ccd-4-2024
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Zauber<br />
der<br />
Karibik<br />
TRAUMHAFT SCHÖNES GRENADA –<br />
EINE INSEL WIE AUS DEM BILDERBUCH<br />
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JAPAN AT ITS BEST<br />
Taste meets Inspiration<br />
Geheimtipp für Foodies und<br />
Shoppingfans – die Millionenstädte<br />
Sapporo und Osaka<br />
FASZINATION FERNOST<br />
Boomspots in Malaysia<br />
Die neuen Luxushotels<br />
und Restaurants im<br />
CC Qualitäts-Check<br />
HOT CITY<br />
Mondän in Istanbul<br />
Neue Hotel-Ikonen und<br />
innovative Designer sorgen<br />
für Glamour am Bosporus
EDITORIAL<br />
Liebe Leserinnen und Leser, geschätzte Connoisseure!<br />
Während die einen ihre Ski-Ausrüstung für die Wintersaison<br />
auf Vordermann bringen, schielen andere nach einer<br />
aufregenden Reise zu den schönsten Sonnenzielen, die<br />
die Welt 2025 zu bieten hat. Dabei stehen Luxusreisen<br />
in die Länder Asiens aktuell ganz besonders im Fokus:<br />
Der abwechslungsreiche Kontinent gilt zu Recht als<br />
Sehnsuchtsziel für hochkarätige Erlebnisse, außergewöhnlich schmack -<br />
hafte Kulinarik und exquisite Gastgeber-Qualitäten. Ein guter Grund also,<br />
die Destinationen Asiens unter die Lupe zu nehmen. Der topmoderne<br />
Tigerstaat Malaysia liegt zwar immer noch im Schatten von international<br />
hochfrequentierten Leisure-Destinationen wie Thailand oder Indonesien,<br />
punktet aber mit einer exotischen Natur und Tierwelt, kosmopolitischen<br />
kulinarischen Angeboten und einer beeindruckenden High-Tech-Infrastruktur.<br />
CC-Autorin Kiki Baron hat in den besten Hotels & Resorts internationaler<br />
Brands wie Four Seasons, The Ritz-Carlton, Banyan Tree, One&Only und im<br />
legendären Öko-Resort The Datai eingecheckt: Top-Häuser also, die sich in<br />
der Hauptstadt Kuala Lumpur und an den beeindruckenden Stränden von<br />
Penang, Kota Kinabalu und Borneo befinden. Lesen Sie diesen spannenden<br />
Destination-Check ab Seite 66.<br />
Der Weg nach Thailand führt zunächst meistens in die faszinierende<br />
Metropole Bangkok. Kein Fehler, meinen wir: Wo Sie geballt die neuesten<br />
Luxus-Angebote bei Hotels, Restaurants, Rooftop-Bars und Spas nutzen<br />
können, erfahren Sie in unserem „48 Stunden in Bangkok“-Guide ab Seite 60.<br />
Schon seit ein paar Jahren hält sich Japan auf den obersten Rängen der<br />
Bucket-List von anspruchsvollen Reisenden. Die Lust unserer Leserinnen<br />
und Leser, in einzigartige Kulturen einzutauchen, Authentisches zu erleben,<br />
hohe Sicherheits- und Hygienestandards gemeinsam mit einer 1A-Servicequalität<br />
zu genießen, steht heute mehr denn je im Mittelpunkt. CC-Autor<br />
Jörg Bertram hat sich an zwei Orten umgesehen, die von deutschsprachigen<br />
Reisenden noch weniger besucht werden als die Dauerbrenner Tokio und<br />
Kyoto: Sapporo im Norden der Nordinsel Hokkaido und Osaka auf der<br />
Südinsel Honshu – beides Millionen- Metropolen, die unterschiedlicher nicht<br />
sein könnten, aber unisono Foodie und Shoppingherzen höher schlagen<br />
lassen. Außerdem sorgt eine Top-Hotellerie dafür, dass man sich hier auf<br />
internationalem Niveau verwöhnen lassen kann (ab Seite 50).<br />
Bleiben Sie gespannt und gehen Sie mit uns auf die Reise.<br />
Herzlichst Ihre<br />
Simone Dressler<br />
Chefredakteurin<br />
CC - A Digital Luxury<br />
Journey: Jetzt abonnieren!<br />
2
Ein Ort,<br />
WO ABSCHALTEN<br />
LEICHTFÄLLT<br />
Nehmen Sie sich bei uns Ihre wohlverdiente Auszeit von Gewohntem und finden Sie<br />
Ihren ganz persönlichen Weg der Gelassenheit. Die Vielfalt unseres Angebots macht<br />
das möglich. Gestalten Sie Ihren Urlaub in Meran so, wie Sie es möchten – von der<br />
Oldtimer-Ausfahrt bis zum Wellnessgenuss. Von unvergesslichen Bulli-Erlebnissen bis<br />
zum Entspannen am Pool oder Bummeln durch Meran – Ihr Geschmack entscheidet.<br />
Herrlich speisen in unserem offenen Gartenrestaurant mit einem guten Glas Wein –<br />
dafür sorgt unser Team mit allergrößtem Vergnügen.<br />
Anders. Besonders. Liebevoll.<br />
SÜDTIROL • ITALIEN<br />
ANSITZ-PLANTIZ.COM<br />
3
INHALT<br />
ENTRÉE<br />
06 Travel News: Neuigkeiten und Trends aus<br />
der Welt des anspruchsvollen Reisens<br />
TRIP-TIPP<br />
20 Texas: Wildwest-Romantik, Latino-Charme<br />
und urbaner Lifestyle in San Antonio<br />
COVERFOTO:<br />
Silversands Beach House<br />
www.silversandscollection.com<br />
TRAVEL-EXPERIENCES<br />
26 Zeit für Neues: Bereichernde Erlebnisse –<br />
mit der American Express Platinum Card<br />
KARIBIK-FLAIR<br />
32 Mexiko: Entlang der Küste zeigt sich das<br />
Land von seiner magischen Seite<br />
BOUTIQUE<br />
37 Maritime Preziosen: Schmuck von<br />
Mittelmeerblau bis Karibik-Türkis<br />
TREND-DESTINATION<br />
38 Grenada: Die kleine Karibik-Insel ist ein<br />
großartiges Ziel für Genießer<br />
INSEL-HOPPING<br />
44 Connected: Die wichtigsten Flugverbindungen<br />
zwischen den Karibik-Inseln<br />
BOUTIQUE<br />
48 Zeit für Luxus: Uhren & Schmuck<br />
zum Verlieben<br />
66<br />
60<br />
EXPLORER<br />
50 Not so big in Japan: Mit Sapporo und<br />
Osaka hat das Land des Lächelns gleich<br />
zwei tolle Millionenmetropolen für<br />
Foodies & Shoppingfans zu bieten<br />
48 STUNDEN IN …<br />
60 Bangkok: Weil „one night“ in Thailands<br />
Hauptstadt definitiv nicht genug ist!<br />
BOUTIQUE<br />
65 Lippenbekenntnis: Ob matt oder glänzend<br />
– das sind unsere neuen Lipstick-Lieblinge<br />
DESTINATION- &<br />
HOTELTEST MALAYSIA<br />
66 Gut gebrüllt, kleiner Tiger: Ein Land zwischen<br />
Tradition und Moderne<br />
70 Malaysia-Hotels im Test<br />
77 Check-in: Weitere Top-Adressen<br />
78 Aufgetischt: Malaysia kulinarisch<br />
80 Auf einen Blick: Malaysia kompakt<br />
FOTOS: BEIGESTELLT<br />
4
CRUISE<br />
84 REGENT SEVEN SEAS SPLENDOR:<br />
Auf einer Tour rund um Island haben<br />
wir ein sagenhaftes Land und ein<br />
sensationelles Schiff erlebt<br />
KULINARIK<br />
90 Berlin bittet zu Tisch: Deutschlands<br />
Kapitale begeistert mit einer Riege<br />
junger Küchenchefs und Gastroprofis<br />
CITY-TRIP<br />
94 Boomtown am Bosporus: Die faszinierende<br />
Metropole an der Kreuzung<br />
zweier Kontinente erfindet sich neu<br />
INTERVIEW<br />
102 Promi-Talk: Schauspielstar Erol<br />
Sander über Istanbul<br />
PARTNERSHIP FCAM<br />
108 Fluglinie des Monats: Qatar Airways<br />
– Vorreiter der Luftfahrtbranche<br />
112 Bonusprogramm: American Airlines<br />
AAdvantage – das Vielfliegerprogramm<br />
von American Airlines<br />
116 Flugtest: Singapore Airlines –<br />
A380 First Class Suite<br />
120 Meilenkreditkarten: Reisen<br />
optimieren mit Meilenkreditkarten<br />
122 Meilendeals: Die besten Aktionen für<br />
leidenschaftliche Punktesammler<br />
124 Loungetest: VIP-Service Flughafen<br />
Zürich<br />
Airlines & Airport Lounges<br />
94<br />
90<br />
124<br />
Impressum<br />
CONNOISSEUR CIRCLE –<br />
A DIGITAL LUXURY JOURNEY<br />
Medieneigentümer<br />
Connoisseur Circle Reiseservice GmbH<br />
Waaggasse 5 / Stiege 1/ Top 8<br />
A-1040 Wien<br />
FB: 279108d<br />
Handelsgericht Wien<br />
UID-Nr: ATU62706879<br />
www.ccircle.cc<br />
Kontakt: office@ccircle.cc<br />
T | + 43 1 890 69 77 20<br />
Geschäftsführung | Andreas Dressler,<br />
Zoriana Iurechko<br />
Chefredakteurin | Simone Dressler<br />
Mitarbeit | Alexandra Khoss<br />
Art-Direktorin | Angelika Kratzig<br />
Management/Geschäftsleitung Sales &<br />
Marketing | Katja Ohm<br />
Bilder & Texte<br />
Alle Texte, soweit nicht gesondert vermerkt, sind<br />
vom Connoisseur Circle zur Verfügung gestellt<br />
worden. Alle Fotos, soweit nicht anders<br />
vermerkt, mit Genehmigung der Hersteller,<br />
Hotels, Restaurants und Fremdenverkehrsämter.<br />
Offenlegung<br />
Blattlinie: Connoisseur Circle – A DIGITAL LUXURY<br />
JOURNEY ist das vierteljährlich erscheinende<br />
E-Magazin für höchste Lust am Reisen: Mit Top-<br />
Informationen aus erster Hand bietet es ein<br />
aktuelles und digitales Service für Vielreisende<br />
und luxusaffine Genießer.<br />
Zu den AGBs B2B und B2C<br />
Alle Rechte vorbehalten, Reproduktionen, Übersetzungen<br />
und Vervielfältigungen nur mit schriftlicher Genehmigung des<br />
Unternehmens.<br />
Ausgewählte Vertriebspartner<br />
■ VIP-SERVICES IM VIP-TERMINAL<br />
Frankfurt Airport<br />
■ AIRPORT DÜSSELDORF<br />
OPEN SKY LOUNGE<br />
Flugsteig C (Non-Schengen)<br />
■ HUGO JUNKERS LOUNGE<br />
Flugsteig B (Schengen)<br />
■ LUFTHANSA FIRST CLASS<br />
LOUNGES Frankfurt Airport<br />
■ LUFTHANSA BUSINESS CLASS<br />
LOUNGES Flughafen München<br />
■ LUFTHANSA BUSINESS CLASS UND<br />
SENATOR LOUNGES<br />
Vienna International Airport<br />
■ AUSTRIAN AIRLINES<br />
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Vienna International Airport<br />
■ SKY LOUNGE Vienna<br />
International Airport<br />
■ SWISS Flughafen Zürich<br />
■ SWISS LOUNGES<br />
Genève Aéroport<br />
5
ENTREE_TRAVEL NEWS<br />
So wild, so wundervoll<br />
Ganz im Osten vom Okavango-Delta, da wo sich Botswana von seiner<br />
unberührtesten und tierreichsten Seite zeigt, hat das Wilderness Mokete Camp<br />
vor kurzem seine Luxuszelte aufgeschlagen. Die touristisch kaum erschlossene<br />
Region Mababe hat sich ihren Charakter als ursprüngliches Naturparadies<br />
bewahrt und gilt als Geheimtipp für Wildtierbeobachtungen. Ungewöhnliche<br />
Begegnungen mit Löwen, Elefanten, Zebras und Afrikas größten Büffelherden<br />
stehen hier an der Tagesordnung. Und das Besondere daran: Da es keinen<br />
weiteren Safari-Anbieter vor Ort gibt, können die Gäste ihre Pirschfahrten frei<br />
von behördlichen Zeitvorgaben so lang genießen, wie sie wollen. Hauptsache,<br />
sie schaffen es am Abend, wieder rechtzeitig zu den ausgezeichneten Diners<br />
von Chefkoch Nkokeland Ntongwane zurück im<br />
Camp zu sein. In seinen Kreationen verbindet er auf<br />
geniale Art klassische Gerichte mit traditionellen<br />
afrikanischen Aromen. Sterneverdächtig – und das<br />
im wahrsten Sinne des Wortes – ist danach aber<br />
auch der Blick aus dem Bett in den Nachthimmel.<br />
Eine spezielle Dachkonstruktion macht’s möglich.<br />
www.wildernessdestinations.com<br />
RETRO-CHIC am Pool<br />
Malle mal anders<br />
Sonne, Strand sowie jede Menge Freiraum zum Entspannen<br />
und Entfalten kreativer Energien: So lautet<br />
das Konzept des im Sommer an Mallorcas Südküste<br />
eröffneten Bikini Island & Mountain Hotel Es Trenc.<br />
Es erstreckt sich über drei renovierte Gebäude mit<br />
schön angelegten Gärten, verstecktem Boule-Platz<br />
und Blick aufs Meer. Darüber hinaus verfügt das<br />
Adults-only-Hotel über eine Kreativ-Lounge, ein<br />
eigenes Aufnahmestudio sowie eine Dependance<br />
der inzwischen aus vielen Städten bekannten NENI-<br />
Restaurants. Cool am ehemaligen Pool: eine Bühne<br />
am Beckenboden für Spontanpartys, Jam Sessions,<br />
Akustikkonzerte und Literaturevents. Das Wellness-<br />
Angebot umfasst ein voll ausgestattetes Gym,<br />
Indoor- und Outdoor-Yoga-Spaces sowie ein Spa,<br />
eine Sauna und ein Dampfbad. Außerdem können<br />
Rennräder und Schnorchelausrüstungen gemietet<br />
werden – letztere sind perfekt geeignet für einen<br />
Tag am Beach von Es Trenc, der zu den schönsten<br />
der Insel gehört und nur wenige Schritte entfernt ist.<br />
www.bikini-hotels.com<br />
www.designhotels.com<br />
6
NATURNAH auf 1.500 m<br />
Von Malta nach Manhattan<br />
Vor 55 Jahren auf Malta gegründet,<br />
wagen die Corinthia-Hotels jetzt den<br />
großen Sprung von der Mittelmeerinsel<br />
nach Manhattan, wo am 1. September<br />
das The Surrey, A Corinthia Hotel<br />
eröffnet wurde. Auf der Upper East<br />
Side, direkt an der Ecke 76th St. und<br />
Madison Avenue gelegen, kann das<br />
Haus auf eine lange Geschichte als<br />
Residential Hotel zurückblicken. JFK hat<br />
hier gelebt, aber auch Bette Davis oder<br />
Claudette Colbert sind in der stets um<br />
die Privatsphäre ihrer Gäste bemühten<br />
Promi-Herberge gerne abgestiegen.<br />
Dass nach umfangreichen Renovierungsund<br />
Umbauarbeiten noch immer ein<br />
Hauch vom alten Glanz und Glamour<br />
durch die 100 bis 200 m 2 großen<br />
Refugien weht, ist das Verdienst von<br />
Stardesigner Martin Brudnizki. Hochgenuss<br />
versprechen darüber hinaus ein<br />
Besuch im exklusiven Sisley-Spa des<br />
Hauses sowie die feine Italo-Cucina,<br />
die im „Casa Tua“, einer Dependance<br />
des Kultrestaurants aus Miami, auf die<br />
Tische kommt. www.corinthia.com<br />
Hoch hinaus<br />
Klein, fein und so außergewöhnlich, dass bereits<br />
die Anreise mit der Seilbahn auf 1.500 Höhenmeter<br />
zum ganz besonderen Erlebnis wird: Das<br />
bei Ehrwald, auf der österreichischen Seite der<br />
Zugspitze gelegene eriro Alpine Hide ist ein Haus<br />
für alle, die authentische Naturerlebnisse suchen,<br />
ohne dabei auf ein Höchstmaß an Komfort und<br />
Exklusivität verzichten zu wollen. Gewohnt wird in<br />
neun Suiten, die zwischen 50 und 160 m 2 groß und<br />
mit bodentiefen Panoramafenstern sowie je nach<br />
gebuchter Kategorie auch mit Sauna oder Kamin<br />
ausgestattet sind. Gespeist wird an einem langen<br />
Holztisch in der Lounge oder am Chef’s Table in<br />
der offenen Küche, wo Tiroler Spezialitäten mit<br />
dem gewissen Twist zubereitet werden. Außerdem<br />
kann man mit den eriro-Guides losziehen und sich<br />
seine Frühstückseier auch selbst an einem Bergsee<br />
braten und danach unter fachkundiger Anleitung<br />
wohltuende und wohlschmeckende Alpenkräuter<br />
sammeln. Von der Heilkraft der Natur inspiriert zeigt<br />
sich auch das Spa des zu den Small Luxury Hotels of<br />
the World gehörenden Hauses, wo Treatments mit<br />
heimischen Massageölen durchgeführt werden und<br />
ein zarter Eisnebel vor der Saunatür den Gang durch<br />
eine Bergschlucht simuliert.<br />
www.eriro.at<br />
7
ENTREE_TRAVEL NEWS<br />
BE MY GUEST Virgin-Chef Branson<br />
hat in London ein Hip-Hotel eröffnet.<br />
Sir Richard lässt bitten<br />
Ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft: An den<br />
Unternehmen von Sir Richard Branson führt kaum<br />
ein Weg vorbei, besitzt seine milliardenschwere<br />
Virgin Group nicht nur diverse Airlines, ein<br />
Zugunternehmen und eine Kreuzfahrtreederei,<br />
sondern darüber hinaus sogar die Lizenz, Touristen<br />
ins All schießen zu dürfen … Sehr viel irdischer<br />
präsentiert sich da der jüngste Neuzugang im<br />
Hospitality-Portfolio des Tausendsassas: das<br />
Virgin Hotels London-Shoreditch. Zu den<br />
Besonderheiten des 120-Zimmer-Hideaways im<br />
gleichnamigen Künstlerviertel, das derzeit zu den<br />
hippsten Bezirken der Millionenmetropole zählt,<br />
gehört ein Memberclub der aus Ibiza stammenden<br />
Blue-Marlin-Group. Sämtliche Einrichtung,<br />
darunter eine stylishe Dachterrasse sowie ein<br />
Gym und Spa, stehen auch Hotelgästen offen. Wer<br />
sich zum Dinieren nicht ins private Club-Restaurant<br />
zurückziehen möchte, kann stattdessen auch im<br />
„BiBo“ speisen und die spanische Kreativküche<br />
von Zwei-Sternekoch Dani García genießen.<br />
www.virginhotels.com<br />
Suite Dreaming<br />
in Belek<br />
Nach umfassenden Renovierungsarbeiten<br />
präsentiert sich das Kempinski Hotel The<br />
Dome Belek in der Türkei nicht nur im<br />
neuen Glanz, sondern auch um 43 exklusive<br />
Suiten erweitert. Mit einer Größe von 90 m 2<br />
bieten die 31 neuen Lagoon Suiten<br />
luxuriösen Komfort und Ruhe. Darüber<br />
hinaus ermöglichen sie einen sehr privaten<br />
Aufenthalt abseits vom Haupthaus. Mit<br />
direktem Zugang zum Lagoon Pool,<br />
herrlichem Golfplatzblick und eleganter<br />
Architektur sind die Unterkünfte im<br />
Villenstil über eine Holzbrücke von der<br />
Hotellobby aus leicht zu erreichen.<br />
Die Lagoon Suiten verfügen über Schlaf-,<br />
Wohn- und Ankleidezimmer, ein großes<br />
Bad und eine private Terrasse. Golfliebhaber<br />
werden hingegen von den 12 neuen Lagoon<br />
Golf Suiten begeistert sein, die sich direkt<br />
auf dem Course befinden und ebenfalls ein<br />
hohes Maß an Privatsphäre garantieren.<br />
Abgerundet wird das Angebot im Kempinski<br />
Hotel The Dome Belek durch das neue<br />
Seljuk-Restaurant mit Weltküche auf<br />
Weltklasseniveau. www.kempinski.com<br />
NAH AM WASSER GEBAUT die Kempinski Lagoon Suiten<br />
8
Reif für die griechischen Inseln<br />
Mit dem InterContinental Crete haben die InterContinental Hotels<br />
& Resorts ihr erstes Haus auf einer griechischen Insel eröffnet.<br />
Zu den Annehmlichkeiten des unweit von Agios Nikolaos gelegenen<br />
Anwesens gehören zwei Infinity-Außenpools mit Blick auf die<br />
Mirabello-Bucht sowie drei mediterran inspirierte Restaurants<br />
unter der Leitung des mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten<br />
Küchenchefs Nikos Roussos. Dazu kommt das Aegeo Spa mit<br />
traditionellen und einzigartigen Behandlungen – darunter eine<br />
kretische Massage mit lokalem Olivenöl, eine Anti-Aging-Gesichtsund<br />
Nackenmassage mit Safran oder eine Kryotherapie-Behandlung<br />
mit Antioxidantien. Ein Hammam, eine Sauna, ein Dampfbad,<br />
ein Innenpool und ein Entspannungsbereich ergänzen die vier<br />
Behandlungsräume des Spas, von denen zwei als Doppelzimmer<br />
für Paare eingerichtet sind. Gewohnt wird in 199 Zimmern und<br />
Suiten, von denen die meisten über einen eigenen Pool verfügen<br />
und viele miteinander verbunden werden können.<br />
www.intercontinental.com<br />
Viva México!<br />
Wer sagt eigentlich, dass man nicht alles haben kann? Die SLS<br />
Hotels & Residences jedenfalls nicht, denn die bieten mit dem<br />
SLS Playa Mujeres All-inclusive-Luxus vom Feinsten. Unweit von<br />
Cancún auf der Yucatán-Halbinsel gelegen, verfügt das Resort<br />
über 498 Zimmer und Suiten, die mit großen Terrassen oder<br />
Gärten sowie teilweise auch mit privaten Pools ausgestattet sind.<br />
Gespeist wird in 18 verschiedenen Outlets, wobei das Angebot<br />
von traditionell mexikanisch über griechisch, französisch und<br />
italienisch bis hin zu japanisch reicht. Nicht weniger abwechslungsreich<br />
präsentiert sich das Entertainmentprogramm mit<br />
Kino, Cabaret, Nightclubs und Bars. Ruhesuchende können<br />
stattdessen aber auch im 1.850 m 2 großen Spa mit Thermalbad<br />
und 20 Treatment-Rooms entspannen. Wer noch mehr Privatsphäre<br />
sucht, bucht am besten die elegante Envy Suite, die auf<br />
560 m 2 Wohnfläche über drei Schlafzimmer, eigene Wellness-<br />
Facilities und eine VIP-Dining-Option verfügt.<br />
www.slshotels.com<br />
POOL-<br />
POSITION<br />
einmal ganz<br />
privat<br />
9
ENTREE_TRAVEL NEWS<br />
GANZ SCHÖN NOBEL<br />
Wohnen beim Grafen<br />
Countrylife beim Conte<br />
Mit dem frisch-renovierten Borgo dei Conti Resort ist<br />
Umbrien seit diesem Spätsommer um ein elegantes<br />
Anwesen im Boutique-Stil reicher. Rund 20 km von<br />
Perugia entfernt, residiert man hier im ehemaligen Landgut<br />
des Malergrafen Lemmo Cesare Rossi-Scotti, dessen<br />
Kunstsammlung bis heute in allen Salons und Suiten zu<br />
bewundern ist. Bildschön ist aber auch der Privatpark<br />
des 16 ha großen Anwesens mit schattigen Alleen,<br />
sonnenbeschienenem Infinity-Pool und ebenso kuriosem<br />
wie spektakulärem Freiluftkino. Umgeben von jahrhundertealten<br />
Eichen-, Buchen- und Olivenbäumen befindet sich<br />
auch die legere „L‘Osteria del Borgo“, die mit feiner<br />
Landküche lockt. Dolce Vita der ganz anderen Art lässt<br />
sich im Spa mit Salzraum, Sauna und Treatments mit<br />
Produkten des Schweizer Anti-Aging-Kosmetiklabels<br />
Nescens erleben. Das Borgo dei Conti Resort gehört zur<br />
privat geführten The Hospitality Experience-Gruppe (u. a.<br />
„Londra Palace Venezia“ oder „The Place“ in Florenz) und<br />
ist außerdem Mitglied bei der Hotelvereinigung Relais &<br />
Châteaux. www.borgodeicontiresort.com<br />
An der schönen<br />
blauen Donau …<br />
… oder genau gesagt, zwischen Flussufer und<br />
Freiheitsplatz, hat in der ungarischen Hauptstadt<br />
das Verno House Budapest Vignette Collection<br />
eröffnet. Es ist Teil des Luxus- und Lifestyle-<br />
Portfolios der IHG Hotels & Resorts und gilt als<br />
städtische Oase mit langer Geschichte, gaben sich<br />
in dem ikonischen Gebäude an der Szabadság-<br />
Straße im 19. Jh. doch Künstler, Wissenschaftler<br />
und Politiker die Klinke in die Hand. Heute trifft<br />
man hier Reisende aus aller Welt, die neben stilvoll<br />
ausgestatteten Zimmern und Suiten sowie<br />
ausgezeichnetem Service auch das besondere Flair<br />
der Donaumetropole erleben möchten. Im Rahmen<br />
der IHG-Initiative „A Means for Good“ kooperiert<br />
das Vero House u. a. mit der lokalen Hilfsorganisation<br />
„Be Sweet“, die ihre köstlichen Kreationen<br />
aus bester Schokolade in Behindertenwerkstätten<br />
herstellen lässt. Apropos „köstlich“: Im hoteleigenen<br />
„Flava Kitchen & More“ kommt kreativ interpretierte<br />
Weltküche aus Nordafrika, Lateinamerika und dem<br />
Nahen Osten auf den Tisch – es muss ja selbst in<br />
Budapest nicht immer nur Gulasch sein.<br />
www.ihg.com<br />
BEST OF BOUTIQUE-STYLE<br />
in Budapest<br />
10
Wie Gott auf der Île-de-France<br />
Gerade einmal 45 Autominuten trennen Paris von Cernay-la-Ville. Und doch<br />
liegen Welten zwischen dem quirligen Treiben auf den Boulevards der Hauptstadt<br />
und der himmlischen Ruhe in dem von Wäldern und Wasser umgebenen<br />
Bilderbuchdorf in der Region Île-de-France. Genau hier hat die „Paris Society<br />
Group“ mit dem Abbaye des Vaux-de-Cernay im Herbst 2023 ihr erstes<br />
ultraluxuriöses und von Dior-Maison-Designerin Cordelia de Castellane<br />
gestylte Country-Hotel eröffnet. Nur ein Jahr später erfolgt nun die<br />
Erweiterung des in einem Zisterzienserkloster aus dem 12. Jh. untergebrachten<br />
Resorts: Aus einem alten Landgut auf dem Anwesen wurde die La Ferme<br />
des Vallées mit 39 weiteren Zimmern, einer legeren Trattoria und der nach<br />
Betty de Rothschild benannten Betty’s Bar. Wie so ein Tag vor den Toren der<br />
Hauptstadt ausschaut? Ruderboot fahren, mit den Hotel-Lamas durch die<br />
herbstbunten Wälder wandern, Yogaklassen besuchen, Tontauben schießen (!)<br />
oder sich einfach nur im Tata-Harper-Spa verwöhnen lassen …<br />
www.abbayedesvauxdecernay.com<br />
GÖTTLICHER LUXUS im Kloster aus dem 12. Jh.<br />
RUNDE SACHE<br />
die Pool-Lounges<br />
vom Ozen Villas<br />
Jaipur<br />
Atmosphärisch gut<br />
Auch als die „rosarote Stadt“ bekannt, gehört Jaipur mit seinen weltberühmten<br />
Fassaden und dem mächtigen Amber Fort zu den schönsten<br />
und faszinierendsten Destinationen Indiens. Mit Blick auf die Ausläufer<br />
des beeindruckenden Aravalli-Gebirges und die Randbezirke der<br />
3-Millionenmetropole wird hier im nächsten Frühjahr das Ozen Villas<br />
Jaipur seine Pforten öffnen. Es ist bereits das elfte vertraglich unterzeichnete<br />
Haus der renommierten Hotelgruppe Atmosphere Core auf<br />
dem indischen Subkontinent und soll über 181 Poolvillen in einer 8 ha<br />
großen Gartenanlage verfügen. Naturnah und nachhaltig präsentiert<br />
sich aber auch die Architektur mit ausschließlich ebenerdigen Gebäuden,<br />
die sich harmonisch in die Natur integrieren. Perfekt für Rundreisende:<br />
Das Ozen Villas Jaipur liegt nur eine knappe Autostunde vom internationalen<br />
Flughafen entfernt und bietet sich darüber hinaus auch als<br />
perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge nach Gurgaon und Agra an.<br />
www.theozencollection.com<br />
11
ENTREE_TRAVEL NEWS<br />
Luxus im Land<br />
des Lächelns<br />
Mit dem Banyan Tree Higashiyama Kyoto ist die<br />
Hotellerie in Japans alter Kaiserstadt seit wenigen<br />
Wochen um ein wahrhaft imperiales Refugium reicher.<br />
In unmittelbarer Nachbarschaft zum berühmten<br />
Kiyomizu-dera-Tempel residiert man im ersten<br />
Banyan Tree des Landes in Zimmern und Suiten, die<br />
teilweise über private Onsen-Bäder verfügen und<br />
Ausblick auf die Stadt oder einen Bambusgarten<br />
bieten. Das Kaiseki-Menü im hoteleigenen Ryozen-<br />
Restaurant gehört zu den besten der Stadt und setzt<br />
bei der Zubereitung auf regionale Zutaten wie das<br />
berühmte Black-Shichimi-Gewürz oder eine<br />
Dashi-Brühe auf Basis von fünf Jahre altem,<br />
fermentiertem Seetang – mehr „umami“ geht nicht!<br />
Kulturinteressierte können vor Ort Atelierbesuche<br />
bei einer bekannten Maskenmalerin oder private<br />
Kōdō-Zeremonien buchen. Abgerundet wird das<br />
Angebot durch ein Banyan Tree Spa in dem neben den<br />
ganzheitlichen Signature Treatments des Brands auch<br />
traditionelle japanische Heilbehandlungen<br />
buchbar sind. www.banyantree.com<br />
ABTAUCHEN im privaten Onsen<br />
Same same, but different<br />
Jahrelang als „Peace Resort Samui“ bekannt und beliebt, wird das<br />
Hideaway am Bophut Beach am 1. Januar als NH Collection Samui<br />
ins neue Jahr starten. Neben Luxus-Upgrades in allen Bereichen<br />
des 122 Refugien zählenden Hauses soll sich auch die Angebotsvielfalt<br />
vor Ort stark erhöhen. Dafür sorgt die Lage in unmittelbarer<br />
Nachbarschaft zum ebenfalls zur Minor Group gehörenden Anantara<br />
Bophut Koh Samui Resort, dessen Restaurants und sonstige<br />
Einrichtungen dann auch den NH-Gästen offenstehen. Wer sein<br />
Refugium trotzdem nicht verlassen möchte, kann sich vor Ort im<br />
All-Day-Dining-Restaurant, der eleganten Indigo Lounge oder bei<br />
einem privaten In-Villa-BBQ verwöhnen lassen. Außerdem werden<br />
direkt vor der Resorttür zahlreiche Wassersportaktivitäten angeboten.<br />
Worüber sich vor allem die vielen Stammgäste freuen: Die<br />
für ihre Gastfreundschaft geschätzte Gründerfamilie Pupaiboon<br />
wird auch weiterhin vor Ort präsent sein und für Love, Peace &<br />
Happiness sorgen. www.nh-hotels.com<br />
12
WELTWEIT<br />
SORGENFREI<br />
UNTERWEGS<br />
www.avd.de<br />
www.avd.de<br />
Pannenhilfe und Schutz seit 1899. Automobilclub von Deutschland e. V. I 60525 Frankfurt am Main<br />
Pannenhilfe und Schutz seit 1899.<br />
Automobilclub von Deutschland e. V.<br />
13
ENTREE_TRAVELNEWS<br />
Luxus<br />
hat einen<br />
neuen Namen<br />
Genießen Sie ab 2025 den feinen Unterschied auf dem<br />
Fluss: Das neue Luxusschiff AMADEUS Amara definiert<br />
zeitlose Eleganz, technische Neuerung und Liebe zum<br />
Detail neu.<br />
IDYLLISCHE RELING für ruhige Momente<br />
Ein Ort, an dem Fluss-Träume<br />
Wirklichkeit werden – die<br />
AMADEUS Amara beeindruckt<br />
mit einem einzigartigen<br />
Zusammenspiel von Eleganz<br />
und Innovation. In den 12 großzügigen<br />
Suiten genießen Gäste den Luxus<br />
eines begehbaren Balkons und gemütlicher<br />
Leseecken, die zur vollkommenen<br />
Entspannung einladen. Die 70 Kabinen<br />
erstrahlen im warmen Sonnenlicht und<br />
bieten dank automatisch<br />
absenkbarer Panorama-<br />
Fensterfronten freien<br />
Blick auf die Schönheit<br />
der vorbeiziehenden<br />
Landschaften.<br />
Eine Hommage<br />
an modernen<br />
Reisekomfort<br />
Ein Novum in Nachhaltigkeit<br />
Auch im Bereich Nachhaltigkeit setzt<br />
die AMADEUS Amara neue Maßstäbe.<br />
Die innovative Leichtbauweise und der<br />
geringe Tiefgang garantieren einen<br />
zuverlässigen Einsatz bei unterschiedlichen<br />
Wasser ständen, während der<br />
reduzierte Strömungswiderstand und<br />
modernste Steuerungssysteme Emissionen<br />
spürbar senken.<br />
Dieses Schiff führt somit<br />
den hohen Anspruch an<br />
Nachhaltigkeit, Sicherheit<br />
und Qualität der AMADEUS-<br />
Flotte weiter.<br />
GROSSZÜGIG 12 Suiten und 70 Kabinen<br />
laden zum wonnigen Wohlfühlen ein<br />
Das Schiff der renommierten AMADEUS-<br />
Flotte ist eine Hommage an modernen<br />
Reisekomfort: lichtdurchflutete Räume,<br />
idyllische Rückzugsorte, Indoor-Pool und<br />
großzügige Außenbereiche schaffen eine<br />
Atmosphäre, in der Erholung und Genuss<br />
harmonisch ineinandergreifen. Hier trifft<br />
klassische Eleganz auf die neusten technischen<br />
Raffinessen – geschaffen, um bleibende<br />
Erinnerungen zu schaffen.<br />
Entdecken Sie ein schwimmendes Luxushotel,<br />
bei dem bereits der Weg das Ziel<br />
ist. Ihre Reise auf der AMADEUS Amara<br />
wird zu einer unvergesslichen Symphonie<br />
aus Erholung, Abenteuer und beeindruckendem<br />
Landschaftskino.<br />
AMADEUS Amara<br />
14
AMADEUS FLUSSKREUZFAHRTEN CRUISE<br />
PROMOTION<br />
Luxus aus Leidenschaft<br />
Stellen Sie sich vor, Sie erwachen, der Morgennebel zerfließt langsam über dem<br />
Wasser, die Wellen plätschern leise gegen die Bordwand: Sie sind an Bord eines<br />
Schiffes von AMADEUS Flusskreuzfahrten und nähern sich dem nächsten Ziel …<br />
Ein neues Abenteuer hinter jeder<br />
Flussbiegung. Kaum eine Form des<br />
Reisens bietet eine so komfortable<br />
Möglichkeit, zahlreiche Eindrücke zu<br />
sammeln, wie die Flusskreuzfahrt. Einmal<br />
eingecheckt, hält jeder Tag Neues<br />
bereit: Die kaiserlichen Hauptstädte<br />
Wien, Budapest und Bratislava entdecken?<br />
Die Passage des Loreleyfelsens<br />
am Rhein bei Sonnenaufgang erleben?<br />
Dem mächtigen Donaustrom<br />
folgen, bis er ins Meer mündet? Oder<br />
sich in Frankreichs sonnigen Süden<br />
wie einst die Impressionisten und<br />
andere Malergenies von den farbenfrohen<br />
Landschaften verzaubern<br />
lassen? Die Palette der möglichen<br />
Destinationen ist genauso vielfältig<br />
wie Europa selbst, während das<br />
angenehme Ambiente Ihres schwimmenden<br />
Luxus-Hotels bleibt.<br />
Seit mehr als einem Vierteljahrhundert<br />
ist der Name AMADEUS ein<br />
Synonym für Flusskreuzfahrten auf<br />
höchstem Niveau. In hochwertigen<br />
Betten traumhafte Nächte verbringen,<br />
durch absenkbare Panoramafenster<br />
den wunderbaren Flusslandschaften<br />
nahe sein, in gemütlichen Sesseln<br />
entspannen und der Reiselust<br />
freien Lauf lassen. Es sind<br />
die kleinen Dinge, welche<br />
die AMADEUS-Schiffe groß<br />
machen: Die Liebe zum Detail,<br />
zeitloses, elegantes Design<br />
und die Verbindung zwischen<br />
leidenschaftlich gelebter Gastfreundschaft<br />
und kulinarischem<br />
Hochgenuss. Die exklusiven<br />
Menüs spiegeln dabei die<br />
Tradition der bereitesten Kulturen<br />
wider und verwöhnen mit internationalen<br />
Klassikern ebenso wie mit<br />
saisonalen Spezialitäten.<br />
Folgen Sie Ihrer Neugierde und<br />
lassen Sie sich einfach treiben: auf<br />
dem Rhein oder der Donau, dem Main<br />
oder der Mosel, der Saar, Rhône oder<br />
Seine. Durch betörende Naturschönheiten,<br />
bezaubernde Städtchen und<br />
beeindruckende Metropolen.<br />
Amadeus Flusskreuzfahrten GmbH<br />
Verkaufsbüro: Marktplatz 20,<br />
71229 Leonberg, Tel. 0800 2404460<br />
AMADEUS Flusskreuzfahrten<br />
15
ENTREE_TRAVEL NEWS<br />
BLAU MACHEN mit Blick ins Grüne<br />
Dschungel Deluxe<br />
Indonesiens Götterinsel Bali ist seit<br />
diesem Herbst um einen weiteren himmlischen<br />
Hotel-Hotspot reicher: Nur wenige<br />
Minuten vom quirligen Ubud entfernt,<br />
hat im Bergdorf Banjar Puhu nämlich das<br />
Anantara Ubud Bali Resort eröffnet. Es<br />
ist bereits das zweite Haus der asiatischen<br />
Luxushotelkette auf der Insel und verfügt<br />
über 85 Suiten und Poolvillen sowie<br />
15 Residenzen im balinesischen Stil. Das<br />
kulinarische Angebot umfasst mehrere<br />
Bars und Restaurants mit heimischen und<br />
internationalen Gerichten und weitläufigen<br />
Terrassen. Für Entspannung und<br />
Abwechslung sorgen neben dem<br />
preisgekrönten Anantara Spa zwei<br />
Swimmingpools, ein Yoga-Deck im<br />
Regenwald, ein hochmodernes Fitnessstudio,<br />
tägliche Yoga- und Meditationskurse<br />
sowie Mal- und Kochklassen. Klingt<br />
gut? Bis zum 31.03.2025 lässt sich noch<br />
die „Ubud Indulgence Await“-Pauschale<br />
mit speziellen Nächtigungsraten,<br />
kostenlosen Ausflügen und weiteren<br />
inkludierten Leistungen à la Free-Lunch<br />
und -Massage buchen.<br />
www.anantara.com<br />
DOLCE VITA in der Emilia-Romagna<br />
Home away from Home<br />
Dass mit dem „sich wie zu Hause fühlen“ ist in vielen<br />
Hotels ja so eine Sache – und geht meistens schief.<br />
Anders im neueröffneten und zur Vereinigung der<br />
Designhotels gehörenden Elizabeth Country House<br />
in der Emilia-Romagna. Unweit von Bologna als<br />
Ferienhaus des inzwischen verstorbenen Modeunternehmers<br />
Mario Bandiera (Les Copains) und seiner<br />
Frau erbaut, gilt es seit diesem Sommer als Italiens<br />
individuellstes Mini-Hotel mit gerade einmal elf<br />
Zimmern und personalisierten Serviceangeboten,<br />
die ihresgleichen suchen. So kann man sich vor der<br />
Anreise bereits sein Lieblingsbuch für den Nachttisch<br />
bestellen, an privaten Töpferkursen teilnehmen, im<br />
Gemüsegarten mitarbeiten, eine Yogastunde unter<br />
schattigen Olivenbäumen buchen oder sich Frühstück<br />
und Lunch an den Pool mit olympischen Ausmaßen<br />
servieren lassen. Stattdessen kann man aber auch<br />
durch die privaten Salons der Hausherrin flanieren, die<br />
beeindrucke Kunst- und Möbelsammlung bewundern<br />
– und sich dabei eben (fast) wie zu Hause fühlen.<br />
www.elizabethcountryhouse.com<br />
www.designhotels.com<br />
16
City-Hideaway<br />
an der Côte<br />
„Über den Dächern von Nizza“, so lautet nicht nur<br />
der Titel eines 1956 gedrehten Hitchcock-Thrillers<br />
mit Cary Grant und Grace Kelly, sondern auch<br />
das Motto im neueröffneten Hôtel du Couvent.<br />
In einer terrassierten Gartenanlage im Herzen<br />
der Mittelmeermetropole gelegen, genießt man<br />
in den 88 Zimmern und Suiten des ehemaligen<br />
Klosters aus dem 17. Jahrhundert einen atemberaubenden<br />
Blick über die gesamte Altstadt.<br />
Von der Vergangenheit inspiriert zeigt sich<br />
nicht nur das Ambiente, sondern auch das<br />
Spa-Angebot des 5*-Hauses. Es orientiert sich<br />
an den Ritualen antiker römischer Bäder und<br />
begeistert mit Tepidarium, Caldarium, Frigidarium<br />
sowie unterschiedlich warmen Wasserbecken. In<br />
Sachen Kulinarik setzt man im Hôtel du Couvent<br />
auf angesagte Farm-to-Table-Küche – und den<br />
eigenen Bauernhof im bergigen Hinterland,<br />
dessen Gemüse- und Obstgärten auch besucht<br />
werden können. Wer will, kann von dort gleich<br />
sein Frühstücksei für den nächsten Morgen<br />
mitbringen – immerhin leben auf der Ferme rund<br />
250 freilaufende Hühner.<br />
www.hotelducouvent.com<br />
Islandlife ganz exklusiv<br />
Nach siebenjähriger Zwangspause hat mit dem Peter Island<br />
Resort eine der exklusivsten Adressen der Karibik endlich wieder<br />
ihre Pforten geöffnet. Der Grund für die umfangreichen Um- und<br />
Aufbauarbeiten war einst Hurrikan Irma, der das gleichnamige<br />
Privat-Eiland mit voller Wucht traf. Doch inzwischen gilt auf Peter<br />
Island wieder „Life is five beaches – sowie 52 Zimmer, Suiten und<br />
Villen“! Als luxuriösestes, auf einem Hügel gelegenes Refugium gilt<br />
das 1.950 m 2 große Falcon’s Nest Estate mit sechs Schlafzimmern,<br />
Infinity-Pool, Hot Tub und 360°-Panoramablick auf die umliegenden<br />
British Virgin Islands. Ebenfalls in neuem Glanz erstrahlt der Peter<br />
Island Yacht Club, der „Beautiful Boat People“ aus der ganzen Welt<br />
anzieht und von den Resortgästen ebenfalls genutzt werden kann.<br />
Als Alternative zum legendären Drunken Pelican Restaurant im<br />
Club lockt das Drake Steakhouse am Deadman’s Beach mit<br />
köstlichem Surf & Turf und grandioser Aussicht aufs Meer.<br />
www.peterisland.com<br />
NEUER GLANZ nach sieben<br />
Jahren Zawangspause<br />
17
MALEDIVEN MILAIDHOO MALDIVES<br />
Wo Luxus Natürlichkeit trifft<br />
Es gibt Orte, die in ihrer Schönheit so unverfälscht und in ihrer Atmosphäre<br />
so einzigartig sind, dass sie für immer in Erinnerung bleiben. Das traumhafte<br />
Milaidhoo Maldives ist einer dieser Orte.<br />
Seit seiner Eröffnung im Jahr 2016 hat sich Milaidhoo<br />
einen festen Platz in den Herzen seiner Gäste gesichert.<br />
Die 300 Meter mal 180 Meter kleine Insel ist ein<br />
Paradies für all jene, die den unprätentiösen Luxus eines<br />
authentischen Insel-Lifestyles schätzen. Fernab von lauter<br />
Glamourhotellerie hat sich Milaidhoo dem echten Barfuß-<br />
Lifestyle verschrieben. Hier wird Luxus neu definiert:<br />
als einfache, jedoch tiefgründige Verbindung zwischen<br />
Mensch und Natur. An den weißen Sandstränden von<br />
Milaidhoo wird der Luxus des Augenblicks zelebriert. Mit<br />
jeder Welle, die ans Ufer rollt, und jedem Sonnenstrahl,<br />
der die Lagune in ein schillerndes Licht taucht, verstärkt<br />
sich das Gefühl, hier genau richtig zu sein. Auf dieser<br />
Insel finden selbst die anspruchsvollsten Reisenden eine<br />
Zuflucht, die ihresgleichen sucht.<br />
Ein halbstündiger Flug von Malé in einem<br />
Wasserflugzeug über die schillernden Atolle der<br />
Malediven enthüllt eine Welt, die wie aus einem Traum<br />
zu stammen scheint. 30 Over-Water-Villen, auf Stelzen<br />
über dem klaren Wasser erbaut, und 20 Beach-Villen,<br />
eingebettet in den üppigen tropischen Dschungel,<br />
bieten ein Höchstmaß an Privatsphäre und Komfort.<br />
Jede Villa, meisterhaft gestaltet vom einheimischen<br />
Architekten Mohamed Shafeeq, fügt sich harmonisch<br />
in die Umgebung ein. Mit Materialien und Möbeln, die<br />
speziell für Milaidhoo entworfen wurden, spiegelt jede<br />
Villa den zeitgemäß interpretierten Stil der Malediven<br />
wider. Doch das wahre Highlight von Milaidhoo sind<br />
die Milaidhoo Moments – eine exklusive Kollektion von<br />
18
PROMOTION<br />
Erlebnissen, die unvergessliche Erinnerungen schaffen.<br />
Besonders beeindruckend ist die Hanifaru Bucht, eine der<br />
spektakulärsten Naturkulissen der Malediven, wo saisonal<br />
Mantarochen und seltene Walhaie in ihrer ganzen Pracht<br />
beobachtet werden können. Es ist ein Schauspiel der<br />
Natur, das selbst die kühnsten Träume übertrifft.<br />
Für Paare bietet Milaidhoo eine romantische Nacht<br />
auf einer einsamen Sandbank – ein privates Stück<br />
Paradies, das die Essenz der Malediven einfängt. Dieses<br />
Erlebnis ist mehr als nur eine Übernachtung; es ist eine<br />
Begegnung mit der Unendlichkeit des Ozeans und dem<br />
Zauber der Sterne, die über dem glitzernden Wasser<br />
funkeln. Kulinarisch gesehen ist Milaidhoo ein wahres<br />
Paradies für Gourmets. Drei Restaurants und zwei Bars<br />
bieten eine Vielfalt, die den Gaumen verwöhnt und die<br />
Sinne beflügelt. Im Ba‘theli Lounge & Restaurant, das<br />
elegant über dem Indischen Ozean schwebt, können<br />
Gäste eine moderne Interpretation traditioneller<br />
maledivischer Inselküche genießen. Diese kulinarische<br />
Reise wird durch kreative Cocktails und eine sorgfältig<br />
kuratierte Weinkarte abgerundet, die selbst die<br />
anspruchsvollsten Kenner beeindruckt.<br />
und Meditationskursen in einem speziell entworfenen<br />
Pavillon können Gäste den Tag in völliger Harmonie<br />
beginnen oder ausklingen lassen. Milaidhoo ist mehr als<br />
nur ein Resort – es ist eine Ode an die Schönheit und den<br />
Zauber der Malediven. Mit seinem lässig-luxuriösen Insel-<br />
Lifestyle, der im Einklang<br />
mit der Natur steht,<br />
verkörpert es eine neue<br />
Ära der maledivischen<br />
Hotellerie. Das tropische<br />
Hideaway ist für seine<br />
Gäste wie ein zweites<br />
Zuhause im Indischen<br />
Ozean, das stylish,<br />
vertraut und naturnah<br />
begeistert.<br />
www.milaidhoo.com<br />
Das Spa der Insel, bestehend aus vier auf Stelzen über<br />
der Lagune erbauten Treatment-Suiten, bietet einen<br />
Rückzugsort für Körper und Geist. Gesetzt wird auf eine<br />
holistische Behandlungen und die Kräfte einheimischer<br />
Kräuter- und Pflanzenextrakte, die mit afrikanischen<br />
Heilertraditionen kombiniert werden. Mit täglichen Yoga-<br />
19
TRIP-TIPP_SAN ANTONIO<br />
SAN ANTONIO<br />
Die Texas-Metropole San<br />
Antonio fasziniert Abenteurer<br />
und Luxus-Aficionados<br />
gleichermaßen. Cowboys,<br />
Barbecue und Westernfeeling<br />
sind hier ebenso zu finden wie<br />
lebendige Geschichte, beeindruckende<br />
Kunst und eine<br />
herausragende Küche.<br />
THE ALAMO 1718<br />
errichtet, legte diese<br />
historische spanische<br />
Missionsstation den<br />
Grundstein für die<br />
Stadtgeschichte.<br />
20
RODEO Das San Antonio Stock Show & Rodeo<br />
ist eines der größten Rodeos der USA.<br />
JOHN WAYNE Der US-Star hat das<br />
Image des Westernhelden geprägt.<br />
FOTOS: HPR, VISIT SAN ANTONIO, BEIGESTELLT<br />
Nur wenige Autostunden entfernt von den touristisch<br />
perfekt erschlossenen Großstädten<br />
Austin, Houston und Dallas entpuppt sich San<br />
Antonio im südlichen Teil des Lone-Star-Bundesstaates<br />
als unverbrauchtes Juwel, in dem<br />
einst der Grundstein für die Gründung von<br />
Texas gelegt wurde. Heute reiht sich in der 1,5 Millionen-<br />
Metropole ein Luxus-Hotel ans nächste, unzählige<br />
Gourmet-Restaurants buhlen um die internationalen<br />
Gäste und überall wird begrünt, gebaut und verschönert.<br />
Kein Wunder, dass die deutsche Condor seit Mai <strong>2024</strong> ab<br />
Frankfurt direkt nach San Antonio fliegt.<br />
Wildwest-Romantik<br />
& Latino-Charme<br />
Es sind fünf spanischen Franziskaner-Missionen aus der<br />
Kolonialzeit – Concepción, San José, San Juan, The Alamo<br />
und Espada –, die San Antonio zur einzigen Stadt in Texas<br />
mit UNESCO-Weltkulturerbestatus machen. Hier können<br />
Reisende eine ebenso faszinierende wie einzigartige<br />
Mischung aus spanischer, mexikanischer sowie indigener<br />
Geschichte und Kultur erleben. Doch<br />
hinter diesen Stationen, genauer<br />
gesagt hinter „The Alamo“, steckt<br />
noch mehr: Das historische Fort<br />
wurde 1718 als Mission sowie kolonialer<br />
Außenposten gegründet und<br />
1793 zu einem Militärstützpunkt,<br />
genannt „The Alamo“, umgewandelt.<br />
Berühmt wurde es im Texanischen<br />
Unabhängigkeitskrieg 1836 durch die<br />
Schlacht von Alamo, bei der texanische<br />
Rebellen gegen den Vormarsch<br />
mexikanischer Truppen kämpften<br />
und damit den Ausschlag dafür<br />
gaben, dass Texas 1845 als eigenständiger<br />
Staat in die USA aufgenommen<br />
wurde.<br />
Die historische Entdeckung,<br />
Besiedlung und Entwicklung von San Antonio gibt es bei<br />
Einbruch der Dunkelheit sehr beeindruckend in Form der<br />
20-minütigen Videokunst-Projektion „The Saga“ von<br />
Xavier de Richemont zu sehen. Sie wird am Hauptplatz<br />
auf die Fassade der San Fernando Cathedral projiziert.<br />
Alle fünf Missionen sind am San-Antonio-Fluss angesiedelt<br />
und über den idyllischen „River Walk“, eine der beliebtesten<br />
Attraktion der Texmex-Metropole, zu erreichen. Die 24 km<br />
lange, malerische Uferpromenade lässt sich sowohl zu Fuß<br />
als auch per Bike oder bei einer genussvollen Bootsfahrt<br />
mit dreigängigem Gourmetmenü erkunden. Beidseitig ist<br />
sie von unzähligen Restaurants, Cafés, Boutiquen, Hotels,<br />
historischen Denkmälern, moderner Architektur und<br />
Museen gesäumt.<br />
Von Tex-Mex-Food bis<br />
High-End-Gastronomie<br />
Genau wie die historischen Stätten spiegelt auch die Küche<br />
der ältesten Stadt Texas‘ die kulturellen Einflüsse aus Spanien<br />
und Mexiko wider. Als UNESCO „Creative City of<br />
Gastronomy“ bietet San Antonio eine beeindruckende Auswahl<br />
an kulinarischen Highlights, die<br />
von authentischem Tex-Mex-Food<br />
über Healthy-High-End-Gastronomie<br />
bis zu nachhaltigen Fast-Food-Konzepten<br />
reichen. Erkunden kann man<br />
die lukullische Vielfalt sowohl Downtown<br />
als auch im trendigen Pearl District,<br />
wo sich auch das berühmte<br />
Hotel Emma, eine der luxuriösesten<br />
Herbergen der USA, befindet. Mediterran-texanische<br />
Köstlichkeiten mit<br />
Dips, Tapas und Fisch erfreuen im<br />
„Jardin“ den Gaumen. Farm-to-Table-<br />
Köstlichkeiten werden im „Pharm<br />
Table“ aufgetischt. Das „Hill & Vine“<br />
in Fredericksburg verwöhnt ebenso<br />
mit hervorragenden Steaks, Hamburgern<br />
und Pommes wie das „La Gloria“.<br />
21
TRIP-TIPP_SAN ANTONIO<br />
THE SAGA Videokunst-<br />
Projektion an der San<br />
Fernando Cathedral<br />
CULTURAL SHOPPING auf dem mexikanischen Markt<br />
MURALS Die Stadt ist voll von gigantischer Streetart.<br />
RIVERWALK Die idyllische Promenade am San Antonio River kann man mit dem Boot, per Rad oder zu Fuß erkunden.<br />
22
Eine Oase für Kunst- und<br />
Geschichtsinteressierte<br />
Die bewegte Geschichte der US-Metropole findet<br />
aber auch in der Kunstszene ihren Widerhall. Ein<br />
Besuch im Briscoe Western Art Museum lässt das<br />
Erbe des amerikanischen Westens lebendig werden.<br />
Zu bestaunen gibt es Gemälde, Skulpturen und<br />
andere Artefakte – von Sitting Bull mit der<br />
Friedenspfeife über historisches Sattelzeug bis hin<br />
zu augenzwinkernden Cowboys. Das<br />
Witte Museum befasst sich multimedial<br />
mit der Natur, Wissenschaft<br />
und Kultur der Region. Moderne<br />
Kunst wird im rubinrot gestrichenen<br />
Ruby City präsentiert. Im Hopscotch<br />
Museum lädt interaktive Kunst spielerisch<br />
zum Mitmachen ein. Viel<br />
moderne Kunst, aber noch viel mehr faszinierende<br />
Pflanzenwelt gibt es im San Antonio Botanical<br />
Garden, der grünen Oase der Stadt, zu sehen. Tipp:<br />
Bei einer Stadtrundfahrt mit dem E-Bike kann man<br />
außerdem hautnah in die pulsierende Straßenkunstszene<br />
eintauchten und riesige Murals entdecken.<br />
Einen sensationellen Panoramablick über Alamo<br />
City bietet der 230 m hohe, sich drehende Tower of<br />
the Americas. Echtes Cowboy- und Westernfeeling<br />
lässt sich bei einer packenden Rodeo-Show und<br />
anschließender Live-Country-Music erleben.<br />
Echtes Westernfeeling in der<br />
Cowboy-Hauptstadt Bandera<br />
anderem auch das 1846 gegründete Fredericksburg.<br />
Eine gute Stunde von San Antonio entfernt, beeindruckt<br />
die Kleinstadt mit dem Slogan „Texanisches<br />
Herz. Deutsche Seele“ mit einer sehenswerten<br />
Shoppingmeile, rund 30 exzellenten Weingütern,<br />
lokalen Obstbauern und deutscher Brauereikultur.<br />
Besteigt man den rosafarbenen Enchanted Rock,<br />
einen 130 m hohen, kuppelförmig aus der Erde<br />
ragenden Granit-Monolithen, wird man mit einem<br />
Blick über das umliegende Texas Hill Country<br />
belohnt. In der Alt-stadt-Brewery<br />
Eine Reise nach<br />
San Antonio ist<br />
wie eine Reise in<br />
eine andere Welt!<br />
wird das deutsche Erbe besonders<br />
deutlich spürbar: Auf der Karte<br />
stehen texanische Biere nach deutscher<br />
Machart sowie Schweinebraten<br />
mit Sauerkraut, deftiger<br />
Stelze oder Brezeln mit Bratwurst<br />
und Senf. Weinliebhaber kommen<br />
hingegen bei einer Verkostung exzellenter texanischer<br />
Tropfen, die in Europa kaum bis gar nicht<br />
erhältlich sind, in Becker Vineyards und in der<br />
Texas Wine Collective auf ihre Kosten.<br />
Nicht verpassen sollte man aber auch einen typisch<br />
texanischen Tanzabend! Am besten in der coolen<br />
3-Seelen-Westernstadt Luckenbach, wo man hervorragend<br />
einen Two-Step, einen Paartanz, der vor<br />
allem in den Südstaaten der USA beliebt ist und<br />
der nach schneller Cajun-Musik getanzt wird,<br />
hinlegen kann.<br />
www.visitsanantonio.com<br />
Oder man fährt ins 125 km entfernte Bandera.<br />
Bereits die rund 1,5 Stunden lange Fahrt durch<br />
Texas Hill Country, eine sanfte Hügellandschaft mit<br />
einer Vielzahl von Weingütern, Ranches und endlosen<br />
Prärieweiden, ist ein Erlebnis. Echte Wildwestromantik<br />
kommt auf einer der authentischen<br />
Gäste-Ranches wie der Rancho Cortez auf, wo man,<br />
begleitet von Cowboys, auf dem Heuwagen quer<br />
durch die Prärie zu einer Longhorn-Weide fahren<br />
und die mächtigen Rinder mit den beeindruckenden<br />
Hörnern füttern kann. Oder man besucht die<br />
Mayan-Ranch und wagt einen Ausritt! Ein Barbecue<br />
in den kühlen Abendstunden und<br />
anschließende Livemusik im Saloon sollte man sich<br />
auf keinen Fall bei seinem Bandera-Besuch entgehen<br />
lassen.<br />
Fredericksburg – Texanisches Herz,<br />
deutsche Seele<br />
Neben spanischen, mexikanischen und angloamerikanischen<br />
Einflüssen wurde die Geschichte<br />
von San Antonio auch maßgeblich von deutschen<br />
Einwanderern geprägt, die sich im Laufe des 19.<br />
Jahrhunderts in der Region niederließen und<br />
sowohl im King William Historic District von San<br />
Antonio als auch außerhalb ihre Spuren hinterließen.<br />
Das damalige Siedlungsgebiet wird heutzutage<br />
„German Belt“ genannt und umfasst unter<br />
COUNTRYMUSIC auf der Mayan Ranch<br />
LONGHORN Beliebte Saloon-Deko<br />
DEFTIG Cowboy-Frühstück in Bandera<br />
THESE BOOTS are made for walkin‘ ...<br />
23
TRIP-TIPP_SAN ANTONIO<br />
HOTEL EMMA im Pearl<br />
District – eines der<br />
besten Hotels der USA<br />
ERSTKLASSIG<br />
Das Hotel<br />
Contessa liegt<br />
direkt am San<br />
Antonio River.<br />
AMERIKANISCHE<br />
GESCHICHTE im<br />
Briscoe Western Art<br />
Museum<br />
EXPERIMENTELLE KUNST im Hopscotch Museum<br />
24
HÖHLENSYSTEM<br />
der Natural Bridge Caverns<br />
BOTANISCHER GARTEN Eine grüne Oase inmitten der Stadt<br />
ENCHANTED ROCK Rosa Granit-Monolith<br />
ANREISE<br />
Direktflug von Frankfurt nach San<br />
Antonio vom 23. Mai bis 29.<br />
August 2025 mit dem Condor<br />
A330-900neo.<br />
www.condor.com<br />
KLIMA<br />
Die Durchschnittstemperaturen<br />
reichen von 10° C im Januar bis zu<br />
35° C im Juni. Die beste Reisezeit<br />
ist zwischen November und April.<br />
WOHNEN<br />
SAN ANTONIO<br />
■ PEARL BREWERY HOTEL<br />
EMMA<br />
Das historische Boutique-Hotel<br />
mit 146 Zimmern in einer<br />
ehemaligen Brauerei ist das<br />
Aushängeschild von Pearl am<br />
nördlichen Rand der Innenstadt.<br />
www.thehotelemma.com<br />
■ GRAND HYATT SAN ANTONIO<br />
RIVER WALK<br />
Das klassische Business-Hotel<br />
mit Rooftop-Pool und direktem<br />
Zugang zu The Alamo liegt<br />
unmittelbar am River Walk.<br />
www.hyatt.com<br />
■ MARRIOTT PLAZA SAN<br />
ANTONIO HOTEL & SPA,<br />
AUTOGRAPH COLLECTION<br />
253 Zimmer und Suiten, zauberhafte<br />
Gartenoase mit Spa,<br />
Außenpool, Fitnesscenter,<br />
Gourmetrestaurant Corinne San<br />
Antonio sowie Anaqua Garden<br />
Bar.<br />
www.marriott.com<br />
■ HOTEL CONTESSA LUXURY<br />
SUITES ON THE RIVER WALK<br />
San Antonios einziges AAA<br />
4-Diamond-Hotel verfügt über<br />
9 Villas, 265 Gästezimmer und<br />
Suiten, ein Spa mit umfassendem<br />
Service, ein Restaurant und die<br />
Bar Ambler Texas Kitchen +<br />
Cocktails. Dazu kommen<br />
Rooftop-Pool mit Panoramablick,<br />
24-h-Gym und 10.000 m 2<br />
Veranstaltungsfläche.<br />
www.thehotelcontessa.com<br />
■ KIMPTON SANTO<br />
340 Zimmer, ein Rooftop-Pool,<br />
11.000 m 2 Veranstaltungsfläche<br />
plus einzigartige kulinarische<br />
Outlets, darunter ein erstklassiges<br />
Steakhouse und eine<br />
charmante Innenhof-Cocktailbar,<br />
in einem umgebauten historischen<br />
Gebäude.<br />
www.ihg.com<br />
ESSEN & TRINKEN<br />
SAN ANTONIO<br />
■ JARDIN<br />
Mediterrane Köstlichkeiten<br />
mitten im Botanischen Garten.<br />
www.jardinsatx.com<br />
■ PHARM TABLE<br />
Chefköchin und Inhaberin Elizabeth<br />
Johnson kreiert saisonale,<br />
größtenteils pflanzliche Menüs,<br />
die frei von Milchprodukten,<br />
raffiniertem Zucker, Weizen und<br />
verarbeiteten Lebensmitteln sind.<br />
Pharm Table basiert auf der Idee,<br />
dass Essen sowohl heilend als<br />
auch köstlich sein kann.<br />
www.pharmtable.com<br />
■ LA GLORIA<br />
Das Restaurant präsentiert die<br />
Aromen Mexikos und des<br />
Südwestens mit einer Speisekarte,<br />
die Tacos im Straßenstil,<br />
Ceviches und andere traditionelle<br />
mexikanische Gerichte umfasst.<br />
www.chefjohnnyhernandez.com/<br />
la-gloria-pearl<br />
FREDERICKSBURG<br />
■ HILL & VINE<br />
Das Restaurant bietet bestes<br />
texanisches Essen und Wein –<br />
von Tender Cuts über Queso bis<br />
hin zu frischem Fisch.<br />
www.hillandvinetx.com<br />
■ ALTSTADT BREWERY<br />
Deutsche Brauerei mit bayerisch<br />
inspiriertem Ambiente, deutschen<br />
Gerichten und texanischem Lager<br />
nach deutscher Machart.<br />
www.altstadtbeer.com<br />
■ BECKER VINEYARDS<br />
Exklusive Verkostung preisgekrönter<br />
texanische Weine mit<br />
einer kleinen Auswahl passender<br />
Köstlichkeiten in der gemütlichen<br />
Atmosphäre des Barrel Chai.<br />
www.beckervineyards.com<br />
■ TEXAS WINE COLLECTIVE<br />
Verkostung erlesener texanischer<br />
Weine dreier innovativer<br />
Weingüter, die sich zusammengeschlossen<br />
haben.<br />
www.texaswinecollective.com<br />
GOLF<br />
■ HILL COUNTRY GOLF CLUB<br />
Befindet sich im Hyatt Regency<br />
Hill Country Resort & Spa, verfügt<br />
über einen malerischen, üppigen<br />
und ausgewogenen 27-Loch-<br />
Meisterschaftsplatz.<br />
www.hyatthillcountrygolf.com<br />
■ QUARRY GOLF CLUB<br />
Preisgekrönter Golfplatz, voll<br />
ausgestatteter Pro Shop,<br />
Restaurant mit Blick auf die<br />
majestätischen Back Nine des<br />
Platzes – ein Paradies für Golfer<br />
im Herzen der Stadt.<br />
https://quarrygolf.com<br />
AUSFLUGSTIPPS<br />
■ HOPSCOTCH MUSEUM<br />
Die interaktive Kunstgalerie lädt<br />
dazu ein, lebendige Installationen<br />
zu erkunden, Rätsel zu lösen und<br />
der eigenen Kreativität freien Lauf<br />
zu lassen.<br />
www.letshopscotch.com<br />
■ BOTANICAL GARDEN<br />
Der 33 ha große Privatgarten<br />
versammelt eine beeindruckende<br />
Vielfalt an Pflanzen aus verschiedenen<br />
Regionen der Welt.<br />
Außerdem gibt es idyllische<br />
Teiche, Ruhezonen sowie diverse<br />
Skulpturen und Kunstwerke.<br />
www.sabot.org<br />
■ NATURAL BRIDGE CAVERNS<br />
Das unterirdische Höhlensystem<br />
beeindruckt mit riesigen Tropfstein-Formationen.<br />
Eine Ton- &<br />
Lichtshow erklärt die geologische<br />
Geschichte.<br />
www.naturalbridgecaverns.com<br />
25
AMERICAN EXPRESS_TRAVEL-EXPERIENCES<br />
ZEIT FÜR NEUES:<br />
Bereichernde<br />
Erlebnisse<br />
Großartige Travel-Experiences – mit der<br />
American Express Platinum Card<br />
26
DIE WELT ENTDECKEN<br />
Mit der American Express<br />
Platinum Card wird jede<br />
Reise ein Stück stressfreier.<br />
Das Leben ist eine Reise, und auf jeder<br />
Reise gibt es Momente, die bleiben.<br />
Ob es der erste Eindruck von einem<br />
unbekannten Land ist, ein unvergessliches<br />
Dinner in magischem Ambiente<br />
oder das aufregende Gefühl, Teil einer<br />
exklusiven Veranstaltung zu sein – Erinnerungen<br />
entstehen, wenn wir das Gewöhnliche hinter uns<br />
lassen und nach dem Besonderen suchen. Klingt<br />
theoretisch gut – oft scheint das Außergewöhnliche<br />
dann doch ein wenig außer Reichweite. Genau hier<br />
setzt die American Express ® Platinum Card an. Sie<br />
eröffnet nicht nur die Möglichkeit, entspannter zu<br />
reisen und exklusiver zu genießen, sondern bietet<br />
Nutzern eine vielseitige Bandbreite an Optionen.<br />
Wir von Connoisseur Circle haben uns die Vorteile<br />
der American Express Platinum Card genauer für<br />
Sie angesehen.<br />
27
AMERICAN EXPRESS_TRAVEL-EXPERIENCES<br />
BENEFIT Golf-Liebhaber freuen sich über den vergünstigten Zutritt zu etwa 2.000 Golfanlagen weltweit.<br />
AKTION mit 200 € jährlichem Online-Reiseguthaben<br />
ERSTKLASSIGE<br />
ERLEBNISSE Zugang<br />
zu exklusiven Events<br />
150 € JÄHRLICHES RESTAURANT-<br />
GUTHABEN gibt es bei der Anmeldung für<br />
die American Express Platinum Card<br />
28
Das Besondere wartet<br />
Das attraktivste Merkmal vorweg: Die<br />
American Express Platinum Card ist weit<br />
mehr als nur ein Zahlungsmittel – sie ist ein<br />
Schlüssel zu einer Welt voller erstklassiger<br />
Erlebnisse. Stellen Sie sich vor, Sie haben<br />
Zugang zu exklusiven Events aus den<br />
Bereichen Sport, Fashion, Entertainment,<br />
Musik und Kunst. Sie bekommen mühelos<br />
Pre-Sale-Tickets für die begehrtesten<br />
Veranstaltungen, reservierte Sitzplätze<br />
oder Meet & Greets mit den Lieblingsstars.<br />
Die Liste der Benefits geht weiter: Golf-<br />
Liebhaber freuen sich über den Zugang zur<br />
Golf Fee Card International, die Greenfee-<br />
Ermäßigungen und vergünstigten Zutritt zu<br />
etwa 2.000 Golfanlagen weltweit bietet. Feinschmecker<br />
kosten sich mit ihrem 150 Euro<br />
Restaurantguthaben durch die Speisekarten<br />
der rund 2.000 angebotenen Restaurants<br />
in über 20 Ländern auf der ganzen Welt.<br />
Nutzer der American Express Platinum Card<br />
erhalten außerdem weltweiten Zugang zu<br />
1.400 Airport-Lounges und sammeln Meilen<br />
bei International Airline-Programmen – doch<br />
dazu später mehr. Fest steht: Die American<br />
Express Platinum Card öffnet Türen, die<br />
sonst verschlossen bleiben – und das überall<br />
auf der Welt.<br />
Unbeschwert<br />
die Welt entdecken<br />
Weitgereiste und Vielflieger profitieren auf<br />
vielen Wegen von der Mitgliedschaft – mit<br />
der American Express Platinum Card wird<br />
jede Reise ein Stück stressfreier. Offen steht<br />
der Zugang zu 1.400 Lounges der Global<br />
Lounge Collection weltweit, so lässt sich<br />
entspannt der nächste Flug antreten. Stichwort<br />
sorgenfrei: Was die American Express<br />
Platinum Card zudem bietet ist ein umfassendes<br />
Versicherungspaket. Von Reiseversicherungen<br />
bis hin zu Mietwagen-<br />
Versicherungsleistungen sind Mitglieder<br />
immer auf der sicheren Seite. Zudem warten<br />
jedes Jahr zahlreiche Guthaben: 200 €<br />
Online-Reiseguthaben, 150 € Restaurantguthaben<br />
und 90 € Shoppingguthaben.<br />
Dazu kommt, dass Nutzer bei führenden<br />
Hotel- und Mietwagenprogrammen einen<br />
Elite-Status genießt, der Vorteile wie Zimmer-<br />
Upgrades und besondere Services bietet –<br />
finden wir gut!<br />
Luxus zum Sammeln<br />
Membership Rewards® ist das Treueprogramm<br />
der American Express Kreditkarten<br />
und funktioniert prinzipiell ganz<br />
einfach: Nutzer sammeln entsprechend ihres<br />
Umsatzes mit der Karte die Membership<br />
Rewards Punkte. Beim Onlineshopping, im<br />
Restaurant oder auf Reisen werden die<br />
Punkte automatisch gesammelt, für je 1 €<br />
Umsatz erhalten Nutzer 1 Membership<br />
Rewards Punkt. Das Punkte-Guthaben<br />
kann auf unterschiedlichen Wegen eingelöst<br />
werden. Etwa können Kartentransaktionen<br />
einfach mit Membership Rewards Punkten<br />
beglichen werden, oder aber man löst sie<br />
für Gutscheine bei exklusiven Partnern wie<br />
Apple oder Adidas ein. Eine Möglichkeit, die<br />
Membership Rewards Punkte für das Reisen<br />
einzulösen, ist der Punktetransfer zu einem<br />
Vielfliegerprogramm, darunter der Executive<br />
Club von British Airways, Singapore Airlines<br />
KrisFlyer und auch Miles & More. Wer fleißig<br />
sammelt kann sich zum Beispiel über Flüge<br />
in der Emirates First Class, Qatar Airways<br />
QSuite oder der Lufthansa First Class freuen.<br />
NEUES PROBIEREN & VORTEILE<br />
BEI ANMELDUNG SICHERN<br />
Unser Tipp: Jetzt ist die perfekte<br />
Gelegenheit, die American Express<br />
Platinum Card auszuprobieren. Im<br />
Rahmen einer aktuellen Aktion<br />
erhalten Sie:<br />
■ 30.000 MEMBERSHIP<br />
REWARDS PUNKTE*<br />
■ 150 € JÄHRLICHES<br />
RESTAURANTGUTHABEN<br />
■ 200 € JÄHRLICHES<br />
ONLINE-REISEGUTHABEN<br />
■ 90 € JÄHRLICHES<br />
SHOPPINGGUTHABEN<br />
■ WELTWEITEN AIRPORT-<br />
LOUNGE-ZUGANG<br />
■ HOTEL-/MIETWAGENUPGRADES<br />
BEI VERFÜGBARKEIT<br />
Auf www.amex-kreditkarten.de/<br />
angebot-platinum-mr geht es<br />
zur Anmeldung für die American<br />
Express Platinum Card – der erste<br />
Schritt in die großzügige Welt der<br />
vielen Vorteile von American<br />
Express.<br />
* Achtung: Für Österreich, Schweiz<br />
und ggf. sonstige Länder gelten<br />
andere Konditionen.<br />
29
DACH-RAUM PURE.TOURISTIK SOLUTIONS<br />
Wer ist PURE.Touristik<br />
Solutions?<br />
PURE.Touristik Solutions ist eine<br />
Boutique-Repräsentanz aktiv auf den<br />
deutschsprachigen Märkten Deutschland,<br />
Österreich und der Schweiz.<br />
30
PROMOTION<br />
Die Gründerin und Inhaberin Isabelle<br />
Bauer ist seit knapp 30 Jahren im Tourismus<br />
tätig, zu Beginn im Produktmanagement<br />
mehrerer großer deutscher<br />
Reiseveranstalter für Zielgebiete wie Griechenland,<br />
die UAE, Marokko oder Asien.<br />
2017 entschied sie sich, den Schritt in die<br />
Selbstständigkeit zu gehen. Seitdem war<br />
und ist sie für Luxusbrands wie Alila, Selman,<br />
Sheraton, Westin, JW Marriott und<br />
einige andere tätig. Nach Covid kam dann<br />
eine weitere Sparte hinzu, die der DMCs<br />
(Destination Management Companies).<br />
Schwerpunkt Destinationen der aktuellen<br />
Partner sind Asien, der komplette Mittlere<br />
Osten, südliches und östliches Afrika und<br />
natürlich Griechenland. Alle Partnerhotels<br />
sind im 5 Sterne Premium Bereich, die<br />
Partner DMCs sind neben maßgeschneiderten<br />
Reisen für Individualreisende auch<br />
alle im hochwertigen Gruppenbereich<br />
aktiv.<br />
Anfang 2023 ging es wieder richtig los<br />
und seither ist das Team stetig gewachsen.<br />
Das Team besteht aus einer weiteren<br />
Vollzeitkollegin und mehreren TeilzeitkollegInnen.<br />
Alle KollegInnen im Team sind<br />
„alte Hasen“, sie haben Erfahrung in ihrem<br />
Bereich und ein sehr gutes Netzwerk, darauf<br />
legt Isabelle Bauer besonderen Wert:<br />
„Wir sind mit unseren Destinationen, Hotels<br />
und Partnern vertraut, einige davon<br />
kennen wir bereits seit Jahrzehnten. Und<br />
wir verfügen über ein umfassendes Verständnis<br />
für den deutschsprachigen und<br />
europäischen Reisemarkt.“<br />
PURE ist seit 2019 Mitglied der PATA<br />
Germany (Pacific Asia Travel Association),<br />
seit 2022 ist Isabelle Bauer Finanzvorständin<br />
der PATA Germany. Seit 2019<br />
ist PURE Mitglied der XO Privat Kooperation<br />
und seit 2023 Mitglied bei der<br />
ASA (Anerkannte Spezialisten für Afrika<br />
Reisen). Außerdem ist PURE.Touristik<br />
Solutions Mitbegründer der Destination<br />
Specialists. Unter dem Dach der Destination<br />
Specialists bündeln PURE.Touristik<br />
Solutions und WörterSee | Communication<br />
| Marketing | Sales ihre Stärken<br />
in der Repräsentanz, Vermarktung und<br />
Kommunikation von Destinationen und<br />
Destination Management Companies auf<br />
den deutschsprachigen Märkten. Heute<br />
vertritt das Team von PURE 6 Hotels und<br />
7 DMCs mit mehr als 26 Destinationen<br />
weltweit.<br />
Weitere Informationen unter:<br />
www.puretouristiksolutions.de<br />
www.destinationspecialists.de<br />
GRÜNDERIN Isabelle Bauer<br />
31
KARIBIK_MEXIKO<br />
MEXIKANISCHE KARIBIK<br />
Magie zwischen<br />
Dschungel und Meer<br />
Traumhotels, Service-Dekadenz, sterneverdächtige Spitzenküche: Die<br />
Boom-Region Cancún legt die Latte immer höher. Und kaum hat sich<br />
die Costa Mujeres als neue heiße Destination etabliert, will auch eine<br />
Insel die Highend-Welle surfen.<br />
TEXT: ANDREAS JAROS<br />
DSCHUNGELGRÜN TRIFFT<br />
KARIBIKBLAU am Strand<br />
vom Belmond Maroma.<br />
32
BLOWIN' IN<br />
THE WIND<br />
Sergio bläst<br />
morgens den Sand<br />
von den Liegen im<br />
Belmond Maroma.<br />
70 Millionen Dollar hat die zum<br />
weltgrößten Luxuskonzern LVMH<br />
gehörende Hotelgruppe Belmond in die<br />
Renovierung und Behübschung ihres<br />
Resorts an der Playa Maroma, einem<br />
der schönsten Strände an der Riviera<br />
Maya, gesteckt. Dafür hat sie das Haus<br />
für mehr als zwei Jahre dicht gemacht, bis zum<br />
Sommer 2023. Und dann sind es nach der Wiedereröffnung<br />
doch wieder die kleinen Dinge, die den<br />
größten Unterschied machen, und nicht allein die<br />
voluminösen Finanzspritzen.<br />
Ein Sandflüsterer<br />
für die Liegen<br />
Es passierte früh am Morgen.<br />
Noch schlaftrunken blinzle ich vom<br />
Frühstücks-Logenplatz fast direkt am<br />
Wasser über den Strand. Eine Fata<br />
Morgana? Die Konsequenzen einer<br />
verhängnisvollen Bestellung vom<br />
Vorabend – „mas Tequila, por favor!“?<br />
Oder pustet da ein dienstbarer Geist<br />
mit Strohhut allen Ernstes mit einer<br />
Art geräuscharmem Laubbläser Sand<br />
von den ultrabequemen Strandliegen?<br />
Ja, in der Tat. Selbst die kleinste<br />
Ansammlung von Körnern muss weg – eine von<br />
mehreren Aufgaben von „Beach Server“ Sergio,<br />
der seit 2006 eine der treuesten Seelen unter den<br />
Beschäftigten ist. Diskrete Helfer sind auch in<br />
den 70 Zimmern und Suiten sowie in den zwei<br />
Villen unterwegs: Belässt man ein Blatt Papier als<br />
Lesezeichen in einem Buch, kann es vorkommen,<br />
dass man nach dem Turndown-Service ein echtes,<br />
hoteleigenes „Bookmark“ zwischen den Seiten findet.<br />
Dass sich das Belmond Maroma auch in Sachen<br />
Spa, Gartengestaltung, Unterkünfte und Restaurants<br />
nicht lumpen lässt, kommt da fast schon erwartungsgemäß.<br />
Das erste, höchst gelungene Guerlain-Spa<br />
Lateinamerikas lockt mit Anwendungen, die von<br />
der Maya-Kultur inspiriert wurden, und speziellen<br />
Massageliegen, die das wolkige Gefühl von Schwerelosigkeit<br />
vermitteln. Außerhalb, vor dem Spa-Brunnen<br />
der Fruchtbarkeitsgöttin Ixchel, sprießt ebenfalls<br />
Einmaliges: „El Abuelo“, ein 90 Jahre alter Baum,<br />
liebevoll „Großväterchen“ getauft. Generell sticht in<br />
der Hotelanlage die Harmonie zwischen üppigem<br />
Dschungel und „Nachhilfe“ durch Landschaftsgärtner<br />
und Architekten ins Auge. Auch Nasenbären genießen<br />
die Nähe von Mensch und Natur und streifen wie<br />
selbstverständlich über die Wiesen und Wege.<br />
Im „Casa Mayor“ wird die lokale Küche mit einer<br />
lukullischen „Reise durch Mexiko“ (Monterrey,<br />
Guadalajara und „eine Prise Yucatán“) hochgehalten.<br />
33
KARIBIK_MEXIKO<br />
BELMOND MAROMA in jeder Hinsicht eine Oase des guten Geschmacks<br />
34
Kempinski Cancún<br />
Das zweite Restaurant, das „Woodend“ des australischen<br />
Celebrity-Chefs Curtis Stone, huldigt Seafood und<br />
Fleischspezialitäten, die über offener Flamme gegrillt<br />
werden. Ein wahres Feuerwerk: Rock Cod mit Fenchel,<br />
King Crab und Salat mit frittiertem Quinoa. Danach<br />
Panna Cotta. Göttlich. Nur die sprechende Waage in der<br />
Suite war danach weniger enthusiastisch: „Your weight is<br />
86,3 kg. Good-bye“.<br />
Kaktussalat und<br />
Melonen-Gazpacho<br />
Und Rettung war nicht in Sicht. Denn das erst zwei Jahre<br />
alte Waldorf Astoria Cancún, nur eine kurze Fahrt vom<br />
Belmond Maroma entfernt, hat sich dank seiner Kulinarik<br />
im Blitztempo zu einem echten Hospitality-Schwergewicht<br />
entwickelt. Das romantische Oceanfront-Dinner im<br />
Signature Restaurant „Malpeque“ liefert schon mit seinen<br />
Vorspeisen famose Kostproben: Sopa de Elote, Maissuppe<br />
mit Limette, Chili und Basilikum, oder als kühle<br />
Alternative Melonen-Gazpacho mit Shrimps, Minze<br />
und Mandel. Hauptspeise: Grouper mit fußballgroßem<br />
Blumenkohl aus dem Ofen. Als Dessert wird ein<br />
sagenhaftes Himbeer-Tiramisu gereicht.<br />
Das „Problem“: Auch Frühstück (in der Laube des „Chaya“)<br />
und Lunch (im „JA’O“) sind von ähnlich herausragender<br />
Qualität. Mittags Kaktussalat, Fisch-Tacos, Blue-Corn-<br />
Pudding – der siebente Himmel für Genussmenschen.<br />
Nur ein paar Schritte von den Tischen entfernt, erstreckt<br />
sich eine gediegene Pool-Landschaft, in der die Gäste<br />
noch in echten Büchern schmökern, eine Frau tut’s sogar<br />
im Stehen. Getreu dem Motto des 5*-Refugiums, das<br />
sich in aller Bescheidenheit „Juwel von Cancún“ nennt:<br />
runterkommen, sich ausklinken aus dem Krisen-Stakkato<br />
der realen Welt, wieder mehr Analoges zulassen.<br />
Diese Übung gelingt ganz leicht für ein verlängertes<br />
Wochenende. Die Freundlichkeit des Personals und das<br />
Waldorf Astoria Cancún<br />
edle Interieur aus Marmor und Holz tun ein Übriges: Im<br />
Zimmer im sechsten Stock lässt sich der Sonnenaufgang<br />
vom bodentiefen Fenster der geräumigen Dusche aus<br />
bestaunen. Der Strand und das Meer sind hingegen nicht<br />
„top-notch“, und das unwegsame Dickicht rund um die<br />
kilometerlange Zufahrtsstraße kann man getrost den Affen,<br />
Krokos und Schlangen überlassen.<br />
Klassischer Luxus im<br />
ehemaligen Ritz<br />
Mitten in Cancúns Hotelzone, umgeben von All-inclusive-<br />
Burgen und umspült vom fabelhaft türkisen Meer, setzt<br />
das Kempinski Cancún das fort, was Ritz-Carlton im selben<br />
Hotel-Palazzo fast 30 Jahre lang zelebriert hat: verlässlichen<br />
Old-School-Luxus. Das Essen in der Club Lounge<br />
ist sogar noch besser geworden. Morgens Mini-Bagels,<br />
Nuevos Revueltos, Rührei auf mexikanische Art mit Tomaten,<br />
Kräutern und Zwiebel, dazu Jugo de Sandia, frisch<br />
gespressten Wassermelonensaft. Zum Afternoon Tea dann<br />
köstliche Pistazien-Makaronen. Und am Abend dampfen<br />
Meeresfrüchte-Paella, Ribs mit Wedges und Huhn mit<br />
Erbsenreis. Auf Wunsch werden von den Kellnern auch<br />
noch Mojitos und Margaritas aus dem Ärmel geschüttelt.<br />
Wen es stattdessen nach Action dürstet, die nach Sonnenöl,<br />
Schweiß und Cerveza riecht, muss ausbrechen und rechts<br />
35
KARIBIK_MEXIKO<br />
IMPRESSION<br />
ISLA MUJERES BY<br />
SECRETS<br />
Luxury Adults-Only-<br />
All-Inclusive<br />
den Strand runter. Auf der Bühne des „Oasis Beach Club“<br />
röhrt am Wochenende eine Band die Rolling-Stones-Klassiker.<br />
Zum gepflegten Chillen empfiehlt sich dann wieder das<br />
Kempinski: Wenn beim Jacuzzi die Blätter der Kokospalmen<br />
im lauen Abendwind rascheln und die Sterne blinken, ist<br />
das auch „Satisfaction“, aber eben auf sinnliche Art.<br />
Ein Insta-Paradies für Verliebte<br />
SHA Wellness Clinic Mexico<br />
Eine knappe halbe Stunde nördlich der Zona Hotelera<br />
wurde das jüngste Tourismus-Projekt aus dem Küstenboden<br />
gestampft: Costa Mujeres. Das heißt: noch mehr riesige<br />
Hotels, für Familien oder Adults-only, kilometerlanger<br />
Spaß am Strand, Tauchspots, ein von Greg Norman<br />
designter 18-Loch-Golfplatz, Mangroven und Dschungel.<br />
Im Januar diesen Jahres erfuhr die neue In-Destination<br />
noch mehr Aufwertung: Die SHA Wellness Clinic Mexico<br />
öffnete in bevorzugter Lage ihre Pforten, mit Gesundheitsprogrammen,<br />
die sich am spanischen Schwester-Retreat<br />
orientieren. Praktisch für VIP-Gäste: Sie können auf einem<br />
Heliport einschweben oder mit dem Boot andocken.<br />
Auch die vorgelagerte Isla Mujeres, durch ihre Fährverbindungen<br />
als beliebtes Tagesausflugsziel bekannt,<br />
scheint eine finanzkräftige Klientel nun zum längeren<br />
Verweilen animieren zu wollen: Neben dem brandneuen<br />
Almare Isla Mujeres, dem ersten Luxury-Collection-All-<br />
Inclusive-Erwachsenenhotel auf mexikanischem Boden,<br />
will auch die Hyatt-Gruppe mit ihrem Impression Isla<br />
Mujeres by Secrets Pärchen und Hochzeitsreisende ködern:<br />
125 edle Suiten, vier Pools, sieben Restaurants, Butler-<br />
Service, Katamaran-Transfer von und nach Cancún und<br />
vieles mehr inbegriffen. Erster Erfolg für das Resort im<br />
Inselsüden: die Website Luxury Travel Advisor schwärmte<br />
vom „most instagrammable hotel in the world“.<br />
ALMARE Mexikos erstes Luxury-Collection-All-Inclusive-Erwachsenenhotel<br />
www.belmond.com<br />
www.waldorfastoria.com<br />
www.kempinski.com<br />
www.mexicancaribbean.travel<br />
www.shawellness.com<br />
www.the-luxury-collection.marriott.com<br />
www.hyattinclusivecollection.com<br />
36
BOUTIQUE_PERLEN<br />
8<br />
7<br />
6<br />
1<br />
Auch bei Tiffany &<br />
Co. sind Perlen im<br />
Herbst das absolute<br />
Highlight.<br />
www.tiffany.com<br />
5<br />
2<br />
4<br />
3<br />
Put on your Pearls, Girls!<br />
Lang war sie fast in Vergessenheit geraten, jetzt erlebt die Perle ein fulminantes<br />
Comeback. Zu Recht, wie man an diesen Glanzstücken aus dem Meer sieht.<br />
TEXT: JULIA SCHAUER<br />
Haarig<br />
Logo-Haarspange<br />
mit Perlen in<br />
verschiedenen<br />
Größen von<br />
Valentino<br />
www.valentino.com<br />
1. Hingucker<br />
Elegantes Armband mit<br />
Diamantanhänger von<br />
Sydney Evan<br />
www.sydneyevan.com<br />
2. Filigran<br />
Zartes Armband mit<br />
weißen Südseeperlen<br />
von Yana Nesper<br />
www.yana-nesper.com<br />
3. Opulent<br />
Prunkvolle Chandelier-<br />
Ohrringe „Imogene“<br />
von Jennifer Behr<br />
www.jenniferbehr.com<br />
4. Klassisch<br />
Edle Halskette im<br />
Old-Money-Style von<br />
Magda Butrym<br />
www.magdabutrym.com<br />
5. High Class<br />
Ohrringe „Buttercup“<br />
mit Saphiren und<br />
Diamanten von Mateo<br />
www.mateonewyork.com<br />
6. Floral<br />
Ring im Blumendesign<br />
„Gironde“ von Bruna<br />
the Label<br />
www.brunathelabel.com<br />
7. Blickfang<br />
Perlen- und Goldcollier<br />
von Dorotheum Juwelier<br />
www.dorotheumjuwelier.com<br />
8. Eleganz<br />
Ohrringe „Triomphe“<br />
mit Logo von Celine<br />
www.celine.com<br />
37
TREND-DESTINATION_GRENADA<br />
BAREFOOT LUXURY<br />
Der Strand beginnt im<br />
Silversands Beach House<br />
direkt vor der eigenen Suite.<br />
Caribbean<br />
Spice<br />
Dichte Regenwälder, spektakuläre Vulkanseen, traumhafte Strände, die<br />
angeblich schönste Hauptstadt der Karibik und Gewürze von C wie Chili bis<br />
Z wie Zimt: Grenada ist vielleicht die großartigste kleine Insel der Karibik,<br />
findet CC-Autorin Claudia Bette-Wenngatz.<br />
38
Gewürz bedeutet Leben“, besagt ein karibisches<br />
Sprichwort – und wenn ich das wörtlich nehme,<br />
dann ist Grenada das pralle Karibikleben. Ich<br />
schaue in das zufrieden lächelnde Gesicht von<br />
Chef Kennedy, der in seinem großen Gewürzund<br />
Gemüsegarten steht, hier und da ein paar<br />
Blätter zupft, um sie nachher in seiner Küche<br />
zum köstlich schmeckenden Nationalgericht Oil-Down mit<br />
Callaloo, dem karibischen Spinat sowie Brotfrucht und Salzfisch<br />
zu verarbeiten, und stelle fest: Der Mann strahlt karibische<br />
TOUR GUIDE CURTIS<br />
zeigt seinen Gästen<br />
die authentischen<br />
Seiten Grenadas.<br />
Lebensfreude aus! Lange war er Universitätsprofessor, nun hat<br />
er sein Hobby, das Kochen, zum neuen Lebensinhalt gemacht.<br />
Zusammen mit Tochter Ariel hat er „Home Hospitality“ gegründet<br />
und lädt Gäste dazu ein, zusammen mit ihm in der Küche seines<br />
hübschen Kolonialhauses in der Nähe der Inselhauptstadt St.<br />
George karibisch-kreolische Gerichte zu kochen. Vorher geht es<br />
aber noch in seinen Garten, um Kräuter, Gemüse und Früchte<br />
zu ernten. Farm-to-Table – hier ist das kein trendiger Slogan,<br />
hier wird Öko-Küche praktiziert, und der Gast hat Gelegenheit,<br />
die Gewürzinsel Grenada von einer ganz besonderen Seite<br />
abseits des High-End-Tourismus in den internationalen Hotels<br />
und Restaurants kennenzulernen. Neben weißen, von Palmen<br />
gesäumten Sandstränden, Steelbands, bunten Häusern und<br />
kreolischen Schönheiten hat die Vulkaninsel am südlichen Ende<br />
der Windward Islands nämlich noch so einiges mehr zu bieten,<br />
als ich erwartet habe.<br />
„Your smile makes us happy“ steht auf dem T-Shirt von Curtis,<br />
dem Tourist-Guide und Fahrer, der mich über die nur 34 km<br />
lange und 18 km breite Insel bringt: zum Feierabend-Grillen mit<br />
lokalem Bier bei Freunden in seinem Heimatdorf; mitten hinein<br />
in den Regenwald von Grand Etang; zu den Wasserfällen von<br />
Annandale und am späten Abend, nach einer abenteuerlichen<br />
Fahrt über die ganze Insel, auch noch zum Levara-Strand, wo<br />
der Atlantik und das Karibische Meer aufeinandertreffen und<br />
wir Meeresschildkröten<br />
beim Ablegen ihrer Eier<br />
beobachten können –<br />
ein beeindruckendes<br />
Naturschauspiel!<br />
Curtis liebt seine Insel,<br />
die für ihn „the best of the<br />
best“ in der Karibik ist und<br />
wo er jeden Winkel kennt.<br />
Ein ganz Großer in der<br />
Business- und Tourismuswelt<br />
hat das auch schon<br />
39
TREND-DESTINATION_GRENADA<br />
SEGEL SETZEN MIT DANNY Der Grenadier Danny<br />
Donovan zeigt Gästen seine Insel vom Wasser aus<br />
– beim Segeln, Tauchen und Schnorcheln.<br />
Silversands Grand Anse<br />
früh erkannt: Der 2022 verstorbene Peter de Savary, Gründer<br />
der weltbekannten St. James Clubs, Besitzer verschiedener<br />
Schlösser und leidenschaftlicher Segler, verliebte sich bereits<br />
1952 in Grenada und investierte hier in Ländereien wie die<br />
Tufton Hall Plantation, das Azzurra Castle, den Hafen von<br />
Port Louis sowie in stilvolle Boutique-Hotels wie das Mount<br />
Edgecombe oder das Mount Cinnamon. Auf der Insel erinnern<br />
sich noch viele liebevoll an den „Masterplanner of Grenada“,<br />
der 2012 von der Inselregierung zum internationalen Botschafter<br />
für Investment und Tourismus ernannt wurde.<br />
Besuch im Museum am Meeresboden<br />
Danny Donovan hat PdS – wie Peter de Savary hier genannt wird<br />
– gut gekannt und ist oft mit ihm gesegelt. Irgendwann hat er<br />
ihm dann eines seiner traditionellen Segelboote abgekauft.<br />
Der Grenadier Danny erwartet uns in der Port Louis Marina,<br />
mit Blick auf St. George, eine der hübschesten Hafenstädte in<br />
der Karibik, die mit ihren bunten Häusern und der historischen<br />
Festung auch in der Realität jedem Postkarten-Klischee gerecht<br />
wird. In der Marina stehen chice Yachten neben alten Ruderbooten,<br />
von weitem sieht man die Kreuzfahrtriesen, die hier natürlich<br />
auch vor Anker gehen. Danny zeigt uns mit seinem wendigen<br />
Segelboot einsame Buchten zum Baden und Schnorcheln und<br />
als Highlight kurz vor Sonnenuntergang den Molinere Bay<br />
Underwater Sculpture Park. Hier hat der britische Bildhauer<br />
Jason deCaires Taylor seit 2006 auf 800 Quadratmetern<br />
zeitgenössische ökologische Unterwasser-Kunst mit inzwischen<br />
fünfundsechzig Skulpturen geschaffen, die man schnorchelnd<br />
oder als Taucher besichtigen kann.<br />
Wie Danny ist auch der Engländer Kim Russell auf besondere<br />
Weise mit den Traditionen der Insel verbunden. Bereits 1993<br />
gründete er die Manufaktur „Crayfish Bay Organics“ als Bio-<br />
Kakao-Plantage. Aus einheimischen Kakaopflanzen stellt er mit<br />
relativ einfachen, teils selbst konstruierten Maschinen beste<br />
Schokolade her, die in Europa als Luxus-Produkt verkauft wird.<br />
Auf einer Tour zeigt er mir, wie das geht, und erzählt gleichzeitig<br />
AUF SCHATZSUCHE Chef Kennedy erntet<br />
Muskatnuss im eigenen Gewürzgarten.<br />
40
The Calabash<br />
Silversands Beach House<br />
viel über die wirtschaftliche Entwicklung Grenadas, das heute<br />
neben dem Tourismus auch noch vom Export von Muskatnuss,<br />
Kakao und Gewürzen lebt. Wie die Muskatnuss vom Baum ins<br />
Essen kommt und sogar als Sirup und Marmelade schmeckt,<br />
erfahre ich später dann im Nutmeg Museum in Victoria, im<br />
Nordwesten der Insel. Als Symbol für die Insellandwirtschaft<br />
ist die würzige Nuss sogar auf der Nationalflagge dargestellt.<br />
An der nahezu unberührten Nordostküste in der Nähe des<br />
Kratersees Lake Antoine wird im River Antoine Estate, der<br />
ältesten Rum Destillerie der Karibik, demonstriert, wie die<br />
Rumproduktion schon im 18. Jahrhundert stattgefunden<br />
hat. Schließlich gehörte auch Zuckerrohr zu den wichtigsten<br />
Bodenschätzen des Inselstaates. Heute spielt die Rumproduktion<br />
keine große Rolle mehr, der Rum Punch ist<br />
jedoch, so wie fast überall in der Karibik, sehr präsent.<br />
Chef Kennedy hat mir zum Abschied sein hochprozentiges<br />
Lieblingsrezept verraten: „1 of Sour, 2 of Sweet, 3 of Strong,<br />
4 of Weak“. Übersetzt bedeutet das so viel wie: eine Maßeinheit<br />
Limettensaft, zwei Maßeinheiten Kirschsirup, drei Maßeinheiten<br />
Rum und vier Maßeinheiten Wasser – gewürzt mit<br />
Muskatnuss, versteht sich! Seitdem weiß ich, wie die Karibik<br />
schmeckt, und verbinde den Drink ganz automatisch mit der<br />
Gewürzinsel Grenada, von der es auch heißt: Bevor man<br />
Grenada sieht, riecht man es. Schnuppern Sie mal an Muskatnuss,<br />
Vanille und Zimt und fahren Sie hin – es lohnt sich!<br />
www.puregrenada.com<br />
www.rosetravel.de<br />
HOTELS<br />
■ SIX SENSES LA SAGESSE<br />
Das jüngste Luxushotel der Insel<br />
ist das erste Karibik-Resort<br />
im Lifestyle-Portfolio von Six<br />
Senses und eröffnete im April<br />
<strong>2024</strong> im Südosten der Insel.<br />
Die romantische Lage sowie die<br />
56 Pool-Suiten und 15 Villen in<br />
unterschiedlichen Größen mit<br />
großen Terrassen und Plunge-<br />
Pools ermöglichen einen ebenso<br />
entspannten wie luxuriöskomfortablen<br />
Urlaub inmitten<br />
der Natur.<br />
Das Resort wurde behutsam um<br />
eine natürliche Lagune herum<br />
angelegt und bietet Bestblicke<br />
auf grüne Hügel, tropischen<br />
Wald und Felsformationen.<br />
Die Küche mit zwei Restaurants,<br />
zwei Bars und eigener Bäckerei<br />
legt viel Wert auf authentische<br />
Kulinarik und Produkte aus der<br />
eigenen Bio-Farm oder von<br />
lokalen Lieferanten. Im Six<br />
Senses Spa treffen uralte<br />
Heiltraditionen und Rituale auf<br />
moderne Wellness-Programme.<br />
www.sixsenses.com<br />
■ SPICE ISLAND BEACH HOTEL<br />
Ein Karibik-Klassiker in Premiumlage:<br />
Das All-Suite-Beach-<br />
Resort im klassisch-karibischen<br />
Stil mit viel Holz und inmitten<br />
tropischer Vegetation liegt direkt<br />
am berühmten, weitläufigen<br />
Sandstrand von Grand Anse im<br />
Süden der Insel. 64 Bungalow-<br />
Suiten, teilweise mit Pool oder<br />
direktem Strandzugang, sind<br />
eingebettet in eine sehr schöne,<br />
weitläufige Gartenanlage mit<br />
viel Privatsphäre.<br />
Im Janissa Spa erwartet die<br />
Gäste ein breitgefächertes Wellnessangebot.<br />
Dazu kommen<br />
zwei Restaurants, zahlreiche<br />
Wassersport- und Sportmöglichkeiten<br />
und die zentrale<br />
Six Senses La Sagesse<br />
Lage für Inselausflüge. Insgesamt<br />
entspannter 5*-Luxus mit fast<br />
familiärer Atmosphäre.<br />
www.spiceislandbeachresort.com<br />
www.slh.com<br />
■ THE CALABASH LUXURY<br />
BOUTIQUE HOTEL & SPA<br />
Das familiengeführte Haus mit<br />
nur 30 Suiten (52-186 m 2 ) und<br />
Beach Club gehört mit seinen<br />
vielen Stammgästen zu den<br />
renommiertesten 5*-Resorts<br />
in der Karibik und punktet als<br />
Relais & Châteaux-Mitglied<br />
auch mit exquisiter Küche, die<br />
geprägt ist vom britischen<br />
Star-Cuisinier Gary Rhodes.<br />
Es liegt in einer kleinen Bucht<br />
inmitten einer tropischen Gartenanlage<br />
im Süden der Insel, direkt<br />
am Strand L‘Anse aux Epines.<br />
Die Inhaberfamilie Gabutt<br />
garantiert einen ebenso persönlichen<br />
wie erstklassigen Service,<br />
viel Privatsphäre und eine gute<br />
Kombination aus entspanntem<br />
Ferienfeeling und karibischfreundlicher<br />
Atmosphäre. Das<br />
kleine, feine Spa überzeugt mit<br />
holistischen Behandlungen.<br />
www.calabashhotel.com<br />
www.relaischateaux.com<br />
■ SILVERSANDS GRENADA<br />
Relaxt und stylish zugleich:<br />
Bereits die Lobby mit 100-m-<br />
Pool überrascht mit Wow-Effekt.<br />
39 Zimmer, 4 Suiten und<br />
8 Residenzen mit Privatpool<br />
liegen in Bestlage am 3 km<br />
langen Grand-Anse-Beach und<br />
überzeugen durch modernen<br />
Komfort und zeitgemäßes<br />
Design. In drei Restaurants wird<br />
unterschiedliche Küche angeboten,<br />
in der Whiskey & Rum Bar<br />
finden exklusive Tastings statt.<br />
www.silversandscollection.com<br />
www.lhw.com<br />
41
TREND-DESTINATION_GRENADA<br />
■ SILVERSANDS BEACH HOUSE<br />
Karibik-Glamour vom Feinsten:<br />
Das neu eröffnete, sehr stylishe<br />
Boutique-Resort mit 28 Suiten<br />
(52-161 m 2 ) punktet mit Traumlage<br />
am fast unberührten Portici<br />
Beach und großartigen Ausblicken<br />
auf das Meer. Im Azzurro Strandrestaurant<br />
wird italienische Küche<br />
zelebriert, die Gäste haben aber<br />
auch Zugang zu den exklusiven<br />
Restaurants im Silver Sands<br />
Resort, das mit Shuttles bequem<br />
zu erreichen ist. Im Beach-House-<br />
Wellnessbereich finden Fitness-<br />
Fans bestes Equipment und ein<br />
kleines, feines Spa.<br />
www.silversandscollection.com<br />
www.lhw.com<br />
■ MOUNT CINNAMON RESORT<br />
& BEACH CLUB<br />
Karibischer Kuschellook in<br />
Bestlage: Dieses charmante und<br />
stimmungsvolle Boutique-Hotel<br />
mit 37 Zimmern und Suiten, Pool<br />
sowie kleinem Spa gehört zu den<br />
Insel-Institutionen und erstreckt<br />
sich auf einem Hang mit einzigartigem<br />
Blick über die Grand-<br />
Anse-Bucht. Es überzeugt durch<br />
seine heitere, farbenfrohe Atmosphäre<br />
im charmanten Kolonialstil.<br />
Die Unterkünfte sind zum Teil über<br />
Treppen zu erreichen, für den<br />
„Aufstieg“ wird man jedoch mit<br />
einem tollem Ausblick belohnt.<br />
Durch einen großen, weitläufigen<br />
Garten kommt man hinunter<br />
zum Beach Club mit Restaurant.<br />
Wer originellen 4*-Komfort mag,<br />
ist hier genau richtig.<br />
www.mountcinnamongrenada<br />
hotel.com<br />
■ CALIVIGNY ISLAND<br />
Die über 30.000 m 2 große Privatinsel<br />
mit 8.000 m 2 großer Beach-<br />
House-Residence (10 Suiten) und<br />
3.000 m 2 Hangresidenz (9 Suiten),<br />
liegt vor der Südküste Grenadas<br />
und wird nur an Gruppen mit<br />
maximal 40 Gästen vermietet.<br />
Für Tagesraten von über 100.000<br />
Euro wird ein Maximum an<br />
Privatsphäre garantiert, dazu<br />
genießt man Luxus pur mit<br />
individuellem 24-Stunden-<br />
Service, 6 eigenen Inselstränden,<br />
Schwimmbad, Kino, Billard, Tennis<br />
und Konzertflügel. Last but not<br />
least erwartet einen auch noch ein<br />
unbezahlbarer Traumblick über<br />
den Atlantischen Ozean und die<br />
Karibische See.<br />
www.calivigny-island.com<br />
RESTAURANTS<br />
Die exklusivsten Restaurants mit<br />
guter Küche befinden sich auf<br />
Grenada in den Luxushotels. So<br />
punktet das Oliver Restaurant im<br />
Spice Island Hotel mit karibischkreolischen<br />
Spezialitäten. Das<br />
Rhodes Restaurant im Calabash<br />
Hotel begeistert hingegen mit<br />
Haute Cuisine von Starkoch Gary<br />
Rhodes, während das Silversands<br />
mit asiatischer Küche im<br />
Asiatique sowie mit mediterraner<br />
und lokaler Cuisine im Grenadian<br />
Grill aufwartet.<br />
Authentisch-lokale Küche<br />
findet man hauptsächlich in der<br />
Inselhauptstadt St. George, aber<br />
auch an kleinen Orten sowie<br />
teilweise direkt an die Sightseeing-<br />
Hotspots angeschlossen.<br />
■ EXTRA TIPP<br />
Eine besondere Atmosphäre und<br />
karibische Spezialitäten bietet<br />
das Restaurant im Secret Harbour<br />
Boutique Hotel & Marina in der<br />
Mount Hartman Bay mit Blick auf<br />
einen kleinen Yachthafen.<br />
www.secretharbourgrenada.com<br />
MUST SEES<br />
■ NATIONALPARKS<br />
Der Grand Etang Nationalpark ist<br />
bekannt für seine Muskatnusshaine<br />
sowie für die beeindruckenden<br />
ON THE BEACH ... Canapés am Strand vom The Calabash<br />
Concord- und Annandale-<br />
Waterfalls. Im Levara Nationalpark<br />
im Norden kann man zwischen<br />
März und Juli Meeresschildkröten<br />
bei der Eiablage beobachten.<br />
■ LANDWIRTSCHAFT,<br />
KAKAO UND SCHOKOLADE<br />
Im Crayfish Bay Organic Chocolat<br />
Estate wird Schokolade noch<br />
nach alter Tradition hergestellt.<br />
Im Belmont Estate, einer 400 ha<br />
großen Plantage aus dem späten<br />
17. Jh., bekommt man einen<br />
Einblick in die traditionelle<br />
karibische Landwirtschaft.<br />
Die benachbarte Grenada<br />
Chocolat Company zeigt, wie aus<br />
Kakao-bohnen Süßes entsteht.<br />
Im Grenada Nutmeg Museum<br />
in Victoria erfährt man, wie die<br />
Muskatnuss vom Baum in die<br />
Gewürzregale kommt.<br />
■ RUM<br />
Es gibt fünf wichtige Rum-<br />
Destillerien auf Grenada, die<br />
interessanteste ist sicher die<br />
Saint Antoine Rum Destillerie,<br />
sie gilt als die älteste der Karibik.<br />
Hier funktioniert noch alles wie in<br />
früheren Zeiten. Produziert wird<br />
allerdings nur noch für den lokalen<br />
Bedarf. Gut zu wissen:<br />
69-prozentigen Rum darf man<br />
ausführen, 75-prozentigen<br />
jedoch nicht!<br />
■ HOME COOKING<br />
Chef Kennedy lädt Gäste in<br />
die Küche seines Hauses zu<br />
authentischen Kochkursen ein.<br />
Dabei besucht man auch seinen<br />
Gewürzgarten, kocht Nationalgerichte<br />
und isst dann zusammen.<br />
www.hhgnd.com<br />
■ RAUS AUFS MEER<br />
Savvy Grenada Sailing Charters<br />
und andere Charter- und<br />
Experience-Companies bieten<br />
Touren zum Tauchen und<br />
Schnorcheln und zum weltweit<br />
ersten Unterwasser-Park an.<br />
ALLGEMEINE INFO<br />
www.puregrenada.com<br />
ANREISE<br />
Mit Condor von Frankfurt über<br />
Barbados (ab Nov. 1x pro Woche)<br />
oder mit British Airways bzw. Virgin<br />
Atlantic (ebenfalls über Barbados)<br />
ab London<br />
www.condor.com<br />
www.britishairways.com<br />
www.flywith.virginatlantic.com<br />
42
Jetzt Mitglied werden!<br />
Im Branchennetzwerk Friends of the Caribbean<br />
Die wichtigsten Player aus D-A-CH<br />
und der Karibik in einem Netzwerk<br />
Das neue, für Touristikexperten kostenlose Connoisseur Circle<br />
Business-Netzwerk „Friends of the Caribbean“ verbindet<br />
karibische Entscheidungsträger mit dem DACH-Raum, eröffnet<br />
neue Möglichkeiten, in Kontakt mit einer hochinteressierten<br />
Reisecommunity zu treten, sich mit internationalen Kollegen<br />
und Markt-Insidern auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und<br />
mit uns auf verschiedenen Ebenen sichtbar zu werden.<br />
Melden Sie sich kostenlos ganz<br />
einfach online an unter<br />
https://ccircle.cc/caribbean/de<br />
43
INSEL-HOPPING_KARIBIK-FLUGVERBINDUNGEN<br />
1<br />
St. Kitts<br />
& Nevis<br />
1<br />
2<br />
Antigua<br />
& Barbuda<br />
2<br />
Montserrat<br />
Guadeloupe<br />
3<br />
Dominica<br />
Caribbean<br />
Island<br />
Hopping<br />
4<br />
Martinique<br />
St. Lucia<br />
Condor Airlines bieten ab November<br />
wöchentliche Direktflüge nach<br />
Barbados sowie nach Antigua &<br />
Barbuda an. Welche Nachbarinseln<br />
von dort aus einen Luftsprung lohnen,<br />
verraten wir Ihnen hier.<br />
6<br />
Grenada<br />
St. Vincent und<br />
die Grenadinen<br />
5<br />
Barbados<br />
44
1<br />
2<br />
3<br />
4<br />
5<br />
6<br />
St. Kitts & Nevis<br />
Die nur zwei Kilometer voneinander entfernt<br />
liegenden Schwesterninseln St. Kitts und Nevis<br />
sind ein unabhängiger Staat mit hohen, von<br />
Regenwald bewachsenen Bergen. Der Mount<br />
Liamuiga erreicht sogar eine Höhe von 1.156 m!<br />
Erwirbt man auf den Inseln eine Immobilie zum<br />
Preis von über 400.000 US-Dollar, kann man<br />
sogar Staatsbürger werden.<br />
Antigua & Barbuda<br />
Mit ihren paradiesischen Stränden will sich<br />
Antigua als romantischste aller Karibischen<br />
Inseln einen Namen machen. Deshalb hat es<br />
sich in den letzten Jahren auch besonders auf<br />
Honeymooners konzentriert. Die naturbelassene<br />
Schwesterninsel Barbuda positioniert sich<br />
hingegen als Top-Destination für Taucher und<br />
Schnorchler. Was beide Inseln gemeinsam haben,<br />
ist ein intakter und artenreicher Regenwald.<br />
Dominica<br />
Wasserfälle, Süßwasserseen und Strände mit<br />
schwarzem Vulkansand: Das sind nur einige<br />
der Highlights, die Reisende auf der grünen<br />
Naturinsel Dominica erwarten. Hier hat die<br />
Landschaft noch nicht ihre endgültige Form<br />
erhalten, denn die weltweit zweitgrößte<br />
Thermalquelle Boiling Lake formt und verändert<br />
die Erdoberfläche bis heute. Auch Vogelliebhaber<br />
kommen auf Dominica auf ihre Kosten:<br />
Die Kaiseramazonen-Papageien in den<br />
Bergwäldern sind weltweit einzigartig.<br />
St. Lucia<br />
Groß war die Freude, als Julien Alfred bei den<br />
Olympischen Spielen im Sommer als schnellste<br />
Läuferin der Welt Gold für St. Lucia holte.<br />
Angeblich hat sie sich mit Trainingsläufen auf die<br />
760 m hohen Piton-Berge ihrer Heimatinsel vorbereitet.<br />
Wer's ebenfalls sportlich angehen will,<br />
kann aber auch auf dem Roseau-Fluss kajaken.<br />
Barbados<br />
Die östlichste der Karibischen Inseln ist im<br />
Unterschied zu vielen anderen nicht aufgrund<br />
von Vulkanaktivität entstanden, sondern besteht<br />
hauptsächlich aus Korallen- und Kalkstein.<br />
Die 430 Quadratkilometer große Republik<br />
liegt nördlich von Trinidad und südöstlich von<br />
Martinique. Außerdem gut zu wissen: Während<br />
auf einigen anderen Inseln der Großen Antillen<br />
im Winter mitunter kein Badewetter herrscht,<br />
liegen die Temperaturen auf Barbados<br />
gleichmäßig um die 30°C, und die Sonne<br />
scheint 3.000 Stunden im Jahr.<br />
Grenada<br />
Grenada präsentiert sich als die Gewürzinsel<br />
der Karibik und ist bekannt für den Export von<br />
Zimt und Muskatnüssen. Besucher können hier<br />
aber auch einen Unterwasserskulpturenpark<br />
ertauchen oder im Grand-Etang-Nationalpark<br />
verschiedene ökologische Subsysteme<br />
durchqueren. Die Insel setzt besonders auf<br />
Nachhaltigkeit und regt auch Besucher dazu<br />
an, sich umweltfreundlich zu verhalten.<br />
Fly me to the<br />
Caribbean<br />
■ Condor bietet ab 5.11.<strong>2024</strong><br />
einmal wöchentlich Direktflüge<br />
von Frankfurt nach Barbados<br />
und Antigua & Barbuda an.<br />
www.condor.com<br />
■ Von Barbados geht es mit<br />
Intercaribbean Airways nach<br />
Grenada, St. Vincent, St. Lucia,<br />
Dominica, St. Kitts, Antigua und<br />
Trinidad. Ab Trinidad bedient<br />
die Airline Barbados, St. Lucia,<br />
St. Vincent, Grenada, Antigua<br />
und St. Marteen.<br />
www.intercaribbean.com<br />
■ Winair fliegt ab 15.11.<strong>2024</strong><br />
zweimal die Woche von<br />
Barbados nach St. Lucia<br />
und dreimal nach Dominica.<br />
Auch von St. Lucia geht es<br />
nach Dominica. Weitere<br />
Verbindungen bestehen u. a.<br />
nach Dominica, Antigua, St. Kitts,<br />
St. Maarten und Tortola.<br />
www.winair.sx<br />
■ Einen privaten Charterservice<br />
bietet Caribbean Flights. Zum<br />
Einsatz kommen u. a. Turboprop-<br />
Maschinen vom Typ Pilatus<br />
PC-12 und Daher TBM900.<br />
Für größere Gruppen werden<br />
King-Air- und MU-2-Maschinen<br />
verwendet. Interkontinentalflüge<br />
werden mit Flugzeugen aus<br />
der Citation-Familie absolviert.<br />
www.caribbean-flights.com<br />
45
KARIBIK JAMAIKA<br />
Paradies für Entdecker<br />
und Genießer<br />
Jamaika, die strahlende Perle der Karibik,<br />
ist mehr als nur ein Reiseziel – es ist ein<br />
Versprechen von endlosen Sommernächten,<br />
pulsierenden Rhythmen und<br />
einer unbändigen Lebensfreude.<br />
46
PROMOTION<br />
Die drittgrößte Insel der Karibik bietet mit endlosen<br />
Sandstränden, üppigen Regenwäldern und lebendigen<br />
Städten für jeden etwas. Ein Land mit einer reichen<br />
kulturellen Vielfalt und einer tief verwurzelten Geschichte,<br />
die in jedem Aspekt des Insellebens mitschwingt. Jamaika<br />
gehört zu den Großen Antillen und liegt südlich von Kuba<br />
und Miami. Die Landschaft ist nicht nur von malerischen<br />
Stränden geprägt, sondern auch von beeindruckenden<br />
Bergen. Der Blue Mountain Peak ist der höchste Punkt<br />
der Insel und bietet spektakuläre Wanderwege, die durch<br />
üppige Kaffeeplantagen führen. Besonderes Highlight<br />
sind die berühmten Dunn’s River Falls in Ocho Rios, wo<br />
das Wasser über terrassenförmige Felsen ins Meer stürzt.<br />
Die Seele Jamaikas liegt in seiner reichen Geschichte und<br />
lebendigen Kultur. Es ist ein Land, das aus den Wurzeln<br />
der Arawak und Taíno, den Einflüssen der Kolonialmächte<br />
und den leidenschaftlichen Rhythmen Afrikas und<br />
Asiens gewachsen ist. Diese kulturelle Vielfalt spiegelt<br />
sich in den farbenfrohen Festen und der herzlichen<br />
Gastfreundschaft der Menschen wider. Jamaika lebt<br />
und atmet Geschichte – von den alten Plantagenhäusern<br />
bis hin zu den lebhaften Märkten, auf denen das<br />
Leben pulsiert.<br />
Ein Highlight jeder Jamaikareise ist die Küche der<br />
Insel, die für ihre Vielfalt und Intensität der Aromen<br />
bekannt ist. Typische Gerichte wie Jerk Chicken, Ackee<br />
(die jamaikanische Nationalfrucht) und Saltfish sowie<br />
Meeresfrüchte sind nur einige der Köstlichkeiten, die<br />
Besucher probieren können. Die jamaikanische Küche<br />
verwendet eine Vielzahl von Gewürzen und Kräutern,<br />
die den Gerichten ihren charakteristischen Geschmack<br />
verleihen. Bei den Getränken spielt natürlich der<br />
berühmte Rum von Appleton Estate die Hauptrolle. Der<br />
Sommer in Jamaika verspricht unvergessliche Erlebnisse.<br />
Jedes Jahr richtet die Insel eine Reihe von aufregenden<br />
Events und Festivals aus. Der Jakes Triathlon im April zieht<br />
Athleten aus der ganzen Welt an, während das Liguanea<br />
Art Festival im selben Monat Kunstliebhaber begeistert.<br />
Eines der Highlights des Sommers ist das Reggae<br />
Sumfest im Juli, das größte Reggae-Festival der Welt, das<br />
seit über 30 Jahren Menschen aus allen Ecken der Erde<br />
anzieht. Die Insel bietet eine Vielzahl von Aktivitäten und<br />
Sehenswürdigkeiten, die für jeden Geschmack etwas<br />
zu bieten haben. In Montego Bay können Besucher den<br />
berühmten Doctor’s Cave Beach genießen oder eine<br />
Runde Golf auf dem Cinnamon Hill Golf Course spielen.<br />
Negril ist bekannt für seine 11 Kilometer langen Strände<br />
und atemberaubenden Sonnenuntergänge, während Port<br />
Antonio mit seinen natürlichen Sehenswürdigkeiten wie<br />
der Blue Lagoon und den Reach Falls beeindruckt. Die<br />
Strände im Süden der Insel, zum Beispiel Treasure Beach,<br />
sind unter Kennern zum Geheimtipp avanciert. Kleine<br />
Sandbuchten, die sich mit zerklüfteten Küstenabschnitten<br />
abwechseln, sind charakteristisch für den Osten der Insel.<br />
Kingston, die Hauptstadt Jamaikas, ist ein Zentrum des<br />
Theaters, des Tanzes und der Musik.<br />
Von luxuriösen Resorts bis hin zu gemütlichen Bed<br />
& Breakfasts bietet Jamaika eine breite Palette an<br />
Unterkunftsmöglichkeiten. Ob man in einem All-inclusive-<br />
Resort in Montego Bay mit Blick auf das türkisblaue Meer<br />
aufwachen möchte, in einer Boutique-Villa in Ocho Rios<br />
die Ruhe und Abgeschiedenheit genießen oder in einer<br />
Eco-Lodge in den Blue Mountains übernachten möchte,<br />
die Insel hat für jeden Reisenden das passende Angebot.<br />
Jamaika ist mehr als ein Urlaubsziel, es ist ein Ort, der<br />
die Seele berührt und die Sinne verzaubert. Es ist ein<br />
einzigartiges Land, das einlädt, sich zu verlieren und sich<br />
selbst wiederzufinden. www.visitjamaica.com<br />
47
BOUTIQUE_ZEIT FÜR LUXUS<br />
Da steckt Musik drin!<br />
Auf den „Geneva Watch Days<br />
<strong>2024</strong>“ präsentierte Bvlgari die<br />
„Octo Roma Grande Sonnerie“.<br />
Das Zifferblatt der bislang<br />
komplexesten Bvlgari-Uhr wurde<br />
vom Dirigenten und Botschafter<br />
der italienischen Luxusmarke,<br />
Lorenzo Viotti, entworfen.<br />
Das offene Metallzifferblatt interpretiert<br />
klassische Musik durch<br />
das „Tritonus“-Intervall neu.<br />
www.bulgari.com<br />
Abgehoben<br />
Die Materialien der<br />
„Super Avenger B01<br />
Chronograph 46“ von<br />
Breitling sind der<br />
Luftfahrt entliehen.<br />
Das Gehäuse und das<br />
dreireihige Armband<br />
bestehen aus Titan.<br />
Die drei Fenster des<br />
Zifferblatts zeigen<br />
¼-Sekunde, 30 Minuten<br />
und 12 Stunden.<br />
www.breitling.com<br />
Gesicht<br />
zeigen<br />
Das Zifferblatt ist quasi das Gesicht der Uhr.<br />
Es spiegelt die Kreativität einer Uhrenmarke<br />
wider und ist Ausdruck hochpräziser Technik,<br />
die sich im Inneren verbirgt. Beste Beispiele<br />
sind die neuen Zeitmesser.<br />
TEXT: MANUELA BLISSE<br />
Denim<br />
Der Stoff, aus dem<br />
Modeklassiker sind:<br />
Denim! Davon hat sich<br />
auch Raymond Weil<br />
inspirieren lassen.<br />
Die neue „Millesime<br />
Automatic Small Seconds<br />
Denim Blue“ ist ein<br />
Nachfolger des ersten<br />
Modells, das beim „Grand<br />
Prix d‘Horlogerie de<br />
Genève“ 2023 mit ‚<br />
dem Challenge-Preis<br />
ausgezeichnet wurde.<br />
www.raymond-weil.com<br />
48
Royal<br />
Ihr 70. Jubiläum feiert die<br />
Dresdner Manufaktur Lang<br />
& Heyne mit der<br />
„Friedrich III. Remontoir<br />
Sincere Platinum Jubilee<br />
Edition“, die nur sieben Mal<br />
hergestellt wird. Das Weißgold-Gehäuse<br />
umrahmt ein<br />
mit Diamantwerkzeugen<br />
bearbeitetes Zifferblatt<br />
aus Keramik mit blauem<br />
Givrée-Finish.<br />
www.lang-und-heyne.de<br />
Shades of Blue<br />
Ein beeindruckendes,<br />
zentrales Tourbillon, ein<br />
Manufakturwerk mit zwei<br />
Federhäusern und ein<br />
Saphirglasgehäuse: Die<br />
„Purity Central Tourillon Bue“<br />
von ArtyA ist ein ungewöhnlicher<br />
Zeitmesser, dessen<br />
blaues Zifferblatt sich unter<br />
UV-Licht in ein tiefes<br />
Violett verwandelt.<br />
www.artya.com<br />
Offensichtlich<br />
Eine moderne Alltagsuhr mit<br />
höchster Handwerkskunst in<br />
limitierter Auflage (15 Stück) ist die<br />
„Prologue“ der Schweizer Marke<br />
Guebly. Das 42-Millimeter-Gehäuse<br />
besteht aus Titan Grade 5. Das<br />
reduzierte, tiefblaue Zifferblatt<br />
erlaubt sich ein besonderes Detail:<br />
das sichtbare Automatikkaliber.<br />
www.guebly.com<br />
Edler<br />
Edelsteinglanz<br />
Wie bringt man Glanz in die dunkle Jahreszeit?<br />
Am besten mit wertvollen, funkelnden Edelsteinen!<br />
Die neue „Capsule Collection“ von<br />
Bucherer Fine Jewellery (s. o.) besteht aus<br />
feinen Goldketten in drei verschiedenen<br />
Legierungen mit Farbedelsteinen wie<br />
Aquamarinen, Turmalinen oder Rubelliten<br />
im Tropfenschliff. Brillantbesetzte<br />
Applikationen verzieren die Ketten.<br />
Durch ein besonderes Clipping-System<br />
sowie mehrere Verschlussmöglichkeiten<br />
können die Halsketten auf unterschiedliche<br />
Art und Weise getragen werden.<br />
Die Roségold-Halskette von Bulgari High<br />
Jewellery (s. u.) erinnert an Bollywood. Ein<br />
Meer von prächtig funkelnden Diamanten<br />
mit Spinell- und Saphirelementen lässt die<br />
Trägerin noch mehr erstrahlen. Zu sehen<br />
war das edle Stück bereits an der indischen<br />
Schauspielerin, Sängerin und Schönheitskönigin<br />
Priyanka Chopra Jonas bei der Hochzeit<br />
von Anant Ambani, dem reichsten Mann<br />
Indiens, und seiner Braut Radhika Merchant,<br />
die diesen Sommer in Mumbai stattfand und<br />
als „die“ Society-Hochzeit des Jahres galt.<br />
www.bucherer.com<br />
www.bulgari.com<br />
Himmlisch<br />
Die neue „Classic<br />
Tourbillon Manufacture“<br />
von Frederique Constant<br />
punktet mit einem Zifferblatt,<br />
das dem Himmelsgewölbe<br />
gleicht, einem Gehäuse aus<br />
Weißgold, einem handgefertigten<br />
Tourbillon und<br />
der Hart-Beat-Öffnung.<br />
www.frederique-constant.com<br />
Pole Position<br />
Zum Start der Koop mit dem<br />
Formel-Eins-Team „Visa<br />
Cash App RB“ hat Tudor<br />
eine exklusive Edition seiner<br />
als „Master Chronometer“<br />
zertifi-zierten „Black Bay<br />
Ceramic“ aufgelegt. Das<br />
gewölbte, blaue Zifferblatt<br />
entspricht der Bolidenlackierung<br />
des Rennteams.<br />
www.tudorwatch.com<br />
49
EXPLORER_JAPAN<br />
RAN AN DIE RAMEN!<br />
In Sapporo gibt es<br />
eine ganze Gasse, in<br />
der die Restaurants<br />
ausschließlich Ramen<br />
verkaufen.<br />
NOT SO<br />
BIG<br />
IN JAPAN<br />
50
Citytrip nach Japan?<br />
Da denken die meisten<br />
gleich an Tokio.<br />
Dabei gibt’s mit<br />
Sapporo hoch im<br />
Norden und Osaka<br />
im subtropischen<br />
Südwesten auch<br />
noch zwei kleinere,<br />
aber kaum weniger<br />
beeindruckende<br />
Millionenmetropolen<br />
mit faszinierendem<br />
Umland zu ent decken.<br />
TEXT: JÖRG BERTRAM<br />
SAPPOROS SOULFOOD Soupcurries sind eine Erfindung der<br />
Stadt – und im Herbst/Winter ganz besonders beliebt.<br />
Sapporo – Schlemmen,<br />
Schauen, Staunen im Norden<br />
Verbeug dich tief (aber auch nicht zu tief), sei bei<br />
Verabredungen stets ein bisschen zu früh (am<br />
besten 5 bis 10 Minuten), betritt eine Tatami-<br />
Matte nie mit Schuhen (und eine Toilette nie<br />
ohne WC-Pantoffel), hab immer einen Beutel für<br />
deine Abfälle dabei (öffentliche Mülleimer gibt<br />
es nämlich keine) und überreiche und empfange<br />
Visitenkarten oder kleine Geschenke stets mit beiden Händen<br />
(für die anschließende Verbeugung s. o.) … Ja, ich habe meinen<br />
Japan-Knigge gelesen. Und nein, von „Schlürf dein Suppencurry<br />
so laut, dass man es noch zwei Tische weiter hören kann“, stand<br />
da echt nichts drin!<br />
Es ist mein erster Abend in Sapporo, der Hauptstadt von Japans<br />
Nordinsel Hokkaido, die, weil’s gerade so gut zur Jahreszeit<br />
passt, zwar so heißt wie der Kürbis, ansonsten aber nur wenig<br />
mit ihm zu tun hat (aber das wäre eine andere Geschichte).<br />
Schlürfen ist beim<br />
Suppencurry<br />
ausdrücklich erlaubt<br />
Hinter mir liegt ein langer Tag in<br />
der fast zwei Millionen Menschen<br />
zählenden Metropole. Vor mir<br />
steht eine Schüssel von besagtem<br />
Suppencurry: heiß, cremig, sämig,<br />
leicht süß, aber auch scharf und<br />
umami. Oder, mit anderen Worten,<br />
ein feuchter Traum, der im<br />
Garaku, einem ebenso unscheinbaren wie unsagbar köstlichen<br />
Kellerrestaurant, gerne laut und kollektiv geträumt wird. Und<br />
Schlürfen ist dabei nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich<br />
erwünscht! Insgesamt gibt es in der Stadt rund 200 Restaurants,<br />
die sich auf das „Soulfood Sapporos“, das hier vor rund<br />
50 Jahren erfunden wurde, spezialisiert haben. Jetzt im Herbst,<br />
wo die Kälte aus den umliegenden Bergen langsam immer tiefer<br />
ins Zentrum kriecht und wo meist schon im Oktober der erste<br />
Schnee fällt, sind sie ganz besonders angesagt – und oftmals an<br />
den meterlangen Warteschlangen vor der Tür erkennbar.<br />
Kaum weniger beliebt sind ab sofort auch wieder die unterirdischen<br />
Einkaufsstraßen, die den Hauptbahnhof der Stadt<br />
auf mehreren Kilometern Länge mit der Sapporo-Factory, dem<br />
Vergnügungsviertel Susukino und dem Odori-Park verbinden.<br />
Sehr viel mehr als die vier Attraktionen hat die schachbrettartig<br />
angelegte Innenstadt auch kaum zu bieten – was aber gar kein<br />
Nachteil ist, weil man sich so nämlich<br />
ruhigen Gewissens dem Shoppen und<br />
Schlemmen hingeben kann. Womit<br />
wir auch schon beim Sapporo Crab<br />
Market angelangt wären. Mit gerade<br />
einmal 60 Ständen ist auch er recht<br />
überschaubar. Der Besuch lohnt<br />
sich trotzdem. Wegen der buttrig<br />
schmeckenden Felsenaustern, die<br />
hier fangfrisch geknackt und (im<br />
GARAKU Wo jeder gerne<br />
seine Suppe auslöffelt ...<br />
51
EXPLORER_JAPAN<br />
EXTRA-TIPP JOZANKEI<br />
Abtauchen und auftanken: Das mitten<br />
im Shikotsu-Toya-Nationalpark<br />
gelegene Städtchen Jozankei ist<br />
berühmt für seine heißen Quellen und<br />
mehr als 20 Hotels im traditionellen<br />
Ryokan-Stil. Die Tage verbringt man<br />
hier mit Bergwanderungen in den<br />
bunten Wäldern (am besten mit Guide,<br />
wegen der vielen Bären in der Region),<br />
Kanufahrten auf dem Toyohira-River<br />
oder einem Besuch des Jozan-Gensen-<br />
Parks mit seiner landesweit bekannten<br />
Nishiki-Brücke. Abends entspannt man<br />
im heißen Wasser des Hotel-Onsens.<br />
Einige Unterkünfte verfügen auch<br />
über Zimmer und Suiten mit privaten<br />
Thermalbädern. Wer Sapporo besucht,<br />
sollte mindestens eine zusätzliche<br />
Nacht in Jozankei einplanen. Viele<br />
Hotels bieten Shuttlebus-Service ab/<br />
bis Sapporo-Hauptbahnhof an – oder<br />
man nimmt ein Taxi. Die Fahrt in die<br />
Berge dauert rund 45 min.<br />
MOUNT MOIWA<br />
Sapporos schönster<br />
Aussichtsberg mit Blick<br />
bis aufs Meer<br />
Gegensatz zum Suppencurry) leise auf der Straße geschlürft<br />
werden. Und wegen des Tokuichi Nouilles Japonaise. Versteckt<br />
zwischen Kühlhäusern, Cola-Automaten und hoch gestapelten<br />
Gewürzkisten gibt’s hier im feinsten Lagerhallenambiente<br />
französisch inspirierte Ramen-Gerichte. Früh da sein lohnt<br />
sich, denn der coole Ableger vom Sterne-Restaurant „Le Muse“<br />
verfügt zum einen nur über eine<br />
Handvoll Tische und akzeptiert zum<br />
anderen keine Reservierungen.<br />
Natur trifft Skulptur<br />
im Sapporo Art Park<br />
So gestärkt mache ich mich danach auf<br />
den Weg zum rund 5 km außerhalb vom<br />
Zentrum gelegenen Mount Moiwa. Der<br />
581 m hohe Berg gehört zu den drei<br />
schönsten Aussichtspunkten Japans und<br />
ist vor allem zur Blauen Stunde, wenn<br />
unter einem das Lichtermeer der Stadt<br />
funkelt und der Blick bis zur Ishikari-<br />
Bucht reicht, ein bei Touristen und<br />
Verliebten gleichermaßen angesagter<br />
Hotspot. Im Herbst lohnt sich die Seilbahnfahrt oder der rund<br />
einstündige Aufstieg vorbei an Ezo-Fichten und Moiwa-Linden<br />
aber auch tagsüber. Sonnenwarme Tage und kalte Nächte sorgen<br />
in diesen Wochen nämlich dafür, dass das Laub der umliegenden<br />
Bergwälder in Flammen zu stehen scheint. Kein Wunder, dass die<br />
sogenannten „Goldenen Wochen“ auf Hokkaido fast ebenso viele,<br />
zumeist inländische Reisende anziehen<br />
wie die Zeit der Kirschblüte auf<br />
der Südinsel.<br />
Während ich mich auf der Terrasse<br />
vom Mount Moiwa für mein Selfie<br />
samt Bergpanorama noch geduldig<br />
anstellen muss, bin ich eine Taxifahrt<br />
später im Sapporo Art Park fast allein<br />
unterwegs. Über einen knapp 8 ha<br />
großen Landschaftspark mit zahlreichen<br />
Wanderwegen verteilt, trifft<br />
hier Natur auf Skulptur – oder genauer<br />
gesagt, leuchtend bunter Herbstwald<br />
auf insgesamt 74 beeindruckende<br />
Werke zeitgenössischer Kunstschaffender<br />
– und das gerade einmal<br />
20 Autominuten vom Zentrum entfernt.<br />
BUDDHA HILL den Himmel zum Greifen nah<br />
52
SAPPORO<br />
ANREISE<br />
Am besten über Tokio<br />
Narita oder Tokio Haneda,<br />
wo täglich rund 50 zumeist<br />
sehr günstige Inlandsflüge<br />
starten; alternativ mit dem<br />
Hokkaido Shinkansen von<br />
Tokio nach Hakodate und<br />
weiter nach Sapporo in<br />
etwas mehr als 8 Std.<br />
WOHNEN<br />
■ SAPPORO GRAND HOTEL<br />
Klassisches 5*-Haus in zentraler<br />
Lage mit 3 Restaurants<br />
und direktem Zugang zum<br />
Underground Walkway.<br />
www.grand1934.com<br />
■ HOTEL SOSEI SAPPORO<br />
MGALLERY COLLECTION<br />
Luxuriöse Boutique-Herberge<br />
im eklektischen Stilmix<br />
unweit vom Nijo Fischmarkt.<br />
www.accor.com<br />
■ ONSEN RYOKAN YUEN<br />
SAPPORO<br />
2020 im Stil eines<br />
traditionellen Gästehauses<br />
eröffnete Unterkunft mit<br />
Zimmern im japanischen Stil<br />
(Futonbetten) und stylishem<br />
Onsen, das bis 1 Uhr nachts<br />
geöffnet hat. Toller Blick aus<br />
den oberen Etagen.<br />
www.uds.hotels.com<br />
ESSEN<br />
■ GARAKU<br />
Für seine Suppencurrys<br />
bekanntes Kellerlokal mit<br />
langer Warteschlange vor<br />
der Tür. Was an Fleisch,<br />
Gemüse und Gewürzen in<br />
welchem Schärfegrad in die<br />
eigene Schüssel kommt,<br />
bestimmt man selbst. Tipp:<br />
Einfach das „Soupcurry of<br />
the Month“ bestellen und<br />
sich überraschen lassen.<br />
www.s-garaku.com<br />
■ TOKUICHI NOUILLES<br />
JAPONAISE<br />
Japanisch-französische<br />
Fusion Cuisine im Gewirr<br />
der Fischmarkthalle;<br />
Streetfood-Ableger des<br />
Sternerestaurants Le Muse.<br />
Chuo Ward, Kita 11 Jōnishi,<br />
22-chōme-1-2 6 1F<br />
T. +81 11 699 67 07<br />
■ SUSHIZEN<br />
Seit über 50 Jahren eine der<br />
besten Sushi-Adressen der<br />
Stadt. Sämtliche Speisen<br />
werden von jahrelang ausgebildeten<br />
Sushi-Meistern<br />
vor den Augen der Gäste<br />
zubereitet und kunstvoll<br />
arrangiert. Das dauert und<br />
kostet. Rechnen Sie mit<br />
mindestens 3 Stunden und<br />
Preisen ab 300 Euro pro<br />
Person.<br />
www.sushizen.co.jp<br />
SHOPPEN<br />
■ FABULOUS<br />
Durchgestylte Mischung<br />
aus Concept Store, Café,<br />
Restaurant, Eventspace<br />
und Kunstgalerie.<br />
www.rounduptrading.com<br />
■ DAIMARU<br />
Shop till you drop im<br />
führenden Kaufhaus der<br />
Stadt. Auf 8 Etagen findet<br />
man hier sämtliche<br />
Luxuslabels, japanische<br />
Edelkosmetik, einen<br />
Pokemon-Store, eine tolle<br />
Schreibwarenabteilung<br />
und eine beeindruckende<br />
Food Hall.<br />
www.daimaru.co.jp<br />
■ SABITA<br />
Die beste Adresse für<br />
japanische Keramik,<br />
Tischwäsche und<br />
Home-Accessoires. Das<br />
licht-durchflutete, ganz in<br />
Weiß gehaltene Ambiente<br />
erinnert eher an ein Museum<br />
als an einen Haushaltswaren-<br />
Laden. Im Galeriegeschoss<br />
gibt’s ein hübsches Café.<br />
www.sabita.jp<br />
■ SAPPORO FACTORY<br />
Shoppingmall- & Entertainmentkomplex<br />
mit mehr als<br />
160 Geschäften unter einem<br />
riesigen Glasdach.<br />
www.sapporofactory.jp<br />
ANSCHAUEN<br />
■ ODORI-PARK<br />
Grüne „Hauptschlagader“<br />
der Stadt auf 1,4 km<br />
Länge mit dem ikonischen<br />
Fernsehturm an einem<br />
Ende. Ganzjährig finden hier<br />
große Veranstaltungen wie<br />
z. B. das Herbst- oder das<br />
Schneefestival statt.<br />
www.odori-park.jp<br />
■ SUSUKINO<br />
Ehemaliges Rotlichtviertel<br />
und heute größter Entertainment<br />
District im<br />
Norden Japans mit zahllosen<br />
Bars, Restaurants,<br />
Spielhallen (die größte hat<br />
ein Riesenrad auf dem<br />
Dach); in Susukino befindet<br />
sich auch die berühmte<br />
Ramen-Gasse.<br />
■ MOUNT MOIWA<br />
Mit einer Seilbahn oder zu<br />
Fuß erreichbarer Berggipfel<br />
am Stadtrand mit Panoramablick<br />
über die City. Vor allem<br />
zum Sonnenuntergang und<br />
nachts beliebt.<br />
www.mt-moiwa.jp<br />
■ SAPPORO ART PARK<br />
Natur- und Kunstgenuss<br />
in einem Landschaftspark<br />
mit Skulpturen, Ateliers,<br />
Wanderwegen und<br />
Picknickplätzen.<br />
www.artpark.or.jp<br />
■ BUDDHA HILL<br />
Von Stararchitekt Tadao<br />
Andō entworfene Tempelanlage<br />
mit einer fast 14 m<br />
hohen Buddhastatue in einer<br />
kreisrunden, oben offenen<br />
Halle, die über einen<br />
Wassergarten und einen<br />
Tunnel erreichbar ist.<br />
ALLGEMEINE<br />
INFOS<br />
www.visit.sapporo.travel<br />
JOZANKEI<br />
WOHNEN<br />
■ CHALET IVY<br />
Stilvolles Luxus-Ryokan<br />
über dem Fluss mit<br />
großen Suiten und einem<br />
erstklassigen Teppanyaki-<br />
Kaiseki-Restaurant.<br />
www.chaletivy.com<br />
ESSEN<br />
■ JOZANKEI BAKERY<br />
In einem Wäldchen beim<br />
Fluss gelegene Bäckerei mit<br />
Café. Erstklassige Sandwiches<br />
und Süßspeisen,<br />
spartanisches Edel-Interior<br />
und schattiges Holzdeck.<br />
2 Chōme-1 Jozankeisennishi,<br />
Minami Ward<br />
SONSTIGES<br />
■ NONO TERRACE<br />
Hübscher Komplex am<br />
Stadtrand mit Info- &<br />
Booking-Desk für<br />
Ausflüge, Kanu- und<br />
Bikeverleih, traditionellem<br />
Waldfußbad und einem<br />
Farm-to-table-Restaurant,<br />
wo ein herrlicher Eintopf<br />
auf die rustikalen<br />
Holztische kommt.<br />
www.kokorono-sato.jp<br />
ALLGEMEINE<br />
INFOS<br />
www.jozankei.jp<br />
SAPPORO CRAB MARKET SUSHIZEN TOKUICHI NOUILLES JAPONAISES<br />
53
EXPLORER_JAPAN<br />
OSAKA CASTLE eines der<br />
Wahrzeichen der Stadt – und ein<br />
beliebter Ort für Picknicks im Park<br />
GUT GEBRÜLLT LÖWE der Yasaka Shrine<br />
KUNSTVOLL das Nakanoshima<br />
Museum of Art<br />
54<br />
062
Osaka – die „Nimmersatte“<br />
im Südwesten<br />
SHINSEKAI Einst als „Neue Welt“-Viertel<br />
entworfen, weht heute ein Hauch von<br />
Nostalgie durch das beliebte Ausgehviertel.<br />
Keine drei Stunden dauert die Zugfahrt mit dem<br />
Shinkansen (durchschnittliche Verspätung<br />
0,2 Minuten – und das bei etwas mehr als 1.000<br />
Zugverbindungen täglich!) von Tokio nach Osaka.<br />
Und doch liegen Welten zwischen der hektischen<br />
Betriebsamkeit in der Kapitale und dem entspannten<br />
Charme, den Japans drittgrößte Stadt<br />
auszeichnet. Dass die 2,7 Millionenmetropole zwischen Bergen<br />
und Pazifik zwar niemals einen<br />
Schönheitspreis gewinnen wird, dafür<br />
aber regelmäßig in den Top 10 der<br />
„lebenswertesten Cities weltweit“ aufscheint,<br />
liegt vielleicht auch an ihrem<br />
Motto „kuidaore“, was übersetzt so viel<br />
wie „sich selbst in den Ruin essen“<br />
bedeutet. Denn, so viel sei an dieser Stelle<br />
schon einmal verraten: Ähnlich wie<br />
Sapporo im Norden ist auch Osaka im<br />
Südwesten eher was für Schlemmer und<br />
Shopper, als für klassische Sightseer.<br />
Drei Orte, die man sich trotzdem<br />
unbedingt anschauen sollte: das im Jahr<br />
1583 erbaute Osaka Castle mit seinem<br />
ikonischen Pagodenturm und einer<br />
Gartenanlage, die zum Picknick in<br />
Kirsch- und Pflaumenhainen einlädt.<br />
Den von einem zwölf Meter hohen<br />
Löwenkopf bewachte Namba Yasaka Shrine, auf dessen<br />
Vorplatz an jedem dritten Sonntag im Monat ein tradi tionelles<br />
Tauzieh-Ritual zu Ehren des Windgottes Susanoo stattfindet.<br />
Und das nach 40-jähriger Planungsphase im Jahr 2022<br />
eröffnete Nakanoshima Museum of Art, ein beeindruckender<br />
Steinquader, der mehr als 6.000 Kunstwerke aus den Epochen<br />
der Moderne und der Gegenwart beherbergt.<br />
Sattgesehen? Dann folgen Sie mir jetzt nach Dotonbori mit<br />
seinen unzähligen Streetfood-Restaurants,<br />
Ramschläden und die Nacht zum Tag<br />
machenden Leuchtreklamen. Die älteste<br />
leuchtet hier bereits seit 1935 (wenn<br />
auch damals noch nicht von 14 Millionen<br />
LED-Lämpchen erhellt). Sie zeigt den<br />
Glico-Mann, der für Süßigkeiten wirbt<br />
und in Japan mindestens so bekannt<br />
ist wie bei uns der Kinderschokolade-<br />
Junge. Wer ihn googelt, findet mehr<br />
als 250.000 hochgeladene Selfie-Fotos<br />
mit der Werbeikone im Hintergrund.<br />
Gleich gegenüber, auf der anderen Seite<br />
des Dotonbori-Kanals, lädt eine weitere<br />
SO SEHEN SIEGER AUS!<br />
Die Glico-Reklame<br />
gehört zu Japans meistfotografierten<br />
Motiven.<br />
Attraktion zum Höhenflug: Weil sich<br />
aus Platzgründen kein rundes Riesenrad<br />
ausging, hat das Kaufhaus Don Quijote<br />
aus dem klassischen Kreis einfach ein<br />
Oval gemacht und dieses an seine Fassade<br />
55
EXPLORER_JAPAN<br />
EXTRA-TIPP NARA<br />
Japans ehemalige Hauptstadt<br />
liegt gerade einmal 40 Zugminuten<br />
von Osaka entfernt und ist vor<br />
allem für ihre Tempelanlagen<br />
und die frei umherlaufenden<br />
Sika-Hirsche bekannt. Ab Ende<br />
Oktober/Anfang November sind<br />
aber auch Naras bunte Herbstwälder<br />
Labsal für stadtgeplagte<br />
Augen. Zu den Highlights vor<br />
Ort gehören der rekonstruierte<br />
Hejo-Palast und das älteste<br />
Holzgebäude der Welt, der<br />
Horyuji-Tempel aus dem Jahr<br />
607 nach Christus. Beinah ebenso<br />
lange prägen die erwähnten<br />
Sika-Hirsche das Stadtbild: Ende<br />
des 7. Jhs heilig gesprochen,<br />
genießen sie seitdem nahezu<br />
Narrenfreiheit in ganz Nara.<br />
Tipp: Unbedingt über Nacht<br />
in Nara bleiben und die alten<br />
Tempel am frühen Morgen<br />
erkunden, bevor Massen an<br />
Tagestouristen aus Osaka und<br />
Kyoto in die Stadt einfallen.<br />
TAKOYAKI<br />
Oktopus mal<br />
heiß und<br />
fettig<br />
montieren lassen. Den Blick auf Osakas Skyline aus bis<br />
zu 77 m Höhe schmälert das nicht, in den gläsernen<br />
Kabinen ruckelt es aber ein bisschen mehr, wenn es<br />
um die Ecke, statt in die Kurve geht …<br />
Kreisrunde Krakenkügelchen<br />
und ein eiförmiges Riesenrad<br />
Dotonbori ist aber nicht nur der perfekte Ort, um in die Luft zu<br />
gehen, sondern auch um Osakas Streetfood<br />
zu probieren. Schließlich wurden in der Stadt<br />
einst die Instant-Nudeln erfunden – und so<br />
schmackhafte Köstlichkeiten wie Okonomiyaki.<br />
Dabei handelt es sich um herzhafte<br />
Pfannkuchen mit Kohl, Fleisch oder Meeresfrüchten,<br />
die auf einer heißen Eisenplatte<br />
direkt am Tisch ausgebacken und dann<br />
mit allerlei Saucen und Toppings verspeist<br />
werden. Und weil das eine ziemlich gesellige<br />
Angelegenheit ist, hocken in Dontonboris<br />
Okonomiyaki-Restaurants stets große<br />
Gruppen gut gelaunter Menschen aus allen<br />
Gesellschafts- und Altersgruppen zusammen,<br />
um sich gemeinsam ihr Mittag- oder Abendessen<br />
zu brutzeln. Als weitere Spezialität gelten mit Oktopus<br />
gefüllte Teigbällchen, die als Takoyaki an fast jeder Ecke zu<br />
haben sind. Gegessen werden sie mit japanischen Zahnstochern<br />
statt Stäbchen – was so übrigens auch nicht in meinem Japan-<br />
Knigge stand. Wer seine Krakenkügelchen lieber in einer etwas<br />
weniger grellen Umgebung genießen möchte, spaziert rüber<br />
nach Shinsekai, was eigentlich „neue Welt“ bedeutet, aber an<br />
Retro-Flair kaum zu überbieten ist. 1912 auf dem ehemaligen<br />
Expo-Gelände als Vergnügungspark eröffnet, scheint die Zeit hier<br />
still zu stehen. Statt Neonreklamen leuchten in<br />
den Gassen bis heute Papierlaternen, und statt<br />
in riesigen Lokalen speist man in kleinen,<br />
Izakaya genannten Bars direkt am Tresen.<br />
Satt und glücklich entdecke ich auf dem Weg<br />
zurück ins Hotel eine der golden glänzenden<br />
Billiken-Statuen. Halb Buddha, halb Grinch ist<br />
Osakas Glücksbringer in Shinseiken vor vielen<br />
Geschäften und Lokalen zu finden. Wer dem<br />
kleinen Mann die großen Füße reibt, hat einen<br />
Wunsch frei. Ob meiner wohl in Erfüllung geht?<br />
Ende nächsten Jahres werde ich es wissen, dann<br />
geht in Osaka die EXPO 2025 zu Ende, und<br />
dann stehen in Shinseiken die Uhren hoffentlich<br />
noch immer still.<br />
56
MUSEUM OF<br />
HOUSING &<br />
LIVING für Einblicke<br />
in das Osaka von<br />
anno dazumal<br />
OSAKA<br />
ANREISE<br />
Nonstop mit Lufthansa ab/<br />
bis München, alternativ<br />
über Tokio und weiter per<br />
Inlandsanflug oder in 2:40 h<br />
mit dem Shinkansen.<br />
WOHNEN<br />
■ THE ST. REGIS OSAKA<br />
Zentral an der Midosuij<br />
Avenue gelegenes Luxushotel<br />
mit Rezeption und<br />
gartenartiger Terrasse in der<br />
12. Etage. Die 160 ebenso<br />
aussichtsreichen wie<br />
ultraluxuriösen Zimmer und<br />
Suiten befinden sich in den<br />
15 darüberliegenden Etagen.<br />
Top: das intime Tepanyaki-<br />
Restaurant Wajo mit einer<br />
Handvoll Plätze und<br />
traumhaftem Panoramablick;<br />
ein Must: Afternoon<br />
Tea in der The St. Regis Bar.<br />
Molto delizioso: Dinner im<br />
La Veduta, einem der besten<br />
Edel-Italiener der Stadt.<br />
www.marriott.com<br />
■ CENTARA GRAND OSAKA<br />
Das erste Haus der thailändischen<br />
Centara-Kette in Japan<br />
begeistert mit tollkühner<br />
Architektur und erstklassigem<br />
Rooftop-Dining im Kunsei<br />
Kitchen. 33 Etagen über der<br />
Stadt wird hier innovative<br />
französische Küche mit<br />
japanischem Twist geboten.<br />
Unvergesslich: unter einer<br />
Räucherglocke servierte<br />
Abalone! Ein Stockwerk tiefer<br />
werden im Whiskey Nova<br />
erstklassige Dry Aged Steaks<br />
und Whiskeys aus aller<br />
Welt serviert. Hübsches<br />
Thai-Spa, leider etwas<br />
unterkühlt wirkende Zimmer<br />
und Suiten.<br />
www.centarahotelsresorts.com<br />
ESSEN<br />
■ SHIRUHISA HOZENJI<br />
Traditionsreiche und rustikale<br />
Taverne im Namba-District<br />
mit köstlichen Häppchen,<br />
die zumeist frittiert und mit<br />
hausgemachten Saucen<br />
und Salzen daherkommen.<br />
Unbedingt Platz lassen für<br />
das Lieblingsdessert von<br />
Chefkoch Shiruhisa-san:<br />
gefrorener Erdbeerpudding<br />
in einem zartbitteren<br />
Matcha Mochi!<br />
www.shiruhisa.com<br />
■ HAJIME<br />
3-Sterne-Restaurant mit<br />
7 Plätzen und striktem<br />
Fotoverbot. Der Signature<br />
Dish „Planet Earth“ besteht<br />
aus nicht weniger als 100<br />
verschiedenen Gemüsesorten,<br />
Kräutern und Wurzeln, die<br />
auf Krustentierschaum<br />
serviert werden.<br />
www.hajime-artistes.com<br />
■ KUROMON ICHIBA<br />
MARKET<br />
Bei Touristen, Köchen und<br />
Einheimischen gleichermaßen<br />
beliebter Markt zum<br />
Lebensmittel einkaufen und<br />
Schlemmen. Die bis zu 10 kg<br />
schweren Königskrabben<br />
und Wagyu-Beef vom Grill<br />
sind ein Muss. Wagemutige<br />
lassen sich von einem der<br />
ausgebildeteten Fugu-<br />
Meister auch giftigen<br />
Kugelfisch servieren.<br />
www.kuromon.com<br />
SHOPPEN<br />
■ SENNICHIMAE DOGUYA-<br />
SUJI SHOTENGAI<br />
Shotengai sind überdachte<br />
Ladenstraßen, die man<br />
überall in der Stadt findet.<br />
Die Doguyasuji Shotengai hat<br />
sich auf 150 m Länge ganz<br />
auf Kochutensilien, Geschirr<br />
sowie Restauranteinrichtungen<br />
spezialisiert – skurril und<br />
praktisch zugleich!<br />
14-5 Nanbasennichimae,<br />
Chuo-ku, 542-0075<br />
■ UMEDA<br />
Im Umeda-District reihen<br />
sich große Department<br />
Stores, Elektrokaufhäuser<br />
und Shoppingmalls mit<br />
Street Fashion und Luxusdesignerlabels<br />
wie Perlen an<br />
einer Kette. Am Wochenende<br />
ist hier die ganze Stadt<br />
unterwegs.<br />
■ STUDIO DARTISAN & SA.<br />
Kult-Adressen für Outfits aus<br />
hochwertigem japanischem<br />
Denim. Jeansfans aus der<br />
ganzen Welt lassen hier ihre<br />
Hosen reparieren.<br />
www.dartisan.co.jp<br />
ANSCHAUEN<br />
■ OSAKA CASTLE<br />
Japans berühmteste<br />
Festungsanlage ist heute<br />
ein Museum und verfügt<br />
außerdem über eine große<br />
Gartenanlage, die auch die<br />
Einheimischen gerne zum<br />
Joggen und Picknicken<br />
nutzen.<br />
www.osakacastle.net<br />
■ YASAKA SHRINE<br />
Mitten im quirligen Namba-<br />
District gelegene Shintō-<br />
Tempelanlage mit 12 m<br />
hohem Löwenkopf.<br />
www.nambayasaka.jp<br />
■ NAKANOSHIMA<br />
MUSEUM OF ART<br />
Von César Pelli entworfener<br />
Museumskomplex auf einer<br />
Sandbank zwischen den<br />
beiden Flüssen Tosabori und<br />
Dōjima. So spektakulär wie<br />
die Lage und die Architektur<br />
sind auch viele der rund<br />
6.000 Kunstwerke.<br />
www.nmao.go.jp<br />
ALLGEMEINE<br />
INFOS<br />
www.osaka-info.jp<br />
NARA<br />
WOHNEN<br />
■ JW MARRIOTT HOTEL<br />
NARA<br />
Bis ins kleinste Detail<br />
durchgestyltes Boutique-<br />
Hotel mit edlen Zimmern<br />
und Suiten. Das Frühstück im<br />
Silk Road Dining Restaurant<br />
gehört zu den besten und<br />
außergewöhnlichsten des<br />
Landes. Vorzüglich speisen<br />
lässt es sich aber auch im<br />
eleganten Azekura Restaurant<br />
mit eigenen Bereichen<br />
für Teppanyaki-, Sushi- und<br />
Kaiseki-Dining. Vorzüglicher<br />
High-Tea, innovatives<br />
Experiences-Programm<br />
mit Koch-, Origami- und<br />
Aromatherapiekursen, Sake-<br />
Degustationen und Morning<br />
Yoga im Hotelgarten.<br />
www.marriott.com<br />
ALLGEMEINE<br />
INFOS<br />
www.visitnara.jp<br />
THE ST. REGIS OSAKA<br />
CENTARA GRAND OSAKA<br />
2<br />
57
THAILAND<br />
Im Einklang<br />
mit der Natur<br />
Luxusreisen neu gedacht: In<br />
Thailand verbindet sich Exklusivität<br />
mit Nachhaltigkeit. Statt<br />
nur auf Komfort setzen die Resorts<br />
und Regionen des Landes<br />
zunehmend auf „Ökoluxus“ –<br />
umweltfreundlichen Luxus, der<br />
Natur und Kultur respektiert.<br />
Sehnsuchtsziel Thailand: Das Land<br />
des Lächelns, der Bilderbuchstrände<br />
und der unzähligen Tempel fasziniert<br />
schon seit Jahrzehnten Reisende aus<br />
aller Welt. Von Norden bis Süden bietet<br />
die vielseitige Traumdestination<br />
eine einzigartige Natur, kulturelle Vielfalt<br />
und unvergleichliche Gastfreundschaft<br />
– ganz gleich, ob man stilvoll im<br />
Luxusresort entspannt oder mit dem<br />
Rucksack unterwegs ist. Doch der stetig<br />
wachsende Tourismus Thailands<br />
bringt auch eine immer größer werdende<br />
Verantwortung mit sich: Nachhaltigkeit<br />
rückt stärker in den Fokus. Es git<br />
daher auch immer mehr Möglichkeiten,<br />
das Land auf eine Weise zu erleben,<br />
die Umwelt und Kultur respektiert. Für<br />
ein grünes Reiseerlebnis setzt das paradische<br />
Urlaubsziel zunehmend auf<br />
nachhaltige Tourismusstrategien, die<br />
sowohl Reisenden als auch der Natur<br />
zugutekommen. Nicht nur in den Hotels<br />
und Resorts wird dieser Gedanke<br />
umgesetzt, auch die thailändische<br />
Regierung arbeitet eng mit der Tourismusbranche<br />
zusammen, um nachhaltige<br />
Standards zu fördern und das<br />
Umweltbewusstsein zu stärken. Neben<br />
internationalen Zertifizierungen wie<br />
Green Globe und Travelife gibt es auch<br />
lokale Initiativen wie den Thailand Tourism<br />
Standard (TTS) und die Green Leaf<br />
Foundation, die nachhaltige Praktiken<br />
in der Branche verankern und Reisenden<br />
eine bewusste Wahl ermöglichen.<br />
Auch in den Nationalparks und<br />
Schutzgebieten gelten klare Umweltregeln:<br />
Die Besucherzahlen werden<br />
FOTOS: CREDIT SDFSDF<br />
58
PROMOTION<br />
BANG KACHAO - Das grüne<br />
Paradies Bangkoks.<br />
streng begrenzt, um die empfindlichen<br />
Ökosysteme zu schützen. So bleibt<br />
etwa die berühmte Maya Bay teilweise<br />
geschlossen, um dem Korallenwachstum<br />
Zeit zur Erholung zu geben. Durch<br />
solche Maßnahmen erleben Reisende<br />
die Schönheit der Natur und helfen<br />
gleichzeitig, sie für die Zukunft zu<br />
bewahren.<br />
MAYA BUCHT in Krabi - die<br />
berühmte Lagune besticht<br />
mit einem Traumstrand.<br />
KOH KUT die Provinz Trat<br />
setzt auf umweltfreundliche<br />
Tourismuskonzepte.<br />
Für anspruchsvolle Reisende, die<br />
Exklusivität und Umweltbewusstsein<br />
verbinden möchten, bietet Thailand<br />
erstklassige Optionen. Traumhafte<br />
Resorts wie das Six Senses Yao Noi<br />
oder Soneva Kiri haben sich nachhaltigen<br />
Konzepten verschrieben, die<br />
Umweltverträglichkeit und Luxus vereinen:<br />
Energieeffiziente Technologien,<br />
Solarenergie und plastikfreie Lösungen<br />
gehören zum Standard, genauso<br />
wie der Einsatz lokaler, nachhaltiger<br />
Materialien. Diese Resorts engagieren<br />
sich auch für die Natur und die lokale<br />
Gemeinschaft – sei es durch geführte<br />
Wanderungen, Korallenschutzprojekte<br />
oder die Zusammenarbeit mit ansässigen<br />
Handwerkern. So können Gäste<br />
die Schönheit Thailands erleben und<br />
dabei einen positiven Beitrag zur Erhaltung<br />
dieser einzigartigen Landschaften<br />
leisten.<br />
Ob in einem luxuriösen Resort oder<br />
einem gemütlichen Hostel – Thailands<br />
Schätze lassen sich mit Verantwortung<br />
und Rücksicht erkunden. Das Land<br />
bietet auch eine Vielzahl nachhaltiger<br />
Erlebnisse, vom Entdecken der tropischen<br />
Wildnis bei einer Dschungelwanderung<br />
oder beim Schnorcheln in<br />
kristallklaren, geschützten Gewässern<br />
inmitten bunter Korallenwelten– all<br />
CHIANG MAI- ein Zufluchtsort<br />
für Naturliebhaber und<br />
Kulturinteressierte.<br />
diese Abenteuer sind nicht nur aufregend,<br />
sondern auch umweltbewusst<br />
gestaltet. Für Feinschmecker gibt<br />
es die Möglichkeit, in einem lokalen<br />
Kochkurs frische, handverlesene Zutaten<br />
zu verwenden, die das wahre Thailand<br />
auf den Teller bringen, ohne die<br />
Umwelt zu belasten.<br />
In Thailand bedeutet nachhaltiger<br />
Tourismus, dass Gäste weder auf<br />
Komfort noch auf das Gefühl von<br />
Exklusivität verzichten musst. Im Gegenteil:<br />
Reisende tauchst tiefer ein in<br />
das authentische Erlebnis und spüren<br />
dabei die Verbundenheit mit der Natur.<br />
Das Land beweist eindrucksvoll,<br />
dass exklusive Luxusmomente und<br />
einfache, unvergessliche Outdoor-Erlebnisse<br />
auf nachhaltige Weise Hand<br />
in Hand gehen können. Hier ist jeder<br />
willkommen, sei es der anspruchsvolle<br />
Resortgast oder der abenteuerlustige<br />
Entdecker – Thailand lässt sich<br />
in seiner vollen Pracht genießen und<br />
gleichzeitig geschützt und bewahrt für<br />
zukünftige Generationen.<br />
www.www.thailandtourismus.de<br />
59
48 STUNDEN_BANGKOK<br />
Bangkok in 48<br />
Stunden<br />
One night in Bangkok? Reicht<br />
definitiv nicht aus, um die<br />
11-Millionenmetropole zu<br />
erkunden. Kein Wunder also,<br />
dass CC-Autor Jörg Bertram<br />
stets zwei Tage einplant, bevor<br />
er von der Stadt der Engel an<br />
die Paradiesstrände des<br />
Landes weiterzieht.<br />
TEXT: JÖRG BERTRAM<br />
60
FEUER & FLAMME für das Divana Divine Spa<br />
SUNSET CRUISE mit dem Hotelboot des Peninsula<br />
ICON SIAM Luxus-Mall mit beeindruckender Auswahl<br />
1. TAG<br />
Nicht nur besser als die meisten Hotel-Spas,<br />
14:00 sondern auch günstiger und authentischer: Das<br />
Divana Divine Spa ist in einem alten Teehaus mit<br />
hübschem Garten untergebracht und der perfekte SOS-Stopp<br />
auf dem Weg vom Airport in die City. Die Massagen hier sind<br />
tatsächlich „göttlich“ und lassen einen schnell vergessen,<br />
dass der Flug wieder einmal alles andere als „wie im Flug“<br />
verging… Unbedingt probieren: Das eigens gegen Jetlag und<br />
Verspannung entwickelte „Organic Anxiety Free“-Treatment!<br />
www.divanaspa.com<br />
Der Chao Phraya ist die Lebensader Bangkoks<br />
17:30 und zieht sich wie ein schwungvoll auf die Erde<br />
geworfenes Band durch die Stadt. Bei einer<br />
Sunset-Cruise erlebt man das Leben auf dem Fluss hautnah<br />
und passiert außerdem zahlreiche illuminierte Sehenswürdigkeiten.<br />
Touranbieter gibt es viele, besonders stil- und<br />
stimmungsvoll sind aber die „Romance on the River“-Cruises<br />
vom Peninsula-Hotel mit Champagner und Canapés an Bord<br />
einer luxuriösen Hotel-Dschunke. www.peninsula.com<br />
Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete<br />
20:30 Potong befindet sich im Gebäude einer alten<br />
Apotheke, die 1910 im Sino-Portuguese-Style in<br />
Chinatown erbaut wurde. Es ist das Reich von Chefköchin<br />
Pam Soontornyanakij, die ihr Handwerk u. a. bei Jean-Georges<br />
Vongerichten in New York gelernt hat und mit großartiger<br />
Thai-Chinese-Western-Fusion-Cuisine begeistert. Das 12-Gang-<br />
Tastingmenu wechselt häufig. Die himmlischen Yin-Yang-<br />
Eggnoodles mit Kaviar und einer kräftigen Knochenbrühe<br />
gelten als einer der Signature-Dishes und stehen glücklicherweise<br />
häufig auf der Karte. www.restaurantpotong.com<br />
Dancing the night (and the jetlag) away? Das Sing<br />
23:00 Sing Theater gehört zu den glamourösesten<br />
Nightclubs in Sukhumvit. Das Interior mit<br />
hunderten kleinen Laternen könnte aus einer Baz-Luhrmann-<br />
Verfilmung stammen. Die DJs, Tänzer und Shows sind<br />
Weltklasse. https://linktr.ee/singsingtheater<br />
2. TAG<br />
Sleepless in Bangkok? Kennen wir … Deshalb zieht<br />
6:30 es uns auch regelmäßig im Morgengrauen auf den<br />
großen Blumenmarkt Pak Khlong Talat. Hektische<br />
Betriebsamkeit mischt sich hier mit himmlischem Blütenduft<br />
und einem Meer aus Farben und Lichtern – der perfekte<br />
Flower-Power-Kickstart in den Tag! Im „Farm to Table“-<br />
Bistro (179 Atsadang Rd.) gibt’s danach einen starken<br />
Bio-Espresso und köstliche Waffeln. Oder man entscheidet<br />
sich fürs Floral Café at Napasorn (67 Chakkraphet Rd.),<br />
einem ebenso eklektischen wie retro-chiquen Mix aus<br />
Blumenladen und erstklassiger Patisserie.<br />
Wenn Sie auch zu denjenigen gehören, die sich im<br />
11:30 Restaurant nie entscheiden können, dann ist das<br />
von zwei Food-Bloggern, einem Designer und<br />
einem preisgekrönten TV-Koch geführte Phed Mark genau die<br />
richtige Adresse. Die quietschbunte Streetfood-Hütte mit ein<br />
paar Barhockern drinnen und einigen Tischen draußen hat<br />
nämlich nur ein einziges Gericht auf der Karte: Pad Kaprao,<br />
im Wok gebratener Reis mit Hackfleisch, Spiegelei und ganz<br />
viel „Heiligem Basilikum“. Besser als im Phed Mark bekommt<br />
man das im ganzen Land beliebte Soulfood nur von der<br />
eigenen Thai-Großmutter zubereitet.<br />
www.phedmark.com<br />
POTONG Fine Dining bei<br />
SDFSDFAL Fire Chefköchin Pam Soontornyanakij<br />
Cusdfsdfsdf<br />
61
48 STUNDEN_BANGKOK<br />
Ein Besuch in Bangkok ohne einen Abstecher in eine der<br />
13:00 riesigen Shopping- & Entertainment-Malls! Unvorstellbar!<br />
Das ICON SIAM mit 500 Geschäften – darunter fast alle<br />
internationalen Luxusbrands – und einem erstklassigen Foodcourt<br />
erreicht man vom Si-Phraya- oder Sathorn-Pier aus mit Expressfähren,<br />
die beinah im Minutentakt verkehren. www.iconsiam.com<br />
WAT PHO Tempel mit angeschlossener Thai-Massage-Schule<br />
Von erstklassigen Thai-Massagen können wir gar nicht<br />
16:30 genug bekommen – erst recht nicht, wenn 30 min für<br />
gerade einmal 280 Bhat, was umgerechnet rund 8 Euro<br />
entspricht, angeboten werden! Zu unseren Lieblingsadressen gehört<br />
daher die Wat Pho Thai Traditional Medical School, wo einen der<br />
bestens ausgebildete Masseurnachwuchs unter fachkundiger Aufsicht<br />
dehnt, dreht und durchklopft. Der Eingang befindet sich ein bisschen<br />
versteckt gegenüber vom Wat-Pho-Tempel mit seiner fast 50 m<br />
langen, liegenden Buddha-Statue. Achten Sie auf ein gelbes<br />
Hinweisschild. www.watpho.com<br />
PAK KHLONG TALAT Bangkoks großer Blumenmarkt<br />
LENNON‘S Top-Bar<br />
im Rosewood Bangkok<br />
Aus dem Thailändischen übersetzt bedeutet „Du“ so<br />
19:30 viel wie Jahreszeit – und um saisonales Thai-Food vom<br />
Feinsten geht es auch im Le Du, einem unweit vom<br />
Lumphini-Park in einer ruhigen Seitenstraße gelegenen Restaurant.<br />
Die Atmosphäre ist familiär und herzlich, das Ambiente reduziert<br />
und fast schon ein bisschen rustikal. Für Kreationen à la Tintenfisch<br />
auf schaumiger Thai-Bernaise oder heimischem Wagyu-Beef mit<br />
Fried Noodles und Chili-Püree wurde Inhaber und Chefkoch Tonn<br />
Thidid Tassanakajohn mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.<br />
2023 führte das Le Du darüber hinaus auch die „Asia’s 50 Best<br />
Restaurants“-Liste von S. Pellegrino an. www.ledubkk.com<br />
Gar nicht so einfach, in der „Stadt der Engel“ die beste<br />
22:30 Rooftop-Bar zu küren. Zu unseren Favoriten gehört aber<br />
auf jeden Fall das Lennon’s im Rosewood Bangkok.<br />
Die Aussicht ist hier mindestens so fantastisch wie das Cocktailangebot<br />
oder die rund 600 Vinyls umfassende Plattensammlung.<br />
Und auch das Interior – irgendwo zwischen Speakeasy, Midcentury-<br />
Gentlemen’s-Club und The-Great-Gatsby-Kulisse angesiedelt, kann<br />
sich sehen lassen. www.rosewoodhotels.com<br />
3. TAG<br />
Der Niederländer Co van Kessel war der erste, der in den<br />
8:00 1990er-Jahren mit Bangkok-by-Bike-Exkursionen an den<br />
Start ging. Nach seinem Tod hat ein junges, engagiertes<br />
Thai-Team übernommen. Wem der 5-Stunden-Trip inkl. Longboat-<br />
Fahrt und Abstecher in die Außenbezirke zu lang ist, bucht am besten<br />
die dreistündige „Co Original“-Tour, die abseits der ausgetretenen<br />
Touristenpfade durch die Altstadt führt. www.covankessel.com<br />
BANGKOK<br />
BY BIKE<br />
PAD KAPRAO<br />
Thailands beliebtes<br />
Traditionsgericht<br />
Auf dem Weg zum Survarnabhumi-Airport gelegen, ist<br />
13:00 das Prasart Museum ein echter Geheimtipp. Über ein<br />
fast 2,5 ha großes Gartengelände mit stattlicher Villa,<br />
lauschigem Bambuswäldchen und zahlreichen Teichen verteilt, gibt<br />
es hier antike Tempel und historisches Kunsthandwerk zu bestaunen.<br />
Das Museum befindet sich im privaten Besitz des Bangkoker<br />
Baumoguls Khun Prasart, der mitunter selbst vor Ort ist und seine<br />
Besucher dann höchstpersönlich herumführt. Eine Guided-Tour<br />
(Dauer ca. 1 Std., telefonische Reservierung unter<br />
T. +66 2 379 36 01 erforderlich) lohnt sich aber<br />
auch ohne den Herrn des Hauses.<br />
4 A, Krungthep Kritha, Khwang Hua Mak,<br />
Khet Bang Kapi, Bangkok 10240<br />
62
1<br />
2<br />
HOTELTIPPS<br />
1. PARK HYATT BANGKOK (1)<br />
In einem futuristischen Wolkenkratzer<br />
mit exklusiver Shopping-Mall unten und<br />
luxuriös-lauschiger Rooftop-Bar oben<br />
untergebrachter Designertempel der<br />
Superlative. Spektakulär: der 40-m-Pool<br />
hoch über den Gärten der britischen<br />
Botschaft. Top: das „Penthouse Bar + Grill“<br />
in den Etagen 34 bis 36 mit Clubatmosphäre,<br />
Chef’s Table und beeindruckender Kunstsammlung<br />
der Besitzerfamilie. Tipp: der<br />
Louis XV Afternoon Tea im Living Room!<br />
www.hyatt.com<br />
2. THE SIAM (2)<br />
Für den eklektischen Neo-Art-déco-Look<br />
des 38 Suiten und Poolvillen kleinen und<br />
im September <strong>2024</strong> teilweise renovierten<br />
Boutique-Resorts am Fluss zeichnete mit<br />
Designerlegende Bill Bensley und Thai-<br />
Rockstar Noi ein kongeniales Kreativduo<br />
verantwortlich. Bereits die kleinste Suite<br />
punktet mit 80 m 2 . Die 130 m 2 großen Villen<br />
können mit Plunge Pool, Innenhof oder<br />
Terrasse aufwarten. Das elegante Chon<br />
Thai-Restaurant ist in einem alten Teakholzgebäude<br />
untergebracht. Im „The Story<br />
House“ speist man im edlen Wintergarten-<br />
Ambiente. Wagemutige könnte sich im The<br />
Siam sogar ein Thai-Tattoo stechen lassen.<br />
www.thesiamhotel.com<br />
3<br />
4<br />
3. FOUR SEASONS<br />
AT CHAO PHRAYA RIVER (3)<br />
Das 2020 eröffnete Four Seasons punktet<br />
mit Traumlage am Fluss sowie einer der<br />
schönsten Pool- und Gartenlandschaften<br />
der Stadt. Herausragend ist auch das<br />
gastronomische Angebot mit jeweils einem<br />
kantonesischen, französischen und italienischen<br />
Restaurant. Fürs edle Interior der<br />
50 bis 450 m 2 großen Refugien zeichnet<br />
mit Jean-Michel Gathy ein Star der Szene<br />
verantwortlich. Im hoteleigenen Urban<br />
Wellness Centre kann man sich nicht nur<br />
mit Facials und Massagen verwöhnen lassen,<br />
sondern auch Boxing-Classes buchen.<br />
www.fourseasons.com<br />
4. CAPELLA BANGKOK (4)<br />
Direkt am Chao Phraya gelegene Stadtoase<br />
mit sieben ultraluxuriösen Poolvillen sowie<br />
94 Zimmern und Suiten mit Panoramablick<br />
aufs Wasser. Im Sternerestaurant „Côte by<br />
Mauro Colagreco“ begeistert die kreative<br />
„Riviera Cuisine“. Beeindruckend ist aber<br />
auch das Angebot der „Capella Culturists“,<br />
die im Handumdrehen private Streetfood-<br />
Touren mit einem der Chefköche, Tempelmeditationen,<br />
Kunsthandwerk-Workshops<br />
oder sogar ein privates Seafood-BBQ auf<br />
der eigenen Terrasse ermöglichen.<br />
www.capella.com<br />
Mein Bangkok<br />
IM INTERVIEW: NICK DOWNING,<br />
GENERAL MANAGER DES THE SIAM,<br />
ÜBER SEINE LIEBLINGSORTE ZUM<br />
SCHLEMMEN, SHOPPEN UND STAUNEN<br />
Bangkok gilt als Asiens führende Gourmet-<br />
Hauptstadt. Was sind Ihre drei Lieblingsorte<br />
für Streetfood, Michelin-Sterne-Küche und ein<br />
romantisches Abendessen mit Aussicht?<br />
Oje, das ist schwierig, denn die Restaurantszene<br />
in Bangkok hat sich in den letzten Jahren beinah<br />
explosionsartig entwickelt, und es ist fast<br />
unmöglich, sich in jedem Bereich auf ein einziges<br />
zu beschränken. Ich wohne in derselben Straße<br />
wie das berühmte, mit einem Michelin-Stern<br />
ausgezeichnete Streetfood-Lokal Jay Fai, das die<br />
thailändische Streetfood-Kultur seit Jahren auf<br />
internationaler Ebene hervorragend repräsentiert.<br />
Ich schicke meine Gäste aber auch gern in die Straße<br />
gegenüber von The Siam, wo es ebenfalls großartiges<br />
Streetfood und fast nur Einheimische gibt.<br />
In Sachen Fine-Dining habe ich viele Michelin-<br />
Sterne-Favoriten. Eine meiner persönlichen<br />
Empfehlungen ist das Potong. Chefköchin Pam<br />
zelebriert hier fantasievolle kulinarische Reisen, die<br />
immer wieder überraschen und beeindrucken. Und<br />
auch die Opium Bar in den oberen Stockwerken ist<br />
einen Besuch vor oder nach dem Essen wert.<br />
Darüber hinaus könnte ich mir keinen romantischeren<br />
Ort mit Aussicht vorstellen als das Nusara. Unter<br />
der Leitung von Starkoch Ton bietet dieses nach<br />
Covid neu gestaltete, mehrstöckige Restaurant<br />
einen unglaublichen Blick auf den benachbarten<br />
Palastbezirk, der mit dem ebenso beeindruckenden<br />
thailändischen Degustationsmenü konkurriert.<br />
Das beste Souvenir, das man aus<br />
Bangkok mitbringen kann?<br />
Da bin ich wenig voreingenommen. Im The Siam<br />
haben wir nämlich kürzlich eine neue Partnerschaft<br />
mit einem Fotografen geschlossen, der ganz<br />
traditionell mit Kollodium-Nassplatten arbeitet.<br />
Was gibt es Schöneres, als sein Studio in der Altstadt<br />
zu besuchen, sich mit einer jahrzehntealten<br />
Vintage-Kamera porträtieren zu lassen und dann<br />
zu sehen, wie das Bild in der Dunkelkammer zum<br />
63
48 STUNDEN_BANGKOK<br />
Leben erweckt wird? Es ist ein gerahmtes,<br />
einzigartiges Porträt auf Metallplatte, das<br />
Sie für immer an Ihre Zeit in Bangkok<br />
erinnern wird.<br />
Wo fühlt sich die „Stadt der Engel“ für<br />
Sie am himmlischsten an?<br />
Ich habe das Glück, in der Altstadt von<br />
Bangkok zu wohnen, und verbringe oft<br />
Zeit damit, die verschiedenen historischen<br />
Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Mitunter<br />
kann es hier sehr geschäftig zugehen. In den<br />
frühen Morgenstunden ist es jedoch noch<br />
relativ ruhig, wenn man die Treppen zum Wat<br />
Saket-Tempel hinaufsteigt und von hier aus<br />
die umliegenden Paläste überblickt.<br />
Sie möchten dem Trubel der Stadt für einen<br />
Tag entfliehen – wo ist Ihr Lieblingsort?<br />
Sie haben gerade unser Hotel, das The Siam,<br />
beschrieben – eine Ruheoase, die nur eine<br />
kurze Bootsfahrt von allem entfernt ist, was<br />
Bangkok zu bieten hat! Aber im Ernst: Eine<br />
weitere Aktivität, die ich gerne empfehle, ist<br />
ein Tagesausflug in die alte Hauptstadt<br />
Ayutthaya. Wenn man frühmorgens losfährt,<br />
ist man in etwas mehr als einer Stunde dort<br />
und kann einen ganzen Tag damit verbringen,<br />
die historischen Sehenswürdigkeiten zu<br />
erkunden und ein fantastisches lokales<br />
Mittagessen zu genießen, bevor man wieder<br />
zurückfährt, bevor der Hauptverkehr einsetzt.<br />
Die besten Joggingstrecken für Sportler<br />
und Frühaufsteher?<br />
Natürlich gibt es den Lumphini-Park, Bangkoks<br />
„Central Park“ in der Innenstadt, in dem<br />
die Einheimischen gern entspannen und<br />
joggen. Was viele nicht wissen, ist, dass es<br />
dort auch eine begrünte Fußgängerbrücke<br />
gibt, die in den Benjakitti Park führt. So kann<br />
man beide Parks auf einmal erkunden.<br />
An beiden Ufern vom<br />
Chao Phraya hat sich in<br />
den letzten Jahren viel<br />
getan, was sollte man<br />
hier unbedingt sehen?<br />
Und welche anderen<br />
„In“-Viertel sind einen<br />
Besuch wert?<br />
Ja, in den letzten Jahren<br />
hat sich der Fokus auf den<br />
Chao Phraya verlagert, und<br />
es hat sich tatsächlich viel<br />
getan. Das gilt insbesondere<br />
für die Eröffnung des<br />
riesigen ICON SIAM-Shopping-<br />
und Entertainmentkomplexes<br />
im Jahr 2019. Wir schicken unsere<br />
Gäste jedoch oft auf auch die andere Seite<br />
des Flusses in das Kreativviertel „Talat Noi &<br />
Charoen Krung 30“, das mit seinen Galerien,<br />
Coffeeshops und der Möglichkeit, eine andere<br />
Seite des Lebens in Bangkok kennenzulernen,<br />
viel zu bieten hat.<br />
COURTYARD im The Siam Hotel<br />
Ein Sak Yant<br />
Tattoo, wie wir es<br />
in unserem Opium-<br />
Spa anbieten, ist so<br />
etwas wie ein Segen<br />
auf der Haut, der<br />
dem Träger Glück,<br />
Liebe und<br />
Freude bringt.<br />
Gibt es etwas, was man in Bangkok auf<br />
keinen Fall tun sollte – und etwas, das man<br />
auf keinen Fall verpassen darf?<br />
Um ehrlich zu sein, würde ich niemandem<br />
empfehlen, Bangkok zu Fuß zu erkunden, und<br />
auch mit dem Auto dauert es oft Stunden,<br />
bis man sein Ziel erreicht, selbst dann, wenn<br />
der Verkehr gerade einmal fließt. Daher rate<br />
ich unseren Besuchern immer, nicht zu viele<br />
Aktivitäten an einem Tag zu planen. Nehmen<br />
Sie sich Zeit und bleiben<br />
Sie lieber länger, anstatt<br />
zu versuchen, möglichst<br />
viel in möglichst kurzer<br />
Zeit zu besichtigen.<br />
Von den großen, internationalen<br />
Luxusbrands<br />
einmal abgesehen, welche<br />
heimischen Labels lohnen<br />
sich für Fashionistas und<br />
Shopaholics?<br />
Natürlich wäre es nachlässig,<br />
die kultigste<br />
thailändische Modemarke,<br />
Jim Thompson, nicht<br />
zu erwähnen, die luxuriöse Kreationen aus<br />
thailändischer Seide und fabelhafte Freizeitkleidung<br />
anbietet. Vor kurzem wurde übrigens<br />
der Thompson-Flagshipstore samt Museum<br />
und Restaurant renoviert. Dort kann man<br />
immer ein paar schöne Stunden verbringen.<br />
Ganz in der Nähe befinden sich auch die<br />
DIREKT AM CHAO PHRAYA The Siam<br />
Shoppingareas Siam Discovery, Siam Center<br />
und Siam Paragon, wo lokale thailändische<br />
Designer wie Asava und sogar Sirivanavari,<br />
die von Prinzessin Sirivannavari Nariratana<br />
Rajakanya gegründete Marke, vertreten sind ...<br />
Aber Vorsicht, Sie könnten sich hier stundenlang<br />
verlaufen und viel Geld ausgeben!<br />
Gibt es ein persönliches Erlebnis, von dem<br />
Sie im Nachhinein sagen: So etwas kann<br />
einem nur in Bangkok passieren!<br />
Einmal mehr werde ich hier voreingenommen<br />
sein und wieder vom The Siam berichten, wo<br />
Sie sich im Opium-Spa ein Sak Yant-Tattoo<br />
stechen lassen können. Ein Sak Yant ist so<br />
etwas wie ein Segen auf der Haut, der dem<br />
Träger Glück, Liebe und Freude bringt.<br />
Es ist eine zutiefst spirituelle Erfahrung und<br />
definitiv etwas, das man nur in Bangkok<br />
erleben kann.<br />
Ihr wunderbares Hotel wurde gerade<br />
renoviert. Welche spannenden Neuigkeiten<br />
können wir also erwarten?<br />
Nach der erfolgreichen Renovierung und<br />
Neugestaltung unserer Lobby im Jahr 2019<br />
war es an der Zeit, die zentrale Hauptresidenz,<br />
in der sich unser ikonisches Atrium mit den<br />
hoch aufragenden Palmen befindet, sowie<br />
alle 28 Suiten von Grund auf zu erneuern.<br />
Um ehrlich zu sein, haben sich das Aussehen<br />
und die Atmosphäre nicht dramatisch<br />
verändert, da das Highlight aller Bereiche und<br />
Suiten die Kunst- und Antiquitätensammlung<br />
des Eigentümers ist und bleibt. Es wurden<br />
jedoch die Bodenbeläge ausgetauscht und<br />
andere strukturelle Änderungen vorgenommen.<br />
Jetzt können wir etwa das Atrium<br />
kühlen und somit auch als Veranstaltungsort<br />
für Firmenevents oder private Feiern nutzen.<br />
Darauf sind wir ebenso stolz wie auf die<br />
Tatsache, dass unsere Gäste die Umbauarbeiten<br />
so gut wie gar nicht mitbekommen<br />
haben und nie durch Baulärm oder ähnliches<br />
gestört wurden.<br />
64
BOUTIQUE_LIPPENSTIFTE<br />
Nuanciert<br />
Carolina Herrera<br />
setzt in diesem<br />
Herbst auf warme<br />
Farben und<br />
cremige Texturen<br />
für die Lippen.<br />
www.carolina<br />
herrera.com<br />
Lippen-<br />
6<br />
7<br />
9<br />
bekenntnis<br />
Matt oder glänzend? Rosé, rosig oder in<br />
warmem Weinrot? Wir verraten, welche<br />
Lipsticks jetzt unsere Lieblinge sind.<br />
TEXT: JULIA SCHAUER<br />
2<br />
1. Sinnlich<br />
Lipstick „Red“ von<br />
Jacks Beauty Line<br />
www.jacksbeautyline.com<br />
2. Samtig<br />
Lip Power Matte<br />
Nr. 112 von Giorgio<br />
Armani Beauty<br />
www.armani.com<br />
3. Lieblich<br />
Rouge Intense Satiné<br />
Nr. 221 „Orange<br />
Bastille“ von Sothys<br />
www.sothys.de<br />
4. Dezent<br />
Explicit Lipstick Nr. 882<br />
„Unashamed“ von Nars<br />
www.narscosmetics.de<br />
1<br />
3<br />
4<br />
5<br />
5. Koop<br />
Rouge G Twist Marmo<br />
Satin Lipstick von<br />
Guerlain x Pucci<br />
www.guerlain.com<br />
6. Glanzlos<br />
Monochrome Hyper<br />
Matte Lippenstift<br />
Nr. 24 von Prada<br />
www.prada.com<br />
7. Strahlend<br />
Loveshine Lipstick Nr.<br />
206 „Spicy Affair” von<br />
8<br />
YSL Beauty<br />
www.yslbeauty.com<br />
8. Verrucht<br />
Rouge Allure Lippenstift<br />
Nr. 109 „Rouge Noir”<br />
von Chanel<br />
www.chanel.com<br />
9. Stay with me<br />
Lasting Plump Lipstick<br />
Nr. LPL08 „Terracotta<br />
Red” von Sensai<br />
www.sensaicosmetics.com<br />
65
DESTINATIONSTEST_MALAYSIA<br />
Als aufstrebende Wirtschaftsmacht gehört Malaysia zu den sogenannten<br />
„kleinen Tigern“ in Fernost. Während sich die Städte inzwischen längst als<br />
faszinierende Boomtowns präsentieren, ist auf dem Land und in den<br />
Küstenregionen noch immer ein Hauch vom alten, exotischen Malaysia<br />
spürbar – ein Kontrast, so faszinierend wie der gesamte Staat,<br />
findet CC-Autorin Kiki Baron.<br />
LANGKAWI SKY-BRIDGE<br />
Malaysias schwungvoll in 700 Höhenmetern<br />
erbautes Brückenwunder<br />
66
Aus der Luft betrachtet gleicht<br />
Malaysia einem riesigen,<br />
grünen Patchwork-Teppich.<br />
Mal präsentiert es sich so<br />
hell wie die großflächigen<br />
Ölpalmenplantagen, mal so<br />
knallig wie die unendlichen<br />
Reisfelder oder so dunkel wie der Dschungel<br />
im bergigen Binnenland. In den Bundesstaaten<br />
Sarawak und Sabah auf der Insel<br />
Borneo dominieren Wälder, ein geraumer<br />
Teil davon zig Millionen Jahre alt und mit<br />
unglaublichem Reichtum an Fauna und<br />
Flora gesegnet. An den Küsten, insgesamt<br />
5.000 Kilometer lang, protzt das Land<br />
sowohl an der Straße von Malakka als auch<br />
an der South China Sea mit Stränden.<br />
Malaysia gehört zu den Boom-Staaten in<br />
Fernost, den sogenannten „kleinen Tigern“.<br />
Damit werden die Länder bezeichnet, die<br />
sich in den letzten Jahrzehnten rasant<br />
entwickelt haben. Abzulesen ist das an<br />
Metropolen wie der Hauptstadt Kuala<br />
Lumpur, kurz KL genannt, George Town auf<br />
Penang oder Kuta Kinabalu, KK genannt,<br />
auf Borneo. Moderne Architektur, viele<br />
Wolkenkratzer und eine moderne Infrastruktur<br />
prägen hier das Bild. Das gilt auch für die gut<br />
ausgebauten Straßen und Autobahnen sowie<br />
für die Zugstrecken im ganzen Land. Auf den<br />
Trassen rollt jetzt auch wieder der Luxuszug<br />
„Belmond Eastern & Oriental Express“.<br />
Modern & Multikulti<br />
Für Besucher, ob aus Nachbarländern oder<br />
westlichen Gefilden, haben die historischen<br />
Viertel in den Städten stets einen ganz<br />
besonderen Reiz. Es sind Überbleibsel<br />
des britischen Empires, angereichert mit<br />
architektonischen Akzenten von Zuwanderern<br />
aus China und Indien, die hier auch ihre<br />
Tempel, Kirchen und Moscheen bauten.<br />
Staatsreligion ist der Islam, ein toleranter,<br />
ABHÄNGEN im<br />
Sepilok Orang Utan<br />
Rehabilitation Centre<br />
67
DESTINATIONSTEST_MALAYSIA<br />
HOCH HINAUS Der 679 m hohe Merdeka-Tower in Kuala<br />
Lumpur ist das zweithöchste Gebäude der Welt.<br />
SIBUAN ISLAND Mini-Eiland mit einem Rest von Robinson-Crusoe-Flair<br />
68
BILDSCHÖN Marine Park rund um die Insel Pulau Payar und<br />
Cenang Beach einer der Traumstrände auf Langkawi<br />
der bereits seit dem 15. Jahrhundert auch andere<br />
Glaubensbekenntnisse akzeptiert. Religionsfreiheit<br />
gilt bis heute. Etwa 60 Prozent der Bevölkerung<br />
sind sunnitische Muslime, gefolgt von Buddhisten,<br />
Christen und Hindus. Der größere Teil der weiblichen<br />
Bevölkerung trägt Kopftuch. Von Touris tinnen<br />
wird das nicht erwartet, außer sie besichtigen eine<br />
Moschee. Arme und Beine sollten dabei ebenfalls<br />
bedeckt sein. Das gilt auch für Männer. Zu viel<br />
nackte Haut wird nirgendwo gern gesehen, auch<br />
nicht am Strand oder Pool. Oben ohne oder Nacktbaden<br />
sind landesweit verboten. Der öffentliche<br />
Austausch von Zärtlichkeiten ist ebenso verpönt<br />
wie Gefühlsausbrüche peinlich sind. Das Gesicht<br />
zu verlieren ist für Einheimische sehr unangenehm.<br />
Besser „do as the locals do“, also immer<br />
verständnisvoll lächeln. Auch dann noch, wenn in<br />
einem Lokal weder Bier noch Wein serviert<br />
werden. Alkoholkonsum ist zwar<br />
nicht verboten, doch der Ausschank<br />
beschränkt sich weitestgehend<br />
auf Hotels und Restaurants mit<br />
internationaler Klientel.<br />
Vor Jahrzehnten schon mal in<br />
Malaysia gewesen? Dann dürfte<br />
die Überraschung heute groß sein,<br />
wundert man sich doch, wie gut alles funktioniert.<br />
Denn Malaysia kann nicht nur Grün und Multikulti,<br />
sondern auch High-Tech. Verkehrsmittel sind<br />
auf neuestem Stand, Frauenpower und digitale<br />
Kommunikation Normalität.<br />
90 Prozent der Einwohner<br />
besitzen ein Handy. Und mit<br />
hoher Wahrscheinlichkeit<br />
hat man mit seinem eigenen<br />
sogar an entlegenen Stränden<br />
und im Dschungel Empfang.<br />
Weiße Sandstrände kombiniert<br />
mit Regenwald und Mangroven<br />
findet man vornehmlich auf<br />
Langkawi im Nordwesten<br />
von Malaysia. Die Insel gilt<br />
als Luxusdestination und<br />
ist zollfrei. Ein Dutzend<br />
exklusiver Resorts verteilt<br />
Zu Besuch bei<br />
Nasenaffen, Orang<br />
Utans, Elefanten,<br />
Krokodilen &<br />
Nashornvögeln<br />
sich über die Buchten. Dazu gehören auch die<br />
getesteten: „The Datai“, „Ritz-Carlton“ und „Four<br />
Seasons“. Zudem bieten sich das „St. Regis“ und<br />
SLH-Hotel „The Danna Langkawi“ an. 2007 erhielt<br />
Langkawi den Status UNESCO Global Geopark –<br />
als erste Destination in Südostasien. Damit werden<br />
die Mangroven und die 500 Millionen Jahre alten<br />
Kalksteinformationen vor Eingriffen bewahrt. Als<br />
Hotelgast hockt man im Habitat wilder Tiere. Nicht<br />
selten läuft einem ein Affe oder gleich ein ganzer<br />
munterer Clan über den Weg.<br />
Mehr als nur Beach in Borneo<br />
Sabah und Sarawak auf Borneo sind noch mal<br />
ganz andere Welten. Es wäre schade, nur zum<br />
Strandvergnügen ins 5-Sterne-Resort „Shangri-La<br />
Tanjung Aru“ zu jetten. Denn dann würde man<br />
die atemberaubenden Urwaldlandschaften<br />
verpassen. In den<br />
unberührten Regenwäldern der<br />
Nationalparks leben nämlich<br />
endemische Nasenaffen, Orang-<br />
Utans, Elefanten, Krokodile und<br />
Nashornvögel. Besser man bucht<br />
zwei- oder mehrtägige Ausflüge<br />
vor der Reise und achtet darauf,<br />
dass Wildlife Watching morgens und abends im<br />
Programm steht. Denn zu diesen Zeiten sind die<br />
tierischen Bewohner am aktivsten. Empfehlenswert<br />
ist eine Tour in die „Danum Valley Conservation<br />
Area“ mit 125 Säugetierund<br />
300 Vogelarten. Oder<br />
ins „Sepilok Orang Utan<br />
Rehabilitation Centre“. In<br />
der Auffangstation werden<br />
verwaiste oder aus der<br />
Gefangenschaft befreite Tiere<br />
auf das Leben in der Wildnis<br />
vorbereitet. Des Menschen<br />
nächsten Verwandten im<br />
Dschungel nahe zu kommen,<br />
ist ein berührendes Erlebnis.<br />
Gänsehautgefühl ist quasi<br />
garantiert.<br />
www.malaysia.travel<br />
69
HOTELTEST_MALAYSIA<br />
Banyan Tree Kuala Lumpur<br />
DUFTENDES FLAIR MIT SKYLINE-SICHT<br />
DEM HIMMEL GANZ NAH Das Banyan Tree erstreckt<br />
sich von der 53. bis zur 60. Etage eines Wolkenkratzers.<br />
TEST-<br />
HIGHLIGHT<br />
Die wunderbaren<br />
Rituale und<br />
Anwendungen im<br />
bildschönen Banyan<br />
Tree Spa.<br />
Lage | im Stadtzentrum von<br />
Kuala Lumpur, mitten im<br />
Goldenen Dreieck, ca. 1 Fahrstunde<br />
vom internationalen<br />
Airport entfernt<br />
Kategorie | 5 Sterne, ein Luxushotel<br />
der Banyan-Tree-Gruppe<br />
Architektur | in einem<br />
spektalulären Wolkenkratzer<br />
untergebrachtes Hotel mit<br />
Zimmern und Suiten vom 53.<br />
bis 60. Stockwerk<br />
Zimmer & Suiten | insgesamt<br />
55, Zimmer mit 51- 67 m 2 ,<br />
Suiten 62- 313 m 2 Wohnfläche<br />
CCircle-Tipp | die Sanctuary<br />
Suite mit eigenem Relaxation<br />
Pool und Blick auf die Petronas<br />
Twin Towers<br />
Stil & Ambiente | geradlinigmodernes<br />
und ausgesprochen<br />
wertvolles Interior-Design von<br />
Jacques Garcia, große<br />
Glaswände, edle Holzfußböden<br />
Facilities | 3 Restaurants,<br />
Indoor-/Outdoor-Bar, Patisserie<br />
„Bake by Banyan Tree“<br />
Spa | Banyan Tree Spa mit 4<br />
Treatment Rooms, 1 Spa Suite<br />
mit Jacuzzi, Outdoor-Pool, Gym<br />
Service | professionell, außerordentlich<br />
freundlich und<br />
hilfsbereit<br />
Kontakt | 2 Jalan Conlay,<br />
Kuala Lumpur,<br />
T. +60 3 21 13 18 88<br />
www.banyantree.com<br />
UNSER RATING 91 Punkte<br />
Details online auf ccircle.cc<br />
Schlank der Wolkenkratzer im<br />
Goldenen Dreieck von Kuala Lumpur,<br />
zügig der Fahrstuhl in den 53. Stock.<br />
Hier fängt das Hotel an und reicht<br />
bis zur Freiluft-Rooftop-Bar auf der<br />
60. Etage. Erster Eindruck: wow!<br />
Spiegelnde Limestone-Fliesen am Boden, dunkel<br />
schimmernder Marmor an der Wand, dazwischen<br />
sieben Meter hohe Glaswände. An der Rezeption<br />
beim Einchecken gefragt, welchen Duft ich möchte,<br />
liegt eine hauchzarte Orangennote über meiner<br />
Sanctuary Suite. Mich begeistert das stylische<br />
Bad mit Wanne am Fenster, fast unsichtbarer<br />
Dusche und separatem japanischem WC.<br />
Außerdem lockt in meinem 90 m 2 Refugium ein<br />
„Relaxation Pool“ mit Blick auf die Petronas<br />
Twin Towers.<br />
Frühstück wird in der 58. Etage serviert – und das<br />
à la carte. Mittags und abends verwandelt sich<br />
das Restaurant dann in Kuala Lumpurs einziges<br />
Steakhouse, in dem man Lammfilet oder<br />
marmoriertes Tomahawk-Steak vom Wagyu-Rind<br />
unter freiem Himmel auf einer Terrasse säbeln<br />
kann. Auch das „Vertigo“ vom Banyan Tree kann<br />
sich mit einem Superlativ rühmen: Die Cocktailbar<br />
ist die höchstgelegene der Stadt. Zumal sie<br />
noch über ein Freiluftdeck on top verfügt.<br />
Der nächtliche Rundumblick berauscht –<br />
vorausgesetzt man hat keine Höhenangst.<br />
Die Banyan-Tree-Hotelgruppe hatte bereits vor<br />
30 Jahren mit ihrem ersten Resort auf Phuket<br />
Standards in Sachen luxuriöse und ökologisch<br />
sensible Gastfreundschaft gesetzt. Das spiegelt<br />
sich hier in Kuala Lumpur auch im reizvollen<br />
Spa des Hauses wider. Der ganzheitliche Ansatz,<br />
basierend auf traditionellen asiatischen Praktiken,<br />
verbunden mit nachhaltigen Produkten für<br />
Spa- und Aromatherapien, wirkt nach.<br />
Im Anschluss an meine Massage spaziere ich<br />
leichtfüßig durch die schwere Tropenluft in die<br />
durch eine Brücke verbundene Pavilion Mall. Und<br />
staune nicht schlecht. Auf drei Stockwerken sind<br />
hier alle Nobellabels der Fashion-, Kosmetik-,<br />
Uhren- und Brillenindustrie vereinigt. Eines ist<br />
sicher: Nirgendwo anders in Malaysia kann man<br />
mehr Geld für exquisites Shoppen ausgeben.<br />
TEXT: KIKI BARON<br />
PERFEKT FÜR …<br />
Gäste, die sich in eine erholsame Stadtoase<br />
zurückziehen und sich dem Nobel-Shopping<br />
widmen wollen.<br />
70
W Kuala Lumpur<br />
SZENIG, KNALLIG, WOW!<br />
BADEN IM LUXUS Der 10-m-Pool mit Blick auf die Stadt ist<br />
Teil der spektakulären EWOW-Suite.<br />
TEST-<br />
HIGHLIGHT<br />
Frühstück im<br />
Flock, wo alle Küchen<br />
Asiens an einem<br />
Ort versammelt<br />
sind.<br />
Wer noch nie ein W erlebt hat,<br />
dürfte in der Lobby die Augen<br />
aufreißen. Eine moderne,<br />
knallig-bunte Wunderwelt<br />
wurde hier erschaffen,<br />
abgestimmt auf eine zumeist<br />
junge, asiatische Gästeschar. Auch wenn man<br />
nicht im Hotel wohnt: Ein Sunset Cocktail am<br />
„WET ® “-Deck im 12. Stockwerk ist ein DJ-Sounduntermaltes<br />
Spektakel. Über dem riesigen, in Pink<br />
und Lila illuminierten Pooldeck steigt alle paar<br />
Minuten weißer Nebel auf. Zum Greifen nahe<br />
funkeln die Petrona Twin Towers, und bei klarem<br />
Himmel glitzern dazu sogar die Sterne.<br />
Die knallige Vielfarbigkeit der öffentlichen<br />
Bereiche setzt sich in den Zimmern fort, allerdings<br />
vor weißen Wänden und auf hellem Holzfußboden.<br />
Das High-Tech-Equipment in meiner geräumigen<br />
Suite erscheint mir rätselhaft. Die drei Fernseher<br />
gehen beim Betreten automatisch an, ausschalten<br />
lassen sich jedoch nur zwei. Ähnlich ergeht es mir<br />
mit den diversen Lampen. Tippe ich leicht aufs<br />
entsprechende Panel, gehen Nachttischleuchten<br />
sowie Garderoben- und Badezimmerlicht gleichzeitig<br />
an oder aus. Das nervt, wenn man sich ins<br />
Bett fallen, und noch ein bisschen lesen will.<br />
Meine 520 m 2 große EWOW-Suite hat dank hoher<br />
Decken Loftcharakter. Hingucker ist der fünfeckige<br />
Esstresen mitten im Raum, dahinter eine<br />
Anrichte, ideal, wenn man entertainen möchte.<br />
Und natürlich der private 10-Meter-Pool mit<br />
luftiger Aussicht auf die Stadt.<br />
So jung und stylish verspielt das W auch<br />
wirken mag, beim Frühstück im „Flock“ geht<br />
es kulinarisch hochprofessionell zur Sache. Ein<br />
halbes Dutzend Stationen und zwei offene Küchen<br />
zaubern Köstlichkeiten für jeden Geschmack. Sei<br />
er malaysisch, indisch, chinesisch oder westlich.<br />
Mir gefällt besonders das große Angebot tropischer<br />
Früchte sowie die Vielfalt frisch gepresster<br />
Säfte. Das Restaurant „Yen“ hat sich zwar der<br />
kantonesischen Küche verschrieben, doch die reicht<br />
offensichtlich bis nach Peking. Signature Dish ist<br />
nämlich Golden Duck. Der Vogel heißt nicht nur<br />
so. Die Haut der Ente ist mit Goldstaub gepudert.<br />
TEXT: KIKI BARON<br />
PERFEKT FÜR …<br />
junge und jung gebliebene Gäste, die sich<br />
unter die Jeunesse Dorée der 1,8 Millionenmetropole<br />
mischen möchten.<br />
Lage | im Stadtzentrum, im<br />
sogenannten Goldenen Dreieck<br />
gelegen, ca. 1 Fahrstunde vom<br />
internationalen Airport entfernt<br />
Kategorie | 5 Sterne, ein Hotel<br />
von Marriotts W Gruppe, Mitglied<br />
von Marriott Bonvoy<br />
Architektur | kühner<br />
Skyscraper-Chic<br />
Zimmer & Suiten | 150 insgesamt,<br />
in 11 Kategorien, Zimmer<br />
45 m 2 , Studio 92 m 2 , Suiten 105<br />
bis 175 m 2 , die EWOW-Suite mit<br />
2 Schlafzimmern verfügt über<br />
520 m 2 Wohnfläche<br />
CCircle-Tipp | eine Suite der<br />
Kategorie „Marvelous“ mit Blick<br />
auf die Petronas Twin Towers<br />
und smartem Grundriss auf<br />
105 m 2<br />
Stil und Ambiente | avantgardistisch,<br />
jung, farbenreich, eklektisch<br />
und verspielt; mit viel Kunststoff,<br />
Glas und Spiegeln sowie jeder<br />
Menge High-Tech<br />
Facilities | Restaurants Flock<br />
(Asian Fusion) und Yen<br />
(chinesisch), Wet-Deckund<br />
Woobar<br />
Spa | Away-Spa mit 6 Anwendungsräumen,<br />
Vitality Pool, Sauna,<br />
Dampfbad, Outdoor-Pool, Gym<br />
Service | fröhlich, aufmerksam,<br />
hilfsbereit<br />
Kontakt & Info | 121 Jalan<br />
Ampang,<br />
Kuala Lumpur,<br />
T. +60 3 27 86 88 88<br />
www.marriott.com<br />
UNSER RATING 81 Punkte<br />
Details online auf ccircle.cc<br />
71
HOTELTEST_MALAYSIA<br />
The Ritz-Carlton, Langkawi<br />
LUXUS ZWISCHEN DSCHUNGEL UND MEER<br />
Lage | im Westen der Insel, ca.<br />
30 min. vom Airport entfernt<br />
Kategorie | 5 Sterne, ein Luxusresort<br />
der Ritz-Carlton-Gruppe,<br />
Mitglied von Marriott Bonvoy<br />
Architektur | harmonisch in die<br />
Natur integrierte, ziegelgedeckte<br />
Villen und doppelstöckige<br />
Gebäude mit Zimmern<br />
und Suiten<br />
Zimmer, Suiten & Villen | 109<br />
insgesamt in 8 Kategorien,<br />
zwischen 75 und 650 m 2<br />
CCircle-Tipp | eine Grand Ocean<br />
Front Villa (300 m 2 ) mit Multilevel-Sundeck<br />
und großem Pool<br />
Stil & Ambiente | luftig, tropisch<br />
und entspannt luxuriös<br />
Facilities | 4 Restaurants,<br />
Beachbar, 3 Pools, davon einer<br />
„Adults only“, Kita, Kids Club,<br />
Naturkundezentrum, Wassersport,<br />
geführte Spaziergänge<br />
durchs Resort<br />
Spa | 5 durch Holzstege<br />
verbundene, kokonähnliche<br />
Treatment Pavillons über dem<br />
Meer, holistische Anwendung<br />
nach alten malaysischen<br />
Traditionen, Couple Suite,<br />
Hammam<br />
Service | gut geschult, sehr<br />
freundlich und stets hilfsbereit<br />
Kontakt & Info |<br />
PT 313 Jalan Pantai Kok,<br />
Teluk Nibung, Langkawi,<br />
T. +60 4 952 48 88<br />
www.ritzcarlton.com<br />
Es ist erstaunlich, wie viele<br />
Resorts inzwischen ihren<br />
Platz auf Langkawi gefunden<br />
haben. Das Ritz-Carlton ist das<br />
einzige mit Villen über dem Meer. 200<br />
TEST-<br />
HIGHLIGHT<br />
Das kulinarische<br />
Angebot in seiner<br />
Vielfalt begeistert, sei es<br />
zum Frühstück, Lunch<br />
oder Dinner.<br />
bis 300 m 2 groß, sind sie in den felsigen<br />
Teil der Küste gebettet oder stehen auf Pfählen am<br />
Ufer. Jede verfügt über einen Infinity-Pool, manche<br />
haben Strandzugang. Vor meiner Beach View<br />
Villa ist der Sand zwar spärlich, dafür kann ich im<br />
transparenten Wasser Fischlein beobachten. Am<br />
frühen Morgen dreht sogar ein Waran seine<br />
Runden im flachen Meer. Offensichtlich sucht<br />
er nach Frühstück. Gäste indes können morgens<br />
in der „Langkawi Kitchen“ am umfangreichen<br />
warmen und kalten Buffet zugreifen. Für die<br />
Architektur des spektakulären Restaurants ließ<br />
sich Philippe Villeroux von Langhäusern auf<br />
Borneo inspirieren. Umgeben von Dschungel<br />
bietet sich von jedem Tisch der Blick ins Grüne.<br />
Augen- und Gaumenschmaus beschert ebenfalls<br />
„The Beach Grill“. Die Konstruktion der Pavillons<br />
am Strand erinnert an traditionelle Fischreusen.<br />
Entsprechend dominieren fangfrischer Fisch<br />
und Seafood. Bildschön auch das „Hai Yan“ mit<br />
Terrasse über der Andaman Sea.<br />
Es ist auf chinesisches Fine-Dining<br />
spezialisiert.<br />
Gäste aus dem fernöstlichen Raum reisen<br />
gern mit der Familie. Ritz-Carlton hat sich voll<br />
darauf eingestellt, unterhält eine Kita und offeriert<br />
kindgerechte Programme. Als Kind hätte ich mir<br />
jedoch kein größeres Abenteuer vorstellen können,<br />
als den Dschungel auf dem Resortgelände zu<br />
erforschen – ohne Aufpasser. Das funktioniert<br />
hier freilich nicht. Dafür gibt es für Groß und<br />
Klein zumindest geführte Touren in den Urwald.<br />
Wer lieber entspannt als entdeckt, findet im Spa<br />
den perfekten Ort. Signature-Treatment ist das<br />
„Mandi Bunga Inspired Ritual“, das auf Bräuche<br />
und Behandlungen an malaysischen Sultanshöfen<br />
zurückgeht. Und wahrhaftig, nach Massagen mit<br />
duftenden Ölen, Kräutern und Blumen fühle auch<br />
ich mich danach wahrhaft königlich.<br />
TEXT: KIKI BARON<br />
ROBINSON-CRUSOE-FLAIR<br />
im Ritz-Carlton Langkawi<br />
PERFEKT FÜR …<br />
Familien und Paare, die Meer und Dschungel<br />
erleben wollen.<br />
UNSER RATING 87 Punkte<br />
Details online auf ccircle.cc<br />
72
Four Seasons Resort Langkawi<br />
INTO THE BLUE<br />
POOL-POSITION mit Blick über den palmengesäumten Strand aufs Meer<br />
TEST-<br />
HIGHLIGHT<br />
Das private Dinner<br />
am weißen Strand, im<br />
Schein von Fackeln, ist<br />
an Romantik kaum zu<br />
überbieten.<br />
Wer die Handschrift von Bill<br />
Bensley kennt, ahnt bereits im<br />
Entrée, dass der Architekt und<br />
Interior Designer hier seine<br />
kreativen Finger im Spiel hatte.<br />
Ich stehe vor einem großen<br />
Wasserbassin, das von einer hohen, knallig azurblau<br />
gestrichenen Mauer umschlossen ist. Darauf<br />
dümpelt ein antikes Holzboot. Das Blau taucht<br />
in verschiedenen Nuancen auch auf Säulen und<br />
Stühlen oder Handtüchern und Sonnenschirmen<br />
auf. Ansonsten leuchtet es tropengrün, denn das<br />
Resort versinkt zwischen Palmen, Frangipanis<br />
und Regenwald-Gewächsen. Die Architektur<br />
erinnert einerseits an thailändische Luxusresorts,<br />
andererseits mischen sich auch maurische<br />
Elemente darunter. Das Four Seasons Langkawi<br />
war nach dem Datai das zweite Luxusresort auf<br />
der Insel, existiert also bereits seit etwa 25 Jahren.<br />
Das sieht man ihm kaum an. In meiner Villa<br />
gefallen mir die hohe Decke und die bodentiefen<br />
Fenster. Sie sorgen für reichlich Licht und Luft.<br />
Grandios sind die Studio Beach Villas mit Pool,<br />
riesig ist die Imperial Beach Villa mit fünf<br />
Schlafzimmern auf knapp 5.000 m 2 Fläche. Alle<br />
Häuser sind locker über das Anwesen verteilt,<br />
sodass in jedem die Privatsphäre gewahrt wird.<br />
Wie in jedem Four Seasons lässt die Kulinarik<br />
nichts zu wünschen übrig. Für einen Beach-<br />
Lunch sorgt der „Kelepa Grill“, der sich abends in<br />
ein Fine-Dining-Restaurant mit Meeresfrüchten<br />
und Fleisch vom Josper Grill verwandelt. Die<br />
„Rhu Bar“ ist der perfekte Platz für einen Sunset<br />
PERFEKT FÜR …<br />
Bill-Bensley-Fans und Strandliebhaber.<br />
Cocktail. Wer malaysische Spezialitäten genießen<br />
möchte, nimmt im „Ikan Ikan“ Platz.<br />
Eigentlich sind Jetskis nicht mein Ding, doch<br />
die geführte Jetski-Tour durch den südlichen<br />
Archipel macht wirklich Spaß. Deutlich umweltfreundlicher<br />
gestalten sich die angebotenen<br />
Kajak-Ausflüge oder Radtouren. Für Frühaufsteher<br />
gibt's auch Spaziergänge mit Natur-Experten.<br />
Schließlich ist das Resort Habitat für 46 Vogelarten.<br />
TEXT: KIKI BARON<br />
Lage | im Norden der Insel<br />
am Tanjung Rhu Beach im<br />
UNESCO Geopark<br />
Kategorie | 5 Sterne<br />
Architektur | 20 ha Luxusresort<br />
mit Pavillons und Villen in<br />
traditioneller Bauweise, geprägt<br />
von Bill Bensley-Design<br />
Zimmer, Suiten & Villen | 88<br />
insgesamt; Zimmer (68 m 2 ),<br />
Strandvillen mit Pool oder<br />
Tauchbecken (172- 220 m 2 ),<br />
3-Bedroom Gartenvilla (590 m 2 ),<br />
Royal Villa (1.172 - 1.400m 2 ),<br />
Imperial Beach Villa mit Pool<br />
(3.880 m 2 ), 5-Bedroom Imperial<br />
Beach Villa mit Pool 4.810 m 2 )<br />
CCircle-Tipp | eine der Beach<br />
Villen mit privatem Pool<br />
Stil & Ambiente | sehr großzügig<br />
und elegant, viel Holz und edle<br />
Stoffe, in Haupthaus und Restaurants<br />
arabische Stilelemente<br />
Facilities | 3 Restaurants, 1<br />
Bar, 1 Pool, Wassersport, Kids<br />
Club, Teens Club, Fahrräder,<br />
Kochschule, Boots-, Kajak- und<br />
Jet-Ski-Ausflüge, Naturspaziergänge<br />
mit Guide<br />
Spa | Geo Spa mit 6 Double<br />
Treatment Rooms, Gym,<br />
Lotusbassin mit Yoga-Pavillon<br />
Service | liebenswert, gut<br />
geschult, umsichtig<br />
Kontakt & Info |<br />
Jalan Tanjung Rhu, Kedah<br />
Darul Aman, Langkawi,<br />
T. +60 4 950 88 88<br />
www.fourseasons.com<br />
UNSER RATING 88 Punkte<br />
Details online auf ccircle.cc<br />
73
HOTELTEST_MALAYSIA<br />
The Datai Langkawi<br />
IM EINKLANG MIT DER NATUR<br />
GRÜNE OASE Im The Datai lebt und schwebt man im Regenwald.<br />
TEST-<br />
HIGHLIGHT<br />
Den tropischen<br />
Regenwald mit seiner<br />
reichen Fauna und Flora<br />
hautnah zu erfahren ist,<br />
gepaart mit Luxuserlebnissen,<br />
einzigartig.<br />
Lage | im Nordwesten der Insel<br />
Kategorie | 5 Sterne, Mitglied bei<br />
den Leading Hotels of the World<br />
Architektur | über 25 ha verteilte<br />
Villen in dichtem Regenwald<br />
sowie ein 3-stöckiges Haupthaus<br />
Zimmer, Suiten & Villen | 121<br />
insgesamt, Canopy Collection<br />
Zimmer (63 m 2 ), Suiten 109 - 125<br />
m 2 ), Rainforest Collection Villen<br />
(123 m 2 , mit Pool 175 m 2 ), Beach<br />
Collection Villen (350 - 750 m 2 ),<br />
Estate Villa mit 5 Schlafzimmern,<br />
Pool und Butler (3.500 m 2 )<br />
CCircle-Tipp | Wer tief in die<br />
Fauna und Flora des Primärwaldes<br />
eintauchen will, wählt eine<br />
Villa der Rainforest Collection.<br />
Stil & Ambiente | fernöstlichpuristisch<br />
mit viel Holz und<br />
anderen Naturmaterialien<br />
Facilities | 5 Restaurants, 3 Pools,<br />
Wassersport, Atelier für Kunsthandwerk,<br />
Nature Center mit<br />
Bibliothek und Tee-Ecke, geführte<br />
Wanderungen; benachbarter<br />
18-Loch Champions Golf Corse<br />
„Els Club Teluk Datai“.<br />
Spa | offene Architektur am<br />
plätschernden Bach, 5 Treatment<br />
Rooms, holistische Anwendungen,<br />
Beauty, Health Club<br />
Service | professionell,<br />
außerordentlich liebenswert<br />
auf Augenhöhe<br />
Kontakt | Bhd. Jalan<br />
Teluk Datai, Pulau, Langkawi<br />
T. +60 4 950 05 00<br />
www.thedatai.com<br />
UNSER RATING 92 Punkte<br />
Details online auf ccircle.cc<br />
Die Fahrt vom Flughafen führt durch<br />
tropisch wuchernde Insellandschafen.<br />
Millionen Jahre alter Regenwald liegt<br />
wie ein grüner Flokati-Teppich über<br />
steilen Kalksteinklippen und engen<br />
Tälern. Auch das Datai versinkt<br />
zwischen meterhohen Bäumen und großblättrigen<br />
Gewächsen. Hier wohnt man, wie es so<br />
schön heißt, im Einklang mit der Natur und erlebt<br />
hautnah, dass es in diesem Luxus-Resort auch<br />
um Nachhaltigkeit gehen kann. Meine Villa am<br />
Ende eines schmalen Canyons stemmt sich auf<br />
Holzpfählen aus dem Hang. Auch Indoor wurde<br />
überwiegend mit Holz gearbeitet. Unter meiner<br />
Veranda plätschert leise ein Bach, Vogelstimmen<br />
tönen aus den Bäumen, und große Schmetterlinge<br />
schaukeln durch die schwüle Luft. Hin und wieder<br />
raschelt es im Geäst, und ein schwarz bepelztes<br />
Äffchen lugt aus dem Laub. Bloß nicht füttern,<br />
wünscht sich das Management.<br />
Vom Essen im Resort kann ich nur schwärmen.<br />
Im „Gulai House“ tauche ich in einen kulinarischen<br />
Schmelztiegel aus Gewürzen und Kräutern<br />
ein. Die Wahl fällt schwer. Tiger Prawns mit<br />
Cashew-Nüssen und Curryblatt oder Enten-Curry<br />
mit Wintermelone? Das Thai-Restaurant „The<br />
Pavillon“ thront auf 30 m hohen Stelzen über dem<br />
Blätterdach. Da in offener Bauweise gezimmert,<br />
kann ich beim Speisen den nächtlichen Geräuschen<br />
des Urwalds lauschen. Haute Cuisine genieße ich<br />
im „The Dining Room“ am Hauptpool. Im<br />
10-Gänge-Signature-Menü, kreiert von Chef<br />
Chai, vormals in 3-Sterne-Restaurants am Herd,<br />
fusionieren europäische Techniken mit lokalen<br />
Lebensmitteln.<br />
Wie überall im Datai spielt Natur auch im Spa<br />
die Hauptrolle. Holistische Rituale wie bei der<br />
siebenstündigen „Malay Wellness Journey“ sorgen<br />
für Tiefenentspannung und Revitalisierung. Genau<br />
die richtige Therapie, um tags darauf den Golfschläger<br />
zu schwingen. Die Greens des 18 Loch<br />
Championship Courses „Els Club Teluk Datai“<br />
zickzacken nämlich in unmittelbarer Nachbarschaft<br />
durch den Dschungel. Könnte sein, dass ein paar<br />
Äffchen zugucken.<br />
TEXT: KIKI BARON<br />
PERFEKT FÜR …<br />
Gäste, die den Golfschläger im Regenwald<br />
schwingen wollen und Wildlife lieben.<br />
74
Anantara Desaru Coast Resort & Villas<br />
ZIMMER MIT AUSSICHT<br />
IMPOSANT Das Haupthaus vom Anantara Desaru Coast mit XL-Pool<br />
TEST-<br />
HIGHLIGHT<br />
In der Kochschule<br />
die Geheimnisse<br />
der malaysischen<br />
Küche kennenlernen.<br />
Eines schon mal vorab, weil es Seltenheit<br />
hat: Im Anantara sind die meisten der<br />
herrlich komfortablen Betten so ausgerichtet,<br />
dass man Meerblick genießt.<br />
Obendrein bieten die Bäder Blick in<br />
Richtung South China Sea.<br />
Das Anantara liegt fast am Äquator, daher wird<br />
es um sechs Uhr hell und zwölf Stunden später<br />
sehr zügig dunkel. Da heißt es den Sunset Cocktail<br />
rechtzeitig bestellen. Am besten eignen sich dafür<br />
die „Observatory Bar“ sowie die „Infinity Bar“ am<br />
Pool. Außer im Haupthaus mit vier Flügeln wohnt<br />
man in Bungalows mit Plunge-Pool sowie in<br />
doppelstöckigen Residenzen mit drei bis vier<br />
Schlafzimmern und 7-Meter-Schwimmbecken.<br />
Golfer dürften sich über zwei Plätze in der<br />
Nachbarschaft freuen: den 27-Loch Ocean Course<br />
sowie den 18-Loch Valley Course.<br />
Ein Teil des Managements ist deutsch. Wie GM<br />
Christian Gerat. Er kümmert sich gern persönlich<br />
um die Gäste. Ich folge seinen Empfehlungen in<br />
Sachen Ausflüge. Spannend ist der Besuch einer<br />
nahe gelegenen Bio-Farm, wo Mangos, Jackfruit,<br />
Rose Apple, Mangostinen, Rambutan oder Durian<br />
an alten Bäumen baumeln. Womöglich bin ich<br />
eine der wenigen Westlerinnen, die Durian lieben.<br />
Ich lasse mir auf der Farm so eine fette, stachelige<br />
Frucht aufbrechen. Aus der Schale serviert duftet<br />
sie honigsüß, doch länger an der Luft riecht das<br />
cremige Fleisch eher penetrant. Deswegen sind<br />
sie in den Hotel-Restaurants tabu. Das „Tumeric“<br />
hat sich auf Gerichte und Aromen der nordmalaysischen<br />
und südlichen Thai-Küche spezialisiert.<br />
Große Klasse ist auch das „Sea.Fire.Salt“.<br />
Tagesfrische Meeresfrüchte, Fisch und<br />
Premium-Fleisch sind hier im Angebot.<br />
Ob das „24-Karat-Gold Beauty Treatment“ im<br />
Spa mein Antlitz zum Leuchten bringt, sei mal<br />
dahingestellt. Nach der exzellenten Anantara-<br />
Massage nach west-östlichem Stil fühle ich mich<br />
jedenfalls wie im 7. Himmel. Eine Steigerung<br />
gibt’s noch: das romantische Dinner am Strand<br />
unterm sternefunkelnden Firmament.<br />
TEXT: KIKI BARON<br />
PERFEKT FÜR …<br />
alle, die fernöstliche Kulinarik und Safaris<br />
inmittem malaysischer Natur lieben.<br />
Lage | am Strand der Südküste,<br />
ca. 2,5 h von Singapurs Changi<br />
Airport entfernt, von Kuala<br />
Lumpur ca. 5 Fahrstunden<br />
Kategorie | 5 Sterne, ein Resort<br />
der Minor-Gruppe<br />
Architektur | weitläufig<br />
angelegte Parkanlage mit<br />
Haupthaus, Residences und<br />
Lagoon Pool Villas<br />
Zimmer, Suiten & Residences |<br />
111 insgesamt in 8 Kategorien,<br />
Zimmer (49 - 50 m 2 ), Villen<br />
(110 - 164 m 2 ), Residences<br />
(288 - 380 m 2 )<br />
CCircle-Tipp | ein Deluxe Sea<br />
View Corner Room mit großem,<br />
umlaufenden Balkon<br />
Stil & Ambiente | moderne<br />
Gebäude zitieren traditionelle<br />
malaysische Bauwerke, das<br />
Interieur zeigt viel einheimisches<br />
Material und Kunsthandwerk<br />
Facilities | 3 Restaurants, 2 Bars,<br />
2 Pools, Wassersport, Kids Club,<br />
Teens Club, Ausflüge mit Naturexperten,<br />
kulinarische Workshops,<br />
benachbart 2 Golfplätze<br />
Spa | 6 Treatment Rooms,<br />
einheimische Heilprodukte und<br />
Rituale, Gym<br />
Service | professionell, sehr<br />
aufmerksam und hilfsbereit<br />
Kontakt |<br />
Persiaran Pantai, Desaru Coast,<br />
Johor Darul Ta‘zim<br />
T. +60 7 8280 888<br />
www.anantara.com<br />
UNSER RATING 84 Punkte<br />
Details online auf ccircle.cc<br />
75
HOTELTEST_MALAYSIA<br />
One & Only Desaru Coast<br />
HIDEAWAY IM KÜSTENREGENWALD<br />
EINFACH ONE & ONLY die Traumlage direkt am Strand<br />
TEST-<br />
HIGHLIGHT<br />
Dinner im Omakase-Restaurant<br />
„Hoishi“: ein seltenes<br />
kulinarisches<br />
Vergnügen.<br />
Lage | an der Südostküste, Tipp:<br />
mit dem Privatflugzeug ab Kuala<br />
Lumpur zum nahe gelegenen<br />
Senai Airport anreisen<br />
Kategorie | 5 Sterne, ein Luxusresort<br />
der Kerzner-Gruppe<br />
Architektur | 30 ha Parkanlage<br />
mit bungalowartigen Suiten,<br />
die durch hohe Mauern an drei<br />
Seiten abgeschirmt sind<br />
Suiten & Villen | 45 insgesamt in<br />
5 Kategorien, Rainforest Junior<br />
Suite (105 m 2 ) , Rainforest Grand<br />
Pool Suite (300 m 2 ), Ocean Junior<br />
Suites (105 m 2 ), Ocean Grand<br />
Suite (210 m 2 ), Villa One mit<br />
27- Meter-Pool (1.500 m 2 )<br />
CCircle-Tipp | Rainforest Suite<br />
mit direktem Strandzugang<br />
Stil & Ambiente | edles,<br />
puristisches Design mit lokalen<br />
Akzenten<br />
Facilities | 2 Restaurants,<br />
50-Meter-Pool, Ember<br />
Beachclub mit Pool, 1 Bar,<br />
Kids- & Teenclub, Tennisplätze,<br />
Wassersport, Fahrräder,<br />
2 Golfplätze in der Nähe<br />
Spa | Chenot Spa mit 10 Behandlungsräumen,<br />
Augustinus Bader<br />
Kosmetik, Gym, Yoga-Pavillon<br />
Service | professionell, authentisch,<br />
gut aufgelegt und hilfreich<br />
Kontakt | Darul Ta’zim, Persiaran<br />
Damai, Desaru Coast Bandar<br />
Penawar<br />
T. +60 7 878 34 00<br />
www.oneandonly.com<br />
Große Freude, wenn man nach 2,5<br />
Stunden Autobahnfahrt vom Airport<br />
in Singapur und nach Stau an der<br />
Grenze in dichten Primärwald<br />
eintaucht und das „One & Only<br />
Desaru Coast“ entdeckt. Wenn ich es<br />
nicht besser wüsste, wähnte ich mich in einem<br />
Aman. Kein Wunder. Es war Kerry Hill, der das<br />
Resort einst konzipierte. Der 2018 verstorbene<br />
Architekt schuf u. a. das Amanwella oder die<br />
Aman Lodges in Bhutan. Hier hat er jede Suite als<br />
von Mauern umschlossenes Refugium gestaltet.<br />
Das Innere meiner Minifestung präsentiert sich<br />
als wohnliches Ensemble. Auf 105 m 2 gruppieren<br />
sich Wohn-Schlaf-Raum nebst Veranda und großem<br />
Bad um ein Atrium mit Plunge-Pool und Daybed.<br />
Beim Frühstück im „Ambara“ komme ich mir ein<br />
bisschen wie im Film „Crazy rich Asians“ vor: Die<br />
Mehrzahl der Gäste liebt Designer-Bling-Bling,<br />
und es wird viel geschwatzt. Die Auswahl an<br />
westlichen und fernöstlichen Speisen ist riesig,<br />
die Qualität begeistert. Bei einem Spaziergang<br />
mit Chefkoch Valerio Pachetti durch den Hotelgarten<br />
lerne ich später Pflanzen, Kräuter und<br />
Gewürze kennen, auf denen die Aromenvielfalt<br />
der malaysischen Küche beruht. Im Signature-<br />
Restaurant „Hoishi“ muss man keine intensiven<br />
Spices fürchten. Die Expertise von Chef Aizat<br />
Nazri beruht auf dem japanischen Syun-Konzept.<br />
Die kleinen Gerichte werden am Tresen zubereitet<br />
und im Omakase-Stil serviert. Köstlich: Scallops<br />
mit Foie Gras und Vanilla Miso oder rosa gegartes<br />
Wagyu mit Yuzu-Dressing und frittiertem Lauch.<br />
Ans Luxusresort grenzt kilometerlanger Strand.<br />
Wer Gesellschaft sucht und Bewirtung möchte,<br />
bettet sich auf Sonnenliegen im Beachclub. Ich<br />
habe es gern mal einsam. Ein schmaler Pfad führt<br />
von meinem Refugium durch den Regenwald ans<br />
Meer. Von einem knorrigen Ast baumelt eine<br />
Art Hollywood-Schaukel mit dicken Polstern.<br />
Reinfallen, den Blick schweifen lassen,<br />
träumen. Herrlich!<br />
TEXT: KIKI BARON<br />
PERFEKT FÜR …<br />
Paare mit Sinn für stylishe Boutiquehotels an<br />
kilometerlangen Stränden.<br />
UNSER RATING 91 Punkte<br />
Details online auf ccircle.cc<br />
76
Check-in<br />
Weitere Qualitätsadressen<br />
TEXT: KIKI BARON<br />
ST. REGIS LANGKAWI<br />
Hohe Stuckdecken, Marmor, Säulen,<br />
Kronleuchter und zahlreiche Objects<br />
d’Art bestimmen dieses Haus mit 89<br />
großräumigen Zimmern und Suiten<br />
sowie einem Palmengarten mit Infinity-<br />
Pool und einem Sandstrand, der sich<br />
in eine kleine Bucht schmiegt. Der<br />
Architekt, so heißt es, hatte einen<br />
traditionellen Sultanspalast als Vorbild.<br />
Auch in den dezent ausgestatten Suiten<br />
demonstrieren Dekor-Elemente und<br />
Leuchten das arabische Erbe des Landes.<br />
Manche haben direkten Strandzugang.<br />
Während man in der 262 m 2 großen<br />
Astor Suite im Haupthaus logiert,<br />
befindet sich die 700 m 2 große<br />
Overwater Villa mit vier Schlafzimmern<br />
am Ende eines Steges über dem Meer.<br />
Die in dunklen Tönen gehaltene St. Regis<br />
Bar mit riesigen Gemälden würde auch<br />
in New York etwas hermachen.<br />
www.marriott.com<br />
THE DANNA LANGKAWI<br />
Das Luxushotel, Mitglied bei SLH, liegt an<br />
der Westküste der Insel. Der Flughafen<br />
befindet sich 15 Taximinuten entfernt,<br />
die Seilbahn zur berühmten Sky Bridge<br />
ca. 25 Minuten zu Fuß. Die Suiten,<br />
zwischen 60 und 600 m 2 groß, wurden<br />
gerade renoviert. Mit bis zu 1.080 m 2<br />
noch geräumiger fallen die Private<br />
Beach Front Villas aus, deren geradlinigasiatisches<br />
Interieur deutlich an den<br />
Konkurrenten Aman Resorts erinnert.<br />
Sie verfügen jeweils über einen Infinity-<br />
Pool mit überdachtem Daybed am<br />
Rand. Insgesamt stehen den Gästen<br />
vor Ort sechs Restaurants und Lounges<br />
zur Verfügung.<br />
www.thedanna.com<br />
EASTERN & ORIENTAL PENANG<br />
Die Grand Dame der malaysischen<br />
Hotellerie wurde 1885 von den<br />
Sarkies Brothers gegründet, zu deren<br />
Portfolio auch das Raffles in Singapur<br />
sowie The Strand in Yagoon gehörte. Im<br />
2019 renovierten Heritage Wing ist bis<br />
heute ein Hauch von Jahrhundertwende<br />
spürbar. Im neuen, architektonisch<br />
angepassten Victory Wing begeistern<br />
132 Suiten, von denen viele mit Balkon<br />
und Blick aufs Meer ausgestattet sind.<br />
Das Hotel ist in Penang das einzige mit<br />
einer Strandpromenade vor der Tür.<br />
Ganz im altenglischen Stil wird im „Palm<br />
Court“ der Afternoon Tea serviert. Noch<br />
britisch-gediegener wirkt die Bar mit<br />
ledernen Sofas und schottisch karierten<br />
Ohrensesseln.<br />
www.eohotels.com<br />
MANDARIN ORIENTAL KUALA LUMPUR<br />
Beeindruckend das Entrée mit spiegelndem<br />
Boden aus schwarzem Marmor.<br />
Nicht weniger schön die hohen Decken,<br />
der edle Parkettboden und die gewaltigen<br />
Kronleuchter im Restaurant „Lai<br />
Po Heen“, wo man hervorragend<br />
kantonesische Küche genießen kann.<br />
Womöglich gibt es hier die besten Dim<br />
Sum in Kuala Lumpur. Restaurants,<br />
Lounges und Bar sind meist voll besetzt,<br />
weil sich viele Geschäftsleute hier zum<br />
Speisen und Plaudern niederlassen.<br />
Verlockung verheißt die Mandarin-<br />
Konditorei mit köstlichen Pralinen und<br />
Macarons. Unter den elegant gestylten<br />
Zimmern und Suiten gefallen die mit<br />
Blick auf die Türme am besten.<br />
www.mandarinoriental.com<br />
SHANGRI-LA TANJUNG ARU,<br />
SABAH BORNEO<br />
Am Rand von Kota Kinabalu gelegen,<br />
nimmt die reizvolle Parkanlage des<br />
5*-Resorts eine kleine Halbinsel ein. Zu<br />
beiden Seiten befindet sich Strand und<br />
an der Spitze eine Marina. Das Hotel teilt<br />
sich in zwei Flügel, den Tanjung Wing<br />
und den Kinabalu Wing. Beide bieten<br />
großzügig bemessene Zimmer (ab 49 m 2 )<br />
und Suiten (ab 92 m 2 ). Einige sind in der<br />
Einrichtung auf Kinder ausgerichtet.<br />
Das Hotel ist perfekter Ausgangspunkt<br />
für Ausflüge auf die vorgelagerten Inseln.<br />
Es bietet zudem zahlreiche<br />
Packages – von Sunset Cruises<br />
über Honeymoon Arrangements<br />
bis hin zu Ausflügen<br />
nach Sandakan ins<br />
Sepilok Orang Utan<br />
Rehabilitation Centre.<br />
www.shangri-la.com<br />
Weitere<br />
Tipps und<br />
Topadressen<br />
finden Sie auf<br />
www.ccircle.cc<br />
Von oben: St. Regis Langkawi, The Danna<br />
Langkawi, Eastern & Oriental Penang, Mandarin<br />
Oriental Kuala Lumpur, Shangri-La Tanjung Aru<br />
77
KULINARIK_MALAYSIA<br />
Malaysia ist eine Feinschmecker-Destination mit<br />
zahlreichen unterschiedlichen Küchen. Die Vielfalt<br />
hat mit den vielen Ethnien zu tun sowie mit den<br />
Einflüssen umliegender Länder.<br />
TEXT: KIKI BARON<br />
78
STREETFOOD ist in Malaysia an jeder Ecke zu haben.<br />
HEISSE SACHE Auf Malaysias Nachtmärken geht's oft<br />
feurig zu – am Herd und auf dem Teller.<br />
Für den Gast aus dem Westen stellt sich<br />
gleich mal die Frage: Was essen? Und erst<br />
als zweites: Wo essen? Denn die wenigsten<br />
Restaurants bieten eine gemischte Speisekarte<br />
mit vielerlei regionalen Küchen.<br />
Anders in Luxushotels, wo sich bereits das<br />
Angebot zum Frühstück nach westlichem<br />
wie östlichem Geschmack richtet.<br />
Reis und Nudeln sind in den malaysischen Küchen<br />
Grundnahrungsmittel. Mit Fleisch, Gemüse und Gewürzen<br />
verarbeitet ergeben sie Currys (kari). Eine für Malaien<br />
unentbehrliche Zutat ist Sambal, eine mit Knoblauch<br />
aromatisierte Chilipaste. Wenn man an der Schärfe<br />
Gefallen gefunden hat, geht es nicht mehr ohne. Currys<br />
gibt es mit Rind (lembu), Huhn (ayam), Lamm, Ziege<br />
(kamping) oder Fisch (ikan). Gekocht werden sie in<br />
verschiedenen Saucen, beispielsweise mit frischer<br />
Kokosnuss-Milch, Ingwer, Zitronengras, Knoblauch,<br />
Chili, Garnelenpaste und vielen anderen exotischen<br />
Gewürzen. Da Malaien überwiegend Moslems sind, ist<br />
Schweinefleisch in der Regel tabu. Je nachdem, wie die<br />
Konsistenz der Currys ausfällt, isst man mit Gabel oder<br />
Löffel in der rechten Hand. Die Linke gilt als unrein.<br />
Eine Besonderheit sind die Restaurants der einheimischen<br />
Peranakan mit ihrer sogenannten<br />
Nyonya-Küche. In den delikaten<br />
Gerichten mischen sich chinesische<br />
Kochtechniken mit lokalen Zutaten.<br />
Typisch ist Laksa, ein herzhafte Suppe,<br />
gekocht auf Basis von Kokosmilch und<br />
Chili mit Reisnudeln sowie nach Wahl<br />
mit Ei, Garnelen, Huhn und Gemüse.<br />
So vielfältig wie die malaysischen<br />
Küchen sind auch die weit verbreiteten<br />
chinesischen. Da gibt es unter anderem<br />
die milde Kanton-Küche, zu der<br />
Dim-Sum gehören, die herzhafte<br />
DURIAN strenger Geruch,<br />
aber süßer Geschmack<br />
Hokkien und die scharfe Sichuan-Cuisine. Klare,<br />
kräftige Brühen mit Einlagen stehen in allen<br />
chinesischen Restaurants auf der Karte, oft auch<br />
tagesfrischer Fisch und Meeresfrüchte. Gut, wenn<br />
man mit Stäbchen umgehen kann. Ansonsten<br />
werden gern Gabel und Messer gereicht.<br />
Für Vegetarier bietet sich die südindische Tamil-Küche<br />
an, mit ihrer großen Auswahl an Gemüsen. Zu ihr<br />
gehören unter anderem Linsengerichte sowie Dosa,<br />
große knusprige Pfannkuchen aus Reis- und Hülsenfrüchte<br />
mehl, die mit Kartoffel-Linsen-Füllung und<br />
allerlei Beilagen Marsala Dosa heißen. In nordindischen<br />
Restaurants wird viel mit Ghee (Butterschmalz) und<br />
Fleisch gearbeitet. Mit dem köstlichen Fladenbrot Naan<br />
serviert, isst man hier üblicherweise mit den Fingern.<br />
Malaysias Nachtmärke sind wahre<br />
„Naschmärkte“ für Neugierige<br />
Food Courts oder die sogenannten Hawker Stalls auf<br />
den Nachtmärkten sind ideal, um sich durch sämtliche<br />
Küchen zu kosten. Wir Europäer, die importierte<br />
exotische Früchte in der Regel nur im unreifen Zustand<br />
kennen, dürften große Freude an der reichen und reifen<br />
Auswahl haben. Ob Mangos, Ananas,<br />
Papageienfrucht, Guaven, Rambutan<br />
oder Mangostinen, sie alle bescheren<br />
ein ganz neues, ungleich gehaltvolleres<br />
Geschmackserlebnis. Im Sommerhalbjahr<br />
ist Durian-Saison. Das Fleisch der<br />
stacheligen Riesenfrucht schmeckt<br />
süßlich-cremig. Okay, der Geruch ist<br />
heftig, doch frisch aufgebrochen geht’s.<br />
Wer sich ran wagt, sollte sich merken:<br />
Nicht mit Bier nachspülen oder anderem<br />
Alkohol. Sonst könnte sich tatsächlich<br />
noch der Magen umdrehen.<br />
79
AUF EINEN BLICK_MALAYSIA<br />
Thailand<br />
3 4<br />
5<br />
STRASSE VON MALAKKA<br />
Sungai<br />
Petani<br />
George Town<br />
Malaysia<br />
Kuala<br />
Terengganu<br />
Ipoh<br />
Taman Negara<br />
Malaysia<br />
Kuantan<br />
1<br />
2<br />
3<br />
4<br />
5<br />
6<br />
7<br />
DIE GETESTETEN<br />
HOTELS IM ÜBERBLICK<br />
Banyan Tree Kula Lumpur<br />
W Kuala Lumpur<br />
The Ritz-Carlton, Langkawi<br />
Four Seasons Resort<br />
Langkawi<br />
The Datai Langkawi<br />
Anantara Desaru Coast<br />
Resort & Villa<br />
One&Only Desaru Coast<br />
Kuala<br />
Lumpur<br />
Indonesien<br />
1<br />
2<br />
Muar<br />
6<br />
Batu Pahat 7<br />
Singapur<br />
ANREISE<br />
Sowohl Singapur als auch Kuala<br />
Lumpur sind Zielflughäfen für<br />
Malaysia. Turkish Airlines bieten<br />
über Istanbul tägliche Verbindungen<br />
von allen deutschen Großflughäfen.<br />
Innerhalb Malaysias verbinden<br />
Air Asia und Malaysia Airlines alle<br />
Städte regelmäßig, dazu einige<br />
Low-cost Airlines. In KL sollte man<br />
mindestens vier Stunden zwischen<br />
Landung auf dem internationalen<br />
Flughafen und Weiterflug mit<br />
Air Asia vom Domestic Airport<br />
einplanen. Sie liegen ca. 45 min<br />
mit dem Shuttlebus oder Taxi<br />
voneinander entfernt.<br />
BESTE JAHRESZEIT<br />
Die beste Reisezeit wird durch die<br />
Monsune bestimmt, die viel Regen<br />
mit sich bringen. Dabei gilt: An der<br />
Westküste fallen die wenigsten<br />
Niederschläge von November bis<br />
März und Juni bis August, an der<br />
Ostküste von März bis Oktober.<br />
In den Bundestaaten Sabah und<br />
Sarawak auf Borneo muss man<br />
von Oktober bis Januar mit starken<br />
Regenfällen rechnen.<br />
VOR ORT UNTERWEGS<br />
Lange Strecken überbrückt man am<br />
besten mit dem Flieger. Allerdings<br />
sind Straßen und Autobahnen sehr<br />
gut ausgebaut und beschildert,<br />
sodass eine Reise mit dem Mietwagen<br />
gut möglich ist. Ein internationaler<br />
Führerschein muss bei der<br />
Miete vorgelegt werden. Bequem<br />
und zuverlässig lässt sich das Land<br />
auch mit dem Zug erkunden.<br />
■ BELMOND EASTERN &<br />
ORIENTAL EXPRESS<br />
Der Luxuszug ist ab/bis Singapur<br />
vier Tage lang in Malaysia unterwegs,<br />
kurvt durch den Regenwald<br />
des Taman Negara Nationalparks<br />
und fährt bis hinauf nach Butterworth.<br />
Geführte Naturwanderungen,<br />
ein Ausflug nach<br />
Penang und die exzellente<br />
Vollpension sind im Preis inkludiert.<br />
www.belmond.com<br />
WESTKÜSTE<br />
■ KUALA LUMPUR<br />
In der Hauptstadt ist es<br />
vornehmlich das sogenannte<br />
„Goldene Dreieck“, in dem sich<br />
Besucher bewegen. Rund um<br />
die spektakulären Petronas<br />
Twin Towers befinden sich<br />
Wolkenkratzer mit Hotels und<br />
Büros sowie moderne Shopping-<br />
Malls, wie die „Pavilion“-Mall. Hier<br />
sind alle Nobelnamen auf drei<br />
Stockwerken vertreten. Zudem<br />
lockt ein sehr empfehlenswertes<br />
chinesisches Restaurant, das<br />
„Jade Pavilion“. Im „Berjaya Times<br />
Square“ mit 1.000 Geschäften,<br />
65 Restaurants und dem größten<br />
Indoor-Vergnügungspark in<br />
Fernost tummelt sich etwa eine<br />
Million Touristen im Monat.<br />
Den besten Blick über die Stadt hat<br />
man vom 421 m hohen „Menara<br />
KL“-Tower. Wer es traditioneller<br />
und authentischer mag, besucht<br />
die Petaling Street in China Town<br />
sowie das schrille „Little India“.<br />
Ein spannendes abendliches<br />
Erlebnis ist ein Bummel über die<br />
„Jalan Alor“, die Fressgasse. Hier<br />
sind die kulinarischen Spezialitäten<br />
des Landes versammelt.<br />
■ LANGKAWI<br />
Die stille, von Regenwald<br />
ummantelte, bergige Insel liegt<br />
im äußersten Norden des Landes.<br />
Sie ist ein wahres Tropenparadies,<br />
denn etwa drei Viertel der Fläche<br />
sind naturgeschützt. Affen turnen<br />
fast überall herum. Zum UNESCO<br />
Geo-Park gehören auch die<br />
maritimen Mangrovenwälder.<br />
Das flache Inselinnere wird von<br />
Landwirtschaft wie Reisanbau<br />
geprägt. Darüber hinaus findet man<br />
hier eine Vielzahl großflächiger<br />
Luxusresorts auf relativ kleinem<br />
Raum. Zahlreiche unbewohnte<br />
Inselchen mit Kalksteinhügeln<br />
sind reizvolle Ausflugsziele. Zu den<br />
wenigen menschengemachten<br />
Sehenswürdigkeiten gehört<br />
die „Langkawi Sky Bridge“. Die<br />
Hängebrücke schwingt sich auf<br />
den 687 m hohen „Mount Mat<br />
Cincang“ mit toller Aussicht über<br />
die Andaman Sea. Die schönsten<br />
Strände liegen im Norden – Datai<br />
Bay und Tanjung Rhu Beach.<br />
■ PENANG<br />
Während im westlichen Teil sowie<br />
in der Mitte der Insel grüne Berge<br />
und Landwirtschaft dominieren, ist<br />
die östliche Küste mit der Hauptstadt<br />
George Town durchgehend<br />
urbanisiert. Die farbenprächtige,<br />
80
multikulturelle Metropole war<br />
einst wichtiges Handelszentrum<br />
auf der maritimen Seidenstraße.<br />
Das koloniale Viertel lockt heute<br />
mit viel fröhlicher Street-Art und<br />
ist die Hauptattraktion der Stadt.<br />
Außerhalb der Altstadt prägen<br />
moderne Quartiere mit vielen<br />
Wolkenkratzern das Bild. Vom<br />
Penang Hill, den man mit einer<br />
Standseilbahn erreicht, hat man<br />
den besten Überblick. Sehenswert<br />
sind auch die Clan Jetties, Wasser-<br />
Communities, die vor mehr als<br />
150 Jahren von chinesischen Clans<br />
angelegt wurden. Am Ende des<br />
Tan Jetty kann man einen bunten,<br />
schwimmenden Tempel besuchen.<br />
Penang ist für seine zahlreichen<br />
fernöstlichen Küchen berühmt.<br />
Wer sich einen Überblick über die<br />
kulinarischen Kulturen verschaffen<br />
will, geht ins „Wonderfood Museum“,<br />
kitschig, doch nicht ohne Reiz. Der<br />
„Kek Lok Si Tempel“ auf einem<br />
Hügel ist der größte buddhistische<br />
Tempel Malaysias. Highlight ist hier<br />
die riesige Lady Buddha-Statue.<br />
Shopping-Fans könnte das Herz in<br />
der „Gurney Plaza“-Mall mit ihren<br />
400 Stores auf neun Etagen<br />
höher schlagen.<br />
OSTKÜSTE<br />
■ DESARU<br />
Im Gegensatz zur Westküste<br />
erstrecken sich im Osten der<br />
Halbinsel kilometerlange weiße<br />
Sandstrände entlang der meist<br />
klaren South China Sea. Mit<br />
Desaru hat sich im Süden ein<br />
überschaubares Touristen-Mekka<br />
mit Golfplätzen entwickelt. Da nahe<br />
an Singapur gelegen, stammt ein<br />
Großteil der Gäste von dort. Hier<br />
verbergen sich das architektonisch<br />
reizvolle Luxusresort „One&Only“<br />
www.oneandonlyresorts.com<br />
im Küstenregenwald sowie die<br />
bildschöne, weitläufige Anlage des<br />
„Anantara“ www.anantra.com. Im<br />
Hinterland fährt man vor allem<br />
durch Ölpalmenfelder. Ein Rest<br />
Regenwald steht noch. Spannend<br />
ist ein Ausflug zum Mangrovenwald<br />
Belungkor sowie zur Bio-Obstfarm.<br />
■ TIOMAN<br />
Die mit Regenwald überwucherte,<br />
hügelige Insel liegt 50 km von<br />
der Südostküste entfernt auf der<br />
Höhe von Mersing. Von dort gehen<br />
Fähren hinüber. Urwald, Strand,<br />
kristallklares Meer, feine Schnorchelund<br />
Tauchgründe sind die<br />
Attraktionen. Großer Tourismus<br />
hat sich hier nicht angesiedelt.<br />
Bekannt wurde das Kleinod durch<br />
den Film „South Pacific“, der hier<br />
1958 nach dem gleichnamigen<br />
Südseeromanzen-Musical gedreht<br />
wurde. Wenn überhaupt, findet<br />
man an Tiomans wunderschönen<br />
Sandstränden Backpacker aus aller<br />
Welt. Entsprechend „low key“<br />
sind auch die Übernachtungsmöglichkeiten.<br />
Ein 4*-Beach-Hotel<br />
gibt es allerdings, das „Berjaya<br />
Tioman Hotel“.<br />
https: /tioman.berjayahotel.com<br />
BORNEO<br />
■ KOTA KINABALU<br />
Benannt nach dem höchsten<br />
Berg Südostasiens, dem rund<br />
4.000 m hohen Mount Kinabalu,<br />
breitet sich die Stadt im Nordosten<br />
Borneos aus. Großartige Highlights<br />
bietet sie zwar nicht, dafür ist<br />
sie Ausgangspunkt für Touren<br />
zu malerischen Stränden wie<br />
Tanjung Aru und zu vorgelagerten<br />
Eilanden im „Tunku Abdul Rahman<br />
Marine Park“. Die Tauch- und<br />
Schnorchelgründe sind hier absolut<br />
legendär! Bestes Hotel vor Ort ist<br />
das 5-Sterne „Shangri-La Tanjung<br />
Aru“ www.shangri-la.com.<br />
Etwa zwei Stunden von KK<br />
entfernt liegt der „Weston<br />
Wetland Park“, ein aufregendes<br />
Mangrovensumpfgebiet, in dem<br />
man u.a. Nasenaffen beobachten<br />
kann – und am Abend Tausende<br />
Glühwürmchen. Wer mehr über die<br />
alten Kulturen Borneos erfahren<br />
möchte, findet im „Mari Mari<br />
Cultural Village“ die perfekte Szenerie.<br />
Einmal im Leben unseren nächsten<br />
tierischen Verwandten begegnen?<br />
Ein Flug nach Sandakan ins „Sepilok<br />
Orangutan Rehabilitation Center“<br />
macht’s möglich! Dafür sollte man<br />
mindestens eine Nacht einplanen,<br />
denn die halbwilden „Wald-<br />
Menschen“, so die Übersetzung von<br />
Orang Utan, kommen meist erst am<br />
späten Nachmittag aus dem Urwald<br />
zur Fütterung.<br />
ALLGEMEINE INFOS<br />
www.malaysia.travel<br />
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3 83
CRUISE TEST_REGENT SEVEN SEAS SPLENDOR<br />
Hoch(genuss)<br />
im Norden<br />
Unser Kreuzfahrtexperte Jörg Bertram hat an Bord<br />
der Regent Seven Seas Splendor ganz Island<br />
umrundet – und auf seiner zehntägigen „Golden<br />
Circle Expedition“ ein sagenhaftes Land sowie ein<br />
sensationelles Schiff erlebt.<br />
84
SELJALANDSFOSS Natur-Highlight im Süden Islands<br />
FRÜHSTÜCK IM<br />
GRUNDAR-FJÖRDUR mit<br />
Blick auf den Kirkjufell<br />
Splendor, aus dem Amerikanischen<br />
übersetzt, bedeutet das<br />
so viel wie „Pracht, Prunk,<br />
Herrlichkeit“. Und die lässt sich<br />
unser Schiff selbst im ansonsten<br />
nur wenig glamourösen<br />
Industriehafen von Reykjavik<br />
nicht nehmen: Livrierte Pagen am Kai, leise<br />
vor sich hin tröpfelnde Eisskulpturen auf<br />
dem Pooldeck, launiges Champagnerflaschenploppen<br />
von den Nachbarbalkonen – es ist<br />
der erste Tag unserer Reise rund um Island<br />
und rüber zu den Färöer-Inseln. Also nichts<br />
wie rein ins Vergnügen …<br />
Der nächste Morgen: Für die Einfahrt in den<br />
Grundarfjördur haben wir Frühstück in die<br />
Concierge-Suite geordert. Mit knapp 40 m 2<br />
Wohnfläche sowie Marmorbad, 8.000 Dollar<br />
teurer Luxusmatratze, begehbarem Kleiderschrank<br />
und bequemem Daybed im Freien<br />
fällt unser schwimmendes Refugium nicht<br />
nur ausgesprochen luxuriös, sondern auch<br />
sehr behaglich aus. Wer für Croissant und<br />
Cappuccino ein noch exklusiveres Ambiente<br />
bevorzugt, kann stattdessen auch die elfmal<br />
so große Regent Suite reservieren. Hoch oben<br />
auf Deck 14 gelegen, verfügt die zweitgrößte<br />
Schiffssuite der Welt außerdem über eine<br />
umlaufende Terrasse mit Outdoor-Jacuzzi,<br />
drei Ankleidezimmer, einen Wintergarten mit<br />
Bar, ein privates Spa und einen Steinway-<br />
Flügel im Salon. Lange überlegen sollte man<br />
da allerdings nicht, schließlich ist die Suite<br />
fast immer als erstes ausgebucht.<br />
Auf den Spuren von Jules Vernes Roman „Reise<br />
zum Mittelpunkt der Erde“ den 1.446 m hohen<br />
Snæfellsjökull besteigen? Den Papageientauchern<br />
auf Melrakkaey Island einen Besuch<br />
abstatten? Im Hai-Museum von Bjarnarhöfn<br />
das Fürchten lernen oder vielleicht doch<br />
lieber beim Leuchtturm von Malarrif über<br />
erloschene Lavafelder laufen? So wie an<br />
diesem ersten Tag stehen auch an den<br />
Folgetagen zwischen sieben und zehn<br />
Landausflüge auf dem Programm – die meisten<br />
davon kostenlos. Klingt gut, bedeutet in der<br />
Praxis jedoch: Wer sich nicht schon Wochen<br />
(oder besser Monate) vor Reisebeginn<br />
angemeldet hat, muss nehmen, was übrig<br />
bleibt, oder hat auch mal das Nachsehen.<br />
Island im Uhrzeigersinn<br />
Isafjördur, Akureyri, Seydisfjördur, Djúpivogur:<br />
Wir umkreisen Island im Uhrzeigersinn und<br />
erkunden dabei eines der faszinierendsten<br />
und am dünnsten besiedelten Länder der<br />
Erde. Gerade einmal 380.000 Einwohner<br />
zählt der Inselstaat im hohen Norden – und<br />
das auf einer Fläche, die ungefähr so groß ist<br />
wie Österreich und Slowenien zusammen.<br />
Viel Platz also für heiße Quellen und eiskalte<br />
Gletscherseen. Für Wasserfälle, die sich von<br />
hohen Bergen oder in tiefe Erdspalten ergießen.<br />
Für Wiesen in leuchtendem Lupinenlila<br />
und Weiden, auf denen alljährlich rund<br />
400.000 Inselschafe sowie 80.000 Islandponys<br />
ein paar Wochen Sommerfrische genießen.<br />
85
CRUISE TEST_REGENT SEVEN SEAS SPLENDOR<br />
PRIME 7 für edle Weine und<br />
erstklassige Cuts<br />
COMPASS ROSE Fine Dining<br />
im Hauptrestaurant<br />
PACIFIC RIM für<br />
Sushi & Co im<br />
Asia-Ambiente<br />
REGENT SUITE Luxus, der<br />
beflügelt, auf 443 m 2<br />
Viel Platz aber auch für Elfen und Trolle,<br />
von deren Existenz mehr als die Hälfte der<br />
Bevölkerung überzeugt ist und um deren<br />
vermutete Behausungen selbst schnurgerade<br />
durchs Niemandsland gezogene Straßen einen<br />
großen Bogen machen.<br />
Dinner im Zeichen des Drachen<br />
KECK AM HECK Das La Veranda<br />
mit windgeschützten Cabanas<br />
und viel Platz im Freien<br />
So genussvoll und abwechslungsreich wie die<br />
Tage an Land gestalten sich auch die Abende<br />
an Bord der Regent Seven Seas Splendor.<br />
Immerhin kann unser Schiff gleich mit fünf<br />
kulinarischen Outlets aufwarten. Für Gourmet-<br />
Cuisine unter glitzernden Kristalllustern steht<br />
das Hauptrestaurant Compass Rose. Als<br />
ausgezeichnete Asia-Alternative mit meterhoher<br />
Drachenskulptur im Entrée sowie erstklassigen<br />
Sushi-Variationen empfiehlt sich das Pacific<br />
Rim. Französische Brasserie-Klassiker à la<br />
„Steak Tartare et Caviar“ gefolgt von einem<br />
„Soufflé aux Fromages“ sowie „Carré d’Agneau<br />
en Persillade“ und einer himmlischen „Bavarois<br />
aux Citrons de Menton“ kommen im<br />
Chartreuse auf die fein gedeckten Tische.<br />
Wen es stattdessen nach köstlicher Cucina<br />
Italiana gelüstet, wählt das tagsüber als<br />
Buffetrestaurant fungierende Sette Mari. Und<br />
wenn es einmal Beef & Burger sein sollen,<br />
wäre da noch das Prime 7, ein Steakhouse,<br />
wie es auf keinem amerikanischen Cruiseliner<br />
fehlen darf. Digestif bei einer Runde Roulette<br />
im Casino, einer der Shows im Theater<br />
oder beim After-Dinner-Dancing in einem<br />
der eleganten Salons? Wir entscheiden uns<br />
da zumeist für die Observation Lounge,<br />
86
wo jede Nacht das wohl großartigste<br />
Entertainmentprogramm überhaupt geboten<br />
wird. „Sumarsólstodur“ heißt das Spektakel<br />
auf Isländisch, und das bedeutet: gegen<br />
ein Uhr morgens Sonnenuntergang vor den<br />
riesigen Panoramafenstern backbords und<br />
nur einen Negroni on the Rocks später bereits<br />
wieder Sonnenaufgang vor den riesigen<br />
Panoramafenstern steuerbords.<br />
Polarkreistaufe und<br />
Abba-Party am Seetag<br />
Seetag ist Sehtag – das gilt auch auf der<br />
Regent Seven Seas Splendor: Daher haben<br />
wir uns als Logenplatz für die Überfahrt zu<br />
den Färöer-Inseln den gläsernen Infinity-Pool<br />
vom Serene Spa ausgesucht. Am Heck von<br />
Deck 5 befindlich, ist er der perfekte Ort, um<br />
im warmen Wasser nach Walen Ausschau zu<br />
halten oder den vorbeirauschenden Wellenbergen<br />
hinterherzublicken. Sehenswert – und<br />
wahrhaft göttlich – ist auch die Polarkreistaufe,<br />
für die Neptun höchstpersönlich auf dem Sun<br />
Deck auftaucht. Nicht weniger nordisch geht<br />
es danach in der Culinary Arts Kitchen zu, wo<br />
unter fachkundiger Anleitung Lachs filetiert<br />
und Lamm gebraten wird. Und, als wäre all<br />
das noch nicht skandinavisch genug, gibt’s<br />
abends auch noch eine fulminante Abba-Party<br />
mit Live-Music in der Lobby. Mamma Mia,<br />
was für ein Tag!<br />
Für die Färöer-Inseln stehen fast 48 Stunden<br />
Aufenthalt auf dem Programm. Ausreichend<br />
Zeit also, um am ersten Tag die hübsche<br />
Inselhauptstadt Tórshavn mit ihren torf- und<br />
grasgedeckten Holzhäusern zu entdecken, den<br />
für seinen Geschmack (und strengen Geruch)<br />
berühmten Schafschinken zu probieren und<br />
die Hauptinsel Streymoy auf eigene Faust zu<br />
erkunden. Gut, dass die Ausflüge heute bereits<br />
ausgebucht waren, denn die mehrstündige<br />
Wanderung, die wir stattdessen auf eigene<br />
Faust unternehmen und die uns vom<br />
ehemaligen Bischofsstädtchen Kirkjubøur<br />
über Hochplateaus und durch mystisch<br />
anmutende Nebellandschaften zurück zum<br />
Schiff führt, gehört im Nachhinein betrachtet<br />
zu den absoluten Highlights dieser an<br />
Highlights reichen Kreuzfahrt.<br />
Auf dem Weg nach Reykjavik ist am letzten<br />
Tag noch ein Abstecher zu den Westmännerinseln<br />
geplant. Da hoher Wellengang das Tendern<br />
vor Heimaey jedoch unmöglich macht,<br />
fällt der Landgang im „Pompeji des Nordens“<br />
im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser.<br />
Wie unser italienischer Capitano Ubaldo<br />
Armellino auf die bedauerliche Situation<br />
reagiert? Mit einem freundlichen „Buongiorno<br />
from the Bridge“ und der Einladung zu einem<br />
improvisierten Kaviar-Brunch. Splendor, aus<br />
dem Amerikanischen übersetzt, bedeutet eben<br />
so viel wie „Pracht, Prunk, Herrlichkeit“…<br />
STREYMOY Hauptinsel der Färöer<br />
und Heimat von 80.000 Schafen<br />
REGENT SEVEN SEAS SPLENDOR<br />
■ SUITEN<br />
insgesamt 373 in<br />
10 Kategorien zwischen 29<br />
und 413 m 2 . Alle im Rahmen<br />
des All-inclusive-Angebots<br />
mit personalisierter Minibar<br />
und Wäscheservice, ab<br />
Kategorie Penthouse Suite<br />
auch mit Butlerservice<br />
■ CCIRCLE-TIPPS<br />
eine der Seven Seas Suiten<br />
am Bug mit XXL-Bullauge<br />
vor Bett und Badewanne,<br />
22 m 2 großem Balkon und<br />
sehr gemütlichem Wohn-/<br />
Speisesalon<br />
■ STIL & AMBIENTE<br />
exklusives und helles<br />
Interior im Stil eines<br />
urbanen Grand Hotels;<br />
Dresscode: elegantcasual<br />
(ab 15 Tagen<br />
eine Gala-Night)<br />
■ RESTAURANTS & BARS<br />
Hauptrestaurant Compass<br />
Rose, Prime 7 (Steaks), Sette<br />
Mari (italienisch), Chartreuse<br />
(französisch), Pafic Rim<br />
(asiatisch), The Study (für<br />
private Essen mit bis zu 12<br />
Personen), La Veranda, Pool<br />
Grill & Coffee Connections<br />
(Buffets mit Outdoor-Option),<br />
Meridian-, Splendor-<br />
& Observation-Lounge,<br />
Connoisseur Club (für<br />
Zigarrenraucher), Pool Bar<br />
■ ENTERTAINMENT<br />
& SONSTIGES<br />
Constellation Theater mit<br />
Shows, Vorträgen und Kino;<br />
Bücherei, Kochstudio, Card<br />
Room, Casino, 2 Shops<br />
■ SPORT & SPA<br />
Serene Spa mit Außenbereich,<br />
Panoramasauna,<br />
Dampfbad, Infinity-Pool,<br />
Behandlungskabinen und<br />
Frisör, Gym mit Yoga- und<br />
anderen Kursangeboten,<br />
Jogging Track, Paddle Tennis<br />
Court, Putting Green<br />
■ SERVICE<br />
auf höchstem Niveau<br />
und allzeit bemüht<br />
■ KONTAKT<br />
Regent Seven Seas Cruises<br />
www.rssc.com<br />
TECHNISCHE DATEN:<br />
Indienststellung: 2020<br />
Länge: 224 Meter<br />
Breite: 31 Meter<br />
Tiefgang: 7,2 Meter<br />
Geschwindigkeit: 20,6 Knoten<br />
Passagierdecks: 10<br />
Passagiere: max. 750<br />
Crew: 569<br />
Passagier-Crew-Verhältnis<br />
(PCR): ca. 1,29<br />
Bordsprache: Englisch<br />
Reederei: Regent Seven Seas<br />
Cruises<br />
87
DIE SCHÖNSTEN ERINNERUNGEN<br />
SIND DIE SUMME PERFEKTER DETAILS.<br />
Bieten Sie Ihren Kunden ein unvergleichliches Reiseerlebnis<br />
mit den ersten 6-Sterne-Slow-Luxury-Cruises.<br />
Jedes Schiff der Riverside-Flotte begeistert mit Perfektion bis ins kleinste Detail. Von der<br />
luxuriösen Ausstattung der Suiten über Kulinarik für höchste Ansprüche bis zum exklusiven<br />
Butler-Service. Riverside Luxury Cruises auf den schönsten Flüssen Europas entdecken.<br />
88
Mit Riverside Luxury Cruises sind Ihre Kunden immer eine Schiffslänge voraus. Wir machen eine<br />
Flusskreuzfahrt zur Reise des Lebens. Unsere 3 Schiffe sind auf den europäischen Flüssen<br />
Donau, Rhein und Rhone State of the Art. Hier genießt jeder Gast den Service eines Butlers.<br />
Mit feinen Kreationen greifen unsere Köche die Themen der Gegend auf, die das Schiff gerade<br />
durchkreuzt. Unsere Routen lassen sich beliebig verlängern und kombinieren. Facettenreiche<br />
Ausflüge können ganz nach persönlichem Interesse gebucht werden.<br />
89
KULINARIK_BERLIN<br />
Brasserie Scirocco<br />
NEUER KULINARISCHER KU'DAMM-HOTSPOT<br />
Kurfürstendamm Ecke Fasanenstraße, da war doch<br />
was? Richtig, das Luxushotel Kempinski, kurz „Kempi“,<br />
das heute als Bristol brilliert. Und ja, auch das bekannte<br />
Reinhard’s, das West-Berliner Promi-Wohnzimmer<br />
zahlreicher Stars und Sternchen, das im letzten<br />
Sommer dicht gemacht hat, befand sich hier … Danach<br />
sah es an der bekannten Ecke trübe aus. Bis der Berliner<br />
Gastronom Felix Brandts übernahm und nun mit der<br />
Brasserie Scirocco frischen Wind auf die Sonnenseite<br />
des Ku‘damms bringt – Sehen-und-Gesehen-Werden<br />
ist beim Publikum von 20 bis 90 nach wie vor angesagt.<br />
Wie schon früher befinden sich die schönsten Logenplätze<br />
oben auf dem großzügigen, geschwungenen<br />
Balkon, mit einem herrlichen Blick auf das bunte<br />
Ku‘damm-Treiben. Executive Chef Nadav Kundel hat<br />
eine moderne Mischung aus internationalen Klassikern<br />
und mediterran-nahöstlichen Gerichten auf die<br />
Speisekarte gesetzt. So gibt es Beef Tatar, Double<br />
Cheeseburger und Caesar Salad ebenso wie gegrillte<br />
Baby-Zucchini, Yellowtail-Crudo, Steak frites und<br />
gegrillten Oktopus. Auch zum Frühstücken ist die<br />
Ku‘damm-Ecke wieder eine angesagte Adresse:<br />
Ab 6.30 Uhr gibt es im Scirocco Frühstück à la Carte<br />
oder als Büffet – für Hotel- wie auch für externe Gäste.<br />
Nebenan, im ehemaligen „Kempi-Grill“, eröffnet Felix<br />
Brandts zudem in Kürze ein Fisch-Restaurant, und der<br />
einstige KPM-Salon wird zu einer Eisdiele.<br />
www.scirocco-berlin.com<br />
NADAV KUNDEL kocht im Scirocco auf<br />
90
Berlin bittet zu Tisch<br />
Haute Cuisine statt Currywurst: In Deutschlands Hauptstadt begeistert gerade<br />
eine junge Garde kreativer Küchenchefs und Gastroprofis die Gourmets.<br />
TEXT: UWE LEHMANN<br />
Dry Gin & Beef Club<br />
GLAMOUR AM TACHELES<br />
Gin und Beef? Beides nicht gerade die brandaktuellsten<br />
Trends, auch wenn beides in der<br />
Gastronomie gerade gut läuft … Dass sie auch gut<br />
zusammenpassen, zeigt der Dry Gin & Beef Club<br />
in Mitte, genauer gesagt in der Oranienburger<br />
Straße am ehemaligen Tacheles-Gelände, wo sich<br />
gerade wieder großstädtisches Leben entwickelt.<br />
Im ehemaligen Kunsthaus Tacheles befindet sich<br />
bereits das schwer angesagte Restaurant Verōnika<br />
im Museum Fotografiska und in der Nähe das Root<br />
im Hotel Telegraphenamt.<br />
Nicht umsonst zieht der Standort immer mehr<br />
internationales, kosmopolitisches Publikum an.<br />
Daher hat Gastronom Michael Wilhelmer auch<br />
ordentlich Geld in die Hand genommen – und das<br />
sieht man dem hochwertigen Ambiente in Schwarz,<br />
Weiß und Grau auch an. Im Sommer ist zudem die<br />
große Terrasse ein echter Anziehungspunkt.<br />
Das Konzept des The Dry Gin & Beef Club ist<br />
denkbar einfach und schnörkellos: Man schaffe ein<br />
modernes, zeitgemäßes Design mit „industrieller<br />
Ästhetik, stelle möglichst viele ausgesuchte Gins<br />
aus aller Welt – über 600 – in die Bar, grille exzellentes<br />
Rindfleisch von Filet bis Tomahawk exakt auf<br />
den Punkt, arbeite generell nur mit besten Zutaten<br />
und schaffe zudem eine glamouröse Atmosphäre,<br />
die der weltläufigen Klientel gefällt.<br />
berlin-gin-beef-club.de<br />
Der Weinlobbyist<br />
TOP-WEINBAR UND JETZT AUCH TOP-RESTAURANT<br />
Nein, ganz neu ist der Weinlobbyist nicht. Sommelier Serhat Aktas, der zu<br />
den Top 50 seiner Zunft in Deutschland zählt, hat ihn bereits mitten in der<br />
Coronazeit als reine Weinbar mit Fingerfood und eher bescheidenem, deutschösterreichischem<br />
Weinangebot in Schöneberg eröffnet. Jetzt hat er sich quasi<br />
neu erfunden. Inzwischen gibt es im Weinlobbyisten nicht nur mehrere hundert<br />
Weinpositionen, sondern auch eine der umfangreichsten und am besten<br />
sortierten Sektkarten Deutschlands, die schon mehrfach ausgezeichnet wurde.<br />
Und auch kulinarisch ging es stetig voran. Ein sympathisch-kreativer Küchenchef<br />
wurde eingestellt, aus kleinen Gerichten entwickelten sich mehrgängige<br />
Menüs, sodass das Lokal inzwischen vom Gault-Millau nicht nur als Weinbar,<br />
sondern auch als Restaurant empfohlen wird. Und wenn es Sommer ist in der<br />
Hauptstadt, genießt man erstklassige Weine und vorzügliches Essen in einem<br />
der schönsten Hinterhöfe Berlins. Außerdem sind bei Aktas im Weinlobbyisten<br />
regelmäßig Spitzenwinzer zu Gast.<br />
www.derweinlobbyist.de<br />
91
KULINARIK_BERLIN<br />
CUSINE MEETS CLUB im Papillon<br />
Papillon<br />
DINNER & DANCE AM BAHNHOF ZOO<br />
Es vibriert. Nicht heftig, nicht durchgängig, aber es ist zu spüren, dass<br />
die S-Bahn quasi über die Köpfe rollt. Im alten West-Berlin, direkt am<br />
Bahnhof Zoo, hat mit dem Papillon ein besonderes Restaurant eröffnet.<br />
Am frühen Abend Restaurant mit einer hervorragenden mediterranlevantinischen<br />
Küche und am späteren Abend, so ab 23 Uhr, mit<br />
Club-Vibes. Dann legen DJs auf und es darf getanzt werden. Dass mit<br />
dem Vibrieren hat sich dann erledigt, die Bässe sind stärker.<br />
Restaurant mit Club, das ist nicht ganz neu in Berlin. Es gibt etwa das<br />
Sage und das Spindler & Klatt. Papillon-Betreiber Felix Brandts ist in<br />
der Gastronomie- und Eventbranche ebenfalls kein Unbekannter, kennt<br />
den Berliner Markt und betriebt auch die neue Brasserie Scirocco am<br />
Kurfürstendamm (s. vorherige Seite).<br />
Die Räumlichkeiten, zwei große Gewölbe unter den Bahngleisen, sind zu<br />
einem schicken Casual-Dining-Refugium geworden, mit 140 Sitzplätzen<br />
alleine im Restaurant, einer Bar und inzwischen auch noch mit Terrasse.<br />
„Den Ort kennt eigentlich jeder, aber die Idee, dort einen zeitgemäßen<br />
Restaurant-Club zu eröffnen, hatte keiner“, sagt Brandts. Executive Chef<br />
Nadav Kundel kann nicht nur Fisch und Fleisch, sondern auch vegan. So<br />
kann man mit „Ajo Negro“, schwarzem Knoblauch mit Meerretichcrème,<br />
Brokkoli und Zuckererbsensalat starten, im Hauptgang zeigt dann<br />
ein Blumenkohl-Steak mit Linsen, Kapernsauce und Pinienkernen<br />
seine Eigenständigkeit.<br />
www.papillon-berlin.com<br />
Mastan<br />
FRANZÖSISCHE BISTRO-KULTUR IN KREUZBERG<br />
Französische Restaurants gibt es so einige in Berlin, aber keines<br />
verkörpert die typische Bistro-Küche und Kultur wohl gerade so<br />
authentisch wie das neue, an der vielbefahrenenen Gneisenaustraße<br />
gelegene Mastan in Kreuzberg.<br />
Das liegt vor allem an dem aus Marseille stammenden Küchenchef<br />
Yann Mastantuono, der hier im schlicht-eleganten Ambiente<br />
die Cuisine seiner Heimat exzellent und ausgesprochen kreativ<br />
umsetzt. Das verwundert nicht, war er doch zuvor in Paris<br />
Küchenchef in Alain Ducasses Bistro „Aux Lyonnais“, einer echten<br />
Institution in der französischen Hauptstadt, die sich ganz der<br />
bodenständigen Küche Lyons verschrieben hat.<br />
Mastantuono kann es also richtig. Die Speisekarte wechselt<br />
regelmäßig, was auf den Tisch kommt, bestimmen bei ihm die<br />
Jahreszeiten. So war etwa der August geprägt von marinierten<br />
Sardinen, Geflügelterrine mit Tomate und Basilikum, geeister<br />
Erbsen-Crèmesuppe mit Pimenton und Mozzarella, Seeteufel à<br />
l’Armoricaine und einer traditionellen „Soupe au Pistou“, wie<br />
man sie so sonst nur in Marseille bekommt. Apropos<br />
Marseille: Viele<br />
Stammgäste kommen YANN MASTANTUONO<br />
immer wieder wegen<br />
Mastantuonos<br />
Bouillabaisse. Jeden<br />
Mittwoch gibt es<br />
daher den speziellen<br />
Bouillabaisse-Abend<br />
„Seaside Delights“.<br />
Im Ausschank sind<br />
fair kalkulierte Biound<br />
Naturweine aus<br />
Frankreich, Deutschland<br />
und Österreich.<br />
www.restaurant<br />
mastan.com<br />
Le Consulat<br />
KREATIVER BRASSERIE-MIX<br />
Neben dem Mastan kommt<br />
noch ein weiterer Franzose<br />
frisch daher: In den Räumen der<br />
ehemaligen Kultkneipe „Leibnitz-<br />
Klause“ in Charlottenburg hat<br />
das Le Consulat, aufgemacht. An<br />
das frühere Kneipen-Ambiente<br />
erinnert nicht mehr viel.<br />
Stattdessen mint- und petrolfarbene<br />
Wände, Granit-Holztische,<br />
samtbezogene Stühle und<br />
großformatige Bilder mit sattgrünen<br />
Farnen an den Wänden.<br />
Das elegant-lässige Interieur ist<br />
so stimmig wie die Küche von<br />
Küchenchef Jens Schäfer.<br />
Seine Gerichte, traditionell<br />
französisch mit deutschen<br />
Einflüssen und lokalen<br />
BITTE ZU TISCH im Le Consulat<br />
Produkten, sind gediegen, haben<br />
aber einen spannenden Twist. So<br />
kommt eine Geflügelleber-Terrine<br />
mit feiner Cognac-Note ebenso<br />
auf den Tisch wie mit Maisgries<br />
ummantelte Sardinen auf einer<br />
Sauce Gribiche. Ebenso köstlich:<br />
„falsche Schnecken“ aus Charolais-<br />
Rinderhack mit Nussbutter<br />
überbacken, Ochsenbäckchen<br />
in Rotweinsauce mit Schluppen<br />
in Bierteig oder Loup de mer<br />
mit Safran-Fenchel. Dazu eine<br />
sorgsam zusammengestellte<br />
Weinkarte mit überwiegend<br />
konventionellen Tropfen, die aber<br />
wunderbar zu der burschikoskreativen<br />
Küche passen.<br />
le-consulat.de<br />
92
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93
CITY TRIP_ISTANBUL<br />
VERBINDET Die „Brücke der<br />
Märtyrer des 15. Juli“ führt vom<br />
europäischen in den asiatischen<br />
Teil der Stadt.<br />
94
Die Kontraste Istanbuls beeindrucken mich,<br />
seit ich vor vielen Jahren das erste Mal an<br />
den Bosporus gekommen bin – bezaubert<br />
von der Mystik des Orients, verblüfft über<br />
die Dynamik der Stadt und beeindruckt<br />
von ihrer Kunst und Kreativität.<br />
Zwischendurch war ich aber auch besorgt<br />
um Entwicklung und Rückschritt, dann wieder begeistert<br />
von der Weltoffenheit und dem Zukunftsdenken.<br />
Vor kurzem zurückgekehrt, ist die Liebe wieder hell<br />
entflammt: Neue Luxus-Hotels bieten internationales<br />
Flair, die wachsende Kulturszene mit interessanten<br />
Konzepten beeindruckt nicht nur Kenner, Kreativität<br />
ist scheinbar allgegenwärtig: in der Architektur, bei den<br />
Mode-Designern, in der Gourmet-Szene. Istanbuls<br />
Bestreben, das Beste aus beiden Welten zu zeigen und<br />
vor allem zu leben, ist überall erkennbar.<br />
ISTANBUL<br />
Boomtown<br />
am Bosporus<br />
Trendy, weltoffen, modern, kreativ und kulturell am Puls der<br />
Zeit, gleichzeitig aber auch ultrakonservativ und traditionell: Kein<br />
Zweifel, Istanbul, die pulsierende Metropole an der Kreuzung zweier<br />
Kontinente, ist eine spektakuläre Stadt, in der Vergangenheit,<br />
Gegenwart und Zukunft scheinbar nahtlos ineinander übergehen.<br />
Claudia Bette-Wenngatz war für CC vor Ort.<br />
95
CITY TRIP_ISTANBUL<br />
Miras – das Programm zur Rettung des<br />
historischen Erbes – steht als Schlagwort über<br />
vielen Projekten geschrieben. In den Moscheen<br />
und Palästen am alten Hafen sowie im Labyrinth<br />
der engen Gassen und Einkaufsstraßen ist die<br />
Jahrtausende alte Geschichte Istanbuls – einst<br />
Hauptstadt des römischen, byzantinischen und<br />
osmanischen Reiches – stets präsent. Wie kaum<br />
eine andere Stadt ist Istanbul damit auch ein<br />
Symbol dafür, wie nah Gegenwart und<br />
Vergangenheit nebeneinander liegen können.<br />
Natürlich ist es nach wie vor faszinierend, den<br />
Galata-Turm, die Hagia Sophia, die Blaue Moschee<br />
oder den Topkapi-Palast zu besuchen oder sich von<br />
der orientalischen Magie der Souks in den Bann<br />
ziehen zu lassen. Und auch eine Fahrt auf dem<br />
Bosporus sollte man bei gutem Wetter unbedingt<br />
mit einplanen, um vom Wasser aus auf das<br />
europäische wie auch auf das asiatische Ufer zu<br />
schauen und dabei zwischen zwei Kontinenten<br />
zu schwimmen.<br />
Bei einer Bootsfahrt auf dem<br />
Bosporus sind Europa und<br />
Asien zum Greifen nah<br />
Was Istanbul zurzeit jedoch besonders spannend<br />
macht, sind moderne Kunsttempel wie das im<br />
Sommer 2023 eröffnete Istanbul Modern von<br />
Stararchitekt Renzo Piano im neu entstandenen<br />
Galataport.<br />
Aber auch ein Spaziergang entlang der Uferpromenade<br />
mit ihren vielen schicken Bars und<br />
Lokalen ist Unterhaltung pur, weil die Mischung<br />
aus Einheimischen und Besuchern mindestens<br />
so kontrastreich ist wie die Kulturen in dieser<br />
Stadt. Beim Bummeln auf den Flaniermeilen<br />
von Nisantasi mit Nobelboutiquen und Szenegastronomie<br />
– neben Belek am Meer das teuerste<br />
Viertel der Stadt – fühlt man sich wie auf den<br />
Boulevards von Paris. In fünf Restaurants mit<br />
mindestens einem Michelin-Stern können<br />
Gourmets in kulinarische Euphorie geraten,<br />
immerhin hat der Guide Michelin Istanbul<br />
insgesamt bereits über 50 Restaurants<br />
aufgenommen, seit er im Oktober 2022<br />
erstmals erschienen ist.<br />
Und selbst anspruchsvolle Kulturkritiker<br />
stellen fest, dass angesichts zahlreicher Galerieeröffnungen<br />
inzwischen ein Kulturboom in der<br />
Millionenmetropole herrscht, der die<br />
Zukunftshoffnung nährt.<br />
Als Kontrastprogramm ist Chillen in einer der<br />
zahlreichen Rooftop Bars angesagt, wo ich so viele<br />
„beautiful people“ gesehen habe wie sonst nur<br />
in London, Mailand oder New York. Denn hoch<br />
hinauf will eigentlich jeder in Istanbul. Auch<br />
wenn hier nicht alles Gold ist, was glänzt – sich<br />
verzaubern zu lassen von den Lichtern am<br />
Goldenen Horn sollte auch in nicht so rosigen<br />
Zeiten erlaubt sein …<br />
YEREBATAN-ZISTERNE Einst als<br />
Wasserspeicher für den Großen Palast<br />
erbaut, diente das Bauwerk auch<br />
schon als Drehort für den 007-Film<br />
„Liebesgrüße aus Moskau“.<br />
96
BUNT, BUNTER, BALAT<br />
STREET Die Straße im<br />
gleichnamigen Multikulti-<br />
Viertel ist bekannt für<br />
ihre farbigen Häuser.<br />
ORIENT TRIFFT<br />
OKZIDENT<br />
Istanbuls Skyline mit<br />
der Hagia Sophia<br />
ZEITREISE Istanbuls<br />
Archäologisches Museum<br />
beherbergt rund 15.000<br />
Exponate.<br />
97
CITY TRIP_ISTANBUL<br />
1<br />
2 3<br />
4 5<br />
4<br />
98
WOHNEN<br />
■ SANASARYAN HAN –<br />
A LUXURY COLLECTION<br />
HOTEL (3)<br />
Das neueste Luxushotel der<br />
Stadt eröffnete mit nur 63<br />
Zimmern im Frühjahr <strong>2024</strong> auf<br />
einer historischen Halbinsel<br />
inmitten des Altstadtviertels.<br />
Das neoklassizistische Gebäude<br />
aus dem Jahr 1895 wurde<br />
sorgfältig restauriert und<br />
spiegelt die opulente Pracht<br />
der Vergangenheit wider.<br />
Spektakulär ist der Blick aus<br />
den osmanischen Bogenfenstern<br />
in den sechs Suiten.<br />
Dazu kommen das Sini als<br />
Fine-Dining-Restaurant mit<br />
klassisch türkischer Küche und<br />
die „The Library by Sanasaryan“<br />
(benannt nach dem Philanthropen,<br />
der das Gebäude in<br />
Auftrag gab) mit wöchentlichen<br />
Auftritten bekannter<br />
heimischer Künstler.<br />
www.marriott.com<br />
■ THE PENINSULA (2)<br />
In prominenter Lage direkt am<br />
Bosporus sowie in unmittelbarer<br />
Nähe zum Galataport<br />
punktet das im Frühjahr 2023<br />
eröffnete Peninsula. Die elegante<br />
Lobby des ultraluxuriösen<br />
Hotels mit insgesamt 177<br />
Zimmern und Suiten erinnert<br />
an die Vergangenheit des<br />
Gebäudes als erstes modernes<br />
Kreuzfahrtterminal der Stadt.<br />
Gewohnt wird in drei denkmalgeschützten,<br />
miteinander<br />
verbundenen Komplexen, die<br />
sich durch einen gelungenen<br />
Mix aus modernem türkischen<br />
Design und traditionellem<br />
Kunsthandwerk auszeichnen.<br />
Weitere Highlights sind ein<br />
Gourmet-Restaurant mit<br />
Dachterrasse von Zwei-Sterne-<br />
Koch Fatih Tutak, die kunstvoll<br />
angelegte Gartenanlage<br />
mit einem aussichtsreichen<br />
25-m-Pool am Bosporusufer,<br />
4<br />
ein Terrassen-Restaurant<br />
mit Bootsanleger sowie das<br />
elegante Spa. Aber auch die<br />
großartig kuratierte Kunst, die<br />
sich über das gesamte Hotel<br />
verteilt, weiß zu begeistern.<br />
www.peninsula.com<br />
reichen Renovierung im Jahr<br />
2023 in neuem Glanz und mit<br />
elegant-zeitgemäßem Design.<br />
Gäste in den 317 Zimmern und<br />
Suiten, darunter elf Pracht-<br />
Suiten im historischen Palast,<br />
genießen den Resort-Charakter<br />
ca. 5 km vom Zentrum entfernt.<br />
Direkt am Bosporus-Ufer<br />
gelegen, kann man am großen<br />
Infinity-Pool entspannen oder<br />
sich im Luxus-Spa verwöhnen<br />
lassen. Exzellente Kulinarik wird<br />
im Fine-Dining-Restaurant<br />
Tugra, im Garten-Restaurant<br />
Gazebo, beim Nobelitaliener<br />
Bellini und im türkischmediterranen<br />
Akdemiz geboten.<br />
Letzteres empfiehlt sich<br />
übrigens auch für einen ausgezeichneten<br />
Sonntagsbrunch.<br />
www.kempinski.com<br />
■ MANDARIN ORIENTAL<br />
BOSPORUS (4)<br />
Inspiriert von den Villen und<br />
Palästen am Ufer der Stadt<br />
ist dieses im Sommer 2021<br />
eröffnete Hotel eine zeitgenössische<br />
Hommage an<br />
Istanbul. Es liegt ca. 15 Fahrminuten<br />
vom Zentrum entfernt<br />
im eleganten Villenviertel<br />
Besiktas. Die 100 Zimmer und<br />
Suiten mit großen Glasfronten,<br />
teilweise auch mit riesigen<br />
Terrassen, wurden von Adam<br />
Tijani Design aus New York<br />
ebenso elegant wie komfortabel<br />
konzipiert. Das Restaurant<br />
Novikov und die Lounge Bar<br />
gehören zu den begehrtesten<br />
Dining- und Cocktaillocations<br />
in town. Die Bosporus-Lounge<br />
auf der Uferterrasse ist ein<br />
Treffpunkt für Einheimische und<br />
internationale Gäste. Erst Ende<br />
'23 eröffnet und bereits trendy:<br />
Das Hakkasan-Restaurant mit<br />
erstklassiger Kanton-Küche.<br />
Im 3.500 m 2 großen Spa mit<br />
elf Behandlungsräumen und<br />
stimmungsvollen Innengärten<br />
fühlt man sich in einer eigenen<br />
Welt, außerdem gibt es zwei<br />
Außen- und einen Innenpool.<br />
www.mandarinoriental.com<br />
HOTEL-TIPPS<br />
FÜR KENNER<br />
■ SOHO HOUSE<br />
Trendiges In-Hotel für Szene-<br />
Liebhaber, das als eines der<br />
schönsten der Soho-House-<br />
Gruppe gilt. Es liegt ein wenig<br />
versteckt und dennoch zentral<br />
im Herzen des lebendigen<br />
Stadtviertels Beyoglu mit dem<br />
imposanten Galata-Turm als<br />
Zentrum. Vom Konzept her<br />
ein Membership-Club, in der<br />
Ausrichtung ein Boutique-Hotel<br />
mit 87 Zimmern in einem alten<br />
Palazzo aus dem 19. Jh.<br />
www.sohohouse.com<br />
■ PERA PALACE (5)<br />
Wer es gern geschichtsträchtig<br />
mag, kann sich im 1895 eröffneten<br />
Pera Palace – ebenfalls<br />
in Beyoglu gelegen – in die<br />
Anfangszeit des legendären<br />
Orient Express zurückversetzen<br />
lassen. Die Gäste des Luxuszugs<br />
– allen voran Agatha<br />
Christie, die hier im Zimmer 411<br />
große Teile von „Mord im Orient<br />
Express“ schrieb – traten von<br />
hier aus nämlich ihre Reisen<br />
gen Norden an. In den klassisch<br />
eingerichteten, inzwischen<br />
natürlich renovierten Zimmern<br />
haben von Mata Hari über<br />
Greta Garbo bis Jackie Onassis<br />
und Ernest Hemingway viele<br />
Prominente gewohnt. Dem<br />
Staatsgründer Atatürk ist ein<br />
Ausstellungszimmer gewidmet,<br />
das historische Pera Palace<br />
Café von 1892 muss man<br />
gesehen haben!<br />
www.perapalace.com<br />
■ THE BANK HOTEL<br />
ISTANBUL<br />
Das Haus, ein Mitglied der<br />
Design Hotels, liegt im Stadtteil<br />
Karaköy an der Prachtstraße<br />
des Finanzviertels und diente<br />
einst als Bank. Stilvoll renoviert,<br />
zeichnet sich das Boutique-<br />
Hotel mit seinen 52 Zimmern<br />
und Suiten heute vor allem<br />
durch seinen intimen Charakter<br />
aus. Auf jeden Fall einen Besuch<br />
wert: Die Bar auf der Dachterrasse<br />
mit großartigem Blick<br />
auf die Altstadt.<br />
www.designhotels.com<br />
www.marriott.com<br />
RESTAURANTS<br />
■ TURK FATIH TUTAK<br />
Gourmet-Highlight und einziger<br />
Zwei-Sterne-Tempel in Town:<br />
Turk Fatih Tutak fasziniert seine<br />
rund 30 Gäste jeden Abend mit<br />
einem 13-Gänge-Menü, das an<br />
Phantasie schwer zu überbieten<br />
ist und die türkische Küche<br />
völlig neu interpretiert.<br />
www.turkft.com<br />
■ MIKLA<br />
Moderne, von einem Michelin-<br />
Stern gekrönte anatolische<br />
Küche mit 360 Grad Ausblick<br />
vom 18. Stock des Marmara<br />
Pera Hotels. Das Mikla war das<br />
erste türkische Restaurant,<br />
das es in die Liste der Top 50<br />
Restaurants von San Pellegrino<br />
geschafft hat.<br />
www.miklarestrant.com<br />
■ MUST<br />
Wie schon der Name sagt: Ein<br />
Must für Gourmets, aber auch<br />
zum People Watching: Wer sich<br />
vom Shopping im In-Viertel<br />
Nisantasi stilvoll erholen<br />
will, trifft sich hier. Hübsche<br />
Menschen, originelle Einrichtung<br />
und einfallsreiche<br />
Bistro-Küche.<br />
www.mustnisantasi.com<br />
■ MUUTTO<br />
Der Hotspot an der Uferpromenade<br />
im Galataport:<br />
Die anatolischen Tapas locken<br />
nicht nur Einheimische, das<br />
Szene-Publikum kommt<br />
aus aller Welt.<br />
www.muutto.com<br />
■ KEMPINSKI CIRAGAN<br />
PALACE (1)<br />
Osmanische Opulenz mit<br />
Blick auf Asien: Der einstige<br />
Kaiserpalast gehört seit den<br />
1990er-Jahren zu den besten<br />
Adressen der Stadt und<br />
erstrahlt nach einer umfang-<br />
CC-AUTORIN<br />
Claudia Bette-Wenngatz<br />
auf der Dachtterrasse<br />
vom The Bank-Hotel<br />
99
CITY TRIP_ISTANBUL<br />
KULTURELLE<br />
HIGHLIGHTS<br />
■ ISTANBUL MODERN<br />
Bei der Eröffnung im Juli '23<br />
hat es weltweit Aufsehen<br />
erregt, jetzt ist es eine<br />
Landmark: das von Pritzker-<br />
Preisträger Renzo Piano<br />
entworfene Museum für<br />
einheimische, moderne<br />
und zeitgenössische<br />
Kunst. Es befindet sich im<br />
aufstrebend-aufregenden<br />
Hafenviertel Karaköy und<br />
ist eingebunden in den<br />
Galataport-Hafenkomplex,<br />
der bei den MAPIC Awards<br />
2023 als bestes neues<br />
Entwicklungsprojekt weltweit<br />
ausgezeichnet wurde.<br />
www.istanbulmodern.org<br />
■ AKM – ATATÜRK<br />
CULTURAL CENTRE (1)<br />
Das 2021 am Taksim-Platz<br />
eröffnete Kulturzentrum<br />
ist das größte in der Türkei.<br />
Unter der markanten roten<br />
Kuppel befinden sich ein<br />
Opernhaus, ein Konzertsaal,<br />
das Kammer-Theater, die<br />
Aziz-Nesin-Bühnen und ein<br />
Kinosaal.<br />
www.akmistanbul.gov.tr<br />
■ GEHEIMTIPP FÜR<br />
LITERATUR-FANS<br />
Das kleine „Museum der<br />
Unschuld“, das Nobelpreisträger<br />
Orhan Pamuk seiner<br />
Heimatstadt geschenkt hat,<br />
wurde nach einem seiner<br />
bekanntesten Romane<br />
geschaffen, der von der<br />
tragischen Geschichte einer<br />
Liebesbeziehung handelt.<br />
Bis heute ergänzt der<br />
Autor die Sammlung<br />
höchstpersönlich und zeigt<br />
allerlei Skurriles, das man<br />
als Literaturliebhaber<br />
aus seinem Buch bereits<br />
kennen könnte.<br />
www.masumiyetmuzesi.org<br />
■ ÖSLEM SÜER (4)<br />
In ihrem Palais, das mit<br />
seinem romantischen<br />
Garten und unterschiedlichen<br />
Räumen allein schon<br />
sehenswert ist, zeigt die in<br />
der Türkei sehr bekannte<br />
Grand Lady of Fashion ihre<br />
verschiedenen Kollektionen.<br />
www.ozlemsuer.com<br />
■ BEGÜM KHAN (3)<br />
Allein schon das Schaufenster<br />
im Szeneviertel<br />
Nisantasi ist ein Showcase:<br />
In antiken Vitrinen zeigt<br />
die – im Übrigen bildschöne<br />
– Schmuckdesignerin ihre<br />
phantasievollen Unikate, die<br />
von der Natur und östlicher<br />
Mystik inspiriert sind.<br />
Khan entwarf auch einen<br />
limitierten Bienenflakon für<br />
die Parfümkreation Imagine<br />
von Guerlain.<br />
www.begumkhan.com<br />
■ ATELIER REBUL<br />
Im Shoppingkomplex vom<br />
Galataport beeindruckt<br />
der Shop des bekannten<br />
Parfümeurs durch seine<br />
Eleganz und sein Design,<br />
das an eine antike Apotheke<br />
erinnern soll. Hier kann man<br />
schöne Geschenke erstehen<br />
und sich auch selbst<br />
belohnen, z. B. mit einem<br />
selbst kreierten Duft.<br />
www.atelierrebul.be<br />
■ ÜMIT ÜNAL,<br />
BEYOGLU (5)<br />
Der Konzept-Künstler und<br />
Modedesigner prägt seit<br />
1998 die Kreativszene<br />
seiner Heimatstadt.<br />
Inzwischen ist er auch<br />
international bekannt,<br />
seine Damen- und<br />
Herrenmode machte schon<br />
in New York Furore.<br />
www.umitunal.com<br />
1<br />
2<br />
5 4<br />
AUSNAHME-DESIGNER<br />
Ümit Ünal<br />
5<br />
SHOPPING BEI<br />
ISTANBULS<br />
TOP-DESIGNERN<br />
■ SEVAN BICAKCI (2)<br />
Er gilt als der Exzentriker<br />
unter den Schmuckdesignern,<br />
seine Unikate<br />
sind bei Showstars ebenso<br />
beliebt wie bei extravaganten<br />
Sammlern, in seinem Atelier<br />
in der Nähe des großen<br />
Bazars empfängt er exklusive<br />
Kunden aus aller Welt.<br />
www.sevanbisakci.com<br />
FEINE DINGE<br />
von Özlem<br />
Tuma<br />
100
Interview Serra Arikök<br />
DESIGNERIN, KREATIVES MULTITALENT,<br />
NETZWERKERIN: SERRA ARIKÖK GILT<br />
ALS ISTANBUL-INSIDERIN. UNS HAT<br />
SIE IHRE LIEBLINGSADRESSEN IN DER<br />
STADT VERRATEN.<br />
HOT<br />
Galataport<br />
Fashion<br />
Galeria<br />
4<br />
3<br />
Sie ist eine absolute Istanbul-Insiderin<br />
und steht im Mittelpunkt der lokalen<br />
Designer-Szene. Mit „Designers<br />
Iconic“ hat Serra Arikök außerdem einen<br />
Verein gegründet, der maßgeblich dazu<br />
beiträgt, die Entwürfe ihrer Kollegen<br />
auch international bekannt zu machen.<br />
Darüber hinaus bietet „Designers Iconic“<br />
Istanbul-Besuchern die Möglichkeit, im<br />
Rahmen von Guided Tours spannende<br />
Newcomer-Ateliers und angesagte Stores<br />
kennenzulernen.<br />
Was gibt es Neues in der Stadt, welches<br />
ist das beliebteste Viertel in Istanbul?<br />
Galataport und Karaköy sind derzeit die<br />
beliebtesten Viertel, aber in Istanbul<br />
gibt es viele verschiedene Orte, die man<br />
genießen kann. Im Sommer sind die<br />
Clubs und Restaurants am Bosporus<br />
besonders beliebt.<br />
Was macht Istanbul zu Ihrer<br />
Lieblingsstadt in der Türkei?<br />
Istanbul ist magisch mit seiner<br />
unglaublichen Schönheit, dem Chaos und<br />
seiner Geschichte. Man kann jeden Tag<br />
einen neuen Ort entdecken. Es ändert<br />
sich immer, aber es ist immer Istanbul.<br />
Wie Napoleon sagte: Wenn es eine Hauptstadt<br />
für die ganze Welt geben würde,<br />
dann wäre das Istanbul.<br />
Ihr Tipp für ein typisches Istanbuler<br />
Souvenir?<br />
Zeitgenössische Versionen des Evil Eye,<br />
türkischer Kaffee und Tee, ein türkischer<br />
Kaffeekocher plus -tassen, Teppiche<br />
natürlich, meine Lieblingssüßigkeit Lokum<br />
– und natürlich zeitgenössische türkische<br />
Designerprodukte.<br />
Wenn man nur wenig Zeit hat, sagen wir<br />
48 Stunden: Was sollte man definitiv<br />
sehen und erleben?<br />
Sie sollten mit der Altstadt beginnen und<br />
einen halben Tag für das Hippodrom, die<br />
Hagia Sophia, die unterirdische Zisterne<br />
und den großen Basar einplanen.<br />
Mittagessen gibt's dann bei Pandeli im<br />
Ägyptischen Basar. Am Nachmittag können<br />
Sie eine Bosporus-Rundfahrt mit dem Boot<br />
machen und bei einem Glas Sekt den<br />
Sonnenuntergang und die schönen<br />
Häuser am Bosporus bewundern. Und<br />
zum Abendessen besuchen Sie vielleicht<br />
eines der zahlreichen Fischrestaurants.<br />
Am zweiten Tag könnte ein Spaziergang<br />
über die belebte und auch historisch<br />
interessante Einkaufsstraße Istiklal bis zum<br />
Galata-Turm auf dem Programm stehen.<br />
Nach dem Besuch des Turms sollten Sie<br />
die kleinen Designer-Stores und Cafés rund<br />
um die Serdar-ı Ekrem Straße besuchen.<br />
Und danach können Sie noch durch die<br />
Tomtom-Straße nach Karaköy laufen,<br />
den Galataport und die kleinen Straßen in<br />
Karaköy besuchen.<br />
Ihr Lieblingsrestaurant?<br />
Das „Biz Istanbul“ im Atatürk-Kulturzentrum<br />
ist mein derzeitiger Favorit<br />
wegen seiner Istanbuler Küche und der<br />
magischen Aussicht auf die Stadt.<br />
Und Ihr Lieblingsort für den<br />
Sonnenuntergang in der Stadt?<br />
Das Sunset-Restaurant, das Bebek Hotel,<br />
und die Restaurants Spago und Biz.<br />
Bester „geheimer“ Ort in der Stadt?<br />
Ein versteckter Ort, den Sie uns<br />
mitteilen können?<br />
Die Prinzeninseln mit den typischen<br />
Häusern und Restaurants sind fantastisch,<br />
außerdem die Stadtteile Fener und Balat<br />
– sehr alte Viertel der Stadt – die jetzt<br />
mit ihrem Bohème-Flair punkten. Ich mag<br />
auch die Kadiköy Street – perfekt für junge<br />
Leute, die ein günstiges und interessantes<br />
Viertel mit Restaurants, Bars und<br />
Designern suchen. Und ich liebe<br />
Kuzguncuk, ein sehr hübsches Viertel<br />
auf der asiatischen Seite.<br />
Und wo sollte man unbedingt shoppen?<br />
Die beste Einkaufsgegend ist die Nişantaşı<br />
Area, die für ihre Luxusboutiquen bekannt<br />
ist. In Galataport gibt es sowohl unabhängige<br />
Designer, als auch bekannte<br />
Namen. Einige meiner Lieblingsdesigner<br />
mit ihrem internationalen Look, der durch<br />
einen lokalen Touch ergänzt wird, sind Ümit<br />
Ünal, Arzu Kaprol, Özlem Ünal, King Naked,<br />
Simay Bülbül, Çiğdem Akın, Emre, Erdemoğlu,<br />
Rossea Istanbul und Bashaques.<br />
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Blick auf das Mittelmeer, hebt dieser exklusive Rückzugsort den Begriff von<br />
Luxus auf ein neues Niveau.<br />
Gäste des Club Privé können sämtliche Annehmlichkeiten<br />
des Rixos Premium Belek genießen, darunter<br />
das exklusive Anjana Spa, mit authentischem, türkischen<br />
Hammam, zahlreiche À-la-carte-Restaurants, ein großes,<br />
im Winter beheiztes Schwimmbecken, den exklusiven<br />
Sports Club und ein vielfältiges Abendprogramm. Für<br />
die kleinen Gäste sorgt der Rixos Kids Club täglich<br />
mit abwechslungsreichen Spielen und Aktivitäten für<br />
Unterhaltung.<br />
Versteckt in den Parkanlagen des luxuriösen Rixos<br />
Premium Belek Hotels, bietet das Club Privé by Rixos<br />
Belek zwei Villentypen – die Club Villa und die Villa Privé<br />
– sowie die äußerst exklusiven Residenzen Helen und<br />
Paris. Diese prächtigen Anwesen verfügen über zahl -<br />
reiche Schlafzimmer, private Innen- und Außenpools<br />
sowie eigene Spa-Bereiche.<br />
Ein weiterer Vorteil für Gäste des Club Privé by Rixos<br />
Belek ist der Flughafentransfer sowie der bevorzugte<br />
Zugang zu den Attraktionen im Fast Track des Freizeitparks<br />
The Land of Legends in Belek, der ebenfalls Teil<br />
von Rixos ist.<br />
Club Privé by Rixos Belek<br />
Die Villa Privé besticht durch einen privaten Garten<br />
sowie einen Swimmingpool und ist perfekt für Personen<br />
des öffentlichen Lebens und Gäste, die einen hochgradig<br />
privaten Rückzugsort schätzen. Die Club Villen bieten<br />
Komfort und Ruhe für einen perfekten Urlaub. Der<br />
groß zügige Pool steht allen Gästen der Club Villen zur<br />
Verfügung und jede Villa verfügt über einen eigenen<br />
Bereich zum Sonnenbaden.<br />
102
CLUB PRIVÉ BY RIXOS GÖCEK TÜRKEI<br />
PROMOTION<br />
Luxus neu definiert in Göcek<br />
Unvergleichlicher Luxus wartet im Club Privé by Rixos Göcek, wo 14 exklusive<br />
Villen harmonisch mit der Natur verschmelzen und einen maßgeschneiderten<br />
Rückzugsort inmitten der atemberaubenden Landschaften von Göcek bieten.<br />
in Göcek gelegen, einem der meistbesuchten<br />
Orte an der türkischen Mittelmeerküste,<br />
berühmt für seine weltbekannten Buchten,<br />
präsentiert sich das Club Privé by Rixos Göcek<br />
als Ort für eine anspruchsvolle und individuelle<br />
Urlaubserfahrung. Eingebettet in eine Natur,<br />
in der das Meer auf Pinienwälder trifft, laden<br />
14 private Villen zu einem Aufenthalt ein, der<br />
Luxus und Privatsphäre auf höchstem Niveau<br />
vereint.<br />
Die Villen im Club Privé by Rixos Göcek, die speziell für einen luxuriösen<br />
und einzigartigen Langzeitaufenthalt konzipiert sind, bestechen durch<br />
ihre elegante Gestaltung. Hier stehen personalisierte Dienstleistungen für<br />
die anspruchsvollsten Reisenden der Welt an oberster Stelle.<br />
Exclusive“-Annehmlichkeiten des benachbarten<br />
Rixos Premium Göcek (+13 Adults<br />
Only) nutzen lassen. Durch einen privaten<br />
Eingang betritt man diese einzigartige<br />
Anlage, in der nicht nur der Zugang zu<br />
üppigen Gärten und einer Villa mit privatem<br />
Pool, sondern auch ein exklusives<br />
Urlaubserlebnis wartet – ausschließlich<br />
den Gästen des Club Privé vorbehalten.<br />
Club Privé by Rixos Göcek<br />
Als exklusives Villenkonzept, verkörpert das Club Privé by Rixos Göcek<br />
den Boutique-Lifestyle der Rixos Hotels, einer global renommierten Marke,<br />
die seit vielen Jahren außergewöhnlichen Service bietet. Mit einem<br />
neuen Verständnis von Urlaubsgenuss, bietet das Club Privé by Rixos<br />
Göcek seinen Gästen eine natürlichere und authentischere Erfahrung, die<br />
komfortable Unterkünfte, moderne Innenräume, maßgeschneiderte Dienstleistungen<br />
und besondere Privilegien umfasst.<br />
Man genießt atemberaubende Ausblicke, ruhige Gärten und das funkelnde<br />
Blau des Meeres, während sich gleichzeitig die „All Inclusive – All<br />
103
INTERVIEW_EROL SANDER<br />
Hagia Sophia<br />
Glückwunsch zum Buch!<br />
Beruht es eigentlich auf<br />
Ihrer Idee und haben Sie alle<br />
Texte selbst geschrieben?<br />
Nein, der Gräfe und Unzer-<br />
Verlag ist mit der Anfrage,<br />
dieses Buch zu schreiben, auf<br />
mich zugekommen. Allerdings war es sehr<br />
passend, weil ich Istanbul durch die vielen<br />
Jahre, in denen ich in der ARD-Serie „Mordkommission<br />
Istanbul“ mitgewirkt habe, sehr<br />
gut kennengelernt habe. Zudem ist es meine<br />
Geburtsstadt, die ich durch die Recherchen für<br />
das Buch noch intensiver erleben konnte. Beim<br />
Schreiben hatte ich eine super Unterstützung<br />
durch unsere Lektorin Rosemarie Elsner,<br />
meine Lebensgefährtin Rebecca Oehlmann<br />
und ihren Stiefvater Johannes Seiler.<br />
Im seinem neuen Buch „Nice to meet you,<br />
Istanbul!“präsentiert Erol Sander<br />
die Highlights jener Stadt, in der er<br />
vor 55 Jahren geboren wurde.<br />
Claudia Bette-Wenngatz hat mit dem<br />
Schauspielstar über die Faszination der<br />
alten Heimat gesprochen.<br />
Sie sind mit 5 Jahren von Istanbul nach<br />
München gezogen. Welche Kindheitserinnerungen<br />
verbinden Sie noch mit<br />
Ihrer damaligen Heimatstadt?<br />
Was man bis zum 5. Lebensjahr erlebt, bleibt<br />
ja bekanntlich später nicht als klare Erinnerung<br />
im Kopf. Ich habe Momentaufnahmen<br />
vor Augen. Da ist z. B. ein Moment mit meiner<br />
Mutter in einer fabelhaften Konditorei namens<br />
Inci (über die ich im Übrigen auch im Buch<br />
berichte). Die Gerüche, wenn man durch die<br />
Straßen läuft, werfen mich auch immer wieder<br />
in die Kindheit zurück. Das sind Eindrücke,<br />
die bleiben.<br />
Sie haben die Stadt dann beruflich als<br />
Drehort für Ihre Serie „Mordkommission<br />
Istanbul“ wiedergesehen. Wie oft waren Sie<br />
da und worauf haben Sie sich immer am<br />
meisten gefreut?<br />
Für die Mordkommission war ich über<br />
14 Jahre lang jeweils zwei bis drei Monate<br />
dort. Das war eine wunderschöne Zeit, in der<br />
mir Istanbul sehr ans Herz gewachsen ist. Ich<br />
habe mich immer sehr auf all meine Kollegen<br />
104
Die Altstadt Sultanahmet am Bosporus<br />
gefreut und auf die abwechslungsreichen<br />
Drehorte in der Stadt. Jeden Tag Istanbul auf<br />
diese Art und Weise – und während man den Job<br />
ausübt, den man liebt – neu zu entdecken, ist<br />
schon ein besonderes Privileg.<br />
Wo haben Sie während der Dreharbeiten<br />
oft gewohnt und sich zuhause gefühlt?<br />
Ich war immer in unterschiedlichen Hotels<br />
untergebracht. Eines davon war das<br />
InterContinental. Von dort aus hat man einen<br />
unglaublichen 270-Grad-Blick auf die Stadt.<br />
Sind Sie ein Shopper? Und wenn ja,<br />
was sind Ihre Top-3-Shopping-Tipps?<br />
Nein, ehrlich gesagt gehe ich nicht gerne<br />
shoppen, außer ich kann meine Familie und<br />
meine Freunde damit glücklich machen.<br />
Aber wenn man gerne shoppt, ist Istanbul<br />
die ideale Stadt dafür. Top-3-Shopping-Tipps<br />
sind schwierig zu sagen. Es gibt<br />
einfach alles und überall, ob<br />
riesige Malls, Märkte oder<br />
kleine, gemütliche Boutiquen in<br />
den Künstlervierteln. Für jeden<br />
ist etwas dabei.<br />
Wo treffen für Sie in Istanbul<br />
Orient und Okzident am<br />
spürbarsten aufeinander?<br />
Auf der Istiklal. Dort gibt es auf einer einzigen,<br />
großen Straße unter anderem eine Kirche,<br />
Moscheen, eine Universität und die<br />
unterschiedlichsten Geschäfte. Da werden<br />
die unterschiedlichen Einflüsse sehr deutlich.<br />
Welches Istanbul würden Sie Ihrer Familie,<br />
also Ihren großen Kindern und Ihrer<br />
Partnerin Rebecca, gern einmal zeigen?<br />
Am liebsten das mystische, romantische<br />
Istanbul ein wenig abseits. Die schönen<br />
Künstlerviertel und natürlich den Bosporus,<br />
ob auf dem Schiff oder an einer der<br />
zahlreichen Promenaden.<br />
Werden Sie in Istanbul auf der Straße<br />
eigentlich oft erkannt?<br />
Da die „Mordkommission Istanbul“ in ganz<br />
Europa gelaufen ist, werde ich in Istanbul<br />
zwar nicht von Einheimischen, aber von vielen<br />
Touristen aus Deutschland, Österreich, Italien,<br />
Frankreich und anderen Ländern erkannt.<br />
Sie schreiben, dass Sie Istanbul mit dem<br />
Duft Ihres Lebens verbinden. Was meinen<br />
Sie damit?<br />
Der Duft der vielen unterschiedlichen Gewürze,<br />
allgemein der kulinarischen Köstlichkeiten und<br />
des Meeres sind mir aus meiner Kindheit im<br />
emotionalen Gedächtnis geblieben. Das kommt<br />
immer wieder hoch, sobald ich dort durch die<br />
Straßen laufe.<br />
Welcher Moment in Istanbul ist<br />
unauslöschlich in Ihrem Gedächtnis?<br />
Aus der Kindheit ist ein<br />
besonderer Moment, in<br />
Der Duft Istanbuls<br />
ist mir aus meiner<br />
Kindheit im<br />
emotionalen<br />
Gedächtnis geblieben.<br />
dem ich meinem Vater,<br />
der damals Basketball-<br />
Spieler in der Nationalmannschaft<br />
war, bei einem<br />
Spiel zugesehen habe.<br />
Weil ich so klein war,<br />
ist es aber nur eine<br />
verschwommene, aber<br />
dennoch sehr eindrucksvolle Erinnerung.<br />
Ansonsten gab es einen wunderschönen<br />
Sonnenuntergangsmoment, nachdem wir eine<br />
Folge der „Mordkommission“ abgedreht hatten,<br />
in dem ich einfach am Ufer des Bosporus stand<br />
und tiefe Dankbarkeit für diesen Moment und<br />
alles, was ich erleben durfte/darf, empfand.<br />
Welcher Platz löst die meisten<br />
Glücksgefühle aus?<br />
Ich liebe die Steinpromenade zwischen Harem<br />
und Üsküdar. Da kann man auf den von der<br />
Sonne aufgewärmten Steinen abends wunderbar<br />
den Sonnenuntergang genießen.<br />
TRAVELGUIDE<br />
„Nice to meet you, Istanbul!<br />
Auf Entdeckungstour ins<br />
Herz der Stadt“ von Erol<br />
Sander ist bei Polyglott<br />
erschienen.<br />
www.graefe-und-unzer.de<br />
105
Heben Sie ab mit dem führenden deutschsprachigen<br />
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Business & First Class bis zu 70% günstiger fliegen, Meilen optimal sammeln und einsetzen, Ihren Wunsch-Vielfliegerstatus<br />
schnell und kostengünstig erlangen – dabei hilft First Class & More. Auf den kommenden Seiten präsentiert unser Partner<br />
deshalb regelmäßig alles, was das Fliegen für Sie komfortabler und gleichzeitig günstiger macht.<br />
106
EDITORIAL<br />
Bei Lufthansa gibt es etwas zu feiern: Das lang erwartete neue Allegris First<br />
Class-Produkt hat die ersten richtigen Flüge absolviert. Mit diesem neuen Angebot<br />
will Lufthansa neue Maßstäbe im Luxussegment setzen – ob das gelingt, bleibt<br />
spannend. Nach Jahren des Wartens wird das Produkt zunächst nur auf sehr<br />
wenigen Flügen verfügbar sein. Zum Glück gibt es jedoch weitere herausragende<br />
First Class-Erlebnisse am Himmel, wie die luxuriösen A380 Suiten von Singapore<br />
Airlines, die für viele das Nonplusultra über den Wolken darstellen. Zu den Highlights<br />
gehören das großzügige Doppelbett, der separate Loungesessel und die stilvollen<br />
Badezimmer. Wir haben uns dieses besondere Erlebnis einmal genauer angesehen.<br />
In derselben Liga bewegt sich auch Qatar Airways. Die Fluggesellschaft aus dem<br />
Nahen Osten wurde bei den diesjährigen Skytrax Awards erneut zur weltbesten<br />
Airline gekürt., gefolgt von Singapore Airlines. Besonders bekannt ist Qatar Airways<br />
für die Qsuite, die Business Class mit First Class-Feeling bietet und bald in einer<br />
neuen Generation verfügbar sein wird. Grund genug, Qatar Airways ebenfalls<br />
genauer unter die Lupe zu nehmen.<br />
Wer auch am Boden in den Genuss höchster Standards kommen möchte, sollte<br />
sich Zugang zu First Class Lounges oder exklusiven VIP-Lounges verschaffen. Eine<br />
besonders schöne Lounge ist die VIP-Lounge am Airport Zürich. Abseits vom Trubel<br />
am Flughafen kann man hier noch die Zeit vor dem Flug genießen, bis einen die<br />
Luxuslimousine zum Flieger bringt.<br />
In dieser Ausgabe beleuchten wir zudem das Vielfliegerprogramm AAdvantage von<br />
American Airlines, das für Europäer besonders interessante Einlösemöglichkeiten<br />
für Meilen bietet. Und natürlich dürfen auch attraktive Kreditkartenangebote und<br />
spannende Meilendeals nicht fehlen.<br />
Viel Spaß beim Lesen!<br />
Alexander Koenig<br />
Gründer von First Class & More<br />
107
FLUGLINIE<br />
QATAR AIRWAYS<br />
Qatar Airways gilt seit vielen Jahren als Vorreiter der Luftfahrtbranche und<br />
beeinflusst somit auch Trends und Qualitätsoffensiven anderer Airlines. Mit<br />
den jüngsten Ankündigungen wie der Qsuite Next Gen oder dem kostenfreien<br />
Starlink Internet scheint die Airline auch unter ihrem neuen CEO Badr<br />
Mohammed Al-Meer diese Strategie fortzuführen.<br />
■ HISTORIE<br />
Qatar Airways wurde 1993 als nationale Fluggesellschaft von<br />
Katar gegründet und begann ihren Flugbetrieb 1994 mit zwei<br />
Airbus A310. Ursprünglich war Qatar Airways als regionale<br />
Fluglinie konzipiert, gegen Ende der 1990er-Jahre wurde<br />
sie dann jedoch restrukturiert und neu ausgerichtet. Mit<br />
der Ernennung von Akbar Al Baker zum CEO 1997 begann<br />
eine umfassende Expansion und Modernisierung der Flotte<br />
und Dienstleistungen. Qatar Airways legte großen Wert auf<br />
Premium-Service und eine moderne Flotte, was ihr weltweit<br />
Anerkennung und zahlreiche Auszeichnungen einbrachte.<br />
2013 trat die Airline als erste und bis heute einzige<br />
Fluggesellschaft der „ME3“ (Emirates, Etihad und Qatar<br />
Airways) einer Luftfahrtallianz bei und ist seitdem oneworld<br />
Mitglied.<br />
Heute bedient Qatar Airways über 160 internationale Ziele von<br />
ihrem Drehkreuz, dem 2014 eröffneten und hochmodernen<br />
Hamad International Airport in Doha. Die Airline gilt seit<br />
Jahren als innovativer Vorreiter in der Luftfahrtbranche und<br />
ist bekannt für ihr hervorragendes Produkt an Bord und am<br />
Boden. 2023 wurde Akbar Al Baker von Badr Mohammed Al-<br />
Meer an der Spitze der Airline abgelöst.<br />
108
Qsuite Next Gen<br />
■ AN BORD<br />
Die echte Qatar Airways First Class wird lediglich im Airbus<br />
A380 angeboten. Zusätzlich gibt es noch einige Boeing 777<br />
Maschinen, die von Cathay Pacific geleast worden sind, welche<br />
ebenfalls über eine First Class verfügen.<br />
Weiterhin vermarktet die Airline ihre Business Class auf Flügen<br />
innerhalb der Region als First Class, obwohl es sich in puncto<br />
Sitz und Service hierbei um die Business Class handelt. Egal,<br />
welche der drei Optionen Sie nutzen: Sie genießen Zutritt zur<br />
begehrten Al Safwa First Class Lounge in Doha.<br />
Die Business Class von Qatar Airways wurde schon mehrfach<br />
als die beste der Welt ausgezeichnet. Die Airline bietet hier ihre<br />
„Qsuite“ an, die in einer 1-2-1 Konfiguration angeordnet ist und<br />
sich zu einem privaten Suite-Bereich mit wahlweise 2, 3 oder<br />
auch 4 integrierten Sitzen umgestalten lässt. Somit ist sie ideal<br />
für Alleinreisende, Paare, Familien und Gruppen. Die Business<br />
Class Gäste genießen à-la-carte-Menüs sowie ein Wein- und<br />
Getränkeangebot auf einem Niveau, das manche Airlines nur<br />
in der First Class anbieten. Hinzu kommt ein großzügiges<br />
Amenity-Kit von Marken wie BRIC‘s<br />
Auf der Farnborough Air Show <strong>2024</strong> stellte Qatar Airways die<br />
Qsuite Next Gen vor, welche auf das bewährte Konzept setzt,<br />
dieses aber modernisiert und noch weiter optimiert.<br />
First Class<br />
Auch in der Economy Class bietet Qatar Airways ein<br />
überdurchschnittliches Produkt an. Eine Premium Economy<br />
ist allerdings trotz des großen Erfolgs bei anderen Airlines auch<br />
weiterhin nicht in Planung.<br />
Für Aufmerksamkeit sorgte die Airline jüngst mit der<br />
Ankündigung, das erste Flugzeug mit Starlink Internet<br />
ausgerüstet zu haben. Am 22. Oktober <strong>2024</strong> fand der erste<br />
solche Flug auf der Route Doha – London statt. Besonders<br />
attraktiv: Das Starlink Internet soll so schnell sein, dass man<br />
den Zugang nicht durch eine Bezahl-Option beschränken muss.<br />
Alle Fluggäste können den Starlink Zugang kostenfrei von Gate<br />
zu Gate nutzen, die Geschwindigkeit soll auch zum Streamen<br />
ausreichen.<br />
109
■ AM BODEN<br />
Nicht nur an Bord der Flugzeuge, sondern auch am Doha<br />
Hamad Airport sorgt Qatar Airways für beeindruckte<br />
Fluggäste. Mit der Al Mourjan Business Lounge und<br />
insbesondere der Al Safwa First Class Lounge legt man die<br />
Messlatte für Airline Lounges weltweit sehr hoch.<br />
Architektonisch stechen die Lounges insbesondere<br />
aufgrund ihrer Deckenhöhe heraus. Doch auch der<br />
Service und das angebotene Catering sind auf sehr gutem<br />
Niveau. Sowohl à-la-carte Dining als auch frisch gemixte<br />
Cocktails sind hier an der Tagesordnung. Zudem gibt es<br />
sehr vielfältige Bereiche zum Arbeiten und Relaxen. In der<br />
Al Safwa Lounge können Sie sich auch private Bäder mit<br />
Whirlpool vor Ihrem (Anschluss-)Flug genehmigen.<br />
Leider erhalten Economy Class Fluggäste mit<br />
Vielfliegerstatus in diesen beiden Lounges keinen Zutritt.<br />
Zu diesem Zweck gibt es noch weitere Lounges, die vom<br />
Niveau her zwar nicht mithalten können, insgesamt aber<br />
immer noch gut sind.<br />
■ FLOTTE UND STRECKENNETZ<br />
Heute fliegt Qatar Airways mit einer Flotte von 39<br />
Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen zu zahlreichen<br />
Destinationen in der Region und in Osteuropa, die<br />
Langstreckenflotte besteht aus 112 Boeing und 76<br />
Airbus Flugzeugen - darunter auch die 8 reaktivierten<br />
Airbus A380.<br />
Besonders wichtig ist Europa, aber auch Indien und<br />
Middle East, Fernost und Südostasien, Australien und<br />
Afrika sowie Nordamerika spielen eine wichtige Rolle<br />
im Streckennetz der Airline. Lediglich in Lateinamerika<br />
gibt es mit Sao Paulo nur eine angeflogene Destination.<br />
Qatar Airways setzt darauf, auch sekundäre Ziele<br />
direkt ab Doha zu bedienen, um somit auch in Märkte<br />
vorzudringen, die sonst nicht von den Golf Airlines<br />
erschlossen werden können. So ist es Fluggästen<br />
möglich, mit einem Umstieg von Malaga oder Sarajevo<br />
nach beispielsweise Phnom Penh oder Maputo zu<br />
fliegen.<br />
Quelle: https://www.flightconnections.com/<br />
110
REISEDEALS APP<br />
Die weltweit einzige Luxusreise-App,<br />
die Flüge, Meilenprogramme und Hotels umfasst<br />
Alle Top-Deals zu Flügen, Hotels und<br />
Meilenprogrammen immer auf einen Blick<br />
Mit Push-Messages neue Top-Deals als erstes<br />
erhalten<br />
Dank Filterfunktion nur die Deals sehen, die<br />
einen interessieren<br />
111
BONUSPROGRAMM<br />
BONUSPROGRAMM<br />
AMERICAN AIRLINES<br />
AADVANTAGE<br />
AAdvantage ist das Vielfliegerprogramm<br />
von American Airlines. Die Fluglinie mit<br />
Sitz in Dallas Fort Worth ist nicht nur<br />
Gründungsmitglied der oneworld Allianz,<br />
sondern auch die größte Airline der Welt<br />
nach beförderten Passagieren oder nach der<br />
Anzahl täglicher Flüge.<br />
Im Jahr 2022 sorgte AAdvantage für<br />
Aufsehen, als das Vielfliegerprogramm<br />
radikal verändert wurde. Die Loyalty<br />
Points ersetzten Elite Qualifying Miles,<br />
Dollars und Segments. Fortan lässt sich<br />
ein Vielfliegerstatus hier gänzlich über<br />
Kreditkartenausgaben erreichen.<br />
Ab 2025 möchte American Airlines<br />
ihre Business Class erneuern und die<br />
Flagship Suites einbauen – sowohl auf<br />
der Langstreckenflotte als auch im Airbus<br />
A321XLR.<br />
112
STATUSLEVELS UND VORTEILE<br />
Kommen wir zunächst zu den verschiedenen Statuslevels bei AAdvantage und zu deren Vorteilen. Es gibt neben<br />
dem Basislevel vier verschiedene Stufen, die Sie erreichen können. Dabei entspricht Gold dem oneworld Ruby,<br />
Platinum dem oneworld Sapphire und Platinum Pro sowie Executive Platinum dem oneworld Emerald Status.<br />
AADVANTAGE STATUSLEVEL GOLD PLATINUM PLATINUM PRO<br />
Alle Statusvorteile der verschiedenen AAdvantage Statuslevel können Sie hier im Detail nachsehen.<br />
EXECUTIVE<br />
PLATINUM<br />
oneworld Statuslevel Ruby Sapphire Emerald Emerald<br />
Benötigte<br />
Loyalty Points<br />
40.000 75.000 120.000 200.000<br />
Der AAdvantage Gold Status bringt Ihnen hauptsächlich<br />
kleinere Annehmlichkeiten wie Freigepäck oder<br />
kostenfreie Sitzplätze, interessant wird es ab dem<br />
Platinum Status. Hiermit besitzen Sie auf Allianzebene<br />
den oneworld Sapphire Status und profitieren somit von<br />
den meisten wichtigen Vorteilen auf all Ihren weltweiten<br />
oneworld Flügen inklusive Lounge-Zugang zu zweit,<br />
mehr Freigepäck sowie Priority-Behandlung bei Checkin,<br />
Boarding, Gepäck und mehr. Daher ist dieser der<br />
beliebteste Status.<br />
Mit dem Platinum Pro und oneworld Emerald Status<br />
haben Sie sogar Zugang zu den First Class Lounges<br />
der meisten oneworld Airlines. Außerdem können Sie<br />
noch mehr Freigepäck mitnehmen, Sie erhalten kostenfreie<br />
Umbuchungen auf andere Flüge am selben Tag und mehr. Der<br />
Executive Platinum Status bietet ebenfalls all diese Vorteile, Sie<br />
erhalten aber noch höhere Priorität, bessere Buchungsgarantien<br />
u.v.m.<br />
Wie bei US-Airlines üblich, erhalten Sie auch auf American<br />
Airlines Flügen kostenfreie Upgrades kurz vor Abflug je nach<br />
Statuslevel und Warteliste auf Flügen in der Region. Je nach<br />
Statuslevel erhöht sich Ihre Priorität für diese Upgrades. Zudem<br />
gibt es sogenannte System Wide Upgrades (SWUs), mit welchen<br />
Sie auch Langstrecken im Vorfeld upgraden können. Hier sind die<br />
Verfügbarkeiten allerdings meist schlecht und die Einlösung ist<br />
entsprechend schwierig.<br />
MEILEN / LOYALTY POINTS SAMMELN<br />
Bei AAdvantage werden keine Elite Qualifying Miles und Dollars mehr gesammelt, sondern es gibt jetzt die Loyalty Points<br />
für den Status (neben den ganz normalen Meilen zum Einlösen für Prämien).<br />
Bei Buchung über einen American Airlines Vertriebskanal erhalten Sie je nach Statuslevel die folgende Anzahl an Loyalty<br />
Points pro ausgegebenem US-Dollar (mit Ausnahme von staatlichen Steuern und Flughafengebühren):<br />
AADVANTAGE<br />
STATUSLEVEL MITGLIED GOLD PLATINUM PLATINUM PRO<br />
Loyalty Points je USD 5 7 8 9 11<br />
Meilen je USD 5 7 8 9 11<br />
EXECUTIVE<br />
PLATINUM<br />
113
In der Basic Economy erhalten Sie auch Meilen und<br />
Loyalty Points, allerdings nur 2 statt 5 als Basismitglied.<br />
Der Statusbonus wird auch in der Basic Economy<br />
gewährt, allerdings prozentual auf die niedrigere<br />
Gutschrift von 2 statt 5 Loyalty Points je USD<br />
angerechnet. So sammeln Sie dann 2 bis 4 Loyalty Points<br />
je nach Statuslevel in der Basic Economy.<br />
Diese Kalkulation gilt für Buchungen über einen<br />
American Airlines Vertriebskanal. Auch bei Buchungen<br />
über einige andere Airlines, wie beispielsweise British<br />
Airways, gilt mittlerweile eine umsatzbasierte Vergabe<br />
von Meilen und Loyalty Points. Bei Buchungen über die<br />
meisten anderen oneworld Partner wiederum werden<br />
die Meilen und Loyalty Points nach wie vor auf Basis<br />
von Buchungsklasse und Flugdistanz gutgeschrieben.<br />
Die genauen Werte für jede Airline können Sie hier<br />
nachlesen.<br />
Besonders interessant ist: Auch für Kreditkartenausgaben<br />
außerhalb von American Airlines Buchungen<br />
erhalten Sie pro ausgegebenem USD je 1 Meile und 1<br />
Loyalty Point, ganz egal wo Sie Ihre American Airlines<br />
Kreditkarte einsetzen. So können Sie mit 75.000 USD<br />
Kartenumsatz bereits den AAdvantage Platinum bzw.<br />
oneworld Sapphire Status erlangen, mit 125.000 USD<br />
Kartenumsatz den Platinum Pro bzw. oneworld Emerald<br />
Status. Leider gibt es jedoch keine Kreditkarte für den<br />
deutschsprachigen Markt.<br />
American Airlines Flagship Lounge am Flughafen Dallas Fort Worth<br />
MEILEN EINLÖSEN<br />
Mit wenigen Ausnahmen stellt das Einlösen von Meilen oder<br />
Punkten für Flüge in den Premiumklassen mit großem<br />
Abstand den besten Gegenwert dar. Einlösungen für<br />
Sachprämien oder die Economy Class hingegen lohnen fast<br />
nie. Dies ist auch bei AAdvantage nicht anders.<br />
Die Einlösung kann sowohl für American Airlines als auch für<br />
Partnerairlines sehr lukrativ sein. AAdvantage ist bekannt<br />
dafür, vergleichsweise faire Meilenwerte für Prämientickets<br />
aufzurufen. Leider folgt das Pricing für American Airlines<br />
Flüge einem dynamischen Algorithmus mit nur sehr<br />
wenigen Verfügbarkeiten zum Einstiegspreis. Aber die<br />
festen Meilenwerte für Partnerairlines sind besonders<br />
interessant, denn hier ist das Award Pricing nicht dynamisch.<br />
Business Class Einlösungen von Europa in alle Welt können<br />
damit einen hervorragenden Gegenwert darstellen, sofern<br />
Verfügbarkeiten vorhanden sind.<br />
Für Prämienflüge mit den oneworld Partnern zahlt man<br />
in der Business Class ab Europa zum Beispiel folgende<br />
Meilenwerte pro Richtung:<br />
• 42.500 Meilen nach Middle East, Indien<br />
• 57.500 Meilen nach Nordamerika<br />
• 62.500 Meilen nach Mittelamerika, Karibik<br />
• 85.000 Meilen nach Australien, Neuseeland, Südpazifik<br />
Zudem werden bei AAdvantage keine Treibstoffzuschläge<br />
oder sonstige Fantasiegebühren für Prämientickets fällig.<br />
Das schont den Geldbeutel. Lediglich Flüge mit British<br />
Airways stellen hier eine teure Ausnahme dar.<br />
Die neuen American Airlines Business Class Flagship Suites<br />
114
Business, First Class,<br />
Vielfliegerstatus und Luxushotels<br />
bis zu 70% günstiger<br />
Die besten<br />
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115
FLUGTEST<br />
SINGAPORE AIRLINES A380<br />
FIRST CLASS SUITE<br />
Singapore Airlines gehört zu den besten und beliebtesten Fluggesellschaften<br />
weltweit. Über alle Serviceklassen hinweg bietet die Airline aus dem Stadtstaat<br />
in Südostasien ein Top-Produkt an. Das Highlight sind dabei die exklusiven<br />
First Class Suiten im A380.<br />
Singapore Airlines genießt weltweit<br />
einen hervorragenden Ruf für<br />
ihren erstklassigen Service und<br />
ihre hochwertigen Luxuskabinen.<br />
Die im Jahr 2017 vorgestellten<br />
First Class Suiten sind auch<br />
sieben Jahre später noch eines<br />
der besten Produkte in der Luft.<br />
Mit gerade einmal sechs Suiten<br />
bietet die First Class Kabine<br />
zwar deutlich weniger Sitzplätze,<br />
dafür hat aber jeder einzelne First<br />
Passagier deutlich mehr Platz als<br />
bei anderen Airlines. Dabei lassen<br />
sich vier der sechs Suiten in eine<br />
Doppelsuite verwandeln, sodass<br />
Zusammenreisende den Flug auch<br />
gemeinsam genießen können.<br />
116
SITZ & ENTERTAINMENT<br />
Das Design der First Class Kabinen im A380 von Singapore<br />
Airlines ist elegant und raffiniert. Die First Class Kabine<br />
ist in drei Reihen aufgeteilt und in einer 1-1 Konfiguration<br />
angeordnet. Sie befindet sich im vorderen Bereich der Kabine<br />
des Oberdecks im A380. Die Farbgebung und die Verwendung<br />
hochwertiger Materialien verleihen den Suiten ein luxuriöses<br />
Ambiente. Eine große Detailverliebtheit ist deutlich spürbar,<br />
und das durchdachte Layout der Kabinen trägt dazu bei,<br />
dass sich die Passagiere in ihren privaten Suiten wohl und<br />
entspannt fühlen. Ausschlaggebend sind hierfür die sehr<br />
hohen Wände sowie die Türen, die maximale Privatsphäre<br />
gewährleisten.<br />
Die First Class Suiten von Singapore Airlines bieten eine<br />
ausgezeichnete Schlafqualität. Die komfortablen Matratzen<br />
und hochwertigen Bettwaren sorgen für ein erholsames<br />
Schlaferlebnis. Dabei ist das Bett separat zum Sitz und wird<br />
von der Crew für Sie auf Wunsch vorbereitet. Ein kleiner<br />
Nachteil ist, dass die Liegefläche des Betts im Vergleich zu<br />
einem konventionellen First Class Sitz etwas weniger breit<br />
ist. Die Crew stellt sicher, dass die Betten vor der Nutzung<br />
sorgfältig vorbereitet werden, und stellt den Passagieren<br />
auf Anfrage zusätzliche Decken und Kissen zur Verfügung.<br />
Der bereitgestellte Pyjama bietet zusätzlichen Komfort, um<br />
entspannt am Ziel anzukommen.<br />
Der separate Lounge-Sessel lässt sich in unterschiedliche<br />
Relax-Positionen einstellen, aber nicht in eine flache<br />
Liegefläche verwandeln. Des Weiteren können Sie mit einem<br />
Tablet fast alles in Ihrer Suite steuern: von den Lichtern über<br />
den Sitz und die Position des Monitors bis hin zur Steuerung<br />
des Inflight-Entertainment-Systems. Am Platz befindet<br />
sich auch ein Kosmetikspiegel sowie ein sehr hochwertiges<br />
Amenity Kit mit Kosmetikartikeln und weiteren nützlichen<br />
Utensilien für den Flug.<br />
Das Inflight-Entertainment-System in der Singapore<br />
Airlines First Class ist erstklassig. Jede Suite ist mit einem<br />
hochauflösenden 32-Zoll-Bildschirm ausgestattet, auf dem<br />
eine umfangreiche Auswahl an Filmen, TV-Serien, Musik<br />
und Spielen zur Verfügung steht. Dieser lässt sich auch mit<br />
dem Tablet je nach Sitzposition elektronisch verstellen. Das<br />
intuitive und benutzerfreundliche System ermöglicht es den<br />
Passagieren, ihre Lieblingsunterhaltung nahtlos zu genießen.<br />
Um den gewünschten Content immersiv erleben zu können,<br />
erhalten Sie hochwertige Kopfhörer von Bang & Olufsen.<br />
Darüber hinaus bietet Singapore Airlines kostenfreies WLAN<br />
an Bord, sodass die Reisenden auch während des Fluges mit<br />
der Außenwelt in Verbindung bleiben können.<br />
Aufgrund des Layouts der Kabine gibt es für die First Class<br />
Passagiere zwei große Waschräume, welche zwar sehr<br />
großzügig dimensioniert sind, aber nicht wie bei Emirates<br />
oder auch Etihad über eine Dusche verfügen.<br />
117
CATERING & SERVICE<br />
Die kulinarische Erfahrung in der First Class von<br />
Singapore Airlines ist exzellent. Die Fluggesellschaft<br />
arbeitet mit renommierten Spitzenköchen zusammen, um<br />
ein anspruchsvolles Menü zu kreieren, das den höchsten<br />
kulinarischen Ansprüchen gerecht wird. Die Passagiere<br />
haben die Möglichkeit, aus einer breiten Palette von<br />
exquisiten Gerichten zu wählen. Die Crew ist immer<br />
bereit, individuelle Vorlieben zu berücksichtigen und<br />
maßgeschneiderte Menüs anzubieten. Die Wein- und<br />
Champagnerauswahl ist ebenfalls beeindruckend und<br />
ergänzt die Gourmet-Erfahrung perfekt.<br />
Der Service in der Singapore Airlines First Class ist<br />
legendär und gehört zum Besten, was die Airline-<br />
Branche zu bieten hat. Die Crew-Mitglieder sind äußerst<br />
aufmerksam, höflich und professionell. Sie gehen auf die<br />
Wünsche der Passagiere ein und setzen alles daran, dass<br />
es ihnen an nichts fehlt. Die Flugbegleiter/innen sind<br />
bestens geschult und verstehen es, den Gästen ein Gefühl<br />
von Exklusivität und Wohlbefinden zu vermitteln. Egal<br />
ob es sich um einen persönlichen Gruß, eine schnelle<br />
Reaktion auf den Service-Knopf oder einfach nur um<br />
eine freundliche Unterhaltung handelt, die Crew ist stets<br />
darauf bedacht, den Aufenthalt an Bord so angenehm wie<br />
möglich zu gestalten.<br />
FAZIT<br />
Die First Class im Singapore Airlines A380 bietet zweifellos ein unvergleichliches Flugerlebnis. Vom großzügigen Sitz<br />
mit hoher Privatsphäre über das erstklassige Entertainment-System bis hin zur exquisiten Gastronomie und dem<br />
ausgezeichneten Service der Crew erfüllt sie alle Erwartungen anspruchsvoller Reisender. Gerade für gemeinsam Reisende ist<br />
das Produkt das Nonplusultra, da die Doppel-Suite mit Doppel-Bett sehr viel Platz und eine hohe Privatsphäre bietet. Genau<br />
hier hebt sich die Singapore Airlines A380 First Class auch von der ebenfalls herausragenden Emirates „Game Changer“ First<br />
Class Suite ab, da zweitere mit ihren verschließbaren Einzelsuiten nicht ideal für zu zweit Reisende geeignet ist. Singapore<br />
Airlines hat mit seiner First Class erneut bewiesen, warum sie zu den besten Fluggesellschaften der Welt gehört und ein<br />
Synonym für Luxus und Exzellenz in der Luftfahrt ist.<br />
118
KNOWLEDGE<br />
Die besten<br />
TRAVEL HACKS &<br />
BUCHUNGSTRICKS<br />
im Live Coaching mit<br />
Alexander Koenig<br />
MEHR AUF:<br />
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119
MEILENKREDITKARTEN<br />
REISEN OPTIMIEREN MIT<br />
MEILENKREDITKARTEN<br />
So funktioniert das American Express Membership Rewards Programm<br />
Mit den American Express Kreditkarten sammelt man nicht Meilen einer bestimmten Airline,<br />
sondern sogenannte Membership Rewards Punkte (MR-Punkte). Diese lassen sich im<br />
Verhältnis 5:4 in viele verschiedene Airline-Meilen umwandeln – auch via Payback in Lufthansa<br />
Meilen, dann jedoch im Verhältnis 3:1 D.h. je Euro sammelt man 0,8 Meilen bzw. 0,33<br />
Lufthansa Meilen. Mit dem sogenannten Punkteturbo bei American Express sind es gar 1,2<br />
Meilen bzw. 0,5 Lufthansa Meilen je ausgegebenem Euro. Das ist im Lufthansa Fall genau so<br />
viel wie mit einer privaten Miles & More Kreditkarte (0,5 Meilen je Euro).<br />
Der große Vorteil der MR-Punkte ist ihre Flexibilität. Wenn man eine Reise plant, kann man die<br />
Punkte in die gewünschte Meilenwährung mit dem besten Preis bzw. der besten Verfügbarkeit<br />
umwandeln. Generell empfehlen wir daher immer mindestens zwei Kreditkarten: Eine American<br />
Express Kreditkarte sowie eine Mastercard (z.B. Miles & More Gold) oder VISA Card.<br />
Nachfolgend sehen Sie die wichtigsten American Express Kreditkarten mit den derzeitig<br />
gutgeschriebenen Willkommensboni in Form von MR-Punkten. Sofern Sie diese Punkte im<br />
Anschluss in Flugmeilen umwandeln und diese für Business oder First Class Flüge einlösen,<br />
refinanzieren sich die meisten Karten schon allein hierdurch direkt mehrfach. Wer mindestens<br />
einmal im Jahr interkontinental verreist, ist mit der American Express Platinum oder Business<br />
Platinum Kreditkarte in jedem Fall hervorragend beraten.<br />
AMERICAN EXPRESS<br />
PLATINUM CARD<br />
30.000<br />
Die Top-Empfehlung für<br />
Vielreisende<br />
Dank unglaublich vieler<br />
inkludierter Leistungen, die<br />
das Reisen angenehmer<br />
machen, refinanziert sich<br />
die hohe Jahresgebühr von<br />
720 Euro relativ schnell.<br />
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AMERICAN EXPRESS<br />
GOLD CARD<br />
15.000<br />
Top Leistungspaket zum<br />
günstigen Preis<br />
Der perfekte Einstieg, wenn<br />
man eine Kreditkarte mit<br />
vielen Meilensammelmöglichkeiten<br />
und einem Top<br />
Versicherungspaket zum<br />
attraktiven Preis sucht.<br />
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AMERICAN EXPRESS<br />
BUSINESS PLATINUM CARD<br />
AMERICAN EXPRESS<br />
PLATINUM CARD<br />
ÖSTERREICH<br />
Ideal für kleinere<br />
Unternehmen<br />
Mit einem noch höheren<br />
Willkommensbonus und<br />
der Möglichkeit von bis zu<br />
98 kostenlosen American<br />
65.000<br />
Express Gold Cards für Mitarbeiter<br />
eine Top Kreditkarte<br />
für kleinere Unternehmen.<br />
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3.000<br />
30.000<br />
Attraktiv, aber mit kleinen<br />
Einschränkungen<br />
Bei der österreichischen<br />
Variante kann man leider nicht<br />
via PAYBACK Miles & More<br />
Meilen sammeln und nur in acht<br />
Programmen Meilen umtauschen,<br />
dafür gibt es 360 Euro<br />
Gourmet-Guthaben und die<br />
sonstigen Top-Vorteile gelten<br />
auch in Österreich.<br />
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PAYBACK AMERICAN<br />
EXPRESS KARTE<br />
AMERICAN EXPRESS<br />
GOLD CARD ÖSTERREICH<br />
15.000<br />
Nur Miles & More Meilen<br />
Wem es nur um das Miles &<br />
More Meilen Sammeln -geht,<br />
der kann hier als Privatperson<br />
1 Payback Punkt = 1 Meile je 3<br />
Euro Ausgaben sammeln. Hier<br />
bestellen.<br />
Hier bestellen<br />
In Österreich unsere<br />
Empfehlung<br />
Die österreichische Variante<br />
bietet bis auf weniger<br />
Meilensammelmöglichkeiten,<br />
dafür aber Loungezugang<br />
am Flughafen Wien,<br />
dasselbe attraktive Paket<br />
wie die deutsche Variante.<br />
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120
Miles & More Gold Kreditkarte<br />
4.000 MEILEN WILLKOMMENSBONUS<br />
Auch wenn man mit den American Express Karten via PAY-<br />
BACK am Ende je ausgegebenem Euro mehr Lufthansa Miles<br />
& More Prämienmeilen sammeln kann als mit der Miles<br />
& More Gold Kreditkarte, so hat letztere einen entscheidenden<br />
Vorteil: Mit ihr verfallen die Miles & More Meilen nicht<br />
mehr. Doch die Karte bietet noch einige weitere interessante<br />
Vorteile wie Top-Versicherungsleistungen.<br />
Es gibt die Karte als private Version und als Business Version.<br />
Sie können auch beide gleichzeitig besitzen, für letztere<br />
ist allerdings eine unternehmerische Tätigkeit erforderlich.<br />
Aktuell erhalten Sie zudem einen Willkommensbonus in<br />
Höhe von 4.000 Meilen pro Karte.<br />
DIE WICHTIGSTEN FAKTEN UND VORTEILE DER MILES &<br />
MORE GOLD KREDITKARTE:<br />
■ 138 Euro Jahresgebühr<br />
■ 4.000 Lufthansa Meilen Willkommensbonus<br />
■ Miles & More Prämienmeilen für jeden<br />
Karteneinsatz<br />
■ Reguläre Version: 1 Meile pro 2 Euro Umsatz<br />
■<br />
■<br />
Business Version: 1 Meile pro 1 Euro Umsatz<br />
Über die Kreditkarte generierte Prämienmeilen<br />
in Statusmeilen tauschen: Maximal 25.000<br />
Prämienmeilen = 5.000 Statusmeilen<br />
■ Kein Meilenverfall, solange Sie Inhaber der Kreditkarte<br />
sind<br />
■ Einmal kostenlose Wochenendmiete bei Avis<br />
■ 1 Jahr Avis Preferred Plus Status und bis zu 30%<br />
Preisnachlass auf jede Buchung<br />
■ Zahlreiche attraktive Versicherungsleistungen<br />
■ Wohnsitz und Konto in Deutschland<br />
erforderlich, Mindestalter 18 Jahre<br />
Hier die Karte beantragen<br />
Hier geht es zur Business Version<br />
Hilton Advanzia Mastercard<br />
HILTON HONORS GOLD STATUS UND<br />
6.000 PUNKTE WILLKOMMENSBONUS<br />
Bei der Hilton Honors Mastercard, herausgegeben<br />
von der Advanzia Bank, handelt es sich zwar nicht<br />
um eine Meilen-Kreditkarte, sie ist aber dennoch<br />
sehr attraktiv. Ab nur 72 Euro pro Jahr besitzen Sie<br />
mit ihr dauerhaft den wertvollen Hilton Honors<br />
Gold Status, der Ihnen Top-Vorteile wie Frühstück,<br />
Upgrades, oftmals sogar Lounge-Zugang und mehr<br />
bringt. Es handelt sich hierbei somit um die günstigste<br />
und einfachste Möglichkeit, um sich einen<br />
Top-Status bei Hilton zu sichern.<br />
DIE WICHTIGSTEN FAKTEN UND<br />
VORTEILE DER HILTON VISA KREDITKARTE:<br />
■ 72 Euro Jahresgebühr ohne Versicherungspaket<br />
■ 6.000 Hilton Honors Punkte Willkommensbonus<br />
■ Dauerhaft Hilton Honors Gold Status mit Vorteilen<br />
für je 2 Personen<br />
■ Frühstück im Hotelrestaurant<br />
■ Zimmer-Upgrade bei Verfügbarkeit<br />
■ Oftmals Zugang zur Executive Lounge<br />
■ Late Check-out bei Verfügbarkeit<br />
■ Hilton Honors Punkte mit Kartenumsätzen sammeln:<br />
- 2 Punkte pro Euro Umsatz für Zahlungen in Hilton Hotels<br />
- 1 Punkt pro Euro Umsatz auf sonstige Ausgaben<br />
■ Ab 40.000 Euro Umsatz pro Jahr erhalten Sie den<br />
Hilton Diamond Status mit noch mehr Vorteilen<br />
wie zum Beispiel garantiertem Lounge-Zugang<br />
■ Mindestalter 18 Jahre.<br />
Als Willkommensbonus erhalten Sie für die Beantragung<br />
außerdem 6.000 Hilton Honors Punkte<br />
geschenkt, die einen Gegenwert von bis zu einer<br />
Freinacht haben können. Im ersten Jahr refinanziert<br />
sich die Karte somit fast sofort, auf Dauer dürfte sie<br />
sich schon bei nur einem Hilton Aufenthalt pro Jahr<br />
rechnen.<br />
Aleenta Resort Hua Hin, an SLH Hotel<br />
Hier die Karte beantragen<br />
121
MEILENDEALS<br />
JW Marriott Mauritius<br />
REISEN OPTIMIEREN MIT<br />
MEILENDEALS<br />
Miles & More<br />
Meilenschnäppchen im<br />
November <strong>2024</strong><br />
Im November gibt es wieder eine neue<br />
Ausgabe der beliebten Miles & More<br />
Meilenschnäppchen. Diesen Monat<br />
lassen sich u.a. die USA und Kanda sowie<br />
China, Mexiko, Kasachstan und Saudi-<br />
Arabien in der Business Class anfliegen.<br />
Buchungen sind bis 30. November <strong>2024</strong><br />
möglich und der Reisezeitraum erstreckt<br />
sich vom 15. Februar bis 31. März<br />
2025. Alle Meilenwerte gelten für ein<br />
Hin- und Rückflugticket zzgl. Steuern und<br />
Gebühren.<br />
Meilenschnäppchen<br />
Lufthansa First Class<br />
122
2.000 Miles and More Meilen mit Best<br />
Western Aufenthalten sammeln<br />
Wenn Sie Ihre Miles & More Nummer bei Best Western<br />
hinterlegt haben, sammeln Sie aktuell 2.000 statt 500<br />
Prämienmeilen für alle Best Western Aufenthalte bis zum<br />
30. November <strong>2024</strong> in Deutschland, Österreich, der Schweiz,<br />
Luxemburg, Kroatien, Ungarn, Tschechien und Slowenien. .<br />
Hier für die Aktion registrieren<br />
Bis zu 10 Miles and More Meilen je 1<br />
USD mit Marriott Buchungen sammeln<br />
Bis zum 30. November <strong>2024</strong> können Sie bis zu 10 Miles &<br />
More Meilen je 1 USD sammeln, wenn Sie Marriott Hotel-<br />
Aufenthalte bis zum 31. Januar 2025 über die Miles & More<br />
Website buchen. Pro ausgegebenem USD erhalten Sie 8<br />
Meilen. Als Marriott Bonvoy Mitglied erhalten Sie zusätzlich 2<br />
Prämienmeilen. Sie müssen in Ihrem Marriott Bonvoy Account<br />
unter den Sammel-Einstellungen „Miles & More“ hinterlegt<br />
haben.<br />
jetBlue Mint<br />
Hier geht es zur Aktion<br />
Best Western Plus Posada de Don Vasco<br />
JW Marriott Mauritius<br />
15.000 Payback Punkte / Miles and More Meilen für 208 Euro<br />
generieren<br />
Mit einem „Harvard Business manager“ Jahresabo von BurdaDirect können Sie aktuell 15.000 Payback Punkte als Bonus erhalten,<br />
der Preis beträgt 208 Euro. Die Punkte lassen sich anschließend 1:1 in Miles & More Meilen umwandeln. Somit zahlen Sie<br />
am Ende 13,87 Euro pro 1.000 generierten Meilen.<br />
Burda Abo abschließen<br />
Lufthansa Allegris First Class<br />
123
LOUNGETEST<br />
LOUNGETEST<br />
VIP-SERVICE FLUGHAFEN ZÜRICH<br />
Die VIP-Services richten sich<br />
nicht nur an Prominente oder<br />
Regierungsvertreterinnen und<br />
-vertreter, sondern an alle Fluggäste,<br />
die es etwas exklusiver und<br />
komfortabler wünschen – unabhängig<br />
von der Airline oder Buchungsklasse.<br />
Der VIP-Service ist für jeden<br />
Flugreisenden identisch, ganz gleich,<br />
wer den Service gebucht hat.<br />
Die Anzahl der Lounge-Gäste ist<br />
auch in Zürich streng limitiert. Der<br />
VIP-Service muss daher vor Abreise<br />
gebucht werden und die Plätze sind<br />
erst nach Rückbestätigung garantiert.<br />
Hierbei können Sie aus verschiedenen<br />
Paketen wählen. Die Preise beginnen<br />
mit dem Lounge-Only Paket ab 500<br />
CHF pro Person. Das Paket Ankunft/<br />
Abflug mit allen Leistungen inkl.<br />
Limousinen-Transfer ab Zürich City<br />
kostet 1.200 CHF für die erste und 600<br />
CHF für die zweite Person. Hier eine<br />
Preisübersicht:<br />
Preisliste VIP Services 2025<br />
Leistungen für ankommende<br />
oder abfliegende Passagiere<br />
Preis<br />
Ankunft oder Abflug<br />
1. Person<br />
Begleitperson<br />
1’000.–<br />
600.–<br />
Ankunft oder Abflug<br />
inkl. Limousinentransfer<br />
Zürich City und Zone 1<br />
1. Person<br />
Begleitperson<br />
1’200.–<br />
600.–<br />
Transit<br />
1. Person<br />
Begleitperson<br />
1’100.–<br />
700.–<br />
Lounge only Pro Person 500.–<br />
Zurich Suite 1<br />
Das höchste Mass an Diskretion<br />
und Ruhe, exklusive Nutzung der Suite,<br />
Kapazität max. 6 Gäste<br />
Basispreis für 2 Stunden<br />
Zusätzliche Stunde<br />
600.–<br />
200.–<br />
Zurich Suite 2<br />
Das höchste Mass an Diskretion<br />
und Ruhe, exklusive Nutzung der Suite,<br />
Kapazität max. 6 Gäste<br />
Basispreis für 2 Stunden<br />
Zusätzliche Stunde<br />
500.–<br />
100.–<br />
Zuschlag Kurzfristige Buchung Ab 48 h vor Abflug / Ankunft 50 %<br />
Zuschlag Umbuchung Ab 48 h vor Abflug / Ankunft 50 %<br />
Gebühr Stornierung / No-Show Ab 48 h vor Abflug / Ankunft 100 %<br />
Zusätzliche Limousine 500.–<br />
Zusätzlicher VIP Agent 500.–<br />
Meeters & Greeters<br />
124<br />
Preis
ANKUNFT AM FLUGHAFEN & CHECK-IN<br />
Wir haben das Abflug-Paket für Sie getestet und das funktioniert<br />
wie folgt: Nach bestätigter Buchung des VIP-Service und auf dem<br />
Weg zum Flughafen nehmen Sie etwa 30 Minuten vor Ankunft<br />
mit dem VIP-Service Kontakt auf und teilen Ihre Ankunftszeit<br />
mit. Sie werden dann von Ihrem persönlichen VIP-Agenten und<br />
einem Porterservice in Empfang genommen.<br />
Der Check-in erfolgt, je nach gebuchter Airline, am First Class<br />
oder Business Class Schalter. Ohne Gepäck können Sie sich direkt<br />
zur Lounge begeben.<br />
Sollte sich der Check-in der Airline etwas weiter weg<br />
befinden, so werden Sie mit einem Buggy bis an die eigenen<br />
Sicherheitskontrollen gebracht. Schon hier werden Sie dem<br />
Sicherheitspersonal z. B. mit den folgenden Worten angekündigt:<br />
„Wir haben hier 2 VIPs“. Genauso wird man dann auch<br />
behandelt: bevorzugt, höflich und diskret. Eine Rolltreppe tiefer<br />
befindet sich schon der VIP-Service. Wenn Sie es eilig haben,<br />
können Sie innerhalb von 10 Minuten nach Pickup im Flugzeug<br />
sitzen.<br />
IN DER LOUNGE<br />
Sobald Sie in der VIP-Lounge angekommen sind, suchen Sie<br />
sich einen schönen Platz aus. Für mehr Ruhe und Privatsphäre<br />
werden die direkt angrenzenden Sitzplätze in der Regel nicht<br />
besetzt. Nach einer höflichen Begrüßung kümmert sich der<br />
Maître de Lounge um Ihr persönliches Wohl. Wir starten unseren<br />
Besuch mit Rosé-Champagner und Lachshäppchen.<br />
Nach dieser kleinen Stärkung begeben wir uns in das direkt<br />
angrenzende Bistro und lassen uns bei der Wahl der Speisen vom<br />
Maître de Lounge beraten. Es werden hauptsächlich Schweizer<br />
Produkte hoher Qualität angeboten. Das Weinsortiment ist<br />
vielfältig, auch hier kennt sich der Maître bestens aus und weiß<br />
die richtige Kombination zu jedem Gericht. Nach dem Essen<br />
wird auf Wunsch eine reichhaltige Auswahl diverser Spirituosen<br />
angeboten. Wie gewohnt gibt es auch hier zu jeder Flasche<br />
eine Geschichte bezüglich der Herkunft und des Destillates,<br />
man möchte also am liebsten gleich von jedem Tropfen einmal<br />
probieren.<br />
Schweizer Pralinés werden auf unseren Wunsch hin in der<br />
Smoking Lounge serviert. Dort liegen auch Zigarren in<br />
verschiedenen Formaten der Firma Patoro aus und es gibt eine<br />
kleine Bar zur Selbstbedienung.<br />
125
VON DER LOUNGE INS FLUGZEUG<br />
Wer möchte, kann sich die Zeit bis zum Abflug nun noch in<br />
einer der Entspannungsliegen vertreiben oder sich in einer der<br />
Duschsuiten frisch machen. Shoppingliebhaber werden von<br />
ihrem persönlichen VIP-Agenten mit dem Buggy bis an die<br />
Duty-Free-Shops gefahren und nach dem Einkauf auch wieder<br />
zurückgebracht. Auf unserer Reise wurde der Anschlussflug<br />
storniert und auch in diesem Fall setzt sich der persönliche<br />
Betreuer für einen Ersatz oder Umbuchung ein.<br />
Wenn es dann - leider - wirklich Zeit zum Aufbrechen ist, fragt<br />
Ihr persönlicher VIP-Agent, ob Sie als Erster oder als Letzter<br />
boarden möchten. Wir entschließen uns dieses Mal als Letzte<br />
einzusteigen, um die Lounge noch einmal kurz auskosten<br />
zu können. Anschließend geht es über ein paar Stufen durch<br />
eine Schiebetür und hier wartet Ihre Limousine, die Sie bei<br />
einer Außenposition direkt an das Flugzeug bringt. Aus dem<br />
Flugzeug heraus schauen wir noch einmal der Limousine<br />
hinterher und freuen uns schon auf den nächsten Besuch.<br />
• Service und Privatsphäre auf höchstem Niveau<br />
• Eigener VIP-Agent pro Auftrag, bzw. mehrere bei<br />
Gruppen<br />
• Niemals überfüllt durch Platzlimitierung<br />
(Buchungsanfrage kann daher auch abgelehnt<br />
werden)<br />
• Keine Überraschungen, immer gleicher Service<br />
• Garantierter Chauffeur ans Flugzeug, bzw. Abholung<br />
bei Transit ohne weitere Gäste<br />
• Meetings in der Lounge möglich<br />
Mehr Details zur Lounge ansehen<br />
DIE HIGHLIGHTS DER VIP-LOUNGE<br />
Zusammenfassend möchten wir bei den Zürich VIP-Services<br />
folgende Besonderheiten hervorheben:<br />
• Abholung von zu Hause und Valet Parking gegen Aufpreis<br />
(externer Anbieter)<br />
• Schweizer Gastfreundschaft in edlem Ambiente<br />
• Regionale Produkte in hoher Qualität<br />
• Buffet, à la carte Dining und hochwertige Spirituosen<br />
sowie Zigarren inklusive<br />
• Gehobener und freundlicher Service in „Swiss Quality“<br />
• 1 zubuchbare Zürich-Suite<br />
• Duschsuiten und Ruhe-Orte<br />
126