Alles zu seiner Zeit - Ausgabe 212 - Pfarrzeitung der Pfarre Pfandl / Bad Ischl
In dieser Ausgabe des Pfarrblattes betrachten wir Brauchtum und Rituale; unsere alltäglichen und heiligen Handlungen, bestenfalls eingebettet in eine natürliche Ordnung, in der alles zur richtigen Zeit passiert. Eine Wellenbewegung von gesunder Schaffenskraft & Ruhe; durch Beten, Meditieren, Still werden, einfache handwerkliche Tätigkeiten, Sein – „Ora et labora“ – bete und arbeite, eine Regel der Benediktiner. Himmel und Erde verbinden sich.
In dieser Ausgabe des Pfarrblattes betrachten wir Brauchtum und Rituale; unsere alltäglichen und heiligen Handlungen, bestenfalls eingebettet in eine natürliche Ordnung, in der alles zur richtigen Zeit passiert. Eine Wellenbewegung von gesunder Schaffenskraft & Ruhe; durch Beten, Meditieren, Still werden, einfache handwerkliche Tätigkeiten, Sein – „Ora et labora“ – bete und arbeite, eine Regel der Benediktiner. Himmel und Erde verbinden sich.
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Titelbild: Bogdan Kurylo, Ukraine © iStock-Fotos<br />
www.pfarre-pfandl.at . E-Mail: pfarre.pfandl@dioezese-linz.at . Telefon: +43 6132-23404 Folge <strong>212</strong> – November 2024
Liebe Pfarrangehörige!<br />
Die Weihnachtszeit steht vor <strong>der</strong> Tür.<br />
Es ist eine <strong>Zeit</strong>, in <strong>der</strong> wir die Geburt<br />
von Jesus, dem Sohn Gottes, feiern.<br />
Überall auf <strong>der</strong> Welt ist dies ein Tag<br />
des Friedens.<br />
In meiner Heimat Afrika ist Weihnachten<br />
ein wichtiges Fest. Trotz o<strong>der</strong><br />
vielleicht gerade wegen <strong>der</strong> vielen<br />
Schwierigkeiten und <strong>der</strong> Armut auf<br />
dem afrikanischen Kontinent steht das<br />
Miteinan<strong>der</strong> im Vor<strong>der</strong>grund! Es ist ein<br />
Fest <strong>der</strong> Familie, das von Erwartungen<br />
geprägt ist. Die Großeltern haben die<br />
Gelegenheit, die Enkel <strong>zu</strong> treffen und<br />
sich aus<strong>zu</strong>tauschen. Beziehungen werden<br />
erneuert und alte Freundschaften<br />
wie<strong>der</strong> belebt. Es ist im Grunde ein<br />
Fest, das den Menschen in den Mittelpunkt<br />
stellt. Und ja, Weihnachten bietet<br />
für viele Menschen in Afrika auch<br />
die Gelegenheit, wenigstens einmal<br />
im Jahr eine volle Mahlzeit <strong>zu</strong> genießen.<br />
Die Afrikaner wissen, wie man<br />
schlemmt und ein Fest feiert. Die Vorfreude<br />
ist so groß, dass man, sobald es<br />
vorbei ist, schon wie<strong>der</strong> darauf wartet.<br />
Die theologische und spirituelle Bedeutung<br />
von Weihnachten spricht die afrikanischen<br />
Gemüter an: Jesus Christus,<br />
<strong>der</strong> neugeborene König, welcher<br />
gekommen ist, um Brücken <strong>zu</strong> bauen<br />
und alle Krankheiten <strong>zu</strong> heilen, ein<br />
Friedensstifter, dessen Botschaft den<br />
lang erwarteten Wandel bringen kann.<br />
Die Werte und die Verpflichtung, Gutes<br />
<strong>zu</strong> tun und <strong>zu</strong> teilen, werden in Afrika,<br />
genauer gesagt in Uganda, größtenteils<br />
gelebt. So kommt es, dass Stadtbewohner<br />
weite Strecken <strong>zu</strong>rück in die Dörfer<br />
wan<strong>der</strong>n, um auch in den ländlichen<br />
Gebieten für den Lebensunterhalt ihrer<br />
Großfamilien <strong>zu</strong> sorgen. Die Familienbande<br />
werden gestärkt, Hass wird<br />
abgebaut, und das neue Jahr bietet<br />
eine Fülle von Gelegenheiten, noch<br />
einmal ganz neu an<strong>zu</strong>fangen.<br />
Was bedeutet Weihnachten für mich<br />
persönlich? Wie es in einem Ausspruch<br />
von Augustinus heißt: „Die Welt ist ein<br />
Buch, und wer nicht reist, liest nur eine<br />
Seite.“ O<strong>der</strong> wie ein Sprichwort meiner<br />
Heimat sagt: „atanayitayita yatenda<br />
nyina okufumba“ – was bedeutet:<br />
„Wer keine an<strong>der</strong>en Küchen gekostet<br />
hat, preist seine Mutter als die beste<br />
Köchin“, ist Weihnachten für mich nur<br />
eine bunte Seite in einem großen Buch.<br />
In <strong>der</strong> Art, wie das Weihnachtsfest in<br />
meiner Heimat gefeiert wird, ist jedes<br />
Jahr wie<strong>der</strong> <strong>zu</strong> spüren, dass Christus<br />
wirklich in den Herzen <strong>der</strong> Menschen<br />
geboren wird.<br />
Ich wünsche Euch allen ein frohes<br />
Weihnachtsfest.<br />
Guter Gott,<br />
gib mir den Mut,<br />
für einen neuen Himmel<br />
und eine neue Erde <strong>zu</strong> leben<br />
und <strong>zu</strong> arbeiten wie Jesus.<br />
Gib mir die Freiheit,<br />
Kritik <strong>zu</strong> üben,<br />
wo ich Böses sehe,<br />
und Lob <strong>zu</strong> spenden,<br />
wo Gutes geschieht.<br />
Doch vor allem lass mich<br />
treu <strong>zu</strong> <strong>der</strong> Vision stehen,<br />
die du mir <strong>zu</strong>teilwerden ließest,<br />
damit ich an jedem Ort,<br />
an den ich komme,<br />
und jedem Menschen,<br />
dem ich begegne,<br />
ein Zeichen deiner alles<br />
erneuernden Liebe sein kann.<br />
Amen.<br />
Henri J. M. Nouwen 1932-1996<br />
Nie<strong>der</strong>ländischer Priester und Psychologe<br />
aus dem Buch „Mit offenen Händen“<br />
© Her<strong>der</strong> Verlag Her<strong>der</strong> 2001<br />
Mit freundlicher Genehmigung <strong>der</strong> Verlag<br />
Her<strong>der</strong> GmbH, Freiburg i. Breisgau
Für jedes Geschehen unter dem Himmel<br />
gibt es eine bestimmte <strong>Zeit</strong>:<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Gebären und eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Sterben,<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Pflanzen und<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Abernten <strong>der</strong> Pflanzen,<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Töten und eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Heilen,<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Nie<strong>der</strong>reißen und eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Bauen,<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Weinen und eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Lachen,<br />
eine <strong>Zeit</strong> für die Klage und eine <strong>Zeit</strong> für den Tanz;<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Steinewerfen und<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Steinesammeln,<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Umarmen und<br />
eine <strong>Zeit</strong>, die Umarmung <strong>zu</strong> lösen,<br />
Foto Bibel: Karoline Schodterer – mit freundlicher Genehmigung des Hun<strong>der</strong>twasser-Archivs<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Suchen und eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Verlieren,<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Behalten und eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Wegwerfen,<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Zerreißen und<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Zusammennähen,<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Schweigen und eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Reden,<br />
eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Lieben und eine <strong>Zeit</strong> <strong>zu</strong>m Hassen,<br />
eine <strong>Zeit</strong> für den Krieg und eine <strong>Zeit</strong> für den Frieden.<br />
Aus dem 1. Testament, Kohelet 3, 1-8<br />
P F A R R E P F A N D L<br />
2
In den nächsten Jahren wird die neue Pfarrstruktur <strong>der</strong> Diözese im Dekanat<br />
<strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong> umgesetzt und damit auch für die <strong>Pfarre</strong> <strong>Pfandl</strong> wirksam.<br />
Die Leitung <strong>der</strong> Pfarrgemeinde liegt dann in den Händen eines<br />
Seelsorgeteams – die Ausbildung dafür wurde im Oktober gestartet.<br />
Angesichts des immer eklatanter werdenden Priestermangels hat die Diözese Linz im Jahr 2020 eine neue Struktur <strong>der</strong><br />
<strong>Pfarre</strong>n in Oberösterreich beschlossen. Damit soll gewährleistet werden, dass trotz immer weniger Priester die einzelnen<br />
Pfarrgemeinden bestehen bleiben und <strong>der</strong>en Selbstständigkeit größtmöglich erhalten bleibt.<br />
Aus ursprünglich 487 <strong>Pfarre</strong>n in Oberösterreich werden schließlich 39. Diese entsprechen dann regional im Wesentlichen<br />
den bisherigen Dekanaten. Die Leitung dieser „<strong>Pfarre</strong> neu“ erfolgt durch einen aus drei Personen bestehenden<br />
Pfarrvorstand, dem <strong>Pfarre</strong>r und zwei weiteren Vorständen für pastorale und wirtschaftliche Angelegenheiten.<br />
Die bisherigen <strong>Pfarre</strong>n werden unter dem Namen „Pfarrgemeinde“ weiter bestehen bleiben, haben jedoch keinen eigenen<br />
<strong>Pfarre</strong>r o<strong>der</strong> Pfarrprovisor als Verantwortlichen, wie dies bislang <strong>der</strong> Fall war. Die Leitung dieser Pfarrgemeinde<br />
übernimmt dann ein sogenanntes Seelsorgeteam, welches im Wesentlichen aus ehrenamtlichen Mitglie<strong>der</strong>n besteht.<br />
Seit 2023 durchlaufen die einzelnen Dekanate den Umstellungsprozess. Einzelne Dekanate mit ihren <strong>zu</strong>gehörigen Pfarrgemeinden<br />
sind bereits in <strong>der</strong> neuen Struktur und arbeiten danach. Das Dekanat <strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong> wird in den Jahren 2026 und<br />
2027 diesen Umstellungsprozess durchlaufen.<br />
Jede <strong>Pfarre</strong> in Oberösterreich ist somit aufgefor<strong>der</strong>t ein Seelsorgeteam <strong>zu</strong> nominieren. Dieses besteht aus bis <strong>zu</strong> sieben<br />
Mitglie<strong>der</strong>n welche für unterschiedliche Aufgaben vorgesehen sind.<br />
,<br />
In <strong>der</strong> <strong>Pfarre</strong> <strong>Pfandl</strong> haben sich 5 Personen gefunden welche bereit sind ein Seelsorgeteam <strong>zu</strong> bilden und an <strong>der</strong> künftigen<br />
Pfarrleitung ehrenamtlich mit<strong>zu</strong>wirken. Es sind dies Johann Eisl, Maria Hödl, Martin Kienberger, Christine Leitner<br />
und August Lemmerer.<br />
Offen ist noch eine Person für den Bereich „Caritas“ -<br />
wer Interesse hat in diesem Bereich mit<strong>zu</strong>arbeiten ist<br />
herzlich eingeladen.<br />
Ergänzt wird dieses Team dann noch durch einen<br />
Priester o<strong>der</strong> Pastoralassistenten / eine Pastoralassistentin<br />
als hauptamtliche Ansprechperson.<br />
Im Oktober wurde die Seelsorgeteam – Ausbildung<br />
für alle Teams des Dekanates <strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong> gestartet.<br />
Nach Abschluss im Frühjahr 2025 erfolgt die Beauftragung<br />
durch Bischof Manfred Scheuer<br />
im Rahmen eines Gottesdienstes. Die<br />
Beauftragung erfolgt normalerweise<br />
für 5 Jahre, läuft aber parallel <strong>zu</strong>r<br />
Funktionsperiode des Pfarrgemein<strong>der</strong>ates<br />
und endet somit in unserem<br />
Fall 2027.<br />
August Lemmerer<br />
Mitglie<strong>der</strong> des Seelsorgeteams mit Diakon Alois Wiesauer<br />
von links Johann Eisl, Martin Kienberger, Christine Leitner<br />
Alois Wiesauer, Maria Hödl, August Lemmerer<br />
Linke Seite: privates Foto / Rechte Seite: Entwurfsgrafik – © Thomas Müllegger / © Waldfriedhof – © <strong>Pfarre</strong> <strong>Pfandl</strong> / Christine Wie<strong>der</strong>
Das Team <strong>der</strong> Projektgruppe „Sternenkin<strong>der</strong>“<br />
freut sich, dass das geplante Konzept<br />
für die Errichtung einer „Grab- und Gedenkstätte<br />
für Sternenkin<strong>der</strong>“ vom PGR bei <strong>der</strong><br />
letzten Sit<strong>zu</strong>ng im Herbst einstimmig beschlossen<br />
wurde.<br />
Sternenkin<strong>der</strong> sind Kin<strong>der</strong>, die vor, während<br />
o<strong>der</strong> kurz nach <strong>der</strong> Geburt verstorben sind.<br />
Die geplante Gedenkstätte (siehe Entwurfsbild)<br />
soll neben dem anonymen Urnenhain<br />
auf unserem Waldfriedhof Platz finden.<br />
Es soll ein Ort <strong>zu</strong>m Trauern, Verweilen,<br />
Kraftholen und Erinnern für Betroffene und Angehörige werden und auch für alle Menschen, die in Stille verweilen und<br />
Einkehr halten wollen.<br />
Wir bitten die Pfarrbevölkerung ganz herzlich um eine finanzielle Unterstüt<strong>zu</strong>ng <strong>zu</strong>r Realisierung unseres Projektes:<br />
IBAN: AT87 3454 5000 0011 0049 / Kennwort: Sternenkin<strong>der</strong><br />
Es gibt Einzel- o<strong>der</strong> Doppelgräber; es können hier auch Urnen<br />
beigesetzt werden.<br />
Derzeit sind keine Urnengräber frei<br />
Im unteren bewaldeten Teil unseres Friedhofs werden laufend<br />
neue kleine Urnengräber angelegt.<br />
Hinter <strong>der</strong> halbkreisförmigen Steinmauer, im unteren Bereich<br />
des Friedhofs, befindet sich ein Bereich, in dem mehrere Urnen nebeneinan<strong>der</strong> beigesetzt werden können. Die Stelle<br />
<strong>der</strong> Beiset<strong>zu</strong>ng wird nicht mit einer Platte o<strong>der</strong> einer Grabumfassung gekennzeichnet. Es ist von Seiten <strong>der</strong> Hinterbliebenen<br />
keine Pflege notwendig. Auf Wunsch kann ein graviertes Metallblättchen, auch mit Namen, Geburts- und<br />
Sterbedaten versehen, an einem Gedenkstein angebracht werden. In einem dafür gekennzeichneten Bereich gibt es<br />
die Möglichkeit, Gedenkkerzen an<strong>zu</strong>zünden.<br />
Da nicht immer die Möglichkeit besteht, dass sich Angehörige um eine Grabstätte kümmern, <strong>der</strong> Verstorbene jedoch<br />
in <strong>seiner</strong> Heimaterde begraben sein möchte, bietet <strong>der</strong> Waldfriedhof verschiedene Möglichkeiten: Es kann ein Urnengrab<br />
vollständig mit einer Steinplatte abgedeckt und jahreszeitlich geschmückt werden o<strong>der</strong>, wie oben beschrieben,<br />
die Bestattung in <strong>der</strong> anonymen Grabstätte.<br />
Information über die Kosten <strong>der</strong> einzelnen Grabformen erhalten Sie im Pfarrbüro.<br />
P F A R R E P F A N D L<br />
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Manchmal ist es schön <strong>zu</strong> beobachten, wie sich eine Zusammenarbeit kontinuierlich weiterentwickelt<br />
und etwas Einzigartiges entsteht.<br />
Ich meine die Zusammenarbeit zwischen <strong>der</strong> Malerin und Künstlerin Karoline Schodterer und <strong>der</strong> <strong>Pfarre</strong> <strong>Pfandl</strong>.<br />
Vor einigen Jahren hat sie sich spontan bereit erklärt, die Gestaltung unseres Pfarrblattes <strong>zu</strong> übernehmen – ein Glücksgriff.<br />
Als es darum ging, einen Partner/eine Partnerin für die künstlerische Gestaltung <strong>der</strong> geplanten Sternenkin<strong>der</strong>-Gedenkstätte<br />
<strong>zu</strong> finden, war Karoline unsere erste Ansprechpartnerin. Sie hat kreative Ideen geliefert und uns<br />
bis <strong>zu</strong>r Ausführungsplanung unterstützt und begleitet.<br />
Im Zuge mehrerer Besuche am Friedhof und in <strong>der</strong> Friedhofshalle ist bei Karoline <strong>der</strong> Entschluss gereift, ihren Bil<strong>der</strong>zyklus<br />
„Gott-Vertrauen“ für die Anbringung in <strong>der</strong> Friedhofshalle <strong>zu</strong>r Verfügung <strong>zu</strong> stellen.<br />
Nach einer ersten Probe mit einigen Bil<strong>der</strong>n war klar, dass dieser Bil<strong>der</strong>zyklus für unsere Friedhofshalle wie geschaffen<br />
erscheint. So wurden in den letzten Tagen alle 17 Bil<strong>der</strong> angebracht und es bietet sich ein äußerst harmonischer<br />
Anblick. Der Bil<strong>der</strong>zyklus stellt eine große Aufwertung für unsere Friedhofshalle dar und macht<br />
diesen Raum für unsere Verstorbenen, für die Trauerfamilie und alle Trauergäste schöner und würdevoller.<br />
Liebe Karoline, herzlichen Dank für die kostenlose Bereitstellung des Bil<strong>der</strong>zyklus und Deine vielfältige Unterstüt<strong>zu</strong>ng<br />
<strong>der</strong> <strong>Pfarre</strong> <strong>Pfandl</strong> – die Zusammenarbeit trägt reichlich Früchte.<br />
August Lemmerer<br />
Die Auseinan<strong>der</strong>set<strong>zu</strong>ng mit dem Tod begleitet mich schon seit meiner Jugend. Wie würden wir leben, wenn es keinen<br />
Tod gäbe? Woran würden wir glauben? Erfährt unser Leben erst durch den Tod seine Vollendung? – Fragen, die wir<br />
nicht endgültig klären können. Erst wenn wir durch die Todeserfahrung gegangen sind, werden wir vielleicht wissen,<br />
was uns Lebenden verborgen bleibt.<br />
Das Betreten <strong>der</strong> Fiedhofshalle weckt Gefühle <strong>der</strong> Stille, <strong>der</strong> Andacht, des Abschieds, <strong>der</strong> Trauer über das Wissen<br />
um die eigene Vergänglichkeit und ein Bewusstsein, dem Unabwendbaren nahe <strong>zu</strong> sein, vielleicht auch ein Überwältigt-Sein<br />
von <strong>der</strong> Machtlosigkeit, die uns <strong>der</strong> Tod vor Augen führt.<br />
Malen ist für mich eine Art Meditation, in <strong>der</strong> sich mein Geist mit den Farben verbindet. Aber es ist auch eine Möglichkeit,<br />
nach dem Tod weiter<strong>zu</strong>leben, durch mein Wirken Spuren auf dieser Welt <strong>zu</strong> hinterlassen, die Menschen berühren<br />
und ihnen Freude bereiten. Spuren, die bleiben, auch wenn das Leben längst beendet ist. Spuren als Stütze, vielleicht<br />
auch als Bereicherung für künftige Generationen.<br />
Mein 17-teiliger und in Kreuzform konzipierter Themenzyklus „Gott-Vertrauen“ stellt einen spannungsreichen Dialog<br />
dar, <strong>der</strong> das Sterben im Licht des Lebens erscheinen lässt. Die achtteiligen Querbalken des Kreuzes repräsentieren die<br />
Elemente Feuer und Wasser – das Männliche und Weibliche – und stehen für die polare Spannung, <strong>der</strong> wir in all ihren<br />
Erscheinungsformen ständig ausgesetzt sind. Eine Spannung, die wichtig ist, da sie hilft, das Leben begreifbar und erfühlbar<br />
<strong>zu</strong> machen. So lässt uns die Erfahrung von Leid das Glück umso intensiver empfinden und die Dimension des<br />
Todes offenbart die Kostbarkeit des Lebens, welche es <strong>zu</strong> bewahren gilt.<br />
Die Querbalken, welche die Arme Jesu getragen haben, sind in meinem Bildzyklus wesentlich länger dargestellt, als <strong>der</strong><br />
stehende Teil des Kreuzes. Diese Verlängerung symbolisiert die göttliche Umarmung, <strong>der</strong>er wir uns sicher sein dürften,<br />
wenn wir die Reise ins Jenseits angetreten haben.<br />
Nach außen hin lösen sich die Querbalken auf, die Bil<strong>der</strong> werden kleiner und leichter, denn die <strong>Zeit</strong> lässt Leidvolles<br />
in einem an<strong>der</strong>en Licht erscheinen. So manch schmerzlich empfundene Erfahrung entpuppt sich im Nachhinein als
hilf- und lehrreicher Wink des Schicksals. Aus Lebenserfahrung gereifte Gelassenheit und Leichtigkeit lässt uns Flügel<br />
wachsen, die <strong>zu</strong>m Abheben verführen – und doch ist je<strong>der</strong> Flugversuch den polaren Gesetzen <strong>der</strong> Erde unterworfen.<br />
Im großen Mittelbild fließen die beiden Elemente <strong>zu</strong>sammen, Gegensätze lösen sich auf und werden so <strong>zu</strong>m Sinnbild<br />
für Auferstehung, Erlösung, die Einheit des Lebens sowie <strong>der</strong> Liebenden Vereinigung. Hier manifestiert sich die Idee<br />
des unendlichen Lebens, in dem Kommen und Gehen Teile eines unfassbaren Ganzen sind. Die je acht Bil<strong>der</strong> <strong>der</strong> beiden<br />
Elemente stehen im weitesten Sinn auch für ein Menschenleben von <strong>der</strong> Geburt bis <strong>zu</strong>m Tod.<br />
Die frei schwebende Kugel nimmt Be<strong>zu</strong>g auf diese universelle Ganzheit, verkörpert das ewige Sein, göttliche Vollkommenheit<br />
sowie Gnade und Liebe. In den spannungsgeladenen Seitenbalken weist die Kugelsymbolik auf die immer<br />
wie<strong>der</strong> aus dem Unterbewusstsein auftauchende Hoffnung nach einer göttlichen Kraft hin, die uns – trotz <strong>der</strong> Lebenswirren,<br />
dem Hin- und Hergerissen-Sein zwischen Schuld und Sühne – schützt, erfüllt, beruhigt, heilt und aufnimmt.<br />
Die Kraft <strong>zu</strong> Glauben und das Vertrauen, in <strong>der</strong> Erfüllung des Lebens auch in Gott Vollendung <strong>zu</strong> finden, gibt unserem<br />
Leben Halt und Sinn und unendlich viele Farben.<br />
Karoline Schodterer<br />
© Wolfgang Stadler / Karoline Schodterer<br />
Raiffeisenbank <strong>Pfandl</strong>, IBAN AT87 3454 5000 0011 0049<br />
Kennwort „Spende Kirchenrenovierung“.<br />
P F A R R E P F A N D L<br />
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In dieser <strong>Ausgabe</strong> des Pfarrblattes<br />
betrachten wir Brauchtum und Rituale;<br />
unsere alltäglichen und heiligen<br />
Handlungen, bestenfalls eingebettet<br />
in eine natürliche Ordnung, in<br />
<strong>der</strong> alles <strong>zu</strong>r richtigen <strong>Zeit</strong> passiert.<br />
Eine Wellenbewegung von gesun<strong>der</strong><br />
Schaffenskraft & Ruhe; durch Beten,<br />
Meditieren, Still werden, einfache<br />
handwerkliche Tätigkeiten, Sein –<br />
„Ora et labora“ – bete und arbeite,<br />
eine Regel <strong>der</strong> Benediktiner. Himmel<br />
und Erde verbinden sich.<br />
geben uns Identität und Struktur.<br />
Manchmal sind sie banal und einfach<br />
wie<strong>der</strong>kehrende verlässliche Fixpunkte<br />
und Gewohnheiten, die gut<br />
sind, über die ich nicht groß nachdenke.<br />
Sie verankern uns ins Leben,<br />
sind das Gegengewicht <strong>zu</strong> Ablenkung<br />
und Beschäftigung. Rituale sind auch<br />
Gelegenheiten <strong>zu</strong>r Begegnung mit<br />
mir. Ich fühle mich eingebettet in das<br />
große Ganze. Bru<strong>der</strong> David Steindl-<br />
Rast nennt es die Begegnung mit<br />
dem Großen Geheimnis, mit Gott.<br />
Kin<strong>der</strong> lieben Rituale, fühlen sich aufgehoben<br />
in einer stabilen Struktur,<br />
können sich auf etwas verlassen.<br />
sind oft einzigartig, sie machen uns<br />
aus, wir fühlen uns <strong>zu</strong>gehörig. Individualität<br />
und Gemeinschaft verbinden<br />
sich. Das Leben zelebrieren, wertvoll<br />
machen.<br />
entsteht aus <strong>der</strong> Gemeinschaft – was<br />
brauche ich, was hat sich bewährt,<br />
was gebe ich an die nächste Generation<br />
weiter, was nährt mich? Es hält<br />
die Gemeinschaft <strong>zu</strong>sammen, ehrt<br />
die Ahnen und gibt gleichzeitig Sicherheit<br />
für die Zukunft. Auch welche<br />
Haltung habe ich, wie stehe ich <strong>zu</strong>m<br />
Leben, was lebe ich vor? Manchmal<br />
braucht es gesunde Verän<strong>der</strong>ungen;<br />
Brauchtum und Rituale werden dem<br />
Leben angepasst.<br />
„<strong>Alles</strong> <strong>zu</strong> <strong>seiner</strong> <strong>Zeit</strong>“ lässt uns an den<br />
Mondkalen<strong>der</strong> denken, den Jahreskreis,<br />
saisonales und regionales Essen.<br />
Ich kann immer alles <strong>zu</strong> je<strong>der</strong><br />
<strong>Zeit</strong> haben und machen, das ist ein<br />
Fortschritt mit Tücken, <strong>der</strong> uns überfor<strong>der</strong>n<br />
und in eine Sinnkrise bringen<br />
kann. Unser Bewusstsein dafür hat<br />
Wachstumspotential.<br />
Das Herrichten des Grabes, Adventkranz<br />
binden, in die Kirche gehen,<br />
das Haus mit Immergrünem schmücken,<br />
Kekse backen, Räuchern, eine<br />
Kerze anzünden, <strong>zu</strong>sammenkommen,<br />
Raunächte gestalten.<br />
Viele unserer Traditionen und Rituale<br />
sind uns lieb geworden. Sie erfor<strong>der</strong>n<br />
oft <strong>zu</strong>erst Mühe und Vorbereitung,<br />
dann schenken sie uns Ruhe, Geborgenheit<br />
und Kraft.<br />
Wir freuen uns über viele persönliche<br />
und unterschiedliche Beiträge<br />
in dieser <strong>Ausgabe</strong>. Danke!<br />
Euer Pfarrblatt – Team<br />
(ein Ritual aus meiner Kindheit)<br />
Mein Vater hat zwei Kriege erlebt.<br />
Den ersten Weltkrieg als kleines Kind,<br />
beschützt am Bauernhof meiner<br />
Großeltern in Kärnten. Im zweiten<br />
Weltkrieg musste er an die Front und<br />
kam in russische Gefangenschaft. Erst<br />
1947 kam er, völlig abgemagert und<br />
am Ende <strong>seiner</strong> Kräfte, nach Hause<br />
<strong>zu</strong>rück. Aus den spärlichen Erzählungen,<br />
er konnte und wollte wohl<br />
auch nicht über seine Erlebnisse in<br />
<strong>der</strong> Gefangenschaft reden, erfuhr ich<br />
von nicht vorstellbarem Hunger. Eine<br />
Suppe aus Kartoffelschalen war ein<br />
Festessen. Die Schalen von Wassermelonen<br />
wurden den Gefangenen<br />
vorgeworfen wie Schweinen. Es war<br />
ein Wun<strong>der</strong>, dass er all das überlebt<br />
hat und keinen gesundheitlichen<br />
Schaden genommen hat.<br />
Eines jedoch ist ihm in Fleisch und<br />
Blut übergegangen: die Wertschät<strong>zu</strong>ng<br />
für jegliches Lebensmittel. Sein<br />
Obstgarten war ihm Lebenselixier.<br />
O-Ton meiner Mutter: „Der Vati zählt<br />
schon wie<strong>der</strong> seine Äpfel!“<br />
Als mein Vater vor mehr als 40 Jahren<br />
starb, starb auch nach einem Jahr<br />
sein bester Apfelbaum. Grafensteiner-Äpfel<br />
waren es und wenn die Äpfel<br />
reif waren, saß ich oft mit ihm im<br />
Garten und er schälte für mich einen<br />
Apfel und schnitt ihn fein säuberlich<br />
in Spalten – er nannte das „in Soldaten<br />
schneiden“.<br />
Er konnte Äpfel so perfekt schälen,<br />
dass die hauchdünne Schale, um ja<br />
nichts <strong>zu</strong> verschwenden, wie eine<br />
Girlande, ohne ab<strong>zu</strong>reißen, sich vor<br />
ihm in Richtung Boden drehte. Als<br />
Kind hat mich das immer fasziniert.<br />
Er hat es mir immer wie<strong>der</strong> gezeigt<br />
und ich durfte es auch versuchen,<br />
aber gelungen ist es mir erst als Erwachsene.<br />
Daraus ist ein tägliches Ritual entstanden.<br />
Jeden Morgen, wenn ich<br />
meinen Apfel schäle und es mir<br />
manchmal gelingt, ihn so <strong>zu</strong> schälen,<br />
wie es mein Vater gemacht hat, halte<br />
ich Zwiesprache mit ihm und habe<br />
manchmal das Gefühl, er schaut mir<br />
dabei <strong>zu</strong>.<br />
Karoline Schodterer<br />
Oben: © Peter Rohrmoser / unten: © Karolie Schodterer
Das Sprichwort “Kin<strong>der</strong> brauchen Rituale” prägt mich als bald 2-fach Mama sehr. Meine Tochter liebt beispielsweise<br />
all die Rituale, welche vor dem Zubettgehen stattfinden. Da<strong>zu</strong> gehören bei uns das Windelwechseln, Pyjamaanziehen,<br />
Zähneputzen, Bücheranschauen und Gute-Nacht-Geschichte erzählen. Während ich die Geschichte erzähle, fällt die<br />
Kleine meistens in einen behutsamen Schlaf. Ohne all diese Vor-dem-Zubettgehen Rituale wäre das mit Sicherheit<br />
schwieriger. Irgendwann fallen bestimmte Rituale wie<strong>der</strong> weg und neue kommen da<strong>zu</strong>, was auch gut so ist. Die Zähne<br />
putzt sie sich hoffentlich auch noch, wenn sie älter ist.<br />
Dass Rituale gerade auch für uns Erwachsene wertvoll und teilweise überlebenswichtig<br />
sind, zeigen folgende Beispiele. Viele von uns werden früh morgens vom<br />
Handywecker aus dem Schlaf gerissen, worauf gerne die Morgentoilette folgt,<br />
noch bevor die Bohnen <strong>zu</strong> Kaffee gemahlen werden. Nach dem Kaffeetrinken geht<br />
es noch ins <strong>Bad</strong>, um sich <strong>zu</strong> waschen und an<strong>zu</strong>ziehen und danach geht es <strong>zu</strong>m<br />
Auto, um den Lieblingsradiosen<strong>der</strong> am Weg in die Arbeit <strong>zu</strong> hören. Gerade in umbruchartigen<br />
<strong>Zeit</strong>en wie diesen geben uns Rituale Kraft und Sicherheit.<br />
Brauchtum setzt sich für mich aus vielen kleinen Ritualen <strong>zu</strong>sammen, die von Religion<br />
<strong>zu</strong> Religion, von Kultur <strong>zu</strong> Kultur sowie von Familie <strong>zu</strong> Familie stark variieren.<br />
Wirklich schön ist es, wenn die Kleinsten unter uns in Bräuche eingeführt werden.<br />
Unsere Anna-Ida wird heuer das 1. Mal mit <strong>der</strong> Laterne in <strong>der</strong> Hand am Martinsfest<br />
teilnehmen – bei dem Gedanken daran füllen sich meine Augen jetzt schon mit Freudentränen. In diesem Sinne<br />
wünsche ich allen Familien unserer <strong>Pfarre</strong> und darüber hinaus ein schönes Laternenfest und viel Freude beim Ausüben<br />
<strong>der</strong> Rituale und Bräuche in <strong>der</strong> bevorstehenden Adventzeit.<br />
Carina Kammerhofer<br />
Oben: © Carina Kammerhofer / unten: © Slavaduprovin - iStock-fotos<br />
P F A R R E P F A N D L 8
an alle Helferinnen und Helfer die unseren Friedhof vor<br />
dem Winter und beson<strong>der</strong>s für Allerheiligen von Laub,<br />
Unkraut und überhängenden Ästen befreit haben. Im Anschluss<br />
an die Arbeit gab es einen gemütlichen Ausklang.<br />
Der Dank gilt aber auch allen Grabbesitzern, die ihr Grab<br />
das ganze Jahr sauber halten!<br />
Vor kurzem lernte ich bei einem Jahresfrauenkreis-Fest<br />
das Ritual eines Dankbarkeits-Mandalas<br />
kennen und lieben. Da mich die Dankbarkeit<br />
und die dahinterliegende kraftvolle Energie<br />
schon länger fasziniert, habe ich begonnen, dieses<br />
Ritual in meine Waldspaziergänge <strong>zu</strong> integrieren.<br />
Inspiriert von <strong>der</strong> Natur, von den prächtigen<br />
Herbstfarben und von <strong>der</strong> Vielfalt <strong>der</strong> Blätter gehört<br />
es nun <strong>zu</strong> meiner täglichen Routine - ich suche<br />
nach Blättern und Blüten, nach Zapfen o<strong>der</strong><br />
Bucheckern, nach Ästen und Zweigen, und im<br />
Kopf entsteht dabei bereits ein erster Entwurf.<br />
Dieses Suchen hat etwas Meditatives, ich empfinde es als sehr beruhigend und erdend.<br />
Beim Legen <strong>der</strong> Materialien lasse ich meine Dankbarkeit für Mutter Erde, aber auch für<br />
die vielen kleinen Freuden des Alltags einfließen, und am Ende erfreue ich mich am neu<br />
entstandenen Natur-Mandala.<br />
Diese Freude teile ich dann mit Familie und Freunden, indem ich ein Bild davon verschicke.<br />
„Geteilte Freude ist doppelte Freude!“ Dieser alte Spruch hat sich dabei schon oft<br />
bewahrheitet.<br />
Wenn du also beim Lesen Lust bekommen hast, dieses Ritual aus<strong>zu</strong>probieren, lass dich<br />
nicht länger aufhalten und tauche ein in die Faszination von „LandArt“.<br />
Ulli<br />
entschuldigt sich für die übersehenen Fehler!<br />
Das Pfarrblattteam stand bei <strong>der</strong> letzten <strong>Ausgabe</strong> des Pfarrblattes<br />
ziemlich unter <strong>Zeit</strong>druck.<br />
* Die Autorin des Artikels „Amore“ heißt Carina Kammerhofer (geb.<br />
Leitner). * Das Zitat „<strong>Alles</strong>, was ihr tut und sagt ...“ stammt aus dem Kolosserbrief<br />
3,17 und nicht aus dem Psalm 9:2. * Die Zwillinge von Georg<br />
Forsthuber waren <strong>zu</strong>m Todeszeitpunkt ihrer Mutter 9 Jahre alt und die<br />
* Segnung <strong>der</strong> Adventkränze ist am Samstag, 30. November um 17 Uhr<br />
und nicht wie angekündigt schon am 23. November.<br />
Danke für euer Verständnis - ich werde beim nächsten Mal besser aufpassen!<br />
Friedhofreinigung: private Fotos / Dankbarkeits-Mandalas: © Ulrike Schüller
werden die Tage ab 8. Dezember bis <strong>zu</strong>m<br />
20. Dezember genannt. Die Nächte, in denen<br />
früher alles versperrt wurde, alles nach<br />
Innen getragen wurde und nichts im Außen blieb.<br />
Es heißt, in den 12 Sperrnächten solle man das Jahr noch einmal<br />
Revue passieren lassen, jede Nacht steht für einen Monat, über den man sich<br />
noch einmal Gedanken machen sollte. Was war in diesem Monat wun<strong>der</strong>voll,<br />
was kann ich mir für mein Leben mitnehmen? Was möchte lieber im alten Jahr<br />
bleiben und verabschiedet werden?<br />
Tag für Tag wird Monat um Monat reflektiert, noch einmal dankend angenommen,<br />
ins neue Jahr mitgenommen o<strong>der</strong> ganz verabschiedet. In <strong>der</strong> Nacht vom<br />
8. auf 9. Dezember wird <strong>der</strong> Jänner des Jahres reflektiert, vom 9. auf 10. Dezember<br />
<strong>der</strong> Februar, vom 10. Dezember auf 11. Dezember <strong>der</strong> März, und so<br />
weiter, bis <strong>zu</strong>m 19. auf 20. Dezember <strong>der</strong> Dezember den Abschluss macht.<br />
Es gibt viele Lostage über das gesamte Jahr verteilt, wobei die Tage zwischen<br />
<strong>der</strong> Sonnenwende und dem Heiligabend schon sehr beson<strong>der</strong>s sind. In diesen<br />
drei Tagen scheint die Welt still <strong>zu</strong> stehen, die Sonnenwende ist zwar schon<br />
vorüber, aber bis die vollkommene Wende vollzogen und spürbar ist, dauert<br />
es drei Tage. Das Jahresrad steht still, sagt man.<br />
Ab dem 24. Dezember ist es dann wahrnehmbar, das Licht wird wie<strong>der</strong> mehr,<br />
<strong>der</strong> Tag wird wie<strong>der</strong> länger. Ab diesem <strong>Zeit</strong>punkt war es unseren Vorfahren<br />
möglich fest<strong>zu</strong>stellen, dass die Wende vollzogen ist. Heut<strong>zu</strong>tage ist alles messbar,<br />
genau berechenbar. Früher wurde durch Beobachtung festgestellt, ob die<br />
Sonnenstunden (anfangs ja nur Minuten) wie<strong>der</strong> <strong>zu</strong>nehmen.<br />
Glöckler: © Markus Sams – Glöcklerpass „Die <strong>Pfandl</strong>er“ / Räuchern: © Hans Huber<br />
An den Lostagen geht es, wie es das Wort schon sagt, ums Losen, ums Orakeln<br />
und Bitten, Beten und Hoffen, dass die Sonne an Kraft <strong>zu</strong>nehmen wird und im<br />
kommenden Jahr wie<strong>der</strong> alles fruchtbar werden lässt.<br />
Ich zelebriere es in <strong>der</strong> <strong>Zeit</strong> vom 21. Dezember bis <strong>zu</strong>r Raunacht vom 5. auf<br />
den 6. Jänner. Während <strong>der</strong> Lostage zwischen 21. und 24. Dezember schreibe<br />
ich auf 13 kleine Zettel je einen Wunsch für das bevorstehende Jahr.<br />
In den zwölf Raunächten zwischen 24. Dezember und 6. Jänner ziehe ich in je<strong>der</strong><br />
Raunacht einen Zettel, lese ihn, verbrenne ihn dann, und übergebe somit<br />
meinen Wunsch an den Himmel.<br />
Um den Wunsch, <strong>der</strong> nach den 12 Raunächten übrigbleibt, muß ich mich im<br />
neuen Jahr dann ganz bewusst kümmern, damit er in Erfüllung geht.<br />
Manuela Höllnsteiner aus Oberwang<br />
P F A R R E P F A N D L<br />
10
Wir laden Sie/Euch ein, die Advent-<br />
und Weihnachtszeit mit<br />
dem Besuch <strong>der</strong><br />
Adventkranzsegnung<br />
am Samstag 30. November<br />
um 17.00 Uhr <strong>zu</strong> beginnen.<br />
Diese Feier wird speziell für<br />
Kin<strong>der</strong> gestaltet.<br />
Eine morgendliche Stunde <strong>zu</strong>m<br />
Innehalten ist die<br />
Roratefeier<br />
am Dienstag 10. Dezember<br />
um 6.00 Uhr<br />
Das Friedenslicht kann am Heiligen Abend in <strong>der</strong> Kirche ab den frühen Vormittagsstunden abgeholt<br />
werden!<br />
Zum Christkindlsegen am 24. Dezember um 16.00 Uhr sind beson<strong>der</strong>s<br />
Familien und Kin<strong>der</strong> eingeladen.<br />
Auch die beiden Krippen in <strong>der</strong> Pfarrkirche sind in <strong>der</strong><br />
Weihnachtszeit einen Besuch wert.<br />
Die Dreikönigsaktion <strong>der</strong> Katholischen Jungschar wird in unserer <strong>Pfarre</strong><br />
vom Donnerstag 2. Jänner bis Samstag 4. Jänner 2025 durchgeführt.<br />
Wir laden sämtliche Kin<strong>der</strong> und Jugendliche <strong>der</strong> <strong>Pfarre</strong> ein, die Aktion an einem dieser Tage <strong>zu</strong> unterstützen. Ihr könnt<br />
euch gerne als Gruppe anmelden. Wir freuen uns auch über die Unterstüt<strong>zu</strong>ng von Eltern o<strong>der</strong> jungen Erwachsenen,<br />
die sich als Begleitpersonen o<strong>der</strong> <strong>zu</strong>r Verköstigung unserer Gruppen melden.<br />
Die Einteilung <strong>der</strong> Gruppen und eine erste gemeinsame Probe findet am Freitag, den 13. Dezember 2024 um 15.30<br />
Uhr im Pfarrheim <strong>Pfandl</strong> statt. Wir treffen uns für eine zweite Singprobe am Montag, den 30. Dezember 2024 um 15.30<br />
Uhr ebenfalls im Pfarrheim <strong>Pfandl</strong>.<br />
Den Abschluss unseres Sternsingens bildet ein Familiengottesdienst am Montag,<br />
den 6. Jänner 2025, <strong>der</strong> vom Team Kin<strong>der</strong> und Jugend <strong>der</strong> <strong>Pfarre</strong> <strong>Pfandl</strong><br />
und den Sternsingern speziell für Familien mit Kin<strong>der</strong>n gestaltet wird. Nach<br />
dem Gottesdienst sind alle Mitwirkenden <strong>der</strong> Sternsingeraktion <strong>zu</strong> einer<br />
Jause im Pfarrheim <strong>Pfandl</strong> eingeladen!<br />
Wir freuen uns, wenn du dich vorab, bis 10. Dezember 2024 im Pfarramt<br />
<strong>Pfandl</strong> per Mail (pfarre.pfandl@dioezese-linz.at) o<strong>der</strong> via Whats-<br />
App o<strong>der</strong> Signal unter <strong>der</strong> Nummer +43 664 20 79 141 bei Martin<br />
Kienberger meldest.<br />
Krippe: © Helga Kienesberger, <strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong> / Sternsinger: privates Foto – Bearbeitung Karoline Schodterer / Kugelgrafik: © Monica31 - pixabay.com / Hans Huber / Maus: © Open-Clipart-Vectors - pixabay.com / Hintergrund: © Ondroo - iStock-fotos
Pfandolino‘s Schmunzelecke<br />
Fritzchen: „Papa, <strong>der</strong><br />
Chrisbaum brennt!“<br />
Papa: „Fritzchen, das heißt:<br />
Der Christbaum leuchtet!“<br />
Fritzchen: „Papa, dann<br />
leuchtet jetzt auch<br />
<strong>der</strong> Vorhang!“<br />
Es ist kurz vor Weihnachten,<br />
Mariechen geht <strong>zu</strong>r ihrer<br />
Oma und sagt: „Du, Oma, du<br />
kannst die Puppenküche vom<br />
Wunschzettel streichen, ich<br />
habe gerade eine in deinem<br />
Klei<strong>der</strong>schrank gefunden!“<br />
„Wie heißt des<br />
Lieblingslied<br />
aller Eltern kleiner<br />
Kin<strong>der</strong>?“<br />
„Stille Nacht!“<br />
Alois hält einen Wortgottesdienst,<br />
und die neuen Minis<br />
bekommen vorher noch den<br />
Unterschied zwischen einem<br />
Priester und einem Diakon<br />
erklärt. Raphael: „Also Diakon<br />
ist <strong>der</strong> Beruf von Alois?<br />
Ich dachte immer, das ist<br />
sein Nachname!“<br />
In <strong>der</strong> Ministrantenstunde:<br />
Die künftigen Minis werden<br />
gefragt, wie <strong>der</strong> „Kasten“<br />
hinter dem Altar heißt, in dem<br />
das heilige Brot aufbewahrt<br />
wird. Darlyn: „Das weiß ich!<br />
Schabernakel!“<br />
Viele Familien mit Kin<strong>der</strong>n folgten <strong>der</strong> Einladung <strong>zu</strong>m Familiengottesdienst am<br />
10. November 2024 <strong>zu</strong>m Martinsfest.<br />
Die Kin<strong>der</strong> waren in <strong>der</strong> Gestaltung <strong>der</strong> Messe wesentlich eingebunden.<br />
Die Volksschulkin<strong>der</strong> trugen Texte mit Gedanken <strong>zu</strong>r<br />
Geschichte des Heiligen Martin gekonnt vor. Schüler <strong>der</strong> Landesmusikschule<br />
mit Flöten, Ziehharmonika und Gitarre gaben<br />
dem Gottesdienst mit ihrer Musik eine beson<strong>der</strong>e Note. Bei<br />
einer beson<strong>der</strong>en Predigt direkt bei den Familien, teilten die<br />
Kin<strong>der</strong> bereitwillig ihre Gedanken <strong>zu</strong>m Teilen und Helfen mit.<br />
Das gesungene „Vater unser“ mit einer großen Kin<strong>der</strong>schar<br />
rund um den Altar und <strong>der</strong> gemeinsame Aus<strong>zu</strong>g <strong>zu</strong> „Ich geh‘ mit meiner Laterne“ bildeten<br />
weitere Höhepunkte dieses gelungenen Festes. Zum Abschluss verteilten die Ministranten<br />
köstliche „Martinskipferl“ an die Kin<strong>der</strong> – natürlich <strong>zu</strong>m Teilen!<br />
Weihnachtliches Kin<strong>der</strong>pfarrblatt<br />
Für die Advent- und Weihnachtszeit liegt ein Kin<strong>der</strong>pfarrblatt mit dem Titel „Ein Stern zeigt<br />
den Weg“ in <strong>der</strong> Kirche <strong>zu</strong>r freien Entnahme für alle Familien mit Kin<strong>der</strong>garten- und Volkschulkin<strong>der</strong>n<br />
auf. Darin begleitet euch <strong>der</strong> Weihnachtsstern in dieser <strong>Zeit</strong> mit Rätseln, Rezepten<br />
sowie Bastel- und Spielanleitungen.<br />
P F A R R E P F A N D L<br />
12
Am 28. September 2024 machte sich eine kleine, feine Gruppe<br />
unserer Minis auf den Weg nach Linz! In <strong>der</strong> Früh mit dem Zug<br />
ging es los, um am Vormittag schon in Linz an<strong>zu</strong>kommen. Bei einer<br />
detektivischen Ralley<br />
durch die Altstadt und<br />
den Schlosspark wurden<br />
spannende Rätsel gelöst.<br />
Nach einer Stärkung mit<br />
Pizza und Eis machten<br />
wir uns auf den Weg <strong>zu</strong>m<br />
Mariendom. Bei einer<br />
sehr interessanten Führung<br />
durften wir hinter<br />
den Kulissen hoch in den<br />
Dom steigen, über den<br />
Dachboden und außen<br />
entlang des Daches bis hoch <strong>zu</strong> den Glocken und darüber hinaus<br />
auf die Aussichtsplattform am Turm.<br />
Die Minis waren begeistert von den Einsichten und Aussichten am<br />
Turm. Mit dem Zug ging es anschließend wie<strong>der</strong> nach Hause.<br />
Zwei Mädchen und ein Bub haben sich auf den Dienst bei den <strong>Pfandl</strong>er Minis vorbereitet. Die Aufnahmemesse war am<br />
24. November 2024.<br />
Seit September kamen die drei freitags in die Kirche, um am Altar<br />
<strong>zu</strong> üben. Auf die Frage, warum sie gerne Minis werden möchten,<br />
hatten die drei ganz unterschiedliche Antworten:<br />
Darlyn: „Ministrant sein ist cool, da kann man viel erleben und<br />
ist näher bei Gott und Jesus“. Außerdem wohnt Darlyn mit ihrer<br />
Mama bei uns im Pfarrhof – sie hat also den kürzesten „Arbeitsweg“<br />
von allen!<br />
Valerie: „Als Ministrant bekommt man vor allen an<strong>der</strong>en das Heilige<br />
Brot! Und ich habe bei <strong>der</strong> Erstkommunion gemerkt, dass es mir<br />
gefällt, vor den vielen Leuten in <strong>der</strong> Kirche <strong>zu</strong> stehen“. Außerdem<br />
ist auch schon Valeries Bru<strong>der</strong> Raphael bei den Minis, die beiden<br />
können dann gemeinsam <strong>zu</strong>m Dienst kommen<br />
Jakob: „Ich möchte Ministrant werden, weil ich dann neue Freunde<br />
kennen lerne (auch wenn jetzt nur Mädchen mit mir da sind…). Ich<br />
kann dann öfter an Gott denken und hoffe, dass ich dann in Religion<br />
öfter aufzeigen kann“
Linke Seite: private Fotos / Rechte Seite: Kasperle: © NGvozdeva - IStock-fotos / Kin<strong>der</strong>fasching: © katkov - iStock-fotos / unten: © odrai-iStock-fotos<br />
Reger Besuch beim Kasperltheater im <strong>Pfandl</strong>er Pfarrheim<br />
Am 18. Oktober 2024 war es endlich soweit: Franz Rosenthaler von <strong>der</strong> „Schwertberger<br />
Puppenkistlbühne“ besuchte die Kin<strong>der</strong> in <strong>Pfandl</strong>. Mit dem Stück „Kasperl und die<br />
verzwickte Geburtstagsfeier“ wurde den Kin<strong>der</strong>n auf interaktive Weise ein spannen<strong>der</strong><br />
und lustiger Nachmittag gestaltet.<br />
Im Anschluss freuten sich die Besucher über einen gemütlichen Ausklang bei Kuchen<br />
und Getränken. Das Team „Kin<strong>der</strong> und Jugend“ <strong>der</strong> <strong>Pfarre</strong> <strong>Pfandl</strong> freut sich, dass weit<br />
über 100 Kin<strong>der</strong> <strong>der</strong> Einladung <strong>zu</strong>m Kasperltheater folgten und bedankt sich herzlich bei<br />
den vielen freiwilligen Helfern.<br />
Samstag 1. Februar 2025 von 14.00 bis 17.00 Uhr im <strong>Pfandl</strong>er Pfarrheim<br />
Unsere Pfarrfirmung findet am Samstag, den 14. Juni 2025 um 15.00 Uhr<br />
mit Firmspen<strong>der</strong> Dr. Martin Füre<strong>der</strong> statt.<br />
Alle Jugendlichen, die sich <strong>zu</strong> diesem Termin firmen lassen möchten, sollen sich<br />
bis spätestens 7. Jänner 2025 mit dem vollständig ausgefüllten Anmeldeformular<br />
(Download Homepage: www.pfarre-pfandl.at o<strong>der</strong> ausgedruckt im Pfarramt) per<br />
E-Mail o<strong>der</strong> Post anmelden (Daten des Paten können nachgereicht werden).<br />
Die Firmvorbereitung beginnt mit einem Infoabend und einem<br />
ersten Kennenlernen <strong>der</strong> angemeldeten Firmkandidaten<br />
mit Eltern / Paten am Freitag, den 10. Jänner 2025<br />
um 18.00 Uhr im Pfarrheim <strong>Pfandl</strong>.<br />
P F A R R E P F A N D L<br />
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Für mich ist es eines, wenn ich eine alltägliche o<strong>der</strong> eine beson<strong>der</strong>e Handlung mit einem bewussten Gedanken o<strong>der</strong><br />
Gedenken ausführe. So duftet jetzt extra <strong>zu</strong>m Schreiben Räucherwerk neben dem Computer. Denn Schreiben ist für<br />
mich auch ein Ritual, wenn ich will, dass meine Gedanken An<strong>der</strong>e<br />
lesen. Beim Schreiben lege ich auch mein Inneres offen.<br />
Die Leser können es mit Wohlwollen o<strong>der</strong> Kritik aufnehmen.<br />
Das macht auch verletzbar.<br />
Ich denke <strong>zu</strong>rück an meine Volksschulzeit. Schwester Josefine<br />
ermunterte uns im Religionsunterricht in <strong>der</strong> Adventzeit <strong>zu</strong><br />
kleinen Taten o<strong>der</strong> Hilfen jemandem o<strong>der</strong> Jesus <strong>zu</strong>liebe. Als<br />
Belohnung durften wir Strohhalme in eine kleine Krippe, eine<br />
Handspanne groß, legen, damit das Jesuskind <strong>zu</strong> Weihnachten<br />
weich liegen kann.<br />
Zu dieser <strong>Zeit</strong> gab es genügend echte Strohhalme, etwa bei<br />
<strong>der</strong> täglichen Schulmilch o<strong>der</strong> <strong>zu</strong>m Basteln von Strohsternen für den Christbaum. Wir hatten eine solche Krippe <strong>zu</strong><br />
Hause, da<strong>zu</strong> ein Wachsjesuskind. Das Wachsjesuskind hat später einen heißen Sommer auf dem Dachboden nicht<br />
überlebt, es ähnelte dann eher dem Ötzi.<br />
„Binde deinen Karren an einen Stern“. Dieses Zitat von Leonardo da Vinci verwendet Elisabeth Lukas als Titel für eines<br />
ihrer Bücher. Darin empfiehlt sie als Psychotherapeutin, jemandem etwas <strong>zu</strong>liebe <strong>zu</strong> tun. Das tun wir doch täglich. Ich<br />
tue etwas mir <strong>zu</strong>liebe, weil es mir guttut, weil ich es brauche, weil es notwendig ist … Ich tue es für meine Kin<strong>der</strong>, meine<br />
Enkelkin<strong>der</strong>, meine Freunde. Ich tue es für Tiere und Pflanzen, für die Umwelt ... Ich tue es für die Gemeinschaft, bringe<br />
mich ein mit meinen Fähigkeiten.<br />
Linke Seite: Krippe © macociannarel - iStock-fotos / Uhr © Bru-nO – pixabay.com / Rechte Seite: © Karoline schodterer<br />
Anthony de Mello, ein indischer Priesterdichter, lässt in seinen Büchern immer wie<strong>der</strong> Meister sprechen. Auf die Frage<br />
<strong>seiner</strong> Schüler, was das Wichtigste sei, antwortet einer: „Bewusstheit, Bewusstheit, Bewusstheit!“<br />
Wenn ich mir bewusst mache, dass ich diese o<strong>der</strong> jene Tätigkeit jemandem <strong>zu</strong>liebe ausführe, kann sie mir leichter<br />
fallen, stärkt sie mein Lieben, för<strong>der</strong>t sie das Verbundensein. Ich kann damit den Alltagskarren an etwas Höheres, Größeres,<br />
an Jesu Zusage binden: „Ich bin mit euch alle Tage bis <strong>zu</strong>r Vollendung <strong>der</strong> Welt“. (Mt 28,20)<br />
Christa Falkensteiner<br />
Es wurde mir viel <strong>Zeit</strong> geschenkt. Sie gehörte, so<br />
hoffe ich, nie mir allein. Schon als Kind trachtete<br />
ich, mit an<strong>der</strong>en Kin<strong>der</strong>n <strong>zu</strong> spielen, <strong>zu</strong> singen,<br />
meine Freizeit <strong>zu</strong> verbringen.<br />
Das Gefühl, da<strong>zu</strong> <strong>zu</strong> gehören – in verschiedenen<br />
Gemeinschaften, im Freundeskreis, bei Veranstaltungen<br />
und natürlich in <strong>der</strong> Familie, war mir<br />
sehr wichtig. So kann ich nur danken für so viel<br />
<strong>Zeit</strong> und hoffen, dass Gott sie mit Barmherzigkeit<br />
und Segen erfüllt.<br />
Helga Schüller
Rituale sind einmalige o<strong>der</strong> immer wie<strong>der</strong>kehrende<br />
Handlungen, die den<br />
Menschen Sicherheit geben, Vertrauen<br />
schaffen und den Schritt in ein Weitergehen<br />
erleichtern, wenn es einmal etwas<br />
schwieriger <strong>zu</strong> sein scheint. Sie<br />
können aber auch aus Dankbarkeit<br />
praktiziert werden, aus Freude, aus Liebe<br />
o<strong>der</strong> als Vorbereitung auf ein anstehendes<br />
Ereignis.<br />
Eines jedoch haben alle Rituale gleich,<br />
sie geschehen mit <strong>der</strong> Hoffnung und<br />
dem Glauben, dass daraus eine wohlwollende<br />
Erkenntnis entsteht, o<strong>der</strong> ein<br />
Zustand <strong>der</strong> Erleichterung o<strong>der</strong> des<br />
Friedens.<br />
Viele rituelle Handlungen, die wir kennen<br />
und durchführen, sind tief in unserem<br />
Brauchtum verwurzelt. Von Region<br />
<strong>zu</strong> Region zwar unterschiedlich, manche<br />
ähnlich, an<strong>der</strong>e gleich, jedoch oft<br />
schon sehr alt, älter als wir vielleicht<br />
glauben <strong>zu</strong> wissen. Viele davon finden<br />
wir in <strong>der</strong> Kirche, manche davon sind<br />
älter als das Christentum.<br />
Mit <strong>der</strong> Wirkung von Ritualen beschäftige<br />
ich mich schon viele Jahre, ganz beson<strong>der</strong>s<br />
auf <strong>der</strong> Ebene des Jahreskreises,<br />
<strong>der</strong> Zyklen <strong>der</strong> Natur (Jahreszeiten,<br />
Mondzyklus, Tageszyklus, Frauenzyklus<br />
usw.), aber auch <strong>der</strong> verschiedenen Altersgruppen.<br />
So wie es für uns normal ist, dass Kin<strong>der</strong><br />
ihre kleinen o<strong>der</strong> größeren täglichen Rituale<br />
haben, wie <strong>zu</strong>m Beispiel die Geschichte<br />
vorm Schlafen, so sollte es<br />
auch für uns Erwachsenen selbstverständlich<br />
sein, uns täglich stärkende Impulse<br />
<strong>zu</strong> setzen, die uns nähren und<br />
wachsen lassen, uns Halt geben und<br />
uns weitertragen.<br />
Das schönste Beispiel ist für mich immer<br />
die Natur. Sie hat ihre jährlichen<br />
Rituale, Abläufe, in die wir Menschen<br />
uns immer einbetten können und dürfen.<br />
Lei<strong>der</strong> haben wir viel <strong>zu</strong> oft den intensiven<br />
Be<strong>zu</strong>g <strong>zu</strong>r Natur verloren, und<br />
so sind auch die Rituale oft schwer<br />
greifbar o<strong>der</strong> manchmal nicht erfolgreich<br />
in ihrer Wirkung.<br />
Wie oft hast du im Frühling bewusst <strong>der</strong><br />
Natur <strong>zu</strong>gehört beim Aufwachen? Dem<br />
beginnenden Fließen <strong>der</strong> Säfte in den<br />
Bäumen gelauscht? Bist dem Element<br />
Wasser begegnet, mit Achtsamkeit und<br />
Bewusstheit? Wie oft hast du dankbar<br />
die wie<strong>der</strong> wärmenden Sonnenstrahlen<br />
empfangen? Wann standest du im Sommer<br />
das letzte Mal mit nackten Füssen<br />
auf einer sonnengewärmten Erde und<br />
hast bewusst die Kraft und Energie dieser<br />
zwei Elemente gespürt? Feuer und<br />
Erde?<br />
Wie lange ist es her, dass du im Herbst<br />
in einen Laubhaufen gesprungen bist,<br />
die Blätter hast regnen lassen, indem<br />
du sie in die Luft geworfen hast? Wann<br />
hast du das Element Luft spürbar wahrgenommen,<br />
ohne es <strong>zu</strong> „verfluchen“,<br />
weil es zieht, kalt ist o<strong>der</strong> die Frisur zerstört?<br />
Und kannst du dich an deinen<br />
letzten selbstgemachten Schnee engel<br />
erinnern?<br />
Genau jetzt kommt die <strong>Zeit</strong>, die sehr ritualintensiv<br />
ist, die Vorweihnachts- und<br />
Weihnachtszeit, mit ihren Sperr- und<br />
Raunächten. Versuch doch heuer einmal<br />
bewusst die Adventzeit in ihrer kleineren<br />
und größeren Ritualpracht <strong>zu</strong> sehen.<br />
Das Binden des Adventkranzes, das Verehren<br />
<strong>der</strong> Heiligen und die berührenden<br />
Geschichten dahinter (Barbara, Nikolaus,<br />
Maria und ihre Mutter Anna,<br />
Lucia, Thomas, Stefan und viele mehr…),<br />
das Zählen <strong>der</strong> Tage bis Weihnachten<br />
mit Adventkalen<strong>der</strong> und Adventkranzkerzen,<br />
das Backen und Singen, Proben<br />
und Vorbereiten, Schreiben von<br />
Wunschzetteln, Schmücken von Fenstern,<br />
Türen und Bäumen.<br />
So viele Bräuche und Rituale sind vorhanden.<br />
Lass diese aufleben, mit einem<br />
inneren Gefühl <strong>der</strong> Hingabe, mit Hoffnung<br />
und Glaube, lass Rituale leben, indem<br />
du sie fühlst und nicht einfach<br />
Routine draus werden lässt, nur damit<br />
ein Häkchen auf <strong>der</strong> To-Do Liste gemacht<br />
werden kann.<br />
Jedes Ritual hat seine Handlungen, seine<br />
Anliegen, erwünschte Ziele und<br />
Werkzeuge, um das Erbetene sichtbar<br />
werden <strong>zu</strong> lassen.<br />
Viel Freude in <strong>der</strong> wun<strong>der</strong>schönen ritualreichen<br />
Vorweihnachtszeit wünscht<br />
Manuela Höllnsteiner aus Oberwang<br />
P F A R R E P F A N D L 16
Vor Beginn <strong>der</strong> OÖ Mannschaftsmeisterschaft kämpften in <strong>der</strong> Volksschule<br />
<strong>Pfandl</strong> die Tischtennisspieler <strong>der</strong> DSG um ihre Vereinsmeistertitel.<br />
In zwei Gruppen wurden die Plätze für das Semifinale ermittelt. Hier<br />
setzten sich Alexan<strong>der</strong> Höllwerth, Christian Höllwerth, Alexan<strong>der</strong> Obrenovic<br />
und Clemens Schiffer durch. Im Semifinale hatte Alexan<strong>der</strong> Höllwerth<br />
gegen Clemens Schiffer und Christian Höllwerth gegen Alexan<strong>der</strong><br />
Obrenovic das bessere Ende für sich.<br />
Höllwerth gegen Höllwerth<br />
Das Finale wurde somit <strong>zu</strong> einem aufregenden Brü<strong>der</strong>duell, das Christian<br />
Höllwerth in einer packenden Partie gewann.<br />
Auch im Herren-Doppelbewerb zeigten die Spieler ihr Können. Das Duo Christian Höllwerth und Josef Riedl sicherte<br />
sich den ersten Platz, gefolgt von Alexan<strong>der</strong> Höllwerth und Franz Riedl auf Platz zwei. Den dritten Platz teilten sich die<br />
Teams Clemens Schiffer& Hans Gruber und Alexan<strong>der</strong> Obrenovic & Adriano Spiegl.<br />
Beson<strong>der</strong>s stolz ist man in <strong>der</strong> DSG auf den Nachwuchs. Auch hier wurden die Vereinsmeister ermittelt. In spannenden<br />
Spielen je<strong>der</strong> gegen jeden holte sich Matteo Gaisberger den Titel, gefolgt von Fridolin Sams und Tristan Debene. Die<br />
weiteren Plätze belegten Heidi Kogler, Thomas Heihsler, Valentina<br />
Hippesroither, Sophia Spiegl, Juliane Pinzger und Fre<strong>der</strong>ic Eicher.<br />
Diese erfolgreiche Vereinsmeisterschaft für die Großen und die Kleinen<br />
hat einen regelrechten Tischtennis-Boom ausgelöst. Zurzeit lernen<br />
und trainieren in zwei Gruppen etwa 25 Kin<strong>der</strong> und Jugendliche<br />
das faszinierende Spiel mit dem kleinen weißen Ball. Vier erfahrene<br />
Tischtennisspieler bringen dem Nachwuchs mit ausgewählten<br />
Übungen die Feinheiten dieses schönen Sportes bei. Lei<strong>der</strong> ist das<br />
Platzangebot in unserem Turnsaal beschränkt, sodass wir im Moment<br />
keine weiteren Interessenten aufnehmen können.<br />
Nach <strong>der</strong> Abschlusswan<strong>der</strong>ung von <strong>Pfandl</strong> über<br />
den Nussensee und die Windengrabenstraße<br />
<strong>zu</strong>r Lindaustube konnte die Bergsektion <strong>der</strong><br />
DSG auf ein erfolgreiches Sommerwan<strong>der</strong>jahr<br />
<strong>zu</strong>rückblicken.<br />
Es wurden zwischen Mai und November sechs<br />
Bergwan<strong>der</strong>ungen mit unterschiedlichen Anfor<strong>der</strong>ungen<br />
angeboten.<br />
Die Höhepunkte waren sicherlich die Überschreitung<br />
vom Hochkogl <strong>zu</strong>r <strong>Ischl</strong>erhütte und<br />
die ansprechende Wan<strong>der</strong>ung ab Hallstatt auf<br />
das Wiesberghaus bis <strong>zu</strong>m Oberfeld. Die motivierte<br />
Wan<strong>der</strong>guppe freut sich bereits wie<strong>der</strong><br />
auf den Start im kommenden Frühjahr.
Es ist höchste <strong>Zeit</strong>, dass die <strong>Pfarre</strong> <strong>Pfandl</strong> ein großes Dankeschön sagt <strong>zu</strong> Franz Falkensteiner,<br />
<strong>der</strong> mittlerweile schon 90 Jahre alt ist. Er war unter <strong>Pfarre</strong>r Johannes Schlosser mit<br />
vielen an<strong>der</strong>en Pfarrbewohnern immer wie<strong>der</strong> <strong>zu</strong>r Stelle, wenn Hilfe gebraucht wurde.<br />
Alois Wiesauer erinnert sich, dass Franz jede Art von Tischlerarbeiten in Kirche, Pfarrhof,<br />
Pfarrheim und in <strong>der</strong> Friedhofshalle erledigte. Er stellte Fahnen auf bei kirchlichen<br />
Festen und räumte sie auch wie<strong>der</strong> weg, half mit beim Bühnenaufbau vor <strong>der</strong> Kirche<br />
für die Autoweihen. Er wechselte mit Alois <strong>zu</strong>sammen Neonleuchten in <strong>der</strong> Kirche: Das<br />
war eine schwierige Angelegenheit, weil die Leiter auf den Kirchenbänken fixiert werden<br />
musste. Zu Weihnachten schleppte er den Krippenberg von <strong>der</strong> Empore herunter und<br />
nach Maria Lichtmess wie<strong>der</strong> hinauf. Auch die Christbäume mussten aufgestellt und nach Lichtmess wie<strong>der</strong> entfernt<br />
und zerkleinert werden. Für die Faschinggaudi hat Franz Bühnenbil<strong>der</strong> tapeziert, Sessel aufgestellt und wie<strong>der</strong> verräumt.<br />
Kaputte Sessel und Tische bedurften <strong>seiner</strong> geschickten Hand.<br />
<strong>Pfarre</strong>r Johannes Schlosser betrieb auch einen Weinhandel. Bei den Lieferungen mussten die Flaschen in den Pfarrhofkeller<br />
getragen werden. Also, wenn Hilfe gebraucht wurde, war Franz neben vielen an<strong>der</strong>en Helfern eine gute Adresse.<br />
Wie schon gesagt, es gibt in <strong>Pfandl</strong> viele Helfer, die jetzt die erwähnten Arbeiten von Franz tun. Es passiert so viel, das<br />
selbstverständlich geschieht und kaum gesehen wird. Ein herzliches Danke an alle!<br />
Dir, lieber Franz, wünscht die <strong>Pfarre</strong> Gottes Segen, weiterhin altersgemäße Gesundheit und viel Freude an deinen Tätigkeiten<br />
im und rund ums Haus und in <strong>der</strong> Tischlerwerkstätte deines jüngeren Sohnes! Dein Geburtstag hat gezeigt, dass<br />
du bei vielen Menschen geschätzt bist!<br />
Zum Thema „<strong>Alles</strong> <strong>zu</strong> <strong>seiner</strong> <strong>Zeit</strong>“ haben wir uns überlegt, wie wir die Jahreszeiten, also Frühling,<br />
Sommer, Herbst und Winter erleben.<br />
Private Fotos DSG Raiba <strong>Pfandl</strong> / Jahreszeiten: © Karoline Schodterer / Franz Falkensteiner - privates Foto<br />
Das Foto vom Adventkranz<br />
stammt aus <strong>der</strong> Gärtnerei <strong>Pfandl</strong><br />
Im FRÜHLING ist <strong>der</strong> Frühjahrsputz rund ums Haus und im Garten notwendig. Die überwinterten<br />
Pelargonien werden wie<strong>der</strong> in frischer Erde eingesetzt. Es wächst alles so schnell, daher ist<br />
Rasenmähen in kurzen Abständen notwendig. Und es werden Pläne für Ausflüge im Frühling<br />
und Reisen im Herbst gemacht.<br />
Im SOMMER ist natürlich die morgendliche Spritztour im Garten und die regelmäßige Pflege<br />
<strong>der</strong> Blumen ganz wichtig. Und es werden bereits die ersten Früchte geerntet und eingekocht.<br />
Im HERBST wird Heizmaterial eingelagert, die Sträucher und Hecken werden gestutzt. Die<br />
Obstbäume erhalten den Schutzanstrich. Die Topf- und Kübelpflanzen werden ins Winterquartier<br />
übersiedelt. Zur liebgewordenen Tradition wurde eine mehrtägige Herbstreise, entwe<strong>der</strong><br />
in Österreich o<strong>der</strong> auch nach Kroatien o<strong>der</strong> Südtirol.<br />
Im WINTER wird die Schneefräse aktiviert, die Kontrolle <strong>der</strong> übersiedelten Blumen ist ab und<br />
<strong>zu</strong> notwendig. Es ist die <strong>Zeit</strong> <strong>der</strong> Winterspaziergänge und <strong>der</strong> Ruhe. Gegen Ende des Winters<br />
erfreuen uns schon wie<strong>der</strong> die ersten Frühlingsboten!<br />
Zum Thema „<strong>Alles</strong> <strong>zu</strong> <strong>seiner</strong> <strong>Zeit</strong>“ gehört natürlich auch, dass an den kirchlichen Angeboten im<br />
Jahreslauf teilgenommen und <strong>der</strong> eigentliche Sinn von Festen wie die Karwoche und Ostern,<br />
die Adventzeit und Weihnachten besinnlich und in Ruhe gefeiert wird!<br />
Margarete und Josef<br />
P F A R R E P F A N D L 18
Ehrenamt in <strong>der</strong> Kirche Maria an <strong>der</strong> Straße in <strong>Pfandl</strong><br />
Geschichten, die oft im Verborgenen geschehen, in den Blick gerückt von Maria Hödl<br />
Passend <strong>zu</strong>m Thema <strong>der</strong> aktuellen <strong>Ausgabe</strong><br />
verbinden wir die Information <strong>zu</strong>m<br />
Ehrenamt mit dem Thema Brauchtum.<br />
Wir reden heute über das „Abstatten <strong>der</strong><br />
Liebe“ am<br />
welches von unserem Caritas Team getragen<br />
wird.<br />
Vor knapp 400 Jahren, genau im Jahr<br />
1641, hat <strong>der</strong> damalige Passauer Bischof<br />
dem Orden <strong>der</strong> Corpus Christi<br />
Bru<strong>der</strong>schaft in Gmunden den Auftrag erteilt,<br />
am 4. Fastensonntag, dem Freudensonntag,<br />
die Armen <strong>zu</strong> speisen.<br />
Praktischerweise war <strong>der</strong> <strong>Zeit</strong>punkt für<br />
die Speisung gut gewählt, da in <strong>der</strong> Fastenzeit<br />
viel Vieh geschlachtet wurde in<br />
Vorbereitung auf das Osterfest. Vielfach<br />
wurden dann die Innereien für die Speisung<br />
<strong>der</strong> Armen genutzt. (Zitat: Wolfgang<br />
Eisl) Der Brauch geriet nach vielen<br />
Jahrzehnten, lange nach Beendigung des<br />
30jährigen Krieges im Jahr 1648, in Vergessenheit.<br />
Seit <strong>der</strong> Wie<strong>der</strong>entdeckung des Brauches<br />
im 20igsten Jahrhun<strong>der</strong>t werden Lebkuchenherzen<br />
verschenkt. Christa Falkensteiner<br />
hat den Brauch für <strong>Pfandl</strong> ins Gespräch<br />
gebracht und in <strong>der</strong> Frauenrunde<br />
begeisterte und treue Unterstüt<strong>zu</strong>ng<br />
gefunden. 1975 konnten dann erstmals<br />
Lebkuchenherzen angeboten werden.<br />
Zentrale Anlaufstelle für die Organisation<br />
waren und sind seither Maria und Wolfgang<br />
Eisl.<br />
,<br />
Wenn ich mit Maria Eisl<br />
spreche, so verstehe ich<br />
bald, wie viel Liebe sie<br />
und ihre Helferinnen in<br />
die knusprigen Glückwünsche<br />
einbacken. Wochen<br />
vorher beginnt die<br />
Vorbereitung, denn <strong>der</strong><br />
Lebkuchenteig schmeckt<br />
am besten, wenn er einige<br />
Tage ruhen kann.<br />
Mehl, Honig, Zucker, Eier,<br />
Gewürze und Verzierung<br />
werden von den jeweiligen<br />
Bäckerinnen gespendet.<br />
Der <strong>Zeit</strong>aufwand ist erheblich.<br />
Wenn man bedenkt, dass etwa zwanzig<br />
Herzen auf ein Blech passen, kann<br />
man sich gut vorstellen, dass die Arbeit<br />
nicht an einem Vormittag getan ist. Zur<br />
Beschriftung und Verzierung darf man<br />
gerne mehrere Abende rechnen. Mit <strong>der</strong><br />
Eiweißglasur ist es auch nicht ganz einfach,<br />
denn diese soll strahlend weiß o<strong>der</strong><br />
farbig sein und darf natürlich nicht zerlaufen<br />
o<strong>der</strong> verwischen.<br />
2024 wurden wie<strong>der</strong> cirka 400 bis 500<br />
Herzen gebacken, verziert und verkauft.<br />
Der Erlös in Höhe von rund 1.000 Euro<br />
wird ausschließlich für caritative Zwecke<br />
verwendet. In <strong>der</strong> Hauptsache wird das<br />
Geld für die Besuchs- und Gratulationsdienste<br />
<strong>der</strong> <strong>Pfarre</strong> genützt.<br />
Vollkommen <strong>zu</strong>recht sind wir hier sehr<br />
stolz darauf, dass diese Dienste <strong>zu</strong> 100%<br />
aus den Einnahmen und Spenden des<br />
Liebstattsonntags generiert werden,<br />
ohne jegliche Unterstüt<strong>zu</strong>ng aus <strong>der</strong><br />
Pfarrkassa.<br />
Die Herzerl – MacherInnen 2024 waren:<br />
Vorne v. l.: Helga Schüller, Ingrid Mysliwietz,<br />
Maria und Wolfgang Eisl / Hinten, v. l.: Hildegard<br />
Forsthuber, Rosa Schweiger, Christa Falkensteiner,<br />
Franziska Achleitner / Eva Erhart /<br />
n. a.Bild: Agnes Stadler und Margarete Floss<br />
Als schöner Brauch hat sich inzwischen<br />
etabliert, dass die Erstkommunionkin<strong>der</strong><br />
an diesem Tag ihren Vorstellungsgottesdienst<br />
feiern und dann ein Herz mit ihrem<br />
Namen bekommen. Da haben sie<br />
nach <strong>der</strong> ganzen Aufregung dann etwas<br />
<strong>zu</strong>m Hineinbeißen.<br />
Hoffen wir, dass <strong>zu</strong>m 50jährigen Jubiläum<br />
des Liebstattsonntags in <strong>Pfandl</strong>,<br />
am 30. März 2025 wie<strong>der</strong> viele tüchtige<br />
Frauen anpacken und anbacken und uns<br />
so viel Freude mit den schönen Herzen<br />
bereiten.<br />
An dieser Stelle dürfen wir allen Bäckerinnen<br />
und Helfern <strong>der</strong> letzten 49 Jahre<br />
ein herzliches Dankesschön und ein aufrichtiges<br />
„Vergelt‘s Gott“ aussprechen.<br />
Unser beson<strong>der</strong>er Dank gilt den Caritas Mitarbeiterinnen, Rosi Schweiger, Franziska Achleitner,<br />
Maria Eisl, Gertrude Maschek und Eva Erhart, welche den Besuchs- und Gratulationsdienst<br />
durchführen. (Genaueres über diese Tätigkeit ein nächstes Mal.)
Hintergrund: proksima – iStock.com / Singvogel: jperales - i-Stock-Fotos<br />
Chorleitung: Christine Wie<strong>der</strong><br />
Kontakt über Pfarrbüro <strong>Pfandl</strong> o<strong>der</strong> +43 699 81916143<br />
Probe: Montags von 19.00 bis 20.30 Uhr im Pfarrheim <strong>Pfandl</strong><br />
<strong>der</strong> <strong>Pfarre</strong> <strong>Pfandl</strong><br />
Wir sind heuer schon sehr fleißig gewesen, Sie konnten uns schon hören bei <strong>der</strong><br />
Gestaltung<br />
Romantische<br />
<strong>der</strong> Festmesse für<br />
und<br />
unser Ehejubilare<br />
mo<strong>der</strong>ne<br />
am<br />
Musik<br />
6. Oktober - mit<br />
für<br />
Volkslie<strong>der</strong>n<br />
Chor<br />
<strong>zu</strong>m<br />
und<br />
Thema<br />
Orgel<br />
Liebe und Ehe<br />
und bei <strong>der</strong> Gestaltung <strong>der</strong> Messe <strong>zu</strong> Allerseelen am 2. November mit besinnlichen Liedsätzen.<br />
17. Dezember – 19.00 Uhr<br />
Mitwirkung beim Weihnachtskonzert<br />
<strong>der</strong> Landesmusikschule <strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong><br />
21. Dezember – 19.00 Uhr<br />
Mitwirkung beim Weihnachtskonzert<br />
des Männergesangvereins 1845 <strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong><br />
mit adventlichen und weihnachtlichen Weisen, Stücken aus dem<br />
Salzburger Adventsingen, Weihnachtslie<strong>der</strong>n und besinnlichen Texten<br />
Mitwirkende Chöre:<br />
Damenchor <strong>der</strong> <strong>Pfarre</strong> <strong>Pfandl</strong> & Damenchor <strong>der</strong> Landesmusikschule <strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong><br />
Männergesangverein 1845 <strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong><br />
Instrumentalisten:<br />
Geschwister Panzl<br />
Stefanie Panzl – Hackbrett & Roland Panzl – Zieharmonika und Gitarre<br />
Geige – Susanne Fabian<br />
Querflöte – Yvonne Gschwandtner<br />
Ensemble <strong>der</strong> TMK Jainzen<br />
Veranstalter: MGV 1845 <strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong><br />
25. Dezember – 9.30 Uhr<br />
Gestaltung <strong>der</strong> Weihnachtsfestmesse<br />
Auswahl an Werken, die in den Konzerten und <strong>der</strong> Festmesse <strong>zu</strong> hören sein werden:<br />
J. Rutter – Angels Carol<br />
J. Rutter – Weihnachtswiegenlied<br />
Felix Mendelssohn-Bartholdy – Laudate pueri<br />
Léo Delibes – Messe bréve<br />
Eintritt: Freiwillige Spenden für die Renovierung <strong>der</strong> Pfarrkirche <strong>Pfandl</strong><br />
J. Kronsteiner – Markt und Strassen<br />
T. Reiser – Jetzt fangen wir <strong>zu</strong>m Singen an<br />
P F A R R E P F A N D L 20
Bücherei <strong>Pfandl</strong> | Wolfganger Str. 4 | 4820 <strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong> | 06132/21902 | buecherei.pfandl@aon.at | buecherei-pfandl.at<br />
BUCHTIPP<br />
Maria Walcher und<br />
Edith A. Weinlich:<br />
EIN ERBE FÜR ALLE<br />
103 Traditionen aus<br />
Österrreich<br />
PFANDL<br />
Überzeugt von <strong>der</strong> beson<strong>der</strong>en Kraft von<br />
Traditionen, gesellschaftlichen Zusammenhalt<br />
<strong>zu</strong> begründen und <strong>zu</strong> bewahren haben Maria<br />
Walcher und Edith A. Weinlich beschlossen,<br />
dieses Buch über das immaterielle Kulturerbe<br />
Österreichs <strong>zu</strong> schreiben.<br />
Erbe und immaterielle Kultur werden im<br />
Allgemeinen selten in Zusammenhang<br />
gebracht. Denn was gibt es da <strong>zu</strong> erben? Es<br />
sind vor allem Umgangsformen - nicht bloß im<br />
Sinne von Manieren. Überliefert wird<br />
Wissen über die Welt, in <strong>der</strong> wir leben, und das<br />
Gestalten von Beziehungen - <strong>zu</strong> Menschen, <strong>zu</strong>r<br />
Natur, <strong>zu</strong>r Arbeit, in den Mußestunden und an<br />
Feiertagen.<br />
Die meisten Menschen haben das Bedürfnis<br />
nach Zusammengehörigkeit. Rituale und<br />
Zeremonien bestätigen die Verbundenheit und<br />
wahren das soziale Gleichgewicht.<br />
Wir finden dieses Buch spannend, informativ,<br />
unterhaltsam und auch überraschend - man<br />
findet vieles, was schon beinah in Vergessenheit<br />
geraten ist.<br />
Am Freitag, dem 20. Dezember gibt es<br />
während <strong>der</strong> Öffnungszeiten (16h30 bis 19h)<br />
wie jedes Jahr Punsch und selbstgebackene<br />
Weihnachtskekse für alle Besucherinnen und<br />
Besucher. Wir hoffen ihr habt <strong>Zeit</strong> vorbei<strong>zu</strong>kommen<br />
und euch noch mit Büchern für die<br />
<strong>Zeit</strong> zwischen den Jahren ein<strong>zu</strong>decken.<br />
Auf Euren Besuch<br />
freut sich das Team<br />
<strong>der</strong> Bücherei <strong>Pfandl</strong>.<br />
© Bücherei <strong>Pfandl</strong>
Einrichten nach Art des Hauses.<br />
Johann Loidhammer<br />
Tischlerei und Einrichtungshaus<br />
Gesellscha m.b.H. & CO KG<br />
Tischlerei: Köhlerweg 25 <strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong> Tel. +43 6132 26349-0<br />
Einrichtungshaus: Auböckplatz 6 <strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong> Tel. +43 6132 26949-0<br />
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P F A R R E P F A N D L 22
PFARRE PFANDL<br />
Die Gottesdiensten werden je nach Verfügbarkeit<br />
vom Priester od. Wortgottesdienstleiter<br />
gehalten – kurzfristige Än<strong>der</strong>ungen möglich!<br />
SONN- UND FEIERTAGS<br />
9.30 Uhr – Hl. Messe o<strong>der</strong><br />
Wortgottesdienst<br />
JEDEN DONNERSTAG<br />
8.00 Uhr – Rosenkranz,<br />
anschließend Frauenmesse<br />
HERZ-JESU-FREITAG<br />
6. Dezember, 3. Jänner, 7. Februar, 7. März<br />
18.30 Uhr – Ausset<strong>zu</strong>ng des<br />
Allerheiligsten, anschließend Rosenkranz<br />
und um 19.00 Uhr Hl. Messe<br />
NOVEMBER 2024 Sonntag, 2. Februar<br />
9.30 Uhr – Maria Lichtmess<br />
Samstag, 30. November<br />
17.00 Uhr – Adventkranzweihe VORSCHAU<br />
DEZEMBER 2024<br />
Sonntag, 1. Dezember<br />
9.30 Uhr – 1. Adventsonntag<br />
Gestaltung: Ensemble St. Nikolaus<br />
Sonntag, 8. Dezember<br />
9.30 Uhr – Maria Empfängnis<br />
Gestaltung: Damenchor <strong>der</strong> LMS <strong>Bad</strong><br />
<strong>Ischl</strong><br />
Dienstag 10. Dezember<br />
6.00 Uhr – Rorate<br />
Sonntag, 15. Dezember<br />
9.30 Uhr – 3. Adventsonntag<br />
Gestaltung: Werner Krauß spielt<br />
traditionelle Adventlie<strong>der</strong><br />
Dienstag, 17. Dezember<br />
19.00 Uhr – Weihnachtskonzert<br />
<strong>der</strong> LMS <strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong><br />
Samstag, 21. Dezember<br />
19.00 – „In dulci jubilo“<br />
Konzert des MGV 1845 <strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong><br />
Sonntag, 22. Dezember<br />
9.30 Uhr – 4. Adventsonntag<br />
Gestaltung: <strong>Pfandl</strong>er Singkreis<br />
Dienstag, 24. Dezember – Hl. Abend<br />
16.00 Uhr – CHRISTKINDLSEGEN<br />
17.00 Uhr – Andacht am Waldfriedhof<br />
23.00 Uhr – CHRISTMETTE<br />
Gestaltung: Geschwister Panzl<br />
Mittwoch, 25. Dezember – Christtag<br />
9.30 Uhr – Festmesse / Gestaltung:<br />
Damenchor <strong>der</strong> <strong>Pfarre</strong> <strong>Pfandl</strong><br />
Donnerstag, 26. Dezember<br />
9.30 Uhr – Hl. Stephanus<br />
Sonntag, 29. Dezember<br />
9.30 Uhr – Fest <strong>der</strong> Hl. Familie<br />
Dienstag, 31. Dezember<br />
17.00 Uhr – Jahresschlußandacht<br />
Gestaltung: Trachtenmusikkapelle<br />
Jainzen<br />
JÄNNER 2025<br />
Mittwoch, 1. Jänner – Neujahr<br />
9.30 Uhr – Hochfest<br />
<strong>der</strong> Gottesmutter Maria<br />
Montag, 6. Jänner – Hl. Dreikönige<br />
9.30 Uhr – Sternsingermesse / Familiengottesdienst,<br />
Erscheinung des Herrn<br />
FEBRUAR 2025<br />
Sonntag, 30. März 2025<br />
Vorstellungsgottesdienst<br />
<strong>der</strong> Erstkommunionkin<strong>der</strong><br />
Sonntag, 18. Mai 2025<br />
ERSTKOMMUNION<br />
Montag, Donnerstag und Freitag<br />
von 9.00 bis 11.00 Uhr<br />
Telefon: +43 6132 23404<br />
E-Mail: pfarre.pfandl@dioezese-linz.at<br />
www.pfarre-pfandl.at<br />
PGR Gruppe „Soziales“<br />
Hildegard Forsthuber & Eva Erhart<br />
Der Arbeitskreis „Soziales“ des PGR lud am<br />
15.10. <strong>zu</strong>m Senioren-Begegnungs-Nachmittag<br />
ein. <strong>Pfarre</strong>r Simon Lukyamuzi zelebrierte<br />
den Gottesdienst, <strong>der</strong> vom <strong>Pfandl</strong>er<br />
Singkreis musikalisch gestaltet wurde.<br />
Anschließend trafen sich alle <strong>zu</strong> einem<br />
Beisammensein mit Musik, Gesang und<br />
Jause im Pfarrheim. Franz Streibl präsentierte<br />
den Bil<strong>der</strong>vortrag „Vier Jahreszeiten<br />
im <strong>Pfandl</strong>er Pfarrleben“, <strong>der</strong> einen Überblick<br />
gab über die vielfältigen Aktivitäten<br />
in <strong>der</strong> <strong>Pfarre</strong>, die größtenteils von Ehrenamtlichen<br />
getragen werden.<br />
Das Sakrament <strong>der</strong> Taufe empfingen<br />
Luisa Hödlmoser am 22. September 2024<br />
Vincent Gschwandtner<br />
am 22. September 2024<br />
Matthias Berner am 29. September 2024<br />
Helena Bilic am 5. Oktober 2024<br />
Zu Gott heimberufen wurden<br />
Maria Maihauser (91.) am 14.9.2024<br />
Wolfgang Eisl (65.) am 16.10.2024<br />
Josef Pilz (75.) am 28.10.2024<br />
Im Pfarrblatt-Team haben wir wegen <strong>der</strong><br />
besseren Lesbarkeit beschlossen, auf<br />
Gen<strong>der</strong>formen <strong>zu</strong> verzichten. Es mögen<br />
sich Frauen und Männer in gleicher<br />
Weise mitgemeint wissen. Danke!<br />
Alle Termine ohne Gewähr!<br />
Aktuelle Informationen in den<br />
Pfarrnachrichten, in <strong>der</strong> IW und<br />
auf unserer Website.<br />
IMPRESSUM:<br />
Medieninhaber, Redaktion und Verlagsanschrift: <strong>Pfarre</strong><br />
<strong>Pfandl</strong>, Wolfganger Str. 4, 4820 <strong>Bad</strong> <strong>Ischl</strong>, +43 6132 23404<br />
Hersteller: Salzkammergut Media Ges.m.b.H. Gmunden<br />
Redaktion: Michaela Juric Layout/Gestaltung: ARTist<br />
Werbegestaltung, Karoline Schodterer Lektorat: Christa<br />
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