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Die aktuellen Verpackung- und Logistiknews

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06/24

WE THINK

WE THINK THINK

34 Jahre KOMPACK

206. Ausgabe

w w w w . k . o m k p o a m c k p . i n a f oc

03/20

k . i 30 Jahre n KOMPACK

179. f Ausgabe o

INSIDE

INSIDE

INSIDE

w w w . k o m p a c k . i n f o

THE

BOX.

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THE

BOX.

DIE WELT DER KENNZEICHNUNG

NACHHALTIG BESCHRIFTEN UND ETIKETTIEREN

Da die Nachhaltigkeit in heutigen Zeiten immer mehr in den Fokus rückt, bieten wir Ihnen Komplettlösungen,

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Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien

Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien



An&fürsich ................................................................................................ 4

Meine Meinung

Singer und Sohhn ... ........................................................................... 6

kooperieren mit Gramiller & Sohn in Österreich

Nachhaltigkeitsbewertung ... ...................................................................... 8

von Getränkeverpackungen

Neue Firmenhalle ... .............................................................................. 10

HtW

Visionäre ... .......................................................................................... 14

Automatisierungslösungen

Titan gewinnt ... ......................................................................................... 15

Auszeichnung

Die Speed Queen ... ................................................................................... 16

unter den Horizontalwicklern

Vorboten ... .............................................................................................. 18

zur Weltausstellung

Interview mit Andreas Karnholz ... ........................................ 20

„Nachhaltigkeit – Schritt für Schritt“

Allzeithoch ... .................................................................................... 22

für Kreislaufwirtschaft

Gold ... .................................................................................................. 23

European Carton Excellence Awards

Nachhaltige ... ......................................................................................... 26

Kaffeeverpackungslösungen

50 Jahre ... ............................................................................... 28

Forschung und Entwicklung

Auszeichnungen ... ................................................................................. 30

GS1 Sync Stars 2024, Carton Austria Award und Sternchen

Einfluss des Verpackungstyps und -desings ... ........................................ 34

auf die Restentleerbarkeit

Wirtschaft ... ............................................................................................. 35

Resiliente industrielle Papierverarbeitung zunehmend unter Druck

Wurzeln bewahren ... ........................................................................... 36

Zukunft gestalten

Alles im Blick ... ..................................................................... 38

mit dem Versandcockpit

Dreifacher Preisregen ... ..................................................................... 39

für Rondo

Mehrweg - ... ........................................................................................... 40

Bouteille

Weitere Preise ... ...................................................................................... 41

und Auszeichnungenn für Marzek Etiketten+Packaging

KI-optimierte ... ........................................................................... 42

Überwachung

Inline Etikettierung ... ........................................................................... 44

„Konstruktiv und technisch wegweisend“

Nachhaltige Verpackung ... .................................................................. 50

im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung

Impressum

Wien

Redaktionsbüro: Paulusgasse 15, A-1030 Wien, Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5,

A -1030 Wien • Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99

Mail: kompack@gmx.at • www.kompack.info • Objekt- und Redaktionsleitung: Harald Eckert •

Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd Neumann, Herbert Wallner

Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2,

A-1030 Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller •

Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#0578398

KOMPACK ist Mitglied des österreichischen Presserates.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen

übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender

im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar

oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.

INHALT

12 Wellpappe

Austria-Awards

Margarethen am Moos

24 Von Geisterschlössern

und edlen Äffchen

Bürstadt

46 High Tech im Tank

Cover

WE THINK THINK

03/20

WE THINK

06/24

34 Jahre KOMPACK

206. Ausgabe

w w w w . k . o m k p o a m c k p . i n a f oc k . i n f o

w w w . k o m p a c k . i n f o

THE

THE

THE

Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien

Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien

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30 Jahre KOMPACK

179. Ausgabe

DIE WELT DER KENNZEICHNUNG

NACHHALTIG BESCHRIFTEN UND ETIKETTIEREN

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INSIDE

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BOX.

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Dunapack

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Tel.: +43 1 86 306 0

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5204 Strasswalchen

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Prozessmanagement

11. – 13. März 2025

Messe Stuttgart

PASSION

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Foto: Studio Gernot

… wird in der Öffentlichkeit die Verpackung allzu gerne nur in die

Kategorie „notwendiges Übel“ oder Abfall gesteckt.

Umso erfreulicher ist es, wenn dann in einer Verpackungsfirma der

Bürgermeister Wiens vorbeischaut, um bei der Verabschiedung eines

hochwertigen Produktes zur nächsten Weltausstellung sich persönlich

auch ein Bild von der dazugehörigen hochwertigen Verpackung zu

machen.

So geschehen im letzten Monat bei der Firma PAWEL packing & logistics

GmbH.

Noch bemerkenswerter, dass der Bürgermeister dann auch (ohne Zettel)

sowohl über den Inhalt als auch über die Verpackung Bescheid wusste

und lobende Worte dafür fand. Dass dann auch noch Zeit für „Small Talk“

war, war umso netter. Mehr über den Versand eines barocken Lusters

lesen Sie in dieser Ausgabe.

Zu Lesen gibt es, wie schon traditionell im Herbst, auch einiges über

Gewinner. Diverse Auszeichnungen und Awards helfen ebenso dabei, die

Welt der Verpackung in das richtige Licht zu rücken.

Egal, ob es um die durchdachten Konstruktionen, den hochwertigen

Druck oder die Nachhaltigkeit der Verpackung (oder am Besten - alles

zusammen) geht - die tollen Lösungen, die sich unsere Verpackungsdesigner

immer wieder einfallen lassen, gehören ins Rampenlicht gestellt.

Leider ist es heutzutage allzu oft der Fall, dass nur „Bad News good

News“sind.

Ich glaube allerdings nicht, dass wir wirklich was weiterbringen, wenn

wir nur über das notwendige Übel (dass sicher transportiert, dass die

Haltbarkeit von Nahrungsmitteln verlängert, ...) wie oben erwähnt

jammern.

Besser ist es sicher, sich die positiven Beispiele anzusehen, diese

Lösungen vielleicht selbst zum Einsatz zu bringen oder sich vielleicht

sogar bemühen, eine noch bessere Lösung zu finden.

Gerade in der Weihnachtszeit und Richtung neues Jahr gibt es doch

immer die Zeit der guten Vorsätze.

4

Follow us on ®

MACHER TREFFEN SICH

JÄHRLICH IN STUTTGART

03/24

Jetzt informieren

und dabei sein!

logimat-messe.de

Wäre schön, wenn positives Denken und das Positive in Sachen zu finden

ganz oben auf der Liste stehen würde.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern, Partnern und Kunden ein

frohes Fest und einen guten Start in das neue Jahr und freue mich auf ein

Wiederlesen in 2025.

Frohe Feiertage wünscht Ihnen

Ihr Harald Eckert


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WIRTSCHAFT

Singer und Sohn kooperiert mit Franz

Singer & Sohn und die FRANZ GRAMILLER & SOHN GmbH haben eine

strategische Partnerschaft geschlossen. Ab sofort übernimmt Gramiller den

exklusiven Vertrieb des gesamten Produktportfolios von Singer & Sohn in

Österreich. Die Partnerschaft ermöglicht es, hochwertige Maschinen und

Automatisierungslösungen von Singer & Sohn direkt vor Ort anzubieten, um

die Bedürfnisse der österreichischen Lebensmittelindustrie besser zu bedienen.

Diese Zusammenarbeit markiert einen wichtigen Schritt in der Expansion und

Stärkung der Marktposition. Gemeinsam blicken beide Unternehmen auf eine

vielversprechende Zukunft und freuen sich auf eine langfristige und erfolgreiche

Partnerschaft.

Die Stärke der Partnerschaft

zwischen Singer & Sohn

und Gramiller basiert auf

der langjährigen Expertise von Singer

& Sohn im Bereich der Maschinenlösungen

für die Lebensmittelindustrie.

Roboterlösungen

auf höchstem Niveau

Seit Jahren hat sich das Unternehmen

einen Ruf für hochmoderne

Robotertechnologien und innovative

Automatisierungslösungen

erarbeitet. Gerade in Zeiten zunehmender

Automatisierung bietet

Singer & Sohn maßgeschneiderte

Lösungen, die auf die individuellen

Anforderungen der Kunden abgestimmt

sind.

Effizienz und Hygiene

In der Lebensmittelproduktion

sind Effizienz und Hygiene von

entscheidender Bedeutung. Um diesen

Anforderungen gerecht zu werden,

hat Singer & Sohn eine breite

Produktpalette entwickelt, die auf

die spezifischen Bedürfnisse der

Branche eingeht. Ob es sich um unterschiedliche

Wurstformen handelt

– von dickeren Weißwürsten bis zu

schlanken Wienern – oder um variierende

Platzverhältnisse in den Betrieben,

die Maschinen von Singer

& Sohn sind flexibel einsetzbar und

individuell anpassbar.

Hygiene Design

Mit dem Hygienic Design, das

eine gründliche Reinigung der Maschinen

ermöglicht und das Risiko

der Verbreitung von Mikroorganismen

minimiert, war Singer & Sohn

das erste Unternehmen in Deutschland,

das mit dem Hygienic Design

Zertifikat ausgezeichnet wurde.

Loading system VGE

Ein herausragendes Beispiel für

6 06/24

Die Maschinen von Singer & Sohn sind vielfältig einsetzbar

die Innovationskraft von Singer &

Sohn ist das Loading system VGE.

Diese Anlage revolutioniert das

vollautomatische Einlegen von Produkten

in Verpackungsmaschinen,

insbesondere von Wurstwaren. Das

System besteht aus Einheiten zum

Zuführen, Vereinzeln, Gruppieren

und präzisen Einlegen der Produkte

mit produktspezifischen Greifern.

Die flexible Anpassungsfähigkeit

der Roboter und die einfache Reinigung

der Anlagen machen das Loading

system VGE zu einem zentralen

Bestandteil moderner Fleischund

Wurstwarenproduktionslinien.

Maximale Flexibilität

Das System ist darauf ausgelegt,

durch verschiedene Zusatzeinrichtungen

maximale Flexibilität

zu bieten. Eine Pufferstation stellt

sicher, dass es keine Unterbrechungen

im Produktionsprozess

gibt. Die patentierte Gruppierstation,

die Wurstgruppen für das Einlegen

vorbereitet, ermöglicht es,

mit nur einem Roboter zu arbeiten,

während Wettbewerber häufig mehrere

Roboter benötigen. Eine präzise

Ausrichtung gekrümmter Würste

sowie eine UVC-Entkeimungseinheit,

die für höchste Hygienestandards

sorgt, runden das Angebot ab.

Zusatzeinrichtungen

Weitere Zusatzeinrichtungen wie

Metallsuchköpfe oder spezielle

Reinigungswagen gewährleisten

höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards

und bieten den Kunden

eine größtmögliche Produktionssicherheit.

Robuste

Konstruktion aus Edelstahl

Die Anlagen von Singer & Sohn

zeichnen sich durch ihre robuste

Konstruktion aus Edelstahl und ihren

modularen Aufbau aus, der eine

schnelle Anpassung an unterschiedliche

Produktionsanforderungen

ermöglicht. Die Greifertechnologie,

die für die Handhabung von Wurstgruppen

optimiert wurde, findet

mittlerweile auch in anderen Bereichen

der Lebensmittelindustrie

Anwendung. Der optimierte SAC

Loader ist ein weiteres Beispiel für


Gramiller & Sohn in Österreich

die kontinuierliche Innovationskraft

des Unternehmens und spiegelt

die Verbesserungen und Anpassungen

wider, die in das bewährte

Modell eingeflossen sind. Mit Hilfe

von smarten Kameras erkennt der

Roboter Position und Orientierung

der Produkte und legt sie platzsparend

in Verpackungen ab.

Firmengebäude von Singer & Sohn

Fazit: Eine starke

Partnerschaft für

den österreichischen Markt

Mit der Kooperation zwischen

Singer & Sohn und Gramiller wird

der österreichische Markt von den

innovativen und effizienten Maschinenlösungen

profitieren. Singer

& Sohn bietet nicht nur maßgeschneiderte

Automatisierungslösungen,

sondern auch eine umfassende

Expertise, die auf jahrelanger

Erfahrung in der Lebensmittelindustrie

basiert. Die partnerschaftliche

Zusammenarbeit mit Gramiller

stellt sicher, dass die österreichischen

Kunden direkten Zugang zu

diesen Technologien erhalten und

ihre Produktionsprozesse zukunftssicher

gestalten können.

Mehr unter: www.gramiller.at

oder

www.singer-und-sohn.de

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Verpackungstechnik in Österreich.

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06/24

7


Nachhaltigkeitsbewertung von

Betrachtet man den aktuellen Verpackungsmarkt, variieren Verpackungen unter

anderem in Größe, Form, Farbe und Etikettierung. Für einen geschlossenen Kreislauf

von Verpackungen sind homogene Abfall- und Recyclingströme unumgänglich. Diese

können durch Design4Recycling erlangt werden.

Die zunehmende Betonung

der nachhaltigen Verpackungsanforderungen

durch rechtliche Vorgaben ist unübersehbar.

Die Verpackungs- und

Verpackungsabfallverordnung setzt

klare Richtlinien für recyclingfähige

Verpackungen, höhere Recyclingquoten,

Mehrweglösungen und den

schonenden Umgang mit Ressourcen.

Ein konkretes Beispiel ist die

Anforderung, dass Kunststoffverpackungen

ab dem Jahr 2030 eine

Recyclingquote von mindestens

55% erreichen müssen, während die

aktuelle Quote in Österreich bei lediglich

26% liegt. In Anbetracht dieser

bevorstehenden, rechtlich bedeutenden

Veränderungen unterzieht ein

Benchmarking die derzeit auf dem

Markt verfügbaren Getränkeverpackungen

verschiedener Produktsegmente

einer umfassenden Nachhaltigkeitsbewertung.

Benchmarking Projekte

Die FH Campus Wien leitet seit

2022 Benchmarking-Projekte in unterschiedlichen

Produktsegmenten

in Zusammenarbeit mit dem Unternehmenspartner

Circular Analytics

TK GmbH.

DACH-Raum

Markenhersteller, Abfüller, Einzelhändler

und Verpackungshersteller

aus dem DACH-Raum wurden

eingeladen, ihre Verpackungen einzusenden

und sich einer Marktvergleichsbewertung

zu unterziehen.

Im Gegenzug erhalten sie kostenlos

die Ergebnisse der Bewertung ihrer

Verpackungen.

200 Getränkeverpackungen

Insgesamt wurden fast 200 Getränkeverpackungen

in den Kategorien

Mineralwasser, Säfte, Sirup,

Limonaden, Energydrinks und

isotonische Getränke analysiert.

Die Bewertung der einzelnen Verpackungssysteme

erfolgt anhand

des holistischen Nachhaltigkeitsansatzes,

wie er in der Circular

Packaging Design Guideline der

FH Campus Wien beschrieben ist.

Dieser Ansatz teilt die Kriterien

in Produktschutz, Zirkularität und

Umwelt auf. Die sieben Parameter,

die im Rahmen der Nachhaltigkeitsbewertung

qualitativ oder

quantitativ erfasst werden, konzentrieren

sich dabei auf Zirkularität

und Umweltaspekte, da generell

davon ausgegangen wird, dass

marktfähige Verpackungen ausreichenden

Produktschutz bieten.

Verpackungseffizienz

Für die Verpackungseffizienz

wird das Verpackungsgewicht im

Verhältnis zur Füllmenge berechnet.

Dabei lassen sich bei Glasflaschen

erwartbar hohe Werte von bis zu

50% nachweisen, während Dosen,

Getränkeverbundkartons und

Kunststoffflaschen im mittleren

einstelligen Bereich liegen.

Die technische Recyclingfähigkeit

und die direkten Umweltaus-

wirkungen (streamlined LCA) werden

mittels der Software Packaging

Cockpit für Deutschland, Österreich

und die Schweiz berechnet. Für

die Bewertung von Mehrwegverpackungen

wurde ein neues Modell

entwickelt, das Transportdistanzen

und Umlaufzahlen berücksichtigt

und somit eine präzise Abbildung

des CO 2 -Fußabdrucks ermöglicht.

Der Rezyklatgehalt und der Einsatz

nachwachsender Rohstoffe

werden anteilig am gesamten Materialeinsatz

des Verpackungssystems

berechnet. Falls nachwachsende

Rohstoffe vorhanden sind,

erfolgt zusätzlich eine qualitative

Bewertung, ob diese Rohstoffe aus

Verpackungs- und Ressourcenmanagement

Der Fachbereich Verpackungs- und Ressourcenmanagement der FH Campus Wien bietet zwei Bachelorstudiengänge an (Nachhaltige

Verpackungstechnologie und Nachhaltiges Ressourcenmanagement) sowie ein Masterstudium in englischer Sprache (Packaging Technology and

Sustainability). Die Studiengänge sind berufsbegleitend gestaltet, sodass Interessierte aus der Branche ihre Kompetenzen ohne Unterbrechung der

Berufstätigkeit erweitern können.

FH Campus Wien – Hochschule für Zukunftsthemen

Mit über 8.000 Studierenden an sechs Standorten und fünf Kooperationsstandorten ist die

FH Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen

und Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Soziales, Technik sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot von nahezu

70 Studien- und Lehrgängen in berufsbegleitender und Vollzeit-Form zur Auswahl. Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung wird in derzeit

zehn fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und Zertifikatsprogrammen

deckt die Fachhochschule über die Campus Wien Academy ab. Die FH Campus Wien ist Gründungsmitglied im Bündnis Nachhaltige Hochschulen.

www.fh-campuswien.ac.at

8 06/24


GETRÄNKEVERPACKUNGEN

Getränkeverpackungen

zertifizierten Quellen stammen.

Littering-Potenzial

Für die Berechnung des Littering-

Potenzials existiert derzeit keine

standardisierte Methode. Daher

wurde eine qualitative Bewertungsgrundlage

geschaffen, die auf Unterscheidungen

in Getränketypen,

Füllmengen, Verschluss- und Dekorationsvarianten

sowie anderen

Verpackungseigenschaften basiert.

Auffällig bei diesem Benchmarking

ist im Vergleich zu vorherigen

Marktvergleichen die weitgehende

Ähnlichkeit der Recyclingfähigkeitsergebnisse

in den drei betrachteten

Ländern. Die Recyclinginfrastruktur

für Kunststoffflaschen,

Getränkeverbundkartons und Aluminiumdosen

ermöglicht Werte

von über 95% Recyclingfähigkeit.

CartoCans und Flaschen mit großflächigen

Sleeves erweisen sich

weiterhin als nicht-recyclingfähig.

Die Getränkeindustrie ist hinsichtlich

der Recyclingfähigkeit gut auf

die anstehende rechtliche Verschärfung

vorbereitet, die derzeit eine

verpflichtende Mindest-Recyclingfähigkeit

von 70% diskutiert.

Neben dem Benchmarking für Getränkeverpackungen

wurden bereits

Bewertungen für Verpackungen

in einzelnen Kosmetiksegmenten

durchgeführt. Für Molkereiprodukte

sind sie ebenfalls vorhanden.

Mit März 2024 startete ein weiteres

Projekt für Convenience-Food-

Verpackungen., Weitere Produktgruppen

sind in Planung. Darüber

hinaus wird eine Ausweitung des

Bewertungsbereichs auf weitere

EU-Länder angestrebt.

Autorin: Dipl.-Ing.in Michelle Klein,

BA ist wissenschaftliche Mitarbeiterin

im Fachbereich Verpackungsund

Ressourcenmanagement und

betreut Benchmarkingprojekte. Sie

ist in der Forschung zur Kreislaufwirtschaft

tätig und unterrichtet

zu den Themen Abfallwirtschaft,

Verpackungen und Nachhaltigkeit.

michelle.klein@

fh-campuswien.ac.at

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04/23 9


WIRTSCHAFT

HtW: Neue Firmenhalle schafft Raum für

Wachstum und Kundeninteraktion

Nach einer Bauzeit von zwei Jahren entstand am Firmenstandort von Handhabungstechnik

Winter (kurz: HtW) in Otterthal eine neue Halle, die nicht nur

zusätzliche Kapazitäten bietet, sondern auch Kunden neue Möglichkeiten zur

Zusammenarbeit eröffnet. Der Bau, der im Jahr 2021 begonnen wurde und 2023

fertiggestellt wurde, ist ein bedeutender Meilenstein für das Unternehmen und

die Wirtschaftskraft im Ort.

Die moderne Halle erstreckt

sich über eine Fläche von

150 Quadratmetern und

bietet im ersten Stock zusätzliche

50 Quadratmeter, die speziell für

Lagertätigkeiten konzipiert sind.

Diese Aufteilung erlaubt eine effiziente

Nutzung des Platzes und

verbessert die internen Logistikprozesse

erheblich.

Eigener Testraum

Ein besonderes Highlight der neuen

Firmenhalle ist der eigens eingerichtete

Testraum. In diesem Raum

haben unsere Kunden die Möglichkeit,

ihre Produkte oder Teile direkt

vor Ort an den hochmodernen Maschinen

zu testen. Dies ermöglicht

eine enge Zusammenarbeit und

sorgt dafür, dass spezifische Anforderungen

direkt umgesetzt werden

können. Der Testraum ist ein wich-

tiger Bestandteil der Firmenphilosophie,

die auf Kundennähe und

maßgeschneiderte Lösungen setzt.

Outdoor-Meetingraum

Im Jahr 2024 hat HtW ihre Kapazitäten

um eine weitere innovative

Blick in den Testraum

Neuerung erweitert: einen Outdoor-

Meetingraum. Dieser Raum, der

sich direkt über der neu errichteten

Halle im Freien befindet, bietet eine

einzigartige Umgebung für Besprechungen

und Workshops. Er vereint

die Vorteile eines modernen Ar-

beitsumfelds mit der inspirierenden

Atmosphäre der Natur und bietet

Kunden und Mitarbeitern eine frische

Perspektive abseits klassischer

Büroräume.

Kontinuierliches Wachstum

Mit dieser Erweiterung können

nicht nur das operative Geschäft

weiter ausgebaut, sondern auch die

Zusammenarbeit mit den Kunden

noch enger und effizienter gestaltet

werden. Die neue Firmenhalle unterstreicht

das Bestreben von HtW,

kontinuierlich zu wachsen und sich

an die ändernden Anforderungen

der Branche anzupassen. HtW freut

sich darauf viele Kunden und neue

Interessenten in der neuen Halle in

2880 Otterthal (Niederösterreich)

begrüßen zu dürfen.

Mehr unter: www.h-t-w.at

Blick in den Outdoor-Meetingraum

Zufriedene Mitarbeiter

Fotos: filmografie.at

10 06/24


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Aluminium-

Antirutschbelag

Treppenkantenprofile

Fallschutzmatten in individuellen

Farben und Oberflächen

Antirutsch-

Sicherheitsstreifen

in Rollen oder Bahnen

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06/24

11


WELLPAPPE

Wellpappe Austria-Awards

Kaum ein Produkt kommt heute ohne schützende Wellen aus. Ob Lebensmittel,

Spielzeug oder sogar Schweißgeräte - die Vielfalt der Anwendungen ist beeindruckend.

Die heimische Wellpappe-Industrie hat es sich zur Aufgabe gemacht,

herausragende Verpackungslösungen zu entwickeln, die sowohl funktional als

auch nachhaltig sind. Bereits zum zehnten Mal in Folge wurden im Rahmen des

Wellpappe Austria Awards die besten Verpackungslösungen aus Wellpappe ausgezeichnet.

Eine Jury hat aus zahlreichen Einreichungen die Finalisten und die

Gewinner ermittelt.

Der Award wird in sechs

Kategorien vergeben und

würdigt die Innovationskraft

und Kreativität der Branche.

In diesem Jahr wurde auch wieder

ein Sonderpreis für herausragende

Druckgestaltung vergeben.

Wellpappe

Champions auf der Bühne

„“Einmal im Jahr holen wir unsere

Wellpappe-Champions auf

die große Bühne und zeichnen sie

mit den Wellpappe Austria Awards

aus”,“ sagt Stephan Kaar, Sprecher

der heimischen Wellpappe-Branche.

„“Der Award ist die jährliche

Leistungsschau und zeigt die Bedeutung

und den Mehrwert unseres

Verpackungsmaterials für Industrie,

Handel und Konsumenten. Verpackungen

aus Wellpappe bieten

Schutz, erhöhen die Haltbarkeit,

sind Werbebotschafter und von Natur

aus nachhaltig”.“

Alle Sieger auf einen Blick - gemeinsam mit Alfred Bartosch - dem

Mr. Wellpappe der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde.

Auszeichnungen und Kabarett

Rund 100 Gäste nahmen an der

Award-Verleihung im Kabarett CasaNova

in Wien teil und zeigten

sich von den Ideen ebenso begeistert

wie von den Gags des Kabarettisten

Gerald Fleischhacker. Jeder

Gewinner eines Wellpappe Austria

Award erhielt eine Original-Holzskulptur

des Vorarlberger Künstlers

Stefan Kresser. Die Veranstaltung

ist nicht nur eine Hommage an die

besten Verpackungslösungen, sondern

auch eine Plattform, um die

Vorteile von Wellpappe als umweltfreundliches

und vielseitiges Verpackungsmaterial

zu präsentieren.

Durch die Verleihung führte Daniela

Soykan-Tober.

Wellpappe - wer hat‘s erfunden?

Vor mehr als 150 Jahren kam Albert

Jones auf die Idee, gewelltes

Papier zum Schutz von Glasfläschchen

zu verwenden. Nach dem Vorbild

eines Plissee-Stoffes erhielt

das Papier durch die Wellen die

notwendige Stabilität. Kurze Zeit

später erfand Jones die erste Wellpappe,

indem er eine Papierbahn

auf das gewellte Papier klebte. So

entstand im Jahr 1871 ein Verpackungsmaterial,

das die Welt erobern

sollte.

Mehr über das nachhaltige

Verpackungsmaterial finden

Sie auf der Homepage des

Forum Wellpappe-Austria:

www.wellpappe.at

Sehen Sie hier die Gewinner:

12 06/24

Kategorie: Displays

Der mit dem kleinen Äffchen.

Einreicher: MVG Margarethner

Verpackungsges.m.b.H

Hersteller: MVG Margarethner

Verpackungsges.m.b.H

Auftraggeber & Design: Pernod Ricard

Druck: Print Alliance

HAV Produktions GmbH

Rohpapiere: Metsä Board

Sonderpreis für

herausragende Druckgestaltung

Flexodruck auf Wellpappe

Einreicher & Hersteller:

Rondo Ganahl AG, Frastanz

Auftraggeber & Design:

Apex Europe B.V.

Druck: Rondo Ganahl AG, Frastanz

Rohpapiere:

Hamburger Trostberg, Mondi, Palm


Kategorie: Konstruktiv

Die einfache Lösung für Schweres

Einreicher & Hersteller: DS Smith

Packaging Austria GmbH, Kalsdorf

Auftraggeber: Fronius International

Design & Druck: DS Smith

Packaging Austria GmbH, Kalsdorf

Rohpapiere: Aschaffenburg, Hamburger

Containerboard, MM Group, Mondi,

Ondulatti, Smurfit Westrock Nettingsdorf

Kategorie: Kreativ

Verpackung mit Sound-Effekt

Einreicher & Hersteller:

Dunapack Mosburger GmbH, Wien

Auftraggeber & Design:

Vollpension Generationendialog GmbH

Druck: Dunapack Mosburger GmbH,

Wien

Rohpapiere: Hamburger Containerboard

Kategorie: Point of Sale

Für den Hochgenuss gewellt verpackt

Einreicher & Hersteller:

Rondo Ganahl AG, St. Ruprecht

Auftraggeber: Rosalia DAC

Design: Eitzenberger

“THE BRAND OFFICE“

Druck: Rondo Ganahl AG, St. Ruprecht

Rohpapiere: Hamburger Containerboard,

Rondo Ganahl AG, Smurfit Westrock Pitea

Kategorie: Nachwuchs

Perfekte Wellen für Weingläser

Einreicher & Hersteller:

Mondi Grünburg GmbH

Auftraggeber: Zwiesel Kristallglas AG

Design: Zwiesel Kristallglas AG

Druck: Mondi Grünburg GmbH

Lehrling: Sebastian Docherty

Rohpapiere: Blue Paper, Reno de

Medici, Rondo Ganahl AG

Kategorie: Nachhaltig

Produktschutz ist auch Klimaschutz

Einreicher & Hersteller:

DS Smith Packaging Austria GmbH,

Kalsdorf, Auftraggeber: Ringana GmbH

Design & Druck: DS Smith

Packaging Austria GmbH, Kalsdorf

Rohpapiere: Aschaffenburg, Smurfit

Westrock Nettingsdorf, Witzenhausen

Der Wellpappe Austria Award wurde auch heuer wieder von namhaften Kategorie-Sponsoren unterstützt: ARA - Altstoff Recycling Austria, Bobst,

Chespa, Doneck Network, Hamburger Containerboard, Koenig & Bauer sowie Smurfit Westrock Nettingsdorf. Crespel & Deiters war auch heuer wieder

Hauptsponsor des Lehrlingsevents Wellpappe Adventure Days. Ein weiterer Dank geht an die Partner-Sponsoren: Billerud, EMBA Berg Group, Fosber,

Glatz, Heinerich Flexoklischee, Mondi, Norske Skog und Sappi.

06/24 13


AUTOMATISIERUNG

Visionäre Automatisierungslösungen

Die Toyota Industries Corporation - einschließlich der Toyota Material

Handling Group und der Toyota Automated Logistics Group - hat eine

strategische Investitionsvereinbarung mit Gideon, einem führenden

Technologieunternehmen für autonome mobile Robotik (AMR), unterzeichnet.

Diese Partnerschaft tritt mit der Zielsetzung der Entwicklung visionärer

Automatisierungslösungen per sofortiger Wirkung in Kraft.

Gideon entwickelt innovative

Technologien für autonome

mobile Roboter

(AMR) und automatisiert spezifische

Prozesse in Lager- und Fertigungsumgebungen.

Die strategische

Investition eröffnet Toyota neue

Möglichkeiten, automatisierte Fahrzeugsysteme

zu standardisieren, Implementierungszeiten

zu verkürzen

sowie Flexibilität und Skalierbarkeit

zu erhöhen. Das globale Softwarezentrum

für autonome Fahrzeuge

von Toyota Industries Corporation,

T-Hive, wird eine Schlüsselrolle

bei der Integration und Nutzung der

Technologie von Gideon innerhalb

des globalen Portfolios automatisierter

Fahrzeuge spielen.

KI-Algorithmen

Die fortschrittliche Softwarearchitektur

und die KI-Algorithmen von

Gideon stärken Toyotas Fähigkeiten

im Bereich Fahrzeugautomatisierung.

Beispiele für aktuelle Anwendungen

sind die kollaborative Kistenkommissionierung

zur Auftragsabwicklung

im Einzelhandel sowie

das Be- und Entladen von LKWs.

Weltweit führende

Fertigunskompetenz

Für Gideon bietet die Partnerschaft

die Möglichkeit, von Toyotas

weltweit führender Fertigungskompetenz,

seinem Marktzugang und

dem globalem Servicenetzwerk zu

profitieren. Josip Ćesić, CEO von

Gideon, kommentiert: „Toyota ist

Pionier in schlanken Fertigungspraktiken,

angetrieben von seinem

unermüdlichen Streben nach Qualität,

Innovation und Nachhaltigkeit,

was die Expertise im manuellen und

automatisierten Materialtransport

von Flurförderzeugen und gehört

zur Toyota-Gruppe. Toyota Material

Handling Group ist Teil dieser

Gruppe und bietet eine breite Palette

an Flurförderzeugen, Lagerfahrzeugen,

Automatisierungslösungen

und Mehrwertdiensten. Dazu gehören

renommierte Marken wie Toyota,

Raymond, BT, Cesab und Tailift.

Eine Division der Toyota Material

Handling Group ist die Toyota

Automated Logistics Group. Sie

besteht aus den Unternehmen Bastian

Solutions, Toyota L&F, Vanderlande

und Viastore und ist damit

60

noch unterstreicht. Die Kombination

von Toyotas globalem Vertriebsund

Servicenetzwerk mit Gideons fortschrittlicher

Autonomie- und Anwendungstechnologie

schafft ein

bahnbrechendes Wertversprechen

für den Automatisierungssektor in

Lager und Fertigung.“

Beeindruckende

Visionstechnologien

Norio Wakabayashi, Senior Executive

Officer von Toyota Industries

Corporation, ergänzt: „Gideon hat

beeindruckende Visionstechnologien

entwickelt, die flexibles und

intelligentes autonomes Verhalten

ermöglichen. Diese Investition verstärkt

unser Engagement, marktführende

Automatisierungslösungen anzubieten

und unseren Kunden langfristig

einen Mehrwert zu liefern.“

Innovative Kundenorientierung

Die Toyota Industries Corporation

ist weltweit führender Anbieter

führender Anbieter von integrierten

Automatisierungslösungen für Logistikprozesse.

T-Hive ist das globale

Softwarezentrum von Toyota

Industrie Corporation für autonome

Fahrzeuglösungen. Dort werden

Steuerungssysteme für alle autonomen

Fahrzeuge von Toyota Material

Handling Group und Toyota

Automated Logistics Group bereitgestellt.

Gideon ist ein führendes

Robotik- und KI-Unternehmen mit

Niederlassungen in Nordamerika

und Europa. Die Kerntechnologie

von Gideon basiert auf räumlicher

KI und 3D-Vision, die eine Automatisierung

komplexer Prozesse in

Lager- und Fertigungsumgebungen

ermöglicht. Gideon ist Vorreiter bei

autonomer LKW-Be- und Entladung

und bringt eine kollaborative

Auftragsabwicklung für Kistenkommissionierung

auf den Markt.

Mehr unter:

www.toyota-forklifts.at

14

06/24


ETIKETTEN

„Titan“ gewinnt

Ein unvergesslicher Abend für CARINI beim

diesjährigen Golden Pixel Award im Wiener

Colosseum: Mit dem ikonischen Label „Titan“

sicherte sich das Lustenauer Unternehmen zum

dritten Mal in Folge die begehrte Auszeichnung

in der Kategorie „Etiketten“ (punktegleich mit

zwei Branchenkollegen aus Niederösterreich)

Damit setzt CARINI erneut

ein starkes Zeichen für

Spitzenleistungen in der

österreichischen Druck- und Verpackungsbranche.

„Titan“ – ein visuelles

Meisterwerk inspiriert von

Mythologie und Wissenschaft

Im Fokus des prämierten Labels

steht Kronos, der Anführer der 12

Titanen aus der griechischen Mythologie.

Gleichzeitig verweist der

Name „Titan“ auf das chemische

Element Titan (Symbol: TI22), das

durch einen dunklen Kristall symbolisiert

wird. Um Kronos’ göttliche

Kraft darzustellen, sind Strahlen um

ihn herum abwechselnd blind geprägt

und teils mit mikroskopisch

feinen Texten versehen - ein spannendes

Storytelling über den Fall der

Titanen.

Drei Nominierungen als

weiterer Erfolg für CARINI

Ein zusätzliches Highlight des

Abends: Drei der insgesamt sechs

Nominierungen in der Kategorie

„Etiketten“ entfielen auf CARINI-

Geschäftsführer Simon Sohm

mit der begehrten Trophäe

Projekte – ein eindrucksvoller Beweis

für die durchgängige Qualität

und Kreativität des Unternehmens.

Geschäftsführer Simon Sohm hebt

die Bedeutung der Mitarbeitenden

für diesen Erfolg hervor: „Jeder Einzelne

im CARINI-Team hat zu diesem

Erfolg beigetragen, und es ist

uns wichtig, diese Erfolge gemeinsam

zu feiern.“

Mehr unter: www.carini.at

Fotos: Carini

06/24

15


LADEGUTSICHERUNG

Die Speed-Queen unter den Horizontal

Das Traditionsunternehmen Pamminger in Linz ist seit über 90 Jahren dafür

bekannt, dass vom Konzept bis zur fertigen Maschine beziehungsweise Anlage

(mittlerweile entwickelt Pamminger individuelle Förderanlagen für jede

Projektgröße) alles aus einer Hand kommt. Die nächste Generation des familiengeführten

Unternehmens wird ab 1.1.2025 die Firma dabei unterstützen, den

eingeschlagenen Weg fortzuschreiten.

Alexander Pamminger hat

nach seiner kaufmännischen

Ausbildung im

Vertrieb gearbeitet, aber unterstützte

seine Familie im Unternehmen im

Bereich des Soical Media Marketings.

Durch seinen Entschluss, nun

als zukünftig 5. Generation im Unternehmen

mitzuwirken, ist der Weg

in die nächsten 40 Jahre gesichert.

Alexander Pamminger wird dabei

alle Abteilungen, welche in der Abwicklung

von Anlagenprojekten

durchlaufen - praktisch „Learning

by Doing“, erklärt der geschäftsführende

Gesellschafter Harald Pamminger.

Starten wird er im Bereich

der Vorprojektierung, und dann ins

Projektmanagement hineinwachsen.

Stetige Weiterentwicklung

So wird er sich stetig weiterentwickeln

und die vielfältigen Lösungen

des Unternehmens und deren Fortentwicklung

hautnah miterleben.

Denn auch die Lösungen von Pamminger

erfahren eine laufende Verbesserung

wie das Beispiel Python

zeigt.

Python

Pamminger ist bekannt für herausragende

Sonderlösungen im Bereich

Horizontalwicklung. Die Lösungen

für horizontale Stretchwickler beziehungsweise

Stretchanlagen sind

dabei besonders im Fokus. Als erster

europäischer Herstellter schaffte

Neuvorstellung der vollelektrischen ENGEL e-mac 500

mit High-Schließantrieb und iQ motion control.

Harald und Alexander Pamminger vor der neuen Python Lösung

eine Pamminger Horizontalwickelmaschine

eine Folienverjüngung

von 23 auf 8 micron und das für

Güter mit einer Diagonale von bis

zu 3.200 mm. „Mit unseren Horizontal-Stretchwicklern

haben Sie

nicht nur den geringsten Folienverbrauch,

sondern auch die einfachste

Handhabung. Durch die intelligente

Pamminger-Software ist eine einfache

Bedienung über das Display

möglich. So regeln Sie in wenigen

Schritten die Geschwindigkeit, um

auf die individuellen Anforderungen

der unterschiedlichsten Packstücke

reagieren zu können. Weiters ermöglichen

wir ein vollautomatisches Anknüpfen

der Folien an Gütern sowie

Trennen der Folie“, erklärt Harald

Pamminger und weiters „Unsere Python

ist für das horizontale Stretchen

von Produkten konzipiert. Dabei ist

ein Folienschlitten mit der Folienrolle

auf einem Laufring montiert.

Mittels frequenzgeregelten Motors

wird der Laufring angetrieben, dies

ermöglicht eine beliebige Drehzahl

des Laufringes und somit eine beliebig

einstellbare Folienüberlappung

bei fixer Fördergeschwindigkeit.

Nach erfolgter, letzter Wicklung

wird die Folie thermisch durchtrennt

und für den Beginn des nächsten

Wickelzyklus geklemmt.“

High Speed

Da das Unternehmen nicht nur dafür

bekannt ist, langlebige Produkte,

sondern auch sehr schnelle Lösungen

zu entwickeln, wurde an einer

Geschwindigkeitsoptimierung

der 2000 geborenen Python gearbeitet.

Mittels Zahnkranzring und

Doppelkopf wurden bereits tolle Ergebnisse

erzielt. Ein Kunde ist dann

aber 2022 an das Familienunternehmen

mit einer neuen Aufgabenstellung

herangetreten. Er wollte seine

Sockelleisten gerne im Dauerlauf

(ohne Stop auch beim Folienwechsel)

mit hoher Geschwindigkeit

verpacken. Die Lösung dafür ist die

neueste Variante der Python, die

letztes Jahr das erste Mal in Betrieb

gegangen ist. Hier werden praktisch

zwei Pythons zu einer Anlage

zusammengebaut - während die

halbe Anlage arbeitet, ist der zweite

Teil sozusagen in Wartestellung, die

jederzeit ohne Stop übernehmen

kann. „Damit haben wir sicher die

weltweit schnellste Horizontalwickelmaschine

erschaffen“, so stolz

der Geschäftsführer.

Sonderlösungen

Aber nicht nur immer schneller

werden die Lösungen von Pamminger,

die durch innovative Technik

im Schnitt 30-40% weniger Folie

im Vergleich zu herkömmlichen

Systemen benötigen - auch die

Kombination der eigenen Lösungen

Mit der Fallschirmwicklung können auch Kübel auf einer Palette sicher versendet werden

16 06/24


wicklern

Es werden nicht nur

gleichformige Pakete verpackt

ermöglicht vieles. Abgesehen davon,

dass die Fördertechnik genau auf

die Stretchwickler abgestimmt sein

muss, gibt es auch Lösungen, wo

der bekannte Vollautomat Pamminger

Raptor (High Speed) mit der Python

zusammenarbeitet. Durch die

vertikale und horizontale Wicklung

können zum Beispiel auch Kübel

durch eine sogenannte Fallschirmwicklung

sicher und gerade auf einer

Palette verpackt werden. Bei herkömmlichen

Lösungen ist es beim

Transport immer wieder passiert,

dass sich durch die Verschiebung

die Kübel gegenseitig geöffnet haben.

„Durch intelligente Lösungen

wie hier für einen Farbenhersteller

Mehr über die intelligenten Lösungen von der Firma

Pamminger sehen Sie wieder während der LogiMat und der

FachPack im nächsten Jahr oder vorab unter: www.pamminger.at

oben: Rollenverpackung

links: Blick in die Produktionshalle

(kleines Foto - Blick in die

schnellste Python)

Harald und Alexander

Pamminger blicken

zuversichtlich in die Zukunft

schaffen wir auch immer wieder

sensationelle Amortisationszeiten.

Hier waren es 1,5 Jahre“, erklärt

Harald Pamminger stolz.

03/24

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INTERNATIONAL

Vorboten zur Weltausstellung

Bei der Weltausstellung, in Japan, im nächsten Jahr, wird es auch wieder einen Österreich

Pavillion geben. Bereits jetzt, ein halbes Jahr vor dem Start in Osaka-Kansai wurden

einige Ausstellungsstücke, wie ein barocker Maria Theresien Luster sowie eine von

Eva Petrič für Lobmeyr entworfene Stehlampe, auf dem Betriebsgelände von Pawel

packing & logistics GmbH verpackt und verabschiedet. Bei diesem Akt waren auch

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig sowie die japanische Botschaftssekretärin Kotoe

Otsuka dabei.

Das Wiener Traditionsunternehmen

Lobmeyr freut

sich, erneut als Partner

des EXPO- Büros der Wirtschaftskammer

Österreich an einer EX-

PO, diesmal 2025 in Osaka, Japan,

teilzunehmen. Als Exponate dienen

mit dem barocken Luster Maria

Theresia ein Klassiker der österreichischen

Designgeschichte, ebenso

wie eine speziell dafür gestaltete

Stehlampe, deren gläserner Lampenschirm

von Eva Petrič entworfen

wurde, eine in Wien und New

York lebende Künstlerin aus Slowenien.

Petrič ist für ihre stimmungsvollen

Schattenfotografien und

Installationen mit handgeknüpfter

Spitze bekannt. Die Gestaltung

des Glasschirms ist eine Hommage

an die österreichisch- japanische

Künstlerin und Zeichnerin Felice

Rix-Ueno, die besonders im VIP-

Raum des Österreichischen Pavillon

gewürdigt wird.

Lobmeyr

Das Traditions- und Familienunternehmen

Lobmeyr fertigt seit

mehr als 200 Jahren Luster und

Glas und gilt im In- und Ausland

als Botschafter österreichischer

Handwerkskunst. In den letzten

Geplanter Österreich Pavillion in Osaka

150 Jahren hat Lobmeyr bereits

erfolgreich an mehreren Weltausstellungen

teilgenommen. So etwa

an der Weltausstellung in Wien

im Jahr 1873, wo Lobmeyr schon

einmal mit seinen Maria-Theresia-

Lustern vertreten war, oder an der

wegweisenden Exposition internationale

des arts décoratifs et industriels

modernes, die als Grundstein

der Art Deco gilt. Bis zum heutigen

Tag baut Lobmeyr im Herzen Wiens

historische Luster in überlieferten

Techniken nach originalen Entwürfen

aus der Zeit.

Japan

In Japan kann Lobmeyr auf eine

Geschichte herausragender Projekte

verweisen. So zieren Werke

des Wiener Familienunternehmens

große Konzerthäuser und Hotels

wie zum Beispiel die Harmony Hall

in Fukui oder das Hotel Kokusai 21

in Nagano. In Tokyo befindet sich

darüber hinaus der Lobmeyr-Salon

im Omote Sando Viertel.

Verabschiedung der

Exponate in Wien

Am 17. Oktober wurden bereits

einige Ausstellungsstücke, wie ein

barocker Maria Theresien Luster

sowie eine von Eva Petrič für Lobmeyr

entworfene Stehlampe, auf

dem Betriebsgelände von Pawel

Packaging verabschiedet. Die regionalen

Kunsthandwerksprodukte

bilden ab April 2025 den stilvollen

Rahmen, um das österreichische

beziehungsweise Wiener Lebensgefühl

perfekt bei der Weltausstellung

zu vermitteln. Anwesend waren

auch der Wiener Bürgermeister

Michael Ludwig, die japanische

Botschaftssekretärin Kotoe Otsuka,

der Projektleiter des EXPO-Büros

der Wirtschaftskammer Alf Netek,

der Lobmeyr Geschäftsführer Johannes

Rath, die Wiener-Slowenische

Künstlerin Eva Petrič, der

Bösendorfer Salon Manager Vladimir

Bulzan sowie natürlich der

Geschäftsführer des innovatives

Verpackungsunternehmen PAWEL

packing & logistics GmbH, Ing.

Mag. Michael Pawel. Egal ob es

um die Verpackung eines ganzen

Museums geht oder um den weltweiten

Transport von Automobil-

oder Eisenbahnteilen, das österreichische

Mitglied der INPRO

- dem internationalen Netzwerk der

Exportverpacker - internationale

Gute Stimmung bei der Verabschiedung der Kunstwerke, Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, Mag. Ing. Michael Pawel und Johannes Rath/Lobmeyr

(linkes Bild mit Andreas Rath und Alf Netek/EXPO-Büro der Wirtschaftskammer

18 06/24


Speziell für die EXPO

gestaltete Stehlampe, deren

gläserner Lampenschirm

von Eva Petrič

entworfen wurde

Fotos: Golden Hour Pictures und KOMPACK

Unternehmen vertrauen ihr teures

Gut dem Spezialisten aus Wien mit

125jähriger Tradition an. In diesem

Fall auch Wiener Unternehmen

aus dem dirtten Bezirk.

Export

„Der Export ist eine führende

Wertschöpfungsquelle für Wiens

Wirtschaft. Für lokale Unternehmen

bietet die EXPO 2025 eine

wertvolle Gelegenheit, neue Partnerschaften

auf globaler Ebene

zu knüpfen und bestehende Wirtschafts-

und Handelsbeziehungen

weiter zu stärken und auszubauen.

Ich freue mich außerdem, dass

ein historisch bedeutendes Wiener

Traditionsunternehmen wie Lobmeyr

auch bei der Weltausstellung

ein internationales Aushängeschild

für unsere Kulturweltstadt ist. Erfreulich

auch, dass ein weiteres

Traditionsunternehmen unserer

Stadt, die Firma Pawel, für den

sicheren Transport eines Barocklusters

von Lobmeyr sorgt“, sagt

Wiens Bürgermeister Dr. Michael

Ludwig.

Zeitloses Kunsthandwerk

„Das Innovation und Traditionsbewusstsein

Hand in Hand gehen,

ist eine Philosophie, die wir mit Japan

teilen. Zudem sind wir von der

Bedeutung von zeitlosem, regional

hergestellten Kunsthandwerk in einer

nachhaltig gestalteten Zukunft

überzeugt und freuen uns dieses

bei der EXPO 2025 zu präsentieren,“

so Mag. Johannes Rath, Geschäftsführer

J. & L. Lobmeyr.

Wien ist Musik

„In Japan ist Österreich untrennbar

mit Musik verbunden, vor

allem aber Wien gilt als Hauptstadt

für Kunst und Kultur. Wir

freuen uns daher umso mehr großartige

Wiener Traditionsunternehmen

mit ihren Designklassikern

für den Österreich Pavillon mit an

Bord zu haben“, freut sich Alf Netek,

Projektleiter des EXPO-Büros

der Wirtschaftskammer.

Bau und Konstruktion

Das Thema Nachhaltigkeit ist

nicht nur Teil der Ausstellungsinhalte,

sondern wird auch beim Bau

des Pavillons berücksichtigt. Der

Spiralskulptur dient Holz als zentraler

Rohstoff, mit dem österreichisches

Handwerk in das Design

eingebracht wird. Zugleich werden

damit die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen

widergespiegelt, da

Holz einen hohen Stellenwert

bei österreichischen Exporten

nach Japan hat. Die Konstruktion

der Schleife folgt dem Prinzip

„Schrauben statt Leimen“, wodurch

die einzelnen Komponenten der

Spirale komplett demontierbar und

mehrfach wieder zusammenbaubar

sind. Dies ermöglicht die Wiederverwertung

der Bauteile auch nach

der Expo 2025, etwa als Überdachung

in öffentlichen Bereichen.

Gemeinsame Verabschiebung des Kronleuchters

Mehr auch unter:

www.pawel.at,

https://light.lobmeyr.at

https://www.eva-petric-evacuate.com

oder

www.expoaustria.at

06/24

19


IM GESPRÄCH

„Nachhaltigkeit – Schritt für Schritt“

Dunapack setzt weiterhin auf Wandel und Flexibilität. Neben dem Einsatz

neuester Technologien sieht sich das Unternehmen als treibende Kraft für

nachhaltige Verpackungslösungen. „Die idealen Lösungen ergeben sich oft

durch viele kleine Schritte – eben Schritt für Schritt“, erklärt Andreas Karnholz,

Sales Director bei Dunapack Packaging, im Gespräch mit KOMPACK.

Gute Auslastung trotz

Marktherausforderungen

Ungeachtet der komplexen Marktentwicklung

steht Dunapack auf

stabilen Beinen. „Ein Vorteil ist

unsere vertikale Integration in der

Firmengruppe – vom Altpapier

bis zur fertigen Wellpappeverpackung

decken wir alles ab.“ Die

wirtschaftliche Lage ist allgemein

angespannt. Im Lebensmittelhandel

beobachtet Karnholz eine

strukturelle Änderung durch eine

Verschiebung von Produkten hin

zu Eigenmarken. Einige Produkte,

wie Möbel, Kleidung, Bücher und

Schuhe, werden derzeit weniger

nachgefragt, was Rückgänge in der

Verpackungsbranche zur Folge hat.

Obwohl Online-Shopping mittlerweile

zum Alltag gehört, hat dieser

Sektor seine ursprüngliche Stärke

noch nicht zurückgewonnen.

Modernste Technik

Ein wesentlicher Bestandteil ist

der Einsatz modernster Technik,

wie KOMPACK im letzten Jahr

berichtete. Die Anlagen sind nicht

nur enorm leistungsstark: In nur

sieben Minuten sind die schnellsten

Maschinen betriebsbereit.

Auch die große Arbeitsbreite von

2,8 Metern der Wellpappanlage

kann zum Beispiel rotationsgestanzt

mit minimalem Abfall verarbeitet

werden. as bietet unseren

Kunden hohe Leistung und Flexibilität

und reduziert gleichzeitig

den CO 2 -Fußabdruck. Karnholz

betont: „Materialeffizienz, Einsparung

von Energie und Abwasser,

intelligentes Design – auf unserer

Nachhaltigkeitsreise setzen wir alle

Hebel in Bewegung.“

Nachhaltigkeits-Schub

Nachhaltigkeit erfordert gezielte

Investitionen, um langfristig wirksam

zu sein, auch bei einem umweltfreundlichen

Naturprodukt

wie Wellpappe. „Seit mehr als drei

Jahren integrieren wir nachhaltiges

Handeln in allen unseren Unter-

Fotos: Dunapack Packaging

Heute kann die ganze Verpackung aus einem Rohstoff gestaltet werden

(inklusive Aufreißband)

nehmensprozessen.“ so Karnholz.

Wir investieren ständig in energieeffizientere

Anlagen wie LED-

Technologie, elektrisch betriebene

Fahrzeuge und auch in die Stromerzeugung

mittels Photovoltaik.

Dabei stehen die Sicherheit und

Gesundheit unserer Mitarbeiter im

Fokus.

Kundenorientierte

Innovationen

Andreas Karnholz hebt die Offenheit

der Kunden für kontinuierliche

Weiterentwicklungen hervor.

„Dunapack hat eine eigene

Akademie für das Verkaufsteam

eingerichtet, um sicherzustellen,

dass unsere Kunden optimal über

die neuesten Entwicklungen informiert

werden. Oft sind es viele

kleine Schritte, die ein Produkt

nachhaltiger machen. Dies erfordert

Kreativität, langjährige Erfahrung

und das ständige Bestreben

die Verpackung „besser und nachhaltiger“

zu machen.

Hier ein praktisches Beispiel:

Früher sind im Online-Handel

bestellte Produkte oft in großen

Überverpackungen mit viel Füllmaterial

versendet worden. Heute

sind Verpackungen gefragt, bei

denen das Füllvolumen angepasst

werden kann. Das spart Platz, reduziert

leere Kilometer und senkt

letztendlich den CO 2 -Ausstoß.

Jahrzehntelang kamen im Kartonund

Wellpappebereich Kunststoffbänder

zum Einsatz, beispielsweise

als Aufreißband zum komfortablen

Öffnen einer Verpackung.

Heute können wir eine Lösung

aus Papier anbieten. So können

wir die gesamte Verpackung aus

einem Rohstoff gestalten – von der

Schachtel über den Kantenschutz

bis hin zum Aufreißband. Der

Endverbraucher kann so bedenkenlos

die gesamte Verpackung im

Papierrecycling-Container entsorgen.

So verbessern wir Schritt für

Schritt die Verpackungen im Sinne

der Nachhaltigkeit. Viele Kunden

sind für solche Lösungen offen

und dankbar.

Für alle Bereiche

„Das gilt für Klein- bis Großkunden.

Oft vermischen sich die Lösungen.

Für einen namhaften Kuchenhersteller

haben wir eine neue

Versandverpackung entwickelt.

Hierbei kommt eine industriell gefertigte

Schachtel zum Einsatz, die

manuell veredelt wird. Dadurch

„Die idealen Lösungen ergeben

sich oft durch viele kleine

Schritte – eben Schritt für Schritt“,

erklärt Andreas Karnholz,

Sales Director bei

Dunapack Packaging

hat der Kunde ein besonderes Erlebnis

beim Öffnen der Packung.

Gleichzeitig konnte die bisherige

Hebeeinrichtung zur schonenden

Entnahme des Kuchens durch eine

Wellpappe-Lösung ersetzt werden“,

erklärt Karnholz.*

Wandlungsfähigkeit als

Innovationsmotor

Optimistisch stimmt Karnholz

auch die neue PPWR, die für ihn

ein klares Bekenntnis zur Wellpappeverpackung

darstellt, sowie

die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten

von Wellpappe. „Die

lange und erfolgreiche Geschichte

der Prinzhorn Gruppe zeigt,

wie wandlungsfähig, flexibel und

nachhaltig Wellpappe als Verpackungsmaterial

ist. Ich sehe hier

viel Potenzial“, sagt er. Insbesondere

im Bereich der oft zitierten

letzten Meile, beim internen Transport

oder für Lösungen, die mehrfach

verwendet und platzsparend

zusammengelegt werden können.

20

06/24

*siehe auch Wellpappe-Award Bericht in dieser Ausgabe


Vorstandswechsel bei ARA

Neben Vorstandssprecher und Vertriebsvorstand Harald Hauke tritt ab sofort

Thomas Eck als Vorstand für Produktion, IT und Finanzen in das ARA

Führungsteam ein. Der gebürtige Wiener verfügt über umfassende Branchenkenntnisse

– insbesondere in den Bereichen Verpackungslösungen und Recycling.

Dank seiner jahrelangen Erfahrung

in der Industrie

und seinem fundierten

technischen Know-how wird Thomas

Eck entscheidend dazu beitragen,

die Marktführerschaft der

ARA in der Kreislaufwirtschaft

weiter auszubauen und die EU-

Recyclingziele zu erreichen. Eck

folgt auf Martin Prieler, der das

Unternehmen aus privaten Gründen

verlassen hat. Mit Thomas Eck

hat die Altstoff Recycling Austria

AG (ARA) einen neuen Verpackungs-

und Recyclingexperten an

der Spitze: Zuletzt war er als CTO

bei PreZero Polymers tätig und

trug maßgeblich zur Entwicklung

und Optimierung von Recyclinganlagen

in Deutschland, Österreich,

Italien und den USA bei. Vor

dieser Position arbeitete er mehr

als 25 Jahre in unterschiedlichen

Positionen bei Constantia Flexibles,

einem weltweit führenden

Hersteller von flexiblen Verpackungen.

Darüber hinaus war Thomas

Eck in den Jahren 2009 bis

2012 und von 2015 bis 2018 Mitglied

des Aufsichtsrats der ARA,

und hat in dieser Funktion an der

richtungsweisenden Entwicklung

der ARA zum Innovationsführer

der österreichischen Kreislaufwirtschaft

mitgewirkt.

Mehr unter: www.ara.at

Thomas Eck

Foto: ARA

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Der niederösterreichische Verpackungsspezialist

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VSL, der Verpackungsspezialist für

Ein- und Mehrwegverpackungssysteme,

fertigt in seinem Werk in

Kottingbrunn auf Wunsch mobile

Aufbewahrungs- und Transportlösungen.

Ob Einzelstück oder Serienprodukte,

die Kottingbrunner Kofferschmiede

verpackt alles - präzise und mit Perfektion.

Dementsprechend entwickelt und

produziert VSL Verpackungen,

Form-, Fräs- und Stanzteile, Sonderanfertigungen

sowie projektbezogene

Artikel in vielen möglichen

Varianten, in allen erdenklichen Formen,

Farben und Größen.

(Inter-)national gefragt

Mittlerweile ist der Spezialist sowohl

am Heimatmarkt als auch international

ein gefragter Partner, sei

es für Produktpräsentationen oder

für mobile Einsätze.

Die individuellen Verpackungslösungen

á la VSL werden im Werk

Kottingbrunn in zugekaufte Koffersysteme

integriert. Bei der Auswahl

der Lieferanten legt man besonderes

Augenmerk auf Qualität.

„Koffer ist nicht gleich Koffer:

Diese Erkenntnis haben wir aus

den zahlreichen positiven Rückmeldungen

unserer Kunden gewonnen“,

erklärt Geschäftsführer

Michael Lorenz.

Dank hauseigener Flightcaseproduktion

sowie zusätzlicher Speziallösungen

- ob nun mit Hohlkammerplatten,

Gittermatten, Netzschläuchen

oder Kunststoffbehältern

- erweitert VSL kontinuierlich

den inhaltlichen Aufbau der Palette

und die Präsentationsmöglichkeiten.

Digitaliserung & Innovation

Um seine KundInnen auch in Zukunft

mit den gewünschten Ideallösungen

zu versorgen, investiert

VSL regelmäßig in Technologie

Updates.

Mit einer 3D Wasserstrahlmaschine,

Konturenschneidemaschine

und Fräsmaschine werden die

KundInnen bestens bedient. Durch

Anschaffung einer Recycling Maschine

wird in Zukunft auch ein

besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit

gesetzt.

Formvollendet, maßgeschneidert und sicher

verpackt, transportiert und präsentiert:

Der Verpackungsspezialist VSL lässt in

Sachen Behälter- und Kofferlösungen keine

Kundenwünsche

offen!

VSL Mehrwegverpackungssysteme GmbH

Etrichstraße 75-83, A-2542 Kottingbrunn

Tel: +43 (0)2252 408 202

E-Mail: office@vsl.at, Internet: www.vsl.at

06/24

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KREISLAUFWIRTSCHAFT

Allzeithoch für Kreislaufwirtschaft

Trotz aktuell schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen steigt das Enga-gement

heimischer Unternehmen für die Kreislaufwirtschaft auf ein neues Allzeithoch. Dies

zeigt der mittlerweile sechste ARA Circular Economy Barometer 2024, der mit einem

Wert von 59,1 auf einer Skala von 0-100 den höchsten Stand der letzten Jahre erreicht.

Gleichzeitig appelliert die heimische Industrie an die zukünftige Bundesregierung, im

neuen Regierungsprogramm den Fokus verstärkt auf die Kreislaufwirtschaft zu legen –

ein wichtiger Schritt, um die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu reduzieren und den

Klimaschutz zu forcieren.

22

06/24

Zum sechsten Mal in Folge

präsentiert die Altstoff Recycling

Austria AG (ARA)

gemeinsam mit GfK den „ARA

Circular Economy Barometer“, einen

Index, der den Status der Kreislaufwirtschaft

in österreichischen

Unternehmen misst. „Der Anteil an

Betrieben, die Konzepte der Kreislaufwirtschaft

implementiert haben

und aktiv nutzen, hat dieses Jahr

mit 83 % einen neuen Höchstwert

erreicht“, betont Harald Hauke,

Vorstandssprecher der ARA. „Im

Jahre 2023 lag dieser Wert noch

bei 76 %. Besonders freut uns, dass

unter den mittleren und großen Unternehmen

fast jeder Betrieb Circular

Economy nutzt oder plant“,

so Hauke weiter. Gesellschaftliche

Verantwortung, Klimaschutz sowie

die Schonung knapper Ressourcen

sind die drei wichtigsten Beweggründe

Maßnahmen in Kreislaufwirt-schaft

umzusetzen. Für 9 von

10 Unternehmen ist diese auch Teil

der Unternehmensstrategie. Appell

von Unternehmen an Politik: Investition

in Kreislaufwirtschaft Für

67% der Unternehmen ist es wichtig,

dass die neue Bundesregierung

in Österreich in das Thema Kreislaufwirtschaft

investiert und das

Thema im Regierungsprogramm

hat. Unabhängig von Regie-rungsprogrammen

würden nahezu alle

Unternehmen in die Kreislaufwirtschaft

investieren. 8 von 10 geben

an, dies sogar in unverändertem

Umfang fortzuführen.

Kleine Unternehmen holen auf

Circular Economy auf Wachstumskurs:

Kleine Unternehmen holen

auf „Während 79 % der großen

Unternehmen ihre Investitionsplanung

für die kommenden drei Jahre

konstant hoch halten, zeigen kleine

(53 %) und mittlere (67 %) Unternehmen

im Vergleich zu den Vorjahren

eine steigende Bereitschaft, in

Circular Economy zu investieren“,

so Anna Kulnig, Senior Client Business

Partner bei NIQ/GfK. „Die

größten Hürden für die Umsetzung

von Circular Economy bleiben die

fehlende Information zur Substitution

von Rohstoffen, die komplexe

Gesetzgebung sowie die hohen Kosten“,

führt Kulnig weiter aus.

Unternehmen so

optimistisch wie noch nie

Vor allem der Einsatz von Recyclingmaterial,

Wiederverwendung,

Abfallvermeidung und -management

werden als Chance gesehen,

um die Zirkularität von Produkten,

Dienstleistungen und Verpackungen

in der Wertschöpfungskette zu steigern.

Darüber hinaus haben die

Nutzung der Digitalisierung und die

Intensivierung der Nachhaltigkeitskommunikation

vor allem für große

Unternehmen an Bedeutung für den

Erfolg der Circular Economy gewonnen.

Gesteigerte Gesamtwertung

Dies schlägt sich in einer gesteigerten

Gesamtwertung nieder, so

erreicht der Circular Economy Barometer

mit 59,1 einen neuen Höchststand

und übertrifft das Ergebnis des

Vorjahres von 57.

Fachkräftemangel

Gleichzeitig entspannt sich die

Situation betreffend des Fachkräftemangels

nur sehr langsam. Derzeit

haben nach wie vor drei von

zehn Betrieben Schwierigkeiten,

geeignetes Personal zu finden – im

Vergleichszeitraum vor einem Jahr

waren es noch vier von zehn. Bei

Unternehmen mit 50 oder mehr

Mitarbeiter:innen sind es sogar

sechs von zehn (2023: 7 von 10).

Derzeit füllen vor allem externe Berater:innen

die Lücke.

Nachhaltigkeit gwinnt

Laut Circular Economy-Barometer

gewinnt auch die Positionierung als

nachhaltiges Unternehmen weiter an

Bedeutung. 73 % finden, dass Nachhaltigkeit

für ihre Geschäftstätigkeit

eine wichtige Rolle spielt. „Unabhängig

von Regierungsprogrammen

oder ökonomischen Rahmenbedingungen

besteht bei Österreichs

Betrieben ein breiter Konsens: Die

Kreislaufwirtschaft ist gekommen,

um zu bleiben – Unternehmen treiben

sie engagiert voran. Als treibende

Kraft der Circular Economy

freut es uns besonders, dass acht von

zehn der befragten Unternehmen die

ARA (www.ara.at) nennen, wenn

man nach österreichischen Knowhow-Trägern

in Sachen Kreislaufwirtschaft

fragt. Damit stehen wir im

direkten Ver-gleich an erster Stelle“,

unterstreicht ARA Vorstandssprecher

Harald Hauke abschließend.


AWARDS

Gold bei den European Carton Excellence Awards

Verpackungsdesigns aus Metsä Board-Karton wurden bei den European Carton Excellence

Awards 2024 mit drei Gold Awards ausgezeichnet. Die Preise, die von Pro Carton

und der European Carton Makers Association (ECMA) verliehen werden, wurden am

19. September in Berlin bekannt gegeben. Neben den Gold Awards erhielten zwei weitere

Verpackungen aus Metsä Board-Karton Auszeichnungen in den Kategorien Innovation

und Public Award.

Die Produktion von anspruchsvollen

Druck- und

Strukturkonzepten erfordert

eine herausragende Materialqualität.

Die Gewinnerverpackungen

zeigen eindrucksvoll die

Vielseitigkeit und hohe Qualität

der Faltschachtelkartons von Metsä

Board,“ sagt Neil Fox, VP Sales

FBB EMEA bei Metsä Board. „Im

Namen von Metsä Board gratuliere

ich allen Gewinner*innen der European

Carton Excellence Awards

2024.“

Arctic Blue Gin

Die holografische Premium-Verkaufspackung

von Arctic Blue Gin,

die aus MetsäBoard Prime FBB

Bright 380 g/m² besteht und von

Grano Oy hergestellt wurde, erhielt

einen der begehrten Gold Awards.

Auch die Geschenkbox „Easter Celebration“

von Anthon Berg, gefertigt

aus MetsäBoard Classic FBB

250 g/m² und produziert von Van

Genechten Packaging, wurde mit

Gold ausgezeichnet.

Gold und PubicAward

Zusätzlich gewann die Verpackung

von Pladis Global für die

„McVitie’s Victoria Chocolate

Creations“-Biskuitauswahl sowohl

einen Gold Award als auch den Public

Award, der von Branchenprofis

und der Öffentlichkeit vergeben

wurde. Die Verpackungslösung

wurde hergestellt aus MetsäBoard

Classic FBB 250 g/m² und verarbeitet

von Graphic Packaging International.

Innovation Award

Der Innovation Award ging an ein

Cover-Kit-Konzept, entwickelt und

produziert von der Alzamora Group

Fotos: Metsä Board

Mehr unter:

www.metsagroup.com/

metsaboard/

für OCB. Die Verpackung, bestehend

aus MetsäBoard Prime FBB

Bright 170 und 235 g/m², bietet eine

wiederverwendbare Lösung und

ersetzt den Einsatz von Plastiktüten.

06/24

23


DISPLAYS

Von Geisterschlössern und edlen

Als Komplettanbieter und Ideenlieferant für Displays am POS ist die

Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H (MVG) bekannt und wurde für

ihre Lösungen auch schon mehrmals ausgezeichnet. Innerhalb einer Woche

gleich bei zwei Wettbewerben punkten zu können, war auch für das Team rund

um Eigentümer Dipl. Ing. Höfer ein neues Gefühl. So geschehen jetzt beim

Golden Pixel und Wellpappe Austria Award.

Besonders freut Dipl. Ing.

Höfer, dass mit den zwei

Displays „Fanta Halloween-Schloss“

und „Monkey 47

Gin-Display“ sowohl die Flexibilität

und Funktionalität der Lösungen

als auch die graphische Umsetzung

ausgezeichnet wurde.

Der mit dem kleinen Äffchen

Kreativ im Design und stabil in

der Konstruktion - so präsentiert

sich das Kultgetränk Monkey 47

Dry Gin im neuen Display der

MVG. Eine Besonderheit dieses

Wellpappe-Displays ist die schräge

Platzierung der Flaschen. So sticht

der edle Gin aus dem Schwarzwald

noch mehr ins Auge. Die Regalfächer

sind zusätzlich mit Sicherungsnasen

versehen und verhindern ein

Herausfallen der hochwertigen Spirituosen.

Das Wellpappe-Display

ist platzsparend und kann mit bis zu

30 Einzelflaschen bestückt werden.

Ein Display – 2 Lösungen

Wird das Inlay ausgetauscht, können

auch Geschenkverpackungen

präsentiert werden. Somit erhält

der Kunde mit einem Display zwei

Lösungen und das ressourcenschonend

und ohne Mehraufwand für

den Auftraggeber. Monkey 47 Gin-

Display, die kreative Konstruktion

aus Wellpappe, die das Kultgetränk

Dry Gin und das kleine Äffchen

gekonnt in Szene setzt, hat die Jury

des Wellpappe Austria Awards begeistert.

Halloween

Jedes Jahr im Herbst startet Fanta

seine Halloween-Kampagne mit

Gewinnspielen und die Kombination

von Produkten am Point of Sale.

Die Getränke werden auf mehreren

Ebenen kreativ in Szene gesetzt

und mit knisternden Snacks kombiniert.

Der Aufbau des Displays ist

kinderleicht. Die vier Säulen werden

mit den Seitenteilen einfach zusammengesteckt

und – voilà – fertig

ist das Fanta Halloween-Schloss.

Handling

Dabei können die Türme an den

Ecken des Schlosses gedreht und

in verschiedenen Positionen angebracht

werden. Genau wie es den

jeweiligen Marktanforderungen

entspricht, können dann die Produkte

von vorne oder der Seite entnommen

werden. Das Gewicht der

Produkte verleiht der Konstruktion

noch zusätzliche Stabilität. So gruselig

und schön kann ein Display

aus Wellpappe sein. Dieses Display

1 Display für zwei Anwendungen - links der Einsatz für die

Geschenksverpackungen und rechts die Lösung für die Flaschen

Auch die Seitenwände und selbst leere Fächer

sind bei diesem Display wahre Hingucker

24

06/24


Äffchen

Gewinner des

Golden Pixel Awards

wurde beim Golden Pixel Award

ausgezeichnet. Damit das große

Display auch problemlos und rasch

befüllt werden kann, wird ganz einfach

die fordere Burgwand herausgeklappt

und schon kann ein Hubwagen

oder Stapler das Schloss mit

einer Europalette bestücken.

Jurybegründung

Zu Halloween, wo Retailer sich

vor komplizierten Display-Aufbauten

fürchten, überzeugt dieses

Spukschloss nicht nur in Gestaltung,

sondern besonders mit Funktionalität

und einfachem Zusammenbau.

Die Kombination von

Snacks und Getränken erzeugt

beim Kunden einen Kaufimpuls,

alles für die Gruselparty mitzunehmen.

Ein willkommener »treat« für

alle. „Bei diesem Display muss ich

mich auch für die Ideen und die gute

Zusammenarbeit mit Plutonika

Design einem Studio für Branding

und Packaging bedanken.“ sagt Dipl.

Ing. Höfer.

Fazit

Die MVG hat wieder einmal bewiesen,

wie kreativ und vielseitig

der Werkstoff Wellpappe eingesetzt

werden kann – sowohl in Funktionalität

als auch in der graphischen

Umsetzung. Gemeinsam mit dem

Kunden werden die Ideen zu ausgezeichneten

und unverkennbaren

Displays am POS verwandelt.

Mehr unter: www.mvg.co.at

Ringwickler

● aut. Wickelfolienwechsler

● aut. Deckblattrollenwechsler

● Doppelwickelkopf uvm.

Ing. Josef Riegler Verpackungstechnik GmbH & Co KG

www.riegler‐verpackungstechnik.com

office@riegler‐verpackungstechnik.com

Tel. 0043 1 40 500 35‐0

06/24

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PARTNERSCGAFT

Nachhaltige Kaffeeverpackungslösungen

26 02/24

Constantia Flexibles, ein führender Hersteller von flexiblen Verpackungen,

präsentiert die Einsatzfähigkeit seines recyclingfähigen EcoLamHighPlus-

Monomaterials auf der fortschrittlichen PMX-Plattform von Syntegon für

Kaffeeverpackungen. EcoLamHighPlus ist vollständig mit dem PMX-System

des Verarbeitungs- und Verpackungstechnikanbieters kompatibel und bietet

eine effiziente, zukunftssichere Lösung für Markeninhaber – ohne zusätzliche

Kosten.

Diese Partnerschaft unterstreicht

das gemeinsame

Engagement beider Unternehmen,

nachhaltige und leistungsstarke

Lösungen anzubieten.

EcoLamHighPlus:

Eine nachhaltigere

Monomaterial-Lösung

EcoLamHighPlus wurde entwickelt,

um der wachsenden Nachfrage

nach nachhaltigeren Verpackungsmaterialien

gerecht zu werden

und gleichzeitig sicherzustellen,

dass Verpackungsprozesse effizient

und zukunftsfähig bleiben. Als Monomaterial

auf Basis von Polyethylen

(PE) bietet EcoLamHighPlus

eine hervorragende Recyclingfähigkeit.

Darüber hinaus wurde die

EcoLam-Familie von RecyClass

vollständig zugelassen. Die Lösung

bietet auch einen hervorragenden

und auch nachhaltigeren Schutz für

empfindliche Produkte wie Kaffee:

Geschmack und Aroma bleiben

erhalten und gleichzeitig wird ein

umweltbewusster CO 2 -Fußabdruck

gewährleistet.

Nahtlose Integration mit der

PMX-Plattform von Syntegon

Die PMX-Plattform von Syntegon

repräsentiert die Zukunft der

Verpackung mit ihrem Fokus auf

Flexibilität, Nachhaltigkeit und

Digitalisierung. Die modulare Verpackungsplattform

ist darauf ausgelegt,

sowohl konventionelle als

Foto: ©Constantia Flexibles

auch recycelbare Materialien, einschließlich

Monomaterialien wie

EcoLamHighPlus, ohne zusätzliche

Modifikationen oder Investitionen

zu verarbeiten. Die PMX-Maschine

verarbeitet effizient bis zu 65 Verpackungen

pro Minute für ganze

Kaffeebohnen und bietet eine Doppelrohrversion

für bis zu 100 Verpackungen

pro Minute.

PPWR

„Derzeit suchen viele Hersteller

aktiv nach nachhaltigen Verpackungslösungen,

um den bevorstehenden

Vorschriften, wie der

PPWR, zu entsprechen und möchten

gleichzeitig hohe Qualitätsstandards

wahren. Die PMX-Plattform,

kombiniert mit Materialien wie

EcoLamHighPlus, bietet dafür eine

ideale Lösung“, so Christina Holm,

Strategische Produktmanagerin bei

Syntegon.

Gemahlener Kaffee

und ganze Bohnen

Die flexible PMX-Maschine kann

sowohl gemahlenen Kaffee als auch

ganze Bohnen verpacken. Dank

schneller Formatwechsel und einer

Vielzahl von Beutelstilen kann sie

eine breite Palette von Verpackungsformaten

aufnehmen. Ihr modulares

Design ermöglicht es den Herstellern,

spezifische Kundenanforderungen

zu erfüllen, während sie eine

effiziente Produktion aufrechterhalten

und schnell auf sich ändernde

Marktanforderungen reagieren.

Flexibilität

„Kaffee ist ein beliebtes Produkt,

dessen Qualität geschützt werden

muss. Unser Ziel war es, eine effiziente

Verpackungsmaschine zu

entwickeln, die den Herstellern genügend

Flexibilität für zukünftige

Änderungen bietet und gleichzeitig

den Nachhaltigkeitsanforderungen

gerecht wird. Das ist uns mit der

PMX-Maschine gelungen“, fügt

Christina Holm hinzu.

Innovative digitale Lösungen

Zusätzlich zu seinen Nachhaltigkeitsmerkmalen

integriert die PMX-

Plattform Syntegons Synexio Empower,

eine Industrie 4.0 (I4.0) Lösung,

die eine Echtzeitüberwachung des

Energie- und Ressourcenverbrauchs

ermöglicht. Durch Zustandsüberwachung

und vorausschauende Wartung

können Hersteller die Gesamtanlageneffektivität

(OEE) optimieren,

Ausfallzeiten reduzieren und

die Effizienz der Anlage verbessern,

was sowohl Kosteneinsparungen als

auch Nachhaltigkeit vorantreibt.

Partnerschaft

„Unsere Partnerschaft mit Syntegon

zeigt unser Engagement für Innovation

und Nachhaltigkeit“, sagte

Tobias Acker, Market Product Manager

Beverages DACH & Benelux

– Film & Paper Category bei Constantia

Flexibles. „Mit unserer Eco-

Lam-Produktfamilie haben Kunden

Zugang zu einer flexiblen, für das

Recycling konzipierten Hochleistungsverpackungslösung,

die nahtlos

mit modernsten Technologien,

wie der PMX-Plattform, integriert

werden kann.“

Mehr unter: www.cflex.com oder

www.syntegon.com

KOMPACK wünscht seinen Kunden,

Lesern und Partnern

ein frohes Fest, erholsame Feiertage

und einen guten Start in

das neue Jahr.


Displays, Filialdekorationen,

Palettenummantelungen

www.eclipse-print.com

Ein bedeutender Schritt

in der Pharmaindustrie

Constantia Flexibles hat für sein innovatives Mono-Polypropylen

(PP)-Laminat PERPETUA, das speziell für die Pharmaindustrie

entwickelt wurde, das Technology Approval von RecyClass für

dessen Recyclingfähigkeit erhalten. Diese Auszeichnung unterstreicht

das Engagement des Unternehmens, nachhaltige Verpackungslösungen

zu fördern und die Kreislaufwirtschaft aktiv voranzutreiben.

PERPETUA, ein Laminat mit einer BOPP/metBOPP/cPP-Struktur,

wurde von RecyClass in Kooperation mit Plastics Recyclers Europe

(PRE) umfassend geprüft. Die Tests bestätigten die hohe

Recyclingfähigkeit des Materials. PERPETUA überzeugt nicht nur

durch seine hervorragende Recyclingfähigkeit, sondern bietet

auch einen ausgezeichneten Schutz vor Feuchtigkeit, Sauerstoff

und Licht und senkt das globale Erwärmungspotenzial um 48

bis 55 % im Vergleich zu ähnlichen Multimaterial-Laminaten.

Zusätzlich wurde PERPETUA ALTA kürzlich mit dem RecyClass-

Kompatibilitätszertifikat für Design for Recycling in der Klasse B

ausgezeichnet, nachdem es bereits 2022 das Technology Approval

erhalten hatte. Diese Zertifizierung basiert auf dem Status von

PERPETUA ALTA als erstes hochbarrierefähiges Polypropylen (PP)

Monomaterial-Laminat, das die RecyClass-Technologie-Zulassung

erhalten hat. Dies unterstreicht das kontinuierliche Engagement des

Unternehmens für die Entwicklung nachhaltigerer, recycelbarer

Verpackungslösungen und bietet eine wertvolle Chance, Abfall

und Umweltauswirkungen in der Pharmaindustrie zu reduzieren.

„Wir sind sehr stolz darauf, das Technology Approval für PERPETUA

und das kürzlich verliehene Kompatibilitätszertifikat für PERPETUA

ALTA erhalten zu haben“, sagt Dr. Roberto Martin, Leiter Innovation

Laminates bei Constantia Flexibles. „Diese Anerkennung bestätigt

unsere führende Position in der Entwicklung von Mono-PP-Laminaten.

Wir sind bestens vorbereitet, um den zukünftigen Anforderungen gerecht

zu werden, da sich der PP-Recyclingstrom in Europa weiterentwickelt.“

Die RecyClass-Genehmigung setzt einen neuen Maßstab für recycelbare

Verpackungsmaterialien und eröffnet Marken neue Möglichkeiten,

nachhaltigere Lösungen zu finden, die den höchsten Standards

entsprechen.

Mehr unter: www.cflex.com

Kontakt

Bernhard Müller

Geschäftsführer 06/24 Eclipse GmbH 27

mueller@eclipse-print.com


JUBILÄUM

50 Jahre Forschung und Entwicklung

Das Ziel von Tetra Pak ist es, Lebensmittel überall sicher und verfügbar zu

machen. Das Thema „Lebensmittelsicherheit“ spielt dabei eine zentrale Rolle.

Deswegen gründete Erwin Wartenberg, ein Freund von Hans Rausing, Anfang

der 1970er Jahre das Forschungszentrum in Stuttgart. Hans Rausing wiederum

war der Sohn von Dr. Ruben Rausing, der nicht nur die erste Kartonverpackung

für Milch entwickelte, sondern ebenso 1951 das Unternehmen Tetra Pak in

Schweden gründete.

Der Research-Standort in

Stuttgart hat sich über die

Jahre zu einem führenden

Sitz für wissenschaftliche und regulatorische

Angelegenheiten entwickelt,

unterstützt von hochmodernen

Laboratorien. Die rund 50 Forschenden

der Fachbereiche Chemie und

Mikrobiologie stellen sicher, dass

das Portfolio von Tetra Pak sowohl

jetzt als auch in der Zukunft dem

Leitmotto von Tetra Pak entspricht:

„Schützt was gut ist“. Anlässlich des

fünfzigjährigen Bestehens wurde der

Standort in Stuttgart renoviert und

modernisiert und mit den Mitarbeitenden

des Zentrums und deren Familien

das Jubiläum gefeiert.

Mission

Seit 50 Jahren treibt das Forschungszentrum

in Stuttgart die

Mission von Tetra Pak voran, sichere

Verpackungen zu entwickeln

und Lebensmittel überall sicher und

verfügbar zu machen. Der Zweck

und die Kompetenzen des Zentrums

haben sich dabei im Laufe

der Jahre weiterentwickelt. Um zu

schützen was gut ist, ist der Standort

in Stuttgart ein zentraler Bestandteil

der Innovationsgeschichte

von Tetra Pak.

Dr. Davide Marchesi,

Director, Food Packaging Safety

& Interaction und Standortleiter

in Stuttgart: „Seit über fünf

Jahrzehnten stellt das Team an

unserem Research Standort die

Lebensmittelsicherheit und gesetzliche

Konformität unserer Verpackungslösungen

für uns und unsere

Kunden sicher. Ich bin stolz,

dass wir darüber hinaus auch einen

wichtigen Beitrag leisten, um

unser Unternehmen und unsere

Partner kompetent durch das sich

ständig ändernde regulatorische

Umfeld zu begleiten.“

Stephan Karl,

Geschäftsführer für die DACH

Region bei Tetra Pak: „Wir freuen

uns sehr, das 50 jährige Bestehen

in Stuttgart feiern zu können. Forschung

bedeutet Fortschritt und ist

für uns unablässig, damit wir uns

weiterentwickeln und unsere Produkte

an die sich ändernden Herausforderungen

anpassen können.

Dank der professionellen Unterstützung

unseres Research-Zentrums

können wir die Qualität und Sicherheit

unserer Verpackungslösungen

für unsere Kunden immer weiter –

und nachhaltig- verbessern.“

Von der Chemie

zur Mikrobiologie

Der Research-Standort in Stuttgart,

die Tetra Holdings GmbH

Food Packaging Safety & Interaction,

konzentrierte sich zunächst

auf analytische Chemieforschung.

Anfangs lag der Fokus auf der Lösung

von Dichtungsproblemen der

Verpackungsmaterialien, die durch

Oxidation der inneren PE-Schicht

verursacht wurden. Diese Herausforderungen

führten zur Entwicklung

erster Testmethoden.

Mikrobiologie

1988 erweiterte das Institut seine

Tätigkeit unter neuer Leitung und

diente als Partner für alle Fragen

rund um Chemie und Mikrobiologie.

Innerhalb des Tetra Pak Konzerns.

Durch gezielte Forschung

konnte das Zentrum passgenaue

Problemlösungen für spezifische

Herausforderungen entwickeln.

Darüber hinaus wird in Stuttgart

bis heute sichergestellt, dass

die Tetra Pak Produkte den sich

schnell ändernden Anforderungen

der Lebensmittelbranche entsprechen.

Aktuell beschäftigt sich

das Zentrum mit fortschrittlicher

analytischer Chemie mit einem

Schwerpunkt auf Mikrobiologie,

Lebensmittelverpackungsinteraktion,

Materialcharakterisierung sowie

der Einhaltung regulatorischer

Vorgaben für Lebensmittelkontaktmaterialien

und Chemikalien.

Hierzu gehört die Unterstützung

bei Zulassungen, Fehlerbehebungen,

regulatorischen Änderungen

sowie Beratung zu korrekten

wissenschaftlichen Inhalten

oder rechtlichen Angelegenheiten.

Dadurch leistet das Stuttgarter

Forschungszentrum einen wesentlichen

Anteil zur Weiterentwicklung

des Tetra Pak Portfolios weltweit

und zur Unterstützung aller

Tetra Pak Kunden.

Mehr unter:

www.tetrapak.com

28

06/24


FÖRDERTECHNIK

MESSE

Die Schraube

des Archimedes ...

……ist einer der Ewigkeitswerte der Fördertechnik. „Wir haben

dieses Prinzip verbessert. Da keine Achse vorhanden ist, steigt

die Förderleistung um fast 2/3, ... und wir fördern auch um die

Kurven.“ erklärt Herta Wildfellner.

Neuheiten in der achsenlosen Spiralfördertechnik

gibt es ständig mit jeder Förderanlage:

Ü Anderes Fördergut,- andere Materialzusammensetzung,-

anderes Schüttgewicht,-

andere Aufstellung und Montage, entweder

in biegsamer oder starrer Ausführung und

immer den örtlichen Gegebenheiten angepasst.

Deshalb entwickelten wir uns seit Jahrzehnten

vom Pionier, über den Visionär zum Teamplayer

in der achsenlosen Spiralfördertechnik. Qualität,

Innovation und Know - How mit viel Engagement

und Erfindergeist prägen seit 45 Jahren unseren Familienbetrieb

Wenn Ihre bestehenden Fördersysteme zu wartungsintensiv

sind, oder Sie haben genug von Verstopfungen

in Förderrohren oder Verschmutzung

der Transportumgebung?

Wir haben die Lösung für Sie!

Mit den achsenlosen Spiralen fördern wir

• über 5.000 unterschiedliche Schüttgüter von 0,03

bis 400mm Länge mit

• Förderleistungen erreichen wir bis zu 600 m3/

Stunde (je nach Schüttgewicht) und

• Förderhöhen von bis zu 28 m senkrecht, oder

waagrecht, schräg oder in Kurven und über Steigungen

Unsere Zielbranchen sind: Abfall – Recycling

– Energie – Holz- Glas-, Papierabfälle, Frässpäne,

Tiereinstreu, Schrott, Schlamm oder auch in der

Lebensmittel-, Futtermittel-, Tabak-, Pharma-, und

Chemieindustrie, Wein- und Obstindustrie und es

kommen ständig neue Aufgabenbereiche dazu.

Vorteile der Förderanlage:

• Weniger Wartung durch Wegfall des Innenkerns,

keine Zwischenlager, Umlenkrollen, Ketten usw…

• geringer Energieverbrauch, geräuscharm, nahezu

staubfrei und materialschonend.

• nachhaltige Rückführung von Resten, Staub,

Mehl etc… in den Produktionsablauf mit

der biegsamen Spirale

• Zum Transport und Beladen von/zu LKWs, Silos,

Behältern, Vorratsbehältern, als Dosieranlagen

etc.

• Für die Zuförderung für Holzvergaseranlagen

• Erhöhte Effizienz für Sie durch Automatisierung

der Produktionsprozesse. Manuelle Arbeit wird

reduziert und dadurch Fehler minimiert.

• Entwicklung – Planung – Produktion – Montage

und Service aus einer Hand mit individuellen,

maßgeschneiderten Lösungen mit geringstem

Investitionsaufwand in dauerhafter Qualität

• Rasche Verfügbarkeit durch unser enormes

Spirallager vor Ort

Besuchen Sie unsere Homepage

www.wildfellner.at und überzeugen Sie

sich von unserer Universal-Spiralfördertechnik.

04/24

29


PREISVERLEIHUNG

GS1 Sync Stars 2024

Im Rahmen der GS1 InterACT in Wien wurden auch heuer wieder drei

namhafte Unternehmen mit dem GS1 Sync Star Award prämiert. Der Preis

zeichnet all-jährlich qualitativ herausragende Dateneinsteller im GS1 Sync

Stammdatenpool aus.

Brauerei Murau eGen, Gölles

GmbH und Radatz Feine

Wiener Fleischwaren

GmbH & Stastnik GmbH – drei

traditionsreiche österreichische Unternehmen,

die allesamt nicht nur

höchsten Genuss versprechen, sondern

seit heute noch etwas gemeinsam

haben: Sie wurden mit dem GS1

Sync Star Award prämiert, der heuer

im Rahmen der europäischen Konferenz

GS1 InterACT im Parkhotel

Schönbrunn zum neunten Mal in

Folge verliehen wurde. Damit werden

alljährlich Unternehmen für ihr

außerordentliches Engagement rund

um die Datenqualität im GS1 Sync

Stammdatenpool vor den Vorhang

geholt. Dies zeigt sich laut GS1 Austria

Geschäftsführer Mag. Gregor

Herzog vor allem daran, „dass die

Daten zu jeder Zeit vollständig, korrekt

und in der aktuellsten Version

dem Handel über GS1 Sync zur Verfügung

gestellt werden. Nur so kann

eine reibungslose Warenübernahme

oder eine Listung in Online-Shops

garantiert werden.“

Immer einen Schritt voraus

Als wesentlicher Erfolgsfaktor in

der Stammdatenpflege – mit dem

sich u.a. auch die diesjährigen Preisträger

profiliert haben – gilt auch zunehmend

die zeitliche Komponente.

Das bedeutet so Herzog, „dass bestenfalls

schon vor der Einführung

eines neuen Produkts im Handel die

Stammdaten elektronisch bereitgestellt

werden, was eine wesentliche

Erleichterung für die Planbarkeit

der internen Prozesse des Handels

darstellt“. Dieser wichtige Schritt

voraus gilt nicht nur für die Eingabe

der Stammdaten, sondern auch rund

um die Bewältigung zukünftiger

gesetzlicher Anforderungen. Dazu

zählen etwa die Einführung des Einwegpfands

ab 01.01.2025, wozu zusätzliche

Daten über GS1 Sync abgebildet

werden müssen oder die für

viele Produkte schon sehr bald relevante

Entwaldungsrichtlinie (EU-

DR). Auch sämtliche Informationen

zu Verpackungen werden künftig im

GS1 Sync Stammdatenpool zusehends

in den Vordergrund rücken.

30 06/24

Fotos: © GS1 Austria/Katharina Schiffl

Bei der Verleihung: Barbara Wendelin (Head of Master Data Services

and Healthcare, GS1 Austria GmbH), Victoria Sumetsberger (Integriertes

Management bei Radatz Feine Wiener Fleischwaren GmbH & Stastnik

GmbH), Dr. Franz Radatz (Geschäftsführer Radatz Feine Wiener Fleischwaren

GmbH & Stastnik GmbH), Elisabeth Knapp (IT-Leitung Brauerei

Murau eGen), Peter Doppler (Obmann Stellvertreter Brauerei Murau

eGen), Mag. Gregor Herzog (Geschäftsführer GS1 Austria GmbH)

Hohe Datenqualität bringt´s!

Komplett und gut gepflegte Datensätze

führen natürlich nicht nur zum

GS1 Sync Star, sondern bieten für

die Prämierten zahlreiche weitere

Vorteile: So sorgt Datenqualität bei

der steirischen Manufaktur Gölles

– bekannt für ihre edlen Essige und

Brände – laut deren Geschäftsführer

David Gölles etwa dafür „unsere

Produkte bestmöglich zu präsentieren,

wofür sich GS1 Sync als perfekt

integriertes internationales Tool

erweist“. Warum die Stammdatenpflege

so außerordentlich gut funktioniert,

liegt laut Jaqueline Deutsch,

bei Gölles für Einkauf und Export

zuständig, vor allem auch an der

„guten Zusammenarbeit mit dem

GS1 Sync Qualitätssicherungsteam,

das mich bei meinen ersten Schritten

im Portal so gut unterstützt hat, dass

ich mittlerweile bestens vertraut damit

bin und problemlos durch über

300 Produkte navigieren kann“. Für

die Brauerei Murau hat sich seit der

Die GS1 Sync Stars 2024 – Mit diesen Trophäen werden jährlich Unternehmen

für ihre hohe Qualität im GS1 Sync Stammdatenpool ausgezeichnet.

Einführung von GS1 Sync vor zehn

Jahren einiges in den Geschäftsprozessen

verändert: „Dank der qualitätsgeprüften

Daten sind unsere

Prozesse effektiver, besser organisiert

und wir sind enger mit unseren

Kunden verbunden“, so deren stellvertretender

Obmann Peter Doppler.

„Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit

zwischen unserer IT, der

Grafikabteilung und dem Qualitätsmanagement“,

erklärt IT-Leiterin

Elisabeth Knapp das Erfolgsrezept

der Brauerei Murau. Wie der Wiener

Fleischermeister Radatz seine Daten

immer „up to date“ hält, verrät

Victoria Sumetsberger, die im integrierten

Management bei Radatz für

die Dateneingabe verantwortlich ist:

„Die Datenpflege ist ein sehr individueller

Prozess, bei dem man nicht

nach einem strikten Zeitplan vorgehen

kann. Sobald es bei unseren Artikeln

Änderungen oder Neuerungen

gibt, werden diese sofort umgesetzt.“

Als größten Vorteil von GS1 Sync

nennt Radatz-Geschäftsführer Dr.

Franz Radatz „dass qualitätsgeprüfte

Daten eines zentralen Anbieters

vor allem für Vertrauen bei unseren

Kunden sorgen, da diese sich auf unsere

Daten stets verlassen können.“

Voraussetzungen

für GS1 Sync Stars

Um GS1 Sync Star zu werden,

muss ein Dateneinsteller selbstständig

alle bestehenden Artikeldaten

im GS1 Sync Stammdatenpool

laufend auf Aktualität prüfen und

ausgelaufene Artikel entsprechend

kennzeichnen. Darüber hinaus ist

für die Vollprüfung der vorhandenen

Daten durch die GS1 Sync Qualitätssicherung

die Übermittlung aller

aktuellen Etiketten, Produktverpackungen

oder Produktbilder erforderlich.

Dabei werden die Daten

auf Korrektheit, Vollständigkeit

und Konsistenz geprüft. Die Datenaktualisierung

muss alle drei Monate

abgestimmt werden, was einen

proaktiven Kontakt und eine gute

Zusammenarbeit zwischen Kunden

und Kundenbetreuer erfordert.

Mehr unter: www.gs1.at


Aus Sternchen werden Stars!

Preisträger:innen und Finalist:innen des PROPAK Austria Pro Carton Young

Designers Award 2024 waren diesmal im Rahmen der Preisverleihung „Smart

Packaging“ beim Österreichischen Verpackungstag in der FH Campus Wien zu

Gast. Gewonnen haben Izabella Elek mit „Choco Wave“, Timon Ibounigg mit

„Drill Packaging“ und Inti-Filippa Crespín mit „Dashamp – The dry Shampoo“.

Strahlende Gesichter gab es

bei den Preisträger:innen

und Finalist:innen, nicht

nur wegen des Erfolges selbst:

Der Award stand am Anfang so

mancher Karriere im Design, denn

die Industrie interessiert sich erfahrungsgemäß

sehr für neue,

vielversprechende Ideen und ihre

Gestalter:innen. Alle Designs

waren während des ganzen Tages

ausgestellt und wurden von zahlreichen

Fachleuten eingehend untersucht.

Gemeinsamer Erfolg

Horst Bittermann, Director General

Pro Carton, und Paul Leitner,

MM Premium Vienna und Vorsitzender

PROPAK Austria Faltschachtelindustrie,

überreichten

Bei der Preisverleihung die im Rahmen der preisverleihung

des Staatspreises imm FH Campus Wien stattgefunden hat.

Fotos: © PROPAK Austria

die Urkunden und Trophäen im

Namen von PROPAK Austria und

Pro Carton. Mit den Student:innen

waren die Lehrer:innen auf der

Bühne und feierten anschließend

gemeinsam den Erfolg.

2025

Eine Einreichung, zwei Awards:

Wer brim nächsten wettbewerb

teilnehmen will, sollte bis Mai

2025 zum internationalen Pro Carton

Young Designers Award einreichen,

der genaue Termin wird noch

bekannt gegeben - auch auf der

folgenden Homepage:

https://www.procarton.com/de/

awards/pro-carton-youngdesigners-award/

06/24

31


PREISE

Packaging Dialog 2024

Der Packaging Dialog 2024 widmete sich in diesem Jahr einem Thema, das

allen unter den Nägeln brennt: Wo und wie sollte KI eingesetzt werden,

wenn man vorne dabei sein will? Gerhard Kürner, Gründer und CEO der KI-

Beratung 506.ai und Profil-Kolumnist, zeigte anhand konkreter Beispiele, in

welchen Bereichen Künstliche Intelligenz die Effizienz im Alltag vervielfacht.

Den krönenden Abschluss bildete die Preisverleihung zum Carton Austria

Award 2024.

Zum Start gab Horst Bittermann

einen kurzen

Überblick über die Karton-

und Faltschachtelindustrie.

Wie schwierig die Lage ist, zeigt

sich anhand der europäischen

Nachfrage nach Karton: 2022

war die Marktnachfrage 8 Mio.

Tonnen Karton, 2023 waren es

25 Prozent weniger und 2024

sehen wir wieder einen doubledigit-Steigerung.

Die Aussichten

sind positiv: Für die nächsten

fünf Jahre ab 2025 werden jährlich

3 Prozent Wachstum vorausgesagt.

Diese Vorhersage liegt

über dem aktuellen GDP, mit

dem sich die Karton- und Faltschachtelproduktion

im Allgemeinen

parallel entwickelt. Das

GDP wird sich voraussichtlich

aufgrund der geringen Inflation

und der Leitzinssenkungen

ebenfalls erholen.

Auch in Hinblick auf die EU haben

sich die Aussichten gebessert. Es ist

gelungen, die Position faserbasierter

Verpackungen in der Arbeit an der

neuen EU-Verpackungsverordnung

(PPWR) zu stärken und Möglichkeiten

zu verankern, dass Kunststoff

in Zukunft in einigen Bereichen

ersetzt werden kann. Ein gutes Zeichen

ist auch, dass es in der EU neuerdings

eine Kommissarin für Kreislaufwirtschaft

gibt, das lässt auf Verständnis

für unsere Industrie hoffen,

die insgesamt eine Recyclingquote

von 82,5 Prozent erreicht. Spätestens

seit dem Draghi-Report ist die

EU generell industriefreundlicher

geworden.

Zudem hat sich Pro Carton neu

aufgestellt: CEPI Cartonboard wurde

in Pro Carton eingegliedert und

ein gemeinsames Büro mit der EC-

MA (European Carton Makers Association)

in Brüssel bezogen.

Künstliche Intelligenz in

Wirtschaft und Gesellschaft

Gerhard Kürner, Gründer und

CEO von 506.ai, Vice Chairman

Fotos: Pro Carton

Horst Bittermann (Pro Carton), Klaus Gatterbauer (MM Packaging),

Roman Fastl, Oliver Moser (Art of Ice), Paul Leitner (MM Premium

Vienna, Vorsitzender PROPAK Austria), Margaretha Jurik (CASH)

AI Upper Austria, Profil-Kolumnist

war der Kenote-Speaker. Er sprach

zum Thema KI. Grundsätzlich kann

man feststellen, dass KI ein assistierendes

System ist. Laut einer Studie

von Goldmann Sachs von vor zwei

Jahren werden fast alle Arbeiten im

Büro, im Rechtsbereich, in der Architektur,

in der Sozialwissenschaft,

im Management, im Finanzbereich

bis hin zur Gesundheitsfürsorge

um ein Viertel bis zur knappen

Hälfte von KI übernommen. Am

wenigsten betroffen sind hingegen

persönliche Fürsorge, Bau, Reparatur,

Transport und ganz allgemein

handwerkliche Arbeiten.

Kreative Arbeiten

Das heißt in der Praxis: Die meisten

kreativen Arbeiten können mit

Unterstützung von KI wesentlich

schneller und oft auch besser durchgeführt

werden. Das Finanzunternehmen

Klarna hat zum Beispiel

zwei Drittel seiner telefonischen

Kundenbetreuung durch AI ersetzt,

und dies hat zu einer wesentlichen

Verbesserung geführt: Die Zahl der

zweiten Nachfragen ging stark zurück,

und Drittfragen gab es überhaupt

nicht mehr! Klarna konnte

mit KI seine Ausgaben für Marketingagenturen

um 25 Prozent einsparen

– und das bei einem Milliardenumsatz!

Da erstaunt es nicht,

wenn laut Work Trend Index in Zukunft

Bewerber mit KI-Erfahrung

bevorzugt werden, auch gegenüber

jenen, die Erfahrungen im jeweiligen

Bereich haben.

Technische Entwicklung

geht extrem schnell voran

Die technische Entwicklung geht

extrem schnell. Noch vor eineinhalb

Jahren hätte es zum Beispiel

bis zu acht Stunden gedauert, um

eine Stimme nachzumachen. Vor

einem halben Jahr war es eine Stunde,

heute ist es eine Sache von wenigen

Minuten und sehr bald von

Sekunden. Mit einfachen Prompts

aus wenigen Wörtern kann man

heute schon nicht nur Bilder, sondern

ganze Filme erzeugen.

Energisch aber vorsichtig

Für die Industrie bedeutet das:

Man sollte sich dem Thema energisch,

aber vorsichtig nähern und

keine großen Investitionen tätigen,

die morgen schon wieder überholt

sein könnten. Es gibt nicht die eine

goldene Lösung. Im Gegenteil: KI

unterstützt bei Arbeiten, die relativ

„unsexy“ sind. Sie kann etwa

verschiedene Verträge vergleichen,

Gesetzestexte erläutern, prüfen, ob

Projekteinreichungen vollständig

sind, Projekttexte schreiben oder

Produktentwicklungen unterstützen.

Kleine, gezielte Projekte

Ungezieltes Vorgehen sollte man

vermeiden, etwa indem man Mitarbeiter

auffordert, selbst in ihrem

Bereich nach Lösungen zu suchen.

Stattdessen sollte man immer wieder

kleinere, gezielte Projekte aufsetzen,

besonders dort, wo es wiederkehrende

Prozesse gibt, denn auch im eigenen

Bereich lernt KI schnell. Mit

den ersten Erfahrungen wächst die

Zahl solcher Projekte im Unternehmen

von selbst weiter.

Preisverleihung zum

Carton Austria Award

Der Carton Austria Award hat heuer

zum siebenten Mal die besten österreichischen

Faltschachteln auf dem

europäischen Markt ausgezeichnet.

Gemeinsam bedankten sich Horst

Bittermann, Martin Widermann

und Paul Leitner für die großartige

Zusammenarbeit mit dem CASH

Handelsmagazin, die den erfolgreichen

Award unterstützt, sodass

er ein breites Publikum erreicht und

zukünftigen Partnern zeigt, „was

wir können“. Das Publikumsvoting

sowie die Jury des CASH Handelsmagazins

entschieden sich erstmals

in der Geschichte des Awards für

dasselbe Konzept: „Art of Ice“ von

MM Packaging aus Karton von MM

Board and Paper.

Mehr unter: www.procarton.com

32 06/24

Siegerprojekt - Art of Ice.

Hersteller: MM Packaging,

Karton: MM Board and Paper.


Maschinen(t)raumeröffnung

Mitte Oktober hat die Gigant Verpackungstechnik GmbH ihren Maschinen(t)-

raum eröffnet. Dieser Schauraum, bietet Kunden die Möglichkeit Geräte vor

Ort auszubprobieren. Ausgestellt ist auch eine kleine Verpackungsststraße.

GIGANT zeigt damit mögliche Optimierungen der Arbeitsschritte an der Verpackungsstraße

als auch Lösungen für die Entlastung der Mitarbeiter beim

Verpackungsprozess.

GIGANT übernimmt für

Kunden gerne die Umsetzung

verbesserter

Arbeitsplätze. Bei der Eröffnung

wurde auch auf die bald 100-jährige

Erfolgsgeschichte von Gigant

in der Verpackungsbranche

zurückgeblickt.

Bewegungsanalyse

Ebenso gab es News über die

Bewegungsanalyse - mit deren

Hilfe GIGANT seinen Kunden

helfen kann Bewegungsabläufe

in Echtzeit zu erfassen. Unterschiedliche

Bewegungen und

Bewegungsstrategien lassen sich

Geschäftsführer Dr. Roland

Konrad, bei der

Eröffnungsrede

Impressionen von der Eröffnung

nach industriell genutzten Bewertungsverfahren

live darstellen

und bewerten.

Know-how

der HTWK Leipzig

Mit dem Know-how der Wissenschaftler

der Hochschule für

Technik, Wirtschaft und Kultur

Leipzig (HTWK Leipzig)

wurde Ergonomics in Motion

entwickelt – Gigant hat damit

die Möglichkeit Belastungen zu

visualisieren und wirkungsvolle

Lösungen anzubieten. Bei einer

kleinen Stärkung zum Schluß

der Eröffnung konnte noch weiter

über Verpackungsmaterial

und Ladegutsicherung und neue

Lösungen wie die Banderoliermaschine

US-3000 Ad geplaudert

werden.

Mehr unter:

www.gigant.at

VIELFACH

AUSGEZEICHNET

Gewinner Staatspreis

Smart Packaging 2022

www.pawel.at / Tel .: +43 1 602 13 22

Wien I Graz I Skycov (SK) I Szentgotthard (HU)

02/24

33


Einfluss des Verpackungstyps und

-designs auf die Restentleerbarkeit

Im Zuge umfassender Nachhaltigkeitsbewertungen von Verpackungen unterschiedlicher

Produktgruppen wurden verbleibende Produktrestmengen nach standardisierter

Entleerung gemessen. Daraus werden Schlüsse auf indirekte Umweltauswirkungen der

Verpackungen gezogen und Optimierungsvorschläge hinsichtlich des Verpackungsdesigns

angesprochen.

Der Verbleib von Produktresten

in Verpackungen

kann zu Unzufriedenheit

bei Konsument*innen führen.

Zum einen resultieren aus den

Rückständen finanzielle Verluste,

zum anderen führt dies zu vermeidbaren

Lebensabfällen und

Umweltauswirkungen. Auch im

Hinblick auf das Recycling der

Verpackungen haben biologische

Rückstände Auswirkungen, da sie

die Detektierbarkeit im Sortierungsprozess

behindern können.

Wertvolle Materialien

können nicht recycelt werden

Dies hat zur Konsequenz, dass

wertvolle Materialien nicht wie

vorgesehen recycelt werden können,

sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit

in der energetischen

Verwertung landen. Des Weiteren

können eingetrocknete und hartnäckige

Rückstände zu Problemen

im Waschprozess führen, wodurch

es bei der Aufbereitung von Rezyklaten

zu verbleibenden Unreinheiten

kommen kann. Dies hat eine

verminderte Rezyklatqualität zur

Folge.

Standardisierte

Methoden zur Entleerung

Im Rahmen früherer Benchmarking-Projekte

zur Evaluierung der

Nachhaltigkeit von Kosmetik- und

Molkereiproduktverpackungen

wurde der Aspekt der Restentleerbarkeit

als Bewertungskriterium

integriert und standardisierte Methoden

zur Entleerung entwickelt.

Die Resultate für Molkereiprodukte

offenbaren Differenzen,

die auf die Gestaltung der Verpackung,

die Art der Verpackung

sowie die Verwendung durch

Konsument*innen zurückzuführen

sind. Im Rahmen der Untersuchungen

wurde die Restentleerbarkeit

von drei unterschiedlich

designten Getränkeverbundkar-

tons sowie einer PET-Flasche für

Buttermilch analysiert.

Sichtbare

Gebrauchshinweise relevant

Nach der Entleerung verblieben

0,88% des Verpackungsinhalts der

PET-Flasche in der Verpackung.

Bei den Getränkeverbundkartons

(GVK) belief sich der Anteil auf

1,01%, 3,88% und 4,06%. Alle genannten

Verpackungen wiesen den

Hinweis für die Verbraucher*innen

auf, die Verpackung vor dem Öffnen

zu schütteln. Dieser Hinweis

wurde bei der Entleerung entsprechend

umgesetzt. Eine weitere Probe

eines GVK wies den genannten

Hinweis nicht auf und entsprach

dem Design der zuvor genannten

Probe, welche nach dem Schütteln

einen Rückstand von 1,01% aufwies.

Die betreffende Probe wies

folglich Rückstände von 4,49%

auf, was die signifikante Relevanz

sichtbarer Gebrauchshinweise für

viskose Produkte unterstreicht.

32% Rückstände

durch ungünstige Form

Ein besonders ungünstig geformter

Joghurtbecher mit einer

Füllmenge von 100 g wies Rückstände

in Höhe von 32% auf. Dies

entspricht einer Umweltbelastung

von 93 g CO 2 -Äquivalenten, die

allein durch Lebensmittelabfälle

verursacht wurden.

Milchprodukte schneiden

besser ab als Kosmetikprodukte

Im Vergleich zu Milchprodukten

weisen Kosmetikprodukte deutlich

höhere Rückstandsmengen auf.

Dies ist in erster Linie auf die Art

der Verpackung sowie das Fließverhalten

der Produkte zurückzuführen.

Bei der Untersuchung von

Handcreme konnten für Tiegel und

Airless-Pumpspender vergleichsweise

gute Werte mit Rückstandsanteilen

von weniger als einem

Prozent festgestellt werden. Bei

Tuben schwanken die Werte zwischen

4% und 20%, wobei eine

Abhängigkeit von der Steifigkeit

des Tubenmantels und der Tubenschulter

zu beobachten ist.

Rückstände im Pumpspender

Eine Flasche wies einen Restinhalt

von circa 25% auf, wobei die

meisten Rückstände in den Pumpspendern

verblieben. Dabei wurde

Autorin: Dipl.-Ing.in Michelle Klein,

BA ist wissenschaftliche Mitarbeiterin

im Fachbereich Verpackungsund

Ressourcenmanagement und

betreut Benchmarkingprojekte. Sie

ist in der Forschung zur Kreislaufwirtschaft

tätig und unterrichtet

zu den Themen Abfallwirtschaft,

Verpackungen und Nachhaltigkeit.

michelle.klein@

fh-campuswien.ac.at

ein Spitzenwert von über 26% gemessen.

Unter Berücksichtigung

publizierter Werte zur Nutzungsmenge

von Handcreme lässt sich

ableiten, dass durchschnittlich bis

zu 13 weitere Anwendungen mit

den verbleibenden Produktrückständen

möglich wären. Für Shampoo

wäre eine durchschnittliche

Anzahl von fünf weiteren Haarwäschen

möglich. Durch eine zuvor

durchgeführte Marktrecherche

konnten diese unverwendeten

Mengen auch in finanzielle Verluste

für Konsument*innen umgerechnet

werden. Für die Restmengen

an Handcreme in Tuben entstehen

dadurch durchschnittliche

Verluste von bis zu 0,75 €, bei

Pumpspendern bis zu 3,81 € und

bei Flaschen sogar bis zu 4,91 €.

Die detaillierten Ergebnisse für

die Restentleerbarkeit von Molkereiprodukten

sind bereits veröffentlicht

und verfügbar unter:

https://doi.org/10.3390/su16156335

34 06/24


VERBAND

Resiliente industrielle Papierverarbeitung

zunehmend unter Druck

Auch in der PROPAK Branche mit ihrer grünen DNA und ihrem enormen Innovationspotenzial

hinterlässt die hartnäckige rezessive Entwicklung auf dem Heimmarkt und in

Europa ihre Spuren. Die industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und

Karton (PROPAK) rechnen nach 2023 (-8,7 Prozent) auch für 2024 mit einem

weiteren Umsatzrückgang in vergleichbarer Größenordnung von rund minus 8 Prozent.

Die Auswertung für das

erste Halbjahr 2024 ergibt

für die PROPAK-Industrie

einen Wert von rund 1,4 Milliarden

Euro – ein Rückgang um 5,2

Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Insbesondere der Verpackungssektor,

der dominierende

Bereich der Branche, verzeichnet

ein Minus von 7,6 Prozent. „PRO-

PAK Unternehmen sind grundsätzlich

resilient, aber die Herausforderungen

sind enorm“, betont PRO-

PAK-Obmann Georg Dieter Fischer.

Als zentrale Probleme erweisen

sich dabei die Kaufzurückhaltung

der Konsumenten, die auf eine erhöhte

Sparquote setzen, und die

europaweite Wirtschaftsschwäche.

„Die Krise im Automotive-Sektor

und die generell rückläufige Nachfrage

im Non-Food-Sektor spiegeln

sich auch im Verpackungsbereich

wider“, so Fischer.

Foto: com_unit_Hoermandinger

Exportorientierte PROPAK

Erschwerend für die stark exportorientierte

PROPAK Industrie mit

einer Quote von 80 Prozent kommt

der starke Rückgang bei den Auslandslieferungen

hinzu – um minus

8,1 Prozent im Wert.

Wirtschaftsstandort

zunehmend unattraktiv

Auch für EcoAustria Direktorin

Monika Köppl-Turyna sind die Herausforderungen

für die Papierverarbeitende

Industrie im internationalen

Wettbewerb enorm. Auf Einladung

von Fachverbandsobmann

Fischer sprach die Wirtschaftsforscherin

kürzlich vor PROPAK

Vertreter:innen und betonte: „Die

Lohnstückkosten haben sich in Österreich

massiv von anderen Ländern

entkoppelt, vor allem durch

die Energiekrise und die steigenden

Löhne. Das führt dazu, dass Kunden

verloren gehen und der Wirtschaftsstandort

für Investitionen

unattraktiv wird.“

Zukunftsorientierte

Arbeitgeber

Die 87 PROPAK-Unternehmen,

vom internationalen Konzern bis

zum traditionsreichen Familienbetrieb,

sind attraktive und zukunftsorientierte

Arbeitgeber. Sie sichern

heimische Arbeitsplätze, bilden

engagierte Fachkräfte aus, stellen

nachhaltige Produkte her und bieten

innovative Dienstleistungen. Im

Durchschnitt macht der Anteil der

Arbeitskosten ein Viertel des Gesamtkostenblocks

aus. Und in den

vergangenen drei Jahren stiegen

die Löhne und Gehälter – trotz der

schwierigen wirtschaftlichen Lage

und der staatlichen Inflationsausgleiche

– in der PROPAK Branche

um über 20 Prozent an. Im Vergleich

dazu waren es bei unserem

größten Handelspartner Deutschland

11 Prozent im selben Zeitraum.

Neue sozialpartnerschaftliche

Heransgehensweise

„Wir brauchen dringend eine neue

sozialpartnerschaftliche Herangehensweise

an die kollektivvertragliche

Lohn- und Gehaltsfindung“,

sagt Fischer. PROPAK-Unternehmen

müssen derzeit um jeden Auftrag

kämpfen und die Entwicklung

der letzten drei Jahre beeinträchtigt

PRODUCTION

LOGISTICS HUB

DER KREIS SCHLIESST SICH.

die preisliche Konkurrenzfähigkeit

massiv. „Aber auch ohne einen

wirtschaftspolitischen Kurswechsel

werden wir aus dem aktuellen Konjunkturtal

nicht wieder herauskommen.

Bürokratieabbau und Lohnnebenkostensenkung

sind hoch an der

Zeit“, appelliert PROPAK-Obmann

Georg Dieter Fischer an die künftige

Bundesregierung.

Mehr unter: www.propak.at

Monika Köppl-Turyna während

ihrem Vortrag bei der

PROPAK Lounge

Produktion und Intralogistik ergänzen sich. Was früher als zwei unterschiedliche

Disziplinen wahrgenommen wurde, wächst immer mehr zusammen. Die Voraussetzung

für eine smarte, vernetzte Produktion. Dafür steht SICK mit seinem

360­Grad­Ansatz zur Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette. So schließt

sich der Kreis – und Produktionslogistik wird smart. Wir finden das intelligent.

www.sick.com/at/de/smart­productionslogistics

06/24

35


GETRÄNKEVERPACKUNGEN

Wurzeln bewahren, Zukunft gestalten

Einst eines der berühmtesten Mineralwässer der Welt, ist Mattoni 1873 längst in

der Gegenwart angekommen. Und gestaltet als größter Vertreiber alkoholfreier

Getränke Mitteleuropas in puncto Kreislauffähigkeit die Zukunft – auch mit

Hilfe von KHS-Hightech.

Das frühere Karlsbad, heute

Karlovy Vary in Tschechien,

gilt als einer der

bekanntesten und traditionsreichsten

Kurorte der Welt. Die Heilwirkung

seiner Quellen ist seit dem 14.

Jahrhundert bekannt. Zu seiner Blütezeit

im 19. und frühen 20. Jahrhundert

prägte Karlsbad zusammen

mit Städten wie Baden-Baden in

Deutschland oder Montecatini Terme

in Italien die Reise- und Kurgesellschaft

Europas. Mit ihrer besonderen

Architektur sowie ihren

sozialen und kulturellen Angeboten

waren sie bedeutende Meilensteine

für die frühe Entwicklung des globalen

Tourismus. Aus gutem Grund

zählt Karlsbad deshalb seit 2021

zum UNESCO-Welterbe der 11

„Bedeutenden Kurstädte Europas“.

Heinrich Mattoni

Einer der berühmtesten Söhne der

Stadt war Heinrich Mattoni, der

1873 mit dem Erwerb des rund 10

Kilometer flussabwärts an der Eger

gelegenen kleinen Heilbades Kyselka

die Wurzeln für den nach ihm

benannten Mineralbrunnen legte.

Mattoni ließ für den Vertrieb seines

Wassers eigens eine Eisenbahnlinie

errichten: 1898 verkaufte er bereits

rund 8 Millionen Flaschen, deren

Etikett er mit dem roten Adler aus

seinem Familienwappen versehen

ließ. Für seine Verdienste wurde der

Unternehmer vom österreichischen

Kaiser in den Adelsstand erhoben.

36 06/24

Die in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältliche

Mattoni-1873-Marke Imuno unterstützt mit Mineralien

und Vitaminen das Immunsystem.

Seit 1991 im Besitz der italienischen

Familie Pasquale, ist

Mattoni 1873, wie die Marke sich

inzwischen nennt, mit 11 Produktionsstandorten

in Tschechien, Ungarn,

Bulgarien, Österreich und

Serbien der größte Vertreiber von

Erfrischungsgetränken in Mitteleuropa.

Dabei setzt das Unternehmen

klar auf Tradition: So hat man in

Kyselka bereits drei vom Verfall

bedrohte Gebäude mit viel Liebe

zum Detail und unter Beachtung

des Denkmalschutzes restaurieren

lassen. In einem ist das Mattoni-

Museum untergebracht. Ein anderes,

das aus dem 19. Jahrhundert

stammende Hotel Praha, wird

heute als Bürogebäude für den

IT-Bereich genutzt. So wie hier alt

und neu zusammengeführt werden,

so zukunftsorientiert präsentiert

sich Mattoni 1873 jenseits allen

Geschichtsbewusstseins: Mehr als

40 Millionen Euro hat der Abfüller

allein in den letzten drei Jahren in

modernste Technologie für seine

Werke investiert.

Unternehmer und

Verbandspräsident

Jüngste Anschaffung ist eine komplette

Dosenlinie von KHS, auf der

erstmals in Tschechien Mineralwasser

in recycelbare Getränkedosen

abgefüllt wird – die zudem bereits

Bis zu 12 Formate und eine enorme Vielfalt unterschiedlicher

Produkte werden auf der KHS-Dosenlinie abgefüllt.

„Den Ausschlag für KHS gab die

Niederlassung vor Ort, die eine

reibungslose Kommunikation

mit unserem Team ermöglichte“,

sagt Lutfia Volfová,

Group-PR-Managerin und

Pressesprecherin Mattoni 1873.

zu rund 70 Prozent aus recyceltem

Aluminium bestehen. „Die neue,

hochmoderne Anlage bereichert unser

Portfolio um die letzte Behälterkategorie,

die uns noch gefehlt hat“,

freut sich Executive President und

Firmeneigentümer Alessandro Pasquale.

„Nun können wir den Markt

für alkoholfreie Getränke mit allen

Arten von Getränkeverpackungen

beliefern. Und wir sind jetzt in

der Lage, den heimischen Markt

einfacher mit Getränken aus dem

lizenzierten Pepsi-Portfolio zu versorgen,

dessen Produkte in Dosen

wir bisher aus dem Ausland transportieren

mussten.“ Pasquale leitet

nicht nur das Familienunternehmen,

er ist zugleich Präsident des Europäischen

Mineralwasserverbands

NMWE. In dieser Eigenschaft

möchte er nicht nur die Getränkeindustrie

Tschechiens, sondern der

gesamten EU kreislauffähig und

nachhaltig machen.

12 verschiedene Formate

Neben dem Dosenfüller Innofill

Can C mit einer Leistung von bis

zu 20.000 Behälter pro Stunde umfasst

die neue KHS-Linie je einen

Palettierer und Depalettierer, eine

Mischanlage sowie einen Tunnelpasteur

und zwei Schrumpfpacker

– mit und ohne Trays. „Insgesamt

werden auf unseren Maschinen bis


zu 12 verschiedene Formate und eine

enorme Vielfalt an unterschiedlichen

Produkten abgefüllt“, betont

Lubomir Neubauer, Area Sales Manager

Tschechien und Slowakei bei

KHS. „Entsprechend haben wir die

Anlage so konfiguriert, dass sie ein

Maximum an Flexibilität bietet. Besonders

der Innofill Can C, der im

Unterschied zum bisher meist eingesetzten

KHS-Hochleistungsfüller

Innofill Can DVD den mittleren

Leistungsbereich abdeckt, ist hier

eine perfekte Wahl.“

Quellen schützen,

Emissionen senken

Produziert werden vor allem aromatisiertes

Mineralwasser der Mattoni-Marken

Imuno, Essence, Multi,

Black und Cedrata sowie Getränke

aus dem Pepsi-Sortiment und von

weiteren lizenzierten Marken, die

bisher ebenfalls zum Beispiel aus

Polen nach Tschechien importiert

werden mussten. Insofern ist die

neue Investition auch ein Fortschritt

in Sachen Nachhaltigkeit, der sich

Mattoni 1873 konsequent verschrieben

hat: Neben dem Schutz

seiner Quellen, die man in ihrer

kristallklaren Reinheit für künftige

Generationen bewahren will, gilt

das Engagement des Getränkeabfüllers

vor allem der Reduzierung

von Emissionen: Vor über 10 Jahren

hat man die damalig eigens

erbaute Bahnlinie restauriert und

damit das Werk Kyselka wieder an

das tschechische Schienennetz angebunden.

Seitdem werden jährlich

bis zu 80.000 Paletten per Güterzug

transportiert, wodurch bisher insgesamt

weit über 20.000 Lkw-Fahrten

eingespart werden konnten – gut

sowohl für die Atmosphäre als auch

für die Verkehrssituation.

An den böhmisch-österreichischen Industriellen Heinrich Mattoni, den

Namensgeber des Mineralwassers aus Kyselka, erinnert dieses Denkmal.

Vollständige Kreislauffähigkeit

Entsprechend des Credos ihres

Chefs richtet die Gruppe ihren Fokus

vor allem auf das Thema Zirkularität:

„Schon lange streben wir

die vollständige Kreislauffähigkeit

all unserer Getränkeverpackungen

an“, erklärt Unternehmenssprecherin

Lutfia Volfová. „Wir verwenden

zum Beispiel Glas-Mehrwegflaschen

und bemühen uns darum,

PET-Flaschen und Getränkedosen

lokal recyceln zu lassen.“ Dazu

passend hat der Abfüller die Initiative

Zálohujme.cz gegründet,

die sich für die Einführung eines

landesweiten Pfandsystems stark

macht und deren Sprecherin Volfová

ebenfalls ist. „Diese Maßnahme

würde das Behälterrecycling erleichtern

und ankurbeln, wodurch

ein Großteil der für die Herstellung

der Primärrohstoffe erforderlichen

Ressourcen wie Energie und Wasser

sowie Kohlenstoffemissionen

eingespart werden könnte.“ Recyceltes

Aluminium ließe sich genauso

wie PET hervorragend als Material

für Getränkeverpackungen

wiederverwenden, findet Volfová:

„Aber damit es in einen Kreislauf

geführt werden kann, müssen wir

eine effiziente Rücknahme sicherstellen.“

Bis dahin liegt noch ein

Stück des Weges vor der Initiative.

Derzeit werden in Tschechien erst 3

von 10 Dosen gesammelt.

Bei den Füllventilen der KHS

Dosenfüller erleichtert die spaltfreie

Tulpenführung mit Teflon-Faltenbälgen

die Reinigung und schützt

so vor Geschmacksübertragung.

Gemeinsame Erfolgsgeschichte

Die Verbindung zwischen Mattoni

1873 und KHS währt bereits

über 30 Jahre: Seit der Übernahme

durch die Pasquales Anfang

der Neunzigerjahre wurde immer

wieder neues Equipment des Dortmunder

Systemanbieters erworben

– von einer Streckblasmaschine für

das Werk in Mähren über Kisters-

Packer in Südböhmen, eine CombiKeg-Linie

für das Mineralwasser

Poděbradka aus Mittelböhmen bis

hin zu einer Flaschenreinigungsmaschine

für den Pepsi-Abfüllbetrieb

in Prag. Seit vielen Jahren erfolgt

zudem ein regelmäßiger enger Austausch,

der sich mit wechselnden

Themen wie technologischen Innovationen,

Veränderungen im Konsumentenverhalten,

Marktentwicklungen

oder Regulierung befasst.

Neben der vertrauensvollen Zusammenarbeit

sowie der positiven Resonanz

vergleichbarer KHS-Referenzprojekte

im Markt gab für den

Neuling im Behältersegment Dose

vor allem die eigene KHS-Niederlassung

vor Ort den Ausschlag, wie

Volfová feststellt: „Sie ermöglichte

uns in jeder Phase der Umsetzung

des Projektes eine aktive Kommunikation

auf allen Ebenen zwischen

unseren Spezialisten und dem Team

von KHS. Es war für uns ein sehr

überzeugendes Argument, dass unsere

Partner im persönlichen Kontakt

jederzeit ganz ohne Sprachbarrieren

schnell reagieren konnten.“

Immerhin umfasst die lokale Präsenz

in Tschechien 18 Mitarbeiter,

die unter anderem das Layouting,

die Montage und generelle Inbetriebnahme

selbst verantworten.

8,2 Millionen Euro

Inklusive aller Nebenkosten für

Umbauten, Erweiterung der Lagerkapazität

und Anschlüsse hat

Mattoni 1873 für die neue Anlage,

die seit 2023 im Dreischichtbetrieb

läuft, mehr als 8,2 Millionen Euro

aufgewendet. „Die Marktbedeutung

in Mitteleuropa und das starke

Wachstum der Gruppe erfordern,

dass wir unsere Produktionskapazitäten

weiter ausbauen und modernisieren.

Die größte Aufmerksamkeit

haben wir in den vergangenen drei

Jahren der Wiege unseres Unternehmens,

der Region Karlsbad und

unserem Werk in Kyselka, gewidmet,

wohin der größte Teil der Mittel

geflossen ist“, sagt Alessandro

Pasquale. Firmengründer Heinrich

Mattoni hätte das sicher gefallen.

Mehr unter: www.khs.com

Für hohe Flexibilität der neuen

Dosenlinie in Kyselka sorgt der

KHS-Füller Innofill Can C, der

den mittleren Leistungsbereich

abdeckt.

Bilder: Frank Reinhold

06/24

37


SOFTWARE

Alles im Blick mit dem

SAP EWM Versandcockpit

Mit einem zunehmenden Auftragsvolumen und einer steigenden Anzahl an

Kunden stehen Unternehmen vor der Herausforderung, weiterhin transparent

und attraktiv als Geschäftspartner zu bleiben. Denn Kunden fordern eine

rasche Kommissionierung, Verpackung und Versendung ihrer Produkte, was

mit einer wachsenden Unternehmensgröße zu Prozessschwierigkeiten führt.

Probleme mit dem Versandvolumen

sind meist auf eine

Hauptursache zurückzuführen:

Das Fehlen eines geeigneten

und zentralen Managementsystems

für ausgehende Transporte. Daraus

resultiert für Unternehmen das

Problem, dass ihre Prozesse oftmals

unorganisiert, ineffizient und

zeitaufwändig sind und sie keinen

geordneten Überblick über ihre

Versandprozesse haben. Zudem ist

häufig eine mangelnde Kontrolle der

Lagervorgänge sowie ein erhöhtes

Staurisiko bei der Ausgangsverladung

vorhanden.

Versandcockpit als Lösung

Sobald Unternehmen mehrere Auslieferungsaufträge

planen bzw. ausführen

müssen, ist das SAP EWM

Versandcockpit eine wertvolle Hilfe.

Dieses ist eine Benutzeroberfläche

innerhalb von SAP, welches für die

Erledigungen von Anforderungen

der Frachtfunktionalität entwickelt

wurde und somit die Lücke in der

Planung füllt. Das Versandcockpit

ist eine effiziente Schnittstelle zur

Verwaltung der Ausgangsverarbeitung.

Mit dieser können alle Details

zu Auslieferungen und Transporteinheiten

an einem Ort eingesehen

werden. Dafür bietet SAP die Funktionen

der Planung sowie Umsetzung

innerhalb des Versandcockpits

an. Das System ermöglicht unter anderem

die Funktionalitäten einer Tor

Zuordnung, das Verbuchen der Ankunft

sowie Abfahrt von Transporteinheiten

an Checkpoints und Toren,

das Zuordnen der Bereitstellungszonen

sowie das Anlegen von Wellen.

Des Weiteren ist es möglich, Transporteinheiten

und Siegel zu ändern,

die Zuweisungen von Lieferungen

aufzuheben und Warenausgänge zu

buchen und zu stornieren.

gerte Planung für ihr Transportmanagement

anhand von Suchkriterien

vornehmen. Die übergeordneten

Suchkriterien sind Zeitraum, Lieferung,

Transport, Sonstige. Dabei

gibt es diverse untergeordnete

Kriterien wie bspw.: Lieferdatum,

Ladestelle und Route. Zudem ist

es möglich, nach dem eingegeben

Wert auf unterschiedliche Weise zu

suchen z. B. Lieferdatum – gleich

– eingegebener Wert. In unserem

Beispiel (Bild) wurde das Suchkriterium

“Auslieferungsauftrag unter

Lieferung” genutzt, wobei der Auslieferungsauftrag

eingegeben wird

und mit “suchen” die Auslieferung

in der Ausführungsübersicht angezeigt

wird.

Transporteinheit anlegen

Über die Funktion “TE anlegen”,

können Nutzer eine Transporteinheit

anlegen und hierfür den Frachtführer

das Transportmittel sowie

das Packmittel pflegen, inklusive

der geplanten Ankunftszeit und Abfahrtszeit.

Des Weiteren ist es möglich,

bereits angelegte Transporteinheiten

auszuwählen. Anschließend

wird die ausgewählte Auslieferung

der Transporteinheit mit “Lieferung

zuordnen” hinzugefügt. Nun ist die

Auslieferung in der Hierarchie unter

der Transporteinheit ersichtlich.

Suchkriterien

Mit Versandcockpit – Umsetzung

kann ebenso wie in Versandcockpit

– Planung nach den unterschiedlichen

Suchkriterien gesucht

werden. Hierbei wird erneut der

Auslieferungsauftrag selektiert und

danach gesucht. Dadurch ist in

der Übersicht die zuvor angelegte

Transporteinheit inklusive des Auslieferungsauftrages

ersichtlich. Anschließend

wird ein freies Tor über

“Tor zuordnen” zugewiesen und die

Aktionen werden erfasst. Der Status

je ausgeführter Aktion wechselt von

nicht aktiv auf aktiv und der Zeitraum

der letzten Änderung wird ersichtlich.

Die einzelnen möglichen

Aktionen umfassen zum Beispiel

die Ankunft am Kontrollpunkt und

am Tor, das Beginnen des Ladevorgangs,

die Warenausgangsbuchung

und das Schließen der Transporteinheit

welches das Laden beendet.

Nach Beendigung der letzten Aktion,

Abfahrt vom Kontrollpunkt, wird

der Prozess zu dieser Auslieferung

abgeschlossen.

Systemrelevante

Voraussetzungen

Die Voraussetzung für Unternehmen

zur Nutzung des Versandcockpits

ist die Nutzung von Transporteinheiten

im EWM, wobei die

Transporteinheiten im Embedded

EWM nicht in der Basislizenz enthalten

sind. Die technischen Voraussetzungen

sind die Nutzung des

Netweaver Business Client oder

der Applikation im Fiori Launchpad

sowie eine eingerichtete RFC

Autor: Mario Koller, Associate

Consultant SAP Logistics bei leogistics

(www.leogistics.com)

– Verbindung, zudem ist die Voraussetzung

für die Benutzer, dass diese

mindestens die Berechtigung der

Benutzerrolle /SCWM/SO_CLERK

oder /SCWM/EXPERT haben.

Benefits eines Versandcockpit

Das Versandcockpit ermöglicht

Unternehmen straffere Arbeitsabläufe,

eine vereinfachte Überwachung

und Steuerung von Lagerbewegungen

sowie eine höhere

Produktivität. Daraus resultieren

Vorteile eines optimierten Zeitmanagements,

Kapitalersparnisse und

eine Verringerung der Warte- und

Umschlagzeiten.

Optimale Statusübersicht

Hervorzuheben ist auch, dass das

Versandcockpits eine optimale Statusübersicht

inklusive Ampelsystem

über alle Aktivitäten bietet. Zudem

ermöglicht es das Bearbeiten der

einzelnen Aktionen wie die Ankunft

und Abfahrt am Tor, das Beginnen

des Ladens, das Buchen des Warenausgangs,

das Zuordnen der Bereitstellungszonen

sowie das Anlegen

von Wellen in einem zentralen Tool.

Prozessbeschreibung

Das Versandcockpit kann mit dem

SAP Fiori Launchpad oder dem

Netweaver Business Client genutzt

werden. Unter Versandcockpit – Planung

können Nutzer die vorgela-

38 06/24


AUSZEICHNUNG

Dreifacher Preisreigen für Rondo!

Die Entwicklerteams der Rondo Ganahl AG dürfen sich diesen Herbst über drei

Preise im Rahmen nationaler Wettbewerbe freuen: bei der Verleihung der Wellpappe

Austria Awards 2024 wurde die „Rosé DAC Sortimentsverpackung“ unddie

„APEX Promotionbox“ ausgezeichnet (siehe auch Wellpappe Austria Awards

Bericht in dieser Ausgabe). Und bei den Golden Pixel Awards 2024 der Österreichischen

Druckindustrie wurde die „Protos Integral Helmverpackung“ in der

Kategorie Verpackungen ausgezeichnet.

Bei beiden Awards durfte

das Team von Rondo jubeln.

Unter den 176 Einreichungen

beim Golden Pixel wurde

die „Protos Integral Helmverpackung“

als Sieger in der Kategorie

Verpackungen ausgezeichnet. Für

diese Verpackungslösung wurde eine

Blitzbodenverpackung entworfen,

die bei der Konfektion ergonomisch

optimal von oben bestückt wird. Die

Innenverpackung zur Fixierung des

Helmes ist ein nachhaltiges Inlay

aus Faserguss. Das einfache Öffnen

und Schließen der Verpackung wird

durch eine Einstecklasche ermöglicht,

ganz ohne Klebe- oder Aufreißband.

Zusammenarbeit

aller Mitarbeiter

Die prämierte Mono-Material-

Verpackung ist ein schönes Beispiel

für die umfassenden Kompetenzen

innerhalb der Unternehmensgruppe,

welche durch die enge Zusammenarbeit

aller Mitarbeiter auch

standortübergreifend erfolgreich

verbunden werden. So wurde das

Verpackungskonzept vom Rondo-

Team in Frastanz gemeinsam mit

dem Kunden aus Vorarlberg entwickelt.

Das nachhaltige Inlay aus

Faserguss wird ebenfalls in Frastanz

hergestellt, die Außenverpackung

wird im neuen Digitaldruckzentrum

des Unternehmens in St. Ruprecht

produziert.

Nachhaltiges

Verpackungsmaterial

Auszeichnungen wie der Wellpappe

Austria Award und der Golden

Pixel Award zeigen nicht nur die Bedeutung

und den Mehrwert des nachhaltigen

Verpackungsmaterials für

Industrie, Handel und Konsumenten.

„Drei Awards in rund einer Woche

sind eine großartige Anerkennung

für das Engagement unserer Teams“,

freut sich Stephan Kaar, Geschäftsleiter

des Rondo Wellpappewerks

in Frastanz. Und er ergänzt: „Diese

Auszeichnungen sind für uns eine

Foto: Rondo Ganahl AG

zusätzliche Motivation, weiterhin

maßgeschneiderte, innovative und

effiziente Verpackungslösungen gemeinsam

mit unseren Kunden zu

entwickeln.“

Rondo Ganahl AG

Die Rondo Ganahl AG mit Stammsitz

in Frastanz (Vorarlberg, Österreich)

ist spezialisiert auf die

Herstellung von Wellpappe-Rohpapieren

sowie die Produktion individueller

Außenverpackungen aus

Wellpappe und maßgeschneiderter

Innenverpackungen aus Faserguss.

Die Wurzeln des modernen Industriebetriebes

in Familienbesitz reichen

bis ins Jahr 1797 zurück. An

mehreren Standorten in Österreich

(Vorarlberg, Steiermark und Tirol)

sowie in Deutschland, Ungarn, Rumänien

und der Türkei beschäftigt

Rondo heute mehr als 1.800 Mitarbeiter.

Das Unternehmen fördert den

schonenden Umgang mit Ressourcen

und sammelt, sortiert und presst

selbst Altpapier und Kartonagen als

Rohstoff für die eigenen Wellpappe-

Rohpapiere. So gelingt es Rondo,

den Recyclingkreislauf innerhalb

der Unternehmensgruppe zu schließen.

Mehr unter:

www.rondo-ganahl.com

03/24

39


„Mehrweg-Bouteille“

Das zweijährige Projekt „Österreichische Mehrweg-Bouteille“ mit Beteiligung

des Logistikverbund-Mehrweg (L-MW) arbeitet an der Einführung eines offenen

Mehrwegsystems für 0,75-l-Weinflaschen. Mit der Produktion der ersten

Muster wurde jetzt der erste Meilenstein erreicht.

Mehrweg-Bierflaschen haben

sich im österreichischen

Einzelhandel und

in der Gastronomie längst etabliert.

Mittlerweile werden auch Limonaden,

Milch oder Joghurt immer häufiger

in Mehrweg-Gebinden angeboten.

Nur 0,75-l-Weinflaschen werden

zu einem großen Teil ausschließlich

einmalig befüllt.

Einheitliches System

Die große Vielfalt an Flaschentypen

für die Abfüllung von Wein

macht die Einführung eines einheitlichen

Mehrwegsystems zu einer

großen Herausforderung. Dieser

stellt sich jetzt eine Gruppe aus Experten

für Kreislaufwirtschaft, Verpackungs-

und Mehrwegsysteme,

Weinbau und -handel.

Hohe CO 2 -Emissionen

im Weinbau

Eine kürzlich publizierte Studie zu

den CO 2 -Emissionen im Weinbau

zeigte den hohen Anteil der Verpackungen

an den Gesamtemis¬sionen

der Betriebe auf. Hauptverantwortlich

dafür ist die Einwegglasflasche,

die zwar fleißig gesammelt wird, deren

Einschmelzen aber große Mengen

an Erdgas erfordert.

Umweltschonende

Mehrweg-Bouteillen aus Glas

Glas ist für den Schutz der Weine

ideal und konnte sich bisher gut

gegen Alternativen wie PET oder

Kartonverbund behaupten. Deshalb

geht es der Steuerungsgruppe

darum, keinen anderen Werkstoff,

sondern Glas selbst effizienter einzusetzen.

Nicht nur durch Reduktion

des Flaschengewichts, sondern

auch durch die Kreislaufführung

der Flasche.

Die Projektgruppe „Österreichische

Mehrweg-Bouteille“

In der angesprochenen Steuerungsgruppe

sind neben dem Logistikverbund-Mehrweg

das Österreichische

Ökologie-Institut, Circular Analytics,

das Bundesamt für Wein- &

Obstbau, Biogast und RWA vertreten.

Ihre Kompetenzen sollen in der

Foto: © Vetropack

Zusammenarbeit mit den Winzern

und wichtigen Stakeholdern sicherstellen,

dass am Ende eine optimale

Lösung erzielt wird. Gefördert wird

das Projekt von der Abfallvermeidungsförderung

der Sammel- und

Verwertungssysteme für Verpackungen.

Projekt-Schwerpunkte

und Visionen

Im ersten Arbeitspaket wurden

Empfehlungen für zwei 0,75-l-Flaschen,

eine 1-l-Flasche sowie ein

Anforderungsprofil für eine gemeinsame

6er-Kunststoffkiste erarbeitet.

In den nächsten Arbeitspaketen widmet

man sich den Themen „Vertrieb

& Marketing“ sowie „Logistik &

Spülen“.

Eindeutige Kennzeichnung

Pilot

Da Mehrweg nie nur Verpackung,

sondern ein System mit vielen Akteuren

ist, geht es in der Folge auch

um Investitions- und Poolmanagement,

bevor 2025 im Pilot getestet

werden kann. „In einer sehr heterogenen

Branche ist die Einführung

von Mehrweg-Standardflaschen

eine besondere Herausforderung.

Aktuelle Entwicklungen bei Energiepreisen,

betrieblichen CSR- und

Gesetzesinitiativen helfen aber“, so

Philipp Haderer, Manager des Logistikverbund-Mehrweg.

Projekt-Update: Erste

Musterflaschen produziert

Im August produzierte die Firma

Vetropack in einer kleinen Testreihe

die ersten schlanken, olivgrünen

Rheinwein-Flaschen, die typischerweise

für Weißweine zum Einsatz

kommen.

Robuster als

Einwegvariante

Die Mehrweg (MW)-Flaschen

sind etwas robuster als die Einweg-

Variante gebaut, damit sie 20 Umläufe

bestehen können. Auf der

Flaschenschulter befinden sich vier

Prägungen des österreichischen

Mehrweg-Logos, um die Flasche

eindeutig als Mehrweg-Verpackung

zu identifizieren.

Erkennbarkeit

Konsumenten wie Winzer sollen

die Flasche auf den ersten Blick

als MW-Flasche erkennen können.

Schließlich ist es wichtig, dass die

kostbaren Flaschen nicht beim Altglas

landen, sondern in den Kreislauf

rückgeführt werden. Denn darin

L-MW-Manager Philipp Haderer

übergibt die Musterflasche der

neuen 0,75-l-Mehrweg-Bouteille im

Bioweingut David Harm./Foto: L-MW

liegt der Vorteil der Mehrweg-Variante:

Waschen statt Einschmelzen spart

so viel Energie, dass die Glasflasche

es bezüglich Ökobilanz mit

allen anderen Verpackungsalternativen

aufnehmen kann – mit

bestem Schutz für die Weine und

ohne Littering-Problem.

Innovative Mehrweg-Weinkisten

Passend zur Flasche wurden auch

Empfehlungen für zwei Sechser-

Kunststoffkisten mit Tragegriff abgegeben.

Kisten

Bei den Präsentationen der Kistenhersteller

vor Winzern und Marketing-Experten

konnten sich zwei

Konzepte durchsetzen, die sich mit

innovativen Designideen von den

klassischen Getränkekisten abheben

und auch bei jenen Winzern Interesse

wecken, die Wert auf hochwertige

Präsentation legen, aber aktuell nur

in Weinkartons ausliefern. Bevor es

zum angestrebten Verkaufsstart der

MW-Flaschen im Rahmen des Pilotbetriebs

kommt (Q1 2025), werden

in einer Arbeitsgruppe noch Aspekte

zur Wirtschaftlichkeit und zum

Pool-Management ausgearbeitet.

Mehr unter:

https://www.mehrwegbouteille.at

40 06/24

Innovatives Kistenkonzept von

Robust Plastics mit Designer Bernhard Fink.

Foto: Robust Plastic


AWARDS

Weitere Preise und Auszeichnungen

2024 war selbst für den erfolgsverwöhnten Etiketten- und Verpackungsspezialisten

in Traiskirchen ein außerordentlich gelungenes Jahr: Nach dem Austro

Vin Award, den FINAT-International-Label-Awards, dem Green Packaging Star

Award, der Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens des Landes NÖ für Marzek-

CEO Dr. Johannes Michael Wareka und der Ehrung als „Bestes Familienunternehmen

NÖ“ wurde Marzek Etiketten+Packaging nun auch noch mit dem

Staatspreis „Smart Packaging“ und dem Golden Pixel Award ausgezeichnet.

Mit dem Golden Pixel

Award werden alljährlich

die besten Printprojekte

und -konzepte Österreichs

gewürdigt. Abgesehen von drei

Nominierungen durfte sich Marzek

Etiketten+Packaging über den Golden

Pixel Award in der Kategorie

„Etiketten“ freuen. Das Etikett „Tribun

Edizione Speciale“ für Kaisergarten

Tom Nier KG konnte die Jury

mit seinem ausgefallenen Design und

den höchstprofessionell eingesetzten

Drucktechnologien überzeugen.

So wurden in der Jurybegründung

insbesondere die herausragende

Gold-Heißfolienprägung sowie die

partielle feine Micro-Reliefprägung

in Kombination mit der intensiven

Gravur-Reliefprägung hervorgehoben,

durch die das Design perfekt

in Szene gesetzt wird. „Wir freuen

uns natürlich sehr über den Golden

Pixel Award und danken unserem

Kunden Kaisergarten Tom Nier KG

für die vertrauensvolle und langjährige

Zusammenarbeit. Gemeinsam

gelingt es uns, schöne hochveredelte

Etiketten zu entwickeln, welche

die exquisiten Spitzenweine perfekt

in Szene setzen und somit zum Verkaufserfolg

beitragen“, kommentiert

Dr. Johannes Michael Wareka, CEO

und 4. Marzek-Generation, die Verleihung

des Golden Pixel Awards.

Staatspreis Smart Packaging

Nur wenige Tage zuvor konnte

Marzek Etiketten+Packaging beim

Staatspreis „Smart Packaging“ re-

Foto: KatharinaSchiffl

üssieren. Gemeinsam mit der Linzer

Kreativagentur upart wurde Marzek

Etiketten+Packaging in der Kategorie

„Branding“ für die 20-Jahre-Jubiläumsedition

der Douro Boys ausgezeichnet

und für die Produktion dieses

anspruchsvollen Etiketts gewürdigt

– ein überzeugendes Ergebnis

einer perfekten Zusammenarbeit des

technologisch kompetenten Marzek-

Teams mit Kreativagenturen. Zusätzlich

schafften es auch die Echtholzetiketten

der Etikettenserie für

Eier-, Zirben- und Pfefferminzlikör

von Horvath‘s Spezereyen Kontor in

die Finalistenauswahl.

Erfolge sind Teamwork

Für Dr. Johannes Michael Wareka

zeigen die Auszeichnungen, dass

Marzek Etiketten+Packaging über

Jahre hinweg erstklassige Produkte

liefert, die höchsten Standards ge-

Bei der Preisverleihung

Saropack

Schrumpffolienspezialist Nr.1

recht werden. „Abgesehen von

unseren innovativen Drucktechnologien

verdanken wir diese Erfolge

unserem kompetenten Marzek-

Team, das jedes Projekt mit größter

Sorgfalt und Professionalität durchführt“,

erläutert Dr. Johannes Michael

Wareka und ergänzt: „Letztlich

sind es jedoch unsere Kund:innen

und ihre Agenturen, die diese schönen

Erfolge möglich machen. Dank

ihres Vertrauens sind wir in der Lage,

hochwertige Etiketten-Lösungen zu

entwickeln, die auch kritische Juroren

überzeugen.“

Mehr unter: www.marzek.at

Klimaneutrale Schrumpffolien

Erster Anbieter von klimaneutralen Schrumpffolien

PLUS

Maschinen

Beim Staatspreis „Smart Packaging 2024” kamen die Echtholzetiketten für

Horvath‘s Spezereyen Kontor in der Kategorie „Branding“ in die

Finalistenauswahl. Foto: Marzek Etiketten+Packaging

Saropack Saropack Handels Handels GmbH • GmbH Vorarlberger • Wiedengasse Wirtschaftspark 25 • A-6840 2 • A-6840 Götzis Götzis

Tel 05523 53540 • Fax 05523 53780

UID Nr. ATU 41612108 • FB Nr. 149426w813 085 351

www.saropack.eu

06/24

41


KI

Lebensmittelmaschinen

KI-optimierte Überwachung

Mit Sentinel 5.0, der neuen KI-gesteuerten Fernüberwachungs- und Reporting-

Software von Ishida, können Nahrungsmittelhersteller den Durchsatz und die

Effizienz ihrer Produktions- und Verpackungslinien deutlich steigern. Sentinel

5.0 ist die neueste Generation der bewährten, von Ishida entwickelten Sentinel-

Software.

Sie erlaubt nicht nur die kontinuierliche

Überwachung

der Maschinenleistung, sondern

ermöglicht es den Anwendern

auch, aus den generierten und aufbereiteten

Datenmengen eine intelligentere,

konsolidierte und umfassende

Analyse ihres gesamten Maschinenparks

zu gewinnen – eine

wertvolle Basis für die Processoptimierung.

Industrie 5.0-Konzepte

Basierend auf den Industrie

5.0-Konzepten der Zusammenarbeit

von Mensch und Maschine

gehört die Fähigkeit zu maschinellem

Lernen (ML) zu den zentralen

Funktionen der neuen Ishida-

Software. Sentinel 5.0 kann sowohl

mit Ishida-Maschinen als auch mit

Maschinen anderer Hersteller kommunizieren

und aus den erfassten

Daten „lernen“, wie die Maschine

oder die komplette Produktionslinie

arbeitet. Es kann dann datengetriebene

Leistungsverbesserungen

empfehlen, indem es z. B. den Bediener

auf Maschinen hinweist, die

nicht mit ihrer maximalen Leistung

arbeiten, und die Gründe dafür angeben.

Anlagenleistung steigern

Ian Hodgson, Systems General

Sentinel 5.0 kann sowohl mit Ishida-Maschinen als auch mit Maschinen

anderer Hersteller kommunizieren und aus den erfassten Daten „lernen“,

wie die Maschine oder die komplette Produktionslinie arbeitet.

Manager bei Ishida Europe, erläutert

den Grund für die Entwicklung

von Sentinel 5.0: „Nahrungsmittelhersteller

weltweit suchen immer

nach Mögllchkeiten, die Leistung

ihrer Produktions- und Verpackungsanlagen

weiter zu steigern

und ihre Verfügbarkeit zu erhöhen.

Mit Sentinel 5.0 bieten wir ihnen

ein Tool, das sie dabei unterstützt.

Die Software macht es ihnen leichter

als je zuvor, intelligente Erkenntnisse

aus dem Betrieb von

Maschinen und ganzen Produktionslinien

zu gewinnen. Sie bietet

eine Plattform für eine viel stärker

vernetzte Betrachtungsweise der

Produktion, und mit der integrierten

KI können sie die Leistung der

Maschinen optimieren, ohne dass

die Bediener die Einstellungen ändern

müssten. Das Ergebnis ist ein

verbesserer Durchsatz, weniger

Produktverluste und Abfall und

letztendlich eine effizientere Produktion.“

Probleme selbst beheben

Neben der kontinuierlichen

(Fern-)Überwachung der Produktion

können die Anwender ihre Wäge-,

Verpackungs- und Inspektionssysteme

auch über den Sentinel 5.0

KI-Chatbot befragen, Unregelmäßigkeiten

erkennen und auf diese

Weise auch kleinere Störungen beseitigen.

Die hinterlegten Maschinenhandbücher

und eine aufgrund

des maschinellen Lernens ständig

wachsende Datenbasis schaffen

die Voraussetzung dafür, dass Nahrungsmittelhersteller

Probleme an

ihren Anlagen einfach und aus der

Ferne diagnostizieren und ggfs.

beheben können – ohne Unterstützung

durch den Ishida-Service.

3 Lizenzvarianten

Sentinel 5.0 ist in drei Lizenzvarianten

erhältlich: Standard, Premium

und Premium Plus. Die KI- und

die maschinellen Lernfunktionen

sind bei den beiden letztgenannten

Lizenzstufen verfügbar. Bei allen

neuen Ishida-Maschinen ist Sentinel

5.0 vorinstalliert. Im ersten

Jahr wird kostenlos die Freemium-

Lizenz zur Verfügung gestellt.

KI-technologie

Neben der bahnbrechenden KI-

Technologie bietet Sentinel 5.0

Die Software hilft intelligente Erkenntnisse aus dem Betrieb

von Maschinen und ganzen Produktionslinien zu gewinnen.

42 06/24

Fotos: ISHIDA

Sentinel 5.0 verwendet TLS-verschlüsselte Verbindungen, OAuth 2.0-

Autorisierung und erfüllt die aktuellen Cloud-Sicherheitsstandards


alle bekannten und in hohem Maße

nützlichen Funktionen der Vorgängerversion.

Damit bietet sie

den Lebensmittelherstellern u.a.

auch Sicherheit in Bezug auf die

Einhaltung von Vorschriften und

Maßnahmen der Qualitätskontrolle.

Über Sentinel 5.0 können sowohl

Packungsdaten als auch Röntgen-

I und Kontrollwägedaten in

der Cloud gespeichert werden. So

lassen sich E-Mark- und HACCP-

Vorschriften papierlos einhalten

und Produktchargen digital zurück

verfolgen.

Einfache

Aktualisierung der Software

Die Anwender von Sentinel 5.0

profitieren auch von einer Vielzahl

weiterer Funktionen. Dazu gehören

automatische E-Mail-Berichte, anpassbare

Dashboards und direkter

Zugriff auf die Software von angeschlossenen

Ishida-Maschinen über

Computer und andere intelligente

Geräte. “On-air”-Updates ermöglichen

die einfache Aktualisierung

der Software. Eine weitere praxisgerechte

Funktion ist das Auto-

Backup: Bei einem Ausfall oder

Datenverlust kann der Anwender

die Daten und Einstellungen der

Maschine einfach wiederherstellen.

Für diesen Zeitraum erhalten die

Experten von Ishida über eine sichere

Fernverbindung den Zugang

zur Maschinensteuerung, um eine

Ferndiagnose durchzuführen.

Daten sind das neue Gold

Ian Hodgson: „Daten sind, so

heißt es, das neue Gold. Mit Sentinel

5.0 geben wir Lebensmittelherstellern

die Möglichkeit, diesen

Schatz bestmöglich zu nutzen – zur

Verbesserung von Leistung, Effizienz

und Qualität. Mit der Funktion

des maschinellen Lernens stoßen

wir wirklich in neue Bereiche

vor, und wir erweitern ständig die

Statusübersicht am Handy

Möglichkeiten von Sentinel 5.0.

Mit unserer neuen Software und

unserem Expertenteam können

wir den Nahrungsmittelherstellern

einen echten und großen Zusatznutzen

bieten. Ob es sich um eine

Maschine, das zu verpackende

Produkt oder die Zusammenarbeit

von Mensch und Maschine handelt:

Sentinel 5.0 kann erkennen,

wo es Verbesserungsmöglichkeiten

gibt – und der Anwender kann produktiver,

sicherer und nachhaltiger

arbeiten.“

Ishida

Ishida ist ein weltweit führendes

Unternehmen in der Entwicklung,

Herstellung und Installation von

End-to-End-Wäge-, Verpackungsund

Sicherheitslösungen für die

Lebensmittelindustrie. Ishida unterstützt

die Nahrungsmittelhersteller

darin, den Automatisierungsgrad

in der Produktion zu erhöhen und

Kosten und Ausfallzeiten zu reduzieren,

die Betriebseffizienz zu erhöhen

und dauerhaft wirtschaftlich

zu produzieren.

Mehr als 100.000 Maschinen

und Anlagen installiert

Mit einer weltweit installierten

Basis von weit mehr als 100.000

Maschinen und Anlagen, die eine

große Anzahl von Anwendungen

und Endmärkten abdecken, ist das

Unternehmen der unangefochtene

Weltmarktführer für Mehrkopfwaagen

und einer der weltweit führenden

Anbieter von Schlauchbeutelmaschinen

für Snacks, Röntgeninspektionssystemen,

Kontrollwaagen,

Sortiermaschinen, Traysealern,

Leckdetektoren und Industrie

5.0-Lösungen.

Mehr unter: https://

www.ishidaeurope.com/de/

produkte/software/software/

sentinel-5/

Die Lizenz zum Recycling.

Wir Wir sammeln und und recyceln rund rund 260.000 Tonnen Altglas pro pro Jahr. Jahr.

Wir Wir tun tun dies dies nach nach höchsten Umweltstandards und und sozialen Benchmarks.

Das Das ist ist Circular Economy mit mit Mehrwert.

06/24

43


TECHNIK

Inline-Etikettieren:

„Konstruktiv und technisch wegweisend“

44 06/24

Mit einer Faltschachtel-Klebemaschine von BAHMÜLLER lassen sich

erstmals an zwei beliebigen Seiten Faltschachteln aus Wellpappe inline

etikettieren. Ein aufwändiger zweiter Prozessschritt beim Verpackungshersteller,

einem externen Dienstleister oder manuelles Handling werden

damit überflüssig. Die einzigartige Modularität des Etikettierers HERMA 500

sorgt dabei für nahtlose Integration und hohe Prozesssicherheit.

Hochautomatisierte und effiziente

Inline-Prozesse

spielen eine herausragende

Rolle, wenn Verpackungshersteller

und Anwender der gefertigten

Faltschachteln weiter wachsen wollen.

BAHMÜLLER, international

technologieführender Anbieter von

Wellpappe-Verarbeitungssystemen,

hat deshalb jetzt in Kooperation mit

HERMA eine neue Lösung entwickelt:

die weltweit wahrscheinlich

erste in Serie gebaute Faltschachtel-

Klebemaschine, die in der Lage ist,

Faltschachteln aus Wellpappe an

zwei beliebigen Stellen inline zu etikettieren.

Zwei leistungsstarke Etikettierer

Möglich machen es zwei leistungsstarke

Etikettierer vom Typ HERMA

500, die nahtlos in eine sogenannte

Faltschachtelklebemaschine der

Marke TURBOX aus dem Hause

BAHMÜLLER integriert wurden

und auch über das zentrale HMI der

TURBOX gesteuert werden. Zwei

TURBOX mit HERMA Etikettenspender

sind bereits bei einem

BAHMÜLLER Kunden in Norddeutschland

erfolgreich im Einsatz.

Weltweit sind derzeit etwa 180

TURBOX-Systeme installiert. „Im

Markt wächst der Bedarf an Etikettierlösungen

für Wellpappe-Kartons“,

sagt Michael Donnert, Senior

Sales Manager bei BAHMÜLLER.

Immer mehr

Standardausstattung

„Chargen-Nr., Haltbarkeitsdaten

und Sicherheitscodes gehören immer

mehr zur Standardausstattung,

die Verwender von Faltschachteln

ihren Lieferanten vorschreiben.“

Bislang werden die nicht aufgerichteten

Faltschachteln oft noch in

einem zweiten, aufwändigen Prozessschritt

auf einer gesonderten Linie

oder bei einem externen Dienstleister

etikettiert, mitunter sogar

manuell. „Wir schließen also mit

der Vollintegration der Etikettierer

in unsere TURBOX eine Lücke in

Sachen zukunftsweisende Inline-

Fotos: BAHMÜLLER

Zwei HERMA 500 Etikettierer sorgen für prozesssicheres

Inline-Etikettieren von Wellpappe-Verpackungen in

einer Faltschachtel-Klebemaschine von BAHMÜLLER.

Prozesse“, so Donnert. „Anwender

erhalten dafür nun eine Konstruktion

aus einem Guss, für die BAH-

MÜLLER der Komplettanbieter ist.

Mit der Einbindung von zwei HER-

MA 500 ist dafür eine konstruktiv

und anwendungstechnisch wegweisende

Lösung gelungen.“ Eine

Kennzeichnung mit Etiketten ist bei

Faltschachtel-Verwendern deshalb

so begehrt, weil sich Codes auf weißen

Etiketten besonders kontraststark

drucken und auslesen lassen.

Für das automatisierte Handling der

später befüllten Kartons sind die Etiketten

auf zwei Seiten ein deutliches

Plus: Beim Stapeln auf Paletten ist

auf diese Weise besser gewährleistet,

dass mindestens ein Etikett sichtbar

bleibt.

Ideal auch für fortlaufend

nummerierte Etiketten

Um Etiketten auf zwei Seiten anbringen

zu können, griffen die Spezialisten

von BAHMÜLLER und

HERMA zu einem Kniff: Die Etikettierer

wurden gleich nach dem Anle-

ger integriert. „Damit erreichen wir

maximale Flexibilität und können

beide Etiketten von unten aufbringen.

Denn ist der Bogen erst einmal

gefaltet, wird es nahezu unmöglich,

inline effizient zwei Seiten zu etikettieren,

erst recht, wenn es sich um

gegenüberliegende Seiten handelt“,

erklärt Donnert. Ein Verifikationssystem

sorgt innerhalb der TURBOX

dafür, dass nicht oder fehlerhaft etikettierte

Bögen zuverlässig ausgeschleust

werden und nicht im Stapel

der ausgelieferten Produkte landen.

Für den Fall, dass fortlaufend nummerierte

Etiketten eingesetzt werden,

können die Etikettierer miteinander

kommunizieren und ein Stoppsignal

generieren, sollte links oder rechts

ein Aussetzer vorkommen.

„Die Zukunft gehört dem

flexiblen Inline-Etikettieren“

Um die Etikettierer zu integrieren,

wurde die TURBOX ein Stückweit

umkonstruiert. So wurden beispielsweise

die Transportriemen verlängert

und Kabelschleppen integriert.

Dennoch war der zur Verfügung

stehende Bauraum auf beiden Seiten

sehr begrenzt. „Der HERMA 500 ist

prädestiniert für solche kniffligen

Anwendungen“, sagt Richard Birk,

Vertriebsspezialist bei HERMA.

„Weil er ebenso wie die TURBOX

modulartig aufgebaut ist, ist er einzigartig

flexibel. So waren wir in der

Lage, Zentraleinheit, Spendekante,

Abwickler und Aufwickler so individuell

zu verbauen, wie es der Platz

zulässt, und erzielen dennoch maximale

Prozesssicherheit.“

Bis zu 250 Etiketten/Minute

Dabei erlaubt der HERMA 500

hohe Geschwindigkeiten von bis zu

250 Etiketten pro Minute. Weil sich

die Etikettenrollen bei diesem Tempo

rasch leeren und alle 15 bis 20

Minuten gewechselt werden müssen,

sind die beiden Etikettierer auf speziellen

Schienen montiert, auf denen

sie sich schnell aus der TURBOX

herausziehen lassen. Zu diesem

Zweck wurden auch die Spendekanten

konstruktiv angepasst: Mit Hilfe

eines Hebels lassen sie sich herunterklappen

bzw. nach dem Rollentausch

wieder präzise in der Originalposition

fixieren. So kann ein

Bediener sicher, schnell und bequem

die Rollen wechseln. Stellräder mit

Skalenanzeigen ermöglichen eine

Feinjustage, sollte diese erforderlich

sein. Auf der Grundplatte kann man

den Etikettierer noch einmal um 10

Zentimeter nach vorne und hinten

verschieben. „Damit kann man alle

Positionierungswünsche der Endkunden

abdecken“, sagt Michael

Donnert von BAHMÜLLER. „Diese

TURBOX mit den beiden HER-

MA 500 zeigt: Die Zukunft bei der

Wellpappe-Verarbeitung gehört dem

flexiblen Inline-Etikettieren.“

Mehr unter:

www.herma-etikettierer.at

Die TURBOX von BAHMÜLLER ist die

weltweit wahrscheinlich erste in Serie

gebaute Faltschachtel-Klebemaschine, die

optional in der Lage ist, Faltschachteln

aus Wellpappe an zwei beliebigen gegenüberliegenden

Stellen inline zu etikettieren.


WD-Dosenserie mit Schraub- und Prelldeckel

Entwickelt für höchste Ansprüche

Die Weithalsdosenserie der GFV Verschlusstechnik findet in vielen unterschiedlichen

Einsatzgebieten Verwendung. Sehr gut geeignet sind Weithalsdosen

für Anwendungen in den Branchen Chemie, Pharmazie, Kosmetik,

Nahrungsergänzung sowie in Laboratorien und für Schmiermittel. Die versiegelungsfähige

rundzylindrische Dosenserie ist dabei als sichere Verpackung

von Pulvern, Tabletten, Granulaten, Pasten und Flüssigkeiten flexibel einsetzbar.

NEWS

Erhältlich sind die Dosen mit

Schraub- oder Prelldeckel

mit Originalitätssicherung in

verschiedenen Volumina von 500ml

bis 1.300ml. Für einen umweltfreundlichen

und ressourcenschonenden

Rohstoffkreislauf stellen wir

alle Dosen aus recyclingfähigem Polyethylen

(PE) und auf Wunsch aus

bereits recyceltem PE her. Durch

das verwendete PE weisen die Dosen

eine hohe Fall- und Schlagfestigkeit

aus. Zusätzlich zeichnet sich

die GFV WD-Dosenserie durch eine

hohe Flüssigkeitsdichtheit sowie eine

sehr gute Restentleerbarkeit aus.

Den individuellen Markenauftritt

auf den Dosen dekoriert GFV Verschlusstechnik

gerne nach Kundenwünschen

im In-Mould-Label Verfahren

(IML) ab Werk.

Saier-Gruppe

Die SAIER Gruppe ist eine innovative

und werteorientierte Familienunternehmensgruppe

der

Verpackungsindustrie. Die Gesellschaften

SAIER Verpackungstechnik,

GFV Verschlusstechnik, E+E

Verpackungstechnik und SAIER

Management beschäftigen über

400 Mitarbeitende an den Standor-

ten Alpirsbach und Jettingen. Die

einzelnen Unternehmen haben sich

jeweils auf die Herstellung unterschiedlicher

Kunststoffpackmittel

mit den dazugehörigen Produktions-,

Dekorations-, Logistik- und

Dienstleistungsprozessen spezialisiert.

Die SAIER Gruppe gehört

zu den bedeutendsten Anbietern

von Kunststoffverpackungen in

Deutschland und Europa. Die

Kunden aus der Lebensmittel-,

Reinigungs-, Bau- und Bauzuliefer-,

Chemie-, Pharma-, Kosmetik-,

Medizin- oder Automobilzulieferbranche

profitieren sowohl vom

umfassenden Spezialfachwissen

der einzelnen Firmen, aber auch

von der Möglichkeit, firmen- und

prozessübergreifende Verpackungslösungen

von der SAIER Gruppe

entwickeln zu lassen. Für nachhaltige

Produktauslegungen und deren

kontinuierliche Weiterentwicklung

sind unsere Häuser gleichermaßen

bekannt, wie für eine kompromisslose

Ausrichtung auf neueste Fertigungstechnologien

und –prozesse

sowie höchste Hygienestandards.

Mehr unter:

www.saier-gruppe.de

Weithalsdosen mit Schraub- und

Prelldeckel von GFV Verschlusstechnik

L A S T M I N U T E

Starlinger erwirbt Gewebesparte von

Windmöller & Hölscher

Die österreichische Starlinger & Co Gesellschaft m.b.H. übernimmt

die Sparte Gewebte Verpackungen des deutschen Maschinenbauers

Windmöller & Hölscher (W&H), Lengerich/Deutschland,

sowie das auf Gewebe spezialisierte Tochterunternehmen

„W&H Machinery GmbH“ mit Sitz in Wien.

Starlinger baut hiermit seine weltweit führende Stellung als Hersteller

von Maschinen und Anlagen zur Herstellung von gewebten

Kunststoffverpackungen weiter aus. Die Integration der damit

verbundenen Technologien birgt erhebliches Potenzial für

Synergieeffekte in Technik, Service und Vertrieb.

Foto: Starlinger

Mehr unter: www.starlinger.com

06/24

45


GETRÄNKEVERPACKUNGEN

High-Tech im Tank

Wenn es um Lösungen im Bereich flexibler Flüssigkeitsverpackungen geht,

gehört Tesseraux zu den ersten Ansprechpartnern. Das Unternehmen gehört mit

Rhein-Plast, NITTEL, Liner Factory, und Protective Lining innerhalb der Ringmetall-Gruppe

zur Industrial Packaging Liner Business Unit. Tesseraux präsentierte

sich während der diesjährigen BrauBeviale den Besuchern am Gemeinschaftsstand

mit der Firma Dinkhauser, NITTEL und Liner Factory. Gezeigt

wurde hier unter anderem das breit gefächerte Angebot an kundenindividuellen

Bag-in-Box-Lösungen. Um der Dynamik im Markt auch weiterhin gerecht zu

werden investierte das Unternehmen in zwei neue Produktionsanlagen.

Bag in Box

Mit der größten Eizelinvestition

in einen Standort

innerhalb der Ringmetallgruppe

investierte Tesseraux

in die Prozessoptimierung. Frank

Hofer/COO Tesseraux/CTO Industrial

Packaging Liner: „Wir sehen

immer mehr neue Bereiche für

Bag in Box-Anwendungen. Gerade

durch die akutellen Diskussionen

im Bereich Kunststoffkanister,

Nachhaltigkeit bieten unsere Produkte

die platzsparend angeliefert

und nach Entleerung ebenso wieder

retouniert werden können die ideale

Lösung.“ Mit den zwei neuen

Anlagen können wir noch rascher

auf die Bedürfnisse des Marktes

reagieren.“

Blick in die Produktionshalle mit den zwei neuen Anlagen

(rechts oben ist die gleiche Anlage mit vier Bahnen)

Bag in Box Verpackungen

Prinzipiell bieten die individuell

gestaltbaren Bag-in-Box-Verpackungen

Markenartiklern nicht nur

die Chance ein anwender- und umweltfreundliches

Produkt zu liefern,

sondern haben einen weiteren Vorteil:

Durch die großen und geraden

bedruckbaren Flächen bietet sich

viel Platz für Design, Bildsprache

und Verkaufsbotschaften. Hier können

sich Marketingabteilungen „so

richtig austoben“. Insbesondere in

Frankreich hat sich diese Art der

Getränkeverpackung in fast allen

Bereichen längst durchgesetzt: Von

Trinkwasser, Fruchtsäften und Konzentraten

über Molkereiprodukte,

Speiseöle oder Flüssigei bis hin zu

chemischen Produkten - vieles wird

hier mittlerweile quadratisch und

praktisch in der Box verpackt.

Wachstumsmarkt

Deswegen sprechen wir hier auch

in der heutigen Zeit noch von einem

Wachstumsmarkt (7-10%). Für

kleinere Gebinde gibt es Lösungen

von 1,5 Liter bis 20 Liter.

Über die Ringmetall Gruppe

Imagewandel

Hatte diese Lösung lange kein

besonderes positives Image, so entspricht

die längere Haltbarkeit, das

einfache Handling und die umweltfreundliche,

recyclingfähige Verpackung

genau dem heutigen Zeitgeist.

Auch hochwertige Produkte

werden mittlerweile so verpackt.

Bier

Die Inliner kommen aber auch

bei größeren Gebinden zum Einsatz.

In der Industrial Packaging

Liner Business Unit gibt es Lösungen

für 200, 500 bis 1.000 Liter.

Auf der Messe wurden natürlich

besonders die Inliner für die Brauindustrie

(NITTEL und Liner Factory-

Biertank-Innenhüllen sind

aus speziell für die Bierindustrie

entworfenen Materialien für die

optimale Lagerung in Lagertanks

hergestellt) mit 200 bis 1.000 Liter

von Interesse sein. Die Beutel

können prinzipiell bei aseptischer

und nicht aseptischer Abfüllung

verwendet werden. Bei der Verwendung

von Biertank-Innenhüllen

(bis 5.000 Liter) entfällt für

Anwender die Entkeimung der

Tanks. Neben der Einsparung der

Reinigung ist die längere Haltbarkeit

des Biers ein entscheidender

Vorteil.

100% Recyclingfähig

Die Innenhülle hält den Sauerstoff

vom Füllgut fern und kollabiert

mit Entleerung. Alle Lösungen

sind zu 100% recyclingfähig

und auf Wunsch auch PA-frei.

Zu den Innenhüllen und Einsätzen

werden die passenden Ausgießer

und Verschluss-Systeme angeboten.

Mehr unter:

www.tesseraux.de

Ringmetall ist ein international führender Spezialanbieter für Industrieverpackungen (Industrial Packaging).

Das Unternehmen produziert hochsichere Verschlusssysteme und Innenhüllen für Industriefässer für die chemische,

pharmazeutische und die lebensmittelverarbeitende Industrie. Darüber hinaus bietet Ringmetall innovative Verpackungslösungen

für die Getränkeindustrie an.

Mit Produkten, die zu einem hohen Anteil recyclebar sind, leistet das Unternehmen einen Beitrag zur Stärkung der

Kreislaufwirtschaft und der Nachhaltigkeit seiner Endkunden. Neben der Konzernzentrale in München ist die Unternehmensgruppe

mit weltweiten Produktions- und Vertriebsniederlassungen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, der

Türkei, den Niederlanden sowie China und den USA vertreten. 2023 erwirtschaftete Ringmetall mit 867 Mitarbeitenden einen

Konzernumsatz von 181,6 Millionen Euro.

46 06/24

Mehr unter: www.ringmetall.de


CONTAINMENT

Die Containmentspezialisten

Wenn es um Lösungen im Bereich flexibler Flüssigkeitsverpackungen oder der

Pulverabüllung geht, gehört die Industrial Packaging Liner Business Unit der

Ringmetall-Gruppe zu den europäischen Top-Anbietern. Im Containmentbereich

gehörte ein langjähriger Kunde der Rhein-Plast (die zu dieser Business-Unit

gehört) Walter Fücker mit seiner Firma IDF zu den führenden Unternehmen.

Vor rund einem Jahr beschlossen die zwei Partner zusammenzugehen, um

gemeinsam ihre Industriedienstleistungen anbieten zu können. IDF ist jetzt Teil

der Rhein-Plast geworden.

Firmengebäude mit Reinräumen

Gerade Kunden in der Feinchemie

und der Pharmazie

schätzen die jahrzehntelange

Erfahrung im Bereich der

staubfreien Abfüllung in flexibel

spezifizierten Folien. Um den hohen

Ansprüchen gerecht zu werden

sind auch drei Reinräume vorhanden.

Rhein-Plast bietet damit, mit

ihren Containment Packmitteln, das

optimale Produkt zur Erfüllung der

streng kontrollierten Bedingungen

aus der REACH Verordnung bis zur

OEB-Klasse 6. Das Unternehmen ist

auch DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Was ist eigentlich Containment?

Containment kommt aus dem

Englischen und bedeutet „Eindämmung“.

Im Kontext der Chemie-,

Pharma- und Lebensmittelindustrie

spricht man von Containment, wenn

es um die „Eindämmung“ bestimmter

Stoffe geht. Mit dieser Eindämmung

werden zwei wesentliche

Ziele erreicht: Produkt- und Personenschutz.

Produktschutz bedeutet,

dass das Produkt (zum Beispiel ein

Wirkstoff in der Pharmaindustrie)

vor Verunreinigung durch Fremdstoffe

aus der Umgebung geschützt

werden soll. Da es sich in den oben

genannten Branchen oft um gefährliche

Substanzen handelt, ist der

Personenschutz mindestens in gleichem

Maße von Bedeutung. Das

Entweichen dieser Substanzen aus

dem Produktionsprozess muss daher

verhindert werden.

Blick in die Produktionshalle mit den zwei neuen Anlagen

(rechts oben ist die gleiche Anlage mit vier Bahnen)

Containmentbereich - die richtige Lösunng für die Umwelt (Bild

rechts oben: gearbeitet wird auch in drei Reinräumen)

EU-Verordnung: REACH

Am 1. Juni 2007 ist die sogenannte

REACH-Verordnung in Kraft getreten.

Mit ihr sollen der Mensch und

die Umwelt vor Risiken durch Chemikalien

geschützt und gleichzeitig

die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen

Industrie in der EU erhöht

werden. Die wesentliche Regelung

besteht darin, dass die Herstellung

oder der EU-Import von Chemikalien

ab einer Tonne pro Jahr (1 t/a)

registrierungspflichtig sind. Diese

Registrierung bedeutet für die Unternehmen

nicht nur Aufwand, sondern

auch Kosten. Für Zwischenprodukte

gilt jedoch eine Ausnahmeregelung,

sodass für diese unter

streng kontrollierten Bedingungen

eine weniger aufwändige Registrierung

mit deutlich geringeren Kosten

möglich ist.

Optimale Lösung

Die Rhein-Plast bietet hierfür mit

ihren Containment-Lösungen das

optimale Produkt zur Erfüllung der

REACH-Verordnung. Durch den hohen

Personen- sowie Produktschutz

(siehe Begriff „Containment“) können

die Kriterien für die streng kontrollierten

Bedingungen erfüllt werden,

sodass der Registrierungsprozess

für sie deutlich erschwinglicher

ist. „Unsere Containment-Lösungen

sind dabei hochflexibel und können

Ihren individuellen Anforderungen

angepasst werden. Wir ermöglichen

Containment in Ihren Abfüllprozessen

durch sogenannte Containment-

Packmittel. Diese erzeugen nicht nur

Zeitersparnisse in Ihrem Produktionsprozess,

sondern sind gleichzeitig

in diversen Bereichen umweltfreundlicher

als Alternativprodukte

wie zum Beispiel Edelstahlbehälter“,

erklärt Walter Fücker.

Endlosschlauch

Gearbeitet wird in diesem Bereich

mit Endlosschläuchen. Für höchste

Ansprüche an Qualität, Sicherheit

und Dichtheit einer Verpackung ist

die Art der Verschluss-Technologie

ausschlaggebend. Oft ist das thermische

Verschließen die richtige

Lösung. Wichtig in diesem heiklen

Bereich ist auch eine perfekte Dokumentation.

„Hier heben wir uns

sicher oft von den Mitbewerbern

ab“, so Fücker. Dies bestätigen auch

Fachkräfte aus dem Bereich Qualitätsssicherung

namhafter Unternehmen,

denen auch die geringstmögliche

Belastung ihrer Mitarbeiter

wichtig ist. Deswegen kommen hier

nur Top-Inliner zum Einsatz, durch

die nichts immigriert.

Maschinengängig

Die Packmittellösungen von

Rhein-Plast können auf allen gängigen

Anlagen von Maschinenherstellern

gefahren werden. Die Packmittel

werden jeweils kunden- und

anlagenspezifisch konfektioniert.

Spezialausführungen nach Kundenwünschen

sind möglich. Dazu gehören

auch individuelle Faltarten und

Markierungen. Rhein-Plast will sich

auch hier noch weiterentwickeln

- so wird gerade an einer vollautomatischen

Lösung für die Chemie

gearbeitet – ebenso wie an einem

eigenen Verschluss-System.

Containment-Liner

Containment Liner sind in der

Regel aus robusten, chemikalienbeständigen

Materialien, wie Polyethylen

oder PVC, gefertigt und

sind in unterschiedlichen Größen

und Stärken verfügbar. Mittlerweile

kommen diese Liner auch in der

Lebensmittel- und Pflanzenschutzbranche

zum Einsatz. Sie sind nicht

nur beliebt, da sie es den Anwendern

ermöglichen, einfach die Erfüllung

der REACH-Verordnung

zu erreichen, sondern auch, da es

eine signifikante Zeitersparnis in der

Fertigung mittels geringer Prozesstätigkeiten

sowie geringe Arbeits-,

Lager- und Materialkosten durch

niedriges Gewicht und kompaktes

Volumen gibt. Weniger Wartungsaufwand

und Wasserverschmutzung

durch den Entfall des Reinigungsprozesses

liegen auf der Hand. Die

hohe Umweltfreundlichkeit im Vergleich

zu Alternativprodukten wie

Edelstahlbehältern ist ebenfalls ein

oft genannter Verwendungsgrund.

Mehr unter:

www.rhein-plast.de

06/24

47


NEWS

Neue Extrusionsanlage

Mondi nimmt in Štĕtí eine neue Extrusionsanlage in Betrieb, um die wachsende

Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungslösungen zu decken. Die Inbetriebnahme

führt zu einer deutlichen Steigerung der Produktionskapazität von

recycelbaren FunctionalBarrier Papers und anderen stark beschichteten Papieren.

Die Investition umfasst eine Extrusionsanlage, ein neues Produktionsgebäude

und modernste Beschichtungs- und Schneidemaschinen.

Mondi hat die Inbetriebnahme

seiner neuen Extrusionsanlage

in Mondi

Coating Štĕti (Tschechische Republik)

angekündigt. Dies ist ein weiterer

Meilenstein im Engagement

der Gruppe, Kunden bei der Umstellung

auf nachhaltige Lösungen

zu unterstützen.

Anwendungen

Die Extrusionsanlage ist Teil einer

umfassenderen Investition, die ein

neues Produktionsgebäude mit modernsten

Maschinen einschließlich

Beschichtungs- und Schneideanlagen

umfasst. Die Investition erweitert

die Produktion von Functional-

Barrier Paper und anderen hochwertigen

beschichteten Papieren, die

papierbasierte Lösungen mit kundenspezifischen

Barriereeigenschaften

anbieten. Die Anwendungen

reichen von Verpackungen für Lebensmittel

und Non-Food-Produkte

bis hin zu industriellen Lösungen

wie Kartonauskleidungen für Vollpappe

und Barriereauskleidungen

für Wellpappenverpackungen. Als

Foto: Mondi

Teil des re/cycle-Portfolios von

Mondi bietet die innovative Reihe

der FunctionalBarrier Papers Verpackungslösungen,

die in bestehenden

Papierabfallströmen in ganz Europa

recycelt werden können.

Kunden am Weg zur

Nachhaltigkeit unterstützen

Marko Schuster, COO Functional

Paper & Films bei Mondi, sagt:

„Die Inbetriebnahme unserer neuen

Extrusionsanlage in Štětí spiegelt

das Engagement von Mondi wider,

Kunden auf ihrem Weg zur Nachhaltigkeit

zu unterstützen. Sie trägt

außerdem dazu bei, unsere eigenen

MAP2030-Verpflichtungen zu erfüllen,

indem innovative Verpackungsund

Papierlösungen entwickelt werden,

die Materialien im Kreislauf

halten und Abfall vermeiden. Wir

freuen uns darauf, weiterhin eng mit

unseren Kunden zusammenzuarbeiten

und zu einer Kreislaufwirtschaft

beizutragen.“

Mehr unter:

www.mondigroup.com

Präzises Arbeiten auch unter Zeitdruck

Rhenus Road Freight hat im Juli 2024 in Nürnberg nach einem Jahr Bauzeit

eine neue Logistikanlage mit Umschlag- und Lagerhalle in Betrieb genommen.

Termin-gerecht zum Einzug in den Neubau lieferte und montierte die ONK

GmbH die komplette Beschilderung für Halle und Außenbereich.

48

Die neue Logistikanlage

erstreckt sich über 8.000

Quadratmeter und bietet

Platz für mehr als 5.000 Paletten in

einer Hochregalanlage. Die 3.500

Quadratmeter große Umschlaghalle

ermöglicht eine lückenlose

Distribution von Stückgütern in

das nationale sowie in das eigene

internationale Netzwerk von

Rhenus. „Da das neue Gebäude an

das bestehende Hochregallager der

Rhenus Warehousing Solutions

grenzt, profitieren Kunden von

einem optimalen Ineinandergrei-

06/24

fen verschiedener Prozesse“, sagt

Tobias Weyermann, Produktionsleitung

bei Rhenus Freight Logistics

GmbH & Co. KG.

2000 Mehrebenenetiketten

Für den Lagerbereich hat ONK

schließlich verschiedene Schilder-

und Etikettentypen mit dem

passenden Befestigungsmaterial

geliefert und montiert. An den Regalzeilen

bzw. Gängen inklusive

der Durchfahrten im Palettenregalbereich

kommen Schilder aus

PVC-Hartschaum mit Rhenus-Logo

zum Einsatz. An den Regalen

selbst dienen knapp 2.000 selbstklebende

Mehrebenenetiketten aus

Kunststofffolie der Orientierung:

Verschiedene Farben geben die

Lagerebenen an, Pfeile die Höhenpositionen.

Ergänzt wird die

Beschilderung im Palettenlager

durch mehr als hundert mehrfarbige

Man-down-Etiketten auf den

Stehern der Palettenregale.

Mehr unter: https://onk.de

Auf den Stehern der Palettenregale wurden mehr als 100 mehrfarbige

Man-down-Etiketten angebracht. Sie ermöglichen es Kommissionierern,

auch höher gelegene Stellplätze vom Boden aus zu scannen.

Für eine schnelle und fehlerfreie Zuord-nung der Ebene hat jede

einen individuellen Farbcode./ Foto: Rhenus Logistics


06/24

49


Nachhaltige Verpackung im Kampf

gegen Lebensmittelverschwendung

Vom 2. bis 5. Februar 2025 findet mit der ProSweets Cologne und ISM die „Sweet

Week“ statt und bringt Süßwaren- und Snackproduzenten mit Zulieferern zusammen.

Die ProSweets Cologne ist die erste Adresse für alle Süßwaren- und Snackproduzenten,

die ihre Verpackungsprozesse umweltfreundlicher, wirtschaftlicher und damit zeitgemäß

gestalten wollen. Rund 250 Aussteller informieren vor Ort auf dem Kölner

Messegelände über ihr Produktportfolio in diesem Bereich.

Von Hartkaramell, Gummibärchen,

Schokolade und

Lakritz bis hin zu Bierbrezeln,

glutenfreien, veganen und

fettreduzierten Knabbererzeugnissen

– der heutige Süßwaren- und

Snackmarkt ist so vielfältig, wie die

Trends, die ihn treiben. Auch abseits

der wichtigsten Saisonanlässe

wie Karneval, Ostern, Halloween

oder Weihnachten reizen die bunt

verpackten Produkte zum Kauf. Ein

Blick in die Regale im Supermarkt

zeigt: Markenartikler und Handel

setzen zunehmend auf nachhaltige

Verpackungen, sei es durch recyclingfähige

Materialien oder den

Verzicht auf Kunststoff.

Mono-Materialien: recyclingfähig,

aber anspruchsvoll

Zu den jüngsten Innovationen

zählen Kartonverpackungen, die

komplett ohne Leim auskommen

sowie Karton-Monofolie-Hybridlösungen,

wodurch sich der Kunststoffeinsatz

deutlich minimiert.

Hinzu kommt ein intelligentes

Verpackungsdesign, das zu einem

geringeren Volumen beiträgt. So

können mehr und auch leichtere

Packungen gestapelt, gelagert und

transportiert werden, was den Energiebedarf

für Transport und Kühlung

reduziert. In Bezug auf Nachhaltigkeit

sind vor allem Laminate

problematisch, da sie schwer oder

gar nicht zu trennen sind, und damit

nicht wiederverwertet werden können.

Als Alternative stehen PP- und

PE-basierte Mono-Materialien oder

papierbasierte Packstoffe hoch im

Kurs – ein Trend, der sich auf der

ProSweets Cologne widerspiegelt.

Ihnen wird eine bessere Recyclingfähigkeit

nachgesagt. Sie eignen

sich etwa für die Herstellung von

Standbodenbeuteln mit oder ohne

Wiederverschluss für süße wie

herzhafte Snacks. Allerdings sind

sie während des Verpackungsprozesses

herausfordernder als konventionelle

Folienstrukturen. Sie

reißen leichter, lassen sich schwieriger

siegeln oder verfügen über

schlechtere Falteigenschaften. Gefordert

sind deshalb technologische

Anpassungen, die Süßwarenproduzenten

dank vorhandener Nachrüstoptionen

per Plug-and-Play an ihren

Anlagen vornehmen können. So

können sie unkompliziert zwischen

herkömmlichen und recycelbaren

Folien wechseln und sich optimal

am Markt positionieren.

Nahtloser Wechsel hin zu

nachhaltigen Verpackungen

Mit einer auf das Packmittel angepassten

Geometrie neuer Formschultern

besteht beispielsweise

keine Gefahr mehr, dass Papier bei

der Bildung eines Schlauchbeutels

knittert oder gar reißt. Besucherinnen

und Besucher können auf

der ProSweets Cologne Schlauchbeutelmaschinen

und Kartonierer

live im Einsatz erleben, die

in Kombination eine Erst- und

Zweitverpackung von Schokoladenriegeln

mittels papierbasierter

Materialien ermöglichen. Das Formen

der Schachteln erfolgt dabei

ohne die Verwendung von Heißleim.

Ein spannendes Thema ist auf

dem Messegelände auch der Einsatz

neuer Technologien, welche

die Quersiegelung per Ultraschall

erlauben. Die Siegelung eignet

sich insbesondere für recycelbare

Schlauchbeutel aus Monofolien

oder papierbasierten Folien – so

gelingt Süßwarenproduzenten ein

nahtloser Wechsel hin zu nachhaltigen

Verpackungen bei optimalem

Produktschutz.

Verpackungen begleiten

Süßwaren und Snacks entlang

der gesamten Logistikkette.

Sie bewahren die Form, Farbe und

Haptik der Produkte – und damit deren

attraktives Aussehen am Pointof-Sale.

Dort stehlen recyclingfähige

und ressourcenschonende

Verpackungen konventionellen Konzepten

zunehmend die Show. Die

Aussteller der ProSweets Cologne

reagieren auf diesen Trend nicht nur

mit Lösungen, die den Nachhaltigkeitsanforderungen

gerecht werden,

sondern das verpackte Produkt auch

optimal schützen, um so die Lebensmittelverluste

auf ein Minimum zu

reduzieren.

Lösungen

Und das nicht ohne Grund: Denn

etwa ein Drittel aller weltweit produzierten

Lebensmittel geht verloren.

Die Verluste finden auf allen

Stufen der Wertschöpfungskette

statt und sind zu einem großen Teil

auf Verderb zurückzuführen. Allein

in der EU werden jährlich rund 59

Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet

– dies entspricht 131 Kilogramm

pro Person. Verpackungen

spielen eine wichtige Rolle bei der

Lösung dieses Problems. Sie tragen

dazu bei, die Umweltauswirkungen

der Lebensmittelindustrie zu verringern,

indem sie die Produkte vor

Transportschäden schützen, eine

sichere Lieferung an die Verbraucher

gewährleisten und die Haltbarkeit

verlängern. Die Verpackung ist

durchschnittlich nur für etwa drei

bis 3,5% der Klimawirkung eines

Lebensmittels verantwortlich. Die

restlichen 97% stammen aus der

Produktion, dem Transport sowie

der Entsorgung von Lebensmittelresten.

Zu diesem Ergebnis kommt

das Forschungsprojekt „STOP waste

– SAVE food“, welches die Umweltwirkung

von verpackten Lebensmitteln

verglichen hat. Bedarfsgerechte

Single-Serve-Verpackungen – also

etwa Verpackungen für kleinstückige

Süßwaren in passenden Portionsgrößen

– sind eine weitere Option,

um die Lebensmittelverschwendung

zu reduzieren. Sie lassen sich

jedoch nur realisieren, wenn sie ohne

Qualitätsabstriche befüllt werden

können. Mit innovativen Technologien

unterstützen die Verpackungsmaschinenbauer

die Süßwaren- und

Snackproduzenten dabei, sich auf

diese Marktbedingungen vorzubereiten

und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Schonendes Handling schützt

vor Bruch Dafür sorgen unter anderem

Pick-and-Place-Roboter, die

in den Verpackungslinien im Zuge

der Digitalisierung und Automatisierung

eine immer wichtigere Rolle

spielen. Sie greifen die Süßwaren

und setzen sie millimetergenau in

Trays, Kartons oder Tiefziehverpackungen

ab. Ein durchgehend behutsames

Handling und Portionieren

sind gerade bei der Verarbeitung so

empfindlicher Produkte wie Kekse

oder Cracker unerlässlich, um diese

vor mechanischem Stress und Bruch

zu schützen – und so den Verlust zu

minimieren. Intelligente Pick-und-

Place-Technologie und besonders

schonend arbeitende Zuführmodule

sorgen für ein kontinuierliches Eintakten

der Produkte selbst bei höchster

Geschwindigkeit und tragen so

zu einem zuverlässigen Prozess bei.

Denn letztlich hat praktisch jeder

ungeplante Stopp zur Folge, dass

die ausgeschleusten Produkte nicht

mehr zu verkaufen sind. Nachhaltigkeit

endet nicht bei umweltschonenden

Materialien.

Mehr unter: www.prosweets.de

50 04/24

Intelligente Verpackungsmschinen schonen die Produkte

Bild von der letzten ProSweets - am Gerhard Schubert Stand

Photo: Foto: Koelnmesse / ProSweets Cologne


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ACHTE AUF DIE

VERPACKUNGEN

ROHSTOFFE.

Mit mehr als 50 Marken ist unsere Kampagne diesen August bereits in die

vierte Runde gestartet, erstmals auch Out-of-Home. So konnten wir

Konsument:innen in ganz Österreich für die gelebte Mülltrennung sensi bilisieren.

Ein großer Erfolg für Österreichs Kreislaufwirtschaft!

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Auch Sie

wollen Ihren recyclingfitten

Verpackungen eine

Bühne bieten?

Werden Sie Teil unserer

Kampagne unter:

kampagne@ara.at

52

ZUKUNFT. KREISLAUF. WIRTSCHAFT.

06/24


Das aktuelle Video von

53

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