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B 1785
11/2024
www.moebelmarkt.de
International Interior Business Magazine
Alliance übernimmt kultiges Konzept:
„Pure Natur“ als Business-Turbo
Ikea-Chef Walter Kadnar: So tickt der Marktführer
Organ des Europäischen
Möbelhandels
XXXLutz, Möbel Heinrich: Kleinflächen-Formate für Stadt und Land
Orgatec 2024 als Blaupause: Die Leitmesse der Zukunft wird zum Festival
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Co-Sleeping
Was Jahrhunderte lang selbstverständlich war, fand spätestens im
20. Jahrhundert mit wachsendem Wohlstand sein Ende. Vater, Mutter
und Kinder teilten sich ein Bett – schon allein, um sich gegenseitig zu
wärmen. Seitdem ist Privatspäre angesagt.
Jetzt erfreut sich das sogenannte Co-Sleeping – also das gemeinsame
Schlafen der Kinder mit den Eltern – wieder wachsender Beliebtheit.
Ihm wird unter anderem eine positive psychologische Wirkung zugeschrieben.
Nischenanbieter wie zum Beispiel Ehrenkind aus Schwäbisch
Hall bieten längst Betten an, die groß genug für die ganze
Familie sind. Auch der konventionelle Markt möchte von dem Trend
profitieren. So stellten auf den Herbsthausmessen zum Beispiel Ruf
Betten in Rastatt und Rauch in Freudenberg Modelle bzw. Studien
vor. Einen Begriff gibt es auch für die Produktgattung, es heißt schlicht
und einfach Familienbett. kh Foto: Ehrenkind
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B 1785
11 / 2024
www.moebelmarkt.de
Vakuum
International Interior Business Magazine
Gerald Schultheiß
Chefredakteur
schultheiss@moebelmarkt.de
Ikea-Chef Walter Kadnar: So tickt der Marktführer
XXXLutz, Möbel Heinrich: Kleinflächen-Formate für Stadt und Land
Orgatec 2024 als Blaupause: Die Leitmesse der Zukunft wird zum Festival
MÖBELMARKT
11 / 2024
Der Gegenwind flaut ab, die See ist nicht
mehr so rau: Auf der EMMK-Messe atmeten
Handel und Lieferanten etwas durch,
da der Möbelkonsum besonders im Mittelstand
angezogen hat. Was sich bis Oktober
in unserem ZR-Barometer gemeinsam mit
der Aktivbank (Seite 43) jedoch noch nicht
in einer Gezeiten-Wende niederschlägt.
Ein nächster Silberstreif am Horizont ist,
dass die Ampel kurz vor Start der diesjährigen
Verbandsmessen-Regatta den Stecker
gezogen hat. Obgleich die Bildung einer
neuen Regierung sicher nicht einfach wird,
ist sich die Branche einig: Es kann nur besser
werden. Die Wahl von Trump erzeugt
ebenfalls ein Vakuum – bis klar ist, welche
Taten er im Amt wirklich folgen lässt.
Die Bedrohungsszenarien in den Handelsbeziehungen
sind jedenfalls real. Gemäß
dem vor der US-Wahl von BGA, bevh, BME
und Mittelstandsverbund abgefragten Stimmungsbild
lagen damals für 82% der Betriebe
geopolitische Konflikte ganz klar auf
Rang 1. 31% fürchteten Importzölle und
„America First“, 59% selektive Hemmnisse.
64% meinten, dass die EU wegen stark
subventionierter Exporte selbstbewusster
gegenüber China auftreten müsse.
Daher fordern die Bundesverbände einen
neuen Ansatz in der Handelspolitik und
der Überwachung der Lieferketten, der auf
Pragmatismus und Dialog setzt. Zumal das
Lieferketten-Gesetz 62% der Betriebe Nachteile
gebracht habe und die EU-Lieferketten-Richtlinie
höhere Kosten (71%), unzumutbare
bürokratische Belastungen (59%)
und Mehraufwand (56%) verursache.
Ihre Hoffnung setzen die Unternehmen darauf,
durch Digitalisierung mehr Transpa-
Alliance übernimmt renz in den Lieferketten kultiges zu schaffen. Die Konzept:
EU-Verordnung zur entwaldungsfreien Lieferkette
(EUDR) ist zwar verschoben, die
Möbelbranche ist jetzt dennoch mit einer
„Pure Natur“ digitalen Branchenlösung als am Start, Business-Turbo
wie Dr. Segment – noch – bedeckt hält.
Olaf Plümer vom DCC und Heiner Strack
vom VDM ab Seite 36 erläutern.
Dass die Tools der digitalen Infrastruktur
auch dem Mittelstand unserer Branche viele
Chancen bieten, um im globalen Wettbewerb
zu bestehen, stand im Fokus des
IWOfurn Summits 2024 in Köln – wir berichten
ab Seite 40.
Wie der mittelständische Handel die größten
Mehrwerte aus den politischen Regularien
ziehen kann, ist auch Teil der Agenda
des Kongresses „Digitale.25“ des Einrichtungspartnerrings
im März. In ihrer Komplexität
seien die Herausforderungen durch
Digitalisierung und KI insgesamt für den
Mittelstand allerdings so groß, dass sie nur
von der ganzen Branche gemeinsam gelöst
werden könnten, betont VME-Chef Frank
Stratmann in unserem Interview (Seite 20).
Weshalb der VME seine „Digitale.25“ für
die ganze Branche öffnet.
Nochmals zurück zur EMMK-Messe, denn
das Vakuum durch die Absage der imm
cologne im Januar gab ihr zusätzlichen
Rückenwind. So profitierte das EMMK-
Hochwertformat Interior Insights nicht zuletzt
von der spontanen Nachfrage potenzieller
Pure-Aussteller (Seite 44).
Infolge des Messe-Vakuums war das Interesse
an der Orgatec und dem neuen Format
Hybrid Interior Design für eben diese
Marken-Klientel extrem groß. Die Orgatec
empfahl sich jedenfalls mit ihrem fulminanten
Restart mit Festival-Vibe als Blaupause
für eine Möbelmesse der Zukunft. Zumal
die Schnittmenge zwischen Wohnmöbeln
und dem Büro- und Objektbereich deutlich
wuchs. Alles dazu ab Seite 100.
Auch die Designmesse-Kreateure in Kortrijk
nehmen die Kölner Pure-Klientel ins
Visier: Am 22./23. Oktober 2025 planen sie
die Design Nation erstmals auch in Berlin.
Die Ambiente bietet einigen Möblern mit
dem Format Interior Looks bereits im Februar
eine neue Heimat, auch die M.O.W.
wird profitieren. Wohingegen sich Michael
Rambach mit Trendfairs bezüglich Plänen
für eine neue Konsummesse für das Home-
Herzlichst grüßt Sie
Organ des Europäischen
Möbelhandels
Editorial 5
Titel
Alliance übernimmt Lifestyle-Konzept
„Pure Natur Möbel“ als Business-Turbo: Der kultige
Katalog setzt hochwertige Massivholzmöbel in Szene
und vermittelt ein natürliches Lebensgefühl. Durch
die Übernahme sichert Alliance die Zukunft des verbandsfreien
Konzeptes, bietet Wachstumschancen
und noch mehr Service. Außerdem in Planung: ein
ergänzendes Flächenkonzept.
Titelstory ab Seite 30
14
50 Jahre blaue Box –
der Ikea-Chef im Interview
Ikea feiert Jubiläum: Vor 50
Jahren öffnete in Eching das
erste Möbelhaus in Deutschland.
Auch Ministerpräsident
Markus Söder und die schwedische
Botschafterin kamen
zur großen Party. Hier sind sie
auf dem Karussell mit Ikea-
Chef Walter Kadnar (vorne) zu
sehen. Der MÖBELMARKT
traf Kadnar zum Interview.
Unternehmen
+ 110
5 Editorial
5 Vakuum
6 Intro
10 Gesprächspartner
12 Crossmedia
14 Unternehmen
14 Ikea: „Auch ich baue selbst auf“
18 News aus Unternehmen
20 VME: „Das kann die Branche nur
gemeinsam schaffen!“
24 Möbel Heinrich:
Das 10.000er-Experiment
26 Mondo Convenienza:
Ciao Palermo
28 XXXLutz:
Ouvertüren auf der Highstreet
30 Markt
30 Alliance: Pure Natur als Business-Turbo
33 Markt-Mix
34 Render4brands:
Revolution für die Branche
36 EUDR jetzt (technisch) vorbereiten
39 Jan Kurth: Gemeinsame Brancheninitiative
gegen den Fachkräftemangel
40 IWOfurn Summit 2024 zum digitalen
Produktpass: „Fangt an und macht!“
42 Konjunkturbarometer:
Herausfordernde Verhältnisse
43 Aktivbank-Barometer:
ZR-Umsätze im Möbelhandel
44 EMMK-Ordermesse und Interior Insights:
Schöne Messe mit USP
46 Design
46 Heimtextil: Einladung zur Transformation
49 Ambiente Designer 2025:
Sehen lernen mit Fabian Freytag
50 Christmasworld Trends:
Verbundenheit und Optimismus
52 Hausmessen
52 Hausmesse Süd: Bewährte Freundschaften
53 Himolla: In Sofas schwelgen
54 Rauch: Individualisierung leicht gemacht
55 Hausmesse Oberfranken:
Oberfranken packt an
XXXLutz: Kleinflächen für die City
Ins Herz der Innenstädte: XXXLutz eröffnete
gleich zwei Stores in Top-Lagen – einen in Hannover,
einen in Wien. Mit dem City-Küchenstudio
und Mömax im Kleinformat erschließt sich
die Gruppe einen neuen Vertriebskanal. Zudem
startete ein weiteres Küchenstudio bei Media
Markt. Der MÖBELMARKT sprach mit Konzern-Sprecher
Thomas Saliger.
Unternehmen
28
6 Intro
MÖBELMARKT
11 / 2024
20
„Kleiner Heinrich“ neu in Steinheim
Mit seiner vierten Filiale geht das Familienunternehmen ganz neue Wege. Auf nur
rund 10.000 qm wurde ein hochmodernes Vollsortiments-Haus geschaffen, in dem
nur Bestseller aus den anderen deutlich größeren Filialen zu finden sind. Besonders
hell, freundlich und digital soll der neue „kleine“ Heinrich die Lücke füllen, die durch
die Schließung der Möbelstadt Steinheim an dem Standort entstanden ist.
Unternehmen
24
Einrichtungspartnerring VME lädt die Branche ein
Mit der Öffnung seines Kongresses „Digitale.25“ geht der Einrichtungspartnerring
VME ganz neue Wege. Denn dass ein Einkaufsverband
seine Veranstaltung auch für externe Gäste und andere Verbände
öffnet, ist in der Möbelbranche außergewöhnlich. Doch für
Frank Stratmann und Sebastian Moos sind die Herausforderungen
der Digitalisierung so groß, dass die Branche sie nur gemeinsam
bewältigen kann.
Unternehmen
56 Oberfranken-Mix
58 Gruber: „Das bietet sonst keiner“
60 Oberfranken/Thüringen-Mix
61 küche & bad forum
3 Editorial
5 Boulevard
6 Kurznachrichten
Das Videomarketing revolutionieren
Das Start-up Render4brands bietet Unternehmen
aus Industrie und Handel eine innovative
Online-Plattform, um ihr eigenes Videomarketing
smart und individuell umzusetzen. In nur
vier Schritten lassen sich dort personalisierte
Clips für die eigene Kampagne erstellen.
Markt
34
IWOfurn-Summit 2024:
Alles rund um den Digitalen Zwilling
Der Digitale Produktpass wird voraussichtlich
ab 2030 für die Möbelbranche eingeführt. Viel
Zeit? Mit der Umsetzung sollten die Unternehmen
zeitnah beginnen, wie beim IWOfurn
Summit deutlich wurde. Die Experten in Köln
waren sich einig: Digitalisierung ist Arbeit, bietet
aber auch neue Geschäftsmodelle.
Markt
8 KBC: Fachmesse lädt nach China
9 KüchenTreff:
Inspirierendes Ambiente
10 Ruder Küchen: Expansion in München
12 Möbel-Rulfs: Time to celebrate
40
14 MHK: Wertvolle Unterstützung zum Jahresende
16 Küchenmeile 2024: Inspirierende Trends
19 Impressum/Inserentenverzeichnis
36
Branche für die EUDR gewappnet
Sie kommt: die EU-Verordnung für die entwaldungsfreie
Lieferkette (EUDR). Deshalb
entwickelt die Möbelbranche eine gemeinsame
digitale Branchenlösung. Zwei Experten
erläutern die nächsten Schritte.
Markt
MÖBELMARKT
11 / 2024
Intro 7
EMMK: Eindrucksvolles Event mit Hochwert-USP
Die EMMK-Ordermesse in Rheda-Wiedenbrück eröffnete am 10./11. November
den Verbandsmesse-Herbst. Mit dem Format Interior Insights demonstrierten
Garant und EMV ihre Hochwert-Kompetenz. Im Foto (v.l.): Felix Doerr,
Knut Albert, Ulf Rebenschütz, Jens Hölper und Torsten Goldbecker.
Markt
24 SHD: Virtuelles Küchenerlebnis
25 Nolte Küchen:
Erweiterte Planungsvielfalt
26 Falmec:
Umfangreiche Optimierungen
26 Systemceram:
Neu interpretierter Klassiker
27 Nobilia: Ein System –
viel Gestaltungsfreiheit
28 Quooker:
Komfort aus dem Wasserhahn
29 Oranier: Sauber, frisch & cool
30 Blanco:
Stilvoller Auftritt am Wasserplatz
31 AEG: Behagliches Zuhause-Gefühl
34 Hera: Minimalistische Ästhetik
35 Ninka: Staurauminszenierung
mit Wow-Effekt
35 Hailo: Ein Evergreen im neuen Look
36 swiss interior expo:
Erfolgreiches Debüt
99 Out of the Box
44
99 Kadewe: Design zieht an
46
Tief eintauchen in die Heimtextil
Zur Heimtextil vom 14. bis 17. Januar 2025 gestaltet der internationale
Design-Star Patricia Urquiola einen immersiven sensorischen
Erlebnisraum. Sie ist für ihren virtuosen Umgang mit
Heimtextilien bekannt (Foto: Six Senses Rome/Luca Rotondo).
Zugleich boomt die Heimtextil Teppich-Show: Carpets & Rugs
wächst um mehrere Hallenebenen.
Design
100 Messen
100 Orgatec: Leitmesse wird zum Festival
104 Messe-Mix
106 Meubelbeurs:
In Brüssel kommt man gut voran
108 Impressum und Inserentenverzeichnis
109 Kleinanzeigen
110 Köpfe
110 Ikea: Duzen, feiern, menscheln
32 Rempp Küchen: Spannende Optionen
33 Sicam 2024:
Größer als je zuvor
küche & bad
forum
NOVEMBER 11/2024 B 50899
FACHMAGAZIN DER BRANCHE
Ruder Küchen
expandiert
Geräte- und
Zubehör-
Inspirationen
siex: Erfolgreiche
Premiere in Bern
„The new era of kitchen style“ –
Nolte Küchen hat zur Hausmesse
seine neue Korpushöhe „Matrix800“
mit einer Kampagne vorgestellt, die
bewusst mit den gewohnten Präsentationsstilen
bricht: Farbexplosionen
im Hintergrund stehen für frische
Ideen und den Beginn einer neuen
Ära. Foto: Nolte Küchen
ab Seite
61
Im zweiten Teil unseres umfassenden Nachberichts zur
Küchenmeile und ihren Begleitveranstaltungen informieren
wir im küche&bad forum über die Innovationen im
Geräte-, Dienstleistungs- und Zubehörbereich. Zudem
werfen wir einen Blick in den neuen Standort von Ruder
Küchen in München sowie von Möbel-Rulfs in Winsen
bei Hamburg. Für die November-Ausgabe sind wir außerdem
in die Schweizer Hauptstadt zur Premiere der
swiss interior expo in Bern gereist.
8 Intro
MÖBELMARKT
11 / 2024
52 55
Herbstmessen Süd & Oberfranken: Frische Impulse
Auf der Hausmesse Süd und auf den Hausmessen Oberfranken reagierten die Aussteller mit durchdachten
Verkaufskonzepten und spannenden Neuheiten auf die aktuellen Herausforderungen.
Hausmessen
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GEMEINSCHAFT
AUF DEN
PUNKT
GEBRACHT.
Dezentes
Farbenspiel
Real, Ease, Deep:
Die Trends der Christmasworld
Wenn Anfang Februar die Christmasworld
2025 in Frankfurt ihre Tore öffnet, stehen
die Trends der kommenden Festzeit im Mittelpunkt.
Für die internationale Leitmesse
saisonaler Dekorationen hat Trendexpertin
Annetta Palmisano die Leitmotive Verantwortung,
Verbundenheit und Optimismus
herausgearbeitet. Wir zeigen, welche kreativen
Designs, Materialien und Farben sich
dahinter verbergen.
Design
100
106
Selbstbewusster Auftritt in Brüssel
Die Brüsseler Möbelmesse setzte mit
ihrem diesjährigen Motto „Growing Homes“
auf Wachstum – allerdings mehr
auf die Qualität der eigenen Schau bezogen
als auf den Markt, der auch in
Belgien angespannt bleibt. Die Messe
hofft, von der Entwicklung in Köln zu
profitieren. MÖBELMARKT war vor Ort.
Messen
MÖBELMARKT
11 / 2024
50
Messe der Zukunft:
Orgatec mit Festival-Vibe
Von wegen trockenes Business-
Event: Das neue Konzept der
Orgatec überzeugte und lockte
zahlreiche Besucher nach Köln.
Nachhaltigkeit lag ebenso im
Trend wie der stärkere Fokus auf
wohnlichere Businessmöbel.
Und: Pure-Aussteller der imm
cologne sehen in der Orgatec
ihre neue Heimat.
Messen
• TOP-RÜCKVERGÜTUNG
• HÖHERE RENDITE
• UNTERNEHMERISCHE
FREIHEIT (KEINE ZUTEILUNG)
• MEHR MITBESTIMMUNG
• EXKLUSIVMODELLE
• NULL RISIKO
• KOSTENLOSE
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Thomas Saliger, XXXLutz:
„Gemeinsam mit MediaMarkt schaffen
wir ein neues, örtlich anderes
Einkaufserlebnis und erschließen so
gezielt neue Kundengruppen.“
Unternehmen | Seiten 28–29
Frank Stratmann (l.), Sebastian Moos,
Einrichtungspartnerring VME:
„Digitalisierung und Künstliche
Intelligenz sind so komplex,
dass niemand im Mittelstand
sie alleine stemmen kann.“
Unternehmen | Seiten 20–22
Heiner (l.) und Jonas Struckmann,
Möbel Heinrich:
„Steinheim wird ein ganz
spannendes Experiment!“
Unternehmen | Seiten 24–25
Walter Kadnar, Ikea:
„Sustainability ist das
Business von morgen.“
Unternehmen | Seiten 14–17
MÖBELMARKT
10 Intro 11 / 2024
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MÖBELMARKT.DE
EU-Entwaldungsverordnung:
Mittelstand begrüßt Verschiebung
Der Mittelstandsverbund begrüßt die Verschiebung der Europäischen Entwaldungsverordnung
(EUDR) durch das EU-Parlament auf den 30. 12. 2025.
Kleinst- und Kleinunternehmen bekommen noch mehr Zeit.
Foto: Peter Himsel
Büromöbel: TÜV Rheinland fördert
Nachhaltigkeit in der Branche
Nachhaltigkeit wird zunehmend wichtig für Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit
der Möbelindustrie. TÜV Rheinland unterstützt Büromöbelhersteller auf ihrem
Weg zu nachhaltigen Lösungen und Zertifizierungen.
Foto: TÜV Rheinland
Märkte: bit.ly/4g6Pv8L
Business Forum: bit.ly/3Ov2eX3
VDM: Schnelle Maßnahmen beim
Wohnungsbau gefordert
Beim parlamentarischen Abend der Möbelindustrie hat der VDM rasche Maßnahmen
zur Stärkung der Baunachfrage gefordert. Im Mittelpunkt standen die
negativen Auswirkungen des stockenden Wohnungsbaus für die Branche.
Foto: VDM
Matratzenverband mahnt mehr
Unterstützung aus der Politik an
Über den Einfluss chinesischer Online-Anbieter auf den deutschen Markt und
die Nutzung von KI diskutierte der Matratzenverband auf seiner Jahrestagung in
Bad Essen. Im Dezember berichtet MÖBELMARKT Sleep ausführlich.
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MÖBELMARKT
12 Crossmedia 11 / 2024
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Marktleader Ikea bleibt Image treu, setzt aber verstärkt auf Nachhaltigkeit
„Auch ich baue
selbst auf“
Ikea feiert Jubiläum: Vor 50 Jahren eröffnete das erste deutsche Möbelhaus in München-
Eching. Inzwischen gibt es bundesweit 54 Einrichtungshäuser und insgesamt 70 Standorte.
Ikea Deutschland schloss das Geschäftsjahr 2024 mit einem Gesamtumsatz von 6,161 Milliarden
Euro ab, einem Minus von 4,3 Prozent. Der online erzielte Umsatz stieg um drei Prozent auf
1,434 Milliarden Euro. Im Interview sprachen Karin Henjes und Julia Peters mit Walter Kadnar,
CEO und CSO (Chief Sustainability Officer) von Ikea Deutschland, über Stärken, Schnittstellen
zwischen On- und Offline und Herausforderungen – vor allem in Hinblick auf Nachhaltigkeit.
Foto: Inter IKEA Systems B.V.
MÖBELMARKT: Herr Kadnar, wie
bewerten Sie das Geschäftsjahr
2024?
Walter Kadnar: Wir haben in einem
schwierigen Marktumfeld mit hoher
Inflation, steigenden Zinsen und einer
gedämpften Konsumnachfrage
das zweitstärkste Ergebnis unserer
Unternehmensgeschichte erzielt. Mit
der strategischen Ausrichtung auf Erreichbarkeit,
Nachhaltigkeit und Erschwinglichkeit
sichern wir die Zukunft
von Ikea Deutschland. Deshalb
haben wir bewusst entschieden, massiv
zu investieren: in niedrigere Preise,
Nachhaltigkeit und damit in die Stärkung
unserer Wettbewerbsfähigkeit.
MM: Im globalen, im europäischen
und im deutschen MÖBELMARKT-
Handelsranking steht Ikea an erster
Stelle. Wie will das Unternehmen
seine Stellung ausbauen?
Kadnar: Für uns ist Deutschland ein
extrem wichtiger Markt. Er ist der
größte der Ingka-Gruppe mit über 6
Milliarden Umsatz, dann folgen erst
die USA, Frankreich und UK. Dieser
Fokus wird sich auch nicht verändern.
Aber natürlich blicken wir auch auf
neue Länder: zum Beispiel auf China,
wo neue Städte entstehen, die so groß
sind wie ein ganzes Land in Europa.
Dort gibt es unendliche Möglichkeiten.
Unsere deutschen Einrichtungshäuser
begrüßen circa 80 Millionen Besucher,
ein Vielfaches davon ist online unterwegs.
Was wir gelernt haben: Wir bleiben
unseren Prinzipien treu. Wir gehen
dorthin, wo viele Menschen sind
– wann und wo immer sie sind und wie
wir sie am besten bedienen können.
Das ist sehr individuell geworden.
MM: Wie bewertet Ikea Deutschland
die Expansion der Konkurrenz?
Kadnar: Wettbewerb hat es immer
gegeben. Wer Champions League
spielen möchte, muss auch auf gute
Konkurrenten gefasst sein – und die
gibt es in Deutschland zu Hunderten.
Von der starken Möbelbranche hierzulande
wussten wir schon 1974, als wir
unser erstes Möbelhaus in Deutschland
eröffnet haben. Es war nicht einfach.
Aber bei uns gibt es das Wort
„unmöglich“ nicht. Wir glauben, dass
unser Konzept einfach Menschen anspricht
und Lösungen bringt. Natürlich
beobachten wir die Mitbewerber
– genauso wie das umgekehrt der Fall
ist. Aber wir konzentrieren uns auf unsere
Stärken.
MM: Welche sind das? Was unterscheidet
Ikea von anderen Möbelhäusern?
Kadnar: Wir sind in der Lage, aus einem
nur 10.000 Produkte umfassenden
Sortiment unzählige Lösungen
herzustellen, immer angepasst auf die
einzelnen Individuen. Das hat sich bewährt.
Jeder Kunde kombiniert seine
Produkte so, wie er es braucht.
Wer in Altbauten mit hohen Räumen
in Frankfurt oder Berlin lebt, hat andere
Anforderungen als jemand, der
mit vielen Dachschrägen zurechtkommen
muss. Der Quadratmeter ist teuer
geworden, auch das verändert die
Kundenbedürfnisse. Ikea ist hier, um
vielen Menschen eine Lösung zu bieten.
Dabei liegt der Fokus darauf, dass
Funktion, Design, Qualität, Nachhaltigkeit
und besonders ein niedriger Preis
zusammenspielen. Das ist die Rezeptur.
Das Element Nachhaltigkeit nimmt dabei
einen viel höheren Stellenwert ein
als noch vor vielen Jahren. Wir haben
es im Jahr 2012 als fünftes Element in
die fünf Prinzipien des demokratischen
Designs aufgenommen und Ikea dadurch
zu einem kreislauforientierten Unternehmen
gemacht.
MM: Wie sieht es mit Produktinnovationen
aus?
Kadnar: 20 Prozent unserer Möbel und
Einrichtungsgegenstände werden jedes
Jahr erneuert. Wir sprechen oft
über die Klassiker Billy und Co. Aber
in Wirklichkeit besteht eine hohe Vitalität.
Dabei ist Co-Creation, also das
gemeinsame Entwickeln und Kreieren,
ein wichtiger Baustein. Die Kunden haben
das Gefühl, dass sie zum Produkt
beitragen können. Und: Es wird heute
gar nicht mehr als Problem angesehen,
dass man die Möbel selbst zusammenschraubt.
Vielmehr ist es ein
Statement – ein Teil des Images, der
dazugehört. Auch ich baue selbst auf.
Allerdings übernimmt meine Frau dann
die Führung, sie ist da sehr kreativ.
14 Unternehmen
MÖBELMARKT
11 / 2024
„
Es wird heute
gar nicht mehr als
Problem angesehen,
dass man die Möbel
selbst zusammenschraubt.“
MÖBELMARKT
11 / 2024
Unternehmen 15
MM: Kreativität ist auch in der Kundenansprache
gefragt. Auf welche
Kanäle setzt Ikea?
Kadnar: Die Trennung zwischen Onund
Offline wird immer sekundärer,
weil die Konsumenten einfach alles
ausprobieren. Es gibt kaum jemanden,
der in einem einzigen Kanal unterwegs
ist. Es lässt sich nicht wirklich sagen,
was der ausschlaggebende Punkt für
die Nutzung der jeweiligen Kanäle ist.
Was wir aber wissen: Der physische
Besuch hat noch immer einen extrem
hohen Stellenwert. Das gilt nicht nur
für Deutschland, sondern grundsätzlich.
Ikea ist ein Meeting Place. Menschen
wollen einfach Menschen treffen.
Das wird weiter im Vordergrund
stehen, das ist die Inspiration. Deshalb
wollten wir auch in die Städte
kommen, wo die Menschen leben.
Wir haben mit zehn Planungsstudios
begonnen und wollen dieses Konzept
auf ganz Deutschland ausweiten.
Köln und Stuttgart folgen zum Beispiel
noch in diesem Jahr.
„Diese Verbindung aus
der On- und Offline-Welt
herzustellen, wird ein
wichtiger Faktor bleiben.“
MM: Das beschreibt die Aktivitäten
im physischen Bereich. Welche
Neuerungen gibt es im virtuellen?
Kadnar: Natürlich gibt es im Bereich
Künstlicher Intelligenz eine permanente
Entwicklung. Aber es ist nicht die
Technik, die den Unterschied macht,
sondern der Content: Was möchte ich
mitteilen? Worum geht es?
Das Smartphone ist der Converter zwischen
dem physischen Meetingpoint
und der Online-Welt. Jeder hat das Gerät
ständig bei sich, dieser Umstand beeinflusst
unser Leben. Wenn ich in der
Nacht aufwache, kann ich meine Küchenbestellung
machen. Ich brauche
keinen Küchenplaner mehr. Mit dem
Einsatz von KI machen wir den Laien
zum Experten, bieten ihm Gestaltungsmöglichkeiten
und Inspiration.
Mehr als 14 Millionen Nutzer haben sich
die Ikea-App heruntergeladen, 80 Millionen
Menschen waren hier. Das
Schlendern durch die Möbelausstellung
und das Einkaufen in der Markthalle
spielen sich heute on- und offline ab.
Die App hat Features bekommen, die
helfen, durch das Einrichtungshaus zu
navigieren. Kunden können Produkte
fotografieren und wertvolle Informationen
dazu erhalten. Ihnen wird angezeigt,
wo sich die Produkte befinden –
und sie erhalten einen Treuebonus. Ich
glaube, diese Verbindung aus der Onund
Offline-Welt herzustellen, wird ein
wichtiger Faktor bleiben.
MM: Liegt in der guten Kombination
aus beiden Welten für Sie der
Schlüssel des Erfolgs?
Kadnar: Ja, wir wollen „phygital“ sein.
Aber im Wesentlichen steht immer der
Mensch im Vordergrund. Wir geben
ihm auf allen Kanälen Inspirationen.
Wenn wir Möbel aufbauen, handelt es
Entwicklung Ikea Geschäftsjahr 2023/2024
Besucher
Einkäufer
Durchschnittsbon
stationär
79,5 Mio. ↓
81,8 Mio.
39,3 Mio. ↓
41,0 Mio.
108,98 € ↓
112,52 €
2024
2023
sich nicht um reine Kojen, sondern um
Orte, die eine Geschichte erzählen.
Diese erzählen wir online und offline –
und die Kunden geben ihren Teil dazu.
Dabei geht es nicht um den Austausch
der kompletten Wohnwand. Vielmehr
können unsere Kunden Produkte ergänzen:
meine Ikea-Möbel, meine Accessoires,
sie wachsen mit mir mit, sie
sind ein Teil von mir – und morgen ergänze
ich sie. Einen Teil gebe ich vielleicht
in einen Secondhand-Markt.
MM: Damit wären wir beim Thema
Kreislaufwirtschaft, das Ikea seit einigen
Jahren forciert.
Besucher
Einkäufer
Durchschnittsbon
online
252,6 Mio. ↑
219,7 Mio.
6,6 Mio. ↑
5,6 Mio.
217,31 € ↓
247,40 €
Entwicklung der Ikea-Geschäftsjahre 2023 und 2024. Grafik: MÖBELMARKT
Julia Peters (l.) und Karin Henjes (Mitte) im Gespräch mit Walter Kadnar (r.), CEO
und CSO von Ikea Deutschland. Foto: Kim Steuerwald
Kadnar: Als Marktleader sehen wir uns
in der Verantwortung, aber auch in der
Freude, den Kunden auf dem Weg hin
zur Kreislaufwirtschaft mitzunehmen.
Wir wollen ihm zeigen, dass sich durch
Wiederverwendung, Reparatur, Weiterverkaufen
und Recycling Materialkreisläufe
schließen lassen und ein Zyklus
entsteht.
„Wir wissen, dass sich
Ikea-Möbel auf dem
Secondhand-Markt vier
bis sechs Mal wieder
verkaufen.“
Wir haben dieses Jahr in Deutschland
bereits 16.000 Artikel in unserem
Secondhand-Angebot zurückgenommen.
Der Kunde, der seine gebrauchten
Möbel an uns zurückverkauft, bekommt
einen Gutschein. Und wir haben die
Möglichkeit, im Zweite-Chance-Markt
einen neuen Kunden dafür zu finden. Wir
wissen, dass sich Ikea-Möbel auf dem
Secondhand-Markt vier bis sechs Mal
wieder verkaufen. Bei zehn Prozent der
Produkte im Secondhand-Markt handelt
es sich um Ikea-Möbel – sie nehmen also
einen wesentlichen Bestandteil ein.
Laut Prognosen wird dieser Markt weltweit
jährlich um 6,4 Prozent wachsen.
MM: Welche Rolle spielt Recycling?
Kadnar: Heute bestehen bereits 56
Prozent unserer Waren aus erneuerbaren
und 17 Prozent aus recycelten
Materialien. Manche Produktgruppen,
etwa Textilien aus Polyester, werden
schon zu 100 Prozent aus recycelten
Materialien hergestellt. Und das ist erst
der Anfang, es gibt noch viel zu tun.
Beim großen Thema „Matratzen-Recycling“
haben wir uns mit dem Nabu und
auch mit der Industrie zusammengetan.
Denn 40 Millionen Matratzen – und acht
Millionen davon in Deutschland – landen
im Müll und werden verbrannt. Dabei
könnten über 70 Prozent dieses Materials
wiederverwendet werden. Daher
führen wir Gespräche mit der Industrie
sowie mit Regierungsverantwortlichen
und schlagen Lösungen vor. Das Thema
liegt uns wirklich am Herzen. Unser
Ziel ist es, den CO2-Fußabdruck bis
2030 zu halbieren und bis 2050 einen
Netto-Null-Ausstoß zu erreichen. Mit
dieser Ambition arbeiten wir.
MM: Aber es gibt noch viele Hürden.
Kadnar: Ja, zum Beispiel Gesetze, die
16 Unternehmen
MÖBELMARKT
11 / 2024
es verbieten, Produkte über die Grenze
zu führen, obwohl die Wege zu den
schon bestehenden Fabriken kürzer
wären. Ich finde, es gehört einiges getan.
Aber ich sehe keinen anderen Weg
als den, den wir einschlagen. Sustainability
ist das Business von morgen. Es
ist das, was die Menschen wollen. Wir
haben eine Verantwortung für das Produkt,
das wir herstellen – aber auch für
den Planeten. Das nehmen wir ernst.
MM: Ikea wirbt mit niedrigen Preisen.
Jeder soll sich gute Möbel
leisten können. Wie lässt sich das
mit Nachhaltigkeit vereinbaren?
Kadnar: Wir haben den Vorteil, dass
wir als Ikea international von der Produktentwicklung,
der Beschaffung,
der Forstwirtschaft und der Herstellung
des Produkts bis zum Verkauf zusammenarbeiten
können. Wir können
das Wissen des Herstellers und des
Fabrikanten mit dem des Kundenwunsches
abgleichen. Das gibt uns die
Möglichkeit, von beiden Seiten zu lernen
– etwa wie die Industrie ihre Maschinen
einsetzen kann, um möglichst
wenig Verschnitt zu haben. Und wir
wissen, was der Kunde gerne möchte.
Viele Kunden möchten nachhaltig
sein, aber sie können es sich nicht
leisten.
Produktqualität war immer ein Thema
bei Ikea, sie ist eine Komponente des
demokratischen Designs. Zu diesem gehört
auch die Nachhaltigkeit. Unsere
Produkte verlassen den Ideenstand erst,
wenn sie alle Qualitätstests absolviert
haben. Dabei wird nicht nur geprüft, aus
welchem Material das Produkt hergestellt
wird, sondern auch, wie es möglichst
umweltfreundlich verpackt und am
Ende seiner Nutzungsdauer wieder in
den Zyklus zurückgeführt werden kann.
„Viele Kunden möchten
nachhaltig sein, aber sie
können es sich nicht
leisten.“
MM: Haben Sie dafür ein Beispiel?
Kadnar: Ja, den Pax-Schrank. Ein tolles
Produkt, aber nach dem zweiten,
dritten Mal Aufbauen war es wirklich
nicht einfach. Das haben wir auch erkannt.
Dank des neuen Kunststoff-
Stecksystems und der Faltkonstruktion
lässt sich der Schrank nun beliebig oft
ab- und wieder aufbauen – und ist somit
deutlich langlebiger.
Foto: Inter IKEA Systems B.V.
„Wer Champions League spielen
möchte, muss auch auf gute
Konkurrenten gefasst sein – und
die gibt es in Deutschland zu
Hunderten.“
MM: Diese Neuauflage ist also gelungen.
Könnten Sie erläutern,
was Ikea aktuell vor allem herausfordert?
Kadnar: Die Herausforderungen für
Ikea Deutschland sind die für die Welt:
nachhaltig zu werden. Wir Menschen
haben mit dem Planeten Raubbau betrieben,
die Ressourcen sind knapp.
Doch auch die nächste Generation
will noch gut leben. Hier haben Wirtschaft,
Gesellschaft und Unternehmen
eine große Verantwortung – und
Ikea übernimmt diese gerne. Das hat
nichts mit Konkurrenz zu tun, sondern
mit der Frage, wie wir künftig leben
wollen.
„Wir haben eine
Verantwortung für das
Produkt, das wir
herstellen – aber auch
für den Planeten.“
MM: Logistik spielt eine sehr wichtige
Rolle beim Bestreben, nachhaltiger
zu werden. Was tut Ikea hier?
Kadnar: Ein Aspekt ist das flache Paket,
auch im Onlinehandel. Space ist
ein wesentlicher Faktor, um Transportkosten
gering zu halten. Ein anderer
Faktor ist die Orchestrierung von
Lieferungen mit Hilfe von KI und die
Art und Weise, wie Produkte transportiert
werden. Daneben stellen wir
unsere Fahrzeugflotte um. In Berlin
haben wir beispielsweise circa 20.000
Speditionslieferungen Richtung Kunde
pro Monat. Bei über 90 Prozent
davon handelt es sich bereits heute
um Green Deliveries. Das bezieht
sich darauf, wie wir das Produkt verpacken,
den Lkw befüllen – auch bei
Retouren – und für welche Transporte
wir den Lkw einsetzen. In den meisten
Fällen nutzen wir E-Mobilität. Es gibt
jedoch ein paar Haken, die wir auch
schon in verschiedenen Meetings mit
Regierungsvertretern angesprochen
haben. Ein E-Fahrzeug wiegt zum
Beispiel circa 600 Kilogramm mehr
als ein normales. Damit überschreitet
es die 3,5 Tonnen und Fahrer müssen
eine besondere Qualifikation nachweisen.
Nachhaltigkeit leistbar machen müssen
Gesellschaft, Unternehmen und
Politik zusammen. Das ist für mich die
größte Herausforderung.
Julia Peters, Karin Henjes
MÖBELMARKT
11 / 2024
Unternehmen 17
Villeroy & Boch knackt
Milliarden-Marke
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2024 hat Villeroy & Boch einem Umsatz von 1.007,8
Mio. Euro erzielt und damit erstmals die Milliarden-
Grenze überschritten. Damit lag der Konzern akquisitionsbedingt
um 357,2 Mio. Euro bzw. 54,9% über
dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ideal Standard
trug ab dem 1. März 2024 mit Umsatzerlösen
in Höhe von 364,6 Mio. Euro zum Konzernumsatz
bei. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag mit 64,5 Mio. Euro um 11,6% über dem Vorjahr. Unter dem
Einfluss von akquisitionsbedingten Einmaleffekten sowie Finanzierungskosten beträgt das Konzernergebnis 5,6 Mio.
Euro und liegt deutlich unter Vorjahr. Der Unternehmensbereich Bad & Wellness erzielte in den ersten neun Monaten des
Geschäftsjahres einen Umsatz in Höhe von 799,5 Mio. Euro und damit 83,5% mehr als im Vorjahr. Der operative Gewinn
(EBIT) in Höhe von 52,3 Mio. Euro und lag damit 14,4% über Vorjahr. Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle erzielte
einen Umsatz in Höhe von 206,2 Mio. Euro und lag somit um 2,9% bzw. 6,1 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Das operative
Ergebnis (EBIT) betrug 12,2 Mio. Euro und war geringfügig höher als im letzten Jahr.
Foto: Villeroy & Boch
Forte: Positive Ergebnisse trotz schwieriger Marktlage
Der polnische Möbelhersteller Forte hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2024/2025
(1. April 2024 bis 31. März 2025) ein Umsatz-Plus von 1% erzielt. Trotz der schwierigen
Marktlage lagen die konsolidierten Umsatzerlöse der Gruppe mit 479 Mio. PLN (110
Mio. Euro) leicht über dem Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2024 erwirtschaftete
das Unternehmen ein EBIT von 14 Mio. PLN (3,2 Mio. Euro). „Die letzten Quartale waren
sowohl für unser Unternehmen als auch für die Branche insgesamt eine Herausforderung.
Wir freuen uns, dass wir in einem solch schwierigen Umfeld eine EBIT-
Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr erzielen konnten“, erklärt so Maria Florczuk,
CEO der Forte-Gruppe. „In den kommenden Monaten werden wir weiterhin Optimierungs-
und Kostensenkungsprojekte konsequent vorantreiben und uns gleichzeitig auf
die Erweiterung unserer Produktpalette konzentrieren.“ Der Markt sei laut Florczuk nach
wie vor sehr schwierig. Die M.O.W. im September habe in dieser Hinsicht eine entscheidende
Rolle gespielt. Das Unternehmen präsentierte auf der Messe die neuen Produkte der
Marke „EasyKlix“, welche auf das Montagesystem „Threespine ID“ von Välinge setzen. Foto: Forte
Sofacompany: Neuer Store in Stuttgart
Die dänische Möbelmarke Sofacompany hat einen neuen Store in Stuttgart
eröffnet. Die Niederlassung bietet eine 400 qm große Fläche in der
parallel zur Haupteinkaufsstraße verlaufenden Thouretstraße 6. Wie das
Unternehmen mitteilt, erschließt es mit der baden-württembergischen
Landeshauptstadt einen vielversprechenden neuen Standort. „Die hiesige
Bevölkerung ist für hochwertige Möbel und innovatives Design äußerst
empfänglich und begründet einen idealen Markt für die zeitgenössischen
Kollektionen des skandinavischen Unternehmens. Auch das Engagement
der Stadt für nachhaltige Entwicklung und Innovation steht mit den Werten
von Sofacompany im Einklang“, erklärt die dänische Möbelmarke.
Foto: Sofacompany
Kindermöbelhersteller Schardt
ist insolvent
Der Kindermöbler Schardt aus Mitwitz in Bayern hat Insolvenz angemeldet.
Das berichtet die Tageszeitung Fränkischer Tag. Der zum vorläufigen
Insolvenzverwalter bestellte Harald Schwartz aus Nürnberg führt
dies auf die Umsatzsituation in den vergangenen beiden Jahren zurück.
„Die Qualität ist ja nicht schlechter geworden“, wird er von der Zeitung
zitiert. Allerdings sei der Markt schwieriger geworden – Stichwort Kaufzurückhaltung.
Die Suche nach einer Lösung für das Familienunternehmen
werde „sehr sportlich“, so Schwartz gegenüber der Zeitung, der
sich damit nicht auf den Zustand der Firma bezog, sondern auf den zeitlichen
Rahmen. Demnach müsse bis Ende November ein Ausweg aus
der Krise des Familienunternehmens gefunden werden. Betroffen sind
rund 50 Beschäftigte.
Foto: Mielchen
18 Unternehmen
MÖBELMARKT
11 / 2024
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Neuer Investor bei
LignoSmart
Die insolvente LigmoSmart Holztechnik
GmbH aus dem ostwestfälischen
Lübbecke hat einen
neuen Investor gefunden.
Die Gläubigerversammlung beschloss
im Berichtstermin beim
Amtsgericht Bielefeld einstimmig
die Übertragung des Geschäftsbetriebs
auf die Gela-Form Möbel GmbH &
Co. KG aus Herford. Der wirtschaftliche
Übergang erfolgte mit Wirkung zum 1. November.
Bereits Ende Oktober wurde der Kaufvertrag unterzeichnet.
LignoSmart hatte am 21. Juni wegen
Liquiditätsschwierigkeiten Insolvenz angemeldet.
Verantwortlich für die erfolgreiche Suche nach einem
Investor zeichnet Dr. André Wehner von der
Pluta Rechtsanwalts GmbH. Durch die Übernahme
bleiben alle Arbeitsplätze und auch der Standort
in Lübbecke erhalten. Zudem soll die Weiterbelieferung
der Kunden aus der Möbelindustrie
mit der gewohnten Qualität sichergestellt
sein.
Dr. André Wehner
hat erfolgreich für
die LignoSmart
Holztechnik GmbH
einen Investor
gefunden. Foto:
Pluta Rechtsanwalts
GmbH
7. – 11. 2. 2025
FRANKFURT / MAIN
Trilux übernimmt Ansorg
Die Trilux Gruppe, Anbieter und Produzent von Beleuchtungslösungen,
hat die Ansorg GmbH mit Sitz in Mülheim
an der Ruhr übernommen, einen Hersteller für Beleuchtungskonzepte
im Retail-Bereich. Die Übernahme sei ein
wichtiger Schritt der Wachstumsstrategie von Trilux und
soll die Präsenz in internationalen Märkten weiter ausbauen.
Durch die Integration von Ansorg könne die Gruppe ihre
Kompetenzen in Wachstumsfeldern wie Automobil und
Non-Food-Retail ausbauen und neue Kundensegmente
erschließen, heißt es hierzu. Ansorg werde unter anderem
eng mit Oktalite, einem weiteren Unternehmen der Trilux
Gruppe, zusammenarbeiten. Der Fokus liege hierbei auf
individuellen Beleuchtungskonzepten für Marken und spezialisierte
Einzelhändler, während sich Oktalite auf die Umsetzung
von Lichtlösungen für Filialisten und großflächige
Handelskonzepte konzentriere.
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(v.l.) Johannes Huxol (CFO Trilux), Franz Heckmanns
(Vertriebsleiter Ansorg) und Hubertus Volmert (CEO Trilux)
freuen sich über den Zusammenschluss ihrer Unternehmen.
Foto: Trilux
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MÖBELMARKT
11 / 2024
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Alliance: Neuausrichtung im Führungsteam
Zum 1. Januar 2025 wird Daniel Borgstedt seine Position als Geschäftsführer von
Alliance abgeben und sich wieder vollständig auf seine Aufgaben bei KüchenTreff
konzentrieren. Marc Mispelkamp übernimmt seine operativen Aufgaben bei
Alliance. Im Sinne schlanker und effizienter Verbandsstrukturen wird vorerst kein
zusätzlicher Geschäftsführer berufen. Der Verantwortungswechsel von Borgstedt
innerhalb der engen Kooperation von Alliance, KüchenTreff und Der Küchenring
sei das Resultat einer langfristig geplanten Übergabe, die in enger Abstimmung
mit dem Aufsichtsrat vorbereitet wurde. Die unterschiedlichen Anforderungen der
Händlerstrukturen der beiden Verbände – Alliance und KüchenTreff – seien zu
komplex, um sie dauerhaft in einer Personalunion zu vereinen. Daher wird sich
Borgstedt zukünftig ausschließlich
als Geschäftsführer
in Wildeshausen engagieren.
Mispelkamp hat bereits
zahlreiche operative Aufgaben
von Daniel Borgstedt übernommen.
Zusammen mit Geschäftsführer
Jürgen Feldmann
wird er sich um die
Bereiche Marketing und Vertrieb
kümmern.
Marc Mispelkamp (rechts) übernimmt die operativen Aufgaben von Daniel
Borgstedt bei Alliance. Fotos: Alliance/KüchenTreff
11. – 13. 1. 2025
HAMBURG
Jysk: Neues Verteilzentrum in den Niederlanden
Die dänische Einrichtungskette Jysk baut ein neues Verteilzentrum im niederländischen
Lelystad. Das automatisierte Zentrum in der Nähe von Amsterdam mit einer
geplanten Gesamtfläche von 147.000 qm soll die Expansionsstrategie des Unternehmens
vorantreiben. Die Bauarbeiten begannen bereits im Sommer und am
5. November errichtete das Bauteam feierlich die erste Säulen, welche Vertreter
von Jysk zusammen mit lokalen Vertretern wie der Bürgermeisterin von Lelystad,
Mieke Baltus, setzten. Das neue Verteilzentrum wird über zwei Hochregallager mit
insgesamt 166.000 Palettenplätzen verfügen, die von 21 Kränen bedient werden,
sowie über 70.000 Boxenplätze im Shuttle-Lager. Darüber hinaus wird die Anlage
32 Laderampen für den Eingang und 105 für den Ausgang besitzen. Das Zentrum
wird zukünftig Einrichtungshäuser in den Niederlanden, Belgien, Großbritannien
und Irland beliefern. Zusätzlich werden Online-Bestellungen direkt vor Ort zu den
Endkunden versandt.
Foto: Jysk
SO ÜBER-
RASCHEND.
SO ANDERS.
SO
NORD STIL.
Hier gibt’s das
Messemagazin
MÖBELMARKT
11 / 2024
Kika/Leiner ist erneut insolvent
Der österreichische Möbelhändler Kika/Leiner musste
erneut Insolvenz anmelden – und das mitten in der Sanierung
nach der letzten Insolvenz im Juni 2023. Das
berichtet der österreichische Fernsehsender ORF unter
Berufung auf ein Mitarbeiterschreiben des Unternehmens.
Kika/Leiner betreibt in Österreich mit rund 1.400
Mitarbeitern noch elf Kika-Filialen und sechs Leiner-
Filialen. „Das eigene Insolvenzverfahren, die Signa-
Pleite, die anhaltende Rezession und die Kostensteigerungen
seit der Übernahme“ seien die Gründe für das
Scheitern der Sanierung, so zitiert der Sender aus dem
Schreiben des Unternehmens. Die Sanierung sei unter
anderem durch die allgemeine Kaufzurückhaltung und die durch die voran gegangene Insolvenz nachhaltig
beschädigte Marke unmöglich gemacht worden. Kika/Leiner war bis kurz vor der Insolvenz 2023 Teil des
zusammengebrochenen Immobilien- und Handels-Imperiums von Rene Benkos Signa Holding. Das Sanierungsverfahren
nach der Insolvenz aus dem Juni 2023 hätte laut ORF eigentlich noch bis September 2025
laufen sollen, rund 500 Mitarbeiter haben im Zuge dessen schon ihren Job verloren. Foto: Kika/Leiner
GfK: Kaufkraft in Europa steigt an
Die Einzelhandelskaufkraft in Europa liegt 2024 durchschnittlich bei 18.768 Euro pro Kopf. Im
vergangenen Jahr lag sie bei 17.688 Euro und steigt damit um 3,9% an. Allerdings gibt es zwischen
den Ländern teils große Unterschiede. Deutschland liegt europaweit weiterhin unverändert
auf Platz neun. Das geht aus den neuesten Einzelhandelskaufkraftzahlen für alle 42 europäischen
Länder hervor, die das Nürnberger GfK Marktforschungsinstitut veröffentlicht hat.
Demnach beträgt die Kaufkraft Deutschlands im Durchschnitt etwa 27.848 Euro pro Einwohner.
Damit liegt das Land deutlich über dem gesamteuropäischen Wert. Österreich konnte sich mit
einem Durchschnittswert von 29.266 Euro pro Kopf auf Rang sechs verbessern. Insgesamt liegen
16 der 42 untersuchten Länder über dem europäischen Durchschnitt. Dem gegenüber stehen
26 Länder, deren Pro-Kopf-Kaufkraft unterdurchschnittlich ist. Das Schlusslicht bildet wie
in den Vorjahren die Ukraine. Dort haben die Menschen nur 2.878 Euro pro Kopf und damit
knapp über 15% des europäischen Durchschnitts zur Verfügung.
Foto: Pixabay
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Einrichtungspartnerring VME öffnet Kongress „Digitale.25“ für die ganze Branche
„Das kann die Branche
Die Digitalisierung und der
Siegeszug der Künstlichen
Intelligenz (KI) zwingen Handel
und Industrie zu neuen Ideen
und Lösungen auf allen Ebenen.
Die Herausforderungen sind so
groß, dass der Einrichtungspartnerring
VME seinen Kongress
„VME Digitale.25“ (26. und 27.
März 2025) am zweiten Tag für
die ganze Branche öffnen wird.
Ein Novum im Möbel-Business,
über das der MÖBELMARKT mit
VME-Hauptgeschäftsführer
Frank Stratmann und Chief
Digital Officer (CDO) Sebastian
Moos sprach.
MM: Ein Einkaufsverband, der zu einem
Kongress auch seine Wettbewerber
einlädt – das ist ein ziemliches
Novum in der Möbelbranche.
Wie kommt es dazu?
Frank Stratmann: Wir glauben ganz
fest daran, dass es bestimmte Dinge
gibt, die wir in der Branche nur gemeinsam
hinbekommen – insbesondere im
Wettbewerb mit den ganz großen Filialisten
und Online-Konzernen. Die Digitalisierung
mit den zusätzlichen Herausforderungen
und Chancen durch die
Künstliche Intelligenz ist so komplex,
dass niemand im Mittelstand sich diesen
Themen alleine stellen kann. Deswegen
laden wir ausdrücklich nicht nur
die Mitglieder unserer Wettbewerber
ein, unseren Kongress zu besuchen,
sondern auch unserer Wettbewerbsverbände
selbst. Und natürlich ist auch die
Industrie herzlich willkommen. Wir wollen
uns über die Themen gemeinsam
schlau machen und über Lösungen diskutieren
– auch mit den relevanten
Dienstleistern der Branche, die als Aussteller
vertreten sind.
MM: Wen sprechen Sie mit dem
Kongress konkret an?
Stratmann: Uns sind natürlich alle Branchenteilnehmer
herzlich willkommen, also
auch Inhaber und Verantwortliche aus
den Verbandszentralen. Aber ganz be-
20 Unternehmen
MÖBELMARKT
11 / 2024
nur gemeinsam schaffen!“
sonders wollen wir die operativen Mitarbeiter
aus Handel, Industrie und Verbänden
ansprechen, die sich tagtäglich mit
diesen Themen beschäftigen und die
Lösungen entwickeln und umsetzen
müssen. Viele Dinge sind in diesem Bereich
so komplex, dass Sie als Inhaber
oder Geschäftsführer – wie ich selbst –
gar nicht tief genug einsteigen können,
um das Thema komplett zu erfassen.
Deswegen brauchen wir die Inhouse-
Experten. Und deswegen haben wir
2025 auch noch eine Bühne mehr als bei
der ersten Veranstaltung: Drei Bühnen
sind für die Schwerpunktthemen der
operativen Mitarbeiter vorgesehen, die
zusätzliche Main-Stage richtet sich
hauptsächlich an Geschäftsführer und
Inhaber, dort wird es mehr um übergeordnete
Strategie-Themen gehen.
„Wir wollen an dem
Kongress nichts
verdienen!“
Frank Stratmann
MM: Worum soll es konkret gehen?
Sebastian Moos: Wir haben drei
Schwerpunktthemen, zu denen wir an
den beiden Kongresstagen mehr als 40
verschiedene Speaker auf vier Bühnen
haben werden. „Starkes Branding“, hier
geht es um die digitale Inszenierung
von Markenwelten. „Sichtbarkeit und
Positionierung“, hier geht es zum einen
um die Markenbildung nach außen,
aber auch um mitarbeiterzentrierte Unternehmenskultur.
Bei „Digitale Effizienz“
dreht sich schließlich alles um Prozessoptimierung.
Es geht um
Produktdaten, um Branchenstandards
bei Datenmodellen, um gemeinsamen
Datenaustausch und Auswertungen.
Und es geht um eine gemeinsame Position
zu EUDR, DPP und darum, wie
wir als Handel die größten Mehrwerte
aus der kommenden Regulatorik ziehen
können. Zudem haben wir sehr spannende
und prominente Speaker wie den
VME-Hauptgeschäftsführer Frank
Stratmann (links) und VME-CDO
Sebastian Moos wollen die Branche in
Bielefeld zusammenbringen, um über
Zukunftsthemen zu sprechen. Fotos:
Einrichtungspartnerring VME
MÖBELMARKT
11 / 2024
Unternehmen 21
Der Austausch unter den Kongress-Teilnehmern steht ebenso im Mittelpunkt wie die
hochkarätigen Vorträge auf den vier Bühnen.
Auch 2025 gibt es wieder Master-Classes, bei denen die Experten zu einzelnen
Themen ihr Wissen vertiefen können.
„Gemeinsam Ziele
erreichen, Synergien
und Mehrwerte
schaffen – das ist es,
was wir wollen!“
Sebastian Moos
Blogger und Publizisten Sascha Lobo
und den Cyber-Sicherheitsexperten
Mark T. Hofmann. Wir wollen den Besuchern
einen echten Mehrwert bieten
und gerade gemeinsam mit den operativen
Mitarbeitern Synergien schaffen.
Und wir wollen ihnen nicht zuletzt auch
Argumente für die internen Diskussionen
liefern, um dem mittelständischen
Handel viele weitere gute Jahre zu sichern.
MM: Sie haben bereits 2023 einen
Digital-Kongress veranstaltet, damals
noch VME-intern. Was ist – abgesehen
von der Öffnung nach außen
– diesmal anders?
Moos: In den fast zwei Jahren seit der
„Digitale.23“ hat sich der Marktdruck in
Bezug auf die Digitalstrategien noch
einmal erhöht. Denken Sie an die unglaubliche
Geschwindigkeit, mit der KI-
Anwendungen wie ChatGPT die Arbeitswelten
und sogar die Gesellschaft
transformieren. Oder wie schnell Plattformen
wie Lyko und Temu den kompletten
Markt verändern. Diese Beispiele
zeigen, wie wichtig die neuen
Digital-Tools, aber auch die Vermarktung
sind. Umso wichtiger wird jetzt der
Schulterschluss im Mittelstand, damit
wir den Global Playern in diesem Markt,
etwas entgegensetzen können.
MM: Haben Sie keine Sorge vor Vorbehalten?
Die Zusammenarbeit über
Verbandsgrenzen hinaus ist in der
Möbelbranche ja eher unüblich.
Moos: Wir haben bereits nach der
„Digitale.23“ erste Anfragen erhalten,
ob wir die Veranstaltung nicht öffnen
können, insofern ist die Bereitschaft zur
Zusammenarbeit aus meiner Sicht da.
Und die Bedeutung des Datenaustausches
zwischen Industrie und Handel
wird immer größer. Aktuell ist es noch
so, dass die Industrie letztlich jedem
Player auf dem Markt, trotz der bereits
erreichten Standardisierung, eigene Daten
zur Verfügung stellen muss. Würden
hier alle Einkaufsverbände an einem
Strang ziehen, könnte die Industrie
nicht nur deutlich Datenkosten einsparen,
sondern die Datenqualität noch
nachhaltig verbessern.
MM: Was kann so eine Verbesserung
über den bisherigen Standard
hinaus bringen?
Moos: Der Handel hat eine bestimmte
Menge an Daten und Informationen
über den Kunden. Aber um damit einen
Kunden wirklich bewerten und daraus
zukünftige Bedarfe und eine zielgerichtete
Ansprache zu ermöglichen, dafür
reichen die Datenpunkte einfach nicht
aus. Hier ist die Zusammenarbeit mit
der Industrie gefordert, die uns mehr
über die Art der Produkte erzählen
kann, und eine branchenübergreifende
Zusammenarbeit, um mehr über unsere
Kunden zu erfahren. Wenn wir so Daten
verknüpfen, sind gigantische Mehrwerte
für alle Beteiligte drin. Der Handel
kann den Kunden besser und erfolgreicher
Ansprechen und die Industrie kann
bessere, erfolgreichere Produkte entwerfen
und vermarkten. Nur gemeinsam
können wir das erreichen.
MM: Trotzdem ist ein solches Vorgehen
ein Paradigmen-Wechsel.
Stratmann: Aber der ist zwingend erforderlich.
Schauen Sie sich mal an, mit
was für Milliarden-Dollar-Konzernen wir
es in den Bereichen Software, KI und so
weiter zu tun haben, da können wir
nicht alle unser eigenes Süppchen kochen,
wenn wir nicht später vollständig
„Es gibt Dinge, die
wir in der Branche
nur gemeinsam
hinbekommen!“
Frank Stratmann
von anderen abhängig sein wollen.
Deswegen machen wir es auch wirklich
jedem Interessierten und jedem Unternehmen
so einfach wie möglich, an der
„Digitale.25“ teilzunehmen. Ich sage
das an dieser Stelle ganz deutlich: Wir
wollen an diesem Kongress nichts verdienen,
die Tagungsgebühr beträgt 99
Euro, was ein Bruchteil von dem ist,
was auf solchen Veranstaltungen sonst
üblich ist, und nur die Kosten für Verpflegung,
Shuttle-Service und Ähnliches
decken soll. Jeder in der Branche,
der an diesen Themen interessiert ist,
soll die Chance haben, teilzunehmen:
Mitglieder und Partner unseres Verbundes
genau wie Mitglieder und Mitarbeiter
anderer Verbände. Unsere Industrie-
Partner genauso wie Möbelhersteller,
mit denen wir gar nicht zusammenarbeiten.
Sogar aus anderen Branchen ist
die Teilnahme möglich, schließlich ähneln
sich die Themen in allen Teilbereichen
des Einzelhandels.
Wir wollen uns über digitale Themen
austauschen und gemeinsam an Lösungen
arbeiten. Niemand muss die
Befürchtung haben, dass wir diese Veranstaltung
für irgendwelche Akquise-
Zwecke nutzen, das steht hier überhaupt
nicht auf der Agenda. Dafür ist
mir das Thema auch zu wichtig, um es
damit zu belasten.
Digital ist heute normal – doch die
Branche hat noch Nachholbedarf.
MM: Vielen Dank für dieses Gespräch.
Arnd Schwarze
22 Unternehmen
MÖBELMARKT
11 / 2024
Mit dem vierten Vollsortiment-Haus
geht das Stadthagener Familien-
Unternehmen ganz neue Wege: In
Steinheim wird auf „nur“ rund 10.000
Quadratmetern ein Bestseller-
Sortiment inklusive JuWo,
Fachsortimenten und Gartenmöbeln
gezeigt. Foto: Möbel Heinrich
Möbel Heinrichs kleine Großfläche
Das 10.000er-Experiment
Am 4. November war es endlich soweit, Möbel Heinrich konnte seine vierte konventionelle Filiale in Steinheim eröffnen. Doch „endlich“ ist eigentlich
das falsche Wort, denn in der Rekordzeit von nur acht Monaten hat das Begros-Mitglied hier aus der völlig veralteten ehemaligen Möbelstadt
Steinheim per Kernsanierung eine der modernsten Möbel-Großflächen Deutschlands geschaffen. Und ganz so konventionell ist das
Haus dann bei genauerem Hinsehen auch nicht. Denn um auf nur 10.000 Quadratmetern all das zu zeigen, was in Stadthagen, Hameln und
Kirchlengern auf 20.000 bis 40.000 Quadratmetern steht, musste man sich schon beschränken. Auf die Bestseller.
„Das wird ein ganz spannendes Experiment!“,
freut sich Heiner Struckmann,
Geschäftsführer des Familienunternehmens,
schon beim Baustellen-Rundgang
zwei Wochen vor der Eröffnung. Ganz
viel Markenware von Musterring über
Hartmann bis zu Decker – und eben ausschließlich
Bestseller: „Jedes Stück
Ware, das wir in Steinheim zeigen, hat
sich in ganz Deutschland und vor allem
in unseren bestehenden Filialen bewährt“,
erklären Heiner Struckmann und
Sohn Jonas, ebenfalls Geschäftsführer
des Mittelständlers, gemeinsam, während
um sie herum noch rund 150 Handwerker
und Mitarbeiter letzte Hand anlegen,
das Treppenhaus auffrischen,
Möbel aufbauen und Ware einräumen.
Ein Experiment, das bei den immer weiter
steigenden Baukosten pro Quadratmeter
ganz sicher auch einige Verbandskollegen
interessiert verfolgen. Und das
ein wenig auch die Frage beantworten
kann, ob zu viel Verkaufsfläche und damit
Auswahl die Kunden vielleicht auch
überfordert.
Digital und familiär
Auch beim Personaleinsatz geht man in
Steinheim neue Wege. Jonas Struckmann,
beim Familienunternehmen unter
anderem für die Digitalisierung zuständig,
verspricht den „digitalsten Möbel
Heinrich“ überhaupt. Das muss aus seiner
Sicht keinesfalls ein Widerspruch
zur familiären Atmosphäre sein, für die
man auch in den anderen Filialen bekannt
sei – ganz im Gegenteil. Im Verkauf
gehören feste Arbeitsplätze der
Vergangenheit an, alle Mitarbeiter auf
der Fläche – rund 40, davon 12 ehemalige
Möbelstadt-Leute und 13 Kollegen,
die aus anderen Heinrich-Filialen nach
Steinheim wechseln, um wohnortnäher
zu arbeiten – werden mit modernen Tablets
ausgestattet. „Das ermöglicht es,
die Beratung und Planung gemeinsam
mit dem Kunden schon an der Ware zu
beginnen. Verfeinert und abgeschlossen
wird sie dann am nächstgelegenen
freien Computer-Arbeitsplatz“, erklärt
Jonas Struckmann. Das soll so viel Flexibilität
bringen, dass jeder Mitarbeiter
grundsätzlich alles verkaufen könne.
Ein Novum gibt es zudem bei den Fachsortimenten:
„Diese Abteilung inklusive
Lampenstudio haben wir hier ganz neu
aufgebaut, die Warengruppe war in der
alten Möbelstadt kaum vorhanden“, so
Jonas Struckmann. Die Abteilung ist mit
einem digitalen Preisauszeichnungs-
System an der Ware ausgestattet, womit
Angebots- und Werbeaktionen viel
einfacher umgesetzt werden können.
Und auch beim Visual Merchandising
setzt man im ganzen Haus vor allem auf
große, digitale Lösungen, anstatt auf
kleine Poster und Plakate. Der moderne
Eindruck wird durch ein sehr angenehm
helles, freundliches Beleuchtungssystem
vervollständigt, das zu 100 Prozent
24 Unternehmen
MÖBELMARKT
11 / 2024
Das Platten- und Oberflächenstudio mit einer großen Auswahl wird zum Schmuckstück
in der Küchen-Abteilung, die das Obergeschoss ausfüllt.
Hochwertige Massivholzmöbel, unter anderem von Decker, spielen im ländlichen
Raum in Ostwestfalen-Lippe natürlich ebenfalls eine wichtige Rolle.
auf LED setzt und trotz deutlich mehr
Licht 30 Prozent Strom sparen soll.
Neue Sortimente für Steinheim
Neben der Fachsortimente-Abteilung
begeisterte zur Eröffnung noch eine
weitere, für die Kunden der ehemaligen
Möbelstadt völlig neue Warengruppe:
„Hier ist eine der größten Gartenmöbelabteilungen
in der Region entstanden
– und das in einem Umfeld, wo fast jeder
Bewohner auch einen Garten hat.
Ich denke, das passt hervorragend hier
hin!“, so Jonas Struckmann. Die beiden
neuen Sortimentsbausteine zeigen zusätzlich
auf, wie sorgfältig die übrigen
Warengruppen kuratiert sind. Denn
beim ersten Rundgang hat man nicht
wirklich den Eindruck, dass etwas fehlt.
Im Gegenteil wirkt die Präsentation
durchdacht und an die ländliche Region
mit oft großen Wohneinheiten angepasst.
So finden sich in der Küchenabteilung,
die vom Erdgeschoss in das
erste Obergeschoss umgezogen ist,
auch auffallend große Planungsbeispiele
für klassische Wohnküchen. Man darf
gespannt sein, wie „der kleine Heinrich“
seinen großen Ambitionen in Steinheim
gerecht werden wird.
Arnd Schwarze
Schon vor der Eröffnung am 4. November freuen sich Heiner, Luca und Jonas Struckmann (von rechts) mit (von links) Thomas Bukoh (Hausleiter), Stefan Zimmermann
(Leiter Kücheneinkauf und -service), Sven Hauke Wehl (Architekt), Andreas Treml (Stellvertretender Filialleiter) und Michelle Bauer (Abteilungsleiterin Küche und Bad) über
die bereits fertiggestellte Küchenabteilung, die „ein Highlight in Westfalen sein wird“, so Heiner Struckmann. Fotos: Schwarze
MÖBELMARKT
11 / 2024
Unternehmen 25
Ausgehend von
Civitavecchia bei Rom,
hat sich Mondo
Convenienza seit 1985
einen Namen als
Anbieter preisgünstiger
Produkte einen Namen
gemacht.
Mondo Convenienza
Ciao Palermo
Im europäischen Handelsranking hat sich der italienische Einrichtungshändler Mondo Convenienza auf Platz 7
vorgearbeitet. Jetzt hat die Inhaberfamilie Carosi in Palermo auf Sizilien eine neue Filiale samt topmodernem Lager
eröffnet und will auf der Insel weiter expandieren.
Rund 35 Mio. Euro haben die Carosis in
Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen
in das neueste 48. Einrichtungshaus
in Italien investiert.
Mit weiteren drei Standorten in Spanien,
41 Logistikzentren und rund 3.500
Mitarbeitenden zählt Mondo Convenienza
zu den ganz Großen in Europa.
Für das neueste, 3.500 Quadratmeter
große Einrichtungshaus in Palermo wurden
100 neue Mitarbeiter eingestellt. Es
ist nach Catania das zweite Geschäft
auf Sizilien. Insgesamt sind in Palermo
rund 150 Personen tätig – eine beachtliche
Zahl für einen der sogenannten
Mini-Stores von Mondo Convenienza.
Wie das Management extra betont, gibt
es im Team in der Viale della Regione
Sicilia Nord-Ovest 117 Frauen, inklusive
Filialleiterin. Digitalisierung und Omnichannel
stehen spätestens, seit Junior
Dario Carosi in den Vorstand aufgerückt
ist, ganz oben auf der Agenda von
Mondo Convenienza. Alle Verkäufer haben
Tablets. Hochauflösende PCs für
die individuelle Raumplanung stehen
ebenso zur Verfügung wie Selbstbedienungskassen.
Das Gebäude selbst wurde nach
Grundsätzen der nachhaltigen Architektur
entworfen. Es umfasst Ladestationen
für Elektrofahrzeuge sowie eine
125-kWp-Photovoltaikanlage zur Erzeugung
sauberer Energie.
Neues Lager in Carini
Ein echtes Vorzeigeprojekt ist das Lager
in Carini nordwestlich von Palermo, wo
weitere 230 Mitarbeiter in den Bereichen
Auslieferung, Montage und Warenumschlag
tätig sind. Mit einer Fläche
von 8.700 Quadratmetern und einer Höhe
von zehn Metern gehört das Lager
zu den größten Logistikzentren des Unternehmens.
Auch hier hat man auf
nachhaltige Lösungen Wert gelegt. So
gibt es Dachfenster für die natürliche
Nach der
Ostküste
nimmt Mondo
Convenienza
den Norden
Siziliens ins
Visier. Hier das
neue Lager in
Carini, das zu
den größten
des Unternehmens
zählt.
Fotos: Mondo
Convenienza
Belüftung, Wärmepumpensysteme, eine
automatisierte LED-Innenbeleuchtung,
eine 100-kWp-Photovoltaik-
Anlage zur Gewährleistung von Energie-Autonomie
sowie Systeme zum
Sammeln von Regenwasser. In Bezug
auf die Abwasserentsorgung ist das Lager
autonom und gewähleistet so hydraulische
Invarianz.
Mit den neuen Investitionen setzt das
Unternehmen die Expansionsstrategie
für Sizilien fort.
Italienweit: Beratung zu Hause
Während der Pandemie entstanden, hat
sich der Einrichtungsberatungsservice
bei Kundinnen und Kunden zu Hause
italienweit fest etabliert. Bemerkenswert
ist dies auch, weil es sich bei den Möbeln
von Mondo Convenienza um Produkte
für das niedrige und mittlere
Preissegment handelt.
Insgesamt hat Mondo Convenienza bereits
20.000 Menschen zu Hause beraten
– und punktet auch hier mit einer
maximalen Flexibilität. Wird eine Beratungsanfrage
online gestellt, rufen die
beratenden Angestellten innerhalb von
24 Stunden zurück. Die Beratung dauert
bis zu zwei Stunden und beinhaltet
einen 3D-Entwurf mit Produkten des
Unternehmens. Wie Mondo Convenienza
betont, verpflichtet der Besuch nicht
zum Kauf.
Karin Henjes
26 Unternehmen
MÖBELMARKT
11 / 2024
Premiere: Direkt am Aegidientorplatz
in Hannover liegt das erste
neue City-Küchenstudio.
XXXLutz-Gruppe eröffnet City-Piloten für Küchen und Mömax:
Ouvertüren auf der Highstreet
Nach Ikea visiert jetzt auch XXXLutz mit kleinflächigeren Stores innerstädtische Top-Lagen an. Im Oktober eröffneten gleich zwei
neue City-Formate: In Hannover ging das erste XXXL City-Küchenstudio ans Netz, in Wien das erste Innenstadt-Format von Mömax.
Zugleich startete in Senden das dritte XXXL-Küchenstudio bei Media Markt. Gerald Schultheiß fragte bei Konzern-Sprecher Thomas
Saliger nach und zog mit ihm eine Bilanz der vor einem Jahr gestarteten Küchen-Offensive von XXXLutz bei Media Markt.
Ab in die Innenstadt! Am Aegidientorplatz
in Hannover hat die XXXLutz-
Gruppe am 28. Oktober ihr erstes City-
Küchenstudio eröffnet. Damit will sich
der Konzern den nächsten erfolgsversprechenden
Vertriebskanal in Deutschland
erschließen.
„Unser Anspruch ist es, dort zu sein, wo
unsere Kunden sind“, so Alois Kobler,
CEO XXXLutz Deutschland. „Der klassische
Möbelhandel auf der stadtnahen,
verkehrstechnisch perfekt angebundenen
grünen Wiese zählt genauso dazu
wie das Online-Geschäft oder die
Heimberatung in den vier Wänden unserer
Kundinnen und Kunden. Und jetzt
gehen wir in Hannover erstmals auch
direkt in die City. Mit der Eröffnung in
Hannovers Innenstadt verfolgen wir un-
seren Weg als Omnichannel-Händler
konsequent weiter.“
Direkt am „Aegi“ gelegen, bietet das
erste City-Küchenstudio von XXXLutz
auf rund 700 qm über 20 Ausstellungsküchen
unterschiedlichster Stile von
klassisch über modern bis Landhaus –
vom Einsteigermodell bis zur Highend-
Küche. Dabei haben alle namhaften
Hersteller wie Next 125, Schüller, Nobilia
oder Nolte sowie Exklusivmarken wie
Celina oder Dieter Knoll ihr Zuhause
fortan auch in Hannovers City.
Mömax wiederum eröffnete in Österreich
am 30. Oktober sein 22. Trend-
Am „Aegi“ zeigt Lutz auf 700 qm über
20 Küchen. Fotos: XXXLutz
28 Unternehmen
MÖBELMARKT
11 / 2024
Der MÖBELMARKT fragte bei Thomas Saliger nach:
„Unser Anspruch ist es,
dort zu sein, wo unsere
Kunden sind.“
Alois Kobler, CEO XXXLutz Deutschland
möbelhaus. In der Mariahilfer Straße in Wien setzt
Mömax ein ganz neues, innovatives Innenstadtkonzept
um und ist somit im Herzen von Wiens
größter Einkaufsstraße vertreten.
Auf einer Verkaufsfläche von ca. 2.500 qm sind die
Highlights des Mömax-Sortiments zu sehen. Alle
Warengruppen finden mit ihren „Best-ofs“ Platz im
neuen, trendigen Citystore, in dem viele neue
Ladenbauideen, gepaart mit neuen Materialien,
umgesetzt wurden.
Zusätzlich schafft Mömax 20 neue Arbeitsplätze
und zwei neue Lehrstellen. Der Citystore bietet
umfangreiche Services wie 3D-Planung, Beratungsgespräche
und auf Wunsch Aufmaß-, Liefer-
und Montage-Service an.
Mömax setzt im Herzen Wiens ein innovatives
kleinformatiges Innenstadtkonzept um.
„Nachdem sich die
Möglichkeiten aufgetan
haben, auch zu vernünftigen
Mieten in der Innenstadt zu
investieren, sehen wir das
als Ergänzung.“
Thomas Saliger
MM: Zwei Premieren in einer Woche: Startet
XXXLutz jetzt in großem Stil mit Kleinformaten
auch seine Offensive in den Top-Citylagen?
Thomas Saliger: Es ist kein Geheimnis, dass
sich die XXXLutz-Gruppe über die Jahre mit allen
möglichen Vertriebsformaten beschäftigt.
Dazu gehört neben dem stationären Handel auch
der Onlinehandel, den wir von Anfang an extrem
ernst genommen und auch extrem ausgebaut
haben.
In den letzten Jahren haben wir vorwiegend in
Osteuropa schon mehrere, vor allem Möbelix-Stores
auf Kleinflächen und in kleinen
Einzugsgebieten umgesetzt.
Nachdem sich jetzt die Möglichkeiten
aufgetan haben, auch zu vernünftigen
Mieten in der Innenstadt zu investieren,
sehen wir das als Ergänzung zu unseren
Möbelhäusern.
MM: Hannover ist das erste kleinformatige
XXXL-Küchenstudio überhaupt.
Wie sehen die Roll-Out-Pläne
für das neue Küchenformat aus?
Saliger: Momentan sind keine weiteren
Kleinformat-Standorte geplant.
MM: Der „Mini“-Mömax in Wien ist sicher
auch eine Blaupause für Deutschland – auch
für Poco?
Saliger: Grundsätzlich ist dieses Format auch
für die anderen Vertriebsschienen denkbar. Im
Wesentlichen setzen wir aber auf unsere erprobten
und erfolgreichen großflächigen Formate, um
in größeren Ausstellungen ein breites Sortiment
zu bieten. Daher gibt es derzeit auch keine weiteren
Roll-Out-Pläne für diese kleinformatigen
Standorte.
MM: Vor einem Jahr startete XXXLutz mit Küchenstudios
auch bei Media Markt/Saturn.
Was ist dort der Stand des Roll-outs?
Saliger: Im September 2023 haben wir unsere
Kooperation und das Pilotprojekt mit
Media Markt/Saturn gestartet und unsere Premiere
in Süddeutschland mit jetzt drei Standorten
gefeiert.
MM: Und die Bilanz dieser Kooperation?
Saliger: Unser Ziel, zwei renommierte und etablierte
Marken für unsere Kunden zusammenzubringen
und damit gemeinsam neue Wege zu
gehen, haben wir im ersten Schritt umgesetzt.
Für eine Bilanz ist es zu früh, die ersten internen
Auswertungen sind erfolgsversprechend.
Klar ist, dass wir aktuelle Design-Trends mit modernster
Küchentechnologie direkt vor Ort vereinen
und für Kunden erlebbar machen. Dabei
profitieren wir von den entstehenden Synergien.
MM: Und was bringt dies konkret an Frequenz,
neuen Leads & Co.?
Saliger: Wir bündeln unsere Kompetenzen: Die
Technik-Expertise von Media Markt trifft auf die
Einrichtungs-Erfahrung von XXXLutz.
Gemeinsam schaffen wir ein neues, örtlich anderes
Einkaufserlebnis und erschließen so gezielt
neue Kundengruppen, insbesondere in Regionen,
in denen wir bisher nicht vertreten sind. Wir
bitten um Verständnis, dass wir zu Frequenzen
aktuell noch keine belastbaren Auskünfte geben
können.
„Wir bündeln unsere
Kompetenzen: Die Technik-
Expertise von Media Markt
trifft auf die Einrichtungs-
Erfahrung von XXXLutz.“
Thomas Saliger
MM: Was sind jetzt die nächsten Steps?
Saliger: Nach dem erfolgreichen Start ist jüngst
die Zusammenarbeit auch in Senden gestartet.
Seit Oktober präsentieren wir bei Media Markt in
der Berliner Straße 13 auf einer eigenen Ausstellungsfläche
über 20 Küchenmodelle in verschiedenen
Preisklassen.
MM: Ganz herzlichen Dank!
MÖBELMARKT
11 / 2024
Unternehmen 29
„Das Konzept ist eine strategisch wertvolle Ergänzung
zu unserem Angebot und wird unser Service-
Portfolio entscheidend weiterentwickeln.“
Marc Mispelkamp, Alliance
30 Markt
MÖBELMARKT
11 / 2024
Alliance übernimmt das erfolgreiche Lifestyle-Konzept „Pure Natur“:
Pure Natur als Business-Turbo
Alliance erweitert sein Portfolio um ein starkes Lifestyle-Konzept und stärkt so seine Position: Zum 1. Oktober hat der Verband „Pure
Natur Möbel“ von Thorsten Klier übernommen. Dieser jährliche Katalog für Möbelhäuser setzt hochwertige Massivholzmöbel teils kultig
in Szene und begeistert mit natürlichem Lebensgefühl. Durch die Übernahme sichert Alliance die Zukunft des verbandsfreien Konzeptes
und bietet seinen eigenen Händlern sowie jenen anderer Verbundgruppen ganz neue Wachstumschancen und noch mehr Service.
Zudem ist für 2025 u. a. auch bereits ein ergänzendes Flächenkonzept geplant.
Thorsten Klier hatte das nach eigener
Einschätzung heute führende freie Massivholzkonzept
rund um den jährlich erscheinenden
„Pure Natur Möbel“-Spezialkatalog
1998 ins Leben gerufen und
es seitdem am Markt etabliert.
Mit der Übergabe an den Rheinbacher
Verband stellt er nun sicher, dass alle
Handelspartner trotz unterschiedlicher
Verbands-Zugehörigkeiten weiterhin
von der attraktiven Inspirations-Plattform
für wertige Massivholzmöbel profitieren
können. Alliance selbst wiederum
stärkt damit seine Marktposition
und hat bereits einige Ideen, um das
Konzept weiter auszubauen.
Freie Lifestyle-Plattform
für natürliches Lebensgefühl
Dieses inspiriert Verbraucherinnen und
Verbraucher mit konkreten Wohnideen
und Trends für ihre individuelle Einrichtung
und informiert sie zudem rund um
das Thema Massivholz.
„Seit vielen Jahren wird bei uns das
Thema Massivholz gelebt und wirkungsvoll
in Szene gesetzt“, erläutert
Thorsten Klier, Geschäftsführer der Klier
and Friends GmbH.
„Der Katalog bietet zahlreichen Händlerinnen
und Händlern eine Plattform, um
ihre Möbelkollektionen vorzustellen und
ihre Kundschaft für dieses Segment zu
begeistern“, führt er weiter aus. Händler
könnten ihre Kollektionen so optimal
präsentieren und die Kundschaft gezielt
auf Massivholzmöbel aufmerksam machen
– was zu einer steigenden Nachfrage
und damit auch zu mehr Umsatz
führe, so Klier.
In einer Zeit, in der Holz als nachhaltiger
Rohstoff zunehmend gefragt ist und die
Herkunft des Materials immer wichtiger
wird, rückt der Katalog exklusive und
wertige Massivholzmöbel aus nachhaltiger
Forstwirtschaft ins Rampenlicht.
Nahtloser Übergang in den
Alliance-Verband
Alliance hat das starke „Pure Natur
Möbel“-Konzept übernommen, um sein
Service-Portfolio deutlich zu erweitern
und seinen Mitgliedern damit einen
noch größeren Mehrwert zu bieten. Die
gemeinsame Leidenschaft für hochwertige
Möbel und nachhaltiges Wirtschaften
bildet die Grundlage für diese Kooperation
mit Thorsten Klier.
„Die räumliche Nähe, persönliche Verbindungen,
das nötige Vertrauen und die
gemeinsame Zukunftsvision haben den
Ausschlag gegeben, das ‚Pure Natur‘-
Konzept in die Hände des Alliance-Verbandes
zu legen“, begründet Klier seinen
Schritt. Zumal er selbst lange im
Verbandskontext tätig gewesen sei und
ihn eine enge, langjährige Partnerschaft
mit Alliance verbinde.
„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen,
das Thorsten Klier in unseren Ver-
„Der Katalog bietet Händlern eine Plattform,
ihre Kundschaft für dieses Segment zu
begeistern. So steigern sie erfolgreich die
Nachfrage – und ihre Umsätze.“
Thorsten Klier, Klier and Friends
MÖBELMARKT
11 / 2024
Markt 31
Der „Pure Holz Möbel“-Katalog vermittelt ein wertiges, natürliches Lebensgefühl.
Dazu werden die Möbel wirkungsvoll und zuweilen kultig inszeniert. Fotos: Alliance
band setzt“, so Marc Mispelkamp, Geschäftsleitung
Marketing, Vertrieb sowie
Personal bei Alliance. „Das Katalogkonzept
ist eine strategisch wertvolle
Ergänzung zu unserem bestehenden
Angebot und wird unser Service-Portfolio
im Verband entscheidend weiterentwickeln“,
freut sich Mispelkamp.
Strategischer Ausbau des
Service-Portfolios
Auch über das Katalogkonzept hinaus
sieht der Verband vielseitige Möglichkeiten
zum Ausbau des eigenen Dienstleistungs-Angebots.
Dazu Carsten Ringe,
strategischer Einkaufsleiter bei Alliance:
„Wir planen Gespräche mit den bestehenden
Lieferanten des Katalogkonzepts,
denn wir sehen hier großes Potenzial,
um das Leistungsspektrum des
Alliance-Verbands weiter sinnvoll zu ergänzen
und unseren Gesellschaftern zusätzliche
Services bieten zu können. Davon
profitieren unsere Mitglieder und die
Lieferanten gleichermaßen.“
Neues Flächenkonzept für
„Pure Natur“ geplant
Mispelkamp ergänzt: „Schon heute
freue ich mich, das Katalogkonzept gemeinsam
mit Thorsten Klier um ein Flächenkonzept
zu erweitern.
Dieses werden wir gemeinsam ausarbeiten
und zeitnah ausgewählten
Händlern vorstellen. Im Rahmen unserer
Ordermesse 2025 werden wir es
dann auch der Öffentlichkeit präsentieren.“
Verbandsoffene
Weiterführung des Konzepts
Er unterstreicht zudem, dass Alliance das
bestehende Konzept auch darüber hinaus
noch weiterentwickeln will. Dies soll
den Mitgliedern des Verbands zahlreiche
weitere Vorteile bieten – so etwa in den
Bereichen Stammdaten, Preislisten und
Leadgenerierung. Außerdem profitieren
sie von der zusätzlichen Sichtbarkeit ihrer
Produkte im „Pure Natur Möbel“-Katalog.
„Selbstverständlich können weiterhin alle
interessierten Händler von dem Angebot
profitieren – nicht nur unsere Mitglieder“,
betont Mispelkamp. Für bestehende Teilnehmer
und Lieferanten des Konzepts
ändere sich nichts: Das Angebot werde
unverändert und verbandsübergreifend
weitergeführt. Thorsten Klier bleibt Bestandskunden
zudem noch einige Jahre
als Ansprechpartner erhalten und arbeitet
in dieser Zeit einen Nachfolger ein. „Ich
bin zuversichtlich, dass das ‚Pure Natur
Möbel‘-Konzept gemeinsam mit dem
Alliance-Verband auch in Zukunft erfolgreich
wachsen wird“, so Klier.
„Schon heute freue ich mich, das
Katalogkonzept gemeinsam mit Thorsten
Klier um ein Flächenkonzept zu erweitern.“
Marc Mispelkamp, Alliance
„Wir planen Gespräche
mit den bestehenden
Lieferanten des Katalogkonzepts,
denn wir sehen
hier großes Potenzial.“
Carsten Ringe, Alliance
32 Markt
MÖBELMARKT
11 / 2024
US-Wahl verstärkt Druck
auf Lieferketten
Deutschlands Unternehmen suchen dringend Entlastung
mit Blick auf neue Bürokratiepflichten in der Lieferkettenüberwachung.
Das ergab eine Umfrage
mehrerer Branchenverbände vor dem Deutschen Lieferkettentag.
Mit Blick auf die Ergebnisse fordern sie
einen neuen Ansatz in der Handelspolitik und Lieferkettenüberwachung,
der auf Pragmatismus und Dialog
setzt. Nach einer Rangliste der größten Bedrohungen
für ihre Lieferketten gefragt, führten die befragten
Unternehmen auf Platz 1 „geopolitische Konflikte“
(82%) an. Vor allem die größten außereuropäischen
Handelspartner USA und China stehen im Fokus: Mit
Blick auf die Zeit nach der US-Präsidentschaftswahl
werden zunehmende handelspolitische Spannungen
mit Europas wichtigstem Verbündeten erwartet. Fast
ein Drittel (31%) der befragten Unternehmen befürchtet,
dass die USA einen Alleingang mit generellen Importzöllen
und „America First“-Ansatz beschreiten
werden, weitere 59% halten mehr selektive Handelshemmnisse
für wahrscheinlich. Nur 6% erwarten eine
Abkehr vom Protektionismus und nur 4% glauben an
eine Rückbesinnung zu einer kooperativen, multilateralen
Handelsordnung. Grafik: BME
Febrü neuer Partner der Verbände der
Holz- und Möbelindustrie
Der Herforder Büromöbelsteller Febrü hat sich seit 1. September
den Verbänden der Holz- und Möbelindustrie NRW als Kooperationspartner
angeschlossen. Das ostwestfälische Unternehmen
gestaltet und organisiert nach eigenen Angaben Arbeitsräume
von Grund auf neu. Mit einer hohen Fertigungstiefe in der hauseigenen
Metall- und Holzproduktion, einer eigenen Tischlerei und
Pulveranlage sowie einem breiten Portfolio an Produkten, Materialien
und Farben sind die Herforder gut aufgestellt. „Insgesamt
30 Millionen Euro haben wir in den vergangenen sechs Jahren in
die Technik, Digitalisierung und Neuausrichtung unseres Portfolios
sowie in die Marke investiert. In den nächsten Monaten
bringen wir 40 neue Produkte, Innovationen und Neuinterpretationen
auf den Markt“, so Bernd Kröger, Geschäftsführer bei
Febrü. Er übernahm erst im Juni die Geschäfte zusammen mit
Ansgar Sure. Der vormalige Geschäftsführer und Gesellschafter
Christian Stammschroer bleibt dem Unternehmen erhalten und
widmet sich fortan vorrangig der Unternehmensstrategie.
Freuen sich über die Kooperation mit den Möbelverbänden (v.l.): Ansgar Sure, Christian
Stammschroer und Bernd Kröger. Foto: Febrü
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Render4brands öffnet die Türen zum individuellen Videomarketing:
REVOLUTION für die Branche
In der sich rasant entwickelnden digitalen Welt hat sich Videomarketing zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Unternehmen aller
Branchen entwickelt – insbesondere für das Thema Möbel. Render4brands, ein innovativer Spezialist für B2B-Videomarketing aus Witten,
bietet eine Lösung, die es Herstellern und Händlern ermöglicht, dieses mächtige Medium effizient und effektiv zu nutzen.
Egal ob auf Social Media-Apps wie Instagram,
auf Videoportalen wie Youtube
oder auf der eigenen Unternehmens-
Website: Videomarketing ist allgegenwärtig
und aus der digitalisierten Gesellschaft
nicht mehr wegzudenken. In
Videoclips können in nur wenigen Sekunden
Produkte ausführlich dargestellt
und den potenziellen Kunden audiovisuell
präsentiert werden.
Besonders die Möbelbranche kann von
einem kompetenten Umgang mit dem
digitalen Medium profitieren, da sich
viele Kunden ihre künftigen Einrichtungsgegenstände
ohne ansprechende
Visualisierung oft nur schlecht vorstellen
können. Erfahrungen von Online-
Plattformen zeigen, dass eine gute bildliche
Darstellung den Absatz von
Möbeln messbar steigert.
Viele Chancen für neue Leads
Um den eigenen Kundenstamm zu erweitern,
ist es entscheidend, die eigene
Werbereichweite auszuweiten. Videos
ermöglichen es Möbelhändlern, ein
breiteres Publikum zu erreichen, weit
über die Grenzen des lokalen Marktes
hinaus. Kunden können Möbelstücke
bequem online entdecken, unabhängig
von ihrem Wohnort und Öffnungszeiten.
Der Möbelkauf wird mit einer inspirierenden
Präsentation mittels Bewegbildern
zum individuellen Erlebnis. Die
Branche kann Videoclips nutzen, um
Möbelstücke in emotionale Wohnszenarien
einzubetten und so die Vorstellungskraft
der Kunden anzuregen.
Die entworfenen Bilder bleiben im Gedächtnis
und schaffen eine positive Verbindung.
Das macht die Werbebotschaft
prägnant und fördert langfristige
Kundenbeziehungen.
Gut gemachte Videos können zusätzlich
die Conversion-Rate deutlich erhöhen.
Für Möbelhersteller und -händler
bietet dies die Chance, Funktionalität
und Design ihrer Produkte überzeugend
zu demonstrieren und so Kaufentscheidungen
positiv zu beeinflussen.
Hierbei spielt auch der Kostenfaktor eine
entscheidende Rolle. Das Erstellen
von Videoclips ist im Vergleich zu konventionellen
Werbekanälen preiswerter.
Besonders, da die visuelle Darstellung
von Produkten für die Möbelbranche
immer entscheidender wird. Videomarketing
ermöglicht es, virtuelle Geschichten
zu erzählen und Produkte ansprechend
zu präsentieren.
Auch bezüglich des Kosten-Nutzen-
Verhältnisses zeichnet sich Videomarketing
durch nachhaltige Vorteile aus.
Denn langfristige diesbezügliche Strategien
können Möbelunternehmen
nachhaltig erfolgreich machen und sie
als innovative Marke positionieren.
„Wir sind stolz, einen echten Mehrwert bieten
zu können und freuen uns darauf, neue
Maßstäbe im Möbelmarketing zu setzen.“
Florian Rüffin, Render4brands
34 Markt
MÖBELMARKT
11 / 2024
Mit Videoclips begeistern
Trotz der genannten Vorteile und USPs
gibt es spezifische Herausforderungen.
Obwohl Videomarketing im Vergleich zu
anderen Werbekanälen eine oft kostengünstige
Alternative darstellt, dürfen die
Produktionskosten für qualitativ hochwertige
Produktvideos nicht unterschätzt
werden.
Um diese Clips umsetzen zu können, ist
ein spezielles Know-how für die Präsentation
von Möbeln im Video nötig.
Besonders kleinere und mittlere Unternehmen
haben stark limitierte Marketing-Budgets.
Ein eigenes Video-Team
würde daher den finanziellen Rahmen
sprengen. Zudem ist die kontinuierliche
Aktualisierung des Contents notwendig,
um mit Trends Schritt zu halten und am
Puls der Zeit zu bleiben.
Der Weg zum eigenen Video
Die Videomarketing-Spezialisten von
Render4brands haben auf ihrer Online-
Plattform einen aus ihrer Sicht einzigartigen
vierstufigen Prozess entwickelt,
MÖBELMARKT
11 / 2024
der speziell auf die Bedürfnisse der Möbelbranche
zugeschnitten ist. Mit innovativen
Lösungsansätzen verhilft das
Start-up Möbelherstellern und -händlern
zu einer individuell abgestimmten
Marketing-Strategie.
Zu Beginn des Prozesses können interessierte
Möbelunternehmen branchenspezifische
Vorlagen nutzen und ihre eigenen
Aufnahmen integrieren.
Bei der Erstellung der Werbevideos bietet
die Plattform zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten.
Mit unterschiedlichen
Farben, Texten und Bildern lässt
sich das Video smart anpassen. Dabei
entstehen maßgeschneiderte Clips für
die eigene Zielgruppe.
Ist der kreative Erstellprozess erfolgreich
abgeschlossen, können die Unternehmen
ihr produziertes Videomaterial
herunterladen und anwenden. Die Experten
von Render4brands unterstützen
anschließend beim Start der individuellen
Marketingkampagne.
Professionelle Services
Vorteile von Videomarketing
b Reichweite erhöhen
b Mehr Conversions
b Kundenbindung stärken
b Kosteneffiziente Werbemaßnahme
b Nachhaltiges Marketing
Das spezialisierte Angebot von Render-
4brands ist auf die visuellen Anforderungen
der Möbelbranche ausgelegt.
So sparen sich Möbelhersteller und
-händler mit den professionellen Videos
des Dienstleisters die Kosten für teure
Studioproduktionen.
Die einfache Erstellung von Produktvideos
auf der Webplattform spart zudem
deutlich Zeit. Das Material kann
unabhängig von Standort und Zeit digital
erstellt werden. Die anpassbaren
Vorlagen für verschiedene Möbelstile
und -kategorien gestalten den Prozess
sehr flexibel.
Pionier beim Videomarketing
Dazu gehört auch der ganzheitliche
Service des Start-ups, welcher die Partner
nach der Erstellung der Videos noch
bei der Vermarktung der Möbel unterstützt.
So können die Spezialisten von Render-
4brands die Produkte in verschiedenen
Einrichtungsszenarien visualisieren,
welche die Funktionalität und Vielseitigkeit
von Möbelstücken demonstrieren
und darstellen. Die Marketingkampagnen
können zeitlich flexibel eingesetzt
werden.
Überzeugendes Videomarketing bindet
in Folge seiner Aktualität, digitalen
Reichweite und optischen Darstellung
potenzielle Kunden emotional. Dieser
Umstand kann zu einer Steigerung des
Online-Verkaufs führen.
Eine kompetente Nutzung von digitalen
Videomarketing eröffnet der Branche
zahlreiche Chancen und Vorteile. Die digitalen
Tools erlauben es, sich mit einem
visuellen, interaktiven und emotionalen
Möbelmarketing zukunftsfähig
aufzustellen. Hochwertig produzierte Videos
können Möbelkäufer auf der individuellen
Einrichtungsreise begleiten
und den Einkauf zu einem begeisternden
Erlebnis machen.
Mit Videomarketing investieren Möbelunternehmen
in eine Zukunft, in der sie
ihre Produkte optimal präsentieren und
sich im digitalen Wettbewerb profilieren
können.
„Wir sind stolz, einen echten Mehrwert
bieten zu können und freuen uns darauf,
neue Maßstäbe im Möbelmarketing
zu setzen“, so Florian Rüffin, Geschäftsführer
von Render4brands und
der übergeordneten Visbricks GmbH.
4 Schritte zum eigenen Video
b Wählen Sie Ihre Video-Vorlage
b Individualisieren Sie Ihr Video
b Laden Sie Ihr Video runter
b Starten Sie Ihre individuelle Kampagne
Markt 35
Entwaldungsfreie Lieferkette
EUDR jetzt (technisch)
vorbereiten
Ob verschoben, ob korrigiert: die EU-Verordnung für die entwaldungsfreie Lieferkette (EUDR) kommt. Die Möbelbranche
entwickelt eine gemeinsame digitale Branchenlösung. In einem Gastbeitrag für MÖBELMARKT erklären Dr. Olaf Plümer
vom Daten Competence Center und Heiner Strack vom Verband der Deutschen Möbelindustrie die nächsten Schritte.
Das medienwirksam vielfach zitierte „Bürokratiemonster“ EUDR verlangt
allen Beteiligten viel ab – jetzt in der Vorbereitungsphase, später
bei der Umsetzung und schließlich bei der Kontrolle. Zu befürchten
steht, dass insbesondere die Prüfung und mögliche Sanktionierung
von Verstößen weitere Aufwände verursachen.
Dessen ungeachtet wird die bereits am 29. Juni 2023 in Kraft getretene
EU-Verordnung für entwaldungsfreie Produkte EUDR das Tagesgeschäft
unserer Branche nicht nur kurz-, sondern auch langfristig
prägen. Damit gibt es für alle Beteiligten nur eine Konsequenz: Rechtzeitig
vorbereitet zu sein, rechtzeitig die technischen Grundlagen zu
erarbeiten und dies mit Blick auf eine gemeinsame, unternehmensübergreifende
Lösung.
Denn individuelle Lösungen einzelner, gerade mittelständischer Unternehmen
überfordern diese definitiv. Vorhandene statische Stammdaten
sind mit Blick auf die EUDR nicht ausreichend, da die dafür zu
erfassenden Informationen variabel sind und erst am Ende der Produktion
erfasst werden können.
Obwohl auch wir in den „EUDR-Kinderschuhen“ stecken, sind die seit
einiger Zeit eng in das Thema eingebundenen Interessensvertretungen
– wie der VDM und das Daten Competence Center mit seinem Arbeitskreis
EDI – bei der datentechnischen Vorbereitung zur Umsetzung
von EUDR auf einem guten Weg.
Angesichts der seitens der EU-Kommission aktuell noch ungelösten
Fragestellungen zur Implementierung und der noch nicht zur Verfügung
stehenden funktionalen IT-Systeme haben die EU-Kommission
und danach der EU-Rat eine einjährige Verschiebung der Deadline zur
Umsetzung von EUDR auf den 30.12.2025 empfohlen, was noch vom
EU-Parlament genehmigt werden muss. Darüber hinaus gibt es auch
auf internationaler Ebene von der Kommission noch zu lösende Themen.
So haben mehrere Staaten Südamerikas die EUDR auf die Tagesordnung
der Welthandelsorganisation WTO gesetzt und sprechen
vom „Strafcharakter“ dieser Verordnung. Doch bleiben wir in Deutschland
und schauen uns die aktuelle Faktenlage an.
Praxisnahes Lösungskonzept
Die Verfasser haben in enger Zusammenarbeit mit der Leiterin Standardisierung
beim DCC, Frau Anika Degenhard, und Integrated Worlds
(Holzgerlingen) unter Leitung von Dietmar Weber entscheidende Vorbereitungsarbeiten
geleistet. Eng involviert war zudem Jan Kurth,
Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie
(VDM), der innerhalb seines Verantwortungsbereichs in der Branche
sowie im europäischen Dachverband EFIC unterstützend agiert.
In diesem Netzwerk haben wir auf EDI-Basis ein praxisnahes und in
unseren Unternehmen umsetzbares Lösungskonzept erarbeitet, mit
dem der Datenbereitstellungsprozess und der Datentransfer der zur
Erfüllung der EUDR-Pflichten erforderlichen Daten gewährleistet wird.
Dieses Konzept bietet die Möglichkeit einer standardisierten prozessualen
und datentechnischen Abwicklung von Aufträgen mit EUDRrelevanten
Erzeugnissen entlang der kompletten Lieferkette von Zu-
36 Markt
MÖBELMARKT
11 / 2024
Auszug aus dem nun beschlossenen Umsetzungsvorschlag der Möbelverbände „EDI als Informationsbereitsteller“ zu EUDR.
MÖBELMARKT
11 / 2024
Markt 37
lieferunternehmen über die Unternehmen
der Möbelindustrie bis zum Möbelhandel.
Standardisierte Daten
Damit wird eine standardisierte Bereitstellung
der Daten beim jeweilig in der
Lieferkette nachfolgenden Unternehmen
ermöglicht, welches mit diesen
Daten die auf seiner Seite existierenden
Warenwirtschafts- bzw. ERP-Systeme
und ggf. im Einsatz befindliche Compliance-Software
über entsprechende
Schnittstellen versorgen kann. Diese
Standardisierung ist das entscheidende
Kriterium, damit die kostenintensive „individuelle“
Bereitstellung aller Daten auf
unterschiedlichen IT-Lösungen/-Plattformen
der empfangenden Unternehmen
entfallen kann.
Mit der konzipierten Lösung ist unsere
Branche auf dem richtigen Weg mit
überschaubaren Kosten. Externe Softwarelösungen,
wie sie derzeit breit im
Markt angeboten werden, sind für diese
Übertragung nicht zwingend erforderlich.
Im Arbeitskreis EDI des DCC wurde
das vorgeschlagene Lösungskonzept
Anfang Oktober grundsätzlich
beschlossen. Im Mittelpunkt der tiefergehenden
Diskussion standen vor allem
der Austausch und die unmittelbare datentechnische
sowie prozessorganisatorische
Umsetzung des Regelwerks.
Überschaubare Anpassungen
Einhelliger Konsens bestand in der Aussage,
dass eine effiziente Umsetzung
am besten und schnellsten über EDI-
Daten zu lösen sei. Dazu sind sicher
Anpassungen in den Datenformaten erforderlich,
deren Aufwand – ganz im
Unterschied zu dem bei der zu erwartenden
Datenerhebung innerhalb der
Lieferketten – jedoch überschaubar
sind.
Allerdings verwies unser Arbeitskreis
auch auf kritische Punkte: So werde
verbreitet mit Lieferscheinen in Papierform
gearbeitet, was die Umsetzung
über EDI-Daten erschwert. Schließlich
will die EU-Kommission das notwendige
EU-IS-System – um Sorgfaltserklärungen
hochladen zu können – erst kurz
vor dem Stichtag zur Verfügung stellen.
Im Ergebnis der jüngsten Arbeitskreissitzung
EDI wurden folgende Festlegungen
fixiert: Erstens sollen die zu übertragenden
Daten digital vorliegen und
deren Handling über eine Felderweiterung
in EDI realisiert werden. Zweitens
müssen Handel und Warenwirtschaft
zwingend involviert werden. Drittens
sollen Start und erste Tests zur Umsetzung
der Datenübermittlung via ORD-
RSP oder DESADV umgehend erfolgen.
Viertens schließlich müssen den Unternehmen
bzw. Akteuren größtmögliche
Freiheiten bei der Prozessgestaltung ermöglicht
werden.
Der nächste wichtige Moment ist Mitte
November, wenn die Empfehlungen
über Strukturen bzw. ‚Qualifier‘ seitens
der GS1 vorliegen. Auf dieser Grundlage
plus den bis dahin in den Unternehmen
der Möbelindustrie gesammelten
Erfahrungen wurde das nächste Meeting
im DCC zu EUDR auf den 26. November
vereinbart, wo die branchenweite
digitale Umsetzung der
Verordnung konzertiert startet. Unabhängig
von jedweder Termin- und inhaltlicher
Diskussion zur EUDR-Inkraftsetzung,
sehen wir unsere Branche auf
dieser datentechnischen Grundlage gut
aufgestellt und vorbereitet!
Dr. Olaf Plümer, geschäftsführender
Vorstand des
DCC, betreut und organisiert
über den in seinem Verband
angesiedelten Arbeitskreis
EDI die datentechnische
Vorbereitung von EUDR in
der Prozesskette ‚Möbel‘.
Fotos: VDM
Heiner Strack, Leiter
Umwelt-Technik-Normung
beim VDM, vertritt die
Brancheninteressen auf
europäischer und nationaler
Ebene in den mit EUDR
befassten Fach- und
Standardisierungsgremien.
38 Markt
MÖBELMARKT
11 / 2024
Gemeinsame Brancheninitiative
gegen den Fachkräftemangel
„Wir sind stolz auf die Realisierung dieses einzigartigen Projekts,
der Lehrfabrik Möbelindustrie in Löhne, mitten in der Möbelregion
Ostwestfalen-Lippe, die nun in Kürze an den Start geht.“
Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen
Möbelindustrie (VDM/VHK), über das Konzept der gerade
eröffneten Lehrfabrik Möbelindustrie …
Endlich einmal eine positive Nachricht
in diesen wirtschaftlich und politisch
so schwierigen Zeiten: Nach einer
Bauzeit von nur sechzehn Monaten
haben wir Anfang November die Lehrfabrik
Möbelindustrie in Löhne eröffnet.
Wir sind stolz auf die Realisierung
dieses einzigartigen Projekts und freuen
uns, dass unser Leuchtturm nun an
den Start geht, mitten in der Möbelregion
Ostwestfalen-Lippe. In Kürze
beginnen die ersten Holzmechaniker-
Azubis einen dreiwöchigen Maschinenlehrgang.
Das Zustandekommen dieser Lehrfabrik
ist wirklich besonders: Besonders
und einzigartig in Deutschland ist
MÖBELMARKT
11 / 2024
Foto: VDM
das Konzept dieser Einrichtung für die
Möbelindustrie. Besonders kooperativ
ist der Ansatz der Genossenschaft als
„Mit der neuen Lehrfabrik
Möbelindustrie wollen wir
unsere Hersteller bei der
Nachwuchsgewinnung
unterstützen.“
Gesellschaftsform unter Wettbewerbern.
Besonders kurz war zudem die
Planungs- und Realisierungsphase,
was ja nicht selbstverständlich für
größere Bauvorhaben ist.
Für das hochmoderne Aus- und Weiterbildungszentrum
haben sich zahlreiche
Möbelhersteller und -zulieferer
zusammengetan, um dem sich verschärfenden
Fachkräftemangel aktiv
entgegenzuwirken. Wie groß der
Handlungsbedarf ist, zeigt eine aktuelle
Umfrage unter unseren Mitgliedsunternehmen.
Rund 40 Prozent der
befragten Hersteller gaben dabei an,
dass sie nicht alle Ausbildungsplätze
besetzen können, da es an geeigneten
Bewerbern fehlt. Am schwierigsten
gestaltet sich die Suche nach Azubis
für die Berufe Holzmechaniker, Tischler,
Elektroniker für Betriebstechnik
und Fachkraft für Lagerlogistik.
Und die Nachfrage nach Auszubildenden
steigt an: 15 Prozent der Unternehmen
wollen in den nächsten drei
Jahren mehr Ausbildungsstellen anbieten.
Rund 80 Prozent planen, ihr
Angebot zumindest stabil zu halten.
Die Marketinganstrengungen der Industrie
sind vielfältig. Neben Kooperationen
mit Schulen und dem Angebot
von Praktika wird vor allem auf
Social-Media-Marketing und lokale
Events wie Ausbildungsmessen gesetzt.
Mit der Lehrfabrik wollen wir unsere
Hersteller bei der Nachwuchsgewinnung
unterstützen, indem die Ausbildung
auf ein neues Qualitätsniveau
gehoben und noch attraktiver gestaltet
wird. Azubis können hier an hochmodernen,
komplexen Anlagen üben –
was im eng getakteten Produktionsalltag
des Ausbildungsbetriebs nur
selten möglich ist.
Die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit
werden in allen Bereichen
eine große Rolle spielen.
Die Unternehmen buchen die Ausbildungsmodule
für ihre Azubis als Ergänzung
zur Ausbildung im Betrieb
und Berufskolleg. Die Module stehen
allen Unternehmen der Branche offen,
nicht nur den Mitgliedern der als Träger
fungierenden Genossenschaft.
Neben der Ausbildung gibt es auch
vielfältige Angebote zur Weiterbildung,
etwa Führungskräftetrainings
oder Schulungen in industriellen Bildbearbeitungssystemen.
„Wir wollen zeigen, wie
vielfältig, interessant und
aussichtsreich eine Tätigkeit
in der Möbelproduktion ist.“
Von der Lehrfabrik erhoffen wir uns eine
starke Anziehungskraft auf den
Nachwuchs in der Region. Wir wollen
unsere Branche von einem bisweilen
„angestaubten“ Image befreien und
zeigen, wie vielfältig, interessant und
aussichtsreich eine Tätigkeit in der
Möbelproduktion ist. Unser Dank gilt
der Politik, den beteiligten Möbelherstellern
und unseren Technologiepartnern
für ihre Unterstützung. Jetzt gilt
es, dieses besondere Angebot in der
Branche breit und nachhaltig zu nutzen,
um die Einrichtung dauerhaft zum
Erfolg zu führen.
Ihr Jan Kurth
Markt 39
IWOfurn Summit 2024 zum Digitalen Produktpass
„Fangt an und macht!“
Wie kann die Möbelindustrie die EU-Vorgaben zum Digitalen Produktpass gewinnbringend umsetzen? Diese Frage stand im
Zentrum des IWOfurn Summit 2024 in Köln. Dort wurden praxisnahe Lösungswege aufgezeigt, so dass die hochkarätig besetzte
Veranstaltung nicht nur Aufklärung bot, sondern auch zum Handeln ermutigte. Denn die Werkzeuge der digitalen Infrastruktur
bieten dem deutschen Mittelstand viele Chancen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen – sie müssen nur ergriffen werden.
Die Matratze als Vorreiter
beim Recycling: Ein Thema
des Summits rund um den
Digitalen Produktpass.
Der Digitale Produktpass (DPP) kommt
– so viel ist sicher. Er soll bereits ab
2026 Realität werden. Wann genau die
Möbelbranche in die Pflicht genommen
wird, ist noch nicht definitiv klar. Dass
die Branche vom Zulieferer bis zum
Handelsunternehmen besonders von
den Auswirkungen und Chancen des
DPP betroffen sein wird, hingegen
schon. Entsprechende Schritte müssen
also zeitnah eingeleitet werden. Mit
dem Produktpass für Möbel rechnen
Experten ab 2029/2030.
Gesetzliche Basis des Ganzen ist die
EU-Verordnung zur Ökodesign-Richtlinie
für nachhaltige Produkte (ESPR).
Sie sieht neben Anforderungen an Design
und Produktion auch digitale Aspekte
vor, deren Umsetzung in Form
des Digitalen Produktpasses angegangen
werden müssen. Damit will die EU-
Kommission erreichen, dass auf dem
europäischen Binnenmarkt mehr umweltfreundlichere
Produkte zugelassen
und in Verkehr gebracht werden – ein
entscheidender Schritt auf dem Weg
zu mehr Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit.
Die ersten Pässe sollen 2026
Nach den Vorträgen wurden die Themen des Summits in Roundtable-
Runden engagiert diskutiert.
zunächst für Batterien eingeführt werden.
„Die Möbelindustrie muss sich
darauf einstellen, ihre Möbel recyclingfähig
zu machen“, erklärte Dr. Olaf Plümer
vom Daten Competence Center
bei seinem Vortrag im Kölner Bauwerk.
Was genau im Produktpass stehen
muss, ist allerdings noch offen. Und
hier beginnen die Schwierigkeiten.
Daten aus dem gesamten
Produktlebenszyklus
Denn die dem Pass zugrundeliegende
Ökodesign-Verordnung kenne bislang
nur die Kategorie „Möbel“, so Plümer,
nicht aber Spezifisches wie Beschläge,
Holzwerkstoffe oder Schäume. Der
Produktpass wiederum soll möglichst
detaillierte Informationen enthalten,
nicht nur im Hinblick auf die Kreislauffähigkeit
eines Produktes, sondern
auch für den Endkunden. Der solle
schließlich, so Plümer „eine informierte
Kaufentscheidung vor der Kaufentscheidung“
treffen können. Das erfordert
Informationen über die gesamte
Lieferkette hinweg.
40 Markt
MÖBELMARKT
11 / 2024
Der Pass ist in Wahrheit ein Datensatz.
Aus ihm sollen künftig nicht allein die
Konsumenten Informationen entnehmen,
sondern auch die Industrie: zu den
in den Produkten eingesetzten Materialien,
deren Herkunft und Umweltauswirkungen,
zur Lebensdauer und Reparierbarkeit
des Produktes selbst sowie
dessen Wiederverwertungsmöglichkeiten
oder – falls notwendig – dessen Entsorgung.
„Die Industrie muss sich
darauf einstellen, ihre Möbel
recyclingfähig zu machen.“
Dr. Olaf Plümer,
Daten Competence Center
Die Daten stammen aus allen Phasen
des Produktlebenszyklus und können in
all diesen Phasen für verschiedene Zwecke
genutzt werden: Design, Herstellung,
Nutzung, Entsorgung.
„Dass wir mehr Informationen brauchen,
wissen wir schon lange“, erklärte
Holger Berg vom Wuppertal Institut für
Klima, Umwelt, Energie in Köln und sah
die Sache positiv: „Heute haben wir
auch die technischen Möglichkeiten
und die Regularien, die diese Transformation
treiben.“
Dabei gebe es klare Benefits: beispielsweise
die Rückverfolgbarkeit für die
Rohstoffgewinnung und -produktion,
die Ermöglichung einer Kreislaufwirtschaft
und zuverlässige Informationen
für alle Beteiligten inklusive der Konsumenten.
„Es geht nicht darum, ob wir
digitale Produktpässe bekommen, sondern
wie wir sie gestalten“, so Berg, der
an die anwesenden Firmenvertreter appellierte:
„Behalten Sie das im Auge, es
wird viel passieren, und damit sind auch
sehr viele Möglichkeiten und Geschäftsmodelle
verbunden.“
Integration von Produktdaten
erfolgt in Echtzeit
In der von Sascha Tapken moderierten
Veranstaltung ging es teilweise sehr detailliert
darum, wie Datenräume für den
sogenannten Digitalen Zwilling ausgestaltet
sein müssen, um den technischen
Anforderungen des Produktpasses
gerecht zu werden, und wie man
diese Räume miteinander vernetzt.
Auch die Praxis kam nicht zu kurz.
So demonstrierten Stefan Willms und
Patrick Sönke am Beispiel von Polipol
und Nolte Küchen, wie der Digitale
Zwilling bei konkreten Produkten funktioniert.
Gehe bei einem Sessel beispielsweise
ein Fuß kaputt, „dann wird
in Echtzeit hinterlegt, wenn der kaputte
Fuß ausgetauscht wird“, so Sönke.
„Treiber für viele dieser Themen sind die
Nachhaltigkeitsregularien, die auch
nicht mehr weggehen.“
MÖBELMARKT
11 / 2024
Veranstalter Klaus Bröhl plädierte beim IWOfurn Summit für
einen offensiven Umgang mit der Digitalisierung.
Am Beispiel eines Sessels zeigte Patrick Sönke, wie der
Digitale Produktpass in der Praxis funktioniert.
Holger Berg vom Wuppertal Institut wies auf mögliche
Geschäftsmodelle mit dem Digitalen Produktpass hin.
Matratzenhersteller gehen
beim Recycling voran
Verschiedene Akteure haben sich schon
auf den Weg gemacht. „Wir haben Circular
Design als Richtlinie unserer Produktentwicklung
fest verankert“, erklärte
Ronja Zoppke, die bei der Aquinos
Group (ehemals Recticel Schlafkomfort)
maßgeblich an der Implementierung
des Öko-Designs mitgewirkt hat. Für
sie stehe beim Digitalen Produktpass
das Recycling im Mittelpunkt: „Er ist
das Vehikel, um Recycling überhaupt
möglich zu machen.“ Denn: Von den 30
Mio. in Europa jährlich anfallenden Matratzen
werden aktuell 40% verbrannt,
60% deponiert – „aber 85% könnten
recycelt werden.“
Künftig wird die stoffliche Zusammensetzung
einer Matratze mittels eines
QR-Codes für den Verbraucher ablesbar
sowie über einen in der Matratze
verbauten RFID-Chip auslesbar sein.
66% der Schlaraffia-Matratzen seien
bereits heute mit einem recyclingfähigen
Bezug ausgestattet. Für den Endkunden
sei das Thema leider noch irrelevant,
so Zoppke, das Mindset aber,
wie es die Kölner Veranstaltung gezeigt
habe, müsse jetzt in die Unternehmen
getragen werden. „Am Ende zählt jede
getaggte Matratze, auch wenn sie erst
in acht oder zehn Jahren entsorgt wird.“
Datenkompetenz in den
Unternehmen stärken
Dass die Herausforderungen für die
Umsetzung in den Unternehmen und
mit Blick auf den Klimaschutz groß
sind, war unstrittig. „Wir haben das
Thema Verantwortung an die Politik abgegeben,
ändern aber unser Verhalten
nicht“, bemerkte indes Patrick Sönke in
einer Roundtable-Diskussion mit Blick
auf die Konsumenten. Und Holger Berg
vom Wuppertal Institut forderte einen
Blick auf das vorhandene Know-how
der Hersteller: „Wir müssen darüber
sprechen, wie wir mit der Datenkompetenz
für den Digitalen Produktpass in
den Unternehmen umgehen.“
Klaus Bröhl, Geschäftsführer des Veranstalters
Integrated Worlds, verwies
auf Vorteile und Marktpotenziale, die
der Digitale Produktpass für die Möbelbranche
mit sich bringe. Kreislaufwirtschaft
und datengetriebene Zusammenarbeit
seien dabei wesentliche
Treiber, aber mit der voraussichtlichen
DPP-Einführung im Jahr 2030 sei die
Arbeit noch lange nicht beendet.
Bröhl forderte Hersteller und Handel
auf, mit der Digitalisierung zu beginnen:
„Wenn der Integrationswille vorhanden
ist, kann man sehr schnell sehr viel tun.
Die Investitionen sind nicht so arg, die
Informationen liegen in den Unternehmen
eigentlich alle vor“, betonte Bröhl.
Sein Appell: „Fangt an und macht!“
Stefan Mielchen
Markt 41
Konjunktur
Herausfordernde Verhältnisse
Industrie:
-15,6%
Handel:
-10,0%
Hinter der deutschen Möbelindustrie
liegt ein schwacher August. Wie aus
den Daten des Statistischen Bundesamts
hervorgeht, sank der Umsatz der
Branche um 15,6% im Vergleich zum
Vorjahresmonat. Insgesamt wurden
über 1,1 Mrd. Euro umgesetzt. Kein
Segment konnte den Umsatz vom August
2023 erreichen: Der Umsatz der
Küchenmöbler sank um 24,2%, der
der Büro- und Ladenmöbler um 7,1%,
der der Polstermöbler um 8,8%. Der
Umsatz der Matratzenhersteller ging
um 13,6% zurück. Der Bereich Sonstige
Möbel, darunter Hersteller von
Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbeln
gab um 13,2% nach.
Im Jahresverlauf liegt die Branche kumuliert
über die Monate Januar bis August
mit neun Prozent im Minus.
Stabilisierung
der Wirtschaft gefordert
Ähnlich negativ läuft es derzeit auch im
Einzelhandel mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen
und Hausrat, der im August
2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat
um zehn Prozent nachgab. Der
Handelsverband fordert nun, auch vor
dem Hintergrund des Zerfalls der Ampelkoalition,
eine entschiedene und
zielgerichtete Wirtschaftspolitik. „Die
notwendigen Maßnahmen zur Stabilisierung
der Wirtschaft müssen jetzt umgesetzt
werden. Es liegt alles auf dem
Tisch. Ein Weiter so darf es nicht geben.
Der Einzelhandel und der Konsum brauchen
verlässliche Rahmenbedingungen.
Ausreden sind fehl am Platze.
Nach dem Zerfall der Ampel muss um-
Grafik 1: Konjunktur-Barometer der deutschen Einrichtungsbranche bis August 2024 (in Prozent)
10
-30
5
0
-5
-10
-15
-20
-25
Möbelindustrie gesamt Inlandsumsatz Auslandsumsatz Einzelhandel mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen und Hausrat
Quelle: Destatis, HDH
Grafik 2: Ifo-Geschäftsklima der deutschen Einrichtungsbranche bis Oktober 2024
80
64
48
32
16
0
-16
-32
-48
-64
-80
Juni 2023 Juli 2023 Aug. 2023 Sept. 2023 Okt. 2023 Nov. 2023 Dez. 2023 Jan. 2024 Feb. 2024 März 2024 April 2024 Mai 2024 Juni 2024 Juli 2024
Okt. 2023
Nov.2023
Dez. 2023
Jan. 2024
Feb. 2024
März 2024
April 2024
Mai 2024
Juni 2024
Juli 2024
Aug. 2024
Sept. 2024
Geschäftsklima Industrie Geschäftsklima Handel Preiserwartung Industrie Preiserwartung Handel Produktionsentwicklung Industrie
Lagerbestände Handel Auftragsbestand Industrie Bestellungen Handel Quelle: Ifo-Institut
Aug. 2024
Okt. 2024
gehend für Klarheit gesorgt werden“, so
HDE-Präsident Alexander von Preen.
Im Zentrum der Forderungen des HDE
steht ein nachhaltiger Bürokratieabbau,
die konsequente Durchsetzung eines
fairen Wettbewerbs mit Plattformen und
Händlern aus Fernost sowie günstigere
Strompreise für alle. Von Preen: „Der
Bürokratiedschungel hemmt Wachstum
und Wohlstand. Da hilft nur noch die
Axt. Den bestehenden Dschungel entschlossen
lichten und den Aufwuchs
von immer neuen Regulierungen verhindern
– das muss das Motto sein.“ Es
brauche insgesamt wieder mehr Vertrauen
in Unternehmertum und die positive
Kraft des Marktes.
Verbraucherstimmung
erholt sich weiter
Für zusätzlichen Rückwind könnte die
Verbraucherstimmung in Deutschland
sorgen. Sie hat sich im Oktober weiter
erholt. Da sich sowohl die Einkommenserwartung
als auch die Anschaffungsneigung
zum zweiten Mal nacheinander
verbessern und die Sparneigung etwas
zurückgeht, steigt auch die Prognose
des Konsumklimas zum zweiten Mal in
Folge: Für November wird für das Konsumklima
im Vergleich zum Vormonat
(revidiert -21,0 Punkte) ein Anstieg von
2,7 Zähler auf -18,3 Punkte prognostiziert.
Dies ist der höchste Wert seit April
2022 – wobei das Niveau des Konsumklimas
nach wie vor niedrig ist. Zur gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung äußern
sich die deutschen Verbraucher
allerdings erneut etwas pessimistischer.
Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des
GfK Konsumklimas powered by NIM.
„Nach der leichten Verbesserung im Vormonat
steigt das Konsumklima weiter
an. Es klettert auf den höchsten Wert
seit April 2022. Damals wurden, nach
Beginn des Ukraine-Krieges, -15,7
Punkte gemessen“, erklärt Rolf Bürkl,
Konsumexperte beim NIM. „Aber trotz
des Anstiegs bleibt das Niveau des Konsumklimas
nach wie vor überaus niedrig.
Die Verunsicherung durch Krisen, Kriege
und gestiegene Preise ist derzeit immer
noch sehr ausgeprägt und verhindert,
dass für den Konsum positive Faktoren,
wie spürbare reale Einkommenszuwächse,
nicht ihre volle Wirkung entfalten
können. Meldungen über eine steigende
Zahl an Unternehmensinsolvenzen und
über Beschäftigungsabbaupläne bzw.
Produktionsverlagerungen ins Ausland
verhindern zudem eine deutlichere Erholung
der Konsumstimmung.“ sl
moebelmarkt.de MÄRKTE
42 Markt
MÖBELMARKT
11 / 2024
Entwicklung der über die Aktivbank regulierten ZR-Umsätze im deutschen Möbel- und Küchenhandel* (Veränderung in Prozent)
20
10
0
-11,5%
-15,1%
Prozentuale Veränderungsrate im Oktober 2024
im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Kumulierte Werte, 01 bis 10/2024
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
-10
-20
-30
-40
Okt. 2023
Nov. 2023
Dez. 2023
Jan. 2024
Feb. 2023
März 2024
April 2024
Mai 2024
Jun 2024
Juli 2024
Aug. 2024
Sep. 2024
Okt. 2024
im Vergleich zum Vorjahresmonat
* Die Händler zahlreicher Möbelverbände regulieren ihre Einkäufe über die Aktivbank.
powered by
Grafik 4: Konjunktur-Barometer – Einrichtungshandels-Märkte in Europa und den USA
(Umsatzentwicklung Möbel und Einrichtungsgegenstände, Veränderung in Prozent)
20
15
10
5
0
-5
-10
-15
-20
-25
-30
Juli 2023
Aug. 2023
Sept. 2023
Okt. 2023
Nov. 2023
Dez. 2023
Jan. 2024
Feb. 2024
März 2024
April 2024
Mai 2024
Juni 2024
Juli 2024
Aug. 2024
Deutschland Frankreich Niederlande (Werte nur quartalsweise ermittelt) Österreich Italien (Konsumgüter ohne Lebensmittel) Großbritannien Tschechien (Möbel, Elektroartikel und Fachsortimente) USA
Quelle: Destatis (D), IPEA (F), CBW Mite (NL), Statistik Austria (A), Istat (I), Office for National Statistics (GB), Czech Statistical Office (CZ), U.S. Department of Commerce (USA)
Entwicklung des Umsatzes, der Zahl der Betriebe und der Beschäftigten in der
deutschen Möbelindustrie: August 2024 (Betriebe ab 50 Beschäftigte)
Umsatz August
(1.000 Euro)
% geg.
Vorjahr
Umsatz Jan. bis Aug.
(1.000 Euro)
% geg.
Vorjahr
Betriebe
August
% geg.
Vorjahr
Beschäftigte
August
Büro- und Ladenmöbel 333.973 -7,1% 2.796.039 -2,5% 135 2,3% 21.150 -0,1%
Küchenmöbel 399.159 -24,2% 3.750.966 -9,8% 46 -4,2% 17.872 -4,6%
Matratzen 34.141 -13,6% 341.532 -2,2% 25 -7,4% 2.585 -8,8%
Polstermöbel 51.358 -8,8% 630.077 -11,0% 31 -3,1% 4.176 -7,3%
Sonstige Möbel * 378.481 -13,2% 3.314.507 -13,2% 176 -7,9% 25.031 -11,0%
Möbelindustrie insgesamt 1.197.113 -15,6% 10.833.122 -9,0% 413 -4,0% 70.814 -6,0%
% geg.
Vorjahr
* Sonstige Möbel: Wohn-, Ess-, Schlafzimmermöbel, Kleinmöbel, Sitzmöbel nicht gepolstert, Möbel aus anderen Materialien, Möbelteile | Quelle: VDM
MÖBELMARKT
11 / 2024
Markt 43
EMMK-Ordermesse und Interior Insights 2024:
Schöne Messe mit USP
Es war ein eindrucksvolles Doppelevent: Am 10./11. November veranstalteten Garant und EMV in Rheda-Wiedenbrück ihre vierte
EMMK-Ordermesse. Parallel dazu inszenierten sie zum zweiten Mal ihr Hochwert-Format Interior Insights – ein klares Statement
für ihre in der Verbandszene einzigartige Hochwert-Kompetenz. Gerald Schultheiß war im A2-Forum zu Gast.
Turnusgemäß lag der Schwerpunkt
der EMMK-Ordermesse
rein auf Wohnmöbeln. Trotz
der schwierigen Zeit und der
Konsolidierung im Handel informierten
sich erstaunlich viele Fachhändler
beider Verbände über aktuelle
Kollektionen, Exklusivmodelle und innovative
Wohnkonzepte.
Bei offiziell 10% mehr Besuch als 2022
beim Vergleichs-Event, über 120 Ausstellern
auf ca. 10.000 qm, davon 25
Marken, besserer Stimmung als erwartet
und tollen Präsentationen auch seitens
der Industrie waren die Geschäftsführer
von EMV und Garant mit ihrer
Messe entsprechend zufrieden.
Im Fokus standen konditionsstarke
Leistungs- und Zuteilungspakete der
freien Sortimente und exklusive Messeangebote
für EMMK-Mitglieder.
Die zeitgleich veranstaltete Interior Insights
2024 erweiterte das Angebot um
wertvolle Impulse für hochwertiges und
designorientiertes Wohnen. In Halle 5
präsentierten namhafte Hochwert-Hersteller
ihre Einrichtungskonzepte, darunter
Rolf Benz, KFF, Asco, Leolux, Treca,
Erpo, Anrei, Strässle, Raumplus,
Müller Werkstätten, Sudbrock oder Bacher.
Aufgrund der hohen Nachfrage
war die Hochwertmesse kurzfristig auf
rund 1.500 qm vergrößert worden.
„Wir sind der einzige Verband, der so
etwas im Hochwertsegment schafft –
ein solches Interior-Format ist auf einer
Verbandsmesse einzigartig“, waren sich
die Geschäftsführer von EMV und Garant,
Felix Doerr und Ulf Rebenschütz
einerseits und Jens Hölper und Torsten
Goldbecker andererseits, unabhängig
voneinander absolut einig.
Neben den gemeinsamen EMMK-Sortimenten
präsentierten beide Verbände
EMMK-Führungsriege (von links): Torsten Goldbecker, Ulf Rebenschütz, Jens Hölper, Knut
Albert, beim EMV der designierte Nachfolger von Felix Doer, und Felix Doerr. Foto: EMMK
Die Garant-Hochwertmarke Aera führte im gelungenen einheitlichen CI der
Interior Insights u. a. die Themen Küche und Dining perfekt zusammen.
Vom Teppich bis hin zur Firmenfahne: Rebenschütz (r.) und Michael Klessinger
freuten sich über das CI der Interior Insights und die Präsenz von Rolf Benz.
Leben bei der EMC Collection des EMV Begeisterung authentisch vor: Oliver
Hemmerich (r.) mit Markenbotschafter und Heimwerkerkönig Mark Kühler.
Highlight-Fläche im Rahmen des Relaunchs der Garant-Kollektionsmarke Liva:
Sofa in Aperol mit toller Preis-Leistung und Kühlschrank voll Aperol Spritz.
auch wieder eigene Kollektionsmarken
und Dienstleistungen. So stellte Garant
für seine erfolgreichen Handelsmarken
Aera, Liva und Garant Collection spannende
Exklusivmodelle, Sortiments-
Highlights und neue Vermarktungskonzepte
für 2025 vor. Liva etwa wurde
„Wir sind der Verband, der ein solches
Hochwert-Format organisieren kann – das ist
auf einer Verbandsmesse einzigartig.“
Felix Doerr, Ulf Rebenschütz, Jens Hölper, Torsten Goldbecker
haltigkeits-Berichtspflicht informierten.
Längst sind die Klimaprofis eine feste
Größe. So wurden bislang bei EMV-
Gesellschaftern schon 85 Projekte umgesetzt
oder angeschoben.
Der Messesonntag klang bei einem gemeinsamen
Abendessen für Aussteller
und Besucher stimmungsvoll aus.
„Zuversicht ist der Motor des Fortschritts“,
brachte EMV-Geschäftsführer
Ulf Rebenschütz das Messe-Credo beider
Verbände auf den Punkt. Zwar sei
das Jahr verloren, kommentierte er das
voraussichtlich knapp zweistellige ZR-
Minus für das Gesamtjahr. Daran könne
auch die Belebung der letzten Wochen
und Monate nichts mehr ändern.
Bezüglich der weiteren Entwicklung
sind beide Verbände zwar zuversichtlich,
rechnen für 2025 aber eher noch
mit einer Seitwärtsbewegung.
„Unsere größte Sorge nach zwei Jahren
mit zweistelligen Rückgängen ist aber
das Produktionsvolumen und damit die
Zukunft der Industrie“, waren sich Goldbecker
und Rebenschütz mit den übrigen
Geschäftsführern einig.
Insgesamt habe sich die EMMK-Ordermesse
erneut als bedeutende Plattform
für den Möbelhandel etabliert. „Sie bietet
unseren Händlern die Möglichkeit, neue
Sortimente zu entdecken, Partnerschaften
zu stärken und auf die Entwicklungen
im hart umkämpften Markt zu reagieren“,
so die Führungsriege. „Die Resonanz der
Aussteller und Besucher bestätigt den
hohen Stellenwert dieser Veranstaltung
für die Branche. Wir freuen uns, auch in
Zukunft eine führende Plattform für den
Austausch und die Weiterentwicklung
des Möbelhandels zu bieten.“
zudem erfolgreich komplett relauncht,
so dass die Konsummarke vom POS-
Konzept bis zum Lookbook 2025 moderner
und eleganter daherkommt.
Ein breites Spektrum an Service-Angeboten
rundete das Messepaket ab. Um
sich auf die Messe einzustimmen, hatte
Garant seine Händler am Vorabend der
Messe zum gemütlichen Familienabend
auf Bombecks Hof eingeladen – eine
Möglichkeit zum Austausch und Netzwerken
in entspannter Atmosphäre, die
sehr rege angenommen wurde.
Der EMV wiederum präsentierte zusätzliche
Neuheiten sowie Sortiments-
Ergänzungen für seine Kollektionen
Global, Akadòr Gold, Casea, Comfort
Republic, Couchliebe und Louming. Die
EMC-Collection stellte neben neuen
MÖBELMARKT
11 / 2024
Marketingideen auch die frisch gedrehte
Homestory mit ihrem Markenbotschafter
Mark Kühler vor.
Großes Interesse weckte auch der
Stand der EMV-Klimaprofis, die fachlich
und neutral über energetische Sanierung,
Förderungen und die neue Nach-
EMV-Klimaprofi Steffen Berth (rechts) und Dirk Zimmermann von GHE One
(Mitte) beraten Christian Bald von Möbel Bald in Siegen. Fotos: Schultheiß
Markt 45
Heimtextil
Patricia Urquiola X Heimtextil präsentieren „among-us“
Einladung zur
Transformation
Textildesignerin Patricia Urquiola stößt
gemeinsam mit der Heimtextil Dialoge
zur Transformation der Textilbranche an.
Foto: Simon 171
46 Design
MÖBELMARKT
11 / 2024
Heimtextil
Bereits Anfang 2024 hatte die Heimtextil
die spektakuläre Zusammenarbeit
mit der Architektin bekannt gegeben:
Als weltweit einflussreiche
Branchenplattform für Wohn- und Objekttextilien
ist die Heimtextil bestrebt,
Dialoge über die Zukunft des textilen
Designs und der textilen Wirtschaft
voranzutreiben. Mit ihren Produktneuheiten
und Trends gibt sie im Januar
den Startschuss für die kommende
Saison: Hier erleben globale Besucher
Trends, textile Nachhaltigkeit, die
weltweit größte Vielfalt an Heimtextilien
sowie Angebote für Innenarchitektur,
Hospitality und Sleep.
Patricia Urquiola wiederum ist in der
globalen Designwelt zu Hause wie keine
zweite. Sie gestaltet mit ihrem 2001
gegründeten Mailänder Studio die Welt
des textilen Designs wegweisend mit
– sei es in Rom, Doha oder Shanghai.
Ihre Arbeit ist erzählerisch, kreativ,
handwerklich und experimentierfreudig.
Ihre Werke für internationale Designfirmen,
Residenzen, Einzelhandelsflächen,
Ausstellungen oder Hotels
wirken grenzüberschreitend und gelten
als legendär. Urquiola gibt ihr Wissen
an Universitäten, als Art Direktorin und
als strategische Beraterin weiter – und
jetzt, als Muse für die Welt der Einrichtungsstoffe,
auf der Heimtextil 2025.
Immersiver Raum in Halle 12
Anlässlich der Heimtextil 2025 gestaltet
die weltbekannte spanische Architektin
Patricia Urquiola den zentralen
Bereich der Halle 12. Mit ihrer Installation
unter dem Titel „among-us“
treibt sie ihre Forschungen zu Textilien
weiter voran und erkundet deren Einsatzmöglichkeiten
in verschiedenen
Bereichen, vom Produktdesign bis hin
zu Innenräumen und Architektur. Sie
präsentiert einen Raum, der zum
Nachdenken anregt und zum Eintauchen
einlädt.
„among-us“ bietet den Besucherinnen
und Besuchern einen entspannenden
Rückzugsort und dient zugleich als informative
Ausstellung der Textilforschung.
Der Raum wird durch einen
gitterförmigen Teppich definiert, der
an die Ästhetik von Videospieloberflächen
erinnert, wodurch eine immersive
Umgebung geschaffen wird.
Innerhalb des Gitters treffen die Besucher
auf weiche, anthropomorphe
Textilformen, die gefüllt und gepolstert
sind, zum taktilen Erleben und Ent-
Zur Heimtextil (14. bis 17. Januar 2025) gestaltet der internationale
Design-Star Patricia Urquiola in Halle 12 der Messe Frankfurt einen
immersiven sensorischen Erlebnisraum: Das Publikum taucht tief in
den Stoff-Raum ein. Mit der Zusammenarbeit heben die Messeveranstalter
das Textildesign auf eine neue Ebene und treiben Branchendiskurse
voran.
spannen einladen und die Interaktion
mit den Materialien fördern.
„among-us“ zeigt eine Vielzahl von
Textilien, Materialien und Skulpturen
von unterschiedlicher Höhe, die der
Installation visuelle Komplexität verleihen.
Die Stoffe reichen von bedruckten
bis zu wattierten Textilien, von
durchsichtigen Stoffen bis zu innovativen,
textilähnlichen Oberflächen.
Die Raumskulptur macht Urquiolas innovative
Sichtweise auf die Materialität
erlebbar. Konventionelle und unkonventionelle
Elemente werden
miteinander verbunden, die Grenzen
des Textildesigns herausgefordert und
erweitert.
Informative Tools ergänzen das sensorische
Erlebnis und geben Einblicke in
die Forschung und die nachhaltigen
Praktiken, die den Textilien zugrunde
liegen. „among-us“ thematisiert materielle
Nachhaltigkeit, Geselligkeit und
die Überschneidung virtueller und physischer
Realitäten in einem einzigen
Raum.
„among-us“: Talks mit
Patricia Urquiola
Die Heimtextil-Verantwortlichen und
Patricia Urquiola eint das Ziel, Türen
zu öffnen, Grenzen zu verschieben
und Komplexität greifbar zu machen.
Sie verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz
zugunsten von Transformation
und Nachhaltigkeit, um den Wandel in
der weltweiten Textilindustrie voranzutreiben
und die Zukunft von Einrichtungskonzepten
zu gestalten.
Patricia Urquiola wird so auch einen
Teil des abwechslungsreichen Content-Programms
auf der Heimtextil
mitgestalten. Es wird spannende Talks
sowie Tours über ihre textile Design-
Installation „among-us“ geben. Die
Termine: Mittwoch, 15.01.25 – Architonic
Livetalk mit Patricia Urquiola (auf
Englisch) auf der Texpertise Stage
Halle 4.0, von 15:15 – 15:45 Uhr mit
Moderator: Simon Keane-Cowell, Editor-in-Chief,
Architonic; Mittwoch,
15.1.25: Talk Patricia Urquiola, 30 min.
Talk auf der Retail Stage Halle 12.1,
13:15-13:35 Uhr. kh
Grenzüberschreitung in den Raum
hinein: Auch mit Entwürfen für
CC-Tapis regt Patricia Urquiola zum
Miteinander und zur Transformation
an. Foto: CC-Tapis
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Design 47
Heimtextil
Carpets & Rugs wächst
Größer, hochwertiger, internationaler – die Heimtextil präsentiert den Bereich für die internationale
Teppichbranche jetzt in Halle 3.0, 5.0 und 5.1
Carpets & Rugs verzeichnet bereits
mehr als 300 Aussteller, mehrere zusätzliche
Hallenebenen und neue Highlights.
Starke Marken, spannende Produktneuheiten
und Content-Formate
warten zur Heimtextil 2025 in Frankfurt
auf die internationale Teppichbranche.
„Wir freuen uns sehr über die starken
Signale aus dem Markt. Das spiegelt
deutlich das Bedürfnis der Branche
nach einer starken, internationalen und
zentralen Teppichplattform. Genau das
bieten wir mit der Heimtextil in Frankfurt:
Einen umfassenden Marktüberblick
und ein gebündeltes Angebot, kombiniert
mit höchster Qualität“, erklärt Bettina
Bär, Director Heimtextil.
Neu: Halle 3.0 und 5.0
Neben der Halle 5.1 hat sich die Halle
5.0 als weitere Teppichheimat auf dem
Messegelände etabliert. Hier zeigen
sich zahlreiche hochkarätige Aussteller
wie Bhadohi Carpet (Indien), Javi Home
(Indien), Lalee (Deutschland) oder Merinos
(Türkei). Zusätzlich belegt Carpets
& Rugs die Halle 3.0 – und ergänzt die
Produktgruppen Wall Decoration und
Textile Design sowie die Heimtextil
Trends 25/26. Hier sind maschinen- und
handgewebte Teppiche von Ausstellern
wie Bikaner Handloom (Indien), Este
Hali (Türkei), Himalaya Concepts (Indien),
JI International (Indien), Rudra Rugs
(Indien) sowie Unikate von Satar Carpet
(Deutschland) zu finden. Innerhalb des
DecoTeams in Halle 3.1 und der Design
Lounge powered by DecoTeam zeigen
sich Firmen wie Brink & Campman (Niederlande)
sowie deutsche Unternehmen
wie Haro Teppiche, Infloor-Girloon, Obsession,
Otto Golze & Söhne, Paulig
Teppichweberei und Theo Keller. Gemeinschaftsstände
aus Afrika und Indien
erweitern das globale Angebot. Weitere
Teppichaussteller zeigen sich auch
in den Hallen 6.0 und 6.1. Die Heimtextil
kreiert damit starke Synergien zwischen
den Produktbereichen.
Areal „Belgian Textiles –
powered by Fedustria“
Die Halle 5.1 beherbergt wieder den
wachsenden Bereich der maschinengewebten
Teppiche und bündelt zudem
das erweiterte Vorstufenangebot an Fasern
& Garnen sowie Technologien speziell
für die Teppichindustrie. Handgeknüpfte
Teppiche und Unikate,
Fußmatten und Sauberlaufsysteme sowie
textile Lösungen für den Außenbereich
und die Objektausstattung runden
das einzigartige Angebot ab.
Im neu konzipierten Areal „Belgian Textiles
– powered by Fedustria“ zeigen
sich 14 belgische Teppichunternehmen
in der Halle 5.1. Die Gemeinschaftspräsentation
entsteht zusammen mit dem
belgischen Verband Fedustria und dem
Aussteller Ragolle Rugs. Die „Belgian
Textiles“ legen den Fokus auf hochwertige
Qualitäten, kreative Designs und
nachhaltige Materialien. Mit dabei sind
Aarova, Associated Weavers, Balta
Home, Broucks, Euro-Tapis, Flemish
Textiles Company, Kovantex, Louis de
Poortere, Mercury Flooring, Ragolle
Rugs, Royal Flooring, Vandewiele, Vanhoutte
Carpets sowie Verbatex.
„Die Heimtextil spielt eine zentrale Rolle
für Fedustria und seine Mitglieder“,
betont Daphne Renier, Product Manager
Textiles Fedustria. „Belgische Teppiche
sind für ihre Qualität und ihr Design
bekannt. Das neue Areal stärkt
diesen Ruf: Unsere Mitglieder nutzen
die Heimtextil, um neue Kollektionen
und umweltfreundliche Innovationen zu
präsentieren, um sich über Trends zu
informieren und somit up-to-date und
wettbewerbsfähig zu bleiben. “
Stimmen aus dem Markt
Die Aussteller bestätigen die erfolgreiche
Etablierung des neuen Produktbereichs
sowie die Rolle der Heimtextil als
globaler Branchentreffpunkt und
Schauplatz für neue Trends, Kollektionen
und Produkte: „Unsere erste Teilnahme
an der Heimtextil 2024 war ein
voller Erfolg; die Heimtextil ist eine Destination
für textile Innovationen in der
Heimtextilbranche und steht für Trends,
nachhaltige Impulse und eine Vielzahl
von einzigartigen Möglichkeiten für unser
Geschäft: Wir haben hervorragende
Kontakte und zahlreiche neue internationale
Verbindungen geknüpft. Wir freuen
uns auf eine erneute Teilnahme im
Jahr 2025“, sagt Yasmine Khamis,
Chairwoman Oriental Weavers Group.
Trend- und Knowledge-Pool
Die Heimtextil präsentiert sich 2025
noch stärker als Knowledge-Plattform.
Die Carpet-Lounge im Foyer der Hallen
5.1/6.1 macht auch in 2025 wieder innovative
Designs und neue Teppich-
Trends erlebbar – und lädt zum Verweilen
und Netzwerken ein. Die beliebte
Lounge wird erstmals vom britischen
Cover Magazine kuratiert. Der neue Kooperationspartner
bietet zudem Fachvorträge
und Podiumsdiskussionen von
Branchen-Größen auf der Texpertise
Stage in der Halle 4.0. In Guided Tours
führt das Cover Magazine zudem zu innovativen
Ausstellern und Best-Practices.
Weitere Teppichaussteller gibt es
auch bei den geführten Touren im Bereich
Interior.Architecture.Hospitality zu
entdecken. Das Programm ist bald online
im Eventkalender zu finden.
Treffpunkt für die Branche: Carpet
Lounge im Foyer zwischen Halle 5.1/6.1.
Foto: Messe Frankfurt/Pietro Sutera
48 Design
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11 / 2024
Ambiente Designer 2025
Sehen lernen mit Fabian Freytag
Freytag gestaltet The Lounge unter dem Titel
Shades of Space in Galleria 1 mit ausgewählten
Ausstellerprodukten. Foto: Fabian Freytag
Freigeistig und antiautoritär, schrankenlos und voller Neugier – dies sind die Gestaltungsprinzipien, die der neue Ambiente Designer 2025
seinem kreativen Schaffen zugrunde legt. Die neue Sonderpräsentation in der Galleria 1 gestaltet Fabian Freytag als einladenden Ort der
Begegnung: „The Lounge–Shades of Space“ – als Inspirationsquelle für das internationale Objektgeschäft.
Mit der Wahl betont die Ambiente einmal
mehr ihre Kompetenz als Treffpunkt
der internationalen Designszene und
baut die Wachstumssegmente Hospitality
und Contract Business weiter aus.
Zur Ambiente 2025 wird das Angebot
fürs Gastgewerbe konzeptionell neu
ausgerichtet und erweitert.
„Reisen, Restaurants, Räume – daraus
beziehe ich meine Inspiration“, erläutert
Fabian Freytag. „Die Vielfalt Europas
mit unterschiedlichen Städten, Architekturen
und einer reichhaltigen kulturellen
Landschaft ist bis heute die Quelle
meiner Kreativität.“ Der 1984 in
Hamburg geborene und in Berlin ansässige
Kosmopolit, der sich selbst gern
als „sanften Radikalen“ beschreibt,
schafft nach eigenem Bekunden Interior
für Freunde des Neuen, für Anhänger
des Ungesehenen und für Liebhaber
mutiger Entscheidungen.
Dabei integriert er Künstliche Intelligenz
(KI) in den schöpferischen Prozess. Mit
seinem Entwurf für „The Lounge“ kreiert
Freytag mit ausgewählten Ausstellerprodukten
einladende Stilwelten für den
Gastraum von morgen und bietet Besuchern
aus Hospitality und Contract Business
maximale Inspiration für ihr Geschäft.
Neue An- und Einsichten sind
garantiert – auch im übertragenen Sinne:
So lädt Fabian Freytag die Besucher ein:
„Öffnen wir die Augen und lernen Sehen.“
Produktbühne für
gewerbliche Objekte
Mit der Ambiente 2025 stellt die internationale
Weltleitmesse für Konsumgüter
ihr Angebot für gewerbliche Großabnehmer
neu auf: Mit Blick auf die
Zukunft erweitert die Ambiente ihr Portfolio
für die Ausstattung und Einrichtung
von gewerblichen Objekten. Dies
betrifft sowohl die Hospitality-Branche
als auch Objekte außerhalb des Gastgewerbes
wie internationale Immobilienprojekte
oder Workspaces.
Wer Hospitality-Objekte einrichtet und
ausstattet, findet ab dem kommenden
Jahr ein umfassendes Angebot unter
der Klammer „Hospitality“: Über das
bislang als HoReCa bekannte Angebot
für das Gastgewerbe in Halle 11.0 hinaus
umfasst das Special Interest Hospitality
auch Anbieter aus anderen Dining-Hallen
mit eigenen Produktlinien
für das Gastgewerbe sowie Aussteller
aus dem Living-Bereich der Ambiente
wie Interiors & Decoration in Halle 3.0
und Interior Design in Halle 3.1.
Aussteller aus dem Angebot von Office
Design & Solutions bei Ambiente Working
in Halle 3.1 komplettieren fortan das
umfassende Angebot für die Hospitality-
Branche. Somit werden gewerbliche Einkäufer
noch gezielter auf Unternehmen
mit Expertise in der Ausstattung von Hotels,
Restaurants, Caterern, Kreuzfahrtschiffen
etc. mit Dining- oder Interior-
Sortimenten und -Produktlinien für das
Gastgewerbe hingewiesen.
Analog dazu finden Ausstatter und Einrichter
von Immobilien außerhalb des
Gastgewerbes ein umfassendes Angebot
unter dem Special Interest Contract
Business. Aussteller beider Programme
werden in jeweils einem eigenen gedruckten
Guide, der zur Veranstaltung
ausliegt, zusammengefasst und sind
mit einer entsprechenden Kennzeichnung
am Stand und im Online-Ausstellerverzeichnis
versehen.
Ambiente Designer 2025 ist Fabian
Freytag. Foto:Kozy Studio Berlin
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11 / 2024
Design 49
Die Christmasworld Trends 25+
Verbundenheit und
Optimismus
Kreative Designs, natürliche Materialien und naturnahe Farben: Die
Leitmotive Verantwortung, Verbundenheit und Optimismus bestimmen die
Christmasworld Trends 25+ und sind vom 7. bis zum 11. Februar 2025 live
erlebbar im Trendareal der Christmasworld (Foyer Halle 4.1).
Die internationale Leitmesse für saisonale Dekoration
und Festschmuck setzt jährlich die Trends für die
kommende Festzeit. Feste geben dem Jahr Struktur.
Zudem fördern sie die Besinnung auf die positiven
Dinge des Lebens. Diese Besinnung materialisiert sich
in den Christmasworld Trends 25+, die den Menschen
und seine innere Erfahrung in den Fokus rücken. „Die
drei Stilrichtungen ‚deep‘, ‚real‘ und ‚ease‘ verbindet ein
Leitgedanke: Sei verantwortungsvoll und verbunden im
Umgang mit der Natur und optimistisch im Blick auf die
Zukunft. Dieser Gedanke lädt die Festtagsstimmung
besonders auf und mündet in kreativen Impulsen,
handwerklichen Techniken und materiellen Neuschöpfungen“,
unterstreicht Trendexpertin Annetta Palmisano
vom Stilbüro bora.herke.palmisano, das im Auftrag der
Messe Frankfurt die Trends recherchiert.
Pro Stilrichtung ermöglichen neun Farben mit acht Mikrofarbthemen
individuelle Schwerpunkte, die im Laufe des
Jahres verändert und neu interpretiert werden können.
Die konzentrierten Farbstories bieten Einkäufern, Produktdesignern
und Kollektionsverantwortlichen somit
zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, um Showroom,
Schaufenster sowie Produktpräsentationen abwechslungsreich
und überraschend zu inszenieren.
50 Design
MÖBELMARKT
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deep – Das Flüchtige wird beständig
„deep“ verwandelt das Zuhause zum behaglichen Rückzugsort.
Die Gestalter erschaffen perfekte handwerkliche Kunstfertigkeit
und die harmonische Einheit von Materialwirkung und
Form. Die Objekte rufen zur Reflexion auf und schaffen Nähe
zu einer spirituellen Erfahrung. Vertrautes nächtliches Blau,
sanfte Eierschalenfarben oder Alabasterweiß mit seiner warmen,
ruhigen Ausstrahlung reihen sich in diesen Charakter ein.
Daneben bestehen dunklere metallische Nuancen wie mattes
Silber oder Goldglanz, die das Licht durch strukturierte Oberflächen
reflektieren und für einen festlichen Schimmer sorgen.
real – Veränderung bringt Optimierung
Interhalb der Stilrichtung „real“ bestimmen langlebige Produkte, praktikable Eigenschaften
und ressourcenschonende Materialien die Festzeit. Langlebigkeit sowie
praktikable Eigenschaften und die Eignung für ökologisch sinnvolle Kreislaufprinzipien
sind ein wesentlicher Ansatzpunkt. Minimalistische Formen passen zum modernen
Lebensstil. Die Farben der Stilrichtung erwecken Assoziationen zu Langlebigkeit
und Echtheit, die sich auch im Design wiederfinden. Neben festlichem
Grün, dem Symbol für Wachstum und Hoffnung, stellen die Nuancen edler Hölzer
sowie ein weiches, weniger intensives Beige eine Verbindung zur Natur her.
ease – Kreativität entfacht Fröhlichkeit
„ease“ stellt das Gewohnte auf den Kopf und überrascht.
Recycelte und wiederverwendbare Materialien unterstreichen
die Botschaft: Kreativität stößt Veränderungen an und
schafft neues Bewusstsein. So wandelt sich die bekannte
Kugel am Weihnachtsbaum in ein neues, optisch lebendiges
Gewand. Zu unkonventionell gestalteten Mustern und Oberflächen
kommen Collagen verschiedenster Werkstoffe. Die
Farbwelt vermittelt mit frischem Himmelblau, Zitrone oder
Pflaume unmissverständlich helle Freude am Leben, Aufgeschlossenheit
und Abwechslung. Zugleich regen die Farbe
die Fantasie auf eine klare, geschmackvolle Weise an.
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11 / 2024
Design 51
Süddeutschland
Paidi:
Eltern-Kind-Bindung im Fokus
Der Kinder- und Jugendmöbelhersteller Paidi in Hafenlohr
setzte auch mit seinem neuesten Angebot auf die
sichere emotionale Bindung zwischen Nachwuchs und
Eltern von Anfang an. Das erste Beibett von Paidi, „Little
Eve“ kann variabel auf die Rahmenhöhe des Elternbetts
angepasst werden. Ist das Kind größer, lässt sich „Little
Eve“ zum Tiny Sofa oder zum Tisch umbauen. Erhältlich ist
das neue Wohlfühlbettchen in den Ausführungen Cashmere-
Beiege, Mattblau und Kreideweiß.
Das Beibett punktet mit einer innovativen vierfachen Höhenverstellbarkeit
der vorderen Gitterseite. Foto: Paidi
Hausmesse Süd 2024
Bewährte
Freundschaften
Vom 27.9. bis 2.10.2024 luden die Aussteller der Hausmesse Süd in ihre
Ausstellungen. Sie hatten sich bedürfnisgerecht auf ihre Partner eingestellt.
Rauch: Neuausrichtung bestätigt
Schlafzimmerspezialist Rauch aus Freudenberg freute sich zur
diesjährigen Hausmesse Süd über großen Zuspruch aus dem
In- und Ausland. „Viele Besucher haben uns bekundet, wie sehr
es sich gelohnt hat, zu Rauch zu fahren. Wir haben unser Angebot
sorgfältig auf die aktuell anspruchsvolle Marktlage abgestimmt.
Dementsprechend können wir viele Listungen vermelden“,
so Rainer Hribar, CEO des Unternehmens. Das Werk in
Mastershausen wurde nach Abarbeitung aller Aufträge stillgelegt,
einzelne Maschinen und Modelle in Freudenberg integriert.
„Die Phase der Bereinigung ist nun abgeschlossen. Jetzt beginnen
wir mit unseren 750 Mitarbeitern in Freudenberg mit der
kraftvollen Neuausrichtung. Wir liegen, bezogen auf den Umsatz,
mit dem Vorjahr gleichauf und sind im Vergleich zur Branche
sogar sehr gut untwerwegs“, sagt Hribar. Die Produktion in
Freudenberg ist aktuell einschichtig ausgelastet. „Dennoch machen
wir uns nichts vor. 2025 wird immer noch schwierig sein.
Es gilt für uns alle, wohlbehalten in 2026 anzukommen.“
Rainer Hribar, CEO Rauch. Foto: Rauch
Erhältlich auch als Boxspringbett, bietet das erfolgreiche Jubiläumsbett „Casa“ großen
Spielraum für Individualisierung. Foto: Ruf Betten
Ruf Betten: Longseller und Innovationen
Ruf Betten in Rastatt blickt auf eine erfolgreiche Hausmesse zurück. Unter dem Motto
„Chancen ergreifen – Wachstum gestalten“ setzte das Unternehmen viele neue
Akzente, die von den Besuchern begrüßt wurden. So waren auf der Hausmesse neue
„Boutique“-Modelle zu sehen, wo Handwerklichkeit und der gewisse Extra-Luxus
großgeschrieben werden, zudem ein riesiges Boxspring-Familienbett,
markante Alleskönner für jeden Anspruch und Systemklassiker in neuem
Gewand. Die aktualisierte Stoffkollektion punktete mit vielen Mehrwerten.
Zu sehen sind die neuen Modelle, ganz in der Tradition „Made
in Germany“ auch im virtuellen 360°-Rundgang oder auf der Webseite.
52 Hausmessen
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Sofa-Talks auf der Fläche der Elementgruppen
in Taufkirchen. (Fotos: Himolla)
Himolla
In Sofas schwelgen
Himolla in Taufkirchen zeigte zur Hausmesse Süd, dass man auch in
herausfordernden Zeiten richtig Lust auf Polstermöbel machen kann.
„Wir möchten auch jetzt vorangehen,
der Branche und den Kunden zeigen,
dass man mit Himolla rechnen muss“,
war der Leitgedanke zur diesjährigen
Herbstausstellung. Neben neuen Polstermöbelideen
bietet Himolla fantastische
Überraschungen, blühende Inszenierungen,
großformatige, unwirkliche
Landschaften und Kunst.
„Wir hatten uns vor der Messe gefragt,
wie viele Neuheiten der Markt aktuell
überhaupt aufnehmen kann“, sagt Tamara
Härty, die den Auftritt als Chefdesignerin
und Head of Product and
Marketing verantwortet. „Umso erfreuter
waren wir, dass wirklich alle Modelle
durch die Bank ankamen.“ Und so
blickt das Team auf eine erfolgreiche
Hausmesse zurück, die von den Verbänden
und internationalen Gästen,
insbesondere auch aus China, besucht
wurde. Ein echtes Highlight unter den
Hausmessen!
Schon farblich überraschte Himolla am
Eingang mit einer Garnitur in leicht gedecktem
Flieder. Unter dem Begriff
„Modules“ zeigten die Taufkirchener eine
neue Modulgruppe, deren Fokus auf
Kombinierbarkeit liegt. Passende Sessel
und Poufs ermöglichen verschiedene
Konstellationen.
Stoffe, Leder und Farben spielten ebenfalls
eine prägende Rolle. Neben Naturweiß
überzeugten ein gedämpfter
„Peach“-Ton in Stoff und Leder ebenso
MÖBELMARKT
11 / 2024
wie grobe, natürlich wirkende Textilien
in verschiedenen Farbstellungen und
ein sehr trendiger Teddy-Stoff namens
„Monster“. Helle Metallfarben für Rahmen
und Füße sowie optische Stoffund
Leder-Akzente in Pink bringen Bewegung
ins Kopfkino.
Neuheiten, Erweiterungen,
Facelifts
Den Dining-Bereich hat Himolla auf das
positive Feedback von den letzten Messen
hin überzeugend und konsequent
ausgeweitet, unter anderem mit dem
Facelift der bestehenden Dining Programme
in hellen Metallfarben und organischen
Formen.
Als wichtiger Baustein des Sortiments
erhielten die „Planopoly“ Garnituren einen
überarbeiteten Auftritt, hier wurden
neue Funktionen und Farben vorgestellt.
Für den Sortimentsbaustein
„Cumuly“ und „Nova“ hat Himolla neue
Funktionen entwickelt, welche nun für
den Kunden verfügbar sind. Ein echtes
Unterscheidungsmerkmal am Markt, ist
sich Tamary Härty sicher.
Der Relaxsessel-Auftritt zeigte sich neu
geordnet mit dem innovativen und emotional
ansprechenden Wing-Back-Chair,
sowie den gesteppten S-Lounger
Sesseln. In der Welt der Elementgruppen
stellte Himolla unter anderem mit
kleinen Eckgruppen, niedrigen runden
Tamara Härty und Ralph Bestgen: „Wir hatten eine wirklich schöne Hausmesse.“
Sesseln sowie einer Recamiére unter
Beweis, dass es sich auch in kleineren
Räumen großzügig und leichtgängig
entspannen lässt.
Nach dem bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres
befragt, bekundet CEO
Ralph Bestgen: „Wir bewegen uns immer
noch in einem sich negativ entwickelnden
Markt. Die gesamtwirtschaftliche
Lage ist schwierig und die
Verbraucher sind immer noch verunsichert.
Die Sparrate ist hoch und die Konsumenten
sind noch nicht in Kauflaune.
In diesem Umfeld sind wir mit unserer
Entwicklung zufrieden. Wir werden weiterhin
investieren, um für die herausfordernde
Zukunft gewappnet zu sein.
Die Möbelindustrie steht vor der Aufgabe,
sich kontinuierlich an die sich wandelnden
Bedürfnisse und Prioritäten der
Verbraucher anzupassen. Innovative
Materialien, ein ansprechendes Design
und eine noch stärkere Fokussierung
auf Kreislaufwirtschaft werden weiterhin
wichtige Themen sein.
Insgesamt steht die Möbelindustrie
2024 vor einer spannenden, aber auch
herausfordernden Zeit.“ kh
Hausmessen 53
Süddeutschland
Die neue Farbe Champagner für „Scale“ wurde vom
Handel sehr gut aufgenommen. Fotos: Rauch
Individualisierung leicht gemacht
Mit „Scale“ und „Big Family“ bietet Rauch leicht verständliche Schrank- und Schlafzimmersysteme made in Germany | Neue Programme
Rauch präsentierte zur Hausmesse Süd
neue Programme, die ganz auf die aktuellen
Marktbedürfnisse abgestimmt waren
– nachhaltig gefertigt und 100%
made in Germany.
„Scale“: Intuitiv & vielfältig
Bereits im Mai hatte Rauch das Programm
„Scale“ mit den vier Bausteinen
„Spin“ (Drehtürenschränke), „Slide“
(Schwebetürenschränke), „Sleep“ (Betten)
und „Box“ (Beimöbel) in das Portfolio
aufgenommen. Als Teil des Sortimentsbereichs
Rauch Black für den
Fachhandel überzeugte “Scale“ auf der
Herbsthausmesse in seiner Vielfalt. In
der Gestaltung von Front, Absetzungsfarbe
und Korpus des Schranks können
Kunden zwischen Asteiche Massiv, Asteiche
Dekor, Spiegel, Matt-Glanzglas
und mehreren angesagten Farben wählen,
ganz neu Champagner. Das Drehtüren-Schrankprogramm
lässt sich mit
zahlreichen Anbau- und Regalelementen
individualisieren, das Schwebetürenprogramm
umfasst wahlweise
zwei bis vier Türen unterschiedlicher
Breite. Hinzu kommen vielfältige Möglichkeiten
der Innenausstattung. Betten
gibt es mit und ohne Kopfteil in den verschiedenen
genannten Ausführungen,
außerdem gepolstert in Lederoptik oder
Stoff und in mehreren Fußausführungen.
Auch Nachttische und Kommoden
stehen in mehreren Ausführungen und
Größen zur Verfügung.
Schwebetüren-Eckschrank, hinzu kommen
die Schwebetürenschränke „Kulmbach“
und „Synchrono“, jeweils mit umfangreicher
Innenausstattung. Kombinieren
lassen sich die Modelle mit den
„Aditio“-Betten, wahlweise mit oder ohne
Stauraum, oder mit einem „Mavi“-
Bett. Auch hier gibt es, ganz wie im höheren
Segment, vielfältige Kopfteilaussführungen
bis hin zu gepolsterten
Kopfteilen und individuelle Füße.
Die „Aditio“-Beimöbel lassen sich passend
dazu wählen.
USP: Optimierte Prozesse
„Big Family“: Gut kombiniert
Im Mitnahmebereich Rauch Orange
wurde das individualisierte Schlafzimmer
ebenfalls vom Schrank her neu gedacht.
Die Vorteile der „Familie“: ihre
Durchgängigkeit in Farben und Materialien
sowie die Vielseitigkeit in Maß und
Design. „Quadra“ bietet die Wahl zwischen
Schwebe-, Drehtüren- und
Erfolgreiche Neuheiten: Bett „Mavi“ mit
neuen Füßen, champagnerfarbene Griffe
für das Nachtkästchen, im Hintergrund
die „Big Familiy“.
Neben gesamtheitlichen Lösungen
zeigte Rauch News vom Familienbett
und dem Designerbett bis zu zahlreichen
Einzelschlafzimmern.
Den Unterschied macht Rauch zudem
durch die beständige Optimierung und
Digitalisierung der Prozesse von der
Warenwirtschaft bis zur Logistik. Wie innovativ
Rauch hier unterwegs ist, konnte
der Fachhandel in „Kompetenzkojen“
zu Nachhaltigkeit, Furnplan, Customer
Service Center, IT (inkl. neuer KI-Videos)
und Logistik sehen. Mehr dazu in
Ausgabe MÖBELMARKT 12/2024.
kh
moebelmarkt.de PRODUKT
54 Hausmessen
MÖBELMARKT
11 / 2024
Hausmessen Oberfranken 2024
Oberfranken
Oberfranken packt an
Hausmessen Oberfranken trotz Krise mit positiver Bilanz
Ende September lud die Ausstellergemeinschaft der Hausmessen Oberfranken wieder
in ihre Showrooms. Neun Hersteller präsentierten ihre Neuheiten und boten den
Handelspartnern frische Impulse und durchdachte Verkaufskonzepte zur Belebung
des Herbstgeschäfts. Der Claim „Spot an für die Meisterstücke aus Oberfranken“
rückte die handwerklich meisterhaft gefertigten Polstermöbel ins Rampenlicht.
Christian Dahm: „Unsere Hersteller
haben den Kopf nicht in den Sand
gesteckt, sondern ihre Innovationskraft
erneut unter Beweis gestellt.“
Die Hausmessen Oberfranken zogen vom
26. bis 29. September wieder zahlreiche Besucher
an. Insbesondere Vertreter der großen
Einkaufsverbände, aber auch einzelne
Besucher aus der Region haben sich in den
Showrooms der Hersteller von der Qualität
und der Handwerkskunst der oberfränkischen
Polstermöbelhersteller überzeugt.
Zu sehen gab es die neuesten Wohntrends,
die den Partnern aus dem Handel gepaart
mit überzeugenden Verkaufskonzepten präsentiert
wurden.
Innovationskraft & Zuversicht
„Die Hausmessen haben gezeigt, dass sich
die Oberfranken im aktuell schwierigen
Marktumfeld behaupten können“, fasst
Christian Dahm, Geschäftsführer des Verbandes
der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung
Bayern / Thüringen e.V., die
Bilanz der Herbstmesse zusammen.
„Trotz der angespannten wirtschaftlichen
Situation in der gesamten Möbelbranche
war die Stimmung auf den Hausmessen
Oberfranken von Zuversicht geprägt.
Unsere Hersteller haben in den zurückliegenden
Monaten den Kopf nicht in den
Sand gesteckt, sondern ihre Innovationskraft
erneut unter Beweis gestellt und eine
Reihe von neuen Modellen mit dazu passenden
Vermarktungskonzepten geliefert.
Die Oberfranken sind davon überzeugt,
dass es gerade in der gegenwärtigen Lage
wichtig ist, mit Kreativität und modernem,
zeitgemäßem Design zu überzeugen und
insbesondere an den Qualitätsstandards
festzuhalten. Auf lange Sicht wird das sowohl
den Herstellern als auch dem Handel
zugutekommen.“
MÖBELMARKT
11 / 2024
Hausmessen 55
Oberfranken
Tommy m: Ausrufezeichen für die
Nische in der Nische
Tommy m ist als Lederspezialist stets auf der Suche nach dem
Außergewöhnlichen – und genau das rückte er auf der Hausmesse
ins Rampenlicht: ein großes, gemütliches Sofa mit Lounge-
Charakter, komplett mit feinstem Hirschleder bezogen. „Für das
Statement-Piece war das Leder von 28 Hirschen notwendig“,
verriet Geschäftsführer Thomas Machalke (auf dem Foto links).
Das Messe-Highlight aus Hirschleder – aus dem auch bayrische
Lederhosen gefertigt sind – dürfte im Handel je nach Kalkulation
um die 20.000 Euro kosten. „Uns ist klar: Das ist nur eine ganz
kleine Nische in unserer Nische“, so Machalke.
Neben hochwertigen Sofas aus edlen, überwiegend naturbelassenen
Ledern mit einzigartiger Optik und Haptik präsentiert
Tommy m aber auch viele Sofas und Sessel mit tollen Stoffbezügen.
Sie machen auf der diesjährigen Hausmesse ca. 40%
des Sortiments aus. Foto: Schultheiß
EMP: Innovative Funktion mit
innovativem Farbdesign
EMP Polstermöbel ist Funktionsspezialist par excellence. „Es gibt keine
Steigerung mehr“, sagt Geschäftsführer Michael Milich (Foto unten) und
führt die zahlreichen Verstellfunktionen seiner Sofas vor. Seit 1972 steht
EMP für exzellentes Handwerk „Made in Germany“. Der Fokus liegt auf
modernem Design, hoher Qualität und Multifunktionalität, die den Alltag
angenehmer macht. Da die Polstermöbel komplett in Oberfranken gefertigt
werden, kann EMP rasch auf individuelle Wünsche reagieren.
„Wir waren fleißig und haben viele neue Produkte im modernen und konventionellen
Bereich“, so Milich. Generell sei der Sitzkomfort etwas softer
geworden. Eine wichtige Rolle spielen in diesem Jahr modulare Sofas.
Durch ihre Anpassbarkeit garantieren sie Flexibilität bei verändertem
Wohnraum – und sehen modern und stylisch aus. Ein besonderer Clou
beim abgebildeten Modell (Foto unten) ist der Metallstruktur-Rahmen, der
sich einfach anbringen lässt und in verschiedenen, auf den jeweiligen
Bezugstoff abgestimmten Farben erhältlich ist. Foto: Schultheiß
Ponsel: „Sehr wichtig für die
Neuheiten-Präsentation“
Foto: Ponsel
Mit Liebe zum Detail wurden bei Ponsel aktuelle Trendsofas sowie beliebte
Sofaklassiker anlässlich der Hausmesse in Weidhausen präsentiert.
„Um ehrlich zu sein, der Messekalender Ende September war für
den Handel sehr vollgepackt. Dank unserer treuen Kunden blicken wir
dennoch zurück auf eine erfolgreiche Oberfranken Hausmesse. Das
Messeformat gerade am Heimatstandort ist für uns ein sehr wichtiger
Bestandteil, unsere Neuheiten in breiter Form zu präsentieren“, betonte
Geschäftsführerin Sabine Faber.
Gerade auf der großen Showroom-Fläche in der Ponsel-Ausstellung
setzte man auf Vielfältigkeit im Bereich Polstermöbel, aber auch in der
Dining-Kollektion. Das vorgestellte Modell „Tokio“ wurde als neuer Klassiker
mit losen Rückenkissen in die kommende Ponsel-Kollektion aufgenommen.
Besonders in der ausgestellten Kombination, edles Dunkelblau
in Verbindung mit dem schwarzen, abgesetzten Keder, gefiel es
den Fachbesuchern sehr gut.
In einem kleinen Studio nur mit Rohleder-Stoffen zeigte Ponsel, dass
man auch hier sehr viel Wert auf made in Germany legt. Gerade dieses
Thema wird in Weidhausen großgeschrieben und ist eines der wichtigsten
Alleinstellungsmerkmale des Familienbetriebs – und das seit 1927.
56 Hausmessen
MÖBELMARKT
11 / 2024
Max Winzer:
Fokus auf Bewährtes
Max Winzer setzt weiterhin auf hochwertige Retro-
Polstermöbel wie Chesterfield-Modelle und Küchensofas
– modern interpretiert und angepasst an
die heutigen Komfort-Anforderungen. Highlight der
Hausmesse war auch in diesem Jahr die Kollektion
des Star-Designers Harald Glööckler. Auf einem
der Sofas hat Geschäftsführer Markus Winzer für
ein Foto (links) Platz genommen.
Oberfranken
Foto: Max Winzer
W.Schillig:
Jubiläumsmodell kam gut an
W.Schillig feiert in diesem Jahr 75-jähriges Firmenjubiläum und präsentierte
daher das Jubiläumsmodell „seventy5“ als Centerpiece der
Ausstellung. Es zählte neben dem Modell „Olivia“ mit Riesenkuschelecke
und verstellbaren Kopf- und Seitenteilen zu den Bestsellern der
Hausmesse. Das große Ecksofa „seventy5“ verfügt über eine Seitenteil-
und Sitztiefenverstellung und passt mit seinem Ivory-Bezug
zum Trend der neutralen, zurückhaltenden Töne. Die Geschäftsführer
Erik und Andrea Stammberger freuen sich über das positive Feedback
der Hausmessebesucher zur Jubiläumskollektion und blicken
trotz herausfordernder Zeiten zuversichtlich in die Zukunft.
Geschäftsführer Andrea und
Erik Stammberger auf dem Modell
„seventy5“. Foto: Schultheiß
SHOWCASE OBERFRANKEN
Brühl: „all together“
Ein Open-End sowie drei Sesselmodule – eines davon mit Übertiefe – bilden
diese harmonische Eckkonfiguration, die sich durch einfaches Umstellen der
Module auch jederzeit verändern lässt. Auf den abgerundeten Polstern setzen
die weichen Bezüge in naturfarben softe Akzente. Die Bezüge sind abziehbar.
Das Design stammt von Kati Meyer-Brühl.
www.bruehl.com
Koinor: „Evino“
„Evino“ steht für pures Wohngefühl und Smart Living. Ausdrucksstarke Formen
und Linienführung betonen die optischen Reize. Organisch anmutende Sitze bewegen
sich mehrdimensional auf dem geradlinigen Plateau fast schwerelos. Im
Nu wird aus dem Sitzmöbel eine Relaxliege in Herz-Waage-Stellung. Rundumblick
durch 320-Grad-Drehung und horizontale Verfahrung sowie ergonomisch
verstellbare Kopfteile runden das Profil ab. Die agilen Einzelsitze und im Gegensatz
dazu das ruhende Plateau führen zu einer spannenden Beziehung.
www.koinor.com
MÖBELMARKT
11 / 2024
Hausmessen 57
Oberfranken/Thüringen
Geschäftsführer Christian Maurer nimmt Platz auf dem neuen
Modell der Kollektion „Palazzo“. Foto: Schultheiß
Dietsch: Vielversprechende
Weichenstellung und Signale
Dietsch zeigte auf seiner Hausmesse in Schmalkalden einen spannenden Mix aus
neuen Modellen und refreshten Topsellern. Im Mittelpunkt stand die Erweiterung
der noch jungen Kollektion „Palazzo“. Sie verbindet einen beeindruckenden Sitzkomfort
mit moderner italienischer Formensprache. Das neue Modell aus der
„Palazzo“-Linie mit der bekannten Dietsch-Qualität und hochwertigen Bezügen
brachte bereits erste Platzierungen ein.
Auch im klassischen Bereich zeigte Dietsch etwas Neues: Bodenfreie Hochlehngarnituren
mit sinnvollen Komfortfunktionen, perfekt abgestimmtem Sitzkomfort
und tollen Akzenten wie kontrastfarbigen Ziernähten. Die bewährten Kollektionsbausteine,
wie z. B. „Maßgenau“, wurden um innovative Modelloptiken in ansprechenden
neuen Bezügen mit tollen Pflegeeigenschaften erweitert, etwa von Rohleder.
Dafür gab es sehr gute Resonanz.
Generell war die Stimmung bei den Besuchern des Showrooms positiv. „Für uns
war es eine erfolgreiche Hausmesse, die viele neue Ansätze und Abschlüsse mit
Händlern und Verbänden ermöglichte“, freute sich Geschäftsführer Christian Maurer
(Foto oben). „Wir werten das als positives Signal und vielversprechende Weichenstellung
für das neue Möbeljahr.“
Bei Bullfrog stand
das Thema „Jeans“ im
Mittelpunkt.
Foto: Schultheiß
Bullfrog: „A Kind of Blue“
Anlässlich der Partnertage zeigte Bullfrog in
seinem Showroom eine gelungene Mischung
aus In- und Outdoor-Möbeln. Der Anspruch
des oberfränkischen Designspezialisten ist es,
den Komfort von drinnen nach draußen zu tragen.
Dabei weisen alle Möbel dieselben hohen
Ansprüche an Sitzkomfort und Funktionalität
auf. Die Themen Japan, Denim und Leo bildeten
den Rahmen für die Inszenierung der Neuheiten,
die durch Faben, Muster und innovative
Funktionen bestachen. Für das zentrale Jeansthema
wurden bestehende Modelle leicht verändert
und in angesagte Denimstoffe mit auffälligen
Nähten gekleidet. Ziel sei es, unter dem
Motto „A kind of blue“ diese Designobjekte auf
der Fläche zu vermarkten.
Signet: Sitzen wird legerer
Hochwertig und handgefertigt: Der skandinavisch
angehauchte Sessel „Ansgar“ von Signet überzeugt
durch seine hohe Qualität und den ausgezeichneten
Sitzkomfort – vor allem aber durch seine
besondere Form. Gekleidet ist der Sessel im
modischen Q2-Boucle-Stoff Tessin von Rohleder.
Das helle Gestell besteht aus weiß geölter Esche.
Geschäftsführer Thomas Schlosser (Foto links)
demonstriert, dass der Sessel zu einer lässigen
Sitzhaltung einlädt. „Sitzen ist legerer geworden“,
sagt er. Davon zeugen auch andere Modelle der
Ausstellung mit softem Sitz. Schlosser zeigte sich
sehr zufrieden mit der Hausmesse. Neues sei gut
angekommen und ordentlich bestellt worden.
Foto: Schultheiß
60 Hausmessen
MÖBELMARKT
11 / 2024
Oberfranken
„Das bietet sonst keiner“
Gruber produziert zu 100% in Oberfranken und setzt zudem auf Qualität, Individualität und ergonomisches Sitzen | Klare Profilierung
„Ein Gesamtpaket wie wir bietet sonst
keiner mehr“, ist Verkaufsleiter Marco
Langbein überzeugt. Das Familienunternehmen
Gruber wird bereits in vierter
Generation geführt, hält bis heute
am Standort Deutschland fest und produziert
seine Polstermöbel ausschließlich
im oberfränkischen Sonnefeld.
Doch nicht nur das: Der Polster-Spezialist
fokussiert sich zusätzlich auf gesundes
Sitzen und bietet unzählige individuelle
Möglichkeiten hinsichtlich
Sitzbreiten, -tiefen, -höhen und Funktionen
– in dieser komplexen Vielfalt
aus eigener Sicht ein klares Alleinstellungsmerkmal.
Comfort-Line als Herzstück
Das Sortiment ist klar strukturiert. Neben
Solitärmöbeln wie zeitlosen Premium-
TV-Sesseln gibt es drei Produktlinien: die
Comfort-Line (ehemals Classic-Line),
die Trend-Line und die Smart-Line. Der
Fokus des Unternehmens liegt ganz
58 Hausmessen
klar auf der Comfort-Line. Zu dieser
Produktlinie gehören die etablierten
„Sano Select“-Modelle für komfortables
ergonomisches Sitzen, die seit 1. November
wieder IGR-zertifiziert sind. Die
Möbel lassen sich flexibel an gesundheitliche,
ästhetische und räumliche Ansprüche
anpassen, sind klassisch im
Design und zeitlos in der Optik. Die
Comfort-Line bietet eine große Produktvielfalt
und setzt stets auf hochwertige
Materialien.
„Beim Thema gesundes ergonomisches
Sitzen sind wir wirklich richtig gut: Unsere
Produkte verfügen zum Beispiel
über bis zu drei verschiedene Sitzhöhen
und -tiefen“, erklärt Verkaufsleiter
Marco Langbein. Daneben bietet Gruber
sehr viele unterschiedliche Sitzbreiten,
vom 50er- bis zum 90er-Raster, in
Zehn-Zentimeter-Schritten. Sonderanfertigungen
sind auch möglich. Nicht
umsonst versteht sich Gruber als Problemlöser
für jede Wohnung. Auch „starke
„Wir sind stolz darauf, dass wir
alles noch hier produzieren.“
Dieter Wolf
Persönlichkeiten“ finden bei Gruber
dank des Verstärkungspakets für eine
Belastbarkeit je Sitzplatz von bis zu
circa. 200 Killogramm den passenden
Sitzkomfort.
„Bei unserem ‚Sano Select‘-System ist
alles perfekt auf die Kundschaft abgestimmt,
es kann somit Rückenproblemen
vorbeugen“, so Langbein. Das
Sano-Select-System als Kernstück der
Comfort-Line bietet fünf verschiedene
Sitzkomforts sowie das Verstärkungspaket.
Die ergonomischen Polstermöbel
können die Bandscheiben entlasten.
Je nach Sitzhöhe und -tiefe sorgen
die Polstermöbel für eine günstige Stellung
des Hüftwinkels sowie für eine gute
Knie- und Fußstellung. Der Verkaufsleiter
fasst die Vorteile der Comfort-Line
zusammen: „Ergonomisches gesundes
Sitzen, in der Position, wie es der Kunde
möchte, in unzähligen verschiedenen
Modelloptiken.“
In erster Linie versucht Gruber, die
Comfort-Line moderner zu machen.
Das ältere Publikum soll nach wie vor
von allen positiven Qualitäten profitieren.
Dennoch sollen die Produkte eine
frischere Optik bekommen. „Die Leute
werden älter, haben aber trotzdem eine
gewisse Vorstellung von Modernität“,
so Langbein. Der Vorteil: „Auch klassische
Modelle lassen sich modern anziehen
– und dann sind sie gar nicht
mehr so old school“, sagt Langbein.
MÖBELMARKT
11 / 2024
Das etablierte Modell „Modern Classic“ wird
hier durch einen Relaxsessel ergänzt.
Oberfranken
Das Modell „Nina“ überzeugt in jeder Farbe durch Design und Sitzkomfort.
„Fulda“ heißt dieses schicke Modell der Comfort-Line. Fotos: Gruber Polstermöbel
Trend-Line und Smart-Line
Die Trend-Line ist für Menschen konzipiert,
die Wert auf Qualität, Komfort und
Flexibilität legen und sich darüber hinaus
ein modernes und leichtes Design
wünschen. Auch bei dieser Produktlinie
gibt es vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.
Für diesen Bereich stellte Gruber
auf seiner Hausmesse ebenfalls
Neuheiten vor, die sehr gut ankamen.
„Wir haben mehrere Modelle im Bereich
Trend-Line, die richtig gut funktionieren
und ganz wichtig für uns sind“, sagt
Geschäftsführer Dieter Wolf.
Eine dritte Schiene ist neu hinzugekommen:
die Smart-Line. Sie umfasst zierliche
Garnituren mit einer kurzen Sitz- und
Gesamttiefe, die sich speziell für kleine
Wohnsituationen eignen. „Richtig schnuckelig
klein gehalten“, findet Langbein.
Erfolgreiche Hausmesse
Das Fazit zur Hausmesse Oberfranken
ist positiv: „Dafür, dass draußen nichts
los ist, war die Hausmesse wirklich in
Ordnung“, resümiert Geschäftsführer
Dieter Wolf und ergänzt: „Wir sind positiv
gestimmt.“ Gruber habe von einigen
Verbänden Zuteilungen bekommen und
stehe auch wieder auf den Verbandsmessen.
Der Fokus der Hausmesse lag auf der
Comfort-Line. Für diese Geschmackswelt
ist immer noch Kundenklientel da.
Die Marktpositionierung hat sich durch
den Wegfall einiger Mitbewerber verbessert.
Insgesamt entwickle sich Gruber
positiv – auch wenn Mitbewerber
versuchen, die Ware zu kopieren. „Wir
sind froh, dass wir mit Händlern zusammenarbeiten,
die unsere Qualität made
in Germany zu schätzen wissen“, gibt
Wolf zu.
Seit fast 100 Jahren
100 Prozent regional
Die Polstermöbel von Gruber werden zu
100 Prozent in Deutschland hergestellt.
„Wir sind stolz darauf, dass wir alles
noch hier produzieren – und das seit
fast 100 Jahren“, sagt Geschäftsführer
Dieter Wolf. Seine Tochter Sabrina Wolf
ist ebenfalls seit einigen Jahren im Familienunternehmen
tätig. Im Jahr 2027
wird Gruber 100 Jahre alt.
„Es ist unser Ziel, weiterhin in Deutschland
zu produzieren, auch wenn es
nicht ganz einfach ist“, sagt er weiter.
Gruber versucht, alles aus der Gegend
zu beziehen, etwa die Gestelle und Federkerne.
„Wir wollen die Region einfach
weiterhin stärken“, betont Wolf.
Deshalb setzt Gruber darauf, die Arbeitsplätze
vor Ort zu sichern. Im Ausland
beschäftigt das Unternehmen niemanden,
auch der Großteil der
Zulieferer kommt aus der Gegend. jp
moebelmarkt.de PRODUKT
Ein Modell zum Chillen: Geschäftsführer Dieter Wolf (r.) und Verkaufsleiter Marco
Langbein lehnen sich auf dem neuen Sofa „Milano“ zurück. Es gehört zur Trend-
Line, bietet Relaxfunktionen, Sitztiefen- und Kopfteilverstellung. Foto: Schultheiß
Schlicht, elegant und zeitlos präsentiert sich das beliebte Modell „Leonie“, das zur
Comfort-Line gehört. Die Federkernpolsterung ist in verschiedenen Ausführungen
möglich. Daneben gibt es einige praktische Modellfunktionen wie z. B. den Sitzvorzug.
MÖBELMARKT
11 / 2024 Hausmessen 59
FACHMAGAZIN DER BRANCHE
NOVEMBER 11/2024 B 50899
Ruder Küchen
expandiert
Geräte- und
Zubehör-
Inspirationen
siex: Erfolgreiche
Premiere in Bern
„The new era of kitchen style“ –
Nolte Küchen hat zur Hausmesse
seine neue Korpushöhe „Matrix800“
mit einer Kampagne vorgestellt, die
bewusst mit den gewohnten Präsentationsstilen
bricht: Farbexplosionen
im Hintergrund stehen für frische
Ideen und den Beginn einer neuen
Ära. Foto: Nolte Küchen
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Weitere Infos:
Michael Rieger
Küchenspezialist aus
Herzogenaurach
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die führende Verbundgruppe für Küchenspezialisten in Europa.
Befreiende
Effekte
„Es kann nur besser werden.“ Diese Einschätzung der politischen
und wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands von GfMTrend-
Geschäftsführer Joachim Herrmann ist derzeit wohl absolut mehrheitsfähig.
Deutlich spürbar war sie in Form einer zuversichtlich
optimistischen Grundstimmung auf der größten Küchen- und
Möbelmesse der Verbandsgeschichte von GfMTrend in den
Räumlichkeiten der Zeche Zollverein in Essen am Wochenende
vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe – einen ausführlichen
Bericht über die Veranstaltung lesen Sie in der Dezember-Ausgabe
des MÖBELMARKT.
Auch wenn sich die wenigsten Unternehmen von der derzeitigen
Marktlage abkoppeln können, wirkt der Bruch der Ampel-Koalition
spürbar befreiend. Bis nachhaltige Impulse die Wirtschaft
wieder in Schwung versetzen, dürfte es nach der vorraussichtlich
wieder komplexen Bildung einer neuen Regierung allerdings noch
eine Weile dauern. So wird nach Einschätzung vieler Führungspersönlichkeiten
der Branche zumindest auch 2025 schwierig
bleiben.
Umso wichtiger ist es, dass der stationäre Handel sich noch stärker
als Erlebnis- und Beratungszentrum positioniert. Ein schönes
Beispiel, wie dies gelingen kann, lesen Sie ab Seite 10. In München
eröffnete Mario Ruder Mitte November, ergänzend zu den
Standorten in Berlin sowie in Hamburg und Köln, sein neuntes
Küchenfachgeschäft. Das seit über 50 Jahren erfolgreiche Familienunternehmen
setzt dabei vor allem auf Kochshows und das
Empfehlungsgeschäft durch exzellenten Service.
Apropos exzellenter Service: Durch diesen zeichnete sich auch die
von Messeveranstalter Trendfairs ins Leben gerufene swiss interior
expo aus. Die kleine aber feine Premiere in Bern macht Lust auf
mehr. Gerade auch, weil sich in diesem kaufkräftigen und wirtschaftlich
stabil entwickelnden Markt trotz der schon guten
Durchdringung der deutschen Küchenindustrie weiterhin
Wachstumsmöglichkeiten bieten.
„Politik ist nur der
Spielraum, den
die Wirtschaft ihr
lässt.“
Dieter Hildebrandt,
deutscher Kabarettist
und Schauspieler
(1927 bis 2013)
Sebastian Lehmann
Chefredakteur
küche & bad forum
Editorial 3
Jungunternehmer der MHK Group
in Düsseldorf | Seite 14
Inhalt
3 Editorial
5 Boulevard
6 Kurznachrichten
8 KBC: Fachmesse
lädt nach China
9 KüchenTreff:
Inspirierendes Ambiente
10 Ruder Küchen:
Expansion in München
12 Möbel-Rulfs: Time to celebrate
14 MHK: Wertvolle Unterstützung
zum Jahresende
16 Küchenmeile 2024:
Inspirierende Trends
19 Impressum/
Inserentenverzeichnis
24 SHD: Virtuelles Küchenerlebnis
25 Nolte Küchen: Erweiterte
Planungsvielfalt
26 Falmec: Umfangreiche
Optimierungen
26 Systemceram: Neu
interpretierter Klassiker
27 Nobilia: Ein System –
viel Gestaltungsfreiheit
28 Quooker: Komfort
aus dem Wasserhahn
Geräte- und Zubehör-
Neuheiten von area30 &
Co. | Seite 16
Sicam 2024:
Mehr Besucher und Aussteller | Seite 33
150-jähriges Jubiläum bei Möbel-Rulfs |
Seite 12
swiss interor expo:
Starke Premiere | Seite 36
Bei Nolte
Küchen steht
Planungsvielfalt
im Fokus |
Seite 25
29 Oranier:
Sauber, frisch & cool
30 Blanco: Stilvoller Auftritt
am Wasserplatz
31 AEG: Behagliches
Zuhause-Gefühl
32 Rempp Küchen:
Spannende Optionen
33 Sicam 2024:
Größer als je zuvor
34 Hera:
Minimalistische Ästhetik
35 Ninka: Staurauminszenierung
mit Wow-Effekt
35 Hailo: Ein Evergreen
im neuen Look
36 swiss interior expo:
Erfolgreiches Debüt
4 Inhalt
Nagel Küchen
Besonderes Jubiläum
Das Küchenstudio Nagel Küchen in Velen feiert in diesem Jahr sein
50-jähriges Firmenjubiläum. Was 1974 als kleine Küchenausstellung
an der Rekener Straße begann, hat sich zu einem renommierten Fachbetrieb
mit Fokus auf Qualität, Handwerkskunst und individuelle
Küchenplanung entwickelt. Gegründet von Brigitte und Bernd Nagel,
war der Grundstein des Erfolgs eine Kombination aus handwerklicher
Präzision und persönlicher Beratung. 1986 zog der Betrieb an seinen
heutigen Standort in der Coesfelder Straße 59. Die idyllische Atmosphäre
des Bauernhauses, umgeben von den charakteristischen roten
Klinkerbauten des Münsterlandes, bietet Raum für die Präsentation von
rund 50 Musterküchen, vorwiegend vom Hauptlieferanten Ballerina
Küchen. Das Familienunternehmen wird von Jutta Nagel, Tochter der
Firmengründer, geleitet. Seit 2010 führt sie das Erbe ihrer Eltern fort,
verbindet Tradition mit modernen Trends – mit einem klaren Fokus auf
nachhaltige Lösungen. Zudem stärkt die Innovationskraft des Unternehmens
ihre über 40-jährige Mitgliedschaft in der europaweit agierenden
Verbundgruppe für Küchenspezialisten, Der Kreis in Leonberg. Dort ist
die erfahrene Küchenspezialistin bereits seit 2012 als Verwaltungsrätin
aktiv und unterstützt die Verbundgruppe in diesem Gremium beratend.
Das Familienunternehmen Nagel Küchen
wurde von Bernd und Brigitte Nagel 1974
gegründet und wird heute von Tochter
Jutta Nagel (r.) als Geschäftsführerin
geleitet. Fotos: Der Kreis
Küchenfachmarkt Meyer & Zander
Neue Filiale
Der Küchenfachmarkt Meyer & Zander hat im niedersächsischen Sulingen
seinen sechsten Standort eröffnet. Damit setzt der langjährige Garant Küchen
Areal Partner seinen Wachstumskurs weiter fort. Die neue Niederlassung liegt
nur 26 Kilometer vom Stammsitz des Unternehmens in Nienburg entfernt.
Die Sulinger Filiale erstreckt sich auf 566 qm und zeigt insgesamt 32 Musterküchen
von Herstellern wie Nobilia, Ballerina und Nolte sowie
Küchentechnik von AEG, BSH, Miele, Blanco und Systemceram.
Inhaber Wolfgang Zander sowie Geschäftsführerin Katharina Zander
und Geschäftsführer Christian Stigge konnten sich über sehr positives
Feedback der Gäste am Eröffnungstag freuen.
Glückliche Gesichter zur Eröffnung (v.l.n.r.): Geschäftsführer Christian Stigge,
Frank Marx, Regionalleitung Küchen Areal, Inhaber Wolfgang Zander und
Geschäftsführerin Katharina Zander im neuen Küchenstudio.
Fotos: Garant Küchen Areal
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Do Do not not miss miss out out on on this this - the - the largest expo expo of of its its kind kind for for China. Come and and see see the the world's most most famous brands as as well well as as latest latest technology and and services on on offer. offer.
May 27 -- 30, 2025
Shanghai New New International Expo Centre
Shanghai
2345 Longyang Road, Shanghai 201204, China
Worldwide Exhibitions Service Co., Co., Ltd. Ltd.
24/F., 24/F., Xincheng Mansion, 167 167 Jiangning Road, Road, Jing'an Jing'an District, Shanghai 200041
Tel: Tel: 0086-21-3222 4777 4777 Fax: Fax: 0086-21-3222 4770 4770 E-mail: E-mail: info@wes-expo.com.cn Website: www.wes-expo.com.cn
Für die Bekämpfung
des …
… Fachkräftemangels wurde die Lehrfabrik Möbelindustrie jetzt feierlich eröffnet. Zudem hat
die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK) jetzt ein eigenes Projektteam für das
Thema ins Leben gerufen. Zu überraschenden Veränderungen kommt es bei Häcker und
Der Kreis.
Gemeinsam für mehr Fachkräfte
Marcus Roth (r.) und
Olaf Thuleweit übernehmen
interimsweise
die Vertriebsverantwortung
bei
Häcker Küchen.
Foto: Häcker Küchen
Per so nelle Ver ände rungen im Vertrieb
von Häcker Küchen
Häcker Küchen trennt sich im Einvernehmen von Markus
Sander. Der Vertriebsgeschäftsführer wird das Unternehmen
aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zur zukünftigen
vertrieblichen Ausrichtung zu Ende November 2024 verlassen.
Bis zur Benennung der Nachfolge werden Marcus Roth
(Deutschland/Österreich) und Olaf Thuleweit (Export)
interimsweise die Vertriebsverantwortung übernehmen.
Der Branchenverband Arbeitsgemeinschaft
Die Moderne
Küche hat das Projektteam
„AMK gegen Fachkräftemangel“
ins Leben gerufen. Ziel der Initiative
ist es, tragfähige Kampagnen
und Maßnahmen zu
entwickeln, um die Mitgliedsunternehmen
aus Industrie und
Handel bei Schul- und Hochschulabsolventen
und bei Quereinsteigern
als attraktive und
zukunftsorientierte Arbeitgeber
bekannt zu machen. Angesichts
der Dringlichkeit des Themas
sind weitere aktive Mitstreiter
im Projektteam willkommen.
Mehr zur Initiative
lesen Sie durch Scan
des nebenstehenden
QR-Codes.
AMK-Geschäftsführer Volker Irle fasst den
gemeinschaftlichen Charakter der Initiative für
mehr Fachkräfte in der Küchenbranche zusammen:
„Letztlich geht es darum, ein immer dichteres
und tragfähigeres Netzwerk zu schaffen,
mit dem wir im Wettbewerb mit anderen Branchen
um geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
überzeugen und erfolgreich sein können.“
Der Kreis: Wechsel
in der Vertriebsleitung
Marcel Gerling (Foto)
wird ab 1. Dezember
neuer Vertriebsleiter
bei Der Kreis
Deutschland. Er folgt
damit auf Geschäftsführer
Vertrieb und
Marketing Ulf Triebener,
welcher auf eigenen Wunsch
aus dem Unternehmen ausscheidet,
um sich neuen Herausfor-
Foto: Der Kreis
derungen zu stellen. Mit Gerling gewinnt Der Kreis nach
eigenen Angaben einen erfahrenen Vertriebsprofi und eine
aufgeschlossene Führungspersönlichkeit.
Einen Grund zu feiern gab es jüngst bei Der Kreis
Österreich: Im Oktober feierte die Ländergesellschaft
ihren 40. Geburtstag. Mehr dazu lesen Sie
durch Scan des nebenstehenden QR-Codes.
In der Lehrfabrik Möbelindustrie werden die Auszubildenden an hochmodernen,
komplexen Produktionsanlagen geschult. Foto: VDM/VHK
Lehrfabrik Möbelindustrie: Betrieb aufgenommen
Mit einem Festakt ist die Lehrfabrik Möbelindustrie in Löhne in Ostwestfalen
eröffnet worden. Nach einer Bauzeit von 16 Monaten geht das innovative
Aus- und Weiterbildungszentrum für die Möbelbranche an den Start.
Mehr dazu lesen Sie im MÖBELMARKT auf Seite 39.
6 Kurznachrichten
Die „Tim Raue Küche“ setzt auf asiatisch inspiriertes Design, blaue
Mattlackoberflächen und gebürstetes Nussbaum-Echtholzfurnier mit
Linienstruktur. Foto: Samsung
Egger: Baustart für
200-Millionen-Investition
Die Egger-Gruppe hat sich für ihr 22. Werk in
Markt Bibart viel vorgenommen. Erst seit der
Übernahme im November 2023 ist das Werk
Teil der internationalen Unternehmensgruppe
und schon jetzt beginnt der Holzwerkstoffhersteller
mit umfangreichen,
mehrstufigen Investitionsschritten, die im
Herbst 2026 abgeschlossen werden sollen. In
Summe wird Egger mehr als 200 Mio. Euro in
das ehemalige Rauch-Spanplattenwerk investieren.
Im Fokus der Projekte steht das Bestreben
des Familienunternehmens, im Sinne der Kreislaufwirtschaft
Recyclingholz zu hochwertigen, neuen
Produkten weiterzuverarbeiten. Zudem sollen
künftig im Werk auch mit dekorativen Oberflächen
beschichtete Spanplatten hergestellt werden.
Samsung und Tim
Raue: Exklusive
Küche mit der GEDK
Samsung gibt zusammen mit
Markenbotschafter Tim Raue
die Partnerschaft mit der GEDK
bekannt. Im Mittelpunkt der
Kooperation steht die neue
„Tim Raue Küche“, die gemeinsam
vom Sternekoch und der
GEDK mit Samsung entworfen
wurde. Mit der Kooperation
stärke Samsung seine Position
im Premium-Segment des Hausgerätemarktes
und weite seine
Verbandsarbeit aus. Das neue
Küchenmodell ist mit Hausgeräten von Samsung ausgestattet und ab Ende des vierten Quartals
exklusiv in drei Grundversionen unter anderem bei ausgewählten Fachhändlern und Partnerhäusern
der KW Küchenwerkstatt erhältlich.
Egger investiert rund 200 Mio. Euro in das ehemalige
Rauch-Spanplattenwerk. Foto: Egger
Deutschland-Premiere:
Direkt am Aegidientorplatz
in Hannover gelegen, bietet
das neue City-Küchenstudio
eine vielfältige
Auswahl. Foto: XXXLutz
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PERSÖNLICHE
BETREUUNG + DIGITALE
TOOLS: DIE MZE-
ERFOLGSKOMBINATION
MZE setzt als Verband auf eine ausgefeilte
Kombination aus persönlicher Betreuung
und digitalen Tools, um perfekten
Mitglieder-Support zu bieten:
MZE-NAVIGATOR:
Das MZE-Intranet bietet Mitgliedern
digitale Tools für
„Wir nutzen den
MZE-Navigator häufig
und gerne. Besonders die
einfache Lieferanten-
Recherche und die direkte
Abfrage von Preislisten
stärken unsere
Konkurrenzfähigkeit.“
- Anneke
Rulfs-Frahm
eine Vereinfachung
im
Tagesgeschäft.
PERSÖNLICHE MITGLIEDER-BETREUUNG:
Fachlich kompetenter Rat sowie Impulse für
die Entwicklung
unserer Mitglieder
stehen bei MZE
„Wir schätzen die
an oberster
persönliche Betreuung
bei MZE. Wir erhalten
Stelle.
proaktiv Ideen, wie man
mehr Kunden ins Haus
bringt. Deshalb sind wir
seit 1987 überzeugtes
MZE-Mitglied.“
- Anneke
Rulfs-Frahm
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XXXLutz: Küchen-Premiere in der Innenstadt
Am Aegidientorplatz in Hannover hat XXXLutz sein erstes City-Küchenstudio eröffnet.
Damit will sich das Unternehmen den nächsten erfolgsversprechenden Vertriebskanal in
Deutschland erschließen. Das erste deutsche Lutz-City-Küchenstudio bietet auf einer Fläche
von rund 700 qm insgesamt mehr als 20 Ausstellungsküchen unterschiedlichster Stile
an. Einen ausführlichen Bericht zur Strategie von XXXLutz lesen Sie im MÖBELMARKT
ab Seite 28.
www.mze.de
MZE-Möbel-Zentral-Einkauf GmbH
Lohweg 31 | 85375 Neufahrn b. Freising
Kurznachrichten 7
+49 (0)8165/9526-0
Stefan Sacher verlässt Blum
Blum und Stefan Sacher
gehen getrennte Wege.
Foto: Blum
Blum und Stefan
Sacher beenden
ihre Zusammenarbeit.
Seit
April 2023
war Sacher
im Vertrieb
des österreichischen
Beschlägeherstellers
tätig und
übernahm
Anfang 2024
die Vertriebsleitung
Deutschland Industrie.
In einer Stellungnahme
schreibt das Unternehmen
dazu: „Aufgrund
unterschiedlicher Perspektiven zur zukünftigen
Entwicklung des deutschen Industriemarktes
haben wir uns in beiderseitigem Einvernehmen
entschieden, die Zusammenarbeit mit Stefan
Sacher zu beenden.“
Aktuell arbeitet Blum an der Ausarbeitung
der Nachfolgeregelung und erwartet, dass bis
zum Ende des Jahres eine langfristige Lösung
für diesen wichtigen Markt vorliegt. Bis dahin
bleibt die Verantwortung bei Geschäftsführer
André Dorner.
IWA-Jahresplaner 2025:
Alle Termine auf einem
Blick
Für eine zielführende Zeit- und Terminplanung
im Betrieb/Büro bietet
die IWA-F. Riehle GmbH & Co
KG den IWA Jahresplaner Europa
2025. Auf der großformatigen Wandtafel können in der Jahresübersicht alle Termine
wie Urlaub, Abwesenheit, Besuche oder Veranstaltungen übersichtlich dokumentiert
werden. Die Oberfläche des Planers ist mit einer glatten, hochglänzenden Lackierung
versehen. Die Planungselemente tragen auf der Rückseite eine Klebeschicht, die eine
sichere Haftung auf der Planeroberfläche erzeugt. Diese Klebeschicht bleibt dauerhaft
plastisch, so dass das Haftelement beliebig oft versetzt werden kann, ohne seine
Haftfähigkeit einzubüßen oder Spuren zu hinterlassen. Die Planungselemente sind
in angestanztem Bogen im A4-Format zusammengefasst. Alle Planungselemente sind
beschreibbar. Auf www.wandkalender.de sind alle vorhandenen Planer abgebildet
und können direkt bestellt werden.
Cyncly: Partnerschaft
mit Tradeplace
Cyncly hat eine neue Partnerschaft
geschlossen: Durch die Integration der
Handelsplattform Tradeplace in die Software
„Winner“ von Cyncly können Einzelhändler
Online-Bestellungen schneller
Abb.: Cyncly
und präziser bei renommierten Herstellern
wie BSH, Miele und Liebherr aufgeben. Aktuelle Produktspezifikationen und
technische Daten sind direkt verfügbar. Zur Unterstützung während der Einführung
stellt Cyncly Einzelhändlern über das Support-Center hilfreiche Anleitungen und
Ressourcen bereit.
Foto: IWA - F. Riehle
Fachmesse lädt nach China
Vom 27. bis 30. Mai 2025 findet die Kitchen & Bath China in Shanghai statt.
Die renommierte Fachmesse Kitchen & Bath China öffnet
Ende Mai wieder vier Tage lang ihre Tore. Austragungsort ist
das Messezentrum Shanghai New International Expo Center.
Es bietet 17 Ausstellungshallen auf einer Fläche von 250.000 qm
und liegt mitten im Finanz- und Handelszentrum der
chinesischen Megacity.
Der Veranstalter Worldwide Exhibitions Service Co. Ltd. (WES)
rechnet mit mehr als 100.000 in- und ausländischen Besuchern,
darunter Import- und Exportunternehmen, Techniker, Konstrukteure
und Endverbraucher. Sie können sich auf der Kitchen
& Bath China einen umfassenden Überblick über die zentralen
Themen der Branche verschaffen. Neben Möbeln und Einrichtungssystemen
für Bad und Küche zählen dazu auch Haushaltswaren
und elektrische Haushaltsgeräte.
Innovationen, Informationen und Inspiration
Seit 1996 findet die Messe jedes Jahr statt. Ihr Fokus liegt auf
Küchen- und Badezimmermöbeln, Einbauküchen, Armaturen
und Sanitärausstattung. In diesen Bereichen zeigt die Ausstellung
die neuesten Innovationen und Entwicklungen. Hinzu
kommt ein umfassendes Konferenzprogramm, bei dem Experten
über neue Produkte, Prozesse und Technologien sprechen.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
8 Kurznachrichten
Küchen- und Badezimmermöbel stehen im Mittelpunkt der Fachmesse
Kitchen & Bath China. Foto: WES
Matthias Huß (r.) ist Experte und
Ansprechpartner bei KüchenTreff
zum Thema Ladenbaukonzept. Er
unterstützte Waldemar Kehm von
KüchenTreff Kehm bei den Umbaumaßnahmen
und bei der Realisierung
des maßgeschneiderten
Konzeptes.
Foto: KüchenTreff
Inspirierendes Ambiente
Mit dem Ladenbaukonzept von KüchenTreff können Küchenstudios modern und
individuell gestaltet werden.
Die Branche befindet sich in stetigem Wandel. Die Ladengestaltung
ist daher ein wichtiger Erfolgsfaktor für Küchenstudios.
Sie setzt die Küchen in Szene und sorgt für eine
angenehme Atmosphäre, welche die Kundschaft emotional
anspricht und dazu einlädt, länger zu verweilen. Der Küchenkauf
wird zu einem Erlebnis. Aus diesem Grund hat Küchen-
Treff ein innovatives Ladenbaukonzept entwickelt, mit dem
seine Mitglieder ihre Studios modern, inspirierend und individuell
gestalten können. Ganz einfach und unkompliziert wird
das eigene Küchenstudio zu einem Alleinstellungsmerkmal.
Umfangreiche Expertenberatung
Mit dem Ladenbaukonzept führt der Verband unkompliziert
und Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess der Neugestaltung.
Erfahrene Experten begleiten jedes Mitglied vom
ersten Beratungsgespräch an bis hin zur Eröffnung. Im ersten
persönlichen Gespräch werden die Räumlichkeiten analysiert
und gemeinsam mit dem Studio umfangreiche Ideen entwickelt.
Darauf basierend wird ein maßgeschneidertes Konzept
erstellt, das die individuellen Wünsche, das verfügbare Budget
und die räumlichen Gegebenheiten optimal berücksichtigt.
Auch bei der Finanzierung des eigenen Studios erhalten die
Verbandsmitglieder tatkräftige Unterstützung. Dank
Subventionen aus der Industrie müssen die Modernisierungskosten
nicht allein getragen werden.
Sobald das erarbeitete Konzept steht, übernehmen Innenarchitekten
die kreative Umsetzung. Diese wählen passende Materialien,
Farben und Möbel aus, um dem Studio eine frische,
moderne Atmosphäre zu verleihen.
Der Umbau als Nebenschauplatz
Matthias Huß, KüchenTreff-Experte zum Thema Ladenbau,
begleitet den gesamten Prozess. Er koordiniert die Arbeiten
und ist gleichzeitig zentraler Ansprechpartner für die Mitglieder.
Huß fungiert damit als Bindeglied zwischen den Studiobetreibern,
der Industrie, dem Ladenbauunternehmen und
den Innenarchitekten. Der Umbau des eigenen Küchenstudios
wird als Ergebnis zu einem Nebenschauplatz und damit
so stressfrei und angenehm wie möglich gestaltet.
Das bestätigt auch Waldemar Kehm von KüchenTreff Kehm:
„Der Umbau war eine Sache nebenbei. Wir hatten nur ganz
wenig mit dem Prozess zu tun und konnten uns auf das Tagesgeschäft
konzentrieren.“
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
Unternehmen 9
Vor dem neuen Standort in München (v.l.n.r.): Christian Bichlmeier, Regional Sales Manager, EK Retail, Franz Schreckenberg, Team Lead CM Electro,
EK Retail, Mario Ruder, Geschäfts führer Ruder Küchen, Ali Uyar, Store Designer, EK Retail, und Martin Wolf, Head of Sales & Marketing Electro/
Kitchen/Lighting, EK Retail.
Ruder Küchen
Expansion
in München
Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wächst das küchenplus Konzept von
EK Retail weiter. Am 12. November 2024 eröffnete der langjährige Handelspartner Ruder
Küchen ein weiteres Küchenstudio in München. Auch diesmal hat der Berliner Elektround
Küchenfachhändler, der bereits acht Standorte in Berlin, Hamburg und Köln betreibt,
auf die Expertise der Bielefelder Verbundgruppe gesetzt.
Der Standort des neuen
Küchenstudios in der Isarmetropole
könnte nicht
besser gewählt sein: In bester
Innenstadtlage, in einer der
beliebtesten und lebendigsten
Gegenden der Stadt, präsentieren
Mario Ruder und
sein Team auf rund 250
qm ein Küchenstudio der
Extraklasse.
Top-Marken im
Wohlfühlambiente
Neben hochwertigen
Küchen von Häcker und
Geschäftsführer Mario Ruder beim Anschneiden der obligatorischen
EK Torte.Fotos: EK Retail
Nobilia erwartet die Kunden
ein umfangreiches Einbaugeräte-Programm
von Top-
Marken wie Miele und Bora
sowie weiteren namhaften
Herstellern. Das progressive
Store-Design verleiht der
Ausstellung ein echtes Wohlfühlambiente
und sorgt für
eine Atmosphäre, in der sich
die Kunden gern aufhalten
und inspirieren lassen.
„Auch an unserem neunten
Standort haben wir nichts
dem Zufall überlassen
und uns das Know-how der
EK ins Haus geholt. Mit
10 Unternehmen
richtung an den individuellen Stärken
des Unternehmers und dem jeweiligen
Standort hat für uns oberste Priorität.
Wir versuchen niemals, unsere Partner
von Dingen zu überzeugen, die sie nicht
möchten, sondern finden immer eine
Lösung, die für höheren Umsatz und
mehr Frequenz sorgt.“
Vielfältiges 360-Grad
Marketingpaket
Zahlreiche Gäste kamen zur offiziellen
Eröffnung des Küchenstudios am
12. November. Auch die Geschenke zur
Neueröffnung durften nicht fehlen.
dem küchenplus Team verstehen wir
uns mittlerweile fast blind“, lobt Inhaber
Mario Ruder die gute Zusammenarbeit.
Bindeglied zwischen Händler
und EK und erster Ansprechpartner für
alle Fragen war Rainer Herold, zuständiger
Regionalleiter für das electroplus
küchenplus Konzept. „Herr Herold war
vom Erstgespräch bis zur Eröffnung
jederzeit für uns ansprechbar und hatte
immer eine Lösung, wenn es Unklarheiten
gab“, so Ruder weiter.
Ein Kompliment, das Herold nur allzu
gern zurückgibt: „Herr Ruder ist eine
Unternehmerpersönlichkeit, wie man
sie sich wünscht. Er weiß genau, was er
kann, und holt sich die Unterstützung
dort, wo er sie braucht.“ Und genau darauf
ist das electroplus küchenplus Konzept
ausgelegt. „Die konsequente Aus-
Wirkungsvolle Unterstützung bieten die
erfolgreichen Marketingleistungen, die
das 360-Grad-Marketingpaket der EK
für das küchenplus Konzept bereitstellt.
Von der Homepage mit integriertem
Onlineshop bis zur Bespielung der wichtigsten
Social-Media-Kanäle setzt Mario
Ruder auf Know-how made in Bielefeld.
„Auch beim Marketing bieten wir
unseren Handelspartnern ein echtes
Rundum-sorglos-Paket“, so Christian
Claes, Senior Concept Manager küchenplus.
„Wir kümmern uns nicht nur um
den aktuellen Content, sondern auch
um personalisierte Werbemaßnahmen
auf Google, Facebook und Instagram
sowie den Google My Business-Auftritt
und vieles mehr. Unsere Handelspartner
stellen sich damit hochprofessionell
online und offline dar, und alle Maßnahmen
sorgen für mehr Frequenz und
Umsatz!“
Digitale Unterstützung gibt es auch bei
der Personalsuche: Dringend benötigte
Fachkräfte und Auszubildende können
über die „60-Sekunden-Online-Bewerbung“
zeitgemäß angesprochen und
neugierig gemacht werden. sl
Aus „Black Friday“ wird „Snack Friday“
„Sie sparen, wir spenden!“ lautet das Motto der diesjährigen Kampagne, mit der EK
Retail ihre electroplus und küchenplus Fachhändler zur Black Week ins Rennen schickt.
Nachdem man in den vergangenen Jahren mit dem „Green Friday“ ein Zeichen für
die Umwelt setzte, rücken die Bielefelder noch bis zum 2. Dezember mit ihrem
„Snack Friday“ diesmal ein soziales Thema in den Fokus, bei dem es darum geht,
bedürftige Kinder an Grund- und Förderschulen mit einem kostenlosen Schulfrühstück
zu versorgen.
Während des Aktionszeitraums werden in den Fachgeschäften der teilnehmenden
electroplus und küchenplus Handelspartner ausgewählte Hausgeräte zum Vorteilspreis
angeboten. Für jedes verkaufte oder reparierte Gerät spendet EK Retail an den
Verein „brotZeit“, der deutschlandweit an über 400 Grund- und Förderschulen dafür
sorgt, dass bedürftige Kinder ein ausgewogenes, kostenloses Frühstück erhalten.
Christian Claes (l.), Senior Concept Manager küchenplus, Meike Ullrich, Senior
Concept Manager electroplus, und Martin Wolf, Head of Sales & Marketing Electro/
Kitchen/ Lighting, präsentieren ihre „Snack Friday“ Kampagne.
Unternehmen 11
Time to
celebrate
Möbel-Rulfs aus Winsen in
der Metropolregion Hamburg
feierte im September 2024
das 150-jährige Jubiläum als
Familienunternehmen. Bereits
in fünfter Generation führen
Beke Rulfs und Anneke Rulfs-
Frahm den Möbelfach handel
mit einer Ausstellungsfläche
von 3.000 qm als erfolgreichen
Kompletteinrichter.
Wie gelingt es, ein Unternehmen über
150 Jahre erfolgreich zu führen? Das
Erfolgsrezept von Möbel-Rulfs liegt in
Innovationsgeist und Spezialisierung.
Bereits kurz nach der Gründung 1874
setzte Gründer Franz Rulfs in der damaligen
Tischlerei auf die Ergänzung durch
Handelswaren. Aus dem Zusatzangebot
entwickelte sich über die Jahrzehnte der
Schwerpunkt auf den Möbelhandel.
Heute sorgen noch immer hauseigene
Tischler für handwerklich exzellente Ausführung
in jedem Einrichtungsprojekt.
So bleibt Möbel-Rulfs seinen handwerklichen
Wurzeln treu und geht konsequent
den Weg des Kompletteinrichters. Insbesondere
der Verkauf von technisch hochwertigen
Küchen hat die Stellung von
Möbel-Rulfs in der Region stabilisiert.
Geschäftsführerinnen Beke Rulfs und Anneke Rulfs-
Frahm, MZE-Geschäftsführer Rüdiger Gehse und
Alexandra Ziech, MZE-Bereichsleitung Küche & Wohnen
(v.l.n.r.). Foto: Möbel-Rulfs
Innovativ & spezialisiert
Ein weiterer Baustein für den Erfolg von
Möbel-Rulfs ist die Spezialisierung, um
sich von der Großfläche abzuheben. Bereits
1977 realisierte Ingrid Rulfs im Zuge des
Neubaus eine skandinavische Boutique.
Damit war sie dem Trend des „Scandi
Style“ um Jahrzehnte voraus und schuf ein
Alleinstellungsmerkmal für Möbel-Rulfs.
Bis heute ist der skandinavische Weihnachtsmarkt
ein großer Anziehungspunkt
in der Region und Möbel-Rulfs ist bekannt
für skandinavisches Design.
„Durch die MZE-
Mitgliedschaft können
wir wirklich alles
anbieten, was unsere
Kunden wünschen.“
Anneke Rulfs-Frahm
150 Jahre sind eine beachtliche Firmentradition,
welche Familie Rulfs mit seinem
Team, Kunden und Partnern im
September 2024 gebührend feierte.
Neben zahlreichen Jubiläumsaktionen
bot Möbel-Rulfs eine Sonderausstellung
zur 150-jährigen Firmengeschichte, die
vom Seniorchef Wilhelm Rulfs mit
Originalstücken aus dem Familienarchiv
ausgestattet wurde.
Das Event-Wochenende von 19. bis
22. September 2024 wurde mit einem
Empfang und Fest, Kochvorführungen,
Kinderaktionen, Kunst und Kulinarik
sowie einer Sonderöffnung am Sonntag
ausgiebig zelebriert.
Auch MZE-Geschäftsführer Rüdiger
Gehse und Alexandra Ziech, Bereichsleitung
Küche & Wohnen, ließen es sich
nicht nehmen, dem langjährigen MZE-
Mitglied Möbel-Rulfs zum Firmenjubiläum
persönlich zu gratulieren.
Flexibel & persönlich
Persönlichkeit und Flexibilität machen
den Unterschied: Davon ist man bei
Möbel-Rulfs zutiefst überzeugt. „Wir
haben viele Stamm- und Neukunden,
die sich von der Großfläche überfordert
fühlen. Bei uns werden sie von langjährigem
Stammpersonal beraten, das die
Namen und Vorlieben unserer Kunden
kennt. Genau das schätzen immer mehr
Menschen und mit dieser Stärke können
wir punkten“, erklärt Anneke Rulfs-
Frahm das Beratungskonzept.
Außerdem sei es wichtig, auf Kundenwünsche
flexibel einzugehen. Hier sieht
Anneke Rulfs-Frahm auch die große
Stärke in der Zusammenarbeit mit MZE
als Möbelverband: „Durch die MZE-
Mitgliedschaft können wir wirklich alles
anbieten, was unsere Kunden wünschen,
und das auch zu realistischen, konkurrenzfähigen
Preisen. Hat ein Kunde
einen speziellen Produktwunsch, halte
ich Rücksprache mit MZE oder nutze
direkt den MZE-Navigator für die
Lieferanten-Recherche und die Abfrage
der Preislisten“, betont Anneke Rulfs-
Frahm die Flexibilität durch die MZE-
Mitgliedschaft und ergänzt: „Wir schätzen
die persönliche Betreuung bei MZE.
Wir erhalten proaktiv Ideen, wie man
mehr Kunden ins Haus bringt. Deshalb
sind wir seit 1987 überzeugtes MZE-
Mitglied.“
Mit persönlichem Service, Flexibilität
und Spezialisierung gehen Beke Rulfs
und Anneke Rulfs-Frahm weiter einen
individuellen Weg im Sinn der Familientradition.
jp
Möbel-Rulfs berät
Kunden individuell
zum Kauf technisch
hochwertiger Küchen.
Foto: Möbel-Rulfs.
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Anwendung VINOTAG®
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wird
Redaktion 13
Anfang November trafen sich die
MHK Nachwuchskräfte aus dem
Küchenfachhandel in der Düsseldorfer
Firmenzentrale des Einkaufsverbandes
ElectronicPartner.
MHK Jungunternehmertreffen
Wertvolle Unterstützung
zum Jahresende
Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Für Unternehmer stehen damit der Jahresabschluss und
die Bilanzierung sowie die Strategie für 2025 ins Haus. Doch welche Key Performance
Indicators, kurz KPI, sind für eine erfolgreiche Planung wichtig und welche Entscheidungen
lassen sich daraus ableiten? Diese und weitere Fragen rückte das vierte und für dieses
Jahr letzte Treffen der MHK Jungunternehmer in den Fokus.
Anfang November trafen sich die
MHK Nachwuchskräfte aus dem
Küchenfachhandel in der Düsseldorfer
Firmenzentrale des Einkaufsverbandes
ElectronicPartner. Hier warfen sie
einen Blick hinter die Kulissen des
MHK Kooperationspartners und
tauschten sich mit Experten über die
Bedeutung von KPI aus. „Anhand
konkreter Zahlen haben wir uns mit
der Analyse einer betriebswirtschaftlichen
Auswertung auseinandergesetzt,
Positionen wie Kontokorrent, Verbindlichkeiten,
Personal- und Mietkosten
bewertet und diskutiert, wie diese
Kosten im Verhältnis zum Umsatz und
Rohertrag stehen“, berichtet Benjamin
Kraft von „KWK Küchen“ in Sundern.
Neben der betriebswirtschaftlichen
Auswertung ging Referent Volker Fuhrmann,
Prokurist des MHK Zentralregulierers
IHT, auch auf die bevorstehende
Bilanz und den Jahresabschluss
ein.
Für Benjamin Kraft eine wertvolle
Vorbereitung auf spätere Aufgaben:
„Ich berate und betreue Kunden. Aber
auch kaufmännische Aufgaben spielen
zunehmend eine Rolle.“ Der Einstieg
ins elterliche Unternehmen war für den
28-Jährigen keine Selbstverständlichkeit.
„Ich habe das Küchenstudio lange
als Baby meines Vaters gesehen und
deshalb meinen eigenen Weg gesucht“,
berichtet der ausgebildete Automobilkaufmann,
der seine ersten Erfahrun-
14 Unternehmen
gen in der Kfz-Branche sammelte.
Nach einem Gespräch im Familienkreis
und einigen Monaten intensiven Nachdenkens
entschied er sich vor knapp
fünf Jahren für die Küchenbranche.
„Eine Entscheidung, die ich bis heute
keine Sekunde bereut habe.“ Im Prozess
der Unternehmensnachfolge schätzt er
den Austausch unter Gleichgesinnten.
Deshalb sind die MHK Jungunternehmertreffen
für ihn feste Termine.
KPI im Verkauf
Neu bei den Treffen, aber keinesfalls
in der Branche, ist Jana-Carina Ardland
vom Küchenstudio Ardland in
Nordhorn. „Im Verkauf geht es zweifellos
darum, Emotionen zu wecken.
Aber nur wenn auch die Zahlen dahinter
stimmen, wird der Verkauf für den
Kunden und das Unternehmen erfolgreich“,
weiß die 19-Jährige, die unter
anderem für ihren Vater und Inhaber
Ingo Ardland Angebote bearbeitet und
anpasst, an den Samstagen auch selbst
Kunden betreut und sich parallel in
die Buchhaltung einarbeitet. Auf typische
Kalkulationsfehler machte Georg
Lehr, System Consultant bei Carat,
Hersteller der gleichnamigen Küchenplanungssoftware,
den Nachwuchs aufmerksam.
Darüber hinaus zeigte er,
wie sich verschiedene Aufschlagsfaktoren,
die in Carat hinterlegt werden können,
auf den Umsatz auswirken und,
dass auch aktiv angebotene Finanzierungsmöglichkeiten
echte Umsatzbooster
sind. „Der Workshop war perfekt,
um mein Wissen zu erweitern und, um
noch einmal den Blick für die entscheidenden
Zahlen zu schärfen“, resümiert
Jana-Carina Ardland, die im August
ihr duales Studium an der Möbelfachschule
in Köln begonnen hat.
Marketing Deep Dive
schließlich am Beispiel der Handelsmarke
„EP:“ deutlich. EP-Vertriebsleiter
Torsten Schimkowiak unterstrich,
dass eine Transformation als Folge des
Online-Booms notwendig geworden
sei und dem Verband geholfen habe,
sich anzupassen, neue Vertriebswege
zu erschließen und auch heute noch
erfolgreich zu sein.
Networking mal anders
Auf einer Safari durch die Altstadt und
verschiedene Kleinstbrauereien ging
es nicht mehr um Zahlen und Marketing,
sondern die Bierkultur der nordrhein-westfälischen
Landeshauptstadt,
das Brauen von Altbier und natürlich
ums Networking. Mit Blick auf die vier
Treffen 2024 resümiert Jungunternehmersprecher
Felix Weidner: „Es waren
drei sehr gute Termine mit vielen neuen
Gesichtern in unserer Runde und
geprägt von einer tollen Stimmung.
Als besonders positiv wurde neben den
offiziellen Programmpunkten der Austausch
rund um das Thema Nachfolge
wahrgenommen, denn er zeigt,
dass keiner von uns mit einem Thema
alleine oder gar auf sich gestellt ist. Wir
alle stehen vor ähnlichen Herausforderungen
und können uns aufgrund der
unterschiedlichen Stadien, in denen wir
uns auf dem Weg zur Unternehmensnachfolge
befinden, super unterstützen.“
sl
„Die MHK Jungunternehmertreffen
sind für
mich feste Termine.
Ich schätze den
Austausch sehr.“
Benjamin Kraft,
„KWK Küchen“
Neben den Zahlen lag der dritte
Schwerpunkt auf dem Marketing. Mit
Hans Rüster, Managing Director der
Brand Factory, und Torsten Racky,
Leiter Corporate Marketing der MHK
Group, analysierten die Teilnehmer,
welche der zahlreichen Social Media-
Kanäle sich besonders eignen, um
einerseits Awareness für eine Marke
oder das eigene Unternehmen zu
schaffen und andererseits Leads zu
generieren. Darüber hinaus erarbeiteten
sie anhand der vier „P“ (Product,
Price, Place, Promotion) einen optimalen
Markenauftritt und diskutierten,
wie man offensiver mit Preisthemen
umgeht und welche Sortimente beworben
werden sollten. Wie wichtig in
der heutigen Zeit Agilität ist, wurde
Die Jungunternehmersprecher der MHK Group (v.l.n.r.): Markus Paul, MHK, Felix Weidner, Reddy Küchen Taucha, Johannes
Weigelt, Küchenfachgeschäft Falko Weigelt in Pirna, Hendrik Frey von Frey Küchenzentrum-Innenausbau in Kandel, Larissa
Meyer-Bechtle, Küchenstudio Küche und Raum in Berlin und Paul Eichhorn, MHK. Fotos: MHK Group
Unternehmen 15
Inspirierende Trends
Smarte Küchenhelfer, energieeffiziente Geräte, multifunktionale Lösungen –
der Küchenherbst 2024 brachte auch in den Bereichen Dienstleistungen, Geräte und
Zubehör aufregende Neuheiten mit sich, die wir auf den folgenden Seiten im zweiten Teil
unseres Nachberichts zu den Veranstaltungen in und rund um Löhne vorstellen.
Amica
Schwarze Eleganz
Neue Backöfen, Mikrowellen, Kochfelder, Dunstabzugshauben und Weinkühlschränke
bilden die neue Serie „Noir Design“ von Amica. Ein Highlight ist der
Einbau-Backofen „EBSX 949 800 V“ (Foto). Mit seinen 19 Autoprogrammen zum
Backen und Braten, von denen 15 wahlweise mit Dampfunterstützung programmiert
sind und das auf der Basis von elf verschiedenen Ofenfunktionen, ist er bestens
ausgestattet um auch Profis in der Küche zu überzeugen. Mit der „Injection Steam“-
Technologie wird automatisch Dampf erzeugt und gezielt den Speisen zugeführt.
Je nach persönlichem Geschmack lassen sich zusätzliche Dampfstöße auslösen.
Foto: Amica
Beko
Mehr Platz
Jens-Christoph Bidlingmaier, Regional Managing Director Northern
Europe von Beko Europe, präsentierte auf Gut Böckel auch
Induktionskochfelder mit innovativer„CleanProtect“-
Nanobeschichtung. Foto: Lehmann
Bauknecht
Funktionales Design
Ein klares und elegantes Design in sattem Schwarz, ein
großzügiges TFT-Touch Display und dazu zahlreiche
innovative Technologien die das Backen, Kochen und
Dampfgaren vereinfachen – all das vereinen die neuen
Bauknecht Design-Backöfen.
Ein Highlight ist die integrierte AirFry-Funktion. Für
die optimale Zubereitung von Ofengerichten sorgt auch
der patentierte, formstabile Kerntemperaturfühler. Die
Sensoren des Fühlers überwachen die Kerntemperatur
des Garguts, passen die Gardauer automatisch an und
schalten den Ofen aus, wenn das Gericht fertig ist.
Die Beko Germany
GmbH bietet neue Einbau-Kühl-Gefrierkombinationen
mit 70 Zentimetern
Breite. Die
neuen Modelle kommen
für die Marken Beko
und Grundig auf den
Markt.
Die Beko „BCNE
400E50SHN1“ Einbau-
Kühl-/Gefrierkombination
verbindet großzügigen
Stauraum mit
fortschrittlicher Technologie
und elegantem
Design. Mit einem
Nettovolumen von
370 Litern ist sie perfekt
geeignet für große Haushalte.
Das „AeroFlow“-
System gewährleistet
eine gleichmäßige Verteilung
der kalten Luft,
die No-Frost-Technologie
verhindert Eisbildung
im Gefrierfach.
Die „HarvestFresh“-Technologie in der Beko „BCNE400E50SHN1“ Einbau-Kühl-/
Gefrierkombination imitiert im Obst- und Gemüsefach das natürliche Licht des täglichen
Sonnenzyklus und bewahrt somit Vitamine länger. Foto: Beko
16 Produkt
Berbel
Intelligente Upgrades
Auf der area30 zeigte Berbel die neue Generation der „Downline“ Kochfeldabzüge dem Fachpublikum.
Alle vier Modelle überzeugen mit technischen Upgrades und ausgereiften Funktionen.
Jede „Downline“ zeichnet sich durch die neue, hocheffiziente spiralförmige Dunsterfassung
und die platzsparende quadratische Einströmeinheit aus.
Das Highlight bei der „Downline Infintiy Pro“ und der „Downline Advance“ sind die „Clever
Cook“-Funktionen. Sie erleichtern den Kochalltag, indem fundamentale Kochprozesse automatisiert
und optimiert werden, zusätzlich bietet eine präzisierte Temperatursteuerung mehr
Sicherheit. Fünf intelligente Programme – die Wasserkoch-, Dämpf-, Temperaturhalte-, Pastaund
Bratfunktion – garantieren die permanente Kontrolle des gesamten Kochvorgangs.
Berbel-CEO Robert Brandon mit den neuen „Downline“ Kochfeldabzügen. Foto: Lehmann
Thorsten Neelen,
Managing Director/
Head of Markets
DACH, demonstrierte
die Vielfalt
der Blanco-Lösungen
auf Gut Böckel.
Foto: Lehmann
Blanco
Optionen am Wasserplatz
Blanco rückte neben seiner „Blanco Unit“ auf Gut Böckel vor allem seine
Wassersysteme in den Fokus. Für gefiltertes Wasser sorgt beispielsweise die
Produktneuheit „Blanco Catris-S Flexo Filter“. Sie reduziert dank Mehrstufenfilter
den Kalkanteil im Wasser, so dass das wertvolle Lebenselixier
mit verbessertem Geschmack noch mehr Freude bereitet. Für besondere
Ansprüche stehen beispielsweise ein Microplastic-Filter oder Magnesium-
Filter zur Verfügung. Mehr zum Blanco-Auftritt lesen Sie auf Seite 30.
„Seit dem Zusammenschluss von Compusoft und 2020
agieren wir unter der Dachmarke Cyncly”, so Christian
Pfeifer, Senior Sales Director bei Cyncly und Vorstand der
Compusoft Deutschland AG. „Unser Ziel ist es, als
strategischer Partner der Küchenbranche zu agieren und
alle Aktuere – Designer, Händler und Hersteller -
zusammenzubringen.” Foto: Lehmann
Bora
Bye-bye nasser Lappen
Bora stellte in seinem Flagship
Store in Herford mit „Bora
Sink“ die erste selbstreinigende
Küchenspüle vor: Von allen vier
Seiten des Spülbeckens fließt
gleichzeitig auf Knopfdruck
Wasser herab und reinigt so
Wände und Becken in wenigen
Sekunden. Ein intelligent durchdachtes
Strömungsprofil sorgt
für eine gleichmäßige Wasserverteilung
auf der seidig-matten
nahtlos geschlossenen Oberflächenstruktur.
Foto: Bora
Cyncly
Ganzheitliche Lösungen
Seine umfassende Suite von Softwarelösungen
hat Cyncly zur area30 in den Fokus gerückt.
Dazu zählen integrierte Management-Tools und
der weltweit größte Katalog-Content-Hub. Die
neue Lösung „Winner Flex“ bietet zudem jetzt
eine umfassende cloudbasierte Lösung für den
gesamten Verkaufsprozess. Damit können Fachhändler
und Planer Kundenanfragen, Projekte
und Planungen von überall aus bearbeiten, teilen
und abschließen. Zu den neuen Funktionen
gehört ein optimierter Artikelbrowser, der die
Anzahl der Klicks pro Planung um 40 reduziert.
Die überarbeitete Benutzeroberfläche ermöglicht
eine intuitivere Bedienung und eröffnet zusätzliche
Upselling-Möglichkeiten.
Produkt 17
Elco
Vielfalt in Kunststoff
Neben den bewährten Klassikern wie Schubkasteneinsätzen, Schubkastensystemen und
Antirutschmatten stellte Elco zu seinem Premieren-Auftritt auf der area30 auch Wertstofftrennsysteme
in den Fokus. Die neuen Produkte in diesem Bereich sind im Design hochwertig
verarbeitet, in zwei unterschiedlichen Höhen erhältlich und bieten sinnvolle Mehrwerte
wie Deckel mit Einsätzen für Schalen.
Angelika Kerner, Leitung Vertrieb Möbel, und Fabian Quandt, Leitung Produktmanagement,
freuten sich über die positive Resonanz zur area30. Foto: Lehmann
Elica
„Innovativer Geist“
Mit einer dauerhaften Ausstellung ist Elica im IDF34 präsent. Im Rahmen des Küchenherbstes
präsentierte das italienische Unternehmen hier seine neue „Cooking“-Kollektion:
Induktionskochfelder, Backöfen, Weinkühlschränke und vor allem „Lhov“. Die All-in-
One-Kochlösung vereint Backofen, Kochfeld und Abluftsystem in einem einzigen Produkt.
„‚Lhov‘ und die neue Cooking-Kollektion stellen ein konkretes Beispiel für die Fähigkeit
von Elica dar, die Bedürfnisse des Marktes zu antizipieren und sie in Lösungen umzusetzen,
die das Kocherlebnis neu definieren“, so Samanta Simonetti (Foto), General Manager
Elica Deutschland.
Foto: Lehmann
Rafael Tausch
hat im September
die neue
Funktion des
Country Managers
und damit
die Leitung der
Frio Germany
GmbH im
baden-württembergischen
Lahr übernommen.
Foto: Lehmann
Gaggenau
Zeitloser Luxus
Im house4kitchen stand für Gaggenau alles im Zeichen
einer eleganten und zeitlosen Vereinigung von Ästhetik und
Funktionalität. Sichtbar wurde dies auch in der neuen Serie
„Expressive“. Sie besticht durch ein harmonisches Zusammenspiel
von anspruchsvollem Design und leistungsstarker
Funktionalität. Die skulpturale Serie bietet eine gesamte Kollektion
an luxuriösen Kücheneinbaugeräten und reicht von
Backofen, Dampf- und Mikrowellenbackofen, Vakuumierund
Wärmeschubladen bis hin zum Espresso-Vollautomaten.
Frio
Ausgebaute Kühlkompetenz
Mit der Vorstellung der „FrigeluX“ Kühlschränke weitet Frio seine
Fachkompetenz im Bereich der Kältetechnik auch auf andere Produktsegmente
aus. Damit bietet das Unternehmen dem deutschen
Küchenhandel insgesamt vier Einbaumodelle mit „no-frost“ Funktion
für die Nischenhöhen 177 cm und 196 cm und zwei „Side-by-
Side“ Modelle mit 466 Litern Gesamtvolumen. Letztere punkten
durch ihre Zu- und Entlüftung im Sockelbereich und die Gerätetiefe
von 59,8 cm, womit sie sich elegant in die Küchenplanung einfügen.
18 Produkt
Der neu gestaltete Showroom von Gaggenau im house4kitchen wurde
auf die Eleganz des Wesentlichen reduziert und verbindet natürliche
Materialien wie Holz, Marmor und Stahl. Foto: Gaggenau
IMPRESSUM
Verlag Matthias Ritthammer GmbH
Emmericher Straße 10,
90411 Nürnberg
Postfach 190128, 90118 Nürnberg
Telefon +49 911 9 55 78-0
www.moebelmarkt.de
lehmann@moebelmarkt.de
Den neuen „PizzaPlus“ Einbaubackofen rückte Gorenje in den Mittelpunkt seiner
Ausstellung auf Gut Böckel. Foto: Gorenje
Gorenje
Ein Hauch von Dolce Vita
Mit dem neuen „PizzaPlus“ Einbaubackofen brachte Gorenje einen Hauch
von Dolce Vita in seine Ausstellung auf Gut Böckel. Das Versprechen,
frische Pizza mit 350°C in nur 3,5 Minuten wie beim Lieblingsitaliener
zuzubereiten, kam dabei bei den Fachbesuchern gut an. Möglich macht
das die „PizzaPlus“ Funktion, die die Hitze im oberen Bereich des Ofens
konzentriert.
Marc Dobro, Leader Central Europe, Lixil EMENA
& Managing Director Grohe Deutschland Vertriebs
GmbH, sieht in den Produktlösungen von Grohe einen
echten Mehrwert. Foto: Lehmann
Garantiemax
Kundenbindung im Fokus
Das ostwestfälische Unternehmen Garantiemax
bietet Küchenhändlern eine neue Möglichkeit zur
Kundenbindung: Ab sofort können Küchen bis zu
zwei Jahre nach der Montage nachgemeldet und
mit „XCare+Kitchen“, inklusive Zehnjahresgarantie,
ausgestattet werden. Die Garantie deckt alle
Komponenten der Küche, einschließlich Elektrogeräte,
ab. Über eine Web-App können Kunden
Schäden und Ersatzbestellungen bequem verwalten.
Dabei profitieren Händler ohne zusätzlichen
Aufwand: Garantiemax übernimmt die komplette
Abwicklung der Kundenbestellungen, während ein
Teil des Umsatzes an die Händler zurückfließt.
Grohe
Wassersysteme für
jeden Geschmack
Grohe rückte zur area30 seine
Wassersysteme in den Fokus.
„Grohe Blue Pure“ verwandelt
mit leistungsstarken Filterlösungen
Leitungswasser in
wohlschmeckendes Trinkwasser.
Die Allround-Lösung für
den Einsatz in privaten Küchen
ist hingegen „Grohe Blue
Home“: gefiltertes und gekühltes
Wasser in den Sorten still,
medium oder sprudelnd direkt
aus der Küchenarmatur. Wer
lieber jederzeit auf Knopfdruck
kochendes Wasser direkt aus
der Armatur möchte, setzt auf
„Grohe Red“.
Abb.: Garantiemax
Herausgeber und Verleger Klaus Ritthammer, Franz Schäfer
Geschäftsführerin Christine Ritthammer
Chefredaktion Sebastian Lehmann
Redaktion Arnd Schwarze, Philipp Gassner, Julia Peters
Anzeigen Irini Katsika
Vertrieb Ann-Kathrin Ritthammer, Daniela Kollár
Verlagsbüro Süd Gerrith B. Horndasch M.A.,
Kastanienweg 9,
78713 Schramberg, Deutschland,
Telefon +49 7422 20 06 95-9,
Mobil +49 177 4 37 74 84,
horndasch@ritthammer-verlag.de
Anzeigenpreisliste Nr. 63/2024
Anzeigenschluss für Empfehlungsanzeigen jeweils sechs Wochen vor
Erscheinen; für Gelegenheits-, Vertretungs- und Stellen anzeigen bis eine
Woche vor Erscheinen, später auf Anfrage.
Bezugspreise küche & bad forum
Jahresabonnement Print + Digital 96,00 Euro. Zzgl. Porto und derzeit gültiger
Mehrwertsteuer. Kündigung 3 Monate vor Ablauf des Abschlussjahres.
Nachdruck (auch auszugsweise) und Vervielfältigungen jeder Art bedürfen der
schriftlichen Genehmigung des Verlages. Fremdbeiträge, die mit Namen des
Verfassers gezeichnet sind, geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion
wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung
übernommen.
„küche & bad forum“ ist Organträger für den Verband der Deutschen
Küchenmöbelindustrie e.V.
INSERENTENVERZEICHNIS
D
Der Küchenring GmbH & Co. KG, Rheinbach Seite 20-21
E
Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH, Leonberg
2. Umschlagseite
F
Fachschule des Möbelhandels, Köln
4. Umschlagseite
Frio Germany GmbH, Lahr Seite 13
M
MZE, Neufahrn b. Freising Seite 7
N
Nolte Küchen GmbH & Co. KG, Löhne Titel, Seite 25
W
Worldwide Exhibitions Service Co., Ltd.,
Shanghai (Volksrepublik China) Seite 5
Diese Hülle wurde aus Polyethylen (PE) ohne Verwendung
von Zusätzen hergestellt. Die verwendeten Druckfarben enthalten
keine toxischen Schwermetalle wie z. B. Blei, Cadmium
oder Quecksilber. Auf der Mülldeponie verhält
sich diese Hülle grundwasserneutral. Sie ist rückstandslos
in der Müllverbrennung zu entsorgen, voll recyclingfähig und
deshalb besonders umweltverträglich.
Der Möbelmarkt wird auf 100% recyclingfähigem Papier
aus nachwachsenden Rohstoffen der EU produziert.
Produkt 19
Küppersbusch
Kompakt, schnell und autonom
Küppersbusch wartete auf Gut Böckel u. a. mit dem „CBD 6340.0“ auf. Der neue Kompakt-
Dampfbackofen findet mit seiner Höhe von 45 cm auch Platz in kleinen Einbauküche. Das
Gerät produziert den Dampf in einem externen Dampferzeuger.
Besonders praktisch: Da der „CBD 6340.0“ mit einem Frischwasserbehälter ausgestattet ist,
funktioniert er autonom – ein Festwasseranschluss wird nicht benötigt. Vier Dampfgarfunktionen,
acht Backofenfunktionen sowie die manuelle Dampfstoß-Spezialfunktion, die zu
jedem Vorgang zugeschaltet werden kann, unterstützen bei der Zubereitung der Speisen.
Der neue Küppersbusch Kompakt-Dampfbackofen „CBD 6340.0“, hier präsentiert von Geschäftsführer Andreas
Beyerle, ist in den Gerätefarben Schwarz und Mattschwarz ab Januar 2025 erhältlich. Foto: Lehmann
Miele
Natürlich stilvoll
In der Einrichtungswelt sorgt der neue Farbton Beige für Aufsehen.
Denn Beige harmoniert, ebenso wie Schwarz, elegant und zeitlos mit
unterschiedlichen Umgebungen und Einrichtungsstilen. Pearlbeige ist
die Miele-Interpretation dieses neuen Trends und verleiht Kücheneinbaugeräten
eine dezente Anmutung – insbesondere, wenn sie in der
Designlinie „ArtLine“ ganz ohne Griffe auskommen. Zum Portfolio der
„ArtLine“-Designlinie in Pearlbeige gehören Backöfen, Dampfbacköfen
und Backöfen mit Mikrowelle. Ergänzt werden diese um Einbau-Kaffeevollautomaten
und Wärme- bzw. Vakuumierschubladen. Zum Eyecatcher
in der Küche avanciert die Dunstabzugshaube „Sienna“.
Die Designline
„ArtLine“ von
Miele im neuen,
warmen Farbton
Pearlbeige lässt
sich für einen
markanten und
dennoch warmen
Look mit dunklen
Hölzern kombinieren.
Foto: Miele
Plasmamade
Upgrade für Dunstabzüge
Plasmamade hat zur area30 die neueste Generation von E-Filtern
für Küchenlüftungssysteme eingeführt. Die neuen Modelle zeichnen
sich durch ein schlankeres, moderneres Design aus, das nicht
nur ästhetisch ansprechender ist, sondern auch funktional verbessert
daherkommt. Mit kleineren Abmessungen und größeren
Luftschlitzen optimieren diese Filter den Luftstrom und steigern
die Effizienz der Luftreinigung signifikant. Das neue Schnellmontagesystem
ermöglicht eine unkomplizierte Installation.
Einblicke in die
Neuheiten
von Naber
gewährte
Marketingleiter
Jürgen Heilen.
Foto: Lehmann
Naber
Großer Zuspruch
„Diese Innovation setzt Maßstäbe in Effizienz, Design und Umweltfreundlichkeit,
wodurch Plasmamade seine Position als Marktführer in der Branche
weiter festigt“, freute sich Geschäftsführer Klaus Weigert zur area30.
Foto: Lehmann
22 Produkt
Auf dem Messestand von Naber zur area30 wechselten sich angeregte
Gespräche mit intensivem Betrachten und Testen der neuen
Armaturen, LED-Leuchten, Nischenrückwände, Sitzmöbel,
Abfallsammler und weiteren Zubehör-Attraktionen ab. Großen
Zuspruch fand auch das präsentierte Wesco-Sortiment. Seit dem
Erwerb der Wesco-Markenrechte im März 2024 führt Naber das
traditionell sehr hochwertige Programm an Standabfall-, Outdoor-
und Aufbewahrungs-Behältern weiter. In ihrer farbenfrohen
Vielfalt ergänzt die Warengruppe das Naber Vollsortiment mit
dem Ziel, dem Küchenambiente neuen Schwung zu verleihen.
Samsung
Nachhaltig vernetzt
Das Gefrierfach der Einbau-Kühl-Gefrierkombination „BRB6500D“ ist so
geräumig, dass sogar Pizzakartons problemlos hineinpassen. Foto: Samsung
Auf der area30 stellte Samsung seine aktuelle Generation an vernetzten
und energiesparenden Einbaugeräten mit AI-Funktionen und nahtloser
Konnektivität vor. Zu den Highlights gehörte neben dem „Anyplace“
Induktionskochfeld mit dem smarten 7-Zoll-LCD AI Home
Display die neue 69 cm breite und Wi-Fi-fähige Einbau-Kühl-Gefrierkombination
„BRB6500D“. Durch die Aktivierung des „SmartThings
AI Energy Mode“ können Nutzer den Energieverbrauch um bis zu
zehn Prozent reduzieren. Diese Reduktion wird möglich durch Anpassungen
der Geschwindigkeit des Kompressors und der Abtauzyklen.
Zusätzlich bieten die Samsung „BRB6500D“ eine signifikante Vergrößerung
des Kühl-/Gefrierraums. Eine spezielle Isolierung ermöglicht
eine geringere Wandstärke ohne Einbußen bei der Energieeffizienz. So
erhöht sich bei nur 15 cm mehr Breite der Nutzinhalt um ganze 31 %.
Schock
Frischer Farbwind
Schock erweitert sein Portfolio um neue, intensive Farben, die die Attraktivität
des Cristadur Materials weiter steigern soll. Die neue Farbe Berry
bereichert das Cristadur Sortiment mit einem eleganten Beeren-Ton. Berry
ersetzt den all-time Klassiker Rouge und lässt sich ideal mit schlichten Farben
wie Weiß, Schwarz und Grau sowie mit hellem Holz und Steinarbeitsplatten
kombinieren.
In der nachhaltigen „Cristadur Green Line“ führt Schock die neue Farbe
Ivy ein, einen intensiven Dunkelgrün-Ton, der sich harmonisch mit dunklem
Holz, Weiß oder kräftigen Komplementärfarben kombinieren lässt.
Schock will mit
der instensiven
und homogenen
Ausstrahlung der
neuen Farbe Berry
frischen Wind in die
Küchenwelt bringen.
Foto: Schock
Smeg
Vielseitige Akzente
Siemens
Ein Plus an Möglichkeiten
Foto: Siemens
Im neu gestalteten Showroom im IDF34 präsentierte
Siemens eine Reihe intelligenter Neuheiten. Darunter
die ersten Kochfelder mit „diamondProtect“ Oberfläche,
deren Härte an Diamanten heranreicht und
dadurch Pflegeleichtigkeit und langlebige Schönheit
garantiert. Das neue Material wird erstmals auch für
das „iQ500 inductionAir Plus“ Kochfeld eingeführt,
das einen integrierten Dunstabzug mit Kombi-Induktion
und Temperatursteuerung vereint.
Ein weiteres Highlight bot Siemens in Löhne mit der
Einführung des „iQ700 inductionAir Plus“ Kochfelds
(Foto) in der Matt Edition, das sich durch eine matte
Oberfläche und blaues Lichtdesign auszeichnet.
Auf Gut Böckel setzte Smeg
insbesondere mit den neuen,
durchgängig schwarzen Einbaugeräten
der Designlinie
„Linea Pure Black“ vielseitige
Akzente – sowohl im Zusammenspiel
mit Holztönen als
auch mit kühlen Materialen.
Die schwarze Gerätefamilie
umfasst neben den Multifunktions-Einbaubacköfen,
45 cm
Kompaktgeräten und -Mikrowellen
auch eine vertikale
Wandhaube. Passend dazu
bietet Smeg einen Blast-Chiller
sowie eine Vakuumier-Schublade.
Teil des „Pure Black“-
Programms sind zudem ein
Einbau-Kaffeevollautomat
und eine Wärmeschublade. Als
Hersteller mit Stammsitz im
Weinland Italien dürfen natürlich
auch Weinlagerschränke in
unterschiedlichen Höhen nicht
fehlen.
„Im Bereich der Einbaugeräte sehen wir für
Smeg ein großes Wachstumspotenzial und entsprechende
Chancen für unseren Fachhandel“,
ist Uwe Blanarsch-Simon, seit April Geschäftsführer
von Smeg Deutschland, überzeugt.
Foto: Smeg
Produkt 23
Tormek
Nie mehr stumpfe Küchenmesser
Foto: Tormek
Der Name Tormek steht seit mehr als 50 Jahren für perfekte Schärfe, schließlich wurde das
Unternehmen einst gegründet, um Werkzeuge für die Holzbearbeitung immer optimal scharf zu
halten. Inzwischen lässt Tormek aber auch die Herzen von Hobbyköchen höherschlagen, denn
mit dem „Tormek T-1 Kitchen Knife Sharpener“ für die Haushaltsküche haben die Schweden
jetzt ein Gerät speziell für Küchenmesser im Programm. Eine niedrige Drehzahl, um nicht zu
viel Material abzutragen, eine feinkörnige Diamantscheibe, die ohne Wasser schleift, und eine
patentierte Führung, dank der immer der richtige Winkel gehalten wird, machen die „Tormek
T-1“ zum begehrten Gadget. Und das mit kompakten Maßen und in den Ausführungen Zinc
Gray oder Carbon Black auch noch im besonders zeitgemäßen Design.
V-Zug
Optimierte Funktionen
Seit mehr als 100 Jahren entwickelt V-Zug Produkte nach Schweizer Handwerkskunst.
Dafür stehen auch die neuen „Adora“ Geschirrspüler. Der neue Innenraum überzeugt mit
eleganten Geschirrkörben in Silbermetallic sowie „SoftSlide“ und „SoftClose“ für ein hochwertiges
Erlebnis. Die neu gestalteten Auszugsschienen sorgen für eine sanfte Gleitbewegung,
um empfindliche Gläser beim Einschieben und Herausziehen der Körbe zu schützen.
Eine LED-Beleuchtung erhellt den geräumigen Innenraum.
Als weitere Produktneuheit konnte Sales Director Patric Schleicher bei V-Zug in der Architektur werkstatt
den „CombairSteamer V6000 60“ in der Design Farbe Pearl neu vorstellen. Foto: Lehmann
Virtuelles Küchenerlebnis
Mit „KPS.MAX vision“ bietet SHD eine immersive Virtual-Reality-Option für die
interaktive Küchenplanung.
Neue Programme
Der Kauf einer neuen Küche muss gut überlegt sein. Viele
Kunden wollen daher in den Showrooms nicht nur mehr eine
Küche sehen, sondern das Erlebnis spüren können. Persönliche
Interaktion und detailgenaues Einrichten wird immer
wichtiger. SHD bietet Küchenfachhändlern ein umfangreiches
Tool, mit dem der Küchenkauf auf eine neue Ebene gehoben
wird. „KPS.MAX vision“ realisiert virtuelle Erlebniswelten
und erlaubt den Kunden effiziente und komplexe Küchenplanung
in Verbindung mit einem interaktiven Erlebnis.
24 Produkt
Küche zum Greifen nah
„KPS.MAX vision“ bietet eine immersive Virtual-Reality-
Option. Kunden können durch eine 3D-Brille vollständig in
ihre virtuelle Küche eintauchen und sie mit dem 360-Grad-
Panorama-View aus jedem Winkel betrachten. In hoher Qualität
lassen sich 3D-Rundgänge erstellen, die auf nahezu allen
Endgeräten und ohne technische Hürden per QR-Code
zugänglich sind. So können Kunden ihre geplante Küche von
überall aus erleben und diese auch Familie und Freunden zeigen.Vor
allem bei virtuellen Meetings ist die Funktion besonders
praktisch. Kunden und Berater können sich unabhängig
vom jeweiligen Standort flexibel in der virtuellen Küchenplanung
treffen und Anpassungen sowie individuelle Wünsche
besprechen.
Mit „KPS.MAX vision“ lässt sich die zukünftige Küche überall bequem
und flexibel planen. Foto: SHD
SHD ermöglicht mit dem innovativen Tool
eine schnellere und gezieltere Entscheidungsfindung,
Endkunden erhalten einen realistischen
Einblick in ihre zukünftige Küche und
Küchenverkäufer können effizienter planen.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
UMSÄTZE
STEIGERN
UND ZIELE
ERREICHEN
ZIELE SETZEN – ZIELE ERREICHEN.
ZIELE SETZEN – ZIELE ERREICHEN.
Als gemeinschaftlich organisierter
Einkaufs- und Marketingverband für
mittelständische Küchenhändler bietet
Der Küchenring sowohl organisa torisch
als auch wirtschaftlich seinen Gesellschaftern
die besten Optionen. Ideale
Einkaufsbedingungen, Top- Konditionen,
attraktive Ausschüttungen und eine
minimale Eigenkostenquote sorgen für
sichere Umsätze und eine erfolgreiche
Zukunft.
WWW.KUECHENRING.DE
Mit der neuen
Front „Velluto“, hier
in der Farbe Lava,
bietet Nolte Küchen
eine pflegeleichte
Anti-Fingerprint-
Oberfläche in
Preisgruppe 2 an,
die mit ihrer matten
Lackoberfläche
auch optisch ein
Statement setzt.
In der neuen Korpushöhe
„Matrix800“
geplant, bietet die
Kücheninsel eine
gelungene Kombination
von Design
und Stauraum.
Fotos: Nolte Küchen
Erweiterte
Planungsvielfalt
Nolte Küchen vereint mit der neuen Korpushöhe
Design und Stauraum auf elegante Weise.
„Mit der neuen Korpushöhe ‚Matrix800‘ erweitern wir die
Planungsvielfalt für unsere Händler erheblich und bieten
Endkunden ästhetische Designlösungen bei optimaler
Raumausnutzung“, freut sich Nolte-Geschäftsführer Heiko
Maibach. „Matrix800“ fungiert bei Nolte Küchen künftig
neben dem 750er- und dem 900er-Korpus als dritte Korpushöhe
und passt damit in den aktuellen Trend: Einerseits ist
800 mm die meistverkaufte Korpushöhe in Europa – mit steigender
Nachfrage –, andererseits wird die Küchenplanung
immer wohnlicher.
Deshalb setzt Nolte Küchen bei „Matrix800“ auf eine wohnliche,
design-orientierte Darstellung, unter anderem durch eine
mittige Teilung und einen niedrigen Sockel, wodurch zusätzlicher
Stauraum entsteht. Der 800er-Korpus, der für alle Programmlinien
des Küchenmöbelherstellers verfügbar ist und
auch grifflos geplant werden kann, ermöglicht dabei erstmals
eine komplett symmetrische Aufteilung im Unterschrankbereich,
was für einen wohnlichen, ruhigen Look sorgt. Innenauszüge
in den Schubkästen können für eine optimale Untergliederung
geplant werden. Ein klarer Vorteil: 400 mm hohe
Auszüge bieten viel Stauraum, sodass beispielsweise auch
Getränkekisten mühelos untergebracht werden können.
Die Nischenhöhe bleibt bei 600 mm, dem Standard-Backofenmaß.
Neue Seitenschrankhöhen ermöglichen auch für
„Matrix800“ eine harmonische Linienführung
Auffällige Kampagne
Vorgestellt wurde „Matrix800“ zur Hausmesse mit einer
Kampagne, die bewusst mit den gewohnten Präsentationsstilen
bricht. Statt klassischer Küchenmotive liegt der Fokus
auf einer auffälligen Bildsprache. Dabei kommen erstmals KI-
Elemente bei der Motivgestaltung zum Einsatz, um visuell zu
überraschen und zu begeistern.
Maibach erklärt das Ziel: „Mit ‚Matrix800‘ bieten wir
unseren Handelspartnern die maximale Erweiterung der
bisherigen Planungsoptionen – und das muss auch unsere
Kampagne zeigen. Wir wollen Aufmerksamkeit erregen,
Begehrlichkeiten wecken und als Trendsetter
der Branche im Gedächtnis bleiben.“
Durch Scan des nebenstehenden QR-Codes
erfahren Sie mehr über „Matrix800“ von
Nolte Küchen.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
Neue Programme
Produkt 25
Umfangreiche Optimierungen
Zur area 30 präsentierte Falmec eine vielfältige aktualisierte Produktpalette.
Neue Programme
Das Kochsystem „Zero Easy“ mit verkleinertem Format und stilvoller Optik. Foto: Falmec
Raumnutzung der Kücheninsel erweitert, auf
ganzer Linie überzeugen. Schwarzes Aluminium
und Rauchglas sorgen für eine zeitlose
Optik, während die Technik verborgen
bleibt. Der verbaute bürstenlose Motor
ermöglicht eine geräuscharme Absaugung
und eine abnehmbare Blende verbessert die
Dampfabsaugung.
Die zwei neuen Downdraft-Lösungen „Level
One“ und „Level Invisible“ gehören neben
dem System „Monolith“, dem Regal „Shelf“
als Custom-Made-Modell und dem Dunstabzugsmodell
„Air Wall“ in der 150-cm-
Ausführung ebenfalls zu den vorgestellten
Produktneuheiten von Falmec.
Aktualisierte Klassiker
Unsichtbare Technologie bleibt das zentrale Thema beim italienischen
Lüftungsspezialisten Falmec. Das integrierte Kochsystem
„Zero Easy“ in edlem Look in mattem Glas und verkleinertem
Format von 76 cm stellte das Highlight der
diesjährigen Messe dar und punktet mit einer noch einfacheren
Installation und Bedienung.
Auch die Neuheit „Brooklyn“ der „Elements“ Kollektion
konnte die Besucher mit seiner Brückenstruktur, welche die
Der Lüftungsspezialst präsentierte zusätzlich zahlreiche angepasste
Bestseller. Die mehrfach ausgezeichnete Inselhaube
„Light“ ist nun in zwei Varianten erhältlich: Als 180 cm breites
Modell in elegantem, schwarz lackiertem Stahl mit satinierten
Aluminiumprofilen und als zeitlose Bronze-Option mit
120 cm Breite. Ebenfalls neu zu sehen waren die schwarzen
Versionen der Einbauabzüge „Virgola Touch und „Parallel“.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
Neu interpretierter Klassiker
Mit der neuen „Kentro 60“ erschließt Systemceram dem Spülstein
weitere Einsatzbereiche.
Neue Programme
26 Produkt
Der Spülstein gilt als ein typisches Merkmal der klassischen
Landhausküche. Mit „Kentro 60“ interpretierte der Keramikspezialist
Systemceram den Klassiker neu. Mit einer klaren
und aufgeräumten Formsprache fügt sich der Spülstein nahtlos
in unterschiedliche Küchenstile ein. Das geradlinige
Design empfiehlt sich damit besonders für puristische, grifflose
Küchen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Die „Kentro 60“ transportiert den Spülstein in das Umfeld
moderner Küchen und bewahrt gleichzeitig dessen traditionelle
Wurzeln. Klarheit und Ordnung treffen auf eine ausgeprägte
Funktionalität: Mit einer lichten Beckenbreite von
52 cm und einer Tiefe von 35 cm (bei einer Beckentiefe von
16 cm) bietet das Modell besonders viel Platz für die Lebensmittelvorbereitung
und Großzügigkeit auch für sperriges
Spülgut.
Elegante Ergonomie
Charakteristisch für die „Kentro 60“ sind die rund zweieinhalb
Zentimeter über dem Becken hochgezogenen Seitenwangen
sowie die zentrale Position der Armatur in der Mitte
der hinteren Funktionsbank. Im Zusammenspiel mit dem
schmalen Rand der Frontschürze dient die Funktionszone mit
zwei Ablaufrinnen als geführte Auflage für Schneidebretter.
Von der Position aus kann fließend bequem und direkt in das
Becken gearbeitet werden. Die Trogschürze selbst neigt sich
vor der Oberkante leicht nach innen und erleichtert so den
ergonomisch günstigen Zugang zum Becken.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
Der Spülstein „Kentro 60“ fügt sich mit seinem schlichten und zeitlosen
Design in jede Küche ein. Foto: Systemceram
Die erfolgreiche Lackfront „Senso“
bietet Nobilia jetzt auch in Schwarz in
Premium matter Lackausführung mit
bewährter Anti-Fingerprint-Technologie.
Zusätzliche Akzente lassen sich dank
der Design-Cover der „nBox“ setzen.
Das Design-Profil bildet einen schönen
Blickfang und verleiht den schiefergrauen
Schubkästen und Auszügen
einen ganz individuellen Charakter.
Fotos: Nobilia
Ein System – viel
Gestaltungs freiheit
Neue Maßstäbe in Hinsicht auf Design, Ästhetik, Komfort und
Individualisierungsoptionen verspricht Nobilia mit dem Schubkastensystem
„nBox“, das in Zusammenarbeit mit Hettich entwickelt wurde.
Mit der Kollektion 2025 stattet Nobilia sein Sortiment
exklusiv und serienmäßig mit dem neuen „nBox“-Schubkastensystem
aus. Es überzeugt durch sein geradliniges,
minimalistisches Design in elegantem Schiefergrau. Die
schlanke Schubkastenzarge von nur 10,7 mm Breite
integriert sich dabei harmonisch in das Gesamtbild des
Möbels.
Vielfältige Designmöglichkeiten
Mit dem „nBox“-Auszugssystem hat der Planer grundsätzlich
drei verschiedene Ausführungen zur Auswahl – von serienmäßig
mit eckiger Reling, optional mit Glasseite in Grauglas
oder als geschlossene Auszugsbox.
Neben den unterschiedlichen Ausführungen der Auszugsseite
können Innenschubkästen und -auszüge auch in der Frontblende
individualisiert und somit optisch sowie funktional
aufgewertet werden. Serienmäßig ist eine Holzblende, optional
eine Design-Glasblende oder eine geschlossene Design-
Blende aus Kunststoff erhältlich.
Das „nBox“-System bietet dabei ganz neue individuelle
Designmöglichkeiten im Möbelinterieur. Ob feiner Akzent
oder komplett neuer Look – die Design-Profile und Design-
Cover ermöglichen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten in
drei aktuellen Farben: Pur und architektonisch in Schiefergrau,
natürlich-entspannt in Eiche Sierra und exklusiv-extravagant
in Bronze Metallic gebürstet. Die Design-Profile setzen
als obere Zierleiste einen schönen Blickfang und verleihen
den schiefergrauen Schubkästen und Auszügen wahlweise eine
konsequent durchgängige Optik oder einen besonderen farblichen
Akzent.
Design-Cover verleihen der gesamten Schubkasten- oder Auszugsseite
hingegen einen komplett neuen Look und können
wie die Profile werkzeuglos mit einem Handgriff eingesetzt
und ausgetauscht werden.
Das neue Schubkastensystem macht übrigens nicht nur in der
Küche eine gute Figur, sondern auch im Wohn- oder Badbereich.
Die „nBox“ ist deshalb der neue Serienstandard für
allen Möbelwelten von Nobilia. „Die ‚nBox‘ ist ein funktionales
Bindeglied zwischen den Räumen und unterstützt unseren
More than Kitchen-Ansatz“, heißt es seitens Nobilia.
Hoher Komfort
Komfort versprechen zudem die verdeckte Schubkastenführung
und die optionale Push-to-open-Funktion der „nBox“.
Die Schubkastenschiene ist unter der filigranen Zarge unsichtbar
verbaut. Die schmale Zargenform erzeugt im Verbund mit
der Unterflurtechnik für eine optimale Platzausnutzung. Die
einfache Justage der „nBox“ sorgt auch dank komfortabler
Neigungsverstellung für ein perfektes Fugenbild. Darüber hinaus
überzeugt die verdeckte Schubkastenführung mit überragendem
Laufkomfort und außerordentlicher Stabilität.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
Neue Programme
Produkt 27
Der „Flex“, hier
in der Oberfläche
Gunmetal, ist auch
dank seines biegsamen,
schwarzen
Zugauslaufs
das beliebteste
Quooker-Modell
in Deutschland.
Komfort aus
dem
Wasserhahn
Ein Quooker-System im Haus bietet die
Vielfalt aller Wassersorten aus nur einem
Hahn, also neben warmem und kaltem
Mischwasser ebenfalls sofort kochendes
Wasser oder optional gekühltes
sprudelndes und stilles Wasser.
Quooker setzt mit innovativen Technologien und einem
ästhetischen Design klare Akzente und verdeutlicht, wie
intelligente sowie nachhaltige Küchenlösungen in den
Alltag integriert werden können. Besonders im Fokus
stehen die drei beliebtesten Armaturen „Flex“, „Front“
und „Fusion Square“.
Flexibilität in jeder Hinsicht
Mit einem klaren,
minimalistischen
Design begeistert
der „Front“.
Der biegsame, schwarze Zugauslauf des „Flex“ macht ihn
zum beliebtesten Quooker-Modell in Deutschland. Er bietet
einen großzügigen Handlungsradius, sodass das Reinigen
des Spülbeckens, das Befüllen großer Gefäße oder das
Waschen von Obst und Gemüse mühelos und spritzfrei
von der Hand gehen. Die Sicherheit steht dabei an erster
Stelle: Ein Kochendwasser-Stopp verhindert, dass heißes
Wasser ausläuft, während der Schlauch ausgezogen ist.
Der „Flex“ ist in fünf verschiedenen Oberflächen verfügbar:
Verchromt glänzend, Voll-Edelstahl und Schwarz sowie in
den zwei neuen Oberflächen Gunmetal und Kupfer Rosé.
Innovativer Minimalismus
Der „Front“ begeistert mit seinem klaren, minimalistischen
Design und seiner ergonomischen Handhabung. Dank des
vorne positionierten Hebels für Warm- und Kaltwasser
sowie des optimierten Bedienrings für kochend heißes
sowie gekühltes sprudelndes und stilles Wasser bietet der
„Front“ ein Höchstmaß an Komfort. Das mit einem Red
Dot ausgezeichnete Design gibt es in Voll-Edelstahl und
Schwarz – und seit Juli 2024 auch in den neuen Oberflächen
Kupfer Rosé und Gunmetal.
Der „Fusion Square“
integriert sich auch
in Kupfer Rosé harmonisch
in moderne
Wohnkonzepte.
Fotos: Quooker
28 Produkt
Funktionalität trifft auf modernes Design
Der „Fusion Square“ ist in sieben verschiedenen Oberflächen
erhältlich: Verchromt glänzend, Voll-Edelstahl,
Schwarz, Gunmetal, Kupfer Rosé, Messing Patina und
Gold. Mit seinem schlanken, geraden Auslauf wird er zum
visuellen Highlight in jeder Küche und integriert sich harmonisch
in moderne Wohnkonzepte. Das einzigartige,
geradlinige Design ist nicht nur ein optisches Highlight,
sondern sorgt durch die geometrische Form des Auslaufs
auch für eine präzise Handhabung.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
Auch Oranier-
Markenbotschafter
Sebastian Lege ist
von den neuen,
einfach zu montierenden
Kochfeldabzügen
begeistert.
Sauber, frisch & cool
Ob Kochfeldabzüge, Filtertechnologie oder Kühltechnik – Oranier liefert mit seinen
Produktentwicklungen frische Ideen und neue Impulse für die Ordersaison 2024/25.
Mit den drei großen Produktthemen Kochfeldabzüge, Profi-
Plasmafilter und „inoxCooling“ wartete Oranier zur area30
auf.
Plug, play and cook
Bei den KFL-Kochfeldern stand dabei die einfache Montage
im Mittelpunkt. Der Einbau der neuen Generation ist besonders
komfortabel. Bei der Montage wird das Kochfeld auf den
Ausschnitt der Arbeitsplatte gelegt und mittels Clips befestigt.
Ein leichter Anpressdruck, und die Clips rasten ein. Eingeklemmte
Fingerspitzen und das Risiko von Schräglage oder
Glasbruch gehören der Vergangenheit an. Ein weiterer Pluspunkt:
Der leistungsstarke Motor ist direkt unter dem Kochfeld
angebracht und muss nicht mehr separat montiert werden.
Innovativ ist auch die elektronisch gesteuerte Abzugsklappe,
die sich beim Anschalten der Absaugung automatisch öffnet.
Wird nicht gekocht, schließt der Abzug flächenbündig
mit der Glaskeramik. Die Abzugsklappe bleibt so frei von
Fingerabdrücken und ist dadurch besonders leicht zu
reinigen.
Super saubere Luft
Für frische Luft und ein gesundes Raumklima ist seit Jahresanfang
bei Oranier ein wartungsfreier Profi-Plasmafilter für
den Umluftbetrieb im Sortiment. Er eliminiert zuverlässig
nicht nur Gerüche, sondern auch Bakterien, Viren, Schimmel,
Pilzsporen und sonstige Verunreinigungen. Der Plasmafilter
wird hinter dem Fettfilter montiert. Gelangt die von
Fettpartikeln gereinigte Luft zum Plasmafilter, zerstört das
durch die elektrische Spannung erzeugte Ozon die Geruchsmoleküle
und reinigt so die Luft. Der integrierte Aktivkohlefilter
neutralisiert die Reststoffe und blockiert das Ozon.
Kalte Wand aus dunklem Metall
Für einen echten Blickfang sorgt bei den Kühlgeräten ein
neues Trio mit dunklen, kontrastreichen Applikationen an den
Glas- und Türleisten im Innenraum im Dark Inox Look. Die
integrierbare Kühl-Gefrier-Kombination „EKG578“ punktet
zusätzlich mit einer Dark Inox Rückwand im Kühlraum
aus gebürstetem, dunklem Edelstahl. Die als „inoxCooling“
bezeichnete Technologie speichert Kälte und sorgt für eine
gleichmäßige Innentemperatur. Ein weiterer Pluspunkt: Dank
der Kältestrahlung der Metallwand wird die eingestellte Temperatur
nach dem Öffnen und Schließen der Kühlschranktür
wieder schnell erreicht. Nebenbei bildet die dunkle Rückwand
einen starken Kontrast zu den meist hell verpackten Lebensmitteln.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
Neue Programme
Die Metallrückwand
in Dark Inox im
Innenraum sorgt
für optimale
Kältespeicherung.
Fotos: Oranier
Produkt 29
Mit der Oberfläche „satin dark steel“
zieht ein dunkler, stilvoller Glanz in die
Küche ein. Fotos: Blanco
Stilvoller Auftritt am Wasserplatz
Mit edlen Oberflächen werden die Armaturen und Komponenten
von Blanco zu einem ästhetischen Highlight in der Küche.
Neue Programme
Der Wasserplatz ist der Ort, an dem nahezu alle Arbeiten
in der Küche zusammenkommen. Mit einer umfangreichen
Palette an edlen Farben und Materialien für Armaturen und
Komponenten realisiert Blanco vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.
Ausgewählte Anbauteile und Zubehör setzen mit
ihren wertigen Oberflächen neue Akzente und machen aus
einer „Blanco Unit“ ein ästhetisches Highlight für jede Küche.
Zusätzlich können ausgewählte Spülenmodelle ohne
Standard-Ablaufkomponenten umgesetzt und das Ablauf-
Set in Wunschfarbe, passend zur Armaturenoberfläche, dazu
bestellt werden.
Vier Ausführungen stehen bei der individuellen Gestaltung
mit ihren besonderen Optiken besonders hoch im Kurs.
Edler Blickfang
Klassisch und stilvoll präsentiert sich die Armaturenoberfläche
„satin platinum“. Die leichte Tönung mit einem weichen
Touch von Beige-Kupfer harmoniert besonders mit warmen
Farben oder Hölzern im Umfeld des Wasserplatzes. Vor
allem in Kombination mit Silgranit-Becken, etwa in den Farben
„tartufo“, softweiß oder „cafe“, entfaltet die Oberfläche
ihre Wirkung. Passende Anbauteile sind ebenfalls in diesem
soften Metall-Ton erhältlich und runden das Gesamtbild ab.
Ein Hauch von Luxus zieht mit der Kombination „satin gold“
in die eigene Küche ein. Der warme Farbton lässt sich sowohl
mit dunklen als auch mit hellen Elementen zusammenstellen.
Im Mix mit einem softweißen Becken aus Silgranit wird eine
elegante Leichtigkeit erzeugt. Das Zusammenspiel mit einer
schwarzen Spüle realisiert einen eleganten Kontrast.
Statement mit dunklen Akzenten
Mit der Oberfläche „satin dark steel“ erhält die Küche einen
dunklen metallischen Glanz. Der Farbton ist etwas dunkler als
Edelstahl und verleiht den Blanco-Produkten von der Armatur
bis hin zum Becken eine zeitlose Optik. Der gedeckte Metall-
Ton setzt einen besonderen Akzent am Wasserplatz und punktet
mit einer angenehm kühlen Klarheit. Alle Komponenten
ergänzen sich zusätzlich zur Farbigkeit mit einer samtig-halbmatten
Oberfläche.
Noch dunkler lässt sich der Wasserplatz mit einem dezenten
Einsatz von klassisch schwarzen Elementen gestalten. Armaturen
und Bedienelemente in einem statten Schwarzton setzen
ein auffälliges Zeichen in der Küche. Die Oberfläche fügt sich
stilvoll in den modernen Landhausstil, Industrial Style oder in
eine minimalistisch gestaltete Umgebung ein.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
„satin gold“ verleiht dem Wasserplatz eine warme Eleganz
und harmoniert mit hellen und dunklen Elementen.
Die klassische Armaturenoberfläche „satin platinum“ punktet
mit einer zeitlosen Optik.
30 Produkt
Im neuen Showroom im Kitchen Center Löhne
präsentierte AEG ihre bislang innovativste Küchenlinie.
Behagliches Zuhause-Gefühl
AEG inszenierte im Rahmen der Küchenmeile ihre neue Produkt- und Markenwelt
im neu gestalteten Showroom, dem „Home of AEG“ in Löhne.
Alles neu bei AEG: Der neu gestaltete Showroom im Kitchen
Center Löhne erstreckt sich über mehr als 1.000 qm im
wohnlich-gemütlichen „Look and Feel“ in Burgunderrot-
Tönen, kombiniert mit warmen Holz- und Betonoptiken.
„Dieses Umfeld bot den idealen Rahmen für die Präsentation
der neuen AEG Produktwelt“, so Michael Geisler, Geschäftsführer
der Electrolux Hausgeräte GmbH. „Das Designkonzept
unserer bisher innovativsten Küchenlinie unterstreicht die
Premium-Positionierung der Marke.“
Intelligente Kombinationen
Die neue AEG Küchenlinie umfasst alle relevanten Produktkategorien
– von (Dampf-)Backöfen über Kochfelder bis hin
zu Dunsabzugshauben, Kühlgeräten und Geschirrspülern.
Dabei liegt der Fokus auf der Kombination
von intuitiver Bedienung, fortschrittlicher
Technologie und smarten
Funktionen.
Besonderes Highlight sind die neuen
(Dampf-)Backöfen, die assistiertes
Kochen und Backen in den Mittelpunkt
stellen. Hierzu gehört der
KI-Rezept-Assistent, eine neuartige
Funktion der AEG App. Diese Technologie
wurde von AEG entwickelt,
um Verbraucher bei der Umsetzung
von Online-Rezepten zu unterstützen.
Der KI-Rezept-Assistent analysiert
das gewählte Rezept und schlägt
die optimalen Einstellungen für den
AEG Back- oder Dampfbackofen vor. Ob Temperatur,
Heizart oder Dampfmenge – jede Kochphase kann so
optimiert werden.
Intuitive Bedienung
Zudem ermöglicht das CookSmart Touch Display eine besonders
intuitive Bedienung. Diese benutzerfreundliche Oberfläche,
vergleichbar mit einem Smartphone, führt die Nutzer
Schritt für Schritt durch den Kochprozess und erleichtert so
auch anspruchsvollere Kochvorgänge. Dank Funktionen wie
dem Kochassistenten 2.0 oder der Kontrolle von Sous Vide
kann der Kochvorgang mühelos überwacht und angepasst
werden.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
Besonderes Highlight der neuen AEG Küchenlinie sind die
neuen (Dampf-)Backöfen. Fotos: AEG
Neue Programme
Produkt 31
Mit dem neuen
Modell „Ontario“ will
Rempp Küchen die
Natur in die eigenen
vier Wände holen.
Spannende Optionen
Rempp Küchen überzeugte zur Hausmesse im Oktober mit edlen Fronten
und einer inspirierenden Innenausstattung.
Seinen Anspruch, Küchen für höchste Designansprüche zu
bieten, untermauerte Rempp Küchen in seiner neu gestalteten
Ausstellung zur Hausmesse in Wildberg, u. a. durch attraktive
Farben, unterschiedliche Materialien oder Dekoren mit spannenden
Namen wie „dark gypsum“, „mud“, „eichefarben lava“
oder „bellisara hellgrau“.
Als Highlight stand dabei das neue Modell „Ontario“ im Mittelpunkt.
Die furnierte Front mit einem massiven Eiche-Leimholz-Träger
kann auf Wunsch mit durchlaufendem Strukturverlauf
gewählt werden. Die einzigartige Charakteristik der
geölten Oberfläche ist geprägt durch Äste und gespachtelte
Risse und hat eine angenehme natürliche Haptik.
Neue Programme
Wertige Innenausstattung
Dazu passend, geht Rempp in der Ausstattung und Technik
einen weiteren großen Schritt in Richtung Design, Stabilität,
Langlebigkeit und Nachhaltigkeit. Mit einer optional auswählbaren
Vollmetall-Zarge mit Unterflurführung aus 100% lasergeschweißtem
Stahl und mit nur acht Millimetern kann der
Stauraum maximal genutzt werden. Drei verschiedene Zargenhöhen
werden jeweils mit Antirutschmatten ausgestattet,
damit der optimalen Nutzung des Stauraums nichts im Weg
steht.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
Neben der Vollmetall-Zarge zeigte sich zur
Hausmesse noch ein weiterer Eyecatcher in seiner
schönsten Form. Eine Massivholzzarge mit Unterflurführung,
fingergezinkt, in Eiche natur geölt oder
Eiche cafe lackiert, lässt die Herzen von Holzliebhabern
höherschlagen. Fotos: Rempp Küchen
32 Produkt
Großer Andrang: In diesem
Jahr kamen noch einmal
mehr Besucher zur Sicam
nach Pordenone. Foto: Sicam
Sicam 2024
Größer als je zuvor
Die fünfzehnte Ausgabe der Sicam war zugleich ihre bislang größte: Die internationale Messe für Komponenten,
Zubehör und Halbfertigprodukte für die Möbelindustrie zählte noch mehr Besucher und Aussteller als im Vorjahr.
Trotz schwieriger Lage herrschte gute Stimmung an den Ständen, wo das Thema Nachhaltigkeit im Fokus stand.
„Unsere Messe ist in den letzten Jahren kontinuierlich
gewachsen und liegt über dem Niveau
vor der Pandemie“, freute sich Carolina Giobbi,
die für Marketing und Kommunikation zuständig
ist und die Leitung der Veranstaltung im
vergangenen Jahr gemeinsam mit ihrem Bruder
Michele übernommen hat. Messe-Gründer
und Vater Carlo Giobbi ergänzt das Team weiterhin
beratend. „Wir haben die maximale Fläche
ausgenutzt“, betonte die Messe-Chefin. So
begrüßte die Sicam im Oktober Besucher aus
9.243 Unternehmen (2023: 8.912) und 113
Ländern (plus 1) im norditalienischen Pordenone.
692 Aussteller (2023: 650) aus 34 Ländern
waren auf einer Ausstellungsfläche von fast
20.000 Quadratmetern vertreten, auch hier gab
es nochmal einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.
Mehr als 50 Unternehmen standen auf der
Warteliste der Veranstaltung.
Fokusland USA
Besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr auf
dem Fokusland USA: Mit dem Programm
„Global Connect“ war der Verband der US-
Küchen- und Badindustrie angetreten, die Vernetzung
mit amerikanischen Herstellern zu
fördern, die immer stärker auf europäische
Standards und Produktionsmethoden achten.
Jeder zehnte Aussteller in Pordenone kam aus
Deutschland, womit die Bundesrepublik vor
der Türkei, Österreich und Spanien das größte
Kontingent der ausländischen Unternehmen in
Pordenone stellte, deren Anteil insgesamt bei 31
Prozent liegt.
Auch wenn die Lage der Branche derzeit alles
andere als rosig ist: In den Messehallen der
Sicam herrschte keine schlechte Stimmung. Im
Gegenteil: „Diese Messe brummt“, fasste es Ralf
Müterthies, Head of Market Intelligence, am
Stand von Hettich zusammen. „In Krisenzeiten
muss man nach vorne schauen. Wir versuchen,
Impulse im Kleinen zu setzen.“ Was offenbar
bestens gelang: Mit der Dreh-Schwenk-Beschlag-
Innovation „FurnSpin“ punktete Hettich auch
in Pordenone. Damit können Möbel ihr Inneres
komplett nach außen drehen, und diese Bewegungsform
einzelner Möbelelemente gibt Designern
und Herstellern neue Möglichkeiten der
Möbelgestaltung und Stauraumnutzung im Premium-Bereich.
Ein weiteres Highlight bei Hettich
war das Designfeature „AvanTech YOU
Illumination“ für das entsprechende Schubkastensystem.
Es verleiht Möbeln eine eigene
Lichtsignatur.
Dunkle Möbel im Trend
Der Vorarlberger Beschlägehersteller Blum bietet
seine Scharniere jetzt auch in der Farbe
Onyxschwarz an – denn dunkle Möbel liegen
nach wie vor im Trend, wie auch auf dem
Stand in Pordenone zu sehen war. Die neue
Farbe ermöglicht spannende Design-Lösungen
und bietet gleichzeitig mehr Optionen bei der
Beschlagswahl. Wie ihre nickelfarbenen Pendants
punkten auch die dunklen Scharniere mit
hohem Bewegungskomfort und einfacher Verarbeitung
– auch auf hellen Oberflächen: Dort
setzen onyxschwarze Scharniere durch den farblichen
Kontrast auf Holz oder Metall reizvolle
Akzente.
Versenkbare Lösung
Das deutsche Unternehmen Ninkaplast aus
Bad Salzuflen war mit einem echten Eyecatcher
nach Pordenone gekommen: Dem Komplett-
Unterschrank „Qanto“, den Ninka in das Zentrum
einer riesigen Kücheninsel am Messestand
platziert hatte. Wie aus dem Nichts tauchte
in der Mitte einer flächenbündigen, rund drei
Quadratmeter großen Marmor-Arbeitsplatte
eine Küchenmaschine auf. Für den Gebrauch
ließ sich das Tablar samt Beladung in bequeme
Reichweite ziehen, anschließend ließ es sich auf
Knopfdruck wieder versenken. Als zweite mögliche
Anwendung zeigte Ninka einen mit drei
Tablaren ausgestatteten „Gewürz-Qanto“ direkt
neben einem Kochfeld in einer Küchenzeile. Als
Messen 33
Blum bietet seine Scharniere jetzt auch in der Farbe
Onyxschwarz an. Foto: Blum
Stopper für die Besucher erwies sich auch das
Abfallsammelsystem „eins2acht“, das sich im
Unterschrank Seite an Seite mit einem Wasseraufbereitungssystem
platzieren lässt.
Nachhaltige Investition
Im Fokus des Sicam-Auftritts von Sonae Arauco
standen standen die Highlights der neuen
„Innovus“-Kollektion, die mit vielfältigen Texturen
und Designs neue Maßstäbe setzt. Zusätzlich
zeigte das Unternehmen die neuen Dekore
der Industrie-Kollektion „Innovus Artwork.“
„Naturnahe Materialien und neutrale Farben
sind derzeit besonders gefragt, da sie ein modernes,
behagliches Raumkonzept ermöglichen“, so
Rainer Zumholte, Managing Director bei Sonae
Arauco Deutschland. Bei der Herstellung seiner
Produkte setzt Sonae Arauco auf 100 Prozent
nachhaltige Holzbeschaffung und eine effektive
Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen hat weltweit
mehrere Investitionen für die stärkere Integration
von Recyclingholz getätigt. Im zweiten
Quartal 2025 soll eine Anlage in Betrieb gehen,
die ausgediente MDF-Faserplatten in wertvolles
Rohmaterial für die Produktion neuer Faserplatten
umwandelt.
Nahe am Kreislauf
Auch für das Unternehmen Agoform aus Löhne
stand das Thema Nachhaltigkeit ganz oben
auf der Agenda: „Wir kommen der Kreislaufwirtschaft
immer näher“, erklärte Verkaufsleiter
Nikolai Pahmeyer. Um seine CO2-Emmissionen
zu senken, wurden die Rezepturen für
thermogeformte Produkte wie Besteck- oder
Gewürzeinsätze und Antirutschmatten auf
einen Rezyklat-Anteil von 75% umgestellt.
„Das bedeutet, dass 75% unserer Produkte aus
recyceltem Kunststoff hergestellt werden“, so
Pahmeyer. Damit will Agoform einen Maßstab
in der Branche setzen, ohne Abstriche bei der
Qualität oder Funktionalität zu machen. „Diese
Umstellung trägt zur Schonung der natürlichen
Ressourcen bei, reduziert die CO2-Emissionen
pro Artikel um fast zwei Drittel und leistet
einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der
Treibhausgase.“
Recycling im Fokus
Die Verwendung von Recycling-Materialien
spielt auch bei Hailo eine immer wichtigere
Rolle in der Produktion. „Nachhaltigkeit ist
ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie“,
betonte Geschäftsführer Jörg Lindemann.
So präsentierte das Familienunternehmen aus
Haiger auf der Sicam auch Abfalltrennsysteme,
deren Kunststoffanteile aus Rezyklaten erstellt
wurden. Doch nicht nur bei den Produkten
selbst ist das Thema Wiederverwertbarkeit auf
die Tagesordnung gerückt: Auch bei den Verpackungen
setzt Hailo verstärkt auf recycelte und
recycelbare Materialien sowie nachwachsende
Rohstoffe.
Rückkehr zur Sicam
Nach Pordenone zurückgekehrt war in diesem
Jahr Neolith, der Weltmarktführer im Bereich
Sinterstein. Auf der Messe zeigte das spanische
Unternehmen seine neue Farbpalette „Atmosphere“.
Die Kollektion bietet raffinierte Texturen,
die sowohl visuell ansprechend als auch
angenehm zu berühren sind. „Mit ‚Atmosphere‘
wollen wir die wachsende Nachfrage nach
Materialien erfüllen, die Design, Nachhaltigkeit
und außergewöhnliche Leistung vereinen“,
betonte Edoardo Passarini, Neolith-Geschäftsführer
für Süd- und Osteuropa.
Die nächste Sicam findet vom 14. bis
17. Oktober 2025 in Pordenone statt.
Stefan Mielchen
Minimalistische Ästhetik
Die flachen Design-Unterbauleuchten von Hera punkten
mit einer filigranen Bauweise.
„S-Pad F“ in Schwarz oder Alu punktet mit einer minimalen
Aufbauhöhe von nur fünf mm, „U-Pad F“ in Schwarz misst
minimale acht mm. Diese Leuchten passen damit hervorragend
in das aktuelle flache Küchendesign. Beide Varianten
sind geeignet als reines Arbeitslicht oder auch gedimmt als
Ambientebeleuchtung für ein gemütliches Beisammensein.
Die Lichtfarbe lässt sich individuell von 3.000 K (warm weiß)
bis 4.000 K (neutral weiß) regeln.
Das „S-Pad“ verfügt über einen Touch-Dimmer, das „U-Pad“
ist mit einem berührungslosen IR-Dimmer ausgestattet und
kann stufenlos gedimmt werden. Durch eine Bewegung wird
das angeschlossene Produkt ein- und ausgeschaltet. Längeres
Verharren vor dem IR-Sensor aktiviert die stufenlose Dimmfunktion.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
34 Messen
Neue Programme
Nicht nur das Licht
an sich, sondern
auch das Design der
Leuchten spielt eine
entscheidende Rolle,
Lichtlösungen attraktiv
zu gestalten. In diesem
Punkt können auch
die flachen Unterbauleuchten
„S-Pad F“
und „U-Pad F“, hier
in der Anwendung
über der Arbeitsfläche,
punkten. Fotos: Hera
Staurauminszenierung
mit Wow-Effekt
Ninka präsentierte sich auf der Sicam einmal mehr als kompetenter Partner
für funktionale und durchgängige Lösungen hinter der Küchenfront.
Für den Gebrauch musste sich der Nutzer
aber nicht recken; das Tablar ließ sich
samt Beladung in bequeme Reichweite
ziehen. Nach Gebrauch verschwand das
Gerät auf Knopfdruck wieder in dem
ansprechenden Aufbau.
Neue Programme
Als attraktiven Eyecatcher bietet Ninka den Komplett-Unterschrank
„Qanto“ an, der auch zum Messeauftritt in Pordenone
dank der auffälligen Inszenierung im Zentrum einer riesigen
Kücheninsel die Blicke auf sich zog. Wie aus dem Nichts
tauchte in der Mitte einer flächenbündigen, rund drei Quadratmeter
großen Mar morarbeitsplatte eine Küchenmaschine auf.
Der ausfahrbare Komplett-
Unterschrank „Qanto“ stand
im Mittelpunkt des Auftritts von
Ninka zur Sicam. Foto: Ninka
Unterschiedliche
Nutzungsmöglichkeiten
Als zweite mögliche Anwendung zeigte
Ninka einen mit drei Tablaren ausgestatteten
„Gewürz-Qanto“ in praktischer
Reichweite direkt neben einem Kochfeld
in einer Küchenzeile. Hier fanden auf
dem unteren Tab lar hohe Öl- und Essigflaschen
sowie Gewürzmühlen Platz,
auf dem mitt leren, nur halb so groß
ausgeführten Tablar zahlreiche +kleine
Gewürzdo sen. Nach dem Kochen verschwindet
hier alles wieder aufge räumt im Unterschrank. Bei
diesem „Qanto“ fügte sich in eingefahre nem Zustand das
obere Tablar in die Arbeitsplatte. Hier können zum Bei spiel
kleinere Küchenutensilien für vorbereitende Kochschritte festen
Stand finden.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
Ein Evergreen im neuen Look
Hailo bringt die vierte Generation des
Einbau-Abfalltrennsystems „Tandem“
mit neuem Look auf den Markt.
Mit über zwölf Millionen verkauften Einheiten ist
„Hailo Tandem“ das meistverkaufte Einbau-Abfalltrennsystem
der Welt. Die neueste Version des Klassikers
besticht mit einer reduzierten Einbautiefe von
nur 437 mm. Vorteile bietet dies vor allem, wenn der
Schrank bauseits weniger tief ist oder wenn hinter dem
Mülltrennsystem noch Platz benötigt wird – beispielsweise
für Installationen.
Die neue „Tandem“-Version kann in Standard-Küchenschränken
mit Drehtür ab 400 mm Breite montiert
werden. Die Tugenden seiner Vorläufer bleiben bei der
neuen Variante erhalten: die einfache Bodenmontage und
die zuverlässige Funktion zum Beispiel. Dank der integrierten
Vollauszugsschienen lässt sich das Mülltrennsystem komplett
herausziehen und gibt somit die Einwurföffnung für die
Inneneimer frei. Ein Kunststoff-Systemdeckel deckt die
Inneneimer nach dem Einschieben im Schrank hygienisch ab.
Modernes Design
Erhältlich ist das neue, in elegantem Dunkelgrau gehaltene
Abfalltrennsystem „Tandem“ 4. Generation mit den
Abmessungen
263 x 437 x 401
mm in verschiedenen
Varianten: Ganz nach dem
individuellen Bedarf kann zwischen
einem herausnehmbaren großen Inneneimer à 28 Liter,
zwei Inneneimern à 13 Liter oder drei Inneneimern mit je
acht Litern Volumen gewählt werden.
kuecheundbadforum.de/PRODUKTE
Neue Programme
Das Design des
Abfalltrennsystems
„Tandem“ 4. Generation,
hier in der Ausführung
mit drei
Inneneimern mit je
acht Litern Volumen,
wurde mit elegantem
Dunkelgrau dezent
dem Zeitgeist angepasst.
Foto: Hailo
Produkt 35
swiss interior expo
Erfolgreiches Debüt
Sehr positiv aufgenommen hat die Branche die Premiere der swiss interior expo. Modernes
Küchendesign und hochwertige Möbel zogen die Fachbesucher gleichmäßig an den drei
Veranstaltungstagen Anfang November auf das Messegelände in Bern.
Obwohl die Schweiz global nach ihrer
Größe nur Platz 133 bzw. nach Köpfen
Platz 98 belegt, liegt dieser Markt hinsichtlich
Lebensqualität und Bruttoinlandsprodukt
je Einwohner weltweit
auf Platz 4 und beim Pro-Kopf-Vermögen
sogar auf Platz 2. Er bietet also als
angesagter Exportmarkt für die Küchenund
Möbelbranche weiterhin beste
Geschäftsaussichten. Kein Wunder also,
dass sich zur Premiere der swiss interior
expo, kurz siex, mehr als 100 Aussteller
und Marken auf einer rund 5.500 qm
messenden Hallenfläche präsentierten
und Besucher vieler relevanter Unternehmen
aus der gesamten Schweiz
willkommen heißen durften.
Großes Interesse
Die lange Verweildauer der Besucher an
den Ständen der von Trendfairs organisierten
siex spiegelte dabei das Interesse
an der Auswahl hochkarätiger Aussteller
wie Der Kreis, Danform, Grohe, Haier,
Leu Swiss, Liebherr, Quooker, Sachsenküchen,
Strasser, V-Zug oder Wimmer
Wohnkollektion wider.
Zufrieden mit der Premiere der swiss
interior expo war auch das Team von
Häcker. Der Küchenmöbelhersteller
präsentierte sich auf 100 qm mit vielfältigen
Produktinnovationen aus der
neuen Herbstkollektion, etwa die Front
„AV 5015“ mit hochwertiger Polymerglas-Oberfläche
in mondänem Olivgrün
metallic.
Wie Künstliche Intelligenz die Küchenplanung
in Zukunft sinnvoll unterstützen
kann, demonstrierte hingegen Carat
in Bern mit der neuen Unit „Carat labs“.
„‚Carat labs‘ bietet uns als Ideenschmiede
den Rahmen, Lösungen rund um das
Thema KI zu entwickeln, Themen offen
zu diskutieren und Wissen zu teilen“,
erläuterte Carat-Geschäftsführer Andreas
Günther die Hintergründe. Von den
konkreten und praxisorientierten
Mehrwerten, die mit dem Wissen um
Megatrends und den Kenntnissen von
Zukunftstechnologien für die Küchenplanung
entstehen, konnten sich die
Fachbesucher live überzeugen und einen
exklusiven Einblick auf die Küchenplanung
von morgen werfen.
Über seine Schweizer Exklusivvertretung
Chuchi Arena zeigte auch Avitana auf
der Messe „Flagge“ und sparte nicht
mit Lob: „Die swiss interior expo war
perfekt organisiert, die Besucher motiviert
und interessiert, die Eidgenossenschaft
ein aufgeschlossener Markt!
100 von 100 Punkten für diese Messebeteiligung.“
In Bern hat Avitana dabei
sein gesamtes Plasmafilter-Sortiment
sowie das neue Highend-Produkt „aira
Luce” als autarke Raumlösung für optimale
Beleuchtung plus saubere Luft
vorgestellt.
Die swiss interior expo feierte vom 5. bis
7. November, u. a. mit der inspirierenden
Sonderschau Lebensraum, ihre Premiere
in der Schweizer Hauptstadt Bern. In dem
design- und wertbewussten Land bieten
sich herausragende Wachstumschancen.
36 Messen
Für Sachsenküchen um Geschäftsführer Elko Beeg (l.) und
Exportleiter Ingo Joram bietet der Schweizer Markt noch viel Potenzial.
Mit hochwertigen Sitzmöbeln für den Wohn- und
Essbereich konnte Leu Swiss, hier Geschäftsführer
Mathias Lindauer mit seiner Frau Faisuly Mine, punkten.
Zufrieden mit der Premiere der siex zeigten sich auch
Wimmer-Geschäftsführer Stefan Thür (r.) und Verkaufsleiter
Josef Neukirchinger. Fotos: Lehmann
Inspirierende Sonderschau
„Lebensraum“
Über die gesamte Messedauer hinweg
herrschte dabei nicht nur bei Avitana
eine positive Stimmung. Auffällig:
Neben Handel und Schreinereien waren
viele interessierte Unternehmen aus der
Industrie vor Ort, um sich ein Bild der
Erstveranstaltung zu machen und ihre
Teilnahme für 2026 zu evaluieren.
Großen Anklang fand dabei auch die
Inszenierung „Lebensraum“. Das Konzept,
die Räume Küche, Essen und
Wohnen zu einer harmonischen
Gesamtinszenierung zu verschmelzen,
hat sich im modernen Einrichten etabliert.
Diese Schau demonstrierte, wie
moderne Küchen- und Wohnbereiche
heutigen Bedürfnissen gerecht werden
– von Kochen und Essen über Arbeiten
und Spielen bis hin zu Entspannung
und Schlafen. Bora und Suter als Sponsoren
der Sonderschau unterstützten
das Konzept, das innovative Wohnideen
zeigte.
Spannendes Rahmenprogramm
Das Rahmenprogramm auf der Stage rundete
das Event ab und sorgte für ein aufmerksames
und gut besuchtes Auditorium.
Referenten aus Wirtschaft, Forschung,
Architektur und dem Handel präsentierten
an den drei Messetagen die neuesten
Trends und Entwicklungen der Branche.
Insgesamt hat die Messe hat laut Trendfairs
einen starken Impuls für die Branche
gesetzt und als neuer Branchentreffpunkt
überzeugt. „Die Premiere der
Fachmesse wurde von der Branche exzellent
angenommen. Die hochwertigen
Produkte und Leistungen zogen über die
drei Tage hinweg gleichmäßig die Experten
der Branche an. Wir glauben, dass
wir hier den Startpunkt für eine Erfolgsgeschichte
gesetzt haben“, so Trendfairs-Geschäftsführer
und -Gesellschafter
Michael Rambach. Daher wird die siex
auch wiederkommen. Für das Jahr 2026
ist die nächste Ausgabe der neuen Einrichtungsmesse
in der Schweiz geplant.
Sebastian Lehmann
Für Daniel Hörnes, Geschäftsführer Quooker Deutschland, sind
Investitionen und Präsenzen auf Messen der Schlüssel zum Erfolg.
Messen 37
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Kadewe:
Design zieht an
Besonderes Merkmal des Designerbetts von Sebastian Zenker ist das markante
Kopfteil. Es war Mittelpunkt des Herbst-Events, bei dem auch die Geschäftsführer von
Royfort anwesend waren. Ihr Ehrgeiz ist es, mit ihrer Bettwäsche den Sinneseindruck
von Nächten im Luxushotel zu erschaffen. Fotos: Royfort
MÖBELMARKT
11 / 2024
Die Kundschaft überraschen und besondere Gelegenheiten schaffen – wer
auf sich aufmerksam machen und Begehren wecken möchte, denkt gern
einmal kategorie-übergreifend. So geschehen im doppelten Sinn in der neuesten
Kollaboration der Bettwäsche-Afficionados von Royfort mit dem Berliner
Kaufhaus des Westens (Kadewe).
Um ihre Kunden von der Hochwertigkeit und dem Komfort ihrer Produkte zu
überzeugen, haben die Royfort-Geschäftsführer Gregor Gmür (Foto oben)
und Valentin Brandstetter ein Designerbett entwerfen lassen. Der renommierte
Innenarchitekt Sebastian Zenker gestaltete das aufwendige Bett
und krönte es mit einem auffälligen, gegenwärtig anmutenden Kopfteil. Ein
guter Grund, um zum Event ins Kadewe zu laden und mit dem besonderen
Möbelstück zu überraschen. Vor allem das weibliche Publikum ließ sich gerne
von der Handwerklichkeit der Produkte überzeugen. Das Ergebnis: emotionale
Begegnungen und Frequenz. kh
Out of the Box 99
Orgatec 2024 – Keimzelle für ein neues Pure-Format in Köln:
Offen, bunt, inspierierend, anders – eine Blaupause für die Messe der Zukunft: Das neue Orgatec-Format wurde zum Festival, das Besucher
in Arbeits- und Wohnwelten von morgen eintauchen ließ. Fließende Standkonzepte mit Erlebnischarakter, Vorträge und Diskussionen,
DJs und Foodtrucks sorgten für eine lockere Atmosphäre und boten eine ganz neue Plattform für Neuheiten, Innovationen und Marken.
Worauf auch das neue hybride Fachhandels-Format in Halle 5 abzielt – als neue Messe-Heimat für Wohnmöbel-Marken.
Gerald Schultheiß und Julia Peters besuchten die Orgatec.
„Das neue Messekonzept ist voll aufgegangen!
Die Orgatec verwandelte sich
mit dem Work Culture Festival in ein
echtes Branchenspektakel“, so Helmut
Link, Vorsitzender des Industrieverbands
Büro und Arbeitswelt (IBA). Die
Messe habe nicht nur die neuesten Produkte,
sondern auch die jetzt dringend
benötigten Konzepte für künftige Arbeitswelten
vorgestellt.
Das neue Konzept lockte rund 11%
mehr Besucher an als beim letzten Event
2022: Rund 50.000 Fachbesucher aus
126 Ländern nutzten die Branchenplattform,
der Auslandsanteil betrug rund
56%. Vor allem am zweiten Messetag
waren die Hallen teilweise brechend voll.
„Das deutliche Besucherwachstum unterstreicht
die internationale Bedeutung
dieser Leitmesse“, unterstrich Gerald
Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung
der Koelnmesse.
DJs, Foodtrucks, Wunderwelt
Auf 140.000 qm präsentierten 729 Aussteller
aus 40 Ländern ihre Visionen und
Neuheiten für die Arbeitswelt von morgen.
Der neue Charakter der globalen
Leitmesse mit einem neu strukturierten
Hallenlayout und themenspezifischen
„Focus Areas“ war auf dem gesamten
Gelände zu spüren.
Bei den „Focus Areas“ handelte es sich
um interaktive Flächen, die Themen wie
Circular Economy beleuchteten und
praxisnahe Ansätze für die Arbeit von
morgen aufzeigten. Um diese Highlight-
Flächen herum positionierten sich Aussteller,
die ihre Produktinnovationen
und Konzepte zu dem jeweiligen Fokus-
Thema präsentierten.
Das Work Culture Festival mit über 100
internationalen Speakern mit zahlreichen
Diskussions- und Vortragsreihen
zu spannenden Branchenthemen sorgte
bei den Fachbesuchern für viel Inspiration
und ein neuartiges Messe-Erlebnis.
DJs auf dem Boulevard sowie
Foodtrucks in den Hallen lockerten das
Format zusätzlich auf und machten die
Messe zu einem Businessfestival.
Einige Aussteller griffen das neue Erlebniskonzept
auf und integrierten es auf
beeindruckende Weise auf ihren Standflächen.
Ganz besonders stach der Auftritt
von Dauphin heraus (Fotos dazu
Seite 101), bei dem Besucher getreu
dem Standmotto in eine „Wonderworld“
eintauchten. „Dauphin darf sich mit einem
furiosen und zukunftsgerichteten
Messeauftritt feiern. Mit einem sehr mutigen
Standkonzept ist es uns gelungen,
Euphorie bei Kunden, Besuchern und
nicht zuletzt im eigenen Team auszulösen“,
so Elmar Duffner, CEO der Dau-
100 Messen
MÖBELMARKT
11 / 2024
Dr. Julia Koch, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei
Assmann, steht vor der naturnah gestalteten Box
des Raum-in-Raumsystems „Syneo Silence“.
Jochen Müller, Geschäftsführer der Müller Möbelwerkstätten,
sitzt auf der praktischen „Stapelliege“,
die sich perfekt für kleine Wohnräume eignet.
Dirk Offermanns, Geschäftsführer Kinnarps Germany,
auf dem Barhocker „Embrace“ am Tisch „Etage“, ideal
für Gespräche auf Augenhöhe im Sitzen und Stehen.
„Secret Paradise“, „Festival Ground“ oder „Zen Cube“: Dauphin überraschte,
inspirierte und begeisterte unter dem Claim „Workheart. Wonder World“ mit
einer phantastischen Interpretation des neuen Erlebniskonzeptes.
Furioser, zukunftsgerichteter Auftritt, der über 4.000 Besucher auf den
Stand lockte: Antje Dauphin und Elmar Duffner freuten sich sehr über den
vollen Erfolg von Dauphin auf der Orgatec – national wie international.
Beeindruckendes VR-Erlebnis, großer Andrang: Bei Interstuhl konnten
Besucher ergonomische und produktive Arbeitsumgebungen virtuell
erleben, bevor diese für den Markt real umgesetzt werden. Foto: Interstuhl
„Wir wollen gegen das Negative anarbeiten und wieder ein bisschen gute Laune
verbreiten“, so Nicole Eggert, Geschäftsführerin bei Palmberg. Ihr Lieblingsmöbelstück
auf dem Messestand ist der gemütliche Strandkorb. Foto: Peters
Der „Aeris Linu“, hier mit Kufengestell,
ermöglicht durch die neue Flex-Kinematik
fließende Bewegungen nach vorne,
hinten und zur Seite. Foto: Aeris
phin Holding, der den Dauphin-Auftritt
als ein starkes Comeback auf der
Orgatec sieht.
Für das Unternehmen war die Messe
als Ganzes ein voller Erfolg. Über 4.000
Besucher ließen sich von den außergewöhnlichen
Settings, wie dem Secret
Paradise, dem Festival Ground oder
dem Zen Cube, überraschen und inspirieren.
Neben dem deutschen und internationalen
Fachhandel besuchten auch
viele Unternehmen und Planungsbüros
den Dauphin-Stand.
Alternative für imm cologne
Generell waren auch Verbände wie die
Begros und viele Wohnmöbel-Hersteller
gerade aus dem Pure-Bereich der imm
cologne auf der Orgatec unterwegs und
nahmen an Führungen mit imm-Creative
Director Dick Spierenburg teil. Denn
das Interesse war groß, ob die Orgatec
auch für sie die Messeplattform der Zukunft
werden könnte. Viele Hochwert-
Aussteller sehen in der alle zwei Jahre
stattfindenden Orgatec eine sehr gute
Alternative, wenn nicht gar die neue
Heimat für den Pure-Bereich.
Passend dazu gab es diesmal das neue
Format „Hybrid Interior Design“ in Halle
5. Während die Messe sonst im Wesentlichen
auf die Zukunft des Arbeitsplatzes
und das Objektgeschäft fokussiert,
bot dieses neue Format
gehobenen Wohnmöblern die Chance,
neben dem Fachhandels-Geschäft
auch ihr Büro- und Objektgeschäft weiter
auszubauen. Zu diesen Herstellern
zählten etwa Kettnaker, Cor, De Sede,
Walter Knoll, Fermob, Jan Kurtz, Montis,
Müller Möbelwerkstätten, Nardi,
Spinder und Stern. Einige – wie Kettnaker
– stellten alleine oder mit Kooperationspartnern
auf runden „Circle“-Flächen
und in galerieähnlichen
Ständen ihre neuen
Designs vor.
„Die hybride Halle 5 war die
perfekte Plattform, um unsere
Einrichtungssysteme im
hochwertigen Objektbereich zu
präsentieren. Eine durchweg sehr
positive Resonanz auf unseren offenen
und transparenten Stand
hat unseren Auftritt in Halle 5
bestätigt“, freute sich Geschäftsführer
Wolfgang
Kettnaker.
Das Büro wird
wohnlicher
Dieses neue hybride
Format passt zum Mega-
Trend, dass die Kollektionen
der Büromöbler immer wohnlicher
werden. Die Menschen sollen sich im
Büro wie zuhause fühlen. Ein Loungesofa,
das ursprünglich fürs Büro erdacht
war, kann genauso gut im heimischen
Wohnzimmer stehen. Ein Beispiel dafür
ist auch der Barhocker „Embrace“ von
Kinnarps (Foto Seite 101), der als Besprechungsstuhl
gezeigt wurde, theoretisch
aber auch so in einer Wohnküche
stehen könnte.
Auch auf dem Stand von Palmberg
spiegelt sich der fließende Übergang
zwischen Wohnen und Büro wieder:
Der Strandkorb ist nicht nur das Lieblingsmöbel
von Geschäftsführerin
Nicole Eggert (Foto Seite 101), sondern
zeigt auch, wie Möbel Urlaubsfeeling –
und damit auch mehr Wohnlichkeit – in
den Arbeitsalltag bringen können.
Die Verlagerung vom Homeoffice zurück
ins Büro ist ein weiterer Aspekt,
der für die Hersteller sehr wichtig ist. So
entwickeln sie zum einen Produkte, die
so sehr überzeugen sollen, dass sie die
Arbeitnehmer zurück ins Büro locken.
Zum anderen arbeiten sie an Lösungen,
die für das verstärkte Arbeiten von zuhause
passend sind.
„Der Markt für Homeoffice ist sicher eine
Nische, die Potenzial bietet. Neben
unseren klassischen Warengruppen
zeigten wir daher auch neue wohnliche
Produkte“, so Rene Nieuwendijk, Vice
President of Global Retail Sales bei
Humanscale. Die Orgatec war ihm zufolge
sowohl für den Objektbereich als
auch in Richtung Fachhandel ein Erfolg.
„Überraschenderweise waren viele Verbände
und Einzelhändler unterwegs –
für uns ein klares Zeichen, dass der
Handel nach neuen Konzepten und
Chancen sucht“, so Nieuwendijk.
Schnittmenge wächst
Hersteller von Büromöbeln gestalten ihre
Produkte immer wohnlicher. Andersherum
visieren klassische Wohnmöbelhersteller
zunehmend den Büro- und
Objektmarkt an: Die Produkte wachsen
also zusammen und die vertrieblichen
Schnittmengen nehmen zu.
Damit steigt wiederum die Anziehungskraft
der Orgatec auch für bisherige
Wohnmöbelhersteller insbesondere aus
dem Pure-Bereich der imm cologne.
Entsprechend hat das neue Format der
Orgatec sowohl bei Ausstellern als
auch bei Besuchern großen Anklang
gefunden.
Nachhaltigkeit stark
im Trend
Unabhängig davon, ob der Fokus auf
klassischen Büromöbeln oder wohnlicheren
Objekten lag, ein Thema war allgegenwärtig:
Nachhaltigkeit.
So lenkte der Stand von Vepa dank unzähliger
leerer Plastikflaschen am Eingang
die Aufmerksamkeit auf diese
Thematik und zeigte auf, wie sich Kreislaufwirtschaft
umsetzen lässt.
Auch Assmann inszenierte das Thema
sehr auffällig und stellte auf der Messe
den Nachhaltigkeitsbericht 2023 vor,
der nach GRI-Standards erstellt wurde.
Auch Eggert von Palmberg sagt:
„Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle.
Wir sind ganz glücklich, dass wir es
kurz vor der Orgatec geschafft haben,
das RAL-Gütezeichen ‚Möbel – Zirkulär
Nachhaltig‘ zu erhalten.“
Entsprechend euphorisch zeigte sich
denn auch Oliver Frese, Geschäftsführer
der Koelnmesse: „Die diesjährige
Orgatec war die inhaltlich stärkste aller
Zeiten: impulsgebend, erlebnisorientiert
und höchst effizient.“
Die nächste Orgatec findet vom 27. bis
30. Oktober 2026 statt.
Für Rene Nieuwendijk (l.) und Marc von Eicken, Retail Consultant Germany,
von Humanscale, war die Orgatec sowohl für den Objektbereich als auch in
Richtung Fachhandel ein voller Erfolg.
„Innovationspreis Architektur + Office 2024“ ging an „Layers moved by Hettich
RoomSpin“, das erste Office-Konzept von Hettich und Kuhn (v.l. Luisa Bartnick,
Daniel Rehage und Sebastian Voss vom Hettich-Team). Foto: Hettich
102 Messen
MÖBELMARKT
11 / 2024
Bunt, ausgelassen, gut besucht: Marcel Focht
von Topstar hatte Spaß, viele neue Kontakte zu
knüpfen – über 50% davon international.
„Borrowed from the Loop“, so das Konzept von Flokk.
Dazu passt der Bürostuhl „Håg Capisco Puls 8010“
aus recycelten Schneepflugmarkern. Foto: Flokk
Vorbild Wohnwagen: Arnoud van Spijk, verantwortlich
für Kreislaufwirtschaft bei Vepa, im Objekt „Wireworks“,
einer Oase der Ruhe, etwa für Telefonate und Meetings.
Hybrid Interior Design
Vor allem Lösungen mit integrierter Leinwand und Kurzdistanzprojektor für den
Lobby- oder Besprechungsbereich waren für die Orgatec perfekt. Wolfgang
Kettnaker freute sich über die durchweg sehr positive Resonanz.
Cor präsentierte dynamische New-Work-Inspirationen, unter anderem mit
der Neuheit „Jalis Flow“, einem modularen Sitzmöbelsystem. Geschäftsführender
Gesellschafter Leo Lübke sitzt auf einem der „Drop Hocker“.
Mara Benz, Geschäftsführerin bei Walter Knoll, neben dem neuen „Osuu Chair“,
einem leichten Holzstuhl mit einer einzigartigen Verbindung von Bugholz und
Schichtholz. Das zeitlose Design und die hohe Qualität sorgen für Langlebigkeit.
Der Mobitec-Stand zeigte, wie Farben das Wohlbefinden beeinflussen: Ralf
Lötfering, Vertriebsleiter D-A-CH-I, vor der breiten Farbpalette, inklusive
Kombinationsvorschläge. Fotos: Schultheiß, Peters
in Halle 5
MÖBELMARKT
11 / 2024
Messen 103
Cor: Großinvestition pünktlich zur Hausmesse fertig
70 Jahre wird die Polstermöbel-Manufaktur Cor in diesem Jahr alt und sie hat sich im Laufe
der Jahrzehnte zu einer der ersten Adressen für edle Polstermöbel in Deutschland entwickelt.
Für rauschende Geburtstagsfeste ist nach Auffassung der Verantwortlichen bei Cor
aktuell nicht die rechte Zeit und dennoch: Eigentlich hat man in Rheda-Wiedenbrück gleich
doppelt Grund zu feiern. Denn dank Investitionen von knapp 7 Mio. Euro am Produktionsstandort
Rheda-Wiedenbrück konnte man vor der Hausmesse unter anderem ein komplett
neu gebautes Materiallager in Betrieb nehmen, das nicht nur besonders energieeffizient ist,
sondern ein wesentlicher Baustein im Rahmen des Projektes „Schlanke Fabrik“. Alle
Zwischenlager können so aufgelöst werden und trotzdem wurde die Lagerkapazität
verdoppelt und damit die Verfügbarkeit der Materialien erhöht. Aber auch
in den Maschinenpark und in die Digitalisierung hat Cor-Inhaber Leo Lübke
kräftig investiert.
Ebenfalls eine Investition in die Zukunft war die Teilnahme an der Kölner Messe
Orgatec, auf der sich die Branche der Objekteinrichter und Büro-Ausstatter trifft.
Der Objektbereich ist bei Cor in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und
stellt ein ebenso wichtiges Standbein dar wie die Wohnmöbel. „Jalis Flow“ war eine
der Top-Neuheiten des Unternehmens für die Büro- und Objektmesse. Mit „Jalis Flow“
ist es der Premium-Marke gelungen, das archetypische Design des geknickten Kissens
aus ihrem Erfolgsmodell „Jalis“ in den Contract-Bereich zu bringen: „Einladend
auf einem Kissen zu sitzen, sollte der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden“,
kommentiert das Stuttgarter Designer-Duo Jehs+Laub seinen Entwurf
für Cor. Fotos: Cor / Bewermeier-Helms
„Interlübke muss immer etwas Besonderes bleiben“
Vor rund zwei Jahren übernahm der deutlich kleinere Premium-Hersteller für Bad-Einrichtungen
Domovari den Edel-Kastenmöbler Interlübke. Und mit Dr. Frank Oehmke (Foto) kümmert
sich seit dem letzten Jahr ein Mitglied der neuen Eigentümerfamilie um Interlübke. Das
Unternehmen soll nach unruhigen Zeiten mit mehreren Inhaberwechseln wieder in ruhiges
Fahrwasser kommen. Und hierfür investiert Oehmke kräftig – auch um Synergien zwischen
den beiden Unternehmen zu nutzen: „Rund 1,4 Millionen Euro fließen derzeit in den Maschinenpark
für ein automatisches Plattenlager und eine neue, vollautomatische Kantenanleimmaschine.
Ende Februar folgt noch 5-Achs-CNC-Maschine für rund 350.000 Euro. Gleichzeitig
müssen wir unsere Daten umstellen und werden ein neues ERP-System einführen“, so
der Geschäftsführer im Gespräch mit dem MÖBELMARKT am Rande der Hausmesse. Alles
Investitionen in die Zukunft. Denn damit wird Interlübke in die Lage versetzt, auch Möbel für
das Schwesterunternehmen in Krefeld zu produzieren
und die Auslastung zu verbessern.
Eine weitere wichtige Aufgabe von Dr. Frank Oehmke
lag direkt nach Amtsantritt in der Reduzierung der
Overheadkosten. In der Verwaltung war Interlübke teilweise
noch personell stark überbesetzt, was jetzt geändert
wurde. Von 150 Mitarbeitern hat Oehmke den
Stamm auf 115 reduziert. Dass dies fast ausschließlich
in der Verwaltung geschah, spricht Bände: „Es waren in den letzten Jahren ja einige Geschäftsführer
zur Sanierung im Haus, und ich muss zugeben, dass ich schon verwundert
war, wie wenig sich in dieser Zeit hier verändert hat“, so Oehmke. Und er muss es wissen,
schließlich wurde ihm das Unternehmen bereits 2014 zum Kauf angeboten. Damals erschien
der Schritt für Domovari nach genauer Prüfung aber noch zu groß. Beim dritten Anlauf
schließlich passten die Rahmbedingungen und der Deal war 2022 perfekt.
Um Interlübke den Weg in eine wieder erfolgreichere Zukunft zu bereiten – die rund 14
Millionen Euro, die 2024 wohl in den Büchern stehen werden, sind langfristig einfach zu
wenig – reicht es natürlich nicht, zur verlängerten Werkbank für Domovari zu werden: „Wir
müssen die Marke verjüngen und wieder bekannter machen“, sagt Oehmke und meint
damit natürlich keine hippe Lifestyle-Marke, sondern eine Premium-Marke, die die Einrichtungs-Ansprüche
einer anspruchsvollen, aber immer mobileren und flexibleren Zielgruppe
wiederspiegelt. Einzelmöbel wie das Sideboard-Programm „Tavi“, hochwertig,
zeitlos, aber flexibel und „umzugsgeeignet“, sind da der richtige Weg. Denn eines ist für
Frank Oehmke auch klar: „Interlübke muss immer etwas Besonderes bleiben.“ Foto: Schwarze
104 Messen
MÖBELMARKT
11 / 2024
Meble Polska 2025 wird größer als im letzten Jahr
Der aktuelle Stand der Ausstelleranmeldungen für die Möbelmesse Meble Polska
2025, die vom 25. bis 28. Februar in Posen stattfinden wird, deutet darauf hin, dass
die nächstjährige Ausgabe der wichtigsten europäischen Möbelbeschaffungsmesse
größer sein wird als im vergangenen Februar. „Die Branche reagiert auf die aktuelle
Situation mit Aktivität. Die Hersteller nutzen die Möbelmesse in Posen, um ihr Kundenportfolio
zu diversifizieren und die Vertriebsstruktur auf neue Märkte auszuweiten.
Derzeit ist die von den Ausstellern bestellte Fläche die gleiche wie im Vergleichszeitraum
des Vorjahres. Wir warten noch auf die endgültige Bestätigung der
Standgröße durch einige unserer Stammaussteller“, sagt der Direktor der Meble
Polska, Józef Szyszka.
Die MTP Group wirbt auch aktiv um Möbelhersteller aus der Ukraine. Diese Aktivitäten
werden in Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Verband der Möbelhersteller
UAFM durchgeführt, der die Meble Polska als das effektivste Verkaufsförderungsinstrument
unter allen Möbelmessen, an denen der UAFM in den vergangenen Jahren
teilgenommen hat, anerkannt hat. Nach ersten Ankündigungen wird der nationale
Auftritt ukrainischer Unternehmen sogar noch größer sein als bei der Ausgabe 2024.
Die Ausstellung der Messe Meble Polska belegt derzeit die Pavillons 3, 3A, 4, 5, 5A
(Home Decor-Ausstellung), 6 und 8. Das ist mehr als bei der Ausgabe vor der Pandemie
2020. Die Absage der Januar-Ausgabe der imm Cologne hat das Interesse
neuer Unternehmen an einer Teilnahme erhöht. Foto: Meble Polska
Trends up West: Siebte Runde im Juni 2025
Die Lifestyle-Show Trends up West geht 2025 in die siebte Runde. Wie die
Veranstalter mitteilen, ist es das Ziel, 300 Marken auf 15.000 qm Ausstellungsfläche
auf dem Areal Böhler zu präsentieren. Das Interesse an der
Trends up West, die vom 28. bis 30. Juni 2025 in Düsseldorf die Lifestyle-
Branche zusammenbringt, ist groß. Kaum hat die Trendshow im Westen mit
der Vermarktung der Standflächen für die siebte Ausgabe begonnen, liegen
bereits über 30 Anmeldungen und über 50 Reservierungen vor. Ab sofort ist
die offizielle Anmeldung möglich – für eine Trends up West, die sich im kommenden
Jahr noch einmal deutlich weiterentwickeln wird.
Mit 240 Marken setzte die Trends up West in diesem Frühsommer starke
Akzente für den Handel. Über 3.000 Fachbesucher kamen am letzten Juni-
Wochenende zur Trends up West nach Düsseldorf. 80 Prozent der Besucher
bewerteten die Veranstaltung als „interessant“ oder „sehr interessant“.
Die Themenwelt „Outdoor & Living“ wird 2025 weiter ausgebaut und fügt sich
damit optimal in die Struktur der anderen Bereiche „Home, Deco & Fashion“,
„Gift & Paper“ sowie „Cook, Eat & Drink“ ein. Foto: Trends up West
Interzum 2025 mit starker Nachfrage
Die Leitmesse für Möbelfertigung und Interior Design verzeichnet rund
sechs Monate vor ihrem Start eine starke internationale Nachfrage. Mit
über 93% vermieteter Ausstellungsfläche und der Teilnahmebestätigung
zahlreicher Branchengrößen und Rückkehrer wird die Interzum, welche
vom 20. bis 23. Mai 2025 in Köln stattfindet, erneut ein zentraler Treffpunkt
für Innovationen und Trends, so der Veranstalter Koelnmesse.
Ungewisse Prognosen und der zunehmende Druck in puncto Nachhaltigkeit
erschweren langfristige Planungen der Möbelzulieferindustrie.
Inmitten dieser Aussichten soll die Interzum als wichtige Business- und
Networkingplattform der Branche fungieren.
Unter dem neuen Leitthema „Rethinking Resources: Circular and Biobased
Solutions“ setzt die Interzum im nächsten Jahr ein starkes Zeichen
für nachhaltige Möbelfertigung.
Auf der Interzum Trend Stage, der Interzum Product Stage und in den
drei Interzum Trend-Foren werden innovative Ideen, Studien und marktreife
Lösungen vorgestellt und diskutiert. Auf dem „Rethinking Resources
Boulevard“ haben ausstellende Unternehmen die Möglichkeit, ihre
Produkte und visionären Konzepte rund um biobasierte Materialien und
Kreislaufwirtschaft vorzustellen. Der Interzum Award 2025, vergeben
von einer internationalen Fachjury, wird erneut herausragende Produkte
der Möbelzulieferindustrie auszeichnen. Foto: Koelnmesse
Swiss Interior Expo: Inspirierende Premiere
Die Premiere der Swiss Interior Expo, welche vom 5. bis 7. November
im schweizerischen Bern stattfand, verlief erfolgreich. Mehr als 100 nationale
und internationale Aussteller und Marken präsentierten auf dem
neuen Messeformat Neuheiten aus den Bereichen Küchendesign und
Möbel. Neben Handel, Schreinereien, Projektentwicklern, Architekten
und Innenarchitekten waren viele interessierte Unternehmen aus der Industrie
vor Ort, um sich ein Bild der Erstveranstaltung zu machen.
Lesen Sie mehr dazu in unserem küche&bad forum auf S. 36/37.
MÖBELMARKT
11 / 2024
Messen 105
Mit Fahrrad-Rikschas könnten sich die Besucher durch die
Messehallen fahren lassen. Foto: Brüsseler Möbelmesse
Meubelbeurs 2024
In Brüssel kommt man gut voran
Die Zeiten sind schwierig, doch davon lässt sich das Team der Brüsseler Möbelmesse nicht entmutigen. Selbstbewusst treibt man die
Entwicklung der Veranstaltung Stück für Stück voran und hofft, auch von den Veränderungen in der deutschen Messelandschaft
perspektivisch profitieren zu können.
Wachstum im Blick: Das Brüssel-Team um Messe-Direktor Glenn De Maeseneer
(Mitte) und Thomas Hibert (Marketing, links) sowie Filip De Jaeger vom Industrieverband
Fedustria. Fotos: stm
Der deutsche Markt wird für Belgiens
Möbelindustrie immer wichtiger: In der
ersten Jahreshälfte 2024 stiegen die
Möbelexporte in die Bundesrepublik um
46,4% an, wodurch Deutschland auf
Rang 2 der wichtigsten Absatzmärkte
belgischer Hersteller kletterte und damit
die Niederlande auf Rang 3 verdrängte.
Frankreich steht unangefochten an der
Spitze.
Insgesamt stiegen die Möbelexporte
aus dem Nachbarland im ersten Halbjahr
2024 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um 0,4% an. Doch das bedeutet
nicht, dass Belgiens Hersteller keine
Probleme hätten: Im gleichen Zeitraum
sank der Umsatz der dortigen Möbelindustrie
um 7,8% gegenüber dem Vergleichszeitraum.
Die Kapazitätsauslastung
lag bei 70,6%, die Investitionen
sanken um 15,6%.
Und das nach einem schwachen Vorjahr:
Bezogen auf das Gesamtjahr verbuchten
die belgischen Hersteller 2023
ein Umsatzminus von 7%. Filip De Jaeger,
Chef des Möbelindustrie-Verbandes
Fedustria, sprach in Brüssel von einer
historisch schlechten Situation der
heimischen Branche.
Qualitatives Wachstum
Wie zum Trotz lautete das Motto des
diesjährigen Brüsseler Möbelmesse
„Growing Homes“. „Das Wort Wachstum
in unserem Slogan bezieht sich dabei
nicht unbedingt auf die Fläche oder
die Anzahl der Aussteller, sondern auf
eine gesunde Entwicklung im Sinne einer
qualitativ hochwertigen, modernen
und effizienteren Messe“, erklärte Messe-
Direktor Glenn De Maeseneer.
Wie so häufig auf derartigen Veranstaltungen
war die Stimmung besser, als es
die Situation vermuten lässt. „Auf der
Messe wird nicht lange rumgejammert“,
sagte etwa Franz Rungger, Verkaufsleiter
International bei Voglauer, wo man sich
über eine gute Resonanz auf das gezeigte
Programm V-Tektura freute. „Seit September
steigt die Kundenfrequenz wieder
an“, so Rungger, der mit Voglauer
alle zwei Jahre nach Brüssel kommt.
Insgesamt waren auf der Messe im No-
106 Messen
MÖBELMARKT
11 / 2024
vember 221 Marken aus 19 Nationen
vertreten. Der überwiegende Teil der
Aussteller in Brüssel kommt traditionell
aus Belgien (81) und den Niederlanden
(70). Aus Deutschland präsentierten
sich in diesem Jahr 13 Marken, damit
belegte die Bundesrepublik den dritten
Platz der Aussteller-Nationen.
Auch chinesische Unternehmen wie
Kuka Home und HTL präsentierten sich
in Brüssel. Dazu passt, dass die Zahl
der Möbelimporte aus China nach Belgien
in der ersten Jahreshälfte 2024 um
16,2% gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres anstieg.
„Effizienz und gute Geschäfte“
Auch wenn die Frequenz am ersten
Messetag durch den parallel stattfindenden
Brüssel-Marathon etwas verhaltener
war, herrschte ab Montag viel
Andrang in den Hallen und entsprechende
Geschäftigkeit an den Ständen.
Von den rund 20.000 Besuchern kommen
in der Regel mehr als zwei Drittel
aus den Benelux-Ländern.
Fedustria-Chef Filip De Jaeger blickt
aber bereits voraus: „Die Verschiebung
der Kölner Möbelmesse Anfang 2025
wird hoffentlich dazu führen, dass sich
deutsche und andere Einkäufer Brüssel
zuwenden.“ Glenn De Maeseneer ergänzt:
„Die Möbelmesse steht für Sicherheit,
Effizienz und gute Geschäfte in einer
stimmungsvollen Umgebung.“
Tatsächlich konnten die Veranstalter mit
einigen Neuerungen glänzen. Nicht nur,
dass die Besucher auf Wunsch mit Fahrrad-Rikschas
durch die Hallen transportiert
wurden. Die Belgian Design Island
richtete ihren Fokus in einem neu gestalteten
Areal auf heimische Designer und
deren Schaffen. Gleich nebenan präsentierten
sich verschiedene belgische Hersteller
auf einer neuen Outdoor-Fläche.
„Kleine, aber ausgeklügelte Schritte in
Richtung Zukunft“ nennt De Maeseneer
diese Investitionen.
Bedding-Halle gut besetzt
Der 360 Grad drehbare Stuhl „Roxana“
war der Verkaufsschlager am Stand des
dänischen Unternehmens Unique.
MÖBELMARKT
11 / 2024
Hierzu zählt auch die Bedding-Halle
„Brussels by Night“, auf der sich zahlreiche
Aussteller von hohem Niveau tummelten,
wenn gleich die Aquinos-Gruppe,
wie zu hören war, in letzter Sekunde
abgesagt hatte. Aus Deutschland war
hier unter anderem die Marke Brinkhaus
vertreten, wo Exportleiter Rafael Torres
und sein Team neben Bettwaren auch
Boxspringbetten zeigten. „Da bohren wir
hier allerdings ein dickes Brett“ wie er
mit Blick auf die starken belgischen Mitbewerber
in der Halle sagte. „Wir sind in
Benelux erst am Anfang.“ Gleichwohl sei
man in den verschiedenen Zielmärkten
trotz der aktuellen Herausforderungen
stabil unterwegs: „Wir haben für 2024
die Vorjahreszahlen im Blick.“
Gute Auftragseingänge für Belgien und
die Niederlande verzeichnen auch die
zur Polipol-Gruppe gehörenden Marken
Hukla und Oschmann Comfortbetten.
„Wir sind sehr zufrieden mit der Messe“,
erklärte Exportleiter Thomas Mack.
Gezeigt wurden neue Boxspring- und
Polsterbetten, die bereits auf der
M.O.W. zu sehen waren, sowie ein neues
Schlafsofa. Auch weitere deutsche
Unternehmen wie Himolla, die Wiemann-Gruppe,
Nolte, Rauch oder Topstar
zeigten ihre Neuheiten.
Internationale Kunden
Eine der großen Ausstellungsflächen belegte
das belgische Unternehmen Modulax,
das vor allem Polster- und Speisezimmermöbel
herstellt. Hier ging es sehr
international zu: Besucher aus Skandinavien,
dem Baltikum oder Großbritannien,
aber auch aus dem Oman waren der Einladung
von Hans Vandendriessche gefolgt.
„Es kommen mehr internationale
Kunden nach Brüssel als früher“, so der
Inhaber. „Vielleicht sind das erste Folgen
von Köln.“ Deutschland hat Modulax fest
im Blick: Am 1. Januar 2025 geht es mit
einem eigenen Vertriebsteam für die
Bundesrepublik los.
Mit dem belgischen Unternehmen Vipack
war auch das Thema Kindermöbel
gut vertreten. „Wir sind ein Nischenmarkt,
an dem die aktuelle Krise auch
nicht spurlos vorübergeht“, erklärte Inhaber
Geert Viane mit Blick auf die Insolvenz
des deutschen Herstellers Schardt.
„Deutschland und Frankreich sind derzeit
schwierig, in den Niederlanden haben wir
Wachstum“, so Viane, der mit der Serie
„Forest“ aus massiver Eiche und Buche
das Thema Nachhaltigkeit vom Baby- bis
zum Jugendzimmer spielt.
Über ein positives Echo freute sich auch
André Boy-Nieder am Stand von Unique.
Hier war der neue Drehstuhl „Roxana“
mit 360-Grad-Autoreturn für einige große
Aufträge gut. Rund 50 Prozent Neukunden
begrüßte der Verkaufsdirektor des dänischen
Unternehmens am Stand in Brüssel.
„Wir sind in Belgien noch ein relativ
unbeschriebenes Blatt, und da wir auch
in Deutschland bislang noch nicht so
stark unterwegs waren, haben wir hier
aktuell sehr gute Zuwächse.“
Die nächste Brüsseler Möbelmesse findet
vom 2. bis 5. November 2025 statt.
Stefan Mielchen
Auf dem neu gestalteten Outdoor-Areal präsentierten sich mehrere belgische
Hersteller mit ihren Neuheiten.
Am Stand von Modulax begrüßten Senior-Chef Hans Vandendriessche (Mitte) und
sein Sohn Bram viele internationale Kunden.
Am Stand von Voglauer freuten sich Franz Rungger (links) und Claus Deboiserie
über gute Resonanz auf das Programm V-Tektura.
Rafael Torres zeigte mit Brinkhaus in der Bedding-Halle neben Boxspring auch ein
neues Sortiment von Alpaka-Bettwaren.
Messen 107
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S
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F
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M
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N
Nolte Küchen GmbH & Co.KG,
Löhne Titel, Seite 25
W
Worldwide Exhibitions Service Co., Ltd.,
Shanghai (Volksrepublik China)Seite 5
108 Impressum / Inserentenverzeichnis
MÖBELMARKT
11 / 2024
Auf 250.000 qm Fläche in 26 Hallen wird die IIFF veranstaltet. Zur letzten Edition
reisten rund 144.000 Besucher an. Fotos: International Istanbul Furniture Fair
Ahmet Güleç:
„Die IIFF hat
sich zu einer
der weltweit
bekanntesten
Hotspots der
globalen
Möbelindustrie
entwickelt.“
IIFF lädt im Januar nach Istanbul ein
Der Countdown für die International Istanbul Furniture Fair (IIFF), die
vom 21. bis 25. Januar 2025 ihre Pforten öffnen wird, läuft. Mit einer
Ausstellungsfläche von 250.000 qm in 26 Hallen will die IIFF, die
vom Verband der Möbelverbände (MOSFED) unterstützt wird und
eine Zusammenarbeit zwischen MOS Fuarcılık und der Tüyap Exhibitions
Group ist, die globale Möbelbranche in die Türkei bringen.
Ahmet Güleç, Präsident der MOSFED, gab Einzelheiten zu den Vorbereitungen
für die Messe bekannt: „Unsere jährliche Januar-Messe
hat sich zu einem der weltweit bekanntesten Hotspots der globalen
Möbelindustrie entwickelt. Fast 1.000 Unternehmen mit mehr als
3.000 Marken nahmen an unserer Messe im Januar 2024 teil, und
144.000 Fachleute aus 152 Ländern reisten nach Istanbul. Wir gehen
davon aus, dass wir diese Zahlen bei unserer Messe im Januar 2025
noch übertreffen werden.“
Im Istanbul Fair Center werden modern-modulare Möbel, Betten
und Lattenroste, Büro- und Schulmöbel sowie Möbelzubehör ausgestellt,
während im Tüyap Fair and Congress Center moderne
Möbel, Premiummöbel, Kinder- und Jugendzimmer sowie Gartenmöbel
zu sehen sein werden.
„Die Türkei ist eines von vier Ländern, in denen in allen Produktkategorien
produziert wird, und gilt zudem als der siebtgrößte Exporteur.
Dies haben wir durch unsere Strategien und Stärken in den Bereichen
Produktion, Design, Markenbildung und Marketing erreicht“,
sagt Ahmet Güleç.
Anzeigenschluss für die MÖBELMARKT-Ausgabe 12/2024
ist der 25.11.2024.
Ihre Ansprechpartnerin:
Silvia Chesi, Telefon: 0911 / 95578-33, E-Mail: chesi@ritthammer-verlag.de
MÖBELMARKT
11 / 2024
Messen 109
1
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Köpfe
Fließtext
Foto: Bildhinweis
50 Jahre blaue Box:
Duzen, feiern, menscheln
Die offizielle Feier zum Ikea-Jubiläum am 17. Oktober 2024 in Eching fühlte sich an wie eine Mischung aus Klassentreffen, Rockkonzert und
Volksfest. Feierlustige Ikea-Teams aus Schweden und Deutschland kamen ebenso wie die schwedischen Rockstars Mando Diao, Bayerns
Ministerpräsident Dr. Markus Söder oder eine der ersten Mitarbeiterinnen von Ikea Deutschland überhaupt. Schon bevor das Haus fürs
Publikum geöffnet wurde, gab Mando Diao alles und brachte Walter Kadnar und die schwedische Botschafterin Veronika Wand-Danielsson
zum Wippen. Markus Söder erinnerte sich an die ersten Ausflüge mit Freundinnen zu Ikea und witzelte über die Ikea-Lampe „Söder“.
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1 Für einen launigen siebenminütigen Film zu
50 Jahre Ikea Deutschland trafen sich
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachts bei Ikea
Wallau – eine Kollaboration von Ikea mit der
Agentur Think und Zauberberg Productions.
2 Markus Söder nahm den Hotdog mit
süßem Senf mit Humor. Fotos: Ikea
3 Die schwedische Rockband Mando Diao
mit Walter Kadnar und Botschafterin Veronika
Wand-Danielsson in der Mitte.
Angestellte aus München freuten sich über die
Partystimmung.
4 Der Sänger Nico Santos erfreute auch das
gesamte Publikum und machte Stimmung für
die Sleepover-Party.
5 Markus Söder würdigte Ikea in seiner
kurzweiligen Rede als eine Marke, die einen
durch das ganze Leben begleitet – blaue
Tasche inklusive.
6 Ikea-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf
dem originellen Ikea-Karussell, u. a. Michael
Vortkamp, Metro Area Manager München (oben
rechts), Samdra Stibale, Deputy Country Retail
Manager Ikea Deutschland (oberste Reihe, 3.
von rechts) und die viel interviewte Mitarbeiterin
der ersten Stunde, Grete Dipphold (unten
rechts). Foto: Peters
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MÖBELMARKT
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MÖBELMARKT
11 / 2024
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Die Lehrfabrik Möbelindustrie wird offiziell in Betrieb genommen (v.l.): Verbandsgeschäftsführer Jan Kurth, Thorsten Gösling (Vorstandsvorsitzender der Lehrfabrik),
VHK-Vorsitzender Andreas Wagner, Lehrfabrik-Geschäftsführer Markus Kamann, Lehrfabrik-Aufsichtsratsmitglied Sabine Brockschnieder, Landrat Jürgen Müller, Jens
Kronsbein (Abteilungsleiter bei der Bezirksregierung in Detmold), Bernd Poggemöller (Bürgermeister der Stadt Löhne), Dr. Burkhard Nolte (Dezernent im Kreis Herford). Mehr
zu dem Thema im Beitrag von Jan Kurth auf Seite 39. Foto: VDM/VHK
Dauphin:
Stellt Geschäftsführung neu auf
Die Dauphin Office Interiors GmbH & Co. KG hat die neue Führungsebene
unter CEO Elmar Duffner vorgestellt. Neben ihm ergänzen Marcel Göttlicher,
Andreas Ohr und Jürgen Bailey mit Wirkung zum 1. November
als Prokuristen die Geschäftsführung des Büromöbelherstellers
aus Offenhausen.
Mit der Ernennung von Duffner zum CEO der Dauphin Holding
ab dem 1. Februar 2024 und der Neubesetzung der Führungsstruktur
auf erster Ebene stellt sich das Unternehmen neu
auf. Marcel Göttlicher, Personalleiter, Andreas Ohr, Kaufmännischer
Leiter, und Jürgen Bailey, IT-Leiter, sind für die
jeweiligen Unternehmensbereiche verantwortlich und berichten
direkt an Duffner.
Im Zuge des Ausscheidens des bisherigen kaufmännischen
Leiters Wilfried Sehner zum 31. Oktober sowie des
bevorstehenden Renteneintritts des bisherigen Chief Information
Officer (CIO) Martin Fuchs Mitte 2025, reagiert die
Dauphin Unternehmensgruppe auf personelle Veränderungen
und stärkt die interne Führungsstruktur.
Göttlicher fungiert bereits seit 15 Jahren als Personalleiter
und Prokurist der Dauphin Holding. Ohr leitet seit dem 1. Oktober
in seiner Funktion die Bereiche Finanzen, Controlling,
Versicherungen, Liegenschaften und Recht. Mit Bailey, der am 1.
November ins Unternehmen eingetreten ist, wurde die Position
des Chief Information Officer neu besetzt. Er verantwortet zukünftig
die digitale Transformation und IT-Strategie. Bailey übernimmt die
Nachfolge von Fuchs.
(V.l.) Marcel Göttlicher, Andreas Ohr, Elmar Duffner und Jürgen Bailey.
Foto: Dauphin Human Design Group
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MÖBELMARKT
11 / 2024
Klaus Dahlem übergibt den Staffelstab an Stephan Ballweg (v.l.). Fotos: Rauch
Rauch: Klaus Dahlem übergibt an Stephan Ballweg
Vertriebsleiter Nils Czekay scheidet aus
Veränderung in der Geschäftsführung der Rauch Möbelwerke: Klaus Dahlem, Geschäftsführer für Operations (Technik
und Produktion), übergibt an Stephan Ballweg. Dahlem ist vor zweieinhalb Jahren als technischer Geschäftsführer gemeinsam
mit CEO Rainer Hribar und Vertriebsgeschäftsführer Andreas Bremmer im Übergangsteam angetreten, um
Rauch zu sanieren.
Mit Stephan Ballweg steht ein interner Nachfolger als technischer Leiter zur Verfügung. Ballweg ist seit 2006 bei
Rauch und leitete seit 2016 die Produktentwicklung und Konstruktion.
Zudem wird die Struktur im Fachhandels-Vertrieb verändert: Mit sofortiger Wirkung verlässt Nils Czekay, Vertriebsleitung
Fachhandel, das Unternehmen. Diese Entscheidung erfolgte nach Angaben des Unternehmens „im besten Interesse
beider Parteien“. Die Vertriebsleitung Fachhandel wird ab sofort von dem langjährigen Rauch-Mitarbeiter
Serkan Altuntasgil übernommen, der eine umfassende Expertise aus Produktmanagement und Vertrieb mit einbringt.
ADA: Abschied von Oskar Derler
Die steirischen ADA Möbelwerke trauern um Oskar Derler. Die prägende Unternehmenspersönlichkeit
war Mitglied der Gründerfamilie und hatte großen Einfluss auf die
Entwicklung und Ausrichtung des Polstermöbelherstellers. Derler verstarb am 28. Oktober
im Alter von 87 Jahren.
Oskar Derler formte das Familienunternehmen ADA zu einem international führenden
Unternehmen sowie zum größten Polstermöbelhersteller in Österreich. Als Sohn des
Unternehmensgründers Alois Derler trat er schon früh in die Fußstapfen seines Vaters.
Nach seiner Ausbildung an der Handelsschule führte sein Weg ihn direkt in den Familienbetrieb,
dem er bis zu seinem 82. Lebensjahr treu blieb. Von der Juniorposition
über den Geschäftsführerposten bis zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats setzte er sich
für den Erfolg und das Wachstum von ADA ein.
„Durch seinen Einsatz und seine Entschlossenheit baute er das Unternehmen stetig
weiter aus und formte es zu einer festen Größe in der Branche. Sein Mut und seine
Vision machten ihn zu einem erfolgreichen Unternehmer, der auch schwierige Entscheidungen
mit Überzeugung traf. Besonders seine tiefe Verbundenheit zur oststeirischen
Heimat prägte sein Handeln. Während andere Mitbewerber ins Ausland expandierten,
suchte er stets einen Mittelweg, um Arbeitsplätze in Anger zu erhalten und
gleichzeitig international präsent zu sein“, so heißt es aus Anger.
„Oskar Derler war ein Mann, der sein Leben ADA widmete. Er stand für einen unermüdlichen
Einsatz und forderte von seinen Mitarbeitern das gleiche Maß an Einsatzbereitschaft,
das er selbst stets vorlebte. Oskar Derler hat nicht nur ein beeindruckendes
Lebenswerk aufgebaut, sondern auch ein Erbe hinterlassen, das tief in der Geschichte
von ADA verankert ist und in der Branche noch lange fortwirken wird.“ Foto: ADA
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11 / 2024
Köpfe 113
Obi: Veränderungen im Vorstand
Zum 1. Januar 2025 wird Dr. Urszula Nartowska in den Vorstand der Obi Group berufen.
Sie übernimmt den Posten Chief People & Organisational Development Officer und wird
in ihrer neuen Rolle das HR-Management über alle Länder verantworten. Zum 17. Juni
2025 wird sie zudem den strategisch wichtigen Bereich Franchise Partnering und Real
Estate in Nachfolge von Peter Tepaß übernehmen. Nartowska ist seit Dezember 2022 im
Unternehmen und war bisher als Senior Vice President Legal tätig. Ihre Verantwortung
für die Bereiche Legal und Compliance bleibt bestehen.
Chief Officer CE Peter Tepaß geht planmäßig Mitte nächsten Jahres in Ruhestand, wird
als Berater aber weiterhin für Obi tätig sein. In seiner 26-jährigen Laufbahn habe er einen
maßgeblichen Beitrag zum Unternehmenserfolg geleistet, insbesondere zum erfolgreichen
Auf- und Ausbau des Osteuropa-Geschäfts.
Manuel van de Kamp wird nach erfolgreichem Aufbau des digitalen Obi-Ökosystems
seinen Vertrag als Chief Product Officer nicht verlängern und verlässt das Unternehmen.
Foto: Obi
Leolux: Sanders geht
Sebastiaan Sanders, seit 2012 Geschäftsführer, wird Leolux zum 1. Januar
2025 verlassen. Bernd Jan Klein Entsink übernimmt als Interimsdirektor seine
Rolle. „Wir haben in den letzten Jahren erhebliche Herausforderungen bewältigt“,
so Sanders. „Dies hat auch innerhalb der Gesellschafter und der
Familie zu Spannungen über den einzuschlagenden Weg geführt. Für mich
stehen die Interessen des Unternehmens an erster Stelle. Mit einem neuen,
familienfremden CEO werden wir für eine objektive Führung und frischen
Wind in diesem wunderbaren Unternehmen sorgen. Leolux hat weiterhin einen
besonderen Platz in meinem Herzen.“ Sanders wird dem Unternehmen
als aktiver Anteilseigner erhalten bleiben.
Foto: Leolux
Paidi: Trauer um
Roland Schreck
Anfang November starb Roland Schreck, jahrzehntelang
Verkaufsleiter beim Kindermöbelhersteller Paidi,
im Alter von nur 60 Jahren nach kurzer, schwerer
Krankheit. Er war sein ganzes Berufsleben beim Unternehmen
tätig und unverzichtbarer Teil des Paidi-
Teams, mit dem er bis zuletzt eng verbunden war.
„Wir haben Roland Schreck viel zu verdanken. Mit seiner
langjährigen Erfahrung und Weitsicht, seiner Leidenschaft
für den Beruf und seinem jahrzehntelangen
Engagement hat er das Unternehmen geprägt. Er engagierte
sich für sein Team und seine Kollegen und
prägte in seiner Funktion als Ausbildungsleiter Generationen
junger Menschen und vermittelte ihnen wertvolle
Grundlagen und Werte für ihre berufliche Laufbahn“, so
Paidi-CEO Markus Großweischede. Foto: Paidi
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11 / 2024