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Newsletter_11-2024_DE

Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird. Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung: Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung. Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor.

Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird.
Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung:
Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung.
Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor.

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<strong>DE</strong> <strong>11</strong>/24<br />

Die perfekte Lösung<br />

für Boden<br />

und Wand


TITEL<br />

Der Reinraum stellt ganz besondere Anforderungen. Tarkett hat<br />

für Boden und Wand die perfekte Lösung – und stellt diese erstmals<br />

auf der Cleanzone in Frankfurt vor. (Foto: Tarkett)<br />

In Halle 1.2, Stand D19 präsentierte Tarkett auf der Cleanzone<br />

seine Bodenbelagskollektionen iQ Toro SC, iQ Granit SD, iQ Granit,<br />

iQ Eminent, iQ Optima und iQ Natural. (Foto: Tarkett)<br />

Tarkett zum ersten Mal auf der Cleanzone<br />

Die perfekte Lösung für Boden und Wand<br />

Zum ersten Mal war Tarkett auf der Cleanzone <strong>2024</strong> in Frankfurt als Aussteller zugegen. Am 25. und 26. September zeigt<br />

Europas führender Hersteller innovativer und nachhaltiger Boden- und Wandbeläge integrierte Lösungen, die strenge<br />

Reinraumstandards erfüllen und sogar übertreffen.<br />

Die Cleanzone ist die Messe für Reinraum- und Reinheitstechnik,<br />

Hygiene und Kontaminationskontrolle in Frankfurt am Main. Brandaktuelle<br />

Themen, Lösungen für die Produktion im Reinraum sowie<br />

Optimierungen der Reinheitstechnik stehen im Fokus der internationalen<br />

Fachmesse und des Konferenzprogramms. Auf der Cleanzone<br />

wird die komplette Prozesskette abgebildet – von der Planung<br />

und Einrichtung von Reinräumen über Messtechniken, Verbrauchsmaterialien,<br />

Ein- und Ausschleusung, Logistik und Verpackung.<br />

Auch die Wahl des richtigen Boden- und Wandbelags spielt bei<br />

Reinräumen eine große Rolle: Die Sauberkeit von Oberflächen (ISO<br />

14644-9) und deren Reinigungsfähigkeit sind von zentraler Bedeutung.<br />

Ebenso müssen die Produkte sowohl Chemikalien (ISO 26987)<br />

und Bakterien (ISO 846) widerstehen können und mit einem breiten<br />

Spektrum an Substanzen desinfizierbar sein. Ergänzend ist in speziellen<br />

Anwendungsbereichen die radioaktive Dekontaminationsfähigkeit<br />

(ISO 8690) ein technisches Kriterium bei der Planung und<br />

Konstruktion von Reinräumen.<br />

„Unsere Boden- und Wandbeläge zeichnen sich durch ihre Leistungsstärke<br />

aus und eignen sich besonders für den Einsatz in anspruchsvollen<br />

Reinraumumgebungen, verhindern die Entwicklung<br />

und Vermehrung von Bakterien und weisen neben einer hervorragenden<br />

Reinigungsfähigkeit eine ausgezeichnete Flecken- und<br />

Chemikalienbeständigkeit auf. Nicht zuletzt erfüllen unsere für<br />

Reinräume empfohlenen Boden- und Wandbeläge mindestens die<br />

Kriterien der Klasse 4 nach ISO 14644-1 und tragen somit maßgeblich<br />

zur kontrollierten Minimierung luftgetragener Partikel bei“, so<br />

Stefan Reinsch, Head of Sales Industrie bei Tarkett D/A/CH.<br />

In Halle 1.2, Stand D19 präsentiert Tarkett seine Bodenbelagskollektionen<br />

iQ Toro SC, iQ Granit SD, iQ Granit, iQ Eminent, iQ<br />

Optima und iQ Natural. Für Wandflächen stehen ProtectWall 2CR<br />

und Wallgard im Fokus. Sie sorgen für optimale Übergänge zwischen<br />

Wand und Boden, stehen für exzellente Reinigungseigenschaften<br />

und die bestmögliche Vermeidung von Staub bzw. Partikelabrieb.<br />

Bodenbeläge von Tarkett erfüllen die Anforderungen gemäß ISO<br />

3 und ISO 4, erfüllen somit mühelos gängige Anforderungen und<br />

übertreffen die bspw. für Operationssäle festgelegten Anforderungen<br />

gemäß ISO 5. Tarkett ProtectWALL 2CR erfüllt sogar die Anforderungen<br />

gemäß ISO 1.<br />

Das Tarkett Konzept für Reinräume wurde entwickelt, um ein perfektes<br />

Reinigen der Ecken und Sockelleisten zu ermöglichen. (Foto: Tarkett)<br />

Die ausgezeichnete<br />

Reinigungsfähigkeit<br />

der iQ-Bodenbeläge<br />

wurde durch den<br />

Fraunhofer-Riboflavin-Test<br />

bestätigt.<br />

(Foto: Tarkett)<br />

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> <strong>11</strong>-<strong>2024</strong><br />

Seite 2/82


Höchste Sicherheit garantiert: Die Tarkett-Kollektion iQ Toro SC hat einen<br />

elektrischen Ableitwiderstand von R≤106 Ω (EN 1081). (Foto: Tarkett)<br />

Hygiene: Kein Platz für Keime<br />

Keime, die Infektionen oder Kontaminationen verursachen, können<br />

sich überall ansammeln, von den Sockelleisten und Fensterbänken<br />

bis hin zu den Wänden und Böden. In Reinräumen sollten Aussparungen<br />

oder ungünstige Winkel vermieden werden, die schwer<br />

keimfrei zu machen und zu desinfizieren sind. Die Flächen müssen<br />

leicht zu erreichen, glatt und wasserdicht sein und eine gute Beständigkeit<br />

gegenüber Bakterien und Chemikalien aufweisen. „Das<br />

Tarkett Konzept für Reinräume wurde entwickelt, um ein perfektes<br />

Reinigen der Ecken und Sockelleisten zu ermöglichen. Unsere<br />

wannenförmige Sockelausbildung und unsere Hohlkehlprofile sind<br />

so konzipiert, dass sie im Radius den Standardgrößen der Scheiben<br />

für gängige Reinigungsmaschinen entsprechen. Ein Interieur ohne<br />

spitze Winkel bietet versteckten Keimen oder Staubpartikeln keinen<br />

Platz“, betont Reinsch.<br />

Die wannenförmige Sockelausbildung sorgt zudem für eine wasserdichte<br />

Bodenbelagsebene, durch die thermische Verschweißung<br />

entstehen im Boden- und Wandbereich gas- und dampfdichte Flächen,<br />

die sich, gängiger Praxis folgend, mit gasförmigem Wasserstoffperoxid<br />

desinfizieren lassen.<br />

Auch in Sachen statische Elektrizität leisten die Böden von<br />

Tarkett einen entscheidenden Beitrag zur Schaffung kontrollierter<br />

Umgebungen. Elektrische Ladungen werden, je nach gewählter<br />

Bodenbelagsqualität, mit unterschiedlichem Widerstand zu einem<br />

Erdungspunkt geleitet. Mit iQ Toro SC steht ein elektrisch leitfähiger<br />

Belag zur Verfügung, der um iQ Granit SD als ableitfähige Variante<br />

ergänzt wird. Letztlich hängt es von der Art der im Raum installierten<br />

Geräte und den durchgeführten Tätigkeiten ab, welcher Bodenbelag<br />

zum Einsatz kommt – Tarkett hält für alle Fälle garantiert die<br />

richtige Lösung bereit.<br />

Die ausgezeichnete Reinigungsfähigkeit der iQ-Bodenbeläge<br />

wurde durch den Fraunhofer-Riboflavin-Test bestätigt. Das in<br />

Schweden hergestellte Sortiment homogener Beläge ist weltweit<br />

für seine Nachhaltigkeit anerkannt. Der Bodenbelag enthält durchschnittlich<br />

25 % recyceltes Material, wird zu 100 % mit erneuerbarer<br />

Energie hergestellt und hält 30 Jahre und mehr. Es kann über das<br />

ReStart® Rücknahme- und Recyclingprogramm von Tarkett recycelt<br />

werden (Verschnitt aus der Installation sowie nach der Verwendung),<br />

was zu geringeren Kohlenstoffemissionen führt, da jeder<br />

Quadratmeter recycelter homogener iQ-Vinylboden insgesamt <strong>11</strong>,8<br />

kg CO2 eq einspart. Die Kollektion wurde nach den Gesundheitsund<br />

Nachhaltigkeitsstandards der Cradle to Cradle-Prinzipien®<br />

erstellt. Die Beläge sind selbstverständlich frei von Phthalaten, Bioziden<br />

und Schwermetallen.<br />

Tarkett Holding GmbH<br />

D 67061 Ludwigshafen<br />

November <strong>2024</strong><br />

Liebe Reinraum-Tätige und -Interessierte,<br />

täglich Zeitungen lesend und Nachrichten<br />

konsumierend fällt es mir zunehmend schwerer,<br />

mich im Vorwort nicht über die Rahmenbedingungen<br />

auszulassen. Dekarbonisierung,<br />

Deindustrialisierung, Gendern, Sicherheit und<br />

Nachhaltigkeit, Arbeitsplätze und Inflation,<br />

Migration und Fachkräftemangel. Und dazu noch<br />

am heutigen Tag die Wahl in den USA. Wie soll<br />

man sich da auf die Arbeit konzentrieren können.<br />

Wir haben die Tür zugemacht, das Smartphone<br />

ausgeschaltet und wieder einen interessanten<br />

<strong>Newsletter</strong> mit spannenden Artikeln für Sie<br />

zusammengestellt:<br />

> Die perfekte Lösung für Boden und Wand<br />

> Können Vorurteile Innovation behindern?<br />

> Reinraumzelt macht pharmazeutische<br />

Fertigung flexibler<br />

> Mehr Nachhaltigkeit in der Halbleiterfertigung<br />

> So kommt das Bauteil sauber in den Reinraum<br />

> Reinstwasser, der Wegbereiter für eine<br />

nachhaltige und klimafreundliche<br />

Energieversorgung<br />

> Medikamentenabfüllung unter<br />

Reinraum-Bedingungen mit<br />

hygienegerechtem Handhabungsroboter<br />

> Mit Dunkelinspektion zur Perfektion:<br />

Neue Standards in der Reinraumfertigung<br />

> Übersicht der gängigen Probennahme-<br />

Techniken im Rahmen technischer<br />

Sauberkeitsprüfungen<br />

> HPAPI-Herstellung: Wie Schutzkleidung zur<br />

Sicherheit von Arbeitnehmern und Produkten<br />

beitragen kann<br />

> . . .<br />

Mit freundlichem Gruß<br />

Reinhold Schuster<br />

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> <strong>11</strong>-<strong>2024</strong><br />

Seite 3/82


Emotion vs. Ratio<br />

Können Vorurteile<br />

Innovation<br />

behindern?<br />

Eigentlich ist die Reinraumbranche eine von Rationalität,<br />

Zahlen, Daten und Fakten beherrschte Domäne. Es ist<br />

ein Markt, in dem Partikel gezählt werden statt Erbsen.<br />

Zugleich ist es ein Markt, der von Innovation und stetiger<br />

Verbesserung des Vorhandenen lebt. Und doch zeigen sich<br />

etliche Entscheidungsträger zurückhaltend, zweifelnd und<br />

zögerlich, wenn ein unkonventionelles Reinraum-Konzept<br />

auftaucht. Wir haben einen Blick auf die - womöglich irrationalen<br />

- Ursachen geworfen.<br />

Aufbau ©Reinraumzelt.de<br />

„Ein Reinraumzelt ist gar kein richtiger Reinraum“. Diesen fast trotzig<br />

klingenden Satz hört Wolfgang Hassa, Inhaber der Reinraumzelt<br />

GmbH, immer wieder. Mitunter klingt die Absage an seinen „etwas<br />

anderen“ Zugang zum Thema Reinraum weniger drastisch und<br />

kommt als Ausrede daher im Tenor: „Wir warten noch ein Jahr und<br />

kaufen dann einen richtigen Reinraum“. Und so fragt sich Hassa, der<br />

sich mit Zelten, Luftschiffen und jedweder Art luftgetragener Konstruktion<br />

extrem gut auskennt, zwangsläufig, was denn nun ein „richtiger“<br />

Reinraum ist und warum ein Reinraum aus Stoff nicht „richtig“<br />

sein soll.<br />

Stoff hat sich zu 100 Prozent bewährt<br />

Schauen wir also zunächst auf das verwendete Material Stoff. Hier<br />

findet sich auf Kundenseite die Sorge, ein solches Reinraumzelt<br />

könnte sich schon nach kurzer Zeit in Luft auflösen, reißen oder<br />

gar in sich zusammenfallen. Dagegen kann vorgebracht werden,<br />

dass etwa bei Heißluftballonen das Material Stoff seit Jahrzehnten<br />

bedenkenlos zum Einsatz kommt. Dabei sind die Belastungen der<br />

Stoffhülle, an der ein Korb mit Menschen als Insassen hängt und der<br />

von offenem Feuer in höchste Höhen getragen wird, deutlich stärker<br />

und die Gefahren für Leib und Leben unbestreitbar größer. Gutscheine<br />

für Fahrten im Heißluftballon sind als Geschenk für enge<br />

Freunde dennoch sehr beliebt.<br />

Ein weiteres Beispiel ist die Münchner Allianz Arena, deren Bedachung<br />

aus 0,2 mm starker ETFE Folie besteht, seit Jahren Wind<br />

und Wetter trotzt und bis zu 75.000 keineswegs todesmutige Besucher<br />

vor selbigen beschützt. Auch Rettungsboote, die auf hoher See<br />

bei Sturm und tosenden Wellen Menschen in Not bergen, werden<br />

aus Plane gebaut und halten allerlei aus. Die Aufzählung ließe sich<br />

beliebig fortsetzen, zeigt aber bereits, dass Zweifel an der Haltbarkeit<br />

von beschichteten Stoffen eher unbegründet sind. Die Zurückhaltung<br />

muss andere Ursachen haben.<br />

Schwächen auf technischer Seite können bei dem neuartigen Reinraum-Zelt<br />

ebenfalls nicht valide ins Feld geführt werden. Schließlich<br />

übersteigt der Innendruck eines Reinraums fast nie 30 Pascal. Bei<br />

einem 100 m² großen Raum muss das Dach also in der Lage sein, 300<br />

kg aufzunehmen. Plastisch ausgedrückt: Würde jeden Meter eine<br />

Person am Rand des Daches stehen, müsste diese rund 8 kg halten,<br />

damit das Dach nicht abhebt. Keine Herausforderung für den Reinraumstoff,<br />

der nach DIN Norm geprüft ist und mehr als 2600 kg pro<br />

Meter hält. Diese Zugfestigkeit ist 300 mal höher als die maximale<br />

Belastung in der Reinraumanwendung. Selbst im Falle eines Lochs<br />

in der Hülle, das die Gefahr des weiteren Einreißens bergen könnte,<br />

liegt die Festigkeit des Stoffes noch bei 300 kg pro Meter, was mehr<br />

als 30 fache Sicherheit bietet.<br />

Ästhetik und Status im Hinterkopf<br />

Nachdem die sachlichen Argumente gegen das Reinraumzelt mehr<br />

als dünn sind, bleiben die eher diffusen emotionalen Hemmnisse,<br />

die nur selten laut ausgesprochen werden. Da ist zuallererst das<br />

Scheinargument der Ästhetik, bei dem ganz klar der Statusgedanke<br />

mitschwingt. Vorurteile gegen das „Zelt“ klingen nicht selten wie<br />

verächtliche Kommentare über den Campingurlaub der Nachbarn,<br />

während man sich selbst ein 4-Sterne-Hotel leistet. Dabei vermittelt<br />

dem modernen Urlauber das inzwischen weit verbreitete Konzept<br />

Technik-Freaks müssten begeistert sein<br />

Cleanzone Award<br />

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> <strong>11</strong>-<strong>2024</strong><br />

Seite 4/82


des Glamorous Camping ein Gefühl von Luxus, wie es wohl die Wüstenfürsten<br />

erlebten. Für Fans von hochpreisigen Betonburgen gibt es<br />

ja weiterhin die teuren Reinräume aus Glas und Stahl - um im Bild<br />

zu bleiben.<br />

Wer jedoch unvoreingenommen die Leichtigkeit des Baus, die<br />

Eleganz der Stofflichkeit und allen voran die Simplizität der Konstruktion<br />

eines Reinraumzeltes auf sich wirken lässt, sieht die Kernfunktion<br />

des Reinraums „Trenne reine von kontaminierter Luft“ hier<br />

in ihrer ganzen Klarheit und Schönheit umgesetzt.<br />

Das ist „form follows function“ in Reinkultur. Eher<br />

State of the Art als Billigheimer. Das sind Reinräume,<br />

die funktionieren und zugleich positiv berühren.<br />

Fun fact: Es ist kein Zufall, dass absolut jeder,<br />

der ein Reinraumzelt erstmalig betritt, den Stoff<br />

befühlt und dann anerkennend nickt.<br />

Nur scheinbar fehlende Erfahrungswerte<br />

Während in der Welt der Technik üblicherweise selbst der leiseste<br />

Fortschritt lautstark begrüßt wird, beäugt die Reinraumwelt allzu<br />

Neues offenbar eher skeptisch. Anders als beim neuesten Handy, so<br />

sagt man sich wohl, geht es hier schließlich um Sicherheit, um Reinheit,<br />

um Verlässlichkeit. Der Kopf weiß zwar, dass der Stoff nicht<br />

reißt, der Ballon nicht platzt, die Arena stehen bleibt, die Schlauchboote<br />

fahren. Doch die unbewusste Angst vor der Fehlentscheidung,<br />

die Sorge vor dem Reinfall, die kollektive Erinnerung an den Regenguss<br />

im Zelt bei der Jugendfreizeit ist stärker als die Rationalität und<br />

lässt die Entscheider zaudern.<br />

Dabei sind Reinraumzelte gar nicht so neu. Immerhin laufen die<br />

ersten Modelle bereits seit Jahren im Dauerbetrieb und stehen zudem<br />

sicher in Hallen. Das erste von der Reinraumzelt GmbH verantwortete<br />

Zelt läuft seit 2016 nonstop im Dauerbetrieb. Innerhalb der<br />

letzten drei Jahre wurden 50 Reinräume vermietet, wobei 10 Prozent<br />

von den Kunden aus der Vermietung heraus gekauft wurden. Da wurden<br />

Räume von über 200 m² Größe gebaut und schneller ausgeliefert<br />

als anderswo ein Angebot erstellt wird. Doch die Zurückhaltung gewisser<br />

Kreise scheint hartnäckig.<br />

Alles bloß eine Frage des Typs?<br />

Ist es also Angst vor dem allzu Neuen, womöglich Unkonventionellen,<br />

die besonders Entscheider im höheren Management sowie<br />

Auditoren lähmt? Ist es etwa fehlende Offenheit für neue Konzepte,<br />

die das Scheinargument der fehlenden Erfahrungswerte auf den<br />

Plan ruft? Werden bestehende Standards und bewährte Praktiken<br />

als Vorwand genutzt, um Neuerung zu vermeiden? Wir wissen es<br />

nicht. Dennoch scheinen etliche Entscheider nach dem Motto zu<br />

verfahren: „Das haben wir schon immer so gemacht“.<br />

Hier bieten die Erkenntnisse der Innovationsforschung einen<br />

Ansatz: Laut der Diffusionstheorie von Everett M. Rogers verbreiten<br />

sich Innovationen durch fünf Hauptgruppen von Nutzern, die<br />

unterschiedlich schnell auf eine Neuerung reagieren. Da sind zunächst<br />

die risikofreudigen Innovatoren, die neue Technologien<br />

rasch annehmen. Allerdings machen sie nur 2,5 % der Bevölkerung<br />

aus. Die frühen Anwender stellen immerhin 13,5 % der Bevölkerung<br />

und spielen eine große Rolle bei der weiteren Verbreitung von Innovationen.<br />

Dann kommt die sogenannte frühe Mehrheit, die etwa 34<br />

% ausmacht und Innovationen erst dann adoptiert, sobald sie von<br />

der breiten Masse als nützlich wahrgenommen werden. Die späte<br />

Mehrheit macht ebenfalls etwa 34 % der Bevölkerung aus und wartet<br />

ab, bis Innovationen weit verbreitet und gut etabliert sind. Sie sind<br />

skeptischer gegenüber neuen Technologien und reagieren auf den<br />

sozialen Druck, mit der Masse Schritt zu halten. Das Schlusslicht bilden<br />

die traditionsbewussten und scheuen Nachzügler, die etwa 16<br />

% der Bevölkerung ausmachen und Neuerungen sehr spät oder gar<br />

nicht annehmen.<br />

Mehr Chancen als Risiken<br />

„Innovation bedeutet, zwei Dinge,<br />

die bereits existieren, auf eine neue<br />

Art und Weise miteinander<br />

zu verknüpfen.“<br />

Tom Freston, Co-Founder von MTV<br />

Für den Aachener Hersteller stellt das offensichtliche Sicherheitsstreben<br />

auf Großkundenseite jedoch kein Problem dar. Wolfgang<br />

Hassa sagt dazu scherzend: „Wir könnten sowieso<br />

nicht alle gleichzeitig beliefern“. Er freut sich<br />

über die Interessenten und Kunden aus völlig<br />

„neuen Märkten“. Seien es Maschinenbauer,<br />

Verpacker oder Start-Ups: Sie alle müssen sich<br />

allmählich dem Kundendruck nach einer Fertigung<br />

in kontrollierter Umgebung beugen. Das<br />

bringt die Beschäftigung mit einer zunehmend<br />

reinen Arbeitswelt mit sich. Denkbarrieren und<br />

das Festhalten am Bewährten sucht man hier<br />

vergebens. Außerdem fehlt hier wie anderswo vielfach das Budget,<br />

um teure Standard-Reinräume anzuschaffen. Umso mehr freut man<br />

sich in diesen Märkten über innovative Ideen, die funktionieren und<br />

zudem bezahlbar sind. Wer für sich die Chance nutzt, ein kostengünstiges<br />

Reinraumzelt zu mieten oder zu kaufen, anstatt sich an<br />

Ängsten und Risiken abzuarbeiten, geht womöglich stärker in die<br />

Zukunft als Bedenkenträger.<br />

Reinraumzelt GmbH<br />

by Wolfgang Hassa<br />

Rottstr. 33<br />

D 52068 Aachen<br />

Telefon: +49 177 8890417<br />

eMail: hassa@reinraum-mieten.de<br />

Internet: http://Reinraum-Mieten.de<br />

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Seite 5/82


Reinraumzelt CAPE® macht<br />

pharmazeutische Fertigung flexibler<br />

Neuentwicklung mit Tragstruktur, Textilhülle,<br />

Hauptraum, Schleuse und Luftaufbereitung. ©<br />

Fraunhofer IPA/Foto: Rainer Bez<br />

Ein Forschungsteam um Frank Bürger und Viola Hoffmann vom Fraunhofer IPA hat zusammen mit der Bayer AG eine hochreine<br />

und flexible Produktionsumgebung für die pharmazeutische Fertigung entwickelt. Dabei wurden alle Anforderungen<br />

der pharmazeutischen Industrie berücksichtigt. Als Grundlage diente ein patentiertes Konzept für zeltähnliche Reinräume,<br />

bekannt als CAPE®.<br />

Ziel der Forscherinnen und Forscher war es, eine skalierbare pharmazeutische<br />

Produktionsumgebung zu schaffen, die höchsten<br />

Standards an Reinheit und Flexibilität entspricht. Besonders wichtig<br />

war dabei die Einhaltung strenger partikulärer und mikrobiologischer<br />

Anforderungen. Entscheidend waren dafür ein hygienisches<br />

Design und die Auswahl geeigneter Werkstoffe.<br />

Die neue Produktionsumgebung besteht aus einer Tragstruktur<br />

und einer textilen Hülle, die einen Hauptbereich, eine Schleuse<br />

und eine Reinluftaufbereitung für den Überdruckbetrieb umfasst.<br />

Mit kombinierten Filter- und Ventilatorsystemen hat das Projektteam<br />

eine Luftaufbereitung realisiert, die einstellbare Anteile von<br />

Um- und Außenluft ermöglicht. Das Team hat den Prototyp in einer<br />

klimatisierten Fertigungshalle von Bayer installiert. Erste Untersuchungsergebnisse<br />

belegen die Eignung der Neuentwicklung für die<br />

pharmazeutische Produktion.<br />

Tests zeigen: Alle Anforderungen erfüllt<br />

So hat das Projektteam in Tests den Nachweis erbracht für die Einhaltung<br />

der GMP-Klasse B hinsichtlich der partikulären Luftreinheit,<br />

der Keimanzahl sowie der Anforderungen an hygienisches<br />

Design, Dichtheit, Druckstufen und die chemische sowie mikrobiologische<br />

Beständigkeit der verwendeten Materialien. Zudem ermöglicht<br />

die schnelle Erweiterbarkeit der Tragstruktur und der textilen<br />

Hülle eine bedarfsgerechte Skalierung der Produktionsflächen. Die<br />

textilen Komponenten können je nach Anwendung wiederaufbereitet<br />

oder entsorgt werden.<br />

Die Bayer AG prüft aktuell, im Bereich der biologischen Entwicklung,<br />

welche Produktionsschritte mit den GMP Reinraumanforderungen<br />

C und D zukünftig im CAPE®-System im Rahmen von<br />

behördlichen Zulassungen gefertigt werden könnten. Die Neuentwicklung<br />

kann das Fraunhofer IPA vereinbarungsgemäß auch für<br />

weitere Pharmaunternehmen nutzen.<br />

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA<br />

Nobelstraße 12<br />

D 70569 Stuttgart<br />

Telefon: +49 7<strong>11</strong> 970 1667<br />

eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de<br />

Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de<br />

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Fraunhofer ENAS ist Partner im neuen europäischen<br />

Projekt »HaloFreeEtch« zur Erforschung innovativer<br />

halogenfreier Ätzprozesse<br />

Mehr Nachhaltigkeit in<br />

der Halbleiterfertigung<br />

Das Fraunhofer ENAS ist Teil des neuen und im September <strong>2024</strong> gestarteten<br />

Projektes »HaloFreeEtch« (»Neue Ansätze zum halogenfreien und nachhaltigen<br />

Ätzen von Silizium und Glas«). Das von der Technischen Universität Chemnitz<br />

koordinierte Projekt hat eine Laufzeit von 48 Monaten und wird von der Europäischen<br />

Union mit insgesamt 3.997.735 € gefördert. Gemeinsam mit sechs internationalen<br />

Partnern wird das Fraunhofer ENAS darin die Produktion zukünftiger<br />

Halbleiter durch innovative und intelligente Ätzverfahren auf die nächste Stufe<br />

heben.<br />

Das Projekt »HaloFreeEtch« zielt darauf ab,<br />

die Halbleiterfertigungsindustrie durch die<br />

Entwicklung neuer, nachhaltiger, halogenfreier<br />

Ätzverfahren für Silizium und Siliziumoxid<br />

zu revolutionieren. Herkömmliche<br />

industrielle Plasmaätzverfahren basieren<br />

auf Halogenen, die erhebliche Umwelt- und<br />

Gesundheitsrisiken bergen. Indem diese<br />

durch nachhaltigere Alternativen ersetzt<br />

werden, soll der CO2-Fußabdruck verringert<br />

und damit die Nachhaltigkeit der Halbleiterherstellung<br />

verbessert werden.<br />

Da die Halbleiterindustrie im Zentrum technologischer<br />

Innovationen steht, ist die Ent-<br />

wicklung nachhaltiger Herstellungsverfahren<br />

von entscheidender Bedeutung für die<br />

Umwelt sowie die Zukunft der Branche. Das<br />

Projekt »HaloFreeEtch« soll Europa an die<br />

Spitze dieses grünen Wandels bringen und<br />

so zu den weltweiten Bemühungen beitragen,<br />

Umweltbelastungen zu reduzieren und<br />

nachhaltige Praktiken zu fördern.<br />

Das Fraunhofer ENAS nimmt im Rahmen<br />

von »HaloFreeEtch« eine Schlüsselrolle<br />

ein und wird das Zentrum für Mikro- und<br />

Nanotechnologien (ZfM) der Technischen<br />

Universität Chemnitz als Projektleiter mit<br />

seiner ausgewiesenen Expertise in der<br />

Entwicklung und Optimierung von Ätzprozessen<br />

unterstützen, die eine präzise<br />

Strukturierung unterschiedlichster Materialien<br />

erlauben. Das Institut wird sich dabei<br />

insbesondere auf die Entwicklung neuartiger<br />

Verfahren konzentrieren, die nicht<br />

nur umweltfreundlich sind, sondern auch<br />

den Leistungsanforderungen der modernen<br />

Halbleiterfertigung entsprechen. Durch<br />

den Einsatz von Wasserstoff und innovativen<br />

Katalysatoren sollen herkömmliche<br />

halogenbasierte Verfahren, die erhebliche<br />

Umwelt- und Gesundheitsrisiken bergen,<br />

ersetzt werden. Damit leistet das Fraunhofer<br />

ENAS einen wertvollen Beitrag, um<br />

den ökologischen Fußabdruck der Branche<br />

deutlich zu verringern.<br />

»Unsere Forschung wird dazu beitragen,<br />

die Halbleitertechnologie in Europa neu zu<br />

definieren und die Industrie in eine nachhaltigere<br />

Zukunft zu führen«, sagt Dr. Karla<br />

Hiller, Projektleiterin am Fraunhofer ENAS.<br />

»Wir sind stolz darauf, Teil dieses bahnbrechenden<br />

Projektes zu sein und freuen uns<br />

darauf, die Entwicklung von halogenfreien<br />

Ätzprozessen voranzutreiben.«<br />

Über das Projekt »HaloFreeEtch«<br />

Das Projekt, das führende europäische Forschungs-<br />

und Industriepartner zusammenbringt,<br />

hat eine Laufzeit von 48 Monaten.<br />

Die Ergebnisse sollen nicht nur die Halbleiterherstellung<br />

revolutionieren, sondern<br />

auch neue Anwendungen in Bereichen wie<br />

Mikrosensorik und Photonik ermöglichen.<br />

Fraunhofer-Institut für Elektronische<br />

Nanosysteme ENAS<br />

09126 Chemnitz<br />

Deutschland<br />

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Neue Anforderungen erfordern neues<br />

Prozess-Verständnis<br />

So kommt das Bauteil<br />

sauber in den Reinraum<br />

Bild unten:Die Anforderungen an die<br />

Prozesskette haben sich durch gestiegene<br />

Sauberkeitsanforderungen erheblich verändert.<br />

Unter anderem betrifft das auch<br />

die Schnittstelle zwischen der Industriellen<br />

Reinigungstechnik und dem Reinraum.<br />

(Foto/Grafik: LPW)<br />

Gerhard Koblenzer ist CEO der<br />

LPW Reinigungssysteme GmbH in Riederich.<br />

(Foto/Grafik: LPW)<br />

Neue Produkte, komplexe Geometrien, höchste Sauberkeits-Anforderungen<br />

– die Industrielle Reinigungstechnik ist mit weit- und<br />

tiefgreifenden sowie rasanten Veränderungen in allen Segmenten<br />

konfrontiert. Was heute funktioniert hat, kann morgen schon wieder<br />

ganz anders sein. Wo und wie also Sicherheit, den roten Faden finden,<br />

wenn es um den geforderten Grad an Technischer Sauberkeit<br />

geht? Oder zusätzlich um den reibungslosen Transfer aus einer Produktionsumgebung<br />

in den Reinraum? „Die Lösung liegt zunächst<br />

nicht in der Auslegung der Reinigung oder dem Übergang in einen<br />

Reinraum an sich“, sagt Gerhard Koblenzer, CEO der LPW Reinigungssysteme<br />

GmbH im schwäbischen Riederich. Vielmehr geht<br />

es im Vorfeld um die Bewertung einer dem Reinraum vorgelagerten<br />

Prozesskette, deren Grundlage schlussendlich die geforderte Sauberkeit<br />

am Ort der Verwendung darstellt. Im Interview mit REIN-<br />

RAUM ONLINE erklärt Gerhard Koblenzer unter anderem, welche<br />

Einflussfaktoren eine Rolle spielen und wie die Qualität der Vorprozesse<br />

neu zu bewerten und auszurichten ist, um die höheren Reinheitsanforderungen<br />

überhaupt zu erreichen.<br />

1. Herr Koblenzer, bevor wir tiefer in die Thematik einsteigen<br />

– was hat sich im Vergleich zu früher verändert?<br />

Gerhard Koblenzer: „Ging es früher im Fein- und Feinstreinigungssegment<br />

vor allem um partikuläre und filmische Verschmutzungen<br />

mit Einfluss auf die Wärmebehandlungs-Eignung oder um die Lackier-<br />

und Beschichtungsfähigkeit, stehen heute etwa Moleküle und<br />

Atome, toxische sowie biologische Rückstände – also minimale Verunreinigungen<br />

im Fokus. Als unmittelbare Folge steigen die Anforderungen<br />

an die Prozesse. Und neue Einflussfaktoren kommen ins<br />

Spiel. So sind beispielsweise etwaige Kontaminationen aus den Vorprozessen<br />

der Zerspanung, Oberflächenbehandlung, Beschichtung<br />

sowie Montage und Handling viel stärker als bisher zu berücksichtigen<br />

und die Frage, ob diese vermieden oder zumindest stabil gehalten<br />

werden können. Außerdem sind die Qualität der eingesetzten<br />

Medien und Einwirkungen aus den Umgebungsbedingungen ganz<br />

neu zu bewerten, da sie wesentlich für die Zielerreichung sind. Ja,<br />

und all das stellt in vielen Industriebereichen Neuland dar.“<br />

2. Mit welchen Herausforderungen hat die Branche,<br />

gerade im Reinraum-Segment, speziell zu kämpfen?<br />

Gerhard Koblenzer: „Das Reinigen an sich ist ja im Hin-<br />

blick auf die geeigneten Verfahren, die Chemie und anforderungsgerechten<br />

Medienaufbereitungssysteme<br />

schon eine Herausforderung. Hinzu kommt die<br />

gestiegene Bedeutung der Rück- und Kreuzkontaminations-Vermeidung.<br />

Mindestens so<br />

wichtig sind drei weitere Aspekte: Wie gewährleiste<br />

ich einen sauberen Transfer aus einer<br />

Produktionsumgebung über die Reinigung in<br />

eine Reinraumumgebung? Wie können diese<br />

Prozesse validierbar gestaltet werden? Und<br />

welche Folgen hat das auf ein Prozessmonitoring<br />

sowie auf eine chargenbezogene Datenerfassung?<br />

Gerade bei Ersterem scheitern viele<br />

Letztendlich hat das Quality Gate Reinigungsanlage, neben der Erzeugung eines definierten Ansätze. Gründe dafür sind oft ein nicht mehr<br />

Grades an Bauteilsauberkeit, einen Transferprozess von einer Fertigungs- /Montageumgebung zeitgemäßes Mindset sowie mangelnde Kommunikation<br />

zwischen dem in saubere Umgebungsbedingungen (z. B. einen Reinraum) zu gewährleisten. (Foto/Grafik: LPW)<br />

Anlagenhersteller,<br />

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Sauber in den Reinraum – so geht‘s<br />

Sind Neuauslegungen oder Prozess-Anpassungen an ein<br />

höheres Level Technischer Sauberkeit nötig, hilft bei der<br />

Umsetzung folgendes Rüstzeug:<br />

Blick in den Reinraum des LPW Test- und Dienstleistungszentrums.<br />

Die neuen Anforderungen verlangen höchstsaubere Umgebungsbedingungen.<br />

(Foto/Grafik: LPW)<br />

Reinraumbauer und Kunden. Diese müssen miteinander offen und<br />

zielgerichtet über Themen wie etwa die Sauberkeit der Reinraumschnittstelle<br />

oder Platzierung der Reinigungstechnik sprechen, um<br />

alle Risikofaktoren der erneuten Verschmutzung auszuschließen.“<br />

3. Wie sieht die Lösung aus, um das Bauteil sauber in<br />

den Reinraum zu bekommen? Gibt es eine Art Fahrplan?<br />

Gerhard Koblenzer: „Hohe Reinheitsanforderungen erfordern die<br />

Ausrichtung aller Prozesse auf die Vermeidung und Beseitigung unerwünschter<br />

Verunreinigungen bis zum finalen Einsatzort. Das Ziel<br />

ist die Einhaltung der jeweils gültigen Sauberkeitsspezifikation bis<br />

hin zur Verwendung. Bleiben wir bei der Analogie des Fahrplans,<br />

dann geht es bei den Vorprozessen los. Diese sind als unabdingbare<br />

Voraussetzung für die Reinigungs- und begleitenden Transferaufgaben<br />

so auszurichten, dass die Cleanability, also die Reinigbarkeit<br />

der Bauteile, gewährleistet ist. Während der ganzen „Fahrt“<br />

geht es darum, Rück- und Kreuzkontaminationen, etwa aufgrund<br />

der Umgebungsbedingungen, der eingesetzten Medien oder durch<br />

Handlings- und Automationseinflüsse konsequent zu vermeiden.<br />

In vergleichbarer Art und Weise darf natürlich auch während des<br />

Reinigungsprozesses selbst keine neuen Verunreinigungen durch<br />

Mechanik, Prozesse oder Chemikalien eingebracht werden. Es geht<br />

also darum jede Zwischenstation dahin gehend zu beurteilen, ob sie<br />

direkt oder indirekt den Weg zum Ziel unterstützt oder behindert.“<br />

4. Wie geht LPW mit diesen Aufgaben und den Veränderungen um?<br />

Gerhard Koblenzer: „Wir haben diese Veränderungen kommen sehen<br />

und uns daher bereits vor über zehn Jahren mit den anstehenden<br />

Umstrukturierungen in den für uns weltweit relevanten Industriebereichen<br />

intensiv auseinandergesetzt. In Folge passten wir nach und<br />

nach unsere Strukturen, Produkte sowie Dienstleistungen darauf<br />

an. Dabei stand zunächst die Transformation der Maschinen- und<br />

Verfahrenstechnik an erster Stellte sowie die entsprechende Qualifizierung<br />

der Mitarbeiter. Des Weiteren haben wir unsere Infrastruktur<br />

mit dem Aufbau hochsauberer Versuchs- und Testbereiche erweitert,<br />

um dann das Dienstleistungsangebot deutlich ausbauen zu<br />

können. Dazu gehört unter anderem unser Applikationsengineering<br />

1. Definition der spezifischen Reinheitsanforderung und Klärung, zu<br />

welcher Zeit und an welchem Ort diese tatsächlich erforderlich ist.<br />

2. Qualifizierung des Personals auf die neuen Aufgaben und<br />

Prozesse.<br />

3. Einflüsse der vorgelagerten Prozesse auf die Machbarkeit<br />

dieser Anforderungen klären.<br />

4. Überprüfung, ob das bestehende Reinigungssystem in der<br />

Lage ist, die im Prozess geforderte Reinigungsaufgabe sicher zu<br />

erfüllen.<br />

5. Sicherstellung der Umgebungsparameter, um ungewollte<br />

Kreuzkontaminationen zu verhindern, auch im Reinraum.<br />

6. Qualitäts-Check bezüglich der bereitgestellten Medien<br />

(z. B. Wasser, Luft, Druckluft).<br />

7. Klare Beschreibung sowie Abgrenzung der Schnittstellen zwischen<br />

den Vorprozessen und der Reinigung sowie zwischen der<br />

Reinigung und dem nachgelagerten Prozess (ggf. im Reinraum).<br />

zur Unterstützung unserer Kunden bei der Planung und Optimierung<br />

von hochsauberen Fertigungsprozessen. Darüber hinaus verfügen<br />

wir über eine reinraumgebundene Lohnreinigung, speziell für<br />

die neuen Aufgabenstellungen. Last but not least haben wir im vergangenen<br />

Jahr Standard-Anlagenkonzepte entwickelt, die unseren<br />

kleineren und mittelständischen Industriekunden schrittweise Investitionen<br />

erlauben, bei denen wir sie fachlich begleiten können.“<br />

5. Was raten Sie Unternehmen, die diesbezüglich noch nicht<br />

so sicher im Sattel sitzen beziehungsweise im Umbruch sind?<br />

Und wie können Sie diese unterstützen?<br />

Gerhard Koblenzer: „Aus meiner Erfahrung heraus macht es Sinn,<br />

wenn sich Firmen im ersten Schritt vor allem mit jenen Themen auseinandersetzen,<br />

die ihre Kernkompetenz betreffen und die direkt<br />

beeinfluss- sowie verantwortbar sind. Dazu gehören unter anderem<br />

die klar definierten Sauberkeitsanforderungen, die Kenntnis der<br />

eigenen Prozesse, inklusive der eingesetzten Hilfs- und Betriebsstoffe.<br />

Außerdem Klarheit bezüglich der Eingangsverschmutzungen<br />

auf dem Bauteil vor der Reinigung. Auf dieser Grundlage lässt sich<br />

eine angepasste Planung umsetzen, im Idealfall mit den beteiligten<br />

Verantwortlichen der Vor- und Folgeprozesse. Diese Konzeption<br />

beinhaltet auch die Definition kritischer Schnittstellen, etwa zwischen<br />

der Reinigungstechnik und einem nachgelagerten Reinraum.“<br />

Herr Koblenzer, vielen Dank für das Gespräch.<br />

Des Weiteren ist natürlich sicherzustellen, dass die erzielte Sauberkeit<br />

bis an den letztendlichen Ort der Verwendung aufrechterhalten<br />

wird, dass negative Einflüsse frühzeitig erkennbar sind sowie das<br />

nachvollziehbare Monitoring aller qualitätsrelevanten Einzelschritte.<br />

LPW Reinigungssysteme GmbH<br />

Industriestraße 19<br />

Telefon: +49 7123 38040<br />

Internet: http://www.lpw-cleaning.de<br />

D 72585 Riederich<br />

eMail: info@lpw-cleaning.de<br />

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Reinstwasser, der Wegbereiter für<br />

eine nachhaltige und klimafreundliche<br />

Energieversorgung<br />

„Power-to-X“ steht als Oberbegriff für Technologien, die es ermöglichen,<br />

überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien weiterzuverarbeiten<br />

und zu speichern, um somit fossile Energieträger zu<br />

ersetzen (Abbildung 1).<br />

Erneuerbare Energien: Herausforderungen und Chancen<br />

Die fortschreitende Klimaerwärmung erfordert einen Wandel von<br />

endlichen fossilen Brennstoffen zu sauberen, erneuerbaren Energien<br />

aus Wasser-, Solar-, Windkraft- und Biogasanlagen.<br />

Wind- und Solarenergie sind dabei die wichtigsten Energieträger<br />

der regenerativen Stromerzeugung. Ein großes Problem der zukünftigen<br />

Energiewirtschaft durch fluktuierende erneuerbare Energien<br />

ist jedoch die Speicherung. Das Stromnetz ist nicht in der Lage,<br />

Energie bei Bedarfsmangel zu speichern, was dazu führt, dass die<br />

Anlagen abgeregelt werden müssen und somit ineffizient arbeiten.<br />

Für die kurzfristige Stromspeicherung des sogenannten Ökostroms<br />

kommen zwar bisher Pumpenspeicherwerke und Batterien zum<br />

Einsatz, diese reichen jedoch nicht aus, um die Energieversorgung<br />

langfristig zu sichern.<br />

Power-to-X (PtX): Die Schlüsseltechnologie<br />

für eine bessere CO2-Bilanz<br />

Christopher Lenz<br />

Business Development<br />

Manager, EnviroFALK<br />

– Energieträger Gas - Power-to-Gas (PtG)<br />

– Flüssigtreibstoffe - Power-to-Liquid (PtL)<br />

– Chemische Grundstoffe - Power-to-Chemicals (PtC)<br />

Power to Gas (PtG)<br />

Beim PtG-Verfahren wird überschüssiger Ökostrom zur Erzeugung<br />

von sogenanntem „grünem Wasserstoff“ genutzt, der als Energieträger<br />

der Zukunft ausschließlich Wasser als Verbrennungsrückstand<br />

hinterlässt.<br />

Zum Einsatz kommen hier verschiedene Arten von Elektrolyse-<br />

Systemen, sogenannte „Elektrolyseure“, mit denen Wasser mittels<br />

elektrischen Stroms in seine chemischen Bestandteile Wasserstoff<br />

(H2) und Sauerstoff (O2) gespalten wird. Besonders die „Polymerelektrolytmembran-Elekrolyse<br />

(PEM)“ (Abbildung 2) spielt aufgrund<br />

ihrer Beständigkeit gegen die Lastwechsel der fluktuierenden erneuerbaren<br />

Energien, sowie ihrer hohen Effizienz und schnellen<br />

Reaktionszeiten eine große Rolle.<br />

Nach der Elektrolyse wird H2 komprimiert, um ihn speichern<br />

und transportieren zu können. Als Energieträger findet grüner Wasserstoff<br />

u.a. seinen Einsatz als umweltfreundlicher Kraftstoff in<br />

Brennstoffzellen-Fahrzeugen und Industriebetrieben, sowie in weiterverarbeiteter<br />

Form als Rohstoff in der chemischen und pharmazeutischen<br />

Industrie.<br />

Zum Transport und zur weiteren Nutzung kann Wasserstoff,<br />

unter bestimmten Bedingungen, in bereits bestehende Erdgasnetze<br />

eingespeist werden. Jedoch ist dies aufgrund seiner geringeren<br />

Energiedichte nur in begrenzten Mengen möglich. Für die Einspeisung<br />

größerer Mengen wird aus H2 mittels Methanisierung<br />

zunächst das brennbare Gas Methan (CH4) erzeugt und anschlie-<br />

Abbildung 1: Power-to-X (PtX)<br />

Abbildung 2: Polymerelektrolytmembran-Elektrolyse<br />

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ßend dem Erdgasnetz zugeführt, wo es für Heizzwecke und/oder zur<br />

Stromerzeugung genutzt werden kann.<br />

Darüber hinaus können auch gasbetriebene PKWs und LKWs<br />

mit grünem Wasserstoff betankt und somit annährend klimaneutral<br />

betrieben werden.<br />

Power-to-Liquid (PtL)<br />

Grüner Wasserstoff findet zudem Anwendung in der Herstellung<br />

von synthetischen Flüssigkraftstoffen. Bei der PtL-Technologie wird<br />

überschüssiger Strom genutzt, um ein Synthesegas aus Wasserstoff<br />

und Kohlenstoffmonoxid zu erzeugen, aus dem flüssige synthetische<br />

Kraftstoffe (E-Fuels) hergestellt werden. Diese Technologie ermöglicht<br />

es, Benzin und Diesel aus Erdöl schrittweise zu ersetzen.<br />

Auch synthetische Kraftstoffe für den Luftfahrt- und Schiffsverkehr<br />

können damit erzeugt werden. Ein großer Vorteil dieser Technologie<br />

ist die Nutzung bestehender Infrastrukturen, wie Tankstellen und<br />

Transportsysteme.<br />

Da die synthetische Herstellung von E-Fuels aus Ökostrom die<br />

gleiche Menge CO2 bindet wie sie bei der Verbrennung freigibt,<br />

werden diese Kraftstoffe als klimaneutral angesehen.<br />

Power-to-Chemicals (PtC)<br />

Bei der PtC-Technologie werden, aufbauend auf dem PtG-Verfahren,<br />

aus Ökostrom und der Synthese von Wasserstoff mit CO2 und<br />

Stickstoff chemische Grundstoffe hergestellt, die fossile Rohstoffe<br />

wie Erdöl und Erdgas ersetzen sollen. Beispiele hierfür sind Kunststoffe,<br />

Waschmittel und Additive, die in vielen Industriezweigen von<br />

Bedeutung sind.<br />

Reinstwasser: Der unverzichtbare Rohstoff<br />

für PtX-Technologien<br />

Abbildung 3:<br />

EnviroFALK Reinstwasseraufbereitungsanlage<br />

Reinstwasser spielt eine zentrale Rolle in allen PtX-Technologien,<br />

insbesondere bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff<br />

mittels Elektrolyse. Dieses hochreine Wasser ist nahezu frei von<br />

Verunreinigungen, wie organischen Stoffen, Bakterien, Partikeln<br />

und gelösten Gasen und weist eine sehr geringe Leitfähigkeit<br />

von typischerweise 0,055 µS/cm auf, was es ideal für den<br />

Einsatz in sensiblen Prozessen wie der PEM-Elektrolyse macht.<br />

Reinstwasser wird aus verschiedenen Ausgangswässern gewonnen,<br />

die je nach Herkunft stark in ihrer Qualität variieren können.<br />

Diese Vielfalt erfordert eine individuell angepasste Reinstwasseraufbereitung,<br />

um alle unerwünschten Mineralstoffe und<br />

Gase zu entfernen, die ansonsten die Elektrolyseprozesse stören<br />

könnten.<br />

Die Bedeutung von Reinstwasser für die PtX-Prozesse kann<br />

nicht genug betont werden: Ohne die richtige Wasserqualität können<br />

Salzablagerungen auf den Membranen und Elektroden der<br />

Elektrolyseure entstehen und deren Effizienz und Lebensdauer erheblich<br />

beeinträchtigen. Daher ist die prozessorientierte Reinstwasseraufbereitung<br />

(Abbildung 3) nicht nur ein wesentliches Kriterium,<br />

sondern ein kritischer Erfolgsfaktor für die nachhaltige Produktion<br />

von synthetischen Brennstoffen.<br />

Vom Rohwasser zum Reinstwasser<br />

Bei der Planung einer Wasseraufbereitungsanlage ist die nahtlose<br />

Integration in das PtX-System von entscheidender Bedeutung.<br />

Darunter zählen z.B. die standort-orientierte Einplanung in das<br />

Gesamtsystem, die steuerungstechnische Verknüpfung über spezifizierte<br />

Kommunikationsschnittstellen, einheitliche Fabrikate<br />

von Anlagen-komponenten und eine konsistente Dokumentation.<br />

Ebenso gilt es bei der Planung einer Wasseraufbereitungsanlage die<br />

LCOE (Levelized Cost Of Electricity) zu betrachten, bei denen neben<br />

den Investitionskosten auch die laufenden Betriebskosten mit<br />

einzubeziehen sind. Hierzu zählen Energie- und Medienverbräuche,<br />

Abwassermengen, Betriebsmittel und Servicekosten.<br />

Die Aufbereitung des Rohwassers zur Erzeugung von Wasserstoff<br />

mittels Elektrolyse erfolgt in mehreren Verfahrensstufen in<br />

spezifischer Reihenfolge, die jeweils an die örtliche Wasserqualität<br />

in einem Detailengineering angepasst wird. Dabei kommen verschiedene<br />

Verfahrensstufen zum Einsatz, wie:<br />

– Vorfiltration mittels Rückspülfilter, Kiesfilter oder Ultrafiltration<br />

– Entfernung der Härtebildner Calcium und Magnesium mittels<br />

Ionentauscher Enthärtungsanlagen (Alternativ Antiscalant-Dosierung<br />

zur Härtestabilisierung)<br />

– CO2-Entfernung/-bindung mittels Membranentgasung oder<br />

Natronlauge<br />

– Entsalzung um > 98 % mittels Reverse Osmose (RO)<br />

– Vollentsalzung mittels 2. Reverse Osmose Stufe oder Elektrodeionisierung<br />

(EDI)<br />

– Prozesswasser-Recyclinganlagen zur kontinuierlichen Entsalzung<br />

auf < 0,1 µS/cm und Partikelfiltration auf unter 1 µm<br />

– Entgasungsanlagen zur Restentfernung von H2 und O2<br />

– Prozesswasser-Vorlagesystem mit Lagertank und Druckerhöhungsanlagen<br />

– Prozesswasserkühleinrichtung (optional)<br />

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Abbildung 4: EnviroFALK Kreislaufreinigung<br />

Reinstwasserqualitäten, die prozessbedingt variieren:<br />

Qualitätsparameter Grenzwert<br />

Leitfähigkeit<br />

< 0,1 µS/cm<br />

Kieselsäure<br />

< 100 µg/l<br />

Gesamteisen<br />

< 100 µg/l<br />

Natrium und Kalium < 20 µg/l<br />

Partikelkonzentration Partikelfrei<br />

Maximum an Prozesssicherheit.<br />

Die EnviroFALK-Reinstwasser-Prozesssysteme zeichnen sich<br />

durch ihre modulare Bauweise aus, die eine flexible Integration in<br />

bestehende Anlagenkonzepte erlaubt. Diese Modularität bietet den<br />

Vorteil, dass die verschiedenen Verfahrensstufen je nach räumlichen<br />

und prozesstechnischen Anforderungen individuell angeordnet<br />

werden können. Ob nebeneinander, übereinander oder in separaten<br />

Räumen – die Systeme lassen sich optimal an die jeweiligen<br />

Bedingungen anpassen.<br />

Hauptmerkmal der EnviroFALK Reinstwasseraufbereitungsanlagen,<br />

speziell für Hochdruck- und Hochtemperaturanwendungen,<br />

wie der PEM-Elektrolyse, ist die Kreislaufreinigung (Abbildung 4),<br />

die es ermöglicht „verunreinigtes“ Prozesswasser zu recyceln. Eine<br />

Technologie, die aktiv zum Umweltschutz beiträgt und die Kosteneffizienz<br />

in industriellen Prozessen optimiert. Die Kreislaufsysteme<br />

sind speziell darauf ausgelegt, Prozesswasser unter hohem Betriebsdruck<br />

von bis zu 50 bar und Temperaturen von über 65 °C, aufzubereiten.<br />

Durch den Einsatz modernster Technologien, die für den<br />

Dauerbetrieb konzipiert sind, wird eine zuverlässige und wirtschaftliche<br />

Aufbereitung des Wassers sichergestellt.<br />

Hochleistungs-Reinstwasserlösungen für maximale<br />

Prozesssicherheit und Flexibilität<br />

Fortschrittliche Reinstwassersysteme für grüne Energie<br />

In den vergangenen Jahren hat EnviroFALK durch die enge Zusammenarbeit<br />

mit namhaften Herstellern von Elektrolysesystemen<br />

zahlreiche anwendungsorientierte Reinstwasser-Prozesssysteme<br />

für PtX-Projekte entwickelt und bereitgestellt.<br />

Von den frühen Anfängen in 2012 bis heute wurden mehr als<br />

100 Reinstwasser-Prozesssysteme in unterschiedlichen Konzepten<br />

und Leistungsstufen für verschiedene PtX-Projekte realisiert. Diese<br />

tragen heute maßgeblich zur Etablierung von Wasserstoff als nachhaltigen<br />

Energieträger und somit zu einer umweltfreundlichen und<br />

zeitgemäßen Erzeugung von Energie bei.<br />

Die Errichtung einer der damals weltweit größten, regelflexiblen<br />

Wasserstoff-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 6 MW,<br />

erfolgte 2015 im Wirtschaftspark Mainz-Hechtsheim. Dort werden<br />

heute mittels PEM-Elektrolyseuren von Siemens stündlich bis zu<br />

1.000 Nm³ grünem Wasserstoff aus überschüssiger elektrischer<br />

Windenergie erzeugt. Der produzierte Wasserstoff wird vor Ort zwischengespeichert<br />

und anschließend in verschiedene Anwendungen,<br />

wie Verkehrswesen, Industrie und dem Erdgasnetz zugeführt.<br />

Der Rohstoff „Wasser“ wird mit einer 1.000 l/h Reinstwasseranlage<br />

bereitgestellt und mittels einer 4.200 l/h Prozesswasser-Kreislaufreinigungsanlage<br />

von feinsten Partikeln und gelösten Salzen befreit.<br />

2023 errichtete Air Liquide gemeinsam mit Siemens Energy am<br />

Standort Oberhausen das Projekt „Trailblazer“ – einen 20 MW PEM-<br />

Elektrolyseur zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Der Trailblazer<br />

versorgt über eine bestehende Wasserstoff-Pipeline Schlüsselindustrien<br />

wie Stahl, Chemie, Raffinerien und Verkehr mit 2.900<br />

Tonnen grünem Wasserstoff pro Jahr sowie Sauerstoff. EnviroFALK<br />

lieferte hierzu eine Kreislaufanlage mit einer Durchsatzleistung von<br />

30.000 l/h. Die modular aufgebaute Anlage wurde im Herstellerwerk<br />

in Leverkusen anschlussfertig vormontiert und konnte somit innerhalb<br />

kürzester Zeit vor Ort aufgestellt und in Betrieb genommen<br />

Bei EnviroFALK dreht sich alles um Lösungskonzepte für die Wasseraufbereitung<br />

in Krankenhäusern, Laboren und ausgewählten<br />

Industriezweigen. Zudem entwickeln die Experten Reinstwasseranlagen,<br />

die Elektrolyseure mit hochreinem Wasser versorgen. Damit<br />

ermöglicht das Unternehmen eine zuverlässige und effiziente Produktion<br />

von Wasserstoff.<br />

Die Qualität und Verfügbarkeit von Reinstwasser ist entscheidend<br />

für den PtX-Prozess. Eine hohe Serviceverfügbarkeit und<br />

kurze Reparaturzeiten (Mean Time To Recover - MTTR) sowie<br />

eine hohe Systemverfügbarkeit (Service Level Agreement - SLA)<br />

sind für Wasseraufbereitungsanlagen unerlässlich. Um Betriebsausfälle<br />

zu minimieren, sind Maßnahmen wie Redundanz kritischer<br />

Bauteile, optimierte Ersatzteilhaltung, der Einsatz bewährter<br />

Komponenten und die genaue Überwachung von Prozessparametern<br />

erforderlich. Diese Strategien ermöglichen eine Systemverfügbarkeit<br />

von über 99%. EnviroFALK bietet hierfür eine<br />

breite Palette an qualitativ hochwertigen Komponenten für ein<br />

werden.<br />

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Weitere überzeugende Erfolgsbeispiele:<br />

– Windgas Haßfurt GmbH (PtG-Projekt)<br />

Elektrische Leistung 1,25 MW aus Windenergie,<br />

Wasserstofferzeugung ca. 200 Nm³/h, Reinstwasseranlage 300 l/h,<br />

Kreislaufreinigung 600 l/h<br />

– Salzgitter Flachstahl (PtG-Projekt)<br />

Elektrische Leistung 2,2 MW aus Windenergie,<br />

Wasserstofferzeugung ca. 400 Nm³/h, Reinstwasseranlage 900 l/h,<br />

Kreislaufreinigung 4.200 l/h<br />

– Ludwigshafen (PtC-Projekt)<br />

Elektrische Leistung 54 MW Wasserstofferzeugung 8000 t/a,<br />

Reinstwasseranlage 10.500 l/h, Kreislaufreinigung 150.000 l/h<br />

PtX-Projekte für ein klimaneutrales Europa<br />

Christopher Lenz, 1994 in Limburg an der Lahn geboren,<br />

zeigte schon früh ein ausgeprägtes Interesse für Nachhaltigkeit<br />

und Energieeffizienz. Er erlangte seinen Bachelor-Abschluss<br />

in Energietechnik im Jahr 2019. Hierbei spezialisierte er sich<br />

auf die Wasserstofftechnologie für eine großtechnische Produktionsanlage<br />

in Zusammenarbeit mit der Trianel GmbH. Sein<br />

Masterstudium in Erneuerbaren Energien schloss er 2021 mit<br />

einer Arbeit über eine Multikriterienanalyse für die Wasserstoffwirtschaft<br />

ab, die die wirtschaftlichen, ökologischen und<br />

technischen Aspekte beleuchtete. Beide Abschlussarbeiten<br />

spiegeln sein tiefes Interesse an der Wasserstofftechnologie<br />

wider. Als Projektleiter bei Trianel GmbH trug er maßgeblich zu<br />

Wasserstoffprojekten bei. Seit 2023 verantwortet Christopher<br />

Lenz als Business Development Manager bei EnviroFALK den<br />

Bereich Reinstwasseranlagen für PtX-Projekte.<br />

Die Planung innovativer PtX-Projekte ist ein entscheidender Schritt<br />

auf dem Weg zu einem klimaneutralen Europa bis 2050. Diese Projekte<br />

tragen dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu<br />

verringern und die Energieversorgung zu diversifizieren. Der erste<br />

globale PtX-Atlas, erstellt vom Fraunhofer Institut für Energiewirtschaft<br />

und Energiesystemtechnik, zeigt das enorme Potenzial. Insbesondere<br />

in Regionen, die reich an erneuerbaren Energiequellen<br />

sind. Solche Projekte können nicht nur Europa, sondern auch die<br />

globale Energieinfrastruktur transformieren und eine Win-win-Situation<br />

für Umwelt und Wirtschaft schaffen.<br />

EnviroFALK hat sich darauf eingestellt, PtX-Projekte mit modernsten<br />

Reinstwasseranlagen zu unterstützen und damit die Klimaneutralität<br />

weiter voranzutreiben.<br />

EnviroFALK PharmaWaterSystems GmbH<br />

Maybachstraße 29<br />

Telefon: +49 2171 7675 0<br />

D 51381 Leverkusen<br />

Internet: http://www.envirofalk-pharma.com<br />

eMail: info@envirofalk-pharma.com<br />

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Zukunftscluster<br />

QSens startet<br />

in die zweite<br />

Förderrunde<br />

Blick in den Reinraum: Hier werden Quantenbauelemente gefertigt.<br />

(Foto: QSens)<br />

Im Zukunftscluster QSens der Universitäten Stuttgart und<br />

Ulm forschen Wissenschaftler*innen, Unternehmen und<br />

Start-ups erfolgreich an Quantensensoren mit großem Anwendungspotenzial.<br />

Das Bundesministerium für Bildungund<br />

Forschung fördert QSens im Rahmen von „Clusters-<br />

4Future“ für weitere drei Jahre.<br />

Hochpräzise und leistungsfähige Quantensensoren werden in vielen<br />

Bereichen gebraucht, unter anderem in der Medizintechnik, für<br />

Navigationssysteme in autonomen Fahrzeugen, für die Energiespeicherung<br />

in Batterien oder intelligente Produktionsprozesse. „Unter<br />

den Quantentechnologien sind Quantensensoren derzeit am weitesten<br />

auf dem Weg zur Marktreife und bieten große Anwendungspotenziale,<br />

die wir mit QSens erschließen wollen“, sagt Prof. Jens Anders,<br />

Clustersprecher und Leiter des Instituts für Intelligente Sensorik<br />

und Theoretische Elektrotechnik (IIS) der Universität Stuttgart.<br />

Ziel der Forschenden und der Industriepartner, die im Zukunftscluster<br />

Quantensensoren der Zukunft (QSens) zusammenarbeiten,<br />

ist es, die Technik für den Einsatz in der Praxis weiterzuentwickeln,<br />

sie für autonome technische Systeme nutzbar zu machen und aus<br />

der Forschung in die industrielle Anwendung zu überführen. Zahlreiche<br />

Patente sowie QSens-Forschungsdemonstratoren, die auf<br />

internationalen Messen wie der Hannover Messe und der Quantum<br />

Effects Messe in Stuttgart gezeigt wurden, zeigen wie marktnah die<br />

QSens-Forschung ist.<br />

Innovationsökosystem und breites Anwendungsspektrum<br />

In der ersten Förderphase haben die Beteiligten erfolgreich ein „Innovationsökosystem“<br />

aus Forschungsinstituten, Großunternehmen,<br />

KMUs und Startups aufgebaut. Es soll als Sprungbrett für disruptive<br />

Technologien dienen und die Innovationskraft Deutschlands stärken.<br />

In der zweiten Förderphase soll dieses Ökosystem weiter gestärkt<br />

und ausgebaut werden. Nachdem der Cluster in der ersten<br />

Umsetzungsphase ein breites Themenspektrum – von Industriesensoren<br />

über Sensoren für die (Bio)medizintechnik bis hin zu Sensoren<br />

für Anwendungen im Weltraum – adressiert hat, fokussiert er<br />

sich in der zweiten Phase auf Sensoren für die Biomedizintechnik.<br />

Erforscht werden sollen unter anderem Quantensensoren für die<br />

Steuerung intelligenter Prothesen und die Messung von Biomarkern<br />

zur frühzeitigen Erkennung von Krankheiten sowie Quantensensoren<br />

zur Messung von Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS).<br />

Diese sogenannten Ewigkeitschemikalien sind potentiell gesundheitsschädlich<br />

und kommen in vielen Produkten vor.<br />

Neue Quantenplattform für KMUs<br />

Zur weiteren Stärkung und zum Ausbau des QSens-Ökosystems<br />

soll in der zweiten Phase ein Verein gegründet werden, dem interessierte<br />

Industriepartner beitreten können. Darüber hinaus soll<br />

die QSens-Plattform Quanten4KMU ausgebaut werden. Sie soll<br />

QSens-Partnern zum einen bereits heute die Fertigung von Quantenbauelementen<br />

ohne eigenen Reinraum ermöglichen. Zum anderen<br />

soll sie KMUs den Zugang zu hochmodernen Geräten und<br />

Prozessen für die skalierbare und somit kostengünstige Integration<br />

von Quantenbauelementen in Sensormodule bieten. Damit werden<br />

sowohl die Weichen für die dritte Umsetzungsphase gestellt, in der<br />

erste QSens-Produkte den Markt erreichen sollen, als auch eine<br />

langfristige Verstetigung des Clusters über die BMBF-Förderung hinaus<br />

ermöglicht. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Institut<br />

für Entrepreneurship und Innovationsforschung (ENI) der Universität<br />

Stuttgart rücken außerdem die Themen „Ausgründungen“ und<br />

„Intellectual Property“ noch stärker in den Fokus von QSens.<br />

Zum Zukunftscluster QSens<br />

Der Zukunftscluster Quantensensoren der Zukunft (QSens) der Universitäten<br />

Stuttgart und Ulm wurde in der ersten Förderphase von<br />

2021 bis <strong>2024</strong> vom Bundesministerium für Bildung und Forschung<br />

(BMBF) im Rahmen des Wettbewerbs „Clusters4Future“ mit circa<br />

15 Millionen Euro gefördert. In der zweiten Förderphase stellt das<br />

BMBF dem Verbund weitere bis zu 15 Millionen Euro zur Verfü-<br />

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Seite 14/82


aus der Industrie und der Biotechnologie- und Pharmaziebranche.<br />

QSens ist ein wichtiger Eckpfeiler eines wachsenden regionalen<br />

Quantenökosystems, zu dem unter anderem das Zentrum für Integrierte<br />

Quantenwissenschaften- und Technologie (IQST), die badenwürttembergische<br />

Initiative QuantumBW und das Stuttgarter Zentrum<br />

für angewandte Quantenforschung (ZAQuant) gehören.<br />

Zum Wettbewerb Clusters4Future<br />

Wissenschaft trifft Industrie: v.l.n.r.: Prof. Jens Anders<br />

(Universität Stuttgart), Michael Förtsch (Q.ANT GmbH),<br />

Prof. Jörg Wrachtrup (Universität Stuttgart). (Foto: QSens)<br />

gung. Unter Koordination der Universität Stuttgart beteiligen sich an<br />

QSens neben der Universität Ulm unter anderem die Universität Tübingen,<br />

drei außeruniversitäre Forschungsinstitute sowie 17 Partner<br />

Mit dem 2019 ins Leben gerufenen Wettbewerb „Clusters4Future“<br />

will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)<br />

den Wissens- und Technologietransfer stärken, neue Wertschöpfung<br />

generieren und Deutschlands Position als einer der weltweiten<br />

Innovationsführer ausbauen. Regionale Innovationscluster wie<br />

QSens sollen dazu beitragen, Lösungen für drängende gesellschaftliche<br />

Herausforderungen zu finden und eine offene Innovationskultur<br />

fördern. Aus der ersten Wettbewerbsrunde von 2019 gingen aus<br />

137 Clusterskizzen sieben erfolgreich hervor. Fünf davon, darunter<br />

QSens, werden nun für weitere drei Jahre gefördert. 2022 wurden<br />

in der zweiten Wettbewerbsrunde weitere sieben Cluster bewilligt.<br />

Derzeit gibt es 14 Zukunftscluster, die maximal drei Umsetzungsphasen<br />

von jeweils bis zu drei Jahren durchlaufen können. Pro Cluster<br />

und Jahr sind Fördermittel in Höhe von bis zu fünf Millionen Euro<br />

vorgesehen.<br />

Universität Stuttgart<br />

D 70174 Stuttgart<br />

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Goldfuß Engineering hat gemeinsam mit dem Containment-Experten<br />

Weiss Pharmatechnik eine neue robotergestützte Abfüllanlage für kleine<br />

Losgrößen konzipiert. ©Goldfuß Engineering GmbH<br />

Der Roboter ist ausgestattet mit einem dreiseitigen<br />

Multifunktionsgreifer, den Goldfuß Engineering speziell für<br />

diese Anwendung entwickelt hat. ©Goldfuß Engineering GmbH<br />

Automatisierte Containment-Zelle mit MOTOMAN HD7<br />

für Forschung und kleinere Labore<br />

Medikamentenabfüllung unter<br />

Reinraum-Bedingungen mit<br />

hygienegerechtem Handhabungsroboter<br />

Neue Vorschriften und der Fachkräftemangel machen eine<br />

automatisierte Abfüllung von Medikamenten auch für kleinere<br />

Labore immer interessanter. Goldfuß Engineering hat<br />

ein neues System entwickelt, in dem ein hygienegerechter<br />

Handhabungsroboter MOTOMAN HD7 von Yaskawa unter<br />

Reinraumbedingungen bis zu 120 Vials pro Stunde abfüllt.<br />

Für klinische Studien oder die personalisierte Medizin werden<br />

meist kleine Losgrößen von Medikamenten benötigt, beispielsweise<br />

Injektionslösungen, abgefüllt in sogenannte Vials. Diese kleinen<br />

Fläschchen oder Glasgefäße müssen keimfrei und aseptisch sein.<br />

Die kleinen Losgrößen machen es aber unwirtschaftlich, sie auf<br />

konventionellen Anlagen abzufüllen.<br />

Thomas Goldfuß, CEO von Goldfuß Engineering, ist aus zwei<br />

Gründen davon überzeugt, dass die Automatisierung nun auch<br />

für kleinere Labore interessant wird: „Einerseits das First Air<br />

Prinzip in der Neufassung des EU-GMP Annex 1: Es fordert, dass<br />

alle Produkte während eines aseptischen Prozesses kontinuier-<br />

lich von sauberer, gefilterter Luft umströmt sein müssen. Und<br />

dann natürlich der Fachkräftemangel.“<br />

MOTOMAN HD7: Hochleistungsroboter mit<br />

hygienischem Design<br />

Goldfuß Engineering ist auf die kundenspezifische Laborautomatisierung<br />

in Reinraumumgebungen spezialisiert. Das Unternehmen<br />

aus dem süddeutschen Balingen hat gemeinsam mit dem Containment-Experten<br />

Weiss Pharmatechnik eine robotergestützte Abfüllanlage<br />

für kleine Losgrößen konzipiert. Damit können Kleinchargen<br />

bis 120 Vials pro Stunde in einem Laborraum der Klasse B automatisiert<br />

abgefüllt und verschlossen werden. Die Zelle ist aber auch für<br />

andere Prozesse flexibel anpassbar, etwa für die Zellkultivierung, die<br />

F&E-Automatisierung oder die Produkt- und Wasseranalytik.<br />

Das Herzstück der Anlage bilden eine Sicherheitswerkbank<br />

von Weiss und ein speziell für den Hygiene- und Reinraumbereich<br />

konzipierter Industrieroboter MOTOMAN HD7 von Yaskawa (HD<br />

steht für „Hygienic Design“). Für diesen hat Goldfuß Engineering eigens<br />

einen Multifunktionsgreifer mit drei Seiten entwickelt: Damit<br />

nimmt der MOTOMAN HD7 die Einzelteile der Vials auf, bringt sie<br />

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Seite 16/82


Robotern. „Die Features des MOTOMAN HD7 passen optimal zu<br />

unserer Lösung. Bei dieser Anwendung muss der Roboter die Anforderungen<br />

der Reinraumklasse A (ISO 5) erfüllen, und die entsprechenden<br />

Zertifikate sind wichtig für die Validierung des Systems<br />

nach GMP. Entscheidend ist auch, dass die Oberflächen mit<br />

allen gängigen Medien zu reinigen sind, und die Sterilisierung mit<br />

UV-Licht oder H2O2-Begasung möglich ist“, sagt Thomas Goldfuß.<br />

Die Erfahrung von Goldfuß Engineering mit Yaskawa-Robotern<br />

machte die Integration und Programmierung sehr einfach: „Unsere<br />

Wahl fiel auch deswegen auf das Yaskawa-Modell MOTOMAN<br />

HD7, weil Bedienung und Programmierung intuitiv einfach sind.<br />

Und auch mit dem Support von Yaskawa haben wir sehr gute Erfahrungen,<br />

zum Beispiel hinsichtlich Schulungen, Leihgeräte und<br />

Tests.“<br />

Der neue Roboter MOTOMAN HD7 erfüllt die Anforderungen<br />

der Reinraumklasse A (ISO 5). ©Goldfuß Engineering GmbH<br />

zur Abfüllung, verschließt die gefüllten Vials und transferiert diese<br />

anschließend in ein Magazin. Optional können der Roboter und die<br />

Funktionseinheiten auch in einen Isolator der Firma Weiss integriert<br />

werden.<br />

Einfache Bedienung und Programmierung<br />

Goldfuß Engineering arbeitet bereits seit 16 Jahren mit Yaskawa-<br />

Erste Kundenanfragen sind in Bearbeitung<br />

Im Juni <strong>2024</strong> präsentierte Goldfuß Engineering die Anlage<br />

erstmals auf der Prozessindustrie-Messe Achema. Thomas<br />

Goldfuß und sein Team bearbeiten nun bereits erste Kundenanfragen.<br />

Und das nicht nur von kleinen Laboren: Sogar ein<br />

Pharma-Konzern zieht das System als Backup während Stillstandzeiten<br />

der Großanlage zu Wartungs- und Serviceeinsätzen<br />

in Betracht.<br />

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Reinräumen gemäß DIN EN ISO 14644,<br />

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• Klassifizierung der Luftreinheit<br />

• Volumenstrombestimmung<br />

• Filterlecktest HEPA-Filter<br />

• Strömungsmessung & -visualisierung<br />

• Erholzeitmessungen<br />

• Messung von Temperatur, relativer<br />

Raumluftfeuchte und weiteren<br />

Raumparametern<br />

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<strong>DE</strong> 05-2023 Seite 17/103<br />

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Der 15 Meter lange Reinraum ISO 6 kann vollständig abgedunkelt werden.<br />

Mit Dunkelinspektion zur Perfektion:<br />

Diamond SA setzt neue Standards<br />

in der Reinraumfertigung<br />

Mit zwei weiteren Reinraumanlagen der Klasse ISO 6 hat<br />

Diamond SA ihre Reinraumfläche in Losone auf 600 Quadratmeter<br />

erweitert. Das Schweizer Hightech-Unternehmen<br />

investiert kontinuierlich in modernste Produktionsverfahren<br />

und setzt neue Maßstäbe in der Herstellung von Lichtwellenleitern.<br />

Lichtwellenleiter, umgangssprachlich auch Glasfaserkabel genannt,<br />

sind das Rückgrat der modernen Datenübertragungstechnik und<br />

erfordern höchste Präzision bei der Herstellung und Prüfung. Diamond<br />

SA führt einen Teil der Produktion in Reinräumen durch und<br />

hat nun zwei neue Reinraumanlagen in Betrieb genommen.<br />

Eine Besonderheit der neuen Reinräume ist die Dunkelinspektion,<br />

die es ermöglicht, mit UV-Licht Restverschmutzungen auf<br />

Bauteilen zu erkennen, die im normalen Licht unsichtbar bleiben.<br />

Diese Inspektion ist entscheidend, um die Erfüllung der strengen<br />

Reinigungsanforderungen zu gewährleisten.<br />

Der UV-Prüfraum wir über eine schwarz lackierte Schiebetür betreten.<br />

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imagine your future …<br />

Maßgeschneiderte Reinraumlösung mit Dunkelraum<br />

Die maßgeschneiderte Reinraumlösung von Schilling Engineering<br />

integriert einen separaten, 15 Meter langen UV-Bereich in die Reinraumanlage.<br />

Die innovative schwarze Beschichtung des Raumes,<br />

inklusive des taubenblauen Fußbodens, minimiert Reflexionen und<br />

schafft ideale Bedingungen für die UV-gestützte Dunkelprüfung.<br />

Die eingesetzten Verbundplatten haben die gleiche Schichtdicke<br />

der Lackierung wie die üblichen weißen Platten, was die gleiche<br />

chemische Beständigkeit und Reinigungsfähigkeit gewährleistet.<br />

Der Zugang zu den neuen Reinräumen erfolgt jeweils über eine<br />

blickdichte, schwarz lackierte Dreh- oder Schiebetür, die nicht nur<br />

funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend ist. Um den Lichteinfall<br />

in den Dunkelraum so gering wie möglich zu halten, wurde<br />

eine spezielle Luftführung für die Klimatisierung im Deckenplenum<br />

und eine besondere Überströmung geplant. Dafür wurden die Überströmgitter<br />

nicht wie üblich direkt in die Wand eingebaut, sondern<br />

versetzt angeordnet, so dass die Luft unten angesaugt und oben versetzt<br />

ausgeblasen wird.<br />

Komplette Abdunklung für effektive UV-Lichtprüfung<br />

Dank der Möglichkeit, den Raum komplett abzudunkeln und ohne<br />

Lichtspalt zu gestalten, kann die UV-Lichtprüfung mithilfe von Taschenlampen<br />

oder festinstallierten Lampen sehr effektiv durchgeführt<br />

werden. Restpartikel fluoreszieren unter dem UV-Licht und<br />

können durch den starken Kontrast der schwarzen Wände und<br />

Tischoberflächen schneller und besser erkannt werden.<br />

In dem Dunkelraum befinden sich zwei Lichttaster, mit denen<br />

die Deckenbeleuchtung am Arbeitsplatz ausgeschaltet werden kann.<br />

Während der Prüfung wird dies außerhalb des Raumes durch eine<br />

Ampel signalisiert, so dass die Prüfung nicht unterbrochen wird. Der<br />

Reinraumbereich mit Dunkelraum ermöglicht somit nicht nur eine<br />

effektive Reinigung und Prüfung der Produkte, sondern kann auch<br />

als regulärer Reinraumbereich genutzt werden.<br />

Ausgasungsfreie Dichtstoffe<br />

Besondere Anforderungen galten auch für die Dichtungsmaterialien,<br />

die in den Reinraumanlagen zum Einsatz kommen. Dichtstoffe<br />

können Ausgasungen freisetzen, die die hochpräzisen Produkte<br />

schädigen könnten. Für das Projekt in Losone wurden der Reinraumfirma<br />

deshalb spezielle ausgasungsfreie Dichtstoffe zur Auswahl<br />

gestellt. Die neuen Materialien stellten die Servicetechniker<br />

von Schilling Engineering zunächst vor Herausforderungen, da sie<br />

schwieriger zu verarbeiten waren als die Standarddichtstoffe, konnten<br />

aber mit wachsender Erfahrung gut eingesetzt werden.<br />

Mit der erfolgreich in Betrieb genommenen hochmodernen<br />

Anlage zeigt Diamond SA eindrucksvoll, wie spezialisierte Umgebungen<br />

die Produktqualität auf ein neues Level heben können. Die<br />

maßgeschneiderten Reinraumlösungen sind dabei ein wichtiger<br />

Baustein für den technologischen Fortschritt ihrer Kunden.<br />

Schilling Engineering GmbH<br />

Industriestraße 26<br />

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Telefon: +49 7746 927890<br />

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Seite 19/82<br />

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Abbildung 1: Speziell entwickelte OLYMPUS CIX100 Probenhalter für die verschiedene Probentypen: a und b) Filterhalter<br />

mit weißem und schwarzem Hintergrund - erhältlich drei verschiedenen Größen, c) Partikelfallenhalter und d) Klebebandhalter.<br />

Übersicht der gängigen Probennahme-Techniken<br />

im Rahmen technischer<br />

Sauberkeitsprüfungen<br />

Übersicht der gängigen Probennahme-<br />

Techniken im Rahmen technischer<br />

Sauberkeitsprüfungen<br />

Technische Produkte in nahezu allen Branchen<br />

erfordern ein gewisses Maß an Sauberkeit.<br />

Kontaminationen mit unerwünschten<br />

Partikeln und Rückständen in Produktionsanlagen, Laboren und<br />

insbesondere auf der Oberfläche technischer Produkte stellen nicht<br />

selten erhebliche Risiken dar. Diese Kontaminationen verkürzen die<br />

Produktlebensdauer, verschlechtern oftmals die Produktleistung<br />

und können zudem zu Risiken bei der Anwendung des Produkts<br />

führen. Das Wissen über diese Risiken hat zur Definition von strengeren<br />

nationalen und internationalen Sauberkeitsstandards geführt.<br />

Die Installation eines technischen Sauberkeitsinspektionssystems<br />

ist ein entscheidender Schritt, um die Sauberkeit einer Produktionsumgebung<br />

regelmäßig zu überwachen, sowie Produktionsausfallzeiten,<br />

Material- und Energieverschwendung zu vermeiden. Dabei<br />

nimmt die Probenvorbereitung eine wichtige Rolle ein.<br />

Arbeitsablauf einer Sauberkeitsanalyse<br />

Die technische Sauberkeitsanalyse beginnt mit der Probenvorbereitung<br />

und der Auswahl der zu kontrollierenden technischen Teile.<br />

Anschließend erfolgt die Probennahme zur Sammlung von Mikropartikelverunreinigungen.<br />

Bei der Probennahme kommen u.a. folgende<br />

Verfahren zum Einsatz:<br />

– Filtermembranen zum Auffangen von Verunreinigungen nach<br />

Abbildung 2: OLYMPUS CIX100 – Mikroskop-basierte<br />

Systemlösung für die Technische Sauberkeit.<br />

dem Waschen von Teilen oder im Rahmen einer direkten Flüssigkeitsfiltration,<br />

– Tape Lift (Spezial-Klebeband) zum Aufnehmen von Partikeln von<br />

empfindlichen Oberflächen, die nicht gewaschen werden können,<br />

oder<br />

– Partikelfallen zum Auffangen sedimentierender Luftverunreinigungen<br />

in Montageprozessen oder Reinräumen.<br />

Die mittels solcher Verfahren gewonnenen Proben werden im Anschluss<br />

auf spezielle Probenhalter montiert.<br />

Bei modernen mikroskopischen Systemlösungen zur technischen<br />

Sauberkeit, wie dem OLYMPUS CIX100, ist die Probenhalterpositionierung<br />

ein einfacher Schritt, bevor anschließend die<br />

automatisierte Sauberkeitsprüfung erfolgt. Ein intuitiver Workflow<br />

in Kombination mit der Automatisierung aller Schritte nach der Probenmontage<br />

trägt dazu bei, Inspektionen mit dem geringsten Risiko<br />

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Abbildung 3: Zur Vorbereitung der nachfolgenden Analyse<br />

wird eine Filtermembran getrocknet.<br />

Abbildung 4: Runde Probenhalter mit weißem<br />

und schwarzem Hintergrund für Filtermembranen<br />

mit Durchmessern von 25 mm (Links), 47 mm (Mitte)<br />

und 55 mm (Rechts).<br />

durch menschliche Fehler und Probenkontamination durchzuführen.<br />

Mit einem einzigen Scan kann das System Verunreinigungen<br />

bis zu 2,5 μm erkennen und zwischen metallischen Partikeln, nichtmetallischen<br />

Partikeln und Fasern unterscheiden.<br />

Übersicht der gängigen Probenahme-Techniken<br />

Für die Trennung von Verunreinigungen aus dem Bauteil stehen verschiedene<br />

Methoden zur Verfügung. Die Auswahl der Extraktions-/<br />

Probennahmeverfahren hängt stark vom Hauptzweck der technischen<br />

Sauberkeit und dem Bereich der Industrie ab. Im Allgemeinen<br />

gibt es drei Hauptextraktionsmethoden:<br />

Waschmethode<br />

In der Automobilindustrie oder auch in der pharmazeutischen und<br />

maschinellen Fertigung ist, in den meisten Fällen, die Extraktion<br />

über Flüssigkeit die geeignetste Technik. Die mikropartikulären<br />

Verunreinigungen werden bei diesem Verfahren durch Waschen,<br />

Spülen oder in einem Ultraschallbad aus den Komponenten entfernt.<br />

Die für die Extraktion verwendete Flüssigkeit sollte dabei mit<br />

dem Komponentenmaterial, der Filtervorrichtung und der Membran<br />

kompatibel sein. Nach dem Waschschritt wird die Spülflüssigkeit<br />

filtriert und die Filtermembran getrocknet. In den meisten Fällen<br />

schließt sich als nächster Schritt das Wiegen der getrockneten Filtermembran<br />

mit einer Analysenwaage an. Das gravimetrische Ergebnis<br />

dient als erste Schätzung für die Rückstandspartikel, jedoch<br />

bleiben Größe, Form und andere Eigenschaften der Partikel unbekannt<br />

und erfordern eine sich anschließende visuelle Analyse. Dazu<br />

wird abschließend die getrocknete gewogene Filtermembran auf<br />

dem Filterhalter montiert.<br />

Filtermembranen gibt es in verschiedenen Durchmessern. Die Größe<br />

der verwendeten Filtermembran hängt von der Anwendung und<br />

Branche ab:<br />

– Filtermembranen mit einem Durchmesser von 47 mm sind werden<br />

häufig in der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie<br />

und der Ölindustrie eingesetzt. Dies ist der Standardfilterdurchmesser,<br />

der in den meisten Fällen verwendet wird.<br />

– Bei Ölanalyse sind zudem Membranen mit einem Durchmesser<br />

von 25 mm im Einsatz.<br />

– Filtermembranen mit einem Durchmesser von 55 mm werden in<br />

der Maschinenwartung und in der Produktion mit einem enormen<br />

Partikelaufkommen verwendet.<br />

Neben der Filtergröße werden je nach Anwendung Filtermembranen<br />

mit weißem oder schwarzem Hintergrund herangezogen.<br />

– Schwarzer Hintergrund: Wenn eine aggressive Chemikalie zum<br />

Abspülen von Partikeln verwendet wird, können Rückstände der<br />

Spülflüssigkeit auf der Filtermembran verbleiben. Der Probenhalter<br />

mit schwarzem Hintergrund besteht hauptsächlich aus<br />

eloxiertem Aluminium und ist daher weitgehend inert gegenüber<br />

chemischen Substanzen (d.h. er reagiert nicht chemisch).<br />

– Weißer Hintergrund: Ein weißer Hintergrund bietet einen Vorteil<br />

bei der Verwendung von gewebten Mesh-Filtern. Gewebefilter<br />

werden häufig verwendet, um den Filterprozess zu beschleunigen,<br />

da die Spülflüssigkeit viel schneller durch die Filtermembran<br />

abfließen kann. Bei der Untersuchung eines Netzfilters kann das<br />

Mikroskop durch das Netz auf den Probenhalter blicken. Der<br />

schwarze Hintergrund würde durch die Maschen hindurchscheinen<br />

und als Partikel fehlinterpretiert werden. Deshalb empfiehlt<br />

sich bei der Untersuchung von Mesh-Filtern ein Probenhalter mit<br />

weißem Hintergrund.<br />

Für das OLYMPUS CIX100 sind spezielle Probenhalter für Membranen<br />

mit Durchmessern von 47 mm, 25 mm und 55 mm mit sowohl<br />

schwarzen als auch weißem Hintergrund erhältlich. Die Software<br />

des Systems hat bereits auf die verschiedenen Membrangrößen zugeschnittene<br />

Voreinstellungen für den Inspektionsbereich implementiert,<br />

so dass der Benutzer die Scangröße mit einem Klick auf<br />

eine Schaltfläche automatisch anpassen kann. Ebenso eingebunden<br />

sind vordefinierte Parameter für jeden Probentyp, so dass selbst unerfahrene<br />

Bediener problemlos normgerechte Ergebnisse erzielen<br />

können.<br />

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Abbildung 5: Positionierung der Filtermembran zur Filterung der zu untersuchenden<br />

Filterprobe (a); Montage der Filtermembran auf den Probenhalter (b).<br />

Abbildung 7.a: Präparation einer Partikelfalle<br />

Abbildung 6.a: Monatge des Klebebandes mit<br />

den anhaftenden Partikeln auf dem speziellen<br />

Probenhalter zur weiteren Auswertung<br />

Direkte Flüssigkeitsfilterung<br />

Abbildung 6.b: Die Software des OLYMPUS<br />

CIX100 System ermöglicht die Partikelanalyse<br />

einer Klebestreifenprobe nach Erfassung eines<br />

rechteckigen Inspektionsbereichs.<br />

Tape Lift Sampling<br />

Abbildung 7.b: Die Software des<br />

OLYMPUS CIX100 System analysiert eine<br />

Partikelfalle gemäß des VDA 19.2 Standard.<br />

Dieses Verfahren wird häufig zur Inspektion der Reinheit von Öl herangezogen.<br />

Öl verliert seine schmierenden Eigenschaften, wenn es<br />

Mikropartikeln, Feuchtigkeit und Salz ausgesetzt wird. Dies führt zu<br />

Korrosion, Additivabbau und der Bildung von Harzen und Ablagerungen.<br />

Mechanische Teile, wie z. B. Ventile, beginnen sich zu verklemmen,<br />

festzufressen und verschleißen.<br />

Die Reparatur dieser Teile ist sowohl kostspielig als auch zeitaufwändig.<br />

Daher ist die Durchführung einer Sauberkeitsanalyse wichtig,<br />

um den Verschmutzungsgrad des Öls zu beurteilen. Zu den Vorteilen<br />

von sauberen Flüssigkeiten, insbesondere Öl, in Maschinen<br />

gehören:<br />

– Minimierte Wartungszeit und -kosten<br />

– Maximale Leistung und Produktivität<br />

– Verbesserte Langlebigkeit von Komponenten und Maschinen<br />

– Weniger Anlagenstillstände<br />

– Weniger Reparaturen und Hardware-Austausch<br />

All diese Vorteile tragen dazu bei, Geld zu sparen, da weniger<br />

Verunreinigungen in Flüssigkeiten zu Energieeinsparungen und<br />

einer längeren Lebensdauer der Maschinen führen. Je sauberer<br />

beispielsweise das Öl, desto niedriger die Öltemperatur, desto<br />

höher die Viskosität des Öls und desto besser die Leistung. Weniger<br />

Wartungszeit und weniger Reparaturen sparen zudem Personal-<br />

und Hardwarekosten.<br />

Der Workflow der direkten Flüssigkeitsfilterung beginnt mit der<br />

Entnahme der Ölprobe aus dem zu untersuchenden System. Die Flüssigkeit<br />

durchläuft eine Vakuumfiltermaschine, wobei die enthaltenen<br />

Schwebstoffe gefiltert und auf einer Filtermembran gesammelt werden.<br />

Wie beim Waschverfahren wird die Filtermembran auf spezielle Filterhalter<br />

montiert und zur visuellen Inspektion und Analyse verwendet.<br />

Die Tape-Lift-Probenahme ist eine schnelle und einfache Technik,<br />

um Partikel von einer Oberfläche zu entnehmen und damit den<br />

Sauberkeitsgrad der Oberfläche zu bestimmen. Anwendung findet<br />

diese Methode überall dort, wo Oberflächen von Komponenten frei<br />

von Verunreinigungen sein müssen, da Verunreinigungen die Produktleistung<br />

und -zuverlässigkeit beeinträchtigen können. Hierzu<br />

zählen Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Raumfahrttechnik, aber<br />

auch Hersteller von Elektronik oder Solarmodulen.<br />

Die Tape-Lift-Methode kann immer dann zum Einsatz kommen,<br />

wenn durch das Aufbringen des Klebebandes die Oberfläche<br />

nicht beschädigt wird. Im Allgemeinen werden Metalle, Metallbeschichtungen<br />

und Oxidschichten nicht durch dieses Verfahren<br />

verändert. Vor der Anwendung auf Oberflächen mit lackierten,<br />

aufgedampften und optischen Beschichtungen ist ein gesonderter<br />

Vortest sinnvoll, um etwaige Beschädigungen schon vorab auszuschließen.<br />

Für die Probenentnahme wird ein spezielles Haftklebeband auf<br />

der zu untersuchenden Oberfläche aufgebracht. Dadurch kommt es<br />

zu einer direkten Übertragung von Partikeln von der Oberfläche auf<br />

das Klebeband. Dieses wird nach dem Entfernen mit den anhaftenden<br />

Partikeln auf einem speziellen Tape-Lift Probenhalter montiert.<br />

Das OLYMPUS CIX100 bietet nicht nur die passenden Probenhalter,<br />

sondern auch einen integrierten Analyseprozess gemäß der<br />

Norm ASTM E1216-<strong>11</strong>. Bei diesem Standard wird die Größe und Lage<br />

des Probenahmebereichs statistisch bestimmt, um eine korrekte<br />

Schätzung des Oberflächenreinheitsgrades großer Flächen vorzunehmen.<br />

Dazu definiert der Anwender den Probenahmeplan unter<br />

Berücksichtigung der Oberflächengeometrie und der Oberflächenausrichtung<br />

in Bezug auf Gasfluss, Schwerkraft und Obstruktion<br />

gemäß der entsprechenden Standardanweisungen. Diese Faktoren<br />

können den Partikelfallout und das Einfangen von Partikeln auf der<br />

Oberfläche beeinflussen.<br />

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Partikelfalle<br />

Partikelfallen werden häufig als Verfahren zur Probenentnahme eingesetzt,<br />

um die Umweltsauberkeit von Montage- und Logistikprozessen<br />

in Produktions- und Reinräumen zu überwachen. Eine Partikelfalle,<br />

bestehend aus einem Klebepad von der Größe einer Filtermembran,<br />

wird für eine definierte Zeit an Stellen mit potenzieller<br />

partikulärer Kontamination platziert, um die Ablagerung von Luftpartikeln<br />

aufzufangen. Die Zeit, in der die Partikelfalle aktiv ist, wird<br />

als Sedimentationszeit bezeichnet. Sobald die Probennahme abgeschlossen<br />

ist, wird die Partikelfalle mit den anhaftenden Partikeln<br />

auf einem speziellen Probenhalter montiert, um diese anschließend<br />

zu analysieren. Diese Analyse bestimmt die Partikelanzahl und die<br />

Partikelgrößenverteilung und berechnet den Sedimentationswert<br />

(auch Illig-Wert genannt). Der Sedimentationswert ist ein einzelner<br />

Zahlenwert, der aus der Anzahl der während der Sedimentationszeit<br />

detektierten Partikel in den verschiedenen Größenklassen berechnet<br />

wird. Bei der Berechnung werden die detektierten Partikel nach<br />

ihrer Größe gewichtet, da große Partikel ein viel größeres Schadenspotenzial<br />

haben als kleinere Partikel. Anhand des Sedimentationswerts<br />

können Anlagen die Umweltsauberkeit an verschiedenen<br />

Standorten während eines bestimmten Zeitraums vergleichen. Dies<br />

hilft dabei, Bereiche mit höherer Kontamination zu identifizieren.<br />

Es ermöglicht außerdem die Optimierung dieser Bereiche, um das<br />

Eindringen von Partikeln zu verhindern, die Komponenten und zusammengebaute<br />

Systeme beschädigen könnten. Der Sedimentationswert<br />

wird in den abschließenden Analysebericht aufgenommen.<br />

Der Prüfer muss neben den allgemeinen Reinheitsergebnissen auch<br />

die Sedimentationszeit und den Ort der Partikelfalle im Bericht dokumentieren.<br />

Fazit<br />

Im Zuge gestiegener Qualitätsanforderungen ist technische Sauberkeit<br />

von Bauteilen, Flüssigkeiten oder auch Umgebungen zunehmend<br />

in den Mittelpunkt des Herstellungsprozesses gekommen.<br />

Internationale und nationale Richtlinien beschreiben die Methoden<br />

und Dokumentationsanforderungen zur Bestimmung von Kontaminationen<br />

und verlangen detailliertere Informationen über die Art<br />

der Kontamination, wie z.B. die Anzahl der Partikel, die Partikelgrößenverteilung<br />

und die Partikeleigenschaften. In einem Kontaminationskontrollsystem<br />

werden Teile nach dem Zufallsprinzip aus<br />

der Produktionslinie entnommen und untersucht. Dabei kommen je<br />

nach Anwendung unterschiedliche Methoden zur Probenentnahme<br />

und spezielle Probenhalter zum Einsatz. Die Auswertung erfolgt im<br />

Anschluss nach den entsprechenden Normen. Die folgende Tabelle<br />

gibt einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Filterhalter<br />

der beschriebenen Verfahren für das OLYMPUS CIX100, deren Anwendungsgebiete<br />

und die unterstützten Standards.<br />

EVI<strong>DE</strong>NT Europe GmbH<br />

D 20355 Hamburg<br />

Sichere Echzeitüberwachung<br />

// Remote Partikelzähler Apex Rxp<br />

EXKLUSIVPARTNER<br />

// LIGHTHOUSE Apex R5 + Apex R5p<br />

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82178 Puchheim<br />

Tel. +49 89 25 26 888-0<br />

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Seite 23/103


Diagramm „Festigkeit<br />

über Umformbarkeit“:<br />

83 nichtrostende Stähle<br />

werden hier verglichen<br />

Merkblatt 820 „Orientierungshilfe<br />

zur Werkstoffauswahl nichtrostender Stähle“<br />

Die Auswahl einer geeigneten Edelstahlsorte für eine Anwendung bedarf der sorgfältigen Prüfung vieler<br />

physikalischer und mechanischer Eigenschaften.<br />

Um in diesem Auswahlprozess zu unterstützen und vor allem, um ihn zu erleichtern, wurde im Jahr<br />

2022 das Merkblatt 820 „Orientierungshilfe zur Werkstoffauswahl nichtrostender Stähle“ erarbeitet, in<br />

dem 38 nichtrostende Stähle hinsichtlich der Eigenschaften Korrosionsbeständigkeit, Festigkeit, Umformbarkeit,<br />

Schweißeignung, Wärmeleitfähigkeit und Wärmeausdehnung in „Spinnennetzdiagrammen“<br />

vergleichend dargestellt wurden.<br />

Neu in der zweiten Auflage<br />

Titelseite der ISER-Publikation:<br />

Merkblatt 820<br />

„Orientierungshilfe zur Werkstoffauswahl<br />

nichtrostender Stähle“<br />

36 Seiten, DIN A4,<br />

83 Spinnennetzdiagramme,<br />

8 Abbildungen, 7 Tabellen<br />

Warenzeichenverband Edelstahl<br />

Rostfrei e.V.<br />

D 40237 Düsseldorf<br />

In der neuen, zweiten Auflage dieser Schrift wurde die Anzahl nun auf 83 nichtrostende Stähle mehr<br />

als verdoppelt. Unter anderem sind martensitische sowie warmfeste und hitzebeständige nichtrostende<br />

Stähle neu hinzugekommen. Neben den Netzdiagrammen wurden die Diagramme „Festigkeit über Korrosionsbeständigkeit“,<br />

„Umformbarkeit über Korrosionsbeständigkeit“ sowie „Festigkeit über Umformbarkeit“<br />

entsprechend erweitert.<br />

Eine weitere wichtige Neuerung der Ausgabe <strong>2024</strong> sind die Erläuterungen zur Werkstoffauswahl und<br />

Dauerhaftigkeit nach Eurocode 3 (EC 3, DIN EN 1993-1-4 Anhang A).<br />

Die Norm enthält einen Leitfaden zur Auswahl nichtrostender Stähle für den Einsatz für tragende<br />

Bauteile im Stahlbau, mit dessen Hilfe ein geeigneter nichtrostender Edelstahl in Bezug auf Korrosionsbeständigkeit<br />

ausgewählt werden kann. Dadurch wird die Dauerhaftigkeit über viele Jahrzehnte ohne zusätzliche<br />

Korrosionsschutzmaßnahmen oder regelmäßige Überprüfung sichergestellt. Dieser Leitfaden<br />

lässt sich auch allgemein für Bauteile, die nicht dem EC 3 unterliegen, sehr gut als Orientierungshilfe<br />

für die Auswahl nichtrostender Stähle in Bezug auf Korrosionsbeanspruchung nutzen. Dabei ist zu beachten,<br />

dass für Bauteile, die nicht der Norm unterliegen, auch andere Sorten möglich und üblich sind.<br />

Abgerundet wird das Merkblatt durch einen weiteren neuen Abschnitt, in dem hilfreiche Informationen<br />

über verschiedene Einflussfaktoren auf die Korrosionsbeständigkeit zusammengetragen werden.<br />

So sollen häufig gemachte Fehler im Umgang mit nichtrostenden Stählen vermieden werden und die<br />

Dauerhaftigkeit von rostfreiem Stahl und die Freude daran gewahrt bleiben.<br />

Die Orientierungshilfe ist als ISER-Publikation Merkblatt 820 im pdf-Format zum kostenfreien<br />

Download (1,2 MB) erhältlich, unter:<br />

https://www.edelstahl-rostfrei.de/publikationen/iser-publikationen/merkblatt-820-orientierungshilfe-zurwerkstoffauswahl-nichtrostender-staehle-1<br />

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> <strong>11</strong>-<strong>2024</strong><br />

Seite 24/82


Beim Plasmaverfahren kommen die grundgereinigten Elastomere in eine Niederdruckplasmaanlage,<br />

in der ein Vakuum erzeugt wird. Ein Hochfrequenzgenerator liefert elektrische Spannung,<br />

die gemeinsam mit Umgebungsluft beziehungsweise Sauerstoff eingebracht wird. So entsteht ein<br />

elektrisch leitfähiges Gas, das Plasma, das die Oberflächeneigenschaften der Dichtungsringe<br />

verändert, indem die Moleküle angeregt werden. © Bildquelle: OVE Plasmatec<br />

Durch das Plasmaverfahren werden nicht nur<br />

verbliebene oberflächliche Fertigungshilfsmittel<br />

entfernt, sondern auch, je nach<br />

Materialzusammensetzung, diffundierte,<br />

ungebundene Mischungsbestandteile wie<br />

Weichmacher aus Elastomeren herausgelöst.<br />

© Bildquelle: OVE Plasmatec<br />

Wie Anforderungen an Technische Sauberkeit auch zukünftig beherrschbar bleiben<br />

Höhere Anforderungen<br />

an Technische Sauberkeit<br />

Autorin: Bettina Kremer<br />

Die Bedeutung von Technischer Sauberkeit steigt stetig an.<br />

Und entsprechend wachsen die Anstrengungen, Partikelver-unreinigungen<br />

in Bauteilen oder Baugruppen zu verhindern.<br />

Ebenso gilt es, sich an aktualisierte Richtlinien<br />

und Leitfäden für die Herstellung sauberkeitssensibler<br />

Teile, Baugruppen und Systeme im Sinne der Technischen<br />

Sauberkeit anzupassen. Was in den 1990er Jahren die Automobilindustrie<br />

initiierte, trieb danach maßgeblich die Elektronikindustrie<br />

voran und kehrt nun im Rahmen der E-Mobilität<br />

mit Niedervolt- und Hochvoltkomponenten wieder<br />

zur Mobilitätsindustrie zurück. Dabei wird der Nachweis<br />

einer Sauberfertigung von Produktion über Logistik bis<br />

zu Verpackung und Transport auch durch den steigenden<br />

Fachkräftemangel immer wichtiger.<br />

Die zunehmende Forderung nach technischer Sauberkeit stellt<br />

vielen Herstellern und Zulieferern immer größere Aufgaben. Dabei<br />

sind es nicht nur immer mehr Bereiche und Branchen, die eine<br />

verbindliche Technische Sauberkeit verlangen, sondern auch immer<br />

höhere Anforderungen an die Qualität der gelieferten Teile.<br />

Zudem geht es nicht nur um die tatsächliche Sauberkeit, sondern<br />

auch um die Einhaltung von Normen, sowie die Dokumentation<br />

und den Nachweis, dass diese Prozesse durchgeführt und eingehalten<br />

wurden. Betroffen davon sind sowohl die Herstellung<br />

von Bauteilen und Baugruppen als auch die innerbetriebliche<br />

Logistik sowie die Verpackung und der Transport zum Kunden<br />

bis in dessen Fertigungs- und Montagebereiche. Trotz großer Anforderungen<br />

können es auch kleine Unternehmen schaffen, die<br />

Forderungen nach technischer Sauberkeit einzuhalten, ohne ihr<br />

finanzielles Potenzial zu überreizen.<br />

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Seite 25/82


Staubfilter an Fenstern und Aeropur<br />

Luftreiniger sorgen für hochsaubere<br />

Produktionsbedingungen ohne Reinraumtechnologie.<br />

© Bildquelle: OVE Plasmatec<br />

KMUs müssen nicht vor den steigenden<br />

Anforderungen, Richtlinien und Verordnungen<br />

der Technischen Sauberkeit zurückschrecken.<br />

© Bildquelle: OVE Plasmatec<br />

Die leistungsfähige Beschichtung<br />

OVE40SL auf Elastomeren erfordert<br />

porentiefe und verbriefte Reinigung<br />

der Dichtungsringe.<br />

© Bildquelle: OVE Plasmatec<br />

Umfassende Regelwerke zur Technischen Sauberkeit<br />

Ausgehend von der Automobilindustrie in den 1990-iger Jahren<br />

mündet die Forderung nach technischer Sauberkeit von Bauteilen,<br />

die verbaut werden sollten, sehr schnell in hohen Forderungen, Normen<br />

und Dokumentationspflichten. Im Regelwerk VDA, Bd. 19 „Prüfung<br />

der technischen Sauberkeit – Partikelverunreinigung, funktionsrelevanter<br />

Automobilteile“ sind 2004 Extraktions- und Analyseverfahren<br />

sowie die Dokumentation der Prüferergebnisse festgelegt.<br />

Mit der Norm ISO 16232 erhielt dies auch internationale Geltung.<br />

Mit zunehmender Verbreitung leistungsstarker elektronischer Bauteile<br />

und Baugruppen in Automobilen ab den 2000er Jahren hat die<br />

Elektrotechnik das Thema übernommen und im Leitfaden „Technische<br />

Sauberkeit in der Elektrotechnik“ festgeschrieben. So soll die<br />

Herstellung sauberkeitssensibler Teile, Baugruppen und Systeme im<br />

Sinne der technischen Sauberkeit als so genannte Sauberfertigung<br />

erfolgen. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Rohmaterial<br />

bis zur Endnutzung sollen dabei die Bereiche Fertigung, Montage,<br />

Personal, Reinigung, Verpackung, Lagerung und Transport berücksichtigt<br />

werden.<br />

E-Mobilität sorgt für neue und größere Herausforderungen<br />

Mit dem Einsatz solcher elektronischer Baugruppen in batterieoder<br />

akkubetriebenen Systemen kehrt das Thema über die Elektromobilität<br />

mit Wucht in die Mobilindustrie mit Auto- und Fahrradmotoren<br />

zurück. Ebenso nutzen die Bereiche Elektrowerkzeuge<br />

und Haushaltsgeräte verstärkt Akkus als Energiequelle. In diesem<br />

Zusammenhang erhält die Hochvoltrichtlinie für die Leistungselektronik<br />

aus dem Jahr 2014 immer mehr Bedeutung. Sie legt Partikelgrenzwerte<br />

im Hinblick auf elektrische Abstände, Luft- und<br />

Kriechstrecken, Prozesssicherheit und Wiederholgenauigkeit in der<br />

Serienfertigung sowie den Umgang mit nichtmetallischen Partikeln<br />

und Fasern fest.<br />

Für die Herstellung, die Veredelung und den Einsatz von Elastomerdichtungen<br />

bedeutet dies einen immer größeren Aufwand<br />

in der Herstellung sauberer und funktionsfähiger Teile. Insbesondere,<br />

wenn die Baugruppen immer kleiner und leistungsfähiger<br />

werden und immer mehr Funktionalitäten innerhalb einer Baugruppe<br />

verbaut sind. Damit brauchen auch immer kleiner werdende<br />

Dichtungen eine besondere Behandlung, bevor sie ihren<br />

langlebigen Einsatz antreten dürfen. Wenn das Volumen einer<br />

Dichtung immer kleiner wird, ist das Verhältnis von herstellungsbedingten<br />

Restpartikeln zum gesamten Teil immer ungünstiger.<br />

Umso wichtiger ist es, diese Partikel zu entfernen, bevor die Dichtungen<br />

veredelt werden. Dementsprechend hoch ist die Anforderung<br />

an Technische Sauberkeit. Wir meistern diese Herausforderungen<br />

gerade erfolgreich bei einer nur erbsengroßen Dichtung<br />

für E-Bike Elektromotoren.<br />

Kleine Teile, große Verantwortung - mit Plasma in die Tiefe<br />

Fakt ist: Mit dem Beschichten von Elastomer-Dichtungen werden<br />

aus einfachen Dichtringen leistungsfähige Hightech-Teile. Damit<br />

lassen sich Reibwerte ebenso verbessern, wie deren dynamische<br />

Funktionen. Durch Vereinzelung und optionale Farben erleichtert<br />

sich die Montage und das macht die automatisierte Verarbeitung der<br />

Dichtungen oftmals erst möglich. Gleichzeitig entfällt das aufwändige,<br />

manuelle Aufbringen herkömmlicher Fertigungs- und Montagehilfen.<br />

Die Beschichtung mit einer wasserbasierten Gleitlackschicht<br />

ist hauchdünn und hochelastisch. Wichtigste Voraussetzung für<br />

deren Aufbringung ist dabei die absolute Sauberkeit und verbriefte<br />

LABS-Konformität. Ergebnis sind grundgereinigte Elastomerdichtungen.<br />

Darüber hinaus gibt es beim Reinigen heute vom einfachen<br />

Waschen über das tiefenwirkende Plasmareinigen ebenso geprüfte<br />

LABS-Konformität nach verschiedenen Werksnormen.<br />

Beim Plasmaverfahren kommen die grundgereinigten Elastomere<br />

in eine Niederdruckplasmaanlage, in der zunächst ein Vakuum erzeugt<br />

wird. Ein Hochfrequenzgenerator liefert elektrische Spannung,<br />

die gemeinsam mit Umgebungsluft beziehungsweise Sauerstoff<br />

eingebracht wird. So entsteht ein elektrisch leitfähiges Gas,<br />

das Plasma, das die Oberflächeneigenschaften der Dichtungsringe<br />

verändert, indem die Moleküle angeregt werden. Bei dieser Feinstreinigung<br />

bilden sich Sauerstoffradikale (O) und Ozon (O3). Die<br />

freien Radikale mit den ausdiffundierenden nicht-elastomeren<br />

Stoffen verbinden sich mit Rückständen der Fertigungshilfsstoffe<br />

und oxydieren als Gas (CO2) und H2O. So werden nicht nur verbliebene<br />

oberflächliche Fertigungshilfsmittel entfernt, sondern<br />

auch, je nach Materialzusammensetzung, diffundierte, ungebundene<br />

Mischungsbestandteile wie Weichmacher aus Elastomeren<br />

herausgelöst.<br />

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Seite 26/82


Immer öfter wird nachgewiesene LABS-Konformität gefordert<br />

LABS ist ein Akronym für Lackbenetzungsstörende Substanzen.<br />

Diese Substanzen verhindern eine gleichmäßige Benetzung der zu<br />

lackierenden Oberflächen und verursachen so trichterförmige Störstellen<br />

und Krater in der Lackschicht. Seit Einführung von lösemittelarmen<br />

Lacken in der Automobilindustrie wird für Produktionsmaterial,<br />

Anlagen und Werkzeuge die LABS-Konformität gefordert.<br />

Auch in der Vorbehandlung von Klebeflächen sind Störstellen nicht<br />

erwünscht, weil sie die Haftung reduzieren. Da nicht bekannt ist,<br />

welche Substanzen zu diesen Störungen führen, werden Materialien,<br />

Bauteile und Baugruppen auf LABS-Konformität geprüft.<br />

Während bei Metallen und vielen Kunststoffen durch intensive<br />

Reinigung die oberflächlich haftenden Fertigungshilfsmittel sicher<br />

entfernt werden können, genügt bei Elastomeren eine Oberflächenreinigung<br />

nicht. Hier schafft erst das Plasmaverfahren LABS-Konformität.<br />

Wo Normwerte fehlen, ist Expertenwissen gefragt<br />

Neben den Anforderungen aus den Regelwerken und Normen werden<br />

auch die Kundenanforderungen häufiger, die diese Normen<br />

einfordern. Dabei stellen wir eine erhöhte Anfrage nach dokumentierter<br />

technischer Sauberkeit fest, seit das Thema Fachkräftemangel<br />

in den Fokus rückt. Was früher auf Vertrags- und Vertrauensbasis<br />

zwischen zwei Geschäftspartnern auch ohne verbriefte Ergebnisse<br />

möglich war, rückt immer mehr in den Hintergrund. Stattdessen<br />

wachsen die Forderungen nach zertifizierter Technischer Sauberkeit.<br />

Kunden verlangen also genau diese Leistungen, die auch in<br />

den Regelwerken und Normen festgelegt sind. Also Produkte, Komponenten<br />

und Bauteile, die den entsprechenden Grad der Reinheit<br />

aufweisen und sicherstellen, dass keine unerwünschten Partikel,<br />

Verunreinigungen und Rückstände auf den Oberflächen vorhanden<br />

sind, die die Qualität, Funktionalität und Lebensdauer beeinträchtigen<br />

könnten. Daraus resultieren individuelle Anforderungen basierend<br />

auf VDA Band 19, wie beispielsweise der CCC-Code.<br />

KMUs müssen vor steigenden Standards nicht kapitulieren<br />

Das Ergebnis zeigt, dass auch kleine und mittlere Unternehmen<br />

nicht vor den steigenden Anforderungen, Richtlinien und Verordnungen<br />

der Technischen Sauberkeit zurückschrecken müssen. Es ist<br />

möglich, Partikelverunreinigungen auf Bauteiloberflächen oder in<br />

Baugruppen zu verhindern und Richtlinien sowie Leitfäden für die<br />

Herstellung sauberkeitssensibler Teile, Baugruppen und Systeme im<br />

Sinne der Technischen Sauberkeit einzuhalten, ohne dass dies die<br />

finanziellen Möglichkeiten von KMUs sprengt.<br />

OVE Plasmatec GmbH<br />

D 71093 Weil im Schönbuch<br />

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Abbildung 1: Die Auswahl geeigneter Schutzkleidung ist entscheidend für<br />

den Schutz der Arbeitnehmer bei der Herstellung von HPAPI.<br />

HPAPI-Herstellung:<br />

Wie Schutzkleidung zur Sicherheit von<br />

Arbeitnehmern und Produkten beitragen kann<br />

Autor: Steve Marnach<br />

Hochwirksame pharmazeutische Wirkstoffe (HPAPI) stellen eine<br />

bedeutsame Quelle für medizinische Innovationen dar. Aufgrund<br />

ihrer Fähigkeit, selektiv zu wirken, können Forscher eine auf den<br />

Patienten zugeschnittene Therapie mit maximaler Wirksamkeit und<br />

minimalen Nebenwirkungen entwickeln. Die Bedeutung von HPA-<br />

PI für die medizinische Entwicklung ist derart signifikant, dass der<br />

Markt jährlich um mehr als 10 % wächst und bis 2027 voraussichtlich<br />

ein Volumen von 40 Milliarden US-Dollar erreichen wird.(1)<br />

HPAPI werden jedoch als gefährliche Stoffe eingestuft, da bereits<br />

eine geringe Exposition die Gesundheit der Arbeitnehmer beeinträchtigen<br />

kann. Gleichzeitig sind hochwertige pharmazeutische<br />

Produkte, die HPAPI enthalten, anfällig für Verunreinigungen durch<br />

Fremdstoffe wie Hautzellen oder Schweiß der Arbeitnehmer. Die<br />

Auswahl geeigneter Schutzkleidung ist entscheidend, um beiden<br />

Risiken zu begegnen.<br />

Sicherheitsrisiken und der Schutz der Arbeitnehmer<br />

durch Reinraumkleidung<br />

Arbeitnehmer in der pharmazeutischen Industrie können in verschiedenen<br />

Produktionsphasen mit HPAPI in Kontakt kommen, z.<br />

Abbildung 2: Atmungsaktive Materialien wie DuPont Tyvek® tragen<br />

dazu bei, das Kontaminationsrisiko in Reinräumen zu verringern.<br />

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Seite 28/82


B. bei der Vorbereitung der Inhaltsstoffe, der Formulierung, der Sterilisation,<br />

der Abfüllung und Verpackung sowie bei der Reinigung<br />

und Desinfektion. Die Hauptexpositionsquelle ist die Inhalation,<br />

gefolgt von dermaler Exposition. Persönliche Schutzausrüstungen<br />

sind unerlässlich, um Arbeitnehmer vor der Exposition gegenüber<br />

HPAPI in jeglicher Form zu schützen.<br />

Ein entscheidender Schritt zum Schutz der Arbeitnehmer vor<br />

diesen Gefahren ist die Risikobewertung. Während dieses Prozesses<br />

können Schlüsselfragen helfen, Gefahren zu identifizieren und<br />

Risiken zu bewerten. Bei der Bewertung sollte der physikalische Zustand<br />

des HPAPI (fest, flüssig, wachsartig oder gasförmig) angegeben<br />

werden. Es sollte auch angegeben werden, wie jeder Inhaltsstoff<br />

in die Körpersysteme gelangen könnte (Einatmen, versehentliche<br />

Injektion, Absorption durch die Haut usw.), je nachdem, welche Produktionstätigkeiten<br />

im Reinraum durchgeführt werden. Abschließend<br />

sollte die Risikobewertung die Anforderungen an die PSA zur<br />

Verringerung dieser Risiken aufzeigen.<br />

Die europäische Verordnung 425/2016 legt die Anforderungen an die<br />

Konstruktion und Herstellung von PSA fest. Je nach physikalischer<br />

Beschaffenheit des Gefahrstoffs werden spezifische Tests durchgeführt,<br />

um die Leistungsfähigkeit der Kleidung zu überprüfen:<br />

– EN ISO 6530 oder EN ISO 17491-4 prüfen das Eindringen<br />

von Flüssigkeiten in das Kleidungsstück.<br />

– EN ISO 13982-2 prüft das Eindringen von festen Partikeln<br />

durch ein Kleidungsstück.<br />

– EN ISO 6529 oder ASTM F739 prüfen die Flüssigkeitsoder<br />

Gasdurchlässigkeit eines Kleidungsstücks.<br />

Kontaminationsrisiken und wie Reinraumkleidung<br />

die Produktqualität schützt<br />

Untersuchungen zeigen, dass der Mensch das Hauptrisiko für Produktkontaminationen<br />

in Reinräumen darstellt. 75 % der Kontaminationen<br />

stammen von Hautschuppen und Bakterien, die der menschliche<br />

Körper ständig absondert, oder von Gewebefasern und Partikeln,<br />

die von der Schutzkleidung abgegeben werden.(2) Spezifische<br />

Tests werden durchgeführt, um die Leistung eines Kleidungsstücks<br />

in Bezug auf die Sauberkeit oder die Barriere gegen Hautschuppen,<br />

die vom Träger abgesondert werden, zu überprüfen:<br />

– EN 143 prüft den Wirkungsgrad der Partikelfiltration.<br />

– ASTM F2101 prüft die bakterielle Filtrationsleistung.<br />

Zusätzlich zu den Qualitätstests, die die Permeationsleistung messen,<br />

kann Kleidung, die auf den Komfort und die Atmungsaktivität<br />

des Bedieners ausgelegt ist, dazu beitragen, die Anzahl der vom Bediener<br />

abgegebenen Partikel zu verringern. Atmungsaktive, fusselarme<br />

Materialien wie DuPont Tyvek® tragen dazu bei, das Schwitzen<br />

des Bedieners und damit das Kontaminationsrisiko zu verringern.<br />

Kleidungsstücke, die Bewegungsfreiheit zulassen, haben eine<br />

ähnliche Wirkung und verringern das Unbehagen des Bedieners und<br />

damit auch die Partikelabgabe.<br />

Bestimmungen des GMP1-Anhangs<br />

für HPAPI-Herstellungsreinräume<br />

Im Anhang 1 der GMP (Good Manufacturing Practice) (3) werden<br />

Reinräume nach der maximal zulässigen Anzahl luftgetragener Partikel<br />

pro Kubikmeter Luft in vier Klassen eingeteilt. Klasse A hat<br />

die strengsten Kriterien mit einer maximalen Gesamtpartikelzahl<br />

von 3.520 ≥ 0,5 µm/m3. Klasse D hat die geringsten Anforderungen<br />

mit einer maximalen Gesamtpartikelzahl von 3.520.000 ≥ 0,5 µm/<br />

m3. In Anhang 1 der GMP sind die Bekleidungsanforderungen für<br />

jede Reinraumklasse auf der Grundlage der Art der Tätigkeit und des<br />

möglichen Kontaminationsrisikos festgelegt.<br />

In Reinräumen der Klasse A/B, wie sie z.B. in Forschungslaboren<br />

genutzt werden, werden normalerweise kleinere Mengen der<br />

Substanzen eingesetzt. Dadurch besteht ein geringeres Risiko der<br />

Exposition gegenüber gefährlichen Stoffen, aber die Arbeitnehmer<br />

können immer noch einer Enddosis von HPAPI ausgesetzt sein.<br />

Andererseits ist die Vermeidung von Produktkontaminationen in<br />

Reinräumen der Klasse A/B äußerst wichtig. Die Schutzkleidung in<br />

diesen Reinräumen sollte sowohl die Anforderungen des Anhang 1<br />

der GMP als auch die Sicherheitsanforderungen für PSA erfüllen.<br />

In Reinräumen der Klasse C/D (z.B. Produktionsbereichen) werden<br />

größere Mengen HPAPI in höherer Konzentration gehandhabt<br />

als in Reinräumen der Klasse A/B. Daher hat in diesen Umgebungen<br />

(z.B. beim Umfüllen der Substanzen) der Schutz des Personals<br />

Vorrang vor den Reinheitsanforderungen. Schutzkleidung wird nach<br />

ihrem Schutzniveau (z.B. Kategorie III, Typ 4-B) eingeteilt.<br />

Eine sicherere Zukunft für die HPAPI-Produktion<br />

Die Herstellung von HPAPI hat aufgrund ihrer gezielten pharmazeutischen<br />

Wirkung wichtige pharmazeutische Entwicklungen ermöglicht.<br />

Das Marktwachstum in diesem Sektor unterstreicht die Bedeutung<br />

der HPAPI-Herstellung und die Notwendigkeit der Einhaltung<br />

von Reinraumanforderungen sowohl zum Schutz des Bedienpersonals<br />

als auch zur Vermeidung von Produktkontaminationen.<br />

Anhang 1 der GMP kategorisiert die Reinräume nach dem Risiko<br />

nur nach der Kontamination des Reinraums mit Partikeln (Produktschutz).<br />

Beim Umgang mit Gefahrstoffen wie HPAPI kommt die<br />

Exposition mit gefährlichen Stoffen hinzu. Je nach den mit den Tätigkeiten<br />

verbundenen Risiken werden unterschiedliche Anforderungen<br />

an die Bekleidung gestellt. Gleichzeitig legen die PSA-Vorschriften<br />

und die Gefährdungsbeurteilung das Schutzniveau fest,<br />

das für die Sicherheit des Bedieners in Abhängigkeit von der Form<br />

des Gefahrstoffs und dem Expositionsrisiko erforderlich ist. Für<br />

Hersteller von HPAPI ist es von entscheidender Bedeutung, die verschiedenen<br />

gesetzlichen Anforderungen zu kennen und die für ihre<br />

Anwendungen am besten geeignete Schutzkleidung auszuwählen.<br />

Den Leitfaden für HSE-Manager von DuPont zu Reinraumkleidung<br />

für die HPAPI-Produktion kann hier heruntergeladen werden:<br />

https://www.dupont.de/personal-protection/pharmaceutical-industries-ppe.html?src=EMEA_<strong>DE</strong>_SafetyPersonalProtection_GB_<br />

PR_External_HPAPIEguide#hpapi<br />

(1) https://www.marketsandmarkets.com/Market-Reports/high-potency-api-market-36582475.html<br />

(2) Ramstorp M., „Introduction to Contamination Control and Cleanroom<br />

Technology“, Wiley VCH, 2000, Weinheim (Deutschland)<br />

(3) https://health.ec.europa.eu/system/files/2022-08/20220825_gmpan1_en_0.pdf<br />

DuPont de Nemours (Luxembourg) Sa rl<br />

Rue General Patton<br />

L-2984 Contern<br />

Telefon: +352 3666 5<strong>11</strong>1<br />

eMail: mycustomerservice.emea@dupont.com<br />

Internet: http://dpp.dupont.com<br />

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Seite 29/82


Fraunhofer IPMS und IAF arbeiten<br />

mit 34 europäischen Partnern im<br />

Projekt »ARCTIC«<br />

EU-Projekt bündelt<br />

Kräfte auf dem Weg<br />

zur Ära der skalierbaren<br />

Quantenprozessoren<br />

Das ARCTIC-Konsortium. © imec<br />

Um Quantencomputer nutzbar zu machen,<br />

ist die Entwicklung der Ansteuerung für<br />

skalierbare Systeme essenziell, steckt aber<br />

noch in den Kinderschuhen. Das Projekt<br />

»ARCTIC« bringt 36 internationale Partner<br />

aus Industrie, Wissenschaft und führenden<br />

Forschungseinrichtungen zusammen, um<br />

eine vollständige und umfassende europäische<br />

Lieferkette für eine skalierbare, zuverlässige<br />

und innovative Steuerungsinfrastruktur<br />

für kryogene Quantenprozessoren<br />

aufzubauen. Die deutschen Institute Fraunhofer<br />

IPMS und Fraunhofer IAF bringen dabei ihre umfangreiche<br />

Kompetenz in der Charakterisierung von elektronischen<br />

Komponenten ein. Die EU finanziert das Projekt mit<br />

über <strong>11</strong> Millionen Euro für eine Laufzeit von drei Jahren.<br />

Quantencomputer gelten derzeit als die aussichtsreichsten Kandidaten<br />

für die effiziente Lösung von Problemen, die für klassische<br />

Computer völlig unerreichbar sind. Sie erfordern jedoch einen<br />

enormen Aufwand an Steuerung und Schnittstellen, um zu funktionieren.<br />

Bei Quantencomputern basierend auf Qubits, die in einem<br />

Kryostaten nahe dem absoluten Nullpunkt betrieben werden, ist die<br />

Anzahl der möglichen Signalleitungen, die von den Steuergeräten<br />

in die Kryostaten geführt werden können, jedoch limitiert. Dies bedingt<br />

sich durch den begrenzten Raum, die<br />

durch die Drähte transportierte Wärme und<br />

die durch die nötige Signalintegrität begrenzte<br />

Länge der vorhandenen Drähte.<br />

»Die Leistungsanforderungen an elektronische<br />

Geräte und Schaltungen bei kryogenen<br />

Temperaturen sind ganz anders als bei Raumtemperatur.<br />

Insbesondere bei sehr empfindlichen<br />

Anwendungen wie Quantenprozessoren<br />

müssen alle Aspekte der mikroelektronischen<br />

Technologien optimiert werden«, sagt Alexander<br />

Grill, wissenschaftlicher Leiter von »ARCTIC« (“Advanced<br />

Cryogenic Technologies for Innovative Computing“) am belgischen<br />

Forschungszentrum imec. Die erwarteten Projektergebnisse werden<br />

als wichtige Weichenstellung für stark nachgefragte Technologien<br />

angesehen, die bestehende Probleme in Bereichen wie der computergestützten<br />

Chemie, den Biowissenschaften sowie der für den<br />

Datenschutz und die Cybersicherheit erforderliche Kryptographie<br />

lösen können.<br />

Um die bisherigen Hindernisse zu überwinden, bringt »ARC-<br />

TIC« 36 Partner zusammen, um eine vollständige und umfassende<br />

europäische Lieferkette für kryogene Photonik, Mikroelektronik<br />

und Kryo-Mikrosysteme rund um die aufstrebende Quantencomputing-Industrie<br />

und verschiedene kryogestützte IKT-Anwendungen<br />

aufzubauen.<br />

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist mit seinen Instituten für Photonische<br />

Mikrosysteme IPMS und für Angewandte Festkörperphysik<br />

IAF an ARCTIC beteiligt. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit im<br />

Projekt liegt auf der Charakterisierung von Bauelementen in kryogenen<br />

Umgebungen und auf Wafern in Industriegröße für kryogene<br />

Quantencomputer-Prozessoren, sowie auf der Analyse des elektrischen<br />

Verhaltens von Transistoren und Speicherbauelementen bei<br />

untypisch tiefen Temperaturen.<br />

Fraunhofer IAF charakterisiert periphere Bauelemente<br />

für kryogene Quantenprozessoren<br />

Der kryogene On-Wafer-Prober am Fraunhofer IAF charakterisiert vollautomatisch<br />

bis zu 25 ganze 200-mm- oder 300-mm-Wafer mit Bauelementen<br />

für Quantencomputer. © Fraunhofer IAF<br />

Die Charakterisierung von elektronischen Komponenten ist ebenso<br />

wichtig wie zeitaufwändig, insbesondere wenn es um kryogene<br />

Messungen und Charakterisierungen mit langen Abkühl- und Aufwärmzeiten<br />

geht. Das Fraunhofer IAF spielt eine wesentliche Rolle<br />

in »ARCTIC«, indem es die Charakterisierung von Peripherie-Bauelementen<br />

für kryogene Quantenprozessoren auf Wafern in Indus-<br />

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Seite 30/82


triegrößen mit einem automatisierten kryogenen<br />

Full-Wafer-Prober ermöglicht. Neben dem umfangreichen<br />

Wissen über Charakterisierungsmethoden<br />

für Halbleiterbauelemente für F&E-Zwecke<br />

bis hin zu industriellen Tests von 200 mm und<br />

300 mm Wafern ist das Fraunhofer IAF einer der<br />

wenigen europäischen Anbieter eines solchen<br />

Tieftemperatur-Testaufbaus bei unter 2 K. Dieses<br />

fundierte Wissen über die Charakterisierung von<br />

kryogenen Komponenten und die statistische<br />

Variabilität von Schlüsseltechnologien wird ein<br />

wesentlicher Bestandteil von »ARCTIC« sein und<br />

dazu beitragen, die industrielle Erprobung von<br />

kryogenen Technologien zu beschleunigen, die<br />

für die Skalierung von Quantencomputern notwendig sind.<br />

Das Projekt am Fraunhofer IAF wird im Rahmen des Programms<br />

Horizon Europe von der EU gefördert und vom Bundesministerium<br />

für Bildung und Forschung (BMBF) kofinanziert.<br />

Fraunhofer IPMS bringt seine Kompetenzen in der Charakterisierung<br />

von kommerziellen Halbleiterbauelementen ein<br />

Das Center Nanoelectronic Technologies (CNT) am Fraunhofer<br />

IPMS beschäftigt sich mit der Charakterisierung und Modellierung<br />

von bipolaren und CMOS-Transistoren sowie Speicherelementen<br />

bei kryogenen Temperaturen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der<br />

Hochfrequenz-, Rausch- und Defektcharakterisierung und Modellierung<br />

kommerzieller Transistoren innerhalb der 22FDX FDSOI-<br />

Technologie sowie der Entwicklung optimierter nichtflüchtiger ferroelektrischer<br />

Speicher. Hierfür ist es entscheidend, die Charakterisierungsmethoden<br />

in kryogener Umgebung und auf ganzen Wafern<br />

zu verbessern und ein tiefes Verständnis dafür zu entwickeln, wie<br />

sich Feldeffekttransistoren und Speicherbauelemente bei untypisch<br />

niedrigen Temperaturen verhalten. »Wir wollen neue Erkenntnisse<br />

über die energetische Position und die Anzahl der elektrischen Defekte<br />

in den Transistoren gewinnen. Dies wird es der Industrie ermöglichen,<br />

neue Kryo-Produkte anzubieten und Fraunhofer kann<br />

dazu einzigartige Charakterisierungsmethoden anbieten. Die Reduzierung<br />

des defektinduzierten Rauschens in der Elektronik ist ein<br />

wichtiger Faktor für die Erhöhung der Kohärenzzeit von Qubit-Zuständen,<br />

weshalb die entwickelten Methoden<br />

unmittelbar für kryogene Quantencomputing-<br />

Ansätze relevant sind. Bei den nichtflüchtigen<br />

Speichern ist es außerdem wichtig, die<br />

Leistungsaufnahme der Speicherelemente zu<br />

minimieren, da die Kühlleistung in Kryostaten<br />

sehr begrenzt ist«, erklärt Dr. Maik Simon, Forscher<br />

in der Gruppe Quantum Technologies<br />

am CNT in Dresden.<br />

Ein weiterer Kompetenzschwerpunkt des<br />

Fraunhofer IPMS ist die Untersuchung der<br />

Anwendbarkeit nichtflüchtiger ferroelektrischer<br />

Speicher für eine kryogene Umgebung<br />

durch elektrische Charakterisierung und physikalische<br />

Modellierung. Diese bahnbrechende Studie wird zeigen,<br />

wie die Bauelemente bei niedrigen Temperaturen funktionieren und<br />

welche Parameter verändert werden können, um die Schalteigenschaften,<br />

die Integrationsdichte und die Zuverlässigkeit zu verbessern.<br />

Das Projekt am Fraunhofer IPMS wird vom Bundesministerium<br />

für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Sächsischen Staatsministerium<br />

für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) kofinanziert.<br />

Setup zur RF-Charakterisierung unter<br />

kryogenen Bedingungen.<br />

© Fraunhofer IPMS<br />

Über das Projekt »ARCTIC«<br />

»ARCTIC« bringt Technologieentwickler, Technologieintegratoren,<br />

Modellierer, Designer, System- beziehungsweise Anwendungsakteure<br />

und Endnutzer zusammen, um eine reibungslose Schnittstelle<br />

zwischen den jeweiligen Ebenen zu gewährleisten. Gleichzeitig<br />

konzentriert sich ein großer Teil der Bemühungen auf fehlende Verbindungen<br />

- unter anderem im Bereich der Kryomodellierung und<br />

Standardisierung. Außerdem wird ein einzigartiges F&E-Ökosystem<br />

in Europa aufgebaut, in dem verschiedene Forschungs- und Technologieorganisationen<br />

zusammenarbeiten und die Brücke zwischen<br />

den akademischen Innovationsmodellen und der industriellen Verwertung<br />

bilden - letztere bei KMUs und großen Industrieunternehmen<br />

gleichzeitig.<br />

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Robuste automatisierte Produktion von Stammzellen für neue Therapeutika<br />

Innovationsschub für NRW-Biotechnologie<br />

Stammzelltherapien bieten ein enormes Potenzial für die<br />

individuelle Behandlung degenerativer und tumorbedingter<br />

Erkrankungen. Mit dem kürzlich gestarteten Forschungsprojekt<br />

»RauPE« (Robuste automatisierte Produktion von<br />

therapeutisch einsetzbaren extrazellulären Vesikeln) soll<br />

die Herstellung dieser zukunftsweisenden medizinischen<br />

Therapien automatisiert und einer großen Zahl von Patientinnen<br />

und Patienten zugänglich gemacht werden. Gemeinsam<br />

mit der BioThrust GmbH, einem Spin-off der RWTH<br />

Aachen, und dem Universitätsklinikum Essen entwickelt<br />

das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT<br />

eine Expansionsplattform, die es ermöglicht, stammzellbasierte<br />

Therapien in großem Maßstab zu produzieren und<br />

damit die Herstellungskosten zu senken.<br />

Neue Bioreaktor-Technologie ermöglicht<br />

effizientere Zellvermehrung<br />

Üblicherweise werden die EV-produzierenden Stammzellen in<br />

Petrischalen-ähnlichen Gefäßen kultiviert. Für eine Produktion in<br />

großem Maßstab ist das Vorgehen jedoch zu ineffizient und arbeitsaufwendig.<br />

Ungeeignet sind auch klassische Bioreaktoren, in denen<br />

Zellen beispielsweise auf Trägerpartikeln gedeihen können, da die<br />

mechanischen Kräfte im Reaktor die Zellen schädigen. Damit die<br />

Zellen eine kontinuierliche Sauerstoffzufuhr und frisches Medium<br />

für ihr Wachstum erhalten, hat die BioThrust GmbH Membranreaktorkartuschen<br />

entwickelt, die eine blasenfreie Begasung der Zellen<br />

mit Sauerstoff integrieren und so eine effizientere und skalierbare<br />

Vermehrung der sensiblen Stammzellen ermöglichen. Diese Kartuschen<br />

werden im Projekt zur Produktion immortalisierter mesenchymaler<br />

Stammzellen (ciMSC) verwendet, die am Universitätsklinikum<br />

Essen entwickelt wurden. Diese Zellen geben während<br />

der Kultivierung extrazelluläre Vesikel ab, die therapeutisch genutzt<br />

werden können, zum Beispiel gegen bestimmte Krebsarten, Entzündungen<br />

bei Arthrose oder nach Schlaganfällen.<br />

Automatisierte Prozesse für eine sichere EV-Produktion<br />

Das Fraunhofer IPT integriert den gesamten Prozess der<br />

Herstellung extrazellulärer Vesikel in seine vollautomatisierte<br />

AUTOSTEM-Laborplattform. © Fraunhofer IPT<br />

Eine der größten Herausforderungen bei stammzellbasierten Therapien<br />

ist die skalierbare Produktion der benötigten Zellmengen.<br />

Extrazelluläre Vesikel (EV) werden aufgrund ihrer etablierten Behandlungserfolge<br />

als Therapeutika für degenerative und tumorbedingte<br />

Erkrankungen eingesetzt. EV sind empfindliche membrangebundene<br />

Partikel, die sich aus ihren Ursprungszellen gelöst<br />

haben. Diese Art der Vesikel müssen für die Herstellung der Therapeutika<br />

aus spezialisierten Stammzellen hergestellt und aus dem<br />

Zellkulturmedium gewonnen werden. Die Herausforderung der<br />

effizienten Produktion in großen Mengen liegt in der Fragilität der<br />

EV. Deshalb ist heute die Expansion der Zellen in Bioreaktoren nur<br />

in kleinen Volumina und mit speziellen Geräten möglich. Das treibt<br />

jedoch die Herstellungskosten in die Höhe. Die Partner im Projekt<br />

»RauPE« entwickeln dafür nun eine robuste und automatisierte<br />

Expansionsplattform, die auf dem Membranrührer-Bioreaktor des<br />

Aachener Spin-offs BioThrust basiert. Mit dieser Expansionsplattform<br />

sollen zukünftig qualitativ hochwertige EV automatisiert<br />

produziert werden können.<br />

Ein weiteres Hauptziel des Projekts ist es, einen skalierbaren Prozess<br />

für die Herstellung von ciMSC-EV-Präparaten zu schaffen, der die<br />

Anforderungen für die Zertifizierung medizinischer Produkte erfüllt.<br />

Das Fraunhofer IPT integriert den gesamten Prozess der Herstellung<br />

von EV in seine vollautomatisierte AUTOSTEM-Laborplattform.<br />

Diese ermöglicht eine effiziente, präzise und sichere Durchführung<br />

sämtlicher Prozessschritte für die Herstellung neuer Therapeutika<br />

mit minimalem manuellem Aufwand – von der Zellkultivierung bis<br />

zur Ernte und Reinigung der EV.<br />

Gefördertes Forschungsprojekt zur Entwicklung<br />

kostengünstiger und effektiver Zelltherapien<br />

Das Projekt »RauPE« vereint mit den drei Projektpartnern die Expertisen<br />

aus medizinischer Biotechnologie, Bioverfahrenstechnik und<br />

Prozessautomatisierung. Ziel der Partner ist eine skalierbare Herstellung<br />

von Zelltherapeutika für die Entwicklung kostengünstiger<br />

und effektiver Zelltherapien. Das Projekt wird in den nächsten drei<br />

Jahren, beginnend im Juli <strong>2024</strong>, im Förderprogramm EFRE.NRW mit<br />

Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der EU gefördert.<br />

Projektkonsortium<br />

– BioThrust GmbH, Aachen (Projektkoordinator)<br />

– Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, Aachen<br />

– Universitätsklinikum Essen<br />

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT<br />

D 52074 Aachen<br />

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Seite 32/82


Reproduzierbar Dosieren und<br />

Biofilmbildung vermeiden<br />

Batch-Dosing für<br />

Reinstwasser-Kreisläufe<br />

neu gedacht<br />

INGENIEURBÜRO &<br />

REINRAUMSERVICE<br />

EGON BUCHTA GMBH<br />

Bürkert hat eine vollautomatische Batch-Dosing-Lösung für präzise, verlustfreie<br />

pharmazeutische Abfüllprozesse entwickelt. Das System sorgt<br />

für gleichmäßige Fließgeschwindigkeit und vermeidet Biofilmablagerungen,<br />

was den Reinigungsaufwand und damit die Betriebskosten deutlich<br />

reduziert.<br />

Um in Reinstwasser-Kreisläufen eine Biofilmbildung zu verhindern, werden Leitungen<br />

häufig gespült und kräftige Pumpen sorgen für hohe Fließgeschwindigkeiten,<br />

die für den eigentlichen Prozess nicht erforderlich wären. Auch die Entnahmestellen<br />

müssen so ausgelegt sein, dass das Wasser immer im Fluss bleibt und Kontaminationen<br />

vermieden werden. Die Fließgeschwindigkeit sollte hier mindestens<br />

2 m/s betragen. Als praxisgerechte Alternative hat Bürkert Fluid Control Systems<br />

eine neuartige, vollautomatische<br />

Batch-Dosing-Lösung für präzise,<br />

verlustfreie pharmazeutische Abfüllprozesse<br />

entwickelt (Bild 1): Das<br />

System besteht aus einem FLOWave-Durchflussmesser,<br />

der nach dem<br />

patentierten SAW-Verfahren arbeitet,<br />

einem Multiport-Ventil und einem<br />

Batch-Controller. Es sorgt dafür,<br />

dass das Reinstwasser immer die<br />

Vollautomatische Batch-Dosing-Lösung<br />

für präzise, verlustfreie<br />

pharmazeutische Abfüllprozesse.<br />

(Quelle: Bürkert Fluid Control Systems)<br />

gewünschte Fließgeschwindigkeit<br />

hat. Das Risiko einer Kontamination<br />

ist dadurch ausgeschlossen; die Abfüllmenge<br />

wird präzise und reproduzierbar<br />

dosiert und dokumentiert.<br />

Keine Toträume im Batchbetrieb<br />

Das Batch-Dosing-System erfüllt<br />

höchste Hygieneanforderungen (Hygienic Design). Es gibt keinerlei Einbauten oder<br />

Verengungen im Messrohr, damit auch keine Toträume und es kann sich nichts festsetzen.<br />

Zudem wird ohne jeden Kontakt zwischen Sensorelementen und Medium<br />

gemessen. Es entstehen also weder Fluideinwirkungen auf die Sensorelemente<br />

noch sind Verunreinigungen des Mediums durch diese möglich. Im Kreislaufbetrieb<br />

sorgt das Multiportventil durch die Stellung der Ventilabgänge dafür, dass sowohl<br />

der Reinstwasser-Kreislauf als auch der Nebenkreislauf mit der Entnahmestelle<br />

gleichmäßig durchströmt werden. Im Betrieb ist Ventilabgang 1 geöffnet und Ventilabgang<br />

2 zur Entnahmestelle geschlossen. Beim Abfüllen ist es umgekehrt. In beiden<br />

Fällen sind so alle Bereiche immer durchströmt. Es gibt keine Stichleitung, in der<br />

kontaminationsanfälliges Medium verbleibt. Über den Einsatz des neuen Batch-Dosing-Systems<br />

nachzudenken, lohnt sich deshalb für Anlagenbauer und -betreiber,<br />

denn durch den geringeren Reinigungsaufwand und Medienverbrauch sinken die<br />

Betriebskosten, die Anlagenverfügbarkeit steigt und oft können die Rohrleitungen<br />

von vornherein kleiner dimensioniert werden.<br />

Bürkert GmbH & Co. KG<br />

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Seite 33/82


Verdoppelung der Fläche für die Reinraumbeutelfertigung<br />

Zwischenbilanz: Der Ausbau des französischen<br />

Standorts der SÜDPACK MEDICA ist auf Kurs<br />

Am 19. September 2023 erst fiel der Startschuss. Jetzt, nur ein Jahr nach dem Spatenstich, sind die Bauarbeiten in vollem<br />

Gang. Die Erweiterung des französischen Standortes von SÜDPACK MEDICA in Coulmer in der Region Orne ist damit auf<br />

Kurs – und sie ist das größte Einzelprojekt der SÜDPACK Unternehmensgruppe. Mit der Inbetriebnahme zum 1. Juli 2025<br />

wird sich die Fläche für die Reinraumbeutelfertigung dann im Vergleich zu den bisherigen Kapazitäten verdoppelt haben.<br />

Der Standort steht für die rund 35-jährige Kompetenz<br />

der SÜDPACK MEDICA in der Reinraumbeutelfertigung.<br />

Das spezialisierte Werk in der Normandie ist auf die Herstellung<br />

von Sterilbarrieresystemen für Medizintechnik- und Diagnostikanwendungen<br />

sowie von Primärverpackungen für Arzneistoffe und<br />

produkt-berührende Komponenten von Active Pharmaceutical Ingredients<br />

(API) ausgerichtet – und nach ISO 13485 und 15378 zertifiziert.<br />

„Mit dem Ausbau der Reinraumfläche mit ISO7-Zertifizierung<br />

und dem besonderen Fokus auf der geringen Partikellast können<br />

wir uns neben der Medizingüterindustrie nun auch im Pharmasektor<br />

noch stärker positionieren“, erklärt Geschäftsführer Thomas<br />

Freis. Eine strategisch wichtige Entscheidung für die SÜDPACK<br />

MEDICA, weil die Nachfrage nach sterilisierbaren Reinraumbeuteln<br />

kontinuierlich steigt und der Markt daher entsprechendes Potenzial<br />

bietet. Vor allem für die Beteiligten der Prozesskette, die sich mit der<br />

Herstellung flüssiger Darreichungsformen von Arzneimitteln befassen,<br />

ist ein geringer Partikeleintrag ein relevantes Thema: Glasflaschen,<br />

Ampullen oder Spritzen, die zur Verabreichung von flüssigen<br />

Parenteralen wie etwa Infusionen notwendig sind, müssen vor<br />

der Befüllung eine geringe Partikellast tragen, um den Eintrag von<br />

Fremdkörpern in die Blutbahn des Patienten auszuschließen oder<br />

zumindest möglichst gering zu halten.<br />

Das Produkt- und Leistungs-Portfolio der SÜDPACK MEDICA<br />

…ist konsequent auf die Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse<br />

abgestimmt. Das Spektrum reicht dank vertikal hoch integrierter,<br />

kreislauffähiger Wertschöpfungskette von der Compoundierung<br />

und Extrusion über Kaschierung, Bedruckung und Verbeutelung<br />

bis hin zur Rückführung der Post-Industrial-Materialien. Im<br />

Segment der Standardbeutel ist vor allem die<br />

Vielfalt beeindruckend: Die gängigsten Anwendungsbereiche<br />

im Medizin- und Pharmasektor können<br />

dadurch optimal abgedeckt werden. Die Spezialisten<br />

in Coulmer sind aber auch in der Lage, spezialisierte Prozesslösungen<br />

in komplexen Pharmaproduktionen zu realisieren.<br />

Dreirandsiegelbeutel<br />

Bereits in den letzten Jahren wurde in Schlauchbeutel- und Dreirandsiegelbeutel-Anlagen<br />

investiert, um den erhöhten Bedarf nach<br />

Folien und Beuteln zu decken, die sich an verschiedenen Stellen<br />

der Wertschöpfungskette auch in der Pharmaindustrie verwenden<br />

lassen. Heute bietet das Sortiment der SÜDPACK MEDICA bereits<br />

eine breite Auswahl an gesiegelten Barrierebeuteln für nahezu jede<br />

Anforderung – Tendenz steigend.<br />

Die kleinformatigen Beutellösungen kommen typischerweise<br />

für das Verpacken von Komponenten wie etwa Stopfen oder Filter<br />

für flüssige Darreichungsformen in Betracht. Für Prothesen, Instrumente,<br />

Wound Care Produkte bis hin zu chirurgischen Textilien<br />

stehen größere Formate zur Verfügung. Die Kombination von stabilen<br />

Trägerfolien und gasdurchlässigen Deckelfolien wiederum<br />

ermöglicht gammasterilisierbare Hochbarriere-Verpackungen wie<br />

auch Verpackungskonzepte, die der gasbasierten Sterilisation, etwa<br />

auf Basis von Ethyl-enodid (ETO-Sterilisation), gewachsen sind.<br />

Zudem sind auch komplett folien-basierte 3-Randsiegelbeutel mit<br />

Peel-Systemen möglich.<br />

Die Auswahl bei Formaten, Materialkombinationen, Druckfarben<br />

und Öffnungssystemen ist enorm: „Unsere Kunden finden bei<br />

uns perfekt geeignete Hochbarrierebeutel für ihren spezifischen Bedarf<br />

– entweder aus Folie oder auch als Kombination mit Tyvek®<br />

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Seite 34/82


oder medizinischem Papier. Die Fertigung von Beuteln, Schmalrollen<br />

und Deckeln findet dabei stets unter ISO7 und unter ISO8-Reinraumbedingungen<br />

statt“, unterstreicht Thomas Freis.<br />

Schlauchbeutel<br />

Die konventionellen und ebenso die nachhaltigen Schlauchbeutel<br />

der SÜDPACK MEDICA erfüllen alle spezifischen Anforderungen<br />

an Stabilität, Transparenz, Barrierefähigkeit und Effizienz – und<br />

zwar ohne Seitennaht und Migrationsrisiken. Auch sie werden unter<br />

Reinraumbedingungen produziert.<br />

Während die Schlauchbeutel, die aus Blasfolien auf Basis von<br />

pharmacopoeia-konformen Rohstoffen gefertigt werden, zudem ein<br />

hervorragendes Öffnungsverhalten aufweisen, bieten die Coextrusionslösungen<br />

eine sehr gute Performance in puncto Durchstoßfestigkeit.<br />

Sie kommen auch als Sekundärverpackung für Bio-Processing<br />

Bags zur Verwendung.<br />

Ein starker Vorteil für Kunden: Das Standardbeutelkonzept ermöglicht<br />

selbst geringe Bestellmengen. Und auch die Lieferzeiten<br />

sind kurz, da gängige Sterilbarrierematerialien von verschiedenen<br />

Tyvek®-Güten (beschichtet und unbeschichtet) sowie medizinischen<br />

Papieren führender Hersteller bevorratet werden. Hinzu<br />

kommt: Dank des modernen Produktions-Equipments können<br />

Standardprodukte schnell den individuellen Bedürfnissen der Kunden<br />

angepasst werden. Und: Durch das Rollenschneiden der Sterilbarrierematerialien<br />

im Reinraum erhöht sich die Flexibilität – auf<br />

Seiten der Kunden, aber auch auf Seiten der SÜDPACK MEDICA.<br />

Tyvek®-Patches in Beutelverpackungen<br />

Mit gezielt eingesetzten Tyvek®-Patches auf der Beutelrückseite<br />

ermöglicht die SÜDPACK MEDICA bei der ETO-Sterilisation<br />

einen schnellen und effektiven Gasdiffusionsprozess. Thomas<br />

Freis: „Damit kombinieren wir die Vorteile von Schlauchbeutelverpackungen<br />

mit den Möglichkeiten der gasförmigen Sterilisation.<br />

Auf ein gewohnt gutes Öffnungsverhalten, bei Bedarf auch<br />

durch eine Einreißkerbe unterstützt, müssen Kunden dabei nicht<br />

verzichten. Tyvek® zeichnet sich nämlich insbesondere durch<br />

außergewöhnlich gute Peeleigenschaften und eine hohe Durchstoßfestigkeit<br />

aus. Es ist reißfest und feuchtigkeitsbeständig<br />

– und bildet zudem von Natur aus eine außergewöhnlich hohe<br />

Keimbarriere.“ Zu den typischen Anwendungsgebieten zählen<br />

vorrangig Beutelverpackungen für Wundversorgungsprodukte,<br />

OP-Sets oder Dialysefilter.<br />

Mit dem Ausbau des Standorts in Coulmer ist die SÜDPACK MEDI-<br />

CA bestens gerüstet für die künftigen Anforderungen. Thomas Freis<br />

freut sich: „Sofern wir den Zeitplan tatsächlich einhalten können<br />

– und danach sieht es momentan aus – werden wir Mitte des kommenden<br />

Jahres bereits die ersten Maschinen platzieren. Ab Ende Juli<br />

starten wir dann sukzessive die Produktion in den neuen Räumlichkeiten.“<br />

SÜDPACK Medica AG<br />

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v.l.n.r. Sebastian Gemkow (links, Sächsischer Staatsminister für Wissenschaft, Kultur und Tourismus), Prof. Dr. Harald Kuhn (Institutsleiter, Fraunhofer-<br />

Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS) und Thomas Schmidt (Sächsischer Staatsminister für Regionalentwicklung). © Fraunhofer ENAS<br />

Freistaat Sachsen fördert mit Mitteln<br />

der Europäischen Union neues Test- und<br />

Zuverlässigkeitszentrum für Halbleiter<br />

in Chemnitz<br />

Das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme<br />

ENAS in Chemnitz erhält 9,51 Millionen Euro aus dem Europäischen<br />

Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und<br />

dem »Just Transition Fund« (JTF) für den Aufbau eines modernen<br />

Kompetenzzentrums für die Test- und Zuverlässigkeitsbewertung<br />

von Halbleiterprodukten.<br />

Das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS<br />

in Chemnitz hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der Sächsische<br />

Staatsminister für Wissenschaft, Kultur und Tourismus,<br />

Sebastian Gemkow, übergab heute im Beisein des Sächsischen<br />

Staatsministers für Regionalentwicklung, Thomas Schmidt, die<br />

beiden Zuwendungsbescheide an Prof. Harald Kuhn, Institutsleiter<br />

des Fraunhofer ENAS, für das neue Kompetenzzentrum, mit dem<br />

die Test- und Zuverlässigkeitsbewertung von Halbleitern vorangebracht<br />

werden soll. Die Investition wird mit 9,51 Millionen Euro<br />

aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)<br />

und dem Fonds »Just Transition« (JTF) unterstützt. Die Mittel leisten<br />

einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der wirtschaftlichen<br />

Attraktivität des Standorts Sachsen und zur Sicherung der europäischen<br />

Unabhängigkeit in der Halbleiterproduktion.<br />

Das »Test and Reliability Center« (TRC) wird als strategische<br />

Aktivität der europäischen Union Forschung und Entwicklung im<br />

Bereich des Testens und der Zuverlässigkeitsbewertung von Halbleiterbauelementen<br />

abdecken. Dies ist insbesondere von Bedeutung,<br />

da neuste Halbleiterchips und Systeme immer komplexer werden<br />

und daher neue und innovative Test- und Zuverlässigkeitsmethoden<br />

erfordern. Darüber hinaus sind Test- und Zuverlässigkeitsdaten inzwischen<br />

eine wichtige Quelle, um die Halbleiterproduktion weiter<br />

zu optimieren.<br />

»Außerdem sind die Kapazitäten für das Testen von Halbleitern<br />

in Europa überschaubar; meist sind die Dienstleister vor allem in<br />

Asien angesiedelt. Unser neues Testzentrum in Chemnitz, in unmittelbarer<br />

Nähe zu den in der Region angesiedelten Halbleiterherstellern,<br />

bündelt wichtige Kompetenzen im Bereich Test und<br />

Zuverlässigkeit, bildet Fachkräfte von morgen aus und ermöglicht<br />

die Ansiedlung von regionalen Dienstleistern im Bereich Test und<br />

Zuverlässigkeit. Damit wird die komplette Wertschöpfungskette in<br />

Sachsen und Europa abgedeckt und nachhaltig mit Forschung sowie<br />

gut ausgebildeten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie<br />

mit Fachkräften unterlegt«, sagt Prof. Harald Kuhn.<br />

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Seite 36/82


Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow sagte: »Mit dem TRC<br />

hebt Europa seine Testkapazitäten für die heimische Chipforschung<br />

und -industrie auf ein neues Level. Sie wird damit in die Lage versetzt,<br />

wichtige Entwicklungsschritte auf dem Weg zur nächsten<br />

Chipgeneration bei uns in Sachsen zu gehen. Das Fraunhofer ENAS<br />

arbeitet an der Schnittstelle zwischen der Grundlagenforschung<br />

und industrienaher Anwendungsforschung. In Kombination mit<br />

der Fachkräfteausbildung an der Technischen Universität Chemnitz<br />

wird ein entscheidendes Glied in der sächsischen Wertschöpfungskette<br />

im Halbleiterbereich gestärkt.«<br />

Staatsminister Thomas Schmidt begleitet als sächsischer Vertreter<br />

im Europäischen Ausschuss der Regionen das Thema Halbleiter<br />

seit Jahren in Brüssel: »Als Berichterstatter des Ausschusses der<br />

Regionen für das Europäische Chip-Gesetz habe ich mich intensiv<br />

in die Diskussion eingebracht. Ziel ist es, Europa unabhängiger zu<br />

machen von der Halbleiter-Produktion in Asien oder Nordamerika.<br />

Dazu gehören nicht nur neue Chipfabriken, sondern die ganze Kette<br />

von der Entwicklung über die Produktion und selbstverständlich<br />

auch die Qualitätssicherung. Ich freue mich deshalb sehr, dass mit<br />

dieser Förderung ein Bereich gestärkt wird, der bislang zu schwach<br />

vertreten ist und der nun die Attraktivität des Silicon Saxony als<br />

größtem Halbleiter-Cluster in Europa weiter steigert. Ich bin mir sicher,<br />

dass das Fraunhofer ENAS einen großen Beitrag leisten kann.«<br />

Das Fraunhofer ENAS in Chemnitz verfügt über langjähriges<br />

Know-how in der thermo-mechanischen Zuverlässigkeitsprüfung<br />

von elektronischen Systemen. Zusammen mit der Technischen Universität<br />

Chemnitz als Projektpartner beginnt das Institut nun mit<br />

dem Aufbau des neuen »Test and Reliability Centers«. Gemeinsam<br />

werden die Kompetenzen im Bereich Test und Zuverlässigkeit (Reliability)<br />

auf Modul-, Chip- und Waferebene für Forschungs- und<br />

Entwicklungszwecke schrittweise auf- und ausgebaut.<br />

Im nächsten Schritt sollen Test- und Prüfprozesse für Demonstrator-,<br />

Pilot- und Kleinserien entwickelt und Unternehmen niederschwellig<br />

zugänglich gemacht werden. Schwerpunkte des TRCs<br />

werden Tests im Bereich der Hochleistungselektronik, Photonik<br />

und Quantentechnologien sowie von Sensoren und Aktoren, Magnetostriktion<br />

und der Aufbau einer Testdateninfrastruktur sein. Das<br />

Angebot richtet sich sowohl an Testanlagenhersteller, Halbleiterfirmen<br />

als auch an innovative kleine und mittlere Unternehmen der<br />

Halbleiter-branche, die mit dem TRC Zugang zu experimentellen<br />

Testkapazitäten erhalten.<br />

Parallel dazu soll die Forschung an neuen Testmethoden im TRC<br />

weitergeführt werden. Damit wird das TRC die europäische Lücke<br />

im Kompetenzbereich der Test- und Zuverlässig-keitsbewertung<br />

von Halbleiterbauelementen schließen. Neben Forschungs- und<br />

Transferaktivitäten soll das TRC auch zur Ausbildung von Fachkräften<br />

beitragen. An der Technischen Universität Chemnitz wird ab<br />

Oktober <strong>2024</strong> der neue Studiengang »Design and Test for Integrated<br />

Circuits« starten, um den dringend benötigten Nachwuchs für die<br />

Halbleiterindustrie auszubilden.<br />

Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS<br />

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Die verschiedenen Farbnuancen der AlYN/GaN-Wafer resultieren aus unterschiedlichen Yttrium-Konzentrationen sowie Wachstumsbedingungen.<br />

© Fraunhofer IAF<br />

Meilenstein in der Halbleiterentwicklung<br />

Neues Halbleitermaterial:<br />

AlYN verspricht energieeffizientere<br />

und leistungsfähigere Elektronik<br />

Forschende des Fraunhofer IAF haben einen Durchbruch im<br />

Bereich der Halbleitermaterialien erzielt: Mit Aluminiumyttriumnitrid<br />

(AlYN) ist es ihnen gelungen, ein neues und<br />

vielversprechendes Halbleitermaterial mit dem MOCVD-<br />

Verfahren herzustellen und zu charakterisieren. Aufgrund<br />

seiner hervorragenden Materialeigenschaften und seiner<br />

Anpassungsfähigkeit an Galliumnitrid (GaN) besitzt AlYN<br />

ein enormes Potenzial für den Einsatz in energieeffizienter<br />

Hochfrequenz- und Hochleistungselektronik für Informations-<br />

und Kommunikationstechnologien.<br />

Aufgrund seiner hervorragenden Materialeigenschaften hat Aluminiumyttriumnitrid<br />

(AlYN) das Interesse verschiedener Forschungsgruppen<br />

weltweit geweckt. Das Wachstum des Materials stellte bisher<br />

jedoch eine große Herausforderung dar. Bislang ist es nur gelungen,<br />

AlYN mit dem Magnetron-Sputter-Verfahren abzuscheiden.<br />

Nun haben Forschende des Fraunhofer-Institut für Angewandte<br />

Festkörperphysik IAF es geschafft, das neue Material mithilfe der<br />

MOCVD-Technologie (metallorganische chemische Gasphasenabscheidung)<br />

herzustellen und damit die Erschließung neuer, vielfältiger<br />

Anwendungen zu ermöglichen.<br />

»Unsere Forschung markiert einen Meilenstein in der Entwicklung<br />

neuer Halbleiterstrukturen. AlYN ist ein Material, das eine<br />

Leistungssteigerung bei gleichzeitiger Minimierung des Energieverbrauchs<br />

ermöglicht und damit den Weg für Innovationen in der<br />

Elektronik ebnen kann, die unsere digital vernetzte Gesellschaft und<br />

die stetig steigenden Anforderungen an Technologien dringend benötigen«,<br />

sagt Dr. Stefano Leone, Wissenschaftler am Fraunhofer<br />

IAF im Bereich Epitaxie.<br />

Aufgrund seiner vielversprechenden Materialeigenschaften<br />

kann AlYN zu einem Schlüsselmaterial für zukünftige technologische<br />

Innovationen werden.<br />

Jüngste Forschungen hatten bereits die Materialeigenschaften<br />

von AlYN wie Ferroelektrizität nachgewiesen. Die Forschenden am<br />

Fraunhofer IAF konzentrierten sich bei der Entwicklung des neuen<br />

Verbindungshalbleiters vor allem auf dessen Anpassungsfähigkeit<br />

an Galliumnitrid (GaN): Die Gitterstruktur von AlYN lässt sich opti-<br />

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Forschenden des Fraunhofer IAF ist es gelungen, AlYN/GaNHeterostrukturen<br />

in einem MOCVD-Reaktor auf 4-Zoll-SiCSubstraten<br />

zu wachsen. © Fraunhofer IAF<br />

Mit ihren Arbeiten zur Epitaxie und Charakterisierung von AlYN/GaN-<br />

Heterostrukturen gelang dem Forschungsteam des Fraunhofer IAF ein<br />

Durchbruch auf dem Gebiet der Halbleitermaterialien. © Fraunhofer IAF<br />

mal an GaN anpassen und die AlYN/GaN-Heterostruktur verspricht<br />

wesentliche Vorteile für die Entwicklung zukunftsweisender Elektronik.<br />

Von der Schicht zur Heterostruktur<br />

2023 hat die Forschungsgruppe am Fraunhofer IAF bereits bahnbrechende<br />

Ergebnisse erzielt, als es ihnen erstmals gelang, eine 600<br />

nm dicke AlYN-Schicht abzuscheiden. Die Schicht mit Wurtzit-<br />

Struktur enthielt eine bis dato unerreichte Yttrium-Konzentration<br />

von über 30 Prozent. Nun haben die Forschenden einen weiteren<br />

Durchbruch erzielt: Sie haben AlYN/GaN-Heterostrukturen mit<br />

präzise einstellbarer Yttrium-Konzentration hergestellt, die sich<br />

durch hervorragende strukturelle Qualität und elektrische Eigenschaften<br />

auszeichnen. Die neuartigen Heterostrukturen verfügen<br />

über eine Yttrium-Konzentration von bis zu 16 Prozent. Unter der<br />

Leitung von Dr. Lutz Kirste führt die Gruppe für Strukturanalyse<br />

weitere detaillierte Analysen durch, um das Verständnis der strukturellen<br />

und chemischen Eigenschaften von AlYN zu vertiefen.<br />

Die Fraunhofer-Forschenden konnten bereits äußerst vielversprechende<br />

und für den Einsatz in elektronischen Bauteilen interessante<br />

elektrische Eigenschaften von AlYN messen. »Wir konnten<br />

beeindruckende Werte für den Schichtwiderstand, die Elektronendichte<br />

und die Elektronenbeweglichkeit beobachten. Diese Ergebnisse<br />

haben uns das Potenzial von AlYN für die Hochfrequenz- und<br />

Hochleistungselektronik vor Augen geführt«, berichtet Leone.<br />

AlYN/GaN-Heterostrukturen für Hochfrequenzanwendungen<br />

Dank seiner Wurtzit-Kristallstruktur lässt sich AlYN bei geeigneter<br />

Zusammensetzung sehr gut an die Wurtzit-Struktur von Galliumnitrid<br />

anpassen. Eine AlYN/GaN-Heterostruktur verspricht die Entwicklung<br />

von Halbleiterbauelementen mit verbesserter Leistung<br />

und Zuverlässigkeit. Zudem besitzt AlYN die Fähigkeit zur Induktion<br />

eines zweidimensionalen Elektronengases (2<strong>DE</strong>G) in Heterostrukturen.<br />

Neueste Forschungsergebnisse des Fraunhofer IAF zeigen<br />

optimale 2<strong>DE</strong>G-Eigenschaften in AlYN/GaN-Heterostrukturen bei<br />

einer Yttrium-Konzentration von etwa 8 Prozent.<br />

Die Ergebnisse aus der Materialcharakterisierung zeigen auch,<br />

dass AlYN in Transistoren mit hoher Elektronenbeweglichkeit<br />

(HEMTs) eingesetzt werden kann. Die Forschenden konnten einen<br />

signifikanten Anstieg der Elektronenbeweglichkeit bei niedrigen<br />

Temperaturen beobachten (mehr als 3000 cm2/Vs bei 7 K). Das<br />

Team hat bereits bedeutende Fortschritte bei der Demonstration<br />

der epitaktischen Heterostruktur erzielt, die für die Herstellung erforderlich<br />

ist, und erforscht den neuen Halbleiter weiter im Hinblick<br />

auf die Herstellung von HEMTs.<br />

Auch für die industrielle Nutzung können die Forschenden eine<br />

positive Prognose wagen: Bei AlYN/GaN-Heterostrukturen, die<br />

auf 4-Zoll-SiC-Substraten gewachsen sind, konnten sie eine Skalierbarkeit<br />

und strukturelle Gleichmäßigkeit der Heterostrukturen<br />

demonstrieren. Die erfolgreiche Herstellung von AlYN-Schichten<br />

in einem kommerziellen MOCVD-Reaktor ermöglicht die Skalierung<br />

auf größere Substrate in größeren MOCVD-Reaktoren. Diese<br />

Methode gilt als die produktivste für die Herstellung großflächiger<br />

Halbleiterstrukturen und unterstreicht das Potenzial von AlYN für<br />

die Großserienfertigung von Halbleiterbauelementen.<br />

Entwicklung von nichtflüchtigen Speichern<br />

Aufgrund seiner ferroelektrischen Eigenschaften eignet sich AlYN<br />

in hohem Maße für die Entwicklung nichtflüchtiger Speicheranwendungen.<br />

Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass das Material keine<br />

Begrenzung der Schichtdicke aufweist. Daher regt das Forschungsteam<br />

am Fraunhofer IAF an, die Eigenschaften von AlYN-Schichten<br />

für nichtflüchtige Speicher weiter zu erforschen, da AlYN-basierte<br />

Speicher nachhaltige und energieeffiziente Datenspeicherlösungen<br />

vorantreiben können. Dies ist besonders relevant für Rechenzentren,<br />

die zur Bewältigung des exponentiellen Anstiegs der Rechenkapazität<br />

für künstliche Intelligenz eingesetzt werden und einen<br />

deutlich höheren Energieverbrauch aufweisen.<br />

Oxidation als Herausforderung<br />

Eine wesentliche Hürde für die industrielle Nutzung von AlYN ist<br />

seine Oxidationsanfälligkeit, die die Eignung des Materials für bestimmte<br />

elektronische Anwendungen beeinträchtigen. »In Zukunft<br />

wird es wichtig sein, Strategien zur Minderung oder Überwindung<br />

der Oxidation zu erforschen. Dazu könnten die Entwicklung hochreiner<br />

Vorläuferstoffe, die Anwendung von Schutzbeschichtungen<br />

oder innovative Herstellungstechniken beitragen. Die Oxidationsanfälligkeit<br />

von AlYN stellt eine große Herausforderung für die Forschung<br />

dar, um sicherzustellen, dass die Forschungsanstrengungen<br />

auf die Bereiche mit den größten Erfolgsaussichten konzentriert<br />

werden«, folgert Leone.<br />

Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF<br />

D 79108 Freiburg<br />

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Messtechnik-Entwicklung bei Wirthwein Medical<br />

Kontinuierlicher Fortschritt<br />

Im Jahr 2019 nahm Wirthwein Medical<br />

am Standort Mühltal „An der Papiermühle“<br />

ein neues, hochmodernes<br />

Messlabor in Betrieb. Für Wirthwein<br />

Medical ist innovative Messtechnik<br />

ein entschiedener Puzzelstein für die<br />

Entwicklung qualitativ hochwertigen<br />

Kunststoffkomponenten und -systeme<br />

für die Bereiche Medizintechnik,<br />

Pharma und Diagnostik.<br />

Erweiterungen und Investitionen<br />

im Messlabor<br />

Seit 2019 hat sich im zentralen Messlabor<br />

bei Wirthwein Medical einiges getan. Aufgrund<br />

der hohen Auslastung der bisherigen<br />

Messtechniken wurden zwei weitere Multisensor-Messmaschinen<br />

installiert. Diese<br />

Maschinen vereinen hochpräzise optische,<br />

taktile und laserbasierte Messverfahren in<br />

einem System. Hier werden beispielsweise<br />

Küvetten für die Blutanalyse vollautomatisch<br />

geprüft. Durch die Transparenz der<br />

Teile sind exakte Messtechniken erforderlich,<br />

um die Kanten des Produktes genau<br />

zu erkennen. Dabei spielen der Fokus und<br />

die Beleuchtung des Messmittels eine entscheidende<br />

Rolle, da nur durch optimale<br />

Lichtverhältnisse und eine präzise Fokussierung<br />

die feinen Details und Konturen<br />

sichtbar sind und eine zuverlässige Qualitätskontrolle<br />

geboten werden kann. „Die<br />

Daten werden direkt an unser Qualitätssicherungssystem<br />

weitergeleitet und dort<br />

verarbeitet, was eine nahtlose Integration in<br />

unsere bestehenden Prozesse ermöglicht“,<br />

betont Angelo Häußler, Qualitätsprüfer im<br />

zentralen Messlabor.<br />

Zusätzlich wurde der Maschinenpark<br />

um eine neue Zug-Druck-Maschine erweitert,<br />

die Kräfte von bis zu 1000 Newton<br />

messen kann. Mit dieser Investition wurde<br />

das Angebot im Bereich der Messdienstleistungen<br />

ebenfalls weiter ausgebaut.<br />

Seit 2021 werden die Messvorrichtungen<br />

ebenfalls im Haus entwickelt, konstruiert<br />

und im eigenen Werkzeugbau hergestellt.<br />

Dies steigert die Flexibilität und Schnelligkeit<br />

erheblich.<br />

Verbesserte Prozesse und<br />

Effizienzsteigerungen<br />

Mit der Inbetriebnahme der neuen Messmaschinen<br />

und der Erweiterung des Teams<br />

wurde die Kapazität, Serienprüfungen und<br />

projektbezogene Messungen vor Ort durchzuführen,<br />

weiter gesteigert. Früher wurden<br />

viele Messungen extern vergeben, heute<br />

kann das Team diese intern abwickeln und<br />

dem Kunden einen direkten Ansprechpartner<br />

bieten. Von der kompletten Messaufnahme<br />

über das Erstellen von Messprogrammen<br />

bis hin zur Qualifizierung der<br />

Messabläufe erfolgt bei Wirthwein Medical<br />

alles aus einer Hand.<br />

Ausblick in die Zukunft<br />

Die Zukunftspläne des Messlabors bei Wirthwein<br />

Medical umfassen mehrere Kernbereiche,<br />

die ebenfalls helfen werden, den<br />

steigenden Anforderungen in den Branchen<br />

gerecht zu werden. Ein wesentlicher<br />

Aspekt ist die Fachkräftesicherung. Die<br />

kontinuierliche Weiterbildung des Teams<br />

ist essenziell, um auch in Zukunft höchsten<br />

Lucas Schiem, Qualitätsprüfer richtet die Messvorrichtung für die Küvetten<br />

an der neuen Multisensor-Messmaschine ein.<br />

Qualitätsstandards zu entsprechen.<br />

Die Kundennähe ist ebenfalls ein weiterer<br />

Schwerpunkt, die fokussiert wird. Die<br />

Verbesserung der Messkapazitäten und die<br />

direkte Kommunikation mit dem Kunden<br />

ermöglicht, flexibel und schnell auf deren<br />

Bedürfnisse einzugehen und stets präzise<br />

Ergebnisse zu liefern und damit eine noch<br />

bessere Dienstleistung zu bieten.<br />

„Die Herausforderung der Zukunft wird<br />

darin liegen, den Anforderungen und Erwartungen<br />

an das zentrale Messlabor bei<br />

stetig zunehmender Komplexität und Auftragsvolumen<br />

der Messaufgaben gerecht<br />

zu werden“, betont Denis Röhrig, Teamleiter<br />

des zentralen Messlabors. „Die letzten<br />

fünf Jahre haben gezeigt, dass wir auf dem<br />

richtigen Weg sind. Mit den getätigten Investitionen<br />

und den zukunftsorientierten<br />

Maßnahmen sind wir bestens gerüstet, um<br />

auch in den kommenden Jahren höchste<br />

Qualität zu liefern, konkurrenzfähig und<br />

uns erfolgreich auf dem Markt zu behaupten“,<br />

führt er fort.<br />

Wirthwein Medical GmbH & Co. KG<br />

D 64367 Mühltal/Nieder-Ramstadt<br />

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Die Business-Lösung fürs Engineering<br />

basiert auf einem innovativen<br />

Plattform-Konzept, bei dem moderne<br />

KI-Sprachmodelle durch unterschiedliche<br />

Software-Dienste gesteuert und<br />

überwacht werden.<br />

Merkle CAE Solutions und embraceable Technology: Innovation made in Germany<br />

Digitale Intelligenz für<br />

FEM- und CFD-Simulationen<br />

Um hochqualifiziertes Engineering-Know-how im Unternehmen zu belassen und gleichzeitig die Effizienz spürbar zu steigern,<br />

entwickeln Merkle CAE Solutions GmbH, Experte in ingenieurtechnischen Multiphysics-Simulationsberechnungen,<br />

und embraceable Technology GmbH, Entwickler einer KI-Plattform zur Orchestration von Prozessen, eine auf ingenieurtechnische<br />

Konzepte spezialisierte, KI-gestützte Geschäftsanwendung. Damit würde den Unternehmen eine neue Software-Dimension<br />

im Ingenieurwesen gelingen.<br />

Dipl.-Ing. (TU) Stefan Merkle,<br />

Geschäftsführender Gesellschafter<br />

der Merkle CAE Solutions GmbH.<br />

Dr.-Ing. Christian Gilcher,<br />

Geschäftsführer der embraceable<br />

Technology GmbH.<br />

Know-how im Engineering ist personenabhängig. Nicht nur die<br />

fachliche Expertise, sondern auch die Erfahrung und der Wissensschatz<br />

bezüglich bereits umgesetzter Projekte. Das soll mit der neuartigen<br />

AI-basierten Business-Technology bei Merkle CAE Solutions<br />

optimiert werden. Das Unternehmen entwickelt gemeinsam mit<br />

dem Software-Entwickler embraceable Technology, Kaiserslautern,<br />

eine Plattform, die auf Basis unterschiedlichster Parameter auf das<br />

Engineering-Wissen bisher umgesetzter Projekte der Merkle CAE<br />

Solutions zugreift.<br />

Ziel ist es, im ersten Schritt administrative Aufgaben, wie das Angebots-<br />

und Auftragsmanagement, zu vereinfachen. Zudem würden<br />

auch Projekte und das Berichtswesen verschlankt, indem ähnliche<br />

Methoden oder gar ähnliche Aufgabenstellungen schnell auffindbar<br />

sind. Gängige Business-Anwendungen sind für das Ingenieurwesen<br />

nicht spezifisch genug. Ebenso decken herkömmliche Suchfunktionen<br />

die möglichen Fragestellungen und Parameter nicht ab. Künstliche<br />

Intelligenz fungiert hier wie ein alteingesessener Mitarbeiter,<br />

der alle bisherigen Projekte, deren Aufgabenstellungen und Methoden,<br />

aber auch die Verwaltung, im Gedächtnis und ohne lange Suchzeiten<br />

parat hat.<br />

„Eine Digitale Intelligenz, die komplexe Engineering-Terminologie<br />

versteht und interpretieren kann, hilft uns bei der Prozess-Effizienz<br />

und setzt Kapazitäten frei, die an anderer Stelle im Unternehmen<br />

Engpässe auflösen und dadurch massive Mehrwerte erzeugen.<br />

Wir werden das System Zug um Zug um weitere Prozesse und Funktionalitäten<br />

erweitern, um auf dieser Grundlage künftig menschliche<br />

Arbeitszeit unserer qualifizierten Ingenieure noch präziser und<br />

effektiver einzusetzen“, so Dipl.-Ing. Stefan Merkle, Geschäftsführender<br />

Gesellschafter Merkle CAE Solutions.<br />

Das neu entwickelte System arbeitet modell-agnostisch, kann<br />

also mit allen möglichen anderen Anwendungen kommunizieren.<br />

Dabei fließen keinerlei Daten für das Training von KI-Modellen ab.<br />

Sämtliche Daten und Informationen bleiben vollständig in der Hoheit<br />

und der Kontrolle von Merkle CAE Solutions. Da das Unternehmen<br />

beständig mit hochsensiblen wie vertraulichen Daten arbeitet,<br />

eine Grundvoraussetzung. Das System wird OnPremise betrieben.<br />

Es werden lediglich lokale und europäische Sprachmodelle verwendet.<br />

Die Lösung erfüllt damit höchste Ansprüche an Souveränität,<br />

Datenschutz und strategische Flexibilität und bietet - ganz nebenbei<br />

- auch maximale Kosteneffizienz.<br />

„Mit der embraceable Plattform haben wir eine Lösung geschaffen,<br />

wie moderne KI-Technologie in Kombination mit wertvollem<br />

europäischen Industrie- und Engineering Know-How angewendet<br />

werden kann, um daraus reale Produktivitäts-Steigerungen und<br />

Arbeits-Erleichterungen zu erzielen. Das ist eine Blaupause für den<br />

Einsatz moderner KI-Technologie in der kompletten Engineering-<br />

Branche“, so Dr.-Ing. Christian Gilcher, Geschäftsführender Gesellschafter<br />

embraceable Technology.<br />

Merkle CAE Solutions GmbH<br />

D 89518 Heidenheim<br />

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Der Bedarf nach smarten Wandsystem-Lösungen für digitale und hygienische Räume<br />

wächst stetig<br />

Variabilität an Raumsystemen<br />

Autor: Dr. Daniel Feyerlein<br />

Im Kontext zunehmender Digitalisierung<br />

und flexibler Raumgestaltung in modernen<br />

Funktionsräumen gewinnt die Integration<br />

technologischer Infrastruktur an Bedeutung.<br />

Der Anspruch nach einer innovativen<br />

Lösung für z.B. Trockenbauwänden oder<br />

modularen Wandsystemen in Räumen mit<br />

erhöhten Ansprüchen an die Nutzungsvariabilität<br />

sowie zugleich an Ästhetik und<br />

Hygiene.<br />

Kern einer zukunftsorientierten Wandlösung<br />

ist die Variabilität in der Raumnutzung<br />

und die intelligente Verwaltung von<br />

Medienversorgungen, idealerweise unsichtbar<br />

in die Wandkonstruktion integriert.<br />

Auch die Anforderungen an Reinräume<br />

z.B. für die Installation und Wartung von IT<br />

und medizinischen Gasen, insbesondere in<br />

Einrichtungen wie Operationssälen, Intensivstationen,<br />

und Sterilisationsbereichen,<br />

entwickeln sich stetig weiter. Ein dafür ausgelegtes,<br />

modulares Wandsystem mit integrierten<br />

Medienkanälen könnte die ideale<br />

Antwort auf die Herausforderungen moderner<br />

digitaler Reinräume darstellen.<br />

Dieser Artikel beleuchtet die Anforderungen<br />

und Potenziale eines solchen<br />

Systems. Ein modernes Wandsystem ermöglicht<br />

eine flexible Anpassung an verschiedene<br />

Raumkonzepte und deren technischen<br />

Anforderungen. Es erlaubt die<br />

schnelle Erweiterung oder Anpassung von<br />

Funktionsräumen, ohne größere bauliche<br />

Eingriffe oder langfristige Unterbrechungen<br />

des Betriebs.<br />

Probleme digitaler Räume:<br />

Kabelmanagement<br />

In digitalen Räumen wie z.B. Server-Räumen,<br />

Büros, Operationssälen oder Intensivstationen<br />

ist die Verkabelung oft ein Problem.<br />

Herkömmliche Lösungen führen häufig<br />

zu unübersichtlichen Kabelführungen<br />

in z.B. Kabelkanälen, die schwer zugänglich<br />

sind, als Aufputz-Variante ausgeführt werden<br />

und ggf. wartungsintensiv sind. Dies<br />

erschwert nicht nur die Installation neuer<br />

Technologien, sondern erhöht auch das<br />

Risiko von Ausfällen und Störungen.<br />

Probleme von Reinräumen:<br />

Upgrade-Fähigkeit und Stillstandzeiten<br />

Reinräume, ausgestattet mit modernster<br />

Technologie, erfordern regelmäßige Upgrades,<br />

um den neuesten technischen Standards<br />

zu entsprechen. Diese Upgrades sind<br />

jedoch oft mit langen Stillstandzeiten verbunden,<br />

da bestehende Systeme nur schwer<br />

angepasst oder erweitert werden können.<br />

Ein neues Wandsystem sollte daher modular<br />

und leicht zu modernisieren sein, Ausfallzeiten<br />

minimieren sowie hygienische<br />

Anforderungen wahren.<br />

Probleme herkömmlicher Räume:<br />

Unattraktive Ästhetik und<br />

schlechte Anpassbarkeit<br />

In vielen Räumen bleibt die Flexibilität<br />

hinsichtlich der Nutzung begrenzt. Änderungen<br />

in der Raumnutzung oder Design-Änderungen<br />

erfordern komplexe und<br />

kostspielige Anpassungen. Zudem sind bestehende<br />

Wandsysteme mit digitalen Anforderungen<br />

oft optisch wenig ansprechend<br />

und bieten keine Möglichkeit zur individuellen<br />

Gestaltung.<br />

Die Integration digitaler Technologien,<br />

die Flexibilität in der Nutzung sowie die<br />

Einhaltung strengster Hygienestandards erfordern<br />

innovative Lösungen im Bereich der<br />

Innenarchitektur. Heutige Anforderungen<br />

an ein neuartiges Innenwandsystemen, das<br />

speziell für die Anforderungen an moderne<br />

digitale Reinräume entwickelt wird, bietet<br />

eine Lösung für diese Themen. Gerade medizinische<br />

und digitale Räume stellen spezifische<br />

Anforderungen, die über die bloße<br />

Erfüllung von Hygienevorschriften hinausgehen.<br />

Sie erfordern eine nahtlose Integration<br />

von Technologien und die Fähigkeit,<br />

auf sich ändernde Nutzungsbedingungen<br />

schnell und effizient zu reagieren.<br />

Neben den regulären Anforderungen an<br />

Innenwandlösungen für Schall- und Wärmedämmung,<br />

Tragfähigkeit, Brandklassifizierung,<br />

usw. müssen moderne Wandlösungen<br />

eine Vielzahl von funktionalen, ästhetischen<br />

und technischen Anforderungen<br />

erfüllen, um den gegebenen Bedürfnissen<br />

heutiger Bauprojekte gerecht zu werden.<br />

Diese Anforderungen variieren je nach Einsatzgebiet,<br />

umfassen jedoch folgende wesentliche<br />

Aspekte:<br />

Flexibilität und Modularität:<br />

Anpassungsfähigkeit<br />

Moderne Innenwandlösungen müssen flexibel<br />

und anpassbar sein, um den Anforderungen<br />

an sich verändernde Raumnutzun-<br />

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gen gerecht zu werden. Besonders in Räumen<br />

mit hohen Ansprüchen sind modulare<br />

Wandsysteme von Vorteil und nehmen mit<br />

steigender Integration von IT oder Medienversorgungen<br />

eine essenzielle Rolle ein.<br />

Ästhetik und Design: Individualisierung<br />

Die Oberflächengestaltung moderner Innenwände<br />

ist ein wichtiger Faktor für das<br />

Raumambiente und dessen Anforderung.<br />

Es werden unterschiedliche Materialien,<br />

Farben und Texturen verwendet. Ebenso<br />

werden konstruktive Lösungen für die<br />

Digitalisierung von Räumen gefordert.<br />

Moderne Innenwände bieten eine große<br />

Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten,<br />

die leicht an die individuellen Anforderungen<br />

oder Designvorgaben angepasst werden<br />

können.<br />

Integrierte Technologie:<br />

Intelligente Lösungen<br />

Moderne Innenwandlösungen bieten die<br />

Möglichkeit, technologische Systeme wie<br />

Stromleitungen, Beleuchtung, Heizungen,<br />

IT oder Smart-Home-Technologien unsichtbar<br />

zu integrieren. Wandlösungen<br />

sollten eine unkomplizierte Verlegung von<br />

Kabeln und technischen Installationen ermöglichen.<br />

Pflege und Langlebigkeit:<br />

Nutzeransprüche<br />

Die gewählten Materialien der Konstruktion<br />

sollte pflegeleicht sein, sodass die<br />

Wände ohne großen Aufwand gereinigt und<br />

instandgehalten werden können. Moderne<br />

Innenwände müssen robust und widerstandsfähig<br />

gegenüber alltäglichen Beanspruchungen<br />

sein, um eine lange Lebensdauer<br />

sicherzustellen.<br />

Kosten- und Zeiteffizienz:<br />

Wirtschaftlichkeit<br />

Eine schnelle und unkomplizierte Installation<br />

reduziert Bauzeiten und Arbeitskosten.<br />

Hierfür sind besonders Leichtbauwände<br />

und Trockenbausysteme geeignet. Kostenbewusste<br />

Lösungen, die sowohl in der Anschaffung<br />

als auch im Unterhalt sowie der<br />

variablen Nutzung wirtschaftlich sind, können<br />

wesentliche Faktoren werden.<br />

Funktionale Vielseitigkeit:<br />

Multifunktionalität<br />

Wände können zusätzliche Funktionen<br />

übernehmen, wie etwa als Raumteiler, Speicherelement<br />

(z.B. Einbauregale) oder als<br />

Fläche für interaktive Technologien (z.B.<br />

Whiteboard-Wände oder Multimedia-Displays).<br />

Ein moderner digitalisierter Raum<br />

kann effizient auf Nutzungsveränderungen<br />

angepasst werden.<br />

Moderne Innenwandlösungen müssen<br />

all diese Anforderungen in sich vereinen,<br />

um sowohl ästhetisch als auch funktional<br />

eine optimale Raumgestaltung zu ermöglichen.<br />

Je nach Gebäudetyp und Nutzung<br />

werden unterschiedliche Prioritäten gesetzt,<br />

um den spezifischen Anforderungen<br />

gerecht zu werden. Dementsprechend sind<br />

konstruktive Lösungen an die Funktionalität<br />

speziell an Trockenbauwänden oder modularen<br />

Wandsystemen gegeben.<br />

Eine Möglichkeit diesen Anforderungen<br />

gerecht zu werden, ist es, eine Medienkanal<br />

in das Wandsystem zu integrieren, wie dies<br />

z.B. das patentierte Konzept INDUCTUS<br />

vorschlägt. Daraus ergeben sich verschiedene<br />

Vorteile:<br />

Ästhetik und Sauberkeit<br />

Kabel und Anschlüsse für Strom, Daten,<br />

Telefon oder andere Medien wie z.B. medizinische<br />

Gase werden unsichtbar in der<br />

Wand verlegt, was zu einem aufgeräumten<br />

und eleganten Erscheinungsbild führt. Zugleich<br />

können die hygienischen Anforderungen<br />

besser eingehalten werden.<br />

Flexibilität und Anpassbarkeit<br />

Integrierte Medienkanäle können so gestaltet<br />

werden, dass sie verschiedene Anschlüsse<br />

und Erweiterungen aufnehmen können.<br />

Dies ermöglicht es, zukünftige Technologieanforderungen<br />

zu berücksichtigen und das<br />

System sowohl leicht als auch schnell anzupassen<br />

oder zu erweitern.<br />

Hygiene<br />

Durch eine Integration von Medien in die<br />

Wandverkleidung mittels eines dafür geschaffenen<br />

Medienkanals kann eine hygienische<br />

und leicht zu reinigende Oberfläche<br />

erzeugt werden. Eine dafür adaptierte<br />

flächenbündige Konstruktion kann darüber<br />

hinaus die hygienischen Anforderungen an<br />

eine glatte Wandfläche sicherstellen.<br />

Zukunftssicherheit<br />

Moderne Wandsysteme sollten Zugangspunkte<br />

und Schnittstellen für ausführenden<br />

Gewerken bieten, über die Erstinstallationen,<br />

Wartungsarbeiten oder Reparaturen<br />

durchgeführt werden können, ohne dass<br />

dabei die Wand aufgebrochen werden<br />

muss. Da die Technik sich schnell weiterentwickelt,<br />

ermöglicht ein integrierter Medienkanal<br />

eine einfachere Aufrüstung, z.B.<br />

von alten auf neue Netzwerkkabel, ohne<br />

umfassende Bauarbeiten.<br />

Ein neuartiges Wandsystem mit integrierten<br />

Medienkanälen kann die ideale<br />

Lösung für moderne digitale Reinräume<br />

werden. Dabei ist ein solcher Medienkanal<br />

an die Anforderungen eines Reinraumes<br />

zu adaptieren, z.B. eine hygienisch dichte<br />

Kanalführung integriert in der Wandkonstruktion.<br />

Dieser erfüllt nicht nur die hohen<br />

Anforderungen an Hygiene und Funktionalität,<br />

sondern ermöglicht zudem eine flexible,<br />

kosteneffiziente und zukunftssichere<br />

Raumgestaltung. Durch die Integration von<br />

Technologien und die einfache Nachrüstbarkeit<br />

bietet es eine langfristige Lösung für<br />

Krankenhäuser, Laboratorien und andere<br />

sterile Umgebungen, die auf kontinuierliche<br />

technologische Weiterentwicklung angewiesen<br />

sind.<br />

Infos unter: http://www.inductus.de<br />

Dr. Daniel Feyerlein<br />

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Pilotlinie einer agilen, modular aufgebauten Batteriezellfertigung in der Karlsruher Forschungsfabrik. (Foto: Amadeus Bramsiepe, KIT)<br />

Ein roboterbasiertes und modular aufgebautes, agiles Produktionssystem<br />

ermöglicht es künftig, bedarfsgerecht kundenindividuelle Batteriezellen in der<br />

geforderten Stückzahl zu produzieren<br />

Weltweit erste agile<br />

Batteriezellfertigung eröffnet<br />

Um Batteriezellen – etwa für die Elektromobilität oder Elektrowerkzeuge – künftig flexibler herstellen zu können, haben<br />

Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) eine agile Batteriezellfertigung aufgebaut. Auf Basis einer hochflexiblen<br />

roboterbasierten Automatisierung haben sie einen Flexibilitätsgrad erreicht, der bisher nur in der manuellen Zellfertigung<br />

realisierbar war. Dies ermöglicht es Unternehmen, sich schneller an neue Technologien und volatile Märkte anzupassen<br />

und kann die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland als Industriestandort stärken. Bund und Land förderten den<br />

Aufbau mit insgesamt knapp 19 Millionen Euro.<br />

Batteriezellen gewinnen laut Bundesministerium für Wirtschaft<br />

und Klimaschutz als vielseitige und effiziente Energiespeicher zunehmend<br />

an Bedeutung. So sind sie etwa die treibende Kraft hinter<br />

der fortschreitenden Elektrifizierung der Mobilität. Für produzierende<br />

Unternehmen ist diese Schlüsseltechnologie von hoher strategischer<br />

und wirtschaftlicher Relevanz. Derzeit wird die Nachfrage<br />

vor allem durch kostengetriebene Massenproduktion in Asien und<br />

Nordamerika gedeckt, was auch Auswirkungen auf den Maschinenund<br />

Anlagenbau hat. „Wir haben in Deutschland nicht die Voraussetzungen,<br />

um in der rein kostengetriebenen Massenfertigung von<br />

Zellen und dem dazugehörigen Maschinenbau wettbewerbsfähig<br />

zu sein“, sagt Professor Jürgen Fleischer, Leiter des wbk Institut für<br />

Produktionstechnik am KIT. „Die Eröffnung der weltweit ersten agilen<br />

Batteriezellfertigung in der Karlsruher Forschungsfabrik zeigt,<br />

wie wir uns mit einer hochflexiblen und ressourceneffizienten Produktion<br />

vom Weltmarkt differenzieren und gezielt das margenstarke<br />

Premiumsegment und Nischenmärkte adressieren können.“<br />

Flexible und ressourceneffiziente Batteriezellfertigung<br />

Mit Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eröffneten<br />

Vertreter der beteiligten Ministerien und des KIT symbolisch durch das<br />

Durchschneiden eines Bandes die neue agile Batteriezellfertigungslinie<br />

in der Karlsruher Forschungsfabrik. (v.l.n.r.: Stefan Jung, BMBF;<br />

Jürgen Fleischer, KIT; Ronny Feuer, MWK; Joachim Knebel, KIT)<br />

(Foto: Amadeus Bramsiepe, KIT)<br />

Für die Batteriezellfertigung entwickelten die Forschenden des KIT<br />

gemeinsam mit der Firma Exyte spezielle Roboterzellen. „Diese<br />

stellen eine Weltneuheit auf dem Gebiet dar. Sie dienen als lokale<br />

Trockenräume, auch Microenvironments genannt, zum Schutz der<br />

feuchtigkeitsempfindlichen Batteriematerialien“, so Fleischer. Im<br />

Vergleich zu konventionellen Trockenräumen sei das zu entfeuchtende<br />

Raumvolumen deutlich kleiner. Daher biete diese Technologie<br />

ein besonders hohes Energieeinsparpotenzial. Vier solcher Microenvironments<br />

stellen mit ihren zugehörigen Prozessmodulen den<br />

physischen Aufbau der agilen Batteriezellfertigung in der Karlsruher<br />

Forschungsfabrik des wbk dar.<br />

Darüber hinaus bauten die Projektbeteiligten einen „digitalen<br />

Zwilling“, also ein virtuelles Abbild des Produktionssystems, auf. So<br />

können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler software-<br />

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asiert Skaleneffekte durch die Vervielfachung<br />

einzelner Microenvironments<br />

untersuchen und produktionstechnische<br />

Größen wie etwa die optimale Losgröße<br />

ermitteln. Diese Simulation lässt<br />

sich auch für die Produktionsplanung<br />

der agilen Batteriezellfertigung nutzen.<br />

Die reale Anlage ist an eine Datenbank<br />

angebunden, um zukünftig alle Prozesse<br />

KI-basiert anpassen und verbessern zu<br />

können.<br />

Enge Kooperation zwischen<br />

Wissenschaft und Industrie<br />

Die Batteriezellfertigung haben die<br />

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler<br />

im Forschungsprojekt AgiloBat<br />

zusammen mit mittelständisch geprägten<br />

Maschinen- und Anlagenbauern<br />

entwickelt. Diese sollen so in die Lage<br />

versetzt werden, gemeinsam eine wettbewerbsfähige<br />

Anlagentechnik entlang<br />

der gesamten Prozesskette anbieten<br />

zu können. Das vom KIT eingebrachte<br />

Prozesswissen für eine flexiblere und<br />

modularere Anlagentechnik ermöglicht<br />

es den beteiligten Unternehmen zudem<br />

künftig nachhaltig Batteriezellen variantenflexibel,<br />

ressourceneffizient und automatisiert<br />

zu fertigen sowie neue Materialsysteme<br />

durch industrienahe Fertigung<br />

mit kleinen Materialmengen zu<br />

erproben. Die entwickelte Infrastruktur<br />

ergänzt die seit 20<strong>11</strong> am KIT aufgebaute<br />

Forschungsinfrastruktur im Bereich der<br />

Batteriezellfertigung.<br />

Weitere Informationen zu AgiloBat<br />

Im Forschungsprojekt AgiloBat arbeiten<br />

Forschende aus sieben Instituten<br />

des KIT mit Partnern am Zentrum für<br />

Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung<br />

Baden-Württemberg und dem<br />

Fraunhofer-Institut für Chemische<br />

Technologie zusammen. Aus dem Maschinen-<br />

und Anlagenbau sind außerdem<br />

die Coperion GmbH, SAUERES-<br />

SIG Group, Schunk Group, Herrmann<br />

Ultraschalltechnik GmbH & Co. KG,<br />

Siemens AG, <strong>DE</strong>HOF ingenieur+technik<br />

und die Exyte Technology GmbH<br />

beteiligt.<br />

Das Bundesministerium für Bildung<br />

und Forschung fördert das Projekt mit<br />

14,5 Millionen Euro, das Ministerium<br />

für Wissenschaft, Forschung und Kunst<br />

Baden-Württemberg mit 4,5 Millionen<br />

Euro. (kla)<br />

Karlsruher Institut für Technologie<br />

D 76131 Karlsruhe<br />

Wenn alles an einem<br />

bootfähigen Medium hängt<br />

Gleich in zwei Fällen konnte CBL Datenrettung teure Medizintechnik vor der Verschrottung<br />

retten. Ein Röntgengerät sowie ein Endoskop mit Kamera und dazugehöriger Rechnereinheit<br />

waren nach dem Ausfall ihrer Steuerungen unbrauchbar. In beiden Fällen gelang es CBL<br />

die Systeme auf den defekten Festplatten bootfähig zu rekonstruieren. Während normalerweise<br />

nur die Daten rekonstruiert werden, müssen bei alten Maschinensteuerungen, für die<br />

es vom Hersteller keinen Support mehr gibt, die alten Betriebssysteme und Anwendungen<br />

komplett geklont werden.<br />

Über Tausend Lesefehler<br />

Das ältere Endoskop der Firma Karl Storz war ein unersetzliches „Einhorn“ unter den Geräten<br />

des betroffenen Krankenhauses. Die Maschinensteuerung des Diagnosegeräts startete<br />

von einer Western Digital Raptor. Der Tausch der Schreibleseköpfe dieser bis 2015 gebauten<br />

Hochleistungslaufwerke, die mit 10.000<br />

Umdrehungen pro Minute laufen, ist nicht<br />

immer erfolgreich, wie Herr Yang zugeben<br />

muss, aber in diesem Fall konnte die Festplatte<br />

wieder zum Leben erweckt werden.<br />

Allerdings wies sie mehr als tausend Lesefehler<br />

auf. Über einen halben Monat lang<br />

wurde die Festplatte immer wieder mit reduzierter<br />

Geschwindigkeit vor- und rückwärts<br />

gelesen, bis die Zahl der Lesefehler unter 50 sank. Schließlich bootete der forensische Klon<br />

der Festplatte und die Datenretter wussten, dass sie gewonnen hatten.<br />

Yang Yu, Geschäftsführer bei CBL Datenrettung GmbH, sagt: „Die Rekonstruktion alter<br />

Gerätesteuerungen ist extrem aufwändig, lohnt sich aber natürlich im Vergleich zur Neuanschaffung<br />

eines Röntgengeräts oder anderer teurer Maschinen.“<br />

Viel Geld und Arbeit gespart<br />

Die Erleichterung beim Kunden war groß, denn die Wiederherstellung des Systems durch<br />

das Klonen der Festplatte war die letzte Chance, das Gerät mit seiner für ein laufendes Forschungsprojekt<br />

benötigten Messapparatur am Leben zu erhalten. Ein Ausfall des Prototyps<br />

hätte die Forschungsgruppe um Jahre zurückgeworfen, denn der exakt gleiche Versuchsaufbau<br />

ist die Voraussetzung für Ergebnisse, die die von den Forschern entwickelte Methode<br />

etablieren können. Die Vergleichbarkeit der erzielten Ergebnisse ist nur möglich, wenn eine<br />

kalibrierte Labortechnik zur Verfügung steht, die auf dem exakt gleichen methodischen Aufbau<br />

basiert. Ein vergleichbares Gerät hätte mit einem hohen finanziellen Aufwand von weit<br />

über 60.000 Euro rekonstruiert werden müssen.<br />

Altes OS, alte Technik<br />

Beim Röntgengerät der Zahnarztpraxis war das zu rekonstruierende Betriebssystem Windows<br />

NT und es wurde eine passende I<strong>DE</strong>-Festplatte als Ersatz benötigt. Zum Glück hatte<br />

das Datenrettungslabor geeignete Platten im Fundus. Auch hier machte nach dem Tausch<br />

der Leseköpfe im Reinraumlabor ein Lesefehler Probleme: nur einer, aber dafür im Bootbereich.<br />

Geduld und Manipulationen führten auch hier dazu, dass dem Kunden ein voll funktionsfähiger<br />

Ersatz seiner Gerätesteuerung bereitgestellt werden konnte.<br />

„Normalerweise retten wir Daten und keine Betriebssysteme – diese setzt der Anwender<br />

sonst einfach wieder neu auf“, so Yang. „Die Rekonstruktion alter Gerätesteuerungen ist extrem<br />

aufwändig, lohnt sich aber natürlich im Vergleich zur Neuanschaffung eines Röntgengeräts<br />

oder anderer teurer Maschinen.“<br />

CBL Datenrettung GmbH<br />

D 67661 Kaiserslautern<br />

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Innovative Forschungs- und Entwicklungsplattform: Format- und designflexible Wickelanlage.<br />

© Fraunhofer IPA/Rainer Bez<br />

Weltweit einzigartige Wickelanlage für Batterienzellen<br />

Digitalisierte und nachhaltige<br />

Batteriezellenproduktion<br />

Die Weiterentwicklung der bestehenden Speichersysteme ist eine zentrale Voraussetzung für die Energiewende. Das Zentrum<br />

für Digitalisierte Batteriezellenproduktion (ZDB) am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung<br />

IPA hat gemeinsam mit der acp systems AG eine format- und designflexible Wickelanlage für zylindrische Batteriezellen<br />

in Betrieb genommen. Sie dient als innovative Forschungs- und Produktionsplattform, um neue Zellformate und<br />

-komponenten sowie Tab-Designs zu erproben. Sie ermöglicht die Entwicklung großformatiger Zellen für künftige Batterietechnologien.<br />

Die Wickelanlage ist weltweit einzigartig und in eine automatisierte und digitalisierte Infrastruktur zur<br />

Batteriezellproduktion eingebettet.<br />

Batterien für E-Autos bestehen aus mehreren Modulen, in denen<br />

eine Vielzahl von Batteriezellen verbaut sind. Diese sind das Herzstück<br />

jeder Batterie, auf sie entfällt auch der größte Teil der Wertschöpfung.<br />

Zylindrische Batteriezellen sind in den vergangenen<br />

Jahren in der Automobilbranche immer beliebter geworden, wobei<br />

der Trend zu großen Zellformaten geht. Das ZDB des Fraunhofer IPA<br />

hat in enger Zusammenarbeit mit der acp systems AG eine Wickelanlage<br />

für zylindrische Batteriezellen, auch Rundzellen genannt,<br />

entwickelt, aufgebaut und nun in Betrieb genommen. Sie dient als<br />

vielseitige Forschungs- und Produktionsplattform, um neue Zellformate<br />

und Tab-Designs sowie fortschrittliche Methoden zur Qualitätssteigerung<br />

und Prozessoptimierung in kurzer Zeit zu erproben.<br />

Die neue Wickelanlage komplettiert eine europaweit einzigartige<br />

Fertigungslinie für die vollständige Montage von Batteriezellen für<br />

Lithium-Ionen- sowie für zukünftige Batterietechnologien wie zum<br />

Beispiel Natrium-Ionen-Batterien. Das Besondere der Fertigungskette<br />

ist die Digitalisierung und Vernetzung aller Prozessschritte –<br />

vom Beschichten, Wickeln, Assemblieren und Befüllen bis hin zum<br />

Formieren. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus<br />

Baden-Württemberg hat den Bau und die Installation der Wickelanlage<br />

gefördert.<br />

»Am ZDB können wir alle Prozessschritte zur Herstellung einer<br />

Batteriezelle abdecken. Der Wickelprozess ist einer der Kernprozesse<br />

der Produktion, der Wickel das Herzstück der Batteriezelle. Mit<br />

der Wickelanlage haben wir nun eine Lücke in der durchgängig digitalisierten<br />

Prozesskette geschlossen, die Fertigungslinie ist somit<br />

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Format- und Designflexibilität bei zylindrischen Batteriezellen<br />

(Rundzellen). © Fraunhofer IPA<br />

Am Fraunhofer IPA hergestellte Jelly Rolls<br />

und zylindrische Batteriezelle<br />

(21700 Rundzelle im Tabless Continuous<br />

Design). © Fraunhofer IPA/Rainer Bez<br />

komplett«, sagt Julian Grimm, Forschungsteamleiter am Fraunhofer<br />

IPA und stellvertretender Zentrumsleiter des ZDB.<br />

Elektroden und Separatoren werden zur Jelly Roll aufgewickelt<br />

Rund ein Dutzend Arbeitsschritte sind nötig, bis eine Zelle einsatzbereit<br />

ist. Beim Wickelprozess werden die positive und die negative<br />

Elektrode zusammen mit zwei Separatoren zu einem Wickel, dem<br />

sogenannten Jelly Roll, aufgerollt bzw. aufgewickelt. Im Anschluss<br />

folgt der Zusammenbau, bei dem die Jelly Roll hochpräzise geführt<br />

werden muss. Anschließend wird über eine durch das mittige Loch<br />

des Wickels eingeführte Stabelektrode der Wickel mit dem Becherboden<br />

verschweißt.<br />

Doch die neue Wickelanlage für zylindrische Batteriezellen ist<br />

nicht nur eine Produktionsplattform für Jelly Rolls, vielmehr dient sie<br />

auch als Forschungsplattform, um innovative Zellsysteme und -formate<br />

zu entwickeln und deren Qualität zu testen. »Das Alleinstellungsmerkmal<br />

unserer Anlage ist ihre Flexibilität. Mit ihr sind wir in<br />

der Lage, unterschiedliche Zellformate in unterschiedlichen Größen<br />

und Tab-Designs wie etwa Tabless Designs ohne angeschweißten<br />

Tab zu realisieren. Der Tab, ein schmales Ableiterelement an der<br />

Anode und der Kathode, durch die der Strom fließen muss, ist die<br />

Engstelle in großformatigen Zellen«, so der Forscher. Bei Rundzellen<br />

geht der Trend hin zu größeren Zellformaten, die hinsichtlich<br />

des Durchmessers und der Höhe größer sind. Wickel und Rundzelle<br />

fallen also größer aus. Das Problem: Je größer die Zellen sind, desto<br />

schwieriger wird es, den Strom und die Wärme abzuführen. »Auf<br />

diese Herausforderung können wir mit individuellen Tab-Designs<br />

reagieren, wo etwa in einem Tabless-Design die Trägerfolie aus Aluminium<br />

und Kupfer als Strom- und Wärmeableiter dient und einen<br />

höheren Abtransport ermöglicht als der klassische Tab«, erläutert<br />

Grimm. Innovative Zelldesigns stellen die Homogenität in zylindrischen<br />

Zellen sicher und ermöglichen somit großformatige Zellen.<br />

Durch größere Zellen mit mehr Aktivmaterial lässt sich eine höhere<br />

Energiedichte und somit eine größere Reichweite von E-Autos realisieren.<br />

Gesammelte Daten werden den Batteriezellen zugeordnet<br />

Um den Ausschuss zu minimieren und die Qualität zu erhöhen, ist<br />

der gesamte Produktionsprozess digitalisiert und vernetzt. Dafür<br />

sammeln Sensoren Daten, die in Echtzeit in der Cloud zusammenlaufen.<br />

Am Fraunhofer IPA entwickelte Traceability-Technologien<br />

ermöglichen es, die gesammelten Daten den produzierten Batteriezellen<br />

zuzuordnen. Jede einzelne hergestellte Batteriezelle steht<br />

für Datenanalysen und das Trainieren einer Künstlichen Intelligenz<br />

bereit. So lässt sich zurückverfolgen, unter welchen Bedingungen<br />

sie gefertigt wurde und wie sie in Relation zur erreichten Produktqualität<br />

steht. Die Daten werden zur Entwicklung von Services mit<br />

Überwachungs-, Analyse- und Vorhersagefähigkeiten genutzt. Damit<br />

wird es möglich, den Produktionsablauf zu verbessern und Fehlerquellen<br />

schneller als bisher zu beseitigen.<br />

»Die innovativen Zelldesigns erfordern eine Neugestaltung und<br />

Optimierung der Produktionsprozesse, die an der Wickelanlage<br />

erforscht werden können. Die Kombination aus innovativem Zelldesign<br />

und agilen Produktionsansätzen ist der Schlüssel, um die<br />

Anforderungen einer sich rasch wandelnden Energielandschaft<br />

zu erfüllen, schnellere Markteinführungen neuer Lösungen zu ermöglichen<br />

und den Weg zu nachhaltigen, qualitativ hochwertigen<br />

Batterietechnologien zu ebnen«, resümiert Grimm. Auch erhalten<br />

Hersteller und Anwender von Elektroden, Separatoren und Zellen<br />

die Möglichkeit, ihre Prototypen, Produkte, Zellkomponenten, Materialien<br />

und Designs an der Anlage zu testen.<br />

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA<br />

Nobelstraße 12<br />

D 70569 Stuttgart<br />

Telefon: +49 7<strong>11</strong> 970 1667<br />

eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de<br />

Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de<br />

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Reinraum, Montage (Copyright: robertgross.com)<br />

Neuer Reinraum für Präzisionsfertigung in der Elektronik-, Luft- und Raumfahrtindustrie<br />

Anspruchsvolle Prozesse<br />

in der Reinraummontage<br />

Ein neuerrichteter Reinraum erweitert das Angebot in Baugruppenmontage<br />

und Fertigung. Innerhalb weniger Monate<br />

setzt WASSERMANN TECHNOLOGIE anspruchsvolle<br />

Kundenprojekte um und stellt die Weichen für den weiteren<br />

Ausbau des Portfolios.<br />

Präzision, Genauigkeit und Effizienz sind von elementarer Bedeutung<br />

für Qualität, Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit<br />

in der industriellen Fertigung und Montage von Einzelbauteilen<br />

und Baugruppen. Getrieben durch steigende Anforderungen<br />

an die Leistungsfähigkeit von elektronischen Komponenten stellen<br />

immer mehr Produkte höchste Anforderungen an Sauberkeit<br />

und die Umweltbedingungen in den Fertigungsprozessen. Bereits<br />

kleinste Verunreinigungen der Luft, die falsche Umgebungstemperatur<br />

oder schwankende Luftfeuchtigkeit können die Qualität<br />

des Endproduktes negativ beeinflussen und komplexe Systeme<br />

zum Ausfall bringen. Besonders anspruchsvolle Aufgaben lassen<br />

sich deshalb nur unter Reinraumbedingungen sachgerecht umsetzen.<br />

Angestoßen durch eine kurzfristige Anfrage eines anspruchsvollen<br />

Kunden, entschieden die Verantwortlichen bei WASSER-<br />

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Reinraum, Verpacken (Copyright: robertgross.com)<br />

Reinraum, Sauberkeit (Copyright: robertgross.com)<br />

Reinraum, Mann an Computer (Copyright: robertgross.com)<br />

Reinraum, Detailaufnahme (Copyright: robertgross.com)<br />

MANN TECHNOLOGIE, Kapazitäten für die Montage anspruchsvoller<br />

Teilbaugruppen in Gestalt eines 7 m x 7 m großen Reinraums<br />

zu schaffen. In nur sieben Monaten wurde der Reinraum inklusive<br />

einer 1990 mm x 720 mm großen Laminar Flow Werkbank vom beauftragten<br />

Dienstleister errichtet. Im Januar <strong>2024</strong> wurde er in einem<br />

ersten Schritt für die Montage von Bauteilen als reinraumähnlicher<br />

Sauberraum in Betrieb genommen. Den Status als vollwertiger Reinraum<br />

erhielt die Einrichtung Anfang <strong>2024</strong>, durch die Zertifizierung<br />

der nachgewiesenen Leistungsfähigkeit der eingesetzten Klimaund<br />

Lüftungstechnik. Erzielt wurden die Reinraumklassen nach ISO<br />

6 für den Raum, ISO 5 für die Laminar Flow Box sowie ISO 7 für die<br />

Schleuse.<br />

Mit den so neugeschaffenen Voraussetzungen bietet WASSER-<br />

MANN TECHNOLOGIE anspruchsvollen Kunden optimale Voraussetzungen<br />

bei der Montage von Anlagen zur Herstellung und<br />

Prüfung von Displays und Microchips, Teilbaugruppen für die Luft<br />

& Raumfahrt sowie Baugruppen für Rasterelektronenmikroskope.<br />

Insgesamt erweitert das Traditionsunternehmen sein Portfolio an<br />

Dienstleistungen für Projekte unter höchsten Sauberkeitsanforderungen.<br />

Der Reinraum und die verbauten Komponenten sind dabei<br />

so gestaltet, dass auch Bauteilgewichte von bis zu 1.000 kg kein Hindernis<br />

darstellen.<br />

Mit dem neuen Reinraum ergänzt WASSERMANN TECHNO-<br />

LOGIE seinen hochmodernen Maschinenpark und erweitert auf<br />

Grundlage langjähriger Erfahrung, gepaart mit zeitgemäßem und<br />

Innovationskraft, sein Know-how und seine Kapazitäten für anspruchsvollste<br />

Projekte.<br />

„Als erfolgreich gewachsenes inhabergeführtes Unternehmen<br />

verfolgen wir seit mehr als 50 Jahren eine Wachstumsstrategie, die<br />

gleichzeitig unsere Unternehmensphilosophie als traditionsreiches<br />

Familienunternehmen unterstreicht und uns als innovativer globaler<br />

Partner etabliert hat“, betont Sebastian Wassermann, in zweiter<br />

Generation Geschäftsführer der osthessischen Wassermann Technologie<br />

GmbH. „Mit unserem neuen Reinraum investieren wir weiter<br />

in die Zukunft und erschließen gezielt neue Geschäftsfelder und<br />

Kundenkreise.“<br />

Neben der plant WASSERMANN TECHNOLOGIE vor allen<br />

Dingen die Optimierung der Prozesse rund um die eigene Fertigung.<br />

Hierbei konzentrieren sich die Verantwortlichen aktuell vor allen<br />

Dingen auf die Möglichkeiten im Bereich der vorgelagerten Teilereinigung.<br />

Während diese derzeit zumindest anteilig noch von externen<br />

Reinigungsdienstleistern übernommen wird, will WASSER-<br />

MANN TECHNOLOGIE noch in diesem Jahr die erforderlichen Voraussetzungen<br />

schaffen, um einen Großteil der Reinigungsprozesse<br />

in Eigenregie vor Ort zu realisieren.<br />

WASSERMANN TECHNOLOGIE GmbH<br />

D 36124 Eichenzel<br />

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Röhm Fertigung für Reinräume<br />

Sicher rein in den Reinraum<br />

Der Spann- und Greifmittelspezialist Röhm aus Sontheim an der<br />

Brenz (Baden-Württemberg) bietet reine Präzision und das im<br />

wahrsten Sinne des Wortes. Damit die Kunden von Röhm optimal im<br />

Reinraum produzieren können, bietet Röhm seine beliebte Spann-,<br />

Greif- und Handhabungstechnik nun auch reinraumzertifiziert an.<br />

„Egal, ob in der Optik, Feinmechanik, in der Halbleiterfertigung,<br />

Automobilindustrie oder in der Luft- und Raumfahrt. In diesen sensiblen<br />

Bereichen muss die Produktion den höchsten Reinraumanforderungen<br />

entsprechen und das gilt dann natürlich auch für die in<br />

der jeweiligen Fertigungsumgebung verwendeten Bauteile von uns.<br />

Hier bieten wir unseren Kunden ein großes Sortiment, das stetig<br />

wächst. Denn gerne entwickeln wir mit unseren Kunden gemeinsam<br />

die ideale Lösung für ihre Produktion im Reinraum“, sagt Gerhard<br />

Glanz, CEO der Röhm GmbH.<br />

Große Palette an reinraumgerechten Bauteilen und Baugruppen<br />

Röhm bietet seinen Kunden dabei die ganze Bandbreite an Bauteilen<br />

und Baugruppen in Reinraumgüte, wie zum Beispiel Schwenk-,<br />

Aufrüst- und Abrüstvorrichtungen, Zustellmodule, Trägerrahmen,<br />

Transportwagen und -vorrichtungen, Handling-Rahmen, Pufferlagereinsätze,<br />

Absorberplatten und Dichtstopfen. Auch Spannköpfe,<br />

Aufnahmevorrichtungen (Chucks), Auflagestifte (Pins) und mechanische<br />

Baugruppen gibt es von Röhm in Reinraumqualität.<br />

Bis zur Reinraumklasse EN ISO 7 erfolgen auch die Endfertigung<br />

und Verpackung im Röhm eigenen Reinraum in Sontheim.<br />

„Das gilt auch für die Montage von größeren Baugruppen. Werden<br />

reinraumgerechte Produkte in höherer Klasse verlangt, dann übernehmen<br />

derzeit noch zertifizierte Zulieferer die Endreinigung und<br />

Verpackung. Derzeit laufen allerdings bereits die Planungen für ein<br />

festes Reinraumgebäude. Denn Reinraumtechnik ist ein absolutes<br />

Wachstumsfeld“, sagt Volker Hirsch, Head of Sales Clean Room bei<br />

Röhm.<br />

Bauteile der Reinraumklasse EN ISO 7 bietet Röhm aktuell mit<br />

Abmessung von bis zu 2 m3 und einer Masse von bis zu einer Tonne<br />

an. Im Prozess vorgeschalten ist ein Sauberraum mit Material- und<br />

Personenschleuse und Reinigungsbädern für ein- und ausgehende<br />

Gegenstände. Auch ein Dunkelraum mit Partikelmesstechnik und<br />

ESD-Schutz-Fußboden zählt zur Ausstattung des Röhm-Reinraums.<br />

Professionelle Projetmanagement<br />

Das A & O in der Reinraumtechnik sind bei Röhm das professionelle<br />

Projektmanagement und die individuelle Produktentwicklung, die<br />

neben der eigentlichen Aufgabenlösung auch die Erfordernisse des<br />

Reinraums berücksichtigt. Im Fokus stehen dabei die Auswahl des<br />

Werkstoffes, das Produktdesign und der Fertigungsprozess. „Wir<br />

sind hier total flexibel: Entweder arbeiten wir nach den Vorgaben<br />

unserer Kunden oder wir bewegen uns frei in einem vorher abgesteckten<br />

Rahmen und entwickeln selbst eine Lösung, die wir dann<br />

mit ihnen abstimmen“, so Hirsch.<br />

Der Prozess im Reinraum<br />

Im Projekt- und Prozessmanagement für den Reinraum können<br />

die Kunden auf die volle Röhm-Kompetenz vertrauen. In der Regel<br />

unterteilt sich der Prozess in die folgenden Schritte: Aufsetzen eines<br />

individuellen Projektmanagements, reinraumgerechte Konstruktion<br />

des Produkts, spanende Bearbeitung inklusive Wärmebehandlung<br />

und Oberflächenveredelung der einzelnen Teile, Reinigung nach<br />

Kundenspezifikation im hauseigenen Reinraum, Endmontage im<br />

hauseigenen Reinraum und Verpackung des Produkts im Reinraum<br />

und Lieferung an den Kunden.<br />

Reinraum-Werkstoffe<br />

Für die Herstellung von reinraumgerechten Komponenten verwendet<br />

die Röhm GmbH als Werkstoffe für den Reinraum zugelassene<br />

Aluminium-Legierungen, rostbeständige Stähle und Spezialkunststoffe.<br />

Röhm GmbH Sontheim<br />

D 89567 Sontheim<br />

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Als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland darf die MHH eine<br />

neue innovative Behandlung bei Hämophilie A und B durchführen.<br />

Mit Gentherapie gegen die Bluterkrankheit<br />

Zell- und Gentherapien sind auf dem Vormarsch. Für Menschen<br />

mit bisher nicht oder kaum behandelbaren Erkrankungen ist das<br />

ein neuer Hoffnungsschimmer. Zu den neuartigen Therapieverfahren<br />

kommt nun ein weiteres hinzu: die Gentherapie gegen Hämophilie,<br />

auch Bluterkrankheit genannt. Das Hämophilie-Zentrum<br />

der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist eines der ersten<br />

in Deutschland, die diese Gentherapie bei Hämophilie A und B<br />

durchführen dürfen. Dabei wird es zukünftig nicht nur eigene Patientinnen<br />

und Patienten behandeln, sondern auch die Betroffenen<br />

anderer Hämophilie-Zentren in Niedersachsen. Geplant ist eine<br />

besondere Zusammenarbeit der Zentren – die Gentherapie in Form<br />

einer Infusion erhalten die Patientinnen und Patienten in der MHH,<br />

die Vor- und Nachsorge sowie die langfristige Betreuung erfolgt gemeinsam<br />

in engem Austausch.<br />

Ein Gerinnungsfaktor fehlt<br />

Hämophilie ist eine genetisch bedingte Blutgerinnungsstörung.<br />

Den Betroffenen fehlt ein Gerinnungsfaktor, ein in der Leber produziertes<br />

Eiweiß. Die bekanntesten Formen der Bluterkrankheit sind<br />

Hämophilie A und B. Bei der einen fehlt der Gerinnungsfaktor VIII,<br />

bei der anderen der Gerinnungsfaktor IX. In Deutschland sind etwa<br />

6.000 Menschen von der Erkrankung betroffen. Durch das fehlende<br />

Eiweiß gerinnt ihr Blut nicht oder nur langsam. Die Blutungsneigung<br />

ist erhöht, Blutungen dauern länger, blaue Flecken werden größer<br />

und entstehen häufiger. „Bei schweren Formen leiden die Patienten<br />

von Kindheit an unter spontanen Einblutungen in die großen Gelenke<br />

wie Knie, Ellenbogen oder Sprunggelenk. Das führt langfristig<br />

zur Zerstörung der Gelenke schon in jungem Lebensalter“, erklärt<br />

Prof. Dr. Andreas Tiede, Professor für Hämostaseologie und Leiter<br />

des Hämophilie-Zentrums. Zusätzlich hätten Menschen mit schwerer<br />

Hämophilie ein hohes Risiko für Hirnblutungen.<br />

Betroffene müssen sich Medikament spritzen<br />

Im Hämophilie-Zentrum der MHH werden rund 150 Patientinnen<br />

und Patienten mit schweren Gerinnungsstörungen dauerhaft betreut.<br />

Bisher müssen die Betroffenen mehrmals pro Woche die fehlenden<br />

Gerinnungsfaktor-Eiweiße selbst spritzen – das lernen die<br />

meisten schon im Kindesalter. Durch die Medikamentengabe kann<br />

der Gerinnungsfaktor im Blut aber nicht auf einem gleichmäßigen<br />

Level gehalten werden, denn die Halbwertzeit ist kurz. Deshalb ist<br />

das Spritzen regelmäßig erforderlich, auch auf Reisen und in jeder<br />

Lebenslage. Das gelingt nicht allen.<br />

Nur eine Infusion<br />

Die Gentherapie stellt den Betroffenen nun eine Verbesserung in<br />

Aussicht. Das Therapeutikum wird einmalig intravenös gespritzt.<br />

Das Gen für Gerinnungsfaktor VIII beziehungsweise IX gelangt<br />

dann mittels einer Virus-Fähre in die Leberzellen. Es bleibt als Episom,<br />

das ist ein kleiner DNA-Ring, im Zellkern und produziert dort<br />

das fehlende Eiweiß. Der Erfolg bei den Patientinnen und Patienten<br />

ist unterschiedlich groß. „In den Studien erreichten viele Patienten<br />

nahezu eine Normalisierung der Gerinnung und konnten die vorherige<br />

Therapie beenden. Man kann einem einzelnen Patienten aber<br />

noch nicht gut vorhersagen, welches Faktorlevel erreichet wird und<br />

wie lange der Erfolg im Einzelfall anhält“, erläutert Professor Tiede.<br />

Er räumt ein, dass die Gentherapie sich nicht für alle Betroffenen<br />

eigne. „Einige haben Antikörper gegen das Virus, das als Fähre eingesetzt<br />

wird. Dann können wir die Therapie leider nicht anbieten.“<br />

Bei Menschen mit Lebererkrankungen wird individuell in Zusammenarbeit<br />

mit der MHH-Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie,<br />

Infektiologie und Endokrinologie geprüft, ob der Patient oder die<br />

Patientin geeignet ist. Trotz der Einschränkungen hält Professor<br />

Tiede die Gentherapie für einen großen Schritt: „Wir können die<br />

Wirkung der Therapie anhand des Bluts zu jeder Zeit mit einfachen<br />

Labormethoden messen und so den Patienten beraten. Das sind<br />

sehr gute Voraussetzungen für die individuelle Betreuung und auch<br />

für die Weiterentwicklung der Gentherapie.“<br />

Zertifikat nach ATMP-Richtlinien<br />

Die Gentherapie bei Hämophilie fällt unter die Richtlinien der Advanced<br />

Therapy Medical Products (ATMP). Mit diesen Richtlinien<br />

regelt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Qualitätsanforderungen<br />

bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachsorge<br />

von Gentherapien. Nur Einrichtungen, die diese Anforderungen erfüllen,<br />

dürfen Leistungen im Rahmen einer ATMP-Therapie erbringen,<br />

damit eine sachgerechte, sichere und hochwertige Versorgung<br />

gewährleistet ist. Das Hämophilie-Zentrum der MHH und seine<br />

Partner-Zentren wurden vom G-BA für die Gentherapie bei Hämophilie<br />

zertifiziert.<br />

Medizinische Hochschule Hannover (MHH)<br />

D 30625 Hannover<br />

Besondere Hygienebedingungen: Das Medikament für die<br />

Gentherapie wird in einem sogenannten Reinraum hergestellt.<br />

(Copyright: Anna Junge/medjunge.de)<br />

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Tablettenstempel beschichtet mit einer DLC-Antihaftschicht SICON® zur trennmittelfreien Herstellung von Brausetabletten: Vermeidung von Anhaftungen<br />

des Pressguts und Verschleißschutz. © Fraunhofer IST, Rainer und Natalie Meier<br />

Oberflächentechnik und<br />

Pharmaverfahrenstechnik –<br />

woran arbeitet das Fraunhofer<br />

IST gemeinsam mit dem<br />

PVZ der TU Braunschweig?<br />

hin zur Verpackung und Anwendung durch<br />

die Patientinnen und Patienten. Das heißt:<br />

Die Interaktion pharmazeutischer Partikel<br />

mit Oberflächen, mit denen sie zwangsläufig<br />

während ihrer Synthese, Formulierung<br />

oder Anwendung in Kontakt kommen,<br />

müssen genau charakterisiert und durch<br />

Oberflächentechnik eingestellt werden. Wir<br />

arbeiten am Fraunhofer IST mit unseren<br />

Partnern an allen genannten Punkten der<br />

Prozesskette und bieten hier ganzheitlich<br />

Dienstleistungen an: von der Beratung über<br />

die Charakterisierung bis hin zur Schichtentwicklung.<br />

Ein Beispiel sind Tablettierprozesse:<br />

Im Bereich der Beschichtung von<br />

Tablettenstempeln verfügen wir über langjährige<br />

Erfahrungen und Kooperationen mit<br />

der pharmazeutischen Industrie.<br />

In der Arzneimittelproduktion spielt die<br />

Interaktion von Partikeln mit Oberflächen<br />

eine entscheidende Rolle. Ob diese Partikel<br />

– sei es in Form von Wirkstoffen oder Granulaten<br />

– anhaften oder sich leicht ablösen,<br />

hängt von den Eigenschaften der beteiligten<br />

Oberflächen ab. In Abhängigkeit vom Produkt<br />

und Prozess können die konkreten Anforderungen<br />

bei der Herstellung und späteren<br />

Anwendung verschiedener Arzneimittel<br />

variieren: Eine starke Adhäsion kann beispielsweise<br />

bei der Formulierung stabiler<br />

Arzneiformen wichtig sein, während in<br />

anderen Fällen die Verhinderung von Anlagerungen<br />

entscheidend ist, um teure Reinigungsschritte<br />

zu vermeiden.<br />

Wir sprechen heute mit Dr. Kristina<br />

Lachmann, Leiterin »Medizintechnik und<br />

pharmazeutische Systeme« am Fraunhofer<br />

IST und Dr. Jan Henrik Finke, Mitarbeiter<br />

am Fraunhofer IST und Leiter des am Zentrum<br />

für Pharmaverfahrenstechnik der TU<br />

Braunschweig ansässigen Bereichs »Pharma-<br />

und Biopartikeltechnik« des Instituts<br />

für Partikeltechnik iPAT über den Einsatz<br />

von Oberflächentechnologien in der Arzneimittelproduktion.<br />

An Beispielen geben<br />

sie uns Einblicke, wie sich Herstellungsprozesse<br />

durch innovative Beschichtungen<br />

optimieren lassen.<br />

Liebe Kristina, lieber Jan, in welchen<br />

Bereichen des Produktionsprozesses von<br />

Arzneimitteln spielt Oberflächentechnik<br />

eine Rolle?<br />

Kristina: Die Oberflächentechnik ist in fast<br />

allen Schritten der Arzneimittelherstellung<br />

wichtig – von der Synthese des Wirkstoffs<br />

über die Produktion der Arzneiform bis<br />

Durch Oberflächentechnik lassen sich<br />

also die Adhäsionseigenschaften einstellen.<br />

Könnt ihr uns das am Beispiel der<br />

Tablettenstempel genauer erläutern?<br />

Jan: Bei der Herstellung von Tabletten liegt<br />

der Wirkstoff zunächst meist als Pulver vor<br />

und muss z.B. mithilfe von Tablettenstempeln<br />

in Form gepresst werden. Dabei ist es<br />

besonders wichtig, dass es nicht zu einer<br />

unerwünschten Anhaftung des Tablettenpulvers<br />

am Stempel, dem sogenannten<br />

»Sticking«, kommt, denn neben höheren<br />

Reinigungskosten und Verlusten in der Produktausbeute<br />

führt dies – für den Patienten<br />

deutlich kritischer – u.U. dazu, dass die<br />

Dosierung nicht mehr stimmt. Gerade neue<br />

Wirkstoffe stellen oftmals eine besondere<br />

Herausforderung dar, wenn es darum geht,<br />

die richtige Dosierung im Endprodukt, d.h.<br />

in der Tablette einzustellen. Aktuell arbeitet<br />

ein Team des Fraunhofer IST daran, das<br />

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wissenschaftliche Verständnis der Partikel-<br />

Oberflächen-Interaktion zu vertiefen. Ziel<br />

ist es, maßgeschneiderte Oberflächenbeschichtungen<br />

der Stempel anzubieten, mit<br />

denen sich die Interaktionskräfte gezielt<br />

steuern lassen, um so unmittelbar die Effizienz<br />

und Stabilität der Produktionsprozesse<br />

zu verbessern.<br />

Neben der Steuerung der Adhäsion, die<br />

durch die physikochemischen Eigenschaften<br />

der Beschichtung gesteuert wird, sind<br />

in Abhängigkeit von Produkt und Prozess<br />

oft weitere Oberflächeneigenschaften, z.B.<br />

eine gewisse Verschleißbeständigkeit, gefordert,<br />

die mittels der am Fraunhofer IST<br />

verfügbaren Schichtsysteme, Technologien<br />

und Expertise ebenfalls gezielt eingestellt<br />

werden können.<br />

Das Projekt zur Steuerung der Adhäsion<br />

im Tablettierprozess ist ein Beispiel für<br />

die Kooperation zwischen dem Fraunhofer<br />

IST und dem Zentrum für Pharmaverfahrenstechnik<br />

der TU Braunschweig<br />

– wer macht eigentlich was?<br />

Kristina: Wir verfügen am Fraunhofer IST<br />

über eine langjährige Expertise in der Abscheidung<br />

von dünnen verschleißschutzfesten<br />

Beschichtungen und arbeiten bereits<br />

seit vielen Jahren mit verschiedenen Herstellern<br />

aus der pharmazeutischen Industrie<br />

zusammen. Die Kooperation mit dem PVZ<br />

ermöglicht es uns, unsere Beschichtungen<br />

in industrierelevanter Infrastruktur zu<br />

untersuchen und systematisch weiterzuentwickeln,<br />

um die beste Lösung für die jeweilige<br />

Fragestellung anbieten zu können. Am<br />

Fraunhofer IST konzentrieren wir uns auf<br />

die Beschichtungen, entwickeln bestehende<br />

Schichtsysteme weiter oder nutzen ganz<br />

neue Stoffsysteme. Dabei fokussieren wir<br />

uns auch auf die industrielle Umsetzbarkeit<br />

des Prozesses und die Charakterisierung<br />

der Schichteigenschaften – sowohl in Abhängigkeit<br />

von den Prozessbedingungen<br />

der Schichtabscheidung als auch in der Anwendung<br />

innerhalb der pharmazeutischen<br />

Prozesskette.<br />

Jan: Am Zentrum für Pharmaverfahrenstechnik<br />

haben wir, wie es der Name direkt<br />

nahelegt, die Infrastruktur und das Wissen,<br />

um pharmazeutische Prozesse wie die<br />

Wirkstoff- und Arzneiformherstellung zu<br />

analysieren. Unsere Zusammenarbeit mit<br />

dem Fraunhofer IST stellt eine perfekte Ergänzung<br />

dar, da wir beschichtete Oberflächen<br />

unter realen Produktionsbedingungen<br />

testen können. So entsteht ein enger Austausch<br />

zwischen Materialwissenschaft und<br />

Verfahrensentwicklung, der neue, praxisnahe<br />

Lösungen für die Industrie bietet.<br />

Beispiel eines Tablettenstempels mit abnehmbarem<br />

Tip. © Fraunhofer IST<br />

Welche Ergebnisse gibt es bereits?<br />

Jan: Unser Wissen über die Adhäsionssteuerung<br />

im Tablettierprozess lässt sich auf andere<br />

Prozesse übertragen. Aktuell arbeiten<br />

wir zusammen mit Industriepartnern auch<br />

an der Zerkleinerung von Wirkstoffpartikeln<br />

und Technologien zur Kapselfüllung. In<br />

einem weiteren Projekt zur Inhalationstherapie<br />

konnten wir zeigen, dass unsere Beschichtungen<br />

die Partikelanlagerung auf der<br />

Oberfläche der Inhalatoren um bis zu 80 %<br />

reduzieren. Das steigert die Anwendungssicherheit<br />

der Medizinprodukte sowie die<br />

effektive Nutzung der Wirkstoffdosen deutlich.<br />

Was wünscht ihr euch für die erfolgreiche<br />

Weiterführung der Kooperation?<br />

Kristina: Wir haben noch viele Ideen für<br />

zukünftige Projekte oder Themen, die wir<br />

erforschen und mithilfe von Oberflächentechnik<br />

verbessern wollen. Aus strategischer<br />

Perspektive ist es uns wichtig, die<br />

Erkenntnisse, die wir in der Grundlagenforschung<br />

erworben haben, in relevante Lösungen<br />

für die Anwendung zu transferieren.<br />

Die TU Braunschweig ist dabei ein wichtiger<br />

strategischer Partner.<br />

Bei den bisher genannten Prozessschritten<br />

werden vor allem Werkzeuge aus<br />

der Prozesskette modifiziert. Genauso gut<br />

lassen sich die Beschichtungen aber auch<br />

direkt auf unterschiedlichsten Medizinprodukten<br />

z.B. auf den erwähnten Inhalatoren<br />

aus Kunststoffen anwenden. Auch hier<br />

müssen die Wechselwirkungen zwischen<br />

Arzneimittel und der Oberfläche so aufei-<br />

Funktionalisierung von Wirk- und Hilfsstoffen<br />

mittels Plasmaverfahren für eine optimierte<br />

Herstellung individualisierter Arzneimittel.<br />

© Fraunhofer IST, Falko Oldenburg<br />

nander abgestimmt sein, dass Verluste bei<br />

der Anwendung durch den Patienten vermieden<br />

werden.<br />

Ein weiteres Forschungsfeld ist die<br />

Untersuchung der Wechselwirkungen mit<br />

der Verpackung oder auch eine Modifizierung<br />

der pharmazeutischen Partikel<br />

selbst. So untersuchen wir beispielsweise<br />

am Fraunhofer IST in dem aktuellen vom<br />

Land Niedersachsen geförderten Verbundprojekt<br />

»RNApp« die Wechselwirkungen<br />

von mRNA-haltigen Lipid-Nanopartikeln<br />

mit der Verpackung. Ziel ist es, diese zu verringern,<br />

um die Lagerstabilität zu erhöhen.<br />

Das Projekt gibt uns die Möglichkeit, die<br />

Kooperation mit der TU Braunschweig und<br />

darüber hinaus auszubauen und ein weiteres<br />

Themenfeld zu erschließen, das die Expertise<br />

des PVZ bestens ergänzt.<br />

Jan: Ein Thema, über das bisher noch<br />

gar nicht gesprochen wurde, ist der 3D-<br />

Druck von Arzneiformen. Hier wollen wir<br />

die Expertise des Instituts für Partikeltechnik<br />

iPAT der TU Braunschweig im Bereich<br />

Herstellung und Charakterisierung wirkstoffhaltiger<br />

Intermediate, hier Filamente,<br />

sowie der Freisetzungssteuerung in Arzneiformen<br />

mit den Kompetenzen des Fraunhofer<br />

IST im Bereich der Haftungsverbesserung<br />

bei Materialkombinationen sowie der<br />

Einbringung von Funktionsschichten zur<br />

Freisetzungssteuerung kombinieren. Das ist<br />

eine weitere spannende Perspektive für zukünftige<br />

Projekte.<br />

Fraunhofer-Institut für Schicht- und<br />

Oberflächentechnik IST<br />

D 38108 Braunschweig<br />

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Die Produktion von Feinchemikalien, beispielsweise für<br />

Pharmazeutika, ist in der Regel komplex und aufwendig. Ein<br />

interdisziplinäres Team von Fraunhofer-Forschenden hat in<br />

gemeinsamen Projekten ein Verfahren nach dem Vorbild<br />

einer Kaskade entwickelt, bei dem mehrere aufeinanderfolgende<br />

Synthesestufen ohne Unterbrechung durchlaufen.<br />

Möglich wird dies durch den Einsatz neuartiger Katalysatoren<br />

in speziell angepassten Durchflussreaktoren. Damit<br />

wird die Herstellung der Medikamente effizienter und<br />

energiesparender. So unterstützt die modular aufgebaute<br />

Technologie-Plattform die Produktion von Arzneimitteln<br />

am Standort Deutschland.<br />

Die für die Syntheseschritte benötigten Katalysatoren werden auf transparenten<br />

Folien immobilisiert (oben) oder als Katalysator-Partikel eingesetzt<br />

(unten). Die Aufnahme des Elekronenmikroskops zeigt einen<br />

Ausschnitt aus einem Partikel mit den Trägerpartikeln für Enzyme und<br />

Photokatalysatoren. Deren Größe liegt im Nanometerbereich. © Fraunhofer<br />

IGB (oben) / Fraunhofer ISC (unten)<br />

Feinchemikalien synthetisieren<br />

Technologie-Schub<br />

für die Produktion<br />

von Arzneimitteln<br />

In der chemischen Industrie gehören Feinchemikalien zu den sehr<br />

hochwertigen Produkten. Sie sind überall da gefragt, wo es weniger<br />

um große Mengen als um präzise Wirkung und hohe Reinheitsgrade<br />

geht, beispielsweise bei der Produktion von Arzneimitteln. Die Herstellung<br />

von Feinchemikalien ist komplex und erfordert in der Regel<br />

mehrere, aufeinander folgende Reaktionsschritte. Die Syntheseverfahren<br />

sind seit vielen Jahren etabliert, aber auch technisch weitgehend<br />

ausgereizt.<br />

Fraunhofer-Forschende haben nun in zwei Projekten einen innovativen<br />

Syntheseprozess zur Herstellung von Feinchemikalien<br />

entwickelt. Während herkömmliche Verfahren mit einer Abfolge<br />

diverser Reaktoren und Rührkesseln arbeiten, bei der nach jeder<br />

Reaktion die entstandene Produktlösung für den nächsten Schritt<br />

vorbereitet und in einen anderen Behälter überführt werden muss,<br />

entsteht das Endprodukt bei dem neuen Verfahren in einer kontinuierlich<br />

ablaufenden Synthesekaskade, im besten Fall innerhalb eines<br />

Reaktors. Das Verfahren führt zu einer wesentlich effizienteren Prozessführung<br />

und einer nachhaltigeren Produktion durch verkürzte<br />

Umrüstzeiten und einen geringeren Energiebedarf. Diese Vorteile<br />

haben direkten Einfluss auf die CO2-Emissionen des Syntheseprozesses<br />

und dessen Kosten.<br />

Insgesamt haben sich vier Fraunhofer-Institute zu diesem Projekt<br />

zusammengeschlossen: das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie<br />

und Angewandte Oekologie IME, für Silicatforschung ISC,<br />

für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB und für Mikrotechnik<br />

und Mikrosysteme IMM.<br />

Katalyse mit Enzymen und Licht<br />

Die Fraunhofer-Forschenden setzen bei ihrem Verfahren auf eine<br />

neuartige Kombination zweier Katalysemethoden. Dabei werden<br />

Photokatalysatoren, die mit Licht aktiv werden, mit ebenfalls als Katalysator<br />

wirkenden Enzymen kombiniert. Die Enzyme werden entweder<br />

auf transparenten Folien aufgebracht und damit immobilisiert<br />

oder als Partikel im Reaktionsmedium eingesetzt. Projektleiterin<br />

Dr. Michaela Müller vom Fraunhofer IGB erklärt den Vorteil dieses<br />

Verfahrens: »Wir vermeiden dadurch, dass die Katalysatoren frei in<br />

der Lösung herumschwimmen und nach jedem Schritt aufwendig<br />

herausgefiltert oder entfernt werden müssen. Die immobilisierten<br />

Enzyme respektive Katalysatoren können im Reaktor verbleiben,<br />

während das Reaktionsprodukt kontinuierlich entsteht. Verlieren<br />

die Enzyme ihre Aktivität, lassen sie sich leicht austauschen, ohne<br />

den Prozess unterbrechen zu müssen.«<br />

»Die lichtgetriebene Katalyse für die Kaskadenreaktionen benötigt<br />

keine besonders hohen Temperaturen, verträgt sich deshalb<br />

gut mit der Biokatalyse und spart damit auch Energie«, erklärt Dr.<br />

Thomas Rehm, Projektleiter am Fraunhofer IMM und Spezialist für<br />

nachhaltige Synthesen in Durchflussreaktoren. Um das Licht möglichst<br />

effektiv mit dem Photokatalysator und der Reaktionslösung zu<br />

kontaktieren, sind die verwendeten Durchflussreaktoren mit dün-<br />

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Federn enthalten Keratin, ein wasserunlösliches Strukturprotein, aus dem sich Bestandteile von Klebstoffen herstellen lassen. © Getty Images<br />

In den gemeinsamen Projekten wurde eine neue Technologie-Plattform zur Herstellung von Feinchemikalien entwickelt. © Fraunhofer IMM<br />

nen transparenten Kunststoffröhrchen (Kapillaren) oder mit Folien<br />

ausgestattet. Die Ausgangslösung wird entweder durch die Kapillaren<br />

des Reaktors gepumpt – samt Katalysatorpartikeln und einem<br />

Gas zur Verbesserung des Feststofftransports – oder über die transparente<br />

Polymerfolie geleitet, die als Träger der Photokatalysatoren<br />

und Enzyme dient.<br />

Durch den Einsatz von Enzymen in der Kaskadenreaktion eignet<br />

sich das Verfahren besonders für die Herstellung sogenannter<br />

chiraler Feinchemikalien, die in Arzneimitteln häufig verwendet<br />

werden. Diese chemischen Verbindungen basieren auf Molekülen,<br />

die exakt spiegelbildlich aufgebaut sind, aber nicht durch Drehung<br />

miteinander deckungsgleich werden, vergleichbar etwa mit<br />

menschlichen Händen. Man spricht hierbei von Stereoisomerie.<br />

Je nach Version, also Isomer des chiralen Moleküls – linke Hand<br />

oder rechte Hand – können diese völlig unterschiedlich wirken. Aus<br />

diesem Grund ist die gezielte Herstellung von nur einem Isomer in<br />

möglichst hoher Reinheit wichtig, um eine maximal positive Wirkung<br />

zu erreichen.<br />

Technologie-Schub für die chemische Produktion<br />

Um das neuartige Katalyseverfahren zu realisieren, haben die vier<br />

Fraunhofer-Institute ihre sehr unterschiedlichen Forschungskompetenzen<br />

zusammengelegt und interdisziplinär zusammengearbeitet.<br />

Im Ergebnis ist weit mehr als nur ein neues Verfahren entstanden:<br />

Die Fraunhofer-Expertinnen und -Experten haben eine<br />

modular aufgebaute Technologie-Plattform zur Herstellung von verschiedenen<br />

Klassen an Feinchemikalien entwickelt. Für Industriekunden<br />

lassen sich so in einer Machbarkeitsstudie Wunschprozesse<br />

individuell für die Reaktionen und Katalysekombinationen maßschneidern.<br />

Davon kann die Arzneimittelbranche in besonderer Weise profitieren,<br />

denn die Produktionstechnologien sind oftmals ausgereizt.<br />

Immer mehr Hersteller verlegen ihre Standorte ins Ausland, um dort<br />

billiger zu produzieren, oder kaufen dort die Wirkstoffe ein. »Wir<br />

brauchen in der chemischen Industrie wieder neue Verfahren für<br />

eine Produktion auf höchstem technologischem Niveau, die zugleich<br />

nachhaltig und wirtschaftlich sind«, sagt Müller. »Das sichert<br />

den technologischen Vorsprung deutscher Arzneimittelhersteller<br />

im globalen Wettbewerb und macht Deutschland als Produktionsstandort<br />

wieder attraktiv.« So trägt die Neuentwicklung der Fraunhofer-Forschenden<br />

auch dazu bei, die Gesundheitsversorgung der<br />

Bevölkerung zukünftig zu sichern.<br />

Für die Erforschung der Grundlagen wurde das Konsortium sowohl<br />

mit Eigenmitteln der Fraunhofer-Gesellschaft unterstützt als<br />

auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)<br />

gefördert (Projekt ILLUMINATE, Förderkennzeichen 031B<strong>11</strong>21).<br />

Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB<br />

D 70569 Stuttgart<br />

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Produktionsvolumen pro Quadratmeter<br />

gesteigert<br />

Neue Einspritzeinheit für<br />

die Medizintechnik<br />

Eine neue Einspritzeinheit für den Bereich Medical hat die Sumitomo (SHI)<br />

Demag Plastics Machinery GmbH, Schwaig, auf der Fakuma <strong>2024</strong> vorgestellt. Die<br />

kompakte IntElect mit 180 t Schließkraft ist mit einer 910-er-Spritzeinheit – der<br />

größten, die in dieser vollelektrischen Spritzgießmaschine untergebracht werden<br />

kann – ausgestattet. Das leistungsstarke Aggregat sorgt dafür, dass sie bei gleichbleibender<br />

Schließkraft höhere Präzisionsschussgewichte und einen höheren<br />

Einspritzdruck bewältigen kann. Gleichzeitig wird der Gesamtenergieverbrauch<br />

gesenkt.<br />

„Wir erweitern damit das Anwendungsspektrum<br />

im Schließkraftbereich von 130 bis 180<br />

Tonnen. Einer der Hauptvorteile der Wahl<br />

einer Maschine mit kleinerer Stellfläche, die<br />

größere Schussgewichte verarbeiten kann,<br />

sind die schnell zu realisierenden Energieeinsparungen“,<br />

sagt Andreas Montag, Business<br />

Development Director Medical und<br />

ergänzt: „Effizienz in der Medizintechnik<br />

setzt Präzision und Massenproduktion gleichermaßen<br />

voraus. Beides zusammen bildet<br />

die Grundlage für die Senkung der Gesundheitskosten<br />

für Patienten und medizinische<br />

Dienstleister.“<br />

Verarbeitungsflexibilität und Produktionskapazität<br />

erhöht<br />

Um diese flexible Kombination und die<br />

feine Verarbeitungssteuerung zu demonstrieren,<br />

werden auf dem Exponat mit einem<br />

32-fach-Werkzeug alle 6,5 s Spritzenkolben<br />

aus einem nicht-porösen High Density Poly<br />

Ethylene (HDPE) mit einem Schussgewicht<br />

von 29 g gespritzt. Kunststoff-Verarbeiter<br />

haben die Möglichkeit, auch eine 50-mm-<br />

Schnecke hinzufügen, um größere Teile zu<br />

spritzen. Durch die Variabilität, schnell zwischen<br />

drei Schneckengrößen – 45, 55 und<br />

60 mm, mit der Option, auch 50 mm hinzuzufügen<br />

– zu wechseln, wird sichergestellt,<br />

dass für jede medizinische Anwendung die<br />

optimale Schneckengröße gewählt wird. So<br />

werden Verarbeitungsflexibilität und Produktionskapazität<br />

weiter erhöht.<br />

„Die Live-Demonstration wird zusammen<br />

mit elm-plastic realisiert, von denen<br />

auch das Werkzeug, das Kühlsystem und<br />

weitere Peripheriegeräte stammen“, erläutert<br />

Montag. „Diese hocheffiziente und<br />

kompakte Reinraum-Produktionszelle<br />

zeichnet sich durch Wiederholgenauigkeit<br />

und Sauberkeit aus. Sie wurde für hohe Geschwindigkeit<br />

und Präzision gebaut und ist<br />

so konzipiert, dass sie extrem enge Toleranzen<br />

bei medizinischen Anwendungen, die<br />

in hohen Stückzahlen produziert werden,<br />

auf die effizienteste Art und Weise handhaben<br />

kann, und gleichzeitig den Verarbeitern<br />

größte Flexibilität bezüglich der Bauteil-<br />

Größe bietet – von kleinen medizinischen<br />

Teilen bis hin zu größeren Komponenten.“<br />

Auf dem Messestand werden Spritzenkolben<br />

in einer hocheffizienten und kompakten<br />

Reinraum-Produktionszelle gefertigt.<br />

Anstatt die Entnahme der Komponenten<br />

zu automatisieren, wird bei diesem Exponat<br />

ein in der Produktionszelle installierter QS-<br />

Schalter verwendet. Wenn sich die Form<br />

öffnet, fallen die Spritzenkolben kaskadenförmig<br />

auf das Förderband, wobei Schlecht-<br />

Teile aussortiert und Gut-Teile gewogen<br />

und in ein von AM Plastics geliefertes, austauschbares<br />

Boxensystem gezählt werden.<br />

„Dies alles geschieht ohne Platzverlust.<br />

Die Produktivität wird erhöht, weil wir den<br />

Boden und die vertikale Fläche effizienter<br />

nutzen, um das Produktionsvolumen pro<br />

Quadratmeter zu steigern“, hebt der Experte<br />

hervor.<br />

Ein weiteres Highlight präsentiert Hekuma<br />

(Halle A7, Stand A7-7202), anhand einer<br />

skalierbaren und flexiblen Reinraumkonfiguration<br />

für die Petrischalen-Produktion.<br />

Integraler Bestandteil dieses medizinischen<br />

Pakets ist eine IntElect2 100. Hekuma beschreibt<br />

die diesjährige Präsentation als „ein<br />

hervorragendes Beispiel für ein durchdachtes,<br />

automatisiertes, skalierbares und schlüsselfertiges<br />

System“. Es seid ideal für kleinere<br />

Produktionsserien geeignet und biete auch<br />

Massenherstellern von medizinischen Komponenten<br />

einen höheren Mehrwert.<br />

Trotz Kosteneffizienz keine<br />

Kompromisse bei Qualitätsstandards<br />

Die Zusammenarbeit mit dem asiatischen<br />

Werkzeugspezialisten Jestar Mold Tech<br />

zeigt darüber hinaus, wie hochwertige und<br />

innovative Lösungen kosteneffizient zusammenarbeiten<br />

können. Anstatt ein herkömmliches<br />

Etagenwerkzeug zur Herstellung<br />

von Petrischalen zu verwenden, liefert<br />

Jestar das 2+2-Seitenwerkzeug, das eine<br />

Zykluszeit von 7 s und eine hohe Produktionsleistung<br />

ermöglicht. Die Automation<br />

liefert Hekuma selbst: ein 6-Achs-Roboter<br />

entnimmt die Teile per Seitenentnahme.<br />

Kosteneffizienz bedeutet dabei jedoch<br />

nicht, dass bei den Qualitätsstandards Kompromisse<br />

eingegangen werden müssen. Um<br />

die Einhaltung der Qualitätsmanagementund<br />

Validierungsnormen ISO 13485 für Medizinprodukte<br />

zu gewährleisten, besitz die<br />

IntElect-Maschine feststehende Benutzerparameter.<br />

Dadurch wird sichergestellt, dass<br />

die Prozesse innerhalb bestimmter Bandbreiten<br />

gehalten werden und dass die Benutzer<br />

keine unerlaubten Änderungen an den<br />

Einstellungen für Druck, Temperatur, Durchfluss<br />

und Kühlung vornehmen können.<br />

Sumitomo (SHI) Demag<br />

D 90571 Schwaig<br />

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Stefano Riva<br />

(Foto: LK IMM)<br />

Vollelektrische Spritzgießmaschine ELETTRICA<br />

(Foto: LK IMM)<br />

LK IMM unter neuer Leitung – Stefano Riva, Regional Manager Europe<br />

Servohydraulische Spritzgießmaschine POTENZA<br />

(Foto: LK IMM)<br />

Messschieber in höchster Präzision<br />

Stefano Riva (54) führt seit Juli <strong>2024</strong>, als Regional Manager<br />

Europe, die LK IMM Europe – LK Srl, Travagliato<br />

(BS), Nord-Italien – Spritzgießmaschinen-Niederlassung<br />

des in Hongkong ansässigen Maschinenbaukonzerns<br />

L.K. Machinery International Limited, in eine<br />

gedeihliche Zukunft. Riva war etliche Jahre in verantwortlichen<br />

Positionen bei Negri Bossi tätig und kennt<br />

sich in den Vertriebs- und Service-Anforderungen des<br />

europäischen Spritzgießmaschinenmarktes bestens<br />

aus: „Die Fakuma-Welt – rund 1000 km im Umkreis vom<br />

Bodensee – ist das Kernstück unseres Arbeitsplatzes<br />

von mir und meinem Team, in dem wir die Aufstellung<br />

der Marke LK IMM forcieren werden. Dazu werden wir<br />

in absehbarer Zeit über weitere Kooperationen mit renommierten<br />

regionalen und lokalen Vertriebs- und Service-Partnern<br />

berichten können“, sagt Stefano Riva.<br />

LK IMM produziert während der FAKUMA die<br />

beiden Teile eines Messschiebers aus Polycarbonat<br />

auf zwei Spritzgießmaschinen (kurz SGM), die jeweils mit einem<br />

Heißkanal-Einkavitätenwerkzeug ausgestattet sind: „Bei Messinstrumenten<br />

ist höchste Genauigkeit selbstverständlich – am besten<br />

Null-Fehler-Quote und Minimalsttoleranzen – und das beweist LK<br />

IMM demonstrativ während der Messe,“ nennt Riva das Kind beim<br />

Namen und ergänzt, dass die beiden Präzisionsteile im industrierealistischen<br />

Betrieb normalerweise von zwei Robotern zusammengesetzt<br />

würden.<br />

POTENZA V (5. Generation): Die servohydraulische LK IMM<br />

Kniehebel-Spritzgießmaschine der weiterentwickelten Baureihe<br />

POTENZA V mit 2.000 kN Schließkraft produziert das bewegliche<br />

Bauteil des Messschiebers. Ungeachtet der komfortablen Werkzeug-Einbaumaße<br />

der Maschine von 150 bis 480 mm und einem<br />

maximal 840 mm Öffnungsweg auf den 670 x 670 mm Platten<br />

hatten sich LK Hongkong und Stefano Riva auf ein kleines Einkavitäten-Werkzeug<br />

geeinigt, um den Verbrauch von Polykarbonat<br />

ökologisch im Rahmen zu halten. Der außerordentlich niedrige<br />

Preis dieser Spritzgießmaschine (SGM), ihr nachgewiesenermaßen<br />

niedriger Energieverbrauch „Green Pack“ – unterstützt durch<br />

Infrarot-Heizbänder – und ihre angenehme Laufruhe sowie ihre<br />

Produktivität werden die Standbesucher zum Nachdenken bringen.<br />

Der neue Regional Manager definierte die existenzsichernde Produktivität<br />

so: „Mit unseren SGM bedienen wir höchste europäische<br />

Ansprüche und Standards: wenige Schuss bis zum ersten Gut-Teil,<br />

schnell und zuverlässig, mit geringem Wartungsaufwand, bei größtmöglicher<br />

Einsparung der teuren Energie und kurzen Pausen für<br />

Werkzeugwechsel und Routine-Wartung.“ Dauerleistung, Genauigkeit<br />

und Umweltschutz zeichnen diese SGM aus, ob im Einsatz für<br />

Automotive, Verpackung, Logistik, oder Medizintechnik, Pharma-,<br />

Messschieber aus<br />

Polykarbonat<br />

(Foto: LK IMM)<br />

Kosmetik-, Optik- und Elektro-/Elektronik und all der<br />

Branchen, die ohne Eins-A-Qualität nicht existieren<br />

können. Die dokumentierte Nullfehlerquote ist immer<br />

im Fokus. Die progressive Steuerung/Regelung stammt<br />

aus dem Hause KEBA, ist bestens geeignet für komplexe<br />

Prozesse – und dennoch schnell, intuitiv und einfach<br />

zu bedienen. In ihr sind Optionen verwirklicht wie beispielsweise<br />

die Integration spezieller Peripheriefunktionen<br />

wie Heißkanal, Temperiertechnik, Kaskadensteuerung<br />

etc. und verschiedene Messungen. Zudem verfügt<br />

die Anlage über Euromap 67 und bei Bedarf OPC-UA<br />

Schnittstellen. Das gesamte Spritzgießmaschinen-Programm<br />

von LK IMM ist für Industrie 4.0 ausgelegt. Die<br />

Produktion kann mit dem KePlast EasyNet 4 System gesteuert/geregelt<br />

und nachverfolgt werden.<br />

ELETTRICA (Schließkraftbereich 1.000 bis 3.500<br />

kN): Die vollelektrische ELETTRICA EL130T zielt präzise<br />

auf die Reinraumtechnik – für die Mehrschicht-<br />

Produktion von Präzisionsteilen für die Medical Device- Pharma-,<br />

Kosmetik-, Optik- und Elektro-/Elektronik etc. mit dokumentierter<br />

Nullfehlerquote und Nachweis der Energieersparnis. Dafür ist<br />

die SGM mit einer Reihe von wertvollen Features ausgestattet: Die<br />

komfortabel ausgelegte Prozessregelung, INNOVANCE, verfügt<br />

über eine schnelle Verfügbarkeit von Tausenden von abgesicherten<br />

Herstellungsparametern, die jederzeit für eine Nachfolgeproduktion<br />

reaktiviert werden können. Damit ist absolute Wiederholgenauigkeit<br />

gewährleistet. Während der FAKUMA produziert die<br />

1300 kN SGM den Polykarbonat-Schaft des Messschiebers in einem<br />

kleinen Einkavitäten-Heißkanalwerkzeug. Der hocheffiziente<br />

vollelektrische Antrieb der SGM misst sich erfolgreich mit internationalen<br />

Leistungsstandards und dem neuesten Stand der Technik.<br />

Ihr schnelles Ansprechverhalten, Energieeinsparung, Ökologie,<br />

hohe Wiederholgenauigkeit, Resilienz und einfache Bedienung<br />

führen die Liste der Vorzüge an. Ohne Hydrauliköl beziehungsweise<br />

Öldünste, ohne Dichtungsprobleme, ohne Lärm ist sie für<br />

den Einsatz in Reinraum-Produktionsstätten ideal tauglich. Mehr<br />

noch: parallele Bewegungen – mittels individueller Servomotoren<br />

– reduzieren die Zykluszeiten. So bringen synchrone Mehrachsenbewegungen,<br />

Auswerfer- und Messfunktionen den Trockenzyklus<br />

der kleinsten ELETTRICA auf weniger als zwei Sekunden. Für<br />

eine intelligente Vernetzung, eine benutzerfreundliche Programmierung<br />

und eine komfortable Automatisierung steht ein offenes<br />

Plattform-Betriebssystem zur Verfügung. „Der Gesamtvorteil für<br />

den Anwender ist die höhere Produktivität bei geringeren Stückkosten,“<br />

konstatiert Stefano Riva.<br />

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LK Srl<br />

IT 25039 Travagliato


Den mit 10.000 Euro dotierten FiT2clean Award sicherte sich dieses<br />

Jahr die PartikelART Solution GmbH mit einer KI-basierten App für die<br />

schnelle und einfache Partikelanalyse, auf den Plätzen folgten die Lösungen<br />

der acp systems AG und der Kist + Escherich GmbH. Juliane Schulze<br />

(FiT) Philipp Kist (Kist + Escherich), Dr. Ronny Zwinkau (PartikelART<br />

Solution), Karl-Heinz Menauer (acp systems), Dr. Michael Flämmich (FiT).<br />

(Bildquelle: Fachverband industrielle Teilereinigung e.V.)<br />

Die Mitglieder des neu gewählten FiT-Vorstands:<br />

Juliane Schulze (SITA Messtechnik), Rainer Straub (Ecoclean<br />

GmbH), Birgit Fruggel (Schaeffler Technologies), Florian Weber<br />

(Weber Ultrasonics), Kerstin Zübert (Hermann Bantleon),<br />

Dr. Michael Flämmich (Vacom Vakuum Komponenten & Messtechnik)<br />

und Gerhard Koblenzer (LPW Reinigungssysteme).<br />

(Bildquelle: Fachverband industrielle Teilereinigung e.V.)<br />

FiT feierte im Rahmen der Fachtagung industrielle Bauteilreinigung<br />

20-jähriges Jubiläum<br />

Erfolgreiche Fachtagung, Award-Verleihung,<br />

Mitgliederversammlung und 20-Jahr-Feier<br />

des FiT in Dresden<br />

<strong>2024</strong> feiert der Fachverband industrielle Teilereinigung e. V. (FiT) sein 20-jähriges Bestehen. Einen idealen Rahmen dafür<br />

bot die 32. Fachtagung industrielle Bauteilreinigung, die am <strong>11</strong>. und 12. September mit insgesamt 121 Teilnehmenden und 26<br />

ausstellenden Unternehmen in Dresden durchgeführt wurde. Zu den Highlights der Veranstaltung zählte die Verleihung<br />

des dritten FiT2clean Awards.<br />

Das Programm der zweitägigen Veranstaltung am <strong>11</strong>. und 12. September<br />

im Dorint Hotel in Dresden umfasste insgesamt 15 Vorträge.<br />

Passend zum Motto „FiT – 20 Jahre im Dienste der industriellen<br />

Bauteilreinigung – Ein Blick zurück und zwei nach vorn verbinden<br />

Tradition und Innovation“, konnten sich die 121 Teilnehmenden dabei<br />

über weit mehr als die Innovationen und Fortschritte der letzten<br />

zwei Jahrzehnte in der industriellen Teilereinigung aus den Blickwinkeln<br />

Anlagentechnik, Chemie und Messtechnik informieren.<br />

So thematisierten die Plenarvorträge des ersten Tages, welche<br />

neuen Herausforderungen und grundlegenden Veränderungen in<br />

der Teilereinigung sich durch die Transformation vom Verbrenner<br />

zur E-Mobility und Wasserstofftechnologie für Automobilindustrie<br />

und ihre Zulieferer ergeben. Beleuchtet wurden darüber hinaus die<br />

Sauberkeitsanforderungen, die beispielsweise bei der Endreinigung<br />

von Komponenten für die Halbleiterindustrie, Medizintechnik, Hydraulik<br />

und Vakuumtechnik zu erfüllen sind. Also in Feldern, die als<br />

Zukunftstechnologien gelten. Die weiteren Referate aus den Bereichen<br />

„Umwelt & Chemie“ sowie „Anlagen & Verfahren“ informierten<br />

unter anderem über die Produktentwicklung bei Reinigungsmedien<br />

und den Einfluss der nationalen und internationalen Chemikaliengesetzgebung<br />

darauf. Die Betrachtung der Entwicklungen in der<br />

Lösemittel- und wässrigen Teilereinigung sowie der Fortschritte bei<br />

Prozessen und Verfahren inklusive der partiellen Reinigung boten<br />

Lösungsansätze, um aktuelle Herausforderungen in der Teilereinigung<br />

nachhaltig, prozesssicher und wirtschaftlich zu meistern.<br />

Die Vorträge des zweiten Tages beschäftigten sich mit den Thema<br />

„Messen & Prüfen“, wobei Verfahren zur Sauberkeitsanalytik ebenso<br />

vorgestellt wurden wie Entwicklungen von Geräten für die Prozesskontrolle<br />

und der aktuelle Stand der VDA 19 sowie ein Ausblick auf<br />

künftige Entwicklungen in diesem Bereich. Auf den neuesten Stand<br />

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Über 120 Teilnehmende informierten sich bei der 32. Fachtagung<br />

industrielle Bauteilreinigung über aktuelle Herausforderungen und<br />

Lösungsansätze in der industriellen Teilereinigung.<br />

(Bildquelle: Fachverband industrielle Teilereinigung e.V.)<br />

Die begleitende Ausstellung nutzten 26 Unternehmen, um dem<br />

Fachpublikum Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren<br />

sowie über Aufgabenstellungen zu diskutieren.<br />

(Bildquelle: Fachverband industrielle Teilereinigung e.V.)<br />

Euro dotierten Innovationspreis sicherte sich die PartikelART Solution<br />

GmbH mit einer innovativen, KI-basierten App für die schnelle<br />

und einfache Partikelanalyse. Auf den Plätzen zwei und drei folgten<br />

die Lösungen der acp systems AG und der Kist + Escherich GmbH.<br />

FiT-Vorstand für drei Jahre gewählt<br />

Ein krönender Abschluss der 20-Jahr-Feier des FiT war die<br />

abendliche Fahrt mit dem Dampfschiff auf der Elbe.<br />

(Bildquelle: Fachverband industrielle Teilereinigung e.V.)<br />

wurden die Teilnehmenden auch zum FiT-Richtlinienwerk „Prozesslösungen“<br />

gebracht, mit dem der FiT den nächsten Schritt zur<br />

Wissensaufbereitung und -vermittlung eingeläutet hat. Ein weiteres<br />

Referat beleuchtete, wie sich die Anforderungen an die Oberflächensauberkeit<br />

bei High Purity-Anwendungen bis 2030 entwickeln<br />

können. Im abschließenden Impulsvortrag erfuhren die Zuhörer, mit<br />

welchen Schritten und Maßnahmen KI zum besten Mitarbeiter im<br />

Unternehmen wird.<br />

Die Gesamtbewertung der Tagung mit der Note 1,8 sowie durchweg<br />

positive Kommentare der Teilnehmenden zu Programm, Qualität<br />

der Vorträge und Veranstaltungsort belegen, dass der FiT als<br />

Navigator der Bauteilreinigung Antworten auf aktuelle Herausforderungen<br />

geliefert hat. Gleichzeitig untermauert die hohe Zustimmung<br />

die führende Stellung der Fachtagung als Wissensquelle zur industriellen<br />

Bauteilreinigung. Sehr zufrieden äußerten sich auch die 26<br />

ausstellenden Unternehmen über ihre Teilnahme.<br />

Verleihung FiT2clean Award <strong>2024</strong><br />

Einen gelungenen Abschluss des ersten Tages stellte die Verleihung<br />

des 3. FiT2clean Awards dar. Sie begann mit der Präsentation der<br />

Lösungen der drei Finalisten vor Ort, anschließend konnten die Teilnehmenden<br />

über den Gewinner mit entscheiden. Den mit 10.000<br />

Bei der direkt an die Fachtagung anschließenden Mitgliederversammlung<br />

des Verbands informierten die Leiter der verschiedenen<br />

Fachausschüsse über deren Tätigkeiten in den vergangenen zwölf<br />

Monaten und über aktuelle Projekte, die bearbeitet werden. Darüber<br />

hinaus wurden die in Strategiesitzungen erarbeiteten kurz-,<br />

mittel- und langfristigen Ziele des FiT vorgestellt. Auf der Agenda<br />

stand außerdem die turnusmäßige Neuwahl des Vorstandes, bei der<br />

das bisherige Vorstandmitglied Andreas Pradel (Surtec Deutschland<br />

GmbH) auf eigenen Wunsch nicht mehr kandidierte. Die anderen<br />

Mitglieder des bisherigen Vorstands stellten sich zur Wiederwahl.<br />

Als neue Kandidatin präsentierte Birgit Fruggel (Senior Expert<br />

Oberflächenkonditionieren & Technische Sauberkeit, Schaeffler<br />

Technologies GmbH & Co.KG) ihre Expertise aus Anwendersicht. In<br />

der anschließenden Blockwahl wurden alle Kandidaten einstimmig<br />

für die kommenden drei Jahre gewählt. Bei der Wahl des Vorstandsvorsitzenden<br />

Dr. Michael Flämmich (Vacom Vakuum Komponenten<br />

& Messtechnik GmbH) und seines Stellvertreters Rainer Straub<br />

(Ecoclean GmbH) wurden die bisherigen Amtsinhaber bestätigt.<br />

Für einen perfekten Abschluss der 20-Jahr-Feier des FiT in<br />

Dresden sorgte die Fahrt mit einem Dampfschiff auf der Elbe. Bei<br />

gutem Essen und anregenden Gesprächen klang der Tag in sehr entspannter<br />

Atmosphäre aus.<br />

Fachverband industrielle Teilereinigung (FiT) e.v.<br />

Geschäftsstelle<br />

Hauptstraße 7<br />

D 72639 Neuffen<br />

Telefon: +49 7025 84340<br />

Telefax: +49 7025 843420<br />

eMail: info@fit-online.org<br />

Internet: http://www.fit-online.org<br />

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Mit 1010 Ausstellern aus 49 Ländern und 32.796 Fachbesuchern war die Chillventa <strong>2024</strong><br />

ein voller Erfolg und stand ganz im Zeichen von Connecting Experts.<br />

Chillventa <strong>2024</strong> – Treffpunkt der Experten:<br />

Innovationen, Austausch und ein Blick<br />

in die Zukunft der Branche<br />

Die Chillventa <strong>2024</strong> überzeugte die Fachwelt auf ganzer<br />

Linie. 1.010 Aussteller aus rund 49 Ländern präsentierten<br />

den 32.796 aus aller Welt angereisten Experten ihre neusten<br />

Produkte und Dienstleistungen. Das umfangreiche<br />

Rahmenprogramm, darunter erstmals über 250 Fachvorträge<br />

beim Chillventa CONGRESS und in den vier Fachforen<br />

sowie zwei erstklassige Sonderpräsentationen mit praxisnahem<br />

Fachwissen, luden zum Verweilen, Netzwerken und<br />

fachlichem Diskurs ein. Im Fokus standen dieses Jahr Themen<br />

wie Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, oder Digitalisierung.<br />

Auch der Chillventa CONGRESS am Vortag der<br />

Messe mit rund 300 Teilnehmern glänzte mit hochkarätigen<br />

Vorträgen internationaler Referenten.<br />

Die Chillventa <strong>2024</strong> bot mit ihrer thematischen Vielfalt und dem erneut<br />

gewachsenen Fachprogramm einen umfassenden Überblick<br />

über die aktuellen Entwicklungen in der Kälte-, Klima-, Lüftungsund<br />

Wärmepumpentechnik und gab zugleich einen spannenden<br />

Ausblick auf die Zukunft der Branche.<br />

„Die Kältetechnik – mit den Bereichen Lüftung, Klima und Wärmepumpe<br />

– ist eine Zukunftstechnologie. Dies zeigten die vielen<br />

Themen wie Energiewende, Digitalisierung, Wärmepumpen und<br />

Kältemittel im Kontext von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft,<br />

die dieses Jahr beim Kongress, auf den Ständen, den Fachforen oder<br />

den Sonderpräsentationen diskutiert wurden. Einmal mehr unterstrich<br />

die Chillventa, dass Sie auch <strong>2024</strong> wieder die Nummer 1 der<br />

Kältetechnik-Messen ist, nicht nur, wenn es um die Fachthemen<br />

geht, sondern auch mit den 1.010 Ausstellern aus 49 Ländern und den<br />

damit ausverkauften Messehallen. Sie hat sich mit den Messekennzahlen<br />

nun wieder auf das Vor-Corona-Niveau eingependelt. Aber<br />

auch die 32.796 Besucher (2022: +7,5%) untermauerten eindrücklich,<br />

dass die Chillventa für die Community die bedeutendste Messe ist.<br />

Die Stimmung in den Hallen war ausgezeichnet und kam einem großen<br />

Familientreffen gleich. Die Chillventa ist und bleibt die zentrale<br />

Veranstaltung weltweit für die Kältebranche mit den Segmenten<br />

Klima, Lüftung und Wärmepumpen“, so Daniela Heinkel, Director<br />

Chillventa und European Heat Pump Summit, NürnbergMesse.<br />

Besucherstruktur auf hohem Niveau<br />

Rund 57 Prozent der 32.796 Chillventa-Gäste kamen aus dem Ausland.<br />

Besonders die Qualität der Fachbesucher konnte die Aussteller<br />

erneut überzeugen: Über 80 Prozent der Besucher waren direkt<br />

in die Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen ihrer Betriebe<br />

einbezogen. Neun von zehn waren mit dem Angebot zufrieden und<br />

ebenso über 95 Prozent planen an der nächsten Chillventa erneut<br />

teilzunehmen.<br />

„Die Besucherstruktur der Chillventa war auch <strong>2024</strong> wieder weit<br />

gefächert: vom Hersteller über den Anlagenbetreiber, den Händler,<br />

den Fachplaner und Architekten bis hin zum Handwerker, waren alle<br />

Top-Zielgruppen wieder auf dem Gelände der NürnbergMesse vereint<br />

– zu ihrer Chillventa“, so Daniela Heinkel. Ebenso freute sich<br />

Kai Halter, Messebeiratsvorsitzender der Chillventa, Vice President<br />

Marketing and Brand Management, ebm-papst: „Die Chillventa<br />

war eine ausgezeichnete Veranstaltung von Experten, für Experten<br />

– und das rund herum auf höchstem Niveau. Wir freuen uns heute<br />

schon auf 2026!“<br />

Aussteller mit großer Wiederbeteiligungsabsicht<br />

Dieses durchweg positive Gesamtbild der Chillventa, bestätigte auch<br />

die unabhängig, durchgeführte Ausstellerbefragung. Die Mehrzahl<br />

der Aussteller (nach Fläche) kamen aus den Ländern Deutschland,<br />

Italien, Türkei, China, Spanien, Belgien, Großbritannien, Frankreich,<br />

Polen und den USA. Rund 95 Prozent der Aussteller werteten die<br />

Teilnahme auf der Chillventa als Erfolg. Ebenso rund 95 Prozent<br />

konnten neue Geschäftskontakte knüpfen und erwarten ein erfolgreiches<br />

Nachmessegeschäft. Noch während der Laufzeit bestätigten<br />

an die 94 Prozent der 1.010 Aussteller (2022: +20%), auch auf der<br />

Chillventa 2026 wieder auszustellen.<br />

Umfangreiches Rahmenprogramm überzeugte die Fachwelt<br />

Das Rahmenprogramm der Chillventa hat schon eine lange Tradition<br />

und bietet seit jeher hochwertige Antworten auf aktuelle Fragestellungen.<br />

Auch dieses Jahr wuchs das Programm erneut und bot<br />

den angereisten Experten präzises Fachwissen. „Das Rahmenprogramm<br />

ist ein wichtiger Bestandteil der Chillventa mit Fachwissen<br />

aus erster Hand. <strong>2024</strong> konnten die Experten erstmals über 250 erstklassige<br />

Vorträge an vier Tagen beim Chillventa CONGRESS und auf<br />

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den vier Fachforen erleben. Hier wurden punktgenaue Informationen<br />

zu aktuellen Produkten, Trends und Technologien präsentiert.<br />

Im Fokus standen unter anderem folgende Themen: Kältemittel,<br />

Wärmepumpen für Industrie und Gewerbe, Nachhaltigkeit, die F-<br />

Gas, Verordnung, PFAS und die Kreislaufwirtschaft.“, erläuterte Dr.-<br />

Ing. Rainer Jakobs, fachlicher Berater und Koordinator des Fachprogramms<br />

der Chillventa.<br />

Der Fokus beim Forum „DIGITALISIERUNG PRAKTISCH GE-<br />

STALTEN“ lag darauf, durch Digitalisierung Effizienz, Produktivität<br />

und Umsatz in Handwerksbetrieben zu steigern. Praktiker aus Betrieben<br />

gaben dort Einblicke in ihre realen Abläufe.<br />

Die Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik führte auf einer<br />

Sonderfläche unter dem Motto „Kältemittelverlust und kein Leck<br />

gefunden! So klappt es!“ Demonstrationen zum Thema Lecksuche<br />

und Dichtheitsprüfung durch. Die zweite Sonderpräsentation, die<br />

„AIT Heat Pump Innovation Lounge“, widmete sich ganz dem Thema<br />

Wärmepumpe. Hier präsentieren die Expertinnen und Experten<br />

des Austrian Institute of Technology (AIT) ihre neuesten Entwicklungen<br />

und Forschungsergebnisse, z.B. das Thema Wärmepumpen<br />

als Ersatz für Gasthermen in Wohngebäuden.<br />

Abgerundet wurde das Rahmenprogramm von mehreren, fachlich<br />

gegliederten Guided Tours und, last but not least, von der Deutschen<br />

Meisterschaft des Kälteanlagenbauerhandwerks, organisiert<br />

vom Bundesinnungsverband des Deutschen Kälteanlagenbauerhandwerks<br />

(BIV). „Auch <strong>2024</strong> wurden wieder die besten jungen<br />

Kälteanlagenbauer bei der Deutschen Meisterschaft im Kälteanlagenbauerhandwerk<br />

prämiert. Wir freuen uns sehr, dass der BIV die<br />

Meisterschaft im Rahmen der Chillventa durchführt. Herzlichen<br />

Glückwunsch allen Teilnehmern und dem Deutschen Meister“, so<br />

Daniela Heinkel.<br />

Next Stop: European Heat Pump Summit 2025<br />

Das nächste Highlight im Messekalender der Wärmepumpen-Profis<br />

ist der 28. und 29. Oktober 2025: der European Heat Pump Summit<br />

am Messeplatz Nürnberg.<br />

Save-the-Date: Chillventa 2026<br />

Die kommende Chillventa findet vom 13. bis 15. Oktober 2026 im<br />

Messezentrum Nürnberg statt. Am Vortag, dem 12. Oktober 2026,<br />

eröffnet der Chillventa CONGRESS die Veranstaltungswoche der<br />

internationalen Kälte-, Klima-, Lüftungs- und Wärmepumpen-<br />

Community.<br />

NürnbergMesse GmbH<br />

D 90471 Nürnberg<br />

Innovative Lösung zum sicheren automatisierten Medikamentenmanagement<br />

CPHI Mailand: Neuartige RFID-Labels<br />

mit digitaler Siegel-Funktion<br />

Schreiner MediPharm, ein führender Entwickler und Hersteller von innovativen Funktionslabels für die Healthcare-<br />

Industrie hat ein neues RFID-Label mit digitaler Erstöffnungsanzeige auf der CPHI in Mailand vorgestellt. Die internationale<br />

Leitmesse der Pharmaindustrie fand vom 8. bis 10. Oktober <strong>2024</strong> statt.<br />

Die Digitalisierung ist ein wachsender Trend im Healthcare-Bereich,<br />

um Prozesse zu automatisieren, die Produktsicherheit zu erhöhen<br />

und Medikationsfehler zu vermeiden. Labels mit integriertem RFID-<br />

Chip spielen hier eine wichtige Rolle, da sie zur Kennzeichnung<br />

dienen und gleichzeitig die eindeutige digitale Identifikation jedes<br />

einzelnen Medikamentengefäßes ermöglichen. Eine entscheidende<br />

Voraussetzung, um die Gefäße innerhalb der Supply Chain lückenlos<br />

tracken zu können. Im hektischen Krankenhausalltag muss jedoch<br />

auch sichergestellt sein, dass die Integrität der vorgefüllten<br />

Das neuartige RFID-Label von Schreiner MediPharm mit digitaler<br />

Siegelfunktion ermöglicht ein automatisiertes Tracking der Erstöffnung.<br />

Spritze oder des Vials vor Verabreichung des Medikaments intakt ist.<br />

Das neuartige RFID-Label mit integrierter digitaler Siegelfunktion<br />

von Schreiner MediPharm setzt genau hier an. Dank seines<br />

speziellen Designs zeigt es die Erstöffnung des Gefäßes irreversibel<br />

an und ermöglicht ein automatisiertes Nachverfolgen der Integrität.<br />

Eine manuelle Prüfung, ob der Container bereits geöffnet wurde, ist<br />

somit nicht mehr nötig. Dies bedeutet nicht nur eine Arbeitserleichterung<br />

für das medizinische Personal, sondern optimiert auch das<br />

Bestandsmanagement, da unbenutzte Medikamente effizient in den<br />

Bestand zurückgeführt werden können. Gleichzeitig können mögliche<br />

Abzweigungen sowie der Missbrauch von Medikamenten überwacht<br />

werden.<br />

Die neue Lösung von Schreiner MediPharm verfügt zudem über<br />

eine besondere Labelkonstruktion, die den integrierten Chip sicher<br />

vor mechanischen Belastungen und Stößen in der Pharmaherstellung<br />

und auf High-Speed-Spendeanlagen schützt. So kann das digitale<br />

Siegel von der Produktion bis zur Endanwendung zuverlässig<br />

ausgelesen werden. Ein wichtiger Aspekt, um das lückenlose Tracking<br />

des Medikaments auf Unit Level zu gewährleisten sowie die<br />

Produkt- und Patientensicherheit zu erhöhen.<br />

Schreiner MediPharm<br />

D 85764 Oberschleißheim<br />

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FACHPACK <strong>2024</strong>: Klarer Wegweiser für die<br />

Verpackungsbranche im Wandel<br />

„Das war die FACHPACK, wie wir sie seit langem kennen<br />

und schätzen!“, so der einheitliche Tenor der Aussteller<br />

und Besucher auf der FACHPACK <strong>2024</strong>, die nach drei überaus<br />

erfolgreichen Tagen ihre Tore schließt. 37.000 Fachbesucher,<br />

davon jeder dritte aus dem Ausland, informierten<br />

sich an den Messeständen der 1.455 Aussteller über neueste<br />

Trends und Innovationen und diskutierten mit Experten<br />

drängende Verpackungsfragen. Das Leitthema „Transition<br />

In Packaging“ war in allen Hallen und im Rahmenprogramm<br />

zu erleben. „Der große Zuspruch spricht für sich: Trotz einer<br />

sich wandelnden Verpackungsindustrie und vielen Herausforderungen<br />

zeigte sich die europäische Verpackungsbranche<br />

auf der FACHPACK äußerst innovativ, lösungsorientiert<br />

und zuversichtlich“, resümiert Heike Slotta, Executive<br />

Director Exhibitions, NürnbergMesse, zufrieden. Im Jahr<br />

2025 findet die FACHPACK zusammen mit der POWTECH<br />

TECHNOPHARM im Messezentrum Nürnberg statt.<br />

„Die FACHPACK hat sich einmal mehr als klarer Wegweiser und Impulsgeber<br />

für die europäische Verpackungsindustrie bewiesen. Und<br />

das brauchen wir! Denn die Verpackungsbranche befindet sich im<br />

Wandel. Neue Regularien müssen umgesetzt, hohe Erwartungen<br />

an Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft wollen erfüllt werden.<br />

Zugleich stellt der demographische Wandel die Industrie vor Herausforderungen.<br />

Und dazu gibt es noch Themen rund um Energieversorgung,<br />

Lieferketten, Digitalisierung und künstliche Intelligenz.<br />

Wir haben in Nürnberg nun drei Tage lang live erlebt, wie innovativ,<br />

lösungsorientiert und optimistisch die Branche diesen Herausforderungen<br />

begegnet und den Wandel mitgestaltet. Das FACHPACK-<br />

Motto ‚Wir machen Zukunft‘ bringt es einmal mehr auf den Punkt“,<br />

fasst Slotta die Stimmung auf der FACHPACK <strong>2024</strong> zusammen.<br />

Besucher kamen aus ganz Europa<br />

Die FACHPACK bot ein umfangreiches Angebot an Lösungen und<br />

Innovationen zu den Themen Verpackungen, Verpackungstechnik<br />

und -prozesse. Die Besucher der FACHPACK reisten überwiegend<br />

aus europäischen Ländern ins Messezentrum. Nach Deutschland<br />

waren die Top-10-Länder Österreich, Schweiz, Italien, Tschechien,<br />

Polen, die Niederlande, Frankreich, Spanien, die Türkei und Ungarn.<br />

Der internationale Anteil betrug 33 Prozent.<br />

Fachpublikum: Top-Entscheider vor Ort<br />

96 Prozent des Fachpublikums waren mit dem Fachangebot in den<br />

Messehallen zufrieden, wie die Ergebnisse einer Besucherbefragung<br />

durch ein unabhängiges Institut belegen. Rund 90 Prozent der<br />

Fachbesucher gaben an, in Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen<br />

ihres Unternehmens einbezogen zu sein. Zwei Drittel davon<br />

befinden sich in leitender Position. Die Besucher kamen vor allem<br />

aus den Branchen Food und Feed, Pharma und Medizin, Chemie,<br />

Kosmetik, Handel, Automotive, Elektrik und Elektronik, Non-Food,<br />

Logistik sowie Verpackung.<br />

Netzwerk Women4Packaging erfolgreich ins Leben gerufen<br />

Auf große Resonanz stieß das Networking-Event Women4Packaging:<br />

150 Branchenakteurinnen nutzten am ersten Messetag die einzigartige<br />

Gelegenheit, sich vor Ort zu vernetzen und über aktuelle<br />

Themen und Trends der Verpackungsbranche auszutauschen. Starke<br />

Impulse gab die Keynote von Vera Strauch, Gründerin der Female<br />

Leadership Academy und Expertin für Feminist Leadership. Das<br />

Initialtreffen wurde durchweg positiv angenommen – das Netzwerk<br />

Women4Packaging wird dementsprechend weitergeführt und ausgebaut,<br />

um in Zukunft Frauen in der Verpackungsindustrie in den<br />

Fokus zu setzen. Regelmäßige Treffen sind geplant. Phuong Anh Do,<br />

Deputy Director FACHPACK, ist überwältigt von dem Zuspruch der<br />

neuen Branchenplattform: „Es gibt zahlreiche qualifizierte Frauen<br />

in der Verpackungsbranche. Deshalb freut es uns besonders, dass<br />

wir auf der FACHPACK mit Women4Packaging ein wegweisendes<br />

Netzwerk für Frauen ins Leben rufen konnten, das den Brancheteilnehmerinnen<br />

einen konstruktiven Austausch und echten Mehrwert<br />

auf Augenhöhe bietet.“<br />

Deutscher Verpackungspreis und Gold-Awards verliehen<br />

Am ersten Tag der FACHPACK hat das Deutsche Verpackungsinstitut<br />

e. V. (dvi) die Gewinner der Gold-Awards beim diesjährigen<br />

Deutschen Verpackungspreis bekannt gegeben. Die fünf besten<br />

Innovationen des Jahres <strong>2024</strong> kommen aus den Kategorien Digitalisierung,<br />

Funktionalität & Convenience, Nachhaltigkeit sowie<br />

Verpackungsmaschinen. Gefeiert wurden insgesamt 41 innovative<br />

Lösungen, die sich bereits im August über einen Deutschen Verpackungspreis<br />

freuen konnten.<br />

Neu: Packaging Valley veranstaltet „Packaging Machinery Forum“<br />

in Kooperation mit der FACHPACK in 2025<br />

Im Frühsommer 2025 werden Packaging Valley e.V. und FACHPACK<br />

für das neue Format „Packaging Machinery Forum“ kooperieren. Das<br />

führende Forum für den Verpackungsmaschinenbau bietet exklusi-<br />

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ve Einblicke in die Zukunft der Branche. Im Fokus stehen die Themen<br />

der Kunden des Verpackungsmaschinenbaus. Technologische<br />

Themen wie die Digitalisierung werden genauso beleuchtet werden<br />

wie Fragen der Geschäftsmodelle, Entwicklungen in den Märkten<br />

und wie eine zukunftssichere Produktion gewährleistet werden<br />

kann. Teilnehmer erwarten darüber hinaus maßgeschneiderte Sessions<br />

für individuelle Fragestellungen, gehalten von hochkarätigen<br />

Experten. Das Forum bietet zudem eine optimale Networking-Plattform,<br />

die direkte Verbindungen zu Entscheidern und Vordenkern<br />

der Branche ermöglicht. Weitere Informationen in Kürze.<br />

Termin vormerken: Die nächste FACHPACK findet zusammen<br />

mit der POWTECH TECHNOPHARM vom 23. bis 25. September<br />

2025 im Messezentrum Nürnberg statt.<br />

NürnbergMesse GmbH<br />

D 90471 Nürnberg<br />

„Labor 4.0“, Fachkräftemangel, Impulse für die großen Krankheitskomplexe<br />

und der Blick in der Zukunft<br />

MEDICA LABMED FORUM <strong>2024</strong>:<br />

Internationaler Expertentreff zu<br />

den Trendthemen der Labormedizin<br />

Was sind aktuell die spannendsten Entwicklungen in der<br />

Medizin? Die Fachforen der MEDICA in Düsseldorf, der<br />

internationalen Leitmesse für die Gesundheitswirtschaft<br />

und die Medizintechnikindustrie, werden dazu mit ihrem<br />

Bühnenprogramm zur diesjährigen Messelaufzeit (<strong>11</strong>. – 14.<br />

November) mitten im Messegeschehen wieder vertiefende<br />

Einblicke geben, zum Beispiel zu Health-IT, Medizintechniktrends,<br />

Gesundheitspolitik oder auch Laboratoriumsmedizin.<br />

Das MEDICA LABMED FORUM hat sich mit seinen<br />

informativen Kurzvorträgen und fachlich fundierten<br />

Podiumsdiskussionen im Laufe der letzten Jahre zu einem<br />

der Hauptanziehungspunkte des MEDICA-Rahmenprogramms<br />

entwickelt.<br />

Unter dem Schlagwort „Labor 4.0“ zeichne sich derzeit in der Labordiagnostik<br />

ein Trend zu massiver Digitalisierung und Vernetzung<br />

sowie Big-Data-Anwendungen und künstlicher Intelligenz (KI) ab,<br />

sagt der wissenschaftliche Leiter des MEDICA LABMED FORUMs<br />

Prof. Stefan Holdenrieder vom Deutschen Herzzentrum München<br />

mit Blick auf inhaltliche Schwerpunktsetzungen für dieses Jahr.<br />

„Bisher haben wir vor allem einzelne Laborwerte betrachtet. Künftig<br />

werden wir immer komplexere Datenmuster mit maschinellem<br />

Lernen analysieren und zu komplexen diagnostischen Scores zusammenfassen.<br />

Die Labormedizin entwickelt sich derzeit von der<br />

reinen Analytik in Richtung Data Science weiter. Dabei wird die<br />

interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Laborfachleuten und<br />

spezialisierten Datenwissenschaftlern, insbesondere Informatikern<br />

und Biostatistikern, immer wichtiger.”<br />

Tag 1: Fachkräftemangel und Digitalisierung<br />

Dem hochaktuellen Themenkreis Digitalisierung und KI widmet<br />

sich das MEDICA LABMED FORUM unter dem Vorsitz von Prof.<br />

Dr. med. Thomas Streichert, Universitätsklinikum Köln, gleich am<br />

Eröffnungstag (<strong>11</strong>. November) der MEDICA <strong>2024</strong>. Die Vormittagssession<br />

steht im Zeichen des Fachkräftemangels, der nach aktuellen<br />

Umfragen das drängendste Problem der Laboratoriumsmedizin darstellt.<br />

Dr. Ronald Biemann vom Universitätsklinikum Leipzig berichtet<br />

als Leiter der Sektion Junges Labor der Deutschen Gesellschaft<br />

für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) über den<br />

teilweise dramatischen Nachwuchsmangel im ärztlichen und medizinisch-technischen<br />

Bereich. In der Podiumsdiskussion suchen die<br />

Vortragenden nach Auswegen aus der Krise mithilfe von Automation<br />

und Digitalisierung.<br />

Am Nachmittag liegt der Fokus dann auf bereits verfügbaren und<br />

noch in Entwicklung befindlichen KI- und Big-Data-Werkzeugen.<br />

Die Bilderkennung mithilfe von Deep Learning ist bei der automatisierten<br />

Auswertung von Differenzialblutbildern bereits Stand der<br />

Technik, während sich das maschinelle Lernen aus großen multivariaten<br />

Datensätzen, wie sie in der Labordiagnostik tagtäglich anfallen,<br />

noch im Entwicklungsstadium befindet. Diskutiert wird auch<br />

die spannende Frage, wie große Sprachmodelle helfen können, abstrakte<br />

Laborbefunde verständlicher zu machen und ob uns KI wirklich<br />

klüger (oder womöglich dümmer) macht.<br />

Tag 2: Trends in der Kardiologie und Onkologie<br />

Traditionell werden am zweiten Messetag unter der Leitung von<br />

Prof. Stefan Holdenrieder aktuelle Entwicklungen der Laboratoriumsmedizin<br />

für die beiden Krankheitskomplexe besprochen, die die<br />

Mortalität in der westlichen Welt bestimmen: Herz-Kreislaufkrankheiten<br />

und Krebs. In der Kardiologie liegt der Fokus dieses Jahr auf<br />

angeborenen Herzfehlern. Sie können im Kindesalter zunehmend<br />

operativ korrigiert werden und spielen aufgrund der verbesserten<br />

Lebenserwartung auch in der Erwachsenenmedizin eine immer<br />

größere Rolle. Die Vortragenden aus dem Deutschen Herzzentrum<br />

und der Technischen Universität München beleuchten die Thematik<br />

aus klinischer Sicht, und der Mathematiker Prof. Frank Klawonn<br />

vom Helmholtz Zentrum Braunschweig demonstriert als Gastwissenschaftler<br />

des Herzzentrums Möglichkeiten moderner Datenaus-<br />

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wertung mithilfe von maschinellem Lernen.<br />

Das Nachmittagsprogramm ist der hochsensitiven Krebsdiagnostik<br />

aus dem Blut gewidmet. Mit dieser als „Liquid Biopsy“ bekannt<br />

gewordenen Untersuchungstechnik eröffnet die Labormedizin der<br />

Onkologie völlig neue Wege, die Tumorprogression engmaschiger zu<br />

verfolgen, als dies mit der konventionellen Gewebebiopsie möglich<br />

ist. So lässt sich frühzeitiger erkennen, wann ein behandelter Krebs<br />

wieder aufflammt, sodass ein Therapiewechsel erforderlich ist. Neue<br />

methodische Ansätze wie die Analyse von Methylierungsprofilen für<br />

die Früherkennung bei hereditären Krebsformen oder die Einzelzellanalyse<br />

mittels Mikrofluidik werden diskutiert.<br />

Messepublikum im Themenbereich Laborausstattung & Diagnostika<br />

(© Constanze Tillmann/ Messe Düsseldorf)<br />

Tag 3: Zukunftsperspektiven der Laboratoriumsmedizin<br />

Am „Young Scientists Day“ des MEDICA LABMED FORUMs stellt<br />

der wissenschaftliche Nachwuchs seine Sicht auf die Zukunft der<br />

Laboratoriumsmedizin dar. Zur Einführung gibt die Leiterin der<br />

Session, PD Dr. med. Verena Haselmann vom Universitätsklinikum<br />

Mannheim, einen Überblick über die jüngsten Fortschritte des Fachs<br />

und zu Hindernissen, die es zu überwinden gilt. Zu den neuen Chancen<br />

gehören beispielsweise Wearables für die kontinuierliche Erfassung<br />

diagnostischer Parameter, zu den Hindernissen zählen neue<br />

Qualitätsanforderungen und der Fachkräftemangel. Am Nachmittag<br />

wird sich die Diskussion drehen um personalisierte Therapien auf<br />

Basis von individuellen Laborwertemustern, das interdisziplinäre<br />

Zusammenspiel von Labor und Bildgebung bei der integrierten Diagnostik<br />

sowie um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.<br />

Tag 4: Gesundes Altern<br />

Der Abschlusstag des Forums wird traditionell diagnostischen Forschungsinstituten<br />

und Unternehmen gewidmet, die das Tor zu neuen<br />

Einsatzgebieten der Laboratoriumsmedizin aufstoßen möchten.<br />

Geleitet werden die beiden Sessions von Mitgliedern des Verbandes<br />

deutscher Diagnosticahersteller VDGH, Dr. Kai Prager und Dr. Peter<br />

Quick. Als Thema für <strong>2024</strong> haben sie die Erforschung des Alterns<br />

aus Sicht der Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie gewählt.<br />

Diskutiert werden u. a. neueste Erkenntnisse zur genetischen und<br />

epigenetischen Lebensuhr, Proteinfehlfaltung und –aggregation als<br />

Grundlage neurodegenerativer Erkrankungen wie M. Alzheimer und<br />

Internationaler Expertentreff für Trends und Innovationen der<br />

Labormedizin - das MEDICA LABMED FORUM im Rahmen<br />

der MEDICA (© Constanze Tillmann/ Messe Düsseldorf)<br />

Parkinson und die Rolle der Mikrobiota im Darm beim Schlaganfall.<br />

Zum „Finale“ werden am Nachmittag interessante Theorien und<br />

praktische Erfahrungen erörtert, wie der Alterungsprozess verlangsamt<br />

werden kann. Prof. Dr. Emrah Düzel, Universität Magedeburg,<br />

stellt verschiedene Anti-Aging-Medikamente vor, Prof. Dr. Wolfram<br />

Ruf von der Universität Mainz erläutert den Einfluss von antiinflammatorischen<br />

Wirkstoffen, Prof. Dres. Monique Breteler vom<br />

Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)<br />

spricht über den Einfluss der Umwelt auf die Alterung des Zentralnervensystems,<br />

und Prof. Dr. Claire Jacob, ebenfalls Universität<br />

Mainz, diskutiert Möglichkeiten, Läsionen des Nervensystems zu<br />

reparieren.<br />

Zur MEDICA <strong>2024</strong> und der parallelen Zulieferermesse COMPAMED<br />

<strong>2024</strong> (<strong>11</strong>. – 14. November) zeichnet sich eine Beteiligung von rund<br />

6.000 Unternehmen ab. Im Vorjahr zählten beide Veranstaltungen<br />

insgesamt 83.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher.<br />

Messe Düsseldorf GmbH<br />

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In genau einem Jahr öffnet die K in Düsseldorf vom 8. bis 15. Oktober 2025<br />

ihre Tore für die globale Kunststoff- und Kautschukindustrie.<br />

K 2025: Der Countdown läuft<br />

Die Vorbereitungen für die K 2025 in Düsseldorf laufen auf<br />

Hochtouren, die Ausstellungsfläche ist bereits komplett<br />

ausgebucht. Zahlreiche bewährte und neue Specials zahlen<br />

auf das Motto „The Power of Plastics! Green – Smart –<br />

Responsible“ ein. Die Ausstellerdatenbank geht im Januar<br />

2025 online.<br />

Vom 08. bis 15. Oktober trifft sich die globale Kunststoff- und Kautschukindustrie<br />

zu ihrer weltweit wichtigsten Fachmesse in Düsseldorf.<br />

Wie keine andere Messe der Branche wird die K 2025 den gesamten<br />

Überblick über das weltweite Angebot der Branche bieten.<br />

Garantie hierfür ist einmal mehr die Internationalität der Aussteller.<br />

Unternehmen von allen Kontinenten haben sich angemeldet, um<br />

den Fachbesuchern Innovationen auf höchstem Niveau zu bieten.<br />

„Im kommenden Jahr wird das Who´s who der Kunststoff- und Kautschukindustrie<br />

in Düsseldorf wieder dabei sein. Wir freuen uns sehr,<br />

dass auch Unternehmen, die in 2022 als Folge der Pandemie ausgesetzt<br />

hatten, nun wieder mit an Bord sind“, sagt Thomas Franken,<br />

Director K, Portfolio Plastics & Rubber. Momentan laufen die Platzierungsgespräche<br />

bevor im Januar die Ausstellerdatenbank der K<br />

2025 online geht.<br />

Auf der K 2025 stehen unter dem Motto „The Power of Plastics!<br />

Green – Smart – Responsible“ Trends und Innovationen rund um die<br />

Themen Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung ebenso im Fokus wie<br />

die Verantwortung für Mensch und Umwelt. Dies spiegeln sowohl<br />

bewährte als auch neue Specials wider. Allen voran die offizielle<br />

Sonderschau „Plastics shape the Future“ organisiert von Plastics<br />

Europe Deutschland. Auch der VDMA wird im kommenden Jahr<br />

wieder ein umfangreiches Forum im Freigelände präsentieren, dieses<br />

Mal unter dem Titel „The Power of Plastics“.<br />

Die Start-up Zone feierte auf der letzten K ihre erfolgreiche Premiere.<br />

Sie wird auch in 2025 fortgesetzt und erweitert, um möglichst<br />

vielen Newcomern, die sich speziell der Entwicklung innovativer<br />

Produkte und Lösungen im Bereich Kunststoff und Kautschuk verschrieben<br />

haben, eine eigene Präsentationsfläche zu bieten. Startups<br />

haben auch jetzt noch die Möglichkeit, sich für die Start-up<br />

Zone anzumelden.<br />

Im Science Campus präsentieren Universitäten, Hochschulen<br />

und Institute die neuesten Ergebnisse ihrer Kunststoffforschung.<br />

Ein neues Konzept des Science Campus bietet Ausstellern neben<br />

der Möglichkeit, mit eigenen Messeständen aufzutreten, auch eine<br />

Teilnahme im Science Campus Center als zusätzliche Option.<br />

Zudem wird derzeit ein neues Angebot für junge Besucher und<br />

Berufseinsteiger entwickelt, damit sie die Vielfalt und Attraktivität<br />

der Branche kennenlernen können. Darüber hinaus wird eine Networking-Veranstaltung<br />

speziell für Frauen in der Kunststoff- und<br />

Kautschukindustrie organisiert, um den Austausch untereinander<br />

zu fördern, berufliche Netzwerke zu stärken und weibliche Führungskräfte<br />

in der Branche sichtbar zu machen. Beide Formate werden<br />

auf der K 2025 ihre Premiere feiern.<br />

Messe Düsseldorf GmbH<br />

D 40001 Düsseldorf<br />

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Kontinuierlicher Horizontalkartonierer PC 4000 von Romaco Promatic. (Bildnachweis:Romaco Group)<br />

Romaco auf der PACK EXPO International <strong>2024</strong><br />

PACK EXPO: Nachhaltige Prozess- und<br />

Verpackungstechnologien aus einer Hand<br />

Auf der diesjährigen PACK EXPO International in Chicago (USA) zeigt die Romaco Group ihre Technologien zur Verpressung<br />

und Beschichtung von Tabletten sowie zur Sekundärverpackung von Ophthalmika. Die Maschinen des Komplettanbieters<br />

werden gemäß den hohen Nachhaltigkeitsstandards der Firmengruppe entwickelt und produziert.<br />

Romaco bedient mit seinen Technologien die gesamte Prozesskette<br />

zur Herstellung und Verpackung von Pharmazeutika, Nutraceuticals,<br />

Lebensmitteln, Kosmetika und chemischen Produkten. Ob als Einzelmaschine<br />

oder integrierte Linie, die Lösungen des Komplettanbieters<br />

lassen sich flexibel konfigurieren und sind äußerst vielseitig<br />

einsetzbar. Die hervorragende Gesamtanlageneffektivität (OEE) der<br />

Maschinen von Romaco basiert auf höchster Qualität und Leistung<br />

sowie optimierten Rüst- und Reinigungszeiten.<br />

Bei der Entwicklung seiner Produkte fokussiert sich der Hersteller<br />

auf ein nachhaltiges Anlagendesign. Gemäß dem Prinzip „Vermeiden<br />

vor Reduzieren vor Kompensieren“ konnte Romaco den<br />

CO2-Abdruck seiner Maschinen signifikant senken. Im Rahmen<br />

des EcoVadis-Nachhaltigkeitsratings wurde das Unternehmen für<br />

seinen Einsatz für den Klimaschutz mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.<br />

Auf der Messe zeigt Romaco den Kompaktierungssimulator<br />

KTP 1X von Romaco Kilian, den Tablettencoater TPR 25 Pilot von<br />

Romaco Tecpharm sowie den kontinuierlichen Hochleistungskartonierer<br />

PC 4400 von Romaco Promatic.<br />

Kontinuierlicher Hochleistungskartonierer PC 4400 von<br />

Romaco Promatic mit Flaschenzuführung für Ophthalmika<br />

Der kontinuierliche Hochleistungskartonierer PC 4400 von Romaco<br />

Promatic wurde für die Verarbeitung einer sehr breiten Produktpalette<br />

ausgelegt. Aufgrund seines sicheren Produkthandlings eignet<br />

sich der Horizontalkartonierer auch zur Verpackung von sehr leichten<br />

Kunststoffflaschen mit kleinem Durchmesser und geringer Füllmenge,<br />

wie sie zum Beispiel für Ophthalmika verwendet werden.<br />

Die Zuführung der Flaschen über Doppelkegelräder sorgt selbst bei<br />

Maschinenhöchstgeschwindigkeit für einen stabilen Transfer der<br />

Packmittel in den Kartonierer. Alternativ kann auch eine Zuführung<br />

für Ecotrays konfiguriert werden, in welche die Flaschen aufrecht<br />

platziert werden. Je nach Anforderung lassen sich auch Glasfläschchen,<br />

Röhrchen, Streifen, Blister und unzählige weitere Produkte<br />

schnell und zuverlässig verpacken. Dabei erzielt der PC 4400 eine<br />

maximale Ausbringung von bis zu 400 Faltschachteln pro Minute.<br />

Durch die positiv erzwungene Öffnung der Faltschachteln entsteht<br />

keine Reibung, was eine schonende Verarbeitung insbesondere von<br />

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Tablettencoater TPR 25 Pilot<br />

von Romaco Tecpharm.<br />

(Bildnachweis:Romaco Group)<br />

Kompaktierungssimulator<br />

KTP 1X von Romaco Kilian.<br />

(Bildnachweis:Romaco Group)<br />

recycelten Kartonagen ermöglicht. Die<br />

GMP-gerechte Balkonbauweise mit ergonomischer Arbeitshöhe<br />

unterstützt zudem eine sichere Line Clearance. Die Zellenwinkel<br />

der Becherkette des Kartonierers werden im 3D-Druckverfahren<br />

gefertigt, was den Materialverbrauch bei der Herstellung des Bauteils<br />

entscheidend reduziert. Zahlreiche Komponenten aus anodisiertem<br />

Aluminium und Schutzscheiben aus recyceltem Acrylglas<br />

verringern darüber hinaus den ökologischen Fußabdruck des Kartonierers.<br />

Bei Bedarf lässt sich der PC 4400 von Romaco Promatic flexibel<br />

in die unterschiedlichen Verpackungskonzepte der Pharma-,<br />

Nutraceuticals-, Kosmetik-, Lebensmittel- und chemischen Industrie<br />

integrieren.<br />

Mobiler Tablettencoater TPR 25 Pilot von Romaco Tecpharm<br />

für einen Chargenbereich von 5 bis 100 %<br />

Der mobile Tablettencoater TPR 25 Pilot von Romaco Tecpharm ist<br />

eine äußerst kompakte Anlage für den Pilotmaßstab, die sich einfach<br />

per Plug-and-Play in Betrieb nehmen lässt. Zu diesem Zweck<br />

wurden alle für den Coatingprozess erforderlichen Luftzufuhr- und<br />

Abluftsysteme in die Maschine integriert. Das Anwendungsspektrum<br />

der modernen All-in-one-Lösung reicht von Entwicklungsaktivitäten<br />

über Scale-ups bis hin zur Produktion von Kleinstchargen.<br />

Dabei verarbeitet die Pilotanlage Batchgrößen von 1 bis 25 kg und<br />

eignet sich daher für einen extrem großen Chargenbereich von 5<br />

bis 100 %. Die enorme Flexibilität des Trommelcoaters wird durch<br />

vollautomatisierte Prozesse ermöglicht, die keinerlei manuelle Eingriffe<br />

erfordern. Der TPR 25 Pilot ist mit einem patentierten Sprüharm<br />

ausgestattet, der von einem Sonarsystem gesteuert wird, das<br />

den Abstand zwischen Sprühdüsen und Tablettenbett automatisch<br />

regelt.<br />

Dank des intelligenten Sprüharms muss der Coater nicht angehalten<br />

und geöffnet werden, um die Sprühdistanz während des<br />

Prozesses nachzujustieren. Zudem sorgen die beweglichen Sprühdüsen<br />

des ausklappbaren Sprüharms stets für den korrekten Sprühwinkel.<br />

Die Prozessluft wird mit Hilfe einer stufenlos öffenbaren Abluftklappe<br />

gezielt durch das Tablettenbett gelenkt.<br />

Auf diese Weise kann der Luftpfad automatisch an<br />

den Füllstand der Trommel angepasst werden. Dies<br />

resultiert in einer äußerst präzisen Applikation der<br />

Coatingsuspension sowie einer überaus effizienten<br />

Trocknung des Tablettenbetts. In Sachen Nachhaltigkeit<br />

überzeugt der TPR 25 Pilot von Romaco Tecpharm<br />

daher durch signifikant verkürzte Prozesszeiten, die mit einem<br />

reduzierten Energie- und Sprühmittelverbrauch einhergehen.<br />

Kompaktierungssimulator KTP 1X von Romaco Kilian<br />

zur digitalen Tablettenentwicklung<br />

Mit der KTP 1X präsentiert Romaco Kilian einen intelligenten Kompaktierungssimulator<br />

zur Tablettenentwicklung mit digitalen Tools.<br />

Das All-in-one-Instrument wurde für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten<br />

konzipiert und kann auch zur gezielten Fehleranalyse<br />

und Prozessoptimierung sowie für Upscalings eingesetzt werden.<br />

Die Einstempelpresse ist in der Lage, jede handelsübliche Rundläuferpresse<br />

zu simulieren, was zum Beispiel die Durchführung von<br />

Technologietransfer- und Scale-up-Versuchen deutlich erleichtert.<br />

Dabei eignet sich das vielseitige Messsystem für die Konzeption und<br />

Analyse von Ein-, Zwei- und Dreischichttabletten sowie für Tab-in-<br />

Tab-Tabletten. Unter Einbeziehung der verschiedenen Ingredienzen<br />

und Parameter ermittelt die KTP 1X das ideale Presskraft-Härteprofil<br />

für jegliches Tablettendesign. Aufgrund ihrer hochautomatisierten<br />

Pressstudien werden nur wenige Testserien benötigt, um aussagekräftige<br />

Ergebnisse für die Charakterisierung einer Formulierung<br />

zu erhalten. Ihre hohe Messgenauigkeit reduziert den Produktverbrauch,<br />

was nicht nur wirtschaftlich, sondern auch nachhaltig ist.<br />

Ein spezielles Datenmodul ermöglicht es Nutzern weltweit, jederzeit<br />

auf die Rohmessdaten zuzugreifen, selbst wenn die Presse gerade<br />

nicht in Betrieb ist. Die dezentrale Analyse und Weiterverarbeitung<br />

der Daten bietet zahlreiche Vorteile für eine effiziente Umsetzung<br />

von Forschungsprojekten. Dank ihres sehr kleinen Pressraums ist<br />

das platzsparend konzipierte Messinstrument einfach und schnell<br />

zu reinigen und passt zudem in jedes Labor. Je nach Modell erzielt<br />

die KTP 1X von Romaco Kilian Pressdrücke von bis zu 80 kN und<br />

eine maximale Ausbringung von bis zu 1800 Tabletten pro Stunde.<br />

Romaco Group<br />

D 76227 Karlsruhe<br />

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Die LED-Signalsäule eSIGN signalisiert eindeutig und zuverlässig in den gängigen Ampelfarben rot, gelb und grün<br />

den aktuellen Status der Produktionslinie.<br />

Höchste Sicherheit bei der<br />

Lebensmittelherstellung<br />

dank LED-Signalsäule eSIGN<br />

Bei der Herstellung, Verarbeitung und Verpackung von Lebensmitteln<br />

steht die Sicherheit und Qualität an oberster Stelle. Die Einhaltung<br />

der Hygienevorschriften sowie die Garantie erstklassiger<br />

Endprodukte hat höchste Priorität. Verbraucher erwarten qualitativ<br />

hochwertige und hygienisch einwandfreier Produkte, Hersteller setzen<br />

auf eine reibungslose, prozessoptimierte und effiziente Produktion.<br />

Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Detektion von Fremdkörpern<br />

und Verunreinigungen, welche die Qualität und Unversehrtheit der<br />

Lebensmittel beeinträchtigen könnten. Hier kommen Röntgeninspektionsgeräte<br />

von Sesotec zum Einsatz, die zuverlässig Fremdkörper<br />

in unverpackten und verpackten Produkten aufspüren und<br />

identifizieren.<br />

Ein wesentlicher Bestandteil der Röntgenscanner ist die LED-<br />

Signalsäule eSIGN. Diese zeigt dank leuchtstarken Signalen eindeutig<br />

und zuverlässig den aktuellen Zustand an und gewährleistet<br />

so nicht nur einen schnellen und klaren Überblick über den Inspektionsprozess,<br />

sondern ermöglicht auch ein schnelles Eingreifen und<br />

Reagieren bei Störungen oder Fehlermeldungen.<br />

Sesotec spürt Fremdkörper zuverlässig auf<br />

Vor fast 50 Jahren wurde das Unternehmen Sesotec im bayerischen<br />

Schönberg gegründet. Das Unternehmen ist führend im Bereich<br />

Maschinenbau für Fremdkörperdetektion, Materialsortierung und<br />

-analyse und seit jeher festverwurzelt im Bayerischen Wald. Johann<br />

Süß ist seit fünf Jahren im Bereich Electrical Design bei Sesotec als<br />

X-Ray Engineer tätig und schmunzelt: „Wir arbeiten da, wo andere<br />

Urlaub machen!“<br />

Das Unternehmen beschäftigt inzwischen mehr als 740 Mitarbeitende<br />

und ist neben seinem Hauptsitz in Deutschland mit<br />

insgesamt sechs Tochtergesellschaften in Singapur, China, USA,<br />

Indien, Kanada und Thailand, sechs Auslandsgesellschaften in Italien,<br />

Frankreich, Spanien, Polen, Tschechien und Malaysia, sowie<br />

mit über 60 Partnern in allen wichtigen Märkten der Welt vertreten.<br />

Maximale Sicherheit dank Röntgenscanner<br />

Bei Sesotec setzt man auf höchste Qualität in Kombination mit Leidenschaft<br />

und technologischem Fortschritt. „Es ist unser Ziel und<br />

unser Anspruch, jedem Kunden eine passgenaue Lösung bieten zu<br />

können, die seine Anforderungen nicht nur erfüllt, sondern übertrifft“,<br />

sagt Johann Süß. „Auf dieser Basis haben wir speziell für Anwender<br />

in der Lebensmittelindustrie ein Röntgeninspektionssystem<br />

entwickelt, welches Fremdkörper in unverpackten Produkten sofort<br />

eindeutig, schnell und zuverlässig erkennt.“<br />

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Die LED-Signalsäule eSIGN signalisiert eindeutig und<br />

zuverlässig in den gängigen Ampelfarben rot, gelb und grün<br />

den aktuellen Status der Produktionslinie.<br />

Das Röntgeninspektionssystem „RAYCON D+ HX LW Hygienic“<br />

bietet nicht nur maximale Leistungen bei der Inspektion unverpackter<br />

Lebensmittel und von Schüttgütern, sondern erfüllt höchste<br />

Standards, ist mit allen wichtigen Richtlinien der Lebensmittelindustrie<br />

konform und es wurden die Konstruktionsprinzipien des<br />

Hygienic Design angewendet. „So wird hocheffiziente Fremdkörperdetektion<br />

mit größter Bedienerfreundlichkeit und hygienischem<br />

Design kombiniert“, sagt Johann Süß. „Und der zuverlässige Schutz<br />

vor Reklamationen und Rückrufen kann sichergestellt werden.“<br />

Klare Signale, um Störungen anzuzeigen<br />

Die Funktionsweise der RAYCON D+ BULK-Serie ist ganz einfach:<br />

Die Schüttgüter werden über einen integrierten Aufgabetrichter<br />

gleichmäßig über die komplette Förderbandbreite verteilt und untersucht.<br />

Dabei erkennen die Röntgenscanner nicht nur Metalle,<br />

sondern auch Verunreinigungen wie Glas, Keramik, rohe Knochen,<br />

PVC und Stein.<br />

„Sobald der Scanner einen Fremdkörper – und ist er noch so<br />

klein – erkennt, werden diese aussortiert. Die Anlage stoppt sofort<br />

bei einem „Fehlerzustand“ und die Signalleuchte zeigt dies eindeutig<br />

an“, erklärt Johann Süß. „Das gelbe Leuchten der LED-Signalsäule<br />

eSIGN ist nicht zu übersehen. So kann der zuständige Maschinenbediener<br />

sofort reagieren und es werden nicht nur Verunreinigungen<br />

in den Lebensmitteln verhindert, sondern auch lange<br />

Stillstandzeiten vermieden. Dies spart Zeit und Geld und erhöht die<br />

Produktivität!“<br />

den Richtlinien des Hygienic Designs konstruiert wurde.“ Er fährt<br />

fort: „Wir haben bereits seit vielen Jahren unterschiedliche Signalgeräte<br />

von WERMA im Einsatz. Im Zuge dieses Projekts haben wir uns<br />

aber auch Lösungen der Wettbewerber angesehen. Allerdings konnte<br />

keine andere Leuchte die hohen Anforderungen erfüllen und wir<br />

freuen uns sehr, dass wir erneut bei WERMA fündig geworden sind.“<br />

Gottfried Zeidler ist im technischen Vertrieb bei WERMA tätig<br />

und stellt Sesotec umgehend die neue, formschöne und vielseitig<br />

einsetzbare LED-Signalsäule eSIGN vor. „Diese Signalsäule wurde<br />

nach höchsten Kriterien entwickelt, geprüft und zertifiziert und<br />

trägt das Gütesiegel „Fraunhofer Tested Device“ - ein international<br />

renommiertes Prüfzeichen für Produkte, die nach anerkannten<br />

Standards und Richtlinien hinsichtlich ihrer Reinraumtauglichkeit<br />

objektiv qualifiziert wurden“, sagt Zeidler. „Darüber hinaus gewährleistet<br />

die hohe Schutzart IP66 / IP69k eine verbesserte Beständigkeit<br />

gegenüber produktionstypischen Stoffen, der UL Type<br />

4X garantiert Resistenz gegen UV-Strahlung und Umwelteinflüsse.<br />

Einfach die perfekte Lösung für die Zustandsanzeige im Bereich der<br />

Lebensmittelherstellung!“<br />

LED-Signalsäule eSIGN – die beste Signalsäule<br />

die es je gab mit IP 69K<br />

Die eSIGN ist ein leuchtendes Beispiel für eine Signalsäule mit<br />

sichtbar mehr Leistungsfähigkeit: Mehr Farben, mehr Effekte, mehr<br />

Flexibilität und mehr Individualität! Dank elektrischer Modularität<br />

in Verbindung mit neuester LED-Technik lassen sich verschiedene<br />

Signalisierungsmodi mit mehreren Farben, Helligkeitsstufen und<br />

Leuchtbildern realisieren – von der klassischen Ampelanzeige bis<br />

hin zu komplett kundenspezifischen Einstellungen.<br />

Bei Sesotec setzt man auf die Version mit 9 Segmenten, welche<br />

vollflächig in den Farben rot, gelb, grün und blau den aktuellen Zustand<br />

anzeigen. Leuchtet das rote Signal, sind die Röntgenstrahlen<br />

an, bei grün läuft die Inspektion der Lebensmittel, gelb bedeutet ein<br />

Fehler an der Anlage und das blaue Signal weist auf einen Auditcheck<br />

hin. Zusätzlich wird diese visuelle Anzeige durch eine akustische<br />

Alarmierung verstärkt, welche durch einen eindringlichen,<br />

lautstarken Ton anzeigt, dass ein Fehlerzustand vorliegt, z.B. wird die<br />

Inspektion unterbrochen oder das Förderband steht still.<br />

„Wir bei Sesotec sind begeistert von dem eleganten Design, der<br />

sehr guten Verarbeitung sowie der einfachen Installation und leichten<br />

Integration in unsere Systeme“, sagt Johann Süß. „Darüber hinaus<br />

verfügt die eSIGN über alle notwendigen Zulassungen und die<br />

geforderte hohe Schutzart, einfach perfekt!“<br />

Johann Süß sagt: „Die leucht- und lautstarke Signalsäule zeigt<br />

sicher und zuverlässig den aktuellen Status unserer RAYCON D-<br />

Röntgenscanner. So sind unsere Kunden glücklich und wir natürlich<br />

auch!“<br />

Auf die Frage, ob die LED-Signalsäule eSIGN die Erwartungen<br />

erfüllen konnte, antwortet Süß schmunzelnd: „Zu 100%! Die eSIGN<br />

ist mit Abstand das beste Produkt für unsere Anwendung!“<br />

Hygienic Design – bis ins Detail<br />

Die Materialien aller Komponenten des RAYCON D+ HX LW Hygienic<br />

sind auf die hohe Schutzart IP69 ausgelegt, so dass diese wiederholt<br />

und intensiv ohne Abrieb gereinigt werden können. Diese<br />

Anforderungen wurden auch an die Signalsäulen gestellt, die zum<br />

Einsatz kommen sollten.<br />

„Für unsere Röntgenscanner waren wir auf der Suche nach einer<br />

Leuchte, die nicht nur eine hohe Schutzart hat, sondern sämtliche<br />

geltenden Vorschriften im Lebensmittelbereich einhält und nach<br />

WERMA Signaltechnik GmbH + Co. KG<br />

Dürbheimer Straße 15<br />

D 78604 Rietheim-Weilheim<br />

Telefon: +49 7424 95570<br />

Telefax: Fax +49 7424 955744<br />

eMail: info@werma.com<br />

Internet: http://www.werma.com<br />

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Service. Montech bietet genau das:<br />

Mit modernster Technik und einem<br />

umfassenden Servicepaket setzt das<br />

Schweizer Technologieunternehmen<br />

Massstäbe, wenn es um Fördertechnik<br />

und kundenorientierte Lösungen geht.<br />

Die Montech AG ist ein führendes Schweizer<br />

Unternehmen, das sich seit über 60 Jahren<br />

auf die Industrialisierung und Standardisierung<br />

von fortschrittlichen und aussergewöhnlichen<br />

Förderbändern, Transfersystemen<br />

und innovativen Aluprofil Systemen<br />

spezialisiert hat. Jedes Produkt wird nach<br />

den höchsten Industriestandards gefertigt,<br />

um den anspruchsvollen Anforderungen<br />

verschiedenster Branchen gerecht zu werden.<br />

Dabei stehen langlebige, zuverlässige<br />

und effiziente Förder- und Profillösungen<br />

im Vordergrund, die den Produktionsprozess<br />

nachhaltig optimieren. Dafür setzt<br />

Montech auf fortschrittliche Technologien,<br />

die die Effizienz und die Flexibilität in der<br />

Produktion steigern. Aber nicht nur: Dank<br />

einem exzellenten Service hat sich Montech<br />

als verlässlicher Partner in der Industrie<br />

etabliert.<br />

Individuelle Expertenberatung<br />

für optimale Ergebnisse<br />

Die Kundenbetreuung von Montech ist<br />

vielfältig und flexibel. Egal ob per Chat,<br />

via Kontaktformular oder telefonisch – das<br />

kompetente Team aus erfahrenen Fachberaterinnen<br />

und Fachberatern steht jederzeit<br />

zur Verfügung, um optimal zu beraten.<br />

Durch ihr umfassendes Fachwissen und ihre<br />

langjährige Erfahrung sorgen sie dafür, dass<br />

die Kundinnen und Kunden von der ersten<br />

Anfrage bis zur fertigen Lösung begleitet<br />

werden. Diese professionelle Beratung hilft<br />

dabei, genau die Produkte und Lösungen zu<br />

finden, die den spezifischen Anforderungen<br />

des jeweiligen Unternehmens entsprechen.<br />

Massgeschneiderte Lösungen<br />

per Konfigurator<br />

Ein besonderes Highlight des Services von<br />

Montech ist der Online-Konfigurator. Er<br />

bietet Kundinnen und Kunden die Möglichkeit,<br />

ihre eigenen Förderbänder nach<br />

individuellen Spezifikationen zu gestalten.<br />

Der Konfigurator ist einfach und schnell zu<br />

bedienen und ermöglicht eine flexible Anpassung<br />

an die spezifischen Produktionsanforderungen.<br />

Unternehmen erhalten so<br />

jederzeit eine Lösung, die perfekt auf ihre<br />

Bedürfnisse zugeschnitten ist.<br />

Rund um die Uhr erreichbar<br />

24/7 zugänglich ist auch der Online-Shop<br />

von Montech. Er bietet einen bequemen<br />

und unkomplizierten Zugriff auf das gesamte<br />

Produktsortiment. Hier sind Förderbänder<br />

und Zubehör in unterschiedlichen Ausführungen<br />

zu finden, die direkt bestellt werden<br />

können. Dies ermöglicht eine schnelle<br />

und unkomplizierte Abwicklung von Bestellungen,<br />

unabhängig von Zeit und Ort.<br />

Verlässliche Termintreue<br />

Im Wettbewerb ist Zeit ein messbares Gut<br />

geworden. Planungssicherheit bedeutet am<br />

Ende des Tages auch Kalkulationssicherheit.<br />

Pünktlichkeit hat für Montech deshalb<br />

oberstes Gebot. Ob Standardlösung oder<br />

individuelle Sonderanfertigung – Montech<br />

garantiert eine termingerechte Lieferung<br />

und setzt alles daran, Kundenprojekte fristgerecht<br />

umzusetzen. Dadurch können sich<br />

Unternehmen komplett auf die Planung und<br />

die Ausführung ihrer Projekte konzentrieren.<br />

Montech ist damit ein verlässlicher<br />

Partner für Unternehmen, die hochwertige,<br />

massgeschneiderte Fördertechnik und<br />

einen kundenorientierten Service suchen.<br />

Montech AG<br />

Gewerbestrasse 12<br />

CH 4552 Derendingen<br />

Telefon: +41 326815500<br />

eMail: info@montech.com<br />

Internet: https://www.montech.com<br />

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Seite 70/82


IP69- und GMP-konform<br />

Neue Reinraum-<br />

Tablets der<br />

CT13S10 Serie<br />

CAITRON erweitert sein Reinraum-Portfolio um Tablet-PCs der Serie CT13S10 für Unternehmen der Pharma- und Chemieindustrie.<br />

Die CT13S10 Serie punktet mit leichten Edelstahl-Cases, integriertem Kartenleser sowie vollumfänglicher<br />

Kamerafunktionalität und Schutz vor Tiefentladung. CAITRON setzt damit neue Maßstäbe für mobile Human Machine<br />

Interfaces (HMIs) in hygienesensiblen Räumen.<br />

Die CT13S10 Serie basiert technisch auf<br />

dem Surface Pro 10-Tablet von Microsoft.<br />

Die Geräte sind staub- und wasserbeständig<br />

gemäß IP69 und erfüllen die hohen Standards<br />

für GMP-Produktionsbereiche. Damit<br />

vereinen die Tablets Windows-PC-Funktionalität<br />

mit den Vorzügen mobiler Endgeräte<br />

und eignen sich hervorragend für eine Vielzahl<br />

an industriellen Reinraumanwendungen.<br />

„Die CT13S10 Serie ist das Ergebnis<br />

unserer langjährigen Praxiserfahrung in<br />

Reinraumumgebungen der Pharma- und<br />

Chemieindustrie und trägt den dortigen<br />

Anforderungen an mobiles Equipment in<br />

jeder Hinsicht Rechnung“, so Andreas Hirt,<br />

Geschäftsführer der CAITRON GmbH.<br />

Schutz gegen Tiefentladung,<br />

RFID-Kartenleser und volle<br />

Kamerafunktionalität<br />

Die CT13S10 Serie verfügt über einen reinraumtauglichen<br />

Surface Connect Anschluss<br />

für das V4A-Edelstahlgehäuse. CAITRON<br />

begegnet so der Gefahr von Tiefentladungen,<br />

die nicht über einen herkömmlichen<br />

USB-C-Stecker behoben werden können<br />

und gegebenenfalls eine aufwändige sowie<br />

kostspielige Gerätewartung außer Haus erfordern.<br />

Dank des reinraumtauglichen Surface<br />

Connect-Steckers lassen sich die Tablets<br />

bei einer Tiefentladung ganz einfach<br />

und selbständig vor Ort wiederaufladen.<br />

Die Tablets der CT13S10 Serie glänzen<br />

darüber hinaus mit einem integrierten<br />

RFID-Kartenleser, einer innovativen Ladeschale<br />

sowie uneingeschränkter Kamerafunktionalität.<br />

Durch die neue Ladeschale<br />

entfällt das lästige Entfernen von Schutzkappen.<br />

Gleichzeitig konnte CAITRON das<br />

Gerät so gestalten, dass Anwender trotz der<br />

Hochgradig praktikabel: Das Reinraum-Tablet CT13S10, basierend auf dem Microsoft Surface<br />

Pro 10, setzt dank integriertem RFID-Leser, innovativer Ladeschale, uneingeschränkter<br />

Kamerafunktionalität und dem Surface Connect Anschluss gegen Tiefentladung neue<br />

Maßstäbe für mobiles Arbeiten in hygienesensiblen Räumen.<br />

Edelstahlummantelung sowohl den integrierten<br />

RFID-Leser als auch die vorder- und<br />

rückseitige Kamera ohne Einschränkungen<br />

nutzen können. Die CT13S10 Serie eignet<br />

sich damit u.a. ideal für hochaufgelöste Bildund<br />

Videodokumentationen wie etwa von<br />

Probenahmen.<br />

Zahlreiche Eingabe- und<br />

Ergonomieoptionen<br />

Ausgesprochen praktisch ist der optionale<br />

Tragegriff aus Edelstahl für das Gehäuse<br />

der CT13S10 Serie. Damit wird der Transport<br />

von einer Arbeitsstation zur nächsten<br />

besonders komfortabel. Bedienbar sind die<br />

Tablets dabei sowohl mit Reinraumhandschuhen<br />

als auch mit Stylus. Des Weiteren<br />

können sie mit Peripheriesystemen wie z. B.<br />

Tastaturen, Mäuse oder Barcode-Scanner<br />

gekoppelt werden. Als ergänzende Komponenten<br />

sind spezielle Wandhalterungen und<br />

Docks verfügbar.<br />

Die V4A-Edelstahlummantelung der<br />

Tablets der CT13S10 Serie ist rundum geschlossen,<br />

frei von Kanten und Toträumen<br />

und resistent gegen branchenübliche Reinigungs-<br />

und Desinfektionsmittel. So ist<br />

eine effiziente Reinigung über viele Ladezyklen<br />

hinweg gesichert. Der Datentransfer<br />

erfolgt direkt über den USB-C-Zugang, der<br />

mit einer verlustsicheren Abdeckkappe verschlossen<br />

wird.<br />

Optionale Services<br />

Für Unternehmen mit Microsoft Großkundenverträgen<br />

besteht die Möglichkeit, die<br />

Surface Pro Tablets über ihre vereinbarten<br />

günstigen Rahmenvertragskonditionen in<br />

Eigenregie zu beschaffen. CAITRON nimmt<br />

anschließend deren Umrüstung für den<br />

Reinraumeinsatz vor.<br />

CAITRON GmbH<br />

Gewerbepark Edelweiss Nr. 4<br />

D 88138 Weißensberg<br />

Telefon: +49 8389 2619990<br />

eMail: michael.hirt@caitron.de<br />

Internet: http://www.caitron.de<br />

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Ultraflaches 15“ Edelstahlgehäuse mit Schutzart IP69k.<br />

Ausgelegt für hohe hygienische Anforderungen<br />

Neuer Edelstahl-Touchscreen-<br />

Industriemonitor<br />

– Hygienisch und robust<br />

WEROCK Technologies GmbH stellt mit dem neuen Rocksmart<br />

RSD1015 einen 15-Zoll-Industriemonitor mit Schutzklasse IP69k<br />

vor. Entwickelt für den anspruchsvollen Einsatz in rauen Industrieumgebungen<br />

mit hoher Staub- oder Dampfentwicklung sowie hoher<br />

Luftfeuchtigkeit, in denen Hygiene eine zentrale Rolle spielt.<br />

Der Rocksmart RSD1015 ist durch seine vollständig geschlossene<br />

Bauweise nach IP69k wasser- und staubdicht. Das kompakte Gehäuse<br />

besteht aus rostfreiem Edelstahl, welcher resistent gegen Säuren,<br />

Reinigungsmittel und andere Chemikalien ist. Zudem bietet das<br />

Material Schutz vor Korrosion und Keimbildung. Die abgerundeten<br />

Ecken und die glatte Oberfläche des Edelstahlgehäuses erleichtern<br />

die Reinigung, auch mit Hochdruckreinigern und eignen sich für<br />

den Einsatz in Bereichen wie der Lebensmittelindustrie oder der<br />

Pharmabranche.<br />

Das hochwertige und kontrastreiche Display kann aus einem<br />

Blickwinkel von bis zu 88° aus allen Richtungen gut abgelesen werden.<br />

Zudem verspricht der Hersteller eine lange Lebensdauer mit<br />

einer durchschnittlichen Betriebsdauer von bis zu 50.000 Stunden.<br />

Für den Einsatz in sehr hellen Umgebungen mit direkter Sonneneinstrahlung<br />

ist optional eine Ausführung mit bis zu 1.000 nits Leuchtdichte<br />

erhältlich und für erhöhte Farbbrillanz wird optional das<br />

Clarity Display angeboten. Die optionale Wahl eines IR/UV-Filters<br />

bietet einen erweiterten Schutz vor Sonneneinwirkungen.<br />

Der Rocksmart RSD1015 kann wahlweise mit einem resistiven<br />

Single-Touch oder einem kapazitiven Multi-Touch-Display ausgestattet<br />

werden. Die Bedienung mit bloßen Fingern oder leitfähigen<br />

Handschuhen wird durch den kapazitiven Touchscreen ermöglicht<br />

und unterstützt Gestenbedienungen wie bei Tablets oder Smartphones.<br />

In Arbeitsumgebungen, in denen dicke oder nicht-leitfähige<br />

Handschuhe getragen werden, punktet der resistive Touchscreen<br />

aufgrund seiner Druckempfindlichkeit.<br />

Markus Nicoleit, Geschäftsführer von WEROCK erklärt zur<br />

Markteinführung des Rocksmart RSD1015: „Der Rocksmart RSD1015<br />

ermöglicht die ideale Kombination aus Robustheit und hohen, hygienischen<br />

Anforderungen. Das Display aus rostfreiem Edelstahl eignet<br />

sich optimal für eine einfache Reinigung und bietet zeitgleich<br />

einen kompletten Rundumschutz vor allen äußeren Einflüssen. Es<br />

unterstützt unsere Kunden mit hohen, hygienischen Anforderungen<br />

in allen rauen Arbeitsumgebungen.“<br />

Der neue Rocksmart RSD1015 ist ab sofort bei der WEROCK<br />

Technologies GmbH und ihren Vertriebspartnern erhältlich.<br />

WEROCK Technologies GmbH<br />

D 76131 Karlsruhe<br />

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Flexibel in der Gestaltung,<br />

variabel in der Nutzung<br />

Die Anforderungen an Sauberkeit bzw. Reinheit von Umgebungen<br />

sind insbesondere in dem Bereich Laserschutz sowie im Labor und<br />

in der Forschung immens gestie-gen. Vielfach wird die Nutzung von<br />

Reinraumtechnik erforderlich, etwa bei Herstellung, Verpackung<br />

oder Aufbewahrung von staubempfindlichen mechanischen, optischen<br />

und elektronischen Komponenten. Zahlreiche chemische,<br />

pharmazeutische, mikroelektronische oder medizintechnische Bereiche<br />

verlangen sogar zwingend eine partikelarme Umgebung.<br />

Hierfür bietet die Spetec GmbH drei modular gestaltbare Reinraumkonzepte,<br />

die dem Anwender alle Möglichkeiten eröffnen – ob<br />

es um eine kleine, kostengünstige Lösung für 3 m² oder um einen<br />

hochwertigen Reinraum von 350 m² geht – und das ganz ohne Baumaßnahmen.<br />

Eine SPETEC® Reinraumzelle besteht zunächst aus einer Filtereinheit,<br />

dem Laminar Flow Modul, die mittels H14 Filtern mit<br />

einem Abscheidegrad von 99,995% die Partikelkonzentration in der<br />

Luft von rund 15 Mio./m3 auf etwa 1.500 Partikel innerhalb der Einheit<br />

reduziert. Diese Filtereinheit befördert die Luft in einem laminaren<br />

Luftstrom mitsamt Partikeln Richtung Boden, so dass schon<br />

nach kurzer Zeit Partikelfreiheit erreicht wird.<br />

Die eigentliche Zelle besteht aus der Filtereinheit um die ein<br />

Streifenvorhang oder Seitenelemente aus Aluminiumverbundplatten<br />

und Acryl- bzw. Verbundglas herum gebaut wird, so dass eine<br />

abgeschlossene Einheit entsteht. Zudem sind weitere Ausstattungsvarianten<br />

wie elektrische Schiebetüren, Material- oder Personenschleusen<br />

möglich, so dass jeder Austausch mit unreiner Luft von<br />

außerhalb vermieden werden kann. Auf diese Weise können, je nach<br />

Anzahl der Laminar Flow Module, die Reinraumklassen ISO 5 bis<br />

ISO 8 erreicht werden. Zudem sind die Klassen A bis D nach GMP<br />

realisierbar.<br />

Die SPETEC® Reinraumzellen lassen sich beliebig kombinieren<br />

und erfüllen auf diese Weise vielfältigste Anforderungen. Sie sind<br />

flexibel in der Gestaltung und variabel in der Nutzung.<br />

Spetec Gesellschaft für Labor-<br />

und Reinraumtechnik mbH<br />

Am Kletthamer Feld 15<br />

D 85435 Erding<br />

Telefon: +49 8122 959090<br />

Telefax: +49 8122 9590955<br />

eMail: info@spetec.de<br />

Internet: https://www.spetec.de<br />

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Erfolgreicher Start für Stäubli´s Größten<br />

Vor über einem Jahr feierte der Stäubli TX2-200 seine Weltpremiere<br />

auf der automatica in München. Mittlerweile ist<br />

der hochperformante Sechsachser in konkreten Anwendungen<br />

im Einsatz und das Feedback aus den Märkten ist<br />

durchweg positiv.<br />

„Es freut uns sehr, dass der TX2-200 die Erwartungen der Anwender<br />

und unserer Partner in unterschiedlichsten Anwendungen erfüllt.<br />

Wie zunächst bei Standardapplikationen überzeugt der Roboter<br />

jetzt auch in HE- und Stericlean-Ausführung in hygienesensiblen<br />

und aseptischen Applikationen der Life Sciences und Lebensmittelbranche“,<br />

so Peter Pühringer, Managing Director, Stäubli Robotics<br />

Bayreuth.<br />

Wirklich überraschend ist dieser Erfolg nicht, baut doch der<br />

TX2-200 auf der technischen Basis des bewährten Vorgängers<br />

TX200 auf. Und war dieser Roboter bereits best-in-class, wartet der<br />

Neue in nahezu allen Bereichen mit weiteren Verbesserungen auf.<br />

Ein Beispiel: Im Vergleich zum Vorgänger ist das Tragvermögen des<br />

TX2-200 um über 30 Prozent – von 130 auf jetzt 170 kg – gestiegen,<br />

in der Ausführung mit langem Arm sind es gar knapp 40 Prozent,<br />

konkret von 80 auf nunmehr <strong>11</strong>0 kg. Die Reichweite in Standardausführung<br />

beträgt 2.209 mm, mit langem Arm sind es 2.609 mm.<br />

Die HE-Baureihen von Stäubli sind speziell an Produktionsumgebungen<br />

mit hoher Luftfeuchtigkeit und Spritzwasser angepasst.<br />

(Copyright: Stäubli Tec-Systems GmbH Robotics)<br />

Sicherheitsfeatures auf dem neuesten Stand<br />

Eine weitere Besonderheit des Roboters liegt in seiner überarbeiteten<br />

Sicherheitstechnik. Der TX2-200 verfügt über die neuesten Sicherheitsfunktionen.<br />

Diese erfüllen die strengen Anforderungen der<br />

Sicherheitskategorie SIL 3/PL e und garantieren somit ein Höchstmaß<br />

an Sicherheit. Somit steht einem Einsatz in verschiedenen<br />

Ebenen der Mensch-Maschine-Kollaboration ohne durch Schutzzäune<br />

getrennte Arbeitsbereiche nichts im Wege. So können Hersteller<br />

hocheffiziente Produktionskonzepte ohne Einschränkungen<br />

realisieren.<br />

Im Vergleich zum Vorgänger ist das Tragvermögen des TX2-200 um<br />

über 30 Prozent – von 130 auf jetzt 170 kg – gestiegen. In der<br />

Langarmversion sogar um knapp 40 Prozent - von 80 auf <strong>11</strong>0 kg.<br />

(Copyright: Stäubli Tec-Systems GmbH Robotics)<br />

Nachhaltiger und effizienter als je zuvor<br />

In Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz stellt der TX2-200<br />

seinen Vorgänger ebenfalls in den Schatten. So ist es den Entwicklern<br />

gelungen, den Energieverbrauch des großen Sechsachsers im<br />

Betrieb um 10 Prozent zu senken, im Standby-Modus sind es sogar<br />

bis zu 40 Prozent. Damit spielt der TX2-200 in einer eigenen Liga,<br />

denn das Einsparpotenzial im Vergleich zu Robotern anderer Hersteller<br />

fällt noch einmal deutlich signifikanter aus. Mit diesem bestin-class-Energieverbrauch<br />

lassen sich jährlich je nach Vergleichsmodell<br />

Kosten in Höhe von 1.500 bis 5.750 Euro einsparen, was einer<br />

CO2-Reduktion von 3 bis 13 Tonnen entspricht.<br />

Hinzu kommen viele weitere Verbesserungen, sei es im Hygienedesign,<br />

in der Antriebstechnik, im Bereich der Abdichtung, in der<br />

Sicherheitstechnik, bei den eingesetzten Werksoffen bis hin zum<br />

Controller, der jetzt um 40 Prozent kleiner ausfällt. Aufgrund seines<br />

wegweisenden Hygienedesigns, seiner Sicherheitsfeatures und<br />

seiner mechanischen Qualitäten ist dieser Roboter ein echter Alleskönner,<br />

der unter Umgebungsbedingungen von rau bis superclean<br />

überzeugen kann.<br />

„Mit diesem Roboter können wir unseren technologischen Vorsprung<br />

weiter ausbauen. Der Sechsachser ist dank seiner fortschritt-<br />

Mit dem TX2-200 he werden Ihre Betriebskosten u.a. durch<br />

schnellere Reinigungsprozesse optimiert. Die Roboter besitzen<br />

eine hohe chemische Verträglichkeit für Reinigungsprodukte und<br />

Prozessbereiche - mittlerweile mit pH-Werten von 2 bis 12.<br />

(Copyright: Stäubli Tec-Systems GmbH Robotics)<br />

lichen Sicherheitsausstattung, seines Hygienedesigns und seiner<br />

mechanischen Qualitäten ein hochflexibler Produktivitätsgarant<br />

in klassischen sowie in digital vernetzten Umgebungen. Mit diesen<br />

Features erlaubt er zudem die Realisierung besonders platzsparender<br />

Zellendesigns“, betont Peter Pühringer.<br />

Stäubli Tec-Systems GmbH Robotics<br />

D 95448 Bayreuth<br />

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Seite 74/82


Skalierbare Fluidik für die pharmazeutische Industrie<br />

Vom Labor bis zur Fabrikanlage<br />

Pharmazeutische Produkte werden im Labor entwickelt, bevor die Produktion im<br />

industriellen Maßstab startet. Bürkert hat deshalb einen für die Pharmaindustrie<br />

typischen Chromatografie-Block entwickelt, der zeigt, wie sich die gesamte Prozesskette<br />

vom Labor bis zur Fabrik skalieren lässt.<br />

Wie viele Branchen ist auch die Pharmaindustrie<br />

im digitalen Wandel, denn Arzneimittel<br />

müssen in immer schnelleren Time-to-Market-Zyklen<br />

hergestellt werden.<br />

Gleichzeitig sollen die pharmazeutischen<br />

Anlagen immer effizienter, nachhaltiger<br />

und intelligenter arbeiten, ohne die sensible<br />

Prozesssicherheit zu gefährden. Doch zunächst<br />

werden pharmazeutische Produkte<br />

im Labor entwickelt, bevor die Produktion<br />

im industriellen Maßstab startet. Bürkert<br />

Fluid Control Systems hat deshalb einen für<br />

die Pharmaindustrie typischen Chromatografie-Block<br />

entwickelt, der zeigt, wie sich<br />

die gesamte Prozesskette vom Labor bis zur<br />

Fabrik skalieren lässt (Bild 1).<br />

Minimale Totvolumina, einfache<br />

Spülbarkeit<br />

Der für die Pharmaindustrie typische<br />

Chromatografie-Block zeigt, wie sich die<br />

gesamte Prozesskette vom Labor bis zur<br />

Fabrik skalieren lässt.<br />

(Quelle: Bürkert Fluid Control Systems)<br />

Anwender profitieren dabei vom Applikations-Knowhow,<br />

der hohen Fertigungstiefe<br />

und perfekt aufeinander abgestimmten<br />

Komponenten im Kleinen und im Großen:<br />

So basiert die Laborlösung in diesem Fall<br />

auf Mikroventilen, während im eigentlichen<br />

Prozess dann größere Metall-Ausführungen<br />

Verwendung finden. Alle produktberührenden<br />

Teile erfüllen höchste hygienische<br />

Anforderungen, sodass die Systeme im<br />

Downstream, also nach dem Bioreaktor bis<br />

hin zur Abfüllanlage eingesetzt werden können.<br />

Geringe Totvolumina sorgen zudem für<br />

eine einfache Spülbarkeit.<br />

Bürkert GmbH & Co. KG<br />

D 74653 Ingelfingen<br />

Kompakter Generator für die industrielle Ultraschallreinigung<br />

Einfache Systemintegration<br />

und Prozessfeedback<br />

Kompakter Generator für die industrielle<br />

Ultraschallreinigung: einfache<br />

Systemintegration und<br />

Prozessfeedback.<br />

(Urheber: Telsonic)<br />

Reinigen mit Ultraschall bietet sich in vielen Branchen zur effektiven<br />

Endreinigung aber auch zur Zwischenreinigung vor der weiteren<br />

Verarbeitung unterschiedlichster Werkstücke oder Teile an, zumal<br />

keine oder beziehungsweise wenig Zusatzstoffe notwendig sind.<br />

Telsonic hat jetzt den DCG-Reinigungsgenerator mit Frequenzen<br />

von 25 oder 40 kHz auf den Markt gebracht, der nicht nur leistungsstarke<br />

Ultraschallenergie für industrielle Reinigungsanwendungen<br />

erzeugt, sondern sich auch einfach in den Automatisierungsverbund<br />

integrieren lässt (Bild 1). Dabei liefert er der übergeordneten<br />

Steuerung wertvolles Prozessfeedback, zum Beispiel zur Leistungsüberwachung,<br />

zum Puls- sowie Entgasungsbetrieb bis hin zu Fehlermeldungen,<br />

die den Service erleichtern. Das erhöht die Prozesstransparenz<br />

und die Anlagenverfügbarkeit steigt. Der Reinigungsgenerator<br />

ist mit ca. 164 mm Höhe, 106 mm Breite und knapp 400 mm<br />

Länge sehr kompakt und für den Einsatz in rauer Industrieumgebung<br />

ausgelegt. Er lässt sich sowohl als Stand- als auch als Einbaugerät<br />

im Schaltschrank nutzen und ist prozessseitig kompatibel zum<br />

Vorgängermodell. Bei einem Austausch kann der Rohrresonator in<br />

der Reinigungskabine bleiben.<br />

Wie funktioniert die Ultraschallreinigung<br />

Konverter und einem Resonator. Der Generator und der Konverter<br />

(mit Piezo-Keramik) erzeugen den Ultraschall. Der je nach Größe<br />

der Reinigungskabine 340 bis <strong>11</strong>80 mm lange Resonator (Rohrschwinger)<br />

verteilt den Ultraschall in das Reinigungsmedium. Hier<br />

generiert der eingeleitete Schall Über- und Unterdruck, es entsteht<br />

Kavitation. Als Kavitation werden Bläschen in der Flüssigkeit bezeichnet,<br />

die während der Druckphasen implodieren und dadurch<br />

die Reinigungswirkung an den Werkstücken erzeugen. Wie Millionen<br />

kleinster Bürsten, beseitigen sie Verunreinigungen porentief,<br />

auch bei komplexen Teile-Geometrien. Die Reinigungswirkung<br />

hängt dabei von der Temperatur im Medium ab, dem in der Flüssigkeit<br />

vorherrschenden Druck, der Konzentration der Zusatzstoffe im<br />

Bad und der Einstellung des Ultraschallsystems (Frequenz, Amplitude,<br />

Leistung). Prozesstransparenz durch das Feedback vom Reinigungsgenerator<br />

ist deshalb für einen effektiven Prozess wichtig.<br />

Ein Ultraschallreinigungssystem besteht aus dem Generator, einem<br />

Telsonic AG<br />

CH 9552 Bronschhofen<br />

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Seite 75/82


Materialschleusen in Kombination mit Brand- und Strahlenschutz<br />

Materialschleusen für GMP-, Reinräume oder<br />

Sicherheitsbereiche für jede Bausituation<br />

Kontrollierter Transfer zwischen Reinräumen mit GMP-Klassifizierung<br />

oder für den Einsatz in Reinräumen, Pharmaproduktionen,<br />

Life-Science-Betrieben, Chemiebereichen und Lebensmittelindustrien.<br />

Materialschleusen und Wagenschleusen dienen dem kontrollierten<br />

und sicheren Ein- und Ausschleusen von Produkten und<br />

Materialien zwischen Räumen verschiedener Reinheitsklassen.<br />

Unsere aktiven, teilaktiven oder passiven Material- und Wagenschleusen<br />

erfüllen die Reinheitsklasse nach DIN EN ISO 14644-1<br />

ISO Klasse 5, gemäß GMP-Richtlinien und sind für die GMP-Klassen<br />

A-D konzipiert. In Kombination können auch zusätzliche Anforderungen<br />

wie Sicherheitsklassen, Dekontamination und gesicherter<br />

Schleusenzugang erfüllt werden.<br />

Ausführungen:<br />

– Materialschleuse<br />

– Wagenschleuse zum Transfer großer oder<br />

schwerer Materialien mit Transport-Trolley<br />

– Personalschleusen<br />

Die Reinraumschleusen bestehen aus einer Doppelwandkonstruktion<br />

und beidseitig bündig eingebauten Türelementen. Sie können<br />

flächenbündig verbaut werden und haben ein hygieneoptimiertes,<br />

desinfektionsmittelbeständiges Design aus Glas und Edelstahl.<br />

Die Drehtüren verfügen über große Sichtfenster aus Sicherheitsglas.<br />

Die Türen sind umlaufenden abgedichtet, die Türbänder<br />

können dreidimensional eingestellt werden. Die elektrische gegenseitige<br />

Verriegelung der Türen stellt sicher, dass kein Luftaustausch<br />

zwischen den Räumen stattfinden kann.<br />

Die Systeme der HT Group sind getestet, zertifiziert und werden<br />

mit FAT Dokumenten ausgeliefert.<br />

HT Group GmbH<br />

Rambacher Str. 2<br />

D 9<strong>11</strong>80 Heideck<br />

Telefon: +49 9177 980<br />

eMail: info@htgroup.de<br />

Internet: http://www.htgroup.de<br />

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Ergonomisch geformte Stühle mit Komfort<br />

– perfekt angepasst an die Arbeit im Reinraum<br />

Reinraumstuhl Comfort<br />

Die Reinraumstühle Comfort von Carl<br />

ROTH sind perfekt geeignet für den Einsatz<br />

in Reinräumen und kontrollierten<br />

Umgebungen. Sie sind desinfektionsmittelbeständig<br />

und abwaschbar und können<br />

den geforderten Kontaminationskontrollen<br />

unterzogen werden. Die Reinraumstühle<br />

Comfort sind GMP-konform und GS-geprüft<br />

mit 10 Jahren Garantie. Das Fraunhofer<br />

IPA-Qualifikationssiegel bescheinigt<br />

die Luftreinheitsklasse 3 nach DIN EN ISO<br />

14644-1, die Luftreinheitsklasse 1 nach US-<br />

Fed St. 209E und die ESD-Eigenschaften<br />

nach DIN EN 61340-5-1. Die Nachhaltigkeit<br />

ist durch das Prüfsiegel „TÜV Rheinland<br />

zertifiziert - Emissionsgeprüft, Schadstoffgeprüft“<br />

gewährleistet.<br />

Die Reinraumstühle Comfort der Reihe<br />

ROTH SELECTION besitzen eine große,<br />

ergonomisch geformte Rückenlehne und<br />

eine Sitzfläche mit integrierter Lendenwirbelstütze.<br />

Die Neigung von Sitz und<br />

Rückenlehne aus schwarzem ESD-Kunstlederpolster<br />

wird der Sitzhaltung angepasst,<br />

die Rückenlehne ist höhenverstellbar. Der<br />

verchromte Fußring ist höhenverstellbar.<br />

Eine zusätzliche Beckenstütze, eine abgerundete<br />

Sitzvorderkante und weiche, bequeme<br />

Polster gewährleisten einen guten<br />

Sitzkomfort auch bei längeren Arbeitsphasen<br />

im Reinraum.<br />

Es kann zwischen zwei Varianten gewählt<br />

werden. Der Stuhl mit einer Sitzhöhe<br />

von 490 bis 630 mm besitzt weiche ESD-<br />

Doppelrollen, die lastabhängig bremsen.<br />

Diese Sitz-Stopp-Rollen verhindern das<br />

Wegrollen im unbelasteten Zustand. Die<br />

Variante mit einer Sitzhöhe von 690 bis 930<br />

mm besitzt weiche ESD-Sitz-Stopp-Rollen<br />

für harte Böden. Dadurch ist der Stuhl bei<br />

Belastung fixiert und bei Entlastung rollbar.<br />

Die maximale Belastung beträgt bei beiden<br />

Stühlen 120 kg. Die Lieferung beider Varianten<br />

erfolgt unmontiert.<br />

Carl Roth GmbH + Co. KG<br />

D 76185 Karlsruhe<br />

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Praktische und verschlussdichte Helfer beim Handling flüssiger Proben<br />

Reinraum-Flüssigprobenbeutel<br />

twirl’em Clean Room<br />

Mit den Reinraum-Flüssigprobenbeuteln twirl’em Clean Room können<br />

Flüssigkeitsproben komfortabel gesammelt, transportiert und<br />

gelagert werden. Anwendungsbereiche sind in der Pharmaindustrie,<br />

der Biotechnologie und der Lebensmittelindustrie, in denen sterile<br />

Bedingungen und die Vermeidung von Kontaminationen von entscheidender<br />

Bedeutung sind. Die Flüssigprobebeutel sind sowohl<br />

für Qualitätskontrolltests, für eine kurzfristige Lagerung von sterilen<br />

Medien oder Reagenzien und für den Transport von Proben zwischen<br />

verschiedenen Laboren oder Produktionsstätten verwendbar.<br />

Die Reinraum-Flüssigprobenbeuteln twirl’em Clean Room bestehen<br />

aus Low-Density-Polyethylen (LDPE), haben eine hohe Beständigkeit<br />

und setzen keine chemischen Verunreinigungen frei.<br />

Sie sind ebenso flexibel wie robust und können durch Drehen um<br />

den integrierten Verschlussclip dicht verschlossen werden, um ein<br />

Auslaufen der Probe oder Eindringen von Verunreinigungen zu verhindern.<br />

Die Reinraum-Beutel twirl’em Clean Room sind einzeln in<br />

Doppelbeutel verpackt, wodurch der zweite Verpackungsbeutel sehr<br />

wirksam Kontaminationen verhindert. Die Flüssigprobenbeutel<br />

können in der Version ‚mit Beschriftungsfeld‘ oder, zur Markierung<br />

mit ausgedruckten Etiketten, ohne ein solches erworben werden.<br />

Die in Doppelbeuteln zu je 25 Stück verpackten Reinraum-<br />

Flüssigprobenbeutel twirl’em Clean Room sind steril, BPA- sowie<br />

RNase-, DNase- und pyrogenfrei. Die Lieferung erfolgt inkl. Sterilisationszertifikat.<br />

Sie sind in den Volumina 650 ml, 800 ml, 1500 ml<br />

und 1650 ml erhältlich. Die Verpackungseinheit beträgt 1000 Stück.<br />

Carl Roth GmbH + Co. KG<br />

D 76185 Karlsruhe<br />

DCT 541 - Neuer Drucktransmitter mit digitaler<br />

Schnittstelle für technische Gase und Wasserstoff<br />

Im Zeichen des Klimaschutzes gewinnt<br />

Wasserstoff als Energieträger zusehends<br />

an Bedeutung. Schließlich ist Wasserstoff<br />

dreimal so energiereich wie die fossilen<br />

Brennstoffe Benzin oder Diesel, nahezu<br />

unbegrenzt verfügbar und somit eine ideale<br />

Quelle bei der Erzeugung von Strom und<br />

Wärme. Allerdings erfordert die Verwendung<br />

von Wasserstoff beim Transport und<br />

Drucktransmitter DCT541 mit digitalem Ausgangssignal<br />

RS485/Modbus (Copyright: BD|-<br />

SENSORS GmbH, Thierstein, Deutschland)<br />

bei der Lagerung höchste Sorgfalt. Denn das äußerst flüchtiges Gas besitzt die Eigenschaft,<br />

in Metalloberflächen einzudiffundieren und diese zu verspröden. Dadurch werden sowohl<br />

die Messgenauigkeit als auch die Langzeitstabilität beeinträchtigt.<br />

Um bei der Messtechnik eine solche Wasserstoffversprödung zu minimieren bzw. zu verhindern,<br />

kommt es auf die richtige Materialauswahl und Dimensionierung des Basis-Drucksensors<br />

an. BD|SENSORS bietet deshalb speziell für den Einsatz in Wasserstoffapplikationen<br />

die Industriemessumformer<br />

– DMP 336 für Nenndrucke von 16 bis 1.000 bar und<br />

– DMP 333P mit vergoldeter Membran für Nenndrucke von 60 bis 600 bar<br />

Sinnvoll ergänzt wird die Palette der Wasserstoff-Druckmessumformer nun durch den neuen<br />

DCT 541 mit digitalem Ausgangssignal RS 485 bzw. Modbus RTU Protokoll.<br />

Dabei handelt es sich um eine konsequente Weiterentwicklung des bewährten Druckmessumformers<br />

DMP 336. Genau wie das Vorgängermodell zeichnet sich der DCT 541 durch<br />

medienberührte Komponenten aus Sonder-Edelstahl aus und ist hoch überlastfähig sowie<br />

unempfindlich gegen Druckspitzen. Bei Sauerstoffapplikationen sorgt der spezielle Reinigungs-<br />

und Fertigungsprozess dafür, dass Restpartikel und Restkohlenwasserstoffe stark minimiert<br />

sind und es zu keiner chemischen Reaktion im Produktionsprozess kommen kann.<br />

Dank der neuen Modbus-Schnittstelle liefert der neue Druckmessumformer digitale<br />

Ausgangssignale, die sich leichter übertragen und verarbeiten lassen.<br />

BD | SENSORS GmbH<br />

D 95199 Thierstein<br />

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Die EMS-Abdeckungen von RK Rose+Krieger bestehen jeweils aus zwei Teilen, die sich +ohne Werkzeug montieren lassen.<br />

(Copyright: RK Rose+Krieger)<br />

Clip und sicher<br />

Erweiterung des<br />

Edelstahl-Montage-Systems<br />

Für sein Edelstahl-Montage-System (EMS) bietet RK Rose+Krieger ab sofort Abdeckungen für montagebedingte Übergänge<br />

an. Die Bauteile ergänzen das EMS perfekt und bieten zusätzlichen Schutz. Auch sie sind einfach zu montieren und<br />

für den Einsatz im lebensmittelnahen Bereich sowie im Reinraum geeignet.<br />

Vor gut einem Jahr ist das EMS von RK Rose+Krieger erfolgreich<br />

gestartet. Das Montagesystem umfasst Verbindungselemente aus<br />

Edelstahl, mit denen sich Vierkant- oder Rundrohre der gängigen<br />

Baugröße 40 einfach – das heißt ohne Fachkenntnisse und mit nur<br />

einem Werkzeug – zu Gestellbauten montieren lassen. Ein spezieller<br />

Spannverbinder aus Edelstahlguss wird dafür in Rohr und Verbindungselement<br />

geschoben und über das Anziehen von zwei Schrauben<br />

im Rohr fest verspannt. Ein Verschweißen der Rohre wird damit<br />

überflüssig.<br />

Mehr Schutz durch einfach montierbare Abdeckung<br />

Montagebedingt bleibt ein sichtbarer Übergang zwischen Rohr und<br />

Verbindungselement bestehen, durch den der Spannverbinder und<br />

sein Schraubloch zu sehen sind. Um diese Stelle vor groben Verschmutzungen<br />

zu schützen, entwickelte das Unternehmen seine<br />

neuen Abdeckungen. Für jedes der EMS-Verbindungselemente ist<br />

eine passend geformte Abdeckung erhältlich. Sie besteht jeweils aus<br />

zwei Teilen, die sich ohne Werkzeug einfach per Clip um den entsprechenden<br />

Spannverbinder von Hand montieren lassen. Die ergonomische<br />

Formgebung bietet neben höherem Schutz auch eine<br />

optimierte Haptik an den Verbindungsstellen und werten diese<br />

optisch auf.<br />

Dank ihrer spezifischen Konstruktion sind die Abdeckungen<br />

nach ihrem Anbringen sowohl axial als auch gegen Verdrehung gesichert.<br />

Ihre Bauweise macht es möglich, dass sie nicht nur einfach zu<br />

montieren, sondern auch einfach zu demontieren ist. Bei eventuellen<br />

Beschädigungen lassen sie sich damit problemlos austauschen.<br />

Applikationsspezifische Anpassungen möglich<br />

Die Abdeckungen werden aus lichtgrauem Polyamid gefertigt. Damit<br />

sind sie wie das EMS mit seinen korrosionsgeschützten Teilen<br />

aus Edelstahl geeignet für Installationen im Reinraum, für Abfüll-,<br />

Verpackungs- und Förderanlagen in der Lebensmittelindustrie sowie<br />

für alle korrosionsgefährdeten Bereiche. Eine Fertigung aus<br />

anderen Materialien oder in anderen Farben ist auf Nachfrage realisierbar.<br />

RK Rose+Krieger berät seine Kunden bezüglich der applikationsspezifischen<br />

Umsetzung.<br />

RK Rose+Krieger GmbH<br />

D 32423 Minden<br />

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Der vielseitige Querkipper für maximale Effizienz in der Lebensmittelindustrie<br />

Revolutionärer Swing-Loader<br />

Die Mohn GmbH, ein führender Anbieter<br />

von innovativen Edelstahllösungen für die<br />

lebensmittelverarbeitende Industrie, stellt<br />

stolz den neuen Swing Loader, auch bekannt<br />

als Querkipper, für Großbehälter mit<br />

seitlicher Beschickung vor. Diese vielseitige<br />

Kippvorrichtung aus hochwertigem Edelstahl<br />

ist nicht nur für die Lebensmittelverarbeitung<br />

geeignet, sondern kann auch bedenkenlos<br />

in anderen Branchen, wie z. B.<br />

der pharmazeutischen oder kosmetischen<br />

Industrie eingesetzt werden.<br />

Vorteile des Swing Loaders<br />

1. Hygienisches Design: Der Swing Loader<br />

mit seitlicher Beschickung ist nahezu<br />

vollständig aus rostfreiem Edelstahl<br />

(1.4301) gefertigresset, was eine einfache<br />

Reinigung und die Einhaltung der höchsten<br />

Hygienestandards gewährleistet.<br />

2. Robuste Konstruktion: Dank der robusten<br />

Industrieausführung und der hochwertigen<br />

Materialien ist der Swing Loader mit<br />

seitlicher Beschickung für einen langlebigen<br />

und störungsfreien Betrieb ausgelegt.<br />

3. Wartungsfreies Betriebssystem: Ausgestattet<br />

mit wartungsfreien Kunststofflagern<br />

und einem Schlauchbruch-Sicherungsventil,<br />

minimiert der Swing Loader<br />

mit seitlicher Beschickung den Wartungsaufwand<br />

und erhöht die Sicherheit<br />

im Betrieb.<br />

4. Wenig Platz erforderlich: Der kompakte<br />

Swing Loader mit seitlicher Beschickung<br />

benötigt nur wenig Platz und lässt sich<br />

ideal in bestehende Produktionsanlagen<br />

integrieren. Dies ist besonders vorteilhaft<br />

in beengten Räumlichkeiten, wo jeder<br />

Quadratmeter zählt.<br />

5. In bestehenden Prozess integrierbar: Der<br />

Swing Loader mit seitlicher Beschickung<br />

kann nahtlos in vorhandene Produktionslinien<br />

integriert werden. Beispielsweise<br />

können Betriebe, die bereits eine automatische<br />

Fördertechnik nutzen, den<br />

Swing Loader (Querkipper) problemlos<br />

als ergänzendes System zur Behälterentleerung<br />

hinzufügen.<br />

6. Vielfältige Anwendungsbereiche: Der<br />

Swing Loader mit seitlicher Beschickung<br />

ist nicht nur für Großbehälter geeignet,<br />

sondern auch für spezielle Behälterarten,<br />

wie Pökelbehälter aus Edelstahl. Diese<br />

Vielseitigkeit macht ihn zu einer ausgezeichneten<br />

Wahl für Unternehmen in der<br />

Lebensmittel- und Pharmaindustrie, die<br />

unterschiedliche Behältertypen verarbeiten<br />

müssen.<br />

7. Kipphöhen von 1000 mm bis maximal<br />

1500 mm: Der Swing Loader mit seitlicher<br />

Beschickung ist in verschiedenen Kipphöhen<br />

erhältlich, die es ermöglichen,<br />

die optimale Entleerungshöhe für unterschiedliche<br />

Anwendungen zu wählen.<br />

Diese Flexibilität stellt sicher, dass der<br />

Querkipper ideal an die spezifischen<br />

Anforderungen der Produktionslinie angepasst<br />

werden kann, unabhängig von der<br />

Behältergröße.<br />

8. Beschickung links- oder rechtsseitig<br />

möglich: Je nach Anwendungszweck und<br />

bauseitigen Gegebenheiten kann die<br />

Behältereinfuhr sowohl von links als auch<br />

von rechts erfolgen. Dies bietet zusätzliche<br />

Flexibilität bei der Planung und<br />

Installation.<br />

9. Entleerung über die Längs- oder Schmalseite<br />

des Behälters: Die Möglichkeit,<br />

Behälter über die Längs- oder Schmalseite<br />

zu entleeren, erhöht die Effizienz<br />

und Anpassungsfähigkeit des Systems.<br />

Beispielsweise können Betriebe, die mit<br />

engen Arbeitsabläufen arbeiten, die Entleerungsrichtung<br />

so wählen, dass sie den<br />

gesamten Prozess optimieren.<br />

10. Energieeffizienter Antrieb: Der elektro-hydraulische<br />

Antrieb sorgt für einen<br />

energieeffizienten Betrieb, während der<br />

integrierte Hydraulikmotor eine hohe<br />

Leistung bei gleichzeitig geringen Betriebskosten<br />

gewährleistet.<br />

Fazit<br />

Mit dem neu konzipierten Swing Loader<br />

(Querkipper) mit seitlicher Beschickung<br />

setzt die Mohn GmbH Maßstäbe in der<br />

Materialhandhabung. Unternehmen, die<br />

auf der Suche nach einer zuverlässigen und<br />

vielseitigen Kipplösung für Großbehälter<br />

sind, finden in diesem Produkt die Antwort<br />

auf ihre Anforderungen.<br />

MOHN GmbH<br />

D 58540 Meinerzhagen<br />

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Datum: <strong>11</strong>.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong> - 14.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Messe<br />

COMPAMED / MEDICA<br />

Veranstaltungsort: Düsseldorf<br />

Veranstalter: Messe Düsseldorf GmbH<br />

Veranstaltungen<br />

im November <strong>2024</strong><br />

12.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong> - 13.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Seminar<br />

Praxisworkshop Reinigungsvalidierung<br />

Veranstaltungsort: Kirchzarten<br />

Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH<br />

MEHR ...<br />

MEHR ...<br />

12.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong> - 14.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Seminar<br />

GMP-gerechte Wartung/Instandhaltung & Kalibrierung (PT 3 & PT 4)<br />

Veranstaltungsort: Mannheim<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR ...<br />

12.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong> - 14.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Webinar<br />

Cleaning Validation AND Pre-Course Workshop:<br />

Impact of Annex 1 Revision on Cleaning Validation<br />

- Live Online Training<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR ...<br />

12.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong> - 13.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Konferenz<br />

7. Fachkonferenz: Filmische Verunreinigung<br />

Veranstaltungsort: Bad Gögging<br />

Veranstalter: Süddeutscher Verlag Veranstaltungen GmbH<br />

MEHR ...<br />

12.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Seminar<br />

Audits und Inspektionen erfolgreich bestehen<br />

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />

12.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong> - 14.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Training & Schulung<br />

Lehrgang für Reinraum-Verantwortliche mit Zertifikat<br />

Veranstaltungsort: Frankfurt<br />

Veranstalter: Cleanroom Future GmbH<br />

12.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong> - 13.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Seminar<br />

Isolator Technology Workshop<br />

Veranstaltungsort: Basel (CH)<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR ...<br />

MEHR ...<br />

MEHR ...<br />

12.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong> - 13.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Webinar<br />

Environmental Monitoring - Trending, Analysis<br />

and Data Management - Live Online Training<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

13.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Seminar<br />

Lean Management im Labor (1-Tag)<br />

Veranstaltungsort: Hamburg<br />

Veranstalter: Geniu GmbH<br />

13.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Messe<br />

PARTS FINISHING<br />

Veranstaltungsort: Karlsruhe<br />

Veranstalter: fairXperts GmbH & Co. KG<br />

13.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Seminar<br />

Computervalidierung und Datenintegrität<br />

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />

MEHR ...<br />

MEHR ...<br />

MEHR ...<br />

MEHR ...<br />

13.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong> - 14.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Kongress<br />

Wie plant man als Fabrikplaner strategieoffene Fabriken?<br />

Veranstaltungsort: Ludwigsburg<br />

Veranstalter: Süddeutscher Verlag Veranstaltungen GmbH<br />

MEHR ...<br />

14.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Seminar<br />

Effizientes Projektmanagement bei Reinraum Um- und Neubau<br />

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />

MEHR ...<br />

14.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Webinar<br />

GMP Pre-sterilized Packaging Material - Live Online Training<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR ...<br />

19.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong> - 21.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Webinar<br />

Pharma-Ingenieur/in (PT 25) - Block II - Live Online Seminar<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR ...<br />

22.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong> - 23.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Seminar<br />

Aseptische Zubereitungsprozesse atoxischer Parenteralia<br />

Veranstaltungsort: Elmshorn<br />

Veranstalter: Berner International GmbH<br />

MEHR ...<br />

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Veranstaltungen<br />

im November <strong>2024</strong><br />

25.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong> - 29.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Training & Schulung<br />

Kalibriertage Thermodynamik: Prüfmittelmanagement<br />

und Kalibriertraining<br />

Veranstaltungsort: Kirchzarten<br />

Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH<br />

MEHR ...<br />

26.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Seminar<br />

Teamführung im Reinraum<br />

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />

MEHR ...<br />

27.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Seminar<br />

Smoke Studies und Computersimulationen in der Reinraumtechnik<br />

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />

MEHR ...<br />

28.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Webinar<br />

Lean Lab – Erfolgreiche Optimierungen im Labor<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: Geniu GmbH<br />

28.<strong>11</strong>.<strong>2024</strong><br />

Seminar<br />

Reinraum Qualifizierung und Monitoring<br />

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />

MEHR ...<br />

MEHR ...<br />

Veranstaltungen<br />

im Dezember <strong>2024</strong><br />

03.12.<strong>2024</strong> - 04.12.<strong>2024</strong><br />

Seminar<br />

Single-Use Systeme<br />

Veranstaltungsort: Heidelberg<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

06.12.<strong>2024</strong> - 07.12.<strong>2024</strong><br />

Webinar<br />

Onlineseminar Sicherheitstraining Zytostatika<br />

Veranstaltungsort: Online<br />

Veranstalter: Berner International GmbH<br />

MEHR ...<br />

MEHR ...<br />

09.12.<strong>2024</strong> - 13.12.<strong>2024</strong><br />

Seminar<br />

Zertifikatslehrgang: Reinraum-Servicetechniker/-in<br />

mit Fachkundenachweis Mikrobiol. & Zytost.-Werkb. (IHK)<br />

Veranstaltungsort: Krefeld<br />

Veranstalter: IHK Mittlerer Niederrhein<br />

MEHR ...<br />

10.12.<strong>2024</strong> - <strong>11</strong>.12.<strong>2024</strong><br />

Webinar<br />

GMP-Anforderungen an das Anlagendesign (PT 15)<br />

- Live Online Seminar<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR ...<br />

<strong>11</strong>.12.<strong>2024</strong> - 13.12.<strong>2024</strong><br />

Webinar<br />

Validierungsbeauftragte/r in der pharmazeutischen Industrie<br />

(QV 16) - Live Online Seminar<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR ...<br />

Impressum:<br />

W.A. Schuster GmbH / reinraum online · Mozartstraße 45 · D 70180 Stuttgart · Tel. +49 7<strong>11</strong>-9640350 · Fax 9640366<br />

info@reinraum.de · www.reinraum.de · GF Dipl.-Designer Reinhold Schuster · Stgt, HRB 14<strong>11</strong>1 · USt.-IdNr. <strong>DE</strong> 1478<strong>11</strong>997<br />

Originaltexte und Bilder:<br />

Die namentlich gekennzeichneten Beiträge stehen in der Verantwortung des jeweiligen Autors. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung<br />

der Redaktion und mit Quellenangabe gestattet. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Abbildungen übernimmt der Herausgeber keine<br />

Haftung. Dem Herausgeber ist das ausschließliche, räumliche, zeitliche und inhaltlich eingeschränkte Recht eingeräumt, den Beitrag in unveränderter<br />

oder bearbeiteter Form für alle Zwecke beliebig oft zu nutzen oder Dritten zur Nutzung zu übertragen. Dieses Nutzungsrecht bezieht sich auf Print- und<br />

elektrische Medien (Internet, Datenbanken, Datenträger aller Art).<br />

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