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Oberbergische Impulse IV / 2006 - Gründer

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Erfolgreiche Potenzialberatungen bei DIMAB (li) und Blume Rollen (re)/NRW.Bank bietet innovative Hilfen (Mitte)

Mittelstandsförderung:

Geldspritzen und Impulse

Von Peter Schmidt

Der Mittelstand ist das Rückgrad der oberbergischen Wirtschaft. Viele Fördertöpfe

helfen. Während die größeren Unternehmen Berater beauftragen,

die sich nach Finanzquellen umschauen, „kennen viele kleine und mittlere Unternehmen

oft nicht ihre Möglichkeiten“, so IHK-Experte Mathias Härchen.

Wenn´s ums Geld geht, sollte aber eines

klar sein. Zuerst muss die passende

Idee her, und dann kann sich nach

den richtigen Fördermöglichkeiten umgesehen

werden. „Wer zuerst die Geldquellen

sucht und danach seine Unternehmenspolitik

ausrichtet, der kann

mit seinem Betrieb über kurz oder

lang ins Schlingern kommen“, warnt

Härchen nur auf Fördergelder achtende

Unternehmen. Oberbergische Impulse

informiert über wichtige Fördermöglichkeiten.

Seit Dezember 2005 wird der Mittelstandskredit

der NRW.Bank angeboten.

Dieser Kredit hat sich im ersten

halben Jahr zu einem echten Erfolgsmodell

entwickelt – 540,6 Millionen

Euro wurden ausgezahlt. „Die hohe

Nachfrage zeigt, dass der Mittelstandskredit

die Anforderungen des Marktes

nach einfacher, flexibler und zinsgünstiger

Förderung erfüllt“, schätzt Ernst

Gerlach, Vorstandsmitglied der NRW.

Bank. Den Kredit können Existenzgründerinnen

und -gründer genauso in Anspruch

nehmen wie Freiberuflerinnen

und Freiberufler oder auch mittelständische

Unternehmen mit einem Jahresumsatz

bis zu 500 Millionen Euro. Die

Darlehenssummen liegen zwischen

25.000 und 500.000 Euro – der Zinssatz

wird subventioniert. Es ist also

ein günstiger Kredit, der breit gefächert

eingesetzt werden kann.

Beantragt und abgewickelt wird dieser

Kredit über die Hausbank. Das ist für

viele Unternehmen das letzte wirklich

4

zu überwindende Problem. Denn die Geschäftsbanken

haben die Kreditvergabe

unter dem Stichwort „Basel II“ bereits

in den vergangenen Jahren durch Rating-Verfahren

stark standardisiert –

viele kleine und mittlere Unternehmen

gelten nicht mehr als so kreditwürdig

wie zuvor. Diese haben entsprechend

Schwierigkeiten, den Mittelstandskredit

der NRW.Bank zu erhalten.

NRW.Bank: breites Angebot

Doch auch für diese Unternehmen gibt

es Möglichkeiten – und das sogar ebenfalls

bei der landeseigenen Förderbank.

Unter dem Titel GuW-Nachrangkapital

vergibt die NRW.Bank eigenkapitalstärkende

Darlehen. Damit verbessert

sich die Rating-Position bei der Hausbank

– dann ist der Mittelstandskredit

beispielsweise erreichbar. Denn eine

Kombination beider Maßnahmen ist

erlaubt. Die Untergrenze dieser Förderung

liegt bei 10.000 Euro.

Einen anderen Weg bietet die NRW.

Bank, in dem sie Beteiligungskapital

zur Verfügung stellt. Ob stille Beteiligung,

direkte Beteiligungen oder anderes,

da sind verschiedene Formen denkbar.

Generell sind nach Einschätzung

der NRW.Bank solche Beteiligungsmodelle

besonders für Neugründungen,

innovative Unternehmen und Unternehmen

im Generationswechsel interessant.

Insgesamt bietet die NRW.Bank

zahlreiche ausdifferenzierte Förderungen,

um heimische Unternehmen zu

stützen.

Gerade innovative Unternehmen finden

darüber hinaus eine breite Palette von

Fördermöglichkeiten, die Land, Bund

und Europäische Union finanzieren. Da

werden Innovationen in Bereichen wie

die I&K-Technologien, bei Biotechnologie

und Medizintechnik genauso gefördert,

wie bei der Nanotechnologie, der

Energietechnik und in vielen anderen

Bereichen. Über solche ganz spezifischen

Technologie-Förderungen berät

die ZENIT GmbH in Mülheim/Ruhr

– und die ZENIT hilft in begrenztem Umfang

Anträge zu formulieren.

Beratung schafft neue Perspektiven

Für alle Unternehmen – egal, ob technologisch

orientiert oder nicht – gilt:

„Beratung lohnt sich fast immer“,

schätzt zumindest IHK-Experte Härchen.

So sehen das auch Unternehmer

wie Manfred Wünnenberg, Geschäftsführer

der Radevormwalder Blume Rollen

GmbH. Blume Rollen hatte neu gebaut

und zu diesem Anlass den Materialfluss

optimiert, die Lagerhaltung neu

organisiert und die Lieferanten in den

Prozess mit einbezogen. Im Juni kam

der Abschlussbericht – die ersten Maßnahmen

sind umgesetzt. „Ich habe den

Eindruck, wir sind auf dem richtigen

Weg“, schätzt Wünnenberg nach nur

wenigen Wochen. Jahre zurückblicken

kann Andreas Bleul, Mitinhaber der

DIMAB Spezialschweißarbeiten GmbH

in Reichshof. Nach der Potenzialberatung

hat das Unternehmen bereits

zwei Mal erweitert und neue Kunden

gewonnen. Es wird weiter expandiert.

Bleul: „Wir fahren noch heute

die Früchte der damaligen Potenzialberatung

ein.“

Zwei Beratungsprogramme stehen

derzeit im Vordergrund. Das Beratungsprogramm

Wirtschaft richtet

sich an junge Unternehmen, die vor

dem Start oder während der ersten

OBERBERGISCHE

impulse

Fotos: DIMAB (li), NRW.Bank, Blume (re)


fünf Jahre Hilfe suchen. Üblicherweise

wird die Hälfte des Berater-Honorars

vom Land NRW finanziert. Der maximale

Zuschuss liegt pro Tag bei 500

Euro.

Ebenfalls höchstens 500 Euro gibt es

pro Tag für die Potenzialberatung

– auch hier beträgt der Zuschuss

50 Prozent des Beratungs-Honorars.

„Ziel ist, dass gemeinsam mit den eigenen

Beschäftigten durch die externe

Beratung neue Potenziale im Unternehmen

erkannt und notwendige Veränderungen

angepackt werden“, so Bernd

Creemers, der für die Wirtschaftsförderung

des Oberbergischen Kreises zur

Potenzialberatung rät. Eine Maßnahme,

die sich auch in guten Zeiten lohnt.

Runde Tische helfen weiter

Wenn Probleme auftauchen, dann gilt:

Je früher erkannt, um so besser können

Maßnahmen der Kreditanstalt für

Wiederaufbau (KfW) helfen. Der Runde

Tisch der KfW Mittelstandsbank

ist ein solches Instrument. Da zahlt die

KfW-Bank eine Unternehmensberatung,

die Stärken und Schwächen identifi-

OBERBERGISCHE

impulse

ziert und gemeinsam mit den Führungskräften

Lösungsvorschläge erarbeitet.

Allein Umsatzsteuer und Fahrtkosten

zahlt das Unternehmen. Eine

erfolgreiche Hilfe: Die Quote der erfolgreichen

– also rettenden – Maßnahmen

liegt bei 60 Prozent. Unter dem Oberbegriff

Turn-Around-Beratung kann

dann die Rettung weiter organisiert

werden – allerdings müssen die bedrohten

Unternehmen die Hälfte des Beratungshonorares

selber zahlen.

Für Oberbergs Unternehmen bislang

nicht erreichbar waren Fördergelder, die

speziell in die strukturschwachen Regionen

gegeben wurden. Doch diese

Mehr Infos

T I T E L T H E M A

Beratungsgespräch bei der NRW.Bank

meist aus den Töpfen der Europäischen

Union stammenden Finanzhilfen sollen

künftig NRW-weit nutzbar sein. Wie

genau, das steht noch nicht fest.

Kein Berater kennt alle Programme, manche Hausbank vermittelt beispielsweise

nur ungern die Angebote der KfW-Bank. Interessenten sollten sich an mehreren

Stellen kundig machen. Eine eigene Recherche im Internet zeigt die Bandbreite

der Möglichkeiten auf. Die wichtigen Anschriften:

● www.go-mit.net (in der Rubrik „Information“ eine aktuelle, mehrseitige

Übersicht der wichtigsten Fördermöglichkeiten)

● www.nrw-bank.de

● www.innovationsfinanzierung.nrw.de

● www.kfw-mittelstandsbank.de

5

Foto: NRW.Bank


Hückeswagen:

Top in NRW

Die Bilanz kann sich sehen lassen.

Hückeswagen hat als kleinste Kommune

an der NRW Mittelstands-Offensive

move teilgenommen – und

alle anderen auf die Plätze verwiesen.

Beim Start war Hückeswagen

nach einer Unternehmensbefragung

mit der Schulnote 2,7 bewertet worden,

der Landesschnitt lag bei 3,3.

Zum Ende des Modellprojektes gab

es die Note 2,5 – der Schnitt aller

Teilnehmer lag bei 3,0.

Hückeswagen war unter den move-

Kommunen eine echte Ausnahme.

Den kurzen Draht zur Verwaltung lobten

schon beim Start viele Unternehmen.

So etablierte Hückeswagen als

einzige move-Kommune ein Leuchtturm-Projekt,

das wenig mit Verwaltungshandeln

zu tun hatte. „Die Unternehmen

wünschten eine bessere

Ausschilderung unserer Gewerbegebiete“,

erfuhr Dietmar Persian,

Wirtschaftsförderer und Geschäftsführer

der Hückeswagener Entwicklungsgesellschaft

mbH & Co. KG, nach

den Sitzungen des extra geschaffenen

move-Beirates. Also wurden ein einheitliches

Informationssystem und

eine einheitliche Wegweisung geschaffen.

Beispielhaft sind die Informationen,

die an der B 237 von Remscheid

kommend am Ortseingang den Spediteuren

geboten werden. Infotafeln

und ein Computer, über den die Brummifahrer

sich einen Anfahrtsplan ausdrucken

können.

Info-Point und neue Schilder

Der Info-Point war den Hückeswagener

Unternehmen so wichtig, dass sie

selbst noch 15.000 Euro zur Finanzierung

beisteuerten. Ebenfalls vereinheitlicht

wurden die Namen der

Gewerbegebiete – zu groß waren die

Verwechslungsgefahren beispielsweise

zwischen Wiehagen und Winterhagen,

zu kompliziert für ausländische

Lieferanten Namen wie Kobeshofen.

Himmelsrichtungen und Zahlen

sind international und leicht ver-

6

Infopoint am Ortseingang

ständlich – darum heißen die Gewerbegebiete

jetzt beispielsweise West 1

(Wiehagen), West 2 (Winterhagen)

beziehungsweise Süd (Kobeshofen).

In der Verwaltung wurde ebenfalls Beispielhaftes

entwickelt. Zu den Vorzeigeprojekten

zählt die Schulung der

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Rund ein Viertel der Verwaltungskräfte

besuchten Unternehmen, wurden

mit den Anforderungen der Geschäftsleitungen

konfrontiert und sensibilisiert,

wie mit Unternehmens-Anfragen

umzugehen ist. Mittelstandsfreundlich

sind auch die regelmäßigen

„Gewerbegebiets-Gespräche“ der Verwaltungsspitze

und der Wirtschaftsförderung

mit den Unternehmen, ein

Newsletter aus der Wirtschaftsförderung

für die Unternehmen wie auch

die Besuche von Bürgermeister und

Wirtschaftsförderer bei einzelnen Unternehmen.

Auf dem Weg zum Gütezeichen

(Foto: psch)

Das Projekt move ist mittlerweile beendet

– doch Hückeswagen will sich

weiter profilieren. Gemeinsam mit elf

Kommunen zählt die oberbergische

Kommune zu den Gründern der „Gütegemeinschaft

Mittelstandsorientierte

Kommunalverwaltung e.V.“. Ein RAL-

Gütezeichen wurde entwickelt. Dies

erhält nur, wer klare Anforderungen

erfüllt – zum Beispiel: Reaktion auf

Unternehmensanfragen binnen eines

Werktages, binnen drei Tagen Nennung

des zuständigen Ansprechpartners,

binnen 40 Tagen spätestens der

Entscheid über gewerbliche Bauvorhaben.

„Da ist Hückeswagen wieder

vorn mit dabei“, schätzt Bürgermeister

Uwe Ufer. psch

Mehr Infos:

I: www.hueckeswagen.de

I: www.gmkev.de (RAL Gütezeichen)

T I T E L T H E M A

PC-LOC ®

Datenschutz

auf neuem Niveau:

PC-LOC ® von TeraTron

Mit dem Komfort und der Sicherheit

einer berührungslosen Zutrittskontrolle

bewacht der PC-LOC ® USB-Leser

vollautomatisch sensible Daten. Wird

der Arbeitsplatz verlassen, gelangt

der PC-LOC ® Schlüssel außer Reichweite

des Lesers. PC-LOC ® sperrt PC

oder Notebook sofort. Damit Firmendaten

von Außendienstmitarbeitern

nicht in falsche Hände geraten

und in der Arztpraxis keine

Patientendaten öffentlich werden.

Dreht sich der Mitarbeiter am Bankschalter

um, schaltet PC-LOC ® den

Bildschirminhalt im gleichen Moment

dunkel – kommt er zurück,

wird einfach an der selben Stelle weitergearbeitet.

Die Mittagspause in der

Firma bedeutet nun keine Gefahr für

den Datenschutz: PC-LOC ® erledigt

das, was die Meisten sonst vergessen.

Spezielle Forderungen an die Identifizierung

der Maschinenbediener in

Industrieanlagen nebst Dokumentation

der Eingaben erfüllt PC-LOC ®

heute schon.

TeraTron GmbH

Bunsenstr. 10

D-51647 Gummersbach

Telefon: +49 2261 80 82-0

Telefax: +49 2261 80 82-99

Internet: www.teratron.de

eMail: vertrieb@teratron.de

OBERBERGISCHE

impulse


Ministerbesuch:

Hoffnungen für Oberberg

Als NRW-Umwelt- und Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg im August

den Oberbergischen Kreis besuchte, da muss ihm nach dem Tagesprogramm

der Kopf so richtig gebrummt haben.

Was wurde ihm nicht so alles gezeigt

und präsentiert. Auf der Leppe-Deponie

gab es Informationen über die Zukunft

der Deponie als Öko-Kompetenz-

Zentrum. Bei der ONI-Wärmetrafo

GmbH erfuhr er, dass die innovative

Energietechnik heute weltweit schon

soviel Strom spart wie Kölns Privathaushalte

in etwa verbrauchen. Dann

folgte der Betriebsbesuch der Milchwirtschaft

von Hans und Martina Stöcker

in Engelskirchen, eine Präsentation

der Regionalvermarktung „bergisch

pur“, Informationen zu Perspektiven der

Streuobstwiesen, eine Diskussion über

die Zukunft der Biologischen Station –

und zuletzt ein Empfang im Braustübchen

der Erzquell-Brauerei in Wiehl. Es

regnete Eindrücke, Fragen – und auch

Forderungen.

OBERBERGISCHE

impulse

● Vorsorgeanalyse

● Kosteneinsparungen

● Finanzoptimierung

+ + + W I R T S C H A F T S F A K T E N

Perspektiven für Oberberg zeigte Eckhard

Uhlenberg in einigen Bereichen

auf. So

● unterstützt er die Entwicklung der

Leppe zum Kompetenz-Zentrum,

● verspricht er den Landwirten, dass

über die Regelungen nachgedacht

werden muss, die hiesige Betriebe

benachteiligen,

● unterstützt er eine Bewerbung des

Oberbergischen Kreises als Leader-

Region – das würde Fördergelder der

Europäischen Union bringen,

● schätzt er die Arbeit der Biologischen

Station Oberberg und sichert

für die nächste Zeit die Existenz,

Finanz-Versicherungs-Makler

Wählen Sie den direkten Draht:

Marko Schmidt

Gebietsdirektor

Am Baumolus 4 · 51570 Windeck

Fon: 0 22 43 - 8 32 56 · Mobil: 0 178 - 8 95 34 23

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Eckhard Uhlenberg (re) im Gespräch mit

ONI-Chef Wolfgang Oehm

● deutete er an, dass eine Forstbehörde

in Oberberg erhalten werde –

und hielt Wort: Gummersbach wird

Standort eines zentralen Bergischen

Forstamtes.

„Ich hoffe, der persönliche Eindruck bewirkt,

dass der Minister die Situation

hier besser einschätzen kann und nachteilige

Entscheidungen verhindert. Möglichkeiten

hat er während des Besuchs

angedeutet – mehr konnten wir nicht

erwarten“, so Landrat Hagen Jobi.

psch

● alternative Anlagemöglichkeiten

● umfassende Betreuung

● unabhängige Beratung

Wir sind immer nur auf einer Seite - auf Ihrer!

7

Foto: psch


Stammsitz in Gummersbach-Derschlag

Wer heute den Showroom in Gummersbach-Derschlag

besucht, erhält

einen Eindruck, wie vielfältig Tapete

ist. Da klebt das Retro-Design der 70er

Jahre gleich neben barock anmutenden

Wänden, samt-weiche Tapeten bieten

einen Kontrast zu tapezierten Wänden,

die wirken, als wären sie mit

Granitmustern versehen. Vielfalt – das

heißt, für jeden Geschmack etwas zu

bieten. „Wir machen mit 20 Prozent

unserer Tapeten 80 Prozent unseres

Umsatzes – zu einer Kollektion gehören

auch die ausgefallenen Varianten“,

betont A.S.-Prokurist Rüdiger von

Preen.

8

Wir beraten Sie persönlich!

A.S. Création Tapeten AG:

Aus der kleinen Marktnische

auf den großen Weltmarkt

Über 30 Jahre Innovation: Der Gummersbacher Tapetenhersteller A.S. Création

entwickelte sich von der kleinen Keimzelle für Tapeten-Trends zum Marktführer

in Deutschland. Nächstes Ziel: In den kommenden Jahren soll A.S. auch auf

dem Weltmarkt führend sein.

Top-Design: Colani, Lagerfeld und Co

Gegründet wurde A.S. Création gemeinsam

mit vier Mitarbeitern von Jürgen

Schneider, dem heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden.

„Tapete ist Mode“ – nach

diesem Motto erkennt A.S. Création

immer wieder neue Trends. Dabei arbeitet

das Unternehmen von Beginn an

mit namhaften Designerinnen und Designern

zusammen. Eigene Tapetenkollektionen

entwickelten zum Beispiel

Verner Panton, Elsbeth Kupferoth, Tina

Han, Luigi Colani oder Karl Lagerfeld.

Die A.S.-Designerinnen und Designer

besuchen europäische Leitmessen,

DHPG Dr. Harzem + Partner KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Bunsenstraße 10 a

51647 Gummersbach

Telefon: 0 22 61 / 81 95 0

Telefax: 0 22 61 / 81 95 199

www.DHPG-Gummersbach.de

Von Peter Schmidt

orientieren sich an den Trends beispielsweise

in der Stoff-Branche oder

aus den Niederlanden. „Denn die sind

uns oft ein paar Monate oder auch

Jahre voraus“, so von Preen. In den

Ateliers werden pro Jahr rund 1.800

neue Produkte entwickelt.

Heute setzt A.S. Création als größter

und leistungsfähigster deutscher Tapetenhersteller

Maßstäbe. Zum Beispiel

seit 1996 mit der neuen Produktion

im Wiehl-Bomig. Denn im Derschlager

Stammsitz wurde der Platz

knapp – dort sind heute neben der Verwaltung

zwei Produktionsstraßen.

DR. HARZEM & PARTNER GRUPPE

Als Teil der Dr. Harzem & Partner Gruppe mit 7 Standorten im Rheinland und rd. 350 Mitarbeitern stehen wir

Ihnen in Gummersbach mit fünf Partnern und insgesamt rund 65 Mitarbeitern, von denen 17 die Qualifikation

als Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder Rechtsanwalt haben, zur Verfügung. Wir vereinen Experten verschiedener

Fachdisziplinen, die Beratung aus einer Hand gewährleisten. DHPG-Berater kennen die Anforderungen

des Tagesgeschäftes und die regionalen Besonderheiten, die oft die Basis für einen grenzüberschreitenden

Geschäftserfolg bieten.

Wir begleiten mittelständische Unternehmen und Konzerne, Verbände, Betriebe der öffentlichen Hand, gemeinnützige

Organisationen und Privatpersonen mit einem umfassenden und ganzheitlich orientierten Angebot

aus einer Hand.

Seit mehr als 25 Jahren sind wir Mitglied von NEXIA International. Sie profitieren hierdurch von einer Beratung,

die lokales Markt-Know-How und die Vorteile eines internationalen Netzwerkes miteinander verknüpft.

OBERBERGISCHE

impulse


In Bomig sind es zehn, dazu das innovativste

Hochregallager der Tapetenbranche.

Von hier aus werden Tapeten

weltweit verschickt. Neben den europäischen

Stamm-Märkten hat sich A.S.

Création ganz besonders in Osteuropa

etabliert. „Hier ist die Tapete ein echtes

Status-Symbol“; so Rüdiger von

Preen. Die Händler-Struktur ist eine

andere als in Westeuropa. Zwar gibt

es hier Fachhandel und Baumärkte,

doch A.S.-Tapeten werden hier auf den

Basaren in Moskau, Petersburg oder

in den Orten gehandelt.

Vier Marken für alle

Da ist die Marktstruktur im Westen

Europas klarer gegliedert. A.S. Création

-Tapeten gibt es im Fachhandel oder

auch beim Malerbetrieb ebenso wie

beim Discounter oder im Baumarkt.

Vier Marken bietet A.S. Création an.

In allen Vertriebsstrukturen angeboten

werden `innova´ und das Label

`A.S. Création´. Mit der Marke `livingwalls´

wurde eine Marke etabliert, die

„wir überall den Kunden zu gleichen

Preisen anbieten“, so Rüdiger von

Preen. Alle Verkäufer haben sich verpflichtet,

die empfohlenen Verkaufspreise

einzuhalten. Gibt es Rabatt-Ak-

A.S. Création

Tapeten AG

Gegründet: 1974

Aktiengesellschaft: seit 1998

Sitz: Gummersbach-Derschlag

Umsatz 2005:145,32 Mio. Euro

Mitarbeiter: rund 630

Standorte: Gummersbach-Derschlag

(Hauptsitz), Wiehl-Bomig

(Produktion und Lager) und Tochterunternehmen

im In- und Ausland

OBERBERGISCHE

impulse

tionen, dürfen die livingwalls-Tapeten

nicht vergünstigt angeboten werden.

Als ganz besondere Marke wurde zusätzlich

noch `livingwalls exclusive´ etabliert

– die Tapeten-Highlights, die es

nur im Fachhandel und bei den Malerbetrieben

gibt.

Auf einem schrumpfenden Markt verzeichnet

der Marktführer nahezu kontinuierlich

Wachstum. Als Innovationsschmiede

gegründet, sichern jetzt Neuerungen

in vielen Bereichen den Erfolg.

Dank der hochmodernen Produktion

ist A.S. Création einer der wenigen

deutschen Hersteller, dessen Tapeten

in Deutschland produziert werden.

Neue Ziele auf schwierigem Markt

Neue Ziele sind angepeilt. Schon seit

einiger Zeit funktioniert die Vermarktung

über den Markenartikler ESPRIT.

Neue Kollektionen wie „Golden Fleece“

– eine fast samtene Tapete – sichern

Marktvorteile. Jetzt werden neue Vermarktungswege

aufgebaut. So haben

sich die Möbelhäuser schon vor langer

Zeit vom Tapetenverkauf zurückgezogen.

Das wird sich ändern – bald bieten

die ersten Möbelhäuser A.S. Création

Tapeten ihren Kundinnen und Kunden an.

Sortiment: ca. 6.000 verschiedene

Tapeten und Bordüren

Produktion: ca. 31 Mio. Rollen/Jahr

Lagerbestand: ca. 9 Mio. Rollen

Rückblick:

Mit vier Mitarbeitern startete 1974

A.S. Création, 1975 schon wurde die

erste Tiefdruckrotationsmaschine in

Betrieb genommen. Seit Anfang der

90er Jahre öffnete sich der osteuropäische

Markt. 1998 wird A.S. Création

zur Aktiengesellschaft.

M A R K T F Ü H R E R

Hochregallager und Produktion in Wiehl

Kontakt:

A.S. Création Tapeten AG

Südstraße 47

51645 Gummersbach

T: 02261 542-0

F: 02261 55883

E: contact@as-creation.de

I: www.as-creation.de

Bis heute hat sich eine A.S.-Firmengruppe

entwickelt mit Töchtern in Großbritannien,

Frankreich und den Niederlanden.

In die Gruppe integriert wurden

auch mit Indes Wohntextil und

Fuggerhaus Stoffe zwei Textil-Unternehmen

– so ist A.S. auch wichtiger

Anbieter für Dekorationsstoffe.

A.S. wird 2005 „Lieferant des Jahres“

und erhält 2006 zum zweiten Mal von

der Fachzeitschrift Eurodecor den ersten

Preis für den besten Lieferservice.

9

Fotos: A.S.


Romantisches Fachwerk, der Kurpark und feine Firmen

Wirtschaftsstandort Nümbrecht:

Welt-Unternehmen im

Kurort der Spitzenklasse

Die Basis war schmal: Nümbrecht zählte ehemals zu „Haferspanien“ – dem

ärmsten Bereich des Oberbergischen. Heute profitiert der Tourismus von der

Kulturlandschaft Haferspaniens – und dank einer geschickten Wirtschaftsförderung

und standorttreuen Unternehmen hat sich Nümbrecht auch zu einem

attraktiven Wirtschaftsstandort im südlichen Oberbergischen Kreis entwickelt.

Aktuell dokumentiert sich die Erfolgsstory

des Wirtschaftsstandortes Nümbrecht

in der Entwicklung des Gewerbeparkes

Elsenroth. Die Nachfrage war

groß, schnell war der erste Bauabschnitt

vermarktet. Wo kaum noch etwas

an eine Alte Ziegelei erinnert, arbeiten

jetzt über 250 Menschen in rund

25 Unternehmen. Nümbrechter Unternehmen,

darunter beispielsweise Weco-Armaturen

aus Elsenroth und zwei

Schreinereien, haben die Gewerbeflächen

genutzt, um sich in Nümbrecht

zu erweitern. „Für diese Unternehmen

konnten wir Standortsicherheit bieten“,

resümiert Bernd Hombach, Nüm-

Neue Gewerbeflächen in Elsenroth

10

Von Peter Schmidt

brechts Bürgermeister und erster

Wirtschaftsförderer. Derzeit bietet

die Gemeinde die nächsten sieben

Hektar an.

Auch neue Unternehmen fanden den

Weg nach Elsenroth – beispielsweise

das in Köln gegründete EBS Ink-Jet Systeme

GmbH, ein Spezialanbieter von industriellen

Druckern. Die EBS-Drucker

„bedrucken fast alle Materialen, nur

fettfrei müssen sie sein“, berichtet Junior-Chef

Andreas Slomianny. Dies können

Eier sein, Kabel, Glas, Holz, Baustoffe,

Röhren – letztlich eben nahezu

alles. EBS ist ein echter Nischenan-

Die Papiermühle (oben): Ungewisse Zukunft

nach 350 Jahren. Gute Perspektiven

bei EBS (Mitte) und Sarstedt (unten)

bieter, der erfolgreich in 59 Staaten

verkauft. In Nümbrecht arbeiten 35

Menschen für EBS – zum Jahreswechsel

werden es über 40 sein.

Spezialisten in Elsenroth

Mit der neuen AXXIA GmbH – hervorgegangen

aus der ehemaligen Bukon

GmbH – hat ebenfalls ein hochspezialisiertes

Unternehmen sein Werk in

Elsenroth aufgebaut. Krane werden hier

gebaut, Fördertechnik konzipiert und

Anlagenbau betrieben. „Wir bauen fast

nur Einzelanfertigungen, die unsere

Kunden in ganz Europa einsetzen“, so

Geschäftsführer Gerd Rambow. Elf MitarbeiterInnen

schrauben, konzipieren

und schweißen in Elsenroth – ihre Produkte

verschieben die Schalke-Arena

oder arbeiten in finnischen Walzwerken.

Bei der Vermarktung der Gewerbeparkflächen

profitiert Nümbrecht sicherlich

von der verkehrsgünstigen Lage. „Im

Norden Nümbrechts gelegen bietet er

OBERBERGISCHE

impulse

Fotos: psch (4), EBS (1), Gemeinde (1)


eine gute Anbindung an die Autobahn

A 4“, so Bernd Hombach.

Den Start für die gewerbliche Entwicklung

Nümbrechts stellten neben den

zahlreichen bäuerlichen Handwerkern

nur wenige gewerbliche Kernbereiche

dar. Von drei Papiermühlen existiert

heute noch eine. Doch im April 2007

wird der finnische Konzern Ahlstrom die

Produktion von Tapetenrohpapieren

hier einstellen. Damit scheint die Ära

der Papierproduktion in Nümbrecht

nach über 350 Jahren beendet zu sein.

Medizintechnik bei KABE

OBERBERGISCHE

impulse

Foto: KABE

W I R T S C H A F T S S T A N D O R T E

Spritzen, Kanülen und Delikatessen

Zentral für Nümbrechts Entwicklung ist

das Engagement von Walter Sarstedt.

Der startete 1961 in seiner Wahlheimat

mit einer kleinen Kunststoff-Spritzguß-Werkstätte.

Die kleine Werkstatt

hat sich heute zu einem Unternehmen

mit Weltgeltung entwickelt. 2.500 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter beschäftigt

Walter Sarstedt in der heute als

Sarstedt AG & Co. firmierenden Firmengruppe.

Davon sind 750 am Nümbrechter

Standort beschäftigt – in der

Hauptverwaltung und in der Produktion.

Sarstedt produziert Verbrauchsmaterialien

und Analysengeräte für die

medizinische Diagnose und für die

Patientenversorgung – und ebenso Verbrauchsmaterialien,

Laborhilfsmittel

und Laborgeräte für Industrie- und Forschungslabore

sowie für die Umweltanalytik.

Das sind Probenröhrchen, Kanülen

fürs Krankenhaus, Reagier-Gefäße

fürs Labor und vieles mehr.

Doch Sarstedt ist nicht alleiniger Vertreter

der Branche in Nümbrecht. In

Elsenroth hat sich die 1977 gegründe-

te KABE Labortechnik GmbH angesiedelt.

Auch hier sind 2.500 Produkte

beispielsweise für Krankenhäuser im

Angebot – 200 Menschen arbeiten in

Elsenroth bei einem ebenfalls kontinuierlich

wachsenden Unternehmen.

In den Jahren 1988 und 1989 starteten

in Nümbrecht die Bemühungen,

konzentriert Platz für Unternehmen zu

bieten. In Breunfeld und Gaderoth wurden

die ersten Gewerbegebiete eingerichtet.

Schnell siedelten sich Unternehmen

an, die überregional sehr erfolgreich

agieren. Darunter die Wolfram

Berge GmbH & Co. KG – das Importhaus

für Delikatessen. Dort stellen

Helga und Wolfram Berge die Produktpalette

zusammen, die dann die

Feinschmecker in ganz Deutschland

erreicht. Doch nicht nur die Großen

haben hier ihr Gewerbe ausgebaut

– hier finden sich beispielsweise mit

„Anhänger Schmidt“ und „Anhänger

Peters“ gleich zwei Anhänger-Hersteller

im Oberbergischen, die ganz

nach Kundenwünschen Firmen-, Viehund

Transport-Anhänger in Spezialanfertigung

produzieren.

11


Grünes Kapital

Die Gewerbeflächen in Nümbrecht bleiben

überschaubar. Denn das Grün

– die Wälder und Wiesen in der buckligen

Welt – ist ebenfalls wichtiges Kapital

der Gemeinde. Sie ist der einzige

heilklimatische Kurort der Premium

Klasse Oberbergs, der Tourismus ein

wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Immerhin

arbeiten rund 700 Menschen bei uns

für die Gäste“, kalkuliert Jörg Krcal,

Chef der Nümbrechter Tourist-Info. Diese

zählt zu den besten Deutschlands,

wurde erst vor wenigen Wochen vom

Deutschen Tourismusverband (DTV)

ausgezeichnet. In 2006 führte der DTV

ein neues Qualitätssiegel ein. Unangemeldet

kamen die Prüfer, kontrollierten

beispielsweise Service, Freundlichkeit

und Kompetenz. Die Nümbrechter Tourist-Info

bestand den Test bestens, so

erhielt sie als eine der ersten in Nordrhein-Westfalen

das neue i-Siegel des

DTV. Damit unterstreicht Nümbrecht

seine touristische Qualität – schließlich

zählt der Ort als heilklimatischer

12

Kurort der Premium-Klasse zu den besten

in Deutschland. Neben Nümbrecht

spielen in der Premium-Liga nur 13 weitere

Kurorte wie Garmisch-Partenkirchen,

Oberstdorf oder auch Königstein/Taunus.

Ein wichtiges Standbein der Nümbrechter

Tourismus-Branche ist die Rhein-

Sieg-Klinik, die gemeinsam mit dem

Therapie-Bereich und der Küche rund

250 Menschen Arbeit bietet. Wer hier

seine Rehabilitations-Maßnahme antritt,

bleibt oft zwei bis drei Wochen

und kuriert zum Beispiel orthopädischen

oder neurologischen Schäden.

Erfreulicher Nebeneffekt: Ehepartner

und Verwandte besuchen die Patienten

– viele Gäste kommen wieder. Das gilt

auch für die Gäste der Tagungshotels

Nümbrechts. So zählen das Park-Hotel

und der Derichsweiler Hof in Nümbrecht

ebenso zu wichtigen Anschriften

wie auch der Bierenbacher Hof oder

die Alte Post in Nümbrecht-Marienberghausen.

Insgesamt verbuchte Nümbrecht

in 2005 über 200.000 Übernachtungen.

Eine gute Bilanz, doch soll

es weiter aufwärts gehen.

Gesund werden im Kurort Nümbrecht

OBERBERGISCHE

impulse

Fotos: Rheinsieg Klinik (1), psch (2)


Golddörfer, Klangpfad

und Schlosskonzerte

So stecken die Nümbrechter Stadtväter

immer wieder Geld und Ideen in die

kommunale Entwicklung. Eine wichtige

Säule dafür ist die Frese-Peters-Stiftung.

Der Wuppertaler Unternehmer

Dr. Horst Frese vermachte 1982 sein

Vermögen und sein Unternehmen der

Gemeinde – mit der Auflage, dieses für

die Entwicklung der Kommune einzusetzen.

Gegründet wurde eine Stiftung,

weitergeführt von der Anton Frese

Erben GmbH. Die Stiftung setzt die Erträge

aus dem Kapital ein, um Nümbrecht

weiter zu entwickeln. So finan-

Attraktives Angebot: Der Klangpfad

Nümbrecht in Zahlen:

Einwohner: 17.420

Fläche: 71,83 Quadratkilometer

Einwohnerdichte: 240 Einwohner/Quadratkilometer

Schulen: Vier Grundschulen (eine mit Nebenstelle), eine Hauptschule,

eine Realschule, ein Gymnasium

Sozialversichungspflichtig Beschäftigte: 3.414

Erreichbarkeit: Von Norden, Osten: Über die A 4 (Ausfahrt Wiehl) und

dann gut ausgebaute Landstraßen

Von Süden: Über die A 3 und A 560, dann auf der B 478 (Richtung Waldbröl),

vor Waldbröl links über gut ausgebaute Landstraßen nach Nümbrecht

Bahn/Bus: Oberbergische Bahn (Bahnhof Dieringhausen), Buslinie über

Nümbrecht nach Waldbröl.

Steuersätze:

● Grundsteuer A: 290 %

● Grundsteuer B: 395 %

● Gewerbesteuer: 450 %

Freie Gewerbeflächen: 7 Hektar im Gewerbepark Elsenroth

Geschichte: 2006 ist für Nümbrecht das Jahr der Festlichkeiten: Wanderer

veranstalteten in der Oberbergischen Freizeit-Regionen einen großen Wandertag

– und ganz Nümbrecht feierte 875-jähriges Bestehen. Soviel zu feiern

hatten die Nümbrechter im Laufe der Jahrhunderte nicht immer: Nümbrechter

Bauern zogen als Maurer in die Bergischen Großstädte an der Wupper, weil

der karge Boden sie nicht ernährte. Über Jahrhunderte lebten die Menschen

arm und oftmals am Existenzminimum. Dank der abgeschiedenen Lage wurde

Nümbrecht im 2. Weltkrieg von größeren Angriffen verschont – die ursprünglichen

Weiler und Dörfer prägen bis heute das Gesicht der Gemeinde.

OBERBERGISCHE

impulse

Foto: psch

W I R T S C H A F T S S T A N D O R T E

zierte die Stiftung beispielsweise den

Klangpfad, den die Biologische Station

Oberberg einrichtete und der jetzt eine

echte Wanderattraktion ist. Die Anton

Frese Erben GmbH wiederum betreibt

heute das Park-Hotel und den Nümbrechter

Sportpark mit dem einzigen

öffentlichen Golfplatz der Region, mit

Sauna- und Wellness-Angeboten. Damit

sind die touristischen Pfeiler der

Region gesichert – davon profitieren die

Betriebe der gesamten Region.

Wie auch von der unverwechselbaren

Bergischen Landschaft, die abwechslungsreich,

vielfältig und mit vielen

immer wieder gut erhaltenen Bergischen

Fachwerkhäusern Gäste begeistert.

Begeistert war auch die Jury des

Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner

werden – unser Dorf hat Zukunft“: Mit

einer Goldmedaille auf Bundesebene

werden Nümbrechter Dörfer mit steter

Regelmäßigkeit bedacht. Der Nümbrechter

Ortskern erhielt 1967 Gold,

Marienberghausen 1969 und 1991

und Heddinghausen im Jahr 2004.

Zu den Attraktionen zählt auch Schloss

Schloß Homburg - das Wahrzeichen des

Oberbergischen Landes

Homburg. Oberbergs Wahrzeichen

ist seit 1970 Eigentum des Oberbergischen

Kreises und liegt nahe am

Nümbrechter Ortskern. Heute beherbergt

das Schloss das Kreismuseum

und bietet zahlreiche attraktive Veranstaltungen

vom mittelalterlichen

Markt bis hin zum hochkarätig besetzten

Klassik-Open-Air. Eine zeitgemäße

Erweiterung soll als Projekt der Regionale

2010 mit Landesmitteln gefördert

werden.

Die stetige Verbesserung des Lebensumfeldes

macht sich bemerkbar. Dies,

das gute Image, die angenehme Infrastruktur

– das sind für Bürgermeister

Bernd Hombach denn auch gute Gründe

für die Bevölkerungsentwicklung.

Denn Nümbrecht gehört zu den letzten

drei oberbergischen Kommunen,

die noch ein Bevölkerungswachstum

registrieren. Heute wohnen über

17.400 Personen in Nümbrecht, 52

mehr als noch im Vorjahr.

Wirtschaftsförderung:

Gemeinde Nümbrecht

Reiner Mast

Hauptstraße 16

51588 Nümbrecht

T: 02293 302-133

F: 02293 2901

E: reiner.mast@nuembrecht.de

I: www.nuembrecht.de

13

Foto: LindlarTouristik

Fotos: TouristInfo , psch


14

Foto: ce

Damit liegen die heimischen Unternehmen

voll im Trend. Der Bundesverband

Zeitarbeit meldet eine immer bessere

Nachfrage. In 2005 wurde bereits der

Beschäftigungsrekord gebrochen – und

„es geht auch in diesem Jahr kontinuierlich

bergauf“, berichtet Verbandssprecher

Läpple. Besonders gefragt

sind Helferinnen und Helfer wie auch

Facharbeiterinnen und Facharbeiter.

Ebenfalls im Dienstleistungssektor

steigt die Nachfrage beispielsweise im

Gesundheitsbereich und bei den Call-

Centern.

Was bundesweit gilt, das stimmt auch

in Oberberg. Auch die heimischen Unternehmen

spüren, wie die Konjunktur

anzieht. Doch bevor neue Stellen im

Zeitarbeit:

Helfer gesucht –

Experten sind knapp

Die Zeitarbeitsfirmen der Region registrieren immer mehr Aufträge. Die Vermittlungsquote

steigt, vielfach werden die Facharbeiterinnen und Facharbeiter

bereits knapp.

eigenen Unternehmen geschaffen werden,

kann ein Zeitarbeitsunternehmen

die personellen Engpässe ausgleichen.

So verzeichnet die persona service

immerhin ein deutliches Auftragsplus.

Oft vermittelt werden Hilfskräfte für

die Produktion. Bedeutende regionale

Zeitarbeitsfirmen wie Tremonia und

Pe-S kalkulieren auch bei den Facharbeitern

ein Plus von bis zu 100 Prozent.

Ebenso melden Spezialagenturen steigenden

Bedarf. So bietet bautec aus

Wipperfürth bundesweit Facharbeiter

an. Während 2004 erst 30 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter unter Vertrag

standen, sind es heute schon 70. Tendenz

weiter steigend. Wie auch bei der

Gummersbacher AskoTec Engineering

und Consulting GmbH, einem Anbieter

von Ingenieur-Dienstleistungen. Auch

AskoTec spürt einen wachsenden Bedarf

– und findet nicht mehr ausreichend

Ingenieure. Auf der Suche nach

Personal ist ebenfalls die Gummersbacher

Ferchau Engineering GmbH,

Marktführer bei den Ingenieur-Dienstleistungen.

Hier sind mittlerweile über

2.800 Ingenieurinnen und Ingenieure

beschäftigt, die bei großen und kleinen

Unternehmen hochwertige Ingenieur-

Dienstleistung erbringen. Weitere 200

sollen bis Ende des Jahres eingestellt

werden. Denn Zeitarbeit verschafft

den Unternehmen Personal-Flexibilität

– und damit ist dieses Arbeitsmodell

weiter zukunftsfähig.

psch

OBERBERGISCHE

impulse


Je grüner – je besser im Online-Service

Oberbergische Verwaltungen sind im

Internet ganz ordentlich vertreten. So

fuhren sie im NRW-Vergleich zwar nur

selten die besten Werte ein, doch im

Vergleich auf Kreisebene sind die Internet-Auftritte

überdurchschnittlich gut.

Unter dem Titel „Virtuelles Rathaus

NRW 2006 – Studie zum Internetauftritt

der nordrhein-westfälischen Städte

und Kommunen“ ließ das Informationsbüro

d-NRW von ERCIS – European

Research Center for Information Systems

der Westfälischen Wilhelms-Universität

Münster 427 Internetauftrit-

OBERBERGISCHE

impulse

te von Städten, Gemeinden und Kreisverwaltungen

untersuchen. Die Städte

Köln, Bonn, Düsseldorf, Aachen, Bochum

und Mülheim/Ruhr legten die

besten Ergebnisse vor. Doch noch im

grünen Bereich und damit überdurchschnittlich

gut präsentieren sich die

Kommunen und die Kreisverwaltung

des Oberbergische Kreis. Damit liegen

die Oberbergischen in der gemeinsamen

kreisweiten Bewertung vor den direkten

Nachbarn aus dem Rheinisch-

Bergischen-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis,

Kreis Olpe und Märkischen Kreis. Ähnlich

gut wurden von den direkten Nachbarn

nur die Städte des Bergischen

Städtedreiecks bewertet.

Besonders erfreulich: Unter den kreisangehörigen

Städten belegt Gummersbach

einen ordentlichen 25. Platz. Im

Bereich „Navigation zum Kundenservice“

liegt der Oberbergische Kreis bei-

W I R T S C H A F T S F A K T E N

Verwaltungen Online:

Oberberg im grünen Bereich

spielsweise auf Rang drei. In der Gesamtbilanz

also stellen sich die Oberbergischen

Kommunen und die Kreisverwaltung

ordentlich dar – doch die

Studie stellt auch fest: „In fast jedem

Kreis finden sich sowohl Pioniere als

auch Verwaltungen am unteren Ende

des Rankings“. Und die Entwicklung

geht rasant weiter. Entsprechend müssen

auch die Internet-Auftritte kontinuierlich

optimiert werden. Wer sich

da auf seinen Lorbeeren ausruht, ist

schnell abgehängt. Denn die Konkurrenz

wohnt in der Nachbarschaft - zu

Top-Kommunen aus der Nachbarschaft

zählen schon heute Bergisch Gladbach,

Wermelskirchen, Hennef (Sieg)

und Iserlohn.

psch

Infos:

www.egovernmentplattform.de

15


16

Handwerker-Kooperationen:

Marktvorteile im Verbund

„Der Kunde will alles aus einer Hand“, da sind sich Fliesenleger Rolf Herweg

und Tischler Frank Rosenbaum schon lange einig. Vor zwei Jahren gaben sie

das Einzelkämpfer-Dasein auf und gründeten mit einigen anderen den Wipperfürther

Handwerker-Verbund „Kreative Handwerker“. Damit liegen sie voll im

Trend – fast genauso alt ist „teamwork Oberberg“ im Südkreis, ein Jahr jünger

„Raum und Werk“ in Radevormwald.

Für die „Kreativen Handwerker“ war

vom Start an die gemeinsame Ausstellung

wichtig. „Denn unsere Kundinnen

und Kunden kaufen, was sie sehen“,

weiß Tischler Frank Rosenbaum. Mit

Muskelkraft, Eigenleistung und rund

250.000 Euro stellten die sieben Betriebe

– das sind jeweils ein Tischler-,

Fliesenleger-, Elektro-, Raumausstatter-

und Haustechnik-Betrieb sowie

zwei Malerbetriebe – eine eigene Ausstellung

auf die Beine.

Beratungstage locken Kundschaft

Weil Kunden meisterliche Arbeit wie

auch meisterliche Beratung erwarten,

laden die „Kreativen Handwerker“ jeden

ersten Samstag im Monat zum

Beratungstag ein. Dann kann es geschehen,

dass die Kunden sich zuerst

nur die Fliesen fürs Bad anschauen,

dann aber von den Kollegen gleich die

restliche Sanierung mit erledigen lassen.

Weniger Koordinationsaufwand,

effektive Arbeit und ein umfangreicher

Service – das überzeugt. Das geht bis

zur Sanierung als Ferienjob: Während

die Unternehmerfamilie den Urlaub genoss,

bauten die „Kreativen Handwerker“

die neue Küche ein, fegten Dreck

und Schutt beiseite. Als der Urlaub

Maßarbeit vom Tischler Rosenbaum

Fotos: psch

beendet war, da stand die Küche – und

die Familie konnte gleich zu Hause das

Geschirr aus den Schränken holen.

Das Konzept zahlt sich aus, die Nachfrage

nach hochwertiger Sanierung

und Renovierung kommt nicht nur aus

Wipperfürth, sondern auch aus dem

Umkreis. Entsprechend haben die

Handwerksbetriebe bereits ihr Personal

aufgestockt – eine Handvoll neuer

Arbeitsplätze entstand in Wipperfürth.

Eine eigene Ausstellung leisten sich

auch sieben Handwerksbetriebe in

Radevormwald. Noch aber ist der Verbund

„Raum und Werk“ in der Startphase,

die Ausstellung ist in einem

ehemals leer stehenden Ladenlokal

samstags für vier Stunden geöffnet.

Doch schon in den Anfängen zahlt sich

die Kooperation aus, berichtet Sanitärund

Heizungstech-niker Klaus Finke:

„ Wir empfehlen uns gegenseitig auf

den Baustellen“.

Teamwork im Quartett

Ganz ohne Ausstellung kommt „teamwork

Oberberg“ seit zwei Jahren aus.

Teamwork ist auch ohne Schauraum erfolgreich,

erzählt Steffen Werkshage,

I M P R E S S U M

W I R T S C H A F T S F A K T E N

Herausgeber:

Gründer- u. TechnologieCentrum

Gummersbach GmbH (GTC) und

Oberbergischer Kreis - Der Landrat

Kontakt-Anschrift:

Bunsenstr. 5, 51647 Gummersbach

Anzeigenleitung:

GTC Gummersbach GmbH

T: 02261 814500

F: 02261 814900

E: info@gtc-gm.de

Redaktion:

V.i.S.d.P.: Susanne Roll, GF GTC GmbH

Chefredaktion: Peter Schmidt (psch)

Redaktion: Andrea Dercks (ad),

Volker Dick (vd), Elke Knabe (ek)

Schmuck von Aussen: die kreativen Handwerker

in Wipperfürth

Inhaber des Bergneustädter Meisterbetriebs

für Heizung/Sanitär/Elektro:

„Die Kunden finden das gut, sie suchen

nur einen Ansprechpartner.“ Vier Betriebe

– je ein Tischler-, Maler-, Sanitär-Betrieb

und ein Wohnausstatter –

bieten im Süden des Oberbergischen

Kreises ihre Arbeit im Team an. Der

Informationsflyer und die direkte Vermittlung

bei der Kundschaft bringen

Aufträge wie auch eine deutliche Kundenbindung.

Peter Schmidt

Mehr Infos:

Kreative Handwerker

Erste Mühle 2

51688 Wipperfürth

T: 02267 3142

I: www.kreative-handwerker.de

teamwork oberberg

Herweg 42,

51702 Bergneustadt

T: 02261 91305-67

I: www.teamwork-oberberg.de

Raum und Werk

Kaiserstr. 78

42477 Radevormwald

samstags: 9 bis 13 Uhr

Redaktionsanschrift:

Journalistenbüro profil/

Oberbergische Impulse

Bismarckstr. 1, 51643 Gummersbach

T: 02261 926210

F: 02261 926224

E: redaktion@oberbergische-impulse.de

Layout & Satz:

CE Grafik-Design

Zum Würmel 6, 51643 Gummersbach

T: 02261 29966

I: www.ce-grafik-design.de

Druck:

Gronenberg GmbH & Co. KG, Wiehl

Druckauflage/Erscheinungszeitraum:

11.000 Exemplare/4 x pro Jahr

Abo: 4 Ausgaben für 20 Euro – Info im Internet: www.oberbergische-impulse.de

OBERBERGISCHE

impulse


Forderungsmanagement:

Immer schön flüssig bleiben

Gute Dienste verrichtet, Ware geliefert, Rechnung geschrieben – doch die

Kundschaft überweist nicht. So manchem Unternehmen ist eine schlechte

Zahlungsmoral schon auf die Liquidität geschlagen. Konsequentes Forderungsmanagement

hilft, die Situation im Griff zu behalten.

Ob große Konzerne, die Zinsvorteile

nutzen wollen, oder kleine Betriebe, die

an der Grenze zur Zahlungsunfähigkeit

balancieren: Nicht zahlende Kundschaft

gehört zum Alltag im Wirtschaftsleben.

Gerade in den vergangenen Jahren

waren aus allen Branchen Klagen über

die schlechte Zahlungsmoral zu hören.

Immerhin scheint sich derzeit eine

positive Entwicklung anzudeuten. Die

jüngste Untersuchung der Creditreform

Gummersbach zur „Wirtschaftslage im

Mittelstand“ spricht jedenfalls von einer

„leichten Besserung der Zahlungsmoral“

in der Region – was den seit

Herbst 2004 anhaltenden Negativtrend

stoppt. Jedes dritte Unternehmen stellte

im Frühling 2006 der Kundschaft

ein gutes bis sehr gutes Zeugnis aus.

„ Wir beobachten einen Rückgang bei

den Inkassoaufträgen“, ergänzt Siegmar

Kasemann, Prokurist bei Credit-

OBERBERGISCHE

impulse

reform in Gummersbach, die Ergebnisse

der Studie.

Privat-Insolvenzen „erschreckend“

Theo Müller, Leiter Vertrieb und Marketing

des bundesweit operierenden

Wiehler Unternehmens Teschinkasso

Forderungsmanagement GmbH, verzeichnet

dagegen beim Inkasso erhebliche

Steigerungen von 400 Prozent in

den vergangenen sechs Jahren. Ein

Positivtrend ist nicht in Sicht. Als „erschreckend“

bezeichnet er die hohe

Zahl der Privat-Insolvenzen, die vor allem

Handel und Dienstleister treffen.

Steigende Zahlen bei Inkasso-Aufträgen

können durchaus ein Zeichen für

gewachsene Professionalität der Firmen

in puncto Forderungsmanagement

sein. Denn heute werden nicht mehr

S E R V I C E

zig Mahnungen verschickt, bevor weitergehende

Schritte unternommen

werden. Aus gutem Grunde: Professionelles

Forderungsmanagement ist für

viele Unternehmen überlebenswichtig.

Kundschaft zahlt später

Die Untersuchung zur „Wirtschaftslage

im Mittelstand“ zeigt aber auch einen

Zuwachs bei den Firmen, denen die

Zahlungsweise ihrer Geschäftspartner

und -partnerinnen nur noch ein „mangelhaft-ungenügend“

wert war. Außerdem

haben sich die tatsächlichen

Zahlungsfristen bei gewerblicher wie

privater Kundschaft verschlechtert;

immer mehr warten bis zu 90 Tage,

ehe sie Schulden begleichen.

Wie wichtig ein funktionierendes Forderungsmanagement

sein kann, verdeutlicht

Theo Müller von Teschinkasso

mit einer deutlichen Zahl: „60 Prozent

aller insolventen Unternehmen haben

die Flügel gestreckt, weil die Forderungen

nicht hereingekommen sind.“ vd

Tipps Forderungsmanagement

● Übel an der Wurzel packen: bei Neukunden zunächst deren Bonität überprüfen lassen; alternativ nur Vorkasse oder

Barzahlung akzeptieren; im Zweifel lieber auf ein Geschäft verzichten

● Rechnung zeitnah zur Leistung stellen; in Rechnungen das Zahlungsziel genau datieren; danach beginnt der Verzug;

das Ziel kann auch unter den gesetzlich festgelegten 30 Tagen liegen

● 1. Mahnung gleich nach Verzug schreiben; immer wieder telefonisch nachhaken – in freundlichem, aber sachlichbestimmten

Ton; auf finanzielle, rechtliche Konsequenzen hinweisen und darauf, dass der Ruf leidet

● Rat von den Inkasso-Fachleuten: Wenn zwei Monate nach Rechnungsstellung noch kein Geld eingegangen ist, einen

externen Dienstleister beauftragen; Faustregel: Je mehr Zeit vergeht, desto unwahrscheinlicher wird die Begleichung

der Rechnung

● Befindet sich der Schuldner in einer Notlage, sollte gemeinsam nach einer Lösung gesucht werden; häufig hilft

Kommunikation aus der Sackgasse

17


Neuer Gründungszuschuss:

Geld in zwei Phasen

Die Förderung von Existenzgründerinnen

und –gründern sollte klarer geordnet

werden. Das war das Ziel der

Bundesregierung. Jetzt sind die Ich-

AG-Förderung und das Überbrükkungsgeld

abgeschafft. Seit dem

1. August hat der neue Gründungszuschuss

die alten Finanzhilfen abgelöst.

Gleich bleibt, dass die Bundesagentur

für Arbeit die Gründungsförderung

finanziert.

Das sind die Zahlen: In den ersten neun

Monaten erhalten Gründerinnen und

Gründer einen Zuschuss in Höhe des

Arbeitslosengeldes I – zuzüglich einer

Pauschale von 300 Euro. Diese 300

Euro sind gedacht für die soziale Absicherung.

Wer länger Zuschüsse benötigt,

dem kann die Arbeitsagentur

während der zweiten Förderphase den

300-Euro-Zuschuss für ein weiteres

halbes Jahr gewähren. Allerdings müssen

Gründerinnen oder Gründer dafür

eine intensive Geschäftstätigkeit nach-

18

Ihre Vorteile :

● Keine Mitgliedschaft

● Keine Jahresgebühren

● 100%ige Auszahlung

der Hauptforderung

● Keinerlei Vorkosten

zum Zeitpunkt der

Auftragserteilung

● Umfangreiche, individuelle

Reportings und

Sachstandsberichte

● Individuelle Betreuung

– bundesweit

weisen – sie kann beispielsweise durch

einen ersten Geschäftsbericht belegt

werden.

So kommt man ans Geld: Eine fachkundige

Stelle muss die Tragfähigkeit und

die persönliche wie auch die fachliche

Eignung von Gründerin oder Gründer

bestätigen. Bestehen Zweifel an der

Eignung, kann die Bundesagentur für

Arbeit die Teilnahme an entsprechenden

Fortbildungsmaßnahmen verlangen.

Wer den Gründungszuschuss erhalten

will, muss noch einen Restanspruch

auf das Arbeitslosengeld I von

mindestens 90 Tagen haben – dieser

Restanspruch wird dann mit dem

Gründungsgeld verrechnet.

Wie bei den ehemaligen Finanzspritzen

ist auch der neue Gründungszuschuss

eine steuerfreie Einnahme. Die so geförderten

Gründerinnen und Gründer

sind nicht automatisch Pflichtmitglied

in der gesetzlichen Krankenkasse. Eine

Gute Aussichten

für Ihr Geld…

Wir kennen

den Weg!

G R Ü N D U N G S I N F O S

freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen

Krankenkasse ist möglich. Die

Basis, auf der der Versicherungsbeitrag

berechnet wird, sind der Gründungszuschuss

und die Einnahmen aus dem

neuen Unternehmen – die 300 Euro

pauschalen Zuschusses werden nicht

eingerechnet.

psch

Mehr Infos

GO MIT-Gründungslotse

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T: 02261 814-509

E: info@go-mit.net

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Leistungen :

● Inkasso

Professioneller Komplettservice im

vorgerichtlichen und gerichtlichen

Beitreibungsverfahren.

● Auskünfte

Online-Zugriff auf Wirtschafts- und

Konsumenten-Auskünfte mit

visualisierter Bonität (Risiko-

Skala).

● „Faktura“-Software

Effiziente Überwachung von

Forderungen mit automatisierten

Mahnabläufen.

● Call-Collection

Beschleunigter Zahlungseingang

durch wirksamen Telefonkontakt.

● Debitorenmanagement

Von der Rechnungsstellung über

das gesamte Mahnwesen bis hin

zur Kontenüberwachung.

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OBERBERGISCHE

impulse

Foto: ce


OBERBERGISCHE

impulse

Lichtfieber e.K.:

Leuchtende

und strahlende

Werbebotschaften

Ob großflächige Giebelwerbeanlagen, klassisch beleuchtete Werbeschilder,

Leuchtwerbung mit modernster LED-Technologie oder der

schlichte Aufkleber mit dem Firmenlogo am Auto – die komplette

Bandbreite der Beschilderung realisiert Thorsten Gansewendt. Er

ist Inhaber der Lichtfieber e.K..

Seit sechs Monaten realisiert Thorsten

Gansewendt Werbemaßnahmen für

Unternehmen der Region. Moderne,

großflächige Neonanlagen mit neuester

LED-Technologie gehören genauso zu

Gansewendts Angebot wie Schilder,

Banner und Autobeschriftungen. „Die

Branche der Schilder- und Lichtreklameproduzenten

ist relativ klein, das

Aufgabengebiet allerdings sehr groß“,

beschreibt Gansewendt sein Tätigkeitsfeld.

Die technische Seite der bunten

Werbewelt entwickelt sich schnell

weiter und das erfordert Anpassung:

Wir sind Ihre Weiterbildungseinrichtung

in Ihrer Nähe:

● Vom Hauptschulabschluss

bis zum Abitur finden Sie bei

uns den Zweiten Bildungsweg

● Deutsch als Fremdsprache

ebnet Ihren Mitarbeitern den Weg

in eine erfolgreiche Zukunft. Wir

bieten überregional anerkannte

Kurse mit Zertifikaten.

● Eine Vielzahl von Fremdsprachen

können Sie bei uns buchen. Wir

schulen MitarbeiterInnen Ihres

Betriebes zum Beispiel in aktuellen

Computerkursen oder Führungstrainings

und vieles mehr!

Die vielen Möglichkeiten entnehmen

Sie bitte unserem Programmheft. Als

leistungsfähige VHS suchen wir immer

wieder geeignete Kooperationspartner.

Sie haben Ideen - Sie haben Wünsche -

wir setzen sie um!

Das Team der KVHS

Telefon: (0 22 61) 81 90-0

Telefax: (0 22 61) 81 90-27

e-Mail: info@vhs.oberberg.de

Internet: www.vhs-oberberg.de

„Die Stromkosten steigen stetig und

Leuchtreklame braucht viel Strom. Daher

verwenden wir Strom sparende

Hocheffizienzstrahler statt der üblichen

Halogenstrahler. Bei einem Verbrauch

von nur 50 Watt haben sie

eine Lichtausbeute von 800 bis 1000

Watt“, so Gansewendt. Dazu kommt

eine bis zu 40 Mal längere Lebensdauer.

„Die unwesentlich teurere Anschaffung

dieser energiesparenden

Strahler rechnet sich schon nach

wenigen Monaten.“

Grafikdesigner und Werbetechniker

Gansewendts Innovationsfreude fußt

auf einer soliden Ausbildung: An sein

Grafikdesign-Studium schloss der Engelskirchener

eine Lehre zum Werbetechniker

an. Bevor er in die Selbstständigkeit

startete, arbeitete er

als Grafiker und Produktionsleiter in

verschiedenen Werbetechnikfirmen.

„ Wenn man etwas am Computer entworfen

hat und es dann in groß sieht,

das ist schon ein tolles Gefühl“,

schwärmt er. Mit kreativen Ideen und

solidem Handwerk hat es der 32-jährige

Oberberger geschafft, sein Unternehmen

in kurzer Zeit gut zu etablieren.

Wurden große Aufträge bisher

an Werbetechniker im nahen Köln vergeben,

hat sich mittlerweile herumge-

Geschäftseröffnung:

März 2006

Besonderheiten:

Werbetechnik aus einer Hand:

Neon, Autobeschriftungen, Schilder,

Banner und Fahnen; Entwurf,

Montage, Wartung und Reparatur;

Internetversandhandel

für Praxisschilder.

E X I S T E N Z G R Ü N D U N G

sprochen, dass der Gummersbacher

Unternehmer die komplette Palette der

Werbetechnik anbietet.

Eigene Herstellung

Gansewendt hat im Gründer- und TechnologieCentrum

eine Produktionshalle

gemietet. „Hier kann ich großflächige

Lichtreklamen fertigen und auch im

Winter Autos beschriften“, erklärt er.

Anders als bei vielen Werbetechnikfirmen

bekommen Kunden bei Lichtfieber

alles aus einer Hand: „Wir produzieren

alles selbst. Strahlerarme, Haltekonstruktionen,

nichts wird zugekauft. So

können wir auch Sonderlösungen und

individuelle Wünsche realisieren“. Auch

diese Produktionen erledigt Gansewendt

in der GTC-Halle. Er hat alles im

Blick – da ist die kontinuierliche Qualitätskontrolle

garantiert.

Zu Lichtfieber gehört auch ein Internetversandhandel

für Praxis- und Kanzleischilder.

„Der Direktvertrieb ermöglicht

niedrige Preise“, rechnet sich der Werbetechniker

echte Marktvorteile aus.

Einfallsreiche grafische Lösungen zu erschwinglichen

Preisen sorgen für eine

stabile Auftragslage. Und die leuchtenden

Reklametafeln überall im Oberbergischen

machen auch Werbung für sein

Unternehmen.

Andrea Dercks

Kontakt:

Lichtfieber e.K.

Bunsenstraße 5

51647 Gummersbach

T: 02261 814-404

F: 02261 814-900

E: info@lichtfieber.de

I: www.lichtfieber.de

Internetversand:

www.praxisschild24.de

19

Foto: Lichtfieber


Dr. Reimar Molitor:

Schlaraffenland für

Regionalentwicklung

Regionalenwicklung ist das Spezialgebiet von Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführer

der Regionale 2010 Agentur. Den Zusammenhalt dazugehöriger

Kommunen und die Zusammenarbeit mit angrenzenden

Regionen sieht er diesbezüglich als besonders erfolgversprechende

Voraussetzung. Molitor war schon in über 30 europäischen Regionen

aktiv, aber hier im Oberbergischen, wo er inzwischen auch lebt, hat er

die Möglichkeit, seine Heimat mitzugestalten.

„Ich bin auf dem Bindestrich zum Oberbergischen

Land groß geworden“,

schmunzelt Reimar Molitor und meint

damit Kürten im Rheinisch Bergischen

Kreis. Mit seinem Vater, der heute einen

Mietmaschinenservice hat, kam er

viel herum und lernte den Landkreis

kennen und schätzen. Heute sieht er

das Gebiet auch mit den Augen eines

Regionalplaners. „Das Oberbergische

besticht durch seine Unterschiedlichkeit,

die aus der Lage resultiert“, er-

20

Ihr Service für Firmenfeiern,

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Von Elke Knabe

läutert er, „doch eben darin besteht

auch die Zerreißprobe, der die Region

ausgesetzt ist – eingebettet zwischen

dem Bergischen Städtedreieck, dem

Märkischen Kreis, dem Sauer- und Siegerland

sowie dem Bergischen Land

und der Rheinschiene. Wohin soll man

sich da orientieren?“ So hat die Regionalentwicklung

im Oberbergischen Land

für Molitor stets einen besonderen

Reiz. Erstmals war er hier 1997 für das

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung

in Wuppertal aktiv, dann im

Zuge der Agenda 21 für den ganzen

Kreis und jetzt betreut er im Rahmen

der Regionale 2010 gleich vier Projekte

vor Ort. Sein Fazit: Ein Schlaraffenland

für Regionalentwicklung.

Wir haben alles vor der Haustür

Oberbergische Firmen nötigen Dr. Reimar

Molitor Respekt ab. Denn viele

Unternehmerinnen und Unternehmer

im Landkreis sind einerseits standorttreu

und haben andererseits auf

dem Weltmarkt Erfolg. Das ist es, was

in Zukunft zählt. Man ist sich seiner

Besonderheiten bewusst, bewahrt sie

und bleibt dennoch offen für Neues, jenseits

der Regionengrenzen. „Dabei bedauere

ich allerdings, dass oberbergische

Unternehmen sich selten in der

nahen Umgebung orientieren, sondern

oft in die Ferne schweifen“, erläutert

P O R T R Ä T

Molitor. Das sind vergebene Chancen,

findet der Regionalentwickler. Er ist

davon überzeugt, dass durch Regionen

übergreifende Zusammenarbeit Entwicklungspotenziale

zurückkommen.

Molitor: „Der Gummersbacher VfL

macht es doch vor: Die fahren runter

an die Rheinschiene, spielen dort Weltklassehandball,

positionieren sich als

Spitzenteam aus dem Oberbergischen

und bringen Impulse zurück ins Land.

So sollten das auch die Firmen machen,

oberbergische Bescheidenheit ist hier

fehl am Platz.“

Oberbergische Tugenden bewahren

Andere oberbergische Eigenheiten rät

Dr. Reimar Molitor dagegen unbedingt

zu erhalten. So wird die Verlässlichkeit

nicht nur im Heimatlied besungen

„...wo der Handschlag noch zählt...“,

die gibt es wirklich, davon ist er überzeugt,

denn das hat er erfahren. Begeistert

hat Molitor auch der Zusammenhalt,

den die oberbergischen Kommunen

bei der Umgestaltung des Steinmüllergeländes

demonstrierten. „Dieses

Beispiel macht Geschichte in den

Landesausschüssen. Alle Kommunen

setzen sich gemeinsam für die Neugestaltung

der Industriebrache ein – jede

tritt mit kleineren Vorhaben zurück –

wo gibt es das schon?“ Vor allem aber

hat Molitor Freunde im Oberbergischen

gewonnen, wirkliche Freunde, wie er

betont, deren Credo ist: „Man trifft sich

mit Freunden und macht Zukunft.“

Dr. Reimar Molitor wurde 1968 in Wermelskirchen geboren, wuchs in Kürten

auf, studierte und promovierte an der Universität Münster in Geographie.

Über 30 europäische Regionen begleitete und beriet er bei der Zukunftsgestaltung,

arbeitete längere Zeit an einem Tourismusprojekt in Irland und

kam Ende der 90er Jahre zurück nach Deutschland, wo er verschiedenste

Regionalprojekte managte. Heute ist Molitor Geschäftsführer der Regionale

2010 Agentur und betreut im Raum Köln/Bonn 40 Projekte zu verschiedenen

Themengebieten.

OBERBERGISCHE

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Foto: Regionale 2010


Das Victor’s ist eines der jüngsten Hotels im Oberbergischen. 1997 öffnete

die Münchener Hotelkette ihr Haus in Gummersbach. Seit rund 1,5 Jahren

führt Angelika Knoedel das Haus – mit ihr kamen frische Ideen und neue Gäste

in das einzige Best Western-Hotel im Oberbergischen. Best Western, das ist

eine internationale Dachmarke eigenständiger Hotels.

Die Münchener Victor’s-Gruppe schloss

sich bereits vor einigen Jahren mit vier

ihrer zehn Häuser der internationalen

Hotelkette an. Das lohnt auch für Gummersbach.

So ist das Victor’s Ziel der

Kölner Messegäste.

Das Victor’s aber hat mehr zu bieten

als den Best Western-Standard. 82

große Zimmer zwischen 24 und 52

Quadratmetern – etwa die Hälfte mit

eigener Küchenzeile – sorgen ebenso

dafür, dass sich die Gäste wohl fühlen,

wie auch der 24-Stunden-Service an

der Rezeption, die ebenso lange geöffnete

Bar, die Wahl zwischen Allergie-,

Nacken- und anderen Kissen, der kostenlose

Kaffee- und Teeservice auf dem

Zimmer, die W-Lan-Möglichkeiten und

vieles mehr.

Barrierefrei für alle

Ein weiteres Highlight: Das Oberbergische

Victor’s ist bundesweit ein rollstuhlgerechtes

Vorzeigehotel. Die Türen

sind breit, die Bäder in allen Zimmern

stufenlos und geräumig, Handläufe

in den Fluren erleichtern die Orien-

Kontakt

Best Western Victor´s

Residenz-Hotel Gummersbach

Brückenstr. 52

51643 Gummersbach

T: 02261 801-09

F: 02261 901-599

I: www.victors.de

OBERBERGISCHE

impulse

Best Western

Victor´s Residenz-Hotel:

Wohlfühl-Konzept

nicht nur für

Business-Kunden

tierung für Sehbehinderte und stützen

die, die wackelig auf den Beinen stehen.

„In Sachen Barrierefreiheit sind

wir spitze – und wir werden künftig vermehrt

mit diesem Argument Gäste gewinnen“,

weiß Angelika Knoedel.

Mit sieben Tagungsräumen gehört das

Victor’s zu den großen Anbietern der

Region. Neben den Standards – flexible

Raumeinteilung, Pausenräume, die

übliche Tagungstechnik – bietet besonders

die Bibliothek unter dem Dach eine

angenehme Arbeitsatmosphäre. Wer

mit seiner Firma das Besondere sucht,

wer privat im Victor´s bleibt oder mit

der Familie wiederkommt, für den sind

Spezialangebote erarbeitet. Sei es das

Wohlfühl-Wochenende im Bergischen,

das Wanderwochenende, Golfer-Tage,

„Born to be wild“ – die Trike-Freizeit –

oder ähnliches. Wer will, kann auch ein

Ferien-Appartement anmieten. „Dieses

Angebot nutzen gerne Führungskräfte,

die in der Region einen Job übernommen

haben und in aller Ruhe eine Wohnung

suchen“, berichtet Victor´s Verkaufsleiterin

Juliane Viertel.

Victor´s Life und bergisch pur

Mit „Victor´s Life“ beschreibt die Hotelkette

ihr hauseigenes Wohlfühl-Konzept.

Die Küche bietet leichte und vitaminreiche

Kost, für sportlich Aktive gibt

es immer Anregungen wie zum Beispiel

zwei Jogging-Strecken in der Umgebung.

Eine kleine Speisenkarte präsentiert

frisch zubereitete Gerichten

mit Kalorienangaben. Täglich stehen

wechselnd Business-Gerichte für die

schnelle Mittagspause auf dem Plan.

Ein weiteres Schmankerl ist der kulinarische

Kalender. So bietet Küchenchef

Maik Eckermann im September Pilz-Gerichte

und im Oktober bereitet er mit

der Regionalvermarktung bergisch pur

(s. Oberbergische Impulse 3/2006)

heimische Produkte zu. Aufmerksamkeiten

wie frisches Obst, der Wetterund

Staumelder, der Plaudertisch für

Alleinreisende, der Hunde-Fressnapf

oder das Kühlwasser für Automobilisten

gehören zum Wohlfühlprogramm.

Das Konzept kommt an – Gummersbacher

Familien feiern, die Unternehmen

der Region nutzen die speziellen

Angebote. So lohnt sich eine Nacht im

Victor´s: Pro Nacht werden 500 Flugmeilen

im Lufthansa-Bonus-Programm

„Miles & More“ gutgeschrieben.

Peter Schmidt

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Fotos: Victor´s


Wandern:

Mit Stock, Lama oder einfach

nur so – Wandern ist in

Der Deutsche Wanderverband weiß ziemlich genau, was wandernde Menschen

sich wünschen: abwechslungsreiche Wege, mal Schatten, mal Sonne, interessante

Wälder, weite Blicke und attraktive, weiche Wege. Die dürfen auch immer

mal wieder Erleben am Wasser bieten. Eine Beschreibung, die klingt, als

wäre sie für das Oberbergische geschrieben.

Über 1.500 gezeichnete Wandererwege

in Oberberg sind die Basis. Zahlreiche

Hauptwanderstrecken führen

wie der Talsperrenweg (Wanderzeichen:

X 3) und der Graf-Engelbert-Weg

(X 28) durch die Region. Besonders

interessant sind Themenrouten, die im

Oberbergischen realisiert wurden. Dazu

zählen die „Straße der Arbeit“ (s. Oberbergische

Impulse 2/2005) und der

Wupperweg (Wanderzeichen: 6): Von

der Wupperquelle bei Marienheide

bis zur Leverkusener Wuppermündung

weisen Infotafeln auf Besonderheiten

hin. Lernen beim Laufen als Wanderprogramm.

Erlebniswandern bieten auch einige

Strecken beispielsweise im Raum Nümbrecht.

So der zwei Kilometer lange

Klangpfad, der sich leicht in längere

Wanderungen integrieren lässt. Hier

können dann das Baumtelefon ebenso

ausprobiert werden wie der Summstein

oder das Baumxylophon – der Vogelstimmenwecker

funktioniert den ganzen

Tag über mit Sonnenkraft.

„Betthüpfen“ nennen einige Hotels im

Bergischen Land ihr Spezialangebot. Da

wandern die Gäste von Hotel zu Hotel,

müssen noch nicht mal ihren Rucksack

tragen und lernen auch noch das Berg-

Neu in Oberberg: Lamatrekking

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ische hervorragend kennen. Angeboten

wird dieses unter anderem von zwei

Oberbergischen Hotels des Gastro-Verbundes

„Bergisch Land Hotels“. Neu

zusammengefunden hat sich im Nordkreis

ein Zusammenschluss von zunächst

sechs Gastronomen, die Service

für wandernde, Rad fahrende und

sportlich aktive Gäste bieten.

Summende Lamas

„ Wenn die Lamas zu summen beginnen,

dann wird es oft ganz still in der

Wandergruppe“, erinnert sich Sandra

Seynsche an die ersten geführten

Lama-Trekkings. Seit Sommer 2006

bietet der Reichshofer Balsamhof dieses

Wandererlebnis der ganz besonderen

Art: Die Lamas schleppen Rucksäcke

– die Wandergruppe genießt intensiv

die Natur während der zwei bis

vierstündigen Touren im Gebiet der

Mehr Infos:

Lamatrekking: www.lamatrekking-oberberg.de

Initiative der Wandergastronomen:

Kontakt: Jürgen Tönnes, www.landgasthof-toennes.de

Wanderhotels: www.bergischland-hotels.de

Wanderwege: www.sgv-bergischesland.de

Weitere touristische Infos: www.naturarena.de

Wanderkar anderkar anderkarten

anderkar ten ten: ten

Freizeitkarten „Naturpark Bergisches Land“

(Süd und Nord), Maßstab 1:50.000

Örtliche Wanderkarten mit Rundwanderwegen vor Ort,

Maßstab 1:25.000, Ausgaben: Lindlar/Oberbergisches Talsperrenland/

Südlicher Oberbergischer Kreis/Wipperfürth

Sicher Wandern

A K T I V

Alles an einem Baum: Weitwanderwege und

Thementouren

Wiehltalsperre, einem der schönsten

Naturgebiete der Region.

Mit einem flotten Stock erobern sich

immer mehr Menschen die Wanderwege.

Die einen nutzen die Stöcke als

schlichte Wanderstöcke, die anderen

betreiben sportliches Nordic Walking.

Wer es unter professioneller Anleitung

lernen will, für den bieten beispielsweise

in Nümbrecht Physiotherapeutinnen

und -therapeuten Kurse an. In Lindlar

informieren Faltblätter über attraktive

Nordic Walking-Strecken. Wer ohne

Karte walken und wandern will, für den

sind die Wanderparkplätze wichtige

Startpunkte. Denn viele der Ortsrundwege

(Wanderzeichen z.B. A 1) führen

auf interessanten Wegen durch die

Wälder, an den Talsperren entlang oder

auf Oberbergische Höhen.

Peter Schmidt

Milde Herbst- und Frühjahrstage sind Zeckentage. Weil bundesweit die von

Zecken verursachte Borreliose ein Problem ist, rät das Forstamt Wipperfürth

zu langen Hosen, geschlossenen Schuhen und Hemden mit Ärmeln. Da die

Borrelien erst etwa 24 Stunden nach dem Einstich übertragen werden, hilft

der tägliche Zecken-Check. Nicht nur in Oberberg, sondern überall.

OBERBERGISCHE

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Fotos: psch


OBERBERGISCHE

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Mehr Infos:

Naturarena

Bergisches Land:

www.bergischesland.de

Das Schneetelefon

in Reichshof:

(0 22 65) 3 45

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