Neue augenärztliche Leitung - Krankenhaus Barmherzige Brüder ...

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Neue augenärztliche Leitung - Krankenhaus Barmherzige Brüder ...

Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg

Hauszeitung der Dienstgemeinschaft und für die Mitglieder des Fördervereins

23. Jahrgang · Dezember 2012/Januar 2013

Neue augenärztliche Leitung

Erfolgreicher Abschluss des Stroke-Unit-Kurses

Austellungseröffnung "Sichtweisen"

Förderverein stiftet Flügel für Konzerte


2 intern 12/12 · 01/13

Inhalt

2 Grußwort der Geschäftsführerin

3 100 Prozent Sehschärfe

4 Starker HaLT für Kinder

6 Damit viele Kinder trotzdem

lachen können

Professor Piso ist Tagungspräsident

bei Weltkongress

7 Spezielle Pflege auf Stroke Units

8 Medizin für die Seele

10 Neue Ausstellung „Sichtweisen“

12 Weihnachtswünsche

Impressum:

22. Jahrgang

Ausgabe: 12/12 · 01/13

Herausgegeben vom

Krankenhaus Barmherzige Brüder GmbH

Prüfeninger Str. 86, 93049 Regensburg

Verantwortlich: Dr. Andreas Kestler,

Geschäftsführer

Redaktion: Svenja Uihlein (Pressesprecherin),

Franziska Schiegl

Bilder: M. Weigl, F. Schiegl, S. Thaler-Schindlbeck,

Privat (Prof. Piso), Gesundheitsamt

Regensburg, S. Uihlein, altrofoto,

Bildungszentrum

Titelbild: Untere Bachgasse, Regensburg

Tourismus GmbH

Druck: Marquardt, Prinzenweg 11a,

93047 Regensburg

Auflage: 2385

erscheint zehn Mal jährlich

Redaktionsschluss für die 01 · 02/13-Ausgabe:

2. Januar 2013.

Redaktionsschluss ist immer der erste Wochentag des

Monats vor Erscheinen der Ausgabe.

Kontakt Pressestelle:

Tel. 0941 / 369-1061 oder -1062

Texte und druckfähiges Bildmaterial bitte an:

pressestelle@barmherzige-regensburg.de

Die Redaktion behält sich vor, eingereichte Texte

stilistisch zu überarbeiten und zu kürzen. Aus Gründen

der besseren Lesbarkeit der Texte wird bei Personennennung

auf die ausführliche Schreibweise "-er und

-innen" verzichtet. Generell werden stattdessen die

Begriffe stets in der kürzeren Schreibweise (z.B. Mitarbeiter)

verwendet. Dies versteht sich als Synonym

für alle männlichen und weiblichen Personen, die

damit selbstverständlich gleichberechtigt angesprochen

werden.

Liebe Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter,

auch in diesem Jahr blicken wir auf ein Jahr

mit zahlreichen Veränderungen und positiven

Entwicklungen an unseren beiden Standorten

zurück.

So konnten wir durch die Besetzungen von

wichtigen medizinischen Positionen unser

Leistungsspektrum deutlich erweitern. Dafür

war es notwendig, auch im Bereich des

Pflegedienstes neue Führungsstrukturen

und organisatorische Verantwortlichkeiten

zu schaffen. Zahlreiche Projekte zur Sicherung

von organisatorischen Abläufen wie

beispielsweise der Aufbau eines zentralen

Hygienemanagements, der Aufbau eines

zentralen Pflegepools, die Mitarbeiterbefragung

und die neue Organisationsstruktur

in der Geschäftsführung prägten unseren

Alltag.

Die Zustimmung des Ministeriums zur Erweiterung

unserer Bettenkapazität war ein

wichtiger Schritt für die strukturelle Entwicklung

unseres Krankenhauses. Im Rahmen

einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung

im Oktober konnten wir unseren

Gesellschaftern die Bau-Masterplanung

für beide Standorte vorstellen. Es sind zahlreiche

bauliche Maßnahmen, die uns in den

nächsten Jahren zur weiteren Entwicklung

unseres Krankenhauses begleiten werden.

In der Prüfeninger Straße werden wir die Anpassungen

bei Betten-, Funktions- und Ambulanzbereichen

in den kommenden Jahren

auch mit öffentlicher Förderung vornehmen

können. Ein wesentlicher Zukunftsfaktor

wird der Neubau eines Bildungszentrums

sein. An der Klinik St. Hedwig stehen der

Umbau der Eingangshalle, die Renovierung

der Pädiatrischen Poliklinik sowie der Umbau

und Anbau des Zentral-OPs an.

Auch der intensive Kontakt zu unseren

Kooperationspartner und niedergelassenen

Ärzten konnte mit gemeinsamen Projekten

wie Allgemeinarztfortbildung, Ärzteportal

und gemeinsamen Kooperationsmodellen

gefestigt werden. Die erfolgreich bestandene

Re-Zertifizierung im November zeigte, dass

wir über exzellente Strukturen in unserer Organisation

verfügen. Und so bestätigte uns

einer der externen Auditoren bei der Begehung,

dass das Krankenhaus Barmherzige

Brüder Regensburg zu den sehr guten und

erfolgreichen Häusern gehört, wenn man den

Vergleich zu allen weiteren Krankenhäusern

in Deutschland zieht. Solch eine Anerkennung

bedarf großen Einsatz und persönliches

Engagement von allen Mitarbeitern.

Sabine Beiser, Geschäftsführerin

Bei allen positiven Entwicklungen bedarf es

immer wieder des Nachdenkens und der Besinnung,

was uns als katholisches Krankenhaus

im Umgang mit unseren Patienten und

Mitarbeitern auszeichnet. Die Anwendung

der Ordenswerte Vertrauen, Qualität, Respekt

und Spiritualität muss unser Handeln

im täglichen Umgang mit unseren Aufgaben

und im Miteinander prägen. Das diesjährige

Generalkapitel in Fatima wird uns mit dem

Abschlussdokument demnächst ergänzende

Wegweisung geben.

Und so wird es auch im nächsten Jahr eine

unserer gemeinsamen Aufgaben sein, unsere

Dienstgemeinschaft zu pflegen. Das diesjährige

Sommerfest, die großzügige Unterstützung

des Fördervereins mit der Anschaffung

des Konzertflügels, das gemeinsame Feiern

von Gottesdiensten sind nur einige Beispiele

zur Pflege unserer Gemeinschaft, die wir

auch im nächsten Jahr fortsetzen werden.

Ich möchte mich auch im Namen meiner Geschäftsführerkollegen

Herrn Kuhl und Herrn

Dr. Kestler bei Ihnen allen für Ihr Engagement

für unser Krankenhaus bedanken.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine

gesegnete Adventszeit, ein frohes und besinnliches

Weihnachtsfest und für das neue

Jahr alles Gute.

Ihre

Sabine Beiser


100 Prozent Sehschärfe

Die Klinik für Augenheilkunde am

Brüder-Krankenhaus bietet unter

neuer Leitung ab sofort das komplette

Spektrum an Augenoperationen an.

Das Haus investierte in die neueste

Medizintechnik für minimal-invasive

Operationen.

Seit 1. Oktober ist die Klinik für Augenheilkunde

am Krankenhaus Barmherzige

Brüder Regensburg unter neuer

Leitung: Nachdem Professor Dr. Gerhard

Hasenfratz in Zukunft kürzer treten

will, ist Privatdozent Dr. Wolfgang

Herrmann neu an die Klinik gekommen.

Er und Professor Dr. Andreas Remky,

der bereits seit 2008 im Brüderkrankenhaus

tätig ist, verantworten nun die

Klinik. Die beiden Ärzte ergänzen sich

in idealer Weise in ihren medizinischen

Schwerpunkten, so dass die Abteilung

nun das gesamte Leistungsspektrum an

Augenoperationen anbietet.

Komplettes Leistungsspektrum

Mit Dr. Herrmann, der zuvor als leitender

Oberarzt am Universitätsklinikum

Regensburg beschäftigt war und laut

der Zeitschrift „TV Hören und Sehen“

(Ausgabe 31/12) zu den Top 100 Augenärzten

in Deutschland gehört, werden

am Krankenhaus Barmherzige Brüder

ab sofort auch folgende Behandlungen

angeboten: Operationen im Bereich der

Netzhaut- und Hornhautchirurgie sowie

Eingriffe der so genannten refraktiven

Chirurgie, also komplexe Behandlungen

der Fehlsichtigkeit. Zusammen mit

den bereits etablierten Operationen zur

Behandlung des Grauen und Grünen

Stars, der Makula-Degeneration, von

Gefäßerkrankungen des Augenhintergrunds

sowie der Lidchirurgie deckt

die Klinik jetzt das komplette Feld der

Augenchirurgie ab.

Investition in Medizintechnik

Darüber hinaus hat das Krankenhaus

weiter in die technische Ausstattung

investiert: Mit Hilfe neuester medizinischer

Geräte können die Ärzte nun die

häufige Graue Star-OP noch schonender

und Netzhautglaskörpereingriffe minimal-invasiv

ohne Naht durchführen.

intern 12/12 · 01/13 3

Die Klinik für Augenheilkunde am Brüder-Krankenhaus bietet unter neuer Leitung jetzt

das komplette Spektrum an Augenoperationen an. Im Bild von l.n.r. Professor Dr. Andreas

Remky, Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Andreas Kestler und Privatdozent Dr. Wolfgang

Herrmann.

„Von unserem erweiterten Leistungsangebot

und der neuesten Technik profitieren

in erster Linie unsere Patienten.

Gleichzeitig zählen wir damit jetzt bayernweit

zu den großen Einrichtungen“,

freut sich Krankenhaus-Geschäftsführer

Dr. Andreas Kestler.

Beste Voraussetzungen

Die Klinik für Augenheilkunde am

Krankenhaus Barmherzige Brüder steht

auf zwei Säulen. Zum einen sind die

Ärzte für alle Patienten aus der Region

Regensburg Ansprechpartner bei konkreten

Problemen und führen komplexe

Augenoperationen durch. „Gerade im

operativen Bereich sind wir sehr froh,

dass wir an das Krankenhaus mit der

entsprechenden medizinischen Infrastruktur

angebunden sind, zum Beispiel

im Bereich der Anästhesie“, erläutert

Professor Remky. Außerdem beraten

die Ärzte Patienten, die im Krankenhaus

Barmherzige Brüder wegen anderer

Krankheiten behandelt werden.

Dr. Herrmann erklärt: „Hier arbeiten

wir insbesondere eng mit der Neurologie,

Diabetologie, der HNO-Heilkunde

und Neurochirurgie zusammen. Diese

fachübergreifende Kooperation kommt

natürlich im Hinblick auf Behandlungs-

dauer und Gesamtschau den Patienten

unmittelbar zu Gute.“

Freude am Beruf

Die neuen Leiter der Augenklinik

verfügen über langjährige Erfahrung,

beide haben mehrere Jahre als leitende

Oberärzte an Universitätskliniken

gearbeitet. Die Freude an ihrem Beruf

haben sie dabei nicht verloren: „Zu

sehen, welch große Fortschritte die

Augenheilkunde in den letzten Jahren

gemacht hat und diese positive Entwicklung

zum Wohle unserer Patienten

einsetzen zu können, spornt immer

wieder aufs Neue an“, so Dr. Herrmann.

Dabei liegt den beiden Klinikärzten

insbesondere auch die gute Zusammenarbeit

mit ihren niedergelassenen

Kollegen am Herzen. Die Schlüssel für

ihre tägliche Arbeit seien Patientenzufriedenheit

und Qualität, wie Professor

Remky betont: „Dass wir bereits nach

der strengen Qualitätsnorm DIN EN

ISO 9001: 2008 und proCum Cert zertifiziert

sind, heißt für uns nicht, dass

wir uns ausruhen werden. Denn das

Augenlicht jedes unsere Patienten ist

unser höchstes Gut!“

Franziska Schiegl


4 intern 12/12 · 01/13

Starker HaLT für Kinder

Das gemeinsame Projekt HaLT zur

Vermeidung von schädlichem Alkoholkonsum

bei Kindern und Jugendlichen

zwischen dem Landratsamt

Regensburg und der KUNO-Klinik

St. Hedwig trägt Früchte: Ein individuelles

Beratungsangebot nach einem

Krankenhausaufenthalt infolge einer

Alkoholvergiftung haben in den vergangenen

Jahren knapp die Hälfte der

eingelieferten Jugendlichen angenommen.

Wünsche für die Zukunft haben

die Verantwortlichen trotzdem.

Auch wenn laut einer aktuellen Studie

des Bundesministeriums für gesundheitliche

Aufklärung die Zahl junger

Menschen, die aufgrund Alkoholmissbrauchs

ins Krankenhaus eingeliefert

werden, rückläufig ist: Entwarnung ist

bei diesem Thema noch lange nicht angesagt.

Allein in Stadt und Landkreis

Regensburg wurden in den letzten vier

Jahren 223 Kinder und Jugendliche mit

Alkoholvergiftung in der KUNO-Klinik

St. Hedwig behandelt. Umso erfreulicher

ist es, dass das 2009 begonnene

Projekt HaLT „Hart am Limit“ von den

gefährdeten Jugendlichen samt ihren

Erziehungsberechtigten gut angenommen

wird.

Party endet im Notfallzentrum

Es sollte einfach ein toller Abend wer-

Gibt es den typischen

jugendlichen Komatrinker?

Laut Aussage der Verantwortlichen

kommen die jungen Menschen, die

mit der Diagnose Alkoholvergiftung

ins Krankenhaus eingeliefert werden,

aus allen Gesellschaftsschichten.

Die Eltern pflegten in der Regel

einen verantwortungsvollen Umgang

mit Alkohol. Auch gäbe es wenig

„Wiederholungstäter“. Generell

tränken sich aber eher Jungs denn

Mädchen ins Koma. Eine große Rolle

spiele der Vorbildcharakter junger

Erwachsener und Gruppenzwang.

Diplomsozialpädagogin Christine Brueckl, HaLT-Projektbeauftragte beim Landratsamt

Regensburg, und Dr. Thomas Lang, Oberarzt an der Klinik für Kinder und Jugendmedizin

freuen sich über den Erfolg der Kooperation.

den: Der 16-jährige Lukas hatte die letzte

Schulaufgabe vor den Herbstferien

hinter sich gebracht und sich von seinen

Eltern als Belohnung das OK zu einem

Disco-Besuch mit Freunden abgeholt.

Als er dann um zwei Uhr morgens im

KUNO-Notfallzentrum der Klinik St.

Hedwig aufwachte, war von der ausgelassenen

Stimmung nichts mehr da:

Alkoholvergiftung lautete die Diagnose.

„Gerade vor und in den Schulferien,

während der Dult und im Sommer

mit den vielen Schulabschlussfeiern

und Vereinsfesten müssen wir leider

gehäuft Kinder und Jugendliche wegen

Alkoholmissbrauchs behandeln“, erklärt

Dr. Thomas Lang, leitender Oberarzt an

der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

der Klinik St. Hedwig. Auch eine

konkrete Problemsituation im privaten

Bereich oder Gruppenzwang seien nicht

selten der Ausschlag für das so genannte

Rauschtrinken. „Vom vermeintlich coolen

Teenager bleibt beim Aufwachen in

unserem Notfallzentrum dann aber nicht

mehr viel übrig“, weiß Dr. Lang aus Erfahrung.

Brückengespräche mit den

Jugendlichen

„Und gerade deshalb ist es wichtig, ge-

nau diesen Zeitpunkt zu nutzen“, hakt

Christine Brueckl, Diplomsozialpädagogin

und Beauftragte für das HaLT-

Projekt beim Landratsamt Regensburg,

ein. Denn die Krankenhauseinlieferung

sei für die meisten Jugendlichen ebenso

wie für ihre Eltern ein einschneidendes

Ereignis. Hier setzt deshalb auch ein

wichtiger Baustein des HaLT-Projekts

an: Nach Einwilligung der Jugendlichen

und der Erziehungsberechtigten informieren

die Klinikverantwortlichen den

telefonischen Bereitschaftsdienst des

HaLT-Projekts. Oft noch im Krankenhaus

führen dann die speziell geschulten

Mitarbeiter des Landratsamts ein so genanntes

Brückengespräch mit den Be-

Wieso ist eine Alkoholvergiftung

so gefährlich?

Im betrunkenen Zustand verliert der

Mensch sein angeborenes Bewusstsein

für Gefahren, die Reflexe setzen

aus. Aus diesem Grunde kann

es zu lebensbedrohlichen Situationen

kommen, beispielsweise durch

Unterkühlung, durch das Ersticken

am eigenen Erbrochenen oder durch

Aussetzung der Atmung.


troffenen. „Das macht die Kooperation

mit der KUNO-Klinik St. Hedwig so

wertvoll“, betont Brueckl, „denn wenn

wir die Jugendlichen in der Ausnahmesituation

Krankenhaus’ erreichen,

steigt deren Bereitschaft, das Erlebte

als ernstes Warnsignal zu verstehen.“

Alleine zwischen 2009 und 2011 haben

102 der 223 eingelieferten Kinder und

Jugendlichen das Gesprächsangebot genutzt,

für ein freiwilliges Angebot ein

sehr guter Schnitt.

Was steckt hinter dem

HaLT-Projekt?

HaLT steht für „Hart am Limit“ und

ist ein bundesweites Alkoholpräventionsprojekt

für Kinder und

Jugendliche mit dem Schwerpunkt

„Rauschtrinken“. Das Landratsamt

Regensburg ist zertifizierter Träger,

die KUNO-Klinik St. Hedwig einer

der Kooperationspartner. HaLT besteht

aus zwei Bausteinen: einem

reaktiven und einem proaktiven Projektbaustein.

Im reaktiven Projektbaustein

werden die Jugendlichen

nach einer stationär behandelten

Alkoholvergiftung durch HaLT-

Mitarbeiter angesprochen. Ebenso

findet ein Gespräch mit den Erziehungsberechtigten

statt. Die Teilnahme

ist freiwillig, ein Einverständnis

Voraussetzung. Ergänzend können

die Kinder und Jugendlichen das

achtstündige Gruppenangebot „Risiko

Check“ in Anspruch nehmen.

Der proaktive Baustein hat das

Ziel, Alkoholexzesse und riskanten

Konsum im Vorfeld zu verhindern.

Hierzu zählen unter anderem Informationsveranstaltungen,Elternseminare,

Öffentlichkeitsarbeit zur

Sensibilisierung der Bevölkerung

und Netzwerkarbeit. Das Besondere

am HaLT-Projekt ist, dass es wissenschaftlich

begleitet und kontinuierlich

ausgewertet wird. Dadurch

sollen auch Erkenntnisse über Alkoholkonsumgewohnheiten

junger

Menschen gewonnen werden, um

somit in Zukunft noch wirksamere

Maßnahmen der Prävention ergreifen

zu können.

Die Verantwortlichen sprechen Jugendliche

gezielt zum Thema Alkoholkonsum und

-missbrauch an.

intern 12/12 · 01/13 5

Im Seminar "Risikocheck" hinterfragen Kinder und Jugendliche in Gruppenarbeit ihre

Trinkgewohnheiten.

Erziehungsberechtigte sind gefordert

„Besonders freut uns, dass die Elterngespräche

ebenfalls sehr gut angenommen

werden. Denn auch wenn die Pubertät

eine Zeit der Abnabelung ist: Die Eltern

sind weiterhin wichtige Bezugspersonen

und sollten ihre Erziehungsverantwortung

im Hinblick auf Alkohol

ernst nehmen“, so Brueckl. An die

18- bis 25-Jährigen appelliert sie, sich

ihrer Vorbildfunktion bewusst zu sein:

„Diese jungen Erwachsenen tauchen in

unserer Statistik nicht auf. Dabei gehen

wir gerade in dieser Altersgruppe von

einem rapiden Anstieg des Alkoholkon-

sums aus. Und die Jüngeren imitieren

dieses Verhalten. Die Anzahl der 14- bis

16-Jährigen, die stationär aufgenommen

werden musste, ist in den letzten Jahren

in unserem Raum überdurchschnittlich

gestiegen.“

Keine Bagatellisierung!

Dr. Lang wünscht sich als Mediziner

vor allem eines: den Vollrausch nicht

zu bagatellisieren. „Ein Rausch kann

sich schnell zu einer lebensbedrohlichen

Situation entwickeln. Deshalb gilt

es bei Anzeichen einer Alkoholvergiftung

unverzüglich professionelle Hilfe

zu rufen. Denn bei einem Vollrausch

ist das Bewusstsein wie bei einer medizinischen

Vollnarkose ausgeschaltet,

zentrale Funktionen wie die Atmung

können aussetzen. Und dies läuft völlig

unkontrolliert ab, ohne dass wie bei

einer Narkose alle elementaren Lebensfunktionen

ständig überwacht werden“,

warnt der Arzt. Einen Todesfall infolge

Alkoholvergiftung mussten die Verantwortlichen

im Raum Regensburg glücklicherweise

bislang nicht beklagen.

Damit das so bleibt und die Zahlen im

idealen Fall sinken, werden das Landratsamt

Regensburg und die KUNO-Klinik

St. Hedwig auch weiterhin eng zusammen

arbeiten. „Denn nur gemeinsam

sind wir stark und können den jungen

Menschen den nötigen HaLT geben“,

bringt Dr. Lang die Kooperation auf den

Punkt.

Franziska Schiegl


6 intern 12/12 · 01/13

Damit viele Kinder trotzdem lachen können

Der Caritasdirektor überreichte persönlich

2.000 Euro aus Erlösen der

Caritas-Kreditkarte an die Klinik

St. Hedwig.

„Wir freuen uns sehr, dass der Caritasdirektor

persönlich kommt und uns diese

Spende überreicht“, sagte Sabine Beiser,

Geschäftsführerin der Klinik St. Hedwig.

2000 Euro hat Caritas-Chef Dr. Roland

Batz kürzlich mitgebracht. Das Geld

Caritas Credit Card

Die Caritas Credit Card beinhaltet

sämtliche Funktionen einer klassischen

Master Card. Im ersten Jahr ist

die Karte gratis, die Ligabank übernimmt

die Kosten. Die Kirchenbank

hat die Kreditkarte in enger Zusammenarbeit

mit dem Deutschen Caritasverband

entwickelt und bietet sie

seit vier Jahren Kunden aus Kirche

und Caritas an. Bei jedem Einkauf,

den die Kunden mit der Caritas Credit

Card bezahlen, unterstützen die

Nutzer indirekt und ohne Mehrkosten

Kinderprojekte der Caritas.

V.l.n.r. Pater Leodegar, Thomas Rieder, Sabine Beiser, Christian Kuhl, Dr. Roland Batz,

Gerhard Harrer und Prof. Dr. Birgit Seelbach-Göbel.

stammt aus den Überschüssen der Caritas

Credit Card, die die Ligabank direkt an

die Caritas ausschüttet. „Damit werden

wir erst mal unseren Kinderbuchbestand

erneuern und auf Vordermann bringen“,

sagte Beiser. Außerdem gebe es gerade

in der Vorweihnachtszeit viele Aktionen

in der Klinik. Da würde zum Beispiel

Bastelmaterial gebraucht, um die kleinen

Patienten auf andere Gedanken zu bringen

und ihnen eine Freude zu machen.

Dem Diözesan-Caritasdirektor ist der

gute Kontakt zu allen kirchlichen Krankenhäusern

ein besonderes Anliegen:

„Da haben wir ein gemeinsame Verant-

wortung für das Wohl unserer Patienten.“

Als Direktor der Caritas im Bistum Regensburg

fühle er sich allen kirchlichen

und sozial-karitativen Einrichtungen

verpflichtet. Zur Übergabe der Spende

kamen auch Pater Leodegar, Seelsorger

bei den Barmherzigen Brüdern, Professor

Dr. Birgit Seelbach-Göbel, Ärztliche

Direktorin der Klinik St. Hedwig, Pflegedirektor

Gerhard Harrer und Christian

Kuhl, Träger-Geschäftsführer der Barmherzigen

Brüder in Bayern.

Marcus Weigl, Leiter Pressestelle

Caritas Regensburg

Professor Piso ist Tagungspräsident bei Weltkongress

Chefarzt Professor Dr. Pompiliu Piso

gilt als Experte auf dem Gebiet der

Tumorchirurgie und war Präsident

des diesjährigen Weltkongresses

zum Bauchfellkrebs in Berlin. Von

dort bringt er gute Nachrichten für

viele Patienten mit: Eine innovative

Behandlungsmethode, die im Brüder-

Krankenhaus bereits seit zwei Jahren

angeboten wird, soll jetzt als Leitlinie

bundesweit empfohlen werden.

Professor Dr. Pompiliu Piso, Chefarzt

der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie,

stand als Präsident dem 8.

Internationalen Kongress zum Bauchfellkrebs

vor. Über 570 Teilnehmer aus

über 50 Ländern trafen sich hierzu Anfang

November in Berlin. Ein wichtiges

Ergebnis des Kongresses gibt jetzt

vielen Patienten Hoffnung: Die so genannte

multimodale Behandlung von

Bauchfellmetastasen wird demnächst in

der Leitlinie der medizinischen Fachgesellschaft

empfohlen. Professor Piso

gilt als Spezialist für diese Therapie. Er

erklärt: „Viele Ärzte räumten Patienten

mit Bauchfellmetastasen bislang nur

eine schlechte Prognose ein. Doch um-

fangreiche Studien haben gezeigt, dass

wir durch diese spezielle Kombination

aus chirurgischer Tumorentfernung und

anschließender Chemotherapie und Hyperthermie

direkt im Bauchraum die Situation

ausgewählter Patienten deutlich

verbessern können“. Am Krankenhaus

Barmherzige Brüder bietet er diese Methode

bereits seit zwei Jahren an. Die

Betroffenen kommen aus ganz Europa

zu ihm. „Unsere Erfahrungen damit sind

sehr gut. Die Aufnahme der Methode

in die Leitlinie unserer medizinischen

Fachgesellschaft setzt nun neue Maßstäbe

für die Behandlung. Wir gehen davon

aus, dass bundesweit jährlich viele tausende

Patienten davon profitieren“, so

der Chefarzt. Wichtig sei aber nach wie

vor eine sorgfältige Diagnosestellung,

da die neue Methode nur unter bestimmten

Voraussetzungen den gewünschten

Erfolg bringe. fs


intern 12/12 · 01/13 7

Spezielle Pflege auf Stroke Units

Die Teilnehmer des Qualifikationslehrganges zusammen mit Jutta Brose (1. Reihe, ganz rechts) und Uwe Detter (hintere Reihe, ganz links).

Jutta Brose, Leiterin des Bildungszentrums,

und Uwe Detter, Bildungsreferent

der Medizinischen Einrichtungen

des Bezirks Oberpfalz GmbH

(MedBO), berichten über den erfolgreichen

Abschluss des Qualifikationslehrganges

„Spezielle Pflege auf

Stroke Units“.

Die kompetente und schnelle Behandlung

akuter Schlaganfälle stellt heute

eine Herausforderung für jede neurologische

Klinik dar. Die Stroke Unit der

Klinik und Poliklinik für Neurologie der

Universität Regensburg am Bezirksklinikum

und die neurologische Klinik

im Krankenhaus Barmherzige Brüder

Regensburg legen seit vielen Jahren

besonderen Wert auf die Versorgung

von Patienten mit Schlaganfall. Diese

Patienten werden auf einer speziellen

Schlaganfall-Behandlungseinheit (Stroke

Unit) behandelt.

Zertifiziert durch Fachgesellschaft

Beide Stroke Units sind von der Deutschen

Schlaganfallsgesellschaft zertifiziert,

das heißt sie erfüllen in vollem

Umfang deren strenge Qualitätskriterien.

Die Kooperation beider Häuser im

Rahmen des Qualifikationslehrgangs

„Spezielle Pflege auf Stroke Units“ mit

einem Stundenvolumen von 252 Unter-

richtsstunden ermöglicht es, die Synergieeffekte

aus pädagogischer und fachlicher

Perspektive zu nutzen, um einen

qualitativ hochwertigen Kurs anzubieten

und dabei unterschiedliche Perspektiven

zu beleuchten. Die Qualifizierung „Spezielle

Pflege auf Stroke Units“ ist von

der Deutschen Schlaganfallgesellschaft

zertifiziert und stellt eine unabdingbare

Voraussetzung für Schlaganfallstationen

dar.

Somit hat auch das Wissen um die Entstehung

und Diagnostik des Schlaganfalls

großen Raum in der Qualifizierung

eingenommen. Dazu kamen theoretisches

Wissen aus der Pflegewissenschaft,

spezielle Techniken der Bewegung

und Vorbeugung von Schaden

durch eingeschränkte Mobilität, sowie

Kommunikation und Aspekte des Qualitätsmanagements.

Präsentation der Abschlussarbeiten

Am 20. September stellten sich 22 Teilnehmerinnen

der Weiterbildung der Herausforderung,

die Ergebnisse ihrer Abschlussarbeiten

zu präsentieren. Themen

wie zum Beispiel

• Pflegemanual – Pflegemaßnahmen

bei Patienten auf der Stroke Unit

• Einarbeitungskonzept für Mitarbeiter

auf der Stroke Unit

• Arbeitsanweisung zur klinikinternen

Verlegung eines Patienten

• Angehörigenarbeit

standen im Mittelpunkt des Abschlusskolloquiums.

„Erstaunlich sind nicht nur die konkreten

Ergebnisse“, so die Kursleitungen

Jutta Brose und Uwe Detter, „sondern

auch die persönliche Entwicklung, die

die Pflegenden im Verlauf der Qualifizierung

erfahren haben. So manche

Pflegende, die sich bereits ihres beruflichen

Wissens sicher war, erfuhr noch

einmal eine große Bereicherung durch

aktuellen Input aus den verschiedenen

Disziplinen. Wir gratulieren ganz herzlich

den erfolgreichen Absolventen zu

dem bestandenen Abschlusskolloquium

und heißen die neuen Teilnehmerinnen

herzlich Willkommen!“

Auf Grund hoher Nachfrage ist im Oktober

2012 der fünfte Qualifizierungslehrgang

mit 20 Teilnehmerinnen gestartet.

Jutta Brose,

Leiterin des Bildungszentrums,

und

Uwe Detter,

Bildungsreferent MedBO


8 intern 12/12 · 01/13

Medizin für die Seele

Der Förderverein des Krankenhauses

Barmherzige Brüder hat einen

Konzertflügel für Patienten- und

Mitarbeiterveranstaltungen gestiftet.

Zusammen mit der Hochschule

für katholische Kirchenmusik finden

künftig an vier Sonntagen im Jahr

Konzerte für Patienten, Angehörige,

Mitarbeiter und Interessierte statt.

Die Premiere am Sonntag, 4. November

war sehr gut besucht.

Neuer Flügel und neue Kooperation

Die Freude über die zahlreichen Besucher

zum ersten Patienten- und Mitarbeiterkonzert

am Sonntag, 4. November

war den Mitgliedern des Fördervereins,

den Musikern der Hochschule für Katholische

Kirchenmusik und Geschäftsführerin

Sabine Beiser deutlich anzumerken.

Professor Dr. Ernst-Dietrich

Kreuser, Vorsitzender des Fördervereins

und früherer Chefarzt bei den Barmherzigen,

unterstrich in seiner Rede die

heilsamen Kräfte der Musik als „Medizin

für die Seele“. Auch deshalb habe

sich der Förderverein entschlossen,

einen Konzertflügel für künftige Veranstaltungen

zu stiften. Für die jährlich

viermal im Jahr stattfindenden Konzerte

hat der Förderverein mit der Hochschu-

Professor Michael Seewann, Dozent an der Hochschule, weihte den neuen Konzertflügel

im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung des Fördervereins mit der Mozartsonate

in A - Dur KV 331 ein. Im Bild von l.n.r. Prof. Michael Seewann, Dr. Andreas Kestler,

Prof. Dr. Ernst-Dietrich Kreuser und Prior Frater Benedikt Hau.

le für katholische Kirchenmusik einen

angesehenen Partner gewinnen können.

Musik und Musiker begeisterten

das Publikum

Zur Premiere beim ersten Konzert am

Sonntag, den 4. November standen

Werke für Klavier und Violoncelli von

Claude Debussy, Josef Hadyn, Georg

Im Cello-Ensemble spielten neben Professor Wolfgang Nüßlein mit: Lisa Albinger, Cosima

Federle, Katharina Roeder, Ricarda Roelcke, Michael Schorr, Stefan Shen, Sophia

Slenczka, Elias Wagner, Michael Wehrmeyer. Außerdem im Bild Pianist Professsor Michael

Seewann, Krankenhaus-Geschäftsführerin Sabine Beiser, Klinik-Seelsorger Pater

Leodegar und Förderverein-Vorsitzender Professor Ernst-Dietrich Kreuser.

Zum Förderverein

Der Verein zur Förderung des Krankenhauses

Barmherzige Brüder Regensburg

und der Palliativarbeit e.V.

wurde 1997 gegründet und wird von

engagierten Mitarbeitern, vom Orden

der Barmherzigen Brüder, von ehemaligen

und zufriedenen Patienten oder

von dankbaren Angehörigen getragen.

Zurzeit besteht der Förderverein aus

rund 250 Mitgliedern. Unter dem

Motto „Für mehr Lebensqualität im

Krankenhaus“ unterstützt der Verein

das Krankenhaus bei staatlich nicht

geförderten Projekten, insbesondere

in den Bereichen Schulungsmaßnahmen

für Patienten, ehrenamtliche

Tätigkeiten, Seelsorge und patientennahe

Aktivitäten. Der Förderverein

finanziert sich ausschließlich über

Spenden.

Über weitere Mitglieder aus dem

Krankenhaus und von außerhalb würde

sich der Förderverein sehr freuen.

Mehr Informationen finden Interessierte

im Internet auf

www.barmherzige-regensburg.de/

foerderverein


Kurzweilig führten die Dozenten in die einzelnen Stücke ein.

Phillipp Telemann, Eduard Pütz und

Vincent Millie Youmans auf dem Programm.

Unter die Jungstudenten der Hochschule

hatte sich mit Cosima Federle und Michael

Schorr auch Kinder von im Krankenhaus

beschäftigten Ärzten gemischt.

Zusammen mit ihren Dozenten, dem

Pianisten Professor Michael Seewann

und dem Cellisten Professor Wolfgang

Nüßlein, begeisterten sie das Publikum

mit einem Streifzug durch die Musikgeschichte,

einer instrumental exzellenten

Vorstellung und viel Spielfreude. Professor

Seewann und Professor Nüßlein

führten jeweils kurz und äußerst kurzweilig

in die einzelnen Stücke ein. Das

gut einstündige Konzert verging wie

im Fluge. Professor Kreuser und Sabine

Beiser bedankten sich im Anschluss

herzlich bei allen Musikern, den Verantwortlichen

der Musikhochschule, den

Mitgliedern des Fördervereins für die

Unterstützung und allen, die zum Gelingen

der Veranstaltung beigetragen

hatten. Bei Kaffee und Kuchen ließen

viele Besucher den Nachmittag gemütlich

ausklingen. Und beim Verlassen des

Mitarbeiterspeisesaals mag sich der ein

Mit großem Applaus belohnte das Publikum die Musiker für ihre

ausgezeichnete Vorstellung.

Die Jungmusiker warten auf ihren Auftritt.

intern 12/12 · 01/13 9

Das erste Patienten- und Mitarbeiterkonzert des Fördervereins

war sehr gut besucht.

Das Ensemble begeisterte das Publikum mit einer instrumental exzellenten Vorstellung

und sichtbarer Spielfreude.

oder andere an das Schubert-Zitat von

Sabine Beiser aus ihrer Begrüßungsrede

erinnert und im Stillen beigepflichtet

haben: „Wer die Musik liebt, kann nie

ganz unglücklich werden.“

Franziska Schiegl

Der Dank von Fördervereinsvorsitzendem Professor Ernst-Dietrich

Kreuser und Krankenhaus-Geschäftsführerin Sabine Beiser

galt allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten.


10 intern 12/12 · 01/13

Neue Ausstellung „Sichtweisen“

Am Donnerstag, 15. November fand die Vernissage zur

53. Ausstellung der Reihe „Kultur im Krankenhaus“ statt.

Unter dem Titel „Sichtweisen“ stellte Kurator Bernhard

Löffler Werke von Künstlern der Barmherzigen Brüder

Reichenbach, der Barmherzigen Brüder Straubing, dem

Pater-Rupert-Mayer-Zentrum Regensburg und der galerie

konstantin b. vor. Die Ausstellung läuft noch bis zum 15.

März 2013.

Reges Interesse

Ein bunt gemischtes Völkchen hatte sich zur Vernissage

„Sichtweisen“ am Donnerstag, 15. November im Mitarbeiterspeisesaal

eingefunden. Die ausstellenden Künstler, Mitarbeiter

der verschiedenen Einrichtungen, aber vor allem viele

Kunstinteressierte warteten gespannt auf die Eröffnung der

Ausstellende Künstler

Barmherzige Brüder Reichenbach: Christine Busl, Erich

Breindl, Alexander Hörl, Hans-Jürgen Karl, Franz Leisner,

Josef Maurer.

Barmherzige Brüder Straubing: Peter Ulrich zusammen

mit der Mitarbeiterin Birgit Süppel-Gnan.

Pater-Rupert-Mayer-Zentrum Regensburg: Julia Bankel,

Wolfgang Bauer, Sebastian Dähne, Thomas Egl,

Andreas Greiner, Alexander Klengel, Sebastian Lankes,

Jakob Kollmann, Jennifer Kollmann, Kevin Lombard,

Dean Prather, Fabian Schwab, Max Schober.

galerie konstantin b.: Ursula Bolck-Jopp, Peter Engel,

Ingo Gummels, Inken Hilgenfeld, Tobias Stutz, Liz

Zitzelsberger.

Techniken

Neben großformatigen Leinwandarbeiten in Mischtechnik,

Acryl beziehungsweise Öl, sowie Linolschnitten

finden sich auch Radierungen, Tusche- und Buntstiftzeichnungen,

Arbeiten mit Wachsmalkreide sowie diffizil

bis ins Detail ausgearbeitete Filzstiftzeichnungen.


Ausstellung, die vom Duo De Clarinettes-Basses musikalisch

wunderbar umrahmt wurde. Krankenhaus-Geschäftsführer Dr.

Andreas Kestler freute sich denn auch sichtlich über das große

Interesse und betonte den Stellenwert, den Kunst und Kultur

im Regensburger Krankenhaus, aber auch darüber hinaus beim

Orden der Barmherzigen Brüder genießen.

Unterschiedliche Lebenswelten und Perspektiven

Kurator Bernhard Löffler ging in seiner Einführung darauf

ein, dass die 53. Ausstellung Arbeiten von Künstlern mit sehr

unterschiedlichen Lebenswelten und einer somit auch sehr

eigenen Sicht auf die Welt zeige: „Sichtweisen – der Titel ist

Programm“, so Löffler. Den Werken der Kinder und Jugendlichen

mit Körper- und Mehrfachbehinderungen des Pater-

Rupert-Mayer-Zentrums Regensburg und der erwachsenen

Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung aus

den Einrichtungen der Barmherzigen Brüder in Reichenbach

und Straubing sei gemeinsam, dass sie über ihr künstlerisches

Schaffen ihre individuelle Ausdrucksform für diejenigen Dinge

finden, die für sie von großer Bedeutung sind. „Hier setzen

sie ihre eigenen Schwerpunkte und schaffen allein aufgrund

ihrer eigenen schöpferischen Fähigkeiten in ihren Werken

eine Unmittelbarkeit und Ausdrucksstärke, die ihresgleichen

sucht. Dieses Arbeiten ist für die Künstler nicht zuletzt eine

wesentliche Form, sich auszudrücken und für ihr Umfeld erlebbar

zu machen, was in ihnen steckt“, führte der Kurator aus.

Möglichkeiten des Dialogs

Der Fokus der Ausstellung „Sichtweisen“ liegt auf den Möglichkeiten

des Dialogs, der Begegnung zwischen Menschen.

Deshalb runden Künstler der galerie konstantin b. den Kreis

der Ausstellenden ab. Auch ihre Arbeiten beschäftigen sich mit

ihrem individuellen Blick auf ihr Leben und beleuchten Dinge,

die sie tief bewegen und ihre ganze Auseinandersetzung

fordern. Insgesamt 28 Kunstschaffende sind mit ihren Werken

vertreten und bieten eine enorme Vielfalt an künstlerischen Positionen.

„Dass sich diese Arbeiten wunderbar ergänzen, zeigt

diese Ausstellung ganz deutlich“, betonte Bernhard Löffler.

Den gewohnten Blick in Frage stellen

Die Ausstellung bietet somit Anlass für Gespräche und eigene

Begegnungen mit der Kunst von Künstlern, deren Erfahrungswelten

unterschiedlicher kaum sein können. Seine Einführung

schloss der Kurator mit der Aufforderung, dass die Besucher

sich beim Rundgang darauf einlassen sollten, ihren gewohnten

Blick verunsichern zu lassen und Dinge in Frage zu stellen. Mit

einem Zitat von Paul Klee fasste er diese Anregung nochmals

zusammen: „Kunst bildet nicht ab, sie macht sichtbar.“

Ausstellung

intern 12/12 · 01/13 11

Zwei übereinander liegende Krankenhausflure (Haus

Pius im Bereich vor der Krankenhauskirche im Erdgeschoss

und eine Etage tiefer beim Mitarbeiterspeisesaal/

Onkologie) bilden die Plattform für die Kunstwerke. Die

Arbeiten können ab 16. November bis 15. März täglich

von morgens bis abends besichtigt werden. Interessierte,

die ein Werk erwerben möchten, können sich bei Frau

Alexandra Wallbrun, Sekretariat des Priorats, Telefon

0941 369-1002 melden.

Begegnungen

Dr. Kestler und Bernhard Löffler bedankten sich bei allen Helfern,

die im Hintergrund dazu beigetragen hatten, die Ausstellung

und die Eröffnung vorzubereiten. Viele Besucher nutzten

den Abend, sich die Werke genauer anzusehen. Auf den Fluren

kam es tatsächlich zu den Gesprächen und Begegnungen, die

sich die Verantwortlichen gewünscht hatten.

Franziska Schiegl


12 intern 12/12 · 01/13

Gesegnete Weihnachten

und ein frohes neues Jahr

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

wir möchten uns persönlich und von Herzen bei Ihnen allen für Ihre geleistete Arbeit

an unseren Patienten und für Ihr Engagement für unser Haus bedanken.

Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien und Angehörigen

ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, alles Gute und

Gottes Segen für das kommende Jahr.

Frater Benedikt Hau Christian Kuhl

Prior Geschäftsführer

Dr. Andreas Kestler Sabine Beiser

Geschäftsführer Geschäftsführerin

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