matchball 1-2017
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Februar <strong>2017</strong><br />
<strong>matchball</strong><br />
Offizielles Organ Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V.<br />
Offizielles Organ Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V.<br />
1 / <strong>2017</strong><br />
TVBB-Jahreshauptversammlung<br />
Einladung und Berichte<br />
Jugend-Hallenmeisterschaften <strong>2017</strong> des TVBB<br />
Anica Stabel siegt in<br />
der Königsklasse<br />
42. Deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften<br />
Zwei Titel für den TVBB<br />
ITF 1st Senior Indoor Open in Bernau<br />
Gelungene Premiere<br />
Australian Open<br />
Paukenschläge in Melbourne<br />
Ohne Satzverlust zum Titel:<br />
U18-Meisterin Anica Stabel<br />
(LTTC “Rot-Weiß”) war die<br />
dominierende Spielerin<br />
Foto: Andreas Springer
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S O N N E N S C H U T Z S Y S T E M E
Editorial<br />
Liebe Tennisfreunde in<br />
Berlin und Brandenburg,<br />
Dr. Klaus-Peter Walter<br />
„Team: Toll, ein anderer macht’s“, so provozierte Alfred Hörmann<br />
auf der DTB-Mitgliederversammlung im November<br />
vergangenen Jahres gleich zu Beginn seiner Rede die Zuhörerschaft,<br />
um auf sein eigentliches Anliegen, das PotAS, zu<br />
schwenken, das er im eigenen Team und nicht von anderen<br />
umgesetzt wissen will.<br />
Das Potenzial-Analyse-System ist für den Präsidenten des<br />
DOSB, dem Deutschen Olympischen Sportbund, die Marschrichtung<br />
der kommenden drei Jahre, verspricht es doch eine<br />
gezieltere Förderung der vielen Sporttalente in Deutschland.<br />
Ob nun mathematisch fundierte Algorithmen den Königsweg<br />
zum Erfolg ebnen werden oder doch die altbekannte<br />
enge Zusammenarbeit zwischen Trainer und Sportler bleibt<br />
zunächst offen. Bisher galt ein geschicktes Händchen, der<br />
aufmerksame Blick, die einfühlsame Nähe der Betreuer als<br />
Garant, das Potenzial unseres Nachwuchses und der professionell<br />
eingestellten Sportler zu heben.<br />
Beides zu verschmelzen ist nun ein Kernelement der PotAS-<br />
Vorgehensweise. Neben dem attributgebündelten Berechnungssystem<br />
wird gleichzeitig die Bedeutung des Trainers<br />
hervorgehoben. Diesmal aber nicht nur mit Worten, sondern<br />
mit zeitgemäßen arbeitsrechtlichen Verträgen einschließlich<br />
angemessener, zukunftssicherer Bezahlung. Und, so mündlich<br />
von Herrn Hörmann versprochen, soll die Fachsportart<br />
Tennis als Schwerpunktsportart aufgewertet werden und damit<br />
in die Spitzensportförderung des Bundesministeriums<br />
des Inneren aufgenommen werden. Diese Aussicht ist auch<br />
für den TVBB von immenser Bedeutung, würde doch die zur<br />
Zeit eher geduldete Unterstützung durch die DOSB-Organisationen<br />
einen handfesten Rahmen für unsere Leistungsbereitschaft<br />
eröffnen.<br />
Da passte es gut, dass gleich zu Beginn des Jahres der 3. Internationale<br />
Tenniskongress im Berliner Hotel Estrel das Potenzial<br />
unserer Trainer aufzeigte. Hervorgegangen ist diese alle<br />
zwei Jahre stattfindende Veranstaltung aus den 25 Jahren<br />
DTB/VDT-Bundeskongress (im Jahr 1988 vom Verband Deutscher<br />
Tennislehrer initiiert), der in seinen Hochzeiten gut 600<br />
Trainer jährlich in München am ersten Januarwochenende<br />
versammelte. In diese Größenordnung wuchs der diesjährige<br />
3. Trainerkongress wieder hinein, ein untrügliches Zeichen,<br />
dass die Bedeutung der Trainerarbeit im deutschen Tennis<br />
eine Bedeutungsauffrischung erhalten hat. Neben den Trainern<br />
widmete sich der Kongress erstmalig einer der wichtigsten<br />
Zielgruppen bei der Nachwuchsförderung, den Eltern. Einen<br />
ganzen Tag lang wurden die finanziellen, erzieherischen<br />
und mentalen Hauptförderer des eigenen Nachwuchses unter<br />
dem Motto Elterncoaching mit anregenden Beiträgen für<br />
die Zukunft fit gemacht.<br />
Der TVBB muss sich meiner Einschätzung nach nicht hinter<br />
den herausgearbeiteten Erkenntnissen verstecken, weist er<br />
doch seit Jahrzehnten einen überproportionalen Erfolg bezogen<br />
auf seine 40 000 Mitglieder aus.<br />
Gleich welche Altersklasse, ob die Senioren, gekrönt mit Titeln<br />
‚Deutscher Meister‘ der Damen 55+, 60+, 70+ und 75+<br />
oder die Jugend mit dem Titel ‚Internationaler Deutscher Jugendmeister‘,<br />
Tennis hat in Berlin und Brandenburg einen hohen<br />
Stellenwert. Unsere knapp 700 lizenzierten Trainer sind<br />
damit rechnerisch mit 3,5 Trainern in jedem unserer 195 Vereine<br />
in der Nachwuchsarbeit präsent und sollten der Neustrukturierung<br />
des Leistungssports und der Spitzensportförderung<br />
des DOSB mit Zuversicht entgegensehen.<br />
Damit das TVBB-Erfolgskonzept weiterentwickelt werden<br />
kann, sollten Sie die Gelegenheit wahrnehmen und die Mitgliederversammlung<br />
am 26. März <strong>2017</strong> im Dahlemer Campushotel<br />
Seminaris, Takustraße 39, 14195 Berlin besuchen.<br />
Ab 11 Uhr berichtet das Präsidium über das vergangene Jahr<br />
und stellt sich zur Neuwahl.<br />
Ihr Klaus-Peter Walter<br />
Präsident des TVBB<br />
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Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 3
Inhalt<br />
Nach Redaktionsschluss<br />
Das deutsche Team: Philipp Kohlschreiber (l.),<br />
Jan-Lennard Struff, Alexander Zverev, Mischa<br />
Zverev, Kapitän Michael Kohlmann<br />
<br />
© public adress/Mirko Hannemann<br />
Davis Cup: Deutschland - Belgien 1:4<br />
Favorit muss wieder<br />
in die Relegation<br />
Die Belgier traten ohne ihre Nummer 1, David<br />
Goffin (ATP 11) an, Deutschland war Favorit.<br />
Doch dieser Rolle wurden Zverev und<br />
Co. in der Frankfurter Fraport-Arena in keiner<br />
Weise gerecht. Statt im Viertelfinale zu stehen,<br />
muss das deutsche Team im September<br />
wieder gegen den Abstieg aus der Weltgruppe<br />
(15. bis 17. September) spielen - zum dritten<br />
Mal in Folge.<br />
Nach dem ersten Spieltag stand es 1:1. Alexander<br />
Zverev (ATP 21) gelang vor 4 300 Zuschauern<br />
mit 6:3, 6:3, 6:4 gegen Arthur De<br />
Greef (ATP 140) der Ausgleich, nachdem sich<br />
zuvor Philipp Kohlschreiber (ATP 28) Steve<br />
Darcis (ATP 59), 4:6, 6:3, 6:2, 6:7(2), 6:7(5)<br />
hatte beugen müssen.<br />
Am zweiten Tag gingen unsere Nachbarn<br />
mit 2:1 in Führung. In ihrem ersten gemeinsamen<br />
Davis Cup-Einsatz mussten sich Mischa<br />
und Alexander Zverev den besser eingespielten<br />
Ruben Bemelmans/Joris De Loore<br />
mit 3:6, 6:7(4), 6:4, 6:4, 3:6 beugen.<br />
Am letzten Tag fiel die Entscheidung schon<br />
nach dem Spitzeneinzel Alexander Zverev<br />
gegen Steve Darcis mit 6:2, 4:6, 4:6, 6:7 (8) -<br />
uneinholbare belgische Führung von 3:1.<br />
Das bedeutungslose letzte Einzel verlor Mischa<br />
Zverev mit 5:7, 1:6 gegen Ruben Bemelmans<br />
(ATP 151).<br />
Kapitän Michael Kohlmann: „Das war für uns<br />
ein ernüchterndes Wochenende. Leider haben<br />
wir es nicht geschafft, eine gute Ausgangslage<br />
in Erfolg umzuwandeln.”<br />
TOP-EREIGNISSE<br />
DTB: 68. Ordentliche Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main<br />
Tennis hat gute Chancen auf Förderung. 6<br />
Interview mit Ulrich Klaus, Präsident des drittgrößten deutschen Fachsportverbandes<br />
Aus Aufbruchsstimmung wurde Aufschwung. 7<br />
Berlin: Internationaler DTB Tenniskongress<br />
Rekordbesuch und neue Maßstäbe. 8<br />
Biberach a.d. Riss: 45. Deutsche Meisterschaften der Damen und Herren (A 1), im Mixed und Rollstuhltennis<br />
Titel für Berrer zum Karriereschluss, Sieg für Witthöft im dritten Anlauf. 10<br />
42.Deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften 2016 der U14, 16, 18, Masters U12 in Essen<br />
Santa Strombach Meisterin im Doppel, Oliver Olsson gewinnt U12-Masters. 13<br />
DSR Sportzentrum Wandlitz: TVBB Jugend-Hallenmeisterschaften <strong>2017</strong> (J-2)<br />
Erste Standortbestimmung für unsere Junioren . 16<br />
JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG <strong>2017</strong><br />
Dr. Klaus-Peter Walter: Jahresbericht 2016 des TVBB-Präsidenten<br />
Unser Verband: erfolgreich und im Aufwind . 20<br />
Bernd Wacker: Jahresbericht zum Sport 2016<br />
Guter Sport im Jubiläumsjahr . 21<br />
Reinhard Schadenberg: Jahresbericht Jugendsport 2016<br />
Eine Saison mit schönen Erfolgen der Jugend . 24<br />
Alexander Klimke: Jahresbericht Sportentwicklung 2016<br />
Kerbers große Siege – mehr Aufmerksamkeit für Tennis . 25<br />
Torsten Pressel: Jahresbericht Medien und Öffentlichkeitsarbeit 2016<br />
Davis Cup dominiert . 27<br />
Roland Goering: Jahresbericht 2016 Jüngstentennis<br />
Mehr Spiele mit "bunten Bällen". 27<br />
Uwe Kroedler: Jahresbericht 2016 Seniorensport<br />
Ein gutes Jahr für unsere Senioren. 29<br />
Dr. Joachim Buchta: Jahresbericht Leistungsklassen<br />
Blau-Weiss führt die Race-Wertung an . 30<br />
Peter Obst: Jahresbericht 2016 Lehre und Ausbildung<br />
Im TVBB sind fast 700 Trainer tätig. 30<br />
Angela Luce-Höher: Jahresbericht 2016 Schultennis<br />
Brandenburg wieder nicht dabei. 31<br />
Werner Ludwig: Jahresrückblick 2016 Brandenburg-Süd<br />
Drei überregionale Aufsteiger. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32<br />
Tennisbezirk Brandenburg<br />
Ben-Ulf Hohbein erneut Bezirksvorsitzender. 33<br />
TENNIS NATIONAL<br />
TC SportForum Bernau: 1. ITF Berlin Indoor Senior Open (Grade 5)<br />
Die Premiere macht Mut: Yes, we can!. 34<br />
ITF, Florida: Metropolia Orange Bowl International Tennis Championships (Grade A)<br />
Rudi Molleker unter den besten acht, Kecmanovic gewinnt erneut. 36<br />
Kiel-Wellsee (SLH): Norddeutsche Meisterschaften 2016 für Damen und Herren (A4)<br />
TVBB geht leer aus. 38<br />
Dresden: Offene Ostdeutsche Hallenmeisterschaften<br />
Adelina Krüger gewinnt Berliner Finale. 40<br />
Nachrichten. 42<br />
NTV, Sportpark Isernhagen: Orange-/Green-Cup U9/U10 der Nordverbände<br />
TVBB-Kids überzeugen. 44<br />
STV, Leipzig: DTB Ost-Masters U9/U10<br />
Zora König und Friedrich Stoll holen Titel . 45<br />
TVBB SPORT<br />
TVBB: 34. Hallenverbandsmeisterschaften <strong>2017</strong> der Seniorinnen und Senioren<br />
Nur zwei Vorjahressieger verteidigen ihre Titel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46<br />
DTB-Aktion<br />
Deutschland spielt Tennis - und sogar länger. 50<br />
.<br />
Seniorentennis<br />
Drei neue Turniere für die größte Altersgruppe im TVBB. 50<br />
Der Neuenhagener Tennisclub hat auch im Jahr <strong>2017</strong> viel vor… 52<br />
4<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Inhalt<br />
Schwapp Tennis Series, powered by SPORTKIND<br />
Die Domstadt Fürstenwalde - Turnierzentrum Brandenburgs. 54<br />
4. Robinson Club Fleesensee Tennis Challenge 2016, präsentiert von f. becker_line<br />
Siegerpokale gehen nach Wahlstedt. 57<br />
LTTC “Rot-Weiß”: Kids Cup mit Race-Wertung (J 3)<br />
Hochbetrieb im Tennis-Mekka . 58<br />
TSV Zarpen (SLH):12. Lübecker Welsbachhallen Junior Cup (J3)<br />
Berliner Junioren erfolgreich . 60<br />
TC Lichtenrade Weiß-Gelb: Kids-Weihnachtscup 2016<br />
Stefan Fricke überzeugt. 60<br />
Brandenburg-Nord, TC Wusterhausen: 10. Dosse Hallen-Cup<br />
Kleines Jubiläum, tolle Spiele . 60<br />
Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus: Hallen-Regionalmeisterschaft der Herren<br />
Jan Pirnack bleibt die Nummer eins. 61<br />
Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus: Hallen-Regionalmeisterschaften Mixed<br />
Udich/Pirnack verteidigen Titel. 61<br />
Brandenburg-Süd: Sport-Park Cottbus, Neujahrsturnier<br />
Starke Resonanz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62<br />
Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus: 17. Kleinfeld-Turnier U10<br />
Beide Sieger kommen vom TC Frankfurt/Oder. 62<br />
Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus: Jahresabschlussturnier<br />
Spremberger Talent gewinnt . 63<br />
FV Tennis Sangerhauser Weg: 1. Berliner Tie-Break-Cup<br />
Vom Anfänger bis zum “Profi” - alle hatten Spaß. 63<br />
TVBB INTERN<br />
DTB<br />
Turnierspieler-Teilnehmerentgelte sollen Spitzentennis fördern. 64<br />
DTB<br />
DTB Online Campus wird Standard für Trainer . 64<br />
<strong>matchball</strong> kommentiert<br />
Der DTB beschließt neue Belastungen für Turnierspieler und Trainer. 65<br />
Die Anhebung des Turnierspielerentgeltes findet nicht in allen Vereinen Zustimmung.<br />
Auch Widerstand gegen höhere Entgelte . 65<br />
Nachrichten aus Verband und Vereinen. 66<br />
FVT Heilandsweide: Funktionärsturnier 2016<br />
Gespräche waren wichtiger als verwandelte Matchbälle . 68<br />
Jüngstentennis<br />
Wer darf in einer höheren AK spielen?. 68<br />
.<br />
Ausbildung<br />
Die Talentschmiede, in der auch Rudi Molleker schwitzte. 69<br />
Turnierkalender <strong>2017</strong> 70<br />
Reisen<br />
Mit Patricio Travel in die Sonne. 72<br />
TENNIS INTERNATIONAL<br />
Australian Open Tennis Championships <strong>2017</strong>, The Grand Slam of Asia/Pacific<br />
Die “Oldie”-Show von Down Under, das Turnier der Paukenschläge. 73<br />
.<br />
London: ATP World Tour Finale 2016<br />
Murray krönt seinen Super-Lauf 77<br />
Nachrichten. 78<br />
VORSCHAU<br />
In Heft 2-<strong>2017</strong> lesen Sie:<br />
• Wer gewinnt die Winterrunde?<br />
• Die neuen TVBB-Hallenmeister<br />
• Vorschau auf 2. Bundesliga und Regionalliga Nord-Ost<br />
• Berichte vom Davis Cup vs Belgien und Fed Cup vs USA<br />
… und vieles mehr<br />
Offizielles Organ Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V.<br />
Herausgeber:<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V.<br />
Hüttenweg 45, 14195 Berlin<br />
Telefon 030 - 89 72 87 30 · Telefax 030 - 89 72 87 01<br />
E-Mail: info@tvbb.de<br />
Präsident: Dr. Klaus-Peter Walter<br />
Verantwortlich TVBB: Torsten Pressel<br />
Redaktion: Dr. Dieter Rewicki, Bernd Prawitz<br />
Verantwortlicher Redakteur: Bernd Prawitz<br />
Bitte Beiträge, Leserbriefe usw. bitte an den TVBB oder<br />
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Felix Rewicki, Geschäftsführer TVBB<br />
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Tel.: 030 46 70 96 - 0<br />
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Beiträge<br />
DTB, Bernd Prawitz, Bernd Süßbier, Dr. Klaus-Peter<br />
Walter, Bernd Wacker, Reinhard Schadenberg, Alexander<br />
Klimke, Torsten Pressel, Roland Goering, Uwe Kroedler,<br />
Dr. Joachim Buchta, Peter Obst, Angela Luce-Höher,<br />
Werner Ludwig, Ben-Ulf Hohbein, Klaus Weise, Liv<br />
Schreiber, Rolf Becker, Jan Sierleja, Dr. Dieter Rewicki,<br />
Andreas Springer, Uwe Petermann, SID, tennisnet<br />
Fotos:<br />
public adress/Mirko Hannemann, Lana Roßdeutscher,<br />
DTB, Bernd Prawitz, Thomas Schulte, Klaus Molt, Bernd<br />
Süßbier, Andreas Springer, Claudio Gärtner, Patrick<br />
Becher, Laura Obst, Angela Luce-Höher, Werner Ludwig,<br />
Ulrich Lhotzki-Knebusch, Antonia Preißler-Szelig,<br />
Barbara Labitzke, Jan Sierleja, Peter Janosi, Sarah<br />
Buchwald, maasgestaltet, Roland Goering, Jürgen<br />
Hasenkopf<br />
„<strong>matchball</strong>“, das Tennismagazin des TVBB, erscheint viermal jährlich in den<br />
Monaten Februar, Mai, August und November.Das Abonnement kostet 15,– €<br />
pro Jahr (einschl. MwSt. und Versand). Bei Nichtbelieferung ohne Verschulden,<br />
des durchführenden Vertriebs oder infolge höherer Gewalt bzw. Störung<br />
des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegen den durchführenden Vetrieb.<br />
Für unverlangt eingesandte Fotos und Manuskripte wird keine Haftung<br />
übernommen. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung<br />
des Herausgebers und Quellenangabe.<br />
Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Autors<br />
wieder – diese muss nicht mit der des Herausgebers und der Redaktion<br />
übereinstimmen.<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
5
Top-Ereignisse<br />
DOSB-Präsident Alfons Hörmann bei seinem Gast-Vortrag<br />
DTB: 68. Ordentliche Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main<br />
Tennis hat gute Chancen auf Förderung<br />
Den Nachwuchs früher und intensiver fördern, die Bundesstützpunkte stärken,<br />
die vorhandenen Mittel effektiver einsetzen, um weiterhin den besten<br />
Tennisnationen der Welt auf Augenhöhe zu begegnen. Diese notwendigen<br />
Maßnahmen mit einer langfristigen Finanzierung zu sichern, war die zentrale<br />
Aufgabe der diesjährigen Mitgliederversammlung des Deutschen Tennis<br />
Bundes im Steigenberger Hotel Frankfurter Hof in Frankfurt am Main<br />
(20. November).<br />
Nach intensiven, gemeinsamen Beratungen<br />
konnten das Präsidium des Dachverbandes und<br />
die Vertreter der 18 Landesverbände ein umfangreiches<br />
Reformprogramm für die Bereiche<br />
Jugend- und Leistungssport auf den Weg bringen.<br />
Dies wird über eine moderate Anhebung<br />
der Turnierteilnehmergebühr im Ranglistenbereich<br />
sowie die Einführung einer Teilnehmergebühr<br />
bei den Leistungsklassenturnieren finanziert.<br />
„Ich bin sehr beeindruckt, mit welcher<br />
Einigkeit der DTB und seine Landesverbände gemeinsam<br />
an einem Strang ziehen. Diese Bemühungen<br />
werden uns einen großen Schritt weiterbringen“,<br />
kommentierte Präsident Ulrich Klaus.<br />
Neue Förderprinzipien<br />
Begonnen hatte die 68. Ordentliche Mitgliederversammlung<br />
des Deutschen Tennis Bundes mit<br />
einem Gastvortrag von Alfons Hörmann. In seinen<br />
mit Spannung erwarteten Ausführungen<br />
ging der Präsident des Deutschen Olympischen<br />
Sportbundes (DOSB) vor allem auf die viel diskutierte<br />
Reform der Leistungssportförderung<br />
ein. Kernpunkte wie Erfolgsorientierung, Potenzialorientierung<br />
oder Effizienz erläuterte<br />
er ausführlich und warb für die Notwendigkeit<br />
der geplanten Veränderungen: „Es gilt, ein neues<br />
Kapitel in der Leistungssportförderung aufzuschlagen<br />
und das geht nur gemeinsam. Der<br />
Deutsche Tennis Bund kann in dieser Konstellation<br />
nur gewinnen.“ Der DTB habe in diesem<br />
Zusammenhang berechtigte Hoffnungen auf<br />
eine Aufnahme in die Grundförderung. „Bislang<br />
konnte mir noch niemand einen Grund nennen,<br />
warum der DTB nicht förderungswürdig ist. Es<br />
gibt realistische Chancen für eine künftig bessere<br />
Form der Förderung und Zusammenarbeit.“<br />
Ebenfalls informierte der 56-Jährige über die<br />
Aufgaben- und Effizienzanalyse. Diese hatte der<br />
DOSB von einer externen Unternehmensberatung<br />
durchführen lassen. Hörmann sprach sich<br />
zudem für eine Stärkung des Hauptamtes im<br />
Verbandswesen aus. Im Anschluss an seine Rede<br />
gab es einen interessanten und aufschlussreichen<br />
Austausch mit den Delegierten.<br />
Anschließend blickte Ulrich Klaus auf die herausragenden<br />
sportlichen Ereignisse des zu Ende<br />
gehenden Jahres zurück. Dabei betonte er,<br />
dass sich aus der Aufbruchsstimmung ein Aufschwung<br />
entwickelt habe. Besonders hob er die<br />
beiden Grand Slam Siege von Angelique Kerber<br />
in Melbourne und New York sowie ihren Aufstieg<br />
zur Nummer eins der Weltrangliste hervor.<br />
Das Abschneiden der Nationalmannschaften<br />
im Davis Cup und Fed Cup würdigte er ebenso<br />
wie die Erfolge der deutschen Spielerinnen<br />
und Spieler bei den internationalen Turnieren<br />
in Deutschland und der Nachwuchstalente des<br />
Deutschen Tennis Bundes.<br />
Ebenfalls erwähnt wurden die spielstarken Senioren<br />
sowie die außergewöhnlichen Leistungen<br />
der deutschen Athleten im Rollstuhltennis mit<br />
dem Höhepunkt der Paralympischen Spiele in<br />
Rio de Janeiro.<br />
TVBB-Jugendsportwart mit Silberner<br />
Ehrennadel ausgezeichnet<br />
Am Ende seiner Rede verkündete Ulrich Klaus<br />
die Vertragsverlängerung mit der Nürnberger<br />
Versicherung um weitere drei Jahre bis einschließlich<br />
2019 und bedankte sich bei allen<br />
weiteren Partnern und Sponsoren des Deutschen<br />
Tennis Bundes: „Sie sind eine wichtige<br />
Säule unserer Verbandsarbeit und unterstützen<br />
den Deutschen Tennis Bund auf allen Ebenen.“<br />
Die Vereine HTV Hannover (1. Platz), DTV Hannover<br />
(2. Platz) und TC 1899 Blau-Weiss Berlin<br />
(3. Platz) freuten sich über die Auszeichnung als<br />
Gewinner des Nürnberger Club-Race. Dr. Natalie<br />
Schwägerl, als Repräsentantin der Nürnberger<br />
Versicherung, und Ulrich Klaus überreichten<br />
6<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Top-Ereignisse<br />
DTB-Vizepräsidentin Dr. Eva-Maria Schneider (l.) und Präsident Ulrich Klaus (r.) zeichnen TVBB-Jugendsportwart Reinhard Schadenberg mit der Silbernen Ehrennadel aus<br />
Siegerschecks in Höhe von insgesamt 5 000 Euro,<br />
die zur Förderung von Kindern und Jugendlichen<br />
eingesetzt werden.<br />
Einer der Höhepunkte war die Ehrung verdienter<br />
Persönlichkeiten des deutschen Tennissports.<br />
Mit der Goldenen Ehrennadel des<br />
Deutschen Tennis Bundes wurde Rolf Schmid<br />
(Biberach) als langjähriges Mitglied im Ausschuss<br />
für Leistungssport und Turnierdirektor<br />
der Deutschen Meisterschaften der Damen und<br />
Herren ausgezeichnet.<br />
Die Silber-Vergoldete Ehrennadel erhielt der Referent<br />
für Ranglisten und Vorsitzende des Ausschusses<br />
für Ranglisten und Leistungsklassen,<br />
Wolfgang Burkhardt (Landau an der Isar). Ebenfalls<br />
mit der Silber-Vergoldeten Ehrennadel ausgezeichnet<br />
wurde Alexander Jakubec (Köln),<br />
Vorsitzender des Ausschusses und der Kommission<br />
für Ausbildung und Training im Deutschen<br />
Tennis Bund sowie Frank Hofen (Halle/Westfalen),<br />
langjähriges Mitglied der Kommission für<br />
Medien und Öffentlichkeitsarbeit. Auch Hans-<br />
Jürgen Mergner (Kornwestheim) durfte sich für<br />
sein Engagement im Ausschuss für Ausbildung<br />
und Training über die Silber-Vergoldete Ehrennadel<br />
freuen.<br />
Die Silberne Ehrennadel erhielten TVBB-<br />
Jugendsportwart Reinhard Schadenberg<br />
(Wandlitz), langjähriges Mitglied der Jugendkommission<br />
des Deutschen Tennis Bundes<br />
und Dieter Kirschenmann (Mainz), Präsident<br />
des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz.<br />
Trainer des Jahres 2016 wurde Torben Beltz (Itzehoe),<br />
der seit mehr als zehn Jahren Angelique<br />
Kerber betreut und die Porsche Team Deutschland-Spielerin<br />
zu zwei Grand Slam- Titeln und<br />
der Pole Position in der Weltrangliste führte.<br />
Bester Absolvent der A-Trainerausbildung<br />
ist Fabian Donsbach (Ulm), Vereinstrainer<br />
des Jahres wurde Thomas Jiricka vom TC BW<br />
Dresden-Blasewitz.<br />
Laura Siegemund hatte beim traditionellen<br />
DTB-Abend für ihre Leistungen, unter anderem<br />
den Sieg bei den US Open im Mixed, die Goldene<br />
Ehrennadel erhalten. Auch Porsche Team<br />
Deutschland-Chefin Barbara Rittner und zahlreiche<br />
anwesende langjährige Mitglieder des<br />
Davis Cup- und Fed Cup-Betreuerstabs wurden<br />
gewürdigt.<br />
DTB · Fotos: Lana Roßdeutscher<br />
Interview mit Ulrich Klaus, Präsident des drittgrößten deutschen Fachsportverbandes<br />
Aus Aufbruchsstimmung wurde Aufschwung<br />
Vor gut einem Jahr sprachen Sie auf der Mitgliederversammlung<br />
in Frankfurt von einer<br />
„Aufbruchsstimmung“. Haben sich Ihre Erwartungen<br />
erfüllt?<br />
Ulrich Klaus: „Mehr als das. Aus dieser Aufbruchsstimmung<br />
ist tatsächlich ein Aufschwung<br />
geworden, in allen sportlichen Bereichen.<br />
Wir haben großartige WTA, ATP und ITF Turniere<br />
in Deutschland erlebt. Wir haben wunderbare<br />
Erfolge unserer Spielerinnen und<br />
Spieler auf den Turnieren und im Fed Cup und<br />
Davis Cup verfolgen können. Und dann müssen<br />
wir natürlich das Traumjahr von Angelique<br />
Kerber besonders erwähnen.”<br />
Wie wichtig ist der Baustein „Turniertennis“<br />
für den DTB?<br />
Ulrich Klaus: „Das Turniertennis ist auf der einen<br />
Seite mit den großen ATP- und WTA- Veranstaltungen<br />
in Deutschland ein ganz wichtiger Baustein<br />
für unsere Spielerinnen und Spieler. Aber<br />
mindestens genauso wertvoll sind die German<br />
Masters Series presented by Tretorn und die ATP<br />
Challenger Turniere. Hier haben unsere Talente<br />
die einzigartige Möglichkeit, sich vor eigenem<br />
Publikum zu präsentieren und ihre ersten Weltranglistenpunkte<br />
zu holen. Das ist großartig!<br />
Aber bitte vergessen wir nicht die zahlreichen<br />
Juniorenturniere, die mit Liebe durchgeführten<br />
Seniorenveranstaltungen, das Rollstuhl- sowie<br />
das Beach Tennis. Wir sind sehr gut aufgestellt<br />
und dies sollten wir alle gemeinsam pflegen.“<br />
Wo sehen Sie als Präsident des mitgliederstärksten<br />
Tennisverbandes der Welt noch<br />
Reserven?<br />
Ulrich Klaus: „Lassen Sie mich erst einmal mit<br />
dem in diesem Jahr Erreichten zufrieden sein.<br />
Gleichwohl wünsche ich mir einen erneuten<br />
Durchbruch unserer Fed Cup und Davis Cup<br />
Teams. Beide Mannschaften sind gut aufgestellt<br />
und haben meiner Ansicht nach immer<br />
die Chance, ins Halbfinale bzw. vielleicht sogar<br />
ins Finale zu kommen. Das wäre der nächste<br />
Kick für den deutschen Tennissport.“<br />
Interview: DTB (gekürzt)<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
7
Top-Ereignisse<br />
Auf dem eigens verlegten Hartplatz wurden viele Trainingsinhalte gezeigt<br />
Berlin: Internationaler DTB Tenniskongress<br />
Rekordbesuch und neue Maßstäbe<br />
Größer, vielseitiger, besser: Mit<br />
mehr als 600 Teilnehmern, 31 Vorträgen,<br />
23 Referenten und 22 Ausstellern<br />
hat der dritte Internationale<br />
DTB Tenniskongress presented by<br />
Wilson (6. bis 8. Januar) neue Maßstäbe<br />
gesetzt. „Wir sind sehr stolz<br />
und glücklich über die unglaublich<br />
hohe Resonanz und die vielen positiven<br />
Rückmeldungen, die wir vor<br />
Ort und auch im Nachgang erhalten<br />
haben“, so Bundestrainer und Organisationsleiter<br />
Hans-Peter Born.<br />
Alle zwei Jahre lädt der Deutsche Tennis Bund<br />
(DTB) im Berliner Hotel Estrel zur größten Tennistrainerfortbildung<br />
Deutschlands ein, die sich<br />
immer mehr zum „Muss“ für Trainer, aber auch<br />
für die Tennisequipment-Firmen und alle an den<br />
neuesten Trends interessierten Tennisfans entwickelt.<br />
Der Rebound Ace-Court im großen Saal<br />
war zu Vorträgen mit praktischen Demonstrationen<br />
dicht umlagert. Großes Gedränge im vergrößerten<br />
Aussteller-Bereich. Gut besuchte Seminare.<br />
Lockere Stimmung beim abendlichen<br />
„Get together“ von DTB und Tennis-Point.<br />
Tennis im Kindergarten,<br />
in der Schule, im Verein<br />
Unter diesem Motto standen die Vorträge und<br />
Demonstrationen am Freitag. Mit seiner begeistert<br />
aufgenommenen Präsentation „Tennis im<br />
Kindergarten“ zeigte Christian Efler, dass "Tennistrainer<br />
immer die Chance haben, Kinder zum<br />
Sport zu bringen. Das geht bei Vier- bis Sechsjährigen<br />
über die Bewegungserziehung. Es hat<br />
keinen Sinn, gleich mit Tennisschläger und Ball<br />
in die Kitas und Kindergärten zu gehen. Wir<br />
müssen die Kleinen beim Spielen und Bewegen<br />
abholen und dann schrittweise ans Tennis<br />
heranführen.“ Wie man das methodisch umsetzen<br />
kann, das zeigten Hans-Immo Müller und<br />
Alexander Jakubec mit ihrem Konzept der neuen<br />
DTB Basis Schule. das von ihnen entwickelt<br />
und mit exemplarischen Übungen vorgestellt<br />
wurde.<br />
Tennis als Leistungssport,<br />
Elternseminar als Pilotprojekt<br />
Der Samstag war in zwei parallel verlaufenden<br />
Veranstaltungen einerseits „Technik, Taktik, Kondition<br />
und Coaching im Spitzentennis“ und andererseits<br />
in Form eines ganztägigen Seminars<br />
für Eltern fast allen Facetten des Nachwuchstennissports<br />
gewidmet.<br />
Klar, dass bei dem Thema "Spitzensport" die<br />
Bundestrainer Barbara Rittner, Michael Kohlmann<br />
und Hans-Peter Born nicht fehlen durften.<br />
Die Chefin des Porsche Teams Deutschland<br />
berichtete zusammen mit Starphysiotherapeut<br />
Klaus Eder über „Teamwork im Fed Cup.“ „Wir<br />
wollten heute erklären, wie man es schafft, für<br />
nur zwei bis drei Termine im Jahr aus vier Individualistinnen<br />
ein funktionierendes Team zu formen.<br />
Jeder einzelne Betreuer hat eine feste Rolle<br />
und trägt damit zum Erfolg des ganzen Teams<br />
bei. Klaus Eder hat heute stellvertretend für die<br />
anderen Betreuer gezeigt, mit welcher Leidenschaft<br />
jeder beim Fed Cup dabei ist – und das<br />
spüren auch die Spielerinnen.“ Davis Cup Kapitän<br />
Michael Kohlmann ließ zusammen mit Björn<br />
Simon die Zahlen sprechen: Gemeinsam analysierten<br />
die beiden Statistiken von der ATP World<br />
Tour und zeigten, wie man davon Trainingsziele<br />
ableiten kann. Ein Schwerpunkt-Thema bildete<br />
auch der Einsatz neuer technische Möglichkeiten<br />
im Tennis. Für Aufsehen und heiße Diskussionen<br />
sorgte das System „playsight“, das beim In-<br />
8<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
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Top-Ereignisse<br />
Tennis-Kommentator Matthias Stach in einer Talkrunde mit den Bundestrainern<br />
Barbara Rittner und Michael Kohlmann<br />
Kongressorganisator: Bundestrainer Peter Born freute sich über die große<br />
Teilnehmerzahl und Topreferenten<br />
ternationalen DTB Tenniskongress von Rodney<br />
Rapson vorgestellt wurde. Zehn Kameras rund<br />
um den Platz und eine Station mit Touchscreen<br />
am Rand erlauben eine unmittelbare Analyse<br />
der Spielzüge und Schläge. Mit dem „DTB Online<br />
Campus“ haben Tennistrainer seit dem 1. Januar<br />
<strong>2017</strong> einen neuen elektronischen Lehrplan zur<br />
Verfügung, der seinesgleichen sucht. Zusammen<br />
mit Entwickler Oliver Heuft von der Firma<br />
Tennisgate präsentierte Hans-Peter Born das<br />
Portal als richtungsweisende Projekt.<br />
In seinem Praxisbeitrag besann sich Bundestrainer<br />
Hans-Peter Born dann auf ein lange vergessenes<br />
Thema: „Angriffs-, Netz- und Passierballsituationen“<br />
gewinnen aufgrund der Entwicklung<br />
im heutigen Tennis wieder stark an Bedeutung.<br />
„66 Prozent der Angriffe im Tennis sind erfolgreich.<br />
Das ist Grund genug, sich im Training ausführlich<br />
damit zu beschäftigen.“<br />
Den Eltern von Nachwuchstalenten gezielt Hilfestellung<br />
zu leisten, ihnen Wissen und Orientierung<br />
zu vermitteln – das war die Zielsetzung des<br />
ersten Elternseminars beim Internationalen DTB<br />
Tenniskongress.<br />
Auf dem Programm standen Beiträge zu fast allen<br />
Facetten des Nachwuchstennissports von<br />
Fairplay und Antidoping über die Eltern-Kind-<br />
Beziehung bis hin zu Gesundheitsthemen und<br />
dem Umgang mit Social Media. Experten wie<br />
die beiden Bundestrainer Barbara Rittner und<br />
Gerald Marzenell, die Mediziner Dr. Christian<br />
Schneider und Dr. Eva-Maria Schneider, Verbandstrainer<br />
Uli Welebny, Proficoach Markus<br />
Gentner oder Sportpsychologe Professor Dr.<br />
Dirk Schwarzer berichteten über ihre jahrelange<br />
Erfahrung mit den Eltern der jungen Talente.<br />
Mehr als 60 Mütter und Väter aus allen Teilen<br />
Deutschlands waren nach Berlin gekommen,<br />
lauschten einen Tag lang gebannt den bunt<br />
gemischten Vorträgen und stellten den Experten<br />
ihre Fragen. „Ich bin von der großen Resonanz<br />
völlig überwältigt. Der Saal war brechend<br />
voll und die Teilnehmer sind trotz des anstrengenden<br />
Programms kontinuierlich dabei geblieben“,<br />
freute sich die für Jugendsport zuständige<br />
DTB-Vizepräsidentin Dr. Eva-Maria Schneider.<br />
„Wir selbst haben durch den direkten Kontakt<br />
zu den Eltern auch noch einmal ganz andere<br />
Einblicke in die Probleme und Fragestellungen<br />
bekommen – insofern haben beide Seiten von<br />
dem Austausch profitiert.“<br />
Auch seitens der Eltern gab es viel Lob für die<br />
Veranstaltung. Dr. Eva-Maria Schneider: „Das<br />
Seminar wurde nicht nur von Eltern, sondern<br />
auch von überraschend vielen Jugendwarten<br />
und Verbandstrainern besucht. Einige von ihnen<br />
wollen nun auch in ihren Regionen solche Informationsveranstaltungen<br />
für Eltern etablieren,<br />
was ein schöner Nebeneffekt ist. Der Grundstein<br />
ist gelegt und wir werden das sicher wiederholen.<br />
Vielleicht dann mit einer noch aktiveren Rolle<br />
der Eltern.“<br />
„Best Practice – Lieblingsübungen<br />
der Topreferenten“<br />
Am letzten Kongresstag wurde das vielseitige<br />
Programm von Vorträgen des VDT-Kreativteams<br />
sowie Edgar Giffenig mit "Tipps und Tricks im<br />
täglichen Training" abgerundet. Den Abschluss<br />
bildete traditionell die Reihe „Best Practice –<br />
Lieblingsübungen der Topreferenten“, bevor<br />
Ausbildungsleiter Hans-Peter Born die Teilnehmer<br />
in die Berliner Kälte verabschiedete. „Ein<br />
großes Dankeschön an alle Teilnehmer, Referenten<br />
und Sponsoren und insbesondere an<br />
das gesamte Organisationsteam aus der DTB-<br />
Geschäftsstelle. Die Beiträge auf dem Showcourt,<br />
das Elternseminar, die Tennismesse, das<br />
Rahmenprogramm – alles war auf höchstem<br />
Niveau. Wir freuen uns auf den Internationalen<br />
DTB Tenniskongress 2019, für den wir schon viele<br />
neue Ideen haben!“<br />
Wilson präsentierte Trainingshilfen, mit denen Kids Geschicklichkeit und Koordination üben können<br />
Auch Tobias Kufner vom Hauptsponsor Wilson<br />
zeigte sich mehr als zufrieden: „Wir sind absolut<br />
begeistert, dieser Kongress war hochprofessionell<br />
organisiert – ein Kompliment an die Veranstalter!<br />
Ebenso glücklich sind wir aber auch mit<br />
unserer eigenen Präsenz, die wir im Vergleich<br />
zu 2015 noch einmal verbessern konnten. Den<br />
Optimismus dieser schönen Tage in Berlin nehmen<br />
wir gerne in das Jahr <strong>2017</strong> mit.“ Ein schönes<br />
Schlusswort für ein gelungenes Event!<br />
DTB<br />
Fotos: Lana Roßdeutscher<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
9
Top-Ereignisse<br />
Neuer Herren-Meister: Michael Berrer (TV Reutlingen)<br />
Biberach a.d. Riss: 45. Deutsche Meisterschaften der Damen und Herren (A 1),<br />
im Mixed und Rollstuhltennis<br />
Titel für Berrer zum Karriereschluss,<br />
Sieg für Witthöft im dritten Anlauf<br />
“Unglaublich gutes Tennis!” So das kurze, prägnante Urteil von TVBB-Präsident<br />
Klaus-Peter Walter über die 45. Deutschen Meisterschaften, schon<br />
zum siebenten Mal in Folge ausgetragen im Stützpunkt des Württembergischen<br />
Tennis-Verband im oberschwäbischen Städtchen Biberach an der<br />
Riss (12. bis 18. Dezember 2016). Im letzten Match seiner Profikarriere sicherte<br />
sich der 36-jährige Lokalmatador Michael Berrer (DR 9, TV Reutlingen)<br />
seinen ersten nationalen Meistertitel. Die Porsche Talent Team-<br />
Spielerin Carina Witthöft (DR 7, Der Club an der Alster) nahm nach zwei<br />
Finalteilnahmen 2013 und 2014 den dritten Anlauf.<br />
„Endlich hat es mit dem Titel geklappt“, jubelte<br />
die 21-jährige Hamburgerin, „Laura Schaeder<br />
hat es mir heute richtig schwer gemacht, das<br />
war wirklich ein hartes Stück Arbeit.<br />
Ich liebe es, in Biberach zu spielen, die Hütte ist<br />
hier immer vom ersten Tag an voll und die Zuschauer<br />
sind einfach sehr enthusiastisch und<br />
dennoch fair.“<br />
„Es ist ein Traum, hier in der Heimat vor den Augen<br />
meiner Familie in meinem letzten offiziellen<br />
Match den Titel zu gewinnen. Ich gehe mit<br />
einem lachenden Auge und freue mich auf die<br />
Zukunft“, sagte Berrer. Der zweifache Vater wird<br />
sich nun mehr seiner Familie widmen und hofft,<br />
dem Tennis in der einen oder anderen Funktion<br />
erhalten zu bleiben.<br />
Witthöft und Berrer sind würdige Nachfolger<br />
von Oscar Otte (Kölner THC Stadion RW ) und<br />
der derzeit an der Schulter verletzten Anna-Lena<br />
Friedsam (jetzt TEC Waldau).<br />
Junge Berlinerinnen scheitern in der Quali<br />
Gespielt wurde bei den Damen und Herren jeweils<br />
mit 24 Teilnehmern aus einem angepassten<br />
32-er Tableau. Die an den Positionen 1 bis 8<br />
Gesetzten hatten in der ersten Runde ein Freilos,<br />
griffen erst im Achtelfinale ins Geschehen ein.<br />
Diese Regelung hatte der DTB 2015 eingeführt,<br />
um die Meisterschaften auch für Spitzenspieler<br />
attraktiv zu machen.<br />
Die Hauptfelder wurden durch die jeweiligen<br />
Sieger der vier Qualifikationsrunden komplettiert.<br />
Bei den Damen waren es Carolin Schmidt<br />
(SLH), Nora Niedmers (RPF), Shaline-Doreen Pipa<br />
(NTV) und Franziska König (BTV).<br />
10<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
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Top-Ereignisse<br />
TC 1899 Blau-Weiss) die einzige TVBB-Vertreterin<br />
im Hauptfeld.<br />
Erstmals Meisterin der Damen: Carina Witthöft (Der Club an der Alster)<br />
Bei den Herren übersprangen Benjamin Hassan<br />
(RPF), Jannis Kahlke (TVM), Dominik Bartels<br />
(SLH) und Lukas Rüpke (NWE) diese Hürde. Herren<br />
aus Berlin und Brandenburg waren für diese<br />
Meisterschaft nicht qualifiziert.<br />
Der dritten Qualifikationsgruppe der Damen<br />
waren die Berlinerinnen Anica Stabel (DR 68,<br />
LTTC “Rot-Weiß”) und Franziska Sziedat (DR 57,<br />
TC 1899 Blau-Weiss) zugeteilt. Stabel bezwang<br />
Sziedat klar mit 6:0, 6:3. Sie musste sich dann<br />
im Match um den Gruppensieg jedoch Doreen-Shalin<br />
Pipa (DTV Hannover) nach großem<br />
Kampf mit 3:6, 6:3, 3:6 geschlagen geben. Damit<br />
war Verbandsmeisterin Charlotte Klasen (DR 24,<br />
Witthöft ohne Satzverlust ins Finale<br />
Erfreulich aus TVBB-Sicht: Charlotte Klasen zog<br />
durch einen 6:3, 6:2-Sieg über Romy Kölzer (DR<br />
39, RTHC Bayer Leverkusen) ins Achtelfinale ein.<br />
Sie lieferte dann der an vier gesetzten Katharina<br />
Hobgarski (DR 16, BASF TC Ludwigshafen), 2015<br />
Siegerin bei den German Juniors in Berlin, einen<br />
großen Kampf. Nach dem mit 6:3 gewonnenen<br />
ersten Satz keimte Hoffnung auf, diktierte sie<br />
doch diesen Durchgang mit präzisen Schlägen.<br />
Doch dann drehte die turniererfahrenere Hobgarski<br />
auf und gewann den folgenden Durchgang<br />
klar mit 6:2. Doch geschlagen gab sich die<br />
fightende Klasen noch nicht. Ein Break jedoch<br />
reichte Hobgarski, um Satz drei und damit das<br />
Match mit 6:4 für sich zu entscheiden. Im Viertelfinale<br />
dann das unerwartete Aus für Hobgarski.<br />
Sie scheiterte mit 3:6, 3:6 glatt an Caroline<br />
Werner (DR 29, TC Radolfzell).<br />
Favoritin Carina Witthöft (DR 7) zog unbeirrt ihre<br />
Kreise, spielte sich mit Zweisatz-Siegen über Natalie<br />
Pröse (DR 33, Offenbacher TC), Anna Gabric<br />
(DR 102, TEC Waldau) und die kampfstarke Caroline<br />
Werner (TC Radolfzell) mit 6:4, 7:5 ins Endspiel.<br />
Dort traf die Hanseatin auf die an fünf gesetzte<br />
Laura Schaeder (DR 17, TEC Waldau), die<br />
praktisch ein Heimspiel bestritt. Schaeders Weg<br />
ins Finale führte über Lara Schmidt (DR 41, 1. FC<br />
Nürnberg), Bezwingerin der Ex-Berlinerin Lena<br />
Rüffer (DR 64, TEC Waldau), ihre Klubkameradin<br />
Anna Zaja (DR 15) und Julia Wachaczyk (DR<br />
19, TC Union Münster). Die Münsteranerin hatte<br />
zuvor die an zwei gesetzte Mitfavoritin Tamara<br />
Korpatsch (DR 13, Der Club an der Alster) aus<br />
dem Turnier genommen.<br />
Im umkämpften Finale musste die favorisierte<br />
Witthöft den ersten Satz im Tie-Break 6:7(4)<br />
abgeben. Auch Durchgang zwei wurde im<br />
Tie-Break entschieden - diesmal mit 7:6(4) zugunsten<br />
von Witthöft. In ihrem dritten Meisterschaftsfinale<br />
wollte es die Hamburgerin nun<br />
unbedingt wissen. Mit konzentriertem und<br />
Die Rückhand - eine Stärke der Deutschen Meisterin Carina Witthöft<br />
Auch der Linkshänder Michael Berrer punktete mit seiner Rückhand<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
11
Top-Ereignisse<br />
Erfolgreiche Talente: Yannick Maden/Anna Zaja (beide TEC Waldau) wurden<br />
Meister im Mixed<br />
Meister Steffen Sommerfeld (l., SV Zehlendorfer Wespen) bezwang im Finale<br />
Anthony Dittmar (TSC Göttingen)<br />
präzisem Spiel schaffte sie im entscheidenden<br />
Satz ein 6:3 - und war zum ersten Mal Deutsche<br />
Meisterin.<br />
Bei den Herren nicht alles nach Setzliste<br />
Drei der an den Positionen eins bis vier Gesetzten<br />
schafften es ins Halbfinale. Nur die Nummer<br />
vier, Jeremy Jahn (DR 17, TC Blau-Weiss Neuss)<br />
unterlag im ersten Match dem ungesetzten<br />
Marvin Netuschil (DR 26, Tennispark Versmold)<br />
knapp mit 6:7, 6:7. Für Netuschil war dann aber<br />
im Viertelfinale beim 5:7, 7:6, 4:6 gegen Yannick<br />
Hanfmann (DR 20, TC Weinheim) Schluss.<br />
Topfavorit Michael Berrer musste nur in seinem<br />
Auftaktmatch gegen Pascal Meis (DR 39, TC<br />
Wolfsberg Pforzheim) einen Satz abgeben (6:3,<br />
5:7, 6:2). Im Viertelfinale konnte Berrer Kraft sparen,<br />
weil Youngster Louis Weßels (DR 19, Bielefelder<br />
TTC) verletzt aufgeben musste. Das Halbfinale<br />
gegen Yannick Hanfmann war eine klare<br />
Sache für Berrer (6:2, 6:3).<br />
Im Finale traf er auf Maximilian Marterer (DR 12,<br />
TK Kurhaus Aachen), überzeugender Zweisatz-<br />
Die Finals im Überblick<br />
Carina Witthöft (Der Club an der Alster) –<br />
Laura Schaeder (TEC Waldau)<br />
Michael Berrer (TV Reutlingen) –<br />
Maximilian Marterer (TK Kurhaus Aachen)<br />
Yannick Maden/Anna Zaja (beide TEC Waldau) -<br />
Rene Schulte/Katharina Hobgarski (beide BASF TC Ludwigshafen)<br />
Steffen Sommerfeld (Zehlendorfer Wespen) –<br />
Anthony Dittmar (TSC Göttingen)<br />
Sieger über das Nachwuchstalent Henri Squire<br />
(DR 118, TC Kaiserwerth), Yannick Maden (DR 16,<br />
TEC Waldau) und Davis Cup-Spieler Daniel Masur<br />
(DR14, Tennispark Versmold). In dem 21-jährigen<br />
Marterer, der im DTB-Bundesstützpunkt in<br />
Oberhaching trainiert, fand der 36-jährige Berrer<br />
einen hochmotivierten und stark aufspielenden<br />
Gegner, der ihn vom ersten bis zum letzten<br />
Ballwechsel stark forderte. „Ich bin begeistert<br />
von seiner Spielweise, er wird noch für Furore<br />
sorgen“, sagte Berrer zur Leistung seines Gegners.<br />
Am Ende war es vor allem die in 17 Profijahren<br />
auf der Tour erworbene Routine, die Michael<br />
Berrer vor einem begeisterten Biberacher<br />
Publikum zum 6:7(3), 6:4, 6:3-Sieg verhalf.<br />
Weitere Konkurrenzen<br />
Die Mixed-Konkurrenz (acht Paarungen) gewannen<br />
Yannick Maden/Anna Zaja vom TEC Waldau<br />
Stuttgart mit 7:6, 6:2 gegen Rene Schulte/Katharina<br />
Hobgarski vom BASF TC Ludwigshafen.<br />
Charlotte Klasen hätte mit ihrem Hamburger<br />
Partner Demian Raab (Der Club an der Alster)<br />
den Siegern fast die Show<br />
gestohlen: Sie gaben sich<br />
ihnen nur mit 7:6, 4:6, 8:10<br />
6:7 (4:7), 7:6 (7:4), 6:3<br />
geschlagen, wobei sie eine<br />
8:5-Führung im Match-Tie-<br />
6:7 (3:7), 6:4, 6:3 Break nicht zum Sege nutzen<br />
konnten.<br />
7:6, 6:2<br />
Leer ging der TVBB bei diesen<br />
Titelkämpfen nicht<br />
6:0, 6:3<br />
aus. Der 47-jährige Steffen<br />
Sommerfeld (SV Zehlendorfer<br />
Wespen) trotzte im Finale der Rollstuhltennisspieler<br />
dem Ansturm des 25 Jahre jüngeren<br />
Anthony Dittmar (TSC Göttingen). Der<br />
Berliner besiegte ihn klar mit 6:3, 6:0. Es war<br />
Sommerfelds fünfter Meister-Titel, der dritte in<br />
Folge. „Ich bin wirklich ganz, ganz stolz“, freute<br />
sich der Berliner. „Die Atmosphäre in Biberach ist<br />
einmalig! Es ist toll, welche Bühne uns bei den<br />
Deutschen Meisterschaften geboten wird.” Er<br />
lobte auch seinen jungen Kontrahenten, der an<br />
der Tennisbase Hannover trainiert: „Toni hat eine<br />
sehr gute Technik und ist superschnell, weil er<br />
aus dem Rollstuhlbasketball kommt. Daher war<br />
ich zu 100 Prozent konzentriert und habe von<br />
Anfang an Gas gegeben.“<br />
Lob für Ausrichter<br />
DTB-Vizepräsident Bernd Greiner lobte die Ausrichter:<br />
„Das waren wieder perfekt organisierte<br />
Deutsche Meisterschaften mit hochklassigem<br />
Sport und würdigen Siegern. Wir haben spannende<br />
Spiele erlebt, bei denen die Zuschauer<br />
besonders am Finaltag voll auf ihre Kosten gekommen<br />
sind.<br />
Mein Dank geht an alle Beteiligten aus dem<br />
Team des Württembergischen Tennis-Bundes<br />
um die Turnierdirektoren Rolf Schmid und Dieter<br />
Gutermann, die hier immer wieder einen super<br />
Job machen.<br />
Mal schauen, vielleicht gibt es auch im nächsten<br />
Jahr ein Wiedersehen hier in Biberach, zu wünschen<br />
wäre es jedenfalls."<br />
DTB, Bernd Prawitz<br />
Fotos: Thomas Schulte<br />
12<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Top-Ereignisse<br />
Deutsche Jugend-Hallenmeister 2016 im Doppel der U14 (v.l.): Santa Strombach (LTTC “Rot-Weiß”)/Alexandra Vecic (TC Schwenningen, WTB) mit den Zweitplatzierten<br />
Mina Hodzic (TC Bredeney, TVN)/Chantal Sauvant (TC Rüppurr 1929, BAD) © Klaus Molt<br />
42.Deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften 2016 der U14, 16, 18, Masters U12 in Essen<br />
Santa Strombach Meisterin im Doppel,<br />
Oliver Olsson gewinnt U12-Masters<br />
Die Porträts der Meister sind eingerahmt, hängen in der Galerie der Sieger.<br />
Dazu gehören auch Santa Strombach und Oliver Olsson aus unserem Verband.<br />
Zu diesen Meisterschaften (23. bis 27. November) hatte der TVBB 16<br />
Spielerinnen und Spieler entsandt. Sie kamen mit einem Meistertitel, einer<br />
Vizemeisterschaft fünf Viertelfinal- und zwei Halbfinalteilnahmen sowie<br />
dem Masters-Titel in der U12 zurück. “Eine zufriedenstellende Bilanz. Insgesamt<br />
kann sich das Abschneiden der SpielerInnen des TVBB im TVN-Leistungszentrum<br />
in Essen durchaus sehen lassen”, lautete das Fazit von Landestrainer<br />
Bernd Süßbier.<br />
Wie schon in den Vorjahren wurden die Deutschen<br />
Jugend-Hallenmeisterschaften vom Tennis-Verband<br />
Niederrhein ausgerichtet. Das<br />
bewährte Organisationsteam um Oberschiedsrichter<br />
Norbert Peick sorgte auch 2016 für einen<br />
reibungslosen Ablauf.<br />
Bis auf die Konkurrenz der Juniorinnen U18, die<br />
nur mit einem 16-er Feld gespielt wurde, starteten<br />
die anderen Konkurrenzen 32-er Feldern.<br />
Wie schon im Vorjahr war der TVBB mit 16 von<br />
insgesamt 176 TeilnehmerInnen vertreten. Ansehnlich<br />
im Verhältnis zu seiner Mitgliederzahl.<br />
Aufgrund ihrer guten Ranglistenplatzierungen<br />
waren jeweils 4 Juniorinnen und 4 Junioren in<br />
den Setzlisten ihrer Altersklassen geführt. Doch<br />
auch eine gute Setzung bei den Deutschen Jugendmeisterschaften,<br />
wo sich die nationale<br />
Spitze versammelt, ist keine Erfolgsgarantie.<br />
Das wurde mit dem Erstrunden-Aus des in der<br />
U18 Topgesetzten und aktuellen Nummer 21<br />
der Juniorenweltrangliste, Louis Wessels, erneut<br />
bewiesen.<br />
U18: TVBB blieb teilweise unter<br />
seinen Möglichkeiten<br />
Bei den Juniorinnen U18 fand Anica Stabel (LT-<br />
TC “Rot-Weiß”), an Nummer 4 gesetzt, leider<br />
zu keinem Zeitpunkt zu ihren Stärken und verlor<br />
gleich ihr Auftakt-Match gegen Franziska<br />
Kommer (WTV) mit 4:6, 4:6. In der gleichen Al-<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
13
Top-Ereignisse<br />
Santa Strombach (l., LTTC “Rot-Weiß”) wurde in der U14 Dritte. Sie unterlag im Halbfinale der späteren<br />
Meisterin Mina Hodzic (NTV) <br />
© Klaus Molt<br />
Benito Sanchez (l.) unterlag im Halbfinale dem<br />
Top-Gesetzten Moritz Stöger (BTV) © Bernd Süßbier<br />
tersklasse der Junioren schlugen Tristan Wolke<br />
(TC SCC), Jesper Tull Freimuth (TC 1899 Blau-<br />
Weiss) und Robert Strombach (LTTC “Rot-Weiß”)<br />
auf. Während Wolke sich gleich in seinem ersten<br />
Spiel gegen Tim Büttner (HTV) mit 5:7; 2:6<br />
geschlagen geben musste, konnte Freimuth,<br />
an Position 6 gesetzt, mit einem 6:1, 6:3-Erfolg<br />
über Tom Eisenzapf (HAM) die zweite Runde erreichen.<br />
Dort scheiterte er leider an Simon Junk<br />
(STB) mit 6:2; 6:7, 2:6 knapp in Sätzen. Strombach<br />
(Nummer 4 der Setzliste) spielte sich mit<br />
Siegen über Kai Breitbach (TVN; 6:4, 6:3) und<br />
Maximilian Todorov (HAM; 6:4, 2:6, 6:3) ins Viertelfinale.<br />
Dort unterlag er in einem spannenden<br />
und hochklassigen Match trotz Satzführung und<br />
"Break vor" in Durchgang zwei dem späteren<br />
Sieger Jannik Gieße (BAD) mit 6:3, 5:7, 3:6.<br />
U16: Franziska Sziedat und Nadja<br />
Meier erreichen Viertelfinals<br />
Bei den Juniorinnen U16 spielten sich die Topgesetzte<br />
Franziska Sziedat (TC 1899 Blau-Weiss)<br />
und Nadja Meier (Nr. 5, TC Grün-Weiß Nikolassee)<br />
bis in Viertelfinale. Franziska gewann gegen<br />
Sahra Heckel (WTB; 6:2, 6:4) und Jantje Tilbürger<br />
(NTV; 7:6, 6:1), bevor sie sich der letztjährigen<br />
Deutschen U14-Meisterin, Isabella Pfennig<br />
(BTV), mit 1:6, 3:6 geschlagen geben musste.<br />
Nadja bezwang Bernadette Dornieden (NTV;<br />
4:6, 6:3, 6:3) und Anne Elisa Zorn (WTV; 6:4, 6:3).<br />
Dann unterlag sie der späteren Finalistin Anne<br />
Knüttel (BTV) mit 3:6, 4:6. Adelina Krüger (LTTC<br />
“Rot-Weiß”), die als Nachrückerin ins Feld kam<br />
und erst spät von ihrer Teilnahme erfuhr, unterlag<br />
gleich in der ersten Runde Antonia Schmidt<br />
(WTB; 3:6, 2:6).<br />
Bei den Junioren U16 waren vier TVBB-Spieler<br />
am Start. Leider konnte nur Osman Torski (TC<br />
Grün-Weiß Nikolassee) die zweite Runde erreichen.<br />
An Nummer 7 gesetzt, bezwang er Christopher<br />
Frantzen (BTV) mit 6:4, 6:4, musste sich<br />
dann jedoch Moritz Hoffmann (BAD) mit 3:6,<br />
6:2, 3:6 beugen. Dagegen war für Finn Stodder<br />
(TC SCC) gegen Calvin Müller (HTV; 2:6, 6:7),<br />
Jakob Hütten gegen Niklas Guttau (SLH; 2:6,<br />
3:6) und auch Nino Ehrenschneider (LTTC “Rot-<br />
Weiß”) gegen Felix Steen (WTV; 2:6, 4:6) jeweils<br />
in der ersten Runde bereits Endstation.<br />
U14: Santa schafft es ins Halbfinale<br />
Bei den Juniorinnen U14 überstanden die ungesetzten<br />
Sofiya Afandieva (TC Grün-Weiß Nikolassee)<br />
und Christin Marie Laabs (SportForum Bernau)<br />
die erste Runde nicht. Sofiya verlor gegen<br />
Pauline Hirt (WTV) 4:6, 0.6, Christin Marie gegen<br />
Amelie-Christin Janßen (NTV) mit 0:6; 1:6. Santa<br />
Strombach (LTTC "Rot-Weiß"), an Nummer 4 gesetzt,<br />
erfüllte die in sie gesetzten Erwartungen<br />
und spielte sich mit Siegen über Dana Heimen<br />
(RPF; 6:1, 6:1), Pauline Hirt (6:4, 6:1) und Anja<br />
Wildgruber (BTV; 0:6, 6:3, 6:2) ins Halbfinale. Leider<br />
unterlag Santa dort der späteren Deutschen<br />
Meisterin, Mina Hodzic (TVN), knapp mit 5:7,<br />
6:7, trotz guter Chancen in beiden Sätzen.<br />
Benito Sanchez (TC SCC) und Lennart Kleeberg<br />
(BSV 1892) vertraten den TVBB bei den Junioren<br />
U14. Lennart gewann sein Auftaktmatch gegen<br />
Martin Leicht (BTV) glatt mit 6:0, 6:4. Gegen den<br />
an Nummer 5 gesetzten Armin Koschtojan (TSA)<br />
startete er ähnlich gut. Er ließ seinem Kontrahenten<br />
in Satz eins beim 6:1 kaum eine Chance.<br />
Als es in Durchgang zwei Satz dann allerdings<br />
zu umkämpften Punkten kam, wurde Lennart<br />
sichtlich nervöser und verlor den Faden. Die Folge:<br />
Satzverlust mit 4:6. Danach konnte er dem<br />
immer druckvolleren Spiel seines Gegners beim<br />
1:6 nichts mehr entgegensetzen.<br />
Benito Sanchez, als Nummer 3 der Setzliste gestartet,<br />
wurde dieser Position vollauf gerecht.<br />
Er spielte sich ohne Satzverlust mit Siegen über<br />
Matteo Feggi (HTV; 6:2, 6:3), Nick Hartmann<br />
(BTV; 6:1, 6:3) und Julius Sommer((BTV; 6:2, 6:3)<br />
souverän ins Halbfinale. Dort traf er auf den Topgesetzten<br />
Moritz Stöger (BTV). Benito begann<br />
den ersten Satz konzentriert und spielte fehlerfreier<br />
als sein Gegenüber. Das brachte ihm<br />
den Satzgewinn mit 6:4. Leider konnte er seinen<br />
Spielplan in Satz zwei nicht mehr umsetzen,<br />
sein Gegner bekam Oberwasser, während Benito<br />
zusehends verkrampfte. Sein Gegner zeigte<br />
mehr und mehr Selbstvertrauen, gewann die<br />
Durchgänge zwei und drei sicher mit 6:1, 6:0.<br />
Die Doppelkonkurrenzen: Ohne<br />
Satzverlust ins Finale<br />
In der Doppelkonkurrenz der U14 kam Santa<br />
Strombach zu Meisterehren. An der Seite von<br />
Alexandra Vecic (WTB) erreichten die beiden<br />
ohne Satzverlust das Finale. Dort warteten Mi-<br />
Die Doppel-Finalisten der U14 (v.l.): Benito Jaron<br />
Sanchez (TC SCC)/Lennart Kleeberg (BSV 1892) und<br />
die Meister Moritz Stöger (BTV)/Max Wiskandt (HTV) <br />
<br />
© Bernd Süßbier<br />
14<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Top-Ereignisse<br />
Der Neu-Berliner Oliver Olsson (l., TC Grün-Weiß Nikolassee) gewann das Masters der U12 gegen Marc Majdandzic (WTV) <br />
© Klaus Molt<br />
na Hodzic (TVN)/Chantal Sauvant (BAD). Aber<br />
auch im Finale zeigten Santa und Alexandra keine<br />
Schwächen, wurden ihrer Setzung an Position<br />
1 gerecht und gewannen den Meistertitel<br />
mit 6:4; 6:3.<br />
Bei den Junioren U14 spielte sich mit Benito<br />
Sanchez/Lennart Kleeberg, an Position 2 gesetzt,<br />
ein reines TVBB-Doppel - ebenfalls ohne<br />
Satzverlust - ins Endspiel. Gegen die Topgesetzten,<br />
Moritz Stöger (BTV)/Max Wiskandt (HTV)<br />
verloren sie den ersten Satz mit 3:6. Den zweiten<br />
Durchgang jedoch entschieden sie mit 7:5 zu<br />
ihren Gunsten. Der entscheidende Match-Tie-<br />
Break war lange umkämpft, die Berliner verloren<br />
ihn leider mit 6:10.<br />
Osman Torski scheiterte an der Seite von Justin<br />
Schlageter (BAD) im Halbfinale der U16 gegen<br />
die späteren Titelgewinner, Constantin<br />
Zoske/Henri Squire (beide TVN), ganz knapp in<br />
drei Sätzen mit 6:4, 4:6, 6:10. In der U18 schafften<br />
Jeper Tull Freimuth/Tristan Wolke ebenfalls<br />
den Sprung ins Halbfinale. Dort mussten sie allerdings<br />
die Überlegenheit des topgesetzten<br />
Duos Louis Wessels/Valentin Günther (beide<br />
WTV) anerkennen, die am Ende auch den Titel<br />
gewannen.<br />
Die Finals im Überblick<br />
U14 Mina Hodzic (TC Bredeney) - Angelina Wirges (DTV Hannover) 6:3, 6:3<br />
Max Wiskandt (TC Bad Vilbel) - Moritz Stöger (TC WB Landshut) 6:0, 6:4<br />
Alexandra Vecic (TC Schwenningen)/Santa Strombach (LTTC “Rot-Weiß”)<br />
6:3, 6:4<br />
- Mina Hodzic/Chantal Sauvant (TC Rüppurr 1929)<br />
Max Wiskandt/Moritz Stöger - Benito Jaron Sanchez Martinez (TC SCC)/Lennart Kleeberg (BSV 1892) 6:3, 5:7, 10:6<br />
U16 Kathleen Kanev (SaFo Frankfurt) - Anne Knüttel (TC WB Würzburg) 6:4, 6:0<br />
Henri Squire (TC Kaiserswerth) - Leopold Zima (TC TP Herrsching) 7:6, 6:2<br />
Anne Knüttel/Isabella Pfennig (TC Großhesselohe) -<br />
6:4, 6:0<br />
Emily Welker (TC BW Dresden-Blasewitz)/Estella Jäger (TC Blau-Weiß Soest).<br />
Henri Squire/Constantin Zoske (TC Kaiserswerth) -<br />
6:2, 5:7, 10:6<br />
Bastien Presuhn (Hildesheimer TC Rot-Weiß)/Moritz Pfaff (TC Rotenbühl)<br />
U18 Jannik Gieße (TK GW Mannheim) - Jason J. Hildebrandt (Rahlstedter HTC) 6:4, 6:3<br />
Laura Bente/Shaline-Doreen Pipa (beide DTV Hannover) -<br />
7:5, 6:3<br />
Eva-Marie Voracek (GW Luitpoldpark München)/Lara Schmidt (1. FC Nürnberg)<br />
Louis Weßels (Bielefelder TTC)/Valentin Günther - Niklas Schell (TC Bad Vilbel)/Jannik Gieße 6:4, 2:6, 10:7<br />
U12 Oliver Olsson (TC GW Nikolassee) - Marc Majdandzic (Oeynhausener TC) 6:3, 6:4 (Masters)<br />
Masters U12: Titel für einen Neu-Berliner<br />
Wie schon in den vergangenen Jahren wurde<br />
in Essen parallel zu den Jugendmeisterschaften<br />
auch wieder das Finale der aus den 17 Turnieren<br />
bestehenden DTB U12-Turnierserie mit den jeweils<br />
punktbesten 16 Spielerinnen und Spielern<br />
ausgetragen. In vier Vierer-Gruppen wurden die<br />
Halbfinalisten ermittelt, die dann im KO-System<br />
den Turniersieg ausspielen. Für den TVBB gingen<br />
jeweils nur ein Junge und ein Mädchen an<br />
den Start. Bei den Mädchen konnte Luca Bohlen<br />
(TC 1899 Blau-Weiss) jedoch in ihrer Gruppe leider<br />
nur ein Spiel gewinnen und verpasste den<br />
Einzug in das Halbfinale.<br />
Bei den Jungen schlug für den TVBB Oliver Olsson<br />
auf. Oliver spielte bisher für den Bayerischen<br />
Tennisverband und ist in seiner Altersklasse die<br />
Nummer 1 der Deutschen Rangliste. Seit den<br />
Sommerferien wohnt er mit seiner Familie in<br />
Berlin und fand in Nikolassee eine neue Tennisheimat.<br />
Oliver dominierte das Feld, wurde seiner<br />
Favoritenrolle gerecht. Nach Siegen gegen<br />
Sean Saal (SLH; 6:4, 6:2), Fabio Guth (WTV; 6:1,<br />
6:2), Daniel Milardovic (TVM; 6:3, 7:5) und Maximilian<br />
Greshake (WTV; 6:3, 6:0) traf er im Finale<br />
auf Marc Majdandzic (WTV). Auch hier war Olli<br />
deutlich überlegen und gewann mit 6:3; 6:4 das<br />
Masters.<br />
DTB-Vizepräsidentin Dr. Eva-Maria Schneider:<br />
“Das Niveau war gut und ich bin sicher, dass wir<br />
von einigen Nachwuchstalenten auch in der<br />
Zukunft hören werden. Ein Titel bei Deutschen<br />
Meisterschaften ist eine Leistung, die das ganze<br />
Leben bleibt. “<br />
Bernd Süßbier, Landestrainer<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
15
Top-Ereignisse<br />
Helena Buchwald (TC Grün-Weiß Lankwitz) erkämpfte ihren ersten TVBB-Titel in der U12<br />
DSR Sportzentrum Wandlitz: TVBB Jugend-Hallenmeisterschaften <strong>2017</strong> (J-2)<br />
Erste Standortbestimmung für unsere Junioren<br />
In der turnierärmeren Wintersaison haben unsere Jugendlichen an ihrer<br />
Technik gefeilt und für gute Kondition gesorgt. Das zeigten sie bei den<br />
diesjährigen Jugend-Hallenmeisterschaften (10.12. 2016 bis 22.01. <strong>2017</strong>),<br />
einer ersten Standortbestimmung für die neue Saison. Das Fazit: Viele unserer<br />
Jugendlichen sind schon gut in Form. Einige, so Carl Labitzke und Saskia<br />
Witthaus, haben beachtliche Leistungssprünge gemacht. Andere wie<br />
Robert Strombach und Anica Stabel spielen weiter auf hohem Niveau. Aber<br />
auch enorme Leistungsunterschiede wurden deutlich.<br />
In allen Altersklassen wurde aus 16-er Feldern<br />
gespielt. In der U16 und 18 waren ausschließlich<br />
die Ranglistenbesten spielberechtigt. In den<br />
jüngeren Altersklassen kamen zu den 12 Ranglistenbesten<br />
jeweils vier Qualifikanten hinzu.<br />
Die Sieger in der U18 erhielten vom TVBB eine<br />
Wild Card für die Allianz Kundler German Juniors<br />
im Juni beim LTTC “Rot-Weiß”.<br />
U12: Buchwald bricht Bann,<br />
Labitzke siegt souverän<br />
Helena Buchwald (TC Grün-Weiß Lankwitz) ist<br />
keine Spielerin, die ihre Freude über einen Sieg<br />
hinausschreit. Sie hätte dafür Grund gehabt:<br />
Nach mehreren Finalniederlagen gegen Julia<br />
Zhu (VfK) hatte sie in Wandlitz erstmals die Nase<br />
vorn. Helena war durch überlegene Zweisatz-<br />
Siege gegen Stella Herzberg (TC Schwarz-Gold),<br />
Maria Fijalkowska (TK Blau-Gold Steglitz) und<br />
Karla Liegle (jetzt LTTC “Rot-Weiß”) ins Finale<br />
gekommen. Auch Julia erwies sich gegen Zizou<br />
Eichholz (BSV 1892), Friederike Dobrott (Grunewald<br />
TC) und die technisch schon recht gute<br />
Yuki Alexander (TC SCC), gegen die sie allesamt<br />
nur vier Spiele abgab, als haushoch überlegene<br />
Spielerin.<br />
Helena, im Finale immer zuerst auf dem Platz,<br />
hatte auch dieses Mal gegen die schnelle, geduldig<br />
spielende Julia ihre Schwierigkeiten.<br />
Sie verlor Satz eins mit 4:6. Doch im Gegensatz<br />
zu früher brachte sie das nicht von ihrer Linie<br />
ab, weiter druckvoll und mit Risiko zu spielen.<br />
Buchwald ergriff die Initiative und wurde<br />
mit dem Satzausgleich belohnt. Mit gestärktem<br />
Selbstvertrauen gewann sie dann auch<br />
den Match-Tie-Break (10:6) - und damit den<br />
Verbandsmeistertitel.<br />
Die Junioren-Konkurrenz dominierte der Favorit<br />
Carl Labitzke (Hermsdorfer SC). Mit seinen<br />
ersten Gegnern spielte er fast Katz und Maus,<br />
so gegen Maxim Persike (TC Rot-Weiß Seeburg)<br />
und Denis Wiebe (LTTC “Rot-Weiß”). Mehr Gegenwehr<br />
leistete im Halbfinale der viertgesetzte<br />
Mariano Dedura-Palomero (6:4, 6:2).<br />
Unerwartet sein Gegner im Finale , der ungesetzte<br />
Anes Latifovic vom LTTC “Rot-Weiß”. Er<br />
Carl Labitzke (Hermsdorfer SC) dominierte die Jungenkonkurrenz der U12<br />
hatte im Halbfinale den Mitfavoriten Michael<br />
Hagen (TC 1899 Blau-Weiss) mit 6:4, 6:2 vorzeitig<br />
nach Hause geschickt. Im Endspiel demonstrierte<br />
der erst 11-jährige Labitzke erneut<br />
sein erstaunliches Können. Er war der spielbestimmende<br />
Akteur, mit guten Aufschlägen und<br />
Volleys, agierte mit Köpfchen und viel Spielverständnis.<br />
Am Ende stand es 6:2, 6:3 für einen<br />
würdigen Meister. Verbandstrainer Michael<br />
Lingner: “Manchmal wird das Wort Talent vorschnell<br />
oder zu oft gebraucht. Carl ist eins. Er hat<br />
viel Potenzial.”<br />
U14: Unerwarteter Titel für Witthaus,<br />
Favoritensieg für Ivanenko<br />
Bis zum Finale wurde bei den Juniorinnen Luca<br />
Bohlen (TC 1899 Blau-Weiss) ihrer Favoritenrolle<br />
gerecht. Clara Wolf (Hermsdorfer SC), Anastasia<br />
Ruz (TC Heiligensee) und Svetlana Samardzic<br />
(TK Blau-Gold Steglitz) konnten gegen sie<br />
kaum punkten. Da hatte es die drittgesetzte<br />
Saskia Witthaus (LTTC “Rot-Weiß”), die enorm an<br />
Spielstärke gewonnen hat, auf dem Weg dorthin<br />
deutlich schwerer. Mit Anastasia Wadi (TC<br />
SCC) hatte sie eine gewaltige Hürde zu nehmen,<br />
was ihr mit Mühe und etwas Glück auch gelang<br />
(4:6, 6:4, 10:6). Wadi hatte zuvor Mitfavoritin Diana<br />
Niedens (LTTC “Rot-Weiß”) mit 6:1, 6:2 klar<br />
bezwungen.<br />
Im Finale hielt die jahrgangsjüngere Bohlen<br />
am Anfang gut mit und unterlag im ersten Satz<br />
nur knapp mit 4:6. Witthaus konnte jedoch den<br />
Druck auf Bohlen noch erhöhen und zwang sie<br />
immer öfter zu harmlosen Notreturns. Die Fol-<br />
16<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
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Top-Ereignisse<br />
U14-Meisterin Saskia Witthaus (LTTC "Rot-Weiß") besiegte die<br />
favorisierte Luca Bohlen<br />
Artur Ivanenko (TK Blau-Gold Steglitz) krönte seine gute Leistung mit<br />
dem Meistertitel der U14<br />
ge: Witthaus gewann den zweiten Satzes mit 6:2<br />
sicher und wurde unerwartet, aber nicht unverdient<br />
Meisterin.<br />
Bei den Junioren erreichten die vier gesetzten<br />
Spieler Artur Ivanenko (1, TK Blau-Gold Steglitz),<br />
Kyan Santino Kasemi (4, LTTC “Rot-Weiß”), Lukas<br />
Maskow (2, TC Grün-Weiß Nikolassee) und<br />
Alessio Vasquez-Gehrke (3, BTTC Grün-Weiß) die<br />
Halbfinals. Dort schaltete Ivanenko den seinem<br />
druckvollen Spiel nicht gewachsenen Kasemi<br />
(6:3, 3:0 zgz.) aus. Vasquez-Gehrke hieß der Sieger<br />
(6:2, 2:6, 10:7) im hart umkämpften zweiten<br />
Halbfinale gegen Lukas Maskow.<br />
Im spannenden Finale diktierte zu Beginn Vasquez-Gehrke<br />
das Geschehen und gewann Satz<br />
eins überlegen mit 6:2. Dann aber stieg seine<br />
Fehlerquote, so dass Ivanenko den Spieß im<br />
zweiten Durchgang umdrehen konnte (2:6).<br />
Im Match-Tie-Break waren beide bis zum 8:8<br />
gleichauf, bis schließlich Ivanenko die siegbringenden<br />
Punkte gelangen.<br />
U16: Afandieva überrascht, hohes<br />
Niveau bei den Junioren<br />
Titelverteidigerin Nadja Meier fehlte, deshalb<br />
war Vorjahresfinalistin Emma Gevorgyan (LT-<br />
TC “Rot-Weiß”) die Favoritin. Sie wurde bis in<br />
die Schlussrunde weder von Ameliya Semenenya<br />
(TC SCC) noch von Marfa Kiseleva (Siemens<br />
TK Blau-Gold) oder Friderike Klein (TC<br />
Grün-Weiß Lankwitz) ernsthaft gefordert. Die<br />
Überraschung im Feld war Sofiya Afandieva (TC<br />
Grün-Weiß Nikolassee), Vorjahresmeisterin in<br />
Emma Gevorgyan (LTTC "Rot-Weiß"): nach dem Freiluft-Titel auch Hallen-<br />
Meisterin der U16<br />
Osman Torski (TC Grün-Weiß Nikolassee) unterstrich mit dem Titelgewinn in der<br />
U16 erneut sein Talent<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
17
Top-Ereignisse<br />
Anica Stabel (LTTC "Rot-Weiß") besiegte Santa Strombach -<br />
Hallen-Meisterin der U18<br />
Im Vorjahr Finalist, <strong>2017</strong> Meister in der "Königsklasse" -<br />
Robert Strombach (LTTC "Rot-Weiß")<br />
der U14. Als Viertgesetzte bezwang sie Gemma<br />
Loddenkemper und Billie König (beide SV Zehlendorfer<br />
Wespen) und im Halbfinale die Mitfavoritin<br />
Kim Bohlen (TC 1899 Blau-Weiss) jeweils<br />
sicher in zwei Sätzen. Auch im Finale gegen Gevorgyan<br />
bot Afandieva Paroli. Beide mit hoher<br />
Fehlerquote spielend, reichte Gevorgyan jeweils<br />
ein Break zum knappen 6:4, 7:5-Sieg.<br />
Der U16-Wettbewerb der Junioren war einer der<br />
besten der Meisterschaft. Dafür sorgten die gesetzten<br />
Osman Torski (1, TC Grün-Weiß Nikolassee),<br />
Vorjahresmeister Jonas Pelle Hartenstein<br />
(3, Sutos 1917), Philip Olsson (4, TC Grün-Weiß<br />
Nikolassee) und Nino Ehrenschneider (2, LTTC<br />
“Rot-Weiß”), die alle die Halbfinals erreichten.<br />
Torski siegte dort mit einem 7:6(1), 6:1 über den<br />
lange verletzten Hartenstein und Ehrenschneider<br />
zog mit einem schwer erkämpften 6:3, 2:6,<br />
10:8 gegen Olsson nach. Das Finale beherrschte<br />
Osman nach Belieben. Er spielte druckvoller und<br />
angriffsfreudiger als sein Konkurrent, schlug<br />
sehr gut auf. Das eindeutige Ergebnis: 6:2, 6:3.<br />
Die Finals im Überblick<br />
U12 Helena Buchwald (TC Grün-Weiß Lankwitz) - Julia Zhu (VfK)<br />
Carl Labitzke (Hermsorfer SC) - Anes Latifovic (LTTC “Rot-Weiß”)<br />
U14 Saskia Witthaus /LTTC “Rot-Weiß”) - Luca Bohlen (TC 1899 Blau-Weiss)<br />
Artur Ivanenko (TK BG Steglitz) - Alessio Vasquez-Gehrke (BTTC Grün-Weiß)<br />
U16 Emma Gevorgyan (LTTC “Rot-Weiß”) - Sofiya Afandieva (TC GW Nikolassee)<br />
Osman Torski (TC GW Nikolassee) - Nino Ehrenschneider (LTTC “Rot-Weiß”)<br />
U19 Anica Stabel - Santa Strombach (beide LTTC “Rot-Weiß”)<br />
Robert Strombach (LTTC “Rot-Weiß”) - Steve Mundt (TC SCC)<br />
U18: Stabel und Strombach<br />
gewinnen in der “Königsklasse”,<br />
Anica Stabel (DR 68, LTTC “Rot-Weiß”) und ihre<br />
Clubkameradin Santa Strombach, frisch gekürte<br />
Deutschen Jugendmeisterin 2016 im Doppel<br />
U14 (siehe S. xx ff), führten hier die Setzliste<br />
an. Beide erreichten das Finale. Stabel mit überlegenen<br />
Siegen gegen Anne-Kathrin Abeln (TC<br />
Grün- Weiß Nikolassee) und Adelina Krüger (LT-<br />
TC “Rot-Weiß”), Santa Strombach ebenso problemlos<br />
gegen Daniela Makarewitsch (Tempelhofer<br />
TC), Luisa Sommer (TC SCC) und Emilie<br />
Richter (SV Zehlendorfer Wespen). Letztere hatte<br />
im Viertlfinale der drittgesetzten Mitfavoritin<br />
Alexandra Livadaru (Grunewald TC) mit 6:7(5),<br />
6:2, 10:8 das Turnier-Aus beschert.<br />
Im Finale war Anica Stabel am Anfang die Aktivere.<br />
Sie machte mehr Druck und zwang Strombach<br />
oft in die Defensive. Ihre hohen Returns<br />
waren eine leichte Beute für Anica - klarer Satzgewinn<br />
mit 6:3. Aber Santa stellte ihr Spiel um,<br />
wurde aggressiver und mutiger, gestaltete Satz<br />
zwei offen - bis zum 6:6 gab sie kein Aufschlagspiel<br />
ab. Im Tie-Break hatte Anica das glücklichere<br />
Händchen und gewann den Titel mit 7:3.<br />
Bei den Junioren U18 hieß der Favorit Robert<br />
Strombach (LTTC “Rot-Weiß”). Nach einem leichten<br />
Auftaktsieg über Ben Brandherm (TC Orange-Weiß<br />
Friedrichshagen) traf Strombach schon<br />
im Viertelfinale auf seinen ungesetzten ungarischen<br />
Clubkameraden Lenard Soha, der ihm bei<br />
4:6, 6:3, 10:6<br />
6:2, 6:3<br />
6:4, 6:2<br />
2:6, 6:2, 10:8<br />
6:4, 7:5<br />
6:2, 6:3<br />
6:3, 7:6(3)<br />
6:2, 6:1<br />
den Jugend-Hallenmeisterschaften<br />
2016 im Finale<br />
eine Niederlage<br />
beigebracht und<br />
damit seinen Sieg<br />
verhindert hatte.<br />
Die beiden Rivalen<br />
boten auch dieses<br />
Mal ein hinreißendes<br />
Match: Tempo,<br />
harte, platzierte Schläge, gutes Winkelspiel - sie<br />
schenkten sich nichts. Ein Tie-Break entschied<br />
den ersten Durchgang: 7:3 für Strombach. Danach<br />
spielte nur noch einer. Strombach schaffte<br />
mit klasse Returns und Powerschlägen mehrere<br />
Breaks und am Ende mit 6:1 den Sieg - Revanche<br />
geglückt, das Halbfinale erreicht. Hier war sein<br />
Gegner der an vier gesetzte, noch 15-jährige Benito<br />
Jaron Sanchez-Martinez (TC SCC), der im<br />
Viertelfinale Joshua Kugel (TC Grün-Weiß Nikolassee)<br />
geschlagen hatte. Strombach zog mit einem<br />
6:1, 6:4-Sieg über den SCC-er ins Finale ein.<br />
Für Furore sorgte mit seiner Finalteilnahme ein<br />
anderer SCC-er: Steve Mundt. Er hatte davor Niclas<br />
Fleischhauer (Siemens TK Blau-Gold) mit 6:2,<br />
7:6(2) und in einem mitreißenden Match Jakob<br />
Hütten (TC 1899 Blau-Weiss) mit 6:1, 3:6, 10:8<br />
sowie im Halbfinale in einem ”Krimi” den Mitfavoriten,<br />
seinen Clubkameraden Finn Stodder<br />
mit 6:7(3), 7:6(5), 11:9 eliminiert.<br />
Nach diesen kräftezehrenden Matches fehlte<br />
Mundt im Finale die Frische. Strombach gewann<br />
es klar mit 6:2, 6:1. Er war der Dominator in der<br />
Königsklasse.<br />
In den acht Finals waren ebenso viele Clubs vertreten.<br />
“Ein Beweis für die gute Nachwuchsarbeit<br />
in vielen Vereinen”, freute sich Landestrainer<br />
Bernd Süßbier.<br />
Erfolgreichster Club war der LTTC “Rot-Weiß” mit<br />
vier Titeln. Je ein Titel ging an Grün-Weiß Lankwitz,<br />
Hermsdorfer SC, TK Blau-Gold Steglitz und<br />
Grün-Weiß Nikolassee.<br />
Oberschiedsrichter Tobias Fuchs war fast arbeitslos:<br />
“Die Matches wurden sehr fair ausgetragen,<br />
der Umgang mit dem jeweiligen Rivalen<br />
war respektvoll.”<br />
Bernd Prawitz<br />
Fotos: Andreas Springer<br />
18<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
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Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />
EINLADUNG<br />
ZUR JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG<br />
DES TENNIS-VERBANDES BERLIN-BRANDENBURG E. V.<br />
am Sonntag, dem 26. März <strong>2017</strong>, um 11.00 Uhr,<br />
im Seminaris Campus Hotel<br />
Takustraße 39 (Eingang Lansstraße), 14195 Berlin (U3 Dahlem Dorf)<br />
Tagesordnung:<br />
1. Feststellung der Anwesenheit<br />
2. Genehmigung der Tagesordnung<br />
3. Bericht über das Geschäftsjahr 2016<br />
4. Berichte der Mitglieder des Präsidiums und des erweiterten Präsidiums<br />
5. Aussprache zu den Berichten<br />
6. Ehrungen<br />
7. Bericht des Disziplinarausschusses<br />
8. Bericht des Schatzmeisters<br />
9. Bericht der Kassenprüfer<br />
10. Entlastung des Präsidiums<br />
11. Neuwahl des Präsidiums<br />
12. Neuwahl des erweiterten Präsidiums<br />
13. Neuwahl der Kassenprüfer<br />
14. Neuwahl des Disziplinarausschusses<br />
15. Haushaltsvoranschlag <strong>2017</strong> und Festsetzung der Jahresbeiträge<br />
16. Anträge<br />
a) für Satzungsänderungen<br />
b) für Wettspielordnungsänderungen<br />
c) sonstige<br />
17. Bekanntgabe der Termine <strong>2017</strong><br />
18. Verschiedenes<br />
Das Präsidium<br />
Dr. Klaus-Peter Walter<br />
Präsident<br />
Berlin, den 23. Januar <strong>2017</strong><br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
19
TVBB intern<br />
Dr. Klaus-Peter Walter: Jahresbericht 2016 des TVBB-Präsidenten<br />
Unser Verband: erfolgreich und im Aufwind<br />
Dr. Klaus-Peter Walter<br />
Der Tennissport in Berlin und Brandenburg<br />
wächst seit mehreren Jahren<br />
als einziger DTB-Landesverband<br />
ungebrochen. Einige Vereine<br />
erreichen Rekordmitgliederzahlen,<br />
unsere 195 Vereine sind ohne<br />
Übertreibung überaus attraktiv. An<br />
dieser Stelle danke ich allen ehrenamtlichen<br />
Vereinsvertretern, die<br />
allesamt mit ihrem Engagement<br />
den Tennissport zum größten Tennisverband<br />
der Welt, zur drittgrößten<br />
Fachsportart in Deutschland,<br />
zum drittgrößten Fachsportverband<br />
in Berlin und zum zehntgrößten<br />
in Brandenburg verhelfen. Die<br />
verschiedenen Sportstatistiken unterscheiden<br />
nicht, ob die gemeldeten<br />
Sportler selbst aktiv den Sport<br />
betreiben, im Tennis kann man davon<br />
ausgehen, dass nahezu alle gemeldeten<br />
Mitglieder auch Tennis<br />
spielen.<br />
Der Höhepunkt im sportlichen Teil des Jahres<br />
2016 war zweifelsfrei die Davis-Cup Begegnung<br />
Deutschland gegen Polen, ausgerichtet beim<br />
LTTC „Rot-Weiß“ vom 16. bis 18. September.<br />
Der besondere Dank gilt an prominenter Stelle<br />
dem LTTC-Vorstandsteam um Werner Ellerkmann<br />
und dem unermüdlich hinwirkendem,<br />
allen Widrigkeiten trotzendem Organisator Markus<br />
Zoecke.<br />
Die sportlich herausragenden Matches besuchten<br />
ca. 8 500 Zuschauer, 12 600 wären möglich<br />
gewesen. Unglücklich war unter Umständen,<br />
dass die beiden Werbebotschafter auf den<br />
ausgehängten Plakaten Philipp Kohlschreiber<br />
und Alexander Zverev zeigten, die in der knappen<br />
Vorbereitungszeit ihre Teilnahme absagten<br />
und viel Ratlosigkeit hinterließen. Dennoch, die<br />
hochklassige Begegnung und die gesamte Organisationscrew<br />
hätten ein ausverkauftes Stadium<br />
verdient, denn es klappte alles wie am<br />
Schnürchen. Ballkinder, Schiedsrichter, das Servicepersonal<br />
legten sich professionell ins Zeug,<br />
als würden sie das regelmäßig so machen. Ganz<br />
herzlichen Dank für dieses Engagement, das<br />
überzeugend für Berlin und den Berliner Tennissport<br />
warb.<br />
Anlässlich der Davis-Cup Begegnung - die letzte<br />
in Berlin lag 25 Jahre zurück - konnten wir vom<br />
TVBB die Gelegenheit wahrnehmen, mit nahezu<br />
allen Präsidenten der anderen DTB-Landesverbände,<br />
dem DTB-Präsidium und zahlreichen<br />
Mitstreitern der ersten Stunden der TVBB-Gründung,<br />
das 25-jährige Jubiläum unseres Tennisverbandes<br />
Berlin-Brandenburg würdig zu begehen.<br />
Unsere Gastfreundschaft wird von den<br />
anderen Landesverbänden und vom DTB-Präsidium<br />
hoch geschätzt, ist sie doch auch ein Ausdruck<br />
der Wertschätzung unseres großartigen<br />
Sports. Dies gilt im gleichen Maße auch für die<br />
beiden anderen internationalen großen Veranstaltungen<br />
der Jugend und Wheelchair, die inzwischen<br />
traditionell den Terminkalender im Juni<br />
und Juli ausfüllen.<br />
Im Juni trafen sich die besten Jugendlichen der<br />
Welt zum 57. Internationalen Jugendturnier<br />
beim LTTC „Rot-Weiß“ und ermittelten bei den<br />
Allianz Kundler German Juniors supported by<br />
Optimal Systems ihre Sieger. Daniel Altmaier<br />
erspielte sich den KPM-Bären als Siegertrophäe<br />
bei der männlichen Jugend und wird im Jahr<br />
<strong>2017</strong> die neue Nummer 1 in dem LTTC-Team der<br />
2. Bundesliga Herren Nord bei „Rot-Weiß“. Bei<br />
der weiblichen Jugend gewann Amina Anshba<br />
aus Russland, die sehr geschickt zum Leidwesen<br />
ihrer Schweizer favorisierten Gegnerin ihren<br />
deutlichen Rückstand im dritten Satz zum Sieg<br />
wenden konnte. Besonderer Dank gilt hier erneut<br />
dem Hauptsponsor David Patrick Kundler,<br />
der dieses großartige und traditionsreiche Turnier<br />
für die kommende Spielergeneration mit zu<br />
erhalten half.<br />
Im Juli 2016 kamen wieder die weltbesten Rollstuhltennisspieler<br />
der NEC Wheelchair Tennis<br />
Tour nach Berlin, diesmal zum BTTC und aufgewertet<br />
in die ITF Grade 2 Kategorie. Besonders<br />
eindrucksvoll im Doppel, aber auch im Einzel,<br />
beherrschen die Rollis ihre Spezialrollstühle<br />
präzise und setzen mit der atemberaubenden<br />
Top-Spin Schlagtechnik bei der Rückhand den<br />
Gegner unter Druck. Mit taktischem Überblick<br />
kurven sie über den Tennisplatz und retournieren<br />
souverän im Hineinrollen selbst die schärfsten<br />
Aufschläge. Gewonnen hat bei den Herren<br />
der Niederländer Maikel Scheffers, bei den Damen<br />
konnte die Zehlendorfer Wespe Katharina<br />
Krüger den Titel zurück erobern und vor gut 400<br />
Zuschauern im großem Finalkampf den dritten<br />
Satz mit 6:3 gegen die Britin Lucy Shuker gewinnen.<br />
Die Senatsverwaltung für Inneres und<br />
Sport hat zugesichert, dass dieses Turnier über<br />
das Jahr 2016 hinaus in Berlin erhalten bleibt.<br />
Sechs Titel gingen in der Regionalliga Nord-<br />
Ost an Vereine des TVBB und die meisten unserer<br />
Vereine konnten sich in dieser Liga gegen<br />
die starke Konkurrenz der Nordverbände gut<br />
behaupten. „Fast die Hälfte aller Titel gewinnt<br />
der TVBB, … dies ist die beste TVBB-Bilanz seit<br />
Gründung der Regionalliga Nordost“ berichtete<br />
der TVBB-<strong>matchball</strong> 3/2016 in seinem Rückblick<br />
auf die Saison. Bemerkenswert ist, dass der<br />
TVBB als einziger der sieben Landesverbände<br />
in jeder Altersklasse spielt und mit 37 Teams in<br />
der Spielklasse Regionalliga Nordost die weitaus<br />
meisten Mannschaften stellt. Bezogen auf die<br />
Anzahl Mitglieder ist der TVBB überproportional<br />
stark vertreten (Niedersachsen hat z.B. mit 130<br />
000 mehr als dreimal so viele Mitglieder wie der<br />
TVBB und 27 Teams in der RLNO). In noch stärkerem<br />
Maße gilt das für die Ostliga, in der unvermindert<br />
die TVBB-Vereine dominieren. Mit neun<br />
von 12 möglichen Meistertiteln waren unsere<br />
Teams so erfolgreich wie im Jahr 2015. Das Vorhaben,<br />
unsere Sommer-Turnierserie durch ein<br />
sogenanntes Masters aufzuwerten, wurde aufgrund<br />
mangelnder Beteiligung der sich dafür<br />
qualifizierten Spieler aufgegeben.<br />
Von unseren 11 000 Jugendlichen möchte ich<br />
diesmal besonders die Aufmerksamkeit auf Anica<br />
Stabel von Blau-Gold Steglitz richten, die in<br />
der kommenden Saison für den LTTC „Rot-Weiß“<br />
antritt. Mit konsequentem, diszipliniertem<br />
Grundlinienspiel schaffte sie es bei den Internationalen<br />
Jugendmeisterschaften bis ins Viertelfinale<br />
und besiegte auf dem Weg dorthin - selbst<br />
ohne ITF-Ranking - ihre international hoch ITFeingestuften<br />
Gegnerinnen souverän. Bei den<br />
Deutschen Meisterschaften 2016 in Biberach an<br />
der Riß verfehlte sie nur knapp das Hauptfeld<br />
der gut besetzten Damenkonkurrenz.<br />
Doch auch die anderen Jugendlichen des TVBB<br />
waren erfolgreich, wie die zahlreichen Medienberichte<br />
zeigen: Jesper Tull Freimuth siegt in<br />
Blankenese zu Pfingsten und gemeinsam mit<br />
Franziska Sziedat die IC Junior Trophy im HTV<br />
Hannover. Rudi Molleker spielte u.a. erfolgreich<br />
die Serie der Junioren in Offenbach, Pilsen und<br />
Wels und er sammelte bei Herrenturnieren seine<br />
ersten neun ATP-Punkte.<br />
Bei den Herren gewann Steffen Sommerfeld<br />
(Zehlendorfer Wespen) im Dezember 2016 in<br />
Biberach an der Riß im Einzel und Doppel die<br />
Deutsche Meisterschaft im Rollstuhltennis. Katharina<br />
Krüger eroberte sich nicht nur den Titel<br />
der German Open Wheelchair im BTTC,<br />
sondern kletterte aufgrund weiterer fünf Tur-<br />
20<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />
TVBB-Präsident Dr. Klaus-Peter Walter (r.) bei der Siegerehrung der weltbesten Rollstuhltennisspieler der<br />
NEC Wheelchair Tennis Tour 2016 beim BTTC. Links neben ihm DTB-Präsident Ulrich Klaus und<br />
Organisatorin Dr. Beate Loddenkemper <br />
© Claudio Gärtner<br />
niersiege in der Weltrangliste wieder unter die<br />
Top 10.<br />
Die DTB-Initiativen zur Förderung der Jugend<br />
und zur Verbesserung der Sportorganisation<br />
wurden im vergangenen Jahr wie angekündigt<br />
fortgeführt. Mit der Leitidee, Tennis in Deutschland<br />
als Marke zu stärken und dem Vereinsleben<br />
einen vorteilhaften Schub zu geben, wurde unter<br />
anderem das talentinos-Konzept weiter ausgebaut<br />
und für die Vor- und Nachbereitung der<br />
Tennissaison wurden mit dem Kooperationspartner<br />
Patricio Travel die beliebten wärmeren<br />
Reiseziele am Mittelmeer aufgesucht. Neben<br />
der beliebten Türkischen Riviera, sind in Kroatien<br />
und auf Mallorca zwei neue Standorte gefunden<br />
worden. Die Mixed-Ferienrunde fand<br />
hingegen hier im Berliner Raum statt und begeisterte<br />
inzwischen 60 Teams aller Altersklassen<br />
aus Berlin und Brandenburg.<br />
Zum Spieljahr 2016 wurde das von fast allen<br />
anderen Landesverbänden eingesetzte System<br />
der Firma ‚nuliga‘ aus Bregenz eingesetzt. Unsere<br />
Geschäftsstelle beobachtete keine gravierenden<br />
Hürden und Probleme in den Vereinen<br />
bei der Umstellung. Da zudem die Ostliga zu<br />
Beginn des Jahres ebenfalls auf das nuliga-System<br />
umgestellt wurde, können unsere Vereine<br />
nun durchgängig ihre Mannschaftsmeldungen<br />
und Spielergebnisse über dieses Portal nutzen.<br />
An dieser Stelle sei den Vereinsvertretern besonders<br />
gedankt, die mit Umsicht und Verständnis<br />
dabei waren. Besonderer Dank geht aber an die<br />
Geschäftsstelle, genauer Herrn Felix Rewicki, der<br />
mit Geduld und Überblick bei der Bewältigung<br />
der Softwareeinführung unterstützte. Mit ca.<br />
120 LK-Turnieren konnte durch das eindrucksvolle<br />
Engagement unseres LK-Beauftragten,<br />
Herrn Dr. Joachim Buchta, die Tennisbegeisterung<br />
außerordentlich entwickelt werden.<br />
Wie in der Mitgliederversammlung im Jahr 2015<br />
angekündigt, wurde ein Ausschuss zum Thema<br />
“Wettkampfbälle” gebildet. Er trat 2016 zweimal<br />
zusammen und verglich die an den TVBB<br />
herangetragenen Angebote der Firmen Dunlop,<br />
TennisPoint/Wilson und TopSpin. Im Wesentlichen<br />
unterschieden sich die Angebote hinsichtlich<br />
einer durch den Ballabsatz gesteuerten Finanzierung<br />
(TennisPoint/Wilson) und einem<br />
pauschalen Werbezuschuss (Dunlop). Der Ausschuss<br />
bewertete beide Alternativen und erarbeitete<br />
zwei Empfehlungen, die dem Präsidium<br />
Mitte des Jahres 2016 zur Entscheidung vorgestellt<br />
wurden. Das Präsidium entschied einstimmig,<br />
den Vertrag mit dem bisherigen Ballpartner<br />
Dunlop um weitere drei Jahre zu verlängern.<br />
Sehr herzlich bedanke ich mich bei allen ehrenamtlichen<br />
Mitstreitern im Präsidium, dem<br />
erweiterten Präsidium, den Mitarbeitern der<br />
Geschäftsstelle und den Honorartrainern des<br />
Landesleistungszentrums für ihr durchweg engagiertes<br />
Wirken. Ohne Mithilfe der vielen Helfer<br />
und Mitwirkenden - von den Schiedsrichtern<br />
bis zu den Vereinsvorständen – gäbe es nicht<br />
diese lebendige Tennisszene im TVBB, denn die<br />
Erwartungen unserer Mitglieder an perfekte<br />
Veranstaltungen sind nicht geringer geworden.<br />
Ich bedanke mich abschließend besonders für<br />
den Beistand der übergeordneten Sportinstitutionen,<br />
der Landessportbünde Berlin und Brandenburg,<br />
dem DTB und den Senatsstellen von<br />
Berlin, die unsere Vorhaben und unseren Tennissport<br />
großzügig unterstützten.<br />
Dr. Klaus-Peter Walter, Präsident des TVBB<br />
Bernd Wacker: Jahresbericht zum Sport 2016<br />
Guter Sport im Jubiläumsjahr<br />
Bernd Wacker<br />
Das Sportjahr 2016 hatte aus Sicht<br />
des TVBB zwei besondere Ereignisse:<br />
das Jubiläum „25 Jahre TVBB“<br />
und die Austragung der Davis Cup-<br />
Begegnung gegen Polen. Beide Veranstaltungen<br />
haben wir, soweit von<br />
uns zu beeinflussen, mit der notwendigen<br />
Sorgfalt und Präzision<br />
durchgeführt und dafür bundesweit<br />
Lob und Anerkennung erhalten.<br />
Das Tennisjahr 2016 hat uns wenige Veränderungen<br />
im Regelwerk beschert, die wir durchaus<br />
zufriedenstellend gelöst haben. Dies betrifft<br />
Vereine und Funktionäre gleichermaßen, Neuregelungen<br />
der Wettspielordnung wurden einvernehmlich<br />
umgesetzt, die Online-Bearbeitung<br />
der Verbandsspiele durch Nutzung des nuliga-<br />
Systems wird durch die Vereine zunehmend akzeptiert<br />
und erfolgreich praktiziert.<br />
Und nicht nur für diesen Bereich genießt unsere<br />
Homepage großen Zuspruch, das zeigt die<br />
stattliche Anzahl von Zugriffen unter den Mitgliedern<br />
unseres Landesverbandes und weit darüber<br />
hinaus. Dennoch wollen und werden wir<br />
diese gute Informationsquelle permanent verbessern.<br />
Ab <strong>2017</strong> werden wir das Lizenzverfahren<br />
einführen und somit einen konkreten Überblick<br />
zu den Spielberechtigungen innerhalb<br />
der Verbände erhalten, die das nuliga-System<br />
nutzen.<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
21
TVBB intern<br />
Rudi Molleker stand im vergangenen Jahr im Halbfinale der Internationalen<br />
Jugendmeisterschaften in Berlin<br />
© Bernd Prawitz<br />
Anica Stabel überraschte als ungesetzte Spielerin - Viertelfinale bei den<br />
German Juniors © Bernd Prawitz<br />
Die umgestellte Ranglistenberechnung bei den<br />
Aktiven auf das Turnierrundenpunkte-System<br />
verläuft weiterhin äußerst schleppend, sollte<br />
doch dadurch alles besser werden. Es wäre wünschenswert,<br />
die Veröffentlichung der Ranglisten<br />
zeitnah in Einklang mit dem LK-System zu<br />
bringen.<br />
Die durchweg erfreuliche Durchführung der<br />
Verbandsspiele erleichtert weiterhin die Arbeit<br />
im Ehrenamt. Die personellen Neubesetzungen<br />
im erweiterten Präsidium und den Bezirken<br />
führten zu den erhofften positiven Veränderungen.<br />
Dafür herzlichen Dank.<br />
Leider wurden auch ein paar unangenehme<br />
Vorfälle bekannt, die sich während der<br />
Wettspiele ereigneten, so dass die Anrufung<br />
des Disziplinarausschusses unumgänglich<br />
war. Näheres hierzu dann auf der nächsten<br />
Mitgliederversammlung.<br />
Auf überregionaler Ebene brachten auch 2016<br />
unsere Spielerinnen und Spieler in unterschiedlichen<br />
Altersklassen und Mannschaftswettbewerben<br />
den TVBB in positive Schlagzeilen.<br />
Nachstehend möchte ich Ihnen noch einen<br />
kompakten Überblick über das Sportjahr 2016<br />
geben. Berichte hierzu waren bereits zeitnah im<br />
Verbandsorgan <strong>matchball</strong> zu lesen:<br />
Erneut begann das Tennisjahr mit den Hallenmeisterschaften<br />
in der Havellandhalle. Leider<br />
ist weiterhin die mangelnde Zuschauerresonanz<br />
zu beklagen, schade, denn die “wenigen unentwegten“<br />
konnten sich von tollen Spielen überzeugen.<br />
Überraschungen blieben auch dieses<br />
Mal nicht aus. So gewann bei den Herren in der<br />
1. Runde der Qualifikant Stefanos Schinas (TC<br />
Blau-Weiss) gegen die Nr. 1 der Setzliste, Jerome<br />
Inzerillo (LTTC “Rot-Weiß”), scheiterte danach<br />
aber an Torsten Cuba (TC SCC), der mit einer<br />
WC ins Hauptfeld gelangte und sich bis ins<br />
Finale durchspielte. Dort war er aber mit einem<br />
klaren 2:6, 2:6 gegen den souverän aufspielenden<br />
Friedrich Klasen chancenlos.<br />
Bei den Damen war der Weg ins Finale für beide<br />
topgesetzten Spielerinnen planmäßig. Sowohl<br />
Juliane Triebe (BSV 92) als auch Courtney Collins-<br />
Guentner (SV Berliner Bären) konnten sich, wenn<br />
auch nicht immer überzeugend, durchsetzen. In<br />
einem leider nicht sonderlich spannenden Finale<br />
wurde dann Juliane Triebe ihrer Setzposition 1<br />
gerecht und gewann sicher und deutlich mit 6 :1,<br />
6:2.<br />
Die Endrunde in der Meisterschaftsklasse bei<br />
den Damen und Herren brachte uns, zumindest<br />
bei den Damen, nicht den gewohnten Erfolg<br />
des Seriensiegers TC 1899 Blau-Weiss.<br />
Die zahlreich anwesenden Zuschauer in der<br />
Havellandhalle konnten sich wieder einmal<br />
von hochklassigen, spannenden und temporeichen<br />
Matches überzeugen. Das Fazit<br />
war eindeutig: Die besten Mannschaften des<br />
TVBB boten eine überzeugende Vorstellung.<br />
Schon die Halbfinals, bei den Damen der TC<br />
SCC gegen den TC Blau-Weiss und die Zehlendorfer<br />
Wespen gegen den LTTC “Rot-Weiß”, sowie<br />
bei den Herren der TC 1899 Blau-Weiss gegen<br />
den TC SCC und der LTTC “Rot-Weiß” gegen<br />
die Zehlendorfer Wespen, bescherten ausgeglichene<br />
Spiele, bei denen die Gewinner erst<br />
durch die Doppel ermittelt wurden.<br />
Bei den Damen erreichte der TC SCC gegen die<br />
Zehlendorfer Wespen und bei den Herren der<br />
TC Blau-Weiss gegen den LTTC “Rot-Weiß” die<br />
Finals. Auch hier war in beiden Begegnungen<br />
Spannung pur angesagt. Die Damen der Zehlendorfer<br />
Wespen führten nach den Einzeln<br />
mit 3:1 und benötigten in den abschließenden<br />
Doppeln noch einen Satzgewinn, den dann<br />
auch Svenja Exner mit “Mischi” Misch überzeugend<br />
gegen Daria Gajos/Vanessa Reinicke für<br />
sich entschieden und die Zehlendorfer Wespen<br />
somit als Sieger feststanden.<br />
Bei den Herren musste die Entscheidung auch<br />
in den Doppeln fallen, denn nach den Einzeln<br />
stand es 3:1 für den TC Blau-Weiss. Allerdings<br />
wurden von den vier Einzeln drei im Match-Tie-<br />
Break entschieden, knapper kann es kaum gehen.<br />
Die Ausgangssituation war für Blau-Weiss<br />
vermeintlich einfacher, denn es musste ein Doppel<br />
zum Gesamtsieg erfolgreich beendet werden.<br />
Schwer genug, wie uns die Einzelbegegnungen<br />
gezeigt haben. Hier war es dann dem<br />
Doppel Laslo Urrutia/ Friedrich Klasen vorbehalten,<br />
den gewinnbringenden Punkt gegen<br />
Sebastian Rieschick/Rudi Molleker einzufahren,<br />
und somit für Blau-Weiss den Titel zu sichern.<br />
Die Sommersaison konnte mit nahezu unveränderter<br />
Anzahl an Mannschaften (knapp 1 900)<br />
pünktlich begonnen und auch nahezu komplett<br />
beendet werden. Mit den wenigen witterungsbedingten<br />
Verlegungen, die leider nicht zu vermeiden<br />
waren, konnte die Saison zufriedenstellend<br />
durchgeführt werden. Dazu haben auch<br />
wieder die Referenten und Bezirkssportwarte<br />
mit dem gewohnt sorgfältigen und umsichtigen<br />
Einsatz beigetragen. Allerdings werfen Wettspiele<br />
nach den Sommerferien zusätzliche Zeitprobleme<br />
auf, denn witterungsbedingte Ausfälle<br />
können beim besten Willen nicht immer<br />
zeitgerecht nachgeholt werden.<br />
Ein wichtiges und qualitativ hochwertiges Ereignis<br />
neben den Verbandsspielen sind unsere<br />
Verbandsmeisterschaften. Nahezu die gesamte<br />
Bandbreite an Spielerinnen und Spielern<br />
war wieder dabei, als es darum ging, sich für<br />
das Hauptfeld zu qualifizieren. Die Qualifikation<br />
(erneut beim BFC Alemannia 1890) war mit einem<br />
Teilnehmerfeld von 48 Herren und 22 Damen<br />
leider nicht zufriedenstellend besetzt. Die<br />
Zehlendorfer Wespen, das kennen wir seit Jahrzehnten,<br />
standen mit gewohnt guter Organisa-<br />
22<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />
Wieder in der 2. Bundesliga Nord: Die 1. Damen- und 1. Herrenmannschaften des LTTC “Rot-Weiß”. Bei den Herren fehlt Neuzugang Daniel Altmaier auf dem Foto, bei<br />
den Damen Anica Stabel © Claudio Gärtner<br />
tion als Ausrichter der Endrunde zur Verfügung<br />
und wurden mit überaus hochklassigem Sport<br />
belohnt. Ganz oben auf dem Siegerpodest neue<br />
Namen. Überraschend oder Ergebnis kontinuierlicher<br />
Aufbauarbeit?<br />
Bei den Damen wohl eher erwartet, denn mit<br />
Charlotte Klasen (TC 1899 Blau-Weiss) und Juliane<br />
Triebe (BSV 92) erreichten die Setzpositionen<br />
1 und 2 auch ungefährdet das Finale. Hier<br />
behielt Charlotte Klasen mit einem ungefährdeten<br />
7:,6, 6:2 die Oberhand und gewann ihren<br />
ersten Einzeltitel im TVBB. Das Hauptfeld im<br />
Damen-Doppel war mit 16 Paarungen komplett<br />
und gutklassig besetzt. Die Titelverteidigerinnen<br />
Laura Reinhard/Ruta Deduraite-Palomero<br />
(TC Grün-Weiß Lankwitz) waren in diesem Jahr<br />
gegen Charlotte Klasen/Janina Braun (TC 1899<br />
Blau-Weiss/TC SCC) chancenlos und mussten<br />
die Überlegenheit ihrer Gegnerinnen bei der<br />
1:6, 4:6-Niederlage anerkennen.<br />
Auch bei den Herren gab es einen neuen Namen<br />
auf der Siegerliste. Wer die Entwicklung von<br />
Niclas Braun (TC SCC) in den letzten Jahren aufmerksam<br />
verfolgt hatte, konnte nicht wirklich<br />
überrascht sein. Allein der frühe Zeitpunkt seiner<br />
Bestform, wenige Tage nach seinem Aufenthalt<br />
in den USA mit ausschließlichem Hartplatztennis,<br />
ist bemerkenswert. Sein Weg ins Finale<br />
indes Ausdruck von Stabilität und Nervenstärke.<br />
Diese Eigenschaft bewies er im Halbfinale<br />
gegen Friedrich Klasen, als er den Tie-Break des<br />
dritten Satzes mit 10:8, und damit das Match,<br />
für sich entschied. Gestärkt mit diesem Selbstvertrauen<br />
ging er auch in das Finale gegen Laslo<br />
Urrutia (TC 1899 Blau-Weiss) und setzte sich<br />
unerwartet deutlich mit 6:3, 6:2 zu seinem ersten<br />
TVBB-Titel durch. Das Herren-Doppel, auch<br />
hier waren 16 Paarungen am Start, nahm eher<br />
einen überraschenden Ausgang. Es standen<br />
sich im Finale mit Julian Freudenreich/Philipp<br />
Eberhard (Zehlendorfer Wespen/TC 1899 Blau-<br />
Weiss) sowie Timo Fleischfresser/Sascha Lehmann<br />
(SV Berliner Bären) zwei Ungesetzte gegenüber.<br />
Die Erstgenannten siegten 7:6, 6:3.<br />
Es sind nicht in jedem Jahr flächendeckende Erfolgsmeldungen<br />
unserer Mannschaften in den<br />
übergeordneten Ligen zu erwarten, dennoch ist<br />
deren Abschneiden durchaus als zufriedenstellend<br />
zu bezeichnen. Wir sind weiterhin zahlreich<br />
und gut positioniert vertreten, wenn auch einige<br />
Abstiege aus der Regionalliga zu beklagen<br />
sind. Diese konnten in diesem Jahr leider nicht<br />
durch Aufstiege ausgeglichen werden.<br />
Die Damen des TC 1899 Blau-Weiss konnten als<br />
Nachrücker in die 1. Bundesliga gelangen, die<br />
Damen des LTTC „Rot-Weiß“ schafften als Meister<br />
der RL-Nord-Ost den direkten Aufstieg in die<br />
2. Bundesliga-Nord und die Damen der Zehlendorfer<br />
Wespen rückten dorthin nach.<br />
Die Herren des TC 1899 Blau-Weiss konnten<br />
sich in der 2. Bundesliga-Nord erneut behaupten<br />
und bekommen mit den Herren<br />
des LTTC „Rot-Weiß” einen Mitstreiter, der<br />
als Meister der RL-Nord-Ost ebenfalls in die<br />
2. Bundesliga-Nord aufgestiegen ist.<br />
In der Regionalliga-Nord-Ost wurden sechs<br />
TVBB-Mannschaften Sieger und neun Mannschaften<br />
unseres Verbands gewannen die<br />
Ostliga-Meisterschaft.<br />
Bei den Großen Spielen der Verbände sind wir<br />
weiterhin mit allen Altersklassen vertreten. Wir<br />
wurden in den vergangenen Jahren durch Erfolge<br />
sehr verwöhnt, sie sind nicht immer zu<br />
bestätigen.<br />
Die AK 30 hat den sofortigen Wiederaufstieg<br />
erreicht. Für die Meden-/Poensgen-Mannschaft<br />
(Damen und Herren) war wieder nach<br />
der Gruppenphase Schluss, weil uns erneut der<br />
Niederrhein im entscheidenden Match im Wege<br />
stand.<br />
Den Abschluss der Saison bildeten, wie seit Jahren<br />
üblich, die Norddeutschen Hallen-Meisterschaften<br />
in Kiel-Wellsee. Leider konnte Friedrich<br />
Klasen seinen Titel nicht verteidigen.<br />
Eine durchaus erfreuliche Entwicklung nimmt<br />
die Sommer-Mixed-Runde. War sie doch ursprünglich<br />
als Ausgleich für diejenigen gedacht,<br />
die nicht an den Mannschaftswettbewerben<br />
teilnehmen, sind doch jetzt zunehmend<br />
Spielerinnen und Spieler dabei, die diesen<br />
„Freizeitspass“ zusätzlich für sich entdeckt und<br />
sich auch ehrgeizige Ziele gesteckt haben.<br />
Nun ist darüber hinaus geplant, ab AK 60 eine<br />
Doppelrunde auszurichten, die zunächst eigenverantwortlich<br />
durchgeführt werden soll. Warum<br />
nicht, eine solche Runde hat auch vor einiger<br />
Zeit zu einer nunmehr festen Größe der AK<br />
75 geführt.<br />
Dadurch kann und wird sich die Turnier- und<br />
Wettspiellandschaft positiv entwickeln, neue<br />
Ranglistenturniere bei Aktiven und insbesondere<br />
Senioren bereichern unseren Verband, ebenso<br />
eine sehr bemerkenswerte Anzahl an LK-Turnieren.<br />
Eine Vielzahl von Vereinen und Sportlern<br />
sind, trotz der gesteckten sportlichen Ziele, mit<br />
Begeisterung und Fairness am Start, und tragen<br />
so zu einer Bereicherung des Vereinslebens bei.<br />
Die LK-Berechnungen funktionieren gut, leider<br />
noch immer einmal jährlich zum 30.September<br />
und final erst Anfang November. Auch hier ist eine<br />
Verbesserung dringend notwendig.<br />
Liebe Tennisfreunde, ich bedanke mich bei Ihnen<br />
für ein angenehmes und erfolgreiches Tennisjahr,<br />
verbunden mit einer engagierten, konstruktiven<br />
und weiterführenden Mitarbeit. Ich<br />
wünsche Ihnen eine verletzungsfreie, sportlich<br />
zielführende Saison <strong>2017</strong>.<br />
Bernd Wacker, Verbandssportwart<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
23
TVBB intern<br />
Reinhard Schadenberg: Jahresbericht Jugendsport 2016<br />
Eine Saison mit schönen Erfolgen der Jugend<br />
Reinhard Schadenberg<br />
Rückblickend auf die Saison 2016<br />
lässt sich feststellen, dass unsere Jugendlichen<br />
auf nationaler und auch<br />
internationaler Ebene, wie bereits<br />
seit Jahren, wieder überaus erfolgreich<br />
abgeschnitten haben.<br />
Ich verzichte angesichts der Tatsache, dass<br />
sämtliche Ergebnisse der zurückliegenden Saison<br />
zeitnah im Internet veröffentlicht wurden,<br />
auf die Aufzählung der Ergebnisse im Einzelnen<br />
und beschränke mich auf die saisonalen<br />
Höhepunkte.<br />
Die „Allianz Kundler German Juniors“ beim LTTC<br />
“Rot-Weiß” waren wieder idas Topereignis im Jugendbereich.<br />
Der Wettergott verlangte Turnierdirektor<br />
Bernd Warneck 2016 eine logistische<br />
Meisterleistung ab, denn es regnete und regnete.<br />
Doch mit Hilfe der unermüdlichen Platzwarte<br />
schaffte er es auch diesmal, das Turnier zu einem<br />
guten Ende zu bringen.<br />
Das Wetter hielt allerdings die teilnehmenden<br />
DTB-Akteure nicht davon ab, wahre Meisterleistungen<br />
zu vollbringen. So sicherte sich Daniel<br />
Altmaier vom Gladbacher HTC, den Titel des<br />
Internationalen Jugendmeisters. Rudi Molleker<br />
vom ausrichtenden LTTC “Rot-Weiß” erreichte<br />
das Halbfinale, in dem er sich in einem reinen<br />
deutschen Duell Altmaier geschlagen geben<br />
musste. Dies war vielleicht auch der anstrengenden<br />
vorausgegangenen Woche geschuldet,<br />
als er in Offenbach, ebenfalls bei einem ITF-Turnier<br />
der Kategorie 1, den Titel holte. Weiterhin<br />
sorgte Anica Stabel vom TK Blau-Gold Steglitz<br />
für eine große Überraschung. Sie nutzte die an<br />
sie vergebene Wildcard und spielte sich bis ins<br />
Viertelfinale.<br />
Nationale Höhepunkte<br />
Nachdem die Jugendlichen im Januar ihre Saison<br />
wie gewohnt bei den Jugendhallenmeisterschaften<br />
des TVBB in Wandlitz eröffneten, standen<br />
für die Altersklassen U12 und U14 Mitte<br />
Februar die Norddeutschen Jugendhallenmeisterschaften<br />
in Isernhagen auf dem Programm.<br />
Mit einem Titel bei den Junioren der U14, einem<br />
Titelgewinn in der Doppelkonkurrenz der Jungen<br />
U12 sowie einem Vizemeistertitel im Doppel<br />
der Junioren U14 war diese Meisterschaft<br />
eine durchaus erfolgreiche Veranstaltung aus<br />
Sicht des TVBB.<br />
Ende Februar fanden die Ostdeutschen Hallenmeisterschaften<br />
der AK U12 und U14 in Leipzig<br />
statt. Auch dort waren die Teilnehmerinnen und<br />
Teilnehmer unseres Verbandes erfolgreich. So<br />
konnten sich in drei von vier ausgespielten Konkurrenzen<br />
Spieler und Spielerinnen des TVBB in<br />
die Siegerlisten eintragen.<br />
Bei den Jugend Hallen-Mannschaftsmeisterschaften<br />
der AK U18 sowie der AK U14 war der<br />
LTTC “Rot-Weiß” bei den Juniorinnen und den<br />
Junioren erfolgreich. Die Altersklassen U12<br />
und Midcourt gingen an den TC SCC. Weiterhin<br />
konnten auf vielen anderen Ranglisten- und<br />
Einladungsturnieren in der zweiten Winterhälfte<br />
durch die Talente unseres Verbandes Erfolge<br />
und gute Ergebnisse erzielt werden.<br />
Nach Ende der Wintersaison nutzten wieder viele<br />
Jugendliche die Osterferien, um sich in Trainingslagern<br />
und-camps auf die bevorstehende<br />
Freiluftsaison vorzubereiten, so auch der Kader<br />
des TVBB.<br />
Wie in den vergangenen Jahren wurden die<br />
Deutschen Mannschaftsmeisterschaften U1<br />
der Juniorinnen und Junioren, die Großen Cilly-<br />
Aussem- und Henner-Henkel-Spiele Ende April<br />
ausgetragen. Ausrichter war der TC Boehringer<br />
Ingelheim in Rheinland Pfalz. Beide Teams erreichten<br />
das Halbfinale, obwohl bei den Jungen<br />
aufgrund ihrer guten Ranglistenpositionen und<br />
der daraus resultierenden Setzung an Position 1<br />
ein noch besseres Abschneiden möglich gewesen<br />
wäre. Dennoch ist es ein toller Erfolg für den<br />
TVBB, genauso wie für Bayern und Württemberg,<br />
die Halbfinals mit beiden Teams erreicht<br />
zu haben.<br />
Bei den Anfang Juni in Ludwighafen ausgetragenen<br />
Deutschen Jugendmeisterschaften der<br />
Altersklassen U13, U14 und U16 schafften Lennart<br />
Kleeberg und Santa Strombach den Sprung<br />
aufs Siegerpodest. Lennart kam als ungesetzter<br />
Spieler ins Finale der U14 und wurde Deutscher<br />
Vizemeister. Gleiches gelang Santa in der Doppelkonkurrenz<br />
an der Seite ihrer westfälischen<br />
Partnerin Luisa Meyer auf der Heide.<br />
Bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften,<br />
die im November in Essen stattfanden,<br />
stellte der TVBB 16 von insgesamt 176 Teilnehmern,<br />
die sich alle über ihre Ranglistenpositionen<br />
qualifizierten. Auch wenn es in den Einzelkonkurrenzen<br />
nicht zu Titelehren reichte, zählt<br />
diese Meisterschaft mit drei Viertelfinal-, zwei<br />
Santa Strombach wurde gemeinsam mit Alexandra<br />
Vecic (WTB) Deutsche Jugendmeisterin im Doppel der<br />
U14 © Patrick Becher<br />
Halbfinalteilnahmen in den Einzelkonkurrenzen<br />
und einem Meister-, und Vizemeistertitel in<br />
den Doppelkonkurrenzen zu den erfolgreichen<br />
Veranstaltungen.<br />
Bei dem am Finalwochenende gleichzeitig ausgetragenen<br />
Masters der U12 konnte Berlins<br />
Neuzugang in dieser Altersklasse, Oliver Olsson<br />
vom TC Grün-Weiß Nikolassee, dessen Familie<br />
von Bayern nach Berlin umgezogen war, den Titel<br />
gewinnen.<br />
Internationale Höhepunkte<br />
Viele Spielerinnen und Spieler suchten auch im<br />
vergangenen Jahr den sportlichen Vergleich<br />
im internationalen Geschehen und sammelten<br />
Punkte für die Ranglisten der TE und ITF. Besonders<br />
erwähnen möchte ich hier nochmals Rudi<br />
Molleker, der es neben den schon erwähnten<br />
Erfolgen schaffte, sich für die Jugend Grand<br />
Slam- Turniere in Australien und den USA zu<br />
qualifizieren. Beim Orange Bowl, der inoffiziellen<br />
Weltmeisterschaft der U18 stand er im Viertelfinale,<br />
scheiterte erst am späteren Sieger. Das<br />
Jahr beendete er im ITF-Juniorenranking auf Position<br />
25. Bei Herrenturnieren holte er sich auch<br />
seine ersten Punkte für die ATP-Wertung.<br />
Zu erwähnen ist auch der Einzelerfolg von<br />
Jesper Tull Freimuth (TC 1899 Blau-Weiss) bei<br />
24<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />
einem ITF-Turnier in Norwegen und sein Sieg<br />
im Doppel beim ITF-Turnier (Grade 1) in Offenbach.<br />
Santa Strombach wurde Anfang des Jahres<br />
in die U14-Nationalmannschaft berufen und<br />
belegte beim TE Winter Cup by Head mit ihrem<br />
Team den 5. Platz.<br />
Regionale Höhepunkte<br />
Kommen wir zurück zu unserem Verbandsgebiet.<br />
In der Sommersaison blieb das Rennen um<br />
die Titel bei den Mannschaftsmeisterschaften<br />
ein Kampf unter zwei Vereinen. Bei den Mädchen<br />
der Altersklasse U18 und U14 war der LT-<br />
TC “Rot-Weiß” erfolgreich, bei den Junioren dieser<br />
Altersklassen der TC SCC. Ebenfalls siegreich<br />
war der TC SCC in der Altersklasse U12. Den Midcourt-Wettbewerb<br />
gewann der Grunewald TC.<br />
Am letzten Schultag vor den Sommerferien fanden<br />
auf der Anlage des TK Blau-Gold Steglitz<br />
die Jugend-Verbandsmeisterschaften statt. Bei<br />
wunderschönem Wetter waren auf allen Plätzen<br />
spannende Begegnungen zu sehen. An dieser<br />
Stelle sei dem TK Blau Gold Steglitz noch einmal<br />
danke gesagt, dass er nun schon seit fast einem<br />
Vierteljahrhundert seine Anlage dafür zur Verfügung<br />
stellt.<br />
Weiterhin danke ich allen Vereinen, die uns ihre<br />
Plätze für die Durchführung der Bezirksmeisterschaftenübeerließen.<br />
Das waren TC Weiße Bären,<br />
TC Weißensee, SV Reinickendorf, BFC Alemannia,<br />
Steglitzer TK, Grunewald TC, Potsdamer<br />
TC Rot-Weiß und der TC Weiß-Rot Neukölln.<br />
Darüber hinaus danke ich auch allen anderen<br />
Vereinen und kommerziellen Veranstaltern sowie<br />
den vielen Helfern, die durch ihren Einsatz<br />
dafür sorgen, dass unsere Turnierlandschaft<br />
wächst und auch Spielerinnen und Spieler anderer<br />
Verbände immer mehr anzieht. Das neue<br />
Ranglistensystem (TRP) ist nunmehr gut ein<br />
Jahr alt und es funktioniert sicherlich noch nicht<br />
optimal. Aber man ist beim DTB bemüht, Schritt<br />
für Schritt Lösungen zu finden und diese umzusetzen,<br />
was jedoch auch noch einige Zeit in Anspruch<br />
nehmen wird. Dazu gehören auch die<br />
Schwierigkeiten bei der Punktevergabe für die<br />
unterschiedlichen Ligen bei den Mannschaftsspielen.<br />
Diesbezüglich stehen wir, wie auch die<br />
anderen Verbände, immer wieder mit dem DTB<br />
im Dialog und erwarten eine baldige Lösung.<br />
Trotz aller Probleme, die die Umstellung mit sich<br />
bringt, halte ich die Einführung dieses Systems<br />
aber für richtig, werden erreichte Ergebnisse<br />
doch viel zeitnaher als früher erfasst und für die<br />
Bewertung mit herangezogen.<br />
Aufgrund ihrer guten Ergebnisse sind neun unserer<br />
Jugendlichen in die DTB-Kaderliste für<br />
<strong>2017</strong> aufgenommen worden und nahmen an<br />
Lehrgängen des DTB oder an Länder-Vergleichskämpfen<br />
teil.<br />
Zum Ende der Saison 2016 wechselten wieder<br />
einige Jugendliche in den Erwachsenenbereich.<br />
Stellvertretend für alle möchte ich eine Spielerin<br />
und einen Spieler erwähnen, deren Namen<br />
mit dem Jugendtennis über Jahre hinweg unzertrennlich<br />
waren.<br />
Ich wünsche Juliane Triebe (BSV) und Jesper Tull<br />
Freimuth (TC 1899 Blau-Weiss) weiterhin viel Erfolg<br />
und hoffe, dass sie ihre selbst gesteckten<br />
Ziele erreichen werden.<br />
Bei den durchgeführten Sichtungsmaßnahmen<br />
wurden über das ganze Jahr Kinder der Jahrgänge<br />
2007/2008 beobachtet. Die vielversprechendsten<br />
Talente wurden wiederum ins Bezirks-<br />
oder Verbandsjüngstentraining integriert.<br />
Ich danke an dieser Stelle ein letztes Mal dem<br />
Trainerteam mit Landestrainer Bernd Süßbier,<br />
der Verbandstrainerin Barbara Ritter, den Verbandsstützpunktrainern<br />
Mats Oleen, Michael<br />
Lingner, Jan Sirleja sowie dem Konditionstrainer<br />
Udo Neudecker für ihre Arbeit, die großen Anteil<br />
an den genannten Erfolgen hat.<br />
Und natürlich danke ich der Jugendkommission<br />
des TVBB sowie den Mitarbeitern der Geschäftsstelle<br />
für die gute und konstruktive Zusammenarbeit,<br />
die mich bei der Ausübung und<br />
Bewältigung dieses Ehrenamtes stets tatkräftig<br />
unterstützten.<br />
Wie bereits auf der letzten Jugendwarteversammlung<br />
angekündigt, werde ich mich <strong>2017</strong><br />
nicht mehr zur Wahl stellen und nach 18 Jahren<br />
muss das Amt des Jugendwarts neu besetzt<br />
werden. Ich möchte mich hiermit auch bei allen<br />
Jugendwarten ganz herzlich bedanken, weil<br />
sie mir über einen so langen Zeitraum das Vertrauen<br />
ausgesprochen haben, dem ich hoffentlich<br />
auch gerecht geworden bin. Jedenfalls habe<br />
ich mich im Präsidium und auf nationaler Ebene<br />
stets für die Interessen unserer Jugendlichen<br />
eingesetzt und das - bei aller Bescheidenheit -<br />
auch erfolgreich.<br />
Abschließend möchte ich mich natürlich auch<br />
bei meinen Präsidiumskollegen für die stets kooperative<br />
Zusammenarbeit bedanken und hier<br />
namentlich beim Ehrenpräsidenten Siegfried<br />
Gießler, der all die Jahre meine Arbeit als Verantwortlicher<br />
für die Jugend immer mit Rat und Tat<br />
unterstützt hat.<br />
Ich wünsche allen eine verletzungsfreie und in<br />
jeder Hinsicht erfolgreiche Saison.<br />
Reinhard Schadenberg, Verbandsjugendwart<br />
Alexander Klimke: Jahresbericht Sportentwicklung 2016<br />
Kerbers große Siege – mehr Aufmerksamkeit für Tennis<br />
Alexander Klimke<br />
Mit mehr als 1,4 Millionen Mitgliedern<br />
ist der Deutsche Tennis Bund<br />
(DTB) der drittgrößte Sport-Spitzenverband<br />
in Deutschland. Diese<br />
hervorragende Position gilt es zu<br />
bewahren – und genau das ist die<br />
Aufgabe der Sportentwicklung.<br />
Auf der Ebene unseres Landesverbandes, des<br />
Tennis-Verbandes Berlin-Brandenburg (TVBB)<br />
wird dies von mir verantwortet, auf Ebene des<br />
DTB von dessen Vizepräsidenten für Sportentwicklung,<br />
der wiederum von der Kommission<br />
Sportentwicklung des DTB unterstützt wird. Sie<br />
hat mich im vergangenen Jahr zu ihrem Sprecher<br />
gewählt. Gemeinsam setzen wir die Inhalte<br />
um, die im großen gemeinsam entwickelten<br />
Positionspapier Sportentwicklung niedergelegt<br />
sind.<br />
Einen wichtigen Eckpfeiler bildet die deutschlandweite<br />
Aktion “Deutschland spielt Tennis”,<br />
die auch im Jahr 2016 für viele der teilnehmenden<br />
Vereine des TVBB sehr erfolgreich verlaufen<br />
ist. Die TVBB-Hauptaktion fand beim Tennis-Club<br />
“Die Känguruhs” in Nikolassee statt, der<br />
nicht nur zeitgleich die äußerst beliebten Känguruhs<br />
Senior Open ausrichtete. Dort wurde<br />
auch das “Harry und Karin Gerlach Tennisstipendium”<br />
erstmals vergeben.<br />
<strong>2017</strong> können sich die Vereine unkompliziert, unverbindlich<br />
und kostenfrei auf http://www.dtbtennis.de/Initiativen-und-Projekte/Deutschland-spielt-Tennis<br />
für die Aktion anmelden.<br />
“Deutschland spielt Tennis” ist dabei der Oberbegriff<br />
für Veranstaltungen, die einem „Tag der<br />
offenen Tür“ ähnlich sind und besonders der<br />
Werbung von neuen Mitgliedern, aber auch der<br />
Aktivierung der Bestandsmitglieder dienen soll.<br />
Nur die deutschlandweite Bündelung solcher<br />
Aktivitäten kann dazu führen, dass auch die<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
25
TVBB intern<br />
Beach-Tennis findet immer mehr Anhänger<br />
Presse aufmerksam wird und das deutsche Tennis<br />
z.B. für Sponsoren interessant bleibt.<br />
Das Tennis-Sportabzeichen ist inzwischen in<br />
völlig neu gestalteter Form wieder eingeführt<br />
worden. Kinder und Erwachsene können es auf<br />
unterschiedlichen Niveaustufen erwerben. Verantwortlich<br />
für die Abnahme und Abwicklung<br />
sind Tennistrainer, die sich dieses Themas annehmen<br />
möchten. Die notwendigen Informationen<br />
sind unter http://www.dtb-tennis.de/<br />
Initiativen-und-Projekte/DTB-Tennis-Sportabzeichen<br />
zu finden.<br />
Berlin, die neue Hauptstadt des Beach-Tennis,<br />
war 2016 Austragungsort der deutschen<br />
Beach-Tennis-Mannschafts-Meisterschaften.<br />
Herzlichen Dank an die DTB-Projektleiterin für<br />
Beach-Tennis , Mareike Biglmaier aus Berlin, der<br />
erfolgreichsten deutschen Beach-Tennis-Spielerin.<br />
Ebenso an Thilo Belz, Michael Wiedeck, Heiko<br />
Holborn, Christian Kummert und Laura Jähnel<br />
für die Organisation und Turnierabwicklung.<br />
Siegreich war das Team des Niedersächsischen<br />
Tennis-Verbandes. Die Berliner Teilnehmer waren<br />
ebenfalls sehr erfolgreich, besonders die<br />
zweitplatzierte Mannschaft des TC SCC, verstärkt<br />
durch Spielerinnen der SV Zehlendorfer<br />
Wespen, die drittplatzierten „Berliner Jägermeister“<br />
und das viertplatzierte Team des TC<br />
Lichtenrade.<br />
Der SCC und Lichtenrade dominierten auch<br />
die zuvor ausgetragenen Mannschaftsmeisterschaften<br />
von Berlin-Brandenburg, bei denen der<br />
TC Lichtenrade die Nase vorn hatte. Laura Jähnel<br />
war hier als ehrenamtliche Spielleiterin aktiv.<br />
Einen wichtigen Teil meiner Tätigkeit stellte erneut<br />
die Unterstützung und Hilfeleistung für<br />
unsere Vereine dar. Rechtliche Fragestellungen<br />
standen im Jahr 2016 nicht mehr im Vordergrund,<br />
stattdessen ging es in erster Linie<br />
um Fragen der Vereinsorganisation. Dabei wird<br />
deutlich, dass sich die Problematik von zurückgehendem<br />
ehrenamtlichen Engagement weiter<br />
verschärft. Es muss akzeptiert werden, dass sich<br />
viele Berufstätige und etwa Studenten heutzutage<br />
nur noch schwer auf eine ggf. mehrjährige<br />
permanente Tätigkeit im Vorstand verpflichten<br />
können. Deutschlandweit am erfolgreichsten<br />
ist diesbezüglich das Konzept der projektbezogenen<br />
Unterstützung. So entlastet sich der Vorstand<br />
beispielsweise, indem er einen Projektverantwortlichen<br />
für die Aktion “Deutschland<br />
spielt Tennis” beruft. Dieser Projektverantwortliche<br />
könnte möglicherweise nicht eine ganzjährige<br />
Vorstandstätigkeit übernehmen, ist aber<br />
bereit und in der Lage, diese Aktion zu organisieren<br />
und zu betreuen. Allgemein muss Arbeit<br />
auf mehrere Schultern verteilt werden, die Projekte<br />
müssen vom tatsächlichen und zeitlichen<br />
Umfang her genau bestimmt und begrenzt<br />
werden. Weitere Möglichkeiten für eine projektbezogene,<br />
kurzzeitige ehrenamtliche Tätigkeit<br />
sind: Sommerfest, Betreuung von Kindern<br />
bei einem Sommerferien-Camp, Unterstützung<br />
des Sportwartes bei der Online-Eingabe der namentlichen<br />
Mannschaftsmeldungen etc. Im Ergebnis<br />
kann der Vorstand so entlastet werden,<br />
dass auch ein Vorstandsamt mit vertretbarem<br />
Aufwand bewältigt werden kann und dass Mitglieder,<br />
die für ein dauerhaftes Ehrenamt nicht<br />
zur Verfügung stehen würden, trotzdem im<br />
Rahmen der projektbezogenen Unterstützung<br />
mithelfen können, ihren Verein zu entwickeln.<br />
© Andreas Springer<br />
Auch für die nächsten Jahre ist perspektivisch<br />
der Ausbau der Vereinsberatung geplant. Wir<br />
denken etwa über ein Seminar für Vereinsfunktionäre<br />
nach – bitte unterstützen Sie mich, indem<br />
Sie mir unter tennis@gmx.org die Themengebiete<br />
nennen, die Sie für besonders wichtig,<br />
dringend und interessant halten. Informationsangebote<br />
sollen auch verstärkt über die Homepage<br />
des TVBB zur Verfügung gestellt werden.<br />
Vor allem durch die sensationellen Leistungen<br />
von Angelique Kerber im Jahr 2016 hat der Tennissport<br />
in Deutschland wieder stärkere Aufmerksamkeit<br />
und Resonanz gefunden. Es ist<br />
nunmehr unsere Aufgabe, darauf aufbauend<br />
neue Interessenten an unseren Sport heranzuführen,<br />
neue Mitglieder für unsere Vereine zu<br />
gewinnen und dabei Tennis als Sport für Kinder<br />
und Jugendliche attraktiv zu gestalten. Dabei<br />
braucht man nicht den Zeiten von Steffi Graf<br />
und Boris Becker nachzutrauern: Einschaltquoten<br />
wie damals im Fernsehen wird es nie wieder<br />
geben, es gibt heutzutage eben mehr als<br />
drei Fernsehprogramme und dazu noch neue<br />
Medien, insbesondere internetbasiert. Dementsprechend<br />
teilt sich auch die Aufmerksamkeit<br />
der Menschen zunehmend auf. Und auch<br />
wenn Sie beobachten, dass beispielsweise viele<br />
Tennis-Jugendliche mit Aufnahme von Studium<br />
oder Ausbildung mit dem Tennissport (erstmal)<br />
aufhören, so ist auch das kein Beinbruch – damit<br />
steht Ihr Verein nicht alleine da, das ist eben<br />
eine gesellschaftliche Entwicklung. Schaffen Sie<br />
in Ihren Tennisvereinen Angebote für die Menschen<br />
zwischen 35 und 45, die früher einmal<br />
Tennis gespielt haben, nunmehr den Berufseinstieg<br />
und ggf. erste Karriereschritte absolvierten<br />
und eine Familie gegründet haben! Tennis ist<br />
ein Sport, in den man auch nach längerer Abstinenz<br />
wieder gut einsteigen kann. Wenn man<br />
das gemeinsam mit den Kindern tut, die gerade<br />
alt genug für Tennis werden, dann wird man<br />
feststellen, dass es nichts Besseres gibt, als ein<br />
Kind zur Tennisstunde zu fahren. Während es<br />
trainiert, können Mutter oder Vater selbst eine<br />
Stunde Tennis spielen. Und anschließend fahren<br />
alle wieder gemeinsam nach Hause.<br />
Alexander Klimke, Präsidiumsmitglied für Sportentwicklung<br />
26<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Torsten Pressel: Jahresbericht Medien und Öffentlichkeitsarbeit 2016<br />
Davis Cup dominiert<br />
Torsten Pressel<br />
2016 stand ganz im Zeichen der Davis<br />
Cup-Partie gegen Polen, die im<br />
September in Berlin ausgetragen<br />
wurde. Der Davis Cup erstmals seit<br />
1991 wieder in Berlin – das konnten<br />
sich auch die Berliner Medien nicht<br />
entgehen lassen.<br />
Leider färbte das nicht ab auf die tollen 28. German<br />
Open im Rollstuhltennis beim BTTC und<br />
auch nicht auf die 10. Deutschen Mannschaftsmeisterschaften<br />
im Beach-Tennis, die in der<br />
Presse kaum Beachtung fanden.<br />
Dafür erscheinen in vielen Zeitungen inzwischen<br />
Berichte zu „Deutschland spielt Tennis“<br />
und auch die Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften<br />
beim LTTC “Rot-Weiß” sind<br />
bei einigen Publikationen inzwischen gesetzt.<br />
Dies vor allem durch die stete Arbeit und das Engagement<br />
der ausrichtenden Vereine und der<br />
Organisatoren, die Jahr für Jahr wirklich hervorragende<br />
Arbeit leisten.<br />
<strong>matchball</strong> und digitale Medien<br />
Das Verbandsorgan <strong>matchball</strong> erfreut sich nach<br />
wie vor großer Beliebtheit. Die Akquise von Anzeigen<br />
ist durch die Umstellung weg vom RIV-<br />
Verlag noch schwieriger geworden und die nach<br />
wie vor hohe Qualität unserer Verbandszeitschrift<br />
konnte nur Dank des außergewöhnlichen<br />
Engagements von Herrn Dr. Rewicki und Herrn<br />
Prawitz gehalten werden. Vielen Dank an die<br />
beiden Herren, die sehr viel Zeit dafür aufbringen,<br />
Ihnen Geschichten, Berichte und Meinungen<br />
zu liefern, für die in der Form das schnelllebige<br />
Internet einfach immer noch nicht das<br />
richtige Medium zu sein scheint.<br />
Die Verzahnung unserer Website mit Facebook<br />
geht inzwischen nahtlos vonstatten. Entsprechende<br />
Feedbacks in Facebook zeigen, dass wir<br />
hier ein Publikum erreichen, das sich eben nicht<br />
unbedingt auf unserer Homepage informiert<br />
und auch nicht den Newsletter abonniert. Hier<br />
konnten wir übrigens die Anzahl der Abonnenten<br />
von knapp unter 1000 vor vier Jahren auf inzwischen<br />
fast 4500 Abonnenten steigern.<br />
Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />
Ich bin 2012 angetreten u.a. mit den Zielen einer<br />
breiteren Kommunikation nach innen und<br />
außen, einer Aufwertung der Website und mit<br />
dem Bestreben nach mehr Transparenz und Offenheit.<br />
Zumindest bei Letzteren muss ich eingestehen,<br />
dass ich mich an vielen Stellen nicht<br />
durchsetzen konnte. Nach der anfänglichen Akzeptanz<br />
zur Veröffentlichung von mir erstellter<br />
Protokolle wurde dies dem Hoheitsbereich der<br />
Sitzungsinhaber zugeschlagen, denen diese<br />
Transparenz und Offenheit anscheinend zu weit<br />
ging. Auf den Hinweis darauf in meinem Jahresbericht<br />
2014 gab es keinerlei Reaktion. Offensichtlich<br />
spielen Transparenz und Offenheit nur<br />
für wenige Interessierte eine Rolle, was ich sehr<br />
schade finde.<br />
Dieser Umstand, vor allem aber auch eine inzwischen<br />
doch extreme Disharmonie mit Teilen des<br />
Präsidiums aufgrund unterschiedlicher Auslegung<br />
von Verstößen m.E. wichtiger Regeln haben<br />
mich dazu bewogen, nicht mehr für eine<br />
weitere Amtszeit zu kandidieren.<br />
Trotz intensiver Bemühungen und vieler Gespräche<br />
war es mir leider nicht möglich, einen<br />
Nachfolger zu finden, der als Funktionär trotzdem<br />
die Spielersicht nicht verliert.<br />
Für die Tennis-Saison <strong>2017</strong> wünsche ich Ihnen<br />
alles Gute und stehe Ihnen natürlich auch<br />
nach meinem Ausscheiden bei Fragen gerne zur<br />
Verfügung.<br />
Torsten Pressel, Präsidiumsmitglied für<br />
Medien und Öffentlichkeitsarbeit<br />
Roland Goering: Jahresbericht 2016 Jüngstentennis<br />
Mehr Spiele mit "bunten Bällen"<br />
Roland Goering<br />
Die Mannschaftsspiele mit den<br />
„bunten Bällen“ im Jahr 2016 liefen<br />
mit konstant hoher Beteiligung: 15<br />
Teams in der Mini-Runde der U8, 74<br />
Teams im Midcourt bei der U10 und<br />
107 Teams in der U12. Gerade bei<br />
den Kleinen natürlich weiterhin mit<br />
Potential nach oben: Die Mini-Runde<br />
bietet einen tollen Einstieg ins<br />
Mannschaftstennis.<br />
Auch wenn es in kleinen Vereinen nicht für ein<br />
eigenes Team reicht, die Möglichkeit der Spielgemeinschaft<br />
kann gerne genutzt werden.<br />
Auch im Winter gab es ein Mannschaftsangebot<br />
für U8, U10 und U12. Im Winter 2015/16<br />
war der Tennis-Club SCC das Maß der Dinge und<br />
gewann sowohl in der U10 als auch in der U12<br />
die Mannschaftsmeisterschaft. Im Sommer gab<br />
es wieder echte Endspiele um die Titel: Im Midcourt<br />
(U10) war der Grunewald TC siegreich. Gegen<br />
den LTTC “Rot-Weiß” gewannen Nastasija<br />
Nesterovic, Friederike Dobrott und Leon Schriver<br />
ihre Einzel an den Positionen zwei bis vier.<br />
Nur im Spitzeneinzel konnte sich Rot-Weiß mit<br />
Carl Radtke im Match-Tie-Break gegen Artem<br />
Lyapshin durchsetzen. Mit zwei Doppel-Erfolgen<br />
machte Grunewald den 5:1-Erfolg im Lokalderby<br />
dann perfekt.<br />
Eine Stufe höher in der U12 war es für den Tennis-Club<br />
SCC im Finale gegen den TC 1899 Blau-<br />
Weiss eine deutliche Angelegenheit. Leon Volny,<br />
Tudor Braicu, Leo Müller-de Ahna und Martin<br />
Schaale gewannen alle Spiele deutlich in zwei<br />
Sätzen zum 6:0-Erfolg.<br />
In dieser Altersklasse soll es zur neuen Sommersaison<br />
eine Änderung geben: Bisher werden alle<br />
Spielklassen mit den grünen Stage-1-Bällen<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
27
TVBB intern<br />
Berliner Talente sind schon erfolgreich<br />
gespielt. Ab <strong>2017</strong> soll die Meisterschaftsklasse<br />
mit „normalen“ Bällen gespielt werden. Bei der<br />
Einführung der U12-Altersklasse war diese insbesondere<br />
als Übergangsstufe zwischen Midcourt<br />
und U14 gedacht, für alle, die noch nicht<br />
sicher mit den „normalen“ Bällen im Großfeld<br />
spielen können. Klar ist aber auch, dass unsere<br />
besten Elf- und Zwölfjährigen das Spielen mit<br />
den „normalen“ Bällen problemlos beherrschen<br />
und diese sowohl im Training als auch in Turnieren<br />
benutzen. Daher soll die Meisterschaftsklasse<br />
mit diesen, die anderen Spielklassen mit<br />
den grünen Bällen gespielt werden. Durch die<br />
Einstufungsmöglichkeit der Vereine, die ihre<br />
Mannschaften in dieser Altersklasse ja in eine<br />
der Spielstärke entsprechende Liga einordnen<br />
können, sind die Vereine selber an der Entscheidung<br />
beteiligt, mit welchen Bällen ihre Mannschaften<br />
spielen können und sollen.<br />
Die beiden Verbandsmeisterschaften im Jüngstenbereich<br />
fanden wieder beim BTC Gropiusstadt<br />
und beim TC Lichterfelde statt. Am Midcourt-Turnier<br />
der U9 nahmen 64 Kids teil, die<br />
in Gruppen- und Endspielen die Verbandsmeister<br />
im kleineren Feld ermittelten. Bei den Mädchen<br />
setzte sich im Finale Nastasija Nesterovic<br />
(Grunewald TC) gegen Zora König (SV Zehlendorfer<br />
Wespen) durch, bei den Jungen gewann<br />
Carl Radtke (LTTC “Rot-Weiß”) gegen Friedrich<br />
Stoll (TC Tiergarten). Einen Monat später spielten<br />
101 Teilnehmer beim 31. Jüngstenturnier<br />
der U9 und U10. Bei den Mädchen trugen sich<br />
Nastasija Nesterovic (U9) und Friederike Dobrott<br />
(U10, beide Grunewald TC) in die Siegerlisten<br />
ein, bei den Jungs gewannen Diego Dedura-Palomero<br />
(BFC Alemannia, U9) und Matteo Kelch<br />
(TC Grün-Weiß Bergfelde, U10).<br />
Erfreulicherweise vergrößerte sich die Turnierlandschaft<br />
im Bereich der bunten Bälle, so gab<br />
es zum Beispiel 17 Turniere für Spieler der Altersklasse<br />
U8 im Jahr 2016 im Vergleich zu 10<br />
Turnieren im Vorjahr. Auch ist es schön zu sehen,<br />
dass das Turnierangebot momentan von Wusterhausen<br />
bis nach Cottbus reicht. Gerade in<br />
diesen Altersklassen sind „Tagesturniere“ ja sinnvoll.<br />
Sie können auch gut in ländlichen Gebieten<br />
durchgeführt werden, weil der Anfahrtsweg<br />
für alle ja nur einmal besteht und man nicht wie<br />
bei den „Großen“ für mehrere Runden an mehreren<br />
Tagen wiederkommen muss. Wir können<br />
alle Vereine und Turnierveranstalter nur ermutigen,<br />
sich im Bereich Jüngstentennis mit vielen<br />
Turnieren zu beteiligen - die Kids wollen spielen.<br />
Deutschlandweit seien die größten Saisonhighlights<br />
nur kurz erwähnt: Das Nationale Jüngstenturnier<br />
in Detmold/Lippe fand in der 40.<br />
Auflage statt. Von den rund 790 Teilnehmern<br />
kamen fast 50 vom TVBB. Die beste Platzierung<br />
in diesem Jahr erreichte Friedrich Stoll mit dem<br />
Halbfinaleinzug in der U9.<br />
Ein weiteres Highlight für alle ist der DTB-Talent-<br />
Cup in Essen. Dort treten 18 Verbands-Teams in<br />
Tennis und Vielseitigkeitsübungen (ähnlich der<br />
Mini-Tennis-Runde in unserem Verband) gegeneinander<br />
an. In der Vorrundengruppe qualifizierte<br />
sich der TVBB für die Finalrunde der<br />
besten sechs Teams und ließ somit zwölf andere<br />
Landesverbände hinter sich. In der Endrunde<br />
wurde eine bessere Platzierung gegenüber<br />
Westfalen und Niedersachsen nur denkbar<br />
knapp verpasst. Auf dem Siegertreppchen landeten<br />
Württemberg vor Baden und Hessen.<br />
Im Bereich U9/U10 lässt der DTB regionale Orange-/Green-Cup-Masters<br />
durchführen, der TVBB<br />
ist sowohl beim Ost- als auch beim Nord-Masters<br />
gern gesehener Gast. Im Norden wird der<br />
Wettbewerb als Team-Wettbewerb durchgeführt,<br />
jeweils sechs Verbandsteams treten an.<br />
Mit zwei Siegen bei den Mädchen und Jungs<br />
der U9, einem dritten Platz der U10 Jungs und<br />
einem vierten Platz der U10 Mädchen war der<br />
TVBB hier der erfolgreichste Verband dank der<br />
tollen Leistungen unserer Kids. Das Ost-Masters<br />
wird als Einzelturnier mit je acht Teilnehmern<br />
pro Spielklasse ausgetragen. Hier durfte<br />
der TVBB insgesamt acht Teilnehmer stellen und<br />
war mit zwei Siegen, drei zweiten und je einem<br />
dritten, vierten und fünften Platz ebenfalls sehr<br />
erfolgreich.<br />
Auch bei vielen anderen Turnieren haben uns<br />
die Jüngsten toll vertreten. An dieser Stelle ein<br />
großes Dankeschön an alle Kids, Eltern und beteiligten<br />
Trainer für das Geleistete – insbesondere<br />
natürlich auch an unsere Verbandstrainer.<br />
Sie schaffen es immer wieder, das Beste aus den<br />
Kids herauszuholen.<br />
Ich wünsche allen Kids, Eltern und Trainern eine<br />
gesunde und frohe neue Saison <strong>2017</strong> mit ganz<br />
viel Spaß am Tennis.<br />
Roland Goering, Referent für Jüngstentennis<br />
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28<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Uwe Kroedler: Jahresbericht 2016 Seniorensport<br />
Ein gutes Jahr für unsere Senioren<br />
Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />
Uwe Kroedler<br />
Die Senioren sind auf dem Vormarsch.<br />
Durch den demografischen<br />
Wandel verkörpern sie in vielen<br />
Landesverbänden, so auch dem<br />
TVBB, die stärkste Gruppe der Mitglieder.<br />
In Berlin und Brandenburg<br />
sind sie auf einem guten Weg. Das<br />
bewies wieder das Jahr 2016.<br />
Verbandsebene<br />
Das Jahr begann mit den traditionell auf den<br />
Anlagen des BSV1892/BSC/TC Wilmersdorf ausgetragenen<br />
33. Hallenverbandsmeisterschaften<br />
(30.Januar bis 07.Februar 2016). Das Rekordergebnis<br />
des Vorjahres mit 230 Meldungen erfuhr<br />
mit 262 Teilnehmer(innen) eine weitere Steigerung.<br />
Insgesamt beteiligten sich Spielerinnen<br />
und Spieler aus 75 Vereinen. In 15 Konkurrenzen<br />
wurden die Meister ermittelt. Erstmals wurden<br />
auch die Einzelkonkurrenzen der AK 30 gespielt.<br />
Mit 50 Meldungen gab es in den sieben Nebenrunden<br />
ebenfalls eine Rekordbeteiligung.<br />
Insgesamt setzten sich in den 12 Einzelkonkurrenzen<br />
durchweg die Favoriten durch: In neun<br />
Konkurrenzen siegten die Top-Gesetzten, in<br />
zwei Konkurrenzen die jeweilige Nummer zwei<br />
und einmal die Drittgesetzten. Nur vier Hallenmeistern<br />
des Vorjahres gelang die Titelverteidigung<br />
(siehe <strong>matchball</strong> 2/2016).<br />
Das nächste Highlight waren die 69. Verbandsmeisterschaften<br />
im Sommer beim BSV 1892 und<br />
den Nachbar-Clubs. Den 272 Teilnehmern standen<br />
erstmals 13 Plätze zur Verfügung, sonst wären<br />
die Spiele in 18 Konkurrenzen (einschließlich<br />
drei Nebenrunden) nicht zu bewältigen<br />
gewesen.<br />
Neben den altbekannten Gesichtern wie beispielsweise<br />
Jens Thron, Guido Schiller, Susanne<br />
Boesser oder Katrin Dippner, die sich in die<br />
Siegerlisten eintrugen, tauchen dort auch Spieler<br />
auf, die mancher nicht auf der Rechnung hatte:<br />
Max Blume in der AK 30 , Lutz Neumetzler<br />
Deutscher Mannschaftsmeister 2016: Damen 60 des TC 1899 Blau-Weiss mit Inge Kubina, Gudula Eisemann,<br />
Marion Feigel, Katrin Dippner, Sylvia Bauwens, Sylvie Galfard-Kirsten (v.l.)<br />
bei den 40-ern oder Stefan Seeliger in der Ak 60<br />
(siehe <strong>matchball</strong> 4/2016).<br />
Nationale Ebene<br />
Bei den 63. Deutschen Meisterschaften der Seniorinnen<br />
und Senioren in Bad Neuenahr(26.Juli<br />
bis 7. August 2016) waren die Teilnehmer(innen)<br />
unseres Verbandes – wie schon seit Jahren –<br />
sehr erfolgreich. Dabei zeichneten sich vor allem<br />
unsere Seniorinnen aus; holten sie doch<br />
alleine sechs Titel: Susanne Boesser bei den Damen<br />
55 und im Damen-Doppel 55 , Katrin Dippner<br />
bei den 60-ern. Sylvia Bauwens wurde zweifache<br />
Meisterin, im Einzel und Doppel der Ak 70.<br />
Eine Ak höher konnte sich Regine v. Bruchhausen<br />
den Meistertitel sichern. Zur guten Bilanz<br />
steuerte Christopher Blömeke einen weiteren<br />
Titel im Herren-Doppel 40 bei.<br />
Zwei Vizemeister-Titel wurden durch Jörgen Jacobs<br />
im Herren-Doppel 70 und Regine v. Bruchhausen<br />
im Mixed der Ak 75 errungen. Das sehr<br />
gute Gesamtbild unserer Spieler(innen) runden<br />
weitere fünf Halbfinal- und ebenso viele Viertelfinalteilnahmen<br />
ab.<br />
Auch die Bilanz der Großen Spiele 2016 kann<br />
sich durchaus sehen lassen:<br />
Die AK 70- Auswahlmannschaft () konnte bei<br />
den Werner Mertins-Spielen ihren Erfolg vom<br />
Vorjahr mit dem Titel Deutscher Mannschaftsmeister<br />
der Verbände wiederholen. Herzlichen<br />
Glückwunsch zu dieser Leistung! Einen Vizemeister-Titel<br />
holte die AK 60- Auswahl bei den<br />
Fritz Kuhlmann-Spielen beim „Heimspiels“ im<br />
Grunewald TC.<br />
Einen guten dritten Platz errang die AK<br />
50-Mannschft bei den Schomburgk-Spielen.<br />
Und die 30-er Auswahl wurde bei den Franz<br />
Helmis-Spielen wieder erstklassig: Durch einen<br />
5:4- Endspielsieg über Schleswig-Holstein sicherte<br />
sich der TVBB wieder einen Platz in der<br />
A-Gruppe.<br />
Leider konnte das AK 40-Team bei den Walter<br />
Rosenthal-Spielen diesen Platz in ihrer Klasse<br />
nicht halten und musste in die B-Gruppe absteigen.<br />
Hoffen wir, dass der direkte Aufstieg <strong>2017</strong><br />
gelingt.<br />
Bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften, deren<br />
Finalrunde am 3. und 4. September ausgespielt<br />
wurde, waren diese Vereine unseres Verbandes<br />
erfolgreich:<br />
Der TC 1899 Blau-Weiss errang bei den Damen<br />
60 den Titel und belegte bei den Damen 50 und<br />
den Herren 70 jeweils den dritten Platz. Der SCC<br />
erkämpfte sich mit seinen Herren 40 die Vizemeisterschaft.<br />
Gratulation.<br />
Internationale Ebene<br />
Auch im europäischen Senioren(innen)-Tennis<br />
waren Vertreter(innen) des TVBB sehr erfolgreich.<br />
So siegten Sylvia Treibmann (Ak 60)<br />
in Dubrovnik, Bärbel Kühnast (Ak 60) in Estoril,<br />
Hans-Dieter Roth (Ak 75) in Macedonien und auf<br />
Korfu, Sylvia Bauwens (Ak 70) in Pörtschach.<br />
Gerhard Fahlke (Ak 40) gewann sowohl die Austrian-Open<br />
der Senioren als auch die Europameister-Titel<br />
im Einzel und Doppel seiner Altersklasse.<br />
Wolfgang Korn (Ak 70) siegte im Doppel<br />
bei den Czech-Open und Sylvia Bauwens (Ak 70)<br />
wurde Europameisterin.<br />
Der TVBB betrat auch Neuland: Er beteiligt sich<br />
mit zwei Turnieren an der ITF Senior World-Tour.<br />
Den Anfang machte das 1. ITF Indoor Senior-Turnier<br />
beim LTC SportForum Bernau, das vom 29.<br />
November bis 4. Dezember 2016 gespielt wurde<br />
und bei den 78 Teilnehmern sehr gut ankam.<br />
Vom 30. April bis 7.Mai <strong>2017</strong> folgt das 1. ITF Outdoor<br />
Senior-Turnier beim TC Orange-Weiß Friedrichshagen<br />
(siehe Seite xxxxKroedler-Interview).<br />
Bedanken möchte ich mich bei allen Ehrenamtlern<br />
und den Mitarbeitern der TVBB-Geschäftsstelle.<br />
Ihre Arbeit ermöglicht es, Senioren-<br />
Events auf hohem Niveau zu veranstalten.<br />
Ich wünsche allen eine erfolgreiche, gesunde<br />
und verletzungsfreie Saison <strong>2017</strong>.<br />
Uwe Kroedler, Referent der Meisterschaftsklasse und<br />
Verbandsligen der Seniorinnen und Senioren<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
29
TVBB intern<br />
Dr. Joachim Buchta: Jahresbericht Leistungsklassen<br />
Blau-Weiss führt die Race-Wertung an<br />
LK-Saison<br />
Punktbester Verein<br />
im TVBB<br />
LK-Punktesumme der<br />
besten 25 Spieler<br />
Platzierung des Vereins<br />
in Deutschland<br />
2011/2012 TC Lichtenrade Weiß-Gelb 21455 104<br />
2012/2013 TC 1899 Blau-Weiss 25710 56<br />
2013/2014 TC 1899 Blau-Weiss 32855 12<br />
2014/2015 LTTC „Rot-Weiß“ 34235 6<br />
2015/2016 TC 1899 Blau-Weiss 41580 3<br />
Dr. Joachim Buchta<br />
Wie sicher von den meisten bemerkt<br />
wurde, hat sich die Software-<br />
Umstellung für die TVBB-Verbandsspiele<br />
im vergangenen Jahr positiv<br />
bemerkbar gemacht: Die Ergebnisse<br />
und die daraus resultierenden<br />
LK-Punkte sind seither aktuell in<br />
Mybigpoint abrufbar. Ein ähnlicher<br />
Effekt ist künftig zu erwarten, wenn<br />
die in unserem Verbandsgebiet veranstalteten<br />
LK- und Ranglistenturniere<br />
verstärkt über dieses Portal<br />
durchgeführt werden.<br />
Die Anzahl der LK-Turniere hat in der vergangenen<br />
Saison erneut zugenommen und die Spielerinnen<br />
und Spieler im Verbandsgebiet haben<br />
kräftig „gepunktet“, was sich beispielsweise<br />
auch an der „Club-Race“ in „Mybigpoint“ ablesen<br />
lässt (siehe Tabelle). Für diese Berechnung<br />
werden von jedem Verein die erspielten LK-<br />
Punkte der erfolgreichsten 25 Club-Mitglieder<br />
herangezogen und addiert.<br />
Ob sich diese Tendenz in der aktuellen Saison<br />
angesichts der vom DTB für LK-Turniere eingeführten<br />
bzw. für Ranglistenturniere erhöhten<br />
Teilnahmegebühren so fortgesetzt werden<br />
kann, bleibt zumindest abzuwarten.<br />
In der individuellen Wertung konnten sich die<br />
beiden Youngsters Helena Buchwald (GW Lankwitz)<br />
mit 5135 Punkten und Michael Hagen (BW<br />
Berlin) mit 5060 Punkten im Verbandsgebiet an<br />
die Spitze setzen. Herzlichen Glückwunsch!<br />
An dieser Stelle sei noch konkret auf zwei bestehende<br />
Regelungen der Durchführungsbestimmungen<br />
zur Leistungsklassenordnung<br />
hingewiesen, da sie erfahrungsgemäß im Tennis-Alltag<br />
etwas in Vergessenheit geraten:<br />
• z In der aktuellen LK-Saison (bis zum<br />
30.09.<strong>2017</strong>) wird für alle Kinder des Jahrgangs<br />
2007 bei Beantragung einer ID-Nummer<br />
am Folgetag automatisch die LK 23 vergeben<br />
(siehe § 6, Punkt 2), diese LK muss<br />
demnach nicht gesondert beantragt werden.<br />
Für jüngere Kinder kann noch keine LK beantragt<br />
werden. Für alle mit Jahrgang 2006<br />
und älter muss dagegen eine LK beantragt<br />
werden.<br />
• z Gemäß § 8, Punkt 3 kann für Spieler, die mindestens<br />
zwei Jahre kein LK-relevantes Einzel<br />
bestritten haben, auf Antrag ihres Vereins<br />
eine LK-Einstufung erfolgen. Dieser Antrag<br />
wird häufig leider erst zu spät gestellt, nachdem<br />
der betreffende Spieler eine Saison lang<br />
mit der aufgrund des Aussetzens verschlechterten<br />
LK gespielt hat. Daher in diesen Fällen<br />
bitte rechtzeitig vor der namentlichen Meldung<br />
an einen Einstufungsantrag denken!<br />
Wer diese oder andere Regelungen noch einmal<br />
nachlesen möchte: Alle LK-relevanten Dokumente<br />
können auf der TVBB-Homepage unter<br />
den Menüpunkten Service und anschließend<br />
Downloads abgerufen werden.<br />
Für die Saison <strong>2017</strong> wünsche ich allen Spielerinnen<br />
und Spielern spannende und faire Spiele<br />
sowie ein erfolgreiches, vor allem auch verletzungsfreies<br />
Tennisjahr.<br />
Dr. Joachim Buchta, Referent für<br />
Leistungsklassen/Breitensport<br />
Peter Obst: Jahresbericht 2016 Lehre und Ausbildung<br />
Im TVBB sind fast 700 Trainer tätig<br />
Peter Obst<br />
Knapp 200 Teilnehmer/innen besuchten<br />
die Kurse und Veranstaltungen<br />
zur Lehre und Ausbildung des<br />
TVBB im Jahr 2016. In unserer großen<br />
Fortbildungsveranstaltung im<br />
September konnten 130 Trainerinnen<br />
und Trainer ihre C- und B-Lizenz<br />
um drei bzw. vier Jahre verlängern.<br />
Der Mittelpunkt und außergewöhnlicher<br />
Fortbildungsinhalt war der<br />
Besuch des Davis Cup-Doppels im<br />
Steffi Graf-Stadion bei der Relegation<br />
gegen Polen mit allen Trainerinnen<br />
und Trainern der Fortbildung.<br />
Auch im Jahr 2016 stand für das Lehrteam im<br />
Vordergrund, unseren Trainerinnen und Trainern<br />
eine praxisnahe, moderne sowie eine den<br />
vielfältigen Bedürfnissen des Tennisunterrichts<br />
gerechte Fortbildung und Ausbildung zu bieten.<br />
Nicht nur im Leistungsbereich gibt es ständig<br />
Veränderungen und neue Erkenntnisse, auch<br />
Tennis als Freizeitbedürfnis für Seniorinnen und<br />
Senioren, Tennis für Menschen mit Handicaps,<br />
Schultennis, Familientennis und Kindertennis<br />
entwickeln sich permanent weiter und werden<br />
künftig einen noch breiteren Raum im Sportangebot<br />
der Vereine einnehmen.<br />
Erfreulicherweise ist das Interesse an einer fachkundigen<br />
und professionellen Ausbildung zu einem/einer<br />
vom Deutschen Tennisbund (DTB) lizenzierten<br />
Trainer/in ungebrochen. Die C-Lizenz<br />
30<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />
hat die Ausrichtung, das Grundlagentraining im<br />
Verein, speziell im Breitensport, sowie im Jugendbereich<br />
zu organisieren und durchzuführen.<br />
Die B-Lizenz baut auf der C-Lizenz auf und<br />
hat als Schwerpunkt das leistungsorientierte<br />
Grundlagen- und Aufbautraining.<br />
2016 wurden unsere zwei Lehrgangsformen<br />
(eine Form während der Woche und eine zweite<br />
an den Wochenenden) sehr gut besucht. 43<br />
Trainer/innen bestanden die fachliche Prüfung<br />
zur C-Lizenz und 11 zur B-Lizenz. Lehrgangsbeste<br />
bei den B-Trainer/innen war Zorica Zasova<br />
(Grunewald TC) und Lehrgangsbeste bei den<br />
C-Trainer/innen waren Max Blume (TC Grün-<br />
Weiß Lankwitz) und Adrian Engel (TC SCC).<br />
Geprüft wurden die Lehrbefähigung im Einzel-<br />
und Gruppenunterricht sowie die theoretischen<br />
Kenntnisse in einer Klausur. Das Ausstellen<br />
der C-Lizenz ist zusätzlich von der Prüfung<br />
des überfachlichen Teils (durchgeführt vom<br />
Landessportbund Berlin oder Brandenburg) abhängig<br />
und von dem Nachweis der Teilnahme<br />
an einem Erste-Hilfe-Kurs. Erst wenn alle Bestätigungen<br />
vorliegen, kann die Lizenz ausgestellt<br />
und die Fördermittel des LSB für die Jugendarbeit<br />
dem Verein gewährt werden.<br />
Der TVBB hat aktuell 494 C-, 179 B- und 21 A- -<br />
insgesamt also fast 700 - Trainer/innen mit einer<br />
gültigen Lizenz.<br />
Zum „TVBB-Trainer des Jahres 2016“ wurde<br />
Rodrigo Urrutia (TC Lichtenrade) gewählt.<br />
Auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen<br />
Glückwunsch.<br />
Auf unserer großen Fortbildungsveranstaltung<br />
am 17. und 18. September haben 130 Lizenzträger/innen<br />
ihre C- und B-Lizenz um drei bzw.<br />
vier Jahre verlängert. Im Mittelpunkt stand der<br />
Besuch der Davis Cup-Relegationspartie gegen<br />
Polen am Samstag beim LTTC””Rot-Weiß” mit allen<br />
Trainer/innen. Schwerpunkt des Besuches<br />
war die differenzierte Spielanalyse des Doppels.<br />
Am Sonntag wurden dann die Erkenntnisse<br />
mit dem Lehrteam des TVBB unter der Leitung<br />
Die Fortbildungsveranstaltungen für Trainer sind stets gut besucht <br />
von Rüdiger John im Landesleistungszentrum<br />
ausgewertet und anhand praktischer Beispiele<br />
interaktiv umgesetzt.. Weitere Praxisthemen<br />
waren der Beitrag von Britta Laube, die Trainingsschwerpunkte<br />
im Seniorinnentennis vorstellte,<br />
und Michael Noacks Informationen und<br />
Praxisübungen zum Thema „Die Bedeutung der<br />
Stimme im Tennisunterricht“.<br />
In den Theoriebeiträgen befasste sich Roland<br />
Goering mit dem Thema „Das neue Ranglistensystem<br />
TRP“ und Oliver Vogelhuber hielt aus<br />
psychologischer Sicht einen Vortrag über mentale<br />
Stärke.<br />
Die umfangreiche und sehr konstruktive Evaluation<br />
der Teilnehmer/innen im Anschluss unserer<br />
Veranstaltung ergab eine große Zufriedenheit<br />
mit dem straffen Zeitmanagement, dem Besuch<br />
des Davis Cups, verbunden mit konkreten Aufgabenstellungen<br />
und der familiären „TVBB-Atmosphäre“.<br />
Für ihr Lob, die vielen Anregungen<br />
und dem Angebot, mich in meiner kontroversen<br />
Diskussion mit dem DTB bzgl. der Einführung<br />
des Online Campus zu unterstützen, möchte ich<br />
mich ganz herzlich bedanken.<br />
In diesem Zusammenhang möchte ich nicht unerwähnt<br />
lassen, dass ich mich im Namen des<br />
TVBB von Anfang an sehr kritisch gegenüber<br />
der Einführung des Online Campus positioniert<br />
© Laura Obst<br />
und geäußert habe. Leider konnten meine Argumente<br />
nicht rechtzeitig die Mehrzahl der anderen<br />
Landesverbände überzeugen, von dem<br />
Produkt, wie es jetzt eingeführt wird, Abstand<br />
zu nehmen. Ich werde den Prozess kritisch begleiten<br />
und weiter versuchen, ihre Interessen zu<br />
berücksichtigen und zu vertreten.<br />
Abschließend möchte ich mich recht herzlich<br />
bei meinem Lehrteam, besonders bei Barbara<br />
Ritter, Michael Lingner, Jan Sierleja, Karsten<br />
Weigelt und Rüdiger John bedanken, ohne deren<br />
professionelle Arbeit wir die vielfältigen Aufgaben<br />
in der Aus- und Fortbildung nicht bewältigen<br />
könnten. Einen ganz besonderen Dank<br />
möchte ich an Herrn Siegfried Gießler, unseren<br />
Ehrenpräsidenten des TVBB, richten, der über<br />
viele Jahre angehende Trainerinnen und Trainer<br />
über Vereinsorganisation, Satzungen und Ordnungen<br />
sowie Turnierorganisation informierte<br />
und nun seinen Lehrauftrag an Herrn Dr. Klaus-<br />
Peter Walter übergibt.<br />
Liebe Trainerinnen und Trainer, ich wünsche Ihnen<br />
im Namen meiner gesamten Lehrabteilung<br />
eine erfolgreiche Saison <strong>2017</strong> und freue mich,<br />
Sie auf irgendeiner Tennisanlage oder Fortbildungsveranstaltung<br />
zu treffen.<br />
Peter Obst, Referent für Lehrwesen<br />
Angela Luce-Höher: Jahresbericht 2016 Schultennis<br />
Brandenburg wieder nicht dabei<br />
Angela Luce-Höher<br />
Das Bundesfinale „JTFO“ 2016 vom<br />
18.- 21. September zeigte auch im<br />
diesem Jahr eine erfolgreiche Bilanz<br />
für die Berliner Organisatoren<br />
und die Sportler der 31 Schulteams<br />
aus 15 Bundesländern. Im Jahr 2016<br />
haben die Jungen aus Baden-Württemberg<br />
und die Mädchen aus Niedersachsen<br />
das Bundesfinale gewonnen.<br />
Die Spiele fanden zum Teil<br />
auf einem sehr hohen Niveau statt.<br />
Leider ist es auch in diesem Jahr wieder nicht<br />
gelungen, Schulen aus Brandenburg zur Teilnahme<br />
zu motivieren. Im Jahr <strong>2017</strong> werde ich<br />
einen neuen Versuch starten, um eine Veränderung<br />
herbeizuführen.<br />
Perfekte Gastgeber für dieses höchste Turnier<br />
Im Schultennis mit Ranglistenstatus waren wieder<br />
Berliner Tennisvereine: der TC 1899 Blau-<br />
Weiss, der TC Wilmersdorf und der BSC. Die Siegerehrung<br />
beim TC Blau-Weiss wurde vom DTB<br />
– Vizepräsidenten Reiner Beushausen und dem<br />
Präsidenten des TVBB, Dr. Klaus-Peter Walter,<br />
vorgenommen.<br />
Erfreulicherweise konnte Berlin mit der John-<br />
F-Kennedy Schule und der Heinrich-Böll Oberschule<br />
diesmal jeweils eine Jungen - und Mädchenmannschaft<br />
stellen. Die Mädchen belegten<br />
den 16. Platz, die Jungen den 7. Platz. Da beide<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
31
TVBB intern<br />
Kleinfeldturnier der Grundschulen in der John- F.- Kennedy-Schule<br />
© Angela Luce-Höher<br />
der 5. und 6. Klassen statt. Das Herbstturnier gewann<br />
die Mannschaft der Wald-Grundschule.<br />
Ab <strong>2017</strong> werden diese Wettkämpfe beide in der<br />
John-F- Kennedy Schule stattfinden, da die Halle<br />
der Heinrich–Seidel Grundschule nicht mehr<br />
zur Verfügung steht.<br />
Lehrerfortbildung<br />
Die Lehrerfortbildung im Berichtszeitraum war<br />
mit 16 Teilnehmern erfolgreich. Die steigende<br />
Zahl der Meldungen lässt auf wieder größeres<br />
Interesse an Tennis seitens der Lehrer hoffen.<br />
Bei der Fortbildung im Juli <strong>2017</strong> werde ich<br />
auf die Möglichkeit der Teilnahme an den Tennis-<br />
Schulwettkämpfen hinweisen, um die Wettkampfteilnahme<br />
anzukurbeln.<br />
Teams sehr jung sind, können wir von einer Teilnahme<br />
<strong>2017</strong> beider Mannschaften ausgehen.<br />
An dieser Stelle einen besonderen Dank an die<br />
Herren Hartmut Kneiseler und Tobias Fuchs<br />
und alle mitwirkenden Wettkampfleiter, die<br />
auch 2016 eine reibungslose Organisation<br />
gewährleisteten.<br />
Turniere und Schule<br />
An den Rundenspielen für die Landesausscheidungen<br />
in Berlin nahmen wieder 12 Schulen<br />
teil. Hervorzuheben ist die Tatsache, dass in Berlin<br />
noch Wettkämpfe in den Wettkampfklassen I<br />
und II stattfinden, was in vielen Bundesländern<br />
nicht mehr der Fall ist. Für den bundesfinalrelevanten<br />
Wettkampf in der Klasse III, dessen Sieger<br />
beim Bundesfinale spielt, hatten sich 5 Jungenteams<br />
und eins der Mädchen gemeldet.<br />
Für den Jungenbereich ist das ein erfreuliches<br />
Ergebnis. Allerdings wird es immer schwieriger<br />
vollständige Jungen- oder Mädchenmannschaften<br />
mit 4 bzw. 5 Spielern eines Jahrgangs<br />
in einer Schule zu finden. Diese Tatsache erklärt<br />
auch die zunehmende Zahl der Meldungen von<br />
gemischten Teams.<br />
Zusätzlich zu den Rundenspielen fanden wie<br />
im Vorjahr in Berlin im Frühjahr und Herbst die<br />
Kleinfeld-Turniere der Schüler und Schülerinnen<br />
Kooperation Schule-Verein<br />
Hinsichtlich der Kooperation Schule und Verein<br />
hat sich im Jahr 2016 nicht viel verändert.<br />
Die Möglichkeit, leistungs – und breitensportliche<br />
Ziele, wie z. B. bei einem Turnier im Bereich<br />
des JTFO gefordert, durch eine Kooperation von<br />
Schule und Verein umzusetzen, sollte weiterhin<br />
im Fokus der Vereine bleiben und an Stellenwert<br />
gewinnen.<br />
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken,<br />
die durch ihre engagierte Mitarbeit die<br />
Aktivitäten im Schultennis ermöglichen und<br />
fördern.<br />
Angela Luce-Höher, Referentin für Schultennis<br />
Werner Ludwig: Jahresrückblick 2016 Brandenburg-Süd<br />
Drei überregionale Aufsteiger<br />
Werner Ludwig<br />
Mehr als ein ausgeglichenes Wettkampfjahr<br />
hätte den Tennisspielern<br />
der Region Süd des TVBB mit Sicherheit<br />
mehr Freude bereitet. Dennoch:<br />
Drei Aufsteiger in den überregionalen<br />
Spielklassen zählen zu<br />
den positiven Ergebnissen im 25.<br />
Jahr des gemeinsamen Wettkampfbetriebs<br />
zwischen Berlin, Potsdam,<br />
Frankfurt/Oder und Cottbus.<br />
Von den 87 an den Verbandsspielen beteiligten<br />
Mannschaften kämpften 2016 immerhin 22 aus<br />
Süd-Brandenburg gegen die spielstarke Berliner<br />
Konkurrenz mit beachtlichen Ergebnissen.<br />
Besonders erwähnenswert ist der Gruppensieg<br />
der Vetschauer Damen 30 in der Verbandsliga<br />
denen dieser Husarenstreich gegen ausschließlich<br />
Berliner Teams ohne ihre standesgemäße<br />
Nummer eins, die verletzte Sabine Kleindienst,<br />
gelang. Den gleichen Erfolg verbuchten die<br />
Damen 50 vom TV Elsterwerda mit dem Aufstieg<br />
zur Verbands-Oberliga. Punktgleich mit<br />
dem Grunewald TC mussten sich die Damen 30<br />
vom Luckenwalder TC mit dem Vizemeister-Titel<br />
begnügen.<br />
Die Damen 60 von der Spielgemeinschaft Elsterwerda-Sielow<br />
schafften sogar den Klassenerhalt<br />
in der Meisterklasse ohne ihre Spitzenspielerin<br />
Marion Wolf, die durch Krankheit komplett<br />
ausfiel.<br />
Bei den Herren steigen die Senioren 40 des TC<br />
Frankfurt/Oder von der Verbands- in die Verbandsoberliga<br />
auf. Die Herren 60 und 65 von<br />
Elsterwerda müssen jeweils mit dem zweiten<br />
Platz in der Verbandsoberliga hinter dem TC<br />
Blau-Weiss 1899 bzw. TC Lichterfelde 77 leben.<br />
Mit der „Roten Laterne“ wechselten die Herren<br />
vom SV Großräschen, die Herren 40 vom TC Jüterbog<br />
und die Herren 55 vom LTC Cottbus ins<br />
neue Jahr und kämpfen <strong>2017</strong> eine Klasse tiefer<br />
in der Region Brandenburg-Süd um Punkte.<br />
In der Bezirksoberliga verteidigten die Damen<br />
von der SG Einheit Spremberg um wiederholten<br />
Male ihren Titel vor dem Herzberger TC Grün-<br />
Weiß und dem TC Jüterbog.<br />
Bei den Herren fing die Spielgemeinschaft Forst<br />
im entscheidenden Match den TV Dahme-<br />
Spreewald Königs Wusterhausen hauchdünn<br />
punktgleich mit 3:3 auf der Zielgeraden ab. Damit<br />
steigen die Männer von der Neiße in die<br />
Verbandsliga auf. In den Einzel-Konkurrenzen<br />
machten sich die Damen der Region besonders<br />
rar. Nach dem kompletten Ausfall der Damenmannschaft<br />
vom LTC Cottbus glänzten auch die<br />
Damen anderer Vereine durch Desinteresse -<br />
keine Meldungen für die regionalen Titelkämpfe<br />
in Lübben und Luckenwalde.<br />
Regionalmeister der Herren wurde Jan Pirnack<br />
nach einem sehenswerten, hart umkämpften<br />
Finale gegen seinen Vereinskameraden Tristan<br />
Rother vom TV 1861 Forst. Platz drei teilten sich<br />
Vater und Sohn, Andy und Tamino Gerth (TV<br />
Dahme-Spreewald). In Elsterwerda kämpften<br />
34 Damen und Herren um die Regionalmeister-<br />
32<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
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Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />
Erfolgreich gegen Berliner Mannschaften: die Verbandsliga-Damen 30 aus Vetschau mit Ute Arend (li), Astrid<br />
Ruthke, Carola Schmidt, Susi Donath,vorn: Sandra Ewert, Susi Beyer und Silvana Biagini. © Werner Ludwig<br />
Titel der Senioren. Antje Klötzer wiederholte ihren<br />
Vorjahreserfolg in der Altersklasse 30/40 vor<br />
Anke Szymanski, Birgit Reißner (alle LTC Cottbus)<br />
und Susi Donath (Blau Weiß Guben). Birgit<br />
Schneiderhahn bleibt die ungekrönte Königin in<br />
der AK 50 vor Gudrun Babinsky (beide TV Elsterwerda)<br />
und Simone Wilhelm (Luckenwalde).<br />
Jens Pohle, Jung-Senior vom SV Großräschen,<br />
wurde Sieger in der AK 40 vor Jens Kreuzenbeck<br />
(Jüterbog) und Björn Pintaske (TC Frankfurt/<br />
Oder). Ohne größere Gegenwehr errang Martin<br />
Baldzer (Großräschen) den Titel in der AK 50<br />
vor Axel Böttger (Elsterwerda) und Pedro Förster<br />
(Herzberg). Frieder Andrich (TC Frankfurt/O.)<br />
wurde erneut Meister der “Oldies” in der AK 65<br />
vor Dieter Anders (Elsterwerda) und Erhard Wolf<br />
(SG Sielow)<br />
Mit Erfolgen der Lausitzer Teilnehmer beim VW-<br />
Cup in Luckenwalde, dem Lausitz-Cup in Forst<br />
und dem Herbst-Turnier in Guben rundeten die<br />
Tennisspieler des südlichen Verbandsgebiets<br />
das Wettkampfjahr 2016 ab.<br />
Werner Ludwig, Bezirkssportwart<br />
Brandenburg (bis November 2016)<br />
Tennisbezirk Brandenburg<br />
Ben-Ulf Hohbein erneut Bezirksvorsitzender<br />
Ben-Ulf Hohbein<br />
Am 27. November fand in der TVBB-<br />
Geschäftsstelle die Bezirksversammlung<br />
Brandenburg mit der<br />
Wahl des Bezirksvorstandes statt.<br />
Das Protokoll.<br />
Teilnehmer: 12 Vereine mit 14 Personen, TVBB-<br />
Präsident Dr. Walter, TVBB-Geschäftsführer Herr<br />
Rewicki und für den Bezirksvorstand Herr Stippa,<br />
Herr Dlugaiczyk, Herr Ludwig, Herr Hohbein.<br />
Nach der Begrüßung berichteten die Vorstandsmitglieder<br />
über die zurückliegende Wahlperiode<br />
2015/2016.<br />
Der Vorsitzende Ben-Ulf Hohbein bemängelte<br />
die geringen Teilnehmerzahlen aus Brandenburg<br />
bei den Jahreshaupt-, Sportwarte- und Jugendwarteversammlungen.<br />
Ebenso, dass nur<br />
13 Vereine die Statistikmeldung per 1.Juni 2016<br />
abgegeben haben, ist nicht akzeptabel. Deshalb<br />
wird er anregen, für Versäumnisse der Vereine<br />
diesbezüglich empfindliche Sanktionen einzuführen.<br />
Beide Sportwarte und der Jugendwart<br />
berichten über die Punktspielsaison und die Regionalmeisterschaften<br />
und beklagen bei letzteren<br />
rückläufige Teilnehmerzahlen, die dann sogar<br />
Ausfälle nach sich zogen. Dies sei u. a. auch<br />
dem fehlenden Informationsfluss innerhalb der<br />
Vereine geschuldet.<br />
Im Anschluss daran gab es in der Diskussion von<br />
Seiten der Vereinsvertreter diverse Anregungen<br />
und Hinweise:<br />
• z Urkunden für die Mannschaftsmeister (Nord)<br />
• z Schlechte Nachwuchsarbeit in den Vereinen<br />
mit Unterstützung des Verbands verbessern,<br />
hier speziell Trainer bzw. die Einrichtung von<br />
Stützpunkten. Ein Konzept dafür wurde vom<br />
Tennisbezirk Brandenburg-Nord übergeben.<br />
• z Trotz der Betreuung von ca. 2 000 Kindern<br />
„beim Schultennis“ in Elsterwerda treten keine<br />
Kinder in den Verein ein, es wird eine offizielle<br />
Veranstaltung durch den Verband (TVBB oder<br />
DTB) angeregt.<br />
• z Die Hauptveranstaltung „Deutschland spielt<br />
Tennis“ <strong>2017</strong> im Verband soll in Elsterwerda<br />
stattfinden.<br />
• z Da viele Vereinsfunktionäre ohne Initiative<br />
agieren, wird ein Workshop zur Vereinsarbeit<br />
angeregt.<br />
• z Die Qualität der Trainer ist immens wichtig<br />
für erfolgreiche Nachwuchsarbeit.<br />
Da es keine Anträge auf Ehrungen gab, wurde<br />
dem alten Vorstand von allen 13 anwesenden<br />
Stimmen Entlastung erteilt. Die Wahl des Bezirksvorsitzenden<br />
wurde von Herrn Felix Rewicki<br />
geleitet. Herr Hohbein wurde mit einer Gegenstimme<br />
gewählt.<br />
Danach übernahm der Vorsitzende den weiteren<br />
Wahlablauf. Als Sportwart kandidierten Herr<br />
Ludwig und Herr Lindner. In einer geheimen Abstimmung<br />
gab es 7 Stimmen für Herrn Lindner<br />
und 6 für Herrn Ludwig. Da dieser nach 26 Jahren<br />
aus dem Bezirksvorstand ausscheidet, wird<br />
die Ehrenmitgliedschaft im Verband für ihn<br />
beantragt.<br />
Zum stellvertretenden Sportwart wurde einstimmig<br />
Herr Stippa gewählt.<br />
Von Herrn Rodig lag schriftlich die Bereitschaft<br />
zur Kandidatur zum stellvertretenden Vorsitzenden<br />
vor. Er wurde bei einer Enthaltung und einer<br />
Gegenstimme gewählt.<br />
Herr Dlugaiczyk wurde mit einer Enthaltung<br />
zum stellvertretenden Jugendwart gewählt.<br />
Für die Position des Jugendwartes gab es keinen<br />
Kandidaten. Der Bezirksvorstand hat inzwischen<br />
Andy Gerth als Jugendwart kooptiert.<br />
Zum Abschluss der Versammlung bedankte<br />
sich der Bezirksvorsitzende beim Präsidenten<br />
des TVBB, Herrn Dr. Walter, ebenso beim Geschäftsführer<br />
Herrn Rewicki für die konstruktive<br />
Zusammenarbeit mit dem Präsidium und der<br />
Geschäftsstelle.<br />
Ben-Ulf Hohbein, Bezirksvorsitzender Brandenburg<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
33
Tennis national<br />
Nicole Thron ist nicht nur Managerin des TC SCC, sondern auch erfolgreiche<br />
Spielerin: Sieg bei den Damen 35<br />
Finalisten Herren 75: rechts Sieger Fredi Kuhl (LTTC “Rot-Weiß”) und links<br />
Ralf Bruse (TC Schwarz-Gold)<br />
TC SportForum Bernau: 1. ITF Berlin Indoor Senior Open (Grade 5)<br />
Die Premiere macht Mut: Yes, we can!<br />
Fast 100 Senioren und Seniorinnen<br />
hatten bei den 1. Berlin Indoor<br />
Senior Open (28. November bis 4.<br />
Dezember) im Sportforum Bernau<br />
erstmals in unserem Verbandsgebiet<br />
die Chance, Weltranglistenpunkte<br />
zu erkämpfen. An den Start<br />
ging bei der Premiere ein interessantes<br />
Feld aus TVBB-Spielern,<br />
deutscher Klasse und Spielern u.a.<br />
aus Schweden, Polen, Dänemark,<br />
Litauen, Österreich. Die Herrenkonkurrenzen<br />
bestimmten das Geschehen,<br />
die Damen hielten sich dieses<br />
Mal noch zurück.<br />
Die Idee für ein solches Turnier in der 40 000-Einwohnerstadt<br />
Bernau vor den Toren der Hauptstadt<br />
hatte der im badischen Singen beheimatete<br />
Turnierchef Wolfram Schmidle, erfolgreicher<br />
Spieler, Trainer und Organisator, der u.a. die traditionsreichen<br />
Hinterzartener "Rothaus-Open"<br />
zu einem ITF-Grade1-Turnier führte. Ein Badener<br />
schiebt das Tennis in Berlin-Brandenburg an,<br />
wie das? Das ist leicht erklärt: Der heute 69 Jahre<br />
alte Schmidle, bis 1979 vielseitig interessierter<br />
Sportlehrer in Neustadt, kam 1998 nach Bernau,<br />
wo er im neu entstandenen SportForum<br />
ein Tennis-Leistungszentrum in Zusammenarbeit<br />
mit dem TTC Bernau aufbaute. Bernau, wo<br />
der Maultaschen-Liebhaber auch wohnte, blieb<br />
selbst nach Schmidle's Abkehr gen Süden so etwas<br />
wie sein zweites Zuhause mit vielen Freunden<br />
und Bekannten. Schon seit mehreren Jahren<br />
gibt es in Bernau auch in der Sommersaison<br />
von Schmidle verantwortete Turniere.<br />
Sicherte sich den Siegerpokal bei den Herren 50:<br />
Thomas Brian (Grunewald TC)<br />
Das kann was werden!<br />
Die Macher und Organisatoren der 1. ITF Berlin<br />
Indoor Senior Open boten ein 6-Tage-Programm<br />
mit neun Einzel- und zwei Doppel-Wettbewerben.<br />
50 „Volunteers“ hatten sich helfend<br />
in die Organisation eingebracht. „Ich glaube an<br />
die Stärke und das Potenzial von Manpower, das<br />
hier in Bernau sind alles gute Leute, mit denen<br />
man was bewegen kann“, so Schmidle. Das Gros<br />
der Teilnehmer kam aus Berlin und dem unmittelbaren<br />
TVBB-Umfeld.<br />
In sechs der neun Einzelkonkurrenzen kamen<br />
die Sieger aus Hauptstadtklubs, zweimal tauchte<br />
darunter der Name Thron auf: Nicole und Jens<br />
Thron (beide TC SCC) holten sich die Turniersiege<br />
bei den Damen 35 und den Herren 45, wobei<br />
vor allem letzterer beim 6:2, 6:2 gegen Oliver<br />
Scheerer (TC Schwarzenbek) eine souveräne<br />
Vorstellung ablieferte.. „Ich habe für Bernau gemeldet,<br />
weil es Wolfram organisiert hat, den<br />
ich seit langem kenne und weiß, dass er Super-<br />
Events auf die Beine stellt“, sagte Thron nach<br />
dem Match. So sei es auch diesmal bei den Senior<br />
Open gewesen. „Da merkt man, hier ist einer<br />
34<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
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Tennis national<br />
Turnierchef und zweifacher Sieger: Wolfgang Schmidle<br />
Siegte als einziger Ausländer: Michael Lindskog aus Schweden<br />
Die Finals im Überblick<br />
W35 Nicole Thron (TC SCC) - Katinka Trabandt (TC SCC) 6:4, 7:5<br />
W60 Ute Mattausch (TV Strausberg) Round Robin<br />
M35 Michael Linskog (SWE) - Stefan Nicolaus (Grunewald TC) 6:2, 6:3<br />
M45 Jens Thron (TC SCC) - Oliver Scheerer (TC Schwarzenbek) 6:2, 6:2<br />
M50 Thomas Brian (Grunewald TC) - Ralf Türck (Cannstatter TC) 6:4, 6:4<br />
M55 Karl Konofsky (TC Hof) - Ralph Lißner (TC 1899 Blau-Weiss) 6:4, 6:4<br />
M60 Adrian Nautsch (SV Berliner Bären) - Dirk Oellers (TC St. Mauritz) 6:4, 6:2<br />
M65 Wolfram Schmidle (TC Singen) - Bernhard Nothnagel (TC Berolina Biesdorf) 6:1, 6:3<br />
M75 Fredi Kuhl (LTTC "Rot-Weiß") - Ralf Bruse (TC Schwarz-Gold Berlin) 6:3, 3:0 ret.<br />
MD35 Scheerer/Schmidle - Urs Ganter / Thomas Riehl (beide TTC Bernau) 6:1, 6:2<br />
XD35 Nadia Liebe (SV Berliner Bären) / Christian Stein (TC Blau-Weiß Britz) -<br />
Sibylle Beu (TTC Bernau) / Konofsky<br />
7:5, 2:6, 10:1<br />
zugange, der sich auskennt. Das war sehr familiär<br />
und freundschaftlich, hat einfach richtig Spaß<br />
gemacht."<br />
Zweimal in der Siegerliste stand – wie bereits<br />
genannt - auch der Name von Turnierchef Wolfram<br />
Schmidle, der im Herren 65 Einzel Bernhard<br />
Nothnagel (TC Berolina Biesdorf) beim 6:1, 6:3<br />
ebenso kein Chance ließ, wie das Generationen-<br />
Doppel Schmidle/Oliver Scheerer den Lokalmatadoren<br />
Urs Ganter/Thomas Riehl (6:1, 6:2).<br />
Zu erwähnen ist auf jeden Fall auch der einzige<br />
Ausländersieg bei den Open, den sich bei<br />
den 35-er Herren der dunkelhäutige Michael<br />
Lindskog (SWE) mit 6:2, 6:3 gegen Stefan Nicolaus<br />
vom Grunewald TC holte, den er beharrlich<br />
auf seiner schwächere Rückhandseite anspielte.<br />
Neben Lindskogs Turniersieg gab es immerhin<br />
noch drei dritte Platze für internationale Teilnehmer<br />
durch den Dänen Morten Palm (H35),<br />
den Österreicher Otto Ramsenthaler (H55) und<br />
den Argentinier Jorge Binia (HD35).<br />
Resumee<br />
Wolfram Schmidle, der als Forever Young-Perpetuum<br />
Mobile mit Energie und ansteckender<br />
Motivation erfolgreich Tennisevents organisiert,<br />
zog gegenüber <strong>matchball</strong> „ein grundsätzlich<br />
positives Fazit“ des Turniers und nahm dazu<br />
eine Anleihe beim früheren US-Präsidenten<br />
Barack Obama: „Wir müssen uns sicher noch in<br />
vielen Dingen verbessern, aber wir haben gezeigt:<br />
Yes, we can!" Zwar erlaubte das Meldeergebnis<br />
nicht alle die ausgeschriebenen 33 Konkurrenzen,<br />
aber „mit 92 Meldungen haben wir<br />
eine zufriedenstellende Resonanz erzielt." "Die<br />
Meinungen der Teilnehmer seien fast durchweg<br />
positiv, das Turnier sei gut gelaufen“, attestierte<br />
Markus Thulmann (42), Kompagnon von<br />
Schmidle als Open-Chef, beim TC SportForum<br />
Bernau seit 1998 voll dabei. Auch sportlich hätten<br />
die Open „fürs erste Mal im Vergleich zu anderen<br />
Veranstaltungen eine gute Quantität“ gehabt,<br />
wogegen es in der Qualität „sicher noch<br />
Luft nach oben gibt“. Mit fünf Aktiven aus den<br />
Top 100 der Weltrangliste ihrer Altersklassen sei<br />
die Premiere dennoch respektabel gewesen.<br />
Doch Schmidle ist sich sicher, „dass mit jeder<br />
weiteren Auflage andere und bessere Leute dabei<br />
sein werden“.<br />
Das relativ wenig publikumsfreundliche Sportforum<br />
mit seinen vier nebeneinander liegenden<br />
Spielfeldern focht Wolfram Schmidle wenig<br />
an. „Wir können davon ausgehen, dass man<br />
uns bei den Open nicht die Bude einrennt. Wir<br />
organisieren das Event in allererster Linie für die<br />
Aktiven, die sich wohl fühlen und Spaß haben<br />
sollen.<br />
Diesem Anspruch wurden die 1. ITF Berlin Senior<br />
Open auch mit dem Rahmenprogramm vollauf<br />
gerecht. Die offizielle Turniereröffnung fand<br />
im Restaurant Amici am Berliner Gendarmenmarkt<br />
mit anschließendem Besuch des an dieser<br />
Stätte besonders heimeligen Weihnachtsmarkts<br />
statt, die Players Night unter dem Motto „Ganz<br />
viel Glanz und Gans“ in der Turnier-Wochenmitte<br />
im Restaurant Casa Vicina in Bernau. Herz,<br />
was willste mehr? Man darf sich schon mal vorsichtig<br />
auf die 2. Senior Open freuen …<br />
Klaus Weise<br />
Fotos: Andreas Springer<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
35
Tennis national<br />
Rudolf Molleker (LTTC “Rot-Weiß) erreichte bei der inoffiziellen Juniorenweltmeisterschaft in Florida das Viertelfinale © Claudio Gärtner<br />
ITF, Florida: Metropolia Orange Bowl International Tennis Championships (Grade A)<br />
Rudi Molleker unter den besten acht,<br />
Kecmanovic gewinnt erneut<br />
Der 17-jährige Serbe Miomir Kecmanovic hat zum zweiten Mal in Folge die<br />
U18-Konkurrenz beim prestigeträchtigen Orange Bowl in Plantation/Florida<br />
(5. bis 11. Dezember) gewonnen. Kecmanovic gab in sechs Matches keinen<br />
Satz und insgesamt nur 23 Spiele ab. Im Finale besiegte er den Chinesen<br />
Yibing Wu mit 6:3, 6:1. Kecmanovic, derzeit die Nummer eins bei den<br />
Junioren, ist erst der dritte Spieler in der 70-jährigen Orange-Bowl-Geschichte,<br />
der den Titel in der U18-Konkurrenz verteidigen konnte. Auch der<br />
jahrgangsjüngere Rudi Molleker überzeugte. Er unterlag aber im Viertelfinale<br />
dem späteren Champion.<br />
Kecmanovic hatte eine Woche zuvor auch die<br />
Eddie Herr International Junior Championships<br />
gewonnen und damit das Double geschafft. Das<br />
war bereits Andy Roddick (1999) und Dominic<br />
Thiem (2013)gelungen. Bei den U18-Juniorinnen<br />
wurde die 16-jährige Slowenin Kaja Juvan<br />
Orange Bowl-Siegerin. Im Finale setzte sie sich<br />
gegen die topgesetzte Russin Anastasia Potapova<br />
mit 6:1, 6:4 durch.<br />
Für den erst 16-jährigen Molleker war das Turnier<br />
in Plantation der Höhepunkt einer vierwöchigen<br />
Trainings- und Wettkampfreise nach Mexiko<br />
und in die USA.<br />
Rudi startete gut in dieses wichtige Turnier. Als<br />
Nummer elf der Setzliste besiegte er in einem<br />
64-er Feld zuerst Sean Sculley (USA, 3:6, 6:2,<br />
6:3), in Runde zwei Vlad Andrei Dancu (ROU, 4:6,<br />
6:3, 6:4 ). Dritter Gegner war Sergio Luis Hernandez<br />
Ramirez (COL, 6:2, 6:3 ). Im Viertelfinale<br />
kam dann für Molleker das Turnier-Aus. Er muss-<br />
36<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
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te sich dem topgesetzten Miomir Kecmanovic<br />
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Satz - geschlagen geben.<br />
Molleker trainiert wieder in Berlin<br />
Seit seiner Rückkehr aus den USA trainiert Rudi<br />
Molleker nicht mehr bei Bundestrainer Michael<br />
Kohlmann im DTB-Leistungszentrum Oberhaching,<br />
wo er seit April 2016 betreut wurde. Er ist<br />
zu seiner Familie und seinem alten Trainer Benjamin<br />
Thiele zurückgekehrt, der ihn seit seinem<br />
sechsten Lebensjahr coachte. Unterstützt wird<br />
Thiele nach eigenen Aussagen von Rudis Vater<br />
Roman Molleker.<br />
Benjamin Thiele: “Nach Analyse der Saison 2016,<br />
deren Höhepunkte die Siege von Rudi bei den<br />
ITF U18-Turnieren in Offenbach und Pilsen sowie<br />
das Halbfinale beim Herren-Future in Ismaning<br />
waren, stellten wir fest, dass es trotz der sehr guten<br />
Bedingungen in Oberhaching und der guten<br />
Kooperation differierende Auffassungen<br />
gab, die einer Fortsetzung der Zusammenarbeit<br />
im Wege standen. Deshalb wurde entschieden,<br />
bei Training und Wettkampfbetreung getrennte<br />
Wege zu gehen. “Rudi ist mit seinen jetzt 16 Jahren<br />
ein Riesentalent, er hat unglaubliche Qualitäten.<br />
Aber es ist noch ein langer Weg bis ganz<br />
nach oben und er muss hart an sich arbeiten. Ich<br />
denke, dass er ein gutes Team um sich herum<br />
hat und das auch schaffen wird“, meinte Kohlmann<br />
dazu. Und DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard<br />
betonte: “Der DTB wird Rudi Molleker auch<br />
in Zukunft tatkräftig unterstützen.”<br />
Coach Benjamin Thiele blickt indes nach vorn<br />
auf die neue Saison. Er hat klare Ziele: “Primär<br />
wollen wir Rudis Spiel weiter entwickeln, es<br />
variantenreicher und weniger ausrechenbar<br />
machen. Es soll um neue, offensive Spielzüge<br />
bereichert und dabei gleichzeitig das Defensivverhalten<br />
verbessert werden.”<br />
Auf diese Weise will Molleker bei den Junioren-<br />
Grand Slams in Paris, London und New York erfolgreicher<br />
als bisher abschneiden. Weit oben<br />
auf der Prioritätenliste steht für ihn auch ein<br />
Sieg bei den Allianz Kundler German Juniors<br />
beim LTTC “Rot-Weiß”. Dort schied Rudi 2016<br />
im Halbfinale gegen den späteren Sieger Daniel<br />
Altmaier, seinem künftigen Mannschaftskameraden<br />
im 2. Bundesliga-Team des Traditionsclubs<br />
an der Hundekehle, aus.<br />
Auch mehr Herren-Turniere will Molleker spielen.<br />
“Er soll einen Sprung im ATP-Ranking machen,<br />
sich unter den besten 700 Spielern etablieren”,<br />
so Thiele. Ende 2016 stand Rudi auf<br />
Position 25 im ITF U18-Ranking und auf Position<br />
1 056 der ATP-Weltrangliste.<br />
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37
Tennis national<br />
Meister Lukas Rüpke (Club Zur Vahr) und Finalist Arnd Weyhausen (TV Süd<br />
Bremen)<br />
Siegerin Caroline Schmidt (Rot-Weiß Wahlstedt(l.)) und Finalistin Shaline-Doreen<br />
Pipa (HTV Hannover)<br />
Kiel-Wellsee (SLH): Norddeutsche Meisterschaften 2016 für Damen und Herren (A4)<br />
TVBB geht leer aus<br />
Nach dem sehr erfolgreichen Abschneiden<br />
der TVBB-Vertreter im<br />
Vorjahr mit einem Meistertitel im<br />
Einzel durch Friedrich Klasen und<br />
zwei Vizemeisterschaften in den<br />
Doppeln wurden 2016 von den Berlinern<br />
kleinere Brötchen gebacken.<br />
Nur Anica Stabel (LTTC „Rot-Weiß“)<br />
schaffte es in den Einzel-Konkurrenzen<br />
bis ins Halbfinale.<br />
An dem erstklassig besetzten Einladungsturnier<br />
(4. bis 6. November) mit einem Preisgeld<br />
von insgesamt 9 000 Euro nahmen Aktive aus<br />
sechs DTB-Landesverbänden teil. Wie in jedem<br />
Jahr konnten sich die Felder von jeweils 32 Damen<br />
und Herren sehen lassen. Elf Damen waren<br />
unter den Top 100 der deutschen Rangliste platziert,<br />
bei den Herren fünf.<br />
Der TVBB schickte drei Damen ins Titelrennen:<br />
Franziska Sziedat (DR 57, TC 1899 Blau-Weiss),<br />
Linda Fritschken (DR 60, TC SCC) und Anica Stabel<br />
(DR 68, LTTC „Rot-Weiß“); die in dieser Reihenfolge<br />
an den Positionen 5, 6 und 7 gesetzt<br />
waren. Mit ihnen war das TVBB-Kontingent von<br />
sechs Teilnehmerinnen nicht ausgeschöpft.<br />
Bei den Herren schlugen Titelverteidiger Friedrich<br />
Klasen (Nr. 5, DR 92, TC 1899 Blau-Weiss),<br />
Robert Strombach (DR 137, LTTC „Rot-Weiß“),<br />
Jesper Tull Freimuth (DR 142) und Felix Dippner<br />
(DR 335, beide TC 1899 Blau-Weiss), Nino Ehrenschneider<br />
(DR 338, LTTC „Rot-Weiß“) sowie Philipp<br />
Eberhard (DR 460, TC 1899 Blau-Weiss) auf.<br />
Wenig Losglück für TVBB-Damen<br />
Im Vorjahr hatte bei den Damen ein TVBB-Quartett<br />
die erste Runde überstanden. 2016 war für<br />
zwei von drei Starterinnen da das Turnier schon<br />
beendet. Sziedat verlor gegen Merle Herold<br />
(NTV) nach ausgeglichenem ersten Satz mit 6:7,<br />
3:6. Auch Linda Fritschken, im Vorjahr noch im<br />
Viertelfinale, unterlag Laura Bente (DR 92,NTV)<br />
nach souverän gewonnenem ersten Satz trotz<br />
großen Kampfes nach fast drei Stunden mit 6:2,<br />
6:7, 4:6. Dabei hatte sie den Sieg schon vor Augen:<br />
Denn im zweiten Satz hatte sie bei einer<br />
3:1-Führung das Match zunächst unter Kontrolle<br />
und auch im dritten Durchgang lag sie mit 3:0<br />
vorn. „Aber dann hat Laura Bente sehr stark gespielt<br />
und vor allem sehr, sehr gut aufgeschlagen.<br />
Es war ein super Match von uns beiden“,<br />
sagte Fritschken trotz der Niederlage.<br />
Nur Anica Stabel hielt die TVBB-Fahne noch<br />
hoch. In ihrem Zweitrunden-Match hatte sie<br />
wenig Mühe mit Frederike Putthoff (DR 234,<br />
NWE) - klarer 6:3, 6:0-Erfolg. Im Viertelfinale<br />
traf die Rot-Weiße dann auf die Topgesetzte<br />
Janna Hildebrand (DR 35, HAM), Der erste Satz<br />
entwickelte sich zu einer Partie auf Augenhöhe,<br />
in dem beide Spielerinnen jeweils ihren Aufschlag<br />
durch brachten, so dass der Tie-Break<br />
die Entscheidung bringen musste. Stabel bewies<br />
Nervenstärke und gewann so den ersten<br />
Durchgang verdient. Im zweiten Satz behielt die<br />
Berlinerin ihr konstantes Spiel bei, machte vor<br />
allem wenig Fehler. Sie brachte das Match souverän<br />
mit 6:3 nach Hause.<br />
Im Halbfinale traf Stabel auf Shaline-Doreen<br />
Pipa (Nr. 3, DR 48, NTV). Die Hannoveranerin<br />
nahm von Anfang an die Zügel in die Hand und<br />
schaffte es mit ihrem druckvollen, aggressiven<br />
Grundlinienspiel, die Berlinerin immer wieder<br />
unter Druck zu setzen. Mit einem 6:1, 6:4 zog sie<br />
ins Finale ein. Dennoch war das Erreichen des<br />
Halbfinals ein schöner Erfolg für Anica Stabel.<br />
Traum von der Titelverteidigung<br />
platzt im Viertelfinale<br />
Bei den Herren scheiterten Robert Strombach,<br />
Philipp Eberhard, Nino Ehrenschneider und<br />
Jesper Tull Freimuth schon in der ersten Runde.<br />
Friedrich Klasen setzte sich zum Auftakt gegen<br />
Tom Eisenzapf (DR 81,HAM) mit 6:3, 6:4 durch.<br />
Auch Klasens Vereinskamerad Felix Dippner<br />
überstand seine Erstrundenpartie gegen Bastien<br />
Presuhn (DR 267, NTV) mit 7:6, 6:2.<br />
Am zweiten Tag musste Dippner die Überlegenheit<br />
des an Nummer vier gesetzten und späteren<br />
Turniersiegers Lukas Rüpke vom Club Zur<br />
Vahr anerkennen und sich mit 3:6, 0:6 geschlagen<br />
geben. Friedrich Klasen setzte sich in einem<br />
wahren Kraftakt gegen Daniel Leßke (HAM)<br />
mit 5:7, 7:6, 6:2 durch. Die körperlichen Strapazen<br />
rächten sich dann in der Viertelfinalpartie.<br />
Hier unterlag Klasen dem Topgesetzten George<br />
von Massow (DR 36, SLH) klar mit 3:6, 1:6 - der<br />
Traum von der Titelverteidigung des Blau-Weissen<br />
war zu Ende.<br />
In der mit acht Paaren besetzten Doppel-Konkurrenz<br />
der Damen scheiterten Sziedat/Fritschken<br />
(Nr. 2) im Halbfinale an Vinja Lehmann/Helene<br />
Grimm (HAM) mit 1:6, 0:6.<br />
Liv Schreiber<br />
Fotos: Ulrich Lhotzki-Knebusch<br />
Die Finals im Überblick<br />
Einzel<br />
Caroline Schmidt (RW Wahlstedt) - Shaline-Doreen Pipa (HTV Hannover)<br />
Lukas Rüpke (Club Zur Vahr) - Arnd Weyhausen (TV Süd Bremen)<br />
Doppel<br />
Janna Hildebrand (THC von Horn und Hamm)/Caroline Schmidt (RW Wahlstedt) - Vinja Lehmann/Helene Grimm (Der Club an der Alster)<br />
Dominik Bartels/Florian Barth ( Suchsdorfer SV) - George v. Massow/Tomas Charlos (RW Wahlstedt)<br />
3:6, 6:2, 6:3<br />
7:6. 6:4<br />
6:2, 6:3<br />
6:7, 6:4, 11:9<br />
38<br />
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39<br />
Unbenannt-4 1 16.06.14 16:03
Tennis national<br />
Neue Ostdeutsche Hallenmeisterin: Adelina Krüger (LTTC “Rot-Weiß”)<br />
Jesper Tull Freimuth (TC 1899 Blau-Weiss) schaffte es ins Halbfinale<br />
Dresden: Offene Ostdeutsche Hallenmeisterschaften<br />
Adelina Krüger gewinnt Berliner Finale<br />
Die vom 18. bis 21. November in<br />
der Vier-Feld-Halle von Dresden-<br />
Pappritz zum dritten Mal ausgetragenen<br />
Offenen Ostdeutschen Hallenmeisterschaften<br />
der Damen und<br />
Herren endeten mit einem tollen<br />
Erfolg für die Berliner Streitmacht.<br />
Die brachte eine volle Medaillensammlung<br />
mit dem Titelgewinn<br />
der 16-jährigen Adelina Krüger (LT-<br />
TC “Rot-Weiß”), dem zweiten Platz<br />
der gleichaltrigen Franziska Sziedat<br />
und dem dritten Rang des 18-jährigen<br />
Jesper Tull Freimuth (beide TC<br />
1899 Blau-Weiss) mit nach Hause.<br />
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Dieses Abschneiden ist vor allem deshalb so<br />
bemerkenswert, weil sich an den offen ausgeschriebenen<br />
Titelkämpfen unter den insgesamt<br />
48 Teilnehmern (16 Damen, 32 Herren) 13 Spielerinnen<br />
und 18 Spieler aus ganz Deutschland<br />
befanden, die in der Deutschen Rangliste geführt<br />
werden.<br />
Im Damen-Einzel mit vier Spielerinnen aus<br />
den deutschen Top 100 machten dabei zwei<br />
noch sehr junge Berlinerinnen das Ende unter<br />
sich aus. Dabei erkämpfte sich - für alle überraschend<br />
- nicht die an Nummer eins gesetzte<br />
Franziska Sziedat (DR 57) sondern Adelina Krüger<br />
den Titel.<br />
Sie verdiente sich diesen Erfolg schon deshalb,<br />
weil sie sich als Nummer 247 der zum Zeitpunkt<br />
der Ostdeutschen Meisterschaften aktuellen<br />
deutschen Rangliste nach klaren Siegen gegen<br />
die knapp hinter ihr stehende Luise Sachs (DR<br />
268, Leipziger SC 1901) mit 6:4, 6:1 und Leony<br />
Deutschmann (DR 437, TC Orange-Weiß Friedrichshagen)<br />
mit 6:2, 6:4 im Halbfinale beim 5:7,<br />
6:0, 10:5 auch gegen Lena Greiner (TC Grün-<br />
Weiß Gifhorn) durchsetzte, die als Nummer 62<br />
des deutschen Rankings fast 200 Plätze vor ihr<br />
stand.<br />
Das rein Berliner Endspiel endete mit dem Abbruchsieg<br />
von Adelina Krüger. Nach dem von ihr<br />
mit 6:4 gewonnenen ersten Satz gab Franziska<br />
Sziedat (wohl auch mit Blick auf die nur drei Tage<br />
später in Essen beginnenden deutschen Jugendmeisterschaften)<br />
wegen Oberschenkelproblemen<br />
auf. Zuvor hatte sich Franziska Sziedat<br />
im Halbfinale gegen die 29-jährige Jessica Homberg<br />
(THC von Horn und Hamm/Hamburg), immerhin<br />
die Nummer 82 der deutschen Rangliste,<br />
mit 6:1, 7:6 durchgesetzt.<br />
Als bester Berliner kam Jesper Tull Freimuth (DR<br />
142) im Herren-Einzel mit Siegen gegen Florian<br />
Daffner (RC Sport Leipzig), Niclas Fleischhauer<br />
(Siemens TK Blau-Gold) und Mareno Heinecke<br />
(TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz) bis ins Halbfinale.<br />
Dort wurde er von Christian Braun (TV Süd<br />
Bremen) mit 6:4, 6:3 gestoppt.<br />
Den Titel erkämpfte mit der topgesetzte Christian<br />
Haupt (TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz), der<br />
ohne Satzverlust blieb und im Endspiel Christian<br />
Braun mit 6:3, 6:4 bezwang.<br />
Für den 32jährigen sächsischen Tennis-Rekordmeister<br />
war dieser Turniersieg einer der letzten,<br />
den er als Dresdner errang. Denn Haupt,<br />
der die A-Trainer-Lizenz besitzt, verlässt mit Abschluss<br />
der Wintersaison den TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz,<br />
dem er 16 Jahre ununterbrochen<br />
angehörte.<br />
Er wechselt an den Bodensee. Beim TC Friedrichshafen<br />
wird er als Trainer tätig, will aber<br />
auch weiter als Aktiver an Turnieren teilnehmen<br />
und für seinen neuen Verein Punktspiele<br />
bestreiten.<br />
Rolf Becker<br />
Fotos: Bernd Prawitz<br />
40<br />
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41
Tennis national<br />
Nachrichten<br />
Fed Cup<br />
Mit zwei Neulingen nach Hawaii<br />
Das Porsche Team Deutschland wird die schwierige<br />
Fed Cup Auswärtspartie gegen die USA in<br />
Hawaii mit Laura Siegemund, Andrea Petkovic,<br />
Julia Görges und Carina Witthöft bestreiten.<br />
Teamchefin Barbara Rittner setzt damit für<br />
die Erstrundenbegegnung auf eine Mischung<br />
aus Routiniers und Spielerinnen, die in Lahaina<br />
auf der Insel Maui ihr Debüt feiern. Kerber hatte<br />
schon vor den Australien Open wegen zu großer<br />
Belastung und anderer Turniere abgesagt. Aus<br />
gleichem Grund verzichtet Rittner nach der langen<br />
Krankheit 2016 auch auf Mona Bartel.<br />
Angelique Kerber wird als “Sportlerin des Jahres” geehrt…<br />
Auszeichnungen<br />
Viele Ehrungen für Tennis-Queen Angelique<br />
Kerber<br />
Die Wahl zur Sportlerin des Jahres krönte für Angelique<br />
Kerber ein Traumjahr. Sie wurde mit großem<br />
abstand von mehr als 3 000 Sportjournalisten<br />
auf einer Gala mit 750 Gästen im Kurhaus<br />
von Baden-Baden geehrt: Kerber ist die erste<br />
Tennisspielerin seit Steffi Graf, der diese Ehre<br />
1999 zuteil wurde. - Die ITF kürte sie als World<br />
Champion 2016. - In der Kategorie Sport erhielt<br />
Kerber in Berlin ein Bambi.„Es ist eine riesengroße<br />
Ehre, hier heute stehen zu dürfen. Vor einem<br />
Jahr saß ich noch zuhause und habe vor mich<br />
hingeträumt. Jetzt stehe ich hier 12 Monate später<br />
mit dem Bambi in der Hand“, so die 28-Jährige<br />
in ihrer Dankesrede. Stunden zuvor hatte sie<br />
US-Präsident Barack Obama getroffen.<br />
…und trifft Barack Obama<br />
WTA<br />
Traum-Besetzung beim Porsche Grand Prix<br />
Beim 40. Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart<br />
(22. bis 30. April) werden sieben Top-10-Spielerinnen<br />
aufschlagen. Angeführt wird die Elite des<br />
Damentennis von Angelique Kerber. Die Nummer<br />
eins der Welt geht auf Rekordjagd und will<br />
das Stuttgarter Traditionsturnier als erste deutsche<br />
Spielerin zum dritten Mal gewinnen. „Stuttgart<br />
ist mein Heimturnier. Ich freue mich auf die<br />
ganz besondere Atmosphäre und das fantastische<br />
Publikum“, sagt die Titelverteidigerin. Auch<br />
Dominika Cibulkova (SVK), Agnieszka Radwanska<br />
(POL), Simona Halep (ROU) und Svetlana Kuznetsova<br />
(RUS) und die “Aufsteigerinnen des Jahres<br />
2016, Karolina Pliskova (CZE), Madison Keys<br />
(USA) und Paris-Siegerin Garbine Muguruza<br />
(ESP) werden aufschlagen. Maria Sharapova will<br />
in Stuttgat nach 15 ;onaten Dopingsperre ihr<br />
Comeback feiern.<br />
„Wir freuen uns, wieder ein Starterfeld von absolutem<br />
Grand Slam-Niveau präsentieren zu können“,<br />
sagt Turnierdirektor Markus Günthardt.<br />
Maria Sharapova, die wegen Dopings 15 Monate<br />
gesperrt war, will in Stuttgart ihr Comeback<br />
feiern.<br />
WTA<br />
Görges und Beck schlagen in Nürnberg auf<br />
Julia Görges (WTA 56) aus Bad Oldesloe wird<br />
beim WTA-Turnier in Nürnberg (20. bis 27. Mai)<br />
an den Start gehen. „Ich werde alles geben, um<br />
als erste Deutsche in Nürnberg den Titel zu gewinnen“,<br />
sagte Görges, die 2011 beim Turnier in<br />
Stuttgart triumphiert hatte.<br />
Die Fed Cup-Spielerin hatte 2016 beim Nürnberger<br />
Versicherungscup das Halbfinale erreicht.<br />
Dort musste sie sich der späteren Siegerin Kiki<br />
Bertens (NDL) geschlagen geben. Auch Porsche<br />
Team Deutschland-Spielerin Annika Beck (WTA<br />
53) hat gemeldet.<br />
DTB<br />
Zusammenarbeit verlängert und neue<br />
Partner für den DTB<br />
Der Deutsche Tennis Bund (DTB) und die Nürnberger<br />
Versicherung verlängern ihre Zusammenarbeit.<br />
Das Traditionsunternehmen aus<br />
Franken ist für drei weitere Jahre Offizieller Versicherer<br />
des Deutschen Tennis Bundes und Premiumpartner<br />
des Spielerportals mybigpoint.<br />
Auch das IT-Unternehmen Brandt & Partner verlängerte<br />
seinen Vertrag mit dem DTB bis 2018,<br />
wird als „Offizieller Förderer”das Talentteam der<br />
Herren unterstützen.<br />
Eine umfangreiche Kooperation schloss der<br />
DTB auch mit Tennis Point AB, dem europaweit<br />
führenden Multi-Channel Retailer im<br />
Tennisbereich.Tennis-Point wird als „Nationaler<br />
Tennis-Shop-Partner“ und exklusiver strategischer<br />
Vertriebspartner sowohl den Dachverband<br />
als auch die Tennis Deutschland Service<br />
GmbH (TDS) mit dem Spielerportal mybigpoint<br />
unterstützen.<br />
Katharina Hobgarski<br />
ITF-Tour<br />
Hobgarski siegt in Tunesien<br />
Katharina Hobgarski (BASF TC Ludwigshafen)<br />
hat sich im tunesischen Hammamet im November<br />
in Topform präsentiert und drei mit je<br />
10.000 US-Dollar dotierte Sandplatzturniere gewonnen.<br />
Die 19-Jährige aus dem Porsche Talent<br />
Team Deutschland durfte sich damit über insgesamt<br />
acht ITF-Titel freuen. Hobgarski, gegenwärtig<br />
auf Position 334 der Weltrangliste, musste<br />
im letzten der Turniere (21. bis 27. November)<br />
als Topfavoritin jedoch zweimal über drei Sätze<br />
gehen. Im Endspiel besiegte sie Gaia Sanesi (ITA)<br />
souverän mit 6:1, 7:5.<br />
ITF-Tour<br />
Deutsch-deutsche Finals<br />
In Sharm El Sheikh/Ägypten setzte sich die an<br />
acht gereihte Sarah-Rebecca Sekulic gegen<br />
die Nummer eins des 10.000er-Turniers, Julia<br />
Wachaczyk, mit 7:6 (8), 6:4 durch und sicherte<br />
sich ihren zweiten ITF-Einzeltitel. Wachaczyk<br />
schlug dafür im Doppel zu: Mit Barbara Bonic<br />
(TV Frohnau) besiegte sie das Duo Elena-Teodora<br />
Cadar/Britt Geukens mit 7:5, 4:6 und 10:6.<br />
Bis ins Finale des mit 25.000 US-Dollar dotierten<br />
Future-Turniers in Zawada/Polen ging es für<br />
Laura Schaeder (TEC Waldau Stuttgart). Sie hatte<br />
im Halbfinale die topgesetzte Lesley Kerkhove<br />
mit 4:6, 7:6 (6), 7:5 ausgeschaltet. Im Finale<br />
zog sie gegen Quirine Lemoine dann jedoch<br />
mit 6:3, 4:6, 5:7 den Kürzeren. Trost für Schaeder:<br />
neues Höchstranking um Platz 320.<br />
Knapp am Sieg vorbeigeschrammt ist Daniel<br />
Altmaier beim mit 10.000 US-Dollar dotierten<br />
Future in Meshref/Kuwait. Der 18-Jährige Kempener<br />
unterlag im Finale seinem Doppelpartner,<br />
Wimbledon-Wundermann Marcus Willis, mit<br />
3:6, 6:7 (8). Im Doppel hatten beide Roy Sarut de<br />
Valk/Ronan Joncour mit 6:1, 6:1 besiegt.<br />
42<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Tennis national<br />
ITF-Tour<br />
Siemers im Halbfinale<br />
Die deutsche Nachwuchshoffnung Irina Cantos<br />
Siemers hat bei den Eddie Herr International<br />
Junior Championships in der IMG Academy<br />
von Nick Bollettieri einen großen Erfolg gefeiert.<br />
Die 16-Jährige aus dem Porsche Talent Team<br />
Deutschland unterlag erst im Halbfinale der<br />
Russin Varvara Gracheva mit 2:6, 2:6. In Runde<br />
zwei des 64er-Felds hatte die ungesetzte Cantos<br />
Siemers, als Nummer 77 der Juniorinnen-Rangliste<br />
beste deutsche Spielerin, die topgesetzte<br />
Xiyu Wang mit 6:3, 7:6 (4) geschlagen. Den Turniersieg<br />
holte Maria Lourdes Carle mit einem<br />
2:6, 7:5, 6:3-Sieg über Gracheva.<br />
Die Eddie Herr International Junior Championships<br />
sind ein Event der Kategorie Grade 1 und<br />
gelten mit mehr als 2 000 Teilnehmern aus über<br />
90 Ländern als Sprungbrett zur Profi-Tour. Frühere<br />
Sieger waren unter anderem Andy Roddick,<br />
Dominic Thiem, David Nalbandian, Ivan<br />
Ljubicic, Anna Kournikova, Ana Ivanovic, Dominika<br />
Cibulkova und Eugenie Bouchard.<br />
(DR 115, TC Grün-Weiß Nikolassee), ebenfalls in<br />
der Runde der letzten vier, musste sich überraschend<br />
der Hamburgerin Alissia Gleixner (Club<br />
an der Alster) mit 5:7, 5:7 beugen.<br />
Rolf Becker<br />
ITF, 1. CLTK Cup, Prag<br />
Robert Strombach gewinnt Doppel<br />
Mit seinem einheimischen Partner Dominik<br />
Kripsky spielte sich Robert Strombach (LTTC<br />
“Rot-Weiß”) beim Grade 4-Jugendturnier in der<br />
tschechischen Hauptstadt (25. bis 20. Januar)<br />
bis ins Finale. Dort besiegten sie die Paarung Aidan<br />
Mchugh/Hamisch Stewart (beide GBR) in einem<br />
spannenden Match 6:2, 3:6, 10:8. Im Einzel<br />
war Strombach im Viertelfinale ausgeschieden.<br />
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Finalist Jesper Tull Freimuth (TC 1899 Blau-Weiss)<br />
<br />
© Antonia Preißler-Szelig<br />
1.Dresdner Silvester-Cup<br />
Gute Plätze, aber kein Sieg<br />
Beim 1. Dresdner Silvester-Cup war der TVBB<br />
mit mehreren jungen Spielern vertreten. Im<br />
Herren-Einzel kam Jesper Tull Freimuth (DR<br />
142, TC 1899 Blau-Weiss) durch einen 2:6, 6:2,<br />
10:4-Halbfinalsieg im “Talentetreffen” gegen Nino<br />
Ehrenschneider (DR 338, LTTC “Rot-Weiß”)<br />
ins Endspiel. Sein Gegner: Sachsens 32-jähriger<br />
Rekordmeister Christian Haupt (DR 106, Blau-<br />
Weiß Dresden-Blasewitz), zuvor 6:0, 6:3-Sieger<br />
über die Berliner Francesco Iaccarino (Siemens<br />
TK Blau-Gold) und Felix Dippner (TC 1899 Blau-<br />
Weiss) sowie in der Vorschlussrunde knapper<br />
Sieger (6:2, 7:6) über den Berliner Adrian Engel<br />
(TC SCC). Engel hatte im Tie-Break des zweiten<br />
Durchgangs sogar einen Satzball. Das Finale gegen<br />
den indisponierten Jesper Tull Freimuth gewann<br />
Haupt mit 6:4, 6:1.<br />
Bei den Damen wurde die topgesetzte Juliane<br />
Triebe (DR 49, BSV 1892) im Halbfinale von der<br />
erst 16-jährigen, späteren Siegerin Celine Fritsch<br />
(DR 153, BTV) mit 2:6, 3:6 gestoppt. Nadja Meier<br />
Georg Eduard Israelan (l., Lübeck) und Carl Labitzke<br />
<br />
© Barbara Labitzke<br />
Tennis Europe, Paris: Open International de la Ville<br />
de Boulogne-Bittancourt<br />
Carl Labitzke im Doppel-Finale von Paris<br />
Die Konkurrenz in Paris (Kategorie 3) war stark.<br />
Doch der Berliner Carl Labitzke (DR U12 52,<br />
Hermsdorfer SC) spielte sich an der Seite seines<br />
Partners Georg Eduard Israelan (DR U12 37, Lübecker<br />
BV Phönix/SLH), im Dezember auch Sieger<br />
in der U14 eines Schwapp-Turniers in Fürstenwalde,<br />
bis ins Finale des 32-er Feldes im<br />
Doppel der U12.<br />
Nach einer Rast besiegten die beiden drei französische<br />
Paare, mussten in zwei Begegnungen<br />
in den Match-Tie-Break.<br />
Im Finale trafen die Deutschen auf Jannis Fernandes/Tiago<br />
Pires Antonio (FRA). Labitzke/Israelan<br />
gewannen Satz eins mit 6:1. Doch die Franzosen<br />
konterten, holten sich Satz zwei mit 6:4.<br />
Sie gewannen auch den Match-Tie-Break mit<br />
10:5.<br />
Chemitz/Oberwiesenthal: 19. Offene Sächsische<br />
Ski- und Tennismeisterschaften<br />
Zwei Wespen gewinnen<br />
Bei den 19. Offenen Ski- und Tennismeisterschaften<br />
in Chemnitz und Oberwiesenthal (89<br />
Teilnehmer) trugen sich zwei TVBB-Vertreter in<br />
die Siegerlisten ein: Evamarie (Da 60) und Prof.<br />
Dr. Peter Walschburger (beide SV Zehlendorfer<br />
Wespen) erwiesen sich auf Court und Riesenslalom-Piste<br />
als Beste ihrer Ak.<br />
Zusammenstellung: Bernd Prawitz<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
43
Tennis national<br />
NTV, Sportpark Isernhagen: Orange-/Green-Cup U9/U10 der Nordverbände<br />
TVBB-Kids überzeugen<br />
Am 19. und 20. November 2016 hat<br />
der Niedersächsische Tennisverband<br />
(NTV) den Orange- und Green-<br />
Cup U9/U10 als Mannschaftswettkampf<br />
ausgetragen. Eingeladen<br />
waren die Tennis-Verbände Berlin-<br />
Brandenburg (TVBB), Schleswig-<br />
Holstein (SLH), Nord-West (NWE)<br />
und Hamburg (HAM) mit jeweils einer<br />
2-er Mannschaft pro Altersklasse<br />
und Konkurrenz. Gastgeber NTV<br />
durfte mit zwei Mannschaften je Altersklasse<br />
antreten.<br />
Der TVBB war in der Altersklasse U9 bei den<br />
Mädchen mit Nastasija Nesterovic (Grunewald<br />
TC) und Zora König (SV Zehlendorfer Wespen)<br />
und bei den Jungen mit Carl Radtke (LTTC “Rot-<br />
Weiß”) und Friedrich Stoll (TC Tiergarten) angetreten.<br />
In der Altersklasse U10 haben bei den<br />
Mädchen Friederike Dobrott (Grunewald TC)<br />
und Jolina Meyer (SV Zehlendorfer Wespen) und<br />
bei den Jungen Matteo Kelch (TC Grün-Weiß<br />
Bergfelde) und Joshua Ledermann (TC 1899<br />
Blau-Weiß) unseren Verband vertreten.<br />
Die Wettkämpfe wurden auf Zeit mit zwei Einzeln<br />
und je einem Doppel ausgetragen, wodurch<br />
der vorab versandte Zeitplan auf die Minute<br />
eingehalten werden konnte.<br />
Alle Kinder spielten ihre Matches in der Halle<br />
des Sportparks Isernhagen unter Ausschluss der<br />
Eltern, die jedoch durch die zahlreichen Fenster<br />
einen guten Blick auf ihren Nachwuchs hatten.<br />
Die Landes- und Verbandstrainer der teilnehmenden<br />
Verbände durften auch während der<br />
Matches in die Halle, um die Kinder zu beobachten<br />
und in der Satzpause zu coachen - wie beim<br />
Davis Cup.<br />
Das erfolgreiche TVVB-Team (v.l.):, Friedrich Stoll, Matteo Kelch, Joshua Ledermann, Carl Radtke,<br />
Friederike Dobrott, Jolina Meyer, Nastasija Nesterovic und Zora König<br />
Die Berliner starteten erfolgreich in die Gruppenspiele.<br />
Beide U9-Mannschaften konnten<br />
sich für das Finale qualifizieren. Carl und Friedrich<br />
gewannen mit 11,5 von 12 möglichen Sätzen<br />
souverän ihre Gruppe. Nastasija und Zora<br />
gestalteten ihre Gruppe ein wenig knapper und<br />
gewannen mit 7 Sätzen dennoch beide Spiele.<br />
Die U10-Mannschaften konnten die Gruppenspiele<br />
als jeweils als Zweite abschließen und somit<br />
am Finaltag um Platz 3 und 4 kämpfen.<br />
Am Finaltag mussten sich unsere Mädchen in<br />
der U10 leider knapp mit 3,5 zu 2,5 Sätzen dem<br />
TVSH geschlagen geben. Den Sieg machte der<br />
NTV unter seinen beiden Mannschaften aus. Bei<br />
den Jungen konnte sich der TVBB mit einem 4:2<br />
nach Sätzen gegen den NTV 2 durchsetzen und<br />
den 3. Platz sichern. Gewinner der Jungen U10<br />
wurde der Hamburger TV mit einem 4:2-Erfolg<br />
gegen den TVSH.<br />
In der Altersklasse U9 dominierten die Kinder<br />
aus dem TVBB den Midcourt. Bei den Mädchen<br />
setzte sich der TVBB mit 4:2 im Finale gegen den<br />
TVSH durch und holte sich verdient den Titel.<br />
Die Jungs gestalteten den Finaltag noch souveräner<br />
und konnten hier auch dem TVSH die Stirn<br />
bieten. Mit einem deutlichen 6:0 schlossen Carl<br />
und Friedrich ihre Midcourt Saison ab.<br />
Unsere TVBB-Kids haben beim Orange- und<br />
Green-Cup der Nordverbände 2016 durch tollen<br />
Einsatz und hervorragende Leistungen vollends<br />
überzeugt. Mit zwei ersten Plätzen und einem<br />
3. und 4. Platz stellte der TVBB auch die erfolgreichste<br />
Mannschaft. Gratulation an das gesamte<br />
Team!<br />
Text und Foto: Jan Sierleja, Verbandstrainer<br />
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44<br />
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Tennis national<br />
Friedrich Stoll (Mitte, TC Tiergarten) siegte in der U9<br />
Zora König (Mitte, Zehlendorfer Wespe), Beste in der U9<br />
STV, Leipzig: DTB Ost-Masters U9/U10<br />
Zora König und Friedrich Stoll holen Titel<br />
Beim DTB Ost-Masters in Leipzig<br />
spielen die besten Nachwuchsspieler<br />
der neuen Bundesländer um<br />
den Titel in der U9 (Midcourt, orange<br />
Bälle) und U10 (Großfeld, grüne<br />
Bälle). Der TVBB konnte acht Starter<br />
nach Sachsen schicken, die sich<br />
und den TVBB hervorragend (re-)<br />
präsentierten. Fünf Matches hatten<br />
alle, jedes Match wurde auf zwei<br />
Gewinnsätze ab 2:2 gespielt, der 3.<br />
Satz als Match-Tie-Break. Zusammen<br />
konnten 27 Siege bei neun Niederlagen<br />
(und zwei verbandsinternen<br />
Duellen) eingefahren werden,<br />
sieben von acht Startern erreichten<br />
das Halbfinale.<br />
In der U9 gewannen bei den Mädchen Zora König<br />
(SV Zehlendorfer Wespen) und Sophie Ginko<br />
(Lichtenrade) sowohl ihre Gruppenspiele als<br />
auch die Halbfinals, so dass es zu einem reinen<br />
TVBB-Finale kam: Zora gewann den Turniertitel<br />
souverän mit 6:4, 6:3.<br />
Bei den Jungs setzte sich Friedrich Stoll (TC Tiergarten)<br />
in den Gruppenspielen mit nur vier abgegebenen<br />
Spielen durch. In der anderen Gruppe<br />
musste sich Miguel Bretag (BTC Grün-Gold)<br />
einmal geschlagen geben, so dass es im Überkreuz-Halbfinale<br />
zum TVBB-Duell kam: In einem<br />
spannenden Spiel gewann Friedrich mit 6:2, 3:6,<br />
10:8 und auch im Finale setzte er sich gegen<br />
Niels McDonald (Schwerin) mit 6:2, 6:4 durch.<br />
Miguel musste sich im Spiel um Platz 3 leider<br />
geschlagen geben, spielte aber trotzdem ein<br />
tolles Turnier und hat zudem sicherlich den Fair-<br />
Play-Preis des Turniers verdient.<br />
Bei den U10-Mädchen musste sich Anouk van<br />
Riesen (TC 1899 Blau-Weiss) in der Gruppe mit<br />
Platz drei benügen und gewann aber am Ende<br />
das Spiel um Platz 5 deutlich. Nastasija Nesterovic<br />
(Grunewald TC), die genau wie Anouk eigentlich<br />
noch in der U9 hätte starten können,<br />
machte es besser und zog ins Finale ein: Gegen<br />
Clara-Marie Schön (Dresden) war der Akku dann<br />
leider leer: 3:6, 2:6 - Vizemeisterchaft.<br />
In der U10 der Jungs gingen Matteo Kelch<br />
(Spok) und Carl Radtke (LTTC „Rot-Weiß“) an<br />
den Start. Matteo schaffte als Gruppenzweiter<br />
mit zwei starken Siegen den Halbfinaleinzug<br />
und gewann dort nach gutem Fight mit 6:7, 7:5,<br />
10:6. Auch Carl erkämpfte sich als Jahrgangsjüngerer<br />
den Halbfinaleinzug. In zwei Gruppenspielen<br />
gab es spannende Match-Tie-Breaks zu<br />
sehen. Nach einer Niederlage im zweiten Match<br />
ging es um Platz zwei in der Gruppe: Killian<br />
Müller aus Dresden und Carl zeigten die besten<br />
Ballwechsel des Tages und am Ende konnte<br />
Carl nach langem und tollen Kampf mit 10:5 im<br />
Die TVBB-Platzierungen in der Übersicht:<br />
Sieger: Zora König, Friedrich Stoll<br />
Vizemeister: Sophie Ginko, Nastasija Nesterovic,<br />
Matteo Kelch<br />
Dritter: Carl Radtke<br />
Vierter: Miguel Bretag<br />
Fünfte: Anouk van Riesen<br />
Match-Tie-Break gewinnen. Auch im Halbfinale<br />
wieder“Elfmeterschießen“, diesmal mit besserem<br />
Ende für den Gegner. Nikolai Barsukov (TV<br />
Machern/STV) konnte anschließend auch im Finale<br />
gegen Matteo wie schon im Gruppenspiel<br />
gewinnen. Carl gewann das Spiel um Platz 3 -<br />
wieder einmal im Match-Tie-Break.<br />
Roland Goering, Jüngstenreferent des TVBB<br />
Fotos: Peter Janosi, STV<br />
Anzeige<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
45
TVBB Sport<br />
Herren 30: Roman Tennert (TC Grün-Weiß Baumschulenweg) - Finalsieg über<br />
Benjamin Kunkel (HSC)<br />
Herren 40: Im Match-Tie-Break zum Meistertitel - Björn Maas (TC Grün-Weiß<br />
Lankwitz)<br />
TVBB: 34. Hallenverbandsmeisterschaften <strong>2017</strong> der Seniorinnen und Senioren<br />
Nur zwei Vorjahressieger verteidigen ihre Titel<br />
Das 34. Senioren-Championat des TVBB in der Halle war eins der guten in<br />
der Geschichte dieser Meisterschaften. Darin waren sich nach neun Tagen<br />
(28.Januar bis 5.Februar) so ziemlich alle Beteiligten einig. Es gab eine gute<br />
Resonanz mit hohen Meldezahlen, die in etwa den Standard des Vorjahres<br />
hatten, und in den meisten Altersklassen auch gutklassigen, spannenden<br />
Sport. Dabei war unübersehbar, dass sich Quantität und Qualität oft<br />
bedingten: Je mehr Racket-Herren oder -Damen am Start waren, umso besser<br />
war in der Regel auch das, was geboten wurde.<br />
Für die Damenkonkurrenzen gab es erneut<br />
deutlich weniger Meldungen als beim „starken<br />
Geschlecht“. Statt auf neun Einzelwettbewerbe<br />
von den 30-ern bis zu den 75-ern brachten<br />
es die Damen nur auf drei (AK 40/7 Meldungen,<br />
AK 50/15, AK 60/5), Doppel und Mixed fanden<br />
gar nicht statt. Bei den Herren waren die 60-er<br />
(31 Meldungen) am besten besetzt, gefolgt von<br />
den 50-ern (29), 55-ern und 30-ern (je 27). Die<br />
60-er waren auch bei den Doppeln mit 22 Paaren<br />
vorn, weil dort viele zum Schläger griffen,<br />
die nur in diesem Wettbewerb antraten<br />
Was den Aktiven und auch Seniorenreferent<br />
Uwe Kroedler auf der Seele lag, waren – wie<br />
Die Finals im Überblick<br />
He30 Roman Tennert (TC GW Baumschulenweg) - Benjamin Kunkel (Hermsdorfer SC) 6:2, 7:5<br />
He40 Björn Maas (TC GW Lankwitz) – Robin Schönherr (TC RW Großbeeren) 2:6, 6:3, 10:2<br />
He45 Martin Melchior (BTTC GW) – Sascha Plambeck (TC SCC) 6:2, 3:6, 10:7<br />
He50 Guido Schiller (TC GW Lankwitz) – Guido Schulz (LTTC "Rot-Weiß") o.Sp.<br />
He55 Pierre Quaglia (Grunewald TC) - Martin Groeger (TC Tiergarten) 6:4, 6:2<br />
He60 Jörgen Jacobs (TC 1899 Blau-Weiss) – Gerd Hekele (BSV 1892) 6:0, 6:0<br />
He65 Peter Petersen (TV Frohnau) – Niels Auhagen (TV Frohnau) 6:4, 6:2<br />
He70 Klaus Müller-Boesser (TC 1899 Blau-Weiss) – Burghard Müller (TC Treptower Teufel) 6:2, 7:6<br />
He75 Hanspeter Rabe (TC Tiergarten) – Hans-Jürgen Kretzschmar (LTTC "Rot-Weiß") 6:1 ,6:1<br />
Da40 Anne Kröger (SV Zehlendorfer Wespen) – Olga Kovalevska (BSV 1892) 6:3, 6:4<br />
Da50 Susanne Boesser (TC 1899 Blau-Weiss) – Corinna Kuhr-Korolev (TC SCC) 6:1, 6:0<br />
Da60 1. Ute Mattausch (TV Strauß Strausberg), 2. Sylvia Treibmann (TC Lichtenrade GW) (RR)<br />
HDo50 Pressel/Ladkau (FV Tennis) - Brall/Böttcher (TC Wilmersdorf) 7:6, 2:6, 10:5<br />
HDo60 Hekele/Vartanov (BSV 1892) – Jacobs/Auhagen (TC 1899 /TV Frohnau) 6:2, 6:7, 10:8<br />
schon im Vorjahr moniert - die verschiedenen<br />
Bodenbeläge, auf denen auf der Anlage des BSV<br />
1892/BSC/TC Wilmersdorf und im TVBB-Landesleistungszentrum<br />
am Hüttenweg gespielt werden<br />
musste. „Das ist natürlich alles andere als<br />
ideal, und wir müssen Lösungen finden, dass alle<br />
Matches auf einheitlichen Böden absolviert<br />
werden können“, sagte Kroedler.<br />
Einige bekannte Namen fehlten,<br />
doch Klasse war vorhanden<br />
Wie bei den Bestenermittlungen der Jungsenioren-,<br />
Senioren- und der „ganz reifen“ Jahrgänge<br />
üblich, gab es trotz beachtlicher Meldezahlen<br />
auch einige fehlende bekannte Namen. Zum einen<br />
ist das durch die parallelen Schulferien bedingt,<br />
die tennisspielende Mütter und Väter oft<br />
für Skiurlaube mit ihren Kindern nutzen, andere<br />
fielen durch Krankheit oder Verletzungen aus.<br />
Genug Klasse aber war allemal vorhanden.<br />
Neun Einzelfinalisten von 2016 standen erneut<br />
in den Endspielen – nur zwei aber verteidigten<br />
den Titel. Bei Dauersiegerin Susanne Boesser (TC<br />
1899 Blau-Weiß), einstweilen 58 Jahre alt, überraschte<br />
das kaum. Sie ließ bei den Damen 50, bei<br />
denen die erkrankte Katrin Dippner fehlte, ihrer<br />
acht Jahre jüngeren ungesetzten Rivalin Corinna<br />
Kuhr-Korolev (TC SCC) beim 6:1, 6:0 nicht die<br />
Spur einer Chance. In ihren drei Turniermatches<br />
gab Boesser insgesamt nur vier Spiele ab.<br />
Der zweite Wiederholungstäter aus dem Vorjahr<br />
war Klaus Müller-Boesser (TC 1899 Blau-<br />
Weiß) bei den Herren 70, der einem Dacapo<br />
des 2016-Endspiels gegen den an eins gesetz-<br />
46<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
TVBB Sport<br />
Herren 45: Im Finale knapp die Nase vorn - Martin Melchior (BTTC Grün-Weiß)<br />
Herren 50: Seniorenreferent Uwe Kroedler (r.) gratuliert Guido Schiller - ohne Finale Meister<br />
ten Bernhard Nothnagel (TC Berolina Biesdorf)<br />
nur deshalb aus dem Weg ging, weil dieser in<br />
der Vorschlussrunde etwas überraschend gegen<br />
den ungesetzten Burghard Müller (TC Treptower<br />
Teufel) mit 5:7, 4:6 verlor. Müller-Boesser, an Position<br />
2 gesetzt, hatte den ersten Final-Satz klar<br />
mit 6:2 gewonnen. „Aber dann habe ich ein bisschen<br />
rumgedaddelt, ein paar Fehler gemacht,<br />
zugelassen, dass er wieder rankam“, gab der Sieger<br />
später zu.<br />
Im entscheidenden Moment aber schlug er wieder<br />
die härteren, genau platzierten Bälle, die<br />
Müller mit Laufbereitschaft nicht wettmachen<br />
konnte. Der anerkannte die Leistung des alten<br />
und neuen Meisters: „Ich musste so viele Stopps<br />
erlaufen, dass irgendwann der Akku ziemlich<br />
leer war. Kommt man einmal ins Hecheln, dann<br />
ist auch die Konzentration weg. Schon mein<br />
Match gegen Nothnagel hatte ja drei Stunden<br />
gedauert.“<br />
Championat mit internationalem Flair<br />
Auch an internationalem Flair, für das in TVBB-<br />
Vereinen aktive Ausländer sorgten, war kein<br />
Mangel. Alfred Krüger, seit Ewigkeiten organisatorische<br />
Seele des Turniers: „Wir hatten Männer<br />
und Frauen aus Dänemark, den Niederlanden,<br />
Polen, Ukraine, Frankreich, England, Italien,<br />
Schweden und der Schweiz auf den Feldern –<br />
wenn das nichts ist!“<br />
Einer aus dieser Schar durfte sich bei den Herren<br />
55 sogar als Sieger feiern lassen. Pierre<br />
Andre Quaglia (55), der aus der französischen<br />
Schweiz kommt, viele Jahre in Frankreich und<br />
Spanien zugebracht hat und nun in Berlin seine<br />
Wahlheimat hat, gewann das H55-Finale gegen<br />
Martin Groeger (TC Tiergarten), den H50-Zweiten<br />
des Vorjahres, mit 6:4. 6:2. Das Match hatte<br />
überraschend begonnen, denn Quaglia, 2016<br />
auch Berliner Meister im Freien, lag schnell 1:4<br />
zurück. „Das war ja nur ein Break und ich habe<br />
nicht an mir gezweifelt. Dann habe ich meinen<br />
Herren 55: Mit nur acht Spielverlusten zum Titel - Pierre Quaglia (Grunewald TC)<br />
Herren 60: Gewohnt souverän - Jörgen Jacobs (TC 1899 Blau-Weiss)<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 47
TVBB Sport<br />
Herren 65: Bester im 32-er Feld - Peter Petersen (TV Frohnau)<br />
Herren 70: Vorjahrestitel verteidigt - Klaus Müller-Boesser (TC 1899 Blau-Weiss)<br />
Rhythmus gefunden, und alles war gut“, erzählte<br />
er.<br />
Aus den weiteren Einzel-Finals hervorzuheben<br />
ist auf jeden Fall der Erfolg des 70-jährigen Jörgen<br />
Jacobs (TC 1899 Blau-Weiss) im 60-er Finale<br />
gegen den acht Jahre jüngeren Lokalmatador<br />
Gerd Hekele (BSV 1892), den er mit 6:0, 6:0 regelrecht<br />
demontierte. Jacobs: „Sich gegen die<br />
'Youngster' zu behaupten, das war eine echte<br />
Herausforderung. Darauf, die bestanden zu haben,<br />
bin ich stolz“, kommentierte er müde, aber<br />
glücklich seinen Auftritt.<br />
Um ein Haar hätte er diesem noch mit 65-Vize<br />
Niels Auhagen (TV Frohnau) im Doppel einen<br />
zweiten Titel hinzugefügt. Doch das BSV-Duo<br />
Hekele/Vartanov schaffte im entscheidenden<br />
Match-Tie-Break gegen die Favoriten ein 10:8<br />
und holte sich den Sieg. Hanspeter Rabe (Tiergarten)<br />
ließ im H75-Endspiel dem rot-weißen<br />
2016-Gewinner Hans-Jürgen Kretzschmar mit<br />
zweimal 6:1 keine Chance.<br />
Eng ging es in den drei unteren Herren-Klassen<br />
zu. Dabei drehte Roman Tennert (TC Grün-Weiß<br />
Baumschulenweg) mit 6:2, 7:5 gegen Benjamin<br />
Kunkel (Hermsdorfer SC) das Finalresultat<br />
aus dem Vorjahr um. Bei den 40-ern und 45-ern<br />
mussten Björn Maaß (TC Grün-Weiß Lankwitz)<br />
und Martin Melchior (BTTC Grün-Weiß) gegen<br />
Robin Schönherr (TV Großbeeren) und Sascha<br />
Plambeck (TC SCC) nach 1:1-Satzgleichstand jeweils<br />
in den Match-Tie-Break, um zu siegen.<br />
Bei den 45-ern sagte der topgesetzte Jens Thron<br />
(TC SCC) kurz vorm Turnier wegen Schulterproblemen<br />
ab. Titelverteidiger bei den Herren 50,<br />
Guido Schulz (LTTC Rot-Weiß), mit drei klaren<br />
Siegen fürs Endspiel qualifiziert, musste dieses<br />
wegen Krankheit quittieren und dem ebenfalls<br />
durchs Turnier marschierenden Lankwitzer Guido<br />
Schiller (drei Siege mit 6:0 Sätzen und 36:4<br />
Spielen) kampflos überlassen. - Anne Kröger<br />
(SV Zehlendorfer Wespen) gewann das Damen<br />
40-Finale gegen Olga Kovalevska,<br />
Klaus Weise<br />
Fotos: Andreas Springer<br />
Herren 75: Gab im Finale nur zwei Spiele ab - Hanspeter Rabe (TC Tiergarten)<br />
Damen 50: Dauersiegerin Susanne Boesser (TC 1899 Blau-Weiss) war klar überlegen<br />
48<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
TVBB Sport<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 49
TVBB Sport<br />
DTB-Aktion<br />
Deutschland spielt Tennis - und sogar länger<br />
Bei der elften Auflage der Saisoneröffnung<br />
wartet eine spannende<br />
Neuerung auf die teilnehmenden<br />
Clubs: Denn anstelle eines festgelegten<br />
Termins Ende April hat der<br />
Deutsche Tennis Bund nun erstmals<br />
einen einmonatigen Aktionszeitraum<br />
– vom 22. April bis zum 21.<br />
Mai <strong>2017</strong> – vorgesehen. Die Anmeldung<br />
ist bis zum 7. April <strong>2017</strong> über<br />
das Onlineportal www.deutschlandspielttennis.de<br />
möglich.<br />
Damit soll den Vereinen die Chance eröffnet<br />
werden, ihren Saisonauftakt deutlich flexibler<br />
und nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten.<br />
„Termine für<br />
Mannschaftsspiele oder die Furcht vor den bekannten<br />
Wetterkapriolen im April sind nun kein<br />
Teilnahmehindernis mehr“, erklärte der für das<br />
Ressort Sportentwicklung zuständige DTB-<br />
Vizepräsident Reiner Beushausen. „Wir glauben,<br />
durch die Ausweitung von einem Aktionswochenende<br />
auf einen Aktionszeitraum<br />
künftig noch mehr Vereine zu einer Anmeldung<br />
bei ‚Deutschland spielt Tennis!‘ zu motivieren.“<br />
Tolle Preise für Vereine<br />
Auftakt und Höhepunkt bildet das Wochenende<br />
am 22. und 23. April <strong>2017</strong>. Alle teilnehmenden<br />
Vereine erhalten wie gewohnt umfangreiche<br />
Materialien und Tipps zur Organisation und<br />
Bewerbung ihrer Saisoneröffnung – und können<br />
dazu noch tolle Preise gewinnen! Wie es<br />
funktioniert? Wer sich erfolgreich für „Deutschland<br />
spielt Tennis!“ registriert<br />
hat, nimmt automatisch<br />
an der<br />
großen Vereinsverlosung<br />
presented by<br />
Tennis-Point teil. Bei<br />
diesem nationalen<br />
Gewinnspiel,<br />
das bis zum 7. April<br />
<strong>2017</strong> läuft, werden<br />
sage und schreibe 200 Preispakete mit Artikeln<br />
von Tennis-Point, Wilson, Erima, talentinos, der<br />
Nürnberger Versicherungsgruppe, Tennisgate<br />
und #LebeDeinTennis vergeben.<br />
Den Hauptpreis bildet die Verlosung von vier<br />
Ausstattungen für einen gelungenen Aktionstag<br />
– presented by Tennis-Point. Der neue Projektpartner<br />
von „Deutschland spielt Tennis!“<br />
schickt sein brandneues Roadshow-Mobil auf<br />
die Reise zu den vier glücklichen Gewinnervereinen.<br />
Neben exklusiven Tennisartikeln hält<br />
es unzählige Überraschungen wie Besaitungsworkshops<br />
und Gewinnspiele bereit. Dazu beinhaltet<br />
jedes der vier Aktionspakete weitere tolle<br />
Preise wie Gutscheine für den DTB Online-Campus,<br />
kostenfreie talentino-Premiummitgliedschaften<br />
oder Tennisplatzblenden.<br />
Auch Besucher sollen profitieren<br />
Damit auch die „Deutschland spielt Tennis!“-Besucher<br />
profitieren können,<br />
wird in diesem Jahr<br />
das sogenannte<br />
Besuchermodul<br />
eingeführt, ein nationales<br />
Gewinnspiel<br />
für die Gäste<br />
der Saisoneröffnung in den teilnehmenden<br />
Vereinen. Dort werden über das „Deutschland<br />
spielt Tennis!“-Vereinspaket jeweils 200 Gewinnspielkarten<br />
an die Clubs verteilt. Diese können<br />
dann am Aktionstag an die Besucher ausgegeben<br />
werden. Im Lostopf sind neben je einem<br />
7-tägigen Aufenthalt im Robinson Club Agadir<br />
in Marokko und im Hotel Tannenhof im Allgäu<br />
unter anderem auch 60 x 2 Eintrittskarten für eine<br />
Begegnung der 1. Tennis-Point Bundesliga<br />
der Herren sowie Sachpreise von Wilson.<br />
Weitere Informationen zu „Deutschland spielt<br />
Tennis!“unter www.deutschlandspielttennis.de.<br />
Seniorentennis<br />
Drei neue Turniere für die größte Altersgruppe im TVBB<br />
Der TVBB erweitert sein Turnierangebot für Senioren - mit zwei IT-Events<br />
sogar ins Internationale. Darüber und welche Stellung die “Alten” in unserem<br />
Verband haben, sprach <strong>matchball</strong> mit Seniorenreferent Uwe Kroedler<br />
(66 Jahre, SV Zehlendorfer Wespen).<br />
TVBB-Seniorenreferent Uwe Kroedler<br />
<br />
© Andreas Springer<br />
Seit wann sind Sie selbst aktiver Tennisspieler,<br />
in welcher Mannschaft/Klasse schlagen Sie bei<br />
den Medenspielen auf?<br />
Uwe Kroedler: “Alles begann in meiner Heimatstadt<br />
Braunschweig, als ich mich als Schüler<br />
1964 dem Tennissport verschrieben habe;<br />
seitdem spiele ich in den unterschiedlichsten<br />
Mannschaften, zur Zeit bin ich aktiv bei den<br />
Zehlendorfer Wespen in der Verbandsoberliga-<br />
Mannschaft der 65-er.”<br />
Welchen Stellenwert haben die Senioren in unserem<br />
Verband? Wie viele „Alte“ greifen in den<br />
Tennisvereinen von Berlin und Brandenburg regelmäßig<br />
zum Schläger?<br />
Uwe Kroedler: “Die Senioren(innen) stellen in<br />
unserem Verband die weitaus größte Gruppe.<br />
Wir haben gut 40 000 Mitglieder im TVBB, davon<br />
etwa 26 000 Senioren, die regelmäßig spielen.<br />
In Mannschaften schlagen etwa 16 000<br />
auf.”<br />
Welche Altersklasse ist am stärksten vertreten?<br />
Uwe Kroedler: “Die Damen und Herren 40 sind<br />
die am stärksten vertretene Altersklasse. Doch<br />
rücken die älteren Jahrgänge der 60-er und 65-<br />
er mächtig nach.”<br />
In welchen Ligen spielen die meisten Senioren?<br />
Uwe Kroedler: “Die Verbandsspielstruktur ist<br />
pyramidenförmig nach Leistungsstärke aufgebaut.<br />
Zwangsläufig spielen die meisten Senioren<br />
in unteren Ligen. Nach oben hin verjüngt<br />
sich naturgemäß die Pyramide, sodass es in<br />
Verbandsoberligen und Meisterschaftsklassen<br />
weniger Mannschaften gibt.”<br />
50<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Die erfolgreichsten Mannschaften sind …?<br />
Uwe Kroedler: “Die größten Clubs und Vereine<br />
haben natürlich die meisten Mannschaften, so<br />
dass sich der Erfolg zumeist zwangsläufig einstellt.<br />
Gemessen an der Zahl der Regionalligaund<br />
Ostliga-Mannschaften gehören dazu vor<br />
allem der TC 1899 Blau-Weiss, die Zehlendorfer<br />
Wespen, Grün-Weiß Nikolassee, die Berliner Bären<br />
und die TV Frohnau.<br />
Was die nationale Ebene anlangt, so ist der TC<br />
1899 Blau-Weiss seit Jahren unser Aushängeschild<br />
und errang mehrere Deutsche Vereinsmeisterschaften,<br />
gefolgt von den Zehlendorfer<br />
Wespen und dem TC SCC, die mehrfach bis<br />
in die Endrunde um die Deutsche Vereinsmeisterschaften<br />
vordringen konnten.”<br />
Der TVBB will sein Turnierangebot für Senioren<br />
aller Altersklassen erweitern. Der TTC SportForum<br />
Bernau hat mit den ITF 1st Berlin Indoor<br />
Senior Open im vergangenen Dezember den<br />
Anfang gemacht. Welche Erfahrungen haben<br />
Sie mit diesem Turnier gemacht?<br />
Uwe Kroedler: “Ich habe mir einige Matches<br />
angeschaut und die „Players Night“ besucht.<br />
Mein Eindruck: Mit Turnierdirektor Wolfram<br />
Schmidle aus Baden-Württemberg haben die<br />
Veranstalter einen Glücksgriff getan. Dieser erfahrene,<br />
seit Jahrzehnten im Tennisgeschehen<br />
in Deutschland und Europa agierende Mann,<br />
hatte jederzeit alles professionell im Griff.<br />
Auch ITF-Schiedsrichter Olaf Wells konnte seine<br />
große Erfahrung einbringen. Alles in allem:<br />
Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, ein<br />
verheißungsvoller Auftakt.”<br />
Aus welchen Ländern kamen die Spieler?<br />
Uwe Kroedler: “Von den 78 Teilnehmern kamen<br />
68 aus Deutschland, die übrigen aus Polen,<br />
Österreich, Litauen, Italien, Schweden und<br />
der Schweiz.”<br />
Als nächstes Turnier haben die Berlin ITF Seniors<br />
Open Anfang Mai beim TC Orange-Weiß<br />
Friedrichshagen Premiere. Welche Erwartungen<br />
haben Sie an dieses Grade 5-Turnier, bei<br />
dem in den Altersklassen 35 bis 75 gespielt<br />
wird?<br />
Uwe Kroedler: “Ich erwarte und wünsche mir,<br />
dass zahlreiche Spieler aus den Vereinen des<br />
TVBB, ja, aus ganz Deutschland und aus anderen<br />
Ländern zu Saisonbeginn dabei sein<br />
werden. Konkrete Zahlen zu nennen ist zum<br />
jetzigen Zeitpunkt sehr schwer. Doch 150 Teilnehmer<br />
plus x wären ein schöner Erfolg. Was die<br />
Qualität der Spieler anbelangt: Wir haben Zusicherungen<br />
einiger namhafter Akteure aus dem<br />
TVBB und auch Anfragen aus Polen, Tschechien,<br />
Rumänien, Holland, der Türkei und Kanada.”<br />
Sie sind Mitglied des dreiköpfigen Turnierausschusses.<br />
Können Sie schon Namen renommierter<br />
Spieler nennen, die im Kurpark antreten<br />
werden?<br />
Uwe Kroedler: “Zu einem so frühen Zeitpunkt<br />
möchte ich noch keine Namen nennen.”<br />
Dann nennt <strong>matchball</strong> einen: Ist Thomas Emmrich,<br />
vielfacher Meister der Ex-DDR und zehnmaliger<br />
Sieger des Internationalen Turniers von<br />
Friedrichshagen, dem Vorläufer der heutigen<br />
Friedrichshagen Open, eingeladen worden?<br />
Uwe Kroedler: “Ja. Er hat vom Club-Vorsitzenden<br />
Olaf Zachrau eine Einladung bekommen.<br />
Viele, vor allem ältere Mitglieder würden sich<br />
freuen, Thomas Emmrich wiederzusehen.<br />
Das gilt auch für den ehemaligen rumänischen<br />
Davis Cup-Spieler Adrian Marcu, der aller<br />
Voraussicht nach dabei sein wird. Er hat in<br />
den vergangenen Jahren schon einige Ostliga-<br />
Matches für die Herren 50 des TC Orange-Weiß<br />
bestritten.” Thomas Emmrich soll indessen abgesagt<br />
haben …<br />
Uwe Kroedler: “Ja, diese Information habe ich<br />
aus Friedrichshagen bekommen. Es heißt, er<br />
hätte den Schläger an den Nagel gehängt”<br />
Kürzlich sagten Sie, dass der TC Orange-Weiß<br />
potente Sponsoren „mit im<br />
Boot“ hätte. Wer unterstützt das Turnier,<br />
welche Leistungen erbringen die<br />
Sponsoren?<br />
Uwe Kroedler: “Neben den namhaften<br />
Equipmentherstellern Dunlop, Babolat<br />
und Asics, die den TC Orange-Weiß mit wertvollen<br />
Sachpreisen und Begrüßungspräsenten<br />
unterstützen werden, greifen uns noch regionale<br />
Sponsoren wie das Tennisfachgeschäft<br />
„BOT“ und die ortsansässige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft<br />
„ARITMA Revision“ finanziell<br />
unter die Arme.”<br />
Wie werben Sie für das Turnier, um gut besetzte<br />
Felder in allen Altersklassen zu erreichen? Es<br />
steht zwar im ITF-Kalender, aber bis Anfang Februar<br />
<strong>2017</strong> war nicht mal auf der Club-Website<br />
ein Hinweis zu lesen …<br />
Uwe Kroedler: “Eine, wie ich finde, etwas<br />
provokante Frage. Folgendes ist angedacht<br />
beziehungsweise schon auf den Weg<br />
gebracht: Wir haben Insider mit den notwendigen<br />
Nachrichten versorgt.<br />
Zu nennen sind das Portal „Weidlichs Tennis“<br />
und das Magazin „Senior-Tennis-Service“.<br />
Für Interessenten sind alle Informationen<br />
auf der ITF-Homepage einzusehen.<br />
Neben Werbung im Verbandsmagazin „<strong>matchball</strong>“<br />
werden die Clubs und Vereine des TVBB<br />
noch per E-Mail eine Einladung mit der Ausschreibung<br />
bekommen.”<br />
In Friedrichshagen stehen acht Freiplätze zur<br />
Verfügung, zusätzlich zwei Sandplätze in der<br />
Halle. Gibt es Ausweichmöglichkeiten, wenn<br />
diese Kapazität nicht ausreicht oder das Wetter<br />
schlecht ist? Wo wird dann noch gespielt?<br />
Uwe Kroedler: “Sollte es schwierige Witterungsverhältnisse<br />
geben, steht uns in unmittelbarer<br />
Nachbarschaft von Friedrichshagen<br />
das „B1-Sport- und Freizeit”-Zentrum“ mit einer<br />
Vier-Feld-Halle zur Verfügung.”<br />
TVBB Sport<br />
Will in Friedrichshagen aufschlagen:<br />
Adrian Marcu, Ex-Davis Cup-Spieler<br />
Rumäniens <br />
© Bernd Prawitz<br />
Sie planen noch weitere Seniorenturniere. Wo<br />
und wann sollen diese stattfinden?<br />
Uwe Kroedler: “Neben dem ITF-Turnier in Friedrichshagen<br />
ist noch eins vorgesehen: die Senior<br />
Spreewald Open, zum Start in der Kategorie S-5<br />
vom 4. bis 9. September <strong>2017</strong> in Lübben. Also<br />
in einer Region, wo die Turnierlandkarte noch<br />
weiße Flecken hat. Der DTB muss noch zustimmen.”<br />
Ihr Vorgänger als Seniorensportwart, der verstorbene,<br />
verdienstvolle Wolfgang Haase, war<br />
mit TVBB-Auswahlmannschaften bei den Großen<br />
Spielen der Verbände jahrelang sehr erfolgreich.<br />
2016 war die Bilanz nicht ganz so gut.<br />
Wie wollen Sie die Auswahlmannschaften wieder<br />
stärker machen, welche Bedeutung haben<br />
diese für Sie?<br />
Uwe Kroedler: “Ich finde nicht, dass die Bilanz<br />
bei den Großen Spielen im vergangenen<br />
Jahr nicht ganz so gut ausgefallen ist. Der Titel<br />
bei den Mertins-Spielen und eine Finalteilnahme<br />
bei den Fritz-Kuhlmann-Spielen, das<br />
kann sich doch sehen lassen. Bis auf die Damen<br />
und Herren AK 40 schlagen alle TVBB-<br />
Teams in der A-Gruppe auf. Insgesamt steht der<br />
TVBB damit hinter dem Verband Niederrhein<br />
und mit Bayern an vorderer Stelle.<br />
Ich möchte die Tradition fortsetzen, dass die<br />
besten Auswahlspieler unseres Verbandes,<br />
wenn sie denn wollen, an den Großen Spielen<br />
teilnehmen. Ich mache mir keine Sorgen, denn<br />
im TVBB gibt es genügend sehr gute Spielerinnen<br />
und Spieler, die auch künftig für ein erfolgreiches<br />
Abschneiden sorgen werden.”<br />
Die Fragen stellte Bernd Prawitz<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 51
TVBB Sport<br />
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Der Neuenhagener Tennisclub hat auch im Jahr <strong>2017</strong> viel vor…<br />
Der NTC 93 in der Gartenstadt<br />
Neuenhagen ist zu beneiden. Die<br />
Mitglieder spielen auf einer der<br />
schönsten Anlagen der Region<br />
und der Club blickt auf ein in jeder<br />
Beziehung erfolgreiches Jahr<br />
zurück. Besonders erfreulich sind<br />
die vielen neuen Mitglieder, die<br />
zum erheblichen Teil durch innovative<br />
Tenniskurse zum NTC 93 gefunden haben. Das<br />
Erfolgsrezept heißt „Fast Learning“, eine durchdachte<br />
Trainingsmethode, die sich an erwachsene Neueinsteiger<br />
wendet. Aber auch Wiedereinsteiger haben in der<br />
Gruppe ein schnelles Erfolgserlebnis. Fast Learning fördert<br />
das Gemeinschaftsgefühl, den Spielspaß und die<br />
Motivation des Einzelnen.<br />
Im Frühjahr geht es dann auch draußen wieder richtig los im Wohlfühlverein<br />
am Rande der Stadt. Der NTC hält viele Ideen und Angebote für seine<br />
Mitglieder und Besucher bereit. So sind unter anderem sechs LK-Turniere<br />
geplant. Der Turnierleiter rechnet wieder mit gutem Besuch – man kommt<br />
gern in die Gartenstadt Neuenhagen.<br />
Neuenhagen Open und mehr . . .<br />
Bereits zum 14. Mal werden in der Zeit vom 5. bis 9. Juli die B1 Sport &<br />
Freizeit Neuenhagen Open ausgetragen.<br />
Bislang immer der gesellschaftliche und sportliche Höhepunkt des Jahres.<br />
Dieses Turnier wird von fleißigen Helfern mit viel Herz und Engagement<br />
organisiert und durchgeführt.<br />
Wir freuen uns jetzt schon auf die vielen Sportler und<br />
Besucher auf der dann wieder herrlich herausgeschmückten<br />
Tennisanlage im Grünen, sagt ein<br />
Vorstandsmitglied.<br />
Das innovative Kurskonzept läuft in Neuenhagen bereits erfolgreich. Der<br />
NTC ist einer der ersten Fast Learning-Stützpunkte der Region. Weitere sollen<br />
folgen. Das Konzept ist ideal für Tennisanlagen und Vereine, die nach<br />
neuen Wegen suchen, um Mitglieder zu werben. Der Neuenhagener TC<br />
hat bereits 18 Neumitglieder durch das moderne Konzept geworben. Interessierte<br />
Verantwortliche aus anderen Tennisclubs können sich gern an<br />
den Sportwart des NTC 93 e.V. wenden.<br />
Tennis ist ein schlafender Riese, wir müssen ihn nur aufwecken und unsere<br />
Chancen nutzen.<br />
Ganz neu im Turnierkalender sind die 1.<br />
Neuenhagen Senior Open, die in der Zeit<br />
vom 29.6. bis 4.7. ausgetragen werden.<br />
Die Veranstalter erwarten eine gute Beteiligung<br />
bei diesem Ranglistenturnier für die ältere<br />
Generation. Die Vorbereitungen für die Turniere laufen<br />
bereits auf Hochtouren.<br />
Zwischen den beiden sportlichen Großereignissen des NTC wird es am<br />
30.6. eine große Playersparty am Rande der Märkischen Schweiz geben.<br />
Vor der herrlichen Kulisse des nahen Bötzsees (siehe Foto oben) warten<br />
Livemusik, Artistik und coole Drinks auf die Besucher. Für die Turnierteilnehmer<br />
sind der Eintritt, der Besuch am Buffet und der Shuttle zur großen<br />
Playersparty selbstverständlich im Nenngeld inbegriffen. Bitte rechtzeitig<br />
anmelden!<br />
www. ntc93.de<br />
52<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
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TVBB Sport<br />
Schwapp Tennis Series, powered by SPORTKIND<br />
Die Domstadt Fürstenwalde -<br />
Turnierzentrum Brandenburgs<br />
Seit einigen Jahren werden im Schwapp Tenniszentrum vom<br />
TC Fürstenwalde 2013 jährlich sechs Hallenturniere ausgerichtet.<br />
Es zeichnet sich ab, dass sich die Domstadt zu einem<br />
Turnierzentrum Brandenburgs entwickelt. Immer mehr Talente<br />
und in der Deutschen Rangliste gut platzierte Spieler<br />
- auch aus anderen DTB-Landesverbänden - machen sich auf<br />
den Weg in die Domstadt. An dieser Stelle wird über die Turniere<br />
Nr. 4 ((7. bis 9. Oktober) und Nr. 5 (11. bis 13. November)<br />
sowie über das die Herbst-/Wintersaison 2016/<strong>2017</strong> abschließende<br />
Masters (9. bis 11. Dezember) berichtet.<br />
Turnier Nr. 4<br />
Mehr als 70 Aktive verschiedener Altersklassen<br />
hatten gemeldet. Vor allem die ausnahmslos<br />
jungen Damen boten Tennis von<br />
hervorragendem Niveau.<br />
Sieg für eine, von der man<br />
noch viel hören wird<br />
Dafür sorgte vor allem die erst 13-jährige Amelie-Christin<br />
Janßen (Nummer 4 der Setzliste,<br />
HTV Hannover). Weil sie in der Deutschen Damen-Rangliste<br />
schon auf Platz 377 rangiert,<br />
durfte sie in dieser Konkurrenz starten.<br />
Amelie-Christin, die vor zwei Jahren in der Domstadt<br />
schon ein Jugend-Turnier gewonnen hatte,<br />
trainiert an der Tennisbase in Hannover, einem<br />
Leistungszentrum des Deutschen Tennis<br />
Bundes.<br />
In der Vorschlussrunde traf sie auf die drei Jahre<br />
ältere Jonna Schröder (TV Ost Bremen). Janßen<br />
besiegte sie mit mit hohem Tempo und harten,<br />
präzisen Schlägen souverän mit 6:2, 6:0.<br />
Auch im Finale war wieder ein „Nordlicht“ ihre<br />
Gegnerin, die auch erst 17-jährige Elisa Scholz<br />
(TTK Sachsenwald/SLH), die eine ähnliche Spielweise<br />
hat. Doch konstanter Dauerdruck und<br />
raffinierte, aus dem Feld drehende<br />
zweite Aufschläge sicherten<br />
Janßen den verdienten<br />
7:5, 7:5-Sieg. Sie machte in<br />
entscheidenden Matchsituationen<br />
mit erstaunlicher Cleverness die „Big Points“.<br />
„Es war ein schönes Turnier. Ich komme gern<br />
wieder,“ freute sich die Siegerin.<br />
Amelie-Christin Janßen vom HTV Hannover<br />
Angiffsfreude belohnt<br />
Auch bei den Herren standen Ranglistenspieler<br />
im Finale. Favorit Patrick Fleischhauer (DR 260),<br />
ein 17-jähriger Berliner, der für den TEVC Kronberg<br />
(HTV) aufschlägt, und der Neu-Berliner<br />
Niclas Noll (DR 405), der für den Traditionsclub<br />
1899 Blau-Weiss den Schläger schwingt. Mit<br />
Fleischhauer, der nach guter Vorbereitung auch<br />
gern mal ans Netz geht, dort mit Volleys punktet,<br />
gewann der angriffsfreudigere Akteur nach<br />
6:4, 2:6 im „Elfmeterschießen“ mit 10:2.<br />
In der U14-Konkurrenz konnte auch der gastgebende<br />
TC Fürstenwalde 2013 einen schönen Erfolg<br />
verbuchen. Fabrice Batard Ruiz erreichte als<br />
ungesetzter Spieler mit seinem unerwarteten<br />
6:4, 4:6, 10:8-Sieg über den an Nummer 4 gelisteten<br />
Felix Titschler (BTTC Grün-Weiß) das Halbfinale.<br />
Das Finale jedoch gewann der Neu-Berliner<br />
Oliver Olsson aus Nikolassee gegen Clemens<br />
Intert (SLH).<br />
Überhaupt war erfreulich, dass acht weitere<br />
Spieler aus Vereinen Süd-Brandenburgs wie<br />
dem Lausitzer Tennis Club Cottbus, dem TC Sängerstadt<br />
Finsterwalde oder der BSG Stahl Eisenhüttenstadt<br />
nach Fürstenwalde gekommen waren.<br />
Ihnen merkte man jedoch noch fehlende<br />
Turniererfahrung an. Sie schieden frühzeitig aus.<br />
Turnier Nr. 5<br />
Ein volles 32-er Herrenfeld, eine dominierende<br />
Spielerin bei den Damen und drei<br />
Match-Tie-Break-Entscheidungen in drei<br />
Jugend-Finals kennzeichneten das fünfte<br />
Turnier der Schwapp-Serie.<br />
Weitere Finals im Überblick (Turnier 4)<br />
U14 Julia Zhu (VfK) - Helena Buchwald (TC GW Lankwitz) 7:5, 6:1<br />
Oliver Olsson (TC GW Nikolassee) - Clemens Intert (TC RW Wahlstedt) 6:2, 6:2<br />
U16 David Scheff (SV Zehlendorfer Wespen) - Patrick Rother (TK Blau-Gold Steglitz) 6:3, 7:5<br />
Kirchhoff strauchelt im Finale<br />
In der Herren-Konkurrenz hatte der topgesetzte<br />
Jan Kirchhoff (TV Frohnau) mit glatten Siegen<br />
über Maximilian Witthaus (LTTC “Rot-Weiß”)<br />
und Fabian Brüstle (TC 02 Weinheim) einen sou-<br />
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54<br />
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Die Sieger bei den Aktiven: Adrian Oetzbach (TC Bredeney Essen) und Angelina Wirges (DTV Hannover)<br />
veränen Einstieg. Erstmals gefordert wurde der<br />
Nord-Berliner im Viertelfinale von Finn Stodder<br />
(TC SCC). Der erste Satz stand auf Messers<br />
Schneide, bevor ihn Kirchhoff mit 7:6 für sich<br />
entscheiden konnte. Stodder haderte zu lange<br />
mit dem Satzverlust und verlor Durchgang zwei<br />
klar mit 2:6. Im Halbfinale traf Kirchhoff auf Osman<br />
Torski (Nr. 3, TC Grün-Weiß Nikolassee). Es<br />
entwickelte sich ein gutklassiges Match, das der<br />
erfahrenere Kirchhoff mit 6:4, 6:3 für sich entschied<br />
- Endspielteilnahme. Torski hatte sich zuvor<br />
mit Yannic Mader (Nr. 8, TC 1899 Blau-Weiss),<br />
der lange an der Schulter verletzt war, eine<br />
spannende Auseinandersetzung geliefert, die<br />
zu den besten des Turniers gehörte. Das Duell<br />
der Youngster entschied der Nikolasseeer knapp<br />
mit 4:6, 6:4, 10:7 für sich.<br />
Die unteren Tableauhälfte führte Patrick Fleischhauer<br />
(Nr. 2, TEVC Kronberg) an. Er siegte über<br />
Niclas Pietsch (TC Orange-Weiß Friedrichshagen)<br />
nur knapp (6:4, 6.4) und musste dann im<br />
zweiten Match gegen einen gut aufgelegten<br />
Marvin Schramm (LTTC “Rot-Weiß”) schon alle<br />
Register ziehen, um ihn mit 6:3, 3:6 und 10:7<br />
knapp zu bezwingen. Doch im Halbfinale gegen<br />
Adrian Oetzbach (Nr. 4, TC Bredeney Essen) war<br />
Fleischhauer mit seinem Tennislatein am Ende.<br />
Mit einem klaren 6:3, 6:1 zog der Westfale ins Finale<br />
ein.<br />
Dort schien Oetzbach seine souveräne Vorstellung<br />
fortzusetzen. Satz eins ging sicher mit 6:2<br />
an ihn. Doch dann erwachte Kirchhoffs Kampfgeist.<br />
Dadurch hielt er Durchgang zwei lange<br />
offen, bis Oetzbach mit intelligentem Spiel das<br />
entscheidende Break zum 7:5 gelang, womit er<br />
sich den Turniersieg sicherte.<br />
“Besonders freut mich, dass ich mit Jan Kirchhoff<br />
und Patrick Fleischhauer zwei Spieler bezwingen<br />
konnte, die in der Rangliste etwa 150<br />
beziehungsweise 100 Punkte besser platziert<br />
sind. Das macht meinen Erfolg sehr wertvoll”, so<br />
der Sieger.<br />
Weitere Finals im Überblick (Turnier 5)<br />
U12 Anes Latifovic (LTTC “Rot-Weiß”) - Philipp-Maximilian Hübert (TC Schwarz-Gold) 6:7, 6:3, 10:4<br />
U14 Markus Malaszszak (SV Berliner Bären) - Moritz Kettner (TC 1899 Blau-Weiss) 6:7, 7:5, 10:6<br />
U16 Mikhail Variychuk - Patrick Rother (beide TK BG Steglitz) 7:5, 2:6, 10:7<br />
Wirges gibt nur sechs Spiele ab<br />
Richtig ins Schwitzen kam die 14-jährige Angelina<br />
Wirges (DR 75, DTV Hannover) während des<br />
Turniers nicht. Sie nutze den Abstecher in die<br />
Domstadt, um Matchpraxis und Selbstvertrauen<br />
für die zehn Tage später beginnenden Deutschen<br />
Jugend-Hallenmeisterschaften in Essen<br />
zu sammeln (siehe Seite 13 ff.).<br />
In ihren Matches gegen Christina Schöner (TC<br />
Blau-Weiß Dresden-Blasewitz, 6:0, 6:1) und Leony<br />
Deutschmann (TC Orange-Weiß Friedrichshagen,<br />
6:2, 6:1) bewies sie deutlich ihre<br />
Überlegenheit.<br />
Selbst die zwei Jahre ältere, aufstrebende Adelina<br />
Krüger (DR 247, LTTC “Rot-Weiß”) konnte<br />
ihr im Finale beim 6:1, 6:1 nicht Paroli bieten, so<br />
dass Wirges im Turnierverlauf nur sechs Spiele<br />
abgab.<br />
Masters<br />
Mit dem Masters, zu dem 90 Spieler aus<br />
neun der 18 Landesverbände des Deutschen<br />
Tennis Bund (DTB) gemeldet hatten,<br />
klang das Turnierjahr 2016 im Schwapp<br />
Tenniszentrum aus. Der TC Fürstenwalde<br />
2013 bewies einmal mehr, dass seine Ranglistenturniere<br />
indessen nicht nur einen<br />
festen Platz im Kalender des DTB haben,<br />
sondern auch immer mehr Klasse-Spieler<br />
anlocken. Bei den Aktiven ging es auch um<br />
1400 Euro Preisgeld.<br />
Ein Herren-Finale der Extra-Klasse<br />
Die Herrenkonkurrenz war mit 32 Teilnehmern<br />
am besten besetzt. „Auch aus sportlicher Hin-<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 55
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auch mit Kopf und dem „gefühlvollen Händchen“.<br />
Prädikat Extra-Klasse! Satz eins gewann<br />
der Friedrichshagener nach 6:6-Zwischenstand<br />
nervenstark im Tie-Break mit 7:4.<br />
Im zweiten Durchgang sah es so aus, als könnte<br />
Gohlke das Blatt noch wenden. Doch bei einer<br />
5:4-Führung nutzte er drei Satzbälle nicht.<br />
Fatehpour dagegen, schaffte mit einigen Assen,<br />
gefühlvollen Stopps und präzise gesetzten Bällen<br />
an die Linien den 6:6 Ausgleich und in einem<br />
weiteren Tie-Break mit 7:5 nicht nur den Satz,<br />
sondern auch den Turniersieg. „Gegen Delf zu<br />
spielen, macht immer Spaß. Aber in dieser Form<br />
gegen ihn zu gewinnen, das ist schon was“, freute<br />
sich der Sieger.<br />
Ostligaspieler Lorenzo Fatehpour (TC Orange-Weiß Friedrichshagen) bezwang in einem<br />
spannenden Finale den erfahrenen Delf Gohlke (LTTC "Rot-Weiß") in zwei Tie-Breaks<br />
sicht war sie der Höhepunkt des Masters, auch<br />
bei höher dotierten Turnieren ist sie oft nicht<br />
besser“, freute sich Veranstalter Sebastian<br />
Herzberg.<br />
Die beiden Finalisten, der schon international<br />
erfahrene Delf Gohlke (Nr. 4, DR 208, LTTC „Rot-<br />
Weiß“) und Ostliga-Spieler Lorenzo Fatehpour<br />
(DR 184, TC Orange-Weiß Friedrichshagen) waren<br />
zwar Mitfavoriten, doch von den Positionen<br />
in der Deutschen Rangliste her waren dort eigentlich<br />
Christoph Uster (DR 130, TC Alfeld/NTV)<br />
und Patrick Fleischhauer (DR 154, TEVC Kronberg/HTV)<br />
erwartet worden. Doch für die beiden<br />
war in der Vorschlussrunde Schluss.<br />
Gohlke warf Uster mit einem klaren 6:3, 6:2-Sieg<br />
aus dem Turnier. Gegen das druckvolle und variantenreiche<br />
Spiel des Berliners hatte der oft unterschnittene,<br />
extrem flach vom Teppichboden<br />
abspringende Rückhandbälle bevorzugende<br />
Niedersachse keine Chance.<br />
Uster hatte zuvor Ben Brandherm (TC Orange-<br />
Weiß Friedrichshagen) deutlich sowie Alonso<br />
Renard (TV Frohnau; 6:4,, 7:6) aus dem Turnier<br />
genommen.<br />
Fatehpour, der in den vergangenen zwei Jahren<br />
nochmals enorm an Stärke gewonnen hat,<br />
spielte sich mit sicheren Zwei-Satz-Siegen gegen<br />
Niklas Fleischhauer (Siemens TK Blau-Gold)<br />
und gegen den lange an der Schulter verletzten<br />
Yannic Mader (TC 1899 Blau-Weiss) in die Vorschlussrunde.<br />
In der traf der Friedrichshagener<br />
auf den Zweitgesetzten Patrick Fleischhauer<br />
und ließ ihm beim 6:3, 6:2 keine Chance.<br />
Im Finale zeigten Fatehpour und Gohlke dann<br />
Tennis, wie man es in Berlin-Brandenburg nicht<br />
all zu oft sieht: tempohart, angriffsfreudig, aber<br />
Weitere Finalergebnisse (Masters)<br />
U12 Julia Zhu (VfK) - Helena Buchwald (TC GW Lankwitz) 2:6, 6:2, 10:4<br />
Matti Freitag (SC Ostseebad Boltenhagen) - Paul Gröning (TV Ost Bremen) 6:1, 6:1<br />
U14 Oona Kintscher - Anastasia Nadin Wadi (beide TC SCC) 6:2, 3:6, 10:7<br />
Georg Eduard Israelan (Lübecker BV Phönix) - Ruben Hartig (BTC 1904 Grün-Gold) 7:6, 6:2<br />
Eine Außenseiterin siegt<br />
Im 16-er Feld der Damen galt Bernadette Dornieden<br />
(DR 246, TSC Göttingen) als Favoritin.<br />
Nach einem leichten Aufgalopp gegen die Polin<br />
Julia Jedrzejczak aus Warschau (6:0, 6:1) scheiterte<br />
sie jedoch bereits im Viertelfinale mit 3:6,<br />
6:7 an Alisia Gleixner (Der Club an der Alster).<br />
Und die Hamburgerin setzte ihren Siegeszug<br />
fort: Mit 6:1, 6:2 gegen Karolina Aleksandrowicz<br />
(TC Schwarz-Gold) zog sie ins Finale ein.<br />
Dort erwartete sie die an Nummer zwei der<br />
Setzliste stehende Emma Gevorgyan (DR 327,<br />
LTTC “Rot-Weiß”). Nach einem 6:0, 6:0-Sieg über<br />
Lina Brandt (TC 1899 Blau-Weiss) hatte diese<br />
schon im Viertelfinale gegen Sofiya Afandieva<br />
(TC Grün-Weiß Nikolassee) mehr zu kämpfen,<br />
als ihr lieb war. Sie gewann nach einem 6:2, 7:5<br />
Zwischenstand am Ende den Match-Tie-Break<br />
routiniert mit 10:5.<br />
Im Halbfinale traf Gevorgyan auf die an der Tennisbase<br />
Hannover trainierende Lola Glantz, die<br />
schon ein Turnier in Fürstenwalde gewonnen<br />
hatte. Es war ein Match mit langen Rallyes. Das<br />
Ergebnis von 6:2, 6.3 täuscht etwas über den realen<br />
Spielverlauf, denn Glantz stemmte sich vehement<br />
gegen die Niederlage.<br />
Im Finale gegen Gleixner machte sich dann bei<br />
der “Rot-Weißen” bemerkbar, dass sie durch eine<br />
starke Erkältung gehandicapt war. Konnte sie<br />
in Satz eins noch mithalten, ging der Berlinerin<br />
in Durchgang zwei buchstäblich die Luft aus.<br />
Gleixner gewann mit 6:4, 6:2 - Masters-Sieg.<br />
Zu den Zuschauern bei einigen Matches zählten<br />
auch etwa 25 Schüler des Fürstenwalder<br />
Oberstufenzentrums Oder-Spree. Sie haben<br />
sich zeitweilig für Tennis als Wahl-Pflichtfach<br />
entschieden.<br />
Texte und Fotos: Bernd Prawitz<br />
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TVBB Sport<br />
Foto links: Mit dicken Backen zum Sieg in der U12: Philip Hüber (TC Schwarz-Gold) Foto re. Nadja Meier (TC Grün-Weiß Nikolassee) schaffte es ins Damenfinale<br />
4. Robinson Club Fleesensee Tennis Challenge 2016, präsentiert von f. becker_line<br />
Siegerpokale gehen nach Wahlstedt<br />
Unter den 64 Teilnehmern der diesjährigen<br />
Fleesensee Challenge in<br />
Göhren-Lebbin (Mecklenburg-Vorpommern)<br />
waren 23 TVBB-Vertreter.<br />
Allein im kompletten 32-er Feld<br />
der Herren schlugen 11 Berliner auf.<br />
Bei den Damen waren es drei, von<br />
denen vor allem Nadja Meier (TC<br />
Grün-Weiß Nikolassee) mit der Finalteilnahme<br />
überzeugte. Einen Siegerpokal<br />
von der U12-Konkurrenz<br />
brachte Philipp Hübert (TC Schwarz-<br />
Gold) mit in die Hauptstadt.<br />
Die Turniere in der schönen Tennishalle des Golf<br />
und Country Club Fleesensee sind immer besser<br />
besetzt. Das war bei der 4. Robinson Club Fleesensee<br />
Challenge (18. bis 20. November 2016)<br />
augenfällig. “Mit einer Dame aus den Top 100<br />
der deutschen Rangliste und zwei Herren, die<br />
kurz vor dem Einzug in diesen Elitekreis stehen,<br />
war Klasse-Tennis garantiert“, freute sich Turnierleiter<br />
Sebastian Herzberg. Im 32-er Feld der Herren<br />
wurde Leonard von Hindte (DR 102, TC Rot-<br />
Weiß Wahlstedt) seiner Rolle als Turnierfavorit<br />
vollauf gerecht. Der Akteur aus dem schleswigholsteinischen<br />
Leistungszentrum startete mit<br />
einem 6:0, 6:0 gegen den Hamburger Roman<br />
Runger (Uhlenhorster HC). Auch mit dem an<br />
Nummer acht gesetzten Marvin Schramm (LTTC<br />
„Rot-Weiß“) machte er kurzen Prozess: 6:4, 6:0.<br />
Philipp Eberhard im Halbfinale<br />
Erst im Halbfinale wurde er richtig gefordert, und<br />
zwar von Philipp Eberhard (DR 480, TC 1899 Blau-<br />
Weiss). Würde der Berliner für eine weitere Überraschung<br />
sorgen können? Denn in der Runde der<br />
Sieger und Siegerin vom TC Rot-Weiß Wahlstedt: Leonard von Hindte und Amelie Intert<br />
letzten Acht hatte er beim 6:3, 6:3-Sieg über den<br />
im DTB-Ranking fast 150 Plätze besser platzierten<br />
Lucas Hellfritsch (TC Rot-Weiß Wahlstedt)<br />
schon eine geschafft. Gegen den topgesetzten<br />
von Hindte war Eberhard am Anfang auf Siegeskurs.<br />
Er gewann Satz eins mit 6:3, weil er seinem<br />
Gegner zweimal den Aufschlag abnehmen<br />
konnte. Das wurmte den Favoriten, der in Durchgang<br />
zwei ein Break schaffte – 6:4, damit Satzausgleich.<br />
Sebastian Herzberg: „Im zweiten Satz<br />
hatte Eberhard durchaus Chancen, das Match<br />
für sich zu entscheiden. Diese nutzte er nicht.“<br />
Über den Einzug ins Finale musste deshalb das<br />
Match-Tie-Break entscheiden. Bei diesem spielte<br />
der Wahlstedter seine ganze Turniererfahrung<br />
aus, hatte beim 10:5-Sieg das glücklichere Händchen.<br />
Von Hindte war auch im Finale gegen Juri<br />
Reckow (Klipper THC/HAM) in allen Belangen der<br />
klar Bessere, gewann die etwas spannungslose<br />
Begegnung ungefährdet mit 6:0, 6:3. Sein Clubkamerad<br />
Tomas Charlos (Nr. 2 der Setzliste, DR<br />
127) war im Halbfinale unerwartet an Reckow<br />
(Nr. 7) mit 6:3, 5:7, 5:10 gescheitert.<br />
Topgesetzte gewinnt<br />
In der Damenkonkurrenz war Amelie Intert<br />
(DR 73, TC Rot-Weiß Wahlstedt) erfolgreich. Sie<br />
„schoss“ im Viertelfinale Oliwia Kempinski (TC<br />
Lerchenbühl Bayreuth/BTV) mit 6:2, 6.0 regelrecht<br />
vom Platz und war auch im Halbfinale<br />
beim 6:2, 6:3 gegen Alicia Melosch (DR 146, SpV<br />
Blankenese/HAM) die klar bessere Spielerin.<br />
Im Finale traf die 20-jährige Intert auf die aufstrebende,<br />
fünf Jahre jüngere Berlinerin Nadja<br />
Meier (DR 115, TC Grün-Weiß Nikolassee). Es<br />
entwickelte sich ein gutklassiges, ausgeglichenes<br />
Match. Beide schlugen gut auf, Intert punktete<br />
oft mit Tempowechsel und gekonntem<br />
Rückhand-Slice, der Berlinerin gelangen einige<br />
unerreichbare Bälle mit Winkelschlägen à la<br />
Angie Kerber. Die Wahlstedterin gewann Satz<br />
eins durch einen Aufschlagverlust Meiers knapp<br />
mit 6:4. Eng ging es auch in Durchgang zwei zu.<br />
Meier hatte bei einer 4:1-Führung die Chance<br />
zum Satzausgleich.<br />
Doch Intert kämpfte sich auf 5:5 heran, annullierte<br />
bei eigenem Service mit zwei aufeinander<br />
folgenden Assen die 6:5-Führung Meiers – Tie-<br />
Break. Der war bis zum 3:3 ausgeglichen. Dann<br />
erspielte sich Intert vier aufeinander folgende<br />
Punkte zum verdienten 7:6(3)-Sieg.<br />
Text und Fotos: Bernd Prawitz<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 57
TVBB Sport<br />
Erstmals in der Siegerliste: Linus Mattheis (TC Victoria Pankow, l.) und der Seriensieger in der U10: Carl Radtke (LTTC “Rot-Weiß”, r.)<br />
© Bernd Prawitz<br />
LTTC “Rot-Weiß”: Kids Cup mit Race-Wertung (J 3)<br />
Hochbetrieb im Tennis-Mekka<br />
Gedränge in Berlins größter Tennishalle<br />
im Sangerhauser Weg am<br />
Rande des Britzer Gartens. Fast wie<br />
zu Zeiten der Bundesgartenschau<br />
1985. Für sie wurde die Halle gebaut,<br />
die heute zehn Tennisplätze<br />
beherbergt und im Winter auch Austragungsort<br />
des KIds Cups ist. Ein<br />
Tennis-Mekka in der Hauptstadt.<br />
Bei den Jungen heißt der Sieger Linus Max Mattheis<br />
(TC Victoria Pankow). Der kleine Verein<br />
aus dem Norden Berlins schickt immer wieder<br />
neue Kids zu diesem Turnier, nie ohne Trainer.<br />
Im Endspiel traf Linus auf den erst sechs Jahre<br />
alten, technisch schon sehr versierten Kevin Fri-<br />
Für das in J3 aufgewertete Turnier hatten wieder<br />
fast 90 Kinder der Altersklassen U8, U10 und<br />
U12 aus Vereinen Berlins, Brandenburgs und<br />
Sachsen-Anhalts gemeldet. Es gab Jubel und<br />
Trubel, Tränen und vor allem Tennis, das ansehenswert<br />
war.<br />
U8: Immer neue Namen in den Siegerlisten<br />
Es liegt in der Natur der Sache, dass bei den<br />
Jüngsten immer neue Namen in den Siegerlisten<br />
auftauchen. Immer mehr U8-Spieler sammeln<br />
bei diesem Einsteiger-Event erste Turniererfahrungen.<br />
So auch Marie Jolie Persike (TC<br />
Rot-Weiß Seeburg), die aus einer tennisbegeisterten<br />
Familie kommt. In ihren drei Partien des<br />
Hauptfeldes gab sie keinen Satz und nur vier<br />
Spiele ab. Ihre makellose Bilanz: 6:0 Matchpunkte.<br />
Das entscheidende Spiel gegen die zweitplatzierte<br />
Elisa Helene Kamowski (4:2 Matchpunkte,<br />
FVT Heilandsweide) gewann Marie Jolie<br />
glatt mit 4:0, 4:0. Dritte wurde Julia Hofmann<br />
(2:4 Matchpunkte, LTTC “Rot-Weiß”).<br />
Siegerehrung der U8 und U10 durch Turnierorganisator Lars Haack © Bernd Prawitz<br />
58<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
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TVBB Sport<br />
Siegerin der U12: Friederike Dobrott (Grunewald TC) © Claudio Gärtner<br />
Sieger der U12: Max Heidolf (SV Zehlendorfer Wespen) © Claudio Gärtner<br />
cke (VfK). Er besiegte ihn mit 4:3, 4:1. Um Platz<br />
drei setzte sich Anton Ewert (TC Rot-Weiß Seeburg)<br />
gegen Lazar Cvisic (SC Siemensstadt) mit<br />
4:2, 4:1 durch.<br />
U10: Wer, wenn nicht Carl<br />
Aus dem Talentepool der SV Zehlendorfer Wespen<br />
kommt die neunjährige Siegerin Lykka Kuß.<br />
Sie spielte sich im Hauptfeld mit Siegen über<br />
Svava Schroeder (SG Einheit Stendal, 4:3, 4:3)<br />
und Anna Persike (TC Rot-Weiß Seeburg, 4:0,<br />
4:1) zum Sieg. Das kleine Finale war eins der<br />
spannendsten und kampfbetontesten Matches.<br />
Svava Schroeder gewann dank guter Nerven im<br />
Match-Tie-Break mit 1:4, 4:3, 10:5 gegen Delphine<br />
Eichholz (Berliner Sport-Club).<br />
Bei den Jungen zog einmal mehr Carl Radtke<br />
(LTTC “Rot-Weiß”) ungefährdet seine Kreise. Aus<br />
der Quali kam er mit weißer Weste (4:0 Matchpunkte).<br />
Im Hauptfeld schickte er seinen Clubkameraden<br />
Luca Schiller vorzeitig mit 4:1, 4:0<br />
nach Hause. Und im Finale machte Carl mit harten<br />
Aufschlägen und gut gesetzten Bällen beim<br />
4:1, 4:1 auch mit Stefan Fricke (VfK) kurzen Prozess.<br />
Sicher war es Carls letztes Kids Cup-Match<br />
in der U10, denn er hat die Erlaubnis des TVBB-<br />
Verbandsjugendwarts, schon früher in der U12<br />
zu spielen (siehe auch Seite XX).<br />
Bei seinen zwei Qualifikationsspielen für das<br />
Hauptfeld hatten TVBB-Trainer auch Jan-Niklas<br />
Buchwald (TC Grün-Weiß Lankwitz) beobachtet.<br />
Er hatte sie mit guter Technik und schon<br />
ausgeprägter Spielübersicht überzeugt, ihn in<br />
den Verbandskader der U10 zu berufen. Dort<br />
trainiert auch schon seine Schwester Helena in<br />
der U12. Im Hauptfeld unterlag Jan-Niklas dem<br />
Friedrichshagener Benotto Schmidt. Aber Ergebnisse<br />
sind nicht immer alleiniger Spiegel des<br />
Talents.<br />
U12: Tie-Break-Könige und Spielausfälle<br />
Beeindruckend in den beiden U12-Konkurrenzen<br />
war der Kampfgeist der Kids. Bei den Jungen<br />
gingen zwei Begegnungen in den Match-<br />
Tie-Break. Bei den Mädchen war es doppelt so<br />
viele.<br />
Aus den acht Qualifikationsgruppen hatten sich<br />
die jeweiligen Ersten ins Hauptfeld gespielt.<br />
In dem erwies sich Friederike Dobrott (Grunewald<br />
TC), die seit Jahren beim Kids Cup meldet,<br />
als beste Spielerin. Sie warf Zizou Eichholz<br />
(Berliner Sport Club) mit 6:2, 6:1 und Martha<br />
Wojciechowski (SV Zehlendorfer Wespen) mit<br />
6:4, 6:3 aus dem Rennen - Finale. Dorthin war<br />
mit Siegen über Maria Victoria Brederlow (BTTC<br />
Grün-Weiß, 6:1, 6:1) und Fiona Kramer (Zehlendorfer<br />
TuS, 6:0, 6:0) auch Friederike Egner (BSV<br />
1892) gekommen.<br />
Im ersten Satz sah es so aus, als würde Egner das<br />
Endspiel klar dominieren. Sie gewann ihn überlegen<br />
6:1. In Durchgang zwei umgekehrte Vorzeichen.<br />
Jetzt war Dobrott im Match, jagte ihre<br />
Kontrahentin übers Feld - 6:2. Entscheidung im<br />
Match-Tie-Break. In dem lastete das Ergebnis<br />
des zweiten Satzes wie ein mit schweren Steinen<br />
gefüllter Rucksack auf den Schultern von<br />
Egner. Sie machte keinen Punkt, Dobrott gewann<br />
10:0!<br />
Im ersten Match musste Max Heidolf (SV Zehlendorfer<br />
Wespen), der als Lucky Loser ins<br />
Hauptfeld gekommen war, gegen Gregor Heinemann<br />
(TC Grün-Weiß Nikolassee) gleich richtig<br />
ran. Er verlor Satz eins 6:7 im Tie-Break. Doch<br />
dann drehte er auf - 6:0. Einmal in Fahrt, sicherte<br />
er sich den Match-Tie-Break mit 10:6. Das Halbfinale<br />
gewann er kampflos, da Lennert Jürgensen<br />
(LTTC “Rot-Weiß”) nicht antreten konnte. Nach<br />
einem Match im Finale, nicht gerade alltäglich.<br />
Nicht anders erging es Benjamin Popp (TC BSC<br />
Süd 05 Brandenburg), der schon Kids Cup-Pokale<br />
im Schrank zu stehen hat. Im Semifinale traf<br />
er auf Gabriel Linovic (TC Rot-Gold Rehberge),<br />
bezwang ihn 6:0, 7:6.<br />
Der erste Satz des Endspiels ging noch mit 6:4<br />
an den blonden Brandenburger. Das spornte<br />
Heidolf an. Er sicherte sich Durchgang zwei<br />
mit 6:3. Entscheidung im “Elfmeterschießen”.<br />
Mal führte der eine, mal der andere. Bei 8:8 ein<br />
“Break” des Berliners. Die Gunst des Moments<br />
nutzte er zum siegbringenden 10:8.<br />
Turnierleiter Lars Haack: “Es ist jedesmal schön<br />
zu sehen, welche Fortschritte viele Kids von Turnier<br />
zu Turnier machen.”<br />
Bernd Prawitz<br />
Tennisverband Berlin-Brandenburg e.V.<br />
Hüttenweg 45 · 14195 Berlin<br />
Telefon: 0 30 / 89 72 87 30 (wochentags 10:00 –14:00 Uhr)<br />
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Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 59
TVBB Sport<br />
TSV Zarpen (SLH):12. Lübecker Welsbachhallen Junior Cup (J3)<br />
Berliner Junioren erfolgreich<br />
Helena Buchwald <br />
© Sarah Buchwald<br />
Für drei TVBB-Nachwuchsspieler hat sich<br />
die Reise zum sehr gut besetzten diesjährigen<br />
Lübecker Welsbachhallen Cup (11. bis<br />
13. November) gelohnt.<br />
Helena Buchwald (TC Grün-Weiß Lankwitz) kam<br />
mit einem geschmackvoll gestalteten Siegerpokal<br />
nach Hause. Bei den Juniorinnen U12 startete<br />
sie mit zwei 6:0, 6:0-Siegen ins Turnier. Erste<br />
Herausforderung war das Halbfinale gegen Michelle<br />
Weinstock ((International Tennis Academy),<br />
gegen die sie eine Woche zuvor bei einem<br />
Turnier in Hollenstedt (Niedersachsen) noch<br />
verloren hatte.<br />
Auch in Lübeck hatte Helena in Satz eins mit<br />
3:6 das Nachsehen, holte sich aber Durchgang<br />
zwei mit 6:4 - Match-Tie-Break. Die Berlinerin<br />
bewies Nervenstärke, ihr glückte die Revanche<br />
mit 10:6. Im Finale traf sie auf Julia Kämmerer<br />
(TC Elbmarsch/NTV). Nach 2:6, 7:5 wieder “Elfmeterschießen”.<br />
Helena schaffte mit 10:6 den<br />
Turniersieg.<br />
Bei den Mädchen der U14 war Luca Bohlen (TC<br />
1899 Blau-Weiss) die Favoritin. Sie spielte sich<br />
auch sicher in die Schlussrunde. Dort musste sie<br />
sich Ester Katharina Pataki (THK Rissen/HAM) jedoch<br />
mit 0:6, 6:3, 7:10 knapp geschlagen geben.<br />
Bei den Jungen U14 erreichte der ungesetzte Kiyan<br />
Santino Kasemi (LTTC “Rot-Weiß”) das Halbfinale.<br />
Das verlor er gegen Laurent Baese (TSV<br />
Holm/SLH) mit 2:6, 0:6.<br />
TC Lichtenrade Weiß-Gelb: Kids-Weihnachtscup 2016<br />
Stefan Fricke überzeugt<br />
Beim erstmalig ausgetragenen TCL-Kids-<br />
Weihnachtscup konnte einmal mehr toller<br />
Sport unserer Jüngsten beobachtet<br />
werden.<br />
41 Teilnehmer schlugen in den beiden Konkurrenzen<br />
U8 und U10 auf. Bei den Älteren setzte<br />
sich Stefan Fricke (VfK) in spannenden Matches<br />
am Ende knapp gegen Luk Gronau (TC Kleinmachnow)<br />
durch. Dritter Wurde Felix Triquart<br />
(SV Zehlendorfer Wespen), der sich gegen Konstantin<br />
Klein (TC Dahlem) behauptete.<br />
Die U8 der Jungen dominierte „Lokalmatador“<br />
Tim Wegener, der seine „U8-Karriere“ mit einem<br />
Sieg abschloss. Im Finale bezwang er den jahrgangsjüngeren<br />
Filo Wüst (BHC). Dritter wurde<br />
der erst 2010 geborene Kevin Fricke (VfK), der<br />
im kleinen Finale Elisa Karnowski (SG Heilandsweide)<br />
besiegte.<br />
Text: Laura Jähnel, Sascha Lehmann<br />
Brandenburg-Nord, TC Wusterhausen: 10. Dosse Hallen-Cup<br />
Kleines Jubiläum, tolle Spiele<br />
Wer hätte vor zehn Jahren daran gedacht,<br />
dass Tennis-Turniersport in einer Schwingbodenhalle<br />
überhaupt möglich ist. Zunächst<br />
war es ein „Versuchsballon“ auf fünf<br />
eingerichteten Kleinfeldern.<br />
In den folgenden Jahren entdeckten immer<br />
mehr Teilnehmer dieses Turnier. So mancher<br />
von ihnen und auch Gewinner aus den Vorjahren,<br />
sind heute Schiedsrichter, oder wie Martin<br />
Kuska, selbst Turnierleiter.<br />
Zur zehnten Auflage kamen Meldungen vom TC<br />
Frankfurt/ Oder und aus den Berliner Vereinen<br />
VfK, Sutos 1917 und dem TC SCC, vom TV Rathenow<br />
und natürlich vom Gastgeber, dem TC<br />
Wusterhausen.<br />
60<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Stolz zeigen Sieger und Platzierte ihre Pokale<br />
Auf den zwei Kleinfeldern spielten die Mädchen<br />
und Jungen unter acht Jahren. Katharina Winkler<br />
(TC SCC) gewann alle vier Spiele relativ klar<br />
und wurde verdiente Siegerin. Auf den weiteren<br />
Plätzen folgten Rike Voss und Lucie Reinhold<br />
(beide TC Frankfurt/O.) und Ellen Westphal vom<br />
heimischen TC Wusterhausen.<br />
Im Feld der Jungen dominierten die Berliner<br />
Adil Zolic (Sutos) und Kevin Fricke (VfK).<br />
Im Finale setzte sich Adil gegen Kevin ganz<br />
knapp mit 8:11, 11:4, 7:6 durch. Mit seinen erst<br />
sechs Jahren hat Kevin schon hervorragend gespielt.<br />
“Er geht seinen Weg”, meinten die anwesenden<br />
Trainer. Die Plätze drei und vier erreichten<br />
die einheimischen Norman Bresch und Jan<br />
Niclas Behn.<br />
Auf drei Midcourt-Feldern spielten Mädchen<br />
und Jungen der U10. Dabei machten es die<br />
Mädchen besonders spannend, denn die Siegerin<br />
konnte erst nach Satzauszählung ermittelt<br />
werden, da jedes Mädchen drei Matches gewonnen<br />
hatte. Mit einem Satz Vorsprung wurde<br />
Laurena Maaß (TV Rathenow) erste, gefolgt von<br />
Nele Pogodda (TC Wusterhausen) und Lana Reinecke<br />
(TV Rathenow).<br />
TVBB Sport<br />
In zwei Vorrunden spielten sich die besten<br />
10-jährigen Jungen in die Finalrunde. Tolles Tennis<br />
sahen die Zuschauer dann im Endspiel. Konrad<br />
Priebe (TC Frankfurt/O.) holte sich mit 7:11,<br />
11:10, 7:2 den Turniersieg gegen Stefan Fricke<br />
(VfK). Auf den weiteren Plätzen folgten die<br />
Frankfurter Marek Reinhold und Kennet Stabe.<br />
Es war wieder ein schönes Turnier mit geschmackvollen<br />
Pokalen und Preisen für die erfolgreichsten<br />
Teilnehmer, sowie Erinnerungs-<br />
Medaillen für alle Starter. Die Mädchen und<br />
Jungen des TC Frankfurt/O. erzielten die besten<br />
Plätze aller teilnehmenden Vereine. Die „Glorreichen<br />
Sieben“ erhielten dafür einen großen<br />
Mannschaftspokal.<br />
Das rührige Organisationsteam sorgte für eine<br />
reibungslose Turnierleitung, aufmerksame<br />
Schiedsrichter und gute Versorgung - dafür<br />
herzlichen Dank. Viele Kinder wollen <strong>2017</strong> zum<br />
11. Dosse Hallen-Cup gern wiederkommen.<br />
Text und Fotos: Fritz Meyer, TC Wusterhausen<br />
Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus:<br />
Hallen-Regionalmeisterschaft der Herren<br />
Jan Pirnack bleibt die Nummer eins<br />
Mit 6:0, 6:0 gegen Martin Krause (Herzberger<br />
TC Grün Weiß), Folke Stabe 6:4, 6:0 (TC<br />
Frankfurt/O.) und einem klaren 6:1, 6:2-Finalsieg<br />
gegen den an Nummer zwei gesetzten<br />
Jens Pohle vom SV Großräschen hat Jan<br />
Pirnack (SG Forst) seinen Regionalmeister-<br />
Titel von Süd-Brandenburg verteidigt.<br />
Bei den Hallen-Titelkämpfen der Herren im<br />
Sport-Park Cottbus-Gallinchen (10. bis 11. Dezember)<br />
konnte auch diesmal kein Konkurrent<br />
aus Märkisch-Oderland, dem Fläming oder der<br />
Lausitz dem Neißestädter ein Bein stellen. Jan<br />
Pirnack ist und bleibt vorerst die<br />
Nummer eins im Herren-Tennis<br />
des südlichen Verbandsgebiets.<br />
Jens Pohle, mit 40 Jahren im September<br />
erst jüngster Regionalmeister<br />
der Senioren geworden,<br />
hatte sich mit Erfolgen über Ingo<br />
Konjen (6:0, 6:0), Mike Fuchs (beide<br />
SG Forst, 3:6, 6:1, 7:6 (4) und<br />
Meik Blume (TC Frankfurt/O., 7:5,<br />
6:4) die Finalteilnahme und den Vizemeister-Titel<br />
redlich verdient. Meik Blume und Folke Stäbe<br />
teilten sich Rang drei.<br />
Jens Pohle (r.) gratuliert Jan Pirnack zum Titel<br />
Eine Damenkonkurrenz kam wegen fehlender<br />
Meldungen nicht zustande.<br />
Text und Foto: Werner Ludwig<br />
Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus: Hallen-Regionalmeisterschaften Mixed<br />
Udich/Pirnack verteidigen Titel<br />
Bei den Hallen-Regionalmeisterschaften<br />
haben Nadine Udich und Jan Pirnack (LTC<br />
Cottbus/SG Forst) ihren Titel im Gemischten<br />
Doppel verteidigt.<br />
In überzeugender Manier verwiesen sie im<br />
Sport Park Cottbus-Gallinchen (19. November)<br />
Eileen Kobus/Wilhelm Kellner (SG Enheit Spremberg)<br />
mit 6:1, 6:0 auf Platz zwei.<br />
Den dritten Rang erkämpften sich Annabell<br />
Heinrich/Paul Michelchen vom LTC Cottbus mit<br />
6:1, 6:4 gegen Katrin und Robert Rabe (TC Blau<br />
Weiß Guben).<br />
In der Altersklasse 30 behaupteten sich Doreen<br />
Krautzig/Thomas Ludwig (LTC Cottbus/TV Vet-<br />
Nadine Udich (r., LTC Cottbus) und Jan Pirnack (SG<br />
Forst) wurden wieder Regionalmeister im Mixed<br />
Doreen Krautzig (r, LTC Cottbus) und Thomas<br />
Ludwig (TV Vetschau) siegten in der AK 30<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 61
TVBB Sport<br />
schau) mit einem 6:2, 7:5 vor Yvonne Linack/<br />
Marco Fiedler (TC Lindenau) und Susann Donath/Ralf<br />
Radfan (TC Blau Weiß Guben).<br />
Den Titel in der AK 40 entführten Kathrin Wolff /<br />
Alf Wenda zum TC Frankfurt/Oder. Sie besiegten<br />
im Finale Ute Arend/Michael Urban (TV Vetschau)<br />
mit 6:2, 6:0. Dritte wurden Katja Helmeke/Erhard<br />
Wolf (SG Sielow).<br />
Die vielfach bewährte Paarung Simone Wilhelm/Martin<br />
Baldzer (Luckenwalder TC/SV<br />
Großräschen) setzte sich auch diesmal bei den<br />
Senioren der AK 50 gegen Katrin Köhler/Ben-Ulf<br />
Hohbein (TC Frankfurt/Oder) mit 6:2, 6:2 durch.<br />
Platz drei belegten Monika Lehmann/Wolfgang<br />
Petzold (SG Sielow/Cottbuser TV 92).<br />
Text und Fotos: Werner Ludwig<br />
Brandenburg-Süd: Sport-Park Cottbus, Neujahrsturnier<br />
Starke Resonanz<br />
Sechsunddreißig Damen und Herren aus<br />
Cottbus, Guben. Lübben, Spremberg,<br />
Sielow und Berlin eröffneten am 8. Januar<br />
im Sport Park Cottbus die Wettkampf-Saison<br />
<strong>2017</strong> von Süd-Brandenburg.<br />
Beim erstmals als offenes Doppel-Turnier in drei<br />
Konkurrenzen (Damen, Herren, und Mixed) veranstalteten<br />
Neujahrs-Turnier sah sich die Turnierleitung<br />
auf Grund der erfreulich hohen Teilnehmerzahl<br />
gezwungen, alle Wettkämpfe auf<br />
drei Hallen-Plätzen nur in einem Gewinnsatz<br />
auszutragen.<br />
Sieger der Herren wurden Steffen Herzog / Daniel<br />
Baum vom TC Blau Weiß Guben mit 6:2 gegen<br />
Christian Kirschke/Paul Michelchen (LTC<br />
Cottbus). Platz drei belegten ManuelRappert/<br />
Achim Schulz (LTC Cottbus) und Hans-Joachim<br />
Petrick (Einheit Spremberg)/Klaus Menke (TC<br />
Weiß-Gelb Falkensee.<br />
In einer Fünfer-Gruppe (Jeder gegen Jeden)<br />
sicherten sich Susi Donath/Kerstin Rabe (Guben)<br />
den Sieg bei Damen vor<br />
Antje Klötzer/Anke Szymanski<br />
(LTC Cottbus), Kerstin Milling/<br />
Monika Lehmann (SG Sielow),<br />
Luisa Bandmann/Annabell<br />
Heinrich (LTC Cottbus) und Pia<br />
Espe/Manuela Wolfram (Cottbuser<br />
TV 92).<br />
Keineswegs überraschend kam<br />
der Erfolg von Eileen Kobus/<br />
Wilhelm Kellner im Gemischten<br />
Doppel; waren beide Spremberger<br />
schon beim Lausitzer<br />
Jahresabschluss-Turnier<br />
sowohl im Damen- als auch im<br />
Herren-Einzel die Gewinner.<br />
Diesmal gemeinsam bezwangen<br />
sie als Gruppen-Erste auch<br />
im Halbfinale der KO-Runde das starke Gubener<br />
Duo Susi Donath/Ralf Radfan 6:4 und im Finale<br />
die Paarung Simone Pigorsch/Daniel Baum<br />
Die Sieger des Neujahrsturniers: Susi Donath/kerstin Rabe (l.<br />
Damen-Doppel), Steffen Herzog/Daniel Baum (Herren-Doppel). Vorn:<br />
Wilhelm Kellner/Eileen Kobus (Mixed)<br />
(Aktiv Lübben/BW Guben) mit dem gleichen<br />
Ergebnis.<br />
Text und Foto: Werner Ludwig<br />
Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus: 17. Kleinfeld-Turnier U10<br />
Beide Sieger kommen vom TC Frankfurt/Oder<br />
Zum 17. Kleinfeld-Turnier der U10 hatte der<br />
Sport Park Cottbus-Gallinchen am 12. November<br />
eingeladen.<br />
Besondere Teilnahmeresonanz kam mit vier<br />
Mädchen und acht Jungen vom Tennisclub<br />
Frankfurt/Oder, der auch mit fünf Medaillen-<br />
Plätzen am erfolgreichsten war.<br />
Johanna Bamberg und Shawn-Luca Wenda verteidigten<br />
ihre Vorjahres-Titel. Johanna Bamberg<br />
besiegte nach dem Halbfinal-Erfolg gegen Lucie<br />
Reinhold auch Rieke Voss (alle TC Frankfurt/<br />
Oder) im Finale mit 4:2, 4:2. Platz drei sicherte<br />
sich Lucie Reinhold mit 4:0, 4:3 gegen Nele Merboth<br />
(TV 1861 Forst).<br />
Shawn-Luca Wenda war im Finale mit mit 4:2,<br />
4:2gegen Konrad Priebe erfolgreich. Zuvor hatte<br />
er Silas Bohm (beide TC Frankfurt/Oder) und<br />
Bowdy Arnold (TV 1861 Forst) besiegt.<br />
Platz drei belegte Patryk Oskwarek (Tennisschule<br />
Kaiser).<br />
Die Sieger: Shawn-Luca Wenda und Johanna Bamberg<br />
Erneut geht ein großes Dankeschön an die Turnierleitung<br />
vom Sport Park Cottbus, die mit großer<br />
Unterstützung durch die Frankfurter Verbandsliga-Spieler<br />
Folke Stabe und Alf Wenda<br />
(Pokale) sowie an die Tennisschule Kaiser, die<br />
Firma „Spiele Max“ und die Sparkasse Spree-<br />
Neiße, die alle zum wiederholten Mal ein Herz<br />
für diese Veranstaltung hatten.<br />
Text und Foto: Werner Ludwig<br />
62<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
TVBB Sport<br />
v.l.: Sieger Wilhelm Kellner und die Platzierten Ralf Radfan und Cajetan Meßer<br />
v.l.: Katrin Noack siegte bei den Damen vor Luisa Bandmann und Eileen Kobus<br />
Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus: Jahresabschlussturnier<br />
Spremberger Talent gewinnt<br />
Der Sport-Park Cottbus hatte am 3. Dezember<br />
zum traditionellen Jahresabschluss-Turnier<br />
eingeladen. Mit dieser beliebten Veranstaltung<br />
bedankt sich die Sportstätte an<br />
der Peripherie der Stadt jährlich beim Tennis-Verband<br />
Berlin-Brandenburg für das gute<br />
Zusammenwirken bei Regional-Meisterschaften,<br />
der Hallen-Winterrunde und dem<br />
Training von Nachwuchs- und Aktiven.<br />
14 Damen und Herren kämpften um Pokale, Urkunden<br />
und Sachpreise. Kathrin Noack von der<br />
SG Einheit Spremberg besiegte als Gruppenerste<br />
(A) im Finale Luisa Bandmann (B) vom Lausitzer<br />
TC Cottbus mit 6:4, 6:3. Den dritten Platz teilten<br />
sich Eileen Kobus (Spielberg) und Simone<br />
Pigorsch (Aktiv Lübben).<br />
Mit Wilhelm Kellner gewann ein aufstrebendes<br />
Lausitzer Talent die Herren-Konkurrenz. Der<br />
17-jährige Spremberger besiegte mit Ralf Radfan<br />
(6:2, 6:2) einen Verbandsliga-Spieler, weiterhin<br />
Daniel Baum (beide TC Blau-Weiß Guben)<br />
und Cajetan Meßer (LTC), die in der Bezirks-<br />
Oberliga aufschlagen. Radfan und Meßer belegten<br />
die Plätze zwei und drei.<br />
Text und Fotos: Werner Ludwig<br />
FV Tennis Sangerhauser Weg: 1. Berliner Tie-Break-Cup<br />
Vom Anfänger bis zum “Profi” - alle hatten Spaß<br />
Vom 1. Berliner Tie-Break-Cup (29. Oktober)<br />
wird es in absehbarer Zeit eine zweite Auflage<br />
geben. Und auch diese soll nicht die<br />
letzte sein, so der ausdrückliche Wille der 20<br />
teilnehmenden Paare bei der Premiere eines<br />
besonderen Turniers in der Buga-Halle.<br />
Bei dem ging es nicht um Ranglisten- und<br />
LK-Punkte, sondern vorrangig um Spaß.<br />
Was war nun das Besondere, das sich die Turnierleiter<br />
Georgina Löprich-Gräßler und Roland<br />
Goering hatten einfallen lassen? Es wurden im<br />
Herren-Doppel und Mixed keine Sätze ausgespielt,<br />
sondern nur ein Match-Tie-Break.<br />
Selten sieht man auf Turnierfotos so viele lachende<br />
Gesichter wie bei diesem Event. Auch<br />
den Verlierern der ersten Runden verging das<br />
Lachen nicht, denn sie spielten gegen ähnlich<br />
gute Paarungen weiter die Plätze aus.<br />
In den Endrunden konnte starkes Tennis bewundert<br />
werden. Das gefiel den Gästen des Restaurants<br />
“Netzroller” in der Halle am Britzer Garten.<br />
Sie quittierten das Geschehen mit Applaus.<br />
Im Mixed holten sich Liza Schumacher (TC Grün-<br />
Weiß Nikolassee) und Andy Dehn (BFC Alemannia)<br />
den dritten Platz mit einem 10:6 14:12 gegen<br />
Neele Hecht (Sutos)/André Gräßler (BSV 92).<br />
Ins Finale schafften es die Geschwister Laura (Pro<br />
Sport Gatow) und Felix Obst (BSV 92), mussten<br />
sich dort aber der Lichtenrader Paarung Laura<br />
Jähnel/Sascha Lehmann mit 2:10, 3:10 geschlagen<br />
geben.<br />
Ein Debütant, der überraschte<br />
Im Herren-Doppel debütierte Florian Lauterbach<br />
im „Turniertennis“: “Schon mal einen Tennisschläger<br />
in der Hand gehabt?” “Na klar!” “LK?<br />
ID-Nummer? Jemals im Verein gespielt?” “Nee!<br />
Aber egal…” Wenn der WG-Mitbewohner, Fabian<br />
Schimmelpfennig (Lichtenrade, LK 7) fragt,<br />
dann macht man eben mit.<br />
Im ersten Spiel wurde Lauterbach gleich ins<br />
ganz tiefe Wasser geworfen. Denn auf der anderen<br />
Seite des Platzes standen Felix Triebe (BSV<br />
92, LK 1) und Tim Hahn (BTTC, LK 4). “Passt nicht<br />
so ganz?” “Warum denn nicht!”<br />
Umso größer war die Freude von Florian und seinen<br />
Fans, als er gegen den Aufschlag von Felix einen<br />
Punktgewinn landen konnte. Am Ende blieb<br />
die Sensation beim 7:10 dann doch aus. Aber<br />
schon im nächsten Match konnten die beiden<br />
gegen Stefan Salk und Jörg Dörkßen (LK 9 und<br />
10, BTC Gropiusstadt) gewinnen. Die „Dienstältesten“<br />
(50+) im Feld gaben der Jugend den Vortritt,<br />
konnten sich am Ende trotzdem noch Platz 5<br />
mit einem Sieg gegen Rafael Polanco und Marcel<br />
Stelter (TC Heilandsweide) sichern.<br />
Sascha Lehmann doppelter Sieger<br />
Ein wenig überraschend schafften es die Top-<br />
Gesetzten Triebe/Hahn nicht ins Finale und<br />
Sieger im Doppel: Routinier Sascha Lehmann/Florian<br />
Misch (vorn)<br />
mussten sich mit dem dritten Platz begnügen.<br />
Dieser wurde durch einen deutlichen Erfolg gegen<br />
das Lankwitzer-Duo Yannick Seutz/Benjamin<br />
Pahlitzsch erreicht.<br />
Im großen Finale wurde es dann spannend. Sascha<br />
Lehmann machte am Ende das „Double“<br />
perfekt und siegte nach der Mixed-Konkurrenz<br />
auch im Herren-Doppel. Mit seinem Partner Florian<br />
Misch (TC Heilandsweide) bezwang er Felix<br />
Obst (BSV)/Fabian Fritz (Lichtenrade) mit 6:10,<br />
10:8, 10:3.<br />
Dank Tennis Point Berlin gab es wertvolle Preise<br />
für Sieger und Platzierte.<br />
Text: Roland Goering · Fotos: Georgina Löprich-Gräßler<br />
Unter www.facebook.com/BerlinerTieBreakCup können (auch ohne Facebook-<br />
Konto) mehr als 170 Fotos von diesem Event angesehen werden.<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 63
TVBB intern<br />
DTB<br />
Turnierspieler-Teilnehmerentgelte sollen<br />
Spitzentennis fördern<br />
Im Rahmen der Mitgliederversammlung<br />
am 20.11.2016 in Frankfurt<br />
wurde nach intensiven Beratungen<br />
des Bundesausschusses und<br />
des Präsidiums von den Mitgliedern<br />
eine grundlegende Umstrukturierung<br />
und zukunftsgerichtete<br />
Gestaltung aller Bereiche des Tennissports<br />
beschlossen.<br />
Dabei geht es insbesondere um die Stärkung der<br />
Förderung des Spitzensports u. a. mit der Erweiterung<br />
des Leistungsangebots an den Bundesstützpunkten,<br />
eine intensivere Förderung schon<br />
im Jüngstenbereich und eine Effektivitätssteigerung<br />
der eingesetzten Mittel, die in enger<br />
Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen<br />
Sportbund und dem Bundesministerium<br />
des Innern in einem Konzept erarbeitet wurden.<br />
Darüber hinaus wurde es als zwingend notwendig<br />
erachtet, den DTB in sämtlichen Bereichen<br />
zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Dieses muss<br />
finanziert werden.<br />
Die neuen DTB-Turnierspieler-Teilnehmerentgelte<br />
(ab dem 01.04.<strong>2017</strong>), die an den DTB abgeführt werden müssen, und zwar zusätzlich zu den von den Verbänden erhobenen Gebühren<br />
Ranglisten-Turniere Erwachsene EUR 8,- (bisher EUR 5,-)<br />
Ranglisten-Turniere Jugendliche<br />
EUR 5,- (neu)<br />
Leistungsklassenturniere-Turniere Erwachsene<br />
EUR 5,- (neu)<br />
Leistungsklassenturniere-Turniere Jugendliche<br />
EUR 3,- (neu)<br />
Um die Vereine und damit die wichtige Basis für<br />
das deutsche Tennis zu stärken, haben sich das<br />
Präsidium und die Verbandspräsidenten gemeinsam<br />
darauf verständigt, die notwendige Finanzierung<br />
nicht über eine allgemeine Beitragserhöhung<br />
sicherzustellen. Beschlossen wurde<br />
stattdessen eine Erhöhung des bereits bestehenden<br />
Turnierspieler-Teilnehmerentgeltes für<br />
die Teilnahme an Erwachsenen-Ranglistenturnieren<br />
und die Einführung bei Jugendturnieren.<br />
Ergänzend dazu wird für die Teilnahme an Erwachsenen-<br />
und Jugend- LK-Turnieren zukünftig<br />
ein Teilnehmerentgelt vom DTB erhoben.<br />
Nach Abstimmung mit dem Bundesausschuss<br />
hat das Präsidium für reine LK-Turniere folgende<br />
Entgelte festgelegt: € 5 pro Teilnehmer pro Teilnahme<br />
an einem LK-Turnier sowie € 3 pro Teilnehmer<br />
pro Teilnahme an einem auf Jugend-Altersklassen<br />
beschränktes LK-Turnier.<br />
Damit die Turnierausrichter auf diese Änderung<br />
in ihren Ausschreibungen hinweisen können,<br />
wird abweichend von den Bestimmungen des<br />
§ 20 Ziffer 1 der Turnierordnung den Ausrichtern<br />
gestattet, derzeit bereits veröffentlichte Ausschreibungen<br />
für nach dem 01.04.<strong>2017</strong> beginnende<br />
Turniere in diesem Punkt zu ändern. Die<br />
Abrechnung dieses Entgeltes erfolgt bei Ranglistenturnieren<br />
über die Ausrichter der Turniere<br />
durch den DTB. Die Details der Abrechnung des<br />
LK-Turnierspieler-Teilnehmerentgeltes werden<br />
rechtzeitig bekanntgegeben.<br />
DTB<br />
Wie macht man allen Tennistrainern<br />
ein modernes Know how schnell<br />
und direkt zugänglich? Wie muss eine<br />
zeitgemäße Wissensvermittlung<br />
aussehen? Auf welche Weise kann<br />
ein bundesweit einheitlicher Standard<br />
sichergestellt werden? Diese<br />
Fragen beantwortet der Deutsche<br />
Tennis Bund (DTB) mit dem neuen<br />
Aus- und Fortbildungsmedium „DTB<br />
Online Campus“. Seit Januar <strong>2017</strong><br />
ist er verbindlicher Standard für<br />
Aus- und -weiterbildung der Tennistrainer<br />
in Deutschland.<br />
Bücher und DVDs waren gestern, mit der Veröffentlichung<br />
der kurz „OC“ genannten Lernplattform<br />
geht der Deutsche Tennis Bund<br />
den nächsten Schritt in der Entwicklung der<br />
Lehrmaterialien.<br />
Mehr als ein Jahr lang haben der Dachverband<br />
und das Unternehmen TennisGate gemeinsam<br />
an diesem Großprojekt gearbeitet. Das Ergebnis<br />
ist ein mit vielen Bildern, Videosequenzen und<br />
DTB<br />
DTB Online Campus wird Standard für Trainer<br />
Animationen visuell ansprechender<br />
elektronischer Lehrplan.<br />
Der DTB Online Campus<br />
wird das grundlegende Medium<br />
für die einheitliche Lehre<br />
im deutschen Tennis sein und<br />
zur Pflichtlektüre für die Ausund<br />
Fortbildungen sowie für die Prüfung von<br />
Trainern aller Ausbildungsstufen.<br />
Die Veröffentlichung erfolgt über das Internetportal<br />
dtb.campus.tennisgate.com, eine fortlaufende<br />
Aktualisierung mit immer wieder neuen<br />
Inhalten ist garantiert.<br />
Für den Zugriff sind keine speziellen Kenntnisse<br />
notwendig, einfach registrieren, einloggen<br />
und loslegen. Interessant für Trainer, die auch<br />
mal unterwegs auf den „OC“ zugreifen wollen:<br />
Die Plattform ist responsiv ausgelegt und passt<br />
sich auch an ein Tablet an. Auch die Videos sind<br />
auf mobilen Endgeräten abspielbar, Downloads<br />
sind jedoch nicht vorgesehen – das steht dem<br />
Prinzip der stetigen Aktualisierung mit neuen<br />
Inhalten entgegen.<br />
Die Nutzung des elektronischen Lehrplans ist in<br />
den Rahmenrichtlinien zur Trainerausbildung<br />
verankert und somit für alle Trainer der Landesverbände<br />
des Deutschen Tennis Bundes ab<br />
DTB Online Campus-Nutzungsgebühren (ab 1.1. <strong>2017</strong>) für A-, B- und C-Trainer<br />
Lizenzstufe Ausbildungs-Lizenzkosten/Jahr Fortbildungs-Lizenzkosten/Jahr<br />
A oder B 139,00 Euro 39,00 Euro<br />
C 79,00 Euro 19,00 Euro<br />
dem 1. Januar <strong>2017</strong> verpflichtend. Ab diesem<br />
Zeitpunkt muss jeder Trainer mit einer A-/ B-/<br />
C-Trainer-Lizenz vor Beginn seiner Ausbildung<br />
oder Fortbildung im Besitz einer aktiven Online-<br />
Campus-Lizenz, mindestens entsprechend seiner<br />
Lizenzstufe, sein. In den Fortbildungsjahren<br />
ist eine zwar durchgehende, aber nur reduzierte<br />
OC-Lizenz verpflichtend.<br />
Der DTB-Online-Campus ist nach Modulen aufgebaut,<br />
die Nutzungsgebühren werden jährlich<br />
bezahlt und beinhalten alle laufenden<br />
Updates. Bei den Preisen wird zwischen Ausbildung<br />
oder Fortbildung unterschieden und<br />
auch noch einmal zwischen den Lizenzstufen.<br />
Je nach Leistungspaket erhalten die Trainer damit<br />
auch unterschiedliche Zugriffsberechtigungen<br />
für Theorie und Praxis. Upgrades – um auf<br />
mehr Inhalte zugreifen zu können – sind jederzeit<br />
möglich.<br />
DTB<br />
64<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
TVBB intern<br />
<strong>matchball</strong> kommentiert<br />
Der DTB beschließt neue Belastungen<br />
für Turnierspieler und Trainer<br />
Der DTB informierte (siehe nebenstehenden<br />
Beitrag sowie den Beitrag auf S. 6) über seine<br />
aktuellen Projekte: Erstens über "eine grundsätzliche<br />
Umstrukturierung und zukunftsgerichtete<br />
Gestaltung aller Bereiche des Tennissports"<br />
(Spitzensport, Bundesstützpunkte,<br />
Jüngstenförderung, Effektivitätssteigerung<br />
u.a.) und zweitens über das Projekt "DTB Online<br />
Campus", mit dem er einen "verbindlichen<br />
Standard für Aus- und Weiterbildung der Tennistrainer<br />
in Deutschland schafft".<br />
Was kostet das alles?<br />
Es geht in den Beiträgen jeweils vor allem sehr<br />
konkret um die Finanzierung seiner Vorhaben,<br />
denn um "den DTB in sämtlichen Bereichen<br />
zukunftsfähig weiterzuentwickeln", fehlt<br />
ihm eigentlich das Geld. Es geht um einen Betrag<br />
von schätzungsweise 1,5 Millionen € jährlich,<br />
um eine Summe, die an das derzeitige allgemeine<br />
DTB-Beitragsaufkommen eines Jahres<br />
heranreicht.<br />
Aus vielerlei Gründen - besonders aber seit<br />
1995 auch durch einen stetigen Mitgliederschwund<br />
- ist der DTB derzeit chronisch unterfinanziert.<br />
Von 1989 (vor der Wiedervereinigung)<br />
bis heute ist der DTB von rd. 2 Millionen<br />
Mitgliedern auf 1,4 Millionen, also um 30%,<br />
geschrumpft. Sein Bestreben, aus einer Mangelverwaltung<br />
herauszukommen und neuen<br />
Gestaltungsspielraum zu gewinnen, ist daher<br />
verständlich. Da der DTB seine originären<br />
Aufgaben mit den derzeit zur Verfügung stehenden<br />
Mitteln offenbar nicht mehr erfüllen<br />
kann, schlug er auf der jüngsten Mitgliederversammlung<br />
in Frankfurt/Main als notwendige<br />
Konsequenz eine beträchtliche allgemeine<br />
Beitragserhöhung vor. Deren Höhe und Zweckbestimmung<br />
entsprach wohl einer Forderung<br />
des Deutschen Olympischen Sport Bundes<br />
(DOSB), damit in Zukunft eine gleich hohe Förderung<br />
durch das Innenministerium möglich<br />
werden kann.<br />
Statt allgemeiner Beitragserhöhung<br />
werden Turnierspieler atark belastet<br />
Für die DTB-Pläne mit ihrem direkten (wenn<br />
auch nicht alleinigen) Bezug auf den Spitzensport<br />
wäre dann allerdings nahezu eine Verdoppelung<br />
der DTB-Mitgliederbeiträge erforderlich<br />
gewesen. Das wollten die DTB-Landesverbände<br />
mehrheitlich ihren ganz überwiegend von<br />
Tennis-Freizeitsportlern getragenen Vereinen<br />
dann wohl nicht zumuten. Stattdessen verständigte<br />
man sich auf ein neues Finanzierungsmodell:<br />
Die selektive Belastung von (vorerst?) vor<br />
allem einer Bezugsgruppe - der Gruppe der TurnierspielerInnen.<br />
Von den jugendlichen und erwachsenen<br />
Turnierspielern, in den Augen der<br />
DTB-Landesverbände offenbar ein ungehobener<br />
Schatz, werden auf Dauer erhöhte bzw.<br />
neue Teilnehmerentgelte für Ranglistenturniere<br />
und Leistungsklassenturniere verlangt (überschlägig<br />
geschätzte Einnahmen ca. 1,4 Millionen<br />
€/Jahr).<br />
Ist diese selektive Belastung gerechtfertigt?<br />
In der Tat haben die Landesverbände und der<br />
DTB in den vergangenen Jahren für die Belebung<br />
des Turniersports aufwändige administrative<br />
Leistungen (Nationale Deutsche Tennisdatenbank,<br />
Leistungsklassensystem, Ranglisten,<br />
Umstellung der Datenerfassungssysteme u.a.)<br />
erbracht. Diese Leistungen wurden von den<br />
Vereinsmitgliedern durchaus als Erfüllung der<br />
originären Aufgaben des DTB und seiner Verbände<br />
verstanden: Sie zielten zum Nutzen aller<br />
auf eine erhöhte Attraktivität des Vereinssports<br />
für noch Außenstehende, also auf Mitgliederzuwachs<br />
hin. Von hohen zusätzlichen Kosten speziell<br />
für Turnierspieler war in der Euphorie über<br />
die sich eröffnenden Möglichkeiten (u.a. zum<br />
Beispiel eine 3800 Spieler umfassende Rangliste<br />
der Herren 65) lange Zeit nicht die Rede.<br />
Dann aber verlangten neben den Vereinen<br />
erst die Verbände und dann auch der DTB Turnierentgelte<br />
verschiedenster Art und Höhe. In<br />
den meisten Landesverbänden waren die geforderten<br />
Service-Entgelte moderat (z.B. beim<br />
TVBB für RL-Turniere/LK-Turniere eine Service-<br />
Gebühr von 50 €/25 € und pro Teilnehmer 1 €)<br />
und nachvollziehbar. Der DTB aber verlangte<br />
mehr, zunächst 5 €/Erwachsenen bei Ranglistenturnieren<br />
und jetzt bei allen Turnieren und<br />
auch von Jugendlichen deutlich mehr. Es geht<br />
keineswegs mehr um eine Erhebung von Entgelten<br />
nach dem "Verursacherprizip", wie gelegentlich<br />
zur Rechtfertigung dieser selektiven<br />
Belastung argumentiert wird.<br />
Warum eine Zwangslizenz für<br />
den DTB Online Campus?<br />
An das "Verursacherprinzip" wurde möglicherweise<br />
auch bei der Einplanung einer Sonderbelastung<br />
der lizenzierten TennistrainerInnen im<br />
Bereich des DTB gedacht, als man mit der Eröffnung<br />
des DTB Online Campus-Portals zugleich<br />
einen gebührenpflichtigen Nutzungszwang<br />
einführte (überschlägig geschätztes Aufkommen<br />
50 000 -100 000 €/Jahr; allein im TVBB mit<br />
nur ca. 40 000 Mitgliedern gibt es rd. 680 lizenzierte<br />
Trainer).<br />
Seit Jahrzehnten bildet der DTB selbst A-Trainer,<br />
die Landesverbände bilden in Zusammenarbeit<br />
mit den Landessportbünden B- und C-<br />
Trainer aus. Die erheblichen Kosten tragen die<br />
später meist selbstständigen Trainer. Der DTB<br />
hat sein bewährtes Ausbildungssystem immer<br />
wieder gepriesen - es soll sich daran auch<br />
nichts ändern: Die Trainer melden sich zur Ausbildung/Fortbildung<br />
beim DTB/Landesverband<br />
wie bisher an, werden dort unterrichtet und geprüft.<br />
Die einzige Änderung ist, dass jeder Trainer<br />
nunmehr vor Beginn seiner Ausbildung und<br />
danach jährlich bei der Fortbildung im Besitz<br />
einer kostenpflichtigen, aktiven Online-Campus-Lizenz<br />
(mindestens seiner Lizenzstufe) sein<br />
muss. Klar ist: Wer das unterstützende Medium<br />
verwendet, soll auch dafür bezahlen. Wer aber<br />
eine mediale Unterstützung nicht braucht, warum<br />
sollte er auf dem bisher erfolgreichen Wege<br />
nicht ausgebildet werden können? Vertrauen<br />
der DTB und das Unternehmen TennisGate<br />
LTD der Qualität ihres Ausbildungsangebots so<br />
wenig, dass sie zur Sicherung eines wirtschaftlichen<br />
Erfolgs zu dem Mittel einer Zwangsnutzung<br />
greifen müssen?<br />
Die getroffenen Entscheidungen führen im<br />
Endeffekt dazu, dass die Ausübung des Tennissports<br />
in Vereinen sich auf direktem oder indirektem<br />
Wege verteuert. Es wird sich zeigen,<br />
wie sich das auf die DTB-Mitgliederentwicklung,<br />
aber auch auf die Turnierlandschaft und<br />
damit auch auf die Einnahmen des DTB und seiner<br />
Verbände letztlich auswirkt.<br />
Dr. Dieter Rewicki<br />
Die Anhebung des Turnierspielerentgeltes findet nicht in allen Vereinen Zustimmung. In Internetforen und bei Facebook gibt es auch “Gegenstimmen”.<br />
Auch Widerstand gegen höhere Entgelte<br />
So wird in einer Petition an die Landesverbände bemängelt,<br />
dass die Umsetzung zu einem “Blattschuss” für die<br />
Turnierspieler werden könnte, weil Turnierveranstalter die<br />
undankbare und aufwändige Aufgabe haben, die Gebühren<br />
für den DTB einzuziehen.<br />
Wer soll die Rechnungen schreiben, den Zahlungseingang<br />
kontrollieren?, wird gefragt. Ungeklärt sei auch, wie mit<br />
der Mehrwertsteuerdifferenz umgegangen werden soll.<br />
Turniereinnahmen müssen mit 19 Prozent versteuert werden,<br />
der DTB stellt aber das Teilnehmerentgelt nur mit<br />
7 Prozent in Rechnung. Da diese Gebühren nicht von den<br />
Turnierveranstaltern getragen werden können, würden<br />
sie als “Aufschlag” zu den bisherigen Startgeldern addiert<br />
werden. Bei Jugendturnieren sei dann aber die festgelegte<br />
Obergrenze überschritten.<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
65
TVBB intern<br />
Nachrichten aus Verband und Vereinen<br />
DTB<br />
Nenngeld-Obergrenzen für Jugendturniere<br />
Der Ausschuss für Jugendsport im DTB hat entschieden,<br />
ab 1. Januar 2018 die Nenngeld-Obergrenzen<br />
auf 30,00 Euro für Outdoor-Turniere<br />
und auf 40,00 Euro für Hallen-Turniere zu erhöhen.<br />
Folgendes Timing ist abgestimmt und<br />
verbindlich:<br />
• z Ab 1. April <strong>2017</strong>: Erhebung des DTB-Entgelts<br />
für Jugend-Ranglistenturniere und<br />
Jugend-LK-Turniere.<br />
• z Ab 1. Januar 2018: Erhöhung der Nenngeld-<br />
Obergrenzen auf € 30,00 (Sommer) bzw.<br />
€ 40,00 (Winter). Das DTB-Entgelt wird grundsätzlich<br />
zum Nenngeld erhoben und ist daher<br />
kein Bestandteil des Nenngeldes.<br />
• z Bis 31.Dezember <strong>2017</strong> gelten folgende<br />
Höchstgrenzen: Maximum Sommer, Jugend-<br />
Ranglistenturniere: € 25,00 Nenngeld + € 5,00<br />
DTB-Entgelt. Maximum Winter, Jugend-Ranglistenturniere:<br />
€ 35,00 Nenngeld + € 5,00<br />
DTB-Entgelt.<br />
DTB<br />
Daniel Altmaier (18 J., Gladbacher HTC), Gewinner<br />
der Allianz Kundler German Juniors 2016<br />
(<strong>matchball</strong> berichtete), steht als neue Nummer<br />
eins des LTTC “Rot-Weiß” auf dem Meldebogen<br />
für die 2. Bundesliga der Herren. Er wird für die<br />
Berliner einige Spiele absolvieren. In der Vergangenheit<br />
trainierte Altmaier schon mehrmals<br />
zwischen Turnieren am Hundekehlesee.<br />
Christin Laabs, die 14-jährige TVBB-Meisterin ihrer<br />
Altersklasse (bisher TC Grün-Weiß Nikolassee),<br />
startet jetzt für den TTC SportForum Bernau.<br />
Sie trainiert aber wie bisher bei Guido Jacke<br />
in Kleinmachnow. Der dortige Klub kooperiert<br />
eng mit Bernau.<br />
Niclas Braun,TVBB-Meister 2016 bisher TC SCC)<br />
spielt künftig für den TC 1899 Blau-Weiss.<br />
Niklas Fleischhauer (bisher TC SCC) hat sich dem<br />
Siemens TK Blau-Gold angeschlossen..<br />
Joshua Kugel (bisher VfK), startet jetzt für den TC<br />
Grün-Weiß Nikolassee.<br />
Mark Hamlin, Mit-Gesellschafter der Havellandhalle<br />
in Seeburg, ist dort ausgeschieden und arbeitet<br />
jetzt als Tennistrainer im DSR Sportzentrum<br />
Wandlitz.<br />
Jochen Kunsch, Ex-Regionalliga-Spielerin Sigrid<br />
Franz, Rolf v. Nordenskjöld (Ostliga-Spieler) wurden<br />
vom Vorstand des TC Orange-Weiß für ihre<br />
Treue zum Club geehrt. Jochen Kunsch gehört<br />
dem Verein seit 70, Sigrid Franz seit 60 und Rolf<br />
v. Nordenskjöld seit 40 Jahren an.<br />
und Trainer: “Jeder Dritte ist indessen Clubmitglied.”<br />
Er hofft, dass sich in der bevorstehenden<br />
Sommersaison noch mehr dazu entschließen.<br />
Beide Trainer sehen in Fast Learning für alle Vereine<br />
und Clubs gute Möglichkeiten, neue Mitglieder<br />
zu gewinnen. “In Deutschland gibt es 23<br />
Millionen erwachsene Hobbysportler, die Lust<br />
auf Tennis haben. Sie wollen nur durch gute<br />
Lernkonzepte angesprochen werden“, sagt Fast-<br />
Learning-Gründer Kreysing.<br />
Text und Foto: Bernd Prawitz<br />
TC 1899 Blau-Weiss Berlin<br />
Neues Jahr, neuer Vorstand, neue Ziele<br />
Der im Dezember neu gewählte Vorstand des<br />
TC 1899 Blau-Weiss hat sich für das kommende<br />
Jahr eine moderne, nachhaltige und zukunftsfähige<br />
Ausrichtung des Clubs vorgenommen.<br />
Kurz vor Ende des Jahres 2016 hatten vorzeitige<br />
Neuwahlen stattgefunden. Mehr als 500 anwesende<br />
Mitglieder wählten Dr. Claus-Peter Martens<br />
(1. Vorsitzender), Nany Wiegand-Hoffmann<br />
(Schatzmeisterin), Dr. Silvia Freimuth (Sportwartin),<br />
Marc Patzke (Jugendsportwart) und Heike<br />
Schönbohm (Allgemeine Aufgaben) zu neuen<br />
Vorstandsmitgliedern.<br />
Die Sportwarte setzen sich besonders dafür<br />
ein, den Nachwuchs mit modernen Erkenntnissen<br />
des Trainings sowie der Organisationstrukturen<br />
und Förderkriterien so zu gestalten, dass<br />
junge Spieler mittelfristig in die 1.Erwachsenen-Mannschaften<br />
hineinwachsen. Dazu wird<br />
ab April diesen Jahres ein nachhaltiges Entwicklungs-<br />
und Förderkonzept im Jugend- und Aktivenbereich<br />
eingeführt.<br />
Um den Teamgedanken wieder zu stärken ist<br />
es dem Vorstand besonders wichtig, die Clubtrainer<br />
in die Entwicklung und Umsetzung aktiv<br />
mit ihrem Know-How, Ideen und Erfahrung<br />
einzubinden.<br />
Personalien<br />
Neue Nummer eins beim LTTC “Rot-Weiß”<br />
Detlev Kreysing<br />
Detlev Kreysing<br />
Fast Learning mit guter Bilanz<br />
Im ersten Jahr des Bestehens von Fast Learning,<br />
dem innovativen Konzept für Tennis-Einsteiger,<br />
zieht Geschäftsführer Detlev Kreysing eine gute<br />
Bilanz: In den Landesverbänden des DTB fanden<br />
mehr als 500 Kurse statt, lernten mehr als 2<br />
500 Tennisinteressierte in jeweils zehn Stunden<br />
spielerisch die Grundlagen dieses Sports.<br />
Im TVBB wurden solche Kurse im TC Schwarz-<br />
Gold in Berlin Alt-Hohenschönhausen, im Neuenhagener<br />
TC 93 und im TC Fürstenwalde 2013<br />
angeboten. An ihnen nahmen mehr als 100 Beginner<br />
teil. „Mehr als 60 Teilnehmer hatten soviel<br />
Spaß daran, dass sie Folgekurse buchten.<br />
Acht von ihnen sind indessen Clubmitglieder<br />
geworden“, sagt Schwarz-Gold-Vorsitzender<br />
und lizenzierter Fast Learning-Trainer Sebastian<br />
Herzberg.<br />
Im Neuenhagener TC 93 erlernten seit Juni<br />
30 Interessenten in Fast Learning-Kursen die<br />
Grundlagen des Tennis. Gregor Kluck, Sportwart<br />
Die neue Halle des TC Mariendorf<br />
Tennis Club Mariendorf<br />
Erste "Fliegende Halle" in Deutschland<br />
Das Ereignis wurde im TC Mariendorf gebührend<br />
gefeiert. Ende Oktober ergriffen die Clubmitglieder<br />
Besitz von ihrer neuen Zwei-Feld-<br />
Halle. Es ist die erste ihrer Art in Deutschland:<br />
keine feste und auch keine Traglufthalle, sondern<br />
eine “fliegende Halle”, so nennt sie jedenfalls<br />
die Versicherung.<br />
Sie wird im Frühjahr nicht abgebaut, kann aber<br />
bei Bedarf umgesetzt, im Sommer können ihre<br />
Seiten geöffnet werden. Die Halle hat stählerne<br />
Rundbögen, Oberlichter, eine energiesparende<br />
LED-Beluchtung und eine luftgefüllte Doppelhaut.<br />
Sie wurde im polnischen Breslau gebaut.<br />
In unserem Nachbarland hat die Firma Firma<br />
Sport Halls (www.sporthalls.pl) bereits 100 solcher<br />
Hallen errichtet.<br />
Eine feste Doppelhalle hätte mehr als 500 000<br />
Euro gekostet, die “Fliegende Halle” weniger als<br />
ein Drittel, nur 150 000 Euro. Finanziert wurde<br />
sie durch Spenden und zinslose bzw. günstige<br />
Darlehen von Mitgliedern. Sie ist ein Schmuckstück<br />
des 70-jährigen Clubs.<br />
Text und Foto: Andreas Springer<br />
Korrektur<br />
in <strong>matchball</strong> 4/1016, Seite 18, hieß es irrtümlich,<br />
dass die Blau-Weiss-Spieler Jörgen Jacobs/<br />
Bernd Saurbier bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften<br />
(He70) ihr Doppel gegen Stepan<br />
Koudelka/Alexander Cernoch (Espelkamp-Mittwald)<br />
knapp verloren hätten. Richtig ist, dass sie<br />
7:6, 6:7, 10:7 gewannen.<br />
Zusammenstellung: Bernd Prawitz<br />
66<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
TVBB intern<br />
SchiedsRichterVereinigung<br />
im Tennisverband Berlin-Brandenburg<br />
Ausschreibung Grundausbildungslehrgang <strong>2017</strong><br />
zum Schieds- und Oberschiedsrichter<br />
Wann: Freitag, 21. bis Sonntag, 23. April <strong>2017</strong><br />
16:00 bis 20:00 Uhr (Freitag) bzw. 9:00 bis 18:00 Uhr<br />
Wo:<br />
Verfahren:<br />
Voraussetzungen:<br />
Anmeldung:<br />
Geschäftsstelle des TVBB - Seminarraum,<br />
Hüttenweg 45, 14195 Berlin<br />
Schriftliche Prüfungen (Multiple Choice);<br />
praktische Prüfung für Stuhlschiedsrichter im Rahmen<br />
der Midcourt-Verbandsmeisterschaften (Termin n.n.)<br />
Mitglied in einem Verein des TVBB und<br />
Vollendung des 16. Lebensjahres<br />
Per E-Mail an schiedsrichter@tvbb.de unter Angabe von<br />
Name, Adresse, Geburtsdatum, Telefon & Handy, E-Mail<br />
und Tennisverein<br />
Meldeschluss: Freitag, 31. März <strong>2017</strong><br />
Kosten:<br />
Zahlungsweg:<br />
Verantwortlich:<br />
€ 60,00 – Der Betrag muss mit der Anmeldung auf das<br />
nachfolgend genannte Konto überwiesen werden!<br />
Sonderkonto Hartmut Kneiseler<br />
IBAN: DE30 1001 0010 0422 7361 00 (Postbank Berlin)<br />
Tobias Fuchs, SRV im TVBB, schiedsrichter@tvbb.de<br />
Nach Zahlungseingang der Meldegebühr erhält jede Teilnehmerin / jeder<br />
Teilnehmer per Post das aktuelle DTB-Organisationsheft mit den relevanten<br />
Tennisregularien übersandt.<br />
Die vorherige Lektüre der ITF-Tennisregeln, der DTB-Wettspiel- &<br />
Turnierordnung, „Spiel ohne Schiedsrichter“<br />
sowie des DTB-Verhaltenskodex wird vorausgesetzt!<br />
Wer bereits vorab Tennisregularien studieren möchte, kann diese jederzeit<br />
unter http://www.dtb-tennis.de/Verband/Regeln-Ordnungen einsehen!<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
67
TVBB intern<br />
Versammelte "Funktionärs-Power": Die Turnierteilnehmer beim FVT Heilandsweide<br />
Fotos: maasgestaltet<br />
FVT Heilandsweide: Funktionärsturnier 2016<br />
Gespräche waren wichtiger als<br />
verwandelte Matchbälle<br />
Das Funktionärsturnier 2016 fand<br />
mit einer kleinen "Verspätung" erst<br />
im Januar <strong>2017</strong> auf der Anlage der<br />
FVT Heilandsweide statt. Es war wieder<br />
ein etwas anderes Turnier. Anregende<br />
Gespräche, das Austauschen<br />
von Erfahrungen in der Vereinsarbeit<br />
und neue Kontakte waren wichtiger<br />
als gewonnene Matches.<br />
Der TVBB richtet dieses Turnier jährlich aus, um<br />
den Turnierteilnehmern für ihre ehrenamtliche<br />
Arbeit zu danken - stellvertretend für alle Vereinsfunktionäre<br />
in Berlin und Brandenburg, die<br />
mit ihrem Ehrenamt den größten Anteil daran<br />
haben, dass sich der Tennissport in unserer Region<br />
gut entwickelt.<br />
Außerdem bietet dieses Turnier eine ideale Plattform,<br />
um sich über ihre Arbeit in den Vereinen<br />
auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.<br />
So trafen sich dieses Mal auf die Einladung von<br />
Alexander Klimke, Präsidiumsmitglied für Sportentwicklung<br />
und für dieses Turnier verantwortlich,<br />
32 Ehrenämtler. Von ihnen spielen 28 auch<br />
selbst aktiv Tennis.<br />
Das Turnier wurde diesmal in einem Team-Cup-<br />
Modus ausgetragen. Roland Goering (TVBB-Referent<br />
für Jüngstentennis), Mitglied im gastgebenden<br />
FVT Heilandsweide, kümmerte sich um<br />
die Turnierleitung. Er wurde dabei unterstützt<br />
vom leider verletzten und deshalb nicht mitspielenden<br />
Christian Fuchs (BFC Alemannia). Die<br />
Teilnehmer traten in sechs möglichst gleich starken<br />
Teams an, die dann in vielen "kleinen" Matches<br />
in der Dreifeldhalle auf Zeit gegeneinander<br />
spielten. So wurde gewährleistet, dass meist<br />
ähnlich starke Spielerinnen und Spieler in den<br />
Doppeln und Mixed-Matches aufeinander trafen.<br />
Schnell wurden aus dem “bunt zusammengewürfelten<br />
Spielerhaufen” echte Teams, die<br />
sich anfeuerten und viel Spaß hatten.<br />
Das Siegerteam Tutku Kurt, Silvia Ninino, Torsten<br />
Ladkau, Sebastian Ziller und Arnold Blumendeller<br />
Nach dreieinhalb Stunden Tennis konnte Alexander<br />
Klimke das Siegerteam ehren: Tutku Kurt,<br />
Silvia Ninino, Torsten Ladkau, Sebastian Ziller<br />
und Arnold Blumendeller holten die meisten<br />
Punkte und konnten sich über kleine Preise<br />
freuen. Aber auch die anderen Teilnehmer gingen<br />
nicht leer aus.<br />
Apropos nicht leer: Mit leerem Magen musste<br />
auch niemand den Heimweg antreten, denn das<br />
Buffet von Christian Westarp und seinem Team<br />
bot für alle einen gelungenen und leckeren Abschluss<br />
des Abends. Viele Teilnehmer saßen danach<br />
noch länger bei angeregten Gesprächen<br />
zusammen. Ein gelungener Tag also. Ein Dankeschön<br />
geht an die FVT Heilandsweide, die ihre<br />
Anlage zur Verfügung stellte.<br />
Roland Goering<br />
Jüngstentennis<br />
Wer darf in einer höheren AK spielen?<br />
Der Jüngstenreferent bittet<br />
alle Jugendturnier-<br />
Veranstalter auf den einschlägigen<br />
Passus der<br />
DTB-Turnierordnung zu<br />
achten.<br />
Der §45 1.(b) der DTB-Turnierordnung<br />
besagt:<br />
"Spieler des Jahrgangs U10 dürfen<br />
auch in der U11 spielen. Wird diese<br />
nicht angeboten, dürfen sie auch in<br />
der U12 spielen, dies allerdings nur<br />
mit schriftlicher Genehmigung des<br />
jeweiligen Verbandsjugendwartes.<br />
Bei Turnieren, die nach dem 30.<br />
September jedes Kalenderjahres<br />
beginnen, dürfen Spieler des Jahrgangs<br />
U10 ohne Einschränkung<br />
auch in der U12 spielen.<br />
Roland Goering, Jüngstenreferent des TVBB<br />
Die Sondergenehmigung des Verbandsjugendwartes haben folgende TVBB-Spieler für<br />
die Saison <strong>2017</strong>:<br />
Jungen Verein Mädchen Verein<br />
Carl Radtke LTTC “Rot-Weiß” Nastasija Nesterovic Grunewald TC<br />
Friedrich Stoll TC Tiergarten Zora König SV Zehlendorfer Wespen<br />
Stefan Fricke VfK Anouk van Riesen TC 1899 Blau-Weiss<br />
Felix Hingst LTTC “Rot-Weiß” Sophie Ginko TK Blau-Gold Steglitz<br />
Miguel Bretag TC Grün-Gold Tempelhof Nele Wolter TC 1899 Blau-Weiss<br />
Andrej Gorodetzki Grunewald TC Andra Braicu TC SCC<br />
Lavinia Bürger TV Frohnau<br />
Zora Moaye Koffi BSV 1892<br />
68<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
TVBB intern<br />
Haben sich für das Wahlpflichtfach Tennis entschieden: Enrico Tuszik, Michael Agwi, Lennart Kleeberg, Moritz Woschei,, Tom Schellenberg, Kiyan Kasemi, Michelle<br />
Adamczewska, Ivan Georgiev<br />
Ausbildung<br />
Die Talentschmiede, in der auch Rudi Molleker schwitzte<br />
Die Heinrich-Böll-Oberschule im<br />
Nordwesten Berlins, im Stadtteil<br />
Hakenfelde von Spandau gelegen,<br />
ist eine besondere Bildungsstätte.<br />
Eine integrierte Sekundarschule<br />
mit Gymnasialer Oberstufe, an der<br />
von Klasse sieben bis zehn Tennis<br />
als Wahlpflichtfach angeboten wird<br />
- als einziger Schule in der Hauptstadt.<br />
Danach kann das Abitur erworben<br />
werden. Prominentester<br />
Tennis-Schüler war der 16-jährige<br />
Rudolf Molleker, eins der größten<br />
deutschen Talente, das den Sprung<br />
in die Weltspitze schaffen kann.<br />
Aber er ist nicht der einzige, der im deutschen<br />
Juniorentennis einen guten Namen hat. Die<br />
Schule besuchen auch Lennart Kleeberg, Deutscher<br />
Vizemeister U14, und die Talente Michael<br />
Agwi, Kiyan Kasemi und Michelle Adamszewska.<br />
“Ziel unserer Reformschule ist es, den Unterricht<br />
inhaltlich und organisatorisch so zu gestalten,<br />
dass die Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit<br />
der Schülerinnen und Schüler bei der Leistungsaneignung<br />
gefördert wird.<br />
Das wiederum führt zu mehr Freude am Lernen”,<br />
sagt Sportkoordinator Uwe Petermann. “Die<br />
Schüler haben mit den zwei allgemeinen Sportstunden<br />
und den drei Trainingseinheiten von je<br />
einer Doppelstunde insgesamt acht Sportstunden<br />
in der Woche.” Sie werden vormittags absolviert.<br />
Damit wird die Regenerationsphase zum<br />
Sportkoordinator Uwe Petermann<br />
Nachmittagstraining im Verein gewährleistet”,<br />
ergänzt er..<br />
Auf diese Feststellung legt die Schulleitung besonderen<br />
Wert: “Die sportbetonte Ausbildung<br />
geht nicht zu Lasten anderer Unterrichtsfächer.”<br />
Enge Partnerschaft mit SUTOS<br />
Die gute Tennisausbildung ist nur durch eine enge<br />
Partnerschaft mit dem benachbarten Tennisverein<br />
SUTOS 1917 möglich. Er stellt nicht nur<br />
zwei Plätze und im Winter ebenso viele Spielfelder<br />
in seiner Halle für die Tennisschüler zur Verfügung,<br />
sondern auch einen lizenzierten Trainer.<br />
“Trotzdem ist die Schule völlig vereinsunabhängig.<br />
Aber die Kooperation ist ein Erfolgsmodell”,<br />
sagt Petermann.<br />
Der Beweis: Die Heinrich-Böll-Oberschule wurde<br />
im Schuljahr 2016/2917 Berliner Meister im<br />
Schultennis. Als Landessieger im Wettbewerb<br />
“Jugend trainiert für Olympia” nahmen die Jungen<br />
am Bundesfinale teil, traditionell im vergangenen<br />
September ausgetragen beim TC 1899<br />
Blau-Weiss. Bei ihrem ersten Start belegten sie<br />
gleich einen achtbaren siebenten Platz. “Er ist<br />
ausbaufähig”, sagt Petermann.<br />
Eltern, die Kinder an der Heinrich-Böll-Oberschule<br />
anmelden wollen, finden mehr Informationen<br />
unter www.boell-schule.de). Direkte<br />
Kontaktaufnahme per E-Mail an den Sportkoordinator:<br />
u.petermann@boell-schule.de<br />
Uwe Petermann, Sportkoordinator der Heinrich-Böll-Schule<br />
Fotos: Andreas Springer<br />
www.tennis.de<br />
Anzeige<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
69
TVBB intern<br />
Turnierkalender <strong>2017</strong><br />
Aktive<br />
03.03. - 05.03. A-6/7 SCHWAPP TENNIS SERIES <strong>2017</strong> #3 Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde Da/He<br />
04.03. - 05.03. Offene Hallenregionalmeisterschaften Nord-Brandenburg Sport-In Wust Da/He<br />
17.06. - 25.06.<br />
Future Nord, ITF Men'/Woman's Circuit, German Masters Series<br />
presented by Tretorn<br />
Kaltenkirchen<br />
Da 11462 $<br />
He 11250 $<br />
10.03. - 12.03. - LAND FLEESENSEE TENNIS OPEN <strong>2017</strong> Golf & Country Club Fleesensee, 17213 Da/He<br />
16.06. - 11.06. A-4 TVBB Verbandsmeisterschaften Damen/Herren SV Zehlendorfer Wespen Da/He<br />
23.06. - 25.06. A-5 Dunlop Cup SV Reinickendorf Da/He<br />
05.07. - 09..07. A-4/6 Neuenhagen Open <strong>2017</strong> Neuenhagener TC 93 Da/He<br />
07.07. - 09.07. N-2 Offene Ostdeutsche Meisterschaften AK U21 M/W<br />
13.07. - 16.07. A-3/6 63. Friedrichshagen Open TC Orange-Weiß Friedrichshagen Da/He<br />
20.07. - 23.07. A-4/6 60. Allgemeines Turnier BTC 1904 Grün-Gold tempelhof Da/He<br />
26.07. - 30.07. A-6 30. City-Turnier <strong>2017</strong> SC Brandenburg Da/he<br />
31.07. - 02.08. N-4 Sportkind Junior Serie <strong>2017</strong> Berlin TC Schwarz-Gold W/M 21<br />
02.08. - 06.08. A-6/7 10. Rasentennis Open Berlin Verein f. Körperkultur W/M 21<br />
09.08. - 13.08. A-7 SCC Open <strong>2017</strong> TC SCC Da/He<br />
13.08. - 20.08.<br />
Leipzig-Open, German Masters Series presented by Tretorn<br />
Leipziger TC 1900<br />
(ITF Womans'Circuit)<br />
17.08. - 20.08. A-3<br />
19. Internationale Sächsische Meisterschaften<br />
German Masters Series presented by Tretorn<br />
Leipziger TC 1900<br />
19.08. - 23.08. A-7 Südturnier<br />
TC Weiß-Rot Neukölln, Blau-Weiß Britz, BTC<br />
Gropiusstadt<br />
20.08. - 27.08.<br />
Braunschweig Women's Open <strong>2017</strong>,German Masters Series<br />
Braunschweiger THC<br />
presented by Tretorn (ITF Women's Circuit)<br />
Da (E/D)<br />
19794 $<br />
Da/He<br />
10200€<br />
Da/He<br />
Da (E,D)<br />
19794 $<br />
24.08. - 27.08. A-7 17. Offene Barnimer Meisterschaften TTC Bernau Da/He<br />
31.08. - 03.09. Große Meden/Poensgen-Spiele Da/He<br />
03.09. 7. Charity Cup “Berlins Next Tennis Talent”, Lennart Kleeberg International Club Berlin<br />
09.09. - 15.09. A-7 Weiß-Rot Cup TC Weiß-Rot Neukölln Da/He<br />
09.09. - 17.09. A-7 3. Grunewald Open <strong>2017</strong> Grunewald TC Da/He<br />
06.10. - 08.10. - SCHWAPP TENNIS SERIES <strong>2017</strong> #4 Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde Da/He<br />
10.11. - 12.11. - SCHWAPP TENNIS SERIES <strong>2017</strong> #5 Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde Da/He<br />
17.11. - 19.11. - ROBINSON CLUB FLEESENSEE TENNIS CHALLENGE <strong>2017</strong><br />
Golf & Country Club Fleesensee, 17213<br />
Göhren-Lebbin<br />
Da/He<br />
08.12.- 10.12. - SCHWAPP TENNIS MASTERS <strong>2017</strong> Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde Da/He<br />
15.12. - 18.12. - 1. DSR Aktiven Weihnachtscup Bernau-Waldsiedlung Da/He<br />
Senioren<br />
04.03. - 05.03. Offene Hallenregionalmeisterschaften Nord-Brandenburg Sport-In Wust He 50<br />
09.03. - 12.03. S-A<br />
31. Nationale Deutsche Hallenmeisterschaften der AK 30, 35<br />
Eggenstein<br />
Eggenstein (DTB)<br />
W/M 30, 35 E,Do,Mix<br />
22.04. - 30.04. S-4 Känguruhs Open <strong>2017</strong> NTC „Die Känguruhs“<br />
W/M 40, 50, 60<br />
M 30, 55, 65, 70<br />
24.02. - 26.02. - Lok-Doppel-Senioren-Turnier TV Elsterwerda, Holzhof 4, Elsterwerda<br />
30.04. - 07.05. Grade 5 1. ITF Outdoor Senior Open Berlin TC Orange-Weiß Friedrichshagen W/M 35 - 80<br />
31.05. - 05.06. S-2 15. Grün-Weiß Nikolassee Seniorenturnier TC Grün-Weiß Nikolassee W/M 40 - 75<br />
29.06. - 04.07. S-7 1. Neuenhagen Senior Open Neuenhagener TC 93 W 30-75, M 30-85<br />
07.07. - 16.07. S-2 11. Usedom Senior OPEN Zinnowitz (TMV) W 40 - 75, M 35 - 75<br />
15.07. - 22.07. S-5 5. SUTOS OPEN SUTOS 1917 Spandau W40, M 40-55<br />
21.07. - 30.07. S-3 60. Allgemeines Turnier Grün-Gold Tempelhof BTC 1904 Grün-Gold Tempelhof W/M 40 - 85<br />
22.07. - 29,07. S-7 30. Cityturnier <strong>2017</strong> SC Brandenburg W/M 30, M 40, 50, 60<br />
25.07. - 06.08. S-A Deutsche Seniorenmeisterschaften in Bad Neuenahr HTC Bad Neuenahr<br />
01.08. - 06.08 S-5 2. STK Babolat Open <strong>2017</strong> Steglitzer TK 1913 M 40, 50, 60<br />
02.08. - 06.08. S-7 10. Rasentennis Open Berlin Verein f. Körperkultur M 40<br />
04.08. - 07.08. S-3 SCC Senior Open <strong>2017</strong> TC SCC W/M 40, 50, 60 M 70<br />
12.08. - 19.08. S-3 69. Verbandsmeisterschaften der SeniorInnen des TVBB BSV 1892<br />
W 30, 40, 50, 60<br />
MM 30 - 75<br />
19.08 - 23.08. S-4 Südturnier<br />
TC Weiß-Rot Neukölln, Blau-Weiß Britz, BTC<br />
Gropiusstadt<br />
W/M 30, 40, 50 M 60<br />
24.08. - 27.08. S-6 17. Offene Barnimer Meisterschaften TTC Bernau W/M 40, 50 M 30, 60<br />
70<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
TVBB intern<br />
26.08. - 27.08. S-7 Große Spiele der Verbände W/M 30, 40, 50, 60, 70<br />
02.09. - 03.09. S-7 Endrunde Deutsche Vereinmeisterschaften<br />
28.08. - 03.09. S-3<br />
XXIV. SCHWERINER INTERNATIONAL SENIORS OPEN - DUNLOP<br />
Schweriner TC 1908<br />
SENIOR TOUR<br />
W/M 40-75, M 80<br />
03.09. - 10.09. 6. SeniorInnen LK-Turnier VfL Tegel W 50, M 65<br />
07.09. - 10.09. S-3 Internat. Sächsische Seniorenmeisterschaft <strong>2017</strong> TC RC Sport Leipzig W/M 30 - 75<br />
09.09. - 15.09. S-7 Weiß-Rot Cup TC Weiß-Rot Neukölln W/M 30, 40, 50, 60<br />
09.09. - 17.09. S-4 3. Grunewald Open Seniors Grunwald TC W/M 30, 40, 50 M 60 65<br />
26.11. - 03.12. S-5 2. ITF Berlin Senior Open TTC Bernau W/M 35 - 70, M 75<br />
Jugend<br />
23.02. - 26.02. J-4 4. DSR Jugend Cup <strong>2017</strong> Bernau-Waldsiedlung W/M U10, 12, 14, 16, 18<br />
25.02. - 26.02.<br />
Jugend-Hallenregionalmeisterschaften<br />
Nord Brandenburg<br />
Sport-In Wust<br />
W/M U8, 10, 12, 14,<br />
16, 18<br />
02.03. - 05.03. J-4 5. DSR Jugend Cup <strong>2017</strong> Bernau-Waldsiedlung W/M U10, 12, 14, 16, 18<br />
03.03. - 05.03. J-2<br />
26. Ostdeutsche Jugendmeisterschaften U12/14<br />
DTB U12 Turnierserie/ Dunlop Junior Series <strong>2017</strong><br />
Leipzig W/M 12/14<br />
03.03. - 05.03. J-4 SCHWAPP TENNIS SERIES <strong>2017</strong> #3 Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde M/W U10, 12, 14, 16<br />
04.03. - 05.03. J-3 LTTC Rot Weiß Kids Cup Turnierserie mit Race Wertung BUGA-Tennishalle Sangerhauser Weg M/W U8, 10, 12<br />
10.03. - 12.03. J-4 2. Bad Saarow Kids Ranglistenturnier Bad Saarow W/M 10, 12, 14, 16, 18<br />
16.03. - 19.03. J-4 6. DSR Jugend Cup <strong>2017</strong> Bernau-Waldsiedlung W/M U10, 12, 14, 16, 18<br />
19.03. 4. TCL Kids CUP <strong>2017</strong> TC Lichtenrade Weiß-Gelb M/W U8, U10<br />
30.03. - 02.04. 7. DSR Jugend Cup <strong>2017</strong> Bernau-Waldsiedlung W/M U10, 12, 14, 16, 18<br />
10.03. - 12.03. J-4 LAND FLEESENSEE TENNIS OPEN <strong>2017</strong> Golf & Country Club Fleesensee, 17213 M/W U10, 12, 14, 16<br />
22.04. - 23.04. J-4 1. TCL Junior Cup TC Lichtenrade Weiß-Gelb M/W 14 (E, D)<br />
25.05. - 31.05. J-3 Bezirksmeisterschaften Nord-Berlin M/W 12, 14, 16, 18<br />
26.05. - 31.05. J-3 Bezirksmeisterschaften Süd-Berlin M/W 12, 14, 16, 18<br />
01.06. - 05.06 J-2 Jugend-Nordpokal <strong>2017</strong> TV Frohnau M/W 12, 14, 16, 18<br />
03.06. - 04.06. J-3 LTTC Rot Weiß Kids Cup Turnierserie mit Race Wertung LTTC Rot-Weiß M/W U8, 10, 12<br />
24.06. - 25.06 J-3 LTTC Rot Weiß Kids Cup, Turnierserie mit Race Wertung LTTC Rot-Weiß M/W U8, 10, 12<br />
14.07. - 16.07. J-4 3. Bad Saarow Kids Ranglistenturnier Bad Saarow W/M 10, 12, 14, 16, 18<br />
15.07. - 20.07. J-2 TVBB Jugend-Verbandsmeisterschaften <strong>2017</strong> TK Blau-Gold Steglitz W/M 11, 12, 14, 16, 18<br />
15.07. - 28.07. J-2 20. Internat. Ferienpokal Laatzig Automobile Masters <strong>2017</strong> BFC Alemannia W/M 10, 12, 14, 16, 18<br />
19.07 - 22.07. J-3 19. Friedrichshagen Junior Open TC Orange-Weiß Friedrichshagen M/W U10, 12, 14, 16, 18<br />
31.07. - 02.08. J-3 Sportkind Junior Serie <strong>2017</strong> TC Schwarz-Gold M/W U10, 12, 14, 16, 21<br />
03.08. - 06.08 Fleesensee Junior Trophy Golf & Country Club Fleesensee, 17213 M/W U10, 12, 14, 16, 21<br />
07.08. - 09.08. J-3 XV. Vodafone Junior Open Berlin (Dunlop Junior Serie) TC Schwarz-Gold M/W U 10, 12, 14, 16, 21<br />
10.08. - 13.08. J-3 SCC Junior Open <strong>2017</strong> TC SCC M/W U 12, 14, 16, M 18<br />
21.08. - 24.08. J-3 Südturnier<br />
TC Weiß-Rot Neukölln, Blau-Weiß Britz, BTC<br />
Gropiusstadt<br />
M/W 11, 12, 14, 16, 18<br />
24.08. - 27.08. J-3 17. Offene Barnimer Meisterschaften TTC Bernau M/W 12, 14, 18<br />
26.08. - 01.09. J-2 3. Internationale Spandauer Jugendmeisterschaften <strong>2017</strong> Siemens TK Blau-Gold M/W 12, 14, 16, 18<br />
02.09. - 03.09. J-3 LTTC Rot Weiß Kids Cup Masters LTTC Rot-Weiß M/W U8, 10, 12<br />
02.09. - 09.09. J-2 17. Cujic Cup TV Preussen M/W 10, 12, 14, 16, 18<br />
02.09. - 03.09. 3. Cujic Midcourt Turnier <strong>2017</strong> BSV ‘92 M/W<br />
03.09. 8. Cujic Mini-Cup BSV ‘92 M/W<br />
08.09. - 10.09. J-2 Offene Ostdeutsche Jugendmeisterschaften <strong>2017</strong> TC BW Dresden Blasewitz M/W 12, 14, 16<br />
06.10. - 08.10. J-4 SCHWAPP TENNIS SERIES <strong>2017</strong> #4 Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde M/W U10, 12, 14, 16<br />
10.11. - 12.11. J-4 SCHWAPP TENNIS SERIES <strong>2017</strong> #5 Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde M/W U10, 12, 14, 16<br />
17.11. - 19.11. J-4 ROBINSON CLUB FLEESENSEE TENNIS CHALLENGE <strong>2017</strong> Golf & Country Club Fleesensee, 17213 M/W U10, 12, 14, 16<br />
08.12.- 10.12. J-4 SCHWAPP TENNIS MASTERS <strong>2017</strong> Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde M/W U10, 12, 14, 16<br />
Anmerkung der Redaktion: Lt. Auskunft des Sportwarts von MVP finden die Fleesensee-Turniere statt.<br />
Dass sie nicht im Kalender stehen hängt mit der Umstellung auf das nu-Liga-System zusammen. Nach erfolgter Umstellung erscheinen sie im Kalender.<br />
Dieser Turnier/Veranstaltungskalender (Stand Januar <strong>2017</strong>) wird in den folgenden Ausgaben fortgeschrieben.<br />
Vollständige Angaben zu den Turnieren/Veranstaltungen siehe unter www.dtb-tennis.de / mybigpoint bzw. www.tvbb.de.<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
71
TVBB intern<br />
Zum Wohlfühlen: Die Anlage Ali Bey Club in Manavgat<br />
Reisen<br />
Mit Patricio Travel in die Sonne<br />
Wie viele Matches habe ich bei einer<br />
Reise mit Patricio Travel zu einem<br />
LK-Event in der Türkei? Kann<br />
ich Trainingseinheiten extra buchen?<br />
Können sich Tennisreisende<br />
an der Riviera nach dem Putschversuch<br />
sich fühlen? Roland Goering,<br />
Ansprechpartner für Patricio Travel-<br />
Reisen im TVBB, beantwortet Fragen<br />
der <strong>matchball</strong>-Leser.<br />
Der TVBB hat einen informativen Flyer zu den Tennis-Camps<br />
<strong>2017</strong> herausgegeben, der Lust macht,<br />
im April die Frühlingssonne zu suchen und im Oktober<br />
die Herbstsonne. Sie konnten sich vor Ort<br />
in der Türkei ein Bild von Tennis-Camps verschaffen.<br />
Was können die Berliner und Brandenburger<br />
erwarten?<br />
Roland Goering: “Zu den LK-Events gehören immer<br />
mindestens vier Matches und ein optional<br />
buchbares Training von fünf mal 90 Minuten. Ich<br />
war bei einem Camp vor Ort, das gemeinsam<br />
von TVBB- und NTV-Mitgliedern besucht wurde.<br />
Die Turnierleitung und die Trainer waren sehr<br />
professionell, sorgten aber auch für viel Spaß<br />
auf und neben dem Platz. Nach dem Kennenlernen<br />
entstand eine gute Gruppe, in der auch<br />
einzeln Reisende schnell Anschluss fanden.<br />
Die Anlagen in der Türkei sind groß und bieten<br />
auch abseits vom Tennis viele Freizeit-, Entspannungs-<br />
und Unterhaltungsmöglichkeiten. Die<br />
Zeit in der Woche dort vergeht viel zu schnell …”<br />
Patricio Travel, der Partner des TVBB für<br />
Tenniscamps, hat seit 20 Jahren in Manavgat<br />
mit dem Ali Bey Club und Resort-Konzept<br />
einen hohen Standard<br />
entwickelt, der immer eine „Super Tenniswoche“<br />
garantierte. Die Feier des 20-jährigen<br />
Bestehens von Patricio Travel im<br />
Juli vergangenen Jahres hatte eindrucksvoll<br />
die Zufriedenheit von tausenden Kunden bestätigt<br />
und die Kompetenz des Reiseveranstalters<br />
hervorgehoben. Gibt es von Patricio für uns noch<br />
andere Reiseziele oder neue Konzepte?<br />
Roland Goering: “Patricio Travel bietet in diesem<br />
Jahr insgesamt vier LK-Events an. Auch in<br />
den Ali Bey Club in Sorgun, nur wenige Kilometer<br />
von Manavgat entfernt, kann die Reise<br />
gehen. Relativ neu im Angebot ist das Bluesun<br />
Hotel in Bol (Kroatien). Reisezeit: Ende April/Anfang<br />
Mai.<br />
Neben den LK-Events werden auch Turnier- und<br />
Trainingsreisen angeboten, zum Beispiel ein Strategiekurs<br />
Doppel. Und es gibt auch Fitnessevents<br />
von Patricio Travel.”<br />
Die Jubiläumsfeier von Patricio fand unglücklicherweise<br />
am Tage des Putsches in der Türkei statt<br />
und hat möglicherweise viele Interessenten für eine<br />
Reise dorthin verunsichert. Gibt es Grund dazu?<br />
Roland Goering: “Nein. Manavgat an der Türkischen<br />
Riviera liegt 700 Kilometer von der Grenze<br />
zu Syrien entfernt, das ist eine Distanz wie zwischen<br />
Berlin und Innsbruck.<br />
Das Auswärtige Amt hat keine Reisewarnung für<br />
die türkische Riviera herausgegeben. Eine hundertprozentige<br />
Sicherheit gibt es im Moment natürlich<br />
leider nirgendwo Es empfiehlt sich, immer<br />
aktuell über die Lage informiert zu sei. Es gibt aktuell<br />
keine zu großen Sicherheitsbedenken, um<br />
grundsätzlich von einer Reise an die Türkische<br />
Riviera abzuraten. Dort ist bisher nichts passiert,<br />
und daran ändert sich hoffentlich auch nichts.”<br />
Die Reisetermine im Überblick<br />
2. bis 9. April Ali Bey Club Manavgat LK-Turnier, Trainingswoche<br />
16. bis 23. April Ali Bey Resort Sorgun (Side) Lk-Turnier, Familiencamp<br />
29.April bis 6. Mai Bluesun Hotel Bonaca Bol Lk-Turnier, Familiencamp<br />
8. bis 5. Oktober Ali Bey Resort Sorgun (Side) Lk-Turnier und Herbstcamp<br />
8. bis 15. Oktober Ali Bey Club Manavgat Lk-Turnier, Trainingswoche<br />
© Roland Goering<br />
LK-Turniere des DTB gehören inzwischen zum<br />
Standardprogramm in den Camps. Unsere LK-<br />
Spieler können fast 150 Euro bei einer Buchung<br />
sparen, wenn sie Premium-Mitglied bei mybigpoint<br />
werden. Kennen Reiseinteressenten diesen<br />
Vorteil, wird das Angebot angenommen?<br />
Roland Goering: “Ja, immer mehr. Inzwischen<br />
ist der TVBB ja auch in der Abwicklung der<br />
Verbandsspiele direkt an Mybigpoint angeschlossen,<br />
was den Vorteil der Premium-Mitgliedschaft<br />
noch größer macht. Somit sind<br />
inzwischen deutlich mehr Spieler aus dem Verbandsgebiet<br />
Premium Mitglieder bei Mybigpoint.<br />
Für die Reisen ist es ja eine recht einfache<br />
Rechnung, dass es sich in jedem Fall lohnt:<br />
Fast 150 Euro sparen dazu 46,80 weniger Jahresgebühr<br />
für die Premium Mitgliedschaft - das<br />
macht doch Sinn.”<br />
Bisher sind die Reisegruppen aus Berlin-Brandenburg<br />
bei den LK-Events oft noch relativ klein. Andere<br />
Verbände stellen größere Anteile. muss das<br />
so bleiben?<br />
Roland Goering: “Zunächst einmal ist es nicht<br />
nachteilig, wenn die Anzahl der Bucher aus<br />
dem eigenen Verband nicht so groß ist. Die Reisen<br />
werden ja in Kooperation mehrerer Verbände<br />
durchgeführt, zu allen Reisen ist die Turnier-<br />
und Trainingsgruppe jeweils groß genug,<br />
dass die Matches gegen etwa gleichstarke und<br />
gleichaltrige Gegner gespielt werden können.<br />
Trotzdem wäre es natürlich wünschenswert,<br />
mit einer großen Gruppe aus dem TVBB zu reisen.<br />
Die Events eignen sich ja auch super zum<br />
Kontakte knüpfen und neue Spielpartner<br />
kennenzulernen. Eine große Reisegruppe<br />
aus Berlin-Brandenburg fördert natürlich<br />
das "Wir"-Gefühl im TVBB. Daher werben<br />
wir sehr aktiv für diese Events und hoffen,<br />
dass immer mehr Vereine und Einzelbucher<br />
die Angebote interessant finden<br />
und - buchen.”<br />
72<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Tennis international<br />
Vorbild für Sieger Roger Federer (l.) und Finalist Rafael Nadal (r.): die australische Tennis-Legende Rod Laver<br />
© Jürgen Hasenkopf<br />
Australian Open Tennis Championships <strong>2017</strong>, The Grand Slam of Asia/Pacific<br />
Die “Oldie”-Show von Down Under,<br />
das Turnier der Paukenschläge<br />
Wie wichtig Erfahrung im Tennis<br />
ist, das bewies einmal mehr<br />
das erste Grand Slam-Turnier des<br />
Jahres in Melbourne. Die vier Finalisten<br />
in den beiden Einzel-<br />
Konkurrenzen haben alle die 30<br />
überschritten. “Maestro” Roger<br />
Federer ist mit seinen 35 Jahren<br />
der älteste Major-Gewinner seit<br />
1972. Und auch die beiden Williams-Schwestern<br />
im Finale sind<br />
Mittdreißiger. Federer feierte nach<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
73
Tennis international<br />
Roger Federer schreit die Freude über den Sieg hinaus © Jürgen Hasenkopf Serena Williams entthronte Steffi Graf als Rekord-Grand-Slam-Siegerin<br />
<br />
© Jürgen Hasenkopf<br />
sechsmonatiger Verletzungspause<br />
ein glorreiches Comeback, besiegte<br />
seinen Dauerrivalen Rafael Nadal in<br />
fünf Sätzen - 18. Grand Slam-Titel.<br />
Im Sisters-Act spielte Serena wie in<br />
ihren besten Zeiten, triumphierte<br />
in zwei Sätzen über die wieder erstarkte<br />
Venus. Serena löste mit dem<br />
Gewinn ihres 23. Major-Turniers die<br />
bisherige Rekordhalterin Steffi Graf<br />
ab und stieß auch Angelique Kerber<br />
vom Thron. Melbourne war ein Turnier<br />
der Paukenschläge.<br />
Federer tritt nicht ab<br />
Viele hatten Federer keinen Grand Slam-Sieg<br />
mehr zugetraut. Dann der Paukenschlag: "Ich<br />
habe die sechsmonatige Pause auch genommen,<br />
damit ich hoffentlich noch einige Jahre<br />
spielen kann." Den fünften Triumph in Melbourne<br />
<strong>2017</strong> stellt er auf eine Stufe mit dem<br />
Sieg in Paris 2009, als er sich den ersten Roland<br />
Garros-Titel sicherte. “Ich spüre, dass ich noch einiges<br />
an gutem Tennis in mir habe”, betonte der<br />
Mann, der es noch kann.<br />
Auf dem Weg ins Finale hatte der nur an 17 gesetzte<br />
Federer einige “schwere Brocken” wegzuräumen.<br />
Nach Auftakt-Siegen gegen die Qualifikanten<br />
Jürgen Melzer (AUT) und Noah Rubin<br />
(USA) wartete mit Tomas Berdych (CZE) der erste.<br />
Doch Federer bezwang den Tschechen sicher<br />
mit 6:2, 6:4, 6:4. Dann war gegen den aufstrebenden<br />
Kei Nishikori (JPN) Schwerstarbeit<br />
angesagt. Federer brauchte fünf Sätze (6:7, 6:4,<br />
6:1, 4:6, 6:3), um den Vertreter der NextGen<br />
niederzuringen.<br />
Der Djoker und Murray<br />
bleiben auf der Strecke<br />
Wo war der Djoker? Die Runde eins gegen Fernando<br />
Verdasco (ESP) hatte Novak Djokovic mit<br />
6:1, 7:6(4), 6:2 noch gut überstanden. Dann<br />
kreuzte Denis Istomin aus Usbekistan ( ATP 121)<br />
seinen Weg - und sorgte in einem mitreißenden<br />
Match gegen den erfolgsverwöhnten Serben<br />
mit 7:6(8), 5:7, 2:6, 7:6(5), 6:4 für den ersten krachenden<br />
Paukenschlag. Istomin schied in Runde<br />
vier gegen den hoch eingeschätzten Grigor Dimitrov<br />
(BUL, ATP 13) aus.<br />
Und Andy Murray, der Führende in der<br />
Weltrangliste? Er hätte bei “normalem Verlauf”<br />
im Viertelfinale auf Roger Federer treffen müssen.<br />
Doch der Schweizer wartete vergebens auf<br />
ihn. Der Grund: Ein sensationell aufspielender<br />
Mischa Zverev, der ältere der Brüder.<br />
Der Hamburger, von Krankheiten und Verletzungen<br />
zurückgeworfen, hatte der Tour schon<br />
den Rücken gekehrt. Von seinem Bruder angespornt,<br />
war er von einer Position jenseits der<br />
1000 auf ATP-Position 50 zurückgekommen. Im<br />
Achtelfinale gegen Murray lag er anfangs - wie<br />
erwartet - mit 1:3 und 3:5 zurück, ließ sich aber<br />
in seinem Serve- and Volley-Spiel nicht beirren<br />
und holte überraschend den ersten Satz.<br />
Nach verlorenem zweiten Durchgang gelang<br />
dem sich in einen Rausch spielenden Hamburger<br />
einfach alles, vor allem eine ganze Reihe<br />
spektakulärer Volleys. Er beendete das Match<br />
mit einem lauten Paukenschlag: 7:5, 5:7, 6:2,<br />
6:4. Boris Becker: “Der Schlüssel zum Erfolg war,<br />
dass er in den entscheidenden Momenten cool<br />
geblieben ist.“ Nach dem Sieg über den fünfmaligen<br />
Australien Open-Finalisten reckte der<br />
29-jährige Zverev die Fäuste in den Himmel:<br />
“Das beste Match meines Lebens! Ich war in ei-<br />
74<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
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nem kleinen Koma. Ich weiß selbst nicht, wie ich<br />
einige Punkte gewonnen habe“.<br />
Packende Herren-Halbfinals<br />
Im Halbfinale Roger Federer vs Stan Wawrinka<br />
verwandelte Federer nach 3:06 Stunden seinen<br />
ersten Matchball zum 7:5, 6:3, 1:6, 4:6, 6:3-Sieg.<br />
Es sah lange nicht so aus, dass sich die Schweizer<br />
Rivalen einen solchen Krimi liefern würden.<br />
Federer gewann mit überragendem Spiel die<br />
beiden ersten Durchgänge, sein verzweifelter<br />
Gegner musste nach Zerbrechen seines Schlägers<br />
sogar eine Verwarnung hinnehmen. Doch<br />
dann verließ Federer sein Aufschlag und insgesamt<br />
50 unerzwungene Fehler führten zum<br />
2:2-Satzausgleich. Die Entscheidung in Satz<br />
fünf: Nach einem Doppelfehler Wawrinkas gelang<br />
Federer das Break zum 4:2. Er hielt sein Service<br />
- Matchgewinn.<br />
Im zweiten Semifinale stand auch ein Comebacker:<br />
der vier Monate außer Gefecht gesetzte<br />
Rafael Nadal (ESP, ATP 6). Nach Erfolgen über<br />
den Deutschen Florian Mayer und Marcos Baghdatis<br />
(CYP) traf er in Runde drei auf den unberechenbaren<br />
Youngster Sascha Zverev, der in<br />
jüngster Zeit zwei Mal gegen Roger Federer gewonnen<br />
und in Indian Wells 2016 Nadal an den<br />
Rand einer Niederlage gebracht hatte. Zverev<br />
bot eine hervorragende Leistung und führte in<br />
dem vier Stunden andauernden Krimi sogar mit<br />
Paukenschlag: Mischa Zverev besiegte Branchenprimus Andy Murray<br />
© Jürgen Hasenkopf<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
75
Tennis international<br />
Angelique Kerber konnte ihren Vorjahressieg nicht wiederholen, schied im Achtelfinal aus<br />
<br />
© Jürgen Hasenkopf<br />
Die siegreichen "Williams-Sisters": Das Finale hatte nicht die Klasse<br />
wie 2016 gegen Kerber <br />
© Jürgen Hasenkopf<br />
2:1 Sätzen. Dennoch musste er sich dem Mallorciner<br />
mit 6:4, 3:6, 7:6 (5), 3:6, 2:6 geschlagen geben.<br />
Der von Krämpfen geplagte Zverev verlor<br />
im fünften Satz gleich zweimal sein Service.<br />
Danach besiegte der glänzend aufspielende<br />
Nadal den starken Franzosen Monfils und im<br />
Viertelfinale den Aufschlagriesen Milos Raonic<br />
(CAN). Im Halbfinale gegen Grigor Dimitrov<br />
(BUL) musste er in einem kräftezehrenden<br />
Match all sein Können aufbieten, um mit 6:3,<br />
5:7, 7:6(5), 6:7(4), 6:4 die Oberhand zu behalten.<br />
Für Boris Becker war es “das beste Match des Turniers”.<br />
Dimitrov ließ sich von den extremen Topspinschlägen<br />
Nadals nicht entnerven. Erst als<br />
der Spanier im fünften Satz Dimitrov das Service<br />
zur 5:4-Führung abnahm, waren die Würfel<br />
gefallen.<br />
Herrenfinale: Challenge beim Matchball<br />
Von den acht Endspielen zwischen Federer und<br />
Nadal bei Major-Turnieren (letztmals in Paris<br />
2011). gewann Nadal sechs. Im Melbourner<br />
“Giganten-Duell” verfolgte Federer die Taktik,<br />
mit harten, aber variablen Aufschlägen lange<br />
Grundlinienduelle zu vermeiden und am Netz<br />
mit Volleys schnell zu punkten.<br />
Seine Rechnung ging in diesem prestigeträchtigen,<br />
von beiden Seiten mit höchster Konzentration<br />
geführten Kampf auf: Federer schlug 20 Asse<br />
(Nadal nur 4), machte 29 von 40 möglichen<br />
Punkten am Netz (Nadal 10 von 12), das Winner-<br />
Verhältnis lautete 73:35.<br />
Trotzdem stand das Finale auf höchstem Niveau,<br />
erst nach 3:38 Stunden war Federer mit 6:4, 3:6,<br />
6:1, 3:6, 6:3 am Ziel seiner Träume - nach einem<br />
Challenge beim zweiten Matchball. Nadal ließ<br />
den Matchball von Federer überprüfen. Doch<br />
das Hawk-Eye bewies: Ball "in".<br />
Der Schweizer hatte sein unglaubliches Comeback<br />
mit dem fünften Grand Slam-Sieg in Melbourne<br />
gekrönt: "Schade, dass es kein Unentschieden<br />
gibt. Ich würde den Erfolg am liebsten<br />
mit Rafa teilen, auch er hätte ihn verdient."<br />
Williams-Schwestern dominieren<br />
die Damenkonkurrenz<br />
Serena und Venus Williams standen sich erstmals<br />
2003 in Melbourne im Finale gegenüber.<br />
Im Jahr zuvor belegten die Geschwister die Ränge<br />
1 und 2 der Weltrangliste.<br />
Venus, die später wegen einer Autoimmunkrankheit<br />
der Tour den Rücken kehren<br />
musste, kam - währenddessen Serena all die<br />
Jahre von Sieg zu Sieg eilte - erst in jüngster Zeit<br />
wiedererstarkt in die Weltspitze zurück. Die Dominanz<br />
der Geschwister über einen so langen<br />
Zeitraum ist beeindruckend.<br />
In Down Under zog Serena ohne Satzverlust ins<br />
Finale ein, sie bezwang Belinda Bencic (SUI),<br />
Lucie Safarova (CZE), Nicole Gibbs (USA), Barbara<br />
Strycova (CZE) und Johanna Konta (GBR).<br />
Im Halbfinale schlug sie die in Düsseldorf geborene<br />
ungesetzte Kroatin Mirjana Lucic-Baroni,<br />
die in Melbourne 1997 den Juniorinnentitel,<br />
1998 mit Martina Hingis bei den “Großen” den<br />
Titel im Damendoppel gewonnen hatte, bevor<br />
ihr gewalttätiger Vater ihre Tennis-Karriere<br />
stoppte. Ihr Kommentar nach dem verlorenen<br />
Halbfinale:„Ich kann das nicht glauben. Für mich<br />
ist das überwältigend. Alles, was mir passiert ist,<br />
wird heute wieder gutgemacht.“<br />
Die Finals im Überblick<br />
Roger Feder (SUI) - Rafael Nadal (ESP) 6:4, 3:6, 6:1, 3:6, 6:3<br />
Serena Williams - Venus Williams (beide USA) 6:4, 6;4<br />
Henri Kontinen(FIN)/John Peers (AUS) - Bob Bryan/Mike Bryan (beide USA) 7:5, 7:5<br />
Bethanie Mattek-Sands (USA)/Lucie Safarova (CZE) - Andrea Hlavackova (CZE)/Shuai Peng (CHN) 6:7(4), 6:3, 6:3<br />
Abigall Spears (USA)/Juan Sebastian Cabai (COL) - Sania Mirza (IND)/ Ivan Dodig (CRO) 6:2, 6:4<br />
Auch die an Position 13 gesetze Venus erreichte<br />
das Endspiel. Nach Siegen über Kateryna Kozlova<br />
(UKR), Stefanie Voegele (SUI) und Ying-Ying<br />
Duan (CHN) wartete in Runde vier Mona Barthel<br />
auf sie. Nach einer rätselhaften Viruserkrankung<br />
2016 hatte sich diese in die Qualifikation gespielt,<br />
schaffte den Sprung ins Hauptfeld. Dort<br />
bezwang sie zuerst Deelanee Aiava (AUS) und<br />
sorgte dann für einen weiteren Paukenschlag:<br />
6:4, 6:4-Erfolg gegen Olympiasiegern Monica<br />
Puig (PUR). Auch Ashleigh Barty (AUS) rang sie<br />
in drei Sätzen nieder, bevor Venus Williams ihren<br />
Siegeslauf stoppte. Venus musste dann im Viertelfinale<br />
noch Svetlana Kuznetsova (RUS) und<br />
im Semifinale die ungesetzte Coco Vandeweghe<br />
mit 6:7, 6:2, 6:3 aus dem Weg räumen.<br />
Wo war Kerber?<br />
Schon in den Vorturnieren zeigte sich, dass Angelique<br />
Kerber nicht in der Form ihres Erfolgsjahres<br />
2016 war.<br />
Die Titelverteidigerin stolperte durch die ersten<br />
Runden. Beim Auftakt gegen Lesio Tsurenko<br />
(UKR; 6:2, 5:7, 6:2) lief nicht alles rund. In<br />
Runde zwei, an ihrem 29. Geburtstag, musste<br />
sie gegen ihre Porsche Team-Kameradin Carina<br />
Witthöft beim 6:2, 6:7(3), 6:2 hart kämpfen.<br />
Auf eine Steigerung beim 6:0, 6:4 gegen Kristina<br />
Pliskova (CZE) folgte dann das Aus gegen Coco<br />
Vandeweghe (USA). Sie schoss die Kielerin im<br />
Achtelfinale regelrecht vom Platz (6:2, 6:3) - die<br />
Titelverteidigung war gescheitert.<br />
Damenfinale: Gut, aber nicht spannend<br />
Das Finale, ein Sister Act. Er war selten hochklassig.<br />
Stimmung kam kurz auf, als Venus Williams<br />
im zweiten Durchgang zwei Breakbälle abwehrte<br />
und 2:1 in Führung ging.<br />
Aber es nützte gegen die souverän aufspielende<br />
Schwester nichts: Nach 1:22 Stunden verwandelte<br />
sie den ersten Matchball. Die Klasse und<br />
Spannung des letztjährigen Finals gegen Kerber<br />
hatte das 28. Familienduell nie.<br />
Zusammenfassung: Bernd Prawitz<br />
(mit Material von SID, tennisnet)<br />
76<br />
<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de
Tennis international<br />
Andy Murray erwies sich bei den ATP-Finals in<br />
London als sehr stark © Jürgen Hasenkopf<br />
London: ATP World Tour Finale 2016<br />
Murray krönt seinen Super-Lauf<br />
Seine Kritiker meinen, er spiele<br />
nicht so elegant wie Roger Federer,<br />
sei nicht so dynamisch wie Rafael<br />
Nadal. Und auch nicht so akrobatisch<br />
wie Novak Djokovic.<br />
Doch nach seinem Sieg beim Jahresabschlussturnier<br />
der ATP-World-Tour (13. bis 20. November)<br />
stimmten sie zu: Der Schotte Andy Murray<br />
war der weltbeste Spieler des Jahres 2016,<br />
räumte vor allem nach den French Open mächtig<br />
ab. Herausragend: Sein zweiter Triumph in<br />
Wimbledon und sein zweiter Sieg bei den Olympischen<br />
Spielen. In London schlug er im Finale<br />
Novak Djokovic mit 6:3, 6:4, nachdem er diesen<br />
durch seinen Sieg beim ATP World Tour Masters<br />
2016 in Paris bereits am 7. November 2016 von<br />
Platz 1 der Weltrangliste verdrängt hatte.<br />
Murray startet als die Nr. 1<br />
der Welt ins Jahr <strong>2017</strong><br />
Bei der im Hallenpalast der O2-Arena im London<br />
ausgetragenen Tennis-Weltmeisterschaft<br />
trafen die weltbesten Einzelspieler und Doppelteams<br />
aufeinander. In den Einzeln wurde zunächst<br />
in zwei Gruppen im Round Robin Modus<br />
eine Rangfolge ausgespielt. Die jeweiligen Ersten<br />
und Zweiten bestritten über Kreuz die Halbfinals<br />
und deren Sieger das Finale.<br />
In der Gruppenphase setzten sich in der "John<br />
McEnroe"-Gruppe Andy Murray (Nr. 1, GBR)<br />
und Kei Nishikori (Nr.5, JPN), in der "Ivan Lendl"-<br />
Gruppe Novak Djokovic (Nr. 2, SRB) und Milos<br />
Raonic (Nr. 4, CAN) durch. Stan Wawrinka (Nr.<br />
3, SUI). Herausragend in dieser Phase waren die<br />
Duelle Murray - Nishikori (6:7, 6:4, 6:4) und Djokovic<br />
- Raonic (7:6, 7:6). In den Halbfinals überzeugte<br />
Djokovic gegen Nishikori mit einem<br />
glatten 6:1, 6:1-Sieg, während Murray sein ganzes<br />
Können aufbieten und das Glück auf seiner<br />
Seite haben musste, um Raonic mit 5:7, 7:6(5),<br />
7:6(9) zu schlagen. Im Finale konnte er mit seinem<br />
souveränen 6:3, 6:4-Sieg über den wie ein<br />
Schatten seiner selbst wirkenden Novak Djokovic<br />
einen seiner größten Triumphe feiern.<br />
Im Siegerinterview betonte der 29-jährige Murray<br />
die Ausnahmeleistung Djokovics in den ersten<br />
sechs Monaten des Jahres: "Was Novak mit<br />
seinem Sieg bei den French Open geschafft hat,<br />
als erster Spieler seit 40 Jahren alle vier Grand-<br />
Slam-Titel am Stück zu gewinnen, ist ein sehr<br />
spezieller Erfolg." Die vergangenen Monate gehörten<br />
jedoch Murray. Er gewann acht seiner<br />
letzten zehn Turniere. In einer Zeit, in der Roger<br />
Federer und Rafael Nadal mit Verletzungen<br />
zu kämpfen hatten und Djokovic nach neuer<br />
Motivation suchte, beeindruckte der Schotte<br />
vor allem mit Konstanz, er perfektionierte sein<br />
kontrolliertes, physisches Spiel, erarbeitete sich<br />
seine Siege aus der Defensive mit punktebringenden<br />
Grundschlägen.<br />
Murray hat alle Chancen, die Spitzenposition<br />
im Welttennis bis ins Frühjahr <strong>2017</strong> zu verteidigen.<br />
Djokovic muss bis zu den French Open alle<br />
2016 errungenen Titel verteidigen. Er kann<br />
kaum Punkte dazu gewinnen - im Gegensatz<br />
zu Murray. Das ändert sich erst mit Beginn der<br />
Rasensaison <strong>2017</strong>. Dann ist es an Murray, die<br />
2016-er Siege zu behaupten. Erst einmal feierte<br />
ihn die britische Presse als „Britanniens größten<br />
Sportsmann“ (Daily Mail) und forderte den Ritterschlag<br />
zu „Sir Andy Murray“ (Express).<br />
Text: Bernd Prawitz (mit Material von tennisnet, SID)<br />
Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />
77
Tennis international<br />
Nachrichten<br />
Zagreb: Davis Cup Finale 2016,<br />
Kroatien - Argentinien<br />
Delbonis bricht Argentiniens Finalfluch<br />
Argentiniens Tennis-Team um den Olympiazweiten<br />
Juan Martin del Potro hat ein schon verloren<br />
geglaubtes Finale noch gedreht und bei<br />
der fünften Endspielteilnahme zum ersten Mal<br />
den Davis Cup gewonnen. Die Südamerikaner<br />
gewannen das umkämpfte Duell in Zagreb mit<br />
Gastgeber Kroatien nach einem 1:2-Rückstand<br />
nach dem Doppel noch mit 3:2. Den Siegpunkt<br />
holte am Sonntagabend Federico Delbonis im<br />
Schlusseinzel mit einem 6:3, 6:4, 6:2 gegen den<br />
Aufschlagriesen Ivo Karlovic.<br />
Die Kroaten hatten den Davis Cup 2005 schon<br />
einmal gewonnen. Sie führten nach den ersten<br />
beiden Tagen mit 2:1: Delbonis verlor gegen<br />
Marin Cilic (3:6, 5:7, 6:3, 6:1, 2:6), del Potro<br />
glich gegen Karlovic aus (6:4, 6:7, 6:3, 7:5) und<br />
Marin Cilic/Ivan Dodig gewannen das Doppel<br />
gegen del Potro/Leonardo Mayer mit 7:6 (2), 7:6<br />
(4), 6:3.<br />
Als am letzten Tag dann im Duell zweier ehemaliger<br />
US-Open-Sieger Marin Cilic gegen del Potro<br />
mit zwei Sätzen führte, stand Kroatien schon<br />
unmittelbar vor dem zweiten Triumph. Vor über<br />
15.000 Zuschauern im Hexenkessel der Arena<br />
Zagreb bündelte del Potro noch einmal alle<br />
Kräfte, drehte die Partie nach 4:53 Stunden und<br />
gewann mit 6:7 (4:7), 2:6, 7:5, 6:4, 6:3. Delbonis<br />
nutzte anschließend den psychologischen Rückenwind<br />
und verwandelte nach 2:09 Stunden<br />
seinen zweiten Matchball zum größten Team-<br />
Erfolg im argentinischen Tennis.<br />
Perth, Australien: Mastercard Hopmann Cup<br />
Frankreich gewinnt zum zweiten Mal<br />
Richard Gasquet und Kristina Mladenovic (FRA)<br />
gewannen die inoffizielle Mixed- WM im australischen<br />
Perth. Nach 2014 sicherten sie sich zum<br />
zweiten Mal den Titel. Sie setzten sich im entscheidenden<br />
Mixed-Doppel gegen die US-Amerikaner<br />
Coco Vandeweghe und Jack Sock durch,<br />
entschieden die Parie 2:1 für sich. In den Einzeln<br />
hatte sich Richard Gasquet gegen Sock mit 6:3,<br />
5:7, 7:6 (6) durchgesetzt, nachdem der Amerikaner<br />
bei 6:5 in Satz drei schon zum Match-Gewinn<br />
aufgeschlagen hatte. Vandeweghe schaffte<br />
im Anschluss mit einem 6:4 und 7:5 den<br />
Ausgleich.<br />
Deutschland war mit Sascha Zverev und Andrea<br />
Petkovic vertreten, scheiterte aber bereits in<br />
der Vorrunde. Nach einer 1:2-Auftaktniederlage<br />
gegen Frankreich verloren die deutschen auch<br />
gegen die Schweiz mit 1:2. Bemerkenswert war<br />
der Einzelsieg Zverevs gegen Roger Federer. In<br />
der abschließenden Begegnung gegen Großbritannien<br />
besiegte der Hamburger Daniel Evans<br />
mit 6:4, 6:3. Andrea Petkovic kassierte gegen<br />
Heather Watson eine 2:6, 6:7 (3)-Niederlage. Das<br />
Mixed gewannen Zverev/Petkovic 4:2, 4:2 - bedeutungsloser<br />
Sieg.<br />
ATP, Doha<br />
"Nole" siegt bei erstem Gipfel <strong>2017</strong><br />
Klare Ansage von Novak Djokovic zu Saisonbeginn<br />
in Doha: Der entthronte Serbe besiegt seinen<br />
Nachfolger Andy Murray in einem großartigen<br />
Match in drei Sätzen 6:3, 5:7, 6:4. "Es<br />
ist ein absoluter Traumstart für mich. Besser<br />
kann das Jahr nicht beginnen", sagte Djokovic<br />
nach dem Thriller über fast drei Stunden<br />
Spielzeit. Einen Tag nachdem er im Halbfinale<br />
gegen den Spanier Fernando Verdasco fünf<br />
Matchbälle abgewehrt hatte, brauchte er nun<br />
seinerseits vier Matchbälle zum kostbaren Triumph<br />
fürs angekratzte Selbstbewusstsein. Bei<br />
einer 6:3, 5:4-Führung hatte Djokovic zum Sieg<br />
aufgeschlagen, doch der wie immer unbeugsame<br />
Murray rettete sich mit Glück und Geschick<br />
noch in einen dritten, entscheidenden Durchgang.<br />
"Es war ein Fight auf Biegen und Brechen<br />
bis zum letzten Punkt. Ich habe alles rausgeholt,<br />
aber Novak war ein kleines Stückchen besser",<br />
sagte Murray. Für den Schotten ging eine Serie<br />
von 28 siegreichen Spielen seit September<br />
zu Ende. Für Djokovic war es der 25. Sieg gegen<br />
Murray, der auf 11 Erfolge zurückblickt.<br />
WTA, Brisbane<br />
Bärenstarke Pliskova holt siebenten Titel<br />
Die Tschechin Karolina Pliskova hat ihre starke<br />
Turnierwoche in Brisbane mit einem deutlichen<br />
Sieg im Finale gegen Alizé Cornet gekrönt und<br />
somit den stärksten Eindruck allerTopspielerinnen<br />
zum Jahresbeginn hinterlassen. Im Endspiel<br />
des WTA-Turniers von Brisbane schlug sie<br />
Alizé Cornet mit 6:0, 6:3 und holte ihren siebten<br />
Karrieretitel.<br />
Branchenprima Angelique Kerber war dagegen<br />
noch nicht in Topform. Die Weltranglistenerste<br />
unterlag im Viertelfinale gegen die an Position<br />
sechs gesetzte Ukrainerin Jelina Switolina 4:6,<br />
6:3, 3:6. Ihr unterliefen fünf Doppelfehler. Insgesamt<br />
kassierte die 28-Jährige fünf Breaks.<br />
ATP<br />
Becker und Djokovic - getrennte Wege<br />
Tennis-Legende Boris Becker (49 J.) und Novak<br />
Djokovic (29 J./Serbien) beendeten ihre Zusammenarbeit.<br />
„Nach drei erfolgreichen Jahren haben<br />
Boris und ich gemeinsam beschlossen, die<br />
Zusammenarbeit zu beenden.“ Ende 2013 hatte<br />
Boris den Job übernommen. Innerhalb von<br />
drei Jahren holten „Beckovic“ sechs Grand-Slam-<br />
Titel, darunter erstmals die French Open, und<br />
insgesamt 35 Turniersiege. Grund für die Trennung<br />
soll Meditations-Guru Pepe Imaz (42) sein,<br />
der sich als „das göttliche Wesen aus Licht und<br />
Liebe“ bezeichnet und auf die Kraft von langen<br />
Umarmungen setzt und immer mehr Einfluss<br />
auf Djokovic gewann. Das führte zu Spannungen.<br />
Der Serbe wollte Beckers Vertrag verlängern,<br />
doch BB lehnte ab. Er könne sich vorstellen,<br />
das deutsche Supertalent Alexander Zverev<br />
in naher Zukunft in die engere Weltspitze zu<br />
führen, hieß es in Beckers Umfeld.<br />
ATP-Tour<br />
Nadal holt Moya in sein Team<br />
Der 40-jährige Spanier, der früher eine Art Mentor<br />
für „Rafa” war, soll den 14-maligen Grand-<br />
Slam-Sieger wieder nach oben führen. Denn<br />
Rafael Nadal will es noch einmal wissen. Moya<br />
hatte 1998 die French Open gewonnen. „Jemanden<br />
wie Carlos in meinem Team zu haben,<br />
der nicht nur ein Freund ist, sondern auch eine<br />
wichtige Person in meiner Karriere, ist sehr speziell”,<br />
sagte Nadal: „Er wird mit mir trainieren und<br />
mich auf den Turnieren begleiten.” Moya soll<br />
auch eng mit Nadals Onkel Toni Nadal und Francis<br />
Roig zusammenarbeiten, die ebenfalls zum<br />
Team Nadal gehören.<br />
Fed Cup<br />
Kathy Rinaldi - Nachfolgerin von Fernandez<br />
Kathy Rinaldi ist neue Fed-Cup-Kapitänin der<br />
USA. Ihr Debüt wird sie am 11./12. Februar auf<br />
Hawai gegen Deutschland geben. Die 49-Jährige,<br />
ehemals Nummer sieben der Welt, beerbt<br />
Mary Joe Fernandez, die im Oktober nach acht<br />
Jahren ihr Amt niedergelegt hatte. Rinaldi, die<br />
bereits im Spielerentwicklungsprogramm des<br />
US-amerikanischen Tennisverbandes tätig war,<br />
soll enger mit den Spielerinnen zusammenarbeiten<br />
als Fernandez. 2012 und 2014 führte Rinaldi<br />
die U16-Juniorinnen zum Fed-Cup-Titel.<br />
Nun sollen auch die US-Damen wieder erfolgreich<br />
sein. Im Jahr 2000 gewannen sie zuletzt<br />
den Fed Cup.<br />
WTA<br />
Kvitova bei Messer-Attacke verletzt<br />
Die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova<br />
aus Tschechien wurde im Dezember Opfer<br />
einer Messer-Attacke eines Einbrechers.<br />
"Petra wurde in ihrer Wohnung überfallen und<br />
attackiert. Es war eine Zufallstat, der Täter wollte<br />
nicht gezielt Petra Kvitova überfallen", sagte<br />
ihr Pressesprecher. Kvitova erlitt eine Verletzung<br />
an der Schlaghand. "Die Verletzung ist ernst und<br />
muss von Spezialisten behandelt werden. Aber<br />
ich bin stark und werde kämpfen." Der Heilungsprozess<br />
verlaufe gut, so Kvitova.<br />
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