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Falstaff Residences 02/2024

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2/2<strong>02</strong>4<br />

ÖSTERREICHISCHE POST AG, PZ 24Z044282 P, SCHOTTENRING 2–6, 1010 WIEN<br />

1010 WIEN<br />

WWW.FALSTAFF-LIVING.COM € 9,– / CHF 11,–<br />

RESIDENCES<br />

INSEL-INVESTMENT<br />

Wachstumskurs im<br />

Luxussegment<br />

DAUERHAFTE WERTE<br />

Nachhaltig bauen als<br />

wichtiges Kaufargument<br />

WOHNEN IM HOTEL<br />

Mit Fünf-Sterne-Service<br />

und in Bestlage<br />

9 004524 129958<br />

<strong>02</strong><br />

JETZT ODER NIE!<br />

<strong>02</strong>


Zeichen der<br />

Verbundenheit<br />

RIVIÈRE<br />

JUWELIERSKUNST<br />

SEIT 1917<br />

KÄRNTNER STRASSE 32 GRABEN 21 / TUCHLAUBEN 2 1010 WIEN JUWELIER-WAGNER.AT


CRAFTED IN JAPAN<br />

EIN LEBEN VOLLER<br />

MÖGLICHKEITEN<br />

DER NEUE MAZDA CX-80<br />

In Japan gilt Freiraum als Inspiration. Eine Inspiration für alle Möglichkeiten,<br />

die uns das Leben bietet. Gefertigt mit höchster Sorgfalt und viel Liebe zum<br />

Detail, bietet der brandneue Mazda CX-80 genügend Raum für bis zu sieben<br />

Personen in drei Sitzreihen. Wählen Sie einen innovativen Plug-In-Hybridmotor<br />

oder einen effizienten Reihensechszylinder-Dieselmotor und erleben Sie ein<br />

unvergleichliches Fahrerlebnis mit unserem geräumigsten Crossover.<br />

Verbrauchswerte kombiniert lt. WLTP: Mazda CX-80 Plug-In Hybrid: 1,6 l/100 km und 23,8 kWh Strom/100 km, CO2-Emissionen: 35-36 g/km.<br />

Mazda CX-80 Diesel: 5,7-5,8 l/100 km, CO2-Emissionen: 148-151 g/km. Symbolfoto. Stand: Oktober 2<strong>02</strong>4.


Sonnfeld Lodges<br />

Jochberg<br />

Photocredit: Prime Properties<br />

Im Herzen Jochbergs erstrahlen diese neu errichteten und bezugsfertigen Ski-in/Ski-out Design-Lodges im<br />

Haus-Charakter. Die vier Lodges wurden entwickelt, um ein perfektes Wohnerlebnis für Bergbegeisterte<br />

zu schaffen. Das Aussehen und die Atmosphäre der vier Lodges erinnern an ein altes Bergdorf - jede Lodge<br />

ist auf einen der umliegenden Gipfel ausgerichtet, kleine Gärten und gemütliche Terrassen laden dazu<br />

ein, die Sonne zu genießen, authentische Materialien wie Altholz und Naturstein, die in traditionellem<br />

Handwerk verarbeitet wurden, unterstreichen den charmanten Charakter.


Ski-In/Ski-Out<br />

Bezugsfertig<br />

BRUNNKOGEL LODGE<br />

WNF ca. 219 qm (3 Schlafzimmer)<br />

RESTERHÖHE LODGE<br />

WNF ca. 225 qm (3 Schlafzimmer)<br />

STEINBERGKOGEL LODGE<br />

WNF ca. 285 qm (4 Schlafzimmer)<br />

WAGSTÄTT LODGE<br />

WNF ca. 290 qm (4 Schlafzimmer)<br />

Gornik Immobilien GmbH | Karin Gornik | +43 5356 72160 | office@immobilien-kitz.com | www.immobilien-kitz.com


Wörthersee / Kärnten<br />

Juwel<br />

2x Seevillen<br />

am Wörthersee<br />

Seeareal: 2.700 m²<br />

Wfl: á 200 m²<br />

Terr.Fl: á 75 m²<br />

HWB: 37<br />

Sie suchen eine besondere Immobilie an Kärntens Seen, so werden Sie wohl bei Familie Tischler fündig. Seit 53 Jahren<br />

vermitteln sie erfolgreich Immobilien direkt am Wasser und in Seeblicklage. Das Team hat sich in den letzten Jahren<br />

vergrößert und bietet Ihnen eine professionelle Beratung und optimale Betreuung.<br />

Wollen Sie Ihre Immobilie diskret und bestmöglich verkaufen, so steht Ihnen das Team gerne zur Seite und wird Sie<br />

auch gerne unverbindlich beraten.<br />

SEELIEGENSCHAFTEN<br />

Aufgrund der Jahrzentelangen See-Erfahrung – Familie Tischler hat die gesamte Immobilienentwicklung an Kärntens<br />

See mitbegleitet – dürfen auch Sie ihnen vertrauen. Ob ein Seehaus am Wörthersee (KP ab € 5,5 Mio), ein<br />

Seebungalow am Wörthersee ( KP € 1,5 Mio), ein wunderbares Seehaus am Ossiacher See ( KP ab € 4,5 Mio.) oder<br />

eine Seevilla am türkisen Faaker See (KP € 5,5 Mio.).<br />

Hier bekommen Sie auch Seejuwele die offiziell nicht am Markt sind. Rufen Sie die Herren einfach an.<br />

Seewohnungen in Kärnten<br />

Sie möchten in eine Seewohnung /<br />

Seeblickwohnung in Kärnten investieren, so<br />

werden Sie hier zu Ihrer Wunschimmobilie<br />

begleitet. Ob eine neue Seewohnung<br />

am Ossiacher See (KP € 395.000,-), eine<br />

elegante 2 Zimmer-Residenz am Faaker<br />

See (KP € 390.000,-), ein traumhaftes<br />

Seepenthouse am<br />

Wörthersee (KP € 1,8<br />

Mio.), eine luxuriöse<br />

Seeresidenz am Faaker<br />

See ( KP € 1,97 Mio)<br />

oder ein Seetraum<br />

am Weißensee (KP € 3<br />

Mio.) … hier finden Sie<br />

die richtige Immobilie.<br />

Seeliegenschaft am<br />

Ossiacher See<br />

Seeareal: 2.560 m²<br />

Seehaus: 160 m²<br />

Badehaus: 30 m²<br />

Bootshaus + Stube im DG<br />

HWB: 93


KP<br />

á € 1,86 Mio.<br />

Seeimmobilien 2<strong>02</strong>4<br />

Wörthersee<br />

4x Seewohnungen<br />

Wfl.: 57 m² & 70 m²<br />

144 m² & 187 m²<br />

große Seeterrassen<br />

Pool, Saunahaus & Strand<br />

HWB: 33<br />

KP: ab € 1,29 Mio.<br />

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Ein Auszug aus<br />

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Neue Seewohnungen am Wörthersee<br />

Seevilla am Ossiacher See<br />

Seepenthaus am Ossiacher See<br />

Ossiacher See<br />

Genehmigte Seevilla<br />

Seegrund: 811 m² Wfl<br />

Wfl.: 150 m² (errichtbar)<br />

Freizeitwohnsitzwidmung<br />

KP: € 2,59 Mio.<br />

Alternativen im Angebot<br />

Ossiacher See<br />

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Penthouse: 107 m²<br />

Elegant möbliert<br />

Seeterrasse: 25 m²<br />

Bootshaus: optional<br />

HWB: 46<br />

KP: € 2,25 Mio.<br />

Neue Seewohnungen<br />

in Kärnten:<br />

20 bis 250 m²<br />

Ossiacher See / Kärnten<br />

KP<br />

€ 5,35 Mio.<br />

Familie Tischler<br />

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erzielter Preis € 91.000<br />

Buccellati Panther, Silber<br />

erzielter Preis € 38.400


EDITORIAL<br />

JETZT ODER NIE!<br />

Wir leben in volatilen Zeiten. Auch wenn die Zinsen etwas gesenkt wurden, sind<br />

die Auswirkungen noch nicht stark genug spürbar. Die globalen Unsicherheiten –<br />

etwa durch den Ukrainekrieg – tun ihr Übriges. Dementsprechend warten<br />

wAnleger:innen im Immobilienbereich bzw. potenzielle Käufer:innen noch auf »bessere<br />

Zeiten«. Soll heißen: noch mal sinkende Immobilienpreise. Viele Expert:innen meinen<br />

jedoch, dass dies nicht mehr passieren wird – eine Einschätzung, der wir uns anschließen.<br />

Daher rufen wir in der aktuellen RESIDENCES-Ausgabe eine »Jetzt oder nie«-<br />

Bewegung aus. Wir müssen dem Markt kommunizieren, dass die Immopreise bereits<br />

»unten« sind und nicht mehr weiter fallen. Wer jetzt zu lange wartet, wird wieder mehr<br />

bezahlen müssen. Wir brauchen eine bessere Stimmung, mehr Optimismus und müssen<br />

die Bereitschaft, wieder in Immobilien zu investieren, fördern.<br />

RICHTIG KOMMUNIZIEREN<br />

Foto: Rafaela Pröll<br />

Deshalb haben wir uns mit jenen Trends auseinandergesetzt, die in der Branche sowohl<br />

national als auch international positiv angenommen werden und vielversprechend sind:<br />

Das Thema Nachhaltigkeit zieht immer weitere Kreise. Klimagerechtes Bauen ist längst<br />

kein singuläres Phänomen mehr und ist sowohl in urbanen, bodenständigen Gebieten als<br />

auch im Luxussegment angekommen. Denn erneuerbare Energien und nachhaltige<br />

Materialien sind wichtige Verkaufsargumente und tragen zu einem längerfristigen Werterhalt<br />

bei. Ebenso erfreuen sich »Private Branded <strong>Residences</strong>« zunehmender Beliebtheit,<br />

werden von Fachleuten allgemein als ein sehr interessantes Produkt angesehen und haben<br />

ein besonders gutes Renditepotenzial. Wer möchte nicht im Eigentum, in den renommiertesten<br />

Hotels der Weltmetropolen residieren – mit Fünf-Sterne-Service und in den<br />

besten Lagen? Wir wissen: Der Luxusmarkt bleibt auch in komplizierten Zeiten stabil.<br />

Darum zeigen auch Inseln wie Mallorca oder Ibiza einen kontinuierlichen Aufwärtstrend,<br />

wenn es um hochpreisige Immobilienträume geht. Sie setzen ihren Wachstumskurs ungetrübt<br />

fort und locken mit sinnvollen Investments. Und auch Griechenland erweist sich als<br />

interessante Investmentmöglichkeit. Nirgendwo sonst in Europa sind derzeit Wohnungen<br />

so günstig wie hier. Doch Sie sollten schnell sein, bevor die Preise wieder steigen.<br />

Lust bekommen? Wir wünschen Ihnen mit dem neuen RESIDENCES viele Anregungen<br />

bei der Suche nach der richtigen Immobilie!<br />

Herzlichst<br />

ANGELIKA ROSAM<br />

angelika.rosam@falstaff-living.com<br />

angelikarosam, falstaff.living<br />

Angelika Rosam<br />

Herausgeberin <strong>Falstaff</strong> LIVING<br />

RESIDENCES<br />

»Eine Talsohle haben wir<br />

bereits erreicht, ich nehme<br />

eine langsame Erholung<br />

und Zuversicht aller<br />

Marktteilnehmer:innen<br />

wahr. Genauer kann ich das<br />

aber nicht prognostizieren.<br />

Dazu tun sich in Österreich<br />

und weltweit zu viele<br />

unvorhersehbare Dinge.«<br />

EUGEN OTTO, GF OTTO IMMOBILIEN<br />

IM INTERVIEW, SEITE 88<br />

2 / 24<br />

LIVING<br />

falstaff<br />

11


01 <strong>02</strong><br />

<strong>02</strong><br />

INHALT<br />

2/2<strong>02</strong>4<br />

36<br />

Nirgendwo in Europa<br />

sind Wohnungen so günstig<br />

wie in Griechenland.<br />

11 EDITORIAL<br />

144 BRANCHENNEWS<br />

184 EVENT-CLIPPINGS<br />

185 IMPRESSUM<br />

186 BEZUGSQUELLEN<br />

COVER<br />

FOTO: ERIC PIASECKI/OTTO/<br />

PICTUREDESK.COM<br />

ARCHITECTURE:<br />

HISTORICAL CONCEPTS<br />

9 004524 129415<br />

9 004524 129415<br />

ÖSTERREICHISCHE POST AG, PZ 17Z041047 P, SCHOTTENRING 2–6, 1010 WIEN WWW.FALSTAFF-LIVING.COM € 9,– / CHF 9,–<br />

RESIDENCES<br />

INSEL-INVESTMENT<br />

Wachstumskurs im<br />

Luxussegment<br />

DAUERHAFTE WERTE<br />

Nachhaltig bauen als<br />

wichtiges Kaufargument<br />

WOHNEN IM HOTEL<br />

Mit Fünf-Sterne-Service<br />

und in Bestlage<br />

JETZT ODER NIE!<br />

2/2<strong>02</strong>4<br />

24<br />

Der Immobilienmarkt<br />

im Sonnenstaat Florida<br />

floriert.<br />

140<br />

Der Architekt und der Künstler im Talk<br />

über das neue »Francis« in Wien.<br />

COSMOPOLITAN<br />

16 PERLEN DER WÜSTE<br />

In Dubai boomt der Immobilienmarkt<br />

und bietet mehr denn je Möglichkeiten<br />

für lukrative Investitionen.<br />

24 SUNSHINE RESIDENCES<br />

Immer mehr Prominente, internationale<br />

Wohlhabende und junge Menschen<br />

ziehen nach Florida.<br />

30 HEISSE INVESTITIONEN<br />

Mallorca und Ibiza bleiben auch in<br />

schwierigen Zeiten Europas gefragte<br />

Destinationen für Luxusimmobilien.<br />

36 GENIAL UND GÜNSTIG<br />

Warum gerade jetzt die beste Zeit ist,<br />

um sich eine attraktive Immobilie auf<br />

Griechenlands Inseln zu sichern.<br />

42 STERNENKLARE LUXUSWELT<br />

Inselträume werden wahr: wie namhafte<br />

Hotelketten und Resorts mit Private<br />

Branded <strong>Residences</strong> Big Deals machen.<br />

54 BAUEN ZWISCHEN SCHMÄH<br />

UND PROPAGANDA<br />

Ein Blick auf die polnische Architektur<br />

und ihre ganz besondere Entwicklung.<br />

60 »WIR MÜSSEN UNS HÜTEN VOR<br />

EINER MCDONALDISIERUNG«<br />

Architekt Krzysztof Budzisz im Interview<br />

über die Immobilienszene und die Suche<br />

nach einer neuen polnischen Identität.<br />

INVESTMENT<br />

64 HINAUF INS GRÜNE!<br />

Wie klimagerechtes Bauen auch im Luxussegment<br />

langfristigen Werterhalt sichert.<br />

74 VOM WEITERLEBEN DER ZIEGELSTEINE<br />

In Zeiten von Klimakrise und strengen ESG-<br />

Kriterien spielt Kreislaufwirtschaft eine immer<br />

wichtigere Rolle.<br />

80 NEUBEWERTUNG!<br />

Exklusives Circular Design punktet auch<br />

im Premiumsegment des Wohnens.<br />

82 DAS WOHNQUARTIER<br />

ALS KRAFTWERK<br />

Mit autarken, grundstücksübergreifenden<br />

Systemen setzen immer mehr Siedlungen<br />

auf ein energetisches Miteinander.<br />

88 »GROSSE EMOTIONEN SIND FÜR MICH<br />

EIN ZEICHEN GROSSER UNSICHERHEIT«<br />

Ein Gespräch mit Immobilienprofi<br />

Eugen Otto über die derzeit teils<br />

widersprüchlichen Trends in Europa.<br />

92 AUF DEM WEG ZUR METROPOLE<br />

Wie sich Serbiens Hauptstadt Belgrad im<br />

Immobilienbereich neu erfindet.<br />

100 DER ERSTE EINDRUCK ZÄHLT<br />

Welche Rolle die Fassade bei der<br />

Bewertung einer Immobilie spielt.<br />

URBAN LIVING<br />

108 RENAISSANCE DER ALTEN HÄUSER<br />

Gründerzeitliche Zinshäuser und unsanierte<br />

Sekundärimmobilien sind in Wien aktuell<br />

günstiger zu haben denn je.<br />

116 PALAIS OLÉ!<br />

Palais-Immobilien machen modernes<br />

Wohnen mit historischem Flair möglich.<br />

124 STADT DER ACHTSAMKEIT<br />

Bhutan, der Staat mit dem höchsten<br />

Bruttonationalglück, plant eine moderne,<br />

aber buddhistische und nachhaltige Stadt.<br />

Fotos: Vladimir Sklyarov, Johannes Kernmayer, beigestellt<br />

12 falstaff LIVING RESIDENCES 2 / 24


130 ZUHAUSE IM LUXUSHOTEL<br />

Wohnungseigentum mit Fünf-Sterne-<br />

Service: Viele namhafte Hotels der<br />

Weltmetropolen machen es möglich.<br />

138 VISUELLE REISELUST<br />

Inspirierende Coffee Table Books zeigen<br />

die famosesten Luxushotels der Welt.<br />

140 »BEI DER KONZEPTPRÄSENTATION<br />

WAREN WIR ALLE NERVÖS«<br />

Das neue »Francis« in Wien beeindruckt<br />

auch als Kunst-am-Bau-Projekt. Ein<br />

Gespräch mit Architekt Dietmar Feistel<br />

und Künstler Christoph Steinbrener.<br />

LUXUS WOHNEN<br />

148 »DER ZEITPUNKT FÜR EINEN KAUF<br />

IST JETZT EIN GUTER«<br />

Über gute Gelegenheiten für ein Landidyll<br />

als Hideaway oder Einnahmequelle.<br />

154 AB DURCH DIE MITTE!<br />

Warum Atriumhäuser bei<br />

Architekt:innen und<br />

Projektplaner:innen en vogue sind.<br />

160 GESCHICHTEN MIT SUBSTANZ<br />

Das Frauenduo Nidus entwickelt<br />

und entwirft besondere Residenzen<br />

mit Fokus auf dem Bestand.<br />

166 »EINE RUNDE SACHE MIT<br />

ECKEN UND KANTEN«<br />

Designer und Architekt Christian Kroepfl<br />

im Talk über Circular Design.<br />

170 STOFFE, AUS DENEN<br />

TRÄUME SIND<br />

Edle Materialien, die Luxus-Interiors<br />

eine ganz besondere Note verleihen.<br />

176 NATUR MIT STIL<br />

Biophiles Home-Design als Eyecatcher.<br />

178 LUXUS AHOI!<br />

Trend: Privatresidenzen auf Superyachten.<br />

148<br />

Es gibt derzeit viele gute Gründe, um<br />

eine Immobilie am Land zu erwerben.<br />

Agentur: iwb.at • Bilder: zoomvp.at<br />

• Exklusive Eigentumswohnungen umgeben von parkartigem Grünraum in bester Cottagelage<br />

• Klinik Ottakring nur 500 m entfernt, Top Infrastruktur, Beste öffentliche Verkehrsanbindung<br />

• Wohnungsgrößen von 37 - 165 m 2 , Penthouse-Wohnungen mit riesigen Dachterrassen<br />

• Nachhaltige Energieversorgung durch Geothermie und PV-Anlagen, HWB 25<br />

• Wertsichere Anlagemöglichkeit mit großer Wachstumsperspektive<br />

• Exklusiver Verkauf durch den Bauträger<br />

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Tel. +43 1 71180 • sales@boe.at


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RESIDENCES<br />

cosmopolitan<br />

54<br />

30<br />

42<br />

PERLEN DER WÜSTE<br />

In Dubai boomt der Immobilienmarkt<br />

wie sonst nirgends auf der Welt. Warum<br />

die Metropole eine ideale Destination<br />

für Investor:innen ist. (S. 16)<br />

HEISSE INVESTITIONEN<br />

Im Aufwärtstrend: Mallorca und Ibiza<br />

setzten auch in schwierigen Zeiten<br />

ihren Wachstumskurs im Luxussegment<br />

der Immobilien fort. (S. 30)<br />

STERNENKLARE LUXUSWELT<br />

Hier werden Inselträume wahr:<br />

Private Branded <strong>Residences</strong> an weißen<br />

Stränden mit Fünf-Sterne-Service und<br />

Karibikflair sind heute gefragter denn je.<br />

(S. 42)<br />

BAUEN ZWISCHEN SCHMÄH<br />

UND PROPAGANDA<br />

Ein Blick auf die kreative polnische<br />

Architekturszene und deren aktuelle<br />

Herausforderungen. (S. 54)<br />

16<br />

Fotos: beigestellt<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 15


cosmopolitan / DUBAI<br />

Cavalli Casa Tower<br />

Der weltweit einzige Cavalli Tower ist eine<br />

prestigeträchtige Ergänzung der Dubai Marina<br />

und ein ideales Ferien domizil. Direkter Zugang<br />

zum Meer mit 900-Quadratmeter-Strandpool,<br />

ein weiterer Infinitypool im 24. Stock,<br />

Padeltennis im Freien, luxuriöses Interior-<br />

Design von Cavalli – quasi selbstverständlich<br />

in Dubai. cp-ag.at<br />

Foto: beigestellt<br />

16 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

In Dubai brummt der Immobilienmotor – der Markt boomt<br />

wie kein anderer auf diesem Globus. Für Investor:innen ist<br />

die Stadt ein absoluter Traum, alle Faktoren passen zusammen.<br />

TEXT HEIMO ROLLETT<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 17


cosmopolitan / DUBAI<br />

ie Stadt der Superlative wird<br />

ihrem Image gerecht: Seit vielen<br />

Monaten werden aus der glitzernden<br />

Metropole Rekordzahlen<br />

gemeldet. Im ersten Halbjahr 2<strong>02</strong>4 wurden<br />

in Dubai Im mobilientransaktionen im Wert<br />

von über 50 Milliarden US-Dollar verzeichnet,<br />

was einem Anstieg von 25 Prozent gegenüber<br />

dem Vorjahreszeitraum entspricht. Besonders<br />

gefragt sind Luxusimmobilien in erstklassigen<br />

Lagen wie Palm Jumeirah und Downtown<br />

Dubai. Und trotz zahlreicher neuer Bauprojekte<br />

wird in den kommenden vier bis fünf<br />

Jahren kein Überangebot erwartet. Dies liegt<br />

an der ungebrochen hohen Nachfrage und<br />

dem Zuzug, die selbst das stark gestiegene<br />

Angebot absorbieren werden. Laut Rizwan<br />

Sajan, Gründer und Vorsitzender von Danube<br />

Properties, entscheiden sich viele wohlhabende<br />

Investor:innen für Dubai als Zweitwohnsitz,<br />

was die Nachfrage nach Immobilien auf<br />

hohem Niveau hält.<br />

ALLE ZEICHEN AUF WACHSTUM<br />

Ein weiterer Wachstumsmotor ist der Masterplan<br />

zur Weiterentwicklung des Staates – und<br />

bislang ist noch jedes Vorhaben wie angekündigt<br />

umgesetzt worden, ganz anders als in fast<br />

allen anderen Städten der Welt. Schon einzelne<br />

Projekte können neue Impulse setzten, etwa<br />

das geplante Wynn Al Marjan Island Resort in<br />

Ras Al Khaimah, das erste integrierte Gaming-<br />

Resort der Region. Durch dieses Megaprojekt,<br />

das 2<strong>02</strong>7 eröffnet wird, könnte sich die Zahl<br />

der Tourist:innen in der Region verdoppeln.<br />

Viele dieser Besucher:innen werden jedoch<br />

voraussichtlich in Dubai übernachten.<br />

Weitere Groß projekte sind Palm Jebel Ali<br />

(13,4 Quadrat kilometer mit Wohnraum für<br />

35.000 Familien, 80 Hotels und Resorts sowie<br />

eine 110 Kilometer lange Küstenlinie), Dubai<br />

Islands (früher Deira-Inseln mit 17 Quadratkilometern<br />

Fläche, verteilt auf fünf Inseln) und<br />

die Vertical City (schwimmendes Gebäude für<br />

25.000 Menschen, das 2030 eröffnet werden<br />

soll). Bei der Infrastruktur sticht der Al Maktoum<br />

International Airport (finale Kapazität:<br />

The Winner Tower<br />

Immobilien für jede:n dank günstiger<br />

Quadratmeterpreise: Im Winner Tower<br />

von Object 1 verkauft die österreichische<br />

Firma C&P Wohnungen um 3.800 Euro<br />

pro Quadratmeter und bietet dazu noch<br />

ein Sorglospaket für die Vermietung an.<br />

cp-ag.at<br />

18 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


260 Millionen Passagier:innen pro Jahr)<br />

und der Metro-Erweiterungsplan heraus.<br />

Durch diese und andere Projekte, die im<br />

Masterplan 2040 festgehalten wurden,<br />

dürfte die Tourismus-Nachfrage nach<br />

kurzzeitigen Unterkunftsoptionen wie<br />

Airbnb-ähnlichen Plattformen in Dubai<br />

stark steigen. Auch hier sprechen die Zahlen<br />

für sich: Dubai erreichte 2<strong>02</strong>3 ein neues<br />

Allzeithoch mit 17,15 Millionen internationalen<br />

Übernachtungsgästen – ein<br />

Wachstum von 19,4 Prozent im Vergleich<br />

zum Vorjahr!<br />

SeaHaven<br />

Wer sich keine ganze Immobilie wie im<br />

SeaHaven leisten will, kann bei anderen<br />

stylischen Türmen echte Anteile mit Grundbuchseintrag<br />

erwerben. Bereits ab rund 5.000<br />

Euro jährlich ist man dabei, die Mietrendite<br />

liegt bei 7,22 Prozent auf den Kaufpreis.<br />

sobharealty.com, propertiesandshares.com<br />

JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

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GÜNSTIGE KAUFPREISE<br />

Fotos: beigestellt<br />

Das Beste: Dubai bleibt auch im internationalen<br />

Vergleich erschwinglich. Während der<br />

durchschnittliche Quadratmeterpreis in der<br />

Stadt bei rund 7.700 Euro liegt, zahlen<br />

Käufer:innen in Metropolen wie Hongkong,<br />

New York oder London ein Vielfaches. Aber<br />

schon um 3.800 Euro pro Quadratmeter<br />

sind Investments möglich, erklärt Michael<br />

Thier von C&P Real Estate Dubai und verweist<br />

auf das Projekt Ozone. Da schlackern<br />

einem die Ohren, wenn man heimische Preise<br />

kennt. Thier vergleicht eine Zwei-Zimmer-Wohnung<br />

in 1140 Wien (60 Quadrat -<br />

meter) mit einer 70-Quadrat meter-<br />

Wohnung in Dubai, ebenso mit zwei Zimmern:<br />

Die Wiener Wohnung kostet inklusive<br />

Nebenkosten 326.998 Euro und bringt, wenn<br />

man sie vermietet, pro Jahr 12.054 Euro ein.<br />

Die Wohnung in Dubai bekommt man für<br />

294.481 Euro, sie spült 24.000 Euro an Miete<br />

pro Jahr aufs Konto. Zieht man die (in Dubai<br />

höheren) Betriebskosten ab, kommt man auf<br />

eine Mietrendite von 3,14 Prozent in Wien,<br />

in Dubai 7,28 Prozent. Um den Vergleich<br />

noch korrekter zu machen, ist zu erwähnen,<br />

dass man in der Wüstenmetropole einige<br />

Extras hat, etwa 24-h-Rezeption, Pool, Fitnessstudio,<br />

Spa-Bereich, Kinderspielplatz,<br />

Co-Working-Space, BBQ-Stationen, hauseigenes<br />

Kino. Im Preis eingerechnet ist zudem<br />

die fertige Möblierung und ein Servicepaket,<br />

bei dem sich die C&P um alles kümmert<br />

(inkl. Vermietung).<br />

><br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 19


cosmopolitan / DUBAI<br />

><br />

Auch andere Expert:innen sind sich<br />

einig und geben die Renditen für Dubai<br />

zwischen sechs und zehn Prozent an. Offen<br />

bleibt natürlich, wie die weitere Entwicklung<br />

tatsächlich stattfinden wird. Die rasanten<br />

Preisanstiege in den vergangenen<br />

Jahren werfen die Frage auf, ob nicht irgendwann<br />

eine Immobilienblase droht, und<br />

auch die Mietpreise in Dubai können stark<br />

schwanken. Die Immobilienbranche in<br />

Dubai unterliegt aber grundsätzlich strengen<br />

Regulierungen – Stichwort Rechtssicherheit<br />

und Grundbuch –, allerdings<br />

sollten sich ausländische Investor:innen<br />

über die geltenden Gesetze und Vorschriften<br />

informieren. Der Verkaufsprozess selbst<br />

funktioniert auch ein wenig anders als bei<br />

uns, wenngleich ähnlich wie das österreichische<br />

Bauträgervertragsgesetz. In Dubai<br />

gibt es zusätzlich attraktive Zahlungspläne<br />

bei den Anbieter:innen. Interessant sind im<br />

Übrigen auch die vielen attraktiven Migrations-<br />

und Visaprogramme der Emirate, die<br />

ebenfalls für einen Booster beim Zuzug<br />

Vielfalt<br />

Wer sich nicht für eine Immobilie entscheiden<br />

kann, der kann von der Idee des von Österreichern<br />

gegründeten Unternehmens Thamania<br />

Investment profitieren: Es investiert in mehrere<br />

Bauprojekte in unterschiedlichen Bestlagen<br />

und streut so das Risiko. thamania.ae<br />

sorgen. Die Bevölkerung könnte bis 2034<br />

auf rund 6,16 Millionen anwachsen, so<br />

aktuelle Schätzungen.<br />

NEU: RISIKOSTREUUNG<br />

Wer nur kleinere Beträge investieren möchte<br />

beziehungsweise diversifizieren will, hat<br />

auch mehrere Möglichkeiten. Aktuell bündelt<br />

etwa die von Österreichern gegründete<br />

Immobiliengesellschaft Thamania Investment<br />

LLC Immobilien in 1A-Lagen, an denen<br />

man sich als Investor:in beteiligen kann.<br />

Durch die Diversifikation der Investments –<br />

sowohl über verschiedene Stadtviertel als<br />

auch innerhalb dieser in unterschiedliche<br />

Bauprojekte – werden hohe Renditen für die<br />

Investor:innen erzielt. Andererseits gibt es<br />

ein neues Produkt namens Immo-Shares.<br />

»Dabei teilen wir eine Wohnung in unterschiedliche<br />

Anteile, z. B. fünf Stück, und<br />

man kann damit gleich wie ›ganze‹ Investoren<br />

ab rund 40.000 Euro einsteigen«, erklärt<br />

Thier. »So kann jeder von den Immobilienperlen<br />

Dubais profitieren.«<br />

<<br />

Fotos: beigestellt<br />

20 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


DRAMAC IMMOBILIEN<br />

Exklusive Maisonette- und<br />

Dachgeschoßwohnungen sorgen<br />

für Luxus und ausreichend Ruhe.<br />

WOHNEN MIT PANORAMABLICK<br />

IM 19. BEZIRK<br />

Aufwachen, auf die Dachterrasse gehen und den Blick über Wien genießen.<br />

So lässt sich der Tag in einer der traumhaften Wohnungen mit Panoramablick<br />

und Dachterrasse im 19. Wiener Gemeindebezirk starten.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

Vor allem die exklusive Maisonettewohnung,<br />

eine Vier-Zimmer-Wohnung,<br />

sollte man<br />

gesehen haben. Ein einladender<br />

Vorraum, eine lichtdurchflutete Wohnküche<br />

und zwei Schlafzimmer bieten zeitlose Eleganz.<br />

Die beiden Bäder sind luxuriöse Wellnessoasen.<br />

Zwei getrennte Toiletten gewähren<br />

höchste Privatsphäre. Die Maisonettewohnung<br />

bietet ein besonderes Highlight,<br />

und zwar eine beeindruckende Dachterrasse<br />

von 44,45 Quadratmetern, die einen<br />

atemberaubenden Ausblick bietet, sowie<br />

einen Balkon mit 9,12 Quadratmetern.<br />

DREI-ZIMMER-WOHNUNGEN<br />

Es werden in dem Jahrhundertwendehaus<br />

in der Barawitzkagasse insgesamt fünf<br />

Dachgeschoßwohnungen zwischen 61 und<br />

111 Quadratmetern errichtet. Jede Wohnung<br />

verfügt über einen Balkon, eine Terrasse<br />

oder eine Dachterrasse. Auch in den<br />

Drei-Zimmer-Wohnungen sorgen lichtdurchflutete<br />

Zimmer und modernes Design<br />

für mehr Lebensqualität und Ruhezonen.<br />

WEITERE EXKLUSIVE PROJEKTE<br />

1. Luxuriöses Doppelhaus<br />

in Breitenfurt bei Wien<br />

Adresse: Hugo von Hofmannsthal-Weg 20<br />

2. 14 stilvolle Wohnungen<br />

in Wien-Donaustadt<br />

Adresse: Eßlinger Hauptstraße 115,<br />

1220 Wien<br />

3. Exklusives, neu renoviertes Gewerbeobjekt<br />

in Wien-Döbling<br />

Adresse: Heiligenstädter Straße 78,<br />

1190 Wien<br />

Es werden in dem Jahrhundertwendehaus<br />

insgesamt fünf Dachgeschoßwohnungen<br />

zwischen 61 und 111 Quadratmetern errichtet.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

dramac.immo<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 21


INVEST-ERFOLGSMODELL:<br />

DAS IMMOBILIENPORTFOLIO<br />

Dubai bietet Investoren niedrige Steuern, hohe Renditen und Sicherheit. Global gesehen<br />

ist das Emirat einer der interessantesten Märkte für Immobilienkäufer. Thamania Investment<br />

bietet deutschsprachigen Investoren nun ein Premium-Immobilien-Portfolio.<br />

Während im D-A-CH-Raum<br />

der Neubau von Einfamilien-<br />

und Wohnhäusern<br />

wegen hoher Zinsen sowie<br />

strenger Kreditvergaberichtlinien stark<br />

zurückgegangen ist, herrscht in Dubai Aufbruchstimmung.<br />

2<strong>02</strong>3 wechselten in der<br />

größten Stadt der Vereinigten Arabischen<br />

Emirate (VAE) Immobilien im Gesamtwert<br />

von 160 Milliarden Euro die Besitzer. Ein<br />

Rekordwert, Tendenz steigend: Laut der<br />

deutschen »Wirtschaftswoche« sind im<br />

ersten Quartal 2<strong>02</strong>4 sowohl die Kaufpreise<br />

als auch die Mieten um 21 Prozent gegenüber<br />

dem Vorjahr gestiegen. Die Renditen<br />

sind teilweise überpro portional hoch.<br />

Dubai entwickelt sich zwar rasant, ist aber<br />

bei den Kaufpreisen pro Quadratmeter noch<br />

weit hinter Metropolen wie Wien, Zürich<br />

oder München. Mieten werden in der Regel<br />

ein Jahr im Voraus bezahlt, Mietrenditen<br />

von zehn Prozent und mehr pro Jahr sind<br />

durchaus realistisch. Sofern man in Off-<br />

Plan-Projekte – also in Bau befind liche<br />

Gebäude – investiert, steigen die Renditen<br />

auf bis zu unglaubliche 50 Prozent.<br />

70 PROZENT MEHR EINWOHNER<br />

IM JAHR 2040<br />

Treiber dieses »Golfrauschs« sind ein nicht<br />

enden wollender Bauboom und die Nachfrage<br />

nach Immobilien vor allem bei ausländischen<br />

Investoren. Der Wunsch nach Wohnraum<br />

ist ungebrochen hoch und hat mit dem<br />

enormen Zuzug von Menschen aus Asien,<br />

den USA und Europa zu tun. Im letzten<br />

Jahrzehnt hat sich die Einwohnerzahl Dubais<br />

verdoppelt. Bis 2040 soll die Stadt auf sechs<br />

Millionen Einwohner anwachsen!<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

22 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


THAMANIA INVESTMENT<br />

Thamania Investment verfügt über Immobilien<br />

im Prime-Circle rund um den Burj Khalifa,<br />

die hohe Renditen versprechen.<br />

Im Stadtteil Dubai Marina erwirbt<br />

Thamania Investment in Eins-a-Lagen<br />

Immobilien für seine Investoren.<br />

Immobilien-Hotspot 2<strong>02</strong>5: Nach Palm Jumeirah ist nun<br />

Palm Jebel Ali im Fokus der Thamania Investment.<br />

»Die in Dubai derzeit<br />

erzielbaren Renditen<br />

sind für viele Investoren<br />

zunächst unglaublich,<br />

aber letztendlich<br />

doch möglich.«<br />

CHRISTIAN LENGAUER<br />

CEO Thamania Investment LLC<br />

Dubai gilt als Geschäftszentrum des mittleren<br />

Ostens und ist für 2,4 Milliarden Menschen<br />

innerhalb von vier Flugstunden erreichbar.<br />

Aktuell wurde mit dem Bau des »weltweit<br />

größten« Airport-Terminals begonnen. Ziel<br />

ist es, nach Fertigstellung 260 Millionen<br />

Passagiere jährlich abfertigen zu können.<br />

IMMOBILIEN-COMPANY SPEZIELL<br />

FÜR D-A-CH-INVESTOREN<br />

Aktuell bündelt die von Österreichern ge -<br />

gründete Immobiliengesellschaft Thamania<br />

Investment Immobilien in Eins-a-Lagen, an<br />

denen man sich als Investor beteiligen kann.<br />

»Man kann unser Immobilienportfolio mit<br />

einem Aktienportfolio vergleichen: Durch die<br />

Diversifikation der Investments sowohl über<br />

verschiedene Stadtviertel als auch innerhalb<br />

dieser in unterschiedliche Bauprojekte werden<br />

hohe Renditen für die Investoren erzielt«, so<br />

CEO Christian Lengauer. »Der Vorteil für<br />

unsere Investoren ist, dass man sich nicht mit<br />

einzelnen Immobilien beschäftigen muss, sondern<br />

sein Investment, das ab 100.000 Euro<br />

möglich ist, durch uns streuen kann.«<br />

4 GRÜNDE FÜR IHR INVESTMENT<br />

IN DAS THAMANIA-PREMIUM-<br />

IMMOBILIEN-PORTFOLIO<br />

Breite Streuung<br />

Diversifikation der Investments sowohl über<br />

verschiedene Stadtviertel als auch innerhalb<br />

dieser in unterschiedliche Bauprojekte –<br />

ausschließlich in Eins-a-Lagen.<br />

Hohe Sicherheit<br />

Ihr Investment (ab 100.000 Euro) erfolgt in<br />

Form einer Beteiligung als Gesellschafter am<br />

gesamten Premium-Immobilien-Portfolio.<br />

Deutschsprachige Investoren<br />

Gesellschafter können nur deutschspra-chige<br />

Investoren aus dem D-A-CH-Raum werden.<br />

Stabile Währung<br />

Der Dirham ist an den US-Dollar gebunden –<br />

damit wird Ihr Investment sicher aus dem<br />

Euroraum diversifiziert.<br />

thamania.ae<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 23


cosmopolitan / FLORIDA<br />

Foto: beigestellt<br />

24 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

Der Häusermarkt in Florida floriert. Immer mehr Prominente,<br />

internationale Wohlhabende und junge Menschen ziehen in den<br />

Sonnenstaat. Miami belegte im vergangenen Jahr nach Dubai<br />

den zweiten Platz als führender Luxusimmobilienmarkt.<br />

TEXT HEIMO ROLLETT<br />

Miami-Residenzen by B&B Italia<br />

Die neuen exklusiven Residenzen in Miami<br />

mit Blick auf Biscayne Bay und die Skyline<br />

von Miami Downtown werden von B&B Italia<br />

ausgestattet und sind vom weltberühmten<br />

Architekten Piero Lissoni kuratiert. Kaufpreis:<br />

ab 1,2 Mio. US-Dollar. ccr-realestate.com<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 25


cosmopolitan / FLORIDA<br />

JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

de viele Junge zieht es nach Florida, weil sie eine<br />

attraktive Mischung aus Lebensqualität und<br />

guten Jobs (Florida hat sich z. B. als Zentrum für<br />

Technologie und Unternehmertum etabliert,<br />

aber auch der Tourismus schafft zahlreiche Arbeitsplätze)<br />

vorfinden. Plus: Es gibt keine Einkommenssteuer.<br />

Und auch das internationale<br />

Publikum schätzt dieses Umfeld: Der Bundesstaat<br />

hat einen deutlichen Anstieg des globalen<br />

Wohlhabenden erlebt, tatsächlich belegte Miami<br />

im vergangenen Jahr nach Dubai den zweiten<br />

Platz als führender Luxusimmobilienmarkt, wie<br />

Sascha Haimovici, CEO der Österreich-Filiale<br />

des internationalen Sotheby’s-Netzwerks, weiß<br />

(siehe Interview-Kasten).<br />

Gordon Pointe<br />

Das teuerste Anwesen Floridas steht zum<br />

Verkauf: Auf dem Grundstück mit rund<br />

3,6 Hektar am Golf von Mexiko stehen drei<br />

Villen. Auch ein privater Yachthafen ist dabei.<br />

Angeboten wird es von den Eigentümern, der<br />

Familie Donahue, für 295 Mio. US-Dollar.<br />

dawnmckennagroup.com<br />

BEZOS UND BECKHAMS<br />

Milliardäre aus aller Welt nennen Florida ihre<br />

Heimat und verlegen viele ihrer Unternehmen<br />

aus nördlichen Standorten wie New York City,<br />

Boston, Chicago und Greenwich auf die Sonnenseite.<br />

In Miami hätten sich zahlreiche ><br />

Ja, es war ein wilder Herbst. In den Florida<br />

Keys feierten die Bewohner:innen<br />

wie jedes Jahr das Fantasy Fest, ein<br />

zehntägiges Event mit bunten Paraden,<br />

ausgefallenen Kostümen und verrückten Veranstaltungen.<br />

Zu Halloween hüpften wieder<br />

schrecklich-schaurige Gestalten durch Tampa<br />

Bay und im Dalí-Museum in St. Pete-Clearwater<br />

wurde die neue Show »Pink Floyd: The Dark<br />

Side of the Moon« gestartet, zahlreiche neue<br />

exquisite Restaurants haben in ganz Florida neu<br />

eröffnet. Und die Stürme? Das Hochwasser?<br />

Daran sei man gewohnt, heißt es lapidar, in<br />

Florida gab es immer schon Hurricanes. Kaum<br />

scheint die Sonne, erfreuen sich die Menschen<br />

wieder der guten Stimmung, die diesen Ort so<br />

prägt. Und die Sonne scheint nun mal an 300 bis<br />

330 Tagen im Jahr.<br />

ZUZUG UND STEUERVORTEIL<br />

Diese Stimmung schätzen immer mehr, Florida<br />

hat stark von der COVID-Pandemie profitiert,<br />

weil die Bestimmungen in diesem Staat deutlich<br />

lockerer bis gar nicht vorhanden waren. Wer an<br />

Rentner:innen denkt, liegt komplett falsch, gera-<br />

<strong>Residences</strong> at Coconut Point<br />

Diese Eigentumswohnungen im Südwesten<br />

Floridas sind Hurrikan-sicher gebaut, es gab<br />

noch keinen einzigen Versicherungsfall. Das<br />

Penthouse in der obersten Etage wird um<br />

465.000 US-Dollar angeboten.<br />

realestatefloridausa.de<br />

Fotos: Dawn McKenna Group, Coldwell Banker Realty, Naples VCP LLC<br />

26 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Wetscher<br />

Wohngalerien<br />

im Zillertal.<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch<br />

in den Wetscher Wohngalerien in Fügen!<br />

Zur Website<br />

Scan me!<br />

Die Wetscher Wohngalerien sind einzigartig in Österreich.<br />

Hier vereint sich internationales Spitzendesign mit Arbeiten<br />

aus den eigenen Meisterwerkstätten. Besuchen Sie uns<br />

und erleben Sie persönlich, was Wetscher heute zu einem<br />

der führenden Einrichtungshäuser in Österreich macht.<br />

Seit 1912.<br />

PLANUNG. WERKSTÄTTEN. WOHNGALERIEN.<br />

Fügen, Zillertal / Tirol • www.wetscher.com I f


cosmopolitan / FLORIDA<br />

JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

Oak Lane<br />

Eingebettet in einem üppigen Grundstück<br />

bildet dieses Architekturjuwel eine<br />

gelungene Mischung aus Abgeschiedenheit,<br />

Luxus und Entspanntheit auf 1.115 Quadratmetern<br />

Wohnfläche, mitten in Süd-Miami.<br />

savills.com<br />

><br />

Krypto-Milliardäre niedergelassen, berichtet<br />

Birgit Röttger, International Real Estate<br />

Broker und Sprecherin von CCR Real<br />

Estate. Auch die Kryptoszene hat sich in Miami<br />

angesiedelt. David und Victoria Beckham<br />

sowie Jeff Bezos haben sich vor Kurzem um<br />

je rund 80 Mio. US-Dollar ein Anwesen in<br />

Miami gekauft.<br />

Das wohl beeindruckendste Anwesen namens<br />

Gordon Pointe wartet derzeit noch in<br />

Naples auf einen neuen Besitzer. Drei separate<br />

Villen, ein privater Yachthafen und über<br />

500 Meter Privatstrand haben ihren Preis:<br />

Mit 295 Mio. US-Dollar ist es die teuerste<br />

Immobilie, die es derzeit in Florida gibt. Aber<br />

auch für Normalverbraucher hat der sonnige<br />

Staat mit Karibikvibes einiges im Angebot,<br />

der Zuzug und die Nachfrage stimuliert den<br />

Immobilienmarkt und es werden unglaublich<br />

viele und sehr attraktive Projekte gebaut. Der<br />

Immobilienmarkt für Wohnungen und Häuser<br />

in Florida zeichnet sich durch eine hohe<br />

Dynamik und regional stark unterschiedlichen<br />

Preisniveaus aus. Hier eine Zusammenfassung<br />

der wichtigsten Aspekte: Die<br />

gefragtesten Gegenden (und damit auch die<br />

höchsten Preise) finden sich in Palm Beach,<br />

Miami Beach und Naples.<br />

28 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24<br />

NEUE HOTSPOTS<br />

Die Immobilienpreise in Florida zeigen insgesamt<br />

einen Aufwärtstrend, allerdings mit regionalen<br />

Unterschieden: An der Ostküste Floridas<br />

erreichte der Medianpreis für Einfamilienhäuser<br />

laut einem Marktreport von One Sotheby’s International<br />

Realty ein Rekordhoch und in einigen<br />

Luxussegmenten gab es sogar leichte<br />

Preisrückgänge. Beispielsweise reduzierte Celine<br />

NACHGEFRAGT<br />

BEIM EXPERTEN<br />

1<br />

Wie hat sich der Luxusimmobilienmarkt<br />

in Florida in letzter Zeit entwickelt?<br />

Immobilien in Florida haben<br />

stark von der COVID-Pandemie profitiert,<br />

waren aber schon vorher aufgrund des<br />

Fehlens einer staatlichen Einkommenssteuer<br />

attraktiv. Miami war im vergangenen<br />

Jahr nach Dubai der zweitgrößte Markt für<br />

Luxusimmobilien.<br />

2<br />

Wie ist Ihre Prognose für den Markt<br />

in den nächsten zwölf Monaten?<br />

Obwohl die Kaufaktivität wieder<br />

einem saisonaleren Muster entspricht,<br />

bleibt der Markt stark, insbesondere im<br />

Vergleich zum Rest der Vereinigten Staaten.<br />

Florida bietet eine ideale Gelegenheit für<br />

Ferien häuser. Neue Entwicklungen sind<br />

ebenfalls ein Schwerpunkt für unser Team,<br />

und Südflorida ist einer der führenden<br />

Märkte des Landes für Luxuseigentumswohnungsprojekte<br />

am Strand.<br />

Dion den Preis für ihr Strandhaus auf Jupiter<br />

Island von 72 auf 62,5 Millionen Dollar – trotzdem<br />

kein Schnäppchen … Neben den bekannten<br />

Orten gibt es aber auch Geheimtipps, Orte,<br />

die sich gerade zu neuen hippen Zentren entwickeln.<br />

Darunter fallen Fort Lauderdale – die<br />

»Hauptstadt des Yachtsports« zieht mit ihren<br />

Kanälen, Stränden und einer lebendigen<br />

Kunstszene viele Käufer:innen an –, Pompano<br />

Beach – diese ehemals verschlafene Küstenstadt<br />

nördlich von Fort Lauderdale entwickelt<br />

sich zu einer aufstrebenden Destination für<br />

Luxusimmobilien – und St. Augustine – die<br />

älteste Stadt der USA bietet historisches Flair<br />

und schöne Strände.<br />

FROHE WEIHNACHTEN!<br />

Derzeit bereitet sich der Sunshine State auf<br />

die schönste Zeit im Jahr vor – auf die Holiday<br />

Season, wie der Zeitraum von Erntedank<br />

bis Neujahr genannt wird. Weihnachtliche<br />

Bootsparaden, aufwendige Dekorationen bis<br />

hin zu geschichtlichen Veranstaltungen oder<br />

kulinarischen Weihnachtsevents stehen am<br />

Kalender. Weihnachten unter Palmen bei<br />

20 Grad statt Nieselregen und Nebel. <<br />

SASCHA HAIMOVICI<br />

CEO, Sotheby’s Austria<br />

austriasothebysrealty.com<br />

3<br />

Was sind die wichtigsten Überlegungen<br />

beim Immobilienkauf in Florida,<br />

ins besondere für Europäer:innen oder<br />

ausländische Käufer:innen?<br />

Die Lage sollte für europäische Kunden<br />

immer ein Hauptaugenmerk sein. Süd florida<br />

bietet eine breite Palette an Aktivitäten,<br />

egal ob Sie ein Weltklasse-Golfer sind oder<br />

jemand, der gerne mit dem Boot auf die<br />

Bahamas fährt. Jeder Markt bietet andere<br />

Möglichkeiten. Es mag klischeehaft klingen,<br />

aber Florida hat wirklich eine Community<br />

für jeden Lebensstil in nahezu jeder<br />

erdenklichen Preisklasse!<br />

Fotos: Soravia, beigestellt


Rendite, Wachstumswert, Fremdfinanzierung, Nennwert, Kreditrating, Veranlagung, Erhaltung des Vermögens, Bewirtschaftungsphase, Verwertbarkeit,<br />

Bonitätsrisiken, Langfristige Veranlagung, Förderung, Indexoption, Kostenrisiken, Einzahlungen, Veranlagungsgrundsätze, Tilgung, Rückverrechnung, Förderbeträge,<br />

Kapitalmarktdarlehen, Anleger, Risikotragfähigkeit, Nettoeinsatz, Projektvolumen, Eigenkapitalanteil, Fremdfinanzierungsaufwand, Investitionsplan,<br />

Nennbetrag, Anlagehorizont, Liquiditätsprognose, Ertragschancen, Projektkalkulation, Immobilienbeteiligungen, Laufende Kosten, Immobilienvermögen,<br />

Bonitätsrisiken,<br />

INVEST<br />

Liquiditätsrisiko, Aktienindex, Investitionsphase, Zinsen, Termingeschäft, Investitionsstrategie, Restlaufzeit, Anlagestrategie,<br />

Förderzeitraum, Risikotoleranz, Verluste, alternative Anlagen, Direktanlage, Fälligkeit, Bewirtschaftungsphase, Immobilienkostenquote, Währung, Indexnachbildung,<br />

Einlage, Kosten, Liquiditätsvorsorge, Volatilität, Kapitalmarkt, Progressionsstufe, Einmalzuschuss, Förderbeträge, Erwartungen, Finanzierungsrisiken,<br />

Aufwendungen, Risiko¬klasse, Kapitalbindungsdauer, Wertpapierinvestments, Defensiv, Immobilien, Risikoklasse, Annahmen, Vermögensaufbau,<br />

Projektkalkulation, Aktien, Buchwert, Umbrellafonds, Factsheet, Verwertungsrisiko, Durchschnittsrendite, Gesamtentwicklung, Kapital, Direktanlage, Kapitalmarktdarlehen,<br />

Finanzierungskosten, Finanzierungsvorschlag, Fremdkapital, Immobilienvermögen, Förderzeitraum, Eigenkapitalanteil, Progressionsstufe,<br />

Eigenkapitalanteil, Projektkalkulation, Wertschwankungen, Entwertungsrisiko, Veranlagungsgrundsätze, Rendite, Wachstumswert, Fremdfinanzierung,<br />

Nennwert, Kreditrating, Veranlagung, Erhaltung des Vermögens, Bewirtschaftungsphase, Verwertbarkeit, Bonitätsrisiken, Langfristige Veranlagung, Förderung,<br />

Indexoption, Kostenrisiken, Einzahlungen, Veranlagungsgrundsätze, Tilgung, Rückverrechnung, Förderbeträge, Kapitalmarktdarlehen, Anleger, Risikotragfähigkeit,<br />

MENT<br />

Nettoeinsatz, Projektvolumen, Eigenkapitalanteil, Fremdfinanzierungsaufwand, Investitionsplan, Nennbetrag, Anlagehorizont, Liquiditätsprognose,<br />

Ertragschancen, Projektkalkulation,<br />

neu<br />

Immobilienbeteiligungen, Laufende Kosten, Immobilienvermögen, Bonitätsrisiken, Liquiditätsrisiko, Aktienindex,<br />

Investitionsphase, Zinsen, Termingeschäft, Investitionsstrategie, Restlaufzeit, Anlagestrategie, Förderzeitraum, Risikotoleranz, Verluste, alternative Anlagen,<br />

Direktanlage, Fälligkeit, Bewirtschaftungsphase, Immobilienkostenquote, Währung, Indexnachbildung, Einlage, Kosten, Liquiditätsvorsorge, Volatilität, Kapitalmarkt,<br />

Progressionsstufe, Einmalzuschuss, Förderbeträge, Erwartungen, Finanzierungsrisiken, Aufwendungen, Risiko¬klasse, Kapitalbindungsdauer,<br />

Wertpapierinvestments, Defensiv, Immobilien, Risikoklasse, Annahmen, Vermögensaufbau, Projektkalkulation, Aktien, Buchwert, Umbrellafonds, Factsheet,<br />

Verwertungsrisiko, Durchschnittsrendite, Gesamtentwicklung, Kapital, Direktanlage, Kapitalmarktdarlehen, Finanzierungskosten, Finanzierungsvorschlag,<br />

Fremdkapital, Immobilienvermögen, Förderzeitraum, Eigenkapitalanteil, Progressionsstufe, Eigenkapitalanteil, Projektkalkulation, Wertschwankungen, Entwertungsrisiko,<br />

Veranlagungsgrundsätze, Rendite, Wachstumswert, Fremdfinanzierung, Nennwert, Kreditrating, Veranlagung, Erhaltung des Vermögens,<br />

Bewirtschaftungsphase, Verwertbarkeit, Bonitätsrisiken, Langfristige Veranlagung, Förderung, Indexoption, Kostenrisiken, Einzahlungen, Veranlagungsgrundsätze,<br />

Tilgung, Rückverrechnung, Förderbeträge, Kapitalmarktdarlehen, Anleger, Risikotragfähigkeit, Nettoeinsatz, Projektvolumen, Eigenkapitalanteil,<br />

Fremdfinanzierungsaufwand, Investitionsplan, Nennbetrag, Anlagehorizont, Liquiditätsprognose, Ertragschancen, Projektkalkulation, Immobilienbeteiligungen,<br />

Laufende Kosten, Immobilienvermögen, Bonitätsrisiken, Liquiditätsrisiko, Aktienindex, Investitionsphase, Zinsen, Termingeschäft,<br />

Investitionsstrategie, Restlaufzeit, Anlagestrategie, Förderzeitraum, Risikotoleranz, Verluste, alternative Anlagen, Direktanlage, Fälligkeit, Bewirtschaftungsphase,<br />

Immobilienkostenquote, Währung, Indexnachbildung, Einlage, Kosten, Liquiditätsvorsorge, Volatilität, Kapitalmarkt, Progressionsstufe, Einmalzuschuss,<br />

Förderbeträge, Erwartungen, Finanzierungsrisiken, Aufwendungen, Risiko¬klasse, Kapitalbindungsdauer, Wertpapierinvestments, Defensiv, Immobilien,<br />

Risikoklasse, Annahmen, Vermögensaufbau, Projektkalkulation, Aktien, Buchwert, Umbrellafonds, Factsheet, Verwertungsrisiko,<br />

Durchschnittsrendite, Gesamtentwicklung, Kapital, Direktanlage, Kapitalmarktdarlehen, Finanzierungskosten, Finanzierungsvorschlag, Fremdkapital, Immobilienvermögen,<br />

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Veranlagungsgrundsätze, Rendite, Wachstumswert, Fremdfinanzierung, Nennwert, Kreditrating, Veranlagung, Erhaltung des Vermögens, Bewirtschaftungsphase,<br />

Verwertbarkeit, Bonitätsrisiken, Langfristige Veranlagung, Förderung, Indexoption, Kostenrisiken, Einzahlungen, Veranlagungsgrundsätze, Tilgung,<br />

Rückverrechnung, Förderbeträge, Kapitalmarktdarlehen,<br />

gedacht<br />

Anleger, Risikotragfähigkeit, Nettoeinsatz, Projektvolumen, Eigenkapitalanteil, Fremdfinanzierungsaufwand,<br />

Investitionsplan, Nennbetrag, Anlagehorizont, Liquiditätsprognose, Ertragschancen, Projektkalkulation, Immobilienbeteiligungen,<br />

Laufende Kosten, Immobilienvermögen, Bonitätsrisiken, Liquiditätsrisiko, Aktienindex, Investitionsphase, Zinsen, Termingeschäft, Investitionsstrategie,<br />

Restlaufzeit, Anlagestrategie, Förderzeitraum, Risikotoleranz, Verluste, alternative Anlagen, Direktanlage, Fälligkeit, Bewirtschaftungsphase, Immobilienkostenquote,<br />

Währung, Indexnachbildung, Einlage, Kosten, Liquiditätsvorsorge, Volatilität, Kapitalmarkt, Progressionsstufe, Einmalzuschuss, Förderbeträge,<br />

Erwartungen, Finanzierungsrisiken, Aufwendungen, Risiko¬klasse, Kapitalbindungsdauer, Wertpapierinvestments, Defensiv, Immobilien, Risikoklasse, Annahmen,<br />

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Progressionsstufe, Eigenkapitalanteil, Projektkalkulation, Wertschwankungen, Entwertungsrisiko, Veranlagungsgrundsätze, Rendite, Wachstumswert,<br />

Fremdfinanzierung, Nennwert, Kreditrating, Veranlagung, Erhaltung des Vermögens, Bewirtschaftungsphase, Verwertbarkeit, Bonitätsrisiken, Langfristige<br />

Veranlagung, Förderung, Indexoption, Kostenrisiken, Einzahlungen, Veranlagungsgrundsätze, Tilgung, Rückverrechnung, Förderbeträge,<br />

Kapitalmarktdarlehen, Anleger, Risikotragfähigkeit, Nettoeinsatz, Projektvolumen, Eigenkapitalanteil, Fremdfinanzierungsaufwand, Investitionsplan, Nennbetrag,<br />

Anlagehorizont, Liquiditätsprognose, Ertragschancen, Projektkalkulation, Immobilienbeteiligungen, Laufende Kosten, Immobilienvermögen, Bonitätsrisiken,<br />

Liquiditätsrisiko, Aktienindex, Investitionsphase, Zinsen, Termingeschäft, Investitionsstrategie, Restlaufzeit, Anlagestrategie, Förderzeitraum,<br />

Risikotoleranz, Verluste, alternative Anlagen, Direktanlage, Fälligkeit, Bewirtschaftungsphase, Immobilienkostenquote, Währung, Indexnachbildung, Einlage,<br />

Sind Sie zurückhaltend bei<br />

Immobilieninvestitionen?<br />

Damit sind derzeit nicht allein.<br />

Doch genau hier liegt Ihre Chance:<br />

Geringe Bautätigkeit und der Trend<br />

weg vom Wohnungskauf– aufgrund<br />

gestiegener Zinsen und regulatorischer<br />

Hürden – erhöhen den<br />

Bedarf an erschwinglichem<br />

Wohnraum.<br />

Mit einer Investition in Ertragsimmobilien<br />

sichern Sie das Grundbedürfnis<br />

Wohnen und profitieren<br />

gleichzeitig von inflationsgeschützten<br />

Mieteinnahmen, attraktiven<br />

Renditen und Wertsteigerungspotenzial.<br />

Dank Abschreibungen<br />

und steuerlicher Vorteile steigern<br />

Sie zusätzlich Ihr Einkommen.<br />

Finden Sie mit nur 4 Fragen heraus,<br />

ob ein Immobilieninvestment<br />

zu Ihnen passt – mit dem Investmentfinder<br />

von wohninvest.<br />

Investmentfinder auf<br />

wohninvest.at


cosmopolitan / MALLORCA – IBIZA<br />

HEISSE<br />

INVESTITIONEN<br />

Das Paradies bleibt ein Paradies: Beide Inseln, sowohl Mallorca als auch<br />

Ibiza, zeigen eine kontinuierliche Aufwärtsbewegung im Luxussegment<br />

und setzen ihren Wachstumskurs auch in schwierigen Zeiten fort.<br />

Es gibt sogar wieder sinnvolle Finanzierungen! TEXT HEIMO ROLLETT<br />

Foto: Domus Vivendi<br />

30 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

Hip, hip, hooray!<br />

Neun strahlend weiße Villen im »Hippiements<br />

Village« in der Tradition der ibizenkischen<br />

Baukunst, direkt am Strand gelegen,<br />

mit hauseigenem Concierge – besser geht’s<br />

kaum. Drei Villen sind noch zu haben, Kosten:<br />

von 10,5 Mio. bis 14,5 Mio. Euro.<br />

hippiements.com<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 31


cosmopolitan / MALLORCA – IBIZA<br />

Mallorca und Ibiza, die beiden Kronjuwelen<br />

der Balearen, haben sich<br />

als Top-Destinationen für Luxusimmobilien<br />

in Europa etabliert.<br />

Das stabile Klima, die hervorragende Infrastruktur<br />

und die exklusive Lage im Mittelmeer<br />

ziehen internationale Käufer:innen an,<br />

die nicht nur auf hohe Lebensqualität, sondern<br />

auch auf ein inflationsgeschütztes Investment<br />

setzen. Plus: Die Infrastruktur ist<br />

dank der Dauerbeliebtheit und der Promiund<br />

Reichendichte für einen mediterranen<br />

Hotspot einzigartig.<br />

BESTLAGEN<br />

Der Südosten von Ibiza und der Südwesten<br />

Mallorcas gelten als unangefochtene Premiumlagen.<br />

Hier finden sich einige der exklusivsten<br />

Villen und Anwesen der Insel, viele<br />

davon mit atemberaubendem Meerblick. Auf<br />

Mallorca besonders begehrt sind Orte wie Port<br />

d’Andratx, Santa Ponsa und Costa d’en Blanes.<br />

Die Preise für Luxusimmobilien in dieser Region<br />

bewegen sich nicht selten im zweistelligen<br />

Millionenbereich, der durchschnittliche<br />

Quadratmeterpreis liegt hier bei 7.700 Euro,<br />

dicht gefolgt von Palma City mit 7.300 Euro<br />

pro Quadratmeter. Luxusimmobilien werden<br />

zunehmend rar und machen weniger als 4 %<br />

des inselweiten Angebots aus, was die hohe<br />

Nachfrage in diesem Segment unterstreicht.<br />

Genau das macht die Insel noch reizvoller:<br />

Aufgrund der Dichte und der Vielzahl an<br />

Immobilien gibt es einen funktionierenden<br />

Markt – wir reden also nicht von einzelnen<br />

Objekten, mal hier ein Haus, mal dort ein<br />

Apartment. Das macht Preise transparenter,<br />

zieht aber auch viele an, die mit dem Bauen<br />

oder Vermitteln Geschäfte machen wollen.<br />

NEUES GESETZ – MEHR QUALITÄT<br />

Um die Qualität der Vermittlung und einen<br />

höheren Verbraucherschutz sicherzustellen,<br />

»Häuser in Palma de Mallorca<br />

werden um durchschnittlich<br />

knapp 1,6 Mio. Euro angeboten.<br />

Vor zwei Jahren waren es nur<br />

rund 1 Mio. Euro.«<br />

Analyse von Engel & Völkers Palma de Mallorca<br />

Erste Reihe, Sandstrand<br />

Ab 2,95 Mio. Euro kann man sich ein<br />

Stück Paradies am längsten Sandstrand Ibizas<br />

kaufen. »The One by Elements« nennt sich das<br />

elegante Haus der Domus Vivendi Group, das auch<br />

gerne als stationärer Luxusliner bezeichnet wird.<br />

dv-one.com<br />

wurde am 9. November 2<strong>02</strong>4 ein neues Gesetz<br />

eingeführt: Immobilienmakler:innen auf den<br />

Balearen müssen sich in ein Register eintragen<br />

lassen. Dafür müssen Immobilienmakler:innen<br />

einen Abschluss in Jura, Architektur,<br />

Sozial- oder Ingenieurwissenschaften<br />

vorweisen, mindestens 200 Stunden außeruniversitäre<br />

Ausbildung im Bereich Makler-, Beratungs-<br />

und Verwaltungsdienstleistungen<br />

absolviert haben oder über mindestens vier<br />

Jahre Erfahrung in der Erbringung von Immobiliendienstleistungen<br />

unmittelbar vor dem<br />

Antragsdatum verfügen. Noch etwas: Die<br />

Makler:innen müssen künftig über eine öffentlich<br />

zugängliche Niederlassung oder zumindest<br />

eine erreichbare Postanschrift<br />

verfügen und eine Haftpflichtversicherung mit<br />

einer Mindestkapitalsumme von 100.000 Euro<br />

je Schadensfall abschließen. Punktum, die<br />

Qualität der Vermittlung wird in den nächsten<br />

Jahren steigen.<br />

»Service spielt zunehmend eine große Rolle<br />

und geht bei uns weit über das Übliche hin­<br />

Fotos: Domus Vivendi, Marcos Iso<br />

32 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


aus«, erzählt auch Alexander Beulich, Managing<br />

Director der Domus Vivendi Group, dem<br />

größten Developer der Inselgruppe. »Die Betreuung<br />

unserer Objekte erfolgt durch ein<br />

internationales, mehrsprachiges Team, das den<br />

gesamten Prozess von der Planungs- und Bauphase<br />

bis hin zum exzellenten After-Sales- und<br />

Concierge-Service abdeckt. Käufer können<br />

sich auf eine sorgenfreie Betreuung verlassen,<br />

die auch nach der Fertigstellung ihres neuen<br />

Domizils fortgesetzt wird und bei Bedarf sogar<br />

die Vermietung der Immobilie einschließt.«<br />

VORSICHT BEI DER<br />

WEITERVERMIETUNG!<br />

Auch das ist eine rechtliche Neuigkeit: Wer die<br />

Immobilie auch zur Weitervermietung ><br />

Heilige Maria!<br />

Außen traditionelles Steinmauerwerk, innen moderne<br />

Ästhetik – die neue Finca im mallorquinischen Santa<br />

Maria del Camí hat 16.239 Quadratmeter Grundstücksfläche,<br />

von denen man einen Prachtausblick auf<br />

die Serra de Tramuntana genießt. engelvoelkers.com<br />

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Perfekte Kombi<br />

In der Mitte der Tropical Garden mit einer<br />

Poollandschaft, oben ein Rooftop-Gym mit<br />

Meerblick und eine Sunset-Dachterrasse für alle<br />

Bewohner:innen der »Creo Lifestyle Apartments«<br />

und preislich auch noch in einem leistbaren<br />

Segment – genial entspannt! creo-ibiza.com<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 33


cosmopolitan / MALLORCA – IBIZA<br />

Großzügig<br />

Was für eine Finca! Das Haus mit neun<br />

Schlafzimmern ist in die idyllische Kulisse<br />

von Alaró eingebettet, ein perfektes Hideaway auf<br />

einem 26.000 m² großen Grundstück – Ruhe und<br />

Exklusivität sind hier garantiert.<br />

ev-mallorca.com<br />

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><br />

anschafft, sollte sich bewusst sein, dass seit<br />

Herbst dieses Jahres schon eine qualifizierte<br />

Mehrheit der Wohnungseigentümergemeinschaft<br />

die touristische Ferienvermietung seiner<br />

Wohnung verbieten kann.<br />

Das gilt freilich nur für Wohnungen, die<br />

derzeit laut Engel & Völkers in Palma de Mallorca<br />

für durchschnittlich 553.378 Euro angeboten<br />

werden. Häuser indes werden laut dieser<br />

Analyse um durchschnittlich knapp 1,6 Mio.<br />

Euro angeboten. Vor zwei Jahren waren das<br />

noch rund 1 Mio. Euro. Die Wohnungspreise<br />

bewegten sich hingegen mit nur einem dezenten<br />

Anstieg seitwärts.<br />

Und was erwartet den Immobilienmarkt der<br />

Balearen 2<strong>02</strong>5? Alexander Beulich: »Wir sehen<br />

die Marktentwicklung in dieser Region nicht<br />

34 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24<br />

»Obwohl die meisten Käufer rein mit Eigenkapital kaufen,<br />

werden auch zahlreiche Finanzierungen abgeschlossen,<br />

da die Konditionen der spanischen Banken für unsere<br />

Kunden sehr attraktiv sind.«<br />

ALEXANDER BEULICH CEO Domus Vivendi Group<br />

nur in den kommenden zwölf Monaten, sondern<br />

auch darüber hinaus äußerst positiv.<br />

Beide Inseln, sowohl Mallorca als auch Ibiza,<br />

zeigen eine kontinuierliche Aufwärtsbewegung<br />

im Luxussegment und setzen ihren<br />

Wachstumskurs auch in Zeiten von Pandemien<br />

oder Inflation fort. Insbesondere die Zunahme<br />

an Flugverbindungen trägt dazu bei,<br />

die Inseln noch besser an internationale<br />

Märkte anzubinden und die Zahl der Käufer<br />

und Investoren aus dem Ausland zu steigern.<br />

Der Trend geht dabei klar in Richtung eines<br />

hochwertigen Tourismus und ertragreichen<br />

Investments in einen ›krisensicheren Hafen‹«.<br />

Parallel dazu bleibe das Angebot an<br />

verfügbarem Bauland limitiert. Diese Knappheit,<br />

erschwert durch strenge Bauvorschriften,<br />

führe in Kombination mit der<br />

wachsenden Nachfrage zu einem weiteren<br />

Anstieg der Immobilienpreise, analysiert der<br />

Domus-Vivendi-Group-Chef.<br />

FINANZIERUNG ÜBER<br />

SPANISCHE BANKEN<br />

Dennoch ist ein Immobilienkauf auf den<br />

Inseln kein No-Brainer. Immobilien in Bestlagen<br />

mit entsprechender Wertentwicklung<br />

werden zurecht von vielen Anlegern als<br />

inflationssichere Investition gewählt. Vier<br />

Prozent der Käufer:innen kommen aus Österreich,<br />

die Mehrheit bilden mit 63 % nach<br />

wie vor Deutsche. »Auch wenn die meisten<br />

Käufer rein mit Eigenkapital kaufen, werden<br />

auch weiterhin zahlreiche Finanzierungen<br />

abgeschlossen, da die Konditionen der spanischen<br />

Banken für unsere Kunden im Vergleich<br />

zu z. B. Deutschland sehr attraktiv<br />

sind«, erklärt Beulich und gibt ein Beispiel:<br />

Zuletzt konnte ein Kunde eine Finanzierung<br />

zu 2,15 % variablen Zinsen auf 15 Jahre abschließen.<br />

Bei solchen Aussichten kommt<br />

gleich wieder Sommerstimmung auf!<br />

<<br />

Foto: Engel & Völkers


HIPPIEMENTS – IBIZAS EXKLUSIVSTE APARTMENTANLAGE<br />

• Meerblick bis nach Formentera oder Sunset-Bergblick<br />

• Exklusiver SPA mit Beachpool, Hammam und Gym<br />

• Weitläufiger ChillMENTS Garten mit BBQ-Zone<br />

• 24 / 7 Concierge Service und sorgenfreies<br />

Vermietungsmanagement<br />

• Finanzierungsmöglichkeiten bis zu 70 % bei<br />

niedrigen Zinskonditionen<br />

• Fertiggestellt, möbliert und voll ausgestattet mit<br />

namhaften Herstellern wie Tribù, Dedon, Gaggenau,<br />

Dornbracht u.v.m.<br />

KAUFPREISE AB 820.000 €<br />

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AUSGESUCHTE QUALITÄT FÜR AUSGESUCHTE LAGEN<br />

Die Domus Vivendi Group errichtet an den besten Standorten in Europa hochwertige Immobilienprojekte, maßgeschneidert auf die Erwartungen<br />

der zukünftigen Eigentümer und Bewohner. Mehr als 35 Jahre Erfahrung in der Projektentwicklung bilden die Grundlage für die Realisierung<br />

einzigartiger Immobilien.<br />

DER DOMUS VIVENDI SERVICE<br />

Sorgenfreie Betreuung durch ein internationales und multilinguales Team, von der Planungs- und Bauphase bis zum exzellenten<br />

After-Sales- und Concierge-Service, auch über die Fertigstellung Ihres neuen Domizils hinaus. Unser After-Sales-Service ist spezialisiert darauf,<br />

Ihnen von den alltäglichsten Hürden bis hin zu Empfehlungen rund um das Wohlbefinden zur Verfügung zu stehen.<br />

WWW.DV-GROUP.DE


cosmopolitan / GRIECHENLAND<br />

GENIAL UND<br />

GÜNSTIG<br />

Nirgendwo<br />

in Europa sind Wohnungen so<br />

günstig wie in Griechenland. Es heißt aber<br />

schnell sein, denn die Preise steigen. Wer<br />

sein Haus auch vermieten will, sollte jetzt die<br />

attraktiven Konditionen nutzen, das geht auf<br />

manchen Inseln noch recht gut. TEXT HEIMO ROLLETT<br />

Foto: Vladimir Sklyarov<br />

36 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

Also ehrlich, den emotionalen Einstieg<br />

in diese Geschichte können wir uns<br />

sparen. Sie kennen Griechenland,<br />

wir alle kennen es. Wir wissen um<br />

den goldenen Glanz, wenn die Sonne aufgeht,<br />

um die blühenden Orangenbäume und die<br />

salzige, mit Rosmarinessenzen durchmengte<br />

Luft, wenn sie sich vom türkisen Meer über die<br />

Sandstrände auf den Weg Richtung Berge<br />

macht. Weltklasse! Und das alles nur wenige<br />

Flugstunden von uns entfernt, bei vielen<br />

Verbindungen. Das ist uns bekannt, ja. Jetzt<br />

wollen wir aber wissen, wo es am besten ist,<br />

eine Immobilie zu kaufen.<br />

TIPP: KYKLADEN UND KRETA<br />

Es ist natürlich immer sehr subjektiv, welche<br />

Ferienimmobilie wo am besten ist. Auch wenn<br />

man sie weitervermieten will – und das wollen<br />

die meisten Käufer:innen in Griechenland, wie<br />

man bei Engel & Völkers Athen bestätigt –,<br />

gibt es keine klaren Benchmarks. Zu unterschiedlich<br />

sind die Märkte und die Bauweisen.<br />

Die griechischen Inseln fallen aber besonders<br />

auf, sie bieten insgesamt sehr attraktive Renditen<br />

für Immobilieninvestments, wobei die ><br />

Kreta<br />

In Elounda, dem berühmten Ferienort<br />

auf Kreta, wird diese luxuriöse Villa<br />

mit 632 Quadratmeter Wohnfläche<br />

auf drei Ebenen verkauft. Kreta gilt<br />

derzeit als heißer Tipp für<br />

Immobilieninvestments.<br />

kmrealestate.gr<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 37


cosmopolitan / GRIECHENLAND<br />

JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

><br />

Kykladen-Inseln und Kreta besonders<br />

hervorstechen. Die Kombination aus hohen<br />

Kapitalisierungs-, guten Ausbuchungsraten<br />

und teils noch moderaten Immo-Preisen<br />

macht diese Inseln zu attraktiven Investitionszielen.<br />

Mykonos zeigt mit bis zu 8,5 Prozent<br />

Bruttorendite die höchsten Renditen für Ferienvermietungen,<br />

allerdings bei hohen Immobilienpreisen<br />

(Villen oft über eine Million<br />

Euro). Ähnlich ist es in Santorini, günstiger<br />

kauft man auf den Kykladen ein. Die Inselgruppe,<br />

zu der Naxos, Paros, Milos, Ios und<br />

Sifnos zählen, kann noch dazu auf die höchste<br />

Ausbuchungsrate (72 Prozent) und eine<br />

sehenswerte Kapitalisierungsrate (26 Prozent)<br />

verweisen. Bei Letzterer handelt es sich um<br />

das Verhältnis von Jahresgewinn zu Immobilienkaufpreis.<br />

Wem das am wichtigsten ist,<br />

der schaut sich am besten in Kreta um, wo sie<br />

bei 34 Prozent liegt. Aber wie immer gilt:<br />

Statistik bleibt nur Zahlenwerk, die Mikrolage<br />

kann überall entzückend sein, und so bleibt<br />

nun mal jeder Immobilienkauf individuell.<br />

UNTERBEWERTETER MARKT<br />

Ganz allgemein ist Griechenland derzeit<br />

jedenfalls ein heißer Tipp für Immobilieninteressierte.<br />

Lewis Probst, Geschäftsführer<br />

P.B.E. Immobilien GmbH und selbst Entwickler<br />

eines Steinhauses mit Luftwärmepumpe<br />

in der Provinz Magnesia, meint: »Der<br />

Luxusimmobilienmarkt in Griechenland hat<br />

sich bemerkenswert entwickelt und profitiert<br />

von mehreren Trends und Faktoren: Es gibt<br />

eine steigende Nachfrage durch ausländische<br />

Investor:innen, die zuletzt vor allem aus<br />

Europa, den USA und dem Nahen Osten<br />

kamen. Weiters halten die Preissteigerungen<br />

an, besonders bemerkbar in den stark gefragten<br />

Regionen. Viele Bauträger:innen entwickeln<br />

daher und es gibt zahlreiche neue Pro -<br />

jekte.« Im Deloitte Property Index 2<strong>02</strong>4 wird<br />

die Diskrepanz zwischen österreichischen<br />

und griechischen Wohnimmobilien besonders<br />

deutlich: Während die Alpenrepublik<br />

mit bei 4.920 Euro pro Quadratmeter den<br />

höchsten Durchschnittstransaktionspreis<br />

aller europäischen Wohnimmobilienmärkte<br />

hat, liegt Griechenland genau am anderen<br />

Ende der Skala. Mit 1.463 Euro pro Quadratmeter<br />

ist es am billigsten! Zum Vergleich die<br />

anderen Urlaubsländer: Italien liegt bei<br />

2.118, Kroatien bei 2.246 und Spanien bei<br />

2.745 Euro pro Quadratmeter. Aber die<br />

Preise ziehen in Griechenland an: Im Jahr<br />

Kreta<br />

Luxus hat seinen Preis, auch wenn der Markt<br />

gerade günstig ist: Dieses Anwesen mit fünf<br />

Schlafzimmern und einem wunderschönen<br />

Gartenareal, 80 Meter vom Meer entfernt,<br />

wird um 4,85 Millionen Euro angeboten.<br />

kmrealestate.gr<br />

2<strong>02</strong>3 stiegen sie um zehn Prozent im Vergleich<br />

zum Vorjahr. Dieser Anstieg ist<br />

wiederum einer der höchsten in Europa und<br />

zeigt eine aktuelle starke Dynamik.<br />

»In einem Umfeld mit extrem hohen Immobilienpreisen<br />

sollten Sie sehr vorsichtig<br />

und strategisch vorgehen«, warnt daher auch<br />

Probst. Es könnte sein, dass die Preise kurzfristig<br />

weiter steigen, aber das Risiko besteht,<br />

dass der Markt sich korrigiert und die Werte<br />

sinken. »Kaufen Sie nicht, wenn die Preise<br />

unrealistisch erscheinen. In stark nachgefragten<br />

Gegenden wie z. B. Athen, Mykonos<br />

oder Santorini können spekulative Blasen<br />

entstehen«, so Probst. Die allgemeine Entwicklung<br />

im nächsten Jahr schätzt Ioannis<br />

Vezakiadis, Operations Manager von<br />

Santorini Invest, allerdings wie Probst auch<br />

positiv ein: »Auch 2<strong>02</strong>5 werden ausländische<br />

Investor:innen eine Schlüsselrolle spielen.<br />

Neben dem Golden-Visa-Programm werden<br />

institutionelle Investoren und Fonds ><br />

Foto: KM Realestates<br />

38 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Wenn Sie einen<br />

einzigen Gegenstand<br />

aus ihrem jetzigen<br />

Zuhause mitnehmen<br />

könnten, welcher<br />

wäre das?<br />

Wünsche können erfüllt werden.<br />

Deshalb sollten Sie sie zu uns bringen.<br />

Wir sind Wunschhaus, das Wiener<br />

Architektur- und Baubüro, das sich auf<br />

Einfamilienhäuser im Premiumsegment<br />

spezialisiert hat. Unsere Projekte<br />

reichen von der ersten Planung und<br />

den Entwurf über die Einreichung<br />

bis hin zur Bauleitung und Fertigstellung.<br />

Und egal, ob Sie Antworten haben<br />

oder noch mehr Fragen, wir freuen uns<br />

sehr auf Ihre Nachricht.<br />

+43 1 90 73 000<br />

office@wunschhaus.at<br />

wunschhaus.at


cosmopolitan / GRIECHENLAND<br />

><br />

weiterhin in griechische Immobilienprojekte<br />

investieren, vor allem im Bereich<br />

der Luxushotels und Ferienanlagen.« Neu in<br />

Griechenland ist der bei uns schon gewöhnliche<br />

Trend der gemanagten Ferienwohnungen,<br />

weiß Georg Petras von Engel & Völkers<br />

Athen. Hier könnte sich noch ein ganz<br />

eigener Markt auftun.<br />

Lefkada<br />

Slow Living in herausragender Architektur –<br />

wobei sich dieses Refugium wunderbar in die<br />

Landschaft von Lefkada einfügt. Das zentrale<br />

Entwurfsprinzip der 1,95 Millionen Euro<br />

teuren Villa bestand darin, von allen Wohnräumen<br />

aus einen Panoramablick zu haben.<br />

elxis.com<br />

JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

METROPOLE ALS HOMEBASE<br />

Apropos: Die Hauptstadt ist natürlich auch<br />

ein eigenes Kapitel, Athen spielt weniger in<br />

der Liga der Ferienimmobilien als in jener<br />

der Metropolen. So entwickelt sich auch<br />

der Immobilienmarkt etwas anders, die<br />

immer hipper werdende Stadt verzeichnete<br />

mit einem Plus von zwölf Prozent im Vergleich<br />

zum Vorjahr einen noch stärkeren<br />

Anstieg der Immobilienpreise. Hier gibt es<br />

dafür deutlich mehr Angebot und viel mehr<br />

Wohnungen, auf den Inseln dominieren<br />

eigentlich Häuser. Ein weiterer Vorteil:<br />

Eine Stadtwohnung lässt sich auch gut als<br />

Homebase für Kurztrips nutzen – da kann<br />

man dann Inselhopping de luxe betreiben. <<br />

<<br />

Kreta<br />

Hier in Kissamos, 40 Kilometer von Chania<br />

entfernt, werden 14 Luxusresidenzen direkt<br />

am Wasser in diversen Größen entwickelt.<br />

Eine Ein-Zimmer-Wohnung mit 52 Quadratmetern<br />

startet bei 300.000 Euro. Die<br />

größten Einheiten haben 113 Quadratmeter.<br />

avaxdevelopment.gr<br />

Fotos: Petra Salis<br />

40 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


IMV IMMOBILIEN MANAGEMENT<br />

IMMOBILIENVERWALTUNG<br />

NEU DEFINIERT<br />

Die IMV Immobilien Management GmbH, Österreichs führende private Hausverwaltung mit über<br />

30 Jahren Erfahrung, setzt Maßstäbe in der effizienten und nachhaltigen Immobilienbetreuung.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

Mit Hauptsitz in Wien und<br />

einem Jahresumsatz von<br />

35 Millionen Euro beschäftigt<br />

die IMV-Gruppe rund<br />

350 Mit arbeitende und betreut das gesamte<br />

Spektrum an Immobilien – von Wohnanlagen<br />

über Büro- und Gewerbeimmobilien bis<br />

hin zu Logistikparks, Hotels, Garagen und<br />

Vorsorgewohnungen. Ein Schwerpunkt liegt<br />

auf der Verwaltung von Wohnungseigentum<br />

und Vorsorgeimmobilien. Für Eigentümer<br />

und Investoren optimiert und sichert die<br />

IMV die langfristige Rentabilität von<br />

Immobilien als stabile Wertanlage.<br />

INNOVATION UND EFFIZIENZ<br />

Als Branchenführer setzt die IMV auf<br />

fortschrittliche Technologien einschließlich<br />

KI-gestützter Prozesse zur Optimierung von<br />

Verwaltungsabläufen. Das steigert die Effizienz<br />

und sichert eine Rund-um-die-Uhr-<br />

Erreichbarkeit für Kunden. Zudem spielt die<br />

Integration von ESG-Standards eine zentrale<br />

Rolle, um den ökologischen Fußabdruck zu<br />

minimieren und soziale Verantwortung in<br />

allen Geschäftsprozessen zu verankern.<br />

NACHHALTIGE WERTSTEIGERUNG<br />

Betriebskostenoptimierung durch Ausschreibungen<br />

und transparente Vergaben, nachhaltige<br />

Sanierungen und der Einsatz von grüner<br />

Energie tragen zur langfristigen Werterhaltung<br />

sowie -steigerung bei und garantieren eine<br />

zukunftsfähige Entwicklung der Objekte.<br />

KOMPETENZ, ERFAHRUNG, EXPERTISE<br />

Trotz der Unternehmensgröße wird eine persönliche<br />

Betreuung gewährleistet. Durch eine<br />

effiziente Vertretungsstruktur wird zudem<br />

eine kontinuierliche und bedarfsorientierte<br />

Betreuung sichergestellt. Mit über drei Jahrzehnten<br />

Erfahrung und innovativen Ansätzen<br />

schöpft die IMV in enger Abstimmung mit<br />

den Eigentümern das volle Potenzial der<br />

Immobilie aus und sorgt für langfristige<br />

Rentabilität und Sicherheit – unabhängig von<br />

der Art der Nutzung.<br />

IMV Immobilien Management<br />

Paulanergasse 15, 1040 Wien<br />

imv.co.at<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 41


cosmopolitan / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />

Inselträume sind keine Schäume mehr. Wer es sich leisten kann, setzt heute<br />

auf die verlockenden Angebote namhafter Hotelketten und Resorts. Private<br />

Branded <strong>Residences</strong> an weißen Stränden mit Fünf-Sterne-Service und<br />

Karibikflair sind trotz der vielzitierten Immobilienkrise gefragter denn je. Was<br />

steckt dahinter? Ein Blick auf die neuen Wohnparadiese. TEXT SUSANNA PIKHART<br />

Foto: Anantara Hotels, Resorts & Spas<br />

42 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


I N<br />

IM<br />

HOTEL<br />

S<br />

E<br />

L N<br />

»Anantara Desaru«,<br />

Malaysia<br />

Unweit von Singapur und Kuala Lumpur<br />

werden an der bis dato einzigen Destination<br />

der Luxushotelgruppe Anantara<br />

Hotels & Resorts in Malaysia auch private<br />

Residenzen zum Kauf angeboten.<br />

Sowohl die Apartments als auch die<br />

20 Poolvillen (ab zwei Millionen Euro),<br />

direkt ans Resort angeschlossen, liegen<br />

an einem Strandabschnitt mit Blick<br />

auf das Südchinesische Meer.<br />

anantaradesaruresidences.com<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 43


cosmopolitan / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />

in sanfter Wind trägt den Duft des<br />

Meeres in die offene Lounge, während<br />

das üppige Frühstück serviert wird.<br />

Herrlich, die morgendliche Sonne, das<br />

leise Rauschen der Wellen, der Blick auf den<br />

weiten Horizont. Der anbrechende Tag inspiriert<br />

zur geistigen Aktivität, doch der Körper<br />

fordert noch etwas Ruhe. Perfektes Timing für<br />

den Concierge, unaufdringlich und diskret,<br />

um kurz die geplante Bootstour zu einem<br />

besonderen Tauchriff am Nachmittag und das<br />

anschießende private Dinner am Strand abzustimmen.<br />

Alles gebongt. Kaum da, ist er auch<br />

schon wieder weg, sodass die kulinarischen<br />

Offenbarungen der Insel weiter verkostet<br />

werden können. Ehe der Tag dann am Pool<br />

inmitten eines Palmenhains seinen Lauf<br />

nimmt, werden noch schnell ein paar E-Mails<br />

gescheckt und Videocalls erledigt. So geht<br />

Business im Paradies. Was folgt, ist entspannte<br />

Auszeit auf der persönlichen Wohlfühlinsel,<br />

im Neo-Eigenheim mit Fünf-Sterne-Luxus des<br />

anschließenden Resorts, wo Privacy, Genuss<br />

und Service perfekt harmonieren.<br />

»Montage Los Cabos«,<br />

Mexiko<br />

Tiger Woods ist ebenso Fan von Los<br />

Cabos, dem Südzipfel der Halbinsel Baja<br />

California, wie George Clooney. Ein<br />

Traumort, wo seit Kurzem exklusive Residenzen<br />

im »Montage Los Cabos«, einem<br />

»Forbes«-fünf-Sterne- und AAA-fünf-Diamanten-Resort,<br />

zum Verkauf stehen. Die<br />

Wohnungen mit zwei und drei Schlafzimmern<br />

(ab 3,7 Millionen Euro) sind möbliert<br />

und können weitervermietet werden.<br />

montageresidencesloscabos.com<br />

Fotos: Sphere Estates, beigestellt<br />

NEUE DIMENSIONEN<br />

Wohnen in einer Private Branded Residence,<br />

in bester Lage, angeschlossen an ein<br />

><br />

44 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


I N<br />

IM<br />

HOTEL<br />

S<br />

E<br />

L N<br />

»Baccarat«, Malediven<br />

Idyllischer geht’s nicht. Auf fünf<br />

miteinander verbundenen Inseln im<br />

malerischen Süd-Malé-Atoll wurden<br />

von Baccarat Hotel & Resorts<br />

50 private Strand- und Lagunenresidenzen<br />

(ab 4,7 Millionen Euro)<br />

errichtet. Höchsten Luxus bieten die<br />

sieben »Baccarat Mansions« mit<br />

unnachahmlichem Wohnerlebnis auf<br />

2.000 Quadratmetern Wohnfläche<br />

und eigenem Inselfeeling<br />

(ab 40 Millionen Euro).<br />

baccaratmaldivesresidences.com<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 45


cosmopolitan / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />

><br />

Luxushotel oder eingebettet in die Umgebung<br />

eines erstklassigen Resorts, verspricht<br />

ein Leben im Rhythmus des Urlaubs. Für<br />

viele wird dieses Modell zur Erfüllung eines<br />

Wohntraums, bei dem Alltag und Erholung<br />

zu einem perfekten Ganzen verschmelzen.<br />

Die Branded <strong>Residences</strong> verbinden die<br />

Privatsphäre eines exklusiven Eigenheims mit<br />

den Annehmlichkeiten eines Luxushotels<br />

und kreieren damit eine neue Dimension des<br />

Lebensgefühls. Und bisher ungeahnte Sphären<br />

und Potenziale eines blühenden Immobiliengeschäfts.<br />

Denn jene, die es sich leisten<br />

können, setzen laut diversen Markterhebungen<br />

zunehmend auf ein Zuhause, das nicht<br />

nur Ort zum Wohnen, sondern auch Zugang<br />

zu außergewöhnlichem Service, atemberaubenden<br />

Landschaften und einem Hauch von<br />

Abenteuer ist – für ein Leben, das sich wie<br />

ein ewiger Ausklang anfühlt.<br />

MAGIE UND MAGNETEN<br />

Im Fokus der Investor:innen, Anleger:innen<br />

und Immobilienkäufer:innen liegen hier neben<br />

internationalen Metropolen zunehmend angesagte<br />

Inseln in Übersee sowie exotische Halbinseln<br />

mit Karibikfeeling. Genau da errichten<br />

»Branded <strong>Residences</strong> bieten<br />

Sicherheit in Bezug auf Qualität,<br />

Design, Instandhaltung<br />

und Management. Daraus<br />

resultiert aber auch ihr vergleichsweise<br />

höherer Preis.«<br />

CHRIS GRAHAM Graham Associates<br />

»Cas en Bas Beach<br />

Resort«, St. Lucia<br />

Es muss nicht immer eine Villa sein.<br />

Alle Apartments im neuen Boutique-<br />

Resort »Cas en Bas Beach« auf der<br />

Karibikinsel St. Lucia bieten großzügige,<br />

stilvoll eingerichtete Wohnbereiche<br />

mit privaten Balkonen (ab<br />

370.000 Euro), umfassendes Fünf-<br />

Sterne-Service inklusive. Das Luxusprojekt<br />

wurde bei den International<br />

Property Awards zum Gewinner der<br />

Kategorie »Bestes Apartment« gekürt.<br />

casenbasbeachresort.com<br />

bekannte Hotelketten und Resorts gebrandete<br />

Luxusvillen und -apartments, die selbst höchste<br />

Wohnansprüche einer designverwöhnten<br />

Klientel erfüllen. Und ebendiese als potenzielle<br />

Käufer:innen fast magisch anziehen.<br />

Zu den aktuellen Immo-Magneten gehören<br />

etwa die neuen privaten Residenzen im<br />

»Anantara Desaru Coast Resort« in Malaysia,<br />

wo exquisite Drei- und Vier-Zimmer-Strandhäuser<br />

sowie Luxusapartments samt privatem<br />

Koch und Butler angeboten werden, oder<br />

preisgekrönte Eigentumswohnungen im<br />

»Cas en Bas Beach Resort« im legendären<br />

karibischen Inselstaat St. Lucia, die von der<br />

Hotelkette Hyatt verwaltet werden. Von den<br />

insgesamt errichteten 90 Ein- und Zwei-Zimmer-Residenzen<br />

– einige Einheiten können<br />

miteinander verbunden werden – sind nur<br />

noch wenige zu haben.<br />

Fotos: Sphere Estates, One&Only, beigestellt<br />

46 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Auf Phuket sind derzeit die »Grand <strong>Residences</strong>«<br />

von Laguna Banyan Tree Limited gefragt,<br />

wo eine einzigartige Auswahl an luxuriösen<br />

Villen mit drei und fünf Schlafzimmern die<br />

Exklusivität des Resorts mit traditionellem<br />

thailändischem Charme vereint. Für besonders<br />

anspruchsvolle Immobilienkäufer:innen<br />

lohnt sich ein Blick auf das Eldorado aller<br />

Inselwelten, die Malediven. Den Markt dominiert<br />

Soneva mit seinen Private <strong>Residences</strong><br />

auf Fushi im Baa-Atoll, einem UNESCO-<br />

Biosphärenreservat, und Jani im Noonu-Atoll.<br />

Im Süd-Malé-Atoll wiederum überzeugen die<br />

prachtvollen Villen von »Baccarat Maldives«.<br />

Das neue Resort mit 50 privaten Residenzen<br />

(zwei bis sieben Schlafzimmer) erstreckt sich<br />

auf über fünf miteinander verbundenen<br />

Inseln, die zusammen eine Fläche von<br />

45 Hektar ergeben. Verwaltet werden die<br />

Neodomizile von SH Hotels & Resorts. Den<br />

Traum von privatem Inselheim lässt unweit<br />

entfernt auch das Fünf-Sterne-Resort<br />

» Zamani Islands« Wirklichkeit werden. Eine<br />

exklusive Superyacht-Marina inklusive. ><br />

»One&Only«, Mauritius<br />

Das luxuriöse Resort »One&Only Le<br />

Saint Géran« liegt auf einer exklusiven<br />

Halbinsel im Osten von Mauritius<br />

und bietet noch sechs luxuriöse<br />

Eigentumsvillen mit je vier Schlafzimmern<br />

und Pool zum Kauf an. In<br />

bester Lage, top ausgestattet und alle<br />

Annehmlichkeiten des noblen Resorts<br />

inklusive, wie zum Beispiel<br />

kulinarische Genüsse in acht<br />

Designrestaurants.<br />

oneandonlyresorts.com<br />

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HOTEL<br />

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2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 47


cosmopolitan / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />

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HOTEL<br />

L N<br />

><br />

Rein pragmatisch soll dieser Immobiliensektor<br />

einen dreifachen Gewinn bieten: »Die<br />

Marke profitiert von erhöhter Sichtbarkeit<br />

und Prestige, den Entwickler:innen wird ein<br />

gewisses Sicherheitsnetz an einer exklusiven<br />

Adresse geboten, die einen höheren Preis<br />

liefert, und die Eigentümer:innen können<br />

von einer Investition mit einem höheren<br />

Wiederverkaufswert profitieren«, bringt die<br />

Win-win-win-Szenerie etwa Bernardo Fort-<br />

Brescia von Arquitectonica auf den Punkt.<br />

Ein wesentlicher Hintergrund für diesen<br />

Trend ist auch die Kalkulation der Hoteliers:<br />

Das Investment in ein neues Resort oder<br />

Hotel geht sich infolge der hohen Baukosten<br />

und Kreditzinsen nur noch schwer aus. Eine<br />

Neubaukombination aus Hotel und privaten<br />

Residenzen lässt sich einfacher finanzieren.<br />

LUXUS KOSTET<br />

Die Rechnung geht auf. Laut Savills Global<br />

Residential Development Consultancy ist der<br />

gebrandete Wohnsektor in den letzten zehn<br />

Jahren um satte 160 Prozent gewachsen und<br />

besteht heute aus weltweit rund 700 Projekten.<br />

Bis 2030 soll sich das Angebot fast verdoppeln.<br />

Doch warum entscheiden sich vermögende<br />

Privatpersonen dafür, trotz der Risiken durch<br />

Klimaveränderungen, Steueranpassungen<br />

oder politische Umbrüche in ein weit entferntes<br />

Heim mit hohem Markenaufschlag zu<br />

investieren, das sie vielleicht nur ein paar Mal<br />

im Jahr besuchen? »Ganz einfach, weil sie es<br />

können«, hält Chris Graham, Managing<br />

Director von Graham Associates, in seinem<br />

jüngsten internationalen Branded-<strong>Residences</strong>-Report<br />

fest. Die wesentliche Motivation<br />

für die Investition in eine gebrandete<br />

Residenz reduziert Graham auf zwei Hauptfaktoren:<br />

Vertrauen und Bequemlichkeit.<br />

»Marken bieten Sicherheit in Bezug auf Qualität,<br />

Design, Instandhaltung und Management.<br />

Sie geben ein gewisses Maß an Schutz<br />

und Komfort gegen Risiken, da die Beteiligung<br />

einer angesehenen Brand Vertrauen bei den<br />

Käufer:innen schafft.«<br />

Die vielen praktischen Vorteile gebrandeter<br />

Eigenheime skizziert Immobilienprofi<br />

Gerda Chalupa anhand der neuen privaten<br />

»Soneva Fushi«,<br />

Malediven<br />

Soneva Villa Ownership bietet ausländischen<br />

Käufer:innen Immobilien der Extraklasse<br />

auf den Malediven an. Das Port folio<br />

umfasst außergewöhnlich designte private<br />

Beach- und Watervillas (ab 4,1 Millionen<br />

Euro) samt jeglichem Komfort in den<br />

preisgekrönten Soneva-Resorts »Fushi«<br />

im Baa-Atoll und »Jani« im Noonu-Atoll.<br />

Die Eigentümer:innen haben die Option,<br />

ihre Wohnkosten über das Soneva-Villa-<br />

Rental-Programm auszugleichen.<br />

soneva.com<br />

Luxusvillen im Resort »One&Only Le Saint<br />

Géran« auf Mauritius: eine privilegierte Lage,<br />

alle Annehmlichkeiten der Rundumdienstleistungen<br />

des Resorts wie Concierge- und<br />

Zimmerservice oder Housekeeping, direkter<br />

Zugang zum Beach Club und zu allen Einrichtungen<br />

des Ferienidylls sowie diverse<br />

Vorzugsleistungen etwa in Restaurants oder<br />

im Sport- und Freizeitbereich, einzigartiges<br />

Interiordesign und optionale Teilnahme an<br />

einem flexiblen Mietprogramm, das vom<br />

Resortmanagement verwaltet wird und das<br />

ganze Jahr über Einkommen generiert. »Das<br />

Hotel übernimmt dabei sowohl das Marketing<br />

als auch die Vermietung und die<br />

Wartung der Villa.« ><br />

Fotos: Alicia Warner, Soneva<br />

48 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


FALKENSTEINER<br />

RESIDENCES<br />

AURORA<br />

Maritimer Lifestyle<br />

im eigenen Zuhause.<br />

Eine Investition in besondere Lebensqualität.<br />

Auf der malerischen Halbinsel Punta Skala in Kroatien<br />

entstehen die <strong>Residences</strong> Aurora, umgeben von üppiger<br />

Natur und saphirblauem Meer. Mit dem Kauf eines der<br />

88 Appartements genießen Sie alle Falkensteiner Premium<br />

Living-Vorteile: Innovative Architektur in absoluter Top-<br />

Lage, stilvolle Ausstattung und Premium Services, ohne<br />

dabei auf die Gemütlichkeit der eigenen vier Wände zu<br />

verzichten. Ab Ende 2<strong>02</strong>5 könnte eine der exklusiven<br />

Residenzen Ihr zweites Zuhause sein.<br />

JETZT INFOS<br />

ANFRAGEN


cosmopolitan / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />

><br />

In der umfassenden Marktanalyse von<br />

Graham Associates werden von internationalen<br />

Immobilienprofis aber auch eventuelle<br />

Nachteile von Branded <strong>Residences</strong> beleuchtet,<br />

darunter vor allem die oft hohen Kosten und<br />

laufende Gebühren, etwa für die Nutzung der<br />

Hoteldienstleistungen und den Erhalt der<br />

Immobilie. Diese können über denen eines<br />

vergleichbaren Eigenheims liegen. Marc<br />

Finney von Colliers International: »Der Preisaufschlag<br />

für markengebundene Residenzen<br />

kann erheblich sein. Sein Umfang hängt von<br />

mehreren Faktoren ab, darunter das Markenimage,<br />

die Lage, das Design, das Angebot an<br />

Dienstleistungen und die Exklusivität des<br />

Erlebnisses für die Bewohner:innen.« Ebenfalls<br />

heikel ist die Abhängigkeit vom Hotelbetrieb:<br />

Wenn das angeschlossene Hotel zum<br />

DUE-DILIGENCE-PROZESS<br />

Gerade im Bereich der Private Branded <strong>Residences</strong><br />

ist der rechtliche Due-Diligence-<br />

Prozess, also eine gründliche Überprüfung<br />

aller rechtlichen, vertraglichen und finanziellen<br />

Aspekte vor dem Erwerb der Immobilie<br />

entscheidend. Er ist oft komplexer als bei<br />

einem herkömmlichen Immo-Kauf, weil die<br />

Objekte eng mit einer Marke (Hotel oder<br />

Resort) verbunden sind und ein umfangreiches<br />

Service- und Verwaltungspaket bieten.<br />

> Da es sich oft um Neubauten handelt,<br />

müssen Bauverträge, Materialien und<br />

Gewährleistungen überprüft werden, um<br />

sicherzustellen, dass die Qualität der<br />

Immobilie den Markenstandards entspricht.<br />

> Ebenso gehören Verträge gecheckt,<br />

die festlegen, wie die Marke das Objekt<br />

verwaltet, welche Dienstleistungen angeboten<br />

werden und wie die Brand die<br />

Immobiliennutzer:innen unterstützt.<br />

> Bei vielen Residenzen besteht die Möglichkeit,<br />

das Objekt an die Marke zurückzuvermieten<br />

(»Lease-back«-Option), was spezielle<br />

Vertragsregelungen erfordert.<br />

> Branded <strong>Residences</strong> kommen oft mit umfangreichen<br />

Servicepaketen, die für den<br />

Komfort der Bewohner:innen sorgen. Allerdings<br />

sind die damit verbundenen Gebühren<br />

meist höher und müssen geprüft werden.<br />

> Ebenso ratsam ist es, zu klären, wie lange<br />

die Marke voraussichtlich involviert bleibt und<br />

welche Auswirkungen ein Ausstieg auf den<br />

Wiederverkaufswert haben könnte.<br />

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HOTEL<br />

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»Banyan Tree«,<br />

Thailand<br />

Luxus pur und eine Wohnadresse mit<br />

sensationellem Ausblick bieten die<br />

Apartments bzw. die Drei- und Fünf-<br />

Schlafzimmer-Poolvillen der »Banyan<br />

Tree Grand <strong>Residences</strong>« auf der Insel<br />

Phuket. Die am Meer gelegenen Refugien<br />

(ab drei Millionen Euro) zwischen einer<br />

ruhigen Lagune und den weißen Sandstränden<br />

von Bang Tao Beach lassen<br />

keine Wünsche offen – auch dank des<br />

Rundumhotelservice.<br />

banyangroupresidences.com,<br />

accor-residences.com<br />

Beispiel temporär schließt oder sogar insolvent<br />

wird, kann dies direkte Auswirkungen<br />

auf den Wert und die Funktionalität der Residence<br />

haben. Finney: »Die Attraktivität und<br />

die Vorteile der Immobilie sind also eng an<br />

die Marke und deren Betriebsfähigkeit geknüpft.«<br />

Für interessierte Branded-<strong>Residences</strong>-Käufer:innen<br />

heißt das: »Vertrauen ist<br />

gut, Kontrolle besser.« Auf jeden Fall aber<br />

rechtzeitig vor dem Immobilienerwerb.<br />

STEIGENDE NACHFRAGE<br />

»Zamani Islands«,<br />

Malediven<br />

In einem exklusiven Resort von Atoll<br />

Estates, das sich über acht Inseln im<br />

Süd-Malé-Atoll erstreckt, sollen ab<br />

2<strong>02</strong>6 ultraluxuriöse private Strandvillen<br />

(sechs und acht Schlafzimmer) sowie<br />

spezielle Mansions (vier Schlafzimmer)<br />

zum Verkauf angeboten werden. Zusätzliche<br />

Novität wird der erste Superyacht-<br />

Hafen der Malediven sein.<br />

zamaniislands.com<br />

Wie auch immer: Die international steigende<br />

Nachfrage nach Branded <strong>Residences</strong> ist ein<br />

Faktum, sagt Jeff Tisdall, Chief Business<br />

Officer von Accor One Living, der<br />

branchenweit ersten Plattform, die<br />

ausschließlich auf die Integration<br />

von Hospitality-Lösungen<br />

in Mixed-Use-Immobilien<br />

abzielt. Und er stellt fest:<br />

»Die Verbindung von<br />

Privatwohnungen und beliebten<br />

Lifestylemarken aus<br />

der Hotellerie ist derzeit eines<br />

der attraktivsten Immobilienwachstumsfelder<br />

weltweit.«<br />

<<br />

Fotos: Sphere Estates, Banyan Group<br />

50 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


CHALUPA IMMOBILIEN<br />

REFUGIUM AUF MAURITIUS<br />

Die »Grand Dame« von Mauritius, One&Only Le Saint Géran, ist die exklusivste Adresse der<br />

Insel Mauritius und bietet jetzt auch luxuriöse Eigentumsvillen zum Kauf an. In bester Lage,<br />

top ausgestattet und Annehmlichkeiten des Resorts inklusive. Besser geht’s nicht.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

Es gibt nur noch wenige Möglichkeiten,<br />

eine private Residenz im<br />

legendären One&Only Le Saint<br />

Géran Resort auf Mauritius zu<br />

erwerben. Chalupa Immobilien eröffnet<br />

nun so eine Chance. Die sechs noch verfügbaren<br />

privaten Villen liegen inmitten exotischer<br />

Natur und bieten Luxus pur inklusive<br />

direktem Zugang zu kilometerlangen, weißen<br />

Sandstränden. »Die Lage ist einzigartig«,<br />

so Mauritius-Expertin Gerda Chalupa,<br />

»die zungenförmige Halbinsel ermöglicht<br />

sowohl atemberaubende Sonnenaufgänge<br />

als auch malerische Sunsets«. Zusätzliche<br />

Vorzüge: Die architektonisch beeindruckenden<br />

neuen Villen (mit je vier Schlafzimmern<br />

und Swimmingpool) präsentieren sich im<br />

ausgefallenen Design und mit hochwertigster<br />

Ausstattung. Sie sind direkt an das<br />

One&Only Resort angeschlossen, sodass<br />

die Eigentümer:innen der Privathäuser – sie<br />

haben automatisch Anspruch auf unbefristete<br />

Aufenthaltserlaubnis auf der Insel –<br />

auch alle Services eines Hotels genießen.<br />

PRIVATSPHÄRE MIT LUXUS-SERVICE<br />

Die Privilegien und Vorteile der Privathäuser<br />

im berühmtesten Resort der Insel:<br />

• acht Weltklasse-Restaurants im Resort<br />

• Zwei-km-Traumstrand direkt vor der Tür<br />

• neuer Strandclub und fünf Golfclubs<br />

• spannende Clubs für Kids und Teens<br />

• hochmodernes Fitnesscenter<br />

• Luxus-Spa in unmittelbarer Nähe<br />

• Wasserabenteuer im Boathouse<br />

• diverse Vorzugsleistungen im Resort<br />

• Mietverwaltung durch das Resort-Team<br />

»Optional können die Eigentümer:innen<br />

auch das flexible Mietprogramm nutzen,<br />

um das ganze Jahr über Einnahmen zu<br />

generieren«, betont Immobilien-Profi<br />

Gerda Chalupa.<br />

IHRE ANSPRECHPARTNERIN<br />

KR Ing. Gerda Chalupa<br />

T: +43 664 3017213, M: gc@chalupa.at<br />

chalupa.at<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 51


6 SCHRITTE ZUR<br />

TRAUMKÜCHE<br />

In einem inspirierenden Gespräch mit den Küchenexpert:innen von XXXLutz haben wir<br />

wertvolle Einblicke in die Welt der Küchenplanung gewonnen. Entdecken Sie mit<br />

uns die sechs Schritte, die Ihre Küche in den Mittelpunkt des Zuhauses verwandeln,<br />

unterstützt durch das Know-how der XXXLutz Traumküchenplaner:innen.<br />

Ihre Bedürfnisse und Anforderungen sind<br />

einzigartig und Ihre Küche soll es auch<br />

sein! Die XXXLutz<br />

Traumküchenplaner:innen kennen alle<br />

wichtigen Schritte und stehen Ihnen auf dem<br />

Weg zur perfekten Küche von der Planung<br />

bis zur Lieferung und Montage unterstützend<br />

zur Seite.<br />

Inspiration Der Weg zur perfekten<br />

1 Traumküche beginnt mit der Ideensammlung.<br />

Ob bei Freund:innen, in Wohnmagazinen,<br />

online oder in den XXXLutz Küchen­<br />

studios – was gefällt Ihnen an jeder Küche<br />

ganz speziell? Bedenken Sie das Design<br />

genauso wie die Funktionalität. Wo wollen<br />

Sie kochen und an welchem Platz sind die<br />

Accessoires dafür ideal untergebracht?<br />

Ausmessen Jedes Maß, das Sie zur<br />

2 Küchenplanung mitnehmen, ist wichtig.<br />

Zeichnen Sie die Grundform des Raums auf.<br />

Messen Sie die Abstände zwischen Decke und<br />

Boden und von Wand zu Wand. Notieren Sie<br />

im Plan die Größe und die Position der Fenster<br />

und Türen sowie deren Öffnungsrichtung.<br />

Am Ende zeichnen Sie noch die Heizkörper,<br />

die Steckdosen, den Wasseranschluss und den<br />

Starkstromanschluss in den Plan ein.<br />

3<br />

Beratung Ausgehend von den gesammelten<br />

Ideen und dem angefertigten<br />

Raumplan werden Ihre Vorstellungen<br />

präzisiert. Im persönlichen Beratungsgespräch<br />

lernen Sie die neuesten Küchentrends<br />

und -techniken sowie optimale begehbare<br />

Küchenlösungen kennen. Unter Zuhilfe nahme<br />

um-fangreicher Farb- und Materialmuster entsteht<br />

ein fundiertes Konzept für die Planung.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

52 falstaff LIVING RESIDENCES 2 / 24


XXXLUTZ<br />

Planung In der Planungsphase wird<br />

4 aus Ihren Vorstellungen Ihre maßgeschneiderte<br />

Küchenlösung konzipiert.<br />

Grundlage hierfür sind Ihre gefestigten<br />

Vorstellungen und die Raumskizze mit den<br />

Abmessungen. Anhand von 3D-Plänen entsteht<br />

Ihre Küche am Computer. In weiterer<br />

Folge begleitet und unterstützt Sie Ihr<br />

Planer von XXXLutz bis zur vollständigen<br />

Umsetzung Ihres Küchentraums.<br />

Planungscheck Mit dem 3D-Laserscanner<br />

prüft das XXXLutz Service­<br />

5<br />

team bei Ihnen vor Ort noch einmal die<br />

gesamte Küchenplanung bis ins Detail.<br />

Alle Daten werden noch einmal mit der<br />

Planung abgeglichen und bei Bedarf<br />

dementsprechend angepasst. Nach diesem<br />

Check erhalten Sie ein detailliertes<br />

Angebot mit einer exakten Raum- und<br />

Küchenzeichnung.<br />

Lieferung und Montage XXXLutz<br />

6 garantiert Ihnen eine termingerechte<br />

Lieferung und einen professionellen<br />

Aufbau. Dabei sind der sorgfältige Umgang<br />

mit Ihrer Einrichtung, Ihren neuen Möbeln<br />

und das besenreine Verlassen des Montageorts<br />

selbstverständlich.<br />

Lassen Sie sich von den Spezialist:innen<br />

bei XXXLutz durch die Planung Ihrer<br />

idealen Küche begleiten. Steht Ihre Traumküche<br />

dann vor Ihnen, müssen Sie nur<br />

noch kochen!<br />

Jetzt GRATIS planen<br />

lassen und einfach<br />

TERMIN VEREINBAREN:<br />

1) in Ihrer Wunschfiliale<br />

2) per Telefon:<br />

+43 664 6252167<br />

3) online:<br />

traumkuechenplaner.xxxlutz.at<br />

4) per E-Mail:<br />

kueche@xxxlutz.at<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 53


cosmopolitan / HOTSPOT POLEN<br />

BAUEN ZWISCHEN<br />

SCHMÄH UND<br />

PROPAGANDA<br />

Die polnische Architekturszene hat in den letzten Jahren stark<br />

unter dem Einfluss der rechtskonservativen Politik gelitten.<br />

Und dennoch hat es das Land geschafft, einen eigenen Kanon<br />

zu entwickeln. Eine Reise zu großen Kisten und kleinen,<br />

fröhlichen Schmuckstücken. TEXT WOJCIECH CZAJA<br />

Foto: Marcin Czechowicz/www.mcmproduction.pl<br />

54 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Museum der polnischen Armee,<br />

Warschau<br />

Mit dem neuen Bau auf der historischen<br />

Zitadelle hat sich Polen ein militärisches<br />

Denkmal gesetzt. Abseits der politischen<br />

Propaganda jedoch überzeugt vor allem<br />

die samtig weiche Betonoberfläche, die<br />

WXCA in Kooperation mit Buro Happold<br />

entwickelt hat. muzeumwp.pl,<br />

wxca.pl, burohappold.com<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 55


cosmopolitan / HOTSPOT POLEN<br />

Es ist, als würde sich der Beton samtig,<br />

streichelweich anfühlen, als wäre er<br />

mit rötlich brauner Erde eingerieben,<br />

als wäre das gesamte Haus in eine<br />

dicke, flauschige Fischgrät-Strickdecke gehüllt.<br />

»Genau das war unser Ziel«, sagt Krzysztof<br />

Budzisz, Partner im Warschauer Architekturbüro<br />

WXCA. »Vor vielen Jahren schon hatten<br />

wir die Idee, die Fassade als monolithisches<br />

Relief in diesem warmen, haptisch ansprechenden<br />

Ornament abzugießen. Es war ein langer<br />

Weg dahin, mit vielen Modellen und vielen,<br />

vielen unterschiedlichen Betonrezepturen, die<br />

wir ausprobiert haben. Doch die Arbeit hat<br />

sich gelohnt. Es ist das wahrscheinlich sinnlichste<br />

und zugleich technisch exakteste<br />

Projekt, das wir je realisiert haben.«<br />

Doch so sinnlich die architektonische Hülle,<br />

die in Zusammenarbeit mit dem englischen<br />

Ingenieurspezialisten Buro Happold entwickelt<br />

wurde, hineingegossen in acht Meter hohe<br />

Schalungstafeln mit eigens angefertigten Silikonmatrizen,<br />

so martialisch und kriegerisch<br />

sind die dargestellten Exponate darin. Denn<br />

das Muzeum Wojska Polskiego – in deutschen<br />

Worten Museum der polnischen Armee – ist<br />

ein Hort von Bomben und Granaten, von Rüstungen<br />

und Speeren, von polnischen Flaggen<br />

und sowjetischen Panzern, Modell T-34 mit<br />

76-Millimeter-Rohrkanone, Baujahr 1943. In<br />

Auftrag gegeben wurde das Museum, Resultat<br />

eines internationalen Architekturwettbewerbs,<br />

von der polnischen, damals noch rechtskonservativen<br />

Regierung, die sich mit dem<br />

Neubau auf der Zitadelle ein zeitgenössisches<br />

Militärdenkmal setzen wollte.<br />

MEGALOMANISCHE DIMENSIONEN<br />

»Solange die nationalistische Partei PiS an der<br />

Macht war, dienten viele Architekturprojekte<br />

als nonverbale, dreidimensionale Propagandamaschinen«,<br />

sagt der Warschauer Architekt,<br />

Kulturtheoretiker und Universitätsprofessor<br />

Jakub Szczęsny. »Für die Architekturschaffenden<br />

war dies eine spannende, durchaus konfliktreiche<br />

Zeit, denn sie mussten es schaffen,<br />

Konzepte zu entwickeln, die die rechte Ära<br />

überdauern und in einer künftigen, liberaleren<br />

Legislaturperiode nicht minder existenzberechtigt<br />

sein würden.« Damit erkläre sich<br />

auch, so Szczęsny, warum viele Projekte, die<br />

in den letzten Jahren in Warschau wie auch in<br />

anderen polnischen Großstädten entstanden<br />

sind, solch gigan tische, megalomanische<br />

Dimensionen aufweisen.<br />

Museum moderner Kunst, Warschau<br />

Am 25. Oktober 2<strong>02</strong>4 fand die feierliche<br />

Eröffnung statt: Der 100 Meter lange<br />

Museumsneubau des New Yorker<br />

Archit ekten Thomas Phifer sprengt alle<br />

Maß stäbe und positioniert sich als<br />

selbst bewusste White Box im Zentrum<br />

der Stadt. Die Baukosten: 700 Millionen<br />

Złoty, rund 162 Millionen Euro.<br />

artmuseum.pl, thomasphifer.com<br />

In diese Kategorie fällt auch das kürzlich<br />

eröffnete Museum moderner Kunst zwischen<br />

der viel befahrenen Ulica Marszałkowska<br />

und dem 237 Meter hohen, stalinistischen<br />

Kulturpalast im Warschauer Zentrum. Der<br />

New Yorker Architekt Thomas Phifer, der<br />

den 2014 ausgelobten Wettbewerb für sich<br />

entscheiden konnte, errichtete neben der<br />

Straße eine strahlend weiße White Box mit<br />

100 Metern Länge, 40 Metern Breite und<br />

23 Metern Höhe. Feine, zierliche Details im<br />

Kleinen sucht man vergeblich, ganz im Gegenteil,<br />

wie eine überdimensionale »iPhone<br />

16«-Verpackung aus weißem, matt cellophaniertem<br />

Karton mit harten, eckigen Kanten<br />

legt sich der neue XXL-Museums klotz direkt<br />

vor die Warschauer Skyline.<br />

»Warschau ist reich an urbanistischer,<br />

stadtpolitischer Geschichte, daher wollte ich<br />

ganz bewusst ein großes Volumen ins Herz<br />

dieser Stadt hineinsetzen«, sagt der Architekt,<br />

»eine Art Kunstmasse, die in der Lage ist,<br />

Fotos: WWW.MOMENTALNI.PL, MVRDV/Ossip van Duivenbode, Michał Kopaniszyn<br />

56 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


eine visuelle Permanenz zu erzeugen und<br />

gegen die umliegende kommunistische<br />

Nachkriegsarchitektur anzukämpfen.«<br />

Möglich wird dies – abermals – mit Beton, in<br />

diesem Fall mit gebleichtem Sichtbeton aus<br />

Weißzement, weißen Zuschlagstoffen und<br />

fein gemahlenem Titan, angemischt und<br />

durchgerüttelt in allerhöchster Güte. Um<br />

eine möglichst hohe Ausführungsqualität zu<br />

gewährleisten, wurde auf dem Grundstück<br />

nebenan eine temporäre Feldwerkstatt errichtet,<br />

sodass Tischler:innen und Hand -<br />

wer ker:innen die Betonschalungselemente<br />

direkt vor Ort anfertigen und in Millimeterarbeit<br />

anpassen konnten.<br />

Allein, nicht alles in Polen ist geprägt<br />

von riesigen Maßstäben und humorloser<br />

Ernsthaftigkeit. Im Abseits der politischen<br />

Kulturbauten entstehen immer wieder auch<br />

charmante, witzige Implantate – ob das nun<br />

Bürotürme, Wohnbauten oder neu gestaltete<br />

öffentliche Räume sind. MVRDV hat in<br />

Poznań den 17-stöckigen Bałtyk Tower ><br />

Bałtyk Tower, Poznań<br />

MVRDV ist bekannt für seine verspielten<br />

Morphologien. Der 2017 errichtete<br />

Bałtyk Tower ist eine abgetreppte,<br />

terrassierte Büroskulptur, die an der<br />

Straßenecke geradezu umzukippen<br />

scheint. Im letzten Stock gibt es ein<br />

750 Quadratmeter großes Panoramarestaurant.<br />

baltykpoznan.pl,<br />

mvrdv.com<br />

Chorzów-Park, Schlesien<br />

Was einst militärisches Sperrgebiet<br />

war, präsentiert sich nun als fröhlicher,<br />

verspielter Teil der Stadt: SLAS architekci<br />

haben die alten Baracken entfernt und<br />

stattdessen einen Spielplatz mit Grünund<br />

Sportflächen geschaffen. Das<br />

Projekt wurde für den europäischen<br />

Mies van der Rohe Award 2<strong>02</strong>2 nominiert.<br />

slas.com.pl, miesarch.com<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 57


cosmopolitan / HOTSPOT POLEN<br />

Pastry Club Woda, Bydgoszcz<br />

Im Erdgeschoß der ehemaligen<br />

Mühle Młyny Rothera implantierte das<br />

polnische Architekturbüro mit dem<br />

sympathischen Namen Znamy się (»wir<br />

kennen uns«) eine Bar-Bäckerei mit<br />

knallblauen Kacheln und orange Gläsern<br />

als Raumteiler. Prost, Mahlzeit!<br />

znamysie.com<br />

><br />

gebaut, der je nach Perspektive aussieht,<br />

als würde er aufgrund seines Schwerpunkts<br />

jeden Moment umkippen. KWK Promes hat<br />

in Katowice ein dunkelgraues, fast schwarzes<br />

Apartmenthaus errichtet, ganz so, als sei es<br />

immer schon da gestanden – mit Ausnahme<br />

der langen Balkone, die wie offene Schubladen<br />

aus dem Block hinausragen. Und sogar<br />

Farbe spielt eine wichtige Rolle in der<br />

polnischen Architektur: In einer ehemaligen<br />

Mühle in Bydgoszcz entstand eine Bar in<br />

Blau und Orange. Und in Chorzów, Schlesien,<br />

wurde ein ehemaliges Militärgelände mit<br />

Farbe, Sport und Spiel zu neuem, fröhlichem<br />

Leben erweckt.<br />

<<br />

Unikato, Katowice<br />

Scheinbar immer schon da gewesen,<br />

aber dennoch neu: Der Wohnblock<br />

Unikato von KWK Promes orientiert<br />

sich an den typischen Wohnhäusern<br />

Schlesiens und nimmt sogar die<br />

dunkelgraue Fassadenfarbe an. Wie<br />

Schubladen ragen die langen Balkone<br />

weit über die Straße. kwkpromes.pl<br />

Fotos: ONI Studio, Juliusz Sokolowski/www.juliuszsokolowski.pl<br />

58 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


WETSCHER<br />

ÖSTERREICHS SCHÖNSTES<br />

EINRICHTUNGSHAUS<br />

Die Wetscher Wohngalerien im Zillertal stehen ebenso für Handwerkskunst und individuelle<br />

Planungslösungen wie für hochwertiges internationales Design. Diese umfassende<br />

Kompetenz des Traditionsunternehmens wurde heuer erneut ausgezeichnet.<br />

FOTOS: COURTESY OF WETSCHER<br />

<strong>Falstaff</strong> LIVING hat gewählt:<br />

Österreichs schönstes Einrichtungshaus<br />

ist im Tiroler Zillertal. Die<br />

Wetscher Wohngalerien wurden im<br />

LIVING Design Guide 2<strong>02</strong>4 als bester Showroom<br />

ausgezeichnet und erhielten beim<br />

Publikumsvoting zum zweiten Mal in Folge<br />

den Award »Beliebtestes Einrichtungshaus<br />

Österreichs«. Die Auszeichnung zeigt einmal<br />

mehr, dass Wetscher Österreichs erste Adresse<br />

für Wohnkultur ist – mit langjähriger Konsequenz<br />

und einer gelebten Erfolgsgeschichte.<br />

1912 von Franz Wetscher als kleine Tischlerei<br />

gegründet, wurde aus dem Betrieb eines der<br />

besten Einrichtungshäuser Europas. So zählen<br />

heute die Wetscher Werkstätten zu den innovativsten<br />

Tischlereien des Landes und die<br />

Wetscher Wohngalerien zu den Topadressen,<br />

wenn es um stilvolles Wohnen auf internationalem<br />

Niveau geht. Auch wenn Werkzeuge<br />

und Arbeitsweise laufend modernisiert<br />

wurden, seinem hohen Anspruch, meisterliche<br />

Qualität zu liefern, ist Wetscher bis in die<br />

fünfte Generation treu geblieben.<br />

NEUES LEVEL FÜR WOHNLUXUS<br />

Mit einem einzigartigen Konzept und wohnfertigen<br />

Präsentationen hebt das Tiroler<br />

Familienunternehmen luxuriöses Wohnen in<br />

den Alpen auf ein neues Level. Wer in die<br />

Welt des feinen Wohnens eintauchen möchte,<br />

findet in den Wetscher Wohngalerien auf<br />

rund 8.000 Quadratmetern zahlreiche Ausstellungen<br />

zu verschiedenen Wohnthemen<br />

samt dem »Wetscher Braukeller«, einem<br />

eigenen Designmuseum.<br />

Bei Wetscher werden führende Design-<br />

Spitzenmarken mit dem nötigen Feingefühl<br />

für die Verbindung von Tradition und<br />

Moderne mit Maßanfertigungen aus den<br />

Wetscher Werkstätten ergänzt, perfektioniert<br />

und zu exklusiven, wohnfertigen Einrichtungskonzepten<br />

vereint. Die Erfahrung und<br />

die Leidenschaft für personalisiertes Wohnen<br />

machen Wetscher zum idealen Partner für<br />

alle, die sich kompetente Beratung, Planung,<br />

Konzeption und Realisierung aus einer Hand<br />

wünschen.<br />

In Österreichs größtem Poliform Studio präsentiert<br />

Wetscher seit September 2<strong>02</strong>4 Neuheiten und<br />

Klassiker der italienischen Spitzenmarke.<br />

INFO<br />

Wetscher Wohngalerien<br />

Zillertalstraße 30, 6263 Fügen<br />

email@wetscher.com, T: +43 5288 600<br />

wetscher.com<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 59


cosmopolitan / INTERVIEW<br />

»WIR MÜSSEN UNS<br />

HÜTEN VOR EINER<br />

MCDONALDISIERUNG«<br />

Architekt Krzysztof Budzisz ist Partner im Warschauer<br />

Erfolgsbüro WXCA. Ein Gespräch über Politik, alte Fabrikareale<br />

und die Suche nach einer neuen polnischen Identität.<br />

INTERVIEW WOJCIECH CZAJA<br />

RESIDENCES Es gibt kaum ein polnisches<br />

Architekturbüro, das in den letzten Jahren so<br />

stark gewachsen ist und so viele Projekte<br />

realisiert hat wie WXCA. Wie haben Sie das<br />

geschafft?<br />

KRZYSZTOF BUDZISZ Freut mich, zu hören,<br />

dass unsere Entwicklung auch international<br />

Beachtung findet! Wir sind seit vielen Jahren<br />

schon daran interessiert, Projekte zu machen,<br />

die nicht alltäglich sind und die sich mitunter<br />

auch mit recht komplexen Fragen beschäftigen.<br />

Daher nehmen wir an vielen Wettbewerben<br />

teil. Und ich denke, das machen wir ganz gut,<br />

denn unser Anspruch auf Kontext, Sensibilität<br />

und die Liebe zum Detail beschert uns<br />

viele Siege, und so betreten wir mit jedem<br />

neuen Projekt Neuland – mittlerweile auch<br />

schon in Berlin, Dubai und Südkorea.<br />

Die meisten Ihrer jüngsten Projekte sind großvolumige<br />

Prestigebauten im Kulturbereich. Ich<br />

denke da nur an die 200 Meter lange Fassade<br />

des Museums der polnischen Geschichte. Wie<br />

geht man an solche Aufgaben heran?<br />

Das Wichtigste bei diesen großen Maßstäben<br />

ist, nicht nur das Bauwerk als Objekt zu betrachten,<br />

sondern den Blick zu abstrahieren<br />

und den Kontext, das ganze Rundherum<br />

mitzuberücksichtigen. Gebäude in diesen<br />

Maßstäben zu planen – das ist wirklich die<br />

Königsdisziplin.<br />

Vor allem die Warschauer Museumsbauten, die<br />

in den letzten Jahren entstanden sind, haben<br />

riesige Maßstäbe.<br />

Das stimmt. Wobei man nicht vergessen darf:<br />

Der Großteil von Warschau musste nach<br />

dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut<br />

werden. Gleichzeitig gibt es aus dieser Zeit<br />

nur wenige identitätsstiftende Bauten. Es<br />

dominieren sozialistische Handschriften,<br />

kommunistische Gebrauchsarchitekturen<br />

und – nach dem Fall des Eisernen Vorhangs<br />

– kapitalistische, konsumorientierte<br />

Developer-Tempel. Was definitiv fehlt, sind<br />

Häuser für die Öffentlichkeit, also Museen,<br />

Kulturbauten, öffentliche Freiräume.<br />

Das heißt also, es braucht jetzt viel kulturelle<br />

Raumproduktion in kurzer Zeit?<br />

Ja, und das ist eine gefährliche Sache. Denn<br />

wenn in so kurzer Zeit so viel gebaut werden<br />

muss, dann läuft man Gefahr, Evolution mit<br />

Revolution zu verwechseln. Der Charakter der<br />

Stadt verändert sich gerade im Eiltempo – was<br />

ich zum einen sehr gut finde, zum anderen<br />

aber gibt es vor allem im Bereich Freiraum<br />

einige Spots, die in erster Linie eine Instagram-<br />

Qualität aufweisen, aber leider nicht mehr.<br />

Eine reale Gefahr?<br />

Ja. Ich bezeichne das als die McDonaldisierung<br />

der Architektur. Davor müssen wir uns<br />

hüten!<br />

Was möchten Sie stattdessen?<br />

Ich bevorzuge einen Ansatz, der eine Art<br />

Point-of-Care-Therapie für die Stadt darstellt,<br />

mit hochwertigen, zielgerichteten Investitionen,<br />

die das gesamte Umfeld aufwerten.<br />

Wie würden Sie polnische Architektur in Ihren<br />

eigenen Worten charakterisieren?<br />

Die letzten 35 Jahre seit dem Fall des<br />

Eisernen Vorhangs waren geprägt von einem<br />

westlichen, kapitalgetriebenen Expressionismus.<br />

In dieser Zeit sind viele Bauten entstanden,<br />

die für sich den Anspruch erheben,<br />

individuelle Unikate zu sein. Wenn Sie so<br />

wollen: jedes Haus ein Bilbao-Effekt. Diese<br />

Zeiten sind zum Glück vorbei.<br />

Und heute?<br />

In den letzten Jahren, so scheint mir, hatten<br />

wir einen Moment des Innehaltens. Die<br />

Bautätigkeit hat generell abgenommen, die<br />

Projekte sind sachlicher und unaufgeregter<br />

geworden. Ich glaube, wir sind gerade auf<br />

der Suche nach einer eigenen polnischen<br />

Architekturidentität.<br />

Die neuen Museumsbauten scheinen schon<br />

eine gewisse Identität gefunden zu haben.<br />

Ja, vor allem die neuesten Kulturbauten<br />

strahlen so etwas wie Masse, Langlebigkeit<br />

Fotos: Daniel Ciesielski, WXCA, beigestellt<br />

60 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Krzysztof Budzisz<br />

»In den letzten Jahren hatten<br />

wir einen Moment des Innehaltens.<br />

Nun sind wir auf der Suche<br />

nach einer neuen polnischen<br />

Architekturidentität.«<br />

schlummern unendliche Potenziale. Wir<br />

entwickeln aktuell die ehemalige Autofabrik<br />

FSO, in der einst Syrena, Polonez und der<br />

polnische Fiat in Lizenz gebaut wurden. Die<br />

Fabrik liegt recht zentral im Nordosten von<br />

Warschau, und doch war sie als Niemandsland<br />

viele Jahre aus der Stadt ausgeschlossen.<br />

Wir planen auf diesem Areal nun eine<br />

nachhaltige, zukunftsfitte 15-Minuten-Stadt.<br />

Und von welchem Projekt träumt ein Büro,<br />

das schon fast alles geplant hat?<br />

Ich wünsche mir, unser Ausprobieren,<br />

Herauskitzeln und Experimentieren über<br />

die Grenzen Polens hinauszutragen und<br />

mit den lokalen Denkweisen und Rahmenbedingungen<br />

vor Ort abzugleichen. Das<br />

reizt mich im Moment am meisten.<br />

und Ewigkeitsanspruch aus. Durchaus schön<br />

und auch durchaus poetisch, aber ich persönlich<br />

vermisse im Moment noch die Leichtigkeit<br />

und Lebendigkeit. Und ich sehne mich<br />

nach etwas mehr Humor und Esprit.<br />

Woher kommt Ihr Büroname WXCA?<br />

Das Büro wurde 2007 gegründet, der Name<br />

leitet sich von den damaligen<br />

Gründungspartner:innen ab. Mittlerweile<br />

sind wir vier Partner:innen, drei weitere<br />

Associated Partner:innen und an die<br />

80 Mitarbeiter:innen in Summe! Vor Kurzem<br />

haben wir sogar ein weiteres Büro in Danzig<br />

eröffnet. Der Markt ist im Umbruch, es gibt<br />

viele Brachflächen, Industrieareale und ehemalige<br />

Werften, die zu entwickeln sind. Es<br />

gibt also viel zu tun. Außerdem hat es mich,<br />

um ganz ehrlich zu sein, nach vielen Jahren<br />

Hauptstadt wieder ans Meer gezogen.<br />

Was sind die dringlichsten Themen und<br />

Aufgaben für die nächsten Jahre?<br />

Stadtplanung und Stadtentwicklung. Wir<br />

haben in Polen riesige Brownfields, und hier<br />

Park FSO<br />

Früher wurden hier polnische<br />

Autos produziert, heute steht die<br />

62 Hektar große Industriebrache<br />

leer. WXCA entwickelt hier nun eine<br />

nachhaltige Stadt der Zukunft.<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 61


T A X O<br />

NOMIE<br />

KONFORM


RESIDENCES<br />

investment<br />

92<br />

82<br />

64<br />

HINAUF INS GRÜNE!<br />

Dank ESG-Kriterien ist klimagerechtes<br />

Bauen längst kein Sonderfall mehr,<br />

sondern auch im Luxussegment<br />

angekommen. (S. 64)<br />

DAS WOHNQUARTIER ALS<br />

KRAFTWERK<br />

Eine Reise durch das grüne Österreich,<br />

wo immer mehr Siedlungen mit<br />

autarken, grundstücksübergreifenden<br />

Energiesystemen ausgestattet werden.<br />

(S. 82)<br />

AUF DEM WEG ZUR METROPOLE<br />

In Belgrad entstehen beeindruckende<br />

neue Wohnviertel. Zugleich ist das<br />

Sanierungspotenzial einiger Teile der<br />

serbischen Hauptstadt enorm. (S. 92)<br />

DER ERSTE EINDRUCK ZÄHLT<br />

Um den Wert einer Immobilie zu<br />

steigern, ist die Gestaltung ihrer<br />

Fassade entscheidend. (S. 100)<br />

Fotos: Brigida Gonzalez, Zoran Bodrozic, beigestellt<br />

100<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 63


investment / ESG UND GRÜNER LUXUS<br />

Klimagerechtes Bauen ist längst kein Sonderfall mehr, sondern auch<br />

im Luxussegment angekommen. Nicht zuletzt dank ESG-Kriterien<br />

sind erneuerbare Energien und nachhaltige Materialien heute ein<br />

wichtiges Kaufargument und tragen zum langfristigen Werterhalt bei.<br />

TEXT MAIK NOVOTNY<br />

Foto: beigestellt<br />

64 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


NACH<br />

KEIT<br />

HALTIG<br />

Schweizer Nachhaltigkeit<br />

Nachhaltigkeit im Hospitality-<br />

Bereich zeichnet das Schweizer<br />

Label Swisstainable aus. Mehr als<br />

2.500 Destinationen nehmen an<br />

diesem Programm Teil und erfüllen die<br />

dreistufigen Kriterien. Eines davon: das<br />

»Tschuggen Grand Hotel« in Arosa.<br />

tschuggen.ch<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 65


investment / ESG UND GRÜNER LUXUS<br />

NACH<br />

KEIT<br />

HALTIG<br />

in Bentley stand im April 2<strong>02</strong>4 auf<br />

einem Dach im zweiten Wiener<br />

Gemeindebezirk, speziell per Kran<br />

auf die Terrasse gehoben. Ein Teaser<br />

für die Interessent:innen der vier Penthouses<br />

des von CUUBUUS entwickelten Projekts<br />

»Das Artmann«. Doch der langfristige Wert<br />

dieser Immobilie liegt nicht in einem Luxusauto,<br />

sondern, ganz im Gegenteil, in der<br />

Ökologie. Das beginnt dabei, dass es sich<br />

um eine aufwendige Sanierung eines denkmalgeschützten<br />

Backsteingebäudes aus dem<br />

Jahr 1866 handelt. »Altbauten zukunftsfit zu<br />

machen ist uns seit Jahrzehnten ein Kernanliegen«,<br />

sagt Eduard Mair, Gründer & CEO<br />

von CUUBUUS. »Jedes sanierte Gebäude<br />

wirkt erneuter Bodenversiegelung entgegen<br />

und leistet so einen Beitrag.«<br />

WASSER, SONNE, ERDE<br />

Auch bei der Energieversorgung geht man<br />

grüne Wege. Heizung, Kühlung und Warmwasserbereitung<br />

des Gebäudes erfolgen über<br />

eine Wärmepumpe, die über eine Leitung<br />

zum Donaukanal versorgt wird, der Strom<br />

dafür kommt aus der hauseigenen PV-Anlage<br />

auf dem Dach. Die Anlage ist im Betrieb<br />

klimaneutral, das »Artmann« wurde mit<br />

dem klimaaktiv-Qualitätszeichen in Gold<br />

ausgezeichnet. »Projekte, die derartige<br />

Standards erreichen, zählen zu den werthaltigsten<br />

Immobilien des Landes,« sagt Inge<br />

Schrattenecker, Leiterin des Programms<br />

»klimaaktiv Gebäude«.<br />

Auch beim Developer Value One will man<br />

Maßstäbe bei der Klimagerechtigkeit setzen.<br />

Etwa beim gemischt genutzten Stadtentwicklungsgebiet<br />

Viertel Zwei nahe dem<br />

Wiener Prater, das mit dem DGNB-Siegel<br />

für nachhaltige Immobilien und Stadtquartiere<br />

ausgezeichnet wurde, oder beim Projekt<br />

»Mokka« mit 15 Eigentumswohnungen<br />

in Wien-Hernals. Dort nutzt Value One<br />

durch den Einsatz von Erdwärme und<br />

Sonnenenergie die nachhaltigen Potenziale<br />

des Grundstücks optimal aus.<br />

SCHLÜSSEL FÜR SICHERHEIT<br />

»Nachhaltigkeit ist seit der Kostenexplosion<br />

am Energiemarkt bei Immobilien kein rein<br />

ökologisches Thema mehr, sondern ein<br />

Schlüssel für finanzielle Sicherheit«, sagt Pia<br />

Grüne Energie und Lärchenholz<br />

Holzbau-Architektur, die früher als<br />

ländlich galt, kommt dank guter Klimabilanz<br />

immer öfter bei städtischen<br />

Projekten zur Anwendung. Hier in<br />

Wien-Hietzing wurde eine Lärchenholzfassade<br />

mit Wärmepumpen und<br />

Photovoltaikanlage kombiniert.<br />

kernimmobilien.at<br />

Schelling aus dem Vertriebsteam des auf<br />

Asset-Management spezialisierten Unternehmens<br />

Ekazent Management. »Wohnungskäufer:innen<br />

interessieren sich mehr denn je<br />

für die Energiebilanz. Zum einen, um die<br />

Energiekosten langfristig niedrig zu halten,<br />

zum anderen, um Nachinvestitionskosten auszuschließen,<br />

die auf Käufer:innen von Altbauwohnungen<br />

mit Gasheizung zukommen.«<br />

Spätestens die durch Ukrainekrieg verstärkte<br />

Erkenntnis, wie abhängig Österreich<br />

von fossilen Energieträgern ist und wie sich<br />

das in den Wohnkosten niederschlagen kann,<br />

hat hier ein Umdenken bewirkt. Ein eigenes<br />

Pilotprojekt hat man mit dem Kh:Ek:51 in<br />

Wien-Liesing realisiert, dessen langfristiger<br />

Kostenvorteil sich durch das nachhaltige<br />

Heizsystem in Verbindung mit den Dämmwerten<br />

ergibt. Der ÖGNI-zertifizierte Neubau<br />

verbraucht mittels Wärmeerzeugung durch ><br />

Fotos: beigestellt<br />

66 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Hand<br />

aufs<br />

Holz<br />

Mit Leidenschaft<br />

schaffen<br />

unsere Tischler<br />

Meisterwerke<br />

Wenn es um Bauen und Einrichten mit Holz geht, sind wir echte Insider! Unsere<br />

Zimmerer-Profis lassen die äußere Hülle Ihres Wohntraums in natürlichem Holz<br />

erstrahlen, während unsere erfahrenen Tischler-Meisterhände – mit viel Liebe<br />

zum Detail – Böden, Türen, Möbel und Treppen kreieren, die durch Ästhetik und<br />

Natürlichkeit überzeugen. Was uns alle verbindet? Die Leidenschaft zum natürlichsten<br />

aller Baustoffe – Holz. Denn dafür schlägt unser Herz!<br />

HOLZBAU MAIER GmbH & Co KG | Gewerbestraße 171 | 5733 Bramberg | Austria | Tel. +43/(0)6566/72 64 | www.maier.at


investment / ESG UND GRÜNER LUXUS<br />

><br />

Luftwärmepumpen weniger als die Hälfte<br />

der Kilowattstunden, die eine Gasheizung<br />

beanspruchen würde.<br />

Dass energieeffiziente Neubauwohnungen<br />

trotz steigender Preise bei Käufer:innen sehr<br />

gefragt sind, zeigt auch eine Umfrage von<br />

Engel & Völkers, die von Mai bis August 2<strong>02</strong>2<br />

durchgeführt wurde. Die Kaufentscheidung<br />

von Kund:innen werde in Deutschland stark<br />

vom Alter des Gebäudes und von möglichen<br />

zukünftigen Investitionen beeinflusst. Der<br />

Trend, Luxus über die Nachhaltigkeit von<br />

Gebäuden zu definieren, sei erst am Anfang<br />

und werde in Zukunft eine noch größere<br />

Rolle spielen. 85 Prozent der Befragten waren<br />

bereit, Mehrkosten für Aspekte der Nachhaltigkeit<br />

zu zahlen, insbesondere für erneuerbare<br />

Energiequellen. Mehr als die Hälfte<br />

waren zudem bereit, mehr für nachhaltige<br />

Baumaterialien zu zahlen. So erklärt sich<br />

Hightech-Innovation in Holz<br />

Nachhaltiges und ambitioniertes<br />

Holzbau-Engineering setzt neue<br />

Maßstäbe beim Co-Working-Projekt<br />

Innovationsfabrik 2.0, einem Aushängeschild<br />

der StartupCity im<br />

süddeutschen Heilbronn.<br />

wohlgelegen.de<br />

><br />

Pilotprojekt in Wien<br />

Das ÖGNI-zertifizierte Neubauprojekt<br />

Kh:Ek:51 in Wien-Liesing verbraucht<br />

dank Wärmeerzeugung durch Luftwärmepumpen<br />

weniger als die Hälfte<br />

der Energie, die eine Gasheizung<br />

beanspruchen würde.<br />

khek51.at<br />

NACH<br />

KEIT<br />

HALTIG<br />

Fotos: PicMyPlace, Brigida Gonzalez<br />

68 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Schwarznuss<br />

Eiche weiß geölt<br />

DER WELLNESSLIEGEN-SPEZIALIST<br />

Siesta Natur<br />

LIEGE- & SITZ-<br />

POSITION<br />

STUFENLOS<br />

EINSTELLBAR<br />

HOLZARTEN<br />

Buche<br />

Zirbe<br />

Eiche<br />

Weißtanne<br />

Made in Austria.<br />

www.hamminger.com


investment / ESG UND GRÜNER LUXUS<br />

Nachhaltige Edelsanierung<br />

75 Eigentumswohnungen mit bis<br />

zu 288 Quadratmetern umfasst<br />

das »Artmann« in einem sanierten<br />

denkmalgeschützten Bau. Der<br />

grüne Luxus und die finanzielle<br />

Sicherheit liegen hier in der Energieversorgung<br />

der Wärmepumpe mit<br />

Wasser aus dem Donaukanal.<br />

dasartmann.at<br />

NACH<br />

KEIT<br />

HALTIG<br />

70 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24<br />

Ausgezeichnetes Stück Stadt<br />

Das von Value One entwickelte gemischt<br />

genutzte Viertel Zwei nahe dem Prater ist<br />

das erste Stadtentwicklungsgebiet mit<br />

der höchsten Auszeichnung nach DGNB,<br />

einem internationalen Siegel für nachhaltige<br />

Immobilien und Stadtquartiere.<br />

value-one.com<br />

><br />

auch der Boom des bisher als ländlich<br />

geltenden Holzbaus, der heute auch an Prime<br />

Locations in der Stadt auftaucht.<br />

HOLZBAU DANK ESG<br />

Verstärkt wird diese Tendenz durch die<br />

bindenden Regeln von EU-Taxonomie und<br />

ESG, die viele Unternehmen schon als<br />

Chance und Innovationsmotor erkannt<br />

haben. Beim Developer UBM – der unter<br />

anderem den Timber Marina Tower in Wien<br />

in Planung hat – hat man seit einigen Jahren<br />

den Schwerpunkt massiv auf Holzkonstruktion<br />

gelegt, auch weil man in der Erfüllung<br />

der ESG-Kriterien langfristig finanzielle<br />

Sicherheit sieht.<br />

Heute wird der Holzbau auch bei Prestigeprojekten<br />

für Forschung und Innovation<br />

verwendet. So etwa in der süddeutschen<br />

130.000-Einwohner-Stadt Heilbronn, die sich<br />

seit einigen Jahren als Zukunftsstandort positioniert,<br />

inklusive Zukunftspark. Für die dort<br />

2<strong>02</strong>4 eröffnete Innovationsfabrik wurde fünfgeschoßiger<br />

Holzhybridbau mit auffälliger<br />

Fachwerkkonstruktion mit einem »Umhang«<br />

aus vorgehängten Glasschuppen kombiniert:<br />

grünes Hightech. <<br />

Fotos: ImmobilienFotos.net, OLN/Value One


POECKAU1.COM<br />

HOLZBAU<br />

NÄHE VILLACH<br />

• BIO-SCHWIMMTEICH UND GARTEN - BEIDES GEWARTET<br />

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T +436764756686<br />

M info@poeckau1.com


investment / KREISLAUFWIRTSCHAFT<br />

VOM WEITER­<br />

LEBEN DER<br />

ZIEGELSTEINE<br />

Ob Türen, Kupfer oder alte Parkettböden: In Zeiten von Klimakrise<br />

und immer strengeren ESG-Kriterien wird Kreislaufwirtschaft<br />

zu einem immer wichtigeren Motto. Doch was heißt das genau?<br />

Was passiert mit den wertvollen Materialien? Und was hat das<br />

alles mit Lkw-Diesel zu tun?<br />

TEXT WOJCIECH CZAJA<br />

ILLUSTRATION BLAGOVESTA BAKARDJIEVA/CAROLINESEIDLER.COM<br />

74 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 75


investment / KREISLAUFWIRTSCHAFT<br />

Es ist wie mit den Holzwürmern. Bloß<br />

sind es diesmal nicht die Larven des<br />

Anobium punctatum, die sich durch<br />

Omas Biedermeierkommode fressen,<br />

sondern Mitarbeiter:innen der Caritas und<br />

der Stadt Wien sowie langjährige AMS-Anwärter:innen,<br />

die sich in mühsamer Handarbeit<br />

durch leer stehende Abbruchobjekte<br />

arbeiten und an Baustoffen und intakten<br />

Produkten retten, was noch zu retten ist,<br />

bevor die Baggerschaufel gierig zuschnappt<br />

und die massive Abrissbirne das erste Mal<br />

gegen die Außenmauern knallt.<br />

»Früher wurden alte Häuser abgerissen,<br />

indem man alles zerkleinert und zerschlagen<br />

und danach abtransportiert hat, um am Mistplatz<br />

noch ein paar wertvollere Stoffe aus dem<br />

Schuttberg herauszuklauben«, erzählt Thomas<br />

Romm, Architekt und Gründer des im Jahr<br />

2017 ins Leben gerufenen Projektkonsortiums<br />

BauKarussell. »Erfreulicherweise gibt es immer<br />

mehr Projekte und Initiativen, wo bereits<br />

im Vorfeld wertvolle Baustoffe gezielt aus dem<br />

Haus gewonnen werden, um erstens Kosten zu<br />

sparen und zweitens die Menge an Bauschutt<br />

und Sondermüll zu minimieren.« Kreislaufwirtschaft<br />

nennt sich das im Fachjargon.<br />

AUSWEIDEN VON GEBÄUDEN<br />

Zu den bekanntesten Abbruchhäusern, die<br />

sich das BauKarussell auf diese Weise vorgeknöpft<br />

hat, zählen das alte Coca-Cola-Werk<br />

an der Triester Straße in Favoriten, das<br />

Ferry-Dusika-Stadion in der Leopoldstadt,<br />

das Rechenzentrum der Stadt Wien in der<br />

Rathausstraße, die ehemalige Reininghaus-<br />

Brauerei in Graz sowie diverse Schulen und<br />

Krankenhäuser. Je nach Zustand des Gebäudes<br />

kommt einiges an materiellem Wert zustande:<br />

Hochwertige Baustoffe wie etwa Aluminium,<br />

Kupferdrähte, Türen, Türzargen, Beschläge,<br />

Parkettböden, Stiegengeländer oder historische<br />

Zementkacheln werden sortenrein getrennt,<br />

gereinigt, repariert, auf Halde gelegt – und im<br />

besten Falle weiterverkauft.<br />

»Die Rückbauaktionen sind logistisch sehr<br />

aufwendig, doch der ökonomische und auch<br />

ökologische Output spricht für sich«, sagt<br />

Romm. »Wir reduzieren das Abbruchvolumen<br />

Das Haus als urbane Mine<br />

Je nach Zustand des Gebäudes<br />

kommt einiges an materiellen<br />

Werten zustande: Die hochwertigsten<br />

Baustoffe werden sortenrein<br />

getrennt, gereinigt, repariert und<br />

im besten Falle weiterverkauft.<br />

baukarussell.at<br />

und damit verringert sich auch die Anzahl an<br />

Lkw-Fuhren, an Verkehrsbelastung, an verbrauchtem<br />

Diesel und letztendlich auch an<br />

CO 2<br />

-Emissionen.« Auf manchen Baustellen,<br />

erzählt der Experte, sei es sogar schon gelungen,<br />

den Beton direkt vor Ort zu zerkleinern<br />

und den Betonbruch für den neuen Straßenunterbau<br />

zu verwenden.<br />

Vor allem aber ist die minutiöse, meist<br />

wochenlange Ausweidung eines alten Hauses<br />

eine Investition in die soziale Nachhaltigkeit,<br />

also in das S der viel zitierten ESG-Kriterien –<br />

denn auf den Baustellen des BauKarussells<br />

kommen in erster Linie Arbeitslose und sogenannte<br />

Transitarbeitskräfte zum Einsatz, also<br />

Menschen, die in AMS-Programmen untergebracht<br />

sind und die mithilfe von Caritas-<br />

Mitarbeiter:innen wieder in den ersten<br />

Arbeitsmarkt integriert werden sollen.<br />

Foto: BauKarussell/Thomas Romm, Illustration: Blagovesta Bakardjieva/carolineseidler.com<br />

76 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Romm: »Wir verstehen unsere Arbeit als<br />

Win-win-win-Situation für den Planeten und<br />

für uns alle.«<br />

40 MILLIONEN TONNEN JÄHRLICH<br />

Dass das keineswegs übertrieben ist, beweist<br />

ein Blick in die österreichische Statistik: In<br />

einem durchschnittlichen Baujahr werden<br />

rund 200 Millionen Tonnen Ressourcen verbaut<br />

– davon 120 Millionen Tonnen mineralische<br />

Baurohstoffe. Fasst man die meist sehr<br />

energieintensive Gewinnung der Rohstoffe, die<br />

Produktion, den Transport und die gesamte<br />

Errichtung eines Gebäudes zusammen, so zählt<br />

die Baubranche zu den größten CO 2<br />

-Produzenten<br />

der Welt. »Hinzu kommen«, so Romm,<br />

»jährlich rund 40 Millionen Tonnen Abbruch<br />

und Aushubmaterial. Das sind enorme<br />

Mengen. Deswegen ist eine der wichtigsten<br />

Aufgaben, die Materialien möglichst lange im<br />

Kreislauf zu halten und die Loops mit Urban<br />

Mining zu schließen.«<br />

Um die Forschung und die Entwicklung auf<br />

diesem Gebiet voranzutreiben, gibt es ein paar<br />

federführende Projekte, Vereine und Verbände.<br />

»Die Rückbauaktionen<br />

sind logistisch sehr<br />

aufwendig, doch der<br />

ökologische Output<br />

spricht für sich. Weniger<br />

CO₂-Emissionen.«<br />

THOMAS ROMM Architekt und Leiter BauKarussell<br />

Zu den bekanntesten Forschungs- und Förderinitiativen<br />

zählen das EU-Projekt BAMB 2<strong>02</strong>0<br />

(Buildings As Material Banks), der Urban-<br />

Mining-Kataster der Ressourcen Management<br />

Agentur (RMA) sowie internationale Pioniere<br />

wie etwa Harvest Map, Bauteilnetz, Rotor,<br />

Concular, Bellastock, baubüro in situ und die<br />

materialnomaden. Manche der mit Re-Useund<br />

Recyclingmaterialien gebauten Bauten<br />

wurden mit Awards und Auszeichnungen<br />

schon regelrecht beworfen.<br />

»Selbst wenn ein Haus am Ende seines<br />

Lebenszyklus angelangt ist, hat es immer noch<br />

einen weitaus höheren Wert, als die meisten<br />

Grundstückseigentümer:innen vermuten<br />

würden«, sagt Hans Daxbeck, Obmann der<br />

Ressourcen Management Agentur (RMA).<br />

»Bedenkt man, welche Rohstoffe darin<br />

gebunden sind, ist selbst die unattraktivste<br />

Bruchbude mitunter noch bis zu 100.000 Euro<br />

wert. Diese Güter gilt es unbedingt zu ><br />

Vom Wandern der Materialien<br />

Was passiert mit alten Baustoffen? Die<br />

Wiener materialnomaden durchsuchen<br />

Abbruchhäuser nach wertvollen Baustoffen<br />

und bieten diese zum Verkauf an.<br />

materialnomaden.at<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 77


investment / KREISLAUFWIRTSCHAFT<br />

><br />

bergen und zu retten.« Daher spricht man<br />

in der Fachwelt auch von Urban Mining.<br />

»Wir haben heute siebenmal mehr Metalle<br />

in Häusern eingelagert als noch vor hundert<br />

Jahren«, so Daxbeck, der in Graz in den letzten<br />

Jahren ein Urban-Mining-Forschungsprojekt<br />

geleitet hat. Die untersuchten Zahlen sind<br />

mehr als verblüffend: Nimmt man etwa verwertetes<br />

Kupfer unter die Lupe, so findet sich<br />

dieses zu 6,4 Prozent in Elektrogeräten, zu<br />

8,7 Prozent in Autos und zu mehr als 84 Prozent<br />

in unseren bestehenden Häusern. Um diese<br />

wertvollen Schätze zu dokumentieren und<br />

zu kartografieren, plädiert Daxbeck für einen<br />

österreichweiten Urban-Mining-Kataster.<br />

DIE RESSOURCENWENDE<br />

Auch innerhalb der Stadt Wien tut sich viel in<br />

Sachen Kreislaufwirtschaft. »Ein zentraler<br />

Punkt unserer Arbeit ist die Ressourcenwende«<br />

sagt Bernadette Luger, Stabsstelle Ressourcenschonung<br />

und Nachhaltigkeit im Bauwesen in<br />

der Wiener Stadtbaudirektion sowie Leiterin<br />

DoTank Circular City Wien 2<strong>02</strong>0–2030. »Und<br />

»Aspekte der<br />

Kreislaufwirtschaft<br />

rücken immer mehr ins<br />

Bewusstsein und werden<br />

sogar in Architekturwettbewerben<br />

berücksichtigt.«<br />

BERNADETTE LUGER<br />

Leiterin DoTank Circular City Wien 2<strong>02</strong>0–2030<br />

Die Grenzen des Kreislaufs<br />

Kann man einen alten Stahlträger<br />

einfach ausbauen und woanders<br />

wieder tragfähig einsetzen? Leider<br />

nein. Noch stößt die Kreislaufwirtschaft<br />

in Europa an rechtliche und<br />

normungstechnische Grenzen.<br />

ich beobachte, wie diese Aspekte immer mehr<br />

ins Bewusstsein rücken und in der EU-Taxonomie,<br />

in neuen Gebäuderichtlinien und sogar<br />

schon in der Ausschreibung von Architekturwettbewerben<br />

berücksichtigt werden.«<br />

Der größte Hemmschuh allerdings ist die<br />

rechtliche Situation. Denn sobald ein Bauteil<br />

aus einem Gebäude demontiert wird, verwandelt<br />

es sich im Moment des Ausbaus rechtlich<br />

betrachtet in Müll – unabhängig von Alter,<br />

Zustand und Gebrauchsfähigkeit. Und damit<br />

ist Kreislaufwirtschaft – noch – keine politische<br />

Agenda, sondern individuelle Liebhaberei.<br />

Dies zu ändern ist eine der zentralen Aufgaben<br />

des DoTanks Circular City Wien. Dann<br />

könnten Thomas Romms menschliche Holzwürmer,<br />

die sich durch die Baustelle fressen<br />

und wertvolle Ressourcen retten, schon bald<br />

Standard werden.<br />

<<br />

Foto: privat, Illustration: Blagovesta Bakardjieva/carolineseidler.com<br />

78 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


PORR<br />

Die PORR errichtet auf den Dächern<br />

von rund 30 Standorten PV-Anlagen.<br />

VIER WEGE ZU<br />

NACHHALTIGEM BAUEN<br />

Die klimafreundliche Baustelle ist in aller Munde. Doch was bedeutet das in der Praxis? Ein<br />

Blick auf die Projekte der PORR zeigt die wichtigsten Hebel für Umwelt und Nachhaltigkeit.<br />

FOTOS: © OBERBRAMBERGER<br />

1. GRÜNSTROM<br />

Wer klimafreundlich baut, braucht ein Energie-<br />

und Emissionsmanagement. Die PORR<br />

setzt konkrete Maßnahmen: Derzeit erfolgt<br />

etwa ein Photovoltaik-Roll-out. Auf den<br />

Dächern von rund 30 Standorten und auf ehemaligen<br />

Deponieflächen errichtet die PORR<br />

Photovoltaikanlagen, die ein knappes Drittel<br />

des österreichweiten Eigenbedarfs abdecken<br />

können. Alle Neubaustandorte werden bereits<br />

mit klimafreundlichen Wärmepumpen, Fernwärme<br />

und PV-Anlagen ausgestattet. Auch das<br />

Energiemonitoring wird im Rahmen eines<br />

Smart-Meter-Projekts ausgebaut.<br />

2. BAUSTOFFRECYCLING<br />

2,8 Millionen Tonnen an Baustoffen hat die<br />

PORR 2<strong>02</strong>3 gruppenweit wiederaufbereitet.<br />

In Österreich gibt sie als größte Recyclerin<br />

der Baubranche an 17 Standorten alten<br />

Baumaterialien ein neues Leben, darunter<br />

Ziegel, Beton und Asphalt. 1,6 Millionen<br />

Tonnen davon nutzt sie selbst – zum Beispiel<br />

als Schüttmaterial für den Straßenbau, zur<br />

Beton- und Asphaltherstellung, aber auch auf<br />

Tennis plätzen. Mit dem Recycling Center<br />

Himberg betreibt die PORR eine der größten<br />

Recyclinganlagen für Baurestmassen in<br />

Österreich.<br />

3. LEAN UND DIGITAL<br />

Die digitale Planung im Rahmen von BIM<br />

und Lean Construction, in die die Beteiligten<br />

von Anfang an eingebunden sind, ermöglicht<br />

es, um bis zu 25 Prozent schneller und zielgerichteter<br />

zu bauen. Plattformen für den<br />

Datenaustausch mit Kund:innen und<br />

Lieferant:innen spielen eine große Rolle. Dieser<br />

digitale Schulterschluss hilft, Leerfahrten<br />

zu reduzieren und Fahrtwege zu optimieren.<br />

4. NACHHALTIGE BAUPROJEKTE<br />

Wichtig ist nicht nur, wie gebaut wird,<br />

sondern auch, was gebaut wird. Die PORR<br />

legt Wert auf Projekte, die ihren Teil zu einer<br />

lebenswerten Umwelt beisteuern, die Treibhausgasemissionen<br />

senken, aus nachwachsenden<br />

Rohstoffen oder Recyclingprodukten<br />

bestehen oder selbst Grünstrom beisteuern.<br />

Dazu gehören Häuser in Holzhybridbau weise<br />

wie etwa das KinderKunstLabor in St. Pölten<br />

und das Wohnhaus B.R.I.O. in Wien, die<br />

Erweiterung des Wiener U-Bahn-Netzes<br />

als größtes Klimaschutzprojekt der Stadt<br />

und die Durchführung von geothermischen<br />

Bohrungen.<br />

INFO<br />

Erfahren Sie mehr:<br />

porr-group.com<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 79


investment / CIRCULAR DESIGN<br />

Upcycling und Co. stehen längst nicht mehr nur<br />

für DIY-Palettenbestuhlung von Pop-up-Cafés!<br />

Zirkuläres Design ist endgültig im Premiumsegment<br />

angekommen: Rohstoffe werden einem neuen Zweck<br />

zugeführt und Redesign hilft ebenso mit. Auf diese<br />

Weise entstehen exklusive Collectibles oder auch<br />

serielle Möbel von Luxushersteller:innen.<br />

Aufbereitet<br />

Der Komfort des Dreisitzers<br />

»SORIANA« von Afra & Tobia<br />

Scarpa wird durch 100 Prozent<br />

recycelte PET-Polsterung erhöht.<br />

cassina.com<br />

Collectible aus Pappe<br />

Vadim Kibardin ist ein echter<br />

Vorreiter und internationaler<br />

Design-Star. Seit über<br />

20 Jahren entwirft er<br />

skulpturales Sammler:innen-<br />

Mobiliar aus Papier und Karton.<br />

kibardinart.com<br />

Aus Strumpf wird Tisch<br />

Swedish Stockings und<br />

Designer Gustaf Westman<br />

fertigen aus Strümpfen<br />

den Beistellstisch<br />

»Cassiopeia Innovation<br />

Table« in limitierter Auflage.<br />

swedishstockings.com<br />

Restyling<br />

Das Designduo Draga & Aurel<br />

bestückt Vintage-Pieces mit<br />

einer für die beiden<br />

emblematischen Epoxidharz-<br />

Oberfläche: So wird Mid-<br />

Century zu Contemporary!<br />

draga-aurel.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

80 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Makellos nachhaltig<br />

Studierende und Lehrende der Cornell University<br />

nutzen schädlingsbefallenes Eschenholz dank<br />

3D-Druck und Robotertechnologie zum Gebäudebau<br />

und retten so den Rohstoff vor der Entsorgung.<br />

cornell.edu<br />

Scherbenhaufen<br />

Die Glaskeramik von<br />

Magna Atelier ist aus<br />

100 Prozent recycelten<br />

Glasscherben hergestellt.<br />

Von Tisch bis Fassadenverkleidung<br />

wird so<br />

auf Glasflaschen gesetzt.<br />

magna-atelier.de<br />

Bergbau reloaded<br />

Schlacke ist ein Abfallprodukt des Bergbaus und der<br />

Metallurgie. Das Designduo ThusThat hat gemeinsam<br />

mit Wissenschaftler:innen der Uni Leuven ein Verfahren<br />

entwickelt, um daraus Lampen herzustellen. Die<br />

Schlackenberge der Industrie werden so kunstvoll<br />

abgebaut. theartling.com<br />

One Minute Furniture<br />

Bei Designer Teun Zwets muss es<br />

schnell gehen. Er arbeitet ortsspezifisch<br />

mit vorhandenem Material und schafft<br />

daraus begehrte Sammelstücke.<br />

adorno.design<br />

Plastic Fantastic<br />

Der Hocker »Copytopia«<br />

besteht aus weggeworfenen<br />

Plastikgartenstühlen.<br />

Designer Pierre<br />

Castignola rehabilitiert<br />

sie durch neues Design.<br />

pierrecastignola.<br />

bigcartel.com<br />

Wilde Melange<br />

Der Spiegel »Sushi« der<br />

Campana Brothers besteht<br />

unter anderem aus Teppich,<br />

Gummi, Messing und Bronze.<br />

carpentersworkshopgallery.com<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 81


investment / ENERGETISCHES MITEINANDER<br />

Stadt der Zukunft, Wien<br />

Gegenüber vom T-Center plant<br />

die S+B Gruppe dieses technisch<br />

innovative Quartier mit Baumhainen,<br />

Fischzucht-Anlage und sogar einer<br />

eigenen Mini-Kläranlage vor Ort.<br />

Die Architektur stammt von<br />

Dietrich Untertrifaller.<br />

sb-gruppe.at, dtflr.com<br />

Fotos: Jakob Vinzenz Zöbl , Shutterstock, beigestellt<br />

82 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


NACH<br />

KEIT<br />

HALTIG<br />

Das fossile Zeitalter ist vorbei. Zu einer nachhaltigen Energieversorgung<br />

gehört auch, dass immer mehr Siedlungen mit<br />

autarken, grundstücksübergreifenden Systemen – sogenannten<br />

Anergienetzen – ausgestattet werden. Eine Reise durch das<br />

grüne Österreich. TEXT WOJCIECH CZAJA<br />

uf dem Areal zwischen Rennweg<br />

und Leberstraße wohnten viele<br />

Jahre lang Opels, Porsches und<br />

Volkswagen, in sehnsüchtiger<br />

Erwartung von Käuferinnen und Käufern.<br />

Dies ist nun Geschichte. In prominenter Lage<br />

und guter Verkehrsanbindung mit Bim und<br />

S‐Bahn, aber auch im akustischen Schlagschatten<br />

der vorbeidonnernden Südosttangente,<br />

plant die S+B Gruppe nun eine Stadt<br />

der Zukunft – mit Baumhainen, Pocket-Spielplätzen,<br />

einer vertikalen Farm, einer Fischzucht-Anlage,<br />

einer Aufbereitungsanlage für<br />

Regen- und Grauwasser, einer Kompoststation<br />

zur Herstellung von Terra Preta und sogar<br />

einer eigenen Mini-Kläranlage vor Ort.<br />

»Es geht um ein ganz neues Nachdenken<br />

darüber, was Stadt ist und was sie eines Tages<br />

mal sein kann«, sagt Maria Megina, Projektleiterin<br />

und Partnerin im zuständigen Architekturbüro<br />

Dietrich Untertrifaller. »Mehr<br />

noch als heute werden sich die einzelnen<br />

Bauwerke und Gebäudegruppen in einer<br />

Stadt künftig selbst versorgen müssen, denn<br />

nur so wird es uns gelingen, den ökologischen<br />

Fußabdruck massiv zu reduzieren.«<br />

Angedacht ist, das Projekt mit einer dezentralen<br />

PV-Anlage, die sich über sämtliche<br />

Dach- und Fassadenflächen erstreckt, sowie<br />

mit einem lokalen Anergienetz auszustatten.<br />

Wolfdieter Jarisch, Vorstand der S+B<br />

Gruppe, geht noch einen Schritt weiter: »Wir<br />

müssen unseren heutigen Umgang mit Energie<br />

und Ressourcen komplett neu denken.<br />

Dazu gehört auch, dass wir mit unserer PV-<br />

Anlage Wasserstoff herstellen könnten, den<br />

wir wiederum zum Heizen der Gebäude ><br />

Mirror, Graz-Reininghaus<br />

Der 68 Meter hohe Mirror-Tower<br />

des Österreichischen Siedlungswerks<br />

(ÖSW) wird mit Abwärme aus einem<br />

600 Meter entfernten Stahlwerk<br />

beheizt. Das Projekt wurde zum<br />

Wohnbau des Jahres 2<strong>02</strong>2 gekürt.<br />

reininghausgruende.at, oesw.at<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 83


investment / ENERGETISCHES MITEINANDER<br />

><br />

verwenden könnten. Utopie? Nein, keineswegs!<br />

Das sind interessante Energie-Alternativen,<br />

über die es sich lohnt, im Detail<br />

nachzudenken.« Sein Plan ist, das 220 Meter<br />

lange Grundstück zwischen T-Center und<br />

Camillo-Sitte-Bautechnikum mit einer dreidimensionalen,<br />

bis zu 15-stöckigen Matrix<br />

mit Wohnen, Kultur und Gewerbe zu bebauen.<br />

Frühester Baubeginn für die 140.000<br />

Quadratmeter große Stadt ist in vier bis fünf<br />

Jahren.<br />

Einen Schritt näher an der gebauten Realität<br />

sind die Anergienetze in Graz-Reininghaus,<br />

Salzburg-Gneis sowie im Village im<br />

Dritten in Wien. Beim 68 Meter hohen<br />

Mirror-Wohnturm, dem zweithöchsten<br />

Hochhaus in der Steiermark, errichtet nach<br />

Plänen von Pentaplan Architects, angepinselt<br />

in einer Mischung aus Aubergine und<br />

Ovomaltine, wurde ein Niedertemperatur-<br />

Nahwärmenetz mit der Abwärme der<br />

nahegelegenen Marienhütte installiert.<br />

WIN-WIN IM NAHWÄRMENETZ<br />

»Die Marienhütte ist der einzige Hersteller<br />

von Bewehrungsstahl in Österreich und damit<br />

ein wichtiger Player in der heimischen<br />

Bauwirtschaft«, heißt es auf Anfrage beim<br />

Österreichischen Siedlungswerk (ÖSW).<br />

»Erfreulicherweise ist die Marienhütte, die<br />

freilich große Mengen von Abwärme produziert,<br />

nur 600 Meter Luftlinie von unserem<br />

Vis-à-Wien, Village im Dritten<br />

Auf dem Baufeld 11B errichtet der<br />

Bauträger Schwarzatal ein Wohnhaus<br />

mit 111 Wohnungen, davon 46 Wohn -<br />

einheiten für die Baugruppe Vis-à-Wien.<br />

Geheizt wird mit einem Nahwärmenetz<br />

aus geothermischer Energie.<br />

schwarzatal.at, vis-a-wien.at,<br />

einszueins.at<br />

Grundstück entfernt. Mit dem lokalen<br />

Nahwärmenetz ergibt sich damit eine Winwin-Situation<br />

für alle Beteiligten.« In Zahlen:<br />

Die Nahwärme ist imstande, 100 Prozent des<br />

Wärmebedarfs im Mirror abzudecken. Die<br />

Warmwasseraufbereitung erfolgt zentral mittels<br />

Speicherladesystem.<br />

><br />

Fotos: Patricia Bagiensk, expressiv, Shutterstock<br />

84 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Stadtregal, Village im Dritten<br />

Auf dem Baufeld 10 entstehen 122 Wohnungen mit<br />

durch und durch grüner Haustechnik: Geheizt wird mit<br />

Geothermie, zudem werden in den Toiletten Urin und<br />

Feststoffe voneinander getrennt und zu Düngemittel<br />

aufbereitet. Eine Premiere im geförderten Wohnbau.<br />

arwag.at, gernergernerplus.com, heriundsalli.com<br />

NACH<br />

KEIT<br />

HALTIG<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 85


investment / ENERGETISCHES MITEINANDER<br />

Gnice, Salzburg<br />

Nach einem Masterplan von Froetscher Lichtenwagner<br />

und Strobl Architekten entsteht in Salzburg-Gneis diese<br />

grüne Musterstadt mit insgesamt 258 Wohnungen. Doch<br />

die wahren Werte liegen hier unterirdisch.<br />

froetscherlichtenwagner.at, stroblarchitekten.at,<br />

harderspreyermann.ch<br />

><br />

In Wien wiederum entsteht auf den<br />

Gründen des ehemaligen Aspangbahnhofs<br />

ein energetisch innovatives Öko-Quartier<br />

unter dem Titel Village im Dritten. Unter<br />

dem gesamten Areal befindet sich ein<br />

Nahwärme-Anergienetz mit einigen Hunderten<br />

geothermischen Tiefenbohrungen. Auf<br />

diese Weise können die rund 1.900 Wohnungen<br />

– zu 100 Prozent regenerativ und ohne<br />

jeden Einsatz von fossilen Brennstoffen – im<br />

Winter mit Wärme und im Sommer mit einer<br />

Stützkühlung versorgt werden. Entwickelt<br />

wird das Wohndorf für insgesamt 4.000<br />

Einwohner:innen von der Austria Real Estate<br />

(ARE), die hier freifinanzierte Eigentumswohnungen<br />

errichtet. Ergänzt wird das An-<br />

Moderne, Moderne, leistbare leistbare Reihenhäuser Reihenhäuser & Bungalows & Bungalows<br />

in Rehgraben in Rehgraben und Kukmirn und Kukmirn warten warten auf Sie auf Sie<br />

Gnice, Salzburg<br />

Der gemeinnützige Bauträger Heimat<br />

Österreich entschied sich, auf Fernwärme und<br />

fossile Brennstoffe gänzlich zu verzichten.<br />

Stattdessen befindet sich unter dem Quartier<br />

eine 10.000 Quadratmeter große Fundamentplatte<br />

mit geothermischer Aktivierung.<br />

heimat-oesterreich.at<br />

Fotos: Shutterstock, beigestellt<br />

86 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


gebot von einer Vielzahl von geförderten<br />

Mietwohnungen diverser gemeinnütziger<br />

Bauträger.<br />

Eines der technischen Highlights im Village<br />

im Dritten ist ohne jeden Zweifel das sogenannte<br />

Stadtregal am Baufeld 10, errichtet<br />

von der Arwag, geplant von Gerner Gerner<br />

Plus und heri & salli architekten. Innovativ<br />

sind hier nicht nur die geothermische Energieversorgung<br />

und das sozial durchmischte<br />

Nutzungskonzept mit anmietbaren Joker-<br />

Räumen und Minibüros, sondern auch die<br />

Toiletten: Im Rahmen eines geförderten Forschungsprojekts<br />

nämlich sollen Urin und<br />

Feststoffe voneinander getrennt werden. Die<br />

so gewonnenen, mineralisch wertvollen Abwässer<br />

sollen in Folge aufbereitet und zu<br />

Trockendüngemittel für die Landwirtschaft<br />

weiterverarbeitet werden.<br />

UMGEKEHRTE FUSSBODENHEIZUNG<br />

»Wir sind uns dessen bewusst, dass wir hier<br />

Neuland betreten und im Rahmen des<br />

Wohnbaus ein großes Tabu brechen«, sagt<br />

Antonia Roither-Voigt, Geschäftsführerin<br />

von Arwag Bauträger. »Aber als großer und<br />

wichtiger Player in der Baubranche erachten<br />

wir es als unsere Aufgabe, in die Bresche zu<br />

springen und Pionierarbeit zu leisten. Letztendlich<br />

müssen wir lernen, mit Ressourcen<br />

wie Boden, Energie und Trinkwasser sparsam<br />

und verantwortungsvoll umzugehen. Die<br />

Zukunft, davon bin ich überzeugt, sind energieautarke<br />

Quartiere mit wenig Bedarf und<br />

einem Minimum an Abfällen und Emissionen.«<br />

Geplante Fertigstellung: Sommer 2<strong>02</strong>5.<br />

Noch etwas länger gedulden müssen sich<br />

die Mieter und Käuferinnen im Wohnprojekt<br />

Gnice, benannt nach dem Salzburger Stadtteil<br />

Gneis. Doch die Wartezeit macht sich bezahlt:<br />

Unter den insgesamt 258 Wohnungen,<br />

verteilt auf 16 Einzelobjekte, befindet sich<br />

eine 10.000 Quadratmeter große, zusammenhängende<br />

Fundamentplatte, unter dieser<br />

wiederum wurden sage und schreibe 70 Kilometer<br />

Kunststoffschläuche ins Schotterbett<br />

hineingelegt.<br />

NACH<br />

KEIT<br />

»Im Grunde genommen funktioniert das<br />

System wie eine umgekehrte Fußbodenheizung«,<br />

erklärt Stephan Gröger, Geschäftsführer<br />

des gemeinnützigen Bauträgers Heimat<br />

Österreich. »Nur geben wir hier keine Wärme<br />

an den Fußboden ab, sondern entziehen sie<br />

dem Erdreich, um sie anschließend in die<br />

einzelnen Wohnungen weiterzuleiten.« Mithilfe<br />

einer Wärmepumpe wird die gewonnene<br />

geothermische Energie um den Faktor 4<br />

nach oben skaliert, ein Wassertank mit<br />

123.000 Litern Fassungsvermögen dient dabei<br />

als Pufferspeicher. Es ist das erste Mal in<br />

der Geschichte des österreichischen Wohnbaus,<br />

dass eine so große, gebäudeübergreifende<br />

Geothermie-Anlage realisiert wird.<br />

Die Zukunft kann kommen. <<br />

HALTIG<br />

wohnen &<br />

wohlfühlen<br />

im Südburgenland<br />

Kukmirn<br />

Bungalow in Massivbauweise 108 m 2<br />

Terrasse<br />

Eigengarten<br />

Luft-Wasser-Wärmepumpe<br />

Photovoltaikanlage<br />

Carport<br />

Rehgraben<br />

Reihenhaus in Massivbauweise 136 m 2<br />

osg.at<br />

Oberwarter gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft 03352/404 - 51


investment / INTERVIEW<br />

»GROSSE EMOTIONEN<br />

SIND FÜR MICH EIN ZEICHEN<br />

GROSSER UNSICHERHEIT«<br />

Der Immobilienmarkt ist gleichermaßen von Euphorie und Krisenstimmung geprägt.<br />

Für Eugen Otto, Geschäftsführer von Otto Immobilien, seines Zeichens ein Meister der<br />

Sachlichkeit, könnte sich die Situation ab 2<strong>02</strong>6 wieder beruhigen. Ein Gespräch über<br />

offene Kamine, Mini-Garçonnièren und die große Flucht aus Europa. INTERVIEW WOJCIECH CZAJA<br />

RESIDENCES Wenn man sich in der<br />

österreichischen Immobilienbranche umhört,<br />

so sprechen die einen von Krisenstimmung und<br />

Marktumwälzung, die anderen bereits von<br />

Erholung und Neubeginn. Wo dürfen wir denn<br />

Eugen Otto verorten?<br />

EUGEN OTTO Wenn einerseits von Krise,<br />

Katerstimmung, Katastrophe, andererseits aber<br />

auch von Euphorie, glänzendem Betongold<br />

und der Immobilie als eierlegender Wollmilchsau<br />

die Rede ist, dann misstraue ich dem, dann<br />

rate ich zu Achtsamkeit. Ich verstehe beide<br />

Extreme, die ja von einer auffälligen Emotionalität<br />

geprägt sind, als Zeichen großer Unsicherheit.<br />

Verständlich! Nach mehr als 20 Jahren<br />

kontinuierlicher Stabilität in der Immobilienbranche<br />

gibt es nun einige Faktoren, die für<br />

Unruhe sorgen.<br />

Wie gehen Sie mit dieser Unruhe um?<br />

Mit Sachlichkeit. Ich bin vorsichtig optimistisch.<br />

Ich selbst würde ich mich – um Ihre Frage<br />

zu beantworten – in einer goldenen Mitte<br />

dazwischen verorten.<br />

Was genau hat sich denn im Krisenjahr 2<strong>02</strong>4<br />

verändert?<br />

Die Zinsen haben sich in zwei Jahren verdreifacht<br />

und vervierfacht, was aber zu den Zinsen,<br />

die wir in den 1970er- und 1980er-Jahren<br />

hatten, irgendwo zwischen zehn und zwölf<br />

Prozent damals, immer noch ein Klacks ist.<br />

Auch daher stagnieren die privaten und institutionellen<br />

Käufe und Verkäufe. Bei den privaten<br />

kommt hinzu, dass aufgrund der KIM-Verordnung<br />

und genereller Unsicherheit weniger<br />

Kredite abgeschlossen werden können. Bei den<br />

Händler:innen wiederum kommt hinzu, dass sie<br />

in den zurückliegenden Euphoriejahren oft so<br />

viel eingekauft haben, dass sie nun fast kein<br />

Eigenkapital mehr haben. Sie haben überinvestiert<br />

und sind nun überverschuldet. Insgesamt<br />

gibt es auffällig weniger Transaktionen.<br />

Wer zählt zu den Gewinner:innen dieser<br />

Entschleunigung?<br />

All jene, die ihre Immobilienverantwortung<br />

immer schon ernst genommen haben und langfristig,<br />

nachhaltig und konservativ agiert haben.<br />

Und zu den Verlierer:innen?<br />

All jene, die darauf aus waren, schnelles Geld zu<br />

machen und hoch zu pokern. Es gibt ein paar<br />

prominente Beispiele am Markt, die das gut<br />

veranschaulichen. Zu den Verlierer:innen zählen<br />

leider aber auch Immobilienfonds, und zwar aus<br />

einem ganz einfachen Grund: Die Stimmungsund<br />

Wertveränderung hat viele Kleinanleger:innen<br />

verunsichert, und nun haben diese<br />

angefangen, ihre Anteile zurückzulösen. Auf<br />

diese Weise entsteht ein Schneeballeffekt, der<br />

Institutionelle noch stärker unter Druck setzt.<br />

Bei vielen Neubau-Portfolios hat man das Gefühl,<br />

dass im mittelpreisigen Segment nur noch<br />

kompakte Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen<br />

gebaut werden. Ist das wirklich so?<br />

Ja, dieser Eindruck ist grundsätzlich richtig.<br />

Produziert wurden vor allem Zwei- und Drei-<br />

Zimmer-Wohnungen. Das bedingt auch, dass<br />

es viel zu wenige Vier- und Fünf-Zimmer-<br />

Wohnungen gibt – und das, obwohl viele, vor<br />

allem kinderreiche, Familien großen Bedarf<br />

danach haben.<br />

Was ist mit der klassischen Ein-Zimmer-<br />

Garçonnière?<br />

Die klassische Garçonnière ist fast zur Gänze<br />

vom Markt verschwunden. Aber das wird sich<br />

bald wieder ändern. Wir wissen aus Märkten<br />

wie Berlin, Paris oder London, dass der zunehmende<br />

Wohnungsdruck und die steigenden<br />

Wohnkosten, aber auch der sich grundsätzlich<br />

verändernde Lebensstil der Generation Z dazu<br />

führen, dass sich viele junge Leute für Micro-<br />

Living entscheiden.<br />

Das heißt?<br />

Superkleine, superkompakte Wohnungen,<br />

20 bis 30 Quadratmeter, oft nur mit einer ><br />

Foto: Alexander Chitsazan<br />

88 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Herr der Sachlichkeit<br />

»Viele Spatenstiche wurden<br />

verschoben. Unsere Prognosen<br />

gehen von einem weiteren Rückgang<br />

bis 2<strong>02</strong>6 aus«, so Eugen Otto.<br />

otto.at<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 89


investment / INTERVIEW<br />

><br />

kleinen Teeküche ausgestattet. Dafür aber<br />

tolle Allgemeinbereiche wie etwa Lobby, Wohnsalon,<br />

Co-Working-Space, Gemeinschaftsküche,<br />

Dachterrasse, Fitnessraum und so weiter.<br />

Dem »Wiener Wohnmarktbericht« von Otto<br />

und Knight Frank ist zu entnehmen, dass mit<br />

9.800 frei finanzierten Wohnungen heuer sechs<br />

Prozent weniger Volumen errichtet wurde als<br />

noch 2<strong>02</strong>3. Damit haben wir 2<strong>02</strong>4 nach vielen<br />

Jahren einen Tiefstand erreicht.<br />

Ja. Viele Spatenstiche wurden verschoben, manche<br />

Projekte befinden sich überhaupt on hold.<br />

Wird sich die Situation in den kommenden<br />

Jahren erholen?<br />

Nein, nicht unmittelbar. Unsere Prognosen<br />

gehen von einem weiteren Rückgang bis 2<strong>02</strong>6<br />

aus. Aus den Zahlen der Baubewilligungen<br />

und aufgrund der durchschnittlichen Bauzeit<br />

von 18 Monaten lässt sich das ziemlich genau<br />

ableiten.<br />

Daraus könnte man schließen, dass wir in den<br />

kommenden Jahren einen Engpass haben werden.<br />

Könnte man! Aber so simpel ist das nicht. In<br />

den letzten zehn Jahren wurde in der Immobilieneuphorie<br />

so viel produziert, dass wir in<br />

Wien nun einen deutlichen Überbestand haben.<br />

Viele Wohnungen sind unbewohnt, und wir<br />

beobachten bei den Angeboten von Eigentumswohnungen<br />

einen Zuwachs von 50 Prozent.<br />

Das ist enorm!<br />

Welche Konsequenzen wird das haben?<br />

Einige Verkäufer:innen werden ihre Preisvorstellungen<br />

nach der Euphorie nun etwas nach<br />

unten korrigieren müssen. Ankäufe werden<br />

sich auf die nächsten Jahre recht gleichmäßig<br />

verteilen. Gleichzeitig wird die Nachfrage nach<br />

Miete kontinuierlich steigen.<br />

Und dann?<br />

Und dann wird die Bauleistung der Wohnbauträger:innen<br />

hoffentlich wieder an Fahrt aufgenommen<br />

haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir<br />

nach 2<strong>02</strong>6 wieder eine einigermaßen stabile<br />

Bau- und Entwicklungssituation haben werden.<br />

Kommen wir nun zum Luxusmarkt. Einer der<br />

Schwerpunkte von Otto Immobilien liegt genau<br />

auf diesem Premiumsegment. Welche Beobachtungen<br />

machen Sie hier? Wie hat sich der Markt<br />

in den letzten Monaten entwickelt und verändert?<br />

Ganz allgemein kann man sagen, dass die<br />

wirklich großen, erstklassigen Wiener Luxusimmobilien<br />

in absoluten Toplagen in den letzten<br />

fünf bis zehn Jahren auf den Markt gekommen<br />

sind. Seitdem ist der Luxusmarkt etwas kleinteiliger<br />

und eher auch etwas breiter gestreut, was<br />

die Lage betrifft.<br />

Von welchen Preisen sprechen wir?<br />

Im ersten Bezirk liegt die Untergrenze für eine<br />

hochwertige Luxusimmobilie bei 20.000 Euro<br />

pro Quadratmeter, oft steht aber auch ein Dreier<br />

am Anfang, wenn man Wert auf umfassenden<br />

Luxus legt. In den Innenbezirken kann man mit<br />

15.000 bis 20.000 Euro pro Quadratmeter<br />

rechnen. Doch weit mehr Sorgen als die Luxusimmobilie<br />

an sich beschert mir das Verhalten<br />

der Luxusimmobilien-Käufer:innen.<br />

Warum denn das?<br />

Der österreichische Markt – und hier vor allem<br />

Wien – gilt international seit langer Zeit als<br />

sicheres Investment. Doch das hat sich nun<br />

verändert. Wir sind ja in einem intensiven Austausch<br />

mit unserem britischen Partner Knight<br />

Frank, und aus Anfragen, Interviews und<br />

Gesprächen mit Kaufinteressent:innen wissen<br />

wir, dass diese Attraktivität in Wien auf einem<br />

harten Prüfstand steht. Stichwort: Energieabhängigkeit,<br />

geografische Nähe zu Russland<br />

und zur Ukraine und nicht zuletzt die neue<br />

politische Situation in Österreich. Daher denken<br />

viele vermögende Menschen bereits darüber<br />

nach, Österreich zu verlassen und stattdessen<br />

woanders Fuß zu fassen.<br />

Wo denn?<br />

Innerhalb Europas vor allem in der Schweiz.<br />

Darüber hinaus in Kanada, USA, Australien,<br />

Neuseeland sowie in Südamerika. Nicht zuletzt<br />

zieht es viele Leute auch nach Dubai.<br />

Mommsengasse 30, Wien<br />

Der österreichische Markt – und hier<br />

vor allem Wien – gilt international seit<br />

langer Zeit als sicheres Investment.<br />

Zum Beispiel auch bei diesem<br />

Luxusobjekt auf der Wieden.<br />

Das ist ein großes Alarmsignal.<br />

Ja, und zwar in jeder Hinsicht.<br />

Zusätzlich zur ohnehin schon schwierigen<br />

Zinslage und zur Inflation steigen auch die<br />

Anforderungen ans Bauen, ob das nun<br />

EU-Taxonomie, ESG-Kriterien, die Corporate<br />

Sustainability Reporting Directive oder etwa<br />

das neue Lieferkettengesetz sind. Was sind die<br />

konkreten Auswirkungen dieser Verschärfungen<br />

auf den Immobilienmarkt?<br />

Dass alles immer teurer, immer komplizierter<br />

und immer langwieriger wird. Unter den<br />

heutigen Rahmenbedingungen kann sich das<br />

nicht ausgehen. Ich bin ein großer Optimist,<br />

daher hoffe ich, dass sich für all diese Themen<br />

und Herausforderungen, die Sie nun angesprochen<br />

haben, bald regulatorische und<br />

wirtschaftliche Lösungen finden werden. Das<br />

ist ein ganz konkreter Auftrag an die Politik<br />

und die Gesetzgeber:innen.<br />

Zu Beginn unseres Gesprächs meinten Sie, die<br />

aktuelle Situation sei in der Branche von viel<br />

Emotion und wenig Sachlichkeit getragen.<br />

Wann werden wir wieder zur Sachlichkeit<br />

zurückfinden?<br />

In ein paar Jahren. Eine Talsohle haben wir<br />

bereits erreicht, ich nehme langsame Erholung<br />

und Zuversicht aller Marktteilnehmer:innen<br />

wahr. Genauer kann ich das nicht prognostizieren.<br />

Dazu tun sich in Österreich und<br />

weltweit zu viele unvorhersehbare Dinge.<br />

Wir werden sehen. <<br />

Foto: Christian Steinbrenner<br />

90 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Design trifft<br />

Innovation.<br />

Der Terra Bad & Design Schauraum an der Kranebitter Allee in Innsbruck ist<br />

seit Mai mit einer sorgsam kuratierten Auswahl hochwertiger Produkte offiziell<br />

geöffnet und freut sich auf Besucherinnen und Besucher.<br />

Wer seine Träume verwirklichen möchte, der braucht ein wohl dosiertes Maß<br />

an Inspiration und einen verlässlichen Partner an seiner Seite. Bei uns wird<br />

Funktion und Stil vereint. Schauen Sie vorbei und lassen Sie sich inspirieren!<br />

Wir freuen uns auf Sie!<br />

+43 664 23 42 586<br />

office@terrabaddesign.at<br />

www.terrabaddesign.at<br />

Terra Bad Design GmbH | Kranebitter Allee 88 | 6<strong>02</strong>0 Innsbruck


investment / BELGRAD – SERBIEN<br />

z<br />

AUF DEM WEG<br />

ZUR METROPOLE<br />

Serbiens Hauptstadt Belgrad erfindet sich gerade neu.<br />

Das Sanierungspotenzial ist gewaltig, parallel werden neue<br />

Stadtteile entwickelt. Die Expo 2<strong>02</strong>7 motiviert die Stadtplanung<br />

und Architektur zu neuen Wohnvierteln. TEXT GISELA GARY<br />

Foto: frantic/Alamy Stock Photo<br />

92 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Belgrad Tower<br />

Geplant vom Architekturbüro<br />

SOM, ist der Wohnturm mit<br />

42 Stockwerken eines der<br />

ersten fertigen Projekte der<br />

Belgrade Waterfront.<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 93


investment / BELGRAD – SERBIEN<br />

Belgrad ist eine brodelnde Stadt. Nahezu<br />

romantisch wirken die altmodischen<br />

Straßenbahnen, die sich ihren<br />

Weg durch die vom Verkehr verstopfte<br />

Stadt suchen. Doch es wird nicht gehupt, es<br />

gibt kein Geschimpfe – Fußgänger:innen<br />

müssen dennoch vorsichtig sein, denn Auto<br />

gefahren wird hier sehr offensiv. Dazwischen<br />

fädeln sich einzelne Radfahrer:innen durch.<br />

Noch ist das Radnetz nicht ausgebaut, aber<br />

auch das soll kommen. Die serbische Hauptstadt<br />

ist eine der ältesten Städte Europas.<br />

Aktuell leben 1,6 Millionen Einwohner:innen<br />

in Belgrad. Die Transformation läuft, der Umschwung<br />

in Richtung Modernisierung ist<br />

spürbar. Die Belgrader Stadtregierung arbeitet<br />

auf Hochtouren, denn 2<strong>02</strong>7 ist Belgrad Expo-<br />

Stadt – bis dahin soll es drei U-Bahn-Linien<br />

geben, viele neue Wohnungen wie auch Sanierungen<br />

sollen realisiert werden. Das Expo-<br />

Areal soll anschließend für neue Wohnbauten<br />

genützt werden. Zudem werden ebenso alte<br />

Fabrikbrachen entwickelt, rund 36 Hektar<br />

sollen bebaut werden; Investor:innen werden<br />

gesucht. Rund 5.000 Wohnungen für 13.500<br />

Bewohner:innen sind geplant. Die Wohnbauten<br />

werden laut Stadtplanung maximal 64<br />

Meter hoch sein, Bürobauten 120 Meter. Das<br />

ist noch Zukunftsmusik, in der Stadtplanung<br />

von Belgrad klingen die Pläne aber schon sehr<br />

real. Marija Lalosevic von der Stadtplanung<br />

will in den Stadterweiterungsgebieten wie<br />

z. B. in Dorćol oder auch im elitären Stadtteil<br />

Dedinje staatliche Wohnungen und Reihenhäuser<br />

in Miete und Eigentum bauen.<br />

FAST NUR EIGENTUMSWOHNUNGEN<br />

Nach der großen Privatisierungswelle in den<br />

1990er-Jahren investierte die Stadt kaum noch<br />

in den öffentlichen Wohnbau. 95 Prozent der<br />

Wohnungen sind im Eigentum. Zugegeben,<br />

das Sanierungspotenzial in der Altstadt ist<br />

exorbitant, aber dennoch, das Flair der Stadt<br />

Waterfront<br />

Der neueste Stadtteil Belgrads,<br />

direkt an der Save – mit rund 9.000<br />

Wohnungen, Flaniermeile und<br />

umfassender Infrastruktur von<br />

Schulen bis zu Büros.<br />

ist spürbar: Künstler:innen, Kulturschaffende<br />

und Bewohner:innen in sozial benachteiligten<br />

und in wohlhabenden Verhältnissen leben<br />

hier neben- und miteinander. Das Besondere:<br />

Die Architekturstile reichen von Jugendstil bis<br />

zu Bauten, die an Le Corbusier erinnern, bis<br />

zu brutalistischen Entwürfen, die unter Denkmalschutz<br />

stehen – wie der Genex-Tower, ein<br />

Wohn- und Bürohochhaus mit 115 Metern,<br />

eines der geheimen Wahrzeichen Belgrads, das<br />

auch das »Westtor von Belgrad« genannt wird,<br />

geplant vom serbischen Architekten Mihajlo<br />

Mitrović. Die Nähe zum Wasser wird nun<br />

auch mehr genützt, die »Betonhallen«, ehemalige<br />

Lagerhallen, wurden für Gastronomie und<br />

kleine Geschäfte adaptiert und dort, direkt an<br />

der Save, zeigt sich die positive Aufbruchstimmung<br />

der Stadt.<br />

Fotos: MIRJANA DJURDJEVIC0, BW, beigestellt<br />

94 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Bei einem Spaziergang durch die Stadt, auf<br />

Einladung des Vereins für Wohnbauförderung,<br />

VWBF, zeigt Violeta Vujovic-Salhofer,<br />

Architektin und in Belgrad aufgewachsen,<br />

das alte wie auch das neue Belgrad. »Es wird<br />

eifrig gebaut, es sind jedoch vor allem ausländische<br />

Investoren, die hier neue Wohnbauten<br />

errichten, interessant für Anleger – weniger<br />

für die nicht so wohlhabende Bevölkerung«,<br />

so Vujovic-Salhofer. Michael Gehbauer, Obmann<br />

des VWBF, berichtet von seiner letzten<br />

Reise vor zehn Jahren nach Belgrad und vergleicht<br />

die Situation mit heute: »Die damalige<br />

sozialdemokratische Regierung wollte rund<br />

1.000 Wohnungen pro Jahr bauen, doch nun<br />

geht es ausschließlich in Richtung Eigentum.«<br />

Die Nachfrage nach Anlagewohnungen ist<br />

enorm – so gibt es an Zemun, der ehemaligen<br />

k. u. k. Stadt an der Donau, heute ein Stadtteil<br />

Belgrads, großes Interesse. Noch sind die<br />

Preise moderat, aber in den neuen Stadtentwicklungsgebieten<br />

liegen die Preise pro Quadratmeter<br />

bereits bei 3.000 Euro. Gekauft<br />

wird von Belgrader:innen ebenso wie von<br />

Russ:innen, Ukrainer:innen und Emiratis.<br />

Neu-Belgrad, so heißt der Stadtteil nahe der<br />

Save. Direkt am Fluss entsteht nun auch mit<br />

der Waterfront, unter der Bauherrschaft von<br />

Eagle Hills, ein völlig neues Stadtviertel, das<br />

in 14 Gebäuden rund 9.000 Wohnungen bietet.<br />

Dazu werden Schulen, Kindergärten,<br />

Geschäfte, Büros, Hotels, großzügige Parkanlagen<br />

und eine entlang der Save verlaufende<br />

Flaniermeile mit Restaurants und Bars<br />

errichtet. Obwohl im Hintergrund noch Baukrane<br />

arbeiten, sind die öffentlichen Bereiche<br />

bereits sehr lebendig: Spaziergänger:innen,<br />

Infinity<br />

Der Inbegriff von Nachhaltigkeit – ein<br />

Wohnbau, der mit seiner markanten,<br />

vorgehängten Glasfassade für Ruhe<br />

und hohe Wohnqualität sorgt.<br />

West 65<br />

Der Wohnhochturm mit 155 Metern war<br />

bis zum Belgrad Tower der höchste Turm<br />

der Stadt und zugleich das Landmark<br />

des neuen Wohnquartiers mit<br />

Shoppingmall von West 65.<br />

Radfahrer:innen und verschiedene neue<br />

Lokale geben allesamt ein buntes Treiben<br />

direkt am Fluss.<br />

Belgrads Waterfront gilt als ein monumentales<br />

Projekt der Stadterneuerung. Die<br />

neue Save-Brücke schafft eine Verbindung<br />

zwischen Alt- und Neu-Belgrad, womit auch<br />

die Durchmischung der Bevölkerung forciert<br />

wird. Der Belgrad Tower des Architekturbüros<br />

SOM, ein Wohnturm mit 42 Stockwerken,<br />

ist von Weitem sichtbar, ist das neue<br />

Prestigeprojekt der serbischen Hauptstadt.<br />

Die Stadt der Superlative ist erneut auf dem<br />

Weg zur Metropole. ><br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 95


investment / BELGRAD – SERBIEN<br />

»DIE STADTPLANUNG UND DER WOHNBAU<br />

MÜSSEN WIEDER DEN RAHMEN BEKOMMEN,<br />

DER ZUM ORT PASST«<br />

RESIDENCES sprach mit der Architektin Violeta<br />

Vujovic-Salhofer über die Wohnsituation in Belgrad<br />

und die Gratwanderung zwischen Architektur und<br />

Investoreninteressen. INTERVIEW GISELA GARY<br />

RESIDENCES Offenheit und Fortschritt<br />

drücken sich in mutigen architektonischen<br />

Konzepten aus – welche Symbolkraft<br />

besitzen die neuen Gebäude?<br />

VIOLETA VUJOVIC-SALHOFER Diese<br />

Antwort suchen auch die Belgrader. Wir<br />

leben in einer Zeit, in der sich die Architektur<br />

und der Städtebau sehr stark den<br />

Ideen der Investoren angepasst haben,<br />

und das ist besonders im Belgrader<br />

Waterfront-Projekt zu beobachten. Der<br />

Dialog mit dem architektonischen Umfeld<br />

ist bei diesem Projekt verstummt, deswegen<br />

ist dessen Symbolkraft für die Belgrader<br />

eher eine negative. Verstärkt wird das<br />

noch mit den extrem hohen Preisen der<br />

Wohnungen, es entstehen elitäre Wohngettos<br />

in Bereichen der Stadt, die zentral<br />

sind und am Fluss liegen. Ein starkes<br />

Symbol für die Belgrader sind die Flussufer,<br />

die Stadt sollte hier jedem gehören,<br />

öffentliche Bauten und erschlossene Erdgeschosszonen<br />

mit angepasstem Wohnbau<br />

könnten so ein neues Stadtsymbol<br />

werden. Die geplante Museen- und Kulturmeile<br />

an der Donau in Neu-Belgrad<br />

sowie kleinere Wohnbauprojekte im neuen<br />

Dorćol könnten das gut vorzeigen.<br />

Violeta Vujovic-Salhofer<br />

hat in Belgrad Architektur studiert und lebt und<br />

arbeitet seit 1985 in Wien, sie unterrichtet an der<br />

HTL Mödling und ist als Kulturvermittlerin im<br />

Netzwerk Guiding Architects für Belgrad aktiv.<br />

Wie gelingt Belgrad das Spannungsfeld<br />

zwischen Erhaltung der brutalistischen<br />

Architekturikonen und der neuen<br />

Architektur?<br />

Im Moment meiner Meinung leider fast<br />

überhaupt nicht. Es sind wirtschaftlich,<br />

aber auch architektonisch und bautechnisch<br />

zwei Welten. Die Sanierung von<br />

Stahlbetonfassaden des Brutalismus ist<br />

überall in der Welt noch in den Kinderschuhen,<br />

sie ist aufwendig und teuer,<br />

besonders bezüglich der Energieeffizienz<br />

von Gebäudehüllen. Eine Ausnahme<br />

ist die erfolgreiche Sanierung des<br />

Kongresszentrums Sava, einem brutalistischen<br />

Bau aus der Mitte der 1970er-<br />

Jahre des Architekten Stojan<br />

Maksimović, die heuer abgeschlossen<br />

wurde. Natürlich ist so eine hohe Investition<br />

bei einem öffentlichen Gebäude<br />

einfacher zu realisieren als bei einem<br />

brutalisierten Wohnbau mit vielen<br />

Wohnungseigentümern.<br />

Was wünschen Sie sich für Belgrad?<br />

Ich hatte das große Glück, in Wien in<br />

den 80er-Jahren im Bereich der Sockelsanierungen<br />

tätig zu sein und habe das<br />

Aufblühen der Stadt 1:1 miterleben<br />

können. Das wünsche ich mir auch für<br />

Belgrad, Häuser mit so abwechslungsreicher<br />

Architektur sollen mithilfe<br />

vernünftiger Sanierungs- und Förderkonzepte<br />

eine Renaissance erleben. Und<br />

den Belgradern wünsche ich einerseits,<br />

dass die Infrastruktur der Stadt mit<br />

realistischen öffentlichen Verkehrslösungen<br />

stark verbessert wird und<br />

andererseits die Stadtplanung und der<br />

Wohnbau wieder den Rahmen bekommen,<br />

der zum Ort passt.<br />

<<br />

Direkt am Wasser<br />

Belgrads Waterfront ist<br />

der neueste Wurf der<br />

Hauptstadt Serbiens.<br />

belgradewaterfront.com<br />

Fotos: BW, beigestellt<br />

96 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


KOLLITSCH & SORAVIA<br />

»WO DER WIENERWALD<br />

ZUM WOHNZIMMER WIRD«<br />

Im Gespräch mit Jasmin Soravia, Geschäftsführerin der<br />

Kollitsch & Soravia Immobilien GmbH, über das neueste Goldstück in ihrem Portfolio.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

Was ist das Einzigartige am Projekt WILLA?<br />

»Die Lage! Nicht viele können von ihrem<br />

Grundstück in Wien behaupten, den Wienerwald<br />

als direkten Nachbarn zu haben. Hier<br />

spaziert man buchstäblich von der Wohnungstür<br />

direkt in die Natur, sei es für eine Wanderung<br />

auf dem Stadtwanderweg 8, eine Laufrunde<br />

oder ein Spaziergang. WILLA ist urban<br />

und trotzdem mitten in der Natur. Ein<br />

begrenztes Gut – solche Grundstücke sind rar<br />

in Wien! Mit nur 13 Wohneinheiten, verteilt<br />

auf drei Gebäude, bieten wir zudem modernen<br />

Luxus in idyllischer Umgebung.«<br />

Welcher Luxus erwartet die zukünftigen<br />

Bewohner:innen?<br />

»Neben der traumhaften Lage im Wienerwald<br />

bieten wir großzügige Freiflächen, die das<br />

Naturerlebnis perfekt machen. Besonders bei<br />

der WaldWILLA sitzt man förmlich im<br />

Wienerwald. Was gibt es Schöneres, als bei<br />

einem guten Gläschen in die Natur zu schauen<br />

oder sich die Sportschuhe anzuziehen und<br />

raus in die Natur zu gehen! Das ist für mich<br />

der wahre Luxus.«<br />

Jasmin Soravia ist Geschäftsführerin<br />

der Kollitsch & Soravia Immobilien GmbH.<br />

Inwiefern wurde beim Projekt WILLA auf<br />

Nachhaltigkeit geachtet?<br />

»Nachhaltigkeit liegt uns besonders am Herzen.<br />

Betonierte Flächen werden entsiegelt und<br />

in blühende Eigengärten umgewandelt. Statt<br />

das Bestandsgebäude abzureißen, integrieren<br />

wir es behutsam neben den zwei Neubauten,<br />

um den Charakter zu bewahren. Während<br />

der Bauzeit und darüber hinaus setzen wir<br />

Naturschutzmaßnahmen um, um Tiere und<br />

Pflanzen zu schützen. Bei der Energieversorgung<br />

setzen wir auf modernste Technik sowie<br />

auf Sonnenenergie und Erdwärme aus Tiefenbohrungen.<br />

Dachbegrünung, PV-Anlagen und<br />

hochwertige Holzfassaden schaffen dazu eine<br />

harmonische Verbindung mit der Natur.«<br />

Wie werden die hohen Ansprüche an<br />

modernes Wohnen erfüllt?<br />

»Unsere Wohnungen bieten Flexibilität und<br />

Komfort: anpassbare Grundrisse, barrierefreie<br />

Gestaltung und hochwertige Ausstattung<br />

– von Landhausdielen bis zu dreifach<br />

verglasten Holz-Alu-Fenstern mit Sonnenschutz.<br />

Auch überbreite Tiefgaragenstellplätze<br />

und großzügige Glasflächen tragen zu<br />

einem besonderen Wohnerlebnis bei.«<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

kollitsch.eu/willa<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 97


INVESTITION<br />

IN DIE ZUKUNFT<br />

Wenn es um Nachhaltigkeit geht, sind das Weingut von Erich Scheiblhofer und<br />

sein Hotel »The Resort« ein Musterbeispiel für die Zukunft.<br />

Dass Erich Scheiblhofer exzellente<br />

Rotweine und charmante Weißweine<br />

vinifiziert, ist längst bekannt,<br />

und mit seinem Wellnesshotel und<br />

dem dazugehörenden Restaurant hat er sich<br />

in kürzester Zeit auch einen ausgezeichneten<br />

Ruf erarbeitet. Aktuell hat er sich bei der<br />

heuer bereits zum 45. Mal stattfindenden<br />

Rotweinprämierung drei Plätze am Siegertreppchen<br />

gesichert. Seine Premium Cuvée<br />

2<strong>02</strong>3 erzielte den ersten Platz bei den jungen<br />

Rotweinen, sein The Zweigelt Ried Prädium<br />

setzte sich als bester Zweigelt des Jahrgangs<br />

2<strong>02</strong>2 durch und The Cabernet Sauvignon<br />

2<strong>02</strong>2 ging als Drittbester durchs Ziel. Auch<br />

alle anderen Rotweine finden sich unter den<br />

besten des Landes.<br />

Weniger ist manchmal mehr, und so setzt<br />

er schon seit Jahren auf eine besondere<br />

Bekömmlichkeit seiner Weine. Weniger Säure<br />

bei den Weißweinen und bei so gut wie allen<br />

Weinen ein fast nicht nachweisbarer Histamingehalt<br />

erfreut besonders Allergiker.<br />

EINSTELLUNGSSACHE<br />

In seinem Handeln ist es genau umgekehrt.<br />

Erich Scheiblhofer ist in einer Familie aufgewachsen,<br />

die immer mehr gegeben als<br />

genommen hat. Eine Einstellung, die ihn<br />

schon sein ganzes Leben begleitet. Eine Einstellung<br />

aber auch, die er nicht nur anderen<br />

Menschen entgegenbringt, sondern auch der<br />

Natur. Als Vater ist er sich der Verantwortung<br />

bewusst, seinen Teil dazu beizutragen,<br />

seinen Kindern eine intakte Umwelt zu<br />

hinterlassen, und der Respekt, den er nicht<br />

nur Kunden und Gästen zollt, sondern auch<br />

seinem gesamten Team, macht ihn zu einem<br />

wertvollen Mitglied der Gesellschaft. Mehrfach<br />

wurde er als bester Arbeitgeber ausgezeichnet.<br />

Auch das ist nachhaltig, denn bei<br />

einem Unternehmen dieser Größe muss man<br />

sich auf seine Mitarbeiter verlassen können.<br />

Sie sind schließlich Teil des Erfolgs.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

98 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


SCHEIBLHOFER<br />

»The Hall of Legends« beherbergt einen<br />

Teil der Barriques und am Dach einige<br />

der insgesamt knapp 2.600 PV-Module.<br />

Exzellente Küche mit vielen regionalen<br />

Produkten und einen bestens sortierten<br />

Weinkeller bietet das Restaurant »Infinity«.<br />

Im »The Resort« gehen Luxus und<br />

Nachhaltigkeit Hand in Hand.<br />

In Umweltfragen hat er früh auf nachhaltige<br />

Energiegewinnung gesetzt. Seine Photovoltaikanlage<br />

mit über 2.500 Modulen erzeugt<br />

den Strombedarf von 170 Haushalten und<br />

ermöglicht eine energieautarke Weinproduktion.<br />

Am Weingut und beim Hotel gibt es<br />

E-Bikes für eine Spritztour durch die Weingärten<br />

und für Elektroautos über 40 Ladesäulen<br />

am Weingut und beim Hotel.<br />

Elektromobilität wird im Hause<br />

Scheiblhofer schon lange gelebt, von der<br />

Familie selbst, aber auch für die Gäste.<br />

NACHHALTIGES KONZEPT<br />

Seit 2017 sind das Weingut selbst und damit<br />

auch alle Weine »Nachhaltig Austria«-zertifiziert.<br />

Dieses Gütesiegel steht für drei<br />

Aspekte: ökologische, ökonomische und<br />

soziale Kompetenz. Im ökologischen Bereich<br />

stehen Energieverwertung sowie Treibhausgasbilanzierung,<br />

Bodendiversität und verschiedene<br />

Bereiche, die den Umgang mit<br />

Wasser betreffen. Seit der Eröffnung des<br />

Hotels konnten bereits 145 Tonnen CO 2<br />

eingespart werden und auch beim Pflanzenschutz<br />

wird sorgsam gehandelt. Bei der<br />

sozialen Kompetenz geht Erich Scheiblhofer<br />

weit über das Mindestmaß an Anforderungen<br />

hinaus, die für das Gütesiegel vorgeschrieben<br />

sind, und unter den ökonomischen<br />

Aspekt fällt auch die Förderung der Regionalität.<br />

Es wurden deshalb nicht nur vorwiegend<br />

regionale Firmen bei der Errichtung<br />

des Hotels, das mit nachhaltiger, ressourcenschonender<br />

Architektur beeindruckt,<br />

engagiert, auch regionale Produzenten von<br />

Lebensmitteln wie Fleisch, Gemüse, Obst<br />

oder Käse werden für das Restaurant oder<br />

für Verkostungen am Weingut bevorzugt<br />

und im »The Quarter« kommen ausschließlich<br />

regionale Zutaten zum Zug. Ökonomisch<br />

hat er aber auch der ganzen Region<br />

einen großen Dienst erwiesen, denn ganz<br />

abgesehen davon, dass er viele Arbeitsplätze<br />

geschaffen hat, ist Andau von seiner Abseitslage<br />

an der Grenze medial ins Rampenlicht<br />

gerückt und die Synergieeffekte sind enorm.<br />

Schön, wenn Nachhaltigkeit so aussieht.<br />

INFO<br />

Scheiblhofer The Wine<br />

Halbturnerstraße 1 a<br />

7163 Andau<br />

Scheiblhofer The Resort<br />

Resortplatz 1<br />

7163 Andau<br />

scheiblhofer.at<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 99


investment / FASSADEN<br />

Das Beste aus drei Welten<br />

Holz lässt ein Haus warm und<br />

traditionell erscheinen, Aluminium<br />

sowie Glas wirken kühler und<br />

sorgen für den gewissen<br />

Design-Look.<br />

Fotos: Ennobled, Bernhard Moser<br />

100 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


DER ERSTE<br />

EINDRUCK<br />

ZÄHLT<br />

Um den Wert einer Immobilie zu steigern, ist die Gestaltung<br />

ihrer Fassade entscheidend. Nicht nur jedem Wetter muss sie<br />

trotzen können, sondern sie soll auch ästhetisch ansprechen.<br />

Faszinierende Materialien wie karbonisiertes Holz und Cortenstahl<br />

verleihen ein gewinnbringendes Gesicht. TEXT MAGDALENA MEERGRAF<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 101


investment / FASSADEN<br />

Im Laufe der Zeit hat die Architektur viele<br />

Trends in der Fassadengestaltung erlebt.<br />

Heute strahlen moderne Bauten vorwiegend<br />

einen gemütlichen Purismus aus:<br />

Klare Linien sowie schlichte Weiß-, Grau- und<br />

Erdtöne sind besonders beliebt. Nur selten<br />

werden bunte oder verschnörkelte Akzente<br />

gesetzt. Eine Ausnahme bildet der Altbau, wo<br />

gut erhaltenes Stuckdekor und Freskenmalerei<br />

den Immobilienwert erheblich steigern.<br />

Generell bestimmt eine gepflegte Fassade den<br />

Verkaufspreis mit. »Der erste Eindruck zählt«,<br />

bestätigt Benedikt Grossmann. Der Immobilienentwickler<br />

revitalisiert, veredelt und<br />

verkauft bereits seit 25 Jahren Zinshäuser<br />

sowie Einfamilienhäuser. »Ich halte eine<br />

hochwertige Fassade für das wichtigste<br />

Element eines Gebäudes, weil sie das augenscheinlichste<br />

Merkmal ist und potenziellen<br />

Käufer:innen die richtigen Vibes vermittelt.«<br />

SPANNENDE KONTRASTE<br />

Lässt man Architekt:innen ihren Freiraum,<br />

spielen sie gerne mit verschiedenen Materialien<br />

und ineinandergreifenden Strukturen.<br />

Edle Kombination<br />

Die Außengestaltung der<br />

exklusiven Villa am Wiener<br />

Schafberg verbindet Glasflächen,<br />

Aluminium und Ziegelsteinoptik.<br />

Ins richtige Licht gesetzt<br />

Das klassische Gründerzeit-<br />

Eckzinshaus in Wien wurde im<br />

Jahr 1868 errichtet. Dank umfassender<br />

Sanierung macht es auch<br />

heute noch mächtig Eindruck.<br />

Besonders stolz ist Grossmann hier auf zwei<br />

von ihm beauftragte Luxusvillen in Wien-<br />

Pötzleinsdorf sowie am Wiener Schafberg.<br />

Architekt Zoran Bodrozic kombinierte dabei<br />

großzügige Verglasungen mit dunklen Aluverkleidungen<br />

und spannenden Details wie<br />

einer hellgrauen Ziegelsteinoptik oder einer<br />

vom Künstler Zsolt Szalai gestalteten Stiege<br />

aus Cortenstahl. »Neben den Materialien<br />

wirken auch gezielt gesetzte Beleuchtungen<br />

aufwertend«, so Grossmann. Ein eindrucksvolles<br />

Beispiel ist etwa das Gründerzeit-Eckzinshaus<br />

des Architekten Eduard Kaiser in<br />

prominenter Wiener Innenstadtlage.<br />

Damit Gebäude mit Putzfassade nicht nur<br />

nachts, sondern auch bei Tageslicht qualitätsvoll<br />

wirken, ist die Pflege der Fassade essenziell.<br />

Dabei zählen bereits die ersten Schritte:<br />

»Nicht jede:r lässt das eigene Haus nach dem<br />

Fotos: Alexa Rainer, Sophie Menegaldo, leofilm.at, Zoran Bodrozic<br />

1<strong>02</strong> falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Kreative Gestaltung<br />

Interessante Kontraste und<br />

Details bereichern das<br />

Gesamtbild dieser<br />

außergewöhnlichen Villa<br />

in Wien-Pötzleinsdorf.<br />

Verputzen auch streichen«, weiß Gottfried<br />

Weinberger, Geschäftsführer des traditionsreichen<br />

Malerbetriebs Wandl, »deshalb sieht<br />

man schon nach kurzer Zeit erste Anzeichen<br />

von Verwitterung. Besonders bei modernen<br />

Bauten ohne schützendes Vordach kommt es<br />

schnell zu einem Algenbefall.« Der Fachmann<br />

empfiehlt daher einen Anstrich und<br />

rät auch dazu, mögliche Risse zeitnah auszubessern,<br />

um die Bausubstanz zu schützen.<br />

»Laufende Pflege vermeidet teure Arbeiten in<br />

der Zukunft und hebt den Wert des Objekts«,<br />

betont Weinberger, der auf Basis seiner<br />

30-jährigen Erfahrung schätzt, dass sich der<br />

Verkaufspreis einer Immobilie allein durch<br />

Reinigung und Neuanstrich um bis zu zehn<br />

Prozent steigern lässt.<br />

CHARAKTERISTISCHE PATINA<br />

Während Putzfassaden und Aluminiumverkleidungen<br />

ihre Farbe halten sollen, darf sich<br />

jene von Cortenstahl verändern. »Anstatt ><br />

Leben statt Monotonie<br />

Die Fassade aus Cortenstahl<br />

und Porphyrgestein kleidet das<br />

Südtiroler Weingut Bessererhof<br />

in Farbnuancen, die sich an ihre<br />

Umgebung anpassen.<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 103


investment / FASSADEN<br />

><br />

Natürlich luxuriös<br />

Schmuckstück in Schladming:<br />

Handgebranntes Holz nach<br />

alter japanischer Tradition<br />

findet seinen Weg in moderne<br />

Fassadengestaltung.<br />

einer monochromen Fläche entwickelt<br />

Cortenstahl schöne Farbnuancen«, sagt<br />

Theodor Gallmetzer. Der Südtiroler Architekt<br />

schätzt die werterhaltenden Eigenschaften<br />

dieses, wie er es nennt, echten Materials:<br />

»Cortenstahl bildet auf seiner Oberfläche eine<br />

dichte Sperrschicht, die vor weiterer Korrosion<br />

schützt. Darauf entsteht dann eine natürliche<br />

Patina.« Eine solche ist beim Weingut<br />

Bessererhof im Südtiroler Völs am Schlern<br />

zu bewundern. »Das Gebäude sollte sich<br />

optimal in das Gelände einfügen«, beschreibt<br />

Gallmetzer den Auftrag, den er gemeinsam<br />

mit Kunstschmied Klaus Andergassen umsetzen<br />

durfte. So spiegeln sich nun die dominanten<br />

Farben der Weinregion, Grün und Braun,<br />

in der Fassade wider. Das Steckmetallgitter<br />

erinnert an Pergelgerüste, an denen lokale<br />

Rebsorten hochgezogen werden.<br />

Auch naturbelassene Holzfassaden dürfen<br />

sich an ihre Umgebung anpassen und verändern.<br />

Da ihre witterungsbedingte Vergrauung<br />

durchaus erwünscht ist, ist im besten<br />

Farbveränderung aber möglichst gleichmäßig<br />

geschieht, bedarf es einer klugen Projektplanung.<br />

Ein Tipp: Vertikal verlegte Bretter<br />

vermeiden Ablaufspuren zwischen geschützten<br />

und ungeschützten Bereichen. Wer eine<br />

Vergrauung gänzlich vermeiden möchte,<br />

kann das Holz beschichten lassen. »Diese<br />

Beschichtung muss regelmäßig erneuert<br />

werden, wobei es wichtig ist, einen UV-beständigen<br />

Lack zu verwenden«, rät Gottfried<br />

Weinberger.<br />

AUFSTREBENDER SUPERSTAR<br />

Auf eine jahrhundertealte und doch innovative<br />

Technik setzt hingegen die Firma<br />

Ennobled aus Salzburg: »Wir karbonisieren<br />

unsere Hölzer mit einem Deep-Charring-<br />

Verfahren nach japanischer Tradition. Die<br />

Holzoberfläche wird händisch mit reiner<br />

Flamme und in vertikaler Brennweise<br />

verkohlt«, erklärt Firmengründer Bernhard<br />

Moser. Dieser Prozess macht das Holz<br />

gleichmäßiges Aussehen. Beim High-End-<br />

Produkt namens »Kebony« wird das Holz<br />

nach dem Deep Charring noch per Hand<br />

gebürstet und veredelt. Die Farbvarianten<br />

reichen dann von eleganten Brauntönen bis<br />

zu einem schimmernden Silbergrau. Genial<br />

dabei: »Die Farbe unserer eigenen »Kebony«-<br />

Fassade hat sich nach sechs Jahren kaum<br />

verändert – unabhängig davon, ob das Holz<br />

geschützt unter dem Dach liegt oder nicht.<br />

Ich gehe davon aus, dass das die nächsten<br />

20 Jahre so bleiben wird«, sagt Moser. Immer<br />

öfter werden die veredelten Hölzer auch im<br />

Interior verbaut. Materialien wie Cortenstahl,<br />

den man für den Innenbereich bereits patiniert<br />

kaufen kann, eignen sich dafür ebenfalls.<br />

So gelingt eine einheitliche Gestaltung – und<br />

der erste gewinnbringende Eindruck im<br />

Außen lässt sich im Inneren des Gebäudes<br />

Fall kaum Pflege erforderlich. Damit eine widerstandsfähiger und verleiht ihm ein von Neuem wecken.<br />

<<br />

Fotos Ennobled<br />

104 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


SYNTHESAGRUPPE<br />

FASSADEN MACHEN HÄUSER<br />

In Zeiten des Klimawandels hilft eine hochwertig gedämmte Hausfassade nicht nur<br />

beim Sparen von Energiekosten, sie schützt auch vor Lärm, Hitze und Unwetter.<br />

Capatect-Fassadensysteme bieten vielfältige Lösungen für jede Oberfläche.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

Ob beim Neubau oder Sanieren –<br />

heutzutage verzichtet niemand<br />

mehr auf eine ordentliche Dämmung<br />

an der Fassade. Zu groß<br />

sind die Herausforderungen, die der Klimawandel<br />

mit sich bringt. Nicht nur die zunehmende<br />

Hitze und das daraus entstehende<br />

Unwetterpotenzial erfordern witterungsbeständige<br />

Außenwände, auch Heizenergie<br />

muss gespart werden, um klimaschädliches<br />

CO 2<br />

zu reduzieren. Niedrigere Heizkosten<br />

sind dabei ein willkommener Nebeneffekt.<br />

Genau hier setzt die SynthesaGruppe an,<br />

die mit ihren ausgezeichneten Capatect­<br />

Produkten für den Fassadenschutz ein<br />

Rundum-sorglos-Paket schnürt. Egal, ob<br />

man sich für ein Fassadensystem auf Basis<br />

von EPS (»Capatect Dalmatiner«) oder<br />

Naturfaserplatten aus Hanf entscheidet – sie<br />

alle bieten, fachgerecht umgesetzt, Schutz<br />

bei allen Herausforderungen und werden<br />

großzügig öffentlich gefördert. Damit<br />

gewinnt eine Immobilie an Wert und hat<br />

auch eine längere Lebensdauer.<br />

Besonders nachhaltig ist das Capatect-<br />

Dämmsystem aus Hanf, das dank der Plat­<br />

ten aus Hanffaser eine hervorragende<br />

Ökobilanz aufweist.<br />

Eine Fassade ist nur so gut wie ihre<br />

Oberfläche. Mit den vielfältigen Angeboten<br />

an hochwertigen Fassadenfarben setzt die<br />

SynthesaGruppe neue Maßstäbe und sorgt<br />

für mannigfaltige individuelle Gestaltungsoptionen.<br />

Mit den Produkten der Carbon-<br />

Edition bietet das Capatect-System außerdem<br />

unerreicht guten Hagelschutz. Auch im<br />

Innenbereich setzt die SynthesaGruppe mit<br />

Handwerklich kompetent umgesetzter<br />

Vollwärmeschutz (hier im Bild mit einer<br />

nachhaltigen Hanffaser-Platte).<br />

seinen Innenprodukten Maßstäbe bei Nachhaltigkeit<br />

und Wohngesundheit. Die hochwertige<br />

Innendispersion extra sensitiv ist<br />

ohne Konservierungsmittel und auch<br />

für Allergiker die erste Wahl.<br />

UMFASSENDE OBERFLÄCHEN-<br />

KOMPETENZ<br />

Als Vollsortimenter bei Oberflächen liefert<br />

die SynthesaGruppe viele Lösungen aus<br />

einer Hand. Diese Kompetenz macht das<br />

Unternehmen seit über 75 Jahren zu einem<br />

der wichtigsten Partner des professionellen<br />

Handwerks. Denn im Zusammenspiel von<br />

Produkt- und Servicequalität mit handwerklichem<br />

Know-how entstehen Oberflächen<br />

und Gebäude, die mehr können.<br />

Weitere Informationen unter<br />

synthesa.at<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 105


Licht. Stein. Perfektion.<br />

Zeitlos schön, einzigartig edel.<br />

by Lichtprojekt<br />

www.lichtprojekt.at


RESIDENCES<br />

urban living<br />

108<br />

124<br />

Fotos: 3SI Immogroup/JamJam, Brick Visual, Lukas Dribny, beigestellt<br />

116<br />

130<br />

RENAISSANCE DER ALTEN HÄUSER<br />

Gründerzeitliche Zinshäuser sowie<br />

unsanierte Sekundärimmobilien sind<br />

aktuell günstiger zu haben denn je.<br />

(S. 108)<br />

PALAIS OLÉ!<br />

Modern residieren in historischen<br />

Gebäuden in Bestlage steht hoch im<br />

Kurs. Worauf es bei Palais-Immobilien<br />

jetzt ankommt. (S. 116)<br />

STADT DER ACHTSAMKEIT<br />

Bhutan, der Staat mit dem höchsten<br />

Bruttonationalglück, plant eine neue,<br />

moderne und zugleich buddhistische<br />

und nachhaltige Stadt. (S. 124)<br />

ZUHAUSE IM LUXUSHOTEL<br />

Mondäner geht’s nicht: wohnen im<br />

Eigentum, aber in den exklusivsten<br />

Hotels der Weltmetropolen. Mit<br />

Fünf-Sterne-Service. (S. 130)<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 107


urban living / IMMOBILIENMARKT WIEN<br />

RENAISSANCE<br />

DER ALTEN HÄUSER<br />

Während das Luxussegment in Wien preislich unverändert ist, sind vor allem<br />

zwei Assetklassen günstiger zu haben denn je: gründerzeitliche Zinshäuser und<br />

unsanierte, in die Jahre gekommene Sekundärimmobilien. Davon profitieren<br />

Privatkäufer:innen wie auch gewerbliche Developer:innen. TEXT WOJCIECH CZAJA<br />

»Vivienne«, Margareten<br />

Sanierungen und Aufstockungen von<br />

Gründerzeithäusern wie hier im fünften<br />

Bezirk werden den Wiener Immobilienmarkt<br />

in Zukunft verstärkt prägen. Das Projekt<br />

in der Siebenbrunnengasse 65 umfasst<br />

23 Wohnungen zwischen 30 und<br />

119 Quadratmetern. Preise ab 245.000 Euro.<br />

vivienne-living.at, 3si.at<br />

Foto: 3SI Immogroup/JamJam<br />

108 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 109


urban living / IMMOBILIENMARKT WIEN<br />

Ein kleines, aber feines Zinshaus im<br />

neunten Bezirk mit prachtvollem<br />

Stuck an der Fassade und 13 exklusiven<br />

Eigentumswohnungen dahinter.<br />

Die Zeit sei gut für solche Projekte, meint<br />

Michael Schmidt, Geschäftsführer von 3SI,<br />

siehe Expertengespräch auf Seite 114, denn<br />

die Marge zwischen Zinshauskauf und Wohnungsverkauf<br />

pro Quadratmeter sei so groß<br />

und so attraktiv wie schon lange nicht mehr.<br />

Nicht nur hier in der Hahngasse mitten im<br />

Servitenviertel, dem kleinen Paris Wiens,<br />

daher auch der Projekttitel »Le Petit Paris«,<br />

»vraiment très sympathique«, sondern auch<br />

in vielen anderen Lagen Wiens, die in den<br />

Genuss kommen, infrastrukturell und<br />

verkehrstechnisch gut angebunden zu sein.<br />

»Ein paar wenige, ausgewählte Zinshäuser<br />

in superexklusiven Lagen in der Innenstadt<br />

haben den Wert über die Krise ganz gut<br />

halten können«, sagt Alexander Grigkar,<br />

Geschäftsführer von Grigkar Immobilien.<br />

»Doch in den meisten Lagen Wiens ist der<br />

Zinshausmarkt eingebrochen. Vor allem<br />

außerhalb des Gürtels sind Objekte, die<br />

jahrelang über dem Marktwert gehandelt<br />

wurden, nun wieder zu einem fairen Preis zu<br />

haben. Ich gehe daher davon aus, dass das<br />

Angebot an schönen, hochwertig sanierten<br />

»Le Petit Paris«, Alsergrund<br />

Mitten im Servitenviertel schlummert dieses<br />

Schmuckstück mit französischen Allüren.<br />

Das historische Gründerzeithaus aus dem<br />

Jahr 1884 wurde saniert und aufgestockt.<br />

Acht Wohnungen zwischen 40 und 180 Quadratmetern<br />

sind noch zu haben. Ab 346.000 Euro.<br />

3si.at<br />

JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

Altbauwohnungen am Wiener Immobilienmarkt<br />

in den kommenden Jahren noch<br />

spürbar zunehmen wird.«<br />

!<br />

PRESTIGEPROJEKTE<br />

Bei Grigkar ist das Angebot jetzt schon da.<br />

In der Gebhardtgasse in Döbling wurde ein<br />

historisches Zinshaus mit Erker und schmuckem<br />

Blendgiebel über dem Gesims vom<br />

Keller bis zum Dach saniert. In den Innenräumen<br />

des Prestigeprojekts dominieren<br />

Kastenfenster, Kassettentüren und Fischgrätparkettböden,<br />

dazu gibt es in manchen<br />

Wohnungen große, schlichte Glastüren im<br />

schwarz umrandeten Industrial Look. Von<br />

den insgesamt acht Wohnungen, heißt es auf<br />

Anfrage bei Grigkar, warten noch sechs auf<br />

Käufer:innen.<br />

Einen Trend hin zum Zinshaus erkennt<br />

man auch bei ÖRAG Immobilien. »Die<br />

Objekte in guten Lagen sind schon größtenteils<br />

verwertet und befinden sich bereits in<br />

Entwicklung«, meint Jelena Pirker, Leiterin<br />

Eigentum Wohnen bei ÖRAG, »wiewohl ><br />

Fotos: 3SI Immogroup/JamJam<br />

110 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


SEESTE BAU: IHR PARTNER FÜR<br />

WERTBESTÄNDIGE IMMOBILIEN<br />

Entwurfsrendering. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit wird keine Haftung übernommen. Vorbehaltlich Änderungen.<br />

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urban living / IMMOBILIENMARKT WIEN<br />

JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

><br />

ich die Hoffnung nicht aufgeben würde,<br />

denn die eine oder andere Preziose findet<br />

man immer noch. Vor allem aber empfehle<br />

ich Käufer:innen und Investor:innen, sich<br />

auf jene Lagen zu konzentrieren, die in den<br />

kommenden Jahren verkehrstechnisch<br />

aufgewertet werden.«<br />

Die Rede ist vor allem vom fünften Gemeindebezirk<br />

entlang von Reinprechtsdorfer Straße,<br />

Siebenbrunnenplatz und Matzleinsdorfer<br />

Platz, die ab 2030 eine neue U2-Anbindung<br />

erhalten, sowie vom 17. Bezirk rund um den<br />

Elterleinplatz, der mit der neuen U5 in Zukunft<br />

einen regelrechten Boost erleben wird.<br />

Ein Blick auf die Websites der wichtigsten<br />

Anbieter:innen verrät: Während der westliche<br />

Teil von Margareten bislang im immobilienwirtschaftlichen<br />

Dornröschenschlaf lag, entsteht<br />

hier nun eine Branding-Immobilie nach<br />

der anderen – zum Beispiel auch die verjüngte<br />

»Vivienne« mit insgesamt 23 Wohnungen,<br />

eine klassische Altbausanierung mit verwinkelten,<br />

aber charmanten Grundrissen,<br />

Fertigstellung noch in diesem Quartal.<br />

Und wie sieht der Markt jenseits ganzer<br />

Zinshäuser aus? »Wir sehen, dass die ESG-<br />

Kriterien und die EU-Taxonomie nun<br />

langsam zu greifen beginnen«, erklärt Jelena<br />

Pirker. »Sekundärimmobilien, die haustechnisch<br />

nicht am neuesten Stand sind und<br />

die immer noch mit fossilen Energieträgern<br />

gespeist werden, haben es am Markt schwer<br />

und werden in Zukunft, wenn sie nicht<br />

ertüchtigt werden, noch mehr an Wert verlieren.«<br />

Abhilfe schafft hier, so die Expertin,<br />

eine umfassende energetische Sanierung mit<br />

Wärmepumpe und zentralen Niedrigtemperaturlösungen.<br />

Auf Landesebene können<br />

dafür entsprechende Förderungen angezapft<br />

werden.<br />

Gebhardtgasse, Döbling<br />

Der Prestige-Altbau von Grigkar Immobilien<br />

umfasst acht Wohnungen und überzeugt<br />

mit äußeren und inneren Werten, mit<br />

reichlich Stuck an der Fassade sowie<br />

Fischgrätböden und Flügeltüren im Inneren.<br />

Vier Wohnungen sind noch am Markt.<br />

Preis auf Anfrage. grigkar.at<br />

Noch schärfer formuliert es Thomas Malloth,<br />

Geschäftsführer von Malloth & Partner, der<br />

unter anderem auf die Erstellung von ESG-<br />

Gutachten spezialisiert ist: »Immobilien, die<br />

heute immer noch an Öl und Gas angeschlossen<br />

sind und bei denen keine technische<br />

und energetische Ertüchtigung geplant<br />

ist, werden bis 2035 massiv an Wert verlieren.<br />

Je nach Lage werden manche davon schon<br />

bald zum Stranded Asset.« Und die Zeit eilt,<br />

denn viele Banken und Kreditinstitute, so<br />

Malloth, seien gerade dabei, die Finanzierungskonditionen<br />

für nicht ESG-taugliche<br />

Objekte zu überarbeiten.<br />

><br />

Fotos: Grigkar Immobilien/Albin M<br />

112 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Eigentumswohnungen · Häuser · Villen<br />

Wohnen,<br />

wo sich das<br />

Leben wie Urlaub anfühlt.<br />

Am Wasser<br />

Beim Wein<br />

1220 Wien<br />

Fischerstrand 24-26<br />

2103 Langenzersdorf<br />

Winzergasse 7<br />

HWB: 32-34<br />

HWB: 36<br />

Im Grünen<br />

1220 Wien<br />

Lobaugasse 25<br />

HWB: 29-33<br />

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Tagen in der Woche, auch abends.<br />

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urban living / IMMOBILIENMARKT WIEN<br />

><br />

Den Interessensrückgang bei unattraktiven<br />

Sekundärimmobilien sieht man auch<br />

schon in der Praxis: »Unsanierte Altbauwohnungen<br />

mit einer in die Jahre gekommenen<br />

Ausstattung und einer veralteten technischen<br />

Versorgung sind zwar noch am Markt, und<br />

das zum Teil zu den gleichen preislichen<br />

Konditionen wie bisher, aber diese Assetklasse<br />

ist inzwischen tot«, sagt Christina Hardegg,<br />

Hausverwalterin bei Hardegg Immobilien.<br />

Und setzt eines nach: »Toplagen und gute<br />

Grundrisse allein reichen heute nicht mehr<br />

aus, um einen guten Preis zu erzielen.«<br />

Gerade in diesem Bereich, darin sind sich<br />

die Expert:innen einig, gebe es nun gute<br />

Okkasionen mit entsprechend großen Verhandlungsspielräumen.<br />

Manche sprechen<br />

von bis zu 20 Prozent.<br />

<<br />

JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

Schimmelgasse, Landstraße<br />

Mitten in Erdberg errichtet die ÖRAG dieses<br />

Wohnhaus mit insgesamt 46 Wohn einheiten<br />

zwischen 47 und 165 Quadrat metern. Das<br />

sind – zumindest von dieser Dachterrasse<br />

aus betrachtet – allerbeste Aussichten.<br />

Bezugsfertig im ersten Quartal 2<strong>02</strong>6.<br />

oerag.at<br />

NACHGEFRAGT<br />

BEIM EXPERTEN<br />

1<br />

Nach dem mehr als zweijährigen Zinshoch<br />

sind die Zinsen nun wieder im Rückgang.<br />

Hat sich der Markt schon erholt?<br />

Der Markt kommt langsam in Schwung. Wir<br />

hatten heuer schon drei Zinsrückgänge, und<br />

wir erwarten bis Jahresende seitens der EZB<br />

noch zwei weitere kleine oder sogar einen<br />

größeren Zinsschnitt mit 0,5 Prozent.<br />

2<br />

Wie wirkt sich die Situation auf Ihr<br />

tägliches Geschäft aus?<br />

Nachdem wir uns weniger auf den Anlagemarkt<br />

und auf das schnelle Geschäft, sondern<br />

in allererster Linie auf Eigennutzer:innen<br />

fokussieren, ist 3SI von der Krise etwas verschonter<br />

geblieben. Die Nachfrage ist sogar<br />

wieder gestiegen! Während wir im gesamten<br />

Jahr 2<strong>02</strong>3 bei 3SI an die 90 Wohnungen<br />

verkauft haben, sind es heuer bis zum jetzigen<br />

Zeitpunkt schon mehr als 140 Stück. Von der<br />

200.000-Euro-Wohnung bis zum Penthouse<br />

für 3,5 Millionen Euro ist alles dabei.<br />

3<br />

Wie haben sich die Wiener Immobilienpreise<br />

im Detail verändert?<br />

Bei den Luxusimmobilien sind die<br />

Käufer:innen kritischer und wählerischer<br />

geworden. Doch gleichzeitig ist das Premiumsegment<br />

ein sehr träger Markt. Daher sind<br />

die Preise hier weitgehend stabil, während<br />

es ganz allgemein – und insbesondere bei<br />

Vorsorgewohnungen – etwas seltener zu<br />

Abschlüssen kommt.<br />

4<br />

Und unterhalb des Premiumsegments?<br />

Im mittleren Segment tut sich viel,<br />

denn vor allem in den Flächenbezirken<br />

wurde in den letzten Jahren viel produziert.<br />

Hier sind noch sehr, sehr viele Wohnungen<br />

am Markt. Daher beobachte ich hier gewisse<br />

Preiskorrekturen. Wer eine effiziente, wirtschaftliche<br />

Anleger:innenwohnung kaufen<br />

will, für den ist jetzt der richtige Zeitpunkt.<br />

Innerstädtisch merken wir sogar aber<br />

schon wieder Preisanstiege.<br />

5<br />

6<br />

Welche Empfehlung können Sie sonst<br />

noch abgeben?<br />

Zinshaus kaufen! Jetzt oder nie!<br />

Warum das?<br />

Historische Zinshäuser haben in<br />

der Regel gute, infrastrukturstarke<br />

Lagen. Und aufgrund der Zinspolitik und der<br />

KIM-Verordnung sind nun vergleichsweise<br />

viele Zinshäuser am Markt – und das zu<br />

ziemlich günstigen Preisen.<br />

7<br />

Was heißt das in Zahlen?<br />

Im zweiten oder dritten Bezirk bekommen<br />

Sie ein schönes, unsaniertes<br />

Zinshaus mit Stuck und Erkern um 3.000 bis<br />

4.000 Euro pro Quadratmeter. Für eine sanierte<br />

Wohnung darin können Sie aber 7.000<br />

bis 9.500 Euro pro Quadratmeter verlangen.<br />

Das Delta war noch nie so groß. Entsprechend<br />

bewegt sich die Rendite momentan<br />

zwischen drei und vier Prozent. So eine große<br />

Gewinnspanne gab es am Zinshausmarkt<br />

schon lange nicht mehr.<br />

8<br />

MICHAEL SCHMIDT<br />

Geschäftsführer 3SI<br />

3si.at<br />

Wie lange bleibt das günstige<br />

Zeitfenster noch offen?<br />

Mit den nächsten Zinsschnitten wird<br />

der Zinshausmarkt wieder an Fahrt aufnehmen.<br />

Das spüren wir bereits in den Anfragen<br />

und jüngsten Verkaufszahlen. Daher empfehle<br />

ich ein rasches Handeln.<br />

Fotos: Real Agency/ÖRAG, Stefan Joham<br />

114 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


HINTEREGGER GRUPPE<br />

LUXUS IM HERZEN WIENS<br />

Wie im Himmel fühlt man sich in dieser Luxusresidenz auf der Ringstraße mit Blick auf den<br />

Stephansdom. Die Lage ist ebenso exzeptionell wie das großzügig revitalisierte Penthouse<br />

selbst. Ein Dachterrassen-Juwel im Herzen Wiens, das nun zum Verkauf steht.<br />

FOTOS: VIZ A VIE – VISUALS<br />

Residieren an einer der exklusivsten<br />

Adressen Wiens, in der Ringstraßen-Galerie,<br />

hoch oben über<br />

den Dächern, mit Blick auf den<br />

Stephansdom und die Staatsoper – besser<br />

geht’s nicht. Die Kärtner Straße befindet sich<br />

quasi ums Eck, die Infrastruktur samt Schulen,<br />

Kindergärten, Geschäften, Cafés und Restaurants,<br />

Banken und Ärzt:innen sowie öffentlichen<br />

Verkehrsmitteln ist top. Das Luxus-Penthouse<br />

mit einer großzügigen Dachterrasse im<br />

Herzen Wiens versprüht historischen Charme<br />

und bietet zugleich alle Annehmlichkeiten des<br />

modernen Lifestyles. Und es punktet dank der<br />

Revitalisierung durch den erfahrenen Projektentwickler<br />

der Hinteregger Gruppe – ein<br />

erfolgreiches Familienunternehmen seit 110<br />

Jahren – sprichwörtlich auf vielen Ebenen: An<br />

die exklusive, revitalisierte Residenz mit einer<br />

Wohnfläche von 180 Quadratmetern schließt<br />

direkt vor dem Wohnbereich eine 35-Quadratmeter-Terrasse<br />

auf drei abgestuften Niveaus<br />

an. Von hier aus hat man einen grandiosen<br />

Blick auf den Stephansdom. Hinzu kommen<br />

im Obergeschoß ein Ensuite-Zimmer, ein<br />

Abstellraum sowie ein Masterbedroom mit<br />

großzügigem Bad und einer Traumaussicht<br />

auf das Schloss Belvedere und den vorgelagerten<br />

Park. Im unteren Geschoss der Wohnung<br />

befinden sich noch ein En-suite-Zimmer,<br />

das sich auch hervorragend als Homeoffice<br />

eignet, und zwei weitere Abstellräume.<br />

Das Penthouse selbst ist mit hochwertigen<br />

Naturstoffen, Stuck und einem KNX-Bussystem<br />

ausgestattet, das Heizung, Kühlung,<br />

Sonnenschutz und Beleuchtung steuert.<br />

Auf Wunsch gibt es ein Luxury-Package<br />

obendrein: Dazu gehört die Reservierung<br />

eines eigenen Stellplatzes (bei Bedarf mehrere)<br />

in der hauseigenen Tiefgarage, exklusive<br />

Concierge-Services sowie Nutzung der exquisiten<br />

Räumlichkeiten des Grand Hotels, das<br />

sich ebenfalls im Gebäude befindet, SPA mit<br />

Sauna und Whirlpool, Wellness- und Beauty-<br />

Services, Catering und vieles mehr. Ein Leben<br />

wie im Himmel eben, oder gar noch besser.<br />

INFO<br />

Dachgeschoß Maisonette<br />

Mahlerstraße 10–12, 1010 Wien<br />

Hinteregger Gruppe<br />

T: +43 1 3083141, office@hinteregger.immo<br />

hinteregger.immo<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 115


urban living / HISTORISCHE PALAIS<br />

PALAIS OLÉ!<br />

Modern wohnen in historischen Gebäuden in Bestlage. Mit Palais-Immobilien<br />

wird’s möglich. RESIDENCES hat bei zwei Immo-Profis nachgefragt,<br />

worauf es im High-Class-Segment so ankommt. TEXT MANFRED GRAM<br />

Foto: planquadrat<br />

116 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

Luxus-Einkehr<br />

Das historische Kloster St. Josef<br />

nahe der Salzburger Innenstadt wird zum<br />

exklusiven Palais mit rund 40 Eigentumswohnungen<br />

umgestaltet. Geboten werden<br />

zudem ein idyllischer Park, ein Schwimmteich,<br />

ein naturbelichteter Spa-Bereich und<br />

Repräsentationsräume. planquadr.at<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 117


urban living / HISTORISCHE PALAIS<br />

Zu Beginn ein paar Definitionen. Gemeinhin<br />

versteht man unter Palais die<br />

Residenz einer:eines Herrscher:in. Steht<br />

so ein Palais in der Stadt, hat man es mit<br />

einem Stadtpalais zu tun, das üblicherweise von<br />

Adeligen bewohnt wurde. Steht es am Land, hat<br />

man es mit einem Landpalais zu tun, das üblicherweise<br />

ebenfalls von Adeligen bewohnt wurde.<br />

Aber egal ob Stadt- oder Landpalais – unterm<br />

Strich sind Palais immer historische Gebäude,<br />

großzügig und prunkvoll angelegt und in ihrer<br />

Verfügbarkeit am Immobilienmarkt sehr limitiert<br />

und daher auch hochexklusiv. Projekte wie<br />

jenes, das die IFA AG, Österreichs größter Anbieter<br />

für Direktimmobilieninvestments, gerade<br />

in Salzburg gemeinsam mit Planquadr.at verwirklicht,<br />

sind dementsprechend spärlich. Ein<br />

historisches Kloster, 400 Meter von der Innenstadt,<br />

wird hier gerade zum Palais St. Josef,<br />

Quadratmeterpreis: 10.000 Euro aufwärts.<br />

Quasi Top of the Top. Zu dieser Immobiliennische<br />

zählen zudem noch prunkvolle Villen<br />

der Jahrhundertwende, aber auch Barockschlösschen<br />

und verwunschene Herrenhäuser.<br />

»Wir beobachten eine<br />

steigende Nachfrage nach<br />

Luxus immobilien in den<br />

inneren Bezirken, insbesondere<br />

in Ringnähe und vor allem<br />

im ersten Bezirk.«<br />

KRISTINA GIACOMELLI Sangreal<br />

Außergewöhnliche Objekte also, die nur mit<br />

dem richtigen Netzwerk zu erwerben sind.<br />

STABILE MARKTLAGE<br />

Die Luxusimmobilienmaklerin Kristina<br />

Giacomelli, Inhaberin von Sangreal Properties,<br />

verfügt über so ein Netzwerk. Sie bietet u. a. mit<br />

ihrer neuen Vertriebslinie »Private Collection«<br />

ein sehr exklusives Portfolio für öffentlichkeitsscheue<br />

High-Class-Kund:innen und setzt auf<br />

Objekte, die man so nicht auf Immobilienplatt -<br />

formen findet. Das Portfolio, das verwaltet wird,<br />

hat ein dreistelliges Millionenvolumen. Sangreal<br />

hat heuer rund 45 Immobilien abgewickelt,<br />

erzählt Giacomelli, darunter kleinere Eigentumswohnungen,<br />

aber auch Penthouses um<br />

mehrere Millionen. Sie kennt den Luxus-<br />

Stadtjuwel<br />

Das Palais Mautner Jäger, ein architektonisches<br />

Juwel der Belle Époque, findet sich im Herzen des<br />

dritten Wiener Bezirks. Mit 22 Zimmern, historischen<br />

Details und einem großzügigen Garten samt<br />

antiker Kegelbahn vereint es urbanen Komfort<br />

mit klassischer Eleganz. sangreal-properties.at<br />

Fotos: Philipp Lipiarski/www.lipiarski.com, Sangreal Properties/ZOOM.VP, Marschall Real Estate,<br />

118 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

Prachtvilla<br />

Die Familienvilla von 1863 vereint Gründer -<br />

zeitarchitektur mit kunstvollen Ornamenten,<br />

farbigen Sichtziegeln und einem markanten<br />

Turm. Eine großzügige Eingangshalle, ein<br />

Wohnsalon mit Terrassenzugang, 18 Zimmer<br />

und ein ausgebautes Dachgeschoß bieten<br />

exklusives Wohnen. Indoorpool und Wellnessbereich<br />

gibt es auch. marschall.at<br />

immobilienmarkt also sehr gut. »Der hat sich<br />

in den vergangenen Krisenjahren sehr stabil<br />

gezeigt. Wien gewinnt dabei zunehmend an<br />

internationaler Bedeutung, vor allem wegen<br />

der Sicherheit und den noch attraktiven<br />

Immobilienpreisen im Vergleich zu anderen<br />

Hauptstädten Europas.«<br />

Ähnliche sieht dies auch Peter Marschall, der<br />

mit seinem Maklerunternehmen Marschall<br />

Real Estate seit Jahrzehnten eine Fixgröße in<br />

diesem Marktsegment ist. »Der Luxusimmobilienmarkt<br />

in Wien hat sich in den letzten<br />

20 Jahren sehr positiv entwickelt, insbesondere<br />

durch das verstärkte Interesse inter nationaler<br />

Käufer:innen«, analysiert der Profi. Allerdings:<br />

»Durch den Ukrainekrieg sind die Käufer:innen<br />

aus Russland, die davor sehr stark in Wien<br />

vertreten waren, nahezu verschwunden. Wir<br />

nehmen dafür ein zunehmendes Interesse von<br />

Käufer:innen aus der Ukraine wahr.« Wobei<br />

die Käufer:innenstruktur mehr oder weniger<br />

gleich geblieben ist: »Unsere Kund:innen<br />

kommen ungefähr zu gleichen Teilen aus dem<br />

In- und dem Ausland«, so Marschall.<br />

Geht es in Richtung historische Luxusimmobilien<br />

wird alles noch einmal spezieller.<br />

»Der Kreis potenzieller Interessent:innen ist im<br />

»Je exklusiver die Immobilie,<br />

desto höher die Ansprüche<br />

potenzieller Käufer:innen.«<br />

PETER MARSCHALL Marschall Real Estate<br />

Vergleich zu modernen Luxusimmobilien<br />

deutlich kleiner. Zudem bringen historische<br />

Palais oft bauliche Gegebenheiten mit sich,<br />

die bei der Planung von Wohnungen oder<br />

Hotels anspruchsvoll sein können«, erklärt<br />

Giacomelli. »Es gibt hier einfach viel zu<br />

beachten: Denkmalschutz, Bebaubarkeit des<br />

Grundstücks, technische Umsetzungsmöglichkeit<br />

der Kund:innenwünsche, Energieeffizienz<br />

oder Raumstrukturen, um nur<br />

einiges zu nennen«, so Marschall, der ergänzt:<br />

»Dennoch gibt es eine Gruppe von<br />

Käufer:innen, die sehr gerne die unsanierte<br />

Substanz kaufen und ihre individuellen<br />

Anforderungen und Wünsche selbst verwirklichen.«<br />

Den Grund, sich auf komplexe<br />

Sanierungsprojekte im High-Class-Segment<br />

einzulassen, sieht Immo-Profi Giacomelli<br />

darin, dass sich Käufer:innen eine langfristige<br />

Wertsteigerung versprechen. »Diese historischen<br />

Objekte bieten für Investor:innen eine<br />

interessante Möglichkeit, neue Nutzungskonzepte,<br />

etwa als Boutiquehotels oder exklusive<br />

Wohnprojekte, umzusetzen.«<br />

HOHE ANSPRÜCHE<br />

Egal ob selbst saniert wird oder die Immobilie<br />

bezugsfertig ist, Luxus ist in dieser Marktnische<br />

obligatorisch. Das legen zumindest die<br />

Ausstattungsdetails der Palais- und Villenprojekte<br />

nahe, die präsentiert werden.<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 119<br />

>


urban living / HISTORISCHE PALAIS<br />

JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

><br />

100 Quadratmeter Wohnzimmer, großzügige<br />

Terrassen mit Outdoorküchen oder<br />

Smart-Home-Steuerung für Spa-Bereiche gehören<br />

einfach dazu. »Es sind sehr hochwertige<br />

Materialien gefragt, wobei in den letzten Jahren<br />

nicht mehr die auffällige Opulenz gesucht wird,<br />

sondern eher ein schlichtes, hochqualitatives<br />

Design. Smart-Home-Lösungen sind bei sanierten<br />

Immobilien State of the Art«, so Marschall.<br />

Ein gutes Beispiel, wie diese Ansprüche<br />

perfekt umgesetzt werden, ist das Projekt, das<br />

der Immobilienentwickler Winegg mit der 3SI<br />

Immogroup in Hietzing umgesetzt hat. Dort<br />

wurde ein Jugendstilpalais zu einem Haus mit<br />

drei Residenzen zwischen 181 und 235 Quadratmetern<br />

mit mehreren Badezimmern und<br />

riesigen Wohnräumen umgebaut. Höchstes<br />

Augenmerk lag dabei auf der Materialwahl.<br />

Fischgrätparkett, Tafelboden, hochwertiges<br />

Gestein und per Hand gefertigter Decken- und<br />

Wandstuck sorgen für Ambiente. Dazu gibt es<br />

einen eigenen Weinkeller, großzügige Eigengärten,<br />

Freiflächen und eine Parkanlage direkt<br />

hinterm Gründerzeithaus. Das braucht es, denn<br />

2<strong>02</strong>4 bedeutet Wohnen im Palais, »den historischen<br />

Charme mit modernen Standards zu<br />

kombinieren«, so Giacomelli.<br />

120 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24<br />

<<br />

Schlossnähe<br />

Jahrhundertwende-Stilaltbau nahe<br />

Schönbrunn mit dem Glanz der Wiener<br />

Gründerzeit. Das sanierte viergeschoßige<br />

Gebäude hat drei Wohneinheiten,<br />

besticht mit hochwertigen Materialien<br />

und verfügt über eine Parkanlage mit<br />

Teich. 3si.at<br />

Fotos: Winegg & 3SI Immogroup | JAMJAM


www.palaisliechtenstein.com


HOCH HINAUS MIT<br />

KOMPETENZ<br />

Ein dynamisches Wachstum verzeichnet die<br />

1997 gegründete Firma Akustik Fellner, die auf<br />

eine dauerhafte Vertrauensbasis mit den Kunden<br />

setzt. Dank hocherfahrener Projektleiter<br />

bewältigt das Unternehmen simultan<br />

mehrere Großprojekte auf höchstem Niveau.<br />

122 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


AKUSTIK FELLNER<br />

Der Trockenbau spielt als<br />

Schlüsselgewerk eine zentrale<br />

Rolle am Bau. Der Familienbetrieb<br />

Akustik Fellner<br />

realisiert dank technischer<br />

und wirtschaft licher Kompetenz<br />

auch hoch komplexe<br />

Bau aufgaben mit Erfolg.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

Hoch in den Wiener Himmel<br />

wachsen derzeit das 100-Meter-<br />

Wohnhochhaus »Schneewittchen«<br />

am Nordbahnhof, der 90-Meter-<br />

Turm »Grünblick« im Viertel Zwei und<br />

der 80 Meter hohe »DS 90 Tower« an der<br />

Dresdnerstraße. Bauaufgaben wie diese sind<br />

eine Herausforderung für alle Beteiligten.<br />

Gemeistert hat diese Herausforderung die<br />

Firma Akustik Fellner, die bei allen drei für<br />

den Trockenbau verantwortlich ist – und<br />

gleichzeitig noch 20 bis 25 weitere Projekte<br />

realisiert, darunter die anspruchsvolle<br />

Revitalisierung eines Krankenhauses.<br />

PRÄZISION UND VERLÄSSLICHKEIT<br />

Dafür braucht es Präzision, Kompetenz und<br />

Verlässlichkeit, und genau das bietet der<br />

1997 von Andreas und Erika Fellner gegründete<br />

und heute in Traiskirchen und Lanzenkirchen<br />

ansässige Betrieb. »Unsere schlanke<br />

Unternehmensstruktur ermöglicht uns das<br />

Abbilden von großen Verarbeitungsmengen<br />

zu attraktiven Preisen«, sagt Geschäfts führer<br />

Christian Fellner, der als studierter Betriebswirt<br />

2015 in die Firma einstieg. »Aber<br />

zusätzlich zu diesem skalenökonomischen<br />

Vorteil braucht es auch gute Beratungsleistungen.<br />

Genau diese decken wir mit dem<br />

langjährigen Know-how unserer hocherfahrenen<br />

Projektleiter bestens ab.«<br />

Beim Trockenbau handelt es sich im Bauablauf<br />

um das Schlüsselgewerk, welches im<br />

Innenausbau mit zahlreichen anderen Gewerken<br />

im Einklang funktionieren muss. Eine<br />

entsprechende Projektvorbereitung und die<br />

Just-in-time-Materiallieferung garantieren<br />

hier eine erfolgreiche Baustellenabwicklung.<br />

»Die Kombination aus einer guten Einkaufsstrategie<br />

und einer hohen Professionalität<br />

ermöglicht uns das Abbilden von wettbewerbsfähigen<br />

Preisen«, sagt Andreas Fellner.<br />

Geschäftsführer im Familienbetrieb:<br />

Firmengründer Andreas<br />

Fellner (l.) und Schwiegersohn<br />

Christian Fellner (r.).<br />

»Dabei agieren wir fair und partnerschaftlich<br />

und bauen mit unseren Kunden eine dauerhafte<br />

Vertrauensbasis auf.«<br />

Dazu passt das so organische wie dynamische<br />

Wachstum des Betriebs seit seiner Gründung.<br />

Dass es sich hier um ein Familienunternehmen<br />

handelt, sieht man quer durch alle<br />

Unternehmensabläufe. Andreas Fellner, selbst<br />

Trockenbaumeister, garantiert von Beginn an<br />

die handwerkliche Kompetenz, Erika Fellner<br />

ist als Prokuristin für die Buchhaltung zuständig.<br />

Schwiegersohn Christian Fellner brachte<br />

mit seinem Einstieg die fundierte betriebswirtschaftliche<br />

Kompetenz mit und Tochter<br />

Bianca Fellner kümmert sich mit Expertise um<br />

die Prozessoptimierung.<br />

Mit genauer Strategie und ausgeklügeltem<br />

Businessplan wurde die Firma, die anfangs auf<br />

den Innenausbau von Shops ausgerichtet war,<br />

2015 neu positioniert und auf den Objektbau<br />

ausgerichtet. Schon 2019 sammelte man mit<br />

dem 14-geschoßigen Wohnhochhaus »J5A« in<br />

der Seestadt Aspern erste Hochhauserfahrungen.<br />

Heute ist das Portfolio reich bestückt mit<br />

beeindruckenden Referenzen, darunter weitere<br />

Wohnhochhäuser, große Wohnanlagen, Bürobauten,<br />

hochkomplexe Krankenhäuser und<br />

vieles mehr.<br />

SCHWERPUNKT NACHHALTIGKEIT<br />

Einen wesentlichen und in Zukunft immer<br />

wichtigeren Schwerpunkt bildet dabei die<br />

Nachhaltigkeit, betont Christian Fellner.<br />

»Unsere Produkte werden direkt vom Werk<br />

auf die Baustelle geliefert. Dadurch verringern<br />

sich die Transportwege und wir sparen<br />

graue Energie.« Auch für die anstehenden<br />

Anforderungen des klimagerechten Bauens<br />

und der Erhöhung der Recyclingquote am<br />

Bau laufen schon die Vorbereitungen. Innovation<br />

schreibt man schließlich bei Akustik<br />

Fellner groß. »Über die Jahre haben wir<br />

gemeinsam mit unseren Kunden und Lieferanten<br />

zahlreiche Sonderkonstruktionen<br />

entwickelt, in diversen Prüfstellen geprüft<br />

und zertifiziert«, sagt Christian Fellner.<br />

Nachhaltigkeit und Innovation stehen<br />

auch in Zukunft bei Akustik Fellner im<br />

Vordergrund. »Die Auftragsbücher für<br />

2<strong>02</strong>5 sind bereits gut gefüllt«, sagt Andreas<br />

Fellner. »Wir wollen die Kapazitäten<br />

erhöhen und uns weiterhin organisch und<br />

strategisch entwickeln.« Mit einer Fülle an<br />

Kompetenz in der Familie und im Betrieb –<br />

und einem ausgezeichneten Ruf in der<br />

Branche.<br />

INFO<br />

Mehr Informationen unter:<br />

akustik-fellner.at<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 123


urban living / GELEPHU MINDFULNESS CITY<br />

Vision wird gebaut<br />

Die Stadtviertel folgen dem Konzept<br />

des Mandalas, multifunktionale<br />

Brücken verbinden sie. Der Start -<br />

schuss für den Bau der Pionierstadt<br />

ist bereits erfolgt.<br />

Foto: Brick Visual<br />

124 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Bhutan, der Staat mit dem höchsten Bruttonationalglück, plant<br />

eine moderne, aber buddhistische und nachhaltige Stadt. Komplett<br />

neu. Komplett anders. Bildung, grüne Energie und Digitalisierung<br />

sowie Umweltfreundlichkeit stehen ganz oben auf der Liste.<br />

TEXT HEIMO ROLLETT<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 125


urban living / GELEPHU MINDFULNESS CITY<br />

Airport aus Holz<br />

Der Flughafen mit 3.000 Meter<br />

Landebahn wird gerade errichtet.<br />

Der Terminal wird vollständig aus<br />

Holz gebaut.<br />

Fotos: Brick Visual, BIG<br />

So etwas gab es noch nie! Im Süden<br />

Bhutans entsteht derzeit ein einzigartiges<br />

Stadtprojekt, das weltweit seinesgleichen<br />

sucht. Die »Gelephu<br />

Mindfulness City« soll auf einer Fläche von<br />

rund 1.000 Quadratkilometern eine moderne<br />

buddhistische Destination für Spiritualität,<br />

Wellness und Regeneration werden. König Jigme<br />

Khesar Namgyel Wangchuck persönlich<br />

steht hinter dieser »Stadt der Achtsamkeit«,<br />

Mindfulness City, wie sie im Englischen genannt<br />

wird.<br />

BRÜCKEN MIT UNIS<br />

UND WOHNUNGEN<br />

Die neue Metropole soll für hohe Lebensqualität,<br />

grüne Energie, digitale Vernetzung und<br />

Bildung stehen. Gleichzeitig soll sie die buddhistische<br />

Tradition bewahren und das in der<br />

Verfassung verankerte Bruttonationalglück<br />

fördern. Das Megaprojekt entwickelt sich aus<br />

Natur, Kultur, Wasserkraft<br />

Der Damm als Symbol für die Harmonie<br />

von Natur und Kultur – mit bunten<br />

Quadraten; Stufen durch die Felswände führen<br />

zu Aussichts punkten und einem Tempel.<br />

126 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


der bestehenden Kleinstadt Gelephu an der<br />

Grenze zu Indien, die aktuell etwa 10.000<br />

Einwohner:innen zählt. Bhutan, bekannt für<br />

seinen Fokus auf nachhaltigen Tourismus und<br />

Umweltschutz, plant die Stadt als Modell für<br />

zukunftsweisende Stadtentwicklung. Das Königreich<br />

misst gesellschaftlichen Wohlstand ja<br />

nicht allein an der Wirtschaftsleistung, sondern<br />

auch am selbst entwickelten »Gross National<br />

Happiness Index«.<br />

Hinter den atemberaubenden Ideen steckt<br />

ein bekanntes Büro: Bjarke Ingels Group<br />

(BIG) wurde mit der Planung beauftragt. Der<br />

Masterplan sieht eine Reihe multifunktionaler<br />

und bewohnbarer Brücken als neue Wahrzeichen<br />

vor. Diese Brücken sollen nicht nur als<br />

Verkehrsinfrastruktur dienen, sondern auch<br />

wichtige städtische Einrichtungen beherbergen,<br />

etwa ein spirituelles Vajrayana-Zentrum,<br />

ein Gesundheitszentrum für östliche und<br />

westliche Medizin, eine Universität, ein hydroponisches<br />

Gewächshaus und einen Markt.<br />

Jede dieser neun Brücken repräsentiert einen<br />

Bereich des Bruttonationalglücks.<br />

REISFELDER IN DER STADT<br />

Die Liste von Maßnahmen, bei denen jede:r<br />

Stadtplaner:in die Augen aufreißt, geht aber<br />

noch weiter, Reisfelder beispielsweise sind<br />

inmitten der Stadt ebenso geplant wie ein hydroelektrischer<br />

Damm, der als bauliches Symbol<br />

für die Harmonie von Natur und Kultur<br />

fungieren soll. Besucher:innen und<br />

Pilger:innen steigen auf verschie denen Wegen<br />

entlang der Felswand mit bunten Quadraten<br />

»Kleine Länder wie Bhutan<br />

können schnell und innovativ<br />

Pläne umsetzen, vor denen<br />

andere Länder möglicherweise<br />

zurückschrecken.«<br />

SEINE MAJESTÄT KÖNIG<br />

JIGME KHESAR NAMGYEL WANGCHUCK<br />

zum Besucherzentrum und Tempel hinauf.<br />

Auch in Sachen Nachhaltigkeit reitet diese Stadt<br />

allen anderen auf und davon. Die »Mindfulness<br />

City« soll die strengen Umweltauflagen Bhutans<br />

berücksichtigen. Das Land ist bekannt dafür,<br />

mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufzunehmen,<br />

als es ausstößt. Mindestens zwei Drittel<br />

der Landesfläche müssen bewaldet bleiben,<br />

und Energie wird fast ausschließlich durch<br />

Wasserkraft erzeugt.<br />

GREEN-BITCOIN-MINING<br />

Dennoch braucht es in einer Stadt der Zukunft<br />

moderne, völlig neue Einrichtungen. Dazu gehören<br />

das Green-Bitcoin-Mining in Zusammenarbeit<br />

mit Bitdeer, die Einführung des<br />

Blockchain-basierten nationalen digitalen Identitätsprogramms,<br />

der Start des weltweit dritten<br />

MIT Super Fab Lab und andere Projekte wie die<br />

Entwicklung und Erprobung von Drohnen. Ein<br />

Schlüsselelement des Projekts ist der Bau eines<br />

neuen internationalen Flug hafens. Die Bauarbeiten<br />

haben bereits begonnen, mit dem ><br />

Digitale Fusion<br />

Wer denkt bei diesem Bild<br />

an Green-Bitcoin-Mining,<br />

die Einführung einer Blockchain<br />

und den Start des dritten<br />

MIT Super Fab Lab?<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 127


urban living / GELEPHU MINDFULNESS CITY<br />

Universität<br />

Bildung spielt eine wesentliche Rolle<br />

beim Bruttonationalglück Bhutans,<br />

das eine weit modernere Benchmark<br />

als das BIP darstellt.<br />

><br />

Ziel, eine 3.000 Meter lange Start- und Landebahn<br />

zu errichten. Langfristig ist sogar eine<br />

Verlängerung auf bis zu 4.000 Meter geplant,<br />

um auch Großraumflugzeuge wie den Airbus<br />

A380 aufnehmen zu können. Der Terminal soll<br />

vollständig aus Holz gebaut werden, um sich<br />

harmonisch in die Landschaft einzufügen. Geschätzte<br />

Kosten: vier bis fünf Milliarden Dollar,<br />

auch weil zwei Flüsse überbrückt werden müssen<br />

und die Steigung der Landebahn den internationalen<br />

Standards angepasst werden muss.<br />

Wichtig ist der Airport aber, auch für den Tourismus,<br />

denn Reisende können sich hier auf<br />

eine Kombination aus spektakulärer nachhaltiger<br />

Architektur und traumhafter Natur freuen,<br />

liegt die Stadt doch in der Nähe zweier<br />

Naturschutz gebiete: dem Phibsoo Wildlife<br />

Sanctuary und dem Royal Manas National Park.<br />

Im Land ist man positiv gestimmt: »Kleine<br />

Länder wie Bhutan können schnell und<br />

innovativ Pläne umsetzen, vor denen andere<br />

Länder möglicherweise zurückschrecken«, so<br />

Seine Majestät König Jigme Khesar Namgyel<br />

Wangchuck. Wann wird das alles fertig? Einen<br />

festen Zeitplan für die Fertigstellung der gesamten<br />

Stadt gibt es noch nicht. Allein die Ideen,<br />

wie man Tradition mit Innovation<br />

verbind, sind ein einzigartiges Beispiel für<br />

nachhaltige Stadtentwicklung. Ein Pionierprojekt<br />

für den Rest der Welt. <<br />

128 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24<br />

Multifunktionale Brücken<br />

Neben der Uni werden die Brücken<br />

des Ortes auch noch als spirituelles<br />

Zentrum, als Gewächshaus, Gesundheitszentrum<br />

und Markt genutzt.<br />

Selbst der Flughafen ist eine Brücke!<br />

Fotos: Brick Visual, Atchain


MAX&MORITZ<br />

LUXUS, STIL UND VIEL<br />

LIEBE ZUM DETAIL<br />

Zwei wunderschöne Luxury City Apartments, die ihresgleichen suchen. »Max&Moritz«<br />

in Wien-Döbling wurden mit viel Fingerspitzengefühl gestaltet. Sie vereinen Tradition,<br />

Komfort und modernes Design auf eine ganz besondere Weise.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

Wien-Döbling, der bekannte<br />

Nobelbezirk der Stadt,<br />

gehört bei Immobilien zu<br />

den absoluten Toplagen.<br />

Genau richtig für »Max&Moritz«, zwei<br />

neue, exklusive Wohnobjekte in der<br />

Wilhelm-Busch-Gasse 41–43.<br />

»Max«, eine großzügige 161 Quadratmeter<br />

große Vier-Zimmer-Wohnung auf<br />

zwei Ebenen, steht für Luxus und Stil.<br />

Hochwertig ausgestattet, inklusive Kellerabteil<br />

und Parkplatz, verfügt das Luxury<br />

City Apartment über einen Wellnessbereich,<br />

einen Weinkeller sowie Terrasse und<br />

einen großen Garten mit Pool – perfekt<br />

für den Sommer in der City.<br />

PERFEKTE KOMBINATION<br />

»Moritz«, eine edle 159 Quadratmeter<br />

große Drei-Zimmer-Wohnung, verbindet<br />

Tradition mit Komfort. Auch hier stehen<br />

Kellerabteil und Parkplatz zur Verfügung,<br />

eine weitläufige Terrasse und ein<br />

großer Garten mit Jacuzzi sorgen für<br />

höchste wohnliche Lebensqualität.<br />

Beide Apartments sind mit exquisiten,<br />

zeitlosen Materialien gestaltet, inklusive<br />

klassischer Eichenböden, Marmor,<br />

Designmöbeln und schicken Tapeten.<br />

Gekonnt kombiniert, um eine friedliche<br />

Atmosphäre mit einzigartigem Stil<br />

zu schaffen.<br />

INFO<br />

Developed by<br />

koup immobilien GmbH<br />

Walfischgasse 1/8, 1010 Wien<br />

T: +43 676 6445882<br />

E: office@koup.immo<br />

koup.immo<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 129


urban living / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />

ZUHAUSE IM<br />

LUXUSHOTEL<br />

Mondäner geht’s nicht: wohnen im Eigentum, aber in<br />

den namhaftesten Hotels der Weltmetropolen – mit dem<br />

Fünf-Sterne-Service und in den besten Lagen. TEXT HEIMO ROLLETT<br />

»Waldorf Astoria<br />

Miami <strong>Residences</strong>«, USA<br />

In schwindelerregender Höhe von<br />

320 Metern thront dieses Meisterwerk<br />

über der Skyline Miamis. Neun<br />

gestapelte Glaskuben bilden den<br />

Korpus. Hier verschmelzen Hotelkomfort<br />

und Wohnluxus zu einer<br />

Symbiose der Extraklasse. Von<br />

privaten Pools bis hin zum<br />

24/7-Conciergeservice – das<br />

Leben war noch nie so himmlisch!<br />

waldorfresidencesmiami.com<br />

Foto: beigestellt<br />

130 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


S<br />

IM<br />

HOTEL<br />

T Ä<br />

D<br />

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E<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 131


urban living / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />

Lage bleibt Lage – das gilt insbesondere<br />

für prestigeträchtige Adressen. Zu<br />

sagen, eine Wohnungen im »Waldorf<br />

Astoria New York« an der Park<br />

Avenue zu haben, macht was her. Ein wenig<br />

Geduld braucht es dafür aber, selbst wenn<br />

das nötige Kapital vorhanden ist.<br />

COLE PORTER LEBT WEITER<br />

Derzeit gehen nämlich noch täglich Bauarbeiter:innen<br />

in dem ikonischen Haus aus<br />

und ein, sie teilen sich ihren Arbeitsplatz mit<br />

einem internationalen Expert:innenteam aus<br />

Denkmalschützer:innen und Restaurator:innen,<br />

die akribisch an den einzigartigen Artefakten<br />

des Hotels werken – darunter die<br />

berühmte »Spirit of Achievement«-Statue am<br />

Eingang zur Park Avenue, die Weltausstellungsuhr<br />

und der Steinway-Flügel des amerikanischen<br />

Komponisten Cole Porter aus dem<br />

Jahr 1907. All diese Exponate werden ihren<br />

ursprünglichen Standort im »Waldorf Astoria<br />

New York« behalten, wenn dann auch die<br />

neuen Eigentümer:innen einziehen werden:<br />

Privatpersonen, die sich ein Stück des ikonischen<br />

Hotels als Wohnung gekauft haben.<br />

Das legendäre Haus ist seit 2017 geschlossen,<br />

die Wiedereröffnung war ursprünglich<br />

für Ende 2<strong>02</strong>2 geplant, wurde jedoch erneut<br />

verschoben und ist nun für die nächsten<br />

Monate vorgesehen. Nach Abschluss der<br />

Renovierungsarbeiten wird das Gebäude<br />

nicht mehr ausschließlich als Hotel betrieben<br />

werden, sondern gemäß dem Motto »Halbehalbe«.<br />

Es wird sowohl 375 Hotelzimmer als<br />

auch 375 Luxuswohnungen, sogenannte<br />

Branded <strong>Residences</strong>, umfassen.<br />

IMMER MEHR UND IMMER BESSER<br />

Diese sind mittlerweile in allen großen<br />

Metropolen der Welt zu finden, ihr Erfolg<br />

liegt wohl auch in der gelungenen Mischung<br />

aus Hotelkomfort und Privatsphäre. Eigentümer:innen<br />

haben dabei die Möglichkeit,<br />

»Fairmont Rabat-<br />

Salé«, Marokko<br />

Ein Meisterwerk marokkanischer<br />

Eleganz! Im Herzen der Küstenstadt<br />

liegen die 274 Wohnungen<br />

und Suiten, eingerahmt von landschaftlich<br />

gestalteten Wassergärten.<br />

Mit einem exquisiten<br />

Spa, Golfplatz und feiner<br />

Kulinarik ist es ein Paradies für<br />

Kurztrips zum Sonnetanken und<br />

für längere Aufenthalte.<br />

fairmont.de/rabat<br />

den Luxus und den Service der renommierten<br />

Hotelmarken zu genießen, während sie<br />

gleichzeitig die Privatsphäre und die Sicherheit<br />

eines eigenen Apartments oder einer<br />

Suite besitzen.<br />

Die Nachfrage nach Branded <strong>Residences</strong> hat<br />

in den letzten Jahren stark zugenommen. Die<br />

Idee ist zwar schon fast 100 Jahre alt, den Beginn<br />

markierte das »The Sherry­ Netherland«,<br />

das als 38-stöckiges Apartment-Hotel ebenfalls<br />

in Manhattan, nämlich an der Fifth<br />

Avenue 1927 eröffnete. Die damaligen<br />

Eigentümer:innen der Suiten hatten Butler,<br />

Fotos: lensfilmsdubai, beigestellt<br />

132 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Zimmerreinigung und diverse Cocktails und<br />

Mahlzeiten zur Auswahl. Heutzutage erwarten<br />

die Käufer:innen Kinderbetreuung,<br />

Dinnerpartys, Hundeausführen, Ernährungsberatung,<br />

Personal Shopping und vieles mehr.<br />

Die Hotelketten reagierten auf diese zahlungskräftige<br />

Klientel, Marken wie Hilton, Marriott,<br />

Accor, Rosewood, Anantara, Kempinski,<br />

Ritz-Carlton etc. haben sich in Städten wie<br />

New York, London, Dubai und zunehmend<br />

auch in deutschen Metropolen mit diesem<br />

Immobilienkonzept etabliert, auch Wien ist<br />

»Four Seasons<br />

Mumbai«, Indien<br />

Was für ein Rückzugsort in dieser<br />

quirligen Stadt! Jede Wohnung<br />

nimmt mindestens ein ganzes<br />

Stockwerk ein und überall hat<br />

man einen Blick von oben auf<br />

dieses urbane Konglomerat. Residents’<br />

Club mit Lounge, Medienraum<br />

und privater Speisesaal<br />

werden von dem gewohnt legendären<br />

»Four Seasons«-Service<br />

verwöhnt. fourseasons.com<br />

Im »Waldorf Astoria«<br />

erinnert das Konzept<br />

fast an eine riesige<br />

Luxus-WG, denn es<br />

gibt unheimlich viele<br />

Gemeinschaftsflächen<br />

und -räume.<br />

mit dem »Palais Hansen«, dessen Hotelbetrieb<br />

unlängst von Anantara übernommen<br />

wurde, und dem »Mandarin Oriental« in<br />

dem Segment vertreten. Die 25 exklusiven<br />

Markenresidenzen in letztgenanntem Haus<br />

sind im Übrigen besonders nachhaltig. Das<br />

Projekt hat diesen Herbst die Vorzertifizierung<br />

in Gold für nachhaltige Sanierung der<br />

ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für<br />

nachhaltige Immobilienwirtschaft) erhalten.<br />

REICHEN-WG<br />

S<br />

T Ä<br />

D<br />

IM<br />

HOTEL<br />

Im »Waldorf Astoria« erinnert das Konzept<br />

fast an eine riesige Luxus-WG, denn es gibt<br />

unheimlich viele Gemeinschaftsflächen und<br />

-räume. Die neuen Eigentümer:innen werden<br />

exklusiven Zugang zu über 4.600 Quadratmetern<br />

privater Wohnanlage haben,<br />

darunter ein 25 Meter langer »Starlight<br />

Pool« mit Sternenhimmel und Blick auf die<br />

Park Avenue. Die exklusiv für die Bewohner:in<br />

nen zur Verfügung stehenden Bars<br />

mit der »Starlight Lounge«, der »Starlight<br />

Terrace« und dem immergrünen Wintergarten<br />

sind eine Hommage an die berühmten<br />

Privat audienzen im »Waldorf Astoria« der ><br />

T<br />

E<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 133


urban living / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />

»Hard Rock Hotel<br />

<strong>Residences</strong> Davos«,<br />

Schweiz<br />

Top Kombi! Inmitten der Schweizer<br />

> 1950er-Jahre. Daran<br />

Berge bieten diese Edelbehausungen<br />

alpinen Charme, der mit Musikerinnert<br />

auch die großzügige<br />

räumliche Infra-<br />

ergänzt wird. Zu den Annehmlich-<br />

Memorabilien und stilvollem Design<br />

struktur mit Bibliothek,<br />

keiten zählen ein Spa, ein Pool,<br />

Restaurants und ein Musikstudio,<br />

Theaterbühne, Weinkeller<br />

das Gästen ein exklusives<br />

und Billardraum. Weiters<br />

Musikerlebnis ermöglicht.<br />

vorhanden: ein hochmodernes<br />

Fitnesscenter, Trainingsstu-<br />

hotel.hardrock.com/davos<br />

dios, eine Kardiogalerie, private<br />

Spas mit Sauna, Dampfbad und Behandlungsräumen<br />

sowie private Arbeitsräume<br />

mit Sitzungszimmern und Besprechungsräumen.<br />

Inspiriert von der klassischen Pracht<br />

des Hotels hat der international anerkannte<br />

Designer Jean-Louis Deniot ein entsprechendes<br />

Interior geschaffen. Die Größen der<br />

Wohnungen reichen von 51 bis 276 Quadratmeter,<br />

die Preise beginnen bei 1,8 Millionen<br />

US-Dollar und gehen bis zu 18.750.000 US-<br />

Dollar für die größten Einheiten. Immerhin<br />

eine Wohnung mit drei Schlafzimmern wurde<br />

vor zwei Jahren noch mit zehn Millionen<br />

US-Dollar angeboten, heute werden schon<br />

1,5 Millionen mehr dafür verlangt. Nebensatz:<br />

die Nebenkosten. Monatlich fallen<br />

noch Steuern und Kosten für die Allgemeinflächen<br />

an – rund 10.000 US-Dollar im<br />

Monat werden kolportiert.<br />

Fotos: beigestellt<br />

134 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


S<br />

IM<br />

HOTEL<br />

T Ä<br />

D<br />

T<br />

E<br />

»The Chedi Andermatt«,<br />

Schweiz<br />

Andermatt ist als einziger Ort in<br />

den Schweizer Alpen von der<br />

sogenannten Lex-Koller-Beschränkung<br />

ausgenommen – das<br />

bedeutet, dass auch Ausländer:innen<br />

Immobilien erwerben können.<br />

Eigentümer:innen genießen zudem<br />

Rabatte auf Saisonkarten, auf<br />

die Eintrittspreise im Golfclub und<br />

sogar in anderen Hotels.<br />

chediresidences-andermatt.com<br />

»Sindhorn Kempinski<br />

Hotel Bangkok«, Thailand<br />

Ob Kuala Lumpur, Istanbul, Dubai<br />

oder eben Bangkok – Kempinski<br />

ist eine der Ketten, die an vielen<br />

Destinationen <strong>Residences</strong> verkaufen<br />

und betreiben. Im Herzen der<br />

thailändischen Hauptstadt liegen<br />

die Wohnungen direkt an einem<br />

Park, die Bewohner:innen haben<br />

auch eine eigene Lobby.<br />

NEUE BRANDS STEIGEN EIN<br />

Die legendäre Immobilie in Manhattan<br />

geht mit der Zeit und steht für einen<br />

Wandel. Diese neue Immobilienart bietet<br />

einer mondänen Schicht ein einzigartiges<br />

Leben im Luxus, egal, wo sie sich gerade<br />

befindet. Hotelmarken wie Rosewood,<br />

Accor, Four Seasons oder Kempinski<br />

haben sogar ganze Portfolios an weltweiten<br />

<strong>Residences</strong>, Marriott verfügt etwa über<br />

200 Standorte – von São Paulo bis Tokio.<br />

Allerletzter Schrei: Auch andere Brands<br />

aus dem Nicht-Hotel-Bereich springen<br />

auf den Zug auf, was man am stärksten<br />

in Dubai beobachten kann, dort wohnt<br />

man in Türmen von Versace, Bulgari,<br />

Lamborghini, Bugatti oder Bentley.<br />

Erstmals hat sich auch Mercedes-Benz<br />

dazu entschieden, einen servicierten<br />

Wohnturm nach sich benennen zu lassen.<br />

Das 65-stöckige Gebäude wird sich in<br />

kempinski.com/en/sindhorn-hotel ><br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 135


urban living / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />

><br />

Downtown Dubai befinden, mit direktem<br />

Blick auf den<br />

Burj Khalifa, und mit 341 Metern in den<br />

Wüstenhimmel ragen – 2<strong>02</strong>6 soll er fertig<br />

gebaut sein. Die Wohnungsgrößen reichen<br />

von 171 bis 1.682 Quadratmeter, die<br />

kleinen Einheiten kosten ab 2,2 Millionen.<br />

Euro. Die Services dieser Häuser sind den<br />

Hotels ebenbürtig. VIP-Concierge für<br />

persönliche Assistenz, tägliche Reinigung,<br />

hochmoderne Fitnessstudios, Spa- und<br />

Yogaeinrichtungen, Restaurants und<br />

Bars, Room Service, Weinkeller, Kinos,<br />

Lounges, Co-Working-Spaces, Zugang<br />

zu Golfplätzen usw. Kurzum: Marken<br />

halten nicht immer, was sie versprechen.<br />

Branded <strong>Residences</strong> schon.<br />

»Palais Hansen«, Wien,<br />

Österreich<br />

Bei der Sanierung des »Palais<br />

Hansen« an der Wiener Ringstraße<br />

wurden auch Apartments geschaffen.<br />

Nun locken die Services der Luxusmarke<br />

Anantara, Bewohner:innen<br />

können sich z. B. über das erweiterte<br />

Spa auf asiatischem Niveau freuen.<br />

Ein Apartment mit Dach terrasse<br />

kostet aktuell 8,5 Millionen Euro.<br />

anantara.com<br />

<<br />

S<br />

T Ä<br />

D<br />

IM<br />

HOTEL<br />

T<br />

E<br />

»The Lucan«, London, UK<br />

Inspiriert von Chelseas<br />

klassischen Villen aus der<br />

viktorianischen Ära, ist dieses Haus<br />

die erste eigenständige Immo bilie<br />

im globalen Residential-<br />

Portfolio von Marriott. Serviciert<br />

wird dieses charmante Zuhause<br />

nämlich von Autograph<br />

Collection <strong>Residences</strong>.<br />

thelucan.net<br />

Fotos: Plomp, beigestellt<br />

136 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


LUCETTE<br />

URBANES ZUHAUSE IM<br />

HERZEN VON NEUBAU<br />

»Lucette« heißt das neue Luxury City Apartment inmitten von Wien-Neubau,<br />

das urbanes Flair perfekt mit einem Gartenidyll verbindet – konzipiert für<br />

Menschen, die keine Kompromisse eingehen wollen.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

Eine ideale Mischung aus City-<br />

Highlife und entspannter Atmosphäre<br />

bietet Neubau, der<br />

siebente Bezirk in Wien. Die<br />

zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten, eine<br />

lebendige Kulturszene mit Theatern,<br />

Galerien und dem beliebten Museumsquartier<br />

ziehen ebenso Shoppingbegeisterte<br />

wie Kunst- und Kulturinteressierte an. Hinzu<br />

kommt eine Vielzahl an Restaurants, Bars<br />

und Cafés, die kulinarische Vielfalt und<br />

ein pulsierendes Nachtleben bieten. Mit<br />

seinen zahlreichen Parks und Kinderspielplätzen<br />

sowie bester Anbindung an öffentliche<br />

Verkehrsmittel eignet sich dieser Teil<br />

Wiens aber ebenso gut für Familien.<br />

Hier, konkret in der Neustiftgasse 121,<br />

findet sich »Lucette«, eine traumhafte<br />

mondäne Wohnoase auf zwei Etagen mit<br />

einer Wohnfläche von insgesamt rund<br />

178 Quadratmetern. Das Luxury City<br />

Garden Apartment ist innen wie außen<br />

bis ins kleinste Detail durchgeplant und<br />

bietet ein unvergessliches Raumgefühl.<br />

Der eigentliche Star dieser Residenz aber<br />

ist der Garten, der höchste Lebensqualität<br />

mitten in der Stadt ermöglicht. Die gesamte<br />

Wohnung mit exklusiven, hochwertigen<br />

Interior-Details wurde von Architekten für<br />

Menschen bzw. Familien konzipiert, die keine<br />

Kompromisse eingehen wollen. Ein wahres<br />

Juwel im Herzen der Donaumetropole.<br />

INFO<br />

Developed by<br />

koup immobilien GmbH<br />

Walfischgasse 1/8, 1010 Wien<br />

T: +43 676 6445882<br />

E: office@koup.immo<br />

koup.immo<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 137


urban living / BEST OF ARCHITEKTUR & HOTELS<br />

VISUELLE<br />

REISELUST<br />

Bereit für eine gediegene Flucht aus dem Alltag? Diese exquisiten Coffee Table Books<br />

zeigen die famosesten Luxushotels der Welt und gewähren Einblicke in opulente<br />

Refugien, die selbst anspruchsvollste Gäste begeistern. Eine Inspiration für alle,<br />

die auch auf Reisen kulturellen Reichtum, Architektur und Design schätzen.<br />

»ETERNALLY RITZ«<br />

Das legendäre »Ritz« am Place Vendôme in Paris ist mehr als ein<br />

Luxushotel. Allein sein Name weckt Träume und Sehnsüchte. Nach der<br />

Restaurierung 2018 ist das Haus heute glamouröser denn je. Das Buch<br />

von Laure Verchère ist voller beeindruckender Bilder, die sowohl die<br />

prominenten Gäste des »Ritz« in Szene setzen als auch die Architektur.<br />

Verlag: Assouline Preis: 96 Euro<br />

»DESIGN«<br />

The leading hotels of the world<br />

Eine Reise zu den exklusivsten Hotelhighlights,<br />

die für ihr Design mehrfach ausgezeichnet<br />

wurden. Der aufwendige Band<br />

zeigt über 70 Hotels in 80 Ländern. Hier<br />

geht edle Ästhetik mit außergewöhnlicher<br />

Luxusgastfreundschaft einher. Mit spannenden<br />

Reportagen, namhaften Persönlichkeiten<br />

sowie Reisetipps von Expert:innen.<br />

Verlag: Monacelli Preis: 65 Euro<br />

Fotos: Robyn Lea, Alex Fradkin, Colin Miller, GEORGE FAKAROS ARCHITECTURAL PHOTOGRAPHY/Marriott International,<br />

George Apostolidis/ Mandarin Oriental Group, Verlage<br />

»100 HOTELS OF A LIFETIME«<br />

Von »The Peninsula Hong Kong« über das »Grand Hotel Tremezzo« am Comer<br />

See, »La Mamounia« in Marrakesch bis hin zu »Claridge’s« in London – diese<br />

großartig illustrierte Sammlung präsentiert 100 der bemerkenswertesten Hotels<br />

der Welt und enthüllt deren faszinierende Geschichten und luxuriöse Interiors.<br />

Verlag: National Geographic Preis: 37 Euro<br />

138 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


»CHELSEA HOTEL«<br />

Bildgewaltige Einblicke in das legendäre Hotel<br />

»Chelsea«, wo Künstler:innen wie Patti Smith, Andy<br />

Warhol und Bob Dylan wohnten. Die Autoren zeigen<br />

den ungebrochenen Bohemian Spirit des Hauses und<br />

stellen einige der aktuellen Bewohner:innen sowie<br />

deren ausgefallene, einzigartige Residenzen vor.<br />

Verlag: Monacelli Preis: 42 Euro<br />

»GRAND HÔTEL STOCKHOLM«<br />

In Kooperation mit Schwedens Kreativen<br />

Rami Hanna und Hanna Marzouki Widlund<br />

entstand dieses neue Coffee-Table-Book des<br />

»Grand Hôtel«. Es zeigt nicht nur die reiche<br />

150-jährige Geschichte des Hauses, sondern<br />

auch kunstvolle Interior-Details und handgeschriebene<br />

Notizen, die ungeahnte Blicke<br />

hinter die Kulissen ermöglichen.<br />

Verlag: Grand Hôtel, exklusiv erhältlich<br />

im hoteleigenen Shop<br />

»THIS MUST BE PARADISE«<br />

25 Reiseziele, die nach haltiges Naturerlebnis,<br />

Abenteuer und Luxus verbinden, darunter<br />

Traumziele wie das »Genghis Khan Retreat« in<br />

der Mongolei, »Beau-Rivage Palace« in der<br />

Schweiz, Öko-Lodges an der Siwa-Oase in<br />

Ägypten oder die »Finca Serena« in Portugal.<br />

Mit Fotos von Reto Guntli.<br />

Verlag: teNeues Preis: 60 Euro<br />

»MANDARIN ORIENTAL«<br />

Die Mandarin Oriental Group, entstanden aus zwei Hotels in<br />

Hongkong und Bangkok, ist heute eine Luxusmarke mit 38<br />

Hotels auf vier Kontinenten. Sie verbindet lokale Kultur mit<br />

Innovation und Exzellenz in Design, Gastronomie und Wellness.<br />

Ein wunderschöner Bildband über die reiche Geschichte.<br />

Verlag: Assouline Preis: 178 Euro<br />

»HOTEL SECRETS«<br />

The Luxury Collection<br />

Der siebte Band der Luxury-Collection-Reihe »Hotel Secrets« enthüllt<br />

noch mehr verborgene Geschichten der schönsten Reiseziele der Welt.<br />

Von Frank Sinatras Suite bis zur mittelalterlichen Bibliothek – jedes<br />

Hotel dieser Reihe ist unnachahmlich und tief mit der Kultur und<br />

Historie seiner Stadt verbunden.<br />

Verlag: Assouline Preis: 55 Euro<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 139


urban living / ZWEI MENSCHEN – ZWEI MEINUNGEN<br />

Zwei Perspektiven auf ein Haus<br />

Dietmar Feistel, Partner bei DMAA Delugan Meissl<br />

Associated Architects, ist für die Sanierung und<br />

Revitalisierung des »Francis« verantwortlich. Christoph<br />

Steinbrener, Partner im Künstlerkollektiv Steinbrener/<br />

Dempf & Huber, steuerte auf der Fassade des<br />

Gebäudes vier waghalsig herumturnende Figuren bei.<br />

140 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


»BEI DER KONZEPTPRÄSENTATION<br />

WAREN WIR ALLE ZIEMLICH NERVÖS«<br />

Demnächst wird der Wiener Franz-Josefs-Bahnhof wiedereröffnet. Das neue »Francis«<br />

präsentiert sich als schimmernde Edelstahllandschaft mit einem auffälligen Kunst-am-Bau-<br />

Projekt. Doch wie genau gestaltet sich so eine Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen?<br />

Ein Gespräch mit Architekt Dietmar Feistel und Künstler Christoph Steinbrener.<br />

NTERVIEW WOJCIECH CZAJA<br />

FOTOS JOHANNES KERNMAYER<br />

RESIDENCES Welche konkreten Erinnerungen<br />

verbinden Sie mit dem Franz-Josefs-Bahnhof?<br />

DIETMAR FEISTEL Ich bin 1986 zum<br />

Studieren von Vorarlberg nach Wien gekommen,<br />

ich hatte eine Wohnung ganz in der Nähe,<br />

und dann bin ich eines Tages hierhergekommen,<br />

um in der Bank ein Konto zu eröffnen. Ich kann<br />

mich noch gut an den ersten Eindruck erinnern:<br />

die Fahrt hinauf auf der Rolltreppe, die verspiegelte,<br />

abweisende Fassade, eine Mischung<br />

aus Faszination und Grauen.<br />

CHRISTOPH STEINBRENER Mein erster<br />

Eindruck war: was für ein absolut grauenvolles,<br />

anonymes Gebäude!<br />

Die einen lieben den Franz-Josefs-Bahnhof, die<br />

anderen hassen ihn. Wie kommt es, dass ein<br />

Bauwerk in der Bevölkerung so stark polarisieren<br />

kann?<br />

FEISTEL Weil es ein großes, autistisches<br />

Gebäude ist, das etwas sehr Intransparentes,<br />

Geheimnisvolles hat und sich nicht schon auf<br />

den ersten Blick erschließt.<br />

STEINBRENER Was ja an sich nichts Schlechtes<br />

ist! Eine Stadt braucht dieses Rauschen, dieses<br />

Anecken. Wenn ich mich durch eine Stadt<br />

bewege, dann will ich mich auch ärgern und<br />

aufregen können, dann will ich Gesprächsstoff<br />

haben, Konfliktpotenzial!<br />

Die Wiener Immobilienentwicklerin Michaela<br />

Mischek-Lainer hat den Franz-Josefs-Bahnhof<br />

einmal als »großen, stinkenden Wal, der hier<br />

gestrandet ist und den neunten Bezirk entzweit«,<br />

bezeichnet. Können Sie dem etwas abgewinnen?<br />

FEISTEL Das ist schon etwas hart formuliert,<br />

mich überzeugt vielmehr das Bild eines gestrandeten<br />

Kreuzfahrtschiffs.<br />

Wie würden Sie, wenn wir die polemische Ebene<br />

verlassen, die architektonische, baukulturelle<br />

Qualität einschätzen? Immerhin waren sogar<br />

die Architekten Harry Glück und Karl<br />

Schwanzer sehr unglücklich mit dem Bau<br />

und haben sich von diesem Projekt nach der<br />

Eröffnung 1978 öffentlich distanziert.<br />

FEISTEL Karl Schwanzer wollte an den vier<br />

Ecken ursprünglich vier Hochhäuser errichten,<br />

was ihm allerdings verwehrt wurde. Um die<br />

nötige Fläche dennoch unterzubringen, wurde<br />

ZWEI MENSCHEN<br />

Dietmar Feistel (57) studierte Architektur<br />

an der TU Wien. Seit 1998 arbeitet er für<br />

das Wiener Architekturbüro DMAA Delugan<br />

Meissl Associated Architects, seit 2004 ist<br />

er Partner. Zu den bekanntesten Projekten<br />

zählen das Festspielhaus in Erl, das Porsche<br />

Museum in Stuttgart, das Eye Film Institute<br />

in Amsterdam und der Zoologische und<br />

Botanische Garten in Taiyuan, China.<br />

Aktuell widmet sich das Büro den Themen<br />

Energiegewinnung und Kreislaufwirtschaft.<br />

dmaa.at<br />

Christoph Steinbrener (64) studierte<br />

Bildhauerei bei Bruno Gironcoli an der<br />

Akademie der bildenden Künste und arbeitet<br />

als Künstler und Bildhauer. Gemeinsam<br />

mit Rainer Dempf und Martin Huber leitet er<br />

das Wiener Künstlerkollektiv Steinbrener/<br />

Dempf & Huber. Der Fokus richtet sich auf<br />

Arbeiten und Installationen im öffentlichen<br />

Raum, u. a. »Delete!« in Wien (2005),<br />

» Capricorn Two« in Hamburg (2015),<br />

» Cliffhanger« in den Ötschergräben (2<strong>02</strong>0)<br />

und »Victory Spikes« in München (2<strong>02</strong>2).<br />

steinbrener-dempf.com<br />

das Haus dann immer breiter und breiter.<br />

Unterm Strich ist das Gebäude ein Kompromiss,<br />

den so niemand wollte.<br />

Herr Steinbrener, Sie scheinen sich für den<br />

Komplex schon lange zu begeistern. 2016 haben<br />

Sie auf der Baustelle im Althan Quartier die<br />

Skulptur »Lunch Atop« realisiert.<br />

STEINBRENER Der Franz-Josefs-Bahnhof<br />

steht ja nicht alleine da, sondern ist Teil eines<br />

riesengroßen Komplexes. Der Immobilienentwickler<br />

6B47 hat uns damals gebeten, hier am<br />

Areal ein Kunstwerk zu realisieren. Also haben<br />

wir auf dem Dach des ehemaligen Postgebäudes<br />

einen zwölf Meter langen Stahlträger über die<br />

Straße auskragen lassen – mit fünf lebensgroßen<br />

Figuren, die da draufsitzen und gerade Pause<br />

machen.<br />

Ein bekanntes Motiv!<br />

STEINBRENER Ja, die Skulptur »Lunch Atop«<br />

war ein Zitat auf eine sehr berühmte Schwarz-<br />

Weiß-Fotografie aus dem Jahr 1932, und zwar<br />

auf die Bauarbeiter, die auf der Baustelle des<br />

Rockefeller Center gerade Mittagspause machen.<br />

Dieses Motiv wollten wir aufgreifen: Wir<br />

wollten den Bauarbeitern am Franz-Josefs-Areal<br />

ein temporäres Denkmal setzen.<br />

FEISTEL Man hat dieses Ding von überall<br />

gesehen! Wirklich eine schöne Arbeit.<br />

STEINBRENER Dankeschön!<br />

Herr Feistel, 2016 haben Sie gemeinsam mit<br />

Josef Weichenberger und querkraft architekten<br />

an einem kooperativen Verfahren teilgenommen.<br />

Was kam dabei heraus?<br />

FEISTEL Von Anfang an gab es den Wunsch,<br />

das Areal aufzulockern und zu durchbrechen –<br />

nicht nur optisch, sondern auch funktional, mit<br />

Möglichkeiten, das Grundstück zu durchqueren<br />

und die Fußwege in diesem Teil des neunten<br />

><br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 141


urban living / ZWEI MENSCHEN – ZWEI MEINUNGEN<br />

FEISTEL Nein. Die erste Anbahnung war<br />

zwischen Bauherr und den Künstlern. Wir<br />

wurden danach involviert, als klar war, dass es<br />

nun zu einer Zusammenarbeit kommen wird.<br />

STEINBRENER Natürlich ist so ein Prozess<br />

vor allem am Anfang sehr delikat, denn solange<br />

der Bauherr keine endgültige Entscheidung<br />

gefällt hat, muss die Kommunikation<br />

sehr diskret sein.<br />

»Weil es ein lustiges und<br />

auch intelligentes Konzept<br />

war, das das Projekt um eine<br />

ganz neue Facette bereichert,<br />

ohne es zu stören. «<br />

DIETMAR FEISTEL<br />

Delugan Meissl Associated Architects | DMAA<br />

Der Architekt<br />

Dietmar Feistel hat sich dem Franz-Josefs-<br />

Bahnhof Schritt für Schritt angenähert und dabei<br />

die Potenziale des in die Jahre gekommenen<br />

Bestandsgebäudes entdeckt. Nun steht er an der<br />

neu errichteten Innentreppe.<br />

dmaa.at<br />

><br />

Bezirks zu verkürzen. Gemeinsam mit Bürger:innen-Vertreter:innen<br />

und Vertreter:in nen<br />

der Stadt Wien wurde damals ein städte bauliches<br />

Leitbild erstellt. 2018 wurde dann ein Hochhaus-<br />

Wettbewerb ausgeschrieben, den das Wiener<br />

Büro Artec gewonnen hat, allerdings wurde das<br />

Projekt nie realisiert. In der Zwischenzeit haben<br />

wir für den Kopfbau am Julius­ Tandler-Platz mit<br />

Josef Weichenberger unterschiedliche Varianten<br />

der Revitalisierung erarbeitet – und dabei die<br />

großen Potenziale des Bestandsgebäudes entdeckt.<br />

2<strong>02</strong>1 haben Sie für das Projekt dann ein Kunstam-Bau-Projekt<br />

erarbeitet. Wie kam es dazu?<br />

STEINBRENER Wir hatten den Bau schon lange<br />

unter Beobachtung, und je mehr er Gestalt angenommen<br />

hat, desto mehr hat es uns gekitzelt,<br />

hier auch einen künstlerischen Beitrag zu leisten.<br />

Also haben wir den Developer 6B47 kontaktiert,<br />

der uns daraufhin beauftragt hat, ein Konzept zu<br />

machen.<br />

Herr Feistel, wurden Sie in den Prozess von<br />

Anfang an involviert?<br />

142 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24<br />

Hatten Sie einander davor schon gekannt?<br />

FEISTEL Vom Namen und von den Projekten<br />

her schon, aber nicht persönlich.<br />

STEINBRENER War schon spannend, als<br />

wir uns zum ersten Mal begegnet sind. Ich<br />

habe den Austausch als schön und befruchtend<br />

erlebt. Irgendwie hat die Chemie von<br />

Anfang an gepasst. Und als es dann so weit<br />

war, euch das Konzept zu präsentieren, war<br />

ich ziemlich nervös.<br />

FEISTEL Na und ich erst!<br />

Warum waren Sie beide nervös?<br />

STEINBRENER Weil die Balance zwischen<br />

Rücksichtnahme auf bestehende Architektur<br />

und die Einflussnahme durch einen persönlichen<br />

Kommentar, durch eine künstlerische<br />

Intervention immer eine Gratwanderung ist.<br />

FEISTEL Ich kann mich erinnern: Unmittelbar<br />

vor dem Präsentationstermin habe ich<br />

mir gedacht: »Hoffentlich passt’s!«<br />

Und? Hat’s gepasst?<br />

FEISTEL Ja, voll! Als Steinbrener/Dempf &<br />

Huber das Modell enthüllt haben, hat sich in<br />

mir eine Mischung aus Erleichterung und<br />

Begeisterung breitgemacht.<br />

Wieso denn das?<br />

FEISTEL Weil es ein lustiges und auch intelligentes<br />

Konzept war, das das Projekt um<br />

eine ganz neue Facette bereichert, ohne es zu<br />

stören. Wirklich feine Klinge!<br />

STEINBRENER Genau das war unsere<br />

Absicht. Perfekt.<br />

Wie genau haben Sie denn interveniert?<br />

STEINBRENER Wir haben uns zunächst<br />

mit der Geschichte des Ortes beschäftigt.<br />

Vor einigen Jahrhunderten stand hier –<br />

anstelle des »Francis« – ein Jagdschloss mit<br />

großen Jagdgründen rundherum. Doch<br />

schon in unmittelbarer Nähe floss die<br />

damals noch unregulierte Donau vorbei. Die<br />

Gegend war geprägt von Sumpfgebieten,<br />

und wir hatten zu dieser Zeit gerade historische<br />

Bilder entdeckt – von Menschen, die<br />

sich bei Hochwasser auf Stelzen über Land<br />

bewegen. Dieses Element haben wir übernommen<br />

– indem nun vier Figuren auf Stelzen<br />

an der Fassade hochklettern oder in luftigen<br />

Höhen an den Baumassen hängen.<br />

FEISTEL Und das Tolle daran ist, dass hier<br />

nicht etwas Fremdes zum Gebäude addiert<br />

wurde, sondern dass die vier Figuren, die ihr<br />

geschaffen habt, mit dem Haus in eine sehr<br />

lustvolle Interaktion treten. Durch die Kunst<br />

am Bau wirkt das neue »Francis« noch offener,<br />

noch zugänglicher.<br />

Der Künstler<br />

Christoph Steinbrener schuf vier turnende Figuren als<br />

Kunst-am-Bau-Projekt. Hinter ihm sind zwei davon in<br />

akrobatischer Turnübung auf Stelzen zu sehen. Wichtig<br />

war ihm dabei die Auseinandersetzung mit dem Ort.<br />

steinbrener-dempf.com


Moment der Auseinandersetzung<br />

Eine schöne Mischung aus Sensibilität,<br />

Bescheidenheit und Humor: Dietmar Feistel und<br />

Christoph Steinbrener beim »2M2M«-Gespräch<br />

im »Francis«-Baubüro von 6B47. 6b47.com<br />

Die Figuren haben Lebensgröße, wirken aber<br />

auch ziemlich deformiert. Was ist da passiert?<br />

STEINBRENER Wir haben zunächst einmal<br />

mit kleinen Modellfiguren gearbeitet, die üblicherweise<br />

in Architekturmodellen verwendet<br />

werden, Maßstab eins zu 20 oder eins zu 50.<br />

Wir haben sie zerschnitten und mit Superkleber<br />

neu zusammengefügt. Diese neu arrangierten<br />

Figuren haben wir dann gescannt und<br />

in Lebensgröße im Maßstab eins zu eins in<br />

Aluminium gegossen.<br />

FEISTEL Ich finde diese Verfremdungen mit<br />

diesen wulstartigen Klebespuren sehr interessant.<br />

Es entsteht ein sehr surrealer Eindruck.<br />

STEINBRENER Genau darum ist es uns<br />

gegangen. Wir wollten das Modellhafte inszenieren,<br />

und nun ist das neue »Francis« wie ein<br />

hochskaliertes Architekturmodell, an dem nun<br />

vier lebensgroße Figuren herumturnen.<br />

Gab es in der Zusammenarbeit je einen<br />

schwierigen Moment?<br />

FEISTEL Nein, nicht wirklich. Bloß an einem<br />

Punkt hat die Kommunikationsqualität<br />

zwischen uns etwas nachgelassen.<br />

Und zwar?<br />

FEISTEL Die Künstler hatten die ganze Zeit<br />

von einem dunklen, gedeckten Rostrot gesprochen.<br />

Doch dann, ein paar Wochen vor der<br />

Produktion, hat sich die Oberflächenfarbe<br />

geändert. Plötzlich waren die Figuren nicht<br />

mehr rostrot, sondern hatten einen Grünspan.<br />

STEINBRENER Haben wir das euch nicht<br />

kommuniziert?<br />

FEISTEL Doch, doch, aber es war weniger ein<br />

aktives Einbinden als vielmehr eine Information<br />

über bereits vollendete Tatsachen.<br />

STEINBRENER Als wir realisiert haben, dass<br />

nicht nur die ÖBB, sondern auch andere Unternehmen<br />

Rot in ihrem Logo verwenden und wir<br />

zudem der neuen, glatten Hochglanzoberfläche<br />

etwas entgegensetzen wollten, kam die Idee auf,<br />

stattdessen mit Patina-Grün zu arbeiten, also<br />

eine Grünspananmutung zu verwenden.<br />

Was sind die Learnings aus diesem Projekt?<br />

FEISTEL Wir haben wirklich gut zusammengearbeitet,<br />

und ich bin mit dem künstlerischen<br />

Beitrag von Steinbrener/Dempf & Huber mehr<br />

als glücklich. Für die Zukunft jedoch würde ich<br />

»Wir wollten das Modellhafte<br />

inszenieren, und nun ist das<br />

neue ›Francis‹ wie ein hochskaliertes<br />

Architekturmodell,<br />

an dem nun vier lebensgroße<br />

Figuren herumturnen.«<br />

CHRISTOPH STEINBRENER<br />

Steinbrener/Dempf & Huber<br />

mir aber wünschen, dass Bauherr, Architekt:innen<br />

und Künstler:innen noch früher zusammenkommen<br />

und dass der Kunstbeitrag noch<br />

früher ins Projekt eingebunden wird.<br />

STEINBRENER Guter Punkt!<br />

Was nehmen Sie aus dieser Zusammenarbeit<br />

mit?<br />

FEISTEL Ich hatte zuvor noch nie mit einem<br />

Kollektiv zu tun. Das waren spannende Gespräche<br />

– und auch ein guter, wohltuender Einblick<br />

in eure Prozesse! In gewisser Weise habt ihr<br />

mehr Freiheiten als wir Architekt:innen, und<br />

darum beneide ich euch!<br />

STEINBRENER Ich wiederum freue mich, dass<br />

wir endlich mal mit DMAA zusammenarbeiten<br />

konnten. Ich kenne eure Projekte schon seit<br />

langer Zeit, und nun konnten wir in einem<br />

davon einen Beitrag leisten.<br />

Bitte vervollständigen Sie diesen Satz:<br />

Steinbrener/Dempf & Huber ist für mich …<br />

FEISTEL … eine schöne Mischung aus<br />

Ernsthaftigkeit und Humor, kombiniert mit<br />

allergrößtem Engagement und null Eitelkeit.<br />

DMAA Delugan Meissl Associated Architects<br />

ist für mich …<br />

STEINBRENER Ich wollte dir das gleiche<br />

Kompliment aussprechen! DMAA ist für mich<br />

ein Büro, das eine sensible, bescheidene und<br />

wohldurchdachte Arbeit an der Stadt leistet.<br />

<<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 143


urban living / FACTS<br />

BRANCHEN NEWS<br />

Holz-Hybrid-Hotel zum Abheben, Mini-Hollywood in Wien und ein Bürohaus<br />

in Lego-Manier. Hier kommt der Newsticker aus der Welt der Immobilien.<br />

+++ EUROPAS UNIKUM IN DER AIRPORTCITY<br />

Auf dem Flughafen Wien entsteht derzeit das größte Hotel<br />

Niederösterreichs und zugleich Europas größtes Hotel in<br />

Holz-Hybrid-Bauweise. Das Vienna House Easy by Wyndham<br />

wird laut Eigentümer und Immobilienentwickler MAMMA<br />

Group 510 Zimmer haben und generell stark auf Nachhaltigkeit<br />

setzen, u. a. mit einer CO 2<br />

-freien Wärme- und Kälteversorgung.<br />

Die Eröffnung ist für Ende 2<strong>02</strong>5 geplant.<br />

+++ TEURES PFLASTER, IN STÄDTEN ABER BESSER<br />

Der diesjährige »Property Index« von Deloitte mit 24 analysierten Ländern Europas<br />

zeigt: Freifinanzierte Neubauwohnungen sind in Österreich durchschnittlich am<br />

teuersten (4.920 Euro/m 2 ), dicht gefolgt von Deutschland mit 4.700 Euro und<br />

Frankreich mit 4.538 Euro. Stadtlagen seien wiederum vergleichsweise günstig.<br />

So legt man beim Kauf einer Eigentumswohnung in Wien, wo es landesweit die<br />

höchsten Quadratmeterpreise gibt, 6.<strong>02</strong>3 Euro/m 2 auf den Tisch, in London<br />

8.018 Euro, in München 10.900 Euro und in Paris als Spitzenreiter gar 14.900 Euro.<br />

+++ BAUKULTUR-AWARD FÜR JUNGARCHITEKTIN<br />

Die anotHERVIEWture Awards, kürzlich im Wiener MAK verliehen,<br />

würdigen herausragende Frauen in der Baukultur. Gewinnerin 2<strong>02</strong>4 in der<br />

Kategorie »Aufstrebende Architektin des Jahres« ist Eva Maria Hierzer<br />

(NOW Architektur). Bemerkenswert sei ihr Sinn für soziale Verantwortung,<br />

so die Jury, den sie auch in durchdachten Abläufen und Grundrissen<br />

zeige. Zudem stehen ihre Zubauten stets im Einklang mit dem Bestand.<br />

Bestes Beispiel: FH-Gesundheitscampus Kapfenberg, Fertigstellung 2<strong>02</strong>5.<br />

+++ EIN BÜROHAUS IN LEGO-BAUWEISE<br />

Die 286 je zehn Meter langen Holzmodule kommen vom Band, das<br />

ganze Bürogebäude wird dann wie in einem großformatigen Lego<br />

zusammengesetzt. ZERO in Stuttgart formt als Pionierprojekt dieser Art<br />

nicht nur die Arbeitswelt neu, sondern will laut Baumanagement CPM<br />

auch die Grenzen des herkömmlichen Bauens überwinden. Die Module<br />

sind um zwei begrünte Innenhöfe gruppiert, Solarkamine an der Außenfassade<br />

zeigen das energiesparende, natürliche Lüftungskonzept.<br />

+++ HQ7 STUDIOS BRINGEN HOLLYWOOD NACH WIEN<br />

Und Klappe: Nach nicht einmal zwei Jahren Bauzeit ist es so weit: Die<br />

beiden Filmproduktionshallen im Hafen Wien gehen in Betrieb. Mit den<br />

neuen HQ7 Studios soll es für nationale wie internationale Produktionen<br />

eine professionelle Drehumgebung geben, die mit Hollywood-Studios<br />

mithalten kann. Die beiden Hightech-Hallen auf 3.000 Quadratmetern<br />

sind »soundproofed« und mit Exklusiv-Service-Zones gestaltet, sodass<br />

zwei Produktionen gleichzeitig realisiert werden können.<br />

Fotos: CPM/Filippo Bolognese Images, NOW Architektur, HQ7 Studios/Hafen Wien, EM80/Pixabay, Flughafen Wien AG, beigestellt<br />

144 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES<br />

2 / 24


ÖSTERREICH<br />

www.hendrichrealestate.com<br />

Mag. Evelyn Hendrich, MSc<br />

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eine Terrasse überfließt und insg. 5 Zimmer auf 584 m²<br />

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der Weinkeller und die Garage runden das luxuriöse Angebot<br />

perfekt ab, KP auf Anfrage<br />

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Pförtnerhaus, historischer Weinkeller, Erdwärme-/Gasheizung,<br />

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Sanierte, erhaben situierte Schlossanlage mit ca. 5.000 m²<br />

Nutzfläche in geschichtsträchtiger Marktgemeinde, verteilt<br />

auf ein Schloss mit Innenhof und vielseitig<br />

nutzbarem Nebengebäude, über 4 Hektar umgebender<br />

Grund, wenige Minuten zur A1 Linz-Salzburg & Pyhrn-<br />

Autobahn, HWB 216, KP 4.990.000 €<br />

Saniertes, gemütliches Landhaus in sonniger Alleinlage<br />

mit 277 m² WFL auf 34.401 m² Grund, 10 Zimmer,<br />

8 Bäder, großer Schwimmteich, 6 praktische Nebengebäude<br />

für diverse Nutzungen, 8,5 kWP Photovoltaik-<br />

Anlage, historischer Weinkeller, Wärmepumpe, eigene<br />

Quelle, Pferdehaltung möglich, KP auf Aufrage<br />

Märchenhafte, sanierte Schlossanlage mit ca. 900 m²<br />

WNFl in fast 3 Hektar Park, 17 Zimmer, 8 Bäder, hochwertige<br />

Ausstattung, Pool, Schlosskapelle, Nebengebäude,<br />

Gasheizung mit Luftwärmepumpen-Unterstützung,<br />

verkehrsgünstig zwischen Salzburg & Linz je 1 Stunde,<br />

KP 4.490.000 €<br />

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BURGANLAGE HISTORISCHER WOHNTURM APARTMENTHAUS<br />

Imposante, sanierte (Event-) Burganlage mit 2.750 m²<br />

Nutzfläche, großteils barrierefrei, umgeben von 19,5 Hektar<br />

Grund im Murtal, moderner Panoramalift, Wärmepumpen-<br />

Heizung, privates Hideaway oberhalb der Burg mit herrlichem<br />

Ausblick über das Tal, Parkplatz für 100 PKWs und<br />

Hubschrauberlandeplatz, 25 km von Graz, KP 9.950.000 €<br />

Ensemble einer mittelalterlichen Befestigungsanlage mit<br />

sanierten Wohn-/Wehrturm mit ca. 120 m² WNFl. auf<br />

3.463 m² Grund oberhalb des Friesacher Ortskerns samt<br />

Panoramablick, Wohnzimmer mit Galerie, Küche,<br />

2 Schlafzimmer, 2 Bäder, 4 separate WCs, Dachterrasse<br />

samt Sauna, Zufahrtsmöglichkeit, angeschlossen an<br />

Strom, Wasser, Kanal, KP 700.000 €<br />

Bad Kleinkirchheim: Stylisches, jüngst generalsaniertes<br />

Apartmenthaus mit 1.060 m² NFL auf 1.876 Grund,<br />

9 parifizierten Wohnungen (tlw. Zweitwohnsitz), Lift, Wellnessbereich<br />

m. Indoorpool, 14 Garagen/Parkplätzen,<br />

sehr gute Sommer- & Winterauslastung, HWB 66,90,<br />

fGEE 0,92, KP 3.500.000 €<br />

Tel.: +43 664 1600 118 • e.hendrich@hendrichrealestate.com


RESIDENCES<br />

luxus wohnen<br />

170<br />

148<br />

Fotos: Jerome Galland, Volker Conradus, beigestellt<br />

178<br />

160<br />

»DER ZEITPUNKT FÜR EINEN<br />

KAUF IST JETZT EIN GUTER«<br />

Warum die Rahmenbedingungen für<br />

den Kauf eines Feriendomizils oder<br />

einer Zweitimmobilie in Österreich<br />

derzeit sehr gut sind. (S. 148)<br />

GESCHICHTEN MIT SUBSTANZ<br />

Das Düsseldorfer Frauenduo Nidus<br />

entwickelt und entwirft besondere<br />

Häuser mit dem Fokus auf dem<br />

Bestand. (S. 160)<br />

STOFFE, AUS DENEN<br />

TRÄUME SIND<br />

Atmosphäre, Dauerhaftigkeit,<br />

überraschende Kontraste: Bei<br />

Luxusinteriors ist die Auswahl<br />

des richtigen Materials maßgebend.<br />

(S. 170)<br />

LUXUS AHOI!<br />

Wohnen, während man über den<br />

Globus gleitet: Superyachten, auf<br />

denen man Privatresidenzen im<br />

Eigentum erwerben kann. (S. 178)<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 147


luxus wohnen / IMMOBILIEN ÖSTERREICH LAND<br />

»DER ZEITPUNKT<br />

FÜR EINEN KAUF IST<br />

JETZT EIN GUTER«<br />

Saubere Luft, Ruhe, Berge und Seen, Wald, Sicherheit, ein zweiter<br />

Arbeitsplatz, ein nahes Hideaway oder eine Einnahmequelle –<br />

es gibt viele Gründe, in Österreich ein Feriendomizil oder eine<br />

Zweitimmobilie zu erwerben. Die Rahmenbedingungen dafür<br />

sind derzeit sogar recht gut dafür. TEXT HEIMO ROLLETT<br />

Einzigartig!<br />

Das Ende der Neunziger errichtete Haus<br />

»Bonifatius« (546 Quadratmeter Wohnfläche,<br />

1.200 Quadratmeter Grundstück) in<br />

Strobl am Wolfgangsee, gefällt im Stil der<br />

Biedermeierzeit. Kosten: 2,99 Mio. Euro.<br />

austriasothebysrealty.com<br />

Foto: Austria Sotheby’s International Realty, Strobl<br />

148 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 149


luxus wohnen / IMMOBILIEN ÖSTERREICH LAND<br />

Solide<br />

Das stilvolle Almhaus mitten in den Nockbergen auf<br />

der Hochrindl wird um 790.000 Euro verkauft. Neben<br />

der Almidylle bekommt man drei Schlaf zimmer, eine<br />

Heizung mit Wärmepumpe und im Winter die Skipiste<br />

direkt vor der Haustüre. remax.at<br />

Fotos: Michael Werlberger, Remax, BZ Immobilien, Kitzimmo<br />

Wie von uns prognostiziert, kam<br />

es im Jahresvergleich zu einem<br />

weiteren Rückgang bei den Einfamilienhauspreisen.<br />

Das Angebot<br />

ist weiter gut, wer kaufen möchte, hat<br />

eine deutlich größere Auswahl als noch vor<br />

ein, zwei Jahren«, fasst Bernhard Reikersdorfer,<br />

Managing Director von RE/MAX Austria,<br />

die derzeitige Situation zusammen. Die<br />

Nachfrage nach Häusern in Österreich steige<br />

wieder an, verantwortlich dafür seien die<br />

Zinssenkungen der letzten Monate, die rückläufige<br />

Inflation und die damit verbundene<br />

bessere Stimmung. »Der Zeitpunkt für einen<br />

Kauf ist jetzt ein guter«, so Reikersdorfer.<br />

Platz genug<br />

Der »Filzenhof« ist ein beeindruckender Neubau<br />

in Jochberg/Kitzbühel mit unverbaubarem<br />

Blick auf den Wilden Kaiser. Das Anwesen verfügt<br />

über fünf Schlafzimmer mit En-suite-<br />

Bädern und einen luxuriösen Wellnessbereich<br />

mit 15 x 4 Meter Edelstahlpool, Sauna und<br />

Fitnessraum sowie eine Tiefgarage für etwa<br />

zehn Fahrzeuge. immobilien-kitz.com<br />

INFLATION ALS KAUFHELFER<br />

Besonders interessant wird es, wenn man die<br />

Inflation und andererseits die durchaus satten<br />

Lohn- und Gehaltsanpassungen mitrechnet.<br />

So gesehen seien die Zeiten für<br />

Einfamilienhauskäufer:innen günstig: »Im<br />

Vergleich zu 2<strong>02</strong>3 sind die Preise um -31.157<br />

Euro nach unten gegangen, im Vergleich zu<br />

2<strong>02</strong>2 sogar um -56.383 Euro. Aufgrund der<br />

Bauflaute gehen die Experten aber davon aus,<br />

150 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Kellerstöckl<br />

Solche Immobilien findet man kaum noch: ein<br />

romantisches Kellerstöckl im Sausal in der<br />

Südsteiermark. Mit viel Herz, Sorgfalt und Liebe<br />

zum Detail wurde es aus dem 18. Jahrhundert<br />

revitalisiert. Angebotspreis: 897.000 Euro.<br />

bz-immobilien.at<br />

JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

dass es nicht lange so bleiben wird«, analysiert<br />

RE/MAX. Aber Achtung, das gilt nicht<br />

für alle Wohnimmobilien, nur für Häuser.<br />

Und jeder Markt hat seine Eigenheiten.<br />

Allen voran Kitzbühel, der wohl herausragendste<br />

Ort für Luxusanwesen in Österreich.<br />

»Kitzbühel ist mit einem durchschnittlichen<br />

Verkaufspreis von rund 2,4 Mio. Euro der mit<br />

Abstand teuerste Bezirk für Ein- und Zweifamilienhäuser<br />

in ganz Österreich. Auch im<br />

Segment der Eigentumswohnungen ist Kitzbühel<br />

der einzige Bezirk außerhalb Wiens, in<br />

dem durchschnittlich mehr als 8.000 Euro pro<br />

Quadratmeter erzielt werden. Da der Großteil<br />

der Kaufinteressenten in Kitzbühel über ein<br />

hohes Eigenkapital verfügt, sind die Auswirkungen<br />

von Zinserhöhungen hier gering«,<br />

heißt es bei Engel & Völkers. Für 2<strong>02</strong>4 wird<br />

von RE/MAX im Luxussegment nur ein leich-<br />

ter Nachfragerückgang von 2,3 Prozent erwartet,<br />

verglichen mit 3,4 Prozent in 2<strong>02</strong>3. Und<br />

dennoch sollen die Preise im Top-5-Prozent-<br />

Luxussegment in diesem Jahr sogar leicht, um<br />

0,2 Prozent, steigen. Das passt ins Bild von<br />

ganz Österreich: Die Preise stabilisieren sich<br />

und beginnen wieder leicht nach oben zu<br />

klettern – bedeutet: Heute ist es günstiger als<br />

morgen.<br />

SELBSTNUTZUNG VS. VERMIETUNG<br />

Eine Ferien- oder Zweitimmobilie in Österreich<br />

hat einen klaren Vorteil: Man ist schnell<br />

und unkompliziert dort. Das ist vor allem dann<br />

ein Pluspunkt, wenn man die Immobilie selbst<br />

nutzen möchte. Dennoch kann eine (teilweise)<br />

Vermietung sinnvoll sein, sie wirft Erträge<br />

><br />

Ferienwohnsitz<br />

In Kirchberg in Tirol liegt dieses Grundstück mit fast<br />

2.000 Quadratmetern Fläche. Das Haus spielt alle<br />

Stückerl, liegt an der Piste und hat mit 872 Quadratmetern<br />

Wohnfläche genügend Platz für Familie und<br />

Freund:innen. Das Beste ist aber, die Immobilie<br />

verfügt über eine Freizeitwohnsitzwidmung.<br />

kitzimmo.at<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 151


ab und die Immobilie steht nicht leer. Die<br />

so genannten Buy-to-let-Modelle sind in den<br />

letzten Monaten allerdings deutlich weniger<br />

geworden. Thomas Reisenzahn von der Tourismusberatung<br />

Prodinger weiß, warum.<br />

»Obwohl Chalets und gewerbliche Ferienwohnungen<br />

in den Nächtigungsstatistiken die Renner<br />

sind, ist es bei Neuprojekten ziemlich mau<br />

geworden. Das liegt einerseits daran, dass Buyto-let<br />

aufgrund der niedrigen Renditen, bedingt<br />

durch hohe Zinsen und Baukosten,<br />

derzeit nicht mehr funktioniert. Andererseits<br />

werden Chalet-Projekte von den Behörden,<br />

insbesondere von der Raumordnung, aus unterschiedlichsten<br />

Gründen nicht gewollt und<br />

sind in einigen Regionen, insbesondere in Salzburg<br />

und Tirol, gesetzlich untersagt.« Die letzten<br />

solchen Projekte sind demensprechend<br />

begehrt: etwa das »AlpenParks Hotel & Apartment<br />

Taxacher Kirchberg«, das im Dezember<br />

2<strong>02</strong>4 eröffnet wird. Die »Kaiserchalets« in<br />

Kirchberg und ein Fünf-Sterne-Plus-Konzept<br />

in Going sind noch in der Projektphase. Die<br />

»ADEA Lifestyle Suites Fieberbrunn« sind<br />

heuer fertig geworden und befinden sich in<br />

einer luxuriösen Anlage direkt neben der Talstation<br />

der Fieberbrunner Bergbahnen. Auch<br />

hier wird das Rückvermietungskonzept angeluxus<br />

wohnen / IMMOBILIEN ÖSTERREICH LAND<br />

JETZT<br />

ODER<br />

NIE<br />

!<br />

boten. Zu Redaktionsschluss waren noch 15<br />

von insgesamt 114 Suiten und Lodges verfügbar,<br />

eine knapp 70-Quadratmeter-Einheit mit<br />

Sauna kommt auf 459.900 Euro.<br />

EIN STÜCK SALZKAMMERGUT<br />

Nigelnagelneu<br />

Die Anlage »ADEA Lifestyle Suites Fieberbrunn« ist<br />

im Vier-Sterne-S-Segment angesiedelt und hat gerade<br />

eröffnet. Hier kann man Suiten und Lodges kaufen<br />

In die Schönheit Österreichs lässt sich auch<br />

investieren, ohne dass man Immobilien selbst<br />

kauft. Etwa indem man sich am »Das<br />

Gmundner Hotel«, idyllisch am Ufer des<br />

Traunsees gelegen, beteiligt. Das geht über<br />

eine Anleihe der IFA recht einfach. Ab<br />

10.000 Euro Mindestzeichnung kann man<br />

zwischen einer kurzen oder mittelfristigen<br />

Laufzeit entscheiden, versprochen werden<br />

6,5 Prozent Fix-Zinssatz pro Jahr. Gunther<br />

Hingsammer, Vorstand IFA AG: »Das Salzkammergut<br />

gehört zu den begehrtesten<br />

Urlaubs zielen von Österreicher:innen und<br />

Gästen aus dem Ausland. Die Gelegenheit, ein<br />

Hotel in erster Seelage zu errichten, ist äußerst<br />

rar, da nur wenige Baugenehmigungen für<br />

derart privilegierte Lagen erteilt werden.«<br />

> und über ADEA an Feriengäste vermieten lassen –<br />

eine intelligente Einnahmequelle. Plus: Das<br />

Restaurant wird von Stefan Marquard betrieben.<br />

adea-fieberbrunn.at<br />

<<br />

Fotos: ADEA, Patrick Schwienbacher<br />

152 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


CUM LAUDE IMMOBILIA<br />

LUXURIÖSES CHALET<br />

IN RUHIGER LAGE<br />

Dieses exklusive Neubauchalet mit einem traumhaften Blick auf den Wilden Kaiser und das<br />

Kitzbüheler Horn ist eine perfekte Symbiose aus Eleganz und modernem Komfort.<br />

FOTOS: GERHARD GRODER<br />

Die Eckdaten sprechen für sich:<br />

301 Quadratmeter Wohnnutzfläche,<br />

434 Quadratmeter Grundstück,<br />

Terrassen und Balkone mit<br />

insgesamt ca. 141 Quadratmetern, Personenaufzug,<br />

hochwertige Materialien, exklusive<br />

Möblierung von Aufschnaiter Interior, offener<br />

Kamin, Altholz-Sichtdachstuhl, Wellnessbereich,<br />

Whirlpool, Fitnessraum und Beheizung<br />

mittels Fernwärme via Fußbodenheizung.<br />

Der Wohn-, Ess- und Küchenbereich beeindruckt<br />

mit der Raumhöhe, dem Altholzdachstuhl,<br />

den großen Fensterflächen und der<br />

stylishen Möblierung. Der Blick auf die umliegende<br />

Bergwelt ist auf dieser Ebene atemberaubend<br />

schön. Die hochwertige Küche ist mit<br />

Geräten von Miele, Bora und Quooker ausgestattet,<br />

einem Kochvergnügen auf höchstem<br />

Niveau sind hier keine Grenzen gesetzt.<br />

Im Erdgeschoß stehen ein großzügiges<br />

Masterschlafzimmer mit Masterbadezimmer<br />

en suite sowie ausreichend Stau- und<br />

Garderobenschränke zur Verfügung. Darüber<br />

hinaus grenzt an das Masterzimmer auch ein<br />

Büro, in welchem man ungestört seine Arbeit<br />

verrichten kann. Auch im daneben liegenden<br />

Gästezimmer stehen Komfort und großzügiges<br />

Raumangebot im Vordergrund.<br />

Die weiteren zwei Schlafzimmer und Bäder<br />

im Untergeschoß sind mit gehobenen Oberflächen<br />

und exklusiven Möbeln eingerichtet,<br />

die den Charme des Chalets unterstreichen.<br />

Auf dieser Ebene befindet sich auch der<br />

Wellnessbereich mit großzügiger Sauna. Im<br />

angrenzenden Lichthof lädt ein Whirlpool<br />

dazu ein, den Stress des Tages einfach wegsprudeln<br />

zu lassen. Für Sportbegeisterte gibt<br />

es einen Hobbyraum mit möglicher Nutzung<br />

als Fitnessbereich. Eine Garage mit zwei<br />

Stellplätzen rundet das Angebot dieses exklusiven<br />

Chalets ab, das höchsten Wohnkomfort<br />

mit alpinem Flair vereint.<br />

INFO<br />

Cum Laude Immobilia<br />

Wegscheidgasse 16, 6370 Kitzbühel<br />

cumlaudeimmobilia.com<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 153


luxus wohnen / ATRIUMHÄUSER<br />

Natürlicher Lichtfluss<br />

Das zweistöckige Atriumhaus in Nový Jičín,<br />

entworfen von Atelier Štěpán, befindet sich<br />

auf einem abfallenden Gelände, was sich im<br />

Konzept widerspiegelt. Den Schwerpunkt bildet<br />

ein Innenhof, die Wohnbereiche sind aus Holz<br />

und orthogonal zueinander angeordnet. Der<br />

natürliche Fluss des Tageslichts ist hier essenziell:<br />

Das Licht strömt sowohl durch große Fenster<br />

als auch durch kreisförmige Öffnungen im Dach.<br />

atelier-stepan.cz<br />

Fotos: www.boysplaynice.com, beigestellt<br />

154 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


AB DURCH<br />

DIE MITTE!<br />

Sie schaffen ein Spiel aus Licht und Schatten, aus Offenheit und<br />

Intimität, das die Sinne anspricht und Ruhe in den Alltag bringt.<br />

Atriumhäuser gab es schon in der Antike. Heute werden sie von<br />

den Architekt:innen wiederentdeckt – als erbauliche Interpretationen<br />

von Tradition im zeitgenössischen Design. TEXT SUSANNA PIKHART<br />

Als eine Art wohnliche Introvertiertheit<br />

beschreibt Architekt Marek<br />

Štěpán das von ihm konzipierte<br />

Atriumhaus. »Es schafft eine<br />

geschützte innere Wohnlandschaft mit viel<br />

Licht und frischer Luft, gleichzeitig ermöglicht<br />

es Durchblicke in die Umgebung.« Den<br />

Schwerpunkt des kürzlich ausgezeichneten<br />

Architekturjuwels bildet das Atrium – eine<br />

Bauform, die ihren Ursprung bereits in der<br />

Antike hat. »Angelehnt an die Historie wollte<br />

ich eine innere Anordnung schaffen, in der<br />

sich Menschen natürlich bewegen können, in<br />

der sie wie Fische im Wasser schwimmen. Ein<br />

rundum entspanntes Wohnen, bei dem man<br />

unterbewusst weiß, wo sich alles befindet.«<br />

Was moderne Atriumhäuser von ihren<br />

architektonischen Ahnen unterscheidet, sind<br />

die Säulen. Denn die fehlen heute. Und auch<br />

die Nutzung der Räume ist eine andere.<br />

Während im alten Rom, in Griechenland oder<br />

Ägypten gerade die Innenhöfe repräsentative<br />

Empfangsorte und gesellschaftliche Treffpunkte<br />

waren, dienen sie nun als private Rückzugsorte,<br />

abgeschirmt vom umliegenden Trubel.<br />

»Atriumhäuser gruppieren ihre Wohn- und<br />

Aufenthaltsräume sowie Nebenräume um<br />

einen Hof«, skizziert Gabriele Hochholdinger-<br />

Knauer von Knauer Architekten ZT das<br />

Wesentliche der Gebäudestruktur. Dieser Hof,<br />

das Atrium, ist zum Himmel hin offen oder<br />

verglast, bietet jedenfalls natürlichen Lichteinfall.<br />

»Die Planung eines Atriumhauses ergibt<br />

sich aus den Anforderungen der Kund:innen,<br />

aus der vorhandenen Topografie und Typologie«,<br />

ergänzt Architekt Franz Knauer. Das Büro<br />

»Der Auftraggeber wünschte<br />

sich viel Leben im Freien,<br />

was auf dem städtebaulich<br />

komplexen Grundstück kaum<br />

möglich war. Ein Atriumhaus<br />

war die Lösung.«<br />

MAREK ŠTĚPÁN Atelier Štěpán<br />

hat im niederösterreichischen Unterolberndorf<br />

auf einem Grundstück, wo zuvor ein altes<br />

Bauernhaus stand und das an die stark<br />

befahrene Ortsstraße grenzt, ein typisches Atriumhaus<br />

errichtet. »Bei diesem Open-Air-<br />

Konzept bietet das Atrium als erweiterter<br />

Wohnraum ideale Sichtbeziehungen zwischen<br />

den einzelnen Bereichen sowie eine begrünte<br />

Oase mit altem Wasserbecken zur Kühlung –<br />

ein Raum der Ruhe, uneinsehbar von den<br />

><br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 155


luxus wohnen / ATRIUMHÄUSER<br />

Oase der Ruhe<br />

Der Typologie des Ortes folgend,<br />

wurde das Atriumhaus der Knauer<br />

Architekten ZT in seiner Kubatur den<br />

Bauten entlang der Straße angepasst.<br />

Der Innenhof mit altem Wasserbecken<br />

zur Kühlung ist ein Raum der Ruhe,<br />

uneinsehbar von den Nachbar:innen.<br />

knauerarchitekten.at<br />

><br />

Nachbarn.« Wasser spielte übrigens auch<br />

im Atrium der Antike eine tragende Rolle –<br />

meist als sogenanntes Impluvium, also ein<br />

Regenwassersammelbecken.<br />

DAS VISUELLE HERZ<br />

Die Vorteile eines Atriumhauses sprechen<br />

heute wie einst für sich: Vor allem im Herbst,<br />

Winter und Frühling bietet der Innenhof ein<br />

mildes Klima, das ganze Jahr über Sicht- und<br />

Lärmschutz. Neben dem hohen Intimitätsfaktor<br />

punktet es mit der guten ökologischen<br />

Steuerung zwischen den offenen und geschlossenen<br />

Räumen. »Durch das visuelle Herz des<br />

Objekts kann jeder Raum mindestens von zwei<br />

Seiten belichtet und belüftet werden«, so<br />

Michael Aigner von Steinkogler Aigner<br />

Architekten. »Zusätzlich gewährt das Atrium<br />

einen Sonnen- und Windschutz.«<br />

Alles gute Argumente, weshalb erst kürzlich<br />

auch im Salzkammergut nach den Plänen von<br />

Architekt Albert Wimmer ein radikalmodernes<br />

Atriumhaus errichtet wurde. Als<br />

Nahtstelle im Zentrum befindet sich neben<br />

einem Grünbereich ein Pool, der für das<br />

Verschwimmen der In- und Outdoor-Grenze<br />

sorgt. Die umliegenden Berge holte Wimmer<br />

optisch ebenfalls in die Wohnräume – ganz<br />

nach dem Motto »architecture catches nature«.<br />

Freilich haben auch Atriumhäuser den einen<br />

oder anderen Nachteil: »Ein freistehendes<br />

Atriumhaus braucht mehr bebaute Fläche als<br />

ein normales Einfamilienhaus. Es hat lange<br />

Erschließungswege und ist meist teurer«, weiß<br />

Diplomingenieurin für Architektur und<br />

Wohnpsychologin Christine Braun. Einer der<br />

Gründe: »Die ausgedehnte Gebäudehülle, die<br />

im Verhältnis zum Volumen einen energetisch<br />

ungünstigen Wert hat«, so Michael Aigner.<br />

»Dem muss man in der Planung entgegenwirken,<br />

etwa durch eine gute Dämmung der<br />

einzelnen Bauteile.«<br />

Abgesehen von freistehenden Atriumhäusern<br />

gibt es auch jene in Siedlungsstruktur. Ein<br />

solches revitalisiertes Gebäude bewohnt Braun<br />

privat in Purbach am Neusiedler See: »Die<br />

Siedlungsstruktur erinnert an die alten<br />

Winkelhöfe als moderne Interpretation. Hier<br />

benötigt das Haus weniger Fläche – Stichwort<br />

Bodenversiegelung –, hat geringere Anschaffungskosten<br />

und man wohnt nicht Wand an<br />

Wand wie im Reihenhaus«. Und noch ein<br />

Punkt ist der Wohnpsychologin wichtig: »Der<br />

»Das Atrium ist das Zentrum<br />

der Anlage – erweiterter<br />

Wohnraum mit optimalen<br />

Sichtbeziehungen zwischen<br />

den einzelnen Bereichen.«<br />

FRANZ KNAUER, GABRIELE<br />

HOCHHOLDINGER-KNAUER Knauer Architekten<br />

ruhige Innenhof wirkt auf den Menschen<br />

ausgleichend. In vielen Klöstern hat man diese<br />

Struktur als Symbol der Stille und des inneren<br />

Friedens genutzt«. Laut Studien erleben unsere<br />

Sinne beim Blick in die Grünoase einen<br />

Mini-Urlaub, so Braun: »Die Regeneration<br />

verbessert sich, das Herz schlägt langsamer,<br />

die Atmung wird tiefer. All das spiegelt sich<br />

in unserem Wohlbefinden wider«. <<br />

Fotos: Lisi Specht, beigestellt<br />

156 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Wasser als sozialer Treffpunkt<br />

Das Atriumhaus vom Architekt Albert<br />

Wimmer zeichnet sich durch spannende<br />

Blickbeziehungen zwischen innen und außen<br />

aus. Das Zentrum des Gebäudes aus Beton<br />

und Holz bildet ein Pool. awimmer.at<br />

»Die Form des Atriumhauses<br />

gibt einem das Gefühl, dass<br />

der Innenraum mit dem<br />

Garten eine Einheit bildet.<br />

Der geschützte Bereich wirkt<br />

positiv auf die Psyche.«<br />

CHRISTINE BRAUN Diplomingenieurin für<br />

Architektur und Wohnpsychologin, ideas-plan.at<br />

Geheimnisvolle Wohnwelt<br />

Im Ortskern der Gemeinde Molln in<br />

Oberösterreich befindet sich dieses Atriumhaus<br />

der Steinkogler Aigner Architekten. Der<br />

uneinsehbare Frei- und Grünraum in der Mitte<br />

ist von jedem Wohnraum aus zugänglich.<br />

steinkogleraigner.at<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 157


PERFEKTE SYMBIOSE<br />

AUS NATUR UND DESIGN<br />

Präzise Handwerkskunst, höchste Qualitätsstandards sowie intensive Zusammenarbeit<br />

mit Architekt:innen, Planer:innen und Designer:innen sind das Erfolgsgeheimnis der Tischlerei<br />

Prödl. Das steirische Traditionsunternehmen verwirklicht herausragende innenarchitektonische<br />

Gesamtlösungen und vereint Natürlichkeit und Luxus auf einzigartige Weise.<br />

Wenn detailverliebte Architektur<br />

auf beste Handwerkskunst<br />

und höchste<br />

Qualitätsstandards trifft,<br />

wird ein unnachahmliches Wohnerlebnis<br />

Wirklichkeit. Ein privates Refugium, das<br />

Natürlichkeit und modernes Design ebenso<br />

harmonisch verbindet wie Funktionalität<br />

und atemberaubende Ästhetik. Ein solches<br />

beeindruckendes Ergebnis manifestiert sich<br />

in einem Projekt, das von dem Wiener<br />

Planungsbüro The Black Square und der<br />

Tischlerei Prödl aus Kirchberg an der Raab<br />

verwirklicht wurde – ein Haus in Wien-<br />

Döbling, das eine perfekte Symbiose aus<br />

Natur und Design darstellt. Geradlinigkeit<br />

und nachhaltige Raffinesse, kombiniert mit<br />

kreativen Details, natürlichen Materialien<br />

wie Holz und Stein, innen wie außen in<br />

Szene gesetzt, modernsten Technologien und<br />

handwerklichem Know-how – all das wird<br />

hier, auf 360 Quadratmetern Wohnfläche, in<br />

Exzellenz realisiert. Offenbart werden prägnante<br />

Gegensätze, die sich wohnlich anziehen<br />

FOTOS: MATO JOHANNIK, STUDIOMATO2<strong>02</strong>3<br />

158 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


TISCHLEREI PRÖDL<br />

Die detailverliebte Planung von The Black Square<br />

in Kombination mit Prödls Handwerkskunst kreiert<br />

ein Wohnerlebnis, das Natürlichkeit und modernes<br />

Design harmonisch vereint.<br />

Unikatcharakter, Geist und Stil.« Das<br />

Ergebnis beeindruckt allemal: »Es ist<br />

immer eine maßgeschneiderte, hochwertige<br />

Lösung des persönlichen Lebensraums.<br />

Denn Menschen sind so verschieden wie<br />

ihre Häuser und Wohnungen.«<br />

und harmonisch miteinander verschmelzen.<br />

So trifft etwa ein Olivenbaum, der die Ruhe<br />

außerhalb des Stadtzentrums genießt, auf<br />

die Eleganz einer Prödl-Küche. Beide strahlen<br />

in Grün und teilen den Charme Wiens<br />

abseits der Innenstadt-Hektik.<br />

»Es sind nicht nur das fachliche Know-how,<br />

die Erfahrung und Kreativität, sondern auch<br />

die Freude am Detail und der Sinn für<br />

Ästhetik, die eine:n gute:n Handwerker:in<br />

ausmachen«, sagt Matthias Prödl. »Daher<br />

geht es in unserer Werkstatt ganz schön<br />

akribisch zu. Das fängt bei der Auswahl der<br />

Hölzer an und endet beim letzten Schliff.«<br />

Der kreative Prozess folgt dem Grundsatz,<br />

dass jedes Material genau dort eingesetzt<br />

wird, wo es am passendsten ist. Prödl: »Wir<br />

wollen den Charakter jedes Werkstoffes, so<br />

weit es geht, erhalten – ihn nach Möglichkeit<br />

sogar unbehandelt lassen. Dadurch sind<br />

unsere Einrichtungen ein Ausdruck von<br />

Respekt gegenüber dem Material.«<br />

EXKLUSIVE LÖSUNGEN<br />

Als Partner der Architektur versteht Prödl<br />

seine Unternehmensverantwortung darin,<br />

»auf den Raum und die Menschen, die<br />

da rin leben, einzugehen, damit nicht nur<br />

Produktion und Fertigung unserem hohen<br />

Qualitätsstandard entsprechen, sondern<br />

auch das Design«. Nur so sei es möglich,<br />

auf unterschiedliche Bedürfnisse und Rahmenbedingungen<br />

ganzheitlich einzugehen.<br />

Die wahre Herausforderung ist, so Prödl,<br />

die Bedürfnisse der Kund:innen bewusst in<br />

den Gestaltungsprozess einfließen zu lassen,<br />

ihnen aber immer auch Neues und Unerwartetes<br />

zu zeigen. »Wir setzen dabei stets<br />

den Fokus auf exklusive Lösungen mit<br />

HANDWERKLICHE ERFOLGSSTORY<br />

Die Geschichte der renommierten steirischen<br />

Tischlerei Prödl beginnt 1956 in Kirchberg an<br />

der Raab. Josef Prödl senior gründete damals<br />

einen kleinen Handwerksbetrieb, den er schnell<br />

klar positionierte und auf Messen präsentierte.<br />

1993 erweiterte Josef Prödl junior den Betrieb<br />

und baute die Wirkungsfelder der Tischlerei um<br />

Möbeldesign und Innen architektur aus.<br />

Seit 2011 werden zusammen mit Sohn Matthias<br />

Prödl und einem Team aus qualifizierten,<br />

ambitionierten Mitarbeiter:innen landesweit<br />

hochwertige Designkonzepte realisiert, die<br />

perfekte Funktion und exquisite Ästhetik mit<br />

modernster Technologie vereinen.<br />

INFO<br />

Tischlerei PRÖDL<br />

8324 Kirchberg an der Raab 171<br />

T: +43 3115 2334, M: office@proedl.at<br />

proedl.at<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 159


luxus wohnen / IMMOBILIENENTWICKLUNG<br />

Land-Partie<br />

Ein bescheidenes Bauernhaus<br />

in Ostfriesland wurde von<br />

Nidus im Inneren freigeräumt,<br />

der kleine Anbau bekam ein<br />

großes Rundfenster.<br />

Foto: Volker Conradus<br />

160 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


NACH<br />

KEIT<br />

HALTIG<br />

GESCHICHTEN<br />

MIT SUBSTANZ<br />

Das Düsseldorfer Frauen-Duo Nidus entwickelt und entwirft<br />

besondere Häuser mit dem Fokus auf dem Bestand. Dabei sorgen<br />

natürliche und in Schönheit alternde Materialien für Nachhaltigkeit,<br />

wohnliche Atmosphäre und dauerhafte Werte TEXT MAIK NOVOTNY<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 161


luxus wohnen / IMMOBILIENENTWICKLUNG<br />

Ganz natürlich<br />

Für das Projekt »Kreuzberghof« in Düsseldorf<br />

ergänzten Nidus ein Haus aus den<br />

1920er-Jahren mit einem neuen Wohnhaus<br />

für drei Familien, bei dem viel Holz und viel<br />

Raum die Atmosphäre bestimmen.<br />

Dass sich eine Architektin und eine<br />

Juristin zusammentun, um Architektur<br />

zu gestalten, ist so naheliegend,<br />

dass man sich wundert, dass<br />

es fast nie passiert. Schließlich kommt man<br />

beim Bauen heute um juristische Expertise<br />

längst nicht mehr herum. Passiert ist es in<br />

Düsseldorf, wo Ana Vollenbroich (Jus) und<br />

ihre Frau Annelen Schmidt-Vollenbroich<br />

(Architektur) nach dem gemeinsamen Studium<br />

der Immobilienwirtschaft 2016 ihre Firma<br />

Nidus (lateinisch für Nest) gründeten.<br />

Sofa fürs Leben<br />

Für den »Kreuzberghof« entwarfen<br />

Nidus eine Sitzmöbel-Kollektion<br />

aus geölter Eiche und Bouclé-Stoff, die<br />

ebenso schön altert wie das Haus selbst.<br />

NICHT ABREISSEN<br />

Einher mit der Gründung ging der erste<br />

Immobilienerwerb, ein Haus mit Baujahr<br />

1880. Das zweite Objekt, ein Haus aus den<br />

1950er-Jahren, war schließlich Liebe auf<br />

den ersten Blick. »Wir waren die einzigen<br />

Bieterinnen, die das Haus nicht abreißen<br />

wollten«, erinnert sich Ana Vollenbroich.<br />

Sie bekamen den Zuschlag, und von da an<br />

war es klar: Das Adaptieren von besonderer,<br />

von den meisten anderen übersehener Bausubstanz<br />

sollte das Kerngeschäft von Nidus<br />

werden.<br />

Fotos: Volker Conradus<br />

162 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Heute, fast zehn Jahre später, haben sie ein<br />

sorgfältig komponiertes Portfolio von Objekten<br />

mit unterschiedlichem Charakter aufgebaut,<br />

die alle eines gemeinsam haben: Sie<br />

wurden von allem Überflüssigen befreit und<br />

architektonisch zu sich selbst geführt. Ein<br />

Haus auf Sylt darf, bereinigt vom rustikalen<br />

1980er-Jahre-Dekor, Seeluft atmen. Ein Bauernhaus<br />

aus den 1960er-Jahren in Ostfriesland<br />

wurde von späteren Einbauten befreit und<br />

wieder zu sich selbst geführt. Ein Hofgebäude<br />

in Düsseldorf wurde mit einem Haus für drei<br />

Familien erweitert. Und auch der erste komplette<br />

Neubau, ein Doppelhaus mit heller Ziegelfassade<br />

und schmalen Rundbogenfenstern,<br />

fügt sich hier nahtlos ein.<br />

Denn bei allen Projekten und bei der eigenen<br />

Möbelkollektion setzt das Nidus-Duo<br />

konsequent auf natürliche Materialien, die gut<br />

altern: Fliesen, Holz, Ziegelstein, ungefärbte<br />

Stoffe. High-Tech-Spielereien und Touchscreens<br />

sucht man hier vergeblich. »Wir lieben<br />

es, die Geschichte eines jeden Hauses zu<br />

recherchieren und weiter zu erzählen«, sagt<br />

Annelen Schmidt-Vollenbroich. So beherbergt<br />

das Nidus-Nest nicht nur Planen, Entwerfen,<br />

Entwickeln und Möbeldesign,<br />

sondern auch die Vermittlung von Architek-<br />

NACH<br />

KEIT<br />

HALTIG<br />

tur. Die Gründung einer eigenen Galerie war<br />

hier nur konsequent.<br />

Elegante Zurückhaltung<br />

Das »Townhouse Sankt Göres« für<br />

zwei Familien ist das erste<br />

Neubauprojekt von Nidus und<br />

kombiniert hellen Ziegelstein mit<br />

dezenten Rundbogenfenstern.<br />

SCHÖNHEIT UND STORYTELLING<br />

Zum Erfolg dieser Synthese von Schönheit,<br />

Storytelling und Unternehmertum trägt zweifellos<br />

die Expertise der beiden Gründerinnen<br />

bei. »Wir sind füreinander ein wichtiges Korrektiv,<br />

und wir holen uns gegenseitig immer<br />

aus der Fach-Ecke heraus, wenn wir uns verrennen«,<br />

sagt Schmidt-Vollenbroich. Gemeinsam<br />

ist es auch gelungen, sich als Frauenteam<br />

gegen Vorurteile in der Bau- und Immobilienbranche<br />

durchzusetzen. Das ist oft anstrengend,<br />

aber die beiden nehmen es mit Humor,<br />

und der Erfolg gibt ihnen recht. »Viele Firmen,<br />

mit denen wir seit Langem zusammenarbeiten,<br />

schätzen unsere strukturierte und lösungsorientierte<br />

Arbeit, auch in Konfliktsituationen«, sagen<br />

sie. Und das (derzeit ebenfalls rein weibliche)<br />

Nidus-Team gibt die nötige Rückendeckung.<br />

Ein ganz besonderes Objekt ist derzeit in<br />

Düsseldorf in Arbeit: Eine denkmalgeschützte<br />

ehemalige Glasmalerei-Werkstatt wird zum<br />

neuen Nidus-Hauptquartier adaptiert. Wenn<br />

sich 2<strong>02</strong>5 hier die Tore öffnen, finden sich Büro,<br />

Galerie, Möbel-Showroom und sogar ein Café<br />

unter einem Dach. Eine Einladung, auf die man<br />

sich ganz ohne Schwellenangst einlassen darf,<br />

sagen die beiden: »Man muss uns auch kein<br />

Haus abkaufen, man darf auch nur hineinschlendern<br />

und stöbern!« Und sich Geschichten<br />

von Häusern erzählen lassen.<br />

Freundlicher Empfang<br />

Besondere Aufmerksamkeit<br />

widmen Nidus der Inszenierung<br />

von Wegen, Türen und Schwellen,<br />

die den Rhythmus des Alltags<br />

begleiten. ><br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 163


luxus wohnen / IMMOBILIENENTWICKLUNG<br />

»AUCH WEGLASSEN<br />

IST LUXUS«<br />

NACH<br />

KEIT<br />

HALTIG<br />

Die Nidus-Gründerinnen Ana Vollenbroich und Annelen<br />

Schmidt-Vollenbroich über ihre Haltung zur Architektur,<br />

über Wohnlichkeit und gut riechende Materialien.<br />

INTERVIEW MAIK NOVOTNY<br />

RESIDENCES Mit Nidus entwickeln Sie vor<br />

allem bestehende Bausubstanz. Wie würden<br />

Sie Ihre Architekturhaltung beschreiben?<br />

ANNELEN SCHMIDT-VOLLENBROICH<br />

Durch unsere intensive Arbeit mit dem<br />

Bestand haben wir gelernt, was von Dauer<br />

ist und was nicht. Dabei geht es viel ums<br />

Aufräumen und Wegnehmen, ums Aufmachen<br />

von Räumen. Es geht darum, den<br />

Charakterkern des Gebäudes herauszuschälen.<br />

Ein Zuviel an Technik vermeiden wir,<br />

weil sie sehr schnell veraltet. Wir lieben<br />

natürliche Materialien, die schöner werden,<br />

wenn sie altern und die sich einfach reparieren<br />

lassen. Wir wollen Gebäude schaffen,<br />

die offen und flexibel sind, auch für spätere<br />

Nutzungen.<br />

ANA VOLLENBROICH Wir sind ziemliche<br />

Puristinnen und versuchen, allzu Modisches<br />

zu vermeiden. Die Materialien bringen<br />

schon Struktur und Leben mit, da<br />

braucht es keine zusätzlichen Ornamente.<br />

In dieser Reduktion liegt für uns auch<br />

Schönheit und Nachhaltigkeit.<br />

Fortschrittlich<br />

Das mehrfach ausgezeichnete<br />

Duo Ana Vollenbroich und<br />

Annelen Schmidt-Vollenbroich<br />

agiert an der Schnittstelle von<br />

Immobilienentwicklung und<br />

Architektur. nidus.com<br />

Dafür braucht es eine hohe handwerkliche<br />

Qualität in der Ausführung und ein Verständnis<br />

bei den Bauherr:innen. Müssen Sie<br />

viel Erklärungs- und Überzeugungsarbeit<br />

leisten?<br />

VOLLENBROICH Sehr viel! Es besteht immer<br />

das Risiko, dass jemand von natürlicher<br />

Patina überrascht ist und unzufrieden reagiert,<br />

wenn ein Material ganz normal altert.<br />

Oft geht es so weit, dass wir bei der<br />

Ausführung selbst die Gewährleistung<br />

übernehmen, wenn uns ein Detail so wichtig<br />

ist, dass es das Risiko wert ist. Meistens<br />

ist es das auch. Wir versuchen aber, von<br />

Anfang an viel zu erklären, und das funktioniert<br />

in der Regel auch sehr gut.<br />

Welche Art von Wohnlichkeit streben Sie bei<br />

Ihren Innenräumen an?<br />

SCHMIDT-VOLLENBROICH Wir feilen sehr<br />

lange an Grundrissen und machen uns viele<br />

Gedanken über die Dramaturgie der Übergänge<br />

und Schwellen beim Weg zum Haus<br />

und durchs Haus. Durch diese bewussten<br />

Raumfolgen entsteht ein Gefühl für Wohnlichkeit.<br />

Mal ist es ein weites Entrée, mal liegt<br />

der Wohnraum geborgen am Ende eines<br />

Weges, wie in einem Schneckenhaus. Andere<br />

Aspekte sind angenehme Gerüche von Materialien,<br />

die eine Art Wohngesundheit erzeugen,<br />

und die richtige Lage auf dem<br />

Grundstück, damit die Räume gut mit Sonne<br />

und Licht interagieren.<br />

Ist »Luxus« für Sie ein Kriterium?<br />

VOLLENBROICH Natürlich ist unser Angebot<br />

auf dem Immobilienmarkt im gehobenen<br />

Bereich angesiedelt und richtet sich an<br />

jene, die es sich leisten können. Aber für<br />

uns hat Luxus an sich nichts mit Reichtum,<br />

Überfluss und Dekoration zu tun. Auch das<br />

Weglassen kann ein Luxus sein. Und ganz<br />

wichtig ist für uns auch der intellektuelle<br />

Luxus, uns mit Bauherr:innen austauschen<br />

zu dürfen, die sich für besondere Architektur<br />

interessieren.<br />

<<br />

Foto: Nikki McClarron<br />

164 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


luxus wohnen / CIRCULAR DESIGN<br />

»EINE RUNDE<br />

SACHE MIT ECKEN<br />

UND KANTEN«<br />

Der Designer, Architekt, Kurator und Querdenker Christian Kroepfl ist<br />

ein Wegbereiter auf vielen Ebenen der Nachhaltigkeit. Circular Design<br />

ist für ihn mehrfach zukunftsweisend. Im RESIDENCES-Interview<br />

erzählt er, was es mit Luxusmöbeln im Wald auf sich hat und wieso<br />

die Wegwerfmentalität längst obsolet ist. INTERVIEW SUSANNA PIKHART<br />

Er ist das personifizierte Engagement<br />

für Kreislaufwirtschaft im Designbereich.<br />

Aber auch die nachhaltige<br />

Architektur sowie die Herstellung<br />

und die Nutzung von ebenso hochwertigen<br />

wie funktionalen Möbelstücken liegen ihm<br />

am Herzen. Und das schon seit Beginn seines<br />

kreativen Schaffens. Geht es um zeitgemäßes<br />

Circular Design, kommt man an Christian<br />

Kroepfl jedenfalls nicht vorbei. Der Architekt<br />

und Designer ist Österreichs Vorreiter auf<br />

diesem Gebiet und zugleich aktiver Botschafter<br />

für Nachhaltigkeit: Von Lustenau und Wien<br />

aus entwickelt er Marken und Möbelkollektionen<br />

für heimische und internationale<br />

Unternehmen und vernetzt zudem als<br />

Kurator großer Design-Events und Ausstellungen<br />

die ganze Branche, indem er sie mit<br />

kreativen Konzepten zu ökologisch und sozial<br />

nachhaltigen Gestaltungsstrategien animiert –<br />

gerade erst im AußenwirtschaftsCenter in<br />

Paris, im März 2<strong>02</strong>5 bei der »Wohnen &<br />

Interieur« in Wien.<br />

Die Arbeiten des gebürtigen Vorarlbergers<br />

werden weltweit ausgestellt, wurden schon in<br />

verschiedene Sammlungen aufgenommen<br />

und mit mehr als 50 nationalen und internationalen<br />

Designpreisen ausgezeichnet.<br />

RESIDENCES Was meinen Sie, ist Circular<br />

Design ein Trend oder eine Notwendigkeit?<br />

CHRISTIAN KROEPFL Beides. Und das ist<br />

gut so. Denn dass man Dinge wiederverwendet<br />

und dem Kreislauf zuführt, ist<br />

leider noch keine Selbstverständlichkeit.<br />

Wofür genau steht Circular Design?<br />

Im Circular Design werden Prinzipien der<br />

Weiternutzung, also etwa Re-Use, und der<br />

sozialen Interaktion in allen Produktlebenszyklen<br />

mitgedacht. Wichtig sind hier nicht nur<br />

ökologisch, sondern auch sozial nachhaltige<br />

und partizipative Gestaltungsstrategien.<br />

Dazu gehören lange Lebensdauer, Materialreduktion,<br />

wenig Abfall bei der Herstellung und<br />

möglichst auch Regionalität, etwa Material ><br />

Zirkulärer Luxus<br />

James-Bond-Style: Eingebettet in<br />

eine präzise gefertigte Holzschale<br />

genießt man beim Sofa »Lobster«<br />

die Weichheit und den Geruch von<br />

edlem Leder.<br />

Fotos: Christian Kroepfl<br />

166 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


NACH<br />

KEIT<br />

HALTIG<br />

Christian Kroepfl<br />

Der Architekt und Designer<br />

animiert die Bau- und Möbelbranche,<br />

sich in die Kreislaufwirtschaft<br />

einzuklinken. Bei<br />

den eigenen Arbeiten setzt er<br />

schon lange auf Nachhaltigkeit<br />

und entwickelt immer<br />

wieder beeindruckende und<br />

international preisgekrönte<br />

Designstücke.<br />

christiankroepfl.com<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 167


luxus wohnen / CIRCULAR DESIGN<br />

><br />

aus der Umgebung sowie Holz aus<br />

nachhaltiger Bewirtschaftung. Und auch die<br />

implizit mitgedachte Reparaturfähigkeit.<br />

Circular Design ist eine runde Sache im Sinne<br />

der Kreislaufwirtschaft, hat aber noch ihre<br />

Ecken und Kanten.<br />

Inwiefern? Das klingt nach einigen Tücken …<br />

Gerade bei industriellem Design gibt es noch<br />

viele Bereiche, wo nicht Langlebigkeit<br />

angestrebt, sondern die Wegwerfmentalität<br />

gefördert wird. Insbesondere in der Modebranche,<br />

aber auch zum Beispiel bei Matratzen,<br />

die noch massenhaft und zu Lasten der<br />

Umwelt entsorgt werden, statt einzelne<br />

Komponenten wiederzuverwerten. Die<br />

Circular-Design-Herangehensweise hingegen<br />

reduziert durch Upcycling nicht nur die<br />

Abfallmenge, sondern führt auch zu neu<br />

gedachten, innovativen Designs.<br />

Zeitlos langlebig<br />

Der »Sidetable LIZ« verkörpert<br />

den Einsatz von Materialien in<br />

angemessener Form und<br />

Funktion: praktisch, elegant<br />

und zurückhaltend. Zeitlos.<br />

Wie erleben Sie hier die Möbelbranche?<br />

Ambitioniert, aber noch zu sehr zurückhaltend.<br />

Man hört den Pessimist:innen leider<br />

eher zu, als dass man die Argumente der<br />

Optimist:innen verinnerlicht. Immerhin: Bei<br />

Metallfreie Eleganz<br />

»finiix« ist Österreichs erste CO 2<br />

-<br />

neutrale Möbelkollektion, die Christian<br />

Kroepfl gemeinsam mit Andrés Fredes<br />

für guut entwickelt hat. guut.at<br />

jungen Designer:innen ist Nachhaltigkeit<br />

bereits eine Haltung, die in ihrem Bewusst -<br />

sein verankert ist und im schöpferischen<br />

Prozess dann zutage kommt. Das macht<br />

zuversichtlich.<br />

Ihre eigenen Designs und Kollektionen, die<br />

Sie für namhafte Möbelhersteller entwerfen,<br />

haben Circular Design quasi schon in der<br />

DNA …<br />

Für mich stehen bei der Gestaltung vor<br />

allem die Fragestellung nach der Funktionalität<br />

und der Qualität sowie die Verwendung<br />

von natürlichen und nachhaltigen Materialien<br />

im Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses.<br />

Es geht um die Klarheit des Designs und<br />

die bewusste Beschränkung auf das Wesentliche:<br />

schlicht, raffiniert und dabei unaufgeregt.<br />

Gutes, hochwertiges Design duldet<br />

keine Hierarchien oder Kompromisse im<br />

Zusammenspiel von Form und Funktion.<br />

Bei Circular Design geht es zudem darum,<br />

dass die Produktion in einer Kooperation<br />

von Menschen und Natur stattfindet.<br />

Fotos: Harald Gorbach, Dr. Photo, Kapelari, Christian Kroepfl<br />

168 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Ein konkretes Beispiel dazu?<br />

Ja, etwa die »finiix«-Möbelkollektion, eine<br />

Kooperation von mir und dem Designer Andrés<br />

Fredes für die guut GmbH. Um den ökologischen<br />

Fußabdruck zu minimieren und den<br />

Lebenszyklus der Möbel zu maximieren, wurde<br />

eine Eco-Designrichtlinie entwickelt. Der Leit -<br />

faden basiert auf den Ergebnissen des Forschungsprojekts<br />

KATCH-e und den daraus<br />

resultierenden zirkulären Designstrategien. Die<br />

Möbel wurden letztendlich so gestaltet, dass,<br />

wenn man sie im Wald abstellt, sie dort komplett<br />

und rückstandsfrei verfallen würden.<br />

Diese Kollektion – sie besteht aus einem Bett,<br />

verschiedenen Beistelltischen, Sideboard, Bar,<br />

Turm und Schrank – wurde sogar als CO 2<br />

-negativ<br />

berechnet, was für die Verbraucher:innen<br />

heute aber eher noch verwirrend ist. Auf dem<br />

Markt ist sie nun als CO 2<br />

-neutral ausgewiesen.<br />

Die Klimakrise und das gestiegene Umweltbewusstsein<br />

führen also dazu, dass auch<br />

Designer:innen mit einem anderen Bewusstsein<br />

Kunst und Natur im Einklang<br />

Das »KT11«-Design von Christian Kroepfl für palatti vereint<br />

moderne Ästhetik mit Alltagsfunktionalität: Auf einem<br />

reduzierten Stahlträger schwebt eine elegante, schlichte<br />

Platte aus massivem Holz – sie erinnert an das Blätterdach<br />

eines Akazienbaums in der Serengeti. palatti.eu<br />

NACH<br />

KEIT<br />

HALTIG<br />

und Ziel als bisher an ihre Arbeit herangehen …<br />

Die Veränderungen, die auf uns zukommen,<br />

sind ein grundlegender Teil einer neuen Ära.<br />

Dieser Umbruch bietet die Chance, nachhaltiges<br />

Design aus seinem Nischendasein zu<br />

befreien und österreichisches Design stärker<br />

ins internationale Rampenlicht zu rücken.<br />

Nachhaltigkeit und Ästhetik sind kein<br />

Widerspruch. Hier kommt künftig nicht nur<br />

Circular Design, sondern das sogenannte<br />

Mitigation Design noch mehr zum Tragen.<br />

Das bedeutet?<br />

Es geht darum, präventive und schadensmindernde<br />

Maßnahmen bereits in der Planungsphase<br />

eines Projekts zu berücksichtigen. Ob<br />

es nun Architektur oder Produktdesign ist.<br />

Nachhaltiges Multitalent<br />

»nivoo« ist ein nachhaltiger Schreibtisch für<br />

alle zwischen drei und 99 Jahren. Aus Eschenholz<br />

und farbigem MDF gefertigt, wird er<br />

metallfrei gesteckt und mit Schnur, Dübeln und<br />

Holzschrauben versteift und gesichert.<br />

Welche Rolle spielen all diese Ansätze bei Ihrer<br />

Arbeit als Kurator diverser Ausstellungen?<br />

Mein Fokus ist immer die Nachhaltigkeit.<br />

Ich nutze Messen und Events als Kommuni -<br />

ka tionskanal für die Öffentlichkeit und für<br />

die Bau- und Möbelbranche, wobei mir der<br />

niederschwellige Zugang enorm wichtig ist. Es<br />

geht nicht nur ums Verkaufen der Pro dukte,<br />

sondern darum, die Menschen zu vernetzen,<br />

den Austausch innerhalb der kreativen Branche<br />

zu fördern und neue Kontakte zu knüpfen.<br />

Und darum, dass nachhaltiges Design auch in<br />

Österreich mehr Kraft bekommt. <<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 169


luxus wohnen / MATERIALIEN<br />

Naturerlebnis<br />

Warmes Holz und kühler Stein<br />

bilden einen wohnlichen Rahmen<br />

für den Blick in die Landschaft<br />

beim »CLL House« in Brasilien.<br />

bernardesarq.com.br<br />

Foto: Fernando Guerra<br />

170 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


STOFFE, AUS DENEN<br />

TRÄUME SIND<br />

Mal natürlich und rau, mal glatt und hochverfeinert, mal technisch<br />

präzise. Bei Luxusinteriors ist die Auswahl des richtigen Materials<br />

das A und O. Dabei stehen Atmosphäre, Storytelling, Dauerhaftigkeit<br />

und überraschende Kontraste im Mittelpunkt. TEXT MAIK NOVOTNY<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 171


luxus wohnen / MATERIALIEN<br />

Retro-Chic mit Überraschungen<br />

Jungstar Hugo Toro setzte beim<br />

Redesign eines Pariser Appartements<br />

auf ungewöhnliche Kontraste.<br />

hugotoro.com<br />

Ein bisschen schwindelfrei muss man<br />

sein, um hier zu wohnen, denn der<br />

Name ist Programm: »The Ledge«.<br />

Dramatisch spitz läuft das Bündel<br />

aus Baumstämmen zu und ragt weit in die<br />

hügelige Waldlandschaft der südindischen<br />

Wildnis von Peeremedu. Ehrlich gesagt sieht<br />

es eher nach Forstwirtschaft aus als nach<br />

Luxusvilla, und doch ist es Letzteres. Hier<br />

haben die Architekt:innen von Wallmakers<br />

aus dem Bundesstaat Kerala sich tief in die<br />

Natur eingelassen und das Haus wieder aus<br />

ihr herauswachsen lassen.<br />

NATUR ALS LUXUS<br />

Dafür verwendeten sie Stämme des<br />

Casuarina- Baums, der aufgrund seines<br />

schnellen Wachstums sonst für eher wenig<br />

luxuriöse Zwecke wie Baustellenzäune und<br />

Gerüste verwendet wird. Doch hier ist es<br />

gerade der Kontrast zwischen dem fast rohen<br />

Material und der kristallinen Glasfassade,<br />

die sich dazwischen wie eine Kanzel in den<br />

Bergnebel schiebt, der die Natur zum Luxus<br />

macht. Auch die Innenwände sind Teil dieser<br />

Urwüchsigkeit, sie wurden mit Bruchmaterial<br />

angereichert, das während des Baus anfiel.<br />

Weniger ruppig, aber ebenso naturnah<br />

gestaltet sich das Wohnumfeld in einer Villa<br />

westlich von São Paulo, dem von Bernardes<br />

Arquitetura in klassisch-moderner Geradlinigkeit<br />

entworfenen »CLL House«. Mit<br />

einem luftigen Atrium werden Flora, Fauna<br />

und Wetter hier ganz nah hineingelassen, und<br />

die Baustoffe übernehmen in bester Weise die<br />

Vermittlungsarbeit zwischen Mensch und<br />

Natur. Eine sorgfältig ausgesuchte Kombination<br />

aus Holz und weißem Piracema-Granit,<br />

die mit ihrer Dauerhaftigkeit eine wohnliche<br />

Alles im Rahmen<br />

In dieser Wohnung in<br />

Manhattan summt das Holz<br />

den ruhigen Grundton, wilde<br />

Tapeten setzen Akzente.<br />

lewhit.com<br />

Fotos: Jerome Galland, Jino Sam, beigestellt<br />

172 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


und warme Ruhe vermittelt. Man spürt: Diese<br />

Materialien altern in Würde, und so kann<br />

man wohnend in Würde zusammen mit ihnen<br />

alt werden.<br />

Wenn es im Luxusbereich um die Auswahl<br />

von Materialien geht, ist eine Kenntnis natürlicher<br />

Prozesse für jede:n Designer:in Pflicht.<br />

Es gilt, jeden Baustoff und jede Zutat richtig<br />

auszuwählen, richtig zuzuschneiden, richtig zu<br />

behandeln. Das gilt für indische Baumstämme<br />

ebenso wie für Carrara-Marmor, Onyx, Messing<br />

oder Sichtbeton. Denn aus gedankenloser<br />

Materialverschwendung ist noch nie eine<br />

dauerhafte Schönheit entstanden.<br />

Tropische Tanzbewegung<br />

In dieser Villa in Indien lassen<br />

Wallmakers Architects den<br />

Ziegelstein luftige Pirouetten<br />

drehen. wallmakers.org<br />

KONZENTRIERTE MISCHUNG<br />

All das trifft nicht nur auf die Villa mitten in<br />

der Natur zu, sondern auch auf erlesene Interiors<br />

in urbanen Wohnungen, wo es für<br />

Designer:in nen gilt, eine hochkonzentrierte<br />

Mischung von Materialien stilvoll auszubalancieren.<br />

Ein wahrer Material-Virtuoso ist das<br />

34-jährige französisch­ mexikanische Jungtalent<br />

Hugo Toro. Er versteht sich als Geschichtenerzähler<br />

mit Liebe zum Theatralischen.<br />

><br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 173


luxus wohnen / MATERIALIEN<br />

Waldwildnis<br />

Beim Haus »The Ledge« in<br />

Kerala schaffen rohe Baumstämme<br />

und Bruchsteine<br />

eine tiefe Verbindung zum Ort.<br />

wallmakers.org<br />

174 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24<br />

><br />

Unbehandelte ganze Baumstämme wird<br />

man bei ihm also eher nicht finden, dafür viel<br />

Wärme ausstrahlendes Holz, das aber stets mit<br />

Ungewöhnlichem kontrastiert wird. Für das<br />

Redesign seines Pariser Appartements aus den<br />

1970er-Jahren kombinierte er die erlesenen<br />

Holz sorten Walnuss, Amberbaum und Ziricote<br />

mit rotem Travertin und eigens entworfenen<br />

Möbeln zu einem einzigartigen Ensemble<br />

aus Mid-Century Modern und Opernloge. Bei<br />

einer anderen Pariser Wohnung liefern Oberflächen<br />

aus Eichenholz die Wohnlichkeit und<br />

goldene Akzente die Theatralik.<br />

Eine ähnlich effektive Kontrastwirkung<br />

erzeugten die Designerin Corey Kingston und<br />

ihr Studio Le Whit bei der Zusammenlegung<br />

zweier Wohnungen in Manhattan. Auch hier<br />

bilden maßgeschneiderte Einbauten aus<br />

hellem Holz den Grundton, der sich durch alle<br />

Räume zieht, während darin wie Kunstwerke<br />

gerahmte Tapeten mit eigens entworfenen<br />

Motiven jedem Bereich einen ganz eigenen<br />

Charakter verleihen.<br />

Wer sich der Natur weniger verpflichtet fühlt<br />

als dem Theatralischen, dürfte sich in den<br />

Wohnräumen und Restaurants der extravaganten<br />

Italiener:innen von Dimore Studio<br />

Fotos: Syam Sreesylam, Silvia Rivoltella, beigestellt


Einzelstück<br />

Die frei stehende »Tiffany<br />

Bathtub« vom Hersteller Lusso<br />

wird aus einem Stück brasilianischem<br />

Marmor handgefertigt.<br />

lussostone.com<br />

wohlfühlen. Auch hier kommen Tapeten und<br />

Textilien zum Einsatz, mal mit sinnlichen<br />

Art-déco-Prints, fast immer in den für Dimore<br />

typischen tiefdunklen Farbtönen, die einen<br />

Kontrast zu den Möbeln bilden, die wie<br />

surreale Objekte in einem Tableau arrangiert<br />

werden. Hier geht es bei der Materialwahl<br />

nicht um das Erzeugen vertrauter Authentizität,<br />

sondern um eine geradezu vibrierende<br />

Atmosphäre.<br />

Fazit: Mit dem richtig inszenierten Kontrast<br />

lassen sich die Qualitäten jedes Materials<br />

besonders unterstreichen. Und wer sich einen<br />

besonderen Luxus gönnen will und einen<br />

sechsstelligen Betrag zur Hand hat, kann<br />

sich eine frei stehende Marmorbadewanne<br />

von Lusso leisten und dafür den passenden<br />

Kontrast suchen. Vielleicht sogar einen Wald<br />

in Indien.<br />

<<br />

Italienisches Drama<br />

Dimore Studio aus Mailand<br />

setzt bei seinen Interiors<br />

auf Theatralik, wie hier in<br />

der Dimore Gallery.<br />

dimorestudio.eu<br />

Fotos: SilviaRivoltella, beigestellt<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 175


luxus wohnen / NATURSTOFFE<br />

Eng umschlungen<br />

Ineinander platzieren<br />

sich die Marmorelemente<br />

des Hockers<br />

»Marble Stool 5«<br />

von Kueng Caputo.<br />

salon94design.com<br />

Marmor, Stein und Eisen bricht<br />

Die freistehende Oval-Badewanne<br />

aus Solid Surface mit stylischem<br />

Marmor-Finish setzt markante<br />

Naturakzente im Bad.<br />

steinberg-armaturen.de<br />

Trend-Wände<br />

Travertin ist neben Marmor der<br />

boomende Stein – ob für Möbel<br />

oder Oberflächen.<br />

Nachhaltiger und versatiler<br />

sind Tapeten im Steinlook.<br />

belartestudio.com<br />

Natur<br />

mit Stil<br />

Biophiles Design boomt und ist längst nicht mehr nur<br />

idyllische Szenerie im Rahmen von ländlicher Architektur.<br />

Naturmaterialien rocken jetzt auch die Cities!<br />

Collectibles made in Austria<br />

Designer Felix Muhrhofer<br />

reinterpretiert Terrazzo und<br />

entwirft Must-have-Collectibles<br />

in großartiger Formensprache.<br />

felixmuhrhofer.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

176 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


Heimisches Holz<br />

Ein funktionales<br />

Innenleben sorgt für<br />

Überblick in den<br />

Schränken, heimisches<br />

Holz kreiert nachhaltigen<br />

Luxus.<br />

team7-home.com<br />

Minimalistisch-edel<br />

Kunststoff ade! Die<br />

luxuriösen Fitnessgeräte<br />

von Pent, wie<br />

der »Lova«-Kettlebells-Ständer<br />

aus<br />

Walnussholz und<br />

Edelstahl, setzen<br />

selbst beim Training<br />

auf gehobenen Style.<br />

pentfitness.com<br />

Gratwanderer<br />

An der Grenze zwischen Kunst<br />

und Design arbeitet Designstar<br />

Jay Sae Jung Oh. Der Beistelltisch<br />

aus der Serie »Savage« ist<br />

aus Rindsleder gefertigt.<br />

yatzer.com<br />

Sophisticated<br />

Informell und doch elegant präsentiert<br />

sich das modulare Regal »Interparete«<br />

im Design von Piero Lissoni für Porro.<br />

porro.com<br />

Skulpturaler Gestus<br />

US-Designerin Kelly Wearstler<br />

ist unangefochtene Königin<br />

skulpturaler Möbel – das »Nudo<br />

Sofa« ist ein Beleg dafür.<br />

kellywearstler.com<br />

Ästhetisches Upgrade<br />

Die »ST-ONE«-Natursteinküche<br />

ist ein echter Blickfang und<br />

wertet Heim wie Herd auf.<br />

strasser-steine.at<br />

2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 177


luxus wohnen / RESIDENZEN AUF LUXUSSCHIFFEN<br />

Luxus ahoi!<br />

Wohnen, während man über den Globus gleitet: Auf Superyachten<br />

kann man Privatresidenzen im Eigentum erwerben und mit den<br />

Reichsten der Reichen Theater, Bibliothek, Spa- und Fitness-<br />

Bereiche genießen. Das hat seinen Preis. TEXT HEIMO ROLLETT<br />

Mondän<br />

Zuhause auf der ganzen Welt –<br />

in der eigenen Residenz auf<br />

einem Schiff mit einer internationalen,<br />

äußerst solventen<br />

Eigentümergemeinschaft.<br />

Foto: Ulyssia<br />

178 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 179


luxus wohnen / RESIDENZEN AUF LUXUSSCHIFFEN<br />

Große Pläne<br />

Die »Ulyssia« mit 119<br />

Residenzen und 13 Suiten<br />

befindet sich noch in der<br />

Planungs- und Bauphase<br />

und soll voraussichtlich<br />

2<strong>02</strong>8 in Betrieb gehen.<br />

ulyssia.com<br />

Fotos: MV Narrative, Ulyssia<br />

Natürlich streiten sie. Wie bei den<br />

Privatyacht-Eigner:innen mit Milliarden<br />

am Konto ist es auch den<br />

neuen Luxuslinern, bei denen man<br />

Wohnungen im Eigentum erwerben kann,<br />

wichtig, wer die längere und größere hat. Die<br />

schwimmenden Kleinstädte der Superreichen<br />

entwickeln sich gerade zu einem Luxustrend,<br />

der das Konzept von Wohnen, Reisen und<br />

exklusivem Lebensstil neu definiert.<br />

Unterhaltsam<br />

20 Restaurants und Bars, eine Mikrobrauerei,<br />

drei Pools, eine Bowlingbahn, Fitness- und<br />

medizinische Einrichtungen sowie eine<br />

hydroponische Farm hat die »MV Narrative«<br />

an Bord. storylines.com/the-ship<br />

REICHEN-WG MIT BESUCH<br />

VON NOBELPREISTRÄGER:INNEN<br />

»The World« dürfte jedenfalls aktuell die<br />

größte private Wohnyacht der Welt sein. Mit<br />

165 großzügigen Residenzen und einer durchschnittlichen<br />

Besetzung von 150 bis 200 Menschen<br />

bietet es eine Art Melrose Place deluxe,<br />

das um die Welt segelt. Die Eigen tümergemeinschaft<br />

(150 Familien aus 20 Ländern)<br />

wählen jährlich die Reiseziele – abenteuerliche<br />

Expeditionen in exotischen Gewässern sind da<br />

ebenso dabei wie die namhaftesten Orte konzentrierter<br />

Mondänität. Die schwimmende<br />

Luxus-WG hat bereits über 1.000 Häfen in<br />

mehr als 120 Ländern besucht. Dauert<br />

><br />

180 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


was macht<br />

edelstahlpools<br />

so besonders?<br />

Es ist das elitäre Material, das elegante Erscheinungsbild,<br />

die lange Lebensdauer und die Nachhaltigkeit.<br />

Ausgezeichnet mit dem Oscar der Schwimmbadindustrie<br />

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luxus wohnen / RESIDENZEN AUF LUXUSSCHIFFEN<br />

><br />

lange? Nun ja, erstens muss man ja<br />

nicht die ganze Zeit dabei sein, die Eigentümer:innen<br />

bleiben laut Statistik von »The<br />

World« durchschnittlich drei bis vier Monate<br />

im Jahr an Bord. Bei einigen Anbietern gibt es<br />

auch die Möglichkeit, die Wohnung für z. B.<br />

20 Wochen im Jahr zu vermieten, um die jährlichen<br />

Wartungskosten zu decken. Zweitens<br />

bieten die Luxusliner einiges, um die Zeit zu<br />

vergessen bzw. sie zu genießen: Sterneküche,<br />

Expeditionen, Überlandreisen, Kulturveranstaltungen<br />

… Das Ziel sei es, mit allen Sinnen<br />

in die Kultur und Lebensart der Reiseziele<br />

eintauchen zu können. Da kommen dann<br />

auch angesehene Dozent:innen, Nobelpreisträger:innen<br />

und preisgekrönte Redner:innen<br />

an Bord. Die Preise für Studios beginnen bei<br />

2 Mio. US-Dollar und reichen bis zu 15 Mio.<br />

US-Dollar für Apartments mit drei Schlafzimmern,<br />

zuzüglich der jährlichen Unterhaltskosten.<br />

Ähnlich sind die Preise bei der »Blue<br />

World Voyages«, für 2,35 Mio. US-Dollar bekommt<br />

man eine Einzimmerwohnung in den<br />

obersten vier Decks. Denn auch am Schiff<br />

zählt natürlich die Lage.<br />

VIZEPRÄSIDENTEN FÜR WELLNESS<br />

Bei den angebotenen Annehmlichkeiten übertrumpfen<br />

sich die Anbieter ähnlich wie bei<br />

den Hotels. Die »Blue World Voyages« sticht<br />

da mit einem eigenen Konzept heraus:<br />

Ein komplettes Schiffsdeck ist den Sporteinrichtungen<br />

und -geräten gewidmet, ein<br />

weiteres beherbergt Spa-Aktivitäten für ultimative<br />

Entspannung. Der Fokus der Philosophie<br />

dieses Schiffes liegt auf Erholung,<br />

Verjüngung und Krankheitsprävention, anstatt<br />

auf übermäßigem Essen und Trinken. Da gibt<br />

es Farm-to-Table-Dinner mitten am Ozean,<br />

und wer sonst hat schon einen eigenen Vizepräsidenten<br />

für Wellness?<br />

Ungewöhnliches lässt sich auch auf der<br />

»Storylines MV Narrative« entdecken. Das<br />

Traumhaft<br />

Die Preise bei der »Somnio«<br />

(zu Deutsch: Traum) beginnen<br />

bei etwa 20 Millionen US-Dollar –<br />

ohne Nebenkosten und ohne<br />

Unterhaltsgebühren.<br />

Exquisit<br />

Das Innere der »Somnio« wird<br />

den höchstmöglichen Standards<br />

entsprechen, das Service einem Sechs-<br />

Sterne-Resort und das 222-Meter-Schiff<br />

wird nur 39 Wohnungen enthalten.<br />

somniosuperyachts.com<br />

Schiff mit 530 Wohneinheiten, manche davon<br />

mit eigener Küche, verfügt neben einer Mikrobrauerei<br />

und 20 Restaurants und Bars auch<br />

über eine sogenannte hydroponische Farm –<br />

eine moderne Anbaumethode, bei der Pflanzen<br />

ohne Erde in einem geschlossenem<br />

Kreislaufsystem mittels einer Wasser-Nährstofflösung<br />

kultiviert werden. Wohnungen auf<br />

diesem Residenzschiff sind günstiger zu haben,<br />

sie kosten zwischen 634.500 und<br />

10.340.000 Euro, wobei die Wohnflächen<br />

zwischen 22 Quadratmeter bis 183 Quadratmeter<br />

betragen. Der dennoch stolze Quadratmeterpreis<br />

für die kleine Variante liegt somit<br />

bei 28.840 Euro pro Quadratmeter.<br />

GRÖSSER GEHT IMMER<br />

Die neu geplanten Schiffe, die als schwimmende<br />

Wolkenkratzer durch die Meere gleiten<br />

sollen, übertrumpfen sich an Größe,<br />

Ideen, Möglichkeiten. Damit steigen auch<br />

die Preise. Neben dem Kaufpreis verlangt<br />

die »Blue World Voyages« etwa jährliche<br />

Wartungsgebühren beginnend bei rund<br />

200.000 US-Dollar pro Jahr (für eine Einzimmerwohnung).<br />

Ein anderes neues Projekt,<br />

das als das größte Yacht-Residenzschiff der<br />

Welt angekündigt wurde, ist die »Somnio«.<br />

Sie wird gerade in Norwegen gebaut, soll<br />

nach einer Verzögerung nun 2<strong>02</strong>5 in Betrieb<br />

gehen, rund 222 Meter lang sein und über<br />

39 luxu riöse Eigentum-Apartments verfügen.<br />

Bei 20 Mio. Euro starten die Preise dafür. <<br />

Fotos: Luttenberger Design, Tillberg Design of Sweden<br />

182 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


DESIGN ENTDECKEN.<br />

TRENDS ERLEBEN!<br />

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luxus wohnen / REVIEW & PREVIEW<br />

EVENT-CLIPPINGS<br />

Messen, Foren, Fachsymposien – RESIDENCES zeigt spannende Happenings aus der Immo-Szene.<br />

SUSTAINABILITY IM BLITZLICHT<br />

Erstes ÖGNI-Symposium zu Nachhaltigkeit in der Wiener Hofburg mit Cate Blanchett.<br />

review<br />

Für die Premiere des Sustainability-Symposiums der ÖGNI (Österreichische<br />

Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft) im Oktober reiste sogar<br />

Hollywoodstar Cate Blanchett nach Wien. Die Schauspielerin und Filmproduzentin,<br />

die sich seit Jahren auch im Immobilienbereich für Nachhaltigkeit engagiert, betonte<br />

die Notwendigkeit eines positiven Zugangs zum Thema Klimaschutz in der<br />

Immo- und Bauwirtschaft: »Wenn es um Nachhaltigkeit geht, denken wir an erneuerbare<br />

Energien oder Elektroautos, aber wir übersehen oft die enormen Auswirkungen,<br />

die Gebäude auf unseren CO2-Fußabdruck haben.« Ihr Credo: »Kreativität ist die<br />

Kehrseite der Zerstörung«. Zwei Tage lang haben Expert:innen aus dem DACH-Raum<br />

praxistaugliche Lösungsansätze in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Digitali sierung<br />

sowie Rolle von Städten und Gemeinden in einer nachhaltigen Transformation erarbeitet,<br />

die dann vor rund 1.000 Branchenexpert:innen präsentiert wurden. ogni.at<br />

KLIMAGERECHTE IMMO-WELT<br />

Countdown für »BAU 25«, die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme.<br />

preview<br />

Von 13. bis 17. Jänner 2<strong>02</strong>5 steht München wieder im Fokus der Architekt:innen, Planer:innen<br />

und Investor:innen sowie anderer Expert:innen der Immobilienbranche. Denn alle zwei<br />

Jahre findet hier die BAU statt, die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme.<br />

Dabei geht es diesmal neben fachlichem Austausch und Netzwerken vor allem um neue Techniken<br />

und Möglichkeiten im Bereich des klimagerechten Bauens, mit dem Ziel, die Anpassungsfähigkeit<br />

von Gebäuden zu erhöhen. Die maßgebliche Frage für die Zukunft: Wie müssen Bauwerke heute<br />

beschaffen sein, um dem Klimawandel und seinen direkten Folgen zu begegnen? Auf die Lösungsansätze<br />

der internationalen Expert:innen darf man gespannt sein. bau-muenchen.com<br />

NEUE PERSPEKTIVEN DES BAUENS<br />

Immobilien- und Zukunftskonferenz reloaded.<br />

Die Real Estate Arena und die REAL Future Conference (vormals REAL PropTech)<br />

wachsen 2<strong>02</strong>5 zusammen und werden so Deutschlands führende Zukunftskonferenz<br />

für den Bau- und Immobiliensektor. Das Mega-Event mit rund 380 Ausstellern<br />

und mehr als 7.500 Besucher:innen geht am 14. und 15. Mai auf der Messe<br />

Hannover über die Bühne. Mutig und kontrovers soll hier Innovation auf Nachhaltigkeit<br />

treffen und Big Player und (Vor-)Denker:innen der Bau- und Immobilienwirtschaft vereinen.<br />

Die Themen reichen von Digital Real Estate über Quartierentwicklung bis zu<br />

New and Hidden Potentials. Das Leitmotiv: »SmartBuiltCity«. realfutureconference.de<br />

preview<br />

Fotos: Raphael Fasching, Messe München GmbH/Markus Broenner, beigestellt<br />

184 falstaff LIVING<br />

RESIDENCES 2 / 24


IMPRESSUM<br />

2/2<strong>02</strong>4<br />

ZEITSCHRIFT FÜR INTERIOR<br />

UND ARCHITEKTUR<br />

Die in dieser Ausgabe veröffentlichten<br />

Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.<br />

Übersetzung, Nachdruck, Vervielfältigung<br />

und Speicherung in Datenverarbeitungs -<br />

anlagen nur mit ausdrücklicher Genehmigung<br />

des Verlags. Zitate aus Beiträgen dieser<br />

Ausgabe sind ausschließlich mit Angabe<br />

der Quelle gestattet.<br />

MEDIENINHABER<br />

<strong>Falstaff</strong> LIVING Verlags GmbH<br />

REDAKTIONSORT<br />

DES MEDIENINHABERS<br />

Schottenring 2–6, 1010 Wien<br />

T: +43 1 9042141<br />

F: +43 1 9042141-450<br />

hello@falstaff-living.com<br />

www.falstaff-living.com<br />

Gegenstand des Unternehmens<br />

ist die Heraus gabe, der Verlag<br />

und der Vertrieb von Zeitschriften<br />

und Druckwerken aller Art unter<br />

der Bezeichnung »<strong>Falstaff</strong> LIVING«.<br />

HERAUSGEBERIN<br />

Angelika Rosam<br />

CHEFREDAKTION<br />

Angelika Rosam<br />

CHEFIN VOM DIENST<br />

Susanna Pikhart<br />

ART DIRECTOR<br />

Klaus Rauch<br />

FOTOREDAKTION<br />

Thomas Trimmel<br />

PRODUKTION/LITHO<br />

Konstantin Riemerschmid<br />

MITARBEITER:INNEN DIESER AUSGABE<br />

Wojciech Czaja, Gisela Gary, Manfred Gram,<br />

Magdalena Meergraf, Maik Novotny,<br />

Heimo Rollett, Verena Schweiger<br />

LEKTORAT<br />

Angelika Hierzenberger-Gokesch,<br />

korrekturleserei.at<br />

Sabine Till, fehlerlos.at<br />

GESCHÄFTSFÜHRUNG<br />

Angelika Rosam<br />

RECHNUNGSWESEN<br />

Andrea Draskovits WTS Tax Service<br />

Steuerberatungsgesellschaft mbH<br />

MEDIA SALES & KOOPERATIONEN<br />

Ronald Tomandl (Leitung Sales), Patrick Jamöck<br />

(stv. Leitung Sales), Aleksandra Kosanin<br />

(Leitung Marketing & Sales Koordination),<br />

Magdalena Eser (stv. Leitung Marketing & Sales<br />

Koordination)<br />

anzeigen@falstaff-living.com<br />

DIRECT SALES<br />

Wilhelm Amann (Leitung)<br />

VERTRIEB, LESER- UND ABOSERVICE<br />

Kornelia Pirker (Leitung Vertrieb & Abo)<br />

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Druckerei Berger<br />

Wiener Straße 80, 3580 Horn<br />

VERTRIEB<br />

Presse Großvertrieb Austria Trunk GmbH<br />

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ALBERT WIMMER ZT awimmer.at<br />

ANANTARA DESARU COAST<br />

RESIDENCES<br />

anantaradesaru-residences.com<br />

ARTLING theartling.com<br />

ARWAG HOLDING-AG arwag.at<br />

ASSOULINE VERLAG assouline.com<br />

ATELIER ŠTĚPÁN atelier-stepan.cz<br />

AUSTRIA SOTHEBY’S<br />

austriasothebysrealty.com<br />

AVAX DEVELOPMENT<br />

avaxdevelopment.gr<br />

B<br />

BACCARAT HOTEL & RESIDENCES<br />

baccaratmaldivesresidences.com<br />

BALTYK TOWER<br />

baltykpoznan.pl<br />

BANYAN TREE RESIDENCES<br />

banyangroupresidences.com<br />

BAUKARUSSELL<br />

baukarussell.at<br />

BAU MESSE MÜNCHEN<br />

bau-muenchen.de<br />

BELARTE STUDIO<br />

belartestudio.com<br />

BERNARDES ARQUITETURA<br />

bernardesarq.com.br<br />

BIANCA ZITZ IMMOBILIEN-<br />

TREUHÄNDER bz-immobilien.at<br />

BURO HAPPOLD burohappold.com<br />

C<br />

CARPENTERS WORKSHOP<br />

GALLERY<br />

carpentersworkshopgallery.com<br />

CAS EN BAS BEACH RESORT<br />

SAINT LUCIA<br />

casenbasbeachresort.com<br />

CASSINA cassina.com<br />

CCR ccr-realestate.com<br />

CHALUPA IMMOBILIEN<br />

chalupa.at<br />

CHRISTIAN KROEPFL<br />

christiankroepfl.com<br />

CORNELL UNIVERSITY<br />

cornell.edu<br />

CPM GMBH cpm.gmbh<br />

CREO LIFESTYLE APARTMENTS<br />

creo-ibiza.com<br />

C&P IMMOBILIEN AG<br />

cp-ag.at, propertiesandshares.com<br />

D<br />

DAS ARTMANN das-artmann.at<br />

DAWN MCKENNA GROUP<br />

dawnmckennagroup.com<br />

DIMORE dimorestudio.com<br />

DMAA dmaa.at<br />

DOMUS VIVENDI ONEdv-one.com<br />

DRAGA AUREL draga-aurel.com<br />

E<br />

EINSZUEINS ARCHITEKTUR<br />

einszueins.at<br />

ELXIS elxis.com<br />

ENGEL & VÖLKERS MALLORCA<br />

ev-mallorca.com<br />

ENNOBLED THE WOOD COMPANY<br />

ennobled.at<br />

F<br />

FAIRMONT RABAT-SALÉ<br />

fairmont.de/rabat<br />

FELIX MUHRHOFER<br />

felixmuhrhofer.com<br />

FOUR SEASONS fourseasons.com<br />

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ARCHITEKTEN<br />

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GERNER GERNER PLUS<br />

ARCHITEKTEN<br />

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GUUT SCHLAFEN UND WOHNEN<br />

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HARDER SPREYERMANN<br />

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HEIMAT ÖSTERREICH<br />

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HERI & SALLI ARCHITEKTUR<br />

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I<br />

IDEAS PLAN ideas-plan.at<br />

J<br />

JUMEIRAH DUBAI jumeirah.com<br />

K<br />

KELLY WEARSTLER<br />

kellywearstler.com<br />

KERN IMMOBILIEN<br />

kernimmobilien.at<br />

KH:EK:51 khek51.at<br />

KIBARDIN ART<br />

kibardinart.com<br />

KITZIMMO REAL ESTATE<br />

kitzimmo.at<br />

K. M. REAL ESTATE AGENCY<br />

kmrealestate.gr<br />

KNAUER ARCHITEKTEN<br />

knauerarchitekten.at<br />

KWK PROMES kwkpromes.pl<br />

L<br />

LEWHIT lewhit.com<br />

LUSSO lussostone.com<br />

M<br />

MAGNA ATELIER magna-atelier.de<br />

MARSCHALL REAL ESTATE<br />

marschall.at<br />

MATERIALNOMADEN<br />

materialnomaden.at<br />

MONTAGE LOS CABOS<br />

montageresidencesloscabos.com<br />

MUSEUM DES POLNISCHEN<br />

HEERES muzeumwp.pl<br />

MUSEUM MODERNER KUNST<br />

WARSCHAU artmuseum.pl<br />

MVRDV ARCHITECTS mvrdv.com<br />

N<br />

NATIONAL GEOGRAPHIC<br />

nationalgeographic.de<br />

NIDUS nidus.com<br />

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ONE&ONLY RESORTS<br />

oneandonlyresorts.com<br />

OTTO IMMOBILIEN otto.at<br />

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