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Leben mit sozialer Verantwortung

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www.lebenmit.de

Leben mit mit ... ...

SOZIALER

VERANTWORTUNG

Seite 2

Wie wollt ihr leben?

Wir haben fünf Kinder

gefragt.

Seite 16

Margot Käßmann,

Reinhold Messner und

Anne-Sophie Mutter

über Vermächtnisse.

Seite 22

„Wenn niemand etwas

tut, wäre die Welt sehr

grau.“ – Victoria Müller

im Interview.

Seite 28

Green Travel – Geoökologe

Michael Hohenbichler

erklärt, warum

sich umdenken lohnt.

„Nur durch kollektives

Handeln sind Veränderungen

möglich.“

Martin Gore und Dave Gahan: zwei Ikonen,

die sich für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit

und den Umweltschutz einsetzen.


2

Einleitung

Wie wollen wir leben?

Soziale Verantwortung geht uns alle etwas an! Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft.

Aus diesem Grund haben wir sie gefragt, auf was für einer Welt sie leben möchten.

Ich möchte in einer Welt leben,

in der niemand Hunger haben

muss und jeder genug zu essen

hat. Und jeder soll zum Arzt gehen

können, wenn er krank ist.

Amari, 8 Jahre

Ich möchte in einer Welt leben,

in der nicht so viele Tiere sterben

müssen. Ich bin traurig

wegen der Eisbären, die kein Eis

mehr haben und gar nicht mehr

wissen, wo sie leben sollen. Ich

bin traurig, wenn ich auf der

Autobahn einen Lkw sehe, aus

dem die Nasen von Schweinen

gucken, weil ich weiß, dass sie

sterben müssen, damit wir Wurst

haben. Ich esse keine Wurst

mehr. Ich möchte nicht, dass

Tiere wegen mir sterben.

Tom, 10 Jahre

Ich möchte in einer Welt leben,

in der es keine Bomben und

Kriege gibt. Mein Papa kämpft

jeden Tag für Frieden – das ist

auch das Einzige, was ich will.

Chrystyna, 11 Jahre

Ich möchte in einer Welt leben,

in der jeder Mensch weiß, dass

jeder Mensch gleich viel wert ist,

und dass es Gerechtigkeit gibt

und dass alle normal behandelt

werden, auch wenn sie aus

einem anderen Land kommen,

arm oder krank sind.

Paul, 12 Jahre

Wir freuen uns sehr, diese

Ausgabe in Zusammenarbeit

mit vielen großartigen

Organisationen zu

veröffentlichen, die die

Möglichkeit nutzen, Ihnen

ihre Arbeit und ihre Projekte

vorzustellen. Gemeinsam

möchten wir zeigen, dass

Engagement und Hilfe nachhaltig

wirken können. Lassen Sie uns

die Welt gemeinsam zu einem

besseren Ort machen!

Ich möchte in einer Welt leben,

in der jeder weiß, dass man den

Müll trennt, das Licht ausschaltet,

wenn möglich Bio kauft und

nur so viel Wasser verbraucht,

wie benötigt wird. Klima- und

Umweltschutz müssen normal

werden. Für unsere Zukunft!

Lina, 14 Jahre

Leben mit ... Magazine Healthcare Mediapartner GmbH | Pariser Platz 6a | 10117 Berlin | www.healthcare-mediapartner.de

Herausgeberin Franziska Manske Redaktionsleitung Benjamin Pank Layout Elias Karberg Coverbild Hublot

Druck BNN Badendruck GmbH Kontakt redaktion@lebenmit.de | www.lebenmit.de

Alle Artikel, die mit „in Zusammenarbeit mit“ gekennzeichnet sind, sind gesponserte Beiträge.

Die Texte der Ausgabe schließen alle Geschlechter mit ein. Zur besseren Lesbarkeit wird jedoch nur eine Geschlechtsform verwendet.


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Vernachlässigte

Kinder fühlen sich

oft vergessen.

Mit Ihrer Spende schenken wir

vernachlässigten Kindern die

Aufmerksamkeit und Unterstützung,

die ihnen fehlt.

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scannen und

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4

Kinderschutz und Fürsorge

„Eine Verantwortung,

die wir alle tragen“

Der Schutz von Kindern ist eine der zentralen Aufgaben unserer Gesellschaft. Kinder sind

verletzlich und brauchen besonderen Schutz, da sie sich nicht selbst gegen Missbrauch

oder Vernachlässigung wehren können. Kinderschutz und Fürsorge sorgen dafür, dass sie

in einem sicheren Umfeld aufwachsen, das ihnen Geborgenheit und Entwicklungsmöglichkeiten

bietet. Doch was bedeutet Kinderschutz in der Praxis, und wie sorgen wir dafür,

dass Kinder in einem sicheren Umfeld aufwachsen?

Uta Schmidt

Soziologin

K

inderschutz umfasst alle

Maßnahmen, die Kinder vor

körperlichem, emotionalem

oder sexuellem Missbrauch

und vor Vernachlässigung

schützen sollen. Es geht darum,

Gefahren zu verhindern und langfristige

Schäden für das Wohl der Kinder zu vermeiden.

Doch Kinderschutz beginnt schon

vor einer Krise, indem präventiv gehandelt

wird. Dazu zählen die Unterstützung von

Familien in schwierigen Lebenslagen und

die Aufklärung von Erziehern und Eltern,

um Überforderung zu vermeiden und Kindern

ein liebevolles Zuhause zu ermöglichen.

Die Rolle der Gesellschaft

Kinderschutz ist nicht nur die Aufgabe von

Sozialarbeitern und Jugendämtern. Jeder

Einzelne trägt Verantwortung. Es gibt oft

Anzeichen, wenn ein Kind Hilfe braucht:

Rückzug, Verhaltensänderungen oder sichtbare

Vernachlässigung. Die Gesellschaft

muss ein Umfeld schaffen, in dem Kinderrechte

respektiert werden. Schulen, Nachbarn

und Freunde können Schutz bieten.

Ein wachsames Umfeld kann entscheidend

sein, um Kindern in Not zu helfen.

Fürsorge als zentrale Aufgabe

Fürsorge ist ein wesentlicher Bestandteil

des Kinderschutzes. Kinder brauchen nicht

nur Schutz vor Gefahren, sondern auch

eine liebevolle Umgebung, die ihre Bedürfnisse

erfüllt. Diese Verantwortung liegt in

der Familie, aber auch in der Gemeinschaft.

Gerade wenn Eltern überfordert sind, ist es

wichtig, dass externe Unterstützungssysteme

greifen. Jugendämter und soziale Einrichtungen

spielen dabei eine entscheidende

Rolle.

Herausforderungen im Kinderschutz

Trotz der bestehenden Maßnahmen gibt es

zahlreiche Herausforderungen im Kinderschutz.

Missbrauch und Vernachlässigung

bleiben oft unerkannt, weil sie im Verborgenen

geschehen. Kinder schweigen aus Angst

oder Scham, und manchmal gibt es keine

Vertrauensperson, an die sie sich wenden

können. Hinzu kommt die Überlastung vieler

Jugendämter und sozialer Dienste. Die

Zahl der Kindeswohlgefährdungen steigt,

während es oft nicht genügend Personal

gibt, um auf jeden Fall adäquat zu reagieren.

Prävention und Unterstützung

Prävention ist der Schlüssel, um den Kinderschutz

zu verbessern. Eltern, Lehrer und

Betreuer sollten besser geschult und sensibilisiert

werden, um Anzeichen von Gefährdungen

frühzeitig zu erkennen. Beratungsund

Unterstützungsangebote müssen für

Familien leichter zugänglich sein. Kinder

sollten in Schulen über ihre Rechte aufgeklärt

werden und wissen, wie sie sich Hilfe

holen können.

Kinder brauchen

nicht nur Schutz vor

Gefahren, sondern

auch eine liebevolle

Umgebung, die ihre

Bedürfnisse erfüllt.

Gleichzeitig müssen soziale Dienste besser

ausgestattet werden, um präventiv und

nachhaltig arbeiten zu können. Nur so kann

sichergestellt werden, dass jedes Kind die

notwendige Unterstützung erhält.

Der Schutz und die Fürsorge von Kindern

sind also eine wesentliche Aufgabe unserer

Gesellschaft. Jeder von uns trägt Verantwortung,

ein Umfeld zu schaffen, das Kinder

schützt und ihnen die Chance gibt, in

Sicherheit aufzuwachsen. Es braucht mehr

Aufmerksamkeit, Sensibilisierung und den

Ausbau sozialer Dienste, um Kindern die

notwendige Unterstützung zu bieten.

Kinder sind unsere Zukunft – ihr Schutz ist

eine Investition in eine verantwortungsvolle

und menschliche Gesellschaft. Es liegt an jedem

Einzelnen von uns, hinzusehen, zuzuhören

und zu handeln, damit jedes Kind in

Sicherheit und mit Chancen auf eine positive

Entwicklung aufwachsen kann..

Redaktion Uta Schmidt


Fotos: SOS-Kinderdorf e. V. / Bildplantage13 Fotos: / Martin SOS Bockhacker Kinderdorf

Vernachlässigten Kindern helfen

Fehlende Aufmerksamkeit und Fürsorge kann für Kinder lebenslange Folgen haben.

SOS-Kinderdorf unterstützt Familien in belastenden Lebenssituationen, um Vernachlässigung

vorzubeugen und Kindern eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen.

D

as Brot, das Louis* aus

seiner Lunchbox in der

großen Pause holt, hat

grünblaue, pelzige Stellen –

schon wieder Schimmel.

Geld, um sich etwas anderes

zu kaufen, hat der Siebenjährige nicht.

Wieder vergeht ein Tag, an dem er mit knurrendem

Magen im Klassenzimmer sitzt. Der

Junge ist zurückhaltend, schüchtern, ein unsicheres

Kind. Zu Hause offenbaren sich prekäre

Zustände. Die Wohnung ist verdreckt,

das Geschirr stapelt sich im Spülbecken in

der Küche, die Mülleimer quillen über.

Louis' Fall ist beispielhaft für 63.700 Kinder,

bei denen in Deutschland 2023 eine Kindeswohlgefährdung

festgestellt wurde. Die

Mehrzahl dieser Kinder (58 Prozent) hat Vernachlässigung

erlebt. Krankheiten, Armut,

Arbeitslosigkeit, fehlende Erziehungskompetenzen

oder andere belastende Lebenssituationen

können Auslöser dafür sein, dass

sich Eltern nicht um ihre Kinder kümmern

können. „Beim näheren Hinsehen stellt man

dann oft fest, dass zum Beispiel eine psychische

Erkrankung oder einfach auch biografische

Belastungen bei den Eltern vorliegen,

die so eine Überforderung auch erklären“,

meint Johanna Schneider, sie ist Psychologin

im Fachdienst bei SOS-Kinderdorf.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit

Überforderung führt zu Kindeswohlgefährdung

Auch Louis' Mutter* stößt bei der Erziehung

an ihre Grenzen. Die 29-Jährige ist alleinerziehend

und leidet unter einer posttraumatischen

Belastungsstörung. Wenige Monate

zuvor war Louis' Bruder am plötzlichen

Kindstod verstorben. Seitdem ist die Mutter

antriebslos. Sie zieht sich aus ihrem Sozialleben

zurück, schafft es kaum aus dem Bett

und kann keine Energie aufbringen, um

sich ausreichend um Louis zu kümmern.

Der Junge kommt in eine Wohngruppe von

SOS-Kinderdorf.

SOS-Kinderdorf unterstützt benachteiligte

Familien nach dem Prinzip der Hilfe

zur Selbsthilfe. Der Verein berät bei Erziehungsfragen

und bietet leicht zugängliche

Bildungs- und Freizeitangebote in SOS-

Familienzentren an. Dazu zählen beispielsweise

der soziale Mittagstisch, Kinder- und

Jugendtreffs oder Angebote für werdende

Eltern. SOS-Kinderdorf setzt sich dafür

ein, dass sich Kinder in allen Lebenslagen

positiv und altersgerecht entwickeln können.

Präventive Angebote helfen dabei,

dass Familien erst gar nicht in Krisen geraten,

und beugen Vernachlässigung vor.

Denn Betroffene leiden oft ein Leben lang

an körperlichen oder seelischen Folgen.

umgesetzt.

SOS-Kinderdorf ist deutschlandweit an 266

Standorten mit knapp 820 Angeboten aktiv.

123.033 Menschen erreichte der Verein so

im Jahr 2023.

Langfristige Folgen verhindern

Während Louis in einer Wohngruppe lebt,

wird seine Mutter im Alltag durch die sozialpädagogische

Familienhilfe von SOS-Kinderdorf

begleitet. „Man muss versuchen,

die Eltern für eine Mitarbeit zu gewinnen.

Damit sie ein bisschen rauskommen und

sich nicht mehr mit dem Rücken zur Wand

gedrängt sehen“, meint Johanna Schneider.

Die SOS-Mitarbeiterin übt mit der Mutter

Methoden, um wieder mehr Struktur in den

Alltag zu bringen. Außerdem kümmert sie

sich um deren therapeutische Anbindung.

Louis' Mutter gelingt es mit der Unterstützung

von SOS-Kinderdorf, ihre Probleme in

den Griff zu bekommen. Louis kann wieder

in die Familie zurückkehren. .

* Namen und Details zum Schutz

der Person geändert.

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www.sos-kinderdorf.de/

vernachlaessigung


6

Lebensrettung

Heldin des Ehrenamts:

Tanja rettet

Leben durch

Schwimmunterricht

Wenn ihr Dienst in der Leitstelle der Polizei Lüneburg endet, ist

für Tanja Pingel längst nicht Feierabend: Die Schwimmtasche

steht gepackt im Auto. Mehrmals in der Woche steht Tanja am

Beckenrand, statt es sich auf dem Sofa gemütlich zu machen,

und gibt Schwimmunterricht – ehrenamtlich in ihrer Freizeit.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit der

Tanja ist 43 Jahre alt, arbeitet Vollzeit

als Polizistin, ist verheiratet,

hat zwei Kinder im Schulalter

und einen Hund. Als wäre das

nicht schon genug, engagiert sie

sich im Vorstand des Landesverbands

Niedersachsen der Deutschen Lebens-

Rettungs-Gesellschaft e. V. – kurz DLRG. Die

Rettungsweste wurde ihr buchstäblich in die

Wiege gelegt. „Ich bin in die DLRG hineingeboren

worden“, sagt Tanja und lacht. Ihre Eltern

waren damals schon in der DLRG aktiv und

sind es bis heute. Ihr Vater ist Lehrscheinausbilder,

der die Lizenzen für Schwimmtrainer vergibt.

„Ich bin im Schwimmbad aufgewachsen“,

sagt Tanja. So kam sie dazu, früh selbst Verantwortung

zu übernehmen. Auch ihre eigenen

Kinder standen schon im Maxi-Cosi am Beckenrand.

Heute ist sie nicht „nur“ Schwimmlehrerin,

sondern gibt ihr Wissen und ihre Erfahrung

weiter und bildet andere Trainer aus.

„Helfen zu wollen, ist Kern meiner Arbeit“

Die Frau mit dem offenen Lachen sagt über

ihr Ehrenamt: „Wer in der DLRG ist, hat ein

gewisses Helfersyndrom.“ Das passt auch zu ihrem

Beruf, denn dort hat sie täglich mit neuen,

unvorhersehbaren Situationen zu tun und hilft

Menschen in Not. Für sie passen das Ehrenamt

bei der DLRG und ihr Job als Polizistin gut zusammen.

„Ohne das innere Bedürfnis, anderen

helfen zu wollen, kann man keinen dieser Jobs

gut machen, weder die Schwimmkurse noch

den Polizeiberuf. Helfen zu wollen, ist der Kern

meiner Arbeit.“

umgesetzt.

Doch neben dem Spaß am Schwimmen hat

Tanjas Arbeit auch einen wichtigen Hintergrund.

„Jedes Kind, das man ausbildet, ist eines,

das potenziell nicht ertrinken wird. Das

motiviert mich immer wieder.“

Besonders am Herzen liegt ihr die Seepferdchenausbildung.

„Es ist einfach das Schönste,

das Strahlen in den Augen der Kinder zu

sehen, wenn sie ohne Hilfe schwimmen können.“

Dabei ist ihr wichtig zu betonen: „Auch

Kinder, die Seepferdchen haben, sollte man

nicht unbeaufsichtigt lassen. Das Abzeichen

ist noch kein Garant dafür, dass Kinder alleine

ins Wasser dürfen.“ Sie möchte Eltern daher

motivieren, ihre Kinder auch die nächsten

Stationen der Schwimmabzeichen durchlaufen

zu lassen. „Das erste Abzeichen, das eine

gewisse Sicherheit im Wasser gibt, ist Bronze.“

Aber auch hier gilt: Wer Bronze macht und

danach nicht mehr regelmäßig schwimmt,

verliert auch wieder an Sicherheit.

Gerade im Sommer, wenn viele Menschen an

Seen und Strände strömen, sei es besonders

wichtig, dass Kinder sicher schwimmen können.

Die DLRG sensibilisiert Eltern dafür, ihre

Kinder immer im Blick zu haben, mit Schildern

in mehreren Sprachen oder auch mal

durch direkte Ansprachen am Strand oder am

Badesee.

Viele Kinder, so erzählt Tanja, haben während

der Coronapandemie nicht die Möglichkeit

gehabt, schwimmen zu lernen. „Da gibt es


7

Mehr auf www.lebenmit.de | 7

immer noch einen Stau.“ Diesen aufzuholen,

sei schwierig, denn es fehlen Lehrkräfte,

Schwimmbäder sind überfüllt, und auch in

Schulen wird immer weniger Schwimmunterricht

angeboten.

Präventionsarbeit am Strand und im

Schwimmbad

Neben ihrer Tätigkeit als Schwimmlehrerin ist

Tanja auch als Rettungsschwimmerin im Einsatz,

meist an Badeseen. Aber auch wenn sie

Urlaub hat, sich eigentlich entspannen sollte,

vielleicht mal unterm Sonnenschirm ein Buch

lesen, sind die Augen immer aufs Wasser gerichtet.

„Ich kann nicht anders, als immer

darauf zu achten, ob alles in Ordnung ist.“ Sie

selbst musste zum Glück noch nie jemanden

vor dem Ertrinken retten, aber in ihrer Ortsgruppe

gab es schon brenzlige Situationen.

Einmal rettete ein Kollege zwei Kinder, die

gerade unterzugehen drohten. „Das war ein

emotionaler Moment“, erinnert sich Tanja.

„Und es zeigt, wie wichtig unsere Arbeit ist.“

Ein weiteres Thema, das ihr am Herzen liegt,

ist die Schwimmausbildung für geflüchtete

Kinder. In ihren Heimatländern haben viele

von ihnen nie schwimmen gelernt, was gefährlich

werden kann, gerade wenn sie an

Seen baden gehen. „Da werden Tiefe oder

Strömungen oft unterschätzt.“ Tanja und ihr

Team haben spezielle Kurse für geflüchtete

Tanja Pingel

Stellv. Leiterin Ausbildung

DLRG-Landesverband Niedersachsen

Kinder angeboten, das Angebot wurde nicht

so gut angenommen wie erhofft. „Es ist ein

Zwiespalt“, gibt Tanja zu. „Einerseits gibt es

einen großen Bedarf, andererseits müssen

wir Wege finden, die Familien besser zu erreichen.“

Schwimmen lernen braucht Zeit

„Viele Eltern glauben, dass Kinder nach zwei

Schwimmstunden das Wasser sicher beherrschen“,

erzählt Tanja. „Aber so schnell geht

das leider nicht.“ Schwimmen lernen sei ein

Prozess, der Geduld und Übung erfordere.

Besonders wichtig sei es, die richtige Balance

zwischen Technik und Sicherheit zu finden.

„Kinder sollen sich im Wasser wohlfühlen,

aber sie müssen auch lernen, in schwierigen

Situationen den Überblick zu behalten. Dafür

trainieren wir im Schwimmkurs zum Beispiel

mit der ‚Waschmaschine‘: Die Kinder bilden

eine Gasse und toben und spritzen ein Kind

nass, das hindurchschwimmen muss. So lernen

sie, ruhig zu bleiben, wenn Wellen oder

andere Menschen um sie herum sind.“

Ehrenamt als wichtige Säule der Gesellschaft

Tanjas Arbeit zeigt, wie wichtig Ehrenamt in

unserer Gesellschaft ist. Die DLRG sucht immer

nach Unterstützern. „Viele unserer Ehrenamtlichen

sind Eltern, deren Kinder bei

uns schwimmen gelernt haben“, erzählt Tanja.

„Sie haben gesehen, wie wichtig diese Arbeit

ist, und engagieren sich nun selbst.“ Dabei

muss man keine Vorerfahrung haben – die

DLRG qualifiziert alle Freiwilligen für ihre

Aufgaben.

Wer sich also für die Sicherheit von Kindern

im Wasser einsetzen möchte, kann auch unterstützendes

Mitglied bei der DLRG werden,

zum Beispiel über eine Familienmitgliedschaft.

„Jede Hilfe zählt“, sagt Tanja. „Ob als

Schwimmlehrer, Rettungsschwimmer oder

Unterstützer im Hintergrund – wir freuen uns

über jeden, der mit anpackt.“.

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Damit Kinder

Schwimmen lernen.Mehr

Infos unter

dlrg.de

© Goffkein – stock.adobe.com


Rettungshunde

Als Haiti im Sommer 2021 von einem schweren

Erdbeben erschüttert wird, machen sich nicht nur

menschliche Helfer wie Henri Paletta auf den Weg ins

Katastrophengebiet, um zu helfen – auch Vierbeiner

unterstützen die Suche nach Verschütteten.

Retter auf

vier Pfoten

Die Nacht ist kalt. Henri Palettas Hand ruht auf

Bärbels Rücken. Eigentlich haben die beiden schon

geschlafen. Henri zieht seine Jacke zu. Ein kurzes

Kommando und Bärbel läuft los. Sie will schnell voran.

Ein Mensch ist verschwunden. Vielleicht in Not.

Bärbel soll ihn finden.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit dem

umgesetzt.

B

ärbel ist eine ungarische Jagdhündin

und „Mantrailer“, also zu seiner Arbeit als Regierungsbeamter im

Lucy Menschenleben. Dies alles zusätzlich

Personenspürhund. In jahrelanger

Ausbildung hat Henri An diesem Abend sucht Bärbel einen Senior,

nordrhein-westfälischen Innenministerium.

Paletta ihr beigebracht, wie der aus dem Altenheim verschwunden ist.

sie die Spur eines Menschen „Das läuft dann ganz klassisch: Der Hund

aufnimmt, zuverlässig verfolgt und ihn findet.

Der 45-Jährige ist Vizepräsident des BRH läuft los. Immer an der Leine des Hundefüh-

schnüffelt an Kleidung des Vermissten und

Bundesverband Rettungshunde e. V. und rers.“ Mischling Lucy hingegen ist ein Flächensuchhund.

Sie ist darauf trainiert, eine

Vorstandsmitglied in der BRH Rettungshundestaffel

Westerwald e. V. In dieser Eigenschaft

ist er für 2.500 Mitglieder und zehn sie die vermisste Person, bellt sie so lange, bis

große Fläche alleine zu durchsuchen. Findet

hauptamtliche Mitarbeiter verantwortlich. ihr Hundeführer bei ihr ist. Zwischen zwei

Seit mehr als zehn Jahren ist er im In- und und vier Jahre Ausbildung muss ein Hund

Ausland ehrenamtlich im Einsatz und rettet durchlaufen, bis er sich Rettungshund nennen

gemeinsam mit seinen Hunden Bärbel und darf.

An diesem Abend hat die Hundestaffel Erfolg:

Der Senior wird unverletzt aufgefunden.

Henri und Bärbel können zurück nach

Hause. Rund 60-mal im Jahr wird die Staffel,

der Henri Paletta angehört, alarmiert. Bundesweit

sind es rund 1.400 Einsätze für 96

Hundestaffeln. Haupteinsatzort von Henri

und seinen Hündinnen ist Rheinland-Pfalz.

Wenn im oder um den Westerwald herum jemand

als vermisst gemeldet wird, sind es mit

großer Wahrscheinlichkeit Henri und seine

Kollegen, die sich auf die Suche machen.

Aber auch im Ausland hilft der BRH. Bei Erdbeben,

Überschwemmungen oder Tsunamis.

Mit und auch ohne Hunde. „Wir leisten me-


dizinische Erstversorgung, Trinkwasseraufbereitung

und Aufbauarbeit“, sagt Henri. „In der

Regel läuft das so ab, dass wir aus dem Land, in

dem es einen Schadensfall gab, einen Request

bekommen, also konkret angefordert werden.“

Ob die Hunde auch mitgenommen werden,

entscheidet das Einsatzland je nach Situation.

„Kameradinnen und Kameraden waren beim

Erdbeben in der Türkei dabei. Da haben sie

ihre eigenen Hunde eingesetzt.“ Der BRH stellt

aber nicht nur die zwei- und vierbeinigen Retter.

Werden sie angefordert, müssen Tonnen

von Equipment in Bewegung gesetzt werden:

medizinisches Gerät, Zelte, Schutzkleidung,

technische Ausrüstung, Nahrungsmittel und

Trinkwasser. Auch das Flugzeug zum Einsatzort

muss der BRH selbst chartern. „In der Regel

ist unser Team, sechs Stunden nachdem

der Request eingeht, abflugbereit.“

Aus seinen Auslandseinsätzen bringt Henri

prägende Erinnerungen mit. „In Indonesien,

nach dem Tsunami 2018, standen wir auf einem

Landstrich, der durch die Naturgewalten

verschoben und ins Landesinnere gedrückt

wurde. Es war beklemmend, da zu stehen und

zu wissen, dass unter uns ein Dorf praktisch

ausgelöscht wurde.“ Henri konzentriert sich

auf das, was in solchen Katastrophen Hilfe

bringt. In Indonesien haben sie Trinkwasser

aufbereitet. Mütter konnten nach Tagen wieder

sichere Nahrung für ihre Babys zubereiten.

Momente, die ihm noch immer nahegehen.

Auch auf den Philippinen und Haiti war Henri,

um zu helfen. Dabei ist neben der akuten

Hilfe auch der langfristige und nachhaltige

Wiederaufbau wichtig. „Wir schauen immer,

was wir tun können, um Stabilität zu bringen.

Sei es, Schulen aufzubauen oder Infrastruktur

zu schaffen.“

Es sind nicht nur die Einsätze in Katastrophengebieten,

die Henri emotional berühren.

Wenn er mit seinen Hunden in seiner Heimat

Vermisste sucht, bekommt er das Schicksal

von Familien hautnah mit. „Wenn Kinder vermisst

werden, ist es besonders schwer“, sagt

er. „Einmal waren wir nachts unterwegs, um

ein kleines Kind zu suchen. Man baut in solchen

Momenten eine Verbindung zu den Eltern

auf, teilt ihre Angst und Hoffnung. Dann

kam die Nachricht, dass das Kind gefunden

wurde. Zu spät. Ertrunken in einem nahe gelegenen

Bach. Das war ein harter Schlag.“

Henri fokussiert seine Gedanken auf die Momente,

in denen sie es geschafft haben, einen

Menschen zu retten. „Da war dieses junge

Mädchen“, erinnert sich Henri. „Sie wollte

nach Hause, hatte sich aber verirrt und war

auf einer Wiese gestürzt. Bärbel und ich waren

da, und gemeinsam mit einem anderen

Suchteam haben wir sie gefunden – leicht

benommen, aber lebendig. Das sind die Momente,

die mich daran erinnern, warum ich

das tue.“

Der Dienst für andere Menschen zieht sich

durch Henri Palettas Lebenslauf: Er ist gelernter

Krankenpfleger und Rettungsassistent,

war zwölf Jahre lang Zeitsoldat, hat sein

Abitur nachgeholt, Sozialwissenschaften

studiert, war Bewährungshelfer und hat sich

ständig weitergebildet, sogar seinen Doktor

gemacht. Zum BRH ist er nach seiner Zeit bei

der Bundeswehr gekommen. „Ich hatte schon

immer Hunde, und nach meiner Zeit als Soldat

begann ich damit, meine Hunde für die

Rettungshundearbeit zu trainieren.“ Sein Ehrenamt

ist sehr zeitintensiv. „Es ist manchmal

schwer, das mit Beruf und Familie unter einen

Hut zu bekommen, aber es lohnt sich. Natürlich

sind es die Momente des Findens, die

mich motivieren, aber auch das Training, die

Gemeinschaft mit den Hunden, das Vertrauen,

das sich über Jahre entwickelt“, sagt Henri

Paletta und fügt hinzu: „Die Vizepräsidentin

der Bayerischen Landesapothekerkammer,

Franziska Scharpf, hat mal gesagt: ‚Ehrenamt

ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird. Es ist

Arbeit, die einfach unbezahlbar ist.‘ Das ist in

meinen Augen ein sehr zutreffendes Zitat und

zeigt die Wichtigkeit aller ehrenamtlichen Tätigkeiten,

egal wer sie wo ausführt.“

Die Familie spielt für Henri eine zentrale Rolle

und muss bei so viel Einsatz natürlich mitziehen.

„Meine Frau ist auch in der Rettungshundestaffel“,

erzählt er. „Es ist schön, dass wir

diese Leidenschaft teilen, aber wir achten darauf,

dass es in der Familie auch noch andere

Themen gibt.“ Sie sind eine Patchworkfamilie

9

Mehr auf www.lebenmit.de | 9

mit vier Kindern und drei Hunden. Die ehrenamtliche

Rettungshundearbeit vermittle den

Kindern wichtige Werte. Verantwortungsbewusstsein,

Empathie, Einsatzbereitschaft,

Teamgeist und natürlich Tierliebe – aber vor

allem, sagt Henri, „muss man ein bisschen

verrückt sein, um das zu machen.“.

BRH Bundesverband

Rettungshunde e. V.

Der 1976 gegründete Bundesverband

Rettungshunde e. V. ist der größte Rettungshundeverband

Deutschlands. Unter

seinem Dach organisieren sich über 90

Rettungshundestaffeln und insgesamt

mehr als 2.200 aktive Mitglieder. Diese

bilden ihre Hunde für die Suche nach vermissten

oder verschütteten Personen für

Einsätze im In- und Ausland aus.

Der BRH auf einen Blick:

• Weltweit größte rettungshundeführende

Organisation.

• Bundesweit mehr als 2.200 ehrenamtliche

Einsatzkräfte.

• Über 90 Rettungshundestaffeln in allen

Bundesländern.

• Kostenlose und anspruchsvolle Aus- und

Weiterbildung aller Einsatzkräfte in drei

Ausbildungszentren.

• Jährlich 1.300 Alarmierungen durch die

Behörden zur Suche nach vermissten oder

verschütteten Personen.

• Seit bald 50 Jahren regelmäßig im internationalen

Einsatz – zuletzt 2023 in der Türkei.

• Alle Einsätze sind für Anforderer und Betroffene

kostenfrei.

• Alle Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich

– vom Präsidenten bis zur Einsatzkraft.

bundesverband-rettungshunde.de

Unterstützen Sie die wichtige Arbeit

des BRH:

Spendenkonto

IBAN: DE36 3565 0000 0001

0715 70

BIC: WELADED1WES

Niederrheinische Sparkasse

Rhein-Lippe



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Es gibt genug für alle:

Genug Nahrung. Genug Geld.

Genug, um Hunger zu beenden.

Wenn es genug für alle gibt, warum haben dann so viele Kinder

und Familien nicht genug? Tatsächlich gibt es insgesamt genug

Nahrung und Geld auf der Welt – es ist nur nicht gerecht verteilt

und an vielen Orten viel zu wenig. Von der aktuellen Hungerkrise

sind laut Welternährungsorganisation 733 Millionen Menschen

betroffen. Einer von elf Menschen weltweit, einer von fünf in

Afrika. Ein kurzer Einblick in zwei Krisenregionen.

Was es heißt,

nicht genug zu haben

Der neunjährige Blue trägt seinen vierjährigen

Bruder Sunday sieben Kilometer dorthin, wo er die

einzige Mahlzeit des Tages erhält – in die Schule.

Blue ist unterernährt. Sunday ist bereits lebensbedrohlich

unterernährt und ihm fehlt jegliche

Kraft zum Laufen. Beide leiden sehr unter der

aktuellen Hungerkrise in Kenia.

Auch tausende Kilometer entfernt, in Nepal, gibt

es nicht genügend zu essen. Die achtzehnjährige

Anchal wird von zuhause weggeschickt, um zu

heiraten, die zwei Jahre jüngere Neha, um zu

arbeiten. Chandrika muss mit 13 Jahren die Schule

abbrechen und daheim auf die drei kleinsten

Schwestern aufpassen – damit Mutter Rita außer

Haus arbeiten und Geld verdienen kann.

Es reicht –

für die Zukunft

Dann haben Sie Glück: Ritas Heimatort wird Projektgebiet

von World Vision. Die Mädchen erhalten

Nahrung und Schulsachen – und auch Rita bekommt

Unterstützung und gründet ein Kleinunternehmen.

Heute reicht es für die ganze Familie. Sie haben

genug zum Überleben. Und in Kenia? Drei Kilometer

von dem Ort entfernt, an dem Sunday und Blue

leben, richtet World Vision eine mobile Klinik ein. Dort

erhält Sunday proteinreiche Spezialnahrung und wird

acht Wochen lang von den Mitarbeitenden betreut.

Hilfe, die sein Leben rettet.

World Vision ist der größte Partner des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen und gibt so viel wie

möglich: Im Durchschnitt erhält alle 60 Sekunden ein hungriges Kind eine Mahlzeit. Doch das ist nicht genug!

Helfen Sie mit,

noch mehr Kinder zu ernähren.

Helfen Sie mit, damit es reicht.

worldvision.de/es-ist-genug


Fotos: Mercy Ships

Helden auf Hospitalschiffen

Lebensverändernd: eine ehrenamtliche

Mitarbeit bei Mercy Ships

Mercy Ships ist eine internationale, christliche Hilfsorganisation, die mit den größten

privaten Hospitalschiffen der Welt seit über 45 Jahren medizinische Versorgung in die

ärmsten Regionen Subsahara-Afrikas bringt. An Bord der Schiffe „Global Mercy“ und

„Africa Mercy“ werden spendenfinanzierte chirurgische Eingriffe auf höchstem Niveau

durchgeführt. Darüber hinaus bietet die Organisation während der zehnmonatigen Einsätze

Bildungs- und Schulungsprogramme für lokale Fachkräfte an Bord an – so werden die

Gesundheitssysteme in den afrikanischen Einsatzländern auch nachhaltig gestärkt. Aber

was wäre die Arbeit von Mercy Ships ohne die vielen Helden, die sich tagtäglich auf den

Hospitalschiffen ehrenamtlich engagieren? Pro Jahr sind es etwa 3.000 Mitarbeiter aus über

60 Nationen, die das gemeinsame Ziel verfolgen, Menschen ihre Würde zurückzugeben und

medizinische Hilfe zu leisten. Dafür werden jedoch nicht nur qualifizierte Fachkräfte aus der

Medizin benötigt. Denn um ein Hospitalschiff zu betreiben, werden neben Ärzten, Chirurgen,

Pflegekräften und Apothekern ebenfalls Mitarbeiter aus den Berufsfeldern Bildung, Küche,

Nautik, IT, Verwaltung und Ingenieurwissenschaften gesucht.

Vielleicht Ihr nächstes Kapitel?

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit

umgesetzt.


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Mehr auf www.lebenmit.de | 13

Medizinische Helden an Bord

Im ehrenamtlichen Einsatz auf den größten privaten Hospitalschiffen der Welt

Besonders liebe ich die Zeit am

Nachmittag. Wir gehen mit den

Patienten gemeinsam an Deck,

spielen, tanzen und verbringen Zeit

mit ihnen. Und auch außerhalb

der ehrenamtlichen Arbeit wird

es nie langweilig. Es gibt so viele

Möglichkeiten, etwas zu erleben,

sowohl bei Aktivitäten auf dem

Schiff als auch bei Unternehmungen

mit Freunden, die ich hier

kennenlernen durfte.

Friederike Ambacher

Krankenpflegerin, Einsatz: November

2023 – März 2024

J

den Hospitalschiffen von Mercy Ships.

ens Rabbels, Friederike Ambacher und

Stephanie Pape sind drei Beispiele für

die engagierte ehrenamtliche Arbeit auf

Als Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurg,

Kinderkrankenpflegerin und Apothekerin

bringen sie ihre jeweiligen Fähigkeiten

in Gebiete, in denen medizinische Versorgung

Mangelware ist. Ob durch lebensverändernde

Operationen, die Betreuung von Kindern oder

die sichere Arzneimittelversorgung – sie leisten

einen unersetzlichen Beitrag zum Wohlergehen

der Patienten. Gemeinsam setzen sie

sich dafür ein, dass die Menschen eine neue

Chance auf ein gesundes Leben erhalten.

Die Arbeit auf einem Mercy-Ships-Hospitalschiff

erfordert eine außergewöhnliche Mischung

aus medizinischer Expertise, Menschlichkeit

und Teamarbeit. Alle Crewmitglieder

verfolgen ein gemeinsames Ziel: Menschen in

Not durch medizinische Versorgung eine bessere

Zukunft zu ermöglichen. Dabei wird eine

Vielzahl an Krankheitsbildern wie Tumoren,

Lippen-Gaumen-Spalten, Brandverletzungen

Die Operationssäle auf der Global

Mercy sind in Größe und Ausstattung

absolut vergleichbar mit

Operationssälen an einer deutschen

Uniklinik. Es ist beeindruckend,

mit welcher Top-Qualität

wir auf diesem Schiff die Menschen

medizinisch versorgen und welchen

hocheffizienten Patientendurchlauf

wir dadurch realisieren

können.

Dr. Jens Rabbels

Chirurg, Einsätze: 2015, 2017, 2019,

2023, 2024

oder Fehlstellungen der Gliedmaßen an Bord

operativ behandelt. Diese bedeuten für die Patienten

nicht nur immenses körperliches Leid,

sondern führen oftmals dazu, dass sie gesellschaftlich

verstoßen werden, nicht zur Schule

oder Arbeit gehen können. Doch der Einsatz

auf den Schiffen geht weit über die Durchführung

von Operationen hinaus. Die Patienten

werden ganzheitlich betreut, sowohl medizinisch

als auch emotional. Vertrauen und Hoffnung

aufzubauen, ist ein zentraler Teil dieser

Arbeit.

Für die ehrenamtlichen Helfer ist die Arbeit

auf den Mercy Ships oft eine tiefgreifende und

bereichernde Erfahrung. Sie sehen nicht nur,

wie sie Leben retten, sondern erleben hautnah,

wie ihre Arbeit den Patienten eine neue

Perspektive schenkt. In Regionen, in denen es

oft an Zugang zu medizinischer Versorgung

mangelt, wirkt Mercy Ships wie ein Leuchtturm

der Hoffnung. Die Crew bringt nicht nur

medizinische Hilfe, sondern auch Mitgefühl

und Würde in Gemeinschaften, die dringend

Unterstützung brauchen.

Es ist fantastisch, sein Wissen und

seine Fähigkeiten dort einzubringen,

wo medizinische Hilfe für

Menschen normalerweise nicht

ankommt. Das mitzuerleben und

daran mitzuwirken, wie menschliche

Fürsorge dazu führt, dass Verzweiflung

und Hoffnungslosigkeit

in neue Lebensfreude und Optimismus

verwandelt werden – das ist

wirklich eine besondere Erfahrung,

für die ich dankbar bin.

Stephanie Pape

Apothekerin, Einsätze: Januar – April,

Oktober – Dezember 2024

Jeder Patient, der das Hospitalschiff gesund

und hoffnungsvoll verlässt, ist ein lebender

Beweis für die transformative Kraft der ehrenamtlichen

Arbeit..

Sie möchten sich über ein Ehrenamt an

Bord informieren oder sich direkt als

Fachkraft auf eine offene Stelle bewerben?

Dann schreiben Sie eine E-Mail

an mitarbeiten@mercyships.de. Für

weitere Informationen

scannen Sie bitte

den QR-Code oder

besuchen die Website:

www.mercyships.

de/mitarbeiten

Für weitere Interviews

und Berichte in

voller Länge von der

deutschen Crew an

Bord scannen Sie den

QR-Code.


Begleitung

Fotos: ASB

Von der Kindheit bis

zum Lebensende:

Der ASB begleitet durch alle Lebensphasen

Der ASB-Wünschewagen bringt schwerstkranke Menschen noch einmal an den Ort

ihrer Träume – sei es ans Meer, zu einem Konzert oder zu ihren Liebsten. Doch die Hilfe

beginnt nicht erst am Lebensende. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) steht Menschen

von klein auf zur Seite und bietet ihnen in allen Altersgruppen und Lebenslagen Unterstützung

– an vielen Orten weltweit. Mit einer Vielzahl von Projekten zeigt der ASB, wie

viel eine helfende Hand bewirken kann, sei es am Lebensende, in der Kindheit oder im

Kampf um Gleichberechtigung. Drei Projekte möchten wir Ihnen näher vorstellen:

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit dem

umgesetzt.


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Ein letzter Wunsch auf Reisen: der ASB-

Wünschewagen

Der letzte Wunsch eines schwerstkranken

Menschen – es könnte ein Spaziergang am

Meer sein, eine Fahrt durch die vertrauten

Straßen der Heimatstadt oder ein Besuch bei

Verwandten, die man schon lange nicht mehr

gesehen hat. Die ehrenamtlichen Wünschewagen-Teams

bundesweit haben es sich zur

Aufgabe gemacht, genau diese Wünsche zu

erfüllen. Seit 2014 bringt das ausschließlich

durch Spenden finanzierte Projekt Schwerstkranke

noch einmal an den Ort, der in ihrem

Herzen eine besondere Bedeutung hat.

Der ASB-Wünschewagen ist also viel mehr als

nur ein Fahrzeug; er ist ein Symbol für Hoffnung

und Menschlichkeit. Jeder Wunsch wird

ernst genommen und die Mitarbeitenden tun

alles, um diesen wahr werden zu lassen. Das

Team des Wünschewagens besteht aus medizinisch

geschulten Ehrenamtlichen, die die

Reisenden sicher begleiten und ihnen ein Gefühl

der Geborgenheit geben.

„Endlich! Endlich bin ich hier, das habe ich

mir schon so lange gewünscht!“ Es sind Geschichten

wie die von Sabine, die zeigen, wie

tief diese Erlebnisse berühren. Sie war 80 Jahre

alt, schwer krank und wünschte sich, noch

einmal das Meer zu sehen. Sie sprach oft von

ihren Urlauben am Meer, wo sie als junge Frau

so viele glückliche Tage verbracht hatte. Der

Wünschewagen brachte sie und ihre Familie

an die Nordsee. Das Rauschen der Wellen,

der Duft der salzigen Luft – für einen Moment

schien alles Leid verschwunden. „Es war wie

ein Traum, den wir nie mehr vergessen werden“,

sagte ihre Tochter später. Solche Momente

sind tief beeindruckend, nicht nur für

die Betroffenen, sondern auch für ihre Familien,

die diesen letzten Weg oft mitgehen.

Besuchshunde: Nähe und Freude schenken

Die heilsame Wirkung von Tieren ist unbestritten.

Sie spenden Trost, vermitteln Nähe

und haben sogar therapeutische Effekte. Die

ASB-Besuchshunde sind in vielen Seniorenheimen

regelmäßig zu Gast. Für ältere Menschen,

die oft allein und ohne familiäre Nähe

leben, sind diese Besuche ein Höhepunkt.

Die strahlenden Augen der Bewohnerinnen

und Bewohner und die freudige Begrüßung

der Vierbeiner sprechen für sich. Es sind Momente

des Glücks, in denen alte Erinnerungen

wachgerufen werden und die Einsamkeit für

einen Augenblick verschwindet.

Käthe Liese ist 102 Jahre alt, sitzt im Rollstuhl

und ist an Demenz erkrankt. Sie lebt in einem

Pflegeheim. Wenn ASB-Besuchshund Jack

zu Besuch kommt, erstrahlt ihr Gesicht. Sie

streckt die Hand aus, streichelt ihm über den

Kopf und murmelt ein paar Worte der Freude.

„Sie lebt förmlich auf“, freut sich ihre Tochter

Gisela Häder. „Meine Mutter erinnert sich in

diesen Momenten an unseren früheren Hund,

zu dem sie einen besonderen Draht hatte“, erklärt

Gisela. „Es freut mich zu sehen, dass sie

mit Jack ein paar schöne Augenblicke hat.“

Die Besuchshunde sind nicht nur in der Seniorenhilfe

aktiv, sie leisten auch einen wertvollen

Beitrag in Einrichtungen für psychisch

erkrankte Menschen oder Menschen mit

Behinderung, in Kinderheimen, an Schulen

sowie in der Kinder- und Jugendarbeit des

ASB. Hier werden sie beispielsweise als Vorlesehunde

eingesetzt, um Kindern zu helfen,

die Schwierigkeiten beim Lesen haben. In

entspannter Atmosphäre können sie ohne

Druck üben. Die frühe Förderung ist von großer

Bedeutung, um den Kindern einen guten

Start ins Leben zu geben. Zahlreiche Studien

belegen, dass das eigenständige, laute Vorlesen

dabei eine hilfreiche Technik ist. Häufig

haben Kinder jedoch Angst, laut vor anderen

zu lesen und Fehler zu machen. Hier kommt

der ASB-Vorlesehund ins Spiel. Zum Beispiel

Felix, ein Betreuungshund der Rasse Russisch

Laika. Er hilft Kindern, ihre Angst vor dem Lesen

und Vorlesen zu überwinden. „Der Vorlesehund

nimmt das Kind so an, wie es ist, er

wertet nicht und bewertet nicht“, erklärt seine

Besitzerin, ASB-Ausbildungsleiterin Claudia

Ehmsen. Dadurch fühlen sich die Kinder

angenommen und wertgeschätzt. Über die

Bindung zu „ihrem Vorlesehund“ entwickeln

Kinder den Wunsch, „ihrem“ Hund ein Buch

„richtig gut“ vorzulesen.

Mädchen-Fußball im Niger: Chancen durch

Sport

Im Niger, einem der ärmsten Länder der

Welt, haben Mädchen nur selten Zugang zu

Sportangeboten. Der ASB setzt sich gezielt

dafür ein, Mädchen durch Sport zu stärken

und ihnen neue Chancen zu eröffnen. In Zusammenarbeit

mit lokalen Partnern unterstützt

der ASB die Gründung von Mädchen-

Fußballteams, um Geschlechterstereotype zu

überwinden und Mädchen einen geschützten

Raum zu bieten, wo sie ihre Fähigkeiten entfalten

können.

Sport als Mittel zur Emanzipation? Was auf

den ersten Blick ungewöhnlich klingt, ist ein

wirksamer Weg, Mädchen in einer Gesellschaft

zu unterstützen, wo ihre Rechte oft

eingeschränkt sind. Fußball vermittelt Werte

wie Teamgeist, Selbstbewusstsein und Disziplin

– Eigenschaften, die den Mädchen auch

abseits des Spielfelds helfen. Der ASB sorgt

dafür, dass sichere Sportstätten geschaffen

werden und die Lehrkräfte geschult sind, den

Mädchen nicht nur sportliche Fähigkeiten,

sondern auch Lebenskompetenzen zu vermitteln.

„Schon als kleines Mädchen habe ich mich

in diesen Sport verliebt. Damals habe ich mit

den Jungs aus der Nachbarschaft gespielt. Die

Leute, die vorbeikamen, haben mir zugejubelt,

wenn ich die anderen ausgetrickst und

ins Tor getroffen habe“, erzählt die 15-jährige

Nana stolz. Bis vor Kurzem war es Nana

nicht möglich, ihrem Hobby nachzukommen.

Denn im überwiegend muslimisch geprägten

Land Niger sind Mädchen und Frauen oft

Vorurteilen ausgesetzt, wenn sie Fußball spielen

wollen.

Das Projekt gibt ihr und vielen ihrer Freundinnen

die Möglichkeit, ihre Träume zu

verfolgen, obwohl sie in einer Gesellschaft

aufwachsen, in der Mädchen, die Sport machen

wollen, eher kritisch begegnet wird.

Doch das Projekt hat nicht nur sportliche

Ziele: Es fördert auch den Schulbesuch der

Mädchen und stärkt ihr Selbstbewusstsein.

Für viele ist der Fußball der erste Schritt,

sich aus restriktiven Geschlechterrollen zu

befreien und eine eigene Zukunft zu gestalten.

Wir helfen hier und jetzt – weltweit

Der ASB beweist, dass es viele Wege gibt,

das Leben von Menschen zu bereichern.

Die Projekte sind Beispiele für das Engagement

und die Menschlichkeit, die in jeder

Initiative stecken. Es sind die kleinen und

großen Augenblicke, die das Leben lebenswert

machen.

Das unermüdliche Engagement von Ehrenamtlichen

spielt eine unverzichtbare

Rolle. Die emotionalen Bindungen, die

durch diese Projekte entstehen, machen

diese Arbeit einzigartig. Alle, die sich für

den und mit dem ASB einsetzen, tragen

dazu bei, Licht und Hoffnung in das Leben

anderer zu bringen.

Darüber hinaus spiegeln die Initiativen das

vielfältige Engagement des gemeinnützigen

Verbandes wider. Ob am Lebensende,

in der Jugend oder im Ausland: Der ASB

begleitet Menschen in unterschiedlichsten

Lebenslagen und gibt seine Unterstützung

so lange wie nötig. Mit viel Herzblut setzt

sich der ASB dafür ein, dass Menschen

jene Hilfe erhalten, die sie benötigen – sei

es eine letzte Reise ans Meer, der Besuch

eines treuen Vierbeiners oder die Chance,

durch Sport das eigene Leben zu verbessern.

Das Motto bleibt dabei stets: Wir helfen

hier und jetzt!.

Die vielseitigen Projekte des ASB zeigen,

wie wichtig es ist, füreinander da zu sein.

Ob es darum geht, einem schwerkranken

Menschen einen letzten Wunsch zu

erfüllen, Kindern das Lesen beizubringen

oder Mädchen im Niger eine neue Perspektive

zu ermöglichen – jede Unterstützung

zählt. Helfen Sie uns, Menschen in

allen Lebensphasen zu begleiten – vom

ersten Schritt bis zum letzten Wunsch.

Mit Ihrer Spende schenken Sie Momente

voller Freude und Hoffnung.

asb.de/spenden

Spenden Sie

jetzt und machen

Sie einen

Unterschied.


Seniorenhilfe

Dank der Unterstützung

von HelpAge, hat

Tamara wieder einen

Garten, den sie pflegen

kann. Foto: HelpAge

International

Asteria kann wieder

positiv in die

Zukunft schauen.

Foto: HelpAge

Deutschland

Die Früchte der Arbeit: Ein Kleinbauer bietet seine Ernte im

Sozialunternehmen LaeyBaitong an. Foto: HelpAge Deutschland

Würdevoll und selbstbestimmt

leben im Alter

HelpAge ist eine einzigartige deutsche Hilfsorganisation, die sich für die Rechte und Bedürfnisse

älterer Menschen in Krisen- und Konfliktregionen einsetzt. Sie verfolgt das Ziel,

Senioren weltweit ein würdiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, und arbeitet

eng mit lokalen Partnerorganisationen zusammen. Seit der Gründung im Jahr 2005 setzt

sich HelpAge für die Verbesserung der Lebensbedingungen älterer Menschen ein. Das Motto

der Hilfsorganisation lautet: „Alt sein“ darf nicht mit „in Not sein“ gleichbedeutend sein.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit

umgesetzt.

Ältere Menschen gehören oft

zu den verwundbarsten Bevölkerungsgruppen

einer Gesellschaft.

Sie sind häufig von

Armut, Isolation und gesundheitlichen

Problemen betroffen

und werden in vielen Ländern bei der Formulierung

von Politiken und Hilfsprogrammen

nicht ausreichend berücksichtigt. HelpAge hat

es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Stimmen zu

erheben und ihre Rechte zu schützen.

Die Organisation setzt sich für ein besseres Verständnis

der Herausforderungen ein, mit denen

ältere Menschen konfrontiert sind. Sie arbeitet

eng mit nationalen und internationalen Partnern,

Unterstützern und prominenten Botschaftern

zusammen, um die Lebensqualität älterer

Menschen nachhaltig zu verbessern. Zu den Botschaftern

gehören bekannte Persönlichkeiten

wie der Nachrichtensprecher Thorsten Schröder

und die Schauspielerin Hannelore Hoger, die

sich aktiv für die Belange älterer Menschen einsetzen.

Initiativen und Kampagnen

HelpAge hat mehrere Initiativen ins Leben gerufen,

die darauf abzielen, die Lebensbedingungen

älterer Menschen zu verbessern. Eine der

bekanntesten Kampagnen ist „Jede Oma zählt“.

Diese Initiative konzentriert sich auf die Unterstützung

älterer Menschen in Afrika, indem sie

finanzielle Hilfe, Gesundheitsversorgung und

soziale Dienstleistungen bereitstellt. „Jede Oma

zählt“ zielt darauf ab, den Zugang zu Ressourcen

zu verbessern und ältere Menschen in ihren

Gemeinden zu stärken, damit sie ein selbstbestimmtes

Leben führen können.

Ein weiteres wichtiges Projekt ist der „FriedensSpender“,

der gezielt Hilfe in Krisen- und

Konfliktregionen leistet. Hierbei steht die Unterstützung

älterer Menschen im Mittelpunkt,

die oft die Ersten sind, die unter den Folgen von

Konflikten leiden. Die Initiative stellt sicher, dass

die Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppe bei

humanitären Hilfsmaßnahmen berücksichtigt

werden.


Projekte und Unterstützung weltweit

HelpAge ist in vielen Ländern aktiv und bietet

eine Vielzahl von Projekten, die speziell

auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten

sind. Hier sind einige eindrucksvolle

Beispiele für die Wirkung der Organisation:

Tansania: Asterias Geschichte

Asteria, 75 Jahre alt, ist ein Beispiel für die

positive Wirkung des Rentenprojekts von

HelpAge. Seit über zehn Jahren erhält sie eine

monatliche Rente von etwa 10 Euro, die für

sie eine enorme Hilfe darstellt. Sie lebt mit ihrem

psychisch kranken Sohn und ihrem Enkelkind

zusammen und ist auf diese Unterstützung

angewiesen. Die Rente ermöglicht

es ihr, Essen, Haushaltsgegenstände und

Schulutensilien für ihr Enkelkind zu kaufen.

Vor ihrer Aufnahme in das Rentenprogramm

unterstützte ihr Sohn sie finanziell. Doch als

er psychisch erkrankte, fiel diese Stütze weg.

Asteria ist von den verheerenden Auswirkungen

des Klimawandels betroffen. „Seit

Monaten hat es hier nicht mehr geregnet“,

erklärt sie. Ihre Ernte leidet enorm unter der

Dürre, und sie ist besorgt um die Zukunft ihrer

Familie. Trotz dieser Herausforderungen

erkennt Asteria die lebenswichtige Rolle von

HelpAge in ihrem Leben: „Ohne diese Unterstützung

wären viele Menschen aus meiner

Gemeinde vermutlich bereits tot. Die Rente

hilft mir, einen Hilfsarbeiter für meine Farm

zu bezahlen und wichtige Anschaffungen zu

tätigen.“

Ukraine: Tamaras Erfahrungen im Schutzzentrum

In der Ukraine kämpft die 75-jährige Tamara

gegen die Herausforderungen des Krieges

und ihre gesundheitlichen Probleme. 2014

musste sie ihr Zuhause verlassen und zu ihrer

Tochter ziehen, blieb dort jedoch nicht

von den Belastungen des Krieges verschont.

Tamara leidet an Krebs und Gelenkschmerzen,

die ihren Alltag stark einschränken.

Mit einer monatlichen Rente von nur 2.700

UAH (etwa 60 Euro) kann sie sich keine notwendigen

medizinischen Behandlungen

leisten. Ihre Tochter hat mehrere Jobs, um

ihre Familie und Tamara zu unterstützen,

doch die Arztrechnungen bleiben unbezahlt.

Im Schutzzentrum von HelpAge erhält

Tamara nicht nur Nahrungsmittel, sondern

auch psychosoziale Unterstützung. „Die Sozialarbeiter

sind ein Segen“, sagt sie. Dort findet

sie neue Freundschaften und kann ihre

Kreativität wiederentdecken, zum Beispiel

durch das Gärtnern. „Die Gartenarbeit hilft

mir, Stress und Angst abzubauen“, erklärt Tamara.

Kambodscha: Wachstum mit Zukunft

Die Bambuskörbe im Lebensmittelgeschäft

LaeyBaitong in Kambodscha sind prall gefüllt.

Überall duftet es nach reifen Papayas

und frischen Kräutern. Doch es ist nicht irgendein

Geschäft, sondern ein Sozialunternehmen,

das von HelpAge gegründet wurde,

um die Einkommen älterer Menschen auf

dem Land zu sichern. LaeyBaitong kauft Erzeugnisse

von älteren Bauern der Region, die

ihre Felder und Ställe in der Umgebung bewirtschaften,

zu fairen Preisen und verkauft

sie an Stadtbewohner weiter. Der Gewinn

fließt zurück, um die Einkommenssituation

der Bauern langfristig zu sichern. LaeyBaitong

fördert nicht nur regionale Anbaupraktiken,

sondern sorgt auch dafür, dass gesunde,

frische Lebensmittel für die Gemeinschaft

zugänglicher werden. 150 ältere Bauern beliefern

bereits das Geschäft – weitere werden

folgen.

Katastrophenvorsorge und Resilienz

HelpAge legt großen Wert auf Katastrophenvorsorge.

In Regionen, die stark vom Klimawandel

betroffen sind, bietet die Organisation

Trainings an, die älteren Menschen

wichtiges Wissen für den Katastrophenfall

vermitteln. Diese Maßnahmen stärken nicht

nur die persönliche Resilienz, sondern festigen

auch das soziale Gefüge in den betroffenen

Regionen. Durch den Austausch

von Wissen und Erfahrungen werden ältere

Menschen und ihre Gemeinschaften besser

auf zukünftige Krisen vorbereitet.

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HelpAge ist in zahlreichen Ländern aktiv

und setzt sich mit verschiedenen Projekten

dafür ein, das Leben älterer Menschen zu

verbessern. Ob durch Rentenprogramme,

psychosoziale Unterstützung, soziale Unternehmen

oder Katastrophenvorsorge – die

Organisation bietet vielfältige Lösungen, die

auf die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung

abgestimmt sind. Indem HelpAge sich für

die Rechte und die Würde älterer Menschen

einsetzt, trägt sie dazu bei, dass das Alter

nicht mit Not, sondern mit Lebensqualität

und Resilienz verbunden wird..

Für weitere Informationen zu den Projekten

und Initiativen von HelpAge besuchen

Sie die Website www.helpage.de. Dort

finden Sie nicht nur detaillierte Informationen

über die verschiedenen Programme,

sondern auch die Möglichkeit, sich aktiv

zu engagieren.

Ihre Unterstützung ist entscheidend, um

die Lebensqualität älterer Menschen in

Krisen- und Konfliktregionen zu verbessern.

Ihre Spende kann einen direkten

Unterschied im Leben von Menschen

wie Asteria in Tansania oder Tamara in

der Ukraine bewirken. Jeder Beitrag, egal

wie hoch, hilft HelpAge, wichtige Hilfsprogramme

aufrechtzuerhalten – sei es

durch Rentenzahlungen, medizinische

Versorgung oder psychosoziale Unterstützung.

Gemeinsam können Sie dazu beitragen,

dass ältere Menschen in Not die Hilfe

erhalten, die sie dringend benötigen. Setzen

Sie sich für die Rechte und die Würde

älterer Menschen ein und helfen Sie, eine

Welt zu schaffen, in der das Alter nicht

mit Armut und Isolation verbunden ist.

Spenden Sie jetzt und werden Sie

Teil dieser wichtigen Mission, um

das Leben älterer Menschen weltweit

zu verändern.

Spendenkonto

IBAN: DE95 2655 0105 0000

0555 17

BIC: NOLADE22

Sparkasse Osnabrück

Rentenauszahlung in Tansania: Gemeinschaft und

Vertrauen im Kreis starker Frauen (links).

Schauspielerin Hannelore Hoger zu Besuch bei den

„Omas“ in Tansania – ein Moment der Verbundenheit.

Fotos: HelpAge Deutschland


Ich bin

überzeugt: Die

Liebe bleibt.

Wenn wir Liebe

zurücklassen,

wird diese weiterwirken.

Damit

leben auch wir

ein Stück weiter,

bei anderen, mit

anderen und

durch andere.

Margot Käßmann

Alles, was ein

Mensch auf

dieser Erde geschaffen

hat, hat

nur einen Fortbestand,

wenn

es von anderen

belebt und weitergetragen

wird.

Foto: Dominik Butzmann

Reinhold Messner

Ich glaube, der

Sinn des Lebens

liegt darin, seine

Seele zu verströmen,

bevor der

letzte Atemzug

verhaucht ist.

Anne-Sophie Mutter


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Was bleibt?

Das Prinzip Apfelbaum steht symbolisch für den Gedanken der Nachhaltigkeit, des

Kreislaufs des Lebens und der langfristigen Verantwortung für die Welt, in der wir leben.

In der Philosophie hinter diesem Prinzip vereinen sich Natur, Mensch und Zukunftsdenken.

Der Apfelbaum dient als Metapher für ein Leben, das nicht nur den eigenen Bedürfnissen

dient, sondern auch einen positiven Beitrag für kommende Generationen leistet.

In einer Welt, in der die Zukunft durch unser Handeln geprägt wird, stellt sich jeder früher

oder später die Frage: Was bleibt von mir?

D

och darüber offen sprechen

ist für viele noch immer

ein Tabu. Für die Initiative

„Mein Erbe tut Gutes“ haben

sich elf Persönlichkeiten,

unter anderem Margot Käßmann,

Ulf Merbold, Reinhold Messner, Anne-

Sophie Mutter, Christiane Nüsslein-Volhard,

Friede Springer und Wim Wenders, mit großer

Offenheit auf diese Frage eingelassen.

Einige sehen in ihrem Erbe die Chance, ihre

Werte zu bewahren und fortzuführen. Sie

wünschen sich, dass das, was ihnen wichtig

ist – sei es der Schutz der Natur, die Förderung

von Bildung oder der Einsatz für soziale Gerechtigkeit

–, auch nach ihrem Tod weiterlebt.

Das Vermächtnis, das sie hinterlassen, soll die

Welt in einem besseren Zustand zurücklassen

und zukünftigen Generationen zugutekommen.

Andere reflektieren darüber, wie materielle

und immaterielle Hinterlassenschaften

zusammenwirken können. Neben Geld oder

Besitz, den man weitergibt, spielt auch die

Weitergabe von Ideen, Prinzipien und Engagement

eine große Rolle. Genau diese Gedanken

spiegeln das Prinzip Apfelbaum wider: Die

Früchte, die der Baum trägt, sind nicht nur

physischer Natur, sondern auch symbolisch

für die Ideen und Werte, die wir säen.

Verantwortung für die Zukunft: Was bleibt

von uns?

Eine der wesentlichen Botschaften des Prinzips

Apfelbaum und der Initiative „Mein Erbe tut

Gutes“ ist, dass jeder Einzelne Verantwortung

trägt – nicht nur für sein eigenes Leben, sondern

auch für die Welt, die nach uns kommt.

Die elf Persönlichkeiten teilen diese Überzeugung

und betonen, dass unser Vermächtnis

einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft

haben sollte. Eine der zentralen Aussagen

ist, dass unser Handeln im Leben langfristige

Auswirkungen hat. So wie ein Apfelbaum, der

Jahre braucht, um Früchte zu tragen, ist auch

der Beitrag, den wir für die Zukunft leisten, oft

erst nach unserer Lebenszeit sichtbar. Aber die

Saat, die wir heute pflanzen, entscheidet darüber,

was später gedeihen wird. Sei es durch

die Unterstützung von Umweltorganisationen,

Redaktion Emma Howe Fotos: Initiative Apfelbaum

sozialen Projekten oder kulturellen Initiativen

– unser Erbe kann die Zukunft prägen.

Philanthropie und Testament

Viele der Persönlichkeiten betonen die Bedeutung

von Philanthropie und der bewussten

Entscheidung, mit dem eigenen Testament

Gutes zu tun. Die Initiative „Mein Erbe tut Gutes“

bietet einen strukturierten Rahmen, um

diese Entscheidungen zu treffen und gemeinnützige

Organisationen in die eigene Nachlassplanung

einzubeziehen. Für einige Persönlichkeiten

bedeutet dies, einen Teil ihres

Vermögens gezielt für Zwecke einzusetzen, die

ihnen persönlich am Herzen liegen. So kann

das eigene Lebenswerk weitergeführt werden.

Das Prinzip Apfelbaum verdeutlicht, dass das,

was wir heute tun, über Generationen hinweg

Früchte tragen kann – und dies gilt besonders,

wenn wir unser Vermögen für nachhaltige, zukunftsweisende

Projekte einsetzen.

Die Verbindung von persönlichem Erbe und

gesellschaftlichem Wandel

Viele der Persönlichkeiten, die sich zur Frage

„Was bleibt?“ geäußert haben, sehen in ihrem

Erbe eine Möglichkeit, einen positiven Wandel

in der Gesellschaft anzustoßen. Einige betonen

den Wert von Bildung, Menschenrechten

und Aufklärung, andere fokussieren sich auf

den Schutz der Umwelt. Gemeinsam ist ihnen

der Wunsch, dass ihr Vermächtnis einen langfristigen

positiven Effekt auf die Gesellschaft

hat. Dieses Denken spiegelt sich im Prinzip

Apfelbaum wider: Ein Baum wächst und gedeiht

über viele Jahre hinweg und bietet dabei

immer wieder neue Früchte für kommende

Generationen. Genauso kann ein wohlüberlegtes

Testament, das gemeinnützige Organisationen

unterstützt, die Gesellschaft nachhaltig

verändern.

Ein Erbe des Guten: das Vermächtnis gestalten

Die Antworten der elf Persönlichkeiten zur

Frage „Was bleibt?“ inspirieren dazu, das eigene

Leben und Erbe bewusst zu gestalten.

Das Prinzip Apfelbaum erinnert uns daran,

dass wir Teil eines größeren Ganzen sind und

dass unser Handeln, sei es zu Lebzeiten oder

danach, weitreichende Folgen haben kann. Ob

durch finanzielle Zuwendungen, die Unterstützung

von sozialen und ökologischen Projekten

oder die Weitergabe von Werten – jeder

Einzelne hat die Möglichkeit, ein Vermächtnis

zu schaffen, das bleibt. So wie ein Apfelbaum

Jahr für Jahr Früchte trägt, können auch unsere

Entscheidungen langfristig Gutes bewirken..

Buch- und Hörbuchtipp

BERÜHRENDE GEDANKEN

UND PORTRÄTS

Elf Persönlichkeiten zur Frage „Was bleibt?“

– im Buch und Hörbuch „Das Prinzip Apfelbaum“

gewähren sie sehr persönliche Einblicke.

Sie lassen uns teilhaben am Nachdenken

über ihr Leben und den Tod, an ihren Erfahrungen

und Hoffnungen.

Die Texte und Audiobeiträge sind verdichtete

Aufzeichnungen der Gespräche, die Fotografin

Bettina Flitner mit allen Porträtierten geführt

hat. Sie ergänzen die Fotoarbeiten nicht

nur um sehr persönliche Reflexionen. Sie ziehen

uns unweigerlich hinein und eröffnen den

Raum für eigene Gedanken. Wer sich einlässt,

erkennt: Sich als Teil dieser Welt zu begreifen,

über sich hinauszudenken und Werte und

Wissen weiterzugeben, gibt dem Leben Sinn.

Buch und Hörbuch „Das Prinzip Apfelbaum.

11 Persönlichkeiten zur Frage ‚Was bleibt?‘“

sind überall im Buchhandel erhältlich.


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Yvonne Kassowitz-Kretzschmar (links) ist seit 2012 Amnesty-Mitglied, Sandra Lüderitz-Korte ist Ansprechpartnerin für Testamentsspenden.

Testamentsspende

Jeder Betrag zählt:

Wie auch kleine Testamentsspenden

Großes bewirken können

Der Gedanke, nach dem Tod etwas Gutes zu hinterlassen, ist für einige Menschen ein

wichtiger Bestandteil der Nachlassplanung. Testamentsspenden ermöglichen es, über

das eigene Leben hinaus einen positiven Einfluss auf die Welt zu haben. Besonders

gemeinnützige Organisationen wie Amnesty International, die sich weltweit für Menschenrechte

einsetzen, sind auf solche Zuwendungen angewiesen. Auch kleine Spenden

machen einen großen Unterschied.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit

umgesetzt.

Testamentsspenden sind eine

besondere Art des Gebens.

Sie bieten Menschen die

Möglichkeit, über das eigene

Leben hinaus Gutes zu

bewirken und Projekte zu

unterstützen, die ihnen am Herzen liegen.

Eine Testamentsspende bedeutet, dass Sie

in Ihrem Testament festlegen, einen Teil

Ihres Hab und Guts oder bestimmte Sachwerte

nach Ihrem Tod an eine gemeinnützige

Organisation zu geben. Dies kann ein

festgelegter Betrag, ein Prozentsatz Ihres

Nachlasses oder sogar ein bestimmter Gegenstand

wie Immobilien oder Wertgegenstände

sein.

Für manche Menschen hat die Testamentsspende

auch eine emotionale Bedeutung. Sie

ermöglicht es, dass die eigenen Werte und

Überzeugungen über den Tod hinaus wirken.

Durch eine Testamentsspende an Amnesty

International können Sie sicherstellen,

dass Sie auch nach Ihrem Tod zum Schutz

der Menschenrechte und zur Verbesserung

von Leben beitragen. Es ist ein tröstlicher

Gedanke zu wissen, dass das eigene Erbe

weiterhin Gutes bewirkt. Zudem ist Amnesty

International als gemeinnützige Organisation

von der Erbschaftsteuer befreit. Das bedeutet,

dass der gesamte gespendete Betrag

direkt in die Menschenrechtsarbeit fließt

und nicht durch Steuern gemindert wird.

Laut einer repräsentativen Studie der GfK

(Gesellschaft für Konsumforschung) erwägt

jeder vierte Deutsche, sein Hab und

Gut ganz oder zu Teilen einer wohltätigen

Organisation zu hinterlassen, bei Menschen

ohne Kinder ist es sogar jeder Zweite.

Andererseits hielt fast jeder Dritte das

eigene Erbe für zu klein, um damit etwas

bewegen zu können. Doch das ist ein Irrtum,

meint Sandra Lüderitz-Korte, die bei

Amnesty International Ansprechpartnerin

für Testamentsspenden ist: „Jede kleine

Testamentsspende hilft uns weiter. Auch

damit setzt man sich für andere Menschen

ein und tut Gutes – über den eigenen Tod

hinaus.“


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Es sind auch kleinere Summen entscheidend

– und das aus mehreren Gründen. Viele

kleine Beträge summieren sich zu großen

Beiträgen. Wenn Sie und andere Unterstützer

kleinere Summen im Nachlass vorsehen,

kann Amnesty International damit Projekte

finanzieren, die sonst vielleicht nicht möglich

wären. So könnte Ihre Testamentsspende

beispielsweise dazu beitragen, eine

Kampagne zur Freilassung eines zu Unrecht

inhaftierten Aktivisten zu finanzieren oder

die Druckkosten für Berichte über Menschenrechtsverletzungen

zu decken.

Für eine Testamentsspende hat sich auch

Yvonne Kassowitz-Kretzschmar entschieden.

„Es ist eine ganz tolle Idee, noch über

den eigenen Tod hinaus etwas für andere

Menschen bewirken zu können. Und ich

muss mir über mein Testament keine Gedanken

mehr machen: Es ist schon alles geregelt“,

erklärt sie.

Bereits seit 2012 ist die ehemalige Flugbegleiterin

Mitglied bei Amnesty. „Ich fand

Organisationen wie Amnesty schon immer

toll. Im Ruhestand wurde ich dann ehrenamtlich

aktiv. Ich packte in Projekten vor Ort

mit an. Amnesty hat einen bemerkenswerten

Weg gefunden, Ziele zu verfolgen: Die

lassen sich nicht die Butter vom Brot nehmen

– egal mit wem sie verhandeln.“

Als es um ihr Testament ging, entschied sie

sich bewusst dafür, Amnesty International

als Alleinerbin einzusetzen. „Für mich kamen

mehrere Organisationen infrage, aber

in Anbetracht der gegenwärtigen Weltlage

fiel meine Entscheidung auf Amnesty. Es

ist eine große, international anerkannte Organisation,

deren Stimme in der Welt auch

Gewicht hat.“

Yvonne Kassowitz-Kretzschmar hat eine

klare Botschaft für Menschen, die ähnliche

Überlegungen anstellen: „Ich empfehle,

entspannt über alle Möglichkeiten nachzudenken

– aber ohne sich zu verzetteln. Ich

rief dann einfach bei Amnesty an und bekam

unverbindlich alle wichtigen Informationen.

Im Austausch hatte ich jederzeit das

Gefühl, mich auch aus freien Stücken dagegen

entscheiden zu können. Nicht überrumpelt

zu werden, war mir wichtig.“ Sie fügt

hinzu: „Ich habe keine Kinder, alles, was

ich hinterlasse, geht an Amnesty. Besonders

das Engagement gegen Menschenrechtsverletzungen

liegt mir am Herzen, weshalb

ich mich ehrenamtlich bei Amnesty International

beteilige. Es ist für mich selbstverständlich,

meine Ersparnisse nach meinem

Tod zu spenden. Ich möchte damit meinen

Beitrag dazu leisten, das Unrecht in der Welt

zu bekämpfen.“

Eine Testamentsspende lässt sich einfach

umsetzen. „Wer sich mit den Werten von

Amnesty identifiziert, kann mit dem Testament

dazu beitragen, dass die Menschenrechte

auch in Zukunft geschützt werden.

So lassen sich auch nach dem Tod noch die

eigenen Werte vermitteln“, sagt Sandra Lüderitz-Korte.

„Aber auch praktische Gründe

sprechen für eine Testamentsspende: Für

Angehörige kann es eine Entlastung sein,

wenn Amnesty als Erbin organisatorische

Aufgaben übernimmt. Gerade in Zeiten der

Trauer sind viele Menschen von den nötigen

Formalitäten überwältigt. Wichtig ist

es mir persönlich auch, dass diejenigen,

die uns in ihrem Testament bedenken, mit

uns Kontakt aufnehmen. Nur so können wir

auch ‚Danke‘ sagen!“

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Amnesty

kann im Testament als Erbin benannt werden

– als Alleinerbin oder als Miterbin neben

Verwandten oder anderen Organisationen.

Sandra Lüderitz-Korte: „Als Erbin

tritt Amnesty juristisch in die Fußstapfen

des Verstorbenen, regelt die Abwicklung des

gesamten Nachlasses und kümmert sich um

rechtliche Verpflichtungen. Amnesty kann

aber auch ein Vermächtnis zugesprochen

werden, also ein bestimmter Gegenstand

oder ein Geldbetrag: Ob ein oder zehn Prozent

vom Gesamtbetrag, für uns ist es wichtig

und kann Menschenleben retten. Es

kommt darauf an, was sich für einen selbst

am besten anfühlt. Amnesty lässt niemanden

allein. Wir bieten rechtliche Beratung

über ein Telefonat mit unserer Juristin an,

die auf Erbrecht spezialisiert ist.“ .

Nutzen Sie die Möglichkeit der kostenlosen

juristischen Erstberatung

„Wie schreibe ich ein gültiges Testament? Wo bewahre ich mein handschriftliches

Testament auf? Kann ich Amnesty auch Immobilien vererben oder vermachen?“

Wenn Sie den Wunsch haben, Amnesty in Ihrem Testament zu bedenken, möchten wir

etwas von dieser Unterstützung zurückgeben und bieten Ihnen gerne eine kostenfreie

juristische Erstberatung an: Wir arbeiten hier eng mit Fachleuten zusammen.

Bitte sprechen Sie mich an,

damit ich ein Gespräch vermitteln kann:

Sandra Lüderitz-Korte

030-420 248 - 354

0170-88 98 965

sluederitz@amnesty.de

Weitere Infos erhalten Sie unter: www.amnesty.de/testament


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Doppelt aktiv durch Testamentsspende:

Das Ehepaar Brohl sorgt

nicht nur für den eigenen geliebten

Hund, sondern engagiert sich auch

für andere Tiere. Fotos: privat,

Deutscher Tierschutzbund e. V./

M. Marten (Kreis)

Testaments- und Nachlassspende

Tierliebe, die bleibt!

Ein Testament kann die Zukunft des Tierschutzes mitgestalten und Sorge für diejenigen tragen,

die nicht für sich selbst sprechen können. Das Ehepaar Brohl bedenkt den Tierschutz

daher in seinem Testament.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund e. V. umgesetzt.

Tiere bereichern unser Leben auf

vielschichtige Weise. Sie haben

keinen Preis, sondern einen

Wert. So steht der Deutsche

Tierschutzbund dafür ein, dass

Tiere Anspruch auf Unversehrtheit

und ein artgerechtes Leben haben. Ein

Testament zu seinen Gunsten hilft dabei, dies

zu verwirklichen.

„Mit unserem Nachlass möchten wir den Tieren

eine laute Stimme geben. Über den Deutschen

Tierschutzbund können wir das langfristig

– also auch über unser eigenes Leben

hinaus. Und wir wissen, dass unser Beitrag

ankommt und viel bewegt“, sagt das Ehepaar

Brohl. Sei es, Tieren in Notsituationen zu helfen,

sich für den Tierschutz im In- und Ausland

starkzumachen oder Aufklärungsarbeit

in Sachen Welpenhandel zu leisten.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, etwas Bleibendes

zu schaffen – auch für den Tierschutz.

Auf diese Weise können Sie Ihre Werte an die

nächste Generation weitergeben und Tiere

über die Lebenszeit hinaus schützen.

Ein Erbe mit Wirkung

Als Dachverband unterstützt der Deutsche Tierschutzbund

mehr als 740 Tierschutzvereine und

rund 550 Tierheime, die ihm bundesweit angeschlossen

sind, in ihrer praktischen Tierschutzarbeit

vor Ort. Er macht sich politisch gegen

Tiertransporte, Tierversuche und illegalen Welpenhandel

stark und setzt sich für bessere Bedingungen

für Tiere in der Landwirtschaft ein.

Mein Haustier ist versorgt

Viele Menschen machen sich auch Gedanken

darüber, was aus ihren geliebten Haustieren

wird, wenn sie sich selbst nicht mehr um

sie kümmern können. Weil nach deutschem

Recht Tiere nicht erben können, hat der Deutsche

Tierschutzbund Möglichkeiten entwickelt,

um die Versorgung von Haustieren auch

nach dem Tod ihrer Besitzer zu gewährleisten.

Alles gut geregelt

Mit einem Testament wird die gesetzliche

Erbfolge außer Kraft gesetzt. Es ermöglicht,

alles nach den eigenen Wünschen und Vorstellungen

zu regeln. So kann beispielsweise

eine nahestehende Person bedacht oder Tieren

in Not geholfen werden. Auch finanziell

lohnt sich eine Spende für den guten Zweck:

Da der Deutsche Tierschutzbund als gemeinnützige

Organisation anerkannt ist, fällt auf

den gesamten Nachlass keine Erbschafts- und

Schenkungssteuer an..

Die Arbeit des Deutschen Tierschutzbundes

Dachverband der Tierheime

Der Deutsche Tierschutzbund ist der größte

Tierschutzdachverband in Deutschland

und Europa und zugleich anerkannter Naturschutzverband.

Diese doppelte Rolle

ermöglicht es ihm, sowohl den Schutz der

Tiere als auch den Erhalt der Natur und

ihrer Lebensräume zu fördern.

Kampagnen- und Aufklärungsarbeit

Ob es um grausame Tiertransporte, das

Verbot von Wildtieren im Zirkus oder den

illegalen Welpenhandel geht – der Verband

setzt sich mit medienwirksamen

Kampagnen dafür ein, dass Tiere und

ihre Rechte in der Öffentlichkeit wahrgenommen

werden.

Eine Lobby für Tiere

Der Deutsche Tierschutzbund setzt den

Tierschutz auf die politische Agenda –

bundesweit und europaweit. Aus diesem

Grund begleitet er Gesetzgebungsverfahren

und drängt beispielsweise darauf,

die EU-Richtlinie für Tierversuche in

Deutschland umzusetzen.

Hier können Sie was tun

Schenken Sie Tieren die

Fürsorge, die sie verdient

haben.

Deutscher Tierschutzbund e. V.

In der Raste 10, 53129 Bonn

Tel. (0228) 60 49 60

www.tierschutzbund.de/erbschaft


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24

Aktivismus

instagram.com/

victoriamueller

Foto: Benjamin Jenak

„Es gibt so viele Ungerechtigkeiten

auf der Welt, und es braucht

Menschen, die sich einsetzen“

Armut, Tierleid und Kriege – die Herausforderungen scheinen endlos. Inmitten dieser

Krisen gibt es Menschen, die sich unermüdlich für Gerechtigkeit einsetzen. Eine

von ihnen ist Victoria Müller, die sich für den Tierschutz und soziale Gerechtigkeit

starkmacht. Schon als Kind trieb sie ein starkes Empfinden für Fairness an,

und heute kämpft sie unermüdlich für eine bessere Welt.

Redaktion Emma Howe

Liebe Victoria, gab es einen Schlüsselmoment

in deinem Leben, der dich zur Rebellin

werden ließ?

Ich würde mich selbst gar nicht so sehr als Rebellin

bezeichnen, aber mir ist es schon lange

wichtig, mich für Themen einzusetzen, was oft

aneckt. Schon als Kind hatte ich ein starkes Gerechtigkeitsempfinden

und wollte immer, dass

alle gleichbehandelt werden. Nazis fand ich

schon früh schrecklich und habe mit 13 meine

erste Gegendemonstration zu einem Naziaufmarsch

in Frankfurt besucht. Durch meine

Eltern habe ich früh erfahren, wie wichtig es ist,

für Themen wie Gleichberechtigung auch auf

die Straße zu gehen. Diese Flamme, die damals

entfacht wurde, brennt bis heute. Es gibt so viele

Ungerechtigkeiten auf der Welt, und es braucht

Menschen, die sich für ein besseres Miteinander

einsetzen.

Das Thema Tierschutz liegt dir besonders am

Herzen. Was bedeutet es, Tiere zu achten und

zu schützen? Wo fängt Tierschutz an, und wie

integrierst du diesen in deinen Alltag?


25

Mehr auf www.lebenmit.de | 25

Tierschutz beginnt ganz simpel auf dem Teller.

Ich esse seit 16 Jahren kein Fleisch mehr und

lebe seit 2011 vegan. Wer Tierleid vermeiden

möchte, sollte keine tierischen Produkte konsumieren.

Ich achte auch darauf, dass meine

Kosmetika nicht an Tieren getestet werden

und keine tierischen Inhaltsstoffe enthalten.

Zudem forsche ich an der Uni zu Tierversuchen,

interessiere mich für die Entwicklungen

im Tierschutz und bilde mich aktuell im Bereich

Wildtiere und Wildtiermanagement weiter.

Außerdem baue ich gerade eine Tierauffangstation

und Tierrettung im Spreewald auf.

Tierschutz und Tierrechte bestimmen meinen

Alltag schon seit vielen Jahren.

Was sind deiner Meinung nach die größten

Herausforderungen im Tierschutz?

Es gibt leider viele Herausforderungen. Obwohl

Tierschutz seit 2002 als Staatsziel im

Grundgesetz verankert ist, spürt man im Alltag

oft wenig davon. Tierquälerei ist zwar verboten,

doch in der Tierindustrie werden Millionen

Tiere ausgebeutet, gequält und getötet.

Unser Tierschutzgesetz braucht dringend eine

Überarbeitung, die nicht nur die Interessen

derjenigen berücksichtigt, die mit Tierausbeutung

Geld verdienen. Außerdem kämpfen wir

mit überfüllten Tierheimen, unkontrollierter

Zucht und Vermehrung von Haustieren und

der Verdrängung heimischer Wildtiere. Für all

diese Themen fehlen vernünftige, nachhaltige

Lösungen. Der Tierschutz wird zudem nicht

ausreichend finanziert. Wichtige Projekte, wie

nachhaltiges Taubenmanagement oder die

Populationseindämmung von Waschbären,

wurden einfach gestrichen – das ist nicht hinnehmbar.

Mit deinem Tierschutzverein evakuierst du

Tiere aus dem ukrainischen Kriegsgebiet.

Bitte erzähle uns davon.

Unser Verein, ddao Tierschutz e. V., ist vor allem

im Kriegsgebiet der Ukraine aktiv. Wir arbeiten

eng mit Tierschutzorganisationen und

Privatpersonen vor Ort zusammen, die uns

bitten, Tiere aus den zerstörten Frontgebieten

zu evakuieren. Es gibt inzwischen viele Organisationen,

die sich um die Evakuierung und

Versorgung von Menschen kümmern, aber

leider wenige, die sich um die Tiere kümmern.

Oft erhalten wir auch Anfragen von evakuierten

Menschen, die ihre Haustiere zurücklassen

mussten und sie nun nachholen wollen. Wir

konnten so bereits viele Familien mit ihren

Tieren wieder vereinen. Aber auch verletzte

Wildtiere wie Falken oder Straßenhunde und

-katzen gehören zu den Tieren, die wir in Sicherheit

bringen und beispielsweise in unserem

Partnertierheim in Kyiv unterbringen. Für

diese Tiere suchen wir dann ein neues Zuhause,

entweder in der Ukraine oder in Deutschland.

Die Arbeit vor Ort ist extrem gefährlich,

aber es ist uns wichtig, auch an die Tiere zu

denken, auch wenn das nicht immer auf Verständnis

stößt.

Wie nah lässt du deine Arbeit mental an dich

heran, und wie verarbeitest du das?

Ich versuche, immer sachlich und rational auf

meine Arbeit zu blicken. Egal ob Eindrücke aus

einer polnischen Pelzfarm, einer deutschen

Entenmast oder einer Frontstadt im Kriegsgebiet

– wenn man den Fokus nicht auf das Ziel

hat und nicht auch mal Dinge ausblenden

kann, ist diese Arbeit kaum machbar. Doch die

Arbeit im Krieg stellt eine besondere Herausforderung

dar, da das Unterbewusstsein mehr

aufnimmt, als man merkt. Das zeigt sich dann

in Form von Flashbacks. Wir sind daher immer

im Austausch und haben die Möglichkeit,

uns professionelle Hilfe zu holen. Nicht selten

kehren freiwillige Helfer mit einer PTBS aus

solchen Einsätzen zurück – das ist der Preis,

den man manchmal für seine ehrenamtliche

Arbeit zahlt.

Mit deinem Engagement im Tierschutz ist es

längst nicht getan. Auch die Themen Feminismus

und Gleichberechtigung liegen dir

sehr am Herzen. Was wünschst du dir von

der Gesellschaft, und was muss sich ändern?

Feminismus und Gleichberechtigung sind seit

Langem Herzensthemen für mich. Ich habe

in meiner Familie miterlebt, was es bedeutet,

wenn Frauen nicht gleichberechtigt behandelt

werden. Es sollte keine Diskriminierung

geben, weder wegen Geschlecht, Religion, sexueller

Orientierung noch anderer Merkmale.

Viele Männer verstehen leider nicht, dass auch

sie von Feminismus und Gleichberechtigung

profitieren würden.

Wie kam es dazu, dass du dein Buch „Be a

Rebel“ geschrieben hast?

Ein Buch über Aktivismus, das niedrigschwellig,

aber dennoch umfassend erklärt, hat mir

immer gefehlt. Es ist manchmal schwer, anzufangen

oder den richtigen Anschluss zu

finden. Mir war es wichtig, mit diesem Buch

zu zeigen, dass man nicht sofort die Welt retten

muss. Auch kleine Entscheidungen im

Alltag können einen großen Unterschied machen.

Ich erkläre, was Aktivismus eigentlich

ist – ein Begriff, der oft zu Unrecht negativ behaftet

ist. Es geht darum, sich für eine bessere

Welt und ein besseres Miteinander einzusetzen,

und manchmal sind die einfachsten

Dinge die wirkungsvollsten. Verantwortung

tragen wir alle, denn wenn niemand etwas

tut, wäre die Welt sehr grau. Aber wenn viele

sich engagieren, kann die Welt definitiv besser

werden.

Der Einsatz für eine bessere Zukunft ist

dein Lebensinhalt. Hat sich dieser Gedanke

verstärkt, seit du weißt, dass du bald

Mutter wirst?

Meine Ansichten haben sich durch die

Schwangerschaft eigentlich nicht verändert.

Ich wusste schon immer, dass ich die Welt für

die kommenden Generationen besser hinterlassen

möchte. Natürlich werden Werte wie

Gleichberechtigung und Fairness in meine

Erziehung einfließen, aber mein Grundgedanke

war schon immer derselbe.

Welche Zukunft wünschst du dir für dein

Kind? In was für einer Welt soll es aufwachsen?

Ich wünsche mir eine Zukunft, in der jeder

Mensch frei und selbstbestimmt leben kann,

ohne aufgrund von Hautfarbe, Religion oder

Geschlecht diskriminiert zu werden. Natürlich

hoffe ich auch, dass die Welt nicht im

Klimawandel untergeht und die Menschheit

das vorhandene Wissen endlich nutzt, um

das Gemeinwohl zu verbessern. Dafür werde

ich mich weiterhin einsetzen und hoffe,

dass sich die Dinge zum Besseren wenden.

Als Historikerin weiß ich, dass früher nicht

alles besser war – in vielen Bereichen hat sich

die Welt verbessert, und ich hoffe, dass diese

Entwicklung anhält..

Fotos: privat


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Coverstory

Die Welt befindet sich an einem

Wendepunkt, und wenn unsere Musik zum

Handeln inspirieren kann, dann ist das

eine Richtung, die wir mit Stolz verfolgen.


Mehr auf www.lebenmit.de | 27

Musik und Verantwortung:

Depeche Mode und ihr

Engagement für eine bessere Welt

Martin Gore und Dave Gahan von Depeche Mode schreiben seit 1980 Musikgeschichte.

Doch abseits von ihren Hits wie „Enjoy the Silence“ und „Personal Jesus“ engagieren sie

sich leidenschaftlich für soziale und ökologische Zwecke. Ihr Engagement geht weit über

Musik hinaus. Sie nutzen ihren Ruhm und ihre Reichweite, um einen positiven Einfluss auf

die Welt auszuüben. Wir durften den beiden Ausnahmekünstlern ein paar Fragen stellen.

Redaktion Emma Howe Foto: Hublot

Depeche Mode hat sich

seit vielen Jahren, in Zusammenarbeit

mit dem

Schweizer Luxusuhrenhersteller

Hublot, der Unterstützung

verschiedener

Wohltätigkeitsorganisationen verschrieben.

Besonders hervorzuheben ist ihr Engagement

für den Teenage Cancer Trust, eine

britische Organisation, die sich für die Lebensqualität

und medizinische Unterstützung

krebskranker Jugendlicher einsetzt.

Durch Konzerte, Spendenaktionen und die

Mobilisierung ihrer Fans hat die Band erhebliche

Mittel gesammelt, um Forschungsprojekte

und Programme zu fördern, die

jungen Menschen in ihrer schwersten Zeit

helfen.

Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Partnerschaft

mit charity: water, einer Organisation,

die den Zugang zu sauberem Trinkwasser in

Entwicklungsländern verbessert. Depeche

Mode hat durch diese Kooperation nicht nur

finanzielle Unterstützung geleistet, sondern

auch das Bewusstsein für die globale Wasserkrise

geschärft. „In den letzten zehn Jahren

konnten wir dank Hublots und der Hilfe

unserer Fans den Teenage Cancer Trust und

charity: water unterstützen, indem wir Mittel

und Bewusstsein für die Forschung über

Kinderkrebs sowie die Bereitstellung von

sauberem Trinkwasser gesammelt haben.

In dieser Tour richten wir unseren Fokus

auf die Umwelt“, sagen sie. Dieses Zitat verdeutlicht

ihr Engagement, nicht nur durch

finanzielle Beiträge, sondern auch durch die

Sensibilisierung für soziale Belange.

Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit

im Fokus

Mit der „Memento Mori“-Tour hat Depeche

Mode ihren Fokus auf Umweltschutz und

ökologische Nachhaltigkeit verstärkt. Sie

unterstützen die Organisation The Conservation

Collective, ein Netzwerk von 20

lokalen Stiftungen, die sich für den Erhalt

der Natur einsetzen. Diese Partnerschaften

ermöglichen es der Band, nicht nur Geld zu

sammeln, sondern auch aktiv an Projekten

teilzunehmen, die der lokalen Gemeinschaft

und der Umwelt zugutekommen. „Mit The

Conservation Collective unterstützen wir

Grassroots-Initiativen, die sich darauf konzentrieren,

die Umwelt zu schützen, die

Natur wiederherzustellen und die Klimaresilienz

zu stärken.“ Diese Aussage zeigt die

Entschlossenheit der Band, direkt auf die

drängenden Probleme unserer Zeit zu reagieren

und lokale Gemeinschaften zur aktiven

Teilnahme zu ermutigen.

Nachhaltigkeit bei Konzerten

Das Engagement von Depeche Mode geht

über Partnerschaften und Fundraising hinaus.

Während der „Memento Mori“-Tour

haben sie Maßnahmen ergriffen, um ihre

Tourneen nachhaltiger zu gestalten. Dazu

gehören die Reduzierung des Verbrauchs

von Einwegplastik, die Steigerung des Recyclings

und die Verbesserung des Abfallmanagements

sowohl hinter den Kulissen als

auch im Publikumsbereich.

Die Herausforderung der Plastikverschmutzung

Ein zentrales Thema, das Depeche Mode

in den Vordergrund rückt, ist die Plastikverschmutzung.

„Plastikverschmutzung ist

eines der drängendsten Umweltprobleme

der Welt. Von der Produktion bis zur Entsorgung

verursachen Kunststoffe gravierende

Schäden an der Gesundheit von Menschen,

Tieren und Pflanzen. Allein im Mittelmeer

gelangen jede Minute 33.800 Plastikflaschen

ins Meer.“ Diese alarmierenden Fakten

verdeutlichen die Notwendigkeit, unser

Verhalten zu ändern und Maßnahmen zu

ergreifen, um Plastikmüll zu reduzieren.

Depeche Mode ist sich bewusst, dass „Plastik

ein globales Problem ist und jedes Land

Teil der Lösung sein muss – von der Basis bis

hin zu Regierungsmaßnahmen. Wenn wir

uns zusammenschließen, um die Plastikverschmutzung

zu bekämpfen, zeigen wir, dass

Veränderung durch kollektives Handeln

möglich ist. Wir sind stolz darauf, die bemerkenswerte

Arbeit von The Conservation

Collective zu unterstützen, und freuen uns

über die positiven Auswirkungen, die wir gemeinsam

erzielt haben. So konnten wir Tonnen

von Plastikmüll beseitigen, nachhaltige

Optionen bereitstellen und Gemeinschaften

stärken – etwas, das uns sehr am Herzen

liegt.“

Ein Aufruf zum Handeln

Das soziale Engagement von Depeche Mode

zeigt eindrucksvoll, wie Künstler ihre Plattform

nutzen können, um auf wichtige globale

Probleme aufmerksam zu machen und

echte Veränderungen anzustoßen. Durch

ihre Initiativen und Partnerschaften beweist

die Band, dass sie bereit ist, sich für eine bessere

Zukunft einzusetzen, für die Welt, in der

wir leben. Sie ermutigen ihre Fans, aktiv zu

werden und sich für soziale Gerechtigkeit

sowie ökologische Nachhaltigkeit einzusetzen.

Die Macht der Musik und des guten Willens

Die Kombination aus Leidenschaft für Musik

und einem tiefen Sinn für soziale Verantwortung

macht Depeche Mode zu weit mehr

als nur einer Band – sie sind ein Symbol für

Engagement und den Willen, die Welt positiv

zu verändern. Ihre Fans weltweit tragen

dazu bei, diese Projekte zu unterstützen, und

Depeche Mode beweist, dass Musik nicht

nur Herzen berühren, sondern auch Leben

retten und die Umwelt schützen kann..


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Green-Travel-Spezial

Verantwortungsbewusst reisen –

Achtsamkeit für

Natur und Kultur

Green Travel, auch bekannt als nachhaltiges Reisen, ist mehr als nur ein Trend – es steht

für eine globale Bewegung, die sich darauf konzentriert, das Reisen umweltfreundlicher,

sozial verantwortlicher und bewusster zu gestalten. In Zeiten des Klimawandels, der Erderwärmung

und der Zerstörung natürlicher Ressourcen suchen immer mehr Menschen nach

Wegen, die Welt zu erkunden, ohne dabei der Umwelt oder den lokalen Gemeinschaften zu

schaden. Geoökologe Michael Hohenbichler ist seit zwei Jahrzehnten Green Traveller.

Was nachhaltiges Reisen für ihn bedeutet:


29

Mehr auf www.lebenmit.de | 29

Als ich vor 38 Jahren mit dem

Reisen begann, dachte ich

wenig über die Auswirkungen

meines Handelns auf die Umwelt

nach. Doch schnell wurde

mir klar, dass meine Art zu

reisen einen erheblichen Einfluss auf die Natur

und die Menschen in den bereisten Regionen

hat. Laut der Welttourismusorganisation

(UNWTO) trägt der Tourismussektor fast 10,4

Prozent zum globalen Bruttoinlandsprodukt

(BIP) bei und beschäftigt weltweit etwa 320

Millionen Menschen. Gleichzeitig verursacht

der Tourismus etwa acht Prozent der globalen

CO₂-Emissionen. Diese Zahlen machten mir

bewusst, wie wichtig es ist, nachhaltig zu reisen,

um die negativen Effekte zu minimieren.

Green Travel bedeutet für mich, Verantwortung

zu übernehmen – für meinen ökologischen

Fußabdruck und für die Menschen

vor Ort. Es geht darum, umweltfreundliche

Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig

die lokale Bevölkerung, insbesondere Frauen,

zu unterstützen. Frauen machen 54 Prozent

der Arbeitskräfte im globalen Tourismus aus,

arbeiten jedoch oft in prekären und schlecht

bezahlten Positionen. Durch bewusstes Konsumverhalten

können wir Reisende einen

positiven Einfluss auf ihre Lebenssituation

nehmen.

Umweltfreundliche Transportmittel: der

erste Schritt

In meinen frühen Jahren bin ich oft und viel

geflogen. Erst mit der Zeit wurde mir bewusst,

dass der Transport den größten Teil der durch

das Reisen verursachten CO₂-Emissionen ausmacht.

Flugreisen sind weltweit für etwa 2,5

Prozent der CO₂-Emissionen verantwortlich.

Eine einzige Langstreckenflugreise verursacht

pro Passagier zwischen 1,6 und 2,5 Tonnen

CO₂. Diese Zahlen haben mich zum Umdenken

gebracht. Heute bevorzuge ich den Zug,

wann immer es möglich ist. Züge, insbesondere

in Europa, reduzieren den CO₂-Ausstoß

um bis zu 90 Prozent im Vergleich zu Flugreisen.

Hochgeschwindigkeitszüge wie der TGV

in Frankreich oder der ICE in Deutschland

bieten nicht nur eine umweltfreundliche, sondern

auch eine komfortable Möglichkeit zu

reisen. Zudem ermöglicht „Slow Travel“, bei

dem ich länger an einem Ort bleibe, meine

Emissionen durch weniger Fahrten weiter zu

senken.

Nachhaltige Unterkünfte: bewusste Entscheidungen

treffen

Ein weiterer großer Schritt hin zu nachhaltigem

Reisen war für mich die Wahl umweltfreundlicher

Unterkünfte. Herkömmliche

Hotels verbrauchen oft enorme Mengen an

Energie und Wasser. Der durchschnittliche

Hotelgast kann bis zu 180 Liter Wasser pro Tag

verbrauchen. Mittlerweile achte ich darauf, in

Unterkünften mit Nachhaltigkeitszertifikaten

wie Green Key oder Travelife zu übernachten.

Diese Hotels setzen auf ökologische Bauweisen,

erneuerbare Energien und umweltfreundliche

Wassermanagement-Systeme.

Besonders in Entwicklungsländern habe ich

oft in Unterkünften übernachtet, die Programme

zur Förderung von Frauen unterstützen.

Ein Beispiel dafür sind nachhaltige Hotels in

Kenia oder Tansania, die Arbeitsplätze schaffen

und Frauen wirtschaftliche Perspektiven

bieten. Diese Art des Reisens verbindet Umweltschutz

mit sozialer Verantwortung.

Achtsamkeit gegenüber Kultur und Natur

In den vergangenen Jahren habe ich gelernt,

wie wichtig es ist, nicht nur die Umwelt, sondern

auch die Kultur und Natur der bereisten

Regionen zu respektieren. Viele beliebte Reiseziele

leiden unter den Folgen des Massentourismus.

Venedig beispielsweise, mit seinen

über 30 Millionen Touristen pro Jahr, oder Machu

Picchu in Peru sind nur zwei Beispiele für

Orte, die unter Overtourism und der Zerstörung

von Natur und Kulturerbe leiden.

Heute wähle ich bewusst weniger überfüllte

Reiseziele, die authentische Erlebnisse bieten

und nicht unter dem Druck des Massentourismus

stehen. Es ist für mich eine Bereicherung,

abgelegenere Orte zu entdecken und gleichzeitig

einen Beitrag zum Schutz von Kultur

und Natur zu leisten.

Wasserverbrauch und Müllvermeidung

Wasserknappheit und Plastikmüll sind zwei

der größten Probleme, die durch Massentourismus

verschärft werden. In ariden Regionen,

in denen Wasser ein knappes Gut ist,

verbrauchen Luxushotels oft riesige Mengen

an Wasser – bis zu 3.800 Liter pro Zimmer und

Tag in Luxusresorts. Das ist für mich heute

unvorstellbar. Ich achte darauf, meinen Wasserverbrauch

zu minimieren, etwa durch den

Verzicht auf tägliches Handtuchwechseln und

durch kürzere Duschen.

Auch die Müllvermeidung ist ein wichtiger

Teil meiner Reisephilosophie. Jährlich gelangen

etwa acht Millionen Tonnen Plastik in die

Ozeane. Während meiner Reisen trage ich

immer wiederverwendbare Wasserflaschen,

Taschen und Behälter bei mir, um so wenig

Plastik wie möglich zu produzieren.

Soziale Verantwortung: Frauen und lokale

Gemeinschaften unterstützen

Nachhaltiges Reisen geht weit über den Schutz

der Umwelt hinaus – es bedeutet auch, soziale

Gerechtigkeit zu fördern. Besonders in vielen

touristischen Destinationen in Entwicklungsländern

sind Frauen in niedrig bezahlten und

prekären Jobs tätig. Oft sind sie in der Gastronomie

oder als Souvenirverkäuferinnen tätig,

wobei ihre Arbeit oft kaum wertgeschätzt

wird. Green Travel bietet die Chance, diese

Ungleichheiten zu bekämpfen, indem ich gezielt

Projekte und Unternehmen unterstütze,

die Frauen fördern und ihnen die Möglichkeit

geben, in Führungspositionen zu wachsen.

Michael Hohenbichler

Geoökologe und

Green Traveller

Ein Projekt, das mich besonders beeindruckt

hat, ist das Programm Maasai Mara Women

Empowerment in Kenia. Hier haben Maasai-

Frauen durch Handwerksprojekte und kulturelle

Touren die Möglichkeit, wirtschaftliche

Unabhängigkeit zu erlangen und ihre Stimme

in der Gemeinschaft zu stärken. Solche

Initiativen tragen nicht nur zur Stärkung der

Frauenrechte bei, sondern fördern auch den

Erhalt der lokalen Kultur und regionaler Traditionen.

Indem ich solche Projekte unterstütze,

fühle ich mich nicht nur als Reisender,

sondern auch als Teil einer Bewegung, die positive

Veränderungen in den Gemeinschaften

bewirken möchte. Durch bewusstes Reisen

kann ich dazu beitragen, eine gerechtere und

nachhaltigere Zukunft für alle zu schaffen.

Nachhaltiges Reisen bereichert

Nach 20 Jahren nachhaltigem Reisen kann

ich sagen, dass Green Travel für mich weit

mehr bedeutet als nur Umweltschutz. Es hat

meinen Horizont erweitert und mir tiefere,

authentischere Erlebnisse ermöglicht. Jedes

Reiseziel wähle ich mit Bedacht, um positive

Spuren zu hinterlassen. Bewusste Entscheidungen

– sei es bei Transport, Unterkunft

oder Aktivitäten – minimieren die negativen

Auswirkungen des Tourismus und unterstützen

die Menschen vor Ort.

Nachhaltiges Reisen ermöglicht mir, tiefer in

die Kulturen einzutauchen und echte Verbindungen

zu knüpfen. Der Kontakt zu lokalen

Gemeinschaften und die Unterstützung nachhaltiger

Projekte haben mein Verständnis für

die Herausforderungen der Menschen vor Ort

erheblich bereichert und mir neue Perspektiven

eröffnet. Ich erlebe, wie mein bewusster

Konsum oft auch das Leben anderer Menschen

verbessert und wertvolle Begegnungen

schafft.

Es ist keine Frage des Verzichts, sondern eine

wertvolle Bereicherung – für die Umwelt, die

Menschen in den bereisten Regionen und für

mich selbst. Indem wir bewusster reisen, bewahren

wir die Schönheit unseres Planeten

und verbessern die Lebensbedingungen vor

Ort. Diese Entscheidung für die Zukunft können

wir alle treffen und sie hat das Potenzial,

sowohl unsere eigenen Leben als auch das

Leben der Menschen, denen wir begegnen,

nachhaltig zu verändern..

Redaktion Michael Hohenbichler


30

„Die Zukunft der Hotellerie auf

den Seychellen ist weiblich“

Die Seychellen, eine Inselgruppe im Indischen Ozean, sind bekannt für ihre atemberaubenden

Strände, ihre reiche Kultur und eine wachsende Tourismusindustrie. Doch

während die Seychellen für ihre natürliche Schönheit weltweite Anerkennung finden, ist

die Frage nach der Gleichberechtigung und der Rolle von Frauen in verschiedenen Wirtschaftssektoren,

insbesondere im Gastgewerbe, ein Thema, das mehr Aufmerksamkeit

verdient. Eine der führenden Stimmen in dieser Bewegung ist Jelena Ognjenovic. Sie ist

eine von zwei Hoteldirektorinnen auf den Inseln und setzt sich stark für die Förderung

von Frauen in Führungspositionen ein.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit

umgesetzt.

D

ie Tourismusbranche, die

einen bedeutenden Teil der

Wirtschaft der Seychellen

ausmacht, wird traditionell

von Männern dominiert,

besonders in Führungspositionen.

Dies spiegelt ein globales Muster

wider, in dem Männer die Mehrheit der

Entscheidungspositionen in der Hotellerie

innehaben. Dennoch gibt es auf den Seychellen

positive Veränderungen und erste

Fortschritte in Richtung einer gerechteren

Verteilung von Macht und Verantwortung

zwischen den Geschlechtern.

Jelena Ognjenovic betont die Bedeutung dieser

Veränderungen: „Frauen in der Hotellerie

auf den Seychellen haben in den letzten Jahren

erhebliche Fortschritte gemacht. Es gibt

immer mehr Frauen, die den Mut haben, in

Führungspositionen aufzusteigen und Verantwortung

zu übernehmen. In unseren Hotels,

also im Fishermans Cove Resort und im

Story Seychelles, haben wir eine einheimische

Spa-Managerin und weibliche Seychellois

in leitenden Positionen im Front Office,

im Food and Beverage Management und im

HR-Bereich. Sie spielen eine Schlüsselrolle.

Es ist wichtig, dass wir diese Talente fördern

und ihnen zeigen, dass sie genauso viel erreichen

können wie jeder andere.“

Die Rolle der Frauen auf den Seychellen

Frauen spielen auf den Seychellen eine wesentliche

Rolle in der Gesellschaft, und dies

zeigt sich auch in der Arbeitswelt. Historisch


31

Mehr auf www.lebenmit.de | 31

gesehen waren Frauen auf den Inseln in Bereichen

wie Bildung, Gesundheitswesen und

der öffentlichen Verwaltung stark vertreten. In

den letzten Jahren haben sie auch in traditionell

männlich geprägten Sektoren, wie dem Gastgewerbe,

zunehmend Fuß gefasst. Dennoch bleibt

der Anteil von Frauen in Führungspositionen in

der Hotellerie gering. Viele Frauen sind in operativen

und administrativen Rollen tätig, aber

nur wenige schaffen den Sprung in das obere

Management. Es gibt allerdings Anzeichen für

einen langsamen, aber stetigen Wandel. „Wir

sehen, dass immer mehr Frauen die Chancen

nutzen, die sich ihnen in der Hotellerie bieten.

Es ist ein langer Weg, aber der Fortschritt ist

spürbar.“

Ein entscheidender Punkt in der Diskussion um

die Rolle der Frauen in der Hotellerie auf den

Seychellen ist die gesellschaftliche Struktur. Die

Familie ist ein zentraler Pfeiler des Lebens, und

die Erwartung, dass Frauen sich hauptsächlich

um das Zuhause und die Kinder kümmern, ist

nach wie vor stark verankert. Diese traditionellen

Geschlechterrollen stellen eine zusätzliche

Herausforderung dar, wenn es darum geht,

Frauen in Führungspositionen zu fördern. Dennoch

gibt es zunehmend Frauen, die sich diesen

Herausforderungen stellen und ihre Karriere

in der Tourismusbranche aktiv vorantreiben.

Sie kämpfen für gleiche Chancen und Sichtbarkeit

in einem Bereich, der für die nationale Wirtschaft

von entscheidender Bedeutung ist.

Herausforderungen und Chancen im Gastgewerbe

Ein weiterer entscheidender Faktor, der den

Zugang von Frauen zu Führungspositionen

im Gastgewerbe beeinflusst, sind die oft abgelegenen

Standorte der Hotels und Resorts auf

den Inseln. Viele der führenden Hotels auf den

Seychellen befinden sich in isolierten Gebieten,

wo das Leben für die Mitarbeitenden und

deren Familien eine Herausforderung darstellen

kann. Diese geografische Hürde kann es

Frauen, die oft mehr familiäre Verpflichtungen

tragen, erschweren, Führungspositionen zu

übernehmen. Oft ist es für sie schwieriger, die

notwendige Flexibilität aufzubringen, um an

abgelegenen Orten zu arbeiten.

„Eine der größten Herausforderungen für Frauen

in Führungspositionen ist die Vereinbarkeit

von Beruf und Familie“, erklärt Jelena Ognjenovic.

„Vor allem in abgelegenen Hotels kann das

eine große Hürde sein, da die Anforderungen

an die Flexibilität hoch sind.“

Diese Herausforderung erfordert innovative Lösungen,

wie etwa flexible Arbeitsmodelle oder

eine bessere Unterstützung für Familien, um

die Beteiligung von Frauen in diesen Positionen

zu fördern. „Wir müssen Wege finden, Frauen

zu unterstützen, sowohl in ihrer Karriere als

auch in ihrer Rolle als Mütter und Partnerinnen“,

sagt Jelena Ognjenovic. „Die Hotellerie

ist eine Branche, die Flexibilität und Kreativität

schätzt, und genau diese Qualitäten müssen

wir nutzen, um Arbeitsmodelle zu schaffen, die

Frauen zugutekommen.“

Frauen als Schlüsselakteure in der Hotellerie

In den letzten Jahren haben internationale

Hotelketten auf den Seychellen zunehmend

erkannt, dass Frauen eine wertvolle Bereicherung

für das Managementteam sind. Sie

bringen nicht nur außergewöhnliche Führungsqualitäten

mit, sondern auch eine besondere

Perspektive, die in einer von Empathie

und Service geprägten Branche wie der

Hotellerie besonders geschätzt wird. Studien

zeigen, dass Frauen in Führungspositionen

oft stärker auf Details achten und ein ausgeprägtes

Gespür für die Bedürfnisse von

Gästen haben. Diese „weichen“ Fähigkeiten,

gepaart mit professionellem Know-how, machen

Frauen in der Hotellerie zu einer unverzichtbaren

Ressource.

„Frauen haben eine einzigartige Fähigkeit,

sich in Gäste hineinzuversetzen und ihre

Bedürfnisse zu verstehen“, betont die Hoteldirektorin.

„Diese Empathie ist in der Hotellerie

von unschätzbarem Wert, und sie kann

den Unterschied ausmachen, wenn es darum

geht, Gästeerlebnisse zu schaffen, die unvergesslich

sind.“

Förderung durch Bildung und Netzwerke

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der auf den

Seychellen und weltweit eine Rolle spielt,

ist die Notwendigkeit, Frauen durch gezielte

Bildungs- und Trainingsprogramme zu

fördern. Bildung ist ein Schlüsselfaktor, um

Frauen den Zugang zu Führungspositionen

zu ermöglichen. Auf den Seychellen gibt es

eine Reihe von Ausbildungsprogrammen

im Bereich Tourismus, doch es bedarf einer

stärkeren Fokussierung auf die Förderung

von Frauen in diesen Programmen, um sie

auf höhere Managementpositionen vorzubereiten.

Initiativen, die darauf abzielen,

Frauen in der Branche zu vernetzen und ihnen

Zugang zu Mentoren und Vorbildern zu

verschaffen, können ebenfalls entscheidend

dazu beitragen, Barrieren abzubauen.

„Bildung ist der Schlüssel, um Frauen aufzuzeigen,

was sie können, und sie gleichzeitig

in die Lage zu versetzen, Führungsrollen zu

übernehmen“, findet Jelena Ognjenovic. „Wir

müssen sicherstellen, dass sie die notwendigen

Fähigkeiten und das Selbstvertrauen

entwickeln, um in dieser Branche erfolgreich

zu sein.“

Das Thema Gleichberechtigung in der Hotellerie

geht jedoch über die bloße Frage der

Geschlechterparität hinaus. Es geht auch

um die Schaffung eines Arbeitsumfelds, das

Frauen ermutigt, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Hierbei spielen Arbeitgeber eine

zentrale Rolle, indem sie Gleichstellungsprogramme

umsetzen und Maßnahmen zur Vereinbarkeit

von Beruf und Familie anbieten.

Frauen sollten nicht das Gefühl haben, sich

zwischen Karriere und Familie entscheiden

zu müssen. Vielmehr sollte es Strukturen geben,

die es ihnen ermöglichen, beides in Einklang

zu bringen.

Vorbilder und Mentoren für junge Frauen

Eine besondere Herausforderung, die auf den

Seychellen existiert, ist die geringe Anzahl

an sichtbaren Vorbildern für junge Frauen,

die eine Karriere in der Hotellerie anstreben.

Sichtbare und erfolgreiche Frauen in Führungspositionen

können eine enorme inspirierende

Wirkung haben. Wenn junge Frauen

sehen, dass es möglich ist, in dieser Branche

aufzusteigen, kann dies die Barrieren in den

Köpfen durchbrechen und mehr Frauen dazu

ermutigen, diese Karrierepfade einzuschlagen.

Es braucht daher eine stärkere mediale

Präsenz und Unterstützung für Frauen in der

Hotellerie, um ihre Erfolge sichtbar zu machen.

„Es ist wichtig, dass junge Frauen sehen, dass

sie es schaffen können“, sagt Jelena Ognjenovic

„Wenn sie Vorbilder haben, die ihnen den

Weg zeigen, können sie den Mut fassen, ihren

eigenen Weg zu gehen.“

Auch auf globaler Ebene wächst das Bewusstsein

für die Bedeutung von Frauen in Führungspositionen

in der Hotellerie. Viele große

Hotelketten haben mittlerweile Programme

ins Leben gerufen, die Frauen gezielt fördern.

Diese Initiativen zielen darauf ab, die bestehenden

Ungleichheiten zu beseitigen und

eine Kultur der Inklusion und Gleichberechtigung

zu schaffen. Solche Programme haben

das Potenzial, die Landschaft der Hotellerie

weltweit, auch auf den Seychellen, nachhaltig

zu verändern.

Insgesamt ist der Fortschritt zwar langsam,

aber spürbar. Frauen auf den Seychellen haben

gezeigt, dass sie in der Lage sind, Führungsrollen

in der Hotellerie zu übernehmen

und diese mit großem Erfolg zu meistern. Der

Weg zur vollständigen Gleichberechtigung ist

jedoch noch lang, und es bedarf gemeinsamer

Anstrengungen von Regierungen, Unternehmen

und der Gesellschaft, um die notwendigen

Veränderungen herbeizuführen.

„Wir müssen weiterhin an uns glauben und

uns gegenseitig unterstützen“, sagt Ognjenovic.

„Die Zukunft der Hotellerie auf den Seychellen

ist weiblich, und wir sind auf einem

guten Weg.“

Die Förderung von Frauen in Führungspositionen

in der Hotellerie auf den Seychellen ist

nicht nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit,

sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

Die Tourismusbranche lebt von

Innovation, Kreativität und Serviceorientierung

– und Frauen spielen eine entscheidende

Rolle dabei, diese Werte zu verkörpern. Es

liegt in der Verantwortung der Branche, sicherzustellen,

dass Frauen die gleichen Chancen

haben, sich zu entfalten und ihre Karriere

voranzutreiben..

Weitere Informationen:

www.story-seychelles.com/de

www.fishermanscove-resort.com/de


Letzte Wünsche

Fotos: Hilton

Nachhaltigkeit und

Luxus im Einklang

Mauritius, ein Paradies im Indischen Ozean, zieht seit Jahrzehnten Reisende aus

aller Welt an. Doch angesichts der globalen Umwelt- und Klimakrise steht auch

dieser idyllische Flecken Erde vor Herausforderungen. Die Bedeutung von nachhaltigem

Tourismus ist daher größer denn je. Das Hilton Mauritius Resort & Spa hat

sich dieser Verantwortung verschrieben und setzt konsequent auf die ESG-Ziele

(Environmental, Social, Governance) seines Mutterkonzerns Hilton.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit

umgesetzt.

Hilton und „Travel with Purpose“

Hiltons Nachhaltigkeitsstrategie „Travel with

Purpose“ ist eine globale Initiative, die verantwortungsvolles

Reisen und nachhaltigen Tourismus

fördert. Diese ESG-Strategie ist auf drei

Kernbereiche fokussiert: Umweltschutz, soziale

Verantwortung und gute Unternehmensführung.

Die ESG-Strategie von Hilton zielt

darauf ab, den Energieverbrauch zu senken,

den Abfall zu reduzieren und gleichzeitig den

ökologischen Fußabdruck zu minimieren.

Hilton hat sich weltweit zum Ziel gesetzt, die

CO2-Emissionen seiner verwalteten Hotels

um 75 Prozent und die seiner franchisierten

Hotels um 56 Prozent bis zum Jahr 2030 zu

senken. Auch der Wasserverbrauch soll bis

2030 um 50 Prozent reduziert werden, ebenso

wie die Abfallintensität. Ein weiteres zentrales

Element dieser Strategie ist das preisgekrönte

System LightStay, das die ESG-Leistungen aller

Hilton-Hotels weltweit erfasst und misst.

Diese Maßnahmen werden auch im Hilton

Mauritius Resort & Spa mit voller Entschlossenheit

umgesetzt. Das Resort nutzt die umfangreiche

ESG-Infrastruktur von Hilton, um

die Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren

und nachhaltiges Wirtschaften sicherzustellen.

Umweltbewusste Hotelführung

Mauritius ist als kleine Inselnation besonders

anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels.

Daher ist es umso wichtiger, dass Hotels

wie das Hilton Mauritius durch gezielte Maßnahmen

ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren.

Im Hilton Mauritius Resort & Spa liegt ein besonderer

Fokus auf der Reduktion des Energieverbrauchs

und der Nutzung von erneuerbaren

Energien. Dies wird durch den Einsatz

von modernen Technologien und durch die

Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit

Energieeinsparungen ermöglicht. Auch die

Gäste werden durch Informationen und Anreize

zur Einsparung von Energie und Wasser

angehalten, ihren Beitrag zu leisten.

Der verantwortungsvolle Umgang mit Wasserressourcen

ist auf Mauritius, wo Wasser

ein knappes Gut ist, von großer Bedeutung.

Das Hilton Mauritius setzt auf wassersparende

Technologien und Verfahren, um den Verbrauch

so gering wie möglich zu halten, ohne

dabei den Komfort der Gäste zu beeinträchtigen.


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Mehr auf www.lebenmit.de | 33

Zudem engagiert sich das Hilton Mauritius

für die Reduktion von Abfällen, insbesondere

von Einwegkunststoffen. Dies geschieht

durch gezielte Maßnahmen wie die Einführung

von Recyclingprogrammen und die

Verwendung nachhaltiger Materialien, wo

immer es möglich ist. Die kulinarischen Bereiche

des Resorts setzen auf regionale und

saisonale Produkte, um den ökologischen

Fußabdruck weiter zu minimieren.

Soziale Verantwortung und Diversität

Neben dem Umweltschutz ist die soziale Verantwortung

ein zentraler Bestandteil der Hilton-ESG-Strategie.

Im Rahmen des globalen

„Travel with Purpose“-Programms setzt sich

Hilton dafür ein, die Chancengleichheit zu

fördern und benachteiligten Gruppen durch

Aus- und Weiterbildung bessere Perspektiven

zu bieten. Ziel ist es, bis 2030 weltweit fünf

Millionen Menschen durch gezielte Bildungsinitiativen

zu unterstützen.

Auch im Hilton Mauritius Resort & Spa werden

diese Ziele konsequent umgesetzt. Das

Resort bietet nicht nur seinen Mitarbeitern

umfangreiche Schulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten,

sondern engagiert sich

auch für die lokale Gemeinschaft. Durch Programme,

die sich speziell an unterrepräsentierte

Gruppen richten, trägt das Hotel dazu

bei, wirtschaftliche Chancen auf Mauritius zu

schaffen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Förderung

von Diversität und Inklusion. Hilton hat

sich zum Ziel gesetzt, bis 2027 eine 50-prozentige

Geschlechtervielfalt in Führungspositionen

zu erreichen und bis 2027 einen Anteil

von 25 Prozent ethnischer Diversität in den

Führungsebenen in den USA sicherzustellen.

Auch das Hilton Mauritius fördert aktiv

die Chancengleichheit und setzt sich für eine

gerechte und vielfältige Unternehmenskultur

ein.

Governance – Integrität und Transparenz

Für die Erreichung der ambitionierten ESG-

Ziele ist eine transparente Unternehmensführung

von zentraler Bedeutung. Hilton hat

sich verpflichtet, weltweit die höchsten Standards

in Bezug auf Transparenz und Integrität

einzuhalten. Mit Systemen wie LightStay stellt

das Unternehmen sicher, dass die Fortschritte

in Bezug auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung

kontinuierlich gemessen und veröffentlicht

werden.

Auch das Hilton Mauritius Resort & Spa nimmt

seine Verantwortung in diesem Bereich ernst.

Es unterliegt einer strengen Überwachung der

ESG-Ziele und setzt diese in Zusammenarbeit

mit der Hilton-Gruppe in vollem Umfang um.

Darüber hinaus engagiert sich das Resort in

verschiedenen Partnerschaften mit anderen

Unternehmen und NGOs, um innovative Lösungen

für Nachhaltigkeitsprobleme zu finden.

Grand Re-Opening: Hilton Mauritius Resort

& Spa in neuem Look

Nach 22 Jahren wurde das Hilton Mauritius

Resort & Spa mit einem frischen Design wiedereröffnet.

Zwei lokale Designstudios setzten

auf natürliche Materialien wie Holz und Naturstein,

kombiniert mit einem modernen Boho-Stil,

betont durch farbenfrohe Kunstwerke

der mauritischen Künstlerin Kim Yip Tong.

Das Resort bietet 193 Zimmer und 18 Suiten,

darunter Familiensuiten und eine Präsidentensuite,

die umweltbewusst gestaltet sind.

Kulinarische Vielfalt und nachhaltige Gastronomie

Auch im kulinarischen Bereich hat das Hilton

Mauritius Resort & Spa nach dem Re-Opening

eine Vielzahl neuer Konzepte eingeführt. Im

Coquillages Restaurant & Bar, das direkt am

Strand liegt, erwartet die Gäste eine Auswahl

an Tapas und Seafood-Spezialitäten, begleitet

von Livemusik. Das Ginger Thai Restaurant

bietet traditionelle thailändische Küche, die

innovativ interpretiert wird, während das Kesari

Restaurant auf köstliche indische Curryund

Tandoori-Spezialitäten setzt.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Verwendung

lokaler und saisonaler Zutaten gelegt,

was nicht nur die Umwelt schont, sondern

auch die mauritische Wirtschaft stärkt.

Wellness und Sport

Der neu gestaltete Wellnessbereich des Hilton

Mauritius ist ein weiteres Highlight des

Resorts. Der Infinity-Pool bietet einen atemberaubenden

Blick auf den Ozean und lädt

zu entspannten Stunden ein. Im Spa-Bereich

setzt das Hilton Mauritius auf ganzheitliche

Signature-Treatments, die asiatische Wellnessphilosophie

mit der lokalen mauritischen Expertise

vereinen. Dabei werden Produkte der

Marke Terre d’Afrique verwendet, die auf den

regenerativen Pflanzenwirkstoffen Afrikas

basieren.

Für Sportbegeisterte bietet das Resort zahlreiche

Aktivitäten wie Tennis, Volleyball,

Radfahren, Windsurfen, Tauchen und vieles

mehr. Golfspieler können das nahe gelegene

Tamarina Golf Estate mit Sonderkonditionen

nutzen.

Destination für Familien und Hochzeiten

Das Hilton Mauritius Resort & Spa ist zudem

ein idealer Ort für Familienurlaube. Mit speziellen

Familiensuiten, einem Kinderpool

und einem Kids Club bietet das Resort alles,

was junge Familien für einen entspannten

Aufenthalt benötigen. Darüber hinaus ist das

Resort eine beliebte Location für Hochzeiten.

Inmitten eines tropischen Gartens gelegen,

bietet das Resort eine malerische Kulisse für

Hochzeitsfeiern. Ein spezialisiertes Team von

Hochzeitsplanern steht bereit, um den Gästen

eine unvergessliche Feier zu ermöglichen.

Nachhaltigkeit und Luxus im Einklang

Das Hilton Mauritius Resort & Spa zeigt, wie

Luxus und Nachhaltigkeit harmonisch vereint

werden können. Mit einem klaren Fokus

auf die ESG-Ziele und der umfassenden Umsetzung

von Maßnahmen in den Bereichen

Umwelt, soziale Verantwortung und Unternehmensführung

setzt das Resort neue Standards

für nachhaltigen Tourismus auf Mauritius.

Vom Einsatz natürlicher Materialien

bis hin zur Förderung lokaler Wirtschaft und

ökologischer Initiativen beweist das Hilton

Mauritius, dass ein luxuriöses Urlaubserlebnis

auch im Einklang mit der Natur stehen

kann..


Letzte Wünsche

Fotos: Jagdhof

Green Luxury im

Herzen der Alpen

Das 5-Sterne-SPA-Hotel Jagdhof in Neustift im Stubaital, Tirol, bietet seinen Gästen ein

exklusives Luxuserlebnis inmitten einer atemberaubenden Bergkulisse. Doch das renommierte

Hotel hat sich nicht nur durch seine luxuriöse Ausstattung und seinen erstklassigen

Service einen Namen gemacht. Im Einklang mit der alpinen Natur des Stubaitals legt das

Jagdhof-Team großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein und zeigt eindrucksvoll,

wie sich Luxus und ökologische Verantwortung harmonisch verbinden lassen.

Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit

umgesetzt.

Eine umweltbewusste Philosophie mit regionaler

Verbundenheit

Seit 1977 wird das Hotel von der Familie

Pfurtscheller geführt, die eine starke Verbindung

zur Region pflegt und ihre nachhaltige

Philosophie konsequent lebt. Traditionelle

Tiroler Baukunst, eine Inneneinrichtung aus

heimischem Holz und historische Tiroler

Antiquitäten schaffen eine authentische Atmosphäre,

die den alpinen Charakter der Region

widerspiegelt. Die Materialien wurden

sorgfältig ausgewählt, um die natürlichen

Ressourcen zu schonen und die Umweltbelastung

zu minimieren.

Die Nähe zur Natur ist im Jagdhof allgegenwärtig:

Umgeben von einem 5.000 Quadratmeter

großen Garten, bietet das Hotel Gästen

zahlreiche Möglichkeiten, die Umgebung

umweltfreundlich zu erkunden. Wanderungen,

geführte Naturerlebnisse und Skitouren

in Kooperation mit lokalen Anbietern gehören

zum vielfältigen Angebot. Der Fokus liegt

darauf, Gäste in die unberührte Natur des

Stubaitals einzuführen und dabei den achtsamen

Umgang mit der Umgebung zu fördern.

Regionalität und saisonale Küche: nachhaltiger

Genuss im Jagdhof

Die Kulinarik im Jagdhof basiert auf einem

klaren Bekenntnis zu regionalen Produkten

und saisonaler Küche. Die Hubertusstube,

das vielfach ausgezeichnete Gourmetrestaurant

des Hotels, bezieht einen Großteil

der Zutaten von regionalen Erzeugern und

verwendet bevorzugt saisonale Zutaten.

Mit vier Hauben und 17 von 20 Punkten im

Gault&Millau sowie 95 von 100 Punkten bei

Falstaff genießt das Restaurant hohes Ansehen.

Die Speisen sind nicht nur ein Genuss

für den Gaumen, sondern spiegeln auch die

Philosophie des Hauses wider: nachhaltiger

Genuss ohne Kompromisse bei der Qualität.

Die Fondue-Gondel, das kleinste Gourmetrestaurant

Tirols, und das urige Stuben-

Stadel, in dem Sharing-Dinner für bis zu 20

Personen angeboten werden, bieten Gästen

ein kulinarisches Erlebnis, das tief in der Tiroler

Tradition verwurzelt ist. Die Spezialitäten

stammen häufig aus der unmittelbaren

Umgebung und verleihen den Speisen einen

authentischen, unverwechselbaren Charakter,

der auch die Gäste zur Nachhaltigkeit

inspiriert.


Ganzheitliches Wohlbefinden im jSPA: nachhaltiges

Spa-Konzept im Einklang mit der

Natur

Das mehrfach ausgezeichnete jSPA, eine

3.000 Quadratmeter große Wellnessoase, ist

ein Herzstück des Jagdhofs. Die Spa-Bereiche

wurden mit einem nachhaltigen Konzept entwickelt,

das natürliche Materialien und ressourcenschonende

Techniken integriert. Die

Vitalwelt bietet über 20 verschiedene Sauna-,

Bade- und Relaxattraktionen und unterstützt

die Besucher darin, sich ganzheitlich zu entspannen

und gleichzeitig einen minimalen

ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Der

Jagdhof verfolgt ein ganzheitliches Konzept

für Gesundheit und Wellness: Das innovative

jCURE-Programm kombiniert vegane und

natürliche Anwendungen, die sich speziell an

umweltbewusste Gäste richten. Methoden wie

Physiodermie, die auf pflanzlichen und veganen

Produkten basieren, ermöglichen nachhaltige

Wellnessanwendungen, die sanft zur

Umwelt und zur Haut sind. Durch die Kombination

mit dem jBALANCE-Programm, einer

gesundheitsfördernden Küche mit einem

Spektrum von Low-Carb- bis veganen Optionen,

sowie dem jFIT-Programm, das Yoga und

Achtsamkeitstrainings bietet, setzt der Jagdhof

auf nachhaltiges Wohlbefinden für Körper und

Geist.

Ausgezeichneter Rückzugsort mit sozialem

und ökologischem Bewusstsein

Das Engagement des SPA-Hotels Jagdhof für

nachhaltigen Luxus wird durch zahlreiche Auszeichnungen

bestätigt. Aktuell wurde das Hotel

in Zürich zu einem der „101 besten Hotels der

Schweiz, Österreich, Südtirol und Deutschland

2024“ gekürt. Diese angesehene Auszeichnung,

ins Leben gerufen vom Reiseexperten Carsten

K. Rath, würdigt jährlich die Top-Hotels im

deutschsprachigen Raum und unterstreicht

das unermüdliche Streben des Jagdhofs nach

Exzellenz, das in der Branche hoch geschätzt

wird. Die glamouröse Award-Gala fand im legendären

The Dolder Grand in Zürich statt und

feierte die 101 besten Hotels mit rund 300 Gästen

und einem Menü des 2-Sterne-Kochs Heiko

Nieder. Als unabhängiges Hotelranking etabliert,

bewertet diese Auszeichnung die Hotels

der DACH-Region nach messbaren und transparenten

Kriterien und zeigt, dass der Jagdhof

zu den Spitzenreitern der Hotellerie zählt.

Auch auf internationaler Ebene wurde der

Jagdhof bei den World Luxury Awards 2023

mehrfach ausgezeichnet – unter anderem als

weltbestes „Luxury Romantic Hotel“, „Luxury

Honeymoon Hotel“ Westeuropas und bestes

„Luxury Spa Hotel“ Österreichs. Diese Ehrungen

reflektieren das besondere Engagement

des Hauses, Gästen ein luxuriöses, umweltbewusstes

Erlebnis zu bieten.

Neben der Hotelauszeichnung kommt der Jagdhof

auch in den Genuss des besonderen Winterangebots

am Stubaier Gletscher. Das nahe

gelegene Skigebiet, Österreichs größtes Gletscherskigebiet,

lädt Gäste zu einem nachhaltigen

Skierlebnis in einer naturbelassenen Bergwelt

ein. Abgerundet wird das Angebot durch

umweltfreundliche Aktivitäten wie Schneeschuhwanderungen

und Skitouren, die den

Gästen eine respektvolle, intensive Begegnung

mit der winterlichen Alpenlandschaft ermöglichen.

Für Familien und kleine Gäste

Der Kitz-Club bietet Kindern ein abwechslungsreiches,

umweltbewusstes Freizeitprogramm

und lädt sie dazu ein, die Natur spielerisch

zu entdecken. Der Jagdhof organisiert

Aktivitäten wie Naturwanderungen und Workshops

zur Natur- und Umweltbildung, bei denen

die kleinen Gäste lernen, die Schönheit der

Natur zu schätzen und zu schützen.

Sommererlebnisse im Stubaital

Im Sommer verwandelt sich das SPA-Hotel

Jagdhof in einen idealen Ausgangspunkt für

nachhaltige Outdooraktivitäten in der prachtvollen

Natur des Stubaitals. Gäste können

direkt vom Hotel aus zu geführten Wanderungen,

Biketouren und alpinen Kletterabenteuern

aufbrechen, die von lokalen Guides

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Mehr auf www.lebenmit.de | 35

begleitet werden und das Bewusstsein für die

Umgebung fördern. Auf den zahlreichen Wanderwegen

können Naturliebhaber das Tal in

seiner vollen Blüte erleben, während das Hotel

Erfrischungen und Picknickkörbe mit regionalen

Köstlichkeiten bereithält. Für einen sanften

Umgang mit der Natur setzt der Jagdhof auf

umweltschonende Freizeitangebote, die Gäste

inspirieren und gleichzeitig den sensiblen Alpenraum

schützen.

Wintersport im Stubaital: Skifahren und sanfter

Tourismus

Im Winter bietet das SPA-Hotel Jagdhof seinen

Gästen Zugang zu einem umweltfreundlichen

Skierlebnis im Stubaier Gletscher, Österreichs

größtem Gletscherskigebiet. Das Skigebiet setzt

auf Maßnahmen, um die Bergwelt langfristig zu

bewahren, und ermöglicht es Wintersportlern,

ihren Sport in einer naturbelassenen, geschützten

Umgebung auszuüben. Die Hotelgäste können

dank eines umweltbewussten Shuttleservices

und moderner Skiausrüstung die Pisten

nachhaltig genießen. Der Jagdhof fördert neben

dem Skifahren auch sanfte Alternativen wie

Schneeschuhwanderungen und Skitouren abseits

der Pisten – Aktivitäten, die eine tiefere Verbindung

zur winterlichen Landschaft ermöglichen

und gleichzeitig die Natur respektieren.

Ein Modell für die Zukunft

Das SPA-Hotel Jagdhof im Stubaital beweist,

dass Luxus und Nachhaltigkeit keine Gegensätze

sind. Mit einem durchdachten Konzept, das

Tiroler Tradition mit einem klaren Bekenntnis

zu Umweltschutz und Regionalität vereint,

bietet das Hotel ein einzigartiges Erlebnis, das

sowohl der Natur als auch den Gästen zugutekommt.

Gäste können in diesem preisgekrönten

Hideaway nicht nur Ruhe und Entspannung

finden, sondern auch die Gewissheit genießen,

dass das Hotel den Umweltschutz ernst nimmt.

Der Jagdhof ist ein Beispiel für eine neue Art

des Reisens, die Luxus und Naturbewusstsein

vereint und dabei höchste Standards erfüllt –

ein Modell, das für die Zukunft des Green Travel

richtungsweisend ist..


Foto: David Sacks/Getty Images

HUNGER

AUF

LEBEN.

Leben ohne Hunger ist ein Menschenrecht.

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