Newsletter_12-2024_DE
Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird. Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung: Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung. Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor. Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen: ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr. Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.
Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird.
Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung:
Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung.
Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor.
Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen:
ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr.
Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.
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DE 12/24
Reinraum- und Vakuum-
technik als Schlüssel
zu neuen Technologien
TITEL
Präzision unter
Vakuum: Reinraumund
Vakuumtechnik
als Schlüssel zu
neuen Technologien
Vakuumeinflussfaktoren
Die Vakuum- und Reinraumtechnik gehen Hand in Hand und bilden
das Fundament vieler zukunftsweisender Technologien. Sowohl die
Reinraumtechnik als auch die Vakuumtechnik schaffen eine kontrollierte
Umgebung, die unerwünschte Einflüsse eliminiert und dadurch
Präzision, Reinheit und Effizienz in industriellen und wissenschaftlichen
Anwendungen erheblich steigert. Durch das Erzeugen
eines reinen Vakuums lassen sich unerwünschte Partikel, Gase und
Verunreinigungen gezielt entfernen, wodurch die Qualität von Produkten
maßgeblich verbessert wird.
Die Streicher Maschinenbau GmbH & Co. KG vereint Vakuumund
Reinraumtechnologie, um die Vakuumperformance ihrer maßgeschneiderten,
vollautomatisierten Vakuumsysteme entscheidend
zu verbessern.
Ein zentraler Aspekt in der Ultrahochvakuum-Technologie
(UHV) ist die Kontrolle von verschiedenen Vakuumeinflussfaktoren
wie der Vaporisation – dem Verdampfen von filmischen Rückständen
unter Vakuum. Rückstände von Kühlschmierstoffen, Fetten
oder Reinigungsmitteln auf Vakuumoberflächen können die Erreichung
extrem niedriger Betriebsdrücke verhindern, da die Vaporisation
die Gaslast innerhalb des Vakuumsystems erhöht. Um eine
irreversible Kontaminierung zu verhindern, werden wasserbasierte
Zwischenreinigungen sowie visuelle Sauberkeitskontrollen – Water
Break Test, Wischtest, UV- und Weißlichtkontrolle – bereits während
des Fertigungsprozesses eingesetzt. Sie dienen der frühzeitigen
Detektion von hartnäckigen Kontaminationen, welche sich nur
durch abrasive Fertigungsmethoden entfernen lassen. Zusätzlich
ist die gesamte Fertigungskette unter den Prinzipien Kontaminationsvermeidung
und Kontaminationsprävention zu beleuchten.
Verschmutzungen, die erst gar nicht auf Bauteile gelangen, müssen
später nicht aufwändig entfernt werden. Ergänzt durch eine gezielte
Auswahl von Betriebs- und Hilfsstoffen sowie einer Montage und
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Seite 2/76
Inbetriebnahme unter Reinraumbedingungen
(≤ ISO7) wird gewährleistet, dass keine
unerwünschten molekularen Rückstände in
der Vakuumkammer nach der Feinstreinigung
zurückbleiben.
Darüber hinaus ist bei der Auslegung der
Vakuumprozesstechnik darauf zu achten,
dass es im Betrieb zu keinen ungewünschten
Rückströmungen in das Kammerinnere
kommt.
Ein weiterer entscheidender Schritt zur
Optimierung der UHV-Leistung ist der sogenannte
„Bakeout“-Prozess. Durch das
Erhitzen des Vakuumsystems auf ≥ 120 °C
für mindestens 24 Stunden wird die Desorption
unerwünschter Moleküle gefördert,
die dann von den Vakuumpumpen
aus dem Vakuumsystem befördert werden.
Ein Bakeout verkürzt zudem die Abpumpzeiten,
weil damit das auf den Vakuumoberflächen
verbliebene Restwasser effizient
von den Vakuumoberflächen entfernt wird.
Gleichermaßen hat sich ein Ausheizen von
Vakuuminnenanbauteilen vor der Montage
bewährt, da damit die Bauteilausgasquellstärke,
getrieben von Diffusions- und Desorptionsprozessen
während des Vakuumbetriebs
minimiert wird.
Mit diesem fundierten Vakuum-Knowhow
konnte Streicher Maschinenbau eine
voll-automatisierte UHV-Vakuumanlage
mit einem Gewicht von 28 Tonnen und
einem Innenvolumen von 27 m³ unter Reinraumbedingungen
in Betrieb nehmen, die
einen End-Druck von 3,5 × 10-⁸ mbar erreichte.
Eine noch bessere Vakuumperformance
wurde durch die Permeationseffekte
des FKM-Dichtmaterials begrenzt, das
unter anderem für die Abdichtung der 4 x 4
Meter großen Tür verwendet wurde. Weiter
ist angesichts der guten RGA-Ergebnisse zu
Gunsten des Projektterminplans auf einen
Bakeout verzichtet worden, womit der Wasserpeak
im RGA-Spektrum nochmal erheblich
reduziert und ein noch besserer End-
Druck erreicht werden hätte können.
Die Restgasanalyse (RGA) ist eine in der
Vakuumbranche verbreitete zerstörungsfreie
Prüfmethode zur Quantifizierung und
Bestimmung der chemischen Zusammensetzung
flüchtiger und schwerflüchtiger
Molekülverbindungen.
Mit diesen Ansätzen zeigt das Unternehmen,
wie sich modernste Technologien
und fundiertes Know-how nutzen lassen,
um die Anforderungen der Ultrahochvakuum-Technologie
zu erfüllen. So wird ein
wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung
von Präzision und Effizienz in industriellen
Anwendungen geleistet.
Dezember 2024
Liebe Reinraum-Tätige und -Interessierte,
es weihnachtet sehr
und der Druck lastet schwer
auf energieintensiver
Industrie.
Und wenn der Strom nicht reicht, dann nehmen wir
eben wieder richtige Kerzen.
Das waren meine Gedanken zum 1. Advent.
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche und gute
Vorweihnachtszeit. Lassen Sie sich nicht zu sehr
unter Druck setzen, ob im Unternehmen oder privat.
Wir sind in den Vorbereitungen für den Druck des
JAHRBUCHS. Dieses wird voraussichtlich Mitte
Februar erscheinen.
Und nun erhalten Sie den Newsletter mit einer großen
Auswahl an interessanten Artikeln:
> Präzision unter Vakuum: Reinraum- und Vakuumtechnik
als Schlüssel zu neuen Technologien
> ISO-Zertifizierung für Reinraumförderbänder von
Montech durch das Fraunhofer IPA
> Bauteilreinigung unter Reinraumbedingungen
> SystematischeMaterialauswahl für Reinraum-
Anwendungen
> Neuer Masterstudiengang Sustainability Studies
> Die Bedeutung der elektronischen Pendeldämpfung
in der modernen Krantechnik
> Reinraum-Fertigung: Perfektionierng der
sterilen Produktionsumgebung
> . . .
Mit freundlichem Gruß
Reinhold Schuster
STREICHER Maschinenbau GmbH & Co. KG
D 94469 Deggendorf
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ISO-Zertifizierung für Reinraumförderbänder
von Montech durch das Fraunhofer IPA
Die Montech AG hat drei ihrer Förderbänder für den Reinraumeinsatz
vom renommierten Fraunhofer Institut für
Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) zertifizieren
lassen. Diese Förderbänder erfüllen die hohen Anforderungen
der ISO-Reinraumklassen 4, 5 und 6 und bieten
Unternehmen in der Pharma-, Chemie- und Halbleiterindustrie
massgeschneiderte Lösungen für ihre sensiblen
Produktionsprozesse.
In der heutigen Industrie, insbesondere in Branchen wie der Halbleiter-
und Pharmaindustrie, ist die Einhaltung strenger Sauberkeitsstandards
unerlässlich. Reinräume sind daher von zentraler Bedeutung
für die Herstellung hochwertiger Produkte, bei denen selbst
kleinste Verunreinigungen zu erheblichen Problemen führen können.
Die Montech AG hat hierfür eine spezielle Reihe von Förderbändern
entwickelt. Das Schweizer Technologieunternehmen ist auf die Industrialisierung
und Standardisierung fortschrittlicher und aussergewöhnlicher
Förderbänder, Transfersysteme und innovativer Aluprofilsysteme
spezialisiert. Die Reinraumförderbänder sind speziell für den
Einsatz in Reinräumen der ISO-Klassen 4, 5 und 6 ausgelegt. Die drei
Förderbändern wurden vom Fraunhofer IPA offiziell zertifiziert.
Ein Qualitätssiegel für Reinraumprozesse
Das Fraunhofer IPA ist weltweit anerkannt für seine präzisen und
objektiven Prüfungen im Bereich der Reinraumtechnologie. Die von
Montech entwickelten Reinraumförderbänder wurden einer detaillierten
Analyse unterzogen, um zu bestätigen, dass sie sich für den
Einsatz in Umgebungen mit besonders hohen Sauberkeitsanforderungen
eignen. Im Rahmen der Zertifizierung wurde die Partikelemission
der Förderbänder geprüft, wobei festgestellt wurde, dass
die Konzentration und Grösse der abgegebenen Partikel den Anforderungen
für Reinräume der ISO-Klasse 4 entspricht.
Fraunhofer TESTED DEVICE® Zertifikat für drei Förderbänder
von Montech
Drei Modelle von Montech, darunter das TB30R-140x1500/VR, das
TB40R-400x1500/VR sowie das TB30R-140x1500/MR, erhielten
das begehrte Fraunhofer TESTED DEVICE® Zertifikat. Getestet
wurden sie unter den spezifischen Bedingungen der Luftreinheitsklassen
gemäss ISO 14644-14. Diese Zertifizierung belegt, dass die
Förderbänder den strengen Anforderungen der Reinraumklassen
ISO 4, ISO 5 und ISO 6 gerecht werden, und unterstreicht ihre herausragende
Qualität. Unternehmen, die auf diese zertifizierten
Transportlösungen setzen, profitieren nicht nur von einer garantierten
Sauberkeit, sondern auch von der Möglichkeit, ihre Produktionsprozesse
langfristig zu optimieren. Neben den zertifizierten
Modellen stehen bei Montech auch weitere Förderbandbreiten und
-längen zur Verfügung, die sich ebenfalls für den Einsatz in Reinräumen
eignen.
Massgeschneiderte Förderlösungen für Reinräume
Die Reinraumförderbänder von Montech bieten massgeschneiderte
Transportlösungen für sensible Produktionsumgebungen. Neben
der Reinraumtauglichkeit zeichnen sich diese Förderbänder durch
ihre modulare Bauweise aus. Diese erlaubt es Unternehmen, die
Transportbänder flexibel an ihre jeweiligen Produktionsanforderungen
anzupassen. Bei Bedarf können sie einfach verlängert oder
verkürzt werden, ohne dabei ihre Funktionalität und Zertifizierung
zu verlieren.
Vielseitig, flexibel und effizient
Die getesteten Modelle eignen sich hervorragend für den Einsatz
in der Pharmaindustrie, in der Chemie sowie in der Halbleiterfertigung.
Sie transportieren besonders empfindliche Produkte wie
Katheter, Mikroprozessoren oder optische Komponenten sicher
und präzise. Produktionsunternehmen steigern damit nicht nur ihre
Effizienz, sondern stellen auch sicher, dass ihre Produkte höchsten
Reinheits- und Qualitätsanforderungen genügen. Die Kombination
aus Flexibilität, modularer Bauweise und international anerkannten
Zertifizierungen macht Montech zu einem verlässlichen Partner für
Unternehmen, die höchste Standards in der Reinraumtechnologie
einhalten müssen.
Montech AG
Gewerbestrasse 12
Telefon: +41 326815500
Internet: https://www.montech.com
CH 4552 Derendingen
eMail: info@montech.com
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Seite 4/76
76
Experte im Reinraum
cleansman®
Menschen im Reinraum – reinraum online zeigt den Menschen hinter den Normen
und stellt eine „Reinraum“-Persönlichkeit vor
Christian Wendt
Christian Wendt ist Diplom-Chemieingenieur (FH)
und hat sein Studium im Jahr 2012 an der Technischen
Hochschule Lübeck abgeschlossen.
Anschließend war er sechs Jahre als Projektingenieur
in der Oberflächen- und Beschichtungstechnik
(medizinische Röntgenoptik) an der Technischen
Hochschule und Universität zu Lübeck tätig.
Seit 2018 ist er Leiter der Forschung & Entwicklung der
Clear & Clean GmbH und zudem seit 2022 Prokurist
des Unternehmens. Er arbeitet an der Erforschung von
wischenden Reinigungsverfahren in Reinräumen und
in anderen hochreinen Umgebungen und an der
analytischen Bestimmung von Oberflächen-Reinheit.
Vorab eine Frage zum Thema
Reinraum: Welches ist Ihr
Spezialgebiet? Wo kennen Sie
sich besonders gut aus?
Mein Spezialgebiet sind Reine
Wischmittel wie Tücher, Swabs
und Mops und weiteres Reinraum-
Verbrauchsmaterial wie Handschuhe
und Folien für den Einsatz
im Reinraum.
Was wollten Sie als Kind werden?
Zahnarzt oder Ingenieur – und es
hat sogar geklappt!
Welches war Ihr erstes Auto?
Ein Audi A3 mit Sportback.
Worüber können Sie sich freuen?
Beruflich über ungewöhnliche
technische Fragestellungen zum
Reinraum-Verbrauchsmaterial
(„funktioniert ein feuchtes
Reinigungstuch auch in der
Schwerelosigkeit?“), und privat
über Ausflüge an der frischen Luft
des Norders mit meiner Frau und
meiner Tochter.
Auf welche Leistung sind Sie
besonders stolz?
Es freut mich, dass sich Nachwuchstalente
für das Thema reine
Tücher begeistern können und wir
sie in unserem Spitzen-Labor zu
einem Hochschulabschluss
begleiten dürfen.
Welche technische Leistung
bewundern Sie am meisten?
Die Entdeckung und Nutzung der
Röntgenstrahlung, die aufrechte
Landung einer Trägerrakete auf
einem fahrenden Schiff und
Unterhaltungen mit ChatGTP.
Mit wem würden Sie gerne einen
Monat lang tauschen?
Ich möchte nicht tauschen, aber
wenn doch, dann vielleicht mit
meiner Tochter, um die Welt noch
einmal neu zu entdecken.
In welchem Land hätten Sie gerne
einen Zweitwohnsitz?
In Oberitalien oder der Toskana.
Wem wären Sie gerne begegnet?
Charles Darwin und
Daniel Kahneman.
Welches Buch würden Sie derzeit
empfehlen?
„Das Lied der Zelle“ und alle
anderen Bücher von Siddharta
Mukherjee. „Nexus“ von Yuval
Noah Harari.
Was ist Ihr Lieblingsessen?
Tagliatelle con Gamberi e Pomodorini,
oder eine Spitzen-Pizza
geht immer. Dazu ein Glas Pinot
Grigio, sowie eine Cassata
Siciliana und einen Espresso
Illy zum Abschluss.
Was ist Ihre Lieblingsmusik?
Elektronische Musik
Was war der beste Rat, den Sie
je bekommen haben?
„Sie sind gefeuert!“
Haben Sie ein Motto?
“Think slow, act fast”
(Bent Flyvbjerg)
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Seite 5/76
Bauteilreinigung unter Reinraumbedingungen
Kundenanforderung: „Reinigen Sie mir das Teil im ISO 6
Reinraum.“ Wir schleusen das Teil in den Reinraum ein,
pusten kurz drüber und haben die Kundenanforderung erfüllt!
Wo liegt der Fehler?
Problemstellung
Die Reinigung von Einzelteilen, Baugruppen und Maschinen unter
Reinraumbedingungen ist ein komplexes Thema. Angefangen bei
der Formulierung der Aufgabenstellung bis hin zum Nachweis der
Reinigung, Verpackung und Versand benötigt man eine geschlossene
Prozesskette, die die Abläufe einer Reinigung eineindeutig beschreibt
und gewährleistet.
Immer mehr Produkte werden unter Reinraum- oder Sauberraumbedingungen
hergestellt. Dies erfolgt mit Maschinen und Anlagen,
welche im Reinraum produzieren. Um die Reinheit der darauf
produzierten Produkte und der darauf ablaufenden Prozesse sicherzustellen,
ist eine ausreichend hohe Reinheit dieser Maschinen notwendig.
Definition der Reinheitsanforderungen
Notwendige Reinigungsschritte
(Quelle: Joachim Ludwig, COLANDIS GmbH)
Sucht man nach Standards oder Richtlinien zum Thema „Prozessketten
im Reinraum“, findet man sehr wenig. Meist wird, wie z.B.
in der DIN EN ISO 14644-9 dieser wichtige Aspekt ausgeschlossen:
„… Folgende Aspekte werden in der vorliegenden Norm nicht
betrachtet: - Verfahrensweisen für die Reinigung von Oberflächen;
…“ Das hat zur Folge, dass eine Reihe von Werksstandards zu finden
sind, die in der Breite der Anwendungen nicht kompatibel oder
austauschbar sein können und nur auf einige wenige Produkte abgestimmt
werden. Diese Werkstandards sind auch nur einem ausgewählten
Anwenderkreis zugänglich.
Des Weiteren existieren branchenspezifische Vorgaben, die
einen Stand der Technik beschreiben, welcher nicht immer den aktuellen
Erkenntnissen entspricht. Dies sind vor allem Standards aus
dem Halbleiterbereich und der Automobilindustrie.
Es existiert zudem eine große Anzahl von unternehmensinternen
Standards und Richtlinien, die Reinigungs- und Verpackungsprozesse
beschreiben. Diese in eine allgemeine Betrachtung zur Erstellung
von allgemeingültigen Hinweisen aufzunehmen, scheitert
meist daran, dass all den Firmenstandards eine Geheimhaltungsvereinbarung
vorangestellt ist. Fast alle dieser Vorschriften basieren
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auf langjährigen Erfahrungen und natürlich auch auf Fehlern, die gemacht
wurden. Eine tiefgreifende wissenschaftliche Untersuchung
geht den wenigsten voraus. Diese Vorschriften sind dann so lange
aktuell, bis man an Grenzen stößt, wo bisherige Verfahren nicht
mehr ausreichen und man die Prozesse iterativ weiterentwickelt.
Wenn vom Kunden keine Anforderungen oder allgemeingültigen
Normen vorgegeben werden, dann sollte auf die eigenen festgeschriebenen
Richtlinien in Rücksprache mit dem Kunden zurückgegriffen
werden.
Lösung
Es ist nicht ausreichend am Ende der Montage der jeweiligen Maschine
oder Anlage diese oberflächlich zu reinigen. Die notwendige
Prozesskette beginnt mit der Reinigung der Einzelteile vor der
Baugruppenmontage, die Reinigung der Baugruppen von der Endmontage,
dann folgt die Reinigung am Ende der Montage mit sofortiger
Verpackung in entsprechendes Verpackungsmaterial, der
qualifizierte Transport zum Kunden, Entpacken vor dem Reinraum,
nochmalige Oberflächenreinigung und Installation im Reinraum. Es
erfolgen regelmäßig Unterhaltsreinigungen zur Erhaltung der Reinheit
der jeweiligen Maschine.
Zusammenfassung
Es ist schwer, allgemeingültige Vorgehensweisen zur Reinigung von
Einzelteilen, Baugruppen und Maschinen darzustellen. Die Vielfalt
der Teile ist zu groß und die Anforderungen sind zu unterschiedlich.
Grundlegend sollte man die einzelnen Reinigungsschritte unter fest
dokumentierten Umgebungsbedingungen mit gut ausgebildetem
Personal durchführen. Eine Qualitätskontrolle verhilft dazu, die Prozesse
ständig weiterzuentwickeln.
Der Kostenfaktor spiegelt sich in dieser Betrachtung in der sogenannten
10-er Regel wider. Das heißt, dass unterlassene Aufwendungen
am Anfang einer Produktionskette, die später aber doch
eine hohe Notwendigkeit haben, in diesem Fall die Oberflächenreinheit,
mit jedem weiteren Arbeitsschritt in der Verarbeitungskette,
einen um das 10-fache höheren Kostenaufwand erfordern als im
davorliegenden Schritt. Mit anderen Worten gesagt, wenn zu Beginn
einer technologischen Kette 10 Euro-Cent pro Bauteil gespart werden,
sind es schon im zweiten Schritt der Weiterverwendung 1 € pro
Bauteil, die an Mehrkosten aufgewendet werden müssen. Wer also
am Anfang einspart, produziert teuer!
COLANDIS GmbH
Im Camisch 34
D 07768 Kahla
Telefon: +49 36424 76940
eMail: info@colandis.com
Internet: https://www.colandis.com
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Seite 7/103
Die Bedeutung von Materialsauberkeit in der Werkstoffauswahl
Systematische
Materialauswahl
für Reinraumanwendungen
und Regeln für den Betrieb von Reinräumen. Dabei beschriebt Blatt
17 der VDI 2083 standardisierte Vorgehensweisen, um verschiedene
Aspekte der Reinheitstauglichkeit für Werkstoffe sicherzustellen. [1]
Zu betrachtende Parameter umfassen das Partikelemissionsverhalten,
die Ausgasung, die elektrostatische Entladung (ESD), die Chemikalien-
& Korrosionsbeständigkeit sowie die Reinigbarkeit. In Tabelle
1 ist eine Übersicht über die branchenbezogenen Bedürfnisse
der Kontaminationsarten und deren relative Bedeutung dargestellt.
Die folgenden Abschnitte beschreiben die verschiedenen Kontaminationsarten,
Methoden und Möglichkeiten ihrer Bewertung im
Rahmen der Werkstoffauswahl.
Partikelemission
Abbildung 1: Ansicht des geöffneten Probenraums des PET mit eingebauter
Probe (©: Materiales GmbH)
Die Materialauswahl ist einer der entscheidenden Schritte in der Ingenieurswissenschaft.
In einer Zeit, in der zunehmend komplexere
und anspruchsvollere Anwendungen immer höhere Anforderungen
an die zum Einsatz kommenden Werkstoffe stellen, wird deren sorgfältige
Auswahl zu einer komplexen Herausforderung. Der Materialauswahlprozess
umfasst eine systematische Analyse, in welcher zunächst
ein umfassender Überblick der Bedingungen, welchen der
Werkstoff im Einsatz ausgesetzt wird, erarbeitet wird. Dabei spielen
beim Requirements Engineering neben den technischen Aspekten
auch ökologische und ökonomische Faktoren eine zentrale Rolle.
Auf Basis dieses Lastenhefts werden geeignete Werkstoffe recherchiert
und identifiziert, die sowohl eine technische Eignung aufweisen,
als auch eine wirtschaftliche Fertigung der Komponenten
erlauben. Aus dieser breiten Vorauswahl extrahieren sich mittels
ausgewählter Materialtests die vielversprechenden Kandidaten und
qualifizieren sich schließlich in anwendungsnahen Prüfungen bzw.
Feldtests.
Während Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und auch Nachhaltigkeit
von Werkstoffen die maßgeblichen Faktoren für klassische
Ingenieursanwendungen darstellen, bedeutet die Materialsauberkeit
für kontaminationssensible Anwendungen eine zusätzliche und
unerlässliche Voraussetzung. Sie muss daher in Auswahlprozessen
berücksichtigt werden.
Die Reihen ISO 14644 und VDI 2083 beschreiben Anforderungen
Die Luftreinheit gemäß DIN EN ISO 14644-1 definiert Reinraumklassen
in Abhängigkeit des Partikelgehalts der Luft. Materialien
können grundsätzlich Partikel an ihrer Oberfläche beherbergen, die
aus der Herstellung oder aus der umgebenden Luft stammen. Insbesondere
im Fall von Komponenten, bei denen sich Oberflächen
relativ zueinander beherbergen, kommt es aber zur Emission neuer
Partikel. Das Ausmaß der Partikelbildung hängt ab von verschiedenen
Faktoren wie unter anderem der Werkstoffombination, der
Oberflächenbeschaffenheit, oder von Last, Art und Geschwindigkeit
der Bewegung.
Eine Möglichkeit des relativen Vergleichs der Partikelemission
unter definierten Lasten und Geschwindigkeiten erlaubt das Partikelemissionstribometer
(PET), welches die Materiales GmbH in Zusammenarbeit
mit dem Kompetenzzentrum Tribologie Mannheim
entwickelte (siehe Abbildung 1). Dieser tribologische Prüfstand
kann in einer ball-on-disc oder pin-on-disc Anordnung betrieben
werden. Die geometrische Einfachheit der Probekörper ermöglicht
so einen Vergleich theoretisch beliebiger Materialkombinationen.
Das einfache Testprinzip erlaubt die Variation von Belastung und
Geschwindigkeit, um einer realen Belastung möglichst nahezukommen.
Die Partikel werden in einer gekapselten Umgebung erzeugt,
und mittels Druckluft zu einem Partikelzähler geleitet, welcher sechs
verschiedene Partikelgrößen (>0,3 μm, >0,5 μm, >1,0 μm, >3,0 μm,
>5,0 μm und >10 μm) aufzeichnet. Aus der Gesamtheit aller Partikel,
die innerhalb einer bestimmten Zeit durch ein vorgegebenes Luftvolumen
transportiert werden, kann die Einstufung in eine Reinraumklasse
erfolgen.
Abbildung 2 zeigt exemplarisch Messergebnisse einer Probe aus
Polyetheretherketon (PEEK) für Partikel mit einem Durchmesser >
0,3 μm. Zu sehen ist die aufgenommene Referenzmessung und die
Partikelbildung der eigentlichen Messung, eine Werkstoffombination
aus PEEK und 1.4125 Edelstahl bei einer Last von 25 N und einer
Geschwindigkeit von 30 rpm.
Ausgasung („Outgassing“)
Neben der partikulären Verunreinigung können auch chemische
Kontaminationen die Ursache einer fehlenden Reinraumtauglichkeit
von Werkstoffen sein. Das „Outgassing“ bezeichnet das Freisetzen
flüchtiger, meist organischer Substanzen (VOC) aus Materialien,
wie zum Beispiel häufig als Additive und Weichmacher eingesetzte
Phtalate, Siloxane oder Amine. Outgassing betrift häufig organische
Materialien wie Kunst- und Klebstoffe, Dichtungswerkstoffe oder
Beschichtungen. Auch Outgassing kann technische Systeme kontaminieren
und dadurch schädigen. Freigesetzte Substanzen kön-
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Seite 8/76
nen sich auf Oberflächen niederschlagen, und so zum Beispiel die
Funktionalität sensiblen Equipments, und insbesondere optischer
Systeme beeinträchtigen. Auch kann Outgassing Luftverschmutzung
in Innenräumen oder Druckerhöhungen in Reinräumen und
Vakuumatmosphären verursachen, und so die Produktqualität und
Produktivität negativ beeinflussen. [2, 3]
Je nach Branche und Anwendung variieren die zum Einsatz
kommenden Untersuchungsmethoden. Die VDA 278 [4] ist eine
vom Verband der Automobilindustrie entwickelte Norm zur Ermittlung
des Anteils kondensierbarer und nicht-kondensierbarer,
flüchtiger Substanzen aus nichtmetallischen Materialien. Sie ist in
der ursprünglichen Form eine Standardmethode zur Absicherung
der Luftqualität in Fahrzeuginnenräumen. In der Prüfung wird eine
Probe in einem Desorptionsröhrchen für einen definierten Zeitraum
erhitzt. Temperatur und Dauer sind in der VDA 278 definiert,
können aber an spezifisch Anforderungen angepasst werden. Ein
Trägergasstrom trägt die flüchtigen Substanzen in eine Kühlfalle, in
der Sie sich so entsprechend anreichern. Im Anschluss erfolgt ein
Aufheizen der Kühlfalle - die Substanzen evaporieren und werden
einer gaschromatischen Trennung, gekoppelt an ein Massenspektrometer
(GC-MS) zugeführt. Die Methode erlaubt so nicht nur die
Bestimmung der Menge der ausgasenden Substanzen, sondern
auch die Identifizierung der einzelnen chemischen Substanzen. Die
ASTM E595 ist eine Norm des ASTM-Ausschusses für Space Simulation
and Applications of Space Technology. Ähnliche Vorgaben
sind auch von der European Coopera????on for Space Standardization
(ECSS) unter ECSS-Q-ST-70-02C zu finden. Die exakt spezifizierte
Messapparatur temperiert die zu untersuchenden Materialien
im Hochvakuum bei 125 °C für einen Zeitraum von 24 Stunden und
zeichnet den Masseverlust auf. Weiterhin ermittelt die Messapparatur
als Ergebnis der Analyse den Anteil an kondensierbaren und
nicht kondensierbaren Spezies, sowie die Wasserdampfaufnahme
der untersuchten Substanz.
Eine dritte Methode zur Bewertung der Ausgasung stellt die
Restgasanalyse dar (RGA).
Diese Messmethode bestimmt das Outgassing eines Materials bei
Raumtemperatur und im Hochvakuum durch Ionisierung der freigesetzten
Substanzen. Der Ionendetektor ermittelt die Ionen und ihre
Fragmentierungsmuster, wodurch die neutralen Substanzen identifiziert
werden können. Bei bekannter Substanzzusammensetzung
können Kalibrierungskoeffizienten zur Bestimmung der relativen
Zusammensetzung angewendet werden. Die Nachweisgrenze liegt
bei 3 ng/cm³.
Elektrostatische Entladung (ESD)
Überall wo partikuläre Verunreinigung ein Problem darstellt, ist es
essenziell, die elektrostatischen Eigenschaften der eingesetzten
Werkstoffe zu kennen. Trift in einer Anwendung Reibung von Werkstoffen
auf oder es wirkt ein elektrisches Feld auf die Werkstoffe,
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kann es zu elektrostatischer Aufladung kommen. Diese führt dazu,
dass Partikel am Werkstoff haften bleiben und später während der
Anwendung unkontrolliert emitiert werden können. Je nach Anwendung
des Werkstoffes muss daher zwischen antistatisch, elektrisch
leitfähig, elektrisch ableitend und elektrostatisch isolierend unterschieden
werden. Dafür werden Parameter wie der Oberflächenwiderstand
oder der Durchgangswiderstand nach DIN EN 61340-5-1,
DIN EN 1081 oder SEMI E78-0309 ermittelt.
Chemikalien- & Korrosionsbeständigkeit
In den verschiedenen Prozessen, die in Reinräumen oder zur Reinigung
von Produkten oder Baugruppen durchgeführt werden, sind
die Werkstoffe verschiedensten Medien und Substanzen ausgesetzt.
Daher betrachtet die VDI 2083 Blatt 17 den Aspekt der Chemikalienbeständigkeit
und des Korrosionsverhaltens der Werkstoffe. Für die
Prüfung werden die Werkstoffe in der entsprechenden Chemikalie
für eine definierte Zeit ausgelagert und anschließend auf Veränderungen
untersucht. Die Bewertung erfolgt in der Regel nach visuellen
Merkmalen gemäß DIN EN ISO 2812-1 oder DIN EN. Es können
aber auch Veränderungen von Werkstoffeigenschaften, wie z.B. der
Härte oder der Zugfestigkeit bewertet werden. Die Festlegung der
Prüfbedingungen folgt keiner Norm, sondern wird entsprechend der
individuellen Anwendungsanforderungen festgelegt.
Reinigbarkeit
Die in der VDI 2083 Blatt 17 beschriebene Vorgehensweise zur Überprüfung
der Reinigbarkeit von Werkstoffen bezieht sich ausschließlich
auf partikuläre Verunreinigungen an Werkstoffoberflächen. Um
diese bewerten zu können muss eine Differenz vor und nach der
Reinigung betrachtet werden. Dafür werden die Partikel vor und
nach der Reinigung auf der Oberfläche in mehreren Größenbereichen
gezählt. Die gemessene Partikelanzahl vor der Reinigung wird
in Relation zur Partikelanzahl nach der Reinigung gesetzt, dadurch
kann eine Reinigungseffizienz bestimmt werden, die bezogen auf
ein Referenzsystem eine Einordnung zulässt. Zusätzlich können die
Oberflächenreinheitsklassen nach der DIN EN ISO 14644-9 ermittelt
werden, um eine Einordnung der Werkstoffe zu ermöglichen.
Die Reinigung von Bauteilen für die Serienproduk????on erfolgt typischerweise
in maßgeschneiderten Reinigungsstraßen, deren Verwendung
für die Erprobung neuer Materialien oder die Bewertung
bestimmter Kontaminationsrisiken ungeeignet sind. Reinigungsprozesse
können aber auch in einer runterskalierten Laborumgebung
simuliert werden, um Kontaminationsrisiken für dedizierte
Reinigungsstraßen zu reduzieren und Zeit, Ressourcen und Kosten
zu sparen.
Weitere Aspekte der Materialsauberkeit
Bestimmte Anwendungsbedingungen erfordern eine Betrachtung
über die in der VDI 2083 Blatt 17 beschriebenen Aspekte hinaus. So
wird UV-Licht zur Sterilisation, aber auch zur Kontaminationsvisualisierung
in Reinraumanwendungen eingesetzt, und eine Inkompatibilität
insbesondere organischer Werkstoffe mit energiereicher
Strahlung kann zu Abbauprozessen und so zu erhöhter Ausgasung
oder Partikelbildung führen. Ähnlich verhält es sich mit speziellen
Atmosphären, in welchen sich reaktive Spezies befinden. Im Weltraum
beispielsweise sind Materialien reaktiven Sauerstoff-Spezies
in erdnahen Umlaufbahnen ausgesetzt, oder hohen Dosen energiereicher
Strahlung wie beispielsweise UV-, Röntgen- oder Gammawellen.
In einigen Halbleiterfertigungsprozessen wie der EUV-Lithografie
kommen Werkstoffe in Berührung mit reaktiven Wasserstoffverbindungen.
All diese Bedingungen können auf zweierlei
Arten zu Kontamination führen – zum einen durch die Degradation
der Werkstoffe, mit der neben dem Kontaminationsrisiko auch ein
Eigenschaftsverlust einher gehen kann. Andererseits können auch
bei einer Kompatibilität des Basiswerkstoffs Reaktionen mit bestimmten
Bestandteilen des Materials auftreten (z.B. Additive oder
Verarbeitungshilfsmittel), wodurch flüchtige Spezies entstehen.
Die chemische Spurenanalytik kann hier einen wichtigen Beitrag
leisten, beispielsweise zur Identifizierung potenziell kritischer
Werkstoffbestandteile oder zur Ermittlung von Abbauprodukten. Je
nach spezifischem Anwendungsfall existiert eine Vielzahl verschiedener
Möglichkeiten. Als einige Beispiele unter vielen Methoden
seien die Massenspektrometrie (MS), die Röntgenfluoreszenzanalyse
(XRF), die Infrarotspektroskopie (IR) oder die energiedisperse
Röntgenspektroskopie (EDX) exemplarisch aufgeführt. Entscheidend
ist die Auswahl des am besten geeigneten Verfahrens, und dabei
kann ein erfahrener Spezialist helfen.
Materiales denkt Performance und Sauberkeit zusammen
Materialauswahlprozesse für den Einsatz im Reinraum stellen Unternehmen
vor eine komplexe Herausforderung. Die Erfahrung der
Materiales in High-Performance Branchen wie der Halbleitertechnologie
oder der Luft- und Raumfahrt hat gezeigt, dass sowohl Performance
als auch Sauberkeit gemeinsam und ganzheitlich betrachtet
werden müssen. Hierzu gehören die rechtlichen Rahmenbedingungen
und Regularien, die in Reinräumen verschiedener Branchen
von erheblicher Wichtigkeit sind. Auch müssen die Eigenschaften
der zum Einsatz kommenden Werkstoffe im Detail verstanden sein,
um eine bestmögliche Funktionalität zu erzielen und um kostspieliges
Materialversagen zu vermeiden. Die Spezialisten von Materiales
sind erfahren im Bereich der kontaminationssensitiven Anwendungen
und verfügen über das notwendige Know-How sowie das spezifisches
Testequipment, um die Materialauswahl sowie weitere werkstoffspezifische
Fragestellungen zu unterstützen. Weiterhin können
die Experten der Materiales bei rechtlichen und formalen Fragen der
Chemikaliensicherheit weiterhelfen. So ist gewährleistet, dass auch
die Bestandteile der Materialien und Prozesse, die im Reinraum
stattfinden sollen, von allen Seiten beleuchtet werden und umfassend
beurteilt werden können.
MATERIALES GmbH
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D 22529 Hamburg
Telefon: +49 40 572 567 35
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Quellen
[1] D. Verein Deutscher Ingenieure e.V., „Reinraumtechnik - Reinheitstauglichkeit
von Werkstoffen,“ VDI 2083 Blatt 17, 2013.
[2] C. Yu und D. Crump, „A Review of the Emission of VOCs from Polymeric
Materials used in Buildings,“ Building and Environment, Bd. 33, Nr. 6, pp.
357-347, 1998.
[3] L. Zhu, D. Shen und K. H. Luo, „A critical review on VOCs adsorption
by different porous materials: Species, mechanisms and modification
methods,“ Journal of Hazardous Materials, Bd. 389, Nr. 122102, 2020.
[4] V. d. A. e.V., VDA 278: Thermodesorptionsanalyse organischer Emissionen
zur Charakterisierung nichtmetallischer KFZ-Werkstoffe, 2016.
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Seite 10/76
Reinraumflächen gehören zu den besonders energieintensiven Bereichen des Instituts. © IMS
Zertifizierung nach ISO 50001:2018 erfolgreich abgeschlossen
Fraunhofer IMS setzt Maßstäbe
im Energiemanagement
Mit dieser Zertifizierung verpflichtet sich das IMS, systematisch
die Energieeffizienz zu steigern und den Energieverbrauch
zu reduzieren – ein wichtiger Schritt in Richtung
nachhaltiger Ressourcennutzung und Klimaschutz. Die
Norm ISO 50001:2018 legt einen strukturierten Rahmen für
das Energiemanagement fest, der es Organisationen ermöglicht,
ihren Energieverbrauch kontinuierlich zu überwachen
und zu optimieren.
Das IMS gehört aufgrund seiner industrienahen Halbleiterforschung
zu den größeren Energieverbrauchern innerhalb der Fraunhofer-
Gesellschaft. Daher ist dieser Schritt von besonderer Bedeutung.
Durch die Einführung eines Energiemanagementsystems (EnMS)
übernimmt das IMS eine Vorreiterrolle und trägt maßgeblich zur
Umsetzung der Fraunhofer-Klimastrategie bei, die eine signifikante
Reduktion des CO₂-Fußabdrucks der Gesellschaft bis 2030 anstrebt.
Nachhaltige Maßnahmen zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes
Im Rahmen des Energiemanagementsystems hat das IMS verschiedene
Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz eingeführt.
Dazu gehört die Modernisierung des Reinraums mit einer neuen
Lüftungstechnik, die jährlich 740 MWh Strom und 360 MWh durch
Wärmerückgewinnung einspart – das entspricht einer Reduktion
von 65 Tonnen CO₂. Eine weitere Maßnahme ist die Erneuerung der
Drucklufterzeugungsanlage, durch die jährlich 350 MWh Strom und
290 MWh Fernwärme eingespart werden, was den CO₂-Ausstoß
um 33 Tonnen reduziert. Mit diesen Schritten leistet das IMS einen
wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und unterstützt aktiv
die Klimaziele der Fraunhofer-Gesellschaft.
„Die erfolgreiche Zertifizierung nach ISO 50001:2018 ist ein
Meilenstein auf unserem Weg zu mehr Nachhaltigkeit“, sagt Prof.
Dr. Anton Grabmaier, Institutsleiter des Fraunhofer IMS. „Sie bestätigt
unsere Bemühungen, technologische Innovation und umweltbewusstes
Handeln zu vereinen, indem wir speziell dem Energieverbrauch
von Reinräumen besondere Beachtung schenken. Damit
übernehmen wir eine Schlüsselrolle in der Fraunhofer-Gesellschaft.“
Dies ist jedoch erst der Anfang: Das Institut plant, weitere Maßnahmen
zur Steigerung der Energieeffizienz einzuführen, und die
Nutzung erneuerbarer Energien auszubauen.
Schrittweise Einführung: Fraunhofer-Pilotinstitute
setzen auf ISO 50001
Um andere Fraunhofer-Institute auf dem Weg zu einer nachhaltigen
Energieverwaltung zu unterstützen, hat ein Expertenteam der
Fraunhofer-Gesellschaft im Rahmen der Klimaschutzprojekte das
EnMS-Starter-Kit entwickelt. Dieses Toolkit bietet Vorlagen und
Arbeitshilfen, die den einzelnen Fraunhofer-Instituten helfen, ein
Energiemanagementsystem nach ISO 50001 schrittweise zu implementieren.
Das EnMS stellt sicher, dass energiebezogene Daten
erfasst, überwacht und analysiert werden, um Einsparpotenziale zu
identifizieren und Umweltbelastungen zu reduzieren. Das IMS zählt
zu den Pilotinstituten und arbeitet gemeinsam mit den Fraunhofer
Instituten FEP Dresden und ISE Freiburg – die seit 2016 bzw. 2023
zertifiziert sind– an einer nachhaltigen Entwicklung innerhalb der
Fraunhofer-Gesellschaft.
Das IMS gehört aufgrund seiner industrienahen Halbleiterforschung
zu den größeren Energieverbrauchern innerhalb der
Fraunhofer-Gesellschaft. Daher ist dieser Schritt von besonderer
Bedeutung. Durch die Einführung eines Energiemanagementsystems
(EnMS) übernimmt das IMS eine Vorreiterrolle und trägt maßgeblich
zur Umsetzung der Fraunhofer-Klimastrategie bei, die eine
signifikante Reduktion des CO₂-Fußabdrucks der Gesellschaft bis
2030 anstrebt.
Fraunhofer-Institut für Mikrolektronische Schaltungen und Systeme IMS
D 47057 Duisburg
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Seite 11/76
Neuer Masterstudiengang Sustainability Studies
Autoren: Dr. Christina Rundel, Prof. Dr. Andreas Schmid, Prof. Dr. Clemens Möller
Nachhaltigere Produktionsprozesse, eine umwelt- und sozialverträgliche
Digitalisierung oder nachhaltige Produktinnovationen - den
Studierenden im neuen Masterstudiengang Sustainability Studies
gehen die Themen nicht so schnell aus! Seit Oktober 2024 haben
zehn besonders Engagierte mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen
ihr Studium an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen aufgenommen.
Dieser interdisziplinäre und projektbasierte Studiengang
stellt die angewandte Forschung ins Zentrum und konzentriert sich
dabei nicht nur auf nachhaltiges Management, sondern geht besonders
auch auf technische Aspekte ein. Lehrangebote stehen aus verschiedenen
Fachbereichen der Hochschule zur Verfügung. Der Studiengang
eignet sich dabei u.a. für bereits Beschäftigte oder pflegende
Angehörige, da ein Teilzeitstudium ermöglicht wird. Außerdem ist
das Angebot so konzipiert, dass Studierende einen signifikanten Teil
des Studiums orts- und zeitunabhängig absolvieren können. Hierfür
werden moderne Lehr- und Lernmethoden eingesetzt, auch um sicherzustellen,
dass der Austausch nicht zu kurz kommt.
Im ersten Semester steht zunächst der gemeinsame Wissenserwerb
und Austausch im Fokus, bevor die Studierenden 2025 ihre
Projektarbeiten durchführen. Dafür begeben sich viele für mindestens
fünf Monate in Unternehmen und nehmen sich dort komplexen
nachhaltigen Fragestellungen an. Einige werden dabei auch in
der Pharma- und Lebensmittelindustrie die Ärmel hochkrempeln.
Weiterhin beschäftigen sich Studierende mit nachhaltigen Verpackungen
und Textilien. Zwei Studierende fokussieren sich auf
digitale Prozesse in Unternehmen und untersuchen Maßnahmen,
diese nachhaltiger zu gestalten, unter anderem auch in einem Pharmaunternehmen.
Das Thema erhält oft noch vergleichsweise wenig
Aufmerksamkeit, obwohl Digitalisierung Umwelt- und Klimaschutz
unterstützen kann. Gleichzeitig kann für digitale Komponenten
ein hoher Energie- und Ressourcenbedarf anfallen. Im dritten und
letzten Semester steht dann die Masterarbeit im Zentrum, welche
ebenfalls gemeinsam mit Unternehmen oder in der angewandten
Forschung verfasst werden kann.
Bewerbungen sind sowohl für das Winter- als auch das
Sommersemester möglich.
Haben Sie Interesse an dem Angebot?
Dann kommen Sie gerne auf uns zu.
Haben Sie in Ihrem Unternehmen passende Projekte, Projektideen
oder offene Fragestellungen im Bereich Nachhaltigkeit?
Möchten Sie Ihren Mitarbeiter:innen die Weiterqualifikation zu
Nachhaltigkeitsthemen ermöglichen? Dann freuen wir uns über Ihre
Nachricht!
Dr. Christina Rundel, Prof. Dr. Andreas Schmid,
Prof. Dr. Clemens Möller
sus@hs-albsig.de
Weitere Informationen unter www.hs-albsig.de/sus
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Anton-Günther-Str. 51
D 72488 Sigmaringen
Telefon: +49 7571 7328242 Telefax: +49 7571 7328235
eMail: schmida@hs-albsig.de
Internet: http://www.hs-albsig.de/Seiten/homepage.aspx
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Seite 12/76
Auf Expansionskurs an neuem Standort
Die C-tec Cleanroom Technology GmbH hat seit kurzem eine neue Adresse. Das
Unternehmen ist von Rottenburg am Neckar nach Kusterdingen bei Tübingen
gezogen und hat sich in schicken, deutlich größeren Räumen eingerichtet. Auf
dem Programm für 2025 steht vor allem eines: Wachstum durch Vergrößerung
der Belegschaft.
Für den Umzug in ein neues Firmengebäude
gibt es unterschiedlichste Gründe.
Sei es Platzmangel, sei es ein auslaufender
Mietvertrag, sei es der Wunsch nach
einem besseren, verkehrsgünstigeren oder
repräsentativeren Standort oder, oder… Für
Norbert Otto, Inhaber und Geschäftsführer
der C-tec, war der Grund für den Umzug in
fast doppelt so große Räume seine Vision,
im nächsten Jahr die Zahl der Mitarbeiter
deutlich zu vergrößern. Derzeit beschäftigt
das im Jahre 1994 von Otto gegründete
Unternehmen mit Schwerpunkt auf Qualifizierungs-
und Requalifizierungsmessungen
in der Reinraumtechnik und Reinstmedien
insgesamt 22 Mitarbeiter. 25 sollen es bis
Ende 2025 werden.
Wären da nicht die aus allen Nähten platzenden
Auftragsbücher und der für viele
Monate übervolle Kalender, könnte man
Norbert Otto für einen Träumer oder Fantasten
halten. Doch das ist er keineswegs.
Sein Problem liegt nicht in der Gewinnung
neuer Kunden oder neuer Aufträge. Firmen
wie Roche, MSD, Bayer, Octapharma, US
Army Hospital oder weitere Kliniken gehören
zu seinen Stammkunden. Sein einziger
Engpass besteht in der Größe seiner Belegschaft,
die das Auftragsvolumen kaum bewältigen
kann. Das soll sich nun ändern. Für
engagierte Fachkräfte in diesem Segment
bieten sich hier also fantastische Möglichkeiten.
Und lernwillig müssen sie sein, wie
Norbert Otto, Inhaber und Geschäftsführer
Otto betont: „Wir bilden alle unsere Mitarbeiter
intensiv aus, egal mit welchem Wissensstand
sie zu uns kommen. Auch wenn
es den Beruf des Reinraum-Messtechnikers
nicht als solchen gibt, wird bei uns jeder dahingehend
qualifiziert.“
Nicht ganz ohne Stolz erzählt der Mittsechziger,
dass er in den vergangenen Jahren und
Jahrzehnten all sein Wissen an sein Team
weitergegeben hat. „Neue Mitarbeiter laufen
zum Teil eineinhalb bis zwei Jahre komplett
mit einem Kollegen im Tandem, bevor
sie alleine zum Kunden gehen können.“
Dies hat sich besonders während einer Erkrankung
des Chefs ausgezahlt. „Damals, als
ich für viele Monate ausfiel, lief die Firma
absolut reibungslos, ganz ohne mich.“ Norbert
Otto weiß also, dass Wissenstransfer
ein essenzieller Baustein für die Zukunft
des Unternehmens ist. Um nun die räumlichen
und strukturellen Voraussetzungen für
seine ambitionierten Wachstumspläne zu
schaffen, hat er die nicht ganz unerhebliche
Investition in Umbau und Modernisierung
des terrassierten Holzbaus in Kusterdingen
getätigt. Im Zuge dessen wurde auch gleich
die IT deutlich aufgerüstet, die Energieversorgung
über Solarzellen auf dem Dach
sichergestellt und ein neues Kalibrierlabor
eingerichtet.
Insgesamt stehen nun 500 Quadratmeter
(vorher waren es 260) zur Verfügung, die
nicht nur Raum für die Erfüllung der Wachstums-Erwartungen
von 20 Prozent bieten.
Hier finden die Mitarbeiter auch Platz für
einen Plausch unter Kollegen und können
in einer lockeren und zeitgemäßen Atmosphäre,
umgeben von Kunst und Designermöbeln,
ihrer Projektarbeit nachgehen. „Wir
freuen uns auf jede Menge Bewerbungen
von gut qualifizierten und neugierigen
Menschen, die wir mit offenen Armen in
unser tolles Team aufnehmen können“,
sagt Norbert Otto und man spürt, mit wieviel
Herzblut er sein Unternehmen führt.
„Zukunft ahoi!“ heißt es nun bei C-tec in
Kusterdingen.
C-tec
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Seite 13/76
300-mm-Reinraum des Fraunhofer IPMS. © Fraunhofer IPMS
Fraunhofer IPMS und BASF feiern 10-jährige Zusammenarbeit
Verbesserte Materialien für die
Verbindungen von Mikrochips
Leistungsfähiger, stromsparender, komplexer – Hersteller von modernen Microchips sehen sich stetig neuen Herausforderungen
gegenüber, auch in Bezug auf die dort notwendigen elektrischen Verbindungen. Das Fraunhofer IPMS und BASF
widmen sich seit zehn Jahren gemeinsam dieser Problemstellung und ermöglichen durch die Bündelung ihrer Infrastruktur
und Kompetenzen eine industriegetreue Evaluation von Chemikalien, Prozess- und Produkttests für die Chipintegration.
Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS und
der Chemiekonzern BASF blicken stolz auf zehn erfolgreiche Jahre
der Zusammenarbeit zurück. Gemeinsam arbeiten sie im Rahmen
ihres »BASF Plating-Labs« an innovativen und maßgeschneiderten
Lösungen im Bereich der Halbleiterproduktion und Chipintegration.
Innerhalb von Pilottests am Center Nanoelectronic Technologies
(CNT) des Fraunhofer IPMS werden Strategien erarbeitet und umgesetzt,
um Materialien und Technologien in der Halbleiterintegration
effizienter und kostengünstiger zu gestalten. »Mit unserer Kooperation
addressieren wir die wachsenden Herausforderungen des
Marktes und ermöglichen neue Technologien im Bereich des Interconnect-
und Packagings«, erklärt Dr. Lothar Laupichler, Senior Vice
President, Electronic Materials bei BASF.
Prozessevaluation nach Industriestandard
Bei der Herstellung und Integration eines Mikrochips finden zahlreiche
elektro-chemische Prozesse statt. Um die einzelnen Schalt-
Teilnehmende der Jubiläumsfeier zur 10-jährigen Zusammenarbeit.
© Fraunhofer IPMS
Die Kooperationspartner des Fraunhofer IPMS und BASF vor
der Prozessanlage „LAM Sabre Extreme“. © Fraunhofer IPMS
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Seite 14/76
kreise zu verbinden und das Netzwerk aus Leiterbahnen innerhalb
eines Chips herzustellen, müssen verschiedene Schichten aus Metall
oder Metalllegierungen auf dem Wafer aufgebracht werden. Für
verschiedene Schritte in der Gesamtintegration und unterschiedliche
spätere Anwendungsfälle müssen die Chemikalien und Arbeitsschritte
auf die individuellen Kundenprozesse angepasst werden.
Innerhalb der Zusammenarbeit mit BASF wurden dafür in den letzten
Jahren neue Chemikalien für galvanische Abscheideverfahren
evaluiert.
Gleichzeitig wurden entsprechende Produkttests und Demonstrationsversuche
für Kunden auf Waferlevel durchgeführt. BASF
installierte dazu eine State-of-the-Art Prozessanlage im Reinraum
des Fraunhofer IPMS, welche dort von den erfahrenen Wissenschaftlern
und Wissenschaftlerinnen betrieben wird. Damit nutzen
die Kooperationspartner dieselbe Anlagentechnologie, wie sie auch
in der Industrie zum Einsatz kommt. Dies ermöglicht Kunden, ihren
Qualifizierungsaufwand signifikant zu senken. So können Entwicklungszeit
und Kosten gespart werden sowie effizientere Prozesse
aufgebaut werden. Die innovativen Lösungen können somit direkt
unter Produktionsbedingungen entwickelt und bewertet werden.
Direkte Verwendungsmöglichkeiten bei Industriepartnern
In den vergangenen zehn Jahre konnten die Projektpartner über
12.000 Prozessstarts verzeichnen. »Die entwickelten Chemiepakete
und Produkte können unmittelbar in den industriellen Prozessen
unserer Kunden angewendet werden«, sagt Dr. Benjamin Lilienthal-Uhlig,
Leiter des Geschäftsfeldes Next Generation Computing
am Fraunhofer IPMS. Sie dienen beispielweise der Fertigung von
Verdrahtungsstrukturen in miniaturisierten Schaltungen für Dual
Damascene Technologien. Weiterhin sind die Produkte bei der Herstellung
von Interposern, Chiplets und 3D-Packages für Umverdrahtungsstrukturen
(Pillar, RDL, TSV) von Bedeutung oder bilden die
Metalllagen beim Wafer-to-Wafer-Hybridbonden.
Im Juni 2014 gründeten das Forschungsinstitut und der Chemiekonzern
die Zusammenarbeit im Rahmen der am CNT eröffneten
Screening-Fab. Das Fraunhofer IPMS stellt BASF hierfür seine
300-mm-Reinraum-Infrastruktur zur Verfügung. Den Kunden und
Partnern kommt dabei auch das Netzwerk des Silicon Saxony zugute.
Es ermöglicht den Einbezug anderer Einrichtungen vor Ort,
wie dem Dresdner Fraunhofer Institutsteils IZM-ASSID oder direkte
Prozessentwicklungen speziell für die globalen Industriepartner
des Fraunhofer IPMS (Bosch, Infineon, GlobalFoundries). Das neu
gegründete Forschungszentrum CEASAX (»Center for Advanced
CMOS and Heterointegration Saxony«) ermöglicht es zukünftig,
noch enger an anwendungsorientierten Lösungen zu arbeiten, gerade
auch im Hinblick auf die Heterointegration von Mikrosystemen.
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Fraunhofer ISE weiht neues
Batterieforschungszentrum ein
Batterien sind ein Kernbaustein einer erfolgreichen Energiewende
– ob für die Elektrifizierung des Verkehrs, die
Stabilisierung des Stromnetzes oder den Ausgleich fluktuierenden
Grünstroms. Das Fraunhofer-Institut für Solare
Energiesysteme ISE forscht seit Jahren entlang der gesamten
Wertschöpfungskette von Batterien. Mit seinem neuen
»Zentrum für elektrische Energiespeicher«, das heute eingeweiht
wird, stehen ihm nun modernste Labors für internationale
Spitzenforschung zur Verfügung. Im Mittelpunkt
der aktuellen Forschung steht die Verbesserung von Nachhaltigkeit,
Sicherheit und Performance von Batteriespeichern.
In dem neuen Kompetenzzentrum im Industriegebiet Haid in Freiburg
wird das Fraunhofer ISE auf über 3.700 Quadratmetern Laborfläche
an innovativen Batteriematerialien und -zellen forschen,
optimierte Lösungen für Batteriesysteme entwickeln, ihre Integration
in verschiedene Anwendungen vorantreiben sowie umfassende
Qualitätssicherungsprüfungen an Batterien durchführen. Mit
seinem Zentrum bietet das Fraunhofer ISE Entwicklungs- und Prüfdienstleistungen
aus einer Hand für ein breites Kundenspektrum
von Material- und Batterieherstellern über Maschinenbauer bis hin
zu Integratoren und Betreibern für den Einsatz in der Elektromobilität
oder als stationäre Speicher. Auch bei Recycling und Fragen zu
Möglichkeiten des weiteren Einsatzes von ausgedienten Batterien
(2nd Life) kooperiert das Institut mit Industriepartnern.
Finanziert wurde das Zentrum durch das Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF) und das baden-württembergische
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, die jeweils neun
Millionen Euro beigetragen haben. »Wir sind dankbar für diese Förderung,
mit der wir eine Forschungsinfrastruktur mit hochmodernen
Charakterisierungsinstrumenten, industrienahen Prozessgeräten
und einzigartigen Räumlichkeiten aufbauen konnten. Sie erlaubt
uns die praxisnahe Entwicklung neuer Materialien, Technologien,
Produktionsprozesse und Anwendungen gemeinsam mit unseren
Industriekunden oder im Schulterschluss mit der Fraunhofer-Forschungsfertigung
Batteriezelle«, erklärt Institutsleiter Prof. Hans-
Martin Henning.
Als »Living-Lab« dient auch das Gebäude selbst der Forschung:
Im Projekt »Haid-Power«, das vom Land Baden-Württemberg mit
drei Millionen Euro gefördert wurde, erhielt das Zentrum einen
modularen Hybrid-Batteriespeicher mit 836 kWh Kapazität, der gemeinsam
mit einer 850 Kilowatt- Photovoltaikanlage auf dem Flachdach
die Energieversorgung des Gebäudes unterstützt. Unter realen
Betriebsbedingungen können so batteriegestützte Lösungen für den
gewerblichen und industriellen Einsatz und neue Betriebsstrategien
wie z.B. ein intelligentes Lastmanagement getestet werden. So
wird im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts »ecoLEPuS« eine
Schnellladestation mit Pufferspeicher installiert, um Second Life Batterien
für den Einsatz in Hochleistungsanwendungen zu erproben.
Im Fokus der Forschung: Nachhaltigkeit, Sicherheit,
Performance
Im Rahmen der Energiewende werden bis 2045 in Deutschland je
Entwicklung neuer Batterietechnologien im Solid State Batterielabor.
© Fraunhofer ISE / Foto: Michael Spiegelhalter
Arbeiten an einer Glove-Box im Solid State Batterielabor.
© Fraunhofer ISE / Foto: Michael Spiegelhalter
Mit einem Hybridspeicher und einer PV-Anlage zur Entwicklung neuer
Betriebsstrategien dient das Gebäude selbst als »Living-Lab«.
© Fraunhofer ISE / Foto: Michael Spiegelhalter
nach Szenario zwischen 300 und 800 Gigawattstunden stationäre
Batteriespeicher installiert werden. Daher adressiert das Fraunhofer
ISE in seiner Forschung die Nachhaltigkeit von Batterien, angefangen
von Alternativmaterialien zu Lithium über die Entwicklung
nachhaltiger Produktionsprozesse bis hin zu Second-Life-Nutzung
und Recycling am Lebensende. Im aktuellen Projekt »PRONTO«
beispielsweise arbeiten die Forschenden an einer Natrium-Ionen-
Batterietechnologie, die auf kritische Rohstoffe verzichtet und in
Baden-Württemberg gefertigt werden kann.
Mit der rasanten Entwicklung des Batteriemarktes, sowohl für
mobile als auch für stationäre Anwendungen, nimmt auch der Be-
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 12-2024
Seite 16/76
Test von neuartigen Elektroden.
© Fraunhofer ISE / Foto: Michael Spiegelhalter
Im Labor für Batterietests können auch zerstörende Tests durchgeführt
werden. Oberbürgermeister Martin Horn (rechts) betrachtet die
Abuse-Presse gemeinsam mit Institutsleiter Hans-Martin Henning (links).
© Fraunhofer ISE / Foto: Simon Leisner
darf an Untersuchungen und Tests an Batteriezellen und -systemen
weiter deutlich zu. Durch Senkung der Kosten und Steigerung der
Performance kann zudem eine wachsende Zahl von Einsatzmöglichkeiten
für elektrische Energiespeicher erschlossen werden.
Auch hier setzen die Forscherinnen und Forscher längs der ganzen
Kette von Materialien bis zur Betriebsführung an, um die Energiedichte
und Leistungsfähigkeit, die Zyklenanzahl oder auch das Ladeverhalten
zu verbessern.
»In unserem neuen Zentrum können wir Charakterisierungen
auf allen Ebenen, von der Mikrostruktur bis zum Gesamtsystem
durchführen, und so Mängel und Sicherheitsrisiken frühzeitig identifizieren.
Ein aktuelles sicherheitsrelevantes Forschungsthema ist
die Propagation, bei der eine Batteriezelle nach der anderen in einer
Kettenreaktion thermisch durchgeht, wobei große Energiemengen
frei werden«, erklärt Abteilungsleiter Dr. Daniel Biro. Dafür stehe
dem Testteam nun ein einzigartiges Labor mit aufwändiger Sicherheitsausstattung
zur Verfügung, in der auch zerstörungsfreie Tests
ebenso wie Explosionen von Prüflingen in speziellen Bunkerräumen
möglich sind.
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www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023 Seite 17/103
Hamburg erhält einen Neubau für die Forschung zum industriellen Einsatz
der Additiven Produktion am Fraunhofer IAPT
Großinvestition in Fraunhofer-Einrichtung
stärkt den Wirtschaftsstandort Hamburg
Mit dem heutigen Spatenstich startet der Erweiterungsbau der Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien
IAPT in Hamburg-Bergedorf. Der Bund, das Bundesland Hamburg und die Fraunhofer-Gesellschaft investieren in
den Ausbau der industrienahen Forschung und Entwicklung für Additive Produktionstechnologien.
Am Fraunhofer IAPT forschen Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler zur Additiven
Produktion – insbesondere in den
Endanwendungsbereichen Medizin, Mobilität,
Energie und Verteidigung – und tragen
damit zur Sicherung des gesellschaftlichen
Wohlstands bei. Zu den Transfers der Forschungsergebnisse
des Fraunhofer IAPT in
die industrielle Produktion zählen patientenindividuelle
Implantate, mobile und stationäre
brennstoffsparende Serienbauteile
oder auch Sonderanfertigungen für Satelliten
im Weltall.
Infrastruktur für industrienahe Forschung
Der Ausbau des Fraunhofer IAPT verspricht
Unternehmen und Fachkräften in der Metropolregion
Hamburg einen niedrigschwelligen
Zugang zur gesamten Additiven Fertigungsroute.
Auf rund 1100 Quadratmetern
wird der Erweiterungsbau des Fraunhofer
IAPT die gesamte Prozesskette mit neuester
Anlagen- und Systemtechnik darstellen.
Anwender werden hier mit Experten und
Spezialistinnen des Fraunhofer IAPT ihre
Szenarien abbilden und über die komplette
Additive Fertigungsroute – vom Design bis
zur Nach- und Endbearbeitung inklusive
Qualitätssicherung – hinweg Einsparungen
von Kosten und Material sowie funktionale
Optimierungen verwirklichen.
Von der Idee in die Industrie, von
Hamburg in die Welt und ins Weltall
Beim Spatenstich des Fraunhofer IAPT (von
links nach rechts): Ulf von Krenski, stellvertretender
Bezirksamtsleiter Bergedorf, Prof. Dr.
Axel Müller-Groeling, Vorstand für Forschungsinfrastrukturen
und Digitalisierung der Fraunhofer-Gesellschaft
e.V, Zweite Bürgermeisterin
und Wissenschaftssenatorin Katharina
Fegebank, Prof. Dr. Ingomar Kelbassa, Institutsleiter
des Fraunhofer IAPT, Prof. Dr. Andreas
Timm-Giel, Präsident der Technischen
Universität Hamburg.
© Ingo Boelter / Fraunhofer IAPT
Die Additive Produktion beschleunigt Innovationen,
bringt Effizienz mit ökologischer
und sozialer Nachhaltigkeit in Einklang, minimiert
Abfälle und bietet ressourcenschonende
Alternativen zu langen Lieferketten.
Mit diesen und weiteren Vorteilen zählt
die Additive Produktion – auch 3D-Druck
genannt – zu den Schlüsseltechnologien
für eine nachhaltige, international wettbewerbsfähige
und resiliente Industrie und
somit auch eine resiliente Gesellschaft.
Wissenschaftssenatorin Katharina
Fegebank: »Das Fraunhofer IAPT ist eine
wichtige Brücke zwischen Wissenschaft
und Wirtschaft. Als Innovationstreiber bei
den Zukunftsfeldern Life Science, Energie,
Mobilität und Sicherheit ist das IAPT
ein zentraler Ansprechpartner für Unternehmen
in der Metropolregion Hamburg
und weit darüber hinaus. Mit dem Neubau
stärken wir die Forschung und Industrieproduktion
nachhaltiger Produkte und ressourcenschonender
Bauteile. So heben wir
das Potenzial der Additiven Fertigung und
bringen sie in eine breitere Anwendung. Für
einen besseren Umweltschutz und Wohlstand
in Hamburg, für mehr Ausbildungsund
Arbeitsplätze und eine stärkere Wettbewerbsfähigkeit
auf dem globalen Markt.«
Die Relevanz des Standorts Hamburg
für Forschung und Innovationen betont
auch Prof. Dr. Axel Müller-Groeling, Vor-
stand für Forschungsinfrastrukturen und
Digitalisierung der Fraunhofer- Gesellschaft
e.V.: »Mit dem Spatenstich für das Fraunhofer
Institut für Additive Produktionstechnologien
(IAPT) gehen wir den nächsten
Schritt zur Stärkung des Fraunhofer Standorts
Hamburg. Hamburg ist nicht nur ein
aufstrebender Forschungs- und Innovationshub,
sondern auch ein idealer Partner
für unsere zukunftsweisenden Projekte.
Wir freuen uns, dass die Fraunhofer-Gesellschaft
Teil dieser dynamischen Entwicklung
ist und gemeinsam mit lokalen Institutionen
den Technologietransfer in die Industrie vorantreiben
kann.«
Prof. Dr. Ingomar Kelbassa, Institutsleiter
des Fraunhofer IAPT, ergänzt: »Der Erweiterungsbau
des Fraunhofer IAPT stärkt
nicht nur unser Institut, sondern sämtliche
produzierende Unternehmen in ganz Hamburg.
Wir bauen in Hamburg-Bergedorf
eine digitale und technische Infrastruktur
auf, mit der wir Public-Private-Partnerships
in großem Stil über die Metropolregion
Hamburg hinweg anstoßen, ausweiten und
intensivieren. Gemeinsam entwickeln wir
Hamburg zum Vorreiter für die Industrialisierung
der Additiven Fertigung.«
Neubau stärkt Forschung und Bildung
in ganz Hamburg
Über vielfältige Projekte ist das Fraunhofer
IAPT eng mit der lokalen Industrie, Gesundheits-
und Forschungseinrichtungen
wie der Technischen Universität Hamburg
(TU Hamburg) oder dem Universitätsklinikum
Eppendorf (UKE) vernetzt. So leitet
Prof. Dr. Ingomar Kelbassa neben dem
Fraunhofer IAPT auch das Institut für Industrialisierung
Smarter Werkstoffe (ISM)
an der TU Hamburg.
Prof. Dr. Andreas Timm-Giel, Präsident
der Technischen Universität Hamburg: »Additive
Fertigung ist eine Zukunftstechno-
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 12-2024
Seite 18/76
logie. Mit einer nie da gewesenen Designfreiheit
macht sie die Fertigung funktionaler
und zugleich komplexer Bauteile schneller,
effizienter und ressourcenschonender. Additive
Fertigung passt ideal zu unserer strategischen
Initiative »Engineering to Face
Climate Change«. Ich freue mich sehr, dass
der Neubau am IAPT auch die Kooperation
von Fraunhofer und der TU Hamburg weiter
stärkt und wir die gesamte Entwicklungskette
von den Grundlagen bis zur industriellen
Anwendung additiver Produktionstechnologien
optimal bedienen können.«
Zudem kooperiert das Fraunhofer IAPT
mit lokalen Netzwerken wie 3D-Druck Nord
und zählt zu den Gründungsmitgliedern der
Organisation »Fraunhofer Industrial Application
Center Quantum Computing Hamburg«
(Fraunhofer IQHH). Diese entwickelt
Kompetenzen und gemeinsame Kapazitäten
im Bereich der angewandten Quantentechnologie.
Nachhaltige Technologie,
nachhaltiges Bauen
© hammeskrause architekten
Das Fraunhofer IAPT schreibt Nachhaltigkeit
groß. Über die grundsätzliche Ressourceneffizienz
der Additiven Produktion hinaus
beschäftigt das Institut seit 2024 eine
Projektkoordinatorin für Nachhaltigkeit.
Dementsprechend setzt die Forschungseinrichtung
auch auf nachhaltiges Bauen
und den Einsatz erneuerbarer Energien: Der
Erweiterungsbau ersetzt Beton durch nachhaltigere
Baustoffe wie Holz und Stahl. Das
Gebäude erhält eine Photovoltaik-Anlage
inklusive Speicher, wird über Wärmepumpe
und Wärmerückgewinnung beheizt und
bietet den Mitarbeitenden Ladesäulen für
Elektrofahrzeuge.
Zudem rüstet das Fraunhofer IAPT im
Rahmen der Baumaßnahmen auch den Bestandsbau
mit Photovoltaikanlagen, Wärmerückgewinnung
und einem energiesparenden
Beleuchtungssystem aus.
Die Nutzfläche des Neubaus beträgt
insgesamt rund 2670 Quadratmeter und ist
auf drei Geschosse verteilt. Zusätzlich zu
der Labor- und Anlagenhalle mit rund 1100
Quadratmetern bietet das neue Gebäude
den Kompetenz- und Anwendungsfeldern
ebenso wie der Additive Academy des
Fraunhofer IAPT Arbeits- und Schulungsräume.
Die Kosten für Bau und Erstausstattung
sind mit rund 42 Millionen Euro veranschlagt
und werden zu je 50 Prozent von
dem Bundesland Hamburg und vom Bund
getragen.
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Die Luft- und Raumfahrt gehört zu den Profiteuren der aktuellen Entwicklung
im metallischen 3D-Druck. Kleine Stückzahlen und hohe Komplexität
leichter, leistungsfähiger Komponenten gehören schon heute zu
den Stärken der Additiven Fertigung. © Fraunhofer ILT, Aachen
Dr. Stefan Leuders betont die Nachhaltigkeitspotenziale von AM, insbesondere
durch die Reparatur und Wiederaufbereitung von Werkzeugen
und Bauteilen, was für eine zukünftige Kreislaufwirtschaft ein entscheidender
Aspekt ist. © voestalpine
Additive Fertigung im technologischen Wandel
Die Additive Fertigung, insbesondere der metallische 3D-Druck, hat sich in den letzten Jahren von einer vielversprechenden
Technologie zu einem ernstzunehmenden Bestandteil der industriellen Produktion entwickelt. Branchen wie Maschinenbau,
Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie und Metallverarbeitung stehen vor einem technologischen Wandel,
der weitreichende Auswirkungen auf Design, Produktion und Nachhaltigkeit haben könnte. Dr. Stefan Leuders, Head of
Technology & Innovation bei der voestalpine Additive Manufacturing Center GmbH, Düsseldorf, und Dr. Tim Lantzsch,
Abteilungsleiter Laser Powder Bed Fusion am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT, Aachen, diskutieren über die aktuellen
Trends der Additiven Fertigung (AM), analysieren Chancen und Risiken und zeigen auf, welche Branchen besonders
profitieren können.
Wir freuen uns, mit zwei ausgewiesenen Experten über die
Zukunft des 3D-Drucks zu sprechen. Was sind die aktuellen
Trends in der Additiven Fertigung? Welche Entwicklungen
sind aus Ihrer Sicht vielversprechend?
Dr. Tim Lantzsch: Ein wichtiger Trend, den ich sehe, ist die zunehmende
Anpassung von Werkstoffen und Applikationen an die spezifischen
Anforderungen der additiven Fertigung. Viele der bisherigen
Materialien waren ursprünglich nicht für additive Verfahren entwickelt.
Außerdem sehen wir, dass die Technologie zwar teuer ist, aber
durch gezielte Kostensenkungen und die Fokussierung auf Nischenanwendungen
ihr Mehrwert klarer herausgestellt werden kann.
Dr. Stefan Leuders: Die aktuellen Trends in der Additiven Fertigung
konzentrieren sich stark darauf, die spezifischen Vorteile der
Technologie für unterschiedliche Anwendungsfelder umfassender
herauszuarbeiten und natürlich auch zu nutzen. Besonders vielversprechend
ist für mich dabei die zunehmende Bereitschaft, auch
seit langem bestehende Entwicklungsansätze zu überdenken und
diese nicht eins zu eins auf Neuprodukte anzuwenden, die später
ggf. über eine additive Prozessroute gefertigt werden sollen. So geht
es für mich in erster Linie nicht darum, bestehende Verfahren zu ersetzen,
sondern vielmehr um eine Erhöhung des Produktnutzens
durch AM.
»Zu teuer« hört man im Zusammenhang mit AM immer wieder.
Mit welchen wirtschaftlichen Herausforderungen der Additiven
Fertigung beschäftigen Sie sich?
Dr. Tim Lantzsch: Die wirtschaftlichen Herausforderungen liegen
vor allem in den hohen Kosten für Anlagen und Materialien. Diese
Kosten bestimmen maßgeblich die Bauteilpreise, und hier gibt es
noch erheblichen Spielraum für Optimierungen. Besonders kritisch
ist die Prozesssicherheit, die noch nicht in der Breite gegeben ist.
Wir arbeiten daran, die Additive Fertigung von einer Spezialisten-
Nische zu einer robusten, breit anwendbaren Technologie zu entwickeln,
die auch in der Massenproduktion wettbewerbsfähig ist.
Dr. Stefan Leuders: Ein zentraler wirtschaftlicher Faktor ist nach
wie vor der Anlagenstundensatz, das sehe ich genauso. Hinsichtlich
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Seite 20/76
werden. Dies ist besonders relevant, wenn man den gesamten Lebenszyklus
eines Produkts betrachtet. Wir müssen aber auch sehen,
dass die Herstellung und Aufbereitung des Materials energieintensiv
ist. Zudem ist die Integration in bestehende Produktionsprozesse oft
schwierig, da AM noch häufig als Inseltechnologie betrachtet wird.
Vor welchen technologischen Hürden steht die
Additive Fertigung derzeit, woran forschen Sie?
Dr. Tim Lantzsch (links) vom Fraunhofer ILT und Dr. Stefan Leuders
(rechts) von voestalpine diskutieren über die aktuellen Trends im metallischen
3D-Druck, die das Potenzial haben, die industrielle Produktion
nachhaltig zu verändern. © Fraunhofer ILT, Aachen
der Anlagenkosten sehen wir allerdings zunehmend Bewegung, insbesondere
getrieben durch den außereuropäischen Wettbewerb,
wodurch gleichzeitig natürlich der Kostenanteil des eingesetzten
Materials steigt und somit auch hier ein zunehmender Druck bzgl.
Kostenreduktion zu verzeichnen ist. Trotzdem bleibt das Thema
Kostenreduktion hinsichtlich der industriellen Nutzung von AM ein
wesentlicher Schlüssel, um zukünftig weitere Anwendungsfelder erschließen
zu können.
Was sind Ihrer Meinung nach die Potenziale und Grenzen
der Additiven Fertigung? Was kann uns AM insbesondere
bezüglich Nachhaltigkeit bieten?
Dr. Stefan Leuders: Die Additive Fertigung bietet erhebliche Nachhaltigkeitspotenziale,
insbesondere durch die Möglichkeit, den
Materialeinsatz drastisch zu reduzieren. So wird im Gegensatz zu
subtraktiven Fertigungsverfahren nur das Material aufgeschmolzen,
das tatsächlich für das Bauteil benötigt wird. Auch in der späteren
Nutzungsphase zeigen sich oftmals Vorteile, so z.B. durch reduzierte
Ausschussraten oder geringere Taktzeiten im Al-Druckguss bzw.
Kunststoffspritzguss, die durch additiv gefertigte Werkzeuge mit
konturnaher Kühlung ermöglicht werden. Ein weiterer wichtiger
Aspekt ist die Reparatur und Wiederaufbereitung von Werkzeugen
und Bauteilen, die durch AM wesentlich erleichtert werden. Dies
kann die Lebensdauer von Produkten erheblich verlängern und somit
ebenfalls den Ressourcenverbrauch reduzieren. Allerdings gibt
es auch Herausforderungen: Die Technologie ist für eine industrielle
Nutzung weiterhin als relativ jung einzustufen, sodass es u.a.
hinsichtlich Automatisierung und Prozesssicherheit noch Optimierungsbedarf
gibt.
Dr. Tim Lantzsch: Die Potenziale der Additiven Fertigung liegen
vor allem in ihrer Fähigkeit, komplexe Geometrien und maßgeschneiderte
Lösungen zu realisieren, die mit traditionellen Verfahren
kaum oder gar nicht möglich wären. Und klar: Durch die gezielte
Materialnutzung, bei der nur das tatsächlich benötigte Material verarbeitet
wird, kann der Ressourcenverbrauch erheblich reduziert
Dr. Stefan Leuders: Ein entscheidender Punkt ist für uns die Entwicklung
von neuen Prozessrouten, um den technischen und wirtschaftlichen
Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden.
Auch die Auslegung und Gestaltung der so gefertigten Bauteile und
Werkzeuge spielt dabei eine erhebliche Rolle. Zudem ist AM in der
voestalpine natürlich eng mit dem Thema »Werkstoffe« verknüpft.
So arbeiten wir im Konzern intensiv an der Entwicklung neuer Materialien
und deren Nachbehandlungen, um die technologischen
Potenziale von AM voll ausschöpfen zu können.
Dr. Tim Lantzsch: Genau, eine der größten technologischen
Hürden, vor der die Additive Fertigung derzeit steht, ist die Materialvielfalt.
Viele der aktuell verwendeten Materialien sind ursprünglich
nicht für die Additive Fertigung entwickelt worden, was oft zu
Kompromissen in der Qualität und Performance führt. Aus diesem
Grund kooperieren wir mit Materialherstellern, um die Qualifizierung
neuer Materialien für die Additive Fertigung zu beschleunigen.
Zudem arbeiten wir am Fraunhofer ILT intensiv daran, die Prozesssicherheit
zu verbessern und die bestehenden Anlagen weiterzuentwickeln,
damit additive Verfahren stabiler und effizienter
eingesetzt werden können. Ein weiteres großes Thema ist die Standardisierung
von Prozessen, um eine gleichbleibende Qualität in der
Massenproduktion garantieren zu können.
Die Branche ändert sich also langsam aber sicher. Wer sind
die Gewinner dieser Entwicklung in der Additiven Fertigung?
Dr. Stefan Leuders: Die langfristigen Gewinner sind die Unternehmen,
die bereit sind, strategisch in neue Technologien zu investieren
und gleichzeitig mit den damit verbundenen Unsicherheiten
umgehen können. Prominente Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit
finden sich in der Luft- und Raumfahrt oder auch in der Medizintechnik.
Dabei ist es für mich allerdings nicht nur eine Frage der
wirtschaftlichen Ressourcen, sondern mitunter auch eine Frage der
Unternehmenskultur.
Dementgegen werden sich Branchen und Unternehmen tendenziell
schwerer tun, die stark von einer kostengetriebenen Massenproduktion
abhängig sind. Wobei auch hier gibt es genügend
Anwendungsfelder, nur halt viel mehr im Werkzeugbau und weniger
im Endprodukt.
Dr. Tim Lantzsch: Das sehe ich auch so. Klare Gewinner der Entwicklung
sind Branchen, die auf maßgeschneiderte, hochkomplexe
Bauteile angewiesen sind und die Vorteile der Flexibilität und Designfreiheit
der Additiven Fertigung voll ausschöpfen können. In der
Luft- und Raumfahrt sowie die Medizintechnik bietet AM enorme
Möglichkeiten, Bauteile zu optimieren und gleichzeitig Gewicht und
Materialeinsatz zu reduzieren. Auch der High-End-Automobilbau
und der Motorsport werden von den Möglichkeiten der Additiven
Fertigung profitieren, insbesondere durch die Produktion leichterer
und leistungsfähigerer Komponenten.
Vielen Dank für das spannende Gespräch.
Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
D 52074 Aachen
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Seite 21/76
Wafer im Labor bei Merck (Foto: Bernd Hartung)
Merck und Intel fördern akademische Forschung unter Beteiligung
von elf wissenschaftlichen Institutionen aus sechs europäischen Ländern.
Merck und Intel fördern akademische
Forschung in Europa für eine
nachhaltigere Halbleiterfertigung
Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen,
und die Intel Corporation, einer der weltweit größten Halbleiterentwickler
und -Hersteller, haben mit der Umsetzung des im
vergangenen Jahr angekündigten, akademischen Forschungsprogramms
in Europa für nachhaltigere Lösungen in der Halbleiterfertigung
gestartet. Insgesamt werden sechs Projekte unter Beteiligung
von elf Universitäten und Instituten aus sechs europäischen
Ländern gefördert. Das Forschungsprogramm soll Innovationen in
Fertigungsprozessen und -Technologien der Halbleiterindustrie
mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen
zum Durchbruch verhelfen. Im Fokus stehen beispielsweise die Entdeckung
und Entwicklung neuer Materialien, effizientere Prozesse
sowie die Reduktion von Abfällen.
Die Halbleiterindustrie befindet sich in einer dynamischen Entwicklung
mit enormen Investitionen weltweit. Künstliche Intelligenz
wird dabei einer der großen Wachstumstreiber der Branche in
den kommenden Jahren sein. Investitionen der Industrie müssen
daher auch in Nachhaltigkeit fließen, um dazu beizutragen, den ökologischen
Fußabdruck zu reduzieren und Ressourcen effizienter zu
nutzen. Dafür braucht es Innovationen und Zusammenarbeit entlang
der Halbleiterlieferkette sowie mit Wissenschaft und Politik. Wir
freuen uns sehr auf die multidisziplinäre Zusammenarbeit in diesem
Forschungsprogramm mit allen Beteiligten und wollen gemeinsam
bislang unbekannte Wege und Potenziale entdecken, von denen die
gesamte Halbleiterindustrie profitieren kann“, sagte Dr. Anja Jatsch,
Head of Materials Innovation Pipeline Electronics, Merck.
„Intel hat sich nachhaltigerem Computing für eine nachhaltigere
Zukunft verpflichtet. Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette
zur Entwicklung neuer Materialien und effizienterer
Prozesse ist entscheidend, um dieses Ziel zu erreichen und wichtige
Herausforderungen in der Halbleiterproduktion anzugehen.
Dieses Forschungsprogramm ist ein hervorragendes Beispiel dafür,
wie wir Fortschritt beschleunigen können, wenn wir zusammenarbeiten
und gemeinsam auf eine klimaneutrale Zukunft hinsteuern“,
sagte Sanjay Natarajan, SVP & GM, Components Research, Intel.
Europäisches Forschungsprogramm mit elf Institutionen
aus sechs Ländern
Im Jahr 2023 verkündeten Merck und Intel die gemeinsame Investition
in das akademische Forschungsprogramm über einen Zeitraum
von drei Jahren. Anschließend starteten beide Unternehmen einen
„Call for Proposals“ für Forschungsgruppen in Europa. Dieser Einreichungs-
und Auswahlprozess wurde erfolgreich abgeschlossen.
Elf ausgewählte wissenschaftliche Institutionen aus Deutschland,
Griechenland, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden und
der Schweiz haben ihre Projektarbeit aufgenommen.[1] Merck und
Intel begleiten die Forschenden eng und arbeiten mit allen Beteiligten
während der Projektlaufzeit direkt zusammen. Ein Ziel der Investition
ist es, auf den bestehenden Potenzialen der europäischen
Forschungslandschaft aufzubauen und dazu beizutragen, die Halbleiterforschung
gezielt zu fördern, künftige Fachkräfte für die Branche
zu begeistern sowie den Standort Europa in der globalen Halbleiterindustrie
weiter zu stärken.
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Seite 22/76
Materialien als Schlüssel zu nachhaltigeren Lösungen
in der Halbleiterbranche
Das Forschungsprogramm ist Teil des Nachhaltigkeitsengagements
von Merck, in dessen Rahmen sich das Unternehmen zu menschlichem
Fortschritt sowie zu Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette
verpflichtet. Dabei spielen im Unternehmensbereich
Electronics Materialien eine entscheidende Rolle, um nachhaltigere
Innovationen und Technologien in der Chipfertigung zu ermöglichen.
Insbesondere fortschrittlichste Halbleiter, die unter anderem
für Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz benötigt
werden, sind in der Herstellung auf neue Lösungen angewiesen, da
etablierte Verfahren ab bestimmten atomaren Größenordnungen
nicht mehr einsetzbar sind.
Mit seiner Materials IntelligenceTM und als wichtiger Zulieferer
von Materialien und Komponenten zur Chipherstellung arbeitet
Merck mit Partnern wie Intel zusammen, um gemeinsam noch mehr
zu erreichen. Die Identifizierung und Einführung neuer geeigneter
Materialien und Lösungen in die Halbleiterlieferkette soll dazu beitragen,
technologischen Fortschritt mit einem nachhaltigen Ansatz
zu verknüpfen. Beide Unternehmen engagieren sich auch im „Semiconductor
Climate Consortium“, das im November 2022 ins Leben
gerufen wurde.
Ambitionierte Nachhaltigkeitsziele auf dem Weg
zur Klimaneutralität
Merck hat sich auch für die Verfahren und Prozesse an seinen eigenen
Standorten ambitionierte Nachhaltigkeitsziele gesetzt. So plant
das Unternehmen, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu sein und hat
sich verpflichtet, seine absoluten direkten (Scope 1) und indirekten
(Scope 2) Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50 % zu senken.
Außerdem hat sich Merck verpflichtet, seine indirekten Emissionen
entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3) bis 2030 um
52 % pro Euro Wertschöpfung zu senken.[2] Merck arbeitet außerdem
darauf hin, 80 % seines weltweit eingekauften Strombedarfs bis
2030 mit erneuerbaren Energien zu decken. Projekte für Wind- und
Solarenergie in den USA, Europa und China entsprechen ab 2025
voraussichtlich rund 70 %[3] des eingekauften Stroms für das gesamte
Unternehmen. Die Fortschritte des Unternehmens sind im
Nachhaltigkeitsbericht 2023 dokumentiert.
Merck KGaA
D 64293 Darmstadt
[1] Eine Liste teilnehmender Institutionen sowie zugehöriger Projekte ist dem Anhang dieser Pressemeldung zu entnehmen.
[2] Das Vergleichsjahr ist 2020.
[3] Schätzung auf Grundlage der Daten für 2022.
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Donnerstag, 7. Dezember 2023 07:58:48
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023 Seite 23/103
Reinraumkran mit Halbautomatik und Pendeldämpfung, 2 to Tragkraft,
ISO 14644-1 ISO 6, Material: 1.4571 Edelstahl, Einsatzgebiet: Pharmazie.
Die Bedeutung der
elektronischen
Pendeldämpfung
in der modernen
Krantechnik
Die Herausforderung, Krane in Reinräumen einzusetzen, wird zunehmend
bedeutender, da sie nicht nur einzelne Produktionsabschnitte,
sondern die gesamte Produktion beeinflussen kann.
In der modernen Krantechnik spielt die elektronische Pendeldämpfung
eine entscheidende Rolle, um die Effizienz und Sicherheit
bei der Lastenbewegung zu erhöhen.
Was bedeutet der Einsatz einer elektronischen Pendeldämpfung
bei der Kranfahrt?
Die elektronische Pendeldämpfung ist eine fortschrittliche Technologie,
die verhindert, dass Schwingungen während der Kranfahrt
entstehen bzw. entsprechende Ausgleichsbewegungen durch den
Kranbediener durchgeführt werden müssen - und dies weder beim
Beschleunigungs- noch beim Bremsvorgang. Somit wird das Aufschaukeln
der Last nahezu vollständig verhindert und der Kran trifft
punktgenau die gewünschten Zielkoordinaten.
Dabei ist besonders hervorzuheben, dass dies unabhängig von
der Geschwindigkeit und der Hakenstellung der Last funktioniert.
Ohne Pendeldämpfung kostet die genaue Positionierung des Gegenstands
viel Zeit, erfordert Ruhe und Geschick und erschwert den
Arbeitsalltag erheblich. Mit Pendeldämpfung wird ein weitaus präziseres
und schnelleres Arbeiten ermöglicht.
Was unterscheidet einen Kran mit und ohne Pendeldämpfung
und welche Vorteile bietet die Pendeldämpfung?
Die Einbindung einer Pendeldämpfung erhöht sowohl die Sicherheit
als auch die Produktivität, insbesondere in Verbindung mit
einer Halb- oder Vollautomatisierung. Konstruktiv können Anlagen
einfacher gestaltet werden die mit einer Pendeldämpfung ausgerüstet
sind, da keine Arretierungen für potenziell pendelnde Lasten erforderlich
sind. Zudem ist die Pendeldämpfung unabhängig von der
Hubhöhe, während Arretierungen oftmals darauf angewiesen sind
das die Last nahe unter die Katze gefahren wird. Ebenso können
dadurch unnötige Hübe entfallen, um ebendiese Positionen zu erreichen.
Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels stellen Krane mit
Pendeldämpfung eine effektive Lösung dar, um Produktivitätsverluste
zu vermeiden.
In vielen Anwendungen ist es entscheidend, dass das pendelfreie
und punktgenaue Anhalten einer Last sichergestellt ist und
der gewünschte Zielpunkt nicht überschritten wird, um Schäden an
der kostbaren Last oder am Zielobjekt zu vermeiden. Ohne Pendeldämpfung
kann diese Präzision nicht garantiert werden, was zudem
das Risiko von Unfällen für das Personal erhöht.
Ein weiterer Vorteil der Pendeldämpfung ist die Vermeidung von
vermehrtem Abrieb, wie er bei jeder Beschleunigung und Bremsung
des Krans unvermeidlich ist. Der so verminderte Partikelaustrag ist
in Reinraumumgebungen essenziell.
Wie aufwendig ist eine Umrüstung?
Eine Implementierung der Pendeldämpfung erfordert lediglich
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 12-2024
Seite 24/76
Einwandfrei hoch 3: Für hochpräzise, hochkomplexe
und hochsensible Anforderungen
Reinraum-Fertigung:
Perfektionierng der sterilen
Produktionsumgebung
Technik wird immer komplexer und anspruchsvoller, dabei gleichzeitig kleiner
und kompakter. Das spiegelt sich bei JAT vor allem in der stetig steigenden
Nachfrage nach Hochpräzisionslösungen wider. Mit den steigenden Anforderungen
an Produktqualität und Prozesssicherheit wird auch das Spektrum
ISO-zertifizierter Fertigungsräume in Jena kontinuierlich weiterentwickelt.
Perfekter Output erfordert
präzisen Input
Reinraumkran mit Halbautomatik und
Pendeldämpfung, 5 to Tragkraft je Kran, ISO 5,
beide Krane im Einzel- und Synchronbetrieb
fahrbar, Einsatzgebiet: Luft- und Raumfahrt.
einen speziellen Umrichter für die Verfahrachsen,
absolute Encoder (Wegmesssystem)
für die Verfahrachsen und die Hubachse,
sowie eine speicherprogrammierbare
Steuerung (SPS) zur Regelung des Systems.
Ein Umbau der Motore ist nicht notwendig.
Wie lange dauert eine Umrüstung und
welche Voraussetzungen muss ein Kran
erfüllen?
Der Umbau eines Pilotkrans in der Firma
Altmann hat etwa drei Tage in Anspruch
genommen. Diese Zeitangabe ist jedoch
als ein grober Richtwert zu verstehen, da
die tatsächliche Dauer von verschiedenen
Faktoren abhängig ist. Grundsätzlich kann
jeder Kran umgerüstet werden, unabhängig
vom Hersteller. Es ist lediglich ein gewisser
Platz für einen Anbauschaltschrank und die
Sensorik erforderlich.
ALTMANN GmbH
Oberdieberg 23-25
D 83544 Albaching
Telefon: +49 8076 88790
eMail: kontakt@altmann-foerdertechnik.de
Internet: http://www.altmann-foerdertechnik.de
So simpel das Prinzip, so komplex gestaltet
sich das, was dafür erforderlich
ist. Vor allem in der Halbleiterindustrie,
aber längst auch darüber hinaus, sind
extrem saubere und disziplinierte Herstellungsbedingungen
gefragt.
Präzision und Qualität auf höchstem
Niveau zählen seit jeher zu den
Grundwerten der Jenaer Antriebstechnik
GmbH, womit auch die Verfügbarkeit
der Reinraum-Fertigung stets sichergestellt
und anforderungsorientiert
ausgebaut wird.
Produktion in Perfektion:
Ein exaktes Zusammenspiel
Hochkomplex, hochpräzise und hochsensibel,
die Anforderungen der Halbleiterfertigung,
Optik- und Laserbranche
steigen kontinuierlich und mit
ihnen der Bedarf an extrem sauberen
Herstellungsbedingungen. Das finale
Produkt, sein Qualitätsniveau und seine
Wirkung auf den Kunden sind maßgeblich
von einer einwandfreien Fertigungsumgebung
abhängig.
Die Reinraumfertigung erfordert
gegenüber herkömmlichen Produktionsverfahren
vor allem extraordinäre
Umgebungsbedingungen. Darüber
hinaus sind genauestens getaktete
Prozesse sowie strikte Verhaltensregeln
und ein tiefgreifendes Knowhow
der zuständigen Techniker entscheidend.
Mit Disziplin und dem
Fokus auf konkrete Kundenanforderungen
setzt das JAT Mechatronik-
Team dabei hohe Standards – immer
wieder aufs Neue.
Durch die Materialschleuse gelangen die Mechatroniker
in einen klimastabilen Raum. Fertigungskapazitäten
für die Halbleiterindustrie
sind hoch-komplex, hoch-präzise und hochsensibel.
Da die Positionier- und Bewegungssysteme
zur Waferbearbeitung hauptsächlich
in sauberen Fertigungsumgebungen zum
Einsatz kommen, bietet JAT die Möglichkeit, bis
Reinraumklasse ISO 5 zu fertigen. (Copyright:
JAT - Jenaer Antriebstechnik GmbH)
Reinraumarbeitsplätze: Kein Platz
für Kompromisse, kein Raum für
Verunreinigungen
Am Jenaer Firmensitz hat die JAT ein bedarfsorientiertes
Angebot an unterschiedlich
ausgestatteten Reinräumen und spezifischen
Arbeitsplätzen etabliert. Zur Verfügung
stehen Fertigungsmöglichkeiten
gemäß den Reinraum-Klassen 5 bis 8 nach
ISO 14644-1.
Dementsprechend kann hier jederzeit
die vorschriftsgemäße Fertigung und Reinigung
von Antriebsprodukten sichergestellt
werden, wobei nicht allein die Umgebung
das perfekte Ergebnis macht. Bei JAT wird
Präzision und Sorgfalt ganzheitlich betrachtet:
So steht bereits bei der Entwicklung
von Antriebssystemen im Vorfeld des
Reinraums die adäquate, lösungsmittelstabile
und ausgasungsarme Technologie- und
Materialauswahl im Vordergrund.
JAT - Jenaer Antriebstechnik GmbH
D 07745 Jena
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Seite 25/76
TPR Tablettenpressen von Syntegon:
Eine lange Geschichte erfolgreicher
Innovationen
Die meisten OSD-Arzneimittelhersteller dürften die TPR Tablettenpressen von Syntegon kennen. Sie sind seit genau zehn
Jahren Teil des Portfolios und in zahlreichen Produktionsstätten rund um den Globus im Einsatz. Ihre Geschichte reicht
jedoch viel länger zurück – und führt uns zu den Ursprüngen der Manesty Tablettenkompression im Jahr 1905.
In einem Land vor unserer Zeit… wurde die
erste Manesty-Fabrik in der Manesty Lane
im britischen Liverpool gegründet. Das Jahr
1905 markiert den Beginn einer langen und
sehr ereignisreichen Karriere der Tablettenpressen
– und einer Marke, die immer noch
weithin für ihre Qualität und technische
Exzellenz bekannt ist, obwohl der ursprüngliche
Name nicht mehr auf dem Markt aktiv
ist.
Manesty: eine wahre Revolution
Seit der Gründung ging Manesty durch die
Hände vieler verschiedener Eigentümer und
hatte mehrere Standorte und Firmensitze in
Großbritannien. Nach einigen Jahrzehnten
begann die wahre Revolution im Markt für
orale feste Darreichungsformen. Zu den
wichtigen Meilensteinen gehörte die Einführung
der ersten größeren Rotationspresse.
Die Rotapress erregte in der Branche
großes Aufsehen – und führte zur Vorstellung
der Rotapress MK II auf der New York
Chemical Show im Jahr 1967. Es war die erste
Maschine der Welt, die Tabletten mit einer
Geschwindigkeit von 10.000 pro Minute
verpressen konnte.
Von da an entwickelte sich Manesty
zum führenden Hersteller von Rotationspressen
im Hochgeschwindigkeitsbereich.
Das Unternehmen wurde mehrfach mit dem
Queen‘s Award for Export Achievements
sowie dem für Technological Achievements
ausgezeichnet und erzielte Ende der 1960er
mit den Rotapress und Betapress Tablettenpressen
innerhalb von drei Jahren ein beeindruckendes
Umsatzwachstum von 60%. 1971
kam die Express Serie auf den Markt, gefolgt
von der Markeneintragung zur Verpressung
von Pulver oder Granulat mit Hilfe eines rotierenden
Matrizenrings im Jahr 1975.
Ein langfristiges Zuhause
für die Tablettenpressen
Die 1980er und 1990er Jahre waren von
technologischen Fortschritten und Prozess-
Fun Fact: die älteste Manesty Tablettenpresse:
Vor einigen Jahren führte Syntegon eine
Umfrage durch, um die älteste in Betrieb
befindliche Manesty Maschine zu finden.
Dies führte uns auf die Fidschi-Inseln, wo
eine Manesty RD3 aus dem Jahr 1947 noch
immer zuverlässig Tabletten produziert.
Wenn das kein perfekter Beweis für Qualität
und Robustheit ist!
verbesserungen geprägt, wie der weltweit
meistverkauften Tablettenpresse Unipress
und der Einführung des ersten automatischen
Gewichtskontrollsystems Micro PW.
Weitere Höhepunkte: die erste vollautomatische
Tablettenpresse Elite 450 und die
erste Kompressionsmaschine mit herausnehmbarem
Rotor im Jahr 1988, was die
Stillstandzeiten beim Werkzeug- und Produktwechsel
reduzierte.
Während der Erfolg anhielt, wurde die
Produktion 2001 in das neu errichtete Werk
in Knowsley, Merseyside, verlegt. Dort blieb
sie, bis die Technologie 2016 nach Waiblingen,
Deutschland, verlagert wurde, wo die
Tablettenpressen noch heute hergestellt
werden. Dies war das Ergebnis der 2011 erfolgten
Übernahme von Manesty Ltd. durch
Bosch Packaging Technology (jetzt Syntegon)
von der OYSTAR-Gruppe, durch die
die Tablettenpressen ein langfristiges Zuhause
erhielten.
Von Manesty Xpress zu Syntegon TPR
Die erfolgreiche Manesty Xpress Serie hatte
bereits 2002 das Licht der Welt erblickt.
Nach der XP500 und der XP700 für höhere
Ausbringungen wurden 2004 die XP300
und 2012 die Labortablettenpresse XP100
eingeführt. Auf der interpack 2014 erlebten
Besucher und Besucherinnen dann die
Vorstellung der TPR Baureihe, die bis heute
Bestand hat. Der TPR 500 folgten auf der
Achema 2015 die kleinere TPR 200 und die
größere TPR 700, die das Portfolio vervollständigen.
Die TPR Baureihe und die dazugehörigen
Serviceangebote sind seither ein
Portfolio-Highlight von Syntegon. Zu den
jüngsten Erweiterungen gehören eine gemeinsame
Softwareplattform und der APD
Feeder für die automatische Prozessentwicklung
sowie die Einführung der TPR 200
Plus für Containment-Anwendungen. Darüber
hinaus vervollständigen unsere Sepion
Coater das Portfolio und ermöglichen es
uns, Kunden nahtlose Lösungen aus einer
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Seite 26/76
Hand für ihren gesamten Bedarf rund um
die Tablettenverpressung und -beschichtung
anzubieten.
TPR Tablettenpressen: Fortsetzung einer
Erfolgsgeschichte
Natürlich ruhen wir uns nicht auf unseren
Lorbeeren aus. Wie auf der diesjährigen
Achema zu sehen war, haben wir unser HMI
weiter verbessert und unsere kontinuierliche
Fertigungslinie um die TPR für die
Direktverpressung ergänzt. Damit bieten
wir unseren Kunden ein noch lückenloseres
Portfolio. Im Grunde genommen vereint
die aktuelle TPR Serie das Beste aus
beiden Welten: die bekannte und langlebige
Mechanik von Manesty, kombiniert mit der
modernen und sehr bedienerfreundlichen
HMI sowie dem Steuerungsdesign und den
Funktionalitäten von Syntegon.
Syntegon Technology GmbH
Blaufelder Straße 45
D 74654 Crailsheim
Telefon: +49 7951 4020
eMail: packaging-ph@syntegon.com
Internet: http://www.syntegon.com
KIT Chipdesign House soll europäische
Mikrochip-Produktion vorantreiben
Von Smartphones über Computer bis hin zu Autos: Fast
alle modernen Technologien basieren auf leistungsstarken
Mikrochips. Die Nachfrage übersteigt die Produktion in
Deutschland dabei deutlich. Führende Halbleiterhersteller
stammen vor allem aus Asien sowie Nordamerika und versorgen
weltweit Produzenten mit den Mikrochips. Um die
Produktion in Europa voranzutreiben und Deutschland als
Innovationsstandort für Chipdesign weiter zu stärken, hat
das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Baden-Württemberg (MWK) nun die Gründung des virtuellen
Karlsruher Chipdesign House (KCH) am Karlsruher
Institut für Technologie (KIT) bewilligt. Dieses soll bis 2027
auf dem Campus Süd des KIT aufgebaut werden. Geplant ist
außerdem ein neuer Master-Studiengang.
„Die Nachfrage nach leistungsstarken und effizienten Chips für die
digitale Transformation nimmt weiterhin zu“, erklärt Professor Mehdi
B. Tahoori vom Institut für Technische Informatik des KIT. „Der
meiste Umsatz wird dabei von Chip-Giganten außerhalb von Europa
gemacht. Insbesondere in der Energiekrise,
als wir wegen der Stromkosten unsere Produktion
herunterfahren mussten, hat sich die
große Abhängigkeit von Importen gezeigt,
beispielsweise bei in Asien produzierten Siliziumchips.“
„Es ist dringend notwendig, die Produktion
sowie deren Entwicklungsmöglichkeiten
in Europa zu fördern, um kritische globale
Abhängigkeiten zu reduzieren und die digitale
Souveränität Deutschlands und Europas
zu sichern“, sagt Professor Oliver Kraft,
in Vertretung des Präsidenten. „Das KCH bündelt die Spitzenforschung
im Bereich des Chipdesigns. Das KIT ist mit seiner Expertise
der richtige Standort dafür.“
Neuer Studiengang für zukünftige Fachkräfte
Für Spitzenforschung im Chipdesign entsteht
auf dem Campus Süd das KIT Chipdesign
House. (Foto: Edelweiss – Fotolia)
Mit dem geplanten KIT Chipdesign House (KCH) möchte das KIT
eine führende Rolle in der Koordination im Chipdesign in Baden-
Württemberg und darüber hinaus einnehmen. Im Fokus steht eine
umfassende Ausbildung für Fachkräfte im Chipdesign. „Im KCH
wollen wir gemeinsam mit Partnern einen interdisziplinären Master-Studiengang
im Chipdesign entwickeln“, sagt Professor Jürgen
Becker vom Institut für Technik der Informationsverarbeitung des
KIT. „Dieser soll neben praxisorientierten Vorlesungen auch Workshops
und Veranstaltungen mit Expertinnen und Experten aus der
Industrie anbieten, die zukünftige Fach- und Führungskräfte umfassend
ausbilden.“
Stärkung von Chipdesign-Ökosystem in Deutschland
Zur Stärkung des Halbleiterökosystems in der EU wurde die Verordnung
über den Europäischen Chips Act 2023 als Maßnahmenpaket
beschlossen. „Der European Chips Act zielt darauf ab, die Halbleiterproduktion
und die Entwicklungsmöglichkeiten in Europa zu
fördern“, erläutert Becker. „Innerhalb dieses Chips Acts wollen wir
Kompetenzen und Netzwerke gezielt bündeln und erweitern. Die
enge Verzahnung mit der Industrie bildet dabei einen wichtigen
Baustein, unter anderem durch den gezielten Ausbau der interdisziplinären
Aus- und Weiterbildung in Chipdesign am KIT.“
Das MWK fördert das KIT Chipdesign House in der Förderinitiative
BEGIN (steht für: Beteiligung in europäischen
Großvorhaben und Initiativen) bis
2027 mit etwa einer Million Euro.
Als „Die Forschungsuniversität in der
Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt
das KIT Wissen für Gesellschaft und
Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen
maßgebliche Beiträge in den
Feldern Energie, Mobilität und Information
zu leisten. Dazu arbeiten rund 10 000 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter auf einer breiten
disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-,
Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen.
Seine 22 800 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes
universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben
in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit
am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und
Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand
und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist
eine der deutschen Exzellenzuniversitäten.
Karlsruher Institut für Technologie
D 76131 Karlsruhe
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Seite 27/76
Die Arbeit im 200-mm-Reinraum am Fraunhofer IPMS.
© Fraunhofer IPMS
Lab-to-Fab-Entwicklungen auf 200- und 300-mm-Level
Lithografie-Prozess im 300-mm-Reinraum des
Fraunhofer IPMS - Center Nanoelectronic Technologies (CNT).
© Fraunhofer IPMS
Forschung für die Zukunft,
Anwendungstransfer für die Gegenwart
Die Fortschritte in Industrie und Technik fordern immer wieder neue Lösungen in der Herstellung von Mikrochips, sowohl
aus technischer, wirtschaftlicher, als auch ökologischer Sicht. Mit wegweisender Forschung und einem hochmodernen Anlagenpark
hat sich das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS dabei als starker Partner der Industrie
etabliert. Das Serviceangebot umfasst alle Schritte »from lab to fab« – von der Beratung über die Prozessentwicklung bis
hin zur Pilotfertigung.
Während Systeme und Bauteile immer höheren Leistungsanforderungen
genügen müssen, ist es gleichzeitig essenziell, dass sie mit
weiteren Industrieprozessen kompatibel sind und dem aktuellen
Technologiestandard entsprechen. Gute und schnelle Integrierbarkeit,
möglichst vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und Kosteneffizienz
sind die zentralen Stellgrößen. Das Fraunhofer IPMS arbeitet
an innovativen Lösungen im Bereich von Speichertechnologien,
Sensorik und Aktorik sowie an MEMS-Systemen und ermöglicht
durch sein umfassendes Leistungsangebot und die intensive Zusammenarbeit
mit Chipproduzenten, Anlagenherstellern und Zulieferern
einen zügigen Transfer der Ergebnisse und Technologien.
Neue Rechenarchitekturen und innovative Speicher
für die nächste Computergeneration
Täglich generieren wir eine wachsende Menge an Daten. Um damit
umzugehen, sind neue Technologien erforderlich, die eine schnelle
Speicherung und Verarbeitung dieser Informationen ermöglichen.
Unter diesem Aspekt forscht das Fraunhofer IPMS an der nächsten
Computergeneration. In Projekten mit internationalen Partnern,
wie »QSolid«, »Qu-Pilot« oder »QUASAR«, arbeitet das Institut an
der Herstellung von Qubits und dem Aufbau von Quantencomputern.
Im Zentrum der Forschung stehen industrienahe Skalierbarkeit
der Elektronik, optimierte Materialien, Prozesse und Ansteuertechnologien
im Hinblick auf ihre CMOS-Kompatibilität.
Für die moderne Datenverarbeitung gewinnen nichtflüchtige
Speicherlösungen (NVM) zunehmend an Bedeutung, da sie leistungsfähiger,
kosten- und energieeffizienter sind. Das Fraunhofer
IPMS kann auf über zehn Jahre Erfahrung in der Entwicklung von
MRAM-, RRAM- und ferroelektrischen Technologien zurückblicken.
Besonders hervorzuheben sind ferroelektrische Speicher auf
Hafniumoxidbasis, die sich nahtlos in fortschrittliche CMOS-Technologien
integrieren lassen und dabei deutlich bessere Leistung bieten
und kostengünstiger sind. Auch das sogenannte »In-Memory-
Computing« stellt eine besonders energiesparende und gleichzeitig
leistungsfähige Technologie dar. Dabei werden die Daten direkt am
Ort des Entstehens, das heißt in den Speicherarrays, verarbeitet.
Die Forschungsdienstleistungen des Fraunhofer IPMS umfassen
in diesem Bereich die Entwicklung von Systemdesigns, Schaltungsentwürfen
und Integrationskonzepten, aber auch die Materialforschung
und die Charakterisierung bis in den Megabyte-Bereich.
Mit der Implementation von Materialien in direkte Produktionslinien
mittels Wafer-Loops kann ein unmittelbarer Transfer zu bestehenden
Technologieknoten gewährleistet werden.
Anwendungsorientierte MEMS, MOEMS und Mikrodisplays
auf 200-mm-Siliziumwafern
In zwei hochmodernen 200-mm-Reinräumen entwickelt das Fraunhofer
IPMS MEMS-, MOEMS- und Mikrodisplay-Technologien
entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von Einzelprozessen
über Technologiemodule bis hin zur Pilotfertigung bzw. Unterstützung
des Technologietransfers und Lizensierung. Damit deckt das
Institut die technologischen Reifegrade von 3 bis 7 ab. Gerade Start-
Ups, KMUs und Unternehmen ohne eigene Fab profitieren durch
das Full-Service-Angebot von geringen Investitionskosten. Um den
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Einstieg gerade für Mittelständler einfach zu gestalten, bietet das
Institut außerdem für alle seine Entwicklungen Evaluation Kits an,
also versuchsfertige Set-ups, mit denen Kunden die Technologien
des Fraunhofer IPMS direkt in ihrer eigenen Anwendung testen
können.
In den 200-mm-Reinräumen entwickelt das Institut zudem innovative
Bauelemente wie Sensoren, Aktoren oder Mikrodisplays.
Letztere konnten kürzlich erstmals eine Transparenz von 45% erreichen.
Die Mikrodisplays sind aufgrund ihrer sehr hohen Auflösung
und ihres technologischen Niveaus ideal für Virtual-Reality-, Augmented-Reality-
und Mixed-Reality-Anwendungen in der industriellen
Produktion oder der Medizintechnik gefragt.
Enge Verzahnung mit der Halbleiterindustrie
Um den Übergang vom Labor zur praktischen Anwendung zu beschleunigen,
bietet das Fraunhofer IPMS ein starkes Netzwerk und
enge Zusammenarbeit mit der Industrie. Gleichzeitig wird so die
technologische Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland gefördert.
Kürzlich feierte das Institut zusammen mit BASF 10 Jahre Zusammenarbeit
auf dem Gebiet neuer Materialien. Auch GlobalFoundries
ist seit Jahren ein enger Partner in der Prozessentwicklung und mit
Bosch verbindet das Fraunhofer IPMS eine langjährige Partnerschaft
im Entwicklungsbereich von MEMS-Technologien, beispielsweise
in der Entwicklung von Mikrolautsprechern. Mit Applied Materials
betreibt das Institut ein Metrologiezentrum. In der Screening
Fab am Center Nanoelectronic Technologies (CNT) können unter
Industriebedingungen Materialen, Prozesse und Maschinen unter
ISO 9001 Standard und auf Ultra-Large-Scale-Integration-Level
(ULSI) evaluiert werden.
Darüber hinaus stehen Kunden, Chip- und Equipment-Herstellern,
Zulieferern und weiteren F&E-Partnern Services auf 200- und
300-mm-Wafern zur Verfügung. Das Angebot reicht von der Atomlagenabscheidung,
chemisch-mechanischem Polieren über Wafer
Metallisierung und Wafer Cleaning bis zu Metrologie und Nanopatterning.
Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung
Nachhaltige Mikroelektronik steht immer mehr im Fokus moderner
Entwicklungen, um ökologische Herausforderungen in der Branche
zu adressieren. Durch den Einsatz ressourcenschonender Materialien
und energieeffizienter Herstellungsprozesse kann der CO₂-
Fußabdruck minimiert werden. Das Fraunhofer IPMS engagiert sich
dafür innerhalb einer Reihe von Projekten – darunter beispielsweise
das Kompetenzzentrum »Green ICT @ FMD« der Forschungsfabrik
Mikroelektronik Deutschland. Dabei geht es vor allem darum,
alternative und umweltfreundlichere Materialien oder Prozesse zu
finden und zu evaluieren sowie Energie- und Materialverbräuche
schon während der Herstellung deutlich zu reduzieren. Das Ziel ist
eine zukunftsfähige Mikroelektronik, die den Anforderungen an
Nachhaltigkeit gerecht wird und gleichzeitig die technologische
Wettbewerbsfähigkeit stärkt.
Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS
D 01109 Dresden
Eine ganze Reinraumwelt
... aus Köln
Wir beliefern die Reinraumindustrie in Asien seit über 25 Jahren. Wir freuen uns, dass
nun auch Europa in die Reinraumproduktion investiert. Bei uns finden Sie e-ketten ® ,
die speziell für den Gebrauch im Reinraum zertifiziert sind, und über 9.200 Produkte
der ISO-Klassen 1 bis 6. Wir entwickeln und testen alles in unserem hauseigenen Reinraumlabor
in Köln, so dass Sie direkt von unserem Know-how profitieren können.
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Mit 4 Jahren Garantie. Hergestellt in Deutschland.
/reinraumwelt
Maßgeschneiderte und unterwegs erstellbare Empfehlungen für Schutzkleidung für
Sicherheitsverantwortliche und Endnutzer.
Wahl der richtigen Schutzbekleidung
mit der neuen DuPont SafeSPEC App
DuPont (NYSE: DD) hat die neue App-Version
des DuPont SafeSPEC, seines Online-Tools
zur Auswahl von Persönlicher
Schutzausrüstung (PSA), vorgestellt. Die
App ermöglicht es vielbeschäftigten Sicherheitsverantwortlichen
und Endnutzern, mit
nur wenigen Bildschirmberührungen auf
dem Mobiltelefon die korrekte Schutzkleidung
für ihre Anwendung zu bestimmen.
DuPont SafeSPEC ist ein Online-Auswahltool,
das anhand benutzerdefinierter
Gefahrenparameter die PSA mit dem geeigneten
Schutzniveau für ihre Umgebung, z. B.
einen Reinraum oder eine petrochemische
Anlage, ermittelt. Die Verwendung von SafeSPEC
vereinfacht den Auswahlprozess
und das Finden von Lösungen für die Sicherheit
am Arbeitsplatz, insbesondere bei
Einsätzen vor Ort.
„Die SafeSPEC App bietet Sicherheitsfachleuten
eine intuitive und praktische
Möglichkeit, große Datenmengen zu
sichten und schnell eine geeignete Schutzkleidungslösung
zu finden“, so Dave Kee,
Global Business Director, DuPont Personal
Protection. „Es liegt damit buchstäblich
in Ihrer Hand, den geeigneten Schutz
zu bestimmen. Dies ist ein hervorragendes
Beispiel für das Engagement von DuPont
für Innovation durch Zusammenarbeit im
Rahmen der Tyvek® Vision „Forward Together“
(Gemeinsam Voran), die zum Ziel
hat, die Sicherheit und das Wohlbefinden
der Arbeitskräfte zu verbessern.“
PSA-Lösungen unterwegs
SafeSPEC ermöglicht den Zugriff auf eine
umfassende Datenbank mit tausenden potenziellen
chemischen Bedrohungen und
allen aktuell verfügbaren PSA-Optionen
der DuPont Schutzkleidungssortimente
Tyvek®, Tychem® und ProShield®, einschließlich
Schutzanzügen, Schutzkitteln,
Überschuhen und anderem Zubehör. Die
Nutzer geben einfach grundlegende Informationen
zum Gefahrenszenario ein und
die App liefert maßgeschneiderte Empfehlungen
für Schutzkleidung.
Die SafeSPEC App von DuPont bietet Führungskräften im Bereich Gesundheit,
Sicherheit und Umwelt (HSE) sowie Endanwendern jederzeit und überall
Orientierungshilfen bei der Auswahl von Chemikalienschutzkleidung.
Die Suche zur Ermittlung der am besten geeigneten
PSA-Optionen kann durch Eingabe
der Art von Gefahr oder durch Befolgen
der Anweisungen auf dem Bildschirm eingeleitet
werden. Felder für automatisches
Ausfüllen ermöglichen es den Nutzern, mühelos
durch komplizierte Bezeichnungen
von Chemikalien zu navigieren, was den
Prozess beschleunigt und effizienter macht.
Nachdem die Nutzer ihre Angaben zur
gefährlichen Umgebung eingegeben haben,
kann die Suche für spätere Bezugnahme
gespeichert werden. SafeSPEC ist nicht
nur zur Dateneingabe und -speicherung geeignet,
sondern ermöglicht es Sicherheitsmanagern
und anderen Verantwortlichen
auch, verschiedene Szenarien zu testen, um
sicherzustellen, dass die Schutzanforderungen
für alle Eventualitäten berücksichtigt
werden. Sobald das Szenario erstellt ist,
können die Nutzer die empfohlenen Produkte
für dieses Szenario einfach als PDF
weiterleiten.
Die SafeSPEC App ermöglicht den
schnellen Zugriff auf Inhalte wie die neuesten
Produktinformationen, technische
Datenblätter und eine regelmäßig aktualisierte
Permeationsdatenbank. Das bedeutet,
dass Sie alle relevanten Produktdaten
zur Hand haben und bereits heruntergeladene
Informationen offline verfügbar sind.
So können Nutzer jederzeit und überall
einen verbesserten Schutz erleben und fundierte
Entscheidungen bei der Auswahl von
Chemikalienschutzkleidung treffen.
Die DuPont SafeSPEC App ist jetzt
in 9 Sprachen sowie in mehreren lokalisierten
Formaten verfügbar und kann im Apple
Store und Google Play Store heruntergeladen
werden.
DuPont de Nemours (Luxembourg) Sa rl
Rue General Patton
L-2984 Contern
Luxemburg
Telefon: +352 3666 5111
eMail: mycustomerservice.emea@dupont.com
Internet: http://dpp.dupont.com
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Einzelzelltechnologie
Gezielt gedruckt
Vielversprechende Perspektiven für die personalisierte Medizin: Fachleute
des Fraunhofer-Instituts für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM nutzen ihr
Know-how in Mikrofluidik und Einzelzelltechnologien, um Organstrukturen zu
drucken.
Einzelzelltechnologien spielen eine Schlüsselrolle
bei der Erforschung und Charakterisierung
von Zellen. Dr. Christian Freese,
Gruppenleiter Infektions- und Krebsdiagnostik
am Fraunhofer IMM, und seine Kolleginnen
und Kollegen nutzen Mikrofluidik,
um einzelne Zellen gezielt auszustoßen
und zu untersuchen. In ihrer Liquid Biopsy
Diagnostikplattform detektieren und dispensieren
sie erfolgreich zirkulierende Tumorzellen
(CTCs) und andere Biomarker
aus Flüssigbiopsien für eine barrierefreie,
umfassende Diagnostik. Doch den Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern war
das nicht genug: Warum mit den vereinzelten
Zellen nicht etwas aufbauen?
Das Fraunhofer-IMM-TrapJet-Prinzip
Mit dem Ziel, ihre Entwicklungen und
Methoden für das Drucken von Zellen zu
verwenden, realisierten sie im Reinraum
ihres Instituts besondere mikrofluidische
Strukturen auf siliziumbasierten Wafern,
regelrechte Zellfallen: Die Fachleute führen
humane Zellen auf mikrofluidischen Chips
in kleinste Kanäle ein. Im Fluss werden die
Zellen dort in speziellen Strukturen eingefangen.
Deren spezifische Geometrie sorgt
dafür, dass nur einzelne Zellen aufgenommen
werden, während andere bis zur nächsten
freien Zellfalle weiterfließen. Da zahlreiche
Fallen hintereinander im selben Kanal
sitzen, können die Fachleute zielgenau und
zeitgleich an verschiedenen Stellen Zellen
ausschleusen – und die Zellfallen anschließend
erneut besetzen.
Wie bei einem Tintenstrahldrucker dis-
Zellfalle mit Düse: Durch geeignete Struktur
der Zellfalle wird die Einzelzelle aus dem
fließenden Medium vom Rest der Zellen
isoliert und kann gedruckt werden.
© Fraunhofer IMM
pensiert eine Heizblase die Zelle aus der
Düse und legt sie in einem winzigen Tropfen
ab. Unterschiedliche Zelltypen erhalten
gesonderte Druckköpfe und werden – in
eigenen mikrofluidischen Kanälen laufend
– parallel gedruckt.
»Alle Parameter, die ein erfolgreicher
Biodruck erfordert, decken wir durch die
Mikrofluidik ab: Wir drucken Zellen on-demand,
steril und schnell. Gleichzeitig gewährleistet
der Prozess eine hohe Viabilitätsrate
der gedruckten Zellen. Dazu gehört
auch, dass wir die charakteristischen Biotinten
verwenden, die sich aus der Zelle und
einer je nach Zelltyp spezifischen Flüssigkeit
zusammensetzen, die auch in der Mikrofluidik
handhabbar sind«, erläutert Freese.
Viele bestehende Verfahren erzeugen
lediglich eine dünne Linie aus Biotinten, in
der sich willkürlich verteilt Zellen befinden.
Die Fraunhofer-Fachleute drucken kleinste
Tropfen, unwesentlich größer als die Zelle
selbst. Dadurch erreichen sie eine besonders
hohe Auflösung: Jede Zelle wird exakt
platziert und kann direkt mit ihren Nachbarzellen
interagieren. Auf diese Weise sollen
z.B. Organkulturen aufgebaut werden,
an denen die Industrie Medikamententests
durchführen könnte. Das erklärte Ziel der
Fraunhofer-Expertinnen und -Experten:
Gewebe für Hauttransplantationen oder
ganze Organe zu drucken.
Mehr Mikrofluidik für die Medizin
Um das enorme Potenzial für die Medizin
bestmöglich zu heben, starten die Fachleute
des Fraunhofer IMM im kommenden
Jahr mit ihren Kolleginnen und Kollegen
der Abteilung »Klinische Gesundheitstechnologien«
des Fraunhofer-Instituts für
Produktionstechnik und Automatisierung
IPA in Mannheim ein Leistungszentrum für
Einzelzelltechnologien (»LZ-EZT«), in dem
sie ihre Kompetenzen bündeln und weiterführen.
Auf der Messe Medica 2024 präsentierten
die Expertinnen und Experten ihre
Lösungen am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand.
Neben dem Einzelzelldruck konnten
Besuchende in einem eigens entwickelten
VR-Spiel das Markieren seltener Zellen und
ihre spätere Isolation spielerisch erproben.
Zellenfallenarray: Aus Silizium gefertigte Zellfallen (links). In den Zellfallen (rechts) isolierte
Zellen (grün) und vorbeifließende Zelle (Schlangenlinie). © Fraunhofer IMM
Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und
Mikrosysteme IMM
D 55129 Mainz
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Seite 31/76
Erfolgreicher Abschluss:
Syntegon und Telstar bündeln ihre Kräfte
– Stärkung des strategischen Wachstums durch lückenloses Technologie- und Serviceportfolio
– Deutlich erweitertes Angebot für die Abfüllung pharmazeutischer Flüssigkeiten
– Sehr positives Kundenfeedback und erste Anfragen für gemeinsame Projekte
Nach der behördlichen Genehmigung haben
Syntegon und Azbil Corporation die
Übernahme von Telstar durch Syntegon
offiziell abgeschlossen. Die Belegschaft von
Telstar wird nun Teil des Syntegon-Teams
im Geschäftsbereich Pharma Liquid. Mit
dem gemeinsamen Angebot an Füll- und
Verschließmaschinen, Isolatorsystemen,
Gefriertrocknern, Be- und Entladesystemen
sowie weiteren vor- und nachgelagerten
Anlagen steht Kunden ein lückenloses
Technologie- und Serviceportfolio für die
Produktion von Antibiotika, Impfstoffen
und Biologika zur Verfügung.
Strategisches Wachstum stärken
„Syntegon ist Weltmarktführer für Abfüllund
Isolatorsysteme für flüssige Arzneimittel.
Gemeinsam mit Telstar werden wir unser
Portfolio an innovativen Technologien und
nachhaltigen Lösungen weiter ausbauen,
unser strategisches Wachstum stärken und
unsere globale Reichweite erhöhen“, sagt
Torsten Türling, CEO der Syntegon-Gruppe.
“Nach der Bekanntgabe der Übernahme
im Juni haben wir sehr positives Kundenfeedback
und bereits mehrere Anfragen
für gemeinsame Projekte erhalten. Dies
bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg
sind, der bevorzugte Partner unserer Kunden
für nahtlose Lösungen aus einer Hand
zu werden.“
Auf gemeinsamer Expertise aufbauen
„Wir freuen uns sehr darauf, unsere gemeinsame
Expertise zum Nutzen unserer
bestehenden und neuen Kunden einzusetzen“,
so Jordi Puig, Geschäftsführer von
Telstar. “Indem wir die Synergien eines
starken Teams nutzen, werden wir unseren
Kunden innovative Technologien und
reibungsfreie Prozesse mit einem zentralen
Ansprechpartner anbieten. So können
wir sie noch besser dabei unterstützen,
langfristige Stabilität und eine schnelle
Markteinführung ihrer Arzneimittel zu erreichen.“
Telstar mit Hauptsitz in Terrassa (Barcelona),
Spanien, verfügt über vier Produktionsstätten,
sechs Technologiezentren und
zehn Beratungs- und Ingenieurdienstleistungszentren
sowie Vertriebsbüros auf der
ganzen Welt. Durch die Bündelung dieser
Kompetenzen mit der globalen Reichweite
von Syntegon sind beide Unternehmen nun
noch besser in der Lage, sowohl Arzneimittelherstellern
als auch Auftragsfertigern
(CMOs) Komplettlösungen für ihre Produktionslinien
aus einer Hand anzubieten.
Darüber hinaus wird durch das gemeinsame
Servicenetzwerk die geografische Abdeckung,
Kundennähe und Anwendungskompetenz
erheblich erweitert.
Syntegon Technology GmbH
Blaufelder Straße 45
D 74654 Crailsheim
Telefon: +49 7951 4020
eMail: packaging-ph@syntegon.com
Internet: http://www.syntegon.com
Torsten Türling, CEO der Syntegon-Gruppe
und Jordi Puig, Managing Director von Telstar,
feiern einen wichtigen strategischen
Meilenstein: Syntegon und Telstar haben
offiziell ihre Kräfte gebündelt, um Kunden
noch lückenlosere Lösungen und Services aus
einer Hand zu bieten.
Von links nach rechts: Stephan März (Executive VP Pharma Liquid, Syntegon), Pilar Ramirez
(General Counsel, Telstar), Torsten Türling (CEO, Syntegon), Jordi Serrat (Technology & Operations
Corporate Manager, Telstar), Jordi Puig (Managing Director, Telstar), Petros Kapelles
(Chief Operations Officer, Syntegon), Emili Pablos (Executive VP & Chief Financial Officer, Telstar),
Matthias Wagner (Managing Director, Telstar).
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Seite 32/76
(Copyright: OTTO Life Science Engineering GmbH)
SPIE schließt Erwerb der OTTO Life
Science Engineering GmbH erfolgreich ab
SPIE hat den Erwerb von 87 Prozent der OTTO Life Science Engineering GmbH (OTTO LSE) erfolgreich abgeschlossen.
Zuvor hatten die zuständigen Kartellbehörden der Transaktion zugestimmt. Damit erweitert der unabhängige europäische
Marktführer für multitechnische Dienstleistungen sein Leistungsspektrum in den Industrieservices und baut sein Angebot
für Kunden im Pharma- und Biotech-Sektor aus.
OTTO LSE ist auf EPC-Dienstleistungen (Engineering, Procurement
and Construction) für pharmazeutische und biotechnologische
Produktionsanlagen und Labore spezialisiert. Das Unternehmen
hat sich insbesondere mit der schlüsselfertigen Realisierung
anspruchsvoller Projekte in der Life Science Industrie einen
Namen gemacht. Die 140 Spezialistinnen und Spezialisten von
OTTO LSE verfügen über eine herausragende Expertise in den
Bereichen Prozessdesign, Reinstmedien, Reinraum und Gebäudetechnik.
„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir jetzt ein Teil von SPIE
sind. Mit unserer Expertise bringen wir eine neue Kompetenz in
SPIE ein. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit den Multitechnik-
Expertisen unserer neuen Kolleginnen und Kollegen von SPIE zahlreiche
Potenziale haben, um unsere Kunden noch umfassender zu
begleiten und voranzubringen”, freuen sich die beiden Gründer von
OTTO LSE, Alf Kain und Sascha Herz.
Das bewährte Management-Team rund um Alf Kain und Sascha
Herz wird auch zukünftig das Geschäft von OTTO LSE führen. Organisatorisch
wird das Unternehmen in der Geschäftseinheit Process
des Geschäftsbereichs Industry Services & Wind (ISW) von SPIE
Deutschland & Zentraleuropa verankert: „Herzlich Willkommen im
Team! Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit den 140 neuen
Kolleginnen und Kollegen, die eine umfassende und exzellente
Expertise in Life Science Engineering einbringen”, sagt Dr. Florian
König, der die Geschäftseinheit Process leitet.
„Es ist uns eine echte Freude, mit OTTO LSE neue Kolleginnen
und Kollegen im Geschäftsbereich zu begrüßen! Sie bringen eine
tolle Expertise mit Anknüpfungspunkten in den Industrieservices,
in der technischen Gebäudeausrüstung und im technischen Facility
Management mit. Ich bin sicher, hier werden zahlreiche ONE SPIE
Projekte mit Mehrwert für unseren Kunden entstehen”, sieht Jan-
Jörg Müller-Seiler, Leiter des Geschäftsbereichs ISW und Mitglied
der Geschäftsleitung von SPIE Deutschland & Zentraleuropa, die
Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit weiteren Geschäftsbereichen.
Markus Holzke, Geschäftsführer/CEO von SPIE Deutschland
& Zentraleuropa: „Herzlich Willkommen bei SPIE! Das Team bringt
eine einzigartige Kompetenz in unser Unternehmen ein, das mit
enorm hoher Expertise und Exzellenz anspruchsvolle Projekte für
Pharma- und Biotech-Kunden realisiert. Dieses Knowhow ist eine
tolle Ergänzung unserer Industrieservices. Nach unserem Eintritt
in die Industrieservices durch den Erwerb von ROBUR – und damit
verbunden dem neu etablierten Geschäftsbereich ISW – freuen wir
uns sehr über den weiteren Zuwachs in diesem Bereich und eine erfolgreiche
gemeinsame Zukunft!”
SPIE Germany Switzerland Austria GmbH
D 40882 Ratingen
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Seite 33/76
Tablettenpressen setzen neue
Maßstäbe in der Tablettenproduktion
Die Anforderungen an die Herstellung von Pharmazeutika nehmen
stetig zu, besonders im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Sicherheit und
Effizienz in verschiedenen Produktionsumgebungen. Die neue i
Serie der Tablettenpressen von Fette Compacting begegnet diesen
Herausforderungen gezielt. Sie bietet plattformbasierte Modelle,
die flexible Anpassungen erlauben und sich durch ein fortschrittliches
Energiemanagement sowie moderne Sicherheitslösungen
auszeichnen. Darüber hinaus sind die Maschinen standardmäßig
staubdicht und lassen sich optional mit einem Containment-Paket
ausstatten. Dadurch bieten sie optimalen Schutz der Bediener bis
hin zum Sicherheitslevel OEB4.
Dank ihrer vielseitigen Einsatzmöglichkeiten ermöglicht die
neue i Serie Herstellern, sich schnell an Marktveränderungen anzupassen
und gleichzeitig regulatorische Vorgaben einzuhalten. Diese
Kombination aus hoher Flexibilität und Sicherheit ist das Resultat
einer vollständig überarbeiteten Maschinengeneration, die auf einer
gemeinsamen Technologieplattform basiert. Mit drei Modellvarianten
bietet die Serie zusätzliche Vielfalt für eine passgenaue Ausrichtung
auf die individuellen Produktionsanforderungen von Pharmaherstellern:
Die F10i ist für die flexible Produktion kleinerer Chargen
optimiert, die F20i fungiert als vielseitiger Allrounder, während die
F30i als Doppelrundläufer auf maximale Produktionsmengen ausgelegt
ist.
Ein weiterer Vorteil aller drei Modelle: Sie sind über Generationen
hinweg systemkompatibel. Hierbei sind die prozessrelevanten
Baugruppen identisch mit denen der vorherigen i Serie, die weltweit
bei vielen Herstellern im Einsatz ist. Demnach lassen sich vorhandene
Matrizen und Segmentrotoren problemlos weiterverwenden.
Das verkürzt die Qualifizierungs- und Validierungszeit einer neuen
Maschine erheblich – von mehreren Monaten auf nur wenige Tage.
Staubdichte Bauweise und ergänzendes Containment-Paket
von Fette Compacting
Ein zentrales Merkmal der neuen Generation von Tablettenpressen
ist der umfassende Schutz der Bediener. Alle Modelle verfügen standardmäßig
über eine staubdichte Ausführung, die vom Pressraum
bis zu den Schnittstellen zwischen Maschine und Prozessequipment
reicht. Ein gleichmäßiger Unterdruck im Inneren der Presse
verhindert, dass Staub nach außen entweicht. Dadurch wird der
Kontakt der Bediener mit pharmazeutischen Wirkstoffen effektiv
vermieden.
Um maximale Sicherheit während des gesamten Tablettierprozesses
zu gewährleisten, sind passende technologische Lösungen
und ein weitgehend automatisierter Produktionsablauf entscheidend.
Eine Tablettenpresse muss Pulver und Granulate sowohl sicher
als auch effizient verdichten. Die Maschinen der i Serie lassen
sich daher für die Verarbeitung von Arzneimitteln mit aktiven oder
hochaktiven Wirkstoffen mit einem speziellen Containment-Paket
bis zum Sicherheitslevel OEB 4 ausstatten. In diesem Fall überwachen
spezielle Sensoren die Sicherheit des gesamten Systems und
warnen bei auftretendem Überdruck. Tritt eine Leckage auf, gibt das
System akustische und visuelle Signale ab.
Vollautomatisierte Tablettenpressen für mehr Sicherheit
Ein vollständig automatisierter Tablettierprozess erhöht die Sicherheit
der Bediener zusätzlich. Das Containment bleibt hierbei vom
Befüllen der Maschine bis zur Entnahme der Tabletten durchgängig
aktiv. Der Zugriff auf das Maschineninnere erfolgt über Handschuheingriffe
in den Fensterklappen, die von der Sicherheitssteuerung
der Maschine überwacht werden. Jeder dieser Eingriffe ist mit einem
Sicherheitssensor ausgestattet. Ein Rapid Transfer Port (RTP) ermöglicht
das Ein- und Ausschleusen von Materialien, Werkzeugen
und Stempeln. Außerdem ist der Zugang zu den Containment-Kontrollen
ausschließlich autorisierten Bedienern vorbehalten und alle
Eingaben sowie Änderungen in den Protokollen werden lückenlos
dokumentiert.
Tablettenpressen mit Fokus auf Nachhaltigkeit
Die neue i Serie der Tablettenpressen unterstützt Nachhaltigkeit
nicht nur durch ihre hohe Energieeffizienz, sondern auch durch
umweltfreundliche Produktionsprozesse. Bei allen Modellen er-
Die neue i Serie verfügt standardmäßig über eine staubdichte
Konstruktion und lässt sich außerdem für die Verarbeitung aktiver
bis hochaktiver Wirkstoffe mit einem Containment-Paket ausstatten
(Bild: Fette Compacting)
Die neue Maschinengeneration basiert auf einer gemeinsamen
Technologieplattform und steht in den Modellen F10i, F20i und F30i
zur Verfügung. (Bild: Fette Compacting)
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Seite 34/76
fasst ein intelligentes Energiemonitoring den Energieverbrauch
in Echtzeit. Dadurch können Nutzer den Stromverbrauch präzise
überwachen und optimieren, was Kosten senkt und die CO2-Bilanz
verbessert. Dank der verbesserten Reinigungsfähigkeit und
dem geringeren Wartungsaufwand sinkt der Ressourcenverbrauch.
Hierfür sorgt unter anderem die Verringerung der zu reinigenden
Flächen um bis zu 74 Prozent, was die Reinigungszeiten deutlich
verkürzt und den Einsatz von Reinigungsmitteln sowie Wasser erheblich
mindert.
Optimierter Tablettenfluss und Rotorwechselsystem
Zahlreiche Konstruktionsmerkmale tragen zur Leistungsfähigkeit
und Vielseitigkeit der neuen i Serie bei. Dazu zählt der neue Multiformatablauf,
der einen störungsfreien Prozess für unterschiedliche
Tablettenformen und -größen gewährleistet. Das System minimiert
Reibungswiderstände und verhindert Materialstaus, was die Betriebssicherheit
erhöht und die Produktqualität steigert.
Ein verbessertes Rotorwechselsystem verkürzt die Zeit für den
Austausch von Komponenten sowie die Rüstzeiten erheblich. Dadurch
lässt sich in wenigen Minuten zwischen verschiedenen Produkten
wechseln. Die F20i ist mit einem speziellen mechanisch-manuellen
Rotorspannsystem ausgestattet, das für besonders schnelle
und sichere Umrüstungen konzipiert ist. Hierbei lässt sich der Rotor
ohne spezielles Werkzeug austauschen, was die Maschine ideal für
Produktionsumgebungen mit häufigen Produktwechseln macht.
Digital vernetzbare Tablettenpressen
für die moderne Pharmaproduktion
In der Arzneimittelproduktion, wo hohe Effizienz und eine strikte
Einhaltung von regulatorischen Vorgaben entscheidend sind, wird
eine moderne digitale Vernetzung der Tablettierprozesse immer
wichtiger. Die neue i Serie ist hierfür bestens gerüstet, da sie vollständig
„digital ready“ ist und sich problemlos in digitale Produktionssysteme
integrieren lässt. Dank moderner Schnittstellen können
die Maschinen besonders einfach mit einem Manufacturing Execution
System (MES) und dem Internet of Things (IoT) verbunden
werden. Dies ermöglicht es, Prozesse fortlaufend zu überwachen
und zu steuern, was die Effizienz und Konformität nachhaltig verbessert.
Die benutzerfreundliche Software erleichtert die Bedienung
und Überwachung der Tablettenpressen. Verschiedene Softwarelösungen
wie das frei platzierbare Human Machine Interface (HMI)
tragen dazu bei, dass auch weniger erfahrene Anwender intuitiv
vorgehen und Fehler vermeiden. Dank mobiler Überwachungsfunktionen
können Bediener Produktionsdaten in Echtzeit auf mobilen
Geräten abrufen und verwalten, was eine schnelle Reaktion auf Störungen
oder Abweichungen im Produktionsprozess erlaubt. Zusätzlich
unterstützt ein Workflow Operation Wizard die Bediener mit
klaren Anweisungen bei Standardprozessen. Der Wizard ermöglicht
es, Arbeitsschritte bequem zu speichern, Prozessabläufe festzulegen
und Checklisten aufzurufen.
Zusätzliche Outputsteigerung mit FS12®-Stempeln
Tablettierwerkzeuge gelten als die Leistungsträger des gesamten
Tablettierprozesses und so lässt sich auch auf diesem Wege bei der
neuen i Serie die Effizienz zusätzlich erhöhen. Grundsätzlich sorgen
die Tablettierwerkzeuge von Fette Compacting durch eine optimale
Auslegung von Tablettenpresse, Rotor und Tablettierwerkzeug für
deutliche Effizienzsteigerungen in der Produktion. Das optimale
Zusammenspiel führt zu höheren Standzeiten, geringerem Wartungsaufwand
und sinkenden Ersatzteilkosten.
Zudem bietet Fette Compacting über das gängige Spektrum
international genormter Stempelausführungen hinaus mit der FS®-
Technology firmenspezifische Normen an. Alle FS12®-Stempel
zeichnen sich durch eine anwendungsoptimierte Kopfform sowie
ein fließendes Anlaufverhalten aus, was den Gesamtprozess optimiert,
das heißt, die Druckhaltezeit steigt, das Laufverhalten wird
leiser und der Verschleiß an den beteiligten Komponenten sinkt.
Vor allem sind deutliche Effizienzverbesserungen möglich. So lässt
sich mit dem an Standardanforderungen angepassten FS12®-Stempel
die Ausbringungsmenge bei gleichbleibender Produktionszeit
und ohne zusätzlichen Personaleinsatz um bis zu 40 % steigern. Der
FS12®-Stempel ist unter anderem kompatibel mit allen Maschinen
der alten sowie der neuen i Serie und eröffnet demnach Anwendern
weitere Möglichkeiten für den optimalen Einsatz der drei neuen
Modelle.
Zukunftsfähig dank Tablettenpressen der neuen i Serie
Die zahlreichen genannten Vorteile der neuen i Serie machen Pharmahersteller
zukunftsfähig. Zusammen mit vielfältigen zusätzlichen
Produkten, Services und Beratungsleistungen von Fette Compacting
ist die neue i Serie eine umfassende Lösung – auch für komplexe
Aufgaben und höchste Ansprüche.
Fette Compacting GmbH
D 21493 Schwarzenbeck
Das intuitive Human Machine Interface erleichtert die Überwachung
und Dokumentation von Maschine und Prozess-Equipment.
(Bild: Fette Compacting)
Etwaige Materialstaus verhindert ein Multiformatablauf,
der Reibung minimiert. (Bild: Fette Compacting)
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Auf dem Firmengelände der toolcraft AG in Georgensgmünd entsteht die Technische Feinstreinigung (Copyright: toolcraft AG)
Toolcraft schafft mit dem Bau einer Technischen Feinstreinigung neue Arbeitsplätze.
Ein Quantensprung in die Zukunft
Seit der Firmengründung vor 35 Jahren hat Toolcraft die Produktionsflächen
in Georgensgmünd und Spalt kontinuierlich erweitert.
Vor Kurzem fand der Spatentisch für den Hallenneubau einer Technischen
Feinstreinigung statt, die für die Zukunft des Unternehmens
von großer Bedeutung sein wird.
Hightech mit Blick in die Zukunft
Der letzte Spatenstich auf dem Firmengelände der toolcraft AG in
Georgensgmünd ist erst drei Jahre her. Damals fiel der Startschuss
für den Bau einer neuen Spritzguss-Halle. Nun plant das Familienunternehmen
ein Technologie-Highlight und stellt damit entscheidende
Weichen für die Zukunft. Auf einer Fläche von ca. 3.000 Quadratmetern
entsteht eine Halle für Technische Feinstreinigung mit
einem Reinraum nach ISO 6 von ca. 550 Quadratmetern. „Das ist ein
sehr wichtiger Meilenstein - nicht nur für Toolcraft, sondern auch
für die Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Partner aus der
Halbleiterbranche“, so Bernd Krebs, Firmengründer und Aufsichtsratsvorsitzender
der toolcraft AG. Zukünftig können hier Bauteile bis
zu einer Größe von 1,5 mal 1,0 Metern feingereinigt und verpackt werden
– und das bei exakt definierten beständigen Luftfeuchtigkeits-,
Temperatur- und Druckbedingungen. Dabei wird mit höchster Genauigkeit
durchgehend darauf geachtet, dass eine vorgeschriebene
sehr geringe Partikelkonzentration nicht überschritten wird. Die
endgültige Inbetriebnahme der Technischen Feinstreinigung ist
nach einem aufwändigen Innenausbau im Frühjahr 2026 geplant.
Neue Arbeitsplätze für die Region
Spatenstich bei Toolcraft_Ben Schwarz, Christoph Hauck, Hartmut Neumeister,
Markus Miehling, Friedrich Koch, Bernd Krebs, Karlheinz Nüßlein,
Felix Lehnhoff (v.l.n.r) (Copyright: toolcraft AG)
Mit dem Hallenbau wird sich die Mitarbeiteranzahl von derzeit mehr
als 450 Beschäftigten nochmals deutlich erhöhen. So sind derzeit ca. toolcraft AG D 91166 Georgensgmünd
20, langfristig bis zu 50, neue Arbeitsplätze geplant. „Mit der Entste-
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hung eines Reinraums schaffen wir einen der saubersten Arbeitsplätze
Deutschlands“, so Karlheinz Nüßlein, Vorstand Personal und
Produktion bei Toolcraft. Die dort tätigen Fachkräfte werden nicht
nur besondere Schutzkleidung tragen, sondern auch vorab umfänglich
hinsichtlich Verhaltensregeln, Arbeitsprozessen und Kontrollmechanismen
geschult. „Die Anforderungen für einen Reinraum
bringen nochmals ganz neue Maßstäbe mit sich und übertreffen
die bis jetzt existierenden Werte an Präzision und Genauigkeit.
Wir freuen uns auf diese Herausforderung, die für Toolcraft einen
Quantensprung in die Zukunft darstellt“, ergänzt Nüsslein. Bereits
seit längerem werden bei Toolcraft die ersten personalpolitischen
Weichen dafür gestellt. So wird der Mittelständler in nächster Zeit
verstärkt auf der Suche nach neuen Talenten sein, die aktiv die Zukunft
des Unternehmens mitgestalten wollen.
Solarkollektoren sind als ein Baustein im umfangreichen Nachhaltigkeitsbestreben der Unternehmensgruppe auf den Gebäuden installiert worden.
(Foto: Optima)
Ein Meilenstein für OPTIMA: Platinmedaille
beim Nachhaltigkeitsrating EcoVadis
Die Optima Unternehmensgruppe hat die höchste Auszeichnung für ihre Nachhaltigkeitsmaßnahmen erhalten. Dies bestätigt
das besondere Engagement für Nachhaltigkeit in den Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie
nachhaltige Beschaffung.
Optima wurde von der Nachhaltigkeitsbewertungsplattform Eco-
Vadis mit der Platinmedaille ausgezeichnet. Diese Auszeichnung
wird nur dem besten ein Prozent der bewerteten Unternehmen verliehen.
Optima ist eines von acht Unternehmen im Maschinen- und
Anlagenbau in ganz Deutschland, die 2024 mit der Platinmedaille
ausgezeichnet wurden.
Die Optima Nachhaltigkeitsstrategie „We care for tomorrow“
wurde 2022 veröffentlicht und löste zahlreiche Aktivitäten aus. Zum
einen werden zunehmend gemeinsam mit Kunden Verpackungslösungen
erarbeitet, die im Kreislauf recyclebar sind. Als zweite Säule
wurden verschiedene Maschinen bezüglich ihres Energie- und Medienverbrauchs
technisch verbessert.
Umfangreiche Energieeinsparungsmaßnahmen, Investitionen
in energetisch hochwertige Gebäude, die Verwendung von Ökostrom
und die Installation von Solarkollektoren sind zusätzliche
Bausteine.
In den letzten 12 Monaten wurden zahlreiche weitere Maßnahmen
umgesetzt, die zu dieser erfolgreichen Auszeichnung geführt
haben. Ein großer Schritt war die Zertifizierung des Managementsystems
für IT-Sicherheit nach ISO 27001. Zudem wurde eine ausführliche
Wesentlichkeitsanalyse über alle wichtigen Nachhaltigkeitsthemen
durchgeführt und die CO₂-Bilanzierung erweitert. Als
Zeichen des Engagements für nachhaltige Veränderung ist Optima
dem UN Global Compact beigetreten. Auch der sogenannte Code
of Conduct, also die Richtlinien für alle Mitarbeitenden und Partner
zur Einhaltung gesetzlicher Verpflichtungen, hat einen Beitrag zur
Auszeichnung geleistet.
„Die Verleihung der EcoVadis Platinmedaille ist ein bedeutender
Meilenstein für Optima und bestätigt unsere Strategie, Nachhaltigkeit
als zentralen Bestandteil unseres Unternehmensleitbildes zu
verankern,“ erklärt CEO Dr. Stefan König.
„Als Familienunternehmen und Technologieführer sehen wir es
als selbstverständlich an, Verantwortung für Mensch und Umwelt
zu übernehmen,“ ergänzt Hans Bühler, Geschäftsführender Gesellschafter.
„Dies werden wir auch in Zukunft fortsetzen und unsere
Leidenschaft und unseren Pioniergeist für kommende Generationen
einsetzen.“
Optima setzt weiterhin auf Nachhaltigkeit als Schlüssel zu Innovation
und als Basis für langfristige, verantwortungsvolle Geschäftspraktiken.
Als nächste Schritte plant die Unternehmensgruppe
die Erstellung eines umfassenden Nachhaltigkeitsberichts
und die verstärkte Einbindung der Lieferanten zu Sozial- und Umweltthemen.
OPTIMA packaging group GmbH
D 74523 Schwäbisch Hall
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Neuer Innovationsstandort in München in Kooperation mit Helmholtz Munich eröffnet
Life Science Factory
expandiert
Die Life Science Factory hat Anfang November 2024 ihren
neuen Standort auf dem Helmholtz-Gelände in München
eröffnet. Ab 2025 stehen dort Start-ups und Forschenden
aus den Lebenswissenschaften auf rund 1.800 Quadratmetern
moderne Labore und ein flexibler Co-Working-Space
zur Verfügung. Hier erhalten ausgegründete Teams gezielte
Unterstützung bei marktrelevanten Themen und können
auf eine voll ausgestattete Infrastruktur zurückgreifen, die
es ihnen ermöglicht, zu günstigen Kosten ihre Entwicklungen
schneller voranzutreiben.
Helmholtz Pioneer Campus (Copyright: Helmholtz Munich |
©Oliver Scholz)
Standort München stärkt deutschlandweites
Life-Science-Netzwerk
Durch die Kooperation zwischen der Life Science Factory und
Helmholtz Munich werden wissenschaftliche Exzellenz und unternehmerische
Kompetenz an einem Standort gebündelt. Die damit
verbundenen interdisziplinären Ansätze aus Biomedizin, Künstlicher
Intelligenz und Ingenieurwissenschaften geben gleichzeitig
neue Impulse für Forschung und Entwicklung.
„Der Biotech-Standort Deutschland ist wissenschaftlich stark,
hinkt bei Ausgründungen jedoch international hinterher. Das Konzept
unserer Life Science Factory schließt hier eine Lücke und
schafft für Start-Ups eine flexible und leistungsfähige Plattform für
den Aufbau ihres Geschäfts. Wir sind begeistert, nun gemeinsam
mit Helmholtz Munich unser Innovationsökosystem auch an einem
der wichtigsten Standorte für Lebenswissenschaften in Deutschland
verfügbar machen zu können“, betont Dr. Joachim Kreuzburg,
Vorstandsvorsitzender der Sartorius AG und Initiator der Life Science
Factory.
Eröffnung als Plattform für Start-ups
HPC Gebäude am 12.07.23 (Eröffnungsfeier)
Die Eröffnungsveranstaltung bot bereits einen ersten Einblick in
das Potenzial des Standorts: Die Start-ups Smartbax, 2NA FISH und
DeepPiction nutzten die Gelegenheit, ihre Projekte vorzustellen
und sich mit potenziellen Investoren sowie Expertinnen und Experten
aus der Branche auszutauschen. Prof. Matthias Tschöp, CEO von
Helmholtz Munich, unterstreicht die Bedeutung der Partnerschaft:
„Die Life Science Factory ergänzt unser bestehendes Innovationsnetzwerk
optimal. Gemeinsam schaffen wir ein Ökosystem, das Forschung
und Wirtschaft noch enger miteinander verbindet.“
Erfolgsmodell aus Göttingen wird auf München übertragen
Prof. Matthias Tschöp (CEO Helmholtz Munich), Tatjana Kasper (Managing
Director Life Science Factory), Sven Wagner (Managing Director Life
Science Factory), Dr. Manfred Wolter (Ministerialdirigent der Abteilung
für Innovation, Forschung, Technologie und Digitalisierung im Bayerischen
Wirtschaftsministerium)
Dr. Sven Wagner und Tatjana Kasper, Managing Directors der Life
Science Factory, betonten in ihrer Eröffnungsrede, dass die Erfahrungen
am Standort Göttingen eine wichtige Grundlage für die
gezielte Förderung von Start-ups in München bilden. Junge Unternehmen
können ab 2025 nicht nur auf eine bereits etablierte Infrastruktur
zurückgreifen, sondern vor allem von einem umfangreichen
Mentoring-Programm, vielfältigen Beratungsangeboten und dem
Zugang zu einem weitreichenden Netzwerk profitieren. Wagner und
Kasper unterstrichen, wie wichtig es sei, ein dynamisches Umfeld
zu schaffen, das die Entwicklung lebenswissenschaftlicher Technologien
aktiv unterstützt und Start-ups die notwendigen Ressourcen
bietet, um ihre Innovationen erfolgreich auf den Markt zu bringen.
Helmholtz Zentrum München
D 85764 Neuherberg
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Rentschler Biopharma kündigt
größte Einzelinvestition in Deutschland an
– Bau einer neuen Anlage zur Herstellung von Puffer-Medien am Hauptsitz in Laupheim
– Größte Investition in den deutschen Standort; Projektlaufzeit von ca. drei Jahren
– Kontinuierliche Modernisierung sowie Automatisierung und Digitalisierung des Standorts
– Puffer und Medien stellen die essenzielle Basis der biopharmazeutischen Produktion dar
Rentschler Biopharma SE, ein führendes
Dienstleistungs- und Auftragsentwicklungsunternehmen
(CDMO) für Biopharmazeutika,
einschließlich Arzneimitteln für
neuartige Therapien (Advanced Therapy
Medicinal Products, ATMPs), kündigt den
Bau einer neuen, hochmodernen Puffer-
Medien-Station am Hauptsitz des Unternehmens
in Laupheim an. Ziel ist es, mit der
neuen Anlage die Produktionseffizienz weiter
zu erhöhen sowie den Standort zu modernisieren,
um die Nachfrage von Kunden
und Patienten auch in Zukunft vollumfänglich
bedienen zu können.
„Mit dieser Investition bekennen wir uns
klar zum Standort Laupheim und setzen auf
dessen langfristige Entwicklung als Teil des
Biotechnologie-Standorts Deutschland. Der
Ausbau wird unsere Wettbewerbsfähigkeit
in einer der global bedeutendsten Wachstumsbranchen
stärken. Als Traditionsunternehmen
mit 150-jähriger Geschichte steht
Rentschler Biopharma seit jeher für vorausschauende,
strategische Planung, die es uns
als unabhängigem Familienunter nehmen
ermöglicht, nachhaltig und dynamisch zu
wachsen. Mein Dank gilt allen Kolleginnen
und Kollegen, die an der Planung und Umsetzung
dieses Großprojekts beteiligt sind,“
erklärt Benedikt von Braunmühl, Chief Executive
Officer von Rentschler Biopharma.
„Die Unter stützung der Bundes- und Landesregierungen
für eine nationale Pharmastrategie
ist ein wichtiges Signal für die
gesamte Branche. Während unser Schwerpunkt
weiterhin auf der Stärkung globaler
Partnerschaften liegt, spielt diese Investition
in unseren deutschen Standort eine
entscheidende Rolle, um die Versorgungssicherheit
zu gewährleisten und unsere
langfristige Wachstumsstrategie voranzutreiben.“
Als Auftragsentwicklungsunternehmen
entwickelt und produziert Rentschler Biopharma
seit über 50 Jahren Biopharmazeutika
für die Behandlung von Patienten mit
einer Vielzahl von Erkrankungen, darunter
auch schweren und seltenen Krankheiten,
wie beispielsweise Krebs, Autoimmunerkrankungen,
Erbkrankheiten oder Herz-
Kreislauf-Erkrankungen.
Puffer- und Medienlösungen bilden dabei
die unverzichtbare Grundlage und sind
die essenzielle Basis der biopharmazeutischen
Produktion. Bis 2028 soll in einem
neu zu errichtenden, vierstöckigen Gebäude
eine hochmoderne Puffer-Medien-Station
auf einer Fläche von 3.400 Quadratmetern
in Betrieb genommen werden. Das
neue Gebäude wird mit der bestehenden
Infrastruktur verbunden sein und durch
schnellere und effizientere Abläufe sowie
ergonomisch ausgelegte Arbeitsstationen
einen hervorragenden, operativen Arbeitsplatz
für die Mitarbeitenden bieten. Das
neue Gebäude samt allen technischen Anlagen
erfüllt dabei die höchsten Qualitätsund
Automatisierungsstandards und unterstützt
durch die moderne Anlagentechnik
die Erreichung der Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele
von Rentschler Biopharma.
„Als CDMO ist es unsere Aufgabe,
unsere Kunden dabei zu unterstützen, innovative
Ideen in lebenswichtige Biopharmazeutika
zu übertragen. Patienten mit
seltenen und schweren Krankheiten sind
auf die Therapien angewiesen, die wir gemeinsam
entwickeln und herstellen. Dieses
Projekt ist darum nicht nur eine Investition
in unsere Infrastruktur: Es ist ein elementarer
Bestandteil unserer Arbeit, nachhaltig
Nutzen für unsere Kunden und ihre Patienten
zu stiften und die Verfügbarkeit von
Therapeutika in Deutschland und weltweit
sicherzustellen. Mit der neuen Puffer-Medien-Station
steigern wir unsere operative
Exzellenz, um flexibel auf die wachsenden
Anforderungen unserer Kunden zu reagieren.
Zudem stellen wir ein ergonomischeres
Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeitenden
sicher und sorgen dafür, dass unser Standort
zukunftsfähig bleibt“, ergänzt Christiane
Bardroff, Chief Operating Officer von Rentschler
Biopharma.
Die neue Anlage wird drei Medientanks
sowie sechs Puffertanks umfassen, die ausreichend
Platz und Kapazitäten für die Herstellung
von Pufferlösungen und Medien
bieten. Die Puffer- und Medienvorbereitung
erfolgt in separaten Bereichen, um höchste
Hygiene- und Sicherheitsstandards zu gewährleisten.
Darüber hinaus wird die Anlage
an das hauseigene Logistiksystem sowie
das Verrohrungssystem für Upstream- und
Downstream-Prozesse angebunden sein.
Die Detailplanung für das neue Gebäude
hat bereits begonnen, und die Bauphase
startet im Frühjahr 2025. Die Fertigstellung
und Inbetriebnahme sind für Ende 2027
vorgesehen, sodass im Jahr 2028 das volle
Potenzial der neuen Puffer-Medien-Station
genutzt werden kann.
* Die ursprünglich angegebene Größe der Anlage
wurde auf die korrekte Angabe von 3.400
Quadratmetern aktualisiert.
Rentschler Biopharma SE
D 88471 Laupheim
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Erster Spatenstich für Erweiterungsbau
am Max-Planck-Institut für Astronomie
Durch einen feierlichen Spatenstich mit prominenten Gästen wie dem Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner
starteten am 13. November 2024 die Bauarbeiten für ein neues, hochmodern ausgestattetes Erweiterungsgebäude des Max-
Planck-Instituts für Astronomie (MPIA). Das weltweit renommierte Forschungsinstitut auf dem Heidelberger Königstuhl
bekommt damit im Laufe der nächsten zwei Jahre nicht nur zusätzliche Büroräume und Labore, sondern auch einen neuen
Kantinenbereich.
Seit über 50 Jahren zählt das MPIA zu den international führenden
Instituten im Bereich der modernen Astrophysik. Es ist nicht nur
bekannt für seine herausragende Forschung. Darüber hinaus ist das
Institut eine internationale Adresse, wenn es um die Entwicklung
und den Bau von High-Tech Messinstrumenten für die größten bodengebundenen-
und weltraumgestützten Teleskope der Welt geht.
Dazu zählen in jüngster Zeit z.B. wichtige Beiträge des MPIA für das
berühmte James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) oder für das derzeit
im Bau befindliche Extremely Large Telescope (ELT) in Chile,
das größte Teleskop der Welt.
Geforscht wird am MPIA in drei Abteilungen unter der Leitung
von drei Direktorinnen und Direktoren. Laura Kreidberg führt die
Abteilung Atmosphärenphysik der Exoplaneten (APEx), Hans-Walter
Rix die Abteilung Galaxien und Kosmologie (GC), sowie Myriam
Benisty die Abteilung Planeten- und Sternentstehung (PSF). Frau
Benisty hatte diese Abteilung erst 2024 von dem in den Ruhestand
gegangenen Direktor Thomas Henning übernommen, der dem Institut
aber als Direktor-Emeritus noch aktiv erhalten bleibt.
Innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte hat sich die Zahl der am
MPIA arbeitenden Personen auf mittlerweile deutlich über 300
mehr als verdoppelt. Vor allem seit dem Start einer zusätzlichen,
dritten Abteilung im Jahr 2020 zur Erforschung der Atmosphären
von Exoplaneten unter Leitung der derzeit geschäftsführenden Direktorin
Laura Kreidberg reifte die Planung für einen Erweiterungsbau
auf dem Campus des Instituts. Aktuell befinden sich auf dem
über 54.000 m² großen Gelände das bisherige Hauptgebäude und
Computergeneriertes Bild des neuen Erweiterungsbaus am MPIA, der
sich an das Südende des bisherigen Hauptgebäudes anschließt.
(Quelle: KWA kreuger wilkins architekten)
das Elsässer-Labor (ein Observatoriumsbau benannt nach dem
Gründungsdirektor), sowie seit 2011 das Haus der Astronomie.
„Wir in Heidelberg sind sehr stolz auf das internationale Renommee
durch unsere zahlreichen führenden wissenschaftlichen Institutionen.
Das MPIA auf dem Königstuhl zählt seit mehr als einem
halben Jahrhundert dazu und hat über diese Zeit immer weiter an
Bedeutung gewonnen. Es freut mich daher ganz besonders, dass
die Max-Planck-Gesellschaft mit dem neuen Erweiterungsgebäude
eine wichtige Basis legt, die Erfolgsgeschichte des MPIA auch im
neuen Jahrtausend fortzuschreiben“, sagt Heidelbergs Oberbürgermeister
Eckart Würzner.
Das neue, separate Gebäude mit vier Ebenen fügt sich als Erweiterung
an das Südende des bestehenden Hauptgebäudes an und
Erster Spatenstich für das neue Erweiterungsgebäude am Max-Planck-
Institut für Astronomie Heidelberg. V.l.n.r.: Myriam Benisty (Direktorin
MPIA, Abteilung PSF), Heike Kiko (Abteilung Forschungsbau und
Infrastruktur der Max-Planck-Gesellschaft), Michael Wilkins (Architekt,
kreuger wilkins architekten Stuttgart), Laura Kreidberg (Geschäftsf.
Direktorin MPIA, Abteilung APEx), Eckart Würzner (Oberbürgermeister
der Stadt Heidelberg), Hans Walter Rix (Direktor MPIA, Abteilung GC)
(Quelle: Markus Pössel/MPIA)
Luftbild des MPIA-Campus auf dem Königstuhl mit dem spiralförmigen
Haus der Astronomie (links unten), den Teleskop-Kuppelgebäuden
des Elsässer-Labors (links) und dem MPIA-Hauptgebäude (Mitte).
Der Erweiterungsbau wird sich in Richtung der Kuppelgebäude an das
Südende des Hauptgebäudes anschließen. (Quelle: Domink Elsässer)
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wird mit diesem auf allen Ebenen durch ca. 7m lange verglaste Stege
verbunden sein. Dabei wird eine schonende, kleinstmögliche Überlappung
mit dem Waldbereich umgesetzt und durch den Anbau mit
seinen 600 m² Grundfläche bleibt die vorhandene Grünfläche vor
dem Elsässer-Labor möglichst erhalten. Der Erweiterungsbau bietet
daher einen großen Raumgewinn bei gleichzeitig geringem Platzbedarf
hinsichtlich der Grundfläche.
„Wir danken der Max-Planck-Gesellschaft und den Architekten
dafür, dass der Erweiterungsbau nun Wirklichkeit wird. Denn der
neue Anbau wird alles mitbringen, was für die moderne Forschungsarbeit
notwendig ist. Neben Büros für 46 neue Arbeitsplätze wird es
u.a. Seminar- und Besprechungsräume geben. Hinzu kommen Labore
mit Schwerpunkt im Bereich der Optik und Spektroskopie inklusive
Reinraumqualitäten, Technikräume, Servicebereiche für die
IT und einen Serverraum. All das ist entscheidend für eine erfolgreiche
Arbeit auf internationalem Niveau“, so Laura Kreidberg, die
geschäftsführende Direktorin des MPIA.
„Der fast würfelförmige Baukörper mit Innenhof in den oberen
Ebenen ermöglicht die räumliche Nähe zueinander, die nötig ist,
um die informelle Kommunikation aller bestmöglich zu fördern. Die
Einzelarbeitsplätze orientieren sich dabei nach außen mit dem ruhigen
weiten Blick auf die Lichtung und den Wald für gute Konzentration.
Im Zentrum liegen die offenen gemeinsame Arbeits- und
Kommunikationsbereiche mit Teeküchen, die das typisch wissenschaftliche
Teamwork mit der intensiven Kommunikation untereinander
unterstützen, um den Innenhof. Dieser sorgt hier für eine
helle, angenehme Atmosphäre mit viel Tageslicht. Der Gebäudeeinschnitt
bildet eine überdachte Terrasse für das Casino, die einerseits
weithin vom Zentrum der Lichtung zu sehen ist und von der aus man
seinerseits die gesamte Lichtung überblicken kann“, sagt Michael
Wilkens von kreuger wilkins architekten.
Auch in Punkto Nachhaltigkeit kann das neue Gebäude punkten:
Auf dem Gründach wird eine Photovoltaikanlage errichtet;
zudem werden möglichst roh belassene Baustoffe ohne Weiterbehandlung
verwendet wie z.B. die Fassadenbekleidung aus verzinkten
Stahlblechen.
Wer künftig das Erweiterungsgebäude über den barrierefreien
Zugang betritt, wird aber auch noch ein anderes wesentliches Element
des Neubaus finden: eine neue Kantine mit Küche und Speisesaal
für das gesamte Institut. Denn die momentanen Kantinenräumlichkeiten
am MPIA sind historisch nur für 64 Personen ausgelegt
und trotz eines zeitraubenden Schichtbetriebs müssen derzeit
viele Mitarbeitende ihre Mahlzeiten in Büros oder Besprechungsräumen
einnehmen. Künftig werden dann 120 Personen auf 180 m²
gleichzeitig in einem modernen und zeitgemäßen Ambiente essen
können und Dank der speziellen Raumakustik und technischen
Ausstattung kann ein Teil des Speisesaals auch bei besonderen Anlässen
als Seminarraum genutzt werden.
Für die Architektur und Bauüberwachung des Gebäudes ist das
Architekturbüro kreuger wilkins architekten zuständig. Bauherr der
Erweiterung mit einem Kostenvolumen von netto etwa 12,6 Millionen
Euro ist die Max-Planck-Gesellschaft.
Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg
D 69117 Heidelberg
GEMÜ Frankreich und Intercarat, beides Tochterunternehmen der GEMÜ Gruppe, haben
ihr neues Produktions- und Bürogebäude in Altdorf, Frankreich, bezogen.
GEMÜ baut Kompetenz
in Membrantechnologie aus
Der Neubau ist Teil der GEMÜ Strategie, die Kompetenz im Bereich
der Membrantechnologie weiter auszubauen. In den vergangenen
Jahren hat GEMÜ bereits kontinuierlich in diesen Bereich investiert
und die Kapazitäten stetig erweitert. Mit dem Bau des neuen Produktions-
und Bürogebäudes setzt das Technologieunternehmen
diese Strategie fort und hat seine Produktionsfläche in Frankreich
auf mehr als 3.500 Quadratmeter verdoppelt und so Raum für weiteres
Wachstum geschaffen.
„Diese Investition ist ein bedeutender Schritt in die Zukunft und
unterstreicht unser Engagement für nachhaltiges Wachstum und Innovation“,
sagt Gert Müller, geschäftsführender Geschäftsführer der
GEMÜ Gruppe.
Die neuen Räumlichkeiten bieten nicht nur mehr Platz für Produktion
und Lagerung, sondern verfügen auch über moderne Büros und
Schulungsräume, die eine optimale Arbeitsumgebung für Mitarbeitende
schaffen. „Wir freuen uns darauf, unsere Kunden und Partner
in unserem neuen Gebäude willkommen zu heißen und gemeinsam
mit ihnen die Zukunft zu gestalten“, erklärt Rolf Meier, Geschäftsführer
Intercarat.
Die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden stehen für
GEMÜ an erster Stelle. Daher legt das Unternehmen einen besonderen
Fokus auf die Qualität und die Verfügbarkeit der Produkte. Der
Bau des neuen, technologisch fortschrittlichen Produktionswerks
ist ein wichtiger Schritt, um für die Herausforderungen der Zukunft
bestens gerüstet zu sein.
Über GEMÜ Frankreich: GEMÜ Frankreich ist ein Tochterunternehmen
der GEMÜ Gruppe und spezialisiert auf den Vertrieb von
Ventil-, Mess- und Regeltechnik im französischen Markt.
Über Intercarat: Intercarat ist innerhalb der GEMÜ Gruppe auf
die Membranfertigung spezialisiert. Die gefertigten Membranen
werden in Membranventilen verbaut und sind auch als Ersatzteile
verfügbar.
GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG
D 74653 Ingelfingen
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Grundsteinlegung für das „Marburg Centre for Epidemic Preparedness“ (MCEP)
Ein neues Hochsicherheitslabor
für die Marburger Virologie
Auf dem Campus Lahnberge der Philipps-Universität Marburg wurde der Grundstein für das neue Marburg Centre for Epidemic
Preparedness gelegt. Mit dabei waren Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, der Hessische Wissenschaftsminister
Timon Gremmels, Thomas Platte (Direktor des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen) sowie Prof. Dr. Stephan
Becker (Direktor des Instituts für Virologie) und Uni-Präsident Prof. Dr. Thomas Nauss. Sie legten eine Zeitkapsel in
den Grundstein des Forschungsbaus.
Im Beisein des Hessischen Wissenschaftsministers
Timon Gremmels legte die Philipps-Universität
Marburg am 14. Oktober
2024 den Grundstein für das „Marburg Centre
for Epidemic Preparedness“. Das neue
Labor der höchsten Sicherheitsstufe (biosafety
level, kurz BSL-4) entsteht bis Ende
2026 in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem
bestehenden BSL-4 Labor auf dem Campus
Lahnberge. Der Wissenschaftsrat hatte sich
im April 2021 für das Projekt ausgesprochen
und den Bau des MCEP zur Förderung empfohlen.
Der Bund investiert etwa 19 Millionen
Euro in den Forschungsbau, das Land Hessen
fördert das Projekt mit rund 27 Millionen
Euro. Die Gesamtkosten für das neue
Forschungslabor werden auf etwa 46 Millionen
Euro veranschlagt. Hinzu kommen
rund 4,6 Millionen Euro für Erstausstattung
und Großgeräte. Die Bedeutung dieser Investition
in die Zukunft der virologischen
Forschung betont Hessens Wissenschaftsminister
Timon Gremmels: „In einer Zeit, in
der globale Gesundheitskrisen uns vor nie dagewesene Herausforderungen
stellen, ist die Forschung zu Epidemien und deren Prävention
von zentraler Bedeutung für uns alle. Das „Marburg Centre
for Epidemic Preparedness“ wird als Zentrum für herausragende
wissenschaftliche Arbeit und innovative Forschungslösungen dazu
beitragen, die Widerstandsfähigkeit unserer Gesellschaft gegen zukünftige
Epidemien zu erhöhen. Mit der heutigen Grundsteinlegung
für das MCEP markieren wir nicht nur den Beginn eines neuen Bauprojekts,
sondern symbolisieren auch den Aufbruch in eine neue
Ära der Gesundheitsforschung, und schaffen für die Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler für ihre wichtige Arbeit den dringend
benötigten Raum an Forschungsflächen mit den entsprechend modernen
Technologien.“
Uni-Präsident Prof. Dr. Thomas Nauss dankte dem Bund und
dem Land Hessen für die großzügige Unterstützung. „Ich freue mich
sehr, dass die Spitzenforschung an hochpathogenen Viren, die hier
in Marburg seit vielen Jahren höchst erfolgreich geleistet wird, diese
Anerkennung erhält. Die Förderung ermöglicht es der Marburger
Virologie auch in den kommenden Jahren auf höchstem Niveau mit
Grundlagenforschung und Transfer zur Bewältigung großer epidemischer
Krisen beizutragen.“
Die Visualisierung zeigt den künftigen Forschungsbau des Marburg Centre for
Epidemic Preparedness. (HWP Planungsgesellschaft, Stuttgart)
Der Direktor des Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen
(LBIH), Thomas Platte betont: „Der anspruchsvolle Neubau des
Hochsicherheitslabors stellt sozusagen eine ‚Haus im Haus Bauweise‘
dar. Im geplanten Gebäude wird ein extra abgeschlossener
Laborbereich realisiert, der für maximale Sicherheit ausgelegt ist
– analog zur Konstruktion des seit fast zwei Jahrzehnten ohne Zwischenfälle
betriebenen BSL-4-Labors in unmittelbarer Nachbarschaft.
Dabei fließen etwa 70 Prozent der Gesamtbaukosten in die
dafür erforderliche technische Ausstattung. Das Projekt ist für die
Wissenschaft von großer Bedeutung. Besonderer Dank gilt daher
allen Beteiligten, die den Bau mit ihrem Engagement und ihrer Expertise
vorantreiben.“
Das bestehende Hochsicherheitslabor (BSL 4-Labor) erreichte
besonders in Zeiten von Virusausbrüchen aufgrund einer drastisch
gestiegenen Anzahl an Forschungs- und Entwicklungsarbeiten seine
räumlichen Kapazitäten. Neue Technologien erfordern zusätzlichen
Raum und der wachsende Bedarf an Mitarbeitenden, die unter
diesen Bedingungen arbeiten können, hat den Platzbedarf weiter
erhöht.
„Die neuen Räume und die bessere Geräteausstattung sind eine
wesentliche Grundlage, um unsere Forschung weiter voranzubrin-
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gen“, betont der Leiter des Marburger Instituts für Virologie, Prof. Dr.
Stephan Becker. „Diese Investition in die Zukunft der virologischen
Forschung ermöglicht es uns künftig auf dem neuesten technischen
Stand und unter verbesserten Bedingungen an epidemischen und
pandemischen Viren zu forschen. Das neue Labor wird auch dazu
Auf dem Campus Lahnberge der Philipps-Universität Marburg wurde
der Grundstein für das neue Marburg Centre for Epidemic Preparedness
gelegt. Mit dabei waren (von links) Marburgs Oberbürgermeister
Dr. Thomas Spies, der Hessische Wissenschaftsminister Timon Gremmels,
Thomas Platte (Direktor des Landesbetriebs Bau und Immobilien
Hessen) sowie Prof. Dr. Stephan Becker (Direktor des Instituts für
Virologie) und Uni-Präsident Prof. Dr. Thomas Nauss. Sie legten
eine so genannte Zeitkapsel in den Grundstein des Forschungsbaus.
(Foto: Markus Farnung)
Gemeinsam legten Sie den Grundstein für das neue Marburg Centre for
Epidemic Preparedness: (von links) Marburgs Oberbürgermeister
Dr. Thomas Spies, Thomas Platte (Direktor des Landesbetriebs Bau und
Immobilien Hessen) der Hessische Wissenschaftsminister Timon
Gremmels sowie Uni-Präsident Prof. Dr. Thomas Nauss und der Direktor
des Instituts für Virologie Prof. Dr. Stephan Becker.
(Foto: Markus Farnung)
von links: Marburgs Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, der Hessische
Wissenschaftsminister Timon Gremmels sowie Uni-Präsident Prof. Dr.
Thomas Nauss und Prof. Dr. Stephan Becker (Direktor des Instituts für
Virologie) bei der Grundsteinlegung für das neue Marburg Centre for
Epidemic Preparedness. (Foto: Markus Farnung)
beitragen, dass wir besser auf gesundheitliche Notlagen vorbereitet
sind.“
Mit dem neuen Laborgebäude stehen den Forschenden künftig
rund 400 Quadratmeter Laborfläche zur Verfügung. Das Labor selbst
nimmt lediglich eine Etage (Ebene +1) ein, die weiteren Stockwerke
sind den aufwendigen technischen Anlagen der Laborinfrastruktur
vorbehalten. Photovoltaikmodule auf dem Dach und an den Ostund
Südfassaden tragen dazu bei, dass die Stromversorgung des
Gebäudes in höchst möglichem Maß durch erneuerbare Energiequellen
gesichert wird.
Das neue Laborgebäude wird zum Schutz von Beschäftigten
und Umwelt nach den strengen Anforderungen der geltenden Sicherheitsverordnungen
und auf dem neuesten Stand der Technik
ausgeführt. Sämtliche Arbeitsbereiche sind so konzipiert, dass bei
etwaigen technischen Störungen alle wichtigen Systeme weiterlaufen
können und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschützt
sind. Die Arbeit der Forschenden findet im sogenannten
Containment-Bereich in Vollschutzanzügen mit externer Luftversorgung
statt.
Für den Entwurf zeichnet das Stuttgarter Büro HWP Planungsgesellschaft
verantwortlich. Die Projektleitung und -steuerung übernimmt
der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH). Das
bestehende BSL-4 Labor soll nach der Fertigstellung des Neubaus
nach langjährigem Betrieb generalüberholt und anschließend weiter
für die Forschung genutzt werden.
Hintergrund: Erforschung hochpathogener Viren
Im Jahr 1967 führte der Ausbruch eines von Affen übertragenen und
für den Menschen tödlichen Virus (Marburg-Virus) dazu, die Erforschung
von hochpathogenen Viren an der Universität Marburg fest
zu etablieren und in den folgenden Jahrzehnten konsequent auszubauen.
Hochpathogene Viren mit epidemischem/pandemischem Potenzial
haben ihren Ursprung häufig im Tierreich und können nach
Übertragung auf Menschen (Zoonosen) schwerste bis tödliche Erkrankungen
auslösen. In jüngster Zeit kommt es vermehrt zu Virusepidemien
und -pandemien, die durch teilweise neuartige, zoonotische
Viren ausgelöst werden (z.B. Ebola-Virus, Zika-Virus, MERSund
SARS-Coronavirus).
Hochpathogene Viren dürfen nur in Forschungsgebäuden der
höchsten biologischen Sicherheitsstufe untersucht werden. In diesen
Laboren wird unter Vollschutz mit von außen belüfteten Sicherheitsanzügen
gearbeitet, so dass die Infektionsgefahr für die Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler minimiert wird. Das Labor
selbst steht permanent unter Unterdruck und verfügt über ein umfangreiches
System der Abwasser- und Abluftdekontamination, so
dass von diesen Laboren keine Gefahr für die Umwelt ausgeht. Von
den vier deutschen BSL-4 Laboratorien sind drei an Bundes- bzw.
Landesministerien angesiedelt, nur das Marburger Labor wird von
einer Universität betrieben.
Auf einen Blick: Das MCEP in Zahlen
– Baubeginn: 04/ 2024
– Geplante Inbetriebnahme: Ende 2026
– Baukosten: rund 46 Millionen Euro
– Gerätekosten und Erstausstattung: rund 4,6 Millionen Euro
– Laborfläche: rund 400 Quadratmeter
– Nutzfläche: rund 830 Quadratmeter
Philipps-Universität Marburg
D 35037 Marburg
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Seite 43/76
Der neue Produktkatalog 2025
von DEHA Haan & Wittmer GmbH ist da
Ob Partikelzähler, Monitoringsysteme, Temperatur- / Feuchtemessgeräte
oder Probenahmepumpen: DEHA Haan & Wittmer GmbH
bietet seit über 40 Jahren Messgeräte
zur Überwachung von
Reinräumen und zur Gefährdungsbewertung
am Arbeitsplatz
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Auf über 100 Seiten zeigt
der Katalog Messgeräte fürs
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Reinraum-Messtechnik und
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Keltenstraße 8
D 71296 Heimsheim
Telefon: +49 7033 30985131
Telefax: +49 7033 3098529
eMail: marketing@deha-gmbh.de
Internet: https://www.deha-gmbh.de
Leistungsstarke Alternative zu Produkten auf DBNPA-Basis
Desinfizieren mit Vinkocide® BDA 30
Vinkocide® BDA 30 von Vink Chemicals ist ein neu entwickeltes Biozidprodukt,
das zum Desinfizieren bei Anwendungen der Produktart 2 (PT 2) eingesetzt
werden kann. Es schließt die Lücke, welche durch eine neue Regelung der Verordnung
über Biozidprodukte (BPR) entstanden ist: Denn seit April 2024 sind
Biozidprodukte für PT 2 ausgeschlossen, wenn sie auf dem Wirkstoff DBNPA
basieren.
Unter Anwendungen der Produktart 2 (PT 2)
fallen solche Desinfektions- und Algenbekämpfungsmittel,
welche im Privatbereich
sowie im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens
oder in der Industrie eingesetzt
werden dürfen. Typische Einsatzmöglichkeiten
in der Industrie sind etwa allgemein
das Desinfizieren von Oberflächen, Maschinen
und auch Installationen wie Klimaanlagen.
Für diese Anwendungsfälle hat Vink
Chemicals das neue Produkt Vinkocide®
BDA 30 entwickelt. Es basiert auf dem
Wirkstoff N,N-Bis-(3-Aminopropyl)do-
Vinkocide® BDA 30 ist ein von Vink Chemicals neu entwickeltes Biozidprodukt, das zum
Desinfizieren bei Anwendungen der Produktart 2 (PT 2) eingesetzt werden kann und eine
Alternative bietet für DBPNA-basierte Produkte. (Bild: dinastya /AdobeStock 730147246)
decylamin (Laurylamindipropylendiamin,
BDA) und ist außer für Anwendungen der
Produktart 2 auch für PT 6, 11, 12 und 13 geeignet
(Stand: September 2024). Vinkocide®
BDA 30 wirkt schnell gegen ein breites
Spektrum von Bakterien und Pilzen.
Weitere Vorteile von Vinkocide® BDA 30
Vinkocide® BDA 30 kann vor allem zur
Oberflächendesinfektion in vielen Industrien
verwendet werden. Es wirkt nicht
sensibilisierend, hat keine mutagene oder
karzinogene Wirkung und ist frei von Aldehyden,
Halogenen und quartären Ammoniumverbindungen.
Vinkocide® BDA 30 ist
kompatibel mit anionischen und nichtionischen
Tensiden und in einem breiten pH-
Bereich stabil. Es wirkt gegen gram-positive
und gram-negative Bakterien sowie gegen
Algen und behüllte Viren wie Hepatitis B.
Vinkocide® BDA 30 erzielt auch bei niedrigen
Temperaturen und starken organischen
Verunreinigungen der Oberflächen
eine hohe Wirksamkeit. Auch in geringer
Konzentration wirkt es schnell. Vinkocide®
BDA 30 kann allein oder in Kombination
mit anderen Bioziden verwendet werden,
um eine breite Palette von Produkten für die
Desinfektionsanwendung zu formulieren.
Vink Chemicals
D 21250 Tostedt
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Forscherinnen des KIT untersuchen Entfernen von Mikroverunreinigungen in
elektrochemischem Membranreaktor mit Kohlenstoff-Nanoröhren-Membran
Wasseraufbereitung: Nanoröhren
fangen Steroidhormone
Steroidhormone gehören zu den verbreitetsten Mikroverunreinigungen im Wasser. Sie schaden der menschlichen Gesundheit
und stören das ökologische Gleichgewicht von Gewässern. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben
Forscherinnen untersucht, wie der Abbau von Steroidhormonen in einem elektrochemischen Membranreaktor mit Kohlenstoffnanoröhren-Membran
funktioniert. Sie stellten fest, dass die Adsorption der Steroidhormone an den Kohlenstoff-
Nanoröhren ihren nachfolgenden Abbau nicht einschränkt. Über ihre Studie berichten die Wissenschaftlerinnen in Nature
Communications (DOI: 10.1038/s41467-024-52730-7).
Am IAMT forscht Dr. Siqi Liu an elektrochemischer
Oxidation und Membrantrennung zur
Wasseraufbereitung. (Foto: IAMT, KIT)
Menschen weltweit mit sauberem Wasser
zu versorgen, gehört zu den großen Herausforderungen
der Gegenwart und Zukunft. In
Abwässern finden sich verschiedene Mikroverunreinigungen,
das heißt organische
und anorganische Stoffe, die in geringen
Konzentrationen auftreten, sich aber dennoch
schädlich auf Mensch und Umwelt
auswirken. Besondere Risiken gehen von
endokrin wirksamen Substanzen aus, also
solchen, die sich auf das Hormonsystem
auswirken können, wie beispielsweise Steroidhormone.
Diese sind unter anderem in
Arzneimitteln und Empfängnisverhütungsmitteln
weit verbreitet. Im Wasser lassen sie
sich schwer nachweisen, können aber die
Gesundheit des Menschen und das ökologische
Gleichgewicht von Gewässern empfindlich
stören.
Oxidation ermöglicht Abbau von Mikroverunreinigungen
Mit herkömmlichen Methoden der Wasseraufbereitung
lassen sich Steroidhormone
weder aufspüren noch entfernen. Als fortschrittlicher
Ansatz ist die elektrochemische
Oxidation (EO) zunehmend anerkannt:
EO-Systeme bestehen aus einer Anode und
einer Kathode, angeschlossen an eine externe
Stromquelle. Die elektrische Energie
der Elektroden wird verändert (moduliert),
was zu einer Oxidation an der Anodenoberfläche
führt und die Verunreinigungen
abbaut. Elektrochemische Membranreaktoren
(EMR) nutzen die Möglichkeiten der
EO noch wirksamer: Als Durchflusselektrode
dient eine leitende Membran, was den
Stofftransport verbessert. Überdies sind aktive
Stellen für die reagierenden Moleküle
vollständig zugänglich.
Kohlenstoff-Nanoröhren besitzen einzigartige
physikalische und chemische
Eigenschaften
Forscherinnen am Institute for Advanced
Membrane Technology (IAMT) des KIT haben
zusammen mit Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftlern an der University of
California, Los Angeles, und an der Hebrew
University of Jerusalem nun die schwer verständlichen
Mechanismen in EMR weiter
aufgeklärt: Wie die Forschenden in der Sonderausgabe
„Water Treatment and Harvesting“
der Fachzeitschrift Nature Communications
berichten, untersuchten sie den
Abbau von Steroidhormon-Mikroverunreinigungen
in einem EMR mit Kohlenstoffnanoröhren-Membran.
Kohlenstoff-Nanoröhren
(Carbon Nanotubes, CNT) weisen
Durchmesser im Nanometerbereich auf
und besitzen einzigartige physikalische und
chemische Eigenschaften: „Ihre hohe Leitfähigkeit
ermöglicht einen effizienten Elektronentransfer“,
erklärt Andrea Iris Schäfer,
Professorin für Wasser-Verfahrenstechnik
und Leiterin des IAMT des KIT. „Dank ihrer
Nanostruktur verfügen CNT über eine außerordentlich
große Oberfläche und damit
ein enormes Potenzial für die Adsorption
verschiedener organischer Verbindungen,
was nachfolgende elektrochemische Reaktionen
erleichtert.“
In ihrer Studie untersuchten die Forschenden
mit modernsten analytischen
Methoden das komplexe Zusammenspiel
von Adsorption und Desorption, elektrochemischen
Reaktionen und der Bildung
von Nebenprodukten in einem EMR. „Wir
haben festgestellt, dass die vorangehende
Adsorption von Steroidhormonen, das heißt
deren Anreicherung an der Oberfläche der
CNT, den nachfolgenden Abbau der Hormone
nicht einschränkt“, berichtet Dr. Siqi
Liu, Postdoc am IAMT. „Dies führen wir auf
die schnelle Adsorption und den effektiven
Stofftransport zurück.“ Der analytische
Ansatz der Studie erleichtert auch das Bestimmen
der den Hormonabbau begrenzenden
Faktoren und sich verändernden
Bedingungen. „Unsere Untersuchung klärt
einige grundlegende Mechanismen in elektrochemischen
Membranreaktoren auf und
liefert wertvolle Erkenntnisse, um elektrochemische
Strategien zur Beseitigung von
Mikroverunreinigungen im Wasser weiterzuentwickeln“,
fasst Schäfer zusammen. (or)
Originalpublikation:
Siqi Liu, David Jassby, Daniel Mandler, Andrea
I. Schäfer: Differentiation of adsorption
and degradation in steroid hormone micropollutants
removal using electrochemical
carbon nanotube membrane. Nature Communications,
2024. DOI: 10.1038/s41467-
024-52730-7
Karlsruher Institut für Technologie
D 76131 Karlsruhe
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Seite 45/76
Antimikrobiell aktive Beschichtungen
für Kontakt- und Kontaminationsflächen
in öffentlichen Bereichen
Autor: Susanne Frank
Kontaminierte Flächen spielen eine Schlüsselrolle bei der Übertragung und Verbreitung von Mikroorganismen. Antimikrobielle
Oberflächen stellen daher ein wichtiges Mittel zur Infektionsprävention dar. Insbesondere durch die Corona-Pandemie
ist dieses Thema verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt.
In dem von der IGF geförderten Forschungsprojekt
Safe TOUCH ist es gelungen,
eine langlebige metallisch/keramische
Beschichtung aus Al2O3 mit dauerhaft antimikrobiellen
Eigenschaften (durch geringe
Cu-Zugabe) zu entwickeln. Die Beschichtung
ist wenige μm dick und kann auf alle
rauen Oberflächen wie Metalle und temperaturstabilen
Kunststoffe in verschiedenen
Designs abgeschieden werden.
Die neuen Beschichtungen sind haftfest
und abrasionsstabil (vergleichbar mit Harteloxal!).
Dabei verbessern die Cu-Partikel
die Haftungs- und Abrasionseigenschaften
der Al2O3-Beschichtung.
Ihre antibakterielle Wirkung wurde erfolgreich
gegen E.coli (gram-) und S.aureus
(gram+) getestet, ebenso wie ihre antivirale
Wirkung am Beispiel des modifizierten
Vacciniavirus Stamm Ankara (MVA) und
dem murines Norovirus (MNV). Dafür wurden
Tests in Anlehnung an die ISO 22196
und ISO 21702 durchgeführt, bei denen die
zu testenden Oberflächen mit einer definierten
Menge von Bakterien bzw. Viren in
Querschliff einer kaltplasma-gespritzten
Al2O3-Beschichtung (grau) mit 5% Cu (weiß).
Oben: Einbettmasse, unten: Substrat. (INNO-
VENT e.V.)
Einfluss der Zusammensetzung der Beschichtung auf die antivirale Wirksamkeit nach 0h, 1h und 4h.
Da eine reine Cu-Oberfläche sehr reaktiv ist und schnell oxidiert, ist sie nicht als Kontakt-
Oberfläche im öffentlichen Raum geeignet. (INNOVENT e.V.)
Kontakt gebracht werden. Bei den auf Kontaktzeiten
von 24h ausgelegten Tests konnte
eine sehr gute Wirkung schon nach 60min
nachgewiesen werden. Die Wirkung bleibt
auch nach Tests zur mechanischen Beanspruchung
(Washability) und zur chemischen
Auslaugung der Oberflächen (Eluat-
Test) langfristig stabil.
Diese Technologie erweitert das Spektrum
verfügbarer Oberflächenlösungen im
Kampf gegen schädliche Viren und Bakterien.
Durch die Applikation dauerhaft
wirksamer Beschichtungen können Reinigungsprozesse
effizienter gestaltet und der
Einsatz chemischer Desinfektionsmittel reduziert
werden.
Kaltplasmaspritzen – innovative Technologie
zur Schichtapplikation
Plasmaspritzen ist eine spezielle Be-
schichtungstechnologie, bei der Partikel
oder Drahtmaterial in einem Plasma angeschmolzen
und als mechanisch stabile
Schicht auf der Oberfläche abgeschieden
werden. Eine Spezialform dieses Verfahrens
ist das Kaltplasmaspritzen. Durch die
niedrigere Plasmaleistung und Prozesstemperatur
können auch abhängig von der
Prozessführung thermisch labile Substratwerkstoffe
wie Kunststoffe beschichtet
werden.
Die verwendeten Pulver haben in der
Regel mittlere Korndurchmesser von ca.
10 – 20μm, was eine Abscheidung von
Beschichtungen mit einer Schichtdicke
zwischen 20 und 100μm wirtschaftlich
macht.
Zielstellung des Projektes
Die Beschichtungen sind in Zusammen-
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arbeit mit der Forschungsvereinigung
DECHEMA Gesellschaft für Chemische
Technik und Biotechnologie e.V. entwickelt
worden. Ziel war die Entwicklung einer
neuartigen, antibakteriell und antiviral wirkenden
langzeitaktiven Beschichtung für
Gegenstände des täglichen Bedarfs, die in
ihrer Funktion regelmäßig mit den Händen
berührt werden. Dadurch soll sich die Gefahr
einer Übertragung von Keimen, Bakterien
und Viren durch Berührung / körperlichen
Kontakt verringern.
Bevorzugte Anwendungsorte sind dafür alle
Bereiche des öffentlichen Lebens wie
– Öffentliche Gebäude, Veranstaltungsräume,
Arztpraxen – Griffe und Klinken,
Handläufe, Schalter, Terminals, Möbeloberflächen,
…– Verkehrsmittel –
Haltestangen, Taster, Sitze, Griffe, …
– Verkaufseinrichtungen, Restaurants –
Griffe, Tische und Stühle, Sanitärbereiche,
…
– Firmen / Institute / Arbeitsstätten –
Arbeitsplätze, Tastaturen, Telefone, …
Weitere Einsatzgebiete der Beschichtung
können insbesondere in hygienischen
Hochrisikobereichen liegen, auch an schwer
zugänglichen und für Reinigungsroutinen
problematischen Stellen.
Die Ausstattung von Drahtgeweben und
Filterkeramiken mit der Beschichtung minimiert
die Biofilmbildung, was zu einer Verbesserung
der Gebrauchseigenschaften und
der Lebensdauer führt.
INNOVENT e. V.
D 07745 Jena
Innovatives UVC-LED-Desinfektionswerkzeug für
Kleingeräte in der Pharmaproduktion
Die Pharmaproduktion stellt grundsätzlich sehr hohe Anforderungen an eine hygienische Arbeitsumgebung. Für Kleingeräte
wie Zugangskarten, Tablets, Scanner oder Smartphones hat das Fraunhofer IOSB-AST nun eine besonders effektive
und zeitsparende Lösung zur Anwendung in der Pharmaproduktion bei Boehringer Ingelheim auf Basis von UVC-LEDs
entwickelt.
Um eine sichere Produktion von Pharmaerzeugnissen zu gewährleisten
und das Eindringen von Mikroorganismen zu verhindern,
spielen hohe Hygienestandards eine entscheidende Rolle: So sind
beispielweise Produktionsbereiche mit Personalschleusen ausgestattet,
um eine keimarme Umgebung zu gewährleisten.
Auch Kleingeräte wie Zugangskarten, Scanner, technische Gerätschaften
oder Tablets können mit Mikroorganismen belastet sein.
In der Regel wurden diese bisher mit chemischen Mitteln desinfiziert.
Solch ein manueller Prozess beinhaltet auch Fehlerquellen,
außerdem ist die Validierbarkeit des Prozesses – abgesehen von der
eingesetzten Menge an Desinfektionsmittel – nur schwierig durchführbar.
Ebenso bedeutet ein manueller Prozess einen nicht zu unterschätzenden
Zeitaufwand.
Für eine automatisierte und validierbare Desinfektion dieser
Kleingeräte haben Wissenschaftler des Fraunhofer IOSB-AST auf
Basis einer Desinfektionsbox der PURION GmbH nun einen neuen
Ansatz entwickelt:
Statt der manuellen, chemischen Reinigung übernimmt eine
Desinfektionsbox den Prozess. Herzstück sind dabei UVC-LEDs,
die mittels einer optimierten Wellenlänge Mikroorganismen wie
Viren und Bakterien zuverlässig deaktivieren. Die Desinfektionsbox
ist mit einer hochreflektierenden Innenraumbeschichtung und einem
verschattungsfreien Objektträger ausgestattet. Damit wird eine
Keimreduktion von 99,999% zuverlässig und validierbar innerhalb
von nur 30 Sekunden erreicht.
Für die Reproduzierbarkeit der Desinfektion sorgen mehrere
Photosensoren, die die Bestrahlung überwachen und sicherstellen,
dass die nötige Zieldosis erreicht wird. Weiterer Vorteil: Durch den
Verzicht auf eine chemische Desinfektion werden Materialschäden
an den zu desinfizierenden Objekten stark reduziert. Diese Variante
ist somit den klassischen verfügbaren Verfahren weit überlegen.
„Boehringer Ingelheim ist stolz darauf, mit dem Fraunhofer
IOSB-AST bei der Entwicklung eines innovativen UVC-LED-Desinfektionswerkzeugs
für kleine Geräte in unserer pharmazeutischen
Produktion zusammenzuarbeiten. Die UVC-Desinfektion ist eine
einzigartige Lösung, um elektronisches Equipment wie Tablets und
Smartphones zu desinfizieren und hilft uns damit bei der Umsetzung
der Digitalisierung in der Produktion.
Diese bahnbrechende Technologie zeigt unser Engagement für
die Aufrechterhaltung höchster Hygienestandards bei gleichzeitiger
Reduktion der Verwendung von chemischen Desinfektionsmitteln.“,
erklärt Dr. Martin Müllner, Animal Health Global Innovation Quality
Head Europe&China, von Boehringer Ingelheim
Fraunhofer IOSB-AST
D 98693 Ilmenau
Prototyp der Desinfektionsbox. © indigo/Fraunhofer IOSB-AST
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Seite 47/76
Das Technologische Institut für Kunststoffe AIMPLAST, Spanien, nutzt einen Freeformer 200-3X für die Erforschung von 3D-Druck-Materialien.
Das Kooperationsteam (von links): Dr. Michael Salinas und José Francisco García von Arburg sowie Paula Maestro García, Galileo Roig und
Vicente González Giménez von AIMPLAST. (Foto: Arburg)
Kooperation Arburg und AIMPLAS
Entwicklung neuer Materialien
für die additive Fertigung
– Gemeinsam: Arburg und AIMPLAS erforschen neue Materialien für den 3D-Druck
– Gezielt: Neue Materialien für Anwendungen z. B. in der Medizintechnik
– Gesponsert: Arburg stellt Freeformer 200-3X für Forschungszwecke bereit
Das renommierte Technologische Institut für Kunststoffe
AIMPLAS in Valencia, Spanien, und Arburg kooperieren
seit Juli 2024 in der Materialforschung für die industrielle
additive Fertigung. Mit dem bereitgestellten Freeformer
200-3X werden bei AIMPLAS Versuche zur Qualifizierung
neuer Materialien für die additive Fertigung ausgeführt.
Das Forschungsteam wurde dazu im September von
Arburg-Experten geschult. Das gemeinsame Ziel lautet,
neue Anwendungen zu erschließen, die die Anforderungen
in anspruchsvollen Branchen wie z. B. der Medizin erfüllen.
AIMPLAST setzt dabei auf das Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF)
mit dem Freeformer. Inzwischen ist im Kunststoffinstitut ein Freeformer
200-3X installiert. Dieser kann ein breites Spektrum an handelsüblichen
Kunststoffgranulaten verarbeiten, darunter auch medizinisch
zugelassene Originalmaterialien (FDA).
Freeformer verarbeitet additiv Materialien für Medizintechnik
Getestet werden unter anderem modifizierte Originalmaterialien,
medizinische Polylactide, Biopolymere und Kombinationen davon.
Die Kunststoffexperten arbeiten daran, die Materialien hinsichtlich
Eigenschaften wie Zugfestigkeit, Bruchdehnung, Druckverfor-mungsrest,
Löslichkeit oder Wasserdichtigkeit zu optimieren.
Daraus sollen dann 3D-gedruckte Bauteile für z. B. Orthesen, resorbierbare
Implantate und für die Behandlung von Knochenbrüchen
additiv gefertigt werden.
Offenes 3D-Druck System für optimierte Materialverarbeitung
Ein großer Vorteil des Freeformers und des AKF-Verfahrens ist, dass
sich die Prozessparameter flexibel variieren lassen, um die Bauteileigenschaften
gezielt zu verändern. Mit dem erstellten Programm
lassen sich Kleinserien reproduzierbar additiv fertigen und die
Möglichkeit beibehalten, den Prozess bei Bedarf individuell weiter
zu optimieren.
Kooperation mit Leihmaschine
Die Kooperation zwischen Arburg und AIMPLAS sieht vor, dass der
Freeformer 200-3X zunächst für ein Jahr ausgeliehen wird, damit die
Forscher des Technologiezentrums in Valencia ihre Versuche und
Experimente weiterentwickeln können. Der Schwerpunkt liegt auf
der Medizintechnik und personenspezifisch individualisierten Bauteilen.
Die AKF-Experten von Arburg haben das Team von AIM-
PLAS im September 2024 auf diese Aufgabenstellung hin maßgeschneidert
geschult.
ARBURG GmbH + Co KG
D 72290 Loßburg
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Seite 48/76
Maschinenbauer zieht ins IPAI in Heilbronn
– Vernetzung bringt Vorteile bei KI-Einsatz
Ziehl-Abegg im Hotspot
der künstlichen Intelligenz
Das Industrieunternehmen Ziehl-Abegg ist jetzt im Innovation Parc Artificial
Intelligence (IPAI) vertreten. Im IPAI in Heilbronn entsteht aktuell das ambitionierteste
Projekt für angewandte Künstliche Intelligenz in Europa. „Die künstliche
Intelligenz hat bei uns schon in mehreren Bereichen Einzug gehalten. Wir
wollen jetzt die unternehmensweite Vernetzung und Nutzung professionalisieren“,
sagt Vorstandsvorsitzender Joachim Ley.
Das IPAI ist innovationsförderndes Ökosystem
als Plattform, auf der unterschiedliche
Partner zusammenkommen, um gemeinsam
an zukunftsrelevanten KI-Lösungen
zu arbeiten. Das IPAI ist Heimat für
angewandte KI in Europa und der Welt. Es
ist eine Innovationsplattform und Transformationsbeschleuniger
für KI-Aktivitäten in
Forschung, Wirtschaft und öffentlichen Institutionen.
Das passt zu Ziehl-Abegg, sagt
Vorstandschef Ley. „Unser Engagement im
IPAI, wird uns weiter voranbringen: Denn
dort tauschen sich Experten aus ganz un-
terschiedlichen Branchen und Unternehmensgrößen
aus und befruchten sich Ideen
gegenseitig.“
Bekannte Unternehmen wie Porsche
sowie Organisationen wie das Fraunhofer
Institut sind ebenso im IPA angesiedelt wie
die Polizei oder die TU München. Und jetzt
auch Ziehl-Abegg. Das Künzelsauer Industrieunternehmen
gilt seit Jahren als Vorreiter
beim Aufbau der Arbeitgebermarke
über TikTok und durch E-Sports. „Wir sehr
uns das Thema KI am Herzen liegt, zeigt die
Ausrichtung des ersten ‚AI Communication
Moritz Gräter vom IPAI begrüßt Vorstandschef
Joachim Ley von Ziehl-Abegg. (Fotohinweis:
Ziehl-Abegg / Ufuk Arslan)
Award‘ im Jahr 2024. Wir sind stets auf der
Suche nach Best-Practice-Lösungen“, erklärt
der Vorstandsvorsitzende von Ziehl-
Abegg.
Ziehl-Abegg SE
D 74653 Künzelsau
Busch Group mit neuer
Internetpräsenz
Die Busch Group freut sich, ihre neue Webseite präsentieren
zu können, eine gemeinsame digitale Plattform ihrer
drei Marken Busch Vacuum Solutions, Pfeiffer Vacuum+Fab
Solutions und centrotherm clean solutions. Die neue
Webseite informiert umfassend über das umfangreiche
Produktportfolio, die weltweiten Serviceangebote sowie
die Unternehmenskultur der Gruppe.
Die neue Webseite der Busch Group. (Quelle: Busch Group)
Die neue Webseite der Busch Group, www.buschgroup.com, soll die
enge Zusammenarbeit der drei Unternehmen hervorheben und mit
ihrem einheitlichen Erscheinungsbild die Gruppe als Komplettanbieter
für alle Vakuumanwendungen präsentieren. Besucher der
Webseite finden detaillierte Informationen über die Unternehmenskultur
– einschließlich des familiären Arbeitsumfelds – sowie
über das umfassende Portfolio der Gruppe an Vakuumlösungen, ihre
weltweite Kundennähe und ihr umfangreiches Servicenetz.
Umfassende Informationen und Kennzahlen
Die Webseite bietet außerdem eine Fülle an Informationen über die
Aktivitäten und Erfolge der Busch Group, einschließlich der wichtigsten
Kennzahlen. Darüber hinaus werden Beispiele dafür vorgestellt,
wo die Vakuum- und Überdrucklösungen der Gruppe zum
Einsatz kommen, z. B. Lebensmittelverarbeitung, Kunststoffrecycling,
chemische und pharmazeutische Industrie, Flachbildschirmproduktion,
Analytik- und Labortechnik, erneuerbare Energien,
Forschung und Entwicklung sowie Halbleiter.
Personalwesen und Nachhaltigkeit
Im Bereich „Human Resources“ finden Besucher Informationen
über Busch Vacuum Solutions, Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions und
centrotherm clean solutions als Arbeitgeber sowie Links zu den jeweiligen
Personalseiten der drei Unternehmen. Das Engagement
der Gruppe für Umweltschutz und Nachhaltigkeit wird unter „Verantwortung“
gezeigt. Eine Weltkarte gibt eine Übersicht über alle
Vertriebsgesellschaften, lokalen Vertretungen und Produktionsstandorte.
Busch Vacuum Solutions
D 79689 Maulburg
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Seite 49/76
Sto baut die Produktion von Harzprodukten deutlich aus
Sto investiert ins Werk Rüsselsheim
Mit einer neuen Produktionsanlage erhöht Sto die Kapazität für Epoxid- (EP) und Polyurethanharze
(PU) um rund ein Drittel. Dazu investierte die Sto SE & Co. KGaA (Stühlingen) für
ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft StoCretec GmbH in einen neuen Vakuumdissolver
im Werk Rüsselsheim. „Diese Investition ist ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland.
Sie war wichtig, um die Produktionskapazitäten an unsere Wachstumsstrategie anzupassen
und die Lieferfähigkeit für unsere Kunden langfristig zu gewährleisten.“, erklärt Sto-
Vorstand Michael Keller.
Innerhalb eines Jahres errichtete Sto den neuen Vakuumdissolver, über den nun die Produktion
von Epoxid- und Polyurethanharzen erfolgt. Im August startete der Probebetrieb,
die Aufnahme des Regelbetriebs ist für den Spätherbst geplant. Die gesamte Anlage erfüllt
die ATEX-Richtlinien und steigert die Leistung des Werks Rüsselsheim um 32 Prozent. Der
Dissolver konnte in eine Bestandshalle integriert werden, wodurch auch bei der neuen Produktion
weitgehend vorhandene Infrastruktur genutzt wird.
Der neue Vakuumdissolver von Sto
im Werk Rüsselsheim steigert den Output
von EP- und PU-Harzen.
StoCretec GmbH
Gutenbergstraße 6
D 65830 Kriftel
Telefon: +49 6192 401104
Telefax: +49 6192 401105
eMail: stocretec@sto.com
Internet: http://www.stocretec.de
Busch Schweiz feiert 50-jähriges Bestehen
Die Busch AG blickt auf 50 erfolgreiche Jahre seit ihrer Gründung
in der Schweiz zurück. Die Mitarbeiter und ihre Familien waren geladen,
um das Jubiläum zu feiern.
Live-Musik empfing die Gäste in einem festlich dekorierten Zelt,
in dem Kerzen in der Unternehmensfarbe eine warme und einladende
Atmosphäre schufen. Auch Sami und Kaya Busch, Co-CEOs
und Miteigentümer der Busch Group, nahmen mit ihren Familien an
der Veranstaltung teil. Die Gäste erlebten vielfältige Aktivitäten und
wurden mit köstlichen Speisen verwöhnt.
Die Jubiläumsfeier stellte nicht nur eine Gelegenheit dar, die Gemeinschaft
der Mitarbeiter zu stärken und die familiäre Atmosphäre
in der Busch AG zu genießen, sondern bot auch Anlass, die Erfolgsgeschichte
des Unternehmens Revue passieren zu lassen.
Max Zulauf Wyss leitete die Busch AG als erster Geschäftsführer
seit 1974 in Binningen, bevor das Unternehmen in ein Büro nach
Münchenstein zog. Anfang der 1980er Jahre erfolgte der Umzug der
Busch AG nach Muttenz. Unter der Führung von Hans Steybe wurde
das Busch Gebäude in Magden errichtet und im April 1993 bezogen.
Im selben Jahr stellte Dr.-Ing. Karl Busch die COBRA Vakuumpumpe
vor, die erstmals bei der Schweizer Pharmaproduktion Lonza in
Betrieb genommen wurde – ein Höhepunkt in der Geschichte des
Unternehmens. Ein weiterer Meilenstein war der Einsatz der ersten
COBRA NC Vakuumpumpen in der Stahlentgasung im Jahr 2002.
Unter der Leitung von Christian Muser, seit Mai 2005 Geschäftsführer
der Busch AG, steht nun ein weiterer wichtiger Schritt
in der Unternehmensgeschichte bevor: In Sisseln im Kanton Aargau
entsteht das gemeinsame Schweizer Vertriebs-, Systembau- und
Servicezentrum von Busch und Pfeiffer. Das neue Gebäude wird
im Oktober 2025 fertiggestellt. Ab dem 2. Januar 2026 ziehen die
34 Mitarbeiter der Busch AG in die Räumlichkeiten ein. Am 1. März
2026 folgen die Kollegen von Pfeiffer Schweiz, sodass dann beide
Schweizer Busch Gesellschaften für ihre Kunden unter einem Dach
zusammenarbeiten werden.
„Wir freuen uns darauf, gemeinsam als Unternehmen zu wachsen
und unsere führende Position auf dem Schweizer Markt weiter
auszubauen. Das neue Gebäude bietet uns die Möglichkeit, vor allem
im Service- und im Systembau zu wachsen und unseren Kunden
herausragende Vakuumlösungen aus einer Hand anzubieten.
Schließlich ist die Zufriedenheit und Loyalität unserer Kunden das
wichtigste Kapital unseres Unternehmens“, betont Christian Muser.
Um ihre Kunden bestmöglich zu unterstützen, organisiert die
Busch AG regelmäßig Seminare zu Vakuumlösungen für die chemische
und pharmazeutische Industrie.
Busch Vacuum Solutions
Die Mitarbeitenden der Busch AG. Quelle: Busch AG.
D 79689 Maulburg
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Excellence in Production:
Oechsler AG aus Ansbach ist
Werkzeugbau des Jahres 2024
Die anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit und der Wandel vieler klassischer Absatzmärkte des Werkzeugbaus machen
der Branche zu schaffen. Umso wichtiger ist es deshalb für die Betriebe, ihre Zukunftsfähigkeit auf den Prüfstand zu stellen
und Klarheit darüber zu gewinnen, wo sie im Wettbewerb stehen. Mit dem Wettbewerb »Excellence in Production« kürt
das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie
IPT seit mehr als 20 Jahren den Werkzeugbau des Jahres. Diesjähriger Sieger ist der interne Werkzeugbau der Oechsler
AG aus Ansbach in Franken. Das Unternehmen setzte sich im Wettbewerb von seinen Mitbewerbern ab und zeigt, wie eine
erfolgreiche Transformation gelingen kann.
Der Oechsler-Werkzeugbau bewies sich damit in einem Teilnehmerfeld
von mehr als 200 Unternehmen, aus denen in vier Kategorien
insgesamt zwölf Finalisten hervorgingen. Am 13. November
nahm das Werkzeugbau-Team der Oechsler AG während der feierlichen
Preisverleihung im Aachener Rathaus vor rund 300 Gästen den
begehrten Preis entgegen. Die Laudatio auf den Gesamtsieger hielt
traditionsgemäß der Vorjahressieger: Jürgen Strohmeier, Leiter des
Werkzeugbaus der BMW AG am Standort München und Dingolfing.
Sieger im Wettbewerb Excellence in Production zum Werkzeugbau des
Jahres 2024 ist die Oechsler AG – v.l.n.r.: Johannes Bürkel (Head of Tool
Maintenance), Werner Herbst (Team Leader Tool Costing and Process
Planning) und Andreas Kastner (Head of New Tooling). © Martin Braun
Oechsler AG: Neu ausgerichteter Werkzeugbau
mit eigenentwickelten Softwaresystemen
Entscheidend für den Gesamtsieg im Wettbewerb nannte die Jury
die umfassende strategische Neuausrichtung des gesamten Unternehmens:
Durch gezielte Branchendiversifikation reduziert Oechsler
die Abhängigkeit von einer Branche – eine Transformation, die
durch den internen Werkzeugbau begleitet und ermöglicht wird. Das
Unternehmen beschäftigt ein eigenes IT-Entwicklungsteam mit
ausgeprägter Werkzeugbau-Kompetenz, das gezielt Softwaretools
für die Prozesse und Bedürfnisse des Werkzeugbaus bereitstellt und
laufend an neue Erfordernisse anpasst. Besonders die umfangreiche
Systemunterstützung entlang der Auftragsabwicklung beeindruckte
die Juroren. Sie ermöglicht dem Werkzeugbau eine effiziente Kapazitätsplanung
über alle Standorte hinweg und gewährleistet eine
automatisierte Fehlerprüfung der Konstruktionsdaten. Zusätzlich
nutzt der Oechsler-Werkzeugbau Augmented-Reality-Anwendungen
zur standortübergreifenden Werkzeugbetreuung und für die
Qualifizierung seiner Mitarbeitenden.
Die Oechsler AG hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1864 zu
einem führenden Unternehmen der Kunststofftechnologie entwickelt,
das weltweit Kunden aus den Branchen Automobil, Healthcare
sowie Sport- und Konsumgüter mit industriellen Lösungen beliefert.
Es setzt auf neueste Technologien und einen hohen Grad an
Automatisierung und Digitalisierung. Mit knapp 2700 Mitarbeitenden
erwirtschaftete das Unternehmen im Jahr 2023 einen Umsatz
von rund 389 Millionen Euro.
Am Standort Ansbach besteht der interne Werkzeugbau von
Oechsler seit mehr als 70 Jahren. Vor Ort fertigt der Werkzeugbau
mit rund 130 Mitarbeitenden Hochleistungs-Spritzgießwerkzeuge
für Standard- oder Sonderverfahren. Diese umfassen Präzisionswerkzeuge
für Kleinteile und Mehrkomponentenwerkzeuge sowie
Werkzeuge mit Sonderverzahnungen und Ausschraubwerkzeuge
für Schnecken oder Bauteile mit Gewinden. Der Werkzeugbau ist
innerhalb des Gesamtunternehmens ein Full-Service-Partner für
die interne Produktion.
Auch bester interner Werkzeugbau mit
mehr als 50 Mitarbeitenden
Zusätzlich zum Gesamtsieg erklärte die Jury des Wettbewerbs den
internen Werkzeugbau der Oechsler AG auch zum Sieger der Kategorie
»Interner Werkzeugbau ab 50 Mitarbeitende«. Als weitere Finalisten
dieser Kategorie zeichnete die Jury die Craemer GmbH aus
Herzebrock-Clarholz bei Gütersloh, die Gerresheimer Regensburg
GmbH aus dem bayerischen Wackersdorf und die Ypsomed AG aus
Burgdorf in der Schweiz mit einer Urkunde aus.
Sieg in der Kategorie »Interner Werkzeugbau
unter 50 Mitarbeitende« geht an die Hilti AG
Der Sieg in der Kategorie »Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeitende«
geht in diesem Jahr an die Hilti AG aus Schaan in Liechtenstein.
Der Hilti-Werkzeugbau überzeugte die Jury als global agierender
Werkzeugversorger mit besonderem Augenmerk auf die Mitarbei-
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tenden und den Werkzeuglebenszyklus. Durch die datenbasierte
Begleitung des Werkzeugs entlang des gesamten Lebenszyklus gelingt
es dem Werkzeugbau, seine Werkzeuge stetig weiter zu optimieren.
Dies erreicht Hilti, indem auf den Komponenten Data-Matrix-Codes
angebracht werden, anhand derer die Lebenszyklusdaten
ausgelesen werden. Das Unternehmen setzt außerdem auf eine
systematische Weiterentwicklung der Mitarbeitenden anhand eines
individuellen Entwicklungsplans.
Die Hilti AG entwickelt und vertreibt mit insgesamt rund 34 000
Mitarbeitenden in mehr als 120 Ländern Lösungen, die die Produktivität,
Sicherheit und Nachhaltigkeit in der Bauindustrie verbessern.
Dazu investiert das Unternehmen jährlich etwa sieben Prozent seines
Umsatzes in Forschung und Entwicklung für eine kontinuierliche
Innovation. Der interne Werkzeugbau in Schaan besteht seit
1999 und sichert international die Werkzeugversorgung für die laufende
Produktion. Im Verbund mit Konzernforschung und Produktentwicklung
entstehen auf diese Weise hochinnovative Werkzeuge
und Fertigungstechnologien. Diese Positionierung ermöglicht eine
enge Zusammenarbeit mit der Produktion und eine kontinuierliche
Weiterentwicklung des Status Quo.
Als weitere Finalisten wurden in diesem Jahr die Böllhoff Produktion
GmbH aus Bielefeld sowie die ifm electronic GmbH aus
Tettnang am Bodensee ausgezeichnet.
Gewinner der Kategorie »Externer Werkzeugbau
ab 50 Mitarbeitende« ist die Braunform GmbH
Alle Finalisten des Wettbewerbs Excellence in Production 2024 auf der
Bühne im Aachener Krönungssal. © Martin Braun
Bester »Externer Werkzeugbau ab 50 Mitarbeitende« im Jahr 2024
wurde die Braunform GmbH aus Bahlingen bei Freiburg.
Bei Braunform beeindruckte die Jury die umfassende Standardisierung
des Werkzeugbaus durch die eigenentwickelte und parametrisierte
MEDMold-Norm für den sicheren Einsatz von Spritzgießwerkzeugen
im Reinraum. Das Unternehmen arbeitet mit einem
klimatisierten Fertigungsbereich mit hohem Automatisierungsgrad
beim Erodieren und Fräsen. Braunform legt ausdrücklich großen
Wert auf einen hohen Anteil an Auszubildenden und schult diese
in einer großen Auszubildendenwerkstatt an modernen CNC-Maschinen.
Die Braunform GmbH besteht seit 1977 als Familienunternehmen
und gehört mit 380 Mitarbeitenden heute zu den weltweit führenden
Unternehmen für den Kunststoff-Formenbau im Bereich der
Medizintechnik. Braunform hat sich auf die Herstellung von Spritzgießwerkzeugen
für Produkte fokussiert, für die Kunststoff als Rohstoff
alternativlos oder ressourcenschonender ist als andere Materialien.
Das Unternehmen bietet dafür ein Full-Service-Engineering
an. Es ist spezialisiert auf die Fertigung von Mehrkomponentenformen,
Multikavitätenwerkzeugen, Etagenspritzgießwerkzeugen und
Formen für die Medizintechnik. Der vollklimatisierte Präzisions-
Formenbau bedient die Branchen Pharma, Precision Farming und
Personal Care. Für die Pharmaindustrie werden die Herstellungsprozesse
inklusive automatisierter Montage in Reinräumen umgesetzt.
Weiterer Finalist in dieser Kategorie war die Fischer GmbH aus
dem sächsischen Geringswalde.
Bester »Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeitende«
ist Fassnacht Werkzeug-Formenbau
Gewinner in der Kategorie »Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeitende«
ist Fassnacht Werkzeug- Formenbau aus Bobingen bei
Augsburg.
Als sehr positiv bewertete die Jury bei Fassnacht die gezielten
Investitionen in den Maschinenpark zum langfristigen Erhalt seiner
konkurrenzfähigen technologischen Leistungsfähigkeit. Dazu trägt
die hochmoderne Fertigungshalle bei, die durch eine durchgehende
Klimatisierung, viele Krananlagen und moderne Netzwerktechnik
beste Arbeitsbedingungen schafft. Darüber hinaus profitieren die
Mitarbeitenden von einer langjährigen, familiären Zusammenarbeit
und genießen ein hohes Maß an Eigenverantwortung.
Seit seiner Gründung im Jahr 1990 versteht sich Fassnacht als
Problemlöser für komplexe Herausforderungen bei Spritzgießwerkzeugen
und beliefert weltweit Kunden verschiedener Branchen
– von Automotive über Powertools und Medizintechnik bis hin zu
Spielwaren. Das Unternehmen verfügt über einen modernen, hoch
automatisierten Maschinenpark mit breitem Technologiespektrum
und einen soliden Mitarbeiterstamm mit langjähriger Berufserfahrung.
Fassnacht ist seit vielen Jahren mehrfacher Sieger und Finalist
des Wettbewerbs Excellence in Production und misst Forschung
und Entwicklung im Unternehmen einen hohen Stellenwert bei. Das
inhabergeführte Familienunternehmen setzt bewusst nicht auf starkes
Wachstum, sondern bietet seinen Mitarbeitenden ein familiäres
Arbeitsumfeld mit langfristig sicheren Arbeitsplätzen.
Als weitere Finalisten in der Kategorie »Externer Werkzeugbau
unter 50 Mitarbeitende« wurden die Formotion GmbH aus Wilnsdorf
bei Siegen und die Klaucke & Meigies Formenbau GmbH aus
Lüdenscheid im Sauerland ausgezeichnet.
Excellence in Production: Auswahl der besten
Werkzeugbaubetriebe im deutschsprachigen Raum
Die Aachener Forschenden ermittelten auch in diesem Jahr gemeinsam
mit einer fachkundigen Jury die besten Werkzeug- und
Formenbaubetriebe im deutschsprachigen Raum in vier Kategorien.
Grundlage des ausführlichen Vergleichs bildeten ein umfangreicher
Fragebogen sowie Vor-Ort-Besuche der bestplatzierten Unternehmen
während der Sommermonate. Auf dieser Basis bestimmten die
zehn Juroren aus Industrie, Politik, Verbänden und Wissenschaft
zwölf Finalisten, die Kategoriesieger sowie den Gesamtsieger. Insgesamt
hatten sich im Jahr 2024 mehr als 200 Werkzeug- und Formenbaubetriebe
am Wettbewerb beteiligt, 50 kamen in die engere
Auswahl.
Der Wettbewerb »Excellence in Production« fand in diesem Jahr
bereits zum 21. Mal statt. Am Tag nach der Preisverleihung stellten
ausgewählte Finalisten und Partner der Aachener Institute ihre Erfolgsstrategien
während des Internationalen Kolloquiums »Werkzeugbau
mit Zukunft« vor. Unter dem Motto »Werkzeugbau powered
by KI – effizient, präzise, innovativ & nachhaltig?!« berichteten die
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Veranstalter und ausgewählte Referenten über Wege zur Produktivitätssteigerung
sowie Einsatzfelder für Künstliche Intelligenz im
Werkzeugbau und blickten so auf mögliche Zukunftsszenarien der
Branche für eine langfristig erfolgreiche Ausrichtung.
Neue Chance im nächsten Jahr
Auch im kommenden Jahr werden sich die besten deutschsprachigen
Werkzeug- und Formenbaubetriebe wieder untereinander messen.
Interessierte können sich schon jetzt unter www.excellencein-production.de
detailliert über den Wettbewerb informieren und
vorab registrieren. Alle Teilnehmenden des Wettbewerbs erhalten
eine individuelle Auswertung über ihre Stärken und Verbesserungspotenziale.
Bereits ab dem 1. Dezember können die Unternehmen den ersten
Teil des Fragebogens mit einer geringen Anzahl zentraler Fragen
ausfüllen. Sie erhalten auf dieser Basis bereits eine erste Auswertung
ihrer Kennzahlen. In der zweiten Wettbewerbsphase sind
detailliertere Fragen zu beantworten und die Teilnehmenden erhalten
eine umfangreichere Kennzahlenauswertung. Unter allen Teilnehmenden
der zweiten Phase werden außerdem zwei zusätzliche
Vor-Ort-Besuche der Aachener Werkzeugbau-Expertinnen und Experten
verlost.
Der diesjährige Wettbewerb wird von der Hasco Hasenclever
GmbH & Co. KG als Hauptsponsor, dem KC Kunststoffcluster Österreich
und dem Schweizer Werkzeugbau-Verband Swissmem, dem
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V., dem Verband
Deutscher Werkzeug- und Formenbauer e.V. sowie der WBA Aachener
Werkzeugbau Akademie GmbH unterstützt. Die Medienpartner
Form + Werkzeug, VDI nachrichten sowie werkzeug & formenbau
fördern den Wettbewerb durch ihre umfassende Berichterstattung
über die Sieger und Finalisten. Weiterer Partner des Wettbewerbs ist
die Fachmesse »formnext«.
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
D 52074 Aachen
Der Österreichische Staatspreis Innovation 2024
geht an ENGEL für den Zwei-Stufen-Prozess für
energieeffizienteres Kunststoffrecycling
Am 7. Oktober 2024 verlieh der österreichische Bundesminister
für Arbeit und Wirtschaft, Martin Kocher, die Auszeichnung
in Wien. Mit dem Staatspreis werden die innovativsten
Unternehmen Österreichs gewürdigt, und die Jury
erkannte ENGELs Beitrag als wegweisende Transformation
im Recyclingprozess an.
In ihrer Begründung hob die Jury die Bedeutung des Zwei-Stufen-
Prozesses hervor: „Dieses Verfahren ist hochinnovativ und ökologisch
äußerst wertvoll. Sowohl der Nutzen des Projekts als auch die
Förderung der Innovationskraft im Unternehmen wurden sehr positiv
bewertet. Durch den Wegfall eines zusätzlichen Prozessschritts
werden Ressourcen und Kosten erheblich eingespart. Die Technologie
stärkt die Möglichkeiten der Recyclingverarbeitung, reduziert
den globalen CO₂-Fußabdruck, fördert die Kreislaufwirtschaft und
V.l.n.r.: Dr. Johannes Kilian, Univ.-Prof. Dr. Martin Kocher,
Dr. Klaus Fellner, DI Stefan Fehringer. (Bild: ENGEL)
revolutioniert die Branche mit einer Energieeinsparung von 30 %.“
„Das Innovative und Besondere am Zwei-Stufen-Prozess ist
es, dass er die Recyclingroute abkürzt. Bei der bisherigen Verarbeitung
von Recyclingmaterialien wird das Rohmaterial der Spritzgießmaschine
in Granulatform zugeführt, das vorher getrennt aufbereitet
wurde. Mit dem neuen Zwei-Stufen-Prozess von ENGEL
kann nun auch geschreddertes Recyclingmaterial direkt zu neuen
Teilen verarbeitet werden, ohne vorherige Aufbereitung. In der ersten
Stufe werden Kunststoff-Flakes in einer Plastifizierschnecke
aufgeschmolzen. Danach werden Verunreinigungen und Geruchsbelastungen
über einen kontinuierlichen Schmelzefilter und eine
Entgasungseinheit entfernt. Das Einspritzen und die Formgebung
des Bauteils stellt dann die zweite Stufe dar. Somit kann die Produktion
von Kunststoffteilen aus Recycling auf einen gesamten Prozessschritt
reduziert werden und das Recyclingmaterial direkt an der
Spritzgießmaschine verarbeitet werden. Das reduziert Investitionskosten,
Energie und CO₂-Ausstoß,“ erläutert Dr. Klaus Fellner, Leiter
Application Technologies, bei ENGEL.
Dr. Johannes Kilian, Bereichsleiter Prozess- und Anwendungstechnik
bei ENGEL, betont: „ENGEL, als größter österreichischer
Maschinenbauer, ist ein innovatives Familienunternehmen. Seit
vielen Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema Recycling.
Daher ist dieser Innovationspreis für ENGEL und die gesamte
Kunststoffindustrie ein bedeutendes Signal. Der Staatspreis für Innovation
unterstreicht die Relevanz von Kunststoff und Kunststoffrecycling,
denn angesichts von Klimawandel und Carbon-Neutralität
sind der Werkstoff Kunststoff und Circular Economy ein unverzichtbarer
Baustein für eine nachhaltige Zukunft.“
ENGEL AUSTRIA GmbH
A 4311 Schwertberg
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Weichenstellung für nachhaltiges Wachstum
Robin Biesinger übernimmt
Geschäftsführung bei der ASYS
Prozess- und Reinraumtechnik GmbH
Seit April 2024 verstärkt der erfahrene Vertriebsexperte Robin Biesinger die Geschäftsführung
der ASYS Group. Als Managing Director der ASYS Prozess- und
Reinraumtechnik GmbH hat er die Leitung eines wichtigen Unternehmensbereichs
übernommen und arbeitet seither daran, die strategischen Ziele weiter voranzutreiben.
Sein Start verlief äußerst erfolgreich, wie er selbst berichtet.
„Mein Start bei ASYS war durchweg positiv,
und ich begegne überall aufgeschlossenen
und hilfsbereiten Menschen, von denen
ich wichtige Informationen erhalte und viel
lernen darf. Das hat es mir leicht gemacht,
die Weiterentwicklung und Stärkung des
Unternehmensbereichs anzugehen.“
Der neue Managing Director blickt auf
eine langjährige Karriere in der Automobilbranche
zurück. Über knapp 14 Jahre hinweg
war Robin Biesinger in unterschiedlichen
Positionen im Vertrieb bei verschiedenen
„Ich freue mich, das Gute aus allen Welten in meine Arbeits- und Denkweise einfließen zu lassen,
um so gemeinsam mit allen Mitarbeitern des Bereiches Prozess- und Reinraumtechnik einen
positiven Beitrag für die ASYS Group zu leisten.“
Zulieferern der BMW Group tätig, wobei
die Dynamik der Automobilindustrie sein
Denken und Handeln maßgeblich prägte.
Vor seinem Wechsel zu ASYS verantwortete
er den Bereich Vertrieb und Marketing bei
eSystems – ein Scale-up Unternehmen innerhalb
der KATEK-Gruppe. eSystems entwickelt,
produziert und vertreibt intelligente
Ladesysteme für Elektrofahrzeuge. Diese
Tätigkeit ermöglichte ihm tiefe Einblicke in
die Industrie- und Energiewelt, abseits der
Automotive-Branche.
ASYS Prozess- und Reinraumtechnik GmbH
Lerchenbergstraße 31
D 89160 Dornstadt
Telefon: +49 7348 98560
Telefax: +49 7348 985691
eMail: info@asys-reinraum.de
Internet: http://www.asys-reinraum.de
Die Hönle Gruppe ernennt Chris Davis
zum Vertriebsleiter für Amerika
Die amerikanische Tochtergesellschaft der
Hönle Gruppe, ein führender Anbieter von
industriellen UV/LED-UV-Härtungs- und
Entkeimungssystemen sowie IR/Heißluft-
Trocknungsgeräten und UV-Messtechnik,
hat Chris Davis zum Vertriebsleiter für Amerika
ernannt.
Chris verfügt über 25 Jahre Geschäftsund
Führungserfahrung in der Druck- und
Beschichtungsbranche. Zuletzt war er als
Head of Sales für einen anderen führenden
UV-Systemanbieter tätig und brachte dort
den Vertrieb im Bereich Verpackung und
industrielle Anwendungen auf ein neues
Level.
„Wir freuen uns sehr, Chris in der Hönle
Gruppe willkommen zu heißen. Er bringt
außergewöhnliches Fachwissen im beratungsorientierten
Vertrieb mit und wird
unseren Kunden auf Basis seiner großen Erfahrung
zu noch mehr Erfolg verhelfen. Mit
seiner Hilfe werden wir unsere sehr guten
Kundenbeziehungen und die erfolgreiche
Geschäftsentwicklung im für uns wichtigen
Wirtschaftsraum Amerika weiter ausbauen,“
sind sich Dr. Tim Rüttermann, Vice President
Business Unit Curing und Alexander
Frisch, Vice President Business Unit Disinfection,
einig.
Brook Henschen, Geschäftsführer der
amerikanischen Tochtergesellschaft der
Hönle Gruppe, ergänzt: „Wir sind begeistert,
Chris in unserem Team zu haben. Er wird ein
großartiger und versierter Ansprechpartner
für all unsere Kunden sein und ist eine hervorragende
Ergänzung für unser Team.“
Dr. Hönle AG
D 82166 Gräfelfing
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Neuaufstellung der OPTIMA Geschäftsleitung
Die Geschäftsleitung stabil für die kommenden Jahre aufstellen: Das war die Aufgabe für die erfolgreiche Optima Unternehmensgruppe
in diesem Jahr. Marco Beyl und Dr. Johannes-Thomas Grobe haben die Verantwortung von ihren Vorgängern
übernommen. Sie ergänzen die Geschäftsleitung um CEO Dr. Stefan König und den geschäftsführenden Gesellschafter
Hans Bühler.
Die neue Optima Geschäftsleitung: Dr. Johannes-Thomas Grobe,
Dr. Stefan König, Hans Bühler und Marco Beyl.
Marco Beyl leitet als CFO alle Abteilungen im Bereich Finanzen und
Administration. Der 46-jährige Diplom-Wirtschaftsingenieur bringt
umfangreiche Führungserfahrung im Projektgeschäft sowie internationale
Expertise aus mittelständischen und Großunternehmen mit.
Dr. Johannes-Thomas Grobe leitet die erfolgreiche Pharma Division.
Der 58-jährige promovierte Ingenieur verfügt über langjährige
Erfahrung im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Antriebsund
Steuerungstechnik. In vorherigen Stationen konnte er Auslandserfahrung
sammeln und Führungsverantwortung im Projektgeschäft
übernehmen.
Weiterhin werden der geschäftsführende Gesellschafter Hans
Bühler und CEO Dr. Stefan König in der Unternehmensleitung sein.
König ist verantwortlich für die Gesamtentwicklung der Unternehmensgruppe.
Er hatte im April die Rolle des CEO von Bühler übernommen,
der sich auf Zukunftsthemen, strategische Entscheidungen
und den Gesellschafterkreis fokussiert.
Das Unternehmen kann damit in seiner weiteren Entwicklung
auf ausgewiesene Expertise zählen. Die Grundlage der Unternehmensphilosophie,
die auf dem Leitbild „We care for people“ gründet,
bleibt unverändert und gibt den strategischen Entscheidungen eine
klare Richtung. „Optima steht auf soliden wirtschaftlichen Säulen,
die wir erhalten und stärken wollen“, sagt Marco Beyl.
Das Familienunternehmen konzentriert sich darauf, weltweit
als Lösungsanbieter in wichtigen Märkten präsent zu sein und verfolgt
dabei ambitionierte Wachstumsziele. Die beständigen Werte,
die über ein Jahrhundert der Erfolgsgeschichte geprägt haben, sollen
auch weiterhin ein attraktives Arbeitsumfeld schaffen. „Gemeinsam
mit unseren Mitarbeitenden werden wir unsere Vision bestmöglich
umsetzen“, erklärt Dr. Stefan König.
„Wir sehen speziell im Pharma Markt weitere deutliche Wachstumschancen,
die wir nutzen werden“, sagt Dr. Johannes-Thomas
Grobe. „Wir bieten unseren Mitarbeitenden und potenziellen künftigen
Kollegen damit einen stabilen Arbeitsplatz mit guten Zukunftsaussichten.“
Der bisherige CFO, Jan Glass, und Gerhard Breu, vormals Chairman
von Optima Pharma, werden dem Unternehmen noch beratend
zur Seite stehen. „Ihnen gebührt unser größter Dank und Respekt für
ihren Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens“,
unterstreicht Hans Bühler.
OPTIMA packaging group GmbH
D 74523 Schwäbisch Hall
Sedotec rückt näher an die Kunden ran
„Langfristig werden Anbieter nur erfolgreich sein, wenn sie Ihre
Produkte und Lösungen radikal und konsequent am Kundennutzen
ausrichten. Dazu gehört Kundennähe, die wir schon immer leben
und jetzt weiter schärfen“, berichtet Dirk Seiler. Für den Inhaber der
Sedotec GmbH und Co. KG in Ladenburg heißt Kundennähe ab
sofort auch Regionalisierung. In den neu geschaffenen Regionen
Nord, Ost, West und Süd kümmern sich neue Mitarbeiter intensiv,
schnell und nah um die Belange bestehender und potenziell neuer
Kunden.
Erfahrung, Enthusiasmus und Power für vier Regionen
Jörn Schipke (li) und Björn Kriete stehen als Regionalleiter West und
Nord für die Regionalisierung und somit für noch mehr Kundennähe bei
Sedotec. Es fehlen Carsten Hoffmann, der den Osten betreut sowie ein
noch gesuchter Regionalleiter für den Süden Deutschlands. © SEDOTEC
Künftig betreut mit Regionalleiter Björn Kriete ein ausgewiesener
Branchenexperte den Norden. Auch die Region Ost wird seit kurzem
von einem erfahrenen Experten betreut. Der Elektriker und
Ingenieur für Elektroenergieanlagen, Carsten Hoffmann, bringt
ebenfalls Konzernerfahrung mit. Der Westen freut sich, dass auch
Jörn Schipke langjährige Erfahrung als Vertriebsingenieur und Key
Accountmanager für Energietechnik vom Digitalisierungs-Pionier
der Branche mitbringt.
SEDOTEC GmbH & Co. KG
D 68526 Ladenburg
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Neue Bildungsoffensive für die
deutsche Chipindustrie
Fachkräfte für die Chipindustrie sichern – mit diesem Ziel startete am 01.11.2024 das vom Bundesministerium für Bildung
und Forschung (BMBF) geförderte bundesweite Leitprojekt „Fachkräfte für die Mikroelektronik: skills4chips“. Ein
zentraler Bestandteil ist der Aufbau einer nationalen Bildungsakademie für die Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik.
Die „Microtec Academy“ reagiert mit innovativen Qualifizierungen auf den wachsenden Fachkräftebedarf und wird vom
Berliner Ferdinand-Braun-Institut (FBH) koordiniert.
Mehr Chips „made in Europe“: Die
Europäische Union strebt an, den
Anteil der in Europa produzierten
Halbleiter bis 2030 von zehn auf 20
Prozent zu erhöhen und die regionale
Halbleiterproduktion durch das
Europäische Chip-Gesetz intensiver
zu fördern. Um diese Fertigungskapazitäten
auszubauen, werden qualifizierte
Fachkräfte benötigt. Hier setzt
skills4chips in Deutschland an: Das
Projekt baut mit der Microtec Academy
eine nationale Bildungsakademie
für Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik
auf. Das BMBF stellt hierfür ein Fördervolumen
von 12 Millionen Euro über vier
Jahre bereit.
Das Verbundteam von skills4chips,
unter der Leitung des Berliner Ferdinand-Braun-Instituts,
Leibniz-Institut für
Höchstfrequenztechnik, kann auf langjährige
Erfahrungen bei der Aus- und Weiterbildung
im Hochtechnologiebereich zurückgreifen.
Es fließen die Ergebnisse aus den
vom BMBF geförderten Vorläuferprojekten
„BM = x³“ und „Mikroelektronik-Akademie“
ein. Viele bewährte Initiativen aus regionalen
Clustern können so weitergeführt und
mit neuen Angeboten angereichert werden,
etwa mit Teilqualifizierungen oder spezifischen
Angeboten für Quereinsteiger*innen.
Stärkung der Fachkräfteausbildung
durch passgenaue Angebote
„Unser Ziel ist es, den Mikroelektronik-Standort
Deutschland nachhaltig
zu stärken“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Patrick
Scheele, Wissenschaftlicher Geschäftsführer
des FBH. „Die Microtec
Academy schafft ein einzigartiges
Netzwerk, das alle relevanten Player
zusammenbringt: Bildungsträger,
Berufs- und Hochschulen, Forschung
und Industrie. Dadurch können wir
passgenaue, zum Teil überregionale
Angebote an allen Stellen der Bildungskette
bündeln und zugleich
neue Qualifizierungswege erschließen.
So gewinnen wir die dringend
Übersicht der am Projekt „Microtec Academy“
beteiligten Akteur*innen. (©FBH)
benötigten Fachkräfte mit einem bundesweit
abgestimmten Vorgehen, zum Nutzen
der Menschen und der Branche.“
Langfristig soll die Microtec Academy
die Qualität und Quantität der gesamten
Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich
Mikroelektronik steigern – von der Berufsorientierung
über Ausbildung und Studium
bis zum Re- und Upskilling. Besondere Aufmerksamkeit
liegt dabei auf der Ansprache
neuer Zielgruppen, der bedarfsgerechten
Gestaltung der Bildungsangebote und der
Qualifizierung von Ausbildungsverantwortlichen
und Lehrkräften. Neue digitale Lösungen
wie ein virtuelles Technologielabor
ermöglichen innovative Qualifizierungsmaßnahmen.
Damit fördert die Akademie
orts- und zeitunabhängiges Lernen und
bietet ein breites Spektrum an Formaten,
von Online-Kursen über hybride Modelle
Als zentraler Bestandteil des Fachkräfte-Leitprojekts
„skills4chips“ soll die „Microtec Academy“ Fachkräfte
für die deutsche Chipindustrie sichern.
(©FBH/Matthias Baumbach)
bis hin zu reinen Präsenzkursen,
die Theorie und Praxis verbinden.
Eine Gemeinschaftsaufgabe
im überregionalen Netzwerk
Das Projektkonsortium besteht
neben dem FBH aus sechs
weiteren Verbundpartnern, die
unterschiedliche Expertise einbringen:
dem regionalen Berufsbildungszentrum
des Kreises
Steinburg, dem Institut für
Mikrotechnik der Technischen Universität
Braunschweig, dem Fachbereich Informatik
und Mikrosystemtechnik der Hochschule
Kaiserslautern, der Otto-von-Guericke-
Universität Magdeburg, microTEC Südwest
e. V. sowie dem IVAM Microtechnology
Network. Weitere Kooperations- und
Netzwerkpartner aus ganz Deutschland
wie die Forschungsfabrik Mikroelektronik
Deutschland (FMD) und Silicon Saxony
unterstützen das Leitprojekt, um die Fachkräftesicherung
in der Mikroelektronik und
Mikrosystemtechnik voranzutreiben.
Veranstaltungshinweis des BMBF:
Konferenz „Fachkräfte für die
Mikroelektronik“
Das Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) lädt die Mikroelektronik-Fachcommunity
aus Forschung, Industrie
und Politik sowie Vertreterinnen und
Vertreter von Bildungsträgern, Clustern,
Auszubildenden- und Studierendenvereinigungen
zur Konferenz „Fachkräfte für
die Mikroelektronik (#skills4chips) – Wie
der Innovationsstandort Deutschland durch
das Zusammenspiel von Forschung und Bildung
punkten kann“ am 19. März 2025 in
Berlin ein. Das Projektkonsortium wird das
Leitprojekt im Rahmen der Konferenz vorstellen
und die Veranstaltung nutzen, um
wertvolle Impulse für die Projektumsetzung
zu gewinnen.
Ferdinand-Braun-Institut gGmbH
D 12489 Berlin
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Seite 56/76
Neues DECHEMA/VDI-Papier:
Wann lohnt sich modularer Anlagenbau?
Modulare Anlagen werden vielfach als das Konzept der Zukunft
gehandelt. Doch Investitionsentscheidungen müssen
auf Fakten gründen. Die DECHEMA/VDI-Fachgruppen
Cost Engineering und Modulare Anlagen liefern im Papier
„Cost Engineering for Modular Plants“ Definitionen, Bewertungskriterien
und Beispiele für die wirtschaftliche und
qualitative Bewertung unterschiedlicher Anlagenbaukonzepte.
Die Entscheidung für eine Investition in der chemischen Industrie
will gut vorbereitet sein – es geht nicht nur um hohe Summen, sondern
meist auch um eine langfristige Festlegung auf einen Standort
und/oder Prozess. Prinzipiell kann man drei Konzepte für den Aufbau
einer Anlage unterscheiden:
– konventionelle Stick-Built-Anlagen, die vor Ort gebaut werden
– Anlagen aus vorgefertigten Modulen
– flexible modulare Anlagen, bei denen einzelne Funktionsmodule
nach Bedarf ausgetauscht und neu kombiniert werden können.
Doch welches Konzept ist das richtige für einen konkreten Anwendungsfall?
Das neue Papier „Cost Engineering for Modular Plants“
liefert Antworten auf diese Frage und bietet Hilfestellungen für die
Bewertung und Auswahl. Basierend auf einer klaren Abgrenzung
zwischen den drei Anlagentypen erörtern die Autoren sowohl die
harten Kriterien wie CAPEX, OPEX und Time-to-Market als auch
qualitative Faktoren, die bei der Entscheidung eine Rolle spielen
sollten. Das sind zum Beispiel lokale Gegebenheiten wie der Platzbedarf
für die Baustelle oder Arbeitskosten, aber auch Aspekte wie
Laufzeiten, Flexibilität der Anlage und deren spätere Weiternutzung.
Anhand konkreter Beispiele wird gezeigt, wie sich diese Kriterien
für ein konkretes Projekt anwenden lassen. Dank der beigefügten
Excel-Dateien lassen sich diese im Detail nachvollziehen. Die Experten
zeigen auch eine Reihe möglicher Bewertungsmethoden auf,
um zu einer guten Entscheidung zu gelangen. Diese umfassen nicht
nur etablierte Methoden der Investitionsrechnung, sondern auch alternative
Methoden, die auch Unsicherheiten mit einbeziehen.
Das Papier liefert eine wertvolle Handreichung für alle, die Anlagen
konzipieren und planen. Es ist kostenfrei zum Download verfügbar
auf der DECHEMA-Homepage.
DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.
D 60486 Frankfurt am Main
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Seite 57/76
Internationales Networking, vielfältige Neuheiten und zukunftsweisendes Programm
MEDICA 2024 und COMPAMED 2024:
Medizintechnikindustrie nutzt die
globale Ausstrahlung im Wettbewerb
um Innovationsführerschaft
„Meet Health. Future. People.“ – so lautet das Kampagnenmotto, mit dem die MEDICA im neuen Messejahr 2025 in Richtung
Zukunft durchstarten wird. Wie treffend das Motto gewählt ist, bestätigte die internationale Leitmesse für die Gesundheitswirtschaft
und die Medizintechnikindustrie mit der erfolgreich verlaufenden MEDICA 2024 und der parallelen
Zuliefererfachmesse Nr. 1, der COMPAMED 2024. „Geboten wurden beste Optionen für globales Networking sowie in unglaublicher
Vielzahl zukunftsweisende Innovationen und Programmhighlights auf absolutem Top-Level. Die MEDICA ist
in ihrer globalen Ausstrahlung einmalig“, zeigt sich Marius Berlemann, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, beeindruckt
vom Geschehen an den Messeständen und Programmbühnen. Die insgesamt 5.800 ausstellenden Unternehmen aus 72
Nationen präsentierten sich vom 11. bis 14. November mit ihrer Expertise den rund 80.000 Fachbesucherinnen und Fachbesuchern
(aus 165 Ländern) und vermittelten einen eindrucksvollen Überblick zu modernen Gesundheitslösungen für
die ambulante und stationäre Versorgung – weltweit einzigartig unter Einbezug der kompletten Wertschöpfungskette der
Medizintechnik und damit auch von technisch anspruchsvollen Zulieferprodukten. Mit einer hohen Entscheiderquote und
hohen Zufriedenheitswerten knüpfen beide Veranstaltungen nahtlos an die hervorragenden Ergebnisse der Vorjahre an.
Mehr als 90 Prozent des angereisten Fachpublikums verfügt über
Entscheidungskompetenz und mehr als 90 Prozent der Fachbesucherinnen
und Fachbesucher sind mit ihrer Veranstaltungsteilnahme
zufrieden.
„Das beflügelt das Geschäft unserer Aussteller. Insgesamt sehen
wir am Messeverlauf, dass der länderübergreifende Wettbewerb um
die Medizintechnik-Innovationsführerschaft an Dynamik gewinnt
und wie in anderen Branchen auch Unternehmen aus Asien kräftig
mitmischen. Neben der deutschen Beteiligung, den weiteren Länder-
und Regionenbeteiligungen aus Europa waren China, Südkorea,
Indien und natürlich auch Japan und Taiwan wieder stark und
mit Top-Neuheiten vertreten. Besonders erfreulich ist die erneut
große Beteiligung aus den USA, die mit ihren vielfältigen Gemeinschaftsständen,
u. a. aus zahlreichen Bundesstaaten, fast 10 Prozent
der Aussteller stellen“, erklärt Christian Grosser, Director Health &
Medical Technologies der Messe Düsseldorf.
Insbesondere für die vielen an der MEDICA und COMPAMED
teilnehmenden Newcomer, für kleine oder mittelständische Unternehmen
sowie für hochfokussiert in der Nische agierende Player erwies
sich der hohe Internationalitätsgrad auf Aussteller- wie Besucherseite
einmal mehr als entscheidender Erfolgsfaktor auf der Suche
nach Partnerschaften für Entwicklung, Auftragsfertigung oder
Vertrieb. „Die MEDICA bringt jedes Jahr Tausende von Branchenexperten
aus der ganzen Welt zusammen. Es ist die ideale Bühne, um
die neuesten Fortschritte und Entwicklungen im Gesundheitssektor
zu entdecken und wertvolle Kontakte zu knüpfen“, freut sich Maxine
Wang, Geschäftsführerin der Bricon GmbH, über inspirierenden
globalen Austausch während der Messetage. Das Unternehmen hat
sich spezialisiert auf die Entwicklung, Herstellung sowie den weltweiten
Vertrieb von Wirbelsäulenimplantaten.
Krankenhaustag mit starken Impulsen für das Messebusiness
Seit mehr als einem halben Jahrhundert zeichnet die MEDICA aus,
Die MEDICA 2024 und COMPAMED 2024 waren ein voller Erfolg
und wurden ihrem neuen Kampagnenmotto gerecht
(© Constanze Tillmann/ Messe Düsseldorf)
dass sie immer wieder durch Neuerungen zu überraschen weiß mit
Programmupdates am Puls der Zeit und im Sinne eines idealen Brückenschlags
von Wissensvermittlung und fachlicher Diskussion hin
zu den inhaltlich relevanten Ausstellerneuheiten.
Eine wichtige Neuerung dieses Jahr markierte die thematisch
angepasste Hallenzuordnung in den MEDICA-Erlebniswelten „Med
Tech & Devices“ und „Digital Health“ (Hallen 12 und 13) mit einer
neuen Location für den begleitenden Deutschen Krankenhaustag.
Die Leitveranstaltung für das Topmanagement deutscher Kliniken
rückte erstmals mitten ins Messegeschehen, in die Halle 12. Zum
viel beachteten Auftakt des 47. Deutschen Krankenhaustag sprachen
u. a. Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach (live
zugeschaltet) und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann
zu den Delegierten und richteten dabei insbesondere den Blick auf
die Veränderungen der deutschen Kliniklandschaft als Ergebnis der
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sich ankündigenden Krankenhausreform.
Um den Veranstaltungsbereich herum präsentierte sich für das
klinische Entscheiderpublikum besonders relevante Ausstellerschaft
mit Innovationen für Klinikausstattung und Operationssäle.
Nicht nur für das Unternehmen LINAK ergaben sich daraus ein perfektes
„Match“ und starke Impulse für das Messebusiness. Zusammen
mit TENTE stellte LINAK ein neuartiges und in die meisten
Klinikbetten integrierbares Antriebssystem vor. Es funktioniert nach
dem „E-Bike-Prinzip“ und bietet Klinikpersonal spürbare Entlastung
beim Patiententransport. „Die MEDICA bot eine hervorragende Gelegenheit,
unser neues Produkt vorzustellen, das den Pflegebereich
revolutionieren wird. Wir konnten medizinisches Personal, Klinikmanagement,
Entwickler und Gesundheitspolitiker gleichermaßen
ansprechen“, erklärt LINAK-Geschäftsführer Christoph Messing.
Spannende Sessions & Specials
In der benachbarten MEDICA-Erlebniswelt „Digital Health“ sorgten
neben dem Ausstellerangebot viel Bühnenprogramm (MEDI-
CA HEALTH IT FORUM, MEDICA ECON FORUM und MEDICA
INNOVATION FORUM) sowie Specials wie der MEDICA START-
UP PARK (mit der Rekordbeteiligung von 60 Start-ups) oder die
Wearables Technologies Show für Spannung und Aufsehen. Noch
recht neu im MEDICA-Programm ist das `Hospital of the Future´.
Die Sonderschau startete letztes Jahr und fand jetzt ihre Fortsetzung
mit einer Schwerpunktsetzung auf der digitalen Vernetzung sowie
Kooperationen via Telemedizin in Klinikverbünden. Die Korea Medical
Device Association (KMDA) konnte für eine Zusammenarbeit
Neuheiten zu den „Hot Topics“ des Jahres
Ob mit Programmsessions der Foren und Konferenzen oder Ausstellerpräsentationen
in den fünf Erlebniswelten der Fachmesse: Die
MEDICA 2024 betonte im Kontext der digitalen Transformation des
Gesundheitswesens alle „Hot Topics“ des Jahres, die die Healthcare-Branche
bewegen wie z. B. die wachsende Bedeutung vernetzter
Versorgungsmodelle. KI-gestützte Systeme, Robotiklösungen und
auch Konzepte für den Umgang mit dem drängenden Fachkräftemangel
standen im Vordergrund. Zu den Messeneuheiten zählten
beispielsweise Roboteranwendungen zur Unterstützung bei hochkomplexen
neurochirurgischen Eingriffen am Gehirn oder für orthopädische
Operationen (u. a. Hüftimplantationen). Ebenfalls neu:
ein KI-basiertes Tool zur automatischen Dokumentation ärztlicher
Sprechstunden, eine ganze Reihe von Schnelltests für die patientennahe
Diagnostik verschiedenster Infektionskrankheiten (z. B.
Gonorrhö oder „Affenpocken“-Virus inklusive der Problemmutation
„Ib-Klade“) oder auch eine medizinisch zertifizierte Smartwatch zur
einfachen Blutdruckmessung am Handgelenk (von Huawei).
Viel Aufmerksamkeit mit einer regen Besucherfrequenz an allen
Messetagen fand auch die Sonderaktionsfläche „Automotive
Health“ (in Halle 12), die in Kooperation mit dem Innovationen Institut
aus Frankfurt ausgestaltet wurde. Schon jetzt lassen sich zahlreiche
Sensoren und Funktionen in Autos integrieren, die gesundes
und damit sicheres Fahren ermöglichen. Der vielfach bereits verbaute
Müdigkeitswarner ist nur ein Beispiel. Noch viel mehr Funktionalitäten
sind in Zukunft möglich, um aus der Vitaldatenmessung
von Autofahrern Risiken für Notfälle automatisiert zu erkennen und
damit womöglich folgenschwere Unfälle zu vermeiden. Das Innovationen
Institut zeigte sein Entwicklungsknowhow auf dem Gebiet
anhand von ausgestellten Fahrzeugen wie dem VW ID.4 und machte
Technologie auch erlebbar in einem Rennsportsimulator.
COMPAMED: Plattform der „Möglichmacher“
Starker internationaler Besucherzuspruch bei der MEDICA 2024 und
COMPAMED 2024 (© Messe Düsseldorf)
gewonnen werden und zeigte in einer eigenen Zone Digitalneuheiten
für eine schnelle Patientendiagnostik in Kliniken, wobei auch
KI-basierte Software zur Anwendung kommt.
Neben den beliebten Start-up-Wettbewerben bildete beim inhaltlich
nun auf die gesamte Bandbreite an Digitalinnovationen zugeschnittenen
MEDICA INNOVATION FORUM die Session „Women
Leaders in Healthcare“ am zweiten Lauftag einen der absoluten
Höhepunkte. Mit dabei waren zum Beispiel Hadas Bitran von Microsoft,
Ayelén Fernández von HP, Audrey Sherman von Solventum
sowie auch Nina Wöss von Female Founders. Sie gewährten u. a.
Einblicke über ihre Wege zum Erfolg bis hinein in Führungspositionen
und wie sie in Leadership im noch überwiegend männerdominierten
Medizintechnik- und Health-IT-Business Innovationen und
die digitale Transformation entscheidend mitgestalten.
In den Hallen 8a und 8b vermittelten 750 an der COMPAMED 2024
beteiligte Zulieferunternehmen eindrucksvoll ihre Kompetenz in
Schlüsseltechnologien zur Anwendung durch die Medizintechnikindustrie
unter Beweis – von verschiedensten Hightech-Komponenten,
Mikrofluidik-Applikationen bis hin zu speziellen Verpackungslösungen
(unter Berücksichtigung von Reinraumanforderungen).
Zwei begleitende Foren boten an allen Messetagen viel
Programm zu aktuellen Top-Themen des Zulieferbereichs wie KI,
Robotik und Automatisierung, Mikrotechnikentwicklungen und
Materialinnovationen.
Mit Blick auf die Wachstumsmärkte in Asien vermarktet die
Messe Düsseldorf ihre seit Jahren erfolgreichen Gesundheitsmessen
in Singapur, Thailand, China und Indien seit wenigen Wochen
einheitlich unter der Dachmarke MEDICARE ASIA zentral von Singapur
aus.
Die Termine der nächsten MEDICA und COMPAMED
sowie der internationalen Medizinmessen unter dem Dach
der MEDICARE ASIA in 2025 sind:
MEDICA in Düsseldorf: 17. – 20.11.2025
COMPAMED in Düsseldorf: 17. – 20.11.2025
MEDICAL FAIR INDIA in Neu Delhi: 27. – 29.03.2025
MEDICAL FAIR CHINA in Suzhou: 20. – 22.08.2025
MEDICAL FAIR THAILAND in Bangkok: 10. – 12.09.2025
Messe Düsseldorf GmbH
D 40001 Düsseldorf
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Die Fakuma 2024 war einmal
mehr ein Familienfest für den Kunststoff
Mit großem Erfolg ist die 29. Fakuma, internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, in Friedrichshafen über die
Bühne gegangen. 1.639 Aussteller zeigten vom 15. bis 19. Oktober 2024 in zwölf nahezu vollen Hallen und fast ausgebuchten
Foyers ihre Neuheiten in Sachen Effizienz, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Ein lebendiges Messegeschehen, intensive
Gespräche und viele Programmhighlights prägten die fünf Messetage am Bodensee.
„Endlich ist es wieder soweit“, freute sich Dr.
Christoph Schumacher, Bereichsleiter Global
Marketing bei Arburg über die Fakuma
2024. „Das ist für uns wie Nachhausekommen.“
Auch Michael Wittmann, Inhaber und
Geschäftsführer der Wittmann-Gruppe, war
hochzufrieden: „Wir freuen uns, wieder hier
zu sein. Die Fakuma ist traditionell die Messe,
auf der wir intensive Gespräche führen
und neue Ideen entwickeln. Der persönliche
Austausch und das praktische Erleben sind
in diesem Jahr besonders wichtig.“ Einen
vollen Stand und intensive Kundengespräche
gab es auch bei Technotrans Solutions,
Fakuma-Aussteller der ersten Stunde. „Wir
sind von der Fakuma überzeugt, weil sie uns
immer wieder durch den hohen Praxisbezug
begeistert“, bestätigte Geschäftsführer Nico
Küls. Und auch bei Engel Austria herrschte
beste Stimmung: „Wie jedes Jahr freuen wir
uns auch diesmal auf der Fakuma zu sein
und über die vielen tollen Messegespräche“,
so CTO Dr. Gerhard Dimmler, der begeistert
den hohen Besucherandrang schon am ersten
Messetag lobte. Dr. Ralf Düssel, Head of
Sustainability bei EVONIK und Vorstandssitzender
bei Plastics Europe Deutschland,
hat „klasse, tolle und optimistische Eindrücke
von der Fakuma gewonnen“, resümiert
er erfreut.
Die Fakuma wird zunehmend international.
Mit einem Auslandanteil von 47,5
Prozent (Vorjahr: 44,0 Prozent) hat das diesjährige
Messeevent für die Branche der
Kunststoffverarbeitung erneut eine weltweit
hohe Stellung inne. Von den insgesamt
1.639 Ausstellern (+3 gegenüber 2023) waren
778 aus vielen Ländern angereist – darunter
170 Firmen aus China, 142 aus Italien, 81 aus
der Schweiz, 77 aus Österreich und 51 aus
der Türkei. Bei Herstellern und Anwendern
stehen die Themen Effizienzsteigerung,
Prozessstabilität, Reproduzierbarkeit und
Rüstzeitenminimierung ganz oben auf der
Agenda. Deshalb justieren Kunststoffverarbeiter
alle denkbaren Stellschrauben mit
technischen und organisatorischen Maßnahmen
sowie durch Investitionen, um die
Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Denn sie
Das besondere Highlight war in diesem Jahr
der „Karriere-Freitag“: Messeveranstalter,
Ausstellerbeirat und Aussteller hatten zusammen
eine Kampagne für Schüler, Stusind
dazu gezwungen, noch wirtschaftlicher
zu produzieren.
Round-Table-Diskussion:
Digitalisierung ist top!
Der hochspezialisierten Experten-Community
wurden in diesem Jahr viele attraktive
Highlights im Rahmen des Messeprogramms
geboten. Zunächst fand die zweite
Auflage des „Round Table zur Fakuma“ am
Nachmittag des ersten Messetages statt,
diesmal unter der Überschrift „Digitalisierung
– Top oder Flop?“ Zur ausgewählten
Expertenrunde gehörten Prof. Dr. Michael
Braungart, Gründer und wissenschaftlicher
Geschäftsführer von BRAUNGART EPEA,
Miranda Burtscher, Head of Corporate
Operations Controlling bei ALPLA, Guido
Frohnhaus, Geschäftsführer Technik bei Arburg,
Prof. Dr.-Ing. Hans-Josef Endres vom
Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik
der Leibniz Universität Hannover sowie Prof.
Dr.-Ing. Thomas Seul von der Hochschule
Schmalkalden. Die Diskutanten haben
unter der Moderation von Dipl.-Ing. Markus
Lüling, Chefredakteur K-Profi, beleuchtet,
inwieweit die Digitalisierung in den Bereichen
Nachhaltigkeit und Fachkräftemangel
Lösungen bietet. Das klare Fazit der prominenten
Runde: Digitalisierung ist top! Sie
ist Notwendigkeit! Sie ist ein Werkzeug in
Richtung Effektivität, und aus der Effektivität
folgt mehr Effizienz, betonte Thomas
Seul. Es gebe genügend Beispiele aus vielen
Bereichen, dass Digitalisierung uns weitergebracht
hat. Ebenfalls für „Top“ plädierte
Hans-Josef Endres, denn Digitalisierung
bietet viele Chancen und konkrete Erleichterungen
in der gesamten Prozesskette. Beispielsweise,
um Material transparent zu machen,
indem Materialdaten gesammelt und
genutzt werden, um Stoffe wiederverwenden
zu können. Michael Braungart betonte,
dass erst die Digitalisierung die Voraussetzung
für Kreisläufe schaffe. Allerdings dürfe
nicht „das Absurde“ digitalisiert werden.
„Man darf nicht auf das Falsche aufsetzen“,
so Braungart. „Immer zuerst schauen, was
wir digitalisieren“. Hierin war sich die Runde
einig: Abläufe zuerst vereinfachen und
verbessern und dann digitalisieren. Nur so
sei Digitalisierung auch sinnvoll und wirksam.
Auf ein Handlungsfeld wies Miranda
Burtscher hin: Digitalisierung bedeute auch
viele Daten, die die Nutzung entsprechender
Analysetools erfordern. Hierfür seien allerdings
die Schnittstellen zunächst zu einer
einheitlichen Sprache zu bringen, sonst
scheitere die Vernetzung.
Nachwuchsgewinnung
am Karriere-Freitag
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denten und Berufseinsteiger unter dem
Motto „Mold your dreams, mold your future“
organisiert. Ziel war es, junge Menschen
über Karrieremöglichkeiten in der Kunststoffbranche
zu informieren und zugleich
Wissen über Kunststoff zu vermitteln. Die
Kampagne fand überaus großen Anklang –
viele Aussteller organisierten Fahrmöglichkeiten,
Aktionen, Touren über die Messestände
sowie Einblicke hinter die Kulissen
der Kunststoffverarbeitung. Über 400 junge
Interessierte haben diese Chance wahrgenommen
und sich den unterschiedlichen
Guided Tours angeschlossen. „Der Karriere-Freitag
war ein Highlight in der Messegeschichte
der Fakuma“, sagte Dr. Christoph
Schumacher begeistert. Auch Michael Wittmann
lobte die Initiative: „Das war eine tolle
Chance für junge Menschen, unsere Branche
kennenzulernen.“
Allseits ein positives Fazit: Es geht optimistisch
in die Zukunft!
„Die Fakuma 2024 war wieder ein tolles Familienfest
für den Kunststoff“, fasst Bettina
Schall, Geschäftsführerin des Messeveranstalters
P. E. Schall, die erfolgreichen fünf
Messetage in Friedrichshafen zusammen,
zu denen 36.675 Besucher angereist waren.
„Schon zur Eröffnungs-Pressekonferenz hat
uns Prof. Dr. Michael Braungart mit seinem
Ansatz ‚alles ist Nährstoff“ in hohem Maße
inspiriert. Es folgten viele Gespräche und
Zusammenkünfte in sehr gut besuchten
Messehallen und Konferenzräumen. Die
Start-up-Area freute sich über ein reges
Interesse an den Messeständen. Und das
Fachforum war einmal mehr ein zentraler
Treffpunkt für die Experten-Community,
um vertiefte Fachinformationen einzuho-
len.“ Bettina Schall schaut für die Branche
optimistisch in die Zukunft. „Auch wenn die
gegenwärtige Lage eingetrübt ist und viele
hochkomplexe Problemlagen gleichzeitig
zu bewältigen sind, ist diese geballte Innovationskraft,
die auf der Fakuma 2024 zu
erleben war, ein gutes Zeichen dafür, dass
wir die Handlungsfelder beherzt und zuversichtlich
angehen“, meint die Messechefin.
„Die zurückliegenden Messetage haben
dazu beigetragen, konstruktive Ansätze
Schritt für Schritt umsetzbar zu machen.
Allen Ausstellern und Besuchern danke
ich für ihren konkreten Beitrag dazu und
für Ihre Teilnahme. Schon heute sind alle
Branchenbeteiligten sehr herzlich zur 30.
Fakuma vom 13. bis 17. Oktober 2026 nach
Friedrichshafen eingeladen!“
P. E. Schall GmbH & Co. KG D 72636 Frickenhausen
Arburg auf der Fakuma 2024
Imposanter Messeauftritt:
Arburgs Lösungskompetenz überzeugt
– arburgSOLUTIONworld: Fachbesucher profitieren von individueller Beratung
– Deutschland-Premiere: Preisoptimierte elektrische Maschine erweitert Produkt-Portfolio
– Karriere-Tag: Mit Arburg in die Berufswelt und die Zukunft der Kunststoffverarbeitung
Die Fakuma 2024 lockte trotz eines branchenweit durchaus schwierigen wirtschaftlichen Umfelds wieder viele Fachbesucher
nach Friedrichshafen. Arburg überzeugte mit insgesamt 18 Exponaten auf dem eigenen Stand und bei Partnern.
Highlights waren die Deutschland-Premiere des Allrounders 720 E Golden Electric, das innovative Papierspritzgießen und
weitere spannende Spritzgieß-anwendungen zu den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Automation sowie 3D-Druck.
Als Publikumsmagnet erwies sich die arburgSOLUTIONworld rund um die imposante LED-Säule, wo die Fachbesucher
von individueller Beratung zu aktuellen Themen profitierten. Zudem stellten die Arburg-Experten praxisnah digitale Produkte
und Services vor. Hervorragend kam zudem die Karriere-Kampagne an, zu der rund 30 Azubis das Messeteam tatkräftig
verstärkten.
„Unser Messeauftritt kam hervorragend an und war rundum gelungen.
Wir haben gezeigt: Wir sind da! Die Fakuma ist und bleibt eine
wichtige Arbeitsmesse, auf der wir unsere Technologien und das
komplette Leistungsspektrum vorstellen und uns als kompetenter
Lösungsanbieter präsentieren“, resümierte Juliane Hehl, geschäftsführende
Gesellschafterin Global Marketing und Business Development
bei Arburg. „Für uns ist es absolut wichtig, in Kundenpflege
und persönliche Kontakte zu investieren. Zu vielen Unternehmen
haben wir sehr enge und über Jahrzehnte gewachsene Beziehungen.
Viele von ihnen verfolgen – genauso wie wir – trotz wirtschaftlich
schwieriger Bedingungen weiterhin ihre langfristigen Strategien.
Darauf können und werden wir aufbauen und sind gut vorbereitet,
sobald die Branche wieder Fahrt aufnimmt.“
arburgSOLUTIONworld bietet Beratung und Lösungen
Ein visueller und thematischer Publikumsmagnet war die Sonderfläche
„arburgSOLUTIONworld“. Hier zeigte Arburg auf, dass das Unternehmen
mit seinem Portfolio und Know-how alle Top-Themen
abdeckt, mit denen seine Kunden heute und in Zukunft konfrontiert
sind. Die Fachbesucher erhielten hier von den Arburg-Experten
individuelle Antworten auf alle derzeit relevanten Fragen zu Zukunftsthemen
– wie Leistungssteigerung, Effizienz, Nachhaltigkeit,
Fachkräftemangel und Förderungen. Besonders nachgefragt waren
Beratungen zur Steigerung der Energie-effizienz und Lösungen in
Zusammenhang mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI),
wie etwa die Kundenportal-App „Ask ARBURG“. Zudem wurden an
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einer neuen Ausstellungswand mit „gläserner“ Maschine zukunftsweisende
digitale Produkte und Services erlebbar gemacht.
Deutschland-Premiere: Neue elektrische Spritzgießmaschine
Das Exponat-Highlight war der große Allrounder 720 E Golden Electric
mit 2.800 kN Schließkraft, der auf der Fakuma Deutschland-
Premiere feierte. Die neue elektrische Maschine verbindet ein besonders
schlankes Design mit hoher Präzision – und das zu einem
besonders attraktiven Preis. Sie zeichnet sich durch platzsparende
Aufstellfläche und hohe Energieeffizienz aus. Auch das neue lineare
Anspruchsvoll in der Spritzgießfertigung und heißbegehrt bei
Messebesuchern: Spatel aus LSR und Thermoplast, vollautomatisch gefertigt
von einem elektrischen Mehrkomponenten-Allrounder
More 2000. (Foto: Arburg)
Robot-System Multilift Select 16 mit der Tragkraft von 16 Kilogramm
und die mit Mehr-Achs-Robotern vollautomatisierten Fertigungszellen
sowie die industrielle additive Fertigung kamen beim Publikum
sehr gut an.
Vielfältige und neuartige Spritzgießanwendungen
Unter den vielfältigen Anwendungen war für jeden etwas dabei –
vom nachhaltigen Spritzgießen kleiner Delfine aus Rezyklat aus
alten Fischernetzen mit einem hydraulischen Allrounder 420 C
Golden Edition bis zur Massenfertigung von je 64 medizinischen
Spritzenkörpern in nur rund sechs Sekunden Zykluszeitmit einem
hybriden Hochleistungs-Allrounder 570 H in Reinraumausführung.
Neben der klassischen Rezyklat-Verarbeitung stieß das innovative
Papierspritzgießen auf großes Interesse, das Arburg mit einem
elektrischen Allrounder 370 A und „Paper Pearls“ des Partners Model
demonstrierte. Für Prozessstabilität sorgte dabei die Assistenzfunktion
„RecyclatePilot“ in der Gestica-Steuerung. Mit einem
2-fach-Werkzeug der Firma Lercher wurden Positionier-Tools mit
über 50 Prozent Fasergehalt spritzgegossen, die nachhaltig, stabil
und nach Gebrauch einfach kompostierbar sind.
Wie sich mit Hilfe von Digitalisierung und Automation Kunststoffteile
zu 100 Prozent rückverfolgbar und recyclingfähig produzieren
lassen, zeigte eine Turnkey-Anlage am Beispiel von Vakuumgehäusen.
Das Scada-System Arburg Turnkey Control Module (ATCM)
verknüpfte die Material- und Prozessdaten. Die vollautomatisierte
Anwendung war zudem ein Praxisbeispiel im Rahmen der Initiative
R-Cycle. Über zwei aufgelaserte QR-Codes ließen sich die Spritzteile
lückenlos rückverfolgen sowie aufbereitungs- und recyclingrelevante
Informationen für den digitalen Produktpass hinterlegen.
Heißbegehrt: 2K-Spatel und Mehrweg-Trinkbecher
Erfolgreiche Kampagne: Unter dem Motto „mold your future“ zeigten
rund 30 Azubis am Freitag und Samstag auf dem Arburg-Stand, welche
tollen Perspektiven das Loßburger Unternehmen in Sachen Ausbildung
und Karriere bietet. (Foto: Arburg)
Deutschland-Premiere: Der Allrounder 720 E Golden Electric erweitert
das Produktspektrum der gleichnamigen elektrischen Baureihe nach
oben. Schlank in Design und Preis – so lassen sich seine Hauptvorteile
zusammenfassen. (Foto: Arburg)
Bei den Messebesuchern heißbegehrt und anwendungstechnisch
anspruchsvoll herzustellen waren lebensmittelechte Spatel aus LSR
und PBT, die eine Zwei-Komponenten-Maschine Allrounder More
2000 produzierte. Die Handhabung übernahm ein Yaskawa Sechs-
Achs-Roboter. Ebenfalls lange Schlangen bildeten sich an einer Fertigungszelle
rund um einen elektrischen Allrounder 630 A, der aus
Copolyester transparente Mehrweg-Trinkbecher fertigte, die Glasund
Einwegprodukte ersetzen können.
Karriere-Kampagne: Tolles Programm auf dem Arburg-Stand
Auf dem Messegelände waren am Freitag auch zahlreiche junge Besucher
zu sehen, um sich anlässlich der Karriere-Kampagne „mold
your dreams, mold your future“ über Ausbildung und Karrierechancen
zu informieren. „Wir unterstützen diese Kampagne ausdrücklich
und haben sie auf unserem Messestand sogar auf den Samstag ausgeweitet“,
betonte Dr. Christoph Schumacher, Bereichsleiter Global
Marketing bei Arburg. „Die Resonanz war ganz hervorragend, auch
Dank unseres tollen Programms und 30 Azubis und Studierenden,
die die Aktion tatkräftig unterstützten.“
Auf dem Arburg-Messestand erwartete die jungen Gäste Videos
zu Ausbildung und ausgezeichneten Projekten, nachhaltige Spritzgießanwendungen
und der „schwimmende Professor“ Andreas Fath,
der live über sein Engagement gegen Mikroplastik und für saubere
Gewässer berichtete. Zudem konnten die begeisterten Schüler und
Jugendlichen selbst Einkaufschips aus Rezyklat herstellen und bei
einem Gewinnspiel mitmachen.
ARBURG GmbH + Co KG
D 72290 Loßburg
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Netstal präsentierte zur Fakuma
eine Medizintechnikanwendung mit
lückenloser Qualitätsüberwachung
Elion MED 1750
Netstal produzierte 10 ml COC-Spritzen mit Luer-Lock-Anschluss auf der Fakuma.
Anhand eines voll integrierten High-End-Produktionssystems für COC-Spritzen zeigt Netstal, wie Produktionsqualität
und -sicherheit zu 100 Prozent gewährleistet werden können. Der Schlüssel dazu ist die lückenlose Erfassung und Dokumentation
aller relevanten Prozess- und Qualitätsmerkmale.
Auf der Fakuma produzierte Netstal mit einer vollelektrischen Elion
MED mit 1750 kN Schließkraft 10 ml Spritzen-Zylinder mit Luer-
Lock-Adapter aus COC. Das Teilegewicht beträgt 7.8 g und die Zykluszeit
liegt bei circa 20 Sekunden. Netstal verarbeitet ein Material
von Topas. Zum Einsatz kommt ein Präzisionswerkzeug mit 8 Kavitäten
von Fostag. Die lückenlose Überwachung der wärmetechnischen
Vorgänge im Werkzeug erfolgt mit Technologie von Mouldflo.
Die Materialaufbereitung und Zuführung wird mit einer Anlage von
motan colortronic sichergestellt. HB-Therm stellt die Temperiergeräte
der neuesten Generation Thermo 6 zur Verfügung. Systempartner
SKA stellt das vollautomatische Handling-System bestehend
aus Hochgeschwindigkeits-Seitenentnahme,Teileablage und integrierter
Wärmebildkamera zur Erfassung der Entformungstemperatur
im Bereich des Luer-Lock-Anschlusses. Integrativer Bestandteil der
Automatisierung ist auch eine vollständige Erfassung der Prozessund
Qualitätskennwerte sowie deren Aggregierung auf einen eindeutigen
Identifikator mittels QR-Code. Die Spritzgiessmaschine
ist parallel auch noch via OPC-UA / Euromap 77 an das MES von
Digitalpartner bfa solutions angeschlossen.
Vollelektrische Netstal Elion für höchste Präzision
und maximale Produktionseffizienz
Die wesentliche Grundvoraussetzung für eine dauerhaft gesicherte
Produktionsqualität wird mit der Wahl der Spritzgießmaschine gelegt.
Mit ihrer robusten und auf höchste Zuverlässigkeit ausgelegten
Bauweise bietet die vollelektrische Elion MED 1750 die idealen Voraussetzungen
für eine einzigartige Präzision, Reproduzierbarkeit
und Reinheit im medizinischen Produktionsumfeld. Die enorme
Regelgenauigkeit wird durch eine leistungsstarke Mechanik, hochpräzise
Messtechnik und eine ausgefeilte Regelungstechnik sichergestellt.
Die neueste Steuerungsgeneration Axos 9 sorgt zudem mit
einer Abtastrate von 2kHz für eine effiziente Regelung im Spritzgiessprozess.
Mit der geführten Tastensteuerung Smart Operation
werden reibungslose Betriebsabläufe im Produktionsumfeld und
eine hohe Produktionseffizienz gewährleistet.
Im laufenden Spritzgiessprozess entstehen viele Kenndaten,
die Aufschluss über die Produktionsqualität geben. So stehen in der
Steuerung eine Vielzahl von Prozesskenngrößen zur Verfügung, die
ausgewertet, dargestellt und überwacht werden können. Der Hauptfokus
liegt dabei auf der Formgebungsphase. Die Formteilqualität
wird in dieser Phase des Einspritzens und Nachdrückens massgeblich
bestimmt. Eine lückenlose Überwachung aller relevanten Parameter
stellt die Einhaltung der validierten Toleranzgrenzen sicher.
Anhand von Histogrammen wird ein möglicher Abweichungstrend
frühzeitig erkannt und eine Warnung ausgegeben.
Netstal RFC stellt Schussgewicht innerhalb
des validierten Prozessfensters sicher
Herstellungsprozesse sind in der Medizintechnik üblicherweise validiert
und müssen in den entsprechend festgelegten Toleranzgrenzen
gehalten werden. Netstal verzichtet bewusst auf eine softwarebasierte
Anpassung Sollwertvorgaben, da dies zu einer Über- oder
Unterschreitung des validierten Prozessfensters führen kann. Die
Lösung von Netstal hört auf den Namen Responsive Filling Control
(RFC) und basiert auf einer kraftabhängigen Druckumschaltung. Die
Technologie arbeitet mit hochgenauer und dynamischer Sensortechnologie,
die exklusiv für Netstal entwickelt und produziert wird.
Die integrierte Kraftregelung bietet ideale Voraussetzungen für eine
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hochpräzise Prozessführung, da sie unabhängig von den Materialeigenschaften
erfolgt und ein konstantes Teilegewicht innerhalb
engster Toleranzen sicherstellt.
Lückenlose Überwachung der Kühlwasserversorgung
Neben den durch die Maschine kontrollierten Prozesskenngrößen
sind die wärmetechnischen Vorgänge im Spritzgiesswerkzeug für
die Bauteilqualität von hoher Bedeutung.
In der Medizintechnik setzen sich zunehmend Lösungen durch,
die Temperaturen und Wasserdurchfluss pro Anschluss am Werkzeug
messen und auswerten können. Netstal setzt hier auf das System
von Marktführer Mouldflo, welches mit eigens entwickelten
Messverteilern für eine lückenlose Überwachung der Kühlwasserversorgung
sorgt. Basierend auf dem Vortex-Prinzip werden mit
hochempfindlichen Sensoren die Durchflussgeschwindigkeiten
jedes einzelnen Kühlkreislaufes erfasst und überwacht. Zusätzlich
wird die Wassertemperatur im Vorlauf sowie im Rücklauf jedes
Kühlkreises gemessen. Diese Informationen geben ein umfassendes
Gesamtbild über die wärmetechnischen Vorgänge im Werkzeug, die
jederzeit innerhalb des validierten Prozessfensters bleiben müssen.
Das Handlingsystem von SKA entnimmt die fertigen Spritzen
und legt sie auf ein Förderband ab. Das System kommuniziert
via Euromap 77 Schnittstelle mit der Maschine und liefert zusätzliche,
qualitätsrelevante Prozesskennzahlen. Mit einer Wärmebildkamera
wird die Temperatur im Bereich des Luer-Lock-Adapters
der Spritzen gemessen. Die aggregierten Daten aus dem gesamten
Spritzgiessprozess werden zu einem eindeutigen Identifikator zugeordnet.
Jeder Datensatz kann mit einem dargestellten QR-Code
zurückverfolgt werden.
Netstal Maschinen AG
CH 8752 Näfels
Trapezgewinde wandeln Dreh- in Längsbewegungen um, können große Stellkräfte
einleiten und sind in vielen Anwendungen unverzichtbar.
Langlebig, belastbar, universell
Wenn es darum geht, Bauteile linear zu bewegen, Werkstücke zu
fixieren oder Zustellungen in Vorrichtungen vorzunehmen, sind fast
immer Trapezgewinde-spindeln und -muttern involviert. Die Bewegungsgewinde
eignen sich ideal für rasche Positionierungen,
können große Kräfte und Drehmomente übertragen
und sind ausgesprochen verschleißfest.
Letztes trifft vollends auf die
von Ganter in verschiedenen
Dimensionen angebotenen
Exemplare der Norm GN 103
zu. Diese wird im Roll-Walzverfahren
produziert, was
den Werkstoff enorm verdichtet
und sehr gute Oberflächengüten
mit sich bringt. Ab
Lager liefert Ganter Spindeln wahlweise
aus Einsatzstahl C15 oder Edelstahl A2 in den
gängigsten Spindelgrößen von Tr8x1,5 bis Tr50x8,
sowie ein- oder mehrgängig. Versand- und lagerfreundlich
ab Stückzahl eins sind die Trapezgewindespindeln in den
Längen 500 oder 1000 Millimetern bestellbar.
Wie gewohnt bietet Ganter nicht nur die Normelemente selbst
an, sondern vermittelt zentrales Know-how und unterstützt bei der
korrekten konstruktiven Auslegung. So erklären die technischen
Hinweise wichtige Aspekte wie die Flankenpressung, Selbsthemmung
und das Umkehrspiel sowie kritische Knickkräfte und Drehzahlen
in Abhängigkeit vom Durchmesser und der ungestützten
Spindellänge.
Um Drehbewegungen in Längsbewegungen zu übersetzen,
braucht es neben der Trapezgewindespindel auch die passende
Spindelmutter. Die aus Rotguss gefertigte Ganternorm GN 103.1
bietet sehr gute Gleiteigenschaften, ist robust und langlebig und
wird über den radialen
Befestigungsflansch
zentrisch montiert. Die
gleiche Konfiguration
ist als Kunststoff-Variante
in Polyamid (PA)
oder Polyacetal (POM)
zu haben. Darüber hinaus
sind Muttern in Sechskant-Ausführung
aus Stahl oder Edelstahl
und zylindrische Muttern aus Stahl,
Edelstahl, Rotguss und POM im Lieferprogramm
enthalten. Diese eignen sich
bestens für spezifische Lösungen, weil
sie sich einfach anarbeiten und damit
individuell in Anwendungen integrieren
lassen.
Ganternorm wurde 1894 als mechanische
Werkstätte in Furtwangen
im Schwarzwald gegründet. Der erste
Ganter Normelemente-Katalog erschien
1912 – fünf Jahre vor der Gründung der DIN.
Heute entwickelt und produzieret Ganter
Standard-Normelemente für die gesamte Industrie. Ab Lager sind
rund 80.000 Teile lieferbar.
Otto Ganter GmbH & Co. KG
Triberger Straße 3
D 78120 Furtwangen
Telefon: +49 7723 65070 Telefax: +49 7723 4659
info@ganternorm.com
http://www.ganternorm.com
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Sicherer Rückhalt: Edelstahlfilter
für Reinheit und Hygiene
Filter und Filtermedien aus Edelstahl sind aus dem privaten, industriellen und großtechnischen Umfeld nicht wegzudenken.
Ob zur Filtration von Dampf, Flüssigkeiten oder Gasen: Insbesondere in hygienesensiblen Prozessen von Chemie-,
Medizintechnik-, Nahrungsmittel-, Pharma-, Wasser- oder Elektronikindustrie ist der nichtrostende Werkstoff für die gebotene
Prozess- und Produktsicherheit unverzichtbar.
In einer Vielzahl von Produktionsprozessen ist die Fest-Flüssig-
Trennung von grundlegender Bedeutung. Die damit verbundenen
Aufgabenstellungen sind ebenso vielfältig wie die Verfahren und
eingesetzten Filter. Die Leistungsfähigkeit der Filter zeigt sich durch
Rückhaltegrad – und hier insbesondere durch die Abscheideleistung
bei anspruchsvoller Partikelverteilung –, Durchflussrate, Differenzdruck
und Wechselintervall. Bei der optimalen Auslegung für die
jeweilige Anwendung ist neben der Mikron-Klasse, die die Partikelgröße
definiert, für die ein Filter ausgelegt ist, der mit nominaler und
absoluter Filterfeinheit erzielte Wirkungsgrad entscheidend. Während
der Wirkungsgrad bei nominaler Filterfeinheit nur 60 Prozent
betragen kann, liegt er bei ausgewiesener absoluter Filterfeinheit bei
99 Prozent und mehr.
Unterschieden wird ferner zwischen Oberflächen- und Tiefenfiltration.
Bei der Oberflächenfiltration mit Sieb-, Kerzen- oder
Cross-Flow-Filtern werden die Partikel an der Oberfläche des Filtermediums
zurückgehalten. Während Siebfilter beispielsweise in
Kläranlagen oder Kraftwerken für die Vorfiltration und den Rückhalt
größerer Partikel genutzt werden, dienen Kerzenfilter mit Filtermedien
mit Porengrößen zwischen 10 µm und 0,1 µm zum Beispiel zur
Mikrofiltration in der Getränkeherstellung. Bei Cross-Flow-Filtern
überströmt die zu filternde Suspension das Filtermedium mit hoher
Geschwindigkeit und verhindert dadurch die Bildung eines Filterkuchens.
Bei der Tiefenfiltration mittels Kerzen- oder Anschwemmfiltern
findet der Filtrationsprozess im Inneren des Filtermediums
statt. Während eine für Tiefenfiltration ausgelegte Filterkerze die
Partikel in der Kerze ohne Filterkuchenbildung zurückhält, benötigt
die Anschwemmfiltration den gezielten Filterkuchenaufbau durch
Zugabe eines Filterhilfsmittels wie Kieselgur oder Perlit. Eine Kombination
dieser beiden Filtrationsarten ist die sogenannte Kuchenfiltration.
Hier baut sich im Laufe des Prozesses ein Filterkuchen auf
dem Filtermedium auf, der mit zunehmender Dicke immer feinere
Partikel zurückhält.
Breites Anlagen- und Produktspektrum
In industriellen Produktionsprozessen werden verschiedene Anlagentypen
eingesetzt, um unerwünschte Verunreinigungen aus
Flüssigkeiten zu entfernen: Dazu zählen Filterpressen, Schneckenzentrifugen
– sogenannte Dekanter – sowie Filtergehäuse
für Filterscheiben oder -kerzen. Filterpressen werden verfahrensund
produktabhängig mit Paketen aus Rahmen und Filterplatten
– häufig aus Edelstahl Rostfrei – bestückt. Dekanter arbeiten, anders
als Filterpressen, kontinuierlich und kommen insbesondere
bei der Fest-Flüssig-Trennung mit hohen Feststoffmengen zum
Einsatz. Mittels Zentrifugalkraft trennen sie feine Feststoffe aus
der Suspension ab und transportieren das an ihrer Wand angesammelte
Sediment mit einer Schnecke zum Austrag. Alle produktberührten
Bauteile von Dekantern werden in der Regel aus
Filter und Filtermedien aus Edelstahl Rostfrei sind aus dem privaten,
industriellen und großtechnischen Umfeld nicht wegzudenken.
© WZV/Bopp
Filterscheiben, wieder bespannbare Filterplatten und
Filtersegmente aus Edelstahl Rostfrei übernehmen in vielen
Industrieprozessen zentrale Funktionen. © GKD
hochwertigen rost- und säurebeständigen Edelstählen gefertigt.
Ein breites Anwendungsfeld für Scheibenfilter, bestückt mit
Filterpaketen aus Scheiben mit Filtergewebe in Rahmenkonstruktionen,
ist die mechanische Abwasserreinigung in großtechnischen
Aufbereitungsanlagen für Prozess- und Brauchwasser. Hier eingesetzte
Scheibenfilter und Filtermedien aus Edelstahl der Güte
1.4404 sind schweißbar und gewährleisten neben der notwendigen
Korrosionsbeständigkeit auch die geforderte mechanische Robustheit
und Verschleißbeständigkeit. Hohe Durchflussraten und lange
Lebensdauer qualifizieren sie deshalb beispielsweise auch für die
Pflanzenöl-, Stärke-, Zucker-, Bier- und Weinfiltration.
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Filterkerzen aus nichtrostendem Stahl sind beständig gegen
Korrosion und widerstehen zudem vielen Säuren, Laugen, Ethern
und Alkoholen. Sie sind daher in vielen verschiedenen Ausführungen
in der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie ebenso ein gängiges
Filterelement wie für die Wasserwirtschaft oder Gasfiltration.
Für die Ballastwasserfiltration in hochkorrosiver Meerwasserumgebung
kommen Kerzen- oder Scheibenfilter aus Duplex (1.4462)- und
Super Duplexstählen (1.4410) zum Einsatz. Durch ihre hohe Temperaturbeständigkeit
bis 600 °C erhöhen Filterkerzen aus Edelstahl
Rostfrei auch signifikant die Prozesseffizienz bei der Heißgasfiltration.
Beispielhaft dafür ist die Abgasfiltration von Biogasanlagen.
Nichtrostende Stähle der Werkstoffgüten 1.4301 und 1.4404 erfüllen
bei Filtergehäusen mit gestapelten, prozessspezifisch ausgelegten
Modulen oder Filterkerzen zur Fest-Flüssig-Trennung die
strikten Vorgaben der Lebensmittel-, Pharma- und Life-Science-Industrie.
Um den in der Lebensmittelindustrie geltenden Richtlinien
der European Hygienic Engineering and Design Group (EHEDG)
zu entsprechen, müssen Gehäuse und Filterelemente strenge Design-
und Konstruktionsstandards für eine einfache Reinigung und
Desinfektion erfüllen. Neben der Verwendung von prozessspezifisch
ausgewähltem Edelstahl Rostfrei und selbstreinigender Cleaning-in-Place-(CIP)-Auslegung
gilt es, Ecken und Kanten nach den
EHEDG-Richtlinien zu konstruieren, um Toträume zu vermeiden
und kompromisslose Chargenwechsel sicherzustellen. Darüber hinaus
sind produktberührte elektropolierte Oberflächen und Radien
mit Rauheitswerten zwischen RA 0,1 µm und RA 0,6 µm gefordert.
Komplexe Anforderungen an eingesetzte Filtermedien
Die Bandbreite der Filtermedien aus nichtrostenden Stählen, die in
den unterschiedlichen Apparaten und Bauteilen eingesetzt werden,
spiegelt das komplexe Anforderungsspektrum der Industrie wider:
Neben Geweben und Metallfaservliesen zählen dazu auch Gewebelaminate,
Spaltsiebe, Lochblech und Streckgitter. Edelstahlgewebe
und -faservliese sind durch die Möglichkeit einer flexiblen Formgebung
und einfachere Regeneration insbesondere bei kritischen
Prozessen und Einbaubedingungen sowie bei hoher Belastung
beispielsweise durch hohe Durchflussmengen oder häufige Rückspülung
gefragt. Plissierte Konstruktionen bewähren sich dabei in
vielen Anwendungen zusätzlich durch die größere Filterfläche und
hohe Schmutzaufnahmekapazität bei gleichzeitig niedrigem Differenzdruck.
Regenerierbare plissierte Edelstahlfilter aus dem säurebeständigen,
austenitischen Werkstoff 1.4435 finden beispielsweise
Einsatz bei der Reinigung von Industriedampf. Dieser Werkstoff
zeichnet sich durch einen erhöhten Molybdän-Anteil aus, der eine
nochmals höhere Korrosionsbeständigkeit bietet als die Chrom-Nickel-Stähle
1.4301 und 1.4404. Insbesondere reduzierend wirkenden
organischen und anorganischen Säuren sowie halogenhaltigen
Medien hält er noch besser stand. Zudem ist er weniger anfällig für
Lochfraß und interkristalline Korrosion. Das ermöglicht den Einsatz
von 1.4435 bei Temperaturen bis 450 °C im Dauerbetrieb.
Unverzichtbar in vielen Branchen
Prozessdampf, der direkt aus dem Dampferzeuger kommt, muss vor
Kontakt mit dem Endprodukt durch Filtern gereinigt werden. In der
Lebensmittelindustrie ist Dampf zur Pasteurisierung und Sterilisation
der Produkte und Dekontamination von Produktionsanlagen unverzichtbar.
Der für direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignete,
sogenannte kulinarische Dampf ist Prozessdampf, der durch einen
Edelstahlfeinfilter mit einer typischen Porengröße von fünf Mikron
gereinigt wird und danach dem Standard 3A 609-03 entspricht.
Noch strengere Reinheitsanforderungen gelten für Reindampf – die
Filtergewebe aus Edelstahl
Rostfrei ist für die gebotene
Prozess- und Produktsicherheit
unverzichtbar.© WZV/Bopp
Hohe Durchflussraten und
lange Lebensdauer zeichnen
Filterelemente aus Edelstahl
Rostfrei wie diesen Filterkonus
aus. © © WZV/Bopp
Die Bandbreite der Filterkerzen
aus Edelstahl Rostfrei, die in
unterschiedlichen Apparaten und
Bauteilen eingesetzt werden,
spiegelt das komplexe
Anforderungsspektrum wider.
© WZV/Bopp
Die nahezu vollständige Recycelbarkeit
von Edelstahl am Ende der
Lebenszeit von Filterelementen
aus Edelstahl Rostfrei zahlt auf die
Verbesserung des ökologischen
Fußabdrucks von Unternehmen
und ihren Produkten ein.
© HAVER & BOECKER OHG
Scheibenfilter aus Edelstahl
Rostfrei gewährleisten neben
der notwendigen Korrosionsbeständigkeit
auch die geforderte
mechanische Robustheit und
Verschleißbeständigkeit.
© HAVER & BOECKER OHG
Scheibenfilter aus Edelstahl
Rostfrei gewährleisten neben
der notwendigen Korrosionsbeständigkeit
auch die geforderte
mechanische Robustheit und
Verschleißbeständigkeit. © GKD
höchste Dampfklasse für Anwendungen in der Lebensmittel- und
Getränkeindustrie – und für Reinstdampf, der speziell in der Pharmaindustrie
verwendet wird. Reinstdampf wird aus hochreinem
Wasser erzeugt und mit einem Edelstahlfilter mit einer Feinheit
von einem Mikron gemäß pharmazeutischem Standard 3A 609-01
gefiltert, um beispielsweise mögliche Metallpartikel von Rohren zu
entfernen. Auch in Lüftungssystemen von Hygiene- und Reinraumanwendungen
tragen Filter aus Edelstahl mit hoher Raumluftqualität
zur Prozess- und Produktsicherheit bei, indem sie die Luft von
Partikeln und Mikroorganismen (Pilzsporen, Bakterien und Viren)
reinigen. Sie verhindern dadurch die biologische Kontamination
und frühzeitiges Verderben der Produkte im Herstellungsprozess
und gewährleisten somit stabile Produktionsprozesse.
In der Chemie- und Pharmaindustrie ist Filtration ein allgegenwärtiger
Prozess, um die Reinheit der Produkte – Filterkuchen, Filtrat
oder Chemikalie – sicherzustellen und Produktionsausfälle zu
verhindern. Ob zur Filtration flüssiger Prozessmedien, Reinigung
von Roh-, Prozess-, Kühl- oder Abwasser: Edelstahlfilter und -fil-
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termedien erfüllen zuverlässig die hier geltenden strengsten Anforderungen
an Präzision, Permeabilität, Schmutzaufnahmekapazität,
Reinigungsverhalten und Robustheit. Auch in der Petrochemischen
Industrie bei der Produktion von Rohöl und Erdgas, in der Energiewirtschaft
– zur Kühlwasserfiltration in Kraftwerken, Thermoölfiltration
in Solarwärmekraftwerken oder bei der Wasserstoffproduktion
mittels Elektrolyse – sind Edelstahlfilter ein Garant für zuverlässige
Prozesse, Schutz der eingesetzten Aggregate und die geforderte
Qualität der Endprodukte.
Beispiele für die Bedeutung und das Einsatzspektrum von Filtern
aus Edelstahl Rostfrei ließen sich noch viele finden. In Branchen
wie die Elektronik-, Halbleiter-, Biotechnik-, Kunststoff-, Automobil-
oder metallverarbeitende Industrie erfüllen sie ebenfalls
zentrale Aufgaben. Ob Filterung der Farben von Tintenstrahldruckern,
EMI-Abschirmung, Zellkulturmedienvorbereitung, Formulierung
und Abfüllung, Extrusion von Kunststoffschmelzen, Reinigung
und Verteilung von Kraftstoff, Gas oder Hydraulikflüssigkeiten und
Aufbereitung von Prozessmedien: Unzählige kritische Prozesse
brauchen zuverlässige Filtersysteme und -medien. Filterlösungen
aus Edelstahl Rostfrei erfüllen strengste Normen für Hygiene, Reinheit
und Haltbarkeit. Korrosions-, Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit,
Festigkeit und Schweißbarkeit sind die Voraussetzung
für lange Standzeiten sowie Sicherheit für Prozesse und Produkte.
Die nahezu vollständige Recycelbarkeit von Edelstahl am Ende der
Lebenszeit von Filterelementen und -medien aus nichtrostendem
Stahl zahlt überdies auf die Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks
von Unternehmen und ihren Produkten ein.
Warenzeichenverband Edelstahl Rostfrei e.V.
D 40237 Düsseldorf
Extrem leichtes und sauberes Laufverhalten
Miniatur-Profilschienenführungen
der Baureihe BM
Rodriguez hat sein Angebot im Bereich der Profilschienenführungen erweitert. Neben Kugelumlaufführungen in klassischer
X-Ausführung in den Größen 15 bis 45 mm sind auch Miniatur-Führungen in den Schienenbreiten 7, 9, 12 und 15 mm
für besonders kompakte Konstruktionen verfügbar. Eine neue Miniatur-Variante mit innovativem Kugelrückhaltesystem
präsentierte Rodriguez kürzlich auf der AMB in Stuttgart.
Profilschienenführungen im Miniformat können auf engstem Bauraum
eingesetzt werden. Rodriguez bietet standardmäßig Edelstahl-
Varianten mit schmalen und breiten Schienen an. Die einbaufertigen
Miniaturausführungen sind leichtgängig, hochdynamisch und
korrosionsbeständig. Sie eignen sich damit ideal für alle Anwendungen,
in denen es auf schnelles, wiederholgenaues Positionieren
ankommt, beispielsweise im Reinraum sowie in der Halbleiter- und
Medizintechnik.
Sauberer Lauf ohne Reibungsverluste
Sicher und präzise: Die neue Miniaturvariante der Baureihe BM
verfügt über ein robustes, innovatives Kugelrückhaltesystem, das
Die neuen Miniatur-Profilschienenführungen aus dem Sortiment von
Rodriguez verfügen über ein robustes, innovatives
Kugelrückhaltesystem, das sicherstellt, dass bei der Montage oder
Wartung keine Kugeln verlorengehen. (Bild: Rodriguez GmbH)
sicherstellt, dass bei der Montage oder Wartung keine Kugeln verlorengehen.
Die Kugelrückhalterung verursacht auch weniger Reibung
als die gängige Variante mit Draht und ermöglicht einen leisen
und gleichmäßigen Lauf, wie Alexander Reimann, Produktmanager
bei Rodriguez, erläutert: „Unsere neue Kugelrückhalterung verzichtet
auf den üblichen, empfindlichen Draht oder Federstahl, um die
Kugeln im Laufwagen zu halten und ein Herausfallen zu verhindern,
und damit auf die Nut. Die Dichtung sitzt direkt in der Laufbahn und
verhindert wirksam das Eindringen von Staub und Schmutz – ein
Vorteil auch für Anwendungen in der Mess- und Lasertechnik oder
dem 3D-Druck.“ Die hoch abriebfeste Frontdichtung hält zudem
länger als eine normale Gummidichtung.
Langlebig und austauschbar
Neben herausragenden Laufeigenschaften und reduzierter Geräuschentwicklung
bietet die Miniatur-Schienenführung eine hohe
Langlebigkeit. Dank des integrierten Schmierstoffspeichers, der die
Schienen nur an der Laufbahnoberfläche berührt, können Wartungszyklen
optimiert werden – im Test wurde eine Lebensdauer
von 20.000 km erreicht. Mit den Mini-Profilschienenführungen
sind Geschwindigkeiten bis zu 5 m/s und Beschleunigungswerte
bis 140 m/s2 erreichbar. Sie sind sowohl als montierte Produktsätze
als auch einzeln mit separaten, austauschbaren Führungswagen lieferbar.
Durch beidseitige Referenzkanten an Wagen und Schienen
können sie universell montiert werden.
Rodriguez GmbH
D 52249 Eschweiler
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Seite 67/76
Höchste Sicherheit und Flexibilität für das Labor der
Zukunft | Die neue Generation von Sicherheitswerkbänken,
claire® neo, setzt neue Massstäbe für Sicherheit,
Design und Funktion.
claire® neo – Flexibilität
neu erleben
Das Konzept der claire® neo erlaubt Anwender:innen
aus pharmazeutischen, medizinischen
und biologischen Fachbereichen
höchste Flexibilität und erfüllt auch zukünftige
Anforderung der Laborarbeit. Das
Hauptaugenmerk dieser neuen Flexibilität
ist die Fertigung im metrischen Rastermass
von 30-cm Schritten. Die Vorgängermodellreihe
claire® pro/pure sowie Wettbewerbermodelle
basierten historisch bedingt auf
angloamerikanischen HEPA-Filtermassen
im Fussraster (1 Fuss = 30,4 cm), wodurch
gebrochene Masse entstanden. Die claire®
neo hingegen integriert sich durch ihre Aussenmasse
von 1200 mm, 1500 mm, 1800 mm
oder 2100 mm optimal in die moderne Laborumgebung
und ermöglicht eine maximal
effiziente Flächennutzung und Planung von
Laborräumlichkeiten.
Funktionalität
Um sich neuen Anforderungen und Verwendungszwecken
anpassen zu können,
erlaubt die Konstruktionsweise der Sicherheitswerkbank
auch nachträgliche Anpassungen.
So können beispielsweise verschiedenartige
Arbeitsplatten, Schnittstellen für
Datenübertragung und Stromversorgung
sowie Medienzugänge für Gase und Flüssigkeiten
problemlos von Servicetechniker:innen
oder von Anwender:innen selbst
nachgerüstet werden. Zusätzlich besteht
durch die innovative Architektur der Luftführung
die Möglichkeit vor Ort die Sicherheitswerkbank
von einem 2-Filter-System
zu einem 3-Filter-System umzurüsten, um
die Sicherheit bei der Arbeit mit Zytostatika
oder gefährlichen Biostoffen zu erhöhen.
Die Flexibilität der claire® neo wird zudem
durch das neue Arbeitsplattenkonzept
erhöht. Das universelle Design ermöglicht
es, alle Arbeitsplatten zwischen allen claire®
neo Modellen auszutauschen und zu
kombinieren. Dadurch wird eine individuelle
Anpassung an den jeweiligen Prozess
ermöglicht. Es steht ein umfangreiches
Portfolio an Standard-Arbeitsplatten aus
Edelstahl sowie einer Vielzahl an Sondermodellen
zur Auswahl. Hierzu gehören
Arbeitsplatten aus weissem Sicherheitsglas
für eine besonders helle Arbeitsumgebung
sowie funktionale Arbeitsplatten mit beispielsweise
integrierter Temperierfunktion
oder Tastatur. Die Stromversorgung und der
Datentransfer erfolgen mittels Plug-and-
Play-Funktion unterhalb der Arbeitsfläche.
Dank der flächenbündigen und flüssigkeitsdichten
Integration lassen sich die Funktionen
ohne Einschränkung der verfügbaren
Fläche sicher nutzen und im Arbeitsbereich
individuell anordnen.
Digitalisierung
Die Digitalisierung und das Konzept Industrie
4.0 bzw. Labor 4.0 spielen mittlerweile
auch in der Forschung und medizinisch-pharmazeutischen
Branche eine
ausschlaggebende Rolle. Durch eine flexibel
erweiterbare Steuerungssoftware und die
anwenderfreundliche Open Platform Communication
Unified Architecture (OPC-UA)
Schnittstelle erfüllt die claire® neo diese
Anforderungen. Somit ist es möglich, dass
die Sicherheitswerkbank mit anderen Laborgeräten
und Überwachungseinrichtungen
kommuniziert und unterschiedlichste
Betriebsdaten sowie sämtliche Anmeldungen
und Alarmmeldungen nachverfolgt und
speichert.
Zudem sind das User-Interface und die
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Menüführung äusserst intuitiv und individuell
konfigurierbar. So können über das
neue High-End-Touch-Display unter anderem
das Nutzerprofil konfiguriert und 15
Funktionstasten individuell belegt werden.
Nachhaltigkeit
Auch das Thema Nachhaltigkeit wurde bei
der Entwicklung der claire® neo nicht ausser
Acht gelassen. Durch den konsequenten
Einsatz hochwertiger, energiesparender
Komponenten, intelligenter Luftsteuerung
mieden werden.
SKAN Pure Solutions ist der langjährige
Partner von Berner International in der
Schweiz. Auch bei der Neuentwicklung der
claire® neo fand ein reger Austausch von
eigenen und kundenseitigen Erfahrungen
statt.
1 pro Meter Arbeitsbreite, claire® neo
B-3-150 im Vergleich zu claire® pro B-3-130
(GMP-/ECO-Modus)
SKAN AG
CH 4123 Allschwil
Praktische Lösung für das Handling
von Lebensmitteln: Neuer
Schüttgutwagen aus rostfreiem Edelstahl
In der Lebensmittelproduktion spielt effizientes
Handling eine entscheidende Rolle.
Unser neuer Schüttgutwagen (Trichterbehälter-Wagen)
bietet eine durchdachte
Lösung für die Zwischenlagerung, Umfüllung
und den Transport von ungekochten
Lebensmitteln. Gefertigt aus rostfreiem
Edelstahl, kombiniert er Funktionalität mit
praktischen Eigenschaften für den täglichen
Einsatz.
Mit einem Fassungsvermögen von 140
bis 150 Litern, was etwa 120 bis 130 kg trockenem
Schüttgut entspricht, eignet sich
der Wagen für Teigwaren, verschiedene Getreidesorten
wie Reis und Hülsenfrüchte
wie Linsen. Jedes Modell wird individuell
nach den spezifischen Anforderungen und
bauseitigen Gegebenheiten gefertigt, um
den unterschiedlichen Anwendungen gerecht
zu werden.
Die fahrbare Ausführung ist mit vier
Polyamid-Rollen ausgestattet, von denen
zwei Lenkrollen mit Feststellern sind. Mit
einem Durchmesser von 125 mm ermöglichen
diese Rollen eine einfache Mobilität
in verschiedenen Produktionsumgebungen.
Acht verschweißte Gabelzinkenlaschen
an der stabilen Rohrrahmenkonstruktion
sorgen für flexibles Handling beim Heben
während des Produktionsprozesses in z. B.
Sortieranlagen.
Die Innenseite des Behälters ist trichterförmig
und zur Auslaufseite hin um 20°
geneigt, was einen optimalen Produktfluss
und der Kombination des ECO-Modus mit
einer ESM-Funktion (Energy Save Mode)
konnte der Stromverbrauch gegenüber dem
des Vorgängermodells, der claire® pro, um
9% bis zu 17% gesenkt werden.1 Diese Effekte
werden durch Umrüstungsoptionen, die
Auslegung aller Komponenten auf Langlebigkeit
mit typischer Nutzungsdauer von >
15 Jahren (ausgenommen Verschleissteile)
sowie der Ermöglichung einer höchsteffizienten
Laborplanung verstärkt. Hierdurch
können ressourcen- und investmentintensive
Neuanschaffungen weitestgehend vergewährleistet.
Auslaufseitig ist der Wagen
mit einem manuellen Betätigungshebel für
den Schüttgut-Schieber ausgestattet, der
eine unkomplizierte Steuerung des Materialflusses
ermöglicht. Diese Merkmale
tragen dazu bei, die Abläufe in der Lebensmittelverarbeitung
zu vereinfachen und hygienische
Standards zu wahren.
Unser Schüttgutwagen findet in verschiedenen
Bereichen Anwendung, darunter
die Getreideverarbeitung, Nudelproduktion
und Müsliherstellung. Er unterstützt
das Mischen und Portionieren von Zutaten
und ermöglicht einen hygienischen Transport
vom Lager zur Produktion.
MOHN GmbH
D 58540 Meinerzhagen
Schüttgutwagen aus Edelstahl –
Betätigungshebel zur Öffnung des
Schüttgut-Schiebers | Mohn GmbH
Schüttgutwagen aus Edelstahl für
ungekochte Lebensmittel, wie Getreide,
Hülsenfrüche oder Teigwaren | Mohn GmbH
Schüttgutwagen aus Edelstahl –
Geöffneter Schüttgut-Schieber des
Trichterbehälters | Mohn GmbH
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Robot Transfer Units (RTU) für die Medizintechnik und Pharmaindustrie
Reinraumtaugliche Verfahrachsen
Die Linearachsen des Clean Room Systems ONE sind für Reinräume der
Klasse 1 zertifiziert. (Copyright: Rollon GmbH)
Auf Basis des Clean Room Systems ONE realisiert
Rollon kundenindividuelle Verfahrlösungen
für den Einsatz im Reinraum. (Copyright:
Rollon GmbH)
Mit der Robot Transfer Unit (RTU) auf Basis des Clean Room Systems ONE bietet Rollon eine platzsparende Technologie
für die exakte Positionierung mit hoher Dynamik im Reinraum. Die modularen Verfahrlösungen erfüllen höchste Ansprüche
an Hygiene, Performance sowie Zuverlässigkeit und lassen sich passgenau auf die kundenindividuelle Applikation zuschneiden.
Eine ideale Lösung für die Medizintechnik und die Pharmaindustrie.
Als Spezialist für lineare Bewegungssysteme
und langjähriger Partner der Medizintechnik
und Pharmaindustrie kennt Rollon
die branchenspezifischen Herausforderungen
genau und realisiert lineare Verfahrachsen,
die die hohen Reinraum-Anforderungen
vollumfänglich erfüllen. Die Robot
Transfer Units (RTU) zeichnen sich durch
geringe Partikelemissionen sowie eine Zertifizierung
für Reinräume der Klasse 1 aus
und bieten eine große Auswahl an Korrosionsschutzbehandlungen.
Zudem punkten
sie mit einer hohen Wiederholgenauigkeit
(0,05 mm) und ermöglichen Verfahrgeschwindigkeiten
von bis zu 5 m/s sowie Beschleunigungen
von bis zu 50 m/s2.
Clean Room System ONE: Zertifiziert
für Reinraumanwendungen
Die Basis bildet das Clean Room System
ONE. Die Produktfamilie umfasst Linearachsen,
die speziell für den Einsatz in Reinräumen
entwickelt wurden. Sie bestehen
aus Aluminium und Edelstahl und sind so
konstruiert, dass keine Partikel in die Umgebung
gelangen können, in der sie installiert
sind. Der Antrieb erfolgt über einen hochwertigen
Polyurethan-Zahnriemen mit AT-
Profil. Die Linearachsen sind rostfrei, korrosionsfest
sowie wartungsarm und kommen
mit minimalen Mengen an Schmierstoff
zurecht. Das gewährleistet eine zu 100 %
saubere Applikation.
Das Clean Room System ONE ist in vier
Baugrößen verfügbar (50, 65, 80 und 110).
Der maximale Hub beträgt 6.000 mmm (mit
Ausnahme der Baugröße 50, die einen maximalen
Hub von 3.700 mm bietet). Durch
einfaches Verbinden mehrerer Profile kann
die Länge der Verfahrachsen beliebig erweitert
und damit die Reichweite des Roboters
bzw. Cobots nahezu unendlich erhöht werden.
Das modulare mechanische System
umfasst alle erforderlichen Komponenten
sowie umfangreiches Zubehör und ermöglicht
eine schnelle und einfache Montage.
Laborautomation mit Verfahrachsen
Ob Handhabung von Proben, Behältern,
Röhrchen oder Testmaterialien, Herstellung
von Spritzen, Fläschchen und Kontaktlinsen,
Materialtransport zwischen verschiedenen
Maschinen oder effizientere Kommissionierung:
Die Robot Transfer Unit von
Rollon hebt die Laborautomation auf das
nächste Level. Sie bringt das beste aus Robotik
und Lineartechnik zusammen und er-
öffnet so neue Effizienzpotenziale. Der Roboter
bzw. Cobot ist flexibel einsetzbar, die
Linearachse realisiert höhere Geschwindigkeiten
und verfügt über eine größere Reichweite.
Kombiniert man beides, hat man die
Anwendungsvielfalt des Roboters verfügbar,
kann diesen jedoch auf wirtschaftliche Art
und Weise mehr Arbeitsstationen zuweisen.
Insbesondere Applikationen mit langen Zykluszeiten
profitieren vom zusätzlichen
Freiheitsgrad. Grundsätzlich gilt: Je größer
die benötigte Reichweite für den Prozess
ist, desto mehr spart der Anwender durch
die Kombination aus Roboter und Linearachse
im Vergleich zu zwei oder mehreren
Einzelrobotern.
Die reinraumtauglichen Verfahrachsen sind
für alle Roboter bzw. Cobots geeignet – unabhängig
vom Hersteller oder Robotertyp –
und können kleinere und mittlere Roboter
bzw. Cobots automatisiert tragen und bewegen.
Eine besondere Expertise von Rollon
liegt dabei im Bereich kundenspezifischer
Anpassung. Alle Lösungen werden individuell
konzipiert und passgenau auf die jeweilige
Applikation zugeschnitten.
ROLLON GmbH
D 40589 Düsseldorf
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Hochpräzise, platzsparend, reinraumtauglich
Flache Drehtische für
das Wafer-Handling
Die Steinmeyer Gruppe gilt als ausgewiesener Spezialist für die Konstruktion, Entwicklung und Herstellung anspruchsvoller
Positionierlösungen zur Wafer- und Chip-Herstellung. Ein Beispiel sind die Drehtische der Baureihen DT200 und
DT310. Die hochpräzisen Rotationssysteme sind flach, reinraumtauglich, wartungsfrei sowie kundenspezifisch anpassbar
und ermöglichen ein effizientes, wirtschaftliches und gleichzeitig sehr platzsparendes Wafer-Handling.
Drehtische beziehungsweise Rotationstische
können Proben und Bauteile exakt
in einem definierten Winkel positionieren.
Dafür werden diese je nach Anwendung
mit einem optimalen Antrieb und Messsystem
ausgestattet. In den Reinraumumgebungen
der Halbleiterindustrie kommen
weitere Anforderungen hinzu, vor allem in
Bezug auf Partikelarmut, Strahlungsresistenz,
Kompaktheit und Wartungsfreiheit.
Die Drehtische der Baureihen DT200 und
DT310 von Steinmeyer erfüllen diese Anforderungen
zu 100 % und sind eine ideale
Lösung für das Handling von Wafern bis zu
einer Größe von 8“/200 mm (DT200) bzw.
12“/300 mm (DT310).
Hervorragende Genauigkeitswerte
bei minimalem Platzbedarf
Charakteristisch ist die flache Bauweise
(DT200 = 40 mm, DT310 = 60 mm). Das
reduziert den Platzbedarf für Anlagenentwickler
deutlich. Die hochpräzise Drehbewegung
mit Schritten bis ± 0,004° gewährleistet
eine exakte Ausrichtung der Wafer
und garantiert bestmögliche Qualität bei
minimaler Ausschussrate. Die große Apertur
(Durchmesser 66 bis 100 mm) bietet
ausreichend Raum für die Integration von
Drehdurchführung, Durchlichtmessung und
Schichtdickenmessung.
Die Drehtische können Proben inkl.
Halterung mit einem Gewicht von 6 bis 12 kg
aufnehmen und verfügen über einen Standard
DC-Motor. Optional ist ein Schrittmotor
oder AC-Servo mit Motor-Encoder
und verschiedenen Messsystemauflösungen
verfügbar, beispielsweise ein hochauflösendes
optisches Winkelmesssystem für
eine präzises Positionsmessung. Die Ansteuerung
erfolgt über kundenspezifische
Schnittstellen (DLL, API), einen Ready-to-
Use-Motioncontroller mit Beispielsoftware
oder die Integration in SPS-Architekturen
bzw. ACS-Umgebungen.
Die flachen Steinmeyer-Drehtische ermöglichen ein effizientes, wirtschaftliches und
gleichzeitig sehr platzsparendes Wafer-Handling. (Bild: Steinmeyer Gruppe)
Reinraumtaugliche Drehtische mit
hervorragender Anpassungsfähigkeit
Durch die komplette Einhausung zeichnet
sich die bewährte Drehtisch-Serie
durch eine geringe Partikelfreisetzung
aus und ist damit ideal für den Einsatz in
Reinräumen geeignet (Varianten bis Reinraum
Klasse ISO 5, optional bis Klasse
ISO 1 auf Anfrage). Die Systeme arbeiten
im 24/7-Betrieb wartungsfrei und lassen
sich dank kundenspezifischer Adapter,
Abdeckungen und Anbauteile problemlos
in bereits existierende Anlagen integrieren.
Auch das Chuck-Interface lässt sich
modifizieren und auf die applikationsspezifischen
Anforderungen anpassen, beispielsweise
mittels kundenspezifischem
Bohrbild, Auflagefläche mit erhöhter Pa-
rallelität, integrierter Drehdurchführung
oder durch den Einsatz eines Schnellwechselinterface.
In puncto Oberflächenbeschaffenheit
und Strahlungstauglichkeit bestehen ebenfalls
keine Einschränkungen. Ob eloxal gereinigt,
Aluminium gereinigt blank, Bilatal
oder Nickel für optimale Prozesstauglichkeit
(z.B. besonders hohe Reinheitsgrade,
Beständigkeit gegen Reinigung mit Chemikalien
im Bereich Life Science), ob UV, DUV
oder EUV (Röntgen, Gamma auf Anfrage):
Die Steinmeyer-Drehtische der Baureihen
DT200 und DT310 sind für alle Anforderungen
und Umgebungsbedingungen optimal
gerüstet.
Steinmeyer Mechatronik GmbH
D 01259 Dresden
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Aseptisches Standardprodukt für
höchste Hygieneanforderungen
Neuer Pharma-
Werkzeugwechsler
Die Zimmer Group präsentiert ihren neuesten
Meilenstein in der Automatisierungstechnologie:
der aseptische Werkzeugwechsler
WMR2000, der speziell für den
Einsatz in hochsensiblen, hygienischen
Umgebungen entwickelt wurde. Dieses
aseptische Standardprodukt erfüllt die
strengsten Hygienevorschriften und setzt
neue Maßstäbe in der Pharma- und Reinraumindustrie.
Der neue Werkzeugwechsler überzeugt
durch sein hygienisches, FDA-konformes
Design und die Erfüllung der Schutzklasse
IP68. Das Gehäuse besteht aus leicht zu reinigendem
PET und ist beständig gegenüber
Wasserstoffperoxid (H₂O₂), was ihn ideal
für den Einsatz in Bereichen macht, die besonders
hohe Anforderungen an Sauberkeit
und Desinfektion stellen.
Ein weiteres Highlight ist das geringe
Gewicht und die kompakte Bauweise des
neuen Systems. Durch den innovativen Materialeinsatz
sorgt der Werkzeugwechsler
nicht nur für eine einfache Handhabung,
sondern auch für eine signifikante Reduzierung
der Ausfallzeiten bei Werkzeugwechseln.
Der magnetische Mechanismus
ermöglicht einen schnellen Austausch von
Losteilen, während ein permanenter Elektromagnet
dafür sorgt, dass Werkzeuge und
Werkstücke auch bei Stromausfall sicher
verbunden bleiben. Dies bietet ein wichtiges
Plus an Sicherheit und minimiert Ausfallrisiken.
Optimierte Signalübertragung
und freie Nutzungsmöglichkeiten
Zur Sicherstellung einer zuverlässigen
Signalübertragung verfügt der Werkzeugwechsler
über zehn frei nutzbare Pins sowie
zusätzliche Codierung. Ein integrierter
Codierschalter erlaubt die Unterscheidung
von bis zu sieben verschiedenen
Losteilen, was zu einer erhöhten Flexibilität
und Anwendungsvielfalt führt. Der
Werkzeugwechsler ermöglicht außerdem
eine saubere Medienübertragung durch
vier integrierte Druckluft- oder Vakuum-
Überträger.
Resistente Materialien für härteste
Bedingungen
Der Werkzeugwechsler wurde gemäß den
Anforderungen von GMP und ISO 14644
entwickelt und setzt auf FDA-konforme
Materialien. Der geringe Partikelausstoß
ermöglicht zudem die Anwendung in Reinräumen.
Dank seiner widerstandsfähigen
Oberflächen und Materialien ist der Werkzeugwechsler
gegenüber aggressiven Reinigern
wie Wasserstoffperoxid und weiteren
Reinigungsmitteln beständig.
Zusätzlich bietet die Zimmer Group eine
passende Ablagestation für den Werkzeugwechsler
an, die den Wechselprozess noch
effizienter gestaltet und somit die Produktivität
in pharmazeutischen und anderen
hochsensiblen Produktionsumgebungen
steigert.
Zimmer GmbH
D 77866 Rheinau
Neue Generation von
Drehschieber-Vakuumpumpen
DuoVane Vakuumpumpen erzielen ein
Saugvermögen von 6 bis 22 m³/h. Ausgestattet
mit einem Motor der Energieeffizienzklasse
IE2 gewährleisten diese Vakuumpumpen
weltweit einen unkomplizierten
Betrieb. Mit ihrer geringen Geräuschemission
sorgen sie außerdem für eine angenehmere
Arbeitsumgebung. DuoVane Vakuumpumpen
sind mit einem verbesserten Sicherheitsventil
am Einlass ausgestattet, das
bei Applikationsfehlern erhöhte Sicherheit
bietet. Darüber hinaus sind sie dank einer
höheren Wasserdampfverträglichkeit robuster,
insbesondere in den Anwendungsbereichen
Gefriertrocknung, Sterilisation
und HVAC. Auch die Erzeugung von Vorvakuum
für Turbomolekular-Vakuumpumpen,
beispielsweise in Beschleunigern oder
in der Batterieproduktion, gehört zu den
typischen Anwendungsbereichen. Analysegeräte
wie Elektronenmikroskope oder
Massenspektrometer werden ebenfalls mit
Drehschieber-Vakuumpumpen ausgestattet.
Innovation trifft auf bewährte
Technologie
„Auch für bewährte Produkte kommt irgendwann
einmal ein Nachfolger auf den
Markt“, erklärt Marcel Merkardt, Produktmanager
für Drehschieber-Vakuumpumpen
bei Pfeiffer. Damit die neuen Vakuumpumpen
problemlos in bestehende Systeme integriert
werden können, verfügen sie über
die gleichen Abmessungen wie ihre Vorgän-
Die neue Generation Drehschieber-
Vakuumpumpen DuoVane von Pfeiffer
Vacuum+Fab Solutions. (Source: Pfeiffer
Vacuum+Fab Solutions)
ger. „DuoVane Vakuumpumpen kombinieren
die Vorteile unserer beiden bewährten
Baureihen Pascal und DuoLine. So erhalten
unsere Kunden die gewohnt hohe Vakuumleistung
bei niedrigem Energieverbrauch.“
Pfeiffer Vacuum GmbH
D 35614 Asslar
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Neues Piezo/Pirani-Handmessgerät
Mit seiner kompakten Bauweise und intuitiven
Bedienung deckt das TPG 202 Neo
den Bereich von 5E-5 bis 1,2E3 hPa ab. Das
Messgerät ist auf dem besten Weg, zum
Standard für zuverlässige und effiziente Vakuummessaufgaben
zu werden.
Vielseitiges und robustes Design
Das Vakuummessgerät TPG 202 Neo zeichnet
sich durch seine kompakte Baugröße
und den langlebigen Silikon-Schutzdeckel
aus. Es eignet sich damit perfekt für den
Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen.
Dank seines robusten Designs hält das TPG
202 Neo schwierigen Bedingungen stand
und liefert gleichzeitig genaue Messergebnisse.
Die Vielseitigkeit des Messgeräts
ermöglicht den Einsatz in einem breiten
Anwendungsspektrum, vom Labor bis zum
Vor-Ort-Service.
Einfaches Datenmanagement
Zu den wichtigsten Merkmalen des TPG
202 Neo gehört der große interne Massenspeicher,
der eine kontinuierliche Datenerfassung
über einen längeren Zeitraum
ermöglicht. „Diese Funktion vereinfacht
das Datenmanagement, denn die Benutzer
können die erfassten Daten einfach ohne
spezielle Software über einen USB-C-Anschluss
exportieren“, erklärt Sedrick Njomou,
Produktmanager bei Pfeiffer. Das TPG
202 Neo ist darüber hinaus mit einer großen
LCD-Anzeige für eine grafische Darstellung
der Daten ausgestattet, um die Benutzererfahrung
durch klare und präzise Datenvisualisierungen
zu verbessern. „Damit können
die Benutzer die Daten einfacher auswerten
und fundierte Entscheidungen auf der
Grundlage von Echtzeitinformationen treffen“,
fügt Njomou hinzu.
Für eine Vielzahl von Anwendungen
Die Anwendungsmöglichkeiten des TPG
202 Neo reichen von der Messung von
Grob- und Feinvakuum über die Bestimmung
des Saugvermögens bis hin zur einfachen
Lecksuche mittels Druckgradienten
oder Steigungsmessungen. Damit ist das
Neues Handmessgerät TPG 202 Neo
von Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions.
(Quelle: Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions)
TPG 202 Neo eine zuverlässige und effiziente
Lösung für tägliche Messaufgaben in
verschiedensten Branchen.
Pfeiffer Vacuum GmbH
D 35614 Asslar
Der Nexus Connect®
In der Halbleiterindustrie stellt der Flare-
Anschluss seit langem einen etablierten
Standard für die Medienverteilung und
-versorgung dar. Doch bei extremen Druckund
Temperaturanforderungen stößt dieser
Anschlusstyp an seine Grenzen. GEMÜ
hat nun eine innovative Lösung: Der Nexus
Connect®-Anschluss bietet nicht nur
mehr Sicherheit, sondern auch die nahtlose
Kompatibilität mit bestehenden Fitting-
Systemen.
GEMÜ bietet bereits heute die auf dem
Markt gängigen optimierten Flare-Anschlüsse
für die Ventile GEMÜ CleanStar
und GEMÜ iComLine an. Mit dem Nexus
Connect®-Anschluss bietet sich nun die
Möglichkeit, diesen Anschluss konsequent
über das gesamten HP-Produktportfolio
auszubreiten und dazu passende Fittings
mitzuliefern.
Dank seiner Kompatibilität mit dem
derzeit am weitesten verbreiteten optimierten
Flare-Anschluss können Kunden von
GEMÜ ihre Anlagen aufrüsten, ohne andere
Komponenten austauschen zu müssen.
Dies unterstreichen auch die erfolgreichen
Testergebnisse von Fit-Line Global, die
eine reibungslose Kombination beider Anschlusstypen
bestätigen.
Die Einführung des Nexus
Connect® umfasst die GEMÜ
Ventil-Baureihen CleanStar, die
zunächst mit angeschweißten
Adaptern sowie in der platzsparenden
SpaceSaver-Variante
verfügbar sein wird. Für die Baureihe
iComLine wird es den Anschluss in gespanter
Form an den Einzelventilen sowie
an den Ventilblöcken GEMÜ PC50 geben.
Die Erweiterung ist auf das gesamte HP
Produktportfolio geplant.
Mit dem Nexus Connect®-Anschluss
setzt GEMÜ einen neuen Standard für
Flexibilität und Leistung in der Halbleiterindustrie.
Die Integration dieses innovativen
Designs verspricht nicht nur eine
GEMÜ C60 CleanStar mit
Nexus Connect®-Anschluss
Vereinfachung der Installation, sondern
auch eine Steigerung der Effizienz und
Zuverlässigkeit in kritischen Produktionsumgebungen.
*Nexus Connect® ist eine eingetragene Marke
von Fit-Line Global
GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG
D 74653 Ingelfingen
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Innovative Ventiltechnologie der
Series E kombiniert Nachhaltigkeit
mit High Performance
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions präsentiert
mit der Series E das erste elektrische Eckventil
für Hochvakuumanwendungen. Mit
dieser innovativen Ventilserie wird ein neuer
Industriestandard für überlegene Steuerung,
Energieeffizienz und Zuverlässigkeit
gesetzt, der zu deutlichen Kosteneinsparungen
führt.
Moderne elektrische Antriebstechnik
für verbesserte Steuerung und hohe
Lebensdauer
Ventile der Series E verfügen über ein in
ihrer Klasse führendes elektrisches Antriebssystem,
das auf Präzision und Robustheit
ausgelegt ist. Der eingebaute „Failsafe-
Mechanismus“ gewährleistet das Schließen
des Ventils bei Stromausfall. Bei Wartungsarbeiten
ermöglicht der lokale Modus den
Betrieb vor Ort. All dies reduziert die mechanischen
Belastungen und gewährleistet
eine gleichbleibende, sichere Leistung.
Energieeffizienz, Kostensenkungen
und Nachhaltigkeit
Das auf niedrigen Energieverbrauch optimierte
Eckventil kann nicht nur die Betriebskosten
erheblich senken, sondern
eine Vielzahl an industriellen Verfahren auf
nachhaltige Weise unterstützen. Darüber
hinaus benötigt das motorgeregelte System
weniger Energie als herkömmliche Ventile.
Es unterstützt Unternehmen dabei, ihre Betriebskosten
zu senken und gleichzeitig den
ökologischen Fußabdruck zu verbessern.
Ideal für Hochvakuum-
Absperranwendungen
Die Ventile der Series E arbeiten im Bereich
von 10-3 bis 10-9 mbar äußerst zuverlässig.
Der mit 24 V DC betriebene hocheffiziente
elektrische Antrieb und die robuste Elastomerdichtung
stellen eine hohe Lebensdauer
sicher. Durch den rechtwinkligen Aufbau
Elektrisches Eckventil Series E für
Hochvakuumanwendungen von
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions.
Source: Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions.
wird eine einfache Integration sowie verbesserte
Systemkompatibilität und Benutzerfreundlichkeit
gewährleistet.
„Die Markteinführung der Series E freut
uns besonders, denn diese Ventile stellen
einen Meilenstein in der Vakuumtechnik
dar“, so David Crone, Global Head of Valves
bei Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions. „Diese
Innovation ist ein Beweis für unsere kontinuierlichen
Anstrengungen, umweltfreundliche
Lösungen zu entwickeln, die betriebliche
Effizienz und Umweltschutz miteinander
in Einklang bringen.“
Pfeiffer Vacuum GmbH
D 35614 Asslar
Fingergreifer mGrip:
Flexibel, hygienisch,
prozesssicher
Empfindliche Oberflächen, mal weich und mal zerbrechlich, eher
kugelförmig oder flach – Lebensmittel sind vielgestaltig und damit
herausfordernd für automatisierte Lösungen. Nur eines haben sie
gemein: Die Handhabung muss absolut hygienisch und damit sicher
möglich sein. Mit dem Fingergreifer mGrip und dessen vielfältigen
Konfigurationsmöglichkeiten bietet Schmalz stets die passende Lösung.
Dank zirkular oder parallel angeordneter Fingermodule ist ein
starkes Zangengreifen einfach realisierbar.
Im Gegensatz zu mechanischen Systemen handhabt der pneumatisch
gesteuerte Fingergreifer mGrip auch empfindliche Produkte
äußerst sensibel. So lassen sich beispielsweise Backwaren,
Obst und Gemüse beschädigungsfrei in Trays setzen oder zur Qualitätskontrolle
entnehmen. Durch die vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten
nimmt der Greifer Lebensmittel mit abweichenden
Formen und Ausprägungen wie Hähnchenschlegel sicher auf. Aber
auch jenseits der Nahrungsmittelbranche profitieren Unternehmen,
die etwa Netze oder Beutel voller Kleinteile aufnehmen wollen. Damit
ist schnelles Picking rund um die Uhr realisierbar, ohne Personal
für die Kommissionierung vorhalten zu müssen.
Vorzügliche Prozessstabilität
Der Fingergreifer mGrip im Hygienic Design lässt sich
ohne Demontage reinigen (CIP).
Das geschlossene System gewährleistet maximale Prozesssicherheit.
Außerdem erfüllt der neue Fingergreifer höchste Hygienestandards.
Er lässt sich einfach von außen reinigen und erfüllt die Vorgaben
von CIP (Cleaning in Place) und COP (Cleaning out of Place).
Durch dieses Hygienic Design ist das Risiko einer Kontamination
minimal.
J. Schmalz GmbH
D 72293 Glatten
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Doppelwandiger Schlauch der Serie TUE sichert Medientransport
unter widrigen Umständen
Flexibel und widerstandsfähig
Von Automotive und Maschinenbau bis hin zur Pharma- und Medizin-Branche: In bestimmten Produktionsprozessen
sind verwendete Komponenten belastenden Umwelteinflüssen wie Chemikalien, Schweiß- oder Kühlmittelspritzern ausgesetzt.
Das gilt auch für Schläuche zum Transport verschiedener Medien. Um Anwendern hierbei hohe Prozesssicherheit
und zugleich umfassende Flexibilität zu bieten, hat SMC die doppelwandigen Schläuche der Serie TUE entwickelt.
Während die Außenschicht aus Fluorpolymer für besonders hohe Umgebungsbeständigkeit sorgt, ermöglicht die Innenschicht
aus Polyurethan hohe Elastizität. Geeignet für die Medien Luft, Wasser und inerte Gase, in verschiedenen Außendurchmessern
und vier Farbvarianten erhältlich sowie einsetzbar in einem breiten Betriebstemperaturbereich, decken die
Schläuche einen großen Rahmen an Anwendungsfeldern ab.
Für den Transport von Medien wie Wasser oder Luft kommen in der Regel Spezialschläuche
zum Einsatz – ob in Bereichen wie der Druck-, der Lebensmittel- und der Halbleiterindustrie
oder bei verschiedenen Prozessen wie der spanenden Bearbeitung und Schweißanwendungen.
Damit die dazu verwendeten Schläuche umfassende Flexibilität und hohe Widerstandsfähigkeit
miteinander kombinieren, hat der Automatisierungsspezialist SMC die Serie
TUE entwickelt: Die doppelwandigen Schläuche aus zwei verschiedenen Materialien vereinen
Umweltbeständigkeit mit Biegsamkeit, decken einen breiten Betriebstemperaturbereich
ab und sind in vier Farbvarianten sowie fünf unterschiedlichen Außendurchmessern
erhältlich. Gemeinsam bieten sie optimale Eigenschaften, um für eine große Bandbreite an
Anwendungen einen zuverlässigen Medientransport zu gewährleisten.
Doppelt hält und biegt besser
Die Serie TUE ist ein doppelseitiger Schlauch zum Transport der Medien Wasser, Luft und
inerte Gase. Seine äußere Schicht besteht aus Fluorpolymer, das besonders widerstandsfähig
gegen Umwelteinflüsse wie Flammen oder Chemikalien ist, und sie erfüllt die Vorschrift
UL 94 nach den Kriterien V-0 zur Brennbarkeit von Kunststoffen. Der Schlauch ist so auch
für Anwendungen mit Schweiß- oder Kühlmittelspritzern geeignet und realisiert durchgehend
hohe Prozesssicherheit. Die innere Schicht aus Polyurethan sorgt dagegen für hohe
Flexibilität mit einem minimalen Biegeradius zwischen 11 und 44 mm (kleinster) und 14 bis 61
mm (empfohlen). Damit lässt sich der Schlauch problemlos für verschiedene Applikationen
und auch bei engen Platzverhältnissen einsetzen.
Flexibel und fehlervermeidend
Dank der vorhandenen Außendurchmesser von wahlweise 4, 6, 8, 10 und 12 mm (Innen-
Durchmesser äquivalent 2,5, 4, 6, 7,5 und 9 mm) eignet sich die Serie TUE für unterschiedliche
Applikationsspezifikationen. Im Vergleich zur bewährten Serie TU hat sich der Querschnitt
um bis zu 44 % vergrößert (TU = 19,6 mm2 vs. TUE = 28,3 mm2). Ergänzt wird dies
u. a. durch die Vielzahl an verwendbaren Klemmverbindungen KQB2/KQG2, KF (als Polyamid-
oder Messing-Buchse) und KFG2 von SMC. Dabei sind die Schläuche insgesamt für
einen breiten Betriebstemperaturbereich geeignet – bei Druckluft und inerten Gasen von
-20 bis 80 °C bzw. bei Wasser von 0 bis 70 °C (nicht gefroren) –, was den Einsatzbereich auf
verschiedene Anwendungen und Industriezweige weiter ausdehnt.
Dank der Außenschicht in den vier Farbvarianten „Schwarz“ und „Weiß“ (jeweils lichtundurchlässig),
„Blau“ (durchscheinend) und der Materialfarbe „Durchscheinend“ können
verschiedene Schaltkreise montiert werden, die zugleich leicht voneinander zu unterscheiden
sind. Die für ein Betriebsvakuum von -101,3 kPa geeignete Serie TUE reduziert damit
auch die Fehleranfälligkeit sowohl bei der Installation als auch bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten.
SMC Deutschland GmbH
D 63329 Egelsbach
Die doppelwandigen Schläuche der Serie TUE
kombinieren Flexibilität mit Umweltbeständigkeit,
sind zur einfachen Identifikation in vier
Farbvarianten erhältlich und für den Transport
von Luft, Wasser und inerten Gasen geeignet.
(Foto: SMC Deutschland GmbH)
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06.12.2024 - 07.12.2024
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Onlineseminar Sicherheitstraining Zytostatika
Veranstaltungsort: Online
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09.12.2024 - 13.12.2024
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Zertifikatslehrgang: Reinraum-Servicetechniker/-in
mit Fachkundenachweis Mikrobiol. & Zytost.-Werkb. (IHK)
Veranstaltungsort: Krefeld
Veranstalter: IHK Mittlerer Niederrhein
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10.12.2024 - 11.12.2024
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GMP-Anforderungen an das Anlagendesign (PT 15)
- Live Online Seminar
Veranstaltungsort: online
Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
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11.12.2024 - 13.12.2024
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Validierungsbeauftragte/r in der pharmazeutischen Industrie
(QV 16) - Live Online Seminar
Veranstaltungsort: online
Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
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im Januar 2025
21.01.2025 - 23.01.2025
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Pharma-Ingenieur/in (PT 25) - Block I - Live Online Seminar
Veranstaltungsort: obline
Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
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23.01.2025 - 24.01.2025
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GMP-Grundlagen der Sterilproduktion (S 4) - Live Online Seminar
Veranstaltungsort: Online
Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
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28.01.2025 - 29.01.2025
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Pharmaceutical Water - Live Online Training
Veranstaltungsort: online
Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
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Praxisseminar Sicherheitstraining Zytostatika
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Veranstalter: Berner International GmbH
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18.02.2025 - 19.02.2025
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Veranstaltungsort: online
Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
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25.02.2025
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Schutzkonzepte für Mitarbeiter in der Pharma-Industrie
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)
Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
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Impressum:
W.A. Schuster GmbH / reinraum online · Mozartstraße 45 · D 70180 Stuttgart · Tel. +49 711-9640350 · Fax 9640366
info@reinraum.de · www.reinraum.de · GF Dipl.-Designer Reinhold Schuster · Stgt, HRB 14111 · USt.-IdNr. DE 147811997
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