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Die aktuellen Verpackung- und Logistiknews
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06/24
WE THINK
WE THINK THINK
34 Jahre KOMPACK
206. Ausgabe
w w w w . k . o m k p o a m c k p . i n a f oc
03/20
k . i 30 Jahre n KOMPACK
179. f Ausgabe o
INSIDE
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DIE WELT DER KENNZEICHNUNG
NACHHALTIG BESCHRIFTEN UND ETIKETTIEREN
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Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien
Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien
An&fürsich ................................................................................................ 4
Meine Meinung
Singer und Sohhn ... ........................................................................... 6
kooperieren mit Gramiller & Sohn in Österreich
Nachhaltigkeitsbewertung ... ...................................................................... 8
von Getränkeverpackungen
Neue Firmenhalle ... .............................................................................. 10
HtW
Visionäre ... .......................................................................................... 14
Automatisierungslösungen
Titan gewinnt ... ......................................................................................... 15
Auszeichnung
Die Speed Queen ... ................................................................................... 16
unter den Horizontalwicklern
Vorboten ... .............................................................................................. 18
zur Weltausstellung
Interview mit Andreas Karnholz ... ........................................ 20
„Nachhaltigkeit – Schritt für Schritt“
Allzeithoch ... .................................................................................... 22
für Kreislaufwirtschaft
Gold ... .................................................................................................. 23
European Carton Excellence Awards
Nachhaltige ... ......................................................................................... 26
Kaffeeverpackungslösungen
50 Jahre ... ............................................................................... 28
Forschung und Entwicklung
Auszeichnungen ... ................................................................................. 30
GS1 Sync Stars 2024, Carton Austria Award und Sternchen
Einfluss des Verpackungstyps und -desings ... ........................................ 34
auf die Restentleerbarkeit
Wirtschaft ... ............................................................................................. 35
Resiliente industrielle Papierverarbeitung zunehmend unter Druck
Wurzeln bewahren ... ........................................................................... 36
Zukunft gestalten
Alles im Blick ... ..................................................................... 38
mit dem Versandcockpit
Dreifacher Preisregen ... ..................................................................... 39
für Rondo
Mehrweg - ... ........................................................................................... 40
Bouteille
Weitere Preise ... ...................................................................................... 41
und Auszeichnungenn für Marzek Etiketten+Packaging
KI-optimierte ... ........................................................................... 42
Überwachung
Inline Etikettierung ... ........................................................................... 44
„Konstruktiv und technisch wegweisend“
Nachhaltige Verpackung ... .................................................................. 50
im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung
Impressum
Wien
Redaktionsbüro: Paulusgasse 15, A-1030 Wien, Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5,
A -1030 Wien • Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99
Mail: kompack@gmx.at • www.kompack.info • Objekt- und Redaktionsleitung: Harald Eckert •
Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd Neumann, Herbert Wallner
Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2,
A-1030 Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller •
Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#0578398
KOMPACK ist Mitglied des österreichischen Presserates.
Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen
übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender
im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar
oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.
INHALT
12 Wellpappe
Austria-Awards
Margarethen am Moos
24 Von Geisterschlössern
und edlen Äffchen
Bürstadt
46 High Tech im Tank
Cover
WE THINK THINK
03/20
WE THINK
06/24
34 Jahre KOMPACK
206. Ausgabe
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THE
Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien
Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien
®
30 Jahre KOMPACK
179. Ausgabe
DIE WELT DER KENNZEICHNUNG
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… wird in der Öffentlichkeit die Verpackung allzu gerne nur in die
Kategorie „notwendiges Übel“ oder Abfall gesteckt.
Umso erfreulicher ist es, wenn dann in einer Verpackungsfirma der
Bürgermeister Wiens vorbeischaut, um bei der Verabschiedung eines
hochwertigen Produktes zur nächsten Weltausstellung sich persönlich
auch ein Bild von der dazugehörigen hochwertigen Verpackung zu
machen.
So geschehen im letzten Monat bei der Firma PAWEL packing & logistics
GmbH.
Noch bemerkenswerter, dass der Bürgermeister dann auch (ohne Zettel)
sowohl über den Inhalt als auch über die Verpackung Bescheid wusste
und lobende Worte dafür fand. Dass dann auch noch Zeit für „Small Talk“
war, war umso netter. Mehr über den Versand eines barocken Lusters
lesen Sie in dieser Ausgabe.
Zu Lesen gibt es, wie schon traditionell im Herbst, auch einiges über
Gewinner. Diverse Auszeichnungen und Awards helfen ebenso dabei, die
Welt der Verpackung in das richtige Licht zu rücken.
Egal, ob es um die durchdachten Konstruktionen, den hochwertigen
Druck oder die Nachhaltigkeit der Verpackung (oder am Besten - alles
zusammen) geht - die tollen Lösungen, die sich unsere Verpackungsdesigner
immer wieder einfallen lassen, gehören ins Rampenlicht gestellt.
Leider ist es heutzutage allzu oft der Fall, dass nur „Bad News good
News“sind.
Ich glaube allerdings nicht, dass wir wirklich was weiterbringen, wenn
wir nur über das notwendige Übel (dass sicher transportiert, dass die
Haltbarkeit von Nahrungsmitteln verlängert, ...) wie oben erwähnt
jammern.
Besser ist es sicher, sich die positiven Beispiele anzusehen, diese
Lösungen vielleicht selbst zum Einsatz zu bringen oder sich vielleicht
sogar bemühen, eine noch bessere Lösung zu finden.
Gerade in der Weihnachtszeit und Richtung neues Jahr gibt es doch
immer die Zeit der guten Vorsätze.
4
Follow us on ®
MACHER TREFFEN SICH
JÄHRLICH IN STUTTGART
03/24
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Wäre schön, wenn positives Denken und das Positive in Sachen zu finden
ganz oben auf der Liste stehen würde.
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern, Partnern und Kunden ein
frohes Fest und einen guten Start in das neue Jahr und freue mich auf ein
Wiederlesen in 2025.
Frohe Feiertage wünscht Ihnen
Ihr Harald Eckert
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WIRTSCHAFT
Singer und Sohn kooperiert mit Franz
Singer & Sohn und die FRANZ GRAMILLER & SOHN GmbH haben eine
strategische Partnerschaft geschlossen. Ab sofort übernimmt Gramiller den
exklusiven Vertrieb des gesamten Produktportfolios von Singer & Sohn in
Österreich. Die Partnerschaft ermöglicht es, hochwertige Maschinen und
Automatisierungslösungen von Singer & Sohn direkt vor Ort anzubieten, um
die Bedürfnisse der österreichischen Lebensmittelindustrie besser zu bedienen.
Diese Zusammenarbeit markiert einen wichtigen Schritt in der Expansion und
Stärkung der Marktposition. Gemeinsam blicken beide Unternehmen auf eine
vielversprechende Zukunft und freuen sich auf eine langfristige und erfolgreiche
Partnerschaft.
Die Stärke der Partnerschaft
zwischen Singer & Sohn
und Gramiller basiert auf
der langjährigen Expertise von Singer
& Sohn im Bereich der Maschinenlösungen
für die Lebensmittelindustrie.
Roboterlösungen
auf höchstem Niveau
Seit Jahren hat sich das Unternehmen
einen Ruf für hochmoderne
Robotertechnologien und innovative
Automatisierungslösungen
erarbeitet. Gerade in Zeiten zunehmender
Automatisierung bietet
Singer & Sohn maßgeschneiderte
Lösungen, die auf die individuellen
Anforderungen der Kunden abgestimmt
sind.
Effizienz und Hygiene
In der Lebensmittelproduktion
sind Effizienz und Hygiene von
entscheidender Bedeutung. Um diesen
Anforderungen gerecht zu werden,
hat Singer & Sohn eine breite
Produktpalette entwickelt, die auf
die spezifischen Bedürfnisse der
Branche eingeht. Ob es sich um unterschiedliche
Wurstformen handelt
– von dickeren Weißwürsten bis zu
schlanken Wienern – oder um variierende
Platzverhältnisse in den Betrieben,
die Maschinen von Singer
& Sohn sind flexibel einsetzbar und
individuell anpassbar.
Hygiene Design
Mit dem Hygienic Design, das
eine gründliche Reinigung der Maschinen
ermöglicht und das Risiko
der Verbreitung von Mikroorganismen
minimiert, war Singer & Sohn
das erste Unternehmen in Deutschland,
das mit dem Hygienic Design
Zertifikat ausgezeichnet wurde.
Loading system VGE
Ein herausragendes Beispiel für
6 06/24
Die Maschinen von Singer & Sohn sind vielfältig einsetzbar
die Innovationskraft von Singer &
Sohn ist das Loading system VGE.
Diese Anlage revolutioniert das
vollautomatische Einlegen von Produkten
in Verpackungsmaschinen,
insbesondere von Wurstwaren. Das
System besteht aus Einheiten zum
Zuführen, Vereinzeln, Gruppieren
und präzisen Einlegen der Produkte
mit produktspezifischen Greifern.
Die flexible Anpassungsfähigkeit
der Roboter und die einfache Reinigung
der Anlagen machen das Loading
system VGE zu einem zentralen
Bestandteil moderner Fleischund
Wurstwarenproduktionslinien.
Maximale Flexibilität
Das System ist darauf ausgelegt,
durch verschiedene Zusatzeinrichtungen
maximale Flexibilität
zu bieten. Eine Pufferstation stellt
sicher, dass es keine Unterbrechungen
im Produktionsprozess
gibt. Die patentierte Gruppierstation,
die Wurstgruppen für das Einlegen
vorbereitet, ermöglicht es,
mit nur einem Roboter zu arbeiten,
während Wettbewerber häufig mehrere
Roboter benötigen. Eine präzise
Ausrichtung gekrümmter Würste
sowie eine UVC-Entkeimungseinheit,
die für höchste Hygienestandards
sorgt, runden das Angebot ab.
Zusatzeinrichtungen
Weitere Zusatzeinrichtungen wie
Metallsuchköpfe oder spezielle
Reinigungswagen gewährleisten
höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards
und bieten den Kunden
eine größtmögliche Produktionssicherheit.
Robuste
Konstruktion aus Edelstahl
Die Anlagen von Singer & Sohn
zeichnen sich durch ihre robuste
Konstruktion aus Edelstahl und ihren
modularen Aufbau aus, der eine
schnelle Anpassung an unterschiedliche
Produktionsanforderungen
ermöglicht. Die Greifertechnologie,
die für die Handhabung von Wurstgruppen
optimiert wurde, findet
mittlerweile auch in anderen Bereichen
der Lebensmittelindustrie
Anwendung. Der optimierte SAC
Loader ist ein weiteres Beispiel für
Gramiller & Sohn in Österreich
die kontinuierliche Innovationskraft
des Unternehmens und spiegelt
die Verbesserungen und Anpassungen
wider, die in das bewährte
Modell eingeflossen sind. Mit Hilfe
von smarten Kameras erkennt der
Roboter Position und Orientierung
der Produkte und legt sie platzsparend
in Verpackungen ab.
Firmengebäude von Singer & Sohn
Fazit: Eine starke
Partnerschaft für
den österreichischen Markt
Mit der Kooperation zwischen
Singer & Sohn und Gramiller wird
der österreichische Markt von den
innovativen und effizienten Maschinenlösungen
profitieren. Singer
& Sohn bietet nicht nur maßgeschneiderte
Automatisierungslösungen,
sondern auch eine umfassende
Expertise, die auf jahrelanger
Erfahrung in der Lebensmittelindustrie
basiert. Die partnerschaftliche
Zusammenarbeit mit Gramiller
stellt sicher, dass die österreichischen
Kunden direkten Zugang zu
diesen Technologien erhalten und
ihre Produktionsprozesse zukunftssicher
gestalten können.
Mehr unter: www.gramiller.at
oder
www.singer-und-sohn.de
NAHRUNGSMITTEL- UND VERPACKUNGSTECHNIK
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abschneiden.
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Mehr Effizienz *
in der Produktion.
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der besten
Hersteller.
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Seit über 100 Jahren steht das Familienunternehmen
für exzellente Qualität im Bereich der Nahrungsmittelund
Verpackungstechnik in Österreich.
gramiller.at
06/24
7
Nachhaltigkeitsbewertung von
Betrachtet man den aktuellen Verpackungsmarkt, variieren Verpackungen unter
anderem in Größe, Form, Farbe und Etikettierung. Für einen geschlossenen Kreislauf
von Verpackungen sind homogene Abfall- und Recyclingströme unumgänglich. Diese
können durch Design4Recycling erlangt werden.
Die zunehmende Betonung
der nachhaltigen Verpackungsanforderungen
durch rechtliche Vorgaben ist unübersehbar.
Die Verpackungs- und
Verpackungsabfallverordnung setzt
klare Richtlinien für recyclingfähige
Verpackungen, höhere Recyclingquoten,
Mehrweglösungen und den
schonenden Umgang mit Ressourcen.
Ein konkretes Beispiel ist die
Anforderung, dass Kunststoffverpackungen
ab dem Jahr 2030 eine
Recyclingquote von mindestens
55% erreichen müssen, während die
aktuelle Quote in Österreich bei lediglich
26% liegt. In Anbetracht dieser
bevorstehenden, rechtlich bedeutenden
Veränderungen unterzieht ein
Benchmarking die derzeit auf dem
Markt verfügbaren Getränkeverpackungen
verschiedener Produktsegmente
einer umfassenden Nachhaltigkeitsbewertung.
Benchmarking Projekte
Die FH Campus Wien leitet seit
2022 Benchmarking-Projekte in unterschiedlichen
Produktsegmenten
in Zusammenarbeit mit dem Unternehmenspartner
Circular Analytics
TK GmbH.
DACH-Raum
Markenhersteller, Abfüller, Einzelhändler
und Verpackungshersteller
aus dem DACH-Raum wurden
eingeladen, ihre Verpackungen einzusenden
und sich einer Marktvergleichsbewertung
zu unterziehen.
Im Gegenzug erhalten sie kostenlos
die Ergebnisse der Bewertung ihrer
Verpackungen.
200 Getränkeverpackungen
Insgesamt wurden fast 200 Getränkeverpackungen
in den Kategorien
Mineralwasser, Säfte, Sirup,
Limonaden, Energydrinks und
isotonische Getränke analysiert.
Die Bewertung der einzelnen Verpackungssysteme
erfolgt anhand
des holistischen Nachhaltigkeitsansatzes,
wie er in der Circular
Packaging Design Guideline der
FH Campus Wien beschrieben ist.
Dieser Ansatz teilt die Kriterien
in Produktschutz, Zirkularität und
Umwelt auf. Die sieben Parameter,
die im Rahmen der Nachhaltigkeitsbewertung
qualitativ oder
quantitativ erfasst werden, konzentrieren
sich dabei auf Zirkularität
und Umweltaspekte, da generell
davon ausgegangen wird, dass
marktfähige Verpackungen ausreichenden
Produktschutz bieten.
Verpackungseffizienz
Für die Verpackungseffizienz
wird das Verpackungsgewicht im
Verhältnis zur Füllmenge berechnet.
Dabei lassen sich bei Glasflaschen
erwartbar hohe Werte von bis zu
50% nachweisen, während Dosen,
Getränkeverbundkartons und
Kunststoffflaschen im mittleren
einstelligen Bereich liegen.
Die technische Recyclingfähigkeit
und die direkten Umweltaus-
wirkungen (streamlined LCA) werden
mittels der Software Packaging
Cockpit für Deutschland, Österreich
und die Schweiz berechnet. Für
die Bewertung von Mehrwegverpackungen
wurde ein neues Modell
entwickelt, das Transportdistanzen
und Umlaufzahlen berücksichtigt
und somit eine präzise Abbildung
des CO 2 -Fußabdrucks ermöglicht.
Der Rezyklatgehalt und der Einsatz
nachwachsender Rohstoffe
werden anteilig am gesamten Materialeinsatz
des Verpackungssystems
berechnet. Falls nachwachsende
Rohstoffe vorhanden sind,
erfolgt zusätzlich eine qualitative
Bewertung, ob diese Rohstoffe aus
Verpackungs- und Ressourcenmanagement
Der Fachbereich Verpackungs- und Ressourcenmanagement der FH Campus Wien bietet zwei Bachelorstudiengänge an (Nachhaltige
Verpackungstechnologie und Nachhaltiges Ressourcenmanagement) sowie ein Masterstudium in englischer Sprache (Packaging Technology and
Sustainability). Die Studiengänge sind berufsbegleitend gestaltet, sodass Interessierte aus der Branche ihre Kompetenzen ohne Unterbrechung der
Berufstätigkeit erweitern können.
FH Campus Wien – Hochschule für Zukunftsthemen
Mit über 8.000 Studierenden an sechs Standorten und fünf Kooperationsstandorten ist die
FH Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen
und Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Soziales, Technik sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot von nahezu
70 Studien- und Lehrgängen in berufsbegleitender und Vollzeit-Form zur Auswahl. Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung wird in derzeit
zehn fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und Zertifikatsprogrammen
deckt die Fachhochschule über die Campus Wien Academy ab. Die FH Campus Wien ist Gründungsmitglied im Bündnis Nachhaltige Hochschulen.
www.fh-campuswien.ac.at
8 06/24
GETRÄNKEVERPACKUNGEN
Getränkeverpackungen
zertifizierten Quellen stammen.
Littering-Potenzial
Für die Berechnung des Littering-
Potenzials existiert derzeit keine
standardisierte Methode. Daher
wurde eine qualitative Bewertungsgrundlage
geschaffen, die auf Unterscheidungen
in Getränketypen,
Füllmengen, Verschluss- und Dekorationsvarianten
sowie anderen
Verpackungseigenschaften basiert.
Auffällig bei diesem Benchmarking
ist im Vergleich zu vorherigen
Marktvergleichen die weitgehende
Ähnlichkeit der Recyclingfähigkeitsergebnisse
in den drei betrachteten
Ländern. Die Recyclinginfrastruktur
für Kunststoffflaschen,
Getränkeverbundkartons und Aluminiumdosen
ermöglicht Werte
von über 95% Recyclingfähigkeit.
CartoCans und Flaschen mit großflächigen
Sleeves erweisen sich
weiterhin als nicht-recyclingfähig.
Die Getränkeindustrie ist hinsichtlich
der Recyclingfähigkeit gut auf
die anstehende rechtliche Verschärfung
vorbereitet, die derzeit eine
verpflichtende Mindest-Recyclingfähigkeit
von 70% diskutiert.
Neben dem Benchmarking für Getränkeverpackungen
wurden bereits
Bewertungen für Verpackungen
in einzelnen Kosmetiksegmenten
durchgeführt. Für Molkereiprodukte
sind sie ebenfalls vorhanden.
Mit März 2024 startete ein weiteres
Projekt für Convenience-Food-
Verpackungen., Weitere Produktgruppen
sind in Planung. Darüber
hinaus wird eine Ausweitung des
Bewertungsbereichs auf weitere
EU-Länder angestrebt.
Autorin: Dipl.-Ing.in Michelle Klein,
BA ist wissenschaftliche Mitarbeiterin
im Fachbereich Verpackungsund
Ressourcenmanagement und
betreut Benchmarkingprojekte. Sie
ist in der Forschung zur Kreislaufwirtschaft
tätig und unterrichtet
zu den Themen Abfallwirtschaft,
Verpackungen und Nachhaltigkeit.
michelle.klein@
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04/23 9
WIRTSCHAFT
HtW: Neue Firmenhalle schafft Raum für
Wachstum und Kundeninteraktion
Nach einer Bauzeit von zwei Jahren entstand am Firmenstandort von Handhabungstechnik
Winter (kurz: HtW) in Otterthal eine neue Halle, die nicht nur
zusätzliche Kapazitäten bietet, sondern auch Kunden neue Möglichkeiten zur
Zusammenarbeit eröffnet. Der Bau, der im Jahr 2021 begonnen wurde und 2023
fertiggestellt wurde, ist ein bedeutender Meilenstein für das Unternehmen und
die Wirtschaftskraft im Ort.
Die moderne Halle erstreckt
sich über eine Fläche von
150 Quadratmetern und
bietet im ersten Stock zusätzliche
50 Quadratmeter, die speziell für
Lagertätigkeiten konzipiert sind.
Diese Aufteilung erlaubt eine effiziente
Nutzung des Platzes und
verbessert die internen Logistikprozesse
erheblich.
Eigener Testraum
Ein besonderes Highlight der neuen
Firmenhalle ist der eigens eingerichtete
Testraum. In diesem Raum
haben unsere Kunden die Möglichkeit,
ihre Produkte oder Teile direkt
vor Ort an den hochmodernen Maschinen
zu testen. Dies ermöglicht
eine enge Zusammenarbeit und
sorgt dafür, dass spezifische Anforderungen
direkt umgesetzt werden
können. Der Testraum ist ein wich-
tiger Bestandteil der Firmenphilosophie,
die auf Kundennähe und
maßgeschneiderte Lösungen setzt.
Outdoor-Meetingraum
Im Jahr 2024 hat HtW ihre Kapazitäten
um eine weitere innovative
Blick in den Testraum
Neuerung erweitert: einen Outdoor-
Meetingraum. Dieser Raum, der
sich direkt über der neu errichteten
Halle im Freien befindet, bietet eine
einzigartige Umgebung für Besprechungen
und Workshops. Er vereint
die Vorteile eines modernen Ar-
beitsumfelds mit der inspirierenden
Atmosphäre der Natur und bietet
Kunden und Mitarbeitern eine frische
Perspektive abseits klassischer
Büroräume.
Kontinuierliches Wachstum
Mit dieser Erweiterung können
nicht nur das operative Geschäft
weiter ausgebaut, sondern auch die
Zusammenarbeit mit den Kunden
noch enger und effizienter gestaltet
werden. Die neue Firmenhalle unterstreicht
das Bestreben von HtW,
kontinuierlich zu wachsen und sich
an die ändernden Anforderungen
der Branche anzupassen. HtW freut
sich darauf viele Kunden und neue
Interessenten in der neuen Halle in
2880 Otterthal (Niederösterreich)
begrüßen zu dürfen.
Mehr unter: www.h-t-w.at
Blick in den Outdoor-Meetingraum
Zufriedene Mitarbeiter
Fotos: filmografie.at
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06/24
11
WELLPAPPE
Wellpappe Austria-Awards
Kaum ein Produkt kommt heute ohne schützende Wellen aus. Ob Lebensmittel,
Spielzeug oder sogar Schweißgeräte - die Vielfalt der Anwendungen ist beeindruckend.
Die heimische Wellpappe-Industrie hat es sich zur Aufgabe gemacht,
herausragende Verpackungslösungen zu entwickeln, die sowohl funktional als
auch nachhaltig sind. Bereits zum zehnten Mal in Folge wurden im Rahmen des
Wellpappe Austria Awards die besten Verpackungslösungen aus Wellpappe ausgezeichnet.
Eine Jury hat aus zahlreichen Einreichungen die Finalisten und die
Gewinner ermittelt.
Der Award wird in sechs
Kategorien vergeben und
würdigt die Innovationskraft
und Kreativität der Branche.
In diesem Jahr wurde auch wieder
ein Sonderpreis für herausragende
Druckgestaltung vergeben.
Wellpappe
Champions auf der Bühne
„“Einmal im Jahr holen wir unsere
Wellpappe-Champions auf
die große Bühne und zeichnen sie
mit den Wellpappe Austria Awards
aus”,“ sagt Stephan Kaar, Sprecher
der heimischen Wellpappe-Branche.
„“Der Award ist die jährliche
Leistungsschau und zeigt die Bedeutung
und den Mehrwert unseres
Verpackungsmaterials für Industrie,
Handel und Konsumenten. Verpackungen
aus Wellpappe bieten
Schutz, erhöhen die Haltbarkeit,
sind Werbebotschafter und von Natur
aus nachhaltig”.“
Alle Sieger auf einen Blick - gemeinsam mit Alfred Bartosch - dem
Mr. Wellpappe der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde.
Auszeichnungen und Kabarett
Rund 100 Gäste nahmen an der
Award-Verleihung im Kabarett CasaNova
in Wien teil und zeigten
sich von den Ideen ebenso begeistert
wie von den Gags des Kabarettisten
Gerald Fleischhacker. Jeder
Gewinner eines Wellpappe Austria
Award erhielt eine Original-Holzskulptur
des Vorarlberger Künstlers
Stefan Kresser. Die Veranstaltung
ist nicht nur eine Hommage an die
besten Verpackungslösungen, sondern
auch eine Plattform, um die
Vorteile von Wellpappe als umweltfreundliches
und vielseitiges Verpackungsmaterial
zu präsentieren.
Durch die Verleihung führte Daniela
Soykan-Tober.
Wellpappe - wer hat‘s erfunden?
Vor mehr als 150 Jahren kam Albert
Jones auf die Idee, gewelltes
Papier zum Schutz von Glasfläschchen
zu verwenden. Nach dem Vorbild
eines Plissee-Stoffes erhielt
das Papier durch die Wellen die
notwendige Stabilität. Kurze Zeit
später erfand Jones die erste Wellpappe,
indem er eine Papierbahn
auf das gewellte Papier klebte. So
entstand im Jahr 1871 ein Verpackungsmaterial,
das die Welt erobern
sollte.
Mehr über das nachhaltige
Verpackungsmaterial finden
Sie auf der Homepage des
Forum Wellpappe-Austria:
www.wellpappe.at
Sehen Sie hier die Gewinner:
12 06/24
Kategorie: Displays
Der mit dem kleinen Äffchen.
Einreicher: MVG Margarethner
Verpackungsges.m.b.H
Hersteller: MVG Margarethner
Verpackungsges.m.b.H
Auftraggeber & Design: Pernod Ricard
Druck: Print Alliance
HAV Produktions GmbH
Rohpapiere: Metsä Board
Sonderpreis für
herausragende Druckgestaltung
Flexodruck auf Wellpappe
Einreicher & Hersteller:
Rondo Ganahl AG, Frastanz
Auftraggeber & Design:
Apex Europe B.V.
Druck: Rondo Ganahl AG, Frastanz
Rohpapiere:
Hamburger Trostberg, Mondi, Palm
Kategorie: Konstruktiv
Die einfache Lösung für Schweres
Einreicher & Hersteller: DS Smith
Packaging Austria GmbH, Kalsdorf
Auftraggeber: Fronius International
Design & Druck: DS Smith
Packaging Austria GmbH, Kalsdorf
Rohpapiere: Aschaffenburg, Hamburger
Containerboard, MM Group, Mondi,
Ondulatti, Smurfit Westrock Nettingsdorf
Kategorie: Kreativ
Verpackung mit Sound-Effekt
Einreicher & Hersteller:
Dunapack Mosburger GmbH, Wien
Auftraggeber & Design:
Vollpension Generationendialog GmbH
Druck: Dunapack Mosburger GmbH,
Wien
Rohpapiere: Hamburger Containerboard
Kategorie: Point of Sale
Für den Hochgenuss gewellt verpackt
Einreicher & Hersteller:
Rondo Ganahl AG, St. Ruprecht
Auftraggeber: Rosalia DAC
Design: Eitzenberger
“THE BRAND OFFICE“
Druck: Rondo Ganahl AG, St. Ruprecht
Rohpapiere: Hamburger Containerboard,
Rondo Ganahl AG, Smurfit Westrock Pitea
Kategorie: Nachwuchs
Perfekte Wellen für Weingläser
Einreicher & Hersteller:
Mondi Grünburg GmbH
Auftraggeber: Zwiesel Kristallglas AG
Design: Zwiesel Kristallglas AG
Druck: Mondi Grünburg GmbH
Lehrling: Sebastian Docherty
Rohpapiere: Blue Paper, Reno de
Medici, Rondo Ganahl AG
Kategorie: Nachhaltig
Produktschutz ist auch Klimaschutz
Einreicher & Hersteller:
DS Smith Packaging Austria GmbH,
Kalsdorf, Auftraggeber: Ringana GmbH
Design & Druck: DS Smith
Packaging Austria GmbH, Kalsdorf
Rohpapiere: Aschaffenburg, Smurfit
Westrock Nettingsdorf, Witzenhausen
Der Wellpappe Austria Award wurde auch heuer wieder von namhaften Kategorie-Sponsoren unterstützt: ARA - Altstoff Recycling Austria, Bobst,
Chespa, Doneck Network, Hamburger Containerboard, Koenig & Bauer sowie Smurfit Westrock Nettingsdorf. Crespel & Deiters war auch heuer wieder
Hauptsponsor des Lehrlingsevents Wellpappe Adventure Days. Ein weiterer Dank geht an die Partner-Sponsoren: Billerud, EMBA Berg Group, Fosber,
Glatz, Heinerich Flexoklischee, Mondi, Norske Skog und Sappi.
06/24 13
AUTOMATISIERUNG
Visionäre Automatisierungslösungen
Die Toyota Industries Corporation - einschließlich der Toyota Material
Handling Group und der Toyota Automated Logistics Group - hat eine
strategische Investitionsvereinbarung mit Gideon, einem führenden
Technologieunternehmen für autonome mobile Robotik (AMR), unterzeichnet.
Diese Partnerschaft tritt mit der Zielsetzung der Entwicklung visionärer
Automatisierungslösungen per sofortiger Wirkung in Kraft.
Gideon entwickelt innovative
Technologien für autonome
mobile Roboter
(AMR) und automatisiert spezifische
Prozesse in Lager- und Fertigungsumgebungen.
Die strategische
Investition eröffnet Toyota neue
Möglichkeiten, automatisierte Fahrzeugsysteme
zu standardisieren, Implementierungszeiten
zu verkürzen
sowie Flexibilität und Skalierbarkeit
zu erhöhen. Das globale Softwarezentrum
für autonome Fahrzeuge
von Toyota Industries Corporation,
T-Hive, wird eine Schlüsselrolle
bei der Integration und Nutzung der
Technologie von Gideon innerhalb
des globalen Portfolios automatisierter
Fahrzeuge spielen.
KI-Algorithmen
Die fortschrittliche Softwarearchitektur
und die KI-Algorithmen von
Gideon stärken Toyotas Fähigkeiten
im Bereich Fahrzeugautomatisierung.
Beispiele für aktuelle Anwendungen
sind die kollaborative Kistenkommissionierung
zur Auftragsabwicklung
im Einzelhandel sowie
das Be- und Entladen von LKWs.
Weltweit führende
Fertigunskompetenz
Für Gideon bietet die Partnerschaft
die Möglichkeit, von Toyotas
weltweit führender Fertigungskompetenz,
seinem Marktzugang und
dem globalem Servicenetzwerk zu
profitieren. Josip Ćesić, CEO von
Gideon, kommentiert: „Toyota ist
Pionier in schlanken Fertigungspraktiken,
angetrieben von seinem
unermüdlichen Streben nach Qualität,
Innovation und Nachhaltigkeit,
was die Expertise im manuellen und
automatisierten Materialtransport
von Flurförderzeugen und gehört
zur Toyota-Gruppe. Toyota Material
Handling Group ist Teil dieser
Gruppe und bietet eine breite Palette
an Flurförderzeugen, Lagerfahrzeugen,
Automatisierungslösungen
und Mehrwertdiensten. Dazu gehören
renommierte Marken wie Toyota,
Raymond, BT, Cesab und Tailift.
Eine Division der Toyota Material
Handling Group ist die Toyota
Automated Logistics Group. Sie
besteht aus den Unternehmen Bastian
Solutions, Toyota L&F, Vanderlande
und Viastore und ist damit
60
noch unterstreicht. Die Kombination
von Toyotas globalem Vertriebsund
Servicenetzwerk mit Gideons fortschrittlicher
Autonomie- und Anwendungstechnologie
schafft ein
bahnbrechendes Wertversprechen
für den Automatisierungssektor in
Lager und Fertigung.“
Beeindruckende
Visionstechnologien
Norio Wakabayashi, Senior Executive
Officer von Toyota Industries
Corporation, ergänzt: „Gideon hat
beeindruckende Visionstechnologien
entwickelt, die flexibles und
intelligentes autonomes Verhalten
ermöglichen. Diese Investition verstärkt
unser Engagement, marktführende
Automatisierungslösungen anzubieten
und unseren Kunden langfristig
einen Mehrwert zu liefern.“
Innovative Kundenorientierung
Die Toyota Industries Corporation
ist weltweit führender Anbieter
führender Anbieter von integrierten
Automatisierungslösungen für Logistikprozesse.
T-Hive ist das globale
Softwarezentrum von Toyota
Industrie Corporation für autonome
Fahrzeuglösungen. Dort werden
Steuerungssysteme für alle autonomen
Fahrzeuge von Toyota Material
Handling Group und Toyota
Automated Logistics Group bereitgestellt.
Gideon ist ein führendes
Robotik- und KI-Unternehmen mit
Niederlassungen in Nordamerika
und Europa. Die Kerntechnologie
von Gideon basiert auf räumlicher
KI und 3D-Vision, die eine Automatisierung
komplexer Prozesse in
Lager- und Fertigungsumgebungen
ermöglicht. Gideon ist Vorreiter bei
autonomer LKW-Be- und Entladung
und bringt eine kollaborative
Auftragsabwicklung für Kistenkommissionierung
auf den Markt.
Mehr unter:
www.toyota-forklifts.at
14
06/24
ETIKETTEN
„Titan“ gewinnt
Ein unvergesslicher Abend für CARINI beim
diesjährigen Golden Pixel Award im Wiener
Colosseum: Mit dem ikonischen Label „Titan“
sicherte sich das Lustenauer Unternehmen zum
dritten Mal in Folge die begehrte Auszeichnung
in der Kategorie „Etiketten“ (punktegleich mit
zwei Branchenkollegen aus Niederösterreich)
Damit setzt CARINI erneut
ein starkes Zeichen für
Spitzenleistungen in der
österreichischen Druck- und Verpackungsbranche.
„Titan“ – ein visuelles
Meisterwerk inspiriert von
Mythologie und Wissenschaft
Im Fokus des prämierten Labels
steht Kronos, der Anführer der 12
Titanen aus der griechischen Mythologie.
Gleichzeitig verweist der
Name „Titan“ auf das chemische
Element Titan (Symbol: TI22), das
durch einen dunklen Kristall symbolisiert
wird. Um Kronos’ göttliche
Kraft darzustellen, sind Strahlen um
ihn herum abwechselnd blind geprägt
und teils mit mikroskopisch
feinen Texten versehen - ein spannendes
Storytelling über den Fall der
Titanen.
Drei Nominierungen als
weiterer Erfolg für CARINI
Ein zusätzliches Highlight des
Abends: Drei der insgesamt sechs
Nominierungen in der Kategorie
„Etiketten“ entfielen auf CARINI-
Geschäftsführer Simon Sohm
mit der begehrten Trophäe
Projekte – ein eindrucksvoller Beweis
für die durchgängige Qualität
und Kreativität des Unternehmens.
Geschäftsführer Simon Sohm hebt
die Bedeutung der Mitarbeitenden
für diesen Erfolg hervor: „Jeder Einzelne
im CARINI-Team hat zu diesem
Erfolg beigetragen, und es ist
uns wichtig, diese Erfolge gemeinsam
zu feiern.“
Mehr unter: www.carini.at
Fotos: Carini
06/24
15
LADEGUTSICHERUNG
Die Speed-Queen unter den Horizontal
Das Traditionsunternehmen Pamminger in Linz ist seit über 90 Jahren dafür
bekannt, dass vom Konzept bis zur fertigen Maschine beziehungsweise Anlage
(mittlerweile entwickelt Pamminger individuelle Förderanlagen für jede
Projektgröße) alles aus einer Hand kommt. Die nächste Generation des familiengeführten
Unternehmens wird ab 1.1.2025 die Firma dabei unterstützen, den
eingeschlagenen Weg fortzuschreiten.
Alexander Pamminger hat
nach seiner kaufmännischen
Ausbildung im
Vertrieb gearbeitet, aber unterstützte
seine Familie im Unternehmen im
Bereich des Soical Media Marketings.
Durch seinen Entschluss, nun
als zukünftig 5. Generation im Unternehmen
mitzuwirken, ist der Weg
in die nächsten 40 Jahre gesichert.
Alexander Pamminger wird dabei
alle Abteilungen, welche in der Abwicklung
von Anlagenprojekten
durchlaufen - praktisch „Learning
by Doing“, erklärt der geschäftsführende
Gesellschafter Harald Pamminger.
Starten wird er im Bereich
der Vorprojektierung, und dann ins
Projektmanagement hineinwachsen.
Stetige Weiterentwicklung
So wird er sich stetig weiterentwickeln
und die vielfältigen Lösungen
des Unternehmens und deren Fortentwicklung
hautnah miterleben.
Denn auch die Lösungen von Pamminger
erfahren eine laufende Verbesserung
wie das Beispiel Python
zeigt.
Python
Pamminger ist bekannt für herausragende
Sonderlösungen im Bereich
Horizontalwicklung. Die Lösungen
für horizontale Stretchwickler beziehungsweise
Stretchanlagen sind
dabei besonders im Fokus. Als erster
europäischer Herstellter schaffte
Neuvorstellung der vollelektrischen ENGEL e-mac 500
mit High-Schließantrieb und iQ motion control.
Harald und Alexander Pamminger vor der neuen Python Lösung
eine Pamminger Horizontalwickelmaschine
eine Folienverjüngung
von 23 auf 8 micron und das für
Güter mit einer Diagonale von bis
zu 3.200 mm. „Mit unseren Horizontal-Stretchwicklern
haben Sie
nicht nur den geringsten Folienverbrauch,
sondern auch die einfachste
Handhabung. Durch die intelligente
Pamminger-Software ist eine einfache
Bedienung über das Display
möglich. So regeln Sie in wenigen
Schritten die Geschwindigkeit, um
auf die individuellen Anforderungen
der unterschiedlichsten Packstücke
reagieren zu können. Weiters ermöglichen
wir ein vollautomatisches Anknüpfen
der Folien an Gütern sowie
Trennen der Folie“, erklärt Harald
Pamminger und weiters „Unsere Python
ist für das horizontale Stretchen
von Produkten konzipiert. Dabei ist
ein Folienschlitten mit der Folienrolle
auf einem Laufring montiert.
Mittels frequenzgeregelten Motors
wird der Laufring angetrieben, dies
ermöglicht eine beliebige Drehzahl
des Laufringes und somit eine beliebig
einstellbare Folienüberlappung
bei fixer Fördergeschwindigkeit.
Nach erfolgter, letzter Wicklung
wird die Folie thermisch durchtrennt
und für den Beginn des nächsten
Wickelzyklus geklemmt.“
High Speed
Da das Unternehmen nicht nur dafür
bekannt ist, langlebige Produkte,
sondern auch sehr schnelle Lösungen
zu entwickeln, wurde an einer
Geschwindigkeitsoptimierung
der 2000 geborenen Python gearbeitet.
Mittels Zahnkranzring und
Doppelkopf wurden bereits tolle Ergebnisse
erzielt. Ein Kunde ist dann
aber 2022 an das Familienunternehmen
mit einer neuen Aufgabenstellung
herangetreten. Er wollte seine
Sockelleisten gerne im Dauerlauf
(ohne Stop auch beim Folienwechsel)
mit hoher Geschwindigkeit
verpacken. Die Lösung dafür ist die
neueste Variante der Python, die
letztes Jahr das erste Mal in Betrieb
gegangen ist. Hier werden praktisch
zwei Pythons zu einer Anlage
zusammengebaut - während die
halbe Anlage arbeitet, ist der zweite
Teil sozusagen in Wartestellung, die
jederzeit ohne Stop übernehmen
kann. „Damit haben wir sicher die
weltweit schnellste Horizontalwickelmaschine
erschaffen“, so stolz
der Geschäftsführer.
Sonderlösungen
Aber nicht nur immer schneller
werden die Lösungen von Pamminger,
die durch innovative Technik
im Schnitt 30-40% weniger Folie
im Vergleich zu herkömmlichen
Systemen benötigen - auch die
Kombination der eigenen Lösungen
Mit der Fallschirmwicklung können auch Kübel auf einer Palette sicher versendet werden
16 06/24
wicklern
Es werden nicht nur
gleichformige Pakete verpackt
ermöglicht vieles. Abgesehen davon,
dass die Fördertechnik genau auf
die Stretchwickler abgestimmt sein
muss, gibt es auch Lösungen, wo
der bekannte Vollautomat Pamminger
Raptor (High Speed) mit der Python
zusammenarbeitet. Durch die
vertikale und horizontale Wicklung
können zum Beispiel auch Kübel
durch eine sogenannte Fallschirmwicklung
sicher und gerade auf einer
Palette verpackt werden. Bei herkömmlichen
Lösungen ist es beim
Transport immer wieder passiert,
dass sich durch die Verschiebung
die Kübel gegenseitig geöffnet haben.
„Durch intelligente Lösungen
wie hier für einen Farbenhersteller
Mehr über die intelligenten Lösungen von der Firma
Pamminger sehen Sie wieder während der LogiMat und der
FachPack im nächsten Jahr oder vorab unter: www.pamminger.at
oben: Rollenverpackung
links: Blick in die Produktionshalle
(kleines Foto - Blick in die
schnellste Python)
Harald und Alexander
Pamminger blicken
zuversichtlich in die Zukunft
schaffen wir auch immer wieder
sensationelle Amortisationszeiten.
Hier waren es 1,5 Jahre“, erklärt
Harald Pamminger stolz.
03/24
17
INTERNATIONAL
Vorboten zur Weltausstellung
Bei der Weltausstellung, in Japan, im nächsten Jahr, wird es auch wieder einen Österreich
Pavillion geben. Bereits jetzt, ein halbes Jahr vor dem Start in Osaka-Kansai wurden
einige Ausstellungsstücke, wie ein barocker Maria Theresien Luster sowie eine von
Eva Petrič für Lobmeyr entworfene Stehlampe, auf dem Betriebsgelände von Pawel
packing & logistics GmbH verpackt und verabschiedet. Bei diesem Akt waren auch
Wiens Bürgermeister Michael Ludwig sowie die japanische Botschaftssekretärin Kotoe
Otsuka dabei.
Das Wiener Traditionsunternehmen
Lobmeyr freut
sich, erneut als Partner
des EXPO- Büros der Wirtschaftskammer
Österreich an einer EX-
PO, diesmal 2025 in Osaka, Japan,
teilzunehmen. Als Exponate dienen
mit dem barocken Luster Maria
Theresia ein Klassiker der österreichischen
Designgeschichte, ebenso
wie eine speziell dafür gestaltete
Stehlampe, deren gläserner Lampenschirm
von Eva Petrič entworfen
wurde, eine in Wien und New
York lebende Künstlerin aus Slowenien.
Petrič ist für ihre stimmungsvollen
Schattenfotografien und
Installationen mit handgeknüpfter
Spitze bekannt. Die Gestaltung
des Glasschirms ist eine Hommage
an die österreichisch- japanische
Künstlerin und Zeichnerin Felice
Rix-Ueno, die besonders im VIP-
Raum des Österreichischen Pavillon
gewürdigt wird.
Lobmeyr
Das Traditions- und Familienunternehmen
Lobmeyr fertigt seit
mehr als 200 Jahren Luster und
Glas und gilt im In- und Ausland
als Botschafter österreichischer
Handwerkskunst. In den letzten
Geplanter Österreich Pavillion in Osaka
150 Jahren hat Lobmeyr bereits
erfolgreich an mehreren Weltausstellungen
teilgenommen. So etwa
an der Weltausstellung in Wien
im Jahr 1873, wo Lobmeyr schon
einmal mit seinen Maria-Theresia-
Lustern vertreten war, oder an der
wegweisenden Exposition internationale
des arts décoratifs et industriels
modernes, die als Grundstein
der Art Deco gilt. Bis zum heutigen
Tag baut Lobmeyr im Herzen Wiens
historische Luster in überlieferten
Techniken nach originalen Entwürfen
aus der Zeit.
Japan
In Japan kann Lobmeyr auf eine
Geschichte herausragender Projekte
verweisen. So zieren Werke
des Wiener Familienunternehmens
große Konzerthäuser und Hotels
wie zum Beispiel die Harmony Hall
in Fukui oder das Hotel Kokusai 21
in Nagano. In Tokyo befindet sich
darüber hinaus der Lobmeyr-Salon
im Omote Sando Viertel.
Verabschiedung der
Exponate in Wien
Am 17. Oktober wurden bereits
einige Ausstellungsstücke, wie ein
barocker Maria Theresien Luster
sowie eine von Eva Petrič für Lobmeyr
entworfene Stehlampe, auf
dem Betriebsgelände von Pawel
Packaging verabschiedet. Die regionalen
Kunsthandwerksprodukte
bilden ab April 2025 den stilvollen
Rahmen, um das österreichische
beziehungsweise Wiener Lebensgefühl
perfekt bei der Weltausstellung
zu vermitteln. Anwesend waren
auch der Wiener Bürgermeister
Michael Ludwig, die japanische
Botschaftssekretärin Kotoe Otsuka,
der Projektleiter des EXPO-Büros
der Wirtschaftskammer Alf Netek,
der Lobmeyr Geschäftsführer Johannes
Rath, die Wiener-Slowenische
Künstlerin Eva Petrič, der
Bösendorfer Salon Manager Vladimir
Bulzan sowie natürlich der
Geschäftsführer des innovatives
Verpackungsunternehmen PAWEL
packing & logistics GmbH, Ing.
Mag. Michael Pawel. Egal ob es
um die Verpackung eines ganzen
Museums geht oder um den weltweiten
Transport von Automobil-
oder Eisenbahnteilen, das österreichische
Mitglied der INPRO
- dem internationalen Netzwerk der
Exportverpacker - internationale
Gute Stimmung bei der Verabschiedung der Kunstwerke, Bürgermeister Dr. Michael Ludwig, Mag. Ing. Michael Pawel und Johannes Rath/Lobmeyr
(linkes Bild mit Andreas Rath und Alf Netek/EXPO-Büro der Wirtschaftskammer
18 06/24
Speziell für die EXPO
gestaltete Stehlampe, deren
gläserner Lampenschirm
von Eva Petrič
entworfen wurde
Fotos: Golden Hour Pictures und KOMPACK
Unternehmen vertrauen ihr teures
Gut dem Spezialisten aus Wien mit
125jähriger Tradition an. In diesem
Fall auch Wiener Unternehmen
aus dem dirtten Bezirk.
Export
„Der Export ist eine führende
Wertschöpfungsquelle für Wiens
Wirtschaft. Für lokale Unternehmen
bietet die EXPO 2025 eine
wertvolle Gelegenheit, neue Partnerschaften
auf globaler Ebene
zu knüpfen und bestehende Wirtschafts-
und Handelsbeziehungen
weiter zu stärken und auszubauen.
Ich freue mich außerdem, dass
ein historisch bedeutendes Wiener
Traditionsunternehmen wie Lobmeyr
auch bei der Weltausstellung
ein internationales Aushängeschild
für unsere Kulturweltstadt ist. Erfreulich
auch, dass ein weiteres
Traditionsunternehmen unserer
Stadt, die Firma Pawel, für den
sicheren Transport eines Barocklusters
von Lobmeyr sorgt“, sagt
Wiens Bürgermeister Dr. Michael
Ludwig.
Zeitloses Kunsthandwerk
„Das Innovation und Traditionsbewusstsein
Hand in Hand gehen,
ist eine Philosophie, die wir mit Japan
teilen. Zudem sind wir von der
Bedeutung von zeitlosem, regional
hergestellten Kunsthandwerk in einer
nachhaltig gestalteten Zukunft
überzeugt und freuen uns dieses
bei der EXPO 2025 zu präsentieren,“
so Mag. Johannes Rath, Geschäftsführer
J. & L. Lobmeyr.
Wien ist Musik
„In Japan ist Österreich untrennbar
mit Musik verbunden, vor
allem aber Wien gilt als Hauptstadt
für Kunst und Kultur. Wir
freuen uns daher umso mehr großartige
Wiener Traditionsunternehmen
mit ihren Designklassikern
für den Österreich Pavillon mit an
Bord zu haben“, freut sich Alf Netek,
Projektleiter des EXPO-Büros
der Wirtschaftskammer.
Bau und Konstruktion
Das Thema Nachhaltigkeit ist
nicht nur Teil der Ausstellungsinhalte,
sondern wird auch beim Bau
des Pavillons berücksichtigt. Der
Spiralskulptur dient Holz als zentraler
Rohstoff, mit dem österreichisches
Handwerk in das Design
eingebracht wird. Zugleich werden
damit die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen
widergespiegelt, da
Holz einen hohen Stellenwert
bei österreichischen Exporten
nach Japan hat. Die Konstruktion
der Schleife folgt dem Prinzip
„Schrauben statt Leimen“, wodurch
die einzelnen Komponenten der
Spirale komplett demontierbar und
mehrfach wieder zusammenbaubar
sind. Dies ermöglicht die Wiederverwertung
der Bauteile auch nach
der Expo 2025, etwa als Überdachung
in öffentlichen Bereichen.
Gemeinsame Verabschiebung des Kronleuchters
Mehr auch unter:
www.pawel.at,
https://light.lobmeyr.at
https://www.eva-petric-evacuate.com
oder
www.expoaustria.at
06/24
19
IM GESPRÄCH
„Nachhaltigkeit – Schritt für Schritt“
Dunapack setzt weiterhin auf Wandel und Flexibilität. Neben dem Einsatz
neuester Technologien sieht sich das Unternehmen als treibende Kraft für
nachhaltige Verpackungslösungen. „Die idealen Lösungen ergeben sich oft
durch viele kleine Schritte – eben Schritt für Schritt“, erklärt Andreas Karnholz,
Sales Director bei Dunapack Packaging, im Gespräch mit KOMPACK.
Gute Auslastung trotz
Marktherausforderungen
Ungeachtet der komplexen Marktentwicklung
steht Dunapack auf
stabilen Beinen. „Ein Vorteil ist
unsere vertikale Integration in der
Firmengruppe – vom Altpapier
bis zur fertigen Wellpappeverpackung
decken wir alles ab.“ Die
wirtschaftliche Lage ist allgemein
angespannt. Im Lebensmittelhandel
beobachtet Karnholz eine
strukturelle Änderung durch eine
Verschiebung von Produkten hin
zu Eigenmarken. Einige Produkte,
wie Möbel, Kleidung, Bücher und
Schuhe, werden derzeit weniger
nachgefragt, was Rückgänge in der
Verpackungsbranche zur Folge hat.
Obwohl Online-Shopping mittlerweile
zum Alltag gehört, hat dieser
Sektor seine ursprüngliche Stärke
noch nicht zurückgewonnen.
Modernste Technik
Ein wesentlicher Bestandteil ist
der Einsatz modernster Technik,
wie KOMPACK im letzten Jahr
berichtete. Die Anlagen sind nicht
nur enorm leistungsstark: In nur
sieben Minuten sind die schnellsten
Maschinen betriebsbereit.
Auch die große Arbeitsbreite von
2,8 Metern der Wellpappanlage
kann zum Beispiel rotationsgestanzt
mit minimalem Abfall verarbeitet
werden. as bietet unseren
Kunden hohe Leistung und Flexibilität
und reduziert gleichzeitig
den CO 2 -Fußabdruck. Karnholz
betont: „Materialeffizienz, Einsparung
von Energie und Abwasser,
intelligentes Design – auf unserer
Nachhaltigkeitsreise setzen wir alle
Hebel in Bewegung.“
Nachhaltigkeits-Schub
Nachhaltigkeit erfordert gezielte
Investitionen, um langfristig wirksam
zu sein, auch bei einem umweltfreundlichen
Naturprodukt
wie Wellpappe. „Seit mehr als drei
Jahren integrieren wir nachhaltiges
Handeln in allen unseren Unter-
Fotos: Dunapack Packaging
Heute kann die ganze Verpackung aus einem Rohstoff gestaltet werden
(inklusive Aufreißband)
nehmensprozessen.“ so Karnholz.
Wir investieren ständig in energieeffizientere
Anlagen wie LED-
Technologie, elektrisch betriebene
Fahrzeuge und auch in die Stromerzeugung
mittels Photovoltaik.
Dabei stehen die Sicherheit und
Gesundheit unserer Mitarbeiter im
Fokus.
Kundenorientierte
Innovationen
Andreas Karnholz hebt die Offenheit
der Kunden für kontinuierliche
Weiterentwicklungen hervor.
„Dunapack hat eine eigene
Akademie für das Verkaufsteam
eingerichtet, um sicherzustellen,
dass unsere Kunden optimal über
die neuesten Entwicklungen informiert
werden. Oft sind es viele
kleine Schritte, die ein Produkt
nachhaltiger machen. Dies erfordert
Kreativität, langjährige Erfahrung
und das ständige Bestreben
die Verpackung „besser und nachhaltiger“
zu machen.
Hier ein praktisches Beispiel:
Früher sind im Online-Handel
bestellte Produkte oft in großen
Überverpackungen mit viel Füllmaterial
versendet worden. Heute
sind Verpackungen gefragt, bei
denen das Füllvolumen angepasst
werden kann. Das spart Platz, reduziert
leere Kilometer und senkt
letztendlich den CO 2 -Ausstoß.
Jahrzehntelang kamen im Kartonund
Wellpappebereich Kunststoffbänder
zum Einsatz, beispielsweise
als Aufreißband zum komfortablen
Öffnen einer Verpackung.
Heute können wir eine Lösung
aus Papier anbieten. So können
wir die gesamte Verpackung aus
einem Rohstoff gestalten – von der
Schachtel über den Kantenschutz
bis hin zum Aufreißband. Der
Endverbraucher kann so bedenkenlos
die gesamte Verpackung im
Papierrecycling-Container entsorgen.
So verbessern wir Schritt für
Schritt die Verpackungen im Sinne
der Nachhaltigkeit. Viele Kunden
sind für solche Lösungen offen
und dankbar.
Für alle Bereiche
„Das gilt für Klein- bis Großkunden.
Oft vermischen sich die Lösungen.
Für einen namhaften Kuchenhersteller
haben wir eine neue
Versandverpackung entwickelt.
Hierbei kommt eine industriell gefertigte
Schachtel zum Einsatz, die
manuell veredelt wird. Dadurch
„Die idealen Lösungen ergeben
sich oft durch viele kleine
Schritte – eben Schritt für Schritt“,
erklärt Andreas Karnholz,
Sales Director bei
Dunapack Packaging
hat der Kunde ein besonderes Erlebnis
beim Öffnen der Packung.
Gleichzeitig konnte die bisherige
Hebeeinrichtung zur schonenden
Entnahme des Kuchens durch eine
Wellpappe-Lösung ersetzt werden“,
erklärt Karnholz.*
Wandlungsfähigkeit als
Innovationsmotor
Optimistisch stimmt Karnholz
auch die neue PPWR, die für ihn
ein klares Bekenntnis zur Wellpappeverpackung
darstellt, sowie
die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten
von Wellpappe. „Die
lange und erfolgreiche Geschichte
der Prinzhorn Gruppe zeigt,
wie wandlungsfähig, flexibel und
nachhaltig Wellpappe als Verpackungsmaterial
ist. Ich sehe hier
viel Potenzial“, sagt er. Insbesondere
im Bereich der oft zitierten
letzten Meile, beim internen Transport
oder für Lösungen, die mehrfach
verwendet und platzsparend
zusammengelegt werden können.
20
06/24
*siehe auch Wellpappe-Award Bericht in dieser Ausgabe
Vorstandswechsel bei ARA
Neben Vorstandssprecher und Vertriebsvorstand Harald Hauke tritt ab sofort
Thomas Eck als Vorstand für Produktion, IT und Finanzen in das ARA
Führungsteam ein. Der gebürtige Wiener verfügt über umfassende Branchenkenntnisse
– insbesondere in den Bereichen Verpackungslösungen und Recycling.
Dank seiner jahrelangen Erfahrung
in der Industrie
und seinem fundierten
technischen Know-how wird Thomas
Eck entscheidend dazu beitragen,
die Marktführerschaft der
ARA in der Kreislaufwirtschaft
weiter auszubauen und die EU-
Recyclingziele zu erreichen. Eck
folgt auf Martin Prieler, der das
Unternehmen aus privaten Gründen
verlassen hat. Mit Thomas Eck
hat die Altstoff Recycling Austria
AG (ARA) einen neuen Verpackungs-
und Recyclingexperten an
der Spitze: Zuletzt war er als CTO
bei PreZero Polymers tätig und
trug maßgeblich zur Entwicklung
und Optimierung von Recyclinganlagen
in Deutschland, Österreich,
Italien und den USA bei. Vor
dieser Position arbeitete er mehr
als 25 Jahre in unterschiedlichen
Positionen bei Constantia Flexibles,
einem weltweit führenden
Hersteller von flexiblen Verpackungen.
Darüber hinaus war Thomas
Eck in den Jahren 2009 bis
2012 und von 2015 bis 2018 Mitglied
des Aufsichtsrats der ARA,
und hat in dieser Funktion an der
richtungsweisenden Entwicklung
der ARA zum Innovationsführer
der österreichischen Kreislaufwirtschaft
mitgewirkt.
Mehr unter: www.ara.at
Thomas Eck
Foto: ARA
Koffer “nach Maß”, exakt gefertigt
nach Ihrem Bedarf
Der niederösterreichische Verpackungsspezialist
VSL entwickelt und produziert
auf Wunsch Kofferlösungen und mobile
Behältersysteme- für fast jeden Inhalt.
Von der Idee bis zur fertigen Form:
VSL, der Verpackungsspezialist für
Ein- und Mehrwegverpackungssysteme,
fertigt in seinem Werk in
Kottingbrunn auf Wunsch mobile
Aufbewahrungs- und Transportlösungen.
Ob Einzelstück oder Serienprodukte,
die Kottingbrunner Kofferschmiede
verpackt alles - präzise und mit Perfektion.
Dementsprechend entwickelt und
produziert VSL Verpackungen,
Form-, Fräs- und Stanzteile, Sonderanfertigungen
sowie projektbezogene
Artikel in vielen möglichen
Varianten, in allen erdenklichen Formen,
Farben und Größen.
(Inter-)national gefragt
Mittlerweile ist der Spezialist sowohl
am Heimatmarkt als auch international
ein gefragter Partner, sei
es für Produktpräsentationen oder
für mobile Einsätze.
Die individuellen Verpackungslösungen
á la VSL werden im Werk
Kottingbrunn in zugekaufte Koffersysteme
integriert. Bei der Auswahl
der Lieferanten legt man besonderes
Augenmerk auf Qualität.
„Koffer ist nicht gleich Koffer:
Diese Erkenntnis haben wir aus
den zahlreichen positiven Rückmeldungen
unserer Kunden gewonnen“,
erklärt Geschäftsführer
Michael Lorenz.
Dank hauseigener Flightcaseproduktion
sowie zusätzlicher Speziallösungen
- ob nun mit Hohlkammerplatten,
Gittermatten, Netzschläuchen
oder Kunststoffbehältern
- erweitert VSL kontinuierlich
den inhaltlichen Aufbau der Palette
und die Präsentationsmöglichkeiten.
Digitaliserung & Innovation
Um seine KundInnen auch in Zukunft
mit den gewünschten Ideallösungen
zu versorgen, investiert
VSL regelmäßig in Technologie
Updates.
Mit einer 3D Wasserstrahlmaschine,
Konturenschneidemaschine
und Fräsmaschine werden die
KundInnen bestens bedient. Durch
Anschaffung einer Recycling Maschine
wird in Zukunft auch ein
besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit
gesetzt.
Formvollendet, maßgeschneidert und sicher
verpackt, transportiert und präsentiert:
Der Verpackungsspezialist VSL lässt in
Sachen Behälter- und Kofferlösungen keine
Kundenwünsche
offen!
VSL Mehrwegverpackungssysteme GmbH
Etrichstraße 75-83, A-2542 Kottingbrunn
Tel: +43 (0)2252 408 202
E-Mail: office@vsl.at, Internet: www.vsl.at
06/24
21
KREISLAUFWIRTSCHAFT
Allzeithoch für Kreislaufwirtschaft
Trotz aktuell schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen steigt das Enga-gement
heimischer Unternehmen für die Kreislaufwirtschaft auf ein neues Allzeithoch. Dies
zeigt der mittlerweile sechste ARA Circular Economy Barometer 2024, der mit einem
Wert von 59,1 auf einer Skala von 0-100 den höchsten Stand der letzten Jahre erreicht.
Gleichzeitig appelliert die heimische Industrie an die zukünftige Bundesregierung, im
neuen Regierungsprogramm den Fokus verstärkt auf die Kreislaufwirtschaft zu legen –
ein wichtiger Schritt, um die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu reduzieren und den
Klimaschutz zu forcieren.
22
06/24
Zum sechsten Mal in Folge
präsentiert die Altstoff Recycling
Austria AG (ARA)
gemeinsam mit GfK den „ARA
Circular Economy Barometer“, einen
Index, der den Status der Kreislaufwirtschaft
in österreichischen
Unternehmen misst. „Der Anteil an
Betrieben, die Konzepte der Kreislaufwirtschaft
implementiert haben
und aktiv nutzen, hat dieses Jahr
mit 83 % einen neuen Höchstwert
erreicht“, betont Harald Hauke,
Vorstandssprecher der ARA. „Im
Jahre 2023 lag dieser Wert noch
bei 76 %. Besonders freut uns, dass
unter den mittleren und großen Unternehmen
fast jeder Betrieb Circular
Economy nutzt oder plant“,
so Hauke weiter. Gesellschaftliche
Verantwortung, Klimaschutz sowie
die Schonung knapper Ressourcen
sind die drei wichtigsten Beweggründe
Maßnahmen in Kreislaufwirt-schaft
umzusetzen. Für 9 von
10 Unternehmen ist diese auch Teil
der Unternehmensstrategie. Appell
von Unternehmen an Politik: Investition
in Kreislaufwirtschaft Für
67% der Unternehmen ist es wichtig,
dass die neue Bundesregierung
in Österreich in das Thema Kreislaufwirtschaft
investiert und das
Thema im Regierungsprogramm
hat. Unabhängig von Regie-rungsprogrammen
würden nahezu alle
Unternehmen in die Kreislaufwirtschaft
investieren. 8 von 10 geben
an, dies sogar in unverändertem
Umfang fortzuführen.
Kleine Unternehmen holen auf
Circular Economy auf Wachstumskurs:
Kleine Unternehmen holen
auf „Während 79 % der großen
Unternehmen ihre Investitionsplanung
für die kommenden drei Jahre
konstant hoch halten, zeigen kleine
(53 %) und mittlere (67 %) Unternehmen
im Vergleich zu den Vorjahren
eine steigende Bereitschaft, in
Circular Economy zu investieren“,
so Anna Kulnig, Senior Client Business
Partner bei NIQ/GfK. „Die
größten Hürden für die Umsetzung
von Circular Economy bleiben die
fehlende Information zur Substitution
von Rohstoffen, die komplexe
Gesetzgebung sowie die hohen Kosten“,
führt Kulnig weiter aus.
Unternehmen so
optimistisch wie noch nie
Vor allem der Einsatz von Recyclingmaterial,
Wiederverwendung,
Abfallvermeidung und -management
werden als Chance gesehen,
um die Zirkularität von Produkten,
Dienstleistungen und Verpackungen
in der Wertschöpfungskette zu steigern.
Darüber hinaus haben die
Nutzung der Digitalisierung und die
Intensivierung der Nachhaltigkeitskommunikation
vor allem für große
Unternehmen an Bedeutung für den
Erfolg der Circular Economy gewonnen.
Gesteigerte Gesamtwertung
Dies schlägt sich in einer gesteigerten
Gesamtwertung nieder, so
erreicht der Circular Economy Barometer
mit 59,1 einen neuen Höchststand
und übertrifft das Ergebnis des
Vorjahres von 57.
Fachkräftemangel
Gleichzeitig entspannt sich die
Situation betreffend des Fachkräftemangels
nur sehr langsam. Derzeit
haben nach wie vor drei von
zehn Betrieben Schwierigkeiten,
geeignetes Personal zu finden – im
Vergleichszeitraum vor einem Jahr
waren es noch vier von zehn. Bei
Unternehmen mit 50 oder mehr
Mitarbeiter:innen sind es sogar
sechs von zehn (2023: 7 von 10).
Derzeit füllen vor allem externe Berater:innen
die Lücke.
Nachhaltigkeit gwinnt
Laut Circular Economy-Barometer
gewinnt auch die Positionierung als
nachhaltiges Unternehmen weiter an
Bedeutung. 73 % finden, dass Nachhaltigkeit
für ihre Geschäftstätigkeit
eine wichtige Rolle spielt. „Unabhängig
von Regierungsprogrammen
oder ökonomischen Rahmenbedingungen
besteht bei Österreichs
Betrieben ein breiter Konsens: Die
Kreislaufwirtschaft ist gekommen,
um zu bleiben – Unternehmen treiben
sie engagiert voran. Als treibende
Kraft der Circular Economy
freut es uns besonders, dass acht von
zehn der befragten Unternehmen die
ARA (www.ara.at) nennen, wenn
man nach österreichischen Knowhow-Trägern
in Sachen Kreislaufwirtschaft
fragt. Damit stehen wir im
direkten Ver-gleich an erster Stelle“,
unterstreicht ARA Vorstandssprecher
Harald Hauke abschließend.
AWARDS
Gold bei den European Carton Excellence Awards
Verpackungsdesigns aus Metsä Board-Karton wurden bei den European Carton Excellence
Awards 2024 mit drei Gold Awards ausgezeichnet. Die Preise, die von Pro Carton
und der European Carton Makers Association (ECMA) verliehen werden, wurden am
19. September in Berlin bekannt gegeben. Neben den Gold Awards erhielten zwei weitere
Verpackungen aus Metsä Board-Karton Auszeichnungen in den Kategorien Innovation
und Public Award.
Die Produktion von anspruchsvollen
Druck- und
Strukturkonzepten erfordert
eine herausragende Materialqualität.
Die Gewinnerverpackungen
zeigen eindrucksvoll die
Vielseitigkeit und hohe Qualität
der Faltschachtelkartons von Metsä
Board,“ sagt Neil Fox, VP Sales
FBB EMEA bei Metsä Board. „Im
Namen von Metsä Board gratuliere
ich allen Gewinner*innen der European
Carton Excellence Awards
2024.“
„
Arctic Blue Gin
Die holografische Premium-Verkaufspackung
von Arctic Blue Gin,
die aus MetsäBoard Prime FBB
Bright 380 g/m² besteht und von
Grano Oy hergestellt wurde, erhielt
einen der begehrten Gold Awards.
Auch die Geschenkbox „Easter Celebration“
von Anthon Berg, gefertigt
aus MetsäBoard Classic FBB
250 g/m² und produziert von Van
Genechten Packaging, wurde mit
Gold ausgezeichnet.
Gold und PubicAward
Zusätzlich gewann die Verpackung
von Pladis Global für die
„McVitie’s Victoria Chocolate
Creations“-Biskuitauswahl sowohl
einen Gold Award als auch den Public
Award, der von Branchenprofis
und der Öffentlichkeit vergeben
wurde. Die Verpackungslösung
wurde hergestellt aus MetsäBoard
Classic FBB 250 g/m² und verarbeitet
von Graphic Packaging International.
Innovation Award
Der Innovation Award ging an ein
Cover-Kit-Konzept, entwickelt und
produziert von der Alzamora Group
Fotos: Metsä Board
Mehr unter:
www.metsagroup.com/
metsaboard/
für OCB. Die Verpackung, bestehend
aus MetsäBoard Prime FBB
Bright 170 und 235 g/m², bietet eine
wiederverwendbare Lösung und
ersetzt den Einsatz von Plastiktüten.
06/24
23
DISPLAYS
Von Geisterschlössern und edlen
Als Komplettanbieter und Ideenlieferant für Displays am POS ist die
Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H (MVG) bekannt und wurde für
ihre Lösungen auch schon mehrmals ausgezeichnet. Innerhalb einer Woche
gleich bei zwei Wettbewerben punkten zu können, war auch für das Team rund
um Eigentümer Dipl. Ing. Höfer ein neues Gefühl. So geschehen jetzt beim
Golden Pixel und Wellpappe Austria Award.
Besonders freut Dipl. Ing.
Höfer, dass mit den zwei
Displays „Fanta Halloween-Schloss“
und „Monkey 47
Gin-Display“ sowohl die Flexibilität
und Funktionalität der Lösungen
als auch die graphische Umsetzung
ausgezeichnet wurde.
Der mit dem kleinen Äffchen
Kreativ im Design und stabil in
der Konstruktion - so präsentiert
sich das Kultgetränk Monkey 47
Dry Gin im neuen Display der
MVG. Eine Besonderheit dieses
Wellpappe-Displays ist die schräge
Platzierung der Flaschen. So sticht
der edle Gin aus dem Schwarzwald
noch mehr ins Auge. Die Regalfächer
sind zusätzlich mit Sicherungsnasen
versehen und verhindern ein
Herausfallen der hochwertigen Spirituosen.
Das Wellpappe-Display
ist platzsparend und kann mit bis zu
30 Einzelflaschen bestückt werden.
Ein Display – 2 Lösungen
Wird das Inlay ausgetauscht, können
auch Geschenkverpackungen
präsentiert werden. Somit erhält
der Kunde mit einem Display zwei
Lösungen und das ressourcenschonend
und ohne Mehraufwand für
den Auftraggeber. Monkey 47 Gin-
Display, die kreative Konstruktion
aus Wellpappe, die das Kultgetränk
Dry Gin und das kleine Äffchen
gekonnt in Szene setzt, hat die Jury
des Wellpappe Austria Awards begeistert.
Halloween
Jedes Jahr im Herbst startet Fanta
seine Halloween-Kampagne mit
Gewinnspielen und die Kombination
von Produkten am Point of Sale.
Die Getränke werden auf mehreren
Ebenen kreativ in Szene gesetzt
und mit knisternden Snacks kombiniert.
Der Aufbau des Displays ist
kinderleicht. Die vier Säulen werden
mit den Seitenteilen einfach zusammengesteckt
und – voilà – fertig
ist das Fanta Halloween-Schloss.
Handling
Dabei können die Türme an den
Ecken des Schlosses gedreht und
in verschiedenen Positionen angebracht
werden. Genau wie es den
jeweiligen Marktanforderungen
entspricht, können dann die Produkte
von vorne oder der Seite entnommen
werden. Das Gewicht der
Produkte verleiht der Konstruktion
noch zusätzliche Stabilität. So gruselig
und schön kann ein Display
aus Wellpappe sein. Dieses Display
1 Display für zwei Anwendungen - links der Einsatz für die
Geschenksverpackungen und rechts die Lösung für die Flaschen
Auch die Seitenwände und selbst leere Fächer
sind bei diesem Display wahre Hingucker
24
06/24
Äffchen
Gewinner des
Golden Pixel Awards
wurde beim Golden Pixel Award
ausgezeichnet. Damit das große
Display auch problemlos und rasch
befüllt werden kann, wird ganz einfach
die fordere Burgwand herausgeklappt
und schon kann ein Hubwagen
oder Stapler das Schloss mit
einer Europalette bestücken.
Jurybegründung
Zu Halloween, wo Retailer sich
vor komplizierten Display-Aufbauten
fürchten, überzeugt dieses
Spukschloss nicht nur in Gestaltung,
sondern besonders mit Funktionalität
und einfachem Zusammenbau.
Die Kombination von
Snacks und Getränken erzeugt
beim Kunden einen Kaufimpuls,
alles für die Gruselparty mitzunehmen.
Ein willkommener »treat« für
alle. „Bei diesem Display muss ich
mich auch für die Ideen und die gute
Zusammenarbeit mit Plutonika
Design einem Studio für Branding
und Packaging bedanken.“ sagt Dipl.
Ing. Höfer.
Fazit
Die MVG hat wieder einmal bewiesen,
wie kreativ und vielseitig
der Werkstoff Wellpappe eingesetzt
werden kann – sowohl in Funktionalität
als auch in der graphischen
Umsetzung. Gemeinsam mit dem
Kunden werden die Ideen zu ausgezeichneten
und unverkennbaren
Displays am POS verwandelt.
Mehr unter: www.mvg.co.at
Ringwickler
● aut. Wickelfolienwechsler
● aut. Deckblattrollenwechsler
● Doppelwickelkopf uvm.
Ing. Josef Riegler Verpackungstechnik GmbH & Co KG
www.riegler‐verpackungstechnik.com
office@riegler‐verpackungstechnik.com
Tel. 0043 1 40 500 35‐0
06/24
25
PARTNERSCGAFT
Nachhaltige Kaffeeverpackungslösungen
26 02/24
Constantia Flexibles, ein führender Hersteller von flexiblen Verpackungen,
präsentiert die Einsatzfähigkeit seines recyclingfähigen EcoLamHighPlus-
Monomaterials auf der fortschrittlichen PMX-Plattform von Syntegon für
Kaffeeverpackungen. EcoLamHighPlus ist vollständig mit dem PMX-System
des Verarbeitungs- und Verpackungstechnikanbieters kompatibel und bietet
eine effiziente, zukunftssichere Lösung für Markeninhaber – ohne zusätzliche
Kosten.
Diese Partnerschaft unterstreicht
das gemeinsame
Engagement beider Unternehmen,
nachhaltige und leistungsstarke
Lösungen anzubieten.
EcoLamHighPlus:
Eine nachhaltigere
Monomaterial-Lösung
EcoLamHighPlus wurde entwickelt,
um der wachsenden Nachfrage
nach nachhaltigeren Verpackungsmaterialien
gerecht zu werden
und gleichzeitig sicherzustellen,
dass Verpackungsprozesse effizient
und zukunftsfähig bleiben. Als Monomaterial
auf Basis von Polyethylen
(PE) bietet EcoLamHighPlus
eine hervorragende Recyclingfähigkeit.
Darüber hinaus wurde die
EcoLam-Familie von RecyClass
vollständig zugelassen. Die Lösung
bietet auch einen hervorragenden
und auch nachhaltigeren Schutz für
empfindliche Produkte wie Kaffee:
Geschmack und Aroma bleiben
erhalten und gleichzeitig wird ein
umweltbewusster CO 2 -Fußabdruck
gewährleistet.
Nahtlose Integration mit der
PMX-Plattform von Syntegon
Die PMX-Plattform von Syntegon
repräsentiert die Zukunft der
Verpackung mit ihrem Fokus auf
Flexibilität, Nachhaltigkeit und
Digitalisierung. Die modulare Verpackungsplattform
ist darauf ausgelegt,
sowohl konventionelle als
Foto: ©Constantia Flexibles
auch recycelbare Materialien, einschließlich
Monomaterialien wie
EcoLamHighPlus, ohne zusätzliche
Modifikationen oder Investitionen
zu verarbeiten. Die PMX-Maschine
verarbeitet effizient bis zu 65 Verpackungen
pro Minute für ganze
Kaffeebohnen und bietet eine Doppelrohrversion
für bis zu 100 Verpackungen
pro Minute.
PPWR
„Derzeit suchen viele Hersteller
aktiv nach nachhaltigen Verpackungslösungen,
um den bevorstehenden
Vorschriften, wie der
PPWR, zu entsprechen und möchten
gleichzeitig hohe Qualitätsstandards
wahren. Die PMX-Plattform,
kombiniert mit Materialien wie
EcoLamHighPlus, bietet dafür eine
ideale Lösung“, so Christina Holm,
Strategische Produktmanagerin bei
Syntegon.
Gemahlener Kaffee
und ganze Bohnen
Die flexible PMX-Maschine kann
sowohl gemahlenen Kaffee als auch
ganze Bohnen verpacken. Dank
schneller Formatwechsel und einer
Vielzahl von Beutelstilen kann sie
eine breite Palette von Verpackungsformaten
aufnehmen. Ihr modulares
Design ermöglicht es den Herstellern,
spezifische Kundenanforderungen
zu erfüllen, während sie eine
effiziente Produktion aufrechterhalten
und schnell auf sich ändernde
Marktanforderungen reagieren.
Flexibilität
„Kaffee ist ein beliebtes Produkt,
dessen Qualität geschützt werden
muss. Unser Ziel war es, eine effiziente
Verpackungsmaschine zu
entwickeln, die den Herstellern genügend
Flexibilität für zukünftige
Änderungen bietet und gleichzeitig
den Nachhaltigkeitsanforderungen
gerecht wird. Das ist uns mit der
PMX-Maschine gelungen“, fügt
Christina Holm hinzu.
Innovative digitale Lösungen
Zusätzlich zu seinen Nachhaltigkeitsmerkmalen
integriert die PMX-
Plattform Syntegons Synexio Empower,
eine Industrie 4.0 (I4.0) Lösung,
die eine Echtzeitüberwachung des
Energie- und Ressourcenverbrauchs
ermöglicht. Durch Zustandsüberwachung
und vorausschauende Wartung
können Hersteller die Gesamtanlageneffektivität
(OEE) optimieren,
Ausfallzeiten reduzieren und
die Effizienz der Anlage verbessern,
was sowohl Kosteneinsparungen als
auch Nachhaltigkeit vorantreibt.
Partnerschaft
„Unsere Partnerschaft mit Syntegon
zeigt unser Engagement für Innovation
und Nachhaltigkeit“, sagte
Tobias Acker, Market Product Manager
Beverages DACH & Benelux
– Film & Paper Category bei Constantia
Flexibles. „Mit unserer Eco-
Lam-Produktfamilie haben Kunden
Zugang zu einer flexiblen, für das
Recycling konzipierten Hochleistungsverpackungslösung,
die nahtlos
mit modernsten Technologien,
wie der PMX-Plattform, integriert
werden kann.“
Mehr unter: www.cflex.com oder
www.syntegon.com
KOMPACK wünscht seinen Kunden,
Lesern und Partnern
ein frohes Fest, erholsame Feiertage
und einen guten Start in
das neue Jahr.
Displays, Filialdekorationen,
Palettenummantelungen
www.eclipse-print.com
Ein bedeutender Schritt
in der Pharmaindustrie
Constantia Flexibles hat für sein innovatives Mono-Polypropylen
(PP)-Laminat PERPETUA, das speziell für die Pharmaindustrie
entwickelt wurde, das Technology Approval von RecyClass für
dessen Recyclingfähigkeit erhalten. Diese Auszeichnung unterstreicht
das Engagement des Unternehmens, nachhaltige Verpackungslösungen
zu fördern und die Kreislaufwirtschaft aktiv voranzutreiben.
PERPETUA, ein Laminat mit einer BOPP/metBOPP/cPP-Struktur,
wurde von RecyClass in Kooperation mit Plastics Recyclers Europe
(PRE) umfassend geprüft. Die Tests bestätigten die hohe
Recyclingfähigkeit des Materials. PERPETUA überzeugt nicht nur
durch seine hervorragende Recyclingfähigkeit, sondern bietet
auch einen ausgezeichneten Schutz vor Feuchtigkeit, Sauerstoff
und Licht und senkt das globale Erwärmungspotenzial um 48
bis 55 % im Vergleich zu ähnlichen Multimaterial-Laminaten.
Zusätzlich wurde PERPETUA ALTA kürzlich mit dem RecyClass-
Kompatibilitätszertifikat für Design for Recycling in der Klasse B
ausgezeichnet, nachdem es bereits 2022 das Technology Approval
erhalten hatte. Diese Zertifizierung basiert auf dem Status von
PERPETUA ALTA als erstes hochbarrierefähiges Polypropylen (PP)
Monomaterial-Laminat, das die RecyClass-Technologie-Zulassung
erhalten hat. Dies unterstreicht das kontinuierliche Engagement des
Unternehmens für die Entwicklung nachhaltigerer, recycelbarer
Verpackungslösungen und bietet eine wertvolle Chance, Abfall
und Umweltauswirkungen in der Pharmaindustrie zu reduzieren.
„Wir sind sehr stolz darauf, das Technology Approval für PERPETUA
und das kürzlich verliehene Kompatibilitätszertifikat für PERPETUA
ALTA erhalten zu haben“, sagt Dr. Roberto Martin, Leiter Innovation
Laminates bei Constantia Flexibles. „Diese Anerkennung bestätigt
unsere führende Position in der Entwicklung von Mono-PP-Laminaten.
Wir sind bestens vorbereitet, um den zukünftigen Anforderungen gerecht
zu werden, da sich der PP-Recyclingstrom in Europa weiterentwickelt.“
Die RecyClass-Genehmigung setzt einen neuen Maßstab für recycelbare
Verpackungsmaterialien und eröffnet Marken neue Möglichkeiten,
nachhaltigere Lösungen zu finden, die den höchsten Standards
entsprechen.
Mehr unter: www.cflex.com
Kontakt
Bernhard Müller
Geschäftsführer 06/24 Eclipse GmbH 27
mueller@eclipse-print.com
JUBILÄUM
50 Jahre Forschung und Entwicklung
Das Ziel von Tetra Pak ist es, Lebensmittel überall sicher und verfügbar zu
machen. Das Thema „Lebensmittelsicherheit“ spielt dabei eine zentrale Rolle.
Deswegen gründete Erwin Wartenberg, ein Freund von Hans Rausing, Anfang
der 1970er Jahre das Forschungszentrum in Stuttgart. Hans Rausing wiederum
war der Sohn von Dr. Ruben Rausing, der nicht nur die erste Kartonverpackung
für Milch entwickelte, sondern ebenso 1951 das Unternehmen Tetra Pak in
Schweden gründete.
Der Research-Standort in
Stuttgart hat sich über die
Jahre zu einem führenden
Sitz für wissenschaftliche und regulatorische
Angelegenheiten entwickelt,
unterstützt von hochmodernen
Laboratorien. Die rund 50 Forschenden
der Fachbereiche Chemie und
Mikrobiologie stellen sicher, dass
das Portfolio von Tetra Pak sowohl
jetzt als auch in der Zukunft dem
Leitmotto von Tetra Pak entspricht:
„Schützt was gut ist“. Anlässlich des
fünfzigjährigen Bestehens wurde der
Standort in Stuttgart renoviert und
modernisiert und mit den Mitarbeitenden
des Zentrums und deren Familien
das Jubiläum gefeiert.
Mission
Seit 50 Jahren treibt das Forschungszentrum
in Stuttgart die
Mission von Tetra Pak voran, sichere
Verpackungen zu entwickeln
und Lebensmittel überall sicher und
verfügbar zu machen. Der Zweck
und die Kompetenzen des Zentrums
haben sich dabei im Laufe
der Jahre weiterentwickelt. Um zu
schützen was gut ist, ist der Standort
in Stuttgart ein zentraler Bestandteil
der Innovationsgeschichte
von Tetra Pak.
Dr. Davide Marchesi,
Director, Food Packaging Safety
& Interaction und Standortleiter
in Stuttgart: „Seit über fünf
Jahrzehnten stellt das Team an
unserem Research Standort die
Lebensmittelsicherheit und gesetzliche
Konformität unserer Verpackungslösungen
für uns und unsere
Kunden sicher. Ich bin stolz,
dass wir darüber hinaus auch einen
wichtigen Beitrag leisten, um
unser Unternehmen und unsere
Partner kompetent durch das sich
ständig ändernde regulatorische
Umfeld zu begleiten.“
Stephan Karl,
Geschäftsführer für die DACH
Region bei Tetra Pak: „Wir freuen
uns sehr, das 50 jährige Bestehen
in Stuttgart feiern zu können. Forschung
bedeutet Fortschritt und ist
für uns unablässig, damit wir uns
weiterentwickeln und unsere Produkte
an die sich ändernden Herausforderungen
anpassen können.
Dank der professionellen Unterstützung
unseres Research-Zentrums
können wir die Qualität und Sicherheit
unserer Verpackungslösungen
für unsere Kunden immer weiter –
und nachhaltig- verbessern.“
Von der Chemie
zur Mikrobiologie
Der Research-Standort in Stuttgart,
die Tetra Holdings GmbH
Food Packaging Safety & Interaction,
konzentrierte sich zunächst
auf analytische Chemieforschung.
Anfangs lag der Fokus auf der Lösung
von Dichtungsproblemen der
Verpackungsmaterialien, die durch
Oxidation der inneren PE-Schicht
verursacht wurden. Diese Herausforderungen
führten zur Entwicklung
erster Testmethoden.
Mikrobiologie
1988 erweiterte das Institut seine
Tätigkeit unter neuer Leitung und
diente als Partner für alle Fragen
rund um Chemie und Mikrobiologie.
Innerhalb des Tetra Pak Konzerns.
Durch gezielte Forschung
konnte das Zentrum passgenaue
Problemlösungen für spezifische
Herausforderungen entwickeln.
Darüber hinaus wird in Stuttgart
bis heute sichergestellt, dass
die Tetra Pak Produkte den sich
schnell ändernden Anforderungen
der Lebensmittelbranche entsprechen.
Aktuell beschäftigt sich
das Zentrum mit fortschrittlicher
analytischer Chemie mit einem
Schwerpunkt auf Mikrobiologie,
Lebensmittelverpackungsinteraktion,
Materialcharakterisierung sowie
der Einhaltung regulatorischer
Vorgaben für Lebensmittelkontaktmaterialien
und Chemikalien.
Hierzu gehört die Unterstützung
bei Zulassungen, Fehlerbehebungen,
regulatorischen Änderungen
sowie Beratung zu korrekten
wissenschaftlichen Inhalten
oder rechtlichen Angelegenheiten.
Dadurch leistet das Stuttgarter
Forschungszentrum einen wesentlichen
Anteil zur Weiterentwicklung
des Tetra Pak Portfolios weltweit
und zur Unterstützung aller
Tetra Pak Kunden.
Mehr unter:
www.tetrapak.com
28
06/24
FÖRDERTECHNIK
MESSE
Die Schraube
des Archimedes ...
……ist einer der Ewigkeitswerte der Fördertechnik. „Wir haben
dieses Prinzip verbessert. Da keine Achse vorhanden ist, steigt
die Förderleistung um fast 2/3, ... und wir fördern auch um die
Kurven.“ erklärt Herta Wildfellner.
Neuheiten in der achsenlosen Spiralfördertechnik
gibt es ständig mit jeder Förderanlage:
Ü Anderes Fördergut,- andere Materialzusammensetzung,-
anderes Schüttgewicht,-
andere Aufstellung und Montage, entweder
in biegsamer oder starrer Ausführung und
immer den örtlichen Gegebenheiten angepasst.
Deshalb entwickelten wir uns seit Jahrzehnten
vom Pionier, über den Visionär zum Teamplayer
in der achsenlosen Spiralfördertechnik. Qualität,
Innovation und Know - How mit viel Engagement
und Erfindergeist prägen seit 45 Jahren unseren Familienbetrieb
Wenn Ihre bestehenden Fördersysteme zu wartungsintensiv
sind, oder Sie haben genug von Verstopfungen
in Förderrohren oder Verschmutzung
der Transportumgebung?
Wir haben die Lösung für Sie!
Mit den achsenlosen Spiralen fördern wir
• über 5.000 unterschiedliche Schüttgüter von 0,03
bis 400mm Länge mit
• Förderleistungen erreichen wir bis zu 600 m3/
Stunde (je nach Schüttgewicht) und
• Förderhöhen von bis zu 28 m senkrecht, oder
waagrecht, schräg oder in Kurven und über Steigungen
Unsere Zielbranchen sind: Abfall – Recycling
– Energie – Holz- Glas-, Papierabfälle, Frässpäne,
Tiereinstreu, Schrott, Schlamm oder auch in der
Lebensmittel-, Futtermittel-, Tabak-, Pharma-, und
Chemieindustrie, Wein- und Obstindustrie und es
kommen ständig neue Aufgabenbereiche dazu.
Vorteile der Förderanlage:
• Weniger Wartung durch Wegfall des Innenkerns,
keine Zwischenlager, Umlenkrollen, Ketten usw…
• geringer Energieverbrauch, geräuscharm, nahezu
staubfrei und materialschonend.
• nachhaltige Rückführung von Resten, Staub,
Mehl etc… in den Produktionsablauf mit
der biegsamen Spirale
• Zum Transport und Beladen von/zu LKWs, Silos,
Behältern, Vorratsbehältern, als Dosieranlagen
etc.
• Für die Zuförderung für Holzvergaseranlagen
• Erhöhte Effizienz für Sie durch Automatisierung
der Produktionsprozesse. Manuelle Arbeit wird
reduziert und dadurch Fehler minimiert.
• Entwicklung – Planung – Produktion – Montage
und Service aus einer Hand mit individuellen,
maßgeschneiderten Lösungen mit geringstem
Investitionsaufwand in dauerhafter Qualität
• Rasche Verfügbarkeit durch unser enormes
Spirallager vor Ort
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www.wildfellner.at und überzeugen Sie
sich von unserer Universal-Spiralfördertechnik.
04/24
29
PREISVERLEIHUNG
GS1 Sync Stars 2024
Im Rahmen der GS1 InterACT in Wien wurden auch heuer wieder drei
namhafte Unternehmen mit dem GS1 Sync Star Award prämiert. Der Preis
zeichnet all-jährlich qualitativ herausragende Dateneinsteller im GS1 Sync
Stammdatenpool aus.
Brauerei Murau eGen, Gölles
GmbH und Radatz Feine
Wiener Fleischwaren
GmbH & Stastnik GmbH – drei
traditionsreiche österreichische Unternehmen,
die allesamt nicht nur
höchsten Genuss versprechen, sondern
seit heute noch etwas gemeinsam
haben: Sie wurden mit dem GS1
Sync Star Award prämiert, der heuer
im Rahmen der europäischen Konferenz
GS1 InterACT im Parkhotel
Schönbrunn zum neunten Mal in
Folge verliehen wurde. Damit werden
alljährlich Unternehmen für ihr
außerordentliches Engagement rund
um die Datenqualität im GS1 Sync
Stammdatenpool vor den Vorhang
geholt. Dies zeigt sich laut GS1 Austria
Geschäftsführer Mag. Gregor
Herzog vor allem daran, „dass die
Daten zu jeder Zeit vollständig, korrekt
und in der aktuellsten Version
dem Handel über GS1 Sync zur Verfügung
gestellt werden. Nur so kann
eine reibungslose Warenübernahme
oder eine Listung in Online-Shops
garantiert werden.“
Immer einen Schritt voraus
Als wesentlicher Erfolgsfaktor in
der Stammdatenpflege – mit dem
sich u.a. auch die diesjährigen Preisträger
profiliert haben – gilt auch zunehmend
die zeitliche Komponente.
Das bedeutet so Herzog, „dass bestenfalls
schon vor der Einführung
eines neuen Produkts im Handel die
Stammdaten elektronisch bereitgestellt
werden, was eine wesentliche
Erleichterung für die Planbarkeit
der internen Prozesse des Handels
darstellt“. Dieser wichtige Schritt
voraus gilt nicht nur für die Eingabe
der Stammdaten, sondern auch rund
um die Bewältigung zukünftiger
gesetzlicher Anforderungen. Dazu
zählen etwa die Einführung des Einwegpfands
ab 01.01.2025, wozu zusätzliche
Daten über GS1 Sync abgebildet
werden müssen oder die für
viele Produkte schon sehr bald relevante
Entwaldungsrichtlinie (EU-
DR). Auch sämtliche Informationen
zu Verpackungen werden künftig im
GS1 Sync Stammdatenpool zusehends
in den Vordergrund rücken.
30 06/24
Fotos: © GS1 Austria/Katharina Schiffl
Bei der Verleihung: Barbara Wendelin (Head of Master Data Services
and Healthcare, GS1 Austria GmbH), Victoria Sumetsberger (Integriertes
Management bei Radatz Feine Wiener Fleischwaren GmbH & Stastnik
GmbH), Dr. Franz Radatz (Geschäftsführer Radatz Feine Wiener Fleischwaren
GmbH & Stastnik GmbH), Elisabeth Knapp (IT-Leitung Brauerei
Murau eGen), Peter Doppler (Obmann Stellvertreter Brauerei Murau
eGen), Mag. Gregor Herzog (Geschäftsführer GS1 Austria GmbH)
Hohe Datenqualität bringt´s!
Komplett und gut gepflegte Datensätze
führen natürlich nicht nur zum
GS1 Sync Star, sondern bieten für
die Prämierten zahlreiche weitere
Vorteile: So sorgt Datenqualität bei
der steirischen Manufaktur Gölles
– bekannt für ihre edlen Essige und
Brände – laut deren Geschäftsführer
David Gölles etwa dafür „unsere
Produkte bestmöglich zu präsentieren,
wofür sich GS1 Sync als perfekt
integriertes internationales Tool
erweist“. Warum die Stammdatenpflege
so außerordentlich gut funktioniert,
liegt laut Jaqueline Deutsch,
bei Gölles für Einkauf und Export
zuständig, vor allem auch an der
„guten Zusammenarbeit mit dem
GS1 Sync Qualitätssicherungsteam,
das mich bei meinen ersten Schritten
im Portal so gut unterstützt hat, dass
ich mittlerweile bestens vertraut damit
bin und problemlos durch über
300 Produkte navigieren kann“. Für
die Brauerei Murau hat sich seit der
Die GS1 Sync Stars 2024 – Mit diesen Trophäen werden jährlich Unternehmen
für ihre hohe Qualität im GS1 Sync Stammdatenpool ausgezeichnet.
Einführung von GS1 Sync vor zehn
Jahren einiges in den Geschäftsprozessen
verändert: „Dank der qualitätsgeprüften
Daten sind unsere
Prozesse effektiver, besser organisiert
und wir sind enger mit unseren
Kunden verbunden“, so deren stellvertretender
Obmann Peter Doppler.
„Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit
zwischen unserer IT, der
Grafikabteilung und dem Qualitätsmanagement“,
erklärt IT-Leiterin
Elisabeth Knapp das Erfolgsrezept
der Brauerei Murau. Wie der Wiener
Fleischermeister Radatz seine Daten
immer „up to date“ hält, verrät
Victoria Sumetsberger, die im integrierten
Management bei Radatz für
die Dateneingabe verantwortlich ist:
„Die Datenpflege ist ein sehr individueller
Prozess, bei dem man nicht
nach einem strikten Zeitplan vorgehen
kann. Sobald es bei unseren Artikeln
Änderungen oder Neuerungen
gibt, werden diese sofort umgesetzt.“
Als größten Vorteil von GS1 Sync
nennt Radatz-Geschäftsführer Dr.
Franz Radatz „dass qualitätsgeprüfte
Daten eines zentralen Anbieters
vor allem für Vertrauen bei unseren
Kunden sorgen, da diese sich auf unsere
Daten stets verlassen können.“
Voraussetzungen
für GS1 Sync Stars
Um GS1 Sync Star zu werden,
muss ein Dateneinsteller selbstständig
alle bestehenden Artikeldaten
im GS1 Sync Stammdatenpool
laufend auf Aktualität prüfen und
ausgelaufene Artikel entsprechend
kennzeichnen. Darüber hinaus ist
für die Vollprüfung der vorhandenen
Daten durch die GS1 Sync Qualitätssicherung
die Übermittlung aller
aktuellen Etiketten, Produktverpackungen
oder Produktbilder erforderlich.
Dabei werden die Daten
auf Korrektheit, Vollständigkeit
und Konsistenz geprüft. Die Datenaktualisierung
muss alle drei Monate
abgestimmt werden, was einen
proaktiven Kontakt und eine gute
Zusammenarbeit zwischen Kunden
und Kundenbetreuer erfordert.
Mehr unter: www.gs1.at
Aus Sternchen werden Stars!
Preisträger:innen und Finalist:innen des PROPAK Austria Pro Carton Young
Designers Award 2024 waren diesmal im Rahmen der Preisverleihung „Smart
Packaging“ beim Österreichischen Verpackungstag in der FH Campus Wien zu
Gast. Gewonnen haben Izabella Elek mit „Choco Wave“, Timon Ibounigg mit
„Drill Packaging“ und Inti-Filippa Crespín mit „Dashamp – The dry Shampoo“.
Strahlende Gesichter gab es
bei den Preisträger:innen
und Finalist:innen, nicht
nur wegen des Erfolges selbst:
Der Award stand am Anfang so
mancher Karriere im Design, denn
die Industrie interessiert sich erfahrungsgemäß
sehr für neue,
vielversprechende Ideen und ihre
Gestalter:innen. Alle Designs
waren während des ganzen Tages
ausgestellt und wurden von zahlreichen
Fachleuten eingehend untersucht.
Gemeinsamer Erfolg
Horst Bittermann, Director General
Pro Carton, und Paul Leitner,
MM Premium Vienna und Vorsitzender
PROPAK Austria Faltschachtelindustrie,
überreichten
Bei der Preisverleihung die im Rahmen der preisverleihung
des Staatspreises imm FH Campus Wien stattgefunden hat.
Fotos: © PROPAK Austria
die Urkunden und Trophäen im
Namen von PROPAK Austria und
Pro Carton. Mit den Student:innen
waren die Lehrer:innen auf der
Bühne und feierten anschließend
gemeinsam den Erfolg.
2025
Eine Einreichung, zwei Awards:
Wer brim nächsten wettbewerb
teilnehmen will, sollte bis Mai
2025 zum internationalen Pro Carton
Young Designers Award einreichen,
der genaue Termin wird noch
bekannt gegeben - auch auf der
folgenden Homepage:
https://www.procarton.com/de/
awards/pro-carton-youngdesigners-award/
06/24
31
PREISE
Packaging Dialog 2024
Der Packaging Dialog 2024 widmete sich in diesem Jahr einem Thema, das
allen unter den Nägeln brennt: Wo und wie sollte KI eingesetzt werden,
wenn man vorne dabei sein will? Gerhard Kürner, Gründer und CEO der KI-
Beratung 506.ai und Profil-Kolumnist, zeigte anhand konkreter Beispiele, in
welchen Bereichen Künstliche Intelligenz die Effizienz im Alltag vervielfacht.
Den krönenden Abschluss bildete die Preisverleihung zum Carton Austria
Award 2024.
Zum Start gab Horst Bittermann
einen kurzen
Überblick über die Karton-
und Faltschachtelindustrie.
Wie schwierig die Lage ist, zeigt
sich anhand der europäischen
Nachfrage nach Karton: 2022
war die Marktnachfrage 8 Mio.
Tonnen Karton, 2023 waren es
25 Prozent weniger und 2024
sehen wir wieder einen doubledigit-Steigerung.
Die Aussichten
sind positiv: Für die nächsten
fünf Jahre ab 2025 werden jährlich
3 Prozent Wachstum vorausgesagt.
Diese Vorhersage liegt
über dem aktuellen GDP, mit
dem sich die Karton- und Faltschachtelproduktion
im Allgemeinen
parallel entwickelt. Das
GDP wird sich voraussichtlich
aufgrund der geringen Inflation
und der Leitzinssenkungen
ebenfalls erholen.
Auch in Hinblick auf die EU haben
sich die Aussichten gebessert. Es ist
gelungen, die Position faserbasierter
Verpackungen in der Arbeit an der
neuen EU-Verpackungsverordnung
(PPWR) zu stärken und Möglichkeiten
zu verankern, dass Kunststoff
in Zukunft in einigen Bereichen
ersetzt werden kann. Ein gutes Zeichen
ist auch, dass es in der EU neuerdings
eine Kommissarin für Kreislaufwirtschaft
gibt, das lässt auf Verständnis
für unsere Industrie hoffen,
die insgesamt eine Recyclingquote
von 82,5 Prozent erreicht. Spätestens
seit dem Draghi-Report ist die
EU generell industriefreundlicher
geworden.
Zudem hat sich Pro Carton neu
aufgestellt: CEPI Cartonboard wurde
in Pro Carton eingegliedert und
ein gemeinsames Büro mit der EC-
MA (European Carton Makers Association)
in Brüssel bezogen.
Künstliche Intelligenz in
Wirtschaft und Gesellschaft
Gerhard Kürner, Gründer und
CEO von 506.ai, Vice Chairman
Fotos: Pro Carton
Horst Bittermann (Pro Carton), Klaus Gatterbauer (MM Packaging),
Roman Fastl, Oliver Moser (Art of Ice), Paul Leitner (MM Premium
Vienna, Vorsitzender PROPAK Austria), Margaretha Jurik (CASH)
AI Upper Austria, Profil-Kolumnist
war der Kenote-Speaker. Er sprach
zum Thema KI. Grundsätzlich kann
man feststellen, dass KI ein assistierendes
System ist. Laut einer Studie
von Goldmann Sachs von vor zwei
Jahren werden fast alle Arbeiten im
Büro, im Rechtsbereich, in der Architektur,
in der Sozialwissenschaft,
im Management, im Finanzbereich
bis hin zur Gesundheitsfürsorge
um ein Viertel bis zur knappen
Hälfte von KI übernommen. Am
wenigsten betroffen sind hingegen
persönliche Fürsorge, Bau, Reparatur,
Transport und ganz allgemein
handwerkliche Arbeiten.
Kreative Arbeiten
Das heißt in der Praxis: Die meisten
kreativen Arbeiten können mit
Unterstützung von KI wesentlich
schneller und oft auch besser durchgeführt
werden. Das Finanzunternehmen
Klarna hat zum Beispiel
zwei Drittel seiner telefonischen
Kundenbetreuung durch AI ersetzt,
und dies hat zu einer wesentlichen
Verbesserung geführt: Die Zahl der
zweiten Nachfragen ging stark zurück,
und Drittfragen gab es überhaupt
nicht mehr! Klarna konnte
mit KI seine Ausgaben für Marketingagenturen
um 25 Prozent einsparen
– und das bei einem Milliardenumsatz!
Da erstaunt es nicht,
wenn laut Work Trend Index in Zukunft
Bewerber mit KI-Erfahrung
bevorzugt werden, auch gegenüber
jenen, die Erfahrungen im jeweiligen
Bereich haben.
Technische Entwicklung
geht extrem schnell voran
Die technische Entwicklung geht
extrem schnell. Noch vor eineinhalb
Jahren hätte es zum Beispiel
bis zu acht Stunden gedauert, um
eine Stimme nachzumachen. Vor
einem halben Jahr war es eine Stunde,
heute ist es eine Sache von wenigen
Minuten und sehr bald von
Sekunden. Mit einfachen Prompts
aus wenigen Wörtern kann man
heute schon nicht nur Bilder, sondern
ganze Filme erzeugen.
Energisch aber vorsichtig
Für die Industrie bedeutet das:
Man sollte sich dem Thema energisch,
aber vorsichtig nähern und
keine großen Investitionen tätigen,
die morgen schon wieder überholt
sein könnten. Es gibt nicht die eine
goldene Lösung. Im Gegenteil: KI
unterstützt bei Arbeiten, die relativ
„unsexy“ sind. Sie kann etwa
verschiedene Verträge vergleichen,
Gesetzestexte erläutern, prüfen, ob
Projekteinreichungen vollständig
sind, Projekttexte schreiben oder
Produktentwicklungen unterstützen.
Kleine, gezielte Projekte
Ungezieltes Vorgehen sollte man
vermeiden, etwa indem man Mitarbeiter
auffordert, selbst in ihrem
Bereich nach Lösungen zu suchen.
Stattdessen sollte man immer wieder
kleinere, gezielte Projekte aufsetzen,
besonders dort, wo es wiederkehrende
Prozesse gibt, denn auch im eigenen
Bereich lernt KI schnell. Mit
den ersten Erfahrungen wächst die
Zahl solcher Projekte im Unternehmen
von selbst weiter.
Preisverleihung zum
Carton Austria Award
Der Carton Austria Award hat heuer
zum siebenten Mal die besten österreichischen
Faltschachteln auf dem
europäischen Markt ausgezeichnet.
Gemeinsam bedankten sich Horst
Bittermann, Martin Widermann
und Paul Leitner für die großartige
Zusammenarbeit mit dem CASH
Handelsmagazin, die den erfolgreichen
Award unterstützt, sodass
er ein breites Publikum erreicht und
zukünftigen Partnern zeigt, „was
wir können“. Das Publikumsvoting
sowie die Jury des CASH Handelsmagazins
entschieden sich erstmals
in der Geschichte des Awards für
dasselbe Konzept: „Art of Ice“ von
MM Packaging aus Karton von MM
Board and Paper.
Mehr unter: www.procarton.com
32 06/24
Siegerprojekt - Art of Ice.
Hersteller: MM Packaging,
Karton: MM Board and Paper.
Maschinen(t)raumeröffnung
Mitte Oktober hat die Gigant Verpackungstechnik GmbH ihren Maschinen(t)-
raum eröffnet. Dieser Schauraum, bietet Kunden die Möglichkeit Geräte vor
Ort auszubprobieren. Ausgestellt ist auch eine kleine Verpackungsststraße.
GIGANT zeigt damit mögliche Optimierungen der Arbeitsschritte an der Verpackungsstraße
als auch Lösungen für die Entlastung der Mitarbeiter beim
Verpackungsprozess.
GIGANT übernimmt für
Kunden gerne die Umsetzung
verbesserter
Arbeitsplätze. Bei der Eröffnung
wurde auch auf die bald 100-jährige
Erfolgsgeschichte von Gigant
in der Verpackungsbranche
zurückgeblickt.
Bewegungsanalyse
Ebenso gab es News über die
Bewegungsanalyse - mit deren
Hilfe GIGANT seinen Kunden
helfen kann Bewegungsabläufe
in Echtzeit zu erfassen. Unterschiedliche
Bewegungen und
Bewegungsstrategien lassen sich
Geschäftsführer Dr. Roland
Konrad, bei der
Eröffnungsrede
Impressionen von der Eröffnung
nach industriell genutzten Bewertungsverfahren
live darstellen
und bewerten.
Know-how
der HTWK Leipzig
Mit dem Know-how der Wissenschaftler
der Hochschule für
Technik, Wirtschaft und Kultur
Leipzig (HTWK Leipzig)
wurde Ergonomics in Motion
entwickelt – Gigant hat damit
die Möglichkeit Belastungen zu
visualisieren und wirkungsvolle
Lösungen anzubieten. Bei einer
kleinen Stärkung zum Schluß
der Eröffnung konnte noch weiter
über Verpackungsmaterial
und Ladegutsicherung und neue
Lösungen wie die Banderoliermaschine
US-3000 Ad geplaudert
werden.
Mehr unter:
www.gigant.at
VIELFACH
AUSGEZEICHNET
Gewinner Staatspreis
Smart Packaging 2022
www.pawel.at / Tel .: +43 1 602 13 22
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02/24
33
Einfluss des Verpackungstyps und
-designs auf die Restentleerbarkeit
Im Zuge umfassender Nachhaltigkeitsbewertungen von Verpackungen unterschiedlicher
Produktgruppen wurden verbleibende Produktrestmengen nach standardisierter
Entleerung gemessen. Daraus werden Schlüsse auf indirekte Umweltauswirkungen der
Verpackungen gezogen und Optimierungsvorschläge hinsichtlich des Verpackungsdesigns
angesprochen.
Der Verbleib von Produktresten
in Verpackungen
kann zu Unzufriedenheit
bei Konsument*innen führen.
Zum einen resultieren aus den
Rückständen finanzielle Verluste,
zum anderen führt dies zu vermeidbaren
Lebensabfällen und
Umweltauswirkungen. Auch im
Hinblick auf das Recycling der
Verpackungen haben biologische
Rückstände Auswirkungen, da sie
die Detektierbarkeit im Sortierungsprozess
behindern können.
Wertvolle Materialien
können nicht recycelt werden
Dies hat zur Konsequenz, dass
wertvolle Materialien nicht wie
vorgesehen recycelt werden können,
sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit
in der energetischen
Verwertung landen. Des Weiteren
können eingetrocknete und hartnäckige
Rückstände zu Problemen
im Waschprozess führen, wodurch
es bei der Aufbereitung von Rezyklaten
zu verbleibenden Unreinheiten
kommen kann. Dies hat eine
verminderte Rezyklatqualität zur
Folge.
Standardisierte
Methoden zur Entleerung
Im Rahmen früherer Benchmarking-Projekte
zur Evaluierung der
Nachhaltigkeit von Kosmetik- und
Molkereiproduktverpackungen
wurde der Aspekt der Restentleerbarkeit
als Bewertungskriterium
integriert und standardisierte Methoden
zur Entleerung entwickelt.
Die Resultate für Molkereiprodukte
offenbaren Differenzen,
die auf die Gestaltung der Verpackung,
die Art der Verpackung
sowie die Verwendung durch
Konsument*innen zurückzuführen
sind. Im Rahmen der Untersuchungen
wurde die Restentleerbarkeit
von drei unterschiedlich
designten Getränkeverbundkar-
tons sowie einer PET-Flasche für
Buttermilch analysiert.
Sichtbare
Gebrauchshinweise relevant
Nach der Entleerung verblieben
0,88% des Verpackungsinhalts der
PET-Flasche in der Verpackung.
Bei den Getränkeverbundkartons
(GVK) belief sich der Anteil auf
1,01%, 3,88% und 4,06%. Alle genannten
Verpackungen wiesen den
Hinweis für die Verbraucher*innen
auf, die Verpackung vor dem Öffnen
zu schütteln. Dieser Hinweis
wurde bei der Entleerung entsprechend
umgesetzt. Eine weitere Probe
eines GVK wies den genannten
Hinweis nicht auf und entsprach
dem Design der zuvor genannten
Probe, welche nach dem Schütteln
einen Rückstand von 1,01% aufwies.
Die betreffende Probe wies
folglich Rückstände von 4,49%
auf, was die signifikante Relevanz
sichtbarer Gebrauchshinweise für
viskose Produkte unterstreicht.
32% Rückstände
durch ungünstige Form
Ein besonders ungünstig geformter
Joghurtbecher mit einer
Füllmenge von 100 g wies Rückstände
in Höhe von 32% auf. Dies
entspricht einer Umweltbelastung
von 93 g CO 2 -Äquivalenten, die
allein durch Lebensmittelabfälle
verursacht wurden.
Milchprodukte schneiden
besser ab als Kosmetikprodukte
Im Vergleich zu Milchprodukten
weisen Kosmetikprodukte deutlich
höhere Rückstandsmengen auf.
Dies ist in erster Linie auf die Art
der Verpackung sowie das Fließverhalten
der Produkte zurückzuführen.
Bei der Untersuchung von
Handcreme konnten für Tiegel und
Airless-Pumpspender vergleichsweise
gute Werte mit Rückstandsanteilen
von weniger als einem
Prozent festgestellt werden. Bei
Tuben schwanken die Werte zwischen
4% und 20%, wobei eine
Abhängigkeit von der Steifigkeit
des Tubenmantels und der Tubenschulter
zu beobachten ist.
Rückstände im Pumpspender
Eine Flasche wies einen Restinhalt
von circa 25% auf, wobei die
meisten Rückstände in den Pumpspendern
verblieben. Dabei wurde
Autorin: Dipl.-Ing.in Michelle Klein,
BA ist wissenschaftliche Mitarbeiterin
im Fachbereich Verpackungsund
Ressourcenmanagement und
betreut Benchmarkingprojekte. Sie
ist in der Forschung zur Kreislaufwirtschaft
tätig und unterrichtet
zu den Themen Abfallwirtschaft,
Verpackungen und Nachhaltigkeit.
michelle.klein@
fh-campuswien.ac.at
ein Spitzenwert von über 26% gemessen.
Unter Berücksichtigung
publizierter Werte zur Nutzungsmenge
von Handcreme lässt sich
ableiten, dass durchschnittlich bis
zu 13 weitere Anwendungen mit
den verbleibenden Produktrückständen
möglich wären. Für Shampoo
wäre eine durchschnittliche
Anzahl von fünf weiteren Haarwäschen
möglich. Durch eine zuvor
durchgeführte Marktrecherche
konnten diese unverwendeten
Mengen auch in finanzielle Verluste
für Konsument*innen umgerechnet
werden. Für die Restmengen
an Handcreme in Tuben entstehen
dadurch durchschnittliche
Verluste von bis zu 0,75 €, bei
Pumpspendern bis zu 3,81 € und
bei Flaschen sogar bis zu 4,91 €.
Die detaillierten Ergebnisse für
die Restentleerbarkeit von Molkereiprodukten
sind bereits veröffentlicht
und verfügbar unter:
https://doi.org/10.3390/su16156335
34 06/24
VERBAND
Resiliente industrielle Papierverarbeitung
zunehmend unter Druck
Auch in der PROPAK Branche mit ihrer grünen DNA und ihrem enormen Innovationspotenzial
hinterlässt die hartnäckige rezessive Entwicklung auf dem Heimmarkt und in
Europa ihre Spuren. Die industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und
Karton (PROPAK) rechnen nach 2023 (-8,7 Prozent) auch für 2024 mit einem
weiteren Umsatzrückgang in vergleichbarer Größenordnung von rund minus 8 Prozent.
Die Auswertung für das
erste Halbjahr 2024 ergibt
für die PROPAK-Industrie
einen Wert von rund 1,4 Milliarden
Euro – ein Rückgang um 5,2
Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Insbesondere der Verpackungssektor,
der dominierende
Bereich der Branche, verzeichnet
ein Minus von 7,6 Prozent. „PRO-
PAK Unternehmen sind grundsätzlich
resilient, aber die Herausforderungen
sind enorm“, betont PRO-
PAK-Obmann Georg Dieter Fischer.
Als zentrale Probleme erweisen
sich dabei die Kaufzurückhaltung
der Konsumenten, die auf eine erhöhte
Sparquote setzen, und die
europaweite Wirtschaftsschwäche.
„Die Krise im Automotive-Sektor
und die generell rückläufige Nachfrage
im Non-Food-Sektor spiegeln
sich auch im Verpackungsbereich
wider“, so Fischer.
Foto: com_unit_Hoermandinger
Exportorientierte PROPAK
Erschwerend für die stark exportorientierte
PROPAK Industrie mit
einer Quote von 80 Prozent kommt
der starke Rückgang bei den Auslandslieferungen
hinzu – um minus
8,1 Prozent im Wert.
Wirtschaftsstandort
zunehmend unattraktiv
Auch für EcoAustria Direktorin
Monika Köppl-Turyna sind die Herausforderungen
für die Papierverarbeitende
Industrie im internationalen
Wettbewerb enorm. Auf Einladung
von Fachverbandsobmann
Fischer sprach die Wirtschaftsforscherin
kürzlich vor PROPAK
Vertreter:innen und betonte: „Die
Lohnstückkosten haben sich in Österreich
massiv von anderen Ländern
entkoppelt, vor allem durch
die Energiekrise und die steigenden
Löhne. Das führt dazu, dass Kunden
verloren gehen und der Wirtschaftsstandort
für Investitionen
unattraktiv wird.“
Zukunftsorientierte
Arbeitgeber
Die 87 PROPAK-Unternehmen,
vom internationalen Konzern bis
zum traditionsreichen Familienbetrieb,
sind attraktive und zukunftsorientierte
Arbeitgeber. Sie sichern
heimische Arbeitsplätze, bilden
engagierte Fachkräfte aus, stellen
nachhaltige Produkte her und bieten
innovative Dienstleistungen. Im
Durchschnitt macht der Anteil der
Arbeitskosten ein Viertel des Gesamtkostenblocks
aus. Und in den
vergangenen drei Jahren stiegen
die Löhne und Gehälter – trotz der
schwierigen wirtschaftlichen Lage
und der staatlichen Inflationsausgleiche
– in der PROPAK Branche
um über 20 Prozent an. Im Vergleich
dazu waren es bei unserem
größten Handelspartner Deutschland
11 Prozent im selben Zeitraum.
Neue sozialpartnerschaftliche
Heransgehensweise
„Wir brauchen dringend eine neue
sozialpartnerschaftliche Herangehensweise
an die kollektivvertragliche
Lohn- und Gehaltsfindung“,
sagt Fischer. PROPAK-Unternehmen
müssen derzeit um jeden Auftrag
kämpfen und die Entwicklung
der letzten drei Jahre beeinträchtigt
PRODUCTION
LOGISTICS HUB
DER KREIS SCHLIESST SICH.
die preisliche Konkurrenzfähigkeit
massiv. „Aber auch ohne einen
wirtschaftspolitischen Kurswechsel
werden wir aus dem aktuellen Konjunkturtal
nicht wieder herauskommen.
Bürokratieabbau und Lohnnebenkostensenkung
sind hoch an der
Zeit“, appelliert PROPAK-Obmann
Georg Dieter Fischer an die künftige
Bundesregierung.
Mehr unter: www.propak.at
Monika Köppl-Turyna während
ihrem Vortrag bei der
PROPAK Lounge
Produktion und Intralogistik ergänzen sich. Was früher als zwei unterschiedliche
Disziplinen wahrgenommen wurde, wächst immer mehr zusammen. Die Voraussetzung
für eine smarte, vernetzte Produktion. Dafür steht SICK mit seinem
360GradAnsatz zur Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette. So schließt
sich der Kreis – und Produktionslogistik wird smart. Wir finden das intelligent.
www.sick.com/at/de/smartproductionslogistics
06/24
35
GETRÄNKEVERPACKUNGEN
Wurzeln bewahren, Zukunft gestalten
Einst eines der berühmtesten Mineralwässer der Welt, ist Mattoni 1873 längst in
der Gegenwart angekommen. Und gestaltet als größter Vertreiber alkoholfreier
Getränke Mitteleuropas in puncto Kreislauffähigkeit die Zukunft – auch mit
Hilfe von KHS-Hightech.
Das frühere Karlsbad, heute
Karlovy Vary in Tschechien,
gilt als einer der
bekanntesten und traditionsreichsten
Kurorte der Welt. Die Heilwirkung
seiner Quellen ist seit dem 14.
Jahrhundert bekannt. Zu seiner Blütezeit
im 19. und frühen 20. Jahrhundert
prägte Karlsbad zusammen
mit Städten wie Baden-Baden in
Deutschland oder Montecatini Terme
in Italien die Reise- und Kurgesellschaft
Europas. Mit ihrer besonderen
Architektur sowie ihren
sozialen und kulturellen Angeboten
waren sie bedeutende Meilensteine
für die frühe Entwicklung des globalen
Tourismus. Aus gutem Grund
zählt Karlsbad deshalb seit 2021
zum UNESCO-Welterbe der 11
„Bedeutenden Kurstädte Europas“.
Heinrich Mattoni
Einer der berühmtesten Söhne der
Stadt war Heinrich Mattoni, der
1873 mit dem Erwerb des rund 10
Kilometer flussabwärts an der Eger
gelegenen kleinen Heilbades Kyselka
die Wurzeln für den nach ihm
benannten Mineralbrunnen legte.
Mattoni ließ für den Vertrieb seines
Wassers eigens eine Eisenbahnlinie
errichten: 1898 verkaufte er bereits
rund 8 Millionen Flaschen, deren
Etikett er mit dem roten Adler aus
seinem Familienwappen versehen
ließ. Für seine Verdienste wurde der
Unternehmer vom österreichischen
Kaiser in den Adelsstand erhoben.
36 06/24
Die in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältliche
Mattoni-1873-Marke Imuno unterstützt mit Mineralien
und Vitaminen das Immunsystem.
Seit 1991 im Besitz der italienischen
Familie Pasquale, ist
Mattoni 1873, wie die Marke sich
inzwischen nennt, mit 11 Produktionsstandorten
in Tschechien, Ungarn,
Bulgarien, Österreich und
Serbien der größte Vertreiber von
Erfrischungsgetränken in Mitteleuropa.
Dabei setzt das Unternehmen
klar auf Tradition: So hat man in
Kyselka bereits drei vom Verfall
bedrohte Gebäude mit viel Liebe
zum Detail und unter Beachtung
des Denkmalschutzes restaurieren
lassen. In einem ist das Mattoni-
Museum untergebracht. Ein anderes,
das aus dem 19. Jahrhundert
stammende Hotel Praha, wird
heute als Bürogebäude für den
IT-Bereich genutzt. So wie hier alt
und neu zusammengeführt werden,
so zukunftsorientiert präsentiert
sich Mattoni 1873 jenseits allen
Geschichtsbewusstseins: Mehr als
40 Millionen Euro hat der Abfüller
allein in den letzten drei Jahren in
modernste Technologie für seine
Werke investiert.
Unternehmer und
Verbandspräsident
Jüngste Anschaffung ist eine komplette
Dosenlinie von KHS, auf der
erstmals in Tschechien Mineralwasser
in recycelbare Getränkedosen
abgefüllt wird – die zudem bereits
Bis zu 12 Formate und eine enorme Vielfalt unterschiedlicher
Produkte werden auf der KHS-Dosenlinie abgefüllt.
„Den Ausschlag für KHS gab die
Niederlassung vor Ort, die eine
reibungslose Kommunikation
mit unserem Team ermöglichte“,
sagt Lutfia Volfová,
Group-PR-Managerin und
Pressesprecherin Mattoni 1873.
zu rund 70 Prozent aus recyceltem
Aluminium bestehen. „Die neue,
hochmoderne Anlage bereichert unser
Portfolio um die letzte Behälterkategorie,
die uns noch gefehlt hat“,
freut sich Executive President und
Firmeneigentümer Alessandro Pasquale.
„Nun können wir den Markt
für alkoholfreie Getränke mit allen
Arten von Getränkeverpackungen
beliefern. Und wir sind jetzt in
der Lage, den heimischen Markt
einfacher mit Getränken aus dem
lizenzierten Pepsi-Portfolio zu versorgen,
dessen Produkte in Dosen
wir bisher aus dem Ausland transportieren
mussten.“ Pasquale leitet
nicht nur das Familienunternehmen,
er ist zugleich Präsident des Europäischen
Mineralwasserverbands
NMWE. In dieser Eigenschaft
möchte er nicht nur die Getränkeindustrie
Tschechiens, sondern der
gesamten EU kreislauffähig und
nachhaltig machen.
12 verschiedene Formate
Neben dem Dosenfüller Innofill
Can C mit einer Leistung von bis
zu 20.000 Behälter pro Stunde umfasst
die neue KHS-Linie je einen
Palettierer und Depalettierer, eine
Mischanlage sowie einen Tunnelpasteur
und zwei Schrumpfpacker
– mit und ohne Trays. „Insgesamt
werden auf unseren Maschinen bis
zu 12 verschiedene Formate und eine
enorme Vielfalt an unterschiedlichen
Produkten abgefüllt“, betont
Lubomir Neubauer, Area Sales Manager
Tschechien und Slowakei bei
KHS. „Entsprechend haben wir die
Anlage so konfiguriert, dass sie ein
Maximum an Flexibilität bietet. Besonders
der Innofill Can C, der im
Unterschied zum bisher meist eingesetzten
KHS-Hochleistungsfüller
Innofill Can DVD den mittleren
Leistungsbereich abdeckt, ist hier
eine perfekte Wahl.“
Quellen schützen,
Emissionen senken
Produziert werden vor allem aromatisiertes
Mineralwasser der Mattoni-Marken
Imuno, Essence, Multi,
Black und Cedrata sowie Getränke
aus dem Pepsi-Sortiment und von
weiteren lizenzierten Marken, die
bisher ebenfalls zum Beispiel aus
Polen nach Tschechien importiert
werden mussten. Insofern ist die
neue Investition auch ein Fortschritt
in Sachen Nachhaltigkeit, der sich
Mattoni 1873 konsequent verschrieben
hat: Neben dem Schutz
seiner Quellen, die man in ihrer
kristallklaren Reinheit für künftige
Generationen bewahren will, gilt
das Engagement des Getränkeabfüllers
vor allem der Reduzierung
von Emissionen: Vor über 10 Jahren
hat man die damalig eigens
erbaute Bahnlinie restauriert und
damit das Werk Kyselka wieder an
das tschechische Schienennetz angebunden.
Seitdem werden jährlich
bis zu 80.000 Paletten per Güterzug
transportiert, wodurch bisher insgesamt
weit über 20.000 Lkw-Fahrten
eingespart werden konnten – gut
sowohl für die Atmosphäre als auch
für die Verkehrssituation.
An den böhmisch-österreichischen Industriellen Heinrich Mattoni, den
Namensgeber des Mineralwassers aus Kyselka, erinnert dieses Denkmal.
Vollständige Kreislauffähigkeit
Entsprechend des Credos ihres
Chefs richtet die Gruppe ihren Fokus
vor allem auf das Thema Zirkularität:
„Schon lange streben wir
die vollständige Kreislauffähigkeit
all unserer Getränkeverpackungen
an“, erklärt Unternehmenssprecherin
Lutfia Volfová. „Wir verwenden
zum Beispiel Glas-Mehrwegflaschen
und bemühen uns darum,
PET-Flaschen und Getränkedosen
lokal recyceln zu lassen.“ Dazu
passend hat der Abfüller die Initiative
Zálohujme.cz gegründet,
die sich für die Einführung eines
landesweiten Pfandsystems stark
macht und deren Sprecherin Volfová
ebenfalls ist. „Diese Maßnahme
würde das Behälterrecycling erleichtern
und ankurbeln, wodurch
ein Großteil der für die Herstellung
der Primärrohstoffe erforderlichen
Ressourcen wie Energie und Wasser
sowie Kohlenstoffemissionen
eingespart werden könnte.“ Recyceltes
Aluminium ließe sich genauso
wie PET hervorragend als Material
für Getränkeverpackungen
wiederverwenden, findet Volfová:
„Aber damit es in einen Kreislauf
geführt werden kann, müssen wir
eine effiziente Rücknahme sicherstellen.“
Bis dahin liegt noch ein
Stück des Weges vor der Initiative.
Derzeit werden in Tschechien erst 3
von 10 Dosen gesammelt.
Bei den Füllventilen der KHS
Dosenfüller erleichtert die spaltfreie
Tulpenführung mit Teflon-Faltenbälgen
die Reinigung und schützt
so vor Geschmacksübertragung.
Gemeinsame Erfolgsgeschichte
Die Verbindung zwischen Mattoni
1873 und KHS währt bereits
über 30 Jahre: Seit der Übernahme
durch die Pasquales Anfang
der Neunzigerjahre wurde immer
wieder neues Equipment des Dortmunder
Systemanbieters erworben
– von einer Streckblasmaschine für
das Werk in Mähren über Kisters-
Packer in Südböhmen, eine CombiKeg-Linie
für das Mineralwasser
Poděbradka aus Mittelböhmen bis
hin zu einer Flaschenreinigungsmaschine
für den Pepsi-Abfüllbetrieb
in Prag. Seit vielen Jahren erfolgt
zudem ein regelmäßiger enger Austausch,
der sich mit wechselnden
Themen wie technologischen Innovationen,
Veränderungen im Konsumentenverhalten,
Marktentwicklungen
oder Regulierung befasst.
Neben der vertrauensvollen Zusammenarbeit
sowie der positiven Resonanz
vergleichbarer KHS-Referenzprojekte
im Markt gab für den
Neuling im Behältersegment Dose
vor allem die eigene KHS-Niederlassung
vor Ort den Ausschlag, wie
Volfová feststellt: „Sie ermöglichte
uns in jeder Phase der Umsetzung
des Projektes eine aktive Kommunikation
auf allen Ebenen zwischen
unseren Spezialisten und dem Team
von KHS. Es war für uns ein sehr
überzeugendes Argument, dass unsere
Partner im persönlichen Kontakt
jederzeit ganz ohne Sprachbarrieren
schnell reagieren konnten.“
Immerhin umfasst die lokale Präsenz
in Tschechien 18 Mitarbeiter,
die unter anderem das Layouting,
die Montage und generelle Inbetriebnahme
selbst verantworten.
8,2 Millionen Euro
Inklusive aller Nebenkosten für
Umbauten, Erweiterung der Lagerkapazität
und Anschlüsse hat
Mattoni 1873 für die neue Anlage,
die seit 2023 im Dreischichtbetrieb
läuft, mehr als 8,2 Millionen Euro
aufgewendet. „Die Marktbedeutung
in Mitteleuropa und das starke
Wachstum der Gruppe erfordern,
dass wir unsere Produktionskapazitäten
weiter ausbauen und modernisieren.
Die größte Aufmerksamkeit
haben wir in den vergangenen drei
Jahren der Wiege unseres Unternehmens,
der Region Karlsbad und
unserem Werk in Kyselka, gewidmet,
wohin der größte Teil der Mittel
geflossen ist“, sagt Alessandro
Pasquale. Firmengründer Heinrich
Mattoni hätte das sicher gefallen.
Mehr unter: www.khs.com
Für hohe Flexibilität der neuen
Dosenlinie in Kyselka sorgt der
KHS-Füller Innofill Can C, der
den mittleren Leistungsbereich
abdeckt.
Bilder: Frank Reinhold
06/24
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SOFTWARE
Alles im Blick mit dem
SAP EWM Versandcockpit
Mit einem zunehmenden Auftragsvolumen und einer steigenden Anzahl an
Kunden stehen Unternehmen vor der Herausforderung, weiterhin transparent
und attraktiv als Geschäftspartner zu bleiben. Denn Kunden fordern eine
rasche Kommissionierung, Verpackung und Versendung ihrer Produkte, was
mit einer wachsenden Unternehmensgröße zu Prozessschwierigkeiten führt.
Probleme mit dem Versandvolumen
sind meist auf eine
Hauptursache zurückzuführen:
Das Fehlen eines geeigneten
und zentralen Managementsystems
für ausgehende Transporte. Daraus
resultiert für Unternehmen das
Problem, dass ihre Prozesse oftmals
unorganisiert, ineffizient und
zeitaufwändig sind und sie keinen
geordneten Überblick über ihre
Versandprozesse haben. Zudem ist
häufig eine mangelnde Kontrolle der
Lagervorgänge sowie ein erhöhtes
Staurisiko bei der Ausgangsverladung
vorhanden.
Versandcockpit als Lösung
Sobald Unternehmen mehrere Auslieferungsaufträge
planen bzw. ausführen
müssen, ist das SAP EWM
Versandcockpit eine wertvolle Hilfe.
Dieses ist eine Benutzeroberfläche
innerhalb von SAP, welches für die
Erledigungen von Anforderungen
der Frachtfunktionalität entwickelt
wurde und somit die Lücke in der
Planung füllt. Das Versandcockpit
ist eine effiziente Schnittstelle zur
Verwaltung der Ausgangsverarbeitung.
Mit dieser können alle Details
zu Auslieferungen und Transporteinheiten
an einem Ort eingesehen
werden. Dafür bietet SAP die Funktionen
der Planung sowie Umsetzung
innerhalb des Versandcockpits
an. Das System ermöglicht unter anderem
die Funktionalitäten einer Tor
Zuordnung, das Verbuchen der Ankunft
sowie Abfahrt von Transporteinheiten
an Checkpoints und Toren,
das Zuordnen der Bereitstellungszonen
sowie das Anlegen von Wellen.
Des Weiteren ist es möglich, Transporteinheiten
und Siegel zu ändern,
die Zuweisungen von Lieferungen
aufzuheben und Warenausgänge zu
buchen und zu stornieren.
gerte Planung für ihr Transportmanagement
anhand von Suchkriterien
vornehmen. Die übergeordneten
Suchkriterien sind Zeitraum, Lieferung,
Transport, Sonstige. Dabei
gibt es diverse untergeordnete
Kriterien wie bspw.: Lieferdatum,
Ladestelle und Route. Zudem ist
es möglich, nach dem eingegeben
Wert auf unterschiedliche Weise zu
suchen z. B. Lieferdatum – gleich
– eingegebener Wert. In unserem
Beispiel (Bild) wurde das Suchkriterium
“Auslieferungsauftrag unter
Lieferung” genutzt, wobei der Auslieferungsauftrag
eingegeben wird
und mit “suchen” die Auslieferung
in der Ausführungsübersicht angezeigt
wird.
Transporteinheit anlegen
Über die Funktion “TE anlegen”,
können Nutzer eine Transporteinheit
anlegen und hierfür den Frachtführer
das Transportmittel sowie
das Packmittel pflegen, inklusive
der geplanten Ankunftszeit und Abfahrtszeit.
Des Weiteren ist es möglich,
bereits angelegte Transporteinheiten
auszuwählen. Anschließend
wird die ausgewählte Auslieferung
der Transporteinheit mit “Lieferung
zuordnen” hinzugefügt. Nun ist die
Auslieferung in der Hierarchie unter
der Transporteinheit ersichtlich.
Suchkriterien
Mit Versandcockpit – Umsetzung
kann ebenso wie in Versandcockpit
– Planung nach den unterschiedlichen
Suchkriterien gesucht
werden. Hierbei wird erneut der
Auslieferungsauftrag selektiert und
danach gesucht. Dadurch ist in
der Übersicht die zuvor angelegte
Transporteinheit inklusive des Auslieferungsauftrages
ersichtlich. Anschließend
wird ein freies Tor über
“Tor zuordnen” zugewiesen und die
Aktionen werden erfasst. Der Status
je ausgeführter Aktion wechselt von
nicht aktiv auf aktiv und der Zeitraum
der letzten Änderung wird ersichtlich.
Die einzelnen möglichen
Aktionen umfassen zum Beispiel
die Ankunft am Kontrollpunkt und
am Tor, das Beginnen des Ladevorgangs,
die Warenausgangsbuchung
und das Schließen der Transporteinheit
welches das Laden beendet.
Nach Beendigung der letzten Aktion,
Abfahrt vom Kontrollpunkt, wird
der Prozess zu dieser Auslieferung
abgeschlossen.
Systemrelevante
Voraussetzungen
Die Voraussetzung für Unternehmen
zur Nutzung des Versandcockpits
ist die Nutzung von Transporteinheiten
im EWM, wobei die
Transporteinheiten im Embedded
EWM nicht in der Basislizenz enthalten
sind. Die technischen Voraussetzungen
sind die Nutzung des
Netweaver Business Client oder
der Applikation im Fiori Launchpad
sowie eine eingerichtete RFC
Autor: Mario Koller, Associate
Consultant SAP Logistics bei leogistics
(www.leogistics.com)
– Verbindung, zudem ist die Voraussetzung
für die Benutzer, dass diese
mindestens die Berechtigung der
Benutzerrolle /SCWM/SO_CLERK
oder /SCWM/EXPERT haben.
Benefits eines Versandcockpit
Das Versandcockpit ermöglicht
Unternehmen straffere Arbeitsabläufe,
eine vereinfachte Überwachung
und Steuerung von Lagerbewegungen
sowie eine höhere
Produktivität. Daraus resultieren
Vorteile eines optimierten Zeitmanagements,
Kapitalersparnisse und
eine Verringerung der Warte- und
Umschlagzeiten.
Optimale Statusübersicht
Hervorzuheben ist auch, dass das
Versandcockpits eine optimale Statusübersicht
inklusive Ampelsystem
über alle Aktivitäten bietet. Zudem
ermöglicht es das Bearbeiten der
einzelnen Aktionen wie die Ankunft
und Abfahrt am Tor, das Beginnen
des Ladens, das Buchen des Warenausgangs,
das Zuordnen der Bereitstellungszonen
sowie das Anlegen
von Wellen in einem zentralen Tool.
Prozessbeschreibung
Das Versandcockpit kann mit dem
SAP Fiori Launchpad oder dem
Netweaver Business Client genutzt
werden. Unter Versandcockpit – Planung
können Nutzer die vorgela-
38 06/24
AUSZEICHNUNG
Dreifacher Preisreigen für Rondo!
Die Entwicklerteams der Rondo Ganahl AG dürfen sich diesen Herbst über drei
Preise im Rahmen nationaler Wettbewerbe freuen: bei der Verleihung der Wellpappe
Austria Awards 2024 wurde die „Rosé DAC Sortimentsverpackung“ unddie
„APEX Promotionbox“ ausgezeichnet (siehe auch Wellpappe Austria Awards
Bericht in dieser Ausgabe). Und bei den Golden Pixel Awards 2024 der Österreichischen
Druckindustrie wurde die „Protos Integral Helmverpackung“ in der
Kategorie Verpackungen ausgezeichnet.
Bei beiden Awards durfte
das Team von Rondo jubeln.
Unter den 176 Einreichungen
beim Golden Pixel wurde
die „Protos Integral Helmverpackung“
als Sieger in der Kategorie
Verpackungen ausgezeichnet. Für
diese Verpackungslösung wurde eine
Blitzbodenverpackung entworfen,
die bei der Konfektion ergonomisch
optimal von oben bestückt wird. Die
Innenverpackung zur Fixierung des
Helmes ist ein nachhaltiges Inlay
aus Faserguss. Das einfache Öffnen
und Schließen der Verpackung wird
durch eine Einstecklasche ermöglicht,
ganz ohne Klebe- oder Aufreißband.
Zusammenarbeit
aller Mitarbeiter
Die prämierte Mono-Material-
Verpackung ist ein schönes Beispiel
für die umfassenden Kompetenzen
innerhalb der Unternehmensgruppe,
welche durch die enge Zusammenarbeit
aller Mitarbeiter auch
standortübergreifend erfolgreich
verbunden werden. So wurde das
Verpackungskonzept vom Rondo-
Team in Frastanz gemeinsam mit
dem Kunden aus Vorarlberg entwickelt.
Das nachhaltige Inlay aus
Faserguss wird ebenfalls in Frastanz
hergestellt, die Außenverpackung
wird im neuen Digitaldruckzentrum
des Unternehmens in St. Ruprecht
produziert.
Nachhaltiges
Verpackungsmaterial
Auszeichnungen wie der Wellpappe
Austria Award und der Golden
Pixel Award zeigen nicht nur die Bedeutung
und den Mehrwert des nachhaltigen
Verpackungsmaterials für
Industrie, Handel und Konsumenten.
„Drei Awards in rund einer Woche
sind eine großartige Anerkennung
für das Engagement unserer Teams“,
freut sich Stephan Kaar, Geschäftsleiter
des Rondo Wellpappewerks
in Frastanz. Und er ergänzt: „Diese
Auszeichnungen sind für uns eine
Foto: Rondo Ganahl AG
zusätzliche Motivation, weiterhin
maßgeschneiderte, innovative und
effiziente Verpackungslösungen gemeinsam
mit unseren Kunden zu
entwickeln.“
Rondo Ganahl AG
Die Rondo Ganahl AG mit Stammsitz
in Frastanz (Vorarlberg, Österreich)
ist spezialisiert auf die
Herstellung von Wellpappe-Rohpapieren
sowie die Produktion individueller
Außenverpackungen aus
Wellpappe und maßgeschneiderter
Innenverpackungen aus Faserguss.
Die Wurzeln des modernen Industriebetriebes
in Familienbesitz reichen
bis ins Jahr 1797 zurück. An
mehreren Standorten in Österreich
(Vorarlberg, Steiermark und Tirol)
sowie in Deutschland, Ungarn, Rumänien
und der Türkei beschäftigt
Rondo heute mehr als 1.800 Mitarbeiter.
Das Unternehmen fördert den
schonenden Umgang mit Ressourcen
und sammelt, sortiert und presst
selbst Altpapier und Kartonagen als
Rohstoff für die eigenen Wellpappe-
Rohpapiere. So gelingt es Rondo,
den Recyclingkreislauf innerhalb
der Unternehmensgruppe zu schließen.
Mehr unter:
www.rondo-ganahl.com
03/24
39
„Mehrweg-Bouteille“
Das zweijährige Projekt „Österreichische Mehrweg-Bouteille“ mit Beteiligung
des Logistikverbund-Mehrweg (L-MW) arbeitet an der Einführung eines offenen
Mehrwegsystems für 0,75-l-Weinflaschen. Mit der Produktion der ersten
Muster wurde jetzt der erste Meilenstein erreicht.
Mehrweg-Bierflaschen haben
sich im österreichischen
Einzelhandel und
in der Gastronomie längst etabliert.
Mittlerweile werden auch Limonaden,
Milch oder Joghurt immer häufiger
in Mehrweg-Gebinden angeboten.
Nur 0,75-l-Weinflaschen werden
zu einem großen Teil ausschließlich
einmalig befüllt.
Einheitliches System
Die große Vielfalt an Flaschentypen
für die Abfüllung von Wein
macht die Einführung eines einheitlichen
Mehrwegsystems zu einer
großen Herausforderung. Dieser
stellt sich jetzt eine Gruppe aus Experten
für Kreislaufwirtschaft, Verpackungs-
und Mehrwegsysteme,
Weinbau und -handel.
Hohe CO 2 -Emissionen
im Weinbau
Eine kürzlich publizierte Studie zu
den CO 2 -Emissionen im Weinbau
zeigte den hohen Anteil der Verpackungen
an den Gesamtemis¬sionen
der Betriebe auf. Hauptverantwortlich
dafür ist die Einwegglasflasche,
die zwar fleißig gesammelt wird, deren
Einschmelzen aber große Mengen
an Erdgas erfordert.
Umweltschonende
Mehrweg-Bouteillen aus Glas
Glas ist für den Schutz der Weine
ideal und konnte sich bisher gut
gegen Alternativen wie PET oder
Kartonverbund behaupten. Deshalb
geht es der Steuerungsgruppe
darum, keinen anderen Werkstoff,
sondern Glas selbst effizienter einzusetzen.
Nicht nur durch Reduktion
des Flaschengewichts, sondern
auch durch die Kreislaufführung
der Flasche.
Die Projektgruppe „Österreichische
Mehrweg-Bouteille“
In der angesprochenen Steuerungsgruppe
sind neben dem Logistikverbund-Mehrweg
das Österreichische
Ökologie-Institut, Circular Analytics,
das Bundesamt für Wein- &
Obstbau, Biogast und RWA vertreten.
Ihre Kompetenzen sollen in der
Foto: © Vetropack
Zusammenarbeit mit den Winzern
und wichtigen Stakeholdern sicherstellen,
dass am Ende eine optimale
Lösung erzielt wird. Gefördert wird
das Projekt von der Abfallvermeidungsförderung
der Sammel- und
Verwertungssysteme für Verpackungen.
Projekt-Schwerpunkte
und Visionen
Im ersten Arbeitspaket wurden
Empfehlungen für zwei 0,75-l-Flaschen,
eine 1-l-Flasche sowie ein
Anforderungsprofil für eine gemeinsame
6er-Kunststoffkiste erarbeitet.
In den nächsten Arbeitspaketen widmet
man sich den Themen „Vertrieb
& Marketing“ sowie „Logistik &
Spülen“.
Eindeutige Kennzeichnung
Pilot
Da Mehrweg nie nur Verpackung,
sondern ein System mit vielen Akteuren
ist, geht es in der Folge auch
um Investitions- und Poolmanagement,
bevor 2025 im Pilot getestet
werden kann. „In einer sehr heterogenen
Branche ist die Einführung
von Mehrweg-Standardflaschen
eine besondere Herausforderung.
Aktuelle Entwicklungen bei Energiepreisen,
betrieblichen CSR- und
Gesetzesinitiativen helfen aber“, so
Philipp Haderer, Manager des Logistikverbund-Mehrweg.
Projekt-Update: Erste
Musterflaschen produziert
Im August produzierte die Firma
Vetropack in einer kleinen Testreihe
die ersten schlanken, olivgrünen
Rheinwein-Flaschen, die typischerweise
für Weißweine zum Einsatz
kommen.
Robuster als
Einwegvariante
Die Mehrweg (MW)-Flaschen
sind etwas robuster als die Einweg-
Variante gebaut, damit sie 20 Umläufe
bestehen können. Auf der
Flaschenschulter befinden sich vier
Prägungen des österreichischen
Mehrweg-Logos, um die Flasche
eindeutig als Mehrweg-Verpackung
zu identifizieren.
Erkennbarkeit
Konsumenten wie Winzer sollen
die Flasche auf den ersten Blick
als MW-Flasche erkennen können.
Schließlich ist es wichtig, dass die
kostbaren Flaschen nicht beim Altglas
landen, sondern in den Kreislauf
rückgeführt werden. Denn darin
L-MW-Manager Philipp Haderer
übergibt die Musterflasche der
neuen 0,75-l-Mehrweg-Bouteille im
Bioweingut David Harm./Foto: L-MW
liegt der Vorteil der Mehrweg-Variante:
Waschen statt Einschmelzen spart
so viel Energie, dass die Glasflasche
es bezüglich Ökobilanz mit
allen anderen Verpackungsalternativen
aufnehmen kann – mit
bestem Schutz für die Weine und
ohne Littering-Problem.
Innovative Mehrweg-Weinkisten
Passend zur Flasche wurden auch
Empfehlungen für zwei Sechser-
Kunststoffkisten mit Tragegriff abgegeben.
Kisten
Bei den Präsentationen der Kistenhersteller
vor Winzern und Marketing-Experten
konnten sich zwei
Konzepte durchsetzen, die sich mit
innovativen Designideen von den
klassischen Getränkekisten abheben
und auch bei jenen Winzern Interesse
wecken, die Wert auf hochwertige
Präsentation legen, aber aktuell nur
in Weinkartons ausliefern. Bevor es
zum angestrebten Verkaufsstart der
MW-Flaschen im Rahmen des Pilotbetriebs
kommt (Q1 2025), werden
in einer Arbeitsgruppe noch Aspekte
zur Wirtschaftlichkeit und zum
Pool-Management ausgearbeitet.
Mehr unter:
https://www.mehrwegbouteille.at
40 06/24
Innovatives Kistenkonzept von
Robust Plastics mit Designer Bernhard Fink.
Foto: Robust Plastic
AWARDS
Weitere Preise und Auszeichnungen
2024 war selbst für den erfolgsverwöhnten Etiketten- und Verpackungsspezialisten
in Traiskirchen ein außerordentlich gelungenes Jahr: Nach dem Austro
Vin Award, den FINAT-International-Label-Awards, dem Green Packaging Star
Award, der Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens des Landes NÖ für Marzek-
CEO Dr. Johannes Michael Wareka und der Ehrung als „Bestes Familienunternehmen
NÖ“ wurde Marzek Etiketten+Packaging nun auch noch mit dem
Staatspreis „Smart Packaging“ und dem Golden Pixel Award ausgezeichnet.
Mit dem Golden Pixel
Award werden alljährlich
die besten Printprojekte
und -konzepte Österreichs
gewürdigt. Abgesehen von drei
Nominierungen durfte sich Marzek
Etiketten+Packaging über den Golden
Pixel Award in der Kategorie
„Etiketten“ freuen. Das Etikett „Tribun
Edizione Speciale“ für Kaisergarten
Tom Nier KG konnte die Jury
mit seinem ausgefallenen Design und
den höchstprofessionell eingesetzten
Drucktechnologien überzeugen.
So wurden in der Jurybegründung
insbesondere die herausragende
Gold-Heißfolienprägung sowie die
partielle feine Micro-Reliefprägung
in Kombination mit der intensiven
Gravur-Reliefprägung hervorgehoben,
durch die das Design perfekt
in Szene gesetzt wird. „Wir freuen
uns natürlich sehr über den Golden
Pixel Award und danken unserem
Kunden Kaisergarten Tom Nier KG
für die vertrauensvolle und langjährige
Zusammenarbeit. Gemeinsam
gelingt es uns, schöne hochveredelte
Etiketten zu entwickeln, welche
die exquisiten Spitzenweine perfekt
in Szene setzen und somit zum Verkaufserfolg
beitragen“, kommentiert
Dr. Johannes Michael Wareka, CEO
und 4. Marzek-Generation, die Verleihung
des Golden Pixel Awards.
Staatspreis Smart Packaging
Nur wenige Tage zuvor konnte
Marzek Etiketten+Packaging beim
Staatspreis „Smart Packaging“ re-
Foto: KatharinaSchiffl
üssieren. Gemeinsam mit der Linzer
Kreativagentur upart wurde Marzek
Etiketten+Packaging in der Kategorie
„Branding“ für die 20-Jahre-Jubiläumsedition
der Douro Boys ausgezeichnet
und für die Produktion dieses
anspruchsvollen Etiketts gewürdigt
– ein überzeugendes Ergebnis
einer perfekten Zusammenarbeit des
technologisch kompetenten Marzek-
Teams mit Kreativagenturen. Zusätzlich
schafften es auch die Echtholzetiketten
der Etikettenserie für
Eier-, Zirben- und Pfefferminzlikör
von Horvath‘s Spezereyen Kontor in
die Finalistenauswahl.
Erfolge sind Teamwork
Für Dr. Johannes Michael Wareka
zeigen die Auszeichnungen, dass
Marzek Etiketten+Packaging über
Jahre hinweg erstklassige Produkte
liefert, die höchsten Standards ge-
Bei der Preisverleihung
Saropack
Schrumpffolienspezialist Nr.1
recht werden. „Abgesehen von
unseren innovativen Drucktechnologien
verdanken wir diese Erfolge
unserem kompetenten Marzek-
Team, das jedes Projekt mit größter
Sorgfalt und Professionalität durchführt“,
erläutert Dr. Johannes Michael
Wareka und ergänzt: „Letztlich
sind es jedoch unsere Kund:innen
und ihre Agenturen, die diese schönen
Erfolge möglich machen. Dank
ihres Vertrauens sind wir in der Lage,
hochwertige Etiketten-Lösungen zu
entwickeln, die auch kritische Juroren
überzeugen.“
Mehr unter: www.marzek.at
Klimaneutrale Schrumpffolien
Erster Anbieter von klimaneutralen Schrumpffolien
PLUS
Maschinen
Beim Staatspreis „Smart Packaging 2024” kamen die Echtholzetiketten für
Horvath‘s Spezereyen Kontor in der Kategorie „Branding“ in die
Finalistenauswahl. Foto: Marzek Etiketten+Packaging
Saropack Saropack Handels Handels GmbH • GmbH Vorarlberger • Wiedengasse Wirtschaftspark 25 • A-6840 2 • A-6840 Götzis Götzis
Tel 05523 53540 • Fax 05523 53780
UID Nr. ATU 41612108 • FB Nr. 149426w813 085 351
www.saropack.eu
06/24
41
KI
Lebensmittelmaschinen
KI-optimierte Überwachung
Mit Sentinel 5.0, der neuen KI-gesteuerten Fernüberwachungs- und Reporting-
Software von Ishida, können Nahrungsmittelhersteller den Durchsatz und die
Effizienz ihrer Produktions- und Verpackungslinien deutlich steigern. Sentinel
5.0 ist die neueste Generation der bewährten, von Ishida entwickelten Sentinel-
Software.
Sie erlaubt nicht nur die kontinuierliche
Überwachung
der Maschinenleistung, sondern
ermöglicht es den Anwendern
auch, aus den generierten und aufbereiteten
Datenmengen eine intelligentere,
konsolidierte und umfassende
Analyse ihres gesamten Maschinenparks
zu gewinnen – eine
wertvolle Basis für die Processoptimierung.
Industrie 5.0-Konzepte
Basierend auf den Industrie
5.0-Konzepten der Zusammenarbeit
von Mensch und Maschine
gehört die Fähigkeit zu maschinellem
Lernen (ML) zu den zentralen
Funktionen der neuen Ishida-
Software. Sentinel 5.0 kann sowohl
mit Ishida-Maschinen als auch mit
Maschinen anderer Hersteller kommunizieren
und aus den erfassten
Daten „lernen“, wie die Maschine
oder die komplette Produktionslinie
arbeitet. Es kann dann datengetriebene
Leistungsverbesserungen
empfehlen, indem es z. B. den Bediener
auf Maschinen hinweist, die
nicht mit ihrer maximalen Leistung
arbeiten, und die Gründe dafür angeben.
Anlagenleistung steigern
Ian Hodgson, Systems General
Sentinel 5.0 kann sowohl mit Ishida-Maschinen als auch mit Maschinen
anderer Hersteller kommunizieren und aus den erfassten Daten „lernen“,
wie die Maschine oder die komplette Produktionslinie arbeitet.
Manager bei Ishida Europe, erläutert
den Grund für die Entwicklung
von Sentinel 5.0: „Nahrungsmittelhersteller
weltweit suchen immer
nach Mögllchkeiten, die Leistung
ihrer Produktions- und Verpackungsanlagen
weiter zu steigern
und ihre Verfügbarkeit zu erhöhen.
Mit Sentinel 5.0 bieten wir ihnen
ein Tool, das sie dabei unterstützt.
Die Software macht es ihnen leichter
als je zuvor, intelligente Erkenntnisse
aus dem Betrieb von
Maschinen und ganzen Produktionslinien
zu gewinnen. Sie bietet
eine Plattform für eine viel stärker
vernetzte Betrachtungsweise der
Produktion, und mit der integrierten
KI können sie die Leistung der
Maschinen optimieren, ohne dass
die Bediener die Einstellungen ändern
müssten. Das Ergebnis ist ein
verbesserer Durchsatz, weniger
Produktverluste und Abfall und
letztendlich eine effizientere Produktion.“
Probleme selbst beheben
Neben der kontinuierlichen
(Fern-)Überwachung der Produktion
können die Anwender ihre Wäge-,
Verpackungs- und Inspektionssysteme
auch über den Sentinel 5.0
KI-Chatbot befragen, Unregelmäßigkeiten
erkennen und auf diese
Weise auch kleinere Störungen beseitigen.
Die hinterlegten Maschinenhandbücher
und eine aufgrund
des maschinellen Lernens ständig
wachsende Datenbasis schaffen
die Voraussetzung dafür, dass Nahrungsmittelhersteller
Probleme an
ihren Anlagen einfach und aus der
Ferne diagnostizieren und ggfs.
beheben können – ohne Unterstützung
durch den Ishida-Service.
3 Lizenzvarianten
Sentinel 5.0 ist in drei Lizenzvarianten
erhältlich: Standard, Premium
und Premium Plus. Die KI- und
die maschinellen Lernfunktionen
sind bei den beiden letztgenannten
Lizenzstufen verfügbar. Bei allen
neuen Ishida-Maschinen ist Sentinel
5.0 vorinstalliert. Im ersten
Jahr wird kostenlos die Freemium-
Lizenz zur Verfügung gestellt.
KI-technologie
Neben der bahnbrechenden KI-
Technologie bietet Sentinel 5.0
Die Software hilft intelligente Erkenntnisse aus dem Betrieb
von Maschinen und ganzen Produktionslinien zu gewinnen.
42 06/24
Fotos: ISHIDA
Sentinel 5.0 verwendet TLS-verschlüsselte Verbindungen, OAuth 2.0-
Autorisierung und erfüllt die aktuellen Cloud-Sicherheitsstandards
alle bekannten und in hohem Maße
nützlichen Funktionen der Vorgängerversion.
Damit bietet sie
den Lebensmittelherstellern u.a.
auch Sicherheit in Bezug auf die
Einhaltung von Vorschriften und
Maßnahmen der Qualitätskontrolle.
Über Sentinel 5.0 können sowohl
Packungsdaten als auch Röntgen-
I und Kontrollwägedaten in
der Cloud gespeichert werden. So
lassen sich E-Mark- und HACCP-
Vorschriften papierlos einhalten
und Produktchargen digital zurück
verfolgen.
Einfache
Aktualisierung der Software
Die Anwender von Sentinel 5.0
profitieren auch von einer Vielzahl
weiterer Funktionen. Dazu gehören
automatische E-Mail-Berichte, anpassbare
Dashboards und direkter
Zugriff auf die Software von angeschlossenen
Ishida-Maschinen über
Computer und andere intelligente
Geräte. “On-air”-Updates ermöglichen
die einfache Aktualisierung
der Software. Eine weitere praxisgerechte
Funktion ist das Auto-
Backup: Bei einem Ausfall oder
Datenverlust kann der Anwender
die Daten und Einstellungen der
Maschine einfach wiederherstellen.
Für diesen Zeitraum erhalten die
Experten von Ishida über eine sichere
Fernverbindung den Zugang
zur Maschinensteuerung, um eine
Ferndiagnose durchzuführen.
Daten sind das neue Gold
Ian Hodgson: „Daten sind, so
heißt es, das neue Gold. Mit Sentinel
5.0 geben wir Lebensmittelherstellern
die Möglichkeit, diesen
Schatz bestmöglich zu nutzen – zur
Verbesserung von Leistung, Effizienz
und Qualität. Mit der Funktion
des maschinellen Lernens stoßen
wir wirklich in neue Bereiche
vor, und wir erweitern ständig die
Statusübersicht am Handy
Möglichkeiten von Sentinel 5.0.
Mit unserer neuen Software und
unserem Expertenteam können
wir den Nahrungsmittelherstellern
einen echten und großen Zusatznutzen
bieten. Ob es sich um eine
Maschine, das zu verpackende
Produkt oder die Zusammenarbeit
von Mensch und Maschine handelt:
Sentinel 5.0 kann erkennen,
wo es Verbesserungsmöglichkeiten
gibt – und der Anwender kann produktiver,
sicherer und nachhaltiger
arbeiten.“
Ishida
Ishida ist ein weltweit führendes
Unternehmen in der Entwicklung,
Herstellung und Installation von
End-to-End-Wäge-, Verpackungsund
Sicherheitslösungen für die
Lebensmittelindustrie. Ishida unterstützt
die Nahrungsmittelhersteller
darin, den Automatisierungsgrad
in der Produktion zu erhöhen und
Kosten und Ausfallzeiten zu reduzieren,
die Betriebseffizienz zu erhöhen
und dauerhaft wirtschaftlich
zu produzieren.
Mehr als 100.000 Maschinen
und Anlagen installiert
Mit einer weltweit installierten
Basis von weit mehr als 100.000
Maschinen und Anlagen, die eine
große Anzahl von Anwendungen
und Endmärkten abdecken, ist das
Unternehmen der unangefochtene
Weltmarktführer für Mehrkopfwaagen
und einer der weltweit führenden
Anbieter von Schlauchbeutelmaschinen
für Snacks, Röntgeninspektionssystemen,
Kontrollwaagen,
Sortiermaschinen, Traysealern,
Leckdetektoren und Industrie
5.0-Lösungen.
Mehr unter: https://
www.ishidaeurope.com/de/
produkte/software/software/
sentinel-5/
Die Lizenz zum Recycling.
Wir Wir sammeln und und recyceln rund rund 260.000 Tonnen Altglas pro pro Jahr. Jahr.
Wir Wir tun tun dies dies nach nach höchsten Umweltstandards und und sozialen Benchmarks.
Das Das ist ist Circular Economy mit mit Mehrwert.
06/24
43
TECHNIK
Inline-Etikettieren:
„Konstruktiv und technisch wegweisend“
44 06/24
Mit einer Faltschachtel-Klebemaschine von BAHMÜLLER lassen sich
erstmals an zwei beliebigen Seiten Faltschachteln aus Wellpappe inline
etikettieren. Ein aufwändiger zweiter Prozessschritt beim Verpackungshersteller,
einem externen Dienstleister oder manuelles Handling werden
damit überflüssig. Die einzigartige Modularität des Etikettierers HERMA 500
sorgt dabei für nahtlose Integration und hohe Prozesssicherheit.
Hochautomatisierte und effiziente
Inline-Prozesse
spielen eine herausragende
Rolle, wenn Verpackungshersteller
und Anwender der gefertigten
Faltschachteln weiter wachsen wollen.
BAHMÜLLER, international
technologieführender Anbieter von
Wellpappe-Verarbeitungssystemen,
hat deshalb jetzt in Kooperation mit
HERMA eine neue Lösung entwickelt:
die weltweit wahrscheinlich
erste in Serie gebaute Faltschachtel-
Klebemaschine, die in der Lage ist,
Faltschachteln aus Wellpappe an
zwei beliebigen Stellen inline zu etikettieren.
Zwei leistungsstarke Etikettierer
Möglich machen es zwei leistungsstarke
Etikettierer vom Typ HERMA
500, die nahtlos in eine sogenannte
Faltschachtelklebemaschine der
Marke TURBOX aus dem Hause
BAHMÜLLER integriert wurden
und auch über das zentrale HMI der
TURBOX gesteuert werden. Zwei
TURBOX mit HERMA Etikettenspender
sind bereits bei einem
BAHMÜLLER Kunden in Norddeutschland
erfolgreich im Einsatz.
Weltweit sind derzeit etwa 180
TURBOX-Systeme installiert. „Im
Markt wächst der Bedarf an Etikettierlösungen
für Wellpappe-Kartons“,
sagt Michael Donnert, Senior
Sales Manager bei BAHMÜLLER.
Immer mehr
Standardausstattung
„Chargen-Nr., Haltbarkeitsdaten
und Sicherheitscodes gehören immer
mehr zur Standardausstattung,
die Verwender von Faltschachteln
ihren Lieferanten vorschreiben.“
Bislang werden die nicht aufgerichteten
Faltschachteln oft noch in
einem zweiten, aufwändigen Prozessschritt
auf einer gesonderten Linie
oder bei einem externen Dienstleister
etikettiert, mitunter sogar
manuell. „Wir schließen also mit
der Vollintegration der Etikettierer
in unsere TURBOX eine Lücke in
Sachen zukunftsweisende Inline-
Fotos: BAHMÜLLER
Zwei HERMA 500 Etikettierer sorgen für prozesssicheres
Inline-Etikettieren von Wellpappe-Verpackungen in
einer Faltschachtel-Klebemaschine von BAHMÜLLER.
Prozesse“, so Donnert. „Anwender
erhalten dafür nun eine Konstruktion
aus einem Guss, für die BAH-
MÜLLER der Komplettanbieter ist.
Mit der Einbindung von zwei HER-
MA 500 ist dafür eine konstruktiv
und anwendungstechnisch wegweisende
Lösung gelungen.“ Eine
Kennzeichnung mit Etiketten ist bei
Faltschachtel-Verwendern deshalb
so begehrt, weil sich Codes auf weißen
Etiketten besonders kontraststark
drucken und auslesen lassen.
Für das automatisierte Handling der
später befüllten Kartons sind die Etiketten
auf zwei Seiten ein deutliches
Plus: Beim Stapeln auf Paletten ist
auf diese Weise besser gewährleistet,
dass mindestens ein Etikett sichtbar
bleibt.
Ideal auch für fortlaufend
nummerierte Etiketten
Um Etiketten auf zwei Seiten anbringen
zu können, griffen die Spezialisten
von BAHMÜLLER und
HERMA zu einem Kniff: Die Etikettierer
wurden gleich nach dem Anle-
ger integriert. „Damit erreichen wir
maximale Flexibilität und können
beide Etiketten von unten aufbringen.
Denn ist der Bogen erst einmal
gefaltet, wird es nahezu unmöglich,
inline effizient zwei Seiten zu etikettieren,
erst recht, wenn es sich um
gegenüberliegende Seiten handelt“,
erklärt Donnert. Ein Verifikationssystem
sorgt innerhalb der TURBOX
dafür, dass nicht oder fehlerhaft etikettierte
Bögen zuverlässig ausgeschleust
werden und nicht im Stapel
der ausgelieferten Produkte landen.
Für den Fall, dass fortlaufend nummerierte
Etiketten eingesetzt werden,
können die Etikettierer miteinander
kommunizieren und ein Stoppsignal
generieren, sollte links oder rechts
ein Aussetzer vorkommen.
„Die Zukunft gehört dem
flexiblen Inline-Etikettieren“
Um die Etikettierer zu integrieren,
wurde die TURBOX ein Stückweit
umkonstruiert. So wurden beispielsweise
die Transportriemen verlängert
und Kabelschleppen integriert.
Dennoch war der zur Verfügung
stehende Bauraum auf beiden Seiten
sehr begrenzt. „Der HERMA 500 ist
prädestiniert für solche kniffligen
Anwendungen“, sagt Richard Birk,
Vertriebsspezialist bei HERMA.
„Weil er ebenso wie die TURBOX
modulartig aufgebaut ist, ist er einzigartig
flexibel. So waren wir in der
Lage, Zentraleinheit, Spendekante,
Abwickler und Aufwickler so individuell
zu verbauen, wie es der Platz
zulässt, und erzielen dennoch maximale
Prozesssicherheit.“
Bis zu 250 Etiketten/Minute
Dabei erlaubt der HERMA 500
hohe Geschwindigkeiten von bis zu
250 Etiketten pro Minute. Weil sich
die Etikettenrollen bei diesem Tempo
rasch leeren und alle 15 bis 20
Minuten gewechselt werden müssen,
sind die beiden Etikettierer auf speziellen
Schienen montiert, auf denen
sie sich schnell aus der TURBOX
herausziehen lassen. Zu diesem
Zweck wurden auch die Spendekanten
konstruktiv angepasst: Mit Hilfe
eines Hebels lassen sie sich herunterklappen
bzw. nach dem Rollentausch
wieder präzise in der Originalposition
fixieren. So kann ein
Bediener sicher, schnell und bequem
die Rollen wechseln. Stellräder mit
Skalenanzeigen ermöglichen eine
Feinjustage, sollte diese erforderlich
sein. Auf der Grundplatte kann man
den Etikettierer noch einmal um 10
Zentimeter nach vorne und hinten
verschieben. „Damit kann man alle
Positionierungswünsche der Endkunden
abdecken“, sagt Michael
Donnert von BAHMÜLLER. „Diese
TURBOX mit den beiden HER-
MA 500 zeigt: Die Zukunft bei der
Wellpappe-Verarbeitung gehört dem
flexiblen Inline-Etikettieren.“
Mehr unter:
www.herma-etikettierer.at
Die TURBOX von BAHMÜLLER ist die
weltweit wahrscheinlich erste in Serie
gebaute Faltschachtel-Klebemaschine, die
optional in der Lage ist, Faltschachteln
aus Wellpappe an zwei beliebigen gegenüberliegenden
Stellen inline zu etikettieren.
WD-Dosenserie mit Schraub- und Prelldeckel
Entwickelt für höchste Ansprüche
Die Weithalsdosenserie der GFV Verschlusstechnik findet in vielen unterschiedlichen
Einsatzgebieten Verwendung. Sehr gut geeignet sind Weithalsdosen
für Anwendungen in den Branchen Chemie, Pharmazie, Kosmetik,
Nahrungsergänzung sowie in Laboratorien und für Schmiermittel. Die versiegelungsfähige
rundzylindrische Dosenserie ist dabei als sichere Verpackung
von Pulvern, Tabletten, Granulaten, Pasten und Flüssigkeiten flexibel einsetzbar.
NEWS
Erhältlich sind die Dosen mit
Schraub- oder Prelldeckel
mit Originalitätssicherung in
verschiedenen Volumina von 500ml
bis 1.300ml. Für einen umweltfreundlichen
und ressourcenschonenden
Rohstoffkreislauf stellen wir
alle Dosen aus recyclingfähigem Polyethylen
(PE) und auf Wunsch aus
bereits recyceltem PE her. Durch
das verwendete PE weisen die Dosen
eine hohe Fall- und Schlagfestigkeit
aus. Zusätzlich zeichnet sich
die GFV WD-Dosenserie durch eine
hohe Flüssigkeitsdichtheit sowie eine
sehr gute Restentleerbarkeit aus.
Den individuellen Markenauftritt
auf den Dosen dekoriert GFV Verschlusstechnik
gerne nach Kundenwünschen
im In-Mould-Label Verfahren
(IML) ab Werk.
Saier-Gruppe
Die SAIER Gruppe ist eine innovative
und werteorientierte Familienunternehmensgruppe
der
Verpackungsindustrie. Die Gesellschaften
SAIER Verpackungstechnik,
GFV Verschlusstechnik, E+E
Verpackungstechnik und SAIER
Management beschäftigen über
400 Mitarbeitende an den Standor-
ten Alpirsbach und Jettingen. Die
einzelnen Unternehmen haben sich
jeweils auf die Herstellung unterschiedlicher
Kunststoffpackmittel
mit den dazugehörigen Produktions-,
Dekorations-, Logistik- und
Dienstleistungsprozessen spezialisiert.
Die SAIER Gruppe gehört
zu den bedeutendsten Anbietern
von Kunststoffverpackungen in
Deutschland und Europa. Die
Kunden aus der Lebensmittel-,
Reinigungs-, Bau- und Bauzuliefer-,
Chemie-, Pharma-, Kosmetik-,
Medizin- oder Automobilzulieferbranche
profitieren sowohl vom
umfassenden Spezialfachwissen
der einzelnen Firmen, aber auch
von der Möglichkeit, firmen- und
prozessübergreifende Verpackungslösungen
von der SAIER Gruppe
entwickeln zu lassen. Für nachhaltige
Produktauslegungen und deren
kontinuierliche Weiterentwicklung
sind unsere Häuser gleichermaßen
bekannt, wie für eine kompromisslose
Ausrichtung auf neueste Fertigungstechnologien
und –prozesse
sowie höchste Hygienestandards.
Mehr unter:
www.saier-gruppe.de
Weithalsdosen mit Schraub- und
Prelldeckel von GFV Verschlusstechnik
L A S T M I N U T E
Starlinger erwirbt Gewebesparte von
Windmöller & Hölscher
Die österreichische Starlinger & Co Gesellschaft m.b.H. übernimmt
die Sparte Gewebte Verpackungen des deutschen Maschinenbauers
Windmöller & Hölscher (W&H), Lengerich/Deutschland,
sowie das auf Gewebe spezialisierte Tochterunternehmen
„W&H Machinery GmbH“ mit Sitz in Wien.
Starlinger baut hiermit seine weltweit führende Stellung als Hersteller
von Maschinen und Anlagen zur Herstellung von gewebten
Kunststoffverpackungen weiter aus. Die Integration der damit
verbundenen Technologien birgt erhebliches Potenzial für
Synergieeffekte in Technik, Service und Vertrieb.
Foto: Starlinger
Mehr unter: www.starlinger.com
06/24
45
GETRÄNKEVERPACKUNGEN
High-Tech im Tank
Wenn es um Lösungen im Bereich flexibler Flüssigkeitsverpackungen geht,
gehört Tesseraux zu den ersten Ansprechpartnern. Das Unternehmen gehört mit
Rhein-Plast, NITTEL, Liner Factory, und Protective Lining innerhalb der Ringmetall-Gruppe
zur Industrial Packaging Liner Business Unit. Tesseraux präsentierte
sich während der diesjährigen BrauBeviale den Besuchern am Gemeinschaftsstand
mit der Firma Dinkhauser, NITTEL und Liner Factory. Gezeigt
wurde hier unter anderem das breit gefächerte Angebot an kundenindividuellen
Bag-in-Box-Lösungen. Um der Dynamik im Markt auch weiterhin gerecht zu
werden investierte das Unternehmen in zwei neue Produktionsanlagen.
Bag in Box
Mit der größten Eizelinvestition
in einen Standort
innerhalb der Ringmetallgruppe
investierte Tesseraux
in die Prozessoptimierung. Frank
Hofer/COO Tesseraux/CTO Industrial
Packaging Liner: „Wir sehen
immer mehr neue Bereiche für
Bag in Box-Anwendungen. Gerade
durch die akutellen Diskussionen
im Bereich Kunststoffkanister,
Nachhaltigkeit bieten unsere Produkte
die platzsparend angeliefert
und nach Entleerung ebenso wieder
retouniert werden können die ideale
Lösung.“ Mit den zwei neuen
Anlagen können wir noch rascher
auf die Bedürfnisse des Marktes
reagieren.“
Blick in die Produktionshalle mit den zwei neuen Anlagen
(rechts oben ist die gleiche Anlage mit vier Bahnen)
Bag in Box Verpackungen
Prinzipiell bieten die individuell
gestaltbaren Bag-in-Box-Verpackungen
Markenartiklern nicht nur
die Chance ein anwender- und umweltfreundliches
Produkt zu liefern,
sondern haben einen weiteren Vorteil:
Durch die großen und geraden
bedruckbaren Flächen bietet sich
viel Platz für Design, Bildsprache
und Verkaufsbotschaften. Hier können
sich Marketingabteilungen „so
richtig austoben“. Insbesondere in
Frankreich hat sich diese Art der
Getränkeverpackung in fast allen
Bereichen längst durchgesetzt: Von
Trinkwasser, Fruchtsäften und Konzentraten
über Molkereiprodukte,
Speiseöle oder Flüssigei bis hin zu
chemischen Produkten - vieles wird
hier mittlerweile quadratisch und
praktisch in der Box verpackt.
Wachstumsmarkt
Deswegen sprechen wir hier auch
in der heutigen Zeit noch von einem
Wachstumsmarkt (7-10%). Für
kleinere Gebinde gibt es Lösungen
von 1,5 Liter bis 20 Liter.
Über die Ringmetall Gruppe
Imagewandel
Hatte diese Lösung lange kein
besonderes positives Image, so entspricht
die längere Haltbarkeit, das
einfache Handling und die umweltfreundliche,
recyclingfähige Verpackung
genau dem heutigen Zeitgeist.
Auch hochwertige Produkte
werden mittlerweile so verpackt.
Bier
Die Inliner kommen aber auch
bei größeren Gebinden zum Einsatz.
In der Industrial Packaging
Liner Business Unit gibt es Lösungen
für 200, 500 bis 1.000 Liter.
Auf der Messe wurden natürlich
besonders die Inliner für die Brauindustrie
(NITTEL und Liner Factory-
Biertank-Innenhüllen sind
aus speziell für die Bierindustrie
entworfenen Materialien für die
optimale Lagerung in Lagertanks
hergestellt) mit 200 bis 1.000 Liter
von Interesse sein. Die Beutel
können prinzipiell bei aseptischer
und nicht aseptischer Abfüllung
verwendet werden. Bei der Verwendung
von Biertank-Innenhüllen
(bis 5.000 Liter) entfällt für
Anwender die Entkeimung der
Tanks. Neben der Einsparung der
Reinigung ist die längere Haltbarkeit
des Biers ein entscheidender
Vorteil.
100% Recyclingfähig
Die Innenhülle hält den Sauerstoff
vom Füllgut fern und kollabiert
mit Entleerung. Alle Lösungen
sind zu 100% recyclingfähig
und auf Wunsch auch PA-frei.
Zu den Innenhüllen und Einsätzen
werden die passenden Ausgießer
und Verschluss-Systeme angeboten.
Mehr unter:
www.tesseraux.de
Ringmetall ist ein international führender Spezialanbieter für Industrieverpackungen (Industrial Packaging).
Das Unternehmen produziert hochsichere Verschlusssysteme und Innenhüllen für Industriefässer für die chemische,
pharmazeutische und die lebensmittelverarbeitende Industrie. Darüber hinaus bietet Ringmetall innovative Verpackungslösungen
für die Getränkeindustrie an.
Mit Produkten, die zu einem hohen Anteil recyclebar sind, leistet das Unternehmen einen Beitrag zur Stärkung der
Kreislaufwirtschaft und der Nachhaltigkeit seiner Endkunden. Neben der Konzernzentrale in München ist die Unternehmensgruppe
mit weltweiten Produktions- und Vertriebsniederlassungen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, der
Türkei, den Niederlanden sowie China und den USA vertreten. 2023 erwirtschaftete Ringmetall mit 867 Mitarbeitenden einen
Konzernumsatz von 181,6 Millionen Euro.
46 06/24
Mehr unter: www.ringmetall.de
CONTAINMENT
Die Containmentspezialisten
Wenn es um Lösungen im Bereich flexibler Flüssigkeitsverpackungen oder der
Pulverabüllung geht, gehört die Industrial Packaging Liner Business Unit der
Ringmetall-Gruppe zu den europäischen Top-Anbietern. Im Containmentbereich
gehörte ein langjähriger Kunde der Rhein-Plast (die zu dieser Business-Unit
gehört) Walter Fücker mit seiner Firma IDF zu den führenden Unternehmen.
Vor rund einem Jahr beschlossen die zwei Partner zusammenzugehen, um
gemeinsam ihre Industriedienstleistungen anbieten zu können. IDF ist jetzt Teil
der Rhein-Plast geworden.
Firmengebäude mit Reinräumen
Gerade Kunden in der Feinchemie
und der Pharmazie
schätzen die jahrzehntelange
Erfahrung im Bereich der
staubfreien Abfüllung in flexibel
spezifizierten Folien. Um den hohen
Ansprüchen gerecht zu werden
sind auch drei Reinräume vorhanden.
Rhein-Plast bietet damit, mit
ihren Containment Packmitteln, das
optimale Produkt zur Erfüllung der
streng kontrollierten Bedingungen
aus der REACH Verordnung bis zur
OEB-Klasse 6. Das Unternehmen ist
auch DIN EN ISO 9001 zertifiziert.
Was ist eigentlich Containment?
Containment kommt aus dem
Englischen und bedeutet „Eindämmung“.
Im Kontext der Chemie-,
Pharma- und Lebensmittelindustrie
spricht man von Containment, wenn
es um die „Eindämmung“ bestimmter
Stoffe geht. Mit dieser Eindämmung
werden zwei wesentliche
Ziele erreicht: Produkt- und Personenschutz.
Produktschutz bedeutet,
dass das Produkt (zum Beispiel ein
Wirkstoff in der Pharmaindustrie)
vor Verunreinigung durch Fremdstoffe
aus der Umgebung geschützt
werden soll. Da es sich in den oben
genannten Branchen oft um gefährliche
Substanzen handelt, ist der
Personenschutz mindestens in gleichem
Maße von Bedeutung. Das
Entweichen dieser Substanzen aus
dem Produktionsprozess muss daher
verhindert werden.
Blick in die Produktionshalle mit den zwei neuen Anlagen
(rechts oben ist die gleiche Anlage mit vier Bahnen)
Containmentbereich - die richtige Lösunng für die Umwelt (Bild
rechts oben: gearbeitet wird auch in drei Reinräumen)
EU-Verordnung: REACH
Am 1. Juni 2007 ist die sogenannte
REACH-Verordnung in Kraft getreten.
Mit ihr sollen der Mensch und
die Umwelt vor Risiken durch Chemikalien
geschützt und gleichzeitig
die Wettbewerbsfähigkeit der chemischen
Industrie in der EU erhöht
werden. Die wesentliche Regelung
besteht darin, dass die Herstellung
oder der EU-Import von Chemikalien
ab einer Tonne pro Jahr (1 t/a)
registrierungspflichtig sind. Diese
Registrierung bedeutet für die Unternehmen
nicht nur Aufwand, sondern
auch Kosten. Für Zwischenprodukte
gilt jedoch eine Ausnahmeregelung,
sodass für diese unter
streng kontrollierten Bedingungen
eine weniger aufwändige Registrierung
mit deutlich geringeren Kosten
möglich ist.
Optimale Lösung
Die Rhein-Plast bietet hierfür mit
ihren Containment-Lösungen das
optimale Produkt zur Erfüllung der
REACH-Verordnung. Durch den hohen
Personen- sowie Produktschutz
(siehe Begriff „Containment“) können
die Kriterien für die streng kontrollierten
Bedingungen erfüllt werden,
sodass der Registrierungsprozess
für sie deutlich erschwinglicher
ist. „Unsere Containment-Lösungen
sind dabei hochflexibel und können
Ihren individuellen Anforderungen
angepasst werden. Wir ermöglichen
Containment in Ihren Abfüllprozessen
durch sogenannte Containment-
Packmittel. Diese erzeugen nicht nur
Zeitersparnisse in Ihrem Produktionsprozess,
sondern sind gleichzeitig
in diversen Bereichen umweltfreundlicher
als Alternativprodukte
wie zum Beispiel Edelstahlbehälter“,
erklärt Walter Fücker.
Endlosschlauch
Gearbeitet wird in diesem Bereich
mit Endlosschläuchen. Für höchste
Ansprüche an Qualität, Sicherheit
und Dichtheit einer Verpackung ist
die Art der Verschluss-Technologie
ausschlaggebend. Oft ist das thermische
Verschließen die richtige
Lösung. Wichtig in diesem heiklen
Bereich ist auch eine perfekte Dokumentation.
„Hier heben wir uns
sicher oft von den Mitbewerbern
ab“, so Fücker. Dies bestätigen auch
Fachkräfte aus dem Bereich Qualitätsssicherung
namhafter Unternehmen,
denen auch die geringstmögliche
Belastung ihrer Mitarbeiter
wichtig ist. Deswegen kommen hier
nur Top-Inliner zum Einsatz, durch
die nichts immigriert.
Maschinengängig
Die Packmittellösungen von
Rhein-Plast können auf allen gängigen
Anlagen von Maschinenherstellern
gefahren werden. Die Packmittel
werden jeweils kunden- und
anlagenspezifisch konfektioniert.
Spezialausführungen nach Kundenwünschen
sind möglich. Dazu gehören
auch individuelle Faltarten und
Markierungen. Rhein-Plast will sich
auch hier noch weiterentwickeln
- so wird gerade an einer vollautomatischen
Lösung für die Chemie
gearbeitet – ebenso wie an einem
eigenen Verschluss-System.
Containment-Liner
Containment Liner sind in der
Regel aus robusten, chemikalienbeständigen
Materialien, wie Polyethylen
oder PVC, gefertigt und
sind in unterschiedlichen Größen
und Stärken verfügbar. Mittlerweile
kommen diese Liner auch in der
Lebensmittel- und Pflanzenschutzbranche
zum Einsatz. Sie sind nicht
nur beliebt, da sie es den Anwendern
ermöglichen, einfach die Erfüllung
der REACH-Verordnung
zu erreichen, sondern auch, da es
eine signifikante Zeitersparnis in der
Fertigung mittels geringer Prozesstätigkeiten
sowie geringe Arbeits-,
Lager- und Materialkosten durch
niedriges Gewicht und kompaktes
Volumen gibt. Weniger Wartungsaufwand
und Wasserverschmutzung
durch den Entfall des Reinigungsprozesses
liegen auf der Hand. Die
hohe Umweltfreundlichkeit im Vergleich
zu Alternativprodukten wie
Edelstahlbehältern ist ebenfalls ein
oft genannter Verwendungsgrund.
Mehr unter:
www.rhein-plast.de
06/24
47
NEWS
Neue Extrusionsanlage
Mondi nimmt in Štĕtí eine neue Extrusionsanlage in Betrieb, um die wachsende
Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungslösungen zu decken. Die Inbetriebnahme
führt zu einer deutlichen Steigerung der Produktionskapazität von
recycelbaren FunctionalBarrier Papers und anderen stark beschichteten Papieren.
Die Investition umfasst eine Extrusionsanlage, ein neues Produktionsgebäude
und modernste Beschichtungs- und Schneidemaschinen.
Mondi hat die Inbetriebnahme
seiner neuen Extrusionsanlage
in Mondi
Coating Štĕti (Tschechische Republik)
angekündigt. Dies ist ein weiterer
Meilenstein im Engagement
der Gruppe, Kunden bei der Umstellung
auf nachhaltige Lösungen
zu unterstützen.
Anwendungen
Die Extrusionsanlage ist Teil einer
umfassenderen Investition, die ein
neues Produktionsgebäude mit modernsten
Maschinen einschließlich
Beschichtungs- und Schneideanlagen
umfasst. Die Investition erweitert
die Produktion von Functional-
Barrier Paper und anderen hochwertigen
beschichteten Papieren, die
papierbasierte Lösungen mit kundenspezifischen
Barriereeigenschaften
anbieten. Die Anwendungen
reichen von Verpackungen für Lebensmittel
und Non-Food-Produkte
bis hin zu industriellen Lösungen
wie Kartonauskleidungen für Vollpappe
und Barriereauskleidungen
für Wellpappenverpackungen. Als
Foto: Mondi
Teil des re/cycle-Portfolios von
Mondi bietet die innovative Reihe
der FunctionalBarrier Papers Verpackungslösungen,
die in bestehenden
Papierabfallströmen in ganz Europa
recycelt werden können.
Kunden am Weg zur
Nachhaltigkeit unterstützen
Marko Schuster, COO Functional
Paper & Films bei Mondi, sagt:
„Die Inbetriebnahme unserer neuen
Extrusionsanlage in Štětí spiegelt
das Engagement von Mondi wider,
Kunden auf ihrem Weg zur Nachhaltigkeit
zu unterstützen. Sie trägt
außerdem dazu bei, unsere eigenen
MAP2030-Verpflichtungen zu erfüllen,
indem innovative Verpackungsund
Papierlösungen entwickelt werden,
die Materialien im Kreislauf
halten und Abfall vermeiden. Wir
freuen uns darauf, weiterhin eng mit
unseren Kunden zusammenzuarbeiten
und zu einer Kreislaufwirtschaft
beizutragen.“
Mehr unter:
www.mondigroup.com
Präzises Arbeiten auch unter Zeitdruck
Rhenus Road Freight hat im Juli 2024 in Nürnberg nach einem Jahr Bauzeit
eine neue Logistikanlage mit Umschlag- und Lagerhalle in Betrieb genommen.
Termin-gerecht zum Einzug in den Neubau lieferte und montierte die ONK
GmbH die komplette Beschilderung für Halle und Außenbereich.
48
Die neue Logistikanlage
erstreckt sich über 8.000
Quadratmeter und bietet
Platz für mehr als 5.000 Paletten in
einer Hochregalanlage. Die 3.500
Quadratmeter große Umschlaghalle
ermöglicht eine lückenlose
Distribution von Stückgütern in
das nationale sowie in das eigene
internationale Netzwerk von
Rhenus. „Da das neue Gebäude an
das bestehende Hochregallager der
Rhenus Warehousing Solutions
grenzt, profitieren Kunden von
einem optimalen Ineinandergrei-
06/24
fen verschiedener Prozesse“, sagt
Tobias Weyermann, Produktionsleitung
bei Rhenus Freight Logistics
GmbH & Co. KG.
2000 Mehrebenenetiketten
Für den Lagerbereich hat ONK
schließlich verschiedene Schilder-
und Etikettentypen mit dem
passenden Befestigungsmaterial
geliefert und montiert. An den Regalzeilen
bzw. Gängen inklusive
der Durchfahrten im Palettenregalbereich
kommen Schilder aus
PVC-Hartschaum mit Rhenus-Logo
zum Einsatz. An den Regalen
selbst dienen knapp 2.000 selbstklebende
Mehrebenenetiketten aus
Kunststofffolie der Orientierung:
Verschiedene Farben geben die
Lagerebenen an, Pfeile die Höhenpositionen.
Ergänzt wird die
Beschilderung im Palettenlager
durch mehr als hundert mehrfarbige
Man-down-Etiketten auf den
Stehern der Palettenregale.
Mehr unter: https://onk.de
Auf den Stehern der Palettenregale wurden mehr als 100 mehrfarbige
Man-down-Etiketten angebracht. Sie ermöglichen es Kommissionierern,
auch höher gelegene Stellplätze vom Boden aus zu scannen.
Für eine schnelle und fehlerfreie Zuord-nung der Ebene hat jede
einen individuellen Farbcode./ Foto: Rhenus Logistics
06/24
49
Nachhaltige Verpackung im Kampf
gegen Lebensmittelverschwendung
Vom 2. bis 5. Februar 2025 findet mit der ProSweets Cologne und ISM die „Sweet
Week“ statt und bringt Süßwaren- und Snackproduzenten mit Zulieferern zusammen.
Die ProSweets Cologne ist die erste Adresse für alle Süßwaren- und Snackproduzenten,
die ihre Verpackungsprozesse umweltfreundlicher, wirtschaftlicher und damit zeitgemäß
gestalten wollen. Rund 250 Aussteller informieren vor Ort auf dem Kölner
Messegelände über ihr Produktportfolio in diesem Bereich.
Von Hartkaramell, Gummibärchen,
Schokolade und
Lakritz bis hin zu Bierbrezeln,
glutenfreien, veganen und
fettreduzierten Knabbererzeugnissen
– der heutige Süßwaren- und
Snackmarkt ist so vielfältig, wie die
Trends, die ihn treiben. Auch abseits
der wichtigsten Saisonanlässe
wie Karneval, Ostern, Halloween
oder Weihnachten reizen die bunt
verpackten Produkte zum Kauf. Ein
Blick in die Regale im Supermarkt
zeigt: Markenartikler und Handel
setzen zunehmend auf nachhaltige
Verpackungen, sei es durch recyclingfähige
Materialien oder den
Verzicht auf Kunststoff.
Mono-Materialien: recyclingfähig,
aber anspruchsvoll
Zu den jüngsten Innovationen
zählen Kartonverpackungen, die
komplett ohne Leim auskommen
sowie Karton-Monofolie-Hybridlösungen,
wodurch sich der Kunststoffeinsatz
deutlich minimiert.
Hinzu kommt ein intelligentes
Verpackungsdesign, das zu einem
geringeren Volumen beiträgt. So
können mehr und auch leichtere
Packungen gestapelt, gelagert und
transportiert werden, was den Energiebedarf
für Transport und Kühlung
reduziert. In Bezug auf Nachhaltigkeit
sind vor allem Laminate
problematisch, da sie schwer oder
gar nicht zu trennen sind, und damit
nicht wiederverwertet werden können.
Als Alternative stehen PP- und
PE-basierte Mono-Materialien oder
papierbasierte Packstoffe hoch im
Kurs – ein Trend, der sich auf der
ProSweets Cologne widerspiegelt.
Ihnen wird eine bessere Recyclingfähigkeit
nachgesagt. Sie eignen
sich etwa für die Herstellung von
Standbodenbeuteln mit oder ohne
Wiederverschluss für süße wie
herzhafte Snacks. Allerdings sind
sie während des Verpackungsprozesses
herausfordernder als konventionelle
Folienstrukturen. Sie
reißen leichter, lassen sich schwieriger
siegeln oder verfügen über
schlechtere Falteigenschaften. Gefordert
sind deshalb technologische
Anpassungen, die Süßwarenproduzenten
dank vorhandener Nachrüstoptionen
per Plug-and-Play an ihren
Anlagen vornehmen können. So
können sie unkompliziert zwischen
herkömmlichen und recycelbaren
Folien wechseln und sich optimal
am Markt positionieren.
Nahtloser Wechsel hin zu
nachhaltigen Verpackungen
Mit einer auf das Packmittel angepassten
Geometrie neuer Formschultern
besteht beispielsweise
keine Gefahr mehr, dass Papier bei
der Bildung eines Schlauchbeutels
knittert oder gar reißt. Besucherinnen
und Besucher können auf
der ProSweets Cologne Schlauchbeutelmaschinen
und Kartonierer
live im Einsatz erleben, die
in Kombination eine Erst- und
Zweitverpackung von Schokoladenriegeln
mittels papierbasierter
Materialien ermöglichen. Das Formen
der Schachteln erfolgt dabei
ohne die Verwendung von Heißleim.
Ein spannendes Thema ist auf
dem Messegelände auch der Einsatz
neuer Technologien, welche
die Quersiegelung per Ultraschall
erlauben. Die Siegelung eignet
sich insbesondere für recycelbare
Schlauchbeutel aus Monofolien
oder papierbasierten Folien – so
gelingt Süßwarenproduzenten ein
nahtloser Wechsel hin zu nachhaltigen
Verpackungen bei optimalem
Produktschutz.
Verpackungen begleiten
Süßwaren und Snacks entlang
der gesamten Logistikkette.
Sie bewahren die Form, Farbe und
Haptik der Produkte – und damit deren
attraktives Aussehen am Pointof-Sale.
Dort stehlen recyclingfähige
und ressourcenschonende
Verpackungen konventionellen Konzepten
zunehmend die Show. Die
Aussteller der ProSweets Cologne
reagieren auf diesen Trend nicht nur
mit Lösungen, die den Nachhaltigkeitsanforderungen
gerecht werden,
sondern das verpackte Produkt auch
optimal schützen, um so die Lebensmittelverluste
auf ein Minimum zu
reduzieren.
Lösungen
Und das nicht ohne Grund: Denn
etwa ein Drittel aller weltweit produzierten
Lebensmittel geht verloren.
Die Verluste finden auf allen
Stufen der Wertschöpfungskette
statt und sind zu einem großen Teil
auf Verderb zurückzuführen. Allein
in der EU werden jährlich rund 59
Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet
– dies entspricht 131 Kilogramm
pro Person. Verpackungen
spielen eine wichtige Rolle bei der
Lösung dieses Problems. Sie tragen
dazu bei, die Umweltauswirkungen
der Lebensmittelindustrie zu verringern,
indem sie die Produkte vor
Transportschäden schützen, eine
sichere Lieferung an die Verbraucher
gewährleisten und die Haltbarkeit
verlängern. Die Verpackung ist
durchschnittlich nur für etwa drei
bis 3,5% der Klimawirkung eines
Lebensmittels verantwortlich. Die
restlichen 97% stammen aus der
Produktion, dem Transport sowie
der Entsorgung von Lebensmittelresten.
Zu diesem Ergebnis kommt
das Forschungsprojekt „STOP waste
– SAVE food“, welches die Umweltwirkung
von verpackten Lebensmitteln
verglichen hat. Bedarfsgerechte
Single-Serve-Verpackungen – also
etwa Verpackungen für kleinstückige
Süßwaren in passenden Portionsgrößen
– sind eine weitere Option,
um die Lebensmittelverschwendung
zu reduzieren. Sie lassen sich
jedoch nur realisieren, wenn sie ohne
Qualitätsabstriche befüllt werden
können. Mit innovativen Technologien
unterstützen die Verpackungsmaschinenbauer
die Süßwaren- und
Snackproduzenten dabei, sich auf
diese Marktbedingungen vorzubereiten
und wettbewerbsfähig zu bleiben.
Schonendes Handling schützt
vor Bruch Dafür sorgen unter anderem
Pick-and-Place-Roboter, die
in den Verpackungslinien im Zuge
der Digitalisierung und Automatisierung
eine immer wichtigere Rolle
spielen. Sie greifen die Süßwaren
und setzen sie millimetergenau in
Trays, Kartons oder Tiefziehverpackungen
ab. Ein durchgehend behutsames
Handling und Portionieren
sind gerade bei der Verarbeitung so
empfindlicher Produkte wie Kekse
oder Cracker unerlässlich, um diese
vor mechanischem Stress und Bruch
zu schützen – und so den Verlust zu
minimieren. Intelligente Pick-und-
Place-Technologie und besonders
schonend arbeitende Zuführmodule
sorgen für ein kontinuierliches Eintakten
der Produkte selbst bei höchster
Geschwindigkeit und tragen so
zu einem zuverlässigen Prozess bei.
Denn letztlich hat praktisch jeder
ungeplante Stopp zur Folge, dass
die ausgeschleusten Produkte nicht
mehr zu verkaufen sind. Nachhaltigkeit
endet nicht bei umweltschonenden
Materialien.
Mehr unter: www.prosweets.de
50 04/24
Intelligente Verpackungsmschinen schonen die Produkte
Bild von der letzten ProSweets - am Gerhard Schubert Stand
Photo: Foto: Koelnmesse / ProSweets Cologne
Displays und Verpackungen
aus Leidenschaft
Hochwertige Aufsteller
und Verpackungen.
Innovativ. Werbewirksam.
Nachhaltig.
In zertifizierter Qualität.
Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H. · T 02230/24300 · office@mvg.co.at · www.mvg.co.at · Folgen Sie uns:
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ACHTE AUF DIE
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ROHSTOFFE.
Mit mehr als 50 Marken ist unsere Kampagne diesen August bereits in die
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ZUKUNFT. KREISLAUF. WIRTSCHAFT.
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Das aktuelle Video von
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