ÖSTERREICHS - IV Tirol

ivtirol

ÖSTERREICHS - IV Tirol

P.b.b. Verlagspostamt 1030 Wien, Zulassungsnr. 01Z022952V

Illustration: Starmühler

DAS MAGAZIN FÜR MITGLIEDER JULI–AUGUST 2010

Irrwege

ÖSTERREICHS

Was wir bei Budget, Pension

und Co. verbessern müssen

TIROL Initiative für die Energiezukunft Seite 12


IV TIROL

Die Energieversorgung

in Tirol muss nachhaltig

ausgebaut werden.

Energie-Initiative der IV Tirol

Dr. Reinhard

Schretter, Präsident

der Industriellenvereinigung

Tirol

12 Juli–August 2010 | iv-positionen

ENERGIEZUKUNFT Mit einer neuen Initiative will die Industriellenvereinigung Tirol geplante

Energie-Infrastrukturprojekte zielorientiert vorantreiben: So So ist das Thema Wasserkraft

für IV-Mitglieder vor allem deshalb von besonderem Interesse, weil hier im eigenen Land

viel bewegt werden kann – zum Nutzen aller.

S

eit Jahren spricht sich die IV Tirol klar für die nachhaltige

Nutzung der heimischen Energiepotenziale

aus. Auch bei der Diskussion rund um den Entwurf des

Kriterienkatalogs hat die Industriellenvereinigung

Tirol mehrmals klar Stellung bezogen.

Gerade die energieintensiven Mitgliedsunternehmen

erkennen die Standortrelevanz

des Energie-Themas und begrüßen Initiativen,

die konkrete Ziele zum Wohle aller

verfolgen und im Einfl ussbereich des

Landes liegen.

Ressource Wasserkraft „Im Fokus

der Energie-Initiative steht die

Botschaft, dass es höchst

an der Zeit ist, die

Weichen für die Tiroler

Energiezukunft zu

stellen. In einem internationalen Energiemarkt, auf

dem Tirol einer von vielen Akteuren ist, müssen alle

Anstrengungen unternommen werden, um über die

Ressource Wasserkraft im eigenen Land selbst bestimmen

zu können“, kann die Kernbotschaft der IV-Tirol-

Initiative auf den Punkt gebracht werden.

Standortvorteile Dabei geht es vor allem um die Sicherung

jener Standortvorteile, welche die Tiroler

Wasserkraft auch den kommenden Generationen bietet:

Das sind beispielsweise leistbare Energiepreise

Im Fokus der Energie-Initiative steht die Botschaft,

dass es höchst an der Zeit ist, die Weichen für

die Tiroler Energiezukunft zu stellen.

für den Endverbraucher – private Haushalte oder unsere

Betriebe –, Wertschöpfung für das Land, eine

hohe Umwegrentabilität durch Investitionen in energiewirtschaftliche

Infrastruktur sowie Forschungs-

Know-how für den Wissensstandort Tirol.

Strategische Maßnahmen Insgesamt umfasst die Energie-Initiative

der IV Tirol eine Reihe von strategischen

Maßnahmen: Roundtable-Veranstaltungen, Gespräche

mit politisch Verantwortlichen, wissenschaftliche Expertisen

oder auch einen Tiroler Energiegipfel, um

nur einige Schwerpunkte zu nennen. <

Fotos: stock.xchng/B. Lary, IV Tirol, Sandoz 2010


Geschäftsbericht 2009

BREITES SPEKTRUM Der „Geschäftsbericht 2009“ wird allen IV-Mitgliedern

sowie den wichtigsten Entscheidungsträgern im Lande zugesandt. Die

Vorlage bietet einen umfassenden Überblick über die vielfältige Tätigkeit

der industriellen Interessenvertretung in Tirol.

Die Darstellung wichtiger Erfolgslinien,Arbeitsschwerpunkte

sowie Serviceleistungen

der Landesgruppe liegt wieder in

gedruckter Form auf und dokumentiert

ein Stück Tiroler Industriegeschichte.

Das Krisenjahr 2009

hat deutliche Spuren hinterlassen.

Die meisten Unternehmen mussten

alles geben, um vom Standort

Tirol aus erfolgreich zu arbeiten.

Mitarbeiterstand stabilisiert Nur

große unternehmerische Anstrengungen

sowie möglichst flexible

Rahmen haben es letztlich ermöglicht,

den Mitarbeiterstand bestmöglich

zu stabilisieren und den

Rückgang bei den Aufträgen und

bei der Kapazitätsauslastung abzufedern.

Produktionswert gesunken Wurde

im Jahr 2008 noch ein Rekordwert

in der Höhe von rund 8,7 Mrd. €

erwirtschaftet, sank der Produktionswert

2009 auf 7,7 Mrd. €. Damit

schrumpfte das nominelle Wachstum

um 11,1 %. Die Exporte gingen

von 5,6 auf 4,8 Mrd. € zurück.

Trotz alledem musste sich die

T iroler Industrie in puncto Exportquote

nur von Vorarlberg „geschlagen“

geben. Im Bundesländerranking

rangiert sie mit diesem Resultat

auf Platz zwei mit einer Exportquote

von immerhin 70,6 %.

Positive Beschäftigungsdynamik

Bei der Beschäftigung erreichte die

Tiroler Industrie 2007 den höchsten

Stand in der Nachkriegszeit.

2009 allerdings reduzierte sich

das Niveau gegenüber dem Vorjahr

von 39.046 auf 37.643 MitarbeiterInnen.

Das ist ein Minus von

3,6 %. Dennoch zeigt die langfristige

Entwicklung, dass die Tiroler

Industrie – im Gegensatz zu vielen

anderen Regionen – eine positive

Beschäftigungsdynamik aufweist.

Mehr Flexibilität Insgesamt ist

Tirol/Österreich an mehreren Weggabelungen

angelangt, die mutige

Richtungsentscheidungen einfordern:

von mehr Flexibilität in allen

Bereichen – auch bei den Arbeitszeiten

– über den modernen

Ausbau von Infrastruktur sowie

Produktionswerte der Tiroler Industrie im Jahresvergleich

10.000.000

8.000.000

6.000.000

4.000.000

2.000.000

0

■ abgesetzte Produktion in der Industrie in 1.000 €

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

der Wasserkraft bis hin zur Budgetkonsolidierung.

Sparpotenziale Der Staatshaushalt

jedenfalls sollte über die

Ausgaben und nicht über neue

Steuern saniert werden: Sparpotenziale

gibt es bei der Staats- bzw.

Verwaltungsreform, im Gesundheitsbereich

und bei den Pensionen.

Nicht gespart werden

darf allerdings bei den Zukunftsfeldern

Bildung, Forschung und

Entwicklung (F&E). <

Industrieproduktion: Sie sorgt für Wertschöpfung,

sichert Wohlstand und Arbeitsplätze.

iv-positionen | Juli–August 2010 13


IV TIROL

Die Podiumsteilnehmer (v. l. n. r.): Dr. Franz Fischler, EU-Kommissar a.D., DFK-Ehrenvorsitzender

Dr. Helmut Schäfer, DDr. Jürgen Huber, Professor für empirische Finanzmarktforschung an der

Universität Innsbruck, Dr. Hans Reckers, Vorstand a.D. der Deutschen Bundesbank, Oliver Stock,

Leiter der Finanzzeitung des Handelsblattes, Dr. Hermann Sendele, Gründer & Partner von Board

Consultants International Sendele & Company, Dr. Reinhard Schretter, Präsident der IV Tirol,

Dr. Andreas Altmann, MCI-Geschäftsführer

Europa, Griechenland und der Euro

AM SCHEIDEWEG Die Stabilität der europäischen Währungsunion beschäftigte

die Teilnehmer der Podiumsdiskussion im Congress Innsbruck.

Die Podiumsdiskussion zur Zukunft der europäischen Wirtschafts- & Währungsunion

der Mitglieder und Freunde des DFK (Deutscher Freundeskreis),

der Industriellenvereinigung Tirol und des MCI (Management Center

Innsbruck) war nicht nur hochaktuell, sondern genauso spannend.

Das hochkarätige Podium erörterte viele Fragen und stellte Zukunftsszenarien

in den Raum. Die gemeinsame Aussage kann so auf den Punkt gebracht

werden: „Wir haben zu wenig Europa, zu wenig funktionierende Mechanismen,

um glaubhaft die Stabilität unserer Währungsunion sicherstellen zu

können. Sämtliche Staaten haben über Jahrzehnte mehr ausgegeben als eingenommen

und das Ausmaß des Schuldenmachens oft noch gekonnt verschleiert.

Das europäische Grundproblem sind nicht die bösen Märkte und

Spekulanten, sondern schwache Institutionen und fehlende Haushaltsdisziplin.

Deshalb steht die Währungsunion jetzt am Scheideweg.“ <

NEWS

Gratulation

Die IV Tirol gratuliert ihrem Beiratsmitglied DI Siegmar

Gerhartz, Image-Media Digitaldruck GmbH, zum

fünfundfünfzigsten Geburtstag.

JI am Gauderfest

Die Junge Industrie Tirol besuchte auch in diesem Jahr wieder das traditionelle

Gauderfest in Zell am Ziller. Sie war mit 20 Mitgliedern dabei und

genoss den Gauderbock, die heiter-ironische Gambrinusrede sowie den

Kabarettisten Lachgas-Franz als Andreas Hofer.

TERMINE

15.–16.09.2010

21.09.2010

14.30 Uhr

16.00 Uhr

20.–21.10.2010

09.11.2010

14.30 Uhr

16.00 Uhr

10.11.2010

09.00 Uhr

10.09.2010

28.09.2010

Sitzungen in Wien

(Tag der Industrie)

Präsidium

Vorstand/Beirat

Sitzungen in Wien

Präsidium

Vorstand/Beirat

Tiroler Wirtschaftsforum

Workshop/Kaminabend zum

Bundestagungsthema „Mut“

Herbstcocktail und

Mitgliederversammlung

Wilder Mann, Lans

IMPRESSUM: Herausgeber, Medieninhaber und Redaktion: Vereinigung der Österreichischen Industrie, Schwarzenbergplatz 4, 1031 Wien, Tel.: 01/711 35-2301, Fax: 01/711 35-2313,

E-Mail: positionen@iv-net.at. Homepage: www.iv-net.at, Chefredaktion: Mag. Christoph Neumayer, Andrea Gabmeyer. Redaktionelle Mitarbeit: Dr. Raphael Draschtak. Verantwortlich für den Inhalt: DI Dr. Joachim

Haindl-Grutsch, Mag. Johannes Höhrhan-Hochmiller, Dr. Thomas Krautzer, Mag. Josef Lettenbichler, Dr. Claudia Mischensky, Mag. Michaela Roither, Mag. Irene Schulte. Für den Inhalt der Seiten 10, 11

und 20 zeichnet die jeweilige Landesgruppe verantwortlich. Verleger: Starmühler Agentur & Verlag GesmbH., 1010 Wien, Schellinggasse 1, Tel.: 01/961 38 88, www.starmuehler.eu; Druck: Ueberreuter

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Offenlegung nach § 25 des Mediengesetzes: iv-positionen erscheint 10 x jährlich in einer Aufl age von 7.300, Unternehmensgegenstand: Informationen zu industrie- und gesellschaftspolitischen

Themen für Mitglieder der Industriellenvereinigung und Meinungsträger in Österreich

Fotos: IV Tirol

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