Falstaff Residences 02/2024
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2/2<strong>02</strong>4<br />
ÖSTERREICHISCHE POST AG, PZ 24Z044282 P, SCHOTTENRING 2–6, 1010 WIEN<br />
1010 WIEN<br />
WWW.FALSTAFF-LIVING.COM € 9,– / CHF 11,–<br />
RESIDENCES<br />
INSEL-INVESTMENT<br />
Wachstumskurs im<br />
Luxussegment<br />
DAUERHAFTE WERTE<br />
Nachhaltig bauen als<br />
wichtiges Kaufargument<br />
WOHNEN IM HOTEL<br />
Mit Fünf-Sterne-Service<br />
und in Bestlage<br />
9 004524 129958<br />
<strong>02</strong><br />
JETZT ODER NIE!<br />
<strong>02</strong>
Zeichen der<br />
Verbundenheit<br />
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KÄRNTNER STRASSE 32 GRABEN 21 / TUCHLAUBEN 2 1010 WIEN JUWELIER-WAGNER.AT
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Verbrauchswerte kombiniert lt. WLTP: Mazda CX-80 Plug-In Hybrid: 1,6 l/100 km und 23,8 kWh Strom/100 km, CO2-Emissionen: 35-36 g/km.<br />
Mazda CX-80 Diesel: 5,7-5,8 l/100 km, CO2-Emissionen: 148-151 g/km. Symbolfoto. Stand: Oktober 2<strong>02</strong>4.
Sonnfeld Lodges<br />
Jochberg<br />
Photocredit: Prime Properties<br />
Im Herzen Jochbergs erstrahlen diese neu errichteten und bezugsfertigen Ski-in/Ski-out Design-Lodges im<br />
Haus-Charakter. Die vier Lodges wurden entwickelt, um ein perfektes Wohnerlebnis für Bergbegeisterte<br />
zu schaffen. Das Aussehen und die Atmosphäre der vier Lodges erinnern an ein altes Bergdorf - jede Lodge<br />
ist auf einen der umliegenden Gipfel ausgerichtet, kleine Gärten und gemütliche Terrassen laden dazu<br />
ein, die Sonne zu genießen, authentische Materialien wie Altholz und Naturstein, die in traditionellem<br />
Handwerk verarbeitet wurden, unterstreichen den charmanten Charakter.
Ski-In/Ski-Out<br />
Bezugsfertig<br />
BRUNNKOGEL LODGE<br />
WNF ca. 219 qm (3 Schlafzimmer)<br />
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WNF ca. 225 qm (3 Schlafzimmer)<br />
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WNF ca. 285 qm (4 Schlafzimmer)<br />
WAGSTÄTT LODGE<br />
WNF ca. 290 qm (4 Schlafzimmer)<br />
Gornik Immobilien GmbH | Karin Gornik | +43 5356 72160 | office@immobilien-kitz.com | www.immobilien-kitz.com
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EDITORIAL<br />
JETZT ODER NIE!<br />
Wir leben in volatilen Zeiten. Auch wenn die Zinsen etwas gesenkt wurden, sind<br />
die Auswirkungen noch nicht stark genug spürbar. Die globalen Unsicherheiten –<br />
etwa durch den Ukrainekrieg – tun ihr Übriges. Dementsprechend warten<br />
wAnleger:innen im Immobilienbereich bzw. potenzielle Käufer:innen noch auf »bessere<br />
Zeiten«. Soll heißen: noch mal sinkende Immobilienpreise. Viele Expert:innen meinen<br />
jedoch, dass dies nicht mehr passieren wird – eine Einschätzung, der wir uns anschließen.<br />
Daher rufen wir in der aktuellen RESIDENCES-Ausgabe eine »Jetzt oder nie«-<br />
Bewegung aus. Wir müssen dem Markt kommunizieren, dass die Immopreise bereits<br />
»unten« sind und nicht mehr weiter fallen. Wer jetzt zu lange wartet, wird wieder mehr<br />
bezahlen müssen. Wir brauchen eine bessere Stimmung, mehr Optimismus und müssen<br />
die Bereitschaft, wieder in Immobilien zu investieren, fördern.<br />
RICHTIG KOMMUNIZIEREN<br />
Foto: Rafaela Pröll<br />
Deshalb haben wir uns mit jenen Trends auseinandergesetzt, die in der Branche sowohl<br />
national als auch international positiv angenommen werden und vielversprechend sind:<br />
Das Thema Nachhaltigkeit zieht immer weitere Kreise. Klimagerechtes Bauen ist längst<br />
kein singuläres Phänomen mehr und ist sowohl in urbanen, bodenständigen Gebieten als<br />
auch im Luxussegment angekommen. Denn erneuerbare Energien und nachhaltige<br />
Materialien sind wichtige Verkaufsargumente und tragen zu einem längerfristigen Werterhalt<br />
bei. Ebenso erfreuen sich »Private Branded <strong>Residences</strong>« zunehmender Beliebtheit,<br />
werden von Fachleuten allgemein als ein sehr interessantes Produkt angesehen und haben<br />
ein besonders gutes Renditepotenzial. Wer möchte nicht im Eigentum, in den renommiertesten<br />
Hotels der Weltmetropolen residieren – mit Fünf-Sterne-Service und in den<br />
besten Lagen? Wir wissen: Der Luxusmarkt bleibt auch in komplizierten Zeiten stabil.<br />
Darum zeigen auch Inseln wie Mallorca oder Ibiza einen kontinuierlichen Aufwärtstrend,<br />
wenn es um hochpreisige Immobilienträume geht. Sie setzen ihren Wachstumskurs ungetrübt<br />
fort und locken mit sinnvollen Investments. Und auch Griechenland erweist sich als<br />
interessante Investmentmöglichkeit. Nirgendwo sonst in Europa sind derzeit Wohnungen<br />
so günstig wie hier. Doch Sie sollten schnell sein, bevor die Preise wieder steigen.<br />
Lust bekommen? Wir wünschen Ihnen mit dem neuen RESIDENCES viele Anregungen<br />
bei der Suche nach der richtigen Immobilie!<br />
Herzlichst<br />
ANGELIKA ROSAM<br />
angelika.rosam@falstaff-living.com<br />
angelikarosam, falstaff.living<br />
Angelika Rosam<br />
Herausgeberin <strong>Falstaff</strong> LIVING<br />
RESIDENCES<br />
»Eine Talsohle haben wir<br />
bereits erreicht, ich nehme<br />
eine langsame Erholung<br />
und Zuversicht aller<br />
Marktteilnehmer:innen<br />
wahr. Genauer kann ich das<br />
aber nicht prognostizieren.<br />
Dazu tun sich in Österreich<br />
und weltweit zu viele<br />
unvorhersehbare Dinge.«<br />
EUGEN OTTO, GF OTTO IMMOBILIEN<br />
IM INTERVIEW, SEITE 88<br />
2 / 24<br />
LIVING<br />
falstaff<br />
11
01 <strong>02</strong><br />
<strong>02</strong><br />
INHALT<br />
2/2<strong>02</strong>4<br />
36<br />
Nirgendwo in Europa<br />
sind Wohnungen so günstig<br />
wie in Griechenland.<br />
11 EDITORIAL<br />
144 BRANCHENNEWS<br />
184 EVENT-CLIPPINGS<br />
185 IMPRESSUM<br />
186 BEZUGSQUELLEN<br />
COVER<br />
FOTO: ERIC PIASECKI/OTTO/<br />
PICTUREDESK.COM<br />
ARCHITECTURE:<br />
HISTORICAL CONCEPTS<br />
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9 004524 129415<br />
ÖSTERREICHISCHE POST AG, PZ 17Z041047 P, SCHOTTENRING 2–6, 1010 WIEN WWW.FALSTAFF-LIVING.COM € 9,– / CHF 9,–<br />
RESIDENCES<br />
INSEL-INVESTMENT<br />
Wachstumskurs im<br />
Luxussegment<br />
DAUERHAFTE WERTE<br />
Nachhaltig bauen als<br />
wichtiges Kaufargument<br />
WOHNEN IM HOTEL<br />
Mit Fünf-Sterne-Service<br />
und in Bestlage<br />
JETZT ODER NIE!<br />
2/2<strong>02</strong>4<br />
24<br />
Der Immobilienmarkt<br />
im Sonnenstaat Florida<br />
floriert.<br />
140<br />
Der Architekt und der Künstler im Talk<br />
über das neue »Francis« in Wien.<br />
COSMOPOLITAN<br />
16 PERLEN DER WÜSTE<br />
In Dubai boomt der Immobilienmarkt<br />
und bietet mehr denn je Möglichkeiten<br />
für lukrative Investitionen.<br />
24 SUNSHINE RESIDENCES<br />
Immer mehr Prominente, internationale<br />
Wohlhabende und junge Menschen<br />
ziehen nach Florida.<br />
30 HEISSE INVESTITIONEN<br />
Mallorca und Ibiza bleiben auch in<br />
schwierigen Zeiten Europas gefragte<br />
Destinationen für Luxusimmobilien.<br />
36 GENIAL UND GÜNSTIG<br />
Warum gerade jetzt die beste Zeit ist,<br />
um sich eine attraktive Immobilie auf<br />
Griechenlands Inseln zu sichern.<br />
42 STERNENKLARE LUXUSWELT<br />
Inselträume werden wahr: wie namhafte<br />
Hotelketten und Resorts mit Private<br />
Branded <strong>Residences</strong> Big Deals machen.<br />
54 BAUEN ZWISCHEN SCHMÄH<br />
UND PROPAGANDA<br />
Ein Blick auf die polnische Architektur<br />
und ihre ganz besondere Entwicklung.<br />
60 »WIR MÜSSEN UNS HÜTEN VOR<br />
EINER MCDONALDISIERUNG«<br />
Architekt Krzysztof Budzisz im Interview<br />
über die Immobilienszene und die Suche<br />
nach einer neuen polnischen Identität.<br />
INVESTMENT<br />
64 HINAUF INS GRÜNE!<br />
Wie klimagerechtes Bauen auch im Luxussegment<br />
langfristigen Werterhalt sichert.<br />
74 VOM WEITERLEBEN DER ZIEGELSTEINE<br />
In Zeiten von Klimakrise und strengen ESG-<br />
Kriterien spielt Kreislaufwirtschaft eine immer<br />
wichtigere Rolle.<br />
80 NEUBEWERTUNG!<br />
Exklusives Circular Design punktet auch<br />
im Premiumsegment des Wohnens.<br />
82 DAS WOHNQUARTIER<br />
ALS KRAFTWERK<br />
Mit autarken, grundstücksübergreifenden<br />
Systemen setzen immer mehr Siedlungen<br />
auf ein energetisches Miteinander.<br />
88 »GROSSE EMOTIONEN SIND FÜR MICH<br />
EIN ZEICHEN GROSSER UNSICHERHEIT«<br />
Ein Gespräch mit Immobilienprofi<br />
Eugen Otto über die derzeit teils<br />
widersprüchlichen Trends in Europa.<br />
92 AUF DEM WEG ZUR METROPOLE<br />
Wie sich Serbiens Hauptstadt Belgrad im<br />
Immobilienbereich neu erfindet.<br />
100 DER ERSTE EINDRUCK ZÄHLT<br />
Welche Rolle die Fassade bei der<br />
Bewertung einer Immobilie spielt.<br />
URBAN LIVING<br />
108 RENAISSANCE DER ALTEN HÄUSER<br />
Gründerzeitliche Zinshäuser und unsanierte<br />
Sekundärimmobilien sind in Wien aktuell<br />
günstiger zu haben denn je.<br />
116 PALAIS OLÉ!<br />
Palais-Immobilien machen modernes<br />
Wohnen mit historischem Flair möglich.<br />
124 STADT DER ACHTSAMKEIT<br />
Bhutan, der Staat mit dem höchsten<br />
Bruttonationalglück, plant eine moderne,<br />
aber buddhistische und nachhaltige Stadt.<br />
Fotos: Vladimir Sklyarov, Johannes Kernmayer, beigestellt<br />
12 falstaff LIVING RESIDENCES 2 / 24
130 ZUHAUSE IM LUXUSHOTEL<br />
Wohnungseigentum mit Fünf-Sterne-<br />
Service: Viele namhafte Hotels der<br />
Weltmetropolen machen es möglich.<br />
138 VISUELLE REISELUST<br />
Inspirierende Coffee Table Books zeigen<br />
die famosesten Luxushotels der Welt.<br />
140 »BEI DER KONZEPTPRÄSENTATION<br />
WAREN WIR ALLE NERVÖS«<br />
Das neue »Francis« in Wien beeindruckt<br />
auch als Kunst-am-Bau-Projekt. Ein<br />
Gespräch mit Architekt Dietmar Feistel<br />
und Künstler Christoph Steinbrener.<br />
LUXUS WOHNEN<br />
148 »DER ZEITPUNKT FÜR EINEN KAUF<br />
IST JETZT EIN GUTER«<br />
Über gute Gelegenheiten für ein Landidyll<br />
als Hideaway oder Einnahmequelle.<br />
154 AB DURCH DIE MITTE!<br />
Warum Atriumhäuser bei<br />
Architekt:innen und<br />
Projektplaner:innen en vogue sind.<br />
160 GESCHICHTEN MIT SUBSTANZ<br />
Das Frauenduo Nidus entwickelt<br />
und entwirft besondere Residenzen<br />
mit Fokus auf dem Bestand.<br />
166 »EINE RUNDE SACHE MIT<br />
ECKEN UND KANTEN«<br />
Designer und Architekt Christian Kroepfl<br />
im Talk über Circular Design.<br />
170 STOFFE, AUS DENEN<br />
TRÄUME SIND<br />
Edle Materialien, die Luxus-Interiors<br />
eine ganz besondere Note verleihen.<br />
176 NATUR MIT STIL<br />
Biophiles Home-Design als Eyecatcher.<br />
178 LUXUS AHOI!<br />
Trend: Privatresidenzen auf Superyachten.<br />
148<br />
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RESIDENCES<br />
cosmopolitan<br />
54<br />
30<br />
42<br />
PERLEN DER WÜSTE<br />
In Dubai boomt der Immobilienmarkt<br />
wie sonst nirgends auf der Welt. Warum<br />
die Metropole eine ideale Destination<br />
für Investor:innen ist. (S. 16)<br />
HEISSE INVESTITIONEN<br />
Im Aufwärtstrend: Mallorca und Ibiza<br />
setzten auch in schwierigen Zeiten<br />
ihren Wachstumskurs im Luxussegment<br />
der Immobilien fort. (S. 30)<br />
STERNENKLARE LUXUSWELT<br />
Hier werden Inselträume wahr:<br />
Private Branded <strong>Residences</strong> an weißen<br />
Stränden mit Fünf-Sterne-Service und<br />
Karibikflair sind heute gefragter denn je.<br />
(S. 42)<br />
BAUEN ZWISCHEN SCHMÄH<br />
UND PROPAGANDA<br />
Ein Blick auf die kreative polnische<br />
Architekturszene und deren aktuelle<br />
Herausforderungen. (S. 54)<br />
16<br />
Fotos: beigestellt<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 15
cosmopolitan / DUBAI<br />
Cavalli Casa Tower<br />
Der weltweit einzige Cavalli Tower ist eine<br />
prestigeträchtige Ergänzung der Dubai Marina<br />
und ein ideales Ferien domizil. Direkter Zugang<br />
zum Meer mit 900-Quadratmeter-Strandpool,<br />
ein weiterer Infinitypool im 24. Stock,<br />
Padeltennis im Freien, luxuriöses Interior-<br />
Design von Cavalli – quasi selbstverständlich<br />
in Dubai. cp-ag.at<br />
Foto: beigestellt<br />
16 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
JETZT<br />
ODER<br />
NIE<br />
!<br />
In Dubai brummt der Immobilienmotor – der Markt boomt<br />
wie kein anderer auf diesem Globus. Für Investor:innen ist<br />
die Stadt ein absoluter Traum, alle Faktoren passen zusammen.<br />
TEXT HEIMO ROLLETT<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 17
cosmopolitan / DUBAI<br />
ie Stadt der Superlative wird<br />
ihrem Image gerecht: Seit vielen<br />
Monaten werden aus der glitzernden<br />
Metropole Rekordzahlen<br />
gemeldet. Im ersten Halbjahr 2<strong>02</strong>4 wurden<br />
in Dubai Im mobilientransaktionen im Wert<br />
von über 50 Milliarden US-Dollar verzeichnet,<br />
was einem Anstieg von 25 Prozent gegenüber<br />
dem Vorjahreszeitraum entspricht. Besonders<br />
gefragt sind Luxusimmobilien in erstklassigen<br />
Lagen wie Palm Jumeirah und Downtown<br />
Dubai. Und trotz zahlreicher neuer Bauprojekte<br />
wird in den kommenden vier bis fünf<br />
Jahren kein Überangebot erwartet. Dies liegt<br />
an der ungebrochen hohen Nachfrage und<br />
dem Zuzug, die selbst das stark gestiegene<br />
Angebot absorbieren werden. Laut Rizwan<br />
Sajan, Gründer und Vorsitzender von Danube<br />
Properties, entscheiden sich viele wohlhabende<br />
Investor:innen für Dubai als Zweitwohnsitz,<br />
was die Nachfrage nach Immobilien auf<br />
hohem Niveau hält.<br />
ALLE ZEICHEN AUF WACHSTUM<br />
Ein weiterer Wachstumsmotor ist der Masterplan<br />
zur Weiterentwicklung des Staates – und<br />
bislang ist noch jedes Vorhaben wie angekündigt<br />
umgesetzt worden, ganz anders als in fast<br />
allen anderen Städten der Welt. Schon einzelne<br />
Projekte können neue Impulse setzten, etwa<br />
das geplante Wynn Al Marjan Island Resort in<br />
Ras Al Khaimah, das erste integrierte Gaming-<br />
Resort der Region. Durch dieses Megaprojekt,<br />
das 2<strong>02</strong>7 eröffnet wird, könnte sich die Zahl<br />
der Tourist:innen in der Region verdoppeln.<br />
Viele dieser Besucher:innen werden jedoch<br />
voraussichtlich in Dubai übernachten.<br />
Weitere Groß projekte sind Palm Jebel Ali<br />
(13,4 Quadrat kilometer mit Wohnraum für<br />
35.000 Familien, 80 Hotels und Resorts sowie<br />
eine 110 Kilometer lange Küstenlinie), Dubai<br />
Islands (früher Deira-Inseln mit 17 Quadratkilometern<br />
Fläche, verteilt auf fünf Inseln) und<br />
die Vertical City (schwimmendes Gebäude für<br />
25.000 Menschen, das 2030 eröffnet werden<br />
soll). Bei der Infrastruktur sticht der Al Maktoum<br />
International Airport (finale Kapazität:<br />
The Winner Tower<br />
Immobilien für jede:n dank günstiger<br />
Quadratmeterpreise: Im Winner Tower<br />
von Object 1 verkauft die österreichische<br />
Firma C&P Wohnungen um 3.800 Euro<br />
pro Quadratmeter und bietet dazu noch<br />
ein Sorglospaket für die Vermietung an.<br />
cp-ag.at<br />
18 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
260 Millionen Passagier:innen pro Jahr)<br />
und der Metro-Erweiterungsplan heraus.<br />
Durch diese und andere Projekte, die im<br />
Masterplan 2040 festgehalten wurden,<br />
dürfte die Tourismus-Nachfrage nach<br />
kurzzeitigen Unterkunftsoptionen wie<br />
Airbnb-ähnlichen Plattformen in Dubai<br />
stark steigen. Auch hier sprechen die Zahlen<br />
für sich: Dubai erreichte 2<strong>02</strong>3 ein neues<br />
Allzeithoch mit 17,15 Millionen internationalen<br />
Übernachtungsgästen – ein<br />
Wachstum von 19,4 Prozent im Vergleich<br />
zum Vorjahr!<br />
SeaHaven<br />
Wer sich keine ganze Immobilie wie im<br />
SeaHaven leisten will, kann bei anderen<br />
stylischen Türmen echte Anteile mit Grundbuchseintrag<br />
erwerben. Bereits ab rund 5.000<br />
Euro jährlich ist man dabei, die Mietrendite<br />
liegt bei 7,22 Prozent auf den Kaufpreis.<br />
sobharealty.com, propertiesandshares.com<br />
JETZT<br />
ODER<br />
NIE<br />
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GÜNSTIGE KAUFPREISE<br />
Fotos: beigestellt<br />
Das Beste: Dubai bleibt auch im internationalen<br />
Vergleich erschwinglich. Während der<br />
durchschnittliche Quadratmeterpreis in der<br />
Stadt bei rund 7.700 Euro liegt, zahlen<br />
Käufer:innen in Metropolen wie Hongkong,<br />
New York oder London ein Vielfaches. Aber<br />
schon um 3.800 Euro pro Quadratmeter<br />
sind Investments möglich, erklärt Michael<br />
Thier von C&P Real Estate Dubai und verweist<br />
auf das Projekt Ozone. Da schlackern<br />
einem die Ohren, wenn man heimische Preise<br />
kennt. Thier vergleicht eine Zwei-Zimmer-Wohnung<br />
in 1140 Wien (60 Quadrat -<br />
meter) mit einer 70-Quadrat meter-<br />
Wohnung in Dubai, ebenso mit zwei Zimmern:<br />
Die Wiener Wohnung kostet inklusive<br />
Nebenkosten 326.998 Euro und bringt, wenn<br />
man sie vermietet, pro Jahr 12.054 Euro ein.<br />
Die Wohnung in Dubai bekommt man für<br />
294.481 Euro, sie spült 24.000 Euro an Miete<br />
pro Jahr aufs Konto. Zieht man die (in Dubai<br />
höheren) Betriebskosten ab, kommt man auf<br />
eine Mietrendite von 3,14 Prozent in Wien,<br />
in Dubai 7,28 Prozent. Um den Vergleich<br />
noch korrekter zu machen, ist zu erwähnen,<br />
dass man in der Wüstenmetropole einige<br />
Extras hat, etwa 24-h-Rezeption, Pool, Fitnessstudio,<br />
Spa-Bereich, Kinderspielplatz,<br />
Co-Working-Space, BBQ-Stationen, hauseigenes<br />
Kino. Im Preis eingerechnet ist zudem<br />
die fertige Möblierung und ein Servicepaket,<br />
bei dem sich die C&P um alles kümmert<br />
(inkl. Vermietung).<br />
><br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 19
cosmopolitan / DUBAI<br />
><br />
Auch andere Expert:innen sind sich<br />
einig und geben die Renditen für Dubai<br />
zwischen sechs und zehn Prozent an. Offen<br />
bleibt natürlich, wie die weitere Entwicklung<br />
tatsächlich stattfinden wird. Die rasanten<br />
Preisanstiege in den vergangenen<br />
Jahren werfen die Frage auf, ob nicht irgendwann<br />
eine Immobilienblase droht, und<br />
auch die Mietpreise in Dubai können stark<br />
schwanken. Die Immobilienbranche in<br />
Dubai unterliegt aber grundsätzlich strengen<br />
Regulierungen – Stichwort Rechtssicherheit<br />
und Grundbuch –, allerdings<br />
sollten sich ausländische Investor:innen<br />
über die geltenden Gesetze und Vorschriften<br />
informieren. Der Verkaufsprozess selbst<br />
funktioniert auch ein wenig anders als bei<br />
uns, wenngleich ähnlich wie das österreichische<br />
Bauträgervertragsgesetz. In Dubai<br />
gibt es zusätzlich attraktive Zahlungspläne<br />
bei den Anbieter:innen. Interessant sind im<br />
Übrigen auch die vielen attraktiven Migrations-<br />
und Visaprogramme der Emirate, die<br />
ebenfalls für einen Booster beim Zuzug<br />
Vielfalt<br />
Wer sich nicht für eine Immobilie entscheiden<br />
kann, der kann von der Idee des von Österreichern<br />
gegründeten Unternehmens Thamania<br />
Investment profitieren: Es investiert in mehrere<br />
Bauprojekte in unterschiedlichen Bestlagen<br />
und streut so das Risiko. thamania.ae<br />
sorgen. Die Bevölkerung könnte bis 2034<br />
auf rund 6,16 Millionen anwachsen, so<br />
aktuelle Schätzungen.<br />
NEU: RISIKOSTREUUNG<br />
Wer nur kleinere Beträge investieren möchte<br />
beziehungsweise diversifizieren will, hat<br />
auch mehrere Möglichkeiten. Aktuell bündelt<br />
etwa die von Österreichern gegründete<br />
Immobiliengesellschaft Thamania Investment<br />
LLC Immobilien in 1A-Lagen, an denen<br />
man sich als Investor:in beteiligen kann.<br />
Durch die Diversifikation der Investments –<br />
sowohl über verschiedene Stadtviertel als<br />
auch innerhalb dieser in unterschiedliche<br />
Bauprojekte – werden hohe Renditen für die<br />
Investor:innen erzielt. Andererseits gibt es<br />
ein neues Produkt namens Immo-Shares.<br />
»Dabei teilen wir eine Wohnung in unterschiedliche<br />
Anteile, z. B. fünf Stück, und<br />
man kann damit gleich wie ›ganze‹ Investoren<br />
ab rund 40.000 Euro einsteigen«, erklärt<br />
Thier. »So kann jeder von den Immobilienperlen<br />
Dubais profitieren.«<br />
<<br />
Fotos: beigestellt<br />
20 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
DRAMAC IMMOBILIEN<br />
Exklusive Maisonette- und<br />
Dachgeschoßwohnungen sorgen<br />
für Luxus und ausreichend Ruhe.<br />
WOHNEN MIT PANORAMABLICK<br />
IM 19. BEZIRK<br />
Aufwachen, auf die Dachterrasse gehen und den Blick über Wien genießen.<br />
So lässt sich der Tag in einer der traumhaften Wohnungen mit Panoramablick<br />
und Dachterrasse im 19. Wiener Gemeindebezirk starten.<br />
FOTOS: BEIGESTELLT<br />
Vor allem die exklusive Maisonettewohnung,<br />
eine Vier-Zimmer-Wohnung,<br />
sollte man<br />
gesehen haben. Ein einladender<br />
Vorraum, eine lichtdurchflutete Wohnküche<br />
und zwei Schlafzimmer bieten zeitlose Eleganz.<br />
Die beiden Bäder sind luxuriöse Wellnessoasen.<br />
Zwei getrennte Toiletten gewähren<br />
höchste Privatsphäre. Die Maisonettewohnung<br />
bietet ein besonderes Highlight,<br />
und zwar eine beeindruckende Dachterrasse<br />
von 44,45 Quadratmetern, die einen<br />
atemberaubenden Ausblick bietet, sowie<br />
einen Balkon mit 9,12 Quadratmetern.<br />
DREI-ZIMMER-WOHNUNGEN<br />
Es werden in dem Jahrhundertwendehaus<br />
in der Barawitzkagasse insgesamt fünf<br />
Dachgeschoßwohnungen zwischen 61 und<br />
111 Quadratmetern errichtet. Jede Wohnung<br />
verfügt über einen Balkon, eine Terrasse<br />
oder eine Dachterrasse. Auch in den<br />
Drei-Zimmer-Wohnungen sorgen lichtdurchflutete<br />
Zimmer und modernes Design<br />
für mehr Lebensqualität und Ruhezonen.<br />
WEITERE EXKLUSIVE PROJEKTE<br />
1. Luxuriöses Doppelhaus<br />
in Breitenfurt bei Wien<br />
Adresse: Hugo von Hofmannsthal-Weg 20<br />
2. 14 stilvolle Wohnungen<br />
in Wien-Donaustadt<br />
Adresse: Eßlinger Hauptstraße 115,<br />
1220 Wien<br />
3. Exklusives, neu renoviertes Gewerbeobjekt<br />
in Wien-Döbling<br />
Adresse: Heiligenstädter Straße 78,<br />
1190 Wien<br />
Es werden in dem Jahrhundertwendehaus<br />
insgesamt fünf Dachgeschoßwohnungen<br />
zwischen 61 und 111 Quadratmetern errichtet.<br />
INFO<br />
Weitere Informationen unter<br />
dramac.immo<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 21
INVEST-ERFOLGSMODELL:<br />
DAS IMMOBILIENPORTFOLIO<br />
Dubai bietet Investoren niedrige Steuern, hohe Renditen und Sicherheit. Global gesehen<br />
ist das Emirat einer der interessantesten Märkte für Immobilienkäufer. Thamania Investment<br />
bietet deutschsprachigen Investoren nun ein Premium-Immobilien-Portfolio.<br />
Während im D-A-CH-Raum<br />
der Neubau von Einfamilien-<br />
und Wohnhäusern<br />
wegen hoher Zinsen sowie<br />
strenger Kreditvergaberichtlinien stark<br />
zurückgegangen ist, herrscht in Dubai Aufbruchstimmung.<br />
2<strong>02</strong>3 wechselten in der<br />
größten Stadt der Vereinigten Arabischen<br />
Emirate (VAE) Immobilien im Gesamtwert<br />
von 160 Milliarden Euro die Besitzer. Ein<br />
Rekordwert, Tendenz steigend: Laut der<br />
deutschen »Wirtschaftswoche« sind im<br />
ersten Quartal 2<strong>02</strong>4 sowohl die Kaufpreise<br />
als auch die Mieten um 21 Prozent gegenüber<br />
dem Vorjahr gestiegen. Die Renditen<br />
sind teilweise überpro portional hoch.<br />
Dubai entwickelt sich zwar rasant, ist aber<br />
bei den Kaufpreisen pro Quadratmeter noch<br />
weit hinter Metropolen wie Wien, Zürich<br />
oder München. Mieten werden in der Regel<br />
ein Jahr im Voraus bezahlt, Mietrenditen<br />
von zehn Prozent und mehr pro Jahr sind<br />
durchaus realistisch. Sofern man in Off-<br />
Plan-Projekte – also in Bau befind liche<br />
Gebäude – investiert, steigen die Renditen<br />
auf bis zu unglaubliche 50 Prozent.<br />
70 PROZENT MEHR EINWOHNER<br />
IM JAHR 2040<br />
Treiber dieses »Golfrauschs« sind ein nicht<br />
enden wollender Bauboom und die Nachfrage<br />
nach Immobilien vor allem bei ausländischen<br />
Investoren. Der Wunsch nach Wohnraum<br />
ist ungebrochen hoch und hat mit dem<br />
enormen Zuzug von Menschen aus Asien,<br />
den USA und Europa zu tun. Im letzten<br />
Jahrzehnt hat sich die Einwohnerzahl Dubais<br />
verdoppelt. Bis 2040 soll die Stadt auf sechs<br />
Millionen Einwohner anwachsen!<br />
FOTOS: BEIGESTELLT<br />
22 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
THAMANIA INVESTMENT<br />
Thamania Investment verfügt über Immobilien<br />
im Prime-Circle rund um den Burj Khalifa,<br />
die hohe Renditen versprechen.<br />
Im Stadtteil Dubai Marina erwirbt<br />
Thamania Investment in Eins-a-Lagen<br />
Immobilien für seine Investoren.<br />
Immobilien-Hotspot 2<strong>02</strong>5: Nach Palm Jumeirah ist nun<br />
Palm Jebel Ali im Fokus der Thamania Investment.<br />
»Die in Dubai derzeit<br />
erzielbaren Renditen<br />
sind für viele Investoren<br />
zunächst unglaublich,<br />
aber letztendlich<br />
doch möglich.«<br />
CHRISTIAN LENGAUER<br />
CEO Thamania Investment LLC<br />
Dubai gilt als Geschäftszentrum des mittleren<br />
Ostens und ist für 2,4 Milliarden Menschen<br />
innerhalb von vier Flugstunden erreichbar.<br />
Aktuell wurde mit dem Bau des »weltweit<br />
größten« Airport-Terminals begonnen. Ziel<br />
ist es, nach Fertigstellung 260 Millionen<br />
Passagiere jährlich abfertigen zu können.<br />
IMMOBILIEN-COMPANY SPEZIELL<br />
FÜR D-A-CH-INVESTOREN<br />
Aktuell bündelt die von Österreichern ge -<br />
gründete Immobiliengesellschaft Thamania<br />
Investment Immobilien in Eins-a-Lagen, an<br />
denen man sich als Investor beteiligen kann.<br />
»Man kann unser Immobilienportfolio mit<br />
einem Aktienportfolio vergleichen: Durch die<br />
Diversifikation der Investments sowohl über<br />
verschiedene Stadtviertel als auch innerhalb<br />
dieser in unterschiedliche Bauprojekte werden<br />
hohe Renditen für die Investoren erzielt«, so<br />
CEO Christian Lengauer. »Der Vorteil für<br />
unsere Investoren ist, dass man sich nicht mit<br />
einzelnen Immobilien beschäftigen muss, sondern<br />
sein Investment, das ab 100.000 Euro<br />
möglich ist, durch uns streuen kann.«<br />
4 GRÜNDE FÜR IHR INVESTMENT<br />
IN DAS THAMANIA-PREMIUM-<br />
IMMOBILIEN-PORTFOLIO<br />
Breite Streuung<br />
Diversifikation der Investments sowohl über<br />
verschiedene Stadtviertel als auch innerhalb<br />
dieser in unterschiedliche Bauprojekte –<br />
ausschließlich in Eins-a-Lagen.<br />
Hohe Sicherheit<br />
Ihr Investment (ab 100.000 Euro) erfolgt in<br />
Form einer Beteiligung als Gesellschafter am<br />
gesamten Premium-Immobilien-Portfolio.<br />
Deutschsprachige Investoren<br />
Gesellschafter können nur deutschspra-chige<br />
Investoren aus dem D-A-CH-Raum werden.<br />
Stabile Währung<br />
Der Dirham ist an den US-Dollar gebunden –<br />
damit wird Ihr Investment sicher aus dem<br />
Euroraum diversifiziert.<br />
thamania.ae<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 23
cosmopolitan / FLORIDA<br />
Foto: beigestellt<br />
24 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
JETZT<br />
ODER<br />
NIE<br />
!<br />
Der Häusermarkt in Florida floriert. Immer mehr Prominente,<br />
internationale Wohlhabende und junge Menschen ziehen in den<br />
Sonnenstaat. Miami belegte im vergangenen Jahr nach Dubai<br />
den zweiten Platz als führender Luxusimmobilienmarkt.<br />
TEXT HEIMO ROLLETT<br />
Miami-Residenzen by B&B Italia<br />
Die neuen exklusiven Residenzen in Miami<br />
mit Blick auf Biscayne Bay und die Skyline<br />
von Miami Downtown werden von B&B Italia<br />
ausgestattet und sind vom weltberühmten<br />
Architekten Piero Lissoni kuratiert. Kaufpreis:<br />
ab 1,2 Mio. US-Dollar. ccr-realestate.com<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 25
cosmopolitan / FLORIDA<br />
JETZT<br />
ODER<br />
NIE<br />
!<br />
de viele Junge zieht es nach Florida, weil sie eine<br />
attraktive Mischung aus Lebensqualität und<br />
guten Jobs (Florida hat sich z. B. als Zentrum für<br />
Technologie und Unternehmertum etabliert,<br />
aber auch der Tourismus schafft zahlreiche Arbeitsplätze)<br />
vorfinden. Plus: Es gibt keine Einkommenssteuer.<br />
Und auch das internationale<br />
Publikum schätzt dieses Umfeld: Der Bundesstaat<br />
hat einen deutlichen Anstieg des globalen<br />
Wohlhabenden erlebt, tatsächlich belegte Miami<br />
im vergangenen Jahr nach Dubai den zweiten<br />
Platz als führender Luxusimmobilienmarkt, wie<br />
Sascha Haimovici, CEO der Österreich-Filiale<br />
des internationalen Sotheby’s-Netzwerks, weiß<br />
(siehe Interview-Kasten).<br />
Gordon Pointe<br />
Das teuerste Anwesen Floridas steht zum<br />
Verkauf: Auf dem Grundstück mit rund<br />
3,6 Hektar am Golf von Mexiko stehen drei<br />
Villen. Auch ein privater Yachthafen ist dabei.<br />
Angeboten wird es von den Eigentümern, der<br />
Familie Donahue, für 295 Mio. US-Dollar.<br />
dawnmckennagroup.com<br />
BEZOS UND BECKHAMS<br />
Milliardäre aus aller Welt nennen Florida ihre<br />
Heimat und verlegen viele ihrer Unternehmen<br />
aus nördlichen Standorten wie New York City,<br />
Boston, Chicago und Greenwich auf die Sonnenseite.<br />
In Miami hätten sich zahlreiche ><br />
Ja, es war ein wilder Herbst. In den Florida<br />
Keys feierten die Bewohner:innen<br />
wie jedes Jahr das Fantasy Fest, ein<br />
zehntägiges Event mit bunten Paraden,<br />
ausgefallenen Kostümen und verrückten Veranstaltungen.<br />
Zu Halloween hüpften wieder<br />
schrecklich-schaurige Gestalten durch Tampa<br />
Bay und im Dalí-Museum in St. Pete-Clearwater<br />
wurde die neue Show »Pink Floyd: The Dark<br />
Side of the Moon« gestartet, zahlreiche neue<br />
exquisite Restaurants haben in ganz Florida neu<br />
eröffnet. Und die Stürme? Das Hochwasser?<br />
Daran sei man gewohnt, heißt es lapidar, in<br />
Florida gab es immer schon Hurricanes. Kaum<br />
scheint die Sonne, erfreuen sich die Menschen<br />
wieder der guten Stimmung, die diesen Ort so<br />
prägt. Und die Sonne scheint nun mal an 300 bis<br />
330 Tagen im Jahr.<br />
ZUZUG UND STEUERVORTEIL<br />
Diese Stimmung schätzen immer mehr, Florida<br />
hat stark von der COVID-Pandemie profitiert,<br />
weil die Bestimmungen in diesem Staat deutlich<br />
lockerer bis gar nicht vorhanden waren. Wer an<br />
Rentner:innen denkt, liegt komplett falsch, gera-<br />
<strong>Residences</strong> at Coconut Point<br />
Diese Eigentumswohnungen im Südwesten<br />
Floridas sind Hurrikan-sicher gebaut, es gab<br />
noch keinen einzigen Versicherungsfall. Das<br />
Penthouse in der obersten Etage wird um<br />
465.000 US-Dollar angeboten.<br />
realestatefloridausa.de<br />
Fotos: Dawn McKenna Group, Coldwell Banker Realty, Naples VCP LLC<br />
26 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Wetscher<br />
Wohngalerien<br />
im Zillertal.<br />
Wir freuen uns auf Ihren Besuch<br />
in den Wetscher Wohngalerien in Fügen!<br />
Zur Website<br />
Scan me!<br />
Die Wetscher Wohngalerien sind einzigartig in Österreich.<br />
Hier vereint sich internationales Spitzendesign mit Arbeiten<br />
aus den eigenen Meisterwerkstätten. Besuchen Sie uns<br />
und erleben Sie persönlich, was Wetscher heute zu einem<br />
der führenden Einrichtungshäuser in Österreich macht.<br />
Seit 1912.<br />
PLANUNG. WERKSTÄTTEN. WOHNGALERIEN.<br />
Fügen, Zillertal / Tirol • www.wetscher.com I f
cosmopolitan / FLORIDA<br />
JETZT<br />
ODER<br />
NIE<br />
!<br />
Oak Lane<br />
Eingebettet in einem üppigen Grundstück<br />
bildet dieses Architekturjuwel eine<br />
gelungene Mischung aus Abgeschiedenheit,<br />
Luxus und Entspanntheit auf 1.115 Quadratmetern<br />
Wohnfläche, mitten in Süd-Miami.<br />
savills.com<br />
><br />
Krypto-Milliardäre niedergelassen, berichtet<br />
Birgit Röttger, International Real Estate<br />
Broker und Sprecherin von CCR Real<br />
Estate. Auch die Kryptoszene hat sich in Miami<br />
angesiedelt. David und Victoria Beckham<br />
sowie Jeff Bezos haben sich vor Kurzem um<br />
je rund 80 Mio. US-Dollar ein Anwesen in<br />
Miami gekauft.<br />
Das wohl beeindruckendste Anwesen namens<br />
Gordon Pointe wartet derzeit noch in<br />
Naples auf einen neuen Besitzer. Drei separate<br />
Villen, ein privater Yachthafen und über<br />
500 Meter Privatstrand haben ihren Preis:<br />
Mit 295 Mio. US-Dollar ist es die teuerste<br />
Immobilie, die es derzeit in Florida gibt. Aber<br />
auch für Normalverbraucher hat der sonnige<br />
Staat mit Karibikvibes einiges im Angebot,<br />
der Zuzug und die Nachfrage stimuliert den<br />
Immobilienmarkt und es werden unglaublich<br />
viele und sehr attraktive Projekte gebaut. Der<br />
Immobilienmarkt für Wohnungen und Häuser<br />
in Florida zeichnet sich durch eine hohe<br />
Dynamik und regional stark unterschiedlichen<br />
Preisniveaus aus. Hier eine Zusammenfassung<br />
der wichtigsten Aspekte: Die<br />
gefragtesten Gegenden (und damit auch die<br />
höchsten Preise) finden sich in Palm Beach,<br />
Miami Beach und Naples.<br />
28 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24<br />
NEUE HOTSPOTS<br />
Die Immobilienpreise in Florida zeigen insgesamt<br />
einen Aufwärtstrend, allerdings mit regionalen<br />
Unterschieden: An der Ostküste Floridas<br />
erreichte der Medianpreis für Einfamilienhäuser<br />
laut einem Marktreport von One Sotheby’s International<br />
Realty ein Rekordhoch und in einigen<br />
Luxussegmenten gab es sogar leichte<br />
Preisrückgänge. Beispielsweise reduzierte Celine<br />
NACHGEFRAGT<br />
BEIM EXPERTEN<br />
1<br />
Wie hat sich der Luxusimmobilienmarkt<br />
in Florida in letzter Zeit entwickelt?<br />
Immobilien in Florida haben<br />
stark von der COVID-Pandemie profitiert,<br />
waren aber schon vorher aufgrund des<br />
Fehlens einer staatlichen Einkommenssteuer<br />
attraktiv. Miami war im vergangenen<br />
Jahr nach Dubai der zweitgrößte Markt für<br />
Luxusimmobilien.<br />
2<br />
Wie ist Ihre Prognose für den Markt<br />
in den nächsten zwölf Monaten?<br />
Obwohl die Kaufaktivität wieder<br />
einem saisonaleren Muster entspricht,<br />
bleibt der Markt stark, insbesondere im<br />
Vergleich zum Rest der Vereinigten Staaten.<br />
Florida bietet eine ideale Gelegenheit für<br />
Ferien häuser. Neue Entwicklungen sind<br />
ebenfalls ein Schwerpunkt für unser Team,<br />
und Südflorida ist einer der führenden<br />
Märkte des Landes für Luxuseigentumswohnungsprojekte<br />
am Strand.<br />
Dion den Preis für ihr Strandhaus auf Jupiter<br />
Island von 72 auf 62,5 Millionen Dollar – trotzdem<br />
kein Schnäppchen … Neben den bekannten<br />
Orten gibt es aber auch Geheimtipps, Orte,<br />
die sich gerade zu neuen hippen Zentren entwickeln.<br />
Darunter fallen Fort Lauderdale – die<br />
»Hauptstadt des Yachtsports« zieht mit ihren<br />
Kanälen, Stränden und einer lebendigen<br />
Kunstszene viele Käufer:innen an –, Pompano<br />
Beach – diese ehemals verschlafene Küstenstadt<br />
nördlich von Fort Lauderdale entwickelt<br />
sich zu einer aufstrebenden Destination für<br />
Luxusimmobilien – und St. Augustine – die<br />
älteste Stadt der USA bietet historisches Flair<br />
und schöne Strände.<br />
FROHE WEIHNACHTEN!<br />
Derzeit bereitet sich der Sunshine State auf<br />
die schönste Zeit im Jahr vor – auf die Holiday<br />
Season, wie der Zeitraum von Erntedank<br />
bis Neujahr genannt wird. Weihnachtliche<br />
Bootsparaden, aufwendige Dekorationen bis<br />
hin zu geschichtlichen Veranstaltungen oder<br />
kulinarischen Weihnachtsevents stehen am<br />
Kalender. Weihnachten unter Palmen bei<br />
20 Grad statt Nieselregen und Nebel. <<br />
SASCHA HAIMOVICI<br />
CEO, Sotheby’s Austria<br />
austriasothebysrealty.com<br />
3<br />
Was sind die wichtigsten Überlegungen<br />
beim Immobilienkauf in Florida,<br />
ins besondere für Europäer:innen oder<br />
ausländische Käufer:innen?<br />
Die Lage sollte für europäische Kunden<br />
immer ein Hauptaugenmerk sein. Süd florida<br />
bietet eine breite Palette an Aktivitäten,<br />
egal ob Sie ein Weltklasse-Golfer sind oder<br />
jemand, der gerne mit dem Boot auf die<br />
Bahamas fährt. Jeder Markt bietet andere<br />
Möglichkeiten. Es mag klischeehaft klingen,<br />
aber Florida hat wirklich eine Community<br />
für jeden Lebensstil in nahezu jeder<br />
erdenklichen Preisklasse!<br />
Fotos: Soravia, beigestellt
Rendite, Wachstumswert, Fremdfinanzierung, Nennwert, Kreditrating, Veranlagung, Erhaltung des Vermögens, Bewirtschaftungsphase, Verwertbarkeit,<br />
Bonitätsrisiken, Langfristige Veranlagung, Förderung, Indexoption, Kostenrisiken, Einzahlungen, Veranlagungsgrundsätze, Tilgung, Rückverrechnung, Förderbeträge,<br />
Kapitalmarktdarlehen, Anleger, Risikotragfähigkeit, Nettoeinsatz, Projektvolumen, Eigenkapitalanteil, Fremdfinanzierungsaufwand, Investitionsplan,<br />
Nennbetrag, Anlagehorizont, Liquiditätsprognose, Ertragschancen, Projektkalkulation, Immobilienbeteiligungen, Laufende Kosten, Immobilienvermögen,<br />
Bonitätsrisiken,<br />
INVEST<br />
Liquiditätsrisiko, Aktienindex, Investitionsphase, Zinsen, Termingeschäft, Investitionsstrategie, Restlaufzeit, Anlagestrategie,<br />
Förderzeitraum, Risikotoleranz, Verluste, alternative Anlagen, Direktanlage, Fälligkeit, Bewirtschaftungsphase, Immobilienkostenquote, Währung, Indexnachbildung,<br />
Einlage, Kosten, Liquiditätsvorsorge, Volatilität, Kapitalmarkt, Progressionsstufe, Einmalzuschuss, Förderbeträge, Erwartungen, Finanzierungsrisiken,<br />
Aufwendungen, Risiko¬klasse, Kapitalbindungsdauer, Wertpapierinvestments, Defensiv, Immobilien, Risikoklasse, Annahmen, Vermögensaufbau,<br />
Projektkalkulation, Aktien, Buchwert, Umbrellafonds, Factsheet, Verwertungsrisiko, Durchschnittsrendite, Gesamtentwicklung, Kapital, Direktanlage, Kapitalmarktdarlehen,<br />
Finanzierungskosten, Finanzierungsvorschlag, Fremdkapital, Immobilienvermögen, Förderzeitraum, Eigenkapitalanteil, Progressionsstufe,<br />
Eigenkapitalanteil, Projektkalkulation, Wertschwankungen, Entwertungsrisiko, Veranlagungsgrundsätze, Rendite, Wachstumswert, Fremdfinanzierung,<br />
Nennwert, Kreditrating, Veranlagung, Erhaltung des Vermögens, Bewirtschaftungsphase, Verwertbarkeit, Bonitätsrisiken, Langfristige Veranlagung, Förderung,<br />
Indexoption, Kostenrisiken, Einzahlungen, Veranlagungsgrundsätze, Tilgung, Rückverrechnung, Förderbeträge, Kapitalmarktdarlehen, Anleger, Risikotragfähigkeit,<br />
MENT<br />
Nettoeinsatz, Projektvolumen, Eigenkapitalanteil, Fremdfinanzierungsaufwand, Investitionsplan, Nennbetrag, Anlagehorizont, Liquiditätsprognose,<br />
Ertragschancen, Projektkalkulation,<br />
neu<br />
Immobilienbeteiligungen, Laufende Kosten, Immobilienvermögen, Bonitätsrisiken, Liquiditätsrisiko, Aktienindex,<br />
Investitionsphase, Zinsen, Termingeschäft, Investitionsstrategie, Restlaufzeit, Anlagestrategie, Förderzeitraum, Risikotoleranz, Verluste, alternative Anlagen,<br />
Direktanlage, Fälligkeit, Bewirtschaftungsphase, Immobilienkostenquote, Währung, Indexnachbildung, Einlage, Kosten, Liquiditätsvorsorge, Volatilität, Kapitalmarkt,<br />
Progressionsstufe, Einmalzuschuss, Förderbeträge, Erwartungen, Finanzierungsrisiken, Aufwendungen, Risiko¬klasse, Kapitalbindungsdauer,<br />
Wertpapierinvestments, Defensiv, Immobilien, Risikoklasse, Annahmen, Vermögensaufbau, Projektkalkulation, Aktien, Buchwert, Umbrellafonds, Factsheet,<br />
Verwertungsrisiko, Durchschnittsrendite, Gesamtentwicklung, Kapital, Direktanlage, Kapitalmarktdarlehen, Finanzierungskosten, Finanzierungsvorschlag,<br />
Fremdkapital, Immobilienvermögen, Förderzeitraum, Eigenkapitalanteil, Progressionsstufe, Eigenkapitalanteil, Projektkalkulation, Wertschwankungen, Entwertungsrisiko,<br />
Veranlagungsgrundsätze, Rendite, Wachstumswert, Fremdfinanzierung, Nennwert, Kreditrating, Veranlagung, Erhaltung des Vermögens,<br />
Bewirtschaftungsphase, Verwertbarkeit, Bonitätsrisiken, Langfristige Veranlagung, Förderung, Indexoption, Kostenrisiken, Einzahlungen, Veranlagungsgrundsätze,<br />
Tilgung, Rückverrechnung, Förderbeträge, Kapitalmarktdarlehen, Anleger, Risikotragfähigkeit, Nettoeinsatz, Projektvolumen, Eigenkapitalanteil,<br />
Fremdfinanzierungsaufwand, Investitionsplan, Nennbetrag, Anlagehorizont, Liquiditätsprognose, Ertragschancen, Projektkalkulation, Immobilienbeteiligungen,<br />
Laufende Kosten, Immobilienvermögen, Bonitätsrisiken, Liquiditätsrisiko, Aktienindex, Investitionsphase, Zinsen, Termingeschäft,<br />
Investitionsstrategie, Restlaufzeit, Anlagestrategie, Förderzeitraum, Risikotoleranz, Verluste, alternative Anlagen, Direktanlage, Fälligkeit, Bewirtschaftungsphase,<br />
Immobilienkostenquote, Währung, Indexnachbildung, Einlage, Kosten, Liquiditätsvorsorge, Volatilität, Kapitalmarkt, Progressionsstufe, Einmalzuschuss,<br />
Förderbeträge, Erwartungen, Finanzierungsrisiken, Aufwendungen, Risiko¬klasse, Kapitalbindungsdauer, Wertpapierinvestments, Defensiv, Immobilien,<br />
Risikoklasse, Annahmen, Vermögensaufbau, Projektkalkulation, Aktien, Buchwert, Umbrellafonds, Factsheet, Verwertungsrisiko,<br />
Durchschnittsrendite, Gesamtentwicklung, Kapital, Direktanlage, Kapitalmarktdarlehen, Finanzierungskosten, Finanzierungsvorschlag, Fremdkapital, Immobilienvermögen,<br />
Förderzeitraum, Eigenkapitalanteil, Progressionsstufe, Eigenkapitalanteil, Projektkalkulation, Wertschwankungen, Entwertungsrisiko,<br />
Veranlagungsgrundsätze, Rendite, Wachstumswert, Fremdfinanzierung, Nennwert, Kreditrating, Veranlagung, Erhaltung des Vermögens, Bewirtschaftungsphase,<br />
Verwertbarkeit, Bonitätsrisiken, Langfristige Veranlagung, Förderung, Indexoption, Kostenrisiken, Einzahlungen, Veranlagungsgrundsätze, Tilgung,<br />
Rückverrechnung, Förderbeträge, Kapitalmarktdarlehen,<br />
gedacht<br />
Anleger, Risikotragfähigkeit, Nettoeinsatz, Projektvolumen, Eigenkapitalanteil, Fremdfinanzierungsaufwand,<br />
Investitionsplan, Nennbetrag, Anlagehorizont, Liquiditätsprognose, Ertragschancen, Projektkalkulation, Immobilienbeteiligungen,<br />
Laufende Kosten, Immobilienvermögen, Bonitätsrisiken, Liquiditätsrisiko, Aktienindex, Investitionsphase, Zinsen, Termingeschäft, Investitionsstrategie,<br />
Restlaufzeit, Anlagestrategie, Förderzeitraum, Risikotoleranz, Verluste, alternative Anlagen, Direktanlage, Fälligkeit, Bewirtschaftungsphase, Immobilienkostenquote,<br />
Währung, Indexnachbildung, Einlage, Kosten, Liquiditätsvorsorge, Volatilität, Kapitalmarkt, Progressionsstufe, Einmalzuschuss, Förderbeträge,<br />
Erwartungen, Finanzierungsrisiken, Aufwendungen, Risiko¬klasse, Kapitalbindungsdauer, Wertpapierinvestments, Defensiv, Immobilien, Risikoklasse, Annahmen,<br />
Vermögensaufbau, Projektkalkulation, Aktien, Buchwert, Umbrellafonds, Factsheet, Verwertungsrisiko, Durchschnittsrendite, Gesamtentwicklung,<br />
Kapital, Direktanlage, Kapitalmarktdarlehen, Finanzierungskosten, Finanzierungsvorschlag, Fremdkapital, Immobilienvermögen, Förderzeitraum, Eigenkapitalanteil,<br />
Progressionsstufe, Eigenkapitalanteil, Projektkalkulation, Wertschwankungen, Entwertungsrisiko, Veranlagungsgrundsätze, Rendite, Wachstumswert,<br />
Fremdfinanzierung, Nennwert, Kreditrating, Veranlagung, Erhaltung des Vermögens, Bewirtschaftungsphase, Verwertbarkeit, Bonitätsrisiken, Langfristige<br />
Veranlagung, Förderung, Indexoption, Kostenrisiken, Einzahlungen, Veranlagungsgrundsätze, Tilgung, Rückverrechnung, Förderbeträge,<br />
Kapitalmarktdarlehen, Anleger, Risikotragfähigkeit, Nettoeinsatz, Projektvolumen, Eigenkapitalanteil, Fremdfinanzierungsaufwand, Investitionsplan, Nennbetrag,<br />
Anlagehorizont, Liquiditätsprognose, Ertragschancen, Projektkalkulation, Immobilienbeteiligungen, Laufende Kosten, Immobilienvermögen, Bonitätsrisiken,<br />
Liquiditätsrisiko, Aktienindex, Investitionsphase, Zinsen, Termingeschäft, Investitionsstrategie, Restlaufzeit, Anlagestrategie, Förderzeitraum,<br />
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Es gibt sogar wieder sinnvolle Finanzierungen! TEXT HEIMO ROLLETT<br />
Foto: Domus Vivendi<br />
30 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
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mit hauseigenem Concierge – besser geht’s<br />
kaum. Drei Villen sind noch zu haben, Kosten:<br />
von 10,5 Mio. bis 14,5 Mio. Euro.<br />
hippiements.com<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 31
cosmopolitan / MALLORCA – IBIZA<br />
Mallorca und Ibiza, die beiden Kronjuwelen<br />
der Balearen, haben sich<br />
als Top-Destinationen für Luxusimmobilien<br />
in Europa etabliert.<br />
Das stabile Klima, die hervorragende Infrastruktur<br />
und die exklusive Lage im Mittelmeer<br />
ziehen internationale Käufer:innen an,<br />
die nicht nur auf hohe Lebensqualität, sondern<br />
auch auf ein inflationsgeschütztes Investment<br />
setzen. Plus: Die Infrastruktur ist<br />
dank der Dauerbeliebtheit und der Promiund<br />
Reichendichte für einen mediterranen<br />
Hotspot einzigartig.<br />
BESTLAGEN<br />
Der Südosten von Ibiza und der Südwesten<br />
Mallorcas gelten als unangefochtene Premiumlagen.<br />
Hier finden sich einige der exklusivsten<br />
Villen und Anwesen der Insel, viele<br />
davon mit atemberaubendem Meerblick. Auf<br />
Mallorca besonders begehrt sind Orte wie Port<br />
d’Andratx, Santa Ponsa und Costa d’en Blanes.<br />
Die Preise für Luxusimmobilien in dieser Region<br />
bewegen sich nicht selten im zweistelligen<br />
Millionenbereich, der durchschnittliche<br />
Quadratmeterpreis liegt hier bei 7.700 Euro,<br />
dicht gefolgt von Palma City mit 7.300 Euro<br />
pro Quadratmeter. Luxusimmobilien werden<br />
zunehmend rar und machen weniger als 4 %<br />
des inselweiten Angebots aus, was die hohe<br />
Nachfrage in diesem Segment unterstreicht.<br />
Genau das macht die Insel noch reizvoller:<br />
Aufgrund der Dichte und der Vielzahl an<br />
Immobilien gibt es einen funktionierenden<br />
Markt – wir reden also nicht von einzelnen<br />
Objekten, mal hier ein Haus, mal dort ein<br />
Apartment. Das macht Preise transparenter,<br />
zieht aber auch viele an, die mit dem Bauen<br />
oder Vermitteln Geschäfte machen wollen.<br />
NEUES GESETZ – MEHR QUALITÄT<br />
Um die Qualität der Vermittlung und einen<br />
höheren Verbraucherschutz sicherzustellen,<br />
»Häuser in Palma de Mallorca<br />
werden um durchschnittlich<br />
knapp 1,6 Mio. Euro angeboten.<br />
Vor zwei Jahren waren es nur<br />
rund 1 Mio. Euro.«<br />
Analyse von Engel & Völkers Palma de Mallorca<br />
Erste Reihe, Sandstrand<br />
Ab 2,95 Mio. Euro kann man sich ein<br />
Stück Paradies am längsten Sandstrand Ibizas<br />
kaufen. »The One by Elements« nennt sich das<br />
elegante Haus der Domus Vivendi Group, das auch<br />
gerne als stationärer Luxusliner bezeichnet wird.<br />
dv-one.com<br />
wurde am 9. November 2<strong>02</strong>4 ein neues Gesetz<br />
eingeführt: Immobilienmakler:innen auf den<br />
Balearen müssen sich in ein Register eintragen<br />
lassen. Dafür müssen Immobilienmakler:innen<br />
einen Abschluss in Jura, Architektur,<br />
Sozial- oder Ingenieurwissenschaften<br />
vorweisen, mindestens 200 Stunden außeruniversitäre<br />
Ausbildung im Bereich Makler-, Beratungs-<br />
und Verwaltungsdienstleistungen<br />
absolviert haben oder über mindestens vier<br />
Jahre Erfahrung in der Erbringung von Immobiliendienstleistungen<br />
unmittelbar vor dem<br />
Antragsdatum verfügen. Noch etwas: Die<br />
Makler:innen müssen künftig über eine öffentlich<br />
zugängliche Niederlassung oder zumindest<br />
eine erreichbare Postanschrift<br />
verfügen und eine Haftpflichtversicherung mit<br />
einer Mindestkapitalsumme von 100.000 Euro<br />
je Schadensfall abschließen. Punktum, die<br />
Qualität der Vermittlung wird in den nächsten<br />
Jahren steigen.<br />
»Service spielt zunehmend eine große Rolle<br />
und geht bei uns weit über das Übliche hin<br />
Fotos: Domus Vivendi, Marcos Iso<br />
32 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
aus«, erzählt auch Alexander Beulich, Managing<br />
Director der Domus Vivendi Group, dem<br />
größten Developer der Inselgruppe. »Die Betreuung<br />
unserer Objekte erfolgt durch ein<br />
internationales, mehrsprachiges Team, das den<br />
gesamten Prozess von der Planungs- und Bauphase<br />
bis hin zum exzellenten After-Sales- und<br />
Concierge-Service abdeckt. Käufer können<br />
sich auf eine sorgenfreie Betreuung verlassen,<br />
die auch nach der Fertigstellung ihres neuen<br />
Domizils fortgesetzt wird und bei Bedarf sogar<br />
die Vermietung der Immobilie einschließt.«<br />
VORSICHT BEI DER<br />
WEITERVERMIETUNG!<br />
Auch das ist eine rechtliche Neuigkeit: Wer die<br />
Immobilie auch zur Weitervermietung ><br />
Heilige Maria!<br />
Außen traditionelles Steinmauerwerk, innen moderne<br />
Ästhetik – die neue Finca im mallorquinischen Santa<br />
Maria del Camí hat 16.239 Quadratmeter Grundstücksfläche,<br />
von denen man einen Prachtausblick auf<br />
die Serra de Tramuntana genießt. engelvoelkers.com<br />
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Perfekte Kombi<br />
In der Mitte der Tropical Garden mit einer<br />
Poollandschaft, oben ein Rooftop-Gym mit<br />
Meerblick und eine Sunset-Dachterrasse für alle<br />
Bewohner:innen der »Creo Lifestyle Apartments«<br />
und preislich auch noch in einem leistbaren<br />
Segment – genial entspannt! creo-ibiza.com<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 33
cosmopolitan / MALLORCA – IBIZA<br />
Großzügig<br />
Was für eine Finca! Das Haus mit neun<br />
Schlafzimmern ist in die idyllische Kulisse<br />
von Alaró eingebettet, ein perfektes Hideaway auf<br />
einem 26.000 m² großen Grundstück – Ruhe und<br />
Exklusivität sind hier garantiert.<br />
ev-mallorca.com<br />
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anschafft, sollte sich bewusst sein, dass seit<br />
Herbst dieses Jahres schon eine qualifizierte<br />
Mehrheit der Wohnungseigentümergemeinschaft<br />
die touristische Ferienvermietung seiner<br />
Wohnung verbieten kann.<br />
Das gilt freilich nur für Wohnungen, die<br />
derzeit laut Engel & Völkers in Palma de Mallorca<br />
für durchschnittlich 553.378 Euro angeboten<br />
werden. Häuser indes werden laut dieser<br />
Analyse um durchschnittlich knapp 1,6 Mio.<br />
Euro angeboten. Vor zwei Jahren waren das<br />
noch rund 1 Mio. Euro. Die Wohnungspreise<br />
bewegten sich hingegen mit nur einem dezenten<br />
Anstieg seitwärts.<br />
Und was erwartet den Immobilienmarkt der<br />
Balearen 2<strong>02</strong>5? Alexander Beulich: »Wir sehen<br />
die Marktentwicklung in dieser Region nicht<br />
34 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24<br />
»Obwohl die meisten Käufer rein mit Eigenkapital kaufen,<br />
werden auch zahlreiche Finanzierungen abgeschlossen,<br />
da die Konditionen der spanischen Banken für unsere<br />
Kunden sehr attraktiv sind.«<br />
ALEXANDER BEULICH CEO Domus Vivendi Group<br />
nur in den kommenden zwölf Monaten, sondern<br />
auch darüber hinaus äußerst positiv.<br />
Beide Inseln, sowohl Mallorca als auch Ibiza,<br />
zeigen eine kontinuierliche Aufwärtsbewegung<br />
im Luxussegment und setzen ihren<br />
Wachstumskurs auch in Zeiten von Pandemien<br />
oder Inflation fort. Insbesondere die Zunahme<br />
an Flugverbindungen trägt dazu bei,<br />
die Inseln noch besser an internationale<br />
Märkte anzubinden und die Zahl der Käufer<br />
und Investoren aus dem Ausland zu steigern.<br />
Der Trend geht dabei klar in Richtung eines<br />
hochwertigen Tourismus und ertragreichen<br />
Investments in einen ›krisensicheren Hafen‹«.<br />
Parallel dazu bleibe das Angebot an<br />
verfügbarem Bauland limitiert. Diese Knappheit,<br />
erschwert durch strenge Bauvorschriften,<br />
führe in Kombination mit der<br />
wachsenden Nachfrage zu einem weiteren<br />
Anstieg der Immobilienpreise, analysiert der<br />
Domus-Vivendi-Group-Chef.<br />
FINANZIERUNG ÜBER<br />
SPANISCHE BANKEN<br />
Dennoch ist ein Immobilienkauf auf den<br />
Inseln kein No-Brainer. Immobilien in Bestlagen<br />
mit entsprechender Wertentwicklung<br />
werden zurecht von vielen Anlegern als<br />
inflationssichere Investition gewählt. Vier<br />
Prozent der Käufer:innen kommen aus Österreich,<br />
die Mehrheit bilden mit 63 % nach<br />
wie vor Deutsche. »Auch wenn die meisten<br />
Käufer rein mit Eigenkapital kaufen, werden<br />
auch weiterhin zahlreiche Finanzierungen<br />
abgeschlossen, da die Konditionen der spanischen<br />
Banken für unsere Kunden im Vergleich<br />
zu z. B. Deutschland sehr attraktiv<br />
sind«, erklärt Beulich und gibt ein Beispiel:<br />
Zuletzt konnte ein Kunde eine Finanzierung<br />
zu 2,15 % variablen Zinsen auf 15 Jahre abschließen.<br />
Bei solchen Aussichten kommt<br />
gleich wieder Sommerstimmung auf!<br />
<<br />
Foto: Engel & Völkers
HIPPIEMENTS – IBIZAS EXKLUSIVSTE APARTMENTANLAGE<br />
• Meerblick bis nach Formentera oder Sunset-Bergblick<br />
• Exklusiver SPA mit Beachpool, Hammam und Gym<br />
• Weitläufiger ChillMENTS Garten mit BBQ-Zone<br />
• 24 / 7 Concierge Service und sorgenfreies<br />
Vermietungsmanagement<br />
• Finanzierungsmöglichkeiten bis zu 70 % bei<br />
niedrigen Zinskonditionen<br />
• Fertiggestellt, möbliert und voll ausgestattet mit<br />
namhaften Herstellern wie Tribù, Dedon, Gaggenau,<br />
Dornbracht u.v.m.<br />
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Die Domus Vivendi Group errichtet an den besten Standorten in Europa hochwertige Immobilienprojekte, maßgeschneidert auf die Erwartungen<br />
der zukünftigen Eigentümer und Bewohner. Mehr als 35 Jahre Erfahrung in der Projektentwicklung bilden die Grundlage für die Realisierung<br />
einzigartiger Immobilien.<br />
DER DOMUS VIVENDI SERVICE<br />
Sorgenfreie Betreuung durch ein internationales und multilinguales Team, von der Planungs- und Bauphase bis zum exzellenten<br />
After-Sales- und Concierge-Service, auch über die Fertigstellung Ihres neuen Domizils hinaus. Unser After-Sales-Service ist spezialisiert darauf,<br />
Ihnen von den alltäglichsten Hürden bis hin zu Empfehlungen rund um das Wohlbefinden zur Verfügung zu stehen.<br />
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cosmopolitan / GRIECHENLAND<br />
GENIAL UND<br />
GÜNSTIG<br />
Nirgendwo<br />
in Europa sind Wohnungen so<br />
günstig wie in Griechenland. Es heißt aber<br />
schnell sein, denn die Preise steigen. Wer<br />
sein Haus auch vermieten will, sollte jetzt die<br />
attraktiven Konditionen nutzen, das geht auf<br />
manchen Inseln noch recht gut. TEXT HEIMO ROLLETT<br />
Foto: Vladimir Sklyarov<br />
36 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
JETZT<br />
ODER<br />
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Also ehrlich, den emotionalen Einstieg<br />
in diese Geschichte können wir uns<br />
sparen. Sie kennen Griechenland,<br />
wir alle kennen es. Wir wissen um<br />
den goldenen Glanz, wenn die Sonne aufgeht,<br />
um die blühenden Orangenbäume und die<br />
salzige, mit Rosmarinessenzen durchmengte<br />
Luft, wenn sie sich vom türkisen Meer über die<br />
Sandstrände auf den Weg Richtung Berge<br />
macht. Weltklasse! Und das alles nur wenige<br />
Flugstunden von uns entfernt, bei vielen<br />
Verbindungen. Das ist uns bekannt, ja. Jetzt<br />
wollen wir aber wissen, wo es am besten ist,<br />
eine Immobilie zu kaufen.<br />
TIPP: KYKLADEN UND KRETA<br />
Es ist natürlich immer sehr subjektiv, welche<br />
Ferienimmobilie wo am besten ist. Auch wenn<br />
man sie weitervermieten will – und das wollen<br />
die meisten Käufer:innen in Griechenland, wie<br />
man bei Engel & Völkers Athen bestätigt –,<br />
gibt es keine klaren Benchmarks. Zu unterschiedlich<br />
sind die Märkte und die Bauweisen.<br />
Die griechischen Inseln fallen aber besonders<br />
auf, sie bieten insgesamt sehr attraktive Renditen<br />
für Immobilieninvestments, wobei die ><br />
Kreta<br />
In Elounda, dem berühmten Ferienort<br />
auf Kreta, wird diese luxuriöse Villa<br />
mit 632 Quadratmeter Wohnfläche<br />
auf drei Ebenen verkauft. Kreta gilt<br />
derzeit als heißer Tipp für<br />
Immobilieninvestments.<br />
kmrealestate.gr<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 37
cosmopolitan / GRIECHENLAND<br />
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><br />
Kykladen-Inseln und Kreta besonders<br />
hervorstechen. Die Kombination aus hohen<br />
Kapitalisierungs-, guten Ausbuchungsraten<br />
und teils noch moderaten Immo-Preisen<br />
macht diese Inseln zu attraktiven Investitionszielen.<br />
Mykonos zeigt mit bis zu 8,5 Prozent<br />
Bruttorendite die höchsten Renditen für Ferienvermietungen,<br />
allerdings bei hohen Immobilienpreisen<br />
(Villen oft über eine Million<br />
Euro). Ähnlich ist es in Santorini, günstiger<br />
kauft man auf den Kykladen ein. Die Inselgruppe,<br />
zu der Naxos, Paros, Milos, Ios und<br />
Sifnos zählen, kann noch dazu auf die höchste<br />
Ausbuchungsrate (72 Prozent) und eine<br />
sehenswerte Kapitalisierungsrate (26 Prozent)<br />
verweisen. Bei Letzterer handelt es sich um<br />
das Verhältnis von Jahresgewinn zu Immobilienkaufpreis.<br />
Wem das am wichtigsten ist,<br />
der schaut sich am besten in Kreta um, wo sie<br />
bei 34 Prozent liegt. Aber wie immer gilt:<br />
Statistik bleibt nur Zahlenwerk, die Mikrolage<br />
kann überall entzückend sein, und so bleibt<br />
nun mal jeder Immobilienkauf individuell.<br />
UNTERBEWERTETER MARKT<br />
Ganz allgemein ist Griechenland derzeit<br />
jedenfalls ein heißer Tipp für Immobilieninteressierte.<br />
Lewis Probst, Geschäftsführer<br />
P.B.E. Immobilien GmbH und selbst Entwickler<br />
eines Steinhauses mit Luftwärmepumpe<br />
in der Provinz Magnesia, meint: »Der<br />
Luxusimmobilienmarkt in Griechenland hat<br />
sich bemerkenswert entwickelt und profitiert<br />
von mehreren Trends und Faktoren: Es gibt<br />
eine steigende Nachfrage durch ausländische<br />
Investor:innen, die zuletzt vor allem aus<br />
Europa, den USA und dem Nahen Osten<br />
kamen. Weiters halten die Preissteigerungen<br />
an, besonders bemerkbar in den stark gefragten<br />
Regionen. Viele Bauträger:innen entwickeln<br />
daher und es gibt zahlreiche neue Pro -<br />
jekte.« Im Deloitte Property Index 2<strong>02</strong>4 wird<br />
die Diskrepanz zwischen österreichischen<br />
und griechischen Wohnimmobilien besonders<br />
deutlich: Während die Alpenrepublik<br />
mit bei 4.920 Euro pro Quadratmeter den<br />
höchsten Durchschnittstransaktionspreis<br />
aller europäischen Wohnimmobilienmärkte<br />
hat, liegt Griechenland genau am anderen<br />
Ende der Skala. Mit 1.463 Euro pro Quadratmeter<br />
ist es am billigsten! Zum Vergleich die<br />
anderen Urlaubsländer: Italien liegt bei<br />
2.118, Kroatien bei 2.246 und Spanien bei<br />
2.745 Euro pro Quadratmeter. Aber die<br />
Preise ziehen in Griechenland an: Im Jahr<br />
Kreta<br />
Luxus hat seinen Preis, auch wenn der Markt<br />
gerade günstig ist: Dieses Anwesen mit fünf<br />
Schlafzimmern und einem wunderschönen<br />
Gartenareal, 80 Meter vom Meer entfernt,<br />
wird um 4,85 Millionen Euro angeboten.<br />
kmrealestate.gr<br />
2<strong>02</strong>3 stiegen sie um zehn Prozent im Vergleich<br />
zum Vorjahr. Dieser Anstieg ist<br />
wiederum einer der höchsten in Europa und<br />
zeigt eine aktuelle starke Dynamik.<br />
»In einem Umfeld mit extrem hohen Immobilienpreisen<br />
sollten Sie sehr vorsichtig<br />
und strategisch vorgehen«, warnt daher auch<br />
Probst. Es könnte sein, dass die Preise kurzfristig<br />
weiter steigen, aber das Risiko besteht,<br />
dass der Markt sich korrigiert und die Werte<br />
sinken. »Kaufen Sie nicht, wenn die Preise<br />
unrealistisch erscheinen. In stark nachgefragten<br />
Gegenden wie z. B. Athen, Mykonos<br />
oder Santorini können spekulative Blasen<br />
entstehen«, so Probst. Die allgemeine Entwicklung<br />
im nächsten Jahr schätzt Ioannis<br />
Vezakiadis, Operations Manager von<br />
Santorini Invest, allerdings wie Probst auch<br />
positiv ein: »Auch 2<strong>02</strong>5 werden ausländische<br />
Investor:innen eine Schlüsselrolle spielen.<br />
Neben dem Golden-Visa-Programm werden<br />
institutionelle Investoren und Fonds ><br />
Foto: KM Realestates<br />
38 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Wenn Sie einen<br />
einzigen Gegenstand<br />
aus ihrem jetzigen<br />
Zuhause mitnehmen<br />
könnten, welcher<br />
wäre das?<br />
Wünsche können erfüllt werden.<br />
Deshalb sollten Sie sie zu uns bringen.<br />
Wir sind Wunschhaus, das Wiener<br />
Architektur- und Baubüro, das sich auf<br />
Einfamilienhäuser im Premiumsegment<br />
spezialisiert hat. Unsere Projekte<br />
reichen von der ersten Planung und<br />
den Entwurf über die Einreichung<br />
bis hin zur Bauleitung und Fertigstellung.<br />
Und egal, ob Sie Antworten haben<br />
oder noch mehr Fragen, wir freuen uns<br />
sehr auf Ihre Nachricht.<br />
+43 1 90 73 000<br />
office@wunschhaus.at<br />
wunschhaus.at
cosmopolitan / GRIECHENLAND<br />
><br />
weiterhin in griechische Immobilienprojekte<br />
investieren, vor allem im Bereich<br />
der Luxushotels und Ferienanlagen.« Neu in<br />
Griechenland ist der bei uns schon gewöhnliche<br />
Trend der gemanagten Ferienwohnungen,<br />
weiß Georg Petras von Engel & Völkers<br />
Athen. Hier könnte sich noch ein ganz<br />
eigener Markt auftun.<br />
Lefkada<br />
Slow Living in herausragender Architektur –<br />
wobei sich dieses Refugium wunderbar in die<br />
Landschaft von Lefkada einfügt. Das zentrale<br />
Entwurfsprinzip der 1,95 Millionen Euro<br />
teuren Villa bestand darin, von allen Wohnräumen<br />
aus einen Panoramablick zu haben.<br />
elxis.com<br />
JETZT<br />
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METROPOLE ALS HOMEBASE<br />
Apropos: Die Hauptstadt ist natürlich auch<br />
ein eigenes Kapitel, Athen spielt weniger in<br />
der Liga der Ferienimmobilien als in jener<br />
der Metropolen. So entwickelt sich auch<br />
der Immobilienmarkt etwas anders, die<br />
immer hipper werdende Stadt verzeichnete<br />
mit einem Plus von zwölf Prozent im Vergleich<br />
zum Vorjahr einen noch stärkeren<br />
Anstieg der Immobilienpreise. Hier gibt es<br />
dafür deutlich mehr Angebot und viel mehr<br />
Wohnungen, auf den Inseln dominieren<br />
eigentlich Häuser. Ein weiterer Vorteil:<br />
Eine Stadtwohnung lässt sich auch gut als<br />
Homebase für Kurztrips nutzen – da kann<br />
man dann Inselhopping de luxe betreiben. <<br />
<<br />
Kreta<br />
Hier in Kissamos, 40 Kilometer von Chania<br />
entfernt, werden 14 Luxusresidenzen direkt<br />
am Wasser in diversen Größen entwickelt.<br />
Eine Ein-Zimmer-Wohnung mit 52 Quadratmetern<br />
startet bei 300.000 Euro. Die<br />
größten Einheiten haben 113 Quadratmeter.<br />
avaxdevelopment.gr<br />
Fotos: Petra Salis<br />
40 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
IMV IMMOBILIEN MANAGEMENT<br />
IMMOBILIENVERWALTUNG<br />
NEU DEFINIERT<br />
Die IMV Immobilien Management GmbH, Österreichs führende private Hausverwaltung mit über<br />
30 Jahren Erfahrung, setzt Maßstäbe in der effizienten und nachhaltigen Immobilienbetreuung.<br />
FOTOS: BEIGESTELLT<br />
Mit Hauptsitz in Wien und<br />
einem Jahresumsatz von<br />
35 Millionen Euro beschäftigt<br />
die IMV-Gruppe rund<br />
350 Mit arbeitende und betreut das gesamte<br />
Spektrum an Immobilien – von Wohnanlagen<br />
über Büro- und Gewerbeimmobilien bis<br />
hin zu Logistikparks, Hotels, Garagen und<br />
Vorsorgewohnungen. Ein Schwerpunkt liegt<br />
auf der Verwaltung von Wohnungseigentum<br />
und Vorsorgeimmobilien. Für Eigentümer<br />
und Investoren optimiert und sichert die<br />
IMV die langfristige Rentabilität von<br />
Immobilien als stabile Wertanlage.<br />
INNOVATION UND EFFIZIENZ<br />
Als Branchenführer setzt die IMV auf<br />
fortschrittliche Technologien einschließlich<br />
KI-gestützter Prozesse zur Optimierung von<br />
Verwaltungsabläufen. Das steigert die Effizienz<br />
und sichert eine Rund-um-die-Uhr-<br />
Erreichbarkeit für Kunden. Zudem spielt die<br />
Integration von ESG-Standards eine zentrale<br />
Rolle, um den ökologischen Fußabdruck zu<br />
minimieren und soziale Verantwortung in<br />
allen Geschäftsprozessen zu verankern.<br />
NACHHALTIGE WERTSTEIGERUNG<br />
Betriebskostenoptimierung durch Ausschreibungen<br />
und transparente Vergaben, nachhaltige<br />
Sanierungen und der Einsatz von grüner<br />
Energie tragen zur langfristigen Werterhaltung<br />
sowie -steigerung bei und garantieren eine<br />
zukunftsfähige Entwicklung der Objekte.<br />
KOMPETENZ, ERFAHRUNG, EXPERTISE<br />
Trotz der Unternehmensgröße wird eine persönliche<br />
Betreuung gewährleistet. Durch eine<br />
effiziente Vertretungsstruktur wird zudem<br />
eine kontinuierliche und bedarfsorientierte<br />
Betreuung sichergestellt. Mit über drei Jahrzehnten<br />
Erfahrung und innovativen Ansätzen<br />
schöpft die IMV in enger Abstimmung mit<br />
den Eigentümern das volle Potenzial der<br />
Immobilie aus und sorgt für langfristige<br />
Rentabilität und Sicherheit – unabhängig von<br />
der Art der Nutzung.<br />
IMV Immobilien Management<br />
Paulanergasse 15, 1040 Wien<br />
imv.co.at<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 41
cosmopolitan / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />
Inselträume sind keine Schäume mehr. Wer es sich leisten kann, setzt heute<br />
auf die verlockenden Angebote namhafter Hotelketten und Resorts. Private<br />
Branded <strong>Residences</strong> an weißen Stränden mit Fünf-Sterne-Service und<br />
Karibikflair sind trotz der vielzitierten Immobilienkrise gefragter denn je. Was<br />
steckt dahinter? Ein Blick auf die neuen Wohnparadiese. TEXT SUSANNA PIKHART<br />
Foto: Anantara Hotels, Resorts & Spas<br />
42 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
I N<br />
IM<br />
HOTEL<br />
S<br />
E<br />
L N<br />
»Anantara Desaru«,<br />
Malaysia<br />
Unweit von Singapur und Kuala Lumpur<br />
werden an der bis dato einzigen Destination<br />
der Luxushotelgruppe Anantara<br />
Hotels & Resorts in Malaysia auch private<br />
Residenzen zum Kauf angeboten.<br />
Sowohl die Apartments als auch die<br />
20 Poolvillen (ab zwei Millionen Euro),<br />
direkt ans Resort angeschlossen, liegen<br />
an einem Strandabschnitt mit Blick<br />
auf das Südchinesische Meer.<br />
anantaradesaruresidences.com<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 43
cosmopolitan / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />
in sanfter Wind trägt den Duft des<br />
Meeres in die offene Lounge, während<br />
das üppige Frühstück serviert wird.<br />
Herrlich, die morgendliche Sonne, das<br />
leise Rauschen der Wellen, der Blick auf den<br />
weiten Horizont. Der anbrechende Tag inspiriert<br />
zur geistigen Aktivität, doch der Körper<br />
fordert noch etwas Ruhe. Perfektes Timing für<br />
den Concierge, unaufdringlich und diskret,<br />
um kurz die geplante Bootstour zu einem<br />
besonderen Tauchriff am Nachmittag und das<br />
anschießende private Dinner am Strand abzustimmen.<br />
Alles gebongt. Kaum da, ist er auch<br />
schon wieder weg, sodass die kulinarischen<br />
Offenbarungen der Insel weiter verkostet<br />
werden können. Ehe der Tag dann am Pool<br />
inmitten eines Palmenhains seinen Lauf<br />
nimmt, werden noch schnell ein paar E-Mails<br />
gescheckt und Videocalls erledigt. So geht<br />
Business im Paradies. Was folgt, ist entspannte<br />
Auszeit auf der persönlichen Wohlfühlinsel,<br />
im Neo-Eigenheim mit Fünf-Sterne-Luxus des<br />
anschließenden Resorts, wo Privacy, Genuss<br />
und Service perfekt harmonieren.<br />
»Montage Los Cabos«,<br />
Mexiko<br />
Tiger Woods ist ebenso Fan von Los<br />
Cabos, dem Südzipfel der Halbinsel Baja<br />
California, wie George Clooney. Ein<br />
Traumort, wo seit Kurzem exklusive Residenzen<br />
im »Montage Los Cabos«, einem<br />
»Forbes«-fünf-Sterne- und AAA-fünf-Diamanten-Resort,<br />
zum Verkauf stehen. Die<br />
Wohnungen mit zwei und drei Schlafzimmern<br />
(ab 3,7 Millionen Euro) sind möbliert<br />
und können weitervermietet werden.<br />
montageresidencesloscabos.com<br />
Fotos: Sphere Estates, beigestellt<br />
NEUE DIMENSIONEN<br />
Wohnen in einer Private Branded Residence,<br />
in bester Lage, angeschlossen an ein<br />
><br />
44 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
I N<br />
IM<br />
HOTEL<br />
S<br />
E<br />
L N<br />
»Baccarat«, Malediven<br />
Idyllischer geht’s nicht. Auf fünf<br />
miteinander verbundenen Inseln im<br />
malerischen Süd-Malé-Atoll wurden<br />
von Baccarat Hotel & Resorts<br />
50 private Strand- und Lagunenresidenzen<br />
(ab 4,7 Millionen Euro)<br />
errichtet. Höchsten Luxus bieten die<br />
sieben »Baccarat Mansions« mit<br />
unnachahmlichem Wohnerlebnis auf<br />
2.000 Quadratmetern Wohnfläche<br />
und eigenem Inselfeeling<br />
(ab 40 Millionen Euro).<br />
baccaratmaldivesresidences.com<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 45
cosmopolitan / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />
><br />
Luxushotel oder eingebettet in die Umgebung<br />
eines erstklassigen Resorts, verspricht<br />
ein Leben im Rhythmus des Urlaubs. Für<br />
viele wird dieses Modell zur Erfüllung eines<br />
Wohntraums, bei dem Alltag und Erholung<br />
zu einem perfekten Ganzen verschmelzen.<br />
Die Branded <strong>Residences</strong> verbinden die<br />
Privatsphäre eines exklusiven Eigenheims mit<br />
den Annehmlichkeiten eines Luxushotels<br />
und kreieren damit eine neue Dimension des<br />
Lebensgefühls. Und bisher ungeahnte Sphären<br />
und Potenziale eines blühenden Immobiliengeschäfts.<br />
Denn jene, die es sich leisten<br />
können, setzen laut diversen Markterhebungen<br />
zunehmend auf ein Zuhause, das nicht<br />
nur Ort zum Wohnen, sondern auch Zugang<br />
zu außergewöhnlichem Service, atemberaubenden<br />
Landschaften und einem Hauch von<br />
Abenteuer ist – für ein Leben, das sich wie<br />
ein ewiger Ausklang anfühlt.<br />
MAGIE UND MAGNETEN<br />
Im Fokus der Investor:innen, Anleger:innen<br />
und Immobilienkäufer:innen liegen hier neben<br />
internationalen Metropolen zunehmend angesagte<br />
Inseln in Übersee sowie exotische Halbinseln<br />
mit Karibikfeeling. Genau da errichten<br />
»Branded <strong>Residences</strong> bieten<br />
Sicherheit in Bezug auf Qualität,<br />
Design, Instandhaltung<br />
und Management. Daraus<br />
resultiert aber auch ihr vergleichsweise<br />
höherer Preis.«<br />
CHRIS GRAHAM Graham Associates<br />
»Cas en Bas Beach<br />
Resort«, St. Lucia<br />
Es muss nicht immer eine Villa sein.<br />
Alle Apartments im neuen Boutique-<br />
Resort »Cas en Bas Beach« auf der<br />
Karibikinsel St. Lucia bieten großzügige,<br />
stilvoll eingerichtete Wohnbereiche<br />
mit privaten Balkonen (ab<br />
370.000 Euro), umfassendes Fünf-<br />
Sterne-Service inklusive. Das Luxusprojekt<br />
wurde bei den International<br />
Property Awards zum Gewinner der<br />
Kategorie »Bestes Apartment« gekürt.<br />
casenbasbeachresort.com<br />
bekannte Hotelketten und Resorts gebrandete<br />
Luxusvillen und -apartments, die selbst höchste<br />
Wohnansprüche einer designverwöhnten<br />
Klientel erfüllen. Und ebendiese als potenzielle<br />
Käufer:innen fast magisch anziehen.<br />
Zu den aktuellen Immo-Magneten gehören<br />
etwa die neuen privaten Residenzen im<br />
»Anantara Desaru Coast Resort« in Malaysia,<br />
wo exquisite Drei- und Vier-Zimmer-Strandhäuser<br />
sowie Luxusapartments samt privatem<br />
Koch und Butler angeboten werden, oder<br />
preisgekrönte Eigentumswohnungen im<br />
»Cas en Bas Beach Resort« im legendären<br />
karibischen Inselstaat St. Lucia, die von der<br />
Hotelkette Hyatt verwaltet werden. Von den<br />
insgesamt errichteten 90 Ein- und Zwei-Zimmer-Residenzen<br />
– einige Einheiten können<br />
miteinander verbunden werden – sind nur<br />
noch wenige zu haben.<br />
Fotos: Sphere Estates, One&Only, beigestellt<br />
46 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Auf Phuket sind derzeit die »Grand <strong>Residences</strong>«<br />
von Laguna Banyan Tree Limited gefragt,<br />
wo eine einzigartige Auswahl an luxuriösen<br />
Villen mit drei und fünf Schlafzimmern die<br />
Exklusivität des Resorts mit traditionellem<br />
thailändischem Charme vereint. Für besonders<br />
anspruchsvolle Immobilienkäufer:innen<br />
lohnt sich ein Blick auf das Eldorado aller<br />
Inselwelten, die Malediven. Den Markt dominiert<br />
Soneva mit seinen Private <strong>Residences</strong><br />
auf Fushi im Baa-Atoll, einem UNESCO-<br />
Biosphärenreservat, und Jani im Noonu-Atoll.<br />
Im Süd-Malé-Atoll wiederum überzeugen die<br />
prachtvollen Villen von »Baccarat Maldives«.<br />
Das neue Resort mit 50 privaten Residenzen<br />
(zwei bis sieben Schlafzimmer) erstreckt sich<br />
auf über fünf miteinander verbundenen<br />
Inseln, die zusammen eine Fläche von<br />
45 Hektar ergeben. Verwaltet werden die<br />
Neodomizile von SH Hotels & Resorts. Den<br />
Traum von privatem Inselheim lässt unweit<br />
entfernt auch das Fünf-Sterne-Resort<br />
» Zamani Islands« Wirklichkeit werden. Eine<br />
exklusive Superyacht-Marina inklusive. ><br />
»One&Only«, Mauritius<br />
Das luxuriöse Resort »One&Only Le<br />
Saint Géran« liegt auf einer exklusiven<br />
Halbinsel im Osten von Mauritius<br />
und bietet noch sechs luxuriöse<br />
Eigentumsvillen mit je vier Schlafzimmern<br />
und Pool zum Kauf an. In<br />
bester Lage, top ausgestattet und alle<br />
Annehmlichkeiten des noblen Resorts<br />
inklusive, wie zum Beispiel<br />
kulinarische Genüsse in acht<br />
Designrestaurants.<br />
oneandonlyresorts.com<br />
I N<br />
S<br />
E<br />
IM<br />
HOTEL<br />
L N<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 47
cosmopolitan / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />
I N<br />
S<br />
E<br />
IM<br />
HOTEL<br />
L N<br />
><br />
Rein pragmatisch soll dieser Immobiliensektor<br />
einen dreifachen Gewinn bieten: »Die<br />
Marke profitiert von erhöhter Sichtbarkeit<br />
und Prestige, den Entwickler:innen wird ein<br />
gewisses Sicherheitsnetz an einer exklusiven<br />
Adresse geboten, die einen höheren Preis<br />
liefert, und die Eigentümer:innen können<br />
von einer Investition mit einem höheren<br />
Wiederverkaufswert profitieren«, bringt die<br />
Win-win-win-Szenerie etwa Bernardo Fort-<br />
Brescia von Arquitectonica auf den Punkt.<br />
Ein wesentlicher Hintergrund für diesen<br />
Trend ist auch die Kalkulation der Hoteliers:<br />
Das Investment in ein neues Resort oder<br />
Hotel geht sich infolge der hohen Baukosten<br />
und Kreditzinsen nur noch schwer aus. Eine<br />
Neubaukombination aus Hotel und privaten<br />
Residenzen lässt sich einfacher finanzieren.<br />
LUXUS KOSTET<br />
Die Rechnung geht auf. Laut Savills Global<br />
Residential Development Consultancy ist der<br />
gebrandete Wohnsektor in den letzten zehn<br />
Jahren um satte 160 Prozent gewachsen und<br />
besteht heute aus weltweit rund 700 Projekten.<br />
Bis 2030 soll sich das Angebot fast verdoppeln.<br />
Doch warum entscheiden sich vermögende<br />
Privatpersonen dafür, trotz der Risiken durch<br />
Klimaveränderungen, Steueranpassungen<br />
oder politische Umbrüche in ein weit entferntes<br />
Heim mit hohem Markenaufschlag zu<br />
investieren, das sie vielleicht nur ein paar Mal<br />
im Jahr besuchen? »Ganz einfach, weil sie es<br />
können«, hält Chris Graham, Managing<br />
Director von Graham Associates, in seinem<br />
jüngsten internationalen Branded-<strong>Residences</strong>-Report<br />
fest. Die wesentliche Motivation<br />
für die Investition in eine gebrandete<br />
Residenz reduziert Graham auf zwei Hauptfaktoren:<br />
Vertrauen und Bequemlichkeit.<br />
»Marken bieten Sicherheit in Bezug auf Qualität,<br />
Design, Instandhaltung und Management.<br />
Sie geben ein gewisses Maß an Schutz<br />
und Komfort gegen Risiken, da die Beteiligung<br />
einer angesehenen Brand Vertrauen bei den<br />
Käufer:innen schafft.«<br />
Die vielen praktischen Vorteile gebrandeter<br />
Eigenheime skizziert Immobilienprofi<br />
Gerda Chalupa anhand der neuen privaten<br />
»Soneva Fushi«,<br />
Malediven<br />
Soneva Villa Ownership bietet ausländischen<br />
Käufer:innen Immobilien der Extraklasse<br />
auf den Malediven an. Das Port folio<br />
umfasst außergewöhnlich designte private<br />
Beach- und Watervillas (ab 4,1 Millionen<br />
Euro) samt jeglichem Komfort in den<br />
preisgekrönten Soneva-Resorts »Fushi«<br />
im Baa-Atoll und »Jani« im Noonu-Atoll.<br />
Die Eigentümer:innen haben die Option,<br />
ihre Wohnkosten über das Soneva-Villa-<br />
Rental-Programm auszugleichen.<br />
soneva.com<br />
Luxusvillen im Resort »One&Only Le Saint<br />
Géran« auf Mauritius: eine privilegierte Lage,<br />
alle Annehmlichkeiten der Rundumdienstleistungen<br />
des Resorts wie Concierge- und<br />
Zimmerservice oder Housekeeping, direkter<br />
Zugang zum Beach Club und zu allen Einrichtungen<br />
des Ferienidylls sowie diverse<br />
Vorzugsleistungen etwa in Restaurants oder<br />
im Sport- und Freizeitbereich, einzigartiges<br />
Interiordesign und optionale Teilnahme an<br />
einem flexiblen Mietprogramm, das vom<br />
Resortmanagement verwaltet wird und das<br />
ganze Jahr über Einkommen generiert. »Das<br />
Hotel übernimmt dabei sowohl das Marketing<br />
als auch die Vermietung und die<br />
Wartung der Villa.« ><br />
Fotos: Alicia Warner, Soneva<br />
48 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
FALKENSTEINER<br />
RESIDENCES<br />
AURORA<br />
Maritimer Lifestyle<br />
im eigenen Zuhause.<br />
Eine Investition in besondere Lebensqualität.<br />
Auf der malerischen Halbinsel Punta Skala in Kroatien<br />
entstehen die <strong>Residences</strong> Aurora, umgeben von üppiger<br />
Natur und saphirblauem Meer. Mit dem Kauf eines der<br />
88 Appartements genießen Sie alle Falkensteiner Premium<br />
Living-Vorteile: Innovative Architektur in absoluter Top-<br />
Lage, stilvolle Ausstattung und Premium Services, ohne<br />
dabei auf die Gemütlichkeit der eigenen vier Wände zu<br />
verzichten. Ab Ende 2<strong>02</strong>5 könnte eine der exklusiven<br />
Residenzen Ihr zweites Zuhause sein.<br />
JETZT INFOS<br />
ANFRAGEN
cosmopolitan / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />
><br />
In der umfassenden Marktanalyse von<br />
Graham Associates werden von internationalen<br />
Immobilienprofis aber auch eventuelle<br />
Nachteile von Branded <strong>Residences</strong> beleuchtet,<br />
darunter vor allem die oft hohen Kosten und<br />
laufende Gebühren, etwa für die Nutzung der<br />
Hoteldienstleistungen und den Erhalt der<br />
Immobilie. Diese können über denen eines<br />
vergleichbaren Eigenheims liegen. Marc<br />
Finney von Colliers International: »Der Preisaufschlag<br />
für markengebundene Residenzen<br />
kann erheblich sein. Sein Umfang hängt von<br />
mehreren Faktoren ab, darunter das Markenimage,<br />
die Lage, das Design, das Angebot an<br />
Dienstleistungen und die Exklusivität des<br />
Erlebnisses für die Bewohner:innen.« Ebenfalls<br />
heikel ist die Abhängigkeit vom Hotelbetrieb:<br />
Wenn das angeschlossene Hotel zum<br />
DUE-DILIGENCE-PROZESS<br />
Gerade im Bereich der Private Branded <strong>Residences</strong><br />
ist der rechtliche Due-Diligence-<br />
Prozess, also eine gründliche Überprüfung<br />
aller rechtlichen, vertraglichen und finanziellen<br />
Aspekte vor dem Erwerb der Immobilie<br />
entscheidend. Er ist oft komplexer als bei<br />
einem herkömmlichen Immo-Kauf, weil die<br />
Objekte eng mit einer Marke (Hotel oder<br />
Resort) verbunden sind und ein umfangreiches<br />
Service- und Verwaltungspaket bieten.<br />
> Da es sich oft um Neubauten handelt,<br />
müssen Bauverträge, Materialien und<br />
Gewährleistungen überprüft werden, um<br />
sicherzustellen, dass die Qualität der<br />
Immobilie den Markenstandards entspricht.<br />
> Ebenso gehören Verträge gecheckt,<br />
die festlegen, wie die Marke das Objekt<br />
verwaltet, welche Dienstleistungen angeboten<br />
werden und wie die Brand die<br />
Immobiliennutzer:innen unterstützt.<br />
> Bei vielen Residenzen besteht die Möglichkeit,<br />
das Objekt an die Marke zurückzuvermieten<br />
(»Lease-back«-Option), was spezielle<br />
Vertragsregelungen erfordert.<br />
> Branded <strong>Residences</strong> kommen oft mit umfangreichen<br />
Servicepaketen, die für den<br />
Komfort der Bewohner:innen sorgen. Allerdings<br />
sind die damit verbundenen Gebühren<br />
meist höher und müssen geprüft werden.<br />
> Ebenso ratsam ist es, zu klären, wie lange<br />
die Marke voraussichtlich involviert bleibt und<br />
welche Auswirkungen ein Ausstieg auf den<br />
Wiederverkaufswert haben könnte.<br />
I N<br />
S<br />
E<br />
IM<br />
HOTEL<br />
L N<br />
»Banyan Tree«,<br />
Thailand<br />
Luxus pur und eine Wohnadresse mit<br />
sensationellem Ausblick bieten die<br />
Apartments bzw. die Drei- und Fünf-<br />
Schlafzimmer-Poolvillen der »Banyan<br />
Tree Grand <strong>Residences</strong>« auf der Insel<br />
Phuket. Die am Meer gelegenen Refugien<br />
(ab drei Millionen Euro) zwischen einer<br />
ruhigen Lagune und den weißen Sandstränden<br />
von Bang Tao Beach lassen<br />
keine Wünsche offen – auch dank des<br />
Rundumhotelservice.<br />
banyangroupresidences.com,<br />
accor-residences.com<br />
Beispiel temporär schließt oder sogar insolvent<br />
wird, kann dies direkte Auswirkungen<br />
auf den Wert und die Funktionalität der Residence<br />
haben. Finney: »Die Attraktivität und<br />
die Vorteile der Immobilie sind also eng an<br />
die Marke und deren Betriebsfähigkeit geknüpft.«<br />
Für interessierte Branded-<strong>Residences</strong>-Käufer:innen<br />
heißt das: »Vertrauen ist<br />
gut, Kontrolle besser.« Auf jeden Fall aber<br />
rechtzeitig vor dem Immobilienerwerb.<br />
STEIGENDE NACHFRAGE<br />
»Zamani Islands«,<br />
Malediven<br />
In einem exklusiven Resort von Atoll<br />
Estates, das sich über acht Inseln im<br />
Süd-Malé-Atoll erstreckt, sollen ab<br />
2<strong>02</strong>6 ultraluxuriöse private Strandvillen<br />
(sechs und acht Schlafzimmer) sowie<br />
spezielle Mansions (vier Schlafzimmer)<br />
zum Verkauf angeboten werden. Zusätzliche<br />
Novität wird der erste Superyacht-<br />
Hafen der Malediven sein.<br />
zamaniislands.com<br />
Wie auch immer: Die international steigende<br />
Nachfrage nach Branded <strong>Residences</strong> ist ein<br />
Faktum, sagt Jeff Tisdall, Chief Business<br />
Officer von Accor One Living, der<br />
branchenweit ersten Plattform, die<br />
ausschließlich auf die Integration<br />
von Hospitality-Lösungen<br />
in Mixed-Use-Immobilien<br />
abzielt. Und er stellt fest:<br />
»Die Verbindung von<br />
Privatwohnungen und beliebten<br />
Lifestylemarken aus<br />
der Hotellerie ist derzeit eines<br />
der attraktivsten Immobilienwachstumsfelder<br />
weltweit.«<br />
<<br />
Fotos: Sphere Estates, Banyan Group<br />
50 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
CHALUPA IMMOBILIEN<br />
REFUGIUM AUF MAURITIUS<br />
Die »Grand Dame« von Mauritius, One&Only Le Saint Géran, ist die exklusivste Adresse der<br />
Insel Mauritius und bietet jetzt auch luxuriöse Eigentumsvillen zum Kauf an. In bester Lage,<br />
top ausgestattet und Annehmlichkeiten des Resorts inklusive. Besser geht’s nicht.<br />
FOTOS: BEIGESTELLT<br />
Es gibt nur noch wenige Möglichkeiten,<br />
eine private Residenz im<br />
legendären One&Only Le Saint<br />
Géran Resort auf Mauritius zu<br />
erwerben. Chalupa Immobilien eröffnet<br />
nun so eine Chance. Die sechs noch verfügbaren<br />
privaten Villen liegen inmitten exotischer<br />
Natur und bieten Luxus pur inklusive<br />
direktem Zugang zu kilometerlangen, weißen<br />
Sandstränden. »Die Lage ist einzigartig«,<br />
so Mauritius-Expertin Gerda Chalupa,<br />
»die zungenförmige Halbinsel ermöglicht<br />
sowohl atemberaubende Sonnenaufgänge<br />
als auch malerische Sunsets«. Zusätzliche<br />
Vorzüge: Die architektonisch beeindruckenden<br />
neuen Villen (mit je vier Schlafzimmern<br />
und Swimmingpool) präsentieren sich im<br />
ausgefallenen Design und mit hochwertigster<br />
Ausstattung. Sie sind direkt an das<br />
One&Only Resort angeschlossen, sodass<br />
die Eigentümer:innen der Privathäuser – sie<br />
haben automatisch Anspruch auf unbefristete<br />
Aufenthaltserlaubnis auf der Insel –<br />
auch alle Services eines Hotels genießen.<br />
PRIVATSPHÄRE MIT LUXUS-SERVICE<br />
Die Privilegien und Vorteile der Privathäuser<br />
im berühmtesten Resort der Insel:<br />
• acht Weltklasse-Restaurants im Resort<br />
• Zwei-km-Traumstrand direkt vor der Tür<br />
• neuer Strandclub und fünf Golfclubs<br />
• spannende Clubs für Kids und Teens<br />
• hochmodernes Fitnesscenter<br />
• Luxus-Spa in unmittelbarer Nähe<br />
• Wasserabenteuer im Boathouse<br />
• diverse Vorzugsleistungen im Resort<br />
• Mietverwaltung durch das Resort-Team<br />
»Optional können die Eigentümer:innen<br />
auch das flexible Mietprogramm nutzen,<br />
um das ganze Jahr über Einnahmen zu<br />
generieren«, betont Immobilien-Profi<br />
Gerda Chalupa.<br />
IHRE ANSPRECHPARTNERIN<br />
KR Ing. Gerda Chalupa<br />
T: +43 664 3017213, M: gc@chalupa.at<br />
chalupa.at<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 51
6 SCHRITTE ZUR<br />
TRAUMKÜCHE<br />
In einem inspirierenden Gespräch mit den Küchenexpert:innen von XXXLutz haben wir<br />
wertvolle Einblicke in die Welt der Küchenplanung gewonnen. Entdecken Sie mit<br />
uns die sechs Schritte, die Ihre Küche in den Mittelpunkt des Zuhauses verwandeln,<br />
unterstützt durch das Know-how der XXXLutz Traumküchenplaner:innen.<br />
Ihre Bedürfnisse und Anforderungen sind<br />
einzigartig und Ihre Küche soll es auch<br />
sein! Die XXXLutz<br />
Traumküchenplaner:innen kennen alle<br />
wichtigen Schritte und stehen Ihnen auf dem<br />
Weg zur perfekten Küche von der Planung<br />
bis zur Lieferung und Montage unterstützend<br />
zur Seite.<br />
Inspiration Der Weg zur perfekten<br />
1 Traumküche beginnt mit der Ideensammlung.<br />
Ob bei Freund:innen, in Wohnmagazinen,<br />
online oder in den XXXLutz Küchen<br />
studios – was gefällt Ihnen an jeder Küche<br />
ganz speziell? Bedenken Sie das Design<br />
genauso wie die Funktionalität. Wo wollen<br />
Sie kochen und an welchem Platz sind die<br />
Accessoires dafür ideal untergebracht?<br />
Ausmessen Jedes Maß, das Sie zur<br />
2 Küchenplanung mitnehmen, ist wichtig.<br />
Zeichnen Sie die Grundform des Raums auf.<br />
Messen Sie die Abstände zwischen Decke und<br />
Boden und von Wand zu Wand. Notieren Sie<br />
im Plan die Größe und die Position der Fenster<br />
und Türen sowie deren Öffnungsrichtung.<br />
Am Ende zeichnen Sie noch die Heizkörper,<br />
die Steckdosen, den Wasseranschluss und den<br />
Starkstromanschluss in den Plan ein.<br />
3<br />
Beratung Ausgehend von den gesammelten<br />
Ideen und dem angefertigten<br />
Raumplan werden Ihre Vorstellungen<br />
präzisiert. Im persönlichen Beratungsgespräch<br />
lernen Sie die neuesten Küchentrends<br />
und -techniken sowie optimale begehbare<br />
Küchenlösungen kennen. Unter Zuhilfe nahme<br />
um-fangreicher Farb- und Materialmuster entsteht<br />
ein fundiertes Konzept für die Planung.<br />
FOTOS: BEIGESTELLT<br />
52 falstaff LIVING RESIDENCES 2 / 24
XXXLUTZ<br />
Planung In der Planungsphase wird<br />
4 aus Ihren Vorstellungen Ihre maßgeschneiderte<br />
Küchenlösung konzipiert.<br />
Grundlage hierfür sind Ihre gefestigten<br />
Vorstellungen und die Raumskizze mit den<br />
Abmessungen. Anhand von 3D-Plänen entsteht<br />
Ihre Küche am Computer. In weiterer<br />
Folge begleitet und unterstützt Sie Ihr<br />
Planer von XXXLutz bis zur vollständigen<br />
Umsetzung Ihres Küchentraums.<br />
Planungscheck Mit dem 3D-Laserscanner<br />
prüft das XXXLutz Service<br />
5<br />
team bei Ihnen vor Ort noch einmal die<br />
gesamte Küchenplanung bis ins Detail.<br />
Alle Daten werden noch einmal mit der<br />
Planung abgeglichen und bei Bedarf<br />
dementsprechend angepasst. Nach diesem<br />
Check erhalten Sie ein detailliertes<br />
Angebot mit einer exakten Raum- und<br />
Küchenzeichnung.<br />
Lieferung und Montage XXXLutz<br />
6 garantiert Ihnen eine termingerechte<br />
Lieferung und einen professionellen<br />
Aufbau. Dabei sind der sorgfältige Umgang<br />
mit Ihrer Einrichtung, Ihren neuen Möbeln<br />
und das besenreine Verlassen des Montageorts<br />
selbstverständlich.<br />
Lassen Sie sich von den Spezialist:innen<br />
bei XXXLutz durch die Planung Ihrer<br />
idealen Küche begleiten. Steht Ihre Traumküche<br />
dann vor Ihnen, müssen Sie nur<br />
noch kochen!<br />
Jetzt GRATIS planen<br />
lassen und einfach<br />
TERMIN VEREINBAREN:<br />
1) in Ihrer Wunschfiliale<br />
2) per Telefon:<br />
+43 664 6252167<br />
3) online:<br />
traumkuechenplaner.xxxlutz.at<br />
4) per E-Mail:<br />
kueche@xxxlutz.at<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 53
cosmopolitan / HOTSPOT POLEN<br />
BAUEN ZWISCHEN<br />
SCHMÄH UND<br />
PROPAGANDA<br />
Die polnische Architekturszene hat in den letzten Jahren stark<br />
unter dem Einfluss der rechtskonservativen Politik gelitten.<br />
Und dennoch hat es das Land geschafft, einen eigenen Kanon<br />
zu entwickeln. Eine Reise zu großen Kisten und kleinen,<br />
fröhlichen Schmuckstücken. TEXT WOJCIECH CZAJA<br />
Foto: Marcin Czechowicz/www.mcmproduction.pl<br />
54 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Museum der polnischen Armee,<br />
Warschau<br />
Mit dem neuen Bau auf der historischen<br />
Zitadelle hat sich Polen ein militärisches<br />
Denkmal gesetzt. Abseits der politischen<br />
Propaganda jedoch überzeugt vor allem<br />
die samtig weiche Betonoberfläche, die<br />
WXCA in Kooperation mit Buro Happold<br />
entwickelt hat. muzeumwp.pl,<br />
wxca.pl, burohappold.com<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 55
cosmopolitan / HOTSPOT POLEN<br />
Es ist, als würde sich der Beton samtig,<br />
streichelweich anfühlen, als wäre er<br />
mit rötlich brauner Erde eingerieben,<br />
als wäre das gesamte Haus in eine<br />
dicke, flauschige Fischgrät-Strickdecke gehüllt.<br />
»Genau das war unser Ziel«, sagt Krzysztof<br />
Budzisz, Partner im Warschauer Architekturbüro<br />
WXCA. »Vor vielen Jahren schon hatten<br />
wir die Idee, die Fassade als monolithisches<br />
Relief in diesem warmen, haptisch ansprechenden<br />
Ornament abzugießen. Es war ein langer<br />
Weg dahin, mit vielen Modellen und vielen,<br />
vielen unterschiedlichen Betonrezepturen, die<br />
wir ausprobiert haben. Doch die Arbeit hat<br />
sich gelohnt. Es ist das wahrscheinlich sinnlichste<br />
und zugleich technisch exakteste<br />
Projekt, das wir je realisiert haben.«<br />
Doch so sinnlich die architektonische Hülle,<br />
die in Zusammenarbeit mit dem englischen<br />
Ingenieurspezialisten Buro Happold entwickelt<br />
wurde, hineingegossen in acht Meter hohe<br />
Schalungstafeln mit eigens angefertigten Silikonmatrizen,<br />
so martialisch und kriegerisch<br />
sind die dargestellten Exponate darin. Denn<br />
das Muzeum Wojska Polskiego – in deutschen<br />
Worten Museum der polnischen Armee – ist<br />
ein Hort von Bomben und Granaten, von Rüstungen<br />
und Speeren, von polnischen Flaggen<br />
und sowjetischen Panzern, Modell T-34 mit<br />
76-Millimeter-Rohrkanone, Baujahr 1943. In<br />
Auftrag gegeben wurde das Museum, Resultat<br />
eines internationalen Architekturwettbewerbs,<br />
von der polnischen, damals noch rechtskonservativen<br />
Regierung, die sich mit dem<br />
Neubau auf der Zitadelle ein zeitgenössisches<br />
Militärdenkmal setzen wollte.<br />
MEGALOMANISCHE DIMENSIONEN<br />
»Solange die nationalistische Partei PiS an der<br />
Macht war, dienten viele Architekturprojekte<br />
als nonverbale, dreidimensionale Propagandamaschinen«,<br />
sagt der Warschauer Architekt,<br />
Kulturtheoretiker und Universitätsprofessor<br />
Jakub Szczęsny. »Für die Architekturschaffenden<br />
war dies eine spannende, durchaus konfliktreiche<br />
Zeit, denn sie mussten es schaffen,<br />
Konzepte zu entwickeln, die die rechte Ära<br />
überdauern und in einer künftigen, liberaleren<br />
Legislaturperiode nicht minder existenzberechtigt<br />
sein würden.« Damit erkläre sich<br />
auch, so Szczęsny, warum viele Projekte, die<br />
in den letzten Jahren in Warschau wie auch in<br />
anderen polnischen Großstädten entstanden<br />
sind, solch gigan tische, megalomanische<br />
Dimensionen aufweisen.<br />
Museum moderner Kunst, Warschau<br />
Am 25. Oktober 2<strong>02</strong>4 fand die feierliche<br />
Eröffnung statt: Der 100 Meter lange<br />
Museumsneubau des New Yorker<br />
Archit ekten Thomas Phifer sprengt alle<br />
Maß stäbe und positioniert sich als<br />
selbst bewusste White Box im Zentrum<br />
der Stadt. Die Baukosten: 700 Millionen<br />
Złoty, rund 162 Millionen Euro.<br />
artmuseum.pl, thomasphifer.com<br />
In diese Kategorie fällt auch das kürzlich<br />
eröffnete Museum moderner Kunst zwischen<br />
der viel befahrenen Ulica Marszałkowska<br />
und dem 237 Meter hohen, stalinistischen<br />
Kulturpalast im Warschauer Zentrum. Der<br />
New Yorker Architekt Thomas Phifer, der<br />
den 2014 ausgelobten Wettbewerb für sich<br />
entscheiden konnte, errichtete neben der<br />
Straße eine strahlend weiße White Box mit<br />
100 Metern Länge, 40 Metern Breite und<br />
23 Metern Höhe. Feine, zierliche Details im<br />
Kleinen sucht man vergeblich, ganz im Gegenteil,<br />
wie eine überdimensionale »iPhone<br />
16«-Verpackung aus weißem, matt cellophaniertem<br />
Karton mit harten, eckigen Kanten<br />
legt sich der neue XXL-Museums klotz direkt<br />
vor die Warschauer Skyline.<br />
»Warschau ist reich an urbanistischer,<br />
stadtpolitischer Geschichte, daher wollte ich<br />
ganz bewusst ein großes Volumen ins Herz<br />
dieser Stadt hineinsetzen«, sagt der Architekt,<br />
»eine Art Kunstmasse, die in der Lage ist,<br />
Fotos: WWW.MOMENTALNI.PL, MVRDV/Ossip van Duivenbode, Michał Kopaniszyn<br />
56 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
eine visuelle Permanenz zu erzeugen und<br />
gegen die umliegende kommunistische<br />
Nachkriegsarchitektur anzukämpfen.«<br />
Möglich wird dies – abermals – mit Beton, in<br />
diesem Fall mit gebleichtem Sichtbeton aus<br />
Weißzement, weißen Zuschlagstoffen und<br />
fein gemahlenem Titan, angemischt und<br />
durchgerüttelt in allerhöchster Güte. Um<br />
eine möglichst hohe Ausführungsqualität zu<br />
gewährleisten, wurde auf dem Grundstück<br />
nebenan eine temporäre Feldwerkstatt errichtet,<br />
sodass Tischler:innen und Hand -<br />
wer ker:innen die Betonschalungselemente<br />
direkt vor Ort anfertigen und in Millimeterarbeit<br />
anpassen konnten.<br />
Allein, nicht alles in Polen ist geprägt<br />
von riesigen Maßstäben und humorloser<br />
Ernsthaftigkeit. Im Abseits der politischen<br />
Kulturbauten entstehen immer wieder auch<br />
charmante, witzige Implantate – ob das nun<br />
Bürotürme, Wohnbauten oder neu gestaltete<br />
öffentliche Räume sind. MVRDV hat in<br />
Poznań den 17-stöckigen Bałtyk Tower ><br />
Bałtyk Tower, Poznań<br />
MVRDV ist bekannt für seine verspielten<br />
Morphologien. Der 2017 errichtete<br />
Bałtyk Tower ist eine abgetreppte,<br />
terrassierte Büroskulptur, die an der<br />
Straßenecke geradezu umzukippen<br />
scheint. Im letzten Stock gibt es ein<br />
750 Quadratmeter großes Panoramarestaurant.<br />
baltykpoznan.pl,<br />
mvrdv.com<br />
Chorzów-Park, Schlesien<br />
Was einst militärisches Sperrgebiet<br />
war, präsentiert sich nun als fröhlicher,<br />
verspielter Teil der Stadt: SLAS architekci<br />
haben die alten Baracken entfernt und<br />
stattdessen einen Spielplatz mit Grünund<br />
Sportflächen geschaffen. Das<br />
Projekt wurde für den europäischen<br />
Mies van der Rohe Award 2<strong>02</strong>2 nominiert.<br />
slas.com.pl, miesarch.com<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 57
cosmopolitan / HOTSPOT POLEN<br />
Pastry Club Woda, Bydgoszcz<br />
Im Erdgeschoß der ehemaligen<br />
Mühle Młyny Rothera implantierte das<br />
polnische Architekturbüro mit dem<br />
sympathischen Namen Znamy się (»wir<br />
kennen uns«) eine Bar-Bäckerei mit<br />
knallblauen Kacheln und orange Gläsern<br />
als Raumteiler. Prost, Mahlzeit!<br />
znamysie.com<br />
><br />
gebaut, der je nach Perspektive aussieht,<br />
als würde er aufgrund seines Schwerpunkts<br />
jeden Moment umkippen. KWK Promes hat<br />
in Katowice ein dunkelgraues, fast schwarzes<br />
Apartmenthaus errichtet, ganz so, als sei es<br />
immer schon da gestanden – mit Ausnahme<br />
der langen Balkone, die wie offene Schubladen<br />
aus dem Block hinausragen. Und sogar<br />
Farbe spielt eine wichtige Rolle in der<br />
polnischen Architektur: In einer ehemaligen<br />
Mühle in Bydgoszcz entstand eine Bar in<br />
Blau und Orange. Und in Chorzów, Schlesien,<br />
wurde ein ehemaliges Militärgelände mit<br />
Farbe, Sport und Spiel zu neuem, fröhlichem<br />
Leben erweckt.<br />
<<br />
Unikato, Katowice<br />
Scheinbar immer schon da gewesen,<br />
aber dennoch neu: Der Wohnblock<br />
Unikato von KWK Promes orientiert<br />
sich an den typischen Wohnhäusern<br />
Schlesiens und nimmt sogar die<br />
dunkelgraue Fassadenfarbe an. Wie<br />
Schubladen ragen die langen Balkone<br />
weit über die Straße. kwkpromes.pl<br />
Fotos: ONI Studio, Juliusz Sokolowski/www.juliuszsokolowski.pl<br />
58 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
WETSCHER<br />
ÖSTERREICHS SCHÖNSTES<br />
EINRICHTUNGSHAUS<br />
Die Wetscher Wohngalerien im Zillertal stehen ebenso für Handwerkskunst und individuelle<br />
Planungslösungen wie für hochwertiges internationales Design. Diese umfassende<br />
Kompetenz des Traditionsunternehmens wurde heuer erneut ausgezeichnet.<br />
FOTOS: COURTESY OF WETSCHER<br />
<strong>Falstaff</strong> LIVING hat gewählt:<br />
Österreichs schönstes Einrichtungshaus<br />
ist im Tiroler Zillertal. Die<br />
Wetscher Wohngalerien wurden im<br />
LIVING Design Guide 2<strong>02</strong>4 als bester Showroom<br />
ausgezeichnet und erhielten beim<br />
Publikumsvoting zum zweiten Mal in Folge<br />
den Award »Beliebtestes Einrichtungshaus<br />
Österreichs«. Die Auszeichnung zeigt einmal<br />
mehr, dass Wetscher Österreichs erste Adresse<br />
für Wohnkultur ist – mit langjähriger Konsequenz<br />
und einer gelebten Erfolgsgeschichte.<br />
1912 von Franz Wetscher als kleine Tischlerei<br />
gegründet, wurde aus dem Betrieb eines der<br />
besten Einrichtungshäuser Europas. So zählen<br />
heute die Wetscher Werkstätten zu den innovativsten<br />
Tischlereien des Landes und die<br />
Wetscher Wohngalerien zu den Topadressen,<br />
wenn es um stilvolles Wohnen auf internationalem<br />
Niveau geht. Auch wenn Werkzeuge<br />
und Arbeitsweise laufend modernisiert<br />
wurden, seinem hohen Anspruch, meisterliche<br />
Qualität zu liefern, ist Wetscher bis in die<br />
fünfte Generation treu geblieben.<br />
NEUES LEVEL FÜR WOHNLUXUS<br />
Mit einem einzigartigen Konzept und wohnfertigen<br />
Präsentationen hebt das Tiroler<br />
Familienunternehmen luxuriöses Wohnen in<br />
den Alpen auf ein neues Level. Wer in die<br />
Welt des feinen Wohnens eintauchen möchte,<br />
findet in den Wetscher Wohngalerien auf<br />
rund 8.000 Quadratmetern zahlreiche Ausstellungen<br />
zu verschiedenen Wohnthemen<br />
samt dem »Wetscher Braukeller«, einem<br />
eigenen Designmuseum.<br />
Bei Wetscher werden führende Design-<br />
Spitzenmarken mit dem nötigen Feingefühl<br />
für die Verbindung von Tradition und<br />
Moderne mit Maßanfertigungen aus den<br />
Wetscher Werkstätten ergänzt, perfektioniert<br />
und zu exklusiven, wohnfertigen Einrichtungskonzepten<br />
vereint. Die Erfahrung und<br />
die Leidenschaft für personalisiertes Wohnen<br />
machen Wetscher zum idealen Partner für<br />
alle, die sich kompetente Beratung, Planung,<br />
Konzeption und Realisierung aus einer Hand<br />
wünschen.<br />
In Österreichs größtem Poliform Studio präsentiert<br />
Wetscher seit September 2<strong>02</strong>4 Neuheiten und<br />
Klassiker der italienischen Spitzenmarke.<br />
INFO<br />
Wetscher Wohngalerien<br />
Zillertalstraße 30, 6263 Fügen<br />
email@wetscher.com, T: +43 5288 600<br />
wetscher.com<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 59
cosmopolitan / INTERVIEW<br />
»WIR MÜSSEN UNS<br />
HÜTEN VOR EINER<br />
MCDONALDISIERUNG«<br />
Architekt Krzysztof Budzisz ist Partner im Warschauer<br />
Erfolgsbüro WXCA. Ein Gespräch über Politik, alte Fabrikareale<br />
und die Suche nach einer neuen polnischen Identität.<br />
INTERVIEW WOJCIECH CZAJA<br />
RESIDENCES Es gibt kaum ein polnisches<br />
Architekturbüro, das in den letzten Jahren so<br />
stark gewachsen ist und so viele Projekte<br />
realisiert hat wie WXCA. Wie haben Sie das<br />
geschafft?<br />
KRZYSZTOF BUDZISZ Freut mich, zu hören,<br />
dass unsere Entwicklung auch international<br />
Beachtung findet! Wir sind seit vielen Jahren<br />
schon daran interessiert, Projekte zu machen,<br />
die nicht alltäglich sind und die sich mitunter<br />
auch mit recht komplexen Fragen beschäftigen.<br />
Daher nehmen wir an vielen Wettbewerben<br />
teil. Und ich denke, das machen wir ganz gut,<br />
denn unser Anspruch auf Kontext, Sensibilität<br />
und die Liebe zum Detail beschert uns<br />
viele Siege, und so betreten wir mit jedem<br />
neuen Projekt Neuland – mittlerweile auch<br />
schon in Berlin, Dubai und Südkorea.<br />
Die meisten Ihrer jüngsten Projekte sind großvolumige<br />
Prestigebauten im Kulturbereich. Ich<br />
denke da nur an die 200 Meter lange Fassade<br />
des Museums der polnischen Geschichte. Wie<br />
geht man an solche Aufgaben heran?<br />
Das Wichtigste bei diesen großen Maßstäben<br />
ist, nicht nur das Bauwerk als Objekt zu betrachten,<br />
sondern den Blick zu abstrahieren<br />
und den Kontext, das ganze Rundherum<br />
mitzuberücksichtigen. Gebäude in diesen<br />
Maßstäben zu planen – das ist wirklich die<br />
Königsdisziplin.<br />
Vor allem die Warschauer Museumsbauten, die<br />
in den letzten Jahren entstanden sind, haben<br />
riesige Maßstäbe.<br />
Das stimmt. Wobei man nicht vergessen darf:<br />
Der Großteil von Warschau musste nach<br />
dem Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut<br />
werden. Gleichzeitig gibt es aus dieser Zeit<br />
nur wenige identitätsstiftende Bauten. Es<br />
dominieren sozialistische Handschriften,<br />
kommunistische Gebrauchsarchitekturen<br />
und – nach dem Fall des Eisernen Vorhangs<br />
– kapitalistische, konsumorientierte<br />
Developer-Tempel. Was definitiv fehlt, sind<br />
Häuser für die Öffentlichkeit, also Museen,<br />
Kulturbauten, öffentliche Freiräume.<br />
Das heißt also, es braucht jetzt viel kulturelle<br />
Raumproduktion in kurzer Zeit?<br />
Ja, und das ist eine gefährliche Sache. Denn<br />
wenn in so kurzer Zeit so viel gebaut werden<br />
muss, dann läuft man Gefahr, Evolution mit<br />
Revolution zu verwechseln. Der Charakter der<br />
Stadt verändert sich gerade im Eiltempo – was<br />
ich zum einen sehr gut finde, zum anderen<br />
aber gibt es vor allem im Bereich Freiraum<br />
einige Spots, die in erster Linie eine Instagram-<br />
Qualität aufweisen, aber leider nicht mehr.<br />
Eine reale Gefahr?<br />
Ja. Ich bezeichne das als die McDonaldisierung<br />
der Architektur. Davor müssen wir uns<br />
hüten!<br />
Was möchten Sie stattdessen?<br />
Ich bevorzuge einen Ansatz, der eine Art<br />
Point-of-Care-Therapie für die Stadt darstellt,<br />
mit hochwertigen, zielgerichteten Investitionen,<br />
die das gesamte Umfeld aufwerten.<br />
Wie würden Sie polnische Architektur in Ihren<br />
eigenen Worten charakterisieren?<br />
Die letzten 35 Jahre seit dem Fall des<br />
Eisernen Vorhangs waren geprägt von einem<br />
westlichen, kapitalgetriebenen Expressionismus.<br />
In dieser Zeit sind viele Bauten entstanden,<br />
die für sich den Anspruch erheben,<br />
individuelle Unikate zu sein. Wenn Sie so<br />
wollen: jedes Haus ein Bilbao-Effekt. Diese<br />
Zeiten sind zum Glück vorbei.<br />
Und heute?<br />
In den letzten Jahren, so scheint mir, hatten<br />
wir einen Moment des Innehaltens. Die<br />
Bautätigkeit hat generell abgenommen, die<br />
Projekte sind sachlicher und unaufgeregter<br />
geworden. Ich glaube, wir sind gerade auf<br />
der Suche nach einer eigenen polnischen<br />
Architekturidentität.<br />
Die neuen Museumsbauten scheinen schon<br />
eine gewisse Identität gefunden zu haben.<br />
Ja, vor allem die neuesten Kulturbauten<br />
strahlen so etwas wie Masse, Langlebigkeit<br />
Fotos: Daniel Ciesielski, WXCA, beigestellt<br />
60 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Krzysztof Budzisz<br />
»In den letzten Jahren hatten<br />
wir einen Moment des Innehaltens.<br />
Nun sind wir auf der Suche<br />
nach einer neuen polnischen<br />
Architekturidentität.«<br />
schlummern unendliche Potenziale. Wir<br />
entwickeln aktuell die ehemalige Autofabrik<br />
FSO, in der einst Syrena, Polonez und der<br />
polnische Fiat in Lizenz gebaut wurden. Die<br />
Fabrik liegt recht zentral im Nordosten von<br />
Warschau, und doch war sie als Niemandsland<br />
viele Jahre aus der Stadt ausgeschlossen.<br />
Wir planen auf diesem Areal nun eine<br />
nachhaltige, zukunftsfitte 15-Minuten-Stadt.<br />
Und von welchem Projekt träumt ein Büro,<br />
das schon fast alles geplant hat?<br />
Ich wünsche mir, unser Ausprobieren,<br />
Herauskitzeln und Experimentieren über<br />
die Grenzen Polens hinauszutragen und<br />
mit den lokalen Denkweisen und Rahmenbedingungen<br />
vor Ort abzugleichen. Das<br />
reizt mich im Moment am meisten.<br />
und Ewigkeitsanspruch aus. Durchaus schön<br />
und auch durchaus poetisch, aber ich persönlich<br />
vermisse im Moment noch die Leichtigkeit<br />
und Lebendigkeit. Und ich sehne mich<br />
nach etwas mehr Humor und Esprit.<br />
Woher kommt Ihr Büroname WXCA?<br />
Das Büro wurde 2007 gegründet, der Name<br />
leitet sich von den damaligen<br />
Gründungspartner:innen ab. Mittlerweile<br />
sind wir vier Partner:innen, drei weitere<br />
Associated Partner:innen und an die<br />
80 Mitarbeiter:innen in Summe! Vor Kurzem<br />
haben wir sogar ein weiteres Büro in Danzig<br />
eröffnet. Der Markt ist im Umbruch, es gibt<br />
viele Brachflächen, Industrieareale und ehemalige<br />
Werften, die zu entwickeln sind. Es<br />
gibt also viel zu tun. Außerdem hat es mich,<br />
um ganz ehrlich zu sein, nach vielen Jahren<br />
Hauptstadt wieder ans Meer gezogen.<br />
Was sind die dringlichsten Themen und<br />
Aufgaben für die nächsten Jahre?<br />
Stadtplanung und Stadtentwicklung. Wir<br />
haben in Polen riesige Brownfields, und hier<br />
Park FSO<br />
Früher wurden hier polnische<br />
Autos produziert, heute steht die<br />
62 Hektar große Industriebrache<br />
leer. WXCA entwickelt hier nun eine<br />
nachhaltige Stadt der Zukunft.<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 61
T A X O<br />
NOMIE<br />
KONFORM
RESIDENCES<br />
investment<br />
92<br />
82<br />
64<br />
HINAUF INS GRÜNE!<br />
Dank ESG-Kriterien ist klimagerechtes<br />
Bauen längst kein Sonderfall mehr,<br />
sondern auch im Luxussegment<br />
angekommen. (S. 64)<br />
DAS WOHNQUARTIER ALS<br />
KRAFTWERK<br />
Eine Reise durch das grüne Österreich,<br />
wo immer mehr Siedlungen mit<br />
autarken, grundstücksübergreifenden<br />
Energiesystemen ausgestattet werden.<br />
(S. 82)<br />
AUF DEM WEG ZUR METROPOLE<br />
In Belgrad entstehen beeindruckende<br />
neue Wohnviertel. Zugleich ist das<br />
Sanierungspotenzial einiger Teile der<br />
serbischen Hauptstadt enorm. (S. 92)<br />
DER ERSTE EINDRUCK ZÄHLT<br />
Um den Wert einer Immobilie zu<br />
steigern, ist die Gestaltung ihrer<br />
Fassade entscheidend. (S. 100)<br />
Fotos: Brigida Gonzalez, Zoran Bodrozic, beigestellt<br />
100<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 63
investment / ESG UND GRÜNER LUXUS<br />
Klimagerechtes Bauen ist längst kein Sonderfall mehr, sondern auch<br />
im Luxussegment angekommen. Nicht zuletzt dank ESG-Kriterien<br />
sind erneuerbare Energien und nachhaltige Materialien heute ein<br />
wichtiges Kaufargument und tragen zum langfristigen Werterhalt bei.<br />
TEXT MAIK NOVOTNY<br />
Foto: beigestellt<br />
64 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
NACH<br />
KEIT<br />
HALTIG<br />
Schweizer Nachhaltigkeit<br />
Nachhaltigkeit im Hospitality-<br />
Bereich zeichnet das Schweizer<br />
Label Swisstainable aus. Mehr als<br />
2.500 Destinationen nehmen an<br />
diesem Programm Teil und erfüllen die<br />
dreistufigen Kriterien. Eines davon: das<br />
»Tschuggen Grand Hotel« in Arosa.<br />
tschuggen.ch<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 65
investment / ESG UND GRÜNER LUXUS<br />
NACH<br />
KEIT<br />
HALTIG<br />
in Bentley stand im April 2<strong>02</strong>4 auf<br />
einem Dach im zweiten Wiener<br />
Gemeindebezirk, speziell per Kran<br />
auf die Terrasse gehoben. Ein Teaser<br />
für die Interessent:innen der vier Penthouses<br />
des von CUUBUUS entwickelten Projekts<br />
»Das Artmann«. Doch der langfristige Wert<br />
dieser Immobilie liegt nicht in einem Luxusauto,<br />
sondern, ganz im Gegenteil, in der<br />
Ökologie. Das beginnt dabei, dass es sich<br />
um eine aufwendige Sanierung eines denkmalgeschützten<br />
Backsteingebäudes aus dem<br />
Jahr 1866 handelt. »Altbauten zukunftsfit zu<br />
machen ist uns seit Jahrzehnten ein Kernanliegen«,<br />
sagt Eduard Mair, Gründer & CEO<br />
von CUUBUUS. »Jedes sanierte Gebäude<br />
wirkt erneuter Bodenversiegelung entgegen<br />
und leistet so einen Beitrag.«<br />
WASSER, SONNE, ERDE<br />
Auch bei der Energieversorgung geht man<br />
grüne Wege. Heizung, Kühlung und Warmwasserbereitung<br />
des Gebäudes erfolgen über<br />
eine Wärmepumpe, die über eine Leitung<br />
zum Donaukanal versorgt wird, der Strom<br />
dafür kommt aus der hauseigenen PV-Anlage<br />
auf dem Dach. Die Anlage ist im Betrieb<br />
klimaneutral, das »Artmann« wurde mit<br />
dem klimaaktiv-Qualitätszeichen in Gold<br />
ausgezeichnet. »Projekte, die derartige<br />
Standards erreichen, zählen zu den werthaltigsten<br />
Immobilien des Landes,« sagt Inge<br />
Schrattenecker, Leiterin des Programms<br />
»klimaaktiv Gebäude«.<br />
Auch beim Developer Value One will man<br />
Maßstäbe bei der Klimagerechtigkeit setzen.<br />
Etwa beim gemischt genutzten Stadtentwicklungsgebiet<br />
Viertel Zwei nahe dem<br />
Wiener Prater, das mit dem DGNB-Siegel<br />
für nachhaltige Immobilien und Stadtquartiere<br />
ausgezeichnet wurde, oder beim Projekt<br />
»Mokka« mit 15 Eigentumswohnungen<br />
in Wien-Hernals. Dort nutzt Value One<br />
durch den Einsatz von Erdwärme und<br />
Sonnenenergie die nachhaltigen Potenziale<br />
des Grundstücks optimal aus.<br />
SCHLÜSSEL FÜR SICHERHEIT<br />
»Nachhaltigkeit ist seit der Kostenexplosion<br />
am Energiemarkt bei Immobilien kein rein<br />
ökologisches Thema mehr, sondern ein<br />
Schlüssel für finanzielle Sicherheit«, sagt Pia<br />
Grüne Energie und Lärchenholz<br />
Holzbau-Architektur, die früher als<br />
ländlich galt, kommt dank guter Klimabilanz<br />
immer öfter bei städtischen<br />
Projekten zur Anwendung. Hier in<br />
Wien-Hietzing wurde eine Lärchenholzfassade<br />
mit Wärmepumpen und<br />
Photovoltaikanlage kombiniert.<br />
kernimmobilien.at<br />
Schelling aus dem Vertriebsteam des auf<br />
Asset-Management spezialisierten Unternehmens<br />
Ekazent Management. »Wohnungskäufer:innen<br />
interessieren sich mehr denn je<br />
für die Energiebilanz. Zum einen, um die<br />
Energiekosten langfristig niedrig zu halten,<br />
zum anderen, um Nachinvestitionskosten auszuschließen,<br />
die auf Käufer:innen von Altbauwohnungen<br />
mit Gasheizung zukommen.«<br />
Spätestens die durch Ukrainekrieg verstärkte<br />
Erkenntnis, wie abhängig Österreich<br />
von fossilen Energieträgern ist und wie sich<br />
das in den Wohnkosten niederschlagen kann,<br />
hat hier ein Umdenken bewirkt. Ein eigenes<br />
Pilotprojekt hat man mit dem Kh:Ek:51 in<br />
Wien-Liesing realisiert, dessen langfristiger<br />
Kostenvorteil sich durch das nachhaltige<br />
Heizsystem in Verbindung mit den Dämmwerten<br />
ergibt. Der ÖGNI-zertifizierte Neubau<br />
verbraucht mittels Wärmeerzeugung durch ><br />
Fotos: beigestellt<br />
66 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Hand<br />
aufs<br />
Holz<br />
Mit Leidenschaft<br />
schaffen<br />
unsere Tischler<br />
Meisterwerke<br />
Wenn es um Bauen und Einrichten mit Holz geht, sind wir echte Insider! Unsere<br />
Zimmerer-Profis lassen die äußere Hülle Ihres Wohntraums in natürlichem Holz<br />
erstrahlen, während unsere erfahrenen Tischler-Meisterhände – mit viel Liebe<br />
zum Detail – Böden, Türen, Möbel und Treppen kreieren, die durch Ästhetik und<br />
Natürlichkeit überzeugen. Was uns alle verbindet? Die Leidenschaft zum natürlichsten<br />
aller Baustoffe – Holz. Denn dafür schlägt unser Herz!<br />
HOLZBAU MAIER GmbH & Co KG | Gewerbestraße 171 | 5733 Bramberg | Austria | Tel. +43/(0)6566/72 64 | www.maier.at
investment / ESG UND GRÜNER LUXUS<br />
><br />
Luftwärmepumpen weniger als die Hälfte<br />
der Kilowattstunden, die eine Gasheizung<br />
beanspruchen würde.<br />
Dass energieeffiziente Neubauwohnungen<br />
trotz steigender Preise bei Käufer:innen sehr<br />
gefragt sind, zeigt auch eine Umfrage von<br />
Engel & Völkers, die von Mai bis August 2<strong>02</strong>2<br />
durchgeführt wurde. Die Kaufentscheidung<br />
von Kund:innen werde in Deutschland stark<br />
vom Alter des Gebäudes und von möglichen<br />
zukünftigen Investitionen beeinflusst. Der<br />
Trend, Luxus über die Nachhaltigkeit von<br />
Gebäuden zu definieren, sei erst am Anfang<br />
und werde in Zukunft eine noch größere<br />
Rolle spielen. 85 Prozent der Befragten waren<br />
bereit, Mehrkosten für Aspekte der Nachhaltigkeit<br />
zu zahlen, insbesondere für erneuerbare<br />
Energiequellen. Mehr als die Hälfte<br />
waren zudem bereit, mehr für nachhaltige<br />
Baumaterialien zu zahlen. So erklärt sich<br />
Hightech-Innovation in Holz<br />
Nachhaltiges und ambitioniertes<br />
Holzbau-Engineering setzt neue<br />
Maßstäbe beim Co-Working-Projekt<br />
Innovationsfabrik 2.0, einem Aushängeschild<br />
der StartupCity im<br />
süddeutschen Heilbronn.<br />
wohlgelegen.de<br />
><br />
Pilotprojekt in Wien<br />
Das ÖGNI-zertifizierte Neubauprojekt<br />
Kh:Ek:51 in Wien-Liesing verbraucht<br />
dank Wärmeerzeugung durch Luftwärmepumpen<br />
weniger als die Hälfte<br />
der Energie, die eine Gasheizung<br />
beanspruchen würde.<br />
khek51.at<br />
NACH<br />
KEIT<br />
HALTIG<br />
Fotos: PicMyPlace, Brigida Gonzalez<br />
68 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Schwarznuss<br />
Eiche weiß geölt<br />
DER WELLNESSLIEGEN-SPEZIALIST<br />
Siesta Natur<br />
LIEGE- & SITZ-<br />
POSITION<br />
STUFENLOS<br />
EINSTELLBAR<br />
HOLZARTEN<br />
Buche<br />
Zirbe<br />
Eiche<br />
Weißtanne<br />
Made in Austria.<br />
www.hamminger.com
investment / ESG UND GRÜNER LUXUS<br />
Nachhaltige Edelsanierung<br />
75 Eigentumswohnungen mit bis<br />
zu 288 Quadratmetern umfasst<br />
das »Artmann« in einem sanierten<br />
denkmalgeschützten Bau. Der<br />
grüne Luxus und die finanzielle<br />
Sicherheit liegen hier in der Energieversorgung<br />
der Wärmepumpe mit<br />
Wasser aus dem Donaukanal.<br />
dasartmann.at<br />
NACH<br />
KEIT<br />
HALTIG<br />
70 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24<br />
Ausgezeichnetes Stück Stadt<br />
Das von Value One entwickelte gemischt<br />
genutzte Viertel Zwei nahe dem Prater ist<br />
das erste Stadtentwicklungsgebiet mit<br />
der höchsten Auszeichnung nach DGNB,<br />
einem internationalen Siegel für nachhaltige<br />
Immobilien und Stadtquartiere.<br />
value-one.com<br />
><br />
auch der Boom des bisher als ländlich<br />
geltenden Holzbaus, der heute auch an Prime<br />
Locations in der Stadt auftaucht.<br />
HOLZBAU DANK ESG<br />
Verstärkt wird diese Tendenz durch die<br />
bindenden Regeln von EU-Taxonomie und<br />
ESG, die viele Unternehmen schon als<br />
Chance und Innovationsmotor erkannt<br />
haben. Beim Developer UBM – der unter<br />
anderem den Timber Marina Tower in Wien<br />
in Planung hat – hat man seit einigen Jahren<br />
den Schwerpunkt massiv auf Holzkonstruktion<br />
gelegt, auch weil man in der Erfüllung<br />
der ESG-Kriterien langfristig finanzielle<br />
Sicherheit sieht.<br />
Heute wird der Holzbau auch bei Prestigeprojekten<br />
für Forschung und Innovation<br />
verwendet. So etwa in der süddeutschen<br />
130.000-Einwohner-Stadt Heilbronn, die sich<br />
seit einigen Jahren als Zukunftsstandort positioniert,<br />
inklusive Zukunftspark. Für die dort<br />
2<strong>02</strong>4 eröffnete Innovationsfabrik wurde fünfgeschoßiger<br />
Holzhybridbau mit auffälliger<br />
Fachwerkkonstruktion mit einem »Umhang«<br />
aus vorgehängten Glasschuppen kombiniert:<br />
grünes Hightech. <<br />
Fotos: ImmobilienFotos.net, OLN/Value One
POECKAU1.COM<br />
HOLZBAU<br />
NÄHE VILLACH<br />
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investment / KREISLAUFWIRTSCHAFT<br />
VOM WEITER<br />
LEBEN DER<br />
ZIEGELSTEINE<br />
Ob Türen, Kupfer oder alte Parkettböden: In Zeiten von Klimakrise<br />
und immer strengeren ESG-Kriterien wird Kreislaufwirtschaft<br />
zu einem immer wichtigeren Motto. Doch was heißt das genau?<br />
Was passiert mit den wertvollen Materialien? Und was hat das<br />
alles mit Lkw-Diesel zu tun?<br />
TEXT WOJCIECH CZAJA<br />
ILLUSTRATION BLAGOVESTA BAKARDJIEVA/CAROLINESEIDLER.COM<br />
74 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 75
investment / KREISLAUFWIRTSCHAFT<br />
Es ist wie mit den Holzwürmern. Bloß<br />
sind es diesmal nicht die Larven des<br />
Anobium punctatum, die sich durch<br />
Omas Biedermeierkommode fressen,<br />
sondern Mitarbeiter:innen der Caritas und<br />
der Stadt Wien sowie langjährige AMS-Anwärter:innen,<br />
die sich in mühsamer Handarbeit<br />
durch leer stehende Abbruchobjekte<br />
arbeiten und an Baustoffen und intakten<br />
Produkten retten, was noch zu retten ist,<br />
bevor die Baggerschaufel gierig zuschnappt<br />
und die massive Abrissbirne das erste Mal<br />
gegen die Außenmauern knallt.<br />
»Früher wurden alte Häuser abgerissen,<br />
indem man alles zerkleinert und zerschlagen<br />
und danach abtransportiert hat, um am Mistplatz<br />
noch ein paar wertvollere Stoffe aus dem<br />
Schuttberg herauszuklauben«, erzählt Thomas<br />
Romm, Architekt und Gründer des im Jahr<br />
2017 ins Leben gerufenen Projektkonsortiums<br />
BauKarussell. »Erfreulicherweise gibt es immer<br />
mehr Projekte und Initiativen, wo bereits<br />
im Vorfeld wertvolle Baustoffe gezielt aus dem<br />
Haus gewonnen werden, um erstens Kosten zu<br />
sparen und zweitens die Menge an Bauschutt<br />
und Sondermüll zu minimieren.« Kreislaufwirtschaft<br />
nennt sich das im Fachjargon.<br />
AUSWEIDEN VON GEBÄUDEN<br />
Zu den bekanntesten Abbruchhäusern, die<br />
sich das BauKarussell auf diese Weise vorgeknöpft<br />
hat, zählen das alte Coca-Cola-Werk<br />
an der Triester Straße in Favoriten, das<br />
Ferry-Dusika-Stadion in der Leopoldstadt,<br />
das Rechenzentrum der Stadt Wien in der<br />
Rathausstraße, die ehemalige Reininghaus-<br />
Brauerei in Graz sowie diverse Schulen und<br />
Krankenhäuser. Je nach Zustand des Gebäudes<br />
kommt einiges an materiellem Wert zustande:<br />
Hochwertige Baustoffe wie etwa Aluminium,<br />
Kupferdrähte, Türen, Türzargen, Beschläge,<br />
Parkettböden, Stiegengeländer oder historische<br />
Zementkacheln werden sortenrein getrennt,<br />
gereinigt, repariert, auf Halde gelegt – und im<br />
besten Falle weiterverkauft.<br />
»Die Rückbauaktionen sind logistisch sehr<br />
aufwendig, doch der ökonomische und auch<br />
ökologische Output spricht für sich«, sagt<br />
Romm. »Wir reduzieren das Abbruchvolumen<br />
Das Haus als urbane Mine<br />
Je nach Zustand des Gebäudes<br />
kommt einiges an materiellen<br />
Werten zustande: Die hochwertigsten<br />
Baustoffe werden sortenrein<br />
getrennt, gereinigt, repariert und<br />
im besten Falle weiterverkauft.<br />
baukarussell.at<br />
und damit verringert sich auch die Anzahl an<br />
Lkw-Fuhren, an Verkehrsbelastung, an verbrauchtem<br />
Diesel und letztendlich auch an<br />
CO 2<br />
-Emissionen.« Auf manchen Baustellen,<br />
erzählt der Experte, sei es sogar schon gelungen,<br />
den Beton direkt vor Ort zu zerkleinern<br />
und den Betonbruch für den neuen Straßenunterbau<br />
zu verwenden.<br />
Vor allem aber ist die minutiöse, meist<br />
wochenlange Ausweidung eines alten Hauses<br />
eine Investition in die soziale Nachhaltigkeit,<br />
also in das S der viel zitierten ESG-Kriterien –<br />
denn auf den Baustellen des BauKarussells<br />
kommen in erster Linie Arbeitslose und sogenannte<br />
Transitarbeitskräfte zum Einsatz, also<br />
Menschen, die in AMS-Programmen untergebracht<br />
sind und die mithilfe von Caritas-<br />
Mitarbeiter:innen wieder in den ersten<br />
Arbeitsmarkt integriert werden sollen.<br />
Foto: BauKarussell/Thomas Romm, Illustration: Blagovesta Bakardjieva/carolineseidler.com<br />
76 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Romm: »Wir verstehen unsere Arbeit als<br />
Win-win-win-Situation für den Planeten und<br />
für uns alle.«<br />
40 MILLIONEN TONNEN JÄHRLICH<br />
Dass das keineswegs übertrieben ist, beweist<br />
ein Blick in die österreichische Statistik: In<br />
einem durchschnittlichen Baujahr werden<br />
rund 200 Millionen Tonnen Ressourcen verbaut<br />
– davon 120 Millionen Tonnen mineralische<br />
Baurohstoffe. Fasst man die meist sehr<br />
energieintensive Gewinnung der Rohstoffe, die<br />
Produktion, den Transport und die gesamte<br />
Errichtung eines Gebäudes zusammen, so zählt<br />
die Baubranche zu den größten CO 2<br />
-Produzenten<br />
der Welt. »Hinzu kommen«, so Romm,<br />
»jährlich rund 40 Millionen Tonnen Abbruch<br />
und Aushubmaterial. Das sind enorme<br />
Mengen. Deswegen ist eine der wichtigsten<br />
Aufgaben, die Materialien möglichst lange im<br />
Kreislauf zu halten und die Loops mit Urban<br />
Mining zu schließen.«<br />
Um die Forschung und die Entwicklung auf<br />
diesem Gebiet voranzutreiben, gibt es ein paar<br />
federführende Projekte, Vereine und Verbände.<br />
»Die Rückbauaktionen<br />
sind logistisch sehr<br />
aufwendig, doch der<br />
ökologische Output<br />
spricht für sich. Weniger<br />
CO₂-Emissionen.«<br />
THOMAS ROMM Architekt und Leiter BauKarussell<br />
Zu den bekanntesten Forschungs- und Förderinitiativen<br />
zählen das EU-Projekt BAMB 2<strong>02</strong>0<br />
(Buildings As Material Banks), der Urban-<br />
Mining-Kataster der Ressourcen Management<br />
Agentur (RMA) sowie internationale Pioniere<br />
wie etwa Harvest Map, Bauteilnetz, Rotor,<br />
Concular, Bellastock, baubüro in situ und die<br />
materialnomaden. Manche der mit Re-Useund<br />
Recyclingmaterialien gebauten Bauten<br />
wurden mit Awards und Auszeichnungen<br />
schon regelrecht beworfen.<br />
»Selbst wenn ein Haus am Ende seines<br />
Lebenszyklus angelangt ist, hat es immer noch<br />
einen weitaus höheren Wert, als die meisten<br />
Grundstückseigentümer:innen vermuten<br />
würden«, sagt Hans Daxbeck, Obmann der<br />
Ressourcen Management Agentur (RMA).<br />
»Bedenkt man, welche Rohstoffe darin<br />
gebunden sind, ist selbst die unattraktivste<br />
Bruchbude mitunter noch bis zu 100.000 Euro<br />
wert. Diese Güter gilt es unbedingt zu ><br />
Vom Wandern der Materialien<br />
Was passiert mit alten Baustoffen? Die<br />
Wiener materialnomaden durchsuchen<br />
Abbruchhäuser nach wertvollen Baustoffen<br />
und bieten diese zum Verkauf an.<br />
materialnomaden.at<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 77
investment / KREISLAUFWIRTSCHAFT<br />
><br />
bergen und zu retten.« Daher spricht man<br />
in der Fachwelt auch von Urban Mining.<br />
»Wir haben heute siebenmal mehr Metalle<br />
in Häusern eingelagert als noch vor hundert<br />
Jahren«, so Daxbeck, der in Graz in den letzten<br />
Jahren ein Urban-Mining-Forschungsprojekt<br />
geleitet hat. Die untersuchten Zahlen sind<br />
mehr als verblüffend: Nimmt man etwa verwertetes<br />
Kupfer unter die Lupe, so findet sich<br />
dieses zu 6,4 Prozent in Elektrogeräten, zu<br />
8,7 Prozent in Autos und zu mehr als 84 Prozent<br />
in unseren bestehenden Häusern. Um diese<br />
wertvollen Schätze zu dokumentieren und<br />
zu kartografieren, plädiert Daxbeck für einen<br />
österreichweiten Urban-Mining-Kataster.<br />
DIE RESSOURCENWENDE<br />
Auch innerhalb der Stadt Wien tut sich viel in<br />
Sachen Kreislaufwirtschaft. »Ein zentraler<br />
Punkt unserer Arbeit ist die Ressourcenwende«<br />
sagt Bernadette Luger, Stabsstelle Ressourcenschonung<br />
und Nachhaltigkeit im Bauwesen in<br />
der Wiener Stadtbaudirektion sowie Leiterin<br />
DoTank Circular City Wien 2<strong>02</strong>0–2030. »Und<br />
»Aspekte der<br />
Kreislaufwirtschaft<br />
rücken immer mehr ins<br />
Bewusstsein und werden<br />
sogar in Architekturwettbewerben<br />
berücksichtigt.«<br />
BERNADETTE LUGER<br />
Leiterin DoTank Circular City Wien 2<strong>02</strong>0–2030<br />
Die Grenzen des Kreislaufs<br />
Kann man einen alten Stahlträger<br />
einfach ausbauen und woanders<br />
wieder tragfähig einsetzen? Leider<br />
nein. Noch stößt die Kreislaufwirtschaft<br />
in Europa an rechtliche und<br />
normungstechnische Grenzen.<br />
ich beobachte, wie diese Aspekte immer mehr<br />
ins Bewusstsein rücken und in der EU-Taxonomie,<br />
in neuen Gebäuderichtlinien und sogar<br />
schon in der Ausschreibung von Architekturwettbewerben<br />
berücksichtigt werden.«<br />
Der größte Hemmschuh allerdings ist die<br />
rechtliche Situation. Denn sobald ein Bauteil<br />
aus einem Gebäude demontiert wird, verwandelt<br />
es sich im Moment des Ausbaus rechtlich<br />
betrachtet in Müll – unabhängig von Alter,<br />
Zustand und Gebrauchsfähigkeit. Und damit<br />
ist Kreislaufwirtschaft – noch – keine politische<br />
Agenda, sondern individuelle Liebhaberei.<br />
Dies zu ändern ist eine der zentralen Aufgaben<br />
des DoTanks Circular City Wien. Dann<br />
könnten Thomas Romms menschliche Holzwürmer,<br />
die sich durch die Baustelle fressen<br />
und wertvolle Ressourcen retten, schon bald<br />
Standard werden.<br />
<<br />
Foto: privat, Illustration: Blagovesta Bakardjieva/carolineseidler.com<br />
78 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
PORR<br />
Die PORR errichtet auf den Dächern<br />
von rund 30 Standorten PV-Anlagen.<br />
VIER WEGE ZU<br />
NACHHALTIGEM BAUEN<br />
Die klimafreundliche Baustelle ist in aller Munde. Doch was bedeutet das in der Praxis? Ein<br />
Blick auf die Projekte der PORR zeigt die wichtigsten Hebel für Umwelt und Nachhaltigkeit.<br />
FOTOS: © OBERBRAMBERGER<br />
1. GRÜNSTROM<br />
Wer klimafreundlich baut, braucht ein Energie-<br />
und Emissionsmanagement. Die PORR<br />
setzt konkrete Maßnahmen: Derzeit erfolgt<br />
etwa ein Photovoltaik-Roll-out. Auf den<br />
Dächern von rund 30 Standorten und auf ehemaligen<br />
Deponieflächen errichtet die PORR<br />
Photovoltaikanlagen, die ein knappes Drittel<br />
des österreichweiten Eigenbedarfs abdecken<br />
können. Alle Neubaustandorte werden bereits<br />
mit klimafreundlichen Wärmepumpen, Fernwärme<br />
und PV-Anlagen ausgestattet. Auch das<br />
Energiemonitoring wird im Rahmen eines<br />
Smart-Meter-Projekts ausgebaut.<br />
2. BAUSTOFFRECYCLING<br />
2,8 Millionen Tonnen an Baustoffen hat die<br />
PORR 2<strong>02</strong>3 gruppenweit wiederaufbereitet.<br />
In Österreich gibt sie als größte Recyclerin<br />
der Baubranche an 17 Standorten alten<br />
Baumaterialien ein neues Leben, darunter<br />
Ziegel, Beton und Asphalt. 1,6 Millionen<br />
Tonnen davon nutzt sie selbst – zum Beispiel<br />
als Schüttmaterial für den Straßenbau, zur<br />
Beton- und Asphaltherstellung, aber auch auf<br />
Tennis plätzen. Mit dem Recycling Center<br />
Himberg betreibt die PORR eine der größten<br />
Recyclinganlagen für Baurestmassen in<br />
Österreich.<br />
3. LEAN UND DIGITAL<br />
Die digitale Planung im Rahmen von BIM<br />
und Lean Construction, in die die Beteiligten<br />
von Anfang an eingebunden sind, ermöglicht<br />
es, um bis zu 25 Prozent schneller und zielgerichteter<br />
zu bauen. Plattformen für den<br />
Datenaustausch mit Kund:innen und<br />
Lieferant:innen spielen eine große Rolle. Dieser<br />
digitale Schulterschluss hilft, Leerfahrten<br />
zu reduzieren und Fahrtwege zu optimieren.<br />
4. NACHHALTIGE BAUPROJEKTE<br />
Wichtig ist nicht nur, wie gebaut wird,<br />
sondern auch, was gebaut wird. Die PORR<br />
legt Wert auf Projekte, die ihren Teil zu einer<br />
lebenswerten Umwelt beisteuern, die Treibhausgasemissionen<br />
senken, aus nachwachsenden<br />
Rohstoffen oder Recyclingprodukten<br />
bestehen oder selbst Grünstrom beisteuern.<br />
Dazu gehören Häuser in Holzhybridbau weise<br />
wie etwa das KinderKunstLabor in St. Pölten<br />
und das Wohnhaus B.R.I.O. in Wien, die<br />
Erweiterung des Wiener U-Bahn-Netzes<br />
als größtes Klimaschutzprojekt der Stadt<br />
und die Durchführung von geothermischen<br />
Bohrungen.<br />
INFO<br />
Erfahren Sie mehr:<br />
porr-group.com<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 79
investment / CIRCULAR DESIGN<br />
Upcycling und Co. stehen längst nicht mehr nur<br />
für DIY-Palettenbestuhlung von Pop-up-Cafés!<br />
Zirkuläres Design ist endgültig im Premiumsegment<br />
angekommen: Rohstoffe werden einem neuen Zweck<br />
zugeführt und Redesign hilft ebenso mit. Auf diese<br />
Weise entstehen exklusive Collectibles oder auch<br />
serielle Möbel von Luxushersteller:innen.<br />
Aufbereitet<br />
Der Komfort des Dreisitzers<br />
»SORIANA« von Afra & Tobia<br />
Scarpa wird durch 100 Prozent<br />
recycelte PET-Polsterung erhöht.<br />
cassina.com<br />
Collectible aus Pappe<br />
Vadim Kibardin ist ein echter<br />
Vorreiter und internationaler<br />
Design-Star. Seit über<br />
20 Jahren entwirft er<br />
skulpturales Sammler:innen-<br />
Mobiliar aus Papier und Karton.<br />
kibardinart.com<br />
Aus Strumpf wird Tisch<br />
Swedish Stockings und<br />
Designer Gustaf Westman<br />
fertigen aus Strümpfen<br />
den Beistellstisch<br />
»Cassiopeia Innovation<br />
Table« in limitierter Auflage.<br />
swedishstockings.com<br />
Restyling<br />
Das Designduo Draga & Aurel<br />
bestückt Vintage-Pieces mit<br />
einer für die beiden<br />
emblematischen Epoxidharz-<br />
Oberfläche: So wird Mid-<br />
Century zu Contemporary!<br />
draga-aurel.com<br />
Fotos: beigestellt<br />
80 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Makellos nachhaltig<br />
Studierende und Lehrende der Cornell University<br />
nutzen schädlingsbefallenes Eschenholz dank<br />
3D-Druck und Robotertechnologie zum Gebäudebau<br />
und retten so den Rohstoff vor der Entsorgung.<br />
cornell.edu<br />
Scherbenhaufen<br />
Die Glaskeramik von<br />
Magna Atelier ist aus<br />
100 Prozent recycelten<br />
Glasscherben hergestellt.<br />
Von Tisch bis Fassadenverkleidung<br />
wird so<br />
auf Glasflaschen gesetzt.<br />
magna-atelier.de<br />
Bergbau reloaded<br />
Schlacke ist ein Abfallprodukt des Bergbaus und der<br />
Metallurgie. Das Designduo ThusThat hat gemeinsam<br />
mit Wissenschaftler:innen der Uni Leuven ein Verfahren<br />
entwickelt, um daraus Lampen herzustellen. Die<br />
Schlackenberge der Industrie werden so kunstvoll<br />
abgebaut. theartling.com<br />
One Minute Furniture<br />
Bei Designer Teun Zwets muss es<br />
schnell gehen. Er arbeitet ortsspezifisch<br />
mit vorhandenem Material und schafft<br />
daraus begehrte Sammelstücke.<br />
adorno.design<br />
Plastic Fantastic<br />
Der Hocker »Copytopia«<br />
besteht aus weggeworfenen<br />
Plastikgartenstühlen.<br />
Designer Pierre<br />
Castignola rehabilitiert<br />
sie durch neues Design.<br />
pierrecastignola.<br />
bigcartel.com<br />
Wilde Melange<br />
Der Spiegel »Sushi« der<br />
Campana Brothers besteht<br />
unter anderem aus Teppich,<br />
Gummi, Messing und Bronze.<br />
carpentersworkshopgallery.com<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 81
investment / ENERGETISCHES MITEINANDER<br />
Stadt der Zukunft, Wien<br />
Gegenüber vom T-Center plant<br />
die S+B Gruppe dieses technisch<br />
innovative Quartier mit Baumhainen,<br />
Fischzucht-Anlage und sogar einer<br />
eigenen Mini-Kläranlage vor Ort.<br />
Die Architektur stammt von<br />
Dietrich Untertrifaller.<br />
sb-gruppe.at, dtflr.com<br />
Fotos: Jakob Vinzenz Zöbl , Shutterstock, beigestellt<br />
82 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
NACH<br />
KEIT<br />
HALTIG<br />
Das fossile Zeitalter ist vorbei. Zu einer nachhaltigen Energieversorgung<br />
gehört auch, dass immer mehr Siedlungen mit<br />
autarken, grundstücksübergreifenden Systemen – sogenannten<br />
Anergienetzen – ausgestattet werden. Eine Reise durch das<br />
grüne Österreich. TEXT WOJCIECH CZAJA<br />
uf dem Areal zwischen Rennweg<br />
und Leberstraße wohnten viele<br />
Jahre lang Opels, Porsches und<br />
Volkswagen, in sehnsüchtiger<br />
Erwartung von Käuferinnen und Käufern.<br />
Dies ist nun Geschichte. In prominenter Lage<br />
und guter Verkehrsanbindung mit Bim und<br />
S‐Bahn, aber auch im akustischen Schlagschatten<br />
der vorbeidonnernden Südosttangente,<br />
plant die S+B Gruppe nun eine Stadt<br />
der Zukunft – mit Baumhainen, Pocket-Spielplätzen,<br />
einer vertikalen Farm, einer Fischzucht-Anlage,<br />
einer Aufbereitungsanlage für<br />
Regen- und Grauwasser, einer Kompoststation<br />
zur Herstellung von Terra Preta und sogar<br />
einer eigenen Mini-Kläranlage vor Ort.<br />
»Es geht um ein ganz neues Nachdenken<br />
darüber, was Stadt ist und was sie eines Tages<br />
mal sein kann«, sagt Maria Megina, Projektleiterin<br />
und Partnerin im zuständigen Architekturbüro<br />
Dietrich Untertrifaller. »Mehr<br />
noch als heute werden sich die einzelnen<br />
Bauwerke und Gebäudegruppen in einer<br />
Stadt künftig selbst versorgen müssen, denn<br />
nur so wird es uns gelingen, den ökologischen<br />
Fußabdruck massiv zu reduzieren.«<br />
Angedacht ist, das Projekt mit einer dezentralen<br />
PV-Anlage, die sich über sämtliche<br />
Dach- und Fassadenflächen erstreckt, sowie<br />
mit einem lokalen Anergienetz auszustatten.<br />
Wolfdieter Jarisch, Vorstand der S+B<br />
Gruppe, geht noch einen Schritt weiter: »Wir<br />
müssen unseren heutigen Umgang mit Energie<br />
und Ressourcen komplett neu denken.<br />
Dazu gehört auch, dass wir mit unserer PV-<br />
Anlage Wasserstoff herstellen könnten, den<br />
wir wiederum zum Heizen der Gebäude ><br />
Mirror, Graz-Reininghaus<br />
Der 68 Meter hohe Mirror-Tower<br />
des Österreichischen Siedlungswerks<br />
(ÖSW) wird mit Abwärme aus einem<br />
600 Meter entfernten Stahlwerk<br />
beheizt. Das Projekt wurde zum<br />
Wohnbau des Jahres 2<strong>02</strong>2 gekürt.<br />
reininghausgruende.at, oesw.at<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 83
investment / ENERGETISCHES MITEINANDER<br />
><br />
verwenden könnten. Utopie? Nein, keineswegs!<br />
Das sind interessante Energie-Alternativen,<br />
über die es sich lohnt, im Detail<br />
nachzudenken.« Sein Plan ist, das 220 Meter<br />
lange Grundstück zwischen T-Center und<br />
Camillo-Sitte-Bautechnikum mit einer dreidimensionalen,<br />
bis zu 15-stöckigen Matrix<br />
mit Wohnen, Kultur und Gewerbe zu bebauen.<br />
Frühester Baubeginn für die 140.000<br />
Quadratmeter große Stadt ist in vier bis fünf<br />
Jahren.<br />
Einen Schritt näher an der gebauten Realität<br />
sind die Anergienetze in Graz-Reininghaus,<br />
Salzburg-Gneis sowie im Village im<br />
Dritten in Wien. Beim 68 Meter hohen<br />
Mirror-Wohnturm, dem zweithöchsten<br />
Hochhaus in der Steiermark, errichtet nach<br />
Plänen von Pentaplan Architects, angepinselt<br />
in einer Mischung aus Aubergine und<br />
Ovomaltine, wurde ein Niedertemperatur-<br />
Nahwärmenetz mit der Abwärme der<br />
nahegelegenen Marienhütte installiert.<br />
WIN-WIN IM NAHWÄRMENETZ<br />
»Die Marienhütte ist der einzige Hersteller<br />
von Bewehrungsstahl in Österreich und damit<br />
ein wichtiger Player in der heimischen<br />
Bauwirtschaft«, heißt es auf Anfrage beim<br />
Österreichischen Siedlungswerk (ÖSW).<br />
»Erfreulicherweise ist die Marienhütte, die<br />
freilich große Mengen von Abwärme produziert,<br />
nur 600 Meter Luftlinie von unserem<br />
Vis-à-Wien, Village im Dritten<br />
Auf dem Baufeld 11B errichtet der<br />
Bauträger Schwarzatal ein Wohnhaus<br />
mit 111 Wohnungen, davon 46 Wohn -<br />
einheiten für die Baugruppe Vis-à-Wien.<br />
Geheizt wird mit einem Nahwärmenetz<br />
aus geothermischer Energie.<br />
schwarzatal.at, vis-a-wien.at,<br />
einszueins.at<br />
Grundstück entfernt. Mit dem lokalen<br />
Nahwärmenetz ergibt sich damit eine Winwin-Situation<br />
für alle Beteiligten.« In Zahlen:<br />
Die Nahwärme ist imstande, 100 Prozent des<br />
Wärmebedarfs im Mirror abzudecken. Die<br />
Warmwasseraufbereitung erfolgt zentral mittels<br />
Speicherladesystem.<br />
><br />
Fotos: Patricia Bagiensk, expressiv, Shutterstock<br />
84 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Stadtregal, Village im Dritten<br />
Auf dem Baufeld 10 entstehen 122 Wohnungen mit<br />
durch und durch grüner Haustechnik: Geheizt wird mit<br />
Geothermie, zudem werden in den Toiletten Urin und<br />
Feststoffe voneinander getrennt und zu Düngemittel<br />
aufbereitet. Eine Premiere im geförderten Wohnbau.<br />
arwag.at, gernergernerplus.com, heriundsalli.com<br />
NACH<br />
KEIT<br />
HALTIG<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 85
investment / ENERGETISCHES MITEINANDER<br />
Gnice, Salzburg<br />
Nach einem Masterplan von Froetscher Lichtenwagner<br />
und Strobl Architekten entsteht in Salzburg-Gneis diese<br />
grüne Musterstadt mit insgesamt 258 Wohnungen. Doch<br />
die wahren Werte liegen hier unterirdisch.<br />
froetscherlichtenwagner.at, stroblarchitekten.at,<br />
harderspreyermann.ch<br />
><br />
In Wien wiederum entsteht auf den<br />
Gründen des ehemaligen Aspangbahnhofs<br />
ein energetisch innovatives Öko-Quartier<br />
unter dem Titel Village im Dritten. Unter<br />
dem gesamten Areal befindet sich ein<br />
Nahwärme-Anergienetz mit einigen Hunderten<br />
geothermischen Tiefenbohrungen. Auf<br />
diese Weise können die rund 1.900 Wohnungen<br />
– zu 100 Prozent regenerativ und ohne<br />
jeden Einsatz von fossilen Brennstoffen – im<br />
Winter mit Wärme und im Sommer mit einer<br />
Stützkühlung versorgt werden. Entwickelt<br />
wird das Wohndorf für insgesamt 4.000<br />
Einwohner:innen von der Austria Real Estate<br />
(ARE), die hier freifinanzierte Eigentumswohnungen<br />
errichtet. Ergänzt wird das An-<br />
Moderne, Moderne, leistbare leistbare Reihenhäuser Reihenhäuser & Bungalows & Bungalows<br />
in Rehgraben in Rehgraben und Kukmirn und Kukmirn warten warten auf Sie auf Sie<br />
Gnice, Salzburg<br />
Der gemeinnützige Bauträger Heimat<br />
Österreich entschied sich, auf Fernwärme und<br />
fossile Brennstoffe gänzlich zu verzichten.<br />
Stattdessen befindet sich unter dem Quartier<br />
eine 10.000 Quadratmeter große Fundamentplatte<br />
mit geothermischer Aktivierung.<br />
heimat-oesterreich.at<br />
Fotos: Shutterstock, beigestellt<br />
86 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
gebot von einer Vielzahl von geförderten<br />
Mietwohnungen diverser gemeinnütziger<br />
Bauträger.<br />
Eines der technischen Highlights im Village<br />
im Dritten ist ohne jeden Zweifel das sogenannte<br />
Stadtregal am Baufeld 10, errichtet<br />
von der Arwag, geplant von Gerner Gerner<br />
Plus und heri & salli architekten. Innovativ<br />
sind hier nicht nur die geothermische Energieversorgung<br />
und das sozial durchmischte<br />
Nutzungskonzept mit anmietbaren Joker-<br />
Räumen und Minibüros, sondern auch die<br />
Toiletten: Im Rahmen eines geförderten Forschungsprojekts<br />
nämlich sollen Urin und<br />
Feststoffe voneinander getrennt werden. Die<br />
so gewonnenen, mineralisch wertvollen Abwässer<br />
sollen in Folge aufbereitet und zu<br />
Trockendüngemittel für die Landwirtschaft<br />
weiterverarbeitet werden.<br />
UMGEKEHRTE FUSSBODENHEIZUNG<br />
»Wir sind uns dessen bewusst, dass wir hier<br />
Neuland betreten und im Rahmen des<br />
Wohnbaus ein großes Tabu brechen«, sagt<br />
Antonia Roither-Voigt, Geschäftsführerin<br />
von Arwag Bauträger. »Aber als großer und<br />
wichtiger Player in der Baubranche erachten<br />
wir es als unsere Aufgabe, in die Bresche zu<br />
springen und Pionierarbeit zu leisten. Letztendlich<br />
müssen wir lernen, mit Ressourcen<br />
wie Boden, Energie und Trinkwasser sparsam<br />
und verantwortungsvoll umzugehen. Die<br />
Zukunft, davon bin ich überzeugt, sind energieautarke<br />
Quartiere mit wenig Bedarf und<br />
einem Minimum an Abfällen und Emissionen.«<br />
Geplante Fertigstellung: Sommer 2<strong>02</strong>5.<br />
Noch etwas länger gedulden müssen sich<br />
die Mieter und Käuferinnen im Wohnprojekt<br />
Gnice, benannt nach dem Salzburger Stadtteil<br />
Gneis. Doch die Wartezeit macht sich bezahlt:<br />
Unter den insgesamt 258 Wohnungen,<br />
verteilt auf 16 Einzelobjekte, befindet sich<br />
eine 10.000 Quadratmeter große, zusammenhängende<br />
Fundamentplatte, unter dieser<br />
wiederum wurden sage und schreibe 70 Kilometer<br />
Kunststoffschläuche ins Schotterbett<br />
hineingelegt.<br />
NACH<br />
KEIT<br />
»Im Grunde genommen funktioniert das<br />
System wie eine umgekehrte Fußbodenheizung«,<br />
erklärt Stephan Gröger, Geschäftsführer<br />
des gemeinnützigen Bauträgers Heimat<br />
Österreich. »Nur geben wir hier keine Wärme<br />
an den Fußboden ab, sondern entziehen sie<br />
dem Erdreich, um sie anschließend in die<br />
einzelnen Wohnungen weiterzuleiten.« Mithilfe<br />
einer Wärmepumpe wird die gewonnene<br />
geothermische Energie um den Faktor 4<br />
nach oben skaliert, ein Wassertank mit<br />
123.000 Litern Fassungsvermögen dient dabei<br />
als Pufferspeicher. Es ist das erste Mal in<br />
der Geschichte des österreichischen Wohnbaus,<br />
dass eine so große, gebäudeübergreifende<br />
Geothermie-Anlage realisiert wird.<br />
Die Zukunft kann kommen. <<br />
HALTIG<br />
wohnen &<br />
wohlfühlen<br />
im Südburgenland<br />
Kukmirn<br />
Bungalow in Massivbauweise 108 m 2<br />
Terrasse<br />
Eigengarten<br />
Luft-Wasser-Wärmepumpe<br />
Photovoltaikanlage<br />
Carport<br />
Rehgraben<br />
Reihenhaus in Massivbauweise 136 m 2<br />
osg.at<br />
Oberwarter gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft 03352/404 - 51
investment / INTERVIEW<br />
»GROSSE EMOTIONEN<br />
SIND FÜR MICH EIN ZEICHEN<br />
GROSSER UNSICHERHEIT«<br />
Der Immobilienmarkt ist gleichermaßen von Euphorie und Krisenstimmung geprägt.<br />
Für Eugen Otto, Geschäftsführer von Otto Immobilien, seines Zeichens ein Meister der<br />
Sachlichkeit, könnte sich die Situation ab 2<strong>02</strong>6 wieder beruhigen. Ein Gespräch über<br />
offene Kamine, Mini-Garçonnièren und die große Flucht aus Europa. INTERVIEW WOJCIECH CZAJA<br />
RESIDENCES Wenn man sich in der<br />
österreichischen Immobilienbranche umhört,<br />
so sprechen die einen von Krisenstimmung und<br />
Marktumwälzung, die anderen bereits von<br />
Erholung und Neubeginn. Wo dürfen wir denn<br />
Eugen Otto verorten?<br />
EUGEN OTTO Wenn einerseits von Krise,<br />
Katerstimmung, Katastrophe, andererseits aber<br />
auch von Euphorie, glänzendem Betongold<br />
und der Immobilie als eierlegender Wollmilchsau<br />
die Rede ist, dann misstraue ich dem, dann<br />
rate ich zu Achtsamkeit. Ich verstehe beide<br />
Extreme, die ja von einer auffälligen Emotionalität<br />
geprägt sind, als Zeichen großer Unsicherheit.<br />
Verständlich! Nach mehr als 20 Jahren<br />
kontinuierlicher Stabilität in der Immobilienbranche<br />
gibt es nun einige Faktoren, die für<br />
Unruhe sorgen.<br />
Wie gehen Sie mit dieser Unruhe um?<br />
Mit Sachlichkeit. Ich bin vorsichtig optimistisch.<br />
Ich selbst würde ich mich – um Ihre Frage<br />
zu beantworten – in einer goldenen Mitte<br />
dazwischen verorten.<br />
Was genau hat sich denn im Krisenjahr 2<strong>02</strong>4<br />
verändert?<br />
Die Zinsen haben sich in zwei Jahren verdreifacht<br />
und vervierfacht, was aber zu den Zinsen,<br />
die wir in den 1970er- und 1980er-Jahren<br />
hatten, irgendwo zwischen zehn und zwölf<br />
Prozent damals, immer noch ein Klacks ist.<br />
Auch daher stagnieren die privaten und institutionellen<br />
Käufe und Verkäufe. Bei den privaten<br />
kommt hinzu, dass aufgrund der KIM-Verordnung<br />
und genereller Unsicherheit weniger<br />
Kredite abgeschlossen werden können. Bei den<br />
Händler:innen wiederum kommt hinzu, dass sie<br />
in den zurückliegenden Euphoriejahren oft so<br />
viel eingekauft haben, dass sie nun fast kein<br />
Eigenkapital mehr haben. Sie haben überinvestiert<br />
und sind nun überverschuldet. Insgesamt<br />
gibt es auffällig weniger Transaktionen.<br />
Wer zählt zu den Gewinner:innen dieser<br />
Entschleunigung?<br />
All jene, die ihre Immobilienverantwortung<br />
immer schon ernst genommen haben und langfristig,<br />
nachhaltig und konservativ agiert haben.<br />
Und zu den Verlierer:innen?<br />
All jene, die darauf aus waren, schnelles Geld zu<br />
machen und hoch zu pokern. Es gibt ein paar<br />
prominente Beispiele am Markt, die das gut<br />
veranschaulichen. Zu den Verlierer:innen zählen<br />
leider aber auch Immobilienfonds, und zwar aus<br />
einem ganz einfachen Grund: Die Stimmungsund<br />
Wertveränderung hat viele Kleinanleger:innen<br />
verunsichert, und nun haben diese<br />
angefangen, ihre Anteile zurückzulösen. Auf<br />
diese Weise entsteht ein Schneeballeffekt, der<br />
Institutionelle noch stärker unter Druck setzt.<br />
Bei vielen Neubau-Portfolios hat man das Gefühl,<br />
dass im mittelpreisigen Segment nur noch<br />
kompakte Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen<br />
gebaut werden. Ist das wirklich so?<br />
Ja, dieser Eindruck ist grundsätzlich richtig.<br />
Produziert wurden vor allem Zwei- und Drei-<br />
Zimmer-Wohnungen. Das bedingt auch, dass<br />
es viel zu wenige Vier- und Fünf-Zimmer-<br />
Wohnungen gibt – und das, obwohl viele, vor<br />
allem kinderreiche, Familien großen Bedarf<br />
danach haben.<br />
Was ist mit der klassischen Ein-Zimmer-<br />
Garçonnière?<br />
Die klassische Garçonnière ist fast zur Gänze<br />
vom Markt verschwunden. Aber das wird sich<br />
bald wieder ändern. Wir wissen aus Märkten<br />
wie Berlin, Paris oder London, dass der zunehmende<br />
Wohnungsdruck und die steigenden<br />
Wohnkosten, aber auch der sich grundsätzlich<br />
verändernde Lebensstil der Generation Z dazu<br />
führen, dass sich viele junge Leute für Micro-<br />
Living entscheiden.<br />
Das heißt?<br />
Superkleine, superkompakte Wohnungen,<br />
20 bis 30 Quadratmeter, oft nur mit einer ><br />
Foto: Alexander Chitsazan<br />
88 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Herr der Sachlichkeit<br />
»Viele Spatenstiche wurden<br />
verschoben. Unsere Prognosen<br />
gehen von einem weiteren Rückgang<br />
bis 2<strong>02</strong>6 aus«, so Eugen Otto.<br />
otto.at<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 89
investment / INTERVIEW<br />
><br />
kleinen Teeküche ausgestattet. Dafür aber<br />
tolle Allgemeinbereiche wie etwa Lobby, Wohnsalon,<br />
Co-Working-Space, Gemeinschaftsküche,<br />
Dachterrasse, Fitnessraum und so weiter.<br />
Dem »Wiener Wohnmarktbericht« von Otto<br />
und Knight Frank ist zu entnehmen, dass mit<br />
9.800 frei finanzierten Wohnungen heuer sechs<br />
Prozent weniger Volumen errichtet wurde als<br />
noch 2<strong>02</strong>3. Damit haben wir 2<strong>02</strong>4 nach vielen<br />
Jahren einen Tiefstand erreicht.<br />
Ja. Viele Spatenstiche wurden verschoben, manche<br />
Projekte befinden sich überhaupt on hold.<br />
Wird sich die Situation in den kommenden<br />
Jahren erholen?<br />
Nein, nicht unmittelbar. Unsere Prognosen<br />
gehen von einem weiteren Rückgang bis 2<strong>02</strong>6<br />
aus. Aus den Zahlen der Baubewilligungen<br />
und aufgrund der durchschnittlichen Bauzeit<br />
von 18 Monaten lässt sich das ziemlich genau<br />
ableiten.<br />
Daraus könnte man schließen, dass wir in den<br />
kommenden Jahren einen Engpass haben werden.<br />
Könnte man! Aber so simpel ist das nicht. In<br />
den letzten zehn Jahren wurde in der Immobilieneuphorie<br />
so viel produziert, dass wir in<br />
Wien nun einen deutlichen Überbestand haben.<br />
Viele Wohnungen sind unbewohnt, und wir<br />
beobachten bei den Angeboten von Eigentumswohnungen<br />
einen Zuwachs von 50 Prozent.<br />
Das ist enorm!<br />
Welche Konsequenzen wird das haben?<br />
Einige Verkäufer:innen werden ihre Preisvorstellungen<br />
nach der Euphorie nun etwas nach<br />
unten korrigieren müssen. Ankäufe werden<br />
sich auf die nächsten Jahre recht gleichmäßig<br />
verteilen. Gleichzeitig wird die Nachfrage nach<br />
Miete kontinuierlich steigen.<br />
Und dann?<br />
Und dann wird die Bauleistung der Wohnbauträger:innen<br />
hoffentlich wieder an Fahrt aufgenommen<br />
haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir<br />
nach 2<strong>02</strong>6 wieder eine einigermaßen stabile<br />
Bau- und Entwicklungssituation haben werden.<br />
Kommen wir nun zum Luxusmarkt. Einer der<br />
Schwerpunkte von Otto Immobilien liegt genau<br />
auf diesem Premiumsegment. Welche Beobachtungen<br />
machen Sie hier? Wie hat sich der Markt<br />
in den letzten Monaten entwickelt und verändert?<br />
Ganz allgemein kann man sagen, dass die<br />
wirklich großen, erstklassigen Wiener Luxusimmobilien<br />
in absoluten Toplagen in den letzten<br />
fünf bis zehn Jahren auf den Markt gekommen<br />
sind. Seitdem ist der Luxusmarkt etwas kleinteiliger<br />
und eher auch etwas breiter gestreut, was<br />
die Lage betrifft.<br />
Von welchen Preisen sprechen wir?<br />
Im ersten Bezirk liegt die Untergrenze für eine<br />
hochwertige Luxusimmobilie bei 20.000 Euro<br />
pro Quadratmeter, oft steht aber auch ein Dreier<br />
am Anfang, wenn man Wert auf umfassenden<br />
Luxus legt. In den Innenbezirken kann man mit<br />
15.000 bis 20.000 Euro pro Quadratmeter<br />
rechnen. Doch weit mehr Sorgen als die Luxusimmobilie<br />
an sich beschert mir das Verhalten<br />
der Luxusimmobilien-Käufer:innen.<br />
Warum denn das?<br />
Der österreichische Markt – und hier vor allem<br />
Wien – gilt international seit langer Zeit als<br />
sicheres Investment. Doch das hat sich nun<br />
verändert. Wir sind ja in einem intensiven Austausch<br />
mit unserem britischen Partner Knight<br />
Frank, und aus Anfragen, Interviews und<br />
Gesprächen mit Kaufinteressent:innen wissen<br />
wir, dass diese Attraktivität in Wien auf einem<br />
harten Prüfstand steht. Stichwort: Energieabhängigkeit,<br />
geografische Nähe zu Russland<br />
und zur Ukraine und nicht zuletzt die neue<br />
politische Situation in Österreich. Daher denken<br />
viele vermögende Menschen bereits darüber<br />
nach, Österreich zu verlassen und stattdessen<br />
woanders Fuß zu fassen.<br />
Wo denn?<br />
Innerhalb Europas vor allem in der Schweiz.<br />
Darüber hinaus in Kanada, USA, Australien,<br />
Neuseeland sowie in Südamerika. Nicht zuletzt<br />
zieht es viele Leute auch nach Dubai.<br />
Mommsengasse 30, Wien<br />
Der österreichische Markt – und hier<br />
vor allem Wien – gilt international seit<br />
langer Zeit als sicheres Investment.<br />
Zum Beispiel auch bei diesem<br />
Luxusobjekt auf der Wieden.<br />
Das ist ein großes Alarmsignal.<br />
Ja, und zwar in jeder Hinsicht.<br />
Zusätzlich zur ohnehin schon schwierigen<br />
Zinslage und zur Inflation steigen auch die<br />
Anforderungen ans Bauen, ob das nun<br />
EU-Taxonomie, ESG-Kriterien, die Corporate<br />
Sustainability Reporting Directive oder etwa<br />
das neue Lieferkettengesetz sind. Was sind die<br />
konkreten Auswirkungen dieser Verschärfungen<br />
auf den Immobilienmarkt?<br />
Dass alles immer teurer, immer komplizierter<br />
und immer langwieriger wird. Unter den<br />
heutigen Rahmenbedingungen kann sich das<br />
nicht ausgehen. Ich bin ein großer Optimist,<br />
daher hoffe ich, dass sich für all diese Themen<br />
und Herausforderungen, die Sie nun angesprochen<br />
haben, bald regulatorische und<br />
wirtschaftliche Lösungen finden werden. Das<br />
ist ein ganz konkreter Auftrag an die Politik<br />
und die Gesetzgeber:innen.<br />
Zu Beginn unseres Gesprächs meinten Sie, die<br />
aktuelle Situation sei in der Branche von viel<br />
Emotion und wenig Sachlichkeit getragen.<br />
Wann werden wir wieder zur Sachlichkeit<br />
zurückfinden?<br />
In ein paar Jahren. Eine Talsohle haben wir<br />
bereits erreicht, ich nehme langsame Erholung<br />
und Zuversicht aller Marktteilnehmer:innen<br />
wahr. Genauer kann ich das nicht prognostizieren.<br />
Dazu tun sich in Österreich und<br />
weltweit zu viele unvorhersehbare Dinge.<br />
Wir werden sehen. <<br />
Foto: Christian Steinbrenner<br />
90 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Design trifft<br />
Innovation.<br />
Der Terra Bad & Design Schauraum an der Kranebitter Allee in Innsbruck ist<br />
seit Mai mit einer sorgsam kuratierten Auswahl hochwertiger Produkte offiziell<br />
geöffnet und freut sich auf Besucherinnen und Besucher.<br />
Wer seine Träume verwirklichen möchte, der braucht ein wohl dosiertes Maß<br />
an Inspiration und einen verlässlichen Partner an seiner Seite. Bei uns wird<br />
Funktion und Stil vereint. Schauen Sie vorbei und lassen Sie sich inspirieren!<br />
Wir freuen uns auf Sie!<br />
+43 664 23 42 586<br />
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Terra Bad Design GmbH | Kranebitter Allee 88 | 6<strong>02</strong>0 Innsbruck
investment / BELGRAD – SERBIEN<br />
z<br />
AUF DEM WEG<br />
ZUR METROPOLE<br />
Serbiens Hauptstadt Belgrad erfindet sich gerade neu.<br />
Das Sanierungspotenzial ist gewaltig, parallel werden neue<br />
Stadtteile entwickelt. Die Expo 2<strong>02</strong>7 motiviert die Stadtplanung<br />
und Architektur zu neuen Wohnvierteln. TEXT GISELA GARY<br />
Foto: frantic/Alamy Stock Photo<br />
92 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Belgrad Tower<br />
Geplant vom Architekturbüro<br />
SOM, ist der Wohnturm mit<br />
42 Stockwerken eines der<br />
ersten fertigen Projekte der<br />
Belgrade Waterfront.<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 93
investment / BELGRAD – SERBIEN<br />
Belgrad ist eine brodelnde Stadt. Nahezu<br />
romantisch wirken die altmodischen<br />
Straßenbahnen, die sich ihren<br />
Weg durch die vom Verkehr verstopfte<br />
Stadt suchen. Doch es wird nicht gehupt, es<br />
gibt kein Geschimpfe – Fußgänger:innen<br />
müssen dennoch vorsichtig sein, denn Auto<br />
gefahren wird hier sehr offensiv. Dazwischen<br />
fädeln sich einzelne Radfahrer:innen durch.<br />
Noch ist das Radnetz nicht ausgebaut, aber<br />
auch das soll kommen. Die serbische Hauptstadt<br />
ist eine der ältesten Städte Europas.<br />
Aktuell leben 1,6 Millionen Einwohner:innen<br />
in Belgrad. Die Transformation läuft, der Umschwung<br />
in Richtung Modernisierung ist<br />
spürbar. Die Belgrader Stadtregierung arbeitet<br />
auf Hochtouren, denn 2<strong>02</strong>7 ist Belgrad Expo-<br />
Stadt – bis dahin soll es drei U-Bahn-Linien<br />
geben, viele neue Wohnungen wie auch Sanierungen<br />
sollen realisiert werden. Das Expo-<br />
Areal soll anschließend für neue Wohnbauten<br />
genützt werden. Zudem werden ebenso alte<br />
Fabrikbrachen entwickelt, rund 36 Hektar<br />
sollen bebaut werden; Investor:innen werden<br />
gesucht. Rund 5.000 Wohnungen für 13.500<br />
Bewohner:innen sind geplant. Die Wohnbauten<br />
werden laut Stadtplanung maximal 64<br />
Meter hoch sein, Bürobauten 120 Meter. Das<br />
ist noch Zukunftsmusik, in der Stadtplanung<br />
von Belgrad klingen die Pläne aber schon sehr<br />
real. Marija Lalosevic von der Stadtplanung<br />
will in den Stadterweiterungsgebieten wie<br />
z. B. in Dorćol oder auch im elitären Stadtteil<br />
Dedinje staatliche Wohnungen und Reihenhäuser<br />
in Miete und Eigentum bauen.<br />
FAST NUR EIGENTUMSWOHNUNGEN<br />
Nach der großen Privatisierungswelle in den<br />
1990er-Jahren investierte die Stadt kaum noch<br />
in den öffentlichen Wohnbau. 95 Prozent der<br />
Wohnungen sind im Eigentum. Zugegeben,<br />
das Sanierungspotenzial in der Altstadt ist<br />
exorbitant, aber dennoch, das Flair der Stadt<br />
Waterfront<br />
Der neueste Stadtteil Belgrads,<br />
direkt an der Save – mit rund 9.000<br />
Wohnungen, Flaniermeile und<br />
umfassender Infrastruktur von<br />
Schulen bis zu Büros.<br />
ist spürbar: Künstler:innen, Kulturschaffende<br />
und Bewohner:innen in sozial benachteiligten<br />
und in wohlhabenden Verhältnissen leben<br />
hier neben- und miteinander. Das Besondere:<br />
Die Architekturstile reichen von Jugendstil bis<br />
zu Bauten, die an Le Corbusier erinnern, bis<br />
zu brutalistischen Entwürfen, die unter Denkmalschutz<br />
stehen – wie der Genex-Tower, ein<br />
Wohn- und Bürohochhaus mit 115 Metern,<br />
eines der geheimen Wahrzeichen Belgrads, das<br />
auch das »Westtor von Belgrad« genannt wird,<br />
geplant vom serbischen Architekten Mihajlo<br />
Mitrović. Die Nähe zum Wasser wird nun<br />
auch mehr genützt, die »Betonhallen«, ehemalige<br />
Lagerhallen, wurden für Gastronomie und<br />
kleine Geschäfte adaptiert und dort, direkt an<br />
der Save, zeigt sich die positive Aufbruchstimmung<br />
der Stadt.<br />
Fotos: MIRJANA DJURDJEVIC0, BW, beigestellt<br />
94 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Bei einem Spaziergang durch die Stadt, auf<br />
Einladung des Vereins für Wohnbauförderung,<br />
VWBF, zeigt Violeta Vujovic-Salhofer,<br />
Architektin und in Belgrad aufgewachsen,<br />
das alte wie auch das neue Belgrad. »Es wird<br />
eifrig gebaut, es sind jedoch vor allem ausländische<br />
Investoren, die hier neue Wohnbauten<br />
errichten, interessant für Anleger – weniger<br />
für die nicht so wohlhabende Bevölkerung«,<br />
so Vujovic-Salhofer. Michael Gehbauer, Obmann<br />
des VWBF, berichtet von seiner letzten<br />
Reise vor zehn Jahren nach Belgrad und vergleicht<br />
die Situation mit heute: »Die damalige<br />
sozialdemokratische Regierung wollte rund<br />
1.000 Wohnungen pro Jahr bauen, doch nun<br />
geht es ausschließlich in Richtung Eigentum.«<br />
Die Nachfrage nach Anlagewohnungen ist<br />
enorm – so gibt es an Zemun, der ehemaligen<br />
k. u. k. Stadt an der Donau, heute ein Stadtteil<br />
Belgrads, großes Interesse. Noch sind die<br />
Preise moderat, aber in den neuen Stadtentwicklungsgebieten<br />
liegen die Preise pro Quadratmeter<br />
bereits bei 3.000 Euro. Gekauft<br />
wird von Belgrader:innen ebenso wie von<br />
Russ:innen, Ukrainer:innen und Emiratis.<br />
Neu-Belgrad, so heißt der Stadtteil nahe der<br />
Save. Direkt am Fluss entsteht nun auch mit<br />
der Waterfront, unter der Bauherrschaft von<br />
Eagle Hills, ein völlig neues Stadtviertel, das<br />
in 14 Gebäuden rund 9.000 Wohnungen bietet.<br />
Dazu werden Schulen, Kindergärten,<br />
Geschäfte, Büros, Hotels, großzügige Parkanlagen<br />
und eine entlang der Save verlaufende<br />
Flaniermeile mit Restaurants und Bars<br />
errichtet. Obwohl im Hintergrund noch Baukrane<br />
arbeiten, sind die öffentlichen Bereiche<br />
bereits sehr lebendig: Spaziergänger:innen,<br />
Infinity<br />
Der Inbegriff von Nachhaltigkeit – ein<br />
Wohnbau, der mit seiner markanten,<br />
vorgehängten Glasfassade für Ruhe<br />
und hohe Wohnqualität sorgt.<br />
West 65<br />
Der Wohnhochturm mit 155 Metern war<br />
bis zum Belgrad Tower der höchste Turm<br />
der Stadt und zugleich das Landmark<br />
des neuen Wohnquartiers mit<br />
Shoppingmall von West 65.<br />
Radfahrer:innen und verschiedene neue<br />
Lokale geben allesamt ein buntes Treiben<br />
direkt am Fluss.<br />
Belgrads Waterfront gilt als ein monumentales<br />
Projekt der Stadterneuerung. Die<br />
neue Save-Brücke schafft eine Verbindung<br />
zwischen Alt- und Neu-Belgrad, womit auch<br />
die Durchmischung der Bevölkerung forciert<br />
wird. Der Belgrad Tower des Architekturbüros<br />
SOM, ein Wohnturm mit 42 Stockwerken,<br />
ist von Weitem sichtbar, ist das neue<br />
Prestigeprojekt der serbischen Hauptstadt.<br />
Die Stadt der Superlative ist erneut auf dem<br />
Weg zur Metropole. ><br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 95
investment / BELGRAD – SERBIEN<br />
»DIE STADTPLANUNG UND DER WOHNBAU<br />
MÜSSEN WIEDER DEN RAHMEN BEKOMMEN,<br />
DER ZUM ORT PASST«<br />
RESIDENCES sprach mit der Architektin Violeta<br />
Vujovic-Salhofer über die Wohnsituation in Belgrad<br />
und die Gratwanderung zwischen Architektur und<br />
Investoreninteressen. INTERVIEW GISELA GARY<br />
RESIDENCES Offenheit und Fortschritt<br />
drücken sich in mutigen architektonischen<br />
Konzepten aus – welche Symbolkraft<br />
besitzen die neuen Gebäude?<br />
VIOLETA VUJOVIC-SALHOFER Diese<br />
Antwort suchen auch die Belgrader. Wir<br />
leben in einer Zeit, in der sich die Architektur<br />
und der Städtebau sehr stark den<br />
Ideen der Investoren angepasst haben,<br />
und das ist besonders im Belgrader<br />
Waterfront-Projekt zu beobachten. Der<br />
Dialog mit dem architektonischen Umfeld<br />
ist bei diesem Projekt verstummt, deswegen<br />
ist dessen Symbolkraft für die Belgrader<br />
eher eine negative. Verstärkt wird das<br />
noch mit den extrem hohen Preisen der<br />
Wohnungen, es entstehen elitäre Wohngettos<br />
in Bereichen der Stadt, die zentral<br />
sind und am Fluss liegen. Ein starkes<br />
Symbol für die Belgrader sind die Flussufer,<br />
die Stadt sollte hier jedem gehören,<br />
öffentliche Bauten und erschlossene Erdgeschosszonen<br />
mit angepasstem Wohnbau<br />
könnten so ein neues Stadtsymbol<br />
werden. Die geplante Museen- und Kulturmeile<br />
an der Donau in Neu-Belgrad<br />
sowie kleinere Wohnbauprojekte im neuen<br />
Dorćol könnten das gut vorzeigen.<br />
Violeta Vujovic-Salhofer<br />
hat in Belgrad Architektur studiert und lebt und<br />
arbeitet seit 1985 in Wien, sie unterrichtet an der<br />
HTL Mödling und ist als Kulturvermittlerin im<br />
Netzwerk Guiding Architects für Belgrad aktiv.<br />
Wie gelingt Belgrad das Spannungsfeld<br />
zwischen Erhaltung der brutalistischen<br />
Architekturikonen und der neuen<br />
Architektur?<br />
Im Moment meiner Meinung leider fast<br />
überhaupt nicht. Es sind wirtschaftlich,<br />
aber auch architektonisch und bautechnisch<br />
zwei Welten. Die Sanierung von<br />
Stahlbetonfassaden des Brutalismus ist<br />
überall in der Welt noch in den Kinderschuhen,<br />
sie ist aufwendig und teuer,<br />
besonders bezüglich der Energieeffizienz<br />
von Gebäudehüllen. Eine Ausnahme<br />
ist die erfolgreiche Sanierung des<br />
Kongresszentrums Sava, einem brutalistischen<br />
Bau aus der Mitte der 1970er-<br />
Jahre des Architekten Stojan<br />
Maksimović, die heuer abgeschlossen<br />
wurde. Natürlich ist so eine hohe Investition<br />
bei einem öffentlichen Gebäude<br />
einfacher zu realisieren als bei einem<br />
brutalisierten Wohnbau mit vielen<br />
Wohnungseigentümern.<br />
Was wünschen Sie sich für Belgrad?<br />
Ich hatte das große Glück, in Wien in<br />
den 80er-Jahren im Bereich der Sockelsanierungen<br />
tätig zu sein und habe das<br />
Aufblühen der Stadt 1:1 miterleben<br />
können. Das wünsche ich mir auch für<br />
Belgrad, Häuser mit so abwechslungsreicher<br />
Architektur sollen mithilfe<br />
vernünftiger Sanierungs- und Förderkonzepte<br />
eine Renaissance erleben. Und<br />
den Belgradern wünsche ich einerseits,<br />
dass die Infrastruktur der Stadt mit<br />
realistischen öffentlichen Verkehrslösungen<br />
stark verbessert wird und<br />
andererseits die Stadtplanung und der<br />
Wohnbau wieder den Rahmen bekommen,<br />
der zum Ort passt.<br />
<<br />
Direkt am Wasser<br />
Belgrads Waterfront ist<br />
der neueste Wurf der<br />
Hauptstadt Serbiens.<br />
belgradewaterfront.com<br />
Fotos: BW, beigestellt<br />
96 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
KOLLITSCH & SORAVIA<br />
»WO DER WIENERWALD<br />
ZUM WOHNZIMMER WIRD«<br />
Im Gespräch mit Jasmin Soravia, Geschäftsführerin der<br />
Kollitsch & Soravia Immobilien GmbH, über das neueste Goldstück in ihrem Portfolio.<br />
FOTOS: BEIGESTELLT<br />
Was ist das Einzigartige am Projekt WILLA?<br />
»Die Lage! Nicht viele können von ihrem<br />
Grundstück in Wien behaupten, den Wienerwald<br />
als direkten Nachbarn zu haben. Hier<br />
spaziert man buchstäblich von der Wohnungstür<br />
direkt in die Natur, sei es für eine Wanderung<br />
auf dem Stadtwanderweg 8, eine Laufrunde<br />
oder ein Spaziergang. WILLA ist urban<br />
und trotzdem mitten in der Natur. Ein<br />
begrenztes Gut – solche Grundstücke sind rar<br />
in Wien! Mit nur 13 Wohneinheiten, verteilt<br />
auf drei Gebäude, bieten wir zudem modernen<br />
Luxus in idyllischer Umgebung.«<br />
Welcher Luxus erwartet die zukünftigen<br />
Bewohner:innen?<br />
»Neben der traumhaften Lage im Wienerwald<br />
bieten wir großzügige Freiflächen, die das<br />
Naturerlebnis perfekt machen. Besonders bei<br />
der WaldWILLA sitzt man förmlich im<br />
Wienerwald. Was gibt es Schöneres, als bei<br />
einem guten Gläschen in die Natur zu schauen<br />
oder sich die Sportschuhe anzuziehen und<br />
raus in die Natur zu gehen! Das ist für mich<br />
der wahre Luxus.«<br />
Jasmin Soravia ist Geschäftsführerin<br />
der Kollitsch & Soravia Immobilien GmbH.<br />
Inwiefern wurde beim Projekt WILLA auf<br />
Nachhaltigkeit geachtet?<br />
»Nachhaltigkeit liegt uns besonders am Herzen.<br />
Betonierte Flächen werden entsiegelt und<br />
in blühende Eigengärten umgewandelt. Statt<br />
das Bestandsgebäude abzureißen, integrieren<br />
wir es behutsam neben den zwei Neubauten,<br />
um den Charakter zu bewahren. Während<br />
der Bauzeit und darüber hinaus setzen wir<br />
Naturschutzmaßnahmen um, um Tiere und<br />
Pflanzen zu schützen. Bei der Energieversorgung<br />
setzen wir auf modernste Technik sowie<br />
auf Sonnenenergie und Erdwärme aus Tiefenbohrungen.<br />
Dachbegrünung, PV-Anlagen und<br />
hochwertige Holzfassaden schaffen dazu eine<br />
harmonische Verbindung mit der Natur.«<br />
Wie werden die hohen Ansprüche an<br />
modernes Wohnen erfüllt?<br />
»Unsere Wohnungen bieten Flexibilität und<br />
Komfort: anpassbare Grundrisse, barrierefreie<br />
Gestaltung und hochwertige Ausstattung<br />
– von Landhausdielen bis zu dreifach<br />
verglasten Holz-Alu-Fenstern mit Sonnenschutz.<br />
Auch überbreite Tiefgaragenstellplätze<br />
und großzügige Glasflächen tragen zu<br />
einem besonderen Wohnerlebnis bei.«<br />
INFO<br />
Weitere Informationen unter<br />
kollitsch.eu/willa<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 97
INVESTITION<br />
IN DIE ZUKUNFT<br />
Wenn es um Nachhaltigkeit geht, sind das Weingut von Erich Scheiblhofer und<br />
sein Hotel »The Resort« ein Musterbeispiel für die Zukunft.<br />
Dass Erich Scheiblhofer exzellente<br />
Rotweine und charmante Weißweine<br />
vinifiziert, ist längst bekannt,<br />
und mit seinem Wellnesshotel und<br />
dem dazugehörenden Restaurant hat er sich<br />
in kürzester Zeit auch einen ausgezeichneten<br />
Ruf erarbeitet. Aktuell hat er sich bei der<br />
heuer bereits zum 45. Mal stattfindenden<br />
Rotweinprämierung drei Plätze am Siegertreppchen<br />
gesichert. Seine Premium Cuvée<br />
2<strong>02</strong>3 erzielte den ersten Platz bei den jungen<br />
Rotweinen, sein The Zweigelt Ried Prädium<br />
setzte sich als bester Zweigelt des Jahrgangs<br />
2<strong>02</strong>2 durch und The Cabernet Sauvignon<br />
2<strong>02</strong>2 ging als Drittbester durchs Ziel. Auch<br />
alle anderen Rotweine finden sich unter den<br />
besten des Landes.<br />
Weniger ist manchmal mehr, und so setzt<br />
er schon seit Jahren auf eine besondere<br />
Bekömmlichkeit seiner Weine. Weniger Säure<br />
bei den Weißweinen und bei so gut wie allen<br />
Weinen ein fast nicht nachweisbarer Histamingehalt<br />
erfreut besonders Allergiker.<br />
EINSTELLUNGSSACHE<br />
In seinem Handeln ist es genau umgekehrt.<br />
Erich Scheiblhofer ist in einer Familie aufgewachsen,<br />
die immer mehr gegeben als<br />
genommen hat. Eine Einstellung, die ihn<br />
schon sein ganzes Leben begleitet. Eine Einstellung<br />
aber auch, die er nicht nur anderen<br />
Menschen entgegenbringt, sondern auch der<br />
Natur. Als Vater ist er sich der Verantwortung<br />
bewusst, seinen Teil dazu beizutragen,<br />
seinen Kindern eine intakte Umwelt zu<br />
hinterlassen, und der Respekt, den er nicht<br />
nur Kunden und Gästen zollt, sondern auch<br />
seinem gesamten Team, macht ihn zu einem<br />
wertvollen Mitglied der Gesellschaft. Mehrfach<br />
wurde er als bester Arbeitgeber ausgezeichnet.<br />
Auch das ist nachhaltig, denn bei<br />
einem Unternehmen dieser Größe muss man<br />
sich auf seine Mitarbeiter verlassen können.<br />
Sie sind schließlich Teil des Erfolgs.<br />
FOTOS: BEIGESTELLT<br />
98 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
SCHEIBLHOFER<br />
»The Hall of Legends« beherbergt einen<br />
Teil der Barriques und am Dach einige<br />
der insgesamt knapp 2.600 PV-Module.<br />
Exzellente Küche mit vielen regionalen<br />
Produkten und einen bestens sortierten<br />
Weinkeller bietet das Restaurant »Infinity«.<br />
Im »The Resort« gehen Luxus und<br />
Nachhaltigkeit Hand in Hand.<br />
In Umweltfragen hat er früh auf nachhaltige<br />
Energiegewinnung gesetzt. Seine Photovoltaikanlage<br />
mit über 2.500 Modulen erzeugt<br />
den Strombedarf von 170 Haushalten und<br />
ermöglicht eine energieautarke Weinproduktion.<br />
Am Weingut und beim Hotel gibt es<br />
E-Bikes für eine Spritztour durch die Weingärten<br />
und für Elektroautos über 40 Ladesäulen<br />
am Weingut und beim Hotel.<br />
Elektromobilität wird im Hause<br />
Scheiblhofer schon lange gelebt, von der<br />
Familie selbst, aber auch für die Gäste.<br />
NACHHALTIGES KONZEPT<br />
Seit 2017 sind das Weingut selbst und damit<br />
auch alle Weine »Nachhaltig Austria«-zertifiziert.<br />
Dieses Gütesiegel steht für drei<br />
Aspekte: ökologische, ökonomische und<br />
soziale Kompetenz. Im ökologischen Bereich<br />
stehen Energieverwertung sowie Treibhausgasbilanzierung,<br />
Bodendiversität und verschiedene<br />
Bereiche, die den Umgang mit<br />
Wasser betreffen. Seit der Eröffnung des<br />
Hotels konnten bereits 145 Tonnen CO 2<br />
eingespart werden und auch beim Pflanzenschutz<br />
wird sorgsam gehandelt. Bei der<br />
sozialen Kompetenz geht Erich Scheiblhofer<br />
weit über das Mindestmaß an Anforderungen<br />
hinaus, die für das Gütesiegel vorgeschrieben<br />
sind, und unter den ökonomischen<br />
Aspekt fällt auch die Förderung der Regionalität.<br />
Es wurden deshalb nicht nur vorwiegend<br />
regionale Firmen bei der Errichtung<br />
des Hotels, das mit nachhaltiger, ressourcenschonender<br />
Architektur beeindruckt,<br />
engagiert, auch regionale Produzenten von<br />
Lebensmitteln wie Fleisch, Gemüse, Obst<br />
oder Käse werden für das Restaurant oder<br />
für Verkostungen am Weingut bevorzugt<br />
und im »The Quarter« kommen ausschließlich<br />
regionale Zutaten zum Zug. Ökonomisch<br />
hat er aber auch der ganzen Region<br />
einen großen Dienst erwiesen, denn ganz<br />
abgesehen davon, dass er viele Arbeitsplätze<br />
geschaffen hat, ist Andau von seiner Abseitslage<br />
an der Grenze medial ins Rampenlicht<br />
gerückt und die Synergieeffekte sind enorm.<br />
Schön, wenn Nachhaltigkeit so aussieht.<br />
INFO<br />
Scheiblhofer The Wine<br />
Halbturnerstraße 1 a<br />
7163 Andau<br />
Scheiblhofer The Resort<br />
Resortplatz 1<br />
7163 Andau<br />
scheiblhofer.at<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 99
investment / FASSADEN<br />
Das Beste aus drei Welten<br />
Holz lässt ein Haus warm und<br />
traditionell erscheinen, Aluminium<br />
sowie Glas wirken kühler und<br />
sorgen für den gewissen<br />
Design-Look.<br />
Fotos: Ennobled, Bernhard Moser<br />
100 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
DER ERSTE<br />
EINDRUCK<br />
ZÄHLT<br />
Um den Wert einer Immobilie zu steigern, ist die Gestaltung<br />
ihrer Fassade entscheidend. Nicht nur jedem Wetter muss sie<br />
trotzen können, sondern sie soll auch ästhetisch ansprechen.<br />
Faszinierende Materialien wie karbonisiertes Holz und Cortenstahl<br />
verleihen ein gewinnbringendes Gesicht. TEXT MAGDALENA MEERGRAF<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 101
investment / FASSADEN<br />
Im Laufe der Zeit hat die Architektur viele<br />
Trends in der Fassadengestaltung erlebt.<br />
Heute strahlen moderne Bauten vorwiegend<br />
einen gemütlichen Purismus aus:<br />
Klare Linien sowie schlichte Weiß-, Grau- und<br />
Erdtöne sind besonders beliebt. Nur selten<br />
werden bunte oder verschnörkelte Akzente<br />
gesetzt. Eine Ausnahme bildet der Altbau, wo<br />
gut erhaltenes Stuckdekor und Freskenmalerei<br />
den Immobilienwert erheblich steigern.<br />
Generell bestimmt eine gepflegte Fassade den<br />
Verkaufspreis mit. »Der erste Eindruck zählt«,<br />
bestätigt Benedikt Grossmann. Der Immobilienentwickler<br />
revitalisiert, veredelt und<br />
verkauft bereits seit 25 Jahren Zinshäuser<br />
sowie Einfamilienhäuser. »Ich halte eine<br />
hochwertige Fassade für das wichtigste<br />
Element eines Gebäudes, weil sie das augenscheinlichste<br />
Merkmal ist und potenziellen<br />
Käufer:innen die richtigen Vibes vermittelt.«<br />
SPANNENDE KONTRASTE<br />
Lässt man Architekt:innen ihren Freiraum,<br />
spielen sie gerne mit verschiedenen Materialien<br />
und ineinandergreifenden Strukturen.<br />
Edle Kombination<br />
Die Außengestaltung der<br />
exklusiven Villa am Wiener<br />
Schafberg verbindet Glasflächen,<br />
Aluminium und Ziegelsteinoptik.<br />
Ins richtige Licht gesetzt<br />
Das klassische Gründerzeit-<br />
Eckzinshaus in Wien wurde im<br />
Jahr 1868 errichtet. Dank umfassender<br />
Sanierung macht es auch<br />
heute noch mächtig Eindruck.<br />
Besonders stolz ist Grossmann hier auf zwei<br />
von ihm beauftragte Luxusvillen in Wien-<br />
Pötzleinsdorf sowie am Wiener Schafberg.<br />
Architekt Zoran Bodrozic kombinierte dabei<br />
großzügige Verglasungen mit dunklen Aluverkleidungen<br />
und spannenden Details wie<br />
einer hellgrauen Ziegelsteinoptik oder einer<br />
vom Künstler Zsolt Szalai gestalteten Stiege<br />
aus Cortenstahl. »Neben den Materialien<br />
wirken auch gezielt gesetzte Beleuchtungen<br />
aufwertend«, so Grossmann. Ein eindrucksvolles<br />
Beispiel ist etwa das Gründerzeit-Eckzinshaus<br />
des Architekten Eduard Kaiser in<br />
prominenter Wiener Innenstadtlage.<br />
Damit Gebäude mit Putzfassade nicht nur<br />
nachts, sondern auch bei Tageslicht qualitätsvoll<br />
wirken, ist die Pflege der Fassade essenziell.<br />
Dabei zählen bereits die ersten Schritte:<br />
»Nicht jede:r lässt das eigene Haus nach dem<br />
Fotos: Alexa Rainer, Sophie Menegaldo, leofilm.at, Zoran Bodrozic<br />
1<strong>02</strong> falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Kreative Gestaltung<br />
Interessante Kontraste und<br />
Details bereichern das<br />
Gesamtbild dieser<br />
außergewöhnlichen Villa<br />
in Wien-Pötzleinsdorf.<br />
Verputzen auch streichen«, weiß Gottfried<br />
Weinberger, Geschäftsführer des traditionsreichen<br />
Malerbetriebs Wandl, »deshalb sieht<br />
man schon nach kurzer Zeit erste Anzeichen<br />
von Verwitterung. Besonders bei modernen<br />
Bauten ohne schützendes Vordach kommt es<br />
schnell zu einem Algenbefall.« Der Fachmann<br />
empfiehlt daher einen Anstrich und<br />
rät auch dazu, mögliche Risse zeitnah auszubessern,<br />
um die Bausubstanz zu schützen.<br />
»Laufende Pflege vermeidet teure Arbeiten in<br />
der Zukunft und hebt den Wert des Objekts«,<br />
betont Weinberger, der auf Basis seiner<br />
30-jährigen Erfahrung schätzt, dass sich der<br />
Verkaufspreis einer Immobilie allein durch<br />
Reinigung und Neuanstrich um bis zu zehn<br />
Prozent steigern lässt.<br />
CHARAKTERISTISCHE PATINA<br />
Während Putzfassaden und Aluminiumverkleidungen<br />
ihre Farbe halten sollen, darf sich<br />
jene von Cortenstahl verändern. »Anstatt ><br />
Leben statt Monotonie<br />
Die Fassade aus Cortenstahl<br />
und Porphyrgestein kleidet das<br />
Südtiroler Weingut Bessererhof<br />
in Farbnuancen, die sich an ihre<br />
Umgebung anpassen.<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 103
investment / FASSADEN<br />
><br />
Natürlich luxuriös<br />
Schmuckstück in Schladming:<br />
Handgebranntes Holz nach<br />
alter japanischer Tradition<br />
findet seinen Weg in moderne<br />
Fassadengestaltung.<br />
einer monochromen Fläche entwickelt<br />
Cortenstahl schöne Farbnuancen«, sagt<br />
Theodor Gallmetzer. Der Südtiroler Architekt<br />
schätzt die werterhaltenden Eigenschaften<br />
dieses, wie er es nennt, echten Materials:<br />
»Cortenstahl bildet auf seiner Oberfläche eine<br />
dichte Sperrschicht, die vor weiterer Korrosion<br />
schützt. Darauf entsteht dann eine natürliche<br />
Patina.« Eine solche ist beim Weingut<br />
Bessererhof im Südtiroler Völs am Schlern<br />
zu bewundern. »Das Gebäude sollte sich<br />
optimal in das Gelände einfügen«, beschreibt<br />
Gallmetzer den Auftrag, den er gemeinsam<br />
mit Kunstschmied Klaus Andergassen umsetzen<br />
durfte. So spiegeln sich nun die dominanten<br />
Farben der Weinregion, Grün und Braun,<br />
in der Fassade wider. Das Steckmetallgitter<br />
erinnert an Pergelgerüste, an denen lokale<br />
Rebsorten hochgezogen werden.<br />
Auch naturbelassene Holzfassaden dürfen<br />
sich an ihre Umgebung anpassen und verändern.<br />
Da ihre witterungsbedingte Vergrauung<br />
durchaus erwünscht ist, ist im besten<br />
Farbveränderung aber möglichst gleichmäßig<br />
geschieht, bedarf es einer klugen Projektplanung.<br />
Ein Tipp: Vertikal verlegte Bretter<br />
vermeiden Ablaufspuren zwischen geschützten<br />
und ungeschützten Bereichen. Wer eine<br />
Vergrauung gänzlich vermeiden möchte,<br />
kann das Holz beschichten lassen. »Diese<br />
Beschichtung muss regelmäßig erneuert<br />
werden, wobei es wichtig ist, einen UV-beständigen<br />
Lack zu verwenden«, rät Gottfried<br />
Weinberger.<br />
AUFSTREBENDER SUPERSTAR<br />
Auf eine jahrhundertealte und doch innovative<br />
Technik setzt hingegen die Firma<br />
Ennobled aus Salzburg: »Wir karbonisieren<br />
unsere Hölzer mit einem Deep-Charring-<br />
Verfahren nach japanischer Tradition. Die<br />
Holzoberfläche wird händisch mit reiner<br />
Flamme und in vertikaler Brennweise<br />
verkohlt«, erklärt Firmengründer Bernhard<br />
Moser. Dieser Prozess macht das Holz<br />
gleichmäßiges Aussehen. Beim High-End-<br />
Produkt namens »Kebony« wird das Holz<br />
nach dem Deep Charring noch per Hand<br />
gebürstet und veredelt. Die Farbvarianten<br />
reichen dann von eleganten Brauntönen bis<br />
zu einem schimmernden Silbergrau. Genial<br />
dabei: »Die Farbe unserer eigenen »Kebony«-<br />
Fassade hat sich nach sechs Jahren kaum<br />
verändert – unabhängig davon, ob das Holz<br />
geschützt unter dem Dach liegt oder nicht.<br />
Ich gehe davon aus, dass das die nächsten<br />
20 Jahre so bleiben wird«, sagt Moser. Immer<br />
öfter werden die veredelten Hölzer auch im<br />
Interior verbaut. Materialien wie Cortenstahl,<br />
den man für den Innenbereich bereits patiniert<br />
kaufen kann, eignen sich dafür ebenfalls.<br />
So gelingt eine einheitliche Gestaltung – und<br />
der erste gewinnbringende Eindruck im<br />
Außen lässt sich im Inneren des Gebäudes<br />
Fall kaum Pflege erforderlich. Damit eine widerstandsfähiger und verleiht ihm ein von Neuem wecken.<br />
<<br />
Fotos Ennobled<br />
104 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
SYNTHESAGRUPPE<br />
FASSADEN MACHEN HÄUSER<br />
In Zeiten des Klimawandels hilft eine hochwertig gedämmte Hausfassade nicht nur<br />
beim Sparen von Energiekosten, sie schützt auch vor Lärm, Hitze und Unwetter.<br />
Capatect-Fassadensysteme bieten vielfältige Lösungen für jede Oberfläche.<br />
FOTOS: BEIGESTELLT<br />
Ob beim Neubau oder Sanieren –<br />
heutzutage verzichtet niemand<br />
mehr auf eine ordentliche Dämmung<br />
an der Fassade. Zu groß<br />
sind die Herausforderungen, die der Klimawandel<br />
mit sich bringt. Nicht nur die zunehmende<br />
Hitze und das daraus entstehende<br />
Unwetterpotenzial erfordern witterungsbeständige<br />
Außenwände, auch Heizenergie<br />
muss gespart werden, um klimaschädliches<br />
CO 2<br />
zu reduzieren. Niedrigere Heizkosten<br />
sind dabei ein willkommener Nebeneffekt.<br />
Genau hier setzt die SynthesaGruppe an,<br />
die mit ihren ausgezeichneten Capatect<br />
Produkten für den Fassadenschutz ein<br />
Rundum-sorglos-Paket schnürt. Egal, ob<br />
man sich für ein Fassadensystem auf Basis<br />
von EPS (»Capatect Dalmatiner«) oder<br />
Naturfaserplatten aus Hanf entscheidet – sie<br />
alle bieten, fachgerecht umgesetzt, Schutz<br />
bei allen Herausforderungen und werden<br />
großzügig öffentlich gefördert. Damit<br />
gewinnt eine Immobilie an Wert und hat<br />
auch eine längere Lebensdauer.<br />
Besonders nachhaltig ist das Capatect-<br />
Dämmsystem aus Hanf, das dank der Plat<br />
ten aus Hanffaser eine hervorragende<br />
Ökobilanz aufweist.<br />
Eine Fassade ist nur so gut wie ihre<br />
Oberfläche. Mit den vielfältigen Angeboten<br />
an hochwertigen Fassadenfarben setzt die<br />
SynthesaGruppe neue Maßstäbe und sorgt<br />
für mannigfaltige individuelle Gestaltungsoptionen.<br />
Mit den Produkten der Carbon-<br />
Edition bietet das Capatect-System außerdem<br />
unerreicht guten Hagelschutz. Auch im<br />
Innenbereich setzt die SynthesaGruppe mit<br />
Handwerklich kompetent umgesetzter<br />
Vollwärmeschutz (hier im Bild mit einer<br />
nachhaltigen Hanffaser-Platte).<br />
seinen Innenprodukten Maßstäbe bei Nachhaltigkeit<br />
und Wohngesundheit. Die hochwertige<br />
Innendispersion extra sensitiv ist<br />
ohne Konservierungsmittel und auch<br />
für Allergiker die erste Wahl.<br />
UMFASSENDE OBERFLÄCHEN-<br />
KOMPETENZ<br />
Als Vollsortimenter bei Oberflächen liefert<br />
die SynthesaGruppe viele Lösungen aus<br />
einer Hand. Diese Kompetenz macht das<br />
Unternehmen seit über 75 Jahren zu einem<br />
der wichtigsten Partner des professionellen<br />
Handwerks. Denn im Zusammenspiel von<br />
Produkt- und Servicequalität mit handwerklichem<br />
Know-how entstehen Oberflächen<br />
und Gebäude, die mehr können.<br />
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2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 105
Licht. Stein. Perfektion.<br />
Zeitlos schön, einzigartig edel.<br />
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RESIDENCES<br />
urban living<br />
108<br />
124<br />
Fotos: 3SI Immogroup/JamJam, Brick Visual, Lukas Dribny, beigestellt<br />
116<br />
130<br />
RENAISSANCE DER ALTEN HÄUSER<br />
Gründerzeitliche Zinshäuser sowie<br />
unsanierte Sekundärimmobilien sind<br />
aktuell günstiger zu haben denn je.<br />
(S. 108)<br />
PALAIS OLÉ!<br />
Modern residieren in historischen<br />
Gebäuden in Bestlage steht hoch im<br />
Kurs. Worauf es bei Palais-Immobilien<br />
jetzt ankommt. (S. 116)<br />
STADT DER ACHTSAMKEIT<br />
Bhutan, der Staat mit dem höchsten<br />
Bruttonationalglück, plant eine neue,<br />
moderne und zugleich buddhistische<br />
und nachhaltige Stadt. (S. 124)<br />
ZUHAUSE IM LUXUSHOTEL<br />
Mondäner geht’s nicht: wohnen im<br />
Eigentum, aber in den exklusivsten<br />
Hotels der Weltmetropolen. Mit<br />
Fünf-Sterne-Service. (S. 130)<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 107
urban living / IMMOBILIENMARKT WIEN<br />
RENAISSANCE<br />
DER ALTEN HÄUSER<br />
Während das Luxussegment in Wien preislich unverändert ist, sind vor allem<br />
zwei Assetklassen günstiger zu haben denn je: gründerzeitliche Zinshäuser und<br />
unsanierte, in die Jahre gekommene Sekundärimmobilien. Davon profitieren<br />
Privatkäufer:innen wie auch gewerbliche Developer:innen. TEXT WOJCIECH CZAJA<br />
»Vivienne«, Margareten<br />
Sanierungen und Aufstockungen von<br />
Gründerzeithäusern wie hier im fünften<br />
Bezirk werden den Wiener Immobilienmarkt<br />
in Zukunft verstärkt prägen. Das Projekt<br />
in der Siebenbrunnengasse 65 umfasst<br />
23 Wohnungen zwischen 30 und<br />
119 Quadratmetern. Preise ab 245.000 Euro.<br />
vivienne-living.at, 3si.at<br />
Foto: 3SI Immogroup/JamJam<br />
108 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
JETZT<br />
ODER<br />
NIE<br />
!<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 109
urban living / IMMOBILIENMARKT WIEN<br />
Ein kleines, aber feines Zinshaus im<br />
neunten Bezirk mit prachtvollem<br />
Stuck an der Fassade und 13 exklusiven<br />
Eigentumswohnungen dahinter.<br />
Die Zeit sei gut für solche Projekte, meint<br />
Michael Schmidt, Geschäftsführer von 3SI,<br />
siehe Expertengespräch auf Seite 114, denn<br />
die Marge zwischen Zinshauskauf und Wohnungsverkauf<br />
pro Quadratmeter sei so groß<br />
und so attraktiv wie schon lange nicht mehr.<br />
Nicht nur hier in der Hahngasse mitten im<br />
Servitenviertel, dem kleinen Paris Wiens,<br />
daher auch der Projekttitel »Le Petit Paris«,<br />
»vraiment très sympathique«, sondern auch<br />
in vielen anderen Lagen Wiens, die in den<br />
Genuss kommen, infrastrukturell und<br />
verkehrstechnisch gut angebunden zu sein.<br />
»Ein paar wenige, ausgewählte Zinshäuser<br />
in superexklusiven Lagen in der Innenstadt<br />
haben den Wert über die Krise ganz gut<br />
halten können«, sagt Alexander Grigkar,<br />
Geschäftsführer von Grigkar Immobilien.<br />
»Doch in den meisten Lagen Wiens ist der<br />
Zinshausmarkt eingebrochen. Vor allem<br />
außerhalb des Gürtels sind Objekte, die<br />
jahrelang über dem Marktwert gehandelt<br />
wurden, nun wieder zu einem fairen Preis zu<br />
haben. Ich gehe daher davon aus, dass das<br />
Angebot an schönen, hochwertig sanierten<br />
»Le Petit Paris«, Alsergrund<br />
Mitten im Servitenviertel schlummert dieses<br />
Schmuckstück mit französischen Allüren.<br />
Das historische Gründerzeithaus aus dem<br />
Jahr 1884 wurde saniert und aufgestockt.<br />
Acht Wohnungen zwischen 40 und 180 Quadratmetern<br />
sind noch zu haben. Ab 346.000 Euro.<br />
3si.at<br />
JETZT<br />
ODER<br />
NIE<br />
Altbauwohnungen am Wiener Immobilienmarkt<br />
in den kommenden Jahren noch<br />
spürbar zunehmen wird.«<br />
!<br />
PRESTIGEPROJEKTE<br />
Bei Grigkar ist das Angebot jetzt schon da.<br />
In der Gebhardtgasse in Döbling wurde ein<br />
historisches Zinshaus mit Erker und schmuckem<br />
Blendgiebel über dem Gesims vom<br />
Keller bis zum Dach saniert. In den Innenräumen<br />
des Prestigeprojekts dominieren<br />
Kastenfenster, Kassettentüren und Fischgrätparkettböden,<br />
dazu gibt es in manchen<br />
Wohnungen große, schlichte Glastüren im<br />
schwarz umrandeten Industrial Look. Von<br />
den insgesamt acht Wohnungen, heißt es auf<br />
Anfrage bei Grigkar, warten noch sechs auf<br />
Käufer:innen.<br />
Einen Trend hin zum Zinshaus erkennt<br />
man auch bei ÖRAG Immobilien. »Die<br />
Objekte in guten Lagen sind schon größtenteils<br />
verwertet und befinden sich bereits in<br />
Entwicklung«, meint Jelena Pirker, Leiterin<br />
Eigentum Wohnen bei ÖRAG, »wiewohl ><br />
Fotos: 3SI Immogroup/JamJam<br />
110 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
SEESTE BAU: IHR PARTNER FÜR<br />
WERTBESTÄNDIGE IMMOBILIEN<br />
Entwurfsrendering. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit wird keine Haftung übernommen. Vorbehaltlich Änderungen.<br />
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urban living / IMMOBILIENMARKT WIEN<br />
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ODER<br />
NIE<br />
!<br />
><br />
ich die Hoffnung nicht aufgeben würde,<br />
denn die eine oder andere Preziose findet<br />
man immer noch. Vor allem aber empfehle<br />
ich Käufer:innen und Investor:innen, sich<br />
auf jene Lagen zu konzentrieren, die in den<br />
kommenden Jahren verkehrstechnisch<br />
aufgewertet werden.«<br />
Die Rede ist vor allem vom fünften Gemeindebezirk<br />
entlang von Reinprechtsdorfer Straße,<br />
Siebenbrunnenplatz und Matzleinsdorfer<br />
Platz, die ab 2030 eine neue U2-Anbindung<br />
erhalten, sowie vom 17. Bezirk rund um den<br />
Elterleinplatz, der mit der neuen U5 in Zukunft<br />
einen regelrechten Boost erleben wird.<br />
Ein Blick auf die Websites der wichtigsten<br />
Anbieter:innen verrät: Während der westliche<br />
Teil von Margareten bislang im immobilienwirtschaftlichen<br />
Dornröschenschlaf lag, entsteht<br />
hier nun eine Branding-Immobilie nach<br />
der anderen – zum Beispiel auch die verjüngte<br />
»Vivienne« mit insgesamt 23 Wohnungen,<br />
eine klassische Altbausanierung mit verwinkelten,<br />
aber charmanten Grundrissen,<br />
Fertigstellung noch in diesem Quartal.<br />
Und wie sieht der Markt jenseits ganzer<br />
Zinshäuser aus? »Wir sehen, dass die ESG-<br />
Kriterien und die EU-Taxonomie nun<br />
langsam zu greifen beginnen«, erklärt Jelena<br />
Pirker. »Sekundärimmobilien, die haustechnisch<br />
nicht am neuesten Stand sind und<br />
die immer noch mit fossilen Energieträgern<br />
gespeist werden, haben es am Markt schwer<br />
und werden in Zukunft, wenn sie nicht<br />
ertüchtigt werden, noch mehr an Wert verlieren.«<br />
Abhilfe schafft hier, so die Expertin,<br />
eine umfassende energetische Sanierung mit<br />
Wärmepumpe und zentralen Niedrigtemperaturlösungen.<br />
Auf Landesebene können<br />
dafür entsprechende Förderungen angezapft<br />
werden.<br />
Gebhardtgasse, Döbling<br />
Der Prestige-Altbau von Grigkar Immobilien<br />
umfasst acht Wohnungen und überzeugt<br />
mit äußeren und inneren Werten, mit<br />
reichlich Stuck an der Fassade sowie<br />
Fischgrätböden und Flügeltüren im Inneren.<br />
Vier Wohnungen sind noch am Markt.<br />
Preis auf Anfrage. grigkar.at<br />
Noch schärfer formuliert es Thomas Malloth,<br />
Geschäftsführer von Malloth & Partner, der<br />
unter anderem auf die Erstellung von ESG-<br />
Gutachten spezialisiert ist: »Immobilien, die<br />
heute immer noch an Öl und Gas angeschlossen<br />
sind und bei denen keine technische<br />
und energetische Ertüchtigung geplant<br />
ist, werden bis 2035 massiv an Wert verlieren.<br />
Je nach Lage werden manche davon schon<br />
bald zum Stranded Asset.« Und die Zeit eilt,<br />
denn viele Banken und Kreditinstitute, so<br />
Malloth, seien gerade dabei, die Finanzierungskonditionen<br />
für nicht ESG-taugliche<br />
Objekte zu überarbeiten.<br />
><br />
Fotos: Grigkar Immobilien/Albin M<br />
112 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Eigentumswohnungen · Häuser · Villen<br />
Wohnen,<br />
wo sich das<br />
Leben wie Urlaub anfühlt.<br />
Am Wasser<br />
Beim Wein<br />
1220 Wien<br />
Fischerstrand 24-26<br />
2103 Langenzersdorf<br />
Winzergasse 7<br />
HWB: 32-34<br />
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Im Grünen<br />
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Für welche Lage auch immer Sie sich<br />
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100 Projekten in und um Wien. An sieben<br />
Tagen in der Woche, auch abends.<br />
0810 311 900 GLORIT.AT
urban living / IMMOBILIENMARKT WIEN<br />
><br />
Den Interessensrückgang bei unattraktiven<br />
Sekundärimmobilien sieht man auch<br />
schon in der Praxis: »Unsanierte Altbauwohnungen<br />
mit einer in die Jahre gekommenen<br />
Ausstattung und einer veralteten technischen<br />
Versorgung sind zwar noch am Markt, und<br />
das zum Teil zu den gleichen preislichen<br />
Konditionen wie bisher, aber diese Assetklasse<br />
ist inzwischen tot«, sagt Christina Hardegg,<br />
Hausverwalterin bei Hardegg Immobilien.<br />
Und setzt eines nach: »Toplagen und gute<br />
Grundrisse allein reichen heute nicht mehr<br />
aus, um einen guten Preis zu erzielen.«<br />
Gerade in diesem Bereich, darin sind sich<br />
die Expert:innen einig, gebe es nun gute<br />
Okkasionen mit entsprechend großen Verhandlungsspielräumen.<br />
Manche sprechen<br />
von bis zu 20 Prozent.<br />
<<br />
JETZT<br />
ODER<br />
NIE<br />
!<br />
Schimmelgasse, Landstraße<br />
Mitten in Erdberg errichtet die ÖRAG dieses<br />
Wohnhaus mit insgesamt 46 Wohn einheiten<br />
zwischen 47 und 165 Quadrat metern. Das<br />
sind – zumindest von dieser Dachterrasse<br />
aus betrachtet – allerbeste Aussichten.<br />
Bezugsfertig im ersten Quartal 2<strong>02</strong>6.<br />
oerag.at<br />
NACHGEFRAGT<br />
BEIM EXPERTEN<br />
1<br />
Nach dem mehr als zweijährigen Zinshoch<br />
sind die Zinsen nun wieder im Rückgang.<br />
Hat sich der Markt schon erholt?<br />
Der Markt kommt langsam in Schwung. Wir<br />
hatten heuer schon drei Zinsrückgänge, und<br />
wir erwarten bis Jahresende seitens der EZB<br />
noch zwei weitere kleine oder sogar einen<br />
größeren Zinsschnitt mit 0,5 Prozent.<br />
2<br />
Wie wirkt sich die Situation auf Ihr<br />
tägliches Geschäft aus?<br />
Nachdem wir uns weniger auf den Anlagemarkt<br />
und auf das schnelle Geschäft, sondern<br />
in allererster Linie auf Eigennutzer:innen<br />
fokussieren, ist 3SI von der Krise etwas verschonter<br />
geblieben. Die Nachfrage ist sogar<br />
wieder gestiegen! Während wir im gesamten<br />
Jahr 2<strong>02</strong>3 bei 3SI an die 90 Wohnungen<br />
verkauft haben, sind es heuer bis zum jetzigen<br />
Zeitpunkt schon mehr als 140 Stück. Von der<br />
200.000-Euro-Wohnung bis zum Penthouse<br />
für 3,5 Millionen Euro ist alles dabei.<br />
3<br />
Wie haben sich die Wiener Immobilienpreise<br />
im Detail verändert?<br />
Bei den Luxusimmobilien sind die<br />
Käufer:innen kritischer und wählerischer<br />
geworden. Doch gleichzeitig ist das Premiumsegment<br />
ein sehr träger Markt. Daher sind<br />
die Preise hier weitgehend stabil, während<br />
es ganz allgemein – und insbesondere bei<br />
Vorsorgewohnungen – etwas seltener zu<br />
Abschlüssen kommt.<br />
4<br />
Und unterhalb des Premiumsegments?<br />
Im mittleren Segment tut sich viel,<br />
denn vor allem in den Flächenbezirken<br />
wurde in den letzten Jahren viel produziert.<br />
Hier sind noch sehr, sehr viele Wohnungen<br />
am Markt. Daher beobachte ich hier gewisse<br />
Preiskorrekturen. Wer eine effiziente, wirtschaftliche<br />
Anleger:innenwohnung kaufen<br />
will, für den ist jetzt der richtige Zeitpunkt.<br />
Innerstädtisch merken wir sogar aber<br />
schon wieder Preisanstiege.<br />
5<br />
6<br />
Welche Empfehlung können Sie sonst<br />
noch abgeben?<br />
Zinshaus kaufen! Jetzt oder nie!<br />
Warum das?<br />
Historische Zinshäuser haben in<br />
der Regel gute, infrastrukturstarke<br />
Lagen. Und aufgrund der Zinspolitik und der<br />
KIM-Verordnung sind nun vergleichsweise<br />
viele Zinshäuser am Markt – und das zu<br />
ziemlich günstigen Preisen.<br />
7<br />
Was heißt das in Zahlen?<br />
Im zweiten oder dritten Bezirk bekommen<br />
Sie ein schönes, unsaniertes<br />
Zinshaus mit Stuck und Erkern um 3.000 bis<br />
4.000 Euro pro Quadratmeter. Für eine sanierte<br />
Wohnung darin können Sie aber 7.000<br />
bis 9.500 Euro pro Quadratmeter verlangen.<br />
Das Delta war noch nie so groß. Entsprechend<br />
bewegt sich die Rendite momentan<br />
zwischen drei und vier Prozent. So eine große<br />
Gewinnspanne gab es am Zinshausmarkt<br />
schon lange nicht mehr.<br />
8<br />
MICHAEL SCHMIDT<br />
Geschäftsführer 3SI<br />
3si.at<br />
Wie lange bleibt das günstige<br />
Zeitfenster noch offen?<br />
Mit den nächsten Zinsschnitten wird<br />
der Zinshausmarkt wieder an Fahrt aufnehmen.<br />
Das spüren wir bereits in den Anfragen<br />
und jüngsten Verkaufszahlen. Daher empfehle<br />
ich ein rasches Handeln.<br />
Fotos: Real Agency/ÖRAG, Stefan Joham<br />
114 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
HINTEREGGER GRUPPE<br />
LUXUS IM HERZEN WIENS<br />
Wie im Himmel fühlt man sich in dieser Luxusresidenz auf der Ringstraße mit Blick auf den<br />
Stephansdom. Die Lage ist ebenso exzeptionell wie das großzügig revitalisierte Penthouse<br />
selbst. Ein Dachterrassen-Juwel im Herzen Wiens, das nun zum Verkauf steht.<br />
FOTOS: VIZ A VIE – VISUALS<br />
Residieren an einer der exklusivsten<br />
Adressen Wiens, in der Ringstraßen-Galerie,<br />
hoch oben über<br />
den Dächern, mit Blick auf den<br />
Stephansdom und die Staatsoper – besser<br />
geht’s nicht. Die Kärtner Straße befindet sich<br />
quasi ums Eck, die Infrastruktur samt Schulen,<br />
Kindergärten, Geschäften, Cafés und Restaurants,<br />
Banken und Ärzt:innen sowie öffentlichen<br />
Verkehrsmitteln ist top. Das Luxus-Penthouse<br />
mit einer großzügigen Dachterrasse im<br />
Herzen Wiens versprüht historischen Charme<br />
und bietet zugleich alle Annehmlichkeiten des<br />
modernen Lifestyles. Und es punktet dank der<br />
Revitalisierung durch den erfahrenen Projektentwickler<br />
der Hinteregger Gruppe – ein<br />
erfolgreiches Familienunternehmen seit 110<br />
Jahren – sprichwörtlich auf vielen Ebenen: An<br />
die exklusive, revitalisierte Residenz mit einer<br />
Wohnfläche von 180 Quadratmetern schließt<br />
direkt vor dem Wohnbereich eine 35-Quadratmeter-Terrasse<br />
auf drei abgestuften Niveaus<br />
an. Von hier aus hat man einen grandiosen<br />
Blick auf den Stephansdom. Hinzu kommen<br />
im Obergeschoß ein Ensuite-Zimmer, ein<br />
Abstellraum sowie ein Masterbedroom mit<br />
großzügigem Bad und einer Traumaussicht<br />
auf das Schloss Belvedere und den vorgelagerten<br />
Park. Im unteren Geschoss der Wohnung<br />
befinden sich noch ein En-suite-Zimmer,<br />
das sich auch hervorragend als Homeoffice<br />
eignet, und zwei weitere Abstellräume.<br />
Das Penthouse selbst ist mit hochwertigen<br />
Naturstoffen, Stuck und einem KNX-Bussystem<br />
ausgestattet, das Heizung, Kühlung,<br />
Sonnenschutz und Beleuchtung steuert.<br />
Auf Wunsch gibt es ein Luxury-Package<br />
obendrein: Dazu gehört die Reservierung<br />
eines eigenen Stellplatzes (bei Bedarf mehrere)<br />
in der hauseigenen Tiefgarage, exklusive<br />
Concierge-Services sowie Nutzung der exquisiten<br />
Räumlichkeiten des Grand Hotels, das<br />
sich ebenfalls im Gebäude befindet, SPA mit<br />
Sauna und Whirlpool, Wellness- und Beauty-<br />
Services, Catering und vieles mehr. Ein Leben<br />
wie im Himmel eben, oder gar noch besser.<br />
INFO<br />
Dachgeschoß Maisonette<br />
Mahlerstraße 10–12, 1010 Wien<br />
Hinteregger Gruppe<br />
T: +43 1 3083141, office@hinteregger.immo<br />
hinteregger.immo<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 115
urban living / HISTORISCHE PALAIS<br />
PALAIS OLÉ!<br />
Modern wohnen in historischen Gebäuden in Bestlage. Mit Palais-Immobilien<br />
wird’s möglich. RESIDENCES hat bei zwei Immo-Profis nachgefragt,<br />
worauf es im High-Class-Segment so ankommt. TEXT MANFRED GRAM<br />
Foto: planquadrat<br />
116 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
JETZT<br />
ODER<br />
NIE<br />
!<br />
Luxus-Einkehr<br />
Das historische Kloster St. Josef<br />
nahe der Salzburger Innenstadt wird zum<br />
exklusiven Palais mit rund 40 Eigentumswohnungen<br />
umgestaltet. Geboten werden<br />
zudem ein idyllischer Park, ein Schwimmteich,<br />
ein naturbelichteter Spa-Bereich und<br />
Repräsentationsräume. planquadr.at<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 117
urban living / HISTORISCHE PALAIS<br />
Zu Beginn ein paar Definitionen. Gemeinhin<br />
versteht man unter Palais die<br />
Residenz einer:eines Herrscher:in. Steht<br />
so ein Palais in der Stadt, hat man es mit<br />
einem Stadtpalais zu tun, das üblicherweise von<br />
Adeligen bewohnt wurde. Steht es am Land, hat<br />
man es mit einem Landpalais zu tun, das üblicherweise<br />
ebenfalls von Adeligen bewohnt wurde.<br />
Aber egal ob Stadt- oder Landpalais – unterm<br />
Strich sind Palais immer historische Gebäude,<br />
großzügig und prunkvoll angelegt und in ihrer<br />
Verfügbarkeit am Immobilienmarkt sehr limitiert<br />
und daher auch hochexklusiv. Projekte wie<br />
jenes, das die IFA AG, Österreichs größter Anbieter<br />
für Direktimmobilieninvestments, gerade<br />
in Salzburg gemeinsam mit Planquadr.at verwirklicht,<br />
sind dementsprechend spärlich. Ein<br />
historisches Kloster, 400 Meter von der Innenstadt,<br />
wird hier gerade zum Palais St. Josef,<br />
Quadratmeterpreis: 10.000 Euro aufwärts.<br />
Quasi Top of the Top. Zu dieser Immobiliennische<br />
zählen zudem noch prunkvolle Villen<br />
der Jahrhundertwende, aber auch Barockschlösschen<br />
und verwunschene Herrenhäuser.<br />
»Wir beobachten eine<br />
steigende Nachfrage nach<br />
Luxus immobilien in den<br />
inneren Bezirken, insbesondere<br />
in Ringnähe und vor allem<br />
im ersten Bezirk.«<br />
KRISTINA GIACOMELLI Sangreal<br />
Außergewöhnliche Objekte also, die nur mit<br />
dem richtigen Netzwerk zu erwerben sind.<br />
STABILE MARKTLAGE<br />
Die Luxusimmobilienmaklerin Kristina<br />
Giacomelli, Inhaberin von Sangreal Properties,<br />
verfügt über so ein Netzwerk. Sie bietet u. a. mit<br />
ihrer neuen Vertriebslinie »Private Collection«<br />
ein sehr exklusives Portfolio für öffentlichkeitsscheue<br />
High-Class-Kund:innen und setzt auf<br />
Objekte, die man so nicht auf Immobilienplatt -<br />
formen findet. Das Portfolio, das verwaltet wird,<br />
hat ein dreistelliges Millionenvolumen. Sangreal<br />
hat heuer rund 45 Immobilien abgewickelt,<br />
erzählt Giacomelli, darunter kleinere Eigentumswohnungen,<br />
aber auch Penthouses um<br />
mehrere Millionen. Sie kennt den Luxus-<br />
Stadtjuwel<br />
Das Palais Mautner Jäger, ein architektonisches<br />
Juwel der Belle Époque, findet sich im Herzen des<br />
dritten Wiener Bezirks. Mit 22 Zimmern, historischen<br />
Details und einem großzügigen Garten samt<br />
antiker Kegelbahn vereint es urbanen Komfort<br />
mit klassischer Eleganz. sangreal-properties.at<br />
Fotos: Philipp Lipiarski/www.lipiarski.com, Sangreal Properties/ZOOM.VP, Marschall Real Estate,<br />
118 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
JETZT<br />
ODER<br />
NIE<br />
!<br />
Prachtvilla<br />
Die Familienvilla von 1863 vereint Gründer -<br />
zeitarchitektur mit kunstvollen Ornamenten,<br />
farbigen Sichtziegeln und einem markanten<br />
Turm. Eine großzügige Eingangshalle, ein<br />
Wohnsalon mit Terrassenzugang, 18 Zimmer<br />
und ein ausgebautes Dachgeschoß bieten<br />
exklusives Wohnen. Indoorpool und Wellnessbereich<br />
gibt es auch. marschall.at<br />
immobilienmarkt also sehr gut. »Der hat sich<br />
in den vergangenen Krisenjahren sehr stabil<br />
gezeigt. Wien gewinnt dabei zunehmend an<br />
internationaler Bedeutung, vor allem wegen<br />
der Sicherheit und den noch attraktiven<br />
Immobilienpreisen im Vergleich zu anderen<br />
Hauptstädten Europas.«<br />
Ähnliche sieht dies auch Peter Marschall, der<br />
mit seinem Maklerunternehmen Marschall<br />
Real Estate seit Jahrzehnten eine Fixgröße in<br />
diesem Marktsegment ist. »Der Luxusimmobilienmarkt<br />
in Wien hat sich in den letzten<br />
20 Jahren sehr positiv entwickelt, insbesondere<br />
durch das verstärkte Interesse inter nationaler<br />
Käufer:innen«, analysiert der Profi. Allerdings:<br />
»Durch den Ukrainekrieg sind die Käufer:innen<br />
aus Russland, die davor sehr stark in Wien<br />
vertreten waren, nahezu verschwunden. Wir<br />
nehmen dafür ein zunehmendes Interesse von<br />
Käufer:innen aus der Ukraine wahr.« Wobei<br />
die Käufer:innenstruktur mehr oder weniger<br />
gleich geblieben ist: »Unsere Kund:innen<br />
kommen ungefähr zu gleichen Teilen aus dem<br />
In- und dem Ausland«, so Marschall.<br />
Geht es in Richtung historische Luxusimmobilien<br />
wird alles noch einmal spezieller.<br />
»Der Kreis potenzieller Interessent:innen ist im<br />
»Je exklusiver die Immobilie,<br />
desto höher die Ansprüche<br />
potenzieller Käufer:innen.«<br />
PETER MARSCHALL Marschall Real Estate<br />
Vergleich zu modernen Luxusimmobilien<br />
deutlich kleiner. Zudem bringen historische<br />
Palais oft bauliche Gegebenheiten mit sich,<br />
die bei der Planung von Wohnungen oder<br />
Hotels anspruchsvoll sein können«, erklärt<br />
Giacomelli. »Es gibt hier einfach viel zu<br />
beachten: Denkmalschutz, Bebaubarkeit des<br />
Grundstücks, technische Umsetzungsmöglichkeit<br />
der Kund:innenwünsche, Energieeffizienz<br />
oder Raumstrukturen, um nur<br />
einiges zu nennen«, so Marschall, der ergänzt:<br />
»Dennoch gibt es eine Gruppe von<br />
Käufer:innen, die sehr gerne die unsanierte<br />
Substanz kaufen und ihre individuellen<br />
Anforderungen und Wünsche selbst verwirklichen.«<br />
Den Grund, sich auf komplexe<br />
Sanierungsprojekte im High-Class-Segment<br />
einzulassen, sieht Immo-Profi Giacomelli<br />
darin, dass sich Käufer:innen eine langfristige<br />
Wertsteigerung versprechen. »Diese historischen<br />
Objekte bieten für Investor:innen eine<br />
interessante Möglichkeit, neue Nutzungskonzepte,<br />
etwa als Boutiquehotels oder exklusive<br />
Wohnprojekte, umzusetzen.«<br />
HOHE ANSPRÜCHE<br />
Egal ob selbst saniert wird oder die Immobilie<br />
bezugsfertig ist, Luxus ist in dieser Marktnische<br />
obligatorisch. Das legen zumindest die<br />
Ausstattungsdetails der Palais- und Villenprojekte<br />
nahe, die präsentiert werden.<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 119<br />
>
urban living / HISTORISCHE PALAIS<br />
JETZT<br />
ODER<br />
NIE<br />
!<br />
><br />
100 Quadratmeter Wohnzimmer, großzügige<br />
Terrassen mit Outdoorküchen oder<br />
Smart-Home-Steuerung für Spa-Bereiche gehören<br />
einfach dazu. »Es sind sehr hochwertige<br />
Materialien gefragt, wobei in den letzten Jahren<br />
nicht mehr die auffällige Opulenz gesucht wird,<br />
sondern eher ein schlichtes, hochqualitatives<br />
Design. Smart-Home-Lösungen sind bei sanierten<br />
Immobilien State of the Art«, so Marschall.<br />
Ein gutes Beispiel, wie diese Ansprüche<br />
perfekt umgesetzt werden, ist das Projekt, das<br />
der Immobilienentwickler Winegg mit der 3SI<br />
Immogroup in Hietzing umgesetzt hat. Dort<br />
wurde ein Jugendstilpalais zu einem Haus mit<br />
drei Residenzen zwischen 181 und 235 Quadratmetern<br />
mit mehreren Badezimmern und<br />
riesigen Wohnräumen umgebaut. Höchstes<br />
Augenmerk lag dabei auf der Materialwahl.<br />
Fischgrätparkett, Tafelboden, hochwertiges<br />
Gestein und per Hand gefertigter Decken- und<br />
Wandstuck sorgen für Ambiente. Dazu gibt es<br />
einen eigenen Weinkeller, großzügige Eigengärten,<br />
Freiflächen und eine Parkanlage direkt<br />
hinterm Gründerzeithaus. Das braucht es, denn<br />
2<strong>02</strong>4 bedeutet Wohnen im Palais, »den historischen<br />
Charme mit modernen Standards zu<br />
kombinieren«, so Giacomelli.<br />
120 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24<br />
<<br />
Schlossnähe<br />
Jahrhundertwende-Stilaltbau nahe<br />
Schönbrunn mit dem Glanz der Wiener<br />
Gründerzeit. Das sanierte viergeschoßige<br />
Gebäude hat drei Wohneinheiten,<br />
besticht mit hochwertigen Materialien<br />
und verfügt über eine Parkanlage mit<br />
Teich. 3si.at<br />
Fotos: Winegg & 3SI Immogroup | JAMJAM
www.palaisliechtenstein.com
HOCH HINAUS MIT<br />
KOMPETENZ<br />
Ein dynamisches Wachstum verzeichnet die<br />
1997 gegründete Firma Akustik Fellner, die auf<br />
eine dauerhafte Vertrauensbasis mit den Kunden<br />
setzt. Dank hocherfahrener Projektleiter<br />
bewältigt das Unternehmen simultan<br />
mehrere Großprojekte auf höchstem Niveau.<br />
122 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
AKUSTIK FELLNER<br />
Der Trockenbau spielt als<br />
Schlüsselgewerk eine zentrale<br />
Rolle am Bau. Der Familienbetrieb<br />
Akustik Fellner<br />
realisiert dank technischer<br />
und wirtschaft licher Kompetenz<br />
auch hoch komplexe<br />
Bau aufgaben mit Erfolg.<br />
FOTOS: BEIGESTELLT<br />
Hoch in den Wiener Himmel<br />
wachsen derzeit das 100-Meter-<br />
Wohnhochhaus »Schneewittchen«<br />
am Nordbahnhof, der 90-Meter-<br />
Turm »Grünblick« im Viertel Zwei und<br />
der 80 Meter hohe »DS 90 Tower« an der<br />
Dresdnerstraße. Bauaufgaben wie diese sind<br />
eine Herausforderung für alle Beteiligten.<br />
Gemeistert hat diese Herausforderung die<br />
Firma Akustik Fellner, die bei allen drei für<br />
den Trockenbau verantwortlich ist – und<br />
gleichzeitig noch 20 bis 25 weitere Projekte<br />
realisiert, darunter die anspruchsvolle<br />
Revitalisierung eines Krankenhauses.<br />
PRÄZISION UND VERLÄSSLICHKEIT<br />
Dafür braucht es Präzision, Kompetenz und<br />
Verlässlichkeit, und genau das bietet der<br />
1997 von Andreas und Erika Fellner gegründete<br />
und heute in Traiskirchen und Lanzenkirchen<br />
ansässige Betrieb. »Unsere schlanke<br />
Unternehmensstruktur ermöglicht uns das<br />
Abbilden von großen Verarbeitungsmengen<br />
zu attraktiven Preisen«, sagt Geschäfts führer<br />
Christian Fellner, der als studierter Betriebswirt<br />
2015 in die Firma einstieg. »Aber<br />
zusätzlich zu diesem skalenökonomischen<br />
Vorteil braucht es auch gute Beratungsleistungen.<br />
Genau diese decken wir mit dem<br />
langjährigen Know-how unserer hocherfahrenen<br />
Projektleiter bestens ab.«<br />
Beim Trockenbau handelt es sich im Bauablauf<br />
um das Schlüsselgewerk, welches im<br />
Innenausbau mit zahlreichen anderen Gewerken<br />
im Einklang funktionieren muss. Eine<br />
entsprechende Projektvorbereitung und die<br />
Just-in-time-Materiallieferung garantieren<br />
hier eine erfolgreiche Baustellenabwicklung.<br />
»Die Kombination aus einer guten Einkaufsstrategie<br />
und einer hohen Professionalität<br />
ermöglicht uns das Abbilden von wettbewerbsfähigen<br />
Preisen«, sagt Andreas Fellner.<br />
Geschäftsführer im Familienbetrieb:<br />
Firmengründer Andreas<br />
Fellner (l.) und Schwiegersohn<br />
Christian Fellner (r.).<br />
»Dabei agieren wir fair und partnerschaftlich<br />
und bauen mit unseren Kunden eine dauerhafte<br />
Vertrauensbasis auf.«<br />
Dazu passt das so organische wie dynamische<br />
Wachstum des Betriebs seit seiner Gründung.<br />
Dass es sich hier um ein Familienunternehmen<br />
handelt, sieht man quer durch alle<br />
Unternehmensabläufe. Andreas Fellner, selbst<br />
Trockenbaumeister, garantiert von Beginn an<br />
die handwerkliche Kompetenz, Erika Fellner<br />
ist als Prokuristin für die Buchhaltung zuständig.<br />
Schwiegersohn Christian Fellner brachte<br />
mit seinem Einstieg die fundierte betriebswirtschaftliche<br />
Kompetenz mit und Tochter<br />
Bianca Fellner kümmert sich mit Expertise um<br />
die Prozessoptimierung.<br />
Mit genauer Strategie und ausgeklügeltem<br />
Businessplan wurde die Firma, die anfangs auf<br />
den Innenausbau von Shops ausgerichtet war,<br />
2015 neu positioniert und auf den Objektbau<br />
ausgerichtet. Schon 2019 sammelte man mit<br />
dem 14-geschoßigen Wohnhochhaus »J5A« in<br />
der Seestadt Aspern erste Hochhauserfahrungen.<br />
Heute ist das Portfolio reich bestückt mit<br />
beeindruckenden Referenzen, darunter weitere<br />
Wohnhochhäuser, große Wohnanlagen, Bürobauten,<br />
hochkomplexe Krankenhäuser und<br />
vieles mehr.<br />
SCHWERPUNKT NACHHALTIGKEIT<br />
Einen wesentlichen und in Zukunft immer<br />
wichtigeren Schwerpunkt bildet dabei die<br />
Nachhaltigkeit, betont Christian Fellner.<br />
»Unsere Produkte werden direkt vom Werk<br />
auf die Baustelle geliefert. Dadurch verringern<br />
sich die Transportwege und wir sparen<br />
graue Energie.« Auch für die anstehenden<br />
Anforderungen des klimagerechten Bauens<br />
und der Erhöhung der Recyclingquote am<br />
Bau laufen schon die Vorbereitungen. Innovation<br />
schreibt man schließlich bei Akustik<br />
Fellner groß. »Über die Jahre haben wir<br />
gemeinsam mit unseren Kunden und Lieferanten<br />
zahlreiche Sonderkonstruktionen<br />
entwickelt, in diversen Prüfstellen geprüft<br />
und zertifiziert«, sagt Christian Fellner.<br />
Nachhaltigkeit und Innovation stehen<br />
auch in Zukunft bei Akustik Fellner im<br />
Vordergrund. »Die Auftragsbücher für<br />
2<strong>02</strong>5 sind bereits gut gefüllt«, sagt Andreas<br />
Fellner. »Wir wollen die Kapazitäten<br />
erhöhen und uns weiterhin organisch und<br />
strategisch entwickeln.« Mit einer Fülle an<br />
Kompetenz in der Familie und im Betrieb –<br />
und einem ausgezeichneten Ruf in der<br />
Branche.<br />
INFO<br />
Mehr Informationen unter:<br />
akustik-fellner.at<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 123
urban living / GELEPHU MINDFULNESS CITY<br />
Vision wird gebaut<br />
Die Stadtviertel folgen dem Konzept<br />
des Mandalas, multifunktionale<br />
Brücken verbinden sie. Der Start -<br />
schuss für den Bau der Pionierstadt<br />
ist bereits erfolgt.<br />
Foto: Brick Visual<br />
124 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Bhutan, der Staat mit dem höchsten Bruttonationalglück, plant<br />
eine moderne, aber buddhistische und nachhaltige Stadt. Komplett<br />
neu. Komplett anders. Bildung, grüne Energie und Digitalisierung<br />
sowie Umweltfreundlichkeit stehen ganz oben auf der Liste.<br />
TEXT HEIMO ROLLETT<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 125
urban living / GELEPHU MINDFULNESS CITY<br />
Airport aus Holz<br />
Der Flughafen mit 3.000 Meter<br />
Landebahn wird gerade errichtet.<br />
Der Terminal wird vollständig aus<br />
Holz gebaut.<br />
Fotos: Brick Visual, BIG<br />
So etwas gab es noch nie! Im Süden<br />
Bhutans entsteht derzeit ein einzigartiges<br />
Stadtprojekt, das weltweit seinesgleichen<br />
sucht. Die »Gelephu<br />
Mindfulness City« soll auf einer Fläche von<br />
rund 1.000 Quadratkilometern eine moderne<br />
buddhistische Destination für Spiritualität,<br />
Wellness und Regeneration werden. König Jigme<br />
Khesar Namgyel Wangchuck persönlich<br />
steht hinter dieser »Stadt der Achtsamkeit«,<br />
Mindfulness City, wie sie im Englischen genannt<br />
wird.<br />
BRÜCKEN MIT UNIS<br />
UND WOHNUNGEN<br />
Die neue Metropole soll für hohe Lebensqualität,<br />
grüne Energie, digitale Vernetzung und<br />
Bildung stehen. Gleichzeitig soll sie die buddhistische<br />
Tradition bewahren und das in der<br />
Verfassung verankerte Bruttonationalglück<br />
fördern. Das Megaprojekt entwickelt sich aus<br />
Natur, Kultur, Wasserkraft<br />
Der Damm als Symbol für die Harmonie<br />
von Natur und Kultur – mit bunten<br />
Quadraten; Stufen durch die Felswände führen<br />
zu Aussichts punkten und einem Tempel.<br />
126 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
der bestehenden Kleinstadt Gelephu an der<br />
Grenze zu Indien, die aktuell etwa 10.000<br />
Einwohner:innen zählt. Bhutan, bekannt für<br />
seinen Fokus auf nachhaltigen Tourismus und<br />
Umweltschutz, plant die Stadt als Modell für<br />
zukunftsweisende Stadtentwicklung. Das Königreich<br />
misst gesellschaftlichen Wohlstand ja<br />
nicht allein an der Wirtschaftsleistung, sondern<br />
auch am selbst entwickelten »Gross National<br />
Happiness Index«.<br />
Hinter den atemberaubenden Ideen steckt<br />
ein bekanntes Büro: Bjarke Ingels Group<br />
(BIG) wurde mit der Planung beauftragt. Der<br />
Masterplan sieht eine Reihe multifunktionaler<br />
und bewohnbarer Brücken als neue Wahrzeichen<br />
vor. Diese Brücken sollen nicht nur als<br />
Verkehrsinfrastruktur dienen, sondern auch<br />
wichtige städtische Einrichtungen beherbergen,<br />
etwa ein spirituelles Vajrayana-Zentrum,<br />
ein Gesundheitszentrum für östliche und<br />
westliche Medizin, eine Universität, ein hydroponisches<br />
Gewächshaus und einen Markt.<br />
Jede dieser neun Brücken repräsentiert einen<br />
Bereich des Bruttonationalglücks.<br />
REISFELDER IN DER STADT<br />
Die Liste von Maßnahmen, bei denen jede:r<br />
Stadtplaner:in die Augen aufreißt, geht aber<br />
noch weiter, Reisfelder beispielsweise sind<br />
inmitten der Stadt ebenso geplant wie ein hydroelektrischer<br />
Damm, der als bauliches Symbol<br />
für die Harmonie von Natur und Kultur<br />
fungieren soll. Besucher:innen und<br />
Pilger:innen steigen auf verschie denen Wegen<br />
entlang der Felswand mit bunten Quadraten<br />
»Kleine Länder wie Bhutan<br />
können schnell und innovativ<br />
Pläne umsetzen, vor denen<br />
andere Länder möglicherweise<br />
zurückschrecken.«<br />
SEINE MAJESTÄT KÖNIG<br />
JIGME KHESAR NAMGYEL WANGCHUCK<br />
zum Besucherzentrum und Tempel hinauf.<br />
Auch in Sachen Nachhaltigkeit reitet diese Stadt<br />
allen anderen auf und davon. Die »Mindfulness<br />
City« soll die strengen Umweltauflagen Bhutans<br />
berücksichtigen. Das Land ist bekannt dafür,<br />
mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufzunehmen,<br />
als es ausstößt. Mindestens zwei Drittel<br />
der Landesfläche müssen bewaldet bleiben,<br />
und Energie wird fast ausschließlich durch<br />
Wasserkraft erzeugt.<br />
GREEN-BITCOIN-MINING<br />
Dennoch braucht es in einer Stadt der Zukunft<br />
moderne, völlig neue Einrichtungen. Dazu gehören<br />
das Green-Bitcoin-Mining in Zusammenarbeit<br />
mit Bitdeer, die Einführung des<br />
Blockchain-basierten nationalen digitalen Identitätsprogramms,<br />
der Start des weltweit dritten<br />
MIT Super Fab Lab und andere Projekte wie die<br />
Entwicklung und Erprobung von Drohnen. Ein<br />
Schlüsselelement des Projekts ist der Bau eines<br />
neuen internationalen Flug hafens. Die Bauarbeiten<br />
haben bereits begonnen, mit dem ><br />
Digitale Fusion<br />
Wer denkt bei diesem Bild<br />
an Green-Bitcoin-Mining,<br />
die Einführung einer Blockchain<br />
und den Start des dritten<br />
MIT Super Fab Lab?<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 127
urban living / GELEPHU MINDFULNESS CITY<br />
Universität<br />
Bildung spielt eine wesentliche Rolle<br />
beim Bruttonationalglück Bhutans,<br />
das eine weit modernere Benchmark<br />
als das BIP darstellt.<br />
><br />
Ziel, eine 3.000 Meter lange Start- und Landebahn<br />
zu errichten. Langfristig ist sogar eine<br />
Verlängerung auf bis zu 4.000 Meter geplant,<br />
um auch Großraumflugzeuge wie den Airbus<br />
A380 aufnehmen zu können. Der Terminal soll<br />
vollständig aus Holz gebaut werden, um sich<br />
harmonisch in die Landschaft einzufügen. Geschätzte<br />
Kosten: vier bis fünf Milliarden Dollar,<br />
auch weil zwei Flüsse überbrückt werden müssen<br />
und die Steigung der Landebahn den internationalen<br />
Standards angepasst werden muss.<br />
Wichtig ist der Airport aber, auch für den Tourismus,<br />
denn Reisende können sich hier auf<br />
eine Kombination aus spektakulärer nachhaltiger<br />
Architektur und traumhafter Natur freuen,<br />
liegt die Stadt doch in der Nähe zweier<br />
Naturschutz gebiete: dem Phibsoo Wildlife<br />
Sanctuary und dem Royal Manas National Park.<br />
Im Land ist man positiv gestimmt: »Kleine<br />
Länder wie Bhutan können schnell und<br />
innovativ Pläne umsetzen, vor denen andere<br />
Länder möglicherweise zurückschrecken«, so<br />
Seine Majestät König Jigme Khesar Namgyel<br />
Wangchuck. Wann wird das alles fertig? Einen<br />
festen Zeitplan für die Fertigstellung der gesamten<br />
Stadt gibt es noch nicht. Allein die Ideen,<br />
wie man Tradition mit Innovation<br />
verbind, sind ein einzigartiges Beispiel für<br />
nachhaltige Stadtentwicklung. Ein Pionierprojekt<br />
für den Rest der Welt. <<br />
128 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24<br />
Multifunktionale Brücken<br />
Neben der Uni werden die Brücken<br />
des Ortes auch noch als spirituelles<br />
Zentrum, als Gewächshaus, Gesundheitszentrum<br />
und Markt genutzt.<br />
Selbst der Flughafen ist eine Brücke!<br />
Fotos: Brick Visual, Atchain
MAX&MORITZ<br />
LUXUS, STIL UND VIEL<br />
LIEBE ZUM DETAIL<br />
Zwei wunderschöne Luxury City Apartments, die ihresgleichen suchen. »Max&Moritz«<br />
in Wien-Döbling wurden mit viel Fingerspitzengefühl gestaltet. Sie vereinen Tradition,<br />
Komfort und modernes Design auf eine ganz besondere Weise.<br />
FOTOS: BEIGESTELLT<br />
Wien-Döbling, der bekannte<br />
Nobelbezirk der Stadt,<br />
gehört bei Immobilien zu<br />
den absoluten Toplagen.<br />
Genau richtig für »Max&Moritz«, zwei<br />
neue, exklusive Wohnobjekte in der<br />
Wilhelm-Busch-Gasse 41–43.<br />
»Max«, eine großzügige 161 Quadratmeter<br />
große Vier-Zimmer-Wohnung auf<br />
zwei Ebenen, steht für Luxus und Stil.<br />
Hochwertig ausgestattet, inklusive Kellerabteil<br />
und Parkplatz, verfügt das Luxury<br />
City Apartment über einen Wellnessbereich,<br />
einen Weinkeller sowie Terrasse und<br />
einen großen Garten mit Pool – perfekt<br />
für den Sommer in der City.<br />
PERFEKTE KOMBINATION<br />
»Moritz«, eine edle 159 Quadratmeter<br />
große Drei-Zimmer-Wohnung, verbindet<br />
Tradition mit Komfort. Auch hier stehen<br />
Kellerabteil und Parkplatz zur Verfügung,<br />
eine weitläufige Terrasse und ein<br />
großer Garten mit Jacuzzi sorgen für<br />
höchste wohnliche Lebensqualität.<br />
Beide Apartments sind mit exquisiten,<br />
zeitlosen Materialien gestaltet, inklusive<br />
klassischer Eichenböden, Marmor,<br />
Designmöbeln und schicken Tapeten.<br />
Gekonnt kombiniert, um eine friedliche<br />
Atmosphäre mit einzigartigem Stil<br />
zu schaffen.<br />
INFO<br />
Developed by<br />
koup immobilien GmbH<br />
Walfischgasse 1/8, 1010 Wien<br />
T: +43 676 6445882<br />
E: office@koup.immo<br />
koup.immo<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 129
urban living / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />
ZUHAUSE IM<br />
LUXUSHOTEL<br />
Mondäner geht’s nicht: wohnen im Eigentum, aber in<br />
den namhaftesten Hotels der Weltmetropolen – mit dem<br />
Fünf-Sterne-Service und in den besten Lagen. TEXT HEIMO ROLLETT<br />
»Waldorf Astoria<br />
Miami <strong>Residences</strong>«, USA<br />
In schwindelerregender Höhe von<br />
320 Metern thront dieses Meisterwerk<br />
über der Skyline Miamis. Neun<br />
gestapelte Glaskuben bilden den<br />
Korpus. Hier verschmelzen Hotelkomfort<br />
und Wohnluxus zu einer<br />
Symbiose der Extraklasse. Von<br />
privaten Pools bis hin zum<br />
24/7-Conciergeservice – das<br />
Leben war noch nie so himmlisch!<br />
waldorfresidencesmiami.com<br />
Foto: beigestellt<br />
130 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
S<br />
IM<br />
HOTEL<br />
T Ä<br />
D<br />
T<br />
E<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 131
urban living / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />
Lage bleibt Lage – das gilt insbesondere<br />
für prestigeträchtige Adressen. Zu<br />
sagen, eine Wohnungen im »Waldorf<br />
Astoria New York« an der Park<br />
Avenue zu haben, macht was her. Ein wenig<br />
Geduld braucht es dafür aber, selbst wenn<br />
das nötige Kapital vorhanden ist.<br />
COLE PORTER LEBT WEITER<br />
Derzeit gehen nämlich noch täglich Bauarbeiter:innen<br />
in dem ikonischen Haus aus<br />
und ein, sie teilen sich ihren Arbeitsplatz mit<br />
einem internationalen Expert:innenteam aus<br />
Denkmalschützer:innen und Restaurator:innen,<br />
die akribisch an den einzigartigen Artefakten<br />
des Hotels werken – darunter die<br />
berühmte »Spirit of Achievement«-Statue am<br />
Eingang zur Park Avenue, die Weltausstellungsuhr<br />
und der Steinway-Flügel des amerikanischen<br />
Komponisten Cole Porter aus dem<br />
Jahr 1907. All diese Exponate werden ihren<br />
ursprünglichen Standort im »Waldorf Astoria<br />
New York« behalten, wenn dann auch die<br />
neuen Eigentümer:innen einziehen werden:<br />
Privatpersonen, die sich ein Stück des ikonischen<br />
Hotels als Wohnung gekauft haben.<br />
Das legendäre Haus ist seit 2017 geschlossen,<br />
die Wiedereröffnung war ursprünglich<br />
für Ende 2<strong>02</strong>2 geplant, wurde jedoch erneut<br />
verschoben und ist nun für die nächsten<br />
Monate vorgesehen. Nach Abschluss der<br />
Renovierungsarbeiten wird das Gebäude<br />
nicht mehr ausschließlich als Hotel betrieben<br />
werden, sondern gemäß dem Motto »Halbehalbe«.<br />
Es wird sowohl 375 Hotelzimmer als<br />
auch 375 Luxuswohnungen, sogenannte<br />
Branded <strong>Residences</strong>, umfassen.<br />
IMMER MEHR UND IMMER BESSER<br />
Diese sind mittlerweile in allen großen<br />
Metropolen der Welt zu finden, ihr Erfolg<br />
liegt wohl auch in der gelungenen Mischung<br />
aus Hotelkomfort und Privatsphäre. Eigentümer:innen<br />
haben dabei die Möglichkeit,<br />
»Fairmont Rabat-<br />
Salé«, Marokko<br />
Ein Meisterwerk marokkanischer<br />
Eleganz! Im Herzen der Küstenstadt<br />
liegen die 274 Wohnungen<br />
und Suiten, eingerahmt von landschaftlich<br />
gestalteten Wassergärten.<br />
Mit einem exquisiten<br />
Spa, Golfplatz und feiner<br />
Kulinarik ist es ein Paradies für<br />
Kurztrips zum Sonnetanken und<br />
für längere Aufenthalte.<br />
fairmont.de/rabat<br />
den Luxus und den Service der renommierten<br />
Hotelmarken zu genießen, während sie<br />
gleichzeitig die Privatsphäre und die Sicherheit<br />
eines eigenen Apartments oder einer<br />
Suite besitzen.<br />
Die Nachfrage nach Branded <strong>Residences</strong> hat<br />
in den letzten Jahren stark zugenommen. Die<br />
Idee ist zwar schon fast 100 Jahre alt, den Beginn<br />
markierte das »The Sherry Netherland«,<br />
das als 38-stöckiges Apartment-Hotel ebenfalls<br />
in Manhattan, nämlich an der Fifth<br />
Avenue 1927 eröffnete. Die damaligen<br />
Eigentümer:innen der Suiten hatten Butler,<br />
Fotos: lensfilmsdubai, beigestellt<br />
132 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Zimmerreinigung und diverse Cocktails und<br />
Mahlzeiten zur Auswahl. Heutzutage erwarten<br />
die Käufer:innen Kinderbetreuung,<br />
Dinnerpartys, Hundeausführen, Ernährungsberatung,<br />
Personal Shopping und vieles mehr.<br />
Die Hotelketten reagierten auf diese zahlungskräftige<br />
Klientel, Marken wie Hilton, Marriott,<br />
Accor, Rosewood, Anantara, Kempinski,<br />
Ritz-Carlton etc. haben sich in Städten wie<br />
New York, London, Dubai und zunehmend<br />
auch in deutschen Metropolen mit diesem<br />
Immobilienkonzept etabliert, auch Wien ist<br />
»Four Seasons<br />
Mumbai«, Indien<br />
Was für ein Rückzugsort in dieser<br />
quirligen Stadt! Jede Wohnung<br />
nimmt mindestens ein ganzes<br />
Stockwerk ein und überall hat<br />
man einen Blick von oben auf<br />
dieses urbane Konglomerat. Residents’<br />
Club mit Lounge, Medienraum<br />
und privater Speisesaal<br />
werden von dem gewohnt legendären<br />
»Four Seasons«-Service<br />
verwöhnt. fourseasons.com<br />
Im »Waldorf Astoria«<br />
erinnert das Konzept<br />
fast an eine riesige<br />
Luxus-WG, denn es<br />
gibt unheimlich viele<br />
Gemeinschaftsflächen<br />
und -räume.<br />
mit dem »Palais Hansen«, dessen Hotelbetrieb<br />
unlängst von Anantara übernommen<br />
wurde, und dem »Mandarin Oriental« in<br />
dem Segment vertreten. Die 25 exklusiven<br />
Markenresidenzen in letztgenanntem Haus<br />
sind im Übrigen besonders nachhaltig. Das<br />
Projekt hat diesen Herbst die Vorzertifizierung<br />
in Gold für nachhaltige Sanierung der<br />
ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für<br />
nachhaltige Immobilienwirtschaft) erhalten.<br />
REICHEN-WG<br />
S<br />
T Ä<br />
D<br />
IM<br />
HOTEL<br />
Im »Waldorf Astoria« erinnert das Konzept<br />
fast an eine riesige Luxus-WG, denn es gibt<br />
unheimlich viele Gemeinschaftsflächen und<br />
-räume. Die neuen Eigentümer:innen werden<br />
exklusiven Zugang zu über 4.600 Quadratmetern<br />
privater Wohnanlage haben,<br />
darunter ein 25 Meter langer »Starlight<br />
Pool« mit Sternenhimmel und Blick auf die<br />
Park Avenue. Die exklusiv für die Bewohner:in<br />
nen zur Verfügung stehenden Bars<br />
mit der »Starlight Lounge«, der »Starlight<br />
Terrace« und dem immergrünen Wintergarten<br />
sind eine Hommage an die berühmten<br />
Privat audienzen im »Waldorf Astoria« der ><br />
T<br />
E<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 133
urban living / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />
»Hard Rock Hotel<br />
<strong>Residences</strong> Davos«,<br />
Schweiz<br />
Top Kombi! Inmitten der Schweizer<br />
> 1950er-Jahre. Daran<br />
Berge bieten diese Edelbehausungen<br />
alpinen Charme, der mit Musikerinnert<br />
auch die großzügige<br />
räumliche Infra-<br />
ergänzt wird. Zu den Annehmlich-<br />
Memorabilien und stilvollem Design<br />
struktur mit Bibliothek,<br />
keiten zählen ein Spa, ein Pool,<br />
Restaurants und ein Musikstudio,<br />
Theaterbühne, Weinkeller<br />
das Gästen ein exklusives<br />
und Billardraum. Weiters<br />
Musikerlebnis ermöglicht.<br />
vorhanden: ein hochmodernes<br />
Fitnesscenter, Trainingsstu-<br />
hotel.hardrock.com/davos<br />
dios, eine Kardiogalerie, private<br />
Spas mit Sauna, Dampfbad und Behandlungsräumen<br />
sowie private Arbeitsräume<br />
mit Sitzungszimmern und Besprechungsräumen.<br />
Inspiriert von der klassischen Pracht<br />
des Hotels hat der international anerkannte<br />
Designer Jean-Louis Deniot ein entsprechendes<br />
Interior geschaffen. Die Größen der<br />
Wohnungen reichen von 51 bis 276 Quadratmeter,<br />
die Preise beginnen bei 1,8 Millionen<br />
US-Dollar und gehen bis zu 18.750.000 US-<br />
Dollar für die größten Einheiten. Immerhin<br />
eine Wohnung mit drei Schlafzimmern wurde<br />
vor zwei Jahren noch mit zehn Millionen<br />
US-Dollar angeboten, heute werden schon<br />
1,5 Millionen mehr dafür verlangt. Nebensatz:<br />
die Nebenkosten. Monatlich fallen<br />
noch Steuern und Kosten für die Allgemeinflächen<br />
an – rund 10.000 US-Dollar im<br />
Monat werden kolportiert.<br />
Fotos: beigestellt<br />
134 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
S<br />
IM<br />
HOTEL<br />
T Ä<br />
D<br />
T<br />
E<br />
»The Chedi Andermatt«,<br />
Schweiz<br />
Andermatt ist als einziger Ort in<br />
den Schweizer Alpen von der<br />
sogenannten Lex-Koller-Beschränkung<br />
ausgenommen – das<br />
bedeutet, dass auch Ausländer:innen<br />
Immobilien erwerben können.<br />
Eigentümer:innen genießen zudem<br />
Rabatte auf Saisonkarten, auf<br />
die Eintrittspreise im Golfclub und<br />
sogar in anderen Hotels.<br />
chediresidences-andermatt.com<br />
»Sindhorn Kempinski<br />
Hotel Bangkok«, Thailand<br />
Ob Kuala Lumpur, Istanbul, Dubai<br />
oder eben Bangkok – Kempinski<br />
ist eine der Ketten, die an vielen<br />
Destinationen <strong>Residences</strong> verkaufen<br />
und betreiben. Im Herzen der<br />
thailändischen Hauptstadt liegen<br />
die Wohnungen direkt an einem<br />
Park, die Bewohner:innen haben<br />
auch eine eigene Lobby.<br />
NEUE BRANDS STEIGEN EIN<br />
Die legendäre Immobilie in Manhattan<br />
geht mit der Zeit und steht für einen<br />
Wandel. Diese neue Immobilienart bietet<br />
einer mondänen Schicht ein einzigartiges<br />
Leben im Luxus, egal, wo sie sich gerade<br />
befindet. Hotelmarken wie Rosewood,<br />
Accor, Four Seasons oder Kempinski<br />
haben sogar ganze Portfolios an weltweiten<br />
<strong>Residences</strong>, Marriott verfügt etwa über<br />
200 Standorte – von São Paulo bis Tokio.<br />
Allerletzter Schrei: Auch andere Brands<br />
aus dem Nicht-Hotel-Bereich springen<br />
auf den Zug auf, was man am stärksten<br />
in Dubai beobachten kann, dort wohnt<br />
man in Türmen von Versace, Bulgari,<br />
Lamborghini, Bugatti oder Bentley.<br />
Erstmals hat sich auch Mercedes-Benz<br />
dazu entschieden, einen servicierten<br />
Wohnturm nach sich benennen zu lassen.<br />
Das 65-stöckige Gebäude wird sich in<br />
kempinski.com/en/sindhorn-hotel ><br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 135
urban living / PRIVATE BRANDED RESIDENCES<br />
><br />
Downtown Dubai befinden, mit direktem<br />
Blick auf den<br />
Burj Khalifa, und mit 341 Metern in den<br />
Wüstenhimmel ragen – 2<strong>02</strong>6 soll er fertig<br />
gebaut sein. Die Wohnungsgrößen reichen<br />
von 171 bis 1.682 Quadratmeter, die<br />
kleinen Einheiten kosten ab 2,2 Millionen.<br />
Euro. Die Services dieser Häuser sind den<br />
Hotels ebenbürtig. VIP-Concierge für<br />
persönliche Assistenz, tägliche Reinigung,<br />
hochmoderne Fitnessstudios, Spa- und<br />
Yogaeinrichtungen, Restaurants und<br />
Bars, Room Service, Weinkeller, Kinos,<br />
Lounges, Co-Working-Spaces, Zugang<br />
zu Golfplätzen usw. Kurzum: Marken<br />
halten nicht immer, was sie versprechen.<br />
Branded <strong>Residences</strong> schon.<br />
»Palais Hansen«, Wien,<br />
Österreich<br />
Bei der Sanierung des »Palais<br />
Hansen« an der Wiener Ringstraße<br />
wurden auch Apartments geschaffen.<br />
Nun locken die Services der Luxusmarke<br />
Anantara, Bewohner:innen<br />
können sich z. B. über das erweiterte<br />
Spa auf asiatischem Niveau freuen.<br />
Ein Apartment mit Dach terrasse<br />
kostet aktuell 8,5 Millionen Euro.<br />
anantara.com<br />
<<br />
S<br />
T Ä<br />
D<br />
IM<br />
HOTEL<br />
T<br />
E<br />
»The Lucan«, London, UK<br />
Inspiriert von Chelseas<br />
klassischen Villen aus der<br />
viktorianischen Ära, ist dieses Haus<br />
die erste eigenständige Immo bilie<br />
im globalen Residential-<br />
Portfolio von Marriott. Serviciert<br />
wird dieses charmante Zuhause<br />
nämlich von Autograph<br />
Collection <strong>Residences</strong>.<br />
thelucan.net<br />
Fotos: Plomp, beigestellt<br />
136 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
LUCETTE<br />
URBANES ZUHAUSE IM<br />
HERZEN VON NEUBAU<br />
»Lucette« heißt das neue Luxury City Apartment inmitten von Wien-Neubau,<br />
das urbanes Flair perfekt mit einem Gartenidyll verbindet – konzipiert für<br />
Menschen, die keine Kompromisse eingehen wollen.<br />
FOTOS: BEIGESTELLT<br />
Eine ideale Mischung aus City-<br />
Highlife und entspannter Atmosphäre<br />
bietet Neubau, der<br />
siebente Bezirk in Wien. Die<br />
zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten, eine<br />
lebendige Kulturszene mit Theatern,<br />
Galerien und dem beliebten Museumsquartier<br />
ziehen ebenso Shoppingbegeisterte<br />
wie Kunst- und Kulturinteressierte an. Hinzu<br />
kommt eine Vielzahl an Restaurants, Bars<br />
und Cafés, die kulinarische Vielfalt und<br />
ein pulsierendes Nachtleben bieten. Mit<br />
seinen zahlreichen Parks und Kinderspielplätzen<br />
sowie bester Anbindung an öffentliche<br />
Verkehrsmittel eignet sich dieser Teil<br />
Wiens aber ebenso gut für Familien.<br />
Hier, konkret in der Neustiftgasse 121,<br />
findet sich »Lucette«, eine traumhafte<br />
mondäne Wohnoase auf zwei Etagen mit<br />
einer Wohnfläche von insgesamt rund<br />
178 Quadratmetern. Das Luxury City<br />
Garden Apartment ist innen wie außen<br />
bis ins kleinste Detail durchgeplant und<br />
bietet ein unvergessliches Raumgefühl.<br />
Der eigentliche Star dieser Residenz aber<br />
ist der Garten, der höchste Lebensqualität<br />
mitten in der Stadt ermöglicht. Die gesamte<br />
Wohnung mit exklusiven, hochwertigen<br />
Interior-Details wurde von Architekten für<br />
Menschen bzw. Familien konzipiert, die keine<br />
Kompromisse eingehen wollen. Ein wahres<br />
Juwel im Herzen der Donaumetropole.<br />
INFO<br />
Developed by<br />
koup immobilien GmbH<br />
Walfischgasse 1/8, 1010 Wien<br />
T: +43 676 6445882<br />
E: office@koup.immo<br />
koup.immo<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 137
urban living / BEST OF ARCHITEKTUR & HOTELS<br />
VISUELLE<br />
REISELUST<br />
Bereit für eine gediegene Flucht aus dem Alltag? Diese exquisiten Coffee Table Books<br />
zeigen die famosesten Luxushotels der Welt und gewähren Einblicke in opulente<br />
Refugien, die selbst anspruchsvollste Gäste begeistern. Eine Inspiration für alle,<br />
die auch auf Reisen kulturellen Reichtum, Architektur und Design schätzen.<br />
»ETERNALLY RITZ«<br />
Das legendäre »Ritz« am Place Vendôme in Paris ist mehr als ein<br />
Luxushotel. Allein sein Name weckt Träume und Sehnsüchte. Nach der<br />
Restaurierung 2018 ist das Haus heute glamouröser denn je. Das Buch<br />
von Laure Verchère ist voller beeindruckender Bilder, die sowohl die<br />
prominenten Gäste des »Ritz« in Szene setzen als auch die Architektur.<br />
Verlag: Assouline Preis: 96 Euro<br />
»DESIGN«<br />
The leading hotels of the world<br />
Eine Reise zu den exklusivsten Hotelhighlights,<br />
die für ihr Design mehrfach ausgezeichnet<br />
wurden. Der aufwendige Band<br />
zeigt über 70 Hotels in 80 Ländern. Hier<br />
geht edle Ästhetik mit außergewöhnlicher<br />
Luxusgastfreundschaft einher. Mit spannenden<br />
Reportagen, namhaften Persönlichkeiten<br />
sowie Reisetipps von Expert:innen.<br />
Verlag: Monacelli Preis: 65 Euro<br />
Fotos: Robyn Lea, Alex Fradkin, Colin Miller, GEORGE FAKAROS ARCHITECTURAL PHOTOGRAPHY/Marriott International,<br />
George Apostolidis/ Mandarin Oriental Group, Verlage<br />
»100 HOTELS OF A LIFETIME«<br />
Von »The Peninsula Hong Kong« über das »Grand Hotel Tremezzo« am Comer<br />
See, »La Mamounia« in Marrakesch bis hin zu »Claridge’s« in London – diese<br />
großartig illustrierte Sammlung präsentiert 100 der bemerkenswertesten Hotels<br />
der Welt und enthüllt deren faszinierende Geschichten und luxuriöse Interiors.<br />
Verlag: National Geographic Preis: 37 Euro<br />
138 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
»CHELSEA HOTEL«<br />
Bildgewaltige Einblicke in das legendäre Hotel<br />
»Chelsea«, wo Künstler:innen wie Patti Smith, Andy<br />
Warhol und Bob Dylan wohnten. Die Autoren zeigen<br />
den ungebrochenen Bohemian Spirit des Hauses und<br />
stellen einige der aktuellen Bewohner:innen sowie<br />
deren ausgefallene, einzigartige Residenzen vor.<br />
Verlag: Monacelli Preis: 42 Euro<br />
»GRAND HÔTEL STOCKHOLM«<br />
In Kooperation mit Schwedens Kreativen<br />
Rami Hanna und Hanna Marzouki Widlund<br />
entstand dieses neue Coffee-Table-Book des<br />
»Grand Hôtel«. Es zeigt nicht nur die reiche<br />
150-jährige Geschichte des Hauses, sondern<br />
auch kunstvolle Interior-Details und handgeschriebene<br />
Notizen, die ungeahnte Blicke<br />
hinter die Kulissen ermöglichen.<br />
Verlag: Grand Hôtel, exklusiv erhältlich<br />
im hoteleigenen Shop<br />
»THIS MUST BE PARADISE«<br />
25 Reiseziele, die nach haltiges Naturerlebnis,<br />
Abenteuer und Luxus verbinden, darunter<br />
Traumziele wie das »Genghis Khan Retreat« in<br />
der Mongolei, »Beau-Rivage Palace« in der<br />
Schweiz, Öko-Lodges an der Siwa-Oase in<br />
Ägypten oder die »Finca Serena« in Portugal.<br />
Mit Fotos von Reto Guntli.<br />
Verlag: teNeues Preis: 60 Euro<br />
»MANDARIN ORIENTAL«<br />
Die Mandarin Oriental Group, entstanden aus zwei Hotels in<br />
Hongkong und Bangkok, ist heute eine Luxusmarke mit 38<br />
Hotels auf vier Kontinenten. Sie verbindet lokale Kultur mit<br />
Innovation und Exzellenz in Design, Gastronomie und Wellness.<br />
Ein wunderschöner Bildband über die reiche Geschichte.<br />
Verlag: Assouline Preis: 178 Euro<br />
»HOTEL SECRETS«<br />
The Luxury Collection<br />
Der siebte Band der Luxury-Collection-Reihe »Hotel Secrets« enthüllt<br />
noch mehr verborgene Geschichten der schönsten Reiseziele der Welt.<br />
Von Frank Sinatras Suite bis zur mittelalterlichen Bibliothek – jedes<br />
Hotel dieser Reihe ist unnachahmlich und tief mit der Kultur und<br />
Historie seiner Stadt verbunden.<br />
Verlag: Assouline Preis: 55 Euro<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 139
urban living / ZWEI MENSCHEN – ZWEI MEINUNGEN<br />
Zwei Perspektiven auf ein Haus<br />
Dietmar Feistel, Partner bei DMAA Delugan Meissl<br />
Associated Architects, ist für die Sanierung und<br />
Revitalisierung des »Francis« verantwortlich. Christoph<br />
Steinbrener, Partner im Künstlerkollektiv Steinbrener/<br />
Dempf & Huber, steuerte auf der Fassade des<br />
Gebäudes vier waghalsig herumturnende Figuren bei.<br />
140 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
»BEI DER KONZEPTPRÄSENTATION<br />
WAREN WIR ALLE ZIEMLICH NERVÖS«<br />
Demnächst wird der Wiener Franz-Josefs-Bahnhof wiedereröffnet. Das neue »Francis«<br />
präsentiert sich als schimmernde Edelstahllandschaft mit einem auffälligen Kunst-am-Bau-<br />
Projekt. Doch wie genau gestaltet sich so eine Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen?<br />
Ein Gespräch mit Architekt Dietmar Feistel und Künstler Christoph Steinbrener.<br />
NTERVIEW WOJCIECH CZAJA<br />
FOTOS JOHANNES KERNMAYER<br />
RESIDENCES Welche konkreten Erinnerungen<br />
verbinden Sie mit dem Franz-Josefs-Bahnhof?<br />
DIETMAR FEISTEL Ich bin 1986 zum<br />
Studieren von Vorarlberg nach Wien gekommen,<br />
ich hatte eine Wohnung ganz in der Nähe,<br />
und dann bin ich eines Tages hierhergekommen,<br />
um in der Bank ein Konto zu eröffnen. Ich kann<br />
mich noch gut an den ersten Eindruck erinnern:<br />
die Fahrt hinauf auf der Rolltreppe, die verspiegelte,<br />
abweisende Fassade, eine Mischung<br />
aus Faszination und Grauen.<br />
CHRISTOPH STEINBRENER Mein erster<br />
Eindruck war: was für ein absolut grauenvolles,<br />
anonymes Gebäude!<br />
Die einen lieben den Franz-Josefs-Bahnhof, die<br />
anderen hassen ihn. Wie kommt es, dass ein<br />
Bauwerk in der Bevölkerung so stark polarisieren<br />
kann?<br />
FEISTEL Weil es ein großes, autistisches<br />
Gebäude ist, das etwas sehr Intransparentes,<br />
Geheimnisvolles hat und sich nicht schon auf<br />
den ersten Blick erschließt.<br />
STEINBRENER Was ja an sich nichts Schlechtes<br />
ist! Eine Stadt braucht dieses Rauschen, dieses<br />
Anecken. Wenn ich mich durch eine Stadt<br />
bewege, dann will ich mich auch ärgern und<br />
aufregen können, dann will ich Gesprächsstoff<br />
haben, Konfliktpotenzial!<br />
Die Wiener Immobilienentwicklerin Michaela<br />
Mischek-Lainer hat den Franz-Josefs-Bahnhof<br />
einmal als »großen, stinkenden Wal, der hier<br />
gestrandet ist und den neunten Bezirk entzweit«,<br />
bezeichnet. Können Sie dem etwas abgewinnen?<br />
FEISTEL Das ist schon etwas hart formuliert,<br />
mich überzeugt vielmehr das Bild eines gestrandeten<br />
Kreuzfahrtschiffs.<br />
Wie würden Sie, wenn wir die polemische Ebene<br />
verlassen, die architektonische, baukulturelle<br />
Qualität einschätzen? Immerhin waren sogar<br />
die Architekten Harry Glück und Karl<br />
Schwanzer sehr unglücklich mit dem Bau<br />
und haben sich von diesem Projekt nach der<br />
Eröffnung 1978 öffentlich distanziert.<br />
FEISTEL Karl Schwanzer wollte an den vier<br />
Ecken ursprünglich vier Hochhäuser errichten,<br />
was ihm allerdings verwehrt wurde. Um die<br />
nötige Fläche dennoch unterzubringen, wurde<br />
ZWEI MENSCHEN<br />
Dietmar Feistel (57) studierte Architektur<br />
an der TU Wien. Seit 1998 arbeitet er für<br />
das Wiener Architekturbüro DMAA Delugan<br />
Meissl Associated Architects, seit 2004 ist<br />
er Partner. Zu den bekanntesten Projekten<br />
zählen das Festspielhaus in Erl, das Porsche<br />
Museum in Stuttgart, das Eye Film Institute<br />
in Amsterdam und der Zoologische und<br />
Botanische Garten in Taiyuan, China.<br />
Aktuell widmet sich das Büro den Themen<br />
Energiegewinnung und Kreislaufwirtschaft.<br />
dmaa.at<br />
Christoph Steinbrener (64) studierte<br />
Bildhauerei bei Bruno Gironcoli an der<br />
Akademie der bildenden Künste und arbeitet<br />
als Künstler und Bildhauer. Gemeinsam<br />
mit Rainer Dempf und Martin Huber leitet er<br />
das Wiener Künstlerkollektiv Steinbrener/<br />
Dempf & Huber. Der Fokus richtet sich auf<br />
Arbeiten und Installationen im öffentlichen<br />
Raum, u. a. »Delete!« in Wien (2005),<br />
» Capricorn Two« in Hamburg (2015),<br />
» Cliffhanger« in den Ötschergräben (2<strong>02</strong>0)<br />
und »Victory Spikes« in München (2<strong>02</strong>2).<br />
steinbrener-dempf.com<br />
das Haus dann immer breiter und breiter.<br />
Unterm Strich ist das Gebäude ein Kompromiss,<br />
den so niemand wollte.<br />
Herr Steinbrener, Sie scheinen sich für den<br />
Komplex schon lange zu begeistern. 2016 haben<br />
Sie auf der Baustelle im Althan Quartier die<br />
Skulptur »Lunch Atop« realisiert.<br />
STEINBRENER Der Franz-Josefs-Bahnhof<br />
steht ja nicht alleine da, sondern ist Teil eines<br />
riesengroßen Komplexes. Der Immobilienentwickler<br />
6B47 hat uns damals gebeten, hier am<br />
Areal ein Kunstwerk zu realisieren. Also haben<br />
wir auf dem Dach des ehemaligen Postgebäudes<br />
einen zwölf Meter langen Stahlträger über die<br />
Straße auskragen lassen – mit fünf lebensgroßen<br />
Figuren, die da draufsitzen und gerade Pause<br />
machen.<br />
Ein bekanntes Motiv!<br />
STEINBRENER Ja, die Skulptur »Lunch Atop«<br />
war ein Zitat auf eine sehr berühmte Schwarz-<br />
Weiß-Fotografie aus dem Jahr 1932, und zwar<br />
auf die Bauarbeiter, die auf der Baustelle des<br />
Rockefeller Center gerade Mittagspause machen.<br />
Dieses Motiv wollten wir aufgreifen: Wir<br />
wollten den Bauarbeitern am Franz-Josefs-Areal<br />
ein temporäres Denkmal setzen.<br />
FEISTEL Man hat dieses Ding von überall<br />
gesehen! Wirklich eine schöne Arbeit.<br />
STEINBRENER Dankeschön!<br />
Herr Feistel, 2016 haben Sie gemeinsam mit<br />
Josef Weichenberger und querkraft architekten<br />
an einem kooperativen Verfahren teilgenommen.<br />
Was kam dabei heraus?<br />
FEISTEL Von Anfang an gab es den Wunsch,<br />
das Areal aufzulockern und zu durchbrechen –<br />
nicht nur optisch, sondern auch funktional, mit<br />
Möglichkeiten, das Grundstück zu durchqueren<br />
und die Fußwege in diesem Teil des neunten<br />
><br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 141
urban living / ZWEI MENSCHEN – ZWEI MEINUNGEN<br />
FEISTEL Nein. Die erste Anbahnung war<br />
zwischen Bauherr und den Künstlern. Wir<br />
wurden danach involviert, als klar war, dass es<br />
nun zu einer Zusammenarbeit kommen wird.<br />
STEINBRENER Natürlich ist so ein Prozess<br />
vor allem am Anfang sehr delikat, denn solange<br />
der Bauherr keine endgültige Entscheidung<br />
gefällt hat, muss die Kommunikation<br />
sehr diskret sein.<br />
»Weil es ein lustiges und<br />
auch intelligentes Konzept<br />
war, das das Projekt um eine<br />
ganz neue Facette bereichert,<br />
ohne es zu stören. «<br />
DIETMAR FEISTEL<br />
Delugan Meissl Associated Architects | DMAA<br />
Der Architekt<br />
Dietmar Feistel hat sich dem Franz-Josefs-<br />
Bahnhof Schritt für Schritt angenähert und dabei<br />
die Potenziale des in die Jahre gekommenen<br />
Bestandsgebäudes entdeckt. Nun steht er an der<br />
neu errichteten Innentreppe.<br />
dmaa.at<br />
><br />
Bezirks zu verkürzen. Gemeinsam mit Bürger:innen-Vertreter:innen<br />
und Vertreter:in nen<br />
der Stadt Wien wurde damals ein städte bauliches<br />
Leitbild erstellt. 2018 wurde dann ein Hochhaus-<br />
Wettbewerb ausgeschrieben, den das Wiener<br />
Büro Artec gewonnen hat, allerdings wurde das<br />
Projekt nie realisiert. In der Zwischenzeit haben<br />
wir für den Kopfbau am Julius Tandler-Platz mit<br />
Josef Weichenberger unterschiedliche Varianten<br />
der Revitalisierung erarbeitet – und dabei die<br />
großen Potenziale des Bestandsgebäudes entdeckt.<br />
2<strong>02</strong>1 haben Sie für das Projekt dann ein Kunstam-Bau-Projekt<br />
erarbeitet. Wie kam es dazu?<br />
STEINBRENER Wir hatten den Bau schon lange<br />
unter Beobachtung, und je mehr er Gestalt angenommen<br />
hat, desto mehr hat es uns gekitzelt,<br />
hier auch einen künstlerischen Beitrag zu leisten.<br />
Also haben wir den Developer 6B47 kontaktiert,<br />
der uns daraufhin beauftragt hat, ein Konzept zu<br />
machen.<br />
Herr Feistel, wurden Sie in den Prozess von<br />
Anfang an involviert?<br />
142 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24<br />
Hatten Sie einander davor schon gekannt?<br />
FEISTEL Vom Namen und von den Projekten<br />
her schon, aber nicht persönlich.<br />
STEINBRENER War schon spannend, als<br />
wir uns zum ersten Mal begegnet sind. Ich<br />
habe den Austausch als schön und befruchtend<br />
erlebt. Irgendwie hat die Chemie von<br />
Anfang an gepasst. Und als es dann so weit<br />
war, euch das Konzept zu präsentieren, war<br />
ich ziemlich nervös.<br />
FEISTEL Na und ich erst!<br />
Warum waren Sie beide nervös?<br />
STEINBRENER Weil die Balance zwischen<br />
Rücksichtnahme auf bestehende Architektur<br />
und die Einflussnahme durch einen persönlichen<br />
Kommentar, durch eine künstlerische<br />
Intervention immer eine Gratwanderung ist.<br />
FEISTEL Ich kann mich erinnern: Unmittelbar<br />
vor dem Präsentationstermin habe ich<br />
mir gedacht: »Hoffentlich passt’s!«<br />
Und? Hat’s gepasst?<br />
FEISTEL Ja, voll! Als Steinbrener/Dempf &<br />
Huber das Modell enthüllt haben, hat sich in<br />
mir eine Mischung aus Erleichterung und<br />
Begeisterung breitgemacht.<br />
Wieso denn das?<br />
FEISTEL Weil es ein lustiges und auch intelligentes<br />
Konzept war, das das Projekt um<br />
eine ganz neue Facette bereichert, ohne es zu<br />
stören. Wirklich feine Klinge!<br />
STEINBRENER Genau das war unsere<br />
Absicht. Perfekt.<br />
Wie genau haben Sie denn interveniert?<br />
STEINBRENER Wir haben uns zunächst<br />
mit der Geschichte des Ortes beschäftigt.<br />
Vor einigen Jahrhunderten stand hier –<br />
anstelle des »Francis« – ein Jagdschloss mit<br />
großen Jagdgründen rundherum. Doch<br />
schon in unmittelbarer Nähe floss die<br />
damals noch unregulierte Donau vorbei. Die<br />
Gegend war geprägt von Sumpfgebieten,<br />
und wir hatten zu dieser Zeit gerade historische<br />
Bilder entdeckt – von Menschen, die<br />
sich bei Hochwasser auf Stelzen über Land<br />
bewegen. Dieses Element haben wir übernommen<br />
– indem nun vier Figuren auf Stelzen<br />
an der Fassade hochklettern oder in luftigen<br />
Höhen an den Baumassen hängen.<br />
FEISTEL Und das Tolle daran ist, dass hier<br />
nicht etwas Fremdes zum Gebäude addiert<br />
wurde, sondern dass die vier Figuren, die ihr<br />
geschaffen habt, mit dem Haus in eine sehr<br />
lustvolle Interaktion treten. Durch die Kunst<br />
am Bau wirkt das neue »Francis« noch offener,<br />
noch zugänglicher.<br />
Der Künstler<br />
Christoph Steinbrener schuf vier turnende Figuren als<br />
Kunst-am-Bau-Projekt. Hinter ihm sind zwei davon in<br />
akrobatischer Turnübung auf Stelzen zu sehen. Wichtig<br />
war ihm dabei die Auseinandersetzung mit dem Ort.<br />
steinbrener-dempf.com
Moment der Auseinandersetzung<br />
Eine schöne Mischung aus Sensibilität,<br />
Bescheidenheit und Humor: Dietmar Feistel und<br />
Christoph Steinbrener beim »2M2M«-Gespräch<br />
im »Francis«-Baubüro von 6B47. 6b47.com<br />
Die Figuren haben Lebensgröße, wirken aber<br />
auch ziemlich deformiert. Was ist da passiert?<br />
STEINBRENER Wir haben zunächst einmal<br />
mit kleinen Modellfiguren gearbeitet, die üblicherweise<br />
in Architekturmodellen verwendet<br />
werden, Maßstab eins zu 20 oder eins zu 50.<br />
Wir haben sie zerschnitten und mit Superkleber<br />
neu zusammengefügt. Diese neu arrangierten<br />
Figuren haben wir dann gescannt und<br />
in Lebensgröße im Maßstab eins zu eins in<br />
Aluminium gegossen.<br />
FEISTEL Ich finde diese Verfremdungen mit<br />
diesen wulstartigen Klebespuren sehr interessant.<br />
Es entsteht ein sehr surrealer Eindruck.<br />
STEINBRENER Genau darum ist es uns<br />
gegangen. Wir wollten das Modellhafte inszenieren,<br />
und nun ist das neue »Francis« wie ein<br />
hochskaliertes Architekturmodell, an dem nun<br />
vier lebensgroße Figuren herumturnen.<br />
Gab es in der Zusammenarbeit je einen<br />
schwierigen Moment?<br />
FEISTEL Nein, nicht wirklich. Bloß an einem<br />
Punkt hat die Kommunikationsqualität<br />
zwischen uns etwas nachgelassen.<br />
Und zwar?<br />
FEISTEL Die Künstler hatten die ganze Zeit<br />
von einem dunklen, gedeckten Rostrot gesprochen.<br />
Doch dann, ein paar Wochen vor der<br />
Produktion, hat sich die Oberflächenfarbe<br />
geändert. Plötzlich waren die Figuren nicht<br />
mehr rostrot, sondern hatten einen Grünspan.<br />
STEINBRENER Haben wir das euch nicht<br />
kommuniziert?<br />
FEISTEL Doch, doch, aber es war weniger ein<br />
aktives Einbinden als vielmehr eine Information<br />
über bereits vollendete Tatsachen.<br />
STEINBRENER Als wir realisiert haben, dass<br />
nicht nur die ÖBB, sondern auch andere Unternehmen<br />
Rot in ihrem Logo verwenden und wir<br />
zudem der neuen, glatten Hochglanzoberfläche<br />
etwas entgegensetzen wollten, kam die Idee auf,<br />
stattdessen mit Patina-Grün zu arbeiten, also<br />
eine Grünspananmutung zu verwenden.<br />
Was sind die Learnings aus diesem Projekt?<br />
FEISTEL Wir haben wirklich gut zusammengearbeitet,<br />
und ich bin mit dem künstlerischen<br />
Beitrag von Steinbrener/Dempf & Huber mehr<br />
als glücklich. Für die Zukunft jedoch würde ich<br />
»Wir wollten das Modellhafte<br />
inszenieren, und nun ist das<br />
neue ›Francis‹ wie ein hochskaliertes<br />
Architekturmodell,<br />
an dem nun vier lebensgroße<br />
Figuren herumturnen.«<br />
CHRISTOPH STEINBRENER<br />
Steinbrener/Dempf & Huber<br />
mir aber wünschen, dass Bauherr, Architekt:innen<br />
und Künstler:innen noch früher zusammenkommen<br />
und dass der Kunstbeitrag noch<br />
früher ins Projekt eingebunden wird.<br />
STEINBRENER Guter Punkt!<br />
Was nehmen Sie aus dieser Zusammenarbeit<br />
mit?<br />
FEISTEL Ich hatte zuvor noch nie mit einem<br />
Kollektiv zu tun. Das waren spannende Gespräche<br />
– und auch ein guter, wohltuender Einblick<br />
in eure Prozesse! In gewisser Weise habt ihr<br />
mehr Freiheiten als wir Architekt:innen, und<br />
darum beneide ich euch!<br />
STEINBRENER Ich wiederum freue mich, dass<br />
wir endlich mal mit DMAA zusammenarbeiten<br />
konnten. Ich kenne eure Projekte schon seit<br />
langer Zeit, und nun konnten wir in einem<br />
davon einen Beitrag leisten.<br />
Bitte vervollständigen Sie diesen Satz:<br />
Steinbrener/Dempf & Huber ist für mich …<br />
FEISTEL … eine schöne Mischung aus<br />
Ernsthaftigkeit und Humor, kombiniert mit<br />
allergrößtem Engagement und null Eitelkeit.<br />
DMAA Delugan Meissl Associated Architects<br />
ist für mich …<br />
STEINBRENER Ich wollte dir das gleiche<br />
Kompliment aussprechen! DMAA ist für mich<br />
ein Büro, das eine sensible, bescheidene und<br />
wohldurchdachte Arbeit an der Stadt leistet.<br />
<<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 143
urban living / FACTS<br />
BRANCHEN NEWS<br />
Holz-Hybrid-Hotel zum Abheben, Mini-Hollywood in Wien und ein Bürohaus<br />
in Lego-Manier. Hier kommt der Newsticker aus der Welt der Immobilien.<br />
+++ EUROPAS UNIKUM IN DER AIRPORTCITY<br />
Auf dem Flughafen Wien entsteht derzeit das größte Hotel<br />
Niederösterreichs und zugleich Europas größtes Hotel in<br />
Holz-Hybrid-Bauweise. Das Vienna House Easy by Wyndham<br />
wird laut Eigentümer und Immobilienentwickler MAMMA<br />
Group 510 Zimmer haben und generell stark auf Nachhaltigkeit<br />
setzen, u. a. mit einer CO 2<br />
-freien Wärme- und Kälteversorgung.<br />
Die Eröffnung ist für Ende 2<strong>02</strong>5 geplant.<br />
+++ TEURES PFLASTER, IN STÄDTEN ABER BESSER<br />
Der diesjährige »Property Index« von Deloitte mit 24 analysierten Ländern Europas<br />
zeigt: Freifinanzierte Neubauwohnungen sind in Österreich durchschnittlich am<br />
teuersten (4.920 Euro/m 2 ), dicht gefolgt von Deutschland mit 4.700 Euro und<br />
Frankreich mit 4.538 Euro. Stadtlagen seien wiederum vergleichsweise günstig.<br />
So legt man beim Kauf einer Eigentumswohnung in Wien, wo es landesweit die<br />
höchsten Quadratmeterpreise gibt, 6.<strong>02</strong>3 Euro/m 2 auf den Tisch, in London<br />
8.018 Euro, in München 10.900 Euro und in Paris als Spitzenreiter gar 14.900 Euro.<br />
+++ BAUKULTUR-AWARD FÜR JUNGARCHITEKTIN<br />
Die anotHERVIEWture Awards, kürzlich im Wiener MAK verliehen,<br />
würdigen herausragende Frauen in der Baukultur. Gewinnerin 2<strong>02</strong>4 in der<br />
Kategorie »Aufstrebende Architektin des Jahres« ist Eva Maria Hierzer<br />
(NOW Architektur). Bemerkenswert sei ihr Sinn für soziale Verantwortung,<br />
so die Jury, den sie auch in durchdachten Abläufen und Grundrissen<br />
zeige. Zudem stehen ihre Zubauten stets im Einklang mit dem Bestand.<br />
Bestes Beispiel: FH-Gesundheitscampus Kapfenberg, Fertigstellung 2<strong>02</strong>5.<br />
+++ EIN BÜROHAUS IN LEGO-BAUWEISE<br />
Die 286 je zehn Meter langen Holzmodule kommen vom Band, das<br />
ganze Bürogebäude wird dann wie in einem großformatigen Lego<br />
zusammengesetzt. ZERO in Stuttgart formt als Pionierprojekt dieser Art<br />
nicht nur die Arbeitswelt neu, sondern will laut Baumanagement CPM<br />
auch die Grenzen des herkömmlichen Bauens überwinden. Die Module<br />
sind um zwei begrünte Innenhöfe gruppiert, Solarkamine an der Außenfassade<br />
zeigen das energiesparende, natürliche Lüftungskonzept.<br />
+++ HQ7 STUDIOS BRINGEN HOLLYWOOD NACH WIEN<br />
Und Klappe: Nach nicht einmal zwei Jahren Bauzeit ist es so weit: Die<br />
beiden Filmproduktionshallen im Hafen Wien gehen in Betrieb. Mit den<br />
neuen HQ7 Studios soll es für nationale wie internationale Produktionen<br />
eine professionelle Drehumgebung geben, die mit Hollywood-Studios<br />
mithalten kann. Die beiden Hightech-Hallen auf 3.000 Quadratmetern<br />
sind »soundproofed« und mit Exklusiv-Service-Zones gestaltet, sodass<br />
zwei Produktionen gleichzeitig realisiert werden können.<br />
Fotos: CPM/Filippo Bolognese Images, NOW Architektur, HQ7 Studios/Hafen Wien, EM80/Pixabay, Flughafen Wien AG, beigestellt<br />
144 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES<br />
2 / 24
ÖSTERREICH<br />
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Mag. Evelyn Hendrich, MSc<br />
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Tel.: +43 664 1600 118 • e.hendrich@hendrichrealestate.com
RESIDENCES<br />
luxus wohnen<br />
170<br />
148<br />
Fotos: Jerome Galland, Volker Conradus, beigestellt<br />
178<br />
160<br />
»DER ZEITPUNKT FÜR EINEN<br />
KAUF IST JETZT EIN GUTER«<br />
Warum die Rahmenbedingungen für<br />
den Kauf eines Feriendomizils oder<br />
einer Zweitimmobilie in Österreich<br />
derzeit sehr gut sind. (S. 148)<br />
GESCHICHTEN MIT SUBSTANZ<br />
Das Düsseldorfer Frauenduo Nidus<br />
entwickelt und entwirft besondere<br />
Häuser mit dem Fokus auf dem<br />
Bestand. (S. 160)<br />
STOFFE, AUS DENEN<br />
TRÄUME SIND<br />
Atmosphäre, Dauerhaftigkeit,<br />
überraschende Kontraste: Bei<br />
Luxusinteriors ist die Auswahl<br />
des richtigen Materials maßgebend.<br />
(S. 170)<br />
LUXUS AHOI!<br />
Wohnen, während man über den<br />
Globus gleitet: Superyachten, auf<br />
denen man Privatresidenzen im<br />
Eigentum erwerben kann. (S. 178)<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 147
luxus wohnen / IMMOBILIEN ÖSTERREICH LAND<br />
»DER ZEITPUNKT<br />
FÜR EINEN KAUF IST<br />
JETZT EIN GUTER«<br />
Saubere Luft, Ruhe, Berge und Seen, Wald, Sicherheit, ein zweiter<br />
Arbeitsplatz, ein nahes Hideaway oder eine Einnahmequelle –<br />
es gibt viele Gründe, in Österreich ein Feriendomizil oder eine<br />
Zweitimmobilie zu erwerben. Die Rahmenbedingungen dafür<br />
sind derzeit sogar recht gut dafür. TEXT HEIMO ROLLETT<br />
Einzigartig!<br />
Das Ende der Neunziger errichtete Haus<br />
»Bonifatius« (546 Quadratmeter Wohnfläche,<br />
1.200 Quadratmeter Grundstück) in<br />
Strobl am Wolfgangsee, gefällt im Stil der<br />
Biedermeierzeit. Kosten: 2,99 Mio. Euro.<br />
austriasothebysrealty.com<br />
Foto: Austria Sotheby’s International Realty, Strobl<br />
148 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
JETZT<br />
ODER<br />
NIE<br />
!<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 149
luxus wohnen / IMMOBILIEN ÖSTERREICH LAND<br />
Solide<br />
Das stilvolle Almhaus mitten in den Nockbergen auf<br />
der Hochrindl wird um 790.000 Euro verkauft. Neben<br />
der Almidylle bekommt man drei Schlaf zimmer, eine<br />
Heizung mit Wärmepumpe und im Winter die Skipiste<br />
direkt vor der Haustüre. remax.at<br />
Fotos: Michael Werlberger, Remax, BZ Immobilien, Kitzimmo<br />
Wie von uns prognostiziert, kam<br />
es im Jahresvergleich zu einem<br />
weiteren Rückgang bei den Einfamilienhauspreisen.<br />
Das Angebot<br />
ist weiter gut, wer kaufen möchte, hat<br />
eine deutlich größere Auswahl als noch vor<br />
ein, zwei Jahren«, fasst Bernhard Reikersdorfer,<br />
Managing Director von RE/MAX Austria,<br />
die derzeitige Situation zusammen. Die<br />
Nachfrage nach Häusern in Österreich steige<br />
wieder an, verantwortlich dafür seien die<br />
Zinssenkungen der letzten Monate, die rückläufige<br />
Inflation und die damit verbundene<br />
bessere Stimmung. »Der Zeitpunkt für einen<br />
Kauf ist jetzt ein guter«, so Reikersdorfer.<br />
Platz genug<br />
Der »Filzenhof« ist ein beeindruckender Neubau<br />
in Jochberg/Kitzbühel mit unverbaubarem<br />
Blick auf den Wilden Kaiser. Das Anwesen verfügt<br />
über fünf Schlafzimmer mit En-suite-<br />
Bädern und einen luxuriösen Wellnessbereich<br />
mit 15 x 4 Meter Edelstahlpool, Sauna und<br />
Fitnessraum sowie eine Tiefgarage für etwa<br />
zehn Fahrzeuge. immobilien-kitz.com<br />
INFLATION ALS KAUFHELFER<br />
Besonders interessant wird es, wenn man die<br />
Inflation und andererseits die durchaus satten<br />
Lohn- und Gehaltsanpassungen mitrechnet.<br />
So gesehen seien die Zeiten für<br />
Einfamilienhauskäufer:innen günstig: »Im<br />
Vergleich zu 2<strong>02</strong>3 sind die Preise um -31.157<br />
Euro nach unten gegangen, im Vergleich zu<br />
2<strong>02</strong>2 sogar um -56.383 Euro. Aufgrund der<br />
Bauflaute gehen die Experten aber davon aus,<br />
150 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Kellerstöckl<br />
Solche Immobilien findet man kaum noch: ein<br />
romantisches Kellerstöckl im Sausal in der<br />
Südsteiermark. Mit viel Herz, Sorgfalt und Liebe<br />
zum Detail wurde es aus dem 18. Jahrhundert<br />
revitalisiert. Angebotspreis: 897.000 Euro.<br />
bz-immobilien.at<br />
JETZT<br />
ODER<br />
NIE<br />
!<br />
dass es nicht lange so bleiben wird«, analysiert<br />
RE/MAX. Aber Achtung, das gilt nicht<br />
für alle Wohnimmobilien, nur für Häuser.<br />
Und jeder Markt hat seine Eigenheiten.<br />
Allen voran Kitzbühel, der wohl herausragendste<br />
Ort für Luxusanwesen in Österreich.<br />
»Kitzbühel ist mit einem durchschnittlichen<br />
Verkaufspreis von rund 2,4 Mio. Euro der mit<br />
Abstand teuerste Bezirk für Ein- und Zweifamilienhäuser<br />
in ganz Österreich. Auch im<br />
Segment der Eigentumswohnungen ist Kitzbühel<br />
der einzige Bezirk außerhalb Wiens, in<br />
dem durchschnittlich mehr als 8.000 Euro pro<br />
Quadratmeter erzielt werden. Da der Großteil<br />
der Kaufinteressenten in Kitzbühel über ein<br />
hohes Eigenkapital verfügt, sind die Auswirkungen<br />
von Zinserhöhungen hier gering«,<br />
heißt es bei Engel & Völkers. Für 2<strong>02</strong>4 wird<br />
von RE/MAX im Luxussegment nur ein leich-<br />
ter Nachfragerückgang von 2,3 Prozent erwartet,<br />
verglichen mit 3,4 Prozent in 2<strong>02</strong>3. Und<br />
dennoch sollen die Preise im Top-5-Prozent-<br />
Luxussegment in diesem Jahr sogar leicht, um<br />
0,2 Prozent, steigen. Das passt ins Bild von<br />
ganz Österreich: Die Preise stabilisieren sich<br />
und beginnen wieder leicht nach oben zu<br />
klettern – bedeutet: Heute ist es günstiger als<br />
morgen.<br />
SELBSTNUTZUNG VS. VERMIETUNG<br />
Eine Ferien- oder Zweitimmobilie in Österreich<br />
hat einen klaren Vorteil: Man ist schnell<br />
und unkompliziert dort. Das ist vor allem dann<br />
ein Pluspunkt, wenn man die Immobilie selbst<br />
nutzen möchte. Dennoch kann eine (teilweise)<br />
Vermietung sinnvoll sein, sie wirft Erträge<br />
><br />
Ferienwohnsitz<br />
In Kirchberg in Tirol liegt dieses Grundstück mit fast<br />
2.000 Quadratmetern Fläche. Das Haus spielt alle<br />
Stückerl, liegt an der Piste und hat mit 872 Quadratmetern<br />
Wohnfläche genügend Platz für Familie und<br />
Freund:innen. Das Beste ist aber, die Immobilie<br />
verfügt über eine Freizeitwohnsitzwidmung.<br />
kitzimmo.at<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 151
ab und die Immobilie steht nicht leer. Die<br />
so genannten Buy-to-let-Modelle sind in den<br />
letzten Monaten allerdings deutlich weniger<br />
geworden. Thomas Reisenzahn von der Tourismusberatung<br />
Prodinger weiß, warum.<br />
»Obwohl Chalets und gewerbliche Ferienwohnungen<br />
in den Nächtigungsstatistiken die Renner<br />
sind, ist es bei Neuprojekten ziemlich mau<br />
geworden. Das liegt einerseits daran, dass Buyto-let<br />
aufgrund der niedrigen Renditen, bedingt<br />
durch hohe Zinsen und Baukosten,<br />
derzeit nicht mehr funktioniert. Andererseits<br />
werden Chalet-Projekte von den Behörden,<br />
insbesondere von der Raumordnung, aus unterschiedlichsten<br />
Gründen nicht gewollt und<br />
sind in einigen Regionen, insbesondere in Salzburg<br />
und Tirol, gesetzlich untersagt.« Die letzten<br />
solchen Projekte sind demensprechend<br />
begehrt: etwa das »AlpenParks Hotel & Apartment<br />
Taxacher Kirchberg«, das im Dezember<br />
2<strong>02</strong>4 eröffnet wird. Die »Kaiserchalets« in<br />
Kirchberg und ein Fünf-Sterne-Plus-Konzept<br />
in Going sind noch in der Projektphase. Die<br />
»ADEA Lifestyle Suites Fieberbrunn« sind<br />
heuer fertig geworden und befinden sich in<br />
einer luxuriösen Anlage direkt neben der Talstation<br />
der Fieberbrunner Bergbahnen. Auch<br />
hier wird das Rückvermietungskonzept angeluxus<br />
wohnen / IMMOBILIEN ÖSTERREICH LAND<br />
JETZT<br />
ODER<br />
NIE<br />
!<br />
boten. Zu Redaktionsschluss waren noch 15<br />
von insgesamt 114 Suiten und Lodges verfügbar,<br />
eine knapp 70-Quadratmeter-Einheit mit<br />
Sauna kommt auf 459.900 Euro.<br />
EIN STÜCK SALZKAMMERGUT<br />
Nigelnagelneu<br />
Die Anlage »ADEA Lifestyle Suites Fieberbrunn« ist<br />
im Vier-Sterne-S-Segment angesiedelt und hat gerade<br />
eröffnet. Hier kann man Suiten und Lodges kaufen<br />
In die Schönheit Österreichs lässt sich auch<br />
investieren, ohne dass man Immobilien selbst<br />
kauft. Etwa indem man sich am »Das<br />
Gmundner Hotel«, idyllisch am Ufer des<br />
Traunsees gelegen, beteiligt. Das geht über<br />
eine Anleihe der IFA recht einfach. Ab<br />
10.000 Euro Mindestzeichnung kann man<br />
zwischen einer kurzen oder mittelfristigen<br />
Laufzeit entscheiden, versprochen werden<br />
6,5 Prozent Fix-Zinssatz pro Jahr. Gunther<br />
Hingsammer, Vorstand IFA AG: »Das Salzkammergut<br />
gehört zu den begehrtesten<br />
Urlaubs zielen von Österreicher:innen und<br />
Gästen aus dem Ausland. Die Gelegenheit, ein<br />
Hotel in erster Seelage zu errichten, ist äußerst<br />
rar, da nur wenige Baugenehmigungen für<br />
derart privilegierte Lagen erteilt werden.«<br />
> und über ADEA an Feriengäste vermieten lassen –<br />
eine intelligente Einnahmequelle. Plus: Das<br />
Restaurant wird von Stefan Marquard betrieben.<br />
adea-fieberbrunn.at<br />
<<br />
Fotos: ADEA, Patrick Schwienbacher<br />
152 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
CUM LAUDE IMMOBILIA<br />
LUXURIÖSES CHALET<br />
IN RUHIGER LAGE<br />
Dieses exklusive Neubauchalet mit einem traumhaften Blick auf den Wilden Kaiser und das<br />
Kitzbüheler Horn ist eine perfekte Symbiose aus Eleganz und modernem Komfort.<br />
FOTOS: GERHARD GRODER<br />
Die Eckdaten sprechen für sich:<br />
301 Quadratmeter Wohnnutzfläche,<br />
434 Quadratmeter Grundstück,<br />
Terrassen und Balkone mit<br />
insgesamt ca. 141 Quadratmetern, Personenaufzug,<br />
hochwertige Materialien, exklusive<br />
Möblierung von Aufschnaiter Interior, offener<br />
Kamin, Altholz-Sichtdachstuhl, Wellnessbereich,<br />
Whirlpool, Fitnessraum und Beheizung<br />
mittels Fernwärme via Fußbodenheizung.<br />
Der Wohn-, Ess- und Küchenbereich beeindruckt<br />
mit der Raumhöhe, dem Altholzdachstuhl,<br />
den großen Fensterflächen und der<br />
stylishen Möblierung. Der Blick auf die umliegende<br />
Bergwelt ist auf dieser Ebene atemberaubend<br />
schön. Die hochwertige Küche ist mit<br />
Geräten von Miele, Bora und Quooker ausgestattet,<br />
einem Kochvergnügen auf höchstem<br />
Niveau sind hier keine Grenzen gesetzt.<br />
Im Erdgeschoß stehen ein großzügiges<br />
Masterschlafzimmer mit Masterbadezimmer<br />
en suite sowie ausreichend Stau- und<br />
Garderobenschränke zur Verfügung. Darüber<br />
hinaus grenzt an das Masterzimmer auch ein<br />
Büro, in welchem man ungestört seine Arbeit<br />
verrichten kann. Auch im daneben liegenden<br />
Gästezimmer stehen Komfort und großzügiges<br />
Raumangebot im Vordergrund.<br />
Die weiteren zwei Schlafzimmer und Bäder<br />
im Untergeschoß sind mit gehobenen Oberflächen<br />
und exklusiven Möbeln eingerichtet,<br />
die den Charme des Chalets unterstreichen.<br />
Auf dieser Ebene befindet sich auch der<br />
Wellnessbereich mit großzügiger Sauna. Im<br />
angrenzenden Lichthof lädt ein Whirlpool<br />
dazu ein, den Stress des Tages einfach wegsprudeln<br />
zu lassen. Für Sportbegeisterte gibt<br />
es einen Hobbyraum mit möglicher Nutzung<br />
als Fitnessbereich. Eine Garage mit zwei<br />
Stellplätzen rundet das Angebot dieses exklusiven<br />
Chalets ab, das höchsten Wohnkomfort<br />
mit alpinem Flair vereint.<br />
INFO<br />
Cum Laude Immobilia<br />
Wegscheidgasse 16, 6370 Kitzbühel<br />
cumlaudeimmobilia.com<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 153
luxus wohnen / ATRIUMHÄUSER<br />
Natürlicher Lichtfluss<br />
Das zweistöckige Atriumhaus in Nový Jičín,<br />
entworfen von Atelier Štěpán, befindet sich<br />
auf einem abfallenden Gelände, was sich im<br />
Konzept widerspiegelt. Den Schwerpunkt bildet<br />
ein Innenhof, die Wohnbereiche sind aus Holz<br />
und orthogonal zueinander angeordnet. Der<br />
natürliche Fluss des Tageslichts ist hier essenziell:<br />
Das Licht strömt sowohl durch große Fenster<br />
als auch durch kreisförmige Öffnungen im Dach.<br />
atelier-stepan.cz<br />
Fotos: www.boysplaynice.com, beigestellt<br />
154 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
AB DURCH<br />
DIE MITTE!<br />
Sie schaffen ein Spiel aus Licht und Schatten, aus Offenheit und<br />
Intimität, das die Sinne anspricht und Ruhe in den Alltag bringt.<br />
Atriumhäuser gab es schon in der Antike. Heute werden sie von<br />
den Architekt:innen wiederentdeckt – als erbauliche Interpretationen<br />
von Tradition im zeitgenössischen Design. TEXT SUSANNA PIKHART<br />
Als eine Art wohnliche Introvertiertheit<br />
beschreibt Architekt Marek<br />
Štěpán das von ihm konzipierte<br />
Atriumhaus. »Es schafft eine<br />
geschützte innere Wohnlandschaft mit viel<br />
Licht und frischer Luft, gleichzeitig ermöglicht<br />
es Durchblicke in die Umgebung.« Den<br />
Schwerpunkt des kürzlich ausgezeichneten<br />
Architekturjuwels bildet das Atrium – eine<br />
Bauform, die ihren Ursprung bereits in der<br />
Antike hat. »Angelehnt an die Historie wollte<br />
ich eine innere Anordnung schaffen, in der<br />
sich Menschen natürlich bewegen können, in<br />
der sie wie Fische im Wasser schwimmen. Ein<br />
rundum entspanntes Wohnen, bei dem man<br />
unterbewusst weiß, wo sich alles befindet.«<br />
Was moderne Atriumhäuser von ihren<br />
architektonischen Ahnen unterscheidet, sind<br />
die Säulen. Denn die fehlen heute. Und auch<br />
die Nutzung der Räume ist eine andere.<br />
Während im alten Rom, in Griechenland oder<br />
Ägypten gerade die Innenhöfe repräsentative<br />
Empfangsorte und gesellschaftliche Treffpunkte<br />
waren, dienen sie nun als private Rückzugsorte,<br />
abgeschirmt vom umliegenden Trubel.<br />
»Atriumhäuser gruppieren ihre Wohn- und<br />
Aufenthaltsräume sowie Nebenräume um<br />
einen Hof«, skizziert Gabriele Hochholdinger-<br />
Knauer von Knauer Architekten ZT das<br />
Wesentliche der Gebäudestruktur. Dieser Hof,<br />
das Atrium, ist zum Himmel hin offen oder<br />
verglast, bietet jedenfalls natürlichen Lichteinfall.<br />
»Die Planung eines Atriumhauses ergibt<br />
sich aus den Anforderungen der Kund:innen,<br />
aus der vorhandenen Topografie und Typologie«,<br />
ergänzt Architekt Franz Knauer. Das Büro<br />
»Der Auftraggeber wünschte<br />
sich viel Leben im Freien,<br />
was auf dem städtebaulich<br />
komplexen Grundstück kaum<br />
möglich war. Ein Atriumhaus<br />
war die Lösung.«<br />
MAREK ŠTĚPÁN Atelier Štěpán<br />
hat im niederösterreichischen Unterolberndorf<br />
auf einem Grundstück, wo zuvor ein altes<br />
Bauernhaus stand und das an die stark<br />
befahrene Ortsstraße grenzt, ein typisches Atriumhaus<br />
errichtet. »Bei diesem Open-Air-<br />
Konzept bietet das Atrium als erweiterter<br />
Wohnraum ideale Sichtbeziehungen zwischen<br />
den einzelnen Bereichen sowie eine begrünte<br />
Oase mit altem Wasserbecken zur Kühlung –<br />
ein Raum der Ruhe, uneinsehbar von den<br />
><br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 155
luxus wohnen / ATRIUMHÄUSER<br />
Oase der Ruhe<br />
Der Typologie des Ortes folgend,<br />
wurde das Atriumhaus der Knauer<br />
Architekten ZT in seiner Kubatur den<br />
Bauten entlang der Straße angepasst.<br />
Der Innenhof mit altem Wasserbecken<br />
zur Kühlung ist ein Raum der Ruhe,<br />
uneinsehbar von den Nachbar:innen.<br />
knauerarchitekten.at<br />
><br />
Nachbarn.« Wasser spielte übrigens auch<br />
im Atrium der Antike eine tragende Rolle –<br />
meist als sogenanntes Impluvium, also ein<br />
Regenwassersammelbecken.<br />
DAS VISUELLE HERZ<br />
Die Vorteile eines Atriumhauses sprechen<br />
heute wie einst für sich: Vor allem im Herbst,<br />
Winter und Frühling bietet der Innenhof ein<br />
mildes Klima, das ganze Jahr über Sicht- und<br />
Lärmschutz. Neben dem hohen Intimitätsfaktor<br />
punktet es mit der guten ökologischen<br />
Steuerung zwischen den offenen und geschlossenen<br />
Räumen. »Durch das visuelle Herz des<br />
Objekts kann jeder Raum mindestens von zwei<br />
Seiten belichtet und belüftet werden«, so<br />
Michael Aigner von Steinkogler Aigner<br />
Architekten. »Zusätzlich gewährt das Atrium<br />
einen Sonnen- und Windschutz.«<br />
Alles gute Argumente, weshalb erst kürzlich<br />
auch im Salzkammergut nach den Plänen von<br />
Architekt Albert Wimmer ein radikalmodernes<br />
Atriumhaus errichtet wurde. Als<br />
Nahtstelle im Zentrum befindet sich neben<br />
einem Grünbereich ein Pool, der für das<br />
Verschwimmen der In- und Outdoor-Grenze<br />
sorgt. Die umliegenden Berge holte Wimmer<br />
optisch ebenfalls in die Wohnräume – ganz<br />
nach dem Motto »architecture catches nature«.<br />
Freilich haben auch Atriumhäuser den einen<br />
oder anderen Nachteil: »Ein freistehendes<br />
Atriumhaus braucht mehr bebaute Fläche als<br />
ein normales Einfamilienhaus. Es hat lange<br />
Erschließungswege und ist meist teurer«, weiß<br />
Diplomingenieurin für Architektur und<br />
Wohnpsychologin Christine Braun. Einer der<br />
Gründe: »Die ausgedehnte Gebäudehülle, die<br />
im Verhältnis zum Volumen einen energetisch<br />
ungünstigen Wert hat«, so Michael Aigner.<br />
»Dem muss man in der Planung entgegenwirken,<br />
etwa durch eine gute Dämmung der<br />
einzelnen Bauteile.«<br />
Abgesehen von freistehenden Atriumhäusern<br />
gibt es auch jene in Siedlungsstruktur. Ein<br />
solches revitalisiertes Gebäude bewohnt Braun<br />
privat in Purbach am Neusiedler See: »Die<br />
Siedlungsstruktur erinnert an die alten<br />
Winkelhöfe als moderne Interpretation. Hier<br />
benötigt das Haus weniger Fläche – Stichwort<br />
Bodenversiegelung –, hat geringere Anschaffungskosten<br />
und man wohnt nicht Wand an<br />
Wand wie im Reihenhaus«. Und noch ein<br />
Punkt ist der Wohnpsychologin wichtig: »Der<br />
»Das Atrium ist das Zentrum<br />
der Anlage – erweiterter<br />
Wohnraum mit optimalen<br />
Sichtbeziehungen zwischen<br />
den einzelnen Bereichen.«<br />
FRANZ KNAUER, GABRIELE<br />
HOCHHOLDINGER-KNAUER Knauer Architekten<br />
ruhige Innenhof wirkt auf den Menschen<br />
ausgleichend. In vielen Klöstern hat man diese<br />
Struktur als Symbol der Stille und des inneren<br />
Friedens genutzt«. Laut Studien erleben unsere<br />
Sinne beim Blick in die Grünoase einen<br />
Mini-Urlaub, so Braun: »Die Regeneration<br />
verbessert sich, das Herz schlägt langsamer,<br />
die Atmung wird tiefer. All das spiegelt sich<br />
in unserem Wohlbefinden wider«. <<br />
Fotos: Lisi Specht, beigestellt<br />
156 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Wasser als sozialer Treffpunkt<br />
Das Atriumhaus vom Architekt Albert<br />
Wimmer zeichnet sich durch spannende<br />
Blickbeziehungen zwischen innen und außen<br />
aus. Das Zentrum des Gebäudes aus Beton<br />
und Holz bildet ein Pool. awimmer.at<br />
»Die Form des Atriumhauses<br />
gibt einem das Gefühl, dass<br />
der Innenraum mit dem<br />
Garten eine Einheit bildet.<br />
Der geschützte Bereich wirkt<br />
positiv auf die Psyche.«<br />
CHRISTINE BRAUN Diplomingenieurin für<br />
Architektur und Wohnpsychologin, ideas-plan.at<br />
Geheimnisvolle Wohnwelt<br />
Im Ortskern der Gemeinde Molln in<br />
Oberösterreich befindet sich dieses Atriumhaus<br />
der Steinkogler Aigner Architekten. Der<br />
uneinsehbare Frei- und Grünraum in der Mitte<br />
ist von jedem Wohnraum aus zugänglich.<br />
steinkogleraigner.at<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 157
PERFEKTE SYMBIOSE<br />
AUS NATUR UND DESIGN<br />
Präzise Handwerkskunst, höchste Qualitätsstandards sowie intensive Zusammenarbeit<br />
mit Architekt:innen, Planer:innen und Designer:innen sind das Erfolgsgeheimnis der Tischlerei<br />
Prödl. Das steirische Traditionsunternehmen verwirklicht herausragende innenarchitektonische<br />
Gesamtlösungen und vereint Natürlichkeit und Luxus auf einzigartige Weise.<br />
Wenn detailverliebte Architektur<br />
auf beste Handwerkskunst<br />
und höchste<br />
Qualitätsstandards trifft,<br />
wird ein unnachahmliches Wohnerlebnis<br />
Wirklichkeit. Ein privates Refugium, das<br />
Natürlichkeit und modernes Design ebenso<br />
harmonisch verbindet wie Funktionalität<br />
und atemberaubende Ästhetik. Ein solches<br />
beeindruckendes Ergebnis manifestiert sich<br />
in einem Projekt, das von dem Wiener<br />
Planungsbüro The Black Square und der<br />
Tischlerei Prödl aus Kirchberg an der Raab<br />
verwirklicht wurde – ein Haus in Wien-<br />
Döbling, das eine perfekte Symbiose aus<br />
Natur und Design darstellt. Geradlinigkeit<br />
und nachhaltige Raffinesse, kombiniert mit<br />
kreativen Details, natürlichen Materialien<br />
wie Holz und Stein, innen wie außen in<br />
Szene gesetzt, modernsten Technologien und<br />
handwerklichem Know-how – all das wird<br />
hier, auf 360 Quadratmetern Wohnfläche, in<br />
Exzellenz realisiert. Offenbart werden prägnante<br />
Gegensätze, die sich wohnlich anziehen<br />
FOTOS: MATO JOHANNIK, STUDIOMATO2<strong>02</strong>3<br />
158 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
TISCHLEREI PRÖDL<br />
Die detailverliebte Planung von The Black Square<br />
in Kombination mit Prödls Handwerkskunst kreiert<br />
ein Wohnerlebnis, das Natürlichkeit und modernes<br />
Design harmonisch vereint.<br />
Unikatcharakter, Geist und Stil.« Das<br />
Ergebnis beeindruckt allemal: »Es ist<br />
immer eine maßgeschneiderte, hochwertige<br />
Lösung des persönlichen Lebensraums.<br />
Denn Menschen sind so verschieden wie<br />
ihre Häuser und Wohnungen.«<br />
und harmonisch miteinander verschmelzen.<br />
So trifft etwa ein Olivenbaum, der die Ruhe<br />
außerhalb des Stadtzentrums genießt, auf<br />
die Eleganz einer Prödl-Küche. Beide strahlen<br />
in Grün und teilen den Charme Wiens<br />
abseits der Innenstadt-Hektik.<br />
»Es sind nicht nur das fachliche Know-how,<br />
die Erfahrung und Kreativität, sondern auch<br />
die Freude am Detail und der Sinn für<br />
Ästhetik, die eine:n gute:n Handwerker:in<br />
ausmachen«, sagt Matthias Prödl. »Daher<br />
geht es in unserer Werkstatt ganz schön<br />
akribisch zu. Das fängt bei der Auswahl der<br />
Hölzer an und endet beim letzten Schliff.«<br />
Der kreative Prozess folgt dem Grundsatz,<br />
dass jedes Material genau dort eingesetzt<br />
wird, wo es am passendsten ist. Prödl: »Wir<br />
wollen den Charakter jedes Werkstoffes, so<br />
weit es geht, erhalten – ihn nach Möglichkeit<br />
sogar unbehandelt lassen. Dadurch sind<br />
unsere Einrichtungen ein Ausdruck von<br />
Respekt gegenüber dem Material.«<br />
EXKLUSIVE LÖSUNGEN<br />
Als Partner der Architektur versteht Prödl<br />
seine Unternehmensverantwortung darin,<br />
»auf den Raum und die Menschen, die<br />
da rin leben, einzugehen, damit nicht nur<br />
Produktion und Fertigung unserem hohen<br />
Qualitätsstandard entsprechen, sondern<br />
auch das Design«. Nur so sei es möglich,<br />
auf unterschiedliche Bedürfnisse und Rahmenbedingungen<br />
ganzheitlich einzugehen.<br />
Die wahre Herausforderung ist, so Prödl,<br />
die Bedürfnisse der Kund:innen bewusst in<br />
den Gestaltungsprozess einfließen zu lassen,<br />
ihnen aber immer auch Neues und Unerwartetes<br />
zu zeigen. »Wir setzen dabei stets<br />
den Fokus auf exklusive Lösungen mit<br />
HANDWERKLICHE ERFOLGSSTORY<br />
Die Geschichte der renommierten steirischen<br />
Tischlerei Prödl beginnt 1956 in Kirchberg an<br />
der Raab. Josef Prödl senior gründete damals<br />
einen kleinen Handwerksbetrieb, den er schnell<br />
klar positionierte und auf Messen präsentierte.<br />
1993 erweiterte Josef Prödl junior den Betrieb<br />
und baute die Wirkungsfelder der Tischlerei um<br />
Möbeldesign und Innen architektur aus.<br />
Seit 2011 werden zusammen mit Sohn Matthias<br />
Prödl und einem Team aus qualifizierten,<br />
ambitionierten Mitarbeiter:innen landesweit<br />
hochwertige Designkonzepte realisiert, die<br />
perfekte Funktion und exquisite Ästhetik mit<br />
modernster Technologie vereinen.<br />
INFO<br />
Tischlerei PRÖDL<br />
8324 Kirchberg an der Raab 171<br />
T: +43 3115 2334, M: office@proedl.at<br />
proedl.at<br />
ADVERTORIAL<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 159
luxus wohnen / IMMOBILIENENTWICKLUNG<br />
Land-Partie<br />
Ein bescheidenes Bauernhaus<br />
in Ostfriesland wurde von<br />
Nidus im Inneren freigeräumt,<br />
der kleine Anbau bekam ein<br />
großes Rundfenster.<br />
Foto: Volker Conradus<br />
160 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
NACH<br />
KEIT<br />
HALTIG<br />
GESCHICHTEN<br />
MIT SUBSTANZ<br />
Das Düsseldorfer Frauen-Duo Nidus entwickelt und entwirft<br />
besondere Häuser mit dem Fokus auf dem Bestand. Dabei sorgen<br />
natürliche und in Schönheit alternde Materialien für Nachhaltigkeit,<br />
wohnliche Atmosphäre und dauerhafte Werte TEXT MAIK NOVOTNY<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 161
luxus wohnen / IMMOBILIENENTWICKLUNG<br />
Ganz natürlich<br />
Für das Projekt »Kreuzberghof« in Düsseldorf<br />
ergänzten Nidus ein Haus aus den<br />
1920er-Jahren mit einem neuen Wohnhaus<br />
für drei Familien, bei dem viel Holz und viel<br />
Raum die Atmosphäre bestimmen.<br />
Dass sich eine Architektin und eine<br />
Juristin zusammentun, um Architektur<br />
zu gestalten, ist so naheliegend,<br />
dass man sich wundert, dass<br />
es fast nie passiert. Schließlich kommt man<br />
beim Bauen heute um juristische Expertise<br />
längst nicht mehr herum. Passiert ist es in<br />
Düsseldorf, wo Ana Vollenbroich (Jus) und<br />
ihre Frau Annelen Schmidt-Vollenbroich<br />
(Architektur) nach dem gemeinsamen Studium<br />
der Immobilienwirtschaft 2016 ihre Firma<br />
Nidus (lateinisch für Nest) gründeten.<br />
Sofa fürs Leben<br />
Für den »Kreuzberghof« entwarfen<br />
Nidus eine Sitzmöbel-Kollektion<br />
aus geölter Eiche und Bouclé-Stoff, die<br />
ebenso schön altert wie das Haus selbst.<br />
NICHT ABREISSEN<br />
Einher mit der Gründung ging der erste<br />
Immobilienerwerb, ein Haus mit Baujahr<br />
1880. Das zweite Objekt, ein Haus aus den<br />
1950er-Jahren, war schließlich Liebe auf<br />
den ersten Blick. »Wir waren die einzigen<br />
Bieterinnen, die das Haus nicht abreißen<br />
wollten«, erinnert sich Ana Vollenbroich.<br />
Sie bekamen den Zuschlag, und von da an<br />
war es klar: Das Adaptieren von besonderer,<br />
von den meisten anderen übersehener Bausubstanz<br />
sollte das Kerngeschäft von Nidus<br />
werden.<br />
Fotos: Volker Conradus<br />
162 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Heute, fast zehn Jahre später, haben sie ein<br />
sorgfältig komponiertes Portfolio von Objekten<br />
mit unterschiedlichem Charakter aufgebaut,<br />
die alle eines gemeinsam haben: Sie<br />
wurden von allem Überflüssigen befreit und<br />
architektonisch zu sich selbst geführt. Ein<br />
Haus auf Sylt darf, bereinigt vom rustikalen<br />
1980er-Jahre-Dekor, Seeluft atmen. Ein Bauernhaus<br />
aus den 1960er-Jahren in Ostfriesland<br />
wurde von späteren Einbauten befreit und<br />
wieder zu sich selbst geführt. Ein Hofgebäude<br />
in Düsseldorf wurde mit einem Haus für drei<br />
Familien erweitert. Und auch der erste komplette<br />
Neubau, ein Doppelhaus mit heller Ziegelfassade<br />
und schmalen Rundbogenfenstern,<br />
fügt sich hier nahtlos ein.<br />
Denn bei allen Projekten und bei der eigenen<br />
Möbelkollektion setzt das Nidus-Duo<br />
konsequent auf natürliche Materialien, die gut<br />
altern: Fliesen, Holz, Ziegelstein, ungefärbte<br />
Stoffe. High-Tech-Spielereien und Touchscreens<br />
sucht man hier vergeblich. »Wir lieben<br />
es, die Geschichte eines jeden Hauses zu<br />
recherchieren und weiter zu erzählen«, sagt<br />
Annelen Schmidt-Vollenbroich. So beherbergt<br />
das Nidus-Nest nicht nur Planen, Entwerfen,<br />
Entwickeln und Möbeldesign,<br />
sondern auch die Vermittlung von Architek-<br />
NACH<br />
KEIT<br />
HALTIG<br />
tur. Die Gründung einer eigenen Galerie war<br />
hier nur konsequent.<br />
Elegante Zurückhaltung<br />
Das »Townhouse Sankt Göres« für<br />
zwei Familien ist das erste<br />
Neubauprojekt von Nidus und<br />
kombiniert hellen Ziegelstein mit<br />
dezenten Rundbogenfenstern.<br />
SCHÖNHEIT UND STORYTELLING<br />
Zum Erfolg dieser Synthese von Schönheit,<br />
Storytelling und Unternehmertum trägt zweifellos<br />
die Expertise der beiden Gründerinnen<br />
bei. »Wir sind füreinander ein wichtiges Korrektiv,<br />
und wir holen uns gegenseitig immer<br />
aus der Fach-Ecke heraus, wenn wir uns verrennen«,<br />
sagt Schmidt-Vollenbroich. Gemeinsam<br />
ist es auch gelungen, sich als Frauenteam<br />
gegen Vorurteile in der Bau- und Immobilienbranche<br />
durchzusetzen. Das ist oft anstrengend,<br />
aber die beiden nehmen es mit Humor,<br />
und der Erfolg gibt ihnen recht. »Viele Firmen,<br />
mit denen wir seit Langem zusammenarbeiten,<br />
schätzen unsere strukturierte und lösungsorientierte<br />
Arbeit, auch in Konfliktsituationen«, sagen<br />
sie. Und das (derzeit ebenfalls rein weibliche)<br />
Nidus-Team gibt die nötige Rückendeckung.<br />
Ein ganz besonderes Objekt ist derzeit in<br />
Düsseldorf in Arbeit: Eine denkmalgeschützte<br />
ehemalige Glasmalerei-Werkstatt wird zum<br />
neuen Nidus-Hauptquartier adaptiert. Wenn<br />
sich 2<strong>02</strong>5 hier die Tore öffnen, finden sich Büro,<br />
Galerie, Möbel-Showroom und sogar ein Café<br />
unter einem Dach. Eine Einladung, auf die man<br />
sich ganz ohne Schwellenangst einlassen darf,<br />
sagen die beiden: »Man muss uns auch kein<br />
Haus abkaufen, man darf auch nur hineinschlendern<br />
und stöbern!« Und sich Geschichten<br />
von Häusern erzählen lassen.<br />
Freundlicher Empfang<br />
Besondere Aufmerksamkeit<br />
widmen Nidus der Inszenierung<br />
von Wegen, Türen und Schwellen,<br />
die den Rhythmus des Alltags<br />
begleiten. ><br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 163
luxus wohnen / IMMOBILIENENTWICKLUNG<br />
»AUCH WEGLASSEN<br />
IST LUXUS«<br />
NACH<br />
KEIT<br />
HALTIG<br />
Die Nidus-Gründerinnen Ana Vollenbroich und Annelen<br />
Schmidt-Vollenbroich über ihre Haltung zur Architektur,<br />
über Wohnlichkeit und gut riechende Materialien.<br />
INTERVIEW MAIK NOVOTNY<br />
RESIDENCES Mit Nidus entwickeln Sie vor<br />
allem bestehende Bausubstanz. Wie würden<br />
Sie Ihre Architekturhaltung beschreiben?<br />
ANNELEN SCHMIDT-VOLLENBROICH<br />
Durch unsere intensive Arbeit mit dem<br />
Bestand haben wir gelernt, was von Dauer<br />
ist und was nicht. Dabei geht es viel ums<br />
Aufräumen und Wegnehmen, ums Aufmachen<br />
von Räumen. Es geht darum, den<br />
Charakterkern des Gebäudes herauszuschälen.<br />
Ein Zuviel an Technik vermeiden wir,<br />
weil sie sehr schnell veraltet. Wir lieben<br />
natürliche Materialien, die schöner werden,<br />
wenn sie altern und die sich einfach reparieren<br />
lassen. Wir wollen Gebäude schaffen,<br />
die offen und flexibel sind, auch für spätere<br />
Nutzungen.<br />
ANA VOLLENBROICH Wir sind ziemliche<br />
Puristinnen und versuchen, allzu Modisches<br />
zu vermeiden. Die Materialien bringen<br />
schon Struktur und Leben mit, da<br />
braucht es keine zusätzlichen Ornamente.<br />
In dieser Reduktion liegt für uns auch<br />
Schönheit und Nachhaltigkeit.<br />
Fortschrittlich<br />
Das mehrfach ausgezeichnete<br />
Duo Ana Vollenbroich und<br />
Annelen Schmidt-Vollenbroich<br />
agiert an der Schnittstelle von<br />
Immobilienentwicklung und<br />
Architektur. nidus.com<br />
Dafür braucht es eine hohe handwerkliche<br />
Qualität in der Ausführung und ein Verständnis<br />
bei den Bauherr:innen. Müssen Sie<br />
viel Erklärungs- und Überzeugungsarbeit<br />
leisten?<br />
VOLLENBROICH Sehr viel! Es besteht immer<br />
das Risiko, dass jemand von natürlicher<br />
Patina überrascht ist und unzufrieden reagiert,<br />
wenn ein Material ganz normal altert.<br />
Oft geht es so weit, dass wir bei der<br />
Ausführung selbst die Gewährleistung<br />
übernehmen, wenn uns ein Detail so wichtig<br />
ist, dass es das Risiko wert ist. Meistens<br />
ist es das auch. Wir versuchen aber, von<br />
Anfang an viel zu erklären, und das funktioniert<br />
in der Regel auch sehr gut.<br />
Welche Art von Wohnlichkeit streben Sie bei<br />
Ihren Innenräumen an?<br />
SCHMIDT-VOLLENBROICH Wir feilen sehr<br />
lange an Grundrissen und machen uns viele<br />
Gedanken über die Dramaturgie der Übergänge<br />
und Schwellen beim Weg zum Haus<br />
und durchs Haus. Durch diese bewussten<br />
Raumfolgen entsteht ein Gefühl für Wohnlichkeit.<br />
Mal ist es ein weites Entrée, mal liegt<br />
der Wohnraum geborgen am Ende eines<br />
Weges, wie in einem Schneckenhaus. Andere<br />
Aspekte sind angenehme Gerüche von Materialien,<br />
die eine Art Wohngesundheit erzeugen,<br />
und die richtige Lage auf dem<br />
Grundstück, damit die Räume gut mit Sonne<br />
und Licht interagieren.<br />
Ist »Luxus« für Sie ein Kriterium?<br />
VOLLENBROICH Natürlich ist unser Angebot<br />
auf dem Immobilienmarkt im gehobenen<br />
Bereich angesiedelt und richtet sich an<br />
jene, die es sich leisten können. Aber für<br />
uns hat Luxus an sich nichts mit Reichtum,<br />
Überfluss und Dekoration zu tun. Auch das<br />
Weglassen kann ein Luxus sein. Und ganz<br />
wichtig ist für uns auch der intellektuelle<br />
Luxus, uns mit Bauherr:innen austauschen<br />
zu dürfen, die sich für besondere Architektur<br />
interessieren.<br />
<<br />
Foto: Nikki McClarron<br />
164 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
luxus wohnen / CIRCULAR DESIGN<br />
»EINE RUNDE<br />
SACHE MIT ECKEN<br />
UND KANTEN«<br />
Der Designer, Architekt, Kurator und Querdenker Christian Kroepfl ist<br />
ein Wegbereiter auf vielen Ebenen der Nachhaltigkeit. Circular Design<br />
ist für ihn mehrfach zukunftsweisend. Im RESIDENCES-Interview<br />
erzählt er, was es mit Luxusmöbeln im Wald auf sich hat und wieso<br />
die Wegwerfmentalität längst obsolet ist. INTERVIEW SUSANNA PIKHART<br />
Er ist das personifizierte Engagement<br />
für Kreislaufwirtschaft im Designbereich.<br />
Aber auch die nachhaltige<br />
Architektur sowie die Herstellung<br />
und die Nutzung von ebenso hochwertigen<br />
wie funktionalen Möbelstücken liegen ihm<br />
am Herzen. Und das schon seit Beginn seines<br />
kreativen Schaffens. Geht es um zeitgemäßes<br />
Circular Design, kommt man an Christian<br />
Kroepfl jedenfalls nicht vorbei. Der Architekt<br />
und Designer ist Österreichs Vorreiter auf<br />
diesem Gebiet und zugleich aktiver Botschafter<br />
für Nachhaltigkeit: Von Lustenau und Wien<br />
aus entwickelt er Marken und Möbelkollektionen<br />
für heimische und internationale<br />
Unternehmen und vernetzt zudem als<br />
Kurator großer Design-Events und Ausstellungen<br />
die ganze Branche, indem er sie mit<br />
kreativen Konzepten zu ökologisch und sozial<br />
nachhaltigen Gestaltungsstrategien animiert –<br />
gerade erst im AußenwirtschaftsCenter in<br />
Paris, im März 2<strong>02</strong>5 bei der »Wohnen &<br />
Interieur« in Wien.<br />
Die Arbeiten des gebürtigen Vorarlbergers<br />
werden weltweit ausgestellt, wurden schon in<br />
verschiedene Sammlungen aufgenommen<br />
und mit mehr als 50 nationalen und internationalen<br />
Designpreisen ausgezeichnet.<br />
RESIDENCES Was meinen Sie, ist Circular<br />
Design ein Trend oder eine Notwendigkeit?<br />
CHRISTIAN KROEPFL Beides. Und das ist<br />
gut so. Denn dass man Dinge wiederverwendet<br />
und dem Kreislauf zuführt, ist<br />
leider noch keine Selbstverständlichkeit.<br />
Wofür genau steht Circular Design?<br />
Im Circular Design werden Prinzipien der<br />
Weiternutzung, also etwa Re-Use, und der<br />
sozialen Interaktion in allen Produktlebenszyklen<br />
mitgedacht. Wichtig sind hier nicht nur<br />
ökologisch, sondern auch sozial nachhaltige<br />
und partizipative Gestaltungsstrategien.<br />
Dazu gehören lange Lebensdauer, Materialreduktion,<br />
wenig Abfall bei der Herstellung und<br />
möglichst auch Regionalität, etwa Material ><br />
Zirkulärer Luxus<br />
James-Bond-Style: Eingebettet in<br />
eine präzise gefertigte Holzschale<br />
genießt man beim Sofa »Lobster«<br />
die Weichheit und den Geruch von<br />
edlem Leder.<br />
Fotos: Christian Kroepfl<br />
166 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
NACH<br />
KEIT<br />
HALTIG<br />
Christian Kroepfl<br />
Der Architekt und Designer<br />
animiert die Bau- und Möbelbranche,<br />
sich in die Kreislaufwirtschaft<br />
einzuklinken. Bei<br />
den eigenen Arbeiten setzt er<br />
schon lange auf Nachhaltigkeit<br />
und entwickelt immer<br />
wieder beeindruckende und<br />
international preisgekrönte<br />
Designstücke.<br />
christiankroepfl.com<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 167
luxus wohnen / CIRCULAR DESIGN<br />
><br />
aus der Umgebung sowie Holz aus<br />
nachhaltiger Bewirtschaftung. Und auch die<br />
implizit mitgedachte Reparaturfähigkeit.<br />
Circular Design ist eine runde Sache im Sinne<br />
der Kreislaufwirtschaft, hat aber noch ihre<br />
Ecken und Kanten.<br />
Inwiefern? Das klingt nach einigen Tücken …<br />
Gerade bei industriellem Design gibt es noch<br />
viele Bereiche, wo nicht Langlebigkeit<br />
angestrebt, sondern die Wegwerfmentalität<br />
gefördert wird. Insbesondere in der Modebranche,<br />
aber auch zum Beispiel bei Matratzen,<br />
die noch massenhaft und zu Lasten der<br />
Umwelt entsorgt werden, statt einzelne<br />
Komponenten wiederzuverwerten. Die<br />
Circular-Design-Herangehensweise hingegen<br />
reduziert durch Upcycling nicht nur die<br />
Abfallmenge, sondern führt auch zu neu<br />
gedachten, innovativen Designs.<br />
Zeitlos langlebig<br />
Der »Sidetable LIZ« verkörpert<br />
den Einsatz von Materialien in<br />
angemessener Form und<br />
Funktion: praktisch, elegant<br />
und zurückhaltend. Zeitlos.<br />
Wie erleben Sie hier die Möbelbranche?<br />
Ambitioniert, aber noch zu sehr zurückhaltend.<br />
Man hört den Pessimist:innen leider<br />
eher zu, als dass man die Argumente der<br />
Optimist:innen verinnerlicht. Immerhin: Bei<br />
Metallfreie Eleganz<br />
»finiix« ist Österreichs erste CO 2<br />
-<br />
neutrale Möbelkollektion, die Christian<br />
Kroepfl gemeinsam mit Andrés Fredes<br />
für guut entwickelt hat. guut.at<br />
jungen Designer:innen ist Nachhaltigkeit<br />
bereits eine Haltung, die in ihrem Bewusst -<br />
sein verankert ist und im schöpferischen<br />
Prozess dann zutage kommt. Das macht<br />
zuversichtlich.<br />
Ihre eigenen Designs und Kollektionen, die<br />
Sie für namhafte Möbelhersteller entwerfen,<br />
haben Circular Design quasi schon in der<br />
DNA …<br />
Für mich stehen bei der Gestaltung vor<br />
allem die Fragestellung nach der Funktionalität<br />
und der Qualität sowie die Verwendung<br />
von natürlichen und nachhaltigen Materialien<br />
im Mittelpunkt des Entwicklungsprozesses.<br />
Es geht um die Klarheit des Designs und<br />
die bewusste Beschränkung auf das Wesentliche:<br />
schlicht, raffiniert und dabei unaufgeregt.<br />
Gutes, hochwertiges Design duldet<br />
keine Hierarchien oder Kompromisse im<br />
Zusammenspiel von Form und Funktion.<br />
Bei Circular Design geht es zudem darum,<br />
dass die Produktion in einer Kooperation<br />
von Menschen und Natur stattfindet.<br />
Fotos: Harald Gorbach, Dr. Photo, Kapelari, Christian Kroepfl<br />
168 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Ein konkretes Beispiel dazu?<br />
Ja, etwa die »finiix«-Möbelkollektion, eine<br />
Kooperation von mir und dem Designer Andrés<br />
Fredes für die guut GmbH. Um den ökologischen<br />
Fußabdruck zu minimieren und den<br />
Lebenszyklus der Möbel zu maximieren, wurde<br />
eine Eco-Designrichtlinie entwickelt. Der Leit -<br />
faden basiert auf den Ergebnissen des Forschungsprojekts<br />
KATCH-e und den daraus<br />
resultierenden zirkulären Designstrategien. Die<br />
Möbel wurden letztendlich so gestaltet, dass,<br />
wenn man sie im Wald abstellt, sie dort komplett<br />
und rückstandsfrei verfallen würden.<br />
Diese Kollektion – sie besteht aus einem Bett,<br />
verschiedenen Beistelltischen, Sideboard, Bar,<br />
Turm und Schrank – wurde sogar als CO 2<br />
-negativ<br />
berechnet, was für die Verbraucher:innen<br />
heute aber eher noch verwirrend ist. Auf dem<br />
Markt ist sie nun als CO 2<br />
-neutral ausgewiesen.<br />
Die Klimakrise und das gestiegene Umweltbewusstsein<br />
führen also dazu, dass auch<br />
Designer:innen mit einem anderen Bewusstsein<br />
Kunst und Natur im Einklang<br />
Das »KT11«-Design von Christian Kroepfl für palatti vereint<br />
moderne Ästhetik mit Alltagsfunktionalität: Auf einem<br />
reduzierten Stahlträger schwebt eine elegante, schlichte<br />
Platte aus massivem Holz – sie erinnert an das Blätterdach<br />
eines Akazienbaums in der Serengeti. palatti.eu<br />
NACH<br />
KEIT<br />
HALTIG<br />
und Ziel als bisher an ihre Arbeit herangehen …<br />
Die Veränderungen, die auf uns zukommen,<br />
sind ein grundlegender Teil einer neuen Ära.<br />
Dieser Umbruch bietet die Chance, nachhaltiges<br />
Design aus seinem Nischendasein zu<br />
befreien und österreichisches Design stärker<br />
ins internationale Rampenlicht zu rücken.<br />
Nachhaltigkeit und Ästhetik sind kein<br />
Widerspruch. Hier kommt künftig nicht nur<br />
Circular Design, sondern das sogenannte<br />
Mitigation Design noch mehr zum Tragen.<br />
Das bedeutet?<br />
Es geht darum, präventive und schadensmindernde<br />
Maßnahmen bereits in der Planungsphase<br />
eines Projekts zu berücksichtigen. Ob<br />
es nun Architektur oder Produktdesign ist.<br />
Nachhaltiges Multitalent<br />
»nivoo« ist ein nachhaltiger Schreibtisch für<br />
alle zwischen drei und 99 Jahren. Aus Eschenholz<br />
und farbigem MDF gefertigt, wird er<br />
metallfrei gesteckt und mit Schnur, Dübeln und<br />
Holzschrauben versteift und gesichert.<br />
Welche Rolle spielen all diese Ansätze bei Ihrer<br />
Arbeit als Kurator diverser Ausstellungen?<br />
Mein Fokus ist immer die Nachhaltigkeit.<br />
Ich nutze Messen und Events als Kommuni -<br />
ka tionskanal für die Öffentlichkeit und für<br />
die Bau- und Möbelbranche, wobei mir der<br />
niederschwellige Zugang enorm wichtig ist. Es<br />
geht nicht nur ums Verkaufen der Pro dukte,<br />
sondern darum, die Menschen zu vernetzen,<br />
den Austausch innerhalb der kreativen Branche<br />
zu fördern und neue Kontakte zu knüpfen.<br />
Und darum, dass nachhaltiges Design auch in<br />
Österreich mehr Kraft bekommt. <<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 169
luxus wohnen / MATERIALIEN<br />
Naturerlebnis<br />
Warmes Holz und kühler Stein<br />
bilden einen wohnlichen Rahmen<br />
für den Blick in die Landschaft<br />
beim »CLL House« in Brasilien.<br />
bernardesarq.com.br<br />
Foto: Fernando Guerra<br />
170 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
STOFFE, AUS DENEN<br />
TRÄUME SIND<br />
Mal natürlich und rau, mal glatt und hochverfeinert, mal technisch<br />
präzise. Bei Luxusinteriors ist die Auswahl des richtigen Materials<br />
das A und O. Dabei stehen Atmosphäre, Storytelling, Dauerhaftigkeit<br />
und überraschende Kontraste im Mittelpunkt. TEXT MAIK NOVOTNY<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 171
luxus wohnen / MATERIALIEN<br />
Retro-Chic mit Überraschungen<br />
Jungstar Hugo Toro setzte beim<br />
Redesign eines Pariser Appartements<br />
auf ungewöhnliche Kontraste.<br />
hugotoro.com<br />
Ein bisschen schwindelfrei muss man<br />
sein, um hier zu wohnen, denn der<br />
Name ist Programm: »The Ledge«.<br />
Dramatisch spitz läuft das Bündel<br />
aus Baumstämmen zu und ragt weit in die<br />
hügelige Waldlandschaft der südindischen<br />
Wildnis von Peeremedu. Ehrlich gesagt sieht<br />
es eher nach Forstwirtschaft aus als nach<br />
Luxusvilla, und doch ist es Letzteres. Hier<br />
haben die Architekt:innen von Wallmakers<br />
aus dem Bundesstaat Kerala sich tief in die<br />
Natur eingelassen und das Haus wieder aus<br />
ihr herauswachsen lassen.<br />
NATUR ALS LUXUS<br />
Dafür verwendeten sie Stämme des<br />
Casuarina- Baums, der aufgrund seines<br />
schnellen Wachstums sonst für eher wenig<br />
luxuriöse Zwecke wie Baustellenzäune und<br />
Gerüste verwendet wird. Doch hier ist es<br />
gerade der Kontrast zwischen dem fast rohen<br />
Material und der kristallinen Glasfassade,<br />
die sich dazwischen wie eine Kanzel in den<br />
Bergnebel schiebt, der die Natur zum Luxus<br />
macht. Auch die Innenwände sind Teil dieser<br />
Urwüchsigkeit, sie wurden mit Bruchmaterial<br />
angereichert, das während des Baus anfiel.<br />
Weniger ruppig, aber ebenso naturnah<br />
gestaltet sich das Wohnumfeld in einer Villa<br />
westlich von São Paulo, dem von Bernardes<br />
Arquitetura in klassisch-moderner Geradlinigkeit<br />
entworfenen »CLL House«. Mit<br />
einem luftigen Atrium werden Flora, Fauna<br />
und Wetter hier ganz nah hineingelassen, und<br />
die Baustoffe übernehmen in bester Weise die<br />
Vermittlungsarbeit zwischen Mensch und<br />
Natur. Eine sorgfältig ausgesuchte Kombination<br />
aus Holz und weißem Piracema-Granit,<br />
die mit ihrer Dauerhaftigkeit eine wohnliche<br />
Alles im Rahmen<br />
In dieser Wohnung in<br />
Manhattan summt das Holz<br />
den ruhigen Grundton, wilde<br />
Tapeten setzen Akzente.<br />
lewhit.com<br />
Fotos: Jerome Galland, Jino Sam, beigestellt<br />
172 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
und warme Ruhe vermittelt. Man spürt: Diese<br />
Materialien altern in Würde, und so kann<br />
man wohnend in Würde zusammen mit ihnen<br />
alt werden.<br />
Wenn es im Luxusbereich um die Auswahl<br />
von Materialien geht, ist eine Kenntnis natürlicher<br />
Prozesse für jede:n Designer:in Pflicht.<br />
Es gilt, jeden Baustoff und jede Zutat richtig<br />
auszuwählen, richtig zuzuschneiden, richtig zu<br />
behandeln. Das gilt für indische Baumstämme<br />
ebenso wie für Carrara-Marmor, Onyx, Messing<br />
oder Sichtbeton. Denn aus gedankenloser<br />
Materialverschwendung ist noch nie eine<br />
dauerhafte Schönheit entstanden.<br />
Tropische Tanzbewegung<br />
In dieser Villa in Indien lassen<br />
Wallmakers Architects den<br />
Ziegelstein luftige Pirouetten<br />
drehen. wallmakers.org<br />
KONZENTRIERTE MISCHUNG<br />
All das trifft nicht nur auf die Villa mitten in<br />
der Natur zu, sondern auch auf erlesene Interiors<br />
in urbanen Wohnungen, wo es für<br />
Designer:in nen gilt, eine hochkonzentrierte<br />
Mischung von Materialien stilvoll auszubalancieren.<br />
Ein wahrer Material-Virtuoso ist das<br />
34-jährige französisch mexikanische Jungtalent<br />
Hugo Toro. Er versteht sich als Geschichtenerzähler<br />
mit Liebe zum Theatralischen.<br />
><br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 173
luxus wohnen / MATERIALIEN<br />
Waldwildnis<br />
Beim Haus »The Ledge« in<br />
Kerala schaffen rohe Baumstämme<br />
und Bruchsteine<br />
eine tiefe Verbindung zum Ort.<br />
wallmakers.org<br />
174 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24<br />
><br />
Unbehandelte ganze Baumstämme wird<br />
man bei ihm also eher nicht finden, dafür viel<br />
Wärme ausstrahlendes Holz, das aber stets mit<br />
Ungewöhnlichem kontrastiert wird. Für das<br />
Redesign seines Pariser Appartements aus den<br />
1970er-Jahren kombinierte er die erlesenen<br />
Holz sorten Walnuss, Amberbaum und Ziricote<br />
mit rotem Travertin und eigens entworfenen<br />
Möbeln zu einem einzigartigen Ensemble<br />
aus Mid-Century Modern und Opernloge. Bei<br />
einer anderen Pariser Wohnung liefern Oberflächen<br />
aus Eichenholz die Wohnlichkeit und<br />
goldene Akzente die Theatralik.<br />
Eine ähnlich effektive Kontrastwirkung<br />
erzeugten die Designerin Corey Kingston und<br />
ihr Studio Le Whit bei der Zusammenlegung<br />
zweier Wohnungen in Manhattan. Auch hier<br />
bilden maßgeschneiderte Einbauten aus<br />
hellem Holz den Grundton, der sich durch alle<br />
Räume zieht, während darin wie Kunstwerke<br />
gerahmte Tapeten mit eigens entworfenen<br />
Motiven jedem Bereich einen ganz eigenen<br />
Charakter verleihen.<br />
Wer sich der Natur weniger verpflichtet fühlt<br />
als dem Theatralischen, dürfte sich in den<br />
Wohnräumen und Restaurants der extravaganten<br />
Italiener:innen von Dimore Studio<br />
Fotos: Syam Sreesylam, Silvia Rivoltella, beigestellt
Einzelstück<br />
Die frei stehende »Tiffany<br />
Bathtub« vom Hersteller Lusso<br />
wird aus einem Stück brasilianischem<br />
Marmor handgefertigt.<br />
lussostone.com<br />
wohlfühlen. Auch hier kommen Tapeten und<br />
Textilien zum Einsatz, mal mit sinnlichen<br />
Art-déco-Prints, fast immer in den für Dimore<br />
typischen tiefdunklen Farbtönen, die einen<br />
Kontrast zu den Möbeln bilden, die wie<br />
surreale Objekte in einem Tableau arrangiert<br />
werden. Hier geht es bei der Materialwahl<br />
nicht um das Erzeugen vertrauter Authentizität,<br />
sondern um eine geradezu vibrierende<br />
Atmosphäre.<br />
Fazit: Mit dem richtig inszenierten Kontrast<br />
lassen sich die Qualitäten jedes Materials<br />
besonders unterstreichen. Und wer sich einen<br />
besonderen Luxus gönnen will und einen<br />
sechsstelligen Betrag zur Hand hat, kann<br />
sich eine frei stehende Marmorbadewanne<br />
von Lusso leisten und dafür den passenden<br />
Kontrast suchen. Vielleicht sogar einen Wald<br />
in Indien.<br />
<<br />
Italienisches Drama<br />
Dimore Studio aus Mailand<br />
setzt bei seinen Interiors<br />
auf Theatralik, wie hier in<br />
der Dimore Gallery.<br />
dimorestudio.eu<br />
Fotos: SilviaRivoltella, beigestellt<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 175
luxus wohnen / NATURSTOFFE<br />
Eng umschlungen<br />
Ineinander platzieren<br />
sich die Marmorelemente<br />
des Hockers<br />
»Marble Stool 5«<br />
von Kueng Caputo.<br />
salon94design.com<br />
Marmor, Stein und Eisen bricht<br />
Die freistehende Oval-Badewanne<br />
aus Solid Surface mit stylischem<br />
Marmor-Finish setzt markante<br />
Naturakzente im Bad.<br />
steinberg-armaturen.de<br />
Trend-Wände<br />
Travertin ist neben Marmor der<br />
boomende Stein – ob für Möbel<br />
oder Oberflächen.<br />
Nachhaltiger und versatiler<br />
sind Tapeten im Steinlook.<br />
belartestudio.com<br />
Natur<br />
mit Stil<br />
Biophiles Design boomt und ist längst nicht mehr nur<br />
idyllische Szenerie im Rahmen von ländlicher Architektur.<br />
Naturmaterialien rocken jetzt auch die Cities!<br />
Collectibles made in Austria<br />
Designer Felix Muhrhofer<br />
reinterpretiert Terrazzo und<br />
entwirft Must-have-Collectibles<br />
in großartiger Formensprache.<br />
felixmuhrhofer.com<br />
Fotos: beigestellt<br />
176 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
Heimisches Holz<br />
Ein funktionales<br />
Innenleben sorgt für<br />
Überblick in den<br />
Schränken, heimisches<br />
Holz kreiert nachhaltigen<br />
Luxus.<br />
team7-home.com<br />
Minimalistisch-edel<br />
Kunststoff ade! Die<br />
luxuriösen Fitnessgeräte<br />
von Pent, wie<br />
der »Lova«-Kettlebells-Ständer<br />
aus<br />
Walnussholz und<br />
Edelstahl, setzen<br />
selbst beim Training<br />
auf gehobenen Style.<br />
pentfitness.com<br />
Gratwanderer<br />
An der Grenze zwischen Kunst<br />
und Design arbeitet Designstar<br />
Jay Sae Jung Oh. Der Beistelltisch<br />
aus der Serie »Savage« ist<br />
aus Rindsleder gefertigt.<br />
yatzer.com<br />
Sophisticated<br />
Informell und doch elegant präsentiert<br />
sich das modulare Regal »Interparete«<br />
im Design von Piero Lissoni für Porro.<br />
porro.com<br />
Skulpturaler Gestus<br />
US-Designerin Kelly Wearstler<br />
ist unangefochtene Königin<br />
skulpturaler Möbel – das »Nudo<br />
Sofa« ist ein Beleg dafür.<br />
kellywearstler.com<br />
Ästhetisches Upgrade<br />
Die »ST-ONE«-Natursteinküche<br />
ist ein echter Blickfang und<br />
wertet Heim wie Herd auf.<br />
strasser-steine.at<br />
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 177
luxus wohnen / RESIDENZEN AUF LUXUSSCHIFFEN<br />
Luxus ahoi!<br />
Wohnen, während man über den Globus gleitet: Auf Superyachten<br />
kann man Privatresidenzen im Eigentum erwerben und mit den<br />
Reichsten der Reichen Theater, Bibliothek, Spa- und Fitness-<br />
Bereiche genießen. Das hat seinen Preis. TEXT HEIMO ROLLETT<br />
Mondän<br />
Zuhause auf der ganzen Welt –<br />
in der eigenen Residenz auf<br />
einem Schiff mit einer internationalen,<br />
äußerst solventen<br />
Eigentümergemeinschaft.<br />
Foto: Ulyssia<br />
178 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
2 / 24 RESIDENCES LIVING falstaff 179
luxus wohnen / RESIDENZEN AUF LUXUSSCHIFFEN<br />
Große Pläne<br />
Die »Ulyssia« mit 119<br />
Residenzen und 13 Suiten<br />
befindet sich noch in der<br />
Planungs- und Bauphase<br />
und soll voraussichtlich<br />
2<strong>02</strong>8 in Betrieb gehen.<br />
ulyssia.com<br />
Fotos: MV Narrative, Ulyssia<br />
Natürlich streiten sie. Wie bei den<br />
Privatyacht-Eigner:innen mit Milliarden<br />
am Konto ist es auch den<br />
neuen Luxuslinern, bei denen man<br />
Wohnungen im Eigentum erwerben kann,<br />
wichtig, wer die längere und größere hat. Die<br />
schwimmenden Kleinstädte der Superreichen<br />
entwickeln sich gerade zu einem Luxustrend,<br />
der das Konzept von Wohnen, Reisen und<br />
exklusivem Lebensstil neu definiert.<br />
Unterhaltsam<br />
20 Restaurants und Bars, eine Mikrobrauerei,<br />
drei Pools, eine Bowlingbahn, Fitness- und<br />
medizinische Einrichtungen sowie eine<br />
hydroponische Farm hat die »MV Narrative«<br />
an Bord. storylines.com/the-ship<br />
REICHEN-WG MIT BESUCH<br />
VON NOBELPREISTRÄGER:INNEN<br />
»The World« dürfte jedenfalls aktuell die<br />
größte private Wohnyacht der Welt sein. Mit<br />
165 großzügigen Residenzen und einer durchschnittlichen<br />
Besetzung von 150 bis 200 Menschen<br />
bietet es eine Art Melrose Place deluxe,<br />
das um die Welt segelt. Die Eigen tümergemeinschaft<br />
(150 Familien aus 20 Ländern)<br />
wählen jährlich die Reiseziele – abenteuerliche<br />
Expeditionen in exotischen Gewässern sind da<br />
ebenso dabei wie die namhaftesten Orte konzentrierter<br />
Mondänität. Die schwimmende<br />
Luxus-WG hat bereits über 1.000 Häfen in<br />
mehr als 120 Ländern besucht. Dauert<br />
><br />
180 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
was macht<br />
edelstahlpools<br />
so besonders?<br />
Es ist das elitäre Material, das elegante Erscheinungsbild,<br />
die lange Lebensdauer und die Nachhaltigkeit.<br />
Ausgezeichnet mit dem Oscar der Schwimmbadindustrie<br />
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luxus wohnen / RESIDENZEN AUF LUXUSSCHIFFEN<br />
><br />
lange? Nun ja, erstens muss man ja<br />
nicht die ganze Zeit dabei sein, die Eigentümer:innen<br />
bleiben laut Statistik von »The<br />
World« durchschnittlich drei bis vier Monate<br />
im Jahr an Bord. Bei einigen Anbietern gibt es<br />
auch die Möglichkeit, die Wohnung für z. B.<br />
20 Wochen im Jahr zu vermieten, um die jährlichen<br />
Wartungskosten zu decken. Zweitens<br />
bieten die Luxusliner einiges, um die Zeit zu<br />
vergessen bzw. sie zu genießen: Sterneküche,<br />
Expeditionen, Überlandreisen, Kulturveranstaltungen<br />
… Das Ziel sei es, mit allen Sinnen<br />
in die Kultur und Lebensart der Reiseziele<br />
eintauchen zu können. Da kommen dann<br />
auch angesehene Dozent:innen, Nobelpreisträger:innen<br />
und preisgekrönte Redner:innen<br />
an Bord. Die Preise für Studios beginnen bei<br />
2 Mio. US-Dollar und reichen bis zu 15 Mio.<br />
US-Dollar für Apartments mit drei Schlafzimmern,<br />
zuzüglich der jährlichen Unterhaltskosten.<br />
Ähnlich sind die Preise bei der »Blue<br />
World Voyages«, für 2,35 Mio. US-Dollar bekommt<br />
man eine Einzimmerwohnung in den<br />
obersten vier Decks. Denn auch am Schiff<br />
zählt natürlich die Lage.<br />
VIZEPRÄSIDENTEN FÜR WELLNESS<br />
Bei den angebotenen Annehmlichkeiten übertrumpfen<br />
sich die Anbieter ähnlich wie bei<br />
den Hotels. Die »Blue World Voyages« sticht<br />
da mit einem eigenen Konzept heraus:<br />
Ein komplettes Schiffsdeck ist den Sporteinrichtungen<br />
und -geräten gewidmet, ein<br />
weiteres beherbergt Spa-Aktivitäten für ultimative<br />
Entspannung. Der Fokus der Philosophie<br />
dieses Schiffes liegt auf Erholung,<br />
Verjüngung und Krankheitsprävention, anstatt<br />
auf übermäßigem Essen und Trinken. Da gibt<br />
es Farm-to-Table-Dinner mitten am Ozean,<br />
und wer sonst hat schon einen eigenen Vizepräsidenten<br />
für Wellness?<br />
Ungewöhnliches lässt sich auch auf der<br />
»Storylines MV Narrative« entdecken. Das<br />
Traumhaft<br />
Die Preise bei der »Somnio«<br />
(zu Deutsch: Traum) beginnen<br />
bei etwa 20 Millionen US-Dollar –<br />
ohne Nebenkosten und ohne<br />
Unterhaltsgebühren.<br />
Exquisit<br />
Das Innere der »Somnio« wird<br />
den höchstmöglichen Standards<br />
entsprechen, das Service einem Sechs-<br />
Sterne-Resort und das 222-Meter-Schiff<br />
wird nur 39 Wohnungen enthalten.<br />
somniosuperyachts.com<br />
Schiff mit 530 Wohneinheiten, manche davon<br />
mit eigener Küche, verfügt neben einer Mikrobrauerei<br />
und 20 Restaurants und Bars auch<br />
über eine sogenannte hydroponische Farm –<br />
eine moderne Anbaumethode, bei der Pflanzen<br />
ohne Erde in einem geschlossenem<br />
Kreislaufsystem mittels einer Wasser-Nährstofflösung<br />
kultiviert werden. Wohnungen auf<br />
diesem Residenzschiff sind günstiger zu haben,<br />
sie kosten zwischen 634.500 und<br />
10.340.000 Euro, wobei die Wohnflächen<br />
zwischen 22 Quadratmeter bis 183 Quadratmeter<br />
betragen. Der dennoch stolze Quadratmeterpreis<br />
für die kleine Variante liegt somit<br />
bei 28.840 Euro pro Quadratmeter.<br />
GRÖSSER GEHT IMMER<br />
Die neu geplanten Schiffe, die als schwimmende<br />
Wolkenkratzer durch die Meere gleiten<br />
sollen, übertrumpfen sich an Größe,<br />
Ideen, Möglichkeiten. Damit steigen auch<br />
die Preise. Neben dem Kaufpreis verlangt<br />
die »Blue World Voyages« etwa jährliche<br />
Wartungsgebühren beginnend bei rund<br />
200.000 US-Dollar pro Jahr (für eine Einzimmerwohnung).<br />
Ein anderes neues Projekt,<br />
das als das größte Yacht-Residenzschiff der<br />
Welt angekündigt wurde, ist die »Somnio«.<br />
Sie wird gerade in Norwegen gebaut, soll<br />
nach einer Verzögerung nun 2<strong>02</strong>5 in Betrieb<br />
gehen, rund 222 Meter lang sein und über<br />
39 luxu riöse Eigentum-Apartments verfügen.<br />
Bei 20 Mio. Euro starten die Preise dafür. <<br />
Fotos: Luttenberger Design, Tillberg Design of Sweden<br />
182 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
DESIGN ENTDECKEN.<br />
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luxus wohnen / REVIEW & PREVIEW<br />
EVENT-CLIPPINGS<br />
Messen, Foren, Fachsymposien – RESIDENCES zeigt spannende Happenings aus der Immo-Szene.<br />
SUSTAINABILITY IM BLITZLICHT<br />
Erstes ÖGNI-Symposium zu Nachhaltigkeit in der Wiener Hofburg mit Cate Blanchett.<br />
review<br />
Für die Premiere des Sustainability-Symposiums der ÖGNI (Österreichische<br />
Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft) im Oktober reiste sogar<br />
Hollywoodstar Cate Blanchett nach Wien. Die Schauspielerin und Filmproduzentin,<br />
die sich seit Jahren auch im Immobilienbereich für Nachhaltigkeit engagiert, betonte<br />
die Notwendigkeit eines positiven Zugangs zum Thema Klimaschutz in der<br />
Immo- und Bauwirtschaft: »Wenn es um Nachhaltigkeit geht, denken wir an erneuerbare<br />
Energien oder Elektroautos, aber wir übersehen oft die enormen Auswirkungen,<br />
die Gebäude auf unseren CO2-Fußabdruck haben.« Ihr Credo: »Kreativität ist die<br />
Kehrseite der Zerstörung«. Zwei Tage lang haben Expert:innen aus dem DACH-Raum<br />
praxistaugliche Lösungsansätze in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Digitali sierung<br />
sowie Rolle von Städten und Gemeinden in einer nachhaltigen Transformation erarbeitet,<br />
die dann vor rund 1.000 Branchenexpert:innen präsentiert wurden. ogni.at<br />
KLIMAGERECHTE IMMO-WELT<br />
Countdown für »BAU 25«, die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme.<br />
preview<br />
Von 13. bis 17. Jänner 2<strong>02</strong>5 steht München wieder im Fokus der Architekt:innen, Planer:innen<br />
und Investor:innen sowie anderer Expert:innen der Immobilienbranche. Denn alle zwei<br />
Jahre findet hier die BAU statt, die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme.<br />
Dabei geht es diesmal neben fachlichem Austausch und Netzwerken vor allem um neue Techniken<br />
und Möglichkeiten im Bereich des klimagerechten Bauens, mit dem Ziel, die Anpassungsfähigkeit<br />
von Gebäuden zu erhöhen. Die maßgebliche Frage für die Zukunft: Wie müssen Bauwerke heute<br />
beschaffen sein, um dem Klimawandel und seinen direkten Folgen zu begegnen? Auf die Lösungsansätze<br />
der internationalen Expert:innen darf man gespannt sein. bau-muenchen.com<br />
NEUE PERSPEKTIVEN DES BAUENS<br />
Immobilien- und Zukunftskonferenz reloaded.<br />
Die Real Estate Arena und die REAL Future Conference (vormals REAL PropTech)<br />
wachsen 2<strong>02</strong>5 zusammen und werden so Deutschlands führende Zukunftskonferenz<br />
für den Bau- und Immobiliensektor. Das Mega-Event mit rund 380 Ausstellern<br />
und mehr als 7.500 Besucher:innen geht am 14. und 15. Mai auf der Messe<br />
Hannover über die Bühne. Mutig und kontrovers soll hier Innovation auf Nachhaltigkeit<br />
treffen und Big Player und (Vor-)Denker:innen der Bau- und Immobilienwirtschaft vereinen.<br />
Die Themen reichen von Digital Real Estate über Quartierentwicklung bis zu<br />
New and Hidden Potentials. Das Leitmotiv: »SmartBuiltCity«. realfutureconference.de<br />
preview<br />
Fotos: Raphael Fasching, Messe München GmbH/Markus Broenner, beigestellt<br />
184 falstaff LIVING<br />
RESIDENCES 2 / 24
IMPRESSUM<br />
2/2<strong>02</strong>4<br />
ZEITSCHRIFT FÜR INTERIOR<br />
UND ARCHITEKTUR<br />
Die in dieser Ausgabe veröffentlichten<br />
Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.<br />
Übersetzung, Nachdruck, Vervielfältigung<br />
und Speicherung in Datenverarbeitungs -<br />
anlagen nur mit ausdrücklicher Genehmigung<br />
des Verlags. Zitate aus Beiträgen dieser<br />
Ausgabe sind ausschließlich mit Angabe<br />
der Quelle gestattet.<br />
MEDIENINHABER<br />
<strong>Falstaff</strong> LIVING Verlags GmbH<br />
REDAKTIONSORT<br />
DES MEDIENINHABERS<br />
Schottenring 2–6, 1010 Wien<br />
T: +43 1 9042141<br />
F: +43 1 9042141-450<br />
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www.falstaff-living.com<br />
Gegenstand des Unternehmens<br />
ist die Heraus gabe, der Verlag<br />
und der Vertrieb von Zeitschriften<br />
und Druckwerken aller Art unter<br />
der Bezeichnung »<strong>Falstaff</strong> LIVING«.<br />
HERAUSGEBERIN<br />
Angelika Rosam<br />
CHEFREDAKTION<br />
Angelika Rosam<br />
CHEFIN VOM DIENST<br />
Susanna Pikhart<br />
ART DIRECTOR<br />
Klaus Rauch<br />
FOTOREDAKTION<br />
Thomas Trimmel<br />
PRODUKTION/LITHO<br />
Konstantin Riemerschmid<br />
MITARBEITER:INNEN DIESER AUSGABE<br />
Wojciech Czaja, Gisela Gary, Manfred Gram,<br />
Magdalena Meergraf, Maik Novotny,<br />
Heimo Rollett, Verena Schweiger<br />
LEKTORAT<br />
Angelika Hierzenberger-Gokesch,<br />
korrekturleserei.at<br />
Sabine Till, fehlerlos.at<br />
GESCHÄFTSFÜHRUNG<br />
Angelika Rosam<br />
RECHNUNGSWESEN<br />
Andrea Draskovits WTS Tax Service<br />
Steuerberatungsgesellschaft mbH<br />
MEDIA SALES & KOOPERATIONEN<br />
Ronald Tomandl (Leitung Sales), Patrick Jamöck<br />
(stv. Leitung Sales), Aleksandra Kosanin<br />
(Leitung Marketing & Sales Koordination),<br />
Magdalena Eser (stv. Leitung Marketing & Sales<br />
Koordination)<br />
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ARTLING theartling.com<br />
ARWAG HOLDING-AG arwag.at<br />
ASSOULINE VERLAG assouline.com<br />
ATELIER ŠTĚPÁN atelier-stepan.cz<br />
AUSTRIA SOTHEBY’S<br />
austriasothebysrealty.com<br />
AVAX DEVELOPMENT<br />
avaxdevelopment.gr<br />
B<br />
BACCARAT HOTEL & RESIDENCES<br />
baccaratmaldivesresidences.com<br />
BALTYK TOWER<br />
baltykpoznan.pl<br />
BANYAN TREE RESIDENCES<br />
banyangroupresidences.com<br />
BAUKARUSSELL<br />
baukarussell.at<br />
BAU MESSE MÜNCHEN<br />
bau-muenchen.de<br />
BELARTE STUDIO<br />
belartestudio.com<br />
BERNARDES ARQUITETURA<br />
bernardesarq.com.br<br />
BIANCA ZITZ IMMOBILIEN-<br />
TREUHÄNDER bz-immobilien.at<br />
BURO HAPPOLD burohappold.com<br />
C<br />
CARPENTERS WORKSHOP<br />
GALLERY<br />
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CAS EN BAS BEACH RESORT<br />
SAINT LUCIA<br />
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CASSINA cassina.com<br />
CCR ccr-realestate.com<br />
CHALUPA IMMOBILIEN<br />
chalupa.at<br />
CHRISTIAN KROEPFL<br />
christiankroepfl.com<br />
CORNELL UNIVERSITY<br />
cornell.edu<br />
CPM GMBH cpm.gmbh<br />
CREO LIFESTYLE APARTMENTS<br />
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C&P IMMOBILIEN AG<br />
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D<br />
DAS ARTMANN das-artmann.at<br />
DAWN MCKENNA GROUP<br />
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DIMORE dimorestudio.com<br />
DMAA dmaa.at<br />
DOMUS VIVENDI ONEdv-one.com<br />
DRAGA AUREL draga-aurel.com<br />
E<br />
EINSZUEINS ARCHITEKTUR<br />
einszueins.at<br />
ELXIS elxis.com<br />
ENGEL & VÖLKERS MALLORCA<br />
ev-mallorca.com<br />
ENNOBLED THE WOOD COMPANY<br />
ennobled.at<br />
F<br />
FAIRMONT RABAT-SALÉ<br />
fairmont.de/rabat<br />
FELIX MUHRHOFER<br />
felixmuhrhofer.com<br />
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hugotoro.com<br />
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IDEAS PLAN ideas-plan.at<br />
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JUMEIRAH DUBAI jumeirah.com<br />
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KELLY WEARSTLER<br />
kellywearstler.com<br />
KERN IMMOBILIEN<br />
kernimmobilien.at<br />
KH:EK:51 khek51.at<br />
KIBARDIN ART<br />
kibardinart.com<br />
KITZIMMO REAL ESTATE<br />
kitzimmo.at<br />
K. M. REAL ESTATE AGENCY<br />
kmrealestate.gr<br />
KNAUER ARCHITEKTEN<br />
knauerarchitekten.at<br />
KWK PROMES kwkpromes.pl<br />
L<br />
LEWHIT lewhit.com<br />
LUSSO lussostone.com<br />
M<br />
MAGNA ATELIER magna-atelier.de<br />
MARSCHALL REAL ESTATE<br />
marschall.at<br />
MATERIALNOMADEN<br />
materialnomaden.at<br />
MONTAGE LOS CABOS<br />
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MUSEUM DES POLNISCHEN<br />
HEERES muzeumwp.pl<br />
MUSEUM MODERNER KUNST<br />
WARSCHAU artmuseum.pl<br />
MVRDV ARCHITECTS mvrdv.com<br />
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NATIONAL GEOGRAPHIC<br />
nationalgeographic.de<br />
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ONE&ONLY RESORTS<br />
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