KP-0424-Vorschau
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ZKZ 28655
MÖBEL | GERÄTE | ZUBEHÖR
www.derkuechenprofi.de
4 | 2024
Foto: Nobilia
INNOVATIONEN UND DESIGNS VOM KÜCHENHERBST
Tipp!
STIMMUNGS-
BILD OWL
„ALLE IM
SELBEN BOOT“
CEO-WECHSEL
Wer kommt, wer geht?
Stühlerücken im Vertrieb
POLITIK AM POS
Hilfe für den Handel von
Verbänden und Industrie
KOCHFELD-SYMBOLIK
Warum plötzlich alle aufs
matte Kochfeld setzen
INHALT
Foto: Der Küchenprofi
TITELTHEMA
Nachbericht zum Küchenherbst
Auf stürmischer See im selben Boot 10
Küchenhighlights für 2025
„Back to the roots“ 14
Geräte + Zubehör für 2025
Kleine Schritte, große Wirkung 20
Politik am POS
Unterstützung für den Handel 26
Konkurrenz ums matte Kochfeld
Unsichtbares Kräftemessen 30
Foto: Der Küchenprofi
14
DIE KÜCHENHIGHLIGHTS AUS OWL
Wärme und Wertigkeit sind auch 2025 angesagt –
als täuschend echte Replikate von Stein und Holz.
10
APPELL AN DIE POLITIK
Stefan Waldenmaier (li.) und Jan
Kurth vom VdDK fordern mehr
Einsatz für die Küchenindustrie.
TRENDS
Neue Kühltechnik von Oranier
Vielversprechend mit „Dark Inox“ 32
Beckermann Hausausstellung
Beständig am Puls der Zeit 34
Elica im IDF34
Neue Deutschland-Strategie 36
Naber mit Wesco
Vielfalt auf großer Standfläche 38
Neuheiten von Nobilia
Herzschrittmacher der Branche 40
Quooker mit neuen Farben
Favorit der Küchenkundschaft 42
Das Hailo Allegro-System
Für Stauraum und Sauberkeit 44
Neue Armatur von Villeroy & Boch
(I)konisches Design 45
Ballerina Küchen
Nun Teil des „Colornetworks“ 45
Neuer Blanco-Showroom
Frische Markenidentität und -vielfalt 46
PEOPLE
Stühlerücken im Management
„Bäumchen wechsel dich“ 48
VERBÄNDE
Dross&Schaffer Jahrestagung
Ins Machen kommen 54
Foto: Stock / Cottonbro
48
PERSONALKARUSSELL
Vielerorts wird der Küchenvertrieb neu organisiert.
Das führt zu einer beispiellosen Wechselwelle, die
mittlerweile auch das C-Management erfasst hat.
RUBRIKEN
Appetizer 6
Fotostory 8
Markt in Zahlen 52
Kompakt 56
Impressum 57
Aufgespickt 58
4 4/2024
Foto: Anja Richter Foto: Der Küchenprofi Foto: Bora
20
WER WAGT,
GEWINNT
Unterstützung für den
Handel kommt derzeit
von allen Seiten: Verbände,
Start-Ups und
die Industrie bieten ihre
Hilfe an – teils nicht ganz
uneigennützig.
40
SPRUNG BEIM SCHUBKASTEN
Nobilia sorgte beim Küchenherbst mit seiner „nBox“
für Furore. Das System könnte zum neuen Standard werden.
54
GERÄTENEUHEITEN 2025
Selbstreinigende Spülen (Bild), Dampf der
Extra klasse oder attraktive Einstiegsangebote:
Ein Überblick der Geräte- und Zubehörbranche.
26
AUSTAUSCH AUF AUGENHÖHE
Was Schmerzrezeptoren im Gehirn mit der Preispolitik
im Studio zu tun haben, erfuhren die Teilnehmenden der
Dross&Schaffer Jahrestagung 2024 in München.
KÜCHENHERBST
ZUR STIMMUNG IN OWL
Auf stürmischer See
im selben Boot
Der Branche mangelt es nicht an Ideen, aber an Umsatz. Viele Hersteller verlagern sich mit Blick
auf 2025 daher lediglich auf Ergänzungen des bestehenden Sortiments. Das sorgt immerhin
für Ganzheitlichkeit in der Planung. Im Sinne des Handels sind auch die Appelle an die Politik.
Helles Holz, Japandi-Rahmen, Schichtstoff-Arbeitsplatten:
Rotpunkt zeigt die Trends 2025 auf einen Blick.
10 4/2024
Gute Besucherzahlen, solide Stimmung:
Die Ausstellungszentren zeigten sich
zufrieden mit der diesjährigen Ausgabe
des Küchenherbsts.
Fotos: Der Küchenprofi
Eigentlich sollten jene Neuheiten,
die beim Küchenherbst in Ostwestfalen
als Planungsimpulse
für das kommende Jahr geboten
werden, das traditionelle
Möblerherz höherschlagen lassen: Neue
Fronten, Oberflächen, Funktionen, raffinierte
Planungsideen oder die Erschließung
neuer Räume, an denen sich im
Fachhandel vor Ort mitverdienen lässt.
Dieses Jahr jedoch, das lässt sich trotz aller
Bemühungen deutlich erkennen, dienen
viele Sortimentspräsentationen eher als
Herzschrittmacher einer kränkelnden
Branche. Zusätzliche Korpushöhen, neue
Holz dekore – auffällig oft im nordisch
kühlen Eichenton – und harmonische
Farben, die das bestehende Portfolio im
Braun-, Beige-, und Greige-Sortiment
erweitern, sind allesamt Ansätze, die „nice
to have“ sind – und doch in anderen Jahren
im Feuerwerk an Innovationen eher
nur beiläufig Erwähnung gefunden hätten.
finden immer mehr Branchengrößen
deutliche Worte: So appelliert der Verband
der Deutschen Küchenmöbelindustrie
(VdDK) an die Bundesregierung, die
Umsätze und Arbeitsplätze im Küchensektor
mitzudenken. Nicht nur die deutsche
Autoindustrie, die nach der Abwrackprämie
2008 nun erneut mit der Politik
am Tisch sitzt, sollte mit wirtschaftlicher
Hilfe bedacht werden. Sondern ganz konkret
auch der „Patient Küchenindustrie“,
dem es an Nachfrage, Bauinitiativen und
Zuschüssen mangelt. Ein entscheidender
Satz macht dieser Tage die Runde: „Jeder
wohnt, aber nicht jeder fährt ein Auto“
erklären Volker Klodwig, Vorstandsvorsitzender
der MHK, und Nobilia-Geschäfts-
führer Dr. Lars Bopf unisono. Die Konsequenz,
die viele Küchenmöbelhersteller
aus der derzeit angespannten Lage ziehen,
ist denn auch die Hinwendung zum Einstiegs-
und Mittelpreissegment.
Fokus auf Einstieg
Fronten in Preisgruppe 1 oder 2, Arbeitsplatten
aus Schichtstoff statt aus Keramik
oder Naturstein – und zahlreiche niedrigschwellige
Gerätemodelle, die mit
Zusatzfunktionen oder einer neuen Optik
aufgewertet werden: Diese „Neuheiten“
bestimmen herstellerübergreifend das
Bild des diesjährigen Küchenherbsts. Das
ist finanziell so verständlich wie moralisch
frustrierend, nachdem sich die deutsche
Blau hält sich als Farbtrend hartnäckig. Nachhaltigkeit spielte eine
eher untergeordnete Rolle – hier als Linoleumfront bei Häcker.
Forderung an die Politik
Die Stimmung in den verschiedenen
Messe zentren zwischen Löhne und Verl
darf rückblickend dennoch als solide und
gut bezeichnet werden. Auch, weil sich auf
so einem Branchentreff gemeinsam über
fehlende Anreize aus Politik und Wirtschaft
diskutieren lässt – und weil ja irgendwie
alle im selben Boot sitzen: Vom Umsatzdebakel
ist nahezu jeder Hersteller betroffen.
Auf minus 10 Prozent als Prognose
für 2024 haben sich die meisten geeinigt,
wobei es bei den verkauften Stückzahlen
noch weitaus schlechter aussieht. An
einen erfolgversprechenden Aufschwung
für 2025 glaubt hier niemand mehr, dafür
11
KÜCHENHERBST
Nobilia stellt mittlerweile einen beachtlichen Teil
seiner Ausstellung für Zusatzservices bereit – auch
im Eigeninteresse: Der Produzent will Europas
größtes Montagenetzwerk aufbauen.
26 4/2024
Klassische Aufsteller am POS,
hier bei Schüller Küchen, können
sich Händler:innen zur Verkaufsunterstützung
bestellen.
UNTERSTÜTZUNG FÜR DEN HANDEL
Mehr ist Mehr?
Politik am POS
Neue Softwares, Montage-Netzwerke und Geräte-Garantien:
An Initiativen für den Handel mangelt es derzeit kaum.
Neben Verbänden wenden sich zunehmend auch Hersteller
ans Fachpublikum. Wer wird sich am Ende durchsetzen?
Der Fachhandel als Schnittstelle
zwischen Industrie,
Ver bänden und Käuferschaft
rückt in der allgemeinen
Branchenkrise in den Mittelpunkt
der Bemühungen. Dabei nehmen
längst nicht mehr nur Einkaufs- und Verbundgruppen
ihre Handelspartner ins Visier
und unterfüttern die angebotenen Leistungen
im Gesellschafterkreis mit digitaler
Expertise, POS-Konzepten, Showroom-
Gestaltung und Leadgenerierung. Auch
Hersteller haben ihre Chance erkannt, die
eine zusätzliche Serviceleistung für den
Handel mit sich bringt: Den direkten Kontakt
zum Studio einerseits – und eine enge
Bindung an die Marke und ihre Kooperationspartner
andererseits.
Nobilia dürfte als Paradebeispiel unter
jenen Herstellern gelten, die zunehmend
Politik am POS machen. Mittlerweile räumt
der Produzent zahlreichen Unternehmen
eine ansehnliche Fläche in seiner Hausausstellung
ein, auf der sich die Agenturen mit
Bildschirm und Broschüre platzieren dürfen.
Das reicht vom digitalen Planungsspezialisten
Eopus mit Echtzeit- Rendering
Auch Rotpunkt rüstet für den Handel
auf: In Bünde informierte der Hersteller
zur Montage-App „Snag“ von Thomas
Leimbrock.
27
PEOPLE
NEUBESETZUNG STARKER POSTEN
Stühlerücken im
Management
Die Umstrukturierungen innerhalb der Küchenbranche machen auch vor dem C-Level nicht
Halt. Während einige Manager zum Mitbewerber wechseln, holen sich andere Unternehmen
die Expertise von außen. Fast überall erfolgt die Neubesetzung mit Fokus auf den Vertrieb.
„Change“ = „Chance“? Neue Gesichter
auf Management-Ebene sollen dem
Küchenmarkt Aufschwung verleihen.
Foto: Stock / Voitkevich
48 4/2024
Konkurrenz belebt das Geschäft,
heißt es. Manchmal ist das
sogar wortwörtlich der Fall:
Dann nämlich, wenn sich das
Personalkarussell innerhalb
der Küchenbranche mal wieder dreht
und führende Köpfe zu Marktbegleitern
abwandern – oder zumindest zu marktverwandten
Unternehmen. 2024 war das,
allen voran im Geräte- und Zubehörsegment,
erstaunlich oft der Fall.
Yannick Fierling, rund neun Jahre lang
als CEO für Haier Europe tätig, ist seit dem
1. Oktober Geschäftsführer der Electrolux
Group. Der neue CSO beim Spülenhersteller
Schock, Alexander Zeeh, verfügt
über einen mehrjährigen Background
von Samsung und Grohe. Und seitens
der BSH haben sich in diesem Jahr gleich
drei Köpfe im Management umorientiert:
„Weiter so“ oder „bis hierhin und nicht
weiter“? Viele Hersteller restrukturieren
ihren Vertrieb derzeit neu.
Foto: Stock / Possessed Photography
Yannick Fierling, Electrolux
wechselte zum 1. Oktober vom
CEO-Posten bei Haier Europe
Alexander Zeeh, Schock
ist seit 1. August neuer CSO vom
Spülenhersteller Schock
Uwe Blanarsch-Simon, Smeg
ist seit April neuer Geschäftsführer für
Dtl. – nach zwei Jahrzehnten BSH
Uwe Blanarsch-Simon, zuvor 22 Jahre lang
im Marketing und Global Development bei
der BSH Home Appliances Group beschäftigt,
ist seit April 2024 neuer Geschäftsführer
von Smeg Deutschland. Stefan Koss,
CEO und President North America bei der
BSH, folgt dem langjährigen CFO der Miele
Gruppe, Olaf Bartsch, zum 1. Januar 2025.
Und mit Dr. Mirjam Jentschke, von 2015
bis 2021 als Head of Brand für die Marke
Siemens verantwortlich, wechselte immerhin
eine Frau auf Management-Ebene die
Seiten – ebenfalls zu Smeg.
Expertise von A nach B
Wie symptomatisch diese ungleiche Verteilung
von Führungspositionen im Wirtschaftsalltag
ist, steht auf einem anderen
Blatt Papier, doch zurück zum Thema:
Die Küchenbranche spielt in diesem Jahr
besonders oft „Bäumchen wechsel dich“.
Das dürfte bei direkten Konkurrenten
innerhalb der Industrie mitunter ein wenig
wehtun – und zugleich spannende Impulse
setzen. Was kann ein europäisches Unternehmen
wie Electrolux von Haier, einem
der größten chinesischen Produzenten für
Haushaltsgeräte, lernen? Wie stark lässt
sich das Wachstum eines italienischen
Geräteherstellers wie Smeg steigern, der
hierzulande vor allem für ikonische Kleingeräte
bekannt ist? Und wie viel Expertise
wechselt mit jeder Neuernennung von A
nach B die Seiten, wenn beispielsweise Vertriebsstratege
Tobias Widemann von Miele
zu Bora geht oder Christian Burghardt als
Vertriebsleiter für Hisense Gorenje Germany
antritt – nach Karrierestationen bei
der BSH und Haier?
So manche Entwicklung wird man
wohl abwarten müssen: Dass mit Sven-
Michael Funck ein CSO bei Bora antritt,
der jene Stelle zuvor beim Spülenhersteller
Schock bekleidet hatte, war auf den
ersten Blick nicht unbedingt als logischer
Schritt erkenntlich – und hat sich nun, da
der angehende Vollsortimenter auch eine
eigene Spülenserie ins Leben gerufen hat,
als überaus kluger Schachzug erwiesen.
Vertrieb neu ordnen
Wer auf die Liste jener neu besetzten
Positionen innerhalb der Küchenbranche
2024 blickt, bekommt ein Gefühl für den
Umbruch, der sich in der aktuellen Krise
zwangsläufig auf Unternehmensseite vollziehen
muss. Besonders im Fokus steht
dabei die Sales-Sparte: Viele Marktplayer
ordnen ihre Vertriebsstrukturen neu an.
Nicht immer laufen die Vorstellungen
von Management und Geschäftsführung
oder gar Eigentümerschaft jedoch in die
gleiche Richtung. Das ließ sich schmerzhaft
am unversöhnlichen Abgang des BSH-
Urgesteins Harald Friedrich als länder- und
markenübergreifender Head of Sales and
Marketing Zentraleuropa ablesen, der dem
Konzern nach 34 Jahren plötzlich den
Rücken kehrte. Ebenso abrupt erfolgte
49
Eine neue Küchenidee.
Lhov. Die erste All-in-One-Cooking-Lösung.
Backofen, Kochfeld mit integrierten Absaugsystem:
endlich gemeinsam, um das Kocherlebnis zu revolutionieren.
design Fabrizio Crisà