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B 1785

11/2024

www.moebelmarkt.de

International Interior Business Magazine

Alliance übernimmt kultiges Konzept:

„Pure Natur“ als Business-Turbo

Ikea-Chef Walter Kadnar: So tickt der Marktführer

Organ des Europäischen

Möbelhandels

XXXLutz, Möbel Heinrich: Kleinflächen-Formate für Stadt und Land

Orgatec 2024 als Blaupause: Die Leitmesse der Zukunft wird zum Festival


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Co-Sleeping

Was Jahrhunderte lang selbstverständlich war, fand spätestens im

20. Jahrhundert mit wachsendem Wohlstand sein Ende. Vater, Mutter

und Kinder teilten sich ein Bett – schon allein, um sich gegenseitig zu

wärmen. Seitdem ist Privatspäre angesagt.

Jetzt erfreut sich das sogenannte Co-Sleeping – also das gemeinsame

Schlafen der Kinder mit den Eltern – wieder wachsender Beliebtheit.

Ihm wird unter anderem eine positive psychologische Wirkung zugeschrieben.

Nischenanbieter wie zum Beispiel Ehrenkind aus Schwäbisch

Hall bieten längst Betten an, die groß genug für die ganze

Familie sind. Auch der konventionelle Markt möchte von dem Trend

profitieren. So stellten auf den Herbsthausmessen zum Beispiel Ruf

Betten in Rastatt und Rauch in Freudenberg Modelle bzw. Studien

vor. Einen Begriff gibt es auch für die Produktgattung, es heißt schlicht

und einfach Familienbett. kh Foto: Ehrenkind

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B 1785

11 / 2024

www.moebelmarkt.de

Vakuum

International Interior Business Magazine

Gerald Schultheiß

Chefredakteur

schultheiss@moebelmarkt.de

Ikea-Chef Walter Kadnar: So tickt der Marktführer

XXXLutz, Möbel Heinrich: Kleinflächen-Formate für Stadt und Land

Orgatec 2024 als Blaupause: Die Leitmesse der Zukunft wird zum Festival

MÖBELMARKT

11 / 2024

Der Gegenwind flaut ab, die See ist nicht

mehr so rau: Auf der EMMK-Messe atmeten

Handel und Lieferanten etwas durch,

da der Möbelkonsum besonders im Mittelstand

angezogen hat. Was sich bis Oktober

in unserem ZR-Barometer gemeinsam mit

der Aktivbank (Seite 43) jedoch noch nicht

in einer Gezeiten-Wende niederschlägt.

Ein nächster Silberstreif am Horizont ist,

dass die Ampel kurz vor Start der diesjährigen

Verbandsmessen-Regatta den Stecker

gezogen hat. Obgleich die Bildung einer

neuen Regierung sicher nicht einfach wird,

ist sich die Branche einig: Es kann nur besser

werden. Die Wahl von Trump erzeugt

ebenfalls ein Vakuum – bis klar ist, welche

Taten er im Amt wirklich folgen lässt.

Die Bedrohungsszenarien in den Handelsbeziehungen

sind jedenfalls real. Gemäß

dem vor der US-Wahl von BGA, bevh, BME

und Mittelstandsverbund abgefragten Stimmungsbild

lagen damals für 82% der Betriebe

geopolitische Konflikte ganz klar auf

Rang 1. 31% fürchteten Importzölle und

„America First“, 59% selektive Hemmnisse.

64% meinten, dass die EU wegen stark

subventionierter Exporte selbstbewusster

gegenüber China auftreten müsse.

Daher fordern die Bundesverbände einen

neuen Ansatz in der Handelspolitik und

der Überwachung der Lieferketten, der auf

Pragmatismus und Dialog setzt. Zumal das

Lieferketten-Gesetz 62% der Betriebe Nachteile

gebracht habe und die EU-Lieferketten-Richtlinie

höhere Kosten (71%), unzumutbare

bürokratische Belastungen (59%)

und Mehraufwand (56%) verursache.

Ihre Hoffnung setzen die Unternehmen darauf,

durch Digitalisierung mehr Transpa-

Alliance übernimmt renz in den Lieferketten kultiges zu schaffen. Die Konzept:

EU-Verordnung zur entwaldungsfreien Lieferkette

(EUDR) ist zwar verschoben, die

Möbelbranche ist jetzt dennoch mit einer

„Pure Natur“ digitalen Branchenlösung als am Start, Business-Turbo

wie Dr. Segment – noch – bedeckt hält.

Olaf Plümer vom DCC und Heiner Strack

vom VDM ab Seite 36 erläutern.

Dass die Tools der digitalen Infrastruktur

auch dem Mittelstand unserer Branche viele

Chancen bieten, um im globalen Wettbewerb

zu bestehen, stand im Fokus des

IWOfurn Summits 2024 in Köln – wir berichten

ab Seite 40.

Wie der mittelständische Handel die größten

Mehrwerte aus den politischen Regularien

ziehen kann, ist auch Teil der Agenda

des Kongresses „Digitale.25“ des Einrichtungspartnerrings

im März. In ihrer Komplexität

seien die Herausforderungen durch

Digitalisierung und KI insgesamt für den

Mittelstand allerdings so groß, dass sie nur

von der ganzen Branche gemeinsam gelöst

werden könnten, betont VME-Chef Frank

Stratmann in unserem Interview (Seite 20).

Weshalb der VME seine „Digitale.25“ für

die ganze Branche öffnet.

Nochmals zurück zur EMMK-Messe, denn

das Vakuum durch die Absage der imm

cologne im Januar gab ihr zusätzlichen

Rückenwind. So profitierte das EMMK-

Hochwertformat Interior Insights nicht zuletzt

von der spontanen Nachfrage potenzieller

Pure-Aussteller (Seite 44).

Infolge des Messe-Vakuums war das Interesse

an der Orgatec und dem neuen Format

Hybrid Interior Design für eben diese

Marken-Klientel extrem groß. Die Orgatec

empfahl sich jedenfalls mit ihrem fulminanten

Restart mit Festival-Vibe als Blaupause

für eine Möbelmesse der Zukunft. Zumal

die Schnittmenge zwischen Wohnmöbeln

und dem Büro- und Objektbereich deutlich

wuchs. Alles dazu ab Seite 100.

Auch die Designmesse-Kreateure in Kortrijk

nehmen die Kölner Pure-Klientel ins

Visier: Am 22./23. Oktober 2025 planen sie

die Design Nation erstmals auch in Berlin.

Die Ambiente bietet einigen Möblern mit

dem Format Interior Looks bereits im Februar

eine neue Heimat, auch die M.O.W.

wird profitieren. Wohingegen sich Michael

Rambach mit Trendfairs bezüglich Plänen

für eine neue Konsummesse für das Home-

Herzlichst grüßt Sie

Organ des Europäischen

Möbelhandels

Editorial 5


Titel

Alliance übernimmt Lifestyle-Konzept

„Pure Natur Möbel“ als Business-Turbo: Der kultige

Katalog setzt hochwertige Massivholzmöbel in Szene

und vermittelt ein natürliches Lebensgefühl. Durch

die Übernahme sichert Alliance die Zukunft des verbandsfreien

Konzeptes, bietet Wachstumschancen

und noch mehr Service. Außerdem in Planung: ein

ergänzendes Flächenkonzept.

Titelstory ab Seite 30

14

50 Jahre blaue Box –

der Ikea-Chef im Interview

Ikea feiert Jubiläum: Vor 50

Jahren öffnete in Eching das

erste Möbelhaus in Deutschland.

Auch Ministerpräsident

Markus Söder und die schwedische

Botschafterin kamen

zur großen Party. Hier sind sie

auf dem Karussell mit Ikea-

Chef Walter Kadnar (vorne) zu

sehen. Der MÖBELMARKT

traf Kadnar zum Interview.

Unternehmen

+ 110

5 Editorial

5 Vakuum

6 Intro

10 Gesprächspartner

12 Crossmedia

14 Unternehmen

14 Ikea: „Auch ich baue selbst auf“

18 News aus Unternehmen

20 VME: „Das kann die Branche nur

gemeinsam schaffen!“

24 Möbel Heinrich:

Das 10.000er-Experiment

26 Mondo Convenienza:

Ciao Palermo

28 XXXLutz:

Ouvertüren auf der Highstreet

30 Markt

30 Alliance: Pure Natur als Business-Turbo

33 Markt-Mix

34 Render4brands:

Revolution für die Branche

36 EUDR jetzt (technisch) vorbereiten

39 Jan Kurth: Gemeinsame Brancheninitiative

gegen den Fachkräftemangel

40 IWOfurn Summit 2024 zum digitalen

Produktpass: „Fangt an und macht!“

42 Konjunkturbarometer:

Herausfordernde Verhältnisse

43 Aktivbank-Barometer:

ZR-Umsätze im Möbelhandel

44 EMMK-Ordermesse und Interior Insights:

Schöne Messe mit USP

46 Design

46 Heimtextil: Einladung zur Transformation

49 Ambiente Designer 2025:

Sehen lernen mit Fabian Freytag

50 Christmasworld Trends:

Verbundenheit und Optimismus

52 Hausmessen

52 Hausmesse Süd: Bewährte Freundschaften

53 Himolla: In Sofas schwelgen

54 Rauch: Individualisierung leicht gemacht

55 Hausmesse Oberfranken:

Oberfranken packt an

XXXLutz: Kleinflächen für die City

Ins Herz der Innenstädte: XXXLutz eröffnete

gleich zwei Stores in Top-Lagen – einen in Hannover,

einen in Wien. Mit dem City-Küchenstudio

und Mömax im Kleinformat erschließt sich

die Gruppe einen neuen Vertriebskanal. Zudem

startete ein weiteres Küchenstudio bei Media

Markt. Der MÖBELMARKT sprach mit Konzern-Sprecher

Thomas Saliger.

Unternehmen

28

6 Intro

MÖBELMARKT

11 / 2024


20

„Kleiner Heinrich“ neu in Steinheim

Mit seiner vierten Filiale geht das Familienunternehmen ganz neue Wege. Auf nur

rund 10.000 qm wurde ein hochmodernes Vollsortiments-Haus geschaffen, in dem

nur Bestseller aus den anderen deutlich größeren Filialen zu finden sind. Besonders

hell, freundlich und digital soll der neue „kleine“ Heinrich die Lücke füllen, die durch

die Schließung der Möbelstadt Steinheim an dem Standort entstanden ist.

Unternehmen

24

Einrichtungspartnerring VME lädt die Branche ein

Mit der Öffnung seines Kongresses „Digitale.25“ geht der Einrichtungspartnerring

VME ganz neue Wege. Denn dass ein Einkaufsverband

seine Veranstaltung auch für externe Gäste und andere Verbände

öffnet, ist in der Möbelbranche außergewöhnlich. Doch für

Frank Stratmann und Sebastian Moos sind die Herausforderungen

der Digitalisierung so groß, dass die Branche sie nur gemeinsam

bewältigen kann.

Unternehmen

56 Oberfranken-Mix

58 Gruber: „Das bietet sonst keiner“

60 Oberfranken/Thüringen-Mix

61 küche & bad forum

3 Editorial

5 Boulevard

6 Kurznachrichten

Das Videomarketing revolutionieren

Das Start-up Render4brands bietet Unternehmen

aus Industrie und Handel eine innovative

Online-Plattform, um ihr eigenes Videomarketing

smart und individuell umzusetzen. In nur

vier Schritten lassen sich dort personalisierte

Clips für die eigene Kampagne erstellen.

Markt

34

IWOfurn-Summit 2024:

Alles rund um den Digitalen Zwilling

Der Digitale Produktpass wird voraussichtlich

ab 2030 für die Möbelbranche eingeführt. Viel

Zeit? Mit der Umsetzung sollten die Unternehmen

zeitnah beginnen, wie beim IWOfurn

Summit deutlich wurde. Die Experten in Köln

waren sich einig: Digitalisierung ist Arbeit, bietet

aber auch neue Geschäftsmodelle.

Markt

8 KBC: Fachmesse lädt nach China

9 KüchenTreff:

Inspirierendes Ambiente

10 Ruder Küchen: Expansion in München

12 Möbel-Rulfs: Time to celebrate

40

14 MHK: Wertvolle Unterstützung zum Jahresende

16 Küchenmeile 2024: Inspirierende Trends

19 Impressum/Inserentenverzeichnis

36

Branche für die EUDR gewappnet

Sie kommt: die EU-Verordnung für die entwaldungsfreie

Lieferkette (EUDR). Deshalb

entwickelt die Möbelbranche eine gemeinsame

digitale Branchenlösung. Zwei Experten

erläutern die nächsten Schritte.

Markt

MÖBELMARKT

11 / 2024

Intro 7


EMMK: Eindrucksvolles Event mit Hochwert-USP

Die EMMK-Ordermesse in Rheda-Wiedenbrück eröffnete am 10./11. November

den Verbandsmesse-Herbst. Mit dem Format Interior Insights demonstrierten

Garant und EMV ihre Hochwert-Kompetenz. Im Foto (v.l.): Felix Doerr,

Knut Albert, Ulf Rebenschütz, Jens Hölper und Torsten Goldbecker.

Markt

24 SHD: Virtuelles Küchenerlebnis

25 Nolte Küchen:

Erweiterte Planungsvielfalt

26 Falmec:

Umfangreiche Optimierungen

26 Systemceram:

Neu interpretierter Klassiker

27 Nobilia: Ein System –

viel Gestaltungsfreiheit

28 Quooker:

Komfort aus dem Wasserhahn

29 Oranier: Sauber, frisch & cool

30 Blanco:

Stilvoller Auftritt am Wasserplatz

31 AEG: Behagliches Zuhause-Gefühl

34 Hera: Minimalistische Ästhetik

35 Ninka: Staurauminszenierung

mit Wow-Effekt

35 Hailo: Ein Evergreen im neuen Look

36 swiss interior expo:

Erfolgreiches Debüt

99 Out of the Box

44

99 Kadewe: Design zieht an

46

Tief eintauchen in die Heimtextil

Zur Heimtextil vom 14. bis 17. Januar 2025 gestaltet der internationale

Design-Star Patricia Urquiola einen immersiven sensorischen

Erlebnisraum. Sie ist für ihren virtuosen Umgang mit

Heimtextilien bekannt (Foto: Six Senses Rome/Luca Rotondo).

Zugleich boomt die Heimtextil Teppich-Show: Carpets & Rugs

wächst um mehrere Hallenebenen.

Design

100 Messen

100 Orgatec: Leitmesse wird zum Festival

104 Messe-Mix

106 Meubelbeurs:

In Brüssel kommt man gut voran

108 Impressum und Inserentenverzeichnis

109 Kleinanzeigen

110 Köpfe

110 Ikea: Duzen, feiern, menscheln

32 Rempp Küchen: Spannende Optionen

33 Sicam 2024:

Größer als je zuvor

küche & bad

forum

NOVEMBER 11/2024 B 50899

FACHMAGAZIN DER BRANCHE

Ruder Küchen

expandiert

Geräte- und

Zubehör-

Inspirationen

siex: Erfolgreiche

Premiere in Bern

„The new era of kitchen style“ –

Nolte Küchen hat zur Hausmesse

seine neue Korpushöhe „Matrix800“

mit einer Kampagne vorgestellt, die

bewusst mit den gewohnten Präsentationsstilen

bricht: Farbexplosionen

im Hintergrund stehen für frische

Ideen und den Beginn einer neuen

Ära. Foto: Nolte Küchen

ab Seite

61

Im zweiten Teil unseres umfassenden Nachberichts zur

Küchenmeile und ihren Begleitveranstaltungen informieren

wir im küche&bad forum über die Innovationen im

Geräte-, Dienstleistungs- und Zubehörbereich. Zudem

werfen wir einen Blick in den neuen Standort von Ruder

Küchen in München sowie von Möbel-Rulfs in Winsen

bei Hamburg. Für die November-Ausgabe sind wir außerdem

in die Schweizer Hauptstadt zur Premiere der

swiss interior expo in Bern gereist.

8 Intro

MÖBELMARKT

11 / 2024


52 55

Herbstmessen Süd & Oberfranken: Frische Impulse

Auf der Hausmesse Süd und auf den Hausmessen Oberfranken reagierten die Aussteller mit durchdachten

Verkaufskonzepten und spannenden Neuheiten auf die aktuellen Herausforderungen.

Hausmessen

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GEMEINSCHAFT

AUF DEN

PUNKT

GEBRACHT.

Dezentes

Farbenspiel

Real, Ease, Deep:

Die Trends der Christmasworld

Wenn Anfang Februar die Christmasworld

2025 in Frankfurt ihre Tore öffnet, stehen

die Trends der kommenden Festzeit im Mittelpunkt.

Für die internationale Leitmesse

saisonaler Dekorationen hat Trendexpertin

Annetta Palmisano die Leitmotive Verantwortung,

Verbundenheit und Optimismus

herausgearbeitet. Wir zeigen, welche kreativen

Designs, Materialien und Farben sich

dahinter verbergen.

Design

100

106

Selbstbewusster Auftritt in Brüssel

Die Brüsseler Möbelmesse setzte mit

ihrem diesjährigen Motto „Growing Homes“

auf Wachstum – allerdings mehr

auf die Qualität der eigenen Schau bezogen

als auf den Markt, der auch in

Belgien angespannt bleibt. Die Messe

hofft, von der Entwicklung in Köln zu

profitieren. MÖBELMARKT war vor Ort.

Messen

MÖBELMARKT

11 / 2024

50

Messe der Zukunft:

Orgatec mit Festival-Vibe

Von wegen trockenes Business-

Event: Das neue Konzept der

Orgatec überzeugte und lockte

zahlreiche Besucher nach Köln.

Nachhaltigkeit lag ebenso im

Trend wie der stärkere Fokus auf

wohnlichere Businessmöbel.

Und: Pure-Aussteller der imm

cologne sehen in der Orgatec

ihre neue Heimat.

Messen

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FREIHEIT (KEINE ZUTEILUNG)

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Gesprächspartner

Thomas Saliger, XXXLutz:

„Gemeinsam mit MediaMarkt schaffen

wir ein neues, örtlich anderes

Einkaufserlebnis und erschließen so

gezielt neue Kundengruppen.“

Unternehmen | Seiten 28–29

Frank Stratmann (l.), Sebastian Moos,

Einrichtungspartnerring VME:

„Digitalisierung und Künstliche

Intelligenz sind so komplex,

dass niemand im Mittelstand

sie alleine stemmen kann.“

Unternehmen | Seiten 20–22

Heiner (l.) und Jonas Struckmann,

Möbel Heinrich:

„Steinheim wird ein ganz

spannendes Experiment!“

Unternehmen | Seiten 24–25

Walter Kadnar, Ikea:

„Sustainability ist das

Business von morgen.“

Unternehmen | Seiten 14–17

MÖBELMARKT

10 Intro 11 / 2024


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MÖBELMARKT.DE

EU-Entwaldungsverordnung:

Mittelstand begrüßt Verschiebung

Der Mittelstandsverbund begrüßt die Verschiebung der Europäischen Entwaldungsverordnung

(EUDR) durch das EU-Parlament auf den 30. 12. 2025.

Kleinst- und Kleinunternehmen bekommen noch mehr Zeit.

Foto: Peter Himsel

Büromöbel: TÜV Rheinland fördert

Nachhaltigkeit in der Branche

Nachhaltigkeit wird zunehmend wichtig für Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit

der Möbelindustrie. TÜV Rheinland unterstützt Büromöbelhersteller auf ihrem

Weg zu nachhaltigen Lösungen und Zertifizierungen.

Foto: TÜV Rheinland

Märkte: bit.ly/4g6Pv8L

Business Forum: bit.ly/3Ov2eX3

VDM: Schnelle Maßnahmen beim

Wohnungsbau gefordert

Beim parlamentarischen Abend der Möbelindustrie hat der VDM rasche Maßnahmen

zur Stärkung der Baunachfrage gefordert. Im Mittelpunkt standen die

negativen Auswirkungen des stockenden Wohnungsbaus für die Branche.

Foto: VDM

Matratzenverband mahnt mehr

Unterstützung aus der Politik an

Über den Einfluss chinesischer Online-Anbieter auf den deutschen Markt und

die Nutzung von KI diskutierte der Matratzenverband auf seiner Jahrestagung in

Bad Essen. Im Dezember berichtet MÖBELMARKT Sleep ausführlich.

Foto: Mielchen

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MÖBELMARKT

12 Crossmedia 11 / 2024


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Marktleader Ikea bleibt Image treu, setzt aber verstärkt auf Nachhaltigkeit

„Auch ich baue

selbst auf“

Ikea feiert Jubiläum: Vor 50 Jahren eröffnete das erste deutsche Möbelhaus in München-

Eching. Inzwischen gibt es bundesweit 54 Einrichtungshäuser und insgesamt 70 Standorte.

Ikea Deutschland schloss das Geschäftsjahr 2024 mit einem Gesamtumsatz von 6,161 Milliarden

Euro ab, einem Minus von 4,3 Prozent. Der online erzielte Umsatz stieg um drei Prozent auf

1,434 Milliarden Euro. Im Interview sprachen Karin Henjes und Julia Peters mit Walter Kadnar,

CEO und CSO (Chief Sustainability Officer) von Ikea Deutschland, über Stärken, Schnittstellen

zwischen On- und Offline und Herausforderungen – vor allem in Hinblick auf Nachhaltigkeit.

Foto: Inter IKEA Systems B.V.

MÖBELMARKT: Herr Kadnar, wie

bewerten Sie das Geschäftsjahr

2024?

Walter Kadnar: Wir haben in einem

schwierigen Marktumfeld mit hoher

Inflation, steigenden Zinsen und einer

gedämpften Konsumnachfrage

das zweitstärkste Ergebnis unserer

Unternehmensgeschichte erzielt. Mit

der strategischen Ausrichtung auf Erreichbarkeit,

Nachhaltigkeit und Erschwinglichkeit

sichern wir die Zukunft

von Ikea Deutschland. Deshalb

haben wir bewusst entschieden, massiv

zu investieren: in niedrigere Preise,

Nachhaltigkeit und damit in die Stärkung

unserer Wettbewerbsfähigkeit.

MM: Im globalen, im europäischen

und im deutschen MÖBELMARKT-

Handelsranking steht Ikea an erster

Stelle. Wie will das Unternehmen

seine Stellung ausbauen?

Kadnar: Für uns ist Deutschland ein

extrem wichtiger Markt. Er ist der

größte der Ingka-Gruppe mit über 6

Milliarden Umsatz, dann folgen erst

die USA, Frankreich und UK. Dieser

Fokus wird sich auch nicht verändern.

Aber natürlich blicken wir auch auf

neue Länder: zum Beispiel auf China,

wo neue Städte entstehen, die so groß

sind wie ein ganzes Land in Europa.

Dort gibt es unendliche Möglichkeiten.

Unsere deutschen Einrichtungshäuser

begrüßen circa 80 Millionen Besucher,

ein Vielfaches davon ist online unterwegs.

Was wir gelernt haben: Wir bleiben

unseren Prinzipien treu. Wir gehen

dorthin, wo viele Menschen sind

– wann und wo immer sie sind und wie

wir sie am besten bedienen können.

Das ist sehr individuell geworden.

MM: Wie bewertet Ikea Deutschland

die Expansion der Konkurrenz?

Kadnar: Wettbewerb hat es immer

gegeben. Wer Champions League

spielen möchte, muss auch auf gute

Konkurrenten gefasst sein – und die

gibt es in Deutschland zu Hunderten.

Von der starken Möbelbranche hierzulande

wussten wir schon 1974, als wir

unser erstes Möbelhaus in Deutschland

eröffnet haben. Es war nicht einfach.

Aber bei uns gibt es das Wort

„unmöglich“ nicht. Wir glauben, dass

unser Konzept einfach Menschen anspricht

und Lösungen bringt. Natürlich

beobachten wir die Mitbewerber

– genauso wie das umgekehrt der Fall

ist. Aber wir konzentrieren uns auf unsere

Stärken.

MM: Welche sind das? Was unterscheidet

Ikea von anderen Möbelhäusern?

Kadnar: Wir sind in der Lage, aus einem

nur 10.000 Produkte umfassenden

Sortiment unzählige Lösungen

herzustellen, immer angepasst auf die

einzelnen Individuen. Das hat sich bewährt.

Jeder Kunde kombiniert seine

Produkte so, wie er es braucht.

Wer in Altbauten mit hohen Räumen

in Frankfurt oder Berlin lebt, hat andere

Anforderungen als jemand, der

mit vielen Dachschrägen zurechtkommen

muss. Der Quadratmeter ist teuer

geworden, auch das verändert die

Kundenbedürfnisse. Ikea ist hier, um

vielen Menschen eine Lösung zu bieten.

Dabei liegt der Fokus darauf, dass

Funktion, Design, Qualität, Nachhaltigkeit

und besonders ein niedriger Preis

zusammenspielen. Das ist die Rezeptur.

Das Element Nachhaltigkeit nimmt dabei

einen viel höheren Stellenwert ein

als noch vor vielen Jahren. Wir haben

es im Jahr 2012 als fünftes Element in

die fünf Prinzipien des demokratischen

Designs aufgenommen und Ikea dadurch

zu einem kreislauforientierten Unternehmen

gemacht.

MM: Wie sieht es mit Produktinnovationen

aus?

Kadnar: 20 Prozent unserer Möbel und

Einrichtungsgegenstände werden jedes

Jahr erneuert. Wir sprechen oft

über die Klassiker Billy und Co. Aber

in Wirklichkeit besteht eine hohe Vitalität.

Dabei ist Co-Creation, also das

gemeinsame Entwickeln und Kreieren,

ein wichtiger Baustein. Die Kunden haben

das Gefühl, dass sie zum Produkt

beitragen können. Und: Es wird heute

gar nicht mehr als Problem angesehen,

dass man die Möbel selbst zusammenschraubt.

Vielmehr ist es ein

Statement – ein Teil des Images, der

dazugehört. Auch ich baue selbst auf.

Allerdings übernimmt meine Frau dann

die Führung, sie ist da sehr kreativ.

14 Unternehmen

MÖBELMARKT

11 / 2024


Es wird heute

gar nicht mehr als

Problem angesehen,

dass man die Möbel

selbst zusammenschraubt.“

MÖBELMARKT

11 / 2024

Unternehmen 15


MM: Kreativität ist auch in der Kundenansprache

gefragt. Auf welche

Kanäle setzt Ikea?

Kadnar: Die Trennung zwischen Onund

Offline wird immer sekundärer,

weil die Konsumenten einfach alles

ausprobieren. Es gibt kaum jemanden,

der in einem einzigen Kanal unterwegs

ist. Es lässt sich nicht wirklich sagen,

was der ausschlaggebende Punkt für

die Nutzung der jeweiligen Kanäle ist.

Was wir aber wissen: Der physische

Besuch hat noch immer einen extrem

hohen Stellenwert. Das gilt nicht nur

für Deutschland, sondern grundsätzlich.

Ikea ist ein Meeting Place. Menschen

wollen einfach Menschen treffen.

Das wird weiter im Vordergrund

stehen, das ist die Inspiration. Deshalb

wollten wir auch in die Städte

kommen, wo die Menschen leben.

Wir haben mit zehn Planungsstudios

begonnen und wollen dieses Konzept

auf ganz Deutschland ausweiten.

Köln und Stuttgart folgen zum Beispiel

noch in diesem Jahr.

„Diese Verbindung aus

der On- und Offline-Welt

herzustellen, wird ein

wichtiger Faktor bleiben.“

MM: Das beschreibt die Aktivitäten

im physischen Bereich. Welche

Neuerungen gibt es im virtuellen?

Kadnar: Natürlich gibt es im Bereich

Künstlicher Intelligenz eine permanente

Entwicklung. Aber es ist nicht die

Technik, die den Unterschied macht,

sondern der Content: Was möchte ich

mitteilen? Worum geht es?

Das Smartphone ist der Converter zwischen

dem physischen Meetingpoint

und der Online-Welt. Jeder hat das Gerät

ständig bei sich, dieser Umstand beeinflusst

unser Leben. Wenn ich in der

Nacht aufwache, kann ich meine Küchenbestellung

machen. Ich brauche

keinen Küchenplaner mehr. Mit dem

Einsatz von KI machen wir den Laien

zum Experten, bieten ihm Gestaltungsmöglichkeiten

und Inspiration.

Mehr als 14 Millionen Nutzer haben sich

die Ikea-App heruntergeladen, 80 Millionen

Menschen waren hier. Das

Schlendern durch die Möbelausstellung

und das Einkaufen in der Markthalle

spielen sich heute on- und offline ab.

Die App hat Features bekommen, die

helfen, durch das Einrichtungshaus zu

navigieren. Kunden können Produkte

fotografieren und wertvolle Informationen

dazu erhalten. Ihnen wird angezeigt,

wo sich die Produkte befinden –

und sie erhalten einen Treuebonus. Ich

glaube, diese Verbindung aus der Onund

Offline-Welt herzustellen, wird ein

wichtiger Faktor bleiben.

MM: Liegt in der guten Kombination

aus beiden Welten für Sie der

Schlüssel des Erfolgs?

Kadnar: Ja, wir wollen „phygital“ sein.

Aber im Wesentlichen steht immer der

Mensch im Vordergrund. Wir geben

ihm auf allen Kanälen Inspirationen.

Wenn wir Möbel aufbauen, handelt es

Entwicklung Ikea Geschäftsjahr 2023/2024

Besucher

Einkäufer

Durchschnittsbon

stationär

79,5 Mio. ↓

81,8 Mio.

39,3 Mio. ↓

41,0 Mio.

108,98 € ↓

112,52 €

2024

2023

sich nicht um reine Kojen, sondern um

Orte, die eine Geschichte erzählen.

Diese erzählen wir online und offline –

und die Kunden geben ihren Teil dazu.

Dabei geht es nicht um den Austausch

der kompletten Wohnwand. Vielmehr

können unsere Kunden Produkte ergänzen:

meine Ikea-Möbel, meine Accessoires,

sie wachsen mit mir mit, sie

sind ein Teil von mir – und morgen ergänze

ich sie. Einen Teil gebe ich vielleicht

in einen Secondhand-Markt.

MM: Damit wären wir beim Thema

Kreislaufwirtschaft, das Ikea seit einigen

Jahren forciert.

Besucher

Einkäufer

Durchschnittsbon

online

252,6 Mio. ↑

219,7 Mio.

6,6 Mio. ↑

5,6 Mio.

217,31 € ↓

247,40 €

Entwicklung der Ikea-Geschäftsjahre 2023 und 2024. Grafik: MÖBELMARKT

Julia Peters (l.) und Karin Henjes (Mitte) im Gespräch mit Walter Kadnar (r.), CEO

und CSO von Ikea Deutschland. Foto: Kim Steuerwald

Kadnar: Als Marktleader sehen wir uns

in der Verantwortung, aber auch in der

Freude, den Kunden auf dem Weg hin

zur Kreislaufwirtschaft mitzunehmen.

Wir wollen ihm zeigen, dass sich durch

Wiederverwendung, Reparatur, Weiterverkaufen

und Recycling Materialkreisläufe

schließen lassen und ein Zyklus

entsteht.

„Wir wissen, dass sich

Ikea-Möbel auf dem

Secondhand-Markt vier

bis sechs Mal wieder

verkaufen.“

Wir haben dieses Jahr in Deutschland

bereits 16.000 Artikel in unserem

Secondhand-Angebot zurückgenommen.

Der Kunde, der seine gebrauchten

Möbel an uns zurückverkauft, bekommt

einen Gutschein. Und wir haben die

Möglichkeit, im Zweite-Chance-Markt

einen neuen Kunden dafür zu finden. Wir

wissen, dass sich Ikea-Möbel auf dem

Secondhand-Markt vier bis sechs Mal

wieder verkaufen. Bei zehn Prozent der

Produkte im Secondhand-Markt handelt

es sich um Ikea-Möbel – sie nehmen also

einen wesentlichen Bestandteil ein.

Laut Prognosen wird dieser Markt weltweit

jährlich um 6,4 Prozent wachsen.

MM: Welche Rolle spielt Recycling?

Kadnar: Heute bestehen bereits 56

Prozent unserer Waren aus erneuerbaren

und 17 Prozent aus recycelten

Materialien. Manche Produktgruppen,

etwa Textilien aus Polyester, werden

schon zu 100 Prozent aus recycelten

Materialien hergestellt. Und das ist erst

der Anfang, es gibt noch viel zu tun.

Beim großen Thema „Matratzen-Recycling“

haben wir uns mit dem Nabu und

auch mit der Industrie zusammengetan.

Denn 40 Millionen Matratzen – und acht

Millionen davon in Deutschland – landen

im Müll und werden verbrannt. Dabei

könnten über 70 Prozent dieses Materials

wiederverwendet werden. Daher

führen wir Gespräche mit der Industrie

sowie mit Regierungsverantwortlichen

und schlagen Lösungen vor. Das Thema

liegt uns wirklich am Herzen. Unser

Ziel ist es, den CO2-Fußabdruck bis

2030 zu halbieren und bis 2050 einen

Netto-Null-Ausstoß zu erreichen. Mit

dieser Ambition arbeiten wir.

MM: Aber es gibt noch viele Hürden.

Kadnar: Ja, zum Beispiel Gesetze, die

16 Unternehmen

MÖBELMARKT

11 / 2024


es verbieten, Produkte über die Grenze

zu führen, obwohl die Wege zu den

schon bestehenden Fabriken kürzer

wären. Ich finde, es gehört einiges getan.

Aber ich sehe keinen anderen Weg

als den, den wir einschlagen. Sustainability

ist das Business von morgen. Es

ist das, was die Menschen wollen. Wir

haben eine Verantwortung für das Produkt,

das wir herstellen – aber auch für

den Planeten. Das nehmen wir ernst.

MM: Ikea wirbt mit niedrigen Preisen.

Jeder soll sich gute Möbel

leisten können. Wie lässt sich das

mit Nachhaltigkeit vereinbaren?

Kadnar: Wir haben den Vorteil, dass

wir als Ikea international von der Produktentwicklung,

der Beschaffung,

der Forstwirtschaft und der Herstellung

des Produkts bis zum Verkauf zusammenarbeiten

können. Wir können

das Wissen des Herstellers und des

Fabrikanten mit dem des Kundenwunsches

abgleichen. Das gibt uns die

Möglichkeit, von beiden Seiten zu lernen

– etwa wie die Industrie ihre Maschinen

einsetzen kann, um möglichst

wenig Verschnitt zu haben. Und wir

wissen, was der Kunde gerne möchte.

Viele Kunden möchten nachhaltig

sein, aber sie können es sich nicht

leisten.

Produktqualität war immer ein Thema

bei Ikea, sie ist eine Komponente des

demokratischen Designs. Zu diesem gehört

auch die Nachhaltigkeit. Unsere

Produkte verlassen den Ideenstand erst,

wenn sie alle Qualitätstests absolviert

haben. Dabei wird nicht nur geprüft, aus

welchem Material das Produkt hergestellt

wird, sondern auch, wie es möglichst

umweltfreundlich verpackt und am

Ende seiner Nutzungsdauer wieder in

den Zyklus zurückgeführt werden kann.

„Viele Kunden möchten

nachhaltig sein, aber sie

können es sich nicht

leisten.“

MM: Haben Sie dafür ein Beispiel?

Kadnar: Ja, den Pax-Schrank. Ein tolles

Produkt, aber nach dem zweiten,

dritten Mal Aufbauen war es wirklich

nicht einfach. Das haben wir auch erkannt.

Dank des neuen Kunststoff-

Stecksystems und der Faltkonstruktion

lässt sich der Schrank nun beliebig oft

ab- und wieder aufbauen – und ist somit

deutlich langlebiger.

Foto: Inter IKEA Systems B.V.

„Wer Champions League spielen

möchte, muss auch auf gute

Konkurrenten gefasst sein – und

die gibt es in Deutschland zu

Hunderten.“

MM: Diese Neuauflage ist also gelungen.

Könnten Sie erläutern,

was Ikea aktuell vor allem herausfordert?

Kadnar: Die Herausforderungen für

Ikea Deutschland sind die für die Welt:

nachhaltig zu werden. Wir Menschen

haben mit dem Planeten Raubbau betrieben,

die Ressourcen sind knapp.

Doch auch die nächste Generation

will noch gut leben. Hier haben Wirtschaft,

Gesellschaft und Unternehmen

eine große Verantwortung – und

Ikea übernimmt diese gerne. Das hat

nichts mit Konkurrenz zu tun, sondern

mit der Frage, wie wir künftig leben

wollen.

„Wir haben eine

Verantwortung für das

Produkt, das wir

herstellen – aber auch

für den Planeten.“

MM: Logistik spielt eine sehr wichtige

Rolle beim Bestreben, nachhaltiger

zu werden. Was tut Ikea hier?

Kadnar: Ein Aspekt ist das flache Paket,

auch im Onlinehandel. Space ist

ein wesentlicher Faktor, um Transportkosten

gering zu halten. Ein anderer

Faktor ist die Orchestrierung von

Lieferungen mit Hilfe von KI und die

Art und Weise, wie Produkte transportiert

werden. Daneben stellen wir

unsere Fahrzeugflotte um. In Berlin

haben wir beispielsweise circa 20.000

Speditionslieferungen Richtung Kunde

pro Monat. Bei über 90 Prozent

davon handelt es sich bereits heute

um Green Deliveries. Das bezieht

sich darauf, wie wir das Produkt verpacken,

den Lkw befüllen – auch bei

Retouren – und für welche Transporte

wir den Lkw einsetzen. In den meisten

Fällen nutzen wir E-Mobilität. Es gibt

jedoch ein paar Haken, die wir auch

schon in verschiedenen Meetings mit

Regierungsvertretern angesprochen

haben. Ein E-Fahrzeug wiegt zum

Beispiel circa 600 Kilogramm mehr

als ein normales. Damit überschreitet

es die 3,5 Tonnen und Fahrer müssen

eine besondere Qualifikation nachweisen.

Nachhaltigkeit leistbar machen müssen

Gesellschaft, Unternehmen und

Politik zusammen. Das ist für mich die

größte Herausforderung.

Julia Peters, Karin Henjes

MÖBELMARKT

11 / 2024

Unternehmen 17


Villeroy & Boch knackt

Milliarden-Marke

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres

2024 hat Villeroy & Boch einem Umsatz von 1.007,8

Mio. Euro erzielt und damit erstmals die Milliarden-

Grenze überschritten. Damit lag der Konzern akquisitionsbedingt

um 357,2 Mio. Euro bzw. 54,9% über

dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ideal Standard

trug ab dem 1. März 2024 mit Umsatzerlösen

in Höhe von 364,6 Mio. Euro zum Konzernumsatz

bei. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) lag mit 64,5 Mio. Euro um 11,6% über dem Vorjahr. Unter dem

Einfluss von akquisitionsbedingten Einmaleffekten sowie Finanzierungskosten beträgt das Konzernergebnis 5,6 Mio.

Euro und liegt deutlich unter Vorjahr. Der Unternehmensbereich Bad & Wellness erzielte in den ersten neun Monaten des

Geschäftsjahres einen Umsatz in Höhe von 799,5 Mio. Euro und damit 83,5% mehr als im Vorjahr. Der operative Gewinn

(EBIT) in Höhe von 52,3 Mio. Euro und lag damit 14,4% über Vorjahr. Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle erzielte

einen Umsatz in Höhe von 206,2 Mio. Euro und lag somit um 2,9% bzw. 6,1 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Das operative

Ergebnis (EBIT) betrug 12,2 Mio. Euro und war geringfügig höher als im letzten Jahr.

Foto: Villeroy & Boch

Forte: Positive Ergebnisse trotz schwieriger Marktlage

Der polnische Möbelhersteller Forte hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2024/2025

(1. April 2024 bis 31. März 2025) ein Umsatz-Plus von 1% erzielt. Trotz der schwierigen

Marktlage lagen die konsolidierten Umsatzerlöse der Gruppe mit 479 Mio. PLN (110

Mio. Euro) leicht über dem Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2024 erwirtschaftete

das Unternehmen ein EBIT von 14 Mio. PLN (3,2 Mio. Euro). „Die letzten Quartale waren

sowohl für unser Unternehmen als auch für die Branche insgesamt eine Herausforderung.

Wir freuen uns, dass wir in einem solch schwierigen Umfeld eine EBIT-

Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr erzielen konnten“, erklärt so Maria Florczuk,

CEO der Forte-Gruppe. „In den kommenden Monaten werden wir weiterhin Optimierungs-

und Kostensenkungsprojekte konsequent vorantreiben und uns gleichzeitig auf

die Erweiterung unserer Produktpalette konzentrieren.“ Der Markt sei laut Florczuk nach

wie vor sehr schwierig. Die M.O.W. im September habe in dieser Hinsicht eine entscheidende

Rolle gespielt. Das Unternehmen präsentierte auf der Messe die neuen Produkte der

Marke „EasyKlix“, welche auf das Montagesystem „Threespine ID“ von Välinge setzen. Foto: Forte

Sofacompany: Neuer Store in Stuttgart

Die dänische Möbelmarke Sofacompany hat einen neuen Store in Stuttgart

eröffnet. Die Niederlassung bietet eine 400 qm große Fläche in der

parallel zur Haupteinkaufsstraße verlaufenden Thouretstraße 6. Wie das

Unternehmen mitteilt, erschließt es mit der baden-württembergischen

Landeshauptstadt einen vielversprechenden neuen Standort. „Die hiesige

Bevölkerung ist für hochwertige Möbel und innovatives Design äußerst

empfänglich und begründet einen idealen Markt für die zeitgenössischen

Kollektionen des skandinavischen Unternehmens. Auch das Engagement

der Stadt für nachhaltige Entwicklung und Innovation steht mit den Werten

von Sofacompany im Einklang“, erklärt die dänische Möbelmarke.

Foto: Sofacompany

Kindermöbelhersteller Schardt

ist insolvent

Der Kindermöbler Schardt aus Mitwitz in Bayern hat Insolvenz angemeldet.

Das berichtet die Tageszeitung Fränkischer Tag. Der zum vorläufigen

Insolvenzverwalter bestellte Harald Schwartz aus Nürnberg führt

dies auf die Umsatzsituation in den vergangenen beiden Jahren zurück.

„Die Qualität ist ja nicht schlechter geworden“, wird er von der Zeitung

zitiert. Allerdings sei der Markt schwieriger geworden – Stichwort Kaufzurückhaltung.

Die Suche nach einer Lösung für das Familienunternehmen

werde „sehr sportlich“, so Schwartz gegenüber der Zeitung, der

sich damit nicht auf den Zustand der Firma bezog, sondern auf den zeitlichen

Rahmen. Demnach müsse bis Ende November ein Ausweg aus

der Krise des Familienunternehmens gefunden werden. Betroffen sind

rund 50 Beschäftigte.

Foto: Mielchen

18 Unternehmen

MÖBELMARKT

11 / 2024


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Neuer Investor bei

LignoSmart

Die insolvente LigmoSmart Holztechnik

GmbH aus dem ostwestfälischen

Lübbecke hat einen

neuen Investor gefunden.

Die Gläubigerversammlung beschloss

im Berichtstermin beim

Amtsgericht Bielefeld einstimmig

die Übertragung des Geschäftsbetriebs

auf die Gela-Form Möbel GmbH &

Co. KG aus Herford. Der wirtschaftliche

Übergang erfolgte mit Wirkung zum 1. November.

Bereits Ende Oktober wurde der Kaufvertrag unterzeichnet.

LignoSmart hatte am 21. Juni wegen

Liquiditätsschwierigkeiten Insolvenz angemeldet.

Verantwortlich für die erfolgreiche Suche nach einem

Investor zeichnet Dr. André Wehner von der

Pluta Rechtsanwalts GmbH. Durch die Übernahme

bleiben alle Arbeitsplätze und auch der Standort

in Lübbecke erhalten. Zudem soll die Weiterbelieferung

der Kunden aus der Möbelindustrie

mit der gewohnten Qualität sichergestellt

sein.

Dr. André Wehner

hat erfolgreich für

die LignoSmart

Holztechnik GmbH

einen Investor

gefunden. Foto:

Pluta Rechtsanwalts

GmbH

7. – 11. 2. 2025

FRANKFURT / MAIN

Trilux übernimmt Ansorg

Die Trilux Gruppe, Anbieter und Produzent von Beleuchtungslösungen,

hat die Ansorg GmbH mit Sitz in Mülheim

an der Ruhr übernommen, einen Hersteller für Beleuchtungskonzepte

im Retail-Bereich. Die Übernahme sei ein

wichtiger Schritt der Wachstumsstrategie von Trilux und

soll die Präsenz in internationalen Märkten weiter ausbauen.

Durch die Integration von Ansorg könne die Gruppe ihre

Kompetenzen in Wachstumsfeldern wie Automobil und

Non-Food-Retail ausbauen und neue Kundensegmente

erschließen, heißt es hierzu. Ansorg werde unter anderem

eng mit Oktalite, einem weiteren Unternehmen der Trilux

Gruppe, zusammenarbeiten. Der Fokus liege hierbei auf

individuellen Beleuchtungskonzepten für Marken und spezialisierte

Einzelhändler, während sich Oktalite auf die Umsetzung

von Lichtlösungen für Filialisten und großflächige

Handelskonzepte konzentriere.

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Foto: Trilux

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MÖBELMARKT

11 / 2024


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Alliance: Neuausrichtung im Führungsteam

Zum 1. Januar 2025 wird Daniel Borgstedt seine Position als Geschäftsführer von

Alliance abgeben und sich wieder vollständig auf seine Aufgaben bei KüchenTreff

konzentrieren. Marc Mispelkamp übernimmt seine operativen Aufgaben bei

Alliance. Im Sinne schlanker und effizienter Verbandsstrukturen wird vorerst kein

zusätzlicher Geschäftsführer berufen. Der Verantwortungswechsel von Borgstedt

innerhalb der engen Kooperation von Alliance, KüchenTreff und Der Küchenring

sei das Resultat einer langfristig geplanten Übergabe, die in enger Abstimmung

mit dem Aufsichtsrat vorbereitet wurde. Die unterschiedlichen Anforderungen der

Händlerstrukturen der beiden Verbände – Alliance und KüchenTreff – seien zu

komplex, um sie dauerhaft in einer Personalunion zu vereinen. Daher wird sich

Borgstedt zukünftig ausschließlich

als Geschäftsführer

in Wildeshausen engagieren.

Mispelkamp hat bereits

zahlreiche operative Aufgaben

von Daniel Borgstedt übernommen.

Zusammen mit Geschäftsführer

Jürgen Feldmann

wird er sich um die

Bereiche Marketing und Vertrieb

kümmern.

Marc Mispelkamp (rechts) übernimmt die operativen Aufgaben von Daniel

Borgstedt bei Alliance. Fotos: Alliance/KüchenTreff

11. – 13. 1. 2025

HAMBURG

Jysk: Neues Verteilzentrum in den Niederlanden

Die dänische Einrichtungskette Jysk baut ein neues Verteilzentrum im niederländischen

Lelystad. Das automatisierte Zentrum in der Nähe von Amsterdam mit einer

geplanten Gesamtfläche von 147.000 qm soll die Expansionsstrategie des Unternehmens

vorantreiben. Die Bauarbeiten begannen bereits im Sommer und am

5. November errichtete das Bauteam feierlich die erste Säulen, welche Vertreter

von Jysk zusammen mit lokalen Vertretern wie der Bürgermeisterin von Lelystad,

Mieke Baltus, setzten. Das neue Verteilzentrum wird über zwei Hochregallager mit

insgesamt 166.000 Palettenplätzen verfügen, die von 21 Kränen bedient werden,

sowie über 70.000 Boxenplätze im Shuttle-Lager. Darüber hinaus wird die Anlage

32 Laderampen für den Eingang und 105 für den Ausgang besitzen. Das Zentrum

wird zukünftig Einrichtungshäuser in den Niederlanden, Belgien, Großbritannien

und Irland beliefern. Zusätzlich werden Online-Bestellungen direkt vor Ort zu den

Endkunden versandt.

Foto: Jysk

SO ÜBER-

RASCHEND.

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Hier gibt’s das

Messemagazin

MÖBELMARKT

11 / 2024


Kika/Leiner ist erneut insolvent

Der österreichische Möbelhändler Kika/Leiner musste

erneut Insolvenz anmelden – und das mitten in der Sanierung

nach der letzten Insolvenz im Juni 2023. Das

berichtet der österreichische Fernsehsender ORF unter

Berufung auf ein Mitarbeiterschreiben des Unternehmens.

Kika/Leiner betreibt in Österreich mit rund 1.400

Mitarbeitern noch elf Kika-Filialen und sechs Leiner-

Filialen. „Das eigene Insolvenzverfahren, die Signa-

Pleite, die anhaltende Rezession und die Kostensteigerungen

seit der Übernahme“ seien die Gründe für das

Scheitern der Sanierung, so zitiert der Sender aus dem

Schreiben des Unternehmens. Die Sanierung sei unter

anderem durch die allgemeine Kaufzurückhaltung und die durch die voran gegangene Insolvenz nachhaltig

beschädigte Marke unmöglich gemacht worden. Kika/Leiner war bis kurz vor der Insolvenz 2023 Teil des

zusammengebrochenen Immobilien- und Handels-Imperiums von Rene Benkos Signa Holding. Das Sanierungsverfahren

nach der Insolvenz aus dem Juni 2023 hätte laut ORF eigentlich noch bis September 2025

laufen sollen, rund 500 Mitarbeiter haben im Zuge dessen schon ihren Job verloren. Foto: Kika/Leiner

GfK: Kaufkraft in Europa steigt an

Die Einzelhandelskaufkraft in Europa liegt 2024 durchschnittlich bei 18.768 Euro pro Kopf. Im

vergangenen Jahr lag sie bei 17.688 Euro und steigt damit um 3,9% an. Allerdings gibt es zwischen

den Ländern teils große Unterschiede. Deutschland liegt europaweit weiterhin unverändert

auf Platz neun. Das geht aus den neuesten Einzelhandelskaufkraftzahlen für alle 42 europäischen

Länder hervor, die das Nürnberger GfK Marktforschungsinstitut veröffentlicht hat.

Demnach beträgt die Kaufkraft Deutschlands im Durchschnitt etwa 27.848 Euro pro Einwohner.

Damit liegt das Land deutlich über dem gesamteuropäischen Wert. Österreich konnte sich mit

einem Durchschnittswert von 29.266 Euro pro Kopf auf Rang sechs verbessern. Insgesamt liegen

16 der 42 untersuchten Länder über dem europäischen Durchschnitt. Dem gegenüber stehen

26 Länder, deren Pro-Kopf-Kaufkraft unterdurchschnittlich ist. Das Schlusslicht bildet wie

in den Vorjahren die Ukraine. Dort haben die Menschen nur 2.878 Euro pro Kopf und damit

knapp über 15% des europäischen Durchschnitts zur Verfügung.

Foto: Pixabay

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Einrichtungspartnerring VME öffnet Kongress „Digitale.25“ für die ganze Branche

„Das kann die Branche

Die Digitalisierung und der

Siegeszug der Künstlichen

Intelligenz (KI) zwingen Handel

und Industrie zu neuen Ideen

und Lösungen auf allen Ebenen.

Die Herausforderungen sind so

groß, dass der Einrichtungspartnerring

VME seinen Kongress

„VME Digitale.25“ (26. und 27.

März 2025) am zweiten Tag für

die ganze Branche öffnen wird.

Ein Novum im Möbel-Business,

über das der MÖBELMARKT mit

VME-Hauptgeschäftsführer

Frank Stratmann und Chief

Digital Officer (CDO) Sebastian

Moos sprach.

MM: Ein Einkaufsverband, der zu einem

Kongress auch seine Wettbewerber

einlädt – das ist ein ziemliches

Novum in der Möbelbranche.

Wie kommt es dazu?

Frank Stratmann: Wir glauben ganz

fest daran, dass es bestimmte Dinge

gibt, die wir in der Branche nur gemeinsam

hinbekommen – insbesondere im

Wettbewerb mit den ganz großen Filialisten

und Online-Konzernen. Die Digitalisierung

mit den zusätzlichen Herausforderungen

und Chancen durch die

Künstliche Intelligenz ist so komplex,

dass niemand im Mittelstand sich diesen

Themen alleine stellen kann. Deswegen

laden wir ausdrücklich nicht nur

die Mitglieder unserer Wettbewerber

ein, unseren Kongress zu besuchen,

sondern auch unserer Wettbewerbsverbände

selbst. Und natürlich ist auch die

Industrie herzlich willkommen. Wir wollen

uns über die Themen gemeinsam

schlau machen und über Lösungen diskutieren

– auch mit den relevanten

Dienstleistern der Branche, die als Aussteller

vertreten sind.

MM: Wen sprechen Sie mit dem

Kongress konkret an?

Stratmann: Uns sind natürlich alle Branchenteilnehmer

herzlich willkommen, also

auch Inhaber und Verantwortliche aus

den Verbandszentralen. Aber ganz be-

20 Unternehmen

MÖBELMARKT

11 / 2024


nur gemeinsam schaffen!“

sonders wollen wir die operativen Mitarbeiter

aus Handel, Industrie und Verbänden

ansprechen, die sich tagtäglich mit

diesen Themen beschäftigen und die

Lösungen entwickeln und umsetzen

müssen. Viele Dinge sind in diesem Bereich

so komplex, dass Sie als Inhaber

oder Geschäftsführer – wie ich selbst –

gar nicht tief genug einsteigen können,

um das Thema komplett zu erfassen.

Deswegen brauchen wir die Inhouse-

Experten. Und deswegen haben wir

2025 auch noch eine Bühne mehr als bei

der ersten Veranstaltung: Drei Bühnen

sind für die Schwerpunktthemen der

operativen Mitarbeiter vorgesehen, die

zusätzliche Main-Stage richtet sich

hauptsächlich an Geschäftsführer und

Inhaber, dort wird es mehr um übergeordnete

Strategie-Themen gehen.

„Wir wollen an dem

Kongress nichts

verdienen!“

Frank Stratmann

MM: Worum soll es konkret gehen?

Sebastian Moos: Wir haben drei

Schwerpunktthemen, zu denen wir an

den beiden Kongresstagen mehr als 40

verschiedene Speaker auf vier Bühnen

haben werden. „Starkes Branding“, hier

geht es um die digitale Inszenierung

von Markenwelten. „Sichtbarkeit und

Positionierung“, hier geht es zum einen

um die Markenbildung nach außen,

aber auch um mitarbeiterzentrierte Unternehmenskultur.

Bei „Digitale Effizienz“

dreht sich schließlich alles um Prozessoptimierung.

Es geht um

Produktdaten, um Branchenstandards

bei Datenmodellen, um gemeinsamen

Datenaustausch und Auswertungen.

Und es geht um eine gemeinsame Position

zu EUDR, DPP und darum, wie

wir als Handel die größten Mehrwerte

aus der kommenden Regulatorik ziehen

können. Zudem haben wir sehr spannende

und prominente Speaker wie den

VME-Hauptgeschäftsführer Frank

Stratmann (links) und VME-CDO

Sebastian Moos wollen die Branche in

Bielefeld zusammenbringen, um über

Zukunftsthemen zu sprechen. Fotos:

Einrichtungspartnerring VME

MÖBELMARKT

11 / 2024

Unternehmen 21


Der Austausch unter den Kongress-Teilnehmern steht ebenso im Mittelpunkt wie die

hochkarätigen Vorträge auf den vier Bühnen.

Auch 2025 gibt es wieder Master-Classes, bei denen die Experten zu einzelnen

Themen ihr Wissen vertiefen können.

„Gemeinsam Ziele

erreichen, Synergien

und Mehrwerte

schaffen – das ist es,

was wir wollen!“

Sebastian Moos

Blogger und Publizisten Sascha Lobo

und den Cyber-Sicherheitsexperten

Mark T. Hofmann. Wir wollen den Besuchern

einen echten Mehrwert bieten

und gerade gemeinsam mit den operativen

Mitarbeitern Synergien schaffen.

Und wir wollen ihnen nicht zuletzt auch

Argumente für die internen Diskussionen

liefern, um dem mittelständischen

Handel viele weitere gute Jahre zu sichern.

MM: Sie haben bereits 2023 einen

Digital-Kongress veranstaltet, damals

noch VME-intern. Was ist – abgesehen

von der Öffnung nach außen

– diesmal anders?

Moos: In den fast zwei Jahren seit der

„Digitale.23“ hat sich der Marktdruck in

Bezug auf die Digitalstrategien noch

einmal erhöht. Denken Sie an die unglaubliche

Geschwindigkeit, mit der KI-

Anwendungen wie ChatGPT die Arbeitswelten

und sogar die Gesellschaft

transformieren. Oder wie schnell Plattformen

wie Lyko und Temu den kompletten

Markt verändern. Diese Beispiele

zeigen, wie wichtig die neuen

Digital-Tools, aber auch die Vermarktung

sind. Umso wichtiger wird jetzt der

Schulterschluss im Mittelstand, damit

wir den Global Playern in diesem Markt,

etwas entgegensetzen können.

MM: Haben Sie keine Sorge vor Vorbehalten?

Die Zusammenarbeit über

Verbandsgrenzen hinaus ist in der

Möbelbranche ja eher unüblich.

Moos: Wir haben bereits nach der

„Digitale.23“ erste Anfragen erhalten,

ob wir die Veranstaltung nicht öffnen

können, insofern ist die Bereitschaft zur

Zusammenarbeit aus meiner Sicht da.

Und die Bedeutung des Datenaustausches

zwischen Industrie und Handel

wird immer größer. Aktuell ist es noch

so, dass die Industrie letztlich jedem

Player auf dem Markt, trotz der bereits

erreichten Standardisierung, eigene Daten

zur Verfügung stellen muss. Würden

hier alle Einkaufsverbände an einem

Strang ziehen, könnte die Industrie

nicht nur deutlich Datenkosten einsparen,

sondern die Datenqualität noch

nachhaltig verbessern.

MM: Was kann so eine Verbesserung

über den bisherigen Standard

hinaus bringen?

Moos: Der Handel hat eine bestimmte

Menge an Daten und Informationen

über den Kunden. Aber um damit einen

Kunden wirklich bewerten und daraus

zukünftige Bedarfe und eine zielgerichtete

Ansprache zu ermöglichen, dafür

reichen die Datenpunkte einfach nicht

aus. Hier ist die Zusammenarbeit mit

der Industrie gefordert, die uns mehr

über die Art der Produkte erzählen

kann, und eine branchenübergreifende

Zusammenarbeit, um mehr über unsere

Kunden zu erfahren. Wenn wir so Daten

verknüpfen, sind gigantische Mehrwerte

für alle Beteiligte drin. Der Handel

kann den Kunden besser und erfolgreicher

Ansprechen und die Industrie kann

bessere, erfolgreichere Produkte entwerfen

und vermarkten. Nur gemeinsam

können wir das erreichen.

MM: Trotzdem ist ein solches Vorgehen

ein Paradigmen-Wechsel.

Stratmann: Aber der ist zwingend erforderlich.

Schauen Sie sich mal an, mit

was für Milliarden-Dollar-Konzernen wir

es in den Bereichen Software, KI und so

weiter zu tun haben, da können wir

nicht alle unser eigenes Süppchen kochen,

wenn wir nicht später vollständig

„Es gibt Dinge, die

wir in der Branche

nur gemeinsam

hinbekommen!“

Frank Stratmann

von anderen abhängig sein wollen.

Deswegen machen wir es auch wirklich

jedem Interessierten und jedem Unternehmen

so einfach wie möglich, an der

„Digitale.25“ teilzunehmen. Ich sage

das an dieser Stelle ganz deutlich: Wir

wollen an diesem Kongress nichts verdienen,

die Tagungsgebühr beträgt 99

Euro, was ein Bruchteil von dem ist,

was auf solchen Veranstaltungen sonst

üblich ist, und nur die Kosten für Verpflegung,

Shuttle-Service und Ähnliches

decken soll. Jeder in der Branche,

der an diesen Themen interessiert ist,

soll die Chance haben, teilzunehmen:

Mitglieder und Partner unseres Verbundes

genau wie Mitglieder und Mitarbeiter

anderer Verbände. Unsere Industrie-

Partner genauso wie Möbelhersteller,

mit denen wir gar nicht zusammenarbeiten.

Sogar aus anderen Branchen ist

die Teilnahme möglich, schließlich ähneln

sich die Themen in allen Teilbereichen

des Einzelhandels.

Wir wollen uns über digitale Themen

austauschen und gemeinsam an Lösungen

arbeiten. Niemand muss die

Befürchtung haben, dass wir diese Veranstaltung

für irgendwelche Akquise-

Zwecke nutzen, das steht hier überhaupt

nicht auf der Agenda. Dafür ist

mir das Thema auch zu wichtig, um es

damit zu belasten.

Digital ist heute normal – doch die

Branche hat noch Nachholbedarf.

MM: Vielen Dank für dieses Gespräch.

Arnd Schwarze

22 Unternehmen

MÖBELMARKT

11 / 2024


Mit dem vierten Vollsortiment-Haus

geht das Stadthagener Familien-

Unternehmen ganz neue Wege: In

Steinheim wird auf „nur“ rund 10.000

Quadratmetern ein Bestseller-

Sortiment inklusive JuWo,

Fachsortimenten und Gartenmöbeln

gezeigt. Foto: Möbel Heinrich

Möbel Heinrichs kleine Großfläche

Das 10.000er-Experiment

Am 4. November war es endlich soweit, Möbel Heinrich konnte seine vierte konventionelle Filiale in Steinheim eröffnen. Doch „endlich“ ist eigentlich

das falsche Wort, denn in der Rekordzeit von nur acht Monaten hat das Begros-Mitglied hier aus der völlig veralteten ehemaligen Möbelstadt

Steinheim per Kernsanierung eine der modernsten Möbel-Großflächen Deutschlands geschaffen. Und ganz so konventionell ist das

Haus dann bei genauerem Hinsehen auch nicht. Denn um auf nur 10.000 Quadratmetern all das zu zeigen, was in Stadthagen, Hameln und

Kirchlengern auf 20.000 bis 40.000 Quadratmetern steht, musste man sich schon beschränken. Auf die Bestseller.

„Das wird ein ganz spannendes Experiment!“,

freut sich Heiner Struckmann,

Geschäftsführer des Familienunternehmens,

schon beim Baustellen-Rundgang

zwei Wochen vor der Eröffnung. Ganz

viel Markenware von Musterring über

Hartmann bis zu Decker – und eben ausschließlich

Bestseller: „Jedes Stück

Ware, das wir in Steinheim zeigen, hat

sich in ganz Deutschland und vor allem

in unseren bestehenden Filialen bewährt“,

erklären Heiner Struckmann und

Sohn Jonas, ebenfalls Geschäftsführer

des Mittelständlers, gemeinsam, während

um sie herum noch rund 150 Handwerker

und Mitarbeiter letzte Hand anlegen,

das Treppenhaus auffrischen,

Möbel aufbauen und Ware einräumen.

Ein Experiment, das bei den immer weiter

steigenden Baukosten pro Quadratmeter

ganz sicher auch einige Verbandskollegen

interessiert verfolgen. Und das

ein wenig auch die Frage beantworten

kann, ob zu viel Verkaufsfläche und damit

Auswahl die Kunden vielleicht auch

überfordert.

Digital und familiär

Auch beim Personaleinsatz geht man in

Steinheim neue Wege. Jonas Struckmann,

beim Familienunternehmen unter

anderem für die Digitalisierung zuständig,

verspricht den „digitalsten Möbel

Heinrich“ überhaupt. Das muss aus seiner

Sicht keinesfalls ein Widerspruch

zur familiären Atmosphäre sein, für die

man auch in den anderen Filialen bekannt

sei – ganz im Gegenteil. Im Verkauf

gehören feste Arbeitsplätze der

Vergangenheit an, alle Mitarbeiter auf

der Fläche – rund 40, davon 12 ehemalige

Möbelstadt-Leute und 13 Kollegen,

die aus anderen Heinrich-Filialen nach

Steinheim wechseln, um wohnortnäher

zu arbeiten – werden mit modernen Tablets

ausgestattet. „Das ermöglicht es,

die Beratung und Planung gemeinsam

mit dem Kunden schon an der Ware zu

beginnen. Verfeinert und abgeschlossen

wird sie dann am nächstgelegenen

freien Computer-Arbeitsplatz“, erklärt

Jonas Struckmann. Das soll so viel Flexibilität

bringen, dass jeder Mitarbeiter

grundsätzlich alles verkaufen könne.

Ein Novum gibt es zudem bei den Fachsortimenten:

„Diese Abteilung inklusive

Lampenstudio haben wir hier ganz neu

aufgebaut, die Warengruppe war in der

alten Möbelstadt kaum vorhanden“, so

Jonas Struckmann. Die Abteilung ist mit

einem digitalen Preisauszeichnungs-

System an der Ware ausgestattet, womit

Angebots- und Werbeaktionen viel

einfacher umgesetzt werden können.

Und auch beim Visual Merchandising

setzt man im ganzen Haus vor allem auf

große, digitale Lösungen, anstatt auf

kleine Poster und Plakate. Der moderne

Eindruck wird durch ein sehr angenehm

helles, freundliches Beleuchtungssystem

vervollständigt, das zu 100 Prozent

24 Unternehmen

MÖBELMARKT

11 / 2024


Das Platten- und Oberflächenstudio mit einer großen Auswahl wird zum Schmuckstück

in der Küchen-Abteilung, die das Obergeschoss ausfüllt.

Hochwertige Massivholzmöbel, unter anderem von Decker, spielen im ländlichen

Raum in Ostwestfalen-Lippe natürlich ebenfalls eine wichtige Rolle.

auf LED setzt und trotz deutlich mehr

Licht 30 Prozent Strom sparen soll.

Neue Sortimente für Steinheim

Neben der Fachsortimente-Abteilung

begeisterte zur Eröffnung noch eine

weitere, für die Kunden der ehemaligen

Möbelstadt völlig neue Warengruppe:

„Hier ist eine der größten Gartenmöbelabteilungen

in der Region entstanden

– und das in einem Umfeld, wo fast jeder

Bewohner auch einen Garten hat.

Ich denke, das passt hervorragend hier

hin!“, so Jonas Struckmann. Die beiden

neuen Sortimentsbausteine zeigen zusätzlich

auf, wie sorgfältig die übrigen

Warengruppen kuratiert sind. Denn

beim ersten Rundgang hat man nicht

wirklich den Eindruck, dass etwas fehlt.

Im Gegenteil wirkt die Präsentation

durchdacht und an die ländliche Region

mit oft großen Wohneinheiten angepasst.

So finden sich in der Küchenabteilung,

die vom Erdgeschoss in das

erste Obergeschoss umgezogen ist,

auch auffallend große Planungsbeispiele

für klassische Wohnküchen. Man darf

gespannt sein, wie „der kleine Heinrich“

seinen großen Ambitionen in Steinheim

gerecht werden wird.

Arnd Schwarze

Schon vor der Eröffnung am 4. November freuen sich Heiner, Luca und Jonas Struckmann (von rechts) mit (von links) Thomas Bukoh (Hausleiter), Stefan Zimmermann

(Leiter Kücheneinkauf und -service), Sven Hauke Wehl (Architekt), Andreas Treml (Stellvertretender Filialleiter) und Michelle Bauer (Abteilungsleiterin Küche und Bad) über

die bereits fertiggestellte Küchenabteilung, die „ein Highlight in Westfalen sein wird“, so Heiner Struckmann. Fotos: Schwarze

MÖBELMARKT

11 / 2024

Unternehmen 25


Ausgehend von

Civitavecchia bei Rom,

hat sich Mondo

Convenienza seit 1985

einen Namen als

Anbieter preisgünstiger

Produkte einen Namen

gemacht.

Mondo Convenienza

Ciao Palermo

Im europäischen Handelsranking hat sich der italienische Einrichtungshändler Mondo Convenienza auf Platz 7

vorgearbeitet. Jetzt hat die Inhaberfamilie Carosi in Palermo auf Sizilien eine neue Filiale samt topmodernem Lager

eröffnet und will auf der Insel weiter expandieren.

Rund 35 Mio. Euro haben die Carosis in

Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen

in das neueste 48. Einrichtungshaus

in Italien investiert.

Mit weiteren drei Standorten in Spanien,

41 Logistikzentren und rund 3.500

Mitarbeitenden zählt Mondo Convenienza

zu den ganz Großen in Europa.

Für das neueste, 3.500 Quadratmeter

große Einrichtungshaus in Palermo wurden

100 neue Mitarbeiter eingestellt. Es

ist nach Catania das zweite Geschäft

auf Sizilien. Insgesamt sind in Palermo

rund 150 Personen tätig – eine beachtliche

Zahl für einen der sogenannten

Mini-Stores von Mondo Convenienza.

Wie das Management extra betont, gibt

es im Team in der Viale della Regione

Sicilia Nord-Ovest 117 Frauen, inklusive

Filialleiterin. Digitalisierung und Omnichannel

stehen spätestens, seit Junior

Dario Carosi in den Vorstand aufgerückt

ist, ganz oben auf der Agenda von

Mondo Convenienza. Alle Verkäufer haben

Tablets. Hochauflösende PCs für

die individuelle Raumplanung stehen

ebenso zur Verfügung wie Selbstbedienungskassen.

Das Gebäude selbst wurde nach

Grundsätzen der nachhaltigen Architektur

entworfen. Es umfasst Ladestationen

für Elektrofahrzeuge sowie eine

125-kWp-Photovoltaikanlage zur Erzeugung

sauberer Energie.

Neues Lager in Carini

Ein echtes Vorzeigeprojekt ist das Lager

in Carini nordwestlich von Palermo, wo

weitere 230 Mitarbeiter in den Bereichen

Auslieferung, Montage und Warenumschlag

tätig sind. Mit einer Fläche

von 8.700 Quadratmetern und einer Höhe

von zehn Metern gehört das Lager

zu den größten Logistikzentren des Unternehmens.

Auch hier hat man auf

nachhaltige Lösungen Wert gelegt. So

gibt es Dachfenster für die natürliche

Nach der

Ostküste

nimmt Mondo

Convenienza

den Norden

Siziliens ins

Visier. Hier das

neue Lager in

Carini, das zu

den größten

des Unternehmens

zählt.

Fotos: Mondo

Convenienza

Belüftung, Wärmepumpensysteme, eine

automatisierte LED-Innenbeleuchtung,

eine 100-kWp-Photovoltaik-

Anlage zur Gewährleistung von Energie-Autonomie

sowie Systeme zum

Sammeln von Regenwasser. In Bezug

auf die Abwasserentsorgung ist das Lager

autonom und gewähleistet so hydraulische

Invarianz.

Mit den neuen Investitionen setzt das

Unternehmen die Expansionsstrategie

für Sizilien fort.

Italienweit: Beratung zu Hause

Während der Pandemie entstanden, hat

sich der Einrichtungsberatungsservice

bei Kundinnen und Kunden zu Hause

italienweit fest etabliert. Bemerkenswert

ist dies auch, weil es sich bei den Möbeln

von Mondo Convenienza um Produkte

für das niedrige und mittlere

Preissegment handelt.

Insgesamt hat Mondo Convenienza bereits

20.000 Menschen zu Hause beraten

– und punktet auch hier mit einer

maximalen Flexibilität. Wird eine Beratungsanfrage

online gestellt, rufen die

beratenden Angestellten innerhalb von

24 Stunden zurück. Die Beratung dauert

bis zu zwei Stunden und beinhaltet

einen 3D-Entwurf mit Produkten des

Unternehmens. Wie Mondo Convenienza

betont, verpflichtet der Besuch nicht

zum Kauf.

Karin Henjes

26 Unternehmen

MÖBELMARKT

11 / 2024


Premiere: Direkt am Aegidientorplatz

in Hannover liegt das erste

neue City-Küchenstudio.

XXXLutz-Gruppe eröffnet City-Piloten für Küchen und Mömax:

Ouvertüren auf der Highstreet

Nach Ikea visiert jetzt auch XXXLutz mit kleinflächigeren Stores innerstädtische Top-Lagen an. Im Oktober eröffneten gleich zwei

neue City-Formate: In Hannover ging das erste XXXL City-Küchenstudio ans Netz, in Wien das erste Innenstadt-Format von Mömax.

Zugleich startete in Senden das dritte XXXL-Küchenstudio bei Media Markt. Gerald Schultheiß fragte bei Konzern-Sprecher Thomas

Saliger nach und zog mit ihm eine Bilanz der vor einem Jahr gestarteten Küchen-Offensive von XXXLutz bei Media Markt.

Ab in die Innenstadt! Am Aegidientorplatz

in Hannover hat die XXXLutz-

Gruppe am 28. Oktober ihr erstes City-

Küchenstudio eröffnet. Damit will sich

der Konzern den nächsten erfolgsversprechenden

Vertriebskanal in Deutschland

erschließen.

„Unser Anspruch ist es, dort zu sein, wo

unsere Kunden sind“, so Alois Kobler,

CEO XXXLutz Deutschland. „Der klassische

Möbelhandel auf der stadtnahen,

verkehrstechnisch perfekt angebundenen

grünen Wiese zählt genauso dazu

wie das Online-Geschäft oder die

Heimberatung in den vier Wänden unserer

Kundinnen und Kunden. Und jetzt

gehen wir in Hannover erstmals auch

direkt in die City. Mit der Eröffnung in

Hannovers Innenstadt verfolgen wir un-

seren Weg als Omnichannel-Händler

konsequent weiter.“

Direkt am „Aegi“ gelegen, bietet das

erste City-Küchenstudio von XXXLutz

auf rund 700 qm über 20 Ausstellungsküchen

unterschiedlichster Stile von

klassisch über modern bis Landhaus –

vom Einsteigermodell bis zur Highend-

Küche. Dabei haben alle namhaften

Hersteller wie Next 125, Schüller, Nobilia

oder Nolte sowie Exklusivmarken wie

Celina oder Dieter Knoll ihr Zuhause

fortan auch in Hannovers City.

Mömax wiederum eröffnete in Österreich

am 30. Oktober sein 22. Trend-

Am „Aegi“ zeigt Lutz auf 700 qm über

20 Küchen. Fotos: XXXLutz

28 Unternehmen

MÖBELMARKT

11 / 2024


Der MÖBELMARKT fragte bei Thomas Saliger nach:

„Unser Anspruch ist es,

dort zu sein, wo unsere

Kunden sind.“

Alois Kobler, CEO XXXLutz Deutschland

möbelhaus. In der Mariahilfer Straße in Wien setzt

Mömax ein ganz neues, innovatives Innenstadtkonzept

um und ist somit im Herzen von Wiens

größter Einkaufsstraße vertreten.

Auf einer Verkaufsfläche von ca. 2.500 qm sind die

Highlights des Mömax-Sortiments zu sehen. Alle

Warengruppen finden mit ihren „Best-ofs“ Platz im

neuen, trendigen Citystore, in dem viele neue

Ladenbauideen, gepaart mit neuen Materialien,

umgesetzt wurden.

Zusätzlich schafft Mömax 20 neue Arbeitsplätze

und zwei neue Lehrstellen. Der Citystore bietet

umfangreiche Services wie 3D-Planung, Beratungsgespräche

und auf Wunsch Aufmaß-, Liefer-

und Montage-Service an.

Mömax setzt im Herzen Wiens ein innovatives

kleinformatiges Innenstadtkonzept um.

„Nachdem sich die

Möglichkeiten aufgetan

haben, auch zu vernünftigen

Mieten in der Innenstadt zu

investieren, sehen wir das

als Ergänzung.“

Thomas Saliger

MM: Zwei Premieren in einer Woche: Startet

XXXLutz jetzt in großem Stil mit Kleinformaten

auch seine Offensive in den Top-Citylagen?

Thomas Saliger: Es ist kein Geheimnis, dass

sich die XXXLutz-Gruppe über die Jahre mit allen

möglichen Vertriebsformaten beschäftigt.

Dazu gehört neben dem stationären Handel auch

der Onlinehandel, den wir von Anfang an extrem

ernst genommen und auch extrem ausgebaut

haben.

In den letzten Jahren haben wir vorwiegend in

Osteuropa schon mehrere, vor allem Möbelix-Stores

auf Kleinflächen und in kleinen

Einzugsgebieten umgesetzt.

Nachdem sich jetzt die Möglichkeiten

aufgetan haben, auch zu vernünftigen

Mieten in der Innenstadt zu investieren,

sehen wir das als Ergänzung zu unseren

Möbelhäusern.

MM: Hannover ist das erste kleinformatige

XXXL-Küchenstudio überhaupt.

Wie sehen die Roll-Out-Pläne

für das neue Küchenformat aus?

Saliger: Momentan sind keine weiteren

Kleinformat-Standorte geplant.

MM: Der „Mini“-Mömax in Wien ist sicher

auch eine Blaupause für Deutschland – auch

für Poco?

Saliger: Grundsätzlich ist dieses Format auch

für die anderen Vertriebsschienen denkbar. Im

Wesentlichen setzen wir aber auf unsere erprobten

und erfolgreichen großflächigen Formate, um

in größeren Ausstellungen ein breites Sortiment

zu bieten. Daher gibt es derzeit auch keine weiteren

Roll-Out-Pläne für diese kleinformatigen

Standorte.

MM: Vor einem Jahr startete XXXLutz mit Küchenstudios

auch bei Media Markt/Saturn.

Was ist dort der Stand des Roll-outs?

Saliger: Im September 2023 haben wir unsere

Kooperation und das Pilotprojekt mit

Media Markt/Saturn gestartet und unsere Premiere

in Süddeutschland mit jetzt drei Standorten

gefeiert.

MM: Und die Bilanz dieser Kooperation?

Saliger: Unser Ziel, zwei renommierte und etablierte

Marken für unsere Kunden zusammenzubringen

und damit gemeinsam neue Wege zu

gehen, haben wir im ersten Schritt umgesetzt.

Für eine Bilanz ist es zu früh, die ersten internen

Auswertungen sind erfolgsversprechend.

Klar ist, dass wir aktuelle Design-Trends mit modernster

Küchentechnologie direkt vor Ort vereinen

und für Kunden erlebbar machen. Dabei

profitieren wir von den entstehenden Synergien.

MM: Und was bringt dies konkret an Frequenz,

neuen Leads & Co.?

Saliger: Wir bündeln unsere Kompetenzen: Die

Technik-Expertise von Media Markt trifft auf die

Einrichtungs-Erfahrung von XXXLutz.

Gemeinsam schaffen wir ein neues, örtlich anderes

Einkaufserlebnis und erschließen so gezielt

neue Kundengruppen, insbesondere in Regionen,

in denen wir bisher nicht vertreten sind. Wir

bitten um Verständnis, dass wir zu Frequenzen

aktuell noch keine belastbaren Auskünfte geben

können.

„Wir bündeln unsere

Kompetenzen: Die Technik-

Expertise von Media Markt

trifft auf die Einrichtungs-

Erfahrung von XXXLutz.“

Thomas Saliger

MM: Was sind jetzt die nächsten Steps?

Saliger: Nach dem erfolgreichen Start ist jüngst

die Zusammenarbeit auch in Senden gestartet.

Seit Oktober präsentieren wir bei Media Markt in

der Berliner Straße 13 auf einer eigenen Ausstellungsfläche

über 20 Küchenmodelle in verschiedenen

Preisklassen.

MM: Ganz herzlichen Dank!

MÖBELMARKT

11 / 2024

Unternehmen 29


„Das Konzept ist eine strategisch wertvolle Ergänzung

zu unserem Angebot und wird unser Service-

Portfolio entscheidend weiterentwickeln.“

Marc Mispelkamp, Alliance

30 Markt

MÖBELMARKT

11 / 2024


Alliance übernimmt das erfolgreiche Lifestyle-Konzept „Pure Natur“:

Pure Natur als Business-Turbo

Alliance erweitert sein Portfolio um ein starkes Lifestyle-Konzept und stärkt so seine Position: Zum 1. Oktober hat der Verband „Pure

Natur Möbel“ von Thorsten Klier übernommen. Dieser jährliche Katalog für Möbelhäuser setzt hochwertige Massivholzmöbel teils kultig

in Szene und begeistert mit natürlichem Lebensgefühl. Durch die Übernahme sichert Alliance die Zukunft des verbandsfreien Konzeptes

und bietet seinen eigenen Händlern sowie jenen anderer Verbundgruppen ganz neue Wachstumschancen und noch mehr Service.

Zudem ist für 2025 u. a. auch bereits ein ergänzendes Flächenkonzept geplant.

Thorsten Klier hatte das nach eigener

Einschätzung heute führende freie Massivholzkonzept

rund um den jährlich erscheinenden

„Pure Natur Möbel“-Spezialkatalog

1998 ins Leben gerufen und

es seitdem am Markt etabliert.

Mit der Übergabe an den Rheinbacher

Verband stellt er nun sicher, dass alle

Handelspartner trotz unterschiedlicher

Verbands-Zugehörigkeiten weiterhin

von der attraktiven Inspirations-Plattform

für wertige Massivholzmöbel profitieren

können. Alliance selbst wiederum

stärkt damit seine Marktposition

und hat bereits einige Ideen, um das

Konzept weiter auszubauen.

Freie Lifestyle-Plattform

für natürliches Lebensgefühl

Dieses inspiriert Verbraucherinnen und

Verbraucher mit konkreten Wohnideen

und Trends für ihre individuelle Einrichtung

und informiert sie zudem rund um

das Thema Massivholz.

„Seit vielen Jahren wird bei uns das

Thema Massivholz gelebt und wirkungsvoll

in Szene gesetzt“, erläutert

Thorsten Klier, Geschäftsführer der Klier

and Friends GmbH.

„Der Katalog bietet zahlreichen Händlerinnen

und Händlern eine Plattform, um

ihre Möbelkollektionen vorzustellen und

ihre Kundschaft für dieses Segment zu

begeistern“, führt er weiter aus. Händler

könnten ihre Kollektionen so optimal

präsentieren und die Kundschaft gezielt

auf Massivholzmöbel aufmerksam machen

– was zu einer steigenden Nachfrage

und damit auch zu mehr Umsatz

führe, so Klier.

In einer Zeit, in der Holz als nachhaltiger

Rohstoff zunehmend gefragt ist und die

Herkunft des Materials immer wichtiger

wird, rückt der Katalog exklusive und

wertige Massivholzmöbel aus nachhaltiger

Forstwirtschaft ins Rampenlicht.

Nahtloser Übergang in den

Alliance-Verband

Alliance hat das starke „Pure Natur

Möbel“-Konzept übernommen, um sein

Service-Portfolio deutlich zu erweitern

und seinen Mitgliedern damit einen

noch größeren Mehrwert zu bieten. Die

gemeinsame Leidenschaft für hochwertige

Möbel und nachhaltiges Wirtschaften

bildet die Grundlage für diese Kooperation

mit Thorsten Klier.

„Die räumliche Nähe, persönliche Verbindungen,

das nötige Vertrauen und die

gemeinsame Zukunftsvision haben den

Ausschlag gegeben, das ‚Pure Natur‘-

Konzept in die Hände des Alliance-Verbandes

zu legen“, begründet Klier seinen

Schritt. Zumal er selbst lange im

Verbandskontext tätig gewesen sei und

ihn eine enge, langjährige Partnerschaft

mit Alliance verbinde.

„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen,

das Thorsten Klier in unseren Ver-

„Der Katalog bietet Händlern eine Plattform,

ihre Kundschaft für dieses Segment zu

begeistern. So steigern sie erfolgreich die

Nachfrage – und ihre Umsätze.“

Thorsten Klier, Klier and Friends

MÖBELMARKT

11 / 2024

Markt 31


Der „Pure Holz Möbel“-Katalog vermittelt ein wertiges, natürliches Lebensgefühl.

Dazu werden die Möbel wirkungsvoll und zuweilen kultig inszeniert. Fotos: Alliance

band setzt“, so Marc Mispelkamp, Geschäftsleitung

Marketing, Vertrieb sowie

Personal bei Alliance. „Das Katalogkonzept

ist eine strategisch wertvolle

Ergänzung zu unserem bestehenden

Angebot und wird unser Service-Portfolio

im Verband entscheidend weiterentwickeln“,

freut sich Mispelkamp.

Strategischer Ausbau des

Service-Portfolios

Auch über das Katalogkonzept hinaus

sieht der Verband vielseitige Möglichkeiten

zum Ausbau des eigenen Dienstleistungs-Angebots.

Dazu Carsten Ringe,

strategischer Einkaufsleiter bei Alliance:

„Wir planen Gespräche mit den bestehenden

Lieferanten des Katalogkonzepts,

denn wir sehen hier großes Potenzial,

um das Leistungsspektrum des

Alliance-Verbands weiter sinnvoll zu ergänzen

und unseren Gesellschaftern zusätzliche

Services bieten zu können. Davon

profitieren unsere Mitglieder und die

Lieferanten gleichermaßen.“

Neues Flächenkonzept für

„Pure Natur“ geplant

Mispelkamp ergänzt: „Schon heute

freue ich mich, das Katalogkonzept gemeinsam

mit Thorsten Klier um ein Flächenkonzept

zu erweitern.

Dieses werden wir gemeinsam ausarbeiten

und zeitnah ausgewählten

Händlern vorstellen. Im Rahmen unserer

Ordermesse 2025 werden wir es

dann auch der Öffentlichkeit präsentieren.“

Verbandsoffene

Weiterführung des Konzepts

Er unterstreicht zudem, dass Alliance das

bestehende Konzept auch darüber hinaus

noch weiterentwickeln will. Dies soll

den Mitgliedern des Verbands zahlreiche

weitere Vorteile bieten – so etwa in den

Bereichen Stammdaten, Preislisten und

Leadgenerierung. Außerdem profitieren

sie von der zusätzlichen Sichtbarkeit ihrer

Produkte im „Pure Natur Möbel“-Katalog.

„Selbstverständlich können weiterhin alle

interessierten Händler von dem Angebot

profitieren – nicht nur unsere Mitglieder“,

betont Mispelkamp. Für bestehende Teilnehmer

und Lieferanten des Konzepts

ändere sich nichts: Das Angebot werde

unverändert und verbandsübergreifend

weitergeführt. Thorsten Klier bleibt Bestandskunden

zudem noch einige Jahre

als Ansprechpartner erhalten und arbeitet

in dieser Zeit einen Nachfolger ein. „Ich

bin zuversichtlich, dass das ‚Pure Natur

Möbel‘-Konzept gemeinsam mit dem

Alliance-Verband auch in Zukunft erfolgreich

wachsen wird“, so Klier.

„Schon heute freue ich mich, das

Katalogkonzept gemeinsam mit Thorsten

Klier um ein Flächenkonzept zu erweitern.“

Marc Mispelkamp, Alliance

„Wir planen Gespräche

mit den bestehenden

Lieferanten des Katalogkonzepts,

denn wir sehen

hier großes Potenzial.“

Carsten Ringe, Alliance

32 Markt

MÖBELMARKT

11 / 2024


US-Wahl verstärkt Druck

auf Lieferketten

Deutschlands Unternehmen suchen dringend Entlastung

mit Blick auf neue Bürokratiepflichten in der Lieferkettenüberwachung.

Das ergab eine Umfrage

mehrerer Branchenverbände vor dem Deutschen Lieferkettentag.

Mit Blick auf die Ergebnisse fordern sie

einen neuen Ansatz in der Handelspolitik und Lieferkettenüberwachung,

der auf Pragmatismus und Dialog

setzt. Nach einer Rangliste der größten Bedrohungen

für ihre Lieferketten gefragt, führten die befragten

Unternehmen auf Platz 1 „geopolitische Konflikte“

(82%) an. Vor allem die größten außereuropäischen

Handelspartner USA und China stehen im Fokus: Mit

Blick auf die Zeit nach der US-Präsidentschaftswahl

werden zunehmende handelspolitische Spannungen

mit Europas wichtigstem Verbündeten erwartet. Fast

ein Drittel (31%) der befragten Unternehmen befürchtet,

dass die USA einen Alleingang mit generellen Importzöllen

und „America First“-Ansatz beschreiten

werden, weitere 59% halten mehr selektive Handelshemmnisse

für wahrscheinlich. Nur 6% erwarten eine

Abkehr vom Protektionismus und nur 4% glauben an

eine Rückbesinnung zu einer kooperativen, multilateralen

Handelsordnung. Grafik: BME

Febrü neuer Partner der Verbände der

Holz- und Möbelindustrie

Der Herforder Büromöbelsteller Febrü hat sich seit 1. September

den Verbänden der Holz- und Möbelindustrie NRW als Kooperationspartner

angeschlossen. Das ostwestfälische Unternehmen

gestaltet und organisiert nach eigenen Angaben Arbeitsräume

von Grund auf neu. Mit einer hohen Fertigungstiefe in der hauseigenen

Metall- und Holzproduktion, einer eigenen Tischlerei und

Pulveranlage sowie einem breiten Portfolio an Produkten, Materialien

und Farben sind die Herforder gut aufgestellt. „Insgesamt

30 Millionen Euro haben wir in den vergangenen sechs Jahren in

die Technik, Digitalisierung und Neuausrichtung unseres Portfolios

sowie in die Marke investiert. In den nächsten Monaten

bringen wir 40 neue Produkte, Innovationen und Neuinterpretationen

auf den Markt“, so Bernd Kröger, Geschäftsführer bei

Febrü. Er übernahm erst im Juni die Geschäfte zusammen mit

Ansgar Sure. Der vormalige Geschäftsführer und Gesellschafter

Christian Stammschroer bleibt dem Unternehmen erhalten und

widmet sich fortan vorrangig der Unternehmensstrategie.

Freuen sich über die Kooperation mit den Möbelverbänden (v.l.): Ansgar Sure, Christian

Stammschroer und Bernd Kröger. Foto: Febrü

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Render4brands öffnet die Türen zum individuellen Videomarketing:

REVOLUTION für die Branche

In der sich rasant entwickelnden digitalen Welt hat sich Videomarketing zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Unternehmen aller

Branchen entwickelt – insbesondere für das Thema Möbel. Render4brands, ein innovativer Spezialist für B2B-Videomarketing aus Witten,

bietet eine Lösung, die es Herstellern und Händlern ermöglicht, dieses mächtige Medium effizient und effektiv zu nutzen.

Egal ob auf Social Media-Apps wie Instagram,

auf Videoportalen wie Youtube

oder auf der eigenen Unternehmens-

Website: Videomarketing ist allgegenwärtig

und aus der digitalisierten Gesellschaft

nicht mehr wegzudenken. In

Videoclips können in nur wenigen Sekunden

Produkte ausführlich dargestellt

und den potenziellen Kunden audiovisuell

präsentiert werden.

Besonders die Möbelbranche kann von

einem kompetenten Umgang mit dem

digitalen Medium profitieren, da sich

viele Kunden ihre künftigen Einrichtungsgegenstände

ohne ansprechende

Visualisierung oft nur schlecht vorstellen

können. Erfahrungen von Online-

Plattformen zeigen, dass eine gute bildliche

Darstellung den Absatz von

Möbeln messbar steigert.

Viele Chancen für neue Leads

Um den eigenen Kundenstamm zu erweitern,

ist es entscheidend, die eigene

Werbereichweite auszuweiten. Videos

ermöglichen es Möbelhändlern, ein

breiteres Publikum zu erreichen, weit

über die Grenzen des lokalen Marktes

hinaus. Kunden können Möbelstücke

bequem online entdecken, unabhängig

von ihrem Wohnort und Öffnungszeiten.

Der Möbelkauf wird mit einer inspirierenden

Präsentation mittels Bewegbildern

zum individuellen Erlebnis. Die

Branche kann Videoclips nutzen, um

Möbelstücke in emotionale Wohnszenarien

einzubetten und so die Vorstellungskraft

der Kunden anzuregen.

Die entworfenen Bilder bleiben im Gedächtnis

und schaffen eine positive Verbindung.

Das macht die Werbebotschaft

prägnant und fördert langfristige

Kundenbeziehungen.

Gut gemachte Videos können zusätzlich

die Conversion-Rate deutlich erhöhen.

Für Möbelhersteller und -händler

bietet dies die Chance, Funktionalität

und Design ihrer Produkte überzeugend

zu demonstrieren und so Kaufentscheidungen

positiv zu beeinflussen.

Hierbei spielt auch der Kostenfaktor eine

entscheidende Rolle. Das Erstellen

von Videoclips ist im Vergleich zu konventionellen

Werbekanälen preiswerter.

Besonders, da die visuelle Darstellung

von Produkten für die Möbelbranche

immer entscheidender wird. Videomarketing

ermöglicht es, virtuelle Geschichten

zu erzählen und Produkte ansprechend

zu präsentieren.

Auch bezüglich des Kosten-Nutzen-

Verhältnisses zeichnet sich Videomarketing

durch nachhaltige Vorteile aus.

Denn langfristige diesbezügliche Strategien

können Möbelunternehmen

nachhaltig erfolgreich machen und sie

als innovative Marke positionieren.

„Wir sind stolz, einen echten Mehrwert bieten

zu können und freuen uns darauf, neue

Maßstäbe im Möbelmarketing zu setzen.“

Florian Rüffin, Render4brands

34 Markt

MÖBELMARKT

11 / 2024


Mit Videoclips begeistern

Trotz der genannten Vorteile und USPs

gibt es spezifische Herausforderungen.

Obwohl Videomarketing im Vergleich zu

anderen Werbekanälen eine oft kostengünstige

Alternative darstellt, dürfen die

Produktionskosten für qualitativ hochwertige

Produktvideos nicht unterschätzt

werden.

Um diese Clips umsetzen zu können, ist

ein spezielles Know-how für die Präsentation

von Möbeln im Video nötig.

Besonders kleinere und mittlere Unternehmen

haben stark limitierte Marketing-Budgets.

Ein eigenes Video-Team

würde daher den finanziellen Rahmen

sprengen. Zudem ist die kontinuierliche

Aktualisierung des Contents notwendig,

um mit Trends Schritt zu halten und am

Puls der Zeit zu bleiben.

Der Weg zum eigenen Video

Die Videomarketing-Spezialisten von

Render4brands haben auf ihrer Online-

Plattform einen aus ihrer Sicht einzigartigen

vierstufigen Prozess entwickelt,

MÖBELMARKT

11 / 2024

der speziell auf die Bedürfnisse der Möbelbranche

zugeschnitten ist. Mit innovativen

Lösungsansätzen verhilft das

Start-up Möbelherstellern und -händlern

zu einer individuell abgestimmten

Marketing-Strategie.

Zu Beginn des Prozesses können interessierte

Möbelunternehmen branchenspezifische

Vorlagen nutzen und ihre eigenen

Aufnahmen integrieren.

Bei der Erstellung der Werbevideos bietet

die Plattform zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten.

Mit unterschiedlichen

Farben, Texten und Bildern lässt

sich das Video smart anpassen. Dabei

entstehen maßgeschneiderte Clips für

die eigene Zielgruppe.

Ist der kreative Erstellprozess erfolgreich

abgeschlossen, können die Unternehmen

ihr produziertes Videomaterial

herunterladen und anwenden. Die Experten

von Render4brands unterstützen

anschließend beim Start der individuellen

Marketingkampagne.

Professionelle Services

Vorteile von Videomarketing

b Reichweite erhöhen

b Mehr Conversions

b Kundenbindung stärken

b Kosteneffiziente Werbemaßnahme

b Nachhaltiges Marketing

Das spezialisierte Angebot von Render-

4brands ist auf die visuellen Anforderungen

der Möbelbranche ausgelegt.

So sparen sich Möbelhersteller und

-händler mit den professionellen Videos

des Dienstleisters die Kosten für teure

Studioproduktionen.

Die einfache Erstellung von Produktvideos

auf der Webplattform spart zudem

deutlich Zeit. Das Material kann

unabhängig von Standort und Zeit digital

erstellt werden. Die anpassbaren

Vorlagen für verschiedene Möbelstile

und -kategorien gestalten den Prozess

sehr flexibel.

Pionier beim Videomarketing

Dazu gehört auch der ganzheitliche

Service des Start-ups, welcher die Partner

nach der Erstellung der Videos noch

bei der Vermarktung der Möbel unterstützt.

So können die Spezialisten von Render-

4brands die Produkte in verschiedenen

Einrichtungsszenarien visualisieren,

welche die Funktionalität und Vielseitigkeit

von Möbelstücken demonstrieren

und darstellen. Die Marketingkampagnen

können zeitlich flexibel eingesetzt

werden.

Überzeugendes Videomarketing bindet

in Folge seiner Aktualität, digitalen

Reichweite und optischen Darstellung

potenzielle Kunden emotional. Dieser

Umstand kann zu einer Steigerung des

Online-Verkaufs führen.

Eine kompetente Nutzung von digitalen

Videomarketing eröffnet der Branche

zahlreiche Chancen und Vorteile. Die digitalen

Tools erlauben es, sich mit einem

visuellen, interaktiven und emotionalen

Möbelmarketing zukunftsfähig

aufzustellen. Hochwertig produzierte Videos

können Möbelkäufer auf der individuellen

Einrichtungsreise begleiten

und den Einkauf zu einem begeisternden

Erlebnis machen.

Mit Videomarketing investieren Möbelunternehmen

in eine Zukunft, in der sie

ihre Produkte optimal präsentieren und

sich im digitalen Wettbewerb profilieren

können.

„Wir sind stolz, einen echten Mehrwert

bieten zu können und freuen uns darauf,

neue Maßstäbe im Möbelmarketing

zu setzen“, so Florian Rüffin, Geschäftsführer

von Render4brands und

der übergeordneten Visbricks GmbH.

4 Schritte zum eigenen Video

b Wählen Sie Ihre Video-Vorlage

b Individualisieren Sie Ihr Video

b Laden Sie Ihr Video runter

b Starten Sie Ihre individuelle Kampagne

Markt 35


Entwaldungsfreie Lieferkette

EUDR jetzt (technisch)

vorbereiten

Ob verschoben, ob korrigiert: die EU-Verordnung für die entwaldungsfreie Lieferkette (EUDR) kommt. Die Möbelbranche

entwickelt eine gemeinsame digitale Branchenlösung. In einem Gastbeitrag für MÖBELMARKT erklären Dr. Olaf Plümer

vom Daten Competence Center und Heiner Strack vom Verband der Deutschen Möbelindustrie die nächsten Schritte.

Das medienwirksam vielfach zitierte „Bürokratiemonster“ EUDR verlangt

allen Beteiligten viel ab – jetzt in der Vorbereitungsphase, später

bei der Umsetzung und schließlich bei der Kontrolle. Zu befürchten

steht, dass insbesondere die Prüfung und mögliche Sanktionierung

von Verstößen weitere Aufwände verursachen.

Dessen ungeachtet wird die bereits am 29. Juni 2023 in Kraft getretene

EU-Verordnung für entwaldungsfreie Produkte EUDR das Tagesgeschäft

unserer Branche nicht nur kurz-, sondern auch langfristig

prägen. Damit gibt es für alle Beteiligten nur eine Konsequenz: Rechtzeitig

vorbereitet zu sein, rechtzeitig die technischen Grundlagen zu

erarbeiten und dies mit Blick auf eine gemeinsame, unternehmensübergreifende

Lösung.

Denn individuelle Lösungen einzelner, gerade mittelständischer Unternehmen

überfordern diese definitiv. Vorhandene statische Stammdaten

sind mit Blick auf die EUDR nicht ausreichend, da die dafür zu

erfassenden Informationen variabel sind und erst am Ende der Produktion

erfasst werden können.

Obwohl auch wir in den „EUDR-Kinderschuhen“ stecken, sind die seit

einiger Zeit eng in das Thema eingebundenen Interessensvertretungen

– wie der VDM und das Daten Competence Center mit seinem Arbeitskreis

EDI – bei der datentechnischen Vorbereitung zur Umsetzung

von EUDR auf einem guten Weg.

Angesichts der seitens der EU-Kommission aktuell noch ungelösten

Fragestellungen zur Implementierung und der noch nicht zur Verfügung

stehenden funktionalen IT-Systeme haben die EU-Kommission

und danach der EU-Rat eine einjährige Verschiebung der Deadline zur

Umsetzung von EUDR auf den 30.12.2025 empfohlen, was noch vom

EU-Parlament genehmigt werden muss. Darüber hinaus gibt es auch

auf internationaler Ebene von der Kommission noch zu lösende Themen.

So haben mehrere Staaten Südamerikas die EUDR auf die Tagesordnung

der Welthandelsorganisation WTO gesetzt und sprechen

vom „Strafcharakter“ dieser Verordnung. Doch bleiben wir in Deutschland

und schauen uns die aktuelle Faktenlage an.

Praxisnahes Lösungskonzept

Die Verfasser haben in enger Zusammenarbeit mit der Leiterin Standardisierung

beim DCC, Frau Anika Degenhard, und Integrated Worlds

(Holzgerlingen) unter Leitung von Dietmar Weber entscheidende Vorbereitungsarbeiten

geleistet. Eng involviert war zudem Jan Kurth,

Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie

(VDM), der innerhalb seines Verantwortungsbereichs in der Branche

sowie im europäischen Dachverband EFIC unterstützend agiert.

In diesem Netzwerk haben wir auf EDI-Basis ein praxisnahes und in

unseren Unternehmen umsetzbares Lösungskonzept erarbeitet, mit

dem der Datenbereitstellungsprozess und der Datentransfer der zur

Erfüllung der EUDR-Pflichten erforderlichen Daten gewährleistet wird.

Dieses Konzept bietet die Möglichkeit einer standardisierten prozessualen

und datentechnischen Abwicklung von Aufträgen mit EUDRrelevanten

Erzeugnissen entlang der kompletten Lieferkette von Zu-

36 Markt

MÖBELMARKT

11 / 2024


Auszug aus dem nun beschlossenen Umsetzungsvorschlag der Möbelverbände „EDI als Informationsbereitsteller“ zu EUDR.

MÖBELMARKT

11 / 2024

Markt 37


lieferunternehmen über die Unternehmen

der Möbelindustrie bis zum Möbelhandel.

Standardisierte Daten

Damit wird eine standardisierte Bereitstellung

der Daten beim jeweilig in der

Lieferkette nachfolgenden Unternehmen

ermöglicht, welches mit diesen

Daten die auf seiner Seite existierenden

Warenwirtschafts- bzw. ERP-Systeme

und ggf. im Einsatz befindliche Compliance-Software

über entsprechende

Schnittstellen versorgen kann. Diese

Standardisierung ist das entscheidende

Kriterium, damit die kostenintensive „individuelle“

Bereitstellung aller Daten auf

unterschiedlichen IT-Lösungen/-Plattformen

der empfangenden Unternehmen

entfallen kann.

Mit der konzipierten Lösung ist unsere

Branche auf dem richtigen Weg mit

überschaubaren Kosten. Externe Softwarelösungen,

wie sie derzeit breit im

Markt angeboten werden, sind für diese

Übertragung nicht zwingend erforderlich.

Im Arbeitskreis EDI des DCC wurde

das vorgeschlagene Lösungskonzept

Anfang Oktober grundsätzlich

beschlossen. Im Mittelpunkt der tiefergehenden

Diskussion standen vor allem

der Austausch und die unmittelbare datentechnische

sowie prozessorganisatorische

Umsetzung des Regelwerks.

Überschaubare Anpassungen

Einhelliger Konsens bestand in der Aussage,

dass eine effiziente Umsetzung

am besten und schnellsten über EDI-

Daten zu lösen sei. Dazu sind sicher

Anpassungen in den Datenformaten erforderlich,

deren Aufwand – ganz im

Unterschied zu dem bei der zu erwartenden

Datenerhebung innerhalb der

Lieferketten – jedoch überschaubar

sind.

Allerdings verwies unser Arbeitskreis

auch auf kritische Punkte: So werde

verbreitet mit Lieferscheinen in Papierform

gearbeitet, was die Umsetzung

über EDI-Daten erschwert. Schließlich

will die EU-Kommission das notwendige

EU-IS-System – um Sorgfaltserklärungen

hochladen zu können – erst kurz

vor dem Stichtag zur Verfügung stellen.

Im Ergebnis der jüngsten Arbeitskreissitzung

EDI wurden folgende Festlegungen

fixiert: Erstens sollen die zu übertragenden

Daten digital vorliegen und

deren Handling über eine Felderweiterung

in EDI realisiert werden. Zweitens

müssen Handel und Warenwirtschaft

zwingend involviert werden. Drittens

sollen Start und erste Tests zur Umsetzung

der Datenübermittlung via ORD-

RSP oder DESADV umgehend erfolgen.

Viertens schließlich müssen den Unternehmen

bzw. Akteuren größtmögliche

Freiheiten bei der Prozessgestaltung ermöglicht

werden.

Der nächste wichtige Moment ist Mitte

November, wenn die Empfehlungen

über Strukturen bzw. ‚Qualifier‘ seitens

der GS1 vorliegen. Auf dieser Grundlage

plus den bis dahin in den Unternehmen

der Möbelindustrie gesammelten

Erfahrungen wurde das nächste Meeting

im DCC zu EUDR auf den 26. November

vereinbart, wo die branchenweite

digitale Umsetzung der

Verordnung konzertiert startet. Unabhängig

von jedweder Termin- und inhaltlicher

Diskussion zur EUDR-Inkraftsetzung,

sehen wir unsere Branche auf

dieser datentechnischen Grundlage gut

aufgestellt und vorbereitet!

Dr. Olaf Plümer, geschäftsführender

Vorstand des

DCC, betreut und organisiert

über den in seinem Verband

angesiedelten Arbeitskreis

EDI die datentechnische

Vorbereitung von EUDR in

der Prozesskette ‚Möbel‘.

Fotos: VDM

Heiner Strack, Leiter

Umwelt-Technik-Normung

beim VDM, vertritt die

Brancheninteressen auf

europäischer und nationaler

Ebene in den mit EUDR

befassten Fach- und

Standardisierungsgremien.

38 Markt

MÖBELMARKT

11 / 2024


Gemeinsame Brancheninitiative

gegen den Fachkräftemangel

„Wir sind stolz auf die Realisierung dieses einzigartigen Projekts,

der Lehrfabrik Möbelindustrie in Löhne, mitten in der Möbelregion

Ostwestfalen-Lippe, die nun in Kürze an den Start geht.“

Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen

Möbelindustrie (VDM/VHK), über das Konzept der gerade

eröffneten Lehrfabrik Möbelindustrie …

Endlich einmal eine positive Nachricht

in diesen wirtschaftlich und politisch

so schwierigen Zeiten: Nach einer

Bauzeit von nur sechzehn Monaten

haben wir Anfang November die Lehrfabrik

Möbelindustrie in Löhne eröffnet.

Wir sind stolz auf die Realisierung

dieses einzigartigen Projekts und freuen

uns, dass unser Leuchtturm nun an

den Start geht, mitten in der Möbelregion

Ostwestfalen-Lippe. In Kürze

beginnen die ersten Holzmechaniker-

Azubis einen dreiwöchigen Maschinenlehrgang.

Das Zustandekommen dieser Lehrfabrik

ist wirklich besonders: Besonders

und einzigartig in Deutschland ist

MÖBELMARKT

11 / 2024

Foto: VDM

das Konzept dieser Einrichtung für die

Möbelindustrie. Besonders kooperativ

ist der Ansatz der Genossenschaft als

„Mit der neuen Lehrfabrik

Möbelindustrie wollen wir

unsere Hersteller bei der

Nachwuchsgewinnung

unterstützen.“

Gesellschaftsform unter Wettbewerbern.

Besonders kurz war zudem die

Planungs- und Realisierungsphase,

was ja nicht selbstverständlich für

größere Bauvorhaben ist.

Für das hochmoderne Aus- und Weiterbildungszentrum

haben sich zahlreiche

Möbelhersteller und -zulieferer

zusammengetan, um dem sich verschärfenden

Fachkräftemangel aktiv

entgegenzuwirken. Wie groß der

Handlungsbedarf ist, zeigt eine aktuelle

Umfrage unter unseren Mitgliedsunternehmen.

Rund 40 Prozent der

befragten Hersteller gaben dabei an,

dass sie nicht alle Ausbildungsplätze

besetzen können, da es an geeigneten

Bewerbern fehlt. Am schwierigsten

gestaltet sich die Suche nach Azubis

für die Berufe Holzmechaniker, Tischler,

Elektroniker für Betriebstechnik

und Fachkraft für Lagerlogistik.

Und die Nachfrage nach Auszubildenden

steigt an: 15 Prozent der Unternehmen

wollen in den nächsten drei

Jahren mehr Ausbildungsstellen anbieten.

Rund 80 Prozent planen, ihr

Angebot zumindest stabil zu halten.

Die Marketinganstrengungen der Industrie

sind vielfältig. Neben Kooperationen

mit Schulen und dem Angebot

von Praktika wird vor allem auf

Social-Media-Marketing und lokale

Events wie Ausbildungsmessen gesetzt.

Mit der Lehrfabrik wollen wir unsere

Hersteller bei der Nachwuchsgewinnung

unterstützen, indem die Ausbildung

auf ein neues Qualitätsniveau

gehoben und noch attraktiver gestaltet

wird. Azubis können hier an hochmodernen,

komplexen Anlagen üben –

was im eng getakteten Produktionsalltag

des Ausbildungsbetriebs nur

selten möglich ist.

Die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit

werden in allen Bereichen

eine große Rolle spielen.

Die Unternehmen buchen die Ausbildungsmodule

für ihre Azubis als Ergänzung

zur Ausbildung im Betrieb

und Berufskolleg. Die Module stehen

allen Unternehmen der Branche offen,

nicht nur den Mitgliedern der als Träger

fungierenden Genossenschaft.

Neben der Ausbildung gibt es auch

vielfältige Angebote zur Weiterbildung,

etwa Führungskräftetrainings

oder Schulungen in industriellen Bildbearbeitungssystemen.

„Wir wollen zeigen, wie

vielfältig, interessant und

aussichtsreich eine Tätigkeit

in der Möbelproduktion ist.“

Von der Lehrfabrik erhoffen wir uns eine

starke Anziehungskraft auf den

Nachwuchs in der Region. Wir wollen

unsere Branche von einem bisweilen

„angestaubten“ Image befreien und

zeigen, wie vielfältig, interessant und

aussichtsreich eine Tätigkeit in der

Möbelproduktion ist. Unser Dank gilt

der Politik, den beteiligten Möbelherstellern

und unseren Technologiepartnern

für ihre Unterstützung. Jetzt gilt

es, dieses besondere Angebot in der

Branche breit und nachhaltig zu nutzen,

um die Einrichtung dauerhaft zum

Erfolg zu führen.

Ihr Jan Kurth

Markt 39


IWOfurn Summit 2024 zum Digitalen Produktpass

„Fangt an und macht!“

Wie kann die Möbelindustrie die EU-Vorgaben zum Digitalen Produktpass gewinnbringend umsetzen? Diese Frage stand im

Zentrum des IWOfurn Summit 2024 in Köln. Dort wurden praxisnahe Lösungswege aufgezeigt, so dass die hochkarätig besetzte

Veranstaltung nicht nur Aufklärung bot, sondern auch zum Handeln ermutigte. Denn die Werkzeuge der digitalen Infrastruktur

bieten dem deutschen Mittelstand viele Chancen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen – sie müssen nur ergriffen werden.

Die Matratze als Vorreiter

beim Recycling: Ein Thema

des Summits rund um den

Digitalen Produktpass.

Der Digitale Produktpass (DPP) kommt

– so viel ist sicher. Er soll bereits ab

2026 Realität werden. Wann genau die

Möbelbranche in die Pflicht genommen

wird, ist noch nicht definitiv klar. Dass

die Branche vom Zulieferer bis zum

Handelsunternehmen besonders von

den Auswirkungen und Chancen des

DPP betroffen sein wird, hingegen

schon. Entsprechende Schritte müssen

also zeitnah eingeleitet werden. Mit

dem Produktpass für Möbel rechnen

Experten ab 2029/2030.

Gesetzliche Basis des Ganzen ist die

EU-Verordnung zur Ökodesign-Richtlinie

für nachhaltige Produkte (ESPR).

Sie sieht neben Anforderungen an Design

und Produktion auch digitale Aspekte

vor, deren Umsetzung in Form

des Digitalen Produktpasses angegangen

werden müssen. Damit will die EU-

Kommission erreichen, dass auf dem

europäischen Binnenmarkt mehr umweltfreundlichere

Produkte zugelassen

und in Verkehr gebracht werden – ein

entscheidender Schritt auf dem Weg

zu mehr Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit.

Die ersten Pässe sollen 2026

Nach den Vorträgen wurden die Themen des Summits in Roundtable-

Runden engagiert diskutiert.

zunächst für Batterien eingeführt werden.

„Die Möbelindustrie muss sich

darauf einstellen, ihre Möbel recyclingfähig

zu machen“, erklärte Dr. Olaf Plümer

vom Daten Competence Center

bei seinem Vortrag im Kölner Bauwerk.

Was genau im Produktpass stehen

muss, ist allerdings noch offen. Und

hier beginnen die Schwierigkeiten.

Daten aus dem gesamten

Produktlebenszyklus

Denn die dem Pass zugrundeliegende

Ökodesign-Verordnung kenne bislang

nur die Kategorie „Möbel“, so Plümer,

nicht aber Spezifisches wie Beschläge,

Holzwerkstoffe oder Schäume. Der

Produktpass wiederum soll möglichst

detaillierte Informationen enthalten,

nicht nur im Hinblick auf die Kreislauffähigkeit

eines Produktes, sondern

auch für den Endkunden. Der solle

schließlich, so Plümer „eine informierte

Kaufentscheidung vor der Kaufentscheidung“

treffen können. Das erfordert

Informationen über die gesamte

Lieferkette hinweg.

40 Markt

MÖBELMARKT

11 / 2024


Der Pass ist in Wahrheit ein Datensatz.

Aus ihm sollen künftig nicht allein die

Konsumenten Informationen entnehmen,

sondern auch die Industrie: zu den

in den Produkten eingesetzten Materialien,

deren Herkunft und Umweltauswirkungen,

zur Lebensdauer und Reparierbarkeit

des Produktes selbst sowie

dessen Wiederverwertungsmöglichkeiten

oder – falls notwendig – dessen Entsorgung.

„Die Industrie muss sich

darauf einstellen, ihre Möbel

recyclingfähig zu machen.“

Dr. Olaf Plümer,

Daten Competence Center

Die Daten stammen aus allen Phasen

des Produktlebenszyklus und können in

all diesen Phasen für verschiedene Zwecke

genutzt werden: Design, Herstellung,

Nutzung, Entsorgung.

„Dass wir mehr Informationen brauchen,

wissen wir schon lange“, erklärte

Holger Berg vom Wuppertal Institut für

Klima, Umwelt, Energie in Köln und sah

die Sache positiv: „Heute haben wir

auch die technischen Möglichkeiten

und die Regularien, die diese Transformation

treiben.“

Dabei gebe es klare Benefits: beispielsweise

die Rückverfolgbarkeit für die

Rohstoffgewinnung und -produktion,

die Ermöglichung einer Kreislaufwirtschaft

und zuverlässige Informationen

für alle Beteiligten inklusive der Konsumenten.

„Es geht nicht darum, ob wir

digitale Produktpässe bekommen, sondern

wie wir sie gestalten“, so Berg, der

an die anwesenden Firmenvertreter appellierte:

„Behalten Sie das im Auge, es

wird viel passieren, und damit sind auch

sehr viele Möglichkeiten und Geschäftsmodelle

verbunden.“

Integration von Produktdaten

erfolgt in Echtzeit

In der von Sascha Tapken moderierten

Veranstaltung ging es teilweise sehr detailliert

darum, wie Datenräume für den

sogenannten Digitalen Zwilling ausgestaltet

sein müssen, um den technischen

Anforderungen des Produktpasses

gerecht zu werden, und wie man

diese Räume miteinander vernetzt.

Auch die Praxis kam nicht zu kurz.

So demonstrierten Stefan Willms und

Patrick Sönke am Beispiel von Polipol

und Nolte Küchen, wie der Digitale

Zwilling bei konkreten Produkten funktioniert.

Gehe bei einem Sessel beispielsweise

ein Fuß kaputt, „dann wird

in Echtzeit hinterlegt, wenn der kaputte

Fuß ausgetauscht wird“, so Sönke.

„Treiber für viele dieser Themen sind die

Nachhaltigkeitsregularien, die auch

nicht mehr weggehen.“

MÖBELMARKT

11 / 2024

Veranstalter Klaus Bröhl plädierte beim IWOfurn Summit für

einen offensiven Umgang mit der Digitalisierung.

Am Beispiel eines Sessels zeigte Patrick Sönke, wie der

Digitale Produktpass in der Praxis funktioniert.

Holger Berg vom Wuppertal Institut wies auf mögliche

Geschäftsmodelle mit dem Digitalen Produktpass hin.

Matratzenhersteller gehen

beim Recycling voran

Verschiedene Akteure haben sich schon

auf den Weg gemacht. „Wir haben Circular

Design als Richtlinie unserer Produktentwicklung

fest verankert“, erklärte

Ronja Zoppke, die bei der Aquinos

Group (ehemals Recticel Schlafkomfort)

maßgeblich an der Implementierung

des Öko-Designs mitgewirkt hat. Für

sie stehe beim Digitalen Produktpass

das Recycling im Mittelpunkt: „Er ist

das Vehikel, um Recycling überhaupt

möglich zu machen.“ Denn: Von den 30

Mio. in Europa jährlich anfallenden Matratzen

werden aktuell 40% verbrannt,

60% deponiert – „aber 85% könnten

recycelt werden.“

Künftig wird die stoffliche Zusammensetzung

einer Matratze mittels eines

QR-Codes für den Verbraucher ablesbar

sowie über einen in der Matratze

verbauten RFID-Chip auslesbar sein.

66% der Schlaraffia-Matratzen seien

bereits heute mit einem recyclingfähigen

Bezug ausgestattet. Für den Endkunden

sei das Thema leider noch irrelevant,

so Zoppke, das Mindset aber,

wie es die Kölner Veranstaltung gezeigt

habe, müsse jetzt in die Unternehmen

getragen werden. „Am Ende zählt jede

getaggte Matratze, auch wenn sie erst

in acht oder zehn Jahren entsorgt wird.“

Datenkompetenz in den

Unternehmen stärken

Dass die Herausforderungen für die

Umsetzung in den Unternehmen und

mit Blick auf den Klimaschutz groß

sind, war unstrittig. „Wir haben das

Thema Verantwortung an die Politik abgegeben,

ändern aber unser Verhalten

nicht“, bemerkte indes Patrick Sönke in

einer Roundtable-Diskussion mit Blick

auf die Konsumenten. Und Holger Berg

vom Wuppertal Institut forderte einen

Blick auf das vorhandene Know-how

der Hersteller: „Wir müssen darüber

sprechen, wie wir mit der Datenkompetenz

für den Digitalen Produktpass in

den Unternehmen umgehen.“

Klaus Bröhl, Geschäftsführer des Veranstalters

Integrated Worlds, verwies

auf Vorteile und Marktpotenziale, die

der Digitale Produktpass für die Möbelbranche

mit sich bringe. Kreislaufwirtschaft

und datengetriebene Zusammenarbeit

seien dabei wesentliche

Treiber, aber mit der voraussichtlichen

DPP-Einführung im Jahr 2030 sei die

Arbeit noch lange nicht beendet.

Bröhl forderte Hersteller und Handel

auf, mit der Digitalisierung zu beginnen:

„Wenn der Integrationswille vorhanden

ist, kann man sehr schnell sehr viel tun.

Die Investitionen sind nicht so arg, die

Informationen liegen in den Unternehmen

eigentlich alle vor“, betonte Bröhl.

Sein Appell: „Fangt an und macht!“

Stefan Mielchen

Markt 41


Konjunktur

Herausfordernde Verhältnisse

Industrie:

-15,6%

Handel:

-10,0%

Hinter der deutschen Möbelindustrie

liegt ein schwacher August. Wie aus

den Daten des Statistischen Bundesamts

hervorgeht, sank der Umsatz der

Branche um 15,6% im Vergleich zum

Vorjahresmonat. Insgesamt wurden

über 1,1 Mrd. Euro umgesetzt. Kein

Segment konnte den Umsatz vom August

2023 erreichen: Der Umsatz der

Küchenmöbler sank um 24,2%, der

der Büro- und Ladenmöbler um 7,1%,

der der Polstermöbler um 8,8%. Der

Umsatz der Matratzenhersteller ging

um 13,6% zurück. Der Bereich Sonstige

Möbel, darunter Hersteller von

Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbeln

gab um 13,2% nach.

Im Jahresverlauf liegt die Branche kumuliert

über die Monate Januar bis August

mit neun Prozent im Minus.

Stabilisierung

der Wirtschaft gefordert

Ähnlich negativ läuft es derzeit auch im

Einzelhandel mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen

und Hausrat, der im August

2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat

um zehn Prozent nachgab. Der

Handelsverband fordert nun, auch vor

dem Hintergrund des Zerfalls der Ampelkoalition,

eine entschiedene und

zielgerichtete Wirtschaftspolitik. „Die

notwendigen Maßnahmen zur Stabilisierung

der Wirtschaft müssen jetzt umgesetzt

werden. Es liegt alles auf dem

Tisch. Ein Weiter so darf es nicht geben.

Der Einzelhandel und der Konsum brauchen

verlässliche Rahmenbedingungen.

Ausreden sind fehl am Platze.

Nach dem Zerfall der Ampel muss um-

Grafik 1: Konjunktur-Barometer der deutschen Einrichtungsbranche bis August 2024 (in Prozent)

10

-30

5

0

-5

-10

-15

-20

-25

Möbelindustrie gesamt Inlandsumsatz Auslandsumsatz Einzelhandel mit Möbeln, Einrichtungsgegenständen und Hausrat

Quelle: Destatis, HDH

Grafik 2: Ifo-Geschäftsklima der deutschen Einrichtungsbranche bis Oktober 2024

80

64

48

32

16

0

-16

-32

-48

-64

-80

Juni 2023 Juli 2023 Aug. 2023 Sept. 2023 Okt. 2023 Nov. 2023 Dez. 2023 Jan. 2024 Feb. 2024 März 2024 April 2024 Mai 2024 Juni 2024 Juli 2024

Okt. 2023

Nov.2023

Dez. 2023

Jan. 2024

Feb. 2024

März 2024

April 2024

Mai 2024

Juni 2024

Juli 2024

Aug. 2024

Sept. 2024

Geschäftsklima Industrie Geschäftsklima Handel Preiserwartung Industrie Preiserwartung Handel Produktionsentwicklung Industrie

Lagerbestände Handel Auftragsbestand Industrie Bestellungen Handel Quelle: Ifo-Institut

Aug. 2024

Okt. 2024

gehend für Klarheit gesorgt werden“, so

HDE-Präsident Alexander von Preen.

Im Zentrum der Forderungen des HDE

steht ein nachhaltiger Bürokratieabbau,

die konsequente Durchsetzung eines

fairen Wettbewerbs mit Plattformen und

Händlern aus Fernost sowie günstigere

Strompreise für alle. Von Preen: „Der

Bürokratiedschungel hemmt Wachstum

und Wohlstand. Da hilft nur noch die

Axt. Den bestehenden Dschungel entschlossen

lichten und den Aufwuchs

von immer neuen Regulierungen verhindern

– das muss das Motto sein.“ Es

brauche insgesamt wieder mehr Vertrauen

in Unternehmertum und die positive

Kraft des Marktes.

Verbraucherstimmung

erholt sich weiter

Für zusätzlichen Rückwind könnte die

Verbraucherstimmung in Deutschland

sorgen. Sie hat sich im Oktober weiter

erholt. Da sich sowohl die Einkommenserwartung

als auch die Anschaffungsneigung

zum zweiten Mal nacheinander

verbessern und die Sparneigung etwas

zurückgeht, steigt auch die Prognose

des Konsumklimas zum zweiten Mal in

Folge: Für November wird für das Konsumklima

im Vergleich zum Vormonat

(revidiert -21,0 Punkte) ein Anstieg von

2,7 Zähler auf -18,3 Punkte prognostiziert.

Dies ist der höchste Wert seit April

2022 – wobei das Niveau des Konsumklimas

nach wie vor niedrig ist. Zur gesamtwirtschaftlichen

Entwicklung äußern

sich die deutschen Verbraucher

allerdings erneut etwas pessimistischer.

Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse des

GfK Konsumklimas powered by NIM.

„Nach der leichten Verbesserung im Vormonat

steigt das Konsumklima weiter

an. Es klettert auf den höchsten Wert

seit April 2022. Damals wurden, nach

Beginn des Ukraine-Krieges, -15,7

Punkte gemessen“, erklärt Rolf Bürkl,

Konsumexperte beim NIM. „Aber trotz

des Anstiegs bleibt das Niveau des Konsumklimas

nach wie vor überaus niedrig.

Die Verunsicherung durch Krisen, Kriege

und gestiegene Preise ist derzeit immer

noch sehr ausgeprägt und verhindert,

dass für den Konsum positive Faktoren,

wie spürbare reale Einkommenszuwächse,

nicht ihre volle Wirkung entfalten

können. Meldungen über eine steigende

Zahl an Unternehmensinsolvenzen und

über Beschäftigungsabbaupläne bzw.

Produktionsverlagerungen ins Ausland

verhindern zudem eine deutlichere Erholung

der Konsumstimmung.“ sl

moebelmarkt.de MÄRKTE

42 Markt

MÖBELMARKT

11 / 2024


Entwicklung der über die Aktivbank regulierten ZR-Umsätze im deutschen Möbel- und Küchenhandel* (Veränderung in Prozent)

20

10

0

-11,5%

-15,1%

Prozentuale Veränderungsrate im Oktober 2024

im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Kumulierte Werte, 01 bis 10/2024

im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

-10

-20

-30

-40

Okt. 2023

Nov. 2023

Dez. 2023

Jan. 2024

Feb. 2023

März 2024

April 2024

Mai 2024

Jun 2024

Juli 2024

Aug. 2024

Sep. 2024

Okt. 2024

im Vergleich zum Vorjahresmonat

* Die Händler zahlreicher Möbelverbände regulieren ihre Einkäufe über die Aktivbank.

powered by

Grafik 4: Konjunktur-Barometer – Einrichtungshandels-Märkte in Europa und den USA

(Umsatzentwicklung Möbel und Einrichtungsgegenstände, Veränderung in Prozent)

20

15

10

5

0

-5

-10

-15

-20

-25

-30

Juli 2023

Aug. 2023

Sept. 2023

Okt. 2023

Nov. 2023

Dez. 2023

Jan. 2024

Feb. 2024

März 2024

April 2024

Mai 2024

Juni 2024

Juli 2024

Aug. 2024

Deutschland Frankreich Niederlande (Werte nur quartalsweise ermittelt) Österreich Italien (Konsumgüter ohne Lebensmittel) Großbritannien Tschechien (Möbel, Elektroartikel und Fachsortimente) USA

Quelle: Destatis (D), IPEA (F), CBW Mite (NL), Statistik Austria (A), Istat (I), Office for National Statistics (GB), Czech Statistical Office (CZ), U.S. Department of Commerce (USA)

Entwicklung des Umsatzes, der Zahl der Betriebe und der Beschäftigten in der

deutschen Möbelindustrie: August 2024 (Betriebe ab 50 Beschäftigte)

Umsatz August

(1.000 Euro)

% geg.

Vorjahr

Umsatz Jan. bis Aug.

(1.000 Euro)

% geg.

Vorjahr

Betriebe

August

% geg.

Vorjahr

Beschäftigte

August

Büro- und Ladenmöbel 333.973 -7,1% 2.796.039 -2,5% 135 2,3% 21.150 -0,1%

Küchenmöbel 399.159 -24,2% 3.750.966 -9,8% 46 -4,2% 17.872 -4,6%

Matratzen 34.141 -13,6% 341.532 -2,2% 25 -7,4% 2.585 -8,8%

Polstermöbel 51.358 -8,8% 630.077 -11,0% 31 -3,1% 4.176 -7,3%

Sonstige Möbel * 378.481 -13,2% 3.314.507 -13,2% 176 -7,9% 25.031 -11,0%

Möbelindustrie insgesamt 1.197.113 -15,6% 10.833.122 -9,0% 413 -4,0% 70.814 -6,0%

% geg.

Vorjahr

* Sonstige Möbel: Wohn-, Ess-, Schlafzimmermöbel, Kleinmöbel, Sitzmöbel nicht gepolstert, Möbel aus anderen Materialien, Möbelteile | Quelle: VDM

MÖBELMARKT

11 / 2024

Markt 43


EMMK-Ordermesse und Interior Insights 2024:

Schöne Messe mit USP

Es war ein eindrucksvolles Doppelevent: Am 10./11. November veranstalteten Garant und EMV in Rheda-Wiedenbrück ihre vierte

EMMK-Ordermesse. Parallel dazu inszenierten sie zum zweiten Mal ihr Hochwert-Format Interior Insights – ein klares Statement

für ihre in der Verbandszene einzigartige Hochwert-Kompetenz. Gerald Schultheiß war im A2-Forum zu Gast.

Turnusgemäß lag der Schwerpunkt

der EMMK-Ordermesse

rein auf Wohnmöbeln. Trotz

der schwierigen Zeit und der

Konsolidierung im Handel informierten

sich erstaunlich viele Fachhändler

beider Verbände über aktuelle

Kollektionen, Exklusivmodelle und innovative

Wohnkonzepte.

Bei offiziell 10% mehr Besuch als 2022

beim Vergleichs-Event, über 120 Ausstellern

auf ca. 10.000 qm, davon 25

Marken, besserer Stimmung als erwartet

und tollen Präsentationen auch seitens

der Industrie waren die Geschäftsführer

von EMV und Garant mit ihrer

Messe entsprechend zufrieden.

Im Fokus standen konditionsstarke

Leistungs- und Zuteilungspakete der

freien Sortimente und exklusive Messeangebote

für EMMK-Mitglieder.

Die zeitgleich veranstaltete Interior Insights

2024 erweiterte das Angebot um

wertvolle Impulse für hochwertiges und

designorientiertes Wohnen. In Halle 5

präsentierten namhafte Hochwert-Hersteller

ihre Einrichtungskonzepte, darunter

Rolf Benz, KFF, Asco, Leolux, Treca,

Erpo, Anrei, Strässle, Raumplus,

Müller Werkstätten, Sudbrock oder Bacher.

Aufgrund der hohen Nachfrage

war die Hochwertmesse kurzfristig auf

rund 1.500 qm vergrößert worden.

„Wir sind der einzige Verband, der so

etwas im Hochwertsegment schafft –

ein solches Interior-Format ist auf einer

Verbandsmesse einzigartig“, waren sich

die Geschäftsführer von EMV und Garant,

Felix Doerr und Ulf Rebenschütz

einerseits und Jens Hölper und Torsten

Goldbecker andererseits, unabhängig

voneinander absolut einig.

Neben den gemeinsamen EMMK-Sortimenten

präsentierten beide Verbände

EMMK-Führungsriege (von links): Torsten Goldbecker, Ulf Rebenschütz, Jens Hölper, Knut

Albert, beim EMV der designierte Nachfolger von Felix Doer, und Felix Doerr. Foto: EMMK


Die Garant-Hochwertmarke Aera führte im gelungenen einheitlichen CI der

Interior Insights u. a. die Themen Küche und Dining perfekt zusammen.

Vom Teppich bis hin zur Firmenfahne: Rebenschütz (r.) und Michael Klessinger

freuten sich über das CI der Interior Insights und die Präsenz von Rolf Benz.

Leben bei der EMC Collection des EMV Begeisterung authentisch vor: Oliver

Hemmerich (r.) mit Markenbotschafter und Heimwerkerkönig Mark Kühler.

Highlight-Fläche im Rahmen des Relaunchs der Garant-Kollektionsmarke Liva:

Sofa in Aperol mit toller Preis-Leistung und Kühlschrank voll Aperol Spritz.

auch wieder eigene Kollektionsmarken

und Dienstleistungen. So stellte Garant

für seine erfolgreichen Handelsmarken

Aera, Liva und Garant Collection spannende

Exklusivmodelle, Sortiments-

Highlights und neue Vermarktungskonzepte

für 2025 vor. Liva etwa wurde

„Wir sind der Verband, der ein solches

Hochwert-Format organisieren kann – das ist

auf einer Verbandsmesse einzigartig.“

Felix Doerr, Ulf Rebenschütz, Jens Hölper, Torsten Goldbecker

haltigkeits-Berichtspflicht informierten.

Längst sind die Klimaprofis eine feste

Größe. So wurden bislang bei EMV-

Gesellschaftern schon 85 Projekte umgesetzt

oder angeschoben.

Der Messesonntag klang bei einem gemeinsamen

Abendessen für Aussteller

und Besucher stimmungsvoll aus.

„Zuversicht ist der Motor des Fortschritts“,

brachte EMV-Geschäftsführer

Ulf Rebenschütz das Messe-Credo beider

Verbände auf den Punkt. Zwar sei

das Jahr verloren, kommentierte er das

voraussichtlich knapp zweistellige ZR-

Minus für das Gesamtjahr. Daran könne

auch die Belebung der letzten Wochen

und Monate nichts mehr ändern.

Bezüglich der weiteren Entwicklung

sind beide Verbände zwar zuversichtlich,

rechnen für 2025 aber eher noch

mit einer Seitwärtsbewegung.

„Unsere größte Sorge nach zwei Jahren

mit zweistelligen Rückgängen ist aber

das Produktionsvolumen und damit die

Zukunft der Industrie“, waren sich Goldbecker

und Rebenschütz mit den übrigen

Geschäftsführern einig.

Insgesamt habe sich die EMMK-Ordermesse

erneut als bedeutende Plattform

für den Möbelhandel etabliert. „Sie bietet

unseren Händlern die Möglichkeit, neue

Sortimente zu entdecken, Partnerschaften

zu stärken und auf die Entwicklungen

im hart umkämpften Markt zu reagieren“,

so die Führungsriege. „Die Resonanz der

Aussteller und Besucher bestätigt den

hohen Stellenwert dieser Veranstaltung

für die Branche. Wir freuen uns, auch in

Zukunft eine führende Plattform für den

Austausch und die Weiterentwicklung

des Möbelhandels zu bieten.“

zudem erfolgreich komplett relauncht,

so dass die Konsummarke vom POS-

Konzept bis zum Lookbook 2025 moderner

und eleganter daherkommt.

Ein breites Spektrum an Service-Angeboten

rundete das Messepaket ab. Um

sich auf die Messe einzustimmen, hatte

Garant seine Händler am Vorabend der

Messe zum gemütlichen Familienabend

auf Bombecks Hof eingeladen – eine

Möglichkeit zum Austausch und Netzwerken

in entspannter Atmosphäre, die

sehr rege angenommen wurde.

Der EMV wiederum präsentierte zusätzliche

Neuheiten sowie Sortiments-

Ergänzungen für seine Kollektionen

Global, Akadòr Gold, Casea, Comfort

Republic, Couchliebe und Louming. Die

EMC-Collection stellte neben neuen

MÖBELMARKT

11 / 2024

Marketingideen auch die frisch gedrehte

Homestory mit ihrem Markenbotschafter

Mark Kühler vor.

Großes Interesse weckte auch der

Stand der EMV-Klimaprofis, die fachlich

und neutral über energetische Sanierung,

Förderungen und die neue Nach-

EMV-Klimaprofi Steffen Berth (rechts) und Dirk Zimmermann von GHE One

(Mitte) beraten Christian Bald von Möbel Bald in Siegen. Fotos: Schultheiß

Markt 45


Heimtextil

Patricia Urquiola X Heimtextil präsentieren „among-us“

Einladung zur

Transformation

Textildesignerin Patricia Urquiola stößt

gemeinsam mit der Heimtextil Dialoge

zur Transformation der Textilbranche an.

Foto: Simon 171

46 Design

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Heimtextil

Bereits Anfang 2024 hatte die Heimtextil

die spektakuläre Zusammenarbeit

mit der Architektin bekannt gegeben:

Als weltweit einflussreiche

Branchenplattform für Wohn- und Objekttextilien

ist die Heimtextil bestrebt,

Dialoge über die Zukunft des textilen

Designs und der textilen Wirtschaft

voranzutreiben. Mit ihren Produktneuheiten

und Trends gibt sie im Januar

den Startschuss für die kommende

Saison: Hier erleben globale Besucher

Trends, textile Nachhaltigkeit, die

weltweit größte Vielfalt an Heimtextilien

sowie Angebote für Innenarchitektur,

Hospitality und Sleep.

Patricia Urquiola wiederum ist in der

globalen Designwelt zu Hause wie keine

zweite. Sie gestaltet mit ihrem 2001

gegründeten Mailänder Studio die Welt

des textilen Designs wegweisend mit

– sei es in Rom, Doha oder Shanghai.

Ihre Arbeit ist erzählerisch, kreativ,

handwerklich und experimentierfreudig.

Ihre Werke für internationale Designfirmen,

Residenzen, Einzelhandelsflächen,

Ausstellungen oder Hotels

wirken grenzüberschreitend und gelten

als legendär. Urquiola gibt ihr Wissen

an Universitäten, als Art Direktorin und

als strategische Beraterin weiter – und

jetzt, als Muse für die Welt der Einrichtungsstoffe,

auf der Heimtextil 2025.

Immersiver Raum in Halle 12

Anlässlich der Heimtextil 2025 gestaltet

die weltbekannte spanische Architektin

Patricia Urquiola den zentralen

Bereich der Halle 12. Mit ihrer Installation

unter dem Titel „among-us“

treibt sie ihre Forschungen zu Textilien

weiter voran und erkundet deren Einsatzmöglichkeiten

in verschiedenen

Bereichen, vom Produktdesign bis hin

zu Innenräumen und Architektur. Sie

präsentiert einen Raum, der zum

Nachdenken anregt und zum Eintauchen

einlädt.

„among-us“ bietet den Besucherinnen

und Besuchern einen entspannenden

Rückzugsort und dient zugleich als informative

Ausstellung der Textilforschung.

Der Raum wird durch einen

gitterförmigen Teppich definiert, der

an die Ästhetik von Videospieloberflächen

erinnert, wodurch eine immersive

Umgebung geschaffen wird.

Innerhalb des Gitters treffen die Besucher

auf weiche, anthropomorphe

Textilformen, die gefüllt und gepolstert

sind, zum taktilen Erleben und Ent-

Zur Heimtextil (14. bis 17. Januar 2025) gestaltet der internationale

Design-Star Patricia Urquiola in Halle 12 der Messe Frankfurt einen

immersiven sensorischen Erlebnisraum: Das Publikum taucht tief in

den Stoff-Raum ein. Mit der Zusammenarbeit heben die Messeveranstalter

das Textildesign auf eine neue Ebene und treiben Branchendiskurse

voran.

spannen einladen und die Interaktion

mit den Materialien fördern.

„among-us“ zeigt eine Vielzahl von

Textilien, Materialien und Skulpturen

von unterschiedlicher Höhe, die der

Installation visuelle Komplexität verleihen.

Die Stoffe reichen von bedruckten

bis zu wattierten Textilien, von

durchsichtigen Stoffen bis zu innovativen,

textilähnlichen Oberflächen.

Die Raumskulptur macht Urquiolas innovative

Sichtweise auf die Materialität

erlebbar. Konventionelle und unkonventionelle

Elemente werden

miteinander verbunden, die Grenzen

des Textildesigns herausgefordert und

erweitert.

Informative Tools ergänzen das sensorische

Erlebnis und geben Einblicke in

die Forschung und die nachhaltigen

Praktiken, die den Textilien zugrunde

liegen. „among-us“ thematisiert materielle

Nachhaltigkeit, Geselligkeit und

die Überschneidung virtueller und physischer

Realitäten in einem einzigen

Raum.

„among-us“: Talks mit

Patricia Urquiola

Die Heimtextil-Verantwortlichen und

Patricia Urquiola eint das Ziel, Türen

zu öffnen, Grenzen zu verschieben

und Komplexität greifbar zu machen.

Sie verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz

zugunsten von Transformation

und Nachhaltigkeit, um den Wandel in

der weltweiten Textilindustrie voranzutreiben

und die Zukunft von Einrichtungskonzepten

zu gestalten.

Patricia Urquiola wird so auch einen

Teil des abwechslungsreichen Content-Programms

auf der Heimtextil

mitgestalten. Es wird spannende Talks

sowie Tours über ihre textile Design-

Installation „among-us“ geben. Die

Termine: Mittwoch, 15.01.25 – Architonic

Livetalk mit Patricia Urquiola (auf

Englisch) auf der Texpertise Stage

Halle 4.0, von 15:15 – 15:45 Uhr mit

Moderator: Simon Keane-Cowell, Editor-in-Chief,

Architonic; Mittwoch,

15.1.25: Talk Patricia Urquiola, 30 min.

Talk auf der Retail Stage Halle 12.1,

13:15-13:35 Uhr. kh

Grenzüberschreitung in den Raum

hinein: Auch mit Entwürfen für

CC-Tapis regt Patricia Urquiola zum

Miteinander und zur Transformation

an. Foto: CC-Tapis

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Design 47


Heimtextil

Carpets & Rugs wächst

Größer, hochwertiger, internationaler – die Heimtextil präsentiert den Bereich für die internationale

Teppichbranche jetzt in Halle 3.0, 5.0 und 5.1

Carpets & Rugs verzeichnet bereits

mehr als 300 Aussteller, mehrere zusätzliche

Hallenebenen und neue Highlights.

Starke Marken, spannende Produktneuheiten

und Content-Formate

warten zur Heimtextil 2025 in Frankfurt

auf die internationale Teppichbranche.

„Wir freuen uns sehr über die starken

Signale aus dem Markt. Das spiegelt

deutlich das Bedürfnis der Branche

nach einer starken, internationalen und

zentralen Teppichplattform. Genau das

bieten wir mit der Heimtextil in Frankfurt:

Einen umfassenden Marktüberblick

und ein gebündeltes Angebot, kombiniert

mit höchster Qualität“, erklärt Bettina

Bär, Director Heimtextil.

Neu: Halle 3.0 und 5.0

Neben der Halle 5.1 hat sich die Halle

5.0 als weitere Teppichheimat auf dem

Messegelände etabliert. Hier zeigen

sich zahlreiche hochkarätige Aussteller

wie Bhadohi Carpet (Indien), Javi Home

(Indien), Lalee (Deutschland) oder Merinos

(Türkei). Zusätzlich belegt Carpets

& Rugs die Halle 3.0 – und ergänzt die

Produktgruppen Wall Decoration und

Textile Design sowie die Heimtextil

Trends 25/26. Hier sind maschinen- und

handgewebte Teppiche von Ausstellern

wie Bikaner Handloom (Indien), Este

Hali (Türkei), Himalaya Concepts (Indien),

JI International (Indien), Rudra Rugs

(Indien) sowie Unikate von Satar Carpet

(Deutschland) zu finden. Innerhalb des

DecoTeams in Halle 3.1 und der Design

Lounge powered by DecoTeam zeigen

sich Firmen wie Brink & Campman (Niederlande)

sowie deutsche Unternehmen

wie Haro Teppiche, Infloor-Girloon, Obsession,

Otto Golze & Söhne, Paulig

Teppichweberei und Theo Keller. Gemeinschaftsstände

aus Afrika und Indien

erweitern das globale Angebot. Weitere

Teppichaussteller zeigen sich auch

in den Hallen 6.0 und 6.1. Die Heimtextil

kreiert damit starke Synergien zwischen

den Produktbereichen.

Areal „Belgian Textiles –

powered by Fedustria“

Die Halle 5.1 beherbergt wieder den

wachsenden Bereich der maschinengewebten

Teppiche und bündelt zudem

das erweiterte Vorstufenangebot an Fasern

& Garnen sowie Technologien speziell

für die Teppichindustrie. Handgeknüpfte

Teppiche und Unikate,

Fußmatten und Sauberlaufsysteme sowie

textile Lösungen für den Außenbereich

und die Objektausstattung runden

das einzigartige Angebot ab.

Im neu konzipierten Areal „Belgian Textiles

– powered by Fedustria“ zeigen

sich 14 belgische Teppichunternehmen

in der Halle 5.1. Die Gemeinschaftspräsentation

entsteht zusammen mit dem

belgischen Verband Fedustria und dem

Aussteller Ragolle Rugs. Die „Belgian

Textiles“ legen den Fokus auf hochwertige

Qualitäten, kreative Designs und

nachhaltige Materialien. Mit dabei sind

Aarova, Associated Weavers, Balta

Home, Broucks, Euro-Tapis, Flemish

Textiles Company, Kovantex, Louis de

Poortere, Mercury Flooring, Ragolle

Rugs, Royal Flooring, Vandewiele, Vanhoutte

Carpets sowie Verbatex.

„Die Heimtextil spielt eine zentrale Rolle

für Fedustria und seine Mitglieder“,

betont Daphne Renier, Product Manager

Textiles Fedustria. „Belgische Teppiche

sind für ihre Qualität und ihr Design

bekannt. Das neue Areal stärkt

diesen Ruf: Unsere Mitglieder nutzen

die Heimtextil, um neue Kollektionen

und umweltfreundliche Innovationen zu

präsentieren, um sich über Trends zu

informieren und somit up-to-date und

wettbewerbsfähig zu bleiben. “

Stimmen aus dem Markt

Die Aussteller bestätigen die erfolgreiche

Etablierung des neuen Produktbereichs

sowie die Rolle der Heimtextil als

globaler Branchentreffpunkt und

Schauplatz für neue Trends, Kollektionen

und Produkte: „Unsere erste Teilnahme

an der Heimtextil 2024 war ein

voller Erfolg; die Heimtextil ist eine Destination

für textile Innovationen in der

Heimtextilbranche und steht für Trends,

nachhaltige Impulse und eine Vielzahl

von einzigartigen Möglichkeiten für unser

Geschäft: Wir haben hervorragende

Kontakte und zahlreiche neue internationale

Verbindungen geknüpft. Wir freuen

uns auf eine erneute Teilnahme im

Jahr 2025“, sagt Yasmine Khamis,

Chairwoman Oriental Weavers Group.

Trend- und Knowledge-Pool

Die Heimtextil präsentiert sich 2025

noch stärker als Knowledge-Plattform.

Die Carpet-Lounge im Foyer der Hallen

5.1/6.1 macht auch in 2025 wieder innovative

Designs und neue Teppich-

Trends erlebbar – und lädt zum Verweilen

und Netzwerken ein. Die beliebte

Lounge wird erstmals vom britischen

Cover Magazine kuratiert. Der neue Kooperationspartner

bietet zudem Fachvorträge

und Podiumsdiskussionen von

Branchen-Größen auf der Texpertise

Stage in der Halle 4.0. In Guided Tours

führt das Cover Magazine zudem zu innovativen

Ausstellern und Best-Practices.

Weitere Teppichaussteller gibt es

auch bei den geführten Touren im Bereich

Interior.Architecture.Hospitality zu

entdecken. Das Programm ist bald online

im Eventkalender zu finden.

Treffpunkt für die Branche: Carpet

Lounge im Foyer zwischen Halle 5.1/6.1.

Foto: Messe Frankfurt/Pietro Sutera

48 Design

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Ambiente Designer 2025

Sehen lernen mit Fabian Freytag

Freytag gestaltet The Lounge unter dem Titel

Shades of Space in Galleria 1 mit ausgewählten

Ausstellerprodukten. Foto: Fabian Freytag

Freigeistig und antiautoritär, schrankenlos und voller Neugier – dies sind die Gestaltungsprinzipien, die der neue Ambiente Designer 2025

seinem kreativen Schaffen zugrunde legt. Die neue Sonderpräsentation in der Galleria 1 gestaltet Fabian Freytag als einladenden Ort der

Begegnung: „The Lounge–Shades of Space“ – als Inspirationsquelle für das internationale Objektgeschäft.

Mit der Wahl betont die Ambiente einmal

mehr ihre Kompetenz als Treffpunkt

der internationalen Designszene und

baut die Wachstumssegmente Hospitality

und Contract Business weiter aus.

Zur Ambiente 2025 wird das Angebot

fürs Gastgewerbe konzeptionell neu

ausgerichtet und erweitert.

„Reisen, Restaurants, Räume – daraus

beziehe ich meine Inspiration“, erläutert

Fabian Freytag. „Die Vielfalt Europas

mit unterschiedlichen Städten, Architekturen

und einer reichhaltigen kulturellen

Landschaft ist bis heute die Quelle

meiner Kreativität.“ Der 1984 in

Hamburg geborene und in Berlin ansässige

Kosmopolit, der sich selbst gern

als „sanften Radikalen“ beschreibt,

schafft nach eigenem Bekunden Interior

für Freunde des Neuen, für Anhänger

des Ungesehenen und für Liebhaber

mutiger Entscheidungen.

Dabei integriert er Künstliche Intelligenz

(KI) in den schöpferischen Prozess. Mit

seinem Entwurf für „The Lounge“ kreiert

Freytag mit ausgewählten Ausstellerprodukten

einladende Stilwelten für den

Gastraum von morgen und bietet Besuchern

aus Hospitality und Contract Business

maximale Inspiration für ihr Geschäft.

Neue An- und Einsichten sind

garantiert – auch im übertragenen Sinne:

So lädt Fabian Freytag die Besucher ein:

„Öffnen wir die Augen und lernen Sehen.“

Produktbühne für

gewerbliche Objekte

Mit der Ambiente 2025 stellt die internationale

Weltleitmesse für Konsumgüter

ihr Angebot für gewerbliche Großabnehmer

neu auf: Mit Blick auf die

Zukunft erweitert die Ambiente ihr Portfolio

für die Ausstattung und Einrichtung

von gewerblichen Objekten. Dies

betrifft sowohl die Hospitality-Branche

als auch Objekte außerhalb des Gastgewerbes

wie internationale Immobilienprojekte

oder Workspaces.

Wer Hospitality-Objekte einrichtet und

ausstattet, findet ab dem kommenden

Jahr ein umfassendes Angebot unter

der Klammer „Hospitality“: Über das

bislang als HoReCa bekannte Angebot

für das Gastgewerbe in Halle 11.0 hinaus

umfasst das Special Interest Hospitality

auch Anbieter aus anderen Dining-Hallen

mit eigenen Produktlinien

für das Gastgewerbe sowie Aussteller

aus dem Living-Bereich der Ambiente

wie Interiors & Decoration in Halle 3.0

und Interior Design in Halle 3.1.

Aussteller aus dem Angebot von Office

Design & Solutions bei Ambiente Working

in Halle 3.1 komplettieren fortan das

umfassende Angebot für die Hospitality-

Branche. Somit werden gewerbliche Einkäufer

noch gezielter auf Unternehmen

mit Expertise in der Ausstattung von Hotels,

Restaurants, Caterern, Kreuzfahrtschiffen

etc. mit Dining- oder Interior-

Sortimenten und -Produktlinien für das

Gastgewerbe hingewiesen.

Analog dazu finden Ausstatter und Einrichter

von Immobilien außerhalb des

Gastgewerbes ein umfassendes Angebot

unter dem Special Interest Contract

Business. Aussteller beider Programme

werden in jeweils einem eigenen gedruckten

Guide, der zur Veranstaltung

ausliegt, zusammengefasst und sind

mit einer entsprechenden Kennzeichnung

am Stand und im Online-Ausstellerverzeichnis

versehen.

Ambiente Designer 2025 ist Fabian

Freytag. Foto:Kozy Studio Berlin

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11 / 2024

Design 49


Die Christmasworld Trends 25+

Verbundenheit und

Optimismus

Kreative Designs, natürliche Materialien und naturnahe Farben: Die

Leitmotive Verantwortung, Verbundenheit und Optimismus bestimmen die

Christmasworld Trends 25+ und sind vom 7. bis zum 11. Februar 2025 live

erlebbar im Trendareal der Christmasworld (Foyer Halle 4.1).

Die internationale Leitmesse für saisonale Dekoration

und Festschmuck setzt jährlich die Trends für die

kommende Festzeit. Feste geben dem Jahr Struktur.

Zudem fördern sie die Besinnung auf die positiven

Dinge des Lebens. Diese Besinnung materialisiert sich

in den Christmasworld Trends 25+, die den Menschen

und seine innere Erfahrung in den Fokus rücken. „Die

drei Stilrichtungen ‚deep‘, ‚real‘ und ‚ease‘ verbindet ein

Leitgedanke: Sei verantwortungsvoll und verbunden im

Umgang mit der Natur und optimistisch im Blick auf die

Zukunft. Dieser Gedanke lädt die Festtagsstimmung

besonders auf und mündet in kreativen Impulsen,

handwerklichen Techniken und materiellen Neuschöpfungen“,

unterstreicht Trendexpertin Annetta Palmisano

vom Stilbüro bora.herke.palmisano, das im Auftrag der

Messe Frankfurt die Trends recherchiert.

Pro Stilrichtung ermöglichen neun Farben mit acht Mikrofarbthemen

individuelle Schwerpunkte, die im Laufe des

Jahres verändert und neu interpretiert werden können.

Die konzentrierten Farbstories bieten Einkäufern, Produktdesignern

und Kollektionsverantwortlichen somit

zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten, um Showroom,

Schaufenster sowie Produktpräsentationen abwechslungsreich

und überraschend zu inszenieren.

50 Design

MÖBELMARKT

11 / 2024


deep – Das Flüchtige wird beständig

„deep“ verwandelt das Zuhause zum behaglichen Rückzugsort.

Die Gestalter erschaffen perfekte handwerkliche Kunstfertigkeit

und die harmonische Einheit von Materialwirkung und

Form. Die Objekte rufen zur Reflexion auf und schaffen Nähe

zu einer spirituellen Erfahrung. Vertrautes nächtliches Blau,

sanfte Eierschalenfarben oder Alabasterweiß mit seiner warmen,

ruhigen Ausstrahlung reihen sich in diesen Charakter ein.

Daneben bestehen dunklere metallische Nuancen wie mattes

Silber oder Goldglanz, die das Licht durch strukturierte Oberflächen

reflektieren und für einen festlichen Schimmer sorgen.

real – Veränderung bringt Optimierung

Interhalb der Stilrichtung „real“ bestimmen langlebige Produkte, praktikable Eigenschaften

und ressourcenschonende Materialien die Festzeit. Langlebigkeit sowie

praktikable Eigenschaften und die Eignung für ökologisch sinnvolle Kreislaufprinzipien

sind ein wesentlicher Ansatzpunkt. Minimalistische Formen passen zum modernen

Lebensstil. Die Farben der Stilrichtung erwecken Assoziationen zu Langlebigkeit

und Echtheit, die sich auch im Design wiederfinden. Neben festlichem

Grün, dem Symbol für Wachstum und Hoffnung, stellen die Nuancen edler Hölzer

sowie ein weiches, weniger intensives Beige eine Verbindung zur Natur her.

ease – Kreativität entfacht Fröhlichkeit

„ease“ stellt das Gewohnte auf den Kopf und überrascht.

Recycelte und wiederverwendbare Materialien unterstreichen

die Botschaft: Kreativität stößt Veränderungen an und

schafft neues Bewusstsein. So wandelt sich die bekannte

Kugel am Weihnachtsbaum in ein neues, optisch lebendiges

Gewand. Zu unkonventionell gestalteten Mustern und Oberflächen

kommen Collagen verschiedenster Werkstoffe. Die

Farbwelt vermittelt mit frischem Himmelblau, Zitrone oder

Pflaume unmissverständlich helle Freude am Leben, Aufgeschlossenheit

und Abwechslung. Zugleich regen die Farbe

die Fantasie auf eine klare, geschmackvolle Weise an.

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11 / 2024

Design 51


Süddeutschland

Paidi:

Eltern-Kind-Bindung im Fokus

Der Kinder- und Jugendmöbelhersteller Paidi in Hafenlohr

setzte auch mit seinem neuesten Angebot auf die

sichere emotionale Bindung zwischen Nachwuchs und

Eltern von Anfang an. Das erste Beibett von Paidi, „Little

Eve“ kann variabel auf die Rahmenhöhe des Elternbetts

angepasst werden. Ist das Kind größer, lässt sich „Little

Eve“ zum Tiny Sofa oder zum Tisch umbauen. Erhältlich ist

das neue Wohlfühlbettchen in den Ausführungen Cashmere-

Beiege, Mattblau und Kreideweiß.

Das Beibett punktet mit einer innovativen vierfachen Höhenverstellbarkeit

der vorderen Gitterseite. Foto: Paidi

Hausmesse Süd 2024

Bewährte

Freundschaften

Vom 27.9. bis 2.10.2024 luden die Aussteller der Hausmesse Süd in ihre

Ausstellungen. Sie hatten sich bedürfnisgerecht auf ihre Partner eingestellt.

Rauch: Neuausrichtung bestätigt

Schlafzimmerspezialist Rauch aus Freudenberg freute sich zur

diesjährigen Hausmesse Süd über großen Zuspruch aus dem

In- und Ausland. „Viele Besucher haben uns bekundet, wie sehr

es sich gelohnt hat, zu Rauch zu fahren. Wir haben unser Angebot

sorgfältig auf die aktuell anspruchsvolle Marktlage abgestimmt.

Dementsprechend können wir viele Listungen vermelden“,

so Rainer Hribar, CEO des Unternehmens. Das Werk in

Mastershausen wurde nach Abarbeitung aller Aufträge stillgelegt,

einzelne Maschinen und Modelle in Freudenberg integriert.

„Die Phase der Bereinigung ist nun abgeschlossen. Jetzt beginnen

wir mit unseren 750 Mitarbeitern in Freudenberg mit der

kraftvollen Neuausrichtung. Wir liegen, bezogen auf den Umsatz,

mit dem Vorjahr gleichauf und sind im Vergleich zur Branche

sogar sehr gut untwerwegs“, sagt Hribar. Die Produktion in

Freudenberg ist aktuell einschichtig ausgelastet. „Dennoch machen

wir uns nichts vor. 2025 wird immer noch schwierig sein.

Es gilt für uns alle, wohlbehalten in 2026 anzukommen.“

Rainer Hribar, CEO Rauch. Foto: Rauch

Erhältlich auch als Boxspringbett, bietet das erfolgreiche Jubiläumsbett „Casa“ großen

Spielraum für Individualisierung. Foto: Ruf Betten

Ruf Betten: Longseller und Innovationen

Ruf Betten in Rastatt blickt auf eine erfolgreiche Hausmesse zurück. Unter dem Motto

„Chancen ergreifen – Wachstum gestalten“ setzte das Unternehmen viele neue

Akzente, die von den Besuchern begrüßt wurden. So waren auf der Hausmesse neue

„Boutique“-Modelle zu sehen, wo Handwerklichkeit und der gewisse Extra-Luxus

großgeschrieben werden, zudem ein riesiges Boxspring-Familienbett,

markante Alleskönner für jeden Anspruch und Systemklassiker in neuem

Gewand. Die aktualisierte Stoffkollektion punktete mit vielen Mehrwerten.

Zu sehen sind die neuen Modelle, ganz in der Tradition „Made

in Germany“ auch im virtuellen 360°-Rundgang oder auf der Webseite.

52 Hausmessen

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Sofa-Talks auf der Fläche der Elementgruppen

in Taufkirchen. (Fotos: Himolla)

Himolla

In Sofas schwelgen

Himolla in Taufkirchen zeigte zur Hausmesse Süd, dass man auch in

herausfordernden Zeiten richtig Lust auf Polstermöbel machen kann.

„Wir möchten auch jetzt vorangehen,

der Branche und den Kunden zeigen,

dass man mit Himolla rechnen muss“,

war der Leitgedanke zur diesjährigen

Herbstausstellung. Neben neuen Polstermöbelideen

bietet Himolla fantastische

Überraschungen, blühende Inszenierungen,

großformatige, unwirkliche

Landschaften und Kunst.

„Wir hatten uns vor der Messe gefragt,

wie viele Neuheiten der Markt aktuell

überhaupt aufnehmen kann“, sagt Tamara

Härty, die den Auftritt als Chefdesignerin

und Head of Product and

Marketing verantwortet. „Umso erfreuter

waren wir, dass wirklich alle Modelle

durch die Bank ankamen.“ Und so

blickt das Team auf eine erfolgreiche

Hausmesse zurück, die von den Verbänden

und internationalen Gästen,

insbesondere auch aus China, besucht

wurde. Ein echtes Highlight unter den

Hausmessen!

Schon farblich überraschte Himolla am

Eingang mit einer Garnitur in leicht gedecktem

Flieder. Unter dem Begriff

„Modules“ zeigten die Taufkirchener eine

neue Modulgruppe, deren Fokus auf

Kombinierbarkeit liegt. Passende Sessel

und Poufs ermöglichen verschiedene

Konstellationen.

Stoffe, Leder und Farben spielten ebenfalls

eine prägende Rolle. Neben Naturweiß

überzeugten ein gedämpfter

„Peach“-Ton in Stoff und Leder ebenso

MÖBELMARKT

11 / 2024

wie grobe, natürlich wirkende Textilien

in verschiedenen Farbstellungen und

ein sehr trendiger Teddy-Stoff namens

„Monster“. Helle Metallfarben für Rahmen

und Füße sowie optische Stoffund

Leder-Akzente in Pink bringen Bewegung

ins Kopfkino.

Neuheiten, Erweiterungen,

Facelifts

Den Dining-Bereich hat Himolla auf das

positive Feedback von den letzten Messen

hin überzeugend und konsequent

ausgeweitet, unter anderem mit dem

Facelift der bestehenden Dining Programme

in hellen Metallfarben und organischen

Formen.

Als wichtiger Baustein des Sortiments

erhielten die „Planopoly“ Garnituren einen

überarbeiteten Auftritt, hier wurden

neue Funktionen und Farben vorgestellt.

Für den Sortimentsbaustein

„Cumuly“ und „Nova“ hat Himolla neue

Funktionen entwickelt, welche nun für

den Kunden verfügbar sind. Ein echtes

Unterscheidungsmerkmal am Markt, ist

sich Tamary Härty sicher.

Der Relaxsessel-Auftritt zeigte sich neu

geordnet mit dem innovativen und emotional

ansprechenden Wing-Back-Chair,

sowie den gesteppten S-Lounger

Sesseln. In der Welt der Elementgruppen

stellte Himolla unter anderem mit

kleinen Eckgruppen, niedrigen runden

Tamara Härty und Ralph Bestgen: „Wir hatten eine wirklich schöne Hausmesse.“

Sesseln sowie einer Recamiére unter

Beweis, dass es sich auch in kleineren

Räumen großzügig und leichtgängig

entspannen lässt.

Nach dem bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres

befragt, bekundet CEO

Ralph Bestgen: „Wir bewegen uns immer

noch in einem sich negativ entwickelnden

Markt. Die gesamtwirtschaftliche

Lage ist schwierig und die

Verbraucher sind immer noch verunsichert.

Die Sparrate ist hoch und die Konsumenten

sind noch nicht in Kauflaune.

In diesem Umfeld sind wir mit unserer

Entwicklung zufrieden. Wir werden weiterhin

investieren, um für die herausfordernde

Zukunft gewappnet zu sein.

Die Möbelindustrie steht vor der Aufgabe,

sich kontinuierlich an die sich wandelnden

Bedürfnisse und Prioritäten der

Verbraucher anzupassen. Innovative

Materialien, ein ansprechendes Design

und eine noch stärkere Fokussierung

auf Kreislaufwirtschaft werden weiterhin

wichtige Themen sein.

Insgesamt steht die Möbelindustrie

2024 vor einer spannenden, aber auch

herausfordernden Zeit.“ kh

Hausmessen 53


Süddeutschland

Die neue Farbe Champagner für „Scale“ wurde vom

Handel sehr gut aufgenommen. Fotos: Rauch

Individualisierung leicht gemacht

Mit „Scale“ und „Big Family“ bietet Rauch leicht verständliche Schrank- und Schlafzimmersysteme made in Germany | Neue Programme

Rauch präsentierte zur Hausmesse Süd

neue Programme, die ganz auf die aktuellen

Marktbedürfnisse abgestimmt waren

– nachhaltig gefertigt und 100%

made in Germany.

„Scale“: Intuitiv & vielfältig

Bereits im Mai hatte Rauch das Programm

„Scale“ mit den vier Bausteinen

„Spin“ (Drehtürenschränke), „Slide“

(Schwebetürenschränke), „Sleep“ (Betten)

und „Box“ (Beimöbel) in das Portfolio

aufgenommen. Als Teil des Sortimentsbereichs

Rauch Black für den

Fachhandel überzeugte “Scale“ auf der

Herbsthausmesse in seiner Vielfalt. In

der Gestaltung von Front, Absetzungsfarbe

und Korpus des Schranks können

Kunden zwischen Asteiche Massiv, Asteiche

Dekor, Spiegel, Matt-Glanzglas

und mehreren angesagten Farben wählen,

ganz neu Champagner. Das Drehtüren-Schrankprogramm

lässt sich mit

zahlreichen Anbau- und Regalelementen

individualisieren, das Schwebetürenprogramm

umfasst wahlweise

zwei bis vier Türen unterschiedlicher

Breite. Hinzu kommen vielfältige Möglichkeiten

der Innenausstattung. Betten

gibt es mit und ohne Kopfteil in den verschiedenen

genannten Ausführungen,

außerdem gepolstert in Lederoptik oder

Stoff und in mehreren Fußausführungen.

Auch Nachttische und Kommoden

stehen in mehreren Ausführungen und

Größen zur Verfügung.

Schwebetüren-Eckschrank, hinzu kommen

die Schwebetürenschränke „Kulmbach“

und „Synchrono“, jeweils mit umfangreicher

Innenausstattung. Kombinieren

lassen sich die Modelle mit den

„Aditio“-Betten, wahlweise mit oder ohne

Stauraum, oder mit einem „Mavi“-

Bett. Auch hier gibt es, ganz wie im höheren

Segment, vielfältige Kopfteilaussführungen

bis hin zu gepolsterten

Kopfteilen und individuelle Füße.

Die „Aditio“-Beimöbel lassen sich passend

dazu wählen.

USP: Optimierte Prozesse

„Big Family“: Gut kombiniert

Im Mitnahmebereich Rauch Orange

wurde das individualisierte Schlafzimmer

ebenfalls vom Schrank her neu gedacht.

Die Vorteile der „Familie“: ihre

Durchgängigkeit in Farben und Materialien

sowie die Vielseitigkeit in Maß und

Design. „Quadra“ bietet die Wahl zwischen

Schwebe-, Drehtüren- und

Erfolgreiche Neuheiten: Bett „Mavi“ mit

neuen Füßen, champagnerfarbene Griffe

für das Nachtkästchen, im Hintergrund

die „Big Familiy“.

Neben gesamtheitlichen Lösungen

zeigte Rauch News vom Familienbett

und dem Designerbett bis zu zahlreichen

Einzelschlafzimmern.

Den Unterschied macht Rauch zudem

durch die beständige Optimierung und

Digitalisierung der Prozesse von der

Warenwirtschaft bis zur Logistik. Wie innovativ

Rauch hier unterwegs ist, konnte

der Fachhandel in „Kompetenzkojen“

zu Nachhaltigkeit, Furnplan, Customer

Service Center, IT (inkl. neuer KI-Videos)

und Logistik sehen. Mehr dazu in

Ausgabe MÖBELMARKT 12/2024.

kh

moebelmarkt.de PRODUKT

54 Hausmessen

MÖBELMARKT

11 / 2024


Hausmessen Oberfranken 2024

Oberfranken

Oberfranken packt an

Hausmessen Oberfranken trotz Krise mit positiver Bilanz

Ende September lud die Ausstellergemeinschaft der Hausmessen Oberfranken wieder

in ihre Showrooms. Neun Hersteller präsentierten ihre Neuheiten und boten den

Handelspartnern frische Impulse und durchdachte Verkaufskonzepte zur Belebung

des Herbstgeschäfts. Der Claim „Spot an für die Meisterstücke aus Oberfranken“

rückte die handwerklich meisterhaft gefertigten Polstermöbel ins Rampenlicht.

Christian Dahm: „Unsere Hersteller

haben den Kopf nicht in den Sand

gesteckt, sondern ihre Innovationskraft

erneut unter Beweis gestellt.“

Die Hausmessen Oberfranken zogen vom

26. bis 29. September wieder zahlreiche Besucher

an. Insbesondere Vertreter der großen

Einkaufsverbände, aber auch einzelne

Besucher aus der Region haben sich in den

Showrooms der Hersteller von der Qualität

und der Handwerkskunst der oberfränkischen

Polstermöbelhersteller überzeugt.

Zu sehen gab es die neuesten Wohntrends,

die den Partnern aus dem Handel gepaart

mit überzeugenden Verkaufskonzepten präsentiert

wurden.

Innovationskraft & Zuversicht

„Die Hausmessen haben gezeigt, dass sich

die Oberfranken im aktuell schwierigen

Marktumfeld behaupten können“, fasst

Christian Dahm, Geschäftsführer des Verbandes

der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung

Bayern / Thüringen e.V., die

Bilanz der Herbstmesse zusammen.

„Trotz der angespannten wirtschaftlichen

Situation in der gesamten Möbelbranche

war die Stimmung auf den Hausmessen

Oberfranken von Zuversicht geprägt.

Unsere Hersteller haben in den zurückliegenden

Monaten den Kopf nicht in den

Sand gesteckt, sondern ihre Innovationskraft

erneut unter Beweis gestellt und eine

Reihe von neuen Modellen mit dazu passenden

Vermarktungskonzepten geliefert.

Die Oberfranken sind davon überzeugt,

dass es gerade in der gegenwärtigen Lage

wichtig ist, mit Kreativität und modernem,

zeitgemäßem Design zu überzeugen und

insbesondere an den Qualitätsstandards

festzuhalten. Auf lange Sicht wird das sowohl

den Herstellern als auch dem Handel

zugutekommen.“

MÖBELMARKT

11 / 2024

Hausmessen 55


Oberfranken

Tommy m: Ausrufezeichen für die

Nische in der Nische

Tommy m ist als Lederspezialist stets auf der Suche nach dem

Außergewöhnlichen – und genau das rückte er auf der Hausmesse

ins Rampenlicht: ein großes, gemütliches Sofa mit Lounge-

Charakter, komplett mit feinstem Hirschleder bezogen. „Für das

Statement-Piece war das Leder von 28 Hirschen notwendig“,

verriet Geschäftsführer Thomas Machalke (auf dem Foto links).

Das Messe-Highlight aus Hirschleder – aus dem auch bayrische

Lederhosen gefertigt sind – dürfte im Handel je nach Kalkulation

um die 20.000 Euro kosten. „Uns ist klar: Das ist nur eine ganz

kleine Nische in unserer Nische“, so Machalke.

Neben hochwertigen Sofas aus edlen, überwiegend naturbelassenen

Ledern mit einzigartiger Optik und Haptik präsentiert

Tommy m aber auch viele Sofas und Sessel mit tollen Stoffbezügen.

Sie machen auf der diesjährigen Hausmesse ca. 40%

des Sortiments aus. Foto: Schultheiß

EMP: Innovative Funktion mit

innovativem Farbdesign

EMP Polstermöbel ist Funktionsspezialist par excellence. „Es gibt keine

Steigerung mehr“, sagt Geschäftsführer Michael Milich (Foto unten) und

führt die zahlreichen Verstellfunktionen seiner Sofas vor. Seit 1972 steht

EMP für exzellentes Handwerk „Made in Germany“. Der Fokus liegt auf

modernem Design, hoher Qualität und Multifunktionalität, die den Alltag

angenehmer macht. Da die Polstermöbel komplett in Oberfranken gefertigt

werden, kann EMP rasch auf individuelle Wünsche reagieren.

„Wir waren fleißig und haben viele neue Produkte im modernen und konventionellen

Bereich“, so Milich. Generell sei der Sitzkomfort etwas softer

geworden. Eine wichtige Rolle spielen in diesem Jahr modulare Sofas.

Durch ihre Anpassbarkeit garantieren sie Flexibilität bei verändertem

Wohnraum – und sehen modern und stylisch aus. Ein besonderer Clou

beim abgebildeten Modell (Foto unten) ist der Metallstruktur-Rahmen, der

sich einfach anbringen lässt und in verschiedenen, auf den jeweiligen

Bezugstoff abgestimmten Farben erhältlich ist. Foto: Schultheiß

Ponsel: „Sehr wichtig für die

Neuheiten-Präsentation“

Foto: Ponsel

Mit Liebe zum Detail wurden bei Ponsel aktuelle Trendsofas sowie beliebte

Sofaklassiker anlässlich der Hausmesse in Weidhausen präsentiert.

„Um ehrlich zu sein, der Messekalender Ende September war für

den Handel sehr vollgepackt. Dank unserer treuen Kunden blicken wir

dennoch zurück auf eine erfolgreiche Oberfranken Hausmesse. Das

Messeformat gerade am Heimatstandort ist für uns ein sehr wichtiger

Bestandteil, unsere Neuheiten in breiter Form zu präsentieren“, betonte

Geschäftsführerin Sabine Faber.

Gerade auf der großen Showroom-Fläche in der Ponsel-Ausstellung

setzte man auf Vielfältigkeit im Bereich Polstermöbel, aber auch in der

Dining-Kollektion. Das vorgestellte Modell „Tokio“ wurde als neuer Klassiker

mit losen Rückenkissen in die kommende Ponsel-Kollektion aufgenommen.

Besonders in der ausgestellten Kombination, edles Dunkelblau

in Verbindung mit dem schwarzen, abgesetzten Keder, gefiel es

den Fachbesuchern sehr gut.

In einem kleinen Studio nur mit Rohleder-Stoffen zeigte Ponsel, dass

man auch hier sehr viel Wert auf made in Germany legt. Gerade dieses

Thema wird in Weidhausen großgeschrieben und ist eines der wichtigsten

Alleinstellungsmerkmale des Familienbetriebs – und das seit 1927.

56 Hausmessen

MÖBELMARKT

11 / 2024


Max Winzer:

Fokus auf Bewährtes

Max Winzer setzt weiterhin auf hochwertige Retro-

Polstermöbel wie Chesterfield-Modelle und Küchensofas

– modern interpretiert und angepasst an

die heutigen Komfort-Anforderungen. Highlight der

Hausmesse war auch in diesem Jahr die Kollektion

des Star-Designers Harald Glööckler. Auf einem

der Sofas hat Geschäftsführer Markus Winzer für

ein Foto (links) Platz genommen.

Oberfranken

Foto: Max Winzer

W.Schillig:

Jubiläumsmodell kam gut an

W.Schillig feiert in diesem Jahr 75-jähriges Firmenjubiläum und präsentierte

daher das Jubiläumsmodell „seventy5“ als Centerpiece der

Ausstellung. Es zählte neben dem Modell „Olivia“ mit Riesenkuschelecke

und verstellbaren Kopf- und Seitenteilen zu den Bestsellern der

Hausmesse. Das große Ecksofa „seventy5“ verfügt über eine Seitenteil-

und Sitztiefenverstellung und passt mit seinem Ivory-Bezug

zum Trend der neutralen, zurückhaltenden Töne. Die Geschäftsführer

Erik und Andrea Stammberger freuen sich über das positive Feedback

der Hausmessebesucher zur Jubiläumskollektion und blicken

trotz herausfordernder Zeiten zuversichtlich in die Zukunft.

Geschäftsführer Andrea und

Erik Stammberger auf dem Modell

„seventy5“. Foto: Schultheiß

SHOWCASE OBERFRANKEN

Brühl: „all together“

Ein Open-End sowie drei Sesselmodule – eines davon mit Übertiefe – bilden

diese harmonische Eckkonfiguration, die sich durch einfaches Umstellen der

Module auch jederzeit verändern lässt. Auf den abgerundeten Polstern setzen

die weichen Bezüge in naturfarben softe Akzente. Die Bezüge sind abziehbar.

Das Design stammt von Kati Meyer-Brühl.

www.bruehl.com

Koinor: „Evino“

„Evino“ steht für pures Wohngefühl und Smart Living. Ausdrucksstarke Formen

und Linienführung betonen die optischen Reize. Organisch anmutende Sitze bewegen

sich mehrdimensional auf dem geradlinigen Plateau fast schwerelos. Im

Nu wird aus dem Sitzmöbel eine Relaxliege in Herz-Waage-Stellung. Rundumblick

durch 320-Grad-Drehung und horizontale Verfahrung sowie ergonomisch

verstellbare Kopfteile runden das Profil ab. Die agilen Einzelsitze und im Gegensatz

dazu das ruhende Plateau führen zu einer spannenden Beziehung.

www.koinor.com

MÖBELMARKT

11 / 2024

Hausmessen 57


Oberfranken/Thüringen

Geschäftsführer Christian Maurer nimmt Platz auf dem neuen

Modell der Kollektion „Palazzo“. Foto: Schultheiß

Dietsch: Vielversprechende

Weichenstellung und Signale

Dietsch zeigte auf seiner Hausmesse in Schmalkalden einen spannenden Mix aus

neuen Modellen und refreshten Topsellern. Im Mittelpunkt stand die Erweiterung

der noch jungen Kollektion „Palazzo“. Sie verbindet einen beeindruckenden Sitzkomfort

mit moderner italienischer Formensprache. Das neue Modell aus der

„Palazzo“-Linie mit der bekannten Dietsch-Qualität und hochwertigen Bezügen

brachte bereits erste Platzierungen ein.

Auch im klassischen Bereich zeigte Dietsch etwas Neues: Bodenfreie Hochlehngarnituren

mit sinnvollen Komfortfunktionen, perfekt abgestimmtem Sitzkomfort

und tollen Akzenten wie kontrastfarbigen Ziernähten. Die bewährten Kollektionsbausteine,

wie z. B. „Maßgenau“, wurden um innovative Modelloptiken in ansprechenden

neuen Bezügen mit tollen Pflegeeigenschaften erweitert, etwa von Rohleder.

Dafür gab es sehr gute Resonanz.

Generell war die Stimmung bei den Besuchern des Showrooms positiv. „Für uns

war es eine erfolgreiche Hausmesse, die viele neue Ansätze und Abschlüsse mit

Händlern und Verbänden ermöglichte“, freute sich Geschäftsführer Christian Maurer

(Foto oben). „Wir werten das als positives Signal und vielversprechende Weichenstellung

für das neue Möbeljahr.“

Bei Bullfrog stand

das Thema „Jeans“ im

Mittelpunkt.

Foto: Schultheiß

Bullfrog: „A Kind of Blue“

Anlässlich der Partnertage zeigte Bullfrog in

seinem Showroom eine gelungene Mischung

aus In- und Outdoor-Möbeln. Der Anspruch

des oberfränkischen Designspezialisten ist es,

den Komfort von drinnen nach draußen zu tragen.

Dabei weisen alle Möbel dieselben hohen

Ansprüche an Sitzkomfort und Funktionalität

auf. Die Themen Japan, Denim und Leo bildeten

den Rahmen für die Inszenierung der Neuheiten,

die durch Faben, Muster und innovative

Funktionen bestachen. Für das zentrale Jeansthema

wurden bestehende Modelle leicht verändert

und in angesagte Denimstoffe mit auffälligen

Nähten gekleidet. Ziel sei es, unter dem

Motto „A kind of blue“ diese Designobjekte auf

der Fläche zu vermarkten.

Signet: Sitzen wird legerer

Hochwertig und handgefertigt: Der skandinavisch

angehauchte Sessel „Ansgar“ von Signet überzeugt

durch seine hohe Qualität und den ausgezeichneten

Sitzkomfort – vor allem aber durch seine

besondere Form. Gekleidet ist der Sessel im

modischen Q2-Boucle-Stoff Tessin von Rohleder.

Das helle Gestell besteht aus weiß geölter Esche.

Geschäftsführer Thomas Schlosser (Foto links)

demonstriert, dass der Sessel zu einer lässigen

Sitzhaltung einlädt. „Sitzen ist legerer geworden“,

sagt er. Davon zeugen auch andere Modelle der

Ausstellung mit softem Sitz. Schlosser zeigte sich

sehr zufrieden mit der Hausmesse. Neues sei gut

angekommen und ordentlich bestellt worden.

Foto: Schultheiß

60 Hausmessen

MÖBELMARKT

11 / 2024


Oberfranken

„Das bietet sonst keiner“

Gruber produziert zu 100% in Oberfranken und setzt zudem auf Qualität, Individualität und ergonomisches Sitzen | Klare Profilierung

„Ein Gesamtpaket wie wir bietet sonst

keiner mehr“, ist Verkaufsleiter Marco

Langbein überzeugt. Das Familienunternehmen

Gruber wird bereits in vierter

Generation geführt, hält bis heute

am Standort Deutschland fest und produziert

seine Polstermöbel ausschließlich

im oberfränkischen Sonnefeld.

Doch nicht nur das: Der Polster-Spezialist

fokussiert sich zusätzlich auf gesundes

Sitzen und bietet unzählige individuelle

Möglichkeiten hinsichtlich

Sitzbreiten, -tiefen, -höhen und Funktionen

– in dieser komplexen Vielfalt

aus eigener Sicht ein klares Alleinstellungsmerkmal.

Comfort-Line als Herzstück

Das Sortiment ist klar strukturiert. Neben

Solitärmöbeln wie zeitlosen Premium-

TV-Sesseln gibt es drei Produktlinien: die

Comfort-Line (ehemals Classic-Line),

die Trend-Line und die Smart-Line. Der

Fokus des Unternehmens liegt ganz

58 Hausmessen

klar auf der Comfort-Line. Zu dieser

Produktlinie gehören die etablierten

„Sano Select“-Modelle für komfortables

ergonomisches Sitzen, die seit 1. November

wieder IGR-zertifiziert sind. Die

Möbel lassen sich flexibel an gesundheitliche,

ästhetische und räumliche Ansprüche

anpassen, sind klassisch im

Design und zeitlos in der Optik. Die

Comfort-Line bietet eine große Produktvielfalt

und setzt stets auf hochwertige

Materialien.

„Beim Thema gesundes ergonomisches

Sitzen sind wir wirklich richtig gut: Unsere

Produkte verfügen zum Beispiel

über bis zu drei verschiedene Sitzhöhen

und -tiefen“, erklärt Verkaufsleiter

Marco Langbein. Daneben bietet Gruber

sehr viele unterschiedliche Sitzbreiten,

vom 50er- bis zum 90er-Raster, in

Zehn-Zentimeter-Schritten. Sonderanfertigungen

sind auch möglich. Nicht

umsonst versteht sich Gruber als Problemlöser

für jede Wohnung. Auch „starke

„Wir sind stolz darauf, dass wir

alles noch hier produzieren.“

Dieter Wolf

Persönlichkeiten“ finden bei Gruber

dank des Verstärkungspakets für eine

Belastbarkeit je Sitzplatz von bis zu

circa. 200 Killogramm den passenden

Sitzkomfort.

„Bei unserem ‚Sano Select‘-System ist

alles perfekt auf die Kundschaft abgestimmt,

es kann somit Rückenproblemen

vorbeugen“, so Langbein. Das

Sano-Select-System als Kernstück der

Comfort-Line bietet fünf verschiedene

Sitzkomforts sowie das Verstärkungspaket.

Die ergonomischen Polstermöbel

können die Bandscheiben entlasten.

Je nach Sitzhöhe und -tiefe sorgen

die Polstermöbel für eine günstige Stellung

des Hüftwinkels sowie für eine gute

Knie- und Fußstellung. Der Verkaufsleiter

fasst die Vorteile der Comfort-Line

zusammen: „Ergonomisches gesundes

Sitzen, in der Position, wie es der Kunde

möchte, in unzähligen verschiedenen

Modelloptiken.“

In erster Linie versucht Gruber, die

Comfort-Line moderner zu machen.

Das ältere Publikum soll nach wie vor

von allen positiven Qualitäten profitieren.

Dennoch sollen die Produkte eine

frischere Optik bekommen. „Die Leute

werden älter, haben aber trotzdem eine

gewisse Vorstellung von Modernität“,

so Langbein. Der Vorteil: „Auch klassische

Modelle lassen sich modern anziehen

– und dann sind sie gar nicht

mehr so old school“, sagt Langbein.

MÖBELMARKT

11 / 2024


Das etablierte Modell „Modern Classic“ wird

hier durch einen Relaxsessel ergänzt.

Oberfranken

Das Modell „Nina“ überzeugt in jeder Farbe durch Design und Sitzkomfort.

„Fulda“ heißt dieses schicke Modell der Comfort-Line. Fotos: Gruber Polstermöbel

Trend-Line und Smart-Line

Die Trend-Line ist für Menschen konzipiert,

die Wert auf Qualität, Komfort und

Flexibilität legen und sich darüber hinaus

ein modernes und leichtes Design

wünschen. Auch bei dieser Produktlinie

gibt es vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Für diesen Bereich stellte Gruber

auf seiner Hausmesse ebenfalls

Neuheiten vor, die sehr gut ankamen.

„Wir haben mehrere Modelle im Bereich

Trend-Line, die richtig gut funktionieren

und ganz wichtig für uns sind“, sagt

Geschäftsführer Dieter Wolf.

Eine dritte Schiene ist neu hinzugekommen:

die Smart-Line. Sie umfasst zierliche

Garnituren mit einer kurzen Sitz- und

Gesamttiefe, die sich speziell für kleine

Wohnsituationen eignen. „Richtig schnuckelig

klein gehalten“, findet Langbein.

Erfolgreiche Hausmesse

Das Fazit zur Hausmesse Oberfranken

ist positiv: „Dafür, dass draußen nichts

los ist, war die Hausmesse wirklich in

Ordnung“, resümiert Geschäftsführer

Dieter Wolf und ergänzt: „Wir sind positiv

gestimmt.“ Gruber habe von einigen

Verbänden Zuteilungen bekommen und

stehe auch wieder auf den Verbandsmessen.

Der Fokus der Hausmesse lag auf der

Comfort-Line. Für diese Geschmackswelt

ist immer noch Kundenklientel da.

Die Marktpositionierung hat sich durch

den Wegfall einiger Mitbewerber verbessert.

Insgesamt entwickle sich Gruber

positiv – auch wenn Mitbewerber

versuchen, die Ware zu kopieren. „Wir

sind froh, dass wir mit Händlern zusammenarbeiten,

die unsere Qualität made

in Germany zu schätzen wissen“, gibt

Wolf zu.

Seit fast 100 Jahren

100 Prozent regional

Die Polstermöbel von Gruber werden zu

100 Prozent in Deutschland hergestellt.

„Wir sind stolz darauf, dass wir alles

noch hier produzieren – und das seit

fast 100 Jahren“, sagt Geschäftsführer

Dieter Wolf. Seine Tochter Sabrina Wolf

ist ebenfalls seit einigen Jahren im Familienunternehmen

tätig. Im Jahr 2027

wird Gruber 100 Jahre alt.

„Es ist unser Ziel, weiterhin in Deutschland

zu produzieren, auch wenn es

nicht ganz einfach ist“, sagt er weiter.

Gruber versucht, alles aus der Gegend

zu beziehen, etwa die Gestelle und Federkerne.

„Wir wollen die Region einfach

weiterhin stärken“, betont Wolf.

Deshalb setzt Gruber darauf, die Arbeitsplätze

vor Ort zu sichern. Im Ausland

beschäftigt das Unternehmen niemanden,

auch der Großteil der

Zulieferer kommt aus der Gegend. jp

moebelmarkt.de PRODUKT

Ein Modell zum Chillen: Geschäftsführer Dieter Wolf (r.) und Verkaufsleiter Marco

Langbein lehnen sich auf dem neuen Sofa „Milano“ zurück. Es gehört zur Trend-

Line, bietet Relaxfunktionen, Sitztiefen- und Kopfteilverstellung. Foto: Schultheiß

Schlicht, elegant und zeitlos präsentiert sich das beliebte Modell „Leonie“, das zur

Comfort-Line gehört. Die Federkernpolsterung ist in verschiedenen Ausführungen

möglich. Daneben gibt es einige praktische Modellfunktionen wie z. B. den Sitzvorzug.

MÖBELMARKT

11 / 2024 Hausmessen 59


FACHMAGAZIN DER BRANCHE

NOVEMBER 11/2024 B 50899

Ruder Küchen

expandiert

Geräte- und

Zubehör-

Inspirationen

siex: Erfolgreiche

Premiere in Bern

„The new era of kitchen style“ –

Nolte Küchen hat zur Hausmesse

seine neue Korpushöhe „Matrix800“

mit einer Kampagne vorgestellt, die

bewusst mit den gewohnten Präsentationsstilen

bricht: Farbexplosionen

im Hintergrund stehen für frische

Ideen und den Beginn einer neuen

Ära. Foto: Nolte Küchen


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Michael Rieger

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die führende Verbundgruppe für Küchenspezialisten in Europa.


Befreiende

Effekte

„Es kann nur besser werden.“ Diese Einschätzung der politischen

und wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands von GfMTrend-

Geschäftsführer Joachim Herrmann ist derzeit wohl absolut mehrheitsfähig.

Deutlich spürbar war sie in Form einer zuversichtlich

optimistischen Grundstimmung auf der größten Küchen- und

Möbelmesse der Verbandsgeschichte von GfMTrend in den

Räumlichkeiten der Zeche Zollverein in Essen am Wochenende

vor Redaktionsschluss dieser Ausgabe – einen ausführlichen

Bericht über die Veranstaltung lesen Sie in der Dezember-Ausgabe

des MÖBELMARKT.

Auch wenn sich die wenigsten Unternehmen von der derzeitigen

Marktlage abkoppeln können, wirkt der Bruch der Ampel-Koalition

spürbar befreiend. Bis nachhaltige Impulse die Wirtschaft

wieder in Schwung versetzen, dürfte es nach der vorraussichtlich

wieder komplexen Bildung einer neuen Regierung allerdings noch

eine Weile dauern. So wird nach Einschätzung vieler Führungspersönlichkeiten

der Branche zumindest auch 2025 schwierig

bleiben.

Umso wichtiger ist es, dass der stationäre Handel sich noch stärker

als Erlebnis- und Beratungszentrum positioniert. Ein schönes

Beispiel, wie dies gelingen kann, lesen Sie ab Seite 10. In München

eröffnete Mario Ruder Mitte November, ergänzend zu den

Standorten in Berlin sowie in Hamburg und Köln, sein neuntes

Küchenfachgeschäft. Das seit über 50 Jahren erfolgreiche Familienunternehmen

setzt dabei vor allem auf Kochshows und das

Empfehlungsgeschäft durch exzellenten Service.

Apropos exzellenter Service: Durch diesen zeichnete sich auch die

von Messeveranstalter Trendfairs ins Leben gerufene swiss interior

expo aus. Die kleine aber feine Premiere in Bern macht Lust auf

mehr. Gerade auch, weil sich in diesem kaufkräftigen und wirtschaftlich

stabil entwickelnden Markt trotz der schon guten

Durchdringung der deutschen Küchenindustrie weiterhin

Wachstumsmöglichkeiten bieten.

„Politik ist nur der

Spielraum, den

die Wirtschaft ihr

lässt.“

Dieter Hildebrandt,

deutscher Kabarettist

und Schauspieler

(1927 bis 2013)

Sebastian Lehmann

Chefredakteur

küche & bad forum

Editorial 3


Jungunternehmer der MHK Group

in Düsseldorf | Seite 14

Inhalt

3 Editorial

5 Boulevard

6 Kurznachrichten

8 KBC: Fachmesse

lädt nach China

9 KüchenTreff:

Inspirierendes Ambiente

10 Ruder Küchen:

Expansion in München

12 Möbel-Rulfs: Time to celebrate

14 MHK: Wertvolle Unterstützung

zum Jahresende

16 Küchenmeile 2024:

Inspirierende Trends

19 Impressum/

Inserentenverzeichnis

24 SHD: Virtuelles Küchenerlebnis

25 Nolte Küchen: Erweiterte

Planungsvielfalt

26 Falmec: Umfangreiche

Optimierungen

26 Systemceram: Neu

interpretierter Klassiker

27 Nobilia: Ein System –

viel Gestaltungsfreiheit

28 Quooker: Komfort

aus dem Wasserhahn

Geräte- und Zubehör-

Neuheiten von area30 &

Co. | Seite 16

Sicam 2024:

Mehr Besucher und Aussteller | Seite 33

150-jähriges Jubiläum bei Möbel-Rulfs |

Seite 12

swiss interor expo:

Starke Premiere | Seite 36

Bei Nolte

Küchen steht

Planungsvielfalt

im Fokus |

Seite 25

29 Oranier:

Sauber, frisch & cool

30 Blanco: Stilvoller Auftritt

am Wasserplatz

31 AEG: Behagliches

Zuhause-Gefühl

32 Rempp Küchen:

Spannende Optionen

33 Sicam 2024:

Größer als je zuvor

34 Hera:

Minimalistische Ästhetik

35 Ninka: Staurauminszenierung

mit Wow-Effekt

35 Hailo: Ein Evergreen

im neuen Look

36 swiss interior expo:

Erfolgreiches Debüt

4 Inhalt


Nagel Küchen

Besonderes Jubiläum

Das Küchenstudio Nagel Küchen in Velen feiert in diesem Jahr sein

50-jähriges Firmenjubiläum. Was 1974 als kleine Küchenausstellung

an der Rekener Straße begann, hat sich zu einem renommierten Fachbetrieb

mit Fokus auf Qualität, Handwerkskunst und individuelle

Küchenplanung entwickelt. Gegründet von Brigitte und Bernd Nagel,

war der Grundstein des Erfolgs eine Kombination aus handwerklicher

Präzision und persönlicher Beratung. 1986 zog der Betrieb an seinen

heutigen Standort in der Coesfelder Straße 59. Die idyllische Atmosphäre

des Bauernhauses, umgeben von den charakteristischen roten

Klinkerbauten des Münsterlandes, bietet Raum für die Präsentation von

rund 50 Musterküchen, vorwiegend vom Hauptlieferanten Ballerina

Küchen. Das Familienunternehmen wird von Jutta Nagel, Tochter der

Firmengründer, geleitet. Seit 2010 führt sie das Erbe ihrer Eltern fort,

verbindet Tradition mit modernen Trends – mit einem klaren Fokus auf

nachhaltige Lösungen. Zudem stärkt die Innovationskraft des Unternehmens

ihre über 40-jährige Mitgliedschaft in der europaweit agierenden

Verbundgruppe für Küchenspezialisten, Der Kreis in Leonberg. Dort ist

die erfahrene Küchenspezialistin bereits seit 2012 als Verwaltungsrätin

aktiv und unterstützt die Verbundgruppe in diesem Gremium beratend.

Das Familienunternehmen Nagel Küchen

wurde von Bernd und Brigitte Nagel 1974

gegründet und wird heute von Tochter

Jutta Nagel (r.) als Geschäftsführerin

geleitet. Fotos: Der Kreis

Küchenfachmarkt Meyer & Zander

Neue Filiale

Der Küchenfachmarkt Meyer & Zander hat im niedersächsischen Sulingen

seinen sechsten Standort eröffnet. Damit setzt der langjährige Garant Küchen

Areal Partner seinen Wachstumskurs weiter fort. Die neue Niederlassung liegt

nur 26 Kilometer vom Stammsitz des Unternehmens in Nienburg entfernt.

Die Sulinger Filiale erstreckt sich auf 566 qm und zeigt insgesamt 32 Musterküchen

von Herstellern wie Nobilia, Ballerina und Nolte sowie

Küchentechnik von AEG, BSH, Miele, Blanco und Systemceram.

Inhaber Wolfgang Zander sowie Geschäftsführerin Katharina Zander

und Geschäftsführer Christian Stigge konnten sich über sehr positives

Feedback der Gäste am Eröffnungstag freuen.

Glückliche Gesichter zur Eröffnung (v.l.n.r.): Geschäftsführer Christian Stigge,

Frank Marx, Regionalleitung Küchen Areal, Inhaber Wolfgang Zander und

Geschäftsführerin Katharina Zander im neuen Küchenstudio.

Fotos: Garant Küchen Areal

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Shanghai

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24/F., 24/F., Xincheng Mansion, 167 167 Jiangning Road, Road, Jing'an Jing'an District, Shanghai 200041

Tel: Tel: 0086-21-3222 4777 4777 Fax: Fax: 0086-21-3222 4770 4770 E-mail: E-mail: info@wes-expo.com.cn Website: www.wes-expo.com.cn


Für die Bekämpfung

des …

… Fachkräftemangels wurde die Lehrfabrik Möbelindustrie jetzt feierlich eröffnet. Zudem hat

die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK) jetzt ein eigenes Projektteam für das

Thema ins Leben gerufen. Zu überraschenden Veränderungen kommt es bei Häcker und

Der Kreis.

Gemeinsam für mehr Fachkräfte

Marcus Roth (r.) und

Olaf Thuleweit übernehmen

interimsweise

die Vertriebsverantwortung

bei

Häcker Küchen.

Foto: Häcker Küchen

Per so nelle Ver ände rungen im Vertrieb

von Häcker Küchen

Häcker Küchen trennt sich im Einvernehmen von Markus

Sander. Der Vertriebsgeschäftsführer wird das Unternehmen

aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zur zukünftigen

vertrieblichen Ausrichtung zu Ende November 2024 verlassen.

Bis zur Benennung der Nachfolge werden Marcus Roth

(Deutschland/Österreich) und Olaf Thuleweit (Export)

interimsweise die Vertriebsverantwortung übernehmen.

Der Branchenverband Arbeitsgemeinschaft

Die Moderne

Küche hat das Projektteam

„AMK gegen Fachkräftemangel“

ins Leben gerufen. Ziel der Initiative

ist es, tragfähige Kampagnen

und Maßnahmen zu

entwickeln, um die Mitgliedsunternehmen

aus Industrie und

Handel bei Schul- und Hochschulabsolventen

und bei Quereinsteigern

als attraktive und

zukunftsorientierte Arbeitgeber

bekannt zu machen. Angesichts

der Dringlichkeit des Themas

sind weitere aktive Mitstreiter

im Projektteam willkommen.

Mehr zur Initiative

lesen Sie durch Scan

des nebenstehenden

QR-Codes.

AMK-Geschäftsführer Volker Irle fasst den

gemeinschaftlichen Charakter der Initiative für

mehr Fachkräfte in der Küchenbranche zusammen:

„Letztlich geht es darum, ein immer dichteres

und tragfähigeres Netzwerk zu schaffen,

mit dem wir im Wettbewerb mit anderen Branchen

um geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

überzeugen und erfolgreich sein können.“

Der Kreis: Wechsel

in der Vertriebsleitung

Marcel Gerling (Foto)

wird ab 1. Dezember

neuer Vertriebsleiter

bei Der Kreis

Deutschland. Er folgt

damit auf Geschäftsführer

Vertrieb und

Marketing Ulf Triebener,

welcher auf eigenen Wunsch

aus dem Unternehmen ausscheidet,

um sich neuen Herausfor-

Foto: Der Kreis

derungen zu stellen. Mit Gerling gewinnt Der Kreis nach

eigenen Angaben einen erfahrenen Vertriebsprofi und eine

aufgeschlossene Führungspersönlichkeit.

Einen Grund zu feiern gab es jüngst bei Der Kreis

Österreich: Im Oktober feierte die Ländergesellschaft

ihren 40. Geburtstag. Mehr dazu lesen Sie

durch Scan des nebenstehenden QR-Codes.

In der Lehrfabrik Möbelindustrie werden die Auszubildenden an hochmodernen,

komplexen Produktionsanlagen geschult. Foto: VDM/VHK

Lehrfabrik Möbelindustrie: Betrieb aufgenommen

Mit einem Festakt ist die Lehrfabrik Möbelindustrie in Löhne in Ostwestfalen

eröffnet worden. Nach einer Bauzeit von 16 Monaten geht das innovative

Aus- und Weiterbildungszentrum für die Möbelbranche an den Start.

Mehr dazu lesen Sie im MÖBELMARKT auf Seite 39.

6 Kurznachrichten


Die „Tim Raue Küche“ setzt auf asiatisch inspiriertes Design, blaue

Mattlackoberflächen und gebürstetes Nussbaum-Echtholzfurnier mit

Linienstruktur. Foto: Samsung

Egger: Baustart für

200-Millionen-Investition

Die Egger-Gruppe hat sich für ihr 22. Werk in

Markt Bibart viel vorgenommen. Erst seit der

Übernahme im November 2023 ist das Werk

Teil der internationalen Unternehmensgruppe

und schon jetzt beginnt der Holzwerkstoffhersteller

mit umfangreichen,

mehrstufigen Investitionsschritten, die im

Herbst 2026 abgeschlossen werden sollen. In

Summe wird Egger mehr als 200 Mio. Euro in

das ehemalige Rauch-Spanplattenwerk investieren.

Im Fokus der Projekte steht das Bestreben

des Familienunternehmens, im Sinne der Kreislaufwirtschaft

Recyclingholz zu hochwertigen, neuen

Produkten weiterzuverarbeiten. Zudem sollen

künftig im Werk auch mit dekorativen Oberflächen

beschichtete Spanplatten hergestellt werden.

Samsung und Tim

Raue: Exklusive

Küche mit der GEDK

Samsung gibt zusammen mit

Markenbotschafter Tim Raue

die Partnerschaft mit der GEDK

bekannt. Im Mittelpunkt der

Kooperation steht die neue

„Tim Raue Küche“, die gemeinsam

vom Sternekoch und der

GEDK mit Samsung entworfen

wurde. Mit der Kooperation

stärke Samsung seine Position

im Premium-Segment des Hausgerätemarktes

und weite seine

Verbandsarbeit aus. Das neue

Küchenmodell ist mit Hausgeräten von Samsung ausgestattet und ab Ende des vierten Quartals

exklusiv in drei Grundversionen unter anderem bei ausgewählten Fachhändlern und Partnerhäusern

der KW Küchenwerkstatt erhältlich.

Egger investiert rund 200 Mio. Euro in das ehemalige

Rauch-Spanplattenwerk. Foto: Egger

Deutschland-Premiere:

Direkt am Aegidientorplatz

in Hannover gelegen, bietet

das neue City-Küchenstudio

eine vielfältige

Auswahl. Foto: XXXLutz

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PERSÖNLICHE

BETREUUNG + DIGITALE

TOOLS: DIE MZE-

ERFOLGSKOMBINATION

MZE setzt als Verband auf eine ausgefeilte

Kombination aus persönlicher Betreuung

und digitalen Tools, um perfekten

Mitglieder-Support zu bieten:

MZE-NAVIGATOR:

Das MZE-Intranet bietet Mitgliedern

digitale Tools für

„Wir nutzen den

MZE-Navigator häufig

und gerne. Besonders die

einfache Lieferanten-

Recherche und die direkte

Abfrage von Preislisten

stärken unsere

Konkurrenzfähigkeit.“

- Anneke

Rulfs-Frahm

eine Vereinfachung

im

Tagesgeschäft.

PERSÖNLICHE MITGLIEDER-BETREUUNG:

Fachlich kompetenter Rat sowie Impulse für

die Entwicklung

unserer Mitglieder

stehen bei MZE

„Wir schätzen die

an oberster

persönliche Betreuung

bei MZE. Wir erhalten

Stelle.

proaktiv Ideen, wie man

mehr Kunden ins Haus

bringt. Deshalb sind wir

seit 1987 überzeugtes

MZE-Mitglied.“

- Anneke

Rulfs-Frahm

Erleben auch Sie die MZE-Erfolgskombination

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XXXLutz: Küchen-Premiere in der Innenstadt

Am Aegidientorplatz in Hannover hat XXXLutz sein erstes City-Küchenstudio eröffnet.

Damit will sich das Unternehmen den nächsten erfolgsversprechenden Vertriebskanal in

Deutschland erschließen. Das erste deutsche Lutz-City-Küchenstudio bietet auf einer Fläche

von rund 700 qm insgesamt mehr als 20 Ausstellungsküchen unterschiedlichster Stile

an. Einen ausführlichen Bericht zur Strategie von XXXLutz lesen Sie im MÖBELMARKT

ab Seite 28.

www.mze.de

MZE-Möbel-Zentral-Einkauf GmbH

Lohweg 31 | 85375 Neufahrn b. Freising

Kurznachrichten 7

+49 (0)8165/9526-0


Stefan Sacher verlässt Blum

Blum und Stefan Sacher

gehen getrennte Wege.

Foto: Blum

Blum und Stefan

Sacher beenden

ihre Zusammenarbeit.

Seit

April 2023

war Sacher

im Vertrieb

des österreichischen

Beschlägeherstellers

tätig und

übernahm

Anfang 2024

die Vertriebsleitung

Deutschland Industrie.

In einer Stellungnahme

schreibt das Unternehmen

dazu: „Aufgrund

unterschiedlicher Perspektiven zur zukünftigen

Entwicklung des deutschen Industriemarktes

haben wir uns in beiderseitigem Einvernehmen

entschieden, die Zusammenarbeit mit Stefan

Sacher zu beenden.“

Aktuell arbeitet Blum an der Ausarbeitung

der Nachfolgeregelung und erwartet, dass bis

zum Ende des Jahres eine langfristige Lösung

für diesen wichtigen Markt vorliegt. Bis dahin

bleibt die Verantwortung bei Geschäftsführer

André Dorner.

IWA-Jahresplaner 2025:

Alle Termine auf einem

Blick

Für eine zielführende Zeit- und Terminplanung

im Betrieb/Büro bietet

die IWA-F. Riehle GmbH & Co

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2025. Auf der großformatigen Wandtafel können in der Jahresübersicht alle Termine

wie Urlaub, Abwesenheit, Besuche oder Veranstaltungen übersichtlich dokumentiert

werden. Die Oberfläche des Planers ist mit einer glatten, hochglänzenden Lackierung

versehen. Die Planungselemente tragen auf der Rückseite eine Klebeschicht, die eine

sichere Haftung auf der Planeroberfläche erzeugt. Diese Klebeschicht bleibt dauerhaft

plastisch, so dass das Haftelement beliebig oft versetzt werden kann, ohne seine

Haftfähigkeit einzubüßen oder Spuren zu hinterlassen. Die Planungselemente sind

in angestanztem Bogen im A4-Format zusammengefasst. Alle Planungselemente sind

beschreibbar. Auf www.wandkalender.de sind alle vorhandenen Planer abgebildet

und können direkt bestellt werden.

Cyncly: Partnerschaft

mit Tradeplace

Cyncly hat eine neue Partnerschaft

geschlossen: Durch die Integration der

Handelsplattform Tradeplace in die Software

„Winner“ von Cyncly können Einzelhändler

Online-Bestellungen schneller

Abb.: Cyncly

und präziser bei renommierten Herstellern

wie BSH, Miele und Liebherr aufgeben. Aktuelle Produktspezifikationen und

technische Daten sind direkt verfügbar. Zur Unterstützung während der Einführung

stellt Cyncly Einzelhändlern über das Support-Center hilfreiche Anleitungen und

Ressourcen bereit.

Foto: IWA - F. Riehle

Fachmesse lädt nach China

Vom 27. bis 30. Mai 2025 findet die Kitchen & Bath China in Shanghai statt.

Die renommierte Fachmesse Kitchen & Bath China öffnet

Ende Mai wieder vier Tage lang ihre Tore. Austragungsort ist

das Messezentrum Shanghai New International Expo Center.

Es bietet 17 Ausstellungshallen auf einer Fläche von 250.000 qm

und liegt mitten im Finanz- und Handelszentrum der

chinesischen Megacity.

Der Veranstalter Worldwide Exhibitions Service Co. Ltd. (WES)

rechnet mit mehr als 100.000 in- und ausländischen Besuchern,

darunter Import- und Exportunternehmen, Techniker, Konstrukteure

und Endverbraucher. Sie können sich auf der Kitchen

& Bath China einen umfassenden Überblick über die zentralen

Themen der Branche verschaffen. Neben Möbeln und Einrichtungssystemen

für Bad und Küche zählen dazu auch Haushaltswaren

und elektrische Haushaltsgeräte.

Innovationen, Informationen und Inspiration

Seit 1996 findet die Messe jedes Jahr statt. Ihr Fokus liegt auf

Küchen- und Badezimmermöbeln, Einbauküchen, Armaturen

und Sanitärausstattung. In diesen Bereichen zeigt die Ausstellung

die neuesten Innovationen und Entwicklungen. Hinzu

kommt ein umfassendes Konferenzprogramm, bei dem Experten

über neue Produkte, Prozesse und Technologien sprechen.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE

8 Kurznachrichten

Küchen- und Badezimmermöbel stehen im Mittelpunkt der Fachmesse

Kitchen & Bath China. Foto: WES


Matthias Huß (r.) ist Experte und

Ansprechpartner bei KüchenTreff

zum Thema Ladenbaukonzept. Er

unterstützte Waldemar Kehm von

KüchenTreff Kehm bei den Umbaumaßnahmen

und bei der Realisierung

des maßgeschneiderten

Konzeptes.

Foto: KüchenTreff

Inspirierendes Ambiente

Mit dem Ladenbaukonzept von KüchenTreff können Küchenstudios modern und

individuell gestaltet werden.

Die Branche befindet sich in stetigem Wandel. Die Ladengestaltung

ist daher ein wichtiger Erfolgsfaktor für Küchenstudios.

Sie setzt die Küchen in Szene und sorgt für eine

angenehme Atmosphäre, welche die Kundschaft emotional

anspricht und dazu einlädt, länger zu verweilen. Der Küchenkauf

wird zu einem Erlebnis. Aus diesem Grund hat Küchen-

Treff ein innovatives Ladenbaukonzept entwickelt, mit dem

seine Mitglieder ihre Studios modern, inspirierend und individuell

gestalten können. Ganz einfach und unkompliziert wird

das eigene Küchenstudio zu einem Alleinstellungsmerkmal.

Umfangreiche Expertenberatung

Mit dem Ladenbaukonzept führt der Verband unkompliziert

und Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess der Neugestaltung.

Erfahrene Experten begleiten jedes Mitglied vom

ersten Beratungsgespräch an bis hin zur Eröffnung. Im ersten

persönlichen Gespräch werden die Räumlichkeiten analysiert

und gemeinsam mit dem Studio umfangreiche Ideen entwickelt.

Darauf basierend wird ein maßgeschneidertes Konzept

erstellt, das die individuellen Wünsche, das verfügbare Budget

und die räumlichen Gegebenheiten optimal berücksichtigt.

Auch bei der Finanzierung des eigenen Studios erhalten die

Verbandsmitglieder tatkräftige Unterstützung. Dank

Subventionen aus der Industrie müssen die Modernisierungskosten

nicht allein getragen werden.

Sobald das erarbeitete Konzept steht, übernehmen Innenarchitekten

die kreative Umsetzung. Diese wählen passende Materialien,

Farben und Möbel aus, um dem Studio eine frische,

moderne Atmosphäre zu verleihen.

Der Umbau als Nebenschauplatz

Matthias Huß, KüchenTreff-Experte zum Thema Ladenbau,

begleitet den gesamten Prozess. Er koordiniert die Arbeiten

und ist gleichzeitig zentraler Ansprechpartner für die Mitglieder.

Huß fungiert damit als Bindeglied zwischen den Studiobetreibern,

der Industrie, dem Ladenbauunternehmen und

den Innenarchitekten. Der Umbau des eigenen Küchenstudios

wird als Ergebnis zu einem Nebenschauplatz und damit

so stressfrei und angenehm wie möglich gestaltet.

Das bestätigt auch Waldemar Kehm von KüchenTreff Kehm:

„Der Umbau war eine Sache nebenbei. Wir hatten nur ganz

wenig mit dem Prozess zu tun und konnten uns auf das Tagesgeschäft

konzentrieren.“

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE

Unternehmen 9


Vor dem neuen Standort in München (v.l.n.r.): Christian Bichlmeier, Regional Sales Manager, EK Retail, Franz Schreckenberg, Team Lead CM Electro,

EK Retail, Mario Ruder, Geschäfts führer Ruder Küchen, Ali Uyar, Store Designer, EK Retail, und Martin Wolf, Head of Sales & Marketing Electro/

Kitchen/Lighting, EK Retail.

Ruder Küchen

Expansion

in München

Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wächst das küchenplus Konzept von

EK Retail weiter. Am 12. November 2024 eröffnete der langjährige Handelspartner Ruder

Küchen ein weiteres Küchenstudio in München. Auch diesmal hat der Berliner Elektround

Küchenfachhändler, der bereits acht Standorte in Berlin, Hamburg und Köln betreibt,

auf die Expertise der Bielefelder Verbundgruppe gesetzt.

Der Standort des neuen

Küchenstudios in der Isarmetropole

könnte nicht

besser gewählt sein: In bester

Innenstadtlage, in einer der

beliebtesten und lebendigsten

Gegenden der Stadt, präsentieren

Mario Ruder und

sein Team auf rund 250

qm ein Küchenstudio der

Extraklasse.

Top-Marken im

Wohlfühlambiente

Neben hochwertigen

Küchen von Häcker und

Geschäftsführer Mario Ruder beim Anschneiden der obligatorischen

EK Torte.Fotos: EK Retail

Nobilia erwartet die Kunden

ein umfangreiches Einbaugeräte-Programm

von Top-

Marken wie Miele und Bora

sowie weiteren namhaften

Herstellern. Das progressive

Store-Design verleiht der

Ausstellung ein echtes Wohlfühlambiente

und sorgt für

eine Atmosphäre, in der sich

die Kunden gern aufhalten

und inspirieren lassen.

„Auch an unserem neunten

Standort haben wir nichts

dem Zufall überlassen

und uns das Know-how der

EK ins Haus geholt. Mit

10 Unternehmen


richtung an den individuellen Stärken

des Unternehmers und dem jeweiligen

Standort hat für uns oberste Priorität.

Wir versuchen niemals, unsere Partner

von Dingen zu überzeugen, die sie nicht

möchten, sondern finden immer eine

Lösung, die für höheren Umsatz und

mehr Frequenz sorgt.“

Vielfältiges 360-Grad

Marketingpaket

Zahlreiche Gäste kamen zur offiziellen

Eröffnung des Küchenstudios am

12. November. Auch die Geschenke zur

Neueröffnung durften nicht fehlen.

dem küchenplus Team verstehen wir

uns mittlerweile fast blind“, lobt Inhaber

Mario Ruder die gute Zusammenarbeit.

Bindeglied zwischen Händler

und EK und erster Ansprechpartner für

alle Fragen war Rainer Herold, zuständiger

Regionalleiter für das electroplus

küchenplus Konzept. „Herr Herold war

vom Erstgespräch bis zur Eröffnung

jederzeit für uns ansprechbar und hatte

immer eine Lösung, wenn es Unklarheiten

gab“, so Ruder weiter.

Ein Kompliment, das Herold nur allzu

gern zurückgibt: „Herr Ruder ist eine

Unternehmerpersönlichkeit, wie man

sie sich wünscht. Er weiß genau, was er

kann, und holt sich die Unterstützung

dort, wo er sie braucht.“ Und genau darauf

ist das electroplus küchenplus Konzept

ausgelegt. „Die konsequente Aus-

Wirkungsvolle Unterstützung bieten die

erfolgreichen Marketingleistungen, die

das 360-Grad-Marketingpaket der EK

für das küchenplus Konzept bereitstellt.

Von der Homepage mit integriertem

Onlineshop bis zur Bespielung der wichtigsten

Social-Media-Kanäle setzt Mario

Ruder auf Know-how made in Bielefeld.

„Auch beim Marketing bieten wir

unseren Handelspartnern ein echtes

Rundum-sorglos-Paket“, so Christian

Claes, Senior Concept Manager küchenplus.

„Wir kümmern uns nicht nur um

den aktuellen Content, sondern auch

um personalisierte Werbemaßnahmen

auf Google, Facebook und Instagram

sowie den Google My Business-Auftritt

und vieles mehr. Unsere Handelspartner

stellen sich damit hochprofessionell

online und offline dar, und alle Maßnahmen

sorgen für mehr Frequenz und

Umsatz!“

Digitale Unterstützung gibt es auch bei

der Personalsuche: Dringend benötigte

Fachkräfte und Auszubildende können

über die „60-Sekunden-Online-Bewerbung“

zeitgemäß angesprochen und

neugierig gemacht werden. sl

Aus „Black Friday“ wird „Snack Friday“

„Sie sparen, wir spenden!“ lautet das Motto der diesjährigen Kampagne, mit der EK

Retail ihre electroplus und küchenplus Fachhändler zur Black Week ins Rennen schickt.

Nachdem man in den vergangenen Jahren mit dem „Green Friday“ ein Zeichen für

die Umwelt setzte, rücken die Bielefelder noch bis zum 2. Dezember mit ihrem

„Snack Friday“ diesmal ein soziales Thema in den Fokus, bei dem es darum geht,

bedürftige Kinder an Grund- und Förderschulen mit einem kostenlosen Schulfrühstück

zu versorgen.

Während des Aktionszeitraums werden in den Fachgeschäften der teilnehmenden

electroplus und küchenplus Handelspartner ausgewählte Hausgeräte zum Vorteilspreis

angeboten. Für jedes verkaufte oder reparierte Gerät spendet EK Retail an den

Verein „brotZeit“, der deutschlandweit an über 400 Grund- und Förderschulen dafür

sorgt, dass bedürftige Kinder ein ausgewogenes, kostenloses Frühstück erhalten.

Christian Claes (l.), Senior Concept Manager küchenplus, Meike Ullrich, Senior

Concept Manager electroplus, und Martin Wolf, Head of Sales & Marketing Electro/

Kitchen/ Lighting, präsentieren ihre „Snack Friday“ Kampagne.

Unternehmen 11


Time to

celebrate

Möbel-Rulfs aus Winsen in

der Metropolregion Hamburg

feierte im September 2024

das 150-jährige Jubiläum als

Familienunternehmen. Bereits

in fünfter Generation führen

Beke Rulfs und Anneke Rulfs-

Frahm den Möbelfach handel

mit einer Ausstellungsfläche

von 3.000 qm als erfolgreichen

Kompletteinrichter.

Wie gelingt es, ein Unternehmen über

150 Jahre erfolgreich zu führen? Das

Erfolgsrezept von Möbel-Rulfs liegt in

Innovationsgeist und Spezialisierung.

Bereits kurz nach der Gründung 1874

setzte Gründer Franz Rulfs in der damaligen

Tischlerei auf die Ergänzung durch

Handelswaren. Aus dem Zusatzangebot

entwickelte sich über die Jahrzehnte der

Schwerpunkt auf den Möbelhandel.

Heute sorgen noch immer hauseigene

Tischler für handwerklich exzellente Ausführung

in jedem Einrichtungsprojekt.

So bleibt Möbel-Rulfs seinen handwerklichen

Wurzeln treu und geht konsequent

den Weg des Kompletteinrichters. Insbesondere

der Verkauf von technisch hochwertigen

Küchen hat die Stellung von

Möbel-Rulfs in der Region stabilisiert.

Geschäftsführerinnen Beke Rulfs und Anneke Rulfs-

Frahm, MZE-Geschäftsführer Rüdiger Gehse und

Alexandra Ziech, MZE-Bereichsleitung Küche & Wohnen

(v.l.n.r.). Foto: Möbel-Rulfs


Innovativ & spezialisiert

Ein weiterer Baustein für den Erfolg von

Möbel-Rulfs ist die Spezialisierung, um

sich von der Großfläche abzuheben. Bereits

1977 realisierte Ingrid Rulfs im Zuge des

Neubaus eine skandinavische Boutique.

Damit war sie dem Trend des „Scandi

Style“ um Jahrzehnte voraus und schuf ein

Alleinstellungsmerkmal für Möbel-Rulfs.

Bis heute ist der skandinavische Weihnachtsmarkt

ein großer Anziehungspunkt

in der Region und Möbel-Rulfs ist bekannt

für skandinavisches Design.

„Durch die MZE-

Mitgliedschaft können

wir wirklich alles

anbieten, was unsere

Kunden wünschen.“

Anneke Rulfs-Frahm

150 Jahre sind eine beachtliche Firmentradition,

welche Familie Rulfs mit seinem

Team, Kunden und Partnern im

September 2024 gebührend feierte.

Neben zahlreichen Jubiläumsaktionen

bot Möbel-Rulfs eine Sonderausstellung

zur 150-jährigen Firmengeschichte, die

vom Seniorchef Wilhelm Rulfs mit

Originalstücken aus dem Familienarchiv

ausgestattet wurde.

Das Event-Wochenende von 19. bis

22. September 2024 wurde mit einem

Empfang und Fest, Kochvorführungen,

Kinderaktionen, Kunst und Kulinarik

sowie einer Sonderöffnung am Sonntag

ausgiebig zelebriert.

Auch MZE-Geschäftsführer Rüdiger

Gehse und Alexandra Ziech, Bereichsleitung

Küche & Wohnen, ließen es sich

nicht nehmen, dem langjährigen MZE-

Mitglied Möbel-Rulfs zum Firmenjubiläum

persönlich zu gratulieren.

Flexibel & persönlich

Persönlichkeit und Flexibilität machen

den Unterschied: Davon ist man bei

Möbel-Rulfs zutiefst überzeugt. „Wir

haben viele Stamm- und Neukunden,

die sich von der Großfläche überfordert

fühlen. Bei uns werden sie von langjährigem

Stammpersonal beraten, das die

Namen und Vorlieben unserer Kunden

kennt. Genau das schätzen immer mehr

Menschen und mit dieser Stärke können

wir punkten“, erklärt Anneke Rulfs-

Frahm das Beratungskonzept.

Außerdem sei es wichtig, auf Kundenwünsche

flexibel einzugehen. Hier sieht

Anneke Rulfs-Frahm auch die große

Stärke in der Zusammenarbeit mit MZE

als Möbelverband: „Durch die MZE-

Mitgliedschaft können wir wirklich alles

anbieten, was unsere Kunden wünschen,

und das auch zu realistischen, konkurrenzfähigen

Preisen. Hat ein Kunde

einen speziellen Produktwunsch, halte

ich Rücksprache mit MZE oder nutze

direkt den MZE-Navigator für die

Lieferanten-Recherche und die Abfrage

der Preislisten“, betont Anneke Rulfs-

Frahm die Flexibilität durch die MZE-

Mitgliedschaft und ergänzt: „Wir schätzen

die persönliche Betreuung bei MZE.

Wir erhalten proaktiv Ideen, wie man

mehr Kunden ins Haus bringt. Deshalb

sind wir seit 1987 überzeugtes MZE-

Mitglied.“

Mit persönlichem Service, Flexibilität

und Spezialisierung gehen Beke Rulfs

und Anneke Rulfs-Frahm weiter einen

individuellen Weg im Sinn der Familientradition.

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Möbel-Rulfs berät

Kunden individuell

zum Kauf technisch

hochwertiger Küchen.

Foto: Möbel-Rulfs.

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wird

Redaktion 13


Anfang November trafen sich die

MHK Nachwuchskräfte aus dem

Küchenfachhandel in der Düsseldorfer

Firmenzentrale des Einkaufsverbandes

ElectronicPartner.

MHK Jungunternehmertreffen

Wertvolle Unterstützung

zum Jahresende

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Für Unternehmer stehen damit der Jahresabschluss und

die Bilanzierung sowie die Strategie für 2025 ins Haus. Doch welche Key Performance

Indicators, kurz KPI, sind für eine erfolgreiche Planung wichtig und welche Entscheidungen

lassen sich daraus ableiten? Diese und weitere Fragen rückte das vierte und für dieses

Jahr letzte Treffen der MHK Jungunternehmer in den Fokus.

Anfang November trafen sich die

MHK Nachwuchskräfte aus dem

Küchenfachhandel in der Düsseldorfer

Firmenzentrale des Einkaufsverbandes

ElectronicPartner. Hier warfen sie

einen Blick hinter die Kulissen des

MHK Kooperationspartners und

tauschten sich mit Experten über die

Bedeutung von KPI aus. „Anhand

konkreter Zahlen haben wir uns mit

der Analyse einer betriebswirtschaftlichen

Auswertung auseinandergesetzt,

Positionen wie Kontokorrent, Verbindlichkeiten,

Personal- und Mietkosten

bewertet und diskutiert, wie diese

Kosten im Verhältnis zum Umsatz und

Rohertrag stehen“, berichtet Benjamin

Kraft von „KWK Küchen“ in Sundern.

Neben der betriebswirtschaftlichen

Auswertung ging Referent Volker Fuhrmann,

Prokurist des MHK Zentralregulierers

IHT, auch auf die bevorstehende

Bilanz und den Jahresabschluss

ein.

Für Benjamin Kraft eine wertvolle

Vorbereitung auf spätere Aufgaben:

„Ich berate und betreue Kunden. Aber

auch kaufmännische Aufgaben spielen

zunehmend eine Rolle.“ Der Einstieg

ins elterliche Unternehmen war für den

28-Jährigen keine Selbstverständlichkeit.

„Ich habe das Küchenstudio lange

als Baby meines Vaters gesehen und

deshalb meinen eigenen Weg gesucht“,

berichtet der ausgebildete Automobilkaufmann,

der seine ersten Erfahrun-

14 Unternehmen


gen in der Kfz-Branche sammelte.

Nach einem Gespräch im Familienkreis

und einigen Monaten intensiven Nachdenkens

entschied er sich vor knapp

fünf Jahren für die Küchenbranche.

„Eine Entscheidung, die ich bis heute

keine Sekunde bereut habe.“ Im Prozess

der Unternehmensnachfolge schätzt er

den Austausch unter Gleichgesinnten.

Deshalb sind die MHK Jungunternehmertreffen

für ihn feste Termine.

KPI im Verkauf

Neu bei den Treffen, aber keinesfalls

in der Branche, ist Jana-Carina Ardland

vom Küchenstudio Ardland in

Nordhorn. „Im Verkauf geht es zweifellos

darum, Emotionen zu wecken.

Aber nur wenn auch die Zahlen dahinter

stimmen, wird der Verkauf für den

Kunden und das Unternehmen erfolgreich“,

weiß die 19-Jährige, die unter

anderem für ihren Vater und Inhaber

Ingo Ardland Angebote bearbeitet und

anpasst, an den Samstagen auch selbst

Kunden betreut und sich parallel in

die Buchhaltung einarbeitet. Auf typische

Kalkulationsfehler machte Georg

Lehr, System Consultant bei Carat,

Hersteller der gleichnamigen Küchenplanungssoftware,

den Nachwuchs aufmerksam.

Darüber hinaus zeigte er,

wie sich verschiedene Aufschlagsfaktoren,

die in Carat hinterlegt werden können,

auf den Umsatz auswirken und,

dass auch aktiv angebotene Finanzierungsmöglichkeiten

echte Umsatzbooster

sind. „Der Workshop war perfekt,

um mein Wissen zu erweitern und, um

noch einmal den Blick für die entscheidenden

Zahlen zu schärfen“, resümiert

Jana-Carina Ardland, die im August

ihr duales Studium an der Möbelfachschule

in Köln begonnen hat.

Marketing Deep Dive

schließlich am Beispiel der Handelsmarke

„EP:“ deutlich. EP-Vertriebsleiter

Torsten Schimkowiak unterstrich,

dass eine Transformation als Folge des

Online-Booms notwendig geworden

sei und dem Verband geholfen habe,

sich anzupassen, neue Vertriebswege

zu erschließen und auch heute noch

erfolgreich zu sein.

Networking mal anders

Auf einer Safari durch die Altstadt und

verschiedene Kleinstbrauereien ging

es nicht mehr um Zahlen und Marketing,

sondern die Bierkultur der nordrhein-westfälischen

Landeshauptstadt,

das Brauen von Altbier und natürlich

ums Networking. Mit Blick auf die vier

Treffen 2024 resümiert Jungunternehmersprecher

Felix Weidner: „Es waren

drei sehr gute Termine mit vielen neuen

Gesichtern in unserer Runde und

geprägt von einer tollen Stimmung.

Als besonders positiv wurde neben den

offiziellen Programmpunkten der Austausch

rund um das Thema Nachfolge

wahrgenommen, denn er zeigt,

dass keiner von uns mit einem Thema

alleine oder gar auf sich gestellt ist. Wir

alle stehen vor ähnlichen Herausforderungen

und können uns aufgrund der

unterschiedlichen Stadien, in denen wir

uns auf dem Weg zur Unternehmensnachfolge

befinden, super unterstützen.“

sl

„Die MHK Jungunternehmertreffen

sind für

mich feste Termine.

Ich schätze den

Austausch sehr.“

Benjamin Kraft,

„KWK Küchen“

Neben den Zahlen lag der dritte

Schwerpunkt auf dem Marketing. Mit

Hans Rüster, Managing Director der

Brand Factory, und Torsten Racky,

Leiter Corporate Marketing der MHK

Group, analysierten die Teilnehmer,

welche der zahlreichen Social Media-

Kanäle sich besonders eignen, um

einerseits Awareness für eine Marke

oder das eigene Unternehmen zu

schaffen und andererseits Leads zu

generieren. Darüber hinaus erarbeiteten

sie anhand der vier „P“ (Product,

Price, Place, Promotion) einen optimalen

Markenauftritt und diskutierten,

wie man offensiver mit Preisthemen

umgeht und welche Sortimente beworben

werden sollten. Wie wichtig in

der heutigen Zeit Agilität ist, wurde

Die Jungunternehmersprecher der MHK Group (v.l.n.r.): Markus Paul, MHK, Felix Weidner, Reddy Küchen Taucha, Johannes

Weigelt, Küchenfachgeschäft Falko Weigelt in Pirna, Hendrik Frey von Frey Küchenzentrum-Innenausbau in Kandel, Larissa

Meyer-Bechtle, Küchenstudio Küche und Raum in Berlin und Paul Eichhorn, MHK. Fotos: MHK Group

Unternehmen 15


Inspirierende Trends

Smarte Küchenhelfer, energieeffiziente Geräte, multifunktionale Lösungen –

der Küchenherbst 2024 brachte auch in den Bereichen Dienstleistungen, Geräte und

Zubehör aufregende Neuheiten mit sich, die wir auf den folgenden Seiten im zweiten Teil

unseres Nachberichts zu den Veranstaltungen in und rund um Löhne vorstellen.

Amica

Schwarze Eleganz

Neue Backöfen, Mikrowellen, Kochfelder, Dunstabzugshauben und Weinkühlschränke

bilden die neue Serie „Noir Design“ von Amica. Ein Highlight ist der

Einbau-Backofen „EBSX 949 800 V“ (Foto). Mit seinen 19 Autoprogrammen zum

Backen und Braten, von denen 15 wahlweise mit Dampfunterstützung programmiert

sind und das auf der Basis von elf verschiedenen Ofenfunktionen, ist er bestens

ausgestattet um auch Profis in der Küche zu überzeugen. Mit der „Injection Steam“-

Technologie wird automatisch Dampf erzeugt und gezielt den Speisen zugeführt.

Je nach persönlichem Geschmack lassen sich zusätzliche Dampfstöße auslösen.

Foto: Amica

Beko

Mehr Platz

Jens-Christoph Bidlingmaier, Regional Managing Director Northern

Europe von Beko Europe, präsentierte auf Gut Böckel auch

Induktionskochfelder mit innovativer„CleanProtect“-

Nanobeschichtung. Foto: Lehmann

Bauknecht

Funktionales Design

Ein klares und elegantes Design in sattem Schwarz, ein

großzügiges TFT-Touch Display und dazu zahlreiche

innovative Technologien die das Backen, Kochen und

Dampfgaren vereinfachen – all das vereinen die neuen

Bauknecht Design-Backöfen.

Ein Highlight ist die integrierte AirFry-Funktion. Für

die optimale Zubereitung von Ofengerichten sorgt auch

der patentierte, formstabile Kerntemperaturfühler. Die

Sensoren des Fühlers überwachen die Kerntemperatur

des Garguts, passen die Gardauer automatisch an und

schalten den Ofen aus, wenn das Gericht fertig ist.

Die Beko Germany

GmbH bietet neue Einbau-Kühl-Gefrierkombinationen

mit 70 Zentimetern

Breite. Die

neuen Modelle kommen

für die Marken Beko

und Grundig auf den

Markt.

Die Beko „BCNE

400E50SHN1“ Einbau-

Kühl-/Gefrierkombination

verbindet großzügigen

Stauraum mit

fortschrittlicher Technologie

und elegantem

Design. Mit einem

Nettovolumen von

370 Litern ist sie perfekt

geeignet für große Haushalte.

Das „AeroFlow“-

System gewährleistet

eine gleichmäßige Verteilung

der kalten Luft,

die No-Frost-Technologie

verhindert Eisbildung

im Gefrierfach.

Die „HarvestFresh“-Technologie in der Beko „BCNE400E50SHN1“ Einbau-Kühl-/

Gefrierkombination imitiert im Obst- und Gemüsefach das natürliche Licht des täglichen

Sonnenzyklus und bewahrt somit Vitamine länger. Foto: Beko

16 Produkt


Berbel

Intelligente Upgrades

Auf der area30 zeigte Berbel die neue Generation der „Downline“ Kochfeldabzüge dem Fachpublikum.

Alle vier Modelle überzeugen mit technischen Upgrades und ausgereiften Funktionen.

Jede „Downline“ zeichnet sich durch die neue, hocheffiziente spiralförmige Dunsterfassung

und die platzsparende quadratische Einströmeinheit aus.

Das Highlight bei der „Downline Infintiy Pro“ und der „Downline Advance“ sind die „Clever

Cook“-Funktionen. Sie erleichtern den Kochalltag, indem fundamentale Kochprozesse automatisiert

und optimiert werden, zusätzlich bietet eine präzisierte Temperatursteuerung mehr

Sicherheit. Fünf intelligente Programme – die Wasserkoch-, Dämpf-, Temperaturhalte-, Pastaund

Bratfunktion – garantieren die permanente Kontrolle des gesamten Kochvorgangs.

Berbel-CEO Robert Brandon mit den neuen „Downline“ Kochfeldabzügen. Foto: Lehmann

Thorsten Neelen,

Managing Director/

Head of Markets

DACH, demonstrierte

die Vielfalt

der Blanco-Lösungen

auf Gut Böckel.

Foto: Lehmann

Blanco

Optionen am Wasserplatz

Blanco rückte neben seiner „Blanco Unit“ auf Gut Böckel vor allem seine

Wassersysteme in den Fokus. Für gefiltertes Wasser sorgt beispielsweise die

Produktneuheit „Blanco Catris-S Flexo Filter“. Sie reduziert dank Mehrstufenfilter

den Kalkanteil im Wasser, so dass das wertvolle Lebenselixier

mit verbessertem Geschmack noch mehr Freude bereitet. Für besondere

Ansprüche stehen beispielsweise ein Microplastic-Filter oder Magnesium-

Filter zur Verfügung. Mehr zum Blanco-Auftritt lesen Sie auf Seite 30.

„Seit dem Zusammenschluss von Compusoft und 2020

agieren wir unter der Dachmarke Cyncly”, so Christian

Pfeifer, Senior Sales Director bei Cyncly und Vorstand der

Compusoft Deutschland AG. „Unser Ziel ist es, als

strategischer Partner der Küchenbranche zu agieren und

alle Aktuere – Designer, Händler und Hersteller -

zusammenzubringen.” Foto: Lehmann

Bora

Bye-bye nasser Lappen

Bora stellte in seinem Flagship

Store in Herford mit „Bora

Sink“ die erste selbstreinigende

Küchenspüle vor: Von allen vier

Seiten des Spülbeckens fließt

gleichzeitig auf Knopfdruck

Wasser herab und reinigt so

Wände und Becken in wenigen

Sekunden. Ein intelligent durchdachtes

Strömungsprofil sorgt

für eine gleichmäßige Wasserverteilung

auf der seidig-matten

nahtlos geschlossenen Oberflächenstruktur.

Foto: Bora

Cyncly

Ganzheitliche Lösungen

Seine umfassende Suite von Softwarelösungen

hat Cyncly zur area30 in den Fokus gerückt.

Dazu zählen integrierte Management-Tools und

der weltweit größte Katalog-Content-Hub. Die

neue Lösung „Winner Flex“ bietet zudem jetzt

eine umfassende cloudbasierte Lösung für den

gesamten Verkaufsprozess. Damit können Fachhändler

und Planer Kundenanfragen, Projekte

und Planungen von überall aus bearbeiten, teilen

und abschließen. Zu den neuen Funktionen

gehört ein optimierter Artikelbrowser, der die

Anzahl der Klicks pro Planung um 40 reduziert.

Die überarbeitete Benutzeroberfläche ermöglicht

eine intuitivere Bedienung und eröffnet zusätzliche

Upselling-Möglichkeiten.

Produkt 17


Elco

Vielfalt in Kunststoff

Neben den bewährten Klassikern wie Schubkasteneinsätzen, Schubkastensystemen und

Antirutschmatten stellte Elco zu seinem Premieren-Auftritt auf der area30 auch Wertstofftrennsysteme

in den Fokus. Die neuen Produkte in diesem Bereich sind im Design hochwertig

verarbeitet, in zwei unterschiedlichen Höhen erhältlich und bieten sinnvolle Mehrwerte

wie Deckel mit Einsätzen für Schalen.

Angelika Kerner, Leitung Vertrieb Möbel, und Fabian Quandt, Leitung Produktmanagement,

freuten sich über die positive Resonanz zur area30. Foto: Lehmann

Elica

„Innovativer Geist“

Mit einer dauerhaften Ausstellung ist Elica im IDF34 präsent. Im Rahmen des Küchenherbstes

präsentierte das italienische Unternehmen hier seine neue „Cooking“-Kollektion:

Induktionskochfelder, Backöfen, Weinkühlschränke und vor allem „Lhov“. Die All-in-

One-Kochlösung vereint Backofen, Kochfeld und Abluftsystem in einem einzigen Produkt.

„‚Lhov‘ und die neue Cooking-Kollektion stellen ein konkretes Beispiel für die Fähigkeit

von Elica dar, die Bedürfnisse des Marktes zu antizipieren und sie in Lösungen umzusetzen,

die das Kocherlebnis neu definieren“, so Samanta Simonetti (Foto), General Manager

Elica Deutschland.

Foto: Lehmann

Rafael Tausch

hat im September

die neue

Funktion des

Country Managers

und damit

die Leitung der

Frio Germany

GmbH im

baden-württembergischen

Lahr übernommen.

Foto: Lehmann

Gaggenau

Zeitloser Luxus

Im house4kitchen stand für Gaggenau alles im Zeichen

einer eleganten und zeitlosen Vereinigung von Ästhetik und

Funktionalität. Sichtbar wurde dies auch in der neuen Serie

„Expressive“. Sie besticht durch ein harmonisches Zusammenspiel

von anspruchsvollem Design und leistungsstarker

Funktionalität. Die skulpturale Serie bietet eine gesamte Kollektion

an luxuriösen Kücheneinbaugeräten und reicht von

Backofen, Dampf- und Mikrowellenbackofen, Vakuumierund

Wärmeschubladen bis hin zum Espresso-Vollautomaten.

Frio

Ausgebaute Kühlkompetenz

Mit der Vorstellung der „FrigeluX“ Kühlschränke weitet Frio seine

Fachkompetenz im Bereich der Kältetechnik auch auf andere Produktsegmente

aus. Damit bietet das Unternehmen dem deutschen

Küchenhandel insgesamt vier Einbaumodelle mit „no-frost“ Funktion

für die Nischenhöhen 177 cm und 196 cm und zwei „Side-by-

Side“ Modelle mit 466 Litern Gesamtvolumen. Letztere punkten

durch ihre Zu- und Entlüftung im Sockelbereich und die Gerätetiefe

von 59,8 cm, womit sie sich elegant in die Küchenplanung einfügen.

18 Produkt

Der neu gestaltete Showroom von Gaggenau im house4kitchen wurde

auf die Eleganz des Wesentlichen reduziert und verbindet natürliche

Materialien wie Holz, Marmor und Stahl. Foto: Gaggenau


IMPRESSUM

Verlag Matthias Ritthammer GmbH

Emmericher Straße 10,

90411 Nürnberg

Postfach 190128, 90118 Nürnberg

Telefon +49 911 9 55 78-0

www.moebelmarkt.de

lehmann@moebelmarkt.de

Den neuen „PizzaPlus“ Einbaubackofen rückte Gorenje in den Mittelpunkt seiner

Ausstellung auf Gut Böckel. Foto: Gorenje

Gorenje

Ein Hauch von Dolce Vita

Mit dem neuen „PizzaPlus“ Einbaubackofen brachte Gorenje einen Hauch

von Dolce Vita in seine Ausstellung auf Gut Böckel. Das Versprechen,

frische Pizza mit 350°C in nur 3,5 Minuten wie beim Lieblingsitaliener

zuzubereiten, kam dabei bei den Fachbesuchern gut an. Möglich macht

das die „PizzaPlus“ Funktion, die die Hitze im oberen Bereich des Ofens

konzentriert.

Marc Dobro, Leader Central Europe, Lixil EMENA

& Managing Director Grohe Deutschland Vertriebs

GmbH, sieht in den Produktlösungen von Grohe einen

echten Mehrwert. Foto: Lehmann

Garantiemax

Kundenbindung im Fokus

Das ostwestfälische Unternehmen Garantiemax

bietet Küchenhändlern eine neue Möglichkeit zur

Kundenbindung: Ab sofort können Küchen bis zu

zwei Jahre nach der Montage nachgemeldet und

mit „XCare+Kitchen“, inklusive Zehnjahresgarantie,

ausgestattet werden. Die Garantie deckt alle

Komponenten der Küche, einschließlich Elektrogeräte,

ab. Über eine Web-App können Kunden

Schäden und Ersatzbestellungen bequem verwalten.

Dabei profitieren Händler ohne zusätzlichen

Aufwand: Garantiemax übernimmt die komplette

Abwicklung der Kundenbestellungen, während ein

Teil des Umsatzes an die Händler zurückfließt.

Grohe

Wassersysteme für

jeden Geschmack

Grohe rückte zur area30 seine

Wassersysteme in den Fokus.

„Grohe Blue Pure“ verwandelt

mit leistungsstarken Filterlösungen

Leitungswasser in

wohlschmeckendes Trinkwasser.

Die Allround-Lösung für

den Einsatz in privaten Küchen

ist hingegen „Grohe Blue

Home“: gefiltertes und gekühltes

Wasser in den Sorten still,

medium oder sprudelnd direkt

aus der Küchenarmatur. Wer

lieber jederzeit auf Knopfdruck

kochendes Wasser direkt aus

der Armatur möchte, setzt auf

„Grohe Red“.

Abb.: Garantiemax

Herausgeber und Verleger Klaus Ritthammer, Franz Schäfer

Geschäftsführerin Christine Ritthammer

Chefredaktion Sebastian Lehmann

Redaktion Arnd Schwarze, Philipp Gassner, Julia Peters

Anzeigen Irini Katsika

Vertrieb Ann-Kathrin Ritthammer, Daniela Kollár

Verlagsbüro Süd Gerrith B. Horndasch M.A.,

Kastanienweg 9,

78713 Schramberg, Deutschland,

Telefon +49 7422 20 06 95-9,

Mobil +49 177 4 37 74 84,

horndasch@ritthammer-verlag.de

Anzeigenpreisliste Nr. 63/2024

Anzeigenschluss für Empfehlungsanzeigen jeweils sechs Wochen vor

Erscheinen; für Gelegenheits-, Vertretungs- und Stellen anzeigen bis eine

Woche vor Erscheinen, später auf Anfrage.

Bezugspreise küche & bad forum

Jahresabonnement Print + Digital 96,00 Euro. Zzgl. Porto und derzeit gültiger

Mehrwertsteuer. Kündigung 3 Monate vor Ablauf des Abschlussjahres.

Nachdruck (auch auszugsweise) und Vervielfältigungen jeder Art bedürfen der

schriftlichen Genehmigung des Verlages. Fremdbeiträge, die mit Namen des

Verfassers gezeichnet sind, geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion

wieder. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung

übernommen.

„küche & bad forum“ ist Organträger für den Verband der Deutschen

Küchenmöbelindustrie e.V.

INSERENTENVERZEICHNIS

D

Der Küchenring GmbH & Co. KG, Rheinbach Seite 20-21

E

Einkaufsgesellschaft für Küche & Wohnen mbH, Leonberg

2. Umschlagseite

F

Fachschule des Möbelhandels, Köln

4. Umschlagseite

Frio Germany GmbH, Lahr Seite 13

M

MZE, Neufahrn b. Freising Seite 7

N

Nolte Küchen GmbH & Co. KG, Löhne Titel, Seite 25

W

Worldwide Exhibitions Service Co., Ltd.,

Shanghai (Volksrepublik China) Seite 5

Diese Hülle wurde aus Polyethylen (PE) ohne Verwendung

von Zusätzen hergestellt. Die verwendeten Druckfarben enthalten

keine toxischen Schwermetalle wie z. B. Blei, Cadmium

oder Quecksilber. Auf der Mülldeponie verhält

sich diese Hülle grundwasserneutral. Sie ist rückstandslos

in der Müllverbrennung zu entsorgen, voll recyclingfähig und

deshalb besonders umweltverträglich.

Der Möbelmarkt wird auf 100% recyclingfähigem Papier

aus nachwachsenden Rohstoffen der EU produziert.

Produkt 19


Küppersbusch

Kompakt, schnell und autonom

Küppersbusch wartete auf Gut Böckel u. a. mit dem „CBD 6340.0“ auf. Der neue Kompakt-

Dampfbackofen findet mit seiner Höhe von 45 cm auch Platz in kleinen Einbauküche. Das

Gerät produziert den Dampf in einem externen Dampferzeuger.

Besonders praktisch: Da der „CBD 6340.0“ mit einem Frischwasserbehälter ausgestattet ist,

funktioniert er autonom – ein Festwasseranschluss wird nicht benötigt. Vier Dampfgarfunktionen,

acht Backofenfunktionen sowie die manuelle Dampfstoß-Spezialfunktion, die zu

jedem Vorgang zugeschaltet werden kann, unterstützen bei der Zubereitung der Speisen.

Der neue Küppersbusch Kompakt-Dampfbackofen „CBD 6340.0“, hier präsentiert von Geschäftsführer Andreas

Beyerle, ist in den Gerätefarben Schwarz und Mattschwarz ab Januar 2025 erhältlich. Foto: Lehmann

Miele

Natürlich stilvoll

In der Einrichtungswelt sorgt der neue Farbton Beige für Aufsehen.

Denn Beige harmoniert, ebenso wie Schwarz, elegant und zeitlos mit

unterschiedlichen Umgebungen und Einrichtungsstilen. Pearlbeige ist

die Miele-Interpretation dieses neuen Trends und verleiht Kücheneinbaugeräten

eine dezente Anmutung – insbesondere, wenn sie in der

Designlinie „ArtLine“ ganz ohne Griffe auskommen. Zum Portfolio der

„ArtLine“-Designlinie in Pearlbeige gehören Backöfen, Dampfbacköfen

und Backöfen mit Mikrowelle. Ergänzt werden diese um Einbau-Kaffeevollautomaten

und Wärme- bzw. Vakuumierschubladen. Zum Eyecatcher

in der Küche avanciert die Dunstabzugshaube „Sienna“.

Die Designline

„ArtLine“ von

Miele im neuen,

warmen Farbton

Pearlbeige lässt

sich für einen

markanten und

dennoch warmen

Look mit dunklen

Hölzern kombinieren.

Foto: Miele

Plasmamade

Upgrade für Dunstabzüge

Plasmamade hat zur area30 die neueste Generation von E-Filtern

für Küchenlüftungssysteme eingeführt. Die neuen Modelle zeichnen

sich durch ein schlankeres, moderneres Design aus, das nicht

nur ästhetisch ansprechender ist, sondern auch funktional verbessert

daherkommt. Mit kleineren Abmessungen und größeren

Luftschlitzen optimieren diese Filter den Luftstrom und steigern

die Effizienz der Luftreinigung signifikant. Das neue Schnellmontagesystem

ermöglicht eine unkomplizierte Installation.

Einblicke in die

Neuheiten

von Naber

gewährte

Marketingleiter

Jürgen Heilen.

Foto: Lehmann

Naber

Großer Zuspruch

„Diese Innovation setzt Maßstäbe in Effizienz, Design und Umweltfreundlichkeit,

wodurch Plasmamade seine Position als Marktführer in der Branche

weiter festigt“, freute sich Geschäftsführer Klaus Weigert zur area30.

Foto: Lehmann

22 Produkt

Auf dem Messestand von Naber zur area30 wechselten sich angeregte

Gespräche mit intensivem Betrachten und Testen der neuen

Armaturen, LED-Leuchten, Nischenrückwände, Sitzmöbel,

Abfallsammler und weiteren Zubehör-Attraktionen ab. Großen

Zuspruch fand auch das präsentierte Wesco-Sortiment. Seit dem

Erwerb der Wesco-Markenrechte im März 2024 führt Naber das

traditionell sehr hochwertige Programm an Standabfall-, Outdoor-

und Aufbewahrungs-Behältern weiter. In ihrer farbenfrohen

Vielfalt ergänzt die Warengruppe das Naber Vollsortiment mit

dem Ziel, dem Küchenambiente neuen Schwung zu verleihen.


Samsung

Nachhaltig vernetzt

Das Gefrierfach der Einbau-Kühl-Gefrierkombination „BRB6500D“ ist so

geräumig, dass sogar Pizzakartons problemlos hineinpassen. Foto: Samsung

Auf der area30 stellte Samsung seine aktuelle Generation an vernetzten

und energiesparenden Einbaugeräten mit AI-Funktionen und nahtloser

Konnektivität vor. Zu den Highlights gehörte neben dem „Anyplace“

Induktionskochfeld mit dem smarten 7-Zoll-LCD AI Home

Display die neue 69 cm breite und Wi-Fi-fähige Einbau-Kühl-Gefrierkombination

„BRB6500D“. Durch die Aktivierung des „SmartThings

AI Energy Mode“ können Nutzer den Energieverbrauch um bis zu

zehn Prozent reduzieren. Diese Reduktion wird möglich durch Anpassungen

der Geschwindigkeit des Kompressors und der Abtauzyklen.

Zusätzlich bieten die Samsung „BRB6500D“ eine signifikante Vergrößerung

des Kühl-/Gefrierraums. Eine spezielle Isolierung ermöglicht

eine geringere Wandstärke ohne Einbußen bei der Energieeffizienz. So

erhöht sich bei nur 15 cm mehr Breite der Nutzinhalt um ganze 31 %.

Schock

Frischer Farbwind

Schock erweitert sein Portfolio um neue, intensive Farben, die die Attraktivität

des Cristadur Materials weiter steigern soll. Die neue Farbe Berry

bereichert das Cristadur Sortiment mit einem eleganten Beeren-Ton. Berry

ersetzt den all-time Klassiker Rouge und lässt sich ideal mit schlichten Farben

wie Weiß, Schwarz und Grau sowie mit hellem Holz und Steinarbeitsplatten

kombinieren.

In der nachhaltigen „Cristadur Green Line“ führt Schock die neue Farbe

Ivy ein, einen intensiven Dunkelgrün-Ton, der sich harmonisch mit dunklem

Holz, Weiß oder kräftigen Komplementärfarben kombinieren lässt.

Schock will mit

der instensiven

und homogenen

Ausstrahlung der

neuen Farbe Berry

frischen Wind in die

Küchenwelt bringen.

Foto: Schock

Smeg

Vielseitige Akzente

Siemens

Ein Plus an Möglichkeiten

Foto: Siemens

Im neu gestalteten Showroom im IDF34 präsentierte

Siemens eine Reihe intelligenter Neuheiten. Darunter

die ersten Kochfelder mit „diamondProtect“ Oberfläche,

deren Härte an Diamanten heranreicht und

dadurch Pflegeleichtigkeit und langlebige Schönheit

garantiert. Das neue Material wird erstmals auch für

das „iQ500 inductionAir Plus“ Kochfeld eingeführt,

das einen integrierten Dunstabzug mit Kombi-Induktion

und Temperatursteuerung vereint.

Ein weiteres Highlight bot Siemens in Löhne mit der

Einführung des „iQ700 inductionAir Plus“ Kochfelds

(Foto) in der Matt Edition, das sich durch eine matte

Oberfläche und blaues Lichtdesign auszeichnet.

Auf Gut Böckel setzte Smeg

insbesondere mit den neuen,

durchgängig schwarzen Einbaugeräten

der Designlinie

„Linea Pure Black“ vielseitige

Akzente – sowohl im Zusammenspiel

mit Holztönen als

auch mit kühlen Materialen.

Die schwarze Gerätefamilie

umfasst neben den Multifunktions-Einbaubacköfen,

45 cm

Kompaktgeräten und -Mikrowellen

auch eine vertikale

Wandhaube. Passend dazu

bietet Smeg einen Blast-Chiller

sowie eine Vakuumier-Schublade.

Teil des „Pure Black“-

Programms sind zudem ein

Einbau-Kaffeevollautomat

und eine Wärmeschublade. Als

Hersteller mit Stammsitz im

Weinland Italien dürfen natürlich

auch Weinlagerschränke in

unterschiedlichen Höhen nicht

fehlen.

„Im Bereich der Einbaugeräte sehen wir für

Smeg ein großes Wachstumspotenzial und entsprechende

Chancen für unseren Fachhandel“,

ist Uwe Blanarsch-Simon, seit April Geschäftsführer

von Smeg Deutschland, überzeugt.

Foto: Smeg

Produkt 23


Tormek

Nie mehr stumpfe Küchenmesser

Foto: Tormek

Der Name Tormek steht seit mehr als 50 Jahren für perfekte Schärfe, schließlich wurde das

Unternehmen einst gegründet, um Werkzeuge für die Holzbearbeitung immer optimal scharf zu

halten. Inzwischen lässt Tormek aber auch die Herzen von Hobbyköchen höherschlagen, denn

mit dem „Tormek T-1 Kitchen Knife Sharpener“ für die Haushaltsküche haben die Schweden

jetzt ein Gerät speziell für Küchenmesser im Programm. Eine niedrige Drehzahl, um nicht zu

viel Material abzutragen, eine feinkörnige Diamantscheibe, die ohne Wasser schleift, und eine

patentierte Führung, dank der immer der richtige Winkel gehalten wird, machen die „Tormek

T-1“ zum begehrten Gadget. Und das mit kompakten Maßen und in den Ausführungen Zinc

Gray oder Carbon Black auch noch im besonders zeitgemäßen Design.

V-Zug

Optimierte Funktionen

Seit mehr als 100 Jahren entwickelt V-Zug Produkte nach Schweizer Handwerkskunst.

Dafür stehen auch die neuen „Adora“ Geschirrspüler. Der neue Innenraum überzeugt mit

eleganten Geschirrkörben in Silbermetallic sowie „SoftSlide“ und „SoftClose“ für ein hochwertiges

Erlebnis. Die neu gestalteten Auszugsschienen sorgen für eine sanfte Gleitbewegung,

um empfindliche Gläser beim Einschieben und Herausziehen der Körbe zu schützen.

Eine LED-Beleuchtung erhellt den geräumigen Innenraum.

Als weitere Produktneuheit konnte Sales Director Patric Schleicher bei V-Zug in der Architektur werkstatt

den „CombairSteamer V6000 60“ in der Design Farbe Pearl neu vorstellen. Foto: Lehmann

Virtuelles Küchenerlebnis

Mit „KPS.MAX vision“ bietet SHD eine immersive Virtual-Reality-Option für die

interaktive Küchenplanung.

Neue Programme

Der Kauf einer neuen Küche muss gut überlegt sein. Viele

Kunden wollen daher in den Showrooms nicht nur mehr eine

Küche sehen, sondern das Erlebnis spüren können. Persönliche

Interaktion und detailgenaues Einrichten wird immer

wichtiger. SHD bietet Küchenfachhändlern ein umfangreiches

Tool, mit dem der Küchenkauf auf eine neue Ebene gehoben

wird. „KPS.MAX vision“ realisiert virtuelle Erlebniswelten

und erlaubt den Kunden effiziente und komplexe Küchenplanung

in Verbindung mit einem interaktiven Erlebnis.

24 Produkt

Küche zum Greifen nah

„KPS.MAX vision“ bietet eine immersive Virtual-Reality-

Option. Kunden können durch eine 3D-Brille vollständig in

ihre virtuelle Küche eintauchen und sie mit dem 360-Grad-

Panorama-View aus jedem Winkel betrachten. In hoher Qualität

lassen sich 3D-Rundgänge erstellen, die auf nahezu allen

Endgeräten und ohne technische Hürden per QR-Code

zugänglich sind. So können Kunden ihre geplante Küche von

überall aus erleben und diese auch Familie und Freunden zeigen.Vor

allem bei virtuellen Meetings ist die Funktion besonders

praktisch. Kunden und Berater können sich unabhängig

vom jeweiligen Standort flexibel in der virtuellen Küchenplanung

treffen und Anpassungen sowie individuelle Wünsche

besprechen.

Mit „KPS.MAX vision“ lässt sich die zukünftige Küche überall bequem

und flexibel planen. Foto: SHD

SHD ermöglicht mit dem innovativen Tool

eine schnellere und gezieltere Entscheidungsfindung,

Endkunden erhalten einen realistischen

Einblick in ihre zukünftige Küche und

Küchenverkäufer können effizienter planen.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE


Umfangreiche Optimierungen

Zur area 30 präsentierte Falmec eine vielfältige aktualisierte Produktpalette.

Neue Programme

Das Kochsystem „Zero Easy“ mit verkleinertem Format und stilvoller Optik. Foto: Falmec

Raumnutzung der Kücheninsel erweitert, auf

ganzer Linie überzeugen. Schwarzes Aluminium

und Rauchglas sorgen für eine zeitlose

Optik, während die Technik verborgen

bleibt. Der verbaute bürstenlose Motor

ermöglicht eine geräuscharme Absaugung

und eine abnehmbare Blende verbessert die

Dampfabsaugung.

Die zwei neuen Downdraft-Lösungen „Level

One“ und „Level Invisible“ gehören neben

dem System „Monolith“, dem Regal „Shelf“

als Custom-Made-Modell und dem Dunstabzugsmodell

„Air Wall“ in der 150-cm-

Ausführung ebenfalls zu den vorgestellten

Produktneuheiten von Falmec.

Aktualisierte Klassiker

Unsichtbare Technologie bleibt das zentrale Thema beim italienischen

Lüftungsspezialisten Falmec. Das integrierte Kochsystem

„Zero Easy“ in edlem Look in mattem Glas und verkleinertem

Format von 76 cm stellte das Highlight der

diesjährigen Messe dar und punktet mit einer noch einfacheren

Installation und Bedienung.

Auch die Neuheit „Brooklyn“ der „Elements“ Kollektion

konnte die Besucher mit seiner Brückenstruktur, welche die

Der Lüftungsspezialst präsentierte zusätzlich zahlreiche angepasste

Bestseller. Die mehrfach ausgezeichnete Inselhaube

„Light“ ist nun in zwei Varianten erhältlich: Als 180 cm breites

Modell in elegantem, schwarz lackiertem Stahl mit satinierten

Aluminiumprofilen und als zeitlose Bronze-Option mit

120 cm Breite. Ebenfalls neu zu sehen waren die schwarzen

Versionen der Einbauabzüge „Virgola Touch und „Parallel“.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE

Neu interpretierter Klassiker

Mit der neuen „Kentro 60“ erschließt Systemceram dem Spülstein

weitere Einsatzbereiche.

Neue Programme

26 Produkt

Der Spülstein gilt als ein typisches Merkmal der klassischen

Landhausküche. Mit „Kentro 60“ interpretierte der Keramikspezialist

Systemceram den Klassiker neu. Mit einer klaren

und aufgeräumten Formsprache fügt sich der Spülstein nahtlos

in unterschiedliche Küchenstile ein. Das geradlinige

Design empfiehlt sich damit besonders für puristische, grifflose

Küchen, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Die „Kentro 60“ transportiert den Spülstein in das Umfeld

moderner Küchen und bewahrt gleichzeitig dessen traditionelle

Wurzeln. Klarheit und Ordnung treffen auf eine ausgeprägte

Funktionalität: Mit einer lichten Beckenbreite von

52 cm und einer Tiefe von 35 cm (bei einer Beckentiefe von

16 cm) bietet das Modell besonders viel Platz für die Lebensmittelvorbereitung

und Großzügigkeit auch für sperriges

Spülgut.

Elegante Ergonomie

Charakteristisch für die „Kentro 60“ sind die rund zweieinhalb

Zentimeter über dem Becken hochgezogenen Seitenwangen

sowie die zentrale Position der Armatur in der Mitte

der hinteren Funktionsbank. Im Zusammenspiel mit dem

schmalen Rand der Frontschürze dient die Funktionszone mit

zwei Ablaufrinnen als geführte Auflage für Schneidebretter.

Von der Position aus kann fließend bequem und direkt in das

Becken gearbeitet werden. Die Trogschürze selbst neigt sich

vor der Oberkante leicht nach innen und erleichtert so den

ergonomisch günstigen Zugang zum Becken.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE

Der Spülstein „Kentro 60“ fügt sich mit seinem schlichten und zeitlosen

Design in jede Küche ein. Foto: Systemceram


Die erfolgreiche Lackfront „Senso“

bietet Nobilia jetzt auch in Schwarz in

Premium matter Lackausführung mit

bewährter Anti-Fingerprint-Technologie.

Zusätzliche Akzente lassen sich dank

der Design-Cover der „nBox“ setzen.

Das Design-Profil bildet einen schönen

Blickfang und verleiht den schiefergrauen

Schubkästen und Auszügen

einen ganz individuellen Charakter.

Fotos: Nobilia

Ein System – viel

Gestaltungs freiheit

Neue Maßstäbe in Hinsicht auf Design, Ästhetik, Komfort und

Individualisierungsoptionen verspricht Nobilia mit dem Schubkastensystem

„nBox“, das in Zusammenarbeit mit Hettich entwickelt wurde.

Mit der Kollektion 2025 stattet Nobilia sein Sortiment

exklusiv und serienmäßig mit dem neuen „nBox“-Schubkastensystem

aus. Es überzeugt durch sein geradliniges,

minimalistisches Design in elegantem Schiefergrau. Die

schlanke Schubkastenzarge von nur 10,7 mm Breite

integriert sich dabei harmonisch in das Gesamtbild des

Möbels.

Vielfältige Designmöglichkeiten

Mit dem „nBox“-Auszugssystem hat der Planer grundsätzlich

drei verschiedene Ausführungen zur Auswahl – von serienmäßig

mit eckiger Reling, optional mit Glasseite in Grauglas

oder als geschlossene Auszugsbox.

Neben den unterschiedlichen Ausführungen der Auszugsseite

können Innenschubkästen und -auszüge auch in der Frontblende

individualisiert und somit optisch sowie funktional

aufgewertet werden. Serienmäßig ist eine Holzblende, optional

eine Design-Glasblende oder eine geschlossene Design-

Blende aus Kunststoff erhältlich.

Das „nBox“-System bietet dabei ganz neue individuelle

Designmöglichkeiten im Möbelinterieur. Ob feiner Akzent

oder komplett neuer Look – die Design-Profile und Design-

Cover ermöglichen vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten in

drei aktuellen Farben: Pur und architektonisch in Schiefergrau,

natürlich-entspannt in Eiche Sierra und exklusiv-extravagant

in Bronze Metallic gebürstet. Die Design-Profile setzen

als obere Zierleiste einen schönen Blickfang und verleihen

den schiefergrauen Schubkästen und Auszügen wahlweise eine

konsequent durchgängige Optik oder einen besonderen farblichen

Akzent.

Design-Cover verleihen der gesamten Schubkasten- oder Auszugsseite

hingegen einen komplett neuen Look und können

wie die Profile werkzeuglos mit einem Handgriff eingesetzt

und ausgetauscht werden.

Das neue Schubkastensystem macht übrigens nicht nur in der

Küche eine gute Figur, sondern auch im Wohn- oder Badbereich.

Die „nBox“ ist deshalb der neue Serienstandard für

allen Möbelwelten von Nobilia. „Die ‚nBox‘ ist ein funktionales

Bindeglied zwischen den Räumen und unterstützt unseren

More than Kitchen-Ansatz“, heißt es seitens Nobilia.

Hoher Komfort

Komfort versprechen zudem die verdeckte Schubkastenführung

und die optionale Push-to-open-Funktion der „nBox“.

Die Schubkastenschiene ist unter der filigranen Zarge unsichtbar

verbaut. Die schmale Zargenform erzeugt im Verbund mit

der Unterflurtechnik für eine optimale Platzausnutzung. Die

einfache Justage der „nBox“ sorgt auch dank komfortabler

Neigungsverstellung für ein perfektes Fugenbild. Darüber hinaus

überzeugt die verdeckte Schubkastenführung mit überragendem

Laufkomfort und außerordentlicher Stabilität.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE

Neue Programme

Produkt 27


Der „Flex“, hier

in der Oberfläche

Gunmetal, ist auch

dank seines biegsamen,

schwarzen

Zugauslaufs

das beliebteste

Quooker-Modell

in Deutschland.

Komfort aus

dem

Wasserhahn

Ein Quooker-System im Haus bietet die

Vielfalt aller Wassersorten aus nur einem

Hahn, also neben warmem und kaltem

Mischwasser ebenfalls sofort kochendes

Wasser oder optional gekühltes

sprudelndes und stilles Wasser.

Quooker setzt mit innovativen Technologien und einem

ästhetischen Design klare Akzente und verdeutlicht, wie

intelligente sowie nachhaltige Küchenlösungen in den

Alltag integriert werden können. Besonders im Fokus

stehen die drei beliebtesten Armaturen „Flex“, „Front“

und „Fusion Square“.

Flexibilität in jeder Hinsicht

Mit einem klaren,

minimalistischen

Design begeistert

der „Front“.

Der biegsame, schwarze Zugauslauf des „Flex“ macht ihn

zum beliebtesten Quooker-Modell in Deutschland. Er bietet

einen großzügigen Handlungsradius, sodass das Reinigen

des Spülbeckens, das Befüllen großer Gefäße oder das

Waschen von Obst und Gemüse mühelos und spritzfrei

von der Hand gehen. Die Sicherheit steht dabei an erster

Stelle: Ein Kochendwasser-Stopp verhindert, dass heißes

Wasser ausläuft, während der Schlauch ausgezogen ist.

Der „Flex“ ist in fünf verschiedenen Oberflächen verfügbar:

Verchromt glänzend, Voll-Edelstahl und Schwarz sowie in

den zwei neuen Oberflächen Gunmetal und Kupfer Rosé.

Innovativer Minimalismus

Der „Front“ begeistert mit seinem klaren, minimalistischen

Design und seiner ergonomischen Handhabung. Dank des

vorne positionierten Hebels für Warm- und Kaltwasser

sowie des optimierten Bedienrings für kochend heißes

sowie gekühltes sprudelndes und stilles Wasser bietet der

„Front“ ein Höchstmaß an Komfort. Das mit einem Red

Dot ausgezeichnete Design gibt es in Voll-Edelstahl und

Schwarz – und seit Juli 2024 auch in den neuen Oberflächen

Kupfer Rosé und Gunmetal.

Der „Fusion Square“

integriert sich auch

in Kupfer Rosé harmonisch

in moderne

Wohnkonzepte.

Fotos: Quooker

28 Produkt

Funktionalität trifft auf modernes Design

Der „Fusion Square“ ist in sieben verschiedenen Oberflächen

erhältlich: Verchromt glänzend, Voll-Edelstahl,

Schwarz, Gunmetal, Kupfer Rosé, Messing Patina und

Gold. Mit seinem schlanken, geraden Auslauf wird er zum

visuellen Highlight in jeder Küche und integriert sich harmonisch

in moderne Wohnkonzepte. Das einzigartige,

geradlinige Design ist nicht nur ein optisches Highlight,

sondern sorgt durch die geometrische Form des Auslaufs

auch für eine präzise Handhabung.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE


Auch Oranier-

Markenbotschafter

Sebastian Lege ist

von den neuen,

einfach zu montierenden

Kochfeldabzügen

begeistert.

Sauber, frisch & cool

Ob Kochfeldabzüge, Filtertechnologie oder Kühltechnik – Oranier liefert mit seinen

Produktentwicklungen frische Ideen und neue Impulse für die Ordersaison 2024/25.

Mit den drei großen Produktthemen Kochfeldabzüge, Profi-

Plasmafilter und „inoxCooling“ wartete Oranier zur area30

auf.

Plug, play and cook

Bei den KFL-Kochfeldern stand dabei die einfache Montage

im Mittelpunkt. Der Einbau der neuen Generation ist besonders

komfortabel. Bei der Montage wird das Kochfeld auf den

Ausschnitt der Arbeitsplatte gelegt und mittels Clips befestigt.

Ein leichter Anpressdruck, und die Clips rasten ein. Eingeklemmte

Fingerspitzen und das Risiko von Schräglage oder

Glasbruch gehören der Vergangenheit an. Ein weiterer Pluspunkt:

Der leistungsstarke Motor ist direkt unter dem Kochfeld

angebracht und muss nicht mehr separat montiert werden.

Innovativ ist auch die elektronisch gesteuerte Abzugsklappe,

die sich beim Anschalten der Absaugung automatisch öffnet.

Wird nicht gekocht, schließt der Abzug flächenbündig

mit der Glaskeramik. Die Abzugsklappe bleibt so frei von

Fingerabdrücken und ist dadurch besonders leicht zu

reinigen.

Super saubere Luft

Für frische Luft und ein gesundes Raumklima ist seit Jahresanfang

bei Oranier ein wartungsfreier Profi-Plasmafilter für

den Umluftbetrieb im Sortiment. Er eliminiert zuverlässig

nicht nur Gerüche, sondern auch Bakterien, Viren, Schimmel,

Pilzsporen und sonstige Verunreinigungen. Der Plasmafilter

wird hinter dem Fettfilter montiert. Gelangt die von

Fettpartikeln gereinigte Luft zum Plasmafilter, zerstört das

durch die elektrische Spannung erzeugte Ozon die Geruchsmoleküle

und reinigt so die Luft. Der integrierte Aktivkohlefilter

neutralisiert die Reststoffe und blockiert das Ozon.

Kalte Wand aus dunklem Metall

Für einen echten Blickfang sorgt bei den Kühlgeräten ein

neues Trio mit dunklen, kontrastreichen Applikationen an den

Glas- und Türleisten im Innenraum im Dark Inox Look. Die

integrierbare Kühl-Gefrier-Kombination „EKG578“ punktet

zusätzlich mit einer Dark Inox Rückwand im Kühlraum

aus gebürstetem, dunklem Edelstahl. Die als „inoxCooling“

bezeichnete Technologie speichert Kälte und sorgt für eine

gleichmäßige Innentemperatur. Ein weiterer Pluspunkt: Dank

der Kältestrahlung der Metallwand wird die eingestellte Temperatur

nach dem Öffnen und Schließen der Kühlschranktür

wieder schnell erreicht. Nebenbei bildet die dunkle Rückwand

einen starken Kontrast zu den meist hell verpackten Lebensmitteln.

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Neue Programme

Die Metallrückwand

in Dark Inox im

Innenraum sorgt

für optimale

Kältespeicherung.

Fotos: Oranier

Produkt 29


Mit der Oberfläche „satin dark steel“

zieht ein dunkler, stilvoller Glanz in die

Küche ein. Fotos: Blanco

Stilvoller Auftritt am Wasserplatz

Mit edlen Oberflächen werden die Armaturen und Komponenten

von Blanco zu einem ästhetischen Highlight in der Küche.

Neue Programme

Der Wasserplatz ist der Ort, an dem nahezu alle Arbeiten

in der Küche zusammenkommen. Mit einer umfangreichen

Palette an edlen Farben und Materialien für Armaturen und

Komponenten realisiert Blanco vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Ausgewählte Anbauteile und Zubehör setzen mit

ihren wertigen Oberflächen neue Akzente und machen aus

einer „Blanco Unit“ ein ästhetisches Highlight für jede Küche.

Zusätzlich können ausgewählte Spülenmodelle ohne

Standard-Ablaufkomponenten umgesetzt und das Ablauf-

Set in Wunschfarbe, passend zur Armaturenoberfläche, dazu

bestellt werden.

Vier Ausführungen stehen bei der individuellen Gestaltung

mit ihren besonderen Optiken besonders hoch im Kurs.

Edler Blickfang

Klassisch und stilvoll präsentiert sich die Armaturenoberfläche

„satin platinum“. Die leichte Tönung mit einem weichen

Touch von Beige-Kupfer harmoniert besonders mit warmen

Farben oder Hölzern im Umfeld des Wasserplatzes. Vor

allem in Kombination mit Silgranit-Becken, etwa in den Farben

„tartufo“, softweiß oder „cafe“, entfaltet die Oberfläche

ihre Wirkung. Passende Anbauteile sind ebenfalls in diesem

soften Metall-Ton erhältlich und runden das Gesamtbild ab.

Ein Hauch von Luxus zieht mit der Kombination „satin gold“

in die eigene Küche ein. Der warme Farbton lässt sich sowohl

mit dunklen als auch mit hellen Elementen zusammenstellen.

Im Mix mit einem softweißen Becken aus Silgranit wird eine

elegante Leichtigkeit erzeugt. Das Zusammenspiel mit einer

schwarzen Spüle realisiert einen eleganten Kontrast.

Statement mit dunklen Akzenten

Mit der Oberfläche „satin dark steel“ erhält die Küche einen

dunklen metallischen Glanz. Der Farbton ist etwas dunkler als

Edelstahl und verleiht den Blanco-Produkten von der Armatur

bis hin zum Becken eine zeitlose Optik. Der gedeckte Metall-

Ton setzt einen besonderen Akzent am Wasserplatz und punktet

mit einer angenehm kühlen Klarheit. Alle Komponenten

ergänzen sich zusätzlich zur Farbigkeit mit einer samtig-halbmatten

Oberfläche.

Noch dunkler lässt sich der Wasserplatz mit einem dezenten

Einsatz von klassisch schwarzen Elementen gestalten. Armaturen

und Bedienelemente in einem statten Schwarzton setzen

ein auffälliges Zeichen in der Küche. Die Oberfläche fügt sich

stilvoll in den modernen Landhausstil, Industrial Style oder in

eine minimalistisch gestaltete Umgebung ein.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE

„satin gold“ verleiht dem Wasserplatz eine warme Eleganz

und harmoniert mit hellen und dunklen Elementen.

Die klassische Armaturenoberfläche „satin platinum“ punktet

mit einer zeitlosen Optik.

30 Produkt


Im neuen Showroom im Kitchen Center Löhne

präsentierte AEG ihre bislang innovativste Küchenlinie.

Behagliches Zuhause-Gefühl

AEG inszenierte im Rahmen der Küchenmeile ihre neue Produkt- und Markenwelt

im neu gestalteten Showroom, dem „Home of AEG“ in Löhne.

Alles neu bei AEG: Der neu gestaltete Showroom im Kitchen

Center Löhne erstreckt sich über mehr als 1.000 qm im

wohnlich-gemütlichen „Look and Feel“ in Burgunderrot-

Tönen, kombiniert mit warmen Holz- und Betonoptiken.

„Dieses Umfeld bot den idealen Rahmen für die Präsentation

der neuen AEG Produktwelt“, so Michael Geisler, Geschäftsführer

der Electrolux Hausgeräte GmbH. „Das Designkonzept

unserer bisher innovativsten Küchenlinie unterstreicht die

Premium-Positionierung der Marke.“

Intelligente Kombinationen

Die neue AEG Küchenlinie umfasst alle relevanten Produktkategorien

– von (Dampf-)Backöfen über Kochfelder bis hin

zu Dunsabzugshauben, Kühlgeräten und Geschirrspülern.

Dabei liegt der Fokus auf der Kombination

von intuitiver Bedienung, fortschrittlicher

Technologie und smarten

Funktionen.

Besonderes Highlight sind die neuen

(Dampf-)Backöfen, die assistiertes

Kochen und Backen in den Mittelpunkt

stellen. Hierzu gehört der

KI-Rezept-Assistent, eine neuartige

Funktion der AEG App. Diese Technologie

wurde von AEG entwickelt,

um Verbraucher bei der Umsetzung

von Online-Rezepten zu unterstützen.

Der KI-Rezept-Assistent analysiert

das gewählte Rezept und schlägt

die optimalen Einstellungen für den

AEG Back- oder Dampfbackofen vor. Ob Temperatur,

Heizart oder Dampfmenge – jede Kochphase kann so

optimiert werden.

Intuitive Bedienung

Zudem ermöglicht das CookSmart Touch Display eine besonders

intuitive Bedienung. Diese benutzerfreundliche Oberfläche,

vergleichbar mit einem Smartphone, führt die Nutzer

Schritt für Schritt durch den Kochprozess und erleichtert so

auch anspruchsvollere Kochvorgänge. Dank Funktionen wie

dem Kochassistenten 2.0 oder der Kontrolle von Sous Vide

kann der Kochvorgang mühelos überwacht und angepasst

werden.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE

Besonderes Highlight der neuen AEG Küchenlinie sind die

neuen (Dampf-)Backöfen. Fotos: AEG

Neue Programme

Produkt 31


Mit dem neuen

Modell „Ontario“ will

Rempp Küchen die

Natur in die eigenen

vier Wände holen.

Spannende Optionen

Rempp Küchen überzeugte zur Hausmesse im Oktober mit edlen Fronten

und einer inspirierenden Innenausstattung.

Seinen Anspruch, Küchen für höchste Designansprüche zu

bieten, untermauerte Rempp Küchen in seiner neu gestalteten

Ausstellung zur Hausmesse in Wildberg, u. a. durch attraktive

Farben, unterschiedliche Materialien oder Dekoren mit spannenden

Namen wie „dark gypsum“, „mud“, „eichefarben lava“

oder „bellisara hellgrau“.

Als Highlight stand dabei das neue Modell „Ontario“ im Mittelpunkt.

Die furnierte Front mit einem massiven Eiche-Leimholz-Träger

kann auf Wunsch mit durchlaufendem Strukturverlauf

gewählt werden. Die einzigartige Charakteristik der

geölten Oberfläche ist geprägt durch Äste und gespachtelte

Risse und hat eine angenehme natürliche Haptik.

Neue Programme

Wertige Innenausstattung

Dazu passend, geht Rempp in der Ausstattung und Technik

einen weiteren großen Schritt in Richtung Design, Stabilität,

Langlebigkeit und Nachhaltigkeit. Mit einer optional auswählbaren

Vollmetall-Zarge mit Unterflurführung aus 100% lasergeschweißtem

Stahl und mit nur acht Millimetern kann der

Stauraum maximal genutzt werden. Drei verschiedene Zargenhöhen

werden jeweils mit Antirutschmatten ausgestattet,

damit der optimalen Nutzung des Stauraums nichts im Weg

steht.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE

Neben der Vollmetall-Zarge zeigte sich zur

Hausmesse noch ein weiterer Eyecatcher in seiner

schönsten Form. Eine Massivholzzarge mit Unterflurführung,

fingergezinkt, in Eiche natur geölt oder

Eiche cafe lackiert, lässt die Herzen von Holzliebhabern

höherschlagen. Fotos: Rempp Küchen

32 Produkt


Großer Andrang: In diesem

Jahr kamen noch einmal

mehr Besucher zur Sicam

nach Pordenone. Foto: Sicam

Sicam 2024

Größer als je zuvor

Die fünfzehnte Ausgabe der Sicam war zugleich ihre bislang größte: Die internationale Messe für Komponenten,

Zubehör und Halbfertigprodukte für die Möbelindustrie zählte noch mehr Besucher und Aussteller als im Vorjahr.

Trotz schwieriger Lage herrschte gute Stimmung an den Ständen, wo das Thema Nachhaltigkeit im Fokus stand.

„Unsere Messe ist in den letzten Jahren kontinuierlich

gewachsen und liegt über dem Niveau

vor der Pandemie“, freute sich Carolina Giobbi,

die für Marketing und Kommunikation zuständig

ist und die Leitung der Veranstaltung im

vergangenen Jahr gemeinsam mit ihrem Bruder

Michele übernommen hat. Messe-Gründer

und Vater Carlo Giobbi ergänzt das Team weiterhin

beratend. „Wir haben die maximale Fläche

ausgenutzt“, betonte die Messe-Chefin. So

begrüßte die Sicam im Oktober Besucher aus

9.243 Unternehmen (2023: 8.912) und 113

Ländern (plus 1) im norditalienischen Pordenone.

692 Aussteller (2023: 650) aus 34 Ländern

waren auf einer Ausstellungsfläche von fast

20.000 Quadratmetern vertreten, auch hier gab

es nochmal einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr.

Mehr als 50 Unternehmen standen auf der

Warteliste der Veranstaltung.

Fokusland USA

Besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr auf

dem Fokusland USA: Mit dem Programm

„Global Connect“ war der Verband der US-

Küchen- und Badindustrie angetreten, die Vernetzung

mit amerikanischen Herstellern zu

fördern, die immer stärker auf europäische

Standards und Produktionsmethoden achten.

Jeder zehnte Aussteller in Pordenone kam aus

Deutschland, womit die Bundesrepublik vor

der Türkei, Österreich und Spanien das größte

Kontingent der ausländischen Unternehmen in

Pordenone stellte, deren Anteil insgesamt bei 31

Prozent liegt.

Auch wenn die Lage der Branche derzeit alles

andere als rosig ist: In den Messehallen der

Sicam herrschte keine schlechte Stimmung. Im

Gegenteil: „Diese Messe brummt“, fasste es Ralf

Müterthies, Head of Market Intelligence, am

Stand von Hettich zusammen. „In Krisenzeiten

muss man nach vorne schauen. Wir versuchen,

Impulse im Kleinen zu setzen.“ Was offenbar

bestens gelang: Mit der Dreh-Schwenk-Beschlag-

Innovation „FurnSpin“ punktete Hettich auch

in Pordenone. Damit können Möbel ihr Inneres

komplett nach außen drehen, und diese Bewegungsform

einzelner Möbelelemente gibt Designern

und Herstellern neue Möglichkeiten der

Möbelgestaltung und Stauraumnutzung im Premium-Bereich.

Ein weiteres Highlight bei Hettich

war das Designfeature „AvanTech YOU

Illumination“ für das entsprechende Schubkastensystem.

Es verleiht Möbeln eine eigene

Lichtsignatur.

Dunkle Möbel im Trend

Der Vorarlberger Beschlägehersteller Blum bietet

seine Scharniere jetzt auch in der Farbe

Onyxschwarz an – denn dunkle Möbel liegen

nach wie vor im Trend, wie auch auf dem

Stand in Pordenone zu sehen war. Die neue

Farbe ermöglicht spannende Design-Lösungen

und bietet gleichzeitig mehr Optionen bei der

Beschlagswahl. Wie ihre nickelfarbenen Pendants

punkten auch die dunklen Scharniere mit

hohem Bewegungskomfort und einfacher Verarbeitung

– auch auf hellen Oberflächen: Dort

setzen onyxschwarze Scharniere durch den farblichen

Kontrast auf Holz oder Metall reizvolle

Akzente.

Versenkbare Lösung

Das deutsche Unternehmen Ninkaplast aus

Bad Salzuflen war mit einem echten Eyecatcher

nach Pordenone gekommen: Dem Komplett-

Unterschrank „Qanto“, den Ninka in das Zentrum

einer riesigen Kücheninsel am Messestand

platziert hatte. Wie aus dem Nichts tauchte

in der Mitte einer flächenbündigen, rund drei

Quadratmeter großen Marmor-Arbeitsplatte

eine Küchenmaschine auf. Für den Gebrauch

ließ sich das Tablar samt Beladung in bequeme

Reichweite ziehen, anschließend ließ es sich auf

Knopfdruck wieder versenken. Als zweite mögliche

Anwendung zeigte Ninka einen mit drei

Tablaren ausgestatteten „Gewürz-Qanto“ direkt

neben einem Kochfeld in einer Küchenzeile. Als

Messen 33


Blum bietet seine Scharniere jetzt auch in der Farbe

Onyxschwarz an. Foto: Blum

Stopper für die Besucher erwies sich auch das

Abfallsammelsystem „eins2acht“, das sich im

Unterschrank Seite an Seite mit einem Wasseraufbereitungssystem

platzieren lässt.

Nachhaltige Investition

Im Fokus des Sicam-Auftritts von Sonae Arauco

standen standen die Highlights der neuen

„Innovus“-Kollektion, die mit vielfältigen Texturen

und Designs neue Maßstäbe setzt. Zusätzlich

zeigte das Unternehmen die neuen Dekore

der Industrie-Kollektion „Innovus Artwork.“

„Naturnahe Materialien und neutrale Farben

sind derzeit besonders gefragt, da sie ein modernes,

behagliches Raumkonzept ermöglichen“, so

Rainer Zumholte, Managing Director bei Sonae

Arauco Deutschland. Bei der Herstellung seiner

Produkte setzt Sonae Arauco auf 100 Prozent

nachhaltige Holzbeschaffung und eine effektive

Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen hat weltweit

mehrere Investitionen für die stärkere Integration

von Recyclingholz getätigt. Im zweiten

Quartal 2025 soll eine Anlage in Betrieb gehen,

die ausgediente MDF-Faserplatten in wertvolles

Rohmaterial für die Produktion neuer Faserplatten

umwandelt.

Nahe am Kreislauf

Auch für das Unternehmen Agoform aus Löhne

stand das Thema Nachhaltigkeit ganz oben

auf der Agenda: „Wir kommen der Kreislaufwirtschaft

immer näher“, erklärte Verkaufsleiter

Nikolai Pahmeyer. Um seine CO2-Emmissionen

zu senken, wurden die Rezepturen für

thermogeformte Produkte wie Besteck- oder

Gewürzeinsätze und Antirutschmatten auf

einen Rezyklat-Anteil von 75% umgestellt.

„Das bedeutet, dass 75% unserer Produkte aus

recyceltem Kunststoff hergestellt werden“, so

Pahmeyer. Damit will Agoform einen Maßstab

in der Branche setzen, ohne Abstriche bei der

Qualität oder Funktionalität zu machen. „Diese

Umstellung trägt zur Schonung der natürlichen

Ressourcen bei, reduziert die CO2-Emissionen

pro Artikel um fast zwei Drittel und leistet

einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der

Treibhausgase.“

Recycling im Fokus

Die Verwendung von Recycling-Materialien

spielt auch bei Hailo eine immer wichtigere

Rolle in der Produktion. „Nachhaltigkeit ist

ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie“,

betonte Geschäftsführer Jörg Lindemann.

So präsentierte das Familienunternehmen aus

Haiger auf der Sicam auch Abfalltrennsysteme,

deren Kunststoffanteile aus Rezyklaten erstellt

wurden. Doch nicht nur bei den Produkten

selbst ist das Thema Wiederverwertbarkeit auf

die Tagesordnung gerückt: Auch bei den Verpackungen

setzt Hailo verstärkt auf recycelte und

recycelbare Materialien sowie nachwachsende

Rohstoffe.

Rückkehr zur Sicam

Nach Pordenone zurückgekehrt war in diesem

Jahr Neolith, der Weltmarktführer im Bereich

Sinterstein. Auf der Messe zeigte das spanische

Unternehmen seine neue Farbpalette „Atmosphere“.

Die Kollektion bietet raffinierte Texturen,

die sowohl visuell ansprechend als auch

angenehm zu berühren sind. „Mit ‚Atmosphere‘

wollen wir die wachsende Nachfrage nach

Materialien erfüllen, die Design, Nachhaltigkeit

und außergewöhnliche Leistung vereinen“,

betonte Edoardo Passarini, Neolith-Geschäftsführer

für Süd- und Osteuropa.

Die nächste Sicam findet vom 14. bis

17. Oktober 2025 in Pordenone statt.

Stefan Mielchen

Minimalistische Ästhetik

Die flachen Design-Unterbauleuchten von Hera punkten

mit einer filigranen Bauweise.

„S-Pad F“ in Schwarz oder Alu punktet mit einer minimalen

Aufbauhöhe von nur fünf mm, „U-Pad F“ in Schwarz misst

minimale acht mm. Diese Leuchten passen damit hervorragend

in das aktuelle flache Küchendesign. Beide Varianten

sind geeignet als reines Arbeitslicht oder auch gedimmt als

Ambientebeleuchtung für ein gemütliches Beisammensein.

Die Lichtfarbe lässt sich individuell von 3.000 K (warm weiß)

bis 4.000 K (neutral weiß) regeln.

Das „S-Pad“ verfügt über einen Touch-Dimmer, das „U-Pad“

ist mit einem berührungslosen IR-Dimmer ausgestattet und

kann stufenlos gedimmt werden. Durch eine Bewegung wird

das angeschlossene Produkt ein- und ausgeschaltet. Längeres

Verharren vor dem IR-Sensor aktiviert die stufenlose Dimmfunktion.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE

34 Messen

Neue Programme

Nicht nur das Licht

an sich, sondern

auch das Design der

Leuchten spielt eine

entscheidende Rolle,

Lichtlösungen attraktiv

zu gestalten. In diesem

Punkt können auch

die flachen Unterbauleuchten

„S-Pad F“

und „U-Pad F“, hier

in der Anwendung

über der Arbeitsfläche,

punkten. Fotos: Hera


Staurauminszenierung

mit Wow-Effekt

Ninka präsentierte sich auf der Sicam einmal mehr als kompetenter Partner

für funktionale und durchgängige Lösungen hinter der Küchenfront.

Für den Gebrauch musste sich der Nutzer

aber nicht recken; das Tablar ließ sich

samt Beladung in bequeme Reichweite

ziehen. Nach Gebrauch verschwand das

Gerät auf Knopfdruck wieder in dem

ansprechenden Aufbau.

Neue Programme

Als attraktiven Eyecatcher bietet Ninka den Komplett-Unterschrank

„Qanto“ an, der auch zum Messeauftritt in Pordenone

dank der auffälligen Inszenierung im Zentrum einer riesigen

Kücheninsel die Blicke auf sich zog. Wie aus dem Nichts

tauchte in der Mitte einer flächenbündigen, rund drei Quadratmeter

großen Mar morarbeitsplatte eine Küchenmaschine auf.

Der ausfahrbare Komplett-

Unterschrank „Qanto“ stand

im Mittelpunkt des Auftritts von

Ninka zur Sicam. Foto: Ninka

Unterschiedliche

Nutzungsmöglichkeiten

Als zweite mögliche Anwendung zeigte

Ninka einen mit drei Tablaren ausgestatteten

„Gewürz-Qanto“ in praktischer

Reichweite direkt neben einem Kochfeld

in einer Küchenzeile. Hier fanden auf

dem unteren Tab lar hohe Öl- und Essigflaschen

sowie Gewürzmühlen Platz,

auf dem mitt leren, nur halb so groß

ausgeführten Tablar zahlreiche +kleine

Gewürzdo sen. Nach dem Kochen verschwindet

hier alles wieder aufge räumt im Unterschrank. Bei

diesem „Qanto“ fügte sich in eingefahre nem Zustand das

obere Tablar in die Arbeitsplatte. Hier können zum Bei spiel

kleinere Küchenutensilien für vorbereitende Kochschritte festen

Stand finden.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE

Ein Evergreen im neuen Look

Hailo bringt die vierte Generation des

Einbau-Abfalltrennsystems „Tandem“

mit neuem Look auf den Markt.

Mit über zwölf Millionen verkauften Einheiten ist

„Hailo Tandem“ das meistverkaufte Einbau-Abfalltrennsystem

der Welt. Die neueste Version des Klassikers

besticht mit einer reduzierten Einbautiefe von

nur 437 mm. Vorteile bietet dies vor allem, wenn der

Schrank bauseits weniger tief ist oder wenn hinter dem

Mülltrennsystem noch Platz benötigt wird – beispielsweise

für Installationen.

Die neue „Tandem“-Version kann in Standard-Küchenschränken

mit Drehtür ab 400 mm Breite montiert

werden. Die Tugenden seiner Vorläufer bleiben bei der

neuen Variante erhalten: die einfache Bodenmontage und

die zuverlässige Funktion zum Beispiel. Dank der integrierten

Vollauszugsschienen lässt sich das Mülltrennsystem komplett

herausziehen und gibt somit die Einwurföffnung für die

Inneneimer frei. Ein Kunststoff-Systemdeckel deckt die

Inneneimer nach dem Einschieben im Schrank hygienisch ab.

Modernes Design

Erhältlich ist das neue, in elegantem Dunkelgrau gehaltene

Abfalltrennsystem „Tandem“ 4. Generation mit den

Abmessungen

263 x 437 x 401

mm in verschiedenen

Varianten: Ganz nach dem

individuellen Bedarf kann zwischen

einem herausnehmbaren großen Inneneimer à 28 Liter,

zwei Inneneimern à 13 Liter oder drei Inneneimern mit je

acht Litern Volumen gewählt werden.

kuecheundbadforum.de/PRODUKTE

Neue Programme

Das Design des

Abfalltrennsystems

„Tandem“ 4. Generation,

hier in der Ausführung

mit drei

Inneneimern mit je

acht Litern Volumen,

wurde mit elegantem

Dunkelgrau dezent

dem Zeitgeist angepasst.

Foto: Hailo

Produkt 35


swiss interior expo

Erfolgreiches Debüt

Sehr positiv aufgenommen hat die Branche die Premiere der swiss interior expo. Modernes

Küchendesign und hochwertige Möbel zogen die Fachbesucher gleichmäßig an den drei

Veranstaltungstagen Anfang November auf das Messegelände in Bern.

Obwohl die Schweiz global nach ihrer

Größe nur Platz 133 bzw. nach Köpfen

Platz 98 belegt, liegt dieser Markt hinsichtlich

Lebensqualität und Bruttoinlandsprodukt

je Einwohner weltweit

auf Platz 4 und beim Pro-Kopf-Vermögen

sogar auf Platz 2. Er bietet also als

angesagter Exportmarkt für die Küchenund

Möbelbranche weiterhin beste

Geschäftsaussichten. Kein Wunder also,

dass sich zur Premiere der swiss interior

expo, kurz siex, mehr als 100 Aussteller

und Marken auf einer rund 5.500 qm

messenden Hallenfläche präsentierten

und Besucher vieler relevanter Unternehmen

aus der gesamten Schweiz

willkommen heißen durften.

Großes Interesse

Die lange Verweildauer der Besucher an

den Ständen der von Trendfairs organisierten

siex spiegelte dabei das Interesse

an der Auswahl hochkarätiger Aussteller

wie Der Kreis, Danform, Grohe, Haier,

Leu Swiss, Liebherr, Quooker, Sachsenküchen,

Strasser, V-Zug oder Wimmer

Wohnkollektion wider.

Zufrieden mit der Premiere der swiss

interior expo war auch das Team von

Häcker. Der Küchenmöbelhersteller

präsentierte sich auf 100 qm mit vielfältigen

Produktinnovationen aus der

neuen Herbstkollektion, etwa die Front

„AV 5015“ mit hochwertiger Polymerglas-Oberfläche

in mondänem Olivgrün

metallic.

Wie Künstliche Intelligenz die Küchenplanung

in Zukunft sinnvoll unterstützen

kann, demonstrierte hingegen Carat

in Bern mit der neuen Unit „Carat labs“.

„‚Carat labs‘ bietet uns als Ideenschmiede

den Rahmen, Lösungen rund um das

Thema KI zu entwickeln, Themen offen

zu diskutieren und Wissen zu teilen“,

erläuterte Carat-Geschäftsführer Andreas

Günther die Hintergründe. Von den

konkreten und praxisorientierten

Mehrwerten, die mit dem Wissen um

Megatrends und den Kenntnissen von

Zukunftstechnologien für die Küchenplanung

entstehen, konnten sich die

Fachbesucher live überzeugen und einen

exklusiven Einblick auf die Küchenplanung

von morgen werfen.

Über seine Schweizer Exklusivvertretung

Chuchi Arena zeigte auch Avitana auf

der Messe „Flagge“ und sparte nicht

mit Lob: „Die swiss interior expo war

perfekt organisiert, die Besucher motiviert

und interessiert, die Eidgenossenschaft

ein aufgeschlossener Markt!

100 von 100 Punkten für diese Messebeteiligung.“

In Bern hat Avitana dabei

sein gesamtes Plasmafilter-Sortiment

sowie das neue Highend-Produkt „aira

Luce” als autarke Raumlösung für optimale

Beleuchtung plus saubere Luft

vorgestellt.

Die swiss interior expo feierte vom 5. bis

7. November, u. a. mit der inspirierenden

Sonderschau Lebensraum, ihre Premiere

in der Schweizer Hauptstadt Bern. In dem

design- und wertbewussten Land bieten

sich herausragende Wachstumschancen.

36 Messen


Für Sachsenküchen um Geschäftsführer Elko Beeg (l.) und

Exportleiter Ingo Joram bietet der Schweizer Markt noch viel Potenzial.

Mit hochwertigen Sitzmöbeln für den Wohn- und

Essbereich konnte Leu Swiss, hier Geschäftsführer

Mathias Lindauer mit seiner Frau Faisuly Mine, punkten.

Zufrieden mit der Premiere der siex zeigten sich auch

Wimmer-Geschäftsführer Stefan Thür (r.) und Verkaufsleiter

Josef Neukirchinger. Fotos: Lehmann

Inspirierende Sonderschau

„Lebensraum“

Über die gesamte Messedauer hinweg

herrschte dabei nicht nur bei Avitana

eine positive Stimmung. Auffällig:

Neben Handel und Schreinereien waren

viele interessierte Unternehmen aus der

Industrie vor Ort, um sich ein Bild der

Erstveranstaltung zu machen und ihre

Teilnahme für 2026 zu evaluieren.

Großen Anklang fand dabei auch die

Inszenierung „Lebensraum“. Das Konzept,

die Räume Küche, Essen und

Wohnen zu einer harmonischen

Gesamtinszenierung zu verschmelzen,

hat sich im modernen Einrichten etabliert.

Diese Schau demonstrierte, wie

moderne Küchen- und Wohnbereiche

heutigen Bedürfnissen gerecht werden

– von Kochen und Essen über Arbeiten

und Spielen bis hin zu Entspannung

und Schlafen. Bora und Suter als Sponsoren

der Sonderschau unterstützten

das Konzept, das innovative Wohnideen

zeigte.

Spannendes Rahmenprogramm

Das Rahmenprogramm auf der Stage rundete

das Event ab und sorgte für ein aufmerksames

und gut besuchtes Auditorium.

Referenten aus Wirtschaft, Forschung,

Architektur und dem Handel präsentierten

an den drei Messetagen die neuesten

Trends und Entwicklungen der Branche.

Insgesamt hat die Messe hat laut Trendfairs

einen starken Impuls für die Branche

gesetzt und als neuer Branchentreffpunkt

überzeugt. „Die Premiere der

Fachmesse wurde von der Branche exzellent

angenommen. Die hochwertigen

Produkte und Leistungen zogen über die

drei Tage hinweg gleichmäßig die Experten

der Branche an. Wir glauben, dass

wir hier den Startpunkt für eine Erfolgsgeschichte

gesetzt haben“, so Trendfairs-Geschäftsführer

und -Gesellschafter

Michael Rambach. Daher wird die siex

auch wiederkommen. Für das Jahr 2026

ist die nächste Ausgabe der neuen Einrichtungsmesse

in der Schweiz geplant.

Sebastian Lehmann

Für Daniel Hörnes, Geschäftsführer Quooker Deutschland, sind

Investitionen und Präsenzen auf Messen der Schlüssel zum Erfolg.

Messen 37


Schöne Bescherung!

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Kadewe:

Design zieht an

Besonderes Merkmal des Designerbetts von Sebastian Zenker ist das markante

Kopfteil. Es war Mittelpunkt des Herbst-Events, bei dem auch die Geschäftsführer von

Royfort anwesend waren. Ihr Ehrgeiz ist es, mit ihrer Bettwäsche den Sinneseindruck

von Nächten im Luxushotel zu erschaffen. Fotos: Royfort

MÖBELMARKT

11 / 2024

Die Kundschaft überraschen und besondere Gelegenheiten schaffen – wer

auf sich aufmerksam machen und Begehren wecken möchte, denkt gern

einmal kategorie-übergreifend. So geschehen im doppelten Sinn in der neuesten

Kollaboration der Bettwäsche-Afficionados von Royfort mit dem Berliner

Kaufhaus des Westens (Kadewe).

Um ihre Kunden von der Hochwertigkeit und dem Komfort ihrer Produkte zu

überzeugen, haben die Royfort-Geschäftsführer Gregor Gmür (Foto oben)

und Valentin Brandstetter ein Designerbett entwerfen lassen. Der renommierte

Innenarchitekt Sebastian Zenker gestaltete das aufwendige Bett

und krönte es mit einem auffälligen, gegenwärtig anmutenden Kopfteil. Ein

guter Grund, um zum Event ins Kadewe zu laden und mit dem besonderen

Möbelstück zu überraschen. Vor allem das weibliche Publikum ließ sich gerne

von der Handwerklichkeit der Produkte überzeugen. Das Ergebnis: emotionale

Begegnungen und Frequenz. kh

Out of the Box 99


Orgatec 2024 – Keimzelle für ein neues Pure-Format in Köln:

Offen, bunt, inspierierend, anders – eine Blaupause für die Messe der Zukunft: Das neue Orgatec-Format wurde zum Festival, das Besucher

in Arbeits- und Wohnwelten von morgen eintauchen ließ. Fließende Standkonzepte mit Erlebnischarakter, Vorträge und Diskussionen,

DJs und Foodtrucks sorgten für eine lockere Atmosphäre und boten eine ganz neue Plattform für Neuheiten, Innovationen und Marken.

Worauf auch das neue hybride Fachhandels-Format in Halle 5 abzielt – als neue Messe-Heimat für Wohnmöbel-Marken.

Gerald Schultheiß und Julia Peters besuchten die Orgatec.

„Das neue Messekonzept ist voll aufgegangen!

Die Orgatec verwandelte sich

mit dem Work Culture Festival in ein

echtes Branchenspektakel“, so Helmut

Link, Vorsitzender des Industrieverbands

Büro und Arbeitswelt (IBA). Die

Messe habe nicht nur die neuesten Produkte,

sondern auch die jetzt dringend

benötigten Konzepte für künftige Arbeitswelten

vorgestellt.

Das neue Konzept lockte rund 11%

mehr Besucher an als beim letzten Event

2022: Rund 50.000 Fachbesucher aus

126 Ländern nutzten die Branchenplattform,

der Auslandsanteil betrug rund

56%. Vor allem am zweiten Messetag

waren die Hallen teilweise brechend voll.

„Das deutliche Besucherwachstum unterstreicht

die internationale Bedeutung

dieser Leitmesse“, unterstrich Gerald

Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung

der Koelnmesse.

DJs, Foodtrucks, Wunderwelt

Auf 140.000 qm präsentierten 729 Aussteller

aus 40 Ländern ihre Visionen und

Neuheiten für die Arbeitswelt von morgen.

Der neue Charakter der globalen

Leitmesse mit einem neu strukturierten

Hallenlayout und themenspezifischen

„Focus Areas“ war auf dem gesamten

Gelände zu spüren.

Bei den „Focus Areas“ handelte es sich

um interaktive Flächen, die Themen wie

Circular Economy beleuchteten und

praxisnahe Ansätze für die Arbeit von

morgen aufzeigten. Um diese Highlight-

Flächen herum positionierten sich Aussteller,

die ihre Produktinnovationen

und Konzepte zu dem jeweiligen Fokus-

Thema präsentierten.

Das Work Culture Festival mit über 100

internationalen Speakern mit zahlreichen

Diskussions- und Vortragsreihen

zu spannenden Branchenthemen sorgte

bei den Fachbesuchern für viel Inspiration

und ein neuartiges Messe-Erlebnis.

DJs auf dem Boulevard sowie

Foodtrucks in den Hallen lockerten das

Format zusätzlich auf und machten die

Messe zu einem Businessfestival.

Einige Aussteller griffen das neue Erlebniskonzept

auf und integrierten es auf

beeindruckende Weise auf ihren Standflächen.

Ganz besonders stach der Auftritt

von Dauphin heraus (Fotos dazu

Seite 101), bei dem Besucher getreu

dem Standmotto in eine „Wonderworld“

eintauchten. „Dauphin darf sich mit einem

furiosen und zukunftsgerichteten

Messeauftritt feiern. Mit einem sehr mutigen

Standkonzept ist es uns gelungen,

Euphorie bei Kunden, Besuchern und

nicht zuletzt im eigenen Team auszulösen“,

so Elmar Duffner, CEO der Dau-

100 Messen

MÖBELMARKT

11 / 2024


Dr. Julia Koch, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei

Assmann, steht vor der naturnah gestalteten Box

des Raum-in-Raumsystems „Syneo Silence“.

Jochen Müller, Geschäftsführer der Müller Möbelwerkstätten,

sitzt auf der praktischen „Stapelliege“,

die sich perfekt für kleine Wohnräume eignet.

Dirk Offermanns, Geschäftsführer Kinnarps Germany,

auf dem Barhocker „Embrace“ am Tisch „Etage“, ideal

für Gespräche auf Augenhöhe im Sitzen und Stehen.

„Secret Paradise“, „Festival Ground“ oder „Zen Cube“: Dauphin überraschte,

inspirierte und begeisterte unter dem Claim „Workheart. Wonder World“ mit

einer phantastischen Interpretation des neuen Erlebniskonzeptes.

Furioser, zukunftsgerichteter Auftritt, der über 4.000 Besucher auf den

Stand lockte: Antje Dauphin und Elmar Duffner freuten sich sehr über den

vollen Erfolg von Dauphin auf der Orgatec – national wie international.

Beeindruckendes VR-Erlebnis, großer Andrang: Bei Interstuhl konnten

Besucher ergonomische und produktive Arbeitsumgebungen virtuell

erleben, bevor diese für den Markt real umgesetzt werden. Foto: Interstuhl

„Wir wollen gegen das Negative anarbeiten und wieder ein bisschen gute Laune

verbreiten“, so Nicole Eggert, Geschäftsführerin bei Palmberg. Ihr Lieblingsmöbelstück

auf dem Messestand ist der gemütliche Strandkorb. Foto: Peters


Der „Aeris Linu“, hier mit Kufengestell,

ermöglicht durch die neue Flex-Kinematik

fließende Bewegungen nach vorne,

hinten und zur Seite. Foto: Aeris

phin Holding, der den Dauphin-Auftritt

als ein starkes Comeback auf der

Orgatec sieht.

Für das Unternehmen war die Messe

als Ganzes ein voller Erfolg. Über 4.000

Besucher ließen sich von den außergewöhnlichen

Settings, wie dem Secret

Paradise, dem Festival Ground oder

dem Zen Cube, überraschen und inspirieren.

Neben dem deutschen und internationalen

Fachhandel besuchten auch

viele Unternehmen und Planungsbüros

den Dauphin-Stand.

Alternative für imm cologne

Generell waren auch Verbände wie die

Begros und viele Wohnmöbel-Hersteller

gerade aus dem Pure-Bereich der imm

cologne auf der Orgatec unterwegs und

nahmen an Führungen mit imm-Creative

Director Dick Spierenburg teil. Denn

das Interesse war groß, ob die Orgatec

auch für sie die Messeplattform der Zukunft

werden könnte. Viele Hochwert-

Aussteller sehen in der alle zwei Jahre

stattfindenden Orgatec eine sehr gute

Alternative, wenn nicht gar die neue

Heimat für den Pure-Bereich.

Passend dazu gab es diesmal das neue

Format „Hybrid Interior Design“ in Halle

5. Während die Messe sonst im Wesentlichen

auf die Zukunft des Arbeitsplatzes

und das Objektgeschäft fokussiert,

bot dieses neue Format

gehobenen Wohnmöblern die Chance,

neben dem Fachhandels-Geschäft

auch ihr Büro- und Objektgeschäft weiter

auszubauen. Zu diesen Herstellern

zählten etwa Kettnaker, Cor, De Sede,

Walter Knoll, Fermob, Jan Kurtz, Montis,

Müller Möbelwerkstätten, Nardi,

Spinder und Stern. Einige – wie Kettnaker

– stellten alleine oder mit Kooperationspartnern

auf runden „Circle“-Flächen

und in galerieähnlichen

Ständen ihre neuen

Designs vor.

„Die hybride Halle 5 war die

perfekte Plattform, um unsere

Einrichtungssysteme im

hochwertigen Objektbereich zu

präsentieren. Eine durchweg sehr

positive Resonanz auf unseren offenen

und transparenten Stand

hat unseren Auftritt in Halle 5

bestätigt“, freute sich Geschäftsführer

Wolfgang

Kettnaker.

Das Büro wird

wohnlicher

Dieses neue hybride

Format passt zum Mega-

Trend, dass die Kollektionen

der Büromöbler immer wohnlicher

werden. Die Menschen sollen sich im

Büro wie zuhause fühlen. Ein Loungesofa,

das ursprünglich fürs Büro erdacht

war, kann genauso gut im heimischen

Wohnzimmer stehen. Ein Beispiel dafür

ist auch der Barhocker „Embrace“ von

Kinnarps (Foto Seite 101), der als Besprechungsstuhl

gezeigt wurde, theoretisch

aber auch so in einer Wohnküche

stehen könnte.

Auch auf dem Stand von Palmberg

spiegelt sich der fließende Übergang

zwischen Wohnen und Büro wieder:

Der Strandkorb ist nicht nur das Lieblingsmöbel

von Geschäftsführerin

Nicole Eggert (Foto Seite 101), sondern

zeigt auch, wie Möbel Urlaubsfeeling –

und damit auch mehr Wohnlichkeit – in

den Arbeitsalltag bringen können.

Die Verlagerung vom Homeoffice zurück

ins Büro ist ein weiterer Aspekt,

der für die Hersteller sehr wichtig ist. So

entwickeln sie zum einen Produkte, die

so sehr überzeugen sollen, dass sie die

Arbeitnehmer zurück ins Büro locken.

Zum anderen arbeiten sie an Lösungen,

die für das verstärkte Arbeiten von zuhause

passend sind.

„Der Markt für Homeoffice ist sicher eine

Nische, die Potenzial bietet. Neben

unseren klassischen Warengruppen

zeigten wir daher auch neue wohnliche

Produkte“, so Rene Nieuwendijk, Vice

President of Global Retail Sales bei

Humanscale. Die Orgatec war ihm zufolge

sowohl für den Objektbereich als

auch in Richtung Fachhandel ein Erfolg.

„Überraschenderweise waren viele Verbände

und Einzelhändler unterwegs –

für uns ein klares Zeichen, dass der

Handel nach neuen Konzepten und

Chancen sucht“, so Nieuwendijk.

Schnittmenge wächst

Hersteller von Büromöbeln gestalten ihre

Produkte immer wohnlicher. Andersherum

visieren klassische Wohnmöbelhersteller

zunehmend den Büro- und

Objektmarkt an: Die Produkte wachsen

also zusammen und die vertrieblichen

Schnittmengen nehmen zu.

Damit steigt wiederum die Anziehungskraft

der Orgatec auch für bisherige

Wohnmöbelhersteller insbesondere aus

dem Pure-Bereich der imm cologne.

Entsprechend hat das neue Format der

Orgatec sowohl bei Ausstellern als

auch bei Besuchern großen Anklang

gefunden.

Nachhaltigkeit stark

im Trend

Unabhängig davon, ob der Fokus auf

klassischen Büromöbeln oder wohnlicheren

Objekten lag, ein Thema war allgegenwärtig:

Nachhaltigkeit.

So lenkte der Stand von Vepa dank unzähliger

leerer Plastikflaschen am Eingang

die Aufmerksamkeit auf diese

Thematik und zeigte auf, wie sich Kreislaufwirtschaft

umsetzen lässt.

Auch Assmann inszenierte das Thema

sehr auffällig und stellte auf der Messe

den Nachhaltigkeitsbericht 2023 vor,

der nach GRI-Standards erstellt wurde.

Auch Eggert von Palmberg sagt:

„Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle.

Wir sind ganz glücklich, dass wir es

kurz vor der Orgatec geschafft haben,

das RAL-Gütezeichen ‚Möbel – Zirkulär

Nachhaltig‘ zu erhalten.“

Entsprechend euphorisch zeigte sich

denn auch Oliver Frese, Geschäftsführer

der Koelnmesse: „Die diesjährige

Orgatec war die inhaltlich stärkste aller

Zeiten: impulsgebend, erlebnisorientiert

und höchst effizient.“

Die nächste Orgatec findet vom 27. bis

30. Oktober 2026 statt.

Für Rene Nieuwendijk (l.) und Marc von Eicken, Retail Consultant Germany,

von Humanscale, war die Orgatec sowohl für den Objektbereich als auch in

Richtung Fachhandel ein voller Erfolg.

„Innovationspreis Architektur + Office 2024“ ging an „Layers moved by Hettich

RoomSpin“, das erste Office-Konzept von Hettich und Kuhn (v.l. Luisa Bartnick,

Daniel Rehage und Sebastian Voss vom Hettich-Team). Foto: Hettich

102 Messen

MÖBELMARKT

11 / 2024


Bunt, ausgelassen, gut besucht: Marcel Focht

von Topstar hatte Spaß, viele neue Kontakte zu

knüpfen – über 50% davon international.

„Borrowed from the Loop“, so das Konzept von Flokk.

Dazu passt der Bürostuhl „Håg Capisco Puls 8010“

aus recycelten Schneepflugmarkern. Foto: Flokk

Vorbild Wohnwagen: Arnoud van Spijk, verantwortlich

für Kreislaufwirtschaft bei Vepa, im Objekt „Wireworks“,

einer Oase der Ruhe, etwa für Telefonate und Meetings.

Hybrid Interior Design

Vor allem Lösungen mit integrierter Leinwand und Kurzdistanzprojektor für den

Lobby- oder Besprechungsbereich waren für die Orgatec perfekt. Wolfgang

Kettnaker freute sich über die durchweg sehr positive Resonanz.

Cor präsentierte dynamische New-Work-Inspirationen, unter anderem mit

der Neuheit „Jalis Flow“, einem modularen Sitzmöbelsystem. Geschäftsführender

Gesellschafter Leo Lübke sitzt auf einem der „Drop Hocker“.

Mara Benz, Geschäftsführerin bei Walter Knoll, neben dem neuen „Osuu Chair“,

einem leichten Holzstuhl mit einer einzigartigen Verbindung von Bugholz und

Schichtholz. Das zeitlose Design und die hohe Qualität sorgen für Langlebigkeit.

Der Mobitec-Stand zeigte, wie Farben das Wohlbefinden beeinflussen: Ralf

Lötfering, Vertriebsleiter D-A-CH-I, vor der breiten Farbpalette, inklusive

Kombinationsvorschläge. Fotos: Schultheiß, Peters

in Halle 5

MÖBELMARKT

11 / 2024

Messen 103


Cor: Großinvestition pünktlich zur Hausmesse fertig

70 Jahre wird die Polstermöbel-Manufaktur Cor in diesem Jahr alt und sie hat sich im Laufe

der Jahrzehnte zu einer der ersten Adressen für edle Polstermöbel in Deutschland entwickelt.

Für rauschende Geburtstagsfeste ist nach Auffassung der Verantwortlichen bei Cor

aktuell nicht die rechte Zeit und dennoch: Eigentlich hat man in Rheda-Wiedenbrück gleich

doppelt Grund zu feiern. Denn dank Investitionen von knapp 7 Mio. Euro am Produktionsstandort

Rheda-Wiedenbrück konnte man vor der Hausmesse unter anderem ein komplett

neu gebautes Materiallager in Betrieb nehmen, das nicht nur besonders energieeffizient ist,

sondern ein wesentlicher Baustein im Rahmen des Projektes „Schlanke Fabrik“. Alle

Zwischenlager können so aufgelöst werden und trotzdem wurde die Lagerkapazität

verdoppelt und damit die Verfügbarkeit der Materialien erhöht. Aber auch

in den Maschinenpark und in die Digitalisierung hat Cor-Inhaber Leo Lübke

kräftig investiert.

Ebenfalls eine Investition in die Zukunft war die Teilnahme an der Kölner Messe

Orgatec, auf der sich die Branche der Objekteinrichter und Büro-Ausstatter trifft.

Der Objektbereich ist bei Cor in den vergangenen Jahren stetig gewachsen und

stellt ein ebenso wichtiges Standbein dar wie die Wohnmöbel. „Jalis Flow“ war eine

der Top-Neuheiten des Unternehmens für die Büro- und Objektmesse. Mit „Jalis Flow“

ist es der Premium-Marke gelungen, das archetypische Design des geknickten Kissens

aus ihrem Erfolgsmodell „Jalis“ in den Contract-Bereich zu bringen: „Einladend

auf einem Kissen zu sitzen, sollte der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden“,

kommentiert das Stuttgarter Designer-Duo Jehs+Laub seinen Entwurf

für Cor. Fotos: Cor / Bewermeier-Helms

„Interlübke muss immer etwas Besonderes bleiben“

Vor rund zwei Jahren übernahm der deutlich kleinere Premium-Hersteller für Bad-Einrichtungen

Domovari den Edel-Kastenmöbler Interlübke. Und mit Dr. Frank Oehmke (Foto) kümmert

sich seit dem letzten Jahr ein Mitglied der neuen Eigentümerfamilie um Interlübke. Das

Unternehmen soll nach unruhigen Zeiten mit mehreren Inhaberwechseln wieder in ruhiges

Fahrwasser kommen. Und hierfür investiert Oehmke kräftig – auch um Synergien zwischen

den beiden Unternehmen zu nutzen: „Rund 1,4 Millionen Euro fließen derzeit in den Maschinenpark

für ein automatisches Plattenlager und eine neue, vollautomatische Kantenanleimmaschine.

Ende Februar folgt noch 5-Achs-CNC-Maschine für rund 350.000 Euro. Gleichzeitig

müssen wir unsere Daten umstellen und werden ein neues ERP-System einführen“, so

der Geschäftsführer im Gespräch mit dem MÖBELMARKT am Rande der Hausmesse. Alles

Investitionen in die Zukunft. Denn damit wird Interlübke in die Lage versetzt, auch Möbel für

das Schwesterunternehmen in Krefeld zu produzieren

und die Auslastung zu verbessern.

Eine weitere wichtige Aufgabe von Dr. Frank Oehmke

lag direkt nach Amtsantritt in der Reduzierung der

Overheadkosten. In der Verwaltung war Interlübke teilweise

noch personell stark überbesetzt, was jetzt geändert

wurde. Von 150 Mitarbeitern hat Oehmke den

Stamm auf 115 reduziert. Dass dies fast ausschließlich

in der Verwaltung geschah, spricht Bände: „Es waren in den letzten Jahren ja einige Geschäftsführer

zur Sanierung im Haus, und ich muss zugeben, dass ich schon verwundert

war, wie wenig sich in dieser Zeit hier verändert hat“, so Oehmke. Und er muss es wissen,

schließlich wurde ihm das Unternehmen bereits 2014 zum Kauf angeboten. Damals erschien

der Schritt für Domovari nach genauer Prüfung aber noch zu groß. Beim dritten Anlauf

schließlich passten die Rahmbedingungen und der Deal war 2022 perfekt.

Um Interlübke den Weg in eine wieder erfolgreichere Zukunft zu bereiten – die rund 14

Millionen Euro, die 2024 wohl in den Büchern stehen werden, sind langfristig einfach zu

wenig – reicht es natürlich nicht, zur verlängerten Werkbank für Domovari zu werden: „Wir

müssen die Marke verjüngen und wieder bekannter machen“, sagt Oehmke und meint

damit natürlich keine hippe Lifestyle-Marke, sondern eine Premium-Marke, die die Einrichtungs-Ansprüche

einer anspruchsvollen, aber immer mobileren und flexibleren Zielgruppe

wiederspiegelt. Einzelmöbel wie das Sideboard-Programm „Tavi“, hochwertig,

zeitlos, aber flexibel und „umzugsgeeignet“, sind da der richtige Weg. Denn eines ist für

Frank Oehmke auch klar: „Interlübke muss immer etwas Besonderes bleiben.“ Foto: Schwarze

104 Messen

MÖBELMARKT

11 / 2024


Meble Polska 2025 wird größer als im letzten Jahr

Der aktuelle Stand der Ausstelleranmeldungen für die Möbelmesse Meble Polska

2025, die vom 25. bis 28. Februar in Posen stattfinden wird, deutet darauf hin, dass

die nächstjährige Ausgabe der wichtigsten europäischen Möbelbeschaffungsmesse

größer sein wird als im vergangenen Februar. „Die Branche reagiert auf die aktuelle

Situation mit Aktivität. Die Hersteller nutzen die Möbelmesse in Posen, um ihr Kundenportfolio

zu diversifizieren und die Vertriebsstruktur auf neue Märkte auszuweiten.

Derzeit ist die von den Ausstellern bestellte Fläche die gleiche wie im Vergleichszeitraum

des Vorjahres. Wir warten noch auf die endgültige Bestätigung der

Standgröße durch einige unserer Stammaussteller“, sagt der Direktor der Meble

Polska, Józef Szyszka.

Die MTP Group wirbt auch aktiv um Möbelhersteller aus der Ukraine. Diese Aktivitäten

werden in Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Verband der Möbelhersteller

UAFM durchgeführt, der die Meble Polska als das effektivste Verkaufsförderungsinstrument

unter allen Möbelmessen, an denen der UAFM in den vergangenen Jahren

teilgenommen hat, anerkannt hat. Nach ersten Ankündigungen wird der nationale

Auftritt ukrainischer Unternehmen sogar noch größer sein als bei der Ausgabe 2024.

Die Ausstellung der Messe Meble Polska belegt derzeit die Pavillons 3, 3A, 4, 5, 5A

(Home Decor-Ausstellung), 6 und 8. Das ist mehr als bei der Ausgabe vor der Pandemie

2020. Die Absage der Januar-Ausgabe der imm Cologne hat das Interesse

neuer Unternehmen an einer Teilnahme erhöht. Foto: Meble Polska

Trends up West: Siebte Runde im Juni 2025

Die Lifestyle-Show Trends up West geht 2025 in die siebte Runde. Wie die

Veranstalter mitteilen, ist es das Ziel, 300 Marken auf 15.000 qm Ausstellungsfläche

auf dem Areal Böhler zu präsentieren. Das Interesse an der

Trends up West, die vom 28. bis 30. Juni 2025 in Düsseldorf die Lifestyle-

Branche zusammenbringt, ist groß. Kaum hat die Trendshow im Westen mit

der Vermarktung der Standflächen für die siebte Ausgabe begonnen, liegen

bereits über 30 Anmeldungen und über 50 Reservierungen vor. Ab sofort ist

die offizielle Anmeldung möglich – für eine Trends up West, die sich im kommenden

Jahr noch einmal deutlich weiterentwickeln wird.

Mit 240 Marken setzte die Trends up West in diesem Frühsommer starke

Akzente für den Handel. Über 3.000 Fachbesucher kamen am letzten Juni-

Wochenende zur Trends up West nach Düsseldorf. 80 Prozent der Besucher

bewerteten die Veranstaltung als „interessant“ oder „sehr interessant“.

Die Themenwelt „Outdoor & Living“ wird 2025 weiter ausgebaut und fügt sich

damit optimal in die Struktur der anderen Bereiche „Home, Deco & Fashion“,

„Gift & Paper“ sowie „Cook, Eat & Drink“ ein. Foto: Trends up West

Interzum 2025 mit starker Nachfrage

Die Leitmesse für Möbelfertigung und Interior Design verzeichnet rund

sechs Monate vor ihrem Start eine starke internationale Nachfrage. Mit

über 93% vermieteter Ausstellungsfläche und der Teilnahmebestätigung

zahlreicher Branchengrößen und Rückkehrer wird die Interzum, welche

vom 20. bis 23. Mai 2025 in Köln stattfindet, erneut ein zentraler Treffpunkt

für Innovationen und Trends, so der Veranstalter Koelnmesse.

Ungewisse Prognosen und der zunehmende Druck in puncto Nachhaltigkeit

erschweren langfristige Planungen der Möbelzulieferindustrie.

Inmitten dieser Aussichten soll die Interzum als wichtige Business- und

Networkingplattform der Branche fungieren.

Unter dem neuen Leitthema „Rethinking Resources: Circular and Biobased

Solutions“ setzt die Interzum im nächsten Jahr ein starkes Zeichen

für nachhaltige Möbelfertigung.

Auf der Interzum Trend Stage, der Interzum Product Stage und in den

drei Interzum Trend-Foren werden innovative Ideen, Studien und marktreife

Lösungen vorgestellt und diskutiert. Auf dem „Rethinking Resources

Boulevard“ haben ausstellende Unternehmen die Möglichkeit, ihre

Produkte und visionären Konzepte rund um biobasierte Materialien und

Kreislaufwirtschaft vorzustellen. Der Interzum Award 2025, vergeben

von einer internationalen Fachjury, wird erneut herausragende Produkte

der Möbelzulieferindustrie auszeichnen. Foto: Koelnmesse

Swiss Interior Expo: Inspirierende Premiere

Die Premiere der Swiss Interior Expo, welche vom 5. bis 7. November

im schweizerischen Bern stattfand, verlief erfolgreich. Mehr als 100 nationale

und internationale Aussteller und Marken präsentierten auf dem

neuen Messeformat Neuheiten aus den Bereichen Küchendesign und

Möbel. Neben Handel, Schreinereien, Projektentwicklern, Architekten

und Innenarchitekten waren viele interessierte Unternehmen aus der Industrie

vor Ort, um sich ein Bild der Erstveranstaltung zu machen.

Lesen Sie mehr dazu in unserem küche&bad forum auf S. 36/37.

MÖBELMARKT

11 / 2024

Messen 105


Mit Fahrrad-Rikschas könnten sich die Besucher durch die

Messehallen fahren lassen. Foto: Brüsseler Möbelmesse

Meubelbeurs 2024

In Brüssel kommt man gut voran

Die Zeiten sind schwierig, doch davon lässt sich das Team der Brüsseler Möbelmesse nicht entmutigen. Selbstbewusst treibt man die

Entwicklung der Veranstaltung Stück für Stück voran und hofft, auch von den Veränderungen in der deutschen Messelandschaft

perspektivisch profitieren zu können.

Wachstum im Blick: Das Brüssel-Team um Messe-Direktor Glenn De Maeseneer

(Mitte) und Thomas Hibert (Marketing, links) sowie Filip De Jaeger vom Industrieverband

Fedustria. Fotos: stm

Der deutsche Markt wird für Belgiens

Möbelindustrie immer wichtiger: In der

ersten Jahreshälfte 2024 stiegen die

Möbelexporte in die Bundesrepublik um

46,4% an, wodurch Deutschland auf

Rang 2 der wichtigsten Absatzmärkte

belgischer Hersteller kletterte und damit

die Niederlande auf Rang 3 verdrängte.

Frankreich steht unangefochten an der

Spitze.

Insgesamt stiegen die Möbelexporte

aus dem Nachbarland im ersten Halbjahr

2024 gegenüber dem Vorjahreszeitraum

um 0,4% an. Doch das bedeutet

nicht, dass Belgiens Hersteller keine

Probleme hätten: Im gleichen Zeitraum

sank der Umsatz der dortigen Möbelindustrie

um 7,8% gegenüber dem Vergleichszeitraum.

Die Kapazitätsauslastung

lag bei 70,6%, die Investitionen

sanken um 15,6%.

Und das nach einem schwachen Vorjahr:

Bezogen auf das Gesamtjahr verbuchten

die belgischen Hersteller 2023

ein Umsatzminus von 7%. Filip De Jaeger,

Chef des Möbelindustrie-Verbandes

Fedustria, sprach in Brüssel von einer

historisch schlechten Situation der

heimischen Branche.

Qualitatives Wachstum

Wie zum Trotz lautete das Motto des

diesjährigen Brüsseler Möbelmesse

„Growing Homes“. „Das Wort Wachstum

in unserem Slogan bezieht sich dabei

nicht unbedingt auf die Fläche oder

die Anzahl der Aussteller, sondern auf

eine gesunde Entwicklung im Sinne einer

qualitativ hochwertigen, modernen

und effizienteren Messe“, erklärte Messe-

Direktor Glenn De Maeseneer.

Wie so häufig auf derartigen Veranstaltungen

war die Stimmung besser, als es

die Situation vermuten lässt. „Auf der

Messe wird nicht lange rumgejammert“,

sagte etwa Franz Rungger, Verkaufsleiter

International bei Voglauer, wo man sich

über eine gute Resonanz auf das gezeigte

Programm V-Tektura freute. „Seit September

steigt die Kundenfrequenz wieder

an“, so Rungger, der mit Voglauer

alle zwei Jahre nach Brüssel kommt.

Insgesamt waren auf der Messe im No-

106 Messen

MÖBELMARKT

11 / 2024


vember 221 Marken aus 19 Nationen

vertreten. Der überwiegende Teil der

Aussteller in Brüssel kommt traditionell

aus Belgien (81) und den Niederlanden

(70). Aus Deutschland präsentierten

sich in diesem Jahr 13 Marken, damit

belegte die Bundesrepublik den dritten

Platz der Aussteller-Nationen.

Auch chinesische Unternehmen wie

Kuka Home und HTL präsentierten sich

in Brüssel. Dazu passt, dass die Zahl

der Möbelimporte aus China nach Belgien

in der ersten Jahreshälfte 2024 um

16,2% gegenüber dem Vergleichszeitraum

des Vorjahres anstieg.

„Effizienz und gute Geschäfte“

Auch wenn die Frequenz am ersten

Messetag durch den parallel stattfindenden

Brüssel-Marathon etwas verhaltener

war, herrschte ab Montag viel

Andrang in den Hallen und entsprechende

Geschäftigkeit an den Ständen.

Von den rund 20.000 Besuchern kommen

in der Regel mehr als zwei Drittel

aus den Benelux-Ländern.

Fedustria-Chef Filip De Jaeger blickt

aber bereits voraus: „Die Verschiebung

der Kölner Möbelmesse Anfang 2025

wird hoffentlich dazu führen, dass sich

deutsche und andere Einkäufer Brüssel

zuwenden.“ Glenn De Maeseneer ergänzt:

„Die Möbelmesse steht für Sicherheit,

Effizienz und gute Geschäfte in einer

stimmungsvollen Umgebung.“

Tatsächlich konnten die Veranstalter mit

einigen Neuerungen glänzen. Nicht nur,

dass die Besucher auf Wunsch mit Fahrrad-Rikschas

durch die Hallen transportiert

wurden. Die Belgian Design Island

richtete ihren Fokus in einem neu gestalteten

Areal auf heimische Designer und

deren Schaffen. Gleich nebenan präsentierten

sich verschiedene belgische Hersteller

auf einer neuen Outdoor-Fläche.

„Kleine, aber ausgeklügelte Schritte in

Richtung Zukunft“ nennt De Maeseneer

diese Investitionen.

Bedding-Halle gut besetzt

Der 360 Grad drehbare Stuhl „Roxana“

war der Verkaufsschlager am Stand des

dänischen Unternehmens Unique.

MÖBELMARKT

11 / 2024

Hierzu zählt auch die Bedding-Halle

„Brussels by Night“, auf der sich zahlreiche

Aussteller von hohem Niveau tummelten,

wenn gleich die Aquinos-Gruppe,

wie zu hören war, in letzter Sekunde

abgesagt hatte. Aus Deutschland war

hier unter anderem die Marke Brinkhaus

vertreten, wo Exportleiter Rafael Torres

und sein Team neben Bettwaren auch

Boxspringbetten zeigten. „Da bohren wir

hier allerdings ein dickes Brett“ wie er

mit Blick auf die starken belgischen Mitbewerber

in der Halle sagte. „Wir sind in

Benelux erst am Anfang.“ Gleichwohl sei

man in den verschiedenen Zielmärkten

trotz der aktuellen Herausforderungen

stabil unterwegs: „Wir haben für 2024

die Vorjahreszahlen im Blick.“

Gute Auftragseingänge für Belgien und

die Niederlande verzeichnen auch die

zur Polipol-Gruppe gehörenden Marken

Hukla und Oschmann Comfortbetten.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Messe“,

erklärte Exportleiter Thomas Mack.

Gezeigt wurden neue Boxspring- und

Polsterbetten, die bereits auf der

M.O.W. zu sehen waren, sowie ein neues

Schlafsofa. Auch weitere deutsche

Unternehmen wie Himolla, die Wiemann-Gruppe,

Nolte, Rauch oder Topstar

zeigten ihre Neuheiten.

Internationale Kunden

Eine der großen Ausstellungsflächen belegte

das belgische Unternehmen Modulax,

das vor allem Polster- und Speisezimmermöbel

herstellt. Hier ging es sehr

international zu: Besucher aus Skandinavien,

dem Baltikum oder Großbritannien,

aber auch aus dem Oman waren der Einladung

von Hans Vandendriessche gefolgt.

„Es kommen mehr internationale

Kunden nach Brüssel als früher“, so der

Inhaber. „Vielleicht sind das erste Folgen

von Köln.“ Deutschland hat Modulax fest

im Blick: Am 1. Januar 2025 geht es mit

einem eigenen Vertriebsteam für die

Bundesrepublik los.

Mit dem belgischen Unternehmen Vipack

war auch das Thema Kindermöbel

gut vertreten. „Wir sind ein Nischenmarkt,

an dem die aktuelle Krise auch

nicht spurlos vorübergeht“, erklärte Inhaber

Geert Viane mit Blick auf die Insolvenz

des deutschen Herstellers Schardt.

„Deutschland und Frankreich sind derzeit

schwierig, in den Niederlanden haben wir

Wachstum“, so Viane, der mit der Serie

„Forest“ aus massiver Eiche und Buche

das Thema Nachhaltigkeit vom Baby- bis

zum Jugendzimmer spielt.

Über ein positives Echo freute sich auch

André Boy-Nieder am Stand von Unique.

Hier war der neue Drehstuhl „Roxana“

mit 360-Grad-Autoreturn für einige große

Aufträge gut. Rund 50 Prozent Neukunden

begrüßte der Verkaufsdirektor des dänischen

Unternehmens am Stand in Brüssel.

„Wir sind in Belgien noch ein relativ

unbeschriebenes Blatt, und da wir auch

in Deutschland bislang noch nicht so

stark unterwegs waren, haben wir hier

aktuell sehr gute Zuwächse.“

Die nächste Brüsseler Möbelmesse findet

vom 2. bis 5. November 2025 statt.

Stefan Mielchen

Auf dem neu gestalteten Outdoor-Areal präsentierten sich mehrere belgische

Hersteller mit ihren Neuheiten.

Am Stand von Modulax begrüßten Senior-Chef Hans Vandendriessche (Mitte) und

sein Sohn Bram viele internationale Kunden.

Am Stand von Voglauer freuten sich Franz Rungger (links) und Claus Deboiserie

über gute Resonanz auf das Programm V-Tektura.

Rafael Torres zeigte mit Brinkhaus in der Bedding-Halle neben Boxspring auch ein

neues Sortiment von Alpaka-Bettwaren.

Messen 107


Verlag Matthias Ritthammer GmbH

Emmericher Straße 10,

90411 Nürnberg

Postfach 190128, 90118 Nürnberg

Telefon 0911 95578-0

Telefax 0911 95578-11/22

ISSN 09‐49-65‐21

Internet:

www.ritthammer-verlag.de

E-Mail:

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Gründer: Matthias Ritthammer †

Herausgeber und Verleger:

Klaus Ritthammer,

Franz Schäfer

Geschäftsführerin:

Christine Ritthammer

Chefredakteur:

Gerald Schultheiß

Stellvertretender Chefredakteur:

Stefan Mielchen

Redaktion:

Arnd Schwarze,

Sebastian Lehmann

(Chefredakteur küche & bad),

Karin Henjes,

Michaela Höber,

Julia Peters,

Philipp Gassner,

Alexandra Bewermeier-Helms (FM),

Richard Barth,

Klaus Leonhard

Ständige Mitarbeiter:

Siegfried Kellerer, Kellerer.com

Jochen Winning, DGM

Wilfried Gatzke, Sachverständiger

Anzeigen:

Irini Katsika,

Birgit Kunze

Online:

Silvia Chesi

In der Verlagsgruppe Ritthammer erscheinen auch:

Vertrieb:

Daniela Kollár,

Ann-Kathrin Ritthammer

Verlagsbüro Bad Salzuflen:

Arnd Schwarze

Heldmannstraße 139,

32108 Bad Salzuflen

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Fax +49 (0)5222 23908-08

Mobil +49 (0)163 3160974

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Kastanienweg 9, 78713 Schramberg

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Fax +49 (0)7422 200695-8

Mobil +49 (0)177 4377484

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de l’Ameublement/Europäischer

Verband des Möbelhandels)

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Diese Hülle wurde aus Polyethylen (PE) ohne Verwendung von Zusätzen hergestellt. Die verwendeten

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Auf der Mülldeponie verhält sich diese Hülle grundwasserneutral. Sie ist rückstandslos in der Müllverbrennung

zu entsorgen, voll recyclingfähig und deshalb besonders umweltverträglich.

Der Möbelmarkt wird auf 100% recyclingfähigem Papier aus nachwachsenden Rohstoffen der

EU produziert.

INSERENTENVERZEICHNIS

A

ADA Möbelwerke Holding AG,

Anger (Österreich) Seite 33

Alliance Möbel Marketing GmbH & Co. KG,

Rheinbach Titel, Seite 30-32

E

Einrichtungspartnerring

VME GmbH & Co. KG, Bielefeld

4. Umschlagseite

Europa Möbel-Verbund GmbH & Co. KG,

Fahrenzhausen Seite 11

G

GfM mbH & Co. Betriebs KG,

Neustadt/Donau Seite 9

I

IPEK, Kayseri (Türkei Seite 27

M

MHK Marketing Handel Kooperation

GmbH & Co., Dreieich

Messen

Messe Frankfurt Exhibition GmbH,

2. Umschlagseite

Nordstil, Frankfurt am Main Seite 23

Messe Frankfurt Exhibition GmbH,

Ambiente, Frankfurt am Main Seite 19

Messe Frankfurt Exhibition GmbH,

Heimtextil, Frankfurt am Main Seite 13

S

Sales-M-Learning GmbH,

Bad Neuenahr-Ahrweiler Seite 95

küche&bad forum

D

Der Küchenring GmbH & Co. KG,

Rheinbach Seite 20-21

E

Einkaufsgesellschaft für

Küche & Wohnen mbH,

Leonberg

F

Fachschule des Möbelhandels,

Köln

2. Umschlagseite

4. Umschlagseite

Frio Germany GmbH, Lahr Seite 13

M

MZE, Neufahrn b. Freising Seite 7

N

Nolte Küchen GmbH & Co.KG,

Löhne Titel, Seite 25

W

Worldwide Exhibitions Service Co., Ltd.,

Shanghai (Volksrepublik China)Seite 5

108 Impressum / Inserentenverzeichnis

MÖBELMARKT

11 / 2024


Auf 250.000 qm Fläche in 26 Hallen wird die IIFF veranstaltet. Zur letzten Edition

reisten rund 144.000 Besucher an. Fotos: International Istanbul Furniture Fair

Ahmet Güleç:

„Die IIFF hat

sich zu einer

der weltweit

bekanntesten

Hotspots der

globalen

Möbelindustrie

entwickelt.“

IIFF lädt im Januar nach Istanbul ein

Der Countdown für die International Istanbul Furniture Fair (IIFF), die

vom 21. bis 25. Januar 2025 ihre Pforten öffnen wird, läuft. Mit einer

Ausstellungsfläche von 250.000 qm in 26 Hallen will die IIFF, die

vom Verband der Möbelverbände (MOSFED) unterstützt wird und

eine Zusammenarbeit zwischen MOS Fuarcılık und der Tüyap Exhibitions

Group ist, die globale Möbelbranche in die Türkei bringen.

Ahmet Güleç, Präsident der MOSFED, gab Einzelheiten zu den Vorbereitungen

für die Messe bekannt: „Unsere jährliche Januar-Messe

hat sich zu einem der weltweit bekanntesten Hotspots der globalen

Möbelindustrie entwickelt. Fast 1.000 Unternehmen mit mehr als

3.000 Marken nahmen an unserer Messe im Januar 2024 teil, und

144.000 Fachleute aus 152 Ländern reisten nach Istanbul. Wir gehen

davon aus, dass wir diese Zahlen bei unserer Messe im Januar 2025

noch übertreffen werden.“

Im Istanbul Fair Center werden modern-modulare Möbel, Betten

und Lattenroste, Büro- und Schulmöbel sowie Möbelzubehör ausgestellt,

während im Tüyap Fair and Congress Center moderne

Möbel, Premiummöbel, Kinder- und Jugendzimmer sowie Gartenmöbel

zu sehen sein werden.

„Die Türkei ist eines von vier Ländern, in denen in allen Produktkategorien

produziert wird, und gilt zudem als der siebtgrößte Exporteur.

Dies haben wir durch unsere Strategien und Stärken in den Bereichen

Produktion, Design, Markenbildung und Marketing erreicht“,

sagt Ahmet Güleç.

Anzeigenschluss für die MÖBELMARKT-Ausgabe 12/2024

ist der 25.11.2024.

Ihre Ansprechpartnerin:

Silvia Chesi, Telefon: 0911 / 95578-33, E-Mail: chesi@ritthammer-verlag.de

MÖBELMARKT

11 / 2024

Messen 109


1

Headline

Köpfe

Fließtext

Foto: Bildhinweis

50 Jahre blaue Box:

Duzen, feiern, menscheln

Die offizielle Feier zum Ikea-Jubiläum am 17. Oktober 2024 in Eching fühlte sich an wie eine Mischung aus Klassentreffen, Rockkonzert und

Volksfest. Feierlustige Ikea-Teams aus Schweden und Deutschland kamen ebenso wie die schwedischen Rockstars Mando Diao, Bayerns

Ministerpräsident Dr. Markus Söder oder eine der ersten Mitarbeiterinnen von Ikea Deutschland überhaupt. Schon bevor das Haus fürs

Publikum geöffnet wurde, gab Mando Diao alles und brachte Walter Kadnar und die schwedische Botschafterin Veronika Wand-Danielsson

zum Wippen. Markus Söder erinnerte sich an die ersten Ausflüge mit Freundinnen zu Ikea und witzelte über die Ikea-Lampe „Söder“.

2

1 Für einen launigen siebenminütigen Film zu

50 Jahre Ikea Deutschland trafen sich

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachts bei Ikea

Wallau – eine Kollaboration von Ikea mit der

Agentur Think und Zauberberg Productions.

2 Markus Söder nahm den Hotdog mit

süßem Senf mit Humor. Fotos: Ikea

3 Die schwedische Rockband Mando Diao

mit Walter Kadnar und Botschafterin Veronika

Wand-Danielsson in der Mitte.

Angestellte aus München freuten sich über die

Partystimmung.

4 Der Sänger Nico Santos erfreute auch das

gesamte Publikum und machte Stimmung für

die Sleepover-Party.

5 Markus Söder würdigte Ikea in seiner

kurzweiligen Rede als eine Marke, die einen

durch das ganze Leben begleitet – blaue

Tasche inklusive.

6 Ikea-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf

dem originellen Ikea-Karussell, u. a. Michael

Vortkamp, Metro Area Manager München (oben

rechts), Samdra Stibale, Deputy Country Retail

Manager Ikea Deutschland (oberste Reihe, 3.

von rechts) und die viel interviewte Mitarbeiterin

der ersten Stunde, Grete Dipphold (unten

rechts). Foto: Peters

110 Köpfe

MÖBELMARKT

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3

4 5

6

MÖBELMARKT

11 / 2024

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Die Lehrfabrik Möbelindustrie wird offiziell in Betrieb genommen (v.l.): Verbandsgeschäftsführer Jan Kurth, Thorsten Gösling (Vorstandsvorsitzender der Lehrfabrik),

VHK-Vorsitzender Andreas Wagner, Lehrfabrik-Geschäftsführer Markus Kamann, Lehrfabrik-Aufsichtsratsmitglied Sabine Brockschnieder, Landrat Jürgen Müller, Jens

Kronsbein (Abteilungsleiter bei der Bezirksregierung in Detmold), Bernd Poggemöller (Bürgermeister der Stadt Löhne), Dr. Burkhard Nolte (Dezernent im Kreis Herford). Mehr

zu dem Thema im Beitrag von Jan Kurth auf Seite 39. Foto: VDM/VHK

Dauphin:

Stellt Geschäftsführung neu auf

Die Dauphin Office Interiors GmbH & Co. KG hat die neue Führungsebene

unter CEO Elmar Duffner vorgestellt. Neben ihm ergänzen Marcel Göttlicher,

Andreas Ohr und Jürgen Bailey mit Wirkung zum 1. November

als Prokuristen die Geschäftsführung des Büromöbelherstellers

aus Offenhausen.

Mit der Ernennung von Duffner zum CEO der Dauphin Holding

ab dem 1. Februar 2024 und der Neubesetzung der Führungsstruktur

auf erster Ebene stellt sich das Unternehmen neu

auf. Marcel Göttlicher, Personalleiter, Andreas Ohr, Kaufmännischer

Leiter, und Jürgen Bailey, IT-Leiter, sind für die

jeweiligen Unternehmensbereiche verantwortlich und berichten

direkt an Duffner.

Im Zuge des Ausscheidens des bisherigen kaufmännischen

Leiters Wilfried Sehner zum 31. Oktober sowie des

bevorstehenden Renteneintritts des bisherigen Chief Information

Officer (CIO) Martin Fuchs Mitte 2025, reagiert die

Dauphin Unternehmensgruppe auf personelle Veränderungen

und stärkt die interne Führungsstruktur.

Göttlicher fungiert bereits seit 15 Jahren als Personalleiter

und Prokurist der Dauphin Holding. Ohr leitet seit dem 1. Oktober

in seiner Funktion die Bereiche Finanzen, Controlling,

Versicherungen, Liegenschaften und Recht. Mit Bailey, der am 1.

November ins Unternehmen eingetreten ist, wurde die Position

des Chief Information Officer neu besetzt. Er verantwortet zukünftig

die digitale Transformation und IT-Strategie. Bailey übernimmt die

Nachfolge von Fuchs.

(V.l.) Marcel Göttlicher, Andreas Ohr, Elmar Duffner und Jürgen Bailey.

Foto: Dauphin Human Design Group

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11 / 2024


Klaus Dahlem übergibt den Staffelstab an Stephan Ballweg (v.l.). Fotos: Rauch

Rauch: Klaus Dahlem übergibt an Stephan Ballweg

Vertriebsleiter Nils Czekay scheidet aus

Veränderung in der Geschäftsführung der Rauch Möbelwerke: Klaus Dahlem, Geschäftsführer für Operations (Technik

und Produktion), übergibt an Stephan Ballweg. Dahlem ist vor zweieinhalb Jahren als technischer Geschäftsführer gemeinsam

mit CEO Rainer Hribar und Vertriebsgeschäftsführer Andreas Bremmer im Übergangsteam angetreten, um

Rauch zu sanieren.

Mit Stephan Ballweg steht ein interner Nachfolger als technischer Leiter zur Verfügung. Ballweg ist seit 2006 bei

Rauch und leitete seit 2016 die Produktentwicklung und Konstruktion.

Zudem wird die Struktur im Fachhandels-Vertrieb verändert: Mit sofortiger Wirkung verlässt Nils Czekay, Vertriebsleitung

Fachhandel, das Unternehmen. Diese Entscheidung erfolgte nach Angaben des Unternehmens „im besten Interesse

beider Parteien“. Die Vertriebsleitung Fachhandel wird ab sofort von dem langjährigen Rauch-Mitarbeiter

Serkan Altuntasgil übernommen, der eine umfassende Expertise aus Produktmanagement und Vertrieb mit einbringt.

ADA: Abschied von Oskar Derler

Die steirischen ADA Möbelwerke trauern um Oskar Derler. Die prägende Unternehmenspersönlichkeit

war Mitglied der Gründerfamilie und hatte großen Einfluss auf die

Entwicklung und Ausrichtung des Polstermöbelherstellers. Derler verstarb am 28. Oktober

im Alter von 87 Jahren.

Oskar Derler formte das Familienunternehmen ADA zu einem international führenden

Unternehmen sowie zum größten Polstermöbelhersteller in Österreich. Als Sohn des

Unternehmensgründers Alois Derler trat er schon früh in die Fußstapfen seines Vaters.

Nach seiner Ausbildung an der Handelsschule führte sein Weg ihn direkt in den Familienbetrieb,

dem er bis zu seinem 82. Lebensjahr treu blieb. Von der Juniorposition

über den Geschäftsführerposten bis zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats setzte er sich

für den Erfolg und das Wachstum von ADA ein.

„Durch seinen Einsatz und seine Entschlossenheit baute er das Unternehmen stetig

weiter aus und formte es zu einer festen Größe in der Branche. Sein Mut und seine

Vision machten ihn zu einem erfolgreichen Unternehmer, der auch schwierige Entscheidungen

mit Überzeugung traf. Besonders seine tiefe Verbundenheit zur oststeirischen

Heimat prägte sein Handeln. Während andere Mitbewerber ins Ausland expandierten,

suchte er stets einen Mittelweg, um Arbeitsplätze in Anger zu erhalten und

gleichzeitig international präsent zu sein“, so heißt es aus Anger.

„Oskar Derler war ein Mann, der sein Leben ADA widmete. Er stand für einen unermüdlichen

Einsatz und forderte von seinen Mitarbeitern das gleiche Maß an Einsatzbereitschaft,

das er selbst stets vorlebte. Oskar Derler hat nicht nur ein beeindruckendes

Lebenswerk aufgebaut, sondern auch ein Erbe hinterlassen, das tief in der Geschichte

von ADA verankert ist und in der Branche noch lange fortwirken wird.“ Foto: ADA

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11 / 2024

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Obi: Veränderungen im Vorstand

Zum 1. Januar 2025 wird Dr. Urszula Nartowska in den Vorstand der Obi Group berufen.

Sie übernimmt den Posten Chief People & Organisational Development Officer und wird

in ihrer neuen Rolle das HR-Management über alle Länder verantworten. Zum 17. Juni

2025 wird sie zudem den strategisch wichtigen Bereich Franchise Partnering und Real

Estate in Nachfolge von Peter Tepaß übernehmen. Nartowska ist seit Dezember 2022 im

Unternehmen und war bisher als Senior Vice President Legal tätig. Ihre Verantwortung

für die Bereiche Legal und Compliance bleibt bestehen.

Chief Officer CE Peter Tepaß geht planmäßig Mitte nächsten Jahres in Ruhestand, wird

als Berater aber weiterhin für Obi tätig sein. In seiner 26-jährigen Laufbahn habe er einen

maßgeblichen Beitrag zum Unternehmenserfolg geleistet, insbesondere zum erfolgreichen

Auf- und Ausbau des Osteuropa-Geschäfts.

Manuel van de Kamp wird nach erfolgreichem Aufbau des digitalen Obi-Ökosystems

seinen Vertrag als Chief Product Officer nicht verlängern und verlässt das Unternehmen.

Foto: Obi

Leolux: Sanders geht

Sebastiaan Sanders, seit 2012 Geschäftsführer, wird Leolux zum 1. Januar

2025 verlassen. Bernd Jan Klein Entsink übernimmt als Interimsdirektor seine

Rolle. „Wir haben in den letzten Jahren erhebliche Herausforderungen bewältigt“,

so Sanders. „Dies hat auch innerhalb der Gesellschafter und der

Familie zu Spannungen über den einzuschlagenden Weg geführt. Für mich

stehen die Interessen des Unternehmens an erster Stelle. Mit einem neuen,

familienfremden CEO werden wir für eine objektive Führung und frischen

Wind in diesem wunderbaren Unternehmen sorgen. Leolux hat weiterhin einen

besonderen Platz in meinem Herzen.“ Sanders wird dem Unternehmen

als aktiver Anteilseigner erhalten bleiben.

Foto: Leolux

Paidi: Trauer um

Roland Schreck

Anfang November starb Roland Schreck, jahrzehntelang

Verkaufsleiter beim Kindermöbelhersteller Paidi,

im Alter von nur 60 Jahren nach kurzer, schwerer

Krankheit. Er war sein ganzes Berufsleben beim Unternehmen

tätig und unverzichtbarer Teil des Paidi-

Teams, mit dem er bis zuletzt eng verbunden war.

„Wir haben Roland Schreck viel zu verdanken. Mit seiner

langjährigen Erfahrung und Weitsicht, seiner Leidenschaft

für den Beruf und seinem jahrzehntelangen

Engagement hat er das Unternehmen geprägt. Er engagierte

sich für sein Team und seine Kollegen und

prägte in seiner Funktion als Ausbildungsleiter Generationen

junger Menschen und vermittelte ihnen wertvolle

Grundlagen und Werte für ihre berufliche Laufbahn“, so

Paidi-CEO Markus Großweischede. Foto: Paidi

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