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Ausgabe 12/2024

Das Magazin für Herisau und Umgebung. Erscheinungsdatum: 4. Dezember 2024

Das Magazin für Herisau und Umgebung. Erscheinungsdatum: 4. Dezember 2024

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Das Magazin für Herisau und Umgebung Ausgabe 12 ⋅ 4. Dezember 2024

FÜR DIE SCHUPPEL RÜCKEN

DIE SCHÖNSTEN TAGE NÄHER ⋅04

KANTONSPOLIZEI GIBT TIPPS

ZUM SCHUTZ GEGEN EINBRÜCHE ⋅ 10

ECHTER TANNENBAUM STATT PLASTIK:

WEIHNACHTEN IN HERISAUS STUBEN ⋅ 16

NACHTDIENSTE GEHÖREN

FÜR HEBAMMEN ZUM ALLTAG ⋅ 32


Lustvoll schenken –

ganz ohne Hektik:

Geschenke auswählen,

hübsch verpacken

lassen und an Weihnachten

mit Büchern,

Hörbüchern, Kalendern

und Geschenkgutscheinen

unter dem

Christbaum punkten…

Wir wünschen einen

frohen Advent!

Bücher und mehr…

Oberdorfstrasse 31

9100 Herisau

Tel 071 351 61 60

info@buchpunkt.ch

www.buchpunkt.ch

Heute Vorfreude.

Morgen Bescherung.

So entspannt

kann umziehen sein!

Der vollelektrische Kia EV9

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Standorte:

· Appenzell

· Oberriet

· Zil-Garage St. Gallen AG www.hirn.ch

IPV

Prämienverbilligung in der

Krankenversicherung für das Jahr 2025

Anspruch

Anspruch auf Prämienverbilligung haben Personen mit zivilrechtlichem Wohnsitz im

Kanton Appenzell Ausserrhoden. Personen, welche gemeinsam besteuert werden,

haben einen gemeinsamen Anspruch auf Prämienverbilligung. Massgebend sind die

familiären Verhältnisse am 1. Januar 2025.

Berechnung

Massgebend für die Berechnung der Prämienverbilligung für das Jahr 2025 sind die

Steuerfaktoren aus dem Jahr 2023.

Der Regierungsrat legt eine Richtprämie sowie einen Selbstbehalt des anrechenbaren

Einkommens fest. Die Höhe der Prämienverbilligung entspricht der Differenz zwischen

Richtprämie und Selbstbehalt.

Im Gesetz über die Einführung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung

sind die Obergrenzen von massgebendem Einkommen (steuerbares Einkommen,

korrigiert um bestimmte Faktoren) und steuerbarem Vermögen für einen Anspruch

auf Prämienverbilligung festgehalten. Werden eine oder beide dieser Obergrenzen

überschritten, so besteht kein Anspruch auf Prämienverbilligung.

Anmeldung

Mögliche Bezügerinnen und Bezüger von Prämienverbilligungen erhalten um den

Jahreswechsel Ende 2024 automatisch ein Antragsformular zugestellt. Personen,

welche kein Formular erhalten haben, können dieses bei der Wohngemeinde (AHV-

Zweigstelle) oder unter folgender Adresse im Internet beziehen: www.sovar.ch.

Die Antragsformulare müssen bis spätestens 31. März 2025 bei uns eingereicht werden.

Anträge, die nicht fristgerecht eingereicht werden, können nicht mehr berücksichtigt

werden, und ein allfälliger Anspruch auf Prämienverbilligung erlischt.

Wir feiern Advent!

Jeden Abend gestalten Künstler*innen aus

verschiedenen Kulturbereichen ein 20 bis 30-

minütiges Programm. Wir freuen uns sehr,

dich vor Ort oder per Livestream zu begrüssen!

Wo:

Wann:

Figurentheater Herisau,

Oberdorfstrasse 18, 9100 Herisau

01. — 23. Dezember um 18:00 Uhr

am 24. Dezember um 11:00 Uhr

mit Adventskaffee

Türöffnung und Adventsbar jeweils ab 17:30,

keine Reservation

Programm und Livestream auf www.24kultuerchen.ch

Spenden über unsere Webseite sind sehr willkommen!

Mit freundlicher

Unterstützung:

Auszahlung

Allfällige Prämienverbilligungen werden direkt den zuständigen Krankenversicherern

überwiesen. Diese nehmen eine Verrechnung mit dem Prämienkonto vor.

Weitere Informationen

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gerne Ihre Wohngemeinde (AHV-Zweigstelle), oder

Sie finden zusätzliche Informationen auf der Website www.sovar.ch.

Metrohm Stiftung

Steinegg Stiftung

Lienhard Stiftung

Dr. Fred Styger Stiftung

Johannes Waldburger Stiftung

H. + L. Müller-Tremp-Stiftung

F. + A. Frey-Bücheler-Stiftung


12/2024 Heri-Schau · 3

PODCASTS AUS EINEM

HERISAUER KLASSENZIMMER

In den vergangenen Wochen verwandelte

sich ein Gruppenraum im Schulhaus Waisenhaus

in ein professionelles Aufnahmestudio

für Podcasts. An einem Tisch sind

Mikrofone befestigt, Kopfhörer liegen

bereit und alles ist mit einer Konsole mit

leuchtenden Knöpfen und einer Vielzahl

von Reglern verbunden. «Im Atelierunterricht

des Herisauer Rahmens verzichten wir

zweimal pro Jahr während fünf Wochen an

einem Vormittag auf den regulären Unterricht»,

erklärt Lehrerin Andrea Sprecher.

«Stattdessen bieten wir den Schülerinnen

und Schülern verschiedene Angebote, die

sich nach ihren Interessen richten – wie

eben beispielsweise das Produzieren von

Podcasts. Mit dieser Idee kam übrigens ein

Schüler auf uns zu.» Der Vorschlag stiess

in der Lehrerschaft auf Gehör, kurz darauf

entstand der Kontakt zum regionalen Verein

«DU-Zone.ch», der Kindern und Jugendlichen

einen niederschwelligen Zugang zur

Medienproduktion bietet. «Unser Anspruch

ist es, dass die Kinder das Podcasten wie die

Profis lernen», sagt Mitgründer Martin Dörig.

«Es macht Freude zu sehen, wie begeistert

die Schülerinnen und Schüler sind. Es

ist ein sichtbarer Unterschied zum normalen

Unterricht, weil sie bei uns nichts lernen

müssen – sondern es aus eigenem Antrieb

lernen wollen.» Auch Lehrerin Andrea Sprecher

zeigt sich überrascht, wie eigenständig

die Kinder nach wenigen Stunden agierten.

«Ich erkannte einige von ihnen kaum wieder.

Sie kommen rein, machen den Soundcheck,

bereiten die Interviews mit den Gästen

vor und setzen sich vor die Mikrofone.»

Die Schülerinnen und Schüler zeigen sich

dann auch begeistert vom Lernatelier. «Ich

höre gern Podcasts und Hörspiele, daher

wollte ich das selbst mal ausprobieren»,

sagt Nathan aus der 6. Klasse. «Es ist irgendwie

cool, mit dem Kopfhörer vor einem

Mikrofon zu sitzen», ergänzt Drittklässler

Gianin. «Meine Eltern haben meinen ersten

Podcast schon im Internet gefunden.» Den

Verantwortlichen von «Du-Zone.ch» ist es

genau deshalb ein Anliegen, dass die Podcasts

der Kinder publiziert werden (siehe

QR-Code). «Das sorgt für eine zusätzliche

Motivation und fördert letztlich die Qualität,

weil die Schülerinnen und Schüler sich

ernsthaft mit Interview-Gästen auseinandersetzen

müssen», so Dörig. Mit seinem

Engagement möchte der Verein die Medienkompetenz

in den Schulen fördern. «Durch

sozialen Netzwerke stellen wir vielerorts

eine Überförderung in der Bevölkerung

fest, weil der Journalismus als vierte Gewalt

an Bedeutung verliert. Mit unserem Projekt

wollen wir die Kinder sensibleren und ihnen

aufzeigen, was guter Journalismus ist. Und

vielleicht gelingt es uns sogar, sie langfristig

dafür zu begeistern.»

Sergio Dudli

Hier geht es

zu den Podcasts:

https://bit.ly/Gz6R

Im Dezember

8. DEZEMBER

Welttag der Chöre

11. DEZEMBER

Internationaler Tag der Berge

Dieser Tag findet bereits seit 21 Jahren

statt und wird immer am 11. Dezember

gefeiert. Ins Leben gerufen wurde er

von den Vereinten Nationen. Der Tag

dient hauptsächlich dazu, um mit weltweiten

Aktionen auf die Wichtigkeit der

Berge als Lebensraum hinzuweisen.

18. DEZEMBER

Ehrentag der Schneeflocke

26. DEZEMBER

Ab-auf-die-Waage-Tag

hesch gwösst?

Der grösste Weihnachtsbaum der Welt

steht jedes Jahr im italienischen Örtchen

Gubbio. Er wird aus Lichterketten an

einem Baumhang gelegt, ist 450 Meter

breit und 750 Meter hoch. Am 7. Dezember

wird die Beleuchtung mit einem Fest

angeknipst.

Die Kinder lernten unter anderem den professionellen Umgang mit Mikrofonen.

(Bild: zVg.)

Titelbild: Der «Kellere Schuppel» besteht aus

sieben Mitgliedern und besucht auch dieses

Jahr wieder das Dorf. (Bild: zVg.)


4 · Porträt 12/2024

«ES IST EINZIGARTIG, WENN

MENSCHEN UNS STILL ZUHÖREN»

Bald kommt der schönste Tag im Jahr für die sieben Mitglieder des «Kellere Schuppels». Was

treibt die Silvesterchläuse an, was fordert sie heraus, wie erleben sie die Vorbereitungen und

den alten Brauch in einer modernen Gesellschaft?

Es ist schon dunkel, als ich mich dem Treffpunkt

in der Rütihalde nähere. Da stehen

vier von den «Chechen» vor der Haustüre.

Ihre Erkennungszeichen: breiter Fussstand,

eine Hand im Hosensack. Drinnen sitzen sie

dann alle in der hämeligen Stube am schweren

Holztisch: die Gebrüder Peter und Beat

Keller, Dani Abderhalden, Röbi Bleiker, Silvan

Steiger, Markus Holderegger und Roman

Bleiker. Sechs brauche es mindestens für einen

schönen Schuppel, zwei Rollewiiber und

vier Schelli. Sie gehören zu den «Schöne»,

das sind jene Silvesterchläuse in Frauen- und

Männertrachten. Eine erste Runde Getränke

wird organisiert, ein paar verhaltene Sprüche

fallen. Einen offiziellen Anführer in der

Gruppe hätten sie nicht, sie seien nach 19

Jahren ein eingespieltes Team.

«An Silvester

bewegen wir

uns in einer

eigenen Welt.»

Mit dem Chlausen angefangen hat Beat Keller

während der Schulzeit, sein Bruder Peter

kam 1998 dazu. Die erste Gruppe zerfiel,

aber einer nach dem anderen stiess dazu,

bis der heutige Schuppel 2005 komplett

war. «Das Chlausen liegt bei uns allen in der

Familie», erzählt Peter Keller. Silvan Steiger

ist zwar im Toggenburg aufgewachsen, habe

aber den «Narre gfresse» und sagt: «Den

Leuten eine Freude zu machen und dieses

Funkeln in den Augen zu sehen, das treibt

mich an.» Dani Abderhalden ergänzt: «Zusammensein

und den Brauch leben, das

Ursprüngliche wertschätzen und bewahren

– das ist uns wichtig.»

Ein Brauchtum für die Familie

Der Übergang vom Kinderschuppel zum Erwachsenen-Chlausen

ist fliessend. «Manche

sind mit 17 Jahren schon dort, wo andere

erst mit 21 sind. Entscheidend ist der eigene

Antrieb und nicht mehr jener der Eltern»,

erklärt Dani Abderhalden. Auch der Stimmbruch

stelle eine Schwelle dar. Im Kinderschuppel

sei vieles noch Plausch und es habe

auch Mädchen dabei. Es gibt keine Regeln,

dass Frauen nicht chlausen dürfen, doch den

Männern ist, abgesehen vom Spasschlausen

keine bekannt. «Meine Schwester hat das

gerade erlebt und erzählt, dass sie massive

Atembeschwerden unter der Larve bekommen

habe. Dazu noch eine Haube zu tragen,

konnte sie sich nicht vorstellen», erzählt

Dani Abderhalden.

Es fallen auch Bedenken in der Männerrunde

bezüglich dem Gewicht, das auf die

Brust drücke, und den stundenlangen körperlichen

Anstrengungen, denen man am

Silvestertag ausgesetzt sei. Der Beitrag der

Frauen sei aber nicht zu unterschätzen:

«Ohne meine Frau könnte ich das Chlausgewand

nicht anziehen», sagt Peter Keller.

Auch beim Herstellen der Hauben seien viele

von den Ehefrauen dabei. «Das konkrete

Ausleben ist den Männern am Silvester vorbehalten,

aber das Brauchtum als Ganzjahresprozess

wird oftmals von der ganzen Familie

gelebt.» Der Dank erfolge sowohl aus

den eigenen Reihen wie auch von jenen, die

das Erscheinungsbild der Silvesterchläuse

wertschätzten.

Bettelbrauch und Zeitgeist

Der eigentliche Ursprung des Silvesterchlausens

wird verschieden ausgelegt. Ob

Nikolausbrauch, Fruchtbarkeitskult, Dämonen-

oder Fasnachtsbrauch – je nach Quelle

lautet die Interpretation anders. Für die

Männer des «Kellere Schuppels» steht der

Bettelbrauch am Anfang. «Früher musste

man auf der Gemeinde ein Ticket von fünf

Franken lösen, um Chlausen zu dürfen»,

weiss Peter Keller. Das Geld sei heute nicht

mehr entscheidend, oftmals gebe es einfach

etwas zum Trinken. Das werde aber genauso

geschätzt. Mit den Einnahmen vom

Chlausen finanzieren sie sich einen gemeinsamen

Ausflug. Der «Strech», ihre Route

am Silvestertag, wird jährlich im Schuppel

diskutiert und festgelegt. Heuer starten

sie im Ramsen und kommen dann ins Dorf,

weil sie der Meinung sind, es habe zu wenig

Gruppen im Zentrum. Zmorge, Znüni, Zmittag

und Znacht werden in lokalen Restaurants

reserviert und es sei das erklärte Ziel,

diese Fixpunkte auch zu erreichen.

Der Zeitgeist habe mittlerweile Einzug

gehalten, sinniert Peter Keller: «Der Kopfschmuck,

einst mit grossen Batterien bestückt,

ist heute mit LED beleuchtet. Und

Styropor für die Hauben und Wachs für die

Larven wird zunehmend durch den 3D-Druck

ersetzt.» Das schmälere den Wert nicht, denn

die Arbeit am Computer für die einzelnen

Teile sei genauso aufwendig wie das Schneiden

des Styropors. Die Nachkriegszeit, als

jeder zum Chlausen anzog, was er gerade

hatte, scheint weit entfernt. Heute gebe es

klare Vorstellungen bis hin zum Samtstoff,

der vielleicht auch nur noch für ihre Generation

reiche. Wieviel Vorbereitungsarbeit

in den Hauben stecke, sei längst nicht allen

klar. Alle vier Jahre werde, wenn möglich, das

Sujet erneuert. Eine filigrane Kleinarbeit, in

welcher zig Perlen aufgesteckt werden. «Dafür

braucht man schon mal zwischen dreiund

fünftausend Stunden», sagt Beat Keller.

Die Stille zelebrieren

Der Silvestertag selbst beginnt für die Chläuse

um vier Uhr morgens, alle erscheinen bereits

angezogen. Sie geniessen die Stille auf

den Höfen, die morgendliche Dunkelheit und

den Klang ihrer Schellen und Stimmen in der

Natur. «Am schönsten ist es, wenn noch kein

Mensch da ist und nur wir im Schuppel den

Tag anstimmen», schwärmt Peter Keller. Den

Rummel gebe es schon lange nicht mehr nur

im Dorf, auch auf den Höfen treffe man immer

grössere Zuschauergruppen an. Silvan

Steiger geniesst das «Öberechlausen», wenn

die Hauben und Larven abgenommen werden

und man sich beim Zauren wieder in die

Augen sehen kann. «Aber auch der Moment

in einem Mehrzweckgebäude, wenn 400

Menschen mucksmäuschenstill zuhören, ist

einzigartig», ergänzt Peter Keller.

Die Chläuse schätzen die Stille. Es sind

aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer, die

ein Schuppel braucht. «Das Zusammengehörigkeitsgefühl

ist intensiv und wir bewegen

uns an diesem Tag in einer abgeschlossenen,

eigenen Welt», beschreibt Peter Keller.

Das schliesse nicht aus, dass man auch mal

mit anderen Schuppeln im Dorf zusammenstehe.

Dani Abderhalden erzählt: «Vor allem

wenn ein Kinderschuppel kommt, geht mir

das Herz auf. Das Staunen und der Stolz der

Kleineren, wenn sie mit den Grossen zauren,

ist mit das Schönste!» In der Flüchtigkeit dieser

Begegnungen liege beim Chlausen eine

Kraft, die auch die Zuschauer fessle.

«Knigge» für die Zuschauer

Eine der grössten Herausforderungen sei,

während diesem langen Tag nicht in ein Energietief

zu sinken. «Wenn man auf einem gewissen

Alkoholpegel ist, geht auch das Zauren


12/2024 Porträt · 5

Der «Kellere Schuppel»: (v.l.n.r.) Beat Keller, Roman Bleiker, Daniel Abderhalden, Silvan Steiger, Peter Keller, Markus Holderegger und Röbi Bleiker.

(Bild: nr)

ringer,» meint Roman Bleiker. Das Gelächter

am Tisch nimmt zu. Alle sind sich einig, dass

Alkohol dazugehört, aber dass es eine Gratwanderung

sei, den Pegel im Griff zu haben.

«Manche Stunden laufen super, dann flachen

die körperlichen Kräfte wieder ab und man

muss regelrecht beissen», erzählt Silvan Steiger.

«Ein alkoholisierter, ausfälliger Silvesterchlaus

ist kein schönes Bild. Wir stehen in der

Öffentlichkeit und präsentieren uns. Man wird

schnell in einen Topf geworfen, wenn einer aus

der Reihe schert. Das ist schade für den schönen

Brauch», findet Dani Abderhalden. Wer

nur das Trinken sehe, verkenne die körperliche

Leistung, die an diesen Tagen erbracht werde.

Ein «Strech» belaufe sich auf gegen 25 Kilometer.

Dazu komme das Gewicht und die rituellen

Schellentänze. «Bei uns trägt der Überschlagsschelli

sicher am schwersten. Bei den anderen

verteilt sich das Gewicht mehr am Körper,

aber zwischen 16 und 24 Kilogramm tragen

alle. Dazu kommt eine Haube, die nochmals

zwischen drei und neun Kilogramm wiegt. Das

variiert je nach Schuppelart», so Peter Keller.

Gibt es noch weitere No-Gos für Silvesterchläuse?

«Rauchen ist verpönt und das

Handy hervornehmen als Silvesterchlaus geht

gar nicht», sagt Silvan Steiger. «Es gibt Ausnahmesituationen,

wo man erreichbar sein

muss, aber sonst bleibt es im Hosensack», relativiert

Dani Abderhalden. «Ich hätte Angst,

ich würde es verlieren», lacht Peter Keller. Er

habe am liebsten gar nichts bei sich, weder

Geld noch Schlüssel. Bis auf ein paar Hustenbonbons,

den Trinkschlauch und ein Nastuch

brauche es an diesem Tag nichts, sind sich die

Männer einig.

Humor ja – aber bitte auch Respekt

«Wir haben immer etwas zum Lachen!»,

sagt die Runde. Gerade die eingeschränkte

Sicht unter den Larven führe zu vielerlei Situationskomik.

Mal falle ein witziger Spruch,

mal verirre sich ein Chlaus in der Menge, mal

stolpere jemand über einen Zuschauer – die

Begegnung zwischen Chlausengruppe und

Publikum sei grundsätzlich ein Erlebnis. Der

Respekt lasse aber bei Menschen, die den

Brauch offensichtlich nicht kennen, zu wünschen

übrig. Es gebe Bildjäger, die für ein besonderes

Foto in den Kreis hineinspringen.

«Das können wir nicht ausstehen. Zudem ist

es der Brauch, dass nach dem Zäuerle und

Schellen von den Zuschauenden eine Gasse

gebildet wird, durch die der Schuppel abzieht.

Sonst verlaufen wir uns oder stolpern

über Zuschauer», erzählt Dani Abderhalden.

Es sei vielen nicht bewusst, wie wenig man

mit der Larve sehe. Silvan Steiger berichtet

von einem Zusammenstoss zwischen einem

Touristen und einem Chlaus, bei dem die

Haube herunterfiel und das Sujet Schaden

nahm. In Teufen wurde daher letztes Jahr

die Kampagne «Respekt vor dem Chlaus»

initiiert, um das richtige Verhalten wieder zu

vermitteln.

Das Bild nach aussen und die Leidenschaft

der aktiven Chläuse vermag auch Nachwuchs

anzuziehen. Aktuell gebe es vermutlich rund 25

Schuppel in Herisau, die nächsten zehn Jahre

müsse man sich keine Sorgen machen. «Das

Brauchtum besitzt eine starke Ausstrahlung,

das sieht man beispielsweise beim Schwingen»,

sagt Dani Abderhalden. «Nach wie vor

finden selbst Grossanlässe in einem friedlichen

Umfeld statt.» Vielleicht können die alten

Bräuche eine Sicherheit vermitteln, die in diesen

unruhigen Zeiten fehlt. An der Schaltstelle

in ein neues Jahr braucht es wohl genau das.

Nadja Rechsteiner

Richtiges Verhalten

beim Silversterchlausen

1. Platz machen und den Chlaus nicht

berühren

2. Zuhören, still sein und geniessen

3. Nicht klatschen

4. Beim Abgang des Schuppels eine

Gasse bilden


Publireportage

Vorweihnachtszeit-Glühweinzeit

eit-Glü

In

der

Adventszeit kommt mt man

fast nicht am traditionellen

Glühwein vorbei. Während dieser bei uns meist mit Rotwein

Besonders in der Adventszeit und zum Luziafest. Mit dem Fest

feierte man den Luziatag und dieser war bis zur Einführung

des gregorianischen Kalenders der kürzeste Tag des Jahres.

Heute ist dieser am 21. Dezember an der Wintersonnenwende.

Was ist denn nun ein Glögg?

-

-

nehmen:

Lignell-Piispanen. Jedes Jahr wird eine neue Geschmacksrichtung

kreiert und in limitierter Anzahl hergestellt.

Dieses Jahr wurde das Getränk mit arktischen Himbeeren und

zigartig.

Es handelt sich um einen qualitativ sehr

-sel

für Liebhaber von Glühwein ist. Er enthält 15%

abgefüllt, welche jedes Jahr neugestaltet wird.

Die Zubereitung ist ganz einfach. Man muss den

dann servieren und geniessen.

Glüh Gin

Für das beliebte In-Getränk Gin gibt es auch eine

wintertaugliche Variante, den Glüh Gin. Der Loimu

schen

Gustav Metsä Gin sowie Apfelsaft, Brombeeren,

Heidelbeersaft und weihnachtlichen Ge-

Alternative zum Glühwein.

Glühwein selbst machen mit der Walhalla

Glühweinmischung

eine passende Gewürzmischung, mit welcher man den Wein

saft

in ein weihnachtliches Heissgetränk verwandeln kann.

Man kocht den Rotwein, respektive den Fruchtsaft auf und gibt

die würzige Glühweinmischung dazu, lässt sie einige Minuten

ziehen und kann nach dem Absieben bei Bedarf noch etwas

süssen. Glühwein kann auch mit Weisswein zubereitet werden.

schiedenste

Geschenksideen, sei es, um jemandem zu Weihnachten

eine Freude zu bereiten oder auch als Mitbringsel in

-

ne

festlich verpackt. Denn schenken macht Freude.

Sternenzauber im Dezember in der

Drogerie Walhalla

Drogerie Walhalla AG

Saskia Nufer

Kasernenstrasse 7

9100 Herisau

071 351 18 80

www.drogerie-walhalla.ch

04.12.2024

Sternennachmittag Weihnachtsgeschenke basteln für

Kinder: Aroma Roll-On herstellen. Ohne Anmeldung.

07.12.2024

Weihnachtsmarktstand am Windegg-Weihnachtsmarkt

11.00 – 20.00 Uhr

11.12.2024

Sternennachmittag Weihnachtsgeschenke basteln für

Kinder: Seifen selber machen. Anmeldung erforderlich.

Von 17.12.2024 bis 24.12.24 über Mittag geöffnet

22.12.2024

Sonntagsverkauf 11.00 - 16.00 Uhr mit Glühwein- und

Weihnachtstee-Degustation

Wir verpacken alle Geschenke festlich für Sie!

Manuela Krättli

Ayleen Meyer

Tanja Fässler


12/2024 Gesellschaft / Glosse · 7

CHRISTCHINDLIMARKT VEILLEICHT

BALD WIEDER IM DORFZENTRUM

Am Samstag und Sonntag, 7. und 8. Dezember,

stimmt der Herisauer Christchindlimarkt

auf dem Ebnet, und neu am Samstag

auch in der Windegg, auf die bevorstehende

Adventszeit ein. Die weisse Pracht vom

Vorjahr, der den Christchindlimarkt wie ein

Märchen erscheinen liess, kann wohl kaum

überboten werden. Dafür gibt es in diesem

Jahr eine besondere Ausführung des Marktes.

Im Ebnet entsteht das Weihnachtsdorf

mit den einladenden Holzhöttli und der

grossen beleuchteten Tanne in der Mitte.

Mit Weihnachtsmusik lässt sich das Gemüt

aufheitern und Weihnachtsluft schnuppern.

Mit etwa 50 Marktständen präsentieren

die Aussteller ein vielseitiges Angebot

und feine Köstlichkeiten. Ein Novum ist die

Erweiterung am Samstag in der Windegg.

Die Alpstein Jasser organisieren hier, nach

den guten Erfahrungen am «Usegstuehlet»,

einen zusätzlichen Marktstandort. Die beiden

Organisationskomitees haben eng miteinander

zusammengearbeitet. Auf dem

mit Laternen gesäumten Weg werden die

Besucher vom Weihnachtsdorf im Ebnet in

die Windegg geleitet. Den speziellen Moment

des Anzündens der Petrollämpli eröffnet

der Samichlaus am Samstag um 16 Uhr.

Alle Kinder beim Brunnen gegenüber vom

Coop willkommen, dem Samichlaus bei dieser

Aufgabe über die Schulter zu schauen

und ihn zu begleiten. Auch an einem abwechslungsreichen

Programm fehlt es in

diesem Jahr nicht. Die kleinen Gäste dürfen

am Samstag einem liebevollen «Gschichtli»

im Eingangsbereich des Oberstufenschulhauses

lauschen. Karin Antilli erzählt

um 13.30 Uhr, 14.30 Uhr und 15.30 Uhr vom

Samichlaus und seinem Esel Nuck. Zudem

gibt es eine Krippe mit echten Tieren. Die

Brassband Blaukreuzmusik Herisau und das

Herisauer Chinderchörli laden am Samstag

um 16.30 Uhr zum Weihnachtssingen

unter dem Sternenzelt ein, am Sonntag

spielt eine Formation vom Musikverein Herisau

ab 11 Uhr. Und auch der Samichlaus

mit seinen beiden Schmutzlis ist auf dem

Christchindlimarkt anzutreffen. Sie sind am

Samstag um 14 Uhr und 17 Uhr auf dem Ebnet

sowie um 15.15 Uhr in der Windegg. Am

Sonntag sind sie ab 12 Uhr wiederum auf

dem Ebnet anzutreffen. Dank der Unterstützung

der Etavis Grossenbacher AG, der

Alder Malermeister AG, der Raiffeisenbank

Appenzeller Hinterland, mehreren Stiftungen

und weiteren Gönnern dürfen sich die

Besucherinnen und Besucher auf eine besinnliche

Weihnachtsstimmung freuen. Informationen

sind auch auf der Homepage

www.christchindlimarkt-herisau.ch zu finden.

Wie es im kommenden Jahr weitergeht

und ob sich der Markt künftig wieder dem

Dorfzentrum nähert, ist noch nicht definitiv

entschieden. Nach dem Anlass wird ein Resümee

gezogen und die Standorte geprüft.

Anschliessend wird entschieden, ob und

in welcher Form der Christchindlimarkt im

Dorf stattfinden wird. (pd)

Im vergangenen Jahr herrschte dank des Schnees eine besonders weihnachtliche Stimmung.

(Bilder: pd)

d’Föörbete

DAS LANGSAMSTE

LIED DER WELT

In den kommenden Wochen und Monaten

sehen wir uns zuhörends der Musik ausgesetzt:

In der Adventszeit beschallt die

Grossmutter die Familie zwangsweise mit

den knarzenden Schallplatten aus ihrer Jugend,

an Heiligabend werden die hiesigen

Wohnzimmer mit schiefen Flötentönen

berieselt, die Radiostationen überbieten

sich gegenseitig mit möglichst vielen

Weihnachtsklassikern pro Stunde und die

Guggen bereiten sich in Aulen, Turnhallen

und verwaisten Vereinsheimen auf die Fasnacht

vor. Wer die Musik zwar schätzt, aber

seinen Ohren lieber leisere Klänge zumutet,

dem sei eine Reise nach Halberstadt

im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt

empfohlen – von Herisau mit dem Auto in

knapp acht Stunden zu erreichen. Weshalb

die Stadt mit rund 45'000 Einwohnerinnen

und Einwohner der ideale Ort für alle ist,

die es musikalisch etwas gemächlicher

angehen lassen möchten? Nun, in Halberstadt

wird seit dem 5. September 2001 das

langsamste Lied der Welt aufgeführt. Falls

Sie sich fragen, wie lange das Stück dauert:

Es sind bescheidene 639 Jahre. Dieser Zeitraum

ist keinesfalls zufällig gewählt, denn

in Halberstadt wurde die erste Blockwerkorgel

Deutschlands gebaut. Und das – Sie

ahnen es – genau 639 Jahre vor Beginn

der Aufführung. Geschrieben wurde das

langsamste Stück vom Komponisten John

Cage, der allerdings schon vor dem ersten

Ton verstarb. Der Titel seines Liedes lautet

wenig überraschend «As slow as possible»

– so langsam wie möglich. Wer nun am

5. September 2001 dem Beginn der Aufführung

lauschen wollte, wurde enttäuscht.

Das Stück machte seinem Namen nämlich

alle Ehre und begann mit einer 17 Monate

langen Pause. Bis zum heutigen Tag gab

es gerade einmal 16 Tonwechsel, zuletzt

im Februar dieses Jahres. Bis zum nächsten

neuen Ton müssen sich Interessierte

gedulden: Dieser steht am 5. August 2026

auf dem Notenblatt. Richtig spektakulär

wird das Jahr 2034, dann folgen drei Notenwechsel

innerhalb von drei Monaten.

Es können übrigens bereits Tickets für

das Ende der Aufführung am 4. September

2640 gekauft werden. Und keine Sorge:

Die Billette sind übertragbar. (sd)


8 · Gemeinde 12/2024

DER EINWOHNERRAT HEISST

DEN VORSCHLAG 2025 GUT

Der Einwohnerrat hat an seiner Sitzung

vom 27. November den Voranschlag für

das kommende Jahr mit einem gleichbleibenden

Steuerfuss von 4,1 Einheiten einstimmig

genehmigt. Der Voranschlag 2025

sieht bei einem Aufwand von 111 Millionen

Franken und einem Ertrag von 109,7 Millionen

ein Minus von 1,3 Millionen Franken

vor. Die vom Gemeinderat beantragten

zwei Prozent für generelle und individuelle

Lohnerhöhungen fanden im Gremium

keine Mehrheit. Der Einwohnerrat bewilligte

stattdessen auf Antrag der FDP-/

GLP-Fraktion sowie der SVP-Fraktion eine

Erhöhung von 1,1 Prozent. 25 Mitglieder

stimmten dem Antrag bei einer Nein-Stimme

und zwei Enthaltungen zu. Das budgetierte

Defizit der Gemeinde reduzierte

sich dadurch um gut 168'000 Franken. Mit

19 Ja- zu 8 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung

wurden die Ausgaben von insgesamt

38'000 Franken für die Einführung von Social-Media-Auftritten

auf vorerst vier Jahre

befristet. Den Antrag auf Befristung hatte

Benedict Vuilleumier von der FDP gestellt.

Die Befristung auf vier Jahre hatte zuvor

gegen einen gänzlichen Streichungsantrag

von Einwohnerrat Roman Wäspi (Gewerbeverein)

obsiegt. Stattgegeben mit 19 Ja- zu

9 Nein-Stimmen wurde auch dem Antrag

der FDP-/GLP-Fraktion, die Kosten für die

Sanierung der Ruine Rosenberg aus der Investitionsrechnung

zu streichen. Bei der

Investitionsrechnung stehen damit den

Bruttoausgaben von 14,4 Millionen Franken

Investitionseinnahmen von vier Millionen

Franken gegenüber. Zudem nahm der Einwohnerrat

den Aufgaben- und Finanzplan

2026 bis 2028 zur Kenntnis. (gk)

Die Ruine Rosenberg wird nach dem Entscheid des Einwohnerrates noch nicht im nächsten Jahr saniert.

(Bild: Archiv)

Zivilstandsnachrichten

Geburten

Kuricki, Dorotea, geboren am 15. Oktober

2024, Tochter des Kuricki Jozef und der Kuricki

Dragana, wohnhaft in Herisau AR

Mujkanovic, Zejra, geboren am 28. Oktober

2024, Tochter des Mujkanovic Mirnes

und der Mujkanovic Dzenisa, wohnhaft in

Herisau AR

Vogt, Elias, geboren am 03. November 2024,

Sohn des Vogt Marc und der Looser Sahin

Sandra, wohnhaft in Herisau AR

Todesfälle

Brunner-Lang, Rosmarie, gestorben am

21. Oktober 2024 in Herisau AR, geboren

1943, wohnhaft gewesen in Herisau AR

Boder geb. Steingruber, Ursula, gestorben am

02. November 2024 in St. Gallen, geboren

1953, wohnhaft gewesen in Herisau AR

Kellenberger geb. Krapf, Anna, gestorben am

03. November 2024 in Herisau AR, geboren

1938, wohnhaft gewesen in Herisau AR

Bossart, Marcel Arthur, gestorben am 07. November

2024 in St. Gallen, geboren 1960,

wohnhaft gewesen in Herisau AR

Riedler, Grace, gestorben am 07. November

2024 in St. Gallen, geboren 1958, wohnhaft

gewesen in Herisau AR

Džemailoski, Usamedin, gestorben am 08. November

2024 in Herisau AR, geboren 1955,

wohnhaft gewesen in Herisau AR

Himmelberger, Rudi Werner, gestorben am

08. November 2024 in Herisau AR, geboren

1942, wohnhaft gewesen in Herisau AR

Preisig, Hermann Rudolf, gestorben am

14. November 2024 in Herisau, geboren 1934,

wohnhaft gewesen in Herisau AR

Luder, Elisabeth, gestorben am 18. November

2024 in St. Gallen, geboren 1957, wohnhaft

gewesen in Herisau AR

Nef, Friedrich, gestorben am 21. November

2024 in Herisau AR, geboren 1941, wohnhaft

gewesen in Herisau AR

Häptli geb. Moser, Christa, gestorben am

25. November 2024 in Herisau AR, geboren

1945, wohnhaft gewesen in Herisau AR


12/2024 Gemeinde · 9

HANDÄNDERUNGEN IM NOVEMBER

31.10.2024 Koller Dieter, Rieden (Erwerb:

27.11.2013), an Inauen Immobilien GmbH, Matzingen

TG GB-Nr. 981, Gossauerstrasse 81, 81a;

Wohnhaus Vers. Nr. 1292 und Wohnhaus Vers.

Nr. 1293, mit 569 m² Grundstücksfläche

01.11.2024 Widag Consulting AG, Wollerau SZ

(Erwerb: 30.06.1972, 08.01.1985), an Sonnenfeld

Garage GmbH, Herisau AR GB-Nr. 694, Kasernenstrasse

66; Gewerbehaus mit Wohnung Vers.

Nr. 3053, mit 1'443 m² Grundstücksfläche

05.11.2024 Raciti Franziska, Eggersriet (Erwerb:

18.06.2021), an Camenzind Jennifer, Süess Martin

und Camenzind Annemarie, Herisau GB-Nr.

3482, Steinrieselnstrasse 67; Wohnhaus Vers.

Nr. 3867, mit 279 m² Grundstücksfläche GB-Nr.

3484, Steinrieseln; Garagengebäude Vers. Nr.

3863, mit 41 m² Grundstücksfläche

06.11.2024 Strohbach Eberhard, Kreuzlingen

(Erwerb: 11.08.2010, 07.05.2013), an Fischer

Reto und Moissiadu Fischer Olga, St. Gallen

Stockwerk-GB-Nr. S10205, Schmiedgasse 42;

278/10000 Miteigentum an Grundstück Nr.

1244, mit Sonderrecht an 3 1/2-Zimmerwohnung

mit Kellerabteil Miteigentums-GB-Nr. M10241,

Schmiedgasse; 2/110 Miteigentum an Grundstück

Nr. S10213, (Benützungsrecht an Autoeinstellplatz)

07.11.2024 Fischer Heinz, Herisau (Erwerb:

06.09.1989, 28.11.1990, 27.10.2009, 27.08.2019),

an Thomas Lance und Sabrina, St. Gallen GB-

Nr. 4176, Ramsenburgweg 5d; Wohnhaus Vers.

Nr. 4971, mit 529 m² Grundstücksfläche Miteigentums-GB-Nr.

M9652, Ramsenburgweg;

1/14 Miteigentum an Grundstück Nr. D9647,

(Benützungsrecht an Autoeinstellplatz) Miteigentums-GB-Nr.

M9655, Ramsenburgweg; 1/14

Miteigentum an Grundstück Nr. D9647, (Benützungsrecht

an Autoeinstellplatz)

11.11.2024 Raiffeisenbank Neukirch-Romanshorn

Genossenschaft, Egnach TG (Erwerb:

SOLARFALTDACH IN DER ARA

ERFÜLLT DIE ERWARTUNGEN

Vor gut einem Jahr ist das Solarfaltdach in der

Herisauer Abwasserreinigungsanlage (ARA) in

Betrieb gegangen. Mit 289 Megawattstunden

(MWh) liegt die Produktion in den ersten zwölf

Monaten knapp hinter den prognostizierten

312 MWh. Die Differenz kann auf die eher

schlechten Wetterperioden zurückgeführt

werden. Das Solarfaltdach ist über den Klärbecken

installiert. Es wird bei ungünstigem

Wetter automatisch eingefahren. Das faltbare

01.07.2024), an 923 Partners AG, Baar ZG GB-

Nr. 333, Gossauerstrasse 18; Wohnhaus Vers. Nr.

1007, mit 92 m² Grundstücksfläche

12.11.2024 WASTO Immobilien AG, Herisau AR

(Erwerb: 27.12.2002), an Ademi Arben, Winterthur

Stockwerk-GB-Nr. S10825, Eggstrasse 4;

140/1000 Miteigentum an Grundstück Nr. 387,

mit Sonderrecht an Büro/Laden/Praxis mit Kellerabteilen

Miteigentums-GB-Nr. M10842, Eggstrasse;

1/20 Miteigentum an Grundstück Nr.

S10822, (Benützungsrecht an Autoabstellplatz)

Miteigentums-GB-Nr. M10843, Eggstrasse; 1/20

Miteigentum an Grundstück Nr. S10822, (Benützungsrecht

an Autoabstellplatz) Miteigentums-

GB-Nr. M10844, Eggstrasse; 1/20 Miteigentum

an Grundstück Nr. S10822, (Benützungsrecht an

Autoabstellplatz) Miteigentums-GB-Nr. M10845,

Eggstrasse; 1/20 Miteigentum an Grundstück

Nr. S10822, (Benützungsrecht an Autoabstellplatz)

Miteigentums-GB-Nr. M10846, Eggstrasse;

1/20 Miteigentum an Grundstück Nr.

S10822, (Benützungsrecht an Autoabstellplatz)

Miteigentums-GB-Nr. M10869, Eggstrasse; 1/7

Miteigentum an Grundstück Nr. S10824, (Benützungsrecht

an Autoabstellplatz) Miteigentums-

GB-Nr. M10870, Eggstrasse; 1/7 Miteigentum an

Grundstück Nr. S10824, (Benützungsrecht an

Autoabstellplatz) Miteigentums-GB-Nr. M10871,

Eggstrasse; 1/7 Miteigentum an Grundstück Nr.

S10824, (Benützungsrecht an Autoabstellplatz)

Miteigentums-GB-Nr. M10872, Eggstrasse; 1/7

Miteigentum an Grundstück Nr. S10824, (Benützungsrecht

an Autoabstellplatz)

15.11.2024 Wichert Jonas und Huber Andrea, Abtwil

(Erwerb: 12.04.2019), an Anhorn Stefan und

Manuela, Gossau Stockwerk-GB-Nr. S11135, Toracker

Park 5; 49/1000 Miteigentum an Grundstück

Nr. 441, mit Sonderrecht an der 4 ½-Zimmer-Wohnung

mit Keller Miteigentums-GB-Nr.

M11249, Toracker Park; 1/97 Miteigentum an

Grundstück Nr. 4815, (Benützungsrecht an Parkplatz)

Miteigentums-GB-Nr. M11250, Toracker

Solardach passt zur fortschrittlichen Betriebsphilosophie,

die die ARA unter anderem auch

mit der Einführung einer schweizweit neuartigen

Reinigungsstufe für Mikroverunreinigungen

im Jahr 2015 unter Beweis gestellt hat.

«Wir sind sehr zufrieden», sagt Betriebsleiter

Patrick Holderegger. «Ein weiterer Vorteil ist,

dass der Algenbewuchs in den Becken abgenommen

hat. Auch die jährliche Beckenleerung

in den Gewerbeferien ist im Schatten des

Park; 1/97 Miteigentum an Grundstück Nr. 4815,

(Benützungsrecht an Parkplatz)

18.11.2024 Rehmann Germann, Gossau (Erwerb:

29.07.1971), an Graf Jonathan und Sandra, Herisau

GB-Nr. 713, Oberdorfstrasse 125; Wohnhaus

Vers. Nr. 354, mit 213 m² Grundstücksfläche

22.11.2024 Rupes Karel und Rupesova Simona,

Rehetobel (Erwerb: 02.05.2017), an Gajic

Nebojša und Nadija, Uzwil Stockwerk-GB-Nr.

S11071, Gibelhalde 4; 11/1000 Miteigentum an

Grundstück Nr. 3224, mit Sonderrecht an Garage

25.11.2024 Rupes Karel und Rupesova Simona,

Rehetobel (Erwerb: 04.09.2019), an Ratkovac

Nikola, Appenzell Stockwerk-GB-Nr. S11075, Gibelhalde

4; 11/1000 Miteigentum an Grundstück

Nr. 3224, mit Sonderrecht an Garage

26.11.2024 Sierra Raimundo, Gossau und Sierra

Francisco, Cotterd (Erwerb: 15.02.2024), an Gebr.

Diener AG, Herisau AR Stockwerk-GB-Nr. S9215,

Bruggereggstrasse 19; 49/1000 Miteigentum

an Grundstück Nr. 3364, mit Sonderrecht an 5

1/2-Zimmerwohnung mit Kellerabteil Miteigentums-GB-Nr.

M9231, Bruggereggstrasse; 2,5/147

Miteigentum an Grundstück Nr. S9203, (Benützungsrecht

an Parkfeld)

26.11.2024 Neeracher Christoph und Ruth,

Langendorf (Erwerb: 16.05.2017), an Preisig

Laura, Neuhausen Stockwerk-GB-Nr. S10194,

Schmiedgasse 40; 263/10000 Miteigentum an

Grundstück Nr. 1244, mit Sonderrecht an 3-Zimmer-Maisonettewohnung

mit Kellerabteil Miteigentums-GB-Nr.

M10236, Schmiedgasse; 2/110

Miteigentum an Grundstück Nr. S10213, (Benützungsrecht

an Autoeinstellplatz)

27.11.2024 Kobel Stephan, Herisau (Erwerb:

24.09.2018), an Gwercher Julia und Strässle Adrian,

Schachen b. Herisau GB-Nr. 3036, Eggstrasse

3382; Wohnhaus Vers. Nr. 3382 und Gartenhaus

Vers. Nr. 4437, mit 992 m² Grundstücksfläche

Solarfaltdachs angenehmer.» Neben dem Solarfaltdach

stärkt auch die Photovoltaikanlage

auf dem Dach des Betriebsgebäudes der ARA

die Eigenversorgung des zweitgrössten Stromverbrauchers

in Herisau. Diese Anlage ist seit

2019 am Netz und produziert rund 43 MWh

pro Jahr. Insgesamt kann die Abwasserreinigungsanlage

so 40 Prozent ihres Stromverbrauchs

selbst decken. Damit leistet die ARA

einen erheblichen Beitrag zum Legislaturziel

des Gemeinderats, dass 25 Prozent der möglichen

Dächer von gemeindeeigenen Liegenschaften

Photovoltaikanlagen aufweisen. (gk)


10 · Interview 12/2024

EINBRUCHSDELIKTE IM WINTER:

SO VERHALTEN SIE SICH RICHTIG

Laut Bundesamt für Statistik werden in den Wintermonaten von November bis März die häufigsten

Einbrüche begangen. Marcel Wehrlin, Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden,

erzählt wie die Polizei bei einem Einbruch vorgeht und wie man sich besser schützen kann.

Wann geschehen die meisten Einbrüche

im Kanton?

Die meisten Einbrüche verzeichnen wir im

Winter. Die frühe Abenddämmerung spielt

Tätern in die Hände: Sie können leichter

feststellen, ob Wohnungen leer sind und

bleiben länger unbemerkt.

Was sind die grössten Herausforderungen

im Kampf gegen Einbrüche im Winter?

Jedes Delikt hat seine Eigenheiten. Wir

nehmen die Aufklärung aller Fälle sehr

ernst. Dafür müssen wir uns manchmal in

die Lage der Täterschaften versetzen und

die Perspektive ändern. Das ist nicht immer

einfach. Die Dunkelheit ist eine kaum lösbare

Herausforderung. Darum setzen wir

auf Prävention und Aufklärung. Im Rahmen

der schweizerischen Kriminalprävention

geben wir Tipps, wie die Bevölkerung ihr

Zuhause besser schützen kann.

verlaufen, das kann sich jedoch jederzeit

ändern.

Gab es bei den Einbrüchen in den letzten

Jahren bestimmte Muster?

Ausser bei den Kellereinbrüchen im vergangenen

Jahr sind keine bestimmten Muster

feststellbar. Wir glauben, dass die meisten

Taten spontan und ohne längeres Auskundschaften

erfolgen. Betroffen sind meist gut

erreichbare Wohnquartiere, da die Täter

nach dem Verlassen des Einbruchobjektes

dort schneller untertauchen können.

Demnach sind mehr Privathäuser als Gewerbeobjekte

betroffen?

Mehrheitlich schon. Wir vermuten, dass

die Täterschaften davon ausgehen, dass in

gewerblichen Bauten höhere Sicherheitsmassnahmen

ergriffen werden. Zudem sind

die Wertgegenstände für die Einbrecher in

Privathaushalten meist leichter zugänglich.

Eigentlich wie im Film.

Tatsächlich unterscheidet sich die Realität

bei der Spurensicherung nicht stark

von den Filmen – nur wir machen es eben

in echt. Viele Filme und Krimisendungen

zeigen den Ablauf der Spurensicherung

ziemlich authentisch. Ein wesentlicher

Unterschied besteht aber: Die Polizeiarbeit

erfolgt meist nicht so schnell wie im Fernsehen.

Wir schaffen es selten, einen Fall in

45 Minuten zu klären. Vor einigen Jahren

hatten wir einen Fall, dessen Aufklärung für

die Geschädigten hoffnungslos erschien.

Nach weniger als zwei Monaten konnten

wir die Täter fassen. Zeitlich gesehen waren

wir da eher schnell.

Wie erfolgreich ist die Polizei in der Aufklärung

von Einbruchsdelikten?

Statistisch gesehen liegen wir in Appenzell

Ausserrhoden über dem nationalen Wert

an aufgeklärten Fällen. So gesehen haben

wir eine gute Aufklärungsquote. Natürlich

ist zur akribischen Ermittlungsarbeit aber

manchmal auch etwas Glück nötig.

Was heisst das in Zahlen?

2023 hatten wir eine Aufklärungsquote von

rund 18 Prozent. Also wird gut jeder fünfte

Einbruch aufgeklärt.

Welche konkreten Massnahmen empfehlen

Sie?

Es klingt banal, doch Türen und Fenster

sollten beim Verlassen des Hauses immer

geschlossen sein – auch gekippte Fenster

können eine Einladung für Einbrecher sein.

Informieren Sie Nachbarn bei längeren Abwesenheiten,

damit sie aufmerksam bleiben.

Wir stellen auch einen Sicherheitsberater

zur Verfügung.

Wann können Herisauerinnen und Herisauer

diesen in Anspruch nehmen?

Die Beratung steht allen offen, die Wohneigentum

besitzen, dieses besser schützen

möchten, sich unsicher fühlen und/oder bereits

Opfer eines Einbruchs wurden. Unser

Berater analysiert die aktuelle Sicherheitssituation

und gibt praktische Tipps.

Wie hat sich die Anzahl der Einbrüche in

den vergangenen Jahren verändert?

Von 2022 auf 2023 gab es in diesem Bereich

einen deutlichen Anstieg von 68 auf

140 Fälle. Hauptgrund sind die vermehrten

Kellereinbrüche in Mehrfamilienhäusern.

So wurden in einer Nacht gleich mehrere

Partien geschädigt. Da in der Statistik jeder

Betroffene einzeln erfasst wird, scheint

der Anstieg auf den ersten Blick extrem.

Das aktuelle Jahr scheint bisher ruhiger zu

Gehen wir davon aus, dass bei mir eingebrochen

wurde. Wie ist nun das weitere

Vorgehen?

Sobald Geschädigte merken, dass bei ihnen

eingebrochen wurde, rufen sie die Notrufzentrale

unter der Nummer 117 an und melden

den Einbruch. Am Tatort sollte nichts

angefasst oder verändert werden. Telefonisch

versuchen wir zudem über die Meldeerstattenden

zu ermitteln, ob sich die

Täterschaft wohlmöglich noch im Gebäude

befindet. Ist dies der Fall, werden alarmmässig

Patrouillen ausgesandt.

Und wenn man davon ausgeht, dass der

Einbruch schon länger her ist?

Natürlich wird auch dann eine Patrouille

geschickt, gemeinsam mit dem kriminaltechnischen

Dienst. Dieser hält die Situation

fotografisch fest und nimmt die Spurensicherung

vor. Die gesammelten Spuren

werden analysiert, ausgewertet und verglichen

– national und in schweren Fällen auch

international.

Welche Spuren sind bei einem Einbruch

relevant?

Das ist vielfältig. Die gesammelten Spuren reichen

von Fingerabdrücken bis hin zu Fasern

von Kleidungsstücken sowie Schuhabdrücken.

Auch DNA-Spuren werden gesichert.

Dann kommen die meisten Einbrecher

mit ihrer Tat durch?

Das ist die jährliche Statistik. Nicht alle Fälle

werden innert Jahresfrist aufgeklärt. Daher

sind diese Zahlen etwas versetzt zu betrachten.

Für die Strafverfolgung ist letztlich sehr

wichtig, dass sie hartnäckig bleibt. Dies vor

allem auch für die Geschädigten. Mit einem

Einbruch wird die Intimsphäre der Opfer

extrem gestört. Es hinterlässt ein sehr ungutes

Gefühl, wenn man weiss, dass sich

eine fremde Person im eigenen Schlaf- oder

Wohnzimmer aufgehalten hat.

Können Sie ein Profil eines typischen Täters

erstellen?

Nein. Wir haben junge, ältere, heimische

sowie ausländische, männliche und weibliche

Täterschaften. In Herisau hatten wir vor

einiger Zeit mehrere Autoaufbrüche. Viele

schrieben diese Taten einem Mann zu. Tatsächlich

war es aber eine Frau. Es gibt keinen

«typischen» Täter.

Sind es also mehr einzelne Personen oder

organisierte Gruppen?

Auch das ist verschieden. Bei einigen Einbrüchen

im vergangenen Jahr waren es

organisierte Gruppen, bei den erwähnten

Autoaufbrüchen wie gesagt eine einzelne

Person. Wir unterscheiden eher, ob es sich


12/2024 Interview · 11

Marcel Wehrlin ist Mediensprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden.

(Bild: hst)

um organisierte Kriminalität oder Beschaffungskriminalität

handelt.

Was ist der Unterschied?

Bei der Beschaffungskriminalität handelt es

sich meist um lokale Personen, beispielsweise

mit einem Suchtproblem. Sie brechen

ein, um Geld für weitere Suchtmittel oder

Nahrungsmittel zu beschaffen. Bei organisierten

Gruppen agieren mehrere Personen

zusammen und gehen gemeinsam durch das

bewohnte Gebiet und handeln bei Gelegenheit

deliktisch.

Welche Rolle spielen Nachbarschaftsinitiativen

in der Präventionsarbeit gegen

Einbrüche?

Es ist von Vorteil, wenn man eine vertraute

Nachbarschaft hat und diese über längere

Abwesenheiten informiert. Werden in der

Nachbarschaft verdächtige Aktivitäten wahrgenommen,

bitten wir eingehend sofort die

Polizei zu informieren und die Verdächtigen

nach Möglichkeit weiterhin zu beobachten.

Die Polizei rät dringend davon ab, mögliche

Täterschaften in Eigeninitiative zu fassen.

Wie sollte man reagieren, wenn Einbrecher

auf frischer Tat ertappt werden?

Verlassen sie den Tatort und verständigen

Sie unverzüglich die Polizei. Stellen Sie sich

den Einbrechern nicht in den Weg und greifen

Sie sie erst recht nicht an. In solchen

Situationen kann die Reaktion der Erfassten

unberechenbar sein. Meistens ergreifen

Täterschaften in einer solchen Situation die

Flucht. Wenn sie aber keinen Ausweg haben,

ist es nicht auszuschliessen, dass diese handgreiflich

werden.

Welche Sicherheitsmassnahmen können

ergriffen werden, um Eigentum besser zu

schützen?

In den Fahrzeugen sollten keine Wertsachen

zurückgelassen werden. Ist es jedoch nicht

anders möglich, sollten diese möglichst

nicht einsehbar verstaut werden. Zudem

sollte das Fahrzeug beim Verlassen immer

abgeschlossen werden. Das gleiche gilt für

die eigene Wohnung oder das Haus. Es erstaunt

uns immer wieder, wie viele Menschen

dies nicht machen. Dabei ist das Abschliessen

bereits die halbe Miete.

Wie wichtig sind technische Massnahmen

wie Alarmanlagen oder Überwachungskameras?

Das können gute Mittel sein, um mögliche

Täterschaften abzuschrecken. Auch eine

gute Beleuchtung und Bewegungsmelder

können mit wenig Aufwand bereits präventiv

wirken.

Helena Städler & Laurina Koch

Weitere Massnahmen zur

Vorbeugung von Einbrüchen hier:

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15./24./26.12.,

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Musical

The Rocky

Horror Show

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12/2024 Chorzfuetter / Gesellschaft · 13

Chorzfuetter

Höhere Ausgaben für Strom

Der Gemeinderat hat eine Kreditüberschreitung

von 200'000 Franken für die Elektrizitätskosten

der Strom-Grossbezüger Sportzentrum,

ARA, Schulhaus Ebnet West und

Gemeindehaus bewilligt. Ursache sind massive

Strompreiserhöhungen und deren Folgen.

Um die Budgetabweichungen künftig zu minimieren,

werden unter anderem die Prognoseinstrumente

verfeinert, die Budgetierung

angepasst und der Informationsfluss mit der

SAK als Stromlieferant verbessert. (gk)

Bauabrechnungen Sportzentrum unter Budget

Der Gemeinderat hat drei Bauabrechnungen

des Sportzentrums genehmigt. Alle schliessen

günstiger ab als vorgesehen. Die Installation

neuer Eishockeybanden war auf 220'000

Franken veranschlagt und kostete gut 216'000

Franken. Die budgetierten 140'000 Franken

für die Umrüstung der Beleuchtung auf den

Aussenanlagen Ebnet und Wilen auf LED wurden

um 10'000 Franken unterschritten. Eine

Punktlandung gab es bei den neuen Tribünensitzen

in der Eishalle für 120'000 Franken:

Hier weist die Bauabrechnung eine Unterschreitung

von 64 Franken aus. (gk)

Regenfälle verursachten Mehrkosten

Im laufenden Jahr regnete es wiederholt

so stark, dass vor allem bei chaussierten

Fusswegen und Naturstrassen überdurchschnittliche

Schäden entstanden. Teilweise

konnten Wege und Strassen nicht mehr benutzt

werden und mussten sofort instandgesetzt

werden, was zu Mehrausgaben

führte. Dies führte zu einem Fehlbetrag von

120'000 Franken. Dieser wurde vom Gemeinderat

als Kreditüberschreitung beim

Konto Gemeindestrassen genehmigt. (gk)

Vorschläge für Prix Zora

Frauen bewirken und gestalten das öffentliche

Leben mit – genau wie Männer. Beide

machen es auf ihre Art und Weise. Frauen

werden in der Öffentlichkeit mit ihrer Arbeit

oft weniger wahrgenommen. Die Frauenzentrale

Appenzellerland erachtet es als wichtig,

dass die Tätigkeiten sowie die ehrenamtlichen

Engagements von Frauen vermehrt

wahrgenommen werden. Aus diesem Grund

verleiht sie jährlich den «Prix Zora» an fünf

Frauen aus dem Appenzellerland. Vorschläge

für Preisträgerinnen können unter prixzora@

frauen-zentrale.ch gemeldet werden. (pd)

ANDREA CARONI IST NEUER

PRÄSIDENT DES STÄNDERATES

Am 2. Dezember wurde Andrea Caroni zum

Präsidenten des Ständerats gewählt. Die

Wahl in das bedeutende Amt feiert Appenzell

Ausserrhoden am Mittwoch, 4. Dezember, in

Herisau. Zur Feier im Zeichen der Musik und

des Vielklangs ist auch die Bevölkerung herzlich

eingeladen. Caroni wird das Amt ein Jahr

ausüben. Vor dem Herisauer FDP-Politiker

bekleideten bereits fünf Ausserrhoder dieses

Amt: Johann Jakob Hohl (1896, Handelskammer),

Johannes Baumann (1920/1921, FDP),

Walter Ackermann (1946/1947, FDP), Otto

Schoch (1995/1996, FDP) und Hans Altherr

(2011/2012, FDP). Mitglieder des Ständerates

und weitere geladene Gäste reisen am Mittwoch

mit einem Extrazug aus Bern an. Um

15.15 Uhr findet der Festakt in der evangelischen

Kirche in Herisau statt. Anschliessend

laden der Kanton Appenzell Ausserrhoden,

die Gemeinde Herisau und Andrea Caroni

die Bevölkerung zu Begegnungen und klangvollem

Mitfeiern auf dem Obstmarkt ein. Das

Programm startet gegen 16 Uhr. Stand-up-

Comedian Reena Krishnaraja, der Musikverein

Herisau, die Elefanten Sounders und die

Primarschulklasse Ifang mit 25 Kindern sorgen

unter der Moderation von Philipp Langenegger

für Unterhaltung und musikalische

Umrahmung. Neben der Ansprache von Gemeindepräsident

Max Eugster wird auch der

frisch gewählte Ständeratspräsident Andrea

Caroni eine Grussbotschaft an die Bevölkerung

überbringen. Für Verpflegung und Getränke

ist gesorgt. (kk)

Andrea Caroni ist seit 2015 im Ständerat.

PETITION VERLANGT ZWEITE CHANCE

FÜR OBSTMARK UND PLATZ

Über 700 Personen haben die Petition unterschrieben.

(Bild: pd)

Am Freitag, 29. November, ist im Gemeindehaus

die Petition «Für ein lebendiges und aktives

Dorfzentrum» eingereicht worden. Diese

enthält die Namen von 729 Personen, die sich

seit Ende Oktober eingetragen haben: Die Behörden

werden aufgefordert, die Nutzung des

Dorfzentrums mit der Öffentlichkeit neu zu verhandeln.

Rémy Chenevard sagte als Sprecher

des Petitionskomitees: «Wir sind sehr darüber,

dass wir so grosse Unterstützung erhalten.»

Gemeinderat Peter Künzle bezeichnete die

Petition als starkes Zeichen. Er nahm die Unterschriften

als Ressortchef Tiefbau/Umweltschutz

mit Gemeindeschreiber Thomas Baumgartner

entgegen. Der Gemeinderat sei gewillt,

das Thema nochmals aufzugreifen. Am 9. Juni

hatte die zur Abstimmung gebrachte Vorlage

«Obstmarkt & Platz» knapp keine Mehrheit

gefunden. Nun soll dem Projekt eine zweite

Chance gegeben werden. Nebst den Themen

Parkplätze, Verkehrsführung und Pflästerung

soll die Diskussion um die Nutzung des Dorfzentrums

im Hinblick auf eine allfällige zweite

Abstimmung im Vordergrund stehen. (pd)

(Bild: pd)


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Februar bis Juli 2025 finden wieder Deutschkurse

beim Verein Weiterbildung Appenzeller Mittelland statt.

Niveaus

A1, A2, B1, B2 + Deutsch im Alltag

Kursorte Herisau, Teufen und Heiden

Anmeldeschluss 31.12.2024, 10% Rabatt

bei Anmeldung bis 15.12.2024

Jetzt anmelden: www.webmittelland.ch/deutschkurse

+41 71 333 12 96 | deutschkurse@webmittelland.ch


12/2024 Gesellschaft · 15

ERFOLGREICHE PREMIEREN: VOM MUT

UND DEN LEIDEN DER SÄNTISTRÄGER

Fast 400 Personen sahen Mitte November

die beiden Premieren des eindrücklichen

Films «Hölde» im Cinétreff. Am Freitag,

15. November, hielten sich geladene Gäste,

Sponsoren, Schauspielerinnen und Schauspieler

im Kino auf. Die Premiere vom Sonntag

war öffentlich. «Sie haben das Privileg,

das erste Publikum zu sein, das den Film

über die Helden vom Säntis sieht», sagte

Regisseur und Autor Victor Rohner. An beiden

Tagen waren sowohl der grosse als auch

der kleine Saal praktisch bis auf den letzten

Platz gefüllt. Die Gäste konnten sich somit

vom Mut und von den Leiden der Säntisträger

überzeugen, erfuhren interessante

historische Hintergründe, hörten eindrückliche

Aussagen von Zeitzeugen und deren

Nachfahren. Seit dem 28. November läuft

der Film in den Kinos. «Es waren zwei sehr

intensive Jahre», blickte Victor Rohner zurück.

«Etwas ändern könnte man immer.»

Einer der wichtigsten Momente sei deshalb

gewesen, als man beschlossen habe, dass

die Arbeiten am Film abgeschlossen seien.

Rohner sagte, man habe grossen Respekt

vor den Dreharbeiten auf dem Säntis gehabt.

«Wir sind sehr dankbar, dass nichts

passiert ist.» Er sprach von einem «richtig

einheimischen Film». Das gesamte Team

aus Produktion, Regie, Schauspiel, Technik

sowie Statistinnen und Statisten habe nämlich

in einer Distanz von maximal 50 Kilometer

zum Drehort gewohnt. Das Publikum

nützte die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Die Gespräche wurden beim anschliessenden

Apéro vertieft. (pd)

Der grosse Cinétreff-Saal wie auch der kleine waren zweimal praktisch bis auf den letzten Platz gefüllt.

(Bild: Erich Brassel)

«RUGELIMUZZ» ZUM LETZTEN MAL

ZU BESUCH BEI DER FRAUENGEMEINSCHAFT

Das Kasperlitheater «Rugelimuzz» besuchte

im November das katholische Pfarreiheim

und zauberte vielen Kindern, Eltern und

Grosseltern ein Lachen ins Gesicht. Zum 22.

und letzten Mal schlug das Theater seine Zelte

bei der Frauengemeinschaft Herisau Waldstatt

Schwellbrunn auf und nahm die älteren

und jüngeren Gäste mit auf ein Abenteuer.

Viele Jahre bestand in der Frauengemeinschaft

ein starkes Eltern-Kind-Team (ELKI-

Treff), das etliche Anlässe für Mütter und

deren Kinder organisierte, wobei das Kasperlitheater

«Rugelimuzz» der grösste Anlass im

Jahresprogramm war. Doch leider konnten

keine Nachfolgerinnen für die Organisation

gefunden werden, sodass nicht nur der ELKI-

Treff der Vergangenheit angehört, sondern

auch ein Sitz im Vorstand unbesetzt bleibt. In

den letzten vier Jahren organisierte der Vorstand

der Frauengemeinschaft die Anlässe

deshalb eigenständig – auch in der Hoffnung,

dass regelmässige Aufrufe ein Aufleben des

ELKI-Treffs bewirken könnten. Jedoch konnte

die Position nicht neu besetzt werden. Die

Frauengemeinschaft wünscht dem Rugelimuzz-Team

daher für die Zukunft weiterhin

viele schöne Begegnungen mit begeisterten

Kindern. «Wir werden auch zukünftig ein vielfältiges

und abwechslungsreiches Programm

zusammenstellen, das Frauen aller Altersgruppen

ansprechen und die Vernetzung

untereinander fördern soll. Das Programmheft

2025 wird in Kürze verteilt – und es ist

nicht zu viel verraten, dass altbewährte, erstaunliche,

interessante und unerwartete

Programmpunkte warten», so die Frauengemeinschaft.

(eing.)

Das Kasperlitheater war 22-mal bei der Frauengemeinschaft

zu Gast.

(Bild: eing.)


16 · Thema des Monats 12/2024

Weihnachts-Traditionen

IN HERISAU

Wie wird in Herisau eigentlich Weinachten gefeiert? Und was sind die beliebtesten Traditionen? Diesen

Fragen sind wir nachgegangen. Rund 70 Personen nahmen an unserer Umfrage auf Instagram teil. Hier die

Ergebnisse mit weiteren interessanten Fakten rund um die Weihnachtszeit.

58%

benutzen statt Kerzen

lieber LED-Lichter.

74%

erhalten Besuch

vom Christkind.

Wer bringt die Geschenke, Christkind oder Weihnachtsmann?

In Herisau überwiegt laut Umfrage

das Christkind, eine kindliche Figur mit goldenen

Locken. Doch auch der Weihnachtsmann wird

immer beliebter und liefert Geschenke in der Nacht zum

25. Dezember. Am Ende zählt die Freude am Fest!

92%

schmücken ihr Haus

mit Weihnachtsdeko.

Das Schmücken von Häusern mit Lichterketten wurde erst in den letzten

Jahrzehnten populär. Licht steht für Hoffnung, Wärme und Orientierung.

Jesus, als «Licht der Welt», soll symbolisch am 25. Dezember geboren sein.

Das Datum wurde ürbigens im Nachhinein festgelegt. Ob Jesus nun in

Bethlehem oder Nazareth zur Welt kam, gilt als umstritten.

79%

kaufen der ganzen Familie

Geschenke.


12/2024 Thema des Monats · 17

93%

besuchen den Herisauer

Christchindlimarkt

24

69%

basteln einen eigenen

Adventskalender.

Der älteste Adventskalender stammt von 1851 und wurde

handgefertigt. Ursprünglich zählte er die Tage bis Weihnachten,

etwa mit 24 Kreidestrichen zum Abwischen. Schoko-

und Spielzeugkalender kamen erst in den 1950ern auf.

Heute gibt es Varianten für jeden Geschmack – von Bier und

Wein bis zu Kosmetik, Pflanzen und Gewürzen.

85%

feiern Weihnachten

mit der ganzen Familie.

85%

backen selber

Weihnachtsguetzli.

80%

bevorzugen einen

echten Christbaum.

In der Schweiz werden jährlich 1,2 bis 1,4 Millionen Christbäume

verkauft. Früher galten Tannenzweige als Symbole

für Leben und Fruchtbarkeit. Ab 1521 gab es geschmückte

Weihnachtsbäume im Elsass, damals waren sie aber nur für

Wohlhabende erschwinglich. Das einfache Volk konnte sich

lediglich Zweige leisten.

Helena Städler & Laurina Koch


18 · Gesellschaft / Rezept 12/2024

IM DEZEMBER ÖFFNET SICH

TÄGLICH EIN «KULTÜRCHEN»

Bereits zum dritten Mal gibt es im Figurentheater

einen Adventskalender der besonderen

Art: Hinter den «24 KulTürchen» verbergen

sich Auftritte von Künstlerinnen und

Künstlern aus verschiedenen Kulturbereichen.

Organisiert wurde der Kalender von

Anna Schindler, Bárbara Nimke und Kathrin

Bosshard. Die 30-minütigen Aufführungen

beginnen jeweils um 18 Uhr, bereits eine

halbe Stunde zuvor öffnet die Adventsbar

im Figurentheater an der Oberdorfstrasse

18. Auf der Website www.24kultuerchen.

ch sind alle Auftritte auch im Livestream

zu sehen. Die auftretenden Künstlerinnen

und Künstler sind bekannt, wer sich allerdings

an welchem Tag hinter dem Türchen

verbirgt, bleibt ein Geheimnis. Auf dem

Programm finden sich unter anderem Elena

Neff Zhunke und Mihaela Stefanova mit

ukrainischer Musik, das «Café Deseado» mit

seinen Tangos oder der Pantomime Jan Pezzali.

Der kulturelle Adventskalender endet

wie gewohnt am 24. Dezember, der letzte

Auftritt findet bereits um 11 Uhr statt. Reservationen

sind nicht möglich, es gibt jeden

Tag eine Kollekte. (red)

Rezept

des Monats

PASTINAKEN-APFEL-

SUPPE MIT CREVETTEN

Zutaten:

– 400 g Pastinaken

– 1 mehligkochende Kartoffel

– 200 g Äpfel

– 1 Stück Zitronenschale

– Butter

– 1 dl Weisswein

– 8 dl Bouillon

– 1 dl Rahm

– 250 g Riesencrevetten

– 2 Knoblauchzehen

– 2 Zweige Basilikum

– Olivenöl

– Chiliflocken

Zubereitung

1. Pastinaken, Kartoffel, Äpfel (alles in kleinen

Stückchen) und Zitronenschale in Butter

andämpfen. Mit Wein und Hälfte der Bouillon

ablöschen. Zugedeckt bei kleiner Hitze sehr

weich kochen, dann Zitronenschale entfernen

und alles mit dem Stabmixer fein pürieren.

So viel Bouillon wie nötig dazu giessen, kurz

aufkochen. Rahm beigeben und würzen.

(v.l.n.r.) Bárbara Nimke, Kathrin Bosshard und Anna Schindler organisieren den Adventskalender.

(Bild: Archiv)

2. Riesencrevetten kurz unter kaltem Wasser

spülen und trocken tupfen. Knoblauchzehen

schälen und fein hacken. Basilikum in feinste

Streifchen schneiden.

APPENZELLER PANORAMA-CHOR

SINGT AM CHRISTCHINDLIMARKT

Sängerinnen und Sänger vom Appenzeller

Panorama-Chor laden im Rahmen vom Herisauer

Christchindlimarkt zum Adventssingen

ein. Das Programm umfasst einige unbekannte

Adventslieder, aber auch bekannte

Weisen, die mit dem Publikum gesungen

werden. Der Anlass findet unter der Leitung

von Kathrin Pfändler Kehl und mit Sandro

Contratto am Flügel statt, und zwar am

Samstag, 7. Dezember, um 17.30 Uhr in der

Aula Ebnet West. Der Eintritt ist frei, es gibt

eine Kollekte. (pd)

3. Olivenöl in beschichteter Bratpfanne erhitzen.

Knoblauch anrösten, Riesencrevetten

mit Salz und Pfeffer würzen und im Knoblauchöl

bei mittlerer Hitze auf jeder Seite etwa

eineinhalb Minuten braten.

4. Pastinakensuppe nochmals aufkochen.

Riesencrevetten in vorgewärmte Suppenteller

geben. Suppe darüber geben, mit

Basilikum bestreuen und mit je zwei Umdrehungen

Pfeffer aus der Mühle und wenig

Chiliflocken bestreuen. Sofort servieren.

Am Samstag, 7. Dezember, tritt der Chor um 17.30 Uhr in der Aula Ebnet West auf.

(Bild: pd)


UNSERE GEMEINDE

Zu Diensten

«Kameradschaft ist das beste Löschwasser»

Der Feuerschutz rückt unter anderem bei Bränden und Ölunfällen

aus oder um Menschen und Tiere zu retten. Joe Gwerder,

Gerätewart, und Beni Geel, Abteilungsleiter Technische Dienste,

arbeiten seit über 20 Jahren für die Gemeinde. Sie geben einen

Einblick in die Aufgaben des Feuerschutzes.

Wer sich mit Joe Gwerder über die Feuerwehr unterhält, merkt

schnell, dass viel Leidenschaft und Herz im Spiel sind. «Ich weiss

noch, als ich zum ersten Mal bei der Feuerwehr Herisau aufgetaucht

bin. Damals zog ich aus Zürich hierher, fuhr mit dem Töff vor und trug

noch lange Haare. Da musste ich bei den Alteingesessenen zunächst

untendurch und Schläuche herumtragen.» Über 20 Jahre später ist

nicht nur die Haarpracht gewichen und Gwerder seit knapp zwei Jahren

Präsident des örtlichen Feuerwehrvereins, er ist auch einer von

zwei Gemeindeangestellten, die das Feuerwehrdepot im Werkhof auf

Trab halten. «Als Gerätewart kümmere ich mich beispielsweise um

Hydranten, gebe Weiterbildungskurse und schaue, dass sämtliches

Gerät wie Atemschutzmasken, Hebekissen, Leitern oder Schläuche

immer einsatzbereit ist», erklärt Gwerder. «Mein Arbeitskollege und

Vorgesetzte Peter Bruderer hingegen verantwortet als Materialverwalter

und gelernter Mechaniker unter anderem die Fahrzeuge und

den administrativen Bereich.»

Ein Stützpunkt für die Region

Der Feuerschutz untersteht in der Gemeinde den Technischen Diensten.

«Grundsätzlich gibt es alle zwei Wochen einen Rapport zwischen

uns und der Feuerwehr», erklärt Abteilungsleiter Beni Geel. «Durch

diese offene Kommunikation zwischen der Gemeinde, den beiden

Mitarbeitern des Depots und dem Kommandanten der Feuerwehr

können wir Probleme frühzeitig erkennen und Lösungen erarbeiten.

Wenn in diesem kleinen Rahmen beispielsweise die Beschaffung

eines neues Fahrzeugs thematisiert wird, kann ich aus Sicht der Ge-

dem Anliegen an die Feuerschutzkommission herantreten.»

Der Feuerwehr in Herisau kommt in Appenzell Ausserrhoden eine besondere

Rolle zu. «Mit zwölf Einsatzfahrzeugen und über 100 Mitgliedern

dienen wir als Stützpunktfeuerwehr für das ganze Appenzeller

Hinterland», so Joe Gwerder. «Dadurch vergrössert sich unser Einsatzgebiet,

und wir übernehmen eine wichtige Funktion in der Ausund

Weiterbildung.»

Das Ausrücken bei Bränden über die eigenen Gemeindegrenzen hinaus

nimmt nur einen kleinen Teil der Aufgaben ein. «Wir stehen unter

anderem auch im Einsatz, wenn Menschen oder Tiere gerettet werden

müssen – beispielsweise, wenn eine Person bei einem Verkehrsunfall

in einem Fahrzeug eingeklemmt ist.» Auch die regelmässigen

Feuerwehrübungen prägen den Alltag von Joe Gwerder. «Wir stellen

Material zur Verfügung, kontrollieren es nach der Rückgabe und setzen

es wieder instand». Dass sämtliches Einsatzgerät stets für den

Ernstfall bereit ist, sei zentral für die Sicherheit der Gemeinde. «Der

Feuerschutz ist ein ständiger politischer Auftrag, der erfüllt werden

muss», sagt Beni Geel. «Deshalb ist es auch der Gemeinderat, der den

Kommandanten der Feuerwehr ernennt.»

Fortsetzung nächste Seite

Beni Geel, Abteilungsleiter Technische Dienste, und Joe Gwerder, Gerätewart Feuerwehr, vor einem Tanklöschfahrzeug im Feuerwehrdepot.

Eine Publikation der Gemeinde Herisau 12/24


UNSERE GEMEINDE

Die Faszination der Feuerbekämpfung

Die Einsätze der Feuerwehr können im Ernstfall Menschenleben rettet.

«Du wirst mit unplanbaren Situationen konfrontiert, in denen du

wichtige Entscheidungen treffen musst», erklärt Joe Gwerder. «Gerade

bei einem Grossbrand geht es darum, möglichst schnell zum Ziel

zu kommen – weil dir bei einem Feuer naturgemäss oftmals sehr wenig

Zeit bleibt.» In jüngeren Jahren habe die Feuerbekämpfung eine

stärkere Faszination auf ihn ausgeübt. «Mittlerweile interessiere ich

mich mehr für Bereiche wie die technische Hilfeleistung bei Arbeitsunfällen,

Strassenrettungen oder Sturmschäden. Das Schöne an der

Feuerwehr ist, dass man nie auslernt, sich immer weiterbildet und

sich dadurch neue Felder auftun, die einen begeistern.»

Was ihn aber über all die Jahre bei der Feuerwehr gehalten habe, sei

die Atmosphäre innerhalb der Organisation. «Ich sage immer: Kameradschaft

ist das beste Löschwasser. Ich höre oft von Menschen, die

in Vereinen sind und diese Zusammengehörigkeit loben. Aber irgendwie

verbindet es dich auf andere, tiefere Art und Weise, wenn du gemeinsam

eine Gefahrensituation wie einen Grossbrand meisterst.

Deshalb ist die Feuerwehr etwas ganz Besonderes.»

Auch in der heutigen Zeit fände sich immer noch ausreichend

Nachwuchs für die Feuerwehr Herisau. «Dank unseres grossen Einsatzgebietes

können wir unseren Mitgliedern wirklich noch spannende

und herausfordernde Einsätze garantieren», so Joe Gwerder.

«Natürlich rücken wir auch bei kleineren Fällen wie Ölspuren

auf der Fahrbahn oder brennenden Abfalleimern aus. Aber alle

gehen zur Feuerwehr, weil sie helfen wollen und den Nervenkitzel

suchen. Und in Herisau rufen wir doch jedes Jahr mehrmals eine

der höheren Alarmstufen aus. Da rücken wir in erhöhter oder sogar

in voller Besatzung aus. Das sind die Augenblicke, für die du lebst.»

Die Feuerwehr bezeichnet Gwerder als einen Ort für alle. «Bei uns

bekommt jeder eine Chance. Wer etwas erreichen will und mit viel

Einsatz dabei ist, kann sich bis zum Kommandant hocharbeiten. Es

gibt nicht viele Bereiche im Leben, in denen der Weg nach oben so

durchlässig ist.»

Wo ist mein Notfalltreffpunkt?

Auch wenn wir uns hier sicher fühlen, können wir Ereignisse, die

den geordneten Alltag unserer Gesellschaft auf den Kopf stellen,

nicht ausschliessen. Deshalb ist es wichtig, gut vorbereitet zu

sein.

Wenn in einem solchen Notfall beispielsweise Ihr Telefon, der

Strom sowie die Kommunikation ausfallen, können Sie jederzeit

beim Feuerwehrdepot in Herisau an der Rütistrasse den dort gut

sichtbar angebrachten Alarmknopf drücken und die Feuerwehr

(und damit weitere Blaulichtorganisationen) alarmieren. Weite-

-

andauern, können die betroffenen Gemeinden als Ergänzung Notfalltreffpunkte

einrichten.

In Herisau gibt es fünf Notfalltreffpunkte: Bei der Chälblihalle

auf dem Ebnet, beim Sportzentrum, beim Schulhaus Wilen (Alpsteinstrasse

9), beim Schutzraum Müli (Schwellbrunnerstrasse

29, von der Schlossstrasse her anfahren) und beim Schulhaus

punkt

erhalten Sie Informationen und können Notrufe absetzen,

um Einsatzkräfte zu alarmieren. Auch können die Treffpunkte als

Abgabestellen von Hilfsmaterial dienen. Die Inbetriebnahme und

Betriebszeiten hängen vom Ereignis ab.

Die Notfalltreffpunkte sind in der ganzen Schweiz gleich gekennzeichnet

und nach ähnlichem Muster aufgebaut. Weitere Informationen

bietet die Webseite www.notfalltreffpunkt.ch.

Engagierte Betreuungspersonen gesucht

Für eine grössere Gemeinde wie Herisau ist es wichtig, auf freiwillige

Betreuungspersonen zurückgreifen zu können, sollten

alle Notfalltreffpunkte und gar für eine längere Zeit in Betrieb

genommen werden müssen. Ihre Aufgabe wäre es, den Standort

einzurichten und mitzubetreuen: zum Beispiel Beschriftungen

anbringen, Computer in Betrieb nehmen und Auskünfte erteilen.

Interessierte sind gebeten, sich bei der Gemeinde Herisau

(technische.dienste@herisau.ar.ch) zu melden. Die Freiwilligen

erhalten eine gute Einführung, Ausbildung sowie Einbindung in

eine Alarmorganisation. Angesprochen sind insbesondere gut

vernetzte Persönlichkeiten. Vorkenntnisse sind nicht zwingend,

Wissen aus Feuerwehr, Zivilschutz, Sanitätswesen oder aus der

Verwaltung sind von Vorteil.

Projektticker

Nordhalden: Erschliessung ist abgeschlossen

Nach vier Jahren sind die Bauarbeiten zur Erschliessung des

gemeindeeigenen Gewerbegebiets Nordhalden abgeschlossen.

Unter anderem wurden neben der Zufahrtsstrasse die Trennsystemkanalisation,

die Werkleitungen und die Trottoirs gebaut.

Auf dem Bild ist die Bahnlinie nach St. Gallen zu sehen, links ist

noch die Einmündung der neuen Erschliessungsstrasse für die

Nordhalden in die Kasernenstrasse erkennbar.

Eine Publikation der Gemeinde Herisau 12/24


UNSERE GEMEINDE

Advent

Weihnachtsstimmung im Dorf

Adventsstube in der Chäshalle

Der Verein Familiensache organisiert auch dieses Jahr vom

30. November bis zum 22. Dezember die Adventsstube in der

Chäshalle. In gemütlicher und weihnachtlicher Atmosphäre lädt

die Beiz zum Verweilen ein. Den erwirtschafteten Gewinn spendet

der Verein an die Palliativabteilung des Ostschweizer Kinderspitals

in St. Gallen.

Musikalischer Adventskalender

Die Musikschule Herisau-Appenzeller Hinterland produziert auch

dieses Jahr wieder einen musikalischen Adventskalender mit den

risau.ch

jeden Tag ein musikalisches Adventskalender-Türchen

geöffnet werden.

Öffnungszeiten: Mo - Do 17.00 - 23.00 Uhr / Fr - So 16.00 - 24.00 Uhr

Glühweinstand

Auf dem Obstmarkt steht vom 28. November bis zum 31. Dezember

die Glühweinhütte. Erstmals wird diese von der Herisauer

Firma VIDA Events GmbH von Orlando Rohner betrieben. Den Besucherinnen

und Besuchern wird ein abwechslungsreiches Programm

und eine Kunsteisstockbahn geboten.

Öffnungszeiten: Mo/Di/Do/Fr ab 17.00 Uhr und Mi/Sa/So ab 14.00

Uhr, 25. Dezember ist Ruhetag, zwischen 26. – 30. Dezember täglich

ab 14.00 Uhr und am 31. Dezember ab 10.00 Uhr.

Christchindlimarkt

zember

auf dem Ebnet den Christchindlimarkt. Ein Novum ist die

Erweiterung am Samstag in der Windegg, die von den Alpstein

Jassern organisiert wird.

Weitere Informationen unter www.christchindlimarkt-herisau.ch

Sonntagsverkäufe

Die Sonntagsverkäufe im Zentrum sind für den 2. und 4. Ad-

bewilligt.

Winterlaternen

Seit Ende November bis Mitte Januar stehen wieder acht grosse

Winterlaternen an verschiedenen Standorten im Dorfzentrum.

Erstmals wurden zwei der Laternen von Schülerinnen und Schülern

gestaltet. Eine Laterne zeigt das Siegerbild eines Wettbewerbs

in der Oberstufe, die andere ziert eine Collage mit ausgewählten

Bildern von Schülerinnen und Schülern der Schule Moos.

Das Aufstellen der Laternen ist eine Initiative der IG Zentrumsentwicklung,

der die Stiftung Dorfbild, der Gewerbeverein und die Gemeinde

angehören.

Kultureller Adventskalender

Im Figurentheater Herisau wird wiederum der kulturelle Adventskalender

«24KulTürchen» durchgeführt. Täglich um 18.00 Uhr und

am 24. Dezember um 11.00 Uhr gibt es im Figurentheater oder per

Livestream eine 20- bis 30-minütige Darbietung.

Weitere Informationen unter www.24kultuerchen.ch

Eine Publikation der Gemeinde Herisau 12/24


UNSERE GEMEINDE

Schule

Mit Stethoskop und Steigeisen im Einsatz

Die Firmenrallye der Sekundarschule ist ein wichtiger Teil der

erhielten sie Einblicke in die Berufswelt. Im Zentrum standen

kleine praktische Arbeiten.

-

zeigte einer Gruppe von Jugendlichen das korrekte Vorgehen. Im

sundheit

EFZ» einführen. Die Schülerinnen und Schüler zogen zum

Beispiel Spezialbrillen mit eingeschränkter Sicht an, um das entsprechende

Gefühl zu simulieren. Oder sie übten die Unterstützung beim

Wechsel vom Rollstuhl auf einen Sessel und hörten Töne mit dem

Stethoskop. Ein kleiner Dessert stand zum Abschluss des Besuchs

bereit. Diesen hatte jene Gruppe zubereitet, die gleichzeitig im Beruf

150 Jugendliche unterwegs

Rund 150 Jugendliche des zweiten Sekundarschul-Jahrgangs waren

so vor vier Wochen bei Betrieben unterwegs; sie suchten zwei oder

drei Firmen auf. Eine Gruppe tauchte an der Schlossstrasse in die

auf dem Gelände des Stromversorgers SAK an einen Übungsmast und

kletterte anderthalb Meter hoch. «Herunterkommen ist schwieriger»,

meinte er. Jascha Kretz, Lernender bei der SAK im zweiten Jahr, leitete

ihn an. Mit Ralph Strassmann, Praxisbildner bei der SAK, gewannen

die Jugendlichen auch erste Erfahrungen beim Abisolieren von Kabeln

und beim Anbringen von Pressverbindungen.

Die Eindrücke trugen die Sekundarschülerinnen und Sekundarschüler

in einer Dokumentation zusammen, die in die Weiterarbeit im

Schritt steht im Februar mit der Berufswahlwoche auf dem Programm.

Bruno Klingler, Leiter Bildung Stiftung «Leben im Alter», übt mit zwei Schülerinnen

den Umgang mit dem Stethoskop.

-

Seit über zehn Jahren beteiligt sich Huber+Suhner an der Firmenrallye.

73 Jugendliche waren diesmal zu Gast. Pro Lehrjahr bildet die

Firma in Herisau zwischen 14 und 17 Lernende in neun Berufen aus.

Claudia Stern ist Leiterin Berufsbildung bei Huber+Suhner.

Welche Erfahrungen machen Sie mit der Firmenrallye?

Claudia Stern: «Sehr gute. Einige Bewerbungen kommen jeweils

wohl daraus zustande. Viele Schülerinnen und Schüler sehen sonst

die Firma nur von der Strasse her. Es ist wichtig, das Unternehmen

zu zeigen. Wir wollen in dieser anspruchsvollen Phase Hilfe geben,

Kontakte zu jungen Leuten schaffen und die Vielfalt der Berufe und

der Materie aufzeigen. Ein Anlagenführer in unserer Firma beschäftigt

sich mit Kabeln, ein Anlagenführer in einem anderen Betrieb

vielleicht mit Guetzli. Die Schülerinnen und Schüler sollen etwas

praktisch umsetzen dürfen, damit sie ihre Erkenntnisse in die Be-

«Der erste Schritt in die Lehre ist die Schnupperlehre im Unternehmen.

Diese ist für alle wichtig, weil es um das Arbeitsklima,

die Räumlichkeiten, das Umfeld usw. geht. Nebst der Firmenrallye

entstehen Kontakte zum Beispiel an der Tischmesse und an der

Ostschweizer Bildungsausstellung. Oft kommen Schulklassen zu

Besuch. Auch der Zukunftstag gibt Einblicke in unsere Firma. Wir

nützen Bildungsportale wie ‹Yousty› oder Angebote unter dem

Dach von ‹Faszination Technik›.»

Welche Entwicklungen stellen Sie in der Berufsbildung fest?

«Manche Berufsbilder verändern sich, neue kommen dazu. Die

Vielfalt an Berufen ist riesig. Aber es gibt eine Verlagerung: Der

Anteil der jungen Leute, die einen handwerklichen Beruf ausüben

terführende

Schulen und akademisch-wissenschaftliche Tätigkeiten

statt.»

Eine Publikation der Gemeinde Herisau 12/24


UNSERE GEMEINDE

Sportzentrum

«Die Kinder lieben es, Dropy überall zu entdecken»

Seit einigen Monaten ist Dropy das Maskottchen des Sportzentrums.

Ob auf dem Eisfeld oder auf Badetaschen – der Wasser-

keting/Verkauf,

erklärt die Idee hinter dem neuen «Mitarbeiter».

Juliana Schildknecht, wer genau ist Dropy?

Der fröhliche Wassertropfen ist unser neues Maskottchen für Kinder

und Familien. Er verkörpert das sportliche und spielerische Erlebnis

im Sportzentrum. Das Besondere ist seine Wandlungsfähigkeit, weil

ger

Tropfen im Hallenbad, als gefrorener Tropfen auf dem Eis oder als

Schweisstropfen in der Sauna. So schafft Dropy eine starke Verbindung

zu unseren verschiedenen Angeboten und spricht gerade Familien

mit Kindern auf eine spielerische Weise an.

Aktuell ist er noch nicht in allen Bereichen vertreten, aber wir bauen

seine Präsenz schrittweise aus. Momentan ist er beispielsweise im

Hallenbad mit seinen Unterwasserfreunden auf Fensterfolien, Fami-

hinaus gibt es Seifenblasen und Bags mit Dropy darauf. Auf dem Eis

tritt er als gefrorener Tropfen mit Helm und Hockeyschläger auf, und

er ist auch auf unseren Kindergutscheinen abgebildet.

Wie kam die Idee für ein Maskottchen zustande?

Sie entstand aus dem Wunsch, ein sympathisches und leicht verständliches

Maskottchen zu schaffen, das unsere Familienangebote

auf spielerische und kreative Weise miteinander verbindet. Dropy soll

unseren jungen Gästen helfen, sich mit dem Sportzentrum zu identi-

setzbar

ist und einen hohen Wiedererkennungswert hat.

Wie ist Dropy anschliessend entstanden?

Seine Entwicklung begann mit einem kreativen Prozess innerhalb

unseres Teams. Es gab verschiedene Ansätze, aber wir wollten eine

einprägsame Figur, die sich in allen Bereichen des Sportzentrums

leicht umsetzen lässt. Die endgültige Gestaltung von Dropy als einfachen,

aber charmanten Wassertropfen wurde von der Agentur Dreierlei

übernommen. Die Entwicklungsphase nahm etwa sechs Monate in

Anspruch.

Der neue Mitarbeiter steht seit einigen Monaten im Einsatz. Wie sind

die Rückmeldungen, gerade von Kindern und Familien?

Die Kinder lieben es, Dropy überall im Sportzentrum zu entdecken!

Dank seiner einfachen Gestaltung ist er leicht zu erkennen und viele

Familien verbinden ihn bereits stark mit dem Sportzentrum. Wir sind

überzeugt, dass unser kleiner Wassertropfen noch beliebter wird,

wenn wir seine Präsenz ausbauen. Deshalb möchten wir ihn in möglichst

vielen Bereichen integrieren und ihn beispielsweise auch auf

Give-aways und im Marketing stärker in den Vordergrund rücken.

Welchen Stellenwert geniesst Dropy im Sportzentrum?

kann ich gar nicht anders, als zu sagen: Dropy hat sich echt in mein

Herz geschlichen! Es ist unbeschreiblich schön zu sehen, wie er die

Kinder begeistert und wie er mit seiner einfachen, charmanten Art

das Sportzentrum auf so kreative Weise repräsentiert. Ich freue mich

darauf, ihn weiter wachsen zu sehen und bin sicher, dass er noch

mehr Menschen zum Lächeln bringt.

Hallo. Ich

bin Dropy!


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12/2024 Gesellschaft · 25

MUSIKVEREIN FEIERT 100 JAHRE

VOLLER MUSIK UND LEIDENSCHAFT

Im Jahr 2025 wird der Musikverein Herisau ein

besonderes Jubiläum feiern: 100 Jahre Musikgeschichte,

die die Herzen der Menschen in

der Region berührt hat. Um dieses bedeutende

Ereignis gebührend zu würdigen, hat der

Verein ein abwechslungsreiches Programm

mit zahlreichen Konzerten und Veranstaltungen

zusammengestellt. Den Auftakt bildet

das Jahreskonzert unter dem Motto «Music,

Love & Passion», das am Freitag und Samstag,

den 17. und 18. Januar , im Casino Herisau

stattfinden wird. Die Türen öffnen sich jeweils

um 18.30 Uhr, Konzertbeginn ist an beiden

Abenden um 20 Uhr. Die Besucherinnen und

Besucher kön-nen sich auf musikalische Höhepunkte

freuen. Tickets sind bereits erhältlich

(siehe QR-Code). Durch den Abend führt

Moderator und Comedian Fabian Rütsche, der

für humorvolle Einlagen sorgen wird. Ein weiteres

Highlight im Jubiläumsjahr ist das Appenzeller

Kantonalmusikfest, das vom 23. bis

25. Mai 2025 in Herisau stattfinden wird. «Der

Musikverein ist stolz darauf, dieses bedeutende

Event zu organisieren und gleichzeitig sein

100-jähriges Bestehen zu feiern.» Auf dem

Programm steht neben den Wettspielen auch

ein grosses Fest auf dem Ebnet. Ein weiteres

Konzert des Jubiläumsjahres bildet die jährliche

Sommerserenade, die am 13. Juni stattfinden

wird. Durch das ganze Jahr wird der Musikverein

in verschiedenen Quartieren Ständli

geben – eine wunderbare Gelegenheit, den

Musikverein aus nächster Nähe zu erleben.

Darüber hinaus wird es im Laufe des Jahres

sechs Mal eine Fiirobig-Bar mit musikalischer

Unterhaltung in der Chälblihalle geben. (pd)

Mehr Infos

und Tickets

https://bit.ly/5rtOP

Das Jahreskonzert findet unter dem Motto «Music, Love & Passion» statt.

(Bild: zVg.)

AUSSERORDENTLICHES TRIO

GIBT EIN KONZERT IM CASINO

Sie sind solistisch international gefragt, aber

gleichzeitig als eingespieltes Trio kammermusikalisch

unterwegs. Nun spielen die Geigerin

Esther Hoppe, der Cellist Christian Poltéra und

der Pianist Ronald Brautigam im Casino-Konzert

vom Mittwoch, 11. Dezember, Trios von

Haydn, Schumann und Schubert. Gemeinsam

ist den Werken, dass sie harmonisch, rhythmisch

und im Zusammenspiel der Instrumente

einige Experimente wagen, dass sie immer wieder

betörend schöne Melodien enthalten – und

dass sie heute zu den beliebtesten Klaviertrios

überhaupt gehören. Josef Haydn schrieb das

Trio Ho XV/29 in London für die Pianistin Therese

Jansen-Bartolozzi und Robert Schumann

sein Trio Nr 1 seiner Frau Clara zum Geburtstag.

Zwei Werke, deren Entstehung nur 50 Jahre

auseinander liegt, jedoch unterschiedlicher

nicht sein könnten. Franz Schuberts Op. 99

blieb in der Schublade, ehe es Jahre später von

der Musikwelt entdeckt wurde. Heute zählt es

Esther Hoppe, Christian Poltéra und Roland Brautigam bilden ein Trio.

zu den ganz grossen Werken der Kammermusik.

Ein eindrückliches Musikerlebnis. Christian

Poltéra spielt das berühmte Stradivari Cello

"Mara" und seine Partnerin Esther Hoppe die

"Da Ahna" Stradivari Violine von 1722. Das Konzert

im kleinen Saal beginnt um 19.30 Uhr. (pd)

(Bild: pd)


26 · Gesellschaft 12/2024

GEMEINSAM STATT EINSAM: WEIHACHTEN

FEIERN MIT DER KATHOLISCHEN PFARREI

Am 24. Dezember lädt die Katholische Pfarrei

um 18 Uhr zum Weihnachtsfest im reformierten

Kirchgemeindehaus an der Poststrasse

14a. Eingeladen sind Familien mit Kindern,

Alleinstehende sowie Personen jeden Alters,

die Freude daran haben, diesen besonderen

Abend gemeinsam statt einsam zu verbringen.

«Miteinander wollen wir den Baum schmücken,

singen, Geschichten hören, essen und

feiern», heisst es in der Einladung. «Wer mag,

kann das eigene Musikinstrument, ein Gedicht,

eine Geschichte oder einen anderen

Beitrag mitbringen.» Im Nachgang an das gemeinsame

Weihnachtsfest bestehe die Möglichkeit,

die verschiedenen Nachtgottesdienste

zu besuchen. Anmeldungen sind bis am

19. Dezember unter 071 354 70 60 oder per

Mail an sekretariat@ref-hinterland.ch möglich.

Spätentschlossene können sich auch spontan

anmelden. Die Kontaktadressen sind 077 402

83 33 oder mesmer-herisau@ref-hinterland.ch.

Wer einen Fahrdienst benötigt, kann dies bei

der Anmeldung anmerken. (eing.) Ab 18 Uhr wird im Kirchgemeindehaus das Weihnachtsfest zelebriert. (Bild: pexels)

Ganz neu in Herisau

by Printlounge

Printlounge | Kasernenstrasse 64 | 9100 Herisau | www.printlounge.ch

Eine Marke der Appenzeller Druckerei AG


12/2024 Gesellschaft · 27

NEUER COOP IN DER WALKE NACH

ZWEI MONATEN BAUZEIT ERÖFFNET

Am Donnerstag, 28. November, hat der neue

Coop Walke eröffnet. «Ich freue mich auf

die neue Herausforderung in einem topmodernen

Coop», sagt Enisa Fejzi. Die 27-Jährige

übernimmt die Leitung des Supermarkts

im Gewerbegebiet. Der Laden weist eine

Verkaufsfläche von 1074 Quadratmetern

auf und ist nach neuem Ladenkonzept von

Coop mit Holzfassade und grosszügiger

Verglasung im Aussenbereich gebaut. «Im

Innenbereich trumpft der Laden mit einem

einladenden Ambiente mit viel Holz, echten

Backsteinmauern und einer zeitgemässen

Beleuchtung auf», heisst es in einer Mitteilung.

Die neue Einkaufsmöglichkeit im

Osten von Herisau sei eine Bereicherung

für die Bevölkerung in den umliegenden

Quartieren. «Ob für die Küche oder den

Haushalt – wir bieten alles für den täglichen

Bedarf: von der Alufolie bis zur Zahnbürste,

vom schnellen Snack über Bio-Produkte bis

zu exklusiven Köstlichkeiten», sagt Fejzi. Besonders

stolz sei sie auf die Kaffee-Bar und

Lounge, welche zum Verweilen einlädt. «So

können die Kundinnen und Kunden nach

dem Einkaufen einen Kaffee geniessen und

entspannen.» Neben dem vielfältigen Angebot

bringen die Geschäftsführerin auch

das moderne Ambiente sowie die einladend

gestalteten Ladenbereiche ins Schwärmen:

«Die Holzelemente in der Früchte- und

Gemüseabteilung vermitteln eine Atmosphäre

wie auf einem Wochenmarkt.» Der

Convenience-Bereich trumpft mit selbstgemachten

Salaten, Müesli und Sandwiches

auf und die Selbstbedienungsbereiche bei

Fleisch, Charcuterie und Milchprodukten

liessen keine Wünsche offen. «Ausserdem

können die Kundinnen und Kunden bei uns

noch zeitsparender einkaufen», ergänzt

Stellvertreter Dominic Vetterli. Dies dank

sechs Self-Checkout-Kassen sowie dem installierten

Passabene-System: Damit könne

man die Produkte per Smartphone-App

Enisa Fejzi und Dominic Vetterli leiten den neuen Coop.

oder Handscanner direkt am Regal selbst

einlesen, diese sogleich einpacken und den

ganzen Einkauf mit einem Klick an der Kasse

bezahlen. Wie bei allen Neu- und Umbauten

setzt Coop auch in Herisau auf Nachhaltigkeit:

Die komplette Beleuchtung im Laden

bestehe aus stromsparenden LED-Leuchten

und bei den Kälteanlagen wird umweltfreundliches

Kältemittel verwendet. Zudem

werde die Abwärme der Kühlanlagen für

die Raumheizung und das Warmwasser genutzt.

(pd)

(Bild: pd)

EINE NEUE HÜPFKIRCHE DANK

EINER VORWEIHNACHTLICHEN SPENDE

In der letzten Herbstferienwoche durften

die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde

Appenzeller Hinterland die neue Hüpfkirche

einweihen. Dank der grosszügigen Spende

der Johannes-Waldburger-Stiftung konnte

Claudia Fischer, Leiterin Ressort «Kind und

Familie», eine solche bestellen. «Die Kinder

können es jeweils kaum erwarten, die Hüpfkirche

zu stürmen, um zu rutschen, zu klettern

und sich auszutoben», heisst es in der

Mitteilung. Im Beisein von Willi Bösch als

Vertreter der Stiftung und verschiedenen

Vertreterinnen und Vertretern der Evangelisch-reformierten

Kirchgemeinde wurde die

Hüpfburg feierlich eingeweiht. Dabei liessen

es sich auch die Grossen nicht nehmen, einmal

in der Kirche zu hüpfen. (eing.) Die neue Hüpfkirche findet grossen Anklang. (Bild: zVg.)


28 · Von Gemeindehaus zu Gemeindehaus 12/2024

Blick vom Landberg auf das Dorf Flawil.

ZUSAMMENHALT WIRD

IN FLAWIL GROSSGESCHRIEBEN

Im dritten Teil unserer Serie «Von Gemeindehaus zu Gemeindehaus» wandern wir nach Flawil,

freuen uns an den Wegen entlang der Glatt, erleben Geschichte und nehmen uns Zeit, das

Strassendorf etwas näher kennen zu lernen

Es ist keine Wanderung (bis) ins Schoggiland,

sondern zum Gemeindehaus von Flawil. Dafür

aber haben wir einen nebelfreien, sonnigen,

spätherbstlichen Tag erwischt. Das entschädigt

auch dafür, dass es für einen Abstecher

ins «Chocolarium» nicht reicht. Ein Blick in

unseren Rucksack übrigens offenbart: Wohin

wir auch gehen, ein Stück Flawil ist mit unsere

Outdoorapotheke der Firma Flawa immer mit

dabei. Unser Weg führt zuerst auf der gleichen

Route wie nach Degersheim in die Zellersmüli.

Dort wählen wir den Weg Richtung

Marstal und wandern, immer dem Verlauf der

Glatt entlang, auf dem Hohlbleichiweg und

der Alplisträsse durch den Hohrütiwald. Bei

der Rütistrasse folgen wir dem Wegweiser zur

Ruine Helfenberg. Der Weg näher am Flusslauf

über die Kolumbanshöhle/Salpeterhöhle

Richtung Flawil ist wegen Erdrutsch und

Steinschlag gesperrt. Nach der Ruine Helfenberg

aber, nach einem kurzen steilen Stück

talwärts, können wir wieder direkt neben dem

Fluss über den Divisionsweg bis zur Divisionsbrücke

spazieren. Dort queren wir die Glatt

und wandern am anderen Ufer wieder ein

Stück zurück bis unter die Eisenbahnbrücke.

Zu dieser steigen wir hoch und gelangen über

den Columbansweg nach Burgau und damit in

einen der sieben Weiler von Flawil. Gemäss

der Gemeindeseite von Flawil zeigt «Burgau

zusammen mit Werdenberg noch die einzige

Gruppe historischer Holzbauten im Kanton

(Bilder: es)

St. Gallen, die geschlossen in Erscheinung

tritt». Burgau gleicht mit seinen Häuserzeilen

einem mittelalterlichen Städtchen und gehört

als Schutzobjekt von nationaler Bedeutung zu

den einzigartigen historischen Sehenswürdigkeiten

in der Ostschweiz. In der über tausendjährigen

Geschichte habe es – obwohl der

Weiler historisch betrachtet keine besonders

aktive Rolle gespielt habe – spannende Zeiten

gegeben, von den Höhen und Tiefen der

klösterlichen Kultur bis zum Aufstieg und Niedergang

des Rittertums. Wir bestaunen bei

einem Rundgang die Häuser aus dem 17. und

18. Jahrhundert. Das alte Rathaus von 1639

fällt besonders auf. Es ist eines der ältesten

Fachwerkhäuser des Kantons St. Gallen und

weist viele Ähnlichkeiten mit dem kurz davor

erbauten «Alten Rathaus» im Schwänberg auf.

Ein Dorf mit sieben Weilern

Nach diesem ersten kurzen Ausflug in die Vergangenheit

entscheiden wir uns für den Weg

über Welschhüsli, Giren und den Landberg.

Dieser übrigens ist – wie der Weiler Burgau

Weiher im Marstal. Das alte Rathaus im Weiler Burgau, erbaut 1639.


12/2024 Von Gemeindehaus zu Gemeindehaus · 29

– eines der Ziele des Flawiler Themenwegs

«Kulturspur». Im Flyer dazu ist unter anderem

zu lesen: «Der Bauernhof gehörte einst dem

Zisterzienserinnen-Kloster Magdenau. Die

Bauernleute bekamen den Hof als Lehen zu

Bewirtschaftung und Nutzen, mussten dem

Kloster dafür – in der Regel zu Martini (11. November)

– Zins in Naturalien und/oder Geld

entrichten. 1932 soll hier der erste Traktor in

der Gemeinde Flawil, ein ‹Hürlimann›, zum

Einsatz gekommen sein.»

Vom Landberg aus geniessen wir den Blick

auf das Dorf Flawil. Zur Gemeinde gehören

neben dem Dorf auch – wie bereits angetönt

– die sieben Weiler Oberglatt, Burgau, Egg,

Langenentschwil, Alterschwil, Grobenentschwil

und Raaschberg, die sogenannte obere

Gegend. Wie Gemeindepräsident Rolf Claude

erklärt, sei Flawil eines der ausgeprägtesten

Strassendörfer im Kanton St. Gallen. «Dabei

bestand Flawil im 18. Jahrhundert erst aus

wenigen Häusern. Ein Dorf im heutigen Sinne

existierte nicht.» Der Ausbau der Verkehrswege

innerhalb des äbtischen Hoheitsgebietes

mit der wichtigen Achse St. Gallen–Gossau–Toggenburg

bahnte die Veränderungen

an. Die Etappen der Dorfwerdung seien noch

heute deutlich ablesbar. «Das malerisches

Zentrum von Flawil ist das Gupfenquartier,

das in seiner heutigen Gestalt nach der Mitte

des 18. Jahrhunderts entstand.» Besonders repräsentativ

seien das «Kommandantenhaus»

und das «Kühnis»-Haus am Bärenplatz. Dieser

ist ebenfalls Teil des Themenweges «Kulturspur».

Dorthin machen wir uns nun auf. Über

die Stockenstrasse gelangen wir ins Zentrum

von Flawil und nach einem Stopp am Bärenplatz

in die Bahnhofstrasse, wo wir unser Ziel,

das Gemeindehaus, erreichen. Rolf Claude

über seine Gemeinde: «Flawil ist eine aufgeschlossene,

aktive Gemeinde am Eingang zum

unteren Toggenburg, eingebettet in die dem

Alpsteinmassiv vorgelagerten Hügel.»

Gefühl der Zusammengehörigkeit

Das Leben in Flawil biete eine angenehme

Balance zwischen traditionellem dörflichem

Leben und der Moderne. «Die aktive Dorfgemeinschaft,

die Nähe zur Natur und die gute

Erreichbarkeit der Städte machen Flawil zu einem

lebenswerten Wohn- und Arbeitsort. Das

ruhige, sichere Umfeld und die gute Erreichbarkeit

von Kindergärten und Schulen tragen

dazu bei, dass sich viele junge Familien für

Flawil entscheiden.» Weiter betont Rolf Claude,

dass der Zusammenhalt grossgeschrieben

werden: «In Flawil gibt es ein besonderes

Gefühl der Zusammengehörigkeit. Man trifft

sich gerne in den Beizen, um zu diskutieren

und das Neueste aus dem Dorf zu erfahren.

Bezeichnend ist die Offenheit der Flawiler

Bevölkerung. Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger

finden schnell Anschluss und werden

ins Dorfleben integriert. Das gesellschaftliche

Leben findet überall dort statt, wo man sich

trifft – einfach im ganzen Dorf.» Es gäbe zahlreiche

Vereine und Veranstaltungen, die das

gemeinschaftliche Leben stärken würden.

Zudem trage die dörfliche Struktur dazu bei,

dass sich die Menschen gut kennen würden

und man sich gegenseitig unterstütze.

Lägelisnacht und Open Air

Was muss man über Flawil wissen? Rolf

Claude: «Flawil hat eine lange Geschichte,

insbesondere durch die Textilindustrie, die

früher das wirtschaftliche Rückgrat der Region

bildete. Heute ist die Gemeinde weniger

von der Industrie geprägt, aber die Traditionen

und der Stolz auf diese Geschichte

bleiben ein wichtiger Teil des lokalen Lebens.»

Und was sollte man in Flawil, nebst

dem Weiler Burgau und dem Bärenplatz,

gesehen haben? Rolf Claude nennt die Anlässe

«Lägelisnacht», der traditionelle Räbelichtli-Umzug

im November, und «Flawil

live», das Open Air im Juni auf der Bahnhofstrasse.

Anhängern der Fasnacht kommt sicherlich

auch die legendäre Verleihung der

«Chrazbörschte» in den Sinn.

Rolf Claude legt uns zudem einen Besuch

des Ortsmuseums oder der Naherholungsgebiete

Girenmoos oder Botsberger Riet ans

Herz. Seine ganz persönlichen Lieblingsorte

seien die Wälder, Wege und Plätze entlang

der Glatt mit den Felsen aus Nagelfluh. Der

Fluss bildet den nördlichen Teil der Gemeindegrenze

und uns hat sein Verlauf ein gutes

Stück nach Flawil begleitet. Für den Rückweg

nehmen wir den Zug. Wir geniessen die kurze

Reise, lassen die neuen Eindrücke Revue passieren

und sind froh, keines der Produkte aus

unsere Flawa-First-Aid-Outdoorapotheke gebraucht

zu haben.

Eva Schläpfer

Unser Weg von Herisau nach Flawil.

(Bild: SchweizMobil)

Flawil

Der Ort wurde 858 als «Flawilare» erstmals urkundlich erwähnt.

Mit der Schaffung des Kantons St. Gallen im Jahre 1803 wurde

Flawil eine eigenständige Gemeinde.

Tiefster Punkt: Glatt, 542 m. ü. M.

Höchster Punkt: Lindeli Langemoos, 814 m. ü. M.

Fläche: 11,47 km²

Einwohner: 10'631 (31. Dezember 2023)

Einwohnerdichte: 927 Einwohner pro km²

Herleitung des Ortsnamens gemäss dem Lexikon für schweizerische

Gemeindenamen (auszugsweise): Flawil ist eine Bildung aus einem

Personennamen, dessen genaue Form unsicher bleibt (lateinisch Flavinus/Flaccinus

oder althochdeutsch Flaco), und der Ortsnamenendung

-wil. Das althochdeutsche wilari wie auch das mittelhochdeutsch wiler

bedeutet «kleines Dorf, Weiler, einzelnes Gehöft». Der Ortsname Flawil

kann also mit «beim Gehöft, Weiler des Flaco» oder vielleicht «des

Flaccinus/ Flavinus» gedeutet werden.


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Pegasus, Remo Forrer, Philipp

Fankhauser und Riklin & Schaub im

Casino Herisau

Der Herisauer Veranstalter domino Event SARL bringt nächsten

Frühling wieder spannende Veranstaltungen ins Casino Herisau.

Los geht es am Freitag, 07. März 2025: Drei Jahre nach ihrem letzten

musikalischen Paukenschlag meldet sich Pegasus zurück. Mit

«How Much Can A Heart Break?» schickte Pegasus Mitte Oktober

2024 die erste Single des bevorstehenden

Albums ins Rennen. Nach

der gefeierten Clubtour-Premiere

im Frühjahr 2024 und einem Sommer

auf den verschiedensten Openair-Bühnen,

ist Remo Forrer am

Freitag, 28. März 2025 zum ersten

Mal in Herisau.

Auf dem neuen Album «Ain’t

That Something» schwingen Philipp

Fankhauser und seine kongenialen

Musiker mühelos zwischen Blues,

Country, Gospel, R&B, Zydeco und

französischem Chanson hin und

her, live zu sehen am Donnerstag,

24. April 2025. Als Duo eroberten

Roman Riklin und Daniel Schaub mit

Musik-Comedy auf höchstem Niveau

das Publikum im Sturm. Mit dem Song Emoji landeten sie beim

«Best of Arosa Humorfestival» einen viralen Hit und wurden 2024

als «Bestes Ensemble» mit dem Swiss Comedy Award ausgezeichnet.

Zu Gast is das Duo am Samstag, 03. Mai 2025.

Das Konzert von Patent Ochsner am Samstag, 22. Februar 2025

im Casino Herisau ist bereits ausverkauft.

Weitere Veranstaltungen sind unter www.dominoevent.ch zu

finden. Tickets sind bei Ticketcorner erhältlich.


12/2024 Gesellschaft · 31

Chorzfuetter

Gasthaus Marktplatz geschlossen

Anfang November musste das Gasthaus

Marktplatz Konkurs anmelden. Geführt wurde

das Restaurant mit dazugehörigem Hotel von

Didi Bühler und ihrem Neffen Rick Wassenaar.

Die beiden hatten das Gasthaus im Jahr 2019

übernommen. Didi Bühler war in der Herisauer

Gastroszene keine Unbekannte. Vor ihrem

Engagement beim Gasthaus führte sie knapp

20 Jahre lang das Restaurant Sonnenfeld an

der Kasernenstrasse. (red)

TATKRÄFTIGE UNTERSTÜTZUNG

IN DER REDAKTION AM ZUKUNFTSTAG

Holzschlag im Rütiwald

Bis Weihnachten führt der Forstbetrieb Säntis

im Auftrag der Gemeinde in den Gebieten

Rütiwald und Saumweiher Holzschläge durch.

Die Arbeiten im Rütiwald erfolgen im Rahmen

der Bewirtschaftung nach dem Dauerwald-

Prinzip, das die Biodiversität fördert. Rund

um den Saumweiher müssen einige kranke

Eschen gefällt werden. Die Arbeiten im Naturschutzgebiet

werden nur bei geeigneter

Witterung während der Vegetationsruhe ausgeführt

und beeinträchtigen die Fauna im

Weiher nicht. (gk)

Die Vogelwelt entdecken

Naturinteressierten bieten die Ornithologische

Gesellschaft Herisau und der Appenzeller

Vogelschutz im Frühjahr 2025 einen

Kurs in Vogelkunde an. Er richtet sich an

Erwachsene und Jugendliche, die sich für

die einheimische Vogelwelt interessieren.

Der Kurs dauert von Januar bis Mai, umfasst

fünf Theorieabende unter der Woche und

fünf Exkursionen an Samstagvormittagen.

Beginn des Kurses ist am 23. Januar, Anmeldungen

werden bis 15. Dezember entgegengenommen.

Weitere Informationen unter

appenzell.birdlife.ch. (gk)

Kinospass im Hallenbad

Auch in diesem Jahr lädt das Sport zen trum

wieder zum beliebten Kinder Kino im Hallenbad

ein und zeigt den Film «Elemental». In

dieser fantasievol len Geschichte begegnen

wir Elemental City, einer Welt, in der die vier

Elemente – Feuer, Wasser, Erde und Luft – in

Harmonie nebeneinander leben. Die Vorstellungen

finden am Montag, 23. Dezember, um

11 und 16 statt. Dazu wird der Film auch tags

darauf um 11 Uhr gezeigt. Es gelten die üblichen

Eintrittspreise für das Hallenbad, für die

Vorstellung werden keine weiteren Kosten

erhoben. (pd)

NACHMITTAGS-UNTERHALTUNG

DES HARMONIKA-ORCHESTERS

Am Sonntag, 24. November, führte das Harmonika-Orchester

Herisau (HOH) die traditionelle

Unterhaltung durch. Für Abwechslung

im katholischen Pfarreiheim sorgten Musikschülerinnen

und Musikschüler aus Appenzell

und Urnäsch sowie die Panflötenspielerinnen

der Gruppe PanTräumer. Unter der Leitung

von Stefanie Schoch eröffnete das HOH mit

der Melodie «Happy Music» die Unterhaltung.

Präsidentin Susanne Bruderer begrüsste

die Gäste, Ehrengäste und Delegationen. Da

auch Gäste aus der Romandie angereist waren,

wurden sie von der Präsidentin persönlich

auf Französisch willkommen geheissen.

Das Pfarreiheim war bis auf den letzten Stuhl

besetzt. Mit den berühmten Melodien «You

Raise Me Up» und «Rose Garden» ging das

Der Anlass fand zum ersten Mal im katholischen Pfarreiheim statt.

Am nationalen Zukunftstag vom Donnerstag,

14. November, verbrachte Laurina Koch

einen Tag in der Redaktion vom «de Herisauer».

Dabei recherchierte die Schülerin

aus Herisau diverse historische und gesellschaftliche

Informationen zum Thema

Weihnachten und führte ein Interview mit

der Kantonspolizei durch. Die Artikel dazu

finden Sie auf den Seiten «Interview» und

«Thema des Monats». (red)

Programm weiter. Nach dem Marsch «Sonnenfunken»

übergab das Orchester die Bühne den

PanTräumern. Unter der Leitung von Monika

Thürlemann begeisterten die Panflötenspielerinnen

das Publikum mit ruhigen, aber auch

schnellen Klängen. Die Musikschülerinnen

und Musikschüler unter dem Namen «Rond

om de Säntis» sorgten mit ihren Akkordeons,

Gitarren und einem Klavier für Unterhaltung.

Unter der Leitung von Marianne Bänziger präsentierten

sie verschiedene Musikstücke. Nach

der Pause musizierten eine Kleinformation der

Schulgruppe und ein weiteres Mal die PanTräumer.

Mit dem Klassiker «The Best» von Tina

Turner, dem Medley «Italo Pop-Hits» und der

Polka «Böhmischer Traum», vorgetragen vom

Orchester, ging das Konzert zu Ende. (eing.)

(Bild: zVg.)


32 · Herisau bei Nacht 12/2024

Jasmine Stauffacher arbeitet seit vier Jahren als Hebamme im Spital Herisau und ist stellvertretende Teamleiterin.

(Bilder: zVg.)

«NACHTS HERRSCHT IM SPITAL

EINE BESONDERE STIMMUNG»

Auf der Geburtenstation im Spital Herisau sorgen 18 Hebammen dafür, dass Frauen rund um

die Uhr ihre Kinder zur Welt bringen können. Jasmine Stauffacher ist stellvertretende Teamleiterin

und erklärt, was ihren Beruf ausmacht und weshalb sie gerne in der Nacht arbeitet.

Jasmine Stauffacher sitzt in einem kleinen

Büro auf der Geburtenstation. Draussen ist

es noch hell, aber der Winter kündigt sich

mit einem eisigen Wind an. Im beheizten

Raum lacht die Hebamme, als sie erzählt,

dass ihre Familienangehörigen zwar noch

keine Geburt selbst miterlebt hätten, «aber

einige haben schon so viel darüber gehört,

dass sie sich bei einer überraschenden Geburt

in einem Flugzeug melden würden,

wenn die Crew nach einer Ärztin oder einem

Arzt fragt.» Seit vier Jahren arbeitet Stauffacher

auf der Geburtenstation – ausreichend

Zeit, um viele Frauen vor, während und nach

der Geburt zu begleiten. «Jede Geburt ist

etwas Besonders, weil wir den Frauen in

einem sehr prägenden Moment beistehen.

Man ist nirgendwo näher am Leben als in

diesen Augenblicken. Und egal, wie viele Geburten

du betreut und wie viel Erfahrung du

hast – man weisst nie, was einem erwartet.»

Die Aufgaben einer Hebamme während der

Geburt seien vielseitig. «Solange alles natürlich

läuft und es zu keinen Komplikationen

kommt, sind wir die Fachpersonen. Sobald

Probleme auftreten, ziehen wir unsere Ärzte

hinzu», erklärt Stauffacher. «Es braucht

sehr viel Empathie, weil wir herausspüren

müssen, was die Frau in dieser Ausnahmesituation

benötigt. Manche müssen angeleitet

werden, andere sind sehr bei sich, wie in

einem Tunnel. Eine offene Kommunikation

im Gebärsaal ist sehr wichtig. Daneben haben

wir ein Auge auf das allgemeine Wohlbefinden

und die Gesundheit der Frauen.

Wir schauen beispielsweise, dass sie nicht

zu viel Blut verlieren oder mit der Nachgeburt

alles gut geht. Und beim Baby kontrollieren

wir während der Geburt die Herztöne

oder unterstützen sie bei der Anpassung

an das Leben ausserhalb der Gebärmutter,

um sicherzustellen, dass auch beim ihm alles

wie gewünscht läuft.» Natürlich gebe es

typische Phasen während einer Geburt, die

bei jeder Frau identisch seien. «Aber letztlich

kann weder ein Messgerät noch die erfahrenste

Hebamme voraussagen, wie eine

Geburt abläuft, da jede einzigartig ist.»

Die nächtliche Idylle

Die Arbeit der Hebammen fokussiert

sich nicht ausschliesslich auf die Geburt.

Sie unterstützen die Frauen während der

Schwangerschaft, stehen ihnen in den ersten

Stunden nach der Entbindung zur Seite

und betreuen sie in den Tagen danach im

Wochenbett. «Viele frischgebackene Mütter

sind gerade nach der ersten Geburt sehr

dankbar, weil vieles noch Neuland ist», so

Jasmine Stauffacher. «Und auch wenn sie

sich gut vorbereitet haben, können sie nicht

wissen, wie es sich anfühlt, zu gebären oder

Mutter zu sein.» Es komme regelmässig vor,

dass sich Frauen nach der Geburt bei den

Hebammen melden. «Von Dankeskärtchen

bis Schokolade ist alles dabei. Darüber freuen

wir uns, auch wenn wir es nicht erwarten.

Aber diese schöne Anerkennung zeigt,


12/2024 Herisau bei Nacht · 33

dass wir einen guten Job gemacht haben.»

Da sich Babys bei ihrer Geburt nach keiner

Uhrzeit richten, arbeiten die Hebammen im

Spital Herisau in Früh-, Spät- und Nachtschichten.

«In der Regel sind jeweils zwei

von uns auf der Geburtenstation. An Festtagen

wie Weihnachten oder Silvester arbeitet

manchmal nur eine Hebamme und eine

ist auf Abruf», so Stauffacher. «Ich mag die

Nachtschichten, weil die Atmosphäre dann

eine ganz besondere ist. Die Lichter sind gedimmt,

es klingeln keine Telefone und es wuselt

niemand durch die Gänge.»

«Nachtdienste

gehören zum

Berufsalltag von

Hebammen.»

Doch die nächtliche Idylle trügt, denn wenn

mehrere Frauen in den Wehen auf die Geburtenstation

kommen, ist es mit der Ruhe

vorbei. «Dann sind zwei Hebammen manchmal

zu wenig. Aber wir können schnell reagieren

und mehr Personal aufbieten, damit

die Versorgung gesichert ist und Frauen ihre

Kinder bei uns sicher zur Welt bringen können.»

Geburten an magischen Tagen

Bei der Einsatzplanung achten Teamleiterin

Regula Rutz und ihre Stellvertreterin Jasmine

Stauffacher darauf, die Dienste fair zwischen

den Hebammen zu verteilen. «Wir haben viele,

die Teilzeit arbeiten. Das bringt eine gewisse

Flexibilität», sagt Stauffacher. «Bei jenen,

die höhere Pensen leisten, schauen wir,

dass sie mehrere gleiche Dienste am Stück

haben. Gerade bei Nachtschichten ist das

wichtig, um in einen Rhythmus zu kommen.»

Grundsätzlich werde so eingeteilt, dass jede

Hebamme eine Woche im Monat nachts arbeite.

Stauffacher selbst machen die Dienste

zur eigentlichen Schlafenszeit nichts aus.

«Man muss ein wenig gegen seinen normalen

Tagesablauf leben. Ich habe glücklicherweise

keine Mühe, meinen Schlaf umzustellen.

Wir haben aber Mitarbeiterinnen, denen

diese Umstellung schwerfällt. Mit der Zeit

finden die meisten jedoch einen Weg, ihren

Körper darauf einzustellen.»

In den kommenden Wochen stehen mit

Weihnachten und Silvester besinnliche Tage

bevor, die viele im Kreise der Liebsten verbringen.

«Natürlich ist die Geburtenstation auch

in dieser Zeit besetzt», so Stauffacher. «Die

Hebammen können angeben, ob sie lieber

während Weihnachten oder Silvester arbeiten.

Meistens können wir die Wünsche berücksichtigen.

Zudem sind wir ein eingespieltes

Team, viele Mitarbeiterinnen sind schon sehr

lange hier im Spital. Dadurch gleichen sich die

Einsätze über die Jahre wieder aus.» Jasmine

Stauffacher freut sich jeweils auf diese Nächte.

Zum einen bleibe bei einem Arbeitsbeginn

nach 22 Uhr ausreichend Zeit, um mit der Familie

zu feiern. «Zum anderen ist eine Geburt

an Weihnachten oder Silvester etwas ganz Besonderes.

Nicht umsonst ist das Neujahrsbaby

auch in den Medien immer wieder ein Klassiker.

Wenn man als Hebamme mithelfen darf,

eine Mutter an einem dieser magischen Tage

bei der Geburt zu begleiten, bleibt einem das

in Erinnerung. Und wenn die Silvesternacht

ruhig bleibt und mehrere Hebammen auf der

Station sind, bleibt sogar die Zeit, um mit alkoholfreiem

Sekt anzustossen.»

Innerhalb der Familie von Jasmine Stauffacher

ist das Verständnis für Abwesenheiten

an Feiertagen und unregelmässige Arbeitszeiten

gross. «Eine der schönen Seiten an

unserem Beruf ist, dass uns nie jemand böse

ist – schliesslich helfen wir dabei, Kinder auf

die Welt zu bringen. Wenn ich erzähle, dass

ich Hebamme bin, sind die Menschen immer

ganz begeistert und haben viele Fragen.»

Auch ihr Mann habe keine Probleme mit ihrer

Arbeit und den Auswirkungen auf das Privatleben.

«Natürlich gibt es hin und wieder Wochen,

in denen wir uns nicht oft sehen. Aber

unsere Nachtdienste beschränken sich ja auf

eine Woche im Monat. Das ist für uns beide

auszuhalten.» Schliesslich habe sie sich ganz

bewusst für den Beruf als Hebamme in einem

Krankenhaus entschieden. «Und da gehören

die Nachtschichten nun einmal dazu.»

«Du bist dem

Leben nie näher

als bei einer

Geburt.»

Die Hände als Werkzeug

Ursprünglich hat Jasmine Stauffacher eine

Ausbildung zur Medizinischen Praxisassistentin

gemacht. «Doch ich wollte mich beruflich

weiterentwickeln. Also habe ich danach

die Maturität und anschliessend das Studium

zur Hebamme absolviert.» An der Fachhochschule

werde ein grosses Augenmerk auf eine

praxisnahe Ausbildung gelegt. «Es gibt viele

Praktika, damit Studierende bereits während

des Studiums einen Einblick in den Berufsalltag

bekommen.»

Zwar hätten sich die Aufgaben der Hebammen

durch moderne Technologien verändert,

«aber noch immer hat vieles mit Einfühlungsvermögen,

dem eigenen Charakter und

Erfahrung zu tun. Und was oft in Vergessenheit

gerät: Die Hände sind nach wie vor eines

der wichtigsten Werkzeuge.» Mit dem Abtasten

des Bauches prüfen Hebammen die Lage

des Babys, schätzen dessen Gewicht ab oder

bekommen ein Gespür für das Fruchtwasser.

«Natürlich helfen uns heute Ultraschallgeräte,

aber es ist dennoch wichtig, dass wir diese

Fähigkeiten nicht verlieren. Schliesslich weiss

man nie, wann eine Geburt eintritt und wie

die Umstände sind. Wenn keine Technik vorhanden

ist, müssen wir uns auf uns selbst

verlassen können.»

In diesem Gebärsaal im Spital Herisau kommen die Kinder zur Welt.

Sergio Dudli


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12/2024 Gesellschaft / Gewerbe · 35

NEUER FAHRPLAN BRINGT AUCH

VERBESSERUNGEN FÜR HERISAU

Am Sonntag, 15. Dezember, tritt schweizweit

der neue Fahrplan in Kraft. Dank Anpassungen

am Takt werden neu in Appenzell

den ganzen Vormittag gute Anschlüsse

an die Züge in Richtung Wasserauen und

Urnäsch sichergestellt. Gleichzeitig ergeben

sich so in St. Gallen gute Anschlüsse

an die IC-Verbindungen nach Zürich. Dank

kontinuierlicher Verbesserungen an der Infrastruktur

sind neu ein durchgehender Viertelstundentakt

zwischen Teufen und Trogen

in der Hauptverkehrszeit sowie leicht verkürzte

Fahrzeiten der beiden Schnellzüge

zwischen St. Gallen und Appenzell möglich.

Aufgrund der neu über Nacht in Ap-penzell

abgestellten Züge ermöglichen die AB am

frühen Morgen und am Feierabend nahezu

einen Viertelstundentakt von und bis nach

Appenzell. Im Rheintal fahren die Züge ab

dem Fahrplanwechsel «allpott»: Zwischen

St.Gallen und Sargans gibt es neu halbstündlich

eine schnelle Verbindung, abwechselnd

von Sargans via Rheintal nach Zürich und

von Chur via Rheintal nach Herisau. Die AB

passen auf der Linie Rorschach-Heiden den

Fahrplan dieser neuen halbstündlichen Verbindung

an. So garantieren sie für Reisende

von Heiden nach St. Gallen/Herisau oder

Romanshorn gute Anschlüsse. Die Reisezeit

zwischen Heiden und St. Gallen verkürzt

sich je nach Tageszeit und Saison auf rund

eine halbe Stunde. Tagsüber orientiert sich

der AB-Fahrplan im Sommer am Freizeitverkehr.

Im Winter sowie am frühen Morgen

und abends sind die Verbindungen auf die

Bedürfnisse der Pendlerinnen und Pendler

ausgerichtet. In mehreren Ostschweizer

Kantonen wird zudem das Nachtangebot

ausgebaut. Neu verkehren ab Winterthur

halbstündlich Züge nach St. Gallen und

Heerbrugg. Das hat Einfluss auf den Fahrplan

der AB: Um lückenfreie Anschlüsse zu

ermöglichen, fährt die S21 von St. Gallen

nach Appenzell sowie von St. Gallen nach

Trogen in der Freitag- und Samstagnacht

künftig eine halbe Stunde länger; die Zeiten

der bestehenden Nachtbusse werden

angepasst. Auf der Linie Frauenfeld-Wil

werden die Nachtverbindungen leicht angepasst,

um bessere Anschlüsse an-bieten zu

können. Ab Gossau verkehrt nach Herisau,

Waldstatt und Urnäsch ein neues Nachtangebot,

das in der Freitag- und Samstagnacht

jeweils zweimal angeboten wird. Alle

schweizweiten Fahrpläne für das Jahr 2025

können unter http://www.oev-info.ch eingesehen

werden. (pd)

Mit dem Fahrplanwechsel bauen auch die Appenzeller Bahnen ihre Angebote aus.

(Bild: pd)

DER PREISDRUCK BELASTET

DAS AUSSERRHODER GEWERBE

Einmal im Jahr befragt der Gewerbeverband

Appenzell Ausserrhoden seine Mitglieder zur

aktuellen Situation und zur Einschätzung des

Folgejahres. Aus den Angaben und dem Mehrjahresvergleich

leitet der Verband Massnahmen

für seine Aktivitäten ab. 69 Prozent des

Appenzell Ausserrhoder Gewerbes beschreiben

die aktuelle Arbeitsauslastung als hoch

bis sehr hoch. Gegenüber dem Vorjahr hat sich

dieser Wert um erfreuliche 14 Prozent verbessert.

In der Detailbetrachtung werden jedoch

grosse Unterschiede sichtbar: Während die

Gesundheitsbranche zu 83 Prozent hoch bis

sehr hoch ausgelastet ist, melden sämtliche

Firmen der Transportbranche eine nur mässige

Auslastung. Für das Folgejahr gehen die

meisten Gewerbebetriebe von einer gleichbleibenden

Auslastung aus. Optimistisch sind

die Branchen Versicherung und Planung/Engineering:

Sie prognostizieren sogar ein Auslastungs-Plus.

Wenig erfreulich sind die Werte

zur Margensituation. Der Wert «hohe Marge

erzielbar» ist von 21 auf 16 Prozent zurückgegangen.

Deren 15 Prozent melden sogar, dass

kaum mehr Marge erzielt werden kann. Diese

Entwicklung drückt sich auch bei der Frage

nach den grössten Sorgen aus: Zur Frage, welche

Themen die Befragten kurz- und mittelfristig

am meisten beschäftigen, nennen 18 Prozent

den Preisdruck beim Verkauf. Der Wert

ist gleichbedeutend mit Platz zwei im Sorgenbarometer.

Gleichauf ist die «zunehmende Bürokratie».

Der Ausserrhoder Gewerbeverband

möchte bei diesem Thema einhaken und in

einem zweiten Schritt die Gründe für diesen

hohen Wert ermitteln. Platz eins belegt eie erwartet

der Fachkräftemangel. Fast vier Fünftel

aller teilnehmenden Firmen melden, dass die

Fachkräfterekrutierung aufwendig bis sehr

schwierig sei. Trotzdem unterscheiden sich die

Branchen auch bei diesem Thema: Während

das Transportgewerbe durchwegs angibt, die

Rekrutierung von Fachkräften sei einfach, haben

die Bereiche Tourismus/Gastro und Versicherung

grosse Mühe. (pd)


36 · Kalender 12/2024

Kalender

Dezember

4. «Was isch los, Samichlaus?», ab 4 Jahren,

14.30 Uhr, Figurentheater Herisau

4. Senioren und Seniorinnen: Adventsfeier

mit der Jugendmusikschule Herisau, 14.30

Uhr, kath. Pfarreiheim Herisau

5. Trauercafé, 17-18.30 Uhr, Kulturwerkstatt

Appenzellerland, Kasernenstrasse 39a

5. Mittagstreff, Club60plus, Casino Herisau

6. JAMfreeday, 19 Uhr, dä3.Stock

7. «Waldwiehnacht bi Fuchs und Haas», ab 4

Jahren, 14.30 Uhr, Figurentheater Herisau

7. Christchindlimarkt, 11 Uhr – 20 Uhr,

Kiesplatz Ebnet und Windegg

7. Reena Krishnaraja, Kultur is Dorf, 20.30

Uhr, altes Zeughaus Herisau

8. «Waldwiehnacht bi Fuchs und Haas», ab 4

Jahren, 11 Uhr, Figurentheater Herisau

8. Christchindlimarkt, 11 Uhr – 17 Uhr,

Kiesplatz Ebnet

8. «Nomal! Gschichtä. Versli und meeh», 10

– 11 Uhr, Stuhlfabrik

8. Konzert am zweiten Advent, Kunst Stobe,

15 Uhr, Bahnhofstrasse 17

9. Gespräch mit dem Gemeindepräsidenten,

16 – 18 Uhr, Gemeindehaus

11. «Waldwiehnacht bi Fuchs und Haas», ab 4

Jahren, 14.30 Uhr, Figurentheater Herisau

11. Konzert Klavier Trio, Casino Gesellschaft,

19.30 Uhr, Casino

13. Kindermärchen «Dä chly Muck», 20 Uhr,

mit Dinner möglich, Casino Herisau

14. «Waldwiehnacht bi Fuchs und Haas», ab 4

Jahren, 14.30 Uhr, Figurentheater Herisau

14. Kindermärchen «Dä chly Muck», 14.30

Uhr, Casino Herisau

14. Beth Wimmer & Mike Bischof, 19 Uhr, dä3.

Stock

14. «Max ond Ella – Weihnachtsmärchen», 14

– 17 Uhr, Stuhlfabrik

15. «Waldwiehnacht bi Fuchs und Haas», ab 4

Jahren, 11 Uhr, Figurentheater Herisau

15. Kindermärchen «Dä chly Muck», 14.30

Uhr, Casino Herisau

15. Spielesonntag, 14-18 Uhr, dä3.Stock

15. «Max ond Ella – Weihnachtsmärchen», 14

– 17 Uhr, Stuhlfabrik

15. 1 Million Sterne: Solidaritätsaktion für

Armutsbetroffene, Kath. Pfarrei Peter und

Paul, 17 – 22 Uhr, Oberdorfkafi

17. Appenzeller Kammerorchester, Club

60plus, 14 Uhr, kath. Pfarreiheim

18. Kindermärchen «Dä chly Muck», 14.30

Uhr, Casino Herisau

18. Appenzeller Mecktig Comedy, 19 Uhr,

Stuhlfabrik

18. SC Herisau – GDT Bellinzona, 20 Uhr,

Sportzentrum

19. Mittagstreff mit Weihnachtsfeier, Club

60plus, 11.30 Uhr, Casino

19. Comedy Duo «Messer&Gabel», 20 Uhr,

Casino

20. Hermanos Perdidos, 19 Uhr, dä3.Stock

21. «Max ond Ella – Weihnachtsmärchen», 14

– 17 Uhr, Stuhlfabrik

21. «Waldwiehnacht bi Fuchs und Haas», ab 4

Jahren, 14.30 Uhr, Figurentheater Herisau

21. Adventskonzert, Jodlerklub Herisau-Säge,

19.30 Uhr, Evang-ref. Kirche

21. «Max ond Ella – Weihnachtsmärchen», 14

– 17 Uhr, Stuhlfabrik

22. «Waldwiehnacht bi Fuchs und Haas», ab 4

Jahren, 11 Uhr, Figurentheater Herisau

22. «Max ond Ella – Weihnachtsmärchen», 14

– 17 Uhr, Stuhlfabrik

22. Adventskonzert, Jodlerklub Herisau-Säge,

14 Uhr, Evang-ref. Kirche

Regelmässig

Café unter den Bäumen, Montag (10-17

Uhr) & Freitag (14-21 Uhr), Chupfertrocke

Museum Herisau, Mittwoch

bis Sonntag, 13–17 Uhr

Figurentheater-Museum, jeweils am

Mittwoch um 14–17 Uhr und Sonntag

11–16 Uhr

23. Kinder-Kino im Hallenbad, 11 und 16 Uhr,

Sportzentrum

23. Appenzeller Lät-Night-Show, 20 Uhr,

Stuhlfabrik

24. Kinder-Kino im Hallenbad, 11 Uhr, Sportzentrum

29. LEBENS/t)RAUM – Film über das Herisauer

Jugendhaus, 19.30 – 21 Uhr, Cinétreff

30. Ausstellung Silvesterchlausen, 17 – 21 Uhr,

Altes Zeughaus

31. Silvesternacht, dä 3.Stock, 19 Uhr, Industriestrasse

28

31. Silvesterchlausen, Dorfzentrum, gesperrte

Strassen von 11 – 16 Uhr

31. Ausstellung Silvesterchlausen, 10 – 17Uhr,

Altes Zeughaus

Januar

4. Schuppelzaure, 19 Uhr, Stuhlfabrik

4. SC Herisau – EC Wil, 18.30 Uhr, Sportzentrum

5. Freie Besichtigung Schwänberg-Museum,

14-16 Uhr

5. Öffentliche Führung «Molke und Marketing»,

11 Uhr, Museum Herisau

5. «Nomal! Gschichtä. Versli und meeh», 10

– 11 Uhr, Stuhlfabrik

6. Gespräch mit dem Gemeindepräsidenten,

16 – 18 Uhr, Gemeindehaus

7. Jass- und Spielenachmittag, Club 60plus,

14 Uhr, Restaurant Adler

AUFMUNTERNDE BOTSCHAFTEN

UND GLÜCKSMOMENTE IM TREFFPUNKT

Kleine Momente der Freude, Inspiration

und des Glücks: dafür setzt sich der

Glücksfall Herisau auch gegen Jahresende

ein. Passend dazu hat das Glückskomitee

einen Glückskalender erstellt. Dieses steht

ab dem 1. Dezember im Treffpunkt Herisau.

Dabei erwartet die Herisauerinnen und

Herisauer jeden Tag eine Überraschung:

Tipps und Tricks sowie Anreize, die für

Glücksmomente sorgen, und aufmunternde

Botschaften, die ein Lächeln zaubern

können. Stets mit dem Ziel die Menschen

in Herisau zusammenzubringen und mit

positiven Impulsen durch den Dezember

zu begleiten. Der Kalender wird von innen

als auch aussen zu sehen sein. Das Komitee

«Glücksfall Herisau» macht es sich

zum Ziel, der Herisauer Bevölkerung auf

vielfältige Weise zu zeigen, wo und wie

sich Glück im Dorf manifestieren kann.

Damit soll im Dorf eine positive Grundstimmung

erzeugt, das Wir-Gefühl nachhaltig

gestärkt und der Bezug zu Herisau

verstärkt werden. (pd)


12/2024 Sternefööfi · 37

Sternefööfi

PLUTO WECHSELT DIE STECKDOSE

Am 20. November betrat Pluto, der für die

Macht in Bindungen steht, definitiv das Zeichen

Wassermann. Gegen Ende seiner Zeit im

vorangehenden Tierkreiszeichen Steinbock

(2008-2024) startete auch ein neuer Zyklus

mit Saturn. Pluto und Saturn symbolisieren die

Bedingungen der herrschenden Machtstrukturen.

Durch Schlupflöcher in den bestehenden

Regelwerken können während solcher Zyklen

ganze Machtkonstrukte verwandelt und destabilisiert

werden. Die nächsten 36 Jahre beinhalten

einen Stabilitätstest der besonderen

Art. Saturn steht auch für die Wahrnehmung

der Realität. Im Kollektiv betrachtet, erzeugten

die Verbindungen zwischen Politik (Steinbock)

und der Finanzwelt (Pluto) Resonanz auf diese

Konstellationen. Die Beziehung zwischen diesen

zwei mächtigen Partnern erscheint aktuell

als Seilziehen im Kampf um eine Vorherrschaft.

Dadurch dass Pluto (Finanzwelt) nun das Zeichen

wechselt und sich aufmacht in eine hybride

Welt aus Krypto, Blockchain und Co., gerät

die Politik scheinbar ins Hintertreffen.

Doch 2025 wechselt auch Saturn (Politik) vom

Fischezeichen in den Widder, dadurch ändert

die Kampfbereitschaft auch bei diesem Player

das Level. Astrologisch sind die beiden Tierkreiszeichen

harmonisch verbunden, was bedeutet,

dass sie Hand in Hand und auf Augenhöhe

arbeiten könnten. So abstrakt es tönt,

aber gerade die US-Wahlen haben gezeigt, was

möglich wird, wenn die Finanzwelt und die Politik

gemeinsame Sache machen. Was aber Göthes

Faust schon wusste: Pluto ist jene Kraft, die

stets das Gute will und doch das Böse schafft.

Mit Vollgas zu neuen Machthorizonten und

einfach weg mit den lästigen alten Verantwortungen?

Das hinterlässt einen Scherbenhaufen

und der hat sich bekanntlich noch nie einfach

in Luft aufgelöst. Wie im Grossen so im Kleinen

– ein Leitsatz der Astrologie. Jeder von uns

M

F

steht am Übergang in den Wassermann auch

an einem persönlichen Wendepunkt. Pluto

symbolisiert den Phoenix, der aus der Asche

kam, und die Kraft, das zu verwandeln, was der

eigenen Weiterentwicklung im Weg steht. Die

Rückzugsphase aus Verbindlichkeiten, die das

eingeschränkt haben, ist vorüber. Die Frage ist

also, ist es gelungen? Ist der Weg nach vorne frei

oder steht man vor einem Scherbenhaufen? Der

Schützneumond von Anfang Dezember bringt

ein Bewusstsein für die nächsten Schritte. Mit

dem Übertritt von Pluto in das Zeichen Wassermann

wechselt der grösste Energiespender im

Horoskop gerade seine Steckdose. Wo wird neu

angezapft und wo liegen die eigenen Kräfte für

diese Zeit?

Narrenfrei und verantwortungslos

Wird das Steinbockzeichen als eine Eigenverantwortung

des Einzelnen verstanden, dann

wird auch das Wassermannzeichen seine

positiven Eigenschaften zeigen. Denn Individualität

und Gesinnungsfreiheit kann in einer

funktionierenden Gemeinschaft erst dann gelebt

werden, wenn die Mehrheit verbindliche

Regeln mitträgt. Ist im Steinbock jedoch eine

Ohnmacht entstanden, dass man keinen Einfluss

hat und fremdbestimmt wird, dann zeigt

sich auch der Wassermann von einer anderen

Seite. Der Drang, aus Verbindlichkeiten auszubrechen,

wird überdominant, die Spaltung zur

Umwelt wird vorangetrieben und die Empathiefähigkeit

gegenüber Mitmenschen geht

verloren. Ein egoistisch motivierter Wassermann

kann ein zynischer Eisklotz sein, der sich

keiner Verantwortung bewusst ist und deshalb

auch keinen Deut um andere schert. Es ist erkennbar,

dass einige solche Figuren sich bereits

auf der Weltbühne tummeln. Sie versuchen,

die demokratischen Strukturen und geltenden

Regeln so auszuhöhlen, dass sie für ihre eigene

Bereicherung Narrenfreiheit erhalten.

Sicherheit hat viele Gesichter

Der Entzug der bisherigen Sicherheiten wirkt

sich lähmend aus. Die Erdepoche prägte Massstäbe

und Parameter für die Gesellschaft, die

eine Wahrnehmung von Sicherheit priorisierten.

Wer sich darin verorten konnte, fühlte

sich beschützt. Der wassermännische Zeitgeist

setzt nun Impulse in den Themen Selbstwert

und Ressourcen (Stier), Rolle und Führerschaft

(Löwe), Bindungen und Transformation (Skorpion)

und Individualität und Gesinnungsfreiheit

(Wassermann). Alles diese Zeichen sind in

Höchstspannung, um diesen Paradigmenwechsel

voranzutreiben. Ein Blick zu den nächsten

Generationen in der Kita beweist: Hilf mir, es

selbst zu tun! Die Stützräder fallen weg, mit der

Anpassung an ein geltendes System ist kein

automatisches Sicherheitsempfinden mehr garantiert.

Eigenverantwortung ist eine Haltung

und beginnt in jedem selbst. Es gilt neue Wege

auszuprobieren, um mit der Schnelligkeit, der

Flüchtigkeit und den Stürmen der Luftepochenzeit

umzugehen. Die Gefahr, mit den alten Verhaltensmustern

den festen Stand zu verlieren,

emotional zu resignieren und die Empathie zu

dieser Welt zu verlieren ist grösser denn je. Das

gilt auch für die Mächtigen dieser Welt.

Anfangen bei sich selbst

Eine Rückverbindung zu sich selbst tut not. Das

Vertrauen, dass man alles, was man braucht,

in sich trägt, gehört in diese Zeit. Es ist eine

Entdeckungsarbeit, die zu leisten ist. Die Rückzugstendenz

zeigt sich in vielen Ländern dieser

Welt und ist eine Analogie zum notwendigen

Rückzug in uns selbst. Das Weltgeschehen

zeigt uns Abschottung mit den Fratzen des Nationalismus

und Kriege gegen äussere Feinde.

Die Sterne sagen, es braucht mehr Toleranz für

die eigene Individualität und allfällige Feinde

sind im Inneren zu besiegen. Auf Augenhöhe

mit sich selbst zu kommen, ist Arbeit. Die

Hoffnung allein wird’s auch dieses Mal nicht

richten. Vielleicht sollte man sich viel mehr ab

und zu ein Fremder sein, um das Verborgene in

sich zu erkennen. Verbindungen auf Augenhöhe,

die einen ehrlichen Spiegel vermitteln, sind

das wertvollste Weihnachtsgeschenk. Plutos

Kraftquelle steckt irgendwo in dieser Verbindung

zwischen Nähe und Distanz. Ich wünsche

Ihnen eine besinnliche Adventszeit! (nr)

Impressum

Herausgeber / Druck

Appenzeller Druckerei AG

Kasernenstrasse 64

9100 Herisau

www.adag.ch

Redaktion

Helena Städler, Leitung (hst)

Sergio Dudli, Leitung (sd)

Eva Schläpfer (es)

Nadja Rechsteiner (nr)

T +41 71 354 64 64

redaktion@deherisauer.ch

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Erscheint monatlich

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38 · Rätsel 12/2024

schweiz.

Urheberrechtsgesell.

Leiterin

eines

Klosters

Werkzeug

gehbehindert,

unbeweglich

Sumpfvogel,

Teichhuhn

frz.

Königsanrede

Vorgesetzter

Musikrichtung:

Hip-...

hinduist.

Gott

Grösse

des

Motorzylinders

kleine

Bleikugeln

3

Anisbrötli

6

eh.

südosteurop.

Staat

herald.

Farbe

des

Goldes

obere

Mauerleiste

Brücke

in

Venedig

9

Fachgebiet

hohe

Spielkarte

US-

Geheimdienst

kleine

Mahlzeiten

engl.:

Schritt

zur Welt

gekommen

schweiz.

Musikclown

† 2018

marokkan.

Kopfbedeckung

Opernlied

Frauenname

Computerpiktogramme

selbstsüchtiger

Mensch

bäuerl.

Gehilfinnen

Kircheninstrumente

engl.

Artikel

niederl.

Stadt:

Den ...

Gebetsende

Honigwein

alter Name

des

HCL-

Stadions 4

Walliser

Kräuterlikör

Bindewort

Düsenflugzeug

bebilderte

Jahrbücher

eh. US-

Raumfahrtprogramm

10

europ.

Fluss

röm.

Quellnymphe

luftführende

Körperbahnen

griech.

zu einem

Vorsilbe:

früh.

Zeitpunkt

aussen

Vorn. v.

McGregor

griech.

Männername

höchstes

Wesen

Art e.

Gattung

babylon.

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Vorsilbe:

gemäss

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Gag

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Fahrzeugliebhaber

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sich zu

etw. bekennen:

sich ...

Beiname

New

Yorks:

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dt. für

Matur

(Kw.)

Region

im Kt. VD

(2 W.)

Brettspiel

das

Grosshirn

betreffend

Medizin,

Heilmittel

Los

ohne

Gewinn

leichter

Stoss,

Schubs

Ferienort

in

Südtirol

Gestalt

bei Wagner

† 7

röm.

Name

von Genf 11

Sinnbild

des

Götzen

Heiligenbild

der

Ostkirche

Platzknappheit

Blumenrabatte

Kriminalpolizei

(Kw.)

griech.

Gott

oriental.

Gebäck

Fürstin

in Indien

analog.

Farbfernsehsystem

Kiefernart

frz.

Schauspielerin

Notizbuch

mit

Einband

kanarische

Insel

(2 W.)

8

frz.:

weich

ohne

Treffer

(Sport)

Halbedelstein

5

westl.

Militärbündnis

schwindelig,

schlecht

sehr

ungelegener

Termin 2

ital.

Klosterbruder

Dateiverknüpfung

mietkaufen

german.

Gottheit

warme

Pastete

(engl.)

beinahe,

etwa

(dt.)

Halbton

über D

1 raetsel.ch

engl.:

zehn

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

Das Lösungswort der letzten

Ausgabe war: KINDERBETT


12/2024 Kino · 39

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