scania bewegt 2010-02

scania.de

scania bewegt 2010-02

DAS SCANIA MAGAZIN 2.2010 WWW.SCANIA.DE

Scania

Stellt auS

Treffpunkt Bauma

Halle B 4, Stand 201 und

Halle A 4, Stand 402

tOP-MaRKe

Image Award für Scania

BEWEGT

BaufahRzeuge vOn Scania

Harte Kerle

Fahrzeug-Technik

Qualität

aM Bau

Seite 12

#2

Fahrzeug-Technik

taxiKRäne

vOn KRöSche

Seite 14


Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA,

Michelinstr. 4, 76185 Karlsruhe, Deutschland

tand 7/2009

Den Spritpreis können wir nicht senken.

Den Verbrauch schon.

Die Antwort auf steigende Spritpreise: der MICHELIN X® ENERGY SAVERGREEN – unsere neueste

Innovation für Ihre LKW-Flotte. Mit MICHELIN Durable Technologies wird Ihr Kraftstoffverbrauch

maßgeblich gesenkt, ohne dabei Kompromisse in der gewohnten Langlebigkeit und Sicherheit

einzugehen. Ein guter Beitrag für Ihr Budget und die Umwelt.

Der MICHELIN X® ENERGY SAVERGREEN ist in der Dimension 315/70 R 22.5 für Vorder- und

Antriebsachse erhältlich.

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INHALT

SCANIA BEWEGT 2.2010

6 Fit für harte Arbeit

Vom 19. April bis 25. April 2010 öffnet die weltgrößte

Baumaschinenmesse in München ihre Pforten. Scania

Baufahrzeuge und Scania Services präsentieren sich.

26 Ungewöhnliche Wege

Ebke Reisen organisiert im nordhessischen Homberg/

Ohm individuelle Radtouren durch ganz Europa.

28 Scania sucht den Superfahrer

Rund 3.000 Bewerbungen sind für den Lkw-Fahrerwettbewerb

2010 bei Scania und dem ADAC

eingegangen.

6

26

Außerdem

Nachrichten: Das Neueste aus der Scania Welt Seite 4

Technik: Bei Betonmischern setzt Klein auf Scania Seite 10

Fahrzeug-Technik: Firma Kawelke und Firma Hempt Seite 16

Porträt: Transportunternehmer Gödde bei Scania Seite 18

Produkte: Telematiksystem Communicator 200 Seite 20

Porträt: Schwerlast-Spediteur Wolfgang Wagenblast Seite 22

Porträt: Entsorgung mit der ALBA-Unternehmensgruppe Seite 24

Service: Scania Finance und Scania Magdeburg Seite 30

Porträt: Vier Scania P 400 für den Fuhrpark DSTS Seite 32

Scania Shop: Nützliche Teile und unser Gewinnspiel Seite 34

28

„Scania hat in diesem

Jahr viele Angebote für

seine Kunden geplant.“

Thomas Bertilsson,

Geschäftsführer

Scania Deutschland Österreich

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Impressum

SCANIA bewegt · 13. JAhrgANg · 2. AuSgAbe · ISSN 1867-3104

herausgeber

Scania Deutschland GmbH

Verantwortlich für

den herausgeber

Mikael Lundqvist

Anschrift

Redaktion SCANIA BEWEGT

c/o Scania Deutschland GmbH

Sieglinde Michaelis

August-Horch-Str. 10

D-56070 Koblenz

Telefon: 02 61/8 97-2 08

Telefax: 02 61/8 97-4 05

Deutsche Internetadresse

www.scania.de

realisation/Projektleitung

Paul Göttl

paul.goettl@etmservices.de

ETMservices – Ein Geschäftsbereich

des ETM Verlags

Verlag

EuroTransportMedia Verlag

Handwerkstraße 15

70565 Stuttgart

Telefon: 07 11/7 84 98-80

Telefax: 07 11/7 84 98-0

Internet: www.etm-verlag.de

redaktion: Paul Göttl

Autoren dieser Ausgabe

Markus Bauer, Jan Bergrath,

Walther Bruckschen,

Joachim Geiger, Martin Heying,

Nicole Holzer, Alex Mannschatz,

Herbert Schadewald,

Knut Siewert

Editorial

SCANIA Steht Vor eINem ereIgNISreICheN JAhr 2010 mit vielen

Messen und Aktivitäten. Wenn Sie diese Ausgabe in den Händen halten,

sind es nur noch ein paar Tage bis zur weltgrößten Messe für die

Baubranche, der Bauma in München. Wir haben natürlich auch für

die Bauwirtschaft die passenden Lkw. Eine Auswahl davon stellen wir

in München aus, ergänzt durch Exponate aus dem Industriemotorenbereich.

In dieser Ausgabe von SCANIA bewegt können Sie sich

Appetit zum Scania Bauprogramm holen und am besten besuchen

Sie uns dann in Halle B 4, Stand 201 oder Halle A 4, Stand 402.

Vor kurzem ISt uNSer wettbewerb Young European Truck

Driver gestartet. Deutschlandweit haben sich rund 3.000 Lkw-

Fahrer beworben, knapp 300 davon treten in acht Vorrunden

gegeneinander an. Die Gesamtsieger werden im deutschen Finale

in Rahmen des Truck Grand Prix am 24. Juli auf dem Nürburg-

ring ermittelt. Lesen Sie dazu den Bericht auf Seite 28 und informieren

Sie sich laufend aktuell im Internet unter www.lkw-fahrerwettbewerb.de.

beI eINer rePräSeNtAtIVeN beFrAguNg, welche die Fachzeitschrift

Verkehrsrundschau in Auftrag gab, schnitt Scania als

Top-Marke ab und erhielt den Image Award 2010. Das freut uns

sehr, denn es zeigt, dass unsere Ideen und Produkte bei Ihnen gut

ankommen und wir auf dem richtigen Weg sind. Ich wünsche Ihnen

viel Spaß und nützliche Informationen bei der Lektüre der aktuellen

Ausgabe von SCANIA bewegt. thomAS bertILSSoN

grafik und Produktion

Stephanie Tarateta

Anzeigen: Oliver Trost

Telefon: 07 11/7 84 98-79

oliver.trost@etmservices.de

Fotos: Jan Bergrath,

Walther Bruckschen,

Joachim Geiger, Martin Heying,

Nicole Holzer, Gugu Mannschatz,

Scania, Herbert Schadewald,

Knut Siewert

Druck: Dierichs Druck + Media

GmbH & Co. KG, 34121 Kassel

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, und elektronische Verarbeitung nur mit

ausdrücklicher Genehmigung von Scania Deutschland. Für unverlangt eingesandte Manuskripte

und Bilder übernimmt die Redaktion keine Haftung.

www.scania.de 2.2010 • SCANIA BEWEGT


Nachrichten Text: Markus Bauer, Joachim Geiger, Fotos: Scania

Rossmann vertraut auf Scania

Die Größe des Fahrzeugschlüssels in der Hand von Scania Verkaufschef Christian

Teichmann war der Bedeutung des Anlasses angemessen. Immerhin hat die

Drogeriekette Rossmann für dieses Jahr 31 Scania Lkw der Baureihe P für ihren

regionalen Verteilerverkehr am Standort Landsberg geordert. Adressat der symbolischen

Schlüsselübergabe am 8. Februar in der Rossmann-Firmenzentrale im

niedersächsischen Burgwedel war Arne Fienemann, der bei der Rossmann Logistik

GmbH die Logistikleitung für den Bereich Transport und Beschaffung verantwortet.

„Die Qualität des Produkts war ein Grund unserer Entscheidung für Scania.

Außerdem hat sich das Scania Team als professioneller und unkomplizierter Verhandlungspartner

einen Vertrauensbonus erworben“, bilanziert Fienemann seine

Erfahrungen mit dem Hersteller.

Die Dirk Rossmann GmbH ist mit über 1.470 Drogeriemärkten in Deutschland

ein Big Player unter den großen Drogerieketten. Dreh- und Angelpunkt für die Versorgung

der Geschäfte ist neben den bundesweiten fünf Regionallagern das vor

drei Jahren direkt an der Autobahn A 9 erweiterte Zentrallager in Landsberg bei Halle.

Von dort aus werden per Lkw die regionalen Verteilzentren in der Bundesrepublik

mit Waren versorgt. Die neue Scania Flotte wird künftig mit ihren als Durchladekoffer

aufgebauten Hängern im Doppelschichtbetrieb den Nachschub der Drogeriemärkte

in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen besorgen.

Rund 120.000 Kilometer stehen am Jahresende in einem Rossmann-Lkw auf

dem Tacho. Für eine Entlastung der Umwelt bei den Schadstoffen sorgen durchweg

Sechszylindermotoren mit 420 PS, die zur Reinigung der Abgase von Stickoxiden

mit Scania SCR-Technik ausgestattet sind und damit die Einhaltung der

Abgasnorm EEV ermöglichen. Zur Grundausstattung der Lkw gehören neben einer

robusten Vollluftfederung ein Fahrerhaus in der langen Version (CP19) sowie das

automatisierte Schaltsystem Scania Opticruise mit Kupplungspedal. Die Betreuung

der Fahrzeuge erfolgt durch einen Scania Reparatur- und Wartungsvertrag. „Damit

schließen wir alle Unsicherheiten aus und können uns auf die Nutzung der Lkw

konzentrieren“, erklärt Fienemann diese Wahl. Die Perspektive der Partnerschaft:

Für 2011 sind weitere acht Einheiten fest eingeplant. Dazu kommt eine Option auf

zehn Fahrzeuge, die dann gezogen wird, wenn sich ein Bedarf am Logistikstandort

West einstellt.

Image Award für Scania

Christian Teichmann (re.), Direktor Verkauf

Lkw Scania Deutschland Österreich, übergibt

den symbolischen Fahrzeugschlüssel an Rossmann-

Logistikchef für Transport und Beschaffung,

Arne Fienemann (Mitte), und Fahrer Christian Grau.

Scania hat als beste Marke beim Verkehrsrundschau Image Award 2010 abgeschnitten.

In der weit gefassten Kategorie Lkw ab 3,5 Tonnen räumte Scania in der Gruppe

„Fuhrparks bis zehn Nutzfahrzeuge“ 770 von 1.000 möglichen Punkten ab. Damit hat

sich die Marke mit dem Greif ganz klar an die Spitze gesetzt. Verkaufsdirektor

Christian Teichmann sagt: „Es freut uns sehr, dass so viele kleine Unternehmen uns als

ihre Top-Marke beurteilen. Das zeugt von Zufriedenheit, Vertrauen und guter

Partnerschaft. Individuelle Transportlösungen sind unsere Stärke. Auch der Image

Award bestätigt, dass unsere Kunden das so wahrnehmen.“

Voller Stolz nehmen Christian Teichmann, Direktor Verkauf Lkw Scania

Deutschland Österreich (li.), und Mikael Lundqvist, Direktor Strategie,

Kommunikation und Marketing Scania Deutschland Österreich, den Preis entgegen.

SCANIA BEWEGT • 2.2010 www.scania.de


Neuer Regionaldirektor

Stefan Dorski übernahm zum 1. April 2010

die Position des Regionaldirektors von Scania

Frankfurt/Offenbach. Er leitet zusätzlich zum

Händlerbetrieb in Offenbach auch die Niederlassungen

in Gießen/Buseck und Fulda/

Eichenzell. Überdies betreut er sieben freie

Werkstattbetriebe. Dorski war ab 2005 Entwicklungsingenieur

bei Scania und seit Juli

2008 Regional Coordinator für Zentral-, Nord-

und Osteuropa. Der Schwede folgt auf Henrik

Fagrenius, der Country Manager India wird.

Stefan Dorski ist neuer Regionaldirektor von

Scania Frankfurt/Offenbach.

Der 100.000ste Scania geht an die Spedition Roos aus Durmersheim bei Karlsruhe.

100.000 Scania für Deutschland

Im Jahr 1961 kam der erste Scania auf den deutschen Markt. Fast 50 Jahre später, am

10. März 2010, hat Scania Deutschland das 100.000ste Fahrzeug ausgeliefert. Der Scania R 400

mit Highline-Fahrerhaus geht an das im Badischen Durmersheim ansässige Unternehmen Roos

Spedition GmbH. Der Fuhrunternehmer setzt die neue Jubiläumszugmaschine im Gefahrguttransport

ein. Über die langjährige gute Partnerschaft und den Jubiläums-Lkw freuen sich (v. l.): Thomas

Gesing, Verkaufs- und Marketingdirektor Scania Finance Deutschland und Österreich, Thomas

Bertilsson, Geschäftsführer von Scania Deutschland Österreich, Christian Teichmann, Direktor

Verkauf Lkw von Scania Deutschland Österreich, Raphaelle Cuart-Unser und Helmut Unser,

Geschäftsführung von Roos Spedition GmbH, Andreas und Heiko Knirsch, beide Geschäftsführer

Martin Knirsch Kraftfahrzeuge GmbH, und der betreuende Verkäufer, Wolfgang Müller.

Sicher unterwegs

Lkw-Sicherheitspaket

von Scania Deutschland

Ab sofort können Kunden die wichtigsten Sicherheitssysteme

zum Paketpreis bestellen. Das Paket ist für weniger

als 5.000 Euro zu haben und für die P-, G- und R-Serie von

Scania erhältlich. Neben ESP, Gurtstraffer für Fahrer und

Beifahrer sowie Airbag beinhaltet das Paket noch weitere

Systeme. Der Spurassistent Scania LDW hilft dem Fahrer,

auch bei widriger Witterung die Spur sicher zu halten. Er

erfasst den Abstand zwischen den Markierungen und dem

Fahrzeug. Zusätzlich erfasst er die Lenkbewegungen des

Fahrers und analysiert sie nach vorgegebenen Parametern.

So unterscheidet das System gewollte von ungewollten

Lenkbewegungen. Fehlalarme sind daher wesentlich seltener

zu verzeichnen. Das Abstandsregelsystem Scania ACC hält

einen konstanten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug.

Je nach Verkehr lässt es sich in fünf Stufen einstellen. Über

die Motordrehzahl, den Retarder oder sogar die Betriebsbremse

reguliert das ACC den Abstand. Fällt dieser plötzlich

stark ab, alarmiert das System den Fahrer und fordert ihn

auf einzugreifen. Das System übernimmt nie selbst die volle

Kontrolle. Der Fahrer verlässt sich so also nicht zu sehr auf

das System und schaltet nicht in geistigen Leerlauf.

Schlafmangel wirkt wie Alkohol

Wer unter der Woche zu wenig schläft, kann dies nicht

ohne Weiteres am Wochenende nachholen. US-Forscher

haben das bei einer Untersuchung zur Auswirkung von

Schlafmangel auf die Leistungsfähigkeit herausgefunden.

Demnach reagieren Menschen nach 17 Stunden Wach-

zeit, als hätten sie 0,5 Promille Alkohol im Blut. Nach

24 Stunden ohne Schlaf entsprechen die Werte sogar

1,0 bis 1,2 Promille.

www.scania.de 2.2010 • SCANIA BEWEGT


Update BAUMA 2010 Text: Markus Bauer, Paul Göttl, Fotos: Scania

Kraftpaket: Dieser Dumper

wird von einem Scania

12-Liter-Industriemotor befeuert.

Fit Für

harte arbeit

Bald beginnt die Bauma.

Vom 19. bis 25. April 2010

öffnet die weltgrößte Baumaschinenmesse

in

München ihre Pforten.

Scania Baufahrzeuge und

Scania Services präsentieren

sich in Halle B 4, Stand 201.

Scania Industrie­ und

Schiffsmotoren finden Sie in

Halle A 4, Stand 402.

Herzlich willkommen!

Ausgestellte Scania Lkw

Halle B 4, Stand 201

Scania R 620 6x4:

Schwerlastzugmaschine,

höchstzulässiges technisches

Lastzuggewicht 180 Tonnen,

16-Liter-V8-Motor, 620 PS (456 kW), Euro 5 mit Scania

SCR (Selective Catalytic Reduction), kompatibel

mit Biodiesel, Drehmoment 3.000 Newtonmeter bei

1.000–1.400 Umdrehungen pro Minute, 12+2-Gang-

Range-Split-Getriebe mit Overdrive, vollautomatisiertes

Scania Opticruise, Scania Retarder, Scania Topline-

Fahrerhaus, Vorderachse 9 Tonnen, Parabelfederung,

Hinterachse 32 Tonnen, Parabelfederung, Radstand

3.300 Millimeter, Schwerlastaufbau von FJ Lastvagnar.

Scania P 380 6x4:

18-Kubikmeter-Hinterkipper,

Nutzlast 26 Tonnen,

12-Liter-Reihensechszylinder-Motor,

380 PS (280 kW), Euro 3, kompatibel

mit bis zu 100 Prozent Biodiesel, Drehmoment 1.900

Newtonmeter bei 1.100–1.300 Umdrehungen pro Minute,

12+2-Gang-Range-Split-Getriebe mit Overdrive, neue

Differenzialsperren-Steuerung mit neuem Display, kurzes

Fahrerhaus der Scania P-Serie, Vorderachse 9 Tonnen,

Parabelfederung, Hinterachse Doppelachsaggregat 32

Tonnen, Parabelfederung, Trommelbremsen, Radstand

4.300 Millimeter, Aufbau von Atlas, Lieferumfang komplett

von Scania mit Aufbau und voller Serviceunterstützung.

Scania G 440 8x6:

Schwerer 16-Kubikmeter-

Hinterkipper, neuer 13-

Liter-Reihensechszylinder-

Messeauftritt: In Halle B 4 präsentiert sich

Scania mit einer Auswahl aus dem breit

gefächerten Produktprogramm

für die Baubranche.

SCANIA BEWEGT • 2.2010 www.scania.de


Motor mit Scania XPI Kraftstoffeinspritzung, 440 PS (324

kW), Euro 5 mit Scania EGR (Abgasrückführung), keine

Additive, keine Zusatztanks erforderlich, anpassungsfähig

für bis zu 100 Prozent Biodiesel, Drehmoment 2.300

Newtonmeter bei 1.000–1.300 Umdrehungen pro Minute,

12+2-Gang-Range-Split-Getriebe, Scania Retarder,

neue Differenzialsperren-Steuerung mit neuem Display,

mittellanges Fahrerhaus der Scania G-Serie, Vorderachsen

2x7,5 Tonnen, leichte Parabelfederung, Hinterachse

Doppelachsaggregat 26 Tonnen, Parabelfederung,

Trommelbremsen, Radstand 4.500 Millimeter, 16 Kubikmeter

Halfpipe-Hinterkipper mit Aufbau von Meiller.

Ausgestellte Scania Lkw

im Freigelände

vor der Halle B 4, Stand 279

Scania P 360 8x4:

Leichter 9-Kubikmeter-Betonmischer,13-Liter-Reihensechszylinder-Motor,

360 PS (265

kW), Euro 5 mit Scania EGR, zu 100 Prozent kompatibel

mit Biodiesel, Drehmoment 1.850 Newtonmeter bei

1.000–1.300 Umdrehungen pro Minute, 9-Gang-Range-Getriebe,

kupplungsunabhängiger Nebenantrieb,

neue Differenzialsperren-Steuerung mit neuem Display,

mittellanges Fahrerhaus der Scania P-Serie, Vorderachsen

2x7,1 Tonnen, Parabelfederung, Hinterachse

Doppelachsaggregat 21 Tonnen, Parabelfederung,

Radstand 4.300 Millimeter, Aufbau von Stetter.

Scania G 420 6x4:

Leichter 10-Kubikmeter-Dreiseitenkipper

als Vermietfahrzeug,

12-Liter-Reihensechs-

zylinder-Motor mit Scania HPI Kraftstoffeinspritzung,

420 PS (309 kW), Euro 5 mit Scania SCR, verfügbar

auch in EEV-Ausführung, Drehmoment 2.100 Newtonmeter

bei 1.100–1.400 Umdrehungen pro Minute,

12+2-Gang-Range-Split-Getriebe mit Overdrive,

vollautomatisierte Schaltung Scania Opticruise, Scania

Retarder, neue Differenzialsperren-Steuerung mit neuem

Display, neues kurzes Fahrerhaus der Scania

G-Serie, neue Ruheausstattung, Vorderachse 7,5

Tonnen, Parabelfederung, Hinterachse Doppelachsaggregat

21 Tonnen, Parabelfederung, Radstand 3.300

Millimeter, Aufbau von Dautel.

Scania G 470 10x4:

Lastzuggewicht 66 Tonnen,

Nutzlast 46 Tonnen für

Berg- und Tagebau, ent-

wickelt für 25–35 Kubikmeter Aufbau (je nach zu transportierendem

Material), flexibel mit drei gelenkten Achsen,

als Alternative zu schweren Muldenkippern, 12-Liter-Reihensechszylinder-Motor

mit Scania HPI Kraftstoffeinspritzung,

470 PS (309 kW), Euro 3, Drehmoment 2.200 Newtonmeter

bei 1.050–1.350 Umdrehungen pro Minute,

12+2-Gang-Range-Split-Getriebe, Scania Retarder, neue

Differenzialsperren-Steuerung mit neuem Display, kurzes

Fahrerhaus der Scania G-Serie, Vorderachsen 2x9 Tonnen,

Parabelfederung, Hinterachse Doppelachsaggregat

32 Tonnen, Parabelfederung, fünfte Achse 13 Tonnen

BPW, luftgefedert, Radstand 4.100 Millimeter.

Bauma im Überblick

Die Bauma ist auf dem Gebiet der Bauwirtschaft die größte und

wohl bedeutendste Fachmesse der Welt. Sie wurde vor über 50

Jahren ins Leben gerufen und weist ein internationales Angebot

im Bereich Baumaschinen, Baufahrzeuge, Baugeräte und Bergbaumaschinen

auf. Die Bauma ist Drehscheibe für internationale

Geschäfte und eine bedeutende Informations- und Kontaktmesse, auf der sich Baufachleute aus

aller Welt über den neuesten Stand der Technik informieren. In den Hallen und auf dem Freigelände

der Neuen Messe München präsentieren mehr als 3.000 Aussteller auf einer Rekordfläche von

mehr als 555.000 Quadratmeter Bruttoausstellungsgelände vom 19. bis 25. April 2010 die neuesten

Produkte der Branche. Weitere Informationen unter: www.bauma.de.

Infohotline: Telefon: (+49 89) 9 49-1 13 48, Telefax: (+49 89) 9 49-1 13 49

Öffnungszeiten:

Mo–Fr: 9:30 Uhr–18:30 Uhr

Sa: 8:30 Uhr–18:30 Uhr

So: 9:30 Uhr–16:30 Uhr

Auch in Südamerika im

Einsatz: Scania P 420

6x4-Kipper in Brasilien.

Hier finden Sie uns!

Die Eintrittspreise liegen zwischen 14,00 Euro für ein ermäßigtes Ticket und 62,00 Euro

für ein Dauerticket.

www.scania.de 2.2010 • SCANIA BEWEGT


Update BAUMA 2010

Kräftiger Kerl: Scania Industriemotor für Einsätze in

Baufahrzeugen mit 13 Liter Hubraum.

Scania Industriemotoren

Halle A 4, Stand 402

KleineR und leiStunGSStaRKeR

9-liteR-ReihenfünfzylindeR:

9,3-Liter-Reihenfünfzylinder mit Scania XPI Kraftstoffeinspritzung,

ladeluftgekühlt, Emissionen EU Stage IIIB und

US Tier 4i, vorbereitet für 2011*, Leistung 202–294 kW

bei 2.100 Umdrehungen pro Minute, maximales Drehmoment

1.552–1.967 Newtonmeter, Gewicht trocken

900 Kilogramm, Anwendungen zum Beispiel Muldenkipper,

Bagger.

leiStunGSfähiGeR, flexibleR

13-liteR–ReihenSechSzylindeR:

Motor 12,7-Liter-Reihensechszylinder mit Scania XPI

Kraftstoffeinspritzung, ladeluftgekühlt, Emissionen EU

Stage IIIB und US Tier 4i, vorbereitet für 2011*, Leistung

257–405 kW bei 2.100 Umdrehungen pro Minute,

maximales Drehmoment 1.950–2.373 Newtonmeter,

Gewicht trocken 1.000 Kilogramm, Anwendungen zum

Beispiel Muldenkipper, Portalhubwagen, Baumaschinen,

Zerkleinerungsmaschinen, Krane.

KomPaKteR 16-liteR-V8-PoweR:

Motor 16,4-Liter-V8 mit Scania XPI Kraftstoffeinspritzung,

ladeluftgekühlt, Emissionen EU Stage IIIB und US

Tier 4i, vorbereitet für 2011*, Leistung 404–515 kW bei

2.100 Umdrehungen pro Minute, maximales Drehmoment

2.632–2.938 Newtonmeter, Gewicht trocken

1.300 Kilogramm, Anwendungen zum Beispiel militärischer

Einsatz, Holz-Häcksel-Systeme.

Neue abgasvorschriFteN

* Die Bauma findet wenige Monate vor Inkrafttreten

neuer Abgasrichtlinien statt: Ab dem

Jahr 2011 gelten mit der Stufe IIIB der Richtlinie

97/68/EG und der US-Abgasgesetzgebung Tier 4

interim neue Grenzwerte für die Emissionen von

Non-Road-Fahrzeugen, wie Baggern, Straßenwalzen

und Fräsen. So sollen zum Beispiel die

Partikelgrenzwerte im Vergleich zur heutigen

Stufe IIIA bis zu 94 Prozent gesenkt werden.

Scania ist mit seinen Industriemotoren schon

jetzt darauf vorbereitet.

baustelleN

Scania orientiert sich mit seinen Baureihen P, G und R noch

mehr am Kunden. Für den Einsatz in der Baubranche bietet

Scania dem Profi hinter dem Lenkrad ein Fahrzeug, das den

Fahrer maximal unterstützt. Das Ergebnis ist ein effizientes

und zugleich sicheres Fahren.

daS Sind die neuheiten füR Scania

baufahRzeuGe: Neues Exterieur-Styling

für die Serien G und R, neues Interieur mit

zahlreichen Komfortoptionen, automatisiertes

Schalten – entweder vollautomatisiert oder mit

Kupplungspedal, neuer Drehschalter für Differenzialsperren

mit sequenzieller Betätigung

(ab Mitte 2010), progressive Parabelfederung

bei Doppelachsaggregaten von 19, 21 und 26

Tonnen (26 Tonnen ab Mitte 2010), stabilere

Steckachsen und kurze Übersetzung der

Außenplanetenachsen bürgen für maximale

Mobilität (ab April 2010), neue Lagerzapfen

bei der Achsaufhängung und hoch montierte

Federspeicher für Heavy-Duty-32-t-Doppelachsaggregate

mit Außenplaneten (ab Ende

2010), weitere Kipper-Vorbereitungen ab

Scania Werk (ab Ende 2010).

mit dem Scania oPticRuiSe haben die

Kunden die Wahl zwischen einer vollautomatisierten

Version und einer mit Kupplungspedal.

Das automatisierte Schalten entlastet den

Fahrer. Gleichzeitig hält es die Drehzahl auf

optimalem Niveau und schont damit den Antriebsstrang

und den Tank. Opticruise verfügt

über einen Manövriermodus mit besonders

präziser Kupplungs- und Motorsteuerung.

Zusätzlich hat die vollautomatische Version

mit der elektronischen Bremse EBS einen

Hill-Hold-Assistenten.

Alle Steuerelemente, die auf die Traktion

einwirken, hat Scania in einem intuitiv bedienbaren

Steuermodul am Armaturenbrett zusammengefasst.

Der Drehschalter in der Mitte

regelt die Differenzialsperren in der optimalen

Reihenfolge. Gleichzeitig genügt ein Druck

auf den Schalter, um die Traktionskontrolle zu

aktivieren. Neben dem Dreh-Drück-Schalter

liegen die Bedienelemente für das Anheben

der Nachlaufachse und die Gewichtsverlagerung

zwischen den Hinterachsen.

Der Schalter für die Differenzialsperren hat

je nach Konfiguration bis zu vier Positionen.

Im Zentralinstrument zeigt das System in drei

Stufen an, wie weit die Sperren betätigt sind.

Zusätzlich sieht man auf dem Display, ob

der Frontantrieb oder der niedrige Gang im

Verteilergetriebe zugeschaltet sind.

auch die tRaKtionSKontRolle (TC)

bei Fahrzeugen mit EBS hat eine Aufwertung

SCANIA BEWEGT • 2.2010 www.scania.de


eiNsatz

erfahren. Der Drehschalter meldet der TC,

ob Sperren eingeschaltet sind, und schaltet

das System automatisch in den Offroad-

Modus. Für besonders erfahrene Fahrer im

Offroad-Einsatz lässt die TC Schlupf zu. Das

garantiert ein maximales Vorankommen im

Gelände. Je mehr Gas der Fahrer gibt, umso

mehr Schlupf lässt die Elektronik zu. Die TC

setzt im Gelände sehr präzise ein. Sie hält den

Turboladerdruck und nimmt nur vorsichtig

Motordrehmoment zurück. Das verhindert ein

unerwünschtes Herunterschalten an glatten

Steigungen.

neu Sind auch die progressiven Parabelfedern

für die 6x4- und 8x4-Fahrzeuge

zwischen 19 und 26 Tonnen, die für mehr

Komfort im unbeladenen Zustand sorgen. Die

nun flexiblere Radaufhängung bietet bessere

Traktion und weniger Verschleiß durch geringere

interne Reibung. Scania aktualisiert auch

die Achsen mit Außenplaneten mit verstärkten

Steckachsen. Bei der schweren Ausführung

hilft eine neue kurze Übersetzung von

bis zu 7.18, die Belastung

auf den Antriebsstrang

zu reduzieren. Beide

Neuerungen vermindern

das unerwünschte

Achstrampeln. Bei den

schweren Kippern bringt

ein neuer Lagerzapfen

mit hoch montierten

Federspeichern mehr

Bodenfreiheit.

auch am heRzen der Scania Trucks hat

sich einiges getan. Die Motoren verfügen über

die Abgasrückführung Scania Exhaust Gas

Recirculation oder die Abgasnachbehandlung

Selective Catalytic Reduction, bei der wässrige

Harnstofflösung hilft, die Schadstoffwerte

zu senken. So erfüllen die Motoren die

Euro 5- und die EEV-Norm. Der Kunde kann

aus einer Fülle von Abgasnachbehandlungssystemen

wählen. Je nach Einsatzzweck

bietet Scania variabel positionierte Nebenabtriebe

mit verschiedenen Übersetzungen

an – von seitlichen Nebenantrieben für Kipper,

über hochübersetzte Antriebe für den Forstbetrieb

bis zu Nebenantrieben für größere

Krane am Heck.

und auch die aufbauheRStelleR dürfen

sich freuen. Scania erweitert die Optionen ab

Werk erheblich. Verschiedene Formen vorgebohrter

Lochmuster in den Fahrgestellrahmen

bietet der Hersteller nach Maß ab Werk an.

Der Aufbauhersteller spart Zeit und Scania

sichert eine gleichbleibende Qualität des

Fahrgestells, da keine zusätzlichen

Bohrungen vom Aufbauhersteller

mehr nötig sind.

Für harten Einsatz: Außenplanetenachse

mit Übersetzung 7.18.

Scania will

weiter wachsen

Das Ziel ist klar: Weltweit soll der Anteil an Baufahrzeugen

auf etwa 25 Prozent des gesamten

Lkw-Absatzes von Scania steigen. Mit Produkten,

die wegen ihrer Robustheit und Produktivität

geschätzt werden und die in ein globales Vertriebs-

und Servicenetz eingebunden sind, verfügt

Scania über alle Voraussetzungen, um diese

Position in der Baubranche auszubauen. „Die

starke internationale Präsenz von Scania ebnet

den Weg für eine Expansion im Baugeschäft“,

unterstreicht Henrik Henriksson, Senior Vice

President Trucks bei Scania. „Scania verkauft

sehr stark auf den expandierenden Märkten und

steigt zurzeit auch mit Baufahrzeugen in neue

Märkte ein.“ Nach den Worten Henrikssons verfügt

das Unternehmen über langjährige Erfahrungen

beim Einstieg in neue Märkte. Mit einem wettbewerbsfähigen

Produkt, einer flexiblen Organisation

und umfassenden Dienstleistungen zur Unterstützung

der Bauunternehmer und Fuhrparkbetreiber

sollen diese weiter ausgebaut werden.

Auf einigen Märkten bietet Scania ab Werk auch

komplett aufgebaute Fahrzeuge an und verkürzt

so die Durchlaufzeiten bei den Aufbauherstellern

und damit die Lieferzeit für den Kunden. Komplette

Kipper und Betonmischer entstehen dabei

in enger Zusammenarbeit mit den Händlern von

Scania und renommierten Aufbauherstellern. So

produzierte Scania in Zusammenarbeit mit Liebherr

für den weltweiten Export seit 2007 mehr als

200 Lkw-Teleskop-Krane, montiert auf Scania

6x4- und 8x4-Fahrgestellen. Auch auf der Bauma

sind Beispiele solcher Kooperationen ausgestellt.

Um eine gute Verfügbarkeit zu garantieren, bietet

Scania auch Teile und Service im Rahmen eines

Vertragsabschlusses an – zusätzlich zu administrativen

und finanziellen Dienstleistungen. Das

stellt sicher, dass der Kunde seine Fahrzeuge

so effizient wie möglich einsetzen kann. Kunden

der Bauwirtschaft sind besonders anspruchsvoll

und verlangen kompromisslos maximale Verfügbarkeit

und Einsatzbereitschaft von ihren Fahrzeugen,

um ihre Produktionssysteme auf dem

Laufenden zu halten. In vielen Fällen sind Transporte

nur ein Teil dieser Geschäftstätigkeit.

Das seit 60 Jahren konsequent umgesetzte und

weiterentwickelte modulare Baukastensystem

von Scania unterstützt vor allem den Kundenwunsch

nach höchster Verfügbarkeit. Es erleichtert

die Teileversorgung, fördert die Einrichtung

und den Betrieb von Werkstätten und erleichtert

die Ausbildung von Servicetechnikern. Das System

von Modul-Schnittstellen ist die Basis für die

Spezifikation hoch spezialisierter Fahrzeuge mit

hohen gemeinsamen Komponentenstandards.

Es sorgt außerdem für den geringst möglichen

Kraftstoffverbrauch bei jeder erdenklichen

Anwendung, da jede Kombination von Komponenten

perfekt auf den Lkw abgestimmt ist.

www.scania.de 2.2010 • SCANIA BEWEGT


TECHNIK Text und Fotos: Jan Bergrath

Die Qualität eines

Scania ist für mich

den etwas höheren

Preis wert.”

Ferdinand Klein

Ferdinand Klein schwört auf die Zuverlässigkeit, die Wartungsfreundlichkeit

und die EGR-Technologie seiner beiden Scania

Betonmischer.

Als Fernfahrer war Ferdinand Klein aus Laubenheim in den 80er Jahren mit einem Scania im Berlin-Verkehr

unterwegs. Heute ist der Unternehmer unter anderem fester Partner von Trapobet aus Kaiserslautern. Bei der

Neuinvestition in zwei Betonmischer setzt er wiederum auf die Zuverlässigkeit von Scania.

Die saisonalen schwankungen im

BaugewerBe sind für den Bauunternehmer

Ferdinand Klein aus Laubenheim

in Rheinland-Pfalz Alltag. Zwei

Baustoffzüge mit Kranaufbau sind für feste Partner

regional im Einsatz, ein Megasattelzug läuft

im klassischen Fernverkehr. Dazu hat Klein seit

2007 zwei Betonmischer als fester Partner des

Betonherstellers Trapobet aus Kaiserslautern

im Mischwerk Traisen fest stationiert. Doch in

den ersten Wochen des Jahres ruht der Betrieb

auf den meisten Baustellen witterungsbedingt,

denn für den Transport und Einbau von Beton

ist es schlicht zu kalt. Weniger als plus fünf Grad

Celsius sollten es nicht sein. Die bezahlte Zeit,

die seine beiden Fahrer bei Schnee und Eis zu

Hause verbringen, holen sie im Frühjahr und

Sommer, wenn das Geschäft wieder brummt,

einfach nach. Dann sind sie schon frühmorgens

in einem Radius von 30 Kilometern rund um den

nördlichsten Standort von Trapobet unterwegs,

laden maximal 7,5 Kubikmeter in die Trommel

ALTE

LIEBE

Im Mischwerk von Trapobet in Traisen

bei Bad Kreuznach hat Klein seine beiden

Scania fest stationiert.

und liefern sie nach Vorgabe des Kunden aus.

„Damit sind wir immer im Bereich der 32 Tonnen

Gesamtgewicht meiner beiden Fahrzeuge.“

es ist tatsächlich alte lieBe, die Klein

schon seit den 80er Jahren mit Scania verbindet.

Damals war er noch als Fernfahrer von Bingen

aus im Berlin-Verkehr unterwegs – mit einem

Scania. „Es gab damals praktisch keine Ausfälle“,

erinnert sich Klein mit Freude. Den Job hat er

zwar längst aufgegeben, seit 1992 betreibt er Gartenlandschaftsbau

sowie Erdhubarbeiten und

baute parallel ein kleines Transportunternehmen

auf. Der erste Lastzug war ein gebrauchter Lkw –

fast schon selbstverständlich ein drei Jahre alter

Scania 124, der nun im elften Jahr problemlos

über eine Million Kilometer gelaufen ist. Dann

brachte es der Zufall mit sich, dass Klein auf

einer seiner Baustellen angesprochen wurde, ob

er nicht auch Beton transportieren könnte. So

begann die Geschäftsbeziehung zu Trapobet.

„Zuerst habe ich zwei Mietfahrzeuge eingesetzt.

Als fester Partner setzt

Klein seine beiden

Fahrzeuge für das Unternehmen

Trapobet ein.

10 SCANIA BEWEGT • 2.2010 www.scania.de


Für die beiden Aufbauten hat Klein von Intermix einige

Aggregate wie den Wasserschlauch und die Rutschen für die

Verlängerung des Auslaufs nach vorne setzen lassen.

Als 2008 eine Neuinvestition anstand, habe ich

mich für Scania entschieden. Die Gründe sind

eindeutig die Zuverlässigkeit, die Wartungsfreundlichkeit,

das Fahrerhaus und natürlich die

Euro 5-EGR-Technologie.“

Die BeiDen Fahrgestelle R 400 CB 8x4

MHZ(BM) hat Klein mit einem Fahrmischer von

Intermix aus Heimertingen, einem der führenden

Spezialanbieter in Europa, kombiniert. Die

Trommel fasst zehn Kubikmeter, der zusätzliche

Tank für das Wasser, mit dem beim Entladen die

richtige Konsistenz des Betons gewährleistet

wird, ist für 600 Liter ausgelegt. Aus der Kabine

können die Fahrer über einen Stellhebel die

Drehrichtung der Trommel ändern: Läuft sie

Bei der Achskonfiguration 8x4 sind die beiden lenkbaren

Vorderachsen mit einer Achslast von jeweils 7,1 Tonnen blattgefedert

und mit Stabilisatoren verstärkt.

rechts herum, drückt eine Schnecke den Beton

gegen die vordere Wand, läuft sie links herum,

drückt die Spindel die feuchte Masse über den

Auslauf raus. Deshalb hat Klein unter anderem

die zusätzlichen Rutschen zur Verlängerung des

Auslaufs von Intermix weiter nach vorne setzen

lassen. Dort bleiben sie sauber. Das Gleiche

gilt auch für die Unterlegkeile. Als Schutz vor

Schmutz hat Klein im Heck einen zusätzlichen

Staukasten einbauen lassen. Dort sind Arbeitsmaterialien

wie Eimer, Kelle oder Reinigungsmittel

sicher gelagert. „Betontransport ist nun mal

ein dreckiges Geschäft.“

wesentlicher sinD Für klein allerdings die

Platzverhältnisse. „Bei anderen Anbietern ist der

Zusammen mit dem Fahrmischer

von Intermix aus Heimertingen

kommt der Scania

R 400 CB 8x4 MHZ(BM) auf ein

Leergewicht von 15 Tonnen.

Fahrer Bernd Winter gibt aus

der Kabine per Stellhebel die

Drehrichtung der Mischtrommel

vor – rechts während der

Fahrt, links zur Entladung.

Der Zusatztank fasst 600 Liter

Wasser. Damit wird beim Entladen

auf der Baustelle die

richtige Konsistenz des Betons

gemischt.

Raum hinter der Kabine verbaut“, sagt er klipp

und klar, „deshalb gibt es weniger Platz als bei

Scania. Nötige Wartungs- und Reinigungsarbeiten

können viel leichter durchgeführt werden.

Auch der Auftritt selbst ist so ausgelegt, dass der

Fahrer die große Stellfläche gut erreichen kann.

Das ist einfach durchdacht.“ Die Lkw sind mit

Opticruise ausgestattet, um wenigstens beim

Fahren Diesel zu sparen. Der Verbrauch liegt

durch den konstanten Trommelbetrieb über das

Nebengetriebe bei 55 Litern. Beide Fahrzeuge

sind jeweils für fünf Jahre geleast. „Die Qualität

eines Scania ist für mich den etwas höheren Preis

wert. Ich hätte auch ein billigeres Fahrzeug nehmen

können, aber ich glaube nicht, dass ich dann

zufrieden wäre.“

www.scania.de 2.2010 • SCANIA BEWEGT 11


FAHRZEUG-TECHNIK Text und Fotos: Walther Bruckschen

„Das Bau-

kasten-

system hat

den Ausschlag

gegeben, dass

wir auf Scania

umgestiegen

sind.”

­Siegfried­Mossandl,­

Geschäftsführer

Mossandl setzt

in allen Unternehmensbereichen

Scania Fahr-

zeuge ein – vom Betonmischer

über den Kieskipper

bis hin zum Absetzkipper.

Familie Moßandl managt

die Firma (v. li.): Siegfried,

Andreas und Miriam Moßandl.

Qualität

am Bau

12 SCANIA BEWEGT • 2.2010 www.scania.de


Andreas Mossandl (links)

ist Junior-Chef des

Unternehmens, das

Niederbayern und die

südliche Oberpfalz

auch als Scania Händler

betreut.

Mittlerweile in der dritten Generation ist die Firma Karl Mossandl in Dingolfing

eine bekannte Größe in der niederbayerischen Baubranche. Seit den 80er Jahren ist

Mossandl auch Händler für die Marke Scania. Aus gutem Grund.

Schon damals konnte scania ein teilverzinktes

Fahrerhaus anbieten, alle Bauteile

im Steinschlagbereich waren robust

und rostfrei“, schwärmt Siegfried Mossandl

noch heute, wenn er an die ersten Kontakte

mit Scania 1983 anlässlich der IAA in Frankfurt

denkt. Vor allem das Baukastensystem hatte es

ihm angetan. „So war die Anpassung der Fahrzeuge

an die Erfordernisse am Bau recht einfach.“

Damals in Frankfurt wurde das erste HK-Fahrzeug,

der P 112 HK 6x4, vorgestellt, der auch für

den Allrad-Einsatz vorgesehen war. „Wir haben

Scania damals in unserem eigenen Fuhrpark ausprobiert

– und sind dabeigeblieben.“ Mehr noch:

Mossandl füllte einen weißen Fleck im Händlernetz

von Scania: Niederbayern und die südliche

Oberpfalz bilden seither das Verkaufsgebiet von

Mossandl.

siegfried mossandl, diplom-Bauingenieur

und Senior-Chef in Dingolfing, kann schon auf

mehr als 30 Jahre im operativen Geschäft zurückblicken.

Sein Vater hatte 1961 als Betriebsleiter

der Firma Reigl, die seit 1933 im Transportbereich

sowie im Schrott- und Metallgroßhandel

und später in der Sand- und Kies-Produktion

tätig war, das Unternehmen übernommen und

die Karl Mossandl KG gegründet. 1977 trat sein

Sohn Siegfried – gerade einmal 27 Jahre alt – in

die Firma ein und übernahm ein Jahr später erste

Anteile. „Schon mein Vater war sehr offen, was

die Übergabe des Unternehmens an die nächste

Generation betrifft“, so Siegfried Mossandl.

„Auch mein Bestreben ist es, meinen Kindern

frühzeitig Verantwortung zu übertragen und

sie in die Firma einzuführen. Denn schließlich

will jeder auch wissen, wofür er arbeitet.“ Dass

ihm dies bereits gelungen ist, können die beiden

Kinder Miriam (34) und Andreas Mossandl (32)

bestätigen. Seit 2006 sind sie beide Gesellschafter,

seit 2009 neben ihrem Vater gleichberechtigte

Geschäftsführer. Die Tochter ist als Diplom-

Kauffrau für die kaufmännische und finanzielle

Leitung des Unternehmens sowie für den Neuverkauf

von Scania zuständig. Sohn Andreas ist

Voll- und Wirtschaftsjurist und kümmert sich um

die Bereiche Entsorgungsfachbetrieb, Fuhrunternehmen,

Service, Werkstatt, Ersatzteilbereich

sowie den Vertrieb im Baubereich.

„Dabei kann jeder alleine entscheiden“,

berichtet der Senior stolz, „und diese Entscheidungen

werden dann auch gemeinsam getragen.“

Wichtig sei lediglich, dass man die anderen über

die eigenen Entscheidungen informiert. Alles

andere sei Vertrauenssache. Dabei legen alle drei

Wert auf die Feststellung, dass es keine Übergabe

nach dem Motto „Die Jungen übernehmen,

der Alte zieht sich zurück“ ist. „Wir möchten auf

keinen Fall auf die Erfahrung und den Weitblick

unseres Vaters verzichten“, betont Andreas Mossandl.

Dennoch ist dieser froh, dass er sich ein

bisschen mehr auf seine schon mehr als 30 Jahre

währende Tätigkeit als Vorsitzender der bayrischen

Sand- und Kiesindustrie sowie als Vorsitzender

entscheidender Gremien bei der IHK

konzentrieren kann.

„diese verschiedenen aufgaBen halten mich

jung und rege – auch wenn die Herausforderungen

bedingt durch die wirtschaftliche Situation

größer werden.“ Er kümmert sich immer noch

um wichtige Bereiche wie die Sand- und Kiesaufbereitung

sowie die Organisation der Genehmigungsverfahren

im Baubereich. Nicht zuletzt

seine langjährigen Kontakte zum Großkunden

BMW, wo Mossandl seit 1967, „seit dem ersten

Spatenstich fürs Produktionswerk 2.4“, wichtige

Erd- und Betonlieferungsaufträge übernimmt,

kann er weiterhin in die Firma einbringen. Auch

Wettbewerber aus dem Baubereich kann er für

Scania begeistern: „Wir haben den großen Vorteil,

dass wir unsere eigenen Fahrzeuge – ob Kipper,

Betonmischer oder Absetzkipper – beim Kunden

vorführen können. Das kann nicht jeder Händler

von sich behaupten.“ Und noch etwas gibt es, das

ihm das Händlerdasein für Scania erleichtert:

„Für mich nimmt der Fernverkehrszug von der

Qualität her eine Spitzenstellung ein. Zuverlässigkeit

und Lebensdauer sind sehr hoch, wir setzen

unsere Baufahrzeuge oft acht bis zwölf Jahre ein.

Und schließlich ist das Leergewicht durch das

Baukastensystem sehr niedrig, wodurch eine

hohe Nutzlast erreicht werden kann.“

diese positive haltung zum Produkt zahlt

sich aus: Mossandl verkauft in einem „normalen“

Jahr – also das letzte Jahr einmal ausgenommen

– zwischen 100 und 120 Fahrzeuge. Ein nicht

unerheblicher Teil der Kunden kommt aus der

Baubranche. „Wir setzen für unsere Transporte

viele Subunternehmer ein – so haben alle etwas

davon, bei uns gilt das Prinzip leben und leben

lassen“ – und alles spricht dafür, dass auch die

nächste Generation mit dieser Einstellung die Firma

Mossandl weiter voranbringen wird.

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FAHRZEUG-TECHNIK Text und Fotos: Joachim Geiger

BASIS

ARBEIT

Das Metier von Dieter Krösche sind Taxikräne vom Kaliber

bis 60 Tonnen. Ein neues Fahrzeug kauft er am liebsten

von der Stange. Für den Niedersachsen ist das kein Risiko,

denn das Konzept für die Baureihe hat er selbst entwickelt.

Der Mobilkran lTF 1035-3.1 gehört

zwar zu den kleineren Vertretern seiner

Spezies, trotzdem wirkt der aus

Feinkornstahl gefertigte dreistufige

Teleskopausleger so kräftig, als könnte er eine

weitaus höhere Traglast als die in seiner Klasse

vorgesehenen 35 Tonnen an den Haken nehmen.

Die Basis für das von Liebherr im Werk

Ehingen in der Nähe von Ulm aufgebaute Fahrzeug

bildet ein Scania Dreiachser der Baureihe

P mit niedrigem Fahrerhaus. In der Sprache der

Kran-Profis wird der Lkw im Autokran zum

Unterwagen, der auf einem Zwischenrahmen

ruhende Kran mit seinem 175 PS starken Vierzylinder-Turbodieselmotor

ist als Oberwagen das

Gegenstück dazu. Der insgesamt rund neuneinhalb

Meter lange LTF 1035-3.1 firmiert als selbstfahrende

Arbeitsmaschine. Sie bringt genau

27.500 Kilogramm auf die Waage und ist damit

ein Kandidat für eine Dauergenehmigung für

freie Fahrt auf öffentlichen Straßen.

„Das kürzel lTF steht für Liebherr Telekran

Fertighaus“, erklärt Dieter Krösche, Geschäftsführer

der 1974 gegründeten Krösche-Kran

Service GmbH (KKS) im niedersächsischen

Holzminden. Das Geschäft von KKS ist die

Gestellung von Autokränen für die Montage

von Fertighäusern und Industriebauten. Auch

bei Dachstuhlmontagen, Stahlbauarbeiten und

Hallenbauten kommen die Krösche-Kräne zum

Einsatz. Dass Dieter Krösche mit den Feinheiten

der LTF-Baureihe bis ins Detail vertraut ist,

liegt daran, dass er die Entwicklung des Krankonzepts

höchstpersönlich bei Liebherr vor-

Vom Steuer seines Scania bis an den Joystick in

der Krankabine braucht Fahrer Bernd Lorscheider

nur wenige Minuten Rüstzeit. Die Ballastplatte am

Kranheck wiegt zwei Tonnen.

Dieter Krösche (re.) ist „Mr. Taxikran“;

Schwiegersohn Joachim Ruthe ist der Mann

fürs Tagesgeschäft.

angetrieben hat. Der 70-Jährige bevorzugt für

seine Mobilkräne die Bezeichnung „Taxikran“.

Das Prinzip: Der Fahrer steuert das Gefährt

zum Einsatzort und wechselt dort vom Steuer

des Lkw an den Arbeitsplatz in der Krankabine.

Ist der Job erledigt, geht’s weiter zur nächsten

Baustelle.

„Die lTF-baureihe hat als Taxikran dem für

Straßen- und Geländeeinsatz konzipierten All-

Terrain-Mobilkran (AT-Kran) eine Nasenlänge

an Flexibilität und Wirtschaftlichkeit voraus“,

berichtet Dieter Krösche. AT-Kräne mit voller

Ausrüstung müssen sich demnach auf dem Weg

zur Baustelle häufiger ihr Ballastgewicht durch

ein zusätzliches Fahrzeug nachliefern lassen,

weil sie sonst zu schwer für die Straße wären.

Außerdem operieren AT-Kräne in den Klassen

bis etwa 70 Tonnen meist mit einem einzigen

Triebwerk für Fahrbetrieb und Kranbedienung,

was im Vergleich zum hoch spezialisierten Lkw-

Triebwerk einen deutlich höheren Kraftstoffverbrauch

nach sich zieht. Auch die Verwendung

von Hochleistungsreifen spricht in diesem

14 SCANIA BEWEGT • 2.2010 www.scania.de


Der Scania Dreiachser sieht auch als Unterwagen

für den Mobilkran LTF 1035-3.1 klasse aus. Der

Teleskopausleger lässt sich auf 30 Meter ausfahren,

die Traglast beträgt 35 Tonnen.

„Bei der Entwicklung

dieses Krans haben wir

um jedes Kilogramm

gefeilscht.”

Dieter Krösche, Geschäftsführer der

Krösche-Kran Service GmbH

Stefan Hagendorn ist bei Scania Service-

partner Schnitger in Northeim Wartungsprofi

für Mobilkräne.

Fall gegen den AT-Kran: Die Pneus halten zwar

jede Menge Druck aus, bringen es aber oft nur

auf eine Laufleistung von 30.000 Kilometern.

Die Lastwagenbereifung der LTF-Baureihe ist

dagegen für das Dreifache dieser Leistung gut.

krösches eigener Fuhrpark besteht aus 25

LTF-Taxikränen, darunter über ein Dutzend

Einheiten mit einer Traglast von 45 Tonnen,

die ebenso wie der Anfang des Jahres in Dienst

gestellte Mobilkran in der 60-Tonnen-Klasse

auf einem Scania Vierachser zur Baustelle ausrücken.

Seit 2006 lässt Krösche seine Taxikräne

nur noch auf serienmäßigen Scania Fahrgestellen

aufbauen. „Mit Scania legen wir bei der

Wirtschaftlichkeit des Taxikrans noch einmal

deutlich zu“, nennt Krösche einen Grund, warum

die Schweden bei der Weiterentwicklung

der Baureihe eine entscheidende Rolle spielen.

Das niedrige P-Fahrerhaus zum Beispiel ist wie

geschaffen für den Teleskopausleger, der sich in

Fahrstellung in dezentem Abstand zum Dach

weit nach vorne streckt. Die reduzierte Dachhöhe

erspart Krösche die sonst mehrere Tausend

Euro teuren Anpassungen am Blech, um die

Höhe der Kabine für den Ausleger kompatibel

zu machen.

ein willkoMMener eFFekT der mit einer Einzelliege

ausgestatteten Scania Kabine ist zudem

die hohe Sicherheit der Konstruktion. Auch das

Fahrgestell ist für eine Karriere als Unterwagen

perfekt vorbereitet. Die Modifikationen vor

der Übergabe an Liebherr beschränken sich im

Wesentlichen auf die Vorbereitung der Stromversorgung

für den Ausleger und auf kleine

Änderungen am seitlichen Unterfahrschutz

und an der Traverse für die Rückleuchten. Die

Früchte seiner Arbeit für den LTF auf Scania

Basis gönnt Krösche auch seinen Partnern und

Kollegen in der Kranvermietung: Rund 100 Einheiten

hat er in den letzen drei Jahren bereits in

der Branche vermittelt.

www.scania.de 2.2010 • SCANIA BEWEGT 15


FAHRZEUG-TECHNIK Text: Alex Mannschatz, Fotos: Gugu Mannschatz

Einzelstück

Einem 530er Hauber mit

zurückversetzter Hinterachse

haben die Pfälzer

Bergespezialisten den

Aufbau eines betagten

Scania 142 spendiert.

Dass ein Aufbau sein

Trägerfahrzeug überlebt,

ist im Abschleppgewerbe

nicht ungewöhnlich. Dass

der zweite Frühling allerdings

derart schön ausfällt,

schon.

Kind im Manne

Lkw im Berge- und Abschleppdienst sind alles andere als Standardfahrzeuge.

Ein ganz besonderes Exemplar fährt für den Abschleppdienst Kawelke.

Dieser Mann liebt sein auto: „Im Grunde

ist das wie ein Baby“, sagt Ottmar Seibel. Das

„Baby“ ist seit einem Jahr bei dem Betriebsleiter

des Abschleppdienstes R. Kawelke im pfälzischen

Bobenheim-Roxheim. Um seinen Hals gegurtet

hängt eine Fernsteuerung, die tatsächlich die Augen jedes

Jungen zum Leuchten bringt. Seibel ist damit Herr über

unzählige Funktionen eines ganz besondern Lkw: eines

R 480 Bergefahrzeugs. Der Aufbau stammt von Kübler,

der Kran von Fassi. Soweit noch nichts Ungewöhnliches.

Dass dieses Auto ein echtes Unikat ist, liegt an seinen

Spezifikationen. „Ich hatte ganz exakte Vorstellungen und

Wünsche. Umsetzen ließ sich das letztlich nur mit einem

Hersteller: Scania“, sagt Seibel, während er stolz die Spielereien

seines Gefährtes zeigt.

Der Kranausleger beispielsweise fährt 14,60 Meter

aus. Ferngesteuert - genauso wie die seitlichen Stützen.

Umsetzen durfte diese Vorstellungen der Scania Partner

Motoren Baader. Seit 20 Jahren betreut man schon den

Krandienst als Kunden. „Da bedarf es einer intensiven

Der R 480 Berge-Lkw bringt es auf ein

zulässiges Gesamtzuggewicht von 70 Tonnen.

Ottmar Seibel bedient

die Funktionen per

Fernsteuerung.

Der Kran fährt auf 14,60 Meter

Höhe, der Radstand von 5,50

Metern ist der Hebelwirkung

geschuldet.

Beratung und der Absprache mit Aufbaufirmen. Es geht

um viele Details für den Bergedienst: Was geht, was geht

nicht?“ erklärt Scania Verkäufer Klaus Röther. Im Falle

des 480er ging offenbar einiges. Beginnend mit dem ungewöhnlichen

Radstand von 5,50 Metern, über die Vorderachslast

von 8,7 Tonnen bis hin zur Lkw-Abschleppbrille

am Heck oder zu den eigens nach Seibels Vorstellungen

konstruierten Staukästen mit Rolladentoren. Der Radstand

war nötig, um der Hebelwirkung entgegen zu wirken.

Der Kran und seine Bedienungseinrichtungen lasten

schließlich mit 4,5 Tonnen Eigengewicht auf dem Bereich

hinterm Fahrerhaus. 20 Tonnen wiegt Seibels „Baby“, das

zulässige Gesamtzuggewicht erreicht stolze 70 Tonnen.

Der rahMen ist angesichts der Kräfte, die an ihm zerren,

verstärkt und vollverzinkt. Hinten rollt das Konstrukt

aufgrund der enormen Ladegewichte auf einer

doppelbereiften Nachlaufachse. Seibel jedenfalls kann

sich noch lange über seinen Abschlepper freuen. 10 bis

15 Jahre wird der Lkw wohl Dienst tun beim Abschleppdienst

Kawelke.

16 SCANIA BEWEGT • 2.2010 www.scania.de


TANKERFLOTTE

In Worms steht eine der

modernsten Tankreinigungsanlagen

Europas. Auch der

Transport der Behälter ist eine

Sache für Spezialisten. Entsprechend

gut ist der Fuhrpark der

Firma Hempt bestückt.

Enrico Finelli hat Mehrere Ferraris iM hoF.

Rote natürlich, doch dazu später mehr. Finelli

ist Geschäftsführer des Wormser Unternehmens

Hempt und damit auch verantwortlich für einen

beeindruckenden Fuhrpark. 58 Zugmaschinen, 52 Tankcontainer,

390 Chassis in allen denkbaren Variationen.

„90 Prozent unserer Lkw tragen den Scania Schriftzug“,

erzählt der Geschäftsführer. Der Scania Partner, Motoren

Baader, ist nur etwa fünf Kilometer entfernt. „Das spart

Zeit und somit Geld. Kunden wie die Firma Hempt sind

darauf angewiesen, dass ihre Fahrzeuge sofort wieder

laufen. Ohne Umwege, ohne Zeitverlust“, weiß Scania

Verkäufer Klaus Röther. Auch deshalb ordern die Wormser

Tankspezialisten ihre Lkw inklusive eines Full-Service-Reparaturvertrages.

„Meistens 420er oder 440er. Die

entsprechen exakt unserem Anforderungsprofil“, sagt

Finelli. Das bedeutet etwa 120.000 Kilometer jährlich pro

Lkw, gefahren wird sowohl im Nah- als auch Fernverkehr.

Der Austausch der Fahrzeuge findet alle drei Jahre

statt. Geordert werden ausschließlich Sattelzugmaschinen.

„Entscheidend für uns ist bei der Fuhrparkbeschaf-

fung nicht nur der Preis, sondern dessen Verhältnis zur

Leistung, die man erhält“, macht Finelli klar.

hohe anForDerungen stelle man an seine Fahrer, entsprechend

hochwertig müsse dann auch das Equipment

sein, um sie zu unterstützen und zu entlasten. „Die Fahrer

müssen sich schließlich auch auf die Bedienung der

Aufbauarmaturen konzentrieren können. Tankcontainer

sind eine wertvolle Ladung“, so Finelli. Mindestens vier

Mal im Jahr findet eine Schulung im Haus statt, zudem

ist der (bescheinigte) sichere Umgang mit Gefahrgütern

Pflicht. Auch bei den Chassis setzt das Unternehmen

nicht auf Massenware. Die Fahrgestelle sind verstärkt,

luftgefedert und mit hochwertigen Achsen ausgestattet.

Doch zurück zu den Ferraris. Die heißen wirklich

so, kommen sogar aus Modena, haben aber mit Schumis

Ex-Arbeitgeber nichts zu tun. Es sind 78 Tonnen

schwere Flurförderfahrzeuge zum Greifen, Stapeln und

Umsetzen der Tankcontainer. Ferrari fahren während

der Arbeitszeit – im Fuhrpark von Enrico Finelli ist das

Alltag.

Aufgabenliste: Scania Verkäufer Klaus

Röther (li.) im Gespräch mit Hempt-

Geschäftsführer Enrico Finelli. Die

Anforderungen des Kunden sind hoch.

Spezialisten

Die Peter Hempt GmbH

& Co. KG hat sich auf den

Transport, die Reinigung

und die Instandsetzung

von Tankcontainern spezialisiert.

Die Reinigungsanlage

gehört zu den

größten und modernsten

in Europa. Eine Datenbank

hält gut 70.000 verschiedene

Substanzen und die

Vorschriften zum Umgang

mit ihnen vor.

www.scania.de 2.2010 • SCANIA BEWEGT 17


PORTRÄT Text und Fotos: Joachim Geiger

Heute hier,

morgen

dort

Wer im Geschäft mit Spezial- und Container-

transporten erfolgreich sein will, braucht Charakter

und eine Extraportion Flexibilität. Das nötige

Handwerkszeug holt sich Transportunternehmer

Franz-Joseph Gödde bei Scania.

Spannende Kunden und herausfordernde aufträge

sind bei der Ruth Weisner GmbH im nordrhein-westfälischen

Dinslaken die Norm. Nullachtfünfzehn-Jobs

wird man im 1949 gegründeten

Unternehmen dagegen kaum finden. Allerdings gibt’s bei

der konsequenten Ausrichtung auf Spezial- und Containertransporte

auch eine Kehrseite. „Wir wissen heute nicht,

was wir morgen transportieren“, nennt Geschäftsführer

Franz-Joseph Gödde einen Grund, warum er in seinem

Unternehmen die Tugend der Flexibilität in den Rang eines

Geschäftsprinzips erhebt. Dabei bedeutet für ihn Flexibilität

die Fähigkeit, die unterschiedlichen Aufträge der

Kunden in kurzer Zeit und in hoher Qualität zu erledigen.

„Unsere Fahrer laden morgens einen Arbeits- oder Wohn-

Basis für die Spezial-Lkw sind Serien-Fahrgestelle. Die Nachlaufachse des Vierachsers optimiert

Wendigkeit und Wirtschaftlichkeit. Das Nooteboom-Tiefbett trägt Lasten bis 45 Tonnen.

Jan Galuszka ist der Kapitän im Cockpit eines Scania

Dreiachsers. Für ihn ist der Schwede das ideale Fahrerauto.

Oben: Das Gesicht der

Scania Flotte prägt die

in Opalgrün lackierte

Highline-Fahrerkabine.

Links: Für Firmenchef

Franz-Joseph Gödde gilt die

Parole, stets die Verbesserung

der Arbeit im Blick

zu halten. Fahrzeugtechnik

von Scania hilft ihm dabei.

Die Technik hat

nur dann ihren Nutzen,

wenn die Verfügbarkeit

stimmt.”

Franz-Joseph Gödde, Geschäftsführer

der Ruth Weisner GmbH

18 SCANIA BEWEGT • 2.2010 www.scania.de


Juniorchef Michael Gödde

ist ein Fan des Vierachsers.

Im Betrieb kümmert er sich

um Technik und Fuhrpark.

Der mächtige Palfinger-Ladekran hinter der Kabine erlaubt hohe Hubleistungen.

Nach der Fahrzeugpflege

macht die Fahrt im Scania

doppelt Freude.

container für eine Baustelle, am Mittag eine Baumaschine

und abends ein zwölf Tonnen schweres Aggregat für eine

Biogasanlage“, berichtet Gödde, der das Steuer der Firma

seit 1984 in der Hand hält.

stehen spezialtransporte mit stahlträgern, Brückenteilen

und Kraftwerkskomponenten auf dem Plan,

sind häufig Überlängen, Überbreiten und Überhöhen

angesagt. Hier kann Weisner seine ganze Erfahrung ausspielen.

Eine Obergrenze setzt das Unternehmen jedoch

beim Gewicht – bringt ein Transportgut mehr als 45 Tonnen

auf die Waage, zieht der verantwortliche Disponent

die Reißleine. Auch für die Kunst setzt Weisner sein Equipment

in Bewegung. Im Juli 2009 verfrachteten die Schwer-

lastprofis die sieben Meter hohe Brunnenskulptur der

Künstlerin Niki de Saint Phalle zur Generalüberholung per

Tieflader aus der Duisburger Innenstadt zum Restaurateur.

seit drei Jahren setzt franz-Joseph gödde beim

Ausbau seines Fuhrparks auf Scania. Die aktuelle Schweden-Fraktion

ist vier Einheiten stark, alle Lkw gehören zur

Baureihe R und tragen eine Highline-Fahrerkabine mit

einer dem Firmendesign entsprechenden Lackierung in

Opalgrün. Die Aufgabe der drei dreiachsigen Sattelzugmaschinen

ist der Spanndienst in der Spezialflotte mit Telefahrzeugen,

Tiefbettaufliegern und Semitrailern. Den Part

der Kranlogistik übernimmt ein Vierachser vom Typ

Scania R 480 mit einem Palfinger-Ladekran der 50-Metertonnen-Klasse.

Das nach der Achsformel „8x2*6“ konfigurierte

Fahrzeug mit der hydraulisch gelenkten und liftbaren

Nachlaufachse ist der Senior des Quartetts, zugleich

aber auch das inoffizielle Flaggschiff der Weisner-Flotte.

der Vierachser ist neuerdings häufig mit Getrieben

für Windenergieanlagen unterwegs, die zum Einbau oder

zum Austausch an den Kraftwerken anstehen. Da der

Ladekran dazu in Werkshallen agieren muss, bei denen

es in der Höhe auf jeden Zentimeter ankommt, ist das

Kranfahrzeug für diesen Job mit seiner niedrigen Bauhöhe

von 3, 75 Metern und der zweistufigen Niveauregulierung

geradezu prädestiniert. Hoch im Kurs steht bei Franz-

Joseph Gödde auch das serienmäßige Fahrgestell des

Scania Vierachsers, dem er handfeste wirtschaftliche Vorteile

abgewinnt. „Die ausgezeichnete Abstimmung kommt

der Lebensdauer der Reifen zugute. Eine Laufleistung von

200.000 Kilometern an der Vorderachse ist machbar“, weiß

der Firmenchef, der mit seinem Besitzerstolz auf den Lkw

längst nicht mehr allein in der Familie ist. „Der Vierachser

hat das Fahrverhalten und den Fahrkomfort eines Omnibusses.

Er läuft sehr leise, die Bedienung ist ergonomisch

und das große Fahrerhaus ist ein Traum“, schwärmen unisono

die beiden Söhne Michael und Christopher Gödde,

die als Kfz-Mechaniker und Speditionskaufmann dem

Vater im Betrieb zur Hand gehen.

damit die scania flotte dem unternehmen rund um

die Uhr zur Verfügung steht, hat Franz-Joseph Gödde die

Betreuung der Fahrzeuge in die Obhut von Scania Händler

Breuer in Duisburg gegeben. Die Basis für das Arrangement

bildet ein Scania Reparatur- und Wartungsvertrag

in der Variante mit Komplettversorgung, die neben regelmäßigen

Wartungen und verschleißbedingten Reparaturen

auch Leistungen wie die Übernahme der gesetzlichen Prüfungen

enthält. Das Scania Quartett im Weisner-Fuhrpark

darf sich jetzt auf einen interessanten Zuwachs einstellen,

der das Einsatzspektrum des Unternehmens noch einmal

erweitert. Bestellt ist eine Scania Sattelzugmaschine mit

drei Achsen, die mit einem auf schwere Lasten spezialisierten

Palfinger-Ladekran vom Typ PK 60002 Performance

antreten wird. Ein Schmankerl ist dann auch die hydraulisch

verschiebbare Sattelkupplung, mit der sich künftig

alle Trailer des Fuhrparks aufnehmen lassen. Mit diesem

Fahrzeug setzt Franz-Joseph Gödde neue Maßstäbe für

Flexibilität. Und die ist im Unternehmen bekanntlich

Trumpf.

www.scania.de 2.2010 • SCANIA BEWEGT 19


Update PRODUKTE Text und Fotos: Martin Heying

Der Bordcomputer

zeigt die Daten

sofort, der Communicator

200 arbeitet

unsichtbar im

Hintergrund.

Einfach kontrolliert

Einst eine visionäre Innovation, sind Telematiksysteme inzwischen

längst im Speditionsalltag angekommen. Ein besonders ergonomischer

Vertreter dieser Technik ist der Communicator 200 von Scania.

in ZeiTen des kosTendrucks und der Finanzknappheit,

aber auch des steigenden Umweltbewusstseins,

ist die Telematik zur unverzichtbaren Technologie für

einen kosteneffizienten und umweltschonenden Fuhrpark

geworden. Bei Scania sorgt ein kleiner schwarzer,

unscheinbarer Kasten dafür, dass der Spediteur, der

Disponent oder der Fuhrparkleiter die Spezifika der Flotte

fest im Griff haben: Der Communicator 200 von Scania

bietet die wichtigsten Funktionen in einer effizienten und

preisoptimierten Struktur. Anwender schätzen vor allem

die gute Bedienbarkeit des Systems.

so auch oliver rogge, Bereichsleiter der Spedition

Recht GmbH in Brühl. Die Recht GmbH hat sich auf

outgesourcte Transportketten in sensiblen Bereichen

spezialisiert: Bücher, Unterhaltungselektronik, Druckfarben

und Kunststoffteile – immer heißt es zur richtigen

Zeit am richtigen Ort sein, oftmals am Wochenende oder

über Nacht. Und natürlich immer zu vertretbaren Kosten.

Das geht nur durch eine gute Kenntnis von Ist-Zustand

und Soll-Aufgabe, nur so lassen sich alle Vorteile beim

Outsourcing abschöpfen. Dabei sind professionelles

Projektmanagement und gegenseitiges Vertrauen ausschlaggebend

für den Erfolg. Telematiksysteme bieten

da eine unverzichtbare Grundlage.

Über das TelemaTiksysTem von Scania sagt Oliver

Rogge: „Der Communicator 200 ist ein übersichtliches

und gut zu bedienendes Flottenmanagement-Tool.“

Zudem schätzen Rogge und Geschäftsführer Bernd

Recht auch die Übermittlungseffizienz der gesammelten

Informationen. „Einen großen Teil der gesammelten

Daten brauchen wir im

Tagesbetrieb nicht“,

erklärt Rogge. Hier

stehen vor allem

Positionierung und

Routenverfolgung

20 SCANIA BEWEGT • 2.2010 www.scania.de


Bereichsleiter Oliver Rogge schätzt die gute und schnelle

Bedienbarkeit des Communicator 200.

im Vordergrund, die der Communicator 200 schlank und

abgetrennt von der übrigen Datenerhebung übermittelt.

Eine übersichtliche Darstellung aller Fahrzeuge mit eindeutiger

Kennung ist Rogge dabei genauso wichtig wie

die Geofence-Funktion: Beim Verlassen oder Befahren

einer definierten Zone schickt das System automatisch

eine Info-Mail an zuvor festgelegte Adressaten. „Diese

Festlegung der Meldezonen ist beim Communicator 200

besonders schnell und einfach möglich“, lobt Rogge

das Scania System. Der Bereichsleiter spart wertvolle

Zeit: Start und Zielbereiche legt er schnell und flexibel

fest und statt permanenter Echtzeitverfolgung an der

Karte, wissen er, der Versender der Ware und letztlich

auch der Empfänger, ob das Frachtgut im anvisierten

Zeitfenster eintrifft. Rogge gleicht so mithilfe des Systems

die Tourplanung an den aktuellen Status der Fahrzeuge

an. Bernd Recht ergänzt: „Die restlichen Daten wie den

Umweltreport, die Wartungsplanung und ab Sommer

dann den drahtlosen Download der Fahrerkarte und des

Massenspeichers werten wir in der Regel am Wochenende

aus.“ Dabei geht es Recht nicht nur um Kosteneffizienz,

sondern auch um eine gute Umweltverträglichkeit

seiner Flotte. „Hilfreich ist auch, dass wir die Parameter

für jedes Fahrzeug individuell festlegen können“, sagt

Bernd Recht. „Damit lassen sich auch unterschiedliche

Anforderungsprofile vergleichen.“

durch die permanenTe auswerTung der Fahrzeugdaten

gestützt, fährt die Flotte von Recht inzwischen

mit einer Höchstgeschwindigkeit von 82 Kilometern pro

Stunde. Der Zeitverlust ist marginal bis nicht vorhanden,

aber die Minimierung von Verbrauch und Verschleiß spart

nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt.

Fahrer Karl Hochauf fährt seit zehn Jahren für Bernd

Recht. Am Anfang war Hochauf noch skeptisch, misstraute

wie viele seiner Kollegen der ständigen Kontrolle

durch die Disposition. Inzwischen sieht er aber die

Vorzüge des Systems und hat sehr schnell mithilfe des

Bordcomputers und der Telematik seine Fahrweise optimiert.

„Ich kann die wichtigsten Daten wie Verbräuche

und Drücke auf dem Display in meinem R 400 permanent

abrufen“, sagt der 50-Jährige. „So kann ich

bereits während der Fahrt reagieren.“ Mit den vom

Communicator 200 gesendeten Daten lässt sich später

eine komplette Analyse vornehmen. In der sogenannten

Ampeldarstellung wird dann sehr schnell klar, ob der

einzelne Fahrer seine Werte verbessert hat und wie er

und sein Fahrzeug im Verhältnis zur Flotte dastehen.

„Natürlich entsteht auf diese Weise auch ein Vergleichs-

Communicator 200

Der Zugang zum Scania Fleet Management Portal

erfolgt durch einen Computer mit Internet Explorer

und Internetzugang über ein gesichertes Passwort mit

Benutzername. Das Einloggen von mehreren Benutzern gleichzeitig ist möglich.

• Positionierung und Routenverfolgung

• Analyseberichte für Fahrer- und Fahrzeugdaten (Vergleiche möglich,

Darstellung als Ranking)

• Geofence (Verlassen oder Befahren einer definierten Zone)

mit automatischer E-Mail-Benachrichtigung

• Fahrzeugalarm (mit entsprechender Komponente im Fahrzeug)

• Wartungsplanung

• Umweltreport

• Download der Fahrerkarte sowie des Massenspeichers

(mit neuer Tachografengeneration)

wettbewerb unter den Fahrern“, erläutert Bernd Recht,

der Ehrgeiz besser zu werden käme der ganzen Firma

zugute. Bei gut 100 Mitarbeitern, wie bei der Recht

GmbH, spart ein Telematiksystem wie der Communicator

200, kombiniert mit gezielten Fahrertrainings, schlicht

Zeit und Geld.

Das Geofence des

Communicator 200 lässt

sich einfach einrichten,

Mail-Adressen zur Benachrichtigung

sind individuell

festlegbar, jedes Fahrzeug

ist erfasst.

“Man achtet auf weniger

Verschleiß. Und arbeitet

mehr mit dem Retarder und

der Motorbremse.”

Karl Hochauf, seit 30 Jahren Lkw-Fahrer

www.scania.de 2.2010 • SCANIA BEWEGT 21


PORTRÄT Text und Fotos: Knut Siewert

Fertighaus-

EXPRESS

Unter den Schwerlast-Spediteuren hat Wolfgang Wagenblast aus Schwäbisch

Gmünd eine Sonderstellung: Seine W. Wagenblast Spezialtransporte GmbH ist der

Fertighaus-Express auf deutschen Straßen. Der Seniorchef und sein Sohn Markus

schwören auf Lkw von Scania.

Der Familienbetrieb auF der

württembergischen Ostalb

hat den Ruf der absoluten Zuverlässigkeit.

Sonst hätte Wolfgang

Wagenblast 2006 sicher nicht die General-

Lizenz für die Spezialtransporte der Deutschen

Fertighaus Holding (DFH) erhalten. Damals

sprang er in die Bresche und baute sein seit

1992 bestehendes Engagement für die DFH aus.

Wagenblast übernahm in diesem Wirtschaftsboomjahr

die gesamten Transporte für die

„Mutter“ der Fertighaus-Marken Okal, Massa

und Allkauf. Just-in-time müssen die auf zwei,

gelegentlich auf drei Zügen verladenen Hausteile

auf den Baustellen sein. Die W. Wagenblast

Spezialtransporte GmbH hat deshalb auch am

DFH-Sitz in Simmern bei Koblenz einige Zugmaschinen

mit Fahrern sowie Auflieger stationiert.

Ein Motorfahrzeug steht als „Feuerwehr“

im heimischen Schwäbisch Gmünd am Firmensitz,

der 2004 neu in der Lorcher Straße 145

bezogen wurde.

„service – Zuverlässigkeit – wirtschaFtlichkeit:

Das sind die entscheidenden Argumente!“

kommt es wie aus der Pistole geschossen,

wenn man Wolfgang Wagenblast (61) nach

seinen Entscheidungsgrundlagen fragt. Für

ihn steht fest: Scania hat bei allen drei Punkten

die Nase vorn. Als der Familienrat 2006 grünes

Licht gab und 1,5 Millionen Euro in Fahrzeuge

investiert wurden, musste alles sehr schnell

gehen. „Masse statt Klasse“ hieß es damals aus

gut nachvollziehbaren Gründen. Doch in den

22 SCANIA BEWEGT • 2.2010 www.scania.de


letzten drei Jahren gab man den Premium-Lkw

den Vorzug. Acht neue und einen gebrauchten

Scania Lkw hat Wagenblast bei Norbert Grundey,

Verkäufer bei Scania Ellwangen, gekauft.

Wolfgang Wagenblast hat seine Firma für Spezialtransporte

1983 mit einem Scania Typ 111

gegründet. An seiner Seite damals wie heute:

Ehefrau Hedwig in der Buchhaltung, die

bald von der diplomierten Betriebswirtin

und Schwiegertochter Rebekka unterstützt

wird. Der 26-jährige Sohn Markus ist in die

Geschäftsleitung eingebunden – und so gibt es

beim Generationenwechsel keine Brüche .

der Filius hat eine kFZ-mechanikerlehre

in der Niederlassungswerkstatt eines deutschen

Nutzfahrzeuge-Herstellers absolviert. Heute

sagt er aus Erfahrung: „Die Zusammenarbeit mit

Scania ist einfach am besten.“ Das gilt für die Servicewerkstatt

in Kuchen ebenso wie im Blick auf

den Ersatzteilservice für die Wagenblast-Werkstatt.

Hat ein Fahrzeug unterwegs ein Problem,

„werden unsere Fahrer bei Scania absolut unkompliziert

bedient. Die Fahrzeuge sind schon nach

kurzer Zeit wieder auf Achse.“

„am kauFpreis liegt es ganZ sicher nicht,

dass wir uns für Scania entscheiden“, sagt Wolfgang

Wagenblast schmunzelnd. Im Dauerbetrieb

sind die neun Trucks aus dem hohen Norden

deutlich günstiger als die 18 Fahrzeuge der drei

anderen Marken im Fuhrpark: Zwei Liter Diesel

weniger auf 100 Kilometern bei absolut vergleichbaren

Transportfahrzeugen belegen die firmeninternen

Statistiken. Da muss man nicht gebürtiger

Schwabe sein, um bei 2,5 Millionen Transportkilometern

im Jahr die Kostenvorteile zu sehen,

zumal für ihn feststeht: „An unseren Scania Lkw

„Die Zusammenarbeit mit Scania ist

einfach am besten. Unsere Fahrer

werden absolut unkompliziert bedient.“

Wolfgang und Markus Wagenblast

Markus (li.) und Wolfgang Wagenblast:

Die Nachfolge ist gesichert.

haben wir weniger Reparaturen und weniger Ausfälle

durch Großschäden.“ Insgesamt sind 25 Fahrer

und Zugmaschinen – darunter neun Scania

R 420 4x2, R 440 4x2, R 480 4x2, 6x2 und 6x4 – in

Deutschland und im benachbarten Ausland mit

Terminfracht unterwegs. 52 Sattelauflieger stehen

zurzeit in einem „atmenden“ Fuhrpark, der je

nach Auftragslage angepasst wird.

neben dem Fertighaus-geschäFt hat Wagenblast

zwei weitere Standbeine: Wolfgang und

Markus Wagenblast (im Zweitberuf gelernter Speditionskaufmann)

disponieren Spezialtransporte

mit Betonteilen sowie mit Stahlkonstruktionen,

-Trägern und -Blechen. Ein Autowaschanlagenhersteller

aus Illertissen ist ein weiterer Kunde

der W. Wagenblast Spezialtransporte GmbH.

Für diesen liefert Wagenblast Bodenplatten und

Technikcontainer zu Standorten in Deutschland,

Mit zwei Sattelzügen werden die Fertighäuser auf

die Reise geschickt. In der eigenen Werkstatt erledigt

das Unternehmen alle Servicearbeiten selbst.

Im Familienunternehmen Wagenblast packt jeder

mit an: Markus Wagenblast beim Aufsatteln.

Schweden und Österreich, in der Schweiz und in

Griechenland.

wagenblast-Züge mit 54 tOnnen Gesamtgewicht

transportierten von Oktober 2008 bis

November 2009 die Tübbinge (Fertigbetonteilschalen)

zur zweiten Pfändertunnelröhre nach

Hörbranz am Bodensee. 32 Meter maß ein Betonbinder

– „unsere längste Fracht“ – der 2007 zu

einer Papierfabrik-Baustelle in Karlsruhe geliefert

wurde. Auch Teile mit 4,50 Meter Höhe und 3,80

Meter Breite brachte Wagenblast schon auf die

Straße.

www.scania.de 2.2010 • SCANIA BEWEGT 23


PORTRÄT Text und Fotos: Herbert Schadewald

Entsorgung ist ihr Geschäft.

Und dafür brauchen die Mitglieder

der ALBA­Unternehmensgruppe

kräftige und zuverlässige

Fahrzeugtechniken. Scania

erfüllt die hohen Anforderungen

der brandenburgischen ALBA

Wriezen GmbH.

S

chnell, sauber und zuverlässig entsorgt

ALBA sämtliche Abfälle. So gehören die dunkelblauen

Fahrzeuge und Container natürlich auch

häufig zum Baustellenalltag. Und gerade für den

gigantischen Großbauplatz des neuen Hauptstadtflughafens

Berlin-Brandenburg International (BBI) benötigte

die ALBA Wriezen GmbH ein robustes und geländetaugliches

Mobil, mit dem gleichzeitig kräftig gebaggert werden

kann. „Da hat uns Scania das beste Angebot und Konzept

unterbreitet“, berichtet Fuhrparkchef Matthias Noa. Er ist

Herr über 58 Trucks, die südöstlich von Berlin im ständigen

Entsorgungseinsatz sind.

Die Abräumer

24 SCANIA BEWEGT • 2.2010 www.scania.de


ein scania P 400 LB 6x4 HNA komplettiert seit Anfang

Februar die Flotte des ALBA-Tochterunternehmens, in der

seit 2007 nun insgesamt sechs Schweden mit dem Greif im

Logo rollen. Neben der Euro 5-Technik und dem Allradantrieb

des langen Dreiachsers war dem Fuhrparkchef wichtig,

dass das Fahrzeug flexibel einsetzbar ist.

„Wir können jegliche Art von Abrollcontainer fahren

und auch Selbstladetätigkeiten verrichten. Das eröffnet

uns zwei Bereiche, die wir mit einem Fahrzeug bedienen

können“, freut sich Noa über den Scania-Neuling. Für die

universellen Aufbauten sorgte die Hüffermann Transportsysteme

GmbH in Neustadt/Dosse. Sie komplettierte den

Scania mit einem teleskopierbaren Multilift-Hakengerät

XR21S.56 und einem Jonsered Recyclingkran 1140Z DT 93,

der mit einem Zweischalengreifer KM 605-450 l ausgestattet

ist. Bis zu acht Meter kann der Baggerarm gestreckt werden.

„Damit können wir richtig zugreifen. Das entspricht den

Kundenanforderungen, die wir haben“, erklärt Noa. Bisher

verfügte seine Lkw-Flotte über mittlere Palfingerkräne der

PK-Baureihe für leichte Ladetätigkeiten.

„Wir freuen uns, dass wir das gemeinsam mit ALBA auf

die Beine stellen konnten“, bewertet Regionaldirektor Gerhard

Lauster von Scania Berlin/Ludwigsfelde das interessante

Gemeinschaftsprojekt. Sein Verkäufer Dennis Pawelczyk

hatte das Gesamtkonzept auf den Weg gebracht und

damit auch den brandenburgischen ALBA-Fuhrparkleiter

überzeugt. „Es war auch für uns eine interessante Aufgabe

und Herausforderung“, kommentiert Hüffermann-Vertriebsmanager

Helge Strauß. Er wies am Auslieferungstag

direkt bei Scania Berlin/Ludwigsfelde den ALBA-Fahrer

Detlef Linstädt in die „Geheimnisse“ der Lade- und Hebetechnik

ein.

„ist eine tolle sache“, strahlt der in Orange gekleidete

Praktiker. Fix kam er mit der neuartigen Baggertechnik

zurecht, obwohl „ich hier auch gleichzeitig mit Fußpedalen

arbeiten muss“, erklärt Linstädt den Unterschied zu den

bisherigen Kranaufbauten. Seit 32 Jahren steuert er Lastwagen

und wird von seinem jetzigen Fuhrparkchef als

„Deutschlands bester Kraftfahrer“ bezeichnet. Die dunkelblauen

ALBA-Fahrzeuge sind 2007 zu seiner Alltagsbeschäftigung

geworden. Der Umstieg vom Wettbewerbsfahrzeug

auf den 400 PS starken Scania mit der manuellen

Schaltung des 12+2-Gang-Range-Split-Getriebes fiel ihm

nicht schwer. Im Gegenteil. „Das Fahrgefühl ist schön“, lobt

er nach den ersten Touren. „Ich habe hier auch mehr Platz,

denn das Fahrerhaus ist größer und vor allem ist der Einstieg

niedriger“, schildert Linstädt. Da der Scania nur über

zwei Trittstufen verfügt, kann der Fahrer oder die Fahrerin

praktischer und schneller den Platz hinter dem Lenkrad

erreichen und verlassen. „Das haben meine Kolleginnen

gleich registriert“, sagt der ALBA-Chauffeur. Nur an die

Gesamtlänge seines universellen Scania (Radstand: 4,90 m)

muss sich der erfahrene Trucker erst noch gewöhnen.

links: Der sechste Scania für die ALBA Wriezen GmbH

mit kraftvoller Ladetechnik.

ALBA-Fahrer Detlef Linstädt (li.) lässt sich von Hüffermann-

Vertriebsmanager Helge Strauß die Steuertechnik des Multilift-Hakengerätes

erklären.

Dann macht er sich mit dem Jonsered-Kran vertraut.

Er verfolgt den korrekten Ladevorgang des Containers.

„Superauto.

Vor allem

auch wegen

der praktischen

Lösungen.“

Fahrer Detlef Linstädt.

Komplett und einsatzbereit

ist der Scania P 400

in der ALBA-Flotte.

www.scania.de 2.2010 • SCANIA BEWEGT 25


PORTRÄT Text und Fotos: Martin Heying

Ob E-Bike, Tourenrad oder Mountainbike,

bei Ebkes Radreisen ist jedes Velo willkommen

Ungewöhnliche

„Ja mir san mi’m Radl do“, sang 1972 die bayerische Dixie-Combo

„Hot Dogs.“ Und eigentlich müsste dieser Gassenhauer auch heute noch

aus den Bordlautsprechern des Scania Irizar Century von Wolf-Rüdiger

Ebke klingen, denn Ebke organisiert im nordhessischen Homberg/Ohm

individuelle Radtouren durch ganz Europa.

Im Busgeschäft sind die eBkes schon seit

1966, doch die Radreisen entdeckte der 47-

Jährige erst Ende der 90er Jahre: Mit einer

Inforeise durch Finnland fing alles an. Der

begeisterte Radfahrer Ebke war hingerissen von

der Idee, diese eindrucksvolle Landschaft mit dem

Fahrrad zu erkunden. So entdeckte er eine ganz

besondere Form des Reisens für sich und damit

auch für seine Kunden. Er wagte sich mit diesem

besonderen Angebot auf den lokalen Reisemarkt

– mit Erfolg. Inzwischen hat Ebke sein Portfolio

deutlich erweitert: Ob Südtirol, Ijsselmeer,

Dolomiten, Balearen, Lago Maggiore, Mosel oder

Lombardei, die schönsten Landschaften Europas

fährt Ebke an. Die Methode, mit der er seine

Routen findet, ist jedoch geblieben: Vor jeder

neuen Tour steht immer erst eine Infotour, die er

selbst mit seinem Rad durchführt. Bevor Ebke

die neuen Touren anbietet, ist er also gute zwei

Monate mit diesem Scouting beschäftigt. Damit

garantiert er seinen Kunden attraktive Touren, die

so kein anderer anbietet. Besonders beliebt sind

Fahrten durch Berglandschaften.

eine komfortaBle reise zu den Radwanderwegen

garantiert der dreiachsige Century in 12,85

Meter Länge. Ausgestattet mit allem Komfort

eines gehobenen Reisebusses, schätzt Ebke vor

allem das besondere Platzangebot des Schweden:

„Die großen Kofferräume meines Scania waren

mit kaufentscheidend“, betont der gelernte Kfz-

Mechaniker. So führt der 53-Sitzer einen kompletten

Biergarten in seinem Bauch mit sich, der

allen Mitreisenden Platz bietet. Während seine

Gäste mit Muskelkraft die Topografie bewältigen,

26 SCANIA BEWEGT • 2.2010 www.scania.de


Um eine

schöne Radstrecke

mit dem Bus zu

koordinieren, muss

man schon mal

ungewöhnliche

Wege fahren.”

Wolf-Rüdiger Ebke, Busunternehmer

wege

lenkt Ebke den Scania an zuvor vereinbarte Treffpunkte.

Hier stellt der Busunternehmer geschwind

Bänke und Stühle auf, serviert kühle Getränke

und die in einem 60-Liter-Wasserbad gewärmten

Speisen, die er vor Beginn der Reise beim örtlichen

Metzger in Homberg hat vorbereiten lassen. Das

Wasserbad wird mittels eines Wärmetauschers

statt der Heizung der Fahrerschlafkabine mit einer

Energieleistung von zirka 3,5 Kilowatt versorgt. In

der Kabine steht auch das Wasserbad mit Deckel.

„Diesen Platz brauche ich ja nicht, da ich auch in

den Hotels übernachte“, erklärt Ebke das Konzept.

Die Hotels sucht eine Partneragentur aus, die

Ebkes Präferenzen genau kennt.

Und selbst wenn die Thule-Träger des für

40 Fahrräder ausgelegten Wehmeyer-Anhängers

voll sind, können Sonderfahrräder, wie die

Anhänger: Wehmeyer

Fahrradträgersystem: Thule

Idee & Realisation: Wolf-Rüdiger Ebke.

schweren E-Bikes, immer noch problemlos im

Kofferraum untergebracht werden. Diese bis zu

27 kg schweren Fährräder und die dazu gehörigen

Wechselakkus können zudem im Bus über

einen Wandler wieder aufgeladen werden. Der

Raum für das Gepäck der Reisenden ist von alldem

nicht betroffen. Doch Ebke schätzt an seinem

Bus nicht nur den Platz. „Der Scania Irizar

Century passt gut ins Unternehmen“, sagt Ebke.

Der Service bei Scania sei unkompliziert, die

Verfügbarkeit der Ersatzteile gut und Problemlösungen

immer nervenschonend. Im Falle eines

Notrufs hat Ebke nach 15 Minuten einen verbindlichen

Rückruf, die anschließende Notreparatur

erfolgt dann innerhalb von Stunden. Die

Kommunikation mit Scania sei geradezu familiär,

lobt der Reiseveranstalter. Auch sein kleines

Unternehmen würde bei Scania ernst genommen.

die technische seite des Century findet Ebke

ebenfalls überzeugend: Die innermotorische

Schadstoffverbrennung entspricht Ebkes Philosophie

und die lenkbare Hinterachse gibt

seinem Dreiachser genau die Wendigkeit, die

Links: Wolf-Rüdiger Ebke schwört

auf den Scania Irizar Century.

Unten: Der Reisebus ist komfortabel

und bequem, für Fahrgäste und Fahrer

gleichermaßen.

er benötigt: „Um eine schöne Radstrecke mit

dem Bus zu koordinieren, muss man schon mal

ungewöhnliche Wege fahren“, schmunzelt Ebke,

ständiges Rangieren sei da an der Tagesordung.

ungewöhnliche wege gehören zu Ebkes

Alltag: Mit seinem sehr persönlichen Reise-

Konzept hat er einen solchen Weg beschritten

und für seine Radtouren ist er im wahrsten Sinne

des Wortes auf der Suche nach ungewöhnlichen

Wegen. Mit

Scania hat er den

idealen Begleiter.

Deshalb ist sich

Ebke auch sicher:

Der nächste Reisebus

ist wieder ein

Scania Irizar, denn

auch seine Kunden

nehmen den

bequemen Reisebus

mit dem hohen

Komfort

gut an.

Ebke Reisen

Ebke Reisen bietet

im Tourismusbereich

individuelle Radreisen

an. Auf lokaler

Ebene bedient Ebke

mit einem Scania

Niederflurbus und

einem Kleinbus

Schulbuslinien.

Weitere Infos:

www.ebke-bus.de

www.scania.de 2.2010 • SCANIA BEWEGT 27


Young EuropEan Truck DrivEr

Scania Sucht den

Superfahrer

Rund 3.000 Bewerbungen für den Scania ADAC Lkw-Fahrerwettbewerb 2010

sind bei Scania und dem ADAC eingegangen. Jetzt müssen die Teilnehmer,

die sich qualifiziert haben, in acht regionalen Vorausscheidungen ihr Können

in der Praxis unter Beweis stellen.

Text: Markus Bauer, Fotos: Scania

F

ür Scania Steht vor allem einer im Mittelpunkt,

wenn es um die Sicherheit im Straßenverkehr

geht: der Fahrer. „Vorausschauendes

Fahren erhöht die Sicherheit, reduziert den Kraftstoffverbrauch

und verringert die Emissionen“, so Mikael

Lundqvist, verantwortlich für Strategie, Kommunikation

und Marketing bei Scania Deutschland Österreich. Der

groß angelegte Fahrerwettbewerb soll als ein Baustein dazu

beitragen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Ulrich Klaus

Beker, ADAC-Vizepräsident für Verkehr sagt: „Der neue

Fahrerwettbewerb ist bestens geeignet, die Professionalität

der Fahrer zu fördern und die Öffentlichkeit für die Aufgaben

und Probleme dieser Berufsgruppe zu sensibilisieren.“

Zur vorauSwahl finden inSgeSamt acht Regionalausscheidungen

statt. An jeder Regionalausscheidung nehmen

36 Teilnehmer teil, die sich über die Bewerbungsrunde

qualifiziert haben. Die Veranstaltungen sind dabei in sechs

Stationen aufgeteilt. Die Stationen Sicherheit und Schaltstelle

Fahrer fordern die Fahrer in Theorie und Praxis gleichermaßen.

Dabei geht es vor allem darum, sein Fahrzeug

und die einzelnen Funktionen sowie die Vorschriften im

Straßenverkehr zu kennen. Zusätzlich steht die erste Hilfe

am Unfallort auf dem Programm.

Die Stationen Ladungssicherheit, Verhalten in Grenzsituationen,

Manövrierübungen und wirtschaftliches Fahren

verlangen vor allem angewandtes Praxiswissen. Bei der

28 SCANIA BEWEGT • 1.2010 www.scania.de


acht Vorrunden und

daS finale in deutSchland

SamStag, 27. märZ 2010:

ADAC Fahrsicherheitszentrum Lüneburg

SamStag, 10. april 2010:

ADAC Fahrsicherheitszentrum Grevenbroich

SamStag, 15. mai 2010:

ADAC Fahrsicherheitszentrum Nürburgring

SamStag, 22. mai 2010:

ADAC Fahrsicherheitszentrum Berlin-Brandenburg/Linthe

SamStag, 5. Juni 2010:

ADAC Fahrsicherheitszentrum Nohra

Ladungssicherung hilft die richtige Verteilung der Ladung

und der passende Zurrgurt mit der richtigen Verzurrtechnik.

Grenzsituationen stellt der Wettbewerb durch punktgenaues

Bremsen und Ausweichen dar. Beim Manövrieren

kommt es auf sicheres Rangieren und gutes Augenmaß an.

Besonders effiziente und schonende Fahrweise verlangt der

Wettbewerb an der sechsten Station. Der Sieger jeder Vorausscheidung

gewinnt einen Geldgutschein über 300 Euro

vom BGL.

von den JeweilS 36 vorrunden-fahrern pro Region

nehmen die drei besten am deutschen Finale im Rahmen

des Truck-Grand-Prix am Nürburgring teil. Dort treten die

SamStag, 19. Juni 2010:

ADAC Fahrsicherheitszentrum Augsburg

SamStag, 26. Juni 2010:

ADAC Trainingsanlage Ahlhorn

SamStag, 3. Juli 2010:

ADAC Trainingsanlage Albersdorf

SamStag, 24. Juli 2010:

ADAC Fahrsicherheitszentrum Nürburgring

aKtuelle informationen über den wettbewerb

unter: www.lKw-fahrerwettbewerb.de

Finalisten nochmals gegeneinander an. Der sicherste, beste

und sparsamste deutsche Lkw-Fahrer darf sich freuen: Nach

der Siegerehrung am Ring fliegt er oder sie mit Begleitung in

die USA. Dazu winkt ein BGL-Gutschein über 1.000 Euro.

der beSte fahrer biS 35 Jahre qualifiziert sich zusätzlich

für das Young European Truck Driver-Finale bei Scania in

Schweden. Hauptgewinn dort ist ein neuer Scania R im Wert

von etwa 100.000 Euro. Das Europa-Finale findet in Södertälje

in der Heimat von Scania statt. Am 8. und 9. Oktober

tritt dann der deutsche Teilnehmer gegen die 17 anderen

Länderfinalisten an - im Kampf um den Titel des Young

European Truck Driver 2010.

bei den ausscheidungskämpfen

und im finale zählt

jedes Zehntel, egal ob in

litern oder Zentimetern.

www.scania.de 1.2010 • SCANIA BEWEGT 29


Service Text und Fotos: nicole Holzer

Mit den Kunden

durch die

Krise

S

cania Finance gehört zu den erfolgreichsten

herstellergebundenen Leasinggesellschaften.

Das Unternehmen ist ein

Mitglied der Scania Financial Services

Group, die mit rund 20 Finanzgesellschaften alle

wichtigen Weltmärkte abdeckt. Derzeit betreuen

mehr als 50 Mitarbeiter rund 8.500 Verträge

in Deutschland und Österreich. Zwar musste die

Herstellerbank im vergangenen Jahr aufgrund der

Wirtschaftskrise einen Einbruch von 43 Prozent

im Bereich der Neuverträge hinnehmen, doch der

Anteil an Finanzierungslösungen hat sich gleichzeitig

auf 51 Prozent erhöht.

Scania BeWeGT: Wie erklären Sie sich diesen

Gegensatz?

GeSinG: Diese Entwicklung spiegelt auf der einen

Seite das Vertrauen in die herstellergebundene

Finanzierung wider, auf der anderen Seite haben

gerade viele Kunden aus der Transportbranche

große Probleme, über ihre Hausbank entsprechende

Gelder flüssig zu machen. Darüber hinaus

konnte Scania Finance in einem Herstellermarkt

wie Deutschland auch zulegen, weil wir

sehr individuell auf unsere Kunden eingehen und

versuchen, mehr zu bieten als die Wettbewerber.

Dazu kommt noch, dass sich einige herstellerun-

Verkaufs- und Marketingdirektor

bei Scania Finance: Thomas Gesing.

abhängige Leasinggesellschaften

aus dem Bereich

der Nutzfahrzeugfinanzierung

zurückgezogen haben.

Scania BeWeGT: Welche Vorteile

bietet die Leasingfinanzierung

über Scania Finance?

GeSinG: Leasing hat den großen

Vorteil, dass fixe Raten über

eine fest vereinbarte Laufzeit

eine sichere Kalkulationsbasis

ergeben. Außerdem ist Leasing

bilanzneutral, das heißt,

die monatlichen Raten sind

Betriebsausgaben und in voller

Höhe abzugsfähig. Insgesamt

minimiert Leasing das finanzielle Risiko, vor allem

wenn sich der Kunde für weitere Dienstleistungen

wie Wartungs- und Reparaturverträge, Versicherung,

Schadenmanagement, Notfallunterstützung

sowie Fahrerschulungen oder Fuhrparkmanagement

entscheidet. Darüber hinaus sind wir in der

Lage, Chancen und Risiken unserer Kunden aus

der Transportbranche besser als herkömmliche

Banken zu beurteilen. Wir beraten unsere Kunden

ausführlich und je nach Anforderungen entscheiden

diese, ob sie auf Mietkauf, reines Finanzleasing

oder Serviceleasing setzen.

Scania BeWeGT: Wie wichtig ist Scania Finance

für den Vertrieb?

GeSinG: Sehr wichtig. Wir haben schon sehr früh

die Strategie verfolgt, unsere Finanzdienstleistungen

in den Verkaufsprozess zu integrieren. Daraus

resultiert der hohe Anteil an Finanzierungen.

Doch damit sind wir noch nicht zufrieden. Alle

Berater sind speziell geschult, die Kunden werden

individuell betreut. Insgesamt haben wir unsere

Struktur auf langfristige Kundenbeziehungen ausgerichtet.

Jeder Kunde hat seinen Ansprechpartner,

keiner muss sich bei Fragen durch anonyme

Callcenter kämpfen. Und das schätzen unsere

Kunden.

Thomas Gesing, Verkaufs- und

Marketingdirektor von Scania Finance

Deutschland und Österreich über die

Gefahren und Chancen der Wirtschaftskrise,

die Vorteile des Herstellerleasings und die

Wichtigkeit von langfristigen

Kundenbeziehungen.

Scania BeWeGT: Immer mehr Transportunternehmen

sind auch im Ausland aktiv. Gibt es hier

ein spezielles Angebot?

GeSinG: Das ist richtig, gerade größere Flotten

arbeiten zunehmend grenzübergreifend. Will

zum Beispiel ein Kunde 50 Fahrzeuge kaufen

und zehn davon in Polen einsetzen, ist das für

unser Unternehmen kein Problem. Durch unser

flächendeckendes Netzwerk können wir Finanzierungsverträge

mit eigenen Gesellschaften vor

Ort darstellen. Das heißt für unseren Kunden,

das Fahrzeug besitzt entweder einen deutschen

Leasingvertrag oder einen polnischen Leasingvertrag

integriert in ein Gesamtkonzept und das

mit einem zentralen Ansprechpartner .

Scania BeWeGT: Die Wirtschaftskrise hat tiefe

Spuren in der Transportbranche hinterlassen.

Verfolgt Scania Finance eine spezielle Strategie?

GeSinG: Für uns gilt der Leitsatz „Mit dem Kunden

durch die Krise“. Die Kunden sollen sich

auf uns verlassen können. Kommt ein Kunde

in finanzielle Schwierigkeiten, schöpfen unsere

Mitarbeiter erst alle Möglichkeiten der Vertragsgestaltung

aus. Wir versuchen mit Weitsicht zu

agieren und künftige Chancen sowie Risiken

richtig einzuschätzen. Je nachdem könnten Vertragsverlängerung,

Stundung oder Umfinanzierung

infrage kommen. Wichtig ist es, eine Balance

zwischen erhöhten Kreditanforderungen und

dem Vertrauen in die zukünftige wirtschaftliche

Entwicklung unserer Kunden zu finden.

Finanzierungsarten

Marktanteile von Mietkauf, Restwertleasing

und Kilometerleasing

Scania Finance – Neugeschäft 2009

32 %

Kilometer-

Leasing

19%

Restwert-

Leasing

30 Scania BEWEGT • 2.2010 www.scania.de

49 %

Mietkauf


Text und Fotos: Herbert Schadewald

KoMplett

service

Für den Pannenservice steht diese mobile Werkstatt bereit.

Am Computer wird zunächst

der Bremsenfehler des Trailers

gesucht.

Mechatroniker Ronald Graßhoff

nimmt ein Spezialgerät für die

spätere Bremsenreparatur von

der Wand, ...

Was Scania Magdeburg bereits seit elf Jahren praktiziert, ist inzwischen nun auch zum Servicealltag bei Scania

geworden: die Rundumbetreuung des gesamten Lastzuges mit Teilen für Anhänger, Auflieger und Aufbauten.

TäGlich zWeimal kommen Ersatzteile

aus dem europäischen Zentrallager im

ostbelgischen Opglabbeek bei Scania

Magdeburg an. Neben den Teilen für die

schwedischen Zugmaschinen sind auch zahlreiche

Teile für Anhänger, Auflieger und Aufbauten

dabei. Diese werden benötigt, um die Trailer der

gängigsten Hersteller wieder flott zu machen.

„Der Kunde bekommt von uns den Service für

sein komplettes Fahrzeug“, versichert Jens Möller,

technischer Betriebsleiter.

DieSen RunDumSeRvice für den kompletten

Sattelzug bietet Scania Magdeburg bereits seit

1999 an. Damals war das durchaus nicht üblich.

„Aber es war unser Servicegedanke und wir

wollten unseren Kunden mehr bieten als nur die

Betreuung von Scania“, berichtet Möller. Das

gute Beispiel machte Schule und inzwischen

können Teile von SAF-Holland, Wabco, Hella,

Dhollandia, Hyva-Hydraulik, VBG und Norgren

... dann die benötigten Teile

aus dem Lager …

direkt über Scania bestellt werden. Das erleichtert

die Teilebestellung ungemein. Denn während

früher die Ersatzteile von den jeweiligen

Zulieferer und/oder Trailerherstellern besorgt

werden mussten, läuft seit einigen Jahren nun

alles über das belgische Zentrallager von Scania.

„Wir haben eine hervorragende Teileverfügbarkeit.

95 Prozent der Aufträge können wir

sofort erledigen. Alles andere kommt über Nacht

aus Belgien“, schildert Möller. Seine 15 Servicemitarbeiter

sind montags bis freitags zwischen

7.30 und 20 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr

im Werkstatteinsatz. Darüber hinaus gibt es

den 24-stündigen Pannenservice der Scania

Assistance.

mechaTRonikeR RonalD GRaSShoFF prüft

gerade am Computer das Bremssystem eines

dreiachsigen Trailers. Er meldet sich im Lagersystem

an, nimmt die benötigten Teile aus

den Regalen und scannt diese direkt auf den

… und fügt diese in die

automatische Bestandssteuerung

ein.

Alle Teile sind stets Originalteile.

Das dient der Qualitätssicherung.

Kundenauftrag. Die automatische Bestandssteuerung

„funkt“ somit das Nachbestellsignal

unmittelbar ins belgische Zentrallager. Während

Graßhoff am Trailer die Reparatur durchführt,

ist der notwendige Nachschub an Teilen schon

ausgelöst.

Die Teile für Anhänger, Auflieger und Aufbauten

sind allesamt Originalteile und mit einer

Herstellergarantie ausgestattet. Die Qualitätssicherung

spielt ebenfalls eine entscheidende

Rolle. Um stets auf dem Laufenden zu sein und

auch die notwendige Softwareberichtigungen

zu erhalten, werden die Kollegen ständig bei den

Teileherstellern geschult. „Wir investieren in die

Ausbildung“, unterstreicht Möller. Aber „nicht

jeder kann alles machen. Wir setzen zunehmend

auf Spezialisierung“, fügt er hinzu. Und dieser

Spezialservice beschränkt sich nicht nur auf

Fahrwerksprobleme der Trailer, sondern reicht

bis zur Wartung und Reparatur von Kühlaggregaten.

www.scania.de 2.2010 • Scania BEWEGT 31


PORTRÄT Text und Fotos: Jan Bergrath

Die Zielvorgabe

heisst Wirtschaftlichkeit

Vier Scania P 400 mit einem Aufbau von Eurolohr ergänzen seit

Jahresbeginn den Fuhrpark des Düsseldorfer Unternehmens DSTS,

einem langjährigen Partner des Automobillogistikers Mosolf.

Neben der wirtschaftlichen EGR-Technologie hat vor allem das

komplette Service-Paket Geschäftsführer Jürgen Senz überzeugt.

Dauerhafte Qualität setzt sich durch. „Ich

bin vom Produkt Scania überzeugt, seit mein Vater

bereits 1970 im elterlichen Geschäft in Mülheim

an der Ruhr mit seinem ersten Scania 110 Super

unterwegs war“, sagt Jürgen Senz, Geschäftsführer von

DSTS in Düsseldorf. Das steht für Dienstleistung, Spedition,

Transport und Service. „Manchmal sagen wir intern gern die

32 SCANIA BEWEGT • 2.2010 www.scania.de


Bei Mosolf am Standort in Düsseldorf werden auch die VW

Transporter Crafter aufbereitet und mit einer Schriftzugfolie

beklebt – zum Beispiel für den Autovermieter Europcar.

schnelle Truppe Senz.“ Kein Wunder, denn Junior Christian

Senz, 27, ist nicht nur gelernter Speditionskaufmann und

studierte Logistik an der Deutschen Außenhandels- und

Verkehrs-Akademie, DAV, in Bremen – er ist auch ein passionierter

Rallyefahrer. Seit den 80er Jahren ist Senz Partner

des Automobillogistikers Mosolf in Kirchheim/Teck, seit

1998 etablierte er direkt auf dem Gelände des Mosolf-Standorts

im Düsseldorfer Hafen sein auf Pkw-, Lkw- und Landmaschinentransporte

spezialisiertes Unternehmen mit heute

65 Mitarbeitern. Eine weitere Niederlassung mit Werkstatt

und Stellplatz für die Lastzüge gibt es am alten Familiensitz

im Ruhrgebiet.

die 46 eigenen autotransporter sind national und

international unterwegs, sie bringen Neufahrzeuge zu

Händlern, Häfen oder Logistikzentren, und sie holen komplette

Ladungen aus Werken in Belgien, Spanien, Italien

und Frankreich. In Düsseldorf beispielsweise wird der VW

Crafter gebaut. „Wir ziehen die Transporter aus dem Werk

ab und bringen sie nach der Aufbereitung weiter zum Kunden“,

sagt Senz. Auch in die Werke von VW in Wolfsburg und

Emden sowie Audi in Ingolstadt werden die Autotransporter

regelmäßig disponiert. Bis zu 140.000 Fahrzeugeinheiten

transportiert DSTS in einem guten Jahr. „Im vergangenen

Jahr 2009 hatten wir durch die deutsche Abwrackprämie

tatsächlich noch gut zu tun“, sagt Senz. „In diesem Jahr rechnen

wir allerdings mit einem Volumenrückgang von zehn bis

zwanzig Prozent.“

Wirtschaftlichkeit heisst deshalb heute um so

mehr die zielvorgabe – und deshalb sind bei DSTS seit

Januar vier Sattelzugmaschinen P 400 4x2MLA mit dem

Flachdach-Fahrerhaus CP 19 im Einsatz. Bis zu drei Limousinen

trägt die 3,9 Meter lange Zugmaschine mit dem Euro-

Unsere vier

Scania P 400 mit den

Euro 5 EGR-Motoren

passen genau in unser

Konzept.”

Jürgen (li.) und Christian Senz, DSTS in Düsseldorf

Links: Bei einem Radstand von 3.900 mm kann der Scania P 400

LA4x2MLA mit Fahrerhaus CP 19 Flachdach und der speziellen

Sattelkupplung von Eurolohr drei Limousinen laden.

lohr-Aufbau, durch eine spezielle Sattelkupplung wird sie

mit dem Zentralachsanhänger verbunden, der weitere sechs

große Pkw tragen kann. Der Vorteil ist eine größere Flexibilität

durch die Möglichkeit des schnellen Umsattelns. Dank

der niedrigen Fahrgestellhöhe und der Rundumbereifung

315/60 R 22,5 von Michelin bewegt sich das voll beladene

Fahrzeug auch in der Gesamthöhe im gesetzlichen Rahmen.

Hier kommt allerdings die extrem ungünstige Aerodynamik

eines Autotransporters ins Spiel: Je nach Beladung

verbraucht ein Lastzug so zwischen 28 und 36 Litern. „Mit

unseren vier Scanias haben wir auch den Umstieg von Euro

3 auf Euro 5 vollzogen“, so Senz. „Entscheidend für uns war

die EGR-Technologie.“

dazu nutzt senz das komplette servicepaket von

scania. Die vier Lkw, die im Schnitt pro Jahr jeweils bis zu

180.000 Kilometer zurücklegen, sind für vier Jahre über

Scania Finance finanziert – mit der Option zur anschließenden

Übernahme. Selbstverständlich besteht für alle Fahrzeuge

ein Reparatur- und Wartungsvertrag. Die komfortable

Fahrerhaus-Innenausstattung mit Vierpunkt-Luftfederung,

automatischer Klimaanlage, Standheizung, Sicherheitsgurtwarnung

Lampe & Tonsignal, Rückfahrwarnsignal, Zentralverriegelung,

eine große Schlafliege, Armaturenbrett mit

Tisch, Radio und Telefon, eine CB Funk Anlage sowie ein

Kühlschrank erfreuen die Fahrer, die regelmäßig im Betrieb

geschult werden. Als anerkannter Ausbildungsbetrieb unter

Leitung von Christian Senz sichert sich DSTS mit sieben

Nachwuchskräften bereits heute die kompetenten Fahrer

von morgen. Und dank einer Telematiklösung sorgt der

Fachmann für schnelle Runden mittlerweile dafür, dass seine

Mannschaft immer schön im wirtschaftlichen Limit bleibt

– was sich für die motivierten Fahrer am Ende des Monats

durch eine Prämie auch finanziell lohnt.

Unten: Die korrekte Ladungssicherung

der Fahrzeuge

mit den entsprechenden

Keilen und Gurten auf dem

Autotransporter ist auch

Bestandteil der regelmäßigen

Schulungen bei DSTS.

Oben: Etwa 30.000 Fahrzeuge

durchlaufen jährlich

allein am Standort Düsseldorf

von Mosolf die Technik-

und Serviceeinrichtungen,

zusammen mit Duisburg

sind es 100.000 Einheiten.

www.scania.de 2.2010 • SCANIA BEWEGT 33


SERVICE Text: Paul Göttl, Fotos: Scania

Gewinnspiel

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Die fünf Gewinner des Modelltrucks Brekina L 76

Sattelzug „Deinhard“ aus dem letzten Rätsel heißen:

Robert Sommerer

Denis Keller

Agnetha Pfuhl

Willem ten Haar

Christian Pachowiak

Innenraumfilter

Von verbrauchten oder

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Nase voll. Trotzdem wird

oft vergessen, den Filter

zu prüfen und rechtzeitig

zu ersetzen. Bei uns nicht.

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17,50 Euro*

GewinnFRAGen

1

2

3

In welchen Hallen auf der Bauma

ist Scania vertreten?

Wie heißt das Telematiksystem

von Scania?

Wo findet das deutsche Finale des

Scania Fahrerwettbewerbs statt?

ABsenDeR

Vorname Name Telefon-Nr.

Adresse

Mitarbeiter der Scania Deutschland-Organisation sind von der Teilnahme

am Gewinnspiel ausgenommen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Nützliche teile

Sonnenblende für Seitenscheiben

Eigentlich gibt es ja Schlimmeres als ein bisschen Sonne

im Gesicht. Von der Seite kann sie ganz schön störend sein.

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bleibt die Sonne draußen und auch die Montage am

Türrahmen ist nicht viel komplizierter. Solide Ausführung aus

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Rollo für Fahrerseite: 62,00 Euro

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34 SCANIA BEWEGT • 2.2010 www.scania.de


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