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Leseprobe 6_2024

Ausgabe 6_2024 des BIOGAS Journals, herausgegeben vom Fachverband Biogas e.V.

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Fachverband Biogas e.V. | ZKZ 50073 | 27. Jahrgang<br />

www.biogas.org<br />

6_<strong>2024</strong><br />

Ab Seite 70<br />

TITELTHEMA<br />

Technik &<br />

Innovation<br />

TITELBILD MIT HILFE VON KI GENERIERT<br />

ZKZ 50073, PVSt, DPAG, Entgelt bezahlt 93##<br />

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CO 2 -Verpressung<br />

rückt näher 60<br />

Torfersatz aus vergorenem<br />

Silphiefeststoff 100<br />

Botswana treibt das<br />

Thema Biogas voran 154<br />

1


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Biogas BIOGAS Journal JOURNAL | x_2022 | 6_<strong>2024</strong><br />

Fehlentwicklungen<br />

müssen schnell<br />

korrigiert werden<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

laut Bundesnetzagentur betrug im Jahr<br />

2022 in Deutschland die Zeit, in der<br />

Strom nicht verfügbar war pro Letztverbraucher<br />

im Durchschnitt lediglich 12,2<br />

Minuten. Damit das in Zukunft auch so<br />

ist, wenn ab 2030 die Kohlekraftwerke<br />

nach und nach bis 2038 abgeschaltet<br />

und parallel die fluktuierenden Erneuerbaren<br />

Energien Wind und Sonne ausgebaut<br />

werden, brauchen wir die gesicherte<br />

Stromproduktion aus Biogasanlagen.<br />

Außerdem wird die Energiewende mit<br />

Anlagen, die Biogas verstromen, deutlich<br />

günstiger als zum Beispiel mit den<br />

in der Kraftwerksstrategie geplanten H2-<br />

ready-Gaskraftwerken, lesen Sie dazu<br />

auch den Bericht über die Vorstellung<br />

der aktuellen Studie der Friedrich-Alexander-Universität<br />

Erlangen-Nürnberg, die<br />

vom Fachverband Biogas e.V. beauftragt<br />

worden war, auf den Seiten 12 bis 14.<br />

Offensichtlich wurde das nun auch im<br />

Bundeswirtschaftsministerium in Berlin<br />

erkannt. Denn im August kündigte Bundeswirtschaftsminister<br />

Robert Habeck<br />

ein sogenanntes Biomassepaket an, das<br />

den Rahmen setzen soll für den künftigen<br />

Betrieb regenerativer Speicherkraftwerke<br />

auf Basis von Biogas.<br />

Diese Ankündigung ist für unsere Branche<br />

zunächst einmal sehr erfreulich,<br />

deutet sie doch einen politischen Paradigmenwechsel<br />

an. Leider gab es bis Mitte<br />

Oktober zum Redaktionsschluss dieser<br />

Ausgabe noch keine Informationen über<br />

die inhaltliche Ausgestaltung. So befinden<br />

wir uns im Herbst <strong>2024</strong> aufgrund<br />

schlechter rechtlicher Rahmenbedingungen<br />

leider immer noch in der Situation,<br />

dass fast jede Woche Biogasanlagen nach<br />

dem Ende der ersten EEG-Vergütungsperiode<br />

ihren Betrieb einstellen. Ihnen fehlt<br />

die Zukunftsperspektive. Vor allem aber<br />

ist das viel zu geringe Ausschreibungsvolumen<br />

schuld daran, dass viele Anlagenbetreiber<br />

keinen Zuschlag auf ihr Gebot<br />

bekommen. Das ist sehr bitter, denn<br />

diese Anlagen fehlen uns in Zukunft, um<br />

gesicherte Leistung bereitzustellen.<br />

Darum müssen wir weiter kämpfen für<br />

unsere Interessen. Darum hat die Biogasbranche<br />

im Oktober die Kampagne „Biogas<br />

ist Zukunft. Schon heute!“ gestartet,<br />

siehe Bericht auf Seite 8. Mit dieser Kampagne<br />

werden wir die politischen Akteure<br />

und Entscheidungsträger noch intensiver<br />

über die Vorteile der hochflexiblen Biogas-Kraft-Wärme-Kopplung<br />

informieren.<br />

Wir fordern die Politik auf, dieser Art der<br />

Energieerzeugung eine Chance zu geben<br />

und diese nicht abzuwickeln.<br />

Chance bedeutet: 1.800 Megawatt Ausschreibungsvolumen<br />

pro Jahr aufgeteilt<br />

auf zwei Ausschreibungstermine. Chance<br />

heißt auch, dass wir einen deutlich höheren<br />

Flexzuschlag benötigen. Und auch die<br />

Systematik der Gebotshöchstwerte bedarf<br />

dringend einer Reform. Wer 17 Cent (ct)<br />

pro Kilowattstunde (kWh) an Produktionskosten<br />

hat und einen Gebotszuschlag bei<br />

18,xx ct/kWh bekommen hat, der hängt<br />

wirtschaftlich am seidenen Faden.<br />

Die Biogasbranche ist innovativ, sie entwickelt<br />

immer wieder neue Ideen und<br />

Lösungen – wie auch in diesem BIOGAS<br />

Journal ab Seite 68 zu lesen ist. Das ist<br />

aber nur möglich, wenn die Biogasbranche<br />

in Deutschland überlebensfähig ist.<br />

Mit dem aktuellen Ausschreibungsdesign<br />

ist sie es in Gänze nicht. Und auch<br />

die Biomethanproduzenten, die ihr Gas<br />

als fortschrittlichen Kraftstoff vermarkten<br />

wollten, geraten in wirtschaftliche<br />

Schwierigkeiten. Der Preisverfall bei den<br />

CO 2<br />

-Zertifikaten, die im Rahmen der<br />

Treibhausgasminderungsquote von der<br />

Mineralölwirtschaft zu erwerben sind, ist<br />

hier die Hauptursache.<br />

Die Schuld an dem Dilemma trägt die<br />

Politik, die schlechte rechtliche Rahmenbedingungen<br />

erlassen hat, die Missbrauchsmöglichkeiten<br />

im Zertifikatehandel<br />

zuließen. Folge ist, dass geplante<br />

Biomethan-Kraftstoffprojekte je nach<br />

Entwicklungsstand zurückgezogen werden<br />

und auch die Banken geplante Investments<br />

hinterfragen. Bestandsanlagen<br />

kämpfen ums wirtschaftliche Überleben.<br />

Hier hat die Politik komplett versagt. Sie<br />

muss nun schnell die induzierten Fehlentwicklungen<br />

korrigieren.<br />

Liebe Bundesregierung: Deutschland<br />

braucht Biogas – Lass es zu.<br />

Herzlichst Ihr<br />

Horst Seide,<br />

Präsident des Fachverbandes Biogas e.V.<br />

3


INHALT<br />

BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

20<br />

EDITORIAL<br />

3 Fehlentwicklungen müssen<br />

schnell korrigiert werden<br />

Von Horst Seide<br />

Präsident des<br />

Fachverbandes Biogas e.V.<br />

AKTUELLES<br />

6 Meldungen<br />

10 Biogas-Kids<br />

11 Termine<br />

12 Flexible Biogas-Speicherkraftwerke<br />

produzieren Strom billiger als<br />

Wasserstoff-ready-Gaskraftwerke<br />

Von Dipl.-Ing. agr. (FH) Martin Bensmann<br />

16 Vielfalt nur mit Biogas<br />

Von M.A. Rouven Zietz<br />

20 45 Landwirte bauen eine Biogasanlage<br />

Von Dipl.-Ing. agr. (FH) Martin Bensmann<br />

28 New Holland: Modell T7.270 CNG<br />

berühren, fühlen, fahren<br />

Von Dipl.-Ing. agr. (FH) Martin Bensmann<br />

36 Wasserstoff aus Holz – wie geht denn das?<br />

Von Dipl.-Ing. Heinz Wraneschitz<br />

40 Abfallvergärungstag und GGG-Seminar<br />

42 Biogas Convention <strong>2024</strong><br />

MESSENEUHEITEN<br />

44 Energy Decentral Special<br />

POLITIK<br />

60 CO 2<br />

-Verpressung in deutschen<br />

Seegebieten rückt näher<br />

Von Bernward Janzing<br />

62 Biomassepaket lässt<br />

weiterhin auf sich warten<br />

Von Jörg Schäfer<br />

66 NECP: Dokument mit vielfältigen<br />

Ansätzen – und Lücken<br />

Von Bernward Janzing<br />

Technik &<br />

Innovation<br />

70 Mit Biogas: Strom statt Diesel<br />

Von Dierk Jensen<br />

78 BioCNG aus Pferdemist für eine<br />

beschleunigte Logistikwende<br />

Von EUR ING Marie-Luise Schaller<br />

84 Eigener Sprit aus<br />

Gülle, Stroh und Mist<br />

Von Christian Dany<br />

PRAXIS<br />

90 Tadus – der Tesla unter den Traktoren?<br />

Von Christian Dany<br />

96 Double Stack:<br />

Kompakter SCR-Katalysator<br />

Von Thomas Gaul<br />

100 Durchwachsene Silphie:<br />

Torfersatzstoff nach Vergärung<br />

Von Dierk Jensen<br />

104 Larvenmast und<br />

Biogasproduktion kombinieren?<br />

Von Dipl.-Ing. agr. (FH) Martin Bensmann<br />

114 Von der Stromproduktion<br />

zum Biomethan<br />

Von Thomas Gaul<br />

4


BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

INHALT<br />

90<br />

TITELBILD: KI-GENERIERT I FOTOS: MARTIN EGBERT, TADUS GMBH, OLIVER RISTAU<br />

154<br />

120 Biogas versorgt Ferienidyll<br />

Von Dr. Martin Frey<br />

126 Wenn die Versicherung<br />

zum Risiko wird<br />

Von Dr. Martin Frey<br />

130 Jugend forscht: Schüler<br />

entwickeln Kleinfermenter und<br />

gewinnen Auszeichnungen<br />

Von Nils Brettschneider<br />

136 Anlagen des Monats<br />

August und September<br />

WISSENSCHAFT<br />

138 Energetische und stoffliche Nutzung<br />

von Bioabfall – ein Status-quo-Bericht<br />

Von Dr. Benedikt Hülsemann, Marian<br />

Baumgart und Dr. Hans Oechsner,<br />

Axel Steffens und David Voßschmidt<br />

144 Biomethan-CNG aus Mist<br />

senkt Treibhausgas-Emissionen<br />

Von Thomas Gaul<br />

148 Synthese-Kraftstoff aus Biogas<br />

Von Dr. Martin Frey<br />

152 Pyrolysierter Pferdemist<br />

Dipl.-Ing. Heinz Wraneschitz<br />

INTERNATIONAL<br />

Botswana<br />

154 „Das Biogas ist ein Gewinn für<br />

mein Leben!“<br />

Von Dipl.-Pol. Oliver Ristau<br />

Europäischer Biogasverband<br />

160 Biogas: Wichtiger Hebel,<br />

um Klimagase zu reduzieren<br />

Indien<br />

161 Land der Gigawatt<br />

Dr. Claudius da Costa Gomez<br />

Beilagenhinweis: Das Biogas Journal enthält<br />

Beilagen der Firmen Erdgas Südwest GmbH,<br />

Fachverband Biogas e.V., ONERGYS GmbH und<br />

einen Einhefter von agriKomp GmbH<br />

VERBAND<br />

Aus der Geschäftsstelle<br />

162 Die Politik muss endlich<br />

Verantwortung übernehmen<br />

Von Dr. Stefan Rauh und<br />

Dipl.-Ing. agr. (FH) Manuel Maciejczyk<br />

166 Umweltministerium, Behörden<br />

und Biogasbranche trafen sich<br />

Joost Kuhlenkamp<br />

167 Biomasse im Wärmesektor:<br />

Ein Blick in die Zukunft<br />

Von Dr. Simone Peter, BEE<br />

RECHT<br />

168 Erfolg nach neun Jahren Streit<br />

Von Jeremy Theunissen<br />

170 Impressum<br />

5


AKTUELLES BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

Der neue<br />

Methanschlepper von<br />

New Holland, Modell<br />

T7.270. Er kann<br />

auch mit BioCNG<br />

aus Biomethan<br />

einer Biogasanlage<br />

betrieben werden.<br />

Er hat neun fest<br />

verbaute Gastanks<br />

und kann noch<br />

einen Zusatztank<br />

im Frontkraftheber<br />

aufnehmen.<br />

Die Gasmenge<br />

reicht dann für<br />

rund 10 Stunden<br />

mittelschwere<br />

bis schwere<br />

Ackerarbeiten.<br />

New Holland: Modell T7.270<br />

CNG berühren, fühlen, fahren<br />

Am 20. September fand bei der Firma BioG im oberösterreichischen Utzenaich der sogenannte<br />

Smart Energy Day statt. Der Standort war gut gewählt: Hier wurde die Ernte von<br />

Körnermaisstroh sowie dessen Einlagerung und Vergärung bis hin zur BioCNG-Produktion<br />

gezeigt. Mit dem BioCNG wurden die New Holland-Methan-Schleppermodelle der Klassen<br />

T6 und T7 betankt und vorgestellt.<br />

Von Dipl.-Ing. agr. (FH) Martin Bensmann<br />

Bullig steht er da auf seinen Michelinreifen<br />

Axiobib 2, der neue Methanschlepper<br />

der Modellreiche T7.270<br />

CNG von New Holland. Hinten stemmt<br />

er seine Kraft über Gummis der Größe<br />

VF 710/70 R42 auf den Boden. Vorne übertragen<br />

Pneus der Dimension VF 600/70 R30 die Kraft.<br />

CNG steht für Compressed Natural Gas und bedeutet,<br />

dass der Schlepper nicht mit Diesel sondern<br />

Erdgas oder Biomethan betrieben wird.<br />

Dieses Modell wurde im vergangenen Jahr im Rahmen<br />

der Agritechnica neben anderen mit dem Titel<br />

Farm Machine <strong>2024</strong> ausgezeichnet. Es ist der große<br />

Bruder des T6.180 Methan-Power-Traktors, den New<br />

Holland seit 2022 in Serie baut. Der neue T7.270<br />

Methan-Power-CNG basiert nach Herstellerangaben<br />

auf der T7-Plattform mit PLM Intelligence. Er ist mit<br />

der geräumigen Horizon Ultra-Kabine ausgestattet.<br />

Unter der Motorhaube arbeitet ein 6,7-Liter-NEF-<br />

Methangasmotor, der auch beim kleineren T6.180<br />

zum Einsatz kommt. „Allerdings hat der Motor nun<br />

deutlich gesteigerte Leistungswerte. Er erreicht ein<br />

maximales Drehmoment von 1.160 Newtonmeter<br />

(Nm) und eine maximale Leistung von 270 PS<br />

unter allen Einsatzbedingungen“, erläuterte Klaus<br />

Senghaas. Aufgrund einer optimaleren Nutzung des<br />

größeren Chassis biete der T7.270 CNG eine noch<br />

größere Gasspeicherkapazität an Bord.<br />

FOTOS: MARTIN BENSMANN<br />

28


BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

AKTUELLES<br />

Mehr Kraftstoffkapazität für<br />

längere Arbeitstage<br />

Mit 1.265 Litern Kraftstoff verteilt<br />

auf neun fest verbaute Tanks (695<br />

Liter entsprechen 120 kg CNG<br />

bzw. 156 Liter Diesel) und einem<br />

Fronttank (600 Liter entsprechen<br />

104 kg bzw. 135 Liter Diesel)<br />

weise der T7.270 eine um 178<br />

Prozent höhere Kapazität auf als<br />

der T6.180, der über eine Kapazität<br />

von 477 Litern beziehungsweise<br />

76 Kilogramm verfügt. Der<br />

Schlepper kann somit wesentlich<br />

mehr Betriebsstunden bis zum<br />

nächsten Tankstopp realisieren.<br />

„Infolge der sehr sauberen Verbrennung<br />

des zum Beispiel Biomethans<br />

in CNG-Form sind kein<br />

Abgasnachbehandlungssystem,<br />

wie zum Beispiel ein SCR-Kat,<br />

und kein Partikelfilter notwendig.<br />

Dadurch ist mehr Platz für den<br />

Kraftstoffvorrat vorhanden“, betonte<br />

Senghaas.<br />

Besonders umweltfreundlich kann<br />

der neue Schlepper betrieben werden, wenn das<br />

BioCNG aus einer Biogasanlage stammt, die Materialien<br />

wie Gülle, Mist, Maisstroh und sonstige Reststoffe<br />

vergärt und daraus Biogas gewinnt. Das CNG-<br />

Tankvolumen des T7.270 sei bei 200 bar Druck<br />

viereinhalb Mal größer als beim vergleichbaren<br />

Dieseltraktor. Der CNG-Motor sei im Wirkungsgrad<br />

lediglich 1 Prozent schlechter als der vergleichbare<br />

Dieselmotor. Der neue NEF-Methangasmotor habe<br />

eine etwas höhere Verbrennungstemperatur. Die<br />

verbauten Kolben seien dafür speziell ausgelegt.<br />

Gute Sicht – Gastanks optimal platziert<br />

„Es war eine Herausforderung, einen für landwirtschaftliche<br />

Arbeiten geeigneten Motor zu bauen.<br />

Wir konnten nicht einen Motor 1:1 aus dem Lkw-<br />

Bereich verwenden. Verbaut ist eine spezielle Common-Rail-Einspritzung<br />

mit zwei Düsen pro Brennraum<br />

beim 270er. Der 180er hat dagegen nur eine<br />

Düse pro Brennraum“, informierte Senghaas. Vom<br />

Schleppersitz aus hat man eine sehr gute Rundumsicht,<br />

weil die Gastanks optimal platziert worden<br />

sind. So wurden extra der Treppenaufstieg und das<br />

Batteriefach verändert.<br />

Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert mit<br />

bis zu 20 Prozent der Anschaffungskosten den<br />

Kauf von mit CNG betriebenen Traktoren über die<br />

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung<br />

(BLE) über die Einzelmaßnahme 3.1.4, siehe Text<br />

im Infokasten. Der neue T7.270 CNG soll ab erstem<br />

Quartal 2026 in Serie gebaut werden.<br />

Biomethan-Kraftstoff aus<br />

Biogasanlage von 2004<br />

Wie Biogas aus Reststoffen produziert und von den<br />

New Holland-Schleppern genutzt wird, das zeigte die<br />

Firma BioG anhand ihrer eigenen Biogasanlage mit<br />

CNG-Tankstelle am Smart Energy Day. Die Biogasanlage<br />

wurde 2004 als sogenannte Ring-Anlage in<br />

Betrieb genommen und ist seit sieben Jahren mittlerweile<br />

schon nicht mehr in der ersten Festvergütungsphase.<br />

Die Stromvergütung wird jährlich festgelegt,<br />

aktuell liegt sie bei 22 Cent pro Kilowattstunde.<br />

In den Jahren 2006 bis 2008 wurde die Biogasanlage<br />

durch eigene technische Entwicklungen umgerüstet,<br />

um das Einsatzmaterial von Maissilage<br />

auf Feldreste, Stroh und Mist zu ändern. In den<br />

Folgejahren wurde sie immer weiter für die Reststoffnutzung<br />

optimiert. Der Substrathaufen liegt<br />

offen ohne Folienabdeckung auf einer asphaltierten<br />

Fläche. Die aktuelle Substratmischung, die<br />

gefüttert wird, umfasst 20 Prozent Körnermaisstroh<br />

und 20 Prozent Maislischen, 15 Prozent<br />

Grassilage, 10 Prozent Zwischenfrucht-GPS, 10<br />

Prozent Rindermist und Gülle, 10 Prozent Getreideausputz,<br />

8 Prozent Apfeltrester sowie 7 Prozent<br />

Grünschnittroggen-GPS.<br />

Oben: New Holland<br />

CX7.90 drischt<br />

Körnermais.<br />

Unten: Maisstoppelfeld,<br />

nachdem<br />

der Mähdrescher die<br />

Pflanzen geerntet<br />

und das Stroh breit<br />

verteilt hat.<br />

29


AKTUELLES BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

New Holland<br />

T7.340 HD mit dem<br />

BioChipper von BioG<br />

beim Schlegeln der<br />

Maisstoppeln und<br />

Schwaden des Strohs.<br />

Maisstoppeln, nachdem der<br />

BioChipper von BioG über das<br />

Feld gefahren ist. Der BioChipper<br />

schlegelt die Stoppeln ab und<br />

spleist sie dabei auf, was<br />

der Maiszünslerbekämpfung<br />

zugutekommt.<br />

Das Substrat wird in den von BioG selbstentwickelten<br />

Feststoffdosierer BioFeeder eingebracht. Der<br />

besitzt einen sogenannten Walking-Floor-Boden,<br />

in dem sich einzelne Bodenplattensegmente vor<br />

und zurück bewegen und dabei die Feststoffe zu<br />

einer der Stirnseiten des BioFeeders fördern. Dort<br />

an der Stirnseite befinden sich sechs etwas schräg<br />

nach außen geneigte Schnecken, die die Fördermenge<br />

untereinander koordinieren. Die Schnecken<br />

lockern das Material auf und übergeben es mittels<br />

einer querliegenden Förderschnecke dem Biomassezerkleinerer.<br />

In dem Zerkleinerer wird die Biomasse im Wesentlichen<br />

mit sogenannten Schlegelhämmern zerfasert,<br />

was für den biologischen Abbau von Vorteil ist. Für<br />

den gesamten Fütterungsprozess, in den auch eine<br />

Anmaischstation mit anschließender Flüssigfütterung<br />

integriert ist, werden lediglich 6 bis 7 Kilowattstunden<br />

Strom pro Tonne Biomasse benötigt.<br />

Neues Wiegeanalyse-Tool<br />

Seit Mai nutzt BioG ein neues, selbstentwickeltes<br />

Futtermanagementsystem. Das funktioniert wie<br />

folgt: „Ganz viele Wiegezellen unter dem Boden des<br />

Feststoffdosierers ermitteln über das Gewicht des<br />

im Feststoffdosierer befindlichen Substrats, welches<br />

Material wo im Dosierer liegt. Jeden Tag haben<br />

wir eine andere Substratzusammensetzung, weil es<br />

sehr heterogen aus dem Substratlager kommt. Hinter<br />

jedem Substrat das wir füttern, ist eine Gasertragskurve<br />

hinterlegt. Die Prognose sowie die reale<br />

Gasproduktion werden miteinander abgestimmt. Die<br />

gewogene Substratverteilung im Dosierer stimmt<br />

sehr gut mit der realen Schichtung überein“, erklärte<br />

BioG-Geschäftsführer Josef Höckner.<br />

30


BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

AKTUELLES<br />

31


AKTUELLES BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

New Holland T6.180<br />

CNG mit Gasfronttank<br />

von BioG. Er sammelt<br />

mit dem Pöttinger<br />

Ladewagen Europrofi<br />

4500 das Körnermaisstroh<br />

auf.<br />

Der runde Gärbehälter hat neben der Betonaußenwand<br />

auch noch eine kreisrunde Betoninnenwand,<br />

sodass im Behälter ein äußerer Ring vorhanden<br />

ist. Der äußere Ring dient als Hauptfermenter,<br />

im inneren Behältervolumen befindet sich der<br />

Nachgärer. Der Hauptfermenter wird laut Höckner<br />

mit einem Trockensubstanz-(TS)-Gehalt von<br />

16 Prozent betrieben. Das ausgegorene Material<br />

hat im Gärdüngerlager noch einen TS-Gehalt von<br />

12 Prozent.<br />

Anhand der Stromaufnahme der Rührwerke wird<br />

die Viskosität des Gärsubstrats ermittelt und die<br />

Fütterungsmenge gesteuert. Zum Anmaischen der<br />

Feststoffe wird Substrat aus dem Hauptfermenter<br />

verwendet. Die Gärtemperatur beträgt 50 Grad<br />

Celsius, die Raumbelastung ist auf 4 Kilogramm<br />

organische Trockensubstanz pro Kubikmeter Fermentervolumen<br />

eingestellt. Die Heizung befindet<br />

sich in der äußeren Behälterwand. Den Hauptfermenter,<br />

also den äußeren Ring, durchmischen<br />

drei schräg von oben durch die Betondecke eingelassene<br />

Stabrührwerke, die jeweils zwei Rührflügelpaare<br />

besitzen. Den Nachgärer durchmischen<br />

zwei Vertikalmischer, ebenfalls von oben durch<br />

die Betondecke eingelassen.<br />

Der externe Gasspeicher fasst 300 Kubikmeter.<br />

Er hat seinen Platz in einem kleinen betonierten<br />

Hochbehälter. Von hier aus strömt das Biogas zum<br />

Blockheizkraftwerk (BHKW) aus dem Hause Jenbacher,<br />

das eine elektrische Leistung von 500 Kilowatt<br />

hat. „Wir haben das BHKW gebraucht gekauft.<br />

Da hatte es schon 40.000 Betriebsstunden<br />

An der Biogasanlage wird das<br />

Körnermaisstroh abgeladen.<br />

Unten; Der New Holland-Radlader<br />

beförderte am Praxistag das Maisstroh<br />

auf die Silomiete.<br />

32


BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

AKTUELLES<br />

Bio-LNG<br />

aus Biogas<br />

Energieeffizient,<br />

modular, für alle<br />

Betriebsgrößen<br />

geeignet<br />

BMEL fördert Klimaschutz in der<br />

Landwirtschaft mit 48 Millionen Euro<br />

Landwirtinnen und Landwirte können ab sofort wieder Förderungen beantragen aus<br />

dem „Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz und CO 2<br />

-Einsparung<br />

in Landwirtschaft und Gartenbau“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft<br />

(BMEL). Die dafür notwendigen Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds<br />

der Bundesregierung wurden nun bereitgestellt.<br />

Insgesamt stehen für die Förderung von alternativen Antrieben oder für Maßnahmen<br />

zur Energieeffizienz bis Ende 2025 knapp 48 Millionen Euro zur Verfügung. Das<br />

Bundesprogramm ist ein zentraler Bestandteil der Klimaschutzmaßnahmen des<br />

BMEL für die Landwirtschaft im Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung<br />

und zielt darauf ab, die energiebedingten CO 2<br />

-Emissionen in der Landwirtschaft und<br />

im Gartenbau signifikant zu reduzieren.<br />

Gefördert werden unter anderem:<br />

f Alternative Antriebe für mobile Maschinen und Geräte: Dazu zählen beispielsweise<br />

neben Biokraftstoff- und Elektrotraktoren auch elektrisch betriebene<br />

Futteranschieber, die Dieselantriebe in der Landwirtschaft ersetzen sollen.<br />

Das Programm richtet sich an Kleinst-, kleine und mittlere landwirtschaftliche und<br />

gartenbauliche Unternehmen, die durch die Umsetzung der geförderten Maßnahmen<br />

ihre Energieeffizienz steigern und ihre CO2-Emissionen reduzieren möchten. Es läuft<br />

bereits seit mehreren Jahren und wird kontinuierlich weiterentwickelt.<br />

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Die aktuelle Förderrichtlinie gilt bis Ende 2027. Für <strong>2024</strong> stehen für das Programm<br />

mit der nun erfolgten Mittelbereitstellung insgesamt Bundesmittel in Höhe von 24,55<br />

Millionen Euro bereit. Für 2025 sind mit 23,53 Millionen Euro Mittel in ähnlicher<br />

Größenordnung im KTF-Wirtschaftsplanentwurf der Bundesregierung vorgesehen.<br />

Interessierte Unternehmen können ihre Anträge online bei der Bundesanstalt für<br />

Landwirtschaft und Ernährung (BLE) stellen. Weitere Informationen und Antragsunterlagen<br />

sind auf der Website der BLE verfügbar.<br />

Text: Martin Bensmann<br />

Von der Machbarkeitsstudie über<br />

den Anlagenbau bis zur Vermarktung –<br />

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AKTUELLES BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

Auf der Betondecke des Gärbehälters. Im Hintergrund<br />

befindet sich der runde Betonhochbehälter als Gasspeicher.<br />

Die vertikal arbeitenden Paddelrührwerke durchmischen den<br />

Nachgärer. Die schräg eingelassenen Stabrührwerke mit zwei<br />

Propellerpaaren durchmischen den Hauptfermenter, der als<br />

Ring um den inneren Nachgärraum gebaut worden ist.<br />

34


BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

AKTUELLES<br />

auf dem Zähler. Es ist bei uns inzwischen seit vier<br />

Jahren in Betrieb und hat weitere 35.000 Stunden<br />

Strom und Wärme produziert. Ein Kolben musste<br />

ausgetauscht werden. Da haben wir dann gleich<br />

alle erneuert. Weil wir das selbst erledigt haben,<br />

konnten wir eine Menge Kosten sparen“, lässt Josef<br />

Höckner einblicken.<br />

Hoftankstelle von BioG vor dem Gärbehälter, in dem<br />

das Roh-Biogas produziert wird.<br />

CNG-Fronttank von<br />

BioG. Er kann 82,5<br />

Kilogramm Methan bei<br />

200 bar speichern.<br />

Maisstroh: Erntekette vorgeführt<br />

Am Smart Energy Day zeigten BioG und New<br />

Holland die Erntekette von Körnermaisstroh. Den<br />

Körnermais drusch ein CX 7.90 Mähdrescher mit<br />

sechsreihigem Maispflückvorsatz vom italienischen<br />

Hersteller Olimac. Das Stroh wurde breit verteilt<br />

und im zweiten Arbeitsgang mit dem BioChipper<br />

von BioG zu einem Schwad zusammengelegt. Der<br />

BioChipper hat eine Arbeitsbreite von sechs Metern<br />

und legt das Schwad zur Seite ab. Bei Hin- und<br />

Rückfahrt kann das Stroh von 12 Metern Arbeitsbreite<br />

in ein Schwad abgelegt werden.<br />

Beim Schwaden schlegelt der BioChipper die Maisstoppeln<br />

ab, was gut für die Maiszünslerbekämpfung<br />

ist. Vor dem BioChipper war ein New Holland<br />

T7.340 HD vorgespannt als Dieselschlepper. Im<br />

dritten Verfahrensschritt nahm ein Pöttinger-Kurzschnittladewagen<br />

Europrofi 4500 die Strohschwaden<br />

auf. Als Zugschlepper diente der New Holland<br />

T6.180 CNG, der in der Fronthydraulik den neuen<br />

CNG-Tank von BioG mit sich führte.<br />

Der Fronttank hat ein Volumen von 575 Litern.<br />

Bei 200 bar passen 115 Kubikmeter Methan in<br />

die Gasflaschen beziehungsweise 82,5 Kilogramm<br />

CNG. Eine 500-kW-Biogasanlage produziert diese<br />

Gasmenge in einer Stunde. An der Biogasanlage<br />

wird die Schlepper-Ladewagen-Kombination auf<br />

der Fahrzeugwaage verwogen und am Substrathaufen<br />

entleert. Ein New Holland-Radlader (Modell W<br />

170 D) mit großer Ladegabel übernahm das Maisstroh<br />

und fuhr damit auf den Silostapel, verteilte es<br />

dort und fuhr es fest.<br />

Hinweis: Ein kleiner Teilstrom des Biogases wird an der<br />

hofeigenen CNG-Tankstelle aufbereitet und als Kraftstoff<br />

bereitgestellt. Wie das genau funktioniert, lesen Sie im<br />

Artikel auf den Seiten 80 bis 85.<br />

Autor<br />

Dipl.-Ing. agr. (FH) Martin Bensmann<br />

Redakteur Biogas Journal<br />

Fachverband Biogas e.V.<br />

0 54 09/90 69 426<br />

martin.bensmann@biogas.org<br />

www.biogas.org<br />

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MESSENEUHEITEN<br />

BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

2G ENERGY AG<br />

BHKW plus Wärmepumpe<br />

2G Energy, Hersteller von Blockheizkraftwerken<br />

(BHKW), bietet mit seinem neuen<br />

Konzept „Green Cube“ schlüsselfertige<br />

Lösungen aus BHKW, Wärmepumpe und<br />

Steuerung an, die die Energiewende vor<br />

Ort beschleunigen sollen. Green Cube<br />

kombiniert dabei BHKW, Wärmepumpen,<br />

Projektmanagement und Servicedienstleistungen<br />

in ein Standardprodukt. Damit<br />

soll eine komplette Energiezentrale<br />

innerhalb weniger Monate installiert werden<br />

können: Großwärmepumpe, BHKW,<br />

Wärmespeicher und Steuerung aus einer<br />

Hand, die sich unter anderem für den<br />

Einsatz in Schweinezucht- und Geflügelbetrieben<br />

optimal anbieten. Mit dieser<br />

Kombination ist es zum Beispiel möglich,<br />

dass das BHKW die Wärmepumpe<br />

unterstützt, sobald die Außentemperatur<br />

unter etwa 10 °C fällt. Beim Green Cube<br />

ist das Thema Wasserstoff zudem bereits<br />

integriert, da jedes von 2G installierte<br />

BHKW schon heute für den Betrieb mit<br />

reinem Wasserstoff geeignet ist.<br />

Die 2G Energy AG finden Sie<br />

in Halle 24, Stand C17.<br />

Die luftgekühlten Monoblock-Wärmepumpen<br />

der afila air series sind für die Aufstellung im<br />

Freien geeignet und werden zur Kühlung und<br />

zum Heizen von Flüssigkeiten in Klimaanwendungen<br />

oder für Lüftungsgeräte, die durch das<br />

eingesetzte Kältemittel besonders umweltschonend<br />

arbeiten, verwendet.<br />

FOTO: 2G ENERGY AG<br />

AGRIKOMP GMBH<br />

Weiterentwicklung im Biomethan-Bereich<br />

Rechts unten im Bild: agriPure®-<br />

Biogasaufbereitung.<br />

Die Weiterentwicklung im Anlagenbau<br />

steht bei der agriKomp GmbH nicht still.<br />

Um dem wachsenden Markt und den<br />

unterschiedlichen Anforderungen der<br />

Betreibenden gewachsen zu sein, komplettiert<br />

in Zukunft die agriPure ® Smart<br />

das Biomethan-Portfolio der agriKomp.<br />

Ab 2025 ergänzt dieses System das Angebot<br />

der Biomethananlagen. Reduziert<br />

auf das Wesentliche, besticht es durch<br />

kompakte Bauweise, smarten Preis und<br />

überzeugende Leistung von 50 bis 150<br />

Normkubikmeter Biomethan pro Stunde.<br />

KOMPAKT: Die Biogas-Aufbereitung<br />

passt in einen einzigen Container und<br />

ist somit auf ein Minimum reduziert.<br />

SMART: Die bereits vormontierten Komponenten<br />

senken die Bauzeit und damit<br />

auch die Kosten.<br />

LEISTUNG: Die Aufbereitungstechnologie,<br />

inklusive hochwertiger Membranen<br />

von der Firma Evonik, bleibt im Wesentlichen<br />

unverändert.<br />

Die agriKomp GmbH finden Sie<br />

in Halle 25, Stand E13.<br />

FOTO: AGRIKOMP GMBH<br />

AWITE BIOENERGIE GMBH<br />

Awi2GO<br />

Mit dem Awi2GO hat Awite ein mobiles<br />

Gasanalysesystem für den Arbeitsalltag<br />

mit erneuerbaren Gasen entwickelt. Leicht<br />

und handlich liefert er präzise Messwerte<br />

in Echtzeit für jede Anlage. Durch sein benutzerfreundliches<br />

Design mit intuitivem<br />

Touchdisplay ist er für alle zugänglich –<br />

ohne komplizierte Anleitung, stattdessen<br />

Bedienung wie am Smartphone. Einfach<br />

einschalten und nach 30 Sekunden loslegen.<br />

Robust und langlebig, hält er dank<br />

IP 67 den widrigsten Bedingungen stand.<br />

Mit dem Awi2GO behalten Sie die Kontrolle<br />

– 2.000 Anlagen, 4.000 Messstellen,<br />

75.000 Messwerte: Alles individuell<br />

speicher- und anpassbar. Dabei können<br />

die Daten jederzeit auf ein anderes Gerät<br />

übertragen werden. Der Awi2GO kombiniert<br />

modernste Technik, jahrzehntelange<br />

Erfahrung, umfassende Entwicklungsarbeit<br />

und viel Enthusiasmus in<br />

einem Gerät.<br />

Die Awite Bioenergie GmbH finden<br />

Sie in Halle 25, Stand B19.<br />

Mit dem Awi2GO ist die Messung von CH 4<br />

, CO 2<br />

,<br />

O 2<br />

, H 2<br />

S, H 2<br />

und CO im EX-Bereich nicht nur<br />

sicher, sondern auch komfortabel.<br />

FOTO: AWITE BIOENERGIE GMBH<br />

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BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

AKTUELLES<br />

AGROTEL GMBH<br />

AGROTEL CenoTec-<br />

Mietgasspeicher<br />

FOTO: AGROTEL CENOTEC GMBH<br />

Bei Umbauten oder Reparaturen an<br />

Bestandsanlagen mit Biogasspeichern<br />

entsteht die Notwendigkeit, das weiterhin<br />

produzierte Biogas temporär zu<br />

speichern. Ohne eine Zwischenspeicherung<br />

ergeben sich Einschränkungen in<br />

der Flexibilität des Anlagenbetriebes,<br />

die finanzielle Einbußen zur Folge haben.<br />

Zudem steigt die Gefahr der Freisetzung<br />

von Methan in die Atmosphäre,<br />

was aus ökologischen Gründen dringend<br />

zu vermeiden ist.<br />

Der mobile Miet-Gasspeicher von<br />

AGRO TEL CenoTec ist als liegender<br />

Doppelmembranspeicher konzipiert. Er<br />

garantiert die Betriebssicherheit der<br />

Anlage und ermöglicht es, den Betrieb<br />

AGROTEL CenoTec mobiler Mietgasspeicher.<br />

von Blockheizkraftwerken auch bei Revisionen<br />

oder Umbau von Gasspeichern<br />

ohne Unterbrechung weiterzuführen.<br />

Mit 150 Kubikmeter Maximalvolumenund<br />

einem steuerbaren Betriebsdruck<br />

von bis zu 30 Millibar ist der Mietgasspeicher,<br />

der bereits betriebsfähig<br />

angeliefert wird, eine schnelle und flexible<br />

Lösung, um kostspielige Produktionsausfälle<br />

zu vermeiden.<br />

Die AGROTEL CenoTec GmbH finden<br />

Sie in Halle 25, Stand H05.<br />

“<br />

Durch energie+agrar habe ich einfach<br />

mehr Spaß mit meiner Biogasanlage. ”<br />

FOTO: INNIO JENBACHER GMBH & CO OG<br />

INNIO JENBACHER GMBH & CO OG<br />

myPlant Optimierung<br />

Die INNIO Group bietet mit ihrer Lösung<br />

„myPlant Optimierung“ ein innovatives<br />

und KI-basiertes Energiemanagement<br />

zur vollautomatisierten Fahrplanerstellung<br />

für Ihre gesamte Biogasanlage unter<br />

Berücksichtigung Ihrer individuellen<br />

Anforderungen. Für Anlagenbetreiber<br />

bedeutet das:<br />

f Die Kombination aus Day-Aheadund<br />

Intraday-Vermarktung ermöglicht<br />

eine hohe Flexibilität und erlaubt<br />

kurzfristig auf Preisveränderungen zu<br />

reagieren.<br />

f Wir achten auf eine gesamtwirtschaftliche<br />

Optimierung der Anlage<br />

und berücksichtigen dabei die<br />

Gestehungskosten und mögliche<br />

Erlöspotenziale.<br />

f Unsere Lösung optimiert unterschiedlich<br />

aufgebaute Biogasanlagen<br />

und ist mit Motoren verschiedenster<br />

Hersteller kombinierbar.<br />

f Einbindung und Optimierung anderer<br />

Energieerzeuger für Strom und Wärme<br />

wie Wärmepumpen, PV-Anlagen<br />

oder Hackschnitzelkessel sind problemlos<br />

möglich.<br />

f Durch regulatorisch-konforme<br />

Fahrplanoptimierung werden zum<br />

Beispiel EEG- und Flexprämien-<br />

Anforderungen eingehalten.<br />

f Erhöhte Zeit- und Kostenersparnis<br />

dank individueller und vollautomatisierter<br />

Fahrplanerstellung basierend<br />

auf Betriebs-, Markt- und Wetterprognosen.<br />

Die INNIO Jenbacher GmbH & Co OG<br />

finden Sie in Halle 24, Stand B15.<br />

Die Jenbacher myPlant Optimierung erlernt<br />

selbsttätig die Betriebsnotwendigkeiten Ihrer<br />

Anlage, wie zum Beispiel den Füllstand Ihres<br />

Gas- und/oder Wärmespeichers, und optimiert<br />

laufend den Betrieb anhand von operativen und<br />

wirtschaftlichen Vorgaben unter Berücksichtigung<br />

der aktuellen Förderrichtlinien.<br />

45<br />

Oppmale Beratung<br />

und innovaave<br />

Produkte für Ihre<br />

Fermenter-Bakterien<br />

Höhere Substratausnutzung<br />

Bessere Rührfähigkeit<br />

Stabile biologische Prozesse<br />

Einsparung von Gärrestlager<br />

Senkung der Nährstoffmenge<br />

Repowering der Biologie<br />

Denn Ihre Biogas-Bakterien<br />

können mehr!<br />

energiePLUSagrar GmbH<br />

Tel.: +49 7365 41 700 70<br />

Web: www.energiePLUSagrar.de<br />

E-Mail: buero@energiePLUSagrar.de


MESSENEUHEITEN<br />

BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

BÖRGER GMBH<br />

Neu: Schneidkorbzerkleinerer Orbitgrinder<br />

Der Orbitgrinder ist nach dem Maintenance<br />

in Place (MIP)-Prinzip aufgebaut. Sämtliche<br />

Wartungsarbeiten können am Standort des<br />

Gerätes einfach und schnell durchgeführt<br />

werden. Der Orbitgrinder muss dafür nicht<br />

aus der Rohrleitung genommen werden.<br />

Pünktlich zur diesjährigen EnergyDecentral<br />

in Hannover präsentiert Börger<br />

seinen neuen Feststoffzerkleinerer. Mit<br />

dem Orbitgrinder wurde das Prinzip der<br />

Lochscheibenzerkleinerung ganz neu gedacht.<br />

Herzstück des Zerkleinerers sind<br />

sternförmig angeordnete Schneidmesser,<br />

die innerhalb eines runden Schneidkorbes<br />

rotieren. Durch diese neue Technik<br />

wird an allen Stellen des Schneidkorbes<br />

eine konstant gute und gleichmäßige<br />

Schneidqualität erreicht.<br />

Der Orbitgrinder kann in nahezu jeder<br />

Anlage nachgerüstet werden. Das kompakte<br />

Gerät wird einfach in die Rohrleitung<br />

vor einer Pumpe installiert. Die<br />

Pumpe saugt das feststoffbelastete<br />

Fluid durch den Zerkleinerer. Die Geometrie<br />

des Orbitgrinders hat Börger mit<br />

Hilfe modernster Simulationstechnik<br />

strömungstechnisch optimiert. Steine,<br />

Metallgegenstände und sonstige Störstoffe<br />

sinken in den Störstoffabscheider.<br />

Die Flüssigkeit und die Feststoffe werden<br />

zum runden Schneidkorb geführt. Hier<br />

rotieren die sternförmig angeordneten<br />

Schneidmesser über die Oberfläche des<br />

Schneidkorbes. Die Feststoffe werden<br />

zerkleinert und fließen mit der Flüssigkeit<br />

radial durch den Schneidkorb. Der Anpressdruck<br />

der drei Schneidmesser wird<br />

je Messer individuell nachgestellt. Das<br />

geschieht automatisch. Dadurch bleibt die<br />

Schneidkraft konstant. Zusammen mit der<br />

gleichmäßigen Umfangsgeschwindigkeit<br />

werden gleichbleibend gute Schneidergebnisse<br />

realisiert. Zudem erhöht sich die<br />

Standzeit im Vergleich zu marktüblichen<br />

Lochscheibenzerkleinerern.<br />

Die Börger GmbH finden Sie in<br />

Halle 27, Stand A32.<br />

FOTO: BÖRGER GMBH<br />

CORNTEC GMBH<br />

Neue Mikrobiogasanlage im Container<br />

Das Meppener Unternehmen CornTec<br />

und sein österreichischer Partner waste2energy<br />

haben die erste modulare Mikrobiogasanlage<br />

„Kleinvieh macht auch<br />

Watt“ in Betrieb genommen. Diese Anlage<br />

wurde speziell für die Verarbeitung<br />

Je nach Qualität und Energiegehalt des eingesetzten<br />

Substrats sind unterschiedliche elektrische<br />

Leistungsklassen von 7,5 kW bis 25 kW möglich.<br />

von landwirtschaftlichen Abfällen sowie<br />

Pferde- und Rindermist entwickelt. Sie<br />

erzeugt Wärme und Strom und bietet<br />

eine nachhaltige Lösung für kleine landwirtschaftliche<br />

Betriebe. Die komplette<br />

Mikrobiogasanlage ist in einem 40-Fuß-<br />

Container untergebracht.<br />

Die CornTec GmbH finden Sie in<br />

Halle 25, Stand C18.<br />

FOTO: CORNTEC GMBH<br />

PUMPE GMBH<br />

Verschleißoptimierte<br />

Feststoffaufbereitung<br />

oder doppelter<br />

Austrag<br />

BIG-Mix mit doppeltem Austragssystem.<br />

Die bekannten Feststoffdosierer BIG-Mix<br />

der Konrad Pumpe GmbH wurden um<br />

weitere Varianten mit doppeltem Austragssystem<br />

erweitert. Dem Betreiber von<br />

Biogas- und -methananlagen eröffnet sich<br />

damit eine bis heute unbekannte Variabilität<br />

bei der Feststoffdosierung: Die Austragsmenge<br />

lässt sich nicht nur verdoppeln,<br />

der Feststoff kann – im alternativen<br />

Anlagenlayout – auch substratspezifisch<br />

bearbeitet werden.<br />

So ist es beispielsweise möglich, Substrate,<br />

die eine intensive Aufbereitung erfordern,<br />

über einen Förderstrang dem Zerkleinerer<br />

zuzuführen, während Biomasse, die<br />

keine weitere Auffaserung benötigt, über<br />

einen anderen Förderstrang entweder direkt<br />

in den Fermenter oder den Flüssigeintrag<br />

befördert werden kann. Da Substrate<br />

so nur im Bedarfsfall über den Zerkleinerer<br />

laufen, reduzieren sich die Kosten für<br />

Energie, Wartung und Verschleiß. Zur Steigerung<br />

der Prozesssicherheit können optional<br />

metallische Fremdkörper direkt in den<br />

Austragssträngen entfernt werden.<br />

Die Pumpe GmbH finden Sie in<br />

Halle 25, Stand D23.<br />

FOTO: PUMPE GMBH<br />

46


MESSENEUHEITEN<br />

BWE ENERGIESYSTEME GMBH & CO. KG<br />

All-in-One-Batteriespeichersystem und<br />

Biogasaufbereitungsanlage<br />

Entdecken Sie unser hochmodernes Batteriespeichersystem<br />

mit einer Speicherkapazität<br />

von 109 kWh und einer Nennleistung<br />

von 90<br />

kVA für den<br />

Außenbereich.<br />

Dieses System<br />

ist perfekt für<br />

die Eigenverbrauchsoptimierung,<br />

Ladelösungen,<br />

Energy Trading<br />

Nun hat das Unternehmen auch Membrananlagen<br />

zur Rohbiogas-Aufbereitung im Portfolio.<br />

BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

Batteriespeichersystem: Ideal für Unternehmen<br />

und Haushalte, die auf nachhaltige Energienutzung<br />

setzen.<br />

und Lastspitzenkappung. Es unterstützt<br />

auch Time of Use (ToU) und Grid Services.<br />

Mit einem hohen Sicherheitsstandard,<br />

einschließlich Gas- und Rauchsensoren<br />

sowie einem Brandschutzsystem,<br />

gewährleistet es maximale Sicherheit.<br />

Unsere Biomethanaufbereitungsanlage<br />

wandelt Biogas effizient in hochwertiges<br />

Biomethan um. Mit einer Rohgas-Aufbereitungsleistung<br />

ab 200 Normkubikmetern<br />

pro Stunde bietet die Membranreinigungstechnik<br />

eine ideale Lösung für<br />

die dezentrale Energieerzeugung. Dank<br />

innovativer Technologien erreichen wir<br />

einen Methangehalt von mehr als 97 Prozent.<br />

Die Anlage ist kompakt, wartungsfreundlich<br />

und umweltfreundlich, da sie<br />

CO 2<br />

-Emissionen signifikant reduziert. Sie<br />

eignet sich hervorragend für landwirtschaftliche<br />

Betriebe, Abfallwirtschaft und<br />

Energieversorger, die nachhaltige Energiekonzepte<br />

umsetzen möchten.<br />

Die bwe Energiesysteme GmbH & Co.<br />

KG finden Sie in Halle 25, Stand J25.<br />

FOTOS: BWE ENERGIESYSTEME GMBH & CO. KG<br />

REVERION GMBH<br />

Reversibles Kraftwerk jetzt auch mit 500 kW<br />

Das einzige Abfallprodukt einer Reverion-Anlage<br />

ist reines, biogenes CO 2<br />

, das genutzt oder<br />

gespeichert werden kann. Je mehr Strom erzeugt<br />

wird, desto mehr Kohlenstoff wird gebunden.<br />

Reverion nimmt am Standort Eresing bei<br />

München die Produktion seines reversiblen<br />

Kraftwerks in der Leistungsklasse mit<br />

500 Kilowatt (kW) für die Stromerzeugung<br />

und 1.250 kW Elektrolyse auf. Die bislang<br />

gefertigten Einheiten leisten 100 kW in<br />

der Stromerzeugung beziehungsweise 250<br />

kW in der Elektrolyse. Auch diese Leistungsklasse<br />

wird weiterhin angeboten.<br />

Mit einem elektrischen Wirkungsgrad<br />

von bis zu 80 Prozent verdoppeln Reverion-Kraftwerke<br />

die Effizienz herkömmlicher<br />

Systeme. So kann mehr Strom aus<br />

derselben Menge Biogas erzeugt und die<br />

Rentabilität des Betriebs deutlich gesteigert<br />

werden. In Phasen niedriger oder<br />

negativer Strompreise schalten Reverion-<br />

Kraftwerke auf Strombezug um und produzieren<br />

mittels Elektrolyse Methan oder<br />

grünen Wasserstoff. Sie sind somit ganzjährig<br />

in Betrieb und bringen einen kontinuierlichen<br />

Deckungsbeitrag – mit oder<br />

ohne EEG-Förderung. Die Auslieferung<br />

der ersten Kraftwerke steht kurz bevor.<br />

Die Reverion GmbH finden Sie in Halle<br />

24, Stand C06.<br />

FOTO: REVERION GMBH<br />

Ihre Biogasanlage<br />

kann mehr<br />

EnergyDecentral<br />

12. – 15.11.<strong>2024</strong><br />

Hannover<br />

Halle 24<br />

Stand 24C17<br />

© goodluz | Adobe Stock, © FredFroese | iStock<br />

Jetzt mit einem 2G BHKW flexibilisieren und<br />

am Strommarkt mehr herausholen.<br />

48<br />

Sprechen Sie uns an: 2G Energy AG | T 02568 9347-0 | 2-g.com


BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

MESSENEUHEITEN<br />

FOTOS: KANADEVIA INOVA SCHMACK<br />

KANADEVIA INOVA SCHMACK<br />

novoDYN³: Mischung gehaltvoller,<br />

niedrigere Dosierung, TRGS 529 konform<br />

novoDYN³ ist die neue Spurenelementmischung<br />

von Kanadevia Inova Schmack<br />

(vormals Hitachi Zosen Inova Schmack)<br />

und eine weiterentwickelte Version des<br />

bewährten novoDYN ® -Produkts. Dieser<br />

universelle Schlüssel für eine optimierte<br />

Fermenterbiologie enthält nicht nur Spurenelemente,<br />

sondern auch das notwendige<br />

Eisenhydroxid, das den Schwefel bindet<br />

und Korrosion im Fermenter verhindert.<br />

Geeignet für alle Anlagentypen garantiert<br />

die einzigartige All-in-One-Lösung stabile<br />

Prozesse und überzeugt durch einen<br />

hohen Kosten-Nutzen-Effekt. Die Mischung<br />

entspricht der neuen TRGS 529<br />

novoDYN³: Die Mischung entspricht der neuen<br />

TRGS 529 und ist kein Gefahrstoff.<br />

und ist kein Gefahrstoff. Zudem wurde<br />

der Gehalt aller Spurenelemente, insbesondere<br />

der Nickel-Gehalt, erhöht. Dies<br />

ermöglicht eine niedrigere Dosierung. novoDYN³<br />

bringt die langjährige Expertise<br />

in der mikrobiologischen Betreuung von<br />

Kundenanlagen auf den Punkt und ist<br />

in fermentierbaren Säcken mit 25 Kilogramm<br />

und 10 Kilogramm erhältlich.<br />

REMEX ® Rührwerkskonzept<br />

Das erfolgreiche REMEX ® Rührwerkskonzept<br />

der Kanadevia Inova Schmack wurde<br />

weiterentwickelt durch einen neuen Antriebsstrang<br />

mit IE4-Elektromotoren. Es<br />

kann eine problemlose Nachrüstung in Bestandsbehältern<br />

und durch unterschiedliche<br />

Paddellängen eine exakte Anpassung<br />

an die örtlichen Gegebenheiten des Behälters<br />

erfolgen. Die Antriebseinheiten sind<br />

REMEX® Rührwerkskonzept mit neuen<br />

IE4-Elektromotoren.<br />

außen und gut erreichbar. Auch der Einsatz<br />

bei wechselnden Füllständen sowie in<br />

Stahlbehältern ist problemlos möglich.<br />

Vorteile von REMEX ® :<br />

f Geeignet für jede Biogasanlage.<br />

f Unterschiedliche Paddellängen für<br />

jeden Behältertyp anpassungsfähig.<br />

f BAFA-Förderung durch IE 4-Motoren<br />

möglich.<br />

Die Kanadevia Inova Schmack GmbH<br />

finden sie in Halle 25, Stand M29.<br />

LAUBER GMBH<br />

Optimierung bestehender (L-ENZ)-Trocknungsanlagen<br />

Die Optimierung bestehender Anlagen<br />

wird aktuell gefördert, jetzt mit unserer<br />

Unterstützung Zuschüsse sichern und<br />

künftig laufend von geringeren Stromkosten<br />

profitieren! Auch bei kurzer Restlaufzeit<br />

lohnt es sich, bestehende Trocknungen<br />

zu optimieren.<br />

Ein leistungsfähigerer Ventilator überträgt<br />

in Stoßzeiten, wie zum Beispiel<br />

Flexbetrieb oder bei der Körner maistrocknung,<br />

mehr thermische Leistung<br />

und erhöht somit Durchsatz und KWK-<br />

Bonus. Die durchschnittlichen Stromkosten<br />

sinken dank guter Technik (automatisierte<br />

Regelung, Betrieb mit FU und<br />

neuem Ventilator/E-Motor).<br />

An jeder zehnten Biogasanlage ist eine<br />

Lauber Energie Nutz Zentrale (L-ENZ) installiert.<br />

Mit befahrbaren Trocknungsboxen<br />

oder Containern werden landwirtschaftlicher<br />

Schüttgüter wie Körnermais, Heuballen,<br />

Getreide getrocknet und gekühlt.<br />

Die Lauber GmbH finden Sie in Halle<br />

25, Stand B07.<br />

Überwachung von Tragluft-Membransystemen an Biogasanlagen<br />

Kostengünstige Lösung für Membransysteme mit Staudruck am Ausblasende.<br />

Frühes Erkennen von Undichtigkeiten, so dass Kosten durch Gasverluste und Gefährdungen<br />

für Personal, Anlage und Umwelt vermieden werden können.<br />

Jetzt Info für die kostengünstige Lösung bei ExTox anfordern unter: tragluft@ExTox.de<br />

Besuchen Sie uns auf der EnergyDecentral Hannover 12.-15.11.<strong>2024</strong>, Halle 25, Stand D17<br />

49


MESSENEUHEITEN<br />

BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

NETZSCH PUMPEN & SYSTEME GMBH<br />

Neu: PERIPRO ® Schlauchpumpe<br />

Sie wollen in der Biogasproduktion<br />

Ihre Durchmischungsleistung erhöhen<br />

und zeitgleich Ihren Materialverschleiß<br />

verringern? Dazu werden Pumpen benötigt,<br />

die große Mengen und große<br />

Korngrößen in der Feststofffracht problemlos<br />

fördern. Sowohl NEMO ® Exzenterschneckenpumpen<br />

als auch TOR-<br />

NADO ® Drehkolbenpumpen kommen<br />

für diese Anwendungen, teils auch mit<br />

Zerkleinerern kombiniert, zum Einsatz.<br />

Neu im Portfolio für die Biogasproduktion<br />

ist die PERIPRO ® Schlauchpumpe.<br />

Schlauchpumpen bieten eine extrem<br />

hohe Saugleistung bei hoher Servicefreundlichkeit.<br />

Unser Team aus dem Geschäftsfeld<br />

Umwelt & Energie führt Sie<br />

durch unsere Produktpalette und erläutert<br />

Ihnen die Vorteile unserer Produkte<br />

anhand von Ausstellungsmodellen.<br />

Die PERIPRO ® Schlauchpumpe eignet sich<br />

besonders für die Förderung abrasiver Medien.<br />

Die NETZSCH Pumpen & Systeme GmbH<br />

finden Sie in Halle 25, Stand B16.<br />

FOTO: NETZSCH PUMPEN & SYSTEM GMBH<br />

PTM GMBH<br />

Side-Entry Rührwerk<br />

Die PTM GmbH präsentiert das innovative<br />

Side-Entry Rührwerk, das neue Maßstäbe<br />

für Effizienz und Betriebssicherheit<br />

in Biogasanlagen setzt. Ausgestattet mit<br />

der bewährten Physinit Propeller-Technologie<br />

gewährleistet das Rührwerk, wie<br />

von PTM Produkten gewohnt, eine optimale<br />

Durchmischung des Substrats, was<br />

die Gasproduktion steigert und gleichzeitig<br />

den Energieverbrauch senkt.<br />

Side Entry-<br />

Rührwerk.<br />

Ein besonderes Merkmal des Rührwerks ist<br />

die benutzerfreundliche Wartung von Motor<br />

und Getriebe. Zusätzlich ermöglicht das<br />

patentierte Gleitringdichtungssystem den<br />

Wechsel der Gleitringdichtungspatronen<br />

bei gefülltem Behälter. Die kompakte und<br />

besonders leichte Welle trägt ihren Teil zur<br />

Effizienz und Langlebigkeit ebenso bei.<br />

Diese fortschrittliche Kombination aus<br />

innovativer Technik und praktischen Wartungslösungen<br />

macht das Side-Entry Rührwerk<br />

zu einer idealen Wahl für Betreiber,<br />

die Effizienz und Umweltfreundlichkeit in<br />

ihrer Biogasanlage maximieren möchten.<br />

Die PTM GmbH finden Sie in Halle 25,<br />

Stand J09.<br />

FOTO: PTM GMBH<br />

VOGELSANG GMBH & CO.KG<br />

Modifiziertes Flüssigfütterungssystem<br />

PreMix IC und PreMix ICC<br />

Beim modifizierten Flüssigfütterungssystem<br />

PreMix hat Vogelsang die konische<br />

Exzenterschneckenpumpe HiCone und<br />

den Nasszerkleinerer RotaCut RCX kombiniert.<br />

Der Nasszerkleinerer ist mit einer<br />

neuen, leistungsstärkeren Variante der<br />

AutoCutControl (ACC) Messernachstellung<br />

ausgestattet.<br />

Die Steuerung reguliert die Schneidleistung<br />

des RotaCut dynamisch, ausgerichtet<br />

auf die Prozessanforderungen. Das reduziert<br />

die Stromaufnahme des RotaCut<br />

ebenso wie den Verschleiß der Schneidwerkzeuge.<br />

Die Standzeit steigt dadurch<br />

um bis zu 100 Prozent; Wartungsintervalle<br />

verlängern sich.<br />

Der PreMix vereint vier Arbeitsschritte in<br />

einer platzsparenden Einheit:<br />

f Abscheiden und Ausschleusen des<br />

in den Inputstoffen enthaltenen<br />

Schwerguts.<br />

f Anmaischen von festen Inputstoffen<br />

mit einer flüssigen Phase zu einer<br />

Suspension.<br />

f Zerkleinern von faserigen und groben<br />

Bestandteilen.<br />

f Fördern der gut aufbereiteten Suspension<br />

in die Fermenter.<br />

Die AutoCutControl (ACC) Messernachstellung<br />

stellt die Messer automatisch nach und ermöglicht<br />

es, den Anpressdruck von der Leitwarte<br />

aus an das jeweilige Substrat anzupassen.<br />

Beide PreMix-Varianten sind mit einer<br />

verbesserten Software und modernisierten<br />

Bedienoberfläche ausgestattet und damit<br />

noch nutzerfreundlicher. Die Performance<br />

Control Unit (PCU) steuert das Flüssigfütterungssystem<br />

automatisch im optimalen<br />

Bereich, um eine insgesamt hocheffiziente<br />

Feststoffdosierung sicherzustellen.<br />

Alle wichtigen Parameter und Einstellungen<br />

können von der Leitwarte aus oder<br />

per Fernsteuerung (Remote Control) vorgenommen<br />

werden. Durch das integrierte<br />

Condition Monitoring haben Anwender<br />

darüber hinaus den Status der Verschleißteile<br />

bei Pumpe und Zerkleinerer in Echtzeit<br />

im Blick. Sollte ein Teilewechsel<br />

erforderlich sein, lässt sich dieser vorausschauend<br />

planen.<br />

VarioAdjust: hydraulische Verstellung des<br />

Pressdrucks beim XSplit<br />

Am Messestand zeigt Vogelsang auch die<br />

neue hydraulische Verstellung VarioAdjust<br />

für den Pressschneckenseparator XSplit.<br />

Anwender sind damit in der Lage, schnell<br />

auf Schwankungen oder neue Beschaffenheiten<br />

des Mediums bei überbetrieblichem<br />

Einsatz des Separators zu reagieren.<br />

Die Vogelsang GmbH & Co.KG finden<br />

Sie in Halle 25, Stand G17.<br />

FOTOS: VOGELSANG GMBH & CO.KG<br />

50


MESSENEUHEITEN<br />

BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

LOTHAR BECKER AGRARTECHNIK GMBH<br />

Mobile Separationseinheit „Profi“<br />

Unsere neue mobile Separationseinheit<br />

bietet Landwirten höchste Flexibilität.<br />

Dank der hydraulisch hochschwenkbaren<br />

Separatoraufnahme ist kein Förderband<br />

mehr nötig – Lkw oder Container können<br />

direkt unterfahren.<br />

Ausstattungsmerkmale:<br />

f Höhenverstellbares, lackiertes<br />

Grundgestell.<br />

f Stapleraufnahme hydraulisch<br />

hochschwenkbar.<br />

f Zubringerpumpe:<br />

Schneckenpumpe 5,5 kW.<br />

f Presswasserpumpe:<br />

ETO Kreiselpumpe 2,2 kW.<br />

f Schaltkasten mit Drucksteuerung.<br />

Individuelle Anpassungen mit<br />

verschiedenen Separatoren und<br />

Pumpen sind möglich.<br />

Die Lothar Becker Agrartechnik GmbH<br />

finden Sie in Halle 27, Stand B32.<br />

Mobile Separationseinheit „Profi“: Separator<br />

mit 7,5 kW Stromaufnahme.<br />

LOTHAR BECKER AGRARTECHNIK GMBH<br />

UNTHA DEUTSCHLAND GMBH<br />

Neue Generation von 4-Wellen-Zerkleinerern<br />

UNTHA RS-Klasse: Dieser 4-Wellen-Zerkleinerer<br />

mit der „Rotorschere“ zerkleinert eine Vielzahl<br />

an Materialien.<br />

Im Sommer <strong>2024</strong> präsentierte UNTHA<br />

die vierte Generation seiner RS-Baureihe<br />

(4-Wellen-Zerkleinerer), von der<br />

weltweit bereits 5.000 Stück im Einsatz<br />

sind, um unter anderem Materialien wie<br />

(verpackte) Lebensmittel und Bioabfälle<br />

zu zerkleinern.<br />

Die 4-Wellen-Zerkleinerer verfügen über<br />

ein besonders effizientes und gleichzeitig<br />

robustes Schneidwerk. Die „Rotorscheren“<br />

sorgen für eine gleichmäßige<br />

Zerkleinerung von Lebensmitteln und<br />

Bioabfällen. Das Ausgangsmaterial ist<br />

homogen, aber nicht zu fein. So können<br />

die Lebensmittelreste gut vom Verpackungsmaterial<br />

getrennt werden. Das<br />

organische Material wird anschließend<br />

für die Produktion von Bioenergie/-gas<br />

verwendet.<br />

Die Zerkleinerer (RS30/RS40/RS50/<br />

RS100/RS150) zeichnen sich durch<br />

hohe Effizienz, Durchsatzleistung und<br />

Nutzerfreundlichkeit aus. Sie eignen<br />

sich auch für die Zerkleinerung von<br />

Materialien wie E-Schrott, Kunststoffen<br />

und Batterien.<br />

Die UNTHA Deutschland GmbH finden<br />

Sie in Halle 25, Stand D22.<br />

FOTO: UNTHA SHREDDING TECHNOLOGY GMBH<br />

TIETJEN VERFAHRENSTECHNIK GMBH<br />

Biomasse-Zerkleinerer BMS 1200 für<br />

kleine bis mittlere Biogasanlagen<br />

Der Tietjen Biomassezerkleinerer BMS<br />

1200 ist jetzt für mittlere und kleine<br />

Biogasanlagen mit einem Durchsatz von<br />

8 bis 10 Tonnen Biomasse pro Stunde<br />

verfügbar. Der BMS 1200 zerkleinert die<br />

Biomasse und bereitet sie optimal für die<br />

Vergärung vor. Die optimale Zerfaserung<br />

und die zuverlässige und robuste Bauweise<br />

des BMS 1200 erhöhen die Effizienz<br />

von kleinen und mittleren Biogasanlagen.<br />

Biomasse, wie zum Beispiel Festmist,<br />

wird mit dem BMS 1200 in einem Arbeitsgang<br />

schonend zerkleinert. Das<br />

Entleeren im Boden verhindert Brückenbildung<br />

und Verstopfungen. Alle Verschleißteile,<br />

wie zum Beispiel Rührwerke<br />

und Prallplatten, bestehen aus verschleißfesten<br />

Werkstoffen wie Wolframkarbid<br />

oder Hardox. Sie sind leicht zugänglich<br />

und einfach zu ersetzen. Die geringe Geräuschemission<br />

des BMS120 ist auf die<br />

spezielle Geometrie des Gehäuses, des<br />

Rotors und der Schläger zurückzuführen.<br />

Darüber hinaus schützen Schrumpfungssensoren<br />

die BMS 1200 vor Schäden,<br />

die durch Unwucht und das Eindringen<br />

von Fremdstoffen verursacht werden.<br />

Alle Verschleißteile, wie zum Beispiel Rührwerke<br />

und Prallplatten, bestehen aus verschleißfesten<br />

Werkstoffen wie Wolframkarbid oder Hardox.<br />

Die Tietjen Verfahrenstechnik GmbH<br />

finden Sie in Halle 25, Stand A11.<br />

FOTO: TIETJEN VERFAHRENSTECHNIK GMBH<br />

52


BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

MESSENEUHEITEN<br />

HERMANN SEWERIN GMBH<br />

Multitec ® BioControl – jetzt mit H 2<br />

-Messung<br />

FOTO: HERMANN SEWERIN GMBH<br />

Möchten Sie die Effizienz Ihrer Biogasanlage<br />

steigern? Das gelingt mit der H 2<br />

-<br />

Messung, mit der Sie Störungen frühzeitig<br />

identifizieren und sofort reagieren können,<br />

bevor größere Probleme entstehen. Überwachen<br />

Sie außerdem die Dichtigkeit Ihrer<br />

Tragluftdächer gemäß TRAS 120? Dann ist<br />

das flexible Gasanalysesystem BioControl<br />

die vielseitige Lösung, die Sie benötigen!<br />

Es kombiniert das Handgerät Multitec ®<br />

540/545 mit der stationären Wandeinheit<br />

BioControl. Der H 2<br />

-Sensor lässt sich problemlos<br />

in bestehende Multitec ® -Geräte<br />

nachrüsten und wird automatisch vom Bio-<br />

Control-System erkannt.<br />

Zur Überprüfung der Dichtigkeit wechseln<br />

Sie einfach den Messbereich des Multitec<br />

® und erfassen alle Daten mit demselben<br />

Gerät. Egal, ob Sie mobile Messungen<br />

an entlegenen Standorten oder stationäre<br />

Mobiles Messen mit dem Multitec® 540/545.<br />

Überwachungen durchführen – das Bio-<br />

Control-System bietet Ihnen volle Flexibilität<br />

und Unabhängigkeit.<br />

Die Hermann Sewerin GmbH finden<br />

Sie in Halle 25, Stand D29.<br />

SCHAUMANN BIOENERGY GMBH<br />

Webanwendung BiogasControl<br />

Die Schaumann BioEnergy GmbH präsentiert<br />

ihre neue, innovative Webanwendung<br />

BiogasControl mit einer dazugehörigen<br />

App zur Optimierung von<br />

Biogasanlagen. Diese ermöglicht es<br />

Betreibern, detaillierte Anlagendaten<br />

wie Volumen, Temperatur und Bauart<br />

zu erfassen. Auch Informationen zur<br />

Fütterung und Biogasnutzung (BHKW,<br />

Biomethan-Einspeisung) können eingegeben<br />

werden. Die Plattform liefert<br />

dann relevante Leistungsparameter,<br />

wie Substratausnutzung, Verweilzeit,<br />

Raumbelastung sowie die erwartete<br />

Biogasausbeute und -qualität. Auch<br />

die Rohstoffdaten können umfassend<br />

eingegeben oder direkt vom Labor hochgeladen<br />

werden, inklusive der Substratkosten<br />

zur Optimierung der Betriebskosten.<br />

Gemeinsam mit den Beratern der<br />

Schaumann BioEnergy GmbH können<br />

Betreiber so mögliche Optimierungsschritte<br />

planen. Dank des modularen<br />

Aufbaus der BiogasControl-Anwendung<br />

sind weitere Entwicklungen möglich.<br />

Die Schaumann BioEnergy GmbH finden<br />

Sie in Halle 25, Stand B12.<br />

SERVICEUNION GMBH<br />

Effizienzsteigerung und Instandsetzung<br />

FOTO: SERVICEUNION GMBH<br />

Die ServiceUnion präsentiert umfassende<br />

Lösungen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit<br />

von Blockheizkraftwerken<br />

(BHKW) und Biogasanlagen. Ein zentraler<br />

Schwerpunkt liegt auf der Reinigung von<br />

Abgaswärmetauschern, die eine effiziente<br />

Energieumwandlung gewährleisten und<br />

langfristig die Betriebskosten senken.<br />

Mit über 25 Jahren Erfahrung ist die ServiceUnion<br />

zudem ein zuverlässiger Partner<br />

in der Instandsetzung von Verbrennungsmotoren.<br />

Von der Zustandsbeurteilung<br />

bis zur vollständigen Revision bietet das<br />

Unternehmen eine schnelle und professionelle<br />

Bearbeitung, die die Lebensdauer<br />

der Motoren verlängert und deren Leistung<br />

optimiert. Darüber hinaus wurde die Laborstruktur<br />

grundlegend überarbeitet, um den<br />

wirtschaftlichen Betrieb von Biogasanlagen<br />

weiter zu verbessern.<br />

Die Anpassung der Laborpakete ermöglicht eine<br />

noch präzisere Steuerung des Substrateinsatzes<br />

und unterstützt eine stabile, effiziente Biologie.<br />

Die ServiceUnion GmbH finden Sie in<br />

Halle 25, Stand E13.<br />

PHYTOBIOTICS FUTTERZUSATZSTOFFE GMBH<br />

SensoPower XF erweitert Produktpalette<br />

Die Phytobiotics Futterzusatzstoffe GmbH<br />

produziert und vertreibt auf Basis wissenschaftlicher<br />

Forschung und Entwicklung<br />

unter der Marke SensoPower hochwertige<br />

Biogasadditive. Die Produkte dienen der<br />

Effizienzsteigerung und werden weltweit<br />

erfolgreich eingesetzt. Die Biogasadditive<br />

der Produktlinie SensoPower sorgen für<br />

eine intakte und stabile Mikroorganismenflora<br />

sowie eine Zunahme der erwünschten<br />

Mikroorganismen. Beides ist für einen effizienten<br />

und stabilen Gärprozess wesentlich<br />

und wird durch den patentierten Wirkstoff<br />

Sangrovit ® erreicht. Die Sangrovit ® -basierte<br />

Produktpalette wurde nun um ein bereits<br />

jetzt schon sehr erfolgreiches Produkt,<br />

SensoPower XF, erweitert. Im Fokus stehen<br />

bei diesem Produkt insbesondere Anlagen<br />

mit einem hohen Anteil an Stroh, Mist, verholzter<br />

GPS oder Landschaftspflegegras.<br />

Folgende Vorteile hat SensoPower XF:<br />

f Bessere Rührfähigkeit und reduzierte<br />

Viskosität.<br />

f Wirkungsvoller als die meisten Enzyme.<br />

f Kein Gefahrstoff.<br />

Die Phytobiotics Futterzusatzstoffe GmbH<br />

finden Sie in Halle 25, Stand B11.<br />

53


PRAXIS<br />

BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

Durchwachsene Silphie:<br />

Torfersatzstoff nach Vergärung<br />

Der Countdown läuft: Vielen Biogasanlagen droht mit dem Ende der 20-jährigen EEG-Laufzeit ein jähes Ende.<br />

Eine Monovergärung mit der Dauerkultur Durchwachsene Silphie (Donau-Silphie) könnte eine Alternative<br />

sein: Die Verwertung der Faser nach dem Gärprozess als Torfersatz in Erdenprodukten verspricht zusätzliche<br />

Erlöse, die neue wirtschaftliche Perspektiven bieten kann. Ein Verbund von Pionieren bereitet den Einstieg in<br />

die duale energetische wie stoffliche Wertschöpfung derzeit vor.<br />

Von Dierk Jensen<br />

Achim Schäfer hat sich bereits<br />

entschieden, er wird es<br />

wagen. Der 40-Jährige ist<br />

zusammen mit seinem Vater<br />

Wilhelm schon seit 2009 mit<br />

einer Biogasanlage in Nordhessen im Geschäft.<br />

Seit Mai <strong>2024</strong> betreibt er noch<br />

eine weitere Anlage im nordwestmecklenburgischen<br />

Lübow-Schimm, die er auf<br />

Monovergärung mit der Donau-Silphie<br />

umstellt. Schon in 2026 will er die ersten<br />

Fasern aus dem gepressten Silphie-<br />

Gärprodukt an die Erdenindustrie liefern.<br />

In diesem Jahr hat er Ende August zum<br />

ersten Mal auf einem Teil seiner dortigen<br />

400 Hektar Ackerland schon die gelbblühende<br />

Silphie geerntet. „Wir müssen<br />

uns hinsichtlich der Erlöse für die Zeit<br />

nach der EEG-Laufzeit breiter aufstellen.<br />

Durch die Faserverwertung aus der Donau-Silphie<br />

als begehrten Torfersatz erschließen<br />

wir uns neue Wertschöpfungspotenziale<br />

und reduzieren zugleich die<br />

Betriebskosten, so dass wir als Biogasanlagenbetreiber<br />

auch weiter als Energieerzeuger<br />

an den Energiemärkten operieren<br />

können“, ist Schäfer überzeugt.<br />

Was so simpel und überzeugend klingt,<br />

ist letztlich aber ein echtes Pionierprojekt<br />

– mit entsprechend großen Herausforderungen.<br />

Um diese überhaupt zu<br />

stemmen, startet Anlagenbetreiber Schäfer<br />

seinen Einstieg als Faserproduzent<br />

nicht im Alleingang. Ganz im Gegenteil.<br />

Er ist ein Akteur in einer Kette von weiteren<br />

Unternehmen, die in enger Kooperation<br />

untereinander die Monovergärung<br />

von der Donau-Silphie in Deutschland<br />

und Europa voranbringen will.<br />

Agrarinnovationen<br />

Hahnennest koordiniert<br />

Dabei hält die Agrarinnovationen Hahnennest<br />

GmbH aus der Gemeinde Ostrach<br />

im Landkreis Sigmaringen die<br />

Fäden aller im Projekt beteiligten Unternehmen<br />

in der Hand. Nicht zuletzt<br />

weil die Agrarinnovationen Hahnennest<br />

GmbH gute Erfahrungen sowohl mit dem<br />

Anbau als auch mit der Vergärung der ursprünglich<br />

aus dem Nordamerikanischen<br />

kommenden Energiepflanze in der Biogasanlage<br />

der Unternehmensschwester<br />

Energiepark Hahnennest GmbH & Co.<br />

KG gesammelt hat.<br />

Zugleich findet die im baden-württembergischen<br />

erzeugte Faser seit Längerem<br />

einen passgenauen Absatz in der<br />

Papierindustrie. „Durch diesen Betrieb<br />

kennen wir uns mit der energetischen<br />

und stofflichen Kaskadennutzung aus.<br />

Deshalb sehen wir in der Aufarbeitung<br />

der Faser aus Silphie vor allem für die<br />

Erdenwirtschaft schon alsbald große Zukunftschancen“,<br />

richtet Siegfried Butz,<br />

Geschäftsführer der Agrarinnovationen<br />

Hahnennest GmbH, den Blick optimistisch<br />

nach vorne.<br />

Er verweist auf die Torfreduzierungsstrategie<br />

der Bundesrepublik, die besagt,<br />

dass alle Erden für den Hobbygartenbereich<br />

bis zum Beginn 2026 keine<br />

Anteile mehr an Torf haben dürfen. Die<br />

Zeit drängt, und die große Branche der<br />

Erdenproduzenten ist händeringend auf<br />

FOTOS: ADOBESTOCK<br />

100


BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

PRAXIS<br />

FOTO LINKS: AGRARINNOVATIONEN HAHNENNEST GMBH I FOTO RECHTS: PETER SCHREURS AGRARINNOVATIE NIEDERLANDE B.V.<br />

der Suche nach praxistauglichen Alternativen.<br />

Allerdings würden diese noch<br />

fehlen, klagen die Verbandsvertreter<br />

aus den Reihen der Erdenhersteller fast<br />

schon gebetsmühlenartig.<br />

„Die Faser aus der Donau-<br />

Silphie ist ein idealer, ja,<br />

unschlagbarer Torfersatz!“<br />

Siegfried Butz<br />

Unterdessen gibt es an dieser Stelle einen<br />

vehementen Einspruch von Siegfried<br />

Butz: „Die Faser aus der Donau-Silphie<br />

ist ein idealer, ja, unschlagbarer Torfersatz!“<br />

Butz lobt die hohe Wasserhaltefähigkeit<br />

der Faser, deren Leichtigkeit<br />

und – nicht unwichtig – deren regionale<br />

Verfügbarkeit in großen Mengen. Tatsächlich<br />

haben inzwischen auch manche<br />

Entscheider in der Erdenwirtschaft<br />

die guten Eigenschaften der Faser, abgepresst<br />

als Gärprodukt aus der Biogasanlage,<br />

entdeckt. „Es kommt also Bewegung<br />

in die Sache“, freut sich Butz<br />

über erste konkrete Abnahmeverträge bei<br />

niederländischen und weiteren Nachfragen<br />

bei belgischen Erdenherstellern. „Es<br />

entwickelt sich derzeit zu einem tragfähigen<br />

Geschäftsmodell.“<br />

Peter Schreurs von der Agrar Innovatie<br />

Nederland B.V. mit Sitz in Lattrop-Breklenkamp,<br />

direkt hinter der deutsch-niederländische<br />

Grenze westlich von Nordhorn,<br />

kümmert sich beim Silphie-Projekt<br />

zum einen um den kommenden Absatz.<br />

Falls ein Biogasanlagenbetreiber auf die<br />

Monovergärung umstellt, gibt Schreurs<br />

eine fünfjährige Abnahmegarantie und<br />

agiert als Aufkäufer der Faser.<br />

Die Akteure im Projekt, von links: Peter Schreurs, Abnehmer Gärfeststoff aus Silphie von der<br />

Agrarinnovatie Niederlande B.V., Siegfried Butz, Geschäftsführer Agrarinnovationen Hahnennest GmbH,<br />

Biogasanlagenbetreiber Achim Schäfer, Neo Energie GmbH, Christoph Spurk, Geschäftsführer Ökobit<br />

GmbH, und Phillip Marx von der ÖKOConsult GmbH.<br />

Energetisch-stoffliche<br />

Zweifachnutzung<br />

Zum anderen berät er Landwirte und Biogasanlagenbetreiber<br />

beim Umstieg von<br />

der konventionellen Vergärung auf die<br />

Monofermentation. Schreurs steht darüber<br />

hinaus aktuell im ständigen Gespräch<br />

mit den Erdenherstellern, die ihrerseits<br />

aufgrund des schon bald drohenden Verbots<br />

an Torfprodukten unter großem Zeitdruck<br />

stehen. Statt Torf stehen Kokosfaser,<br />

Miscanthus, Torfmoos und andere<br />

Inputstoffe zur Diskussion, aber eben<br />

auch die Donau-Silphie. Letztere besticht<br />

durch „Vorteile auf dem Feld, durch ihre<br />

energetisch-stoffliche Zweifachnutzung<br />

und durch ihre kalkulierbare Verfügbarkeit“,<br />

unterstricht Schreurs.<br />

Argumente, die er gerne hervorholt, wenn<br />

er mit potenziellen Abnehmern als auch<br />

mit zukünftigen Anbauern über die Dauerkultur<br />

Silphie und deren Fasernutzung<br />

informiert. „Klar, der Teufel steckt oft im<br />

Detail“, weiß Schreurs, aber der Silphie-<br />

Anbau und die nachfolgende Monovergärung<br />

seien „kein Hexenwerk“. Zumal<br />

der Ackerstatus trotz der Dauerkultur, die<br />

weit über 20 Jahre hinaus gute Erträge<br />

liefern soll, behalten wird.<br />

Die eigentliche Herausforderung liegt<br />

ackerbaulich eindeutig in den ersten beiden<br />

Jahren. Zwar sei die von der Metzler<br />

& Brodmann Saaten GmbH, einer weiteren<br />

Ostracher Schwesterfirma, gelieferte<br />

Saat gut keimfähig, „muss aber flach im<br />

feinen Beet eingesät werden und braucht<br />

im ersten und vielleicht im zweiten Jahr<br />

noch eine Pflanzenschutzbehandlung,<br />

um sich gegen Konkurrenzkraut durchsetzen<br />

zu können.“<br />

Gute Preise für eine<br />

Tonne Silphiefasern<br />

Knapp 2.000 Euro kostet die Aussaat pro<br />

Hektar. Viel Geld, aber schon im dritten<br />

Anbaujahr, so Schreurs, erreicht die 3<br />

Meter hoch wachsende und gelb blühende<br />

und unter Imkern beliebte Pflanze<br />

Trockenmassenerträge von mehr als 12<br />

Tonnen pro Hektar. Denkbar ist auch eine<br />

Umstellung auf Ökolandbau, da die robuste<br />

Energiepflanze nach dem Anfangsstadium<br />

ackerbaulich leicht zu handhaben sei.<br />

Allerdings, daraus macht Schreurs<br />

auch kein Hehl, ist der Biogasertrag<br />

von Silphie nicht so groß wie der von<br />

Mais. Dafür trumpft die Faser umso<br />

mehr auf: Für eine Tonne Fasern mit<br />

25 Prozent Trockenmasse, abge-<br />

Substrat, das Silphiefasern enthält.<br />

101


PRAXIS<br />

BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

presst mit konventioneller Schneckentechnik,<br />

sind je nach Logistikosten<br />

gute Preise, genauer möchte man derzeit<br />

nicht werden, erzielbar.<br />

Bisher allerdings gibt es noch keine<br />

monovergärende Silphie-Biogasanlage<br />

in Deutschland – außer der in Ostrach.<br />

Wie schon erwähnt befindet sich Achim<br />

Schäfer gegenwärtig in der Umstellung<br />

und zwei weitere Betreiber, einer in<br />

Rheinland-Pfalz, einer in Norddeutschland,<br />

wollen demnächst mit einsteigen.<br />

Zwar schätzen Experten, dass heute<br />

schon rund 12.000 Hektar Silphie in<br />

Deutschland angebaut werden, die bislang<br />

allesamt aber nur kofermentierend<br />

eingesetzt werden.<br />

Gärbiologische Unterstützung<br />

An diesem Punkt kommt die Firma Phytobiotics<br />

Futterzusatzstoffe GmbH aus<br />

Etville ins Spiel, die sich um die besonderen<br />

Bedingungen und mikrobiologischen<br />

Herausforderungen einer Monovergärung<br />

im Fermenter kümmert. „Es<br />

geht vor allem darum, den Gärprozess<br />

stabil zu halten“, erklärt Dr. Angelika Konold-Schürlen<br />

zur strukturell defizitären<br />

Unterversorgung der Bakterien bei einer<br />

einseitigen Fütterung. Zu wenig Stickstoff,<br />

zu wenig Spurenelemente.<br />

Doch hat Phytobiotics mithilfe von vielen<br />

Versuchsreihen in Minireaktoren ausreichende<br />

Expertise gesammelt, um mit<br />

einem speziellen „Nahrungsergänzungsmittel“<br />

– dessen Rezeptur und Inhaltsstoffe<br />

Top Secret sind – die Fermentation<br />

in geregelte Bahnen zu leiten. Wichtig<br />

ist dabei die Minimierung des Proteinabbaus<br />

durch gezielte Fütterung, bei der<br />

auch Alkaloide eingesetzt werden, um<br />

die gewünschten biologischen Parameter<br />

während des Gärungsprozess zu fördern.<br />

„Ob jetzt für die Qualität der Faser ein<br />

früherer oder späterer Erntezeitpunkt der<br />

Donau-Silphie optimal ist, müssen wir in<br />

unserem Demonstrationsreaktoren noch<br />

genauer erproben“, verrät sie. „Gesicherte<br />

Erkenntnis ist dagegen, dass die Zugabe<br />

von 1 bis 2 Kilogramm unseres Präparats<br />

respektive Nahrungsergänzungsmittel im<br />

Gärprozess einer 500-kW-Anlage einen<br />

signifikanten Anstieg des Gasertrags bewirkt“,<br />

wirbt Konold-Schürlen für ihre mikrobiologische<br />

Expertise.<br />

„Jede Biogasanlage hat ihre eigene spezifische<br />

Gärkultur. Der durchgreifende<br />

Biogasanlage im nordwestmecklenburgischen Lübow-Schimm, die künftig Durchwachsene Silphie mono<br />

vergären will. Aus dem nach der Vergärung separierten Feststoff soll ein Torfersatzprodukt werden.<br />

Wechsel von Inputstoffen führt daher<br />

zunächst immer zu einer Anpassung<br />

der Biologie in den Behältern. Dies verursacht<br />

zuerst einmal einen geringeren<br />

Gas ertrag, eine schlechtere Gasqualität<br />

und gegebenenfalls eine erhöhte Bildung<br />

von Schwimmschichten“, benennt sie<br />

mögliche Schwierigkeiten bei der Umstellung<br />

hin zu einer Monovergärung:<br />

Deshalb müsse der Betreiber bei so einem<br />

Schritt gut vorbereitet sein, um keine<br />

bösen Überraschungen zu erleben.<br />

Ökobit für die technische<br />

Umsetzung im Boot<br />

Obgleich die Biologie das Herz der Vergärung<br />

ist, ist an dieser Stelle auch die<br />

Verfahrenstechnik gefragt. Welche Größe<br />

müssen die Fermenter haben? Welche<br />

Verweilzeit ist notwendig, welche Rührwerke,<br />

welche Dosierungsanlage braucht<br />

es? Und wie groß müssen die Rohrleitungen<br />

dimensioniert sein? Fragen über<br />

Fragen, zu denen die Ökobit GmbH aus<br />

Föhren die passenden Antworten gibt. Die<br />

Ökobit und ihr Chef und Vizepräsident des<br />

Fachverbandes Biogas, Christoph Spurk,<br />

sind Technikpartner und Auftragnehmer<br />

für Technikadaptionen in der Pionier-Kooperation<br />

zur Silphie-Monovergärung.<br />

„Ich begrüße den bioökonomischen Ansatz<br />

von Siegfried Butz und seinen Mitstreitern<br />

außerordentlich. Ich sehe darin<br />

eine echte Chance für eine neue Wertschöpfungskette<br />

für viele Altanlagen,<br />

einfach auch weil der potenzielle Kunde<br />

schon da ist“, freut sich Spurk in angespannten<br />

Bioenergie-Zeiten über neue<br />

Perspektiven. Übrigens könnte das Thema<br />

Monovergärung Silphie als auch das<br />

weiter zu fassende Thema Bioökonomie<br />

langfristig ein interessantes Exportprodukt<br />

Deutschlands werden, vorausgesetzt<br />

die Politik würgt es nicht wieder<br />

vorzeitig ab.<br />

Unabhängig von den zaudernden energiepolitischen<br />

Weichenstellungen in Berlin<br />

und Brüssel in Sachen Bioenergie<br />

stehen für Achim Schäfer für das nächste<br />

Jahr erst einmal die Umbaumaßnahmen<br />

an, um die Silphie-Monovergärung<br />

auf seinem Betrieb auch zu realisieren.<br />

„Hier ist dann betriebswirtschaftlich<br />

abzuwägen, ob es mit angemessenen<br />

Investitionskosten realisierbar ist, aus<br />

meiner Sicht die spannendste Phase des<br />

Projekts“, meint der Pionier. So richtet<br />

sich der Fokus aller Projektmitglieder in<br />

den nächsten Monaten vor allem auf das<br />

Vorhaben in Lübow-Schimm, aber auch<br />

von weiteren Unternehmen, die zukünftig<br />

ganz auf Silphie setzen wollen.<br />

Autor<br />

Dierk Jensen<br />

Freier Journalist<br />

Bundesstr. 76 · 20144 Hamburg<br />

01 72/453 45 47<br />

dierk.jensen@gmx.de<br />

www.dierkjensen.de<br />

FOTO: AGRARINNOVATIONEN HAHNENNEST GMBH<br />

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BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

Botswana<br />

„Das Biogas ist ein<br />

Gewinn für mein Leben!“<br />

Botswana ist wegen seiner<br />

Vielzahl wildlebender Tiere ein<br />

Hotspot für Biodiversität. Die<br />

Bedürfnisse der Menschen mit<br />

denen der wandernden Tiere zu<br />

verbinden, ist eine Voraussetzung,<br />

damit das so bleibt. Die Erschließung<br />

des Biogas-Potenzials soll<br />

dazu beitragen.<br />

Von Dipl.-Pol. Oliver Ristau<br />

Sie leben hinter Mauern, auf Brachgeländen,<br />

auch für Autofahrer sind Rinderherden<br />

auf den Straßen Botswanas ein<br />

gewohntes Bild. Das gilt selbst in der<br />

umtriebigen Hauptstadt Gaborone. Wer<br />

zwischen den Straßenblöcken eine Abkürzung über<br />

unbebaute Sandwege wählt, die die Stadt durchziehen,<br />

muss damit rechnen, den teils mit gewaltigen<br />

Hörnern ausgestatteten Tieren zu begegnen, die<br />

zwischen Bäumen und Sträuchern grasen. Auch wo<br />

sie nicht zu sehen sind, zeugen typische Hinterlassenschaften<br />

von ihrer Anwesenheit.<br />

Botswana hat rund 2,4 Millionen Einwohner und –<br />

je nach Schätzung – zwischen 1,5 und 2 Millionen<br />

Rinder. Die Viehzucht hat Tradition im Land der namengebenden<br />

Tswana, die die große Mehrheit der<br />

Bevölkerung des südwest-afrikanischen Binnenstaates<br />

stellen. Wer etwas auf sich hält, der zeigt<br />

seine Herde. Kein Wunder, dass Botswana für Vegetarier<br />

ein herausforderndes Land ist. Rindfleisch<br />

– ob gebraten, gedünstet oder getrocknet – steht in<br />

dem Land ganz oben auf der Speisekarte.<br />

Die Regierung in Gaborone hat erkannt, dass die<br />

Rinder speziell in den ländlichen Gebieten auch<br />

das Potenzial zur Energieversorgung haben. Mit der<br />

Unterstützung des Entwicklungsprogramms der Vereinten<br />

Nationen (UNDP – United Nations Development<br />

Program) treibt Botswana deshalb seit 2019<br />

das Thema Biogas voran.<br />

154


BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

INTERNATIONAL<br />

Gaborone<br />

Seit Peggy Mogamesa<br />

Biogas hat, kocht<br />

sie nur noch damit.<br />

Fossiles Flüssiggas<br />

aus der Flasche nutzt<br />

sie nicht mehr.<br />

Kohle dominiert noch die Stromproduktion<br />

Hintergrund ist, dass das Land stärker auf Erneuerbare<br />

Energien setzen will. Noch kommt der Strom<br />

vor allem aus zwei Kohlekraftwerken in Morupule<br />

im zentralen Osten des Landes. Dort unterhält der<br />

staatliche Versorger Botswana Power Corporation<br />

(BPC) mehrere Blöcke mit einer Gesamtkapazität<br />

(2022) von 712 Megawatt (MW). Neben zwei Diesel<br />

betriebenen Kraftwerken stammt der Rest der<br />

benötigen Elektrizität aus Importen aus Namibia<br />

und Südafrika.<br />

Zugleich rechnet die Regierung knapp mit einer<br />

Verdoppelung des botswanischen Strombedarfs bis<br />

2040 (von aktuell 4.500 auf 8.600 Gigawattstunden).<br />

Deshalb will sie laut Nationalem Energieplan<br />

Photovoltaik und Windenergie ausbauen, damit Erneuerbare<br />

bis 2030 30 Prozent des botswanischen<br />

Stroms produzieren können. Zugleich ist Ziel, die<br />

CO 2<br />

-Emissionen um 15 Prozent zu senken. Die Bioenergie<br />

soll dazu beitragen und zugleich den Grad<br />

der Energieunabhängigkeit erhöhen.<br />

So wie in Lesoma im Nordosten des Landes, unweit<br />

der Grenzen zu Sambia, Namibia und Zimbabwe, wo<br />

der große Fluss Sambesi ein Vierländereck bildet.<br />

Die berühmten Viktoria-Fälle sind von hier keine<br />

90 Minuten Autofahrt entfernt. Das kleine Städtchen<br />

besteht aus einfachen gemauerten Häusern.<br />

Neben der asphaltierten Hauptstraße durchziehen<br />

Sandpisten den Ort. Am Ortsrand liegt das Haus von<br />

Peggy Mogamesa. Die 73-Jährige empfängt<br />

155


INTERNATIONAL<br />

BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

in farbenprächtiger, traditioneller Kleidung. Sie hat<br />

später noch einen weiteren Termin. Ein bisschen<br />

Zeit bleibt, dem BIOGAS Journal ihre neue Anlage<br />

zu zeigen.<br />

Die 73-jährige Peggy Mogamesa<br />

rührt die Rohstoffe für ihre<br />

5.000-Liter-Biogas-Anlage an.<br />

Für mehr Biogas in Botswana: das<br />

Team aus dem Energieministerium<br />

mit James Molenga (zweiter von<br />

links) und Edwin Khethiwe (rechts).<br />

Rinder überall: Auch in der Hauptstadt<br />

Gaborone grasen allerorts<br />

die Rinder.<br />

Speziell geschulte Maurer bauen<br />

kleine Biogasanlagen<br />

Anfang des Jahres waren mehrere Maurer gekommen,<br />

erzählt sie, die die Erde hinter dem Haus ausgehoben<br />

haben, um einen 6 Kubikmeter fassenden<br />

Garbehälter plus Zu- und Ableitungen zu bauen. Von<br />

dem System ragen nur drei mit Stahlplatten versehene<br />

Zugänge aus dem sandigen Boden. Sie öffnet<br />

den ersten und demonstriert die Zugabe des Kuhdungs,<br />

den sie zuvor einem eisernen Fass entnommen<br />

und mit Wasser vermischt hat.<br />

Über eine abschüssige, unterirdische Zuleitung<br />

fließt das Gemisch in den Fermenter. Sie hebelt den<br />

Deckel darüber mit einem Moniereisen auf. Zu sehen<br />

ist lediglich der Gashahn, den sie zur weiteren<br />

Demonstration aufdreht. Der gemauerte Fermenter<br />

darunter ist luftficht abgeschlossen.<br />

Das Prinzip funktioniert so, dass das entstehende<br />

Gas durch seine Ausdehnung ausgegorenes Substrat<br />

in eine Expansionskammer verdrängt. Über den dort<br />

zu findenden dritten Zugang kann Peggi Mogamesa<br />

den Gärrest entnehmen. „Den bringe ich als Dünger<br />

auf mein Maisfeld auf“, erklärt sie.<br />

Biogas statt LPG<br />

Dann führt sie in ihr Haus, vor dem zwei ihrer Enkel<br />

spielen und neugierig aufsehen. Hinter der Eingangstür<br />

verbirgt sich die kleine Küche mit einem<br />

Zwei-Flammen-Gasherd. Sie dreht den Regler auf<br />

und das Biogas strömt. Auf dem Boden steht eine<br />

Flasche mit fossilem Flüssiggas (LPG). „Die benutze<br />

ich gar nicht mehr“, sagt sie auf Nachfrage. „Denn<br />

mein Biogas fließt zuverlässig. Ich hatte noch keinen<br />

Tag, an dem es nicht da war.“<br />

Mit einer Einschränkung: „Am Anfang dachte ich,<br />

dass es nicht funktioniert, denn es hat zwei Wochen<br />

gedauert, bis das erste Gas kam.“ So lange<br />

hat die Fermentation im anaeroben Fermenter bis<br />

zur Produktion des ersten Biogases gedauert. Alle<br />

zwei bis drei Tage muss sie das System befüllen,<br />

um es am Laufen zu halten. „Man darf also nicht<br />

faul sein“, sagt sie. Dafür spare ihr das Biogas allerdings<br />

bares Geld.<br />

Die 73-jährige Witwe gehört zu den Biogasbäuerinnen,<br />

die das System kostenlos erhalten haben.<br />

Es ist eines von 200 Pilotprojekten, in denen die<br />

Schulung der Maurer im Vordergrund stand. Die<br />

Zeit für ihren nächsten Termin ist gekommen. Sie<br />

zeigt schnell den Korral, wo ihre zwölf Kühe und<br />

ein Bulle über Nacht stehen. Jetzt sind sie auf den<br />

Weiden, begleitet von einem ihrer Söhne, und haben<br />

lediglich ihren „Energierohstoff“ hinterlassen.<br />

FOTOS: OLIVER RISTAU<br />

156


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BIOGAS JOURNAL<br />

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BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

In Botswana leben zehntausende Elefanten.<br />

Was gut ist für die Biodiversität, muss auch<br />

für die Menschen Vorteile haben.<br />

Der mit Wasser<br />

gemischte Dung<br />

kommt hier in<br />

die Anlage.<br />

„Das Biogas ist ein Gewinn für mein Leben“, sagt<br />

sie noch beim Abschied.<br />

„Peggi Mogamesa ist eine von vielen tatkräftigen<br />

botswanischen Frauen, die bis ins hohe Alter Haushalt<br />

und Betrieb managen“. Männer seien oftmals<br />

weniger anpackend. Das sagt Lefa Albert, der für<br />

Afrikas größten Naturschutzpark Kavango Zambezi<br />

(KAZA) arbeitet. Das Wildreservat, das im botswanischen<br />

Kasane sein Sekretariat unterhält, erstreckt<br />

sich über Territorien von fünf afrikanischen Staaten.<br />

Mit einer Fläche von 520.000 Quadratkilometern ist<br />

es etwas größer als Spanien. Auch das 20 Kilometer<br />

entfernte Lesamo und Peggys Farm liegen auf diesem<br />

Gebiet.<br />

Millionen für Biodiversität<br />

Ziel von KAZA ist, die hohe Biodiversität der Region<br />

zu schützen. Dafür gibt es finanzielle Unterstützung<br />

aus Deutschland. Die bundeseigene Kreditanstalt<br />

für Wiederaufbau (KfW) hat für den Erhalt der Biodiversität<br />

im südlichen Afrika bisher rund 50 Millionen<br />

Euro bewilligt. Das betrifft unter anderem Großwild<br />

wie Elefanten, Giraffen, Zebras und Löwen, die<br />

sich auf dem Territorium frei bewegen.<br />

Allein in Botswana stehen mit der Kalahari-Wüste,<br />

dem Okavango-Delta und dem Chobe-Nationalpark<br />

drei extensive Lebensräume und damit mehr als die<br />

Hälfte des Staatsgebiets für sie bereit. Die Elefantenpopulation<br />

im KAZA-Gebiet ist laut Mitteilung<br />

der KfW die größte zusammenhängende Elefantenpopulation<br />

der Welt. Dort lebt rund die Hälfte der<br />

verbleibenden Savannenelefanten in Afrika.<br />

Die Weltnaturschutzunion IUCN hat die Art kürzlich<br />

als gefährdet eingestuft, lobt aber zugleich, dass<br />

die Bestände im KAZA-Gebiet im Gegensatz zum<br />

Rest des Kontinents wachsen. Eine aufwändige<br />

Zählung ergab vor Jahresfrist, dass in dem Gebiet<br />

rund 228.000 Elefanten leben – ein Erfolg der Naturschutzbemühung<br />

der letzten Jahre.<br />

Naturschutz: Kommunen<br />

müssen profitieren<br />

Damit das so bleibt, müssen auch die Bedürfnisse<br />

der Menschen Berücksichtigung finden. Denn in<br />

vielen Gemeinden sorgen wandernde Tiere für Unordnung,<br />

etwa wenn Elefanten die Äcker zertreten<br />

oder Raubtiere Rinder reißen. Um ein Beispiel zu<br />

zeigen, wie Kommunen profitieren können, hat KA-<br />

ZA-Mann Albert die Fahrt zu Peggys Farm übernommen<br />

– auch wenn das staatliche Biogas-Programm<br />

nicht direkt mit KAZA zusammenhängt. Doch Botswanas<br />

Behörden versuchen, für die Biodiversität an<br />

einem Strang zu ziehen.<br />

So wie das Ministerium für Mineralien und Energie<br />

in der Hauptstadt. In einem modernen Büropark am<br />

südlichen Rand Gaborones und gesäumt von hohen<br />

Bäumen hat die Energieabteilung (Department of<br />

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BIOGAS JOURNAL | 6_<strong>2024</strong><br />

INTERNATIONAL<br />

Über dem Fermenter befindet sich der Gashahn, den die<br />

Biogasbäuerin bei Bedarf aufdreht.<br />

Energy – DoE) ihren Sitz. Ein mehrköpfiges Team<br />

von Mitarbeitern ist für die Entwicklung der Biogas-<br />

Politik verantwortlich.<br />

„Rinder gibt es in unserem Land so viele wie Menschen“,<br />

sagt James Molenga, führender Energieingenieur<br />

beim DoE. Deshalb biete der Einsatz der<br />

Rückstände aus der Rinderwirtschaft das höchste<br />

praktische Potenzial zur Bioenergieproduktion. Mit<br />

Unterstützung der UNDP legte das Land 2017 das<br />

erste Förderprogramm auf. Finanziert durch die Global<br />

Environment Facility (GEF) lief es bis 2022.<br />

„Das Hauptziel war in dieser Periode, Kapazitäten<br />

und Kompetenzen aufzubauen“, erläutert Molengas<br />

Kollege Edwin Khethiwe. So seien 77 Maurer geschult<br />

und 231 Kleinanlagen gebaut worden – mit<br />

einem Fassungsvermögen zwischen 6 und 30 Kubikmeter<br />

(m³). Dabei mussten die Eigentümer rund<br />

50 Prozent der Gesamtkosten tragen, und zwar für<br />

die Baumaterialien. Das waren etwa 1.500 Euro für<br />

eine 6m³-Anlage. Die Aufwendungen für Personal<br />

und Biogas-Equipment stammte aus den GEF-Mitteln<br />

in Höhe von 2 Millionen Dollar.<br />

UNDP unterstützt Kleinanlagen<br />

Nachdem die erste Phase auf die südlichen Distrikte<br />

begrenzt blieb, folgt 2023 die Ausdehnung in den<br />

Norden des Landes, wo bis 2025 weitere 200 Maurer<br />

geschult werden. Sie setzen dabei 120 Demonstrationsprojekte<br />

um mit Anlagengrößen zwischen 6<br />

und 10 m³ bei Haushalten und kleinen Betrieben<br />

– eines davon ist das von Peggy Mogamesa aus Lesoma.<br />

Diese Anlagen werden mit Unterstützung der<br />

UNDP für die Nutzer kostenlos gebaut.<br />

Mit der Erfahrung im Rücken will Botswana dann<br />

die Biogas-Förderung weiter ausdehnen, so dass in<br />

den kommenden drei Jahren weitere 630 kleine Anlagen<br />

hinzukommen. Zur Unterstützung hat die Regierung<br />

ein Budget in Höhe von 1,5 Millionen Euro<br />

aufgelegt, das Investitionskostenzuschüsse gewährt.<br />

„Unser wichtigstes Ziel ist, die Menschen mit der<br />

neuen Technologie vertraut zu machen, die neben<br />

dem Kochen zur Beleuchtung und zur Wärmeerzeugung<br />

etwa für den Hühnerstall dient“, sagt Khethiwe.<br />

Noch setzen viele Haushalte im Süden Afrikas<br />

dazu traditionell auf Feuerholz.<br />

Potenzial auch für große Biogasanlagen<br />

Um aber das Biomassepotenzial von jährlich rund<br />

20 Millionen Tonnen noch weiter zu erschließen,<br />

hofft das DoE auf internationale Kooperation für<br />

Forschung und Entwicklung sowie Großanlagen.<br />

Künftig könnten etwa am Standort großer Schlachthöfe<br />

der Botswana Meat Commission Groß-Biogas-<br />

Fermenter entstehen. Um Investoren sichere Bedingungen<br />

bieten zu können, bereite die Regierung<br />

entsprechende Regularien vor. „Wir hoffen auch auf<br />

finanzielle Unterstützung des Minensektors“, sagt<br />

Khethiwe. Botswana ist einer der größten Produzenten<br />

von Diamanten auf der Welt.<br />

Abgesehen von Kuh-Dung stehen mit Ausnahme<br />

kommunaler Abfälle, die Botswanas Städte künftig<br />

energetisch verwerten sollen, weitere potenzielle<br />

Reststoffe in Botswana nicht im Fokus. „Andere<br />

Reststoffe aus der Landwirtschaft bieten nur ein begrenztes<br />

Potenzial auf ländlicher Ebene“, heißt es<br />

im Nationalen Energieplan.<br />

Und auch der vielfach anfallende Elefantendung ist<br />

nach Ansicht von DoE-Mitarbeiter Molenga eher keine<br />

Alternative: zu trocken und zu viele Blätter und<br />

Äste. „Das erschwert die Vergärung“, sagt er. Auch<br />

die Logistik sei aufwändig, schließlich leben die Tiere<br />

ja doch eher in den Nationalparks. Und das soll,<br />

anders als bei den Rindern, auch so bleiben.<br />

Autor<br />

Dipl.-Pol. Oliver Ristau<br />

Redaktion und Kommunikation<br />

Sternstr. 106 · 20357 Hamburg<br />

040/38 61 58 22<br />

ristau@publiconsult.de<br />

www.oliver-ristau.de<br />

Das Haus von Peggy<br />

Mogamesa hat seit<br />

kurzem eine<br />

Biogasanlage.<br />

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