 5:4-Sieg umgemünzt werden konnte.<br />
Von den einzelnen Spielern konnte Neuzugang Daniel<br />
Masur mit vier Siegen aus sieben Spielen überzeugen. „Eine<br />
tolle Leistung muss man auch Benito Jaron Sanchez Martinez<br />
und besonders unserem Youngster Diego Dedura-Palomero<br />
bescheinigen“, ergänzt Thron. Der erst 16-jährige<br />
Diego Dedura-Palomero beeindruckte mit vier Siegen in<br />
sechs Partien. Das ursprüngliche Ziel Klassenerhalt wurde<br />
insgesamt lockerer erreicht als erwartet. Für die kommende<br />
Saison soll das Team zusammenbleiben. „Daniel Masur<br />
möchte in jedem Fall wieder so oft wie möglich mitwirken.<br />
Vielleicht kommen noch zwei oder drei neue Namen hinzu“,<br />
sieht Thron in die Zukunft.<br />
LTTC “Rot-Weiß” musste kurzzeitig bangen<br />
Die in der Vergangenheit jeweils im vorderen<br />
Feld platzierten Herren des LTTC<br />
“Rot-Weiß” kamen diesmal zu Beginn<br />
nicht so richtig auf Touren. So gingen die<br />
ersten vier Spiele alle knapp verloren. Zum<br />
Auftakt entführte Ewige Liebe Blau-Weiss Neuss mit einem<br />
6:3 die ersten Punkte aus der Hauptstadt. Oriol Roca-Batalla<br />
gelang zwar an Position eins ein 6:1, 7:6 gegen Titouan<br />
Droguet aus Frankreich. Doch nur Timo Stodder holte<br />
im Match-Tie-Break noch einen weiteren Einzelpunkt. Die<br />
Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
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<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
National<br />
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Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
übrigen hart umkämpften Einzelpartien gingen alle im<br />
Match-Tie-Break verloren. Im Doppel konnten nur Timo<br />
Stodder / Robert Strombach gewinnen. Es folgte das 4:5<br />
beim TC SCC. Und auch gegen den HTC Blau-Weiß Krefeld<br />
hatten die “Rot-Weißen” am Ende mit 4:5 das Nachsehen.<br />
Oriol Roca-Batalla rang an Nummer eins den Franzosen<br />
Matteo Martineau denkbar knapp mit 6:7, 7:6, 10:8 nieder.<br />
Robert Strombach und Nino Ehrenschneider waren ebenfalls<br />
erfolgreich. In den Doppeln konnte jedoch nur Nino<br />
Ehrenschneider zusammen mit dem Ukrainer Oleksii Krutykh<br />
punkten. Die vierte Niederlage gab es anschließend<br />
mit 4:5 beim TC 1899 Blau-Weiss. Ab diesem Zeitpunkt<br />
war die Mannschaft gefordert. Und sie steigerte sich auch.<br />
„Natürlich war das kein schöner Start für uns. Wir hatten<br />
uns das selbstverständlich anders vorgestellt. Ich bin aber<br />
ruhig geblieben, weil ich wusste, dass wir eine gute Mannschaft<br />
haben“, analysierte Mannschaftscoach Timo Taplick.<br />
So wurden auch die beiden folgenden wichtigen Spiele<br />
gegen Suchsdorf und Iserlohn klar gewonnen. Beim 7:2 in<br />
Suchsdorf ließ Topspieler Oriol Roca-Batalla beim 6:4, 6:0<br />
gegen Jürgen Briand nichts anbrennen. Neuzugang Valentin<br />
Royer (Frankreich), der Russe Svyatoslav Gulin und Alvaro<br />
Lopez San Martin aus Spanien bauten die Führung auf<br />
4:2 aus. Am Ende gewannen die Männer von der Hundekehle<br />
auch alle drei Doppel. Noch deutlicher wurde es<br />
auf eigener Anlage gegen Iserlohn. Bereits nach den Einzeln<br />
stand es 5:1 für die Gastgeber. Oriol Roca-Batalla siegte<br />
souverän mit 6:2, 6:2 gegen Moez Echargui (Tunesien),<br />
Svyatoslav Gulin und Robert Strombach gewannen jeweils<br />
im Match-Tíe-Beak. Oleksii Krutykh und Alvaro Lopez San<br />
Martin sorgten mit je zwei gewonnenen Sätzen für klare<br />
Verhältnisse. Zum Schluss gingen auch noch alle Doppel<br />
mit Zweisatzerfolgen zum 8:1-Endstand an die „Rot-Weiß“-<br />
Herren. In Köln wurde den Nachwuchsspielern Carl Labitzke<br />
und Joshua Kugel die Chance gegeben, sich in der 2.<br />
Liga zu bewähren und damit auf die Bestbesetzung verzichtet,<br />
was zu einer 1:8-Niederlage führte. In den Einzeln<br />
konnte kein Satz gewonnen werden (Spitzeneinzel Marco<br />
Trungelliti – Timo Stodder 6:2, 7:5). Nur das Doppel Timo<br />
Stodder / Robert Strombach rettete mit einem siegreichen<br />
Match-Tie-Break die Ehre des Traditionsclubs. Für einen<br />
versöhnlichen Saisonabschluss sorgte im Heimspiel das 6:3<br />
gegen den Tennis Club Ohligs. Oriol Roca-Batalla behielt<br />
im Spiel der beiden Nummer eins gegen den Österreicher<br />
Sandro Kopp mit 7:6, 6:1 die Oberhand. Timo Stodder, Robert<br />
Strombach. Oleksii Krutykh und Nino Ehrenschneider<br />
sorgten für die uneinholbare 5:1-Führung. Den sechsten<br />
Zähler verbuchten Oriol Roca-Batalla / Oleksii Krutykh dank<br />
eines erfolgreichen Match-Tie-Breaks. Damit belegten<br />
die “Rot-Weißen” mit drei Siegen aus acht Spielen in der<br />
Endabrechnung hinter dem TC 1899 Blau-Weiss und dem<br />
TC SCC den sechsten Platz. „Nach dem unglücklichen Start<br />
mit drei knappen Niederlagen hatten wir natürlich Druck.<br />
So musste gegen Suchsdorf und Iserlohn unbedingt gewonnen<br />
werden. Hier hat die Mannschaft geliefert. Außerdem<br />
wollten wir das letzte Spiel auch noch gewinnen, was<br />
ebenfalls gelungen ist. Somit konnte die Saison doch noch<br />
gerettet werden“, bilanzierte Taplick und ergänzte: „Natürlich<br />
hat es wehgetan, dass beide Lokalderbys verloren gingen.<br />
Aber das Wichtigste ist natürlich der Klassenerhalt“.<br />
Besonders herausragend spielte Oriol Roca-Batalla, der an<br />
Position eins von sechs Partien fünf siegreich gestaltete.<br />
Ebenso überzeugten Rückkehrer Robert Strombach mit<br />
einer 5:3-Einzelbilanz und Alvaro Lopez San Martin, der<br />
vier von sechs Einzeln für sich entschied. „Unsere erfolgreichen<br />
Akteure wollen wir natürlich halten. Insgesamt<br />
dürfte es aber für die kommende Saison die ein oder andere<br />
Veränderung geben“, sagt Taplick zur Zukunftsplanung.<br />
Apropos nächstes Jahr: In dieser Spielzeit war es für die<br />
2. Liga Nord ein Novum, dass drei Berliner Clubs im Rennen<br />
waren. Nachdem es allen gelang, die Klasse zu halten,<br />
kommt es 2025 noch besser. Denn mit dem TC Grün-Weiß<br />
Nikolassee gesellt sich ein weiterer Verein aus dem TVBB<br />
hinzu, was sechs Lokalderbys garantiert. Somit besteht die<br />
2. Bundesliga Nord in der kommenden Saison fast zur Hälfte<br />
aus Teilnehmern aus der Hauptstadt.<br />
Michael Matthess<br />
Oriol Roca-Batalla, ESP (LTTC „Rot-Weiß“)<br />
Die 1. Herren LTTC „Rot-Weiß“, obere<br />
Reihe: Timo Taplick (Team-Kapitän),<br />
Sebastian Rieschick (Coach), Nino<br />
Ehrenschneider, Dmitriy Popko,<br />
Robert Strombach und Oleksii<br />
Krutykh, untere Reihe: Alvaro Lopez<br />
San Martin, Oriol Roca-Batalla, Oliver<br />
Olsson und Timo Stodder<br />
Timo Stodder, GER<br />
(LTTC „Rot-Weiß“)<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
11
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National<br />
Rückblick Ostliga und Aufstiegsspiele<br />
zur Regionalliga Nordost <strong>2024</strong><br />
Ein Ostliga-Titel mehr als<br />
im Vorjahr<br />
<strong>2024</strong> holten die Clubs des Tennis-Verbandes Berlin-<br />
Brandenburg zehn Ostliga-Titel und damit einen mehr als im<br />
letzten Jahr. Mit drei ersten Plätzen schnitt der TC 1899 Blau-<br />
Weiss am erfolgreichsten ab. In sieben Altersklassen wurde<br />
aufgrund der hohen Teilnehmerzahl erneut in zwei Gruppen<br />
gespielt. Die meisten Teams, nämlich vierzehn, gingen bei<br />
den Herren 40 ins Rennen. Ein Mammutprogramm mussten<br />
die Herren absolvieren, bei denen zehn Mannschaften am<br />
Start waren und folglich jeder Teilnehmer neun Spiele zu<br />
bestreiten hatte.<br />
Ç<br />
Ostliga Herren: TC 1899 Blau-Weiss II knapp vor Potsdam<br />
In der 10er Gruppe der Herren setzte sich die zweite Mannschaft<br />
des TC 1899 Blau-Weiss denkbar knapp vor dem pe beherrschten die 40er des TC 1899 Blau-Weiss. Die Zehlen-<br />
Friedrichshain belegten Rang vier und sechs. Die andere Grup-<br />
PTC"Rot-Weiss" Potsdam durch. In der Endabrechnung standen dorfer Wespen, der BSC Rehberge 1945 und der Tempelhofer<br />
beide Clubs bei 8:1-Siegen und 16:2-Matchpunkten. Schließlich<br />
gab die Satzbilanz mit 57:24 gegenüber 53:28 den Aus-<br />
wurde der TC Frohnau Schlusslicht und muss die Klasse ver-<br />
TC schafften die Ränge drei, vier und sechs. Mit einer 1:5-Bilanz<br />
schlag zugunsten der Berliner. Mit je fünf Erfolgen kamen die lassen. Das Finale und damit der Ostliga-Titel ging an die Blau-<br />
Zehlendorfer Wespen, der LTTC “Rot-Weiß”, der TC Frohnau und Weissen, die in Dresden mit 6:3 die Oberhand behielten.<br />
der BTTC Grün-Weiß auf die Ränge vier bis sieben, wobei Frohnau<br />
und der BTTC Grün-Weiss aufgrund der weniger erzielten auf Platz eins vor der FVT Heilandsweide. PTC "Rot-Weiss" Pots-<br />
In Gruppe A (6 Teams) der Herren 50 kam der TC Altenburg<br />
Matchpunkte die Ostliga verlassen müssen. Zu ihnen kommen<br />
noch der TC 1899 Blau-Weiss III (2:7-Siege), der Berliner SV vierten und fünften Schlussrang bedeutete. Ebenfalls zwei<br />
dam und Sutos 1917 blieben zweimal erfolgreich, was den<br />
92 (1:8) und der TC Orange-Weiß Friedrichshagen, die sieglos Siege hatte der TC Frohnau auf dem Konto, doch die geringere<br />
Anzahl an Matchpunkten führte zum Abstieg. In der anderen<br />
blieben.<br />
Bei den Herren 30 blieb der Chemnitzer TC Küchwald / Freiberg<br />
ungeschlagen. Von den neun Mannschaften belegten der dem BTTC Grün-Weiß. Der TC SCC landete mit zwei Siegen auf<br />
Gruppe blieben die Zehlendorfer Wespen ungeschlagen vor<br />
BSC Rehberge 1945, die Zehlendorfer Wespen, TC Orange-Weiß dem vierten Platz. Die Zehlendorfer wurden schließlich Ostligameister<br />
durch ein 6:3 gegen den TC Altenburg.<br />
Friedrichshagen und der LTTC “Rot-Weiß” mit jeweils fünf Siegen<br />
die Plätze zwei bis fünf. Die SV Reinickendorf 1896 hingegen<br />
verließ lediglich dreimal als Sieger den Platz, was zum Nikolassee, die in ihrer Gruppe alle fünf Spiele gewinnen konn-<br />
Nichts anbrennen ließen die Herren 55 vom TC Grün-Weiß<br />
Klassenverbleib nicht reichte.<br />
ten. Auf den weiteren Plätzen folgten der TC Wilmersdorf und<br />
Zwei Gruppen à sieben Mannschaften erforderte die Herren<br />
40-Konkurrenz. In Gruppe A setzte sich der TC Blau- dorf 1896 steigen hingegen ab. Die Zehlendorfer Wespen II<br />
Sutos 1917. Der TK Blau-Gold Steglitz und die SV Reinicken-<br />
Weiß Dresden-Blasewitz durch. Der TC Tiergarten und der TC hatten kurzfristig ihre Mannschaft zurückgezogen. In Gruppe<br />
Foto: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
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<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
B gewann der TC Grün-Weiß Lankwitz alle sechs Partien. TC<br />
Tiergarten kam mit 4:2-Siegen auf den dritten Rang. Dem TC<br />
`Weiße Bären Wannsee´ reichte eine ausgeglichene Bilanz nicht<br />
zum Klassenverbleib. Sie werden von den Zehlendorfer Wespen<br />
begleitet, die nur ein Erfolgserlebnis vorzuweisen hatten.<br />
Das Endspiel entschieden die Lankwitzer gegen Nikolassee mit<br />
6:3 für sich.<br />
Vierzehn Teams in zwei Gruppen spielten im Herren<br />
60-Wettbewerb um den Titel und gegen den Abstieg. In Gruppe<br />
A setzte sich mit vier Siegen der TC Frohnau dank der besseren<br />
Matchpunktebilanz gegen die punktgleichen"Rot-Weiss"<br />
Potsdam und Sutos 1917 durch. Die zweite Mannschaft der<br />
FVT Klingsor kam mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf<br />
Rang fünf. Der TC Orange-Weiß Friedrichshagen II hingegen<br />
steigt ohne Erfolgserlebnis ab. Besser lief es für den Verein in<br />
der anderen Gruppe, denn die erste Mannschaft belegte unbezwungen<br />
Platz eins. Der Grunewald TC kam auf Rang drei<br />
vor den TC Berlin-Lichtenrade Weiß-Gelb. Die zweite Mannschaft<br />
des TC 1899 Blau-Weiss bleibt, obwohl sieglos, weiter in<br />
der Ostliga, da der TC Grün-Weiß Nikolassee vor Saisonbeginn<br />
zurückzog. Das Endspiel entschied der TC Frohnau gegen den<br />
TC Orange-Weiß Friedrichshagen nach 5:1-Führung nach den<br />
Einzeln mit 6:3 für sich.<br />
Der Steglitzer TK blieb in seiner Gruppe bei den Herren 65<br />
ungeschlagen. Dahinter platzierten sich die Zehlendorfer Wespen,<br />
der BSV 92 und Siemens TK Blau-Gold, der mit nur einem<br />
Sieg absteigen muss. In Gruppe B gewann der TC SCC alle seine<br />
Spiele. Die SV Reinickendorf 1896 wurde Zweiter. Der SV Berliner<br />
Bären sowie der BTC 1904 Grün-Gold konnten den Abstieg<br />
nicht verhindern. Ostmeister wurde der TC SCC, der den Steglitzer<br />
TK klar mit 8:1 in Schach hielt.<br />
Die 70er Herren des TC 1899 Blau-Weiss wurden souveräner<br />
Gruppensieger mit vier Siegen und einem Unentschieden<br />
vor Sutos 1917. Der Hermsdorfer SC belegte Rang fünf vor Absteiger<br />
Steglitzer TK, dem ein Sieg nicht reichte. In der anderen<br />
Gruppe kamen die Füchse Berlin Reinickendorf mit fünf Siegen<br />
und einem Unentschieden auf Platz eins vor dem Grunewald<br />
TC und dem TC Heiligensee. Der LTTC “Rot-Weiß” sowie der SV<br />
Berliner Bären schafften den Klassenerhalt nicht. Das Finale gewannen<br />
die Blau-Weissen gegen Füchse Berlin Reinickendorf<br />
klar mit 6:0.<br />
Bei den Herren 75 schließlich wurde in der 5er Gruppe USV<br />
Halle (drei Siege, ein Unentschieden) Erster vor dem Hermsdorfer<br />
SC, dem TC SCC, TC Orange-Weiß Friedrichshagen und<br />
dem VfL Tegel.<br />
National<br />
Ç<br />
Ç<br />
Ostliga Damen: Zehlendorfer Wespen überlegen<br />
Aus acht Mannschaften bestand die Ostliga der Damen. Hier erwiesen<br />
sich die Zehlendorfer Wespen der Konkurrenz klar über-<br />
Plätze.<br />
"Rot-Weiss" Potsdam und des Grunewald TC auf die weiteren<br />
legen und blieben in allen Begegnungen ungeschlagen. Dahinter<br />
folgten der BSV 92 und der SV Berliner Bären. Der TC SCC der Meister ausgespielt. Gruppe A ging an den TC Frohnau vor<br />
Schließlich wurde bei den Damen 50 in zwei 5er Gruppen<br />
II rettete sich mit drei Siegen dank der besseren Matchpunkte- Zehlendorf 88. "Rot-Weiss" Potsdam und der Grunewald TC<br />
Bilanz vor den Absteigern Grunewald TC und dem TC Frohnau. spielen hingegen im kommenden Jahr in der tieferen Meisterklasse.<br />
In der anderen Gruppe ging Rang eins an den TC 1899<br />
Die sieben Teams umfassende Ostliga der Damen 30 beendete<br />
der PTC „Rot-Weiss“ Potsdam ohne Niederlage. Die Blau-Weiss vor dem TC Grün-Weiß Nikolassee. Dem Hermsdorfer<br />
SC reichte ein Sieg nicht zum Klassenverbleib. Das Fina-<br />
weiteren Plätze belegten die SV Reinickendorf 1896, der SC<br />
Brandenburg und die Zehlendorfer Wespen. Absteigen müssen le gewannen die Blau-Weissen, die nach den Einzeln bereits mit<br />
der Berliner SC und der sieglose TC Cottbus.<br />
6:0 führten, gegen Frohnau mit 7:2. Im Damen 60-Wettbewerb<br />
Hinter dem verlustpunktfreien Leipziger SC 1901 kamen war kein Verein des TVBB am Start.<br />
die Damen 40 des BTC Grün-Gold 1904, des TC Tiergarten, PTC<br />
Ç<br />
Aufstiegsspiele zur Regionalliga Nordost: TVBB-Clubs achtmal erfolgreich<br />
Bei den Aufstiegsspielen in die Regionalliga Nordost gelang es<br />
acht Teams aus dem Verbandsgebiet, den Sprung in die nächsthöhere<br />
Klasse zu schaffen. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein<br />
Rückgang um drei Mannschaften.<br />
Im Herrenwettbewerb scheiterten beide TVBB-Vertreter. Der<br />
TC 1899 Blau-Weiss II unterlag dem<br />
Harvestehuder THC mit 1:5, wobei Aufsteiger in die Regionalliga Nordost:<br />
vier Einzel erst im Match-Tie-Break Damen: SV Zehlendorfer Wespen, TC an der Schirnau<br />
verloren wurden. "Rot-Weiss" Potsdam<br />
lag beim Klipper THC Hamburg<br />
Damen 30: PTC "Rot-Weiss" Potsdam, SV Reinickendorf 1896<br />
ebenfalls nach den Einzeln mit 1:5 Damen 40: TC an der Schirnau, TK Mölln<br />
hinten. Am Ende stand dank der geschenkten<br />
Doppel ein 4:5 auf dem Damen 60: SC Victoria Hamburg<br />
Damen 50: TC Groß Borstel, TC 1899 Blau-Weiss<br />
Berichtsbogen. Ebenfalls mit leeren<br />
Herren: Klipper THC, Harvestehuder THC<br />
Händen standen die Herren 30-Teilnehmer<br />
da. Der BSC Rehberge 1945 Herren 30: DTV Hannover, TC an der Schirnau<br />
kassierte ein 1:5 gegen den TC an Herren 40: TC Tiergarten, Uhlenhorster HC<br />
der Schirnau. Die Zehlendorfer Wespen<br />
reisten lediglich mit fünf Akteu-<br />
Herren 50: Winterhude-Eppendorfer TV, TC Bad Essen<br />
Herren 55: TC Grün-Weiß Lankwitz, Harburger TB<br />
ren zum DTV Hannover und mussten<br />
sich mit 3:6 geschlagen geben. Herren 60: Wolfenbütteler THV, SuS Waldenau<br />
Der TC Tiergarten konnte bei den Herren 65: TC SCC, TV Ost-Bremen<br />
Herren 40 den Aufstieg durch ein<br />
Herren 70: TC 1899 Blau-Weiss, Uhlenhorster HC<br />
5:4 beim THC von Horn und Hamm<br />
Herren 75: THC von Horn und Hamm, SC Schwarz-Weiß Cuxhaven<br />
klar machen. Ostmeister TC 1899<br />
Blau-Weiss hingegen scheiterte mit 2:7 am Uhlenhorster HC.<br />
Und auch bei den Herren 50 blieben die Feiern aus. Die Zehlendorfer<br />
Wespen waren beim 3:6 gegen Winterhude-Eppendorfer<br />
TV chancenlos, da die Gäste bereits nach den Einzeln uneinholbar<br />
mit 6:0 vorne lagen. "Rot-Weiss" Potsdam zog gegen<br />
den TC Bad Essen vorzeitig zurück.<br />
Ostmeister TC Grün-Weiß<br />
Lankwitz gelang der Aufstieg im<br />
Herren 55-Wettbewerb durch ein<br />
5:4 gegen den Klipper THC aus<br />
Hamburg, wobei nach den Einzeln<br />
beim Stand von 5:1 alles entschieden<br />
war. TC Grün-Weiß Nikolassee<br />
scheiterte hingegen<br />
denkbar knapp mit 4:5 beim Harburger<br />
TB. Kein Aufstieg gelang<br />
in der Herren 60-Konkurrenz. Der<br />
TC Frohnau verlor zuhause gegen<br />
den Wolfenbütteler THV mit 3:6<br />
und der TC Orange-Weiβ Friedrichshagen<br />
ereilte das gleiche<br />
Schicksal durch ein 4:5 bei SuS<br />
Waldenau. Das Herren 65-Team<br />
des TC SCC setzte sich gegen den<br />
Stader TC souverän mit 8:1 durch.<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
13
Ç<br />
National<br />
Mit dem umgekehrten Ergebnis musste der Steglitzer TK seine<br />
Ambitionen beim TV Ost-Bremen begraben. Und schlieβlich<br />
lieβen die Herren 70 des Ostligameisters TC 1899 Blau-Weiss<br />
keinen Zweifel an ihrem Aufstiegswillen aufkommen und<br />
gaben dem Schenefelder TC klar mit 6:0 das Nachsehen.<br />
In der Damenkonkurrenz setzten die schon in der Ostliga<br />
überlegenen Zehlendorfer Wespen mit Spitzenspielerin Victoria<br />
Bosio (Italien) ihren Siegeszug fort und gaben im Aufstiegsspiel<br />
auf eigener Anlage dem SC Condor aus Hamburg mit<br />
8:1 das Nachsehen. Dagegen scheiterte der SV Berliner Bären<br />
beim TC an der Schirnau deutlich mit 2:7. Erfreulich verliefen<br />
die Partien bei den Damen 30, denn beide TVBB-Vertreter blieben<br />
erfolgreich. "Rot-Weiss" Potsdam lag gegen den Eimsbütteler<br />
TV nach den Einzeln ohne Satzverlust klar mit 6:0 in Führung.<br />
Die Doppel zum 6:3-Einstand gingen dann kampflos an<br />
die Gäste. Die SV Reinickendorf 1896 setzte sich in einer spannenden<br />
Partie mit 5:4 beim TC Wedel durch. Nicht so gut lief<br />
es bei den Damen 40, denn der BTC Grün-Gold 1904 scheiterte<br />
gegen den TC an der Schirnau mit 1:5. Besser erging es den<br />
Damen 50 des TC 1899 Blau-Weiss, denen der Ostligatitel zum<br />
Aufstieg in die Regionalliga Nordost reichte.<br />
Ç Fazit:<br />
Mit sieben Ostligameistern bei den Herren und drei bei den<br />
Damen konnte die Anzahl gegenüber dem Vorjahr um einen<br />
Titelerfolg verbessert werden. Rückläufig waren hingegen die<br />
Aufsteiger in die Regionalliga Nordost. Waren es 2022 neun<br />
und im letzten Jahr noch elf, so ging diesmal die Zahl auf acht<br />
zurück. Dabei stellte der TC 1899 Blau-Weiss als einziger Club<br />
zwei Teams, die in die Regionalliga Nordost aufsteigen. Dem<br />
stehen sieben Absteiger in die Ostliga gegenüber. Damit wurden<br />
die Absteiger durch die aufsteigenden Mannschaften<br />
mehr als kompensiert. Schlieβlich muss auch noch die Tatsache<br />
positiv berücksichtigt werden, dass sowohl die Damen des PTC<br />
"Rot-Weiss" Potsdam als auch die Herren vom TC Grün-Weiß<br />
Nikolassee die Regionalliga in Richtung 2. Bundesliga Nord<br />
verlassen haben. Somit konnte der Tennis-Verband Berlin-<br />
Brandenburg seine Führungsrolle in beiden Ligen weiterhin<br />
verteidigen.<br />
Michael Matthess<br />
Foto: Adobe-Stock<br />
14<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
National<br />
Ç<br />
Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Verbände<br />
TVBB Teams gewinnen in den AKs 50 und 60<br />
Auf der Anlage des TC Grün-Weiß Heiligenhaus (TVN) setzte sich die Berliner Auswahl AK 50 im Endspiel mit 6:3 gegen den Tennis-Bund<br />
aus Württemberg durch. Nach Einzelsiegen von Jens Thron, Sascha Plambeck, Christopher Blömeke und Jana Hladka-Kissal lagen die<br />
Berliner mit 4:2 vorne. Den entscheidenden Punkt zur Meisterschaft holte das topgesetzte Doppel mit Thron / Plambeck. Die anderen<br />
beiden Doppel wurden daraufhin nicht zu Ende gespielt, lagen aber beide mit einem Satzgewinn vorne. Im Halbfinale bezwangen die<br />
Berliner souverän mit 5:1 das Team aus Hessen. Für das TVBB Team schlugen außerdem auf: Tina Loddenkemper, Nicole Thron, Cornelia<br />
Kellner und Martin Melchior.<br />
Foto: privat<br />
Ein weiterer Titelgewinn gelang der Berliner Auswahl AK 60. Auf der<br />
württembergischen Anlage der TA TSV Künzelsau gelang es dem Team<br />
um Guido Schiller, Andreas Blanck, Michael Stensch, Christian Arnst, Katrin<br />
Dippner, Christine Marquardt, Christine Mallon und Susanne Schäpperle-Schneidereit<br />
die Gastgeber mit 6:3 zu bezwingen. Im Endspiel<br />
wartete das Team aus Hessen, das sich im Halbfinale mit dem Niederrhein<br />
einen großen Kampf bot und sechs der neun Partien erst im<br />
Match-Tie-Break entschieden wurden. Nach hochkonzentrierten Einzelleistungen<br />
führten die Berliner mit 4:2. Die denkbar knappe Niederlage<br />
Marquardts mit 9:11 im Match-Tie-Break hätte sogar schon den Vorentscheid<br />
bringen können. So aber wurde noch ein Punkt zum Titelgewinn<br />
benötigt, den die Doppelpaarung Dippner / Blanck souverän in<br />
zwei Sätzen holte.<br />
Über den Deutschen Vizemeistertitel können sich die 40er freuen,<br />
die als Gastgeber auf der Anlage des Grunewald TC im Endspiel den<br />
Westfalen mit 3:6 den Vortritt lassen mussten. Schade waren die denkbar<br />
knappen Niederlagen von Timo Fleischfresser im Spitzeneinzel<br />
sowie die 9:11-Niederlage von Dan Ehmer im Match-Tie-Break, wodurch<br />
die Westfalen mit einer 4:2-Führung in die Doppel gingen und<br />
auch in diesen stark aufspielten. Zum weiteren Team gehörten Benjamin<br />
Potsch, Thorsten Gutsche, Syna Goellner-Schreiber, Vivien Manske,<br />
Kim Lipperheide und Saskia Kohlhaas.<br />
Der Auswahl AK 70 mit Robert Walter, Heinz-Georg Hoinka, Karl-<br />
Heinz Mauß, Ute Mattausch, Gudula Eisemann und Doris Scholz gelang<br />
der Gesamtsieg in der B-Gruppe. Im Halbfinale bezwangen die Berliner<br />
souverän den Mittelrhein mit 6:1. Die Finalbegegnung mit der hessischen<br />
Auswahl war um einiges enger. Lagen die Berliner mit 3:2 nach<br />
den Einzeln vorne, wurde noch ein Matchpunkt für den Gesamtsieg benötigt.<br />
Während das topgesetzte Doppel den ersten Satz knapp mit 6:7<br />
verlor, gelang dem zweiten Doppel mit Scholz / Mauß ein souveräner<br />
Sieg. Gespielt wurde auf der Anlage des TV Tiebreak Troisdorf (TVM).<br />
Die TVBB-Auswahl der AK 30, die ebenfalls in der B-Gruppe antrat,<br />
hatte im Halbfinale Auslosungspech und bekam mit den Westfalen das<br />
stärkste Team zugelost. Trotz aufopferungsvollen Kampf gelang den<br />
Berlinern kein Einzelsieg und so war die Partie bereits vor den Doppeln<br />
entschieden. Den Ehrenpunkt auf der Anlage des TC Schwarz-Weiss<br />
Merzig (STB) holte die Paarung Walter / Haake. Jan Schmidt und Denise<br />
Kollmannsperger komplettierten das Team, das sich im Spiel um Platz 3<br />
weiterhin hoch motiviert zeigte und sich mit 4:1 gegen das Saarland die<br />
Bronzemedaille erkämpfte.<br />
Linda Fritschken<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
15
Ç<br />
National<br />
Deutsche Vereinsmeisterschaften <strong>2024</strong><br />
Premiere für<br />
Reinickendorf,<br />
Zehlendorf als<br />
Wiederholungstäter<br />
Jährlich finden die Deutschen<br />
Vereinsmeisterschaften in den Altersklassen<br />
Damen 30, 40, 50 und 60 sowie Herren 40, 50,<br />
55, 60, 65, 70 und 75 statt. An verschiedenen<br />
Standorten treffen jeweils die besten Teams der<br />
vier Regionen West, Südwest, Südost und Nordost<br />
aufeinander und machen den Sieger unter sich<br />
aus. In diesem Jahr durften der SV Reinickendorf<br />
1896 (Herren 40) und die Zehlendorfer Wespen<br />
(Damen 50) zwei der Endturniere ausrichten.<br />
„Dabei sein ist alles“ – das trifft es wohl am besten für die<br />
Sportliche Vereinigung Reinickendorf 1986. Völlig überraschend<br />
hat man sich für das Final Four qualifiziert und<br />
einige Favoriten der Regionalliga Nord-Ost hinter sich gelassen.<br />
Mit sechs Siegen aus sechs Spielen hat das Team<br />
um Timo Fleischfresser bewiesen, dass es gegen starke<br />
Konkurrenz bestehen kann – beim Finale um die Deutschen<br />
Meisterschaften ging es aber als Außenseiter ins Turnier.<br />
Alleine die Teilnahme und Ausrichtung sind ein bedeutsames<br />
Ereignis und einer der größten sportlichen<br />
Höhepunkte in der Vereinsgeschichte. „Wir freuen uns sehr, den<br />
Tennisfans aus Berlin und Brandenburg ein unvergessliches<br />
Wochenende mit erstklassigem Tennis bieten zu können“, sagt<br />
Vereinsvorsitzender, Wolkan Orzechowski. „Es ist eine große<br />
Ehre, dieses hochkarätige Turnier auszurichten und die besten<br />
Mannschaften Deutschlands bei uns willkommen zu heißen.<br />
Natürlich drücken wir unserem Team fest die Daumen<br />
und hoffen dabei auf die Unterstützung zahlreicher Fans und<br />
Besucher.“<br />
Und die könnte nicht besser sein. Die Anlage der SV Reinickendorf<br />
1896 ist an diesem Wochenende bestens besucht.<br />
Freier Eintritt, Hüpfburg und die Clubgastronomie sorgen für<br />
Vielfalt. Dazu gibt es spannende Tennismatches mit namenhaften<br />
Spielern. Das Halbfinale bestreiten die Gastgeber gegen<br />
den Blau-Weiß Bad Ems, welcher u.a. mit Weltspitze-Spielern<br />
wie dem Kroaten Ivo Karlovic (ehemalige Nr. 14) oder Lukasz<br />
Kubot (ehemalige Nr. 41) aus Polen angereist ist. Die Reinickendorfer<br />
beweisen Moral, doch sind die Gäste einfach eine Klasse<br />
besser. 0:6 steht es nach den Einzeln, der Schwede Kristofer<br />
Stahlberg kann immerhin einen Satz gegen Lukasz Kubot gewinnen.<br />
Auf die offiziellen Doppel wird nach beiderseitigem<br />
Einverständnis verzichtet, trotzdem bieten beide Teams den<br />
zahlreichen Zuschauern noch ein „Show-Doppel“.<br />
Die Chance aufs Treppchen bleibt am zweiten Tag dennoch<br />
– immerhin steht noch das Spiel um Platz 3 gegen den MTTC<br />
Iphitos München an. Doch auch hier müssen sich die Gastgeber<br />
geschlagen geben. Einzig die Nummer 1 der Reinickendorfer,<br />
der Rumäne Dacian Craciun, kann sein hartumkämpftes Einzel<br />
mit 2:6, 7:6(7), 10:3 gegen Albert Montañes (ehemalige Nr. 73<br />
Deutsche Vereinsmeisterschaften Damen 50 - Finalrunde<br />
Fotos: Nicola Sophia Trenner, Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
16<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
National<br />
Ç<br />
Kristofer Stahlberg holt mit der Mannschaft der Herren 40 vom<br />
SV Reinickendorf 1896 e.V den vierten Platz<br />
Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />
der Welt) aus Spanien gewinnen. Die Doppel werden gar nicht<br />
mehr gespielt. Den Sieg bei den Herren 40 sichert sich der Ratinger<br />
TC Grün-Weiß 1911. Im Endspiel bezwingen sie das Team<br />
aus Bad Ems mit 5:1. Und auch wenn es für die Hausherren am<br />
Ende „nur“ der vierte Platz geworden ist, kann die SV Reinickendorf<br />
1896 stolz sein. Immerhin hat das Team durch seine<br />
außergewöhnlichen Fähigkeiten und reiche Erfahrung auf dem<br />
Court es bis ins Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft geschafft.<br />
Und dabei sein ist ja bekanntlich alles.<br />
Routinierter dagegen sind die Damen der Zehlendorfer<br />
Wespen. Bereits zum vierten Mal in Folge nehmen sie an der<br />
Endrunde der Deutschen Meisterschaften teil. In einer tadellosen<br />
Saison konnte man alle Begegnungen in der Nord-Ost-<br />
Regionalliga schon nach den Einzeln für sich verbuchen. Beim<br />
Final Four werden die Karten allerdings noch einmal neu gemischt.<br />
Das Halbfinale gegen das topgesetzte Team des TSV<br />
Altenfurt war eine klare Angelegenheit – für die Gäste. 6:0<br />
steht es nach den Einzeln, die Doppel werden gar nicht mehr<br />
gespielt. Bleibt noch das kleine Finale gegen den Gießener<br />
Tennisclub Rot-Weiß. Das 4:2 nach den Einzeln bringt den Vorteil<br />
für die Gastgeberinnen. Schließlich bringen Tina Loddenkemper<br />
und Stefanie König die Erlösung im ersten Doppel.<br />
Deutlicher Zweisatz-Sieg und die Freude riesengroß – bedeutet<br />
Platz 3 für die Zehlendorfer Wespen. Der Turniersieg geht an<br />
den TSV Altenfurt.<br />
Aber auch weitere Berliner Teams waren am ersten<br />
Septemberwochenende im Einsatz gewesen – wenn auch<br />
nicht auf der eigenen Anlage: Bei den Damen 30 belegte das<br />
Team vom TC 1899 Blau-Weiss den zweiten Platz. Im Endspiel<br />
mussten sie sich mit 3:6 der Eintracht Frankfurt geschlagen<br />
geben. Auch die Damenmannschaft der Grunewalder nahm<br />
am Final Four der 60er-Konkurrenz teil und beendete das<br />
Wochenende auf der Anlage des Heidelberger Tennis Clubs mit<br />
dem vierten Platz.<br />
In der Herrenkonkurrenz der Alterklasse 70 ist noch ein weiterer<br />
vierter Platz zu vermelden. Das Team vom TC Frohnau um<br />
Walter Norbert scheiterte zunächst knapp im Halbfinale an den<br />
Gastgebern vom Tennisclub Grün-Weiss Luitpoldpark München<br />
und anschließend am Tennisklub Grün-Weiss Mannheim.<br />
Katrin Brewka<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
17
Ç<br />
National<br />
Alle Siegerinnen und Sieger <strong>2024</strong><br />
Herbstfinals im Tennis<br />
JUGEND TRAINIERT FÜR OLYMPIA <strong>2024</strong><br />
Die Tennisfinals des Herbstfinales <strong>2024</strong> von "Jugend trainiert für Olympia" hatten alles, was man sich von einem<br />
sportlichen Showdown erhoffen kann: Spannung, überraschende Wendungen und ein Finale, das so kurios wie selten<br />
war. Die Bühne für dieses Tennisdrama war das renommierte Gelände des TC 1899 Blau-Weiss in Berlin, wo sich die besten<br />
jungen Tennistalente Deutschlands versammelten, um ihre Kräfte zu messen.<br />
Ein episches Duell bei den Jungen: Otto-Hahn-<br />
Gymnasium vs. Stadtteilschule Alter Teichweg Hamburg<br />
Das Finale der Jungen in der Wettkampfklasse III (WK III) entwickelte<br />
sich zu einem echten Krimi. Die Teams des Otto-Hahn-<br />
Gymnasiums Ludwigsburg und der Stadtteilschule Alter Teichweg<br />
Hamburg standen sich gegenüber, und es war von Beginn<br />
an klar, dass hier zwei gleichstarke Mannschaften um den Titel<br />
kämpfen würden. Den Auftakt machte Miko Anton Koeppen,<br />
der Hamburg mit 1:0 in Führung brachte. Doch es war das zweite<br />
Match, das die Zuschauer in seinen Bann zog.<br />
In einem Duell, das das Potenzial hat, in die Geschichtsbücher<br />
von "Jugend trainiert für Olympia" einzugehen, traf Lasse<br />
Bohr, der Top-Spieler aus Ludwigsburg, auf Johann Nagel-Heyer,<br />
das Supertalent aus Hamburg. Die beiden Spieler kannten sich<br />
gut – zu gut. Zweimal waren sie bereits aufeinandergetroffen,<br />
und beide Male war Bohr als Sieger vom Platz gegangen. Doch<br />
Nagel-Heyer, der zu Jahresbeginn noch die Europarangliste der<br />
U14 anführte, war hungrig auf den ersten<br />
Sieg gegen seinen älteren Kontrahenten.<br />
Der erste Satz war ein hart umkämpftes<br />
Hin und Her, den Johann mit 6:4 für sich<br />
entschied. Lasse konterte im zweiten Satz<br />
und zwang das Match in den Tie-Break.<br />
Was dann geschah, war ein wahrer<br />
Gänsehaut-Moment: Lasse Bohr ging<br />
schnell mit 2:0 in Führung, doch Johann<br />
Nagel-Heyer spielte sich in einen wahren<br />
Rauschzustand. Zehn Punkte in Folge<br />
gewann er, ein Kraftakt, der selbst ihn im<br />
Nachhinein erstaunte. „Ich hab gar nicht<br />
dran gedacht, dass ich so viele Punkte<br />
in Folge gewonnen habe, sondern einfach<br />
immer weitergemacht," erklärte Johann<br />
nach dem Match. Der Bann war gebrochen<br />
– der Hamburger Triumph über<br />
Ludwigsburg war perfekt, und die Stadtteilschule<br />
führte plötzlich mit 2:0.<br />
Die Mädchen vom Humboldt-Gymnasium Potsdam<br />
Die Hamburger Fans begannen schon zu feiern, doch Johann<br />
mahnte zur Vorsicht: „Es ist noch nicht vorbei. Wir müssen<br />
fokussiert bleiben." Und er sollte recht behalten. Ludwigsburg<br />
kämpfte sich im nächsten Doppel mit einem klaren Zweisatzsieg<br />
zurück ins Spiel und stellte den Anschluss wieder her. Alles<br />
lief nun auf das alles entscheidende 1. Doppel hinaus. Hier<br />
standen sich die beiden Tennis-Asse, Lasse Bohr und Johann<br />
Nagel-Heyer, erneut gegenüber, diesmal jedoch im Doppel. An<br />
Lasses Seite Paul Kurzenberger, während Johann mit Dylan Zawistowski<br />
antrat. Das Finale hätte dramatischer nicht sein können.<br />
Wieder ging es in den Match-Tie-Break, und diesmal behielt<br />
Ludwigsburg die Nerven. Mit einem 10:5 im Tie-Break<br />
sicherten sie sich den Bundessieg – ein Triumph, der in einem<br />
der spannendsten und emotionalsten Finals der letzten Jahre<br />
gefeiert wurde. Am Ende stand es 2:2 nach Matches, 5:5 nach<br />
Sätzen, und Ludwigsburg gewann denkbar knapp nach Spielen<br />
mit 38:36.<br />
Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
18<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
National<br />
Ç<br />
Kurioses Mädchenfinale: Ein interner<br />
Showdown aus Baden-Württemberg<br />
Während das Jungenfinale für Drama und Spannung sorgte,<br />
überraschte das Mädchenfinale mit einer Seltenheit: Zwei<br />
Teams aus dem gleichen Bundesland standen sich gegenüber.<br />
Normalerweise qualifiziert sich pro Wettkampfklasse nur<br />
ein Team aus jedem Bundesland für das Bundesfinale, doch<br />
diesmal schickte Baden-Württemberg gleich zwei Schulen<br />
ins Rennen. Der Grund dafür war eine ungewöhnliche Nachnominierung.<br />
Da Sachsen und Sachsen-Anhalt keine Teams<br />
nach Berlin entsenden konnten, wurden zwei Plätze frei, die<br />
von den Zweitplatzierten aus Baden-Württemberg und Bayern<br />
aufgefüllt wurden. So kam es, dass das Helmholtz-Gymnasium<br />
Heidelberg, das auf Landesebene gegen das Otto-Hahn-Gymnasium<br />
Ludwigsburg knapp verloren hatte, doch noch eine<br />
Chance auf den Bundessieg bekam.<br />
Das Finale der Mädchen in der WK III war ein Déjà-vu für<br />
beide Teams. Schon auf Landesebene hatten sie sich gegenübergestanden,<br />
und auch im Bundesfinale trafen sie wieder<br />
aufeinander. Angeführt von Tina Manescu, der aktuellen Deutschen<br />
U14-Meisterin, spielten sich die Schülerinnen des Helmholtz-Gymnasiums<br />
ins Finale. Dort warteten erneut die Rivalinnen<br />
aus Ludwigsburg. Es war ein Spiel, das mit Spannung<br />
erwartet wurde, nicht zuletzt, weil es das erste Mal in der Geschichte<br />
des Turniers war, dass zwei Teams aus demselben<br />
Bundesland im Bundesfinale standen.<br />
Wie schon im Landesfinale hatten die<br />
Ludwigsburgerinnen das bessere Ende<br />
für sich. Sie gewannen das Match mit 3:1<br />
und holten damit den zweiten Tennistitel<br />
des Tages. Die Freude war riesig, und<br />
der Jubel kannte keine Grenzen. Doch<br />
der wahre Gewinner des Tages war das<br />
Bundesland Baden-Württemberg, das<br />
sich nicht nur beide Titel, sondern auch<br />
drei der vier möglichen Medaillen im<br />
Tennis sicherte. Ein Erfolg, der die Dominanz<br />
dieses Bundeslandes im deutschen<br />
Schultennis unterstrich.<br />
Ein Triumph für Baden-Württemberg<br />
und den Tennissport<br />
Der heimliche Star der Tennisfinals war<br />
zweifelsohne das Bundesland Baden-<br />
Württemberg. Beide Titel gingen an<br />
Schulen aus diesem<br />
Bundesland,<br />
und die überragende Präsenz<br />
der baden-württembergischen<br />
Teams sorgte für<br />
Begeisterung und Bewunderung.<br />
Dass gleich drei Medaillen an nur zwei<br />
mögliche Teams verteilt wurden, ist eine<br />
Leistung, die selten vorkommt und den Stellenwert<br />
des Tennissports in Baden-Württemberg unterstreicht.<br />
Die Spieler und Spielerinnen zeigten nicht nur sportliche<br />
Klasse, sondern auch Nervenstärke, Kampfgeist und die<br />
Fähigkeit, in entscheidenden Momenten über sich hinauszuwachsen.<br />
Das Herbstfinale <strong>2024</strong> von "Jugend trainiert für Olympia"<br />
wird also als ein besonderes Kapitel in die Geschichte des<br />
Schulwettbewerbs eingehen. Es war ein Turnier voller Emotionen,<br />
mit einer Prise Unvorhersehbarkeit und einem Hauch von<br />
Kuriosität. Die Finalspiele boten alles, was den Tennissport ausmacht:<br />
Leidenschaft, Spannung, Drama und Fairness. Und am<br />
Ende blieben die Erkenntnis und der Beweis, dass in der Welt<br />
des Schulsports alles möglich ist – auch ein rein baden-württembergisches<br />
Finale.<br />
Claudio Gärtner<br />
Platz 2 Mädchen: Das<br />
„Nachrückerteam“ vom<br />
Helmholtz-Gymnasium Heidelberg<br />
(Baden-Württemberg)<br />
Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
Platz 1 Mädchen:<br />
Otto-Hahn-Gymnasium<br />
Ludwigsburg (Baden-<br />
Württemberg)<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
19
Ç<br />
National<br />
Nachrichten<br />
Aufwärtstrend hält an:<br />
Der DTB verzeichnet wieder einen Mitgliederzuwachs.<br />
Tennisdeutschland<br />
wächst, und das seit 2021. Der Aufwärtstrend<br />
der letzten drei Jahre kann auch <strong>2024</strong><br />
bestätigt werden – die Mitgliederzahlen<br />
steigen von 1,47 auf 1,49 Millionen Tennisspieler<br />
in Deutschland.<br />
„Wir sind unglaublich stolz auf die Mitgliederentwicklung<br />
in unserer Verbandsstruktur.<br />
Nach vier Jahren des stetigen<br />
Wachstums können wir von einem langanhaltenden<br />
Trend sprechen, der auch die<br />
nächsten Jahre Bestand haben wird“, sagt<br />
DTB-Präsident Dietloff von Arnim.<br />
Gestartet ist die Trendwende 2021. In<br />
dem Jahr waren die Mitgliederzahlen des<br />
DTB zum ersten Mal seit 1995 wieder gestiegen.<br />
Nur ein Jahr später wuchs Tennisdeutschland<br />
um knapp 4,5 Prozent – ein<br />
Anstieg, den es zuletzt vor 30 Jahren gegeben<br />
hat. <strong>2024</strong> entwickelt sich die Zahl<br />
der Tennisspieler das vierte Jahr in Folge<br />
positiv. All das führt dazu, dass in den letzten<br />
fünf Jahren 120.585 neue Mitglieder<br />
dazugekommen sind – ein Anstieg von 8,8<br />
Prozent.<br />
Internationaler DTB Tenniskongress presented by HEAD:<br />
Vorläufiges Programm steht<br />
Anfang 2025 ist es wieder soweit! Beim Internationalen DTB Tenniskongress presented by<br />
HEAD trifft sich die Tennis- und Padelcommunity, um zukunftsweisende Trends, Chancen aber<br />
auch Herausforderungen zu diskutieren. Worauf sich die Teilnehmer bei dem wichtigsten Netzwerktreffen<br />
des DTB und Deutschlands größter Trainerfortbildung freuen können, zeigt das vorläufige<br />
Programm.<br />
Drei Tage Branchenwissen<br />
non-stop: Das verspricht der<br />
Internationale DTB Tenniskongress<br />
presented by HEAD,<br />
der vom 3. bis 5. Januar 2025<br />
in München stattfindet. Unter<br />
dem Motto „Aufschlag Zukunft“<br />
werden internationale<br />
und nationale Top-Referenten<br />
in theoretischen und praktischen<br />
Vorträgen ihr Wissen<br />
weitergeben.<br />
DTB begrüßt Formatänderung für die Nationalmannschaftswettbewerbe<br />
Im kommenden Jahr werden die Formate im Davis Cup und Billie Jean King Cup angepasst. Das<br />
gab der Internationale Tennisverband (ITF) in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach qualifizieren<br />
sich 2025 nur noch acht Damennationalmannschaften für die Billie Jean King Cup Finals.<br />
Bei den Herren wird eine weitere Qualifikationsrunde mit Heim- beziehungsweise Auswärtsspielen<br />
die Gruppenphase ersetzen.<br />
„Wir begrüßen die angekündigten Formatänderungen für den Billie Jean King und Davis Cup.<br />
Die ITF folgt damit der Lösung, für die wir uns in den vergangenen Jahren auf verschiedenen Ebenen<br />
immer wieder eingesetzt haben. Die Anpassungen, insbesondere für den Davis Cup, sind ein<br />
wichtiger Schritt auf dem Weg zurück zu der alten Strahlkraft dieses einzigartigen Mannschaftswettbewerbs.<br />
Die Nationalmannschaftswettbewerbe leben von Heim- und Auswärtsspielen in<br />
ganz besonderer Atmosphäre, die durch die neue Ausrichtung ab dem nächsten Jahr, hoffentlich<br />
auch in Deutschland, wieder präsenter sein werden“, so DTB-Präsident Dietloff von Arnim.<br />
20<br />
Fünf Medaillen für deutsche Athleten bei Blinden- und Sehbehindertentennis-EM<br />
Vom 16. bis 20. September wurden in Warschau / Polen die Offenen Europäischen Meisterschaften im Blinden- und Sehbehindertentennis ausgetragen.<br />
In den Kategorien B1 bis B4 gingen auch acht Spieler aus Deutschland an den Start. Sie konnten insgesamt fünf Medaillen gewinnen. Ein<br />
rein deutsches Finale erspielten sich die vollblinden Damen, Kirstin Linck aus Lüneburg und Katja Löffler aus Hamburg, in der Kategorie B1. Fünf Teilnehmerinnen<br />
bildeten zunächst eine Gruppenphase, in der jede gegen jede antrat. Hier ging die erste Partie im entscheidenden Match-Tie-Break an Löffler,<br />
Linck wurde Gruppenzweite. Beim anschließenden Finale war es andersherum und die Lüneburgerin holte sich den Titel. Spannende Matches, die<br />
Lust auf die Anfang November stattfindenden Nationalen Meisterschaften machen.<br />
Zwei Mal Gold für Charlotte Schwagmeier: Gleich zweimal Gold brachte Charlotte Schwagmeier aus Löhne nach Hause. Bei den B3 Damen, insgesamt<br />
eine Gruppe aus sieben Teilnehmerinnen, dominierte sie ihre Gegnerinnen und gab im ganzen Turnier nur fünf Spiele ab. Auch die Damen-<br />
Doppelkonkurrenz der zusammengelegten Startklassen B2 bis B4 gewann sie ohne nennenswerte Gegenwehr mit ihrer australischen Partnerin Courtney<br />
Webeck.<br />
Drei deutsche Herren spielten in der mit 13 Startern zahlenmäßig größten Startklasse der Herren B1 mit: Lars Stetten aus Berlin sowie Bernd Wiebe<br />
und Michael Löffler, beide aus Hamburg. Lediglich der aktuelle deutsche Meister Stetten konnte als Gruppendritter noch ins Viertelfinale einziehen,<br />
musste sich hier jedoch dem späteren Finalisten Carlos Arbos aus Spanien geschlagen<br />
geben.<br />
Sascha zur Borg holt trotz Hochstufung Bronze: Martin Oswald aus Berlin kam<br />
bei den Herren B2 leider ebenfalls nicht über die Gruppenphase hinaus. In dieser<br />
Klassifizierung hatte eigentlich auch Sascha zur Borg antreten sollen. Doch am Tag<br />
vor dem Turnier wurde dieser beim augenärztlichen Klassifizierungsprozess eine<br />
Startklasse hochgestuft. Bei den B3 Herren musste er seinen Rhythmus schnell anpassen,<br />
denn hier darf für ihn der Ball einmal weniger aufspringen, als zuvor eingeübt.<br />
Dennoch konnte er das Turnier mit Bronze abschließen.<br />
Diese offenen Europameisterschaften, zu denen die polnischen Veranstaltenden<br />
recht kurzfristig eingeladen hatten, bilden für viele Blinden- und<br />
Sehbehindertentennis-Spieler den Auftakt zu den World Championships der<br />
International Blind Tennis Association Ende September in Italien.<br />
DTB<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
Fotos: Claudio Gärtner - tennisphoto.de, Fundacja Widzimy Inaczej
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TVBB-Sport<br />
77. TVBB-Meisterschaften der Seniorinnen und Senioren <strong>2024</strong><br />
Fünf Vorjahres-Champione<br />
mit Meister-Dacapo, sechs<br />
2023-Vize diesmal Winner<br />
Rund einen Monat später als im Vorjahr fanden die diesjährigen<br />
77. TVBB-Freiluft-Meisterschaften der Seniorinnen und<br />
Senioren an den gewohnten Orten beim BSV 1892 als zentralem<br />
Mittelpunkt und mehreren Vereinen und Anlagen drumherum<br />
als Stand-by-Ergänzungsstätten statt. Die Austragung war<br />
wegen der terminlichen Bewältigung der Wettbewerbe in den<br />
zehn männlichen und sieben weiblichen (Einzel-)Altersklassen<br />
plus mehrerer Doppel- und Mixedkonkurrenzen von einer<br />
Woche wie 2023 diesmal auf zwei Wochen gestreckt. Wohl eine<br />
sinnvolle Idee, wie die insgesamt problemlose, ruhige und<br />
doch konstruktiv-kreative, zielorientierte Abwicklung durch<br />
Turnierausschuss/-leitung mit Anja Kühne, Roland Goering und<br />
Steven Michaelis an der Spitze bestätigte.<br />
Knapp 300 Teilnehmer hatten für die Einzelkonkurrenzen<br />
gemeldet, wobei die übliche Diskrepanz zwischen den<br />
Geschlechtern zu notieren war. Beachtlich waren aber<br />
auf jeden Fall auch die 17 unentwegten reifen Tennis-Oldies,<br />
die bei den 80ern im 32er Melde-Feld um den Titel in der ältesten<br />
Altersklasse wetteiferten und mit Carsten Keller (LTTC “Rot-<br />
Weiß”), dem Hockey-Olympiasieger von München 1972 und<br />
Nach-Spitzensport-Tennisakteur mit Leidenschaft und Erfolg,<br />
den „Super-Senior“ (Jahrgang 1939) beim Senioren-Championat<br />
stellten.<br />
Sieger bei den Herren 30: Carsten Becher<br />
Dieses hatte chronologisch diesmal eine „77“ voranstehen,<br />
und wieder stellte sich mit der besonderen Zahl die drängende<br />
Frage nach einer Chronik der Meisterschaften. Leider gibt es<br />
sie nicht, also kann hier nicht mit Sicherheit beantwortet werden,<br />
wann die Premiere stattfand. Rechnet man von <strong>2024</strong> ausgehend<br />
einfach 77 Jahre zurück, landet man im Jahre 1947, aber<br />
bis dato hat der Autor des Beitrags keinen gefunden, der dies<br />
bestätigen oder korrigieren würde. Vielleicht aber gibt es einen<br />
Insider, der hier nach „Wer weiß denn sowas?“-Manier eine hiebund<br />
stichfeste Auskunft geben kann! Die „77“ wird in diversen<br />
lexikalischen und Internet-Suchen als „eng mit Glück, Erfolg und<br />
Wohlbefinden verbundenen Engelszahl“ benannt, im Christentum<br />
als Synonym für Vollständigkeit und mythologisch unter<br />
Hinweis auf die Bedeutung der 7 als „doppeltes Glück“ apostrophiert.<br />
Mit dem aktuellen Senioren-Championat, über das es<br />
hier zu berichten gilt, konnte also kaum etwas schiefgehen.<br />
Guter Sport, gutes Wetter, gute Organisation. Wie sagt der<br />
Berliner: Tutti paletti! 17 Einzel-Meister in den diversen Altersklassen<br />
wurden gekürt. Fünf Champions von 2023 verteidigten<br />
ihren Titel (davon allerdings eine in einer höheren AK). Sechs<br />
Vizemeister von 2023 – je drei bei Damen und Herren – machten<br />
aus Silber im Jahr darauf Gold. Die Nachschau auf die<br />
Wird seiner Favoritenrolle<br />
bei den 40ern gerecht:<br />
Roman Tennert (TC SCC)<br />
Fotos: Harald Almonat<br />
22<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
Georg Riedel (Tennis-Club Tiergarten) Finalist bei den Herren 50<br />
TVBB-Sport<br />
Ç<br />
Wettbewerbe des Championats erfolgt nachstehend aufsteigend<br />
in den einzelnen Altersklassen, unabhängig davon, zu<br />
welchem Zeitpunkt der zwei Wochen die Finalentscheidungen<br />
gefallen sind.<br />
So steht am Anfang gleich ein Gastgeber-Erfolg, denn bei<br />
den Herren 30 gewann mit dem ungesetzten BSV’92er Carsten<br />
Becher ein Lokalmatador, der die Nummer 6 Paul Schüßler<br />
(NTC “Die Känguruhs”) mit 6:2, 7:5 im Endspiel besiegte. Der<br />
topgesetzte Patrick Haake (SV Reinickendorf 1896) war früh an<br />
Sven Busse (BSC Rehberge)<br />
mit 4:6, 4:6 gescheitert; dieser<br />
wiederum im Halbfinale<br />
nach Match-Tie-Break im<br />
Halbfinale an Schüßler. Carsten<br />
Becher hatte den stärksten<br />
Widerstand gleich im Auftaktmatch<br />
zu überwinden, als<br />
er den an Zwei gesetzten Jan<br />
Schmidt (Treptower Teufel)<br />
erst im 10:7-Match-Tie-Break<br />
eliminierte. Bei den Herren<br />
40 gab es ein Dacapo des Vorjahresfinales<br />
und auch diesmal<br />
war der Sieger derselbe.<br />
Der topgesetzte Roman Tennert<br />
(TC SCC) musste gegen<br />
Gino Gerwien (SV Reinickendorf<br />
1896) zwar beim 6:0, 7:5 ein wenig mehr Mühe aufwenden<br />
als vor Jahresfrist, aber war nach vier Zwei-Satz-Siegen der souverän<br />
verdiente Sieger mit dem dritten 40er Titel in Serie.<br />
Auch bei den 45ern setzte sich der 2023-Champion erneut<br />
die Krone auf. „Känguruh” Thorsten Cuba gab nach seinen klaren<br />
Zwei-Satz-Siegen gegen Simon Kidder (TC Friedrichshain)<br />
und Christian Paulick (SV Reinickendorf<br />
1896) gegen Sami Stüven (TC Weiße<br />
Bären Wannsee) beim 6:3, 6:2 keinen<br />
Durchgang ab.<br />
Die 50er, im Vorjahr beim Fehlen<br />
von AK-Dominator Jens Thron (TC SCC)<br />
Beute des Hermsdorfers Jörgen Aberg,<br />
hatten mit der Rückkehr des SCCers den ersten Anwärter auf<br />
die Meister-Krone. Seine drei Partien im leider kleinen 13er<br />
Feld erledigte der Charlottenburger<br />
mit 6:0 Sätzen.<br />
Der an Zwei gesetzte<br />
Dietmar Schwerin (PTC Rot-<br />
Weiss) hatte gleich sein Auftaktspiel<br />
gegen Peer Göpfrich<br />
(BSV’92) mit 3:6, 4:6 verloren.<br />
Die 55er Altersklasse bot mit<br />
31 Teilnehmern ein fast volles<br />
Feld und am Ende ein Favoriten-Finale<br />
zwischen<br />
den Setznummer 1 und 2.<br />
Das gewann der mitunter<br />
in Schlüsselsituationen labile<br />
topgesetzte Guido Schulz<br />
Haben die Organisation fest im Griff: Anja Kühne, Steven Michaelis, Jörgen Jacobs (LTTC “Rot-Weiß”) gegen<br />
und Roland Goering<br />
Bernd Köhler (TC Tiergarten)<br />
mit 6:4, 6:3.<br />
Im 39 Teilnehmer starken Rekordfeld der 60er kam die Finalpaarung<br />
zwischen der Nummer 1 Andreas Blanck (Zehlendorf<br />
88) und Nummer 2 Michael Stensch (TC SCC) wenig überraschend,<br />
der Sieger auch nicht. Denn wie meist hatte Blanck<br />
im Duell der beiden das bessere Ende beim 6:3, 6:1 deutlich<br />
für sich. Zuvor hatten beide Rivalen die Tennis-Konkurrenz<br />
Fotos: Harald Almonat<br />
Andreas Blanck vom<br />
Zehlendorfer TuS siegt in<br />
der Klasse der Herren 60<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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TVBB-Sport<br />
Gewinner bei den 75ern: Julian Sargent (TC Grün-Weiß<br />
Berlin-Lankwitz)<br />
Gabriel Monroy vom TC<br />
SCC gewinnt die 65er<br />
fast nach Belieben abserviert und ihre vier Matches ohne Satzverlust<br />
und mit 48:4 (Blanck) bzw. 39:4 Spielen (Stensch) absolviert.<br />
Auch die 65er erlebten ein Endspiel der Topgesetzten.<br />
Und auch ging es klar mit 6:1, 6:1 für die Nummer 1 Gabriel<br />
Monroy (TC SCC) gegen Gunther Raab (SV Reinickendorf 1896)<br />
aus, was für den SCCer den dritten Titelgewinn in Folge bedeutete.<br />
Die 48:6 Spielgewinne in Monroys vier Begegnungen<br />
sprachen Bände. In der 70er Altersklasse scheiterten die beiden<br />
Topgesetzten in den Halbfinals. Norbert Walter (TC Frohnau)<br />
hatte gegen Georg Reiners (SV Zehlendorfer Wespen)<br />
das Nachsehen. Harald Krones (Hermsdorfer SC)<br />
musste sich Gerd Hekele (TC 1899 Blau-Weiss) im<br />
Match-Tie-Break mit 7:6, 4:6, 6:10) beugen. Auch<br />
das spannende und durchweg ausgeglichene Finale<br />
auf Augenhöhe hatte beim 6:7, 7:6 und 10:7<br />
für 2023-Vize Reiners jede Mange dramatische Höhepunkte.<br />
Zweifellos war das eines der Highlights<br />
der „77.“!<br />
Zu diesen zählte auch das Endspiel der 75er<br />
zwischen dem Brandenburger Karl-Heinz Mauß<br />
(Eberswalder TC), der nach vielen Jahren bei Grün-<br />
Weiß Nikolassee mit dem Ende der Berufskarriere in die Heimat<br />
zurückgekehrt ist und nun unaufhörlich in den Rang- und<br />
Turniersetzlisten klettert und Erfolg an Erfolg reiht. Seine vier<br />
Matches beim TVBB-Championat gewann er überlegen und<br />
souverän – im Finale gegen die Nummer 2 Julian Sargent (TC<br />
Grün-Weiß Lankwitz) siegte er mit 6:4, 6:0. Der 80er Herren-<br />
Wettbewerb ging an den „Weißen Bären“ Martin Richter. Der<br />
Vorjahres-Zweite konnte sich diesmal im Endspiel gegen Eberhard<br />
Geske (ESV Lok Schöneweide) mit 7:5, 6:1 letztlich klar<br />
durchsetzen.<br />
Marie Höpfner<br />
(Zehlendorfer Wespen 1911)<br />
Fotos: Harald Almonat<br />
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<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
TVBB-Sport<br />
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Siegerin der Damen 40:<br />
Nadine Komander vom TC<br />
BSC Süd 05 Brandenburg<br />
Fotos: Harald Almonat<br />
Bei den Damen gab es zwar partiell ebenfalls Klasse, Spannung<br />
und Dramatik, aber die des Öfteren fehlende Masse hatte<br />
offensichtlich und unübersehbar ihre Auswirkung. Nur in drei<br />
der sieben Wettbewerbe (D30, D40, D60) durfte man sich über<br />
zweistellige Teilnehmerzahlen freuen. Dazu gehörten die 30er<br />
Damen, bei denen 12 Gemeldete im 16er Feld standen. Im Finale<br />
trafen Marie Höpfner (SV Zehlendorfer Wespen) und die<br />
ungesetzte, drei Jahre ältere Malina Walter (Grunewald TC) aufeinander,<br />
das mit einem schwer erkämpften 6:2, 3:6, 10:8 erst<br />
im Match-Tie-Break endete.<br />
Die 40er Damen, mit 15 Meldungen fürs 16er Feld die am<br />
stärksten frequentierte Altersklasse, ermittelten ihre Meisterin<br />
im oft erlebten Dauerduell zwischen der topgesetzten<br />
Nadine Komander (TC BSC Süd 05 Brandenburg), und Nummer<br />
2 Heide Maaß (TC 1899 Blau-Weiss). Wie gehabt ging es<br />
engagiert, kämpferisch und emotional zu – der 6:1, 6:7 und<br />
12:10-Ausgang für Komander, die im 2023-Finale den Sieg<br />
nach Nichtantreten noch Nelli Beder (Weiß-Rot Neukölln)<br />
überlassen musste, lässt schon in blanken Zahlen ahnen, dass<br />
dies das Damen-Highlight des Championats war.<br />
Durchaus beschaulicher war das Szenario im Achter-Feld<br />
der 50er, das seine Schluss-Pointe mit dem 6:1, 6:2-Erfolg von<br />
Ilka Teschauer (TC SCC) gegen die ungesetzte Lokalmatadorin<br />
Neeranut Diener (BSV’92) hatte. Bei den 55er Damen kürten<br />
sechs Racket-Akteurinnen in zwei Dreier-Gruppen ihre Meisterin.<br />
Im Finale landete Andrea Bannert-Drooff (LTTC “Rot-Weiß”)<br />
gegen Bozana Komorek<br />
(BSV’92) einen 6:2,<br />
5:3-Aufgabesieg. In der<br />
60er Damen-Klasse mit<br />
13 Teilnehmerinnen gewann<br />
die topgesetzte<br />
Karin Reinhard (TC<br />
Lichtenrade Weiß-Gelb)<br />
formgerecht in bester<br />
Manier mit 6:2, 6:1<br />
gegen Angelika Patzer (TC Grün-Weiß Nikolassee) und holte<br />
nach 2023-Silber nun Gold. Auch die Damen 65 brachten nur<br />
zwei Dreier-Gruppen aufs Feld, das Endspiel der beiden Besten<br />
holte sich in Top-Kondition und mit starker Technik Katrin<br />
Dippner (TC 1899 Blau-Weiss) gegen Marie-Luise Sieg<br />
(Grunewald TC) mit 6:0, 6:1. Die Damen 70-Konkurrenz endete<br />
schließlich in einer 5er Gruppe nach 4:0 Siegen mit dem Erfolg<br />
der topgesetzten Helga Röcker (Grunewald TC). Dippner (bei<br />
den Titel 65ern statt wie im Vorjahr bei den D60) und Röcker<br />
zählten zu den fünf Titel-„Wiederholungstätern“.<br />
Klaus Weise<br />
TVBB Präsident<br />
Dr. Klaus-Peter Walter mit<br />
der Finalistin der Damen<br />
40-Konkurrenz Heide<br />
Maaß (li.) und der Siegerin<br />
Nadine Komander<br />
Mixed 30 Doppel: Jan Schmidt und Malina Walter, Marie Höpfner und Julian Schleicher<br />
D30 Doppel: Karin Reinhard und Laura Sell, Andrea Pürstinger und Heide Maaß<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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TVBB-Sport<br />
Christopher Blömeke (TC SCC)<br />
13. Reinickendorf Open <strong>2024</strong> beim VfL Tegel 1981<br />
Hochwertiges Seniorentennis im<br />
Norden der Hauptstadt<br />
Familiär, gemütlich und ruhig – das sind wohl die besten Worte, um die<br />
Reinickendorf Open zu beschreiben. Dazu gibt es qualitativ hochwertiges<br />
Seniorentennis. Über eine Woche wird auf den Plätzen des VfL Tegel 1981 um<br />
möglichst viele Punkte für die Rangliste gespielt. Und das bereits zum 13. Mal.<br />
Ob das ein schlechtes Omen ist? Keinesfalls! „Wir sind nicht<br />
abergläubisch, es läuft alles bestens!“, sagt Oberschiedsrichter<br />
Bernd Wacker und lacht. Nicht einmal ein kurzer Schauer unter<br />
der Woche kann den Turnierplan auseinanderbringen.<br />
Schon seit der ersten Ausgabe des Turniers ist er dabei. Seit<br />
der Premiere im Jahr 2012 hat sich einiges verändert. Aus LKwurde<br />
Ranglistenturnier. Aus S7 wurde S2. Das Niveau ist stetig<br />
gestiegen. Und mittlerweile haben sich die Reinickendorf<br />
Open zu einem festen Termin im Berlin-Brandenburgischen<br />
Tenniskalender entwickelt.<br />
Auch in diesem Jahr gehen wieder knapp 90 Teilnehmer<br />
auf der Anlage in der Hatzfeldtallee an den Start. Gespielt wird<br />
in insgesamt acht Altersklassen. Natürlich sind viele „Lokalmatadore“<br />
aus dem Norden Berlins dabei, einige Spieler nehmen<br />
für das Ranglistenturnier aber auch längere Anfahrten auf<br />
sich, um Punkte sammeln zu können. Bernd Wacker lobt das<br />
Teilnehmerfeld, ist sehr zufrieden mit der spielerischen Qualität.<br />
„Wir machen das Turnier nicht, um Geld zu verdienen, sondern<br />
weil wir Freude daran haben, den Spielern möglichst viele<br />
Spiele zu ermöglichen.“ Zudem freue man sich, dass man während<br />
des Turniers den ein oder anderen Wunsch eingehen<br />
konnte. Die Turnierleitung zeigt sich stets kooperativ, wenn es<br />
um Spielansetzungen geht. Alle Teilnehmer sollen sich wohlfühlen.<br />
Dann spielt es sich auch gleich viel besser.<br />
Und auch wenn es sich bei den Reinickendorf Open um ein<br />
Seniorenturnier handeln mag – Motivation und Ehrgeiz sind<br />
nach wie vor da. Und wie! Vor den Augen einiger Zuschauer<br />
wird auf den sechs Plätzen um jeden Ball gekämpft. Alles in<br />
einem fairen und freundlichen Rahmen. Gute Rallyes werden<br />
anerkannt. Hier und da ein offener Austausch zwischen den<br />
Sätzen. Nach Spielende ein Kaltgetränk als „Entschädigung“ für<br />
den Unterlegenen. Absolut verdient bei den heißen Sommertemperaturen.<br />
Große Überraschungen gab es während des Turnierverlaufs<br />
kaum. Die drei Starterinnen vom VfL Tegel konnten ihren<br />
„Heimvorteil“ leider kaum nutzen. Von Susanne Hintelmann,<br />
Oksana Zadorozhnya und Anja Sievers, die alle bei den Damen<br />
45 aufschlugen, überstand nur letztgenannte die erste Runde.<br />
Anschließend war im Viertelfinale Schluss.<br />
Am Ende sind es hauptsächlich die topgesetzten Favoriten,<br />
die sich durchsetzen. Thorsten Cuba (NTC "Die Känguruhs"),<br />
Jörgen Aberg (Hermsdorfer Sport-Club) und Andreas Blanck<br />
(FVT Klingsor Berlin) sichern sich die Turniersiege in den Altersklassen<br />
Herren 45, 55 und 60. Alle blieben dabei ohne Satzverlust.<br />
Einzig bei den Herren 70 gab es eine kleine Überraschung.<br />
Im Endspiel kam es zu einem clubinternen Duell zwischen<br />
Titelverteidiger Norbert Walter und Hans-Georg Hoinka vom TC<br />
Frohnau. Am Ende war es die Nummer 3 der Setzliste, Hoinka,<br />
der sich in zwei Sätzen mit 7:6, 6:1 durchsetzte.<br />
Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />
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<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
TVBB-Sport<br />
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Dagmar Sauerlandt (TK Blau-Gold Steglitz)<br />
Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />
Bei den Damen ging der Sieg in der Altersklasse 45 an Nelli<br />
Beder (TC Weiß-Rot Neukölln). Das Finale war eine kurze Angelegenheit.<br />
Ihre Gegnerin, die topgesetzte Heide Maaß (TC<br />
1899 Blau-Weiss) gab nach einem Spiel verletzungsbedingt auf.<br />
Anders dagegen in der Konkurrenz der Damen 50. Dort kam es<br />
in der letzten Partie zum Spitzenduell. Sowohl Nicole Thron (TC<br />
SCC) als auch Antje Köppe (Zehlendorfer Turn- und Sportverein<br />
von 1888) hatten in der vorangegangenen Gruppenphase<br />
alle Matches für sich entscheiden können. Beide konnten im Finale<br />
je einen Satz gewinnen. Im Match-Tie-Break hatte Thron<br />
das bessere Händchen. Am Schluss stand ein 6:4, 2:6, 10:5 auf<br />
der Tafel. Bleibt noch das Finale der Alterklasse 55 und 60 – ein<br />
„2 in 1“. Die Konkurrenzen hatte man aufgrund der kleinen Teilnehmerfelder<br />
kurzerhand zusammengelegt. Hier ging der Sieg<br />
nach Schleswig-Holstein. Monique Lauterbach (Tennis- u. Hockey-Club<br />
Ahrensburg) bezwang ihre Finalgegnerin, Christine<br />
Kämmerer von den Zehlendorfer Wespen, mit 6:1, 6:3. Zuvor<br />
waren beide nach den Gruppenspielen ungeschlagen in die<br />
Schlussrunde eingezogen.<br />
Acht Altersklassen und sieben Sieger bei dem mit 3.300,– €<br />
dotierten Turnier. Und am Ende gibt es eine weitere gute Nachricht:<br />
Auch 2025 werden die Reinickendorf Open als S2-Turnier<br />
ausgetragen. Dann gibt es die Rückkehr zum familiären<br />
Ranglistenturnier im Norden Berlins – qualitativ hochwertiges<br />
Seniorentennis garantiert.<br />
Katrin Brewka<br />
Andreas Blanck (FVT Klingsor Berlin)<br />
Christine Kämmerer (SV Zehlendorfer Wespen 1911)<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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TVBB-Sport<br />
Ball und Gegener im Blick:<br />
Jörgen Aberg (Hermsdorfer Sport-Club)<br />
12. Sutos Open <strong>2024</strong><br />
Zehn Titel für neun Vereine – nur<br />
der SCC durfte zwei Siege feiern<br />
Das Dutzend ist voll, Mitte Juli feierte man im Spandauer Norden beim Sportund<br />
Tennisverein Olympia Spandau 1917 die 12. Sutos Open, die in zehn<br />
Kategorien ihre Sieger ermittelten. Sah man sich die Felder an, die zwischen<br />
acht (D40) und 28 (H70) Racketbegeisterte umfassten, konnte man anhand des<br />
lokalen, des überregionalen und bundesweiten Zuspruchs schnell feststellen,<br />
dass es sich hier um eines der „Wohlfühlturniere“ im Tenniskalender handelte.<br />
Belegbar durch zahlreiche prominente Namen in den diversen Altersklassen,<br />
deren spielerischer Klasse und der mitunter weiten Anreisewege, die Gäste aus<br />
den anderen Landesverbänden auf sich genommen hatten.<br />
160<br />
Meldungen waren auf einem konstant<br />
guten Level wie in den beiden Vorjahren.<br />
Und die Teilnehmer waren nicht nur mit<br />
dem Ziel gekommen, „Metropole zu kieken“, sondern auch zu<br />
siegen. Zwei der zehn Finals gingen in die „Ferne“, einmal bei<br />
den 60ern in den Norden an Michael Kuhl (THC Neumünster),<br />
einmal bei den 65ern nach Bayern, an Thomas Rothe (TC Hof).<br />
Zwei weitere Male standen Nicht-TVBBer in den Endspielen,<br />
mussten sich aber bei den 70ern in Person von Uwe Naumann<br />
(TSG Ahnatal) und den 50er Damen mit Annegret Müller-Dornieden<br />
(Hildesheimer TV von 1892) der Berliner Final-Konkurrenz<br />
beugen. Der TC SCC, im Seniorenbereich gewohnt breit<br />
und stark aufgestellt, war auch diesmal mit tonangebend,<br />
musste aber im Vergleich zum Vorjahr, als man fünfmal siegte,<br />
einige Einbußen hinnehmen. Die beiden Erfolge durch Roman<br />
Tennert (H40) und Nicole Thron (D50) waren dennoch der einzige<br />
Doppelsieg eines Vereins in der Ergebnisstatistik.<br />
Die Überraschungen im Turnierverlauf hielten sich in Grenzen,<br />
zumeist dominierten die Favoriten und Topgesetzten.<br />
Siebenmal gewann die Nummer 1 der Setzliste, dreimal waren<br />
die an Zwei gereihten Akteure erfolgreich. In der Chronologie<br />
der Altersklassen eröffnete der topgesetzte Patrick Haake (SV<br />
Reinickendorf 1896) im mit 20 Teilnehmern besetzten 30er<br />
Wettbewerb die Siegerstatistik. Er gewann das Endspiel gegen<br />
Tobias Pingel (BTC 1904 Grün-Gold) souverän mit 6:4, 6:1 und<br />
hatte im Open-Verlauf nur im Auftaktspiel der 2. Runde beim<br />
7:5, 4:6 und 12:10 gegen Vereinskamerad Richard Lieberenz<br />
Mühe.<br />
Roman Tennert (TC SCC)<br />
Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />
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<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
TVBB-Sport<br />
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Tobias Pingel<br />
(BTC 1904 Grün-Gold)<br />
Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />
Die hatte 40er-Gewinner Roman Tennert (TC SCC), an Eins<br />
gesetzt, in keinem seiner vier Matches, das Finale gegen die<br />
Nummer 2 Timo Pohle (TC 1899 Blau-Weiss) eingeschlossen.<br />
Das 6:1, 6:4 summierte Tennerts Matchbilanz auf 8:0 Sätze und<br />
machte ihn zum vierfachen Open-Sieger in Serie. Ähnliches war<br />
bei den 50ern eigentlich auch von Jens Thron (TC SCC) zu erwarten,<br />
der topgesetzt auf den Platz ging und bis zum Finale<br />
souverän agierte. Dort gewann er den ersten Satz gegen Daniel<br />
Kobert (USV Potsdam) mit 6:0, was ein schnelles Ende des Duells<br />
erwarten ließ. Doch Kobert, der bereits im Halbfinale gegen die<br />
Nummer 2 Michael Buttkus (BTC Grün-Gold) beim 7:5, 6:4 starke<br />
Form bewiesen hatte, steigerte sich peu á peu, kämpfte und<br />
lief mit Leidenschaft, schaffte den 1:1-Satzausgleich und setzte<br />
auch beim 10:6-Match-Tie-Break die entscheidenden Winner-<br />
Schläge. Sein Erfolg war zweifellos die Überraschung der Open.<br />
Bei den 55ern lief dagegen alles in gewohnten Bahnen.<br />
Der Hermsdorfer „Schwede“ Jörgen Aberg (Nummer 1) geriet<br />
in seinen vier Partien kaum einmal ins Schwitzen, verbuchte<br />
8:0 Sätze und hatte auch im Endspiel gegen Guido<br />
Schulz (LTTC “Rot-Weiß”), der sich zuvor zweimalw über den<br />
Match-Tie-Break quälen musste, beim 6:0 und 6:3 keine wirkliche<br />
Gegenwehr zu überwinden. In der 60er-Kategorie gab es<br />
papierform gerecht den ersten „Ausländererfolg“, als der topgesetzte<br />
Michael Kuhl (THC Neumünster) Kontrahent Martin<br />
Groeger (TC Tiergarten) beim 6:1, 6:1 nicht die Spur einer Chance<br />
ließ. Auch bei den 65ern hatte mit Thomas Rothe (TC Hof)<br />
ein Nicht-TVBBer die Nase vorn, der seine<br />
drei Matches inklusive Finale mit 6:0 Sätzen<br />
hochüberlegen gewann. Das 6:1,<br />
6:2 im Endspiel gegen den zuvor formstarken<br />
Gunther Raab (SV Reinickendorf<br />
1896) war deutlich enger erwartet worden – Rothe aber war<br />
eine Klasse besser.<br />
Spannend ging es bei den mit 28 Teilnehmern quantitativ<br />
(und damit auch qualitativ) topbesetzten Herren 70 zu. Im<br />
Finale lieferten sich Nummer 2 Gerd Hekele (TC 1899 Blau-<br />
Weiss) und der ungesetzte Uwe Naumann von der hessischen<br />
TSG Ahnatal einen intensiven Schlagabtausch, der nach Satzgewinnen<br />
für jede Seite erst im Match-Tie-Break mit den größeren<br />
Kraftreserven 10:3 für Hekele entschieden wurde. Der Blau-<br />
Weisse hatte schon im Halbfinale beim 1:6, 6:1, 12:10 gegen<br />
„Geheimfavorit“ Georg Reiners (SV Zehlendorfer Wespen)<br />
ein ähnliches Bravourstück vollbracht. Bei den 75ern hatte im<br />
12er Feld schließlich im Endspiel zwischen Julian Sargent (TC<br />
Grün-Weiß Berlin-Lankwitz) und Jörg Reichert (BTC 1904 Grün-<br />
Gold) im ebenfalls hochspannenden Duell auf Augenhöhe der<br />
Lankwitzer im Wimpernschlag-Einlauf mit 5:7, 6:4 und 11:9 die<br />
Zehenspitze vorn, nachdem Reichert zuvor im Halbfinale die<br />
Nummer 1 Klaus Müller-Boesser (TC 1899 Blau-Weiss) mit 7:6,<br />
6:4 aus dem Turnier genommen hatte.<br />
In den beiden Damen-Finals bei den 40ern und 50ern gewannen<br />
am Ende Tina Loddenkemper (SV Zehlendorfer Wespen),<br />
nachdem ihre fünf Jahre jüngere<br />
Finalkontrahentin Petra Stauder (Berliner<br />
SV 1892), die zum Auftakt Nummer 1 Katrin<br />
Holz (MTV Einheit) mit 5:7, 6:3, 10:5<br />
besiegt hatte, zum Endspiel nicht antreten<br />
konnte und bei den 50ern Nicole<br />
Thron (TC SCC), die nach zwei Zwei-Satz-<br />
Siegen gegen Kirsten Kasbohm (Sutos<br />
1917) und Anja Sievers (BTC Rot-Gold)<br />
auch das Finale gegen Annegret Müller<br />
Dornieden (Hildesheimer RV von 1892)<br />
mit 6:0 und 6:4 beherrschte.<br />
Klaus Weise<br />
Carl-Philipp Brenning (Zehlendorfer TuS von 1888)<br />
Hakan Karahan<br />
(Tennisfreunde Berlin-Mitte e.V.)<br />
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TVBB-Sport<br />
Turniersiegerin Julia Zhu vom TC SCC<br />
30<br />
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66. Allgemeines Turnier Damen und Herren<br />
Hitzewellen und Regen im Wechsel<br />
belasten Spieler und Turnierleitung<br />
Für vier Tage war die 66. Ausgabe des Allgemeinen Turniers des Berliner Tennis-Clubs 1904 Grün-Gold wieder einmal<br />
der Austragungsort des mit 4.000,– € Preisgeld dotierten Damen- und Herrenturniers im gemütlichen Tempelhof. In die<br />
Siegerlisten trugen sich Julia Zhu (TC SCC) und Lukas Maskow (TC Grün-Weiß Nikolassee) ein.<br />
Biegt man vom stark befahrenen Tempelhofer Damm in die<br />
Paradestraße ein, fühlt es sich an wie ein Zeitsprung in eine andere<br />
Welt. Eben noch im stockenden Berufsverkehr, eröffnet sich<br />
plötzlich ein kleines Paradies, eine Oase der Ruhe. Abseits vom<br />
Trubel der Stadt fand beim Berliner Tennis-Club 1904 Grün-Gold<br />
vom 27. bis 30. Juli <strong>2024</strong> zum 66. Mal das Allgemeine Turnier für<br />
Damen und Herren statt. Das 32er Damen-Feld und das 64er Herren-Feld<br />
waren komplett besetzt. Auffällig war, dass einige der<br />
Berliner Top-Spieler bei den Herren nicht gemeldet hatten. Dies<br />
lag vor allem daran, dass zeitgleich die 2. Bundesliga-Nord der<br />
Herren stattfand, was eine Teilnahme unmöglich machte. Auf<br />
die Frage an den Turnierleiter Guido Melchert, ob man bei der<br />
Terminplanung des Turniers nicht auch die 2. Bundesliga-Nord<br />
berücksichtigen könnte, antwortete er, dass zu Jahresbeginn die<br />
Termine der Bundesliga noch gar nicht bekannt seien. Angesichts<br />
der Bundesliga-Spielzeit 2025, bei der vier Berliner<br />
Tennis-Vereine teilnehmen werden, wäre es durchaus<br />
überlegenswert, einen darauf abgestimmten<br />
Turniertermin zu finden. Es wäre schade, wenn<br />
dann nur die „C-Prominenz“ bei den Herren melden<br />
könnte.<br />
Erschwerend kam in diesem Jahr hinzu, dass<br />
es an den ersten beiden Spieltagen zu mehrstündigen<br />
Unterbrechungen durch Starkregen<br />
kam, was die Turnierleitung Guido Melchert und<br />
Stefan Seeliger vor besondere Herausforderungen<br />
stellte. Verschiebungen, Umsetzungen, Rücksprachen<br />
mit den Spielern – keine dankbare Aufgabe<br />
für eine Turnierleitung. So war es nicht verwunderlich, dass<br />
einige Spielerinnen auf ihren Einsatz wartend in der 2. Bundesliga-Nord<br />
beim TC 1899 Blau-Weiss gesichtet wurden.<br />
Julia Zhu gibt nur sechs Spiele ab<br />
Es ist Mittagszeit beim Finale der Damen, wie in einem alten Western,<br />
High Noon. Die Sonne brennt auf den Platz, die Hitze flimmert<br />
auf der Asche, es herrscht absolute Ruhe, nur unterbrochen<br />
vom monotonen Summen der Wespen in den umliegenden Linden.<br />
Nachdem Julia Zhu im Halbfinale gegen Ann-Sophie Funken<br />
von den Zehlendorfer Wespen mit einer Brille ins Finale eingezogen<br />
war, traf sie dort auf Sophie Triquart, ebenfalls von den<br />
Zehlendorfer Wespen. Es war überraschend, dass Ann-Sophie<br />
Finalistin Sophie Triquart<br />
(Zehlendorfer Wespen)<br />
Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de
TVBB-Sport<br />
Ç<br />
Lukas Maskow vom<br />
TC Grün-Weiß Nikolassee<br />
siegt bei den Herren<br />
Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
Funken so eindeutig von Zhu „abgeklatscht“ wurde. Funken<br />
hatte zuvor im Viertelfinale in einem über zweieinhalbstündigen<br />
Match gegen Sabrina Ehrenfort (TC 1899 Blau-Weiss)<br />
das Weiterkommen mit 6:2, 3:6, 10:4 hart erkämpfen müssen.<br />
Ehrenfort, im Sommer auf Kurzbesuch in Berlin, zeigte in bekannter<br />
Manier reichlich Emotionen. Gute Crossbälle wurden<br />
stark bejubelt, leichte Fehler hingegen ließen sie verzweifeln.<br />
Lange Ballwechsel, mal flach und kraftvoll, mal in endlos erscheinenden<br />
Mondbällen. Funken lächelte immer wieder,<br />
während Ehrenfort mit zunehmender Spieldauer gegen Verkrampfungen<br />
in der Oberschenkelmuskulatur ankämpfte. Vielleicht<br />
war es die Uni-Prüfung, die Funken eine derartig herbe<br />
Niederlage gegen Zhu einbrachte, oder Zhu war einfach zu<br />
gut, sodass Funken nach dem Mammutmatch gegen Ehrenfort<br />
körperlich Tribut zollen musste.<br />
Sophie Triquart hatte in den ersten Runden ein relativ leichtes<br />
Spiel und kegelte Sophie Ecke (TC 1899 Blau-Weiss) und Philippa<br />
Höpfner (Eintracht Frankfurt) mühelos aus dem Turnier.<br />
Gegen die 30-jährige Sveva Mazzari (SV Zehlendorfer Wespen)<br />
Finalist<br />
Patrick Fleischhauer<br />
(TC Frohnau)<br />
musste sie sich im ersten Satz etwas anstrengen, dominierte jedoch<br />
im zweiten Satz klar und gewann das Match mit 7:5, 6:1.<br />
Im Finale behielt Zhu mit stoischer Ruhe und Gelassenheit stets<br />
die Kontrolle über das Match. Triquart, bekannt dafür, ihren<br />
Emotionen freien Lauf zu lassen, war im Finale ungewöhnlich<br />
ruhig. Einzig ihr Coach gab fortwährend Anweisungen – obwohl<br />
Coaching laut Regelwerk nicht gestattet ist. Nach<br />
mehrmaliger Intervention durch Zhu erhielt Triquart<br />
vom Schiedsrichter eine Verwarnung, die der Coach<br />
jedoch ignorierte. Letztlich führte das Coaching<br />
nicht zum erhofften Sieg, und Julia Zhu siegte mit<br />
6:2, 6:1 und trug sich in die Siegerliste <strong>2024</strong> ein.<br />
Lukas Maskow greift sich die Siegerprämie<br />
Im wahrsten Sinne des Wortes beim Sundowner<br />
am frühen Abend standen sich Lukas Maskow<br />
(TC Grün-Weiß Nikolassee) und Patrick Fleischhauer<br />
(TC Frohnau) im Finale gegenüber. Was aus<br />
bildgestalterischer Sicht das Herz eines Tennisfotografen<br />
erfreut, kann für die beiden Finalisten für jeden<br />
einzelnen Punktgewinn erschwerend sein. Der stete Wechsel<br />
von Sonne und Schatten, vor allem, wenn der Ball aus dem<br />
Schatten in die pralle Sonne kommt, erfordert hohe Konzentration.<br />
Maskow kam damit besser zurecht und hatte in dieser<br />
Saison einen guten Lauf. Von Runde zu Runde spielte er sich<br />
mit Leichtigkeit durch das Turnier und musste erst im Viertelfinale<br />
gegen Antoni Orlinski (BTC 1904 Grün-Gold) mehr Einsatz<br />
zeigen, um mit 6:2, 7:6 ins Halbfinale zu gelangen. Dort<br />
schlug er Max Pade (TSV Haar) wieder locker mit 6:0, 6:1. Auch<br />
Patrick Fleischhauer hatte in den ersten Runden keine ernsthaften<br />
Gegner und kegelte einen nach dem anderen aus dem<br />
Turnier: Matteo Kelch (TC 1899 Blau-Weiss), Felix Triquart (SV<br />
Zehlendorfer Wespen) und Ben Kuszli (TC SCC). Erst gegen<br />
Lamin Lorenzo da Silva, aktuell für den BTTC Grün-Weiss spielend,<br />
musste sich der knapp zwei Meter große Mann strecken<br />
und mühen. Mit 7:6, 6:1 zog er ins Herren-Finale ein. Dieses<br />
konnte Lukas Maskow mit 6:3, 6:2 für sich entscheiden und<br />
sich damit auch einen ordentlichen Batzen an „Urlaubsgeld“<br />
verdienen.<br />
Claudio Gärtner<br />
„<br />
Wir danken den<br />
Spielern für<br />
Verständnis und<br />
Geduld für die vielen<br />
Unannehmlichkeiten<br />
durch Verlegungen<br />
und Wartezeiten“<br />
Guido Melchert<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
31
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TVBB-Sport<br />
8. Spotrepair Open beim SV Reinickendorf 1896<br />
Malaszszak und<br />
Steinkamp siegen<br />
bei den Aktiven –<br />
Vier Vereine teilen sich<br />
die Senioren-Titel<br />
Die „Spotrepair M. Süß-Open“ beim<br />
SV Reinickendorf 1896 steuern einstweilen auf<br />
die erste Auflage mit einer zweistelligen Zahl<br />
voran zu. Mitte August <strong>2024</strong> fand das sportlich<br />
zweigeteilte Turnier zwar zum gemeinsamen<br />
Termin, aber doch organisatorisch getrennt<br />
statt. Das Ranglistenturnier der Damen<br />
und Herren (ergänzt um einen Mixed-<br />
Wettbewerb) mit Ausschreibungsfeldern von<br />
32 (D), 54 (H) und 16 (MX) Teilnehmern, war<br />
mit insgesamt 3.000,– € Preisgeld dotiert.<br />
Beim Seniorenturnier mit seinen sieben<br />
Wettbewerben (6 Herren, 1 Damen) wurde<br />
um 1.500,– € Gesamtpreisgeld gespielt.<br />
Angesichts der Aufwendungen (Nenngeld,<br />
Anreise, evtl. Unterkunft, Material usw.) ist<br />
der bei Laien immer noch latente Glauben,<br />
mit Tennis könne man reich werden, durch ein<br />
simples Rechenspiel nachhaltig zu widerlegen.<br />
Titelfavorit Markus Malaszczak (TC SCC ) gewinnt bei den Herren<br />
Und so geht es auch bei den Spotrepair Open um den<br />
Spaß an der Sache, und den kann man bei diesem Turnier,<br />
diese Überzeugung ist von Jahr zu Jahr peu á peu<br />
gewachsen, reichlich haben. Als Aktiver und als Zuschauer.<br />
Im Damen / Herren-Turnier waren zunächst die Teilnehmerzahlen<br />
erstaunlich und respektabel, die nahezu folgerichtig<br />
auch ein gutes Niveau der Leistungen auf den Sandplätzen<br />
generierten. 44 Aktive bestückten das 64er Männer-Feld, 30<br />
Frauen das 32er Tableau der Damen. In der Herren-Konkurrenz<br />
kam es im Endspiel zum Aufeinandertreffen der 20-jährigen<br />
Nummer 1 des Feldes Markus Malaszczak vom TC SCC und<br />
der ein Jahr jüngeren Nummer 2 Carl Labitzke vom LTTC “Rot-<br />
Weiß”. Beide hatten ihre dem Rast-Auftakt folgenden vier Matches<br />
ohne größere Probleme bewältigt. Nur einmal blitzte bei<br />
Labitzke im Zweitrunden-Spiel gegen den 26 Jahre älteren<br />
Lokalmatador Timo Fleischfresser (Jahrgang 1979) im 3:6 verlorenen<br />
Auftaktsatz ein Schwächemoment auf. Schnell folgte<br />
aber der Satzausgleich und nach einem 10:3 im Match-Tie-<br />
Break konnte er das Match doch noch für sich entscheiden. Im<br />
weiteren Turnierverlauf konnte Labitzke noch zwei klare Zwei-<br />
Satz-Erfolge gegen Jarvis Bade (TC Weiße Bären Wannsee) und<br />
den 16-jährigen Felix Triquart (SV Zehlendorfer Wespen) verbuchen.<br />
Malaszszak hatte seine Nummer 1-Positionierung mit<br />
Local Hero Gino Gerwien siegt erwartungsgemäß bei den 40ern<br />
vier Zwei-Satz-Siegen nachdrücklich untermauert und sich<br />
zum Titelfavoriten gekürt. Das mit Spannung erwartete Top-<br />
Duell blieb dann aber leider schon im Ansatz stecken, denn Labitzke<br />
musste nach Malaszszaks 1:0-Führung schon nach wenigen<br />
Minuten das Match abschenken, weil er einen anderen<br />
Termin wahrnehmen musste. Aufgegeben. Schade!<br />
Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />
32<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
TVBB-Sport<br />
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Leo Stynen (TC Orange-Weiß Friedrichshagen) Dr. Sofia Raevskaia (SV Berliner Bären) gewinnt die Damen 30<br />
Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />
In den sieben Wettbewerben der Senioren teilten sich vier<br />
Vereine die Open-Titel. Gleich der 30er Männer-Wettbewerb<br />
endete mit einem Gastgeber-Sieg durch den top gesetzten Patrick<br />
Haake, der im Finale der drei Jahre jüngeren Nummer 5<br />
Jens Weisser (BSC Rehberge) beim 6:1, 7:5 erst im zweiten<br />
Durchgang einige Chancen ließ. Davor hatte Haake in seinen<br />
drei Matches ohne Satzverlust (37:12 Spiele) dominiert, Weisser<br />
vom Aufgabesieg gegen Nummer 2 Arne Kulkmann (TC Orange-Weiß<br />
Friedrichshagen) profitiert.<br />
Auch in den 40ern war ein Reinickendorfer der Primus, als<br />
der topgesetzte Local Hero Gino Gerwien die Nummer 4 Leo<br />
Stynen (TC Orange-Weiß Friedrichshagen) in zwei 6:3-Sätzen<br />
dominierte.<br />
Den 50er Wettbewerb holte sich mit Georg Riedel (TC Tiergarten)<br />
ein Ungesetzter den Sieg, der im Endspiel Nummer 2<br />
Dietmar Schwerin (PTC Rot-Weiss) deutlich mit 6:2, 6:2 beherrschte.<br />
Den zweiten TC Tiergarten-Sieg des Turniers holte sich bei<br />
den Herren 55 Tim Schiffers, der im Finale den ungesetzten Andreas<br />
Eckhoff (TC Grün-Weiß Nikolassee) mit 6:3 und 7:5 bezwang.<br />
Beide Finalisten hatten ihre Meriten in ihren drei Begegnungen<br />
davor ohne Satzverlust erworben.<br />
Die 60er, die ihre sieben Gemeldeten in zwei Gruppen teilten,<br />
deren Sieger das Finale bestritten, fanden ihren Gewinner<br />
in Dr. Torben Arlt, der Reinickendorfs Ba Lee in zwei engen<br />
7:5, 7:5-Sätzen bezwang. In der 65er-Kategorie war wieder der<br />
Gastgeber-Verein mit dem Siegen dran, als Nummer 1 Gunther<br />
Raab den ungesetzten Jürgen Thiele (Steglitzer TK) mit 6:2, 6:2<br />
nach Hause schickte. Raab hatte im Halbfinale den arrivierten<br />
Ralph Lißner (TC 1899 Blau-Weiss) mit 2:6, 7:6 und 10:5 niedergekämpft,<br />
Thiele die Nummer 2 Claus-Peter Jahn (TC Bad Weißer<br />
Hirsch Dresden).<br />
Im 12er Feld der Damen 30 verlor die topgesetzte Denise<br />
Kollmannsperger (TC Rot-Weiss Großbeeren) gleich ihr Auftaktmatch<br />
gegen die ungesetzte Linh Nguyen Quok (SV Reinickendorf<br />
1896) mit 3:6, 1:6, die dann auch noch Nummer 3<br />
Maren Kraft (Hermsdorfer SC) mit 6:1, 6:0 aus dem Weg räumte<br />
und im Finale stand. Dort allerdings setzte ihr Nummer 2<br />
Dr. Sofia Raevskaia (SV Berliner Bären) mit 6:0, 6:2 das Stoppzeichen<br />
– die Zahnmedizinerin zeigte in beeindruckender Manier,<br />
wie man den Dingen an die Wurzel geht. Ihre drei Matches<br />
inklusive Finale gegen Constanze Patzig (TC SCC), Nummer 4<br />
Franziska Krüger (Hermsdorfer SC) und Linh Nguyen Quok absolvierte<br />
sie ohne Satzverlust und mit 36:5 Spielen.<br />
Im Mixed fanden sich erstaunliche 14 Paare zusammen,<br />
deren Spaß an dieser besonderen Art eines Spezial-Wettbewerbs<br />
unübersehbar war. Am Ende standen sich zwei jahrgangsältere<br />
Paare im Finale gegenüber, die die „Youngster“<br />
zuvor ausgeschaltet hatten. Die ungesetzten Julian Schleicher<br />
/ Laura Gersbeck vom SV Zehlendorfer Wespen gewannen<br />
in einem spannenden Duell gegen die Reinickendorfer Naomi<br />
Kast / Timo Fleischfresser mit 6:4, 6:7 und 10:5. Im Halbfinale<br />
hatten die „Oldies“ im „Wespen“-Duell auch das topgesetzte<br />
Geschwister-Duo Sophie Triquart / Felix Triquart im Match-Tie-<br />
Break mit 6:2, 2:6 und 10:8 – á la bonheur!<br />
Klaus Weise<br />
Überraschungsfinalistin<br />
Linh Nguyen Quok<br />
(SV Reinickendorf 1896)<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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TVBB-Sport<br />
Roman Tennert<br />
Thorsten Cuba<br />
Patrick Haake<br />
Guido Schulz<br />
Michael Stensch<br />
Jens Thron<br />
10. Grunewald Senior Open <strong>2024</strong><br />
Favoriten machten ernst:<br />
Sieben Siege für Topgesetzte,<br />
vier für die Nummer 2<br />
Die Grunewald Senior Open haben 2015 ihre Premiere gefeiert, es kommt<br />
einem vor, als sei es gerade erst gestern gewesen. Dabei ist das nach<br />
mehreren Hochstufungen seit 2021 in der S1-Kategorie geführte Turnier am<br />
Flinsberger Platz in Schmargendorf mit seiner <strong>2024</strong>er Auflage bereits bei der<br />
Nummer 10 angekommen. Und es präsentierte sich im Grunde genommen<br />
wie immer: top besetzt auf den Plätzen des wunderbaren Grunewald TC, gut<br />
besucht von den Fans und Aktiven-Familien und reibungslos organisiert. Dazu<br />
natürlich das sportliche Angebot in 14 Wettbewerben von 30ern bis 75ern.<br />
Der Termin Anfang September brachte es mit sich, dass die<br />
GTC-Senior Open, für viele der Racket-Dauerbrenner, das Farewell<br />
an die Freiluft-Turnier-Saison <strong>2024</strong> waren – ein absolutes<br />
Highlight zum Abschied, das passte! Alles in allem 236 Damen<br />
und Herren wollten daran teilhaben. 20 von ihnen hatten sich<br />
aus Nicht-TVBB-Vereinen acht bundesdeutscher Landesverbände<br />
gen Hauptstadt auf den Weg gemacht, um der Berlin-<br />
Brandenburger Übermacht zu trotzen.<br />
Aus dem TVBB war der TC SCC mit 18 Spielern am stäksten<br />
vertreten, dicht gefolgt vom Gastgeber Grunewald TC mit<br />
17 Teilnehmern. Wie gut das Teilnehmerfeld insgesamt war,<br />
unterstrich die Tatsache, dass neben der nahezu kompletten<br />
Berlin-Brandenburger Seniorenspitze auch zehn Herren und<br />
fünf Damen aus den Top 10 des DTB der diversen Altersklassen<br />
am Start waren.<br />
Zwei Siege in den 14 ausgespielten Wettbewerben gingen<br />
an Nicht-TVBBer, beide bei den Damen, die bei den 40ern<br />
durch die Niedersächsin Anna Blumenberg (TC Grün-Weiß<br />
von 1909) und bei den 60ern mit der Hamburgerin Anne Bielfeldt<br />
(Spielvereinigung Blankenese von 1903) triumphierten.<br />
Die übrigen Erfolge sicherten sich im Dutzend TVBB-Asse, die<br />
durchweg in Berlin-Brandenburger Finals Gastgeber-Siege<br />
einfuhren. Der finale Sonntag stand überwiegend im Zeichen<br />
der Favoriten, die das Geschehen dominierten und belegten,<br />
warum sie in den Setzlisten und in den Rankings ganz oben<br />
standen. Siebenmal gewannen die Topgesetzten die Endspiele,<br />
je zweimal schafften es die an Nummer 2 Rangierten,<br />
einmal war der an Vier geführte Karl-Heinz Mauß (Eberswalder<br />
TC) der Beste, der allerdings ob seiner andauernden Siegesserie<br />
der vergangenen Monate schon vorab als derjenige galt,<br />
den es zu schlagen galt.<br />
Nur zweimal gerieten die Vorwetten in Unordnung, als Malina<br />
Walter vom Gastgeberclub bei den Damen 30 ungesetzt in<br />
einer Fünfer-Gruppe mit 3:1 Siegen die Top-Position vor Franziska<br />
Krüger (Hermsdorfer SC) einnahm, gegen die sie im direkten<br />
Duell mit 6:4, 3:6 und 8:10 verloren hatte. Die an Eins<br />
gesetzte Denise Kollmannsperger (TC Rot-Weiß Großbeeren)<br />
hatte zwei ihrer vier Matches verloren und landete damit nur<br />
auf Platz 4 des Fünfer-Tableaus. Auch bei den Damen 65 gab<br />
es mit Ursula Makowiec (Zehlendorf 88) eine ungesetzte Siegerin,<br />
die sich im Endspiel gegen Sigrid Piotrowski (BSV’92)<br />
mit 6:7, 6:1 und 10:6 durchsetzte. Zuvor hatten beide Finalistinnen<br />
in der Vorschlussrunde die Toprangierten Sigrid Rinow<br />
(SV Blankenese) und Barbara Hummel (Sportfreunde Kladow)<br />
deutlich eliminiert.<br />
Bei den Herren waren, wie bereits angemerkt, Favoritensiege<br />
durchweg an der Tagesordnung. In den acht Wettbewerben<br />
gewann fünfmal der Topgesetzte, zweimal die<br />
Nummer 2. Bei den 30er Herren war Patrick Haake (SV Reinickendorf<br />
1896) souverän, nachdem die Nummer 1 Kolja Nitschke<br />
(NTC “Die Känguruhs”) in seinem Auftaktmatch gegen<br />
Tobias Pingel (BTC 1904 Grün-Gold) nach 0:1-Beginn aufgeben<br />
musste. Haake gewann seine vier Matches im 19er Feld inklusive<br />
Finale ohne Satzverlust und ließ auch Jonathan Quass<br />
(BTC 1904 Grün-Gold) im 6:2, 6:0-Endspiel keine Chance.<br />
Das 40er Finale zwischen Nr. 1 Roman Tennert (TC SCC)<br />
und dem fünf Jahre älteren Thorsten Cuba (NTC “Die Känguruhs”)<br />
war spielerisch zweifellos einer der Höhepunkte der<br />
Open und endete mit dem verdienten 6:3, 6:4-Sieg des „Känguruhs“,<br />
der sich hervorragend auf den SCC-Turnierdauersieger<br />
eingestellt und kaum Schwächen zeigte. „Ich habe mich<br />
bemüht, seine Bälle früh zu nehmen, und das ist ihm offenbar<br />
nicht so gut bekommen. Wenn dann auch noch immer wieder<br />
Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
34<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
TVBB-Sport<br />
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Gerd Hekele<br />
Michael Buttkus<br />
Jörgen Aberg<br />
Andreas Blanck<br />
Nicole Thron<br />
Inken Kröger<br />
Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
Winner gelingen, dann kommt am Ende etwas raus, worüber<br />
man sich richtig freuen kann“, meinte Cuba hinterher. Er fand<br />
auf Tennerts Versuche, das Heft des Handelns in die Hand zu<br />
nehmen, meist die richtigen Antworten. „Das war in der Tat<br />
ein Abschied vom Tennis-Sommer, wie er kaum schöner sein<br />
kann. Mir ist es gelungen, auf der Welle weiterzuschwimmen,<br />
die mich schon zuvor seit längerem getragen hat.“<br />
Gleiches galt auch eine Alterskategorie höher bei den Herren<br />
50 für den topgesetzten Sieger Jens Thron (TC SCC), der<br />
seine drei Matches ohne Satzverlust gewann, aber sowohl<br />
im Halbfinale gegen Nummer 4 Dirk Langeloh (Hamburg)<br />
als auch im Endspiel gegen Michael Buttkus (BTC 1904 Grün-<br />
Gold) für seine Verhältnisse erstaunliche sieben Spiele abgeben<br />
musste. Gegen den vier Jahre jüngeren Buttkus hatte<br />
Thron beim 7:6 im ersten Durchgang Mühe, seinen Rhythmus<br />
zu finden, stand beim 5:6 kurz vorm Satzverlust und drehte ihn<br />
doch noch zu seinen Gunsten. „Es sind oft Kleinigkeiten, die<br />
sich dann zu einer Tendenz summieren und plötzlich hat man<br />
Mühe, da wieder rauszukommen. Dass mir das im zweiten Satz<br />
gelungen ist, ich dann zum 6:1 durchmarschierte und meinen<br />
vierten Senioren-S1-Triumph feiern konnte, war der Punkt aufs<br />
’i‘ eines nach meiner Wirbelsäulen-OP im Januar so nicht unbedingt<br />
zu erwarteten Tennis-Sommers“, freute sich Thron.<br />
Dessen Top-Laune wurde zudem noch durch den Damen<br />
50-Turniersieg von Gattin Nicole Thron (TC SCC) gesteigert,<br />
die als Topgesetzte nach drei hohen Zwei-Satz-Siegen auch im<br />
Endspiel gegen die ungesetzte Inken Kröger (SV Zehlendorfer<br />
Wespen) nach 6:7 verlorenem ersten Satz erfolgreich blieb, da<br />
ihre Kontrahentin bei 1:3-Rückstand im zweiten Durchgang<br />
aufgeben musste. Die Herren-Favoriten-Siege setzten sich<br />
nach Throns 50er Open-Erfolg in den höheren Altersklassen<br />
fort. Der topgesetzte „Hermsdorfer Schwede“ Jörgen Aberg<br />
(DTB 2) beherrschte 55-Feld, gab in vier Matches keinen Satz<br />
ab, gewann im Halbfinale gegen SCCer Christopher Blömeke<br />
mit 6:3, 6:1 und im Endspiel gegen Nummer 2 Guido Schultz<br />
(LTTC “Rot-Weiß”) ebenso unangefochten mit 6:2, 6:0. Auch<br />
bei den 60ern gab es ein Finalduell zwischen Nummer 1 und<br />
Nummer 2, das der topgesetzte Dauerläufer Andreas Blanck<br />
(FVT Klingsor) gegen Michael Stensch (TC SCC) nach einem<br />
umkämpften 7:5, 5:3 Aufg. für sich entschied.<br />
Dass der Herren 65er-Wettbewerb an die Nummer 1 ging,<br />
war angesichts der anhaltenden Dominanz von SCCer Gabriel<br />
Monroy wenig überraschend, sein Finalgegner mit Klubkamerad<br />
Christoph Dux aber war es durchaus. Monroy gewann<br />
seine vier Matches inklusive Finale ohne Satzverlust und<br />
mit 48:7 Spielen, Dux zog ins Endspiel nach Rast, Zwei-Satz-<br />
Sieg gegen Rudolf Haas (TC Frankfurt / Oder), 10:6-Match-Tie-<br />
Break-Erfolg gegen Nummer 4 Gunther Raab (SV Reinickendorf<br />
1896) und dank des Halbfinal-Nichtantretens des an Zwei<br />
gesetzten Erwin Skamrahl (Braunschweiger THC). Gegen Monroy<br />
blieb Dux aber beim 2:6, 1:6 ohne Chance.<br />
Die Serie der Nummer 1-Erfolge hielt auch bei den Herren<br />
70 an, auch wenn sich der topgesetzte Norbert Walter (TC<br />
Frohnau) in zwei seiner vier Partien über den Match-Tie-Break<br />
zum Sieg mühen musste. Sowohl gegen Maximilian Pöppl<br />
(TK Blau-Gold Steglitz) als auch im Halbfinale gegen Nummer<br />
3 Harald Krones (Hermsdorfer SC) brachte Walter den Entscheidungssatz<br />
mit 10:5 auf seine Seite und kämpfte nicht nur<br />
die Gegner, sondern auch die präsenten körperlichen Blessuren<br />
nieder. Das Endspiel gegen den Blau-Weissen Gerd Hekele<br />
war einen Satz lang beim 6:1 eine klare Sache, im zweiten<br />
musste Walter alle Kräfte mobilisieren, um beim 7:5 eine Spielverlängerung<br />
zu vermeiden.<br />
In der jahrgangsältesten Spielklasse bei den Herren 75 war<br />
– nicht unerwartet – die Nummer 4 des 21er Feldes, Karl-Heinz<br />
Mauß vom brandenburgischen Eberswalder TC, der Souveräne<br />
des Wettbewerbs. Der Sommer-Dauersieger, der nur in<br />
einem Turnier, in dem er startete, nicht gewann, holte sich in<br />
überzeugendem Stil und mit Klasse mit vier Zwei-Satz-Siegen<br />
den Open-Triumph und war dabei zweifellos einer der spielerischen<br />
Höhepunkte des gesamten Turniers. Finalgegner Julian<br />
Sargent (TC Grün-Weiß Lankwitz) blieb auch im sechsten<br />
bilateralen Vergleich beim 1:6, 2:6 ohne echte Siegchance<br />
und erkannte die überlegene Klasse nach dem Spiel beim gemeinsamen<br />
Drink neidlos an. „Eine Zeitlang habe ich in den<br />
vergangenen Jahren nur Mannschaftsspiele und keine Turniere<br />
bestritten. Seit zwei Jahren habe ich viel mehr trainiert und<br />
auch in niedrigeren Altersklassen gegen richtig gute Leute gespielt.<br />
Das hat sich ausgewirkt“, erklärte Mauß seine Erfolge.<br />
Klaus Weise<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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TVBB-Sport<br />
Monique Lauterbach (Tennis- u. Hockey-Club Ahrensburg)<br />
Anja Sievers (BTC Rot-Gold)<br />
Senior Weiß-Rot Cup <strong>2024</strong><br />
Sieger aus elf unterschiedlichen<br />
Vereinen<br />
Bei herrlichem Tenniswetter startete das Traditionsturnier „Senior Weiß-Rot<br />
Cup“ in zwölf Konkurrenzen, wobei 14 Konkurrenzen angeboten wurden.<br />
Leider „schwächelten“ die Damenkonkurrenzen etwas. Ansonsten gab es<br />
beim S2-Turnier eine tolle Mischung aus deutschen Ranglistenspielern, “LK-<br />
Punkte-Jägern“, und bewegungsfreudigen Freizeitspielern. Im nächsten Jahr<br />
sollen dann weitere Konkurrenzen dazukommen und hoffentlich wieder mehr<br />
Damen auf dem Court stehen.<br />
Martin Groeger<br />
(Tennis-Club Tiergarten)<br />
Mit Jörg Reichert (BTC 1904 Grün-Gold) und Wolfgang Dröge<br />
(TC Grün-Weiß Lankwitz) standen sich die Nummer 3 und 4 der<br />
Setzliste im Finale der H75 gegenüber. Sie nahmen jeweils die<br />
beiden topgesetzen Spieler aus dem Turnier. Das Finale konnte<br />
Reichert mit 7:5 und 6:4 für sich entscheiden, wobei Wolfgang<br />
Dröge das Halbfinale gegen Michael Holz (Nummer 1, THC von<br />
Horn und Hamm) wohl noch in den Beinen hatte.<br />
Bei den H70 wurde Manfred Schütt (Harburger SC) seiner<br />
Favoritenrolle gerecht, auch das Finale gegen Harald Krones<br />
(Hermsdorfer SC) gewann er deutlich.<br />
Im H60 Finale konnte sich der an Nr. 1 gesetzte Torben Arlt<br />
(TC Rot-Weiß Dessau) mit seinem offensiveren Spiel gegen Martin<br />
Groeger in zwei Sätzen durchsetzen, nachdem er im Halbfinale<br />
gegen Sven Rückbrod (BTC Gropiusstadt) noch in den<br />
Match-Tie-Break musste.<br />
Klarer Favorit in der H55 Konkurrenz war die Nummer 2<br />
Deutschlands, Jörgen Aberg (Hermsdorfer SC). Er ließ auch<br />
keine Zweifel aufkommen und gewann das Finale gegen Guido<br />
Schulz (LTTC “Rot-Weiß”).<br />
Einen ähnlichen Stand gab es auch bei den H50, der Topgesetzte<br />
Michael Buttkus (BTC 1904 Grün-Gold) gab im gesamten<br />
Turnierverlauf nur ein Spiel ab, das bekam auch Georg Riedel<br />
(TC Tiergarten) im Finale zu spüren.<br />
Timo Pohle (TC 1899 Blau-Weiss), die Nummer 1 der Setzliste,<br />
dominierte die H45er Konkurrenz, da konnte auch Florian<br />
Stelljes (TC Weiße Bären Wannsee) im Finale nichts ausrichten.<br />
Souverän setzten sich im H40er Feld die beiden Topgesetzen<br />
Roman Tennert (TC SCC) und Ian Leonhardt (TC Blau-Gold Wuhlheide)<br />
bis ins Endspiel durch. Im Finale brauchte Tennert wieder<br />
einen Satz, ehe er sich fing und den zweiten Satz sowie den<br />
Match-Tie-Break klar für sich entscheiden konnte.<br />
Bei den H30 stand erwartungsgemäß Kolja Nitschke (NTC<br />
„Die Känguruhs“), die Nummer 9 Deutschlands, im Finale gegen<br />
den zuvor sehr gut aufspielenden Lewis van Splunteren (TC<br />
Grün-Weiß Baumschulenweg). Leider konnte das Finale nicht<br />
stattfinden, da Nitschke sich eine Erkältung eingefangen hatte.<br />
Kurios: Im Halbfinale kam Nitschke gegen Alexandre Schuck<br />
(SV Reinickendorf 1896) ohne Spiel weiter. Wie die Tenniswelt<br />
manchmal halt so spielt!<br />
Karin Reinhard (TC Lichtenrade Weiß-Gelb), ebenfalls die<br />
Nummer 9 Deutschlands und Nummer 1 der Setzliste, erkämpfte<br />
sich im Halbfinale gegen Ute Mattausch (TC Grün-Weiß<br />
Nikolassee) den Finaleinzug. Hier kam ihnen dann der parallel<br />
stattfindende Laver Cup in die Quere und somit stand Karin<br />
ohne Spiel gegen Monika Ziegler (TC Grün-Weiß Nikolassee) als<br />
Siegerin der D60 fest.<br />
Die D55 Konkurrenz starteten leider nur in Kästchenspielen,<br />
aber jede Teilnehmerin hatte dabei vier Spiele sicher. Hier konnte<br />
sich in einem phänomenalen Match Christiane Junker (TC<br />
Schwarz-Weiss Merzig) gegen Stefanie Reimann<br />
(Zehlendorf 88) den Sieg sichern.<br />
Eine Round Robin Runde wurde auch bei<br />
den D50 gespielt. Hier holte sich die laufstarke<br />
Monique Lauterbach (THC Ahrensburg)<br />
mit 4:0 Punkten den Turniersieg.<br />
Einzig Simone Schmidt (TC Wilmersdorf)<br />
konnte Monique einen Satz abnehmen.<br />
Im „Achterfeld“ der D40 standen sich<br />
die Topgesetze Petra Stauder (BSV’92) und<br />
Sonja Koesling (BTC Rot-Gold) gegenüber.<br />
Petra gewann mit 6:1, 6:0 zwar recht deutlich,<br />
hier spiegelt das Ergebnis nicht das<br />
Match wider. Es gab viele lange Ballwechsel<br />
und die Spiele kamen selten ohne „Einstand“<br />
aus!<br />
Nelli Beder<br />
Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />
36<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
TVBB-Sport<br />
Ç<br />
Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />
Weiß-Rot Cup <strong>2024</strong><br />
Siege für Favoritin und<br />
Dauerbrenner<br />
Mit Rekordanmeldungen bei den Damen und zahlreichen<br />
Anmeldungen bei den Herren wurde der Weiß-Rot Cup (A6) wieder zu<br />
einer organisatorischen Herausforderung. Hinzu kamen Aufstiegsspiel-<br />
Ansetzungen, Lehrgänge und der Laver Cup als weitere „Hürden“. Auch<br />
hier konnte man gemeinsam mit den Teilnehmern Lösungen finden.<br />
Gegen krankheitsbedingte Ausfälle gab es leider keine Mittel.<br />
Tristan Wolke (TC SCC)<br />
Bei den Damen standen sich die Topgesetzen Sophie Triquart<br />
(SV Zehlendorfer Wespen) und Adelina Krüger (LTTC “Rot-<br />
Weiß”) im Finale gegenüber. Sophie siegte in ihren Auftaktbegegnungen<br />
gegen Selin Lingnau (SV Berliner Bären) und<br />
Marlene Melchior (BTTC Grün-Weiss) klar, auch ihre Mannschaftskollegin<br />
Diana Rust konnte sie im Viertelfinale nicht<br />
stoppen. Einzig Hannah Pieper (TC Frohnau) forderte Sophie<br />
im Halbfinale alles ab, nach spektakulären Rallys hatte Sophie<br />
im Match-Tie-Break knapp die Nase vorn. In der unteren Hälfte<br />
startete Adelina gegen Tabea-Sophie Taubert (TSV Glinde von<br />
1930) ebenso souverän durch. Im Viertelfinale wartete dann<br />
Sophie Triquart ( Zehlendorfer Wespen)<br />
aber mit Lena Topel (TC 1899 Blau-Weiss) eine richtige Herausforderung.<br />
Nachdem Adelina im ersten Satz von Lena quasi<br />
„überrollt“ wurde, fing sich Adelina und somit konnte sie den<br />
zweiten Satz für sich verbuchen. Beim darauffolgenden Match-<br />
Tie-Break, der an Spannung kaum zu überbieten war, hatte<br />
Adelina das bessere Händchen. Das Halbfinale gegen Zora<br />
König (SV Zehlendorfer Wespen) wurde von König aufgegeben,<br />
da es zu terminlichen Überschneidungen kam. Sophie spielte<br />
im Finale sehr fokussiert, Adelina drehte im zweiten Satz nochmal<br />
richtig auf, Sophie blieb aber weiterhin konzentriert und<br />
holte sich mit einem Tiebreak ihren ersten Weiß-Rot Cup-Titel.<br />
Bei den Herren hieß das Finale Tristan Wolke (TC SCC), der<br />
„Dauerbrenner“ und Zweiter der Setzliste, gegen Umut Akkoyun<br />
(TC Grün-Weiß Nikolassee). Wobei Tristan auf dem Weg<br />
ins Finale einige schwere Spiele hatte. Es fing im Viertelfinale<br />
mit Lennart Kleeberg (TC Frohnau) an und setzte sich im Halbfinale<br />
gegen Felix Triquart (SV Zehlendorfer Wespen) fort, so<br />
dass Tristan erst durch einen sehr engen Match-Tie-Break den<br />
Halbfinalsieg schaffte. Der Finaleinzug<br />
von Umut ist hingegen gegensätzlich<br />
gelaufen. Die Auftaktspiele gegen Nicolas<br />
May (BTTC Grün-Weiss) und Felix<br />
Zabel (TC SCC) entschied Umut sehr<br />
deutlich für sich. Im Viertel- und Halbfinale<br />
mussten jeweils Luca Schiller (LTTC<br />
“Rot-Weiß”) und Andrej Grozdanovic (TC<br />
“Weiße Bären” Wannsee) beim Stand von<br />
1:0 krankheitsbedingt aufgeben. Im Finale<br />
hatte Tristan noch das am Vormittag<br />
gespielte Halbfinale in den Beinen, ehe<br />
er im zweiten Satz und im folgenden<br />
Match-Tie-Break zu seinem unnachahmlichen<br />
Spiel finden konnte. Somit holte<br />
sich Tristan zum vierten Mal in Folge den<br />
Weiß-Rot Cup-Titel.<br />
Es gab wieder Tennis auf höchstem<br />
Niveau, die Zuschauer konnten in einer<br />
harmonischen Atmosphäre grandiose<br />
und spannende Spiele sehen, deshalb<br />
freuen sich die Veranstalter schon auf<br />
den Weiß-Rot Cup im kommenden Jahr.<br />
Nelli Beder<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
37
Ç<br />
TVBB-Sport<br />
Spieler und Betreuer<br />
1. Berliner Weiß-Rot Cup <strong>2024</strong> –<br />
Blinden- und Sehbehindertenturnier<br />
Premiere:<br />
Der Schaumstoffball<br />
mit Rasseln fliegt<br />
nun auch in Berlin…<br />
Beim TC Weiß-Rot Neukölln wurde vom 09. – 11.<br />
August der 1. Berliner Weiß-Rot Cup, ein Blindenund<br />
Sehbehindertenturnier ausgetragen. Insgesamt<br />
gab es zwölf Teilnehmer, die abhängig vom Grad<br />
ihrer Sehbehinderung, in jeweils drei Gruppen (B1,<br />
B2 und B3/ B4) antraten. Die weiteste Anreise hatte<br />
Naqi Rizvi aus London. Mit Bianka Gräming, Lars<br />
Stetten (beide vom TC Ludwigsfelde) und Martin<br />
Oswald (SV Zehlendorfer Wespen) traten auch einige<br />
Aktive vom TVBB an. Damen und Herren wurden<br />
zusammengelegt, B1 spielte im Minicourt und B2, B3/<br />
B4 spielte im Midcourt, jeweils zwei Gewinnsätze bis<br />
vier und mit No-Ad.<br />
In der B1 (0 % Sehstärke) Konkurrenz setzte sich Naqi Rizvi gegen Lars Stetten und<br />
Bianka Gräming durch und holte sich u. a. mit seiner sehr guten Aufschlagtechnik<br />
den Turniersieg. Beim Spiel um Platz drei zwischen Bianka und Kirsten Linck (THC<br />
Lüneburg) gab es im gesamten Turnier mit 14:12 den längsten Satz-Tiebreak. In der<br />
B2 (ca. 5 %) Gruppe war Sascha zur Borg (Hamburger SV) einfach zu stark, somit ging<br />
es hauptsächlich um Platz zwei, den sich Jürgen Klapschuweit (Meißner TC) vor Martin<br />
Oswald sicherte. In der reinen Männergruppe B3/B4 (ca. 10 %) gab es sogar Hinund<br />
Rückspiele. Hier hatte Christian Schäfer (PFSV Düren) die Favoritenrolle inne, obwohl<br />
Tobias Nitschmann (TC Jagst Langenburg) ihn einmal in den Match-Tie-Break<br />
drängen konnte. Trotzdem holte Christian sich souverän den 1. Berliner Weiß-Rot Cup<br />
Sieg vor Tobias. Platz drei ging an Christian Marx (Hamburger SV).<br />
Als Pokale gab es die berühmten Buddy Bären, die bei den Spielern sehr gut ankamen.<br />
Selbstverständlich fließen alle Ergebnisse in die deutsche Rangliste ein. Es<br />
hat allen Teilnehmern so großen Spaß gemacht, dass sogar außerhalb des offiziellen<br />
Turniers mit den Helfern und Vereinsmitgliedern Doppel oder Mixed gespielt wurde.<br />
Sie ließen sich auch von den hohen Temperaturen nicht bremsen. Anschließend war<br />
täglich in gemütlicher Runde, ein gemeinsames Grillbuffet angesagt, welches durch<br />
Spenden unserer Mitglieder kostenfrei angeboten werden konnte. So danken die Veranstalter<br />
vor allem dem Anlagenwart und seinen Helfern, da die Plätze aufwändig mit<br />
speziellen Linien und Unmengen an Nägeln präpariert werden mussten. Ein großer<br />
Dank geht ebenfalls an alle Helfer und Spender, da ohne sie ein solches Turnier nicht<br />
stattfinden könnte!<br />
Es ist wunderbar, dass es Vereine wie den TC Ludwigsfelde, die SV Zehlendorfer<br />
Wespen und nun auch den TC Weiß-Rot Neukölln gibt, die Blindentennis aktiv unterstützen!<br />
Es ist auch allen bewusst, welche Bedeutung der Sport im Leben aller hat<br />
und wie wichtig inklusives Engagement in den Vereinen und Verbänden ist.<br />
Nelli Beder<br />
Fotos: Nelli Beder<br />
38<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
Lars Stetten, hinten Bianka Gräming (B1, TC Ludwigsfelde)<br />
Kirstin Linck (B1, THC Lüneburg), hinten Naqi Rizvi (aus London)
TVBB-Sport<br />
Ç<br />
3. Benefit Team Cup, International Club Berlin (ICB)<br />
“AUFSCHLAG GEGEN DIABETES“<br />
Bekannt geworden unter dem Namen „Charity Cup" hat Georgina Löprich-Gräßler vor zwei Jahren die<br />
von ihr einst ins Leben gerufene Veranstaltung in den Benefit Team Cup umbenannt. Ging der Erlös<br />
des Events in den letzten beiden Jahren zugunsten der Berliner Rollstuhltennisspieler Marcus und Max<br />
Laudan, um sie auf ihrem Weg zu den Paralympics in Paris <strong>2024</strong> zu unterstützen, entschied Löprich-<br />
Gräßler die Einnahmen der diesjährigen Veranstaltung der Alexander Zverev Foundation zu stiften.<br />
Fotos: Georgina Löprich-Gräßler<br />
Die unter dem Motto „Aufschlag gegen Diabetes“ ins Leben gerufene<br />
Organisation unterstützt vor allem an Diabetes (Typ 1)<br />
erkrankte Kinder durch die Bereitstellung von lebensrettendem<br />
Insulin und weiteren, lebensnotwendigen Medikamenten. Alexander<br />
Zverev selbst ist ebenfalls von der Krankheit betroffen,<br />
lässt sich aber trotz Diagnose nicht davon abbringen, seinen<br />
Traum als Profisportler zu leben. Eine der Eigenschaften, für<br />
die er auch von der 16-jährigen Emilia von Reibnitz bewundert<br />
wird, die seit klein auf in der im International Club Berlin (ICB)<br />
beheimateten Tennisschule von Löprich-Gräßler trainiert und<br />
im Alter von 2 Jahre an Diabetes Typ I erkrankte. Inspiriert von<br />
ihrem großen Vorbild Alexander Zverev ist auch sie eine leidenschaftliche<br />
und ehrgeizige Tennisspielerin, die vor Kurzem von<br />
einem USA-Schulaufenthalt zurückkehrte, wo sie erfolgreich<br />
für das dortige Tennisteam aufschlug und sogar als MVP-Player<br />
ausgezeichnet wurde.<br />
Wie viel Löprich-Gräßler Emilias Werdegang bedeutet und<br />
wie viel Herzblut sie jedes Jahr in die Veranstaltung steckt,<br />
wurde auch von ihren „Pro´s“ gewürdigt, die in diesem Jahr<br />
zahlreich vertreten waren. Darunter Juliane Triebe und Felix<br />
Triebe, Carsten Becher, Felix Obst, Nico Combes, Tonia Fößmeier,<br />
Philipp Eberhard, André Gräßler, Timo Dobrowolski, Florian<br />
Misch, Filip Papierz, Christoph Klingenberg und Vincent<br />
Holten. Modus des Turniers war ein Team-Cup auf Zeit, der aus<br />
acht Teams mit jeweils einem oder zwei Pro’s als Kapitänen<br />
und zwei ICB-Mitgliedern bestand. Gespielt wurde nur Doppel<br />
und Mixed. Die punktbesten Teams qualifizierten sich für die<br />
Halbfinalspiele, die direkt im Anschluss an die Gruppenspiele<br />
stattfanden. Sieger wurde bei seiner 12. Teilnahme und damit<br />
Teilnahme-Rekordhalter der Pro’s, Felix<br />
Obst vom BSV’92 zusammen mit Florian<br />
Misch (FVT Heilandsweide) und dem ICB-<br />
Mitglied Guido Heffels, die sich im Finale<br />
gegen das Team von Juliane Juliane Triebe (BSV’92) und Timo<br />
Dobrowolski (FVT Heilandsweide) zusammen mit Henri Reininger<br />
und Hanns Joachim Fredrich vom ICB in einem packenden<br />
und dramatischen Match durchsetzen. Denn nach Abpfiff<br />
der Zeit stand es unentschieden, sodass ein Super-Tie-Break bis<br />
drei Punkte die Entscheidung bringen musste.<br />
Als weiteres Highlight gab es ein Showmatch zwischen<br />
dem Blau-Weissen Philipp Eberhard und BSVer Nico Combes<br />
gegen seine Klubkameraden Carsten Becher und Felix Obst,<br />
„die TVBB-Verbandsmeister der Herren 30 der vergangenen<br />
zwei Jahre“, wie TVBB-Vizepräsident Jugend Roland Goering,<br />
der sich die Veranstaltung live vor Ort anschaute, anerkennend<br />
bemerkte.<br />
Insgesamt kam eine Spendensumme von 1.200,– € zusammen,<br />
die stellvertretend von Klaus Eberhard als einer der<br />
drei Verantwortlichen der Alexander Zverev Stiftung in Empfang<br />
genommen wurde. Da dieser aber im Stau auf dem<br />
Rückweg aus Hamburg steckte, sprang kurzerhand sein Sohn<br />
Philipp ein und nahm den Scheck bei der abschließenden<br />
Siegerehrung dankend im Namen der Alexander Zverev Stiftung<br />
entgegen. Die strahlende und überglückliche Organisatorin<br />
Löprich-Gräßler fasste die Veranstaltung mit den Worten zusammen:<br />
„Ein toller Tag, tolle Teilnehmer, tolle Stimmung und<br />
natürlich fantastisch, dass alle Pro-Legenden dabei waren.“<br />
Linda Fritschken<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
39
Ç<br />
TVBB-Sport<br />
70. Friedrichshagen Open<br />
Yannic Nittmann (RTHC Bayer Leverkusen)<br />
70. Friedrichshagen Open <strong>2024</strong><br />
Berliner Sieg durch Julia Zhu<br />
und „Auswärtserfolg“ von<br />
Yannic Nittmann<br />
Die Friedrichshagen Open der Tennis-Damen und Herren sind ein Tennisturnier mit<br />
Geschichte an einem durchaus historischen Platz. Den Ausrichter-Verein TC Orange-<br />
Weiß Friedrichshagen gibt es bereits seit 1908, nach dem 2. Weltkrieg setzte er 1946 mit<br />
dem „Turnier des Ostens“ ein Zeichen für den Neuaufbau der Sportbewegung. Mitte der<br />
50er wurde daraus das Internationale Turnier, neben Zinnowitz an der Ostsee einziger<br />
spitzensportlicher Höhepunkt des Racketsports in der DDR, bei dem sich auch einige Stars<br />
aus den anderen Ostblock-Ländern sehen ließen.<br />
Nach Höhen und Tiefen fanden nach<br />
der politischen Wende in der DDR<br />
Ende der 80er, Anfang der 90er<br />
Jahre mit der Wiedervereinigung peu á peu<br />
Schritte für die Wiedererweckung ambitionierter<br />
Tennistraditionen statt. Anfang August<br />
2000 gab es mit den „Berlin Open“<br />
sogar ein ATP-Future-Turnier um 15.000 $<br />
Preisgeld. Danach wurden die „Friedrichshagen<br />
Open“ zurück ins Leben gerufen – nun<br />
fanden sie zum 70. Mal statt, zum wiederholten<br />
Male unter der Schirmherrschaft<br />
von Maik Penn (CDU), Mitglied des Berliner<br />
Abgeordnetenhauses. 9.500,– € Preisgeld<br />
waren insgesamt für die Wettbewerbe der<br />
Damen (A5) und Herren (A2) ausgelobt. Um<br />
die Prämien bewarben sich zwei volle 32er-<br />
Damen- und 64er Herren-Felder, an denen<br />
Aktive aus Nicht-TVBB-Vereinen immerhin<br />
mit neun (Damen) bzw. 16 Aktiven (Herren)<br />
teilnahmen.<br />
Gastgeber Friedrichshagen war im Herren-Feld<br />
gleich mit zehn Akteuren vertreten,<br />
von denen fünf ihr Auftaktmatch gewannen,<br />
dann aber allesamt in der zweiten Runde<br />
die Segel streichen mussten. Im Herren-Finale<br />
standen sich am Ende mit dem an Vier<br />
gesetzten Yannic Nittmann vom RTHC Bayer<br />
Leverkusen und der Turnier-Nummer 2 Lieven<br />
Mietusch vom badischen 1. TC Rot-Weiß<br />
Wiesloch zwei „Auswärtige“ gegenüber,<br />
für die sich die weite Anreise in den Osten<br />
der Hauptstadt gelohnt hatte. Die beiden<br />
17-Jährigen waren als Nummer 120 (Nittmann)<br />
und 100 des DTB-Herrenrankings<br />
Fotos: Harald Almonat<br />
40<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
TVBB-Sport<br />
Ç<br />
Julia Zhu (TC SCC)<br />
Fotos: Harald Almonat<br />
<strong>2024</strong><br />
nach Papierform die Favoriten und setzten<br />
diese Rolle auch weitgehend adäquat um.<br />
Mietusch hatte im Open-Verlauf auf<br />
Augenhöhe überzeugt und fünf Spiele ohne<br />
Satzverlust eindrucksvoll gewonnen. Nittmann<br />
musste zwar in seinem ersten Auftritt<br />
gegen Julian Klose (SV Zehlendorfer Wespen)<br />
beim 6:3, 4:6, 6:2-Erfolg einen Satzverlust<br />
hinnehmen, aber der sollte in den folgenden<br />
fünf Matches inklusive Finale sein<br />
einziger bleiben. Im Endspiel gegen Lieven<br />
Mietusch, welches er mit 6:2 und 6:4 für<br />
sich entschied, zeigte er sich erneut dominant,<br />
kreativ und souverän. Seine Leistungskurve<br />
blieb bis auf den kurzen Ausrutscher<br />
zu Beginn konstant, er zeigte durchweg Toptennis<br />
und wurde der verdiente Gewinner<br />
der 2.600,– € Siegprämie.<br />
Bei den Damen standen sich im Finale<br />
die Nummer 4 der Setzliste und die Topgesetzte<br />
gegenüber. Die SCCerin Julia Zhu,<br />
Nummer 146 im DTB-Damenranking, gewann<br />
das Finale gegen die an Eins gesetzte,<br />
fünf Jahre ältere Anica Stabel vom LTTC<br />
“Rot-Weiß” nach zwei harten, erst in den<br />
Verlängerungen entschiedenen Sätzen mit<br />
jeweils 7:5. 1.000,– € Siegprämie waren<br />
der Lohn, Stabel musste sich mit 600,– €<br />
„Schmerzensgeld“ begnügen. Auf dem Weg<br />
ins Finale waren beide in vier Begegnungen<br />
ohne Satzverlust geblieben, wobei Stabel<br />
noch einen Tick stärker wirkte. Sie verbuchte<br />
in ihren Matches 8:0 Sätze und schaltete<br />
dabei u.a. auch Vorjahressiegerin Nadja<br />
Meier (PTC Rot-Weiss) aus, ehe Julia Zhu<br />
das Stoppzeichen setzte. Zhu hatte ihre vier<br />
Matches ähnlich souverän gewonnen. Das<br />
Endspiel bot somit wenig überraschend ein<br />
Duell auf Augenhöhe. In dem hatte die SCC-<br />
Matadorin am Ende einige Male häufiger ein<br />
besseres Händchen, Auge und erfolgreiche<br />
Entscheidungen.<br />
Auch die Nebenrunden mit jeweils sieben<br />
Akteuren boten gutes Tennis bei nahezu<br />
optimalen Bedingungen. Bei den Damen<br />
gewann Sabrina Ehrenfort (TC 1899 Blau-<br />
Weiss) das Finale, bei den Herren war Emil<br />
Enseleit (SV Grün-Weiß Bergfelde) der Beste.<br />
Alles in allem war das „70.“ ein Event, das<br />
unter der Regie des Turnierausschusses mit<br />
dem OW-Vorsitzenden Olaf Zachrau an der<br />
Spitze nicht rentenalter-ergraut daher kam,<br />
sondern frisch und lebendig. Ganz so wie<br />
das urbane Drumherum des 1753 von Friedrich<br />
Zwo gegründeten Kolonistendorfes,<br />
das heute Teil des Stadtbezirks Treptow-Köpenick<br />
ist. Die „70“ also ist kein Anlass für<br />
Weh-, sondern vielmehr für Frohmut und<br />
ein „Allez!“ im Sinne des Pariser Olympias.<br />
Und für den Autor des Beitrags Gelegenheit,<br />
eines seiner Lieblings-Zitate unterzubringen<br />
und zur Verlängerung des „Fackelzuges“<br />
aufzufordern. Wie sagte doch die<br />
wunderbare Hollywood-Actrice Katharine<br />
Hepburn so schön: „Je älter man wird, desto<br />
mehr ähnelt die Geburtstagstorte einem<br />
Fackelzug …“<br />
Klaus Weise<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
41
Ç<br />
TVBB-Sport<br />
Souveräne Siegerin: Marta Lesniak<br />
RoskosMeier BSV‘92 OPEN <strong>2024</strong><br />
Jonas Hartenstein und Marta Lesniak<br />
siegen souverän<br />
Auch in diesem Jahr boten die RoskosMeier BSV‘92 OPEN auf der Anlage des Berliner<br />
Sport-Vereins 1892 in Berlin-Wilmersdorf Tennis auf höchstem nationalem Niveau. Vom<br />
7. bis 11. September <strong>2024</strong> fanden sich Spielerinnen und Spieler aus ganz Deutschland<br />
ein, um in der vierten Auflage dieses prestigeträchtigen Turniers (DTB-Kategorie A-2<br />
Herren, A-3 Damen) um insgesamt 12.500,– € Preisgeld zu kämpfen.<br />
Besonderer Dank gebührt dem neuen Hauptsponsor, der Allianz<br />
Generalvertretung Roskos & Meier, die nicht nur durch finanzielle<br />
Unterstützung, sondern auch durch großes persönliches<br />
Engagement glänzte. Mit dem Slogan „Wir nehmen es<br />
persönlich“ trugen sie maßgeblich zum Erfolg des Turniers bei.<br />
Hervorzuheben ist aber auch der frühere Sponsor Julian Kunz,<br />
dessen Unterstützung in den Vorjahren eine wesentliche Rolle<br />
bei der Entwicklung der BSV‘92 OPEN gespielt hat. Unter seiner<br />
Schirmherrschaft wurde das Preisgeld 2022 auf 12.500,– € erhöht,<br />
wodurch das Herrenturnier in die DTB-Kategorie A-2 aufstieg<br />
und noch mehr nationale Topspieler nach Berlin lockte.<br />
Damenkonkurrenz: Marta Lesniak triumphiert erneut<br />
Bei den Damen zeichnete sich schnell ein spannender<br />
Verlauf ab. Zwar galten Franziska Sziedat (Potsdamer TC<br />
Rot-Weiß) und Jana Bögner (THC von Horn und Hamm)<br />
aufgrund der Setzliste als Favoritinnen, doch beide<br />
konnten ihren Erwartungen nicht gerecht werden. Sziedat<br />
musste im Viertelfinale verletzungsbedingt aufgeben,<br />
und Bögner unterlag bereits im Achtelfinale.<br />
Dies ebnete den Weg für Juliane Triebe (BSV‘92), die<br />
bei ihrem Heimturnier bis ins Finale vordrang. Dort traf<br />
sie auf die Seriensiegerin und Titelverteidigerin Marta<br />
Lesniak (Potsdamer TC Rot-Weiß). Lesniak, ehemalige Nr.<br />
418 der WTA-Weltrangliste, präsentierte sich erneut in<br />
Topform und sicherte sich mit einem beeindruckenden<br />
6:0, 6:1 ihren vierten Titel in Folge bei den BSV‘92 OPEN.<br />
Marcel Volz (TC Blau Weiß Oberweier) serviert auf<br />
Jonas Pelle Hartenstein (TC 1899 Blau-Weiss)<br />
Juliane Triebe (Berliner<br />
Sport-Verein 1892)<br />
Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
42<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
TVBB-Sport<br />
Ç<br />
Dreisatz-Sieger Jonas Hartenstein<br />
Herren: Jonas Hartenstein entthront den Titelverteidiger<br />
In der Herrenkonkurrenz kam es zum erwarteten Showdown<br />
zwischen den Topgesetzten. Der Vorjahressieger Markus Malaszszak<br />
(TC SCC) und der an Nummer 2 gesetzte Jonas Hartenstein<br />
(TC 1899 Blau-Weiss) erreichten über verschiedene Wege<br />
das Finale. Während Malaszszak in seinen Matches kaum Spiele<br />
abgab, kämpfte sich Hartenstein über teils enge Partien ins<br />
Endspiel.<br />
Marc Blume vom BSV‘92 konnte ebenfalls für eine Überraschung<br />
sorgen und spielte sich als Lokalmatador bis ins<br />
Viertelfinale. Dort musste er sich zwar dem späteren Halbfinalisten<br />
Dimitris Sakellardis vom TC Bernhausen geschlagen<br />
geben, doch zuvor besiegte Blume in einem spannenden<br />
Match den an Nummer 4<br />
gesetzten Patrick Fleischhauer<br />
(TC-Frohnau) mit 6:3,<br />
7:6. Damit feierte Blume<br />
einen der größten Erfolge<br />
seiner bisherigen Tenniskarriere<br />
und zeigte einmal<br />
mehr seine Klasse auf heimischem<br />
Boden.<br />
Vor dem Finale sah<br />
es nach einer Titelverteidigung<br />
für Malaszszak<br />
aus, doch Hartenstein, bekannt<br />
für seine Geduld und seine starken Netzangriffe, setzte<br />
sich am Ende in einem spannenden Dreisatzmatch mit 6:3, 3:6,<br />
6:3 durch und sicherte sich damit den Titel. Bemerkenswert: Bei<br />
den Herren konnte bislang noch kein Spieler das Turnier zweimal<br />
gewinnen.<br />
Markus Malaszszak<br />
(TC SCC) pusht sich<br />
immer wieder an<br />
Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
Fazit und Ausblick<br />
Die RoskosMeier BSV‘92 OPEN <strong>2024</strong> waren erneut ein großer<br />
Erfolg und unterstrichen ihren Stellenwert als eines der Top-<br />
Turniere in Berlin. Die Zuschauer erlebten hochklassiges Tennis,<br />
und sowohl bei den Damen als auch bei den Herren gab es<br />
spannende und überraschende Wendungen.<br />
Ein besonderer Dank geht an den souveränen Stuhlschiedsrichter<br />
der beiden Finalmatches, Joan Rodriguez, sowie an die<br />
Turnierleitung um Marcel Stelter, Roland Goering und Steven<br />
Michaelis. Das professionelle Engagement und die reibungslose<br />
Organisation haben maßgeblich zum Erfolg der Roskos-<br />
Meier BSV‘92 OPEN beigetragen. Nicht zuletzt gilt der Dank der<br />
Veranstalter auch den zahlreichen fachkundigen Tennisfans,<br />
die mit ihrer Begeisterung und Unterstützung das Turnier wieder<br />
zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht haben.<br />
Michael Lingner<br />
Energiebündel Daria Remetean (TC 1899 Blau-Weiss)<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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TVBB-Sport<br />
9. STK Babolat Open Senioren<br />
In neun Wettbewerben<br />
gewinnen sieben Mal die<br />
Topgesetzten<br />
Die STK Babolat Open waren vom 18. bis 25. August beim<br />
mitnamensgebenden Steglitzer Tennis-Klub (STK) schon bei<br />
der 9. Auflage des Events in der Kategorie S 2 angekommen.<br />
„Alle Neune“ hieß es auch im sportlichen Programm mit<br />
sieben Herren- und zwei Damen-Wettbewerben. 165<br />
Meldungen gab es insgesamt – was in etwa dem Niveau<br />
der Vorjahre entsprach.<br />
Jens Thron (TC SCC)<br />
Das bestens organisierte Event war bei überwiegend<br />
Top-Wetter ein Ein-Wochen-Ereignis, das tatsächlich<br />
ein „Alle Neune“-Volltreffer war. Enttäuscht konnten<br />
bestenfalls diejenigen sein, für die sich der sportliche Wert<br />
eines Wettkampfes allein an der Zahl überraschender Ergebnisse<br />
– sprich z.B. Favoritenstürze oder Außenseiter-Siege<br />
– misst. Denn die blieben bei den Open diesmal rar oder<br />
ganz aus.<br />
Siebenmal gewannen in den neun Altersklassen die Nummer<br />
1 des Settings, nur je einmal bei Damen und Herren war<br />
der ganz oben in den Hauptfeldtableaus genannte Name nicht<br />
der Sieger des Turniers. Bei den Herren 65 widerfuhr dies Erwin<br />
Skamrahl vom Braunschweiger THC, der im Viertelfinale überraschend<br />
klar 0:6, 3:6 gegen den späteren, ungesetzten H65-<br />
Sieger Hans Weigeldt (SV Zehlendorfer Wespen) verlor.<br />
Prominente Zaungäste<br />
Und bei den Damen 55 musste sich Nummer 1 Andrea Bannert-Drooff<br />
(LTTC “Rot-Weiß”) in der Vorschlussrunde Finalistin<br />
Katrin Peters (Zehlendorf 88) mit 6:2, 2:6 und 3:10 beugen.<br />
Ansonsten galt: Wer als Eins ins Turnier ging, fuhr auch als<br />
Eins wieder nach Hause. Bei den 40er Herren war das für „Känguruh“<br />
Thorsten Cuba im Turnier-Dauerduell gegen Gino Gerwien<br />
(SV Reinickendorf 1896) ein schweres Stück Achterbahn-Arbeit,<br />
um am Ende mit 6:2, 1:6 und 11:9 zu obsiegen.<br />
Jens Thron (TC SCC) hatte es beim 6:1, 6:1 gegen Nicolai Rutkowski<br />
(TC Grün-Weiß Nikolassee) leichter, der nicht an seinen<br />
Halbfinal-Coup gegen Dietmar Schwerin (PTC Rot-Weiss) anschließen<br />
konnte.<br />
Tatsächlich einsame Spitze war bei den 55ern Jörgen Aberg<br />
(Hermsdorfer SC), der im Endspiel Nummer 3 Veit Luczak (TC<br />
Tiergarten) nur durch den Gnadenakt eines Spielgewinns<br />
beim 6:1, 6:0 die „Brille“ verwehrte. Aberg hatte seine Matches<br />
Karl-Heinz Mauß<br />
(Eberswalder Tennis-Club)<br />
Fotos: Markus Arnold<br />
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<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
TVBB-Sport<br />
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Julian Sargent (TC Grün-Weiß Berlin-Lankwitz)<br />
Thomas Brall (TC Wilmersdorf )<br />
Thomas Kattenbaum<br />
(FVT Heilandsweide)<br />
Julian Sargent<br />
(TC Grün-Weiß Berlin-Lankwitz)<br />
ohne Satzverlust und mit 48:9 Spielen bestritten. Setznummer<br />
2 Guido Schulz (LTTC “Rot-Weiß”) war im Halbfinale an Luczak<br />
mit 6:3, 2:6, 7:10 gescheitert. Bei den 60ern war Andreas<br />
Blanck (FVT Klingsor) der Dominator, der in seinen vier Partien<br />
inklusive Finale keinen Satz abgab und mit 49:9 Spielen einen<br />
Klasse(n)unterschied zur Konkurrenz dokumentierte. Im Endspiel<br />
war der ungesetzte Thomas Brall (TC Wilmersdorf) sein<br />
überraschender Gegner, nachdem dieser zuvor in Serie höher<br />
eingeschätzte Rivalen wie Ihno Gebhardt (SV Reinickendorf<br />
1896), Vitali Zilbercher (TK Blau-Gold Steglitz), Nummer 2 Thomas<br />
Nöcker (TC 90 Gera, DTB 31 - 2:6, 7:6, 10:7) und im Halbfinale<br />
Ba Lee (SV Reinickendorf 1896) in Serie ausgeschaltet<br />
hatte. Im Finale war der einstige Volleyball-Nationalspieler<br />
beim 0:6, 1:6 chancenlos.<br />
Auch bei den 70ern und 75ern gab es durch Harald Krones<br />
(Hermsdorfer SC) und Julian Sargent (TC Grün-Weiß Lankwitz)<br />
Nummer 1-Erfolge. Krones gewann gegen die Nummer 2 Gerd<br />
Hekele (TC 1899 Blau-Weiss) in einem Auge-um-Auge-, Zahnum-Zahn-Duell<br />
hauchdünn mit 6:4, 4:6 und 11:9, nachdem er<br />
zuvor drei Zwei-Satz-Siege verbucht hatte. Sargent kam kampflos<br />
zum Erfolg, weil Nummer 2 Karl-Heinz Mauß nach zwei<br />
souveränen Siegen beider Finalisten zuvor zum mit Spannung<br />
erwarteten Top-Duell nicht antreten konnte.<br />
In den beiden Damen-Altersklassen gewann Stefanie Reimann<br />
(Zehlendorf 88, ungesetzt) bei den 55ern gegen Nummer<br />
3 Katrin Peters (Zehlendorf 88), mit 5:7, 6:2 und 10:4. Die<br />
Damen 65 schließlich endeten mit dem klaren 6:0, 6:1-Finalauftritt<br />
von Ariane Lauenburg (SV Zehlendorfer Wespen) gegen<br />
die sechs Jahre ältere Helga Röcker (Grunewald TC).<br />
Klaus Weise<br />
Stefanie Reimann<br />
(Zehlendorfer TuS von 1888)<br />
Katrin Peters<br />
(Zehlendorfer TuS von 1888)<br />
Fotos: Markus Arnold<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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TVBB-Sport<br />
Simone Helbig (Berliner Sport-Verein 1892)<br />
Südturnier <strong>2024</strong><br />
Starke Teilnehmer und faire Spiele<br />
Bereits zum 9. Mal fand dieses Jahr das Südturnier in Berlin auf den Anlagen des BTC Gropiusstadt und des<br />
TC Blau Weiß Britz statt und Petrus zeigte sich, im Vergleich zum letzten Jahr, von seiner besten Seite, wobei<br />
es an zwei Tagen mit deutlich über 30° dem Einen oder Anderen doch etwas zu heiß war.<br />
Gespielt wurde in den Altersklassen D40,<br />
50,60 und H30, 40, 50, 55, 60, 65,70. Das<br />
Teilnehmerfeld war mit knapp 140 Spielern<br />
und Spielerinnen wieder stark bestückt, bei<br />
den H40 waren von 21 Teilnehmern allein 13<br />
aus den Top 100 in Deutschland. Alles in Allem<br />
waren die Turnierveranstalter mit dem Teilnehmerfeld<br />
sehr zufrieden.<br />
Vom ersten Tag an waren spannende Spiele<br />
zu sehen und es gab auch die eine oder andere<br />
Überraschung. Bei den H30 setzte sich am<br />
Ende Felix Ott (TC Weiße Bären Wannsee) gegen<br />
Moritz Paschold (TC SCC) mit 6:1 6:2 durch. Felix<br />
Ott gewann auf seinem Weg sowohl gegen die<br />
an 1 und 3 gesetzten Spieler, Moritz Paschold<br />
setzte sich gegen die an 2 und 4 gesetzten Spieler<br />
durch.<br />
Das B-Rundenfinale konnte Dominik Haag<br />
(BTC 1904 Grün-Gold) mit 7:5 6:3 gegen seinen<br />
Vereinskameraden Jeffrey Fleischle für sich entscheiden.<br />
Das H40 Finale entschied Roman Tennert (TC<br />
SCC) gegen Ian Leonhardt mit 6:0 6:1 für sich,<br />
wobei Ian Leonhardt an diesem Tage wohl mit<br />
dem falschen Fuß aufgestanden war und überhaupt<br />
nicht zu seinem Spiel fand. Der erfahrene<br />
Tennert nutzte das eiskalt aus und zog sein Spiel<br />
durch. Das B-Finale gewann Johann-Christian<br />
Brenning (Zehlendorf 88) gegen Johannes Fernis<br />
(SC Brandenburg) mit 6:3 7:5.<br />
Das H50 Finale konnte leider nicht zu Ende<br />
gespielt werden, da Martin Melchior (BTTC Grün-<br />
Weiss) sich gegen Michael Buttkus (BTC 1904<br />
Grün-Gold) verletzte und beim Stand von 6:1<br />
für Buttkus leider aufgeben musste. Im B-Finale<br />
konnte sich Oliver Hildebrandt (TK Blau-Gold<br />
Steglitz) gegen Carsten Maas (SC Brandenburg)<br />
durchsetzen.<br />
Bei den H55 setzte sich Guido Schulz (LTTC<br />
“Rot-Weiß”) gegen den ungesetzten Dirk Grumann<br />
(Weiß-Rot Neukölln) mit 6:4 6:2 durch.<br />
Dirk Grumann konnte auf seinem Weg die an<br />
Nummer 2 und 8 gesetzten Spieler ausschalten.<br />
Guido Schulz wurde seiner Favoritenrolle als an<br />
Nummer 1 gesetzter Spieler gerecht, musste<br />
aber im Viertelfinale gegen Tim Schiffers, bis an<br />
seine Grenzen gehen und gewann zum Schluss,<br />
bei fast völliger Dunkelheit, im MTB mit 10:5.<br />
Für großen Zuschauerandrang sorgte das<br />
Viertelfinalspiel des heimischen Spielers Tarek<br />
Abdelmotaal (BTC Gropiusstadt) gegen Udo von<br />
Langsdorf (SG Grün-Weiss Baumschulenweg),<br />
das er nach drei Stunden mit 7:6 3:6 10:8 für sich<br />
entscheiden konnte. Markus Dreger gewann das<br />
B-Finale mit 6:3 3:5 durch Aufgabe von Pressel.<br />
Der ungesetzte Ralf Roggenbuck (TC Grün-<br />
Weiß Nikolassee) schaltete bei den H60 nicht<br />
nur die an 4 und 8 gesetzten Spieler aus, er gewann<br />
auch das Finale gegen den an 3 gesetzten<br />
Matthias Schmidt (Treptower Teufel) nach<br />
hartem Kampf mit 3:6 6:4 10:4. Das B-Finale gewann<br />
unter dem Jubel der Zuschauer, der Lokalmatador<br />
Sven Rückbrod (BTC Gropiusstadt)<br />
gegen Cornelius Baumann (PTC Rot-Weiss) mit<br />
6:3 6:2.<br />
Das H65 Finale löste im Vorfeld doch leicht<br />
schmunzelnde Diskussionen mit der Turnierleitung<br />
aus. Die Frage war, wird dieses Jahr der<br />
„Zeitrekord“ des H65 Endspiels vom letzten Jahr<br />
mit sagenhaften 5 Stunden und 42 Minuten<br />
für zwei Sätze, geknackt? Nein, wurde er nicht.<br />
Erwin Skamrahl (Braunschweiger THC) gewann<br />
nach 3:0 Aufgabe gegen Claus-Peter Jahn (TC<br />
Bad Weißer Hirsch Dresden). Eine B-Runde<br />
wurde hier nicht gespielt.<br />
Das letzte Herren-Endspiel fand bei den H70<br />
statt, und konnte leider ebenfalls nicht zu Ende<br />
gespielt werden. Harald Krones (TC Hermsdorf)<br />
gewann nach 1:1 Aufgabe durch Lutz Lorenz (TC<br />
1899 Blau-Weiss). Harald Krones hatte davor im<br />
Halbfinale gegen Klaus Maager (TC Grün-Weiß<br />
Lankwitz) ein schweres Stück Arbeit beim 2:6<br />
6:3 10:4. Das B-Finale gewann Manfred Schuhknecht<br />
(Steglitzer TK) gegen Heinz Goertz (TC<br />
Grün-Weiß Lankwitz) mit 6:2 1:0 Aufgabe.<br />
In den drei Damenkonkurrenzen wurde jeweils<br />
Round Robin gespielt.<br />
Bei den Damen 40 konnte Tanja Nettelnstroth<br />
(BSV’92) vor Anne Pleul (Zehlendorf 88)<br />
und Anna Wanderwitz (TC 1899 Blau-Weiss) das<br />
Tableau für sich entscheiden.<br />
Nicole Thron (SCC) setzte sich im D50<br />
Gruppenfinale gegen Antje Köppe (Z88) mit<br />
einem knappen 2:6 6:3 13:11 durch, wobei Antje<br />
Köppe selbst auch schon Matchbälle hatte.<br />
Zu guter Letzt bleibt noch das D60 Tableau,<br />
welches Monika Ziegler (TC Grün-Weiß Nikolassee)<br />
mit 4 Siegen für sich entscheiden konnte.<br />
Am Ende der Turnierwoche konnte der BTC<br />
Gropiusstadt auf ein sehr harmonisches und<br />
entspanntes Turnier zurückschauen. Der Oberschiedsrichter<br />
hatte auf der Anlage extrem<br />
wenig zu tun und man konnte viele tolle und<br />
spannende Matches sehen. Auch Robert Hintze,<br />
der als Oberschiedsrichter auf der Anlage des<br />
TC Blau Weiß Britz eingesetzt war, musste selten<br />
eingreifen.<br />
Christian Stein<br />
Moritz Paschold (TC SCC)<br />
Nicole Thron (TC SCC)<br />
Fotos: Harald Almonat<br />
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<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
Baikal Kuszli (TC SCC)<br />
TVBB-Sport<br />
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Sanssouci Open <strong>2024</strong><br />
Spannende Matches<br />
bei hochsommerlichen<br />
Temperaturen<br />
Der PTC „Rot-Weiss“ Potsdam war vom 8. bis 11.<br />
August <strong>2024</strong> bereits zum 5. Mal Gastgeber der<br />
Sanssouci Open am Wochenende der Potsdamer<br />
Schlössernacht. Die Zuschauer konnten wieder<br />
hochklassige und abwechslungsreiche Tennismatches<br />
bei strahlendem Sonnenschein genießen.<br />
Herren: Überraschende Final-Paarung<br />
Das 56er Tableau der Herrenkonkurrenz wurde<br />
anfangs durcheinandergewirbelt durch den<br />
Ausfall der Nr. 2 und Nr. 3 der Setzliste, Carl Labitzke<br />
und Joshua Kugel (beide LTTC “Rot-<br />
Weiß”). Der topgesetzte Patrick Fleischhauer (TC<br />
Frohnau) wurde zunächst seiner Favoritenrolle<br />
gerecht. Er gab im Erstrundenmatch kein einziges<br />
Spiel ab, musste sich in der zweiten Runde<br />
gegen Julian Heikenfeld (SV Zehlendorfer Wespen)<br />
den ersten Satz im Tie-Break erkämpfen,<br />
profitierte aber von dessen Aufgabe beim Stand<br />
von 7:6, 4:2. Im Viertelfinale spielte er dann seine<br />
ganze Routine aus, ließ seinem Gegner Leonard<br />
Paul Schulz (Hamburger Turnerbund v. 1865)<br />
keine Chance und zog mit 6:2, 6:1 ins Halbfinale<br />
ein. Davon ließ sich aber sein Halbfinalgegner<br />
Baikal Kuszli (TC SCC) nicht beeindrucken. Kuszli,<br />
der zuvor bereits Gabriel Linovic (Nr.12) und<br />
Matteo Kelch (Nr.15), beide TC 1899 Blau-Weiss,<br />
aus dem Turnier genommen hatte, erwies sich<br />
als ebenbürtiger Gegner für Fleischhauer. Die<br />
beiden lieferten sich ein spannendes Duell, und<br />
nach zwei knappen Satzgewinnen für beide<br />
konnte Kuszli sich im entscheidenden Match-<br />
Tie-Break durch schnellere Punktgewinne mit<br />
6:7, 6:3, 10:7 durchsetzen. Finale.<br />
Sein Finalgegner Jan-Henrik Paul (SC Frankfurt<br />
1880) zeigte in den ersten drei Runden<br />
eine sehr solide Leistung und<br />
gab nur neun Spiele ab. Im Halbfinale<br />
traf er auf Julian Klose (SV<br />
Zehlendorfer Wespen), der zuvor<br />
die Nummer 4 Jan Niklas Buchwald<br />
(TC Grün-Weiß Nikolassee)<br />
mit 6:3, 6:2 ausgebremst hatte.<br />
Klose gab sich auch nach verlorenem<br />
1.Satz nicht geschlagen,<br />
kämpfte verbissen weiter, musste<br />
aber schließlich Jan-Henrik Paul<br />
mit 4:6, 5:7 den Vortritt ins Finale<br />
lassen.<br />
Im Finale dominierte Baikal Kuszli den ersten<br />
Satz klar mit seinem<br />
„<br />
variablen und aggressiven<br />
Spiel. Jan-Henrik Paul haderte nicht nur<br />
mit verlorenen Punkten, sondern später auch<br />
mit Schiedsrichterentscheidungen. So ging der<br />
Tolles Tennis bei perfekten<br />
Rahmenbedingungen! Über<br />
80 Meldungen sorgten für viel<br />
Abwechslung auf dem Platz und<br />
auch der Mixed-Wettbewerb<br />
wurde im zweiten Jahr gut<br />
angenommen. Wir freuen uns<br />
auf das nächste Jahr!”<br />
Club-Pressesprecher Raimund Stöppler<br />
erste Satz mit 6:1 an Kuszli. Im zweiten Durchgang<br />
konzentrierte sich Paul wieder stärker auf<br />
sein Spiel, agierte offensiver und erfolgreicher,<br />
aber Baikal Kuszli ließ sich den Sieg nicht mehr<br />
nehmen und gewann das Turnier mit 6:1, 6:3.<br />
Damen: Der Thron hat nicht gewackelt<br />
Nach der Absage der topgesetzten Helena Buchwald<br />
(TC SCC) war es für Titelverteidigerin und<br />
Lokalmatadorin Marta Lesniak (PTC Rot-Weiss)<br />
eine Frage der Ehre, den Titel im Club zu behalten.<br />
Diese Ambitionen stellte sie auch eindrucksvoll<br />
unter Beweis, indem sie auf dem<br />
Weg ins Finale in vier Runden lediglich ganze<br />
sechs Spiele abgab, drei davon im Halbfinale<br />
gegen Sveva Mazzari (SV Zehlendorfer Wespen).<br />
Am anderen Ende des Tableaus überzeugte Juliane<br />
Triebe (BSV’92) ebenfalls mit deutlichen<br />
Vorrundensiegen. Im Halbfinale wurde sie von<br />
Marie Hubricht (Tennisleistungszentrum Espenhain,<br />
STV) im ersten Satz in den Tie-Break gezwungen,<br />
den sie gewann. Mit 7:6, 6:0 stand sie<br />
im Finale.<br />
Das kämpferische Finale zwischen Marta Lesniak<br />
und Juliane Triebe war im ersten Satz ein<br />
Schlagabtausch auf Augenhöhe. Beide Gegnerinnen<br />
konnten ihre Aufschlagspiele durchbringen<br />
und lieferten sich ein spannendes<br />
Grundlinienduell. Schließlich gelang Lesniak das<br />
entscheidende Break, und sie gewann den ersten<br />
Satz mit 7:5. Im zweiten Satz war bei Juliane<br />
Triebe der Spielfaden gerissen. Lesniak machte<br />
Druck, erhöhte das Tempo, wollte schnelle direkte<br />
Punkte. Triebe hatte dem nicht mehr viel entgegenzusetzen,<br />
und so holte sich Marta Lesniak<br />
erneut den Turniersieg mit 7:5, 6:0.<br />
Im Halbfinale der Mixed-Doppel Konkurrenz<br />
gingen Juliane und Felix Triebe aus dem<br />
Duell der Geschwisterpaarungen<br />
gegen Helena und Jan Niklas<br />
Buchwald als Sieger hervor und<br />
trafen im Finale auf Laura Gersbeck<br />
und Julian Heikenfeld. In<br />
einem abwechslungsreichen und<br />
emotionalen Match, an dem alle<br />
viel Spaß hatten, setzten sich die<br />
routinierteren Gersbeck / Heikenfeld<br />
im Match-Tie-Break mit 6:2,<br />
6:2, 10:7 durch.<br />
Andreas Wüst<br />
Fotos: Andreas Wüst<br />
Juliane Triebe<br />
(Berliner Sport-Verein 1892)<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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BEREIT FÜR DIE TENNISOFFENSIVE<br />
IN DER NÄCHSTEN SAISON?<br />
T ENNIS A C A DEM Y<br />
Schnell sind die Wintertage vorbei und das Spiel<br />
im Freien hat uns wieder. Profis und Amateure<br />
bauen gern eine ferienähnliche Vorbereitungsrunde<br />
ein, damit die neue Saison noch besser<br />
wird als die vergangene. Das Europäische Sportresort<br />
ALBENA bietet seit über 55 Jahren die perfekten<br />
Bedingungen für den Frühstart, besonders bei<br />
den Ballsportarten.<br />
Den Tennisspielern steht eine großzügig gestaltete Anlage zur Verfügung:<br />
22 Außenplätze Typ Clay, 7 davon mit Flutlicht;<br />
3 Hallenplätze mit HC-Belag;<br />
Ein Fitnesscenter mit vielseitiger Ausstattung<br />
für professionelles Training;<br />
Ein Spiegelsaal für visuelles Training;<br />
3km Parcours-Meile für Ausdauer- und Kraftübungen;<br />
Mobile CoachingEye-Installationen zum Aufnehmen<br />
und Auswerten von Spieleinheiten.<br />
Vier Rasenstadien, integriert in dem Resort, eignen<br />
sich hervorragend für begleitende athletische<br />
Aktivitäten. Wer Neigung zu experimentellen Methoden<br />
pflegt, kann Modifizierungen wie Yoga für<br />
Tennisspieler oder Unterwasser-Tennis ausprobieren.<br />
In dem 25m-langen und mit 37°C warmem<br />
Mineralwasser gefüllten Schwimmbecken bereitet<br />
das Schlägerschwingen besonderes Vergnügen.<br />
Eine Bereicherung für die Vielfalt in Albena sind<br />
die neuen Pickle-Ball- und die Beach-Tennis-Felder.<br />
Der Golfsimulator im Hotel Flamingo Grand &<br />
SPA 5* animiert zum richtigen Abschlag auf einem<br />
der drei umliegenden Golfplätze.
Luxuriöse Hotels mit fabelhafter<br />
Kulinarik garantieren das<br />
Wohlfühlen und die Zufriedenheit<br />
der Gäste. Ab Anfang April<br />
bis Mitte Oktober ist das Resort<br />
bereit Gruppen und individuell<br />
Reisenden in jedem Alter zu<br />
empfangen.<br />
Nach gründlicher Renovierung<br />
wird das integrierte Kinderdorf<br />
Brigantina ab dem 15.<br />
Juni wieder sein Tor für Gäste<br />
zwischen 12 und 17 Jahren<br />
öffnen. Das spannende Ferienprogramm<br />
„Sport & Wissen“ ist<br />
auf der Webseite von Flamingo<br />
Tours schon gelistet und verrät<br />
Abenteuer und endlosen Spaß.<br />
Hier werden auch die jungen<br />
Tennistalente der J. C. Ferrero-<br />
Tennisakademie einquartiert,<br />
die ab Ende Juni bis zur letzten<br />
August-Woche die besonders<br />
konzipierten Trainingseinheiten<br />
absolvieren. Ambitionierte Tennisspieler<br />
zwischen 12 und 16<br />
Jahren können sich mit einem<br />
Spielvideo für die Teilnahme an<br />
diesen Spezialcamps bewerben.<br />
Unter www.flamingotours.de<br />
wird der Bewerbungslink rechtzeitig<br />
aktiviert. Auch andere<br />
Aktivitäten finden dort Platz.<br />
Schauen Sie regelmäßig nach<br />
und kreieren Sie Ihre phantastische<br />
Tennissaison!<br />
Für Organisation, Beratung und Buchung stehen die<br />
kompetenten Mitarbeiter unserer Gruppe zur Verfügung:<br />
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www.flamingotours.de
Ç<br />
TVBB-Sport<br />
Nachrichten<br />
1. Junioren U12 vom TC SCC sind Berliner Meister<br />
Die 1. Junioren der U12 haben am letzten Septemberwochenende<br />
im Finale den TC Frohnau mit 4:2 bezwungen und holten<br />
damit erneut den Berliner Meistertitel.<br />
Allen voran die in der gesamten Saison ungeschlagenen Paul<br />
Schwarzberg an Position eins und Hugo Rau an Position vier holten<br />
auch im Finale die drei notwendigen Punkte. Nach dem Erfolg<br />
im ersten Doppel war der SCC nicht mehr einzuholen, sodass<br />
das zweite Doppel mit den ebenfalls über die Saison sehr starken<br />
Lenny Schoenheit und Luca Braaksma beim Stand von 4:6, 5:3 abgebrochen<br />
wurde.<br />
In der Vorrunde waren die SCCer, die von Headcoach Benjamin<br />
Potsch betreut wurden, mit 5:0 Siegen vollkommen ungefährdet in<br />
das Finale eingezogen. Jonas Tscharntke komplettierte das Team.<br />
Santa Strombach wechselt zum SCC<br />
Unsere 1. Damen können eine weitere Berlinerin in unserem 2. Bundesliga-Team<br />
begrüßen: Santa Strombach, 22 Jahre jung, wechselt vom<br />
LTTC “Rot-Weiß” zum TC SCC.<br />
Santa spielt seit 2021 für die Grand Canyon University in Phoenix Arizona.<br />
Ihr gelang dort ein Match-Rekord von 19:1 Siegen und kommt als amtierende<br />
Berliner Meisterin in den Eichkamp.<br />
"Es ist sehr schön, dass wir zum einen unsere Berliner Wurzeln, die ja<br />
mit Helena, Julia und Janina sowieso schon stark vorhanden sind, nun<br />
weiter festigen können. Zum anderen ist es klasse, dass der schmerzliche<br />
Weggang von Luisa Meyer auf der Heide (TC Bredeney Essen) schnell<br />
kompensiert werden konnte", ist Sportwart Andreas Strauchmann zuversichtlich,<br />
nun im kommenden Jahr wieder mit einem tollen Team an den<br />
Start gehen zu können. Herzlich willkommen, Santa!<br />
Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de, TVBB, BTTC<br />
Der BTTC weiht seine neuen<br />
Rebound Ace Plätze ein<br />
Der BTTC Grün-Weiß hat im August seine<br />
vier frisch sanierten Plätze (Rebound<br />
Ace) eingeweiht. Der BTTC-Ehrenpräsident<br />
Hans-Joachim Melchior und der Hauptsponsor<br />
Dr. Franke durchtrennten das grünweiße<br />
Band. Die Arbeiten verliefen planmäßig<br />
dank des guten Wetters, obwohl die<br />
Zaunanlage noch fertiggestellt wird.<br />
Der BTTC dankt den Förderern der Sanierung.<br />
Ohne ihre finanzielle Unterstützung in<br />
großen und kleinen Summen wäre das Projekt<br />
nicht möglich gewesen.<br />
TVBB-Auswahl belegt 4. Platz beim DTB Talent Cup<br />
Insgesamt 18 Mannschaften und 180 Kinder aus allen Landesverbänden gingen in Essen an den<br />
Start. In drei Sechsergruppen wurden in einem hart umkämpften Wettkampf die Ränge für die<br />
Endrunde ermittelt. In der Löwengruppe, in die auch die TVBB-Auswahl gelost wurde, setzte sich<br />
das Team Bayern 1 gegen die starke Konkurrenz durch und erzielte den verdienten Gesamtsieg<br />
– gefolgt von Niedersachsen-Bremen (Platz 2) und Württemberg (Platz 3). Neben Tennis im Einzel,<br />
Doppel und Mixed wurde beim DTB-Talent-Cup ein Mannschaftsmehrkampf bestehend aus<br />
Fußball, Fußball-Tennis, Hockey und Cornhole ausgetragen. Die Kids wurden zudem anhand von<br />
Koordinationswettbewerben mit Sprints, Geschicklichkeitsübungen, sowie Wurf- und Sprungübungen<br />
geprüft.<br />
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<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
Ç<br />
TVBB-Sport<br />
SCC Open, Accentro SCC Senior Open und SCC Junior Open<br />
„Für uns ist es<br />
eine perfekte Woche!“<br />
Benjamin Potsch (TC SCC)<br />
siegt bei den Accentro Open der Herren 45<br />
Eine Woche voller Tennis. Für alle Generationen. Seit 2016 richtet der TC SCC die SCC Open aus.<br />
Das bedeutet: volle Plätze und mitten in den Sommerferien noch einmal reges Treiben auf der<br />
Anlage an der Waldschulallee. Den Beginn macht traditionell das Seniorenturnier mit seinen<br />
13 Konkurrenzen, ehe im Laufe der Woche auch die Aktiven und Junioren der U10, U12 und<br />
U14 einsteigen. Spielansetzungen im Akkord sind vorprogrammiert.<br />
Das Organisationsteam um Turnierdirektor Jens<br />
Thron zeigte sich sehr zufrieden. Die Besetzung<br />
war auch in diesem Jahr wieder sehr stark. Zudem<br />
habe man mehr Aktive in den 30 Konkurrenzen<br />
verzeichnet. Und natürlich machten auch<br />
die Ergebnisse glücklich. „Für uns ist es eine perfekte<br />
Woche. Wir haben viele Spielerinnen und<br />
Spieler aus dem eigenen Verein in Endspielen.“<br />
Der Gastgeber dominiert die Accentro Open<br />
Gerade in der Herrenkonkurrenz des S1-Turniers<br />
schnitt der TC SCC gut ab. Fünfmal kam der Sieger<br />
aus den eigenen Reihen. Roman Tennert gewann<br />
nach Aufgabe von Mark Senkbeil (MTTC<br />
Iphitos München) bei den Herren 40. Vereinskollege<br />
Benjamin Potsch entschied das Turnier<br />
der Altersklasse 45 für sich. Im Endspiel siegte<br />
er mit 6:2, 6:2 über Sami Stüven vom TC Weiße<br />
Bären Wannsee. Ebenfalls erfolgreich: Jens<br />
Thron. Wenn er nicht gerade als Turnierdirektor,<br />
Oberschiedsrichter oder Fotograf im Einsatz war,<br />
dann natürlich als Spieler. Im Finale der Herren<br />
50 setzte er sich mit 6:1, 6:1 gegen Daniel Kobert<br />
(USV Potsdam) durch. Eine Altersklasse darüber<br />
kommt es sogar zum reinen SCC-Finale.<br />
Dieses konnte Christopher Blömeke für sich entscheiden.<br />
6:1, 6:2 lautete der Endstand gegen<br />
Jens Lamprecht. Und um den Triumph der<br />
Gastgeber perfekt zu machen ist auch Gabriel<br />
Monroy bei den Herren 65 siegreich. Nachdem<br />
er den ersten Satz gegen Jörg Spiekerkötter (SV<br />
Zehlendorfer Wespen) im Tie-Break gewann,<br />
entschied er den zweiten Durchgang ohne ein<br />
weiteres Spiel abzugeben.<br />
Die Finalmatches in der Damenkonkurrenz<br />
zwar ohne Beteiligung des TC SCC, aber es hätte<br />
nicht spannender sein können. Wie bei den<br />
Damen 40. Im Endspiel kam es zum Duell der<br />
Topgesetzten Nadine Komander (TC BSC Süd 05<br />
Heide Maaß<br />
(TC 1899 Blau-Weiss)<br />
siegt bei den<br />
Accentro Open der Damen<br />
Brandenburg) und Heide Maaß (TC 1899 Blau-<br />
Weiss). Obwohl Komander den ersten Durchgang<br />
mit 6:4 für sich entscheiden konnte, schaffte<br />
es Maaß die Partie noch einmal zu drehen.<br />
Der zweite Satz ging nach Tie-Break an die Spielerin<br />
vom TC 1899 Blau-Weiss – bedeutete: Entscheidung<br />
im Match-Tie-Break. Die Partie langwierig<br />
und schweißtreibend. Die Zeit schon weit<br />
fortgeschritten. An der Seite machten sich schon<br />
die Finalistinnen des Aktiventurniers bereit. Gekämpft<br />
wurde um jeden Punkt, bis es schließlich<br />
hieß: Spiel, Satz und Sieg – Heide Maaß.<br />
Youngster und Routinier<br />
triumphieren bei Aktiventurnier<br />
Danach startete das Endspiel der Damen, das<br />
in festen Händen des Nachwuchses ist. Sowohl<br />
Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />
52<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
TVBB-Sport<br />
Ç<br />
Milena Steinkamp<br />
(LTTC „Rot-Weiß“ )<br />
siegt bei den Damen<br />
Hält beim Endspiel der Herren<br />
die SCC-Fahne hoch: Tristan Wolke (TC SCC)<br />
Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />
Lena Topel (TC 1899 Blau-Weiss) als auch Milena<br />
Steinkamp (LTTC “Rot-Weiß”) sind beide Jahrgang<br />
2010 und hatten sich im Laufe des Turniers<br />
gegen deutlich ältere Spielerinnen durchsetzen<br />
können. Der einzige Unterschied: Steinkamp ist<br />
einen halben Kopf größer. Und trotzdem begegneten<br />
sich beide im Endspiel zunächst auf<br />
Augenhöhe. Lena Topel hielt gut mit, musste<br />
den ersten Satz aber mit 4:6 an Steinkamp abgeben.<br />
Der zweite Durchgang war dann eindeutiger<br />
und Steinkamp profitierte immer<br />
mehr von ihrer Größe. 6:4, 6:2 der Endstand. Ein<br />
freudestrahlender Blick in Richtung Zuschauerplätze.<br />
Schwester Anna hatte sie während des<br />
Matches schon kräftig angefeuert und war nun<br />
die Erste, die ihr zum Turniersieg gratulierte. Dazu<br />
gab es eine herzliche Umarmung.<br />
Bei den Herren hielt Tristan Wolke die SCC-<br />
Fahne hoch. Im Endspiel der Generationen traf<br />
er auf Emil Enseleit (TC Grün-Weiß Bergfelde).<br />
Beide Finalisten trennen neun Jahre. Diesen<br />
Altersunterschied konnte Wolke zu seinem Vorteil<br />
nutzen. Enseleit kam zwar in die Rallyes,<br />
musste aber schon früh sein Aufschlagspiel abgeben.<br />
Wolke, durch seine Erfahrung in der<br />
Favoritenrolle, konnte das Endspiel schließlich<br />
mit 6:2, 6:1 für sich entscheiden und somit das<br />
mit 1.000,– € dotierte Turnier gewinnen.<br />
SCC Junior Open: Früh übt sich<br />
Ein paar Plätze weiter schlug der Nachwuchs<br />
auf. Das Ranglistenturnier der Kategorie J3 war<br />
eine gute Möglichkeit, um die Sommerferien<br />
etwas sportlicher zu gestalten. Besonders erfreulich:<br />
Gerade in der männlichen Konkurrenz<br />
war die Nachfrage nach Tennis groß. Hier waren<br />
die Teilnehmerzahlen zum Vorjahr noch einmal<br />
gestiegen. Und die Kids hatten Unterstützung<br />
in Form von Familie und Freunden mitgebracht.<br />
Außerdem sorgte SCC-Frohnatur Juan de Dios<br />
Mercedes für ordentlich Stimmung – alle Kinder<br />
wurden angefeuert. Immerhin schnupperten einige<br />
das erste Mal Turnierluft. Abgezogen und<br />
geschiedst wurde selbst.<br />
Im Endspiel der U14er Konkurrenz kam es<br />
zum internen Duell des LTTC “Rot-Weiß”, in welchem<br />
sich Gabriel Rossi mit 7:5, 6:3 gegen Linus<br />
Fussan durchsetzen konnte. Beide hatten eine<br />
kurze Anreise, im Gegensatz zu Alexander Boczek<br />
(MTTC Iphitos München), der extra aus Bayern<br />
eine lange Fahrt auf sich nahm. Gelohnt hat<br />
es sich auf jeden Fall. Erst im Halbfinale gegen<br />
Linus Fussan war Schluss.<br />
Nach Gewinnen bei den Senioren und Aktiven<br />
konnte der TC SCC auch einen Turniersieg in<br />
der Altersklasse U12 verzeichnen. Karl Lennart<br />
Schoenheit gewann das Endspiel gegen Luis<br />
Fieger vom TC Frohnau – Endstand: 6:4, 6:3.<br />
Das größte Teilnehmerfeld stellte in diesem<br />
Jahr aber die U10. Knapp 20 Nachwuchstalente<br />
spielten im angepassten Modus (Sätze bis vier<br />
und No-Ad-Regel) um den Titel bei den SCC Junior<br />
Open. Hier setzte sich schließlich Amadeus<br />
Rümmler vom SC Poppenbüttel aus Hamburg<br />
durch. Er bezwang Lokalmatador Ilian Fellenberg<br />
(TK Blau-Gold Steglitz) mit 4:0 und 4:2.<br />
Beim weiblichen Nachwuchs war das Teilnehmerfeld<br />
klein aber fein. Bei vier Spielerinnen<br />
wurde die Siegerin in Gruppenspielen ermittelt.<br />
Marie Kornel vom TK Blau-Gold Steglitz konnte<br />
alle Matches für sich entscheiden und setzte sich<br />
gegen Zweitplatzierte Elsa Nendza vom Rahlstedter<br />
HTC aus Hamburg durch.<br />
Kurioses aus den Nebenrunden<br />
Und zum Abschluss noch eine Besonderheit.<br />
Natürlich gab es auch großes Tennis in den zahlreichen<br />
Nebenrunden. Zwei Spieler sind in diesem<br />
Jahr sowohl bei den Aktiven als auch bei<br />
den Senioren an den Start gegangen. Nico<br />
Gnoss (TC Lichtenrade Weiß-Gelb) und Thien<br />
Nguyen (TC SCC) verabschiedeten sich zwar jeweils<br />
in den ersten Runden, zeigten aber dann<br />
ihr wahres Können. Beide spielten „gefühlt drei<br />
Matches pro Tag in epischer Länge bei 30 Grad“<br />
und konnten somit beide einen Nebenrundentitel<br />
sichern.<br />
Katrin Brewka<br />
Ilian Fellenberg<br />
(TK Blau-Gold Steglitz)<br />
Linus Fussan (LTTC „Rot-Weiß“)<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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TVBB-Sport<br />
Alessia Prüfer (Neuenhagener TennisClub 93)<br />
7. Neuenhagen Junior Open <strong>2024</strong><br />
Ausrufezeichen von<br />
einer Schwedin und<br />
einem Ukrainer – aber<br />
auch Fragezeichen<br />
für die Veranstalter<br />
Zum siebten Mal fanden Anfang August im<br />
brandenburgischen Neuenhagen die Junior Open als laut<br />
Infotext auf der Vereinshomepage des Neuenhagener<br />
Tennisclub 93 (NTC 93) „erstklassig besetztes Jugendturnier<br />
auf einer der schönsten Anlagen in Berlin und<br />
Brandenburg“ statt.<br />
Nahezu beiläufig hatte man in den kurzen Zeilen gleich im Anfangssatz<br />
das Kernproblem der Veranstaltung untergemischt:<br />
„Mitten in den Sommerferien kommt es zum nächsten sportlichen<br />
Highlight beim NTC.“ Das war bereits in den Vorjahren<br />
so, und hinterließ auch anno <strong>2024</strong> seine Spuren und Wirkungen.<br />
Sodass sich Satzanfang und Satzende des eben zitierten<br />
Satzes unübersehbar aneinander rieben. Toll, dass sich der<br />
Veranstalter auch „mitten in den Sommerferien“ nach Leibeskräften<br />
mühte, eine für seine „Klienten“, die Kinder und Jugendliche<br />
zwischen 10 und 18 Jahren, eine Wohlfühl-Atmosphäre<br />
zu schaffen, gleichwohl ist es unter den angerissenen obwaltenden<br />
Umständen naturgemäß schwer ein „sportliches<br />
Highlight“ zu fabrizieren.<br />
Nur in der U16 der Jungs gab es ein volles Feld mit 16 laut<br />
Ausschreibung erlaubten Teilnehmern. Ansonsten handhabten<br />
in der männlichen U12 neun Aktive, in der U14 dreizehn und in<br />
der U18 neun Jung-Talente das Racket. Bei den Mädchen waren<br />
es in den zusammengelegten 18er und 16er Altersklassen nur<br />
vier, sodass nach Gruppenspielen zwei Siege zu Platz 1 reichten.<br />
In der U14 fanden sich immerhin zehn junge Talente, in<br />
der U12 waren es wieder nur fünf, die sich über Gruppenspiele<br />
durchs Turnier mühten. Die U10-Konkurrenzen mit je<br />
fünf weiblichen und männlichen Youngstern in einem Mixed-<br />
Wettbewerb waren da eine willkommene und belebende Ergänzung,<br />
auch wenn hier letztlich nur fünf Matches mit zwei<br />
Gewinnsätzen bis 4 ausgetragen wurden.<br />
Dass sich trotz der schmalen Teilnehmerfelder erstaunliche<br />
acht Tennis-Junioren aus anderen Landesverbänden ins TVBB-<br />
Hoheitsgebiet gewagt hatten, soll hier nicht unerwähnt bleiben:<br />
zweimal Sachsen-Anhalt und Hamburg, einmal Mecklenburg-Vorpommern,<br />
je einmal Niedersachsen-Bremen, Sachsen<br />
und Westfalen. Und drei aus diesem Oktett standen sogar in<br />
den Endspielen und siegten in diesen zweimal. Dass darunter<br />
zwei Zöglinge von Open-Turnierchef Dr. Dirk Struck sind, die<br />
inzwischen statt in Berlin beim TC Sandanger in Halle (Saale)<br />
trainieren und aktiv sind, kann sozusagen zur Hälfte als Berliner<br />
Erfolg angerechnet werden. Laura Struck, Jahrgang 2008,<br />
reichten in der nur mit vier gemeldeten Wettbewerberinnen,<br />
von denen eine wegen Nichtantretens noch herausfiel, zwei<br />
Siege ohne Satzverlust gegen Anouk Rosenboom (SV Blankenese,<br />
Hamburg – 6:2, 6:1) und der letztlich Zweiten im Dreier-<br />
Ranking Alice de l’Or (TC SCC – 6:0, 6:2) um als Open-Erste<br />
festzustehen. Ihrem gleichaltrigen Bruder Luis Struck, als Nummer<br />
1 gesetzt, gelang das im männlichen U16-Finale gegen die<br />
Nummer 2 Heorhii Selyshev (TC Orange-Weiß Friedrichshagen)<br />
Fotos: Harald Almonat<br />
54<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
TVBB-Sport<br />
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Fotos: Harald Almonat<br />
nicht. Der Ukrainer, wie Struck ohne Satzverlust in den drei<br />
Spielen zuvor, war souverän ins Endspiel marschiert und wirkte<br />
in diesem frischer, konzentrierter und entschlossener. Entsprechend<br />
war das Ergebnis mit 6:2 und 6:4 zu seinen Gunsten.<br />
Einen souveränen „Auswärtserfolg“ landete dagegen in<br />
der U14 mit 13 Teilnehmern der topgesetzte Levi Rosenboom<br />
vom Hamburger THK Rissen, der gegen die bis dahin ebenfalls<br />
ungeschlagene Nummer 2 Lorenz Gehrke (TC Grün-Weiß Nikolassee)<br />
beim 6:0, 6:2 nicht den Hauch eines Zweifels an seinem<br />
Sieg aufkommen ließ. Seine 36:7 Spiele ohne Satzverlust<br />
im Turnier sprachen eine deutliche Sprache über seine spielerische<br />
Qualität.<br />
Bei den U18-Herren gewann einer, der schon bei den TVBB-<br />
Jugendmeisterschaften zuvor bei Blau-Gold Steglitz mit seinem<br />
Titelgewinn seine Klasse gezeigt hatte. Der Pole Patryk Sarnowski,<br />
der in Frankfurt / Oder zur Schule geht und dort für den hiesigen<br />
TC den Schläger schwingt, war an Nummer 3 in der Top-<br />
Klasse gesetzt. Er gewann seine Auftaktpartie gegen den zwei<br />
Jahre älteren Ole Schiffmann (SV Berliner Bären) mit 6:1, 6:1<br />
und fertigte in Match Nummer 2 den topgesetzten Jan Nogossek<br />
(TC Grün-Weiß Nikolassee) ähnlich souverän mit 6:0, 6:2 ab.<br />
Dass aus einem spannenden Finale gegen Nummer 2 Nick Volmer<br />
(LTTC “Rot-Weiß”), der bei seinen beiden Zwei-Satz-Siegen<br />
zuvor nur fünf Spiele abgegeben hatte, nichts wurde, war der<br />
verletzungsbedingten Aufgabe bei 1:0-Führung für Sarnowski<br />
im 1. Satz geschuldet. Die 12er Jungs-Kategorie wurde eine<br />
Beute des topgesetzten Karl Lennart Schoenheit, der im SCC-<br />
Duell gegen den an zwei rangierten Luca Braaksma Koury seinen<br />
dritten Zwei-Satz-Erfolg im Turnierverlauf erzielte.<br />
Bei den Mädchen / Damen-Wettbewerben war nach der Zusammenlegung<br />
der U16/U18-Klassen, die freilich wenig brachte,<br />
da, wie bereits oben geschildert, nur drei letztlich um den<br />
Sieg (Laura Struck) kämpften. So mutierten die U14er Mädchen<br />
mit zehn Teilnehmerinnen zur weiblichen Königsklasse und<br />
sie durften am Ende sogar einen Gastgebererfolg feiern. Antonia<br />
Mossberg (NTC 93), in Neuenhagen ein sportliches Intermezzo<br />
abliefernde Schwedin, ging als Jahrgang 2012 gegen<br />
die durchweg ein oder zwei Jahre älteren Konkurrentinnen als<br />
„Kücken“ und Überraschungsgast an den Start – kam, sah und<br />
siegte. Nach drei Zwei-Satz-Erfolgen stand sie als Ungesetzte<br />
gegen die Nummer 2 Salma Briefkani (SV Zehlendorfer Wespen)<br />
im Finale und verlor den ersten Satz mit 3:6. Das 6:1 im<br />
zweiten Durchgang stellte alles quasi wieder auf Null und im<br />
Match-Tie-Break zeigte Antonia mit 10:6, dass sie nicht nur dominieren,<br />
sondern auch kämpfen kann.<br />
In der U12, in der fünf Teilnehmerinnen ihre “Beste” in<br />
Gruppenspielen ermittelten, war Tara Jung (Tennisfreunde Berlin-Mitte)<br />
die einzige, die vier Siege auf ihr Konto brachte und<br />
das in einem atemberaubenden Stil. Nur gegen Merve Divittar<br />
(SV Berliner Bären) gab sie ein Spiel ab, ansonsten stand in<br />
allen übrigen Sätzen bei ihren Gegnerinnen eine „Null“ in der<br />
Statistik. Auch im Match gegen die mit einer 3:1-Matchstatistik<br />
zweitplatzierten Alessia Prüfer (NTC 93) ließ sie keinen Spielgewinn<br />
ihrer Gegnerin zu. Im gemischten U10-Wettbewerb, in<br />
dem je fünf Aktive beiderlei Geschlechts gemeldet waren, fanden<br />
letztlich wegen Freilos-Setzung und Nichtantretens nur<br />
fünf Matches inklusive Finale statt. Das bestritten mit Leopold<br />
Wagner (SV Zehlendorfer Wespen) und Aurelius Molter (TC<br />
Orange-Weiß Friedrichshagen), die auch schon im Halbfinale<br />
unter sich waren. Mädchen spielten im Unterschied zu den Vorjahren<br />
keine Rolle. Wie auch, denn alle gemeldeten traten gar<br />
nicht an.<br />
Klaus Weise<br />
Levi Rosenboom (THK Rissen eV)<br />
Karl Lennart Schoenheit (TC SCC)<br />
Tara Jung (Tennisfreunde Berlin-Mitte eV)<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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TVBB-Sport<br />
12. BTTC-Junior-Cup <strong>2024</strong> – J3<br />
Favoriten-Siege bei großer<br />
Hitze im BTTC Grün-Weiss<br />
Zum zweiten Mal fand der BTTC-Junior-Cup während der<br />
Sommerferien statt. In vier Kategorien (U14 und U16, jeweils<br />
weiblich und männlich) kämpften die jungen Talente um Punkte<br />
und Pokale. Der Ferientermin lockte erneut zahlreiche Gäste<br />
aus anderen Landesverbänden in den BTTC Grün-Weiss nach<br />
Lichterfelde. Die drückende Sommerhitze veranlasste unseren<br />
Oberschiedsrichter Frank May, die Halbfinalbegegnungen am<br />
Mittwoch bereits um 8:00 Uhr anzusetzen, um den Spielerinnen<br />
und Spielern die größten Strapazen der Mittagshitze zu ersparen.<br />
Wladimir Biletskij<br />
(TK Blau-Gold Steglitz)<br />
U14 Juniorinnen – Paula Deus (TC 1899<br />
Blau-Weiss) siegt souverän<br />
Bei den U14-Mädchen wurde Paula Deus (TC 1899 Blau-Weiss)<br />
ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht und dominierte die Konkurrenz<br />
in der für sie höheren Altersklasse. Ihre Finalgegnerin<br />
Felicia Pronin (TC SCC) hatte bereits im Halbfinale einen wahren<br />
Kraftakt hinter sich. Erst nach über drei Stunden konnte sie<br />
sich gegen die an Position zwei gesetzte Salma Briefkani (SV<br />
Zehlendorfer Wespen) mit 6:7, 7:6, 10:2 durchsetzen. Am Finaltag<br />
musste sie sich dann der überlegenen Paula mit 3:6, 0:6 geschlagen<br />
geben.<br />
U14 Junioren – Beide Topgesetzten im Finale<br />
Alle acht gesetzten Spieler schafften es bis ins Viertelfinale. In<br />
den Halbfinalbegegnungen setzten sich Gabriel Rossi (LTTC<br />
“Rot-Weiß”) mit 6:3, 6:4 gegen Valentin Grigorov (TC 1899 Blau-<br />
Weiss) und Oliver Rostock (TC Orange-Weiß Friedrichshagen)<br />
mit 6:3, 6:2 gegen Friedrich Dittus aus Baden durch. Im Finale<br />
der beiden Topgesetzten wurde Gabriel seiner Favoritenrolle<br />
gerecht und triumphierte mit einem klaren 6:1, 6:2 über Oliver.<br />
U16 Juniorinnen – Siegerin kommt aus Baden<br />
Die U16-Konkurrenz der Mädchen begann gleich mit einer<br />
Überraschung: Die an Position 2 gesetzte Maria Heinemann<br />
(TC Grün-Weiß Nikolassee) unterlag bereits in der ersten<br />
Runde Maja Kuhn (TK Blau Gold Steglitz) mit 6:1, 3:6, 2:10. Maja<br />
setzte ihren Siegeszug fort und besiegte anschließend auch<br />
Eva Hagen aus Potsdam souverän. Die topgesetzte Neyla-Fee<br />
Schriever aus Villingen in Baden spielte sich sicher bis ins Finale.<br />
Besonders erwähnenswert ist das fast dreistündige Viertelfinale<br />
zwischen Alia Barletta aus Frankfurt am Main. und<br />
Moena Neumann von den Berliner Bären. Moena konnte sich<br />
am Ende glücklich mit 4:6, 7:5, 15:13 durchsetzen. Im Halbfinale<br />
war dann jedoch gegen die spätere Turniersiegerin Neyla-Fee<br />
Schriever mit 2:6, 2:6 Endstation.<br />
U16 Junioren – Sehr knappe Halbfinal-Matches<br />
Bei den U16-Junioren waren die beiden Halbfinalspiele mit jeweils<br />
über zwei Stunden Spielzeit die Highlights. In der oberen<br />
Hälfte des Tableaus erkämpfte sich der an Position eins gesetzte<br />
Wladimir Biletskij (TK Blau Gold Steglitz) gegen Jan Böckermann<br />
(TC 1899 Blau-Weiss) mit 4:6, 6:3, 10:6 den Finaleinzug.<br />
Auf der unteren Seite hatte der an zwei gesetzte Marc Pärg (TC<br />
1899 Blau-Weiss) ebenso viel Mühe bei seinem 4:6, 6:2, 10:4<br />
Sieg über Lennart Stange von den Zehlendorfer Wespen.<br />
Im Finale musste Marc dann leider bei 1:3 zurückziehen,<br />
und Wladimir Biletskij freute sich über seinen Turniersieg.<br />
Insgesamt zeigten über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer<br />
aus ganz Deutschland in den vier Tagen auf unserer<br />
Anlage bei bestem Wetter hochklassiges und attraktives Tennis<br />
– großer Sport!<br />
Martin Melchior<br />
Gabriel Friedrich Rossi (LTTC „Rot-Weiß“ )<br />
Paula Deus (TC 1899 Blau-Weiss)<br />
Foto: Nicola Sophia Trenner<br />
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<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
TVBB-Sport<br />
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Neyla-Fee Schriever (Tennisclub Blau-Weiß Villingen e.V.)<br />
26. Junior Open des TC Orange-Weiß Friedrichshagen <strong>2024</strong><br />
Drei Nicht-TVBBer und drei<br />
Local Heros siegen bei den<br />
Orange Weiß-Junior Open<br />
Fotos: Markus Arnold<br />
Die Junior Open des TC Orange-Weiß in Berlin-Friedrichshagen sind schon seit einiger Zeit dem<br />
Junioren-Alter enteilt und erwachsen geworden. Mitte August <strong>2024</strong> fanden sie zum 26. Mal<br />
auf der Wohlfühl-Anlage „Hinter dem Kurpark“ statt und bereicherten die erlebnisträchtige<br />
Tennisgeschichte ebenda um ein weiteres Kapitel. 71 Teilnehmer hatten sich zu den sechs<br />
Wettbewerben in den Altersklassen von U10 bis U18 zum traditionellen Termin in den Ferien<br />
eingefunden, um ihr beachtliches Können mit Racket und Ball zu demonstrieren. Zwölf von<br />
ihnen hatten zum Teil weite Anreisen aus Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen oder<br />
Mecklenburg-Vorpommern auf sich genommen.<br />
Und sie waren nicht nur um der Reise willen<br />
gekommen, sondern wollten ebenso ihren<br />
sportlichen Hunger stillen. Drei der sechs ausgespielten<br />
Wettbewerbe gewannen die „Gäste“,<br />
in zwei weiteren Finals waren sie „zweiter Sieger“.<br />
In der männlichen U18, sozusagen die<br />
„Königsklasse“ in der sich neun Aktive um den<br />
Sieg im 16er Feld bewarben, standen sich im<br />
Endspiel mit Luca Wörner (TEC Waldau Stuttgart)<br />
und Santino Reißig (TC Grötzingen) nicht<br />
nur zwei Badenser, sondern auch die beiden<br />
Topgesetzten gegenüber. Beide hatten ihre beiden<br />
Matches zuvor gewonnen, Wörner allerdings<br />
gegen den an Vier gereihten Luca Schiller<br />
(LTTC “Rot-Weiß”) beim 6:2, 4:6, 10:2 im Halbfinale<br />
einige Mühe, von der er sich beim 6:3, 6:2<br />
im Endspiel aber gut erholt zeigte.<br />
Auch in der U16-Kategorie gewann mit Jorge<br />
Tomas Herrera Sanchez (HTV Hannover) ein<br />
„Zugereister“, der im opulenten 24er Feld (von<br />
32) im finalen Duell der beiden Topgesetzten<br />
die Nummer 1 Wladimir Biletskij (TK Blau-Gold<br />
Steglitz) mit 6:3, 6:4 in die Schranken wies. Beide<br />
hatten zuvor mit drei souveränen Zwei-Satzerfolgen<br />
ihre Klasse nachgewiesen und dabei<br />
leistungsstarke Konkurrenz ausgeschaltet.<br />
Bei den 14er Jungs, die ein volles 16er Feld<br />
in den Wettbewerb schickten, war der erste<br />
TVBB-Sieg fällig, als der Rot-Weiße Gabriel Friedrich<br />
Rossi, an Zwei gesetzt, die Nummer 1 Fabio<br />
Wörner (TC Bernhausen) nach starkem Kampf<br />
mit 6:4 und 7:6 nach Hause schickte. Beide hatten<br />
zuvor in jeweils drei Partien dominiert und<br />
keinen Satz abgegeben. Bei den U12er Jungs<br />
wurde der Sieger bei nur vier Meldungen in<br />
Gruppenspielen ermittelt, bei denen sich am<br />
Ende der BSV 1892er Daniel Lusin mit drei Siegen<br />
als der klar Beste herausstellte und auch<br />
dem Zweitplatzierten Maximilian Bernhard (TK<br />
Blau-Gold Steglitz) im direkten Vergleich mit 6:1,<br />
6:1 deutlich überlegen war.<br />
In der einzigen ausgespielten reinen<br />
Mädchen-Altersklasse schaffte in der U16 (zusammengelegt<br />
mit U14) die topgesetzte Neyla-<br />
Fee Schriever (TC Blau-Weiss Villingen, Jahrgang<br />
2012) nach einem spannenden, abwechslungsreichen<br />
und gutklassigen Finalvergleich gegen<br />
die vier Jahre ältere ungesetzte Sophie Cramer<br />
(TC Blau-Weiß Hohen Neuendorf) den 6:4,<br />
2:6 und 10:7-Erfolg im Match-Tie-Break. Cramer<br />
hatte zuvor zuerst die Nummer 2 Finja Fredrich<br />
(HTV Hannover) und danach die Nummer<br />
4 Salma Briefkani (Zehlendorfer Wespen) in<br />
je zwei Sätzen ausgeschaltet.<br />
Für die zweigeschlechtlich ausgeschriebenen<br />
U10-Midcourt-Wettbewerb hatten sich sieben<br />
Youngster gemeldet, darunter mit Mia-Lousia<br />
Schriever (TC Blau-Weiss Villingen) leider nur<br />
ein Mädchen. Sie belegte in ihrer Vierer-Gruppe<br />
mit 2:1 Siegen den zweiten Platz und verpasste<br />
damit das Endspiel. Dieses bestritten Johan<br />
Jonas (Dahlemer TC) gegen Lokalmatador Kaan<br />
Türk, das Jonas mit 5:4 und 4:2 gewann.<br />
Klaus Weise<br />
Wladimir Biletskij (TK Blau-Gold Steglitz)<br />
Jorge Tomás Herrera Sánchez<br />
(HTV Hannover)<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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TVBB-Sport<br />
6. Blau-Weiss Young Generation Trophy powered by Albena<br />
2019-Premierensieger Paul Damrath schafft<br />
fünf Jahre später das Erfolgs-Dacapo<br />
Seit 2019 gibt es die „Young Generation Trophy“ beim TC 1899 Blau-Weiss im Grunewald – nun folgte <strong>2024</strong> die<br />
sechste Auflage. Das von der Kategorie J4 zum J2 gereifte Turnier ist für alle Tennishoffnungen der Altersklassen<br />
U9 bis U18. Gespielt wird Midcourt, die Endspiele erfolgen nach vorangegangenen Gruppenpartien. Hier siegte<br />
u.a. Anna Sommer vom gastgebenden TC 1899 Blau-Weiss. Ein glänzender Auftakt für den Verein, der für<br />
zusätzliche Stimmungsstimulanz für die drei Gastgeber-Siege in den neun Konkurrenzen am Sonntag sorgte.<br />
235<br />
Kinder und Jugendliche hatten vier Tage lang<br />
auf den 16 Sandplätzen der wunderbaren<br />
Blau-Weiss-Anlage im Grunewald mit Eifer,<br />
Kampfgeist, Lust und Laune um Siege und die erstmals von Albena<br />
als Sponsor gestellten Sachpreise gespielt. Dass die Aussicht<br />
auf Pokale und Vergünstigungen im Albena Resort sowie<br />
Kinogutscheine für die hohe Meldezahl aus Vereinen des Verbandsgebietes<br />
und darüber hinaus aus elf DTB-Landesverbänden<br />
von Schleswig-Holstein bis Bayern besonders eifrig<br />
zeigte, mitverantwortlich war, ist offensichtlich.<br />
Die „Leistungs-Prämien“ standen den in den Vorjahren ausgelobten<br />
Trekking-Bikes und Polar-Uhren wohl nicht nach.<br />
Alles in allem waren in den neun Altersklassen-Wettbewerben<br />
21 „Nicht-TVBBer“ am Start. Keiner der neun Gewinner des Vorjahres,<br />
so sie denn überhaupt dabei<br />
waren, kam erneut zu Siegesehren.<br />
Paul Damrath war in der U18 für<br />
den TC Frohnau gegen Nummer 7,<br />
Luca Schiller (LTTC “Rot-Weiß”), nach spannendem Verlauf mit<br />
6:2, 5:7 und 10:7 erfolgreich. Das Match war so offen, wie es die<br />
beiden souveränen Siege der Finalisten vorab vermuten ließen.<br />
Nummer 1 Luis Wellmann (LTTC “Rot-Weiß”) war im Halbfinale<br />
am drei Jahre älteren Damrath im Match-Tie-Break mit<br />
4:6, 6:3 und 9:11 gescheitert, Schiller hatte Nummer 2 Ferdinand<br />
Witting (TC Frohnau) im Viertelfinale mit 7:5, 1:0 Aufg.<br />
ausgeschaltet.<br />
In der U16 war Wannsees Theo Oeltermann der Souverän,<br />
der sich in seinem Turnier-Durchmarsch auch von Dimid Grokhochinsky<br />
(LTTC “Rot-Weiß”) nicht stoppen ließ und mit 6:4, 6:3<br />
die Topsetzung bestätigte. Mit dem fünften Zwei-Satz-Erfolg<br />
gab es keinerlei Zweifel an seiner Ausnahmerolle.<br />
In der 14er Jungs-Kategorie durften die YGT-Zuschauer ein<br />
„Blau-Weisses“ Endspiel erleben, das die Vereins-Website in der<br />
Nachschau als „Krönung und gleichzeitig Werbung für den Tennis-Sport“<br />
beschrieb. Fritz Boberg, in der Turnierhistorie schon<br />
zweimal Trophy-Sieger, und Ruben Fuhlmann lieferten sich als<br />
Luca Schiller<br />
(LTTC “Rot-Weiß”)<br />
Paul Damrath (TC Frohnau)<br />
Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />
58<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
Fritz Boberg (TC 1899 Blau-Weiss)<br />
TVBB-Sport<br />
Ç<br />
Nummer 2 und 1 der Setzliste laut Website „ein Spiel der Superlative“.<br />
Weiter im Text des Beitrags: „Die beiden spielten zwei<br />
Stunden und 45 Minuten. Beide hatten Matchbälle und boten<br />
den Zuschauern ein tolles Spektakel mit langen Ralleys und<br />
Spannung bis zum letzten Punkt. Am Ende muss im Tennis<br />
einer gewinnen. Auch wenn dieses Match ein Unentschieden<br />
verdient hätte, so gewann schließlich Ruben durch einen Ball<br />
auf die Linie mit 12:10 im Match-Tie-Beak.“<br />
Auch in der U12 der Jungs gab es einen Blau-Weiss-Erfolg<br />
durch die Nummer 1 Robert Marianovski, der im Finale die<br />
Nummer 2 aus Niedersachsen Josz Jurys (Nindorfer TC) mit 6:0,<br />
6:3 dominierte. Marianovski hatte seine vier Turnierpartien einschließlich<br />
des Endspiels jeweils klar in zwei Sätzen und mit<br />
48:14 Spielen gewonnen.<br />
Das U11-Finale wurde eine Beute der Nummer 1 Paul<br />
Schwarzberg vom TC SCC, der Maximilian Bernhard vom TK<br />
Blau-Gold Steglitzkaum eine Chance ließ und mit 6:2 und<br />
6:1 siegte.<br />
Bei den Mädchen begann die Bestenermittlung infolge der<br />
ausgebliebenen Meldungen für die 18er erst in der U16-Kategorie,<br />
die in einem vollen 16er Feld um den Sieg stritten. In<br />
dem erwies sich die an Eins gesetzte Saarländerin Luna Zytelewski<br />
(TC Blau Weiss Homburg) im Finalduell gegen die ungesetzte<br />
Sophie Cramer (TC Blau-Weiß Hohen Neuendorf) mit<br />
6:4, 6:4 als Stärkste und sorgte für den einzigen Nicht-TVBB-<br />
YGT-Erfolg. Zytelewski gewann ihre vier Matches durchweg<br />
souverän. Auch Cramer überzeugte, besiegte u.a. Nummer 2<br />
Laura Struck (TC Sandanger-Halle / Saale) und „Wespe“ Vesper<br />
Loddenkemper (6:2, 6:0). Die an Drei gesetzte Daria Strogalshikova<br />
(TC SCC) hatte überraschend bereits ihr Auftaktmatch<br />
gegen die drei Jahre ältere Maja Kuhn (TK Blau-Gold Steglitz)<br />
mit 5:7 und 3:6 verloren.<br />
Bei den U14-Mädchen durfte dafür eine Steglitzerin ihren<br />
Turniererfolg feiern, nachdem die Topgesetzte Katharina Reichert<br />
die an Vier gelistete, drei Jahre jüngere Paula Deus (TC<br />
1899 Blau-Weiss) mit 6:3 und 6:2 papierform gerecht besiegt<br />
hatte. Deus hatte im Halbfinale Nummer 2 Neyla-Fee Schriever<br />
(TC Blau-Weiss Villingen) aus Baden mit 4:6, 7:5 und 11:9<br />
niedergekämpft und dabei jede Menge Kraft gelassen.<br />
Im U12-Mädchen-Limit war wiederum Gastgeber Blau-<br />
Weiss mit dem Siegen an der Reihe und hatte dafür mit Nummer<br />
2 Nicole Sokolska die richtige Protagonistin, die die topgesetzte<br />
Annika Mörike (TC Rot-Weiß Eichstätt) aus Bayern<br />
mit 6:4, 6:1 beeindruckend schlug. Sokolska verbuchte in ihren<br />
drei Turnierpartien eine starke 36:12-Spiele-Bilanz und wankte<br />
nicht ein einziges Mal. Das schaffte auch Melaniya Rolya (Dahlemer<br />
TC) als Topgesetzte der U11-Mädchen, die in ihren vier<br />
Matches 48:6 Spiele und vor Sorokina in Reihenfolge Nora Pansegrau,<br />
Mila Rokeach (beide TC 1899 Blau-Weiss) und Malin<br />
Groeger (TC Tiergarten) beeindruckend souverän besiegt hatte.<br />
Alles in allem: Die 6. Young Generation Trophy war wie<br />
die fünf Vorgänger-Turnier ein voller Erfolg, für den es neben<br />
den sportlichen Akteuren vor allem der Turnierleitung um die<br />
immer präsenten, ruhigen und kreativen René Heidbrink, Karsten<br />
Weigelt, Alexander „Ali“ Dersch, Dominik Mohr, Timo Pohle<br />
und Felix Müller sowie allen nicht genannten Helfern zu danken<br />
gilt. Gut ablesbar auch an den Teilnahme-Feldern, welche<br />
TVBB-Vereine sich um Nachwuchsförderung und -entwicklung<br />
besonders verdient machen.<br />
Klaus Weise<br />
Katharina Reichert<br />
(TK Blau-Gold Steglitz)<br />
Fotos: Nicola Sophia Trenner<br />
Vesper Loddenkemper (SV Zehlendorfer Wespen 1911)<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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Ç<br />
TVBB-Sport<br />
24. Cujic-Cup des TV Preussen<br />
Hier wird<br />
FAIR PLAY<br />
großgeschrieben<br />
Es ist wieder soweit: Das größte<br />
Tennisturnier für Kinder und Jugendliche<br />
in Berlin steht an! Neun Tage. Über 200<br />
Kinder. 14 Konkurrenzen. „Wir sind<br />
super glücklich, das Niveau ist und viele<br />
Teilnehmer der letzten Jahre kommen<br />
wieder!“, sagt Turnierdirektor Thomas<br />
Kattenbaum. Für den TV Preussen ist der<br />
Cujic-Cup der ganze Stolz und eines der<br />
Highlights im Jahr.<br />
Ilian Fellenberg (TK Blau-Gold Steglitz)<br />
Erstmals seit der Pandemie wird auch wieder eine Nebenrunde<br />
gespielt – so kommen die Spieler zu mehr Spielen<br />
und können weitere Erfahrung auf dem Court sammeln.<br />
Und der sonst so enge Turnierplan ist <strong>2024</strong> nicht mehr ganz so<br />
eng. „Wir hatten noch gar keine Zeit, das Spiel zu verschieben.“<br />
Dazu strahlendes Wetter Anfang September – es könnte nicht<br />
besser sein.<br />
Während des Turniers herrscht auf den neun Sandplätzen<br />
des TV Preussen jeden Nachmittag Hochbetrieb. Alle Altersklassen<br />
spielen nebeneinander. Nach der Schule heißt es: Aufschlag<br />
beim 24. Cujic-Cup. Die Kids sind hochmotiviert. Hier<br />
eine Cap von Rafael Nadal, da ein Stirnband, das stark an Alexander<br />
Zverev erinnert. Schon im jungen Alter eifern die Teilnehmer<br />
den ganz Großen nach und zeigen große Emotionen.<br />
Eine Siegerfaust, ein verschmitztes Grinsen oder leichtes Kopfschütteln<br />
– und jede Menge Ehrgeiz.<br />
Die Spiele gehen teilweise über zwei Stunden und entscheiden<br />
sich erst im Match-Tie-Break. So auch im Halbfinale<br />
der Mädchen U10. Zwischen Alessandra Rogosch (TK Blau-Gold<br />
Ulyana Sorokina<br />
(TC Frohnau)<br />
Steglitz) und Ulyana Sorokina (TC Frohnau) ist es eine Partie<br />
auf Augenhöhe. Am Ende war es aber Rogosch, die sich knapp<br />
mit 6:4 2:6 11:9 durchsetzte. Möglicherweise liegt es auch am<br />
Glückseinhorn Onsha, das immer dabei ist. Immerhin konnte<br />
Rogosch auch das Endspiel gegen Isha Malhotra vom TC SCC<br />
für sich entscheiden.<br />
Auch Topgesetzter Nikita Rung (TK Blau-Gold Steglitz) muss<br />
in der Vorschlussrunde der U14 kämpfen. 2:6, 6:4, 15:13 lautet<br />
der Endstand gegen Johan Deus (TC 1899 Blau-Weiss). Ein<br />
Kraftakt, der seine Spuren hinterlässt. Im Finale konnte Rung<br />
nicht an seine Leistungen anknüpfen und musste<br />
sich mit 4:6, 3:6 Luca Fahr vom Grunewalder Tennis-Club<br />
geschlagen geben.<br />
Die U16-Konkurrenz der Mädchen wird von<br />
Daria Strogalshchikova ordentlich aufgemischt.<br />
Auch wenn sie knapp vier Jahre jünger als ihre<br />
Konkurrentinnen ist, schafft sie es nach einem<br />
Zweisatz-Erfolg gegen Vesper Loddenkemper (SV<br />
Zehlendorfer Wespen) ins Endspiel. Dort musste<br />
Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
60<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
Alessandra Estefania Victoria<br />
Rogosch (TK Blau-Gold Steglitz)
TVBB-Sport<br />
Ç<br />
Daria Strogalshchikova<br />
(TC SCC)<br />
sich die an Nummer Eins gesetzte allerdings Sophia<br />
Cramer vom TC Blau-Weiß Hohen Neuendorf<br />
beugen, die das Finale mit 7:5, 6:4 für sich entscheiden<br />
konnte.<br />
In der höchsten Altersklasse kommt es bei den<br />
Jungen zum Duell der Topgesetzten: Miguel Bretag<br />
(BSV’92) gegen Hannes Lüpkes vom Braunschweiger<br />
THC aus Niedersachsen. Beide hatten sich<br />
ohne Satzverlust ins Finale gespielt und sind sich<br />
absolut ebenbürtig. Das Match der U18er hart umkämpft,<br />
sodass auch hier eine Entscheidung erst im<br />
Match-Tie-Break fällt. Dort behielt Lüpkes die Oberhand<br />
- 6:2, 2:6, 10:8 lautete der Endstand.<br />
Mit einer Mischung aus Anspannung und<br />
Nervosität beobachten Mütter und Väter die Spiele<br />
ihrer Kinder, leiten die Spielstände per Kurznachricht<br />
an andere Familienmitglieder weiter.<br />
Den begeisterten Jubel hört man über die gesamte<br />
Anlage. Nur eine Sache gibt es zu beachten: Eltern<br />
und Außenstehende dürfen nicht coachen. So<br />
steht es auch überall auf dem Gelände des TV Preußen.<br />
Der Verein setzt beim Cujic-Cup auf Fair Play. Es<br />
gibt keine Schiedsrichter. Die Kinder sollen lernen,<br />
ihre Angelegenheiten unter sich auf dem Platz zu<br />
klären. Genau dem Motto des Hauptsponsors Cujic:<br />
„Sauber spielen, Leute.“ Nur im Notfall sollen Oberschiedsrichter<br />
Marcel Stelter und Thomas Kattenbaum<br />
eingreifen.<br />
Zum Abschluss kommt<br />
es am Samstag, dem letzten<br />
Turniertag, zur gemeinsamen<br />
Siegerehrung aller Klassen.<br />
Neben der Auszeichnung<br />
aller Sieger, kommt es zusätzlich<br />
zur Übergabe des Wanderpokals für den besten<br />
Verein. Eine Clubwertung hat es schon früher<br />
gegeben, der „ČUJIĆ-CUP“ wird aber erst seit 2001<br />
verliehen. Die Turnierleitung freut sich, mit dem Gebäudereinigungsdienst<br />
eine so „tolle Verbindung“<br />
zu haben und „nachhaltige Unterstützung“ zu erfahren.<br />
Die Punktewertung sieht wie folgt aus: Für<br />
das Erreichen des Halbfinales gibt es einen Punkt,<br />
für das Finale zwei und für den Sieg drei Punkte.<br />
Erstmals seit 2017 geht dieser<br />
wieder an den TC 1899<br />
Blau-Weiss.<br />
Ein großer Triumph für<br />
alle Nachwuchsspieler des<br />
Vereins. Wichtiger aber noch<br />
als gewinnen ist das faire<br />
Miteinander auf und neben<br />
dem Platz. Hiervon haben<br />
alle Kinder beim Cujic-Cup<br />
profitiert.<br />
Katrin Brewka<br />
Fotos: Claudio Gärtner-tennisphoto.de<br />
Johan Deus<br />
(TC 1899 Blau-Weiss)<br />
Miguel Bretag (Berliner Sport-Verein 1892)<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
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Ç<br />
TVBB-Sport<br />
Malin Groeger<br />
(Tennis-Club Tiergarten)<br />
bett1 juniors<br />
Dritte Auflage mit Rekordteilnahme<br />
Waren es die gelungenen Turniere der Vorjahre oder die Lust in einem der renommiertesten<br />
Tennisclubs der Welt zu spielen oder die Änderungen der Turnierbestimmungen oder alles<br />
zusammen? Insgesamt gab es 95 Anmeldungen für die Einzelwettbewerbe und sogar zwölf Paare<br />
in der Doppelkonkurrenz der Junioren. Fast noch erstaunlicher: nur ein einziger Teilnehmer musste<br />
nach der Meldung absagen, alle anderen Erstrundenansetzungen kamen zur Austragung. Toll!<br />
Alena Pruza (Tempelhofer Tennis-Club)<br />
Ein ganz überwiegend positives Echo, mitunter sogar ungläubiges Staunen,<br />
gab es für die Einführung des ausgespielten dritten Satzes, anstelle des ungeliebten<br />
Match-Tie-Breaks in allen Matches, sogar in den Nebenrunden.<br />
Eine kleine Ausnahme könnten Malin Groeger und Alena Pruza sein, denn<br />
ihr Zweitrundenmatch in der U12 zog sich über vier Stunden hin. Im Match<br />
des Turniers hatte am Ende Malin nach einem 7:6, 5:7, 7:5 die Nase vorne.<br />
Schwer zu sagen war danach, ob die Spielerinnen oder die zuschauenden<br />
Eltern mehr gelitten haben.<br />
Das Angebot der U18-Doppelkonkurrenzen fand ein unterschiedliches<br />
Echo. Während sich das starke Geschlecht hier in Zurückhaltung übte – die<br />
Konkurrenz musste leider entfallen – meldeten sich bei den Junioren zwölf<br />
Paare. Diese waren alle sehr motiviert und boten schon in der ersten Runde<br />
spektakuläre Ballwechsel. Einen Wermutstropfen gab es vor dem Finale,<br />
das aus gesundheitlichen Gründen ausfallen musste. Der Turniersieg ging<br />
dadurch kampflos an die Einheimischen Luca Schiller und Rami Samberg.<br />
Für den Ausrichter LTTC „Rot-Weiß“ sehr erfreulich war der hart erkämpfte<br />
Sieg von Luca Schiller im U18-Einzel gegen den Darmstädter Joshua<br />
Bauer, die Finalteilnahme von Gabriel Rossi in der Altersklasse U16 und<br />
der dritte Platz von Aramis Hatami in der U12. Auch Carla Demmer trat mit<br />
großen Hoffnungen und Chancen auf den Turniersieg an, musste jedoch<br />
gleich am Anfang ihres ersten Matches mit gesundheitlichen Problemen<br />
kämpfen und letztlich aufgeben.<br />
Á propos Darmstadt: eine große Delegation des hessischen TEC Darmstadt<br />
besuchte unser Turnier und war eine beeindruckende Bereicherung.<br />
Nicht nur, weil sie sportlich überzeugten und vor allem die U18 Juniorinnen-Konkurrenz<br />
dominierten, sondern weil sie als sehr faire Sportler und<br />
begeisterte Fans an allen Tagen auf und neben den Plätzen für gute Stimmung<br />
sorgten.<br />
Lutz Müller<br />
Charlotte Von Keussler<br />
(TEC Darmstadt)<br />
Luca Schiller<br />
(LTTC „Rot-Weiß“)<br />
Fotos: Markus Arnold<br />
62<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
TVBB-Sport<br />
Ç<br />
TE U14 TC SCC<br />
Čujić Trophy <strong>2024</strong> geht nach<br />
Deutschland und Polen<br />
In diesem Jahr erstmals als Grade 2 Turnier hochgestuft, erwartete<br />
man bei der Čujić International Junior Trophy der U14er zunächst vor<br />
allem viele Berliner Spieler, die sich mit den internationalen Größen<br />
messen wollen. Doch falsch gedacht.<br />
Obwohl es vor allem bei den Mädchen bei<br />
kleinen Feldern ein Leichtes gewesen<br />
wäre, in das Turnier zu kommen, meldeten<br />
sich insgesamt acht Berliner für das Turnier.<br />
Es ist ein Rätsel, reisen doch vor allem viele Junioren<br />
durch ganz Deutschland zu Ranglistenturnieren,<br />
lassen aber die Möglichkeit aus, sich<br />
gegen die Besten in der eigenen Stadt zu messen.<br />
Enttäuschend, ja fast schon ein Armutszeugnis<br />
für unsere Millionenstadt.<br />
So blieb es bei Raphael Plambeck, Michael<br />
Hotin, Zino Matijevic, Karl Feig, Karl Hentschel,<br />
Finn Fleischfresser, Carla Pansegrau und Felicia<br />
Pronin. Diese konnten teilweise sehr gut mithalten.<br />
Raphael Plambeck vom TC SCC gewann<br />
immerhin zwei Runden.<br />
Im Mädchen-Feld kam die Favoritin aus der<br />
Türkei: Zeniha Cukurluoglu, Nummer 32 der<br />
Welt. In der unteren Hälfte war die ehemalige<br />
stärkste deutsche U12 Juniorin Lilly Greinert<br />
stark einzuschätzen. Beide Spielerinnen kamen<br />
aus dem jüngeren Jahrgang 2011. Zeniha, die<br />
zwar beeindruckendes Tennis spielte, sich aber<br />
nervlich oft nicht im Griff hatte, bekam auf<br />
ihrem Weg ins Finale bereits einige Probleme. So<br />
in der zweiten Runde beim 6:3, 7:5 Erfolg gegen<br />
Julia Debicka (Polen) und im Halbfinale gegen<br />
Ana Chindris (Rumänien) beim 6:4, 7:5. Letztendlich<br />
konnte sie sich aber doch durchsetzen.<br />
Für Lilly Greinert war dagegen im Viertelfinale<br />
gegen Anna Idashevska (Polen) beim 2:6,<br />
4:6 Endstation. Anna, an Nummer 5 gesetzt,<br />
hatte eine Runde zuvor gegen die Tschechin Gabriela<br />
Sulcova ihr Mammutmatch, das sie aber<br />
trotz Tie-Break Verlustes im ersten Satz schließlich<br />
im Gegensatz zu Zeniha durch Ruhe und<br />
Nervenstärke für sich entschied. Im Halbfinale<br />
war Anna beim 6:4, 6:3 zu stark für die Österreicherin<br />
Leonie Schauer, die trotzdem als Nummer<br />
500 der Welt ungesetzt ein tolles Turnier absolvierte.<br />
Und auch im Finale spielte sie zu stark<br />
für Zeniha. Am Ende hieß es recht glatt 6:3, 6:2<br />
für die Siegerin der Cujic-Trophy <strong>2024</strong>, Anna<br />
Idashevska.<br />
Bei den Junioren waren die Nummer vier,<br />
fünf und sieben Deutschlands, Miko Koeppen,<br />
Lorenzo Rauner und Adrian Böhme, angereist,<br />
um den Titel in Deutschland zu halten. Miko,<br />
an eins gesetzt, war favorisiert. An zwei gesetzt,<br />
Ferdinand Grasl aus Österreich. Vor allem bei<br />
den Junioren zeigten sich starke Unterschiede<br />
in der Spielanlage, auch dem geschuldet, wo die<br />
Jungen in ihrer körperlichen Entwicklung aktuell<br />
stehen. Miko zeigte zum Beispiel vor allem eine<br />
beachtliche mentale Stärke und spielte sehr sicher<br />
und geduldig. Dazu als Linkshänder unangenehmer<br />
zu spielen.<br />
In den ersten drei Runden gab er kaum Spiele<br />
ab und wirkte als sichere Bank für das Finale.<br />
Doch einer der sehr starken rumänischen Fraktion,<br />
David Cercel, brachte Miko, der in der Rafael<br />
Nadal Academy lebt und trainiert, in Schwierigkeiten.<br />
Den hart umkämpften Tie-Break des ersten<br />
Satzes konnte Miko aber schließlich mit 8:6<br />
für sich entscheiden und stellte damit die Weichen<br />
in diesem Match und schließlich auch für<br />
das gesamte Turnier auf Sieg.<br />
Der an zwei gesetzte Ferdinand Grasl, Nummer<br />
53 der Welt, spielte in der unteren Hälfte<br />
längst nicht so souverän. Schon die erste Runde<br />
wäre fast die letzte gewesen. Mikolaj Arendt<br />
(Polen), weit hinter ihm in der Weltrangliste platziert,<br />
verlor nur knapp<br />
5:7, 6:1, 4:6. Doch in<br />
der nächsten Runde<br />
war dann Schluss: Stefan<br />
Chindris (Rumänien),<br />
Bruder der bei<br />
den Mädchen stark<br />
aufspielenden Ana<br />
Chindris, gewann 1:6, 7:6, 6:1. Das war dann<br />
auch in der völlig offenen unteren Hälfte die<br />
Standard-Matchlänge. Nahezu jedes Match ging<br />
in den dritten Satz. Zunächst schlug Maksim<br />
Svetlov Stefan Chindris knapp. Dann im Halbfinale<br />
wiederum der nächste Rumäne David<br />
Arcip Maksim 6:3, 3:6 und 6:2.<br />
Im Finale ging es dann aber wieder ganz<br />
schnell in Richtung Miko Koeppen, der nach<br />
knapp über einer Stunde den Titel mit 6:1, 6:0<br />
souverän holen konnte. Übrigens fiel Miko<br />
schon ein Jahr zuvor bei der Čujić Trophy auf,<br />
als er das mit viereinhalb Stunden mit Abstand<br />
längste Match des Turniers bestritt, am Ende<br />
aber im Halbfinale verlor. Dieses Jahr nun der<br />
große Wurf.<br />
Der Doppeltitel in der Jungen-Konkurrenz<br />
ging auch an ein deutsches Duo: Luis Calyn und<br />
Daniel Czarnecki holten den Zweisatz-Sieg. Bei<br />
den Mädchen gewann das schwedisch-rumänische<br />
Duo Alexandra Bigiu und Ana Chindris<br />
ebenfalls in zwei Sätzen.<br />
Insgesamt war es ein großartiges Turnier bei<br />
absolutem Traumwetter, auch dank eines souverän<br />
leitenden Oberschiedsrichters aus Zypern,<br />
Andreas Georgiades, und der großartigen<br />
Unterstützung unseres Partners, der Čujić Gebäudedienste<br />
GmbH. Ein ganz großes Dankeschön<br />
geht an Tanja Čujić, die dieses Turnier erst<br />
möglich gemacht hat, das nun auch den nächsten<br />
Härtetest als Grade 2 Turnier mit Bravour bestanden<br />
hat.<br />
Jens Thron<br />
Fotos: TC SCC<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
63
Ç<br />
TVBB-Sport<br />
Linus Gahlich (TC Frohnau)<br />
10. Internationale Spandauer Jugendmeisterschaften <strong>2024</strong><br />
Ein voller Erfolg mit über<br />
100 Teilnehmern<br />
Nach einer Durststrecke konnte die 10. Ausgabe der Internationalen<br />
Spandauer Jugendmeisterschaften endlich wieder mit über 100<br />
Teilnehmern an den Start gehen. Das Turnier, das traditionell beim<br />
Siemens Tennis Klub Blau Gold in Siemensstadt ausgetragen wird, hat<br />
sich auch in diesem Jahr in der Berliner Jugendtennisszene etabliert.<br />
Insgesamt bot das Turnier spannende Matches. Bei den<br />
Junioren verlief das Turnier jedoch ohne größere Überraschungen<br />
– die Topgesetzten setzten sich durch, und die<br />
Sieger kamen wie so oft aus den vorderen Reihen.<br />
Die Gewinner der 10. Spandauer Jugendmeisterschaften<br />
Luis Wellmann vom LTTC “Rot-Weiß” triumphierte souverän<br />
in der U18-Konkurrenz. Er setzte sich im Finale mit einem klaren<br />
6:3, 6:0 gegen Oliver Cvisic vom TC 1899 Blau-Weiss durch.<br />
Wellmann dominierte das Spiel von Beginn an und ließ seinem<br />
Gegner keine Chance.<br />
Mika Linow (TC Tiergarten) zeigte ein starkes Turnier und<br />
konnte sich im Finale mit 7:5, 7:5 gegen Jorge Tomas Herréra<br />
Sanchez durchsetzen. In einem hart umkämpften Match bewies<br />
Linow seine mentale Stärke und entschied beide Sätze<br />
knapp für sich.<br />
Mika Linow<br />
(TennisClub Tiergarten)<br />
Fotos: Matthias Schulz-tennisphoto.de<br />
64<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
TVBB-Sport<br />
Ç<br />
Oliver Cvisic<br />
(TC 1899 Blau-Weiss)<br />
Sophie Cramer<br />
(TC Blau-Weiß Hohen Neuendorf )<br />
Julius Feldmann vom TTK Sachsenwald holte sich den Titel<br />
in der U14-Kategorie. Er gewann das Endspiel gegen Valentin<br />
Grigorov vom TC 1899 Blau-Weiss mit 6:3, 6:3.<br />
Linus Gahlich vom TC Frohnau sicherte sich den Sieg in der<br />
U12-Kategorie, als Karl Schoenheit vom TC SCC beim Stand<br />
von 6:1 verletzungsbedingt aufgeben musste. Gahlich zeigte<br />
eine beeindruckende Leistung, die auch ohne die Verletzung<br />
seines Gegners wohl zum Sieg gereicht hätte.<br />
Bei den Juniorinnen U18 ging der Titel an Marie Bauer vom<br />
ESV Flügelrad. Sie setzte sich im Finale gegen Sophie Cramer<br />
vom TC Blau-Weiß Hohen Neuendorf mit 6:1, 6:3 durch.<br />
In der U14-Kategorie der Juniorinnen wurde in einem Kästchensystem<br />
gespielt. Am Ende setzte sich Felicia Pronin (TC<br />
SCC) gegen ihre Vereinskollegin Sophia Sagoridou Scholz mit<br />
6:4, 6:2 durch. Pronin zeigte sich im gesamten Turnierverlauf<br />
sehr konstant und verdiente sich den Titel.<br />
Jumo Lewernz vom TC 1899 Blau-Weiss sicherte sich den<br />
Titel bei den Juniorinnen U12. In einem spannenden Finale gewann<br />
sie mit 6:3, 7:6 gegen Alena Pruza vom Tempelhofer TC.<br />
Besonders der zweite Satz war hart umkämpft, doch Lewernz<br />
bewies Nervenstärke und sicherte sich den Sieg im Tiebreak.<br />
Ein Jubiläumsturnier mit besonderem Flair<br />
Die 10. Internationalen Spandauer Jugendmeisterschaften<br />
haben einmal mehr gezeigt, wie hoch das Niveau im Berliner<br />
Jugendtennis ist. Der Siemens Tennis Klub Blau Gold, der das<br />
Turnier nun schon zum zehnten Mal ausrichtete, bot den jungen<br />
Talenten erneut eine erstklassige Plattform, um sich zu<br />
messen und wichtige Wettkampferfahrung zu sammeln.<br />
Mit über 100 Teilnehmern war das Turnier ein voller Erfolg<br />
und lässt auf weitere spannende Turniere in den kommenden<br />
Jahren hoffen.<br />
Pia Schwarze<br />
Fotos: Matthias Schulz-tennisphoto.de<br />
Jorge Tomas Herrera Sanchez<br />
(HTV Hannover)<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
65
Ç<br />
International<br />
US Open <strong>2024</strong><br />
Jannik Sinner und Aryna Sabalenka nicht zu schlagen<br />
Erstmals konnte mit Jannik Sinner ein Italiener den Titel bei den US Open in New York erringen. Der an Nummer eins<br />
gesetzte Südtiroler wurde seiner Favoritenrolle gerecht, ließ der Konkurrenz keine Chance und gab im Lauf des Turniers<br />
lediglich zwei Sätze ab. In der Damenkonkurrenz blieb die an Nummer zwei eingestufte Belarussin Aryna Sabalenka<br />
ebenfalls ungefährdet und sicherte sich damit ihren dritten Grand Slam-Titel.<br />
Im Herrenwettbewerb war Jannik Sinner das Maß aller Dinge.<br />
In den ersten vier Runden gab er lediglich gegen den US-Amerikaner<br />
Mackenzie McDonald und den Russen Daniil Medvedev<br />
einen Satz ab und ließ sich im Halbfinale vom bis dahin stark<br />
aufspielenden Briten Jack Draper beim 7:5, 7:6(3), 6:2 nicht<br />
überraschen. Im anderen Halbfinale standen sich die beiden<br />
US-Amerikaner Taylor Fritz und Frances Tiafoe gegenüber. In<br />
einer hart umkämpften Partie behielt schließlich Fritz mit 4:6,<br />
7:5, 4:6, 6:4, 6:1 die Oberhand. Doch auch er konnte im Finale<br />
den Siegeszug des Weltranglistenersten Sinner nicht stoppen<br />
und unterlag mit 3:6, 4:6, 5:7. Der 23-jährige Italiener durfte<br />
damit nach den Australian Open seinen zweiten Grand-Slam-<br />
Titel feiern und 3,6 Millionen $ Preisgeld mit nach Hause nehmen.<br />
Die zum Favoritenkreis zählenden Carlos Alcaraz (Spanien)<br />
und Novak Djokovic (Serbien) schieden bereits in Runde<br />
drei aus. Im übrigen wurde bei den Herren auch noch ein neuer<br />
Rekord aufgestellt, denn die Erstrundenpartie zwischen dem<br />
Briten Dan Evans und Karen Khachanov aus Russland dauerte<br />
5 Stunden und 35 Minuten. Am Ende siegte Evans mit 6:7, 7:6,<br />
7:6, 4:6, 6:4.<br />
Ähnlich überlegen zeigte sich Aryna Sabalenka in der<br />
Damenkonkurrenz. Die gebürtige 26-jährige Minskerin musste<br />
bis zur Vorschlussrunde nur einen Satz abgeben und schlug<br />
dann Emma Navarro (USA) mit 6:3, 7:6. Jessica Pegula gelang es<br />
im Viertelfinale die topgesetzte Iga Swiatek (Polen) mit 6:2, 6:4<br />
auszuschalten. In der Runde der letzten vier hatte die US-Amerikanerin<br />
hart zu kämpfen, ehe der 1:6, 6:4, 6:2-Erfolg gegen die<br />
ungesetzte Tschechin Karolina Muchova feststand. Das Endspiel<br />
verlief sehr ausgeglichen. Am Ende setzte sich Sabalenka<br />
mit 7:5, 7:5 durch und holte damit wie auch Jannik Sinner<br />
ihren zweiten Grand Slam-Titel in diesem Jahr nach den Australian<br />
Open. Sabalenka kassierte für den Gesamtsieg ebenfalls<br />
3,6 Millionen $. Titelverteidigerin Coco Gauff (USA) musste bereits<br />
in der 4. Runde gegen ihre Landsfrau Emma Navarro die<br />
Segel streichen.<br />
Zverev scheidet im Viertelfinale aus<br />
Der an Nummer 4 eingestufte Alexander Zverev spielte sich bis<br />
ins Viertelfinale durch. Zuerst bezwang er Landsmann Maximilian<br />
Marterer in vier Sätzen. Es folgte ein sicherer Dreisatzerfolg<br />
gegen den Franzosen Alexandre Müller. Gegen den Argentinier<br />
Tomas Martin Etcheverry setzte sich der Deutsche dann mit 5:7,<br />
7:5, 6:1, 6:3 durch. Nach Startschwierigkeiten gewann er im<br />
Achtelfinale gegen Brandon Nakashima aus den USA mit 3:6,<br />
6:1, 6:2, 6:2. Gegen die Nummer 12 der Setzliste Taylor Fritz war<br />
schließlich im Viertelfinale beim 6:7, 6:3, 4:6, 6:7 Endstation.<br />
Von den übrigen deutschen Akteuren schaffte es keiner in die<br />
zweite Runde. Neben Maximilian Marterer scheiterten auch<br />
Dominik Koepfer, Daniel Altmaier und Jan-Lennard Struff in<br />
Runde eins. Außerdem blieben Henri Squire, Yannik Hanfmann<br />
und Rudolf Molleker in der ersten Qualifikationsrunde hängen.<br />
Bei den Damen gelang es lediglich Jule Niemeier zwei Runden<br />
zu überstehen. Die 25-Jährige schaltete zum Auftakt die<br />
Alexander Zverev<br />
Fotos: Jürgen Hasenkopf<br />
66<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
International<br />
Ç<br />
Jannik Sinner<br />
an Nummer 32 gesetzte Ukrainerin Dajana Yastremska mit<br />
6:4, 6:7, 6:4 aus und bezwang anschließend Moyuka Uchijima<br />
aus Japan mit 6:4, 6:0. Gegen die Chinesin Qinwen Zheng kam<br />
dann mit 2:6, 1:6 das Aus. Tatjana Maria kam bis in die zweite<br />
Runde, musste sich anschließend aber Vorjahressiegerin Coco<br />
Gauff mit 4:6, 0:6 geschlagen geben. Eva Lys überstand alle<br />
drei Qualifikationsrunden, ehe in der ersten Hauptrunde die<br />
Reise beendet war. Tamara Korpatsch und Laura Siegemund<br />
blieben ebenfalls in der Auftaktrunde hängen. In der Qualifikation<br />
schließlich scheiterte Mona Barthel in Runde eins, während<br />
Nastasja Schunk und Ella Seidel zumindest eine Runde<br />
weiterkamen.<br />
Kevin Krawietz / Tim Pütz und Julia Stusek im Finale<br />
Erfreulich aus deutscher Sicht verlief das Herren-Doppel. Die an<br />
Nummer 10 eingestuften Kevin Krawietz und Tim Pütz schalteten<br />
im Achtelfinale die Australian und French Open-Finalisten<br />
Andrea Vavassori / Simone Bolelli aus Italien mit 6:4, 3:6,<br />
7:6(4) aus. Im Halbfinale bezwangen sie die an vier gesetzten<br />
French Open-Sieger Marcelo Arevalo / Mate Pavic (El Salvador<br />
/ Kroatien) mit 6:3, 6:7, 6:4. Erst im Finale wurden die beiden<br />
Aryna Sabalenka<br />
deutschen Doppelspezialisten von den Wimbledonfinalisten<br />
Max Purcell und Jordan Thompson (Australien) mit 6:4, 7:6(4)<br />
gestoppt. In der Damenkonkurrenz schied Laura Siegemund<br />
mit ihrer brasilianischen Partnerin Beatriz Haddad Maia im<br />
Achtelfinale aus. Den Titel sicherten sich die auf Position sieben<br />
gesetzten Ljudmyla Kichenuk / Jelena Ostapenko (Ukraine<br />
/ Lettland).<br />
In den Einzelwettbewerben der Juniorinnen und Junioren<br />
wurden aus deutscher Sicht keine Bäume ausgerissen. Bei den<br />
Mädchen scheiterten die Berlinerin Sonja Zhenikhova und Julia<br />
Stusek bereits in der ersten Runde. Nicht viel besser erging es<br />
den Junioren. So war für Mika Petkovic in der ersten und Max<br />
Schoenhaus in der zweiten Runde die Konkurrenz beendet.<br />
Deutlich erfolgreicher lief es in den Doppelwettbewerben. Bei<br />
den Junioren kam Max Schoenhaus mit seinem Partner Alexander<br />
Razghi (USA) bis ins Viertelfinale. Noch weiter, nämlich<br />
bis ins Endspiel, schaffte es Julia Stusek zusammen mit ihrer<br />
tschechischen Partnerin Julie Pastikova. Gegen Malak El Allami<br />
/ Emily Sartz-Lunde (Marokko/ Norwegen) wurde dann<br />
beim 2:6, 6:4, 6:10 der Titel nur ganz knapp verpasst.<br />
Zusammenfassung: Michael Matthess<br />
Fotos: Jürgen Hasenkopf<br />
Julia Stusek<br />
Kevin Krawietz und Tim Pütz<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
67
Ç<br />
International<br />
Hamburg Open ATP 500<br />
Arthur Fils gewinnt Hamburg Open:<br />
„Bestes Spiel meiner Karriere“<br />
Arthur Fils hat die Hamburg Open <strong>2024</strong> gewonnen. Das französische Toptalent besiegte<br />
Titelverteidiger Alexander Zverev in einem der besten ATP-Finals des Jahres nach 3:33<br />
Stunden mit 6:3, 3:6, 7:6(1). Fils sicherte sich seinen zweiten ATP-Titel nach Lyon 2023. Der<br />
Sieg beim ATP-500-Event ist der größte Titel in seiner noch jungen Karriere.<br />
Zeitgleich war das Finale am Sonntag vor ausverkauftem<br />
Haus (insgesamt strömten 75.000 Zuschauer in dieser<br />
Woche zu den Hamburg Open) auf dem Centre Court<br />
am Rothenbaum eines der längsten ATP-Finals im „Best-of-<br />
Three“-Modus. Den Rekord halten Novak Djokovic und Carlos<br />
Alcaraz beim Finale in Cincinnati 2023 (3:49 Stunden).<br />
Fils, der bei der Siegerehrung noch sichtlich überfordert<br />
wirkte nach der Anstrengung und dem Erfolg, sagte: „Das war<br />
das beste Match meiner Karriere oder zumindest eines der besten.<br />
Ein toughes Match, das mir auch für meine Karriere geholfen<br />
hätte, wenn ich verloren hätte.“<br />
Knackpunkt in diesem Marathon-Match, da waren sich<br />
beide Protagonisten einig, waren die 21 von 22 vergebenen<br />
Breakchancen Zverevs. Der Titelverteidiger sagte in seiner<br />
Presserunde trocken: „Nur einen von 22 Breakbällen zu nutzen,<br />
hilft nicht sonderlich.“<br />
Fils erklärte: „Ich hab bei einigen gut serviert, bei einigen<br />
habe ich gute Ballwechsel gespielt. Andere Bälle hat er verhauen.<br />
Ich weiß auch nicht. Ich habe einfach mein Bestes gegeben.<br />
Dann habe ich die Anzahl und das Resultat gesehen<br />
und hatte heute ein bisschen Glück damit.“<br />
Große Zuneigung und Verständnis hatte Fils für das Hamburger<br />
Publikum: „Überall wo ich bin, habe ich ein gutes Verhältnis<br />
mit den Zuschauern. Das hatte ich diese Woche hier<br />
auch. Aber ich habe hier heute gegen den deutschen Superstar<br />
gespielt. Da ist es ja völlig normal, dass das Publikum für ihn<br />
Fotos: Matthias Schulz-tennisphoto.de<br />
68<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
International<br />
Ç<br />
Arthur Fils<br />
Alexander Zverev<br />
Fotos: Matthias Schulz-tennisphoto.de<br />
ist. Das gibt mir aber auch Extra-Motivation. Ich liebe Hamburg<br />
und hoffe, zurückzukommen.“<br />
Fils habe vor den Olympischen Spielen eigentlich Urlaub am<br />
Strand machen wollen, wurde dann von seinem Coach überredet<br />
und hat nun den größten Titel seiner Karriere auf der<br />
Habenseite.<br />
Zverev gab derweil gesundheitlich Entwarnung: „Mein<br />
Zuckerspiegel war zu niedrig im ersten Satz. Mir war schwindelig.<br />
In der Kombination mit der Hitze hatte ich das Gefühl, dass<br />
ich mich übergeben muss. Ich konnte das dann regulieren und<br />
habe Elektrolyte erhalten - dann war es ok.“<br />
Zverev gab zudem zu, dass sein Gegner im Tiebreak „alles“<br />
besser gemacht habe als er selbst.<br />
Fils’ Sieg über Zverev ist auch von der Rankingposition mit<br />
sein größter Erfolg. Vergangenes Jahr am Rothenbaum besiegte<br />
er die damalige Nummer 4 der Welt, Casper Ruud. Zverev<br />
ist momentan ebenfalls die Nummer 4 der Weltrangliste.<br />
Fils darf sich über 500 Punkte für die Weltrangliste freuen<br />
und kassiert für den Turniersieg zudem 353.750,– €. Dieser<br />
spült den Franzosen auf ein neues Karrierehoch - erstmals belegt<br />
er Rang 20.<br />
Klaus Bellstedt<br />
Kevin Krawietz und Tim Pütz<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
69
Ç<br />
International<br />
ECE Ladies Hamburg Open<br />
Anna Bondar gelingt „Doppel-Triumph“<br />
Die große Triumphatorin der ECE Ladies Hamburg Open <strong>2024</strong> heißt Anna Bondar! Die<br />
Ungarin gewann bei dem WTA-125er-Turnier im traditionsreichen Tennisstadion am<br />
Rothenbaum vor rund 2000 Zuschauern sowohl im Einzel als auch im Doppel. Nach<br />
ihrem überzeugenden 6:4, 6:2-Erfolg über Vorjahressiegerin Arantxa Rus im Endspiel<br />
der Einzelkonkurrenz gewann sie im Doppel an der Seite ihrer Partnerin Kimberley<br />
Zimmermann (Belgien) gegen Arantxa Rus (Niederlande) und die Serbin Nina Stojanovic<br />
5:7, 6:3 und 11:9.<br />
Im Einzelfinale legte Anna Bondar eine taktische Meisterleistung<br />
hin, agierte sehr geschickt gegen das offensive Spiel<br />
der niederländischen Titelverteidigerin und war vor allem die<br />
bessere Returnspielerin. Mit dem 6:4 im ersten Durchgang<br />
nahm sie Rus den ersten Satz in der gesamten Turnierwoche<br />
ab und war auch in der Folge die bessere Spielerin. Bondar<br />
wirkte vor allem mental extrem stark, ließ im zweiten Satz<br />
keine einzige Breakchance mehr zu und verwandelte nach<br />
97 Minuten ihren ersten Matchball zum 6:4 und 6:2. Für die<br />
Ungarin war es der zweite WTA-Turniersieg in ihrer Karriere.<br />
Ihren ersten Titel gewann sie im Jahr 2021 beim WTA-125er-<br />
Turnier in Buenos Aires. Erst in der vergangenen Woche hatte<br />
sie beim ITF-Turnier in Hechingen triumphiert. Damit hat sie<br />
ihre letzten zehn Einzel-Matches auf der Tour allesamt gewonnen.<br />
In Hamburg war zum ersten Mal der ehemalige<br />
ungarische ATP-Spieler Peter Nagy als Trainer an ihrer Seite.<br />
Für den Triumph am Rothenbaum erhielt Bondar ein Preisgeld<br />
in Höhe von 13.040,– €. In der Weltrangliste verbesserte<br />
sie sich auf Platz 78.<br />
Nach ihrem Erfolg im Einzel wollte sie nun unbedingt<br />
auch im Doppel die Siegerinnentrophäe mit nach Hause nehmen.<br />
Zusammen mit ihrer Partnerin und guten Freundin Kimberley<br />
Zimmermann mobilisierte sie nach verlorenem ersten<br />
Satz nochmal alle Kräfte, schaffte den Satzausgleich und<br />
wehrte im Match-Tie-Break zwei Matchbälle ab. Am Ende bejubelten<br />
Bondar / Zimmermann nach 1:46 Stunden einen 5:7,<br />
6:3, 11:9-Erfolg gegen Rus / Stojanovic. Es war ein packendes<br />
Finale einer abwechslungsreichen, spannenden und sportlich<br />
hochklassigen Turnierwoche.<br />
Fotos: Valeria Witters<br />
70<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
International<br />
Ç<br />
Die ungarische Siegerin Anna Bondar<br />
Arantxa Rus beim Selfie mit Fans<br />
Fotos: Valeria Witters<br />
Stimmen vom Rothenbaum:<br />
D Arantxa Rus: „Ich habe es wirklich genossen. Letztes Jahr<br />
und auch diesmal durfte ich jeweils eine ganze Woche hier<br />
sein und das Turnier ist einfach sehr schön.“<br />
D Anna Bondar: „Ich war zum ersten Mal bei diesem<br />
Turnier am Start und ich habe mich von Anfang an sehr<br />
willkommen gefühlt. Ich bin sehr glücklich, dass ich hier<br />
meinen zweiten WTA-Titel gewinnen konnte. Es war ein<br />
hartes Match und auch eine anstrengende Woche. Danke<br />
an alle Fans, die uns so sehr angefeuert haben.“<br />
D Dr. Franziska Kriener (Vertreterin der Behörde für Inneres &<br />
Sport der Freien und Hansestadt Hamburg): „Frauensport<br />
ist eine ganz große und wichtige Sache und deshalb ist<br />
es so wichtig, dass das Turnier in diesem Jahr stattfand.<br />
Es freut mich, dass wir als Active City Teil davon sind<br />
und dass wir das auch im nächsten Jahr gemeinsam<br />
weiterverfolgen.“<br />
D Alexander Otto (CEO der ECE Group): „Anna und Arantxa<br />
haben fantastisch gespielt und beide hatten eine sehr gute<br />
Turnierwoche hier. Es ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass<br />
das Turnier auch in diesem Jahr organisiert wurde, auch<br />
in einem Olympiajahr. Nächstes Jahr kommt auch wieder<br />
das 250er-Turnier hier nach Hamburg. Ich finde es super<br />
toll, dass du, liebe Sandra, das Turnier hier in die Hand<br />
genommen hast.“<br />
Durchweg positive Turnierbilanz: „Wir wollen<br />
Damentennis in Hamburg etablieren“<br />
Turnierdirektorin Sandra Reichel hat am Finaltag der ECE Ladies<br />
Hamburg Open auf eine ereignisreiche Turnierwoche<br />
mit insgesamt rund 8.000 Tennisfans, die an den Rothenbaum<br />
pilgerten, zurückgeblickt und bereits eine kleine Bilanz<br />
gezogen: „Es war unheimlich wichtig, dass wir in diesem Jahr<br />
doch noch ein Damenturnier am Rothenbaum ausrichten<br />
konnten. Dies ist nicht nur ein Signal der Verlässlichkeit an die<br />
Spielerinnen und unsere treuen Fans, sondern auch ein Vertrauensbeweis<br />
für unsere Partner. Wir haben erneut ein klares<br />
Zeichen für den Frauensport gesetzt und gezeigt, dass wir<br />
alle gemeinsam Damentennis in Hamburg etablieren wollen.<br />
In dieser Woche haben wir gerade den Spielerinnen aus<br />
der Region und dem eigenen Nachwuchs eine große Bühne<br />
bereitet. Insgesamt waren zehn deutsche Spielerinnen im<br />
Hauptfeld am Start. Natürlich gilt ein großer Dank allen Partnern<br />
und Unterstützern, vor allem unserem Titelsponsor der<br />
ECE Group mit Alexander Otto, der Freien und Hansestadt<br />
Hamburg mit Innen- und Sportsenator Andy Grote, die maßgeblich<br />
daran beteiligt waren, dass wir dieses Turnier durchführen<br />
konnten. Besonders gefreut hat mich, dass auch unsere<br />
Inklusionstage und der ECE Kids Cup eine Fortsetzung<br />
gefunden haben. Unser Einsatz hat sich wirklich gelohnt.<br />
Ich glaube, dass wir auch als Team noch enger zusammengewachsen<br />
sind“, sagte Reichel und blickte sogleich voraus.<br />
„Ich freue mich schon jetzt darauf, dass wir uns im kommenden<br />
Sommer alle wieder sehen, dann spielen wir vom 13. bis<br />
zum 20. Juli 2025 wieder unser WTA-250er-Turnier.“<br />
Marcel Meinert<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
71
Ç<br />
International<br />
European Summer Cups<br />
U16-Junioren<br />
gewinnen Team-EM<br />
Mitte August sind die European Summer<br />
Cups, die Europameisterschaften für<br />
Jugendnationalmannschaften, zu Ende gegangen.<br />
In allen vier Altersklassen (U12, U14, U16, U18)<br />
haben DTB-Teams aufgeschlagen. Dabei sicherten<br />
sich die U16-Junioren erstmals seit 2015 den<br />
Europameistertitel.<br />
Diego Dedura-Palomero, Niels McDonald und Oliver<br />
Majdandzic haben diesen Sommer im DTB-Dress besonders<br />
überzeugt. Beim European Summer Cup gewann<br />
das Team von Philipp Petzschner und Björn Simon alle<br />
sechs Begegnungen und verlor dabei nur ein einziges Match.<br />
Auch das Duell um den EM-Titel dominierte die deutsche Auswahl<br />
deutlich und setzte sich im Finale mit 3:0 gegen Portugal<br />
durch.<br />
Zuletzt holte eine deutsche U16-Nationalmannschaft vor<br />
neun Jahren den EM-Titel bei den Junioren. Damals vertraten<br />
Marvin Möller, Nicola Kuhn und Maximilian Todorov die deutschen<br />
Farben.<br />
Angefangen hatte die Reise für Dedura-Palomero, McDonald<br />
und Majdandzic mit einem Heimspiel in Hamburg. Am<br />
Rande des ATP-500-Turniers wurde die Qualifikationsrunde<br />
des Summer Cups vom DTB ausgetragen – was für volle Ränge<br />
und eine besondere Atmosphäre am Hamburger Rothenbaum<br />
sorgte.<br />
Den parallel stattfindenden Wettbewerb für die Juniorinnen<br />
beendete das deutsche Team um Julia Stusek, Sonja Zhenikhova<br />
und Mariella Thamm, unter der Leitung von DTB-Bundestrainerin<br />
Jasmin Wöhr, auf Platz 4. Die DTB-Auswahl hatte im<br />
Halbfinale (gegen Großbritannien) und<br />
im Spiel um Platz 3 (gegen Tschechien)<br />
zwei Mal im entscheidenden Doppel<br />
das Nachsehen und verpasste dadurch<br />
einen Platz auf dem Siegertreppchen<br />
nur knapp.<br />
Mit diesen besonderen Leistungen<br />
haben sich die U16-Nationalmannschaften<br />
für den Junior Davis Cup und<br />
Junior Billie Jean King Cup qualifiziert.<br />
Die Wettbewerbe finden vom 11. bis 17.<br />
November in Antalya / Türkei statt. Die<br />
deutschen Teams spielen dabei mit 15<br />
anderen Nationen um den wichtigsten<br />
Mannschaftstitel im Juniorentennis.<br />
„Den EM-Titel haben sich die Junioren<br />
wirklich verdient. Sie haben in diesem<br />
Sommer gezeigt, dass sie Europas<br />
beste Mannschaft in dieser Altersklasse sind. Auch die Juniorinnen<br />
haben stark gespielt und leider zwei Mal unglücklich<br />
verloren“, so Veronika Rücker, DTB-Vorstand Sport: „Ich bin mir<br />
sicher, dass beide Teams in Antalya ihre Stärke zum Einsatz<br />
bringen werden.“<br />
Drei weitere Mannschaften unter<br />
den Top-8-Teams in Europa<br />
In den Altersklassen U12, U14 und U18 waren fünf weitere DTB-<br />
Teams im Einsatz. Drei Mannschaften qualifizierten sich dabei<br />
für die Finals und konnten einen Platz unter den besten acht<br />
Teams in Europa belegen (U12 Juniorinnen, U14 Juniorinnen,<br />
U18 Junioren). Mit Platz 3 erreichten die U14-Mädchen um Viktorija<br />
Cesonyte, Ida Wobker und Tina Manescu dabei die beste<br />
Platzierung.<br />
„Das waren tolle Wochen für den deutschen Tennisnachwuchs,<br />
der sich bei den European Summer Cups jährlich mit<br />
den besten Teams Europas misst. Wir sind sehr zufrieden mit<br />
den Leistungen unserer Mannschaften. Die deutschen Talente<br />
haben ihr Können im europäischen Vergleich eindrucksvoll<br />
unter Beweis gestellt“, lautet das positive Fazit von Rücker.<br />
DTB<br />
Die U14-Mädchen um Viktorija Cesonyte,<br />
Ida Wobker und Tina Manescu<br />
Fotos: DTB<br />
72<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
International<br />
Ç<br />
Paralympics Paris <strong>2024</strong><br />
Rollstuhltennis: Katharina Krüger<br />
chancenlos gegen die Weltranglistenerste<br />
Für Katharina Krüger, Deutschlands einzige Rollstuhltennis-Spielerin bei den Paralympics in Paris,<br />
endeten die Spiele bereits nach der ersten Runde. Gegen die übermächtige Weltranglistenerste und<br />
klare Favoritin Diede de Groot musste sich die gebürtige Berlinerin mit 1:6 und 0:6 geschlagen geben.<br />
Fotos: Matthias Schulz-tennisphoto.de<br />
Diede de Groot aus den Niederlanden<br />
ist die unangefochtene<br />
Nummer eins im Rollstuhltennis<br />
– und bei den Paralympics in Paris eine<br />
Nummer zu groß für Katharina Krüger,<br />
die einzige Deutsche im Teilnehmerfeld.<br />
Die 27-jährige Weltranglistenerste,<br />
die mit 23 Titeln bei Grand-Slam-Turnieren<br />
Rekordsiegerin ist und die vergangenen<br />
15 allesamt gewonnen hat,<br />
blieb zwischen Januar 2021 und Mai<br />
<strong>2024</strong> in mehr als 140 Spielen in Serie ungeschlagen.<br />
Im Damen-Einzel setzte sie<br />
sich souverän mit 6:1, 6:0 gegen Krüger durch.<br />
Auf der roten Asche des Court Suzanne Lenglen in Roland<br />
Garros gelang Krüger ein Traumstart. Der Top-Favoritin nahm<br />
sie im ersten Satz gleich den ersten Aufschlag zum 1:0 ab. Die<br />
Berlinerin beeindruckte vor allem mit ihrer kraftvollen Vorhand.<br />
Die DBS-Athletin führte kurz darauf<br />
sogar mit 40:0 und hatte mehrere<br />
Gelegenheiten, auf 2:0 davonzuziehen<br />
– doch dann kam de<br />
Groot so richtig in Fahrt. „Diede<br />
startete nervös, während ich<br />
mutig begonnen habe, aber dann<br />
hat sie ihren Rhythmus gefunden.<br />
Ich wusste, auf wen ich treffe. Man<br />
hat das Gefühl, dass man bei ihr<br />
mehr machen muss als sonst. “<br />
Immer wieder fand de Groot<br />
auf Krügers teils riskante Vorhandschläge<br />
eine passende, für<br />
viele Zuschauer unglaubliche<br />
Antwort. Beim zwischenzeitlichen<br />
3:1 drängte Krüger sie erneut<br />
mit ihrer Vorhand in die Ecke,<br />
doch die Medaillenkandidatin<br />
„<br />
Die Atmosphäre war unglaublich, weil alle<br />
Zuschauer wirklich interessiert sind. Das<br />
ist ganz anders als bei den Grand Slams, wo<br />
Rollstuhltennis oft nur nebenher läuft.“<br />
Katharina Krüger<br />
aus den Niederlanden konterte diesen Schlag mit einer perfekten<br />
Rückhand. Die Zuschauer auf den Rängen quittierten diesen<br />
Schlag mit tosendem Beifall. De Groot dominierte die Begegnung<br />
nach Belieben, zog auf 5:1 davon und verwandelte<br />
den zweiten Satzball zum 6:1. „Ich habe die Bälle gut aufgebaut<br />
und war in vielen Punkten drin – und dann schlägt sie ganz<br />
anders als erwartet“, resümiert Krüger. „Dann stand ich nicht<br />
mehr gut, konnte sie nicht mehr unter Druck setzen. Und sie<br />
hat dadurch die Initiative ergriffen und die Punkte gemacht. “<br />
Im zweiten Durchgang versuchte die in der Weltrangliste<br />
auf Rang 27 platzierte Krüger noch einmal das Ruder herumzureißen.<br />
Doch de Groot bewies an diesem Tag einmal mehr,<br />
warum sie derzeit das Nonplusultra im Rollstuhltennis ist – und<br />
das, obwohl ihr mehr Doppelfehler unterliefen als Krüger (7:5).<br />
Wie schon im ersten Satz wusste die Niederländerin, wie<br />
sie sich aus den Drucksituationen befreien musste. Mehrfach<br />
wollten die zahlreichen Zuschauer im Court Suzanne Lenglen<br />
in Roland Garros Krüger bereits für einen Punkt applaudieren,<br />
doch dann schlug die 27-Jährige<br />
zurück. Besonders beeindruckend<br />
ist die Zahl der Service Winners -<br />
hierbei handelt es sich um einen<br />
Aufschlag, bei dem der Gegenspieler<br />
keine Möglichkeit mehr<br />
hat, den Ball regelkonform zurückzuspielen.<br />
De Groot zählte nach<br />
Spielende insgesamt 29 Service<br />
Winners – zum Vergleich: Krüger<br />
gelangen fünf. Nach 48 Minuten<br />
verwandelte de Groot ihren<br />
zweiten Matchball. „Wir hatten<br />
einen einjährigen Qualifikationszeitraum.<br />
Das geschafft zu haben,<br />
macht mich stolz, ebenso, dass es<br />
mit meinen 34 Jahren die fünften<br />
Paralympics gewesen sind. “<br />
DBS / Claudio Gärtner<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong><br />
73
Ç<br />
TVBB-Intern<br />
Aus dem Netz gefischt<br />
74<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
Aus dem Netz gefischt<br />
TVBB-Intern Ç<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong> 75
Ç<br />
TVBB-Intern<br />
In eigener Sache<br />
Das erste Jahr in neuer Redaktionszusammensetzung<br />
<strong>2024</strong> hat viele Neuerungen und Veränderungen gebracht. Auch für das <strong>matchball</strong>. Die ersten Monate in neuer<br />
Redaktionszusammensetzung liegen nun hinter uns, und Sie halten die letzte Ausgabe dieses Jahres in Ihren<br />
Händen. Wir hoffen sehr, dass Ihnen die zurückliegenden Ausgaben des <strong>matchball</strong> gefallen haben.<br />
Vielleicht haben Sie sich auf einem Foto wiedergefunden<br />
oder Ihren Namen in den Turnierberichten<br />
entdeckt. Für das kommende Jahr beginnen<br />
wir bereits jetzt mit den Planungen. Der<br />
Turnierplan muss gesichtet, die Auswahl der Turniere<br />
und Veranstaltungen getroffen und die Autoren<br />
sowie Fotografen gebucht werden. Wir<br />
möchten zukünftig weiterhin auf ausdrucksstarke<br />
Fotos setzen und diese in ihrer vollen Wirkung entfalten<br />
lassen. Unser engagiertes Fotografenteam,<br />
bestehend aus Nicola Sophia Trenner, Harald Almonat, Markus<br />
Arnold und Claudio Gärtner, steht uns hierbei hierfür zur Verfügung.<br />
Dieses Team hat große Freude daran, den Tennissport<br />
kreativ in Szene zu setzen. Sie verbringen mehrere Stunden bei<br />
den Turnieren und Events, um erfrischende Fotos für das Tennis-<br />
Magazin für Berlin und Brandenburg zu erstellen.<br />
Da wir nicht nur eine Bildersammlung herausbringen möchten,<br />
gehören auch Berichte dazu, die den Lesern ein lebendiges<br />
Bild des Turnierverlaufs vermitteln. Spieler-Portraits wie die "Berliner<br />
Spitzen" sind ebenfalls Teil des Repertoires unserer Stamm-<br />
Autoren Klaus Weise, Michael Matthess, Dr. Klaus-Peter Walter,<br />
Linda Fritschken und der neu hinzugekommenen Katrin Brewka.<br />
Natürlich bereichern wir unsere Beiträge auch immer wieder mit<br />
verschiedenen Gast-Autoren.<br />
An dieser Stelle möchte ich mich persönlich bei Bernd Prawitz<br />
bedanken, der über viele Jahre hinweg das <strong>matchball</strong> vom<br />
TVBB zu einem herausragenden Tennis-Magazin entwickelt<br />
und redaktionell verantwortet hat. Nach seinem gesundheitsbedingten<br />
Ausstieg wurde der "Staffelstab" an den Autoren dieses<br />
Textes übergeben. Nach nun vier Ausgaben in dieser neuen<br />
redaktionellen Zusammensetzung werden wir weiterhin bemüht<br />
sein, großartige Magazine zu erstellen. Wir sind auch ein wenig<br />
stolz darauf, dass die Verbandszeitschrift in gedruckter Form eine<br />
der wenigen in den Landesverbänden des DTBs ist. Das positive<br />
Feedback, das wir erhalten, bestätigt uns, dass wir die richtige<br />
Entscheidung getroffen haben.<br />
Nun fragen Sie sich sicherlich, ob eine Online-Ausgabe nicht<br />
ausreichen würde, da mit der Produktion doch einige Kosten verbunden<br />
sind. Würde der TVBB keine Magazine an die Tennisvereine<br />
versenden, würden lediglich die Druckkosten eingespart<br />
werden. Autoren- und Fotografen-Honorare blieben unverändert,<br />
ebenso wie die Kosten für die Gestaltung des <strong>matchball</strong>.<br />
In dieser Hinsicht arbeiten wir kreativ mit Oliver Maas zusammen<br />
und haben gemeinsam mit ihm einen effizienten Workflow<br />
entwickelt. Wir freuen uns jedes Mal, wenn nach dem Korrekturdurchgang<br />
die ersten Seiten zur Ansicht vorgelegt werden und<br />
wir am Ende ein großartiges Tennis-Magazin in unseren Händen<br />
halten können. So wie auch alle Tennisfreunde, denen das neue<br />
Heft in den Tennisvereinen entgegen lächelt und zum Schmökern<br />
einlädt.<br />
Die Kehrseite der Medaille ist, dass wir manchmal in der Redaktion<br />
darauf angesprochen werden, warum dieses oder jenes<br />
Cover gewählt wurde und nicht eines von unseren regionalen<br />
Turnieren. Oder warum über das ein oder andere Turnier nicht<br />
berichtet wird. Alle Ausrichter in Berlin und Brandenburg leisten<br />
bei ihren Veranstaltungen großartige Arbeit. Aufgrund der enormen<br />
Vielzahl der Turniere müssen wir jedoch Prioritäten setzen.<br />
Damit wir mit Ihnen in eine gute Kommunikation treten können,<br />
haben wir als Redaktion des <strong>matchball</strong> eine eigene Webseite<br />
erstellt. Hier finden Sie neben dem Redaktionsplan auch Informationen<br />
zu den geplanten Einsätzen. Vor allem aber haben<br />
auch Sie die Möglichkeit, uns mit News und Meldungen aus<br />
Ihrem Verein zu versorgen. Ein Bild, eine Kurznachricht – alles,<br />
was auf unsere Newsseite im <strong>matchball</strong> gesetzt werden kann.<br />
Nutzen Sie diese Gelegenheit und geben Sie der Redaktion Input<br />
für die nächsten Ausgaben.<br />
Wir wünschen allen Tennisspielern und Tennisfreunden eine<br />
verletzungsfreie Wintersaison und freuen uns darauf, Ihnen bei<br />
einem der nächsten Turniere über den Weg zu laufen.<br />
Claudio Gärtner<br />
Redaktionstermine 2025<br />
<strong>matchball</strong> 1-2025<br />
Redaktionsschluss: 17.01.2025<br />
Anzeigenschluss: 17.01.2025<br />
Auslieferung: Ende Februar<br />
<strong>matchball</strong> 2-2025<br />
Redaktionsschluss: 25.04.2025<br />
Anzeigenschluss: 25.04.2025<br />
Auslieferung:<br />
Ende Mai<br />
<strong>matchball</strong> 3-2025<br />
Redaktionsschluss: 18.07.2025<br />
Anzeigenschluss: 18.07.2025<br />
Auslieferung:<br />
Ende August<br />
<strong>matchball</strong> 4-2025<br />
Redaktionsschluss: 24.10.2025<br />
Anzeigenschluss: 24.10.2025<br />
Auslieferung: Ende November<br />
Abweichungen sind nicht ausgeschlossen<br />
Redaktionskontakt<br />
<strong>matchball</strong> Redaktionsleitung<br />
eMail: claudio.gaertner@<strong>matchball</strong>-tvbb.de<br />
<strong>matchball</strong> Redaktion<br />
eMail: redaktion@<strong>matchball</strong>-tvbb.de<br />
<strong>matchball</strong> Foto-Redaktion<br />
eMail: fotoredaktion@<strong>matchball</strong>-tvbb.de<br />
Foto: Nicole Urbschat<br />
76<br />
<strong>matchball</strong> | 04 – <strong>2024</strong>
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