Frohe Weihnachten und ein glückliches, neues Jahr - Steirischer ...

blasmusik.verband.at

Frohe Weihnachten und ein glückliches, neues Jahr - Steirischer ...

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Mitteilungen des Steirischen Blasmusikverbandes • Neue Folge • Jahrgang 3 • Nr. 4 • Dezember 2004

Frohe Weihnachten und

ein glückliches, neues Jahr

wünscht allen Musikerinnen, Musikern und Funktionären

der Landesobmann und der Landesvorstand des Steirischen Blasmusikverbandes


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Ein frohes Fest, Gesundheit

und Frieden im neuen Jahr!

Wenn Sie, liebe Kollegen und

Freunde in den Musikkapellen

des Steirischen Blasmusikverbandes

sowie alle Liebhaber und Förderer der

Blasmusik in diesem Land, diese Zeitung

zugestellt erhalten, stehen wir bereits im

Advent:

Jene Zeit, in der wir uns nach christlicher

Tradition, die unsere Kultur geprägt

hat und weiterhin prägen wird, auf die

Ankunft des Erlösers vorbereiten. Es

handelt sich primär um ein Fest der

Familie. Aber die Wirtschaft hat es zu

einem „lauten, lärmenden Event“ gemacht.

Unsere Weihnachtskonzerte und das

an vielen Orten noch gepflegte weihnachtliche

Turmblasen aber mögen

dem Rummel entgegenwirken – und mit

Hilfe der emotionalen Kraft der Musik

zu innerer Besinnung zurückführen. Bei

der Gestaltung der Programme unserer

weihnachtlichen Veranstaltungen sollten

wir daran denken.

Für uns alle im Steirischen Blasmusikverband

war 2004 ein erfolgreiches

Jahr. Dafür stehen alle unsere

Mitgliedskapellen, wo immer und in

welchem Umfeld sie aktiv sind, und

welche Möglichkeiten sich in Bezug auf

musikalische Leistungsstärke, Repertoire,

Präsentation im In- und Ausland

ergeben mögen. Dabei haben wir den

großen Vorteil, dass wir sowohl auf der

Straße, beim Marschieren und beim

Platzkonzert, wie in der Kirche, im

Konzertsaal oder im Festzelt uns den

Vom Schreibtisch

des Landesobmannes

Wolfgang Suppan, Landesobmann des Steirischen Blasmusikverbandes, gratulierte dem

langjährigen südsteirischen Musiker und Ehrenkapellmeister Franz Schober aus St. Veit

am Vogau zum 70. Geburtstag.

Erwartungen des Publikums entsprechend

darstellen können. Die Musik

mag heiter sein oder besinnlich, bildend

oder die Trauer und das trostvolle

„Näher mein Gott zu Dir“ auf dem

Friedhof ausdrücken. Welche andere

Orchesterformation vermag dies alles?

Vor allem aber zählen wir in Zusammenarbeit

mit allen Vereinigungen und

Vereinen zu den Stützen einer staatlichen

Ordnung, weil wir das kulturund

gesellschaftspolitische Bild

einer Gemeinde entscheidend mitprägen,

das konfliktfreie Zusammenleben

der Menschen in hohem Maße

beeinflussen. Wenn das kommende Jahr

2005 weltweit unter dem Motto

„Jugend ohne Drogen“ stehen soll,

dann dürfen wir darauf hinweisen, dass

unsere Arbeit mit Jugendlichen, in der

Zusammenführung von ehrenamtlich

tätigen Menschen aller Alters- und

Gesellschaftsschichten, von grundlegender

vorbeugender Wirkung ist.

Daraus leiten wir auch die Berechtigung

ab, staatliche Förderung zu erfahren.

Und wir danken der Steiermärkischen

Landesregierung unter Frau Landeshauptmann

Waltraud Klasnic, dem

Präsidenten des Steiermärkischen

Landtages, Reinhold Purr, dem Ersten

Landeshauptmann-Stellvertreter Mag.

Franz Voves, dem Zweiten Landeshauptmann-Stellvertreter

Dipl.-Ing.

Leopold Schöggl sowie allen Damen

und Herren Landesräten, den Mitgliedern

des Steiermärkischen Landtages

dafür, dass sie die Funktion blasmusika-

lischer Aktivitäten in unserem Lande

gerecht einschätzen und die Basismittel

für „den Betrieb“ zur Verfügung stellen.

Wenn ich aus den oben genannten

Persönlichkeiten den Blasmusikreferenten

der Steiermärkischen

Landesregierung, Dipl.-Ing. Leopold

Schöggl, besonders hervorhebe, dann

deshalb, weil die aus seiner Funktion

sich ergebende Zusammenarbeit mit ihm

stets erfreulich, ehrlich, von starkem

persönlichen Engagement seinerseits für

uns getragen ist.

Wesentliche finanzielle Mittel konnten

im vergangenen Jahr erneut für Musikheimbauten

und für die akustisch einwandfreie

Ausstattung von Probenräumen

zur Verfügung gestellt werden.

Wir schließen deshalb in unsere Weihnachts-

und Neujahrswünsche die

Mitglieder der Steiermärkischen Landesregierung

in besonderer Weise ein.

Für 2005 wünsche ich mir, dass wir –

der Landesvorstand und alle Obleute,

Kapellmeister, Musikerinnen und

Musiker – in unseren Mitgliedskapellen

weiterhin möglichst gesund bleiben, voll

Freude, loyal und mit großer Sympathie

füreinander und für unsere gemeinsame

Liebe, die Blasmusik, zusammenstehen.

Diese meine Weihnachts- und

Neujahrsgrüße darf ich Ihnen/Euch

allen auch namens der Mitglieder des

Landesvorstandes entbieten!

Ihr/Euer


Blasmusik in der Steiermark 103

Bezirks-EDV-Referenten

tagten in Graz

Am Sonntag, dem 3. 10. 2004, trafen sich

die EDV-Referenten der steirischen Blasmusikbezirke

im Büro des Steirischen

Blasmusikverbandes, Entenplatz 1 b, um

das neue Verwaltungsprogramm „BMV

2004“, das von Landes-EDV-Referent

Erich Riegler in Zusammenarbeit mit der

Firma ASA entwickelt wurde, kennenzulernen.

Auch LO-Stv. Oskar Bernhart,

LSchrf. Pepo Malli, LMR Erhard Mariacher

vom Landesvorstand sowie Frau

Andrea Trojer vom Büro, waren zu dieser

sehr informativen Veranstaltung gekommen.

Erhard Mariacher, LMR

Dirigenten-Meisterkurs in Feldkirchen

◆ Für den Meisterkurs in Feldkirchen, vom 21. bis 25. April 2005,

mit dem Referenten Generalmusikdirektor Karolus Trikolidis

und dem Kursorchester der Militärmusik Kärnten, wird noch ein

aktiver Teilnehmer gesucht. Interessenten melden sich bitte bis

Ende Jänner 2005 direkt bei Landeskapellmeister MDir. Prof. Ing.

Philipp Fruhmann, Tel. 03532/2093 oder 0664/3828577.

USA-Musik Camp 2005

◆ Nachdem in den vergangenen Jahren die von uns entsandten

Jungmusiker (zwischen 14 und 18 Jahren) jeweils einen hervorragenden

Eindruck hinterlassen haben, hat die Direktion des International

Peace Garden, eines der weltweit angesehensten Sommer-

Musik-Camps an der Grenze zwischen den USA und Canada, auch

für 2005 wieder zwei Freiplätze für je zwei Wochen zur Verfügung

gestellt. Folgende Termine werden angeboten: 19. Juni bis 2. Juli,

26. Juni bis 9. Juli oder 17. bis 20. Juli 2005.

Interessenten melden sich bitte so rasch wie möglich im Sekretariat

des Steirischen Blasmusikverbandes (Adresse im Impressum dieser

Zeitschrift). LO Wolfgang Suppan

Segnung der neuen

Büroräume des

Steirischen

Blasmusikverbandes

Vor der letzten erweiterten Sitzung des

Landesvorstandes wurden die neuen Büroräume

des Steirischen Blasmusikverbandes

durch Dr. Anton Albrecher,

Pfarrer von Gutenberg, gesegnet und mit

den besten Wünschen an jene, die diese

Räume in fruchtbarer Arbeit im Sinne der

Musik beleben, bedacht.

Erhard Mariacher, LMR

Neues aus dem Blasmusik-

Informations-Zentrum (BLIZ)

◆ Die Einrichtung des Blasmusik-Informations-Zentrums am

Johann-Joseph-Fux-Konservatorium in Graz (8020, Entenplatz 1b,

Erdgeschoß) schreitet zügig voran.

Von der dem Land Steiermark überantworteten „Sammlung

Suppan“ sind die Blasmusik-Notenbestände, Partituren, Direktionsstimmen

und vielfach auch vollständige Ausgaben, erfasst und zugänglich

gemacht worden, dazu auch die gesamte Festschriften-

Sammlung.

Diese wichtige Informationsquelle ist für alle Mitglieder unserer

Blaskapellen frei zugänglich. Termine können mit dem Unterzeichneten

(E-Mail: armin.suppan@stmk.gv.at oder Handy: 0664-

1604695) vereinbart werden.

Der Komponist Ernest Majo hat seinen musikalischen Nachlass

dem BLIZ vermacht. Hier handelt es sich vor allem um die

Sammlung seiner eigenen gedruckten Kompositionen, zahlreiche

Handschriften sowie Schallplatten und CD’s. Der Witwe nach

Ernest Majo, Frau Christa Majo, danken wir für die Überlassung

dieser Materialien sehr herzlich. Mag. Armin Suppan


104

Musikkapellen im Straßenverkehr!

■ LO-Stv. Obstlt. OSKAR BERNHART

� GESETZLICHE BESTIMMUNGEN:

Die Straßenverkehrsordnung (StVO)

enthält genaue Regelungen für das

Verhalten und die Sicherheit von Personengruppen

auf Straßen mit und ohne

öffentlichen Verkehr. Dazu kommen

ergänzend die zivil- und strafrechtlichen

Bestimmungen im Allgemeinen Bürgerlichen

Gesetzbuch (ABGB) und im Strafgesetzbuch

(StGB). Geschlossene Züge

von Straßenbenützern wie: Prozessionen,

Leichenbegängnisse, Kinder- und

Schülergruppen und in analoger Anwendung

auch MUSIKKAPELLEN

dürfen gemäß § 29 StVO von anderen

Verkehrsteilnehmern nicht unterbrochen

oder in ihrer Fortbewegung behindert

werden. Demnach gilt bei Umzügen

oder Ausrückungen von Musikkapellen

in der Öffentlichkeit der Vertrauensgrundsatz

(§ 3 StVO), wonach diese darauf

vertrauen dürfen, dass die übrigen

Verkehrsteilnehmer die für die Straßenbenützung

maßgeblichen Rechtsvorschriften

wie z. B. Überholverbote (§ 16

StVO) oder Vorbeifahren (§ 17 StVO)

beachten. Das Vorbeifahren an einer geschlossenen

Personengruppe (Musikkapelle)

oder Fahrzeug ist nur dann

möglich, wenn dadurch andere Straßenbenützer

weder behindert noch gefährdet

werden. Eine weitere Schutzbestimmung

für öffentliche Umzüge

ist das Gebot des Fahrens auf Sicht, wonach

die Fahrgeschwindigkeit an die

Straßen-, Verkehrs- und Sichtverhältnisse

anzupassen ist (§ 20 StVO).

Was ist zu tun?

� Bei Umzügen und Prozessionen muss

gemäß § 77 StVO von den Teilnehmern

die rechte Fahrbahnseite benützt werden.

Bei Dämmerung, Dunkelheit,

Nebel oder sonstiger schlechter Witterung

(starker Regen, Schneefall) sind

Spitze und Ende derart geschlossener

Personengruppen durch weiße bzw. rote

Lampen kenntlich zu machen.

Für Musikkapellen empfiehlt sich aus

praktikablen Gründen die Absicherung

durch je ein Spitzen- und Schlussfahrzeug

mit Beleuchtung und eingeschalteter

Warnblinkanlage!!!

◆ Bei guter Sicht können vor der Musikkapelle

der Stabführer oder eine

Marketenderin den Gegenverkehr auf

den Musikzug aufmerksam machen.

� Dahinter sollte auf öffentlichen Straßen

(auch im Ortsgebiet) jedenfalls ein

Fahrzeug sichern. Auf diese Weise können

zumindest Personenschäden in der

Musikkapelle durch nachkommende

(betrunkene) Raser weitgehend vermieden

werden. Absicherung durch

die Polizei!

Diese Sicherheitsmaßnahmen durch

die Musikkapelle sind nur dann gesetzlich

erforderlich und sinnvoll,

wenn von der zuständigen Straßenbehörde

(Gemeinde/Magistrat bzw. Bezirkshauptmannschaft/BPD)

keine straßenpolizeiliche

Vorkehrungen bei öffentlichen

oder ortsüblichen Umzügen,

Prozessionen, volkstümlichen Festen,

Leichenbegängnissen getroffen werden.

Derartige Veranstaltungen sind gemäß

§ 86 StVO drei Tage, Begräbnisse

einen Tag vorher dem zuständigen

Gemeindeamt bzw. Magistrat anzuzeigen.

Wer trägt die Verantwortung?

� Bei Ausrückungen im Straßenverkehr

hat grundstätzlich der STAB-

FÜHRER für die Sicherheit der Musikkapelle

zu sorgen bzw. immer diejenige

Person, welche die Musikkapelle

vergattert und in Bewegung setzt!!!

Demnach hat der Stabführer (und

grundsätzlich nicht der Obmann oder

Kapellmeister) eine gesetzliche Garantenpflicht

zur Gefahrenabwehr im

Straßenverkehr, sobald er mit mündlichen

Kommandos oder mit dem Tambourstab

die Musikkapelle antreten

und losmarschieren lässt!

Blasmusik in der Steiermark

◆ Gemäß § 2 StGB macht sich strafbar,

wer eine geschlossene Personengruppe

auf öffentlichen Verkehrsflächen nicht

ausreichend vor anderen Verkehrsteilnehmern

schützt, welche gegen die

oben dargestellten Grundregeln der

StVO verstoßen.

Wer ist haftbar?

� Die Normen der StVO sind zugleich

sogenannte Schutzgesetze im Sinne

des § 1311 ABGB, welche gegen die Verletzung

von Rechtsgütern wie insbesondere

Leben und Gesundheit von Straßenbenützern

schützen sollen.

Die verschuldete Übertretung von Sicherheitsbestimmungen

bei öffentlichen

Umzügen macht den Veranstalter und

bei „Musik in Bewegung“ den Stabführer

zivil- und strafrechtlich haftbar.

Bei einer Kollision eines Kfz mit einer

Musikkapelle müsste der Stabführer

dahingehend seine Schuldlosigkeit beweisen,

dass er die ihm aufgetragene Sicherungspflicht

durch Verkehrsregelungen

an der Spitze und ein Schlussfahrzeug

am Ende des Musikzuges

ausreichend erfüllt hat.

Zunehmende Ausrückungen der Musikkapellen

im Straßenverkehr verpflichten

den für die Sicherheit verantwortlichen

Stabführer zur genauen Einhaltung der

einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen

zum Schutz von Leben und Gesundheit

der Musikerinnen und Musiker!!!

� ACHTUNG! Für alljährliche Veranstaltungen

kann nach Kontakten mit der

BH im Vorhinein um Genehmigung der

Verkehrsregelung durch die Feuerwehr

angesucht werden.

LO-Stv. Oskar Bernhart (stehend) referierte in Birkfeld bei einer Fortbildungsveranstaltung zum Thema

„Musikverein im Straßenverkehr“ .


Blasmusik in der Steiermark 105

Aufsteirern 2004!

◆ Beim heurigen „Aufsteirern“ am Sonntag, dem 19. September,

beteiligte sich der Steirische Blasmusikverband mit drei Musikkapellen

und einem Informationsstand mit Standpunkt Bischofsplatz.

Die Musikvereine aus Gratwein, Strassen und St. Marein/N. brachten

auf verschiedenen Plätzen kurze Konzerte.

Am Informationsstand, betreut von Toni Mauerhofer, Franziska

und Erhard Mariacher sowie „geschmückt“ durch einige hübsche

Musikerinnen aus Pöllau und Hartberg, wurden Informationsbroschüren,

Prospekte, die Steirische Blasmusikzeitung und auch manches

Stamperl von Edelbränden sowie frisches Bauernbrot verteilt.

Als erste Besucher wurden LH-Stv. Dipl.-Ing. Leopold Schöggl und

Dipl.-Ing. Barbara Mlaker natürlich besonders herzlich begrüßt.

LO Wolfgang Suppan mit Gattin Elfriede, LO-Stv. Herbert

Polzhofer mit Gattin Rosi und „SBZ-Harry“ Jantscher mit

Gattin Auguste, Bezirksfunktionäre sowie Musikerinnen und Musiker

aus der gesamten Steiermark besuchten trotz ziemlichen

Gedränges ebenfalls den Stand des Steirischen Blasmusikverbandes

auf dem Grazer Bischofplatz.

H ofrat Dr. Manfred Glawogger, langjähriger beamteter Chef der

Kulturabteilung des Landes Steiermark, wurde im Rahmen des

„Aufsteirerns“ 2004 auf dem Grazer Hauptplatz von LH-Stv. Dip.-Ing.

Leopold Schöggl in besonderer Weise geehrt. Das Blasorchester des

Johann-Joseph-Fux-Konservatoriums unter der Leitung von Prof. Toni

Maier brachte dabei den HR Glawogger gewidmeten Marsch „Trumpet

Furioso“ von Toni Maier zur Uraufführung.


106

Blasmusik in der Steiermark

Musikbeirat für die Intermusica 2005 gegründet

Am Dienstag, dem 24. 8. 2004, fand unter Vorsitz von

Landesobmann Wolfgang Suppan in den Büroräumen des

Steirischen Blasmusikverbandes die Gründung des Musikbeirates

für den Solisten- und Dirigentenwettbewerb „Intermusica“

in Birkfeld statt.

Es wurden in intensiver Arbeit die Pflichtstücke für die einzelnen

Soloinstrumente festgelegt, wobei darauf geachtet wurde,

dass sowohl Werke steirischer Komponisten wie auch Werke

von Komponisten aus den Teilnehmerländern der Alpen-Adria-

Region vertreten sind. Repräsentanten der österreichischen

Landesverbände, des Tessin, Südtirols, Oberitaliens, Bayerns

und Kroatiens werden den Musikbeirat vervollständigen.

Die Pflichtstücke für den Solistenwettbewerb 2005

� FLÖTE: Alfred Reed, Divertimento for Flute, Verlag

Molenaar, Wormerveer.

� OBOE: Ernest Majo, Konzert für Oboe und Blasorchester,

Verlag Bauer, Karlsruhe.

� KLARINETTE: Camille Saint-Saëns, Introduction et Rondo

Capriccioso, op. 28, in der Orchestration von Armin

Suppan, Verlag Kliment, Wien.

� BASS-KLARINETTE: Kees Vlak, Concerto for Bass

Clarinet, Verlag Molenaar, Wormerveer.

� FAGOTT: Viktor Fortin, Concertino für Fagott und Blasorchester,

Manuskript (Druck im HeBu-Musikverlag,

Kraichtal, in Vorb.).

� ES-ALT-SAXOPHON: Ernest Majo, Konzert für Es-Alt-

Saxophon und Blasorchester, Verlag Bauer, Karlsruhe.

� B-TENOR-SAXOPHON: Emil Glavnik, Romanticne

variacije (Romantische Variationen) für Tenor-Saxophon und

Blasorchester, arr. Vladomir Mustajbaˇsic, Verlag Hartman,

Maribor, Slovenien, in Vorb.

� FLÜGELHORN: Karl Haidmayer, Concertino für

Flügelhorn und Blasorchester, HeBu-Musikverlag, Kraichtal.

und Franz Cibulka, Curriculum für Flügelhorn und

Blasorchester, Selbstverlag des Komponisten, Graz.

� TROMPETE: Franz Cibulka, Trumpet Emotions, HeBu-

Musikverlag, Kraichtal.

� WALDHORN: Saverio Mercadante, Concerto for Horn, im

Arrangement von Willy Hautvast, Verlag Molenaar,

Wormerveer.

� EUPHONIUM (Tenorhorn/Bass-Flügelhorn,

Bariton): Philip Sparke, Pantomime, Verlag Studio

Music, Auslieferung durch den HeBu-Musikverlag,

Kraichtal.

� POSAUNE: Reinhard Summerer, Concerto Piccante, op. 20,

für Posaune und Blasorchester, HeBu-Musikverlag, Kraichtal,

Druck in Vorb. (Kompositionsauftrag des Steirischen

Blasmusikverbandes)

� TUBA: Frigyes Hidas, Tuba Concerto, Verlag Stormworks

Europe.

� PERCUSSION/STABSPIELE: Alfred Reed, Concertino

for Marimba and Winds, Verlag Barnhouse.

� PAUKEN: Gordon Jacob, Concerto for Timpani and Band,

Verlag G&M Brand, Auslieferung HeBu-Musikverlag,

Kraichtal.

Alle genannten Kompositionen sind über den Musikalienhandel,

direkt bei den genannten Musikverlagen oder über

den HeBu-Musikerlag (D-76703 Kraichtal, Gottfried Daimler-

Straße 22, Tel.: +49 (0) 7250 /9228 - 10, E-Mail: c.buss@hebumusic.de)

zu beziehen.

◆ Auskünfte/Anmeldeformulare erhalten Sie bei der

Marktgemeinde Birkfeld, Frau Mag. Andrea Gangl, Tel.: +43

(0)3174 4507, Fax: +43 (0)3174 4507-60, E-Mail: marktgemeinde@birkfeld.at

(vgl. zudem www.birkfeld.at)


Blasmusik in der Steiermark 107

Hervorragende Leistungen beim ÖBV-Bundeswettbewerb

„Musik in kleinen Gruppen“ in Rust

Insgesamt 46 Ensembles stellten beim diesjährigen Bundeswettbewerb

„Musik in kleinen Gruppen“ am 23. und 24.

Oktober in Rust im Burgenland ihr musikalisches Können unter

Beweis. Noch nie hatten sich so viele Musiker und Musikerinnen

für diesen hochwertigen künstlerischen Wettstreit qualifiziert.

Von den rund 6000 Jugendlichen, die sich an den

Vorausscheidungen auf Bezirks- und Landesebene beteiligt haben,

stellten sich 184 Teilnehmer der Jury in Rust, die sich aus

hochrangigen Pädagogen und Musikern in den verschiedenen

Instrumentengruppen zusammensetzte. Die Vorträge der Ensembles

wurden in zehn verschiedenen Punkten wie zum

Beispiel Ton- und Klangqualität, Technische Ausführung sowie

Dynamik und Klangbalance bewertet.

Dr. Herbert Ebenbichler betonte im Zuge der Veranstaltung,

wie wichtig das Musizieren in kleinen Gruppen für das Niveau

der Blaskapellen und -orchester sei. „Die Anforderungen im einfach

besetzten Ensemble sind oft unvergleichlich höher als im mehrfach

besetzten Register der örtlichen Kapelle und so kommen das Miteinander,

die solistische Routine, das Aufeinanderhören in Stimmung,

Dynamik und Stil besonders zum Tragen.“ Dass die Musiker und

Musikerinnen diese Punkte beherzigt haben, bewiesen die hervorragenden

Leistungen.

Gleich drei Ensembles gingen als Punktesieger aus dem

Wettbewerb hervor: Das Brassquartett „Fat Lips“ aus Tirol

(Stufe D), das Tiroler Saxophonquartett „De Saxlamanda“

(Stufe E/S) und das Klarinettenensemble „Woody Wood

Quartett“ aus der Steiermark (Stufe E/S) erreichten ex

aequo 98,3 von den möglichen 100 Punkten.

Bundesjugendreferent Mag. Hans Brunner zeigte in seiner

Rede auf, dass sich das Musizieren in kleinen Gruppen grundsätzlich

gewandelt hat. „War es früher die Ausnahme, dass in

den Musikvereinen auch in Ensembles musiziert wurde, so

übernimmt heute oft – je nach Ort und Art des zu gestaltenden

Anlasses – eine farbige Palette von Ensembles verschiedener

Besetzungen Aufgaben des Gesamtvereines“.

Für hochwertige Unterhaltung aller am Wettbewerb teilnehmenden

Musiker und Musikerinnen sowie der Ehrengäste sorgten

am Samstag Abend der „Blechhauf´n“ und die „Blech &

Brass Banda“. Im Zuge der Veranstaltung wurde Bundesminister

Mag. Herbert Haupt für besondere Dienste die höchste

Auszeichnung des Österreichischen Blasmusikverbandes –

das Goldene Ehrenkreuz – überreicht.

Er hat sich für die Anerkennung der Unterorganisation des ÖBV

„Österreichische Blasmusikjugend“ eingesetzt, die gemeinsam

mit dem Burgenländischen Blasmusikverband den Bundeswettbewerb

„Musik in kleinen Gruppen“ organisiert und

veranstaltet hat. Das idyllische Ambiente der Freistadt Rust am

Neusiedlersee eignete sich für diesen großen Bewerb hervorragend.

Bürgermeister Harald Weiss, der den musikalischen Wettstreit

am Freitagabend feierlich eröffnet hatte, freute sich besonders,

dass seine Stadt als Standort ausgewählt worden war: „Rust feiert

heuer das 30-jährige Bestandsjubiläum des Musikvereins der Freistadt

Rust. Zu diesem Anlass fanden bereits Feierlichkeiten und Wertungsspiele

statt. Für Rust ist daher der Wettbewerb ,Musik in kleinen Gruppen‘ ein

weiterer Höhepunkt in unserem Jubiläumsjahr.“

Auch für den Österreichischen Blasmusikverband stellt die gelungene

Veranstaltung mit den musikalisch hervorragenden

Leistungen einen Höhepunkt im Jahr 2004 dar. Sie bot nicht

nur die Möglichkeit, musikalische Fertigkeiten zu vergleichen,

sondern vor allem auch Kontakte mit anderen Musikern und

Musikerinnen in ganz Österreich, Südtirol und Liechtenstein zu

knüpfen. Stefanie Unterrieder

Bundeswettbewerb „Musik in kleinen Gruppen“

HOLZBLÄSER Landesverband Punkte/ Stufe

Querflöten-Trio Gamprin Liechtenstein 77,70 A

Magic Flutes Oberösterreich 86,30 A

Gym Quart Tirol 92,30 A

Klardieviernetten Vorarlberg 92,30 A

TRIO-KLARO/Klarinetten-Trio MS Oberwart 84,70 B

Ticoda Tirol 96,00 B

Trio Furioso Niederösterreich 92,70 B/S

Altokaro Steiermark 80,70 C

Klarinettenquart. Wolfsbg.+St. Stefan Kärnten 86,70 C

Kammermusikens. es Sinf. JBO Wien Wien 86,70 C

CLASSIX (Klarinettensextett) Südtirol 93,00 C

Les six + 1 Niederösterreich 97,30 C

Quadrifoglio Vorarlberg 91,00 C/S

Klarinettenquartett TMK Zederhaus Salzburg 93,00 D

Klarinettenquartett/ Hollabrunn Niederösterreich 96,00 D

Animoso Steiermark 92,70 D/S

Liechtensteiner Brügelbeisser Liechtenstein 90,70 E

KlarinettentrioPercha/St. Johann Südtirol 93,70 E

Klarinettenquartett Strobl Salzburg 93,70 E

Querflötenduo - AD LIBITUM Niederösterreich 96,00 E/S

3 Flutes Burgenland 96,70 E/S

trio legno nero Kärnten 98,00 E/S

De Saxlamanda Tirol 98,30 E/S

Woody Wood Quartett Steiermark 98,30 E/ S

BLECHBLÄSER Landesverband Punkte/Stufe

M.E.T.R.E. 1 Südtirol 89,70 A

Hornquartett FAPADO Steiermark 92,70 A

Hornquartett/Friesach/Althofen Kärnten 93,00 A

Pongauer Junior-Brass 2 Salzburg 94,00 A

Blech-Trio Eschen Liechtenstein 84,30 B

Bläserduo Südtirol 91,00 B

Posaunenquartett „Cloverleaf“ Kärnten 94,30 B

Trompetenauflauf Steiermark 96,00 B/S

Take it easy Burgenland 91,70 C

Posaunenquartett Musikum Salzbg. Salzburg 92,70 C

H-T-T Trio Oberösterreich 94,70 C

Posaunenquartett Mozarteum Tirol 96,00 C/S

Sound of Trump./ Trp-Duo Vaduz Liechtenstein 89,70 D

Take 4 Tubas Kärnten 89,70 D

Rusty-Brass Burgenland 90,00 D

Posaunenquartett Südtirol 96,70 D

Fat Lips Tirol 98,30 D

Posaunenquartett der LMS Altheim Oberösterreich 92,30 E

SCHLAGZEUG Landesverband Punkte/Stufe

MAXYVIP Burgenland 84,70 A

Bodycussion Salzburg 89,30 B

Voices of Percussion Oberösterreich 94,30 B


Steirische Vertreter beim Bundeswettbewerb „Musik

„Animoso“

Im März 1998 wirkten sie erstmals beim Wettbewerb des ÖBV

„Musik in kleinen Gruppen“ mit. Auf Anhieb erreichten sie die

Punktehöchstzahl beim Bezirkswettbewerb in Murau. Zwei Jahre

später vertrat „Animoso“ die Steiermark im Bundesfinale in Liechtenstein,

wobei man auch dort einen „Ausgezeichneten Erfolg“ erringen

konnte. Im Endklassement erlangten sie den 3. Rang auf

Bundesebene. 2004 die Teilnahme am Bundeswettbewerb in Rust

mit „Auszeichnung“. – Die Mitglieder:

Angelika Tillian (Flöte): Jahrgang 1983; lebt in St. Lambrecht;

mit Musik aufgewachsen; spielt auch Klavier, Gitarre u.a.; studiert

in Klagenfurt IGP Flöte und stellt sich auch in den Dienst der

Blasmusik (geprüfte Kapellmeisterin; Kpm.-Stv. im MV St.

Lambrecht).

Silvia Kienberger (Klarinette): Jahrgang 1985; Seit dem neunten

Lebensjahr erhielt sie Klarinettenunterricht. Mittlerweile auch

IGP Studentin am Landeskonservatorium in Klagenfurt; Stimmführerin

im MV St. Lambrecht

Marlene Dockner (Klarinette): Jahrgang 1985; Musikverein St.

Blasen; Klarinettenunterricht; seit 2003 ebenfalls Musikstudentin in

Graz.

Mag. Wolfgang Fleischhacker (Klarinette): Jahrgang 1971;

Klarinetten- und Saxophonstudium (Uni Wien/Graz), Direktor der

Musikschule Murau und Lehrer am BORG Murau.

MDir. Mag. Wolfgang Fleischhacker

„Altokaro“

Das Klarinettenquartett ALTOKA-

RO wurde anlässlich des Wettbewerbes

„Musik in kleinen Gruppen“

im Frühjahr 2004 gegründet.

Es musizieren Alexander Kienleitner

= AL, Thomas Hammer =

TO, Karina Kohlhofer = KA und

Robert Schneidhofer = RO.

Alexander Kienleitner (Leiter

des Ensembles) vom Musikverein

Parschlug, ist 1985 geboren. Er studiert

seit 2003 Klarinette bei Prof. Gerald Pachinger an der Kunst

Uni-Graz. Thomas Hammer, geboren 1987, spielt bei der Trach-

„FAPADO“

Das Hornquartett FAPADO (Durchschnittsalter 13 Jahre) besteht

seit ca. einem Jahr.

Der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Mitglieder

zusammen: Fabian Zangl/Pöllau; Andrea Teichmeister/Wenigzell;

Patrick Berger/St. Jakob; Dominik Maierhofer/

Wenigzell.

Die vier Hornisten werden von Mag. Josef Heiling an der MS

Pöllau-Vorau-Joglland unterrichtet. Fabian Zangl ist mehrfacher

Preisträger des Bundesbewerbes „Prima la musica“, absolvierte im

Juni 2004 die Abschlussprüfung an der Musikschule und studiert

nun an der Musikuniversität Graz, Expositur Oberschützen. Für die

drei anderen war es die zweite Teilnahme an einem Wettbewerb

nach „Prima la musica“ 2004, wo ein 1. Preis beim Landesbewerb

und ein 3. Preis beim Bundesbewerb erreicht wurde.

Über den „Ausgezeichneten Erfolg“ (92,7 Pkt) beim Bundesbewerb

„Musik in kleinen Gruppen“ in Rust freuen sich die Mitglieder

ebenso wie ihr Lehrer. Mag. Josef Heiling

tenkapelle Oberaich und studiert seit 2004 Klarinette bei Prof.

Bertram Egger an der Kunst-Universität Graz. Karina Kohlhofer,

geboren 1988, ist Mitglied beim MV Parschlug und Schülerin.

Robert Schneidhofer, geboren 1985, ist ebenfalls Mitglied beim

MV Parschlug. Nach der Matura an der HTBL Kapfenberg leistet er

gerade den Präsenzdienst bei der Militärmusik Steiermark.

Aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen konnten sie sich vom

Bezirkswettbewerb „Musik in kleinen Gruppen“ in Bruck a. d. Mur

zum Landeswettbwerb in Rottenmann und anschließend zum

Bundeswettbewerb in Rust spielen.

Die jungen Musiker wollen in diesem Ensemble weiter musizieren,

es gibt schon Einladungen für Gastauftritte bei Konzerten. Als

Fernziel ist eine neuerliche Teilnahme bei „Musik in kleinen Gruppen“

in zwei Jahren geplant.

Eine Wiederholung der Leistung vom Landeswettbewerb gelang

beim Bundeswettbewerb leider nicht. Bei der Einspielprobe löste

sich bei Alexander Kienleitners Klarinette ein Polster, und das war

nicht mehr optimal zu reparieren. Dadurch war die Stimmung beeinträchtigt,

und das Wissen um dieses Manko führte zu einem etwas

verkrampften Spiel. Damit blieb natürlich die Leistung und die

Bewertung unter den Möglichkeiten des Ensembles.

Alexander Kienleitner


in kleinen Gruppen“ am 23. und 24. Oktober in Rust

„Der Trompetenauflauf“

Der Trompetenauflauf wurde im Herbst 2003 von Mag.

Wolfgang Jud gegründet. Die vier Mitglieder sind Schüler des

Konservatoriums in Graz. Drei von ihnen (Clemens Gerbert,

Stefan Leitner und Stephan Siener) besuchen das Musikgymnasium

Dreihackengasse in Graz. Stefan Karner absolviert

zur Zeit die BULME mit Schwerpunkt Informatik.

Das erste größere Ziel war die Teilnahme am Wettbewerb

„Prima la musica“. Nach dem 1. Preis beim Landeswettbewerb

qualifizierte sich das Ensemble für den Bundeswettbewerb in

Wien. Dort überzeugten die vier jungen Trompeter und konnten

einen 1. Preis erspielen.

Es folgten einige kleinere Auftritte in Graz. Ihr Können zeigten

sie auch im September 2004 bei einem Konzert im Schloss

Burgau. Der nächste größere Auftritt war am 2. Dezember 2004

beim AGMÖ Symposium im Schloss Seggau bei Leibnitz.

Da die vier Musiker Mitglieder einer Blasmusikkapelle sind,

war es naheliegend auch beim Wettbewerb „Musik in kleinen

Gruppen“ des ÖBV mitzumachen. Nach einem „Ausgezeichneten

Erfolg“ beim Bezirkswettbewerb in Unzmarkt, konnte

beim Landeswettbewerb mit der höchsten Punkteanzahl aller

Blechbläser die Qualifikation für den Bundeswettbewerb in

Rust geschafft werden.

Dort wurde in der Altersstufe B bei den Blechbläsern die

Punktehöchstzahl und somit ein 1. Preis erreicht. Clemens Gerbert

ist Mitglied bei der Bürgermusik Bad Ischl, Stefan Karner

beim MV Kleinlobming, Stefan Leitner beim MV St. Peter a.

Kbg. und Stephan Siener beim MV Groß St. Florian.

Wolfgang Jud

Schalt dein Radio ein!

● Jeden Dienstag Blasmusik

● von 20.03 bis 21.00 Uhr

● auf Radio Steiermark

(Gestaltung und Moderation: Manfred Machhammer)

Die Sendungsinhalte finden Sie auf der Homepage

www.blasmusik-verband.at

unter „Blasmusik ORF Steiermark“

„Woody Wood Quartett“

Das Woody Wood Quartett wählte die Besetzung mit zwei Klarinetten,

Bassetthorn und Bassklarinette, um von der traditionellen

und alltäglichen Besetzung mit drei Klarinetten und

Bassklarinette abzuweichen. Diese Besetzung kann mit dem

klassischen Streichquartett verglichen werden, wobei das Bassetthorn

im Klarinettenquartett die Funktion der Bratsche übernimmt.

Die Mitglieder:

Birgit Schwaiger, 27 Jahre, Weiz /Heilbrunn

Erster Klarinettenunterricht mit zehn Jahren bei Erich Bratl;

weitere Lehrer: Prof. Alfred Rosé, Helmut Wiener; sechs Jahre

Bankkauffrau; studiert Instrumental(Gesangs)pädagogik am Johann-Joseph-Fux-Konservatorium

in Graz bei Prof. Mag. Johann

Könighofer.

Klaudia Ziermann, 26 Jahre, Unterrohr /Hartberg

Erster Klarinettenunterricht mit acht Jahren; Klarinettenstudium

mit 16 Jahren bei OH Prof. Gerhard Schönfeldinger; in

Wien bei Prof. Peter Schmidl; mehrfache Landes- und Bundessiegerin

bei diversen Wettbewerben. Konzertfach- und Instrumental

(Gesangs)pädagogikdiplom mit einstimmiger Auszeichnung

im Jahr 2002; 2003 den Würdigungspreis des Bundesministeriums

für Bildung, Wissenschaft und Kultur; Mitglied

des Pannonischen Blasorchesters und des Festspielorchesters

Mörbisch; seit 2000 an der MS Bad Waltersdorf.

Katharina Jeitler, 26 Jahre, Wenireith/ Hartberg

Matura im Musikgymnasium in Oberschützen; Klarinettenstudium

bei OH Prof. Gerhard Schönfeldinger; studiert Schulmusik

und Instrumental(Gesangs)pädagogik bei Univ.- Prof.

Mag. Bertram Egger auf der Kunstuniversität in Graz; unterrichtet

an der 1. Steirischen Blasmusikschule.

Christoph Gaugl, 22 Jahre, Pöllau/Hartberg

Erster Klarinettenunterricht mit zehn Jahren bei Prof. Dir. Josef

Pöttler; ab 1998 zusätzlich Bassklarinettenunterricht bei Mag.

Wolfgang Kornberger; Matura am BORG Birkfeld; Studium seit

Oktober 2000 bei Prof. Peter Schmidl an der Universität für

Musik und darstellende Kunst in Wien und bei Mag. Wolfgang

Kornberger am Josef-Haydn-Konservatorium in Eisenstadt;

1999 1. Preis beim Landeswettbewerb „Prima la Musica“; Auftritte

mit dem Pacific Music Festival Orchester, dem RSO-Wien,

dem Tonkünstler-Orchester NÖ u.v.a.; Mitglied der Kernstockkapelle

Pöllau, des Pannonischen Blasorchesters und des Grazer

Symphonischen Orchesters. Birgit Schwaiger


110

Musiker bilden sich in Rhetorik weiter

Rhetorisch fit sind die Jugendreferenten der österreichischen

Blasmusik. Vom 5. bis 7. November holten sich 23 junge Funktionäre

aus den Bundesländern Kärnten, Tirol, Steiermark, Salzburg

und dem Burgenland viele nützliche sprachliche Tipps bei der

bekannten ORF-Moderatorin Dr. Liliane Roth-Rothenhorst, die

als Referentin von der Österreichischen Blasmusikjugend (ÖBJ) zu

dem dreitägigen Kurs eingeladen worden war. Im Mittelpunkt des

Seminars, das in Gödersdorf in Kärnten stattgefunden hat, standen

die Themen Körpersprache, Auftreten, Sprechtechnik, Konzertansagen

und Begrüßungen. Das von der ÖBJ angebotene Seminar

war das erste einer Weiterbildungsserie für diplomierte Vereinsjugendreferenten.

Aus der Steiermark nahmen vier Musiker das Angebot wahr, ihre

sprachlichen Kompetenzen zu verbessern: Wolfgang Reisenhofer,

Ulrike Koller, Peter Gratzer und Ingrid Höfler.

Stefanie Unterrieder

ORF-Moderatorin Dr. Liliane Roth-Rothenhorst (in der Mitte sitzend) mit

den frisch gebackenen Rhetorikern.

Beachtliche steirische Erfolge

beim Bundeswettbewerb „Musik

in kleinen Gruppen“ in Rust

Alle fünf steirischen Teilnehmergruppen haben die Steiermark

höchst erfolgreich beim Bundeswettbewerb in Rust vertreten. So

erreichte in der Stufe „A“ das Hornquartett „FAPADO“ unter der

Leitung von Mag. Josef Heiling aus dem Bezirk Hartberg 92,70

Punkte. In der Stufe „B“ konnte das Trompetenquartett „Trompetenauflauf“

aus dem Bezirk Voitsberg unter Mag. Wolfgang

Jud 96 Punkte erspielen und erreichte in dieser Stufe den

1. Platz. Das Klarinettenquartett „ALTOKARO“ aus dem Bezirk

Bruck unter der Leitung von Alexander Kienleitner erreichte

in der Stufe „C“ 80,70 Punkte. Aus dem Bezirk Murau errang

das gemischte Holzbläserensemble „Animoso“ unter Mag.

Wolfgang Fleischhacker 92,70 Punkte. Beim Bezirkswettbewerb

und dem Landeswettbewerb konnte das „WOODY WOOD

QUARTETT“ unter der Leitung von Birgit Schwaiger jeweils

mit 100 Punkten die höchste Bewertung erreichen. Mit 98,30

Punkten konnte dieses herausragende Ensemble in der Stufe

„E“ beim Bundeswettbewerb wieder die höchste Punkteanzahl

und damit einen 1. Rang erspielen.

MDir Prof. Mag. Markus Waidacher, Landesjugendreferent

Blasmusik in der Steiermark

Jugendmitglied des Monats

Der ÖBV hat viele junge Talente. In dieser Serie stellen wir jeden

Monat ein Jugendmitglied der ÖBJ vor, das durch besondere

Leistungen aufgefallen ist.

Dieses Mal wurde der junge Steirer Leonhard Waltersdorfer

von der MMK Heiligenkreuz am Waasen „Jugendmitglied

des Monats.“ Im Alter von zehn Jahren hat er im vergangenen

Sommer das JMLA in Silber mit „Ausgezeichnetem Erfolg“ in

der Gruppe Schlagzeug erworben. Im Rahmen des JMLA-

Seminars des Bezirkes Leibnitz empfing er das 28.000. steirischen

JMLA seit 1975.

Im Jahre 1999 begann Leonhard mit dem Schlagzeugunterricht

bei Bernhard Richter. Neben dem Üben am Schlagwerk und

dem Spiel auf der Steirischen Harmonika zählen Fußball und

Computer spielen zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Für die

nächsten Jahre hat Leonhard vor, die Prüfung für das „Gold-

Abzeichen“ abzulegen. Der musikalische Ehrgeiz des jungen

Schlagzeugers ist sicher in der Familie grundgelegt. Der Vater

spielt Gitarre, die Mutter Klarinette und sein jüngerer Bruder

ebenfalls Schlagzeug. „Da geht’s schon oft laut zu bei uns daheim“,

meint Leonhard. Zu seinen größten Wünschen zählt ein eigenes

Marimba oder Vibraphon. Die Musik zu seinem Beruf zu machen,

das würde Leonhard besonders gefallen.

Stefanie Unterrieder

Der 10-jährige Leonhard Waltersdorfer (MV Heiligenkreuz am Waasen) bekam

kürzlich vom steirischen Landesjugendreferenten Markus Waidacher

und von Landesobmann Wolfgang Suppan das 28.000. steirische Jungmusikerleistungsabzeichen

überreicht.

��� Jubiläums-Festschriften

Wichtiger Aufruf an unsere Musikvereine:

Vereinszeitschriften und Jubiläums-Festschriften bitte jeweils

zweifach an das Sekretariat unseres Landesverbandes einsenden.

Im neuen Sekretariat soll alles dokumentiert werden, was von

unseren Mitgliedskapellen veröffentlicht wird.

Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe.


Blasmusik in der Steiermark 111

EDV- + INTERNET-NEWS . . . HOMEPAGE

Informationschaos oder gut organisierte

Datenverwaltung?

Wir befinden uns derzeit in der Einführungsphase eines

neuen Programms zur Blasmusikdatenverwaltung für alle

Musikvereine des Steirischen Blasmusikverbandes. Die

Grundmodule für Personen- und Musikerstammdaten sowie für

den Jahresbericht sind bereits fertig gestellt und stehen im

Internet zum Herunterladen bereit. Weitere Module, wie

Notenarchiv, Proben- und Veranstaltungsspiegel, Kassierlisten

und Inventarverwaltung werden sukzessive bis Februar 2005

fertig gestellt und allen Musikvereinen der Steiermark kostenlos

vom Landesverband zur Verfügung gestellt.

Aktuelle Informationen über den jeweiligen Entwicklungsstand

gibt es auf der Homepage des Steirischen Blasmusikverbandes

unter der Adresse www.blasmusik-verband.at/bmv nachzulesen.

Mit der Softwarelösung mit dem Namen BMV 2004 (Blasmusikdatenverwaltung),

welche mit modernsten Entwicklungswerkzeugen

völlig neu entwickelt wurde / wird, streben wir eine

einheitliche Verwaltung der Daten in allen Vereinen an, wodurch

gleichzeitig die Möglichkeit gegeben ist, Daten auch auszutauschen,

d.h., dass diese in eine zentrale Datenbank über

Internetschnittstelle eingespeichert werden können. Um den

Rahmen für die umfassende Datenverwaltung abzustecken,

wurden Datenverwaltungsrichtlinien erstellt und vom Vorstand

des Steirischen Blasmusikverbandes beschlossen. Diese

wurden allen Obleuten der Musikkapellen zugeschickt bzw.

sind unter oben erwähnter Internetadresse einzusehen.

�� Motivation zur Verwendung des Programms:

Jeder Verein sollte Interesse an der Erfassung und Wartung der

Daten im Zusammenhang mit sich selbst haben. Für gute organisatorische

Arbeit sind die Aktualität der Informationen und

die Auswertbarkeit von hohem Interesse. Vom Bundesministerium

für soziale Sicherheit und Generationen wurde die im

April 2004 gegründete Österreichische Blasmusikjugend (ÖBJ)

als Jugendorganisation anerkannt. Somit besteht ein Rechtsanspruch

auf Basis- und Projektförderung.

Als Nachweis für diese Subventionsmittel, welche indirekt allen

Musikkapellen zugute kommen, ist die namentliche Erfassung

der Musikerdaten sowie der Musikschüler notwendig. Diese

Nachweise werden mit der Softwarelösung BMV 2004 automatisch

erbracht – es fallen für die Musikvereine keine Zusatzarbeiten

an.

Der im Programm vorgesehene automatisierte Datenaustausch

der einzelnen Vereine mit dem Landesverband bringt wesentliche

Synergieeffekte, weil eine händische Weiterleitung der

Daten entfällt, und bei guter Datenpflege auf allen Ebenen des

Verbandes die entsprechenden aktuellen Daten zur Verfügung

stehen. Im Wesentlichen sind in den Datenverwaltungsrichtlinien

die Verantwortlichkeiten und Termine festgelegt.

Es sind alle Vereine angehalten, sofern nicht schon vorhanden,

eine verantwortliche Person zu nominieren, welche die Datenpflege

durchführt. Für die Ersterfassung der Personen- und

Kapellenstammdaten ist der Termin 31. Jänner 2005 vorgesehen,

weil zu diesem Zeitpunkt erstmalig der Nachweis für die

ÖBJ fällig wird. Für den Jahresbericht, der ab Anfang Jänner in

einem Internetportal eingebracht werden kann, ist seitens der

Vereine ebenfalls der 31. 1. als Fertigstellungstermin zu sehen.

Für die Folgezeit ist es sinnvoll, die Daten nach Änderungen

laufend, zumindest zweimal jährlich, mit der zentralen Datenbank

abzugleichen. Die Einführung des Programms bringt auch

eine Schulung für alle Benutzer mit sich. In etlichen Bezirken

wurde diese bereits durchgeführt.

In den nächsten Wochen werden diese noch in den restlichen

Bezirken angeboten, um eine flächendeckende Verwendung der

neuen Softwarelösung in der Steiermark zu erreichen.

In den nächsten Ausgaben der „Blasmusik in der Steiermark“

werden jeweils die einzelnen Module des Programmpakets

BMV 2004 vorgestellt. Erich Riegler, Landes-EDV-Referent

Homepage: www.blasmusik-verband.at

E-Mail: office@blasmusik-verband.at


112

Ich bin ein Dirigent!

Oder sollte man sich doch Gedanken über die Ausbildung von

Dirigenten machen?

Die meisten Mitglieder der steirischen Blasorchester sind Amateur-

Musiker. Sollte man daraus die logische Folgerung ziehen, dass

diese Blasorchester nur von Amateur-Dirigenten geleitet werden dürften?

Die klare Antwort zu dieser Frage sollte lauten: NEIN. Im

Folgenden möchte ich diese Antwort begründen.

Gerade in dem Fachgebiet Musik besteht eine gewisse Differenz zwischen

Profis und Amateuren (auch Laien genannt; da das Wort Amateur

von „amare“, zu deutsch „lieben“, kommt, und das Wort Laie auf

den „Unkundigen/Unwissenden“ hinweist, bevorzuge ich das Wort

Amateur). Auf die Blasorchester-Dirigenten bezogen, ist der Unterschied

rein äußerlich darin zu sehen, dass ein Amateur-Dirigent seine

Arbeit nebenberuflich, ohne Bezahlung macht, während der professionelle

Dirigent für seine Arbeit eine finanzielle Abgeltung erhält.

In unserer Gesellschaft ist es üblich, dass man für jede bezahlte Tätigkeit

die entsprechende Ausbildung benötigt. Wenn man den Musikbereich

betrachtet, so ist festzustellen, dass für jede Fachrichtung, ob als

Dirigent oder als Instrumentalmusiker, ob als Sänger oder als Musikpädagoge,

das spezifische professionelle Studium an einer Musikhochschule

(in Österreich seit einigen Jahren: Kunst-Universitäten)

oder an einem Konservatorium angeboten wird. Nach einer Profi-

Ausbildung für Blasorchester-Dirigenten sucht man in der Steiermark

jedoch vergebens, dabei gibt es in der Steiermark sicherlich mehr Blasorchester-

als Sinfonieorchester-Dirigenten, welche für ihre Tätigkeit

bezahlt werden.

Für Amateur-Dirigenten besteht in der Steiermark folgende Ausbildungsmöglichkeit:

der zweijährige Lehrgang für Blasorchester-Dirigenten

am Johann Joseph-Fux-Konservatorium des

Landes Steiermark in Graz, auch „Blasorchesterleiter-Kurs“ genannt.

Dieser Lehrgang hat sich in der Vergangenheit bewährt und

wird auch in Zukunft als wichtige Ausbildung für Amateur-Dirigenten

weitergeführt werden. Als Vorbereitung auf diesen Kurs veranstaltet

der Steirische Blasmusikverband regelmäßig Grund- und Fortbildungskurse

an verlängerten Wochenenden, die sinnvoller Weise

künftig als „Stimmführer-Kurse“ bezeichnet werden.

Folgende Situation ist in Frankreich, Holland, Belgien, Spanien (Region

Valencia), Schweiz und Baden-Württemberg schon seit langem zu be-

Von links: Reinhold Rogg, Vorsitzender des Musikbeirates des Bundes

Deutscher Blasmusikverbände, langjähriger Dirigent des berühmten Landesjugendorchesters

Nordrhein-Wesfalen, Konservatoriumsdirekor i. R. in

Krefeld. – Mag. Armin Suppan – Dr. Helmut Brenner, Mürzzuschlag,

Lehrbeauftragter an der Kunstuniversität Graz und Privatdozent für Musikethnologie

und Popularmusikforschung an der Universität des Saarlandes

in Saarbrücken bei der Mid Europe 2004.

Blasmusik in der Steiermark

obachten: In diesen Ländern werden die Dirigenten meistens dafür bezahlt,

um einen Verein musikalisch zu leiten. Dass dies finanziell möglich

ist, hängt mit unterschiedlichen Bedingungen zusammen, über die

gesondert zu referieren wäre. Tatsache aber ist, dass in den genannten

Ländern 95% des musikalischen Leistungsniveaus in direktem Zusammenhang

mit der Höhe der Bezahlung des Dirigenten steht.

(Fußballclubs, die geprüfte Trainer beschäftigen, erhalten vom Land

bzw. über die Sportverbände die sog. „Trainerpauschale“. Als Mayer-

Vorfelder in Baden-Württemberg Kultusminister wurde, hat er parallel

dazu für Musikkapellen, die geprüfte Dirigenten einstellen, die

„Dirigenten-Pauschale“ eingeführt!)

Die steirischen Musikschulen tragen in dankenswerter

Weise die Hauptlast der Amateurmusikerausbildung im

Land. Es ist selbstverständlich, dass an Musikschulen nur Lehrer eingestellt

werden, die auf eine abgeschlossene Profi-Ausbildung verweisen

können (IGP-Studium). Andererseits stellen die Amateur-

Blasorchester die zahlenmäßig größte kulturelle Bewegung

im Land Steiermark dar. Wenn es jedoch um das Blasorchester geht,

findet niemand etwas daran, dass der Kapellmeister für seine verantwortungsvolle

Führungsarbeit nicht professionell vorgebildet wurde.

Beispiel: ein Lehrer mit IGP-Klarinette darf nicht herangezogen werden,

um Trompete zu unterrichten, – aber das Blasorchester darf er dirigieren,

und er wird meistens dafür sogar finanziell entschädigt. (Ich formuliere

da absichtlich provokant – ohne jemanden persönlich provozieren

zu wollen. Denn ich kenne selbstverständlich die Realität. Immer

mehr Kapellen sind froh, überhaupt jemanden zu finden, der bereit ist,

die Funktion des Kapellmeisters zu übernehmen! – Und ich schränke

zudem ein: Es gibt Dirigenten ohne professionelle Ausbildung, die hervorragende

Arbeit leisten.)

Grundsätzlich sollten sich Vereinsvorstände, Bürgermeister und Gemeinderatsmitglieder

jedoch mit den von mir genannten Tatsachen

auseinandersetzen. Zwar wird die Wichtigkeit einer Musikkapelle für

das Zusammenleben in einer Gemeinde und für die sinnvolle

Einbindung der Jugend in das gemeindliche Leben in Festreden immer

wieder betont, jedoch die Praxis sieht vielfach anders aus. Auch die Privatwirtschaft

könnte verstärkt angesprochen werden. Es gibt manche

Firmen, die aus Werbegründen bereit sind, Geld für gute Blasorchester

auszugeben. Ein Beispiel aus Österreich ist das Firmen-Blasorchester

von Swarovski in Wattens (Tirol).

Ein erster Versuch, ein Blasorchester-Dirigenten und Komponisten-

Studium am Johann-Joseph-Fux-Konservatorium einzurichten, musste

leider zunächst abgebrochen werden. Doch besteht berechtigte Hoffnung,

dies in einigen Jahren neu zu konzipieren.

Um den Unterschied zwischen Lehrgang und Studium noch

einmal zu verdeutlichen, sei festgehalten:

◆ Ein Studium (6 Jahre) richtet sich an professionelle Musiker.

◆ Der nebenberuflich zu absolvierende Lehrgang (2 Jahre) richtet sich

an Musik-Amateure (amare = lieben).

◆ Die einstweilige Einstellung des Studiums hat keinerlei

Auswirkung auf den Lehrgang. Dieser wird in Zusammenarbeit

mit dem Steirischen Blasmusikverband angeboten

und läuft wie gewohnt mit großem Erfolg weiter.

◆ Resümee: Die musikalische Leistungsfähigkeit der steirischen

Blasorchester richtet sich stark nach den finanziellen Möglichkeiten.

Wobei nicht nur Ankäufe von Instrumenten, Trachten und Noten, Bezahlung

der Ausbildung der einzelnen Musiker (durch Musikschulen),

sondern auch die geforderte Ausbildung und Bezahlung der Dirigenten

gemeint ist.

Mag. Armin Suppan,

Leiter der Blasmusikabteilung des Johann-Joseph-Fux-Konservatoriums, Graz


Blasmusik in der Steiermark 113

Steirische Komponisten:

Hans Koller (4)

BIOGRAPHIE:

Geboren in Aich-Assach am 17. Jänner 1955

Hans Koller, wohnhaft in Kleinsölk, entstammt einer musikalischen

Familie. Bereits als Kind singt und musiziert er.

(Steirische Harmonika und Gitarre); Ausbildung auf Trompete in

der Musikschule Gröbming; 1975/76 Mitglied der Militärmusik

Steiermark, Orchesterleiterlehrgang an der Hochschule für Musik

und Darstellende Kunst in Graz.; Weiterbildung als Autodidakt und

bei vielen Dirigentenseminaren; Er komponiert Werke für Musikund

Gesangsgruppen sowie für Blasorchester.

Als Unterhaltungsmusiker absolviert er Auftritte mit verschiedenen

Gruppen in Ländern Europas und den USA.

Viele Jahre war Hans Koller als Chorleiter und Organist tätig; seit

1976 ist er Kapellmeister des Musikvereines Kleinsölk und seit

2000 Bezirkskapellmeister des Musikbezirkes Gröbming.

1981 gewinnt der Autodidakt den Kompositionswettbewerb um die

Kennmelodie der Alpinen Ski-WM in Schladming. 1998 erfolgt die

Gründung eines eigenen Tonstudios und Musikverlages.

Von mehr als 200 Kompositionen der leichten Muse werden bis

zum Jahr 2002 bereits 140 auf CD veröffentlicht und im Rundfunk

und Fernsehen präsentiert.

Für sein musikalisches Wirken wird Hans Koller vom Bundespräsidenten

mit der Goldenen Medaille um die Verdienste der

Republik Österreich ausgezeichnet.

Auswahl seiner Blasorchesterkompositionen:

(Koller-Musikverlag)

• Alpenklang-Marsch

• 99er-Marsch

• Liberty-Marsch

• Jubliäumsmarsch

• Vivat Austria-Marsch

• Sölktal-Marsch

• Ein Hoch der Blasmusik – Marsch

• Jubelklang-Marsch (Marold/Koller)

• Lipizzaner-Polka

• Mein Sonnenschein-Polka

• Feuerwerkspolka

• Schnauferl-Polka-Humoreske

• Festmusik-Fanfare und Choral

• Danket alle Gott – Messe

• Dem Licht entgegen-Trauermarsch

• 20 Almlieder und Jodler für Weisenbläser

• 12 Advent und Weihnachtslieder

für Weisenbläser

• 24 alte und neue Adventund

Weihnachtslieder für Weisenbläser

Bezirkskapellmeister und Komponist Hans Koller

Neue Noten für das weihnachtliche Turmblasen

Hans Koller, 24 alte und neue Advent- und

Weihnachtslieder für Weisenbläser

A-8961 Kleinsölk/Steiermark 2004, Koller-Musikverlag.

Die Zeit um Advent, Weihnachten und Dreikönig ist in der

christlichen Kultur der Alpenländer besonders liederreich.

Immer dann, wenn die Emotionen der Menschen stark im Spiel

sind, und das trifft auf das Brauchtum im Zusammenhang mit unserer

deutschen Wintersonnenwende ebenso zu wie auf die in diese

Zeit verlegte Geburt des Erlösers, Jesus Christus, möchten Menschen

ihre Freude durch Singen und Musizieren zum Ausdruck

bringen. Kaum eine Musikkapelle, die nicht Jahr für Jahr die alten

Handschriften hervorkramt, um beim Turmblasen am Heiligen

Abend, im Gottesdienst, bei Advent-, Weihnachts-, Neujahrs- und

Dreikönigsfeiern, die altüberlieferten Weisen erklingen zu lassen.

Etwas mehr als die Hälfte der Lieder, die der Gröbminger Bezirkskapellmeister,

Komponist und Musikverleger Hans Koller in

dieser Ausgabe in einem vierstimmigen Satz (1. und 2. Stimme in

B, Tenor in B, Bass in C/B) vorlegt, sind älteren mündlichen Traditionen

entnommen, vorzüglich dem mundartlichen Hirtenlied-

Repertoire. Da wird man sich besonders über die von Viktor von

Geramb und Viktor Zack aufgezeichneten „Hiaz is der rauhe Winter

da“ und „Es wird scho glei dumba“ freuen, die in den allgemeinen

Sammlungen für Bläser eher fehlen, aber auch der Andachtsjodler,

„Still, still, still, weils Kindlein schlafen will“, „O Jubel, o Freud“

sind willkommene Bereicherungen mancher älterer Sammlungen.

Die Sätze entsprechen bewährten, ins Ohr gehenden Mustern des

heute sogenannten Weisenblasens, wobei der vielfach dominierende

neu-bayerische Stil doch zugunsten steirischer Klangmuster

(nämlich Quart- statt Sextklang) bevorzugt wird. – Das „Stille

Nacht, heilige Nacht“ stammt aus Grubers Feder, die Melodie der

„Tochter Zion“ hat Händel geschaffen.

Sieben Lieder sind von Hans Koller neu komponiert worden: Ihnen

wünscht man gerne weitere Verbreitung. (Gibt es dazu auch ein

Textbuch? Auch eine Partitur wäre sinnvoll, sodass Kapellmeister

ev. selbständig den Satz erweitern oder bei größeren Besetzungen

auf den Klangausgleich achten können.) Wolfgang Suppan


114

Blasmusik in der Steiermark

Steirische Wertungsspiele 2004 – Ergebnisse

■ BEZIRK HARTBERG: Konzertwertung in St. Magdalena/L. am 24. April 2004 – 13 Kapellen

Musikverein/Kapelle Stufe Punkte Prädikat Kapellmeister

MV Schäffern A 87 Sehr guter Erfolg Franz Hammer

TK St. Lorenzen/W A 88 Sehr guter Erfolg Willibald Schreiner

MV Stubenberg am See A 90 Sehr guter Erfolg Gerhard Nestler

TK Festenburg A 93 Ausgezeichneter Erfolg Mag. Heinz Kristoferitsch

Blaskapelle Waldbach B 88 Sehr guter Erfolg Elisabeth Gaugl

MV Dechantskirchen B 93 Ausgezeichneter Erfolg Helmut Pichlbauer

MK Eichberg B 95 Ausgezeichneter Erfolg Mag. Rainer Pötz

MMK Pinggau B 95 Ausgezeichneter Erfolg Mag. Josef Schuh

OK Unterrohr B 96 Ausgezeichneter Erfolg Mag. Klaudia Ziermann

TK Schäffern C 93 Ausgezeichneter Erfolg Alois Schuh

MMK Bad Waltersdorf C 95 Ausgezeichneter Erfolg Mag. Franz Fuchs

STK Friedberg C 96 Ausgezeichneter Erfolg Bruno Piebel

STK Hartberg D 94 Ausgezeichneter Erfolg MMag. Alois Lugitsch

■ BEZIRK BRUCK: Konzertwertung in St. Marein am 7. November 2004 – 8 Kapellen

Musikverein/Kapelle Stufe Punkte Prädikat Kapellmeister

MV Pernegg B 87,83 Sehr guter Erfolg Adolf Theußl

MV Turnau B 92,58 Ausgezeichneter Erfolg Erwin Hofer

MV St. Lorenzen C 88,16 Sehr guter Erfolg Werner Buchrieser

STK Mariazell C 90,66 Ausgezeichneter Erfolg Helmut Schweiger

MV Breitenau C 91,50 Ausgezeichneter Erfolg Wolfgang Graf

MV Heimatklang St. Marein D 87,00 Sehr guter Erfolg Josef Kapfer

MV Parschlug D 93,00 Ausgezeichneter Erfolg Siegfried Kienleitner

MV Mitterdorf D 93,91 Ausgezeichneter Erfolg Manfred Skale

■ BEZIRK GRAZ-NORD: Konzertwertung in Gratkorn am 7. November 2004 – 9 Kapellen

Musikverein/Kapelle Stufe Punkte Prädikat Kapellmeister

FMV Eisbach-Rein B 84,66 Sehr guter Erfolg Friedrich Liebscher

TMK Judendorf-Straßengel B 84,66 Sehr guter Erfolg Franz Kniepeiss

MV St. Bartholomä B 86,25 Sehr guter Erfolg Mag. Alfred Zwanzer

MMV Thal B 86,75 Sehr guter Erfolg Ing. Fritz Wagner

MV Weinitzen B 91,50 Ausgezeichneter Erfolg Werner Gollenz

MV Kumberg C 91,16 Ausgezeichneter Erfolg Ing. Erhard Eibisberger

MV Deutschfeistritz-Peggau C 95,75 Ausgezeichneter Erfolg Peter Krinner

MV Frohnleiten C 96,08 Ausgezeichneter Erfolg Johann Hirzberger

Markt- und Werkskapelle Gratkorn D 94,41 Ausgezeichneter Erfolg Mag. Karl-Heinz Pöschl

■ BEZIRK KNITTELFELD: Konzertwertung in Knittelfeld am 31. Oktober 2004 – 8 Kapellen

Musikverein/Kapelle Stufe Punkte Prädikat Kapellmeister

Musikverein Seckau B 89,00 Sehr guter Erfolg Max Haubner

Musikverein Kleinlobming B 91,83 Ausgezeichneter Erfolg Josef Straßer

Musikverein Gaal B 92,50 Ausgezeichneter Erfolg Klaus Mühlthaler

AMV STK Knittelfeld C 91,91 Ausgezeichneter Erfolg Heinz Hammer

Musikverein Kobenz C 93,25 Ausgezeichneter Erfolg Helmut Zechner

MV PFG St. Margarethen C 93,41 Ausgezeichneter Erfolg Ing. Franz Gstattmann

Trachtenkapelle Pürgg C 94,66 Ausgezeichneter Erfolg Mag. Armin Suppan

Werkskapelle Zeltweg D 97,16 Ausgezeichneter Erfolg Herbert Bauer


Blasmusik in der Steiermark 115

■ BEZIRK BIRKFELD: Konzertwertung in Birkfeld am 28. November 2004 – 11 Kapellen

Musikverein/Kapelle Stufe Punkte Prädikat Kapellmeister

MV Miesenbach B 89,08 Sehr guter Erfolg Karl Gaulhofer

MV Ortskapelle Rettenegg B 89,25 Sehr guter Erfolg Johannes Grill

MV Koglhof B 89,50 Sehr guter Erfolg Susanne Nistelberger-Stachl

Grazer Spielmannszug B 91,66 Ausgezeichneter Erfolg Ing. Michael Streitschwerdt

MV Strallegg C 90,25 Sehr guter Erfolg Johann Schirnhofer

MV Fischbach C 91,58 Ausgezeichneter Erfolg Mag. Stefan Fasching

Bergkapelle Rabenwald C 93,91 Ausgezeichneter Erfolg Hubert Bratl

MV Anger C 95,16 Ausgezeichneter Erfolg Mag. Manfred Wiener

MV Gasen C 96,16 Ausgezeichneter Erfolg Mag. Maria Willingshofer

MV Heilbrunn D 95,83 Ausgezeichneter Erfolg Peter Bratl

MV Birkfeld E 94,58 Ausgezeichneter Erfolg Mag. Gerhard Werner

■ BEZIRK WEIZ: Marschwertung in Eggersdorf am 12. September 2004 – 9 Kapellen

Musikverein/Kapelle Stufe Punkte Prädikat Stabführer Kapellmeister

MK St. Ruprecht a. d. Raab B 60,0 Sehr guter Erfolg Walter Loder-Taucher Mag. Angelika Emmerich

TMV St. Magdalena B 62,0 Sehr guter Erfolg Martin Gschiel Siegfried Grabner

MV Sinabelkirchen B 64,0 Sehr guter Erfolg Ing. Gerh Manninger Herbert Lipp

MMK Pischelsdorf B 64,0 Ausgezeichneter Erfolg Ewald Pirchheim Wolfgang Kulmer

TK Stanz im Mürztal C 72,5 Sehr guter Erfolg Peter Peintinger Johann Grünbichler

MV Arzberg C 73,0 Sehr guter Erfolg Franz Martinelli DI Rudolf Brunnader

MV St. Margarethen an der Raab C 73,5 Ausgezeichneter Erfolg Karl Loidl Oskar Leopold

MV Eggersdorf D 81,0 Sehr guter Erfolg Johann Karner Alexander Wiedenhofer

MV Passail D 83,0 Ausgezeichneter Erfolg Veit Winkler Mag. Werner Maier

MV Rabnitztal-Eggersdorf E 88,0 Sehr guter Erfolg Gernot Ranftl Hermann Fassold jun.

■ BEZIRK VOITSBERG: Marschwertung in Stallhofen am 17. Oktober 2004 – 9 Kapellen

Musikverein/Kapelle Stufe Punkte Prädikat Stabführer Kapellmeister

Glasfabriks-STK Bärnbach A 53,0 Sehr guter Erfolg Manfred Theißl Mag. Gregor Nabl

Bergkapelle Piberstein A 55,5 Ausgezeichneter Erfolg Günter Offner Günter Offner

Marktmusikkapelle Edelschrott B 59,0 Guter Erfolg Gottfried Schmidt Andreas Angerer

Marktmusikkapelle Stallhofen B 64,5 Ausgezeichneter Erfolg Siegfried Reinprecht Alois Jandl

Ortsmusikkapelle St. Martin a.W D 79,5 Sehr guter Erfolg Siegfried Holzer Siegfried Höfler

Erzh. Joh. TK St. Veit a. V E 84,5 Guter Erfolg Herbert Ploder Herbert Ploder

Werkskapelle Bauer E 85,5 Guter Erfolg Gerhard Fuchsbichler Mag. Wolfgang Jud

Ortsmusikkapelle St. Johann o. H E 89,0 Sehr guter Erfolg Franz Wagner Johann Strommer

Jugendkapelle Mooskirchen E 88,5 Sehr guter Erfolg H.-Chr. Gschier Harald Lederer

Jury und Teilnehmer der Konzertwertung in Knittelfeld. LKpm.-Stv. Zangl und Teilnehmer der Konzertwertung in Gratkorn.


116

Gemäß der Überlieferung reichen die

Anfänge der Bergmusikkapelle bis ins

Jahr 1642 zurück. Ein Transparent des

Malers Johann Tendler stellt das erste

Bilddokument der Bergmusikkapelle dar.

Dieses Transparent zeigt die Bergmusikkapelle

Eisenerz bei einem Bergknappenaufmarsch

anlässlich des Besuches

von Kaiser Franz I. im Jahr 1810. Seit

dieser Zeit besteht die Bergmusikkapelle ohne Unterbrechung

bis heute, deshalb wird das Jahr 1810 auch als das tatsächliche

Gründungsjahr der Bergmusikkapelle angesehen.

In der Zeit zwischen 1938 und 1945 machte die Bergmusikkapelle

aufgrund der Arbeitslosigkeit und Kriegsereignisse

schwierige Zeiten durch. 1945 konnte unter Kapellmeister Johann

Kefer die Zahl der Musiker durch intensiven Musikunterricht

und der Anwerbung von Musikern von 18 auf 40 –

45 Mann erhöht werden.

Bis zum Jahr 1994 war der Klangkörper eine Werkskapelle der

VOEST-Alpine, Bergbau Eisenerz. Anfang des Jahres 1994 wurde

die Bergmusikkapelle aus der jetzigen VOEST-ALPINE ERZ-

BERG GmBH ausgegliedert. Am 30. März 1994 fand im Rahmen

einer Versammlung der formelle Akt zur Gründung eines

Musikvereines statt. Es wird nun der Name „Musikverein

Bergkapelle Eisenerz“ geführt.

Kleidung und Kopfbedeckung:

Die Kleidung der Bergmusikkapelle besteht aus einem schwarzen

Bergkittel, einer schwarzen Hose und einer Schachtmütze,

sowie Koppel und Notentasche. Bei Festlichkeiten wird die

Schachtmütze durch einen Kalpak mit Federbusch ersetzt. Die

Bergmannstracht stammt aus Freiburg in Sachsen und wurde

erst vor ca. 300 Jahren von Bergleuten aus Sachsen nach

Österreich gebracht. Sie wurde als Festtracht von den Ratsherren

und Bergmeistern getragen. Schon zeitlich wurden die

Bergkapellen mit dieser schönen Bergmannstracht von den

Bergwerken ausgestattet.

Bei Festlichkeiten wird die Schachtmütze durch einen Kalpak

mit Federbusch ersetzt und das Arschleder wird getragen. Eine

Besonderheit der Bergmusikkapelle Eisenerz ist, dass der Stabführer

statt eines Tambourstabes als Zeichen des Bergmannsstandes

ein Berghäkel führt.

Derzeit sind 28 Musiker und 8 Musikerinnen sowie ein Kapellmeister

und ein Obmann aktiv im Verein tätig.

Blasmusik in der Steiermark

Die Bergmusikkapelle Eisenerz stellt sich vor:

Der Vorstand der Bergmusikkapelle Eisenerz

Obmann: Dipl.-Ing. Josef Pappenreiter

Obmannstellvertreter Helmut Kurzmann

Kapellmeister u. Stabführer Manfred König

Ehrenkapellmeister Ferdinand Wohltran

Kassier Andreas Swoboda

Kassier-Stv. seit 1994 Brigitte Swoboda

Schriftführer Anni Hager

Schriftführer-Stv. Egon Wohltran

Jugend- und Pressereferent Helmut Kurzmann

Archivar Alfred Ebenberger

EDV Referentin Diana Gebauer

Die Namen der Kapellmeister der Bergmusikkapelle können bis

ins Jahr 1863 zurückverfolgt werden:

1863 – 1876 Josef Fischer

1876 – 1878 Johann Fischer

1878 – 1882 Josef Martinek

1882 – 1884 Josef Pachladko

1884 – 1918 Josef Schindelka

1919 – 1930 Ernst Seidler

1931 – 1935 Ernst Seidler

1935 – 1938 Alfred Ledl

1939 – 1944 Alfred Ledl

1945 – 1970 Johann Kefer

1970 – 1982 Reinhold Schranz

1982 – 1986 Ferdinand Wohltran

Seit 1987 Manfred König

Festlicher Aufmarsch zur Barbarafeier.

Kpm. Manfred König

Fanfarenbläser der Bergmusikkapelle.


Blasmusik in der Steiermark 117

Erfolgreiche Konzerte des Grazer

Konservatoriumorchesters

D as Johann-Joseph-Fux-Konservatorium des Landes Steiermark

in Graz hat wieder ein leistungsfähiges sinfonisches Blasorchester.

Die Bemühungen des neuen Direktors, Prof. Toni

Maier, um die Bläserabteilung beginnen damit Früchte zu tragen.

Unter der Leitung von Mag. Wolfgang Jud und Mag. Armin

Suppan wurden, jeweils vor vollem Haus, Konzerte in Bärnbach

sowie im Raiffeisenhof in Graz veranstaltet.

Die Studierenden, fast durchwegs Leistungsträger steirischer Blaskapellen,

arbeiteten begeistert mit und sollten auch künftig, angespornt

von dem Beifall, den das beeindruckte Publikum diesmal

spendete, allen ihren Ehrgeiz daran setzen, zu einem Vorzeigeorchester

der Steiermark zu werden.

Das Programm wurde mit einer Premiere eröffnet: Robert Stolz´

„Rotary-Fanfare“, anlässlich des 2005 anstehenden 100jährigen

Jubiläums von Rotary International von A. Suppan für Blasorchester

instrumentiert, erklang in all ihrer Kraft. Danach erfolgte mit

der „Zigeunerbaron-Ouvertüre“ von J. Strauß Sohn – stilgemäß instrumentiert

von Skura Yodo – ein Rückgriff in die klassische

Wiener Operettenmusik.

Als Hauptwerk beider Abende wurde Boris Koschevnikovs Sinfonie

Nr. 3 „Die Slawische“ empfunden, arrangiert von Walter Ratzek, in

der das Orchester sich in besonderer Weise in die slawische Seele

gleichsam hineinsteigerte. Den Abschluss des ersten Programmabschnittes

bildete das selten gespielte, weil für den Solisten technisch

extrem schwierige Werk: Introduction und Rondo Capriccioso,

op. 28, für Klarinette und Blasorchester von Camille Saint-

Saëns. Der Solist erwies sich in der spätromantischen Komposition

als empfindsamer, klangschön und perfekt musizierender Interpret.

Im zweiten Teil des Konzertes dominierte heiter-lockere Musik: die

„Liberty-Fanfare“ von John Williams hat Karel Belohoubek instrumentiert,

den „Teufelstanz“ von Josef Hellmesberger, Otto Wagner.

Als äußerst wirkungsvolles Originalwerk erklang von Otto M.

Schwarz „Man in the Ice“. Den Abschluss sollte Peter Grahams

„Gaelforce“ bilden, doch erklatschte sich das Publikum noch zwei

Zugaben: das lateinamerikanische „La Cumbacero“ sowie den

„Florentiner-Marsch“.

Die Dirigate hatten sich Wolfgang Jud und Armin Suppan geteilt.

Ersterer leitete die Werke von Strauß, Williams, Hellmesberger und

Graham, Suppan die Werke von Stolz, Koschevnikov, Saint-Saëns

und Schwarz. Wolfgang Suppan

Mag. Armin Suppan: Souveräner Leiter des sinfonischen Blasorchesters

des Johann-Joseph-Fux-Konservatoriums Graz.


118

■ BEZIRK BAD AUSSEE

2. Musiker-Camp am Loser

Das 2. Musikercamp des Musikbezirkes Bad Aussee war wieder ein

voller Erfolg. Bezirksobmann Alfred Deopito und sein Bezirksausschuss

hatten vom 28. bis 29. August 2004 zum zweiten Mal zu

einem Bläserseminar auf die Loserhütte eingeladen. Unter dem

Motto „Spaß an der Blasmusik“ nahmen 58 Musikerinnen und

Musiker zwischen 10 und 24 Jahren teil. Die musikalische Leitung

lag bei Horst Kramer von der Musikschule Gröbming und Bez.

Kpm. Mario Ludwig Egger. Dieses Jugendcamp wurde auf theoretische

und praktische Arbeit sowie auf die Pflege der heimischen

Blasmusik des Salzkammergutes hin ausgerichtet und das Erlernte

natürlich bei der Loserhütte in einem Konzert präsentiert. Auch

freies Musizieren war angesagt. Ein Querschnitt durch heimische

Klänge (Pasch) über Märsche und Jodler wurde zum Besten gegeben.

Am Parkplatz wurde durch Bez. Stabf. Stellv. Herbert Grill

und Stabführer der Salinenmusik Altaussee, Otto Tanzmeister, eine

Marschprobe durchgeführt. Bez.-Obmann Alfred Deopito und

Bez. Kpm. Mario Ludwig Egger bedankten sich bei den sechs

Musikbezirksgemeinden, bei der Sparkasse Bad Aussee, beim Steirischen

Blasmusikverband, bei der Landeskulturabteilung 9, bei den

Gruppenleitern und freiwilligen Mithelfern sowie bei Helmut

König und seinem Team von der Loserhütte und dem Geschäftsführer

der Loser AG, Rudolf Gasperl für die Unterstützung. Einhelliger

Tenor der Jugend: Hoffentlich wird dieses Seminar nächstes

Jahr wieder durchgeführt. Alfred Deopito

Beim 2. Musiker-Camp auf dem Loser wurden auch Weisen gespielt.

Redaktionsschluss für die nächste

Ausgabe: 1. Februar 2005!

Berichte aus den

steirischen Bezirken

Blasmusik in der Steiermark

„Tag der offenen Tür“ bei der

Musikkapelle Bad Mitterndorf

Seit einigen Jahren veranstaltet die Musikkapelle Bad Mitterndorf,

in Zusammenarbeit mit der Volks- und Hauptschule Bad Mitterndorf,

einen „Tag der offenen Tür“ im Probenraum der Kapelle. Das

Vorhaben dabei ist, den Schülern die Musikkapelle hautnah zu präsentieren

und die verschiedenen Instrumente vorzustellen.

Diese von Karl Bauer ins Leben gerufene und vom nunmehrigen

Kapellmeister Karl Wohlfahrter intensivierte Nachwuchsaktion ist

für die Musikkapelle ein Muss in der Jahresplanung geworden.

Ohne die sehr gute Zusammenarbeit mit den Schulen, hier sei besonders

den Direktoren Josef Steinberger (VS) und Fritz Pollhammer

(HS) gedankt, wäre diese so wichtige Aktion nicht möglich.

Die Musikerinnen und Musiker der Musikkapelle Bad Mitterndorf,

die sich dafür einen ganzen Vormittag zur Verfügung stellten, freuen

sich über das alljährlich rege Interesse und über die neuen

Musikschüler. Dank der guten Ausbildung durch die Musikschulen

Bad Aussee und Bad Mitterndorf sowie auch privater Lehrer, stoßen

nach und nach wieder junge Leute zur Musikkapelle. 46

Schüler lernen derzeit ein Instrument, davon sind bereits acht am

Sprung in die Musikkapelle.

Hervorgehoben soll werden, dass auch wieder zwei junge Tubaspieler,

ein Oboist und einige Hornschüler von der Musikkapelle

ausgebildet werden. Hier bedankt sich die Musikkapelle Bad

Mitterndorf ganz herzlich bei der Marktgemeinde unter Bürgermeister

Alfred Trieb, der die Musikkapelle immer wieder unterstützt.

Obmann Harald Winkler kann auf einen starken Rückhalt

seitens der Musikkapelle zählen und blickt sehr optimistisch in

die Zukunft.

Informationen unter: www.musikkapelle-badmitterndorf.at

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Zum Weihnachtsfest

alles Gute und ein

„Glück auf!“ für 2005




Blasmusik in der Steiermark 119

■ BEZIRK BIRKFELD

Jungmusiker-Seminar 2004 mit 64

Teilnehmern und 41 Auszeichnungen

Am kürzlich durchgeführten Jungmusiker-Seminar im Musikbezirk

Birkfeld nahmen 64 Jungmusiker und Jungmusikerinnen

teil. Die Jury unter dem Vorsitz von MDir. Mag. Friedrich

Pfatschbacher vergab an vier Musikerinnen das Juniorabzeichen,

an 44 Jungmusiker das Leistungsabzeichen in Bronze und an 16

Jungmusiker das Leistungsabzeichen in Silber.

Insgesamt wurden 41 Auszeichnungen vergeben. Ein stolzes Ergebnis,

meinten sowohl Bez.-JRef. Andreas Ebner wie Bezirksobmann

Erhard Mariacher bei der Verleihung im vollbesetzten

Saal der Hauptschule Birkfeld.

Vier stolze Jungmusikerinnen mit den Juniorabzeichen, die alle vier mit

„Auszeichnung“ absolviert haben. Von links: Mariella Schneeberger, Anna

Fabschitz (beide MV Anger); Victoria Mosbacher, Petra Stadlhofer (beide MV

Fischbach), Bezirksjugendreferent MMag. Andreas Ebner und Bezirksobmann

Dir. Erhard Mariacher.

Musik in Bewegung im Bezirk Birkfeld

Da im Bezirk Birkfeld im Sommer 2005 eine Marschmusikwertung geplant ist,

informierte Landesstabführer Erich Perner die Stabführer und Obmänner der

Musikvereine über Neuerungen und zeigte einen sehenswerten Film zum selben

Thema. Bild oben: Landesstabführer Erich Perner im Kreise der Vertreter

des MV Ratten. Von links: Stabführer und Geschäftsführender Obmann

Wolfgang Kratzer, Kapellmeister Johann Friesenbichler, Bezirksobmann Erhard

Mariacher, Landesstabführer Erich Perner, Obmann Markus Horn.

■ BEZIRK BRUCK

2. Kirchenkonzert in der Pfarrkirche

zu St. Magdalena in Tragöß

Die Musiker der Trachtenkapelle Tragöß gedachten am

4. September mit einem Benefizkonzert der verunglückten Musikkameraden

aus Thörl. Obmann Christian Schwab begrüßte die

Zuhörer. Kapellmeister Wolfgang Hochsteiner hatte folgendes

Programm zusammengestellt: Eingeleitet mit der Festfanfare von

Josef Messner, wurden Werke von Haydn, Beethoven, Mozart,

Bach, Tanzer, Hartwig und Bodingbauer aufgeführt. Den Abschluss

bildete „Der Evangelimann“ von Wilhelm Kienzl unterstützt vom

gemischten Chor Tragöß. Durch das Programm führte Konrad

Dornhofer. Die Einnahmen aus den freiwilligen Spenden wurden

an den „Opferfonds Thörl“ übermittelt. Otto Glaser

Benefizkonzert für die Opfer von Thörl in der Pfarrkirche Tragöß.

Bis Redaktionsschluss haben für den

Musikverein Thörl gespendet:

MB Murau - Benefizkonzert

Michael Pfeilstöcker

MB Radkersburg

Josef Illmayer - Oberort 90, 8612 Tragöß

Christian Schwab - 8612 Tragöß

Marktgemeinde St. Lambrecht - Hauptstraße 12, 8813 St. Lambrecht

Helene Pferscher - 8623 Aflenz Kurort 150

MV Aflenz

MV Etmissl

MV Grassnitz

MV Turnau

Heinz Hutterer - Benefizturnier - 8621 Thörl 74

Ernst Hain - Fölz 90, 8621 Thörl

Albert Schwölberger - 8625 Turnau 73

Johann Pertl - 8623 Aflenz Kurort 78

MV Hörsching - Humerstraße 20, 4063 Hörsching

Fam. DI Prinz - 8623 Aflenz 46

MMK Kirchbach - ST/5/14

Heinz Hutterer - 8621 Thörl 74 - Benefizturnier vom 11. 9. 2004

Stadtkapelle Kapfenberg - Benefizkonzert

Blasmusikverband Schärding - 4770 Andorf - Erlau 35 - Benefizkonzert

MV Pogier - ST/3/17

MV Reichenau - 4204 Reichenau

MK Gnas -ST/5/9

MV Burgau - ST/6/2

MV Ilz - ST/6/7

Josef Stiegler - Bahnhofstraße 20 - 8950 Stainach

Spendenkonto MV Thörl, BLZ: 38000, Konto-Nr. 44 88 029


120

■ BEZIRK DEUTSCHLANDSBERG

Frühschoppen der Stadtkapelle

Deutschlandsberg

Der Musikverein Stadtkapelle Deutschlandsberg veranstaltete am

Samstag, dem 23. 10. 2004, auf dem „Oberen Hauptplatz“ Deutschlandsberg

einen Frühschoppen mit Kastanien und Schilchersturm.

Einwohner und Gäste der Stadt Deutschlandsberg wurden mit beschwingter

Marschmusik begrüßt und aufgrund der doch sehr angenehmen

warmen Temperaturen zum Verweilen eingeladen. Die

Stadtkapelle Deutschlandsberg konnte viele Gönner und Freunde

der Blasmusik begrüßen: Bürgermeister Ing. Mag. Josef Wallner,

Vizebürgermeister Herbert Simettinger, Altbürgermeister Ing.

Hubert Zingler, GR Walter Weiss und GR Stefan Lichtenberger

sowie Ehrenkapellmeister Franz Maurer und Bezirksobmann

Christian Lind.

Ein wichtiger Konzerttermin für alle Blasmusikfreunde: Weihnachtswunschkonzert

in der Koralmhalle Deutschlandsberg

Samstag, 11. 12. 2004 mit Beginn 19.00 Uhr. Unterstützt wird die

Stadtkapelle vom Hauptschulchor HS I „The Voices“ unter der

Leitung von Helfried Weissensteiner. Wolfgang Patsch

■ BEZIRK FÜRSTENFELD

Musikverein Therme Loipersdorf

Neues Musikerheim eröffnet

17 Jahre lang, seit Bestehen des Musikvereines, wurde im Gasthaus

Weber geprobt, ehe man endlich in das neu erbaute Musikerheim

einziehen konnte. Nach dreijähriger Bauzeit und unter Einbringung

von unzähligen, von den Musikern geleisteten Arbeitsstunden,

wurde der Bau seiner Bestimmung übergeben.

Landesobmann Wolfgang Suppan konnte sich persönlich bei der

von Pfarrer Mag. Peter Werschitz vorgenommenen Segnung

überzeugen, dass das Musikerheim sehr gut gelungen ist. Der Bau

ist eigentlich ein „Haus für Sicherheit und Kultur“. Im selben

Gebäude ist nämlich auch das neue Rüsthaus der Freiwilligen

Feuerwehr Dietersdorf untergebracht, was die Gesamtkosten

grundlegend optimierte. Der Probenraum selbst hat ein Ausmaß

von 144 m2 und wurde von der heimischen Tischlerei Edelmann

unter Berücksichtigung der notwendigen Akustikausstattung sowie

harmonischer Farbgestaltung und Zweckmäßigkeit für den Bedarf

des Musikvereines geschmackvoll eingerichtet. Ein großer, gemütlicher

Aufenthaltsraum, Büro, Archiv und sonstige Nebenräume ergänzen

das neue Zuhause des Musikvereines. Joschy Huber

Freundliches Ambiente im neuen Musikerheim Loipersdorf.

■ BEZIRK GRAZ-NORD

Blasmusik in der Steiermark

2. Bezirks-Jugendtag in Semriach

Bei herrlichem Spätsommerwetter veranstaltete der Bezirk Graz-

Nord in Semriach am 18. September den 2. Bezirks-Jugendtag für

den musikalischen Nachwuchs.

Nachdem diese Jugendveranstaltung im Vorjahr bei der Jugend guten

Anklang gefunden hatte, fand heuer die Fortsetzung statt. Bez.-

Jugend-Ref. Mag. Walter Latzko organisierte den heurigen

Bezirks-Jugendtag mit dem Obmann des MV Semriach, Bez.-Obm.-

Stv. Alois Schinnerl und mit der Bezirksleitung Graz-Nord unter

Bez.-Obm. Norbert Arbesleitner und Bez.-Kpm. Peter Krinner

104 Burschen und Mädchen aus den 16 Musikvereinen absolvierten

ein interessantes und abwechslungsreiches Programm. Am Vormittag

stand im „Trattnerhof“ die musikalische Arbeit im Vordergrund.

Als Vortragende konnten gewonnen werden: Mag. Maria

Catala-Solva (Flöte), Martin Wimmer (Trompete), Mag. Günther

Aigelsreiter (Sax), Mag. Mario Hofer (Sax), Johann Hirzberger

(tiefes Blech), Thomas Köck (Schlagzeug) und Mag.

Walter Latzko (Klarinette). Probleme der Stimmung und Intonation

wurden behandelt sowie einige Musikstücke erarbeitet.

Parallel dazu wurde erstmals unter den Jugendreferenten der Musikvereine

ein Informations- und Erfahrungsaustausch veranstaltet.

Den lockeren und sportlichen Abschluss bildete eine Wanderung zur

Lurgrotte mit anschließender fachkundiger Führung durch den

Inhaber Peter Schinnerl. Hier konnten die Blechbläsergruppen im

„Großen Dom“ ihre einstudierten Werke bei wunderbarer Akustik

erklingen lassen. Zurück zum Trattnerhof ging es fröhlich gestimmt

und reich an neuen Erlebnissen mit dem „Semriacher Bummelzug“.

Herzlicher Dank gebührt der Gastwirtfamilie Max Trattner und

dem Serviceteam für die nette Aufnahme und Bewirtung.

Harald Jantscher

Jugendliche, Vortragende und Funktionäre des 2. Jugendtages Graz-Nord.

Weitere Informationen des Bezirkes Graz-Nord:

◆ Im Jahr 2004 fanden zwei Bezirksmusikfeste statt, und zwar

bei den Musikjubiläen in Übelbach und in St. Radegund.

◆ Das Bezirksweisenbläsertreffen fand am 5. September in Thal

bei Graz statt. 16 Weisenbläsergruppen nahmen daran teil. Im Jahr

2005 findet das Weisenbläsertreffen in Deutschfeistritz statt.

◆ Wir gratulieren: Ehrenkapellmeister

Walter Zirbisegger feierte seinen 70. Geburtstag.

Die MMK Übelbach, deren Kapellmeister

er über 30 Jahre war, sowie die

Bezirksleitung Graz-Nord und LO-Stv. Herbert

Polzhofer gratulierten herzlich.


Blasmusik in der Steiermark 121

■ BEZIRK GRAZ-SÜD

MM Unterpremstätten-Zettling:

Musikheim- und Musikschuleröffnung

Ilva Pitscheneder – Solistin

des Bezirksjugendblasorchesters.

Im Zuge eines großzügigen Umbaues

des Schulkomplexes in Unterpremstätten

wurden auch die Räumlichkeiten

der Musikschule sowie das

Musikheim der Marktmusik Unterpremstätten-Zettling

(MUZ) in dieses

Gebäude integriert. Zur Eröffnung

lud die MUZ das Bezirksjugendblasorchester

Graz-Süd ein, das die Zuhörer

im ersten Teil auf eine musikalische

Weltreise mitnahm.

Obmann Alois Kirchberger konnte

in dem bis auf den letzten Stehplatz

gefüllten Saal zahlreiche Gäste aus

dem Blasmusikverband, der Politik

und den Musikvereinen des Bezirkes

begrüßen, stellvertretend seien die Bürgermeister Josef Eisner

und Hans Hillebrand genannt.

Im zweiten Teil des Abends führte die Marktmusik gemeinsam mit

dem Kinder- und Jugendchor und der Tanzgruppe Unterpremstätten,

dem Erzähler Hans Neuhold und den Gesangssolisten

Barbara Karner und Martin Kirchberger unter der Leitung von

Kpm. Matthias Pitscheneder das Märchenmusical „Freude“ von

Kurt Gäble auf. A. Payer

Graz-Süd zu Besuch in Puntigam

Am 12. Oktober 2004 trafen sich Musiker und Angehörige der

Mitgliedskapellen des Musikbezirkes Graz-Süd auf Grund einer

Einladung seitens Karl Detschmann, Verkaufsdirektor für Steiermark

und das südliche Burgenland, und von Musikkollegen

Manfred Hiebaum, Leiter Logistik Steiermark Süd und West, zu

einem Besuch der Brauerei Puntigam. F. Muhr

Bezirk Graz-Süd informierte sich über die Brauerei Puntigam.

Musikerhochzeit in Feldkirchen

Am Samstag, dem 7. August, gaben sich der Schlagzeuger Norbert

Kameritsch und die Marketenderin Elke Menhard von der

MMK Feldkirchen das Jawort. Nach der standesamtlichen Trauung

in Feldkirchen fand die kirchliche Zeremonie unter der Mitwirkung

der MMK Feldkirchen statt.

Anschließend wurde das frisch vermählte Ehepaar vor der Kirche

vom MV St. Johann ob Hohenburg empfangen. Nach dem Fototermin

in Fernitz ging es mit klingendem Spiel der Musikkapellen

nach Feldkirchen. Wir wünschen dem jungen Ehepaar viel Glück,

alles Gute und noch viele Jahre Freude mit der Marktmusikkapelle

Feldkirchen. Manfred Groicher

JK Werndorf beim internationalen

Musikertreffen in Lesce/Slowenien

Auf Einladung der Musikkapelle Lesce reiste im vergangenen

Sommer die Jugendkapelle Werndorf nach Slowenien. Nach einem

musikalischen Empfang durch die örtliche Musikkapelle wurden

das Oberkrainermuseum von Slavko Avsenik in Begunje und

andere Sehenswürdigkeiten besucht. Ein besonderes Erlebnis war

die Teilnahme am Festumzug in Radovljica, der sich über 4 km erstreckte

und an dem fünf Kapellen aus Kroatien und Slowenien

teilgenommen haben. Dabei wurden einige Märsche benötigt. Beim

anschließenden Konzert im Festzelt gelang der Jugendkapelle

Werndorf ein viel beachtetes Konzert. Ein imposantes Feuerwerk

bildete den stimmungsvollen Abschluss.

Jugendkapelle Werndorf beim Festumzug in Radovljica.

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Frohe Weihnachten

und ein gl ckliches neues Jahr


122

■ BEZIRK GRÖBMING

Gratulationsreigen bei der

Musikkapelle Irdning

Einer ganzen Reihe von Ehrenmitgliedern der Musikkapelle galt es

heuer zu besonderen Geburtstagen zu gratulieren. Den Reigen der

zu Ehrenden eröffnete im Februar Ehrenkapellmeister Paul

Schranz. Der 75er des langjährigen Kapellmeisters war zu feiern. Er

ist zweifellos einer der „Väter“ des jetzt so erfolgreichen

Klangkörpers. Im Mai gratulierten die Musiker der Witwe Philomena

nach dem verstorbenen Ehrenobmann Sepp Straßgschwandtner

zum 80. Wiegenfest. Auch Josef Luidolt erreichte

im Juni den 80er. Den 75. Geburtstag feierte Ehrenmitglied Franz

Mattlschweiger im September. Franz Danklmeier sen. feierte im

Oktober den 80er. Seit 50 Jahren Musiker mit Leib und Seele ist der

immer noch aktive Herbert Plank, der kürzlich 65 wurde.

Franz Danklmeier feierte seinen 80. Geburtstag.

Mit Stolz kann Kapellmeisterin Irene Mösenbacher auch über

vier Neuzugänge aus der Musikschule Gröbming-Irdning berichten:

Jaqueline Augustin und Maria Schwab, Klarinette; Florian

Mayer, Tenorhorn; Dominik Schwab, Trompete; Auch Heinz

Schwab kehrte nach einer Pause wieder in die Reihen der

Marktmusik zurück.

Parallel zur Probenarbeit an der Messe des oberösterreichischen

Komponisten Karl Derntl, die am Sonntag, dem 14. November, in

der Pfarrkirche aufgeführt wurde, laufen bereits die Vorbereitungen

für das Jahreskonzert „Faszination Blasmusik 2005“ am 9. April. Da

kommt es dann zur offiziellen Taktstockübergabe von Johann

Teibenbacher an Irene Mösenbacher. Glanzstück dieses großen

Konzertabends wird die Komposition „Man In The Ice“ sein.

Franz Suttnig

Irene Mösenbacher wird künftig die Musikkapelle Irdning leiten.

Blasmusik in der Steiermark

Konzertreise des Musikvereines

Öblarn nach Tschechien

Unter dem Motto „Auf den Spuren der Familie Colloredo –

Mannsfeld“ stand eine Konzertreise nach Tschechien, die der

Musikverein Öblarn vor einiger Zeit unternahm. Grundgedanke

dieser Reise war es, sich mit den Wurzeln der in Öblarn ansässigen

Familie Colloredo-Mannsfeld zu befassen bzw. Konzerte für einen

wohltätigen Zweck in Tschechien abzuhalten. Die Familie Colloredo-Mannsfeld

hatte vor dem Zweiten Weltkrieg große Besitzungen

in Tschechien. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges

wurden diese Besitzungen unter Staatsverwaltung gestellt. Nach

der Ostöffnung in den Neunziger Jahren wurde in Restitutionsverfahren

ein Teil der Besitzungen und Wirtschaftskörper vom

Staat zurückerstattet. Seit der Rückgabe der Besitzungen gibt es ein

sehr starkes Engagement der Familie Colloredo-Mannsfeld in kultureller

und sozialer Hinsicht in Tschechien. Das erste Benefizkonzert

fand in Dobris am Familienbesitz des Fürsten Jerome

Colloredo-Mannsfeld statt. Der Erlös aus dieser Veranstaltung wurde

von der Fürstenfamilie verdoppelt und dem örtlich ansässigen

Waisenhaus übergeben. In Opocno, am Schlossareal der Grafen

Leonhard Colloredo-Mannsfeld, wurde ein zweites Konzert veranstaltet.

Gemeinsam mit der örtlichen Blaskapelle Opocenka konnte

der Musikverein einen ansehnlichen Betrag einspielen, der dem

Budget der bedürftigen Musikschule von Opocno zufloss. Bei diesem

Aufenthalt in Tschechien konnte der Musikverein Öblarn viele

Eindrücke über die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten

unserer neuen EU-Mitbürger erfahren.

Für viele Musikerinnen und Musiker war diese Konzertreise aber

ein tief beeindruckendes Erleben der Familiengeschichte Colloredo-Mannsfeld

von der Monarchie bis zur heutigen Zeit.

Für die Zukunft, sind aufgrund des großen Erfolges, weitere Aktivitäten

in diese Richtung geplant.

Der Musikverein Öblarn konzertierte in Tschechien.

Frohe Weihnachten und

ein glückliches neues Jahr

wünscht allen Musikerinnen, Musikern und

Blasmusik-Funktionären in den Bezirken:

das Redaktionsteam der

„Blasmusik in der Steiermark“


Blasmusik in der Steiermark 123

■ BEZIRK JUDENBURG

Weißkirchen: „Musikerlegende“

Michael Benning wurde 85

Das älteste Mitglied des Musikvereines Weißkirchen, Ehrenzeugwart

Michael Benning, feierte kürzlich seinen 85. Geburtstag.

Da war es natürlich Ehre und Verpflichtung, auszurücken und dem

Jubilar ein Ständchen aufzuspielen. Michael Benning, ein gebürtiger

Siebenbürger, der in Weißkirchen eine zweite Heimat gefunden

hat, gehört dem Musikverein Weißkirchen seit 45 Jahren an.

Er spielte viele Jahre die große Trommel und machte sich als

pflichtbewusster, genauer Zeugwart sowie als Kassier zahlreicher

unterstützender Mitglieder und als Sammler für das jährliche

Weihnachts-Wunschkonzert um den Verein sehr verdient.

Benning wurde vielfach ausgezeichnet und geehrt. Zur Feier wurde

Michael Benning von zu Hause abgeholt; danach ging es zum

Gasthof Eibensteiner, wo sich eine große Gratulantenschar eingefunden

hatte: für den Steirischen Blasmusikverband Bez.-Obm. Dir.

Alois Weitenthaler, für den Musikverein Obmann Bürgermeister

Ewald Peer und Kpm. Helmut Grangl und für die Marktgemeinde

Weißkirchen Vizebgm. Gerhard Traußnig. Beim anschließenden

gemütlichen Beisammensein wurde manche Erinnerung

an frühere Zeiten wachgerufen. Gerhard Freigaßner

Von rechts: Obmann Bgm. Ewald Peer, Jubilar Ehrenzeugwart Michael

Benning mit Gattin Margarete, Bez.-Obm. Dir. Alois Weitenthaler, Vizebgm.

Gerhard Traußnig.

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Falls Sie Bilder für die Zeitschrift „Blasmusik in der Steiermark“ per E-

Mail an die Redaktion übermitteln, beachten Sie bitte:

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in diese Zeitung gestellt, da die Bildqualität nicht entspricht.

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� Normal-Bildgröße: mindestens 123 x 95 mm, Porträts 40 x 50 mm

Redaktions-Adresse: office@blasmusik-verband.at

www.blasmusik-verband.at

MV Pusterwald – tüchtige Jungmusiker

Im Juli dieses Jahres legten vier Jungmusiker des MV Pusterwald

die Leistungsabzeichenprüfung ab. JMLA in Bronze: Gerlinde

Kreßnig, Querflöte, Ausgezeichneter Erfolg; Lukas Koini, Klarinette,

Sehr guter Erfolg; JMLA in Silber: Angelika Poier und

Petra Poier, Querflöte, Ausgezeichneter Erfolg. Der Musikverein

Pusterwald gratuliert den Jungmusikern zur großartigen Leistung

und wünscht weiterhin viel Freude beim Musizieren. Klement Kogler

Hinten von links: Obmann Klement Kogler, Jugendwart Martin Kreßnig,

Kapellmeister Raimund Kreßnig. – Vorne von links: Lukas Koini, Gerlinde

Kreßnig, Petra Poier, Angelika Poier.

Frohe Weihnachten

und ein erfolgreiches neues Jahr


124

■ BEZIRK LEIBNITZ

Bezirksmusikfest in Wagna

Aus Anlass der Landesausstellung 2004, „Die Römer in der

Steiermark“, fand das heurige Bezirksmusikfest in Wagna statt. 29

Musikkapellen mit ca. 1000 Musikerinnen und Musikern formierten

sich zum Festakt.

Bezirksobmann Albin Prinz konnte dazu eine große Anzahl an

Ehrengästen begrüßen: So waren LH-Stv. Dipl.-Ing. Leopold

Schöggl, NAbg. Heidrun Walther, NAbg. Hannes Zweytick, die

Abgeordneten zum Steiermärkischen Landtag, Mag. Christine

Koller, Peter Tschernko und Karl Wiedner, gekommen. Auch

Bezirkshauptmann Manfred Walch, Gend. Kommandant Obst.

Gerhard Trummer, Tourismusverbandsobmann Otto Gogl und

der Hausherr, Bürgermeister Karl Deller, waren ebenfalls anwesend.

Die Grußworte des Steirischen Blasmusikverbandes überbrachte

der Landesobmann Wolfgang Suppan persönlich. Das Gesamtspiel

aller 29 Musikkapellen bildete einen würdigen und eindrucksvollen

Abschluss dieses Festes der Blasmusik. Harald Lax

Bezirksmusikfest in Wagna mit vielen charmanten Ehrendamen.

St. Veit a. V.: Franz Schober ein 70er

Kürzlich feierte in St.Veit am Vogau ein Musiker-Original seinen

70. Geburtstag: Ehrenkapellmeister Franz Schober. Hochrangige

Gäste waren erschienen: Darunter der Landesobmann des Steirischen

Blasmusikverbandes Wolfgang Suppan, Ervin Hartman,

Präsident des Slowenischen Blasmusikverbandes, Landesmedienreferent

Dir. Erhard Mariacher, Bezirksobmann Albin Prinz,

Präsident Höflechner, viele Bürgermeister und Freunde des Jubilars

und selbstverständlich die Musikkameraden aus St. Veit am

Vogau.

Nach einem Dankgottesdienst und der Überreichung des „Goldenen

Verdienstkreuzes“ des ÖBV durch den Landesobmann Wolfgang

Suppan wurde in einer nahen Buschenschänke der Geburtstag gefeiert.

Kurzer Lebenslauf:

Geboren am 29. 10. 1934. Berufliche Laufbahn: Schmiedelehre in

Predlitz; Ablegung der Meisterprüfung im Schmiedehandwerk und

der KFZ Meisterprüfung; Übernahme des elterlichen Betriebes in

Gersdorf

Musikalische Laufbahn:

Seit 1943 Schlagzeug und Akkordeonunterrich;t seitdem Mitglied

der Erzherzog Johann Trachtenkapelle St. Veit am Vogau

Blasmusik in der Steiermark

Der Präsident des Slowenischen Blasmusikverbandes, Ervin Hartman und

seine Gattin gratulierten Franz Schober zum 70. Geburtstag.

1950: Erlernen des Flügelhorns als Zweitinstrument; 1969 bis 1994

Kapellmeister; seit 1994 Ehrenkapellmeister und Flügelhornist;

1975 bis 1987 Bezirkskapellmeisterstellvertreter; 1987 bis 1990

Bezirksjugendreferentstellvertreter.

Franz Schobers Auszeichnungen: 15 Jahre Ehrenzeichen in

Silber – 25 Jahre Ehrenzeichen in Gold – 40 Jahre Ehrenzeichen in

Gold – 50 Jahre Ehrenzeichen in Gold – 60 Jahre Ehrenzeichen in

Gold – Ehrennadel in Silber und Gold – Verdienstzeichen in Bronze,

Silber und Gold – Ehrennadel in Gold des Deutschen Blasmusikverbandes

– Verdienstmedaille in Silber des ÖBV – 1977

Ehrenring der Gemeinde St. Veit am Vogau.

Zur Zeit ist Franz Schober sowohl aktiv in der Erzherzog-Johann

Trachtenkapelle als auch bei der Musikkapelle des Gemeindeverbundes

Ehrenhausen musikalisch tätig. Sein Sohn Franz Schober

leitet diese Musikkapelle als Kapellmeister. Herbert Ploder

Die KRAFT der TRACHT

Koller – stilbewusste Trachtenkleidung

Von Kopf bis Fuß auf Trachten eingestellt: Die Firma Koller hat

sich der Erhaltung und Pflege traditioneller Kleidung verschrieben.

Die Rieder Firma stellt Sakkos, Hosen, Mäntel und Dirndlkleider

im Stil der Originaltrachten her.

Alle dazu gehörenden Accessoires vom Hut bis zum Schuh werden

selbstverständlich auch mit angeboten. Dabei beschreitet das

traditionsbewusste Unternehmen aber durchaus zeitgemäße

Wege. Mit Perfektion, Stil und Kreativität arbeiten 26 Mitarbeiter

daran, die zahlreichen Kunden mit maßgeschneiderten

Trachten auszustatten, die mit liebevollen Details und individuellen

Schnitten ganz auf die Bedürfnisse der Träger abgestimmt

werden.

Einkleidung von Vereinen

Vor allem Musikvereine und Musikkapellen aus Oberösterreich,

Niederösterreich, der Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol und

Bayern – bis heute weit über 500 – schätzen Trachten der Firma

Koller, in der sie einen engagierten Partner in Sachen Brauchtumspflege

gefunden haben. Denn Trachten Koller überzeugt

durch Traditionsbewusstseinund das seit über 30 Jahren.

INFO: www.koller-trachten.at Bezahlte Anzeige


Blasmusik in der Steiermark 125

■ BEZIRK LEOBEN

Weisenblasen am Leopoldsteinersee

Die Stadtmusikkapelle Eisenerz veranstaltete am 2. Oktober 2004

das 7. Weisen- und Echobläsertreffen am Leopoldsteinersee bei

Eisenerz. Dieses musikalische Schauspiel, eröffnet von der Bauernmusik

Eisenerz, wurde von 15 Musikgruppen aus Tirol, Ober- u.

Niederösterreich, Kärnten und der Steiermark bestritten. Zirka

2000 Besucher konnten den Weisen der Alphornbläser, Flügelhornduos

und Bläserquartette lauschen.

Nach dem Weisenblasen um den See folgte das Echoblasen auf dem

Floß und der Zille. Die Organisatoren Walter Krug, Hubert

Wörnschiml und Klaus Lindner freuen sich auf nächstes Jahr,

wenn am 1. Oktober 2005 von 12 bis 16 Uhr wieder rund um den

Leopoldsteinersee Weisen erklingen werden. Klaus Lindner

Alphornbläser spielen auf dem romantischen Leopoldsteinersee.

■ BEZIRK LIEZEN

Glanzvoller Blasmusiknachmittag in

der Puttererseehalle

Auf Vorschlag des Bezirksvorstandes des Blasmusikbezirkes

Liezen organisierte der Musikverein Aigen im Ennstal am

Samstag, dem 6. November 2004, ein außergewöhnliches Blasmusikkonzert.

Bezirksobmann Walter Kern begrüßte neben den vielen Besuchern

vier Musikkapellen aus dem Bezirk. Jede Kapelle hatte

ein Programm für rund eine halbe Stunde vorbereitet.

Der Eisenbahner-Musikverein Selzthal begann mit einem

ungarischen Marsch. Gespielt wurden auch die „Mährischen

Skizzen“ von J. Jiskra. Kapellmeister Bruno Sulzbacher hatte

sich für dieses Konzert aber auch ein besonderes Stück ausgesucht.

Die Oberstufenkapelle spielte die Vertonung des Unterganges

der „Titanic“.

Mit dem konzertanten Stück „Ein Fluss erzählt“ ließ die Musikkapelle

St. Lorenzen u. Umgebung mit Kapellmeister W.

Mayerhofer aufhorchen. Bezirkskapellmeister Dir. Adolf Marold

stellte mit seinem profunden Wissen die Verbindung zwischen

den einzelnen Musikstücken und den Zuhörern her. Die

Komposition beschreibt den Ursprung der Steyr und deren

Mündung in die Enns. Unterstützt wurde die Darbietung mit

Lichtbildern. Den krönenden Abschluss bildete „Wilhem Tell“.

Die Musikkapelle Ardning unter Kapellmeister Erich Draxl

begann mit dem „Solotrommler-Marsch“, dem bekannte Melodien

mit einem Portrait von Andrew Lloyd Webber folgten.

Mit dem Walzer „Im schönen Prag“ konnte man die Stimmen

von Sonja Nowak und Urban Torggler, vom Kapellmeister unterstützt,

hören. Obmann Franz Strobl moderierte den zweiten

Teil des Konzertes.

Die Musikkapelle Admont-Hall spielte unter Kapellmeister

Mag. Bernd Rom den „Traum eines österr. Reservisten“ von

C.M. Ziehrer. Zur Vervollständigung des „Traumes“ marschierte

sogar ein Zug des Bundesheeres ein. Nachdem „Signaltrompeter“

Dietmar Eibl „abgeblasen“ hatte, erwachte der Soldat

bei Babygeschrei, und das Finale des Musikstückes wurde

eingeleitet. Anhaltender Applaus beschloss das beeindruckende

Regionalkonzert. Kurt Eibl

Eisenbahner-Musikverein Selzthal.

Musikkapelle St. Lorenzen u. Umgebung.

Musikkapelle Ardning u. Umgebung.

Musikverein Admont/Hall.


126

■ BEZIRK MURAU

MV Stadtkapelle Murau – Gold bei

internationalem Wertungsspiel

10 Blasorchester aus Slowenien, Kroatien, Österreich und Italien

waren am 23. Oktober 2004 beim internationalen Wertungsspiel im

slowenischen Velenje in der Kunststufe „D“ angetreten. Der MV

Stadtkapelle Murau konnte dabei die höchste Punkteanzahl aller

Teilnehmer und somit „Gold“ erringen. Mit 63 Musikern wurde der

Marsch „Salve Imperator“ von Julius Fucik, das Pflichtstück

„Sprenevedanje“ von Bojan Adamic und das Selbstwahlstück

„Lachische Sonne“ von Evcen Zamecnik vorgetragen. Ein souveräner

Landeskapellmeister MDir. Prof. Ing. Philipp Fruhmann am

Dirigentenpult führte seine Musikerinnen und Musiker punktgenau

zur Höchstleistung und brachte damit einen weiteren Beweis

der hohen Qualität der steirischen Blasorchester. Die MMK

Pischelsdorf präsentierte sich mit „Silber“ ebenfalls beachtlich. Die

Wertung der internationalen Jury, die sich aus slowenischen, kroatischen,

tschechischen und deutschen Blasmusikexperten zusammensetzte:

Stufe D (Kunststufe):

1. MV Stadtkapelle Murau Österreich 93,0 Punkte Gold

2. Blasorchester Kocevje 1927 Slowenien 91,2 Punkte Gold

3. Blasorchester HC Varasdin Kroatien 90,8 Punkte Gold

4. Blasorchester Zarija sostanj Kroatien 85,0 Punkte Silber

5. Blasorchester Koper Slowenien 85,0 Punkte Silber

6. Blasorchester Trebenje Slowenien 84,2 Punkte Silber

7. Blasorchester Cerknica Slowenien 84,0 Punkte Silber

8. Marktmusikk. Pischelsdorf Österreich 81,7 Punkte Silber

9. Blasorch. „Euritmia“ Udine Italien 78,5 Punkte Bronze

10. Blasorchester Drnic Kroatien 70,7 Punkte Bronze

Obmann Fritz Michael Wassermann sowie die Murauer Kulturreferentin

Mag. Ingrid Skraba, die mit nach Velenje gekomm waren,

können zu Recht stolz auf die Leistungen ihres Orchesters sein.

Mag. Ingrid Skraba, Vizbgm. u. KR Murau

Musikverein Stadtkapelle Murau unter LKpm. Prof. Fruhmann beim internationalen

Wertungsspiel in Velenje, Slowenien.

Seminar für Blasmusik-Funktionäre

Die Bezirksleitung des Blasmusikverbandes Murau lud die

Kapellmeister und Funktionäre zu einem Seminar in das Gasthaus

„Hirschenwirt“ in Mühlen ein. Bez.-Obm. Erwin Fussi und Bez.-

Kpm. Karl Rappold konnten für dieses Seminar Prof. Doz.

Michael Stecher als Referenten gewinnen.

Blasmusik in der Steiermark

Über 50 Teilnehmer aus dem Bezirk Murau sowie Gäste aus den

Bezirken Judenburg und Knittelfed waren zu diesem Seminar nach

Mühlen gekommen und hörten mit Begeisterung den Ausführungen

von Prof. Michael Stecher zu. Er sprach in einem überaus

interessanten Referat über die Probenpädagogik.

Prof. Michael Stecher, Jahrgang 1961, ist Dozent an der Musikhochschule

in Zürich und auch selbst Leiter einer Blaskapelle. Er

zeigte in vielen Beispielen auf, welche kleinen Fehler von Dirigenten

häufig gemacht werden.

Bezirkskapellmeister Karl Rappold dankte dem Referenten für seinen

ausgezeichneten Vortrag und überreichte ihm ein Buch über

den Steirischen Blasmusikverband.

Der Bezirksvorstand mit dem Referenten des Seminars „Probenpädagogik“.

Von links: MDir Mag. Wolfgang Fleischhacker, Bezirkskapellmeister

Rappold, Prof. Michael Stecher, Bezirksobmann Erwin Fussi, EDV Referent

Ing. Wilfried Ofner, Bezirksobmann-Stellv. Gotthard Seidl.

Hochzeit im MV Scheifling-St. Lorenzen

Kürzlich gaben sich Waltraud Hirner und Josef Schoberegger,

beide Tenoristen im Musikverein Scheifling-St. Lorenzen, in der

Pfarrkirche das Ja-Wort. Eine Hochzeit, die während des ganzen

Tages vom Musikverein Scheifling-St. Lorenzen mitgestaltet wurde.

Beginnend mit dem Brautleute-Aufwecken in Kulm und St. Lorenzen,

dem Empfang des Brautpaares beim Standesamt in Kulm

und der darauffolgenden Trauung in die Pfarrkirche St. Lorenzen,

b. Scheifling, wo Pfarrer Mag. Ronald Ruthofer das Hochzeitsamt

zelebrierte, begleitete der Musikverein Scheifling-St. Lorenzen das

Hochzeitspaar musikalisch. Viel Glück auf dem gemeinsamen Lebensweg

wünscht im Namen des Musikvereines Franz Mühlthaler

Musiker-Hochzeitsgratulation für Waltraud Hirner und Josef Schoberegger.


Blasmusik in der Steiermark 127

■ BEZIRK RADKERSBURG

Bezirksmusikfest in Tieschen

16 Musikkapellen, drei aus dem Burgenland, eine aus dem Bezirk

Feldbach und eine aus Osttirol trafen sich zum Bezirksmusikfest

2004 in Tieschen. LO-Stv. Oskar Bernhart, LAbg. Karl Wiedner,

LAbg. Kurt List, Bezirkshauptmann HR Dr. Alexander Majcan,

Bgm. Martin Weber, Vzbgm. Peter Neubauer sowie der gesamte

Bezirksvorstand waren gekommen. Beim Festakt fanden auch

Ehrungen und Auszeichnungen statt.

So erhielt BO Karl Unger die Internationale CISM-Medaille in

Gold und seine Gattin den Steirischen Panther in Silber. Die Redaktion

gratuliert sehr herzlich dazu.

Von links: Bgm. Martin Weber, LO-Stv. Oskar Bernhart, BO Karl Unger, MV

Präsident Dr. Jahn Ekkehard, Mathilde Unger, MV Obmann Koller, LAbg. Karl

Wiedner.

Bezirks-Fußballturnier

Kürzlich waren acht Teams trotz schlechten Wetters zum Fußballvergleichskampf

angetreten. Schlussendlich ging der MV Tieschen

als Sieger hervor und konnte als Preis eine Trompete vom

Feldbacher Musikhaus in Empfang nehmen. Karl Unger

■ BEZIRK WEIZ

„JuSoLa“ 2004 in Eggersdorf

Nach dem großen Erfolg im Vorjahr fand heuer abermals das

„JuSoLa“ in Eggersdorf statt: An diesem Jungmusiker-Sommer-

Lager des Blasmusikbezirkes Weiz, kurz JuSoLa genannt, nahmen

Gemeinsames Musizieren beim Jugend-Sommer-Lager in Eggersdorf.

68 Jungmusiker zwischen neun und vierzehn Jahren aus elf Vereinen

teil. In drei Tagen probten die Jugendreferenten des Bezirkes

Gerald Kleinburger, Peter Klammler und Alexander Wiedenhofer

ein Programm mit neun Konzertstücken ein, das am

letzten Abend beim Abschlusskonzert im neu gestalteten Pavillon

im Volksschulhof aufgeführt werden konnte. Unter den zahlreichen

Gästen waren neben vielen Eltern, Verwandten und Musikern des

Bezirkes auch der LO-Stv. Herbert Polzhofer sowie Bez.-Obm.

Ing. Horst Wiedenhofer anwesend. Zum Ausgleich gab es neben

der umfangreichen Probenarbeit eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung:

Besuche im Schwimmbad, die Nachtwanderung zum

Sportplatz nach Brodingberg mit Lagerfeuer und eine Disco ließen

die drei Tage in Eggersdorf für alle zu einem Erlebnis werden.

Besonderer Dank gilt der Marktgemeinde Eggersdorf für die zur

Verfügungstellung der Kultur- und Turnhalle sowie für die kostenlose

Benützung des Schwimmbades, den Gasthöfen Lipp und

Niederleitner und dem Café Rosenberger für die Bewirtung, dem

SV Brodingberg für die Einladung zum Sportplatz sowie dem

Musikverein Eggersdorf mit all seinen Helfern, allen voran Obmann

Johann Hödl, für die gesamte Mitorganisation des Lagers.

EDV-Fortbildung zu „BMV 2004“

Die EDV-Referenten der Bezirke Birkfeld und Weiz, Dipl.-Ing. Karl

Pichler und Dipl.-Ing. Prof. Werner Krausler, haben kürzlich zu

einer Fortbildungsveranstaltung, betreffend das neue Verwaltungsprogramm

BMV 2004 des Steirischen Blasmusikverbandes nach

Weiz eingeladen. Von den insgesamt 28 Musikvereinen waren 25

durch einen oder mehrere Interessenten vertreten. Landes-EDV-

Referent Erich Riegler erklärte die Funktionsweise der neuen

Software und ersuchte um Einhaltung des Termines (31.1.2005), ab

dem alle Vereinsdaten über BMV 2004 laufen sollen.

Die beiden Bezirksobmänner Ing. Horst Wiedenhofer/Weiz und

Dir. Erhard Mariacher/Birkfeld ersuchten ihre Musikvereine, sich

umgehend mit dem neuen Programm vertraut zu machen und

sich bei Auftreten von Problemen vertrauensvoll an ihren Bezirks -

EDV-Referenten zu wenden. Erhard Mariacher, LMR

EDV-Referenten bei der Tagung zum Programm „BMV 2004“ in Weiz.

Konzert-Termin: „Blechnelken“

Die „Blechnelken“, ein Brassensemble aus der nördlichen Oststeiermark,

begeistern seit rund einem Jahr das steirische Bläser-

Publikum. Mit drei Trompeten: Markus Pechmann, Christian

Hollensteiner, Karl-Heinz Dicker; zwei Posaunen: Andreas Schwab,

Gregor Lang und einer Tuba: Peter Stadlhofer, bringen sie eigene

Arrangements mit oft überraschenden, unerwarteten Lösungen.

Mit „Buntwäsche“, ihrer ersten CD, stellen sich die „Blechernen

Nelken“ bei einem Konzert am 5. Jänner 2005 mit dem Beginn um

20 Uhr in der Roseggerhalle in Birkfeld vor. Informationen, Fotoalben,

Kartenvorbestellungen etc. auf www.blechnelken.at


128

TMK St. Magdalena bei der Marschwertung in Eggersdorf.

■ BEZIRK WEIZ

25-jähriges Kapellmeisterjubiläum

Seit nunmehr 25 Jahren übt Oskar Leopold die Funktion des

Kapellmeisters des Musikvereines St. Margarethen an der Raab aus.

In dieser Zeit wurde der Musikverein St. Margarethen an der Raab

durch seine umsichtige Arbeit auf ein hohes musikalisches Niveau

geführt. Sein menschlicher Umgang mit Jung und Alt macht ihn

bei den Musikern sehr beliebt. Kapellmeister Ossi Leopold versteht

es, durch gezielte Motivation den Musikverein zu Spitzenleistungen

zu bringen.

Bei der Marschmusikbewertung im September 2004 in Eggersdorf

wurde Kpm. Oskar Leopold für diese Leistung geehrt und mit einer

gemeinsamen Ehrenurkunde der Bezirksleitung Weiz und des

Musikvereins St. Margarethen an der Raab ausgezeichnet.

Günther Fleischhacker

Von links: Engelbert Maier, Jurymitglied; Bezirksobmann Ing. Horst

Wiedenhofer; Kapellmeister Oskar Leopold; Obmann des MV St. Margarethen

a. R. Günther Fleischhacker; Bezirkskapellmeister Herbert Lipp.

��� Jubiläums-Festschriften

Wichtiger Aufruf an unsere Musikvereine:

Vereinszeitschriften und Jubiläums-Festschriften bitte jeweils zweifach

an das Sekretariat unseres Landesverbandes einsenden.

Im neuen Sekretariat soll alles dokumentiert werden, was von unseren

Mitgliedskapellen veröffentlicht wird. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe.

Blasmusik in der Steiermark

Erhard Mariacher

Landesmedienreferent

Liebe Freunde und Leser der

Steirischen Blasmusikzeitung!

Im Herbst 2002 begann der ehemalige Landes-EDV-Referent

Günther Lang mit dem 1. Exemplar der neuen Steirischen

Blasmusikzeitung.

Seit April 2003 habe ich die schöne Aufgabe, gemeinsam mit

einem Redaktionsteam unter LO Wolfgang Suppan, LKPM

Philipp Fruhmann, LJR Markus Waidacher, LEDV-Referenten

Erich Riegler, den Damen des Büros, den Vereins- und Bezirksmedienreferenten

und natürlich mit Harry Jantscher diese

Zeitung weiter zu führen.

Die Leitartikel von LO Suppan eröffnen jede Ausgabe mit einem

allgemein interessierenden Thema. Beiträge des LKPM

Fruhmann zu speziellen, musikpraktischen Anliegen erweitern

den Inhalt fachlich ebenso wie die Informationen des EDV-

Referenten Riegler und des LJR Waidacher. Mit der Präsentation

von Musikvereinen und Porträts von steirischen Komponisten

möchte ich einen wichtigen Teil des Blasmusiklandes

Steiermark aufzeigen.

Harry Jantscher als Layouter und verantwortlich für Druck und

Versandorganisation hat eine Schlüsselstelle inne, die er souverän

beherrscht. Das ruhige und verlässliche Mitwirken unserer

Bürodamen erleichtert unsere Arbeit zudem sehr.

Allen diesen Freunden möchte ich am Ende eines arbeitsreichen

Jahres „Danke!“ sagen und alle Funktionäre, die regelmäßig

Beiträge einsenden, sowie Firmen, die unsere Zeitung durch

Werbeeinschaltungen unterstützen, mit einschließen.

Das Jahr 2005 wird uns allen wieder einiges an Einsatz abverlangen.

Doch sollte es bei einer derart guten Zusammenarbeit

aller Verantwortlichen, wie bisher, möglich sein, unsere Zeitung

auch qualitativ weiter zu entwickeln. Mit Blick in diese Richtung

wird künftig in Zusammenhang mit der Eigenständigkeit der

ÖBV-Jugend eine eigene Plattform für die Steirische

Blasmusikjugend (SBJ) zur Verfügung stehen. Dass dies Sinn

macht, zeigen die großartigen Erfolge unserer Teilnehmer am

ÖBV Wettbewerb „Musik in kleinen Gruppen“ in Rust am 23.

und 24. Oktober dieses Jahres.

So möchte ich allen Leserinnen und Lesern unserer Steirischen

Blasmusikzeitung im Namen des gesamten Redaktionsteams

ruhige und besinnliche Weihnachtstage und einen fröhlichen

Jahreswechsel wünschen.

Das Jahr 2005 möge von Freundschaft und erfolgreicher

Zusammenarbeit für unsere steirische Blasmusik gekennzeichnet

sein.

Ihr Erhard Mariacher Landesmedienreferent


Blasmusik in der Steiermark 129

In memoriam

Wir trauern um:

OSR Karl Kainz

*29. September 1923 † 15. September 2004

Mit dem Tod von Ehrenobmann

Oberschulrat Karl Kainz verliert

die Marktmusikkapelle St. Anna am

Aigen eine der größten Persönlichkeiten

ihrer Vereinsgeschichte und

eine Person, die das kulturelle und

öffentliche Leben von St. Anna am

Aigen über Jahrzehnte maßgeblich

mitgestaltet und geprägt hat.

Herr OSR Karl Kainz war von 1952 bis 1995 Obmann und seit

1995 Ehrenobmann der Marktmusikkapelle St. Anna am

Aigen. Für seine außerordentlichen Leistungen erhielt Herr

OSR Karl Kainz eine Vielzahl von Auszeichnungen, darunter:

das Goldene Verdienstabzeichen der Republik Österreich,

das Verdienstzeichen in Gold des Österreichischen Blasmusikverbandes,

das Große Verdienstkreuz des Landes Steiermark,

den Ehrenring der Marktgemeinde St. Anna am Aigen.

Die Marktmusikkapelle und die Marktgemeinde St. Anna am

Aigen verlieren mit OSR Karl Kainz einen großartigen Mitmenschen,

der allen in guter Erinnerung bleiben wird.

Erwin Löffler

*8. März 1937 † 12. Sepember 2004

Am 12. 9. 2004 verstarb nach langem, schwerem Leiden im

68. Lebensjahr Erwin Löffler. Geboren wurde Erwin Löffler

am 8. März 1937 in Kalwang.

Er kam im Alter von 27 Jahren zum MV Kalwang. Er spielte

von Beginn an die große Trommel, wobei er diesem

Instrument bis zuletzt die Treue hielt. 14 Jahre war Erwin

Löffler im Vorstand des MV Kalwang tätig. Er übte in dieser

Zeit die Funktion des Geschäftsführenden Obmannes, Obmann-Stellvertreters,

Schriftführers, Kassiers und Beirates

aus. Vom Steir. Blasmusikverband wurde er dafür mit der

Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. Weiters erhielt Erwin

Löffler das Ehrenzeichen in Silber für 15 Jahre, Ehrenzeichen

in Silber für 25 Jahre, Ehrenzeichen in Gold für 35 Jahre sowie

das Ehrenzeichen in Gold für 40-jährige aktive Tätigkeit

beim MV Kalwang. Erwin Löffler war aber auch Mitglied in

verschiedenen Vereinen.

Beruflich war er Zugführer bei der ÖBB. Bei den Trauerfeierlichkeiten

intonierte der MV Kalwang das Requiem von

Sepp Neumayer. Die Beliebtheit von Erwin Löffler zeigte sich

durch die vielen Abordnungen der verschiedenen Vereine, die

gemeinsam mit den Angehörigen und dem MV Kalwang

Abschied nahmen.

Johann Painer

* 10. November 1949 † 18. September 2004

Am 22. September 2004 wurde das langjährige Mitglied der

Ortskapelle Gutenberg, Johann Painer, in Weiz zu Grabe getragen.

Johann Painer war nach Klarinettenunterricht beim

ehemaligen Kapellmeister OSR Johann Kern im Jahre 1963

der Ortskapelle Gutenberg beigetreten.

Er erwarb sich durch seine Hilfsbereitschaft, Pünktlichkeit und

Verlässlichkeit in der Ortskapelle großes Ansehen. Er war zuletzt

auch im Vereinsvorstand tätig. Im Jahre 2003 wurde er in

Gutenberg im Rahmen des Musikertreffens der Musikkapellen

des Passailer Kessels mit dem Ehrenzeichen in Gold für 40-jährige

Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Beruflich war Johann Painer in der Firma VA TECH/ ELIN in

Weiz tätig. Die musikalische Verabschiedung erfolgte durch die

Elin-Stadtkapelle Weiz gemeinsam mit der Ortskapelle Gutenberg.

Die Musikerinnen und Musiker der Ortskapelle Gutenberg

werden Johann Painer ein ehrendes Andenken bewahren.

Horst Wiedenhofer

Josef Bachbauer

*14. Februar 1912 † 11. Sepember 2004

In den letzten Jahren war es sehr

still um ihn geworden. Er lebte im

Altersheim in Pürgg-Unterburg, und

zu den runden Geburtstagen spielte

ihm „seine“ Musikkapelle jeweils ein

Ständchen. Das letzte Mal zum 90er!

Doch seit den Dreißiger-Jahren des

20. Jahrhunderts hat er das Musikgeschehen

in der Gemeinde Pürgg

ungemein bereichert. Als Musiker, und wenn Not am Mann

war, von 1958 bis 1961, auch als Kapellmeister, zählte er zu

den Stützen des Vereins

Er unterrichtete den Nachwuchs, und während seiner

Kapellmeisterjahre erhielten die Pürgger erstmals eine einheitliche

Tracht. Sein Trio zählte nach dem Ende des Zweiten

Weltkrieges und bis in die Sechziger Jahre zu den beliebtesten

Tanzmusikergruppen des steirischen Ennstales. Die Musikkapelle

Pürgg umrahmte die Verabschiedung am 15. September

in der Pfarrkirche auf der Pürgg auf würdige Weise.

Wolfgang Suppan


130

Musikkapelle Pöllauberg beim Bezirksmusikfest in Wenigzell.

■ BEZIRK HARTBERG

Bezirksmusikfest in Wenigzell

Bei schönstem Wetter trafen sich Anfang September Musikkapellen

des Bezirkes Hartberg zum Bezirksmusikfest in Wenigzell. Als Vertreter

des Steirischen Blasmusikverbandes waren Landesobmann

Wolfgang Suppan, Landesmedienreferent Erhard Mariacher

und Bez.-Obm. Franz Berger gekommen.

Viel Prominenz aus der Politik, darunter die Abgeordneten Doppler,

Riebenbauer und Böhmer, Vertreter des Bezirkes sowie eine

große Anzahl von Zusehern und Zuhörern waren ebenfalls erschienen,

um den Anmarsch mitzuerleben und den Festakt am schönen

Dorfplatz mitzuverfolgen. Erhard Mariacher, LMR

LO Wolfgang Suppan und Ehrengäste beim Bezirksmusikfest in Wenigzell.

Musik-Instrumentenhaus

A. Grießl

Blasinstrumenten-Fachwerkstätte und

Handel für den anspruchsvollen Musiker

Blasmusik in der Steiermark

CD-Aufnahme der Kernstock-Kapelle

Pöllau für den Kliment-Verlag

Am letzten Oktoberwochenende nahm die Kernstock-Kapelle

Pöllau eine CD auf. Diese Einspielung wurde vom Verlag Kliment

aus Wien in Auftrag gegeben. Teilweise handelt es sich um Werke,

die es noch nicht auf Tonträger gibt.

Einige Stücke wurden von Hans Kliment arrangiert. Frau

Kliment, die Tochter des Komponisten, war an allen drei Aufnahmetagen

anwesend und war von der professionellen Arbeit der

Kapelle unter der Leitung von Toni Mauerhofer ebenso angetan

wie vom sehr kompetenten Aufnahmeleiter Thomas Hofstädter.

Siegfried Rohrhofer

Das Horn- und Flügelhornregister bei der CD-Aufnahme.

Bockbieranstich der Kernstock-Kapelle

Kürzlich war es in Pöllau wieder soweit. Bürgermeister RR Rupert

Flicker, Gemeindekassier Franz Scherf, Obmann Bernhard

Weghofer und Festobmann Viktor Weißenberger absolvierten in

gekonnter Manier den alljährlichen Bockbier-Anstich der Kernstock-Kapelle

Pöllau.

Am Nachmittag unterhielten die „Safentaler Musikanten“ das zahlreich

erschienene Publikum mit zünftiger, uriger Blasmusik. Am

Abend konzertierte der Musikverein Kirchberg an der Raab unter

der Leitung von Kpm. Karl-Heinz Prominzer im Schlosskeller

und die Gruppe „Night Live“ sorgte für blendende Stimmung. Die

Kernstock-Kapelle bedankt sich für den zahlreichen Besuch.

Siegfried Rohrhofer


Allen Kunden und Freunden

wünschen wir ein

frohes Weihnachtsfest und einen guten

Rutsch in das neue Jahr!

Komplette Ausrüstung für Schulmusik, Musikkapellen, Musikgruppen, Solisten, alle Spitzenmarken und sämtliches Zubehör sowie Mietkauf.

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Blasmusik in der Steiermark 131

7. Internationales Jugendkapellentreffen

2005 in Bruchsal (D)

Anmeldeschluss: 15. Dezember 2004

Anlässlich des 20jährigen Bestehens der BDB-Bläserjugend findet

vom 5. bis 8. Mai 2005 in der Barockstadt Bruchsal das 7. Internationale

Jugendkapellentreffen statt. Die Organisatoren erwarten

über 100 teilnehmende Ensembles und Jugendorchester aus mindestens

10 verschiedenen Nationen. Das schöne Ambiente der

Barockstadt Bruchsal und die hervorragenden Räumlichkeiten –

z. B. das Bürgerzentrum mit seinen tollen Konzertsälen im Herzen

der Stadt und die nahe gelegene Musikschule - werden die über

3000 erwarteten Akteure beim Wettbewerb für Vereins-, Auswahlund

Musikschulorchester und beim Kammermusikwettbewerb zu

Höchstleistungen animieren. Attraktive Preisgelder sorgen für einen

zusätzlichen Anreiz.

Es finden außerdem noch verschiedene Workshops und Platzkonzerte

statt. Damit der Begegnungscharakter nicht zu kurz

kommt, finden in der Sporthalle zum Abschluss eines jeden Tages

Unterhaltungskonzerte unter dem Motto „Blasmusik grooved“,

„Blasmusik swingt“ und „Blasmusik popt“ speziell für die Teilnehmer

aus aller Welt statt. Anmeldungen sind noch bis zum 15.

Dezember 2004 möglich. Die entsprechenden Ausschreibungen,

Anmelde- und Bewerbungsformulare finden Sie unter: www.jugendkapellentreffen.de.

Anja Schneider

Bund Deutscher Blasmusikverbände

Den Verantwortlichen des Steirischen Blasmusikverbandes

sowie allen Musikerinnen

und Musikern der Steiermark wünschen wir

friedliche Weihnachtsfeiertage, einen intensiv

erlebten Jahreswechsel und viel Freude und Erfolg im Jahr 2005.

✵ ✵

��� Blasmusik + SPORT

Fußballturnier des Bezirkes

Deutschlandsberg

Am Samstag, dem 20. November 2004, veranstaltete die Bezirksleitung

des Steirischen Blasmusikverbandes in der Weststeirerhalle

in Wettmannstätten ihr Hallenfußballturnier, an

dem 17 Musikvereine des Bezirkes mit 14 Herren- und 12

Damenmannschaften teilnahmen. Die beiden Schiedsrichter

Ernst Kager und Franz Ninaus hatten 43 Spiele zu pfeifen.

Am Ende des Turnieres gab es außer einigen blauen Flecken erfreulicherweise

keine Verletzungen, sondern überall zufriedene

Gesichter.

Der Mannschaft der Stadtkapelle Deutschlandsberg gelang zum

dritten Mal hintereinander der Turniersieg.

Den zweiten Platz belegte die Mannschaft der Musikkapelle

Groß St. Florian und Dritter wurde die Mannschaft der Bergund

Hüttenkapelle St. Martin i. S.

Auf den weiteren Plätzen folgten Wettmannstätten, Eibiswald,

Wies I, Deutschlandsberg II und Schwanberg/St. Peter.

Die bereits in der Vorrunde ausgeschiedenen Mannschaften

Hollenegg, Frauental, St. Stefan ob Stainz, Steyeregg, Wies II

und Stainz wurden ex aequo auf Rang 9 gereiht.

Bei den Damen siegte, so wie im Vorjahr, die Mannschaft der

Musikkapelle Groß St. Florian, vor Deutschlandsberg, Hollenegg,

St. Martin i. S., Eibiswald, Wies, Wettmannstätten und

St. Oswald/Kloster. Auch hier wurden die bereits in der Vorrunde

ausgeschiedenen Mannschaften Bad Gams, Frauental,

Preding und Pölfing-Brunn aus „Fairnessgründen“ gemeinsam

auf Platz 9 gereiht.

Torschützenkönig wurde bei den Herren mit 8 Treffern Paul

Edegger vom Musikverein Stadtkapelle Deutschlandsberg und

bei den Damen mit 9 Treffern Cornelia Kiegerl vom Musikverein

Eibiswald

Der Musikverein Wettmannstätten sorgte wiederum für die Verpflegung

der Mannschaften an diesem Samstag und Bezirksobmann

Christian Lind, der mit Bez.-Schriftführer Anton

Theisl, dessen Stellvertreter Gerald Waldbauer, Bezirksstabführer

Peter Schwab und EDV-Referent Erich Riegler für die

Organisation des Turniers verantwortlich war, zeigte sich sehr

erfreut über die so zahlreiche Teilnahme der Musiker der 23

Musikvereine des Bezirkes. Christian Lind

Siegerinnen und Sieger des Bezirks-Fußballturniers Deutschlandsberg.


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Blasmusik in der Steiermark

�� Konzertwertungen 2004

Blasmusik

trifft

Oper Feuerwehrmusikverein Eisbach-Rein, Graz-Nord in Gratkorn.

Der Blasmusik-Kalender 2005 ist da!

◆ Unter dem Motto „Blasmusik trifft Oper“ und unter der

Federführung des steirischen Blasmusikreferenten LH-Stv. Dipl.

Ing. Leopold Schöggl ist es erstmals gelungen, für das Jahr

2005 einen steirischen Blasmusikkalender ins Leben zu rufen.

In Zusammenarbeit mit dem Volkskulturverlag unter Mag.

Guido Jaklitsch, den Verantwortlichen des Grazer Opernhauses,

dem Steirischen Blasmusikverband mit Landesobmann

Wolfgang Suppan an der Spitze und mit steirischen Musikerinnen

und Musikern als Fotomodelle gelang eine Bilderfolge,

die auch in Zukunft fortgesetzt werden sollte.

Für die die freundliche Unterstützung und Mithilfe sei neben

den oben Angeführten besonders Direktor Dr. Nebel gedankt.

Alle Aufnahmen wurden im Grazer Opernhaus gemacht. Ein

heiterer, lockerer, oft geradezu respektloser Umgang mit dem

Thema Oper wurde bewusst gesucht und gefunden.

Vertrieb: Der steirische Blasmusikkalender 2005 kann unter

der Tel.-Nr. 0 34 52/71 1 35 oder im Internet unter

www.volkskultur.net zum Preis von 3 14,90 pro Stück,

exklusive Versandkosten, bestellt werden.

Wertungs-Jury: v. l.: Mag. Schuh, LKpm. Stv. Mag. Zangl, Prof. Marold.

Bezirksleitung, Juroren, Kapellmeister und Obmänner nach der Urkundenüberreichung

bei der Konzertwertung in Birkfeld.

�� Herzliche Gratulation!

Landesjugendreferent-Stv. Mag. Friedrich Pfatschbacher hat

nach positiver Beurteilung seiner Dissertation über das Thema

„Der Klarinettenchor“ am 26. November 2004 die eineinhalbstündigen,

Prüfungen (Rigorosum) bei den ordentl. Univ.-Prof. Drs.

Wolfgang Suppan (Vorsitz), Revers und Dorschel abgelegt und

damit alle Bedingungen für die in Kürze bevorstehende Promotion

zum Dr. phil. erfüllt. Alle Kollegen und Freunde im Steirischen

Blasmusikverband gratulieren recht herzlich.

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe:

1. Februar 2005

Anzeigen, Layout + Druck: Harry.Design

✆ 03125/23 87 • harry.design@utanet.at

STEIRISCHER BLASMUSIKVERBAND, 8020 GRAZ, ENTENPLATZ 1b, ✆ 0316/38 31 17 • Fax 0316/38 31 17-

Internet: blasmusik-verband.at E-Mail: office@blasmusik-verband.at

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