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matchball 1-2017

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Februar <strong>2017</strong><br />

<strong>matchball</strong><br />

Offizielles Organ Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V.<br />

Offizielles Organ Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V.<br />

1 / <strong>2017</strong><br />

TVBB-Jahreshauptversammlung<br />

Einladung und Berichte<br />

Jugend-Hallenmeisterschaften <strong>2017</strong> des TVBB<br />

Anica Stabel siegt in<br />

der Königsklasse<br />

42. Deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften<br />

Zwei Titel für den TVBB<br />

ITF 1st Senior Indoor Open in Bernau<br />

Gelungene Premiere<br />

Australian Open<br />

Paukenschläge in Melbourne<br />

Ohne Satzverlust zum Titel:<br />

U18-Meisterin Anica Stabel<br />

(LTTC “Rot-Weiß”) war die<br />

dominierende Spielerin<br />

Foto: Andreas Springer


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S O N N E N S C H U T Z S Y S T E M E


Editorial<br />

Liebe Tennisfreunde in<br />

Berlin und Brandenburg,<br />

Dr. Klaus-Peter Walter<br />

„Team: Toll, ein anderer macht’s“, so provozierte Alfred Hörmann<br />

auf der DTB-Mitgliederversammlung im November<br />

vergangenen Jahres gleich zu Beginn seiner Rede die Zuhörerschaft,<br />

um auf sein eigentliches Anliegen, das PotAS, zu<br />

schwenken, das er im eigenen Team und nicht von anderen<br />

umgesetzt wissen will.<br />

Das Potenzial-Analyse-System ist für den Präsidenten des<br />

DOSB, dem Deutschen Olympischen Sportbund, die Marschrichtung<br />

der kommenden drei Jahre, verspricht es doch eine<br />

gezieltere Förderung der vielen Sporttalente in Deutschland.<br />

Ob nun mathematisch fundierte Algorithmen den Königsweg<br />

zum Erfolg ebnen werden oder doch die altbekannte<br />

enge Zusammenarbeit zwischen Trainer und Sportler bleibt<br />

zunächst offen. Bisher galt ein geschicktes Händchen, der<br />

aufmerksame Blick, die einfühlsame Nähe der Betreuer als<br />

Garant, das Potenzial unseres Nachwuchses und der professionell<br />

eingestellten Sportler zu heben.<br />

Beides zu verschmelzen ist nun ein Kernelement der PotAS-<br />

Vorgehensweise. Neben dem attributgebündelten Berechnungssystem<br />

wird gleichzeitig die Bedeutung des Trainers<br />

hervorgehoben. Diesmal aber nicht nur mit Worten, sondern<br />

mit zeitgemäßen arbeitsrechtlichen Verträgen einschließlich<br />

angemessener, zukunftssicherer Bezahlung. Und, so mündlich<br />

von Herrn Hörmann versprochen, soll die Fachsportart<br />

Tennis als Schwerpunktsportart aufgewertet werden und damit<br />

in die Spitzensportförderung des Bundesministeriums<br />

des Inneren aufgenommen werden. Diese Aussicht ist auch<br />

für den TVBB von immenser Bedeutung, würde doch die zur<br />

Zeit eher geduldete Unterstützung durch die DOSB-Organisationen<br />

einen handfesten Rahmen für unsere Leistungsbereitschaft<br />

eröffnen.<br />

Da passte es gut, dass gleich zu Beginn des Jahres der 3. Internationale<br />

Tenniskongress im Berliner Hotel Estrel das Potenzial<br />

unserer Trainer aufzeigte. Hervorgegangen ist diese alle<br />

zwei Jahre stattfindende Veranstaltung aus den 25 Jahren<br />

DTB/VDT-Bundeskongress (im Jahr 1988 vom Verband Deutscher<br />

Tennislehrer initiiert), der in seinen Hochzeiten gut 600<br />

Trainer jährlich in München am ersten Januarwochenende<br />

versammelte. In diese Größenordnung wuchs der diesjährige<br />

3. Trainerkongress wieder hinein, ein untrügliches Zeichen,<br />

dass die Bedeutung der Trainerarbeit im deutschen Tennis<br />

eine Bedeutungsauffrischung erhalten hat. Neben den Trainern<br />

widmete sich der Kongress erstmalig einer der wichtigsten<br />

Zielgruppen bei der Nachwuchsförderung, den Eltern. Einen<br />

ganzen Tag lang wurden die finanziellen, erzieherischen<br />

und mentalen Hauptförderer des eigenen Nachwuchses unter<br />

dem Motto Elterncoaching mit anregenden Beiträgen für<br />

die Zukunft fit gemacht.<br />

Der TVBB muss sich meiner Einschätzung nach nicht hinter<br />

den herausgearbeiteten Erkenntnissen verstecken, weist er<br />

doch seit Jahrzehnten einen überproportionalen Erfolg bezogen<br />

auf seine 40 000 Mitglieder aus.<br />

Gleich welche Altersklasse, ob die Senioren, gekrönt mit Titeln<br />

‚Deutscher Meister‘ der Damen 55+, 60+, 70+ und 75+<br />

oder die Jugend mit dem Titel ‚Internationaler Deutscher Jugendmeister‘,<br />

Tennis hat in Berlin und Brandenburg einen hohen<br />

Stellenwert. Unsere knapp 700 lizenzierten Trainer sind<br />

damit rechnerisch mit 3,5 Trainern in jedem unserer 195 Vereine<br />

in der Nachwuchsarbeit präsent und sollten der Neustrukturierung<br />

des Leistungssports und der Spitzensportförderung<br />

des DOSB mit Zuversicht entgegensehen.<br />

Damit das TVBB-Erfolgskonzept weiterentwickelt werden<br />

kann, sollten Sie die Gelegenheit wahrnehmen und die Mitgliederversammlung<br />

am 26. März <strong>2017</strong> im Dahlemer Campushotel<br />

Seminaris, Takustraße 39, 14195 Berlin besuchen.<br />

Ab 11 Uhr berichtet das Präsidium über das vergangene Jahr<br />

und stellt sich zur Neuwahl.<br />

Ihr Klaus-Peter Walter<br />

Präsident des TVBB<br />

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Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 3


Inhalt<br />

Nach Redaktionsschluss<br />

Das deutsche Team: Philipp Kohlschreiber (l.),<br />

Jan-Lennard Struff, Alexander Zverev, Mischa<br />

Zverev, Kapitän Michael Kohlmann<br />

<br />

© public adress/Mirko Hannemann<br />

Davis Cup: Deutschland - Belgien 1:4<br />

Favorit muss wieder<br />

in die Relegation<br />

Die Belgier traten ohne ihre Nummer 1, David<br />

Goffin (ATP 11) an, Deutschland war Favorit.<br />

Doch dieser Rolle wurden Zverev und<br />

Co. in der Frankfurter Fraport-Arena in keiner<br />

Weise gerecht. Statt im Viertelfinale zu stehen,<br />

muss das deutsche Team im September<br />

wieder gegen den Abstieg aus der Weltgruppe<br />

(15. bis 17. September) spielen - zum dritten<br />

Mal in Folge.<br />

Nach dem ersten Spieltag stand es 1:1. Alexander<br />

Zverev (ATP 21) gelang vor 4 300 Zuschauern<br />

mit 6:3, 6:3, 6:4 gegen Arthur De<br />

Greef (ATP 140) der Ausgleich, nachdem sich<br />

zuvor Philipp Kohlschreiber (ATP 28) Steve<br />

Darcis (ATP 59), 4:6, 6:3, 6:2, 6:7(2), 6:7(5)<br />

hatte beugen müssen.<br />

Am zweiten Tag gingen unsere Nachbarn<br />

mit 2:1 in Führung. In ihrem ersten gemeinsamen<br />

Davis Cup-Einsatz mussten sich Mischa<br />

und Alexander Zverev den besser eingespielten<br />

Ruben Bemelmans/Joris De Loore<br />

mit 3:6, 6:7(4), 6:4, 6:4, 3:6 beugen.<br />

Am letzten Tag fiel die Entscheidung schon<br />

nach dem Spitzeneinzel Alexander Zverev<br />

gegen Steve Darcis mit 6:2, 4:6, 4:6, 6:7 (8) -<br />

uneinholbare belgische Führung von 3:1.<br />

Das bedeutungslose letzte Einzel verlor Mischa<br />

Zverev mit 5:7, 1:6 gegen Ruben Bemelmans<br />

(ATP 151).<br />

Kapitän Michael Kohlmann: „Das war für uns<br />

ein ernüchterndes Wochenende. Leider haben<br />

wir es nicht geschafft, eine gute Ausgangslage<br />

in Erfolg umzuwandeln.”<br />

TOP-EREIGNISSE<br />

DTB: 68. Ordentliche Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main<br />

Tennis hat gute Chancen auf Förderung. 6<br />

Interview mit Ulrich Klaus, Präsident des drittgrößten deutschen Fachsportverbandes<br />

Aus Aufbruchsstimmung wurde Aufschwung. 7<br />

Berlin: Internationaler DTB Tenniskongress<br />

Rekordbesuch und neue Maßstäbe. 8<br />

Biberach a.d. Riss: 45. Deutsche Meisterschaften der Damen und Herren (A 1), im Mixed und Rollstuhltennis<br />

Titel für Berrer zum Karriereschluss, Sieg für Witthöft im dritten Anlauf. 10<br />

42.Deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften 2016 der U14, 16, 18, Masters U12 in Essen<br />

Santa Strombach Meisterin im Doppel, Oliver Olsson gewinnt U12-Masters. 13<br />

DSR Sportzentrum Wandlitz: TVBB Jugend-Hallenmeisterschaften <strong>2017</strong> (J-2)<br />

Erste Standortbestimmung für unsere Junioren . 16<br />

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG <strong>2017</strong><br />

Dr. Klaus-Peter Walter: Jahresbericht 2016 des TVBB-Präsidenten<br />

Unser Verband: erfolgreich und im Aufwind . 20<br />

Bernd Wacker: Jahresbericht zum Sport 2016<br />

Guter Sport im Jubiläumsjahr . 21<br />

Reinhard Schadenberg: Jahresbericht Jugendsport 2016<br />

Eine Saison mit schönen Erfolgen der Jugend . 24<br />

Alexander Klimke: Jahresbericht Sportentwicklung 2016<br />

Kerbers große Siege – mehr Aufmerksamkeit für Tennis . 25<br />

Torsten Pressel: Jahresbericht Medien und Öffentlichkeitsarbeit 2016<br />

Davis Cup dominiert . 27<br />

Roland Goering: Jahresbericht 2016 Jüngstentennis<br />

Mehr Spiele mit "bunten Bällen". 27<br />

Uwe Kroedler: Jahresbericht 2016 Seniorensport<br />

Ein gutes Jahr für unsere Senioren. 29<br />

Dr. Joachim Buchta: Jahresbericht Leistungsklassen<br />

Blau-Weiss führt die Race-Wertung an . 30<br />

Peter Obst: Jahresbericht 2016 Lehre und Ausbildung<br />

Im TVBB sind fast 700 Trainer tätig. 30<br />

Angela Luce-Höher: Jahresbericht 2016 Schultennis<br />

Brandenburg wieder nicht dabei. 31<br />

Werner Ludwig: Jahresrückblick 2016 Brandenburg-Süd<br />

Drei überregionale Aufsteiger. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32<br />

Tennisbezirk Brandenburg<br />

Ben-Ulf Hohbein erneut Bezirksvorsitzender. 33<br />

TENNIS NATIONAL<br />

TC SportForum Bernau: 1. ITF Berlin Indoor Senior Open (Grade 5)<br />

Die Premiere macht Mut: Yes, we can!. 34<br />

ITF, Florida: Metropolia Orange Bowl International Tennis Championships (Grade A)<br />

Rudi Molleker unter den besten acht, Kecmanovic gewinnt erneut. 36<br />

Kiel-Wellsee (SLH): Norddeutsche Meisterschaften 2016 für Damen und Herren (A4)<br />

TVBB geht leer aus. 38<br />

Dresden: Offene Ostdeutsche Hallenmeisterschaften<br />

Adelina Krüger gewinnt Berliner Finale. 40<br />

Nachrichten. 42<br />

NTV, Sportpark Isernhagen: Orange-/Green-Cup U9/U10 der Nordverbände<br />

TVBB-Kids überzeugen. 44<br />

STV, Leipzig: DTB Ost-Masters U9/U10<br />

Zora König und Friedrich Stoll holen Titel . 45<br />

TVBB SPORT<br />

TVBB: 34. Hallenverbandsmeisterschaften <strong>2017</strong> der Seniorinnen und Senioren<br />

Nur zwei Vorjahressieger verteidigen ihre Titel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46<br />

DTB-Aktion<br />

Deutschland spielt Tennis - und sogar länger. 50<br />

.<br />

Seniorentennis<br />

Drei neue Turniere für die größte Altersgruppe im TVBB. 50<br />

Der Neuenhagener Tennisclub hat auch im Jahr <strong>2017</strong> viel vor… 52<br />

4<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


Inhalt<br />

Schwapp Tennis Series, powered by SPORTKIND<br />

Die Domstadt Fürstenwalde - Turnierzentrum Brandenburgs. 54<br />

4. Robinson Club Fleesensee Tennis Challenge 2016, präsentiert von f. becker_line<br />

Siegerpokale gehen nach Wahlstedt. 57<br />

LTTC “Rot-Weiß”: Kids Cup mit Race-Wertung (J 3)<br />

Hochbetrieb im Tennis-Mekka . 58<br />

TSV Zarpen (SLH):12. Lübecker Welsbachhallen Junior Cup (J3)<br />

Berliner Junioren erfolgreich . 60<br />

TC Lichtenrade Weiß-Gelb: Kids-Weihnachtscup 2016<br />

Stefan Fricke überzeugt. 60<br />

Brandenburg-Nord, TC Wusterhausen: 10. Dosse Hallen-Cup<br />

Kleines Jubiläum, tolle Spiele . 60<br />

Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus: Hallen-Regionalmeisterschaft der Herren<br />

Jan Pirnack bleibt die Nummer eins. 61<br />

Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus: Hallen-Regionalmeisterschaften Mixed<br />

Udich/Pirnack verteidigen Titel. 61<br />

Brandenburg-Süd: Sport-Park Cottbus, Neujahrsturnier<br />

Starke Resonanz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62<br />

Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus: 17. Kleinfeld-Turnier U10<br />

Beide Sieger kommen vom TC Frankfurt/Oder. 62<br />

Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus: Jahresabschlussturnier<br />

Spremberger Talent gewinnt . 63<br />

FV Tennis Sangerhauser Weg: 1. Berliner Tie-Break-Cup<br />

Vom Anfänger bis zum “Profi” - alle hatten Spaß. 63<br />

TVBB INTERN<br />

DTB<br />

Turnierspieler-Teilnehmerentgelte sollen Spitzentennis fördern. 64<br />

DTB<br />

DTB Online Campus wird Standard für Trainer . 64<br />

<strong>matchball</strong> kommentiert<br />

Der DTB beschließt neue Belastungen für Turnierspieler und Trainer. 65<br />

Die Anhebung des Turnierspielerentgeltes findet nicht in allen Vereinen Zustimmung.<br />

Auch Widerstand gegen höhere Entgelte . 65<br />

Nachrichten aus Verband und Vereinen. 66<br />

FVT Heilandsweide: Funktionärsturnier 2016<br />

Gespräche waren wichtiger als verwandelte Matchbälle . 68<br />

Jüngstentennis<br />

Wer darf in einer höheren AK spielen?. 68<br />

.<br />

Ausbildung<br />

Die Talentschmiede, in der auch Rudi Molleker schwitzte. 69<br />

Turnierkalender <strong>2017</strong> 70<br />

Reisen<br />

Mit Patricio Travel in die Sonne. 72<br />

TENNIS INTERNATIONAL<br />

Australian Open Tennis Championships <strong>2017</strong>, The Grand Slam of Asia/Pacific<br />

Die “Oldie”-Show von Down Under, das Turnier der Paukenschläge. 73<br />

.<br />

London: ATP World Tour Finale 2016<br />

Murray krönt seinen Super-Lauf 77<br />

Nachrichten. 78<br />

VORSCHAU<br />

In Heft 2-<strong>2017</strong> lesen Sie:<br />

• Wer gewinnt die Winterrunde?<br />

• Die neuen TVBB-Hallenmeister<br />

• Vorschau auf 2. Bundesliga und Regionalliga Nord-Ost<br />

• Berichte vom Davis Cup vs Belgien und Fed Cup vs USA<br />

… und vieles mehr<br />

Offizielles Organ Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V.<br />

Herausgeber:<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V.<br />

Hüttenweg 45, 14195 Berlin<br />

Telefon 030 - 89 72 87 30 · Telefax 030 - 89 72 87 01<br />

E-Mail: info@tvbb.de<br />

Präsident: Dr. Klaus-Peter Walter<br />

Verantwortlich TVBB: Torsten Pressel<br />

Redaktion: Dr. Dieter Rewicki, Bernd Prawitz<br />

Verantwortlicher Redakteur: Bernd Prawitz<br />

Bitte Beiträge, Leserbriefe usw. bitte an den TVBB oder<br />

per E-Mail an<br />

<strong>matchball</strong>.magazin@t-online.de oder<br />

d.rewicki@gmail.com schicken<br />

Projektleitung:<br />

Felix Rewicki, Geschäftsführer TVBB<br />

Produktion, Layout und Satz:<br />

maasgestaltet, Berlin<br />

Anzeigen:<br />

TVBB, Telefon: 030-89728730<br />

<strong>matchball</strong>.magazin@t-online.de<br />

RIV GmbH<br />

Wilhelmstraße 4, 14624 Dallgow-Döberitz<br />

Telefon 03322 – 22 166 · Telefax 03322 – 24 45 88<br />

E-Mail <strong>matchball</strong>@RIV-media.de<br />

Vertrieb<br />

TVBB, Telefon: 030-89728730<br />

Druck:<br />

LASERLINE<br />

Druckzentrum Bucec & Co. Berlin KG<br />

Scheringstraße 1, 13355 Berlin<br />

Tel.: 030 46 70 96 - 0<br />

Internet: www.laser-line.de<br />

Beiträge<br />

DTB, Bernd Prawitz, Bernd Süßbier, Dr. Klaus-Peter<br />

Walter, Bernd Wacker, Reinhard Schadenberg, Alexander<br />

Klimke, Torsten Pressel, Roland Goering, Uwe Kroedler,<br />

Dr. Joachim Buchta, Peter Obst, Angela Luce-Höher,<br />

Werner Ludwig, Ben-Ulf Hohbein, Klaus Weise, Liv<br />

Schreiber, Rolf Becker, Jan Sierleja, Dr. Dieter Rewicki,<br />

Andreas Springer, Uwe Petermann, SID, tennisnet<br />

Fotos:<br />

public adress/Mirko Hannemann, Lana Roßdeutscher,<br />

DTB, Bernd Prawitz, Thomas Schulte, Klaus Molt, Bernd<br />

Süßbier, Andreas Springer, Claudio Gärtner, Patrick<br />

Becher, Laura Obst, Angela Luce-Höher, Werner Ludwig,<br />

Ulrich Lhotzki-Knebusch, Antonia Preißler-Szelig,<br />

Barbara Labitzke, Jan Sierleja, Peter Janosi, Sarah<br />

Buchwald, maasgestaltet, Roland Goering, Jürgen<br />

Hasenkopf<br />

„<strong>matchball</strong>“, das Tennismagazin des TVBB, erscheint viermal jährlich in den<br />

Monaten Februar, Mai, August und November.Das Abonnement kostet 15,– €<br />

pro Jahr (einschl. MwSt. und Versand). Bei Nichtbelieferung ohne Verschulden,<br />

des durchführenden Vertriebs oder infolge höherer Gewalt bzw. Störung<br />

des Arbeitsfriedens bestehen keine Ansprüche gegen den durchführenden Vetrieb.<br />

Für unverlangt eingesandte Fotos und Manuskripte wird keine Haftung<br />

übernommen. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher Genehmigung<br />

des Herausgebers und Quellenangabe.<br />

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Autors<br />

wieder – diese muss nicht mit der des Herausgebers und der Redaktion<br />

übereinstimmen.<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

5


Top-Ereignisse<br />

DOSB-Präsident Alfons Hörmann bei seinem Gast-Vortrag<br />

DTB: 68. Ordentliche Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main<br />

Tennis hat gute Chancen auf Förderung<br />

Den Nachwuchs früher und intensiver fördern, die Bundesstützpunkte stärken,<br />

die vorhandenen Mittel effektiver einsetzen, um weiterhin den besten<br />

Tennisnationen der Welt auf Augenhöhe zu begegnen. Diese notwendigen<br />

Maßnahmen mit einer langfristigen Finanzierung zu sichern, war die zentrale<br />

Aufgabe der diesjährigen Mitgliederversammlung des Deutschen Tennis<br />

Bundes im Steigenberger Hotel Frankfurter Hof in Frankfurt am Main<br />

(20. November).<br />

Nach intensiven, gemeinsamen Beratungen<br />

konnten das Präsidium des Dachverbandes und<br />

die Vertreter der 18 Landesverbände ein umfangreiches<br />

Reformprogramm für die Bereiche<br />

Jugend- und Leistungssport auf den Weg bringen.<br />

Dies wird über eine moderate Anhebung<br />

der Turnierteilnehmergebühr im Ranglistenbereich<br />

sowie die Einführung einer Teilnehmergebühr<br />

bei den Leistungsklassenturnieren finanziert.<br />

„Ich bin sehr beeindruckt, mit welcher<br />

Einigkeit der DTB und seine Landesverbände gemeinsam<br />

an einem Strang ziehen. Diese Bemühungen<br />

werden uns einen großen Schritt weiterbringen“,<br />

kommentierte Präsident Ulrich Klaus.<br />

Neue Förderprinzipien<br />

Begonnen hatte die 68. Ordentliche Mitgliederversammlung<br />

des Deutschen Tennis Bundes mit<br />

einem Gastvortrag von Alfons Hörmann. In seinen<br />

mit Spannung erwarteten Ausführungen<br />

ging der Präsident des Deutschen Olympischen<br />

Sportbundes (DOSB) vor allem auf die viel diskutierte<br />

Reform der Leistungssportförderung<br />

ein. Kernpunkte wie Erfolgsorientierung, Potenzialorientierung<br />

oder Effizienz erläuterte<br />

er ausführlich und warb für die Notwendigkeit<br />

der geplanten Veränderungen: „Es gilt, ein neues<br />

Kapitel in der Leistungssportförderung aufzuschlagen<br />

und das geht nur gemeinsam. Der<br />

Deutsche Tennis Bund kann in dieser Konstellation<br />

nur gewinnen.“ Der DTB habe in diesem<br />

Zusammenhang berechtigte Hoffnungen auf<br />

eine Aufnahme in die Grundförderung. „Bislang<br />

konnte mir noch niemand einen Grund nennen,<br />

warum der DTB nicht förderungswürdig ist. Es<br />

gibt realistische Chancen für eine künftig bessere<br />

Form der Förderung und Zusammenarbeit.“<br />

Ebenfalls informierte der 56-Jährige über die<br />

Aufgaben- und Effizienzanalyse. Diese hatte der<br />

DOSB von einer externen Unternehmensberatung<br />

durchführen lassen. Hörmann sprach sich<br />

zudem für eine Stärkung des Hauptamtes im<br />

Verbandswesen aus. Im Anschluss an seine Rede<br />

gab es einen interessanten und aufschlussreichen<br />

Austausch mit den Delegierten.<br />

Anschließend blickte Ulrich Klaus auf die herausragenden<br />

sportlichen Ereignisse des zu Ende<br />

gehenden Jahres zurück. Dabei betonte er,<br />

dass sich aus der Aufbruchsstimmung ein Aufschwung<br />

entwickelt habe. Besonders hob er die<br />

beiden Grand Slam Siege von Angelique Kerber<br />

in Melbourne und New York sowie ihren Aufstieg<br />

zur Nummer eins der Weltrangliste hervor.<br />

Das Abschneiden der Nationalmannschaften<br />

im Davis Cup und Fed Cup würdigte er ebenso<br />

wie die Erfolge der deutschen Spielerinnen<br />

und Spieler bei den internationalen Turnieren<br />

in Deutschland und der Nachwuchstalente des<br />

Deutschen Tennis Bundes.<br />

Ebenfalls erwähnt wurden die spielstarken Senioren<br />

sowie die außergewöhnlichen Leistungen<br />

der deutschen Athleten im Rollstuhltennis mit<br />

dem Höhepunkt der Paralympischen Spiele in<br />

Rio de Janeiro.<br />

TVBB-Jugendsportwart mit Silberner<br />

Ehrennadel ausgezeichnet<br />

Am Ende seiner Rede verkündete Ulrich Klaus<br />

die Vertragsverlängerung mit der Nürnberger<br />

Versicherung um weitere drei Jahre bis einschließlich<br />

2019 und bedankte sich bei allen<br />

weiteren Partnern und Sponsoren des Deutschen<br />

Tennis Bundes: „Sie sind eine wichtige<br />

Säule unserer Verbandsarbeit und unterstützen<br />

den Deutschen Tennis Bund auf allen Ebenen.“<br />

Die Vereine HTV Hannover (1. Platz), DTV Hannover<br />

(2. Platz) und TC 1899 Blau-Weiss Berlin<br />

(3. Platz) freuten sich über die Auszeichnung als<br />

Gewinner des Nürnberger Club-Race. Dr. Natalie<br />

Schwägerl, als Repräsentantin der Nürnberger<br />

Versicherung, und Ulrich Klaus überreichten<br />

6<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


Top-Ereignisse<br />

DTB-Vizepräsidentin Dr. Eva-Maria Schneider (l.) und Präsident Ulrich Klaus (r.) zeichnen TVBB-Jugendsportwart Reinhard Schadenberg mit der Silbernen Ehrennadel aus<br />

Siegerschecks in Höhe von insgesamt 5 000 Euro,<br />

die zur Förderung von Kindern und Jugendlichen<br />

eingesetzt werden.<br />

Einer der Höhepunkte war die Ehrung verdienter<br />

Persönlichkeiten des deutschen Tennissports.<br />

Mit der Goldenen Ehrennadel des<br />

Deutschen Tennis Bundes wurde Rolf Schmid<br />

(Biberach) als langjähriges Mitglied im Ausschuss<br />

für Leistungssport und Turnierdirektor<br />

der Deutschen Meisterschaften der Damen und<br />

Herren ausgezeichnet.<br />

Die Silber-Vergoldete Ehrennadel erhielt der Referent<br />

für Ranglisten und Vorsitzende des Ausschusses<br />

für Ranglisten und Leistungsklassen,<br />

Wolfgang Burkhardt (Landau an der Isar). Ebenfalls<br />

mit der Silber-Vergoldeten Ehrennadel ausgezeichnet<br />

wurde Alexander Jakubec (Köln),<br />

Vorsitzender des Ausschusses und der Kommission<br />

für Ausbildung und Training im Deutschen<br />

Tennis Bund sowie Frank Hofen (Halle/Westfalen),<br />

langjähriges Mitglied der Kommission für<br />

Medien und Öffentlichkeitsarbeit. Auch Hans-<br />

Jürgen Mergner (Kornwestheim) durfte sich für<br />

sein Engagement im Ausschuss für Ausbildung<br />

und Training über die Silber-Vergoldete Ehrennadel<br />

freuen.<br />

Die Silberne Ehrennadel erhielten TVBB-<br />

Jugendsportwart Reinhard Schadenberg<br />

(Wandlitz), langjähriges Mitglied der Jugendkommission<br />

des Deutschen Tennis Bundes<br />

und Dieter Kirschenmann (Mainz), Präsident<br />

des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz.<br />

Trainer des Jahres 2016 wurde Torben Beltz (Itzehoe),<br />

der seit mehr als zehn Jahren Angelique<br />

Kerber betreut und die Porsche Team Deutschland-Spielerin<br />

zu zwei Grand Slam- Titeln und<br />

der Pole Position in der Weltrangliste führte.<br />

Bester Absolvent der A-Trainerausbildung<br />

ist Fabian Donsbach (Ulm), Vereinstrainer<br />

des Jahres wurde Thomas Jiricka vom TC BW<br />

Dresden-Blasewitz.<br />

Laura Siegemund hatte beim traditionellen<br />

DTB-Abend für ihre Leistungen, unter anderem<br />

den Sieg bei den US Open im Mixed, die Goldene<br />

Ehrennadel erhalten. Auch Porsche Team<br />

Deutschland-Chefin Barbara Rittner und zahlreiche<br />

anwesende langjährige Mitglieder des<br />

Davis Cup- und Fed Cup-Betreuerstabs wurden<br />

gewürdigt.<br />

DTB · Fotos: Lana Roßdeutscher<br />

Interview mit Ulrich Klaus, Präsident des drittgrößten deutschen Fachsportverbandes<br />

Aus Aufbruchsstimmung wurde Aufschwung<br />

Vor gut einem Jahr sprachen Sie auf der Mitgliederversammlung<br />

in Frankfurt von einer<br />

„Aufbruchsstimmung“. Haben sich Ihre Erwartungen<br />

erfüllt?<br />

Ulrich Klaus: „Mehr als das. Aus dieser Aufbruchsstimmung<br />

ist tatsächlich ein Aufschwung<br />

geworden, in allen sportlichen Bereichen.<br />

Wir haben großartige WTA, ATP und ITF Turniere<br />

in Deutschland erlebt. Wir haben wunderbare<br />

Erfolge unserer Spielerinnen und<br />

Spieler auf den Turnieren und im Fed Cup und<br />

Davis Cup verfolgen können. Und dann müssen<br />

wir natürlich das Traumjahr von Angelique<br />

Kerber besonders erwähnen.”<br />

Wie wichtig ist der Baustein „Turniertennis“<br />

für den DTB?<br />

Ulrich Klaus: „Das Turniertennis ist auf der einen<br />

Seite mit den großen ATP- und WTA- Veranstaltungen<br />

in Deutschland ein ganz wichtiger Baustein<br />

für unsere Spielerinnen und Spieler. Aber<br />

mindestens genauso wertvoll sind die German<br />

Masters Series presented by Tretorn und die ATP<br />

Challenger Turniere. Hier haben unsere Talente<br />

die einzigartige Möglichkeit, sich vor eigenem<br />

Publikum zu präsentieren und ihre ersten Weltranglistenpunkte<br />

zu holen. Das ist großartig!<br />

Aber bitte vergessen wir nicht die zahlreichen<br />

Juniorenturniere, die mit Liebe durchgeführten<br />

Seniorenveranstaltungen, das Rollstuhl- sowie<br />

das Beach Tennis. Wir sind sehr gut aufgestellt<br />

und dies sollten wir alle gemeinsam pflegen.“<br />

Wo sehen Sie als Präsident des mitgliederstärksten<br />

Tennisverbandes der Welt noch<br />

Reserven?<br />

Ulrich Klaus: „Lassen Sie mich erst einmal mit<br />

dem in diesem Jahr Erreichten zufrieden sein.<br />

Gleichwohl wünsche ich mir einen erneuten<br />

Durchbruch unserer Fed Cup und Davis Cup<br />

Teams. Beide Mannschaften sind gut aufgestellt<br />

und haben meiner Ansicht nach immer<br />

die Chance, ins Halbfinale bzw. vielleicht sogar<br />

ins Finale zu kommen. Das wäre der nächste<br />

Kick für den deutschen Tennissport.“<br />

Interview: DTB (gekürzt)<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

7


Top-Ereignisse<br />

Auf dem eigens verlegten Hartplatz wurden viele Trainingsinhalte gezeigt<br />

Berlin: Internationaler DTB Tenniskongress<br />

Rekordbesuch und neue Maßstäbe<br />

Größer, vielseitiger, besser: Mit<br />

mehr als 600 Teilnehmern, 31 Vorträgen,<br />

23 Referenten und 22 Ausstellern<br />

hat der dritte Internationale<br />

DTB Tenniskongress presented by<br />

Wilson (6. bis 8. Januar) neue Maßstäbe<br />

gesetzt. „Wir sind sehr stolz<br />

und glücklich über die unglaublich<br />

hohe Resonanz und die vielen positiven<br />

Rückmeldungen, die wir vor<br />

Ort und auch im Nachgang erhalten<br />

haben“, so Bundestrainer und Organisationsleiter<br />

Hans-Peter Born.<br />

Alle zwei Jahre lädt der Deutsche Tennis Bund<br />

(DTB) im Berliner Hotel Estrel zur größten Tennistrainerfortbildung<br />

Deutschlands ein, die sich<br />

immer mehr zum „Muss“ für Trainer, aber auch<br />

für die Tennisequipment-Firmen und alle an den<br />

neuesten Trends interessierten Tennisfans entwickelt.<br />

Der Rebound Ace-Court im großen Saal<br />

war zu Vorträgen mit praktischen Demonstrationen<br />

dicht umlagert. Großes Gedränge im vergrößerten<br />

Aussteller-Bereich. Gut besuchte Seminare.<br />

Lockere Stimmung beim abendlichen<br />

„Get together“ von DTB und Tennis-Point.<br />

Tennis im Kindergarten,<br />

in der Schule, im Verein<br />

Unter diesem Motto standen die Vorträge und<br />

Demonstrationen am Freitag. Mit seiner begeistert<br />

aufgenommenen Präsentation „Tennis im<br />

Kindergarten“ zeigte Christian Efler, dass "Tennistrainer<br />

immer die Chance haben, Kinder zum<br />

Sport zu bringen. Das geht bei Vier- bis Sechsjährigen<br />

über die Bewegungserziehung. Es hat<br />

keinen Sinn, gleich mit Tennisschläger und Ball<br />

in die Kitas und Kindergärten zu gehen. Wir<br />

müssen die Kleinen beim Spielen und Bewegen<br />

abholen und dann schrittweise ans Tennis<br />

heranführen.“ Wie man das methodisch umsetzen<br />

kann, das zeigten Hans-Immo Müller und<br />

Alexander Jakubec mit ihrem Konzept der neuen<br />

DTB Basis Schule. das von ihnen entwickelt<br />

und mit exemplarischen Übungen vorgestellt<br />

wurde.<br />

Tennis als Leistungssport,<br />

Elternseminar als Pilotprojekt<br />

Der Samstag war in zwei parallel verlaufenden<br />

Veranstaltungen einerseits „Technik, Taktik, Kondition<br />

und Coaching im Spitzentennis“ und andererseits<br />

in Form eines ganztägigen Seminars<br />

für Eltern fast allen Facetten des Nachwuchstennissports<br />

gewidmet.<br />

Klar, dass bei dem Thema "Spitzensport" die<br />

Bundestrainer Barbara Rittner, Michael Kohlmann<br />

und Hans-Peter Born nicht fehlen durften.<br />

Die Chefin des Porsche Teams Deutschland<br />

berichtete zusammen mit Starphysiotherapeut<br />

Klaus Eder über „Teamwork im Fed Cup.“ „Wir<br />

wollten heute erklären, wie man es schafft, für<br />

nur zwei bis drei Termine im Jahr aus vier Individualistinnen<br />

ein funktionierendes Team zu formen.<br />

Jeder einzelne Betreuer hat eine feste Rolle<br />

und trägt damit zum Erfolg des ganzen Teams<br />

bei. Klaus Eder hat heute stellvertretend für die<br />

anderen Betreuer gezeigt, mit welcher Leidenschaft<br />

jeder beim Fed Cup dabei ist – und das<br />

spüren auch die Spielerinnen.“ Davis Cup Kapitän<br />

Michael Kohlmann ließ zusammen mit Björn<br />

Simon die Zahlen sprechen: Gemeinsam analysierten<br />

die beiden Statistiken von der ATP World<br />

Tour und zeigten, wie man davon Trainingsziele<br />

ableiten kann. Ein Schwerpunkt-Thema bildete<br />

auch der Einsatz neuer technische Möglichkeiten<br />

im Tennis. Für Aufsehen und heiße Diskussionen<br />

sorgte das System „playsight“, das beim In-<br />

8<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Top-Ereignisse<br />

Tennis-Kommentator Matthias Stach in einer Talkrunde mit den Bundestrainern<br />

Barbara Rittner und Michael Kohlmann<br />

Kongressorganisator: Bundestrainer Peter Born freute sich über die große<br />

Teilnehmerzahl und Topreferenten<br />

ternationalen DTB Tenniskongress von Rodney<br />

Rapson vorgestellt wurde. Zehn Kameras rund<br />

um den Platz und eine Station mit Touchscreen<br />

am Rand erlauben eine unmittelbare Analyse<br />

der Spielzüge und Schläge. Mit dem „DTB Online<br />

Campus“ haben Tennistrainer seit dem 1. Januar<br />

<strong>2017</strong> einen neuen elektronischen Lehrplan zur<br />

Verfügung, der seinesgleichen sucht. Zusammen<br />

mit Entwickler Oliver Heuft von der Firma<br />

Tennisgate präsentierte Hans-Peter Born das<br />

Portal als richtungsweisende Projekt.<br />

In seinem Praxisbeitrag besann sich Bundestrainer<br />

Hans-Peter Born dann auf ein lange vergessenes<br />

Thema: „Angriffs-, Netz- und Passierballsituationen“<br />

gewinnen aufgrund der Entwicklung<br />

im heutigen Tennis wieder stark an Bedeutung.<br />

„66 Prozent der Angriffe im Tennis sind erfolgreich.<br />

Das ist Grund genug, sich im Training ausführlich<br />

damit zu beschäftigen.“<br />

Den Eltern von Nachwuchstalenten gezielt Hilfestellung<br />

zu leisten, ihnen Wissen und Orientierung<br />

zu vermitteln – das war die Zielsetzung des<br />

ersten Elternseminars beim Internationalen DTB<br />

Tenniskongress.<br />

Auf dem Programm standen Beiträge zu fast allen<br />

Facetten des Nachwuchstennissports von<br />

Fairplay und Antidoping über die Eltern-Kind-<br />

Beziehung bis hin zu Gesundheitsthemen und<br />

dem Umgang mit Social Media. Experten wie<br />

die beiden Bundestrainer Barbara Rittner und<br />

Gerald Marzenell, die Mediziner Dr. Christian<br />

Schneider und Dr. Eva-Maria Schneider, Verbandstrainer<br />

Uli Welebny, Proficoach Markus<br />

Gentner oder Sportpsychologe Professor Dr.<br />

Dirk Schwarzer berichteten über ihre jahrelange<br />

Erfahrung mit den Eltern der jungen Talente.<br />

Mehr als 60 Mütter und Väter aus allen Teilen<br />

Deutschlands waren nach Berlin gekommen,<br />

lauschten einen Tag lang gebannt den bunt<br />

gemischten Vorträgen und stellten den Experten<br />

ihre Fragen. „Ich bin von der großen Resonanz<br />

völlig überwältigt. Der Saal war brechend<br />

voll und die Teilnehmer sind trotz des anstrengenden<br />

Programms kontinuierlich dabei geblieben“,<br />

freute sich die für Jugendsport zuständige<br />

DTB-Vizepräsidentin Dr. Eva-Maria Schneider.<br />

„Wir selbst haben durch den direkten Kontakt<br />

zu den Eltern auch noch einmal ganz andere<br />

Einblicke in die Probleme und Fragestellungen<br />

bekommen – insofern haben beide Seiten von<br />

dem Austausch profitiert.“<br />

Auch seitens der Eltern gab es viel Lob für die<br />

Veranstaltung. Dr. Eva-Maria Schneider: „Das<br />

Seminar wurde nicht nur von Eltern, sondern<br />

auch von überraschend vielen Jugendwarten<br />

und Verbandstrainern besucht. Einige von ihnen<br />

wollen nun auch in ihren Regionen solche Informationsveranstaltungen<br />

für Eltern etablieren,<br />

was ein schöner Nebeneffekt ist. Der Grundstein<br />

ist gelegt und wir werden das sicher wiederholen.<br />

Vielleicht dann mit einer noch aktiveren Rolle<br />

der Eltern.“<br />

„Best Practice – Lieblingsübungen<br />

der Topreferenten“<br />

Am letzten Kongresstag wurde das vielseitige<br />

Programm von Vorträgen des VDT-Kreativteams<br />

sowie Edgar Giffenig mit "Tipps und Tricks im<br />

täglichen Training" abgerundet. Den Abschluss<br />

bildete traditionell die Reihe „Best Practice –<br />

Lieblingsübungen der Topreferenten“, bevor<br />

Ausbildungsleiter Hans-Peter Born die Teilnehmer<br />

in die Berliner Kälte verabschiedete. „Ein<br />

großes Dankeschön an alle Teilnehmer, Referenten<br />

und Sponsoren und insbesondere an<br />

das gesamte Organisationsteam aus der DTB-<br />

Geschäftsstelle. Die Beiträge auf dem Showcourt,<br />

das Elternseminar, die Tennismesse, das<br />

Rahmenprogramm – alles war auf höchstem<br />

Niveau. Wir freuen uns auf den Internationalen<br />

DTB Tenniskongress 2019, für den wir schon viele<br />

neue Ideen haben!“<br />

Wilson präsentierte Trainingshilfen, mit denen Kids Geschicklichkeit und Koordination üben können<br />

Auch Tobias Kufner vom Hauptsponsor Wilson<br />

zeigte sich mehr als zufrieden: „Wir sind absolut<br />

begeistert, dieser Kongress war hochprofessionell<br />

organisiert – ein Kompliment an die Veranstalter!<br />

Ebenso glücklich sind wir aber auch mit<br />

unserer eigenen Präsenz, die wir im Vergleich<br />

zu 2015 noch einmal verbessern konnten. Den<br />

Optimismus dieser schönen Tage in Berlin nehmen<br />

wir gerne in das Jahr <strong>2017</strong> mit.“ Ein schönes<br />

Schlusswort für ein gelungenes Event!<br />

DTB<br />

Fotos: Lana Roßdeutscher<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Top-Ereignisse<br />

Neuer Herren-Meister: Michael Berrer (TV Reutlingen)<br />

Biberach a.d. Riss: 45. Deutsche Meisterschaften der Damen und Herren (A 1),<br />

im Mixed und Rollstuhltennis<br />

Titel für Berrer zum Karriereschluss,<br />

Sieg für Witthöft im dritten Anlauf<br />

“Unglaublich gutes Tennis!” So das kurze, prägnante Urteil von TVBB-Präsident<br />

Klaus-Peter Walter über die 45. Deutschen Meisterschaften, schon<br />

zum siebenten Mal in Folge ausgetragen im Stützpunkt des Württembergischen<br />

Tennis-Verband im oberschwäbischen Städtchen Biberach an der<br />

Riss (12. bis 18. Dezember 2016). Im letzten Match seiner Profikarriere sicherte<br />

sich der 36-jährige Lokalmatador Michael Berrer (DR 9, TV Reutlingen)<br />

seinen ersten nationalen Meistertitel. Die Porsche Talent Team-<br />

Spielerin Carina Witthöft (DR 7, Der Club an der Alster) nahm nach zwei<br />

Finalteilnahmen 2013 und 2014 den dritten Anlauf.<br />

„Endlich hat es mit dem Titel geklappt“, jubelte<br />

die 21-jährige Hamburgerin, „Laura Schaeder<br />

hat es mir heute richtig schwer gemacht, das<br />

war wirklich ein hartes Stück Arbeit.<br />

Ich liebe es, in Biberach zu spielen, die Hütte ist<br />

hier immer vom ersten Tag an voll und die Zuschauer<br />

sind einfach sehr enthusiastisch und<br />

dennoch fair.“<br />

„Es ist ein Traum, hier in der Heimat vor den Augen<br />

meiner Familie in meinem letzten offiziellen<br />

Match den Titel zu gewinnen. Ich gehe mit<br />

einem lachenden Auge und freue mich auf die<br />

Zukunft“, sagte Berrer. Der zweifache Vater wird<br />

sich nun mehr seiner Familie widmen und hofft,<br />

dem Tennis in der einen oder anderen Funktion<br />

erhalten zu bleiben.<br />

Witthöft und Berrer sind würdige Nachfolger<br />

von Oscar Otte (Kölner THC Stadion RW ) und<br />

der derzeit an der Schulter verletzten Anna-Lena<br />

Friedsam (jetzt TEC Waldau).<br />

Junge Berlinerinnen scheitern in der Quali<br />

Gespielt wurde bei den Damen und Herren jeweils<br />

mit 24 Teilnehmern aus einem angepassten<br />

32-er Tableau. Die an den Positionen 1 bis 8<br />

Gesetzten hatten in der ersten Runde ein Freilos,<br />

griffen erst im Achtelfinale ins Geschehen ein.<br />

Diese Regelung hatte der DTB 2015 eingeführt,<br />

um die Meisterschaften auch für Spitzenspieler<br />

attraktiv zu machen.<br />

Die Hauptfelder wurden durch die jeweiligen<br />

Sieger der vier Qualifikationsrunden komplettiert.<br />

Bei den Damen waren es Carolin Schmidt<br />

(SLH), Nora Niedmers (RPF), Shaline-Doreen Pipa<br />

(NTV) und Franziska König (BTV).<br />

10<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Top-Ereignisse<br />

TC 1899 Blau-Weiss) die einzige TVBB-Vertreterin<br />

im Hauptfeld.<br />

Erstmals Meisterin der Damen: Carina Witthöft (Der Club an der Alster)<br />

Bei den Herren übersprangen Benjamin Hassan<br />

(RPF), Jannis Kahlke (TVM), Dominik Bartels<br />

(SLH) und Lukas Rüpke (NWE) diese Hürde. Herren<br />

aus Berlin und Brandenburg waren für diese<br />

Meisterschaft nicht qualifiziert.<br />

Der dritten Qualifikationsgruppe der Damen<br />

waren die Berlinerinnen Anica Stabel (DR 68,<br />

LTTC “Rot-Weiß”) und Franziska Sziedat (DR 57,<br />

TC 1899 Blau-Weiss) zugeteilt. Stabel bezwang<br />

Sziedat klar mit 6:0, 6:3. Sie musste sich dann<br />

im Match um den Gruppensieg jedoch Doreen-Shalin<br />

Pipa (DTV Hannover) nach großem<br />

Kampf mit 3:6, 6:3, 3:6 geschlagen geben. Damit<br />

war Verbandsmeisterin Charlotte Klasen (DR 24,<br />

Witthöft ohne Satzverlust ins Finale<br />

Erfreulich aus TVBB-Sicht: Charlotte Klasen zog<br />

durch einen 6:3, 6:2-Sieg über Romy Kölzer (DR<br />

39, RTHC Bayer Leverkusen) ins Achtelfinale ein.<br />

Sie lieferte dann der an vier gesetzten Katharina<br />

Hobgarski (DR 16, BASF TC Ludwigshafen), 2015<br />

Siegerin bei den German Juniors in Berlin, einen<br />

großen Kampf. Nach dem mit 6:3 gewonnenen<br />

ersten Satz keimte Hoffnung auf, diktierte sie<br />

doch diesen Durchgang mit präzisen Schlägen.<br />

Doch dann drehte die turniererfahrenere Hobgarski<br />

auf und gewann den folgenden Durchgang<br />

klar mit 6:2. Doch geschlagen gab sich die<br />

fightende Klasen noch nicht. Ein Break jedoch<br />

reichte Hobgarski, um Satz drei und damit das<br />

Match mit 6:4 für sich zu entscheiden. Im Viertelfinale<br />

dann das unerwartete Aus für Hobgarski.<br />

Sie scheiterte mit 3:6, 3:6 glatt an Caroline<br />

Werner (DR 29, TC Radolfzell).<br />

Favoritin Carina Witthöft (DR 7) zog unbeirrt ihre<br />

Kreise, spielte sich mit Zweisatz-Siegen über Natalie<br />

Pröse (DR 33, Offenbacher TC), Anna Gabric<br />

(DR 102, TEC Waldau) und die kampfstarke Caroline<br />

Werner (TC Radolfzell) mit 6:4, 7:5 ins Endspiel.<br />

Dort traf die Hanseatin auf die an fünf gesetzte<br />

Laura Schaeder (DR 17, TEC Waldau), die<br />

praktisch ein Heimspiel bestritt. Schaeders Weg<br />

ins Finale führte über Lara Schmidt (DR 41, 1. FC<br />

Nürnberg), Bezwingerin der Ex-Berlinerin Lena<br />

Rüffer (DR 64, TEC Waldau), ihre Klubkameradin<br />

Anna Zaja (DR 15) und Julia Wachaczyk (DR<br />

19, TC Union Münster). Die Münsteranerin hatte<br />

zuvor die an zwei gesetzte Mitfavoritin Tamara<br />

Korpatsch (DR 13, Der Club an der Alster) aus<br />

dem Turnier genommen.<br />

Im umkämpften Finale musste die favorisierte<br />

Witthöft den ersten Satz im Tie-Break 6:7(4)<br />

abgeben. Auch Durchgang zwei wurde im<br />

Tie-Break entschieden - diesmal mit 7:6(4) zugunsten<br />

von Witthöft. In ihrem dritten Meisterschaftsfinale<br />

wollte es die Hamburgerin nun<br />

unbedingt wissen. Mit konzentriertem und<br />

Die Rückhand - eine Stärke der Deutschen Meisterin Carina Witthöft<br />

Auch der Linkshänder Michael Berrer punktete mit seiner Rückhand<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Top-Ereignisse<br />

Erfolgreiche Talente: Yannick Maden/Anna Zaja (beide TEC Waldau) wurden<br />

Meister im Mixed<br />

Meister Steffen Sommerfeld (l., SV Zehlendorfer Wespen) bezwang im Finale<br />

Anthony Dittmar (TSC Göttingen)<br />

präzisem Spiel schaffte sie im entscheidenden<br />

Satz ein 6:3 - und war zum ersten Mal Deutsche<br />

Meisterin.<br />

Bei den Herren nicht alles nach Setzliste<br />

Drei der an den Positionen eins bis vier Gesetzten<br />

schafften es ins Halbfinale. Nur die Nummer<br />

vier, Jeremy Jahn (DR 17, TC Blau-Weiss Neuss)<br />

unterlag im ersten Match dem ungesetzten<br />

Marvin Netuschil (DR 26, Tennispark Versmold)<br />

knapp mit 6:7, 6:7. Für Netuschil war dann aber<br />

im Viertelfinale beim 5:7, 7:6, 4:6 gegen Yannick<br />

Hanfmann (DR 20, TC Weinheim) Schluss.<br />

Topfavorit Michael Berrer musste nur in seinem<br />

Auftaktmatch gegen Pascal Meis (DR 39, TC<br />

Wolfsberg Pforzheim) einen Satz abgeben (6:3,<br />

5:7, 6:2). Im Viertelfinale konnte Berrer Kraft sparen,<br />

weil Youngster Louis Weßels (DR 19, Bielefelder<br />

TTC) verletzt aufgeben musste. Das Halbfinale<br />

gegen Yannick Hanfmann war eine klare<br />

Sache für Berrer (6:2, 6:3).<br />

Im Finale traf er auf Maximilian Marterer (DR 12,<br />

TK Kurhaus Aachen), überzeugender Zweisatz-<br />

Die Finals im Überblick<br />

Carina Witthöft (Der Club an der Alster) –<br />

Laura Schaeder (TEC Waldau)<br />

Michael Berrer (TV Reutlingen) –<br />

Maximilian Marterer (TK Kurhaus Aachen)<br />

Yannick Maden/Anna Zaja (beide TEC Waldau) -<br />

Rene Schulte/Katharina Hobgarski (beide BASF TC Ludwigshafen)<br />

Steffen Sommerfeld (Zehlendorfer Wespen) –<br />

Anthony Dittmar (TSC Göttingen)<br />

Sieger über das Nachwuchstalent Henri Squire<br />

(DR 118, TC Kaiserwerth), Yannick Maden (DR 16,<br />

TEC Waldau) und Davis Cup-Spieler Daniel Masur<br />

(DR14, Tennispark Versmold). In dem 21-jährigen<br />

Marterer, der im DTB-Bundesstützpunkt in<br />

Oberhaching trainiert, fand der 36-jährige Berrer<br />

einen hochmotivierten und stark aufspielenden<br />

Gegner, der ihn vom ersten bis zum letzten<br />

Ballwechsel stark forderte. „Ich bin begeistert<br />

von seiner Spielweise, er wird noch für Furore<br />

sorgen“, sagte Berrer zur Leistung seines Gegners.<br />

Am Ende war es vor allem die in 17 Profijahren<br />

auf der Tour erworbene Routine, die Michael<br />

Berrer vor einem begeisterten Biberacher<br />

Publikum zum 6:7(3), 6:4, 6:3-Sieg verhalf.<br />

Weitere Konkurrenzen<br />

Die Mixed-Konkurrenz (acht Paarungen) gewannen<br />

Yannick Maden/Anna Zaja vom TEC Waldau<br />

Stuttgart mit 7:6, 6:2 gegen Rene Schulte/Katharina<br />

Hobgarski vom BASF TC Ludwigshafen.<br />

Charlotte Klasen hätte mit ihrem Hamburger<br />

Partner Demian Raab (Der Club an der Alster)<br />

den Siegern fast die Show<br />

gestohlen: Sie gaben sich<br />

ihnen nur mit 7:6, 4:6, 8:10<br />

6:7 (4:7), 7:6 (7:4), 6:3<br />

geschlagen, wobei sie eine<br />

8:5-Führung im Match-Tie-<br />

6:7 (3:7), 6:4, 6:3 Break nicht zum Sege nutzen<br />

konnten.<br />

7:6, 6:2<br />

Leer ging der TVBB bei diesen<br />

Titelkämpfen nicht<br />

6:0, 6:3<br />

aus. Der 47-jährige Steffen<br />

Sommerfeld (SV Zehlendorfer<br />

Wespen) trotzte im Finale der Rollstuhltennisspieler<br />

dem Ansturm des 25 Jahre jüngeren<br />

Anthony Dittmar (TSC Göttingen). Der<br />

Berliner besiegte ihn klar mit 6:3, 6:0. Es war<br />

Sommerfelds fünfter Meister-Titel, der dritte in<br />

Folge. „Ich bin wirklich ganz, ganz stolz“, freute<br />

sich der Berliner. „Die Atmosphäre in Biberach ist<br />

einmalig! Es ist toll, welche Bühne uns bei den<br />

Deutschen Meisterschaften geboten wird.” Er<br />

lobte auch seinen jungen Kontrahenten, der an<br />

der Tennisbase Hannover trainiert: „Toni hat eine<br />

sehr gute Technik und ist superschnell, weil er<br />

aus dem Rollstuhlbasketball kommt. Daher war<br />

ich zu 100 Prozent konzentriert und habe von<br />

Anfang an Gas gegeben.“<br />

Lob für Ausrichter<br />

DTB-Vizepräsident Bernd Greiner lobte die Ausrichter:<br />

„Das waren wieder perfekt organisierte<br />

Deutsche Meisterschaften mit hochklassigem<br />

Sport und würdigen Siegern. Wir haben spannende<br />

Spiele erlebt, bei denen die Zuschauer<br />

besonders am Finaltag voll auf ihre Kosten gekommen<br />

sind.<br />

Mein Dank geht an alle Beteiligten aus dem<br />

Team des Württembergischen Tennis-Bundes<br />

um die Turnierdirektoren Rolf Schmid und Dieter<br />

Gutermann, die hier immer wieder einen super<br />

Job machen.<br />

Mal schauen, vielleicht gibt es auch im nächsten<br />

Jahr ein Wiedersehen hier in Biberach, zu wünschen<br />

wäre es jedenfalls."<br />

DTB, Bernd Prawitz<br />

Fotos: Thomas Schulte<br />

12<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Top-Ereignisse<br />

Deutsche Jugend-Hallenmeister 2016 im Doppel der U14 (v.l.): Santa Strombach (LTTC “Rot-Weiß”)/Alexandra Vecic (TC Schwenningen, WTB) mit den Zweitplatzierten<br />

Mina Hodzic (TC Bredeney, TVN)/Chantal Sauvant (TC Rüppurr 1929, BAD) © Klaus Molt<br />

42.Deutsche Jugend-Hallenmeisterschaften 2016 der U14, 16, 18, Masters U12 in Essen<br />

Santa Strombach Meisterin im Doppel,<br />

Oliver Olsson gewinnt U12-Masters<br />

Die Porträts der Meister sind eingerahmt, hängen in der Galerie der Sieger.<br />

Dazu gehören auch Santa Strombach und Oliver Olsson aus unserem Verband.<br />

Zu diesen Meisterschaften (23. bis 27. November) hatte der TVBB 16<br />

Spielerinnen und Spieler entsandt. Sie kamen mit einem Meistertitel, einer<br />

Vizemeisterschaft fünf Viertelfinal- und zwei Halbfinalteilnahmen sowie<br />

dem Masters-Titel in der U12 zurück. “Eine zufriedenstellende Bilanz. Insgesamt<br />

kann sich das Abschneiden der SpielerInnen des TVBB im TVN-Leistungszentrum<br />

in Essen durchaus sehen lassen”, lautete das Fazit von Landestrainer<br />

Bernd Süßbier.<br />

Wie schon in den Vorjahren wurden die Deutschen<br />

Jugend-Hallenmeisterschaften vom Tennis-Verband<br />

Niederrhein ausgerichtet. Das<br />

bewährte Organisationsteam um Oberschiedsrichter<br />

Norbert Peick sorgte auch 2016 für einen<br />

reibungslosen Ablauf.<br />

Bis auf die Konkurrenz der Juniorinnen U18, die<br />

nur mit einem 16-er Feld gespielt wurde, starteten<br />

die anderen Konkurrenzen 32-er Feldern.<br />

Wie schon im Vorjahr war der TVBB mit 16 von<br />

insgesamt 176 TeilnehmerInnen vertreten. Ansehnlich<br />

im Verhältnis zu seiner Mitgliederzahl.<br />

Aufgrund ihrer guten Ranglistenplatzierungen<br />

waren jeweils 4 Juniorinnen und 4 Junioren in<br />

den Setzlisten ihrer Altersklassen geführt. Doch<br />

auch eine gute Setzung bei den Deutschen Jugendmeisterschaften,<br />

wo sich die nationale<br />

Spitze versammelt, ist keine Erfolgsgarantie.<br />

Das wurde mit dem Erstrunden-Aus des in der<br />

U18 Topgesetzten und aktuellen Nummer 21<br />

der Juniorenweltrangliste, Louis Wessels, erneut<br />

bewiesen.<br />

U18: TVBB blieb teilweise unter<br />

seinen Möglichkeiten<br />

Bei den Juniorinnen U18 fand Anica Stabel (LT-<br />

TC “Rot-Weiß”), an Nummer 4 gesetzt, leider<br />

zu keinem Zeitpunkt zu ihren Stärken und verlor<br />

gleich ihr Auftakt-Match gegen Franziska<br />

Kommer (WTV) mit 4:6, 4:6. In der gleichen Al-<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Top-Ereignisse<br />

Santa Strombach (l., LTTC “Rot-Weiß”) wurde in der U14 Dritte. Sie unterlag im Halbfinale der späteren<br />

Meisterin Mina Hodzic (NTV) <br />

© Klaus Molt<br />

Benito Sanchez (l.) unterlag im Halbfinale dem<br />

Top-Gesetzten Moritz Stöger (BTV) © Bernd Süßbier<br />

tersklasse der Junioren schlugen Tristan Wolke<br />

(TC SCC), Jesper Tull Freimuth (TC 1899 Blau-<br />

Weiss) und Robert Strombach (LTTC “Rot-Weiß”)<br />

auf. Während Wolke sich gleich in seinem ersten<br />

Spiel gegen Tim Büttner (HTV) mit 5:7; 2:6<br />

geschlagen geben musste, konnte Freimuth,<br />

an Position 6 gesetzt, mit einem 6:1, 6:3-Erfolg<br />

über Tom Eisenzapf (HAM) die zweite Runde erreichen.<br />

Dort scheiterte er leider an Simon Junk<br />

(STB) mit 6:2; 6:7, 2:6 knapp in Sätzen. Strombach<br />

(Nummer 4 der Setzliste) spielte sich mit<br />

Siegen über Kai Breitbach (TVN; 6:4, 6:3) und<br />

Maximilian Todorov (HAM; 6:4, 2:6, 6:3) ins Viertelfinale.<br />

Dort unterlag er in einem spannenden<br />

und hochklassigen Match trotz Satzführung und<br />

"Break vor" in Durchgang zwei dem späteren<br />

Sieger Jannik Gieße (BAD) mit 6:3, 5:7, 3:6.<br />

U16: Franziska Sziedat und Nadja<br />

Meier erreichen Viertelfinals<br />

Bei den Juniorinnen U16 spielten sich die Topgesetzte<br />

Franziska Sziedat (TC 1899 Blau-Weiss)<br />

und Nadja Meier (Nr. 5, TC Grün-Weiß Nikolassee)<br />

bis in Viertelfinale. Franziska gewann gegen<br />

Sahra Heckel (WTB; 6:2, 6:4) und Jantje Tilbürger<br />

(NTV; 7:6, 6:1), bevor sie sich der letztjährigen<br />

Deutschen U14-Meisterin, Isabella Pfennig<br />

(BTV), mit 1:6, 3:6 geschlagen geben musste.<br />

Nadja bezwang Bernadette Dornieden (NTV;<br />

4:6, 6:3, 6:3) und Anne Elisa Zorn (WTV; 6:4, 6:3).<br />

Dann unterlag sie der späteren Finalistin Anne<br />

Knüttel (BTV) mit 3:6, 4:6. Adelina Krüger (LTTC<br />

“Rot-Weiß”), die als Nachrückerin ins Feld kam<br />

und erst spät von ihrer Teilnahme erfuhr, unterlag<br />

gleich in der ersten Runde Antonia Schmidt<br />

(WTB; 3:6, 2:6).<br />

Bei den Junioren U16 waren vier TVBB-Spieler<br />

am Start. Leider konnte nur Osman Torski (TC<br />

Grün-Weiß Nikolassee) die zweite Runde erreichen.<br />

An Nummer 7 gesetzt, bezwang er Christopher<br />

Frantzen (BTV) mit 6:4, 6:4, musste sich<br />

dann jedoch Moritz Hoffmann (BAD) mit 3:6,<br />

6:2, 3:6 beugen. Dagegen war für Finn Stodder<br />

(TC SCC) gegen Calvin Müller (HTV; 2:6, 6:7),<br />

Jakob Hütten gegen Niklas Guttau (SLH; 2:6,<br />

3:6) und auch Nino Ehrenschneider (LTTC “Rot-<br />

Weiß”) gegen Felix Steen (WTV; 2:6, 4:6) jeweils<br />

in der ersten Runde bereits Endstation.<br />

U14: Santa schafft es ins Halbfinale<br />

Bei den Juniorinnen U14 überstanden die ungesetzten<br />

Sofiya Afandieva (TC Grün-Weiß Nikolassee)<br />

und Christin Marie Laabs (SportForum Bernau)<br />

die erste Runde nicht. Sofiya verlor gegen<br />

Pauline Hirt (WTV) 4:6, 0.6, Christin Marie gegen<br />

Amelie-Christin Janßen (NTV) mit 0:6; 1:6. Santa<br />

Strombach (LTTC "Rot-Weiß"), an Nummer 4 gesetzt,<br />

erfüllte die in sie gesetzten Erwartungen<br />

und spielte sich mit Siegen über Dana Heimen<br />

(RPF; 6:1, 6:1), Pauline Hirt (6:4, 6:1) und Anja<br />

Wildgruber (BTV; 0:6, 6:3, 6:2) ins Halbfinale. Leider<br />

unterlag Santa dort der späteren Deutschen<br />

Meisterin, Mina Hodzic (TVN), knapp mit 5:7,<br />

6:7, trotz guter Chancen in beiden Sätzen.<br />

Benito Sanchez (TC SCC) und Lennart Kleeberg<br />

(BSV 1892) vertraten den TVBB bei den Junioren<br />

U14. Lennart gewann sein Auftaktmatch gegen<br />

Martin Leicht (BTV) glatt mit 6:0, 6:4. Gegen den<br />

an Nummer 5 gesetzten Armin Koschtojan (TSA)<br />

startete er ähnlich gut. Er ließ seinem Kontrahenten<br />

in Satz eins beim 6:1 kaum eine Chance.<br />

Als es in Durchgang zwei Satz dann allerdings<br />

zu umkämpften Punkten kam, wurde Lennart<br />

sichtlich nervöser und verlor den Faden. Die Folge:<br />

Satzverlust mit 4:6. Danach konnte er dem<br />

immer druckvolleren Spiel seines Gegners beim<br />

1:6 nichts mehr entgegensetzen.<br />

Benito Sanchez, als Nummer 3 der Setzliste gestartet,<br />

wurde dieser Position vollauf gerecht.<br />

Er spielte sich ohne Satzverlust mit Siegen über<br />

Matteo Feggi (HTV; 6:2, 6:3), Nick Hartmann<br />

(BTV; 6:1, 6:3) und Julius Sommer((BTV; 6:2, 6:3)<br />

souverän ins Halbfinale. Dort traf er auf den Topgesetzten<br />

Moritz Stöger (BTV). Benito begann<br />

den ersten Satz konzentriert und spielte fehlerfreier<br />

als sein Gegenüber. Das brachte ihm<br />

den Satzgewinn mit 6:4. Leider konnte er seinen<br />

Spielplan in Satz zwei nicht mehr umsetzen,<br />

sein Gegner bekam Oberwasser, während Benito<br />

zusehends verkrampfte. Sein Gegner zeigte<br />

mehr und mehr Selbstvertrauen, gewann die<br />

Durchgänge zwei und drei sicher mit 6:1, 6:0.<br />

Die Doppelkonkurrenzen: Ohne<br />

Satzverlust ins Finale<br />

In der Doppelkonkurrenz der U14 kam Santa<br />

Strombach zu Meisterehren. An der Seite von<br />

Alexandra Vecic (WTB) erreichten die beiden<br />

ohne Satzverlust das Finale. Dort warteten Mi-<br />

Die Doppel-Finalisten der U14 (v.l.): Benito Jaron<br />

Sanchez (TC SCC)/Lennart Kleeberg (BSV 1892) und<br />

die Meister Moritz Stöger (BTV)/Max Wiskandt (HTV) <br />

<br />

© Bernd Süßbier<br />

14<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Top-Ereignisse<br />

Der Neu-Berliner Oliver Olsson (l., TC Grün-Weiß Nikolassee) gewann das Masters der U12 gegen Marc Majdandzic (WTV) <br />

© Klaus Molt<br />

na Hodzic (TVN)/Chantal Sauvant (BAD). Aber<br />

auch im Finale zeigten Santa und Alexandra keine<br />

Schwächen, wurden ihrer Setzung an Position<br />

1 gerecht und gewannen den Meistertitel<br />

mit 6:4; 6:3.<br />

Bei den Junioren U14 spielte sich mit Benito<br />

Sanchez/Lennart Kleeberg, an Position 2 gesetzt,<br />

ein reines TVBB-Doppel - ebenfalls ohne<br />

Satzverlust - ins Endspiel. Gegen die Topgesetzten,<br />

Moritz Stöger (BTV)/Max Wiskandt (HTV)<br />

verloren sie den ersten Satz mit 3:6. Den zweiten<br />

Durchgang jedoch entschieden sie mit 7:5 zu<br />

ihren Gunsten. Der entscheidende Match-Tie-<br />

Break war lange umkämpft, die Berliner verloren<br />

ihn leider mit 6:10.<br />

Osman Torski scheiterte an der Seite von Justin<br />

Schlageter (BAD) im Halbfinale der U16 gegen<br />

die späteren Titelgewinner, Constantin<br />

Zoske/Henri Squire (beide TVN), ganz knapp in<br />

drei Sätzen mit 6:4, 4:6, 6:10. In der U18 schafften<br />

Jeper Tull Freimuth/Tristan Wolke ebenfalls<br />

den Sprung ins Halbfinale. Dort mussten sie allerdings<br />

die Überlegenheit des topgesetzten<br />

Duos Louis Wessels/Valentin Günther (beide<br />

WTV) anerkennen, die am Ende auch den Titel<br />

gewannen.<br />

Die Finals im Überblick<br />

U14 Mina Hodzic (TC Bredeney) - Angelina Wirges (DTV Hannover) 6:3, 6:3<br />

Max Wiskandt (TC Bad Vilbel) - Moritz Stöger (TC WB Landshut) 6:0, 6:4<br />

Alexandra Vecic (TC Schwenningen)/Santa Strombach (LTTC “Rot-Weiß”)<br />

6:3, 6:4<br />

- Mina Hodzic/Chantal Sauvant (TC Rüppurr 1929)<br />

Max Wiskandt/Moritz Stöger - Benito Jaron Sanchez Martinez (TC SCC)/Lennart Kleeberg (BSV 1892) 6:3, 5:7, 10:6<br />

U16 Kathleen Kanev (SaFo Frankfurt) - Anne Knüttel (TC WB Würzburg) 6:4, 6:0<br />

Henri Squire (TC Kaiserswerth) - Leopold Zima (TC TP Herrsching) 7:6, 6:2<br />

Anne Knüttel/Isabella Pfennig (TC Großhesselohe) -<br />

6:4, 6:0<br />

Emily Welker (TC BW Dresden-Blasewitz)/Estella Jäger (TC Blau-Weiß Soest).<br />

Henri Squire/Constantin Zoske (TC Kaiserswerth) -<br />

6:2, 5:7, 10:6<br />

Bastien Presuhn (Hildesheimer TC Rot-Weiß)/Moritz Pfaff (TC Rotenbühl)<br />

U18 Jannik Gieße (TK GW Mannheim) - Jason J. Hildebrandt (Rahlstedter HTC) 6:4, 6:3<br />

Laura Bente/Shaline-Doreen Pipa (beide DTV Hannover) -<br />

7:5, 6:3<br />

Eva-Marie Voracek (GW Luitpoldpark München)/Lara Schmidt (1. FC Nürnberg)<br />

Louis Weßels (Bielefelder TTC)/Valentin Günther - Niklas Schell (TC Bad Vilbel)/Jannik Gieße 6:4, 2:6, 10:7<br />

U12 Oliver Olsson (TC GW Nikolassee) - Marc Majdandzic (Oeynhausener TC) 6:3, 6:4 (Masters)<br />

Masters U12: Titel für einen Neu-Berliner<br />

Wie schon in den vergangenen Jahren wurde<br />

in Essen parallel zu den Jugendmeisterschaften<br />

auch wieder das Finale der aus den 17 Turnieren<br />

bestehenden DTB U12-Turnierserie mit den jeweils<br />

punktbesten 16 Spielerinnen und Spielern<br />

ausgetragen. In vier Vierer-Gruppen wurden die<br />

Halbfinalisten ermittelt, die dann im KO-System<br />

den Turniersieg ausspielen. Für den TVBB gingen<br />

jeweils nur ein Junge und ein Mädchen an<br />

den Start. Bei den Mädchen konnte Luca Bohlen<br />

(TC 1899 Blau-Weiss) jedoch in ihrer Gruppe leider<br />

nur ein Spiel gewinnen und verpasste den<br />

Einzug in das Halbfinale.<br />

Bei den Jungen schlug für den TVBB Oliver Olsson<br />

auf. Oliver spielte bisher für den Bayerischen<br />

Tennisverband und ist in seiner Altersklasse die<br />

Nummer 1 der Deutschen Rangliste. Seit den<br />

Sommerferien wohnt er mit seiner Familie in<br />

Berlin und fand in Nikolassee eine neue Tennisheimat.<br />

Oliver dominierte das Feld, wurde seiner<br />

Favoritenrolle gerecht. Nach Siegen gegen<br />

Sean Saal (SLH; 6:4, 6:2), Fabio Guth (WTV; 6:1,<br />

6:2), Daniel Milardovic (TVM; 6:3, 7:5) und Maximilian<br />

Greshake (WTV; 6:3, 6:0) traf er im Finale<br />

auf Marc Majdandzic (WTV). Auch hier war Olli<br />

deutlich überlegen und gewann mit 6:3; 6:4 das<br />

Masters.<br />

DTB-Vizepräsidentin Dr. Eva-Maria Schneider:<br />

“Das Niveau war gut und ich bin sicher, dass wir<br />

von einigen Nachwuchstalenten auch in der<br />

Zukunft hören werden. Ein Titel bei Deutschen<br />

Meisterschaften ist eine Leistung, die das ganze<br />

Leben bleibt. “<br />

Bernd Süßbier, Landestrainer<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

15


Top-Ereignisse<br />

Helena Buchwald (TC Grün-Weiß Lankwitz) erkämpfte ihren ersten TVBB-Titel in der U12<br />

DSR Sportzentrum Wandlitz: TVBB Jugend-Hallenmeisterschaften <strong>2017</strong> (J-2)<br />

Erste Standortbestimmung für unsere Junioren<br />

In der turnierärmeren Wintersaison haben unsere Jugendlichen an ihrer<br />

Technik gefeilt und für gute Kondition gesorgt. Das zeigten sie bei den<br />

diesjährigen Jugend-Hallenmeisterschaften (10.12. 2016 bis 22.01. <strong>2017</strong>),<br />

einer ersten Standortbestimmung für die neue Saison. Das Fazit: Viele unserer<br />

Jugendlichen sind schon gut in Form. Einige, so Carl Labitzke und Saskia<br />

Witthaus, haben beachtliche Leistungssprünge gemacht. Andere wie<br />

Robert Strombach und Anica Stabel spielen weiter auf hohem Niveau. Aber<br />

auch enorme Leistungsunterschiede wurden deutlich.<br />

In allen Altersklassen wurde aus 16-er Feldern<br />

gespielt. In der U16 und 18 waren ausschließlich<br />

die Ranglistenbesten spielberechtigt. In den<br />

jüngeren Altersklassen kamen zu den 12 Ranglistenbesten<br />

jeweils vier Qualifikanten hinzu.<br />

Die Sieger in der U18 erhielten vom TVBB eine<br />

Wild Card für die Allianz Kundler German Juniors<br />

im Juni beim LTTC “Rot-Weiß”.<br />

U12: Buchwald bricht Bann,<br />

Labitzke siegt souverän<br />

Helena Buchwald (TC Grün-Weiß Lankwitz) ist<br />

keine Spielerin, die ihre Freude über einen Sieg<br />

hinausschreit. Sie hätte dafür Grund gehabt:<br />

Nach mehreren Finalniederlagen gegen Julia<br />

Zhu (VfK) hatte sie in Wandlitz erstmals die Nase<br />

vorn. Helena war durch überlegene Zweisatz-<br />

Siege gegen Stella Herzberg (TC Schwarz-Gold),<br />

Maria Fijalkowska (TK Blau-Gold Steglitz) und<br />

Karla Liegle (jetzt LTTC “Rot-Weiß”) ins Finale<br />

gekommen. Auch Julia erwies sich gegen Zizou<br />

Eichholz (BSV 1892), Friederike Dobrott (Grunewald<br />

TC) und die technisch schon recht gute<br />

Yuki Alexander (TC SCC), gegen die sie allesamt<br />

nur vier Spiele abgab, als haushoch überlegene<br />

Spielerin.<br />

Helena, im Finale immer zuerst auf dem Platz,<br />

hatte auch dieses Mal gegen die schnelle, geduldig<br />

spielende Julia ihre Schwierigkeiten.<br />

Sie verlor Satz eins mit 4:6. Doch im Gegensatz<br />

zu früher brachte sie das nicht von ihrer Linie<br />

ab, weiter druckvoll und mit Risiko zu spielen.<br />

Buchwald ergriff die Initiative und wurde<br />

mit dem Satzausgleich belohnt. Mit gestärktem<br />

Selbstvertrauen gewann sie dann auch<br />

den Match-Tie-Break (10:6) - und damit den<br />

Verbandsmeistertitel.<br />

Die Junioren-Konkurrenz dominierte der Favorit<br />

Carl Labitzke (Hermsdorfer SC). Mit seinen<br />

ersten Gegnern spielte er fast Katz und Maus,<br />

so gegen Maxim Persike (TC Rot-Weiß Seeburg)<br />

und Denis Wiebe (LTTC “Rot-Weiß”). Mehr Gegenwehr<br />

leistete im Halbfinale der viertgesetzte<br />

Mariano Dedura-Palomero (6:4, 6:2).<br />

Unerwartet sein Gegner im Finale , der ungesetzte<br />

Anes Latifovic vom LTTC “Rot-Weiß”. Er<br />

Carl Labitzke (Hermsdorfer SC) dominierte die Jungenkonkurrenz der U12<br />

hatte im Halbfinale den Mitfavoriten Michael<br />

Hagen (TC 1899 Blau-Weiss) mit 6:4, 6:2 vorzeitig<br />

nach Hause geschickt. Im Endspiel demonstrierte<br />

der erst 11-jährige Labitzke erneut<br />

sein erstaunliches Können. Er war der spielbestimmende<br />

Akteur, mit guten Aufschlägen und<br />

Volleys, agierte mit Köpfchen und viel Spielverständnis.<br />

Am Ende stand es 6:2, 6:3 für einen<br />

würdigen Meister. Verbandstrainer Michael<br />

Lingner: “Manchmal wird das Wort Talent vorschnell<br />

oder zu oft gebraucht. Carl ist eins. Er hat<br />

viel Potenzial.”<br />

U14: Unerwarteter Titel für Witthaus,<br />

Favoritensieg für Ivanenko<br />

Bis zum Finale wurde bei den Juniorinnen Luca<br />

Bohlen (TC 1899 Blau-Weiss) ihrer Favoritenrolle<br />

gerecht. Clara Wolf (Hermsdorfer SC), Anastasia<br />

Ruz (TC Heiligensee) und Svetlana Samardzic<br />

(TK Blau-Gold Steglitz) konnten gegen sie<br />

kaum punkten. Da hatte es die drittgesetzte<br />

Saskia Witthaus (LTTC “Rot-Weiß”), die enorm an<br />

Spielstärke gewonnen hat, auf dem Weg dorthin<br />

deutlich schwerer. Mit Anastasia Wadi (TC<br />

SCC) hatte sie eine gewaltige Hürde zu nehmen,<br />

was ihr mit Mühe und etwas Glück auch gelang<br />

(4:6, 6:4, 10:6). Wadi hatte zuvor Mitfavoritin Diana<br />

Niedens (LTTC “Rot-Weiß”) mit 6:1, 6:2 klar<br />

bezwungen.<br />

Im Finale hielt die jahrgangsjüngere Bohlen<br />

am Anfang gut mit und unterlag im ersten Satz<br />

nur knapp mit 4:6. Witthaus konnte jedoch den<br />

Druck auf Bohlen noch erhöhen und zwang sie<br />

immer öfter zu harmlosen Notreturns. Die Fol-<br />

16<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Top-Ereignisse<br />

U14-Meisterin Saskia Witthaus (LTTC "Rot-Weiß") besiegte die<br />

favorisierte Luca Bohlen<br />

Artur Ivanenko (TK Blau-Gold Steglitz) krönte seine gute Leistung mit<br />

dem Meistertitel der U14<br />

ge: Witthaus gewann den zweiten Satzes mit 6:2<br />

sicher und wurde unerwartet, aber nicht unverdient<br />

Meisterin.<br />

Bei den Junioren erreichten die vier gesetzten<br />

Spieler Artur Ivanenko (1, TK Blau-Gold Steglitz),<br />

Kyan Santino Kasemi (4, LTTC “Rot-Weiß”), Lukas<br />

Maskow (2, TC Grün-Weiß Nikolassee) und<br />

Alessio Vasquez-Gehrke (3, BTTC Grün-Weiß) die<br />

Halbfinals. Dort schaltete Ivanenko den seinem<br />

druckvollen Spiel nicht gewachsenen Kasemi<br />

(6:3, 3:0 zgz.) aus. Vasquez-Gehrke hieß der Sieger<br />

(6:2, 2:6, 10:7) im hart umkämpften zweiten<br />

Halbfinale gegen Lukas Maskow.<br />

Im spannenden Finale diktierte zu Beginn Vasquez-Gehrke<br />

das Geschehen und gewann Satz<br />

eins überlegen mit 6:2. Dann aber stieg seine<br />

Fehlerquote, so dass Ivanenko den Spieß im<br />

zweiten Durchgang umdrehen konnte (2:6).<br />

Im Match-Tie-Break waren beide bis zum 8:8<br />

gleichauf, bis schließlich Ivanenko die siegbringenden<br />

Punkte gelangen.<br />

U16: Afandieva überrascht, hohes<br />

Niveau bei den Junioren<br />

Titelverteidigerin Nadja Meier fehlte, deshalb<br />

war Vorjahresfinalistin Emma Gevorgyan (LT-<br />

TC “Rot-Weiß”) die Favoritin. Sie wurde bis in<br />

die Schlussrunde weder von Ameliya Semenenya<br />

(TC SCC) noch von Marfa Kiseleva (Siemens<br />

TK Blau-Gold) oder Friderike Klein (TC<br />

Grün-Weiß Lankwitz) ernsthaft gefordert. Die<br />

Überraschung im Feld war Sofiya Afandieva (TC<br />

Grün-Weiß Nikolassee), Vorjahresmeisterin in<br />

Emma Gevorgyan (LTTC "Rot-Weiß"): nach dem Freiluft-Titel auch Hallen-<br />

Meisterin der U16<br />

Osman Torski (TC Grün-Weiß Nikolassee) unterstrich mit dem Titelgewinn in der<br />

U16 erneut sein Talent<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

17


Top-Ereignisse<br />

Anica Stabel (LTTC "Rot-Weiß") besiegte Santa Strombach -<br />

Hallen-Meisterin der U18<br />

Im Vorjahr Finalist, <strong>2017</strong> Meister in der "Königsklasse" -<br />

Robert Strombach (LTTC "Rot-Weiß")<br />

der U14. Als Viertgesetzte bezwang sie Gemma<br />

Loddenkemper und Billie König (beide SV Zehlendorfer<br />

Wespen) und im Halbfinale die Mitfavoritin<br />

Kim Bohlen (TC 1899 Blau-Weiss) jeweils<br />

sicher in zwei Sätzen. Auch im Finale gegen Gevorgyan<br />

bot Afandieva Paroli. Beide mit hoher<br />

Fehlerquote spielend, reichte Gevorgyan jeweils<br />

ein Break zum knappen 6:4, 7:5-Sieg.<br />

Der U16-Wettbewerb der Junioren war einer der<br />

besten der Meisterschaft. Dafür sorgten die gesetzten<br />

Osman Torski (1, TC Grün-Weiß Nikolassee),<br />

Vorjahresmeister Jonas Pelle Hartenstein<br />

(3, Sutos 1917), Philip Olsson (4, TC Grün-Weiß<br />

Nikolassee) und Nino Ehrenschneider (2, LTTC<br />

“Rot-Weiß”), die alle die Halbfinals erreichten.<br />

Torski siegte dort mit einem 7:6(1), 6:1 über den<br />

lange verletzten Hartenstein und Ehrenschneider<br />

zog mit einem schwer erkämpften 6:3, 2:6,<br />

10:8 gegen Olsson nach. Das Finale beherrschte<br />

Osman nach Belieben. Er spielte druckvoller und<br />

angriffsfreudiger als sein Konkurrent, schlug<br />

sehr gut auf. Das eindeutige Ergebnis: 6:2, 6:3.<br />

Die Finals im Überblick<br />

U12 Helena Buchwald (TC Grün-Weiß Lankwitz) - Julia Zhu (VfK)<br />

Carl Labitzke (Hermsorfer SC) - Anes Latifovic (LTTC “Rot-Weiß”)<br />

U14 Saskia Witthaus /LTTC “Rot-Weiß”) - Luca Bohlen (TC 1899 Blau-Weiss)<br />

Artur Ivanenko (TK BG Steglitz) - Alessio Vasquez-Gehrke (BTTC Grün-Weiß)<br />

U16 Emma Gevorgyan (LTTC “Rot-Weiß”) - Sofiya Afandieva (TC GW Nikolassee)<br />

Osman Torski (TC GW Nikolassee) - Nino Ehrenschneider (LTTC “Rot-Weiß”)<br />

U19 Anica Stabel - Santa Strombach (beide LTTC “Rot-Weiß”)<br />

Robert Strombach (LTTC “Rot-Weiß”) - Steve Mundt (TC SCC)<br />

U18: Stabel und Strombach<br />

gewinnen in der “Königsklasse”,<br />

Anica Stabel (DR 68, LTTC “Rot-Weiß”) und ihre<br />

Clubkameradin Santa Strombach, frisch gekürte<br />

Deutschen Jugendmeisterin 2016 im Doppel<br />

U14 (siehe S. xx ff), führten hier die Setzliste<br />

an. Beide erreichten das Finale. Stabel mit überlegenen<br />

Siegen gegen Anne-Kathrin Abeln (TC<br />

Grün- Weiß Nikolassee) und Adelina Krüger (LT-<br />

TC “Rot-Weiß”), Santa Strombach ebenso problemlos<br />

gegen Daniela Makarewitsch (Tempelhofer<br />

TC), Luisa Sommer (TC SCC) und Emilie<br />

Richter (SV Zehlendorfer Wespen). Letztere hatte<br />

im Viertlfinale der drittgesetzten Mitfavoritin<br />

Alexandra Livadaru (Grunewald TC) mit 6:7(5),<br />

6:2, 10:8 das Turnier-Aus beschert.<br />

Im Finale war Anica Stabel am Anfang die Aktivere.<br />

Sie machte mehr Druck und zwang Strombach<br />

oft in die Defensive. Ihre hohen Returns<br />

waren eine leichte Beute für Anica - klarer Satzgewinn<br />

mit 6:3. Aber Santa stellte ihr Spiel um,<br />

wurde aggressiver und mutiger, gestaltete Satz<br />

zwei offen - bis zum 6:6 gab sie kein Aufschlagspiel<br />

ab. Im Tie-Break hatte Anica das glücklichere<br />

Händchen und gewann den Titel mit 7:3.<br />

Bei den Junioren U18 hieß der Favorit Robert<br />

Strombach (LTTC “Rot-Weiß”). Nach einem leichten<br />

Auftaktsieg über Ben Brandherm (TC Orange-Weiß<br />

Friedrichshagen) traf Strombach schon<br />

im Viertelfinale auf seinen ungesetzten ungarischen<br />

Clubkameraden Lenard Soha, der ihm bei<br />

4:6, 6:3, 10:6<br />

6:2, 6:3<br />

6:4, 6:2<br />

2:6, 6:2, 10:8<br />

6:4, 7:5<br />

6:2, 6:3<br />

6:3, 7:6(3)<br />

6:2, 6:1<br />

den Jugend-Hallenmeisterschaften<br />

2016 im Finale<br />

eine Niederlage<br />

beigebracht und<br />

damit seinen Sieg<br />

verhindert hatte.<br />

Die beiden Rivalen<br />

boten auch dieses<br />

Mal ein hinreißendes<br />

Match: Tempo,<br />

harte, platzierte Schläge, gutes Winkelspiel - sie<br />

schenkten sich nichts. Ein Tie-Break entschied<br />

den ersten Durchgang: 7:3 für Strombach. Danach<br />

spielte nur noch einer. Strombach schaffte<br />

mit klasse Returns und Powerschlägen mehrere<br />

Breaks und am Ende mit 6:1 den Sieg - Revanche<br />

geglückt, das Halbfinale erreicht. Hier war sein<br />

Gegner der an vier gesetzte, noch 15-jährige Benito<br />

Jaron Sanchez-Martinez (TC SCC), der im<br />

Viertelfinale Joshua Kugel (TC Grün-Weiß Nikolassee)<br />

geschlagen hatte. Strombach zog mit einem<br />

6:1, 6:4-Sieg über den SCC-er ins Finale ein.<br />

Für Furore sorgte mit seiner Finalteilnahme ein<br />

anderer SCC-er: Steve Mundt. Er hatte davor Niclas<br />

Fleischhauer (Siemens TK Blau-Gold) mit 6:2,<br />

7:6(2) und in einem mitreißenden Match Jakob<br />

Hütten (TC 1899 Blau-Weiss) mit 6:1, 3:6, 10:8<br />

sowie im Halbfinale in einem ”Krimi” den Mitfavoriten,<br />

seinen Clubkameraden Finn Stodder<br />

mit 6:7(3), 7:6(5), 11:9 eliminiert.<br />

Nach diesen kräftezehrenden Matches fehlte<br />

Mundt im Finale die Frische. Strombach gewann<br />

es klar mit 6:2, 6:1. Er war der Dominator in der<br />

Königsklasse.<br />

In den acht Finals waren ebenso viele Clubs vertreten.<br />

“Ein Beweis für die gute Nachwuchsarbeit<br />

in vielen Vereinen”, freute sich Landestrainer<br />

Bernd Süßbier.<br />

Erfolgreichster Club war der LTTC “Rot-Weiß” mit<br />

vier Titeln. Je ein Titel ging an Grün-Weiß Lankwitz,<br />

Hermsdorfer SC, TK Blau-Gold Steglitz und<br />

Grün-Weiß Nikolassee.<br />

Oberschiedsrichter Tobias Fuchs war fast arbeitslos:<br />

“Die Matches wurden sehr fair ausgetragen,<br />

der Umgang mit dem jeweiligen Rivalen<br />

war respektvoll.”<br />

Bernd Prawitz<br />

Fotos: Andreas Springer<br />

18<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />

EINLADUNG<br />

ZUR JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG<br />

DES TENNIS-VERBANDES BERLIN-BRANDENBURG E. V.<br />

am Sonntag, dem 26. März <strong>2017</strong>, um 11.00 Uhr,<br />

im Seminaris Campus Hotel<br />

Takustraße 39 (Eingang Lansstraße), 14195 Berlin (U3 Dahlem Dorf)<br />

Tagesordnung:<br />

1. Feststellung der Anwesenheit<br />

2. Genehmigung der Tagesordnung<br />

3. Bericht über das Geschäftsjahr 2016<br />

4. Berichte der Mitglieder des Präsidiums und des erweiterten Präsidiums<br />

5. Aussprache zu den Berichten<br />

6. Ehrungen<br />

7. Bericht des Disziplinarausschusses<br />

8. Bericht des Schatzmeisters<br />

9. Bericht der Kassenprüfer<br />

10. Entlastung des Präsidiums<br />

11. Neuwahl des Präsidiums<br />

12. Neuwahl des erweiterten Präsidiums<br />

13. Neuwahl der Kassenprüfer<br />

14. Neuwahl des Disziplinarausschusses<br />

15. Haushaltsvoranschlag <strong>2017</strong> und Festsetzung der Jahresbeiträge<br />

16. Anträge<br />

a) für Satzungsänderungen<br />

b) für Wettspielordnungsänderungen<br />

c) sonstige<br />

17. Bekanntgabe der Termine <strong>2017</strong><br />

18. Verschiedenes<br />

Das Präsidium<br />

Dr. Klaus-Peter Walter<br />

Präsident<br />

Berlin, den 23. Januar <strong>2017</strong><br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

19


TVBB intern<br />

Dr. Klaus-Peter Walter: Jahresbericht 2016 des TVBB-Präsidenten<br />

Unser Verband: erfolgreich und im Aufwind<br />

Dr. Klaus-Peter Walter<br />

Der Tennissport in Berlin und Brandenburg<br />

wächst seit mehreren Jahren<br />

als einziger DTB-Landesverband<br />

ungebrochen. Einige Vereine<br />

erreichen Rekordmitgliederzahlen,<br />

unsere 195 Vereine sind ohne<br />

Übertreibung überaus attraktiv. An<br />

dieser Stelle danke ich allen ehrenamtlichen<br />

Vereinsvertretern, die<br />

allesamt mit ihrem Engagement<br />

den Tennissport zum größten Tennisverband<br />

der Welt, zur drittgrößten<br />

Fachsportart in Deutschland,<br />

zum drittgrößten Fachsportverband<br />

in Berlin und zum zehntgrößten<br />

in Brandenburg verhelfen. Die<br />

verschiedenen Sportstatistiken unterscheiden<br />

nicht, ob die gemeldeten<br />

Sportler selbst aktiv den Sport<br />

betreiben, im Tennis kann man davon<br />

ausgehen, dass nahezu alle gemeldeten<br />

Mitglieder auch Tennis<br />

spielen.<br />

Der Höhepunkt im sportlichen Teil des Jahres<br />

2016 war zweifelsfrei die Davis-Cup Begegnung<br />

Deutschland gegen Polen, ausgerichtet beim<br />

LTTC „Rot-Weiß“ vom 16. bis 18. September.<br />

Der besondere Dank gilt an prominenter Stelle<br />

dem LTTC-Vorstandsteam um Werner Ellerkmann<br />

und dem unermüdlich hinwirkendem,<br />

allen Widrigkeiten trotzendem Organisator Markus<br />

Zoecke.<br />

Die sportlich herausragenden Matches besuchten<br />

ca. 8 500 Zuschauer, 12 600 wären möglich<br />

gewesen. Unglücklich war unter Umständen,<br />

dass die beiden Werbebotschafter auf den<br />

ausgehängten Plakaten Philipp Kohlschreiber<br />

und Alexander Zverev zeigten, die in der knappen<br />

Vorbereitungszeit ihre Teilnahme absagten<br />

und viel Ratlosigkeit hinterließen. Dennoch, die<br />

hochklassige Begegnung und die gesamte Organisationscrew<br />

hätten ein ausverkauftes Stadium<br />

verdient, denn es klappte alles wie am<br />

Schnürchen. Ballkinder, Schiedsrichter, das Servicepersonal<br />

legten sich professionell ins Zeug,<br />

als würden sie das regelmäßig so machen. Ganz<br />

herzlichen Dank für dieses Engagement, das<br />

überzeugend für Berlin und den Berliner Tennissport<br />

warb.<br />

Anlässlich der Davis-Cup Begegnung - die letzte<br />

in Berlin lag 25 Jahre zurück - konnten wir vom<br />

TVBB die Gelegenheit wahrnehmen, mit nahezu<br />

allen Präsidenten der anderen DTB-Landesverbände,<br />

dem DTB-Präsidium und zahlreichen<br />

Mitstreitern der ersten Stunden der TVBB-Gründung,<br />

das 25-jährige Jubiläum unseres Tennisverbandes<br />

Berlin-Brandenburg würdig zu begehen.<br />

Unsere Gastfreundschaft wird von den<br />

anderen Landesverbänden und vom DTB-Präsidium<br />

hoch geschätzt, ist sie doch auch ein Ausdruck<br />

der Wertschätzung unseres großartigen<br />

Sports. Dies gilt im gleichen Maße auch für die<br />

beiden anderen internationalen großen Veranstaltungen<br />

der Jugend und Wheelchair, die inzwischen<br />

traditionell den Terminkalender im Juni<br />

und Juli ausfüllen.<br />

Im Juni trafen sich die besten Jugendlichen der<br />

Welt zum 57. Internationalen Jugendturnier<br />

beim LTTC „Rot-Weiß“ und ermittelten bei den<br />

Allianz Kundler German Juniors supported by<br />

Optimal Systems ihre Sieger. Daniel Altmaier<br />

erspielte sich den KPM-Bären als Siegertrophäe<br />

bei der männlichen Jugend und wird im Jahr<br />

<strong>2017</strong> die neue Nummer 1 in dem LTTC-Team der<br />

2. Bundesliga Herren Nord bei „Rot-Weiß“. Bei<br />

der weiblichen Jugend gewann Amina Anshba<br />

aus Russland, die sehr geschickt zum Leidwesen<br />

ihrer Schweizer favorisierten Gegnerin ihren<br />

deutlichen Rückstand im dritten Satz zum Sieg<br />

wenden konnte. Besonderer Dank gilt hier erneut<br />

dem Hauptsponsor David Patrick Kundler,<br />

der dieses großartige und traditionsreiche Turnier<br />

für die kommende Spielergeneration mit zu<br />

erhalten half.<br />

Im Juli 2016 kamen wieder die weltbesten Rollstuhltennisspieler<br />

der NEC Wheelchair Tennis<br />

Tour nach Berlin, diesmal zum BTTC und aufgewertet<br />

in die ITF Grade 2 Kategorie. Besonders<br />

eindrucksvoll im Doppel, aber auch im Einzel,<br />

beherrschen die Rollis ihre Spezialrollstühle<br />

präzise und setzen mit der atemberaubenden<br />

Top-Spin Schlagtechnik bei der Rückhand den<br />

Gegner unter Druck. Mit taktischem Überblick<br />

kurven sie über den Tennisplatz und retournieren<br />

souverän im Hineinrollen selbst die schärfsten<br />

Aufschläge. Gewonnen hat bei den Herren<br />

der Niederländer Maikel Scheffers, bei den Damen<br />

konnte die Zehlendorfer Wespe Katharina<br />

Krüger den Titel zurück erobern und vor gut 400<br />

Zuschauern im großem Finalkampf den dritten<br />

Satz mit 6:3 gegen die Britin Lucy Shuker gewinnen.<br />

Die Senatsverwaltung für Inneres und<br />

Sport hat zugesichert, dass dieses Turnier über<br />

das Jahr 2016 hinaus in Berlin erhalten bleibt.<br />

Sechs Titel gingen in der Regionalliga Nord-<br />

Ost an Vereine des TVBB und die meisten unserer<br />

Vereine konnten sich in dieser Liga gegen<br />

die starke Konkurrenz der Nordverbände gut<br />

behaupten. „Fast die Hälfte aller Titel gewinnt<br />

der TVBB, … dies ist die beste TVBB-Bilanz seit<br />

Gründung der Regionalliga Nordost“ berichtete<br />

der TVBB-<strong>matchball</strong> 3/2016 in seinem Rückblick<br />

auf die Saison. Bemerkenswert ist, dass der<br />

TVBB als einziger der sieben Landesverbände<br />

in jeder Altersklasse spielt und mit 37 Teams in<br />

der Spielklasse Regionalliga Nordost die weitaus<br />

meisten Mannschaften stellt. Bezogen auf die<br />

Anzahl Mitglieder ist der TVBB überproportional<br />

stark vertreten (Niedersachsen hat z.B. mit 130<br />

000 mehr als dreimal so viele Mitglieder wie der<br />

TVBB und 27 Teams in der RLNO). In noch stärkerem<br />

Maße gilt das für die Ostliga, in der unvermindert<br />

die TVBB-Vereine dominieren. Mit neun<br />

von 12 möglichen Meistertiteln waren unsere<br />

Teams so erfolgreich wie im Jahr 2015. Das Vorhaben,<br />

unsere Sommer-Turnierserie durch ein<br />

sogenanntes Masters aufzuwerten, wurde aufgrund<br />

mangelnder Beteiligung der sich dafür<br />

qualifizierten Spieler aufgegeben.<br />

Von unseren 11 000 Jugendlichen möchte ich<br />

diesmal besonders die Aufmerksamkeit auf Anica<br />

Stabel von Blau-Gold Steglitz richten, die in<br />

der kommenden Saison für den LTTC „Rot-Weiß“<br />

antritt. Mit konsequentem, diszipliniertem<br />

Grundlinienspiel schaffte sie es bei den Internationalen<br />

Jugendmeisterschaften bis ins Viertelfinale<br />

und besiegte auf dem Weg dorthin - selbst<br />

ohne ITF-Ranking - ihre international hoch ITFeingestuften<br />

Gegnerinnen souverän. Bei den<br />

Deutschen Meisterschaften 2016 in Biberach an<br />

der Riß verfehlte sie nur knapp das Hauptfeld<br />

der gut besetzten Damenkonkurrenz.<br />

Doch auch die anderen Jugendlichen des TVBB<br />

waren erfolgreich, wie die zahlreichen Medienberichte<br />

zeigen: Jesper Tull Freimuth siegt in<br />

Blankenese zu Pfingsten und gemeinsam mit<br />

Franziska Sziedat die IC Junior Trophy im HTV<br />

Hannover. Rudi Molleker spielte u.a. erfolgreich<br />

die Serie der Junioren in Offenbach, Pilsen und<br />

Wels und er sammelte bei Herrenturnieren seine<br />

ersten neun ATP-Punkte.<br />

Bei den Herren gewann Steffen Sommerfeld<br />

(Zehlendorfer Wespen) im Dezember 2016 in<br />

Biberach an der Riß im Einzel und Doppel die<br />

Deutsche Meisterschaft im Rollstuhltennis. Katharina<br />

Krüger eroberte sich nicht nur den Titel<br />

der German Open Wheelchair im BTTC,<br />

sondern kletterte aufgrund weiterer fünf Tur-<br />

20<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />

TVBB-Präsident Dr. Klaus-Peter Walter (r.) bei der Siegerehrung der weltbesten Rollstuhltennisspieler der<br />

NEC Wheelchair Tennis Tour 2016 beim BTTC. Links neben ihm DTB-Präsident Ulrich Klaus und<br />

Organisatorin Dr. Beate Loddenkemper <br />

© Claudio Gärtner<br />

niersiege in der Weltrangliste wieder unter die<br />

Top 10.<br />

Die DTB-Initiativen zur Förderung der Jugend<br />

und zur Verbesserung der Sportorganisation<br />

wurden im vergangenen Jahr wie angekündigt<br />

fortgeführt. Mit der Leitidee, Tennis in Deutschland<br />

als Marke zu stärken und dem Vereinsleben<br />

einen vorteilhaften Schub zu geben, wurde unter<br />

anderem das talentinos-Konzept weiter ausgebaut<br />

und für die Vor- und Nachbereitung der<br />

Tennissaison wurden mit dem Kooperationspartner<br />

Patricio Travel die beliebten wärmeren<br />

Reiseziele am Mittelmeer aufgesucht. Neben<br />

der beliebten Türkischen Riviera, sind in Kroatien<br />

und auf Mallorca zwei neue Standorte gefunden<br />

worden. Die Mixed-Ferienrunde fand<br />

hingegen hier im Berliner Raum statt und begeisterte<br />

inzwischen 60 Teams aller Altersklassen<br />

aus Berlin und Brandenburg.<br />

Zum Spieljahr 2016 wurde das von fast allen<br />

anderen Landesverbänden eingesetzte System<br />

der Firma ‚nuliga‘ aus Bregenz eingesetzt. Unsere<br />

Geschäftsstelle beobachtete keine gravierenden<br />

Hürden und Probleme in den Vereinen<br />

bei der Umstellung. Da zudem die Ostliga zu<br />

Beginn des Jahres ebenfalls auf das nuliga-System<br />

umgestellt wurde, können unsere Vereine<br />

nun durchgängig ihre Mannschaftsmeldungen<br />

und Spielergebnisse über dieses Portal nutzen.<br />

An dieser Stelle sei den Vereinsvertretern besonders<br />

gedankt, die mit Umsicht und Verständnis<br />

dabei waren. Besonderer Dank geht aber an die<br />

Geschäftsstelle, genauer Herrn Felix Rewicki, der<br />

mit Geduld und Überblick bei der Bewältigung<br />

der Softwareeinführung unterstützte. Mit ca.<br />

120 LK-Turnieren konnte durch das eindrucksvolle<br />

Engagement unseres LK-Beauftragten,<br />

Herrn Dr. Joachim Buchta, die Tennisbegeisterung<br />

außerordentlich entwickelt werden.<br />

Wie in der Mitgliederversammlung im Jahr 2015<br />

angekündigt, wurde ein Ausschuss zum Thema<br />

“Wettkampfbälle” gebildet. Er trat 2016 zweimal<br />

zusammen und verglich die an den TVBB<br />

herangetragenen Angebote der Firmen Dunlop,<br />

TennisPoint/Wilson und TopSpin. Im Wesentlichen<br />

unterschieden sich die Angebote hinsichtlich<br />

einer durch den Ballabsatz gesteuerten Finanzierung<br />

(TennisPoint/Wilson) und einem<br />

pauschalen Werbezuschuss (Dunlop). Der Ausschuss<br />

bewertete beide Alternativen und erarbeitete<br />

zwei Empfehlungen, die dem Präsidium<br />

Mitte des Jahres 2016 zur Entscheidung vorgestellt<br />

wurden. Das Präsidium entschied einstimmig,<br />

den Vertrag mit dem bisherigen Ballpartner<br />

Dunlop um weitere drei Jahre zu verlängern.<br />

Sehr herzlich bedanke ich mich bei allen ehrenamtlichen<br />

Mitstreitern im Präsidium, dem<br />

erweiterten Präsidium, den Mitarbeitern der<br />

Geschäftsstelle und den Honorartrainern des<br />

Landesleistungszentrums für ihr durchweg engagiertes<br />

Wirken. Ohne Mithilfe der vielen Helfer<br />

und Mitwirkenden - von den Schiedsrichtern<br />

bis zu den Vereinsvorständen – gäbe es nicht<br />

diese lebendige Tennisszene im TVBB, denn die<br />

Erwartungen unserer Mitglieder an perfekte<br />

Veranstaltungen sind nicht geringer geworden.<br />

Ich bedanke mich abschließend besonders für<br />

den Beistand der übergeordneten Sportinstitutionen,<br />

der Landessportbünde Berlin und Brandenburg,<br />

dem DTB und den Senatsstellen von<br />

Berlin, die unsere Vorhaben und unseren Tennissport<br />

großzügig unterstützten.<br />

Dr. Klaus-Peter Walter, Präsident des TVBB<br />

Bernd Wacker: Jahresbericht zum Sport 2016<br />

Guter Sport im Jubiläumsjahr<br />

Bernd Wacker<br />

Das Sportjahr 2016 hatte aus Sicht<br />

des TVBB zwei besondere Ereignisse:<br />

das Jubiläum „25 Jahre TVBB“<br />

und die Austragung der Davis Cup-<br />

Begegnung gegen Polen. Beide Veranstaltungen<br />

haben wir, soweit von<br />

uns zu beeinflussen, mit der notwendigen<br />

Sorgfalt und Präzision<br />

durchgeführt und dafür bundesweit<br />

Lob und Anerkennung erhalten.<br />

Das Tennisjahr 2016 hat uns wenige Veränderungen<br />

im Regelwerk beschert, die wir durchaus<br />

zufriedenstellend gelöst haben. Dies betrifft<br />

Vereine und Funktionäre gleichermaßen, Neuregelungen<br />

der Wettspielordnung wurden einvernehmlich<br />

umgesetzt, die Online-Bearbeitung<br />

der Verbandsspiele durch Nutzung des nuliga-<br />

Systems wird durch die Vereine zunehmend akzeptiert<br />

und erfolgreich praktiziert.<br />

Und nicht nur für diesen Bereich genießt unsere<br />

Homepage großen Zuspruch, das zeigt die<br />

stattliche Anzahl von Zugriffen unter den Mitgliedern<br />

unseres Landesverbandes und weit darüber<br />

hinaus. Dennoch wollen und werden wir<br />

diese gute Informationsquelle permanent verbessern.<br />

Ab <strong>2017</strong> werden wir das Lizenzverfahren<br />

einführen und somit einen konkreten Überblick<br />

zu den Spielberechtigungen innerhalb<br />

der Verbände erhalten, die das nuliga-System<br />

nutzen.<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

21


TVBB intern<br />

Rudi Molleker stand im vergangenen Jahr im Halbfinale der Internationalen<br />

Jugendmeisterschaften in Berlin<br />

© Bernd Prawitz<br />

Anica Stabel überraschte als ungesetzte Spielerin - Viertelfinale bei den<br />

German Juniors © Bernd Prawitz<br />

Die umgestellte Ranglistenberechnung bei den<br />

Aktiven auf das Turnierrundenpunkte-System<br />

verläuft weiterhin äußerst schleppend, sollte<br />

doch dadurch alles besser werden. Es wäre wünschenswert,<br />

die Veröffentlichung der Ranglisten<br />

zeitnah in Einklang mit dem LK-System zu<br />

bringen.<br />

Die durchweg erfreuliche Durchführung der<br />

Verbandsspiele erleichtert weiterhin die Arbeit<br />

im Ehrenamt. Die personellen Neubesetzungen<br />

im erweiterten Präsidium und den Bezirken<br />

führten zu den erhofften positiven Veränderungen.<br />

Dafür herzlichen Dank.<br />

Leider wurden auch ein paar unangenehme<br />

Vorfälle bekannt, die sich während der<br />

Wettspiele ereigneten, so dass die Anrufung<br />

des Disziplinarausschusses unumgänglich<br />

war. Näheres hierzu dann auf der nächsten<br />

Mitgliederversammlung.<br />

Auf überregionaler Ebene brachten auch 2016<br />

unsere Spielerinnen und Spieler in unterschiedlichen<br />

Altersklassen und Mannschaftswettbewerben<br />

den TVBB in positive Schlagzeilen.<br />

Nachstehend möchte ich Ihnen noch einen<br />

kompakten Überblick über das Sportjahr 2016<br />

geben. Berichte hierzu waren bereits zeitnah im<br />

Verbandsorgan <strong>matchball</strong> zu lesen:<br />

Erneut begann das Tennisjahr mit den Hallenmeisterschaften<br />

in der Havellandhalle. Leider<br />

ist weiterhin die mangelnde Zuschauerresonanz<br />

zu beklagen, schade, denn die “wenigen unentwegten“<br />

konnten sich von tollen Spielen überzeugen.<br />

Überraschungen blieben auch dieses<br />

Mal nicht aus. So gewann bei den Herren in der<br />

1. Runde der Qualifikant Stefanos Schinas (TC<br />

Blau-Weiss) gegen die Nr. 1 der Setzliste, Jerome<br />

Inzerillo (LTTC “Rot-Weiß”), scheiterte danach<br />

aber an Torsten Cuba (TC SCC), der mit einer<br />

WC ins Hauptfeld gelangte und sich bis ins<br />

Finale durchspielte. Dort war er aber mit einem<br />

klaren 2:6, 2:6 gegen den souverän aufspielenden<br />

Friedrich Klasen chancenlos.<br />

Bei den Damen war der Weg ins Finale für beide<br />

topgesetzten Spielerinnen planmäßig. Sowohl<br />

Juliane Triebe (BSV 92) als auch Courtney Collins-<br />

Guentner (SV Berliner Bären) konnten sich, wenn<br />

auch nicht immer überzeugend, durchsetzen. In<br />

einem leider nicht sonderlich spannenden Finale<br />

wurde dann Juliane Triebe ihrer Setzposition 1<br />

gerecht und gewann sicher und deutlich mit 6 :1,<br />

6:2.<br />

Die Endrunde in der Meisterschaftsklasse bei<br />

den Damen und Herren brachte uns, zumindest<br />

bei den Damen, nicht den gewohnten Erfolg<br />

des Seriensiegers TC 1899 Blau-Weiss.<br />

Die zahlreich anwesenden Zuschauer in der<br />

Havellandhalle konnten sich wieder einmal<br />

von hochklassigen, spannenden und temporeichen<br />

Matches überzeugen. Das Fazit<br />

war eindeutig: Die besten Mannschaften des<br />

TVBB boten eine überzeugende Vorstellung.<br />

Schon die Halbfinals, bei den Damen der TC<br />

SCC gegen den TC Blau-Weiss und die Zehlendorfer<br />

Wespen gegen den LTTC “Rot-Weiß”, sowie<br />

bei den Herren der TC 1899 Blau-Weiss gegen<br />

den TC SCC und der LTTC “Rot-Weiß” gegen<br />

die Zehlendorfer Wespen, bescherten ausgeglichene<br />

Spiele, bei denen die Gewinner erst<br />

durch die Doppel ermittelt wurden.<br />

Bei den Damen erreichte der TC SCC gegen die<br />

Zehlendorfer Wespen und bei den Herren der<br />

TC Blau-Weiss gegen den LTTC “Rot-Weiß” die<br />

Finals. Auch hier war in beiden Begegnungen<br />

Spannung pur angesagt. Die Damen der Zehlendorfer<br />

Wespen führten nach den Einzeln<br />

mit 3:1 und benötigten in den abschließenden<br />

Doppeln noch einen Satzgewinn, den dann<br />

auch Svenja Exner mit “Mischi” Misch überzeugend<br />

gegen Daria Gajos/Vanessa Reinicke für<br />

sich entschieden und die Zehlendorfer Wespen<br />

somit als Sieger feststanden.<br />

Bei den Herren musste die Entscheidung auch<br />

in den Doppeln fallen, denn nach den Einzeln<br />

stand es 3:1 für den TC Blau-Weiss. Allerdings<br />

wurden von den vier Einzeln drei im Match-Tie-<br />

Break entschieden, knapper kann es kaum gehen.<br />

Die Ausgangssituation war für Blau-Weiss<br />

vermeintlich einfacher, denn es musste ein Doppel<br />

zum Gesamtsieg erfolgreich beendet werden.<br />

Schwer genug, wie uns die Einzelbegegnungen<br />

gezeigt haben. Hier war es dann dem<br />

Doppel Laslo Urrutia/ Friedrich Klasen vorbehalten,<br />

den gewinnbringenden Punkt gegen<br />

Sebastian Rieschick/Rudi Molleker einzufahren,<br />

und somit für Blau-Weiss den Titel zu sichern.<br />

Die Sommersaison konnte mit nahezu unveränderter<br />

Anzahl an Mannschaften (knapp 1 900)<br />

pünktlich begonnen und auch nahezu komplett<br />

beendet werden. Mit den wenigen witterungsbedingten<br />

Verlegungen, die leider nicht zu vermeiden<br />

waren, konnte die Saison zufriedenstellend<br />

durchgeführt werden. Dazu haben auch<br />

wieder die Referenten und Bezirkssportwarte<br />

mit dem gewohnt sorgfältigen und umsichtigen<br />

Einsatz beigetragen. Allerdings werfen Wettspiele<br />

nach den Sommerferien zusätzliche Zeitprobleme<br />

auf, denn witterungsbedingte Ausfälle<br />

können beim besten Willen nicht immer<br />

zeitgerecht nachgeholt werden.<br />

Ein wichtiges und qualitativ hochwertiges Ereignis<br />

neben den Verbandsspielen sind unsere<br />

Verbandsmeisterschaften. Nahezu die gesamte<br />

Bandbreite an Spielerinnen und Spielern<br />

war wieder dabei, als es darum ging, sich für<br />

das Hauptfeld zu qualifizieren. Die Qualifikation<br />

(erneut beim BFC Alemannia 1890) war mit einem<br />

Teilnehmerfeld von 48 Herren und 22 Damen<br />

leider nicht zufriedenstellend besetzt. Die<br />

Zehlendorfer Wespen, das kennen wir seit Jahrzehnten,<br />

standen mit gewohnt guter Organisa-<br />

22<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />

Wieder in der 2. Bundesliga Nord: Die 1. Damen- und 1. Herrenmannschaften des LTTC “Rot-Weiß”. Bei den Herren fehlt Neuzugang Daniel Altmaier auf dem Foto, bei<br />

den Damen Anica Stabel © Claudio Gärtner<br />

tion als Ausrichter der Endrunde zur Verfügung<br />

und wurden mit überaus hochklassigem Sport<br />

belohnt. Ganz oben auf dem Siegerpodest neue<br />

Namen. Überraschend oder Ergebnis kontinuierlicher<br />

Aufbauarbeit?<br />

Bei den Damen wohl eher erwartet, denn mit<br />

Charlotte Klasen (TC 1899 Blau-Weiss) und Juliane<br />

Triebe (BSV 92) erreichten die Setzpositionen<br />

1 und 2 auch ungefährdet das Finale. Hier<br />

behielt Charlotte Klasen mit einem ungefährdeten<br />

7:,6, 6:2 die Oberhand und gewann ihren<br />

ersten Einzeltitel im TVBB. Das Hauptfeld im<br />

Damen-Doppel war mit 16 Paarungen komplett<br />

und gutklassig besetzt. Die Titelverteidigerinnen<br />

Laura Reinhard/Ruta Deduraite-Palomero<br />

(TC Grün-Weiß Lankwitz) waren in diesem Jahr<br />

gegen Charlotte Klasen/Janina Braun (TC 1899<br />

Blau-Weiss/TC SCC) chancenlos und mussten<br />

die Überlegenheit ihrer Gegnerinnen bei der<br />

1:6, 4:6-Niederlage anerkennen.<br />

Auch bei den Herren gab es einen neuen Namen<br />

auf der Siegerliste. Wer die Entwicklung von<br />

Niclas Braun (TC SCC) in den letzten Jahren aufmerksam<br />

verfolgt hatte, konnte nicht wirklich<br />

überrascht sein. Allein der frühe Zeitpunkt seiner<br />

Bestform, wenige Tage nach seinem Aufenthalt<br />

in den USA mit ausschließlichem Hartplatztennis,<br />

ist bemerkenswert. Sein Weg ins Finale<br />

indes Ausdruck von Stabilität und Nervenstärke.<br />

Diese Eigenschaft bewies er im Halbfinale<br />

gegen Friedrich Klasen, als er den Tie-Break des<br />

dritten Satzes mit 10:8, und damit das Match,<br />

für sich entschied. Gestärkt mit diesem Selbstvertrauen<br />

ging er auch in das Finale gegen Laslo<br />

Urrutia (TC 1899 Blau-Weiss) und setzte sich<br />

unerwartet deutlich mit 6:3, 6:2 zu seinem ersten<br />

TVBB-Titel durch. Das Herren-Doppel, auch<br />

hier waren 16 Paarungen am Start, nahm eher<br />

einen überraschenden Ausgang. Es standen<br />

sich im Finale mit Julian Freudenreich/Philipp<br />

Eberhard (Zehlendorfer Wespen/TC 1899 Blau-<br />

Weiss) sowie Timo Fleischfresser/Sascha Lehmann<br />

(SV Berliner Bären) zwei Ungesetzte gegenüber.<br />

Die Erstgenannten siegten 7:6, 6:3.<br />

Es sind nicht in jedem Jahr flächendeckende Erfolgsmeldungen<br />

unserer Mannschaften in den<br />

übergeordneten Ligen zu erwarten, dennoch ist<br />

deren Abschneiden durchaus als zufriedenstellend<br />

zu bezeichnen. Wir sind weiterhin zahlreich<br />

und gut positioniert vertreten, wenn auch einige<br />

Abstiege aus der Regionalliga zu beklagen<br />

sind. Diese konnten in diesem Jahr leider nicht<br />

durch Aufstiege ausgeglichen werden.<br />

Die Damen des TC 1899 Blau-Weiss konnten als<br />

Nachrücker in die 1. Bundesliga gelangen, die<br />

Damen des LTTC „Rot-Weiß“ schafften als Meister<br />

der RL-Nord-Ost den direkten Aufstieg in die<br />

2. Bundesliga-Nord und die Damen der Zehlendorfer<br />

Wespen rückten dorthin nach.<br />

Die Herren des TC 1899 Blau-Weiss konnten<br />

sich in der 2. Bundesliga-Nord erneut behaupten<br />

und bekommen mit den Herren<br />

des LTTC „Rot-Weiß” einen Mitstreiter, der<br />

als Meister der RL-Nord-Ost ebenfalls in die<br />

2. Bundesliga-Nord aufgestiegen ist.<br />

In der Regionalliga-Nord-Ost wurden sechs<br />

TVBB-Mannschaften Sieger und neun Mannschaften<br />

unseres Verbands gewannen die<br />

Ostliga-Meisterschaft.<br />

Bei den Großen Spielen der Verbände sind wir<br />

weiterhin mit allen Altersklassen vertreten. Wir<br />

wurden in den vergangenen Jahren durch Erfolge<br />

sehr verwöhnt, sie sind nicht immer zu<br />

bestätigen.<br />

Die AK 30 hat den sofortigen Wiederaufstieg<br />

erreicht. Für die Meden-/Poensgen-Mannschaft<br />

(Damen und Herren) war wieder nach<br />

der Gruppenphase Schluss, weil uns erneut der<br />

Niederrhein im entscheidenden Match im Wege<br />

stand.<br />

Den Abschluss der Saison bildeten, wie seit Jahren<br />

üblich, die Norddeutschen Hallen-Meisterschaften<br />

in Kiel-Wellsee. Leider konnte Friedrich<br />

Klasen seinen Titel nicht verteidigen.<br />

Eine durchaus erfreuliche Entwicklung nimmt<br />

die Sommer-Mixed-Runde. War sie doch ursprünglich<br />

als Ausgleich für diejenigen gedacht,<br />

die nicht an den Mannschaftswettbewerben<br />

teilnehmen, sind doch jetzt zunehmend<br />

Spielerinnen und Spieler dabei, die diesen<br />

„Freizeitspass“ zusätzlich für sich entdeckt und<br />

sich auch ehrgeizige Ziele gesteckt haben.<br />

Nun ist darüber hinaus geplant, ab AK 60 eine<br />

Doppelrunde auszurichten, die zunächst eigenverantwortlich<br />

durchgeführt werden soll. Warum<br />

nicht, eine solche Runde hat auch vor einiger<br />

Zeit zu einer nunmehr festen Größe der AK<br />

75 geführt.<br />

Dadurch kann und wird sich die Turnier- und<br />

Wettspiellandschaft positiv entwickeln, neue<br />

Ranglistenturniere bei Aktiven und insbesondere<br />

Senioren bereichern unseren Verband, ebenso<br />

eine sehr bemerkenswerte Anzahl an LK-Turnieren.<br />

Eine Vielzahl von Vereinen und Sportlern<br />

sind, trotz der gesteckten sportlichen Ziele, mit<br />

Begeisterung und Fairness am Start, und tragen<br />

so zu einer Bereicherung des Vereinslebens bei.<br />

Die LK-Berechnungen funktionieren gut, leider<br />

noch immer einmal jährlich zum 30.September<br />

und final erst Anfang November. Auch hier ist eine<br />

Verbesserung dringend notwendig.<br />

Liebe Tennisfreunde, ich bedanke mich bei Ihnen<br />

für ein angenehmes und erfolgreiches Tennisjahr,<br />

verbunden mit einer engagierten, konstruktiven<br />

und weiterführenden Mitarbeit. Ich<br />

wünsche Ihnen eine verletzungsfreie, sportlich<br />

zielführende Saison <strong>2017</strong>.<br />

Bernd Wacker, Verbandssportwart<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

23


TVBB intern<br />

Reinhard Schadenberg: Jahresbericht Jugendsport 2016<br />

Eine Saison mit schönen Erfolgen der Jugend<br />

Reinhard Schadenberg<br />

Rückblickend auf die Saison 2016<br />

lässt sich feststellen, dass unsere Jugendlichen<br />

auf nationaler und auch<br />

internationaler Ebene, wie bereits<br />

seit Jahren, wieder überaus erfolgreich<br />

abgeschnitten haben.<br />

Ich verzichte angesichts der Tatsache, dass<br />

sämtliche Ergebnisse der zurückliegenden Saison<br />

zeitnah im Internet veröffentlicht wurden,<br />

auf die Aufzählung der Ergebnisse im Einzelnen<br />

und beschränke mich auf die saisonalen<br />

Höhepunkte.<br />

Die „Allianz Kundler German Juniors“ beim LTTC<br />

“Rot-Weiß” waren wieder idas Topereignis im Jugendbereich.<br />

Der Wettergott verlangte Turnierdirektor<br />

Bernd Warneck 2016 eine logistische<br />

Meisterleistung ab, denn es regnete und regnete.<br />

Doch mit Hilfe der unermüdlichen Platzwarte<br />

schaffte er es auch diesmal, das Turnier zu einem<br />

guten Ende zu bringen.<br />

Das Wetter hielt allerdings die teilnehmenden<br />

DTB-Akteure nicht davon ab, wahre Meisterleistungen<br />

zu vollbringen. So sicherte sich Daniel<br />

Altmaier vom Gladbacher HTC, den Titel des<br />

Internationalen Jugendmeisters. Rudi Molleker<br />

vom ausrichtenden LTTC “Rot-Weiß” erreichte<br />

das Halbfinale, in dem er sich in einem reinen<br />

deutschen Duell Altmaier geschlagen geben<br />

musste. Dies war vielleicht auch der anstrengenden<br />

vorausgegangenen Woche geschuldet,<br />

als er in Offenbach, ebenfalls bei einem ITF-Turnier<br />

der Kategorie 1, den Titel holte. Weiterhin<br />

sorgte Anica Stabel vom TK Blau-Gold Steglitz<br />

für eine große Überraschung. Sie nutzte die an<br />

sie vergebene Wildcard und spielte sich bis ins<br />

Viertelfinale.<br />

Nationale Höhepunkte<br />

Nachdem die Jugendlichen im Januar ihre Saison<br />

wie gewohnt bei den Jugendhallenmeisterschaften<br />

des TVBB in Wandlitz eröffneten, standen<br />

für die Altersklassen U12 und U14 Mitte<br />

Februar die Norddeutschen Jugendhallenmeisterschaften<br />

in Isernhagen auf dem Programm.<br />

Mit einem Titel bei den Junioren der U14, einem<br />

Titelgewinn in der Doppelkonkurrenz der Jungen<br />

U12 sowie einem Vizemeistertitel im Doppel<br />

der Junioren U14 war diese Meisterschaft<br />

eine durchaus erfolgreiche Veranstaltung aus<br />

Sicht des TVBB.<br />

Ende Februar fanden die Ostdeutschen Hallenmeisterschaften<br />

der AK U12 und U14 in Leipzig<br />

statt. Auch dort waren die Teilnehmerinnen und<br />

Teilnehmer unseres Verbandes erfolgreich. So<br />

konnten sich in drei von vier ausgespielten Konkurrenzen<br />

Spieler und Spielerinnen des TVBB in<br />

die Siegerlisten eintragen.<br />

Bei den Jugend Hallen-Mannschaftsmeisterschaften<br />

der AK U18 sowie der AK U14 war der<br />

LTTC “Rot-Weiß” bei den Juniorinnen und den<br />

Junioren erfolgreich. Die Altersklassen U12<br />

und Midcourt gingen an den TC SCC. Weiterhin<br />

konnten auf vielen anderen Ranglisten- und<br />

Einladungsturnieren in der zweiten Winterhälfte<br />

durch die Talente unseres Verbandes Erfolge<br />

und gute Ergebnisse erzielt werden.<br />

Nach Ende der Wintersaison nutzten wieder viele<br />

Jugendliche die Osterferien, um sich in Trainingslagern<br />

und-camps auf die bevorstehende<br />

Freiluftsaison vorzubereiten, so auch der Kader<br />

des TVBB.<br />

Wie in den vergangenen Jahren wurden die<br />

Deutschen Mannschaftsmeisterschaften U1<br />

der Juniorinnen und Junioren, die Großen Cilly-<br />

Aussem- und Henner-Henkel-Spiele Ende April<br />

ausgetragen. Ausrichter war der TC Boehringer<br />

Ingelheim in Rheinland Pfalz. Beide Teams erreichten<br />

das Halbfinale, obwohl bei den Jungen<br />

aufgrund ihrer guten Ranglistenpositionen und<br />

der daraus resultierenden Setzung an Position 1<br />

ein noch besseres Abschneiden möglich gewesen<br />

wäre. Dennoch ist es ein toller Erfolg für den<br />

TVBB, genauso wie für Bayern und Württemberg,<br />

die Halbfinals mit beiden Teams erreicht<br />

zu haben.<br />

Bei den Anfang Juni in Ludwighafen ausgetragenen<br />

Deutschen Jugendmeisterschaften der<br />

Altersklassen U13, U14 und U16 schafften Lennart<br />

Kleeberg und Santa Strombach den Sprung<br />

aufs Siegerpodest. Lennart kam als ungesetzter<br />

Spieler ins Finale der U14 und wurde Deutscher<br />

Vizemeister. Gleiches gelang Santa in der Doppelkonkurrenz<br />

an der Seite ihrer westfälischen<br />

Partnerin Luisa Meyer auf der Heide.<br />

Bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften,<br />

die im November in Essen stattfanden,<br />

stellte der TVBB 16 von insgesamt 176 Teilnehmern,<br />

die sich alle über ihre Ranglistenpositionen<br />

qualifizierten. Auch wenn es in den Einzelkonkurrenzen<br />

nicht zu Titelehren reichte, zählt<br />

diese Meisterschaft mit drei Viertelfinal-, zwei<br />

Santa Strombach wurde gemeinsam mit Alexandra<br />

Vecic (WTB) Deutsche Jugendmeisterin im Doppel der<br />

U14 © Patrick Becher<br />

Halbfinalteilnahmen in den Einzelkonkurrenzen<br />

und einem Meister-, und Vizemeistertitel in<br />

den Doppelkonkurrenzen zu den erfolgreichen<br />

Veranstaltungen.<br />

Bei dem am Finalwochenende gleichzeitig ausgetragenen<br />

Masters der U12 konnte Berlins<br />

Neuzugang in dieser Altersklasse, Oliver Olsson<br />

vom TC Grün-Weiß Nikolassee, dessen Familie<br />

von Bayern nach Berlin umgezogen war, den Titel<br />

gewinnen.<br />

Internationale Höhepunkte<br />

Viele Spielerinnen und Spieler suchten auch im<br />

vergangenen Jahr den sportlichen Vergleich<br />

im internationalen Geschehen und sammelten<br />

Punkte für die Ranglisten der TE und ITF. Besonders<br />

erwähnen möchte ich hier nochmals Rudi<br />

Molleker, der es neben den schon erwähnten<br />

Erfolgen schaffte, sich für die Jugend Grand<br />

Slam- Turniere in Australien und den USA zu<br />

qualifizieren. Beim Orange Bowl, der inoffiziellen<br />

Weltmeisterschaft der U18 stand er im Viertelfinale,<br />

scheiterte erst am späteren Sieger. Das<br />

Jahr beendete er im ITF-Juniorenranking auf Position<br />

25. Bei Herrenturnieren holte er sich auch<br />

seine ersten Punkte für die ATP-Wertung.<br />

Zu erwähnen ist auch der Einzelerfolg von<br />

Jesper Tull Freimuth (TC 1899 Blau-Weiss) bei<br />

24<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />

einem ITF-Turnier in Norwegen und sein Sieg<br />

im Doppel beim ITF-Turnier (Grade 1) in Offenbach.<br />

Santa Strombach wurde Anfang des Jahres<br />

in die U14-Nationalmannschaft berufen und<br />

belegte beim TE Winter Cup by Head mit ihrem<br />

Team den 5. Platz.<br />

Regionale Höhepunkte<br />

Kommen wir zurück zu unserem Verbandsgebiet.<br />

In der Sommersaison blieb das Rennen um<br />

die Titel bei den Mannschaftsmeisterschaften<br />

ein Kampf unter zwei Vereinen. Bei den Mädchen<br />

der Altersklasse U18 und U14 war der LT-<br />

TC “Rot-Weiß” erfolgreich, bei den Junioren dieser<br />

Altersklassen der TC SCC. Ebenfalls siegreich<br />

war der TC SCC in der Altersklasse U12. Den Midcourt-Wettbewerb<br />

gewann der Grunewald TC.<br />

Am letzten Schultag vor den Sommerferien fanden<br />

auf der Anlage des TK Blau-Gold Steglitz<br />

die Jugend-Verbandsmeisterschaften statt. Bei<br />

wunderschönem Wetter waren auf allen Plätzen<br />

spannende Begegnungen zu sehen. An dieser<br />

Stelle sei dem TK Blau Gold Steglitz noch einmal<br />

danke gesagt, dass er nun schon seit fast einem<br />

Vierteljahrhundert seine Anlage dafür zur Verfügung<br />

stellt.<br />

Weiterhin danke ich allen Vereinen, die uns ihre<br />

Plätze für die Durchführung der Bezirksmeisterschaftenübeerließen.<br />

Das waren TC Weiße Bären,<br />

TC Weißensee, SV Reinickendorf, BFC Alemannia,<br />

Steglitzer TK, Grunewald TC, Potsdamer<br />

TC Rot-Weiß und der TC Weiß-Rot Neukölln.<br />

Darüber hinaus danke ich auch allen anderen<br />

Vereinen und kommerziellen Veranstaltern sowie<br />

den vielen Helfern, die durch ihren Einsatz<br />

dafür sorgen, dass unsere Turnierlandschaft<br />

wächst und auch Spielerinnen und Spieler anderer<br />

Verbände immer mehr anzieht. Das neue<br />

Ranglistensystem (TRP) ist nunmehr gut ein<br />

Jahr alt und es funktioniert sicherlich noch nicht<br />

optimal. Aber man ist beim DTB bemüht, Schritt<br />

für Schritt Lösungen zu finden und diese umzusetzen,<br />

was jedoch auch noch einige Zeit in Anspruch<br />

nehmen wird. Dazu gehören auch die<br />

Schwierigkeiten bei der Punktevergabe für die<br />

unterschiedlichen Ligen bei den Mannschaftsspielen.<br />

Diesbezüglich stehen wir, wie auch die<br />

anderen Verbände, immer wieder mit dem DTB<br />

im Dialog und erwarten eine baldige Lösung.<br />

Trotz aller Probleme, die die Umstellung mit sich<br />

bringt, halte ich die Einführung dieses Systems<br />

aber für richtig, werden erreichte Ergebnisse<br />

doch viel zeitnaher als früher erfasst und für die<br />

Bewertung mit herangezogen.<br />

Aufgrund ihrer guten Ergebnisse sind neun unserer<br />

Jugendlichen in die DTB-Kaderliste für<br />

<strong>2017</strong> aufgenommen worden und nahmen an<br />

Lehrgängen des DTB oder an Länder-Vergleichskämpfen<br />

teil.<br />

Zum Ende der Saison 2016 wechselten wieder<br />

einige Jugendliche in den Erwachsenenbereich.<br />

Stellvertretend für alle möchte ich eine Spielerin<br />

und einen Spieler erwähnen, deren Namen<br />

mit dem Jugendtennis über Jahre hinweg unzertrennlich<br />

waren.<br />

Ich wünsche Juliane Triebe (BSV) und Jesper Tull<br />

Freimuth (TC 1899 Blau-Weiss) weiterhin viel Erfolg<br />

und hoffe, dass sie ihre selbst gesteckten<br />

Ziele erreichen werden.<br />

Bei den durchgeführten Sichtungsmaßnahmen<br />

wurden über das ganze Jahr Kinder der Jahrgänge<br />

2007/2008 beobachtet. Die vielversprechendsten<br />

Talente wurden wiederum ins Bezirks-<br />

oder Verbandsjüngstentraining integriert.<br />

Ich danke an dieser Stelle ein letztes Mal dem<br />

Trainerteam mit Landestrainer Bernd Süßbier,<br />

der Verbandstrainerin Barbara Ritter, den Verbandsstützpunktrainern<br />

Mats Oleen, Michael<br />

Lingner, Jan Sirleja sowie dem Konditionstrainer<br />

Udo Neudecker für ihre Arbeit, die großen Anteil<br />

an den genannten Erfolgen hat.<br />

Und natürlich danke ich der Jugendkommission<br />

des TVBB sowie den Mitarbeitern der Geschäftsstelle<br />

für die gute und konstruktive Zusammenarbeit,<br />

die mich bei der Ausübung und<br />

Bewältigung dieses Ehrenamtes stets tatkräftig<br />

unterstützten.<br />

Wie bereits auf der letzten Jugendwarteversammlung<br />

angekündigt, werde ich mich <strong>2017</strong><br />

nicht mehr zur Wahl stellen und nach 18 Jahren<br />

muss das Amt des Jugendwarts neu besetzt<br />

werden. Ich möchte mich hiermit auch bei allen<br />

Jugendwarten ganz herzlich bedanken, weil<br />

sie mir über einen so langen Zeitraum das Vertrauen<br />

ausgesprochen haben, dem ich hoffentlich<br />

auch gerecht geworden bin. Jedenfalls habe<br />

ich mich im Präsidium und auf nationaler Ebene<br />

stets für die Interessen unserer Jugendlichen<br />

eingesetzt und das - bei aller Bescheidenheit -<br />

auch erfolgreich.<br />

Abschließend möchte ich mich natürlich auch<br />

bei meinen Präsidiumskollegen für die stets kooperative<br />

Zusammenarbeit bedanken und hier<br />

namentlich beim Ehrenpräsidenten Siegfried<br />

Gießler, der all die Jahre meine Arbeit als Verantwortlicher<br />

für die Jugend immer mit Rat und Tat<br />

unterstützt hat.<br />

Ich wünsche allen eine verletzungsfreie und in<br />

jeder Hinsicht erfolgreiche Saison.<br />

Reinhard Schadenberg, Verbandsjugendwart<br />

Alexander Klimke: Jahresbericht Sportentwicklung 2016<br />

Kerbers große Siege – mehr Aufmerksamkeit für Tennis<br />

Alexander Klimke<br />

Mit mehr als 1,4 Millionen Mitgliedern<br />

ist der Deutsche Tennis Bund<br />

(DTB) der drittgrößte Sport-Spitzenverband<br />

in Deutschland. Diese<br />

hervorragende Position gilt es zu<br />

bewahren – und genau das ist die<br />

Aufgabe der Sportentwicklung.<br />

Auf der Ebene unseres Landesverbandes, des<br />

Tennis-Verbandes Berlin-Brandenburg (TVBB)<br />

wird dies von mir verantwortet, auf Ebene des<br />

DTB von dessen Vizepräsidenten für Sportentwicklung,<br />

der wiederum von der Kommission<br />

Sportentwicklung des DTB unterstützt wird. Sie<br />

hat mich im vergangenen Jahr zu ihrem Sprecher<br />

gewählt. Gemeinsam setzen wir die Inhalte<br />

um, die im großen gemeinsam entwickelten<br />

Positionspapier Sportentwicklung niedergelegt<br />

sind.<br />

Einen wichtigen Eckpfeiler bildet die deutschlandweite<br />

Aktion “Deutschland spielt Tennis”,<br />

die auch im Jahr 2016 für viele der teilnehmenden<br />

Vereine des TVBB sehr erfolgreich verlaufen<br />

ist. Die TVBB-Hauptaktion fand beim Tennis-Club<br />

“Die Känguruhs” in Nikolassee statt, der<br />

nicht nur zeitgleich die äußerst beliebten Känguruhs<br />

Senior Open ausrichtete. Dort wurde<br />

auch das “Harry und Karin Gerlach Tennisstipendium”<br />

erstmals vergeben.<br />

<strong>2017</strong> können sich die Vereine unkompliziert, unverbindlich<br />

und kostenfrei auf http://www.dtbtennis.de/Initiativen-und-Projekte/Deutschland-spielt-Tennis<br />

für die Aktion anmelden.<br />

“Deutschland spielt Tennis” ist dabei der Oberbegriff<br />

für Veranstaltungen, die einem „Tag der<br />

offenen Tür“ ähnlich sind und besonders der<br />

Werbung von neuen Mitgliedern, aber auch der<br />

Aktivierung der Bestandsmitglieder dienen soll.<br />

Nur die deutschlandweite Bündelung solcher<br />

Aktivitäten kann dazu führen, dass auch die<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

25


TVBB intern<br />

Beach-Tennis findet immer mehr Anhänger<br />

Presse aufmerksam wird und das deutsche Tennis<br />

z.B. für Sponsoren interessant bleibt.<br />

Das Tennis-Sportabzeichen ist inzwischen in<br />

völlig neu gestalteter Form wieder eingeführt<br />

worden. Kinder und Erwachsene können es auf<br />

unterschiedlichen Niveaustufen erwerben. Verantwortlich<br />

für die Abnahme und Abwicklung<br />

sind Tennistrainer, die sich dieses Themas annehmen<br />

möchten. Die notwendigen Informationen<br />

sind unter http://www.dtb-tennis.de/<br />

Initiativen-und-Projekte/DTB-Tennis-Sportabzeichen<br />

zu finden.<br />

Berlin, die neue Hauptstadt des Beach-Tennis,<br />

war 2016 Austragungsort der deutschen<br />

Beach-Tennis-Mannschafts-Meisterschaften.<br />

Herzlichen Dank an die DTB-Projektleiterin für<br />

Beach-Tennis , Mareike Biglmaier aus Berlin, der<br />

erfolgreichsten deutschen Beach-Tennis-Spielerin.<br />

Ebenso an Thilo Belz, Michael Wiedeck, Heiko<br />

Holborn, Christian Kummert und Laura Jähnel<br />

für die Organisation und Turnierabwicklung.<br />

Siegreich war das Team des Niedersächsischen<br />

Tennis-Verbandes. Die Berliner Teilnehmer waren<br />

ebenfalls sehr erfolgreich, besonders die<br />

zweitplatzierte Mannschaft des TC SCC, verstärkt<br />

durch Spielerinnen der SV Zehlendorfer<br />

Wespen, die drittplatzierten „Berliner Jägermeister“<br />

und das viertplatzierte Team des TC<br />

Lichtenrade.<br />

Der SCC und Lichtenrade dominierten auch<br />

die zuvor ausgetragenen Mannschaftsmeisterschaften<br />

von Berlin-Brandenburg, bei denen der<br />

TC Lichtenrade die Nase vorn hatte. Laura Jähnel<br />

war hier als ehrenamtliche Spielleiterin aktiv.<br />

Einen wichtigen Teil meiner Tätigkeit stellte erneut<br />

die Unterstützung und Hilfeleistung für<br />

unsere Vereine dar. Rechtliche Fragestellungen<br />

standen im Jahr 2016 nicht mehr im Vordergrund,<br />

stattdessen ging es in erster Linie<br />

um Fragen der Vereinsorganisation. Dabei wird<br />

deutlich, dass sich die Problematik von zurückgehendem<br />

ehrenamtlichen Engagement weiter<br />

verschärft. Es muss akzeptiert werden, dass sich<br />

viele Berufstätige und etwa Studenten heutzutage<br />

nur noch schwer auf eine ggf. mehrjährige<br />

permanente Tätigkeit im Vorstand verpflichten<br />

können. Deutschlandweit am erfolgreichsten<br />

ist diesbezüglich das Konzept der projektbezogenen<br />

Unterstützung. So entlastet sich der Vorstand<br />

beispielsweise, indem er einen Projektverantwortlichen<br />

für die Aktion “Deutschland<br />

spielt Tennis” beruft. Dieser Projektverantwortliche<br />

könnte möglicherweise nicht eine ganzjährige<br />

Vorstandstätigkeit übernehmen, ist aber<br />

bereit und in der Lage, diese Aktion zu organisieren<br />

und zu betreuen. Allgemein muss Arbeit<br />

auf mehrere Schultern verteilt werden, die Projekte<br />

müssen vom tatsächlichen und zeitlichen<br />

Umfang her genau bestimmt und begrenzt<br />

werden. Weitere Möglichkeiten für eine projektbezogene,<br />

kurzzeitige ehrenamtliche Tätigkeit<br />

sind: Sommerfest, Betreuung von Kindern<br />

bei einem Sommerferien-Camp, Unterstützung<br />

des Sportwartes bei der Online-Eingabe der namentlichen<br />

Mannschaftsmeldungen etc. Im Ergebnis<br />

kann der Vorstand so entlastet werden,<br />

dass auch ein Vorstandsamt mit vertretbarem<br />

Aufwand bewältigt werden kann und dass Mitglieder,<br />

die für ein dauerhaftes Ehrenamt nicht<br />

zur Verfügung stehen würden, trotzdem im<br />

Rahmen der projektbezogenen Unterstützung<br />

mithelfen können, ihren Verein zu entwickeln.<br />

© Andreas Springer<br />

Auch für die nächsten Jahre ist perspektivisch<br />

der Ausbau der Vereinsberatung geplant. Wir<br />

denken etwa über ein Seminar für Vereinsfunktionäre<br />

nach – bitte unterstützen Sie mich, indem<br />

Sie mir unter tennis@gmx.org die Themengebiete<br />

nennen, die Sie für besonders wichtig,<br />

dringend und interessant halten. Informationsangebote<br />

sollen auch verstärkt über die Homepage<br />

des TVBB zur Verfügung gestellt werden.<br />

Vor allem durch die sensationellen Leistungen<br />

von Angelique Kerber im Jahr 2016 hat der Tennissport<br />

in Deutschland wieder stärkere Aufmerksamkeit<br />

und Resonanz gefunden. Es ist<br />

nunmehr unsere Aufgabe, darauf aufbauend<br />

neue Interessenten an unseren Sport heranzuführen,<br />

neue Mitglieder für unsere Vereine zu<br />

gewinnen und dabei Tennis als Sport für Kinder<br />

und Jugendliche attraktiv zu gestalten. Dabei<br />

braucht man nicht den Zeiten von Steffi Graf<br />

und Boris Becker nachzutrauern: Einschaltquoten<br />

wie damals im Fernsehen wird es nie wieder<br />

geben, es gibt heutzutage eben mehr als<br />

drei Fernsehprogramme und dazu noch neue<br />

Medien, insbesondere internetbasiert. Dementsprechend<br />

teilt sich auch die Aufmerksamkeit<br />

der Menschen zunehmend auf. Und auch<br />

wenn Sie beobachten, dass beispielsweise viele<br />

Tennis-Jugendliche mit Aufnahme von Studium<br />

oder Ausbildung mit dem Tennissport (erstmal)<br />

aufhören, so ist auch das kein Beinbruch – damit<br />

steht Ihr Verein nicht alleine da, das ist eben<br />

eine gesellschaftliche Entwicklung. Schaffen Sie<br />

in Ihren Tennisvereinen Angebote für die Menschen<br />

zwischen 35 und 45, die früher einmal<br />

Tennis gespielt haben, nunmehr den Berufseinstieg<br />

und ggf. erste Karriereschritte absolvierten<br />

und eine Familie gegründet haben! Tennis ist<br />

ein Sport, in den man auch nach längerer Abstinenz<br />

wieder gut einsteigen kann. Wenn man<br />

das gemeinsam mit den Kindern tut, die gerade<br />

alt genug für Tennis werden, dann wird man<br />

feststellen, dass es nichts Besseres gibt, als ein<br />

Kind zur Tennisstunde zu fahren. Während es<br />

trainiert, können Mutter oder Vater selbst eine<br />

Stunde Tennis spielen. Und anschließend fahren<br />

alle wieder gemeinsam nach Hause.<br />

Alexander Klimke, Präsidiumsmitglied für Sportentwicklung<br />

26<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


Torsten Pressel: Jahresbericht Medien und Öffentlichkeitsarbeit 2016<br />

Davis Cup dominiert<br />

Torsten Pressel<br />

2016 stand ganz im Zeichen der Davis<br />

Cup-Partie gegen Polen, die im<br />

September in Berlin ausgetragen<br />

wurde. Der Davis Cup erstmals seit<br />

1991 wieder in Berlin – das konnten<br />

sich auch die Berliner Medien nicht<br />

entgehen lassen.<br />

Leider färbte das nicht ab auf die tollen 28. German<br />

Open im Rollstuhltennis beim BTTC und<br />

auch nicht auf die 10. Deutschen Mannschaftsmeisterschaften<br />

im Beach-Tennis, die in der<br />

Presse kaum Beachtung fanden.<br />

Dafür erscheinen in vielen Zeitungen inzwischen<br />

Berichte zu „Deutschland spielt Tennis“<br />

und auch die Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaften<br />

beim LTTC “Rot-Weiß” sind<br />

bei einigen Publikationen inzwischen gesetzt.<br />

Dies vor allem durch die stete Arbeit und das Engagement<br />

der ausrichtenden Vereine und der<br />

Organisatoren, die Jahr für Jahr wirklich hervorragende<br />

Arbeit leisten.<br />

<strong>matchball</strong> und digitale Medien<br />

Das Verbandsorgan <strong>matchball</strong> erfreut sich nach<br />

wie vor großer Beliebtheit. Die Akquise von Anzeigen<br />

ist durch die Umstellung weg vom RIV-<br />

Verlag noch schwieriger geworden und die nach<br />

wie vor hohe Qualität unserer Verbandszeitschrift<br />

konnte nur Dank des außergewöhnlichen<br />

Engagements von Herrn Dr. Rewicki und Herrn<br />

Prawitz gehalten werden. Vielen Dank an die<br />

beiden Herren, die sehr viel Zeit dafür aufbringen,<br />

Ihnen Geschichten, Berichte und Meinungen<br />

zu liefern, für die in der Form das schnelllebige<br />

Internet einfach immer noch nicht das<br />

richtige Medium zu sein scheint.<br />

Die Verzahnung unserer Website mit Facebook<br />

geht inzwischen nahtlos vonstatten. Entsprechende<br />

Feedbacks in Facebook zeigen, dass wir<br />

hier ein Publikum erreichen, das sich eben nicht<br />

unbedingt auf unserer Homepage informiert<br />

und auch nicht den Newsletter abonniert. Hier<br />

konnten wir übrigens die Anzahl der Abonnenten<br />

von knapp unter 1000 vor vier Jahren auf inzwischen<br />

fast 4500 Abonnenten steigern.<br />

Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />

Ich bin 2012 angetreten u.a. mit den Zielen einer<br />

breiteren Kommunikation nach innen und<br />

außen, einer Aufwertung der Website und mit<br />

dem Bestreben nach mehr Transparenz und Offenheit.<br />

Zumindest bei Letzteren muss ich eingestehen,<br />

dass ich mich an vielen Stellen nicht<br />

durchsetzen konnte. Nach der anfänglichen Akzeptanz<br />

zur Veröffentlichung von mir erstellter<br />

Protokolle wurde dies dem Hoheitsbereich der<br />

Sitzungsinhaber zugeschlagen, denen diese<br />

Transparenz und Offenheit anscheinend zu weit<br />

ging. Auf den Hinweis darauf in meinem Jahresbericht<br />

2014 gab es keinerlei Reaktion. Offensichtlich<br />

spielen Transparenz und Offenheit nur<br />

für wenige Interessierte eine Rolle, was ich sehr<br />

schade finde.<br />

Dieser Umstand, vor allem aber auch eine inzwischen<br />

doch extreme Disharmonie mit Teilen des<br />

Präsidiums aufgrund unterschiedlicher Auslegung<br />

von Verstößen m.E. wichtiger Regeln haben<br />

mich dazu bewogen, nicht mehr für eine<br />

weitere Amtszeit zu kandidieren.<br />

Trotz intensiver Bemühungen und vieler Gespräche<br />

war es mir leider nicht möglich, einen<br />

Nachfolger zu finden, der als Funktionär trotzdem<br />

die Spielersicht nicht verliert.<br />

Für die Tennis-Saison <strong>2017</strong> wünsche ich Ihnen<br />

alles Gute und stehe Ihnen natürlich auch<br />

nach meinem Ausscheiden bei Fragen gerne zur<br />

Verfügung.<br />

Torsten Pressel, Präsidiumsmitglied für<br />

Medien und Öffentlichkeitsarbeit<br />

Roland Goering: Jahresbericht 2016 Jüngstentennis<br />

Mehr Spiele mit "bunten Bällen"<br />

Roland Goering<br />

Die Mannschaftsspiele mit den<br />

„bunten Bällen“ im Jahr 2016 liefen<br />

mit konstant hoher Beteiligung: 15<br />

Teams in der Mini-Runde der U8, 74<br />

Teams im Midcourt bei der U10 und<br />

107 Teams in der U12. Gerade bei<br />

den Kleinen natürlich weiterhin mit<br />

Potential nach oben: Die Mini-Runde<br />

bietet einen tollen Einstieg ins<br />

Mannschaftstennis.<br />

Auch wenn es in kleinen Vereinen nicht für ein<br />

eigenes Team reicht, die Möglichkeit der Spielgemeinschaft<br />

kann gerne genutzt werden.<br />

Auch im Winter gab es ein Mannschaftsangebot<br />

für U8, U10 und U12. Im Winter 2015/16<br />

war der Tennis-Club SCC das Maß der Dinge und<br />

gewann sowohl in der U10 als auch in der U12<br />

die Mannschaftsmeisterschaft. Im Sommer gab<br />

es wieder echte Endspiele um die Titel: Im Midcourt<br />

(U10) war der Grunewald TC siegreich. Gegen<br />

den LTTC “Rot-Weiß” gewannen Nastasija<br />

Nesterovic, Friederike Dobrott und Leon Schriver<br />

ihre Einzel an den Positionen zwei bis vier.<br />

Nur im Spitzeneinzel konnte sich Rot-Weiß mit<br />

Carl Radtke im Match-Tie-Break gegen Artem<br />

Lyapshin durchsetzen. Mit zwei Doppel-Erfolgen<br />

machte Grunewald den 5:1-Erfolg im Lokalderby<br />

dann perfekt.<br />

Eine Stufe höher in der U12 war es für den Tennis-Club<br />

SCC im Finale gegen den TC 1899 Blau-<br />

Weiss eine deutliche Angelegenheit. Leon Volny,<br />

Tudor Braicu, Leo Müller-de Ahna und Martin<br />

Schaale gewannen alle Spiele deutlich in zwei<br />

Sätzen zum 6:0-Erfolg.<br />

In dieser Altersklasse soll es zur neuen Sommersaison<br />

eine Änderung geben: Bisher werden alle<br />

Spielklassen mit den grünen Stage-1-Bällen<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

27


TVBB intern<br />

Berliner Talente sind schon erfolgreich<br />

gespielt. Ab <strong>2017</strong> soll die Meisterschaftsklasse<br />

mit „normalen“ Bällen gespielt werden. Bei der<br />

Einführung der U12-Altersklasse war diese insbesondere<br />

als Übergangsstufe zwischen Midcourt<br />

und U14 gedacht, für alle, die noch nicht<br />

sicher mit den „normalen“ Bällen im Großfeld<br />

spielen können. Klar ist aber auch, dass unsere<br />

besten Elf- und Zwölfjährigen das Spielen mit<br />

den „normalen“ Bällen problemlos beherrschen<br />

und diese sowohl im Training als auch in Turnieren<br />

benutzen. Daher soll die Meisterschaftsklasse<br />

mit diesen, die anderen Spielklassen mit<br />

den grünen Bällen gespielt werden. Durch die<br />

Einstufungsmöglichkeit der Vereine, die ihre<br />

Mannschaften in dieser Altersklasse ja in eine<br />

der Spielstärke entsprechende Liga einordnen<br />

können, sind die Vereine selber an der Entscheidung<br />

beteiligt, mit welchen Bällen ihre Mannschaften<br />

spielen können und sollen.<br />

Die beiden Verbandsmeisterschaften im Jüngstenbereich<br />

fanden wieder beim BTC Gropiusstadt<br />

und beim TC Lichterfelde statt. Am Midcourt-Turnier<br />

der U9 nahmen 64 Kids teil, die<br />

in Gruppen- und Endspielen die Verbandsmeister<br />

im kleineren Feld ermittelten. Bei den Mädchen<br />

setzte sich im Finale Nastasija Nesterovic<br />

(Grunewald TC) gegen Zora König (SV Zehlendorfer<br />

Wespen) durch, bei den Jungen gewann<br />

Carl Radtke (LTTC “Rot-Weiß”) gegen Friedrich<br />

Stoll (TC Tiergarten). Einen Monat später spielten<br />

101 Teilnehmer beim 31. Jüngstenturnier<br />

der U9 und U10. Bei den Mädchen trugen sich<br />

Nastasija Nesterovic (U9) und Friederike Dobrott<br />

(U10, beide Grunewald TC) in die Siegerlisten<br />

ein, bei den Jungs gewannen Diego Dedura-Palomero<br />

(BFC Alemannia, U9) und Matteo Kelch<br />

(TC Grün-Weiß Bergfelde, U10).<br />

Erfreulicherweise vergrößerte sich die Turnierlandschaft<br />

im Bereich der bunten Bälle, so gab<br />

es zum Beispiel 17 Turniere für Spieler der Altersklasse<br />

U8 im Jahr 2016 im Vergleich zu 10<br />

Turnieren im Vorjahr. Auch ist es schön zu sehen,<br />

dass das Turnierangebot momentan von Wusterhausen<br />

bis nach Cottbus reicht. Gerade in<br />

diesen Altersklassen sind „Tagesturniere“ ja sinnvoll.<br />

Sie können auch gut in ländlichen Gebieten<br />

durchgeführt werden, weil der Anfahrtsweg<br />

für alle ja nur einmal besteht und man nicht wie<br />

bei den „Großen“ für mehrere Runden an mehreren<br />

Tagen wiederkommen muss. Wir können<br />

alle Vereine und Turnierveranstalter nur ermutigen,<br />

sich im Bereich Jüngstentennis mit vielen<br />

Turnieren zu beteiligen - die Kids wollen spielen.<br />

Deutschlandweit seien die größten Saisonhighlights<br />

nur kurz erwähnt: Das Nationale Jüngstenturnier<br />

in Detmold/Lippe fand in der 40.<br />

Auflage statt. Von den rund 790 Teilnehmern<br />

kamen fast 50 vom TVBB. Die beste Platzierung<br />

in diesem Jahr erreichte Friedrich Stoll mit dem<br />

Halbfinaleinzug in der U9.<br />

Ein weiteres Highlight für alle ist der DTB-Talent-<br />

Cup in Essen. Dort treten 18 Verbands-Teams in<br />

Tennis und Vielseitigkeitsübungen (ähnlich der<br />

Mini-Tennis-Runde in unserem Verband) gegeneinander<br />

an. In der Vorrundengruppe qualifizierte<br />

sich der TVBB für die Finalrunde der<br />

besten sechs Teams und ließ somit zwölf andere<br />

Landesverbände hinter sich. In der Endrunde<br />

wurde eine bessere Platzierung gegenüber<br />

Westfalen und Niedersachsen nur denkbar<br />

knapp verpasst. Auf dem Siegertreppchen landeten<br />

Württemberg vor Baden und Hessen.<br />

Im Bereich U9/U10 lässt der DTB regionale Orange-/Green-Cup-Masters<br />

durchführen, der TVBB<br />

ist sowohl beim Ost- als auch beim Nord-Masters<br />

gern gesehener Gast. Im Norden wird der<br />

Wettbewerb als Team-Wettbewerb durchgeführt,<br />

jeweils sechs Verbandsteams treten an.<br />

Mit zwei Siegen bei den Mädchen und Jungs<br />

der U9, einem dritten Platz der U10 Jungs und<br />

einem vierten Platz der U10 Mädchen war der<br />

TVBB hier der erfolgreichste Verband dank der<br />

tollen Leistungen unserer Kids. Das Ost-Masters<br />

wird als Einzelturnier mit je acht Teilnehmern<br />

pro Spielklasse ausgetragen. Hier durfte<br />

der TVBB insgesamt acht Teilnehmer stellen und<br />

war mit zwei Siegen, drei zweiten und je einem<br />

dritten, vierten und fünften Platz ebenfalls sehr<br />

erfolgreich.<br />

Auch bei vielen anderen Turnieren haben uns<br />

die Jüngsten toll vertreten. An dieser Stelle ein<br />

großes Dankeschön an alle Kids, Eltern und beteiligten<br />

Trainer für das Geleistete – insbesondere<br />

natürlich auch an unsere Verbandstrainer.<br />

Sie schaffen es immer wieder, das Beste aus den<br />

Kids herauszuholen.<br />

Ich wünsche allen Kids, Eltern und Trainern eine<br />

gesunde und frohe neue Saison <strong>2017</strong> mit ganz<br />

viel Spaß am Tennis.<br />

Roland Goering, Referent für Jüngstentennis<br />

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28<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


Uwe Kroedler: Jahresbericht 2016 Seniorensport<br />

Ein gutes Jahr für unsere Senioren<br />

Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />

Uwe Kroedler<br />

Die Senioren sind auf dem Vormarsch.<br />

Durch den demografischen<br />

Wandel verkörpern sie in vielen<br />

Landesverbänden, so auch dem<br />

TVBB, die stärkste Gruppe der Mitglieder.<br />

In Berlin und Brandenburg<br />

sind sie auf einem guten Weg. Das<br />

bewies wieder das Jahr 2016.<br />

Verbandsebene<br />

Das Jahr begann mit den traditionell auf den<br />

Anlagen des BSV1892/BSC/TC Wilmersdorf ausgetragenen<br />

33. Hallenverbandsmeisterschaften<br />

(30.Januar bis 07.Februar 2016). Das Rekordergebnis<br />

des Vorjahres mit 230 Meldungen erfuhr<br />

mit 262 Teilnehmer(innen) eine weitere Steigerung.<br />

Insgesamt beteiligten sich Spielerinnen<br />

und Spieler aus 75 Vereinen. In 15 Konkurrenzen<br />

wurden die Meister ermittelt. Erstmals wurden<br />

auch die Einzelkonkurrenzen der AK 30 gespielt.<br />

Mit 50 Meldungen gab es in den sieben Nebenrunden<br />

ebenfalls eine Rekordbeteiligung.<br />

Insgesamt setzten sich in den 12 Einzelkonkurrenzen<br />

durchweg die Favoriten durch: In neun<br />

Konkurrenzen siegten die Top-Gesetzten, in<br />

zwei Konkurrenzen die jeweilige Nummer zwei<br />

und einmal die Drittgesetzten. Nur vier Hallenmeistern<br />

des Vorjahres gelang die Titelverteidigung<br />

(siehe <strong>matchball</strong> 2/2016).<br />

Das nächste Highlight waren die 69. Verbandsmeisterschaften<br />

im Sommer beim BSV 1892 und<br />

den Nachbar-Clubs. Den 272 Teilnehmern standen<br />

erstmals 13 Plätze zur Verfügung, sonst wären<br />

die Spiele in 18 Konkurrenzen (einschließlich<br />

drei Nebenrunden) nicht zu bewältigen<br />

gewesen.<br />

Neben den altbekannten Gesichtern wie beispielsweise<br />

Jens Thron, Guido Schiller, Susanne<br />

Boesser oder Katrin Dippner, die sich in die<br />

Siegerlisten eintrugen, tauchen dort auch Spieler<br />

auf, die mancher nicht auf der Rechnung hatte:<br />

Max Blume in der AK 30 , Lutz Neumetzler<br />

Deutscher Mannschaftsmeister 2016: Damen 60 des TC 1899 Blau-Weiss mit Inge Kubina, Gudula Eisemann,<br />

Marion Feigel, Katrin Dippner, Sylvia Bauwens, Sylvie Galfard-Kirsten (v.l.)<br />

bei den 40-ern oder Stefan Seeliger in der Ak 60<br />

(siehe <strong>matchball</strong> 4/2016).<br />

Nationale Ebene<br />

Bei den 63. Deutschen Meisterschaften der Seniorinnen<br />

und Senioren in Bad Neuenahr(26.Juli<br />

bis 7. August 2016) waren die Teilnehmer(innen)<br />

unseres Verbandes – wie schon seit Jahren –<br />

sehr erfolgreich. Dabei zeichneten sich vor allem<br />

unsere Seniorinnen aus; holten sie doch<br />

alleine sechs Titel: Susanne Boesser bei den Damen<br />

55 und im Damen-Doppel 55 , Katrin Dippner<br />

bei den 60-ern. Sylvia Bauwens wurde zweifache<br />

Meisterin, im Einzel und Doppel der Ak 70.<br />

Eine Ak höher konnte sich Regine v. Bruchhausen<br />

den Meistertitel sichern. Zur guten Bilanz<br />

steuerte Christopher Blömeke einen weiteren<br />

Titel im Herren-Doppel 40 bei.<br />

Zwei Vizemeister-Titel wurden durch Jörgen Jacobs<br />

im Herren-Doppel 70 und Regine v. Bruchhausen<br />

im Mixed der Ak 75 errungen. Das sehr<br />

gute Gesamtbild unserer Spieler(innen) runden<br />

weitere fünf Halbfinal- und ebenso viele Viertelfinalteilnahmen<br />

ab.<br />

Auch die Bilanz der Großen Spiele 2016 kann<br />

sich durchaus sehen lassen:<br />

Die AK 70- Auswahlmannschaft () konnte bei<br />

den Werner Mertins-Spielen ihren Erfolg vom<br />

Vorjahr mit dem Titel Deutscher Mannschaftsmeister<br />

der Verbände wiederholen. Herzlichen<br />

Glückwunsch zu dieser Leistung! Einen Vizemeister-Titel<br />

holte die AK 60- Auswahl bei den<br />

Fritz Kuhlmann-Spielen beim „Heimspiels“ im<br />

Grunewald TC.<br />

Einen guten dritten Platz errang die AK<br />

50-Mannschft bei den Schomburgk-Spielen.<br />

Und die 30-er Auswahl wurde bei den Franz<br />

Helmis-Spielen wieder erstklassig: Durch einen<br />

5:4- Endspielsieg über Schleswig-Holstein sicherte<br />

sich der TVBB wieder einen Platz in der<br />

A-Gruppe.<br />

Leider konnte das AK 40-Team bei den Walter<br />

Rosenthal-Spielen diesen Platz in ihrer Klasse<br />

nicht halten und musste in die B-Gruppe absteigen.<br />

Hoffen wir, dass der direkte Aufstieg <strong>2017</strong><br />

gelingt.<br />

Bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften, deren<br />

Finalrunde am 3. und 4. September ausgespielt<br />

wurde, waren diese Vereine unseres Verbandes<br />

erfolgreich:<br />

Der TC 1899 Blau-Weiss errang bei den Damen<br />

60 den Titel und belegte bei den Damen 50 und<br />

den Herren 70 jeweils den dritten Platz. Der SCC<br />

erkämpfte sich mit seinen Herren 40 die Vizemeisterschaft.<br />

Gratulation.<br />

Internationale Ebene<br />

Auch im europäischen Senioren(innen)-Tennis<br />

waren Vertreter(innen) des TVBB sehr erfolgreich.<br />

So siegten Sylvia Treibmann (Ak 60)<br />

in Dubrovnik, Bärbel Kühnast (Ak 60) in Estoril,<br />

Hans-Dieter Roth (Ak 75) in Macedonien und auf<br />

Korfu, Sylvia Bauwens (Ak 70) in Pörtschach.<br />

Gerhard Fahlke (Ak 40) gewann sowohl die Austrian-Open<br />

der Senioren als auch die Europameister-Titel<br />

im Einzel und Doppel seiner Altersklasse.<br />

Wolfgang Korn (Ak 70) siegte im Doppel<br />

bei den Czech-Open und Sylvia Bauwens (Ak 70)<br />

wurde Europameisterin.<br />

Der TVBB betrat auch Neuland: Er beteiligt sich<br />

mit zwei Turnieren an der ITF Senior World-Tour.<br />

Den Anfang machte das 1. ITF Indoor Senior-Turnier<br />

beim LTC SportForum Bernau, das vom 29.<br />

November bis 4. Dezember 2016 gespielt wurde<br />

und bei den 78 Teilnehmern sehr gut ankam.<br />

Vom 30. April bis 7.Mai <strong>2017</strong> folgt das 1. ITF Outdoor<br />

Senior-Turnier beim TC Orange-Weiß Friedrichshagen<br />

(siehe Seite xxxxKroedler-Interview).<br />

Bedanken möchte ich mich bei allen Ehrenamtlern<br />

und den Mitarbeitern der TVBB-Geschäftsstelle.<br />

Ihre Arbeit ermöglicht es, Senioren-<br />

Events auf hohem Niveau zu veranstalten.<br />

Ich wünsche allen eine erfolgreiche, gesunde<br />

und verletzungsfreie Saison <strong>2017</strong>.<br />

Uwe Kroedler, Referent der Meisterschaftsklasse und<br />

Verbandsligen der Seniorinnen und Senioren<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

29


TVBB intern<br />

Dr. Joachim Buchta: Jahresbericht Leistungsklassen<br />

Blau-Weiss führt die Race-Wertung an<br />

LK-Saison<br />

Punktbester Verein<br />

im TVBB<br />

LK-Punktesumme der<br />

besten 25 Spieler<br />

Platzierung des Vereins<br />

in Deutschland<br />

2011/2012 TC Lichtenrade Weiß-Gelb 21455 104<br />

2012/2013 TC 1899 Blau-Weiss 25710 56<br />

2013/2014 TC 1899 Blau-Weiss 32855 12<br />

2014/2015 LTTC „Rot-Weiß“ 34235 6<br />

2015/2016 TC 1899 Blau-Weiss 41580 3<br />

Dr. Joachim Buchta<br />

Wie sicher von den meisten bemerkt<br />

wurde, hat sich die Software-<br />

Umstellung für die TVBB-Verbandsspiele<br />

im vergangenen Jahr positiv<br />

bemerkbar gemacht: Die Ergebnisse<br />

und die daraus resultierenden<br />

LK-Punkte sind seither aktuell in<br />

Mybigpoint abrufbar. Ein ähnlicher<br />

Effekt ist künftig zu erwarten, wenn<br />

die in unserem Verbandsgebiet veranstalteten<br />

LK- und Ranglistenturniere<br />

verstärkt über dieses Portal<br />

durchgeführt werden.<br />

Die Anzahl der LK-Turniere hat in der vergangenen<br />

Saison erneut zugenommen und die Spielerinnen<br />

und Spieler im Verbandsgebiet haben<br />

kräftig „gepunktet“, was sich beispielsweise<br />

auch an der „Club-Race“ in „Mybigpoint“ ablesen<br />

lässt (siehe Tabelle). Für diese Berechnung<br />

werden von jedem Verein die erspielten LK-<br />

Punkte der erfolgreichsten 25 Club-Mitglieder<br />

herangezogen und addiert.<br />

Ob sich diese Tendenz in der aktuellen Saison<br />

angesichts der vom DTB für LK-Turniere eingeführten<br />

bzw. für Ranglistenturniere erhöhten<br />

Teilnahmegebühren so fortgesetzt werden<br />

kann, bleibt zumindest abzuwarten.<br />

In der individuellen Wertung konnten sich die<br />

beiden Youngsters Helena Buchwald (GW Lankwitz)<br />

mit 5135 Punkten und Michael Hagen (BW<br />

Berlin) mit 5060 Punkten im Verbandsgebiet an<br />

die Spitze setzen. Herzlichen Glückwunsch!<br />

An dieser Stelle sei noch konkret auf zwei bestehende<br />

Regelungen der Durchführungsbestimmungen<br />

zur Leistungsklassenordnung<br />

hingewiesen, da sie erfahrungsgemäß im Tennis-Alltag<br />

etwas in Vergessenheit geraten:<br />

• z In der aktuellen LK-Saison (bis zum<br />

30.09.<strong>2017</strong>) wird für alle Kinder des Jahrgangs<br />

2007 bei Beantragung einer ID-Nummer<br />

am Folgetag automatisch die LK 23 vergeben<br />

(siehe § 6, Punkt 2), diese LK muss<br />

demnach nicht gesondert beantragt werden.<br />

Für jüngere Kinder kann noch keine LK beantragt<br />

werden. Für alle mit Jahrgang 2006<br />

und älter muss dagegen eine LK beantragt<br />

werden.<br />

• z Gemäß § 8, Punkt 3 kann für Spieler, die mindestens<br />

zwei Jahre kein LK-relevantes Einzel<br />

bestritten haben, auf Antrag ihres Vereins<br />

eine LK-Einstufung erfolgen. Dieser Antrag<br />

wird häufig leider erst zu spät gestellt, nachdem<br />

der betreffende Spieler eine Saison lang<br />

mit der aufgrund des Aussetzens verschlechterten<br />

LK gespielt hat. Daher in diesen Fällen<br />

bitte rechtzeitig vor der namentlichen Meldung<br />

an einen Einstufungsantrag denken!<br />

Wer diese oder andere Regelungen noch einmal<br />

nachlesen möchte: Alle LK-relevanten Dokumente<br />

können auf der TVBB-Homepage unter<br />

den Menüpunkten Service und anschließend<br />

Downloads abgerufen werden.<br />

Für die Saison <strong>2017</strong> wünsche ich allen Spielerinnen<br />

und Spielern spannende und faire Spiele<br />

sowie ein erfolgreiches, vor allem auch verletzungsfreies<br />

Tennisjahr.<br />

Dr. Joachim Buchta, Referent für<br />

Leistungsklassen/Breitensport<br />

Peter Obst: Jahresbericht 2016 Lehre und Ausbildung<br />

Im TVBB sind fast 700 Trainer tätig<br />

Peter Obst<br />

Knapp 200 Teilnehmer/innen besuchten<br />

die Kurse und Veranstaltungen<br />

zur Lehre und Ausbildung des<br />

TVBB im Jahr 2016. In unserer großen<br />

Fortbildungsveranstaltung im<br />

September konnten 130 Trainerinnen<br />

und Trainer ihre C- und B-Lizenz<br />

um drei bzw. vier Jahre verlängern.<br />

Der Mittelpunkt und außergewöhnlicher<br />

Fortbildungsinhalt war der<br />

Besuch des Davis Cup-Doppels im<br />

Steffi Graf-Stadion bei der Relegation<br />

gegen Polen mit allen Trainerinnen<br />

und Trainern der Fortbildung.<br />

Auch im Jahr 2016 stand für das Lehrteam im<br />

Vordergrund, unseren Trainerinnen und Trainern<br />

eine praxisnahe, moderne sowie eine den<br />

vielfältigen Bedürfnissen des Tennisunterrichts<br />

gerechte Fortbildung und Ausbildung zu bieten.<br />

Nicht nur im Leistungsbereich gibt es ständig<br />

Veränderungen und neue Erkenntnisse, auch<br />

Tennis als Freizeitbedürfnis für Seniorinnen und<br />

Senioren, Tennis für Menschen mit Handicaps,<br />

Schultennis, Familientennis und Kindertennis<br />

entwickeln sich permanent weiter und werden<br />

künftig einen noch breiteren Raum im Sportangebot<br />

der Vereine einnehmen.<br />

Erfreulicherweise ist das Interesse an einer fachkundigen<br />

und professionellen Ausbildung zu einem/einer<br />

vom Deutschen Tennisbund (DTB) lizenzierten<br />

Trainer/in ungebrochen. Die C-Lizenz<br />

30<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />

hat die Ausrichtung, das Grundlagentraining im<br />

Verein, speziell im Breitensport, sowie im Jugendbereich<br />

zu organisieren und durchzuführen.<br />

Die B-Lizenz baut auf der C-Lizenz auf und<br />

hat als Schwerpunkt das leistungsorientierte<br />

Grundlagen- und Aufbautraining.<br />

2016 wurden unsere zwei Lehrgangsformen<br />

(eine Form während der Woche und eine zweite<br />

an den Wochenenden) sehr gut besucht. 43<br />

Trainer/innen bestanden die fachliche Prüfung<br />

zur C-Lizenz und 11 zur B-Lizenz. Lehrgangsbeste<br />

bei den B-Trainer/innen war Zorica Zasova<br />

(Grunewald TC) und Lehrgangsbeste bei den<br />

C-Trainer/innen waren Max Blume (TC Grün-<br />

Weiß Lankwitz) und Adrian Engel (TC SCC).<br />

Geprüft wurden die Lehrbefähigung im Einzel-<br />

und Gruppenunterricht sowie die theoretischen<br />

Kenntnisse in einer Klausur. Das Ausstellen<br />

der C-Lizenz ist zusätzlich von der Prüfung<br />

des überfachlichen Teils (durchgeführt vom<br />

Landessportbund Berlin oder Brandenburg) abhängig<br />

und von dem Nachweis der Teilnahme<br />

an einem Erste-Hilfe-Kurs. Erst wenn alle Bestätigungen<br />

vorliegen, kann die Lizenz ausgestellt<br />

und die Fördermittel des LSB für die Jugendarbeit<br />

dem Verein gewährt werden.<br />

Der TVBB hat aktuell 494 C-, 179 B- und 21 A- -<br />

insgesamt also fast 700 - Trainer/innen mit einer<br />

gültigen Lizenz.<br />

Zum „TVBB-Trainer des Jahres 2016“ wurde<br />

Rodrigo Urrutia (TC Lichtenrade) gewählt.<br />

Auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen<br />

Glückwunsch.<br />

Auf unserer großen Fortbildungsveranstaltung<br />

am 17. und 18. September haben 130 Lizenzträger/innen<br />

ihre C- und B-Lizenz um drei bzw.<br />

vier Jahre verlängert. Im Mittelpunkt stand der<br />

Besuch der Davis Cup-Relegationspartie gegen<br />

Polen am Samstag beim LTTC””Rot-Weiß” mit allen<br />

Trainer/innen. Schwerpunkt des Besuches<br />

war die differenzierte Spielanalyse des Doppels.<br />

Am Sonntag wurden dann die Erkenntnisse<br />

mit dem Lehrteam des TVBB unter der Leitung<br />

Die Fortbildungsveranstaltungen für Trainer sind stets gut besucht <br />

von Rüdiger John im Landesleistungszentrum<br />

ausgewertet und anhand praktischer Beispiele<br />

interaktiv umgesetzt.. Weitere Praxisthemen<br />

waren der Beitrag von Britta Laube, die Trainingsschwerpunkte<br />

im Seniorinnentennis vorstellte,<br />

und Michael Noacks Informationen und<br />

Praxisübungen zum Thema „Die Bedeutung der<br />

Stimme im Tennisunterricht“.<br />

In den Theoriebeiträgen befasste sich Roland<br />

Goering mit dem Thema „Das neue Ranglistensystem<br />

TRP“ und Oliver Vogelhuber hielt aus<br />

psychologischer Sicht einen Vortrag über mentale<br />

Stärke.<br />

Die umfangreiche und sehr konstruktive Evaluation<br />

der Teilnehmer/innen im Anschluss unserer<br />

Veranstaltung ergab eine große Zufriedenheit<br />

mit dem straffen Zeitmanagement, dem Besuch<br />

des Davis Cups, verbunden mit konkreten Aufgabenstellungen<br />

und der familiären „TVBB-Atmosphäre“.<br />

Für ihr Lob, die vielen Anregungen<br />

und dem Angebot, mich in meiner kontroversen<br />

Diskussion mit dem DTB bzgl. der Einführung<br />

des Online Campus zu unterstützen, möchte ich<br />

mich ganz herzlich bedanken.<br />

In diesem Zusammenhang möchte ich nicht unerwähnt<br />

lassen, dass ich mich im Namen des<br />

TVBB von Anfang an sehr kritisch gegenüber<br />

der Einführung des Online Campus positioniert<br />

© Laura Obst<br />

und geäußert habe. Leider konnten meine Argumente<br />

nicht rechtzeitig die Mehrzahl der anderen<br />

Landesverbände überzeugen, von dem<br />

Produkt, wie es jetzt eingeführt wird, Abstand<br />

zu nehmen. Ich werde den Prozess kritisch begleiten<br />

und weiter versuchen, ihre Interessen zu<br />

berücksichtigen und zu vertreten.<br />

Abschließend möchte ich mich recht herzlich<br />

bei meinem Lehrteam, besonders bei Barbara<br />

Ritter, Michael Lingner, Jan Sierleja, Karsten<br />

Weigelt und Rüdiger John bedanken, ohne deren<br />

professionelle Arbeit wir die vielfältigen Aufgaben<br />

in der Aus- und Fortbildung nicht bewältigen<br />

könnten. Einen ganz besonderen Dank<br />

möchte ich an Herrn Siegfried Gießler, unseren<br />

Ehrenpräsidenten des TVBB, richten, der über<br />

viele Jahre angehende Trainerinnen und Trainer<br />

über Vereinsorganisation, Satzungen und Ordnungen<br />

sowie Turnierorganisation informierte<br />

und nun seinen Lehrauftrag an Herrn Dr. Klaus-<br />

Peter Walter übergibt.<br />

Liebe Trainerinnen und Trainer, ich wünsche Ihnen<br />

im Namen meiner gesamten Lehrabteilung<br />

eine erfolgreiche Saison <strong>2017</strong> und freue mich,<br />

Sie auf irgendeiner Tennisanlage oder Fortbildungsveranstaltung<br />

zu treffen.<br />

Peter Obst, Referent für Lehrwesen<br />

Angela Luce-Höher: Jahresbericht 2016 Schultennis<br />

Brandenburg wieder nicht dabei<br />

Angela Luce-Höher<br />

Das Bundesfinale „JTFO“ 2016 vom<br />

18.- 21. September zeigte auch im<br />

diesem Jahr eine erfolgreiche Bilanz<br />

für die Berliner Organisatoren<br />

und die Sportler der 31 Schulteams<br />

aus 15 Bundesländern. Im Jahr 2016<br />

haben die Jungen aus Baden-Württemberg<br />

und die Mädchen aus Niedersachsen<br />

das Bundesfinale gewonnen.<br />

Die Spiele fanden zum Teil<br />

auf einem sehr hohen Niveau statt.<br />

Leider ist es auch in diesem Jahr wieder nicht<br />

gelungen, Schulen aus Brandenburg zur Teilnahme<br />

zu motivieren. Im Jahr <strong>2017</strong> werde ich<br />

einen neuen Versuch starten, um eine Veränderung<br />

herbeizuführen.<br />

Perfekte Gastgeber für dieses höchste Turnier<br />

Im Schultennis mit Ranglistenstatus waren wieder<br />

Berliner Tennisvereine: der TC 1899 Blau-<br />

Weiss, der TC Wilmersdorf und der BSC. Die Siegerehrung<br />

beim TC Blau-Weiss wurde vom DTB<br />

– Vizepräsidenten Reiner Beushausen und dem<br />

Präsidenten des TVBB, Dr. Klaus-Peter Walter,<br />

vorgenommen.<br />

Erfreulicherweise konnte Berlin mit der John-<br />

F-Kennedy Schule und der Heinrich-Böll Oberschule<br />

diesmal jeweils eine Jungen - und Mädchenmannschaft<br />

stellen. Die Mädchen belegten<br />

den 16. Platz, die Jungen den 7. Platz. Da beide<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

31


TVBB intern<br />

Kleinfeldturnier der Grundschulen in der John- F.- Kennedy-Schule<br />

© Angela Luce-Höher<br />

der 5. und 6. Klassen statt. Das Herbstturnier gewann<br />

die Mannschaft der Wald-Grundschule.<br />

Ab <strong>2017</strong> werden diese Wettkämpfe beide in der<br />

John-F- Kennedy Schule stattfinden, da die Halle<br />

der Heinrich–Seidel Grundschule nicht mehr<br />

zur Verfügung steht.<br />

Lehrerfortbildung<br />

Die Lehrerfortbildung im Berichtszeitraum war<br />

mit 16 Teilnehmern erfolgreich. Die steigende<br />

Zahl der Meldungen lässt auf wieder größeres<br />

Interesse an Tennis seitens der Lehrer hoffen.<br />

Bei der Fortbildung im Juli <strong>2017</strong> werde ich<br />

auf die Möglichkeit der Teilnahme an den Tennis-<br />

Schulwettkämpfen hinweisen, um die Wettkampfteilnahme<br />

anzukurbeln.<br />

Teams sehr jung sind, können wir von einer Teilnahme<br />

<strong>2017</strong> beider Mannschaften ausgehen.<br />

An dieser Stelle einen besonderen Dank an die<br />

Herren Hartmut Kneiseler und Tobias Fuchs<br />

und alle mitwirkenden Wettkampfleiter, die<br />

auch 2016 eine reibungslose Organisation<br />

gewährleisteten.<br />

Turniere und Schule<br />

An den Rundenspielen für die Landesausscheidungen<br />

in Berlin nahmen wieder 12 Schulen<br />

teil. Hervorzuheben ist die Tatsache, dass in Berlin<br />

noch Wettkämpfe in den Wettkampfklassen I<br />

und II stattfinden, was in vielen Bundesländern<br />

nicht mehr der Fall ist. Für den bundesfinalrelevanten<br />

Wettkampf in der Klasse III, dessen Sieger<br />

beim Bundesfinale spielt, hatten sich 5 Jungenteams<br />

und eins der Mädchen gemeldet.<br />

Für den Jungenbereich ist das ein erfreuliches<br />

Ergebnis. Allerdings wird es immer schwieriger<br />

vollständige Jungen- oder Mädchenmannschaften<br />

mit 4 bzw. 5 Spielern eines Jahrgangs<br />

in einer Schule zu finden. Diese Tatsache erklärt<br />

auch die zunehmende Zahl der Meldungen von<br />

gemischten Teams.<br />

Zusätzlich zu den Rundenspielen fanden wie<br />

im Vorjahr in Berlin im Frühjahr und Herbst die<br />

Kleinfeld-Turniere der Schüler und Schülerinnen<br />

Kooperation Schule-Verein<br />

Hinsichtlich der Kooperation Schule und Verein<br />

hat sich im Jahr 2016 nicht viel verändert.<br />

Die Möglichkeit, leistungs – und breitensportliche<br />

Ziele, wie z. B. bei einem Turnier im Bereich<br />

des JTFO gefordert, durch eine Kooperation von<br />

Schule und Verein umzusetzen, sollte weiterhin<br />

im Fokus der Vereine bleiben und an Stellenwert<br />

gewinnen.<br />

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken,<br />

die durch ihre engagierte Mitarbeit die<br />

Aktivitäten im Schultennis ermöglichen und<br />

fördern.<br />

Angela Luce-Höher, Referentin für Schultennis<br />

Werner Ludwig: Jahresrückblick 2016 Brandenburg-Süd<br />

Drei überregionale Aufsteiger<br />

Werner Ludwig<br />

Mehr als ein ausgeglichenes Wettkampfjahr<br />

hätte den Tennisspielern<br />

der Region Süd des TVBB mit Sicherheit<br />

mehr Freude bereitet. Dennoch:<br />

Drei Aufsteiger in den überregionalen<br />

Spielklassen zählen zu<br />

den positiven Ergebnissen im 25.<br />

Jahr des gemeinsamen Wettkampfbetriebs<br />

zwischen Berlin, Potsdam,<br />

Frankfurt/Oder und Cottbus.<br />

Von den 87 an den Verbandsspielen beteiligten<br />

Mannschaften kämpften 2016 immerhin 22 aus<br />

Süd-Brandenburg gegen die spielstarke Berliner<br />

Konkurrenz mit beachtlichen Ergebnissen.<br />

Besonders erwähnenswert ist der Gruppensieg<br />

der Vetschauer Damen 30 in der Verbandsliga<br />

denen dieser Husarenstreich gegen ausschließlich<br />

Berliner Teams ohne ihre standesgemäße<br />

Nummer eins, die verletzte Sabine Kleindienst,<br />

gelang. Den gleichen Erfolg verbuchten die<br />

Damen 50 vom TV Elsterwerda mit dem Aufstieg<br />

zur Verbands-Oberliga. Punktgleich mit<br />

dem Grunewald TC mussten sich die Damen 30<br />

vom Luckenwalder TC mit dem Vizemeister-Titel<br />

begnügen.<br />

Die Damen 60 von der Spielgemeinschaft Elsterwerda-Sielow<br />

schafften sogar den Klassenerhalt<br />

in der Meisterklasse ohne ihre Spitzenspielerin<br />

Marion Wolf, die durch Krankheit komplett<br />

ausfiel.<br />

Bei den Herren steigen die Senioren 40 des TC<br />

Frankfurt/Oder von der Verbands- in die Verbandsoberliga<br />

auf. Die Herren 60 und 65 von<br />

Elsterwerda müssen jeweils mit dem zweiten<br />

Platz in der Verbandsoberliga hinter dem TC<br />

Blau-Weiss 1899 bzw. TC Lichterfelde 77 leben.<br />

Mit der „Roten Laterne“ wechselten die Herren<br />

vom SV Großräschen, die Herren 40 vom TC Jüterbog<br />

und die Herren 55 vom LTC Cottbus ins<br />

neue Jahr und kämpfen <strong>2017</strong> eine Klasse tiefer<br />

in der Region Brandenburg-Süd um Punkte.<br />

In der Bezirksoberliga verteidigten die Damen<br />

von der SG Einheit Spremberg um wiederholten<br />

Male ihren Titel vor dem Herzberger TC Grün-<br />

Weiß und dem TC Jüterbog.<br />

Bei den Herren fing die Spielgemeinschaft Forst<br />

im entscheidenden Match den TV Dahme-<br />

Spreewald Königs Wusterhausen hauchdünn<br />

punktgleich mit 3:3 auf der Zielgeraden ab. Damit<br />

steigen die Männer von der Neiße in die<br />

Verbandsliga auf. In den Einzel-Konkurrenzen<br />

machten sich die Damen der Region besonders<br />

rar. Nach dem kompletten Ausfall der Damenmannschaft<br />

vom LTC Cottbus glänzten auch die<br />

Damen anderer Vereine durch Desinteresse -<br />

keine Meldungen für die regionalen Titelkämpfe<br />

in Lübben und Luckenwalde.<br />

Regionalmeister der Herren wurde Jan Pirnack<br />

nach einem sehenswerten, hart umkämpften<br />

Finale gegen seinen Vereinskameraden Tristan<br />

Rother vom TV 1861 Forst. Platz drei teilten sich<br />

Vater und Sohn, Andy und Tamino Gerth (TV<br />

Dahme-Spreewald). In Elsterwerda kämpften<br />

34 Damen und Herren um die Regionalmeister-<br />

32<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Jahreshauptversammlung <strong>2017</strong><br />

Erfolgreich gegen Berliner Mannschaften: die Verbandsliga-Damen 30 aus Vetschau mit Ute Arend (li), Astrid<br />

Ruthke, Carola Schmidt, Susi Donath,vorn: Sandra Ewert, Susi Beyer und Silvana Biagini. © Werner Ludwig<br />

Titel der Senioren. Antje Klötzer wiederholte ihren<br />

Vorjahreserfolg in der Altersklasse 30/40 vor<br />

Anke Szymanski, Birgit Reißner (alle LTC Cottbus)<br />

und Susi Donath (Blau Weiß Guben). Birgit<br />

Schneiderhahn bleibt die ungekrönte Königin in<br />

der AK 50 vor Gudrun Babinsky (beide TV Elsterwerda)<br />

und Simone Wilhelm (Luckenwalde).<br />

Jens Pohle, Jung-Senior vom SV Großräschen,<br />

wurde Sieger in der AK 40 vor Jens Kreuzenbeck<br />

(Jüterbog) und Björn Pintaske (TC Frankfurt/<br />

Oder). Ohne größere Gegenwehr errang Martin<br />

Baldzer (Großräschen) den Titel in der AK 50<br />

vor Axel Böttger (Elsterwerda) und Pedro Förster<br />

(Herzberg). Frieder Andrich (TC Frankfurt/O.)<br />

wurde erneut Meister der “Oldies” in der AK 65<br />

vor Dieter Anders (Elsterwerda) und Erhard Wolf<br />

(SG Sielow)<br />

Mit Erfolgen der Lausitzer Teilnehmer beim VW-<br />

Cup in Luckenwalde, dem Lausitz-Cup in Forst<br />

und dem Herbst-Turnier in Guben rundeten die<br />

Tennisspieler des südlichen Verbandsgebiets<br />

das Wettkampfjahr 2016 ab.<br />

Werner Ludwig, Bezirkssportwart<br />

Brandenburg (bis November 2016)<br />

Tennisbezirk Brandenburg<br />

Ben-Ulf Hohbein erneut Bezirksvorsitzender<br />

Ben-Ulf Hohbein<br />

Am 27. November fand in der TVBB-<br />

Geschäftsstelle die Bezirksversammlung<br />

Brandenburg mit der<br />

Wahl des Bezirksvorstandes statt.<br />

Das Protokoll.<br />

Teilnehmer: 12 Vereine mit 14 Personen, TVBB-<br />

Präsident Dr. Walter, TVBB-Geschäftsführer Herr<br />

Rewicki und für den Bezirksvorstand Herr Stippa,<br />

Herr Dlugaiczyk, Herr Ludwig, Herr Hohbein.<br />

Nach der Begrüßung berichteten die Vorstandsmitglieder<br />

über die zurückliegende Wahlperiode<br />

2015/2016.<br />

Der Vorsitzende Ben-Ulf Hohbein bemängelte<br />

die geringen Teilnehmerzahlen aus Brandenburg<br />

bei den Jahreshaupt-, Sportwarte- und Jugendwarteversammlungen.<br />

Ebenso, dass nur<br />

13 Vereine die Statistikmeldung per 1.Juni 2016<br />

abgegeben haben, ist nicht akzeptabel. Deshalb<br />

wird er anregen, für Versäumnisse der Vereine<br />

diesbezüglich empfindliche Sanktionen einzuführen.<br />

Beide Sportwarte und der Jugendwart<br />

berichten über die Punktspielsaison und die Regionalmeisterschaften<br />

und beklagen bei letzteren<br />

rückläufige Teilnehmerzahlen, die dann sogar<br />

Ausfälle nach sich zogen. Dies sei u. a. auch<br />

dem fehlenden Informationsfluss innerhalb der<br />

Vereine geschuldet.<br />

Im Anschluss daran gab es in der Diskussion von<br />

Seiten der Vereinsvertreter diverse Anregungen<br />

und Hinweise:<br />

• z Urkunden für die Mannschaftsmeister (Nord)<br />

• z Schlechte Nachwuchsarbeit in den Vereinen<br />

mit Unterstützung des Verbands verbessern,<br />

hier speziell Trainer bzw. die Einrichtung von<br />

Stützpunkten. Ein Konzept dafür wurde vom<br />

Tennisbezirk Brandenburg-Nord übergeben.<br />

• z Trotz der Betreuung von ca. 2 000 Kindern<br />

„beim Schultennis“ in Elsterwerda treten keine<br />

Kinder in den Verein ein, es wird eine offizielle<br />

Veranstaltung durch den Verband (TVBB oder<br />

DTB) angeregt.<br />

• z Die Hauptveranstaltung „Deutschland spielt<br />

Tennis“ <strong>2017</strong> im Verband soll in Elsterwerda<br />

stattfinden.<br />

• z Da viele Vereinsfunktionäre ohne Initiative<br />

agieren, wird ein Workshop zur Vereinsarbeit<br />

angeregt.<br />

• z Die Qualität der Trainer ist immens wichtig<br />

für erfolgreiche Nachwuchsarbeit.<br />

Da es keine Anträge auf Ehrungen gab, wurde<br />

dem alten Vorstand von allen 13 anwesenden<br />

Stimmen Entlastung erteilt. Die Wahl des Bezirksvorsitzenden<br />

wurde von Herrn Felix Rewicki<br />

geleitet. Herr Hohbein wurde mit einer Gegenstimme<br />

gewählt.<br />

Danach übernahm der Vorsitzende den weiteren<br />

Wahlablauf. Als Sportwart kandidierten Herr<br />

Ludwig und Herr Lindner. In einer geheimen Abstimmung<br />

gab es 7 Stimmen für Herrn Lindner<br />

und 6 für Herrn Ludwig. Da dieser nach 26 Jahren<br />

aus dem Bezirksvorstand ausscheidet, wird<br />

die Ehrenmitgliedschaft im Verband für ihn<br />

beantragt.<br />

Zum stellvertretenden Sportwart wurde einstimmig<br />

Herr Stippa gewählt.<br />

Von Herrn Rodig lag schriftlich die Bereitschaft<br />

zur Kandidatur zum stellvertretenden Vorsitzenden<br />

vor. Er wurde bei einer Enthaltung und einer<br />

Gegenstimme gewählt.<br />

Herr Dlugaiczyk wurde mit einer Enthaltung<br />

zum stellvertretenden Jugendwart gewählt.<br />

Für die Position des Jugendwartes gab es keinen<br />

Kandidaten. Der Bezirksvorstand hat inzwischen<br />

Andy Gerth als Jugendwart kooptiert.<br />

Zum Abschluss der Versammlung bedankte<br />

sich der Bezirksvorsitzende beim Präsidenten<br />

des TVBB, Herrn Dr. Walter, ebenso beim Geschäftsführer<br />

Herrn Rewicki für die konstruktive<br />

Zusammenarbeit mit dem Präsidium und der<br />

Geschäftsstelle.<br />

Ben-Ulf Hohbein, Bezirksvorsitzender Brandenburg<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

33


Tennis national<br />

Nicole Thron ist nicht nur Managerin des TC SCC, sondern auch erfolgreiche<br />

Spielerin: Sieg bei den Damen 35<br />

Finalisten Herren 75: rechts Sieger Fredi Kuhl (LTTC “Rot-Weiß”) und links<br />

Ralf Bruse (TC Schwarz-Gold)<br />

TC SportForum Bernau: 1. ITF Berlin Indoor Senior Open (Grade 5)<br />

Die Premiere macht Mut: Yes, we can!<br />

Fast 100 Senioren und Seniorinnen<br />

hatten bei den 1. Berlin Indoor<br />

Senior Open (28. November bis 4.<br />

Dezember) im Sportforum Bernau<br />

erstmals in unserem Verbandsgebiet<br />

die Chance, Weltranglistenpunkte<br />

zu erkämpfen. An den Start<br />

ging bei der Premiere ein interessantes<br />

Feld aus TVBB-Spielern,<br />

deutscher Klasse und Spielern u.a.<br />

aus Schweden, Polen, Dänemark,<br />

Litauen, Österreich. Die Herrenkonkurrenzen<br />

bestimmten das Geschehen,<br />

die Damen hielten sich dieses<br />

Mal noch zurück.<br />

Die Idee für ein solches Turnier in der 40 000-Einwohnerstadt<br />

Bernau vor den Toren der Hauptstadt<br />

hatte der im badischen Singen beheimatete<br />

Turnierchef Wolfram Schmidle, erfolgreicher<br />

Spieler, Trainer und Organisator, der u.a. die traditionsreichen<br />

Hinterzartener "Rothaus-Open"<br />

zu einem ITF-Grade1-Turnier führte. Ein Badener<br />

schiebt das Tennis in Berlin-Brandenburg an,<br />

wie das? Das ist leicht erklärt: Der heute 69 Jahre<br />

alte Schmidle, bis 1979 vielseitig interessierter<br />

Sportlehrer in Neustadt, kam 1998 nach Bernau,<br />

wo er im neu entstandenen SportForum<br />

ein Tennis-Leistungszentrum in Zusammenarbeit<br />

mit dem TTC Bernau aufbaute. Bernau, wo<br />

der Maultaschen-Liebhaber auch wohnte, blieb<br />

selbst nach Schmidle's Abkehr gen Süden so etwas<br />

wie sein zweites Zuhause mit vielen Freunden<br />

und Bekannten. Schon seit mehreren Jahren<br />

gibt es in Bernau auch in der Sommersaison<br />

von Schmidle verantwortete Turniere.<br />

Sicherte sich den Siegerpokal bei den Herren 50:<br />

Thomas Brian (Grunewald TC)<br />

Das kann was werden!<br />

Die Macher und Organisatoren der 1. ITF Berlin<br />

Indoor Senior Open boten ein 6-Tage-Programm<br />

mit neun Einzel- und zwei Doppel-Wettbewerben.<br />

50 „Volunteers“ hatten sich helfend<br />

in die Organisation eingebracht. „Ich glaube an<br />

die Stärke und das Potenzial von Manpower, das<br />

hier in Bernau sind alles gute Leute, mit denen<br />

man was bewegen kann“, so Schmidle. Das Gros<br />

der Teilnehmer kam aus Berlin und dem unmittelbaren<br />

TVBB-Umfeld.<br />

In sechs der neun Einzelkonkurrenzen kamen<br />

die Sieger aus Hauptstadtklubs, zweimal tauchte<br />

darunter der Name Thron auf: Nicole und Jens<br />

Thron (beide TC SCC) holten sich die Turniersiege<br />

bei den Damen 35 und den Herren 45, wobei<br />

vor allem letzterer beim 6:2, 6:2 gegen Oliver<br />

Scheerer (TC Schwarzenbek) eine souveräne<br />

Vorstellung ablieferte.. „Ich habe für Bernau gemeldet,<br />

weil es Wolfram organisiert hat, den<br />

ich seit langem kenne und weiß, dass er Super-<br />

Events auf die Beine stellt“, sagte Thron nach<br />

dem Match. So sei es auch diesmal bei den Senior<br />

Open gewesen. „Da merkt man, hier ist einer<br />

34<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Tennis national<br />

Turnierchef und zweifacher Sieger: Wolfgang Schmidle<br />

Siegte als einziger Ausländer: Michael Lindskog aus Schweden<br />

Die Finals im Überblick<br />

W35 Nicole Thron (TC SCC) - Katinka Trabandt (TC SCC) 6:4, 7:5<br />

W60 Ute Mattausch (TV Strausberg) Round Robin<br />

M35 Michael Linskog (SWE) - Stefan Nicolaus (Grunewald TC) 6:2, 6:3<br />

M45 Jens Thron (TC SCC) - Oliver Scheerer (TC Schwarzenbek) 6:2, 6:2<br />

M50 Thomas Brian (Grunewald TC) - Ralf Türck (Cannstatter TC) 6:4, 6:4<br />

M55 Karl Konofsky (TC Hof) - Ralph Lißner (TC 1899 Blau-Weiss) 6:4, 6:4<br />

M60 Adrian Nautsch (SV Berliner Bären) - Dirk Oellers (TC St. Mauritz) 6:4, 6:2<br />

M65 Wolfram Schmidle (TC Singen) - Bernhard Nothnagel (TC Berolina Biesdorf) 6:1, 6:3<br />

M75 Fredi Kuhl (LTTC "Rot-Weiß") - Ralf Bruse (TC Schwarz-Gold Berlin) 6:3, 3:0 ret.<br />

MD35 Scheerer/Schmidle - Urs Ganter / Thomas Riehl (beide TTC Bernau) 6:1, 6:2<br />

XD35 Nadia Liebe (SV Berliner Bären) / Christian Stein (TC Blau-Weiß Britz) -<br />

Sibylle Beu (TTC Bernau) / Konofsky<br />

7:5, 2:6, 10:1<br />

zugange, der sich auskennt. Das war sehr familiär<br />

und freundschaftlich, hat einfach richtig Spaß<br />

gemacht."<br />

Zweimal in der Siegerliste stand – wie bereits<br />

genannt - auch der Name von Turnierchef Wolfram<br />

Schmidle, der im Herren 65 Einzel Bernhard<br />

Nothnagel (TC Berolina Biesdorf) beim 6:1, 6:3<br />

ebenso kein Chance ließ, wie das Generationen-<br />

Doppel Schmidle/Oliver Scheerer den Lokalmatadoren<br />

Urs Ganter/Thomas Riehl (6:1, 6:2).<br />

Zu erwähnen ist auf jeden Fall auch der einzige<br />

Ausländersieg bei den Open, den sich bei<br />

den 35-er Herren der dunkelhäutige Michael<br />

Lindskog (SWE) mit 6:2, 6:3 gegen Stefan Nicolaus<br />

vom Grunewald TC holte, den er beharrlich<br />

auf seiner schwächere Rückhandseite anspielte.<br />

Neben Lindskogs Turniersieg gab es immerhin<br />

noch drei dritte Platze für internationale Teilnehmer<br />

durch den Dänen Morten Palm (H35),<br />

den Österreicher Otto Ramsenthaler (H55) und<br />

den Argentinier Jorge Binia (HD35).<br />

Resumee<br />

Wolfram Schmidle, der als Forever Young-Perpetuum<br />

Mobile mit Energie und ansteckender<br />

Motivation erfolgreich Tennisevents organisiert,<br />

zog gegenüber <strong>matchball</strong> „ein grundsätzlich<br />

positives Fazit“ des Turniers und nahm dazu<br />

eine Anleihe beim früheren US-Präsidenten<br />

Barack Obama: „Wir müssen uns sicher noch in<br />

vielen Dingen verbessern, aber wir haben gezeigt:<br />

Yes, we can!" Zwar erlaubte das Meldeergebnis<br />

nicht alle die ausgeschriebenen 33 Konkurrenzen,<br />

aber „mit 92 Meldungen haben wir<br />

eine zufriedenstellende Resonanz erzielt." "Die<br />

Meinungen der Teilnehmer seien fast durchweg<br />

positiv, das Turnier sei gut gelaufen“, attestierte<br />

Markus Thulmann (42), Kompagnon von<br />

Schmidle als Open-Chef, beim TC SportForum<br />

Bernau seit 1998 voll dabei. Auch sportlich hätten<br />

die Open „fürs erste Mal im Vergleich zu anderen<br />

Veranstaltungen eine gute Quantität“ gehabt,<br />

wogegen es in der Qualität „sicher noch<br />

Luft nach oben gibt“. Mit fünf Aktiven aus den<br />

Top 100 der Weltrangliste ihrer Altersklassen sei<br />

die Premiere dennoch respektabel gewesen.<br />

Doch Schmidle ist sich sicher, „dass mit jeder<br />

weiteren Auflage andere und bessere Leute dabei<br />

sein werden“.<br />

Das relativ wenig publikumsfreundliche Sportforum<br />

mit seinen vier nebeneinander liegenden<br />

Spielfeldern focht Wolfram Schmidle wenig<br />

an. „Wir können davon ausgehen, dass man<br />

uns bei den Open nicht die Bude einrennt. Wir<br />

organisieren das Event in allererster Linie für die<br />

Aktiven, die sich wohl fühlen und Spaß haben<br />

sollen.<br />

Diesem Anspruch wurden die 1. ITF Berlin Senior<br />

Open auch mit dem Rahmenprogramm vollauf<br />

gerecht. Die offizielle Turniereröffnung fand<br />

im Restaurant Amici am Berliner Gendarmenmarkt<br />

mit anschließendem Besuch des an dieser<br />

Stätte besonders heimeligen Weihnachtsmarkts<br />

statt, die Players Night unter dem Motto „Ganz<br />

viel Glanz und Gans“ in der Turnier-Wochenmitte<br />

im Restaurant Casa Vicina in Bernau. Herz,<br />

was willste mehr? Man darf sich schon mal vorsichtig<br />

auf die 2. Senior Open freuen …<br />

Klaus Weise<br />

Fotos: Andreas Springer<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

35


Tennis national<br />

Rudolf Molleker (LTTC “Rot-Weiß) erreichte bei der inoffiziellen Juniorenweltmeisterschaft in Florida das Viertelfinale © Claudio Gärtner<br />

ITF, Florida: Metropolia Orange Bowl International Tennis Championships (Grade A)<br />

Rudi Molleker unter den besten acht,<br />

Kecmanovic gewinnt erneut<br />

Der 17-jährige Serbe Miomir Kecmanovic hat zum zweiten Mal in Folge die<br />

U18-Konkurrenz beim prestigeträchtigen Orange Bowl in Plantation/Florida<br />

(5. bis 11. Dezember) gewonnen. Kecmanovic gab in sechs Matches keinen<br />

Satz und insgesamt nur 23 Spiele ab. Im Finale besiegte er den Chinesen<br />

Yibing Wu mit 6:3, 6:1. Kecmanovic, derzeit die Nummer eins bei den<br />

Junioren, ist erst der dritte Spieler in der 70-jährigen Orange-Bowl-Geschichte,<br />

der den Titel in der U18-Konkurrenz verteidigen konnte. Auch der<br />

jahrgangsjüngere Rudi Molleker überzeugte. Er unterlag aber im Viertelfinale<br />

dem späteren Champion.<br />

Kecmanovic hatte eine Woche zuvor auch die<br />

Eddie Herr International Junior Championships<br />

gewonnen und damit das Double geschafft. Das<br />

war bereits Andy Roddick (1999) und Dominic<br />

Thiem (2013)gelungen. Bei den U18-Juniorinnen<br />

wurde die 16-jährige Slowenin Kaja Juvan<br />

Orange Bowl-Siegerin. Im Finale setzte sie sich<br />

gegen die topgesetzte Russin Anastasia Potapova<br />

mit 6:1, 6:4 durch.<br />

Für den erst 16-jährigen Molleker war das Turnier<br />

in Plantation der Höhepunkt einer vierwöchigen<br />

Trainings- und Wettkampfreise nach Mexiko<br />

und in die USA.<br />

Rudi startete gut in dieses wichtige Turnier. Als<br />

Nummer elf der Setzliste besiegte er in einem<br />

64-er Feld zuerst Sean Sculley (USA, 3:6, 6:2,<br />

6:3), in Runde zwei Vlad Andrei Dancu (ROU, 4:6,<br />

6:3, 6:4 ). Dritter Gegner war Sergio Luis Hernandez<br />

Ramirez (COL, 6:2, 6:3 ). Im Viertelfinale<br />

kam dann für Molleker das Turnier-Aus. Er muss-<br />

36<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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te sich dem topgesetzten Miomir Kecmanovic<br />

(SRB) mit 2:6, 5:7 - nach großem Kampf im zweiten<br />

Satz - geschlagen geben.<br />

Molleker trainiert wieder in Berlin<br />

Seit seiner Rückkehr aus den USA trainiert Rudi<br />

Molleker nicht mehr bei Bundestrainer Michael<br />

Kohlmann im DTB-Leistungszentrum Oberhaching,<br />

wo er seit April 2016 betreut wurde. Er ist<br />

zu seiner Familie und seinem alten Trainer Benjamin<br />

Thiele zurückgekehrt, der ihn seit seinem<br />

sechsten Lebensjahr coachte. Unterstützt wird<br />

Thiele nach eigenen Aussagen von Rudis Vater<br />

Roman Molleker.<br />

Benjamin Thiele: “Nach Analyse der Saison 2016,<br />

deren Höhepunkte die Siege von Rudi bei den<br />

ITF U18-Turnieren in Offenbach und Pilsen sowie<br />

das Halbfinale beim Herren-Future in Ismaning<br />

waren, stellten wir fest, dass es trotz der sehr guten<br />

Bedingungen in Oberhaching und der guten<br />

Kooperation differierende Auffassungen<br />

gab, die einer Fortsetzung der Zusammenarbeit<br />

im Wege standen. Deshalb wurde entschieden,<br />

bei Training und Wettkampfbetreung getrennte<br />

Wege zu gehen. “Rudi ist mit seinen jetzt 16 Jahren<br />

ein Riesentalent, er hat unglaubliche Qualitäten.<br />

Aber es ist noch ein langer Weg bis ganz<br />

nach oben und er muss hart an sich arbeiten. Ich<br />

denke, dass er ein gutes Team um sich herum<br />

hat und das auch schaffen wird“, meinte Kohlmann<br />

dazu. Und DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard<br />

betonte: “Der DTB wird Rudi Molleker auch<br />

in Zukunft tatkräftig unterstützen.”<br />

Coach Benjamin Thiele blickt indes nach vorn<br />

auf die neue Saison. Er hat klare Ziele: “Primär<br />

wollen wir Rudis Spiel weiter entwickeln, es<br />

variantenreicher und weniger ausrechenbar<br />

machen. Es soll um neue, offensive Spielzüge<br />

bereichert und dabei gleichzeitig das Defensivverhalten<br />

verbessert werden.”<br />

Auf diese Weise will Molleker bei den Junioren-<br />

Grand Slams in Paris, London und New York erfolgreicher<br />

als bisher abschneiden. Weit oben<br />

auf der Prioritätenliste steht für ihn auch ein<br />

Sieg bei den Allianz Kundler German Juniors<br />

beim LTTC “Rot-Weiß”. Dort schied Rudi 2016<br />

im Halbfinale gegen den späteren Sieger Daniel<br />

Altmaier, seinem künftigen Mannschaftskameraden<br />

im 2. Bundesliga-Team des Traditionsclubs<br />

an der Hundekehle, aus.<br />

Auch mehr Herren-Turniere will Molleker spielen.<br />

“Er soll einen Sprung im ATP-Ranking machen,<br />

sich unter den besten 700 Spielern etablieren”,<br />

so Thiele. Ende 2016 stand Rudi auf<br />

Position 25 im ITF U18-Ranking und auf Position<br />

1 056 der ATP-Weltrangliste.<br />

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37


Tennis national<br />

Meister Lukas Rüpke (Club Zur Vahr) und Finalist Arnd Weyhausen (TV Süd<br />

Bremen)<br />

Siegerin Caroline Schmidt (Rot-Weiß Wahlstedt(l.)) und Finalistin Shaline-Doreen<br />

Pipa (HTV Hannover)<br />

Kiel-Wellsee (SLH): Norddeutsche Meisterschaften 2016 für Damen und Herren (A4)<br />

TVBB geht leer aus<br />

Nach dem sehr erfolgreichen Abschneiden<br />

der TVBB-Vertreter im<br />

Vorjahr mit einem Meistertitel im<br />

Einzel durch Friedrich Klasen und<br />

zwei Vizemeisterschaften in den<br />

Doppeln wurden 2016 von den Berlinern<br />

kleinere Brötchen gebacken.<br />

Nur Anica Stabel (LTTC „Rot-Weiß“)<br />

schaffte es in den Einzel-Konkurrenzen<br />

bis ins Halbfinale.<br />

An dem erstklassig besetzten Einladungsturnier<br />

(4. bis 6. November) mit einem Preisgeld<br />

von insgesamt 9 000 Euro nahmen Aktive aus<br />

sechs DTB-Landesverbänden teil. Wie in jedem<br />

Jahr konnten sich die Felder von jeweils 32 Damen<br />

und Herren sehen lassen. Elf Damen waren<br />

unter den Top 100 der deutschen Rangliste platziert,<br />

bei den Herren fünf.<br />

Der TVBB schickte drei Damen ins Titelrennen:<br />

Franziska Sziedat (DR 57, TC 1899 Blau-Weiss),<br />

Linda Fritschken (DR 60, TC SCC) und Anica Stabel<br />

(DR 68, LTTC „Rot-Weiß“); die in dieser Reihenfolge<br />

an den Positionen 5, 6 und 7 gesetzt<br />

waren. Mit ihnen war das TVBB-Kontingent von<br />

sechs Teilnehmerinnen nicht ausgeschöpft.<br />

Bei den Herren schlugen Titelverteidiger Friedrich<br />

Klasen (Nr. 5, DR 92, TC 1899 Blau-Weiss),<br />

Robert Strombach (DR 137, LTTC „Rot-Weiß“),<br />

Jesper Tull Freimuth (DR 142) und Felix Dippner<br />

(DR 335, beide TC 1899 Blau-Weiss), Nino Ehrenschneider<br />

(DR 338, LTTC „Rot-Weiß“) sowie Philipp<br />

Eberhard (DR 460, TC 1899 Blau-Weiss) auf.<br />

Wenig Losglück für TVBB-Damen<br />

Im Vorjahr hatte bei den Damen ein TVBB-Quartett<br />

die erste Runde überstanden. 2016 war für<br />

zwei von drei Starterinnen da das Turnier schon<br />

beendet. Sziedat verlor gegen Merle Herold<br />

(NTV) nach ausgeglichenem ersten Satz mit 6:7,<br />

3:6. Auch Linda Fritschken, im Vorjahr noch im<br />

Viertelfinale, unterlag Laura Bente (DR 92,NTV)<br />

nach souverän gewonnenem ersten Satz trotz<br />

großen Kampfes nach fast drei Stunden mit 6:2,<br />

6:7, 4:6. Dabei hatte sie den Sieg schon vor Augen:<br />

Denn im zweiten Satz hatte sie bei einer<br />

3:1-Führung das Match zunächst unter Kontrolle<br />

und auch im dritten Durchgang lag sie mit 3:0<br />

vorn. „Aber dann hat Laura Bente sehr stark gespielt<br />

und vor allem sehr, sehr gut aufgeschlagen.<br />

Es war ein super Match von uns beiden“,<br />

sagte Fritschken trotz der Niederlage.<br />

Nur Anica Stabel hielt die TVBB-Fahne noch<br />

hoch. In ihrem Zweitrunden-Match hatte sie<br />

wenig Mühe mit Frederike Putthoff (DR 234,<br />

NWE) - klarer 6:3, 6:0-Erfolg. Im Viertelfinale<br />

traf die Rot-Weiße dann auf die Topgesetzte<br />

Janna Hildebrand (DR 35, HAM), Der erste Satz<br />

entwickelte sich zu einer Partie auf Augenhöhe,<br />

in dem beide Spielerinnen jeweils ihren Aufschlag<br />

durch brachten, so dass der Tie-Break<br />

die Entscheidung bringen musste. Stabel bewies<br />

Nervenstärke und gewann so den ersten<br />

Durchgang verdient. Im zweiten Satz behielt die<br />

Berlinerin ihr konstantes Spiel bei, machte vor<br />

allem wenig Fehler. Sie brachte das Match souverän<br />

mit 6:3 nach Hause.<br />

Im Halbfinale traf Stabel auf Shaline-Doreen<br />

Pipa (Nr. 3, DR 48, NTV). Die Hannoveranerin<br />

nahm von Anfang an die Zügel in die Hand und<br />

schaffte es mit ihrem druckvollen, aggressiven<br />

Grundlinienspiel, die Berlinerin immer wieder<br />

unter Druck zu setzen. Mit einem 6:1, 6:4 zog sie<br />

ins Finale ein. Dennoch war das Erreichen des<br />

Halbfinals ein schöner Erfolg für Anica Stabel.<br />

Traum von der Titelverteidigung<br />

platzt im Viertelfinale<br />

Bei den Herren scheiterten Robert Strombach,<br />

Philipp Eberhard, Nino Ehrenschneider und<br />

Jesper Tull Freimuth schon in der ersten Runde.<br />

Friedrich Klasen setzte sich zum Auftakt gegen<br />

Tom Eisenzapf (DR 81,HAM) mit 6:3, 6:4 durch.<br />

Auch Klasens Vereinskamerad Felix Dippner<br />

überstand seine Erstrundenpartie gegen Bastien<br />

Presuhn (DR 267, NTV) mit 7:6, 6:2.<br />

Am zweiten Tag musste Dippner die Überlegenheit<br />

des an Nummer vier gesetzten und späteren<br />

Turniersiegers Lukas Rüpke vom Club Zur<br />

Vahr anerkennen und sich mit 3:6, 0:6 geschlagen<br />

geben. Friedrich Klasen setzte sich in einem<br />

wahren Kraftakt gegen Daniel Leßke (HAM)<br />

mit 5:7, 7:6, 6:2 durch. Die körperlichen Strapazen<br />

rächten sich dann in der Viertelfinalpartie.<br />

Hier unterlag Klasen dem Topgesetzten George<br />

von Massow (DR 36, SLH) klar mit 3:6, 1:6 - der<br />

Traum von der Titelverteidigung des Blau-Weissen<br />

war zu Ende.<br />

In der mit acht Paaren besetzten Doppel-Konkurrenz<br />

der Damen scheiterten Sziedat/Fritschken<br />

(Nr. 2) im Halbfinale an Vinja Lehmann/Helene<br />

Grimm (HAM) mit 1:6, 0:6.<br />

Liv Schreiber<br />

Fotos: Ulrich Lhotzki-Knebusch<br />

Die Finals im Überblick<br />

Einzel<br />

Caroline Schmidt (RW Wahlstedt) - Shaline-Doreen Pipa (HTV Hannover)<br />

Lukas Rüpke (Club Zur Vahr) - Arnd Weyhausen (TV Süd Bremen)<br />

Doppel<br />

Janna Hildebrand (THC von Horn und Hamm)/Caroline Schmidt (RW Wahlstedt) - Vinja Lehmann/Helene Grimm (Der Club an der Alster)<br />

Dominik Bartels/Florian Barth ( Suchsdorfer SV) - George v. Massow/Tomas Charlos (RW Wahlstedt)<br />

3:6, 6:2, 6:3<br />

7:6. 6:4<br />

6:2, 6:3<br />

6:7, 6:4, 11:9<br />

38<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Tennis national<br />

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39<br />

Unbenannt-4 1 16.06.14 16:03


Tennis national<br />

Neue Ostdeutsche Hallenmeisterin: Adelina Krüger (LTTC “Rot-Weiß”)<br />

Jesper Tull Freimuth (TC 1899 Blau-Weiss) schaffte es ins Halbfinale<br />

Dresden: Offene Ostdeutsche Hallenmeisterschaften<br />

Adelina Krüger gewinnt Berliner Finale<br />

Die vom 18. bis 21. November in<br />

der Vier-Feld-Halle von Dresden-<br />

Pappritz zum dritten Mal ausgetragenen<br />

Offenen Ostdeutschen Hallenmeisterschaften<br />

der Damen und<br />

Herren endeten mit einem tollen<br />

Erfolg für die Berliner Streitmacht.<br />

Die brachte eine volle Medaillensammlung<br />

mit dem Titelgewinn<br />

der 16-jährigen Adelina Krüger (LT-<br />

TC “Rot-Weiß”), dem zweiten Platz<br />

der gleichaltrigen Franziska Sziedat<br />

und dem dritten Rang des 18-jährigen<br />

Jesper Tull Freimuth (beide TC<br />

1899 Blau-Weiss) mit nach Hause.<br />

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Dieses Abschneiden ist vor allem deshalb so<br />

bemerkenswert, weil sich an den offen ausgeschriebenen<br />

Titelkämpfen unter den insgesamt<br />

48 Teilnehmern (16 Damen, 32 Herren) 13 Spielerinnen<br />

und 18 Spieler aus ganz Deutschland<br />

befanden, die in der Deutschen Rangliste geführt<br />

werden.<br />

Im Damen-Einzel mit vier Spielerinnen aus<br />

den deutschen Top 100 machten dabei zwei<br />

noch sehr junge Berlinerinnen das Ende unter<br />

sich aus. Dabei erkämpfte sich - für alle überraschend<br />

- nicht die an Nummer eins gesetzte<br />

Franziska Sziedat (DR 57) sondern Adelina Krüger<br />

den Titel.<br />

Sie verdiente sich diesen Erfolg schon deshalb,<br />

weil sie sich als Nummer 247 der zum Zeitpunkt<br />

der Ostdeutschen Meisterschaften aktuellen<br />

deutschen Rangliste nach klaren Siegen gegen<br />

die knapp hinter ihr stehende Luise Sachs (DR<br />

268, Leipziger SC 1901) mit 6:4, 6:1 und Leony<br />

Deutschmann (DR 437, TC Orange-Weiß Friedrichshagen)<br />

mit 6:2, 6:4 im Halbfinale beim 5:7,<br />

6:0, 10:5 auch gegen Lena Greiner (TC Grün-<br />

Weiß Gifhorn) durchsetzte, die als Nummer 62<br />

des deutschen Rankings fast 200 Plätze vor ihr<br />

stand.<br />

Das rein Berliner Endspiel endete mit dem Abbruchsieg<br />

von Adelina Krüger. Nach dem von ihr<br />

mit 6:4 gewonnenen ersten Satz gab Franziska<br />

Sziedat (wohl auch mit Blick auf die nur drei Tage<br />

später in Essen beginnenden deutschen Jugendmeisterschaften)<br />

wegen Oberschenkelproblemen<br />

auf. Zuvor hatte sich Franziska Sziedat<br />

im Halbfinale gegen die 29-jährige Jessica Homberg<br />

(THC von Horn und Hamm/Hamburg), immerhin<br />

die Nummer 82 der deutschen Rangliste,<br />

mit 6:1, 7:6 durchgesetzt.<br />

Als bester Berliner kam Jesper Tull Freimuth (DR<br />

142) im Herren-Einzel mit Siegen gegen Florian<br />

Daffner (RC Sport Leipzig), Niclas Fleischhauer<br />

(Siemens TK Blau-Gold) und Mareno Heinecke<br />

(TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz) bis ins Halbfinale.<br />

Dort wurde er von Christian Braun (TV Süd<br />

Bremen) mit 6:4, 6:3 gestoppt.<br />

Den Titel erkämpfte mit der topgesetzte Christian<br />

Haupt (TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz), der<br />

ohne Satzverlust blieb und im Endspiel Christian<br />

Braun mit 6:3, 6:4 bezwang.<br />

Für den 32jährigen sächsischen Tennis-Rekordmeister<br />

war dieser Turniersieg einer der letzten,<br />

den er als Dresdner errang. Denn Haupt,<br />

der die A-Trainer-Lizenz besitzt, verlässt mit Abschluss<br />

der Wintersaison den TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz,<br />

dem er 16 Jahre ununterbrochen<br />

angehörte.<br />

Er wechselt an den Bodensee. Beim TC Friedrichshafen<br />

wird er als Trainer tätig, will aber<br />

auch weiter als Aktiver an Turnieren teilnehmen<br />

und für seinen neuen Verein Punktspiele<br />

bestreiten.<br />

Rolf Becker<br />

Fotos: Bernd Prawitz<br />

40<br />

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Tennis national<br />

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41


Tennis national<br />

Nachrichten<br />

Fed Cup<br />

Mit zwei Neulingen nach Hawaii<br />

Das Porsche Team Deutschland wird die schwierige<br />

Fed Cup Auswärtspartie gegen die USA in<br />

Hawaii mit Laura Siegemund, Andrea Petkovic,<br />

Julia Görges und Carina Witthöft bestreiten.<br />

Teamchefin Barbara Rittner setzt damit für<br />

die Erstrundenbegegnung auf eine Mischung<br />

aus Routiniers und Spielerinnen, die in Lahaina<br />

auf der Insel Maui ihr Debüt feiern. Kerber hatte<br />

schon vor den Australien Open wegen zu großer<br />

Belastung und anderer Turniere abgesagt. Aus<br />

gleichem Grund verzichtet Rittner nach der langen<br />

Krankheit 2016 auch auf Mona Bartel.<br />

Angelique Kerber wird als “Sportlerin des Jahres” geehrt…<br />

Auszeichnungen<br />

Viele Ehrungen für Tennis-Queen Angelique<br />

Kerber<br />

Die Wahl zur Sportlerin des Jahres krönte für Angelique<br />

Kerber ein Traumjahr. Sie wurde mit großem<br />

abstand von mehr als 3 000 Sportjournalisten<br />

auf einer Gala mit 750 Gästen im Kurhaus<br />

von Baden-Baden geehrt: Kerber ist die erste<br />

Tennisspielerin seit Steffi Graf, der diese Ehre<br />

1999 zuteil wurde. - Die ITF kürte sie als World<br />

Champion 2016. - In der Kategorie Sport erhielt<br />

Kerber in Berlin ein Bambi.„Es ist eine riesengroße<br />

Ehre, hier heute stehen zu dürfen. Vor einem<br />

Jahr saß ich noch zuhause und habe vor mich<br />

hingeträumt. Jetzt stehe ich hier 12 Monate später<br />

mit dem Bambi in der Hand“, so die 28-Jährige<br />

in ihrer Dankesrede. Stunden zuvor hatte sie<br />

US-Präsident Barack Obama getroffen.<br />

…und trifft Barack Obama<br />

WTA<br />

Traum-Besetzung beim Porsche Grand Prix<br />

Beim 40. Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart<br />

(22. bis 30. April) werden sieben Top-10-Spielerinnen<br />

aufschlagen. Angeführt wird die Elite des<br />

Damentennis von Angelique Kerber. Die Nummer<br />

eins der Welt geht auf Rekordjagd und will<br />

das Stuttgarter Traditionsturnier als erste deutsche<br />

Spielerin zum dritten Mal gewinnen. „Stuttgart<br />

ist mein Heimturnier. Ich freue mich auf die<br />

ganz besondere Atmosphäre und das fantastische<br />

Publikum“, sagt die Titelverteidigerin. Auch<br />

Dominika Cibulkova (SVK), Agnieszka Radwanska<br />

(POL), Simona Halep (ROU) und Svetlana Kuznetsova<br />

(RUS) und die “Aufsteigerinnen des Jahres<br />

2016, Karolina Pliskova (CZE), Madison Keys<br />

(USA) und Paris-Siegerin Garbine Muguruza<br />

(ESP) werden aufschlagen. Maria Sharapova will<br />

in Stuttgat nach 15 ;onaten Dopingsperre ihr<br />

Comeback feiern.<br />

„Wir freuen uns, wieder ein Starterfeld von absolutem<br />

Grand Slam-Niveau präsentieren zu können“,<br />

sagt Turnierdirektor Markus Günthardt.<br />

Maria Sharapova, die wegen Dopings 15 Monate<br />

gesperrt war, will in Stuttgart ihr Comeback<br />

feiern.<br />

WTA<br />

Görges und Beck schlagen in Nürnberg auf<br />

Julia Görges (WTA 56) aus Bad Oldesloe wird<br />

beim WTA-Turnier in Nürnberg (20. bis 27. Mai)<br />

an den Start gehen. „Ich werde alles geben, um<br />

als erste Deutsche in Nürnberg den Titel zu gewinnen“,<br />

sagte Görges, die 2011 beim Turnier in<br />

Stuttgart triumphiert hatte.<br />

Die Fed Cup-Spielerin hatte 2016 beim Nürnberger<br />

Versicherungscup das Halbfinale erreicht.<br />

Dort musste sie sich der späteren Siegerin Kiki<br />

Bertens (NDL) geschlagen geben. Auch Porsche<br />

Team Deutschland-Spielerin Annika Beck (WTA<br />

53) hat gemeldet.<br />

DTB<br />

Zusammenarbeit verlängert und neue<br />

Partner für den DTB<br />

Der Deutsche Tennis Bund (DTB) und die Nürnberger<br />

Versicherung verlängern ihre Zusammenarbeit.<br />

Das Traditionsunternehmen aus<br />

Franken ist für drei weitere Jahre Offizieller Versicherer<br />

des Deutschen Tennis Bundes und Premiumpartner<br />

des Spielerportals mybigpoint.<br />

Auch das IT-Unternehmen Brandt & Partner verlängerte<br />

seinen Vertrag mit dem DTB bis 2018,<br />

wird als „Offizieller Förderer”das Talentteam der<br />

Herren unterstützen.<br />

Eine umfangreiche Kooperation schloss der<br />

DTB auch mit Tennis Point AB, dem europaweit<br />

führenden Multi-Channel Retailer im<br />

Tennisbereich.Tennis-Point wird als „Nationaler<br />

Tennis-Shop-Partner“ und exklusiver strategischer<br />

Vertriebspartner sowohl den Dachverband<br />

als auch die Tennis Deutschland Service<br />

GmbH (TDS) mit dem Spielerportal mybigpoint<br />

unterstützen.<br />

Katharina Hobgarski<br />

ITF-Tour<br />

Hobgarski siegt in Tunesien<br />

Katharina Hobgarski (BASF TC Ludwigshafen)<br />

hat sich im tunesischen Hammamet im November<br />

in Topform präsentiert und drei mit je<br />

10.000 US-Dollar dotierte Sandplatzturniere gewonnen.<br />

Die 19-Jährige aus dem Porsche Talent<br />

Team Deutschland durfte sich damit über insgesamt<br />

acht ITF-Titel freuen. Hobgarski, gegenwärtig<br />

auf Position 334 der Weltrangliste, musste<br />

im letzten der Turniere (21. bis 27. November)<br />

als Topfavoritin jedoch zweimal über drei Sätze<br />

gehen. Im Endspiel besiegte sie Gaia Sanesi (ITA)<br />

souverän mit 6:1, 7:5.<br />

ITF-Tour<br />

Deutsch-deutsche Finals<br />

In Sharm El Sheikh/Ägypten setzte sich die an<br />

acht gereihte Sarah-Rebecca Sekulic gegen<br />

die Nummer eins des 10.000er-Turniers, Julia<br />

Wachaczyk, mit 7:6 (8), 6:4 durch und sicherte<br />

sich ihren zweiten ITF-Einzeltitel. Wachaczyk<br />

schlug dafür im Doppel zu: Mit Barbara Bonic<br />

(TV Frohnau) besiegte sie das Duo Elena-Teodora<br />

Cadar/Britt Geukens mit 7:5, 4:6 und 10:6.<br />

Bis ins Finale des mit 25.000 US-Dollar dotierten<br />

Future-Turniers in Zawada/Polen ging es für<br />

Laura Schaeder (TEC Waldau Stuttgart). Sie hatte<br />

im Halbfinale die topgesetzte Lesley Kerkhove<br />

mit 4:6, 7:6 (6), 7:5 ausgeschaltet. Im Finale<br />

zog sie gegen Quirine Lemoine dann jedoch<br />

mit 6:3, 4:6, 5:7 den Kürzeren. Trost für Schaeder:<br />

neues Höchstranking um Platz 320.<br />

Knapp am Sieg vorbeigeschrammt ist Daniel<br />

Altmaier beim mit 10.000 US-Dollar dotierten<br />

Future in Meshref/Kuwait. Der 18-Jährige Kempener<br />

unterlag im Finale seinem Doppelpartner,<br />

Wimbledon-Wundermann Marcus Willis, mit<br />

3:6, 6:7 (8). Im Doppel hatten beide Roy Sarut de<br />

Valk/Ronan Joncour mit 6:1, 6:1 besiegt.<br />

42<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Tennis national<br />

ITF-Tour<br />

Siemers im Halbfinale<br />

Die deutsche Nachwuchshoffnung Irina Cantos<br />

Siemers hat bei den Eddie Herr International<br />

Junior Championships in der IMG Academy<br />

von Nick Bollettieri einen großen Erfolg gefeiert.<br />

Die 16-Jährige aus dem Porsche Talent Team<br />

Deutschland unterlag erst im Halbfinale der<br />

Russin Varvara Gracheva mit 2:6, 2:6. In Runde<br />

zwei des 64er-Felds hatte die ungesetzte Cantos<br />

Siemers, als Nummer 77 der Juniorinnen-Rangliste<br />

beste deutsche Spielerin, die topgesetzte<br />

Xiyu Wang mit 6:3, 7:6 (4) geschlagen. Den Turniersieg<br />

holte Maria Lourdes Carle mit einem<br />

2:6, 7:5, 6:3-Sieg über Gracheva.<br />

Die Eddie Herr International Junior Championships<br />

sind ein Event der Kategorie Grade 1 und<br />

gelten mit mehr als 2 000 Teilnehmern aus über<br />

90 Ländern als Sprungbrett zur Profi-Tour. Frühere<br />

Sieger waren unter anderem Andy Roddick,<br />

Dominic Thiem, David Nalbandian, Ivan<br />

Ljubicic, Anna Kournikova, Ana Ivanovic, Dominika<br />

Cibulkova und Eugenie Bouchard.<br />

(DR 115, TC Grün-Weiß Nikolassee), ebenfalls in<br />

der Runde der letzten vier, musste sich überraschend<br />

der Hamburgerin Alissia Gleixner (Club<br />

an der Alster) mit 5:7, 5:7 beugen.<br />

Rolf Becker<br />

ITF, 1. CLTK Cup, Prag<br />

Robert Strombach gewinnt Doppel<br />

Mit seinem einheimischen Partner Dominik<br />

Kripsky spielte sich Robert Strombach (LTTC<br />

“Rot-Weiß”) beim Grade 4-Jugendturnier in der<br />

tschechischen Hauptstadt (25. bis 20. Januar)<br />

bis ins Finale. Dort besiegten sie die Paarung Aidan<br />

Mchugh/Hamisch Stewart (beide GBR) in einem<br />

spannenden Match 6:2, 3:6, 10:8. Im Einzel<br />

war Strombach im Viertelfinale ausgeschieden.<br />

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Finalist Jesper Tull Freimuth (TC 1899 Blau-Weiss)<br />

<br />

© Antonia Preißler-Szelig<br />

1.Dresdner Silvester-Cup<br />

Gute Plätze, aber kein Sieg<br />

Beim 1. Dresdner Silvester-Cup war der TVBB<br />

mit mehreren jungen Spielern vertreten. Im<br />

Herren-Einzel kam Jesper Tull Freimuth (DR<br />

142, TC 1899 Blau-Weiss) durch einen 2:6, 6:2,<br />

10:4-Halbfinalsieg im “Talentetreffen” gegen Nino<br />

Ehrenschneider (DR 338, LTTC “Rot-Weiß”)<br />

ins Endspiel. Sein Gegner: Sachsens 32-jähriger<br />

Rekordmeister Christian Haupt (DR 106, Blau-<br />

Weiß Dresden-Blasewitz), zuvor 6:0, 6:3-Sieger<br />

über die Berliner Francesco Iaccarino (Siemens<br />

TK Blau-Gold) und Felix Dippner (TC 1899 Blau-<br />

Weiss) sowie in der Vorschlussrunde knapper<br />

Sieger (6:2, 7:6) über den Berliner Adrian Engel<br />

(TC SCC). Engel hatte im Tie-Break des zweiten<br />

Durchgangs sogar einen Satzball. Das Finale gegen<br />

den indisponierten Jesper Tull Freimuth gewann<br />

Haupt mit 6:4, 6:1.<br />

Bei den Damen wurde die topgesetzte Juliane<br />

Triebe (DR 49, BSV 1892) im Halbfinale von der<br />

erst 16-jährigen, späteren Siegerin Celine Fritsch<br />

(DR 153, BTV) mit 2:6, 3:6 gestoppt. Nadja Meier<br />

Georg Eduard Israelan (l., Lübeck) und Carl Labitzke<br />

<br />

© Barbara Labitzke<br />

Tennis Europe, Paris: Open International de la Ville<br />

de Boulogne-Bittancourt<br />

Carl Labitzke im Doppel-Finale von Paris<br />

Die Konkurrenz in Paris (Kategorie 3) war stark.<br />

Doch der Berliner Carl Labitzke (DR U12 52,<br />

Hermsdorfer SC) spielte sich an der Seite seines<br />

Partners Georg Eduard Israelan (DR U12 37, Lübecker<br />

BV Phönix/SLH), im Dezember auch Sieger<br />

in der U14 eines Schwapp-Turniers in Fürstenwalde,<br />

bis ins Finale des 32-er Feldes im<br />

Doppel der U12.<br />

Nach einer Rast besiegten die beiden drei französische<br />

Paare, mussten in zwei Begegnungen<br />

in den Match-Tie-Break.<br />

Im Finale trafen die Deutschen auf Jannis Fernandes/Tiago<br />

Pires Antonio (FRA). Labitzke/Israelan<br />

gewannen Satz eins mit 6:1. Doch die Franzosen<br />

konterten, holten sich Satz zwei mit 6:4.<br />

Sie gewannen auch den Match-Tie-Break mit<br />

10:5.<br />

Chemitz/Oberwiesenthal: 19. Offene Sächsische<br />

Ski- und Tennismeisterschaften<br />

Zwei Wespen gewinnen<br />

Bei den 19. Offenen Ski- und Tennismeisterschaften<br />

in Chemnitz und Oberwiesenthal (89<br />

Teilnehmer) trugen sich zwei TVBB-Vertreter in<br />

die Siegerlisten ein: Evamarie (Da 60) und Prof.<br />

Dr. Peter Walschburger (beide SV Zehlendorfer<br />

Wespen) erwiesen sich auf Court und Riesenslalom-Piste<br />

als Beste ihrer Ak.<br />

Zusammenstellung: Bernd Prawitz<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

43


Tennis national<br />

NTV, Sportpark Isernhagen: Orange-/Green-Cup U9/U10 der Nordverbände<br />

TVBB-Kids überzeugen<br />

Am 19. und 20. November 2016 hat<br />

der Niedersächsische Tennisverband<br />

(NTV) den Orange- und Green-<br />

Cup U9/U10 als Mannschaftswettkampf<br />

ausgetragen. Eingeladen<br />

waren die Tennis-Verbände Berlin-<br />

Brandenburg (TVBB), Schleswig-<br />

Holstein (SLH), Nord-West (NWE)<br />

und Hamburg (HAM) mit jeweils einer<br />

2-er Mannschaft pro Altersklasse<br />

und Konkurrenz. Gastgeber NTV<br />

durfte mit zwei Mannschaften je Altersklasse<br />

antreten.<br />

Der TVBB war in der Altersklasse U9 bei den<br />

Mädchen mit Nastasija Nesterovic (Grunewald<br />

TC) und Zora König (SV Zehlendorfer Wespen)<br />

und bei den Jungen mit Carl Radtke (LTTC “Rot-<br />

Weiß”) und Friedrich Stoll (TC Tiergarten) angetreten.<br />

In der Altersklasse U10 haben bei den<br />

Mädchen Friederike Dobrott (Grunewald TC)<br />

und Jolina Meyer (SV Zehlendorfer Wespen) und<br />

bei den Jungen Matteo Kelch (TC Grün-Weiß<br />

Bergfelde) und Joshua Ledermann (TC 1899<br />

Blau-Weiß) unseren Verband vertreten.<br />

Die Wettkämpfe wurden auf Zeit mit zwei Einzeln<br />

und je einem Doppel ausgetragen, wodurch<br />

der vorab versandte Zeitplan auf die Minute<br />

eingehalten werden konnte.<br />

Alle Kinder spielten ihre Matches in der Halle<br />

des Sportparks Isernhagen unter Ausschluss der<br />

Eltern, die jedoch durch die zahlreichen Fenster<br />

einen guten Blick auf ihren Nachwuchs hatten.<br />

Die Landes- und Verbandstrainer der teilnehmenden<br />

Verbände durften auch während der<br />

Matches in die Halle, um die Kinder zu beobachten<br />

und in der Satzpause zu coachen - wie beim<br />

Davis Cup.<br />

Das erfolgreiche TVVB-Team (v.l.):, Friedrich Stoll, Matteo Kelch, Joshua Ledermann, Carl Radtke,<br />

Friederike Dobrott, Jolina Meyer, Nastasija Nesterovic und Zora König<br />

Die Berliner starteten erfolgreich in die Gruppenspiele.<br />

Beide U9-Mannschaften konnten<br />

sich für das Finale qualifizieren. Carl und Friedrich<br />

gewannen mit 11,5 von 12 möglichen Sätzen<br />

souverän ihre Gruppe. Nastasija und Zora<br />

gestalteten ihre Gruppe ein wenig knapper und<br />

gewannen mit 7 Sätzen dennoch beide Spiele.<br />

Die U10-Mannschaften konnten die Gruppenspiele<br />

als jeweils als Zweite abschließen und somit<br />

am Finaltag um Platz 3 und 4 kämpfen.<br />

Am Finaltag mussten sich unsere Mädchen in<br />

der U10 leider knapp mit 3,5 zu 2,5 Sätzen dem<br />

TVSH geschlagen geben. Den Sieg machte der<br />

NTV unter seinen beiden Mannschaften aus. Bei<br />

den Jungen konnte sich der TVBB mit einem 4:2<br />

nach Sätzen gegen den NTV 2 durchsetzen und<br />

den 3. Platz sichern. Gewinner der Jungen U10<br />

wurde der Hamburger TV mit einem 4:2-Erfolg<br />

gegen den TVSH.<br />

In der Altersklasse U9 dominierten die Kinder<br />

aus dem TVBB den Midcourt. Bei den Mädchen<br />

setzte sich der TVBB mit 4:2 im Finale gegen den<br />

TVSH durch und holte sich verdient den Titel.<br />

Die Jungs gestalteten den Finaltag noch souveräner<br />

und konnten hier auch dem TVSH die Stirn<br />

bieten. Mit einem deutlichen 6:0 schlossen Carl<br />

und Friedrich ihre Midcourt Saison ab.<br />

Unsere TVBB-Kids haben beim Orange- und<br />

Green-Cup der Nordverbände 2016 durch tollen<br />

Einsatz und hervorragende Leistungen vollends<br />

überzeugt. Mit zwei ersten Plätzen und einem<br />

3. und 4. Platz stellte der TVBB auch die erfolgreichste<br />

Mannschaft. Gratulation an das gesamte<br />

Team!<br />

Text und Foto: Jan Sierleja, Verbandstrainer<br />

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44<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Tennis national<br />

Friedrich Stoll (Mitte, TC Tiergarten) siegte in der U9<br />

Zora König (Mitte, Zehlendorfer Wespe), Beste in der U9<br />

STV, Leipzig: DTB Ost-Masters U9/U10<br />

Zora König und Friedrich Stoll holen Titel<br />

Beim DTB Ost-Masters in Leipzig<br />

spielen die besten Nachwuchsspieler<br />

der neuen Bundesländer um<br />

den Titel in der U9 (Midcourt, orange<br />

Bälle) und U10 (Großfeld, grüne<br />

Bälle). Der TVBB konnte acht Starter<br />

nach Sachsen schicken, die sich<br />

und den TVBB hervorragend (re-)<br />

präsentierten. Fünf Matches hatten<br />

alle, jedes Match wurde auf zwei<br />

Gewinnsätze ab 2:2 gespielt, der 3.<br />

Satz als Match-Tie-Break. Zusammen<br />

konnten 27 Siege bei neun Niederlagen<br />

(und zwei verbandsinternen<br />

Duellen) eingefahren werden,<br />

sieben von acht Startern erreichten<br />

das Halbfinale.<br />

In der U9 gewannen bei den Mädchen Zora König<br />

(SV Zehlendorfer Wespen) und Sophie Ginko<br />

(Lichtenrade) sowohl ihre Gruppenspiele als<br />

auch die Halbfinals, so dass es zu einem reinen<br />

TVBB-Finale kam: Zora gewann den Turniertitel<br />

souverän mit 6:4, 6:3.<br />

Bei den Jungs setzte sich Friedrich Stoll (TC Tiergarten)<br />

in den Gruppenspielen mit nur vier abgegebenen<br />

Spielen durch. In der anderen Gruppe<br />

musste sich Miguel Bretag (BTC Grün-Gold)<br />

einmal geschlagen geben, so dass es im Überkreuz-Halbfinale<br />

zum TVBB-Duell kam: In einem<br />

spannenden Spiel gewann Friedrich mit 6:2, 3:6,<br />

10:8 und auch im Finale setzte er sich gegen<br />

Niels McDonald (Schwerin) mit 6:2, 6:4 durch.<br />

Miguel musste sich im Spiel um Platz 3 leider<br />

geschlagen geben, spielte aber trotzdem ein<br />

tolles Turnier und hat zudem sicherlich den Fair-<br />

Play-Preis des Turniers verdient.<br />

Bei den U10-Mädchen musste sich Anouk van<br />

Riesen (TC 1899 Blau-Weiss) in der Gruppe mit<br />

Platz drei benügen und gewann aber am Ende<br />

das Spiel um Platz 5 deutlich. Nastasija Nesterovic<br />

(Grunewald TC), die genau wie Anouk eigentlich<br />

noch in der U9 hätte starten können,<br />

machte es besser und zog ins Finale ein: Gegen<br />

Clara-Marie Schön (Dresden) war der Akku dann<br />

leider leer: 3:6, 2:6 - Vizemeisterchaft.<br />

In der U10 der Jungs gingen Matteo Kelch<br />

(Spok) und Carl Radtke (LTTC „Rot-Weiß“) an<br />

den Start. Matteo schaffte als Gruppenzweiter<br />

mit zwei starken Siegen den Halbfinaleinzug<br />

und gewann dort nach gutem Fight mit 6:7, 7:5,<br />

10:6. Auch Carl erkämpfte sich als Jahrgangsjüngerer<br />

den Halbfinaleinzug. In zwei Gruppenspielen<br />

gab es spannende Match-Tie-Breaks zu<br />

sehen. Nach einer Niederlage im zweiten Match<br />

ging es um Platz zwei in der Gruppe: Killian<br />

Müller aus Dresden und Carl zeigten die besten<br />

Ballwechsel des Tages und am Ende konnte<br />

Carl nach langem und tollen Kampf mit 10:5 im<br />

Die TVBB-Platzierungen in der Übersicht:<br />

Sieger: Zora König, Friedrich Stoll<br />

Vizemeister: Sophie Ginko, Nastasija Nesterovic,<br />

Matteo Kelch<br />

Dritter: Carl Radtke<br />

Vierter: Miguel Bretag<br />

Fünfte: Anouk van Riesen<br />

Match-Tie-Break gewinnen. Auch im Halbfinale<br />

wieder“Elfmeterschießen“, diesmal mit besserem<br />

Ende für den Gegner. Nikolai Barsukov (TV<br />

Machern/STV) konnte anschließend auch im Finale<br />

gegen Matteo wie schon im Gruppenspiel<br />

gewinnen. Carl gewann das Spiel um Platz 3 -<br />

wieder einmal im Match-Tie-Break.<br />

Roland Goering, Jüngstenreferent des TVBB<br />

Fotos: Peter Janosi, STV<br />

Anzeige<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

45


TVBB Sport<br />

Herren 30: Roman Tennert (TC Grün-Weiß Baumschulenweg) - Finalsieg über<br />

Benjamin Kunkel (HSC)<br />

Herren 40: Im Match-Tie-Break zum Meistertitel - Björn Maas (TC Grün-Weiß<br />

Lankwitz)<br />

TVBB: 34. Hallenverbandsmeisterschaften <strong>2017</strong> der Seniorinnen und Senioren<br />

Nur zwei Vorjahressieger verteidigen ihre Titel<br />

Das 34. Senioren-Championat des TVBB in der Halle war eins der guten in<br />

der Geschichte dieser Meisterschaften. Darin waren sich nach neun Tagen<br />

(28.Januar bis 5.Februar) so ziemlich alle Beteiligten einig. Es gab eine gute<br />

Resonanz mit hohen Meldezahlen, die in etwa den Standard des Vorjahres<br />

hatten, und in den meisten Altersklassen auch gutklassigen, spannenden<br />

Sport. Dabei war unübersehbar, dass sich Quantität und Qualität oft<br />

bedingten: Je mehr Racket-Herren oder -Damen am Start waren, umso besser<br />

war in der Regel auch das, was geboten wurde.<br />

Für die Damenkonkurrenzen gab es erneut<br />

deutlich weniger Meldungen als beim „starken<br />

Geschlecht“. Statt auf neun Einzelwettbewerbe<br />

von den 30-ern bis zu den 75-ern brachten<br />

es die Damen nur auf drei (AK 40/7 Meldungen,<br />

AK 50/15, AK 60/5), Doppel und Mixed fanden<br />

gar nicht statt. Bei den Herren waren die 60-er<br />

(31 Meldungen) am besten besetzt, gefolgt von<br />

den 50-ern (29), 55-ern und 30-ern (je 27). Die<br />

60-er waren auch bei den Doppeln mit 22 Paaren<br />

vorn, weil dort viele zum Schläger griffen,<br />

die nur in diesem Wettbewerb antraten<br />

Was den Aktiven und auch Seniorenreferent<br />

Uwe Kroedler auf der Seele lag, waren – wie<br />

Die Finals im Überblick<br />

He30 Roman Tennert (TC GW Baumschulenweg) - Benjamin Kunkel (Hermsdorfer SC) 6:2, 7:5<br />

He40 Björn Maas (TC GW Lankwitz) – Robin Schönherr (TC RW Großbeeren) 2:6, 6:3, 10:2<br />

He45 Martin Melchior (BTTC GW) – Sascha Plambeck (TC SCC) 6:2, 3:6, 10:7<br />

He50 Guido Schiller (TC GW Lankwitz) – Guido Schulz (LTTC "Rot-Weiß") o.Sp.<br />

He55 Pierre Quaglia (Grunewald TC) - Martin Groeger (TC Tiergarten) 6:4, 6:2<br />

He60 Jörgen Jacobs (TC 1899 Blau-Weiss) – Gerd Hekele (BSV 1892) 6:0, 6:0<br />

He65 Peter Petersen (TV Frohnau) – Niels Auhagen (TV Frohnau) 6:4, 6:2<br />

He70 Klaus Müller-Boesser (TC 1899 Blau-Weiss) – Burghard Müller (TC Treptower Teufel) 6:2, 7:6<br />

He75 Hanspeter Rabe (TC Tiergarten) – Hans-Jürgen Kretzschmar (LTTC "Rot-Weiß") 6:1 ,6:1<br />

Da40 Anne Kröger (SV Zehlendorfer Wespen) – Olga Kovalevska (BSV 1892) 6:3, 6:4<br />

Da50 Susanne Boesser (TC 1899 Blau-Weiss) – Corinna Kuhr-Korolev (TC SCC) 6:1, 6:0<br />

Da60 1. Ute Mattausch (TV Strauß Strausberg), 2. Sylvia Treibmann (TC Lichtenrade GW) (RR)<br />

HDo50 Pressel/Ladkau (FV Tennis) - Brall/Böttcher (TC Wilmersdorf) 7:6, 2:6, 10:5<br />

HDo60 Hekele/Vartanov (BSV 1892) – Jacobs/Auhagen (TC 1899 /TV Frohnau) 6:2, 6:7, 10:8<br />

schon im Vorjahr moniert - die verschiedenen<br />

Bodenbeläge, auf denen auf der Anlage des BSV<br />

1892/BSC/TC Wilmersdorf und im TVBB-Landesleistungszentrum<br />

am Hüttenweg gespielt werden<br />

musste. „Das ist natürlich alles andere als<br />

ideal, und wir müssen Lösungen finden, dass alle<br />

Matches auf einheitlichen Böden absolviert<br />

werden können“, sagte Kroedler.<br />

Einige bekannte Namen fehlten,<br />

doch Klasse war vorhanden<br />

Wie bei den Bestenermittlungen der Jungsenioren-,<br />

Senioren- und der „ganz reifen“ Jahrgänge<br />

üblich, gab es trotz beachtlicher Meldezahlen<br />

auch einige fehlende bekannte Namen. Zum einen<br />

ist das durch die parallelen Schulferien bedingt,<br />

die tennisspielende Mütter und Väter oft<br />

für Skiurlaube mit ihren Kindern nutzen, andere<br />

fielen durch Krankheit oder Verletzungen aus.<br />

Genug Klasse aber war allemal vorhanden.<br />

Neun Einzelfinalisten von 2016 standen erneut<br />

in den Endspielen – nur zwei aber verteidigten<br />

den Titel. Bei Dauersiegerin Susanne Boesser (TC<br />

1899 Blau-Weiß), einstweilen 58 Jahre alt, überraschte<br />

das kaum. Sie ließ bei den Damen 50, bei<br />

denen die erkrankte Katrin Dippner fehlte, ihrer<br />

acht Jahre jüngeren ungesetzten Rivalin Corinna<br />

Kuhr-Korolev (TC SCC) beim 6:1, 6:0 nicht die<br />

Spur einer Chance. In ihren drei Turniermatches<br />

gab Boesser insgesamt nur vier Spiele ab.<br />

Der zweite Wiederholungstäter aus dem Vorjahr<br />

war Klaus Müller-Boesser (TC 1899 Blau-<br />

Weiß) bei den Herren 70, der einem Dacapo<br />

des 2016-Endspiels gegen den an eins gesetz-<br />

46<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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TVBB Sport<br />

Herren 45: Im Finale knapp die Nase vorn - Martin Melchior (BTTC Grün-Weiß)<br />

Herren 50: Seniorenreferent Uwe Kroedler (r.) gratuliert Guido Schiller - ohne Finale Meister<br />

ten Bernhard Nothnagel (TC Berolina Biesdorf)<br />

nur deshalb aus dem Weg ging, weil dieser in<br />

der Vorschlussrunde etwas überraschend gegen<br />

den ungesetzten Burghard Müller (TC Treptower<br />

Teufel) mit 5:7, 4:6 verlor. Müller-Boesser, an Position<br />

2 gesetzt, hatte den ersten Final-Satz klar<br />

mit 6:2 gewonnen. „Aber dann habe ich ein bisschen<br />

rumgedaddelt, ein paar Fehler gemacht,<br />

zugelassen, dass er wieder rankam“, gab der Sieger<br />

später zu.<br />

Im entscheidenden Moment aber schlug er wieder<br />

die härteren, genau platzierten Bälle, die<br />

Müller mit Laufbereitschaft nicht wettmachen<br />

konnte. Der anerkannte die Leistung des alten<br />

und neuen Meisters: „Ich musste so viele Stopps<br />

erlaufen, dass irgendwann der Akku ziemlich<br />

leer war. Kommt man einmal ins Hecheln, dann<br />

ist auch die Konzentration weg. Schon mein<br />

Match gegen Nothnagel hatte ja drei Stunden<br />

gedauert.“<br />

Championat mit internationalem Flair<br />

Auch an internationalem Flair, für das in TVBB-<br />

Vereinen aktive Ausländer sorgten, war kein<br />

Mangel. Alfred Krüger, seit Ewigkeiten organisatorische<br />

Seele des Turniers: „Wir hatten Männer<br />

und Frauen aus Dänemark, den Niederlanden,<br />

Polen, Ukraine, Frankreich, England, Italien,<br />

Schweden und der Schweiz auf den Feldern –<br />

wenn das nichts ist!“<br />

Einer aus dieser Schar durfte sich bei den Herren<br />

55 sogar als Sieger feiern lassen. Pierre<br />

Andre Quaglia (55), der aus der französischen<br />

Schweiz kommt, viele Jahre in Frankreich und<br />

Spanien zugebracht hat und nun in Berlin seine<br />

Wahlheimat hat, gewann das H55-Finale gegen<br />

Martin Groeger (TC Tiergarten), den H50-Zweiten<br />

des Vorjahres, mit 6:4. 6:2. Das Match hatte<br />

überraschend begonnen, denn Quaglia, 2016<br />

auch Berliner Meister im Freien, lag schnell 1:4<br />

zurück. „Das war ja nur ein Break und ich habe<br />

nicht an mir gezweifelt. Dann habe ich meinen<br />

Herren 55: Mit nur acht Spielverlusten zum Titel - Pierre Quaglia (Grunewald TC)<br />

Herren 60: Gewohnt souverän - Jörgen Jacobs (TC 1899 Blau-Weiss)<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 47


TVBB Sport<br />

Herren 65: Bester im 32-er Feld - Peter Petersen (TV Frohnau)<br />

Herren 70: Vorjahrestitel verteidigt - Klaus Müller-Boesser (TC 1899 Blau-Weiss)<br />

Rhythmus gefunden, und alles war gut“, erzählte<br />

er.<br />

Aus den weiteren Einzel-Finals hervorzuheben<br />

ist auf jeden Fall der Erfolg des 70-jährigen Jörgen<br />

Jacobs (TC 1899 Blau-Weiss) im 60-er Finale<br />

gegen den acht Jahre jüngeren Lokalmatador<br />

Gerd Hekele (BSV 1892), den er mit 6:0, 6:0 regelrecht<br />

demontierte. Jacobs: „Sich gegen die<br />

'Youngster' zu behaupten, das war eine echte<br />

Herausforderung. Darauf, die bestanden zu haben,<br />

bin ich stolz“, kommentierte er müde, aber<br />

glücklich seinen Auftritt.<br />

Um ein Haar hätte er diesem noch mit 65-Vize<br />

Niels Auhagen (TV Frohnau) im Doppel einen<br />

zweiten Titel hinzugefügt. Doch das BSV-Duo<br />

Hekele/Vartanov schaffte im entscheidenden<br />

Match-Tie-Break gegen die Favoriten ein 10:8<br />

und holte sich den Sieg. Hanspeter Rabe (Tiergarten)<br />

ließ im H75-Endspiel dem rot-weißen<br />

2016-Gewinner Hans-Jürgen Kretzschmar mit<br />

zweimal 6:1 keine Chance.<br />

Eng ging es in den drei unteren Herren-Klassen<br />

zu. Dabei drehte Roman Tennert (TC Grün-Weiß<br />

Baumschulenweg) mit 6:2, 7:5 gegen Benjamin<br />

Kunkel (Hermsdorfer SC) das Finalresultat<br />

aus dem Vorjahr um. Bei den 40-ern und 45-ern<br />

mussten Björn Maaß (TC Grün-Weiß Lankwitz)<br />

und Martin Melchior (BTTC Grün-Weiß) gegen<br />

Robin Schönherr (TV Großbeeren) und Sascha<br />

Plambeck (TC SCC) nach 1:1-Satzgleichstand jeweils<br />

in den Match-Tie-Break, um zu siegen.<br />

Bei den 45-ern sagte der topgesetzte Jens Thron<br />

(TC SCC) kurz vorm Turnier wegen Schulterproblemen<br />

ab. Titelverteidiger bei den Herren 50,<br />

Guido Schulz (LTTC Rot-Weiß), mit drei klaren<br />

Siegen fürs Endspiel qualifiziert, musste dieses<br />

wegen Krankheit quittieren und dem ebenfalls<br />

durchs Turnier marschierenden Lankwitzer Guido<br />

Schiller (drei Siege mit 6:0 Sätzen und 36:4<br />

Spielen) kampflos überlassen. - Anne Kröger<br />

(SV Zehlendorfer Wespen) gewann das Damen<br />

40-Finale gegen Olga Kovalevska,<br />

Klaus Weise<br />

Fotos: Andreas Springer<br />

Herren 75: Gab im Finale nur zwei Spiele ab - Hanspeter Rabe (TC Tiergarten)<br />

Damen 50: Dauersiegerin Susanne Boesser (TC 1899 Blau-Weiss) war klar überlegen<br />

48<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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TVBB Sport<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 49


TVBB Sport<br />

DTB-Aktion<br />

Deutschland spielt Tennis - und sogar länger<br />

Bei der elften Auflage der Saisoneröffnung<br />

wartet eine spannende<br />

Neuerung auf die teilnehmenden<br />

Clubs: Denn anstelle eines festgelegten<br />

Termins Ende April hat der<br />

Deutsche Tennis Bund nun erstmals<br />

einen einmonatigen Aktionszeitraum<br />

– vom 22. April bis zum 21.<br />

Mai <strong>2017</strong> – vorgesehen. Die Anmeldung<br />

ist bis zum 7. April <strong>2017</strong> über<br />

das Onlineportal www.deutschlandspielttennis.de<br />

möglich.<br />

Damit soll den Vereinen die Chance eröffnet<br />

werden, ihren Saisonauftakt deutlich flexibler<br />

und nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten.<br />

„Termine für<br />

Mannschaftsspiele oder die Furcht vor den bekannten<br />

Wetterkapriolen im April sind nun kein<br />

Teilnahmehindernis mehr“, erklärte der für das<br />

Ressort Sportentwicklung zuständige DTB-<br />

Vizepräsident Reiner Beushausen. „Wir glauben,<br />

durch die Ausweitung von einem Aktionswochenende<br />

auf einen Aktionszeitraum<br />

künftig noch mehr Vereine zu einer Anmeldung<br />

bei ‚Deutschland spielt Tennis!‘ zu motivieren.“<br />

Tolle Preise für Vereine<br />

Auftakt und Höhepunkt bildet das Wochenende<br />

am 22. und 23. April <strong>2017</strong>. Alle teilnehmenden<br />

Vereine erhalten wie gewohnt umfangreiche<br />

Materialien und Tipps zur Organisation und<br />

Bewerbung ihrer Saisoneröffnung – und können<br />

dazu noch tolle Preise gewinnen! Wie es<br />

funktioniert? Wer sich erfolgreich für „Deutschland<br />

spielt Tennis!“ registriert<br />

hat, nimmt automatisch<br />

an der<br />

großen Vereinsverlosung<br />

presented by<br />

Tennis-Point teil. Bei<br />

diesem nationalen<br />

Gewinnspiel,<br />

das bis zum 7. April<br />

<strong>2017</strong> läuft, werden<br />

sage und schreibe 200 Preispakete mit Artikeln<br />

von Tennis-Point, Wilson, Erima, talentinos, der<br />

Nürnberger Versicherungsgruppe, Tennisgate<br />

und #LebeDeinTennis vergeben.<br />

Den Hauptpreis bildet die Verlosung von vier<br />

Ausstattungen für einen gelungenen Aktionstag<br />

– presented by Tennis-Point. Der neue Projektpartner<br />

von „Deutschland spielt Tennis!“<br />

schickt sein brandneues Roadshow-Mobil auf<br />

die Reise zu den vier glücklichen Gewinnervereinen.<br />

Neben exklusiven Tennisartikeln hält<br />

es unzählige Überraschungen wie Besaitungsworkshops<br />

und Gewinnspiele bereit. Dazu beinhaltet<br />

jedes der vier Aktionspakete weitere tolle<br />

Preise wie Gutscheine für den DTB Online-Campus,<br />

kostenfreie talentino-Premiummitgliedschaften<br />

oder Tennisplatzblenden.<br />

Auch Besucher sollen profitieren<br />

Damit auch die „Deutschland spielt Tennis!“-Besucher<br />

profitieren können,<br />

wird in diesem Jahr<br />

das sogenannte<br />

Besuchermodul<br />

eingeführt, ein nationales<br />

Gewinnspiel<br />

für die Gäste<br />

der Saisoneröffnung in den teilnehmenden<br />

Vereinen. Dort werden über das „Deutschland<br />

spielt Tennis!“-Vereinspaket jeweils 200 Gewinnspielkarten<br />

an die Clubs verteilt. Diese können<br />

dann am Aktionstag an die Besucher ausgegeben<br />

werden. Im Lostopf sind neben je einem<br />

7-tägigen Aufenthalt im Robinson Club Agadir<br />

in Marokko und im Hotel Tannenhof im Allgäu<br />

unter anderem auch 60 x 2 Eintrittskarten für eine<br />

Begegnung der 1. Tennis-Point Bundesliga<br />

der Herren sowie Sachpreise von Wilson.<br />

Weitere Informationen zu „Deutschland spielt<br />

Tennis!“unter www.deutschlandspielttennis.de.<br />

Seniorentennis<br />

Drei neue Turniere für die größte Altersgruppe im TVBB<br />

Der TVBB erweitert sein Turnierangebot für Senioren - mit zwei IT-Events<br />

sogar ins Internationale. Darüber und welche Stellung die “Alten” in unserem<br />

Verband haben, sprach <strong>matchball</strong> mit Seniorenreferent Uwe Kroedler<br />

(66 Jahre, SV Zehlendorfer Wespen).<br />

TVBB-Seniorenreferent Uwe Kroedler<br />

<br />

© Andreas Springer<br />

Seit wann sind Sie selbst aktiver Tennisspieler,<br />

in welcher Mannschaft/Klasse schlagen Sie bei<br />

den Medenspielen auf?<br />

Uwe Kroedler: “Alles begann in meiner Heimatstadt<br />

Braunschweig, als ich mich als Schüler<br />

1964 dem Tennissport verschrieben habe;<br />

seitdem spiele ich in den unterschiedlichsten<br />

Mannschaften, zur Zeit bin ich aktiv bei den<br />

Zehlendorfer Wespen in der Verbandsoberliga-<br />

Mannschaft der 65-er.”<br />

Welchen Stellenwert haben die Senioren in unserem<br />

Verband? Wie viele „Alte“ greifen in den<br />

Tennisvereinen von Berlin und Brandenburg regelmäßig<br />

zum Schläger?<br />

Uwe Kroedler: “Die Senioren(innen) stellen in<br />

unserem Verband die weitaus größte Gruppe.<br />

Wir haben gut 40 000 Mitglieder im TVBB, davon<br />

etwa 26 000 Senioren, die regelmäßig spielen.<br />

In Mannschaften schlagen etwa 16 000<br />

auf.”<br />

Welche Altersklasse ist am stärksten vertreten?<br />

Uwe Kroedler: “Die Damen und Herren 40 sind<br />

die am stärksten vertretene Altersklasse. Doch<br />

rücken die älteren Jahrgänge der 60-er und 65-<br />

er mächtig nach.”<br />

In welchen Ligen spielen die meisten Senioren?<br />

Uwe Kroedler: “Die Verbandsspielstruktur ist<br />

pyramidenförmig nach Leistungsstärke aufgebaut.<br />

Zwangsläufig spielen die meisten Senioren<br />

in unteren Ligen. Nach oben hin verjüngt<br />

sich naturgemäß die Pyramide, sodass es in<br />

Verbandsoberligen und Meisterschaftsklassen<br />

weniger Mannschaften gibt.”<br />

50<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


Die erfolgreichsten Mannschaften sind …?<br />

Uwe Kroedler: “Die größten Clubs und Vereine<br />

haben natürlich die meisten Mannschaften, so<br />

dass sich der Erfolg zumeist zwangsläufig einstellt.<br />

Gemessen an der Zahl der Regionalligaund<br />

Ostliga-Mannschaften gehören dazu vor<br />

allem der TC 1899 Blau-Weiss, die Zehlendorfer<br />

Wespen, Grün-Weiß Nikolassee, die Berliner Bären<br />

und die TV Frohnau.<br />

Was die nationale Ebene anlangt, so ist der TC<br />

1899 Blau-Weiss seit Jahren unser Aushängeschild<br />

und errang mehrere Deutsche Vereinsmeisterschaften,<br />

gefolgt von den Zehlendorfer<br />

Wespen und dem TC SCC, die mehrfach bis<br />

in die Endrunde um die Deutsche Vereinsmeisterschaften<br />

vordringen konnten.”<br />

Der TVBB will sein Turnierangebot für Senioren<br />

aller Altersklassen erweitern. Der TTC SportForum<br />

Bernau hat mit den ITF 1st Berlin Indoor<br />

Senior Open im vergangenen Dezember den<br />

Anfang gemacht. Welche Erfahrungen haben<br />

Sie mit diesem Turnier gemacht?<br />

Uwe Kroedler: “Ich habe mir einige Matches<br />

angeschaut und die „Players Night“ besucht.<br />

Mein Eindruck: Mit Turnierdirektor Wolfram<br />

Schmidle aus Baden-Württemberg haben die<br />

Veranstalter einen Glücksgriff getan. Dieser erfahrene,<br />

seit Jahrzehnten im Tennisgeschehen<br />

in Deutschland und Europa agierende Mann,<br />

hatte jederzeit alles professionell im Griff.<br />

Auch ITF-Schiedsrichter Olaf Wells konnte seine<br />

große Erfahrung einbringen. Alles in allem:<br />

Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, ein<br />

verheißungsvoller Auftakt.”<br />

Aus welchen Ländern kamen die Spieler?<br />

Uwe Kroedler: “Von den 78 Teilnehmern kamen<br />

68 aus Deutschland, die übrigen aus Polen,<br />

Österreich, Litauen, Italien, Schweden und<br />

der Schweiz.”<br />

Als nächstes Turnier haben die Berlin ITF Seniors<br />

Open Anfang Mai beim TC Orange-Weiß<br />

Friedrichshagen Premiere. Welche Erwartungen<br />

haben Sie an dieses Grade 5-Turnier, bei<br />

dem in den Altersklassen 35 bis 75 gespielt<br />

wird?<br />

Uwe Kroedler: “Ich erwarte und wünsche mir,<br />

dass zahlreiche Spieler aus den Vereinen des<br />

TVBB, ja, aus ganz Deutschland und aus anderen<br />

Ländern zu Saisonbeginn dabei sein<br />

werden. Konkrete Zahlen zu nennen ist zum<br />

jetzigen Zeitpunkt sehr schwer. Doch 150 Teilnehmer<br />

plus x wären ein schöner Erfolg. Was die<br />

Qualität der Spieler anbelangt: Wir haben Zusicherungen<br />

einiger namhafter Akteure aus dem<br />

TVBB und auch Anfragen aus Polen, Tschechien,<br />

Rumänien, Holland, der Türkei und Kanada.”<br />

Sie sind Mitglied des dreiköpfigen Turnierausschusses.<br />

Können Sie schon Namen renommierter<br />

Spieler nennen, die im Kurpark antreten<br />

werden?<br />

Uwe Kroedler: “Zu einem so frühen Zeitpunkt<br />

möchte ich noch keine Namen nennen.”<br />

Dann nennt <strong>matchball</strong> einen: Ist Thomas Emmrich,<br />

vielfacher Meister der Ex-DDR und zehnmaliger<br />

Sieger des Internationalen Turniers von<br />

Friedrichshagen, dem Vorläufer der heutigen<br />

Friedrichshagen Open, eingeladen worden?<br />

Uwe Kroedler: “Ja. Er hat vom Club-Vorsitzenden<br />

Olaf Zachrau eine Einladung bekommen.<br />

Viele, vor allem ältere Mitglieder würden sich<br />

freuen, Thomas Emmrich wiederzusehen.<br />

Das gilt auch für den ehemaligen rumänischen<br />

Davis Cup-Spieler Adrian Marcu, der aller<br />

Voraussicht nach dabei sein wird. Er hat in<br />

den vergangenen Jahren schon einige Ostliga-<br />

Matches für die Herren 50 des TC Orange-Weiß<br />

bestritten.” Thomas Emmrich soll indessen abgesagt<br />

haben …<br />

Uwe Kroedler: “Ja, diese Information habe ich<br />

aus Friedrichshagen bekommen. Es heißt, er<br />

hätte den Schläger an den Nagel gehängt”<br />

Kürzlich sagten Sie, dass der TC Orange-Weiß<br />

potente Sponsoren „mit im<br />

Boot“ hätte. Wer unterstützt das Turnier,<br />

welche Leistungen erbringen die<br />

Sponsoren?<br />

Uwe Kroedler: “Neben den namhaften<br />

Equipmentherstellern Dunlop, Babolat<br />

und Asics, die den TC Orange-Weiß mit wertvollen<br />

Sachpreisen und Begrüßungspräsenten<br />

unterstützen werden, greifen uns noch regionale<br />

Sponsoren wie das Tennisfachgeschäft<br />

„BOT“ und die ortsansässige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft<br />

„ARITMA Revision“ finanziell<br />

unter die Arme.”<br />

Wie werben Sie für das Turnier, um gut besetzte<br />

Felder in allen Altersklassen zu erreichen? Es<br />

steht zwar im ITF-Kalender, aber bis Anfang Februar<br />

<strong>2017</strong> war nicht mal auf der Club-Website<br />

ein Hinweis zu lesen …<br />

Uwe Kroedler: “Eine, wie ich finde, etwas<br />

provokante Frage. Folgendes ist angedacht<br />

beziehungsweise schon auf den Weg<br />

gebracht: Wir haben Insider mit den notwendigen<br />

Nachrichten versorgt.<br />

Zu nennen sind das Portal „Weidlichs Tennis“<br />

und das Magazin „Senior-Tennis-Service“.<br />

Für Interessenten sind alle Informationen<br />

auf der ITF-Homepage einzusehen.<br />

Neben Werbung im Verbandsmagazin „<strong>matchball</strong>“<br />

werden die Clubs und Vereine des TVBB<br />

noch per E-Mail eine Einladung mit der Ausschreibung<br />

bekommen.”<br />

In Friedrichshagen stehen acht Freiplätze zur<br />

Verfügung, zusätzlich zwei Sandplätze in der<br />

Halle. Gibt es Ausweichmöglichkeiten, wenn<br />

diese Kapazität nicht ausreicht oder das Wetter<br />

schlecht ist? Wo wird dann noch gespielt?<br />

Uwe Kroedler: “Sollte es schwierige Witterungsverhältnisse<br />

geben, steht uns in unmittelbarer<br />

Nachbarschaft von Friedrichshagen<br />

das „B1-Sport- und Freizeit”-Zentrum“ mit einer<br />

Vier-Feld-Halle zur Verfügung.”<br />

TVBB Sport<br />

Will in Friedrichshagen aufschlagen:<br />

Adrian Marcu, Ex-Davis Cup-Spieler<br />

Rumäniens <br />

© Bernd Prawitz<br />

Sie planen noch weitere Seniorenturniere. Wo<br />

und wann sollen diese stattfinden?<br />

Uwe Kroedler: “Neben dem ITF-Turnier in Friedrichshagen<br />

ist noch eins vorgesehen: die Senior<br />

Spreewald Open, zum Start in der Kategorie S-5<br />

vom 4. bis 9. September <strong>2017</strong> in Lübben. Also<br />

in einer Region, wo die Turnierlandkarte noch<br />

weiße Flecken hat. Der DTB muss noch zustimmen.”<br />

Ihr Vorgänger als Seniorensportwart, der verstorbene,<br />

verdienstvolle Wolfgang Haase, war<br />

mit TVBB-Auswahlmannschaften bei den Großen<br />

Spielen der Verbände jahrelang sehr erfolgreich.<br />

2016 war die Bilanz nicht ganz so gut.<br />

Wie wollen Sie die Auswahlmannschaften wieder<br />

stärker machen, welche Bedeutung haben<br />

diese für Sie?<br />

Uwe Kroedler: “Ich finde nicht, dass die Bilanz<br />

bei den Großen Spielen im vergangenen<br />

Jahr nicht ganz so gut ausgefallen ist. Der Titel<br />

bei den Mertins-Spielen und eine Finalteilnahme<br />

bei den Fritz-Kuhlmann-Spielen, das<br />

kann sich doch sehen lassen. Bis auf die Damen<br />

und Herren AK 40 schlagen alle TVBB-<br />

Teams in der A-Gruppe auf. Insgesamt steht der<br />

TVBB damit hinter dem Verband Niederrhein<br />

und mit Bayern an vorderer Stelle.<br />

Ich möchte die Tradition fortsetzen, dass die<br />

besten Auswahlspieler unseres Verbandes,<br />

wenn sie denn wollen, an den Großen Spielen<br />

teilnehmen. Ich mache mir keine Sorgen, denn<br />

im TVBB gibt es genügend sehr gute Spielerinnen<br />

und Spieler, die auch künftig für ein erfolgreiches<br />

Abschneiden sorgen werden.”<br />

Die Fragen stellte Bernd Prawitz<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 51


TVBB Sport<br />

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Der Neuenhagener Tennisclub hat auch im Jahr <strong>2017</strong> viel vor…<br />

Der NTC 93 in der Gartenstadt<br />

Neuenhagen ist zu beneiden. Die<br />

Mitglieder spielen auf einer der<br />

schönsten Anlagen der Region<br />

und der Club blickt auf ein in jeder<br />

Beziehung erfolgreiches Jahr<br />

zurück. Besonders erfreulich sind<br />

die vielen neuen Mitglieder, die<br />

zum erheblichen Teil durch innovative<br />

Tenniskurse zum NTC 93 gefunden haben. Das<br />

Erfolgsrezept heißt „Fast Learning“, eine durchdachte<br />

Trainingsmethode, die sich an erwachsene Neueinsteiger<br />

wendet. Aber auch Wiedereinsteiger haben in der<br />

Gruppe ein schnelles Erfolgserlebnis. Fast Learning fördert<br />

das Gemeinschaftsgefühl, den Spielspaß und die<br />

Motivation des Einzelnen.<br />

Im Frühjahr geht es dann auch draußen wieder richtig los im Wohlfühlverein<br />

am Rande der Stadt. Der NTC hält viele Ideen und Angebote für seine<br />

Mitglieder und Besucher bereit. So sind unter anderem sechs LK-Turniere<br />

geplant. Der Turnierleiter rechnet wieder mit gutem Besuch – man kommt<br />

gern in die Gartenstadt Neuenhagen.<br />

Neuenhagen Open und mehr . . .<br />

Bereits zum 14. Mal werden in der Zeit vom 5. bis 9. Juli die B1 Sport &<br />

Freizeit Neuenhagen Open ausgetragen.<br />

Bislang immer der gesellschaftliche und sportliche Höhepunkt des Jahres.<br />

Dieses Turnier wird von fleißigen Helfern mit viel Herz und Engagement<br />

organisiert und durchgeführt.<br />

Wir freuen uns jetzt schon auf die vielen Sportler und<br />

Besucher auf der dann wieder herrlich herausgeschmückten<br />

Tennisanlage im Grünen, sagt ein<br />

Vorstandsmitglied.<br />

Das innovative Kurskonzept läuft in Neuenhagen bereits erfolgreich. Der<br />

NTC ist einer der ersten Fast Learning-Stützpunkte der Region. Weitere sollen<br />

folgen. Das Konzept ist ideal für Tennisanlagen und Vereine, die nach<br />

neuen Wegen suchen, um Mitglieder zu werben. Der Neuenhagener TC<br />

hat bereits 18 Neumitglieder durch das moderne Konzept geworben. Interessierte<br />

Verantwortliche aus anderen Tennisclubs können sich gern an<br />

den Sportwart des NTC 93 e.V. wenden.<br />

Tennis ist ein schlafender Riese, wir müssen ihn nur aufwecken und unsere<br />

Chancen nutzen.<br />

Ganz neu im Turnierkalender sind die 1.<br />

Neuenhagen Senior Open, die in der Zeit<br />

vom 29.6. bis 4.7. ausgetragen werden.<br />

Die Veranstalter erwarten eine gute Beteiligung<br />

bei diesem Ranglistenturnier für die ältere<br />

Generation. Die Vorbereitungen für die Turniere laufen<br />

bereits auf Hochtouren.<br />

Zwischen den beiden sportlichen Großereignissen des NTC wird es am<br />

30.6. eine große Playersparty am Rande der Märkischen Schweiz geben.<br />

Vor der herrlichen Kulisse des nahen Bötzsees (siehe Foto oben) warten<br />

Livemusik, Artistik und coole Drinks auf die Besucher. Für die Turnierteilnehmer<br />

sind der Eintritt, der Besuch am Buffet und der Shuttle zur großen<br />

Playersparty selbstverständlich im Nenngeld inbegriffen. Bitte rechtzeitig<br />

anmelden!<br />

www. ntc93.de<br />

52<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


TVBB Sport<br />

Schwapp Tennis Series, powered by SPORTKIND<br />

Die Domstadt Fürstenwalde -<br />

Turnierzentrum Brandenburgs<br />

Seit einigen Jahren werden im Schwapp Tenniszentrum vom<br />

TC Fürstenwalde 2013 jährlich sechs Hallenturniere ausgerichtet.<br />

Es zeichnet sich ab, dass sich die Domstadt zu einem<br />

Turnierzentrum Brandenburgs entwickelt. Immer mehr Talente<br />

und in der Deutschen Rangliste gut platzierte Spieler<br />

- auch aus anderen DTB-Landesverbänden - machen sich auf<br />

den Weg in die Domstadt. An dieser Stelle wird über die Turniere<br />

Nr. 4 ((7. bis 9. Oktober) und Nr. 5 (11. bis 13. November)<br />

sowie über das die Herbst-/Wintersaison 2016/<strong>2017</strong> abschließende<br />

Masters (9. bis 11. Dezember) berichtet.<br />

Turnier Nr. 4<br />

Mehr als 70 Aktive verschiedener Altersklassen<br />

hatten gemeldet. Vor allem die ausnahmslos<br />

jungen Damen boten Tennis von<br />

hervorragendem Niveau.<br />

Sieg für eine, von der man<br />

noch viel hören wird<br />

Dafür sorgte vor allem die erst 13-jährige Amelie-Christin<br />

Janßen (Nummer 4 der Setzliste,<br />

HTV Hannover). Weil sie in der Deutschen Damen-Rangliste<br />

schon auf Platz 377 rangiert,<br />

durfte sie in dieser Konkurrenz starten.<br />

Amelie-Christin, die vor zwei Jahren in der Domstadt<br />

schon ein Jugend-Turnier gewonnen hatte,<br />

trainiert an der Tennisbase in Hannover, einem<br />

Leistungszentrum des Deutschen Tennis<br />

Bundes.<br />

In der Vorschlussrunde traf sie auf die drei Jahre<br />

ältere Jonna Schröder (TV Ost Bremen). Janßen<br />

besiegte sie mit mit hohem Tempo und harten,<br />

präzisen Schlägen souverän mit 6:2, 6:0.<br />

Auch im Finale war wieder ein „Nordlicht“ ihre<br />

Gegnerin, die auch erst 17-jährige Elisa Scholz<br />

(TTK Sachsenwald/SLH), die eine ähnliche Spielweise<br />

hat. Doch konstanter Dauerdruck und<br />

raffinierte, aus dem Feld drehende<br />

zweite Aufschläge sicherten<br />

Janßen den verdienten<br />

7:5, 7:5-Sieg. Sie machte in<br />

entscheidenden Matchsituationen<br />

mit erstaunlicher Cleverness die „Big Points“.<br />

„Es war ein schönes Turnier. Ich komme gern<br />

wieder,“ freute sich die Siegerin.<br />

Amelie-Christin Janßen vom HTV Hannover<br />

Angiffsfreude belohnt<br />

Auch bei den Herren standen Ranglistenspieler<br />

im Finale. Favorit Patrick Fleischhauer (DR 260),<br />

ein 17-jähriger Berliner, der für den TEVC Kronberg<br />

(HTV) aufschlägt, und der Neu-Berliner<br />

Niclas Noll (DR 405), der für den Traditionsclub<br />

1899 Blau-Weiss den Schläger schwingt. Mit<br />

Fleischhauer, der nach guter Vorbereitung auch<br />

gern mal ans Netz geht, dort mit Volleys punktet,<br />

gewann der angriffsfreudigere Akteur nach<br />

6:4, 2:6 im „Elfmeterschießen“ mit 10:2.<br />

In der U14-Konkurrenz konnte auch der gastgebende<br />

TC Fürstenwalde 2013 einen schönen Erfolg<br />

verbuchen. Fabrice Batard Ruiz erreichte als<br />

ungesetzter Spieler mit seinem unerwarteten<br />

6:4, 4:6, 10:8-Sieg über den an Nummer 4 gelisteten<br />

Felix Titschler (BTTC Grün-Weiß) das Halbfinale.<br />

Das Finale jedoch gewann der Neu-Berliner<br />

Oliver Olsson aus Nikolassee gegen Clemens<br />

Intert (SLH).<br />

Überhaupt war erfreulich, dass acht weitere<br />

Spieler aus Vereinen Süd-Brandenburgs wie<br />

dem Lausitzer Tennis Club Cottbus, dem TC Sängerstadt<br />

Finsterwalde oder der BSG Stahl Eisenhüttenstadt<br />

nach Fürstenwalde gekommen waren.<br />

Ihnen merkte man jedoch noch fehlende<br />

Turniererfahrung an. Sie schieden frühzeitig aus.<br />

Turnier Nr. 5<br />

Ein volles 32-er Herrenfeld, eine dominierende<br />

Spielerin bei den Damen und drei<br />

Match-Tie-Break-Entscheidungen in drei<br />

Jugend-Finals kennzeichneten das fünfte<br />

Turnier der Schwapp-Serie.<br />

Weitere Finals im Überblick (Turnier 4)<br />

U14 Julia Zhu (VfK) - Helena Buchwald (TC GW Lankwitz) 7:5, 6:1<br />

Oliver Olsson (TC GW Nikolassee) - Clemens Intert (TC RW Wahlstedt) 6:2, 6:2<br />

U16 David Scheff (SV Zehlendorfer Wespen) - Patrick Rother (TK Blau-Gold Steglitz) 6:3, 7:5<br />

Kirchhoff strauchelt im Finale<br />

In der Herren-Konkurrenz hatte der topgesetzte<br />

Jan Kirchhoff (TV Frohnau) mit glatten Siegen<br />

über Maximilian Witthaus (LTTC “Rot-Weiß”)<br />

und Fabian Brüstle (TC 02 Weinheim) einen sou-<br />

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54<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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TVBB Sport<br />

Die Sieger bei den Aktiven: Adrian Oetzbach (TC Bredeney Essen) und Angelina Wirges (DTV Hannover)<br />

veränen Einstieg. Erstmals gefordert wurde der<br />

Nord-Berliner im Viertelfinale von Finn Stodder<br />

(TC SCC). Der erste Satz stand auf Messers<br />

Schneide, bevor ihn Kirchhoff mit 7:6 für sich<br />

entscheiden konnte. Stodder haderte zu lange<br />

mit dem Satzverlust und verlor Durchgang zwei<br />

klar mit 2:6. Im Halbfinale traf Kirchhoff auf Osman<br />

Torski (Nr. 3, TC Grün-Weiß Nikolassee). Es<br />

entwickelte sich ein gutklassiges Match, das der<br />

erfahrenere Kirchhoff mit 6:4, 6:3 für sich entschied<br />

- Endspielteilnahme. Torski hatte sich zuvor<br />

mit Yannic Mader (Nr. 8, TC 1899 Blau-Weiss),<br />

der lange an der Schulter verletzt war, eine<br />

spannende Auseinandersetzung geliefert, die<br />

zu den besten des Turniers gehörte. Das Duell<br />

der Youngster entschied der Nikolasseeer knapp<br />

mit 4:6, 6:4, 10:7 für sich.<br />

Die unteren Tableauhälfte führte Patrick Fleischhauer<br />

(Nr. 2, TEVC Kronberg) an. Er siegte über<br />

Niclas Pietsch (TC Orange-Weiß Friedrichshagen)<br />

nur knapp (6:4, 6.4) und musste dann im<br />

zweiten Match gegen einen gut aufgelegten<br />

Marvin Schramm (LTTC “Rot-Weiß”) schon alle<br />

Register ziehen, um ihn mit 6:3, 3:6 und 10:7<br />

knapp zu bezwingen. Doch im Halbfinale gegen<br />

Adrian Oetzbach (Nr. 4, TC Bredeney Essen) war<br />

Fleischhauer mit seinem Tennislatein am Ende.<br />

Mit einem klaren 6:3, 6:1 zog der Westfale ins Finale<br />

ein.<br />

Dort schien Oetzbach seine souveräne Vorstellung<br />

fortzusetzen. Satz eins ging sicher mit 6:2<br />

an ihn. Doch dann erwachte Kirchhoffs Kampfgeist.<br />

Dadurch hielt er Durchgang zwei lange<br />

offen, bis Oetzbach mit intelligentem Spiel das<br />

entscheidende Break zum 7:5 gelang, womit er<br />

sich den Turniersieg sicherte.<br />

“Besonders freut mich, dass ich mit Jan Kirchhoff<br />

und Patrick Fleischhauer zwei Spieler bezwingen<br />

konnte, die in der Rangliste etwa 150<br />

beziehungsweise 100 Punkte besser platziert<br />

sind. Das macht meinen Erfolg sehr wertvoll”, so<br />

der Sieger.<br />

Weitere Finals im Überblick (Turnier 5)<br />

U12 Anes Latifovic (LTTC “Rot-Weiß”) - Philipp-Maximilian Hübert (TC Schwarz-Gold) 6:7, 6:3, 10:4<br />

U14 Markus Malaszszak (SV Berliner Bären) - Moritz Kettner (TC 1899 Blau-Weiss) 6:7, 7:5, 10:6<br />

U16 Mikhail Variychuk - Patrick Rother (beide TK BG Steglitz) 7:5, 2:6, 10:7<br />

Wirges gibt nur sechs Spiele ab<br />

Richtig ins Schwitzen kam die 14-jährige Angelina<br />

Wirges (DR 75, DTV Hannover) während des<br />

Turniers nicht. Sie nutze den Abstecher in die<br />

Domstadt, um Matchpraxis und Selbstvertrauen<br />

für die zehn Tage später beginnenden Deutschen<br />

Jugend-Hallenmeisterschaften in Essen<br />

zu sammeln (siehe Seite 13 ff.).<br />

In ihren Matches gegen Christina Schöner (TC<br />

Blau-Weiß Dresden-Blasewitz, 6:0, 6:1) und Leony<br />

Deutschmann (TC Orange-Weiß Friedrichshagen,<br />

6:2, 6:1) bewies sie deutlich ihre<br />

Überlegenheit.<br />

Selbst die zwei Jahre ältere, aufstrebende Adelina<br />

Krüger (DR 247, LTTC “Rot-Weiß”) konnte<br />

ihr im Finale beim 6:1, 6:1 nicht Paroli bieten, so<br />

dass Wirges im Turnierverlauf nur sechs Spiele<br />

abgab.<br />

Masters<br />

Mit dem Masters, zu dem 90 Spieler aus<br />

neun der 18 Landesverbände des Deutschen<br />

Tennis Bund (DTB) gemeldet hatten,<br />

klang das Turnierjahr 2016 im Schwapp<br />

Tenniszentrum aus. Der TC Fürstenwalde<br />

2013 bewies einmal mehr, dass seine Ranglistenturniere<br />

indessen nicht nur einen<br />

festen Platz im Kalender des DTB haben,<br />

sondern auch immer mehr Klasse-Spieler<br />

anlocken. Bei den Aktiven ging es auch um<br />

1400 Euro Preisgeld.<br />

Ein Herren-Finale der Extra-Klasse<br />

Die Herrenkonkurrenz war mit 32 Teilnehmern<br />

am besten besetzt. „Auch aus sportlicher Hin-<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 55


TVBB Sport<br />

auch mit Kopf und dem „gefühlvollen Händchen“.<br />

Prädikat Extra-Klasse! Satz eins gewann<br />

der Friedrichshagener nach 6:6-Zwischenstand<br />

nervenstark im Tie-Break mit 7:4.<br />

Im zweiten Durchgang sah es so aus, als könnte<br />

Gohlke das Blatt noch wenden. Doch bei einer<br />

5:4-Führung nutzte er drei Satzbälle nicht.<br />

Fatehpour dagegen, schaffte mit einigen Assen,<br />

gefühlvollen Stopps und präzise gesetzten Bällen<br />

an die Linien den 6:6 Ausgleich und in einem<br />

weiteren Tie-Break mit 7:5 nicht nur den Satz,<br />

sondern auch den Turniersieg. „Gegen Delf zu<br />

spielen, macht immer Spaß. Aber in dieser Form<br />

gegen ihn zu gewinnen, das ist schon was“, freute<br />

sich der Sieger.<br />

Ostligaspieler Lorenzo Fatehpour (TC Orange-Weiß Friedrichshagen) bezwang in einem<br />

spannenden Finale den erfahrenen Delf Gohlke (LTTC "Rot-Weiß") in zwei Tie-Breaks<br />

sicht war sie der Höhepunkt des Masters, auch<br />

bei höher dotierten Turnieren ist sie oft nicht<br />

besser“, freute sich Veranstalter Sebastian<br />

Herzberg.<br />

Die beiden Finalisten, der schon international<br />

erfahrene Delf Gohlke (Nr. 4, DR 208, LTTC „Rot-<br />

Weiß“) und Ostliga-Spieler Lorenzo Fatehpour<br />

(DR 184, TC Orange-Weiß Friedrichshagen) waren<br />

zwar Mitfavoriten, doch von den Positionen<br />

in der Deutschen Rangliste her waren dort eigentlich<br />

Christoph Uster (DR 130, TC Alfeld/NTV)<br />

und Patrick Fleischhauer (DR 154, TEVC Kronberg/HTV)<br />

erwartet worden. Doch für die beiden<br />

war in der Vorschlussrunde Schluss.<br />

Gohlke warf Uster mit einem klaren 6:3, 6:2-Sieg<br />

aus dem Turnier. Gegen das druckvolle und variantenreiche<br />

Spiel des Berliners hatte der oft unterschnittene,<br />

extrem flach vom Teppichboden<br />

abspringende Rückhandbälle bevorzugende<br />

Niedersachse keine Chance.<br />

Uster hatte zuvor Ben Brandherm (TC Orange-<br />

Weiß Friedrichshagen) deutlich sowie Alonso<br />

Renard (TV Frohnau; 6:4,, 7:6) aus dem Turnier<br />

genommen.<br />

Fatehpour, der in den vergangenen zwei Jahren<br />

nochmals enorm an Stärke gewonnen hat,<br />

spielte sich mit sicheren Zwei-Satz-Siegen gegen<br />

Niklas Fleischhauer (Siemens TK Blau-Gold)<br />

und gegen den lange an der Schulter verletzten<br />

Yannic Mader (TC 1899 Blau-Weiss) in die Vorschlussrunde.<br />

In der traf der Friedrichshagener<br />

auf den Zweitgesetzten Patrick Fleischhauer<br />

und ließ ihm beim 6:3, 6:2 keine Chance.<br />

Im Finale zeigten Fatehpour und Gohlke dann<br />

Tennis, wie man es in Berlin-Brandenburg nicht<br />

all zu oft sieht: tempohart, angriffsfreudig, aber<br />

Weitere Finalergebnisse (Masters)<br />

U12 Julia Zhu (VfK) - Helena Buchwald (TC GW Lankwitz) 2:6, 6:2, 10:4<br />

Matti Freitag (SC Ostseebad Boltenhagen) - Paul Gröning (TV Ost Bremen) 6:1, 6:1<br />

U14 Oona Kintscher - Anastasia Nadin Wadi (beide TC SCC) 6:2, 3:6, 10:7<br />

Georg Eduard Israelan (Lübecker BV Phönix) - Ruben Hartig (BTC 1904 Grün-Gold) 7:6, 6:2<br />

Eine Außenseiterin siegt<br />

Im 16-er Feld der Damen galt Bernadette Dornieden<br />

(DR 246, TSC Göttingen) als Favoritin.<br />

Nach einem leichten Aufgalopp gegen die Polin<br />

Julia Jedrzejczak aus Warschau (6:0, 6:1) scheiterte<br />

sie jedoch bereits im Viertelfinale mit 3:6,<br />

6:7 an Alisia Gleixner (Der Club an der Alster).<br />

Und die Hamburgerin setzte ihren Siegeszug<br />

fort: Mit 6:1, 6:2 gegen Karolina Aleksandrowicz<br />

(TC Schwarz-Gold) zog sie ins Finale ein.<br />

Dort erwartete sie die an Nummer zwei der<br />

Setzliste stehende Emma Gevorgyan (DR 327,<br />

LTTC “Rot-Weiß”). Nach einem 6:0, 6:0-Sieg über<br />

Lina Brandt (TC 1899 Blau-Weiss) hatte diese<br />

schon im Viertelfinale gegen Sofiya Afandieva<br />

(TC Grün-Weiß Nikolassee) mehr zu kämpfen,<br />

als ihr lieb war. Sie gewann nach einem 6:2, 7:5<br />

Zwischenstand am Ende den Match-Tie-Break<br />

routiniert mit 10:5.<br />

Im Halbfinale traf Gevorgyan auf die an der Tennisbase<br />

Hannover trainierende Lola Glantz, die<br />

schon ein Turnier in Fürstenwalde gewonnen<br />

hatte. Es war ein Match mit langen Rallyes. Das<br />

Ergebnis von 6:2, 6.3 täuscht etwas über den realen<br />

Spielverlauf, denn Glantz stemmte sich vehement<br />

gegen die Niederlage.<br />

Im Finale gegen Gleixner machte sich dann bei<br />

der “Rot-Weißen” bemerkbar, dass sie durch eine<br />

starke Erkältung gehandicapt war. Konnte sie<br />

in Satz eins noch mithalten, ging der Berlinerin<br />

in Durchgang zwei buchstäblich die Luft aus.<br />

Gleixner gewann mit 6:4, 6:2 - Masters-Sieg.<br />

Zu den Zuschauern bei einigen Matches zählten<br />

auch etwa 25 Schüler des Fürstenwalder<br />

Oberstufenzentrums Oder-Spree. Sie haben<br />

sich zeitweilig für Tennis als Wahl-Pflichtfach<br />

entschieden.<br />

Texte und Fotos: Bernd Prawitz<br />

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56<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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TVBB Sport<br />

Foto links: Mit dicken Backen zum Sieg in der U12: Philip Hüber (TC Schwarz-Gold) Foto re. Nadja Meier (TC Grün-Weiß Nikolassee) schaffte es ins Damenfinale<br />

4. Robinson Club Fleesensee Tennis Challenge 2016, präsentiert von f. becker_line<br />

Siegerpokale gehen nach Wahlstedt<br />

Unter den 64 Teilnehmern der diesjährigen<br />

Fleesensee Challenge in<br />

Göhren-Lebbin (Mecklenburg-Vorpommern)<br />

waren 23 TVBB-Vertreter.<br />

Allein im kompletten 32-er Feld<br />

der Herren schlugen 11 Berliner auf.<br />

Bei den Damen waren es drei, von<br />

denen vor allem Nadja Meier (TC<br />

Grün-Weiß Nikolassee) mit der Finalteilnahme<br />

überzeugte. Einen Siegerpokal<br />

von der U12-Konkurrenz<br />

brachte Philipp Hübert (TC Schwarz-<br />

Gold) mit in die Hauptstadt.<br />

Die Turniere in der schönen Tennishalle des Golf<br />

und Country Club Fleesensee sind immer besser<br />

besetzt. Das war bei der 4. Robinson Club Fleesensee<br />

Challenge (18. bis 20. November 2016)<br />

augenfällig. “Mit einer Dame aus den Top 100<br />

der deutschen Rangliste und zwei Herren, die<br />

kurz vor dem Einzug in diesen Elitekreis stehen,<br />

war Klasse-Tennis garantiert“, freute sich Turnierleiter<br />

Sebastian Herzberg. Im 32-er Feld der Herren<br />

wurde Leonard von Hindte (DR 102, TC Rot-<br />

Weiß Wahlstedt) seiner Rolle als Turnierfavorit<br />

vollauf gerecht. Der Akteur aus dem schleswigholsteinischen<br />

Leistungszentrum startete mit<br />

einem 6:0, 6:0 gegen den Hamburger Roman<br />

Runger (Uhlenhorster HC). Auch mit dem an<br />

Nummer acht gesetzten Marvin Schramm (LTTC<br />

„Rot-Weiß“) machte er kurzen Prozess: 6:4, 6:0.<br />

Philipp Eberhard im Halbfinale<br />

Erst im Halbfinale wurde er richtig gefordert, und<br />

zwar von Philipp Eberhard (DR 480, TC 1899 Blau-<br />

Weiss). Würde der Berliner für eine weitere Überraschung<br />

sorgen können? Denn in der Runde der<br />

Sieger und Siegerin vom TC Rot-Weiß Wahlstedt: Leonard von Hindte und Amelie Intert<br />

letzten Acht hatte er beim 6:3, 6:3-Sieg über den<br />

im DTB-Ranking fast 150 Plätze besser platzierten<br />

Lucas Hellfritsch (TC Rot-Weiß Wahlstedt)<br />

schon eine geschafft. Gegen den topgesetzten<br />

von Hindte war Eberhard am Anfang auf Siegeskurs.<br />

Er gewann Satz eins mit 6:3, weil er seinem<br />

Gegner zweimal den Aufschlag abnehmen<br />

konnte. Das wurmte den Favoriten, der in Durchgang<br />

zwei ein Break schaffte – 6:4, damit Satzausgleich.<br />

Sebastian Herzberg: „Im zweiten Satz<br />

hatte Eberhard durchaus Chancen, das Match<br />

für sich zu entscheiden. Diese nutzte er nicht.“<br />

Über den Einzug ins Finale musste deshalb das<br />

Match-Tie-Break entscheiden. Bei diesem spielte<br />

der Wahlstedter seine ganze Turniererfahrung<br />

aus, hatte beim 10:5-Sieg das glücklichere Händchen.<br />

Von Hindte war auch im Finale gegen Juri<br />

Reckow (Klipper THC/HAM) in allen Belangen der<br />

klar Bessere, gewann die etwas spannungslose<br />

Begegnung ungefährdet mit 6:0, 6:3. Sein Clubkamerad<br />

Tomas Charlos (Nr. 2 der Setzliste, DR<br />

127) war im Halbfinale unerwartet an Reckow<br />

(Nr. 7) mit 6:3, 5:7, 5:10 gescheitert.<br />

Topgesetzte gewinnt<br />

In der Damenkonkurrenz war Amelie Intert<br />

(DR 73, TC Rot-Weiß Wahlstedt) erfolgreich. Sie<br />

„schoss“ im Viertelfinale Oliwia Kempinski (TC<br />

Lerchenbühl Bayreuth/BTV) mit 6:2, 6.0 regelrecht<br />

vom Platz und war auch im Halbfinale<br />

beim 6:2, 6:3 gegen Alicia Melosch (DR 146, SpV<br />

Blankenese/HAM) die klar bessere Spielerin.<br />

Im Finale traf die 20-jährige Intert auf die aufstrebende,<br />

fünf Jahre jüngere Berlinerin Nadja<br />

Meier (DR 115, TC Grün-Weiß Nikolassee). Es<br />

entwickelte sich ein gutklassiges, ausgeglichenes<br />

Match. Beide schlugen gut auf, Intert punktete<br />

oft mit Tempowechsel und gekonntem<br />

Rückhand-Slice, der Berlinerin gelangen einige<br />

unerreichbare Bälle mit Winkelschlägen à la<br />

Angie Kerber. Die Wahlstedterin gewann Satz<br />

eins durch einen Aufschlagverlust Meiers knapp<br />

mit 6:4. Eng ging es auch in Durchgang zwei zu.<br />

Meier hatte bei einer 4:1-Führung die Chance<br />

zum Satzausgleich.<br />

Doch Intert kämpfte sich auf 5:5 heran, annullierte<br />

bei eigenem Service mit zwei aufeinander<br />

folgenden Assen die 6:5-Führung Meiers – Tie-<br />

Break. Der war bis zum 3:3 ausgeglichen. Dann<br />

erspielte sich Intert vier aufeinander folgende<br />

Punkte zum verdienten 7:6(3)-Sieg.<br />

Text und Fotos: Bernd Prawitz<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 57


TVBB Sport<br />

Erstmals in der Siegerliste: Linus Mattheis (TC Victoria Pankow, l.) und der Seriensieger in der U10: Carl Radtke (LTTC “Rot-Weiß”, r.)<br />

© Bernd Prawitz<br />

LTTC “Rot-Weiß”: Kids Cup mit Race-Wertung (J 3)<br />

Hochbetrieb im Tennis-Mekka<br />

Gedränge in Berlins größter Tennishalle<br />

im Sangerhauser Weg am<br />

Rande des Britzer Gartens. Fast wie<br />

zu Zeiten der Bundesgartenschau<br />

1985. Für sie wurde die Halle gebaut,<br />

die heute zehn Tennisplätze<br />

beherbergt und im Winter auch Austragungsort<br />

des KIds Cups ist. Ein<br />

Tennis-Mekka in der Hauptstadt.<br />

Bei den Jungen heißt der Sieger Linus Max Mattheis<br />

(TC Victoria Pankow). Der kleine Verein<br />

aus dem Norden Berlins schickt immer wieder<br />

neue Kids zu diesem Turnier, nie ohne Trainer.<br />

Im Endspiel traf Linus auf den erst sechs Jahre<br />

alten, technisch schon sehr versierten Kevin Fri-<br />

Für das in J3 aufgewertete Turnier hatten wieder<br />

fast 90 Kinder der Altersklassen U8, U10 und<br />

U12 aus Vereinen Berlins, Brandenburgs und<br />

Sachsen-Anhalts gemeldet. Es gab Jubel und<br />

Trubel, Tränen und vor allem Tennis, das ansehenswert<br />

war.<br />

U8: Immer neue Namen in den Siegerlisten<br />

Es liegt in der Natur der Sache, dass bei den<br />

Jüngsten immer neue Namen in den Siegerlisten<br />

auftauchen. Immer mehr U8-Spieler sammeln<br />

bei diesem Einsteiger-Event erste Turniererfahrungen.<br />

So auch Marie Jolie Persike (TC<br />

Rot-Weiß Seeburg), die aus einer tennisbegeisterten<br />

Familie kommt. In ihren drei Partien des<br />

Hauptfeldes gab sie keinen Satz und nur vier<br />

Spiele ab. Ihre makellose Bilanz: 6:0 Matchpunkte.<br />

Das entscheidende Spiel gegen die zweitplatzierte<br />

Elisa Helene Kamowski (4:2 Matchpunkte,<br />

FVT Heilandsweide) gewann Marie Jolie<br />

glatt mit 4:0, 4:0. Dritte wurde Julia Hofmann<br />

(2:4 Matchpunkte, LTTC “Rot-Weiß”).<br />

Siegerehrung der U8 und U10 durch Turnierorganisator Lars Haack © Bernd Prawitz<br />

58<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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TVBB Sport<br />

Siegerin der U12: Friederike Dobrott (Grunewald TC) © Claudio Gärtner<br />

Sieger der U12: Max Heidolf (SV Zehlendorfer Wespen) © Claudio Gärtner<br />

cke (VfK). Er besiegte ihn mit 4:3, 4:1. Um Platz<br />

drei setzte sich Anton Ewert (TC Rot-Weiß Seeburg)<br />

gegen Lazar Cvisic (SC Siemensstadt) mit<br />

4:2, 4:1 durch.<br />

U10: Wer, wenn nicht Carl<br />

Aus dem Talentepool der SV Zehlendorfer Wespen<br />

kommt die neunjährige Siegerin Lykka Kuß.<br />

Sie spielte sich im Hauptfeld mit Siegen über<br />

Svava Schroeder (SG Einheit Stendal, 4:3, 4:3)<br />

und Anna Persike (TC Rot-Weiß Seeburg, 4:0,<br />

4:1) zum Sieg. Das kleine Finale war eins der<br />

spannendsten und kampfbetontesten Matches.<br />

Svava Schroeder gewann dank guter Nerven im<br />

Match-Tie-Break mit 1:4, 4:3, 10:5 gegen Delphine<br />

Eichholz (Berliner Sport-Club).<br />

Bei den Jungen zog einmal mehr Carl Radtke<br />

(LTTC “Rot-Weiß”) ungefährdet seine Kreise. Aus<br />

der Quali kam er mit weißer Weste (4:0 Matchpunkte).<br />

Im Hauptfeld schickte er seinen Clubkameraden<br />

Luca Schiller vorzeitig mit 4:1, 4:0<br />

nach Hause. Und im Finale machte Carl mit harten<br />

Aufschlägen und gut gesetzten Bällen beim<br />

4:1, 4:1 auch mit Stefan Fricke (VfK) kurzen Prozess.<br />

Sicher war es Carls letztes Kids Cup-Match<br />

in der U10, denn er hat die Erlaubnis des TVBB-<br />

Verbandsjugendwarts, schon früher in der U12<br />

zu spielen (siehe auch Seite XX).<br />

Bei seinen zwei Qualifikationsspielen für das<br />

Hauptfeld hatten TVBB-Trainer auch Jan-Niklas<br />

Buchwald (TC Grün-Weiß Lankwitz) beobachtet.<br />

Er hatte sie mit guter Technik und schon<br />

ausgeprägter Spielübersicht überzeugt, ihn in<br />

den Verbandskader der U10 zu berufen. Dort<br />

trainiert auch schon seine Schwester Helena in<br />

der U12. Im Hauptfeld unterlag Jan-Niklas dem<br />

Friedrichshagener Benotto Schmidt. Aber Ergebnisse<br />

sind nicht immer alleiniger Spiegel des<br />

Talents.<br />

U12: Tie-Break-Könige und Spielausfälle<br />

Beeindruckend in den beiden U12-Konkurrenzen<br />

war der Kampfgeist der Kids. Bei den Jungen<br />

gingen zwei Begegnungen in den Match-<br />

Tie-Break. Bei den Mädchen war es doppelt so<br />

viele.<br />

Aus den acht Qualifikationsgruppen hatten sich<br />

die jeweiligen Ersten ins Hauptfeld gespielt.<br />

In dem erwies sich Friederike Dobrott (Grunewald<br />

TC), die seit Jahren beim Kids Cup meldet,<br />

als beste Spielerin. Sie warf Zizou Eichholz<br />

(Berliner Sport Club) mit 6:2, 6:1 und Martha<br />

Wojciechowski (SV Zehlendorfer Wespen) mit<br />

6:4, 6:3 aus dem Rennen - Finale. Dorthin war<br />

mit Siegen über Maria Victoria Brederlow (BTTC<br />

Grün-Weiß, 6:1, 6:1) und Fiona Kramer (Zehlendorfer<br />

TuS, 6:0, 6:0) auch Friederike Egner (BSV<br />

1892) gekommen.<br />

Im ersten Satz sah es so aus, als würde Egner das<br />

Endspiel klar dominieren. Sie gewann ihn überlegen<br />

6:1. In Durchgang zwei umgekehrte Vorzeichen.<br />

Jetzt war Dobrott im Match, jagte ihre<br />

Kontrahentin übers Feld - 6:2. Entscheidung im<br />

Match-Tie-Break. In dem lastete das Ergebnis<br />

des zweiten Satzes wie ein mit schweren Steinen<br />

gefüllter Rucksack auf den Schultern von<br />

Egner. Sie machte keinen Punkt, Dobrott gewann<br />

10:0!<br />

Im ersten Match musste Max Heidolf (SV Zehlendorfer<br />

Wespen), der als Lucky Loser ins<br />

Hauptfeld gekommen war, gegen Gregor Heinemann<br />

(TC Grün-Weiß Nikolassee) gleich richtig<br />

ran. Er verlor Satz eins 6:7 im Tie-Break. Doch<br />

dann drehte er auf - 6:0. Einmal in Fahrt, sicherte<br />

er sich den Match-Tie-Break mit 10:6. Das Halbfinale<br />

gewann er kampflos, da Lennert Jürgensen<br />

(LTTC “Rot-Weiß”) nicht antreten konnte. Nach<br />

einem Match im Finale, nicht gerade alltäglich.<br />

Nicht anders erging es Benjamin Popp (TC BSC<br />

Süd 05 Brandenburg), der schon Kids Cup-Pokale<br />

im Schrank zu stehen hat. Im Semifinale traf<br />

er auf Gabriel Linovic (TC Rot-Gold Rehberge),<br />

bezwang ihn 6:0, 7:6.<br />

Der erste Satz des Endspiels ging noch mit 6:4<br />

an den blonden Brandenburger. Das spornte<br />

Heidolf an. Er sicherte sich Durchgang zwei<br />

mit 6:3. Entscheidung im “Elfmeterschießen”.<br />

Mal führte der eine, mal der andere. Bei 8:8 ein<br />

“Break” des Berliners. Die Gunst des Moments<br />

nutzte er zum siegbringenden 10:8.<br />

Turnierleiter Lars Haack: “Es ist jedesmal schön<br />

zu sehen, welche Fortschritte viele Kids von Turnier<br />

zu Turnier machen.”<br />

Bernd Prawitz<br />

Tennisverband Berlin-Brandenburg e.V.<br />

Hüttenweg 45 · 14195 Berlin<br />

Telefon: 0 30 / 89 72 87 30 (wochentags 10:00 –14:00 Uhr)<br />

Telefax: 030 / 89 72 87 01<br />

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Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 59


TVBB Sport<br />

TSV Zarpen (SLH):12. Lübecker Welsbachhallen Junior Cup (J3)<br />

Berliner Junioren erfolgreich<br />

Helena Buchwald <br />

© Sarah Buchwald<br />

Für drei TVBB-Nachwuchsspieler hat sich<br />

die Reise zum sehr gut besetzten diesjährigen<br />

Lübecker Welsbachhallen Cup (11. bis<br />

13. November) gelohnt.<br />

Helena Buchwald (TC Grün-Weiß Lankwitz) kam<br />

mit einem geschmackvoll gestalteten Siegerpokal<br />

nach Hause. Bei den Juniorinnen U12 startete<br />

sie mit zwei 6:0, 6:0-Siegen ins Turnier. Erste<br />

Herausforderung war das Halbfinale gegen Michelle<br />

Weinstock ((International Tennis Academy),<br />

gegen die sie eine Woche zuvor bei einem<br />

Turnier in Hollenstedt (Niedersachsen) noch<br />

verloren hatte.<br />

Auch in Lübeck hatte Helena in Satz eins mit<br />

3:6 das Nachsehen, holte sich aber Durchgang<br />

zwei mit 6:4 - Match-Tie-Break. Die Berlinerin<br />

bewies Nervenstärke, ihr glückte die Revanche<br />

mit 10:6. Im Finale traf sie auf Julia Kämmerer<br />

(TC Elbmarsch/NTV). Nach 2:6, 7:5 wieder “Elfmeterschießen”.<br />

Helena schaffte mit 10:6 den<br />

Turniersieg.<br />

Bei den Mädchen der U14 war Luca Bohlen (TC<br />

1899 Blau-Weiss) die Favoritin. Sie spielte sich<br />

auch sicher in die Schlussrunde. Dort musste sie<br />

sich Ester Katharina Pataki (THK Rissen/HAM) jedoch<br />

mit 0:6, 6:3, 7:10 knapp geschlagen geben.<br />

Bei den Jungen U14 erreichte der ungesetzte Kiyan<br />

Santino Kasemi (LTTC “Rot-Weiß”) das Halbfinale.<br />

Das verlor er gegen Laurent Baese (TSV<br />

Holm/SLH) mit 2:6, 0:6.<br />

TC Lichtenrade Weiß-Gelb: Kids-Weihnachtscup 2016<br />

Stefan Fricke überzeugt<br />

Beim erstmalig ausgetragenen TCL-Kids-<br />

Weihnachtscup konnte einmal mehr toller<br />

Sport unserer Jüngsten beobachtet<br />

werden.<br />

41 Teilnehmer schlugen in den beiden Konkurrenzen<br />

U8 und U10 auf. Bei den Älteren setzte<br />

sich Stefan Fricke (VfK) in spannenden Matches<br />

am Ende knapp gegen Luk Gronau (TC Kleinmachnow)<br />

durch. Dritter Wurde Felix Triquart<br />

(SV Zehlendorfer Wespen), der sich gegen Konstantin<br />

Klein (TC Dahlem) behauptete.<br />

Die U8 der Jungen dominierte „Lokalmatador“<br />

Tim Wegener, der seine „U8-Karriere“ mit einem<br />

Sieg abschloss. Im Finale bezwang er den jahrgangsjüngeren<br />

Filo Wüst (BHC). Dritter wurde<br />

der erst 2010 geborene Kevin Fricke (VfK), der<br />

im kleinen Finale Elisa Karnowski (SG Heilandsweide)<br />

besiegte.<br />

Text: Laura Jähnel, Sascha Lehmann<br />

Brandenburg-Nord, TC Wusterhausen: 10. Dosse Hallen-Cup<br />

Kleines Jubiläum, tolle Spiele<br />

Wer hätte vor zehn Jahren daran gedacht,<br />

dass Tennis-Turniersport in einer Schwingbodenhalle<br />

überhaupt möglich ist. Zunächst<br />

war es ein „Versuchsballon“ auf fünf<br />

eingerichteten Kleinfeldern.<br />

In den folgenden Jahren entdeckten immer<br />

mehr Teilnehmer dieses Turnier. So mancher<br />

von ihnen und auch Gewinner aus den Vorjahren,<br />

sind heute Schiedsrichter, oder wie Martin<br />

Kuska, selbst Turnierleiter.<br />

Zur zehnten Auflage kamen Meldungen vom TC<br />

Frankfurt/ Oder und aus den Berliner Vereinen<br />

VfK, Sutos 1917 und dem TC SCC, vom TV Rathenow<br />

und natürlich vom Gastgeber, dem TC<br />

Wusterhausen.<br />

60<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Stolz zeigen Sieger und Platzierte ihre Pokale<br />

Auf den zwei Kleinfeldern spielten die Mädchen<br />

und Jungen unter acht Jahren. Katharina Winkler<br />

(TC SCC) gewann alle vier Spiele relativ klar<br />

und wurde verdiente Siegerin. Auf den weiteren<br />

Plätzen folgten Rike Voss und Lucie Reinhold<br />

(beide TC Frankfurt/O.) und Ellen Westphal vom<br />

heimischen TC Wusterhausen.<br />

Im Feld der Jungen dominierten die Berliner<br />

Adil Zolic (Sutos) und Kevin Fricke (VfK).<br />

Im Finale setzte sich Adil gegen Kevin ganz<br />

knapp mit 8:11, 11:4, 7:6 durch. Mit seinen erst<br />

sechs Jahren hat Kevin schon hervorragend gespielt.<br />

“Er geht seinen Weg”, meinten die anwesenden<br />

Trainer. Die Plätze drei und vier erreichten<br />

die einheimischen Norman Bresch und Jan<br />

Niclas Behn.<br />

Auf drei Midcourt-Feldern spielten Mädchen<br />

und Jungen der U10. Dabei machten es die<br />

Mädchen besonders spannend, denn die Siegerin<br />

konnte erst nach Satzauszählung ermittelt<br />

werden, da jedes Mädchen drei Matches gewonnen<br />

hatte. Mit einem Satz Vorsprung wurde<br />

Laurena Maaß (TV Rathenow) erste, gefolgt von<br />

Nele Pogodda (TC Wusterhausen) und Lana Reinecke<br />

(TV Rathenow).<br />

TVBB Sport<br />

In zwei Vorrunden spielten sich die besten<br />

10-jährigen Jungen in die Finalrunde. Tolles Tennis<br />

sahen die Zuschauer dann im Endspiel. Konrad<br />

Priebe (TC Frankfurt/O.) holte sich mit 7:11,<br />

11:10, 7:2 den Turniersieg gegen Stefan Fricke<br />

(VfK). Auf den weiteren Plätzen folgten die<br />

Frankfurter Marek Reinhold und Kennet Stabe.<br />

Es war wieder ein schönes Turnier mit geschmackvollen<br />

Pokalen und Preisen für die erfolgreichsten<br />

Teilnehmer, sowie Erinnerungs-<br />

Medaillen für alle Starter. Die Mädchen und<br />

Jungen des TC Frankfurt/O. erzielten die besten<br />

Plätze aller teilnehmenden Vereine. Die „Glorreichen<br />

Sieben“ erhielten dafür einen großen<br />

Mannschaftspokal.<br />

Das rührige Organisationsteam sorgte für eine<br />

reibungslose Turnierleitung, aufmerksame<br />

Schiedsrichter und gute Versorgung - dafür<br />

herzlichen Dank. Viele Kinder wollen <strong>2017</strong> zum<br />

11. Dosse Hallen-Cup gern wiederkommen.<br />

Text und Fotos: Fritz Meyer, TC Wusterhausen<br />

Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus:<br />

Hallen-Regionalmeisterschaft der Herren<br />

Jan Pirnack bleibt die Nummer eins<br />

Mit 6:0, 6:0 gegen Martin Krause (Herzberger<br />

TC Grün Weiß), Folke Stabe 6:4, 6:0 (TC<br />

Frankfurt/O.) und einem klaren 6:1, 6:2-Finalsieg<br />

gegen den an Nummer zwei gesetzten<br />

Jens Pohle vom SV Großräschen hat Jan<br />

Pirnack (SG Forst) seinen Regionalmeister-<br />

Titel von Süd-Brandenburg verteidigt.<br />

Bei den Hallen-Titelkämpfen der Herren im<br />

Sport-Park Cottbus-Gallinchen (10. bis 11. Dezember)<br />

konnte auch diesmal kein Konkurrent<br />

aus Märkisch-Oderland, dem Fläming oder der<br />

Lausitz dem Neißestädter ein Bein stellen. Jan<br />

Pirnack ist und bleibt vorerst die<br />

Nummer eins im Herren-Tennis<br />

des südlichen Verbandsgebiets.<br />

Jens Pohle, mit 40 Jahren im September<br />

erst jüngster Regionalmeister<br />

der Senioren geworden,<br />

hatte sich mit Erfolgen über Ingo<br />

Konjen (6:0, 6:0), Mike Fuchs (beide<br />

SG Forst, 3:6, 6:1, 7:6 (4) und<br />

Meik Blume (TC Frankfurt/O., 7:5,<br />

6:4) die Finalteilnahme und den Vizemeister-Titel<br />

redlich verdient. Meik Blume und Folke Stäbe<br />

teilten sich Rang drei.<br />

Jens Pohle (r.) gratuliert Jan Pirnack zum Titel<br />

Eine Damenkonkurrenz kam wegen fehlender<br />

Meldungen nicht zustande.<br />

Text und Foto: Werner Ludwig<br />

Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus: Hallen-Regionalmeisterschaften Mixed<br />

Udich/Pirnack verteidigen Titel<br />

Bei den Hallen-Regionalmeisterschaften<br />

haben Nadine Udich und Jan Pirnack (LTC<br />

Cottbus/SG Forst) ihren Titel im Gemischten<br />

Doppel verteidigt.<br />

In überzeugender Manier verwiesen sie im<br />

Sport Park Cottbus-Gallinchen (19. November)<br />

Eileen Kobus/Wilhelm Kellner (SG Enheit Spremberg)<br />

mit 6:1, 6:0 auf Platz zwei.<br />

Den dritten Rang erkämpften sich Annabell<br />

Heinrich/Paul Michelchen vom LTC Cottbus mit<br />

6:1, 6:4 gegen Katrin und Robert Rabe (TC Blau<br />

Weiß Guben).<br />

In der Altersklasse 30 behaupteten sich Doreen<br />

Krautzig/Thomas Ludwig (LTC Cottbus/TV Vet-<br />

Nadine Udich (r., LTC Cottbus) und Jan Pirnack (SG<br />

Forst) wurden wieder Regionalmeister im Mixed<br />

Doreen Krautzig (r, LTC Cottbus) und Thomas<br />

Ludwig (TV Vetschau) siegten in der AK 30<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 61


TVBB Sport<br />

schau) mit einem 6:2, 7:5 vor Yvonne Linack/<br />

Marco Fiedler (TC Lindenau) und Susann Donath/Ralf<br />

Radfan (TC Blau Weiß Guben).<br />

Den Titel in der AK 40 entführten Kathrin Wolff /<br />

Alf Wenda zum TC Frankfurt/Oder. Sie besiegten<br />

im Finale Ute Arend/Michael Urban (TV Vetschau)<br />

mit 6:2, 6:0. Dritte wurden Katja Helmeke/Erhard<br />

Wolf (SG Sielow).<br />

Die vielfach bewährte Paarung Simone Wilhelm/Martin<br />

Baldzer (Luckenwalder TC/SV<br />

Großräschen) setzte sich auch diesmal bei den<br />

Senioren der AK 50 gegen Katrin Köhler/Ben-Ulf<br />

Hohbein (TC Frankfurt/Oder) mit 6:2, 6:2 durch.<br />

Platz drei belegten Monika Lehmann/Wolfgang<br />

Petzold (SG Sielow/Cottbuser TV 92).<br />

Text und Fotos: Werner Ludwig<br />

Brandenburg-Süd: Sport-Park Cottbus, Neujahrsturnier<br />

Starke Resonanz<br />

Sechsunddreißig Damen und Herren aus<br />

Cottbus, Guben. Lübben, Spremberg,<br />

Sielow und Berlin eröffneten am 8. Januar<br />

im Sport Park Cottbus die Wettkampf-Saison<br />

<strong>2017</strong> von Süd-Brandenburg.<br />

Beim erstmals als offenes Doppel-Turnier in drei<br />

Konkurrenzen (Damen, Herren, und Mixed) veranstalteten<br />

Neujahrs-Turnier sah sich die Turnierleitung<br />

auf Grund der erfreulich hohen Teilnehmerzahl<br />

gezwungen, alle Wettkämpfe auf<br />

drei Hallen-Plätzen nur in einem Gewinnsatz<br />

auszutragen.<br />

Sieger der Herren wurden Steffen Herzog / Daniel<br />

Baum vom TC Blau Weiß Guben mit 6:2 gegen<br />

Christian Kirschke/Paul Michelchen (LTC<br />

Cottbus). Platz drei belegten ManuelRappert/<br />

Achim Schulz (LTC Cottbus) und Hans-Joachim<br />

Petrick (Einheit Spremberg)/Klaus Menke (TC<br />

Weiß-Gelb Falkensee.<br />

In einer Fünfer-Gruppe (Jeder gegen Jeden)<br />

sicherten sich Susi Donath/Kerstin Rabe (Guben)<br />

den Sieg bei Damen vor<br />

Antje Klötzer/Anke Szymanski<br />

(LTC Cottbus), Kerstin Milling/<br />

Monika Lehmann (SG Sielow),<br />

Luisa Bandmann/Annabell<br />

Heinrich (LTC Cottbus) und Pia<br />

Espe/Manuela Wolfram (Cottbuser<br />

TV 92).<br />

Keineswegs überraschend kam<br />

der Erfolg von Eileen Kobus/<br />

Wilhelm Kellner im Gemischten<br />

Doppel; waren beide Spremberger<br />

schon beim Lausitzer<br />

Jahresabschluss-Turnier<br />

sowohl im Damen- als auch im<br />

Herren-Einzel die Gewinner.<br />

Diesmal gemeinsam bezwangen<br />

sie als Gruppen-Erste auch<br />

im Halbfinale der KO-Runde das starke Gubener<br />

Duo Susi Donath/Ralf Radfan 6:4 und im Finale<br />

die Paarung Simone Pigorsch/Daniel Baum<br />

Die Sieger des Neujahrsturniers: Susi Donath/kerstin Rabe (l.<br />

Damen-Doppel), Steffen Herzog/Daniel Baum (Herren-Doppel). Vorn:<br />

Wilhelm Kellner/Eileen Kobus (Mixed)<br />

(Aktiv Lübben/BW Guben) mit dem gleichen<br />

Ergebnis.<br />

Text und Foto: Werner Ludwig<br />

Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus: 17. Kleinfeld-Turnier U10<br />

Beide Sieger kommen vom TC Frankfurt/Oder<br />

Zum 17. Kleinfeld-Turnier der U10 hatte der<br />

Sport Park Cottbus-Gallinchen am 12. November<br />

eingeladen.<br />

Besondere Teilnahmeresonanz kam mit vier<br />

Mädchen und acht Jungen vom Tennisclub<br />

Frankfurt/Oder, der auch mit fünf Medaillen-<br />

Plätzen am erfolgreichsten war.<br />

Johanna Bamberg und Shawn-Luca Wenda verteidigten<br />

ihre Vorjahres-Titel. Johanna Bamberg<br />

besiegte nach dem Halbfinal-Erfolg gegen Lucie<br />

Reinhold auch Rieke Voss (alle TC Frankfurt/<br />

Oder) im Finale mit 4:2, 4:2. Platz drei sicherte<br />

sich Lucie Reinhold mit 4:0, 4:3 gegen Nele Merboth<br />

(TV 1861 Forst).<br />

Shawn-Luca Wenda war im Finale mit mit 4:2,<br />

4:2gegen Konrad Priebe erfolgreich. Zuvor hatte<br />

er Silas Bohm (beide TC Frankfurt/Oder) und<br />

Bowdy Arnold (TV 1861 Forst) besiegt.<br />

Platz drei belegte Patryk Oskwarek (Tennisschule<br />

Kaiser).<br />

Die Sieger: Shawn-Luca Wenda und Johanna Bamberg<br />

Erneut geht ein großes Dankeschön an die Turnierleitung<br />

vom Sport Park Cottbus, die mit großer<br />

Unterstützung durch die Frankfurter Verbandsliga-Spieler<br />

Folke Stabe und Alf Wenda<br />

(Pokale) sowie an die Tennisschule Kaiser, die<br />

Firma „Spiele Max“ und die Sparkasse Spree-<br />

Neiße, die alle zum wiederholten Mal ein Herz<br />

für diese Veranstaltung hatten.<br />

Text und Foto: Werner Ludwig<br />

62<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


TVBB Sport<br />

v.l.: Sieger Wilhelm Kellner und die Platzierten Ralf Radfan und Cajetan Meßer<br />

v.l.: Katrin Noack siegte bei den Damen vor Luisa Bandmann und Eileen Kobus<br />

Brandenburg-Süd, Sportpark Cottbus: Jahresabschlussturnier<br />

Spremberger Talent gewinnt<br />

Der Sport-Park Cottbus hatte am 3. Dezember<br />

zum traditionellen Jahresabschluss-Turnier<br />

eingeladen. Mit dieser beliebten Veranstaltung<br />

bedankt sich die Sportstätte an<br />

der Peripherie der Stadt jährlich beim Tennis-Verband<br />

Berlin-Brandenburg für das gute<br />

Zusammenwirken bei Regional-Meisterschaften,<br />

der Hallen-Winterrunde und dem<br />

Training von Nachwuchs- und Aktiven.<br />

14 Damen und Herren kämpften um Pokale, Urkunden<br />

und Sachpreise. Kathrin Noack von der<br />

SG Einheit Spremberg besiegte als Gruppenerste<br />

(A) im Finale Luisa Bandmann (B) vom Lausitzer<br />

TC Cottbus mit 6:4, 6:3. Den dritten Platz teilten<br />

sich Eileen Kobus (Spielberg) und Simone<br />

Pigorsch (Aktiv Lübben).<br />

Mit Wilhelm Kellner gewann ein aufstrebendes<br />

Lausitzer Talent die Herren-Konkurrenz. Der<br />

17-jährige Spremberger besiegte mit Ralf Radfan<br />

(6:2, 6:2) einen Verbandsliga-Spieler, weiterhin<br />

Daniel Baum (beide TC Blau-Weiß Guben)<br />

und Cajetan Meßer (LTC), die in der Bezirks-<br />

Oberliga aufschlagen. Radfan und Meßer belegten<br />

die Plätze zwei und drei.<br />

Text und Fotos: Werner Ludwig<br />

FV Tennis Sangerhauser Weg: 1. Berliner Tie-Break-Cup<br />

Vom Anfänger bis zum “Profi” - alle hatten Spaß<br />

Vom 1. Berliner Tie-Break-Cup (29. Oktober)<br />

wird es in absehbarer Zeit eine zweite Auflage<br />

geben. Und auch diese soll nicht die<br />

letzte sein, so der ausdrückliche Wille der 20<br />

teilnehmenden Paare bei der Premiere eines<br />

besonderen Turniers in der Buga-Halle.<br />

Bei dem ging es nicht um Ranglisten- und<br />

LK-Punkte, sondern vorrangig um Spaß.<br />

Was war nun das Besondere, das sich die Turnierleiter<br />

Georgina Löprich-Gräßler und Roland<br />

Goering hatten einfallen lassen? Es wurden im<br />

Herren-Doppel und Mixed keine Sätze ausgespielt,<br />

sondern nur ein Match-Tie-Break.<br />

Selten sieht man auf Turnierfotos so viele lachende<br />

Gesichter wie bei diesem Event. Auch<br />

den Verlierern der ersten Runden verging das<br />

Lachen nicht, denn sie spielten gegen ähnlich<br />

gute Paarungen weiter die Plätze aus.<br />

In den Endrunden konnte starkes Tennis bewundert<br />

werden. Das gefiel den Gästen des Restaurants<br />

“Netzroller” in der Halle am Britzer Garten.<br />

Sie quittierten das Geschehen mit Applaus.<br />

Im Mixed holten sich Liza Schumacher (TC Grün-<br />

Weiß Nikolassee) und Andy Dehn (BFC Alemannia)<br />

den dritten Platz mit einem 10:6 14:12 gegen<br />

Neele Hecht (Sutos)/André Gräßler (BSV 92).<br />

Ins Finale schafften es die Geschwister Laura (Pro<br />

Sport Gatow) und Felix Obst (BSV 92), mussten<br />

sich dort aber der Lichtenrader Paarung Laura<br />

Jähnel/Sascha Lehmann mit 2:10, 3:10 geschlagen<br />

geben.<br />

Ein Debütant, der überraschte<br />

Im Herren-Doppel debütierte Florian Lauterbach<br />

im „Turniertennis“: “Schon mal einen Tennisschläger<br />

in der Hand gehabt?” “Na klar!” “LK?<br />

ID-Nummer? Jemals im Verein gespielt?” “Nee!<br />

Aber egal…” Wenn der WG-Mitbewohner, Fabian<br />

Schimmelpfennig (Lichtenrade, LK 7) fragt,<br />

dann macht man eben mit.<br />

Im ersten Spiel wurde Lauterbach gleich ins<br />

ganz tiefe Wasser geworfen. Denn auf der anderen<br />

Seite des Platzes standen Felix Triebe (BSV<br />

92, LK 1) und Tim Hahn (BTTC, LK 4). “Passt nicht<br />

so ganz?” “Warum denn nicht!”<br />

Umso größer war die Freude von Florian und seinen<br />

Fans, als er gegen den Aufschlag von Felix einen<br />

Punktgewinn landen konnte. Am Ende blieb<br />

die Sensation beim 7:10 dann doch aus. Aber<br />

schon im nächsten Match konnten die beiden<br />

gegen Stefan Salk und Jörg Dörkßen (LK 9 und<br />

10, BTC Gropiusstadt) gewinnen. Die „Dienstältesten“<br />

(50+) im Feld gaben der Jugend den Vortritt,<br />

konnten sich am Ende trotzdem noch Platz 5<br />

mit einem Sieg gegen Rafael Polanco und Marcel<br />

Stelter (TC Heilandsweide) sichern.<br />

Sascha Lehmann doppelter Sieger<br />

Ein wenig überraschend schafften es die Top-<br />

Gesetzten Triebe/Hahn nicht ins Finale und<br />

Sieger im Doppel: Routinier Sascha Lehmann/Florian<br />

Misch (vorn)<br />

mussten sich mit dem dritten Platz begnügen.<br />

Dieser wurde durch einen deutlichen Erfolg gegen<br />

das Lankwitzer-Duo Yannick Seutz/Benjamin<br />

Pahlitzsch erreicht.<br />

Im großen Finale wurde es dann spannend. Sascha<br />

Lehmann machte am Ende das „Double“<br />

perfekt und siegte nach der Mixed-Konkurrenz<br />

auch im Herren-Doppel. Mit seinem Partner Florian<br />

Misch (TC Heilandsweide) bezwang er Felix<br />

Obst (BSV)/Fabian Fritz (Lichtenrade) mit 6:10,<br />

10:8, 10:3.<br />

Dank Tennis Point Berlin gab es wertvolle Preise<br />

für Sieger und Platzierte.<br />

Text: Roland Goering · Fotos: Georgina Löprich-Gräßler<br />

Unter www.facebook.com/BerlinerTieBreakCup können (auch ohne Facebook-<br />

Konto) mehr als 170 Fotos von diesem Event angesehen werden.<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong> 63


TVBB intern<br />

DTB<br />

Turnierspieler-Teilnehmerentgelte sollen<br />

Spitzentennis fördern<br />

Im Rahmen der Mitgliederversammlung<br />

am 20.11.2016 in Frankfurt<br />

wurde nach intensiven Beratungen<br />

des Bundesausschusses und<br />

des Präsidiums von den Mitgliedern<br />

eine grundlegende Umstrukturierung<br />

und zukunftsgerichtete<br />

Gestaltung aller Bereiche des Tennissports<br />

beschlossen.<br />

Dabei geht es insbesondere um die Stärkung der<br />

Förderung des Spitzensports u. a. mit der Erweiterung<br />

des Leistungsangebots an den Bundesstützpunkten,<br />

eine intensivere Förderung schon<br />

im Jüngstenbereich und eine Effektivitätssteigerung<br />

der eingesetzten Mittel, die in enger<br />

Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen<br />

Sportbund und dem Bundesministerium<br />

des Innern in einem Konzept erarbeitet wurden.<br />

Darüber hinaus wurde es als zwingend notwendig<br />

erachtet, den DTB in sämtlichen Bereichen<br />

zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Dieses muss<br />

finanziert werden.<br />

Die neuen DTB-Turnierspieler-Teilnehmerentgelte<br />

(ab dem 01.04.<strong>2017</strong>), die an den DTB abgeführt werden müssen, und zwar zusätzlich zu den von den Verbänden erhobenen Gebühren<br />

Ranglisten-Turniere Erwachsene EUR 8,- (bisher EUR 5,-)<br />

Ranglisten-Turniere Jugendliche<br />

EUR 5,- (neu)<br />

Leistungsklassenturniere-Turniere Erwachsene<br />

EUR 5,- (neu)<br />

Leistungsklassenturniere-Turniere Jugendliche<br />

EUR 3,- (neu)<br />

Um die Vereine und damit die wichtige Basis für<br />

das deutsche Tennis zu stärken, haben sich das<br />

Präsidium und die Verbandspräsidenten gemeinsam<br />

darauf verständigt, die notwendige Finanzierung<br />

nicht über eine allgemeine Beitragserhöhung<br />

sicherzustellen. Beschlossen wurde<br />

stattdessen eine Erhöhung des bereits bestehenden<br />

Turnierspieler-Teilnehmerentgeltes für<br />

die Teilnahme an Erwachsenen-Ranglistenturnieren<br />

und die Einführung bei Jugendturnieren.<br />

Ergänzend dazu wird für die Teilnahme an Erwachsenen-<br />

und Jugend- LK-Turnieren zukünftig<br />

ein Teilnehmerentgelt vom DTB erhoben.<br />

Nach Abstimmung mit dem Bundesausschuss<br />

hat das Präsidium für reine LK-Turniere folgende<br />

Entgelte festgelegt: € 5 pro Teilnehmer pro Teilnahme<br />

an einem LK-Turnier sowie € 3 pro Teilnehmer<br />

pro Teilnahme an einem auf Jugend-Altersklassen<br />

beschränktes LK-Turnier.<br />

Damit die Turnierausrichter auf diese Änderung<br />

in ihren Ausschreibungen hinweisen können,<br />

wird abweichend von den Bestimmungen des<br />

§ 20 Ziffer 1 der Turnierordnung den Ausrichtern<br />

gestattet, derzeit bereits veröffentlichte Ausschreibungen<br />

für nach dem 01.04.<strong>2017</strong> beginnende<br />

Turniere in diesem Punkt zu ändern. Die<br />

Abrechnung dieses Entgeltes erfolgt bei Ranglistenturnieren<br />

über die Ausrichter der Turniere<br />

durch den DTB. Die Details der Abrechnung des<br />

LK-Turnierspieler-Teilnehmerentgeltes werden<br />

rechtzeitig bekanntgegeben.<br />

DTB<br />

Wie macht man allen Tennistrainern<br />

ein modernes Know how schnell<br />

und direkt zugänglich? Wie muss eine<br />

zeitgemäße Wissensvermittlung<br />

aussehen? Auf welche Weise kann<br />

ein bundesweit einheitlicher Standard<br />

sichergestellt werden? Diese<br />

Fragen beantwortet der Deutsche<br />

Tennis Bund (DTB) mit dem neuen<br />

Aus- und Fortbildungsmedium „DTB<br />

Online Campus“. Seit Januar <strong>2017</strong><br />

ist er verbindlicher Standard für<br />

Aus- und -weiterbildung der Tennistrainer<br />

in Deutschland.<br />

Bücher und DVDs waren gestern, mit der Veröffentlichung<br />

der kurz „OC“ genannten Lernplattform<br />

geht der Deutsche Tennis Bund<br />

den nächsten Schritt in der Entwicklung der<br />

Lehrmaterialien.<br />

Mehr als ein Jahr lang haben der Dachverband<br />

und das Unternehmen TennisGate gemeinsam<br />

an diesem Großprojekt gearbeitet. Das Ergebnis<br />

ist ein mit vielen Bildern, Videosequenzen und<br />

DTB<br />

DTB Online Campus wird Standard für Trainer<br />

Animationen visuell ansprechender<br />

elektronischer Lehrplan.<br />

Der DTB Online Campus<br />

wird das grundlegende Medium<br />

für die einheitliche Lehre<br />

im deutschen Tennis sein und<br />

zur Pflichtlektüre für die Ausund<br />

Fortbildungen sowie für die Prüfung von<br />

Trainern aller Ausbildungsstufen.<br />

Die Veröffentlichung erfolgt über das Internetportal<br />

dtb.campus.tennisgate.com, eine fortlaufende<br />

Aktualisierung mit immer wieder neuen<br />

Inhalten ist garantiert.<br />

Für den Zugriff sind keine speziellen Kenntnisse<br />

notwendig, einfach registrieren, einloggen<br />

und loslegen. Interessant für Trainer, die auch<br />

mal unterwegs auf den „OC“ zugreifen wollen:<br />

Die Plattform ist responsiv ausgelegt und passt<br />

sich auch an ein Tablet an. Auch die Videos sind<br />

auf mobilen Endgeräten abspielbar, Downloads<br />

sind jedoch nicht vorgesehen – das steht dem<br />

Prinzip der stetigen Aktualisierung mit neuen<br />

Inhalten entgegen.<br />

Die Nutzung des elektronischen Lehrplans ist in<br />

den Rahmenrichtlinien zur Trainerausbildung<br />

verankert und somit für alle Trainer der Landesverbände<br />

des Deutschen Tennis Bundes ab<br />

DTB Online Campus-Nutzungsgebühren (ab 1.1. <strong>2017</strong>) für A-, B- und C-Trainer<br />

Lizenzstufe Ausbildungs-Lizenzkosten/Jahr Fortbildungs-Lizenzkosten/Jahr<br />

A oder B 139,00 Euro 39,00 Euro<br />

C 79,00 Euro 19,00 Euro<br />

dem 1. Januar <strong>2017</strong> verpflichtend. Ab diesem<br />

Zeitpunkt muss jeder Trainer mit einer A-/ B-/<br />

C-Trainer-Lizenz vor Beginn seiner Ausbildung<br />

oder Fortbildung im Besitz einer aktiven Online-<br />

Campus-Lizenz, mindestens entsprechend seiner<br />

Lizenzstufe, sein. In den Fortbildungsjahren<br />

ist eine zwar durchgehende, aber nur reduzierte<br />

OC-Lizenz verpflichtend.<br />

Der DTB-Online-Campus ist nach Modulen aufgebaut,<br />

die Nutzungsgebühren werden jährlich<br />

bezahlt und beinhalten alle laufenden<br />

Updates. Bei den Preisen wird zwischen Ausbildung<br />

oder Fortbildung unterschieden und<br />

auch noch einmal zwischen den Lizenzstufen.<br />

Je nach Leistungspaket erhalten die Trainer damit<br />

auch unterschiedliche Zugriffsberechtigungen<br />

für Theorie und Praxis. Upgrades – um auf<br />

mehr Inhalte zugreifen zu können – sind jederzeit<br />

möglich.<br />

DTB<br />

64<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


TVBB intern<br />

<strong>matchball</strong> kommentiert<br />

Der DTB beschließt neue Belastungen<br />

für Turnierspieler und Trainer<br />

Der DTB informierte (siehe nebenstehenden<br />

Beitrag sowie den Beitrag auf S. 6) über seine<br />

aktuellen Projekte: Erstens über "eine grundsätzliche<br />

Umstrukturierung und zukunftsgerichtete<br />

Gestaltung aller Bereiche des Tennissports"<br />

(Spitzensport, Bundesstützpunkte,<br />

Jüngstenförderung, Effektivitätssteigerung<br />

u.a.) und zweitens über das Projekt "DTB Online<br />

Campus", mit dem er einen "verbindlichen<br />

Standard für Aus- und Weiterbildung der Tennistrainer<br />

in Deutschland schafft".<br />

Was kostet das alles?<br />

Es geht in den Beiträgen jeweils vor allem sehr<br />

konkret um die Finanzierung seiner Vorhaben,<br />

denn um "den DTB in sämtlichen Bereichen<br />

zukunftsfähig weiterzuentwickeln", fehlt<br />

ihm eigentlich das Geld. Es geht um einen Betrag<br />

von schätzungsweise 1,5 Millionen € jährlich,<br />

um eine Summe, die an das derzeitige allgemeine<br />

DTB-Beitragsaufkommen eines Jahres<br />

heranreicht.<br />

Aus vielerlei Gründen - besonders aber seit<br />

1995 auch durch einen stetigen Mitgliederschwund<br />

- ist der DTB derzeit chronisch unterfinanziert.<br />

Von 1989 (vor der Wiedervereinigung)<br />

bis heute ist der DTB von rd. 2 Millionen<br />

Mitgliedern auf 1,4 Millionen, also um 30%,<br />

geschrumpft. Sein Bestreben, aus einer Mangelverwaltung<br />

herauszukommen und neuen<br />

Gestaltungsspielraum zu gewinnen, ist daher<br />

verständlich. Da der DTB seine originären<br />

Aufgaben mit den derzeit zur Verfügung stehenden<br />

Mitteln offenbar nicht mehr erfüllen<br />

kann, schlug er auf der jüngsten Mitgliederversammlung<br />

in Frankfurt/Main als notwendige<br />

Konsequenz eine beträchtliche allgemeine<br />

Beitragserhöhung vor. Deren Höhe und Zweckbestimmung<br />

entsprach wohl einer Forderung<br />

des Deutschen Olympischen Sport Bundes<br />

(DOSB), damit in Zukunft eine gleich hohe Förderung<br />

durch das Innenministerium möglich<br />

werden kann.<br />

Statt allgemeiner Beitragserhöhung<br />

werden Turnierspieler atark belastet<br />

Für die DTB-Pläne mit ihrem direkten (wenn<br />

auch nicht alleinigen) Bezug auf den Spitzensport<br />

wäre dann allerdings nahezu eine Verdoppelung<br />

der DTB-Mitgliederbeiträge erforderlich<br />

gewesen. Das wollten die DTB-Landesverbände<br />

mehrheitlich ihren ganz überwiegend von<br />

Tennis-Freizeitsportlern getragenen Vereinen<br />

dann wohl nicht zumuten. Stattdessen verständigte<br />

man sich auf ein neues Finanzierungsmodell:<br />

Die selektive Belastung von (vorerst?) vor<br />

allem einer Bezugsgruppe - der Gruppe der TurnierspielerInnen.<br />

Von den jugendlichen und erwachsenen<br />

Turnierspielern, in den Augen der<br />

DTB-Landesverbände offenbar ein ungehobener<br />

Schatz, werden auf Dauer erhöhte bzw.<br />

neue Teilnehmerentgelte für Ranglistenturniere<br />

und Leistungsklassenturniere verlangt (überschlägig<br />

geschätzte Einnahmen ca. 1,4 Millionen<br />

€/Jahr).<br />

Ist diese selektive Belastung gerechtfertigt?<br />

In der Tat haben die Landesverbände und der<br />

DTB in den vergangenen Jahren für die Belebung<br />

des Turniersports aufwändige administrative<br />

Leistungen (Nationale Deutsche Tennisdatenbank,<br />

Leistungsklassensystem, Ranglisten,<br />

Umstellung der Datenerfassungssysteme u.a.)<br />

erbracht. Diese Leistungen wurden von den<br />

Vereinsmitgliedern durchaus als Erfüllung der<br />

originären Aufgaben des DTB und seiner Verbände<br />

verstanden: Sie zielten zum Nutzen aller<br />

auf eine erhöhte Attraktivität des Vereinssports<br />

für noch Außenstehende, also auf Mitgliederzuwachs<br />

hin. Von hohen zusätzlichen Kosten speziell<br />

für Turnierspieler war in der Euphorie über<br />

die sich eröffnenden Möglichkeiten (u.a. zum<br />

Beispiel eine 3800 Spieler umfassende Rangliste<br />

der Herren 65) lange Zeit nicht die Rede.<br />

Dann aber verlangten neben den Vereinen<br />

erst die Verbände und dann auch der DTB Turnierentgelte<br />

verschiedenster Art und Höhe. In<br />

den meisten Landesverbänden waren die geforderten<br />

Service-Entgelte moderat (z.B. beim<br />

TVBB für RL-Turniere/LK-Turniere eine Service-<br />

Gebühr von 50 €/25 € und pro Teilnehmer 1 €)<br />

und nachvollziehbar. Der DTB aber verlangte<br />

mehr, zunächst 5 €/Erwachsenen bei Ranglistenturnieren<br />

und jetzt bei allen Turnieren und<br />

auch von Jugendlichen deutlich mehr. Es geht<br />

keineswegs mehr um eine Erhebung von Entgelten<br />

nach dem "Verursacherprizip", wie gelegentlich<br />

zur Rechtfertigung dieser selektiven<br />

Belastung argumentiert wird.<br />

Warum eine Zwangslizenz für<br />

den DTB Online Campus?<br />

An das "Verursacherprinzip" wurde möglicherweise<br />

auch bei der Einplanung einer Sonderbelastung<br />

der lizenzierten TennistrainerInnen im<br />

Bereich des DTB gedacht, als man mit der Eröffnung<br />

des DTB Online Campus-Portals zugleich<br />

einen gebührenpflichtigen Nutzungszwang<br />

einführte (überschlägig geschätztes Aufkommen<br />

50 000 -100 000 €/Jahr; allein im TVBB mit<br />

nur ca. 40 000 Mitgliedern gibt es rd. 680 lizenzierte<br />

Trainer).<br />

Seit Jahrzehnten bildet der DTB selbst A-Trainer,<br />

die Landesverbände bilden in Zusammenarbeit<br />

mit den Landessportbünden B- und C-<br />

Trainer aus. Die erheblichen Kosten tragen die<br />

später meist selbstständigen Trainer. Der DTB<br />

hat sein bewährtes Ausbildungssystem immer<br />

wieder gepriesen - es soll sich daran auch<br />

nichts ändern: Die Trainer melden sich zur Ausbildung/Fortbildung<br />

beim DTB/Landesverband<br />

wie bisher an, werden dort unterrichtet und geprüft.<br />

Die einzige Änderung ist, dass jeder Trainer<br />

nunmehr vor Beginn seiner Ausbildung und<br />

danach jährlich bei der Fortbildung im Besitz<br />

einer kostenpflichtigen, aktiven Online-Campus-Lizenz<br />

(mindestens seiner Lizenzstufe) sein<br />

muss. Klar ist: Wer das unterstützende Medium<br />

verwendet, soll auch dafür bezahlen. Wer aber<br />

eine mediale Unterstützung nicht braucht, warum<br />

sollte er auf dem bisher erfolgreichen Wege<br />

nicht ausgebildet werden können? Vertrauen<br />

der DTB und das Unternehmen TennisGate<br />

LTD der Qualität ihres Ausbildungsangebots so<br />

wenig, dass sie zur Sicherung eines wirtschaftlichen<br />

Erfolgs zu dem Mittel einer Zwangsnutzung<br />

greifen müssen?<br />

Die getroffenen Entscheidungen führen im<br />

Endeffekt dazu, dass die Ausübung des Tennissports<br />

in Vereinen sich auf direktem oder indirektem<br />

Wege verteuert. Es wird sich zeigen,<br />

wie sich das auf die DTB-Mitgliederentwicklung,<br />

aber auch auf die Turnierlandschaft und<br />

damit auch auf die Einnahmen des DTB und seiner<br />

Verbände letztlich auswirkt.<br />

Dr. Dieter Rewicki<br />

Die Anhebung des Turnierspielerentgeltes findet nicht in allen Vereinen Zustimmung. In Internetforen und bei Facebook gibt es auch “Gegenstimmen”.<br />

Auch Widerstand gegen höhere Entgelte<br />

So wird in einer Petition an die Landesverbände bemängelt,<br />

dass die Umsetzung zu einem “Blattschuss” für die<br />

Turnierspieler werden könnte, weil Turnierveranstalter die<br />

undankbare und aufwändige Aufgabe haben, die Gebühren<br />

für den DTB einzuziehen.<br />

Wer soll die Rechnungen schreiben, den Zahlungseingang<br />

kontrollieren?, wird gefragt. Ungeklärt sei auch, wie mit<br />

der Mehrwertsteuerdifferenz umgegangen werden soll.<br />

Turniereinnahmen müssen mit 19 Prozent versteuert werden,<br />

der DTB stellt aber das Teilnehmerentgelt nur mit<br />

7 Prozent in Rechnung. Da diese Gebühren nicht von den<br />

Turnierveranstaltern getragen werden können, würden<br />

sie als “Aufschlag” zu den bisherigen Startgeldern addiert<br />

werden. Bei Jugendturnieren sei dann aber die festgelegte<br />

Obergrenze überschritten.<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

65


TVBB intern<br />

Nachrichten aus Verband und Vereinen<br />

DTB<br />

Nenngeld-Obergrenzen für Jugendturniere<br />

Der Ausschuss für Jugendsport im DTB hat entschieden,<br />

ab 1. Januar 2018 die Nenngeld-Obergrenzen<br />

auf 30,00 Euro für Outdoor-Turniere<br />

und auf 40,00 Euro für Hallen-Turniere zu erhöhen.<br />

Folgendes Timing ist abgestimmt und<br />

verbindlich:<br />

• z Ab 1. April <strong>2017</strong>: Erhebung des DTB-Entgelts<br />

für Jugend-Ranglistenturniere und<br />

Jugend-LK-Turniere.<br />

• z Ab 1. Januar 2018: Erhöhung der Nenngeld-<br />

Obergrenzen auf € 30,00 (Sommer) bzw.<br />

€ 40,00 (Winter). Das DTB-Entgelt wird grundsätzlich<br />

zum Nenngeld erhoben und ist daher<br />

kein Bestandteil des Nenngeldes.<br />

• z Bis 31.Dezember <strong>2017</strong> gelten folgende<br />

Höchstgrenzen: Maximum Sommer, Jugend-<br />

Ranglistenturniere: € 25,00 Nenngeld + € 5,00<br />

DTB-Entgelt. Maximum Winter, Jugend-Ranglistenturniere:<br />

€ 35,00 Nenngeld + € 5,00<br />

DTB-Entgelt.<br />

DTB<br />

Daniel Altmaier (18 J., Gladbacher HTC), Gewinner<br />

der Allianz Kundler German Juniors 2016<br />

(<strong>matchball</strong> berichtete), steht als neue Nummer<br />

eins des LTTC “Rot-Weiß” auf dem Meldebogen<br />

für die 2. Bundesliga der Herren. Er wird für die<br />

Berliner einige Spiele absolvieren. In der Vergangenheit<br />

trainierte Altmaier schon mehrmals<br />

zwischen Turnieren am Hundekehlesee.<br />

Christin Laabs, die 14-jährige TVBB-Meisterin ihrer<br />

Altersklasse (bisher TC Grün-Weiß Nikolassee),<br />

startet jetzt für den TTC SportForum Bernau.<br />

Sie trainiert aber wie bisher bei Guido Jacke<br />

in Kleinmachnow. Der dortige Klub kooperiert<br />

eng mit Bernau.<br />

Niclas Braun,TVBB-Meister 2016 bisher TC SCC)<br />

spielt künftig für den TC 1899 Blau-Weiss.<br />

Niklas Fleischhauer (bisher TC SCC) hat sich dem<br />

Siemens TK Blau-Gold angeschlossen..<br />

Joshua Kugel (bisher VfK), startet jetzt für den TC<br />

Grün-Weiß Nikolassee.<br />

Mark Hamlin, Mit-Gesellschafter der Havellandhalle<br />

in Seeburg, ist dort ausgeschieden und arbeitet<br />

jetzt als Tennistrainer im DSR Sportzentrum<br />

Wandlitz.<br />

Jochen Kunsch, Ex-Regionalliga-Spielerin Sigrid<br />

Franz, Rolf v. Nordenskjöld (Ostliga-Spieler) wurden<br />

vom Vorstand des TC Orange-Weiß für ihre<br />

Treue zum Club geehrt. Jochen Kunsch gehört<br />

dem Verein seit 70, Sigrid Franz seit 60 und Rolf<br />

v. Nordenskjöld seit 40 Jahren an.<br />

und Trainer: “Jeder Dritte ist indessen Clubmitglied.”<br />

Er hofft, dass sich in der bevorstehenden<br />

Sommersaison noch mehr dazu entschließen.<br />

Beide Trainer sehen in Fast Learning für alle Vereine<br />

und Clubs gute Möglichkeiten, neue Mitglieder<br />

zu gewinnen. “In Deutschland gibt es 23<br />

Millionen erwachsene Hobbysportler, die Lust<br />

auf Tennis haben. Sie wollen nur durch gute<br />

Lernkonzepte angesprochen werden“, sagt Fast-<br />

Learning-Gründer Kreysing.<br />

Text und Foto: Bernd Prawitz<br />

TC 1899 Blau-Weiss Berlin<br />

Neues Jahr, neuer Vorstand, neue Ziele<br />

Der im Dezember neu gewählte Vorstand des<br />

TC 1899 Blau-Weiss hat sich für das kommende<br />

Jahr eine moderne, nachhaltige und zukunftsfähige<br />

Ausrichtung des Clubs vorgenommen.<br />

Kurz vor Ende des Jahres 2016 hatten vorzeitige<br />

Neuwahlen stattgefunden. Mehr als 500 anwesende<br />

Mitglieder wählten Dr. Claus-Peter Martens<br />

(1. Vorsitzender), Nany Wiegand-Hoffmann<br />

(Schatzmeisterin), Dr. Silvia Freimuth (Sportwartin),<br />

Marc Patzke (Jugendsportwart) und Heike<br />

Schönbohm (Allgemeine Aufgaben) zu neuen<br />

Vorstandsmitgliedern.<br />

Die Sportwarte setzen sich besonders dafür<br />

ein, den Nachwuchs mit modernen Erkenntnissen<br />

des Trainings sowie der Organisationstrukturen<br />

und Förderkriterien so zu gestalten, dass<br />

junge Spieler mittelfristig in die 1.Erwachsenen-Mannschaften<br />

hineinwachsen. Dazu wird<br />

ab April diesen Jahres ein nachhaltiges Entwicklungs-<br />

und Förderkonzept im Jugend- und Aktivenbereich<br />

eingeführt.<br />

Um den Teamgedanken wieder zu stärken ist<br />

es dem Vorstand besonders wichtig, die Clubtrainer<br />

in die Entwicklung und Umsetzung aktiv<br />

mit ihrem Know-How, Ideen und Erfahrung<br />

einzubinden.<br />

Personalien<br />

Neue Nummer eins beim LTTC “Rot-Weiß”<br />

Detlev Kreysing<br />

Detlev Kreysing<br />

Fast Learning mit guter Bilanz<br />

Im ersten Jahr des Bestehens von Fast Learning,<br />

dem innovativen Konzept für Tennis-Einsteiger,<br />

zieht Geschäftsführer Detlev Kreysing eine gute<br />

Bilanz: In den Landesverbänden des DTB fanden<br />

mehr als 500 Kurse statt, lernten mehr als 2<br />

500 Tennisinteressierte in jeweils zehn Stunden<br />

spielerisch die Grundlagen dieses Sports.<br />

Im TVBB wurden solche Kurse im TC Schwarz-<br />

Gold in Berlin Alt-Hohenschönhausen, im Neuenhagener<br />

TC 93 und im TC Fürstenwalde 2013<br />

angeboten. An ihnen nahmen mehr als 100 Beginner<br />

teil. „Mehr als 60 Teilnehmer hatten soviel<br />

Spaß daran, dass sie Folgekurse buchten.<br />

Acht von ihnen sind indessen Clubmitglieder<br />

geworden“, sagt Schwarz-Gold-Vorsitzender<br />

und lizenzierter Fast Learning-Trainer Sebastian<br />

Herzberg.<br />

Im Neuenhagener TC 93 erlernten seit Juni<br />

30 Interessenten in Fast Learning-Kursen die<br />

Grundlagen des Tennis. Gregor Kluck, Sportwart<br />

Die neue Halle des TC Mariendorf<br />

Tennis Club Mariendorf<br />

Erste "Fliegende Halle" in Deutschland<br />

Das Ereignis wurde im TC Mariendorf gebührend<br />

gefeiert. Ende Oktober ergriffen die Clubmitglieder<br />

Besitz von ihrer neuen Zwei-Feld-<br />

Halle. Es ist die erste ihrer Art in Deutschland:<br />

keine feste und auch keine Traglufthalle, sondern<br />

eine “fliegende Halle”, so nennt sie jedenfalls<br />

die Versicherung.<br />

Sie wird im Frühjahr nicht abgebaut, kann aber<br />

bei Bedarf umgesetzt, im Sommer können ihre<br />

Seiten geöffnet werden. Die Halle hat stählerne<br />

Rundbögen, Oberlichter, eine energiesparende<br />

LED-Beluchtung und eine luftgefüllte Doppelhaut.<br />

Sie wurde im polnischen Breslau gebaut.<br />

In unserem Nachbarland hat die Firma Firma<br />

Sport Halls (www.sporthalls.pl) bereits 100 solcher<br />

Hallen errichtet.<br />

Eine feste Doppelhalle hätte mehr als 500 000<br />

Euro gekostet, die “Fliegende Halle” weniger als<br />

ein Drittel, nur 150 000 Euro. Finanziert wurde<br />

sie durch Spenden und zinslose bzw. günstige<br />

Darlehen von Mitgliedern. Sie ist ein Schmuckstück<br />

des 70-jährigen Clubs.<br />

Text und Foto: Andreas Springer<br />

Korrektur<br />

in <strong>matchball</strong> 4/1016, Seite 18, hieß es irrtümlich,<br />

dass die Blau-Weiss-Spieler Jörgen Jacobs/<br />

Bernd Saurbier bei den Deutschen Vereinsmeisterschaften<br />

(He70) ihr Doppel gegen Stepan<br />

Koudelka/Alexander Cernoch (Espelkamp-Mittwald)<br />

knapp verloren hätten. Richtig ist, dass sie<br />

7:6, 6:7, 10:7 gewannen.<br />

Zusammenstellung: Bernd Prawitz<br />

66<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


TVBB intern<br />

SchiedsRichterVereinigung<br />

im Tennisverband Berlin-Brandenburg<br />

Ausschreibung Grundausbildungslehrgang <strong>2017</strong><br />

zum Schieds- und Oberschiedsrichter<br />

Wann: Freitag, 21. bis Sonntag, 23. April <strong>2017</strong><br />

16:00 bis 20:00 Uhr (Freitag) bzw. 9:00 bis 18:00 Uhr<br />

Wo:<br />

Verfahren:<br />

Voraussetzungen:<br />

Anmeldung:<br />

Geschäftsstelle des TVBB - Seminarraum,<br />

Hüttenweg 45, 14195 Berlin<br />

Schriftliche Prüfungen (Multiple Choice);<br />

praktische Prüfung für Stuhlschiedsrichter im Rahmen<br />

der Midcourt-Verbandsmeisterschaften (Termin n.n.)<br />

Mitglied in einem Verein des TVBB und<br />

Vollendung des 16. Lebensjahres<br />

Per E-Mail an schiedsrichter@tvbb.de unter Angabe von<br />

Name, Adresse, Geburtsdatum, Telefon & Handy, E-Mail<br />

und Tennisverein<br />

Meldeschluss: Freitag, 31. März <strong>2017</strong><br />

Kosten:<br />

Zahlungsweg:<br />

Verantwortlich:<br />

€ 60,00 – Der Betrag muss mit der Anmeldung auf das<br />

nachfolgend genannte Konto überwiesen werden!<br />

Sonderkonto Hartmut Kneiseler<br />

IBAN: DE30 1001 0010 0422 7361 00 (Postbank Berlin)<br />

Tobias Fuchs, SRV im TVBB, schiedsrichter@tvbb.de<br />

Nach Zahlungseingang der Meldegebühr erhält jede Teilnehmerin / jeder<br />

Teilnehmer per Post das aktuelle DTB-Organisationsheft mit den relevanten<br />

Tennisregularien übersandt.<br />

Die vorherige Lektüre der ITF-Tennisregeln, der DTB-Wettspiel- &<br />

Turnierordnung, „Spiel ohne Schiedsrichter“<br />

sowie des DTB-Verhaltenskodex wird vorausgesetzt!<br />

Wer bereits vorab Tennisregularien studieren möchte, kann diese jederzeit<br />

unter http://www.dtb-tennis.de/Verband/Regeln-Ordnungen einsehen!<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

67


TVBB intern<br />

Versammelte "Funktionärs-Power": Die Turnierteilnehmer beim FVT Heilandsweide<br />

Fotos: maasgestaltet<br />

FVT Heilandsweide: Funktionärsturnier 2016<br />

Gespräche waren wichtiger als<br />

verwandelte Matchbälle<br />

Das Funktionärsturnier 2016 fand<br />

mit einer kleinen "Verspätung" erst<br />

im Januar <strong>2017</strong> auf der Anlage der<br />

FVT Heilandsweide statt. Es war wieder<br />

ein etwas anderes Turnier. Anregende<br />

Gespräche, das Austauschen<br />

von Erfahrungen in der Vereinsarbeit<br />

und neue Kontakte waren wichtiger<br />

als gewonnene Matches.<br />

Der TVBB richtet dieses Turnier jährlich aus, um<br />

den Turnierteilnehmern für ihre ehrenamtliche<br />

Arbeit zu danken - stellvertretend für alle Vereinsfunktionäre<br />

in Berlin und Brandenburg, die<br />

mit ihrem Ehrenamt den größten Anteil daran<br />

haben, dass sich der Tennissport in unserer Region<br />

gut entwickelt.<br />

Außerdem bietet dieses Turnier eine ideale Plattform,<br />

um sich über ihre Arbeit in den Vereinen<br />

auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.<br />

So trafen sich dieses Mal auf die Einladung von<br />

Alexander Klimke, Präsidiumsmitglied für Sportentwicklung<br />

und für dieses Turnier verantwortlich,<br />

32 Ehrenämtler. Von ihnen spielen 28 auch<br />

selbst aktiv Tennis.<br />

Das Turnier wurde diesmal in einem Team-Cup-<br />

Modus ausgetragen. Roland Goering (TVBB-Referent<br />

für Jüngstentennis), Mitglied im gastgebenden<br />

FVT Heilandsweide, kümmerte sich um<br />

die Turnierleitung. Er wurde dabei unterstützt<br />

vom leider verletzten und deshalb nicht mitspielenden<br />

Christian Fuchs (BFC Alemannia). Die<br />

Teilnehmer traten in sechs möglichst gleich starken<br />

Teams an, die dann in vielen "kleinen" Matches<br />

in der Dreifeldhalle auf Zeit gegeneinander<br />

spielten. So wurde gewährleistet, dass meist<br />

ähnlich starke Spielerinnen und Spieler in den<br />

Doppeln und Mixed-Matches aufeinander trafen.<br />

Schnell wurden aus dem “bunt zusammengewürfelten<br />

Spielerhaufen” echte Teams, die<br />

sich anfeuerten und viel Spaß hatten.<br />

Das Siegerteam Tutku Kurt, Silvia Ninino, Torsten<br />

Ladkau, Sebastian Ziller und Arnold Blumendeller<br />

Nach dreieinhalb Stunden Tennis konnte Alexander<br />

Klimke das Siegerteam ehren: Tutku Kurt,<br />

Silvia Ninino, Torsten Ladkau, Sebastian Ziller<br />

und Arnold Blumendeller holten die meisten<br />

Punkte und konnten sich über kleine Preise<br />

freuen. Aber auch die anderen Teilnehmer gingen<br />

nicht leer aus.<br />

Apropos nicht leer: Mit leerem Magen musste<br />

auch niemand den Heimweg antreten, denn das<br />

Buffet von Christian Westarp und seinem Team<br />

bot für alle einen gelungenen und leckeren Abschluss<br />

des Abends. Viele Teilnehmer saßen danach<br />

noch länger bei angeregten Gesprächen<br />

zusammen. Ein gelungener Tag also. Ein Dankeschön<br />

geht an die FVT Heilandsweide, die ihre<br />

Anlage zur Verfügung stellte.<br />

Roland Goering<br />

Jüngstentennis<br />

Wer darf in einer höheren AK spielen?<br />

Der Jüngstenreferent bittet<br />

alle Jugendturnier-<br />

Veranstalter auf den einschlägigen<br />

Passus der<br />

DTB-Turnierordnung zu<br />

achten.<br />

Der §45 1.(b) der DTB-Turnierordnung<br />

besagt:<br />

"Spieler des Jahrgangs U10 dürfen<br />

auch in der U11 spielen. Wird diese<br />

nicht angeboten, dürfen sie auch in<br />

der U12 spielen, dies allerdings nur<br />

mit schriftlicher Genehmigung des<br />

jeweiligen Verbandsjugendwartes.<br />

Bei Turnieren, die nach dem 30.<br />

September jedes Kalenderjahres<br />

beginnen, dürfen Spieler des Jahrgangs<br />

U10 ohne Einschränkung<br />

auch in der U12 spielen.<br />

Roland Goering, Jüngstenreferent des TVBB<br />

Die Sondergenehmigung des Verbandsjugendwartes haben folgende TVBB-Spieler für<br />

die Saison <strong>2017</strong>:<br />

Jungen Verein Mädchen Verein<br />

Carl Radtke LTTC “Rot-Weiß” Nastasija Nesterovic Grunewald TC<br />

Friedrich Stoll TC Tiergarten Zora König SV Zehlendorfer Wespen<br />

Stefan Fricke VfK Anouk van Riesen TC 1899 Blau-Weiss<br />

Felix Hingst LTTC “Rot-Weiß” Sophie Ginko TK Blau-Gold Steglitz<br />

Miguel Bretag TC Grün-Gold Tempelhof Nele Wolter TC 1899 Blau-Weiss<br />

Andrej Gorodetzki Grunewald TC Andra Braicu TC SCC<br />

Lavinia Bürger TV Frohnau<br />

Zora Moaye Koffi BSV 1892<br />

68<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


TVBB intern<br />

Haben sich für das Wahlpflichtfach Tennis entschieden: Enrico Tuszik, Michael Agwi, Lennart Kleeberg, Moritz Woschei,, Tom Schellenberg, Kiyan Kasemi, Michelle<br />

Adamczewska, Ivan Georgiev<br />

Ausbildung<br />

Die Talentschmiede, in der auch Rudi Molleker schwitzte<br />

Die Heinrich-Böll-Oberschule im<br />

Nordwesten Berlins, im Stadtteil<br />

Hakenfelde von Spandau gelegen,<br />

ist eine besondere Bildungsstätte.<br />

Eine integrierte Sekundarschule<br />

mit Gymnasialer Oberstufe, an der<br />

von Klasse sieben bis zehn Tennis<br />

als Wahlpflichtfach angeboten wird<br />

- als einziger Schule in der Hauptstadt.<br />

Danach kann das Abitur erworben<br />

werden. Prominentester<br />

Tennis-Schüler war der 16-jährige<br />

Rudolf Molleker, eins der größten<br />

deutschen Talente, das den Sprung<br />

in die Weltspitze schaffen kann.<br />

Aber er ist nicht der einzige, der im deutschen<br />

Juniorentennis einen guten Namen hat. Die<br />

Schule besuchen auch Lennart Kleeberg, Deutscher<br />

Vizemeister U14, und die Talente Michael<br />

Agwi, Kiyan Kasemi und Michelle Adamszewska.<br />

“Ziel unserer Reformschule ist es, den Unterricht<br />

inhaltlich und organisatorisch so zu gestalten,<br />

dass die Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit<br />

der Schülerinnen und Schüler bei der Leistungsaneignung<br />

gefördert wird.<br />

Das wiederum führt zu mehr Freude am Lernen”,<br />

sagt Sportkoordinator Uwe Petermann. “Die<br />

Schüler haben mit den zwei allgemeinen Sportstunden<br />

und den drei Trainingseinheiten von je<br />

einer Doppelstunde insgesamt acht Sportstunden<br />

in der Woche.” Sie werden vormittags absolviert.<br />

Damit wird die Regenerationsphase zum<br />

Sportkoordinator Uwe Petermann<br />

Nachmittagstraining im Verein gewährleistet”,<br />

ergänzt er..<br />

Auf diese Feststellung legt die Schulleitung besonderen<br />

Wert: “Die sportbetonte Ausbildung<br />

geht nicht zu Lasten anderer Unterrichtsfächer.”<br />

Enge Partnerschaft mit SUTOS<br />

Die gute Tennisausbildung ist nur durch eine enge<br />

Partnerschaft mit dem benachbarten Tennisverein<br />

SUTOS 1917 möglich. Er stellt nicht nur<br />

zwei Plätze und im Winter ebenso viele Spielfelder<br />

in seiner Halle für die Tennisschüler zur Verfügung,<br />

sondern auch einen lizenzierten Trainer.<br />

“Trotzdem ist die Schule völlig vereinsunabhängig.<br />

Aber die Kooperation ist ein Erfolgsmodell”,<br />

sagt Petermann.<br />

Der Beweis: Die Heinrich-Böll-Oberschule wurde<br />

im Schuljahr 2016/2917 Berliner Meister im<br />

Schultennis. Als Landessieger im Wettbewerb<br />

“Jugend trainiert für Olympia” nahmen die Jungen<br />

am Bundesfinale teil, traditionell im vergangenen<br />

September ausgetragen beim TC 1899<br />

Blau-Weiss. Bei ihrem ersten Start belegten sie<br />

gleich einen achtbaren siebenten Platz. “Er ist<br />

ausbaufähig”, sagt Petermann.<br />

Eltern, die Kinder an der Heinrich-Böll-Oberschule<br />

anmelden wollen, finden mehr Informationen<br />

unter www.boell-schule.de). Direkte<br />

Kontaktaufnahme per E-Mail an den Sportkoordinator:<br />

u.petermann@boell-schule.de<br />

Uwe Petermann, Sportkoordinator der Heinrich-Böll-Schule<br />

Fotos: Andreas Springer<br />

www.tennis.de<br />

Anzeige<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

69


TVBB intern<br />

Turnierkalender <strong>2017</strong><br />

Aktive<br />

03.03. - 05.03. A-6/7 SCHWAPP TENNIS SERIES <strong>2017</strong> #3 Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde Da/He<br />

04.03. - 05.03. Offene Hallenregionalmeisterschaften Nord-Brandenburg Sport-In Wust Da/He<br />

17.06. - 25.06.<br />

Future Nord, ITF Men'/Woman's Circuit, German Masters Series<br />

presented by Tretorn<br />

Kaltenkirchen<br />

Da 11462 $<br />

He 11250 $<br />

10.03. - 12.03. - LAND FLEESENSEE TENNIS OPEN <strong>2017</strong> Golf & Country Club Fleesensee, 17213 Da/He<br />

16.06. - 11.06. A-4 TVBB Verbandsmeisterschaften Damen/Herren SV Zehlendorfer Wespen Da/He<br />

23.06. - 25.06. A-5 Dunlop Cup SV Reinickendorf Da/He<br />

05.07. - 09..07. A-4/6 Neuenhagen Open <strong>2017</strong> Neuenhagener TC 93 Da/He<br />

07.07. - 09.07. N-2 Offene Ostdeutsche Meisterschaften AK U21 M/W<br />

13.07. - 16.07. A-3/6 63. Friedrichshagen Open TC Orange-Weiß Friedrichshagen Da/He<br />

20.07. - 23.07. A-4/6 60. Allgemeines Turnier BTC 1904 Grün-Gold tempelhof Da/He<br />

26.07. - 30.07. A-6 30. City-Turnier <strong>2017</strong> SC Brandenburg Da/he<br />

31.07. - 02.08. N-4 Sportkind Junior Serie <strong>2017</strong> Berlin TC Schwarz-Gold W/M 21<br />

02.08. - 06.08. A-6/7 10. Rasentennis Open Berlin Verein f. Körperkultur W/M 21<br />

09.08. - 13.08. A-7 SCC Open <strong>2017</strong> TC SCC Da/He<br />

13.08. - 20.08.<br />

Leipzig-Open, German Masters Series presented by Tretorn<br />

Leipziger TC 1900<br />

(ITF Womans'Circuit)<br />

17.08. - 20.08. A-3<br />

19. Internationale Sächsische Meisterschaften<br />

German Masters Series presented by Tretorn<br />

Leipziger TC 1900<br />

19.08. - 23.08. A-7 Südturnier<br />

TC Weiß-Rot Neukölln, Blau-Weiß Britz, BTC<br />

Gropiusstadt<br />

20.08. - 27.08.<br />

Braunschweig Women's Open <strong>2017</strong>,German Masters Series<br />

Braunschweiger THC<br />

presented by Tretorn (ITF Women's Circuit)<br />

Da (E/D)<br />

19794 $<br />

Da/He<br />

10200€<br />

Da/He<br />

Da (E,D)<br />

19794 $<br />

24.08. - 27.08. A-7 17. Offene Barnimer Meisterschaften TTC Bernau Da/He<br />

31.08. - 03.09. Große Meden/Poensgen-Spiele Da/He<br />

03.09. 7. Charity Cup “Berlins Next Tennis Talent”, Lennart Kleeberg International Club Berlin<br />

09.09. - 15.09. A-7 Weiß-Rot Cup TC Weiß-Rot Neukölln Da/He<br />

09.09. - 17.09. A-7 3. Grunewald Open <strong>2017</strong> Grunewald TC Da/He<br />

06.10. - 08.10. - SCHWAPP TENNIS SERIES <strong>2017</strong> #4 Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde Da/He<br />

10.11. - 12.11. - SCHWAPP TENNIS SERIES <strong>2017</strong> #5 Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde Da/He<br />

17.11. - 19.11. - ROBINSON CLUB FLEESENSEE TENNIS CHALLENGE <strong>2017</strong><br />

Golf & Country Club Fleesensee, 17213<br />

Göhren-Lebbin<br />

Da/He<br />

08.12.- 10.12. - SCHWAPP TENNIS MASTERS <strong>2017</strong> Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde Da/He<br />

15.12. - 18.12. - 1. DSR Aktiven Weihnachtscup Bernau-Waldsiedlung Da/He<br />

Senioren<br />

04.03. - 05.03. Offene Hallenregionalmeisterschaften Nord-Brandenburg Sport-In Wust He 50<br />

09.03. - 12.03. S-A<br />

31. Nationale Deutsche Hallenmeisterschaften der AK 30, 35<br />

Eggenstein<br />

Eggenstein (DTB)<br />

W/M 30, 35 E,Do,Mix<br />

22.04. - 30.04. S-4 Känguruhs Open <strong>2017</strong> NTC „Die Känguruhs“<br />

W/M 40, 50, 60<br />

M 30, 55, 65, 70<br />

24.02. - 26.02. - Lok-Doppel-Senioren-Turnier TV Elsterwerda, Holzhof 4, Elsterwerda<br />

30.04. - 07.05. Grade 5 1. ITF Outdoor Senior Open Berlin TC Orange-Weiß Friedrichshagen W/M 35 - 80<br />

31.05. - 05.06. S-2 15. Grün-Weiß Nikolassee Seniorenturnier TC Grün-Weiß Nikolassee W/M 40 - 75<br />

29.06. - 04.07. S-7 1. Neuenhagen Senior Open Neuenhagener TC 93 W 30-75, M 30-85<br />

07.07. - 16.07. S-2 11. Usedom Senior OPEN Zinnowitz (TMV) W 40 - 75, M 35 - 75<br />

15.07. - 22.07. S-5 5. SUTOS OPEN SUTOS 1917 Spandau W40, M 40-55<br />

21.07. - 30.07. S-3 60. Allgemeines Turnier Grün-Gold Tempelhof BTC 1904 Grün-Gold Tempelhof W/M 40 - 85<br />

22.07. - 29,07. S-7 30. Cityturnier <strong>2017</strong> SC Brandenburg W/M 30, M 40, 50, 60<br />

25.07. - 06.08. S-A Deutsche Seniorenmeisterschaften in Bad Neuenahr HTC Bad Neuenahr<br />

01.08. - 06.08 S-5 2. STK Babolat Open <strong>2017</strong> Steglitzer TK 1913 M 40, 50, 60<br />

02.08. - 06.08. S-7 10. Rasentennis Open Berlin Verein f. Körperkultur M 40<br />

04.08. - 07.08. S-3 SCC Senior Open <strong>2017</strong> TC SCC W/M 40, 50, 60 M 70<br />

12.08. - 19.08. S-3 69. Verbandsmeisterschaften der SeniorInnen des TVBB BSV 1892<br />

W 30, 40, 50, 60<br />

MM 30 - 75<br />

19.08 - 23.08. S-4 Südturnier<br />

TC Weiß-Rot Neukölln, Blau-Weiß Britz, BTC<br />

Gropiusstadt<br />

W/M 30, 40, 50 M 60<br />

24.08. - 27.08. S-6 17. Offene Barnimer Meisterschaften TTC Bernau W/M 40, 50 M 30, 60<br />

70<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

www.tvbb-<strong>matchball</strong>.de


TVBB intern<br />

26.08. - 27.08. S-7 Große Spiele der Verbände W/M 30, 40, 50, 60, 70<br />

02.09. - 03.09. S-7 Endrunde Deutsche Vereinmeisterschaften<br />

28.08. - 03.09. S-3<br />

XXIV. SCHWERINER INTERNATIONAL SENIORS OPEN - DUNLOP<br />

Schweriner TC 1908<br />

SENIOR TOUR<br />

W/M 40-75, M 80<br />

03.09. - 10.09. 6. SeniorInnen LK-Turnier VfL Tegel W 50, M 65<br />

07.09. - 10.09. S-3 Internat. Sächsische Seniorenmeisterschaft <strong>2017</strong> TC RC Sport Leipzig W/M 30 - 75<br />

09.09. - 15.09. S-7 Weiß-Rot Cup TC Weiß-Rot Neukölln W/M 30, 40, 50, 60<br />

09.09. - 17.09. S-4 3. Grunewald Open Seniors Grunwald TC W/M 30, 40, 50 M 60 65<br />

26.11. - 03.12. S-5 2. ITF Berlin Senior Open TTC Bernau W/M 35 - 70, M 75<br />

Jugend<br />

23.02. - 26.02. J-4 4. DSR Jugend Cup <strong>2017</strong> Bernau-Waldsiedlung W/M U10, 12, 14, 16, 18<br />

25.02. - 26.02.<br />

Jugend-Hallenregionalmeisterschaften<br />

Nord Brandenburg<br />

Sport-In Wust<br />

W/M U8, 10, 12, 14,<br />

16, 18<br />

02.03. - 05.03. J-4 5. DSR Jugend Cup <strong>2017</strong> Bernau-Waldsiedlung W/M U10, 12, 14, 16, 18<br />

03.03. - 05.03. J-2<br />

26. Ostdeutsche Jugendmeisterschaften U12/14<br />

DTB U12 Turnierserie/ Dunlop Junior Series <strong>2017</strong><br />

Leipzig W/M 12/14<br />

03.03. - 05.03. J-4 SCHWAPP TENNIS SERIES <strong>2017</strong> #3 Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde M/W U10, 12, 14, 16<br />

04.03. - 05.03. J-3 LTTC Rot Weiß Kids Cup Turnierserie mit Race Wertung BUGA-Tennishalle Sangerhauser Weg M/W U8, 10, 12<br />

10.03. - 12.03. J-4 2. Bad Saarow Kids Ranglistenturnier Bad Saarow W/M 10, 12, 14, 16, 18<br />

16.03. - 19.03. J-4 6. DSR Jugend Cup <strong>2017</strong> Bernau-Waldsiedlung W/M U10, 12, 14, 16, 18<br />

19.03. 4. TCL Kids CUP <strong>2017</strong> TC Lichtenrade Weiß-Gelb M/W U8, U10<br />

30.03. - 02.04. 7. DSR Jugend Cup <strong>2017</strong> Bernau-Waldsiedlung W/M U10, 12, 14, 16, 18<br />

10.03. - 12.03. J-4 LAND FLEESENSEE TENNIS OPEN <strong>2017</strong> Golf & Country Club Fleesensee, 17213 M/W U10, 12, 14, 16<br />

22.04. - 23.04. J-4 1. TCL Junior Cup TC Lichtenrade Weiß-Gelb M/W 14 (E, D)<br />

25.05. - 31.05. J-3 Bezirksmeisterschaften Nord-Berlin M/W 12, 14, 16, 18<br />

26.05. - 31.05. J-3 Bezirksmeisterschaften Süd-Berlin M/W 12, 14, 16, 18<br />

01.06. - 05.06 J-2 Jugend-Nordpokal <strong>2017</strong> TV Frohnau M/W 12, 14, 16, 18<br />

03.06. - 04.06. J-3 LTTC Rot Weiß Kids Cup Turnierserie mit Race Wertung LTTC Rot-Weiß M/W U8, 10, 12<br />

24.06. - 25.06 J-3 LTTC Rot Weiß Kids Cup, Turnierserie mit Race Wertung LTTC Rot-Weiß M/W U8, 10, 12<br />

14.07. - 16.07. J-4 3. Bad Saarow Kids Ranglistenturnier Bad Saarow W/M 10, 12, 14, 16, 18<br />

15.07. - 20.07. J-2 TVBB Jugend-Verbandsmeisterschaften <strong>2017</strong> TK Blau-Gold Steglitz W/M 11, 12, 14, 16, 18<br />

15.07. - 28.07. J-2 20. Internat. Ferienpokal Laatzig Automobile Masters <strong>2017</strong> BFC Alemannia W/M 10, 12, 14, 16, 18<br />

19.07 - 22.07. J-3 19. Friedrichshagen Junior Open TC Orange-Weiß Friedrichshagen M/W U10, 12, 14, 16, 18<br />

31.07. - 02.08. J-3 Sportkind Junior Serie <strong>2017</strong> TC Schwarz-Gold M/W U10, 12, 14, 16, 21<br />

03.08. - 06.08 Fleesensee Junior Trophy Golf & Country Club Fleesensee, 17213 M/W U10, 12, 14, 16, 21<br />

07.08. - 09.08. J-3 XV. Vodafone Junior Open Berlin (Dunlop Junior Serie) TC Schwarz-Gold M/W U 10, 12, 14, 16, 21<br />

10.08. - 13.08. J-3 SCC Junior Open <strong>2017</strong> TC SCC M/W U 12, 14, 16, M 18<br />

21.08. - 24.08. J-3 Südturnier<br />

TC Weiß-Rot Neukölln, Blau-Weiß Britz, BTC<br />

Gropiusstadt<br />

M/W 11, 12, 14, 16, 18<br />

24.08. - 27.08. J-3 17. Offene Barnimer Meisterschaften TTC Bernau M/W 12, 14, 18<br />

26.08. - 01.09. J-2 3. Internationale Spandauer Jugendmeisterschaften <strong>2017</strong> Siemens TK Blau-Gold M/W 12, 14, 16, 18<br />

02.09. - 03.09. J-3 LTTC Rot Weiß Kids Cup Masters LTTC Rot-Weiß M/W U8, 10, 12<br />

02.09. - 09.09. J-2 17. Cujic Cup TV Preussen M/W 10, 12, 14, 16, 18<br />

02.09. - 03.09. 3. Cujic Midcourt Turnier <strong>2017</strong> BSV ‘92 M/W<br />

03.09. 8. Cujic Mini-Cup BSV ‘92 M/W<br />

08.09. - 10.09. J-2 Offene Ostdeutsche Jugendmeisterschaften <strong>2017</strong> TC BW Dresden Blasewitz M/W 12, 14, 16<br />

06.10. - 08.10. J-4 SCHWAPP TENNIS SERIES <strong>2017</strong> #4 Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde M/W U10, 12, 14, 16<br />

10.11. - 12.11. J-4 SCHWAPP TENNIS SERIES <strong>2017</strong> #5 Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde M/W U10, 12, 14, 16<br />

17.11. - 19.11. J-4 ROBINSON CLUB FLEESENSEE TENNIS CHALLENGE <strong>2017</strong> Golf & Country Club Fleesensee, 17213 M/W U10, 12, 14, 16<br />

08.12.- 10.12. J-4 SCHWAPP TENNIS MASTERS <strong>2017</strong> Schwapp Tenniscenter, Fürstenwalde M/W U10, 12, 14, 16<br />

Anmerkung der Redaktion: Lt. Auskunft des Sportwarts von MVP finden die Fleesensee-Turniere statt.<br />

Dass sie nicht im Kalender stehen hängt mit der Umstellung auf das nu-Liga-System zusammen. Nach erfolgter Umstellung erscheinen sie im Kalender.<br />

Dieser Turnier/Veranstaltungskalender (Stand Januar <strong>2017</strong>) wird in den folgenden Ausgaben fortgeschrieben.<br />

Vollständige Angaben zu den Turnieren/Veranstaltungen siehe unter www.dtb-tennis.de / mybigpoint bzw. www.tvbb.de.<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

71


TVBB intern<br />

Zum Wohlfühlen: Die Anlage Ali Bey Club in Manavgat<br />

Reisen<br />

Mit Patricio Travel in die Sonne<br />

Wie viele Matches habe ich bei einer<br />

Reise mit Patricio Travel zu einem<br />

LK-Event in der Türkei? Kann<br />

ich Trainingseinheiten extra buchen?<br />

Können sich Tennisreisende<br />

an der Riviera nach dem Putschversuch<br />

sich fühlen? Roland Goering,<br />

Ansprechpartner für Patricio Travel-<br />

Reisen im TVBB, beantwortet Fragen<br />

der <strong>matchball</strong>-Leser.<br />

Der TVBB hat einen informativen Flyer zu den Tennis-Camps<br />

<strong>2017</strong> herausgegeben, der Lust macht,<br />

im April die Frühlingssonne zu suchen und im Oktober<br />

die Herbstsonne. Sie konnten sich vor Ort<br />

in der Türkei ein Bild von Tennis-Camps verschaffen.<br />

Was können die Berliner und Brandenburger<br />

erwarten?<br />

Roland Goering: “Zu den LK-Events gehören immer<br />

mindestens vier Matches und ein optional<br />

buchbares Training von fünf mal 90 Minuten. Ich<br />

war bei einem Camp vor Ort, das gemeinsam<br />

von TVBB- und NTV-Mitgliedern besucht wurde.<br />

Die Turnierleitung und die Trainer waren sehr<br />

professionell, sorgten aber auch für viel Spaß<br />

auf und neben dem Platz. Nach dem Kennenlernen<br />

entstand eine gute Gruppe, in der auch<br />

einzeln Reisende schnell Anschluss fanden.<br />

Die Anlagen in der Türkei sind groß und bieten<br />

auch abseits vom Tennis viele Freizeit-, Entspannungs-<br />

und Unterhaltungsmöglichkeiten. Die<br />

Zeit in der Woche dort vergeht viel zu schnell …”<br />

Patricio Travel, der Partner des TVBB für<br />

Tenniscamps, hat seit 20 Jahren in Manavgat<br />

mit dem Ali Bey Club und Resort-Konzept<br />

einen hohen Standard<br />

entwickelt, der immer eine „Super Tenniswoche“<br />

garantierte. Die Feier des 20-jährigen<br />

Bestehens von Patricio Travel im<br />

Juli vergangenen Jahres hatte eindrucksvoll<br />

die Zufriedenheit von tausenden Kunden bestätigt<br />

und die Kompetenz des Reiseveranstalters<br />

hervorgehoben. Gibt es von Patricio für uns noch<br />

andere Reiseziele oder neue Konzepte?<br />

Roland Goering: “Patricio Travel bietet in diesem<br />

Jahr insgesamt vier LK-Events an. Auch in<br />

den Ali Bey Club in Sorgun, nur wenige Kilometer<br />

von Manavgat entfernt, kann die Reise<br />

gehen. Relativ neu im Angebot ist das Bluesun<br />

Hotel in Bol (Kroatien). Reisezeit: Ende April/Anfang<br />

Mai.<br />

Neben den LK-Events werden auch Turnier- und<br />

Trainingsreisen angeboten, zum Beispiel ein Strategiekurs<br />

Doppel. Und es gibt auch Fitnessevents<br />

von Patricio Travel.”<br />

Die Jubiläumsfeier von Patricio fand unglücklicherweise<br />

am Tage des Putsches in der Türkei statt<br />

und hat möglicherweise viele Interessenten für eine<br />

Reise dorthin verunsichert. Gibt es Grund dazu?<br />

Roland Goering: “Nein. Manavgat an der Türkischen<br />

Riviera liegt 700 Kilometer von der Grenze<br />

zu Syrien entfernt, das ist eine Distanz wie zwischen<br />

Berlin und Innsbruck.<br />

Das Auswärtige Amt hat keine Reisewarnung für<br />

die türkische Riviera herausgegeben. Eine hundertprozentige<br />

Sicherheit gibt es im Moment natürlich<br />

leider nirgendwo Es empfiehlt sich, immer<br />

aktuell über die Lage informiert zu sei. Es gibt aktuell<br />

keine zu großen Sicherheitsbedenken, um<br />

grundsätzlich von einer Reise an die Türkische<br />

Riviera abzuraten. Dort ist bisher nichts passiert,<br />

und daran ändert sich hoffentlich auch nichts.”<br />

Die Reisetermine im Überblick<br />

2. bis 9. April Ali Bey Club Manavgat LK-Turnier, Trainingswoche<br />

16. bis 23. April Ali Bey Resort Sorgun (Side) Lk-Turnier, Familiencamp<br />

29.April bis 6. Mai Bluesun Hotel Bonaca Bol Lk-Turnier, Familiencamp<br />

8. bis 5. Oktober Ali Bey Resort Sorgun (Side) Lk-Turnier und Herbstcamp<br />

8. bis 15. Oktober Ali Bey Club Manavgat Lk-Turnier, Trainingswoche<br />

© Roland Goering<br />

LK-Turniere des DTB gehören inzwischen zum<br />

Standardprogramm in den Camps. Unsere LK-<br />

Spieler können fast 150 Euro bei einer Buchung<br />

sparen, wenn sie Premium-Mitglied bei mybigpoint<br />

werden. Kennen Reiseinteressenten diesen<br />

Vorteil, wird das Angebot angenommen?<br />

Roland Goering: “Ja, immer mehr. Inzwischen<br />

ist der TVBB ja auch in der Abwicklung der<br />

Verbandsspiele direkt an Mybigpoint angeschlossen,<br />

was den Vorteil der Premium-Mitgliedschaft<br />

noch größer macht. Somit sind<br />

inzwischen deutlich mehr Spieler aus dem Verbandsgebiet<br />

Premium Mitglieder bei Mybigpoint.<br />

Für die Reisen ist es ja eine recht einfache<br />

Rechnung, dass es sich in jedem Fall lohnt:<br />

Fast 150 Euro sparen dazu 46,80 weniger Jahresgebühr<br />

für die Premium Mitgliedschaft - das<br />

macht doch Sinn.”<br />

Bisher sind die Reisegruppen aus Berlin-Brandenburg<br />

bei den LK-Events oft noch relativ klein. Andere<br />

Verbände stellen größere Anteile. muss das<br />

so bleiben?<br />

Roland Goering: “Zunächst einmal ist es nicht<br />

nachteilig, wenn die Anzahl der Bucher aus<br />

dem eigenen Verband nicht so groß ist. Die Reisen<br />

werden ja in Kooperation mehrerer Verbände<br />

durchgeführt, zu allen Reisen ist die Turnier-<br />

und Trainingsgruppe jeweils groß genug,<br />

dass die Matches gegen etwa gleichstarke und<br />

gleichaltrige Gegner gespielt werden können.<br />

Trotzdem wäre es natürlich wünschenswert,<br />

mit einer großen Gruppe aus dem TVBB zu reisen.<br />

Die Events eignen sich ja auch super zum<br />

Kontakte knüpfen und neue Spielpartner<br />

kennenzulernen. Eine große Reisegruppe<br />

aus Berlin-Brandenburg fördert natürlich<br />

das "Wir"-Gefühl im TVBB. Daher werben<br />

wir sehr aktiv für diese Events und hoffen,<br />

dass immer mehr Vereine und Einzelbucher<br />

die Angebote interessant finden<br />

und - buchen.”<br />

72<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Tennis international<br />

Vorbild für Sieger Roger Federer (l.) und Finalist Rafael Nadal (r.): die australische Tennis-Legende Rod Laver<br />

© Jürgen Hasenkopf<br />

Australian Open Tennis Championships <strong>2017</strong>, The Grand Slam of Asia/Pacific<br />

Die “Oldie”-Show von Down Under,<br />

das Turnier der Paukenschläge<br />

Wie wichtig Erfahrung im Tennis<br />

ist, das bewies einmal mehr<br />

das erste Grand Slam-Turnier des<br />

Jahres in Melbourne. Die vier Finalisten<br />

in den beiden Einzel-<br />

Konkurrenzen haben alle die 30<br />

überschritten. “Maestro” Roger<br />

Federer ist mit seinen 35 Jahren<br />

der älteste Major-Gewinner seit<br />

1972. Und auch die beiden Williams-Schwestern<br />

im Finale sind<br />

Mittdreißiger. Federer feierte nach<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

73


Tennis international<br />

Roger Federer schreit die Freude über den Sieg hinaus © Jürgen Hasenkopf Serena Williams entthronte Steffi Graf als Rekord-Grand-Slam-Siegerin<br />

<br />

© Jürgen Hasenkopf<br />

sechsmonatiger Verletzungspause<br />

ein glorreiches Comeback, besiegte<br />

seinen Dauerrivalen Rafael Nadal in<br />

fünf Sätzen - 18. Grand Slam-Titel.<br />

Im Sisters-Act spielte Serena wie in<br />

ihren besten Zeiten, triumphierte<br />

in zwei Sätzen über die wieder erstarkte<br />

Venus. Serena löste mit dem<br />

Gewinn ihres 23. Major-Turniers die<br />

bisherige Rekordhalterin Steffi Graf<br />

ab und stieß auch Angelique Kerber<br />

vom Thron. Melbourne war ein Turnier<br />

der Paukenschläge.<br />

Federer tritt nicht ab<br />

Viele hatten Federer keinen Grand Slam-Sieg<br />

mehr zugetraut. Dann der Paukenschlag: "Ich<br />

habe die sechsmonatige Pause auch genommen,<br />

damit ich hoffentlich noch einige Jahre<br />

spielen kann." Den fünften Triumph in Melbourne<br />

<strong>2017</strong> stellt er auf eine Stufe mit dem<br />

Sieg in Paris 2009, als er sich den ersten Roland<br />

Garros-Titel sicherte. “Ich spüre, dass ich noch einiges<br />

an gutem Tennis in mir habe”, betonte der<br />

Mann, der es noch kann.<br />

Auf dem Weg ins Finale hatte der nur an 17 gesetzte<br />

Federer einige “schwere Brocken” wegzuräumen.<br />

Nach Auftakt-Siegen gegen die Qualifikanten<br />

Jürgen Melzer (AUT) und Noah Rubin<br />

(USA) wartete mit Tomas Berdych (CZE) der erste.<br />

Doch Federer bezwang den Tschechen sicher<br />

mit 6:2, 6:4, 6:4. Dann war gegen den aufstrebenden<br />

Kei Nishikori (JPN) Schwerstarbeit<br />

angesagt. Federer brauchte fünf Sätze (6:7, 6:4,<br />

6:1, 4:6, 6:3), um den Vertreter der NextGen<br />

niederzuringen.<br />

Der Djoker und Murray<br />

bleiben auf der Strecke<br />

Wo war der Djoker? Die Runde eins gegen Fernando<br />

Verdasco (ESP) hatte Novak Djokovic mit<br />

6:1, 7:6(4), 6:2 noch gut überstanden. Dann<br />

kreuzte Denis Istomin aus Usbekistan ( ATP 121)<br />

seinen Weg - und sorgte in einem mitreißenden<br />

Match gegen den erfolgsverwöhnten Serben<br />

mit 7:6(8), 5:7, 2:6, 7:6(5), 6:4 für den ersten krachenden<br />

Paukenschlag. Istomin schied in Runde<br />

vier gegen den hoch eingeschätzten Grigor Dimitrov<br />

(BUL, ATP 13) aus.<br />

Und Andy Murray, der Führende in der<br />

Weltrangliste? Er hätte bei “normalem Verlauf”<br />

im Viertelfinale auf Roger Federer treffen müssen.<br />

Doch der Schweizer wartete vergebens auf<br />

ihn. Der Grund: Ein sensationell aufspielender<br />

Mischa Zverev, der ältere der Brüder.<br />

Der Hamburger, von Krankheiten und Verletzungen<br />

zurückgeworfen, hatte der Tour schon<br />

den Rücken gekehrt. Von seinem Bruder angespornt,<br />

war er von einer Position jenseits der<br />

1000 auf ATP-Position 50 zurückgekommen. Im<br />

Achtelfinale gegen Murray lag er anfangs - wie<br />

erwartet - mit 1:3 und 3:5 zurück, ließ sich aber<br />

in seinem Serve- and Volley-Spiel nicht beirren<br />

und holte überraschend den ersten Satz.<br />

Nach verlorenem zweiten Durchgang gelang<br />

dem sich in einen Rausch spielenden Hamburger<br />

einfach alles, vor allem eine ganze Reihe<br />

spektakulärer Volleys. Er beendete das Match<br />

mit einem lauten Paukenschlag: 7:5, 5:7, 6:2,<br />

6:4. Boris Becker: “Der Schlüssel zum Erfolg war,<br />

dass er in den entscheidenden Momenten cool<br />

geblieben ist.“ Nach dem Sieg über den fünfmaligen<br />

Australien Open-Finalisten reckte der<br />

29-jährige Zverev die Fäuste in den Himmel:<br />

“Das beste Match meines Lebens! Ich war in ei-<br />

74<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Tennis international<br />

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nem kleinen Koma. Ich weiß selbst nicht, wie ich<br />

einige Punkte gewonnen habe“.<br />

Packende Herren-Halbfinals<br />

Im Halbfinale Roger Federer vs Stan Wawrinka<br />

verwandelte Federer nach 3:06 Stunden seinen<br />

ersten Matchball zum 7:5, 6:3, 1:6, 4:6, 6:3-Sieg.<br />

Es sah lange nicht so aus, dass sich die Schweizer<br />

Rivalen einen solchen Krimi liefern würden.<br />

Federer gewann mit überragendem Spiel die<br />

beiden ersten Durchgänge, sein verzweifelter<br />

Gegner musste nach Zerbrechen seines Schlägers<br />

sogar eine Verwarnung hinnehmen. Doch<br />

dann verließ Federer sein Aufschlag und insgesamt<br />

50 unerzwungene Fehler führten zum<br />

2:2-Satzausgleich. Die Entscheidung in Satz<br />

fünf: Nach einem Doppelfehler Wawrinkas gelang<br />

Federer das Break zum 4:2. Er hielt sein Service<br />

- Matchgewinn.<br />

Im zweiten Semifinale stand auch ein Comebacker:<br />

der vier Monate außer Gefecht gesetzte<br />

Rafael Nadal (ESP, ATP 6). Nach Erfolgen über<br />

den Deutschen Florian Mayer und Marcos Baghdatis<br />

(CYP) traf er in Runde drei auf den unberechenbaren<br />

Youngster Sascha Zverev, der in<br />

jüngster Zeit zwei Mal gegen Roger Federer gewonnen<br />

und in Indian Wells 2016 Nadal an den<br />

Rand einer Niederlage gebracht hatte. Zverev<br />

bot eine hervorragende Leistung und führte in<br />

dem vier Stunden andauernden Krimi sogar mit<br />

Paukenschlag: Mischa Zverev besiegte Branchenprimus Andy Murray<br />

© Jürgen Hasenkopf<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

75


Tennis international<br />

Angelique Kerber konnte ihren Vorjahressieg nicht wiederholen, schied im Achtelfinal aus<br />

<br />

© Jürgen Hasenkopf<br />

Die siegreichen "Williams-Sisters": Das Finale hatte nicht die Klasse<br />

wie 2016 gegen Kerber <br />

© Jürgen Hasenkopf<br />

2:1 Sätzen. Dennoch musste er sich dem Mallorciner<br />

mit 6:4, 3:6, 7:6 (5), 3:6, 2:6 geschlagen geben.<br />

Der von Krämpfen geplagte Zverev verlor<br />

im fünften Satz gleich zweimal sein Service.<br />

Danach besiegte der glänzend aufspielende<br />

Nadal den starken Franzosen Monfils und im<br />

Viertelfinale den Aufschlagriesen Milos Raonic<br />

(CAN). Im Halbfinale gegen Grigor Dimitrov<br />

(BUL) musste er in einem kräftezehrenden<br />

Match all sein Können aufbieten, um mit 6:3,<br />

5:7, 7:6(5), 6:7(4), 6:4 die Oberhand zu behalten.<br />

Für Boris Becker war es “das beste Match des Turniers”.<br />

Dimitrov ließ sich von den extremen Topspinschlägen<br />

Nadals nicht entnerven. Erst als<br />

der Spanier im fünften Satz Dimitrov das Service<br />

zur 5:4-Führung abnahm, waren die Würfel<br />

gefallen.<br />

Herrenfinale: Challenge beim Matchball<br />

Von den acht Endspielen zwischen Federer und<br />

Nadal bei Major-Turnieren (letztmals in Paris<br />

2011). gewann Nadal sechs. Im Melbourner<br />

“Giganten-Duell” verfolgte Federer die Taktik,<br />

mit harten, aber variablen Aufschlägen lange<br />

Grundlinienduelle zu vermeiden und am Netz<br />

mit Volleys schnell zu punkten.<br />

Seine Rechnung ging in diesem prestigeträchtigen,<br />

von beiden Seiten mit höchster Konzentration<br />

geführten Kampf auf: Federer schlug 20 Asse<br />

(Nadal nur 4), machte 29 von 40 möglichen<br />

Punkten am Netz (Nadal 10 von 12), das Winner-<br />

Verhältnis lautete 73:35.<br />

Trotzdem stand das Finale auf höchstem Niveau,<br />

erst nach 3:38 Stunden war Federer mit 6:4, 3:6,<br />

6:1, 3:6, 6:3 am Ziel seiner Träume - nach einem<br />

Challenge beim zweiten Matchball. Nadal ließ<br />

den Matchball von Federer überprüfen. Doch<br />

das Hawk-Eye bewies: Ball "in".<br />

Der Schweizer hatte sein unglaubliches Comeback<br />

mit dem fünften Grand Slam-Sieg in Melbourne<br />

gekrönt: "Schade, dass es kein Unentschieden<br />

gibt. Ich würde den Erfolg am liebsten<br />

mit Rafa teilen, auch er hätte ihn verdient."<br />

Williams-Schwestern dominieren<br />

die Damenkonkurrenz<br />

Serena und Venus Williams standen sich erstmals<br />

2003 in Melbourne im Finale gegenüber.<br />

Im Jahr zuvor belegten die Geschwister die Ränge<br />

1 und 2 der Weltrangliste.<br />

Venus, die später wegen einer Autoimmunkrankheit<br />

der Tour den Rücken kehren<br />

musste, kam - währenddessen Serena all die<br />

Jahre von Sieg zu Sieg eilte - erst in jüngster Zeit<br />

wiedererstarkt in die Weltspitze zurück. Die Dominanz<br />

der Geschwister über einen so langen<br />

Zeitraum ist beeindruckend.<br />

In Down Under zog Serena ohne Satzverlust ins<br />

Finale ein, sie bezwang Belinda Bencic (SUI),<br />

Lucie Safarova (CZE), Nicole Gibbs (USA), Barbara<br />

Strycova (CZE) und Johanna Konta (GBR).<br />

Im Halbfinale schlug sie die in Düsseldorf geborene<br />

ungesetzte Kroatin Mirjana Lucic-Baroni,<br />

die in Melbourne 1997 den Juniorinnentitel,<br />

1998 mit Martina Hingis bei den “Großen” den<br />

Titel im Damendoppel gewonnen hatte, bevor<br />

ihr gewalttätiger Vater ihre Tennis-Karriere<br />

stoppte. Ihr Kommentar nach dem verlorenen<br />

Halbfinale:„Ich kann das nicht glauben. Für mich<br />

ist das überwältigend. Alles, was mir passiert ist,<br />

wird heute wieder gutgemacht.“<br />

Die Finals im Überblick<br />

Roger Feder (SUI) - Rafael Nadal (ESP) 6:4, 3:6, 6:1, 3:6, 6:3<br />

Serena Williams - Venus Williams (beide USA) 6:4, 6;4<br />

Henri Kontinen(FIN)/John Peers (AUS) - Bob Bryan/Mike Bryan (beide USA) 7:5, 7:5<br />

Bethanie Mattek-Sands (USA)/Lucie Safarova (CZE) - Andrea Hlavackova (CZE)/Shuai Peng (CHN) 6:7(4), 6:3, 6:3<br />

Abigall Spears (USA)/Juan Sebastian Cabai (COL) - Sania Mirza (IND)/ Ivan Dodig (CRO) 6:2, 6:4<br />

Auch die an Position 13 gesetze Venus erreichte<br />

das Endspiel. Nach Siegen über Kateryna Kozlova<br />

(UKR), Stefanie Voegele (SUI) und Ying-Ying<br />

Duan (CHN) wartete in Runde vier Mona Barthel<br />

auf sie. Nach einer rätselhaften Viruserkrankung<br />

2016 hatte sich diese in die Qualifikation gespielt,<br />

schaffte den Sprung ins Hauptfeld. Dort<br />

bezwang sie zuerst Deelanee Aiava (AUS) und<br />

sorgte dann für einen weiteren Paukenschlag:<br />

6:4, 6:4-Erfolg gegen Olympiasiegern Monica<br />

Puig (PUR). Auch Ashleigh Barty (AUS) rang sie<br />

in drei Sätzen nieder, bevor Venus Williams ihren<br />

Siegeslauf stoppte. Venus musste dann im Viertelfinale<br />

noch Svetlana Kuznetsova (RUS) und<br />

im Semifinale die ungesetzte Coco Vandeweghe<br />

mit 6:7, 6:2, 6:3 aus dem Weg räumen.<br />

Wo war Kerber?<br />

Schon in den Vorturnieren zeigte sich, dass Angelique<br />

Kerber nicht in der Form ihres Erfolgsjahres<br />

2016 war.<br />

Die Titelverteidigerin stolperte durch die ersten<br />

Runden. Beim Auftakt gegen Lesio Tsurenko<br />

(UKR; 6:2, 5:7, 6:2) lief nicht alles rund. In<br />

Runde zwei, an ihrem 29. Geburtstag, musste<br />

sie gegen ihre Porsche Team-Kameradin Carina<br />

Witthöft beim 6:2, 6:7(3), 6:2 hart kämpfen.<br />

Auf eine Steigerung beim 6:0, 6:4 gegen Kristina<br />

Pliskova (CZE) folgte dann das Aus gegen Coco<br />

Vandeweghe (USA). Sie schoss die Kielerin im<br />

Achtelfinale regelrecht vom Platz (6:2, 6:3) - die<br />

Titelverteidigung war gescheitert.<br />

Damenfinale: Gut, aber nicht spannend<br />

Das Finale, ein Sister Act. Er war selten hochklassig.<br />

Stimmung kam kurz auf, als Venus Williams<br />

im zweiten Durchgang zwei Breakbälle abwehrte<br />

und 2:1 in Führung ging.<br />

Aber es nützte gegen die souverän aufspielende<br />

Schwester nichts: Nach 1:22 Stunden verwandelte<br />

sie den ersten Matchball. Die Klasse und<br />

Spannung des letztjährigen Finals gegen Kerber<br />

hatte das 28. Familienduell nie.<br />

Zusammenfassung: Bernd Prawitz<br />

(mit Material von SID, tennisnet)<br />

76<br />

<strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

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Tennis international<br />

Andy Murray erwies sich bei den ATP-Finals in<br />

London als sehr stark © Jürgen Hasenkopf<br />

London: ATP World Tour Finale 2016<br />

Murray krönt seinen Super-Lauf<br />

Seine Kritiker meinen, er spiele<br />

nicht so elegant wie Roger Federer,<br />

sei nicht so dynamisch wie Rafael<br />

Nadal. Und auch nicht so akrobatisch<br />

wie Novak Djokovic.<br />

Doch nach seinem Sieg beim Jahresabschlussturnier<br />

der ATP-World-Tour (13. bis 20. November)<br />

stimmten sie zu: Der Schotte Andy Murray<br />

war der weltbeste Spieler des Jahres 2016,<br />

räumte vor allem nach den French Open mächtig<br />

ab. Herausragend: Sein zweiter Triumph in<br />

Wimbledon und sein zweiter Sieg bei den Olympischen<br />

Spielen. In London schlug er im Finale<br />

Novak Djokovic mit 6:3, 6:4, nachdem er diesen<br />

durch seinen Sieg beim ATP World Tour Masters<br />

2016 in Paris bereits am 7. November 2016 von<br />

Platz 1 der Weltrangliste verdrängt hatte.<br />

Murray startet als die Nr. 1<br />

der Welt ins Jahr <strong>2017</strong><br />

Bei der im Hallenpalast der O2-Arena im London<br />

ausgetragenen Tennis-Weltmeisterschaft<br />

trafen die weltbesten Einzelspieler und Doppelteams<br />

aufeinander. In den Einzeln wurde zunächst<br />

in zwei Gruppen im Round Robin Modus<br />

eine Rangfolge ausgespielt. Die jeweiligen Ersten<br />

und Zweiten bestritten über Kreuz die Halbfinals<br />

und deren Sieger das Finale.<br />

In der Gruppenphase setzten sich in der "John<br />

McEnroe"-Gruppe Andy Murray (Nr. 1, GBR)<br />

und Kei Nishikori (Nr.5, JPN), in der "Ivan Lendl"-<br />

Gruppe Novak Djokovic (Nr. 2, SRB) und Milos<br />

Raonic (Nr. 4, CAN) durch. Stan Wawrinka (Nr.<br />

3, SUI). Herausragend in dieser Phase waren die<br />

Duelle Murray - Nishikori (6:7, 6:4, 6:4) und Djokovic<br />

- Raonic (7:6, 7:6). In den Halbfinals überzeugte<br />

Djokovic gegen Nishikori mit einem<br />

glatten 6:1, 6:1-Sieg, während Murray sein ganzes<br />

Können aufbieten und das Glück auf seiner<br />

Seite haben musste, um Raonic mit 5:7, 7:6(5),<br />

7:6(9) zu schlagen. Im Finale konnte er mit seinem<br />

souveränen 6:3, 6:4-Sieg über den wie ein<br />

Schatten seiner selbst wirkenden Novak Djokovic<br />

einen seiner größten Triumphe feiern.<br />

Im Siegerinterview betonte der 29-jährige Murray<br />

die Ausnahmeleistung Djokovics in den ersten<br />

sechs Monaten des Jahres: "Was Novak mit<br />

seinem Sieg bei den French Open geschafft hat,<br />

als erster Spieler seit 40 Jahren alle vier Grand-<br />

Slam-Titel am Stück zu gewinnen, ist ein sehr<br />

spezieller Erfolg." Die vergangenen Monate gehörten<br />

jedoch Murray. Er gewann acht seiner<br />

letzten zehn Turniere. In einer Zeit, in der Roger<br />

Federer und Rafael Nadal mit Verletzungen<br />

zu kämpfen hatten und Djokovic nach neuer<br />

Motivation suchte, beeindruckte der Schotte<br />

vor allem mit Konstanz, er perfektionierte sein<br />

kontrolliertes, physisches Spiel, erarbeitete sich<br />

seine Siege aus der Defensive mit punktebringenden<br />

Grundschlägen.<br />

Murray hat alle Chancen, die Spitzenposition<br />

im Welttennis bis ins Frühjahr <strong>2017</strong> zu verteidigen.<br />

Djokovic muss bis zu den French Open alle<br />

2016 errungenen Titel verteidigen. Er kann<br />

kaum Punkte dazu gewinnen - im Gegensatz<br />

zu Murray. Das ändert sich erst mit Beginn der<br />

Rasensaison <strong>2017</strong>. Dann ist es an Murray, die<br />

2016-er Siege zu behaupten. Erst einmal feierte<br />

ihn die britische Presse als „Britanniens größten<br />

Sportsmann“ (Daily Mail) und forderte den Ritterschlag<br />

zu „Sir Andy Murray“ (Express).<br />

Text: Bernd Prawitz (mit Material von tennisnet, SID)<br />

Tennis-Verband Berlin-Brandenburg e.V. <strong>matchball</strong> ı Februar <strong>2017</strong><br />

77


Tennis international<br />

Nachrichten<br />

Zagreb: Davis Cup Finale 2016,<br />

Kroatien - Argentinien<br />

Delbonis bricht Argentiniens Finalfluch<br />

Argentiniens Tennis-Team um den Olympiazweiten<br />

Juan Martin del Potro hat ein schon verloren<br />

geglaubtes Finale noch gedreht und bei<br />

der fünften Endspielteilnahme zum ersten Mal<br />

den Davis Cup gewonnen. Die Südamerikaner<br />

gewannen das umkämpfte Duell in Zagreb mit<br />

Gastgeber Kroatien nach einem 1:2-Rückstand<br />

nach dem Doppel noch mit 3:2. Den Siegpunkt<br />

holte am Sonntagabend Federico Delbonis im<br />

Schlusseinzel mit einem 6:3, 6:4, 6:2 gegen den<br />

Aufschlagriesen Ivo Karlovic.<br />

Die Kroaten hatten den Davis Cup 2005 schon<br />

einmal gewonnen. Sie führten nach den ersten<br />

beiden Tagen mit 2:1: Delbonis verlor gegen<br />

Marin Cilic (3:6, 5:7, 6:3, 6:1, 2:6), del Potro<br />

glich gegen Karlovic aus (6:4, 6:7, 6:3, 7:5) und<br />

Marin Cilic/Ivan Dodig gewannen das Doppel<br />

gegen del Potro/Leonardo Mayer mit 7:6 (2), 7:6<br />

(4), 6:3.<br />

Als am letzten Tag dann im Duell zweier ehemaliger<br />

US-Open-Sieger Marin Cilic gegen del Potro<br />

mit zwei Sätzen führte, stand Kroatien schon<br />

unmittelbar vor dem zweiten Triumph. Vor über<br />

15.000 Zuschauern im Hexenkessel der Arena<br />

Zagreb bündelte del Potro noch einmal alle<br />

Kräfte, drehte die Partie nach 4:53 Stunden und<br />

gewann mit 6:7 (4:7), 2:6, 7:5, 6:4, 6:3. Delbonis<br />

nutzte anschließend den psychologischen Rückenwind<br />

und verwandelte nach 2:09 Stunden<br />

seinen zweiten Matchball zum größten Team-<br />

Erfolg im argentinischen Tennis.<br />

Perth, Australien: Mastercard Hopmann Cup<br />

Frankreich gewinnt zum zweiten Mal<br />

Richard Gasquet und Kristina Mladenovic (FRA)<br />

gewannen die inoffizielle Mixed- WM im australischen<br />

Perth. Nach 2014 sicherten sie sich zum<br />

zweiten Mal den Titel. Sie setzten sich im entscheidenden<br />

Mixed-Doppel gegen die US-Amerikaner<br />

Coco Vandeweghe und Jack Sock durch,<br />

entschieden die Parie 2:1 für sich. In den Einzeln<br />

hatte sich Richard Gasquet gegen Sock mit 6:3,<br />

5:7, 7:6 (6) durchgesetzt, nachdem der Amerikaner<br />

bei 6:5 in Satz drei schon zum Match-Gewinn<br />

aufgeschlagen hatte. Vandeweghe schaffte<br />

im Anschluss mit einem 6:4 und 7:5 den<br />

Ausgleich.<br />

Deutschland war mit Sascha Zverev und Andrea<br />

Petkovic vertreten, scheiterte aber bereits in<br />

der Vorrunde. Nach einer 1:2-Auftaktniederlage<br />

gegen Frankreich verloren die deutschen auch<br />

gegen die Schweiz mit 1:2. Bemerkenswert war<br />

der Einzelsieg Zverevs gegen Roger Federer. In<br />

der abschließenden Begegnung gegen Großbritannien<br />

besiegte der Hamburger Daniel Evans<br />

mit 6:4, 6:3. Andrea Petkovic kassierte gegen<br />

Heather Watson eine 2:6, 6:7 (3)-Niederlage. Das<br />

Mixed gewannen Zverev/Petkovic 4:2, 4:2 - bedeutungsloser<br />

Sieg.<br />

ATP, Doha<br />

"Nole" siegt bei erstem Gipfel <strong>2017</strong><br />

Klare Ansage von Novak Djokovic zu Saisonbeginn<br />

in Doha: Der entthronte Serbe besiegt seinen<br />

Nachfolger Andy Murray in einem großartigen<br />

Match in drei Sätzen 6:3, 5:7, 6:4. "Es<br />

ist ein absoluter Traumstart für mich. Besser<br />

kann das Jahr nicht beginnen", sagte Djokovic<br />

nach dem Thriller über fast drei Stunden<br />

Spielzeit. Einen Tag nachdem er im Halbfinale<br />

gegen den Spanier Fernando Verdasco fünf<br />

Matchbälle abgewehrt hatte, brauchte er nun<br />

seinerseits vier Matchbälle zum kostbaren Triumph<br />

fürs angekratzte Selbstbewusstsein. Bei<br />

einer 6:3, 5:4-Führung hatte Djokovic zum Sieg<br />

aufgeschlagen, doch der wie immer unbeugsame<br />

Murray rettete sich mit Glück und Geschick<br />

noch in einen dritten, entscheidenden Durchgang.<br />

"Es war ein Fight auf Biegen und Brechen<br />

bis zum letzten Punkt. Ich habe alles rausgeholt,<br />

aber Novak war ein kleines Stückchen besser",<br />

sagte Murray. Für den Schotten ging eine Serie<br />

von 28 siegreichen Spielen seit September<br />

zu Ende. Für Djokovic war es der 25. Sieg gegen<br />

Murray, der auf 11 Erfolge zurückblickt.<br />

WTA, Brisbane<br />

Bärenstarke Pliskova holt siebenten Titel<br />

Die Tschechin Karolina Pliskova hat ihre starke<br />

Turnierwoche in Brisbane mit einem deutlichen<br />

Sieg im Finale gegen Alizé Cornet gekrönt und<br />

somit den stärksten Eindruck allerTopspielerinnen<br />

zum Jahresbeginn hinterlassen. Im Endspiel<br />

des WTA-Turniers von Brisbane schlug sie<br />

Alizé Cornet mit 6:0, 6:3 und holte ihren siebten<br />

Karrieretitel.<br />

Branchenprima Angelique Kerber war dagegen<br />

noch nicht in Topform. Die Weltranglistenerste<br />

unterlag im Viertelfinale gegen die an Position<br />

sechs gesetzte Ukrainerin Jelina Switolina 4:6,<br />

6:3, 3:6. Ihr unterliefen fünf Doppelfehler. Insgesamt<br />

kassierte die 28-Jährige fünf Breaks.<br />

ATP<br />

Becker und Djokovic - getrennte Wege<br />

Tennis-Legende Boris Becker (49 J.) und Novak<br />

Djokovic (29 J./Serbien) beendeten ihre Zusammenarbeit.<br />

„Nach drei erfolgreichen Jahren haben<br />

Boris und ich gemeinsam beschlossen, die<br />

Zusammenarbeit zu beenden.“ Ende 2013 hatte<br />

Boris den Job übernommen. Innerhalb von<br />

drei Jahren holten „Beckovic“ sechs Grand-Slam-<br />

Titel, darunter erstmals die French Open, und<br />

insgesamt 35 Turniersiege. Grund für die Trennung<br />

soll Meditations-Guru Pepe Imaz (42) sein,<br />

der sich als „das göttliche Wesen aus Licht und<br />

Liebe“ bezeichnet und auf die Kraft von langen<br />

Umarmungen setzt und immer mehr Einfluss<br />

auf Djokovic gewann. Das führte zu Spannungen.<br />

Der Serbe wollte Beckers Vertrag verlängern,<br />

doch BB lehnte ab. Er könne sich vorstellen,<br />

das deutsche Supertalent Alexander Zverev<br />

in naher Zukunft in die engere Weltspitze zu<br />

führen, hieß es in Beckers Umfeld.<br />

ATP-Tour<br />

Nadal holt Moya in sein Team<br />

Der 40-jährige Spanier, der früher eine Art Mentor<br />

für „Rafa” war, soll den 14-maligen Grand-<br />

Slam-Sieger wieder nach oben führen. Denn<br />

Rafael Nadal will es noch einmal wissen. Moya<br />

hatte 1998 die French Open gewonnen. „Jemanden<br />

wie Carlos in meinem Team zu haben,<br />

der nicht nur ein Freund ist, sondern auch eine<br />

wichtige Person in meiner Karriere, ist sehr speziell”,<br />

sagte Nadal: „Er wird mit mir trainieren und<br />

mich auf den Turnieren begleiten.” Moya soll<br />

auch eng mit Nadals Onkel Toni Nadal und Francis<br />

Roig zusammenarbeiten, die ebenfalls zum<br />

Team Nadal gehören.<br />

Fed Cup<br />

Kathy Rinaldi - Nachfolgerin von Fernandez<br />

Kathy Rinaldi ist neue Fed-Cup-Kapitänin der<br />

USA. Ihr Debüt wird sie am 11./12. Februar auf<br />

Hawai gegen Deutschland geben. Die 49-Jährige,<br />

ehemals Nummer sieben der Welt, beerbt<br />

Mary Joe Fernandez, die im Oktober nach acht<br />

Jahren ihr Amt niedergelegt hatte. Rinaldi, die<br />

bereits im Spielerentwicklungsprogramm des<br />

US-amerikanischen Tennisverbandes tätig war,<br />

soll enger mit den Spielerinnen zusammenarbeiten<br />

als Fernandez. 2012 und 2014 führte Rinaldi<br />

die U16-Juniorinnen zum Fed-Cup-Titel.<br />

Nun sollen auch die US-Damen wieder erfolgreich<br />

sein. Im Jahr 2000 gewannen sie zuletzt<br />

den Fed Cup.<br />

WTA<br />

Kvitova bei Messer-Attacke verletzt<br />

Die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova<br />

aus Tschechien wurde im Dezember Opfer<br />

einer Messer-Attacke eines Einbrechers.<br />

"Petra wurde in ihrer Wohnung überfallen und<br />

attackiert. Es war eine Zufallstat, der Täter wollte<br />

nicht gezielt Petra Kvitova überfallen", sagte<br />

ihr Pressesprecher. Kvitova erlitt eine Verletzung<br />

an der Schlaghand. "Die Verletzung ist ernst und<br />

muss von Spezialisten behandelt werden. Aber<br />

ich bin stark und werde kämpfen." Der Heilungsprozess<br />

verlaufe gut, so Kvitova.<br />

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