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Reduktion von Schallemissionen in der Heiztechnik - Buderus

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<strong>Reduktion</strong> <strong>von</strong> <strong>Schallemissionen</strong><br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> <strong>Heiztechnik</strong><br />

Die <strong>Heiztechnik</strong> ist heute geprägt durch hohe Umweltanfor<strong>der</strong>ungen.<br />

Neben e<strong>in</strong>er sparsamen und schadstoffarmen Betriebsweise<br />

gehört dazu ebenso die <strong>Reduktion</strong> <strong>von</strong> <strong>Schallemissionen</strong>.<br />

Die Umwandlung <strong>der</strong> <strong>in</strong> den Brennstoffen enthaltenen<br />

Energie <strong>in</strong> Wärme ist immer mit Geräuschen verbunden. Diese<br />

werden <strong>in</strong>sbeson<strong>der</strong>e durch den Brenner und die Flamme sowie<br />

die Strömung <strong>der</strong> Verbrennungsgase verursacht. Aber<br />

auch die Strömung <strong>der</strong> Wärmeträgermedien <strong>in</strong> den Rohrleitungen<br />

kann zu Geräuschentwicklungen führen. Je nach Intensität<br />

können diese als unangenehm empfunden und so als<br />

Lärm wahrgenommen werden.<br />

Da ständiger Lärm beim Menschen<br />

nachweislich zu Stress führt und<br />

dadurch die Gesundheit schädigen<br />

kann, ist dem Schallschutz <strong>in</strong> <strong>der</strong> <strong>Heiztechnik</strong><br />

nicht nur e<strong>in</strong> hoher Stellenwert<br />

bezüglich des Wohnkomforts, son<strong>der</strong>n<br />

auch des Wohlbef<strong>in</strong>dens e<strong>in</strong>zuräumen.<br />

Über das akustische Verhalten komplexer<br />

Heizungsanlagen s<strong>in</strong>d aber im vorh<strong>in</strong>e<strong>in</strong><br />

nur sehr bed<strong>in</strong>gt Aussagen möglich. Dennoch<br />

sollte <strong>der</strong> Schallschutz bereits frühzeitig<br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Anlagenplanung Berücksichtigung<br />

f<strong>in</strong>den. Dies gilt ebenfalls für<br />

eventuelle Schallschutzmaßnahmen zur<br />

Nachrüstung, da nicht vorhergesehene<br />

Verbesserungen schnell aufwendige Umbauten<br />

und erhebliche Mehrkosten zur<br />

Folge haben können.<br />

Grundlagen<br />

Grundsätzlich werden unter Schall <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

Physik mechanische Schw<strong>in</strong>gungen und<br />

Wellen verstanden. E<strong>in</strong>e Schw<strong>in</strong>gung<br />

kann dabei als Bewegung e<strong>in</strong>es Körpers<br />

aus se<strong>in</strong>er Ruhelage beschrieben werden,<br />

die dieser anschließend wie<strong>der</strong> e<strong>in</strong>nimmt.<br />

Wie<strong>der</strong>holt sich dieselbe Bewegung kont<strong>in</strong>uierlich,<br />

so wird <strong>von</strong> e<strong>in</strong>er periodischen<br />

Schw<strong>in</strong>gung gesprochen. Von<br />

Wellen ist die Rede, wenn <strong>der</strong> schw<strong>in</strong>gende<br />

Körper mit noch an<strong>der</strong>en <strong>in</strong> Zusammenhang<br />

steht und sich die Bewegung<br />

auf das gesamte mite<strong>in</strong>an<strong>der</strong><br />

verbundene System ausbreitet. In gasför-<br />

migen und flüssigen Medien pflanzt sich<br />

<strong>der</strong> Schall durch Druckschwankungen,<br />

den so genannten Longitud<strong>in</strong>alwellen<br />

fort. In <strong>der</strong> Luft s<strong>in</strong>d diese als Luftschall<br />

vom Menschen unmittelbar hörbar. Im<br />

Gegensatz dazu kann <strong>der</strong> sich <strong>in</strong> festen<br />

Körpern durch Auslenkungen als Transversalwellen<br />

ausbreitende Körperschall<br />

nicht direkt wahrgenommen werden.<br />

Sehr wohl regen aber Transversalwellen<br />

üblicherweise auch die den Körper umgebende<br />

Luft zum Schw<strong>in</strong>gen an und<br />

s<strong>in</strong>d somit ebenfalls für das Geräuschempf<strong>in</strong>den<br />

<strong>von</strong> Bedeutung. In <strong>der</strong> Praxis<br />

gehen Geräuschemissionen zumeist auf<br />

e<strong>in</strong>e Komb<strong>in</strong>ation <strong>von</strong> Luft- und Körperschall<br />

zurück.<br />

Tonhöhe<br />

Als charakteristische Merkmale e<strong>in</strong>er jeden<br />

Schw<strong>in</strong>gung s<strong>in</strong>d die Frequenz (f),<br />

die Amplitude (y) sowie die Phase (ϕ) zu<br />

nennen. Bei e<strong>in</strong>er Welle kommt noch die<br />

Ausbreitungsgeschw<strong>in</strong>digkeit (c) h<strong>in</strong>zu<br />

(Bild 1). Auf das Schallempf<strong>in</strong>den des<br />

Menschen haben hier<strong>von</strong> jedoch lediglich<br />

die Frequenz und die Amplitude e<strong>in</strong>en<br />

E<strong>in</strong>fluss. Die Frequenz ist dabei<br />

maßgeblich für die Tonhöhe des Schalle<strong>in</strong>druckes<br />

verantwortlich. Sie wird<br />

durch die Schw<strong>in</strong>gungshäufigkeit beschrieben.<br />

Bei dem direkt vom Menschen<br />

hörbaren Luftschall entspricht dies <strong>der</strong><br />

Anzahl <strong>der</strong> Druckschwankungen <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er<br />

Heizung<br />

■ Dipl.-Ing. (FH) BSc Frank Sprenger<br />

Zeite<strong>in</strong>heit. Die Angabe erfolgt im Allgeme<strong>in</strong>en<br />

pro Sekunde, was durch die E<strong>in</strong>heit<br />

Hertz (Hz) zum Ausdruck kommt. Je<br />

höher die Frequenz ist, desto höher wird<br />

auch das emittierte Geräusch vernommen.<br />

Zur Beurteilung <strong>von</strong> Geräuschen<br />

wird allerd<strong>in</strong>gs nicht jede e<strong>in</strong>zelne Frequenz<br />

für sich betrachtet, son<strong>der</strong>n bestimmte<br />

Frequenzbereiche nach DIN EN<br />

61 260 zu so genannten Bän<strong>der</strong>n zusammengefasst.<br />

Hierfür wurde <strong>der</strong> logarithmisch<br />

aufgetragene Frequenzmaßstab l<strong>in</strong>ear<br />

<strong>in</strong> gleich große Abschnitte geteilt.<br />

680 1.1<br />

TAB 7/2002<br />

Amplitudenhöhe (y)<br />

Technische Public Relations, Bu<strong>der</strong>us <strong>Heiztechnik</strong> GmbH,<br />

35573 Wetzlar<br />

Kenngrößen e<strong>in</strong>er Schw<strong>in</strong>gung<br />

Schw<strong>in</strong>gungsdauer (T)<br />

Frequenz (f) = 1/T<br />

Phasenw<strong>in</strong>kel<br />

(ϕ 0 )<br />

Schallausbreitungsgeschw<strong>in</strong>digkeit (c) <strong>in</strong> Luft<br />

bei 20 °C: ca. 344 m/s = 1238,4 km/h<br />

Zeit (t)<br />

Amplitude (y max )<br />

Bild 1: Unter Schall werden mechanische<br />

Schw<strong>in</strong>gungen und Wellen verstanden,<br />

die durch die Merkmale Phase (ϕ), Ausbreitungsgeschw<strong>in</strong>digkeit<br />

(c), Frequenz (f)<br />

und Amplitude (y) charakterisiert werden,<br />

<strong>von</strong> denen jedoch nur die letzten beiden<br />

Größen e<strong>in</strong>en E<strong>in</strong>fluss auf das menschliche<br />

Schallempf<strong>in</strong>den haben<br />

35


Heizung<br />

Wahrnehmung <strong>der</strong> Lautstärke im Hörbereich<br />

Schallstärke<br />

(I)<br />

<strong>in</strong> W/m 2<br />

<strong>in</strong><br />

Pa (N/m 2 )<br />

200<br />

20 2<br />

2 0,2<br />

0,2 2 . 10 -2<br />

20<br />

2 . 10 -2<br />

2 . 10 -3<br />

2 . 10 -3<br />

2 . 10 -4<br />

2 . 10 -4<br />

2 . 10 -5<br />

120<br />

110<br />

100<br />

90<br />

80<br />

70<br />

60<br />

50<br />

40<br />

30<br />

20<br />

10<br />

0<br />

10<br />

10<br />

-12<br />

10 -10<br />

10 -8<br />

10 -6<br />

10 -4<br />

10 -2<br />

Lautstärke (Λ) <strong>in</strong> phon<br />

Schalldruck<br />

(∆p)<br />

100 Hz<br />

3150 Hz<br />

<strong>in</strong><br />

µ bar<br />

Schmerzgrenze 120<br />

1<br />

110<br />

100<br />

90<br />

Bauphysik<br />

80<br />

70<br />

60<br />

50<br />

40<br />

30<br />

20<br />

10<br />

0<br />

Hörschwelle<br />

20 3 4 5 7 100 200 3 4 5 7 1000 2000 3 4 5 7 10000 20000<br />

Frequenz (f) <strong>in</strong> Hz<br />

Oktavband:<br />

16 31,5 63 125 250 500 1000 2000 4000 8000 16000<br />

Mittenfrequenzen<br />

11,25 22,5 45 90 180 355 710 1400 2800 5600 11200 22400 Frequenzgrenzen<br />

Schallpegel (L) <strong>in</strong> dB<br />

Infraschall<br />

Bild 2: Die Tonhöhe des Schalle<strong>in</strong>druckes ist <strong>von</strong> <strong>der</strong> <strong>in</strong> Oktaven e<strong>in</strong>geteilten Frequenz (f)<br />

abhängig. Schallpegel (L), Schalldruck (∆p) bzw. Schallstärke (I) bee<strong>in</strong>flussen h<strong>in</strong>gegen die<br />

Lautstärke. Das nur sehr subjektive Lautstärkeempf<strong>in</strong>den des Menschen wird vom Lautstärkepegel<br />

(Λ) berücksichtigt<br />

Die gebräuchlichste Unterteilung stellt<br />

das Oktavband dar, bei dem die Frequenzbereiche<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Schw<strong>in</strong>gungs-<br />

∧<br />

verhältnis <strong>von</strong> 2:1 stehen. Dieses Intervall<br />

wird Oktave (griech.: okta = acht)<br />

genannt, weil es den Abstand zwischen<br />

e<strong>in</strong>em Ausgangston und dem darauffolgenden<br />

achten Ton <strong>der</strong> diatonischen<br />

Tonleiter darstellt. Reichen die <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em<br />

Oktavband zusammengefassten Informationen<br />

zu e<strong>in</strong>em Geräusch nicht aus,<br />

so kann jede Oktave wie<strong>der</strong>um <strong>in</strong> drei l<strong>in</strong>ear<br />

gleiche Teile – <strong>in</strong> das so genannte<br />

∧<br />

Terzband (griech.: terz = drei) – zerlegt<br />

werden. Das menschliche Hörspektrum<br />

umfasst den Frequenzbereich zwischen<br />

16 Hz und 20 kHz und betrifft damit<br />

<strong>in</strong>sgesamt elf Oktaven. Außerhalb dieser<br />

Grenzen wird Schall mit niedrigeren<br />

Frequenzen als Infraschall sowie mit<br />

höheren Frequenzen als Ultraschall bezeichnet.<br />

Zwar treten <strong>Schallemissionen</strong><br />

<strong>in</strong> <strong>der</strong> Bauphysik hauptsächlich im Frequenzbereich<br />

zwischen 100 Hz und<br />

3150 Hz auf – <strong>der</strong> mit ausreichen<strong>der</strong> Genauigkeit<br />

fünf Oktaven be<strong>in</strong>haltet –, jedoch<br />

sollten bei gebäudetechnischen Betrachtungen<br />

auch außerhalb liegende<br />

Frequenzbereiche e<strong>in</strong>bezogen werden.<br />

Lautstärke<br />

Neben <strong>der</strong> Tonhöhe umfasst die menschliche<br />

Schallwahrnehmung auch die<br />

Lautstärke, die durch die Amplitude be-<br />

stimmt wird. Sie ergibt sich aus dem<br />

Ausschlag <strong>der</strong> Schw<strong>in</strong>gung, <strong>der</strong> beim<br />

Luftschall mit <strong>der</strong> Höhe <strong>der</strong> Druckschwankung<br />

gleichgesetzt werden kann.<br />

Dieser Differenzdruck ist direkt als<br />

Schalldruck (∆p) <strong>in</strong> den E<strong>in</strong>heiten Pa<br />

(N/m 2 ) o<strong>der</strong> bar (10 5 Pa) messbar. In <strong>der</strong><br />

Praxis hat sich jedoch die Bezeichnung<br />

als Schallpegel (L) mit e<strong>in</strong>em logarithmischen<br />

Maßstab und <strong>der</strong> E<strong>in</strong>heit Dezibel<br />

(dB) durchgesetzt (Bild 2). Häufig wird <strong>in</strong><br />

diesem Zusammenhang auch <strong>von</strong> <strong>der</strong><br />

Schallstärke o<strong>der</strong> Schall<strong>in</strong>tensität (I) gesprochen.<br />

Sie beschreibt die transportierte<br />

und auf e<strong>in</strong>e Fläche e<strong>in</strong>wirkende<br />

Schallenergie und wird mit <strong>der</strong> E<strong>in</strong>heit<br />

(W/m 2 ) ausgedrückt. Die E<strong>in</strong>heit Dezibel<br />

ist ähnlich wie Prozentgrößen e<strong>in</strong> an sich<br />

Korrekturwerte <strong>in</strong> dB<br />

10<br />

5<br />

0<br />

-5<br />

-10<br />

-15<br />

-20<br />

-25<br />

-30<br />

-35<br />

-40<br />

Zusammenhang zwischen Schalldruck (Pa), Schallpegel (dB)<br />

und A - Bewertung<br />

31,5 63 125 250 500 1000<br />

Korrekturkurve für<br />

A-Bewertung<br />

-39,4<br />

-26,2<br />

dimensionsloses Verhältnismaß. Es setzt<br />

den quadrierten Schalldruck <strong>in</strong> Bezug zu<br />

e<strong>in</strong>er Referenzgröße, die hier auf e<strong>in</strong>en<br />

quadrierten Druck <strong>von</strong> 2 × 10-5 Pa festgelegt<br />

wurde und bei e<strong>in</strong>er Frequenz <strong>von</strong><br />

1 000 Hz <strong>in</strong> etwa <strong>der</strong> Hörschwelle entspricht.<br />

Mit dem Begriff Dezi (lat.: decem<br />

∧<br />

= zehn) wird zum Ausdruck gebracht,<br />

dass die Angabe Dezibel das zehnfache<br />

des Grundwertes Bell darstellt. Mit <strong>der</strong><br />

Verzehnfachung sollen Kommastellen<br />

vermieden und e<strong>in</strong>e bessere Darstellbarkeit<br />

erreicht werden. Auf diese Weise<br />

wird <strong>der</strong> Hörbereich <strong>von</strong> <strong>der</strong> Hörschwelle<br />

bis zur Schmerzgrenze - die bei e<strong>in</strong>er<br />

Frequenz <strong>von</strong> 1 000 Hz etwa bei 20 Pa<br />

liegt - durch e<strong>in</strong>en dB-Maßstab <strong>von</strong> 0 bis<br />

120 abgedeckt.<br />

Physiologische Anpassung<br />

Da <strong>der</strong> Mensch allerd<strong>in</strong>gs e<strong>in</strong>e eher<br />

subjektive Schallwahrnehmung besitzt<br />

und Schall bei verschiedenen Frequenzen<br />

unterschiedlich laut bewertet, spiegelt<br />

<strong>der</strong> objektive Schallpegel das Lautstärkeempf<strong>in</strong>den<br />

des Menschen jedoch nur<br />

grob wi<strong>der</strong>. Dieser Sachverhalt kommt <strong>in</strong><br />

<strong>der</strong> Angabe des Lautstärkepegels (Λ) <strong>in</strong><br />

Phon zum Ausdruck. Lautstärkepegel<br />

entsprechen zahlenmäßig etwa den <strong>in</strong> dB<br />

angegebenen Schallpegeln bei e<strong>in</strong>er Frequenz<br />

<strong>von</strong> 1000 Hz. Von dieser Basis aus<br />

werden die Lautstärkepegel aus physiologischen<br />

Untersuchungen als Kurven<br />

gleich laut wahrgenommenen Schalls<br />

über <strong>der</strong> Frequenz fortgeführt. Dabei ist<br />

gut zu erkennen, wie die empfundene<br />

Lautstärke <strong>von</strong> <strong>der</strong> Frequenz bee<strong>in</strong>flusst<br />

wird. Für physikalische Schallangaben<br />

s<strong>in</strong>d die Lautstärkepegel allerd<strong>in</strong>gs weniger<br />

geeignet. Aus diesem Grund wurden<br />

für die physikalische Messgröße des<br />

Schallpegels verschiedene Bewertungs-<br />

Umrechnung des Schalldruckes (Pa)<br />

<strong>in</strong> den Schallpegel (dB):<br />

L = 10 . log(p 2 2<br />

/p )<br />

0<br />

Dar<strong>in</strong> s<strong>in</strong>d:<br />

L – Schallpegel <strong>in</strong> dB<br />

p – Schalldruck <strong>in</strong> Pascal<br />

p – 2<br />

0 . 10 -5 Pascal<br />

36 TAB 7/2002 680 1.2<br />

Ultraschall<br />

-16,1<br />

-8,6<br />

-3,2<br />

0<br />

1,2 1,0<br />

2000 4000<br />

Oktaven <strong>in</strong> Hz<br />

8000 16000<br />

-1,1<br />

-4,3<br />

Bild 3: Der Schalldruckpegel<br />

<strong>in</strong> Pa<br />

kann über e<strong>in</strong>en<br />

e<strong>in</strong>fachen mathematischenZusammenhang<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>en<br />

Schallpegel mit <strong>der</strong><br />

E<strong>in</strong>heit dB umgerechnet<br />

werden.<br />

Zur Berücksichtigung<br />

<strong>der</strong> physiologischenEigenschaften<br />

geben so<br />

genannte Bewertungskurven<br />

<strong>in</strong><br />

den Oktavbän<strong>der</strong>n<br />

Korrekturwerte vor


fallendes Blatt<br />

Nieselregen<br />

Kühlschrank<br />

Vogelgezwitscher<br />

Fernseher auf<br />

Zimmerlautstärke<br />

laute Sprache<br />

starker Straßenverkehr<br />

(10 m)<br />

Schlagbohrmasch<strong>in</strong>e<br />

Presslufthammer (1 m)<br />

Düsenjäger im<br />

Stand (15 m)<br />

dB(A)<br />

kurven e<strong>in</strong>geführt, mit denen die physiologischen<br />

Eigenschaften berücksichtigt<br />

werden sollen (Bild 3). Allen Bewertungskurven<br />

geme<strong>in</strong> ist, dass sie die realen<br />

und wahrgenommenen Schallpegel<br />

bei e<strong>in</strong>er Frequenz <strong>von</strong> 1000 Hz gleichsetzen.<br />

Für an<strong>der</strong>e Frequenzen geben sie<br />

<strong>in</strong> den Oktavbän<strong>der</strong>n Korrekturwerte vor,<br />

mit denen <strong>der</strong> Schallpegel <strong>der</strong> menschlichen<br />

Empf<strong>in</strong>dung angeglichen wird. Zur<br />

Kennzeichnung entsprechend bewerteter<br />

Schallpegel wird <strong>der</strong> jeweilig zugrundegelegte<br />

Kurventyp <strong>der</strong> E<strong>in</strong>heit Dezibel <strong>in</strong><br />

Klammern angehängt. Für die zumeist<br />

herangezogene Bewertungskurve des<br />

Typs „A“ ergibt sich damit die Bezeichnung<br />

db(A). Hierbei bedeutet die Erhöhung<br />

des Schallpegels um 10 dB(A)<br />

etwa e<strong>in</strong>e Verdoppelung des empfundenen<br />

Lärms (Bild 4).<br />

Umgang mit Schallpegeln<br />

Geräusche s<strong>in</strong>d grundsätzlich aus vielen<br />

Frequenzen zusammengesetzt. Tritt e<strong>in</strong><br />

Schallpegel nur <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Frequenz auf, so<br />

handelt es sich um e<strong>in</strong>en e<strong>in</strong>zelnen Ton.<br />

Für die Beurteilung bestimmter Schallquellen<br />

werden deshalb Frequenzanalysen<br />

durchgeführt. D.h. es werden die<br />

Schallpegel <strong>in</strong> den e<strong>in</strong>zelnen Frequenzen<br />

gemessen, wobei als Abstand <strong>von</strong> Frequenz<br />

zu Frequenz e<strong>in</strong>e Oktave o<strong>der</strong> seltener<br />

auch e<strong>in</strong> Terz gewählt wird. Daraus<br />

ergeben sich Oktav- o<strong>der</strong> Terzpegel, die<br />

0<br />

10<br />

20<br />

30<br />

40<br />

50<br />

60<br />

70<br />

80<br />

90<br />

100<br />

110<br />

120<br />

130<br />

140<br />

Hörschwelle<br />

Schlafräume<br />

E<strong>in</strong>e Erhöhung des Schallpegels um 10 dB(A) bedeutet e<strong>in</strong>e<br />

Verdopplung des empfundenen Lärms<br />

geistige Tätigkeiten<br />

wird als unangenehm<br />

empfunden<br />

bee<strong>in</strong>trächigt<br />

Sprachverständigung<br />

gesundheitsgefährdeter<br />

Bereich<br />

Schmerzschwelle<br />

Bild 4: A-bewertete<br />

Schallpegel<br />

mit Lautstärkebeispielen<br />

bei geräusch<strong>in</strong>tensiven Geräten oft auch<br />

<strong>in</strong> den technischen Daten angegeben<br />

werden. Sie zeigen die Schallpegel <strong>in</strong> den<br />

e<strong>in</strong>zelnen Oktaven bzw. Terzen. Meist<br />

treten <strong>in</strong> <strong>der</strong> Praxis auch mehrere Schallquellen<br />

geme<strong>in</strong>sam auf, die wie<strong>der</strong>um<br />

an<strong>der</strong>e Oktavpegel verursachen. Die E<strong>in</strong>zelgeräusche<br />

summieren sich dann zu e<strong>in</strong>em<br />

Gesamtgeräusch <strong>in</strong> je<strong>der</strong> Oktave<br />

auf. Zur Ermittlung <strong>der</strong> aus Schallüberlagerungen<br />

resultierenden Schallpegel<br />

werden die dB-Werte o<strong>der</strong> dB(A)-<br />

Werte <strong>in</strong> den e<strong>in</strong>zelnen Oktaven<br />

logarithmisch addiert (logarithmische<br />

Addition <strong>von</strong> Schallpegeln:<br />

L gesamt<br />

Diesbezüglich ist darauf zu achten,<br />

dass nur bewertete (dB(A)-Werte) o<strong>der</strong><br />

nicht bewertete (dB-Werte) Schallpegel<br />

Bild 5: Größenordnung<br />

<strong>der</strong> Schallpegel<br />

im Aufstellraum<br />

<strong>von</strong> drei<br />

unterschiedlichen<br />

Heizkesseln. Deutlich<br />

ist mit zunehmen<strong>der</strong><br />

Leistung<br />

e<strong>in</strong> Anstieg <strong>der</strong><br />

Geräuschemissionen<br />

zu erkennen<br />

L1 L2Ln 10 10 10<br />

= 10log( 10 + 10 + ... + 10 )<br />

680 1.3<br />

TAB 7/2002<br />

Schallpegel <strong>in</strong> dB (A)<br />

90<br />

Heizung<br />

mite<strong>in</strong>an<strong>der</strong> verrechnet werden. E<strong>in</strong>e Bewertung<br />

<strong>der</strong> Schallpegel kann durch Addition<br />

o<strong>der</strong> Subtraktion <strong>der</strong> entsprechenden<br />

Korrekturwerte <strong>in</strong> den e<strong>in</strong>zelnen<br />

Oktaven erfolgen. Üblicherweise besteht<br />

zur besseren Vergleichbarkeit und auch<br />

bei Grenzwerten außerdem die For<strong>der</strong>ung<br />

<strong>der</strong> Angabe nur e<strong>in</strong>es e<strong>in</strong>zelnen<br />

frequenzübergreifenden Schallpegels. Zu<br />

diesem Zweck werden die ermittelten Gesamtoktavpegel<br />

schließlich ebenfalls logarithmisch<br />

zusammengefasst. Bei e<strong>in</strong>em<br />

daraus folgenden Ergebnis ist allerd<strong>in</strong>gs<br />

ke<strong>in</strong> Zusammenhang mehr herstellbar<br />

und auch ke<strong>in</strong>e Vergleichsmöglichkeit<br />

mehr gegeben zwischen Schallpegeln, die<br />

<strong>in</strong> dB und dB(A) angegeben werden.<br />

Lästigkeitsbewertung<br />

Auf diese Weise berechnete Geräusche<br />

können, obwohl sie die gleichen<br />

frequenzübergreifenden Schallpegel aufweisen,<br />

dennoch – aufgrund <strong>der</strong> subjektiven<br />

menschlichen Wahrnehmung und<br />

den verschiedenen Oktavpegeln bzw.<br />

Tonhöhen – als unterschiedlich unangenehm<br />

o<strong>der</strong> lästig empfunden werden. In<br />

diesem Zusammenhang ist e<strong>in</strong>e weitere<br />

Geräuschbeurteilung zu nennen, die dazu<br />

dient, Schall h<strong>in</strong>sichtlich des Maximalwertes<br />

zu klassifizieren. Es handelt sich<br />

dabei um so genannte Grenzkurven für<br />

Geräusche gleicher Lästigkeit – auch NR-<br />

Kurven (noice rat<strong>in</strong>g curves) genannt –,<br />

denen bestimmte dB(A)-Werte zugeordnet<br />

s<strong>in</strong>d. Die Anwendung solcher Kurven erfor<strong>der</strong>t<br />

stets e<strong>in</strong>e Oktavanalyse. Die<br />

Grenzkurven geben <strong>in</strong> je<strong>der</strong> Oktave e<strong>in</strong>en<br />

Maximalwert vor, <strong>der</strong> <strong>von</strong> den Oktavpegeln<br />

zur E<strong>in</strong>haltung e<strong>in</strong>es frequenzübergreifenden<br />

Schallpegels nicht überschritten<br />

werden darf. D.h. es müssen sämtliche<br />

Oktavpegel des Geräusches unter <strong>der</strong><br />

Grenzkurve liegen, damit e<strong>in</strong> frequenzübergreifen<strong>der</strong><br />

Schallpegel den berechneten<br />

dB(A)-Wert hält. Liegt e<strong>in</strong> Oktavpegel<br />

Typische <strong>Schallemissionen</strong> im Aufstellraum<br />

85<br />

80<br />

75<br />

70<br />

65<br />

60<br />

55<br />

50<br />

0 100 200 300 400 500 600 700 800 900 1000<br />

Heizkessel mit Gebläsebrenner<br />

Heizkessel mit Gebläsebrenner und Schalldämpfhaube<br />

Heizkessel mit atmosphärischem Brenner<br />

Leistung <strong>in</strong> kW<br />

37


Heizung<br />

über <strong>der</strong> Grenzkurve, so kann <strong>der</strong> berechnete<br />

dB(A)-Wert nicht gehalten werden<br />

und es muss <strong>der</strong> dB(A)-Wert <strong>der</strong> nächst<br />

höheren Grenzkurve angegeben werden.<br />

Diesbezüglich existiert zur Zeit allerd<strong>in</strong>gs<br />

<strong>in</strong>ternational noch ke<strong>in</strong> e<strong>in</strong>heitlicher<br />

Standard. In Deutschland s<strong>in</strong>d die Grenzkurven<br />

für Geräusche gleicher Lästigkeit<br />

<strong>in</strong> den VDI-Richtl<strong>in</strong>ien 2081 def<strong>in</strong>iert.<br />

Schallausbreitung<br />

Schall breitet sich <strong>von</strong> <strong>der</strong> Quelle, im Idealfall<br />

kugelförmig, nach allen Richtungen<br />

h<strong>in</strong> aus. Ist <strong>der</strong> Raum, <strong>in</strong> dem sich die<br />

Schallwellen ausbreiten, nicht o<strong>der</strong> nur<br />

teilweise begrenzt, handelt es sich um e<strong>in</strong><br />

freies Schallfeld, das e<strong>in</strong>e ungeh<strong>in</strong><strong>der</strong>te<br />

Ausbreitung erlaubt. Im an<strong>der</strong>en Fall<br />

kommt es an den Begrenzungsflächen<br />

zur Reflexion und Absorption <strong>der</strong> Schallwellen.<br />

Diese Eigenschaften haben zur<br />

Folge, dass Geräusche stark <strong>von</strong> ihrer<br />

Umgebung bee<strong>in</strong>flusst werden. So weisen<br />

unterschiedliche Begrenzungsflächen verschiede<br />

Reflektions- und Absorptionsgrade<br />

auf, die <strong>von</strong> <strong>der</strong>en Größe, Oberflächenstruktur<br />

und Ausrichtung zur<br />

Schallquelle abhängen. Glatte Flächen<br />

wirken eher reflektierend. Hohe Absorptionsgrade<br />

besitzen h<strong>in</strong>gegen raue Flächen.<br />

Schalldämmende Materialien s<strong>in</strong>d deshalb<br />

porös aufgebaut. In e<strong>in</strong>em Raum<br />

werden Geräusche aber immer auch reflektiert.<br />

Das führt dazu, dass <strong>der</strong> Schallpegel<br />

nach Abschalten <strong>der</strong> Schallquelle<br />

erst nach e<strong>in</strong>er gewissen Nachhallzeit<br />

wie<strong>der</strong> auf den Ausgangswert abfällt. Bei<br />

Räumen mit sehr glatten Wänden und<br />

ungünstigen Formen ohne Abwan<strong>der</strong>ungsmöglichkeit<br />

für den Schall, kann es<br />

durch Reflexion sogar zu so genannten<br />

stehenden Wellen kommen. An<strong>der</strong>erseits<br />

können Geräusche <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Raum durch<br />

stark schallabsorbierende Wände und<br />

E<strong>in</strong>richtungsgegenstände auch erheblich<br />

gedämpft werden.<br />

Schallpegel <strong>in</strong> dB (A)<br />

115<br />

110<br />

105<br />

100<br />

95<br />

Typische <strong>Schallemissionen</strong> im Abgasweg<br />

10 100<br />

Leistung <strong>in</strong> kW<br />

Grenzwerte<br />

Grundsätzlich wird <strong>der</strong> Schallschutz im<br />

haustechnischen Bereich bei <strong>Schallemissionen</strong><br />

vom Heizraum <strong>in</strong>s Gebäude <strong>in</strong> <strong>der</strong><br />

DIN 4109 geregelt. Danach darf <strong>der</strong><br />

Schallpegel z.B. <strong>in</strong> benachbarten schutzbedürftigen<br />

Räumen nicht mehr als 35<br />

dB(A) <strong>in</strong> Arbeitsräumen und nicht mehr<br />

als 30 dB(A) <strong>in</strong> Wohn- und Schlafräumen<br />

betragen. Ausgenommen <strong>von</strong> diesen<br />

Anfor<strong>der</strong>ungen s<strong>in</strong>d jedoch Geräusche<br />

aus haustechnischen Anlagen im eigenen<br />

Wohnbereich. Bezüglich <strong>Schallemissionen</strong><br />

vom Heizraum nach außen gibt das<br />

Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische<br />

Anleitung zum Schutz gegen Lärm:<br />

TA-Lärm) <strong>in</strong> <strong>der</strong> sechsten Verwaltungsvorschrift<br />

Immissionsrichtwerte vor. So<br />

gilt z.B. für Wohngebiete e<strong>in</strong> zulässiger<br />

Schallpegel, <strong>der</strong> tagsüber bei 50 dB(A)<br />

und nachts bei 35 dB(A) liegt. Auch die<br />

VDI-Richtl<strong>in</strong>ie 2058 macht Angaben<br />

h<strong>in</strong>sichtlich des Lärms, <strong>der</strong> am Arbeitsplatz<br />

unter Berücksichtigung <strong>der</strong> unterschiedlichen<br />

Tätigkeiten betrachtet wird.<br />

Hiernach darf beispielsweise e<strong>in</strong> Schallpegel<br />

<strong>von</strong> 70 dB(A) bei e<strong>in</strong>fachen Büroarbeiten<br />

o<strong>der</strong> vergleichbaren Tätigkeiten<br />

nicht überschritten werden. All diese<br />

Werte sollen Menschen vor unzumutbaren<br />

Belästigungen durch Schallübertragung<br />

schützen.<br />

Schallentstehung<br />

Im Bereich <strong>der</strong> <strong>Heiztechnik</strong> kann die<br />

Schallentstehung und –ausbreitung generell<br />

<strong>von</strong> allen Bereichen ausgehen,<br />

beschränkt sich aber im Wesentlichen<br />

auf die Heizzentrale selbst. Dabei wird<br />

<strong>der</strong> Schall sowohl als Luft- als auch <strong>in</strong><br />

Form <strong>von</strong> Körperschall abgegeben. Vor<br />

allem bei Heizungsanlagen mit größeren<br />

Leistungen entstehen gegenüber kle<strong>in</strong>eren<br />

Heizungsanlagen aufgrund <strong>der</strong><br />

höheren spezifischen Belastungen<br />

zwangsläufig höhere <strong>Schallemissionen</strong>.<br />

Gasbrenner<br />

Ölbrenner<br />

1000<br />

Bild 6: Im Gegensatz<br />

zu dem e<strong>in</strong>deutigen<br />

Verlauf<br />

<strong>der</strong> Geräuschemissionen<br />

im Aufstellraum<br />

zeigen die<br />

Werte <strong>von</strong> Messungen<br />

<strong>von</strong> Schallpegeln<br />

im Abgasweg<br />

verschiedener<br />

Heizkessel e<strong>in</strong><br />

unregelmäßiges<br />

Ersche<strong>in</strong>ungsbild<br />

Als e<strong>in</strong>e <strong>der</strong> Hauptschallquellen ist hier<br />

<strong>der</strong> Brenner zu nennen, <strong>der</strong> Verbrennungs-<br />

und Gebläsegeräusche verursacht.<br />

Diese Geräusche werden zum e<strong>in</strong>en<br />

<strong>in</strong> den Aufstellraum selbst und zum<br />

an<strong>der</strong>en <strong>in</strong> das Abgassystem emittiert,<br />

<strong>von</strong> dem aus sie <strong>in</strong>s Freie getragen werden.<br />

Die beiden Emissionswege stehen<br />

dabei aber nicht unbed<strong>in</strong>gt <strong>in</strong> Zusammenhang<br />

mite<strong>in</strong>an<strong>der</strong>. D.h. e<strong>in</strong>e Heizungsanlage,<br />

<strong>von</strong> <strong>der</strong> so hohe Schallpegel<br />

über das Abgassystem ausgehen,<br />

dass die Nachbarschaft gestört wird,<br />

muss nicht zwangsläufig auch im<br />

Wohnbereich stören und umgekehrt<br />

(Bil<strong>der</strong> 5 und 6).<br />

Allerd<strong>in</strong>gs ist es nicht immer leicht,<br />

Aussagen über die späteren Schalleigenschaften<br />

<strong>der</strong> Gesamtanlage zu machen.<br />

Zwar können die Geräuschemissionen<br />

nach vorhergehenden Ausführungen zur<br />

Orientierung berechnet, bewertet und mit<br />

entsprechenden Grenzwerten verglichen<br />

werden, konkrete Angaben über das<br />

akustische Verhalten <strong>von</strong> Heizungsanlagen<br />

s<strong>in</strong>d aber im vorh<strong>in</strong>e<strong>in</strong>, wenn überhaupt,<br />

nur sehr schwer möglich. Neben<br />

den zahlreichen E<strong>in</strong>flussfaktoren spielen<br />

nämlich auch die realisierbaren Fabrikationskomb<strong>in</strong>ationen<br />

e<strong>in</strong>e Rolle. So stellten<br />

sich z.B. bei e<strong>in</strong>em mit unterschiedlichen<br />

Brennern bestückten Heizkessel<br />

u.U. sehr verschiedene Geräuschpegel<br />

e<strong>in</strong>. Genauso kann e<strong>in</strong> Brenner <strong>in</strong> verschiedenen<br />

Heizkesseln e<strong>in</strong>gesetzt, unterschiedliche<br />

<strong>Schallemissionen</strong> abstrahlen.<br />

Ausgeführte Anlagen bieten hier<br />

grundsätzlich Erfahrungen und Anhaltswerte.<br />

Die dabei erzielten Ergebnisse s<strong>in</strong>d<br />

jedoch nicht <strong>in</strong> vollem Umfang auf an<strong>der</strong>e<br />

Anlagen übertragbar. Die sich e<strong>in</strong>stellenden<br />

Schallpegel richten sich vielmehr<br />

nach den <strong>in</strong>dividuellen Gegebenheiten <strong>der</strong><br />

Anlagentechnik und des Aufstellraumes.<br />

Umso wichtiger ist es, mögliche Schallschutze<strong>in</strong>richtungen<br />

frühzeitig <strong>in</strong> <strong>der</strong> Planung<br />

zu berücksichtigen. Wenn nach Fertigstellung<br />

des Bauvorhabens schließlich<br />

durch Messungen e<strong>in</strong> zu hoher Schallpegel<br />

festgestellt wird und ke<strong>in</strong>e schallm<strong>in</strong><strong>der</strong>nden<br />

Optionen e<strong>in</strong>kalkuliert wurden,<br />

s<strong>in</strong>d Nachbesserungen meist sehr aufwendig.<br />

Die Bestimmung entsprechen<strong>der</strong><br />

Geräuschmessungen ist <strong>der</strong>zeit <strong>in</strong> den<br />

Normen DIN 45 635-47 und ISO 3740 def<strong>in</strong>iert.<br />

Für den Bereich <strong>der</strong> Warm- und<br />

Heißwasser-Heizungsanlagen werden diese<br />

Messverfahren <strong>in</strong> <strong>der</strong> VDI-Richtl<strong>in</strong>ie<br />

2715 beschrieben.<br />

38 TAB 7/2002 680 1.4


Schallvermeidung<br />

Schon vor Erstellung des Gebäudes s<strong>in</strong>d<br />

schallför<strong>der</strong>nde Ausführungsformen weitestgehend<br />

zu vermeiden. So ist bereits die<br />

Festlegung <strong>der</strong> Lage des Heizraumes für<br />

den Schallschutz relevant. Heizraum und<br />

Abgasanlage sollten möglichst nicht direkt<br />

an primäre Aufenthaltsräume grenzen. E<strong>in</strong>e<br />

Anordnung neben untergeordnete Gebäudebereiche<br />

wie Abstellräume, Flure,<br />

Treppenhäuser o<strong>der</strong> Toiletten ist ratsam.<br />

Für den Fall, dass die Anordnung des<br />

Heizraumes neben e<strong>in</strong>em schallschutzbedürftigen<br />

Raum unumgänglich ist, wie es<br />

u. a. oft bei Dachheizzentralen vorkommt,<br />

s<strong>in</strong>d ggf. bauliche Maßnahmen vorzusehen.<br />

Der Heizraum kann diesbezüglich<br />

beispielsweise mit beson<strong>der</strong>s dicken Wänden,<br />

e<strong>in</strong>er Schalldämmung o<strong>der</strong> e<strong>in</strong>em<br />

Zwischenraum bzw. e<strong>in</strong>er Trennfuge zum<br />

Nachbarraum ausgeführt werden. Um<br />

Schw<strong>in</strong>gungen zu vermeiden, ist weiterh<strong>in</strong><br />

darauf zu achten, dass das Kesselfundament<br />

auf ausreichend gestütztem Boden<br />

errichtet wird. Kann <strong>der</strong> Heizraum nicht<br />

im Untergeschoss angeordnet werden,<br />

sollte das Kesselfundament zum<strong>in</strong>dest<br />

über Stützmauern, Pfeiler o<strong>der</strong> Unterzüge<br />

positioniert werden. Schallbrücken bzw.<br />

Verb<strong>in</strong>dungen, über die sich <strong>der</strong> Schall auf<br />

an<strong>der</strong>e Bereiche ausbreiten kann, s<strong>in</strong>d zu<br />

vermeiden.<br />

Auch die Schallentstehung <strong>in</strong> <strong>der</strong> Heizungsanlage<br />

kann <strong>in</strong> gewissen Grenzen<br />

im vorh<strong>in</strong>e<strong>in</strong> bee<strong>in</strong>flusst werden. E<strong>in</strong><br />

wichtiges Thema s<strong>in</strong>d hier Geräuschemissionen,<br />

die <strong>in</strong> Rohrleitungen bei<br />

Strömungsgeschw<strong>in</strong>digkeiten ab 1 m/s<br />

auftreten können und sich dann möglicherweise<br />

über das gesamte Rohrnetz<br />

ausbreiten. Durch e<strong>in</strong>e entsprechend<br />

großzügige Dimensionierung <strong>von</strong> Rohrnetzen<br />

und Ventilen können diese vermieden<br />

werden. Allgeme<strong>in</strong> gilt es, Strömungsquerschnitte<br />

günstig auszulegen<br />

und Umlenkungen möglichst zu vermeiden.<br />

Diese For<strong>der</strong>ung gilt identisch auch<br />

für die Abgasanlage. Erheblichen E<strong>in</strong>fluss<br />

auf den entstehenden Schallpegel hat<br />

außerdem die Auswahl <strong>der</strong> e<strong>in</strong>zelnen Anlagenkomponenten.<br />

Pumpen, Gebläse,<br />

Stellantriebe und Armaturen verschiedener<br />

Fabrikationen weisen <strong>in</strong> <strong>der</strong> Regel unterschiedliche<br />

Geräuschpegel auf. Wie bereits<br />

beschrieben, betrifft dies im<br />

Beson<strong>der</strong>en den zum E<strong>in</strong>satz kommenden<br />

Heizkessel und den dar<strong>in</strong> <strong>in</strong>tegrierten<br />

Brenner. Für beson<strong>der</strong>s schallsensible E<strong>in</strong>satzbereiche<br />

s<strong>in</strong>d beispielsweise atmos-<br />

phärische Gas-Heizkessel attraktiv. Diese<br />

kommen ohne Gebläse aus und arbeiten<br />

deshalb grundsätzlich etwas leiser.<br />

Luftschalldämpfung<br />

Der Brenner wurde bereits als e<strong>in</strong>e <strong>der</strong><br />

Hauptschallquellen benannt. Werden zu<br />

hohe Schallpegel festgestellt, sollte <strong>der</strong><br />

Brenner deshalb vor weiteren Schallschutzmaßnahmen<br />

zunächst überprüft<br />

werden. So können sich schon aus e<strong>in</strong>er<br />

günstigeren Brennere<strong>in</strong>stellung o<strong>der</strong> e<strong>in</strong>er<br />

verän<strong>der</strong>ten Brennerkopfausrüstung niedrigere<br />

Schallpegel ergeben. Stellen sich dadurch<br />

ke<strong>in</strong>e Verbesserungen e<strong>in</strong>, kann <strong>der</strong><br />

Schall mit zusätzlichen Komponenten gedämpft<br />

werden. Bei dem E<strong>in</strong>satz solcher<br />

Schalldämpfmaßnahmen s<strong>in</strong>d mehrere<br />

D<strong>in</strong>ge zu beachten. So besitzen sie sehr<br />

unterschiedliche Dämpfeigenschaften und<br />

haben bei verschiedenen Frequenzen e<strong>in</strong>e<br />

an<strong>der</strong>e Wirkung. Daher ist unbed<strong>in</strong>gt die<br />

angegebene Schalldämpfung <strong>in</strong> den e<strong>in</strong>zelnen<br />

Oktaven mit den Oktavpegeln des<br />

Geräusches zu vergleichen. Brenner besitzen<br />

beispielsweise meist die höchsten<br />

Schallpegelspitzen im niedrigen Frequenzspektrum<br />

bis etwa 400 Hz und bedürfen<br />

daher e<strong>in</strong>er speziell auf den Bereich abgestimmten<br />

Schalldämpfmaßnahme. Weiterh<strong>in</strong><br />

ist die Angabe <strong>der</strong> Schalldämpfung bei<br />

entsprechenden Komponenten immer <strong>in</strong><br />

Zusammenhang mit e<strong>in</strong>em Bezugs-<br />

Heizung<br />

Bild 7: Heizkessel mit vorgesetzter Schallhabe, die nicht nur <strong>in</strong> Bezug auf die Geräuschemissionen,<br />

son<strong>der</strong>n auch h<strong>in</strong>sichtlich des Designs auf Brenner und Heizkessel abgestimmt ist<br />

geräusch zu sehen, bei dem die Dämpfung<br />

erfolgen soll. Es kann aber da<strong>von</strong> ausgegangen<br />

werden, dass e<strong>in</strong>e Schalldämpfmaßnahme<br />

bei e<strong>in</strong>em Geräusch mit niedrigeren<br />

Schallpegeln als dem Bezugsgeräusch<br />

die gleiche o<strong>der</strong> sogar e<strong>in</strong>e stärkere<br />

Dämpfung erreicht. Außerdem<br />

benötigen schalldämpfende Komponenten<br />

e<strong>in</strong>en gewissen Platzbedarf, <strong>der</strong> möglichst<br />

bei je<strong>der</strong> Planung berücksichtigt werden<br />

sollte, um die Option e<strong>in</strong>er nachträglichen<br />

Dämpfung offenzuhalten.<br />

Im Abgasweg ist die Schallreduzierung<br />

mit Abgasschalldämpfern beson<strong>der</strong>s wirkungsvoll,<br />

die zwischen Heizkessel und<br />

Abgassystem montiert werden. Hier bietet<br />

sich an, das Abgassystem so auszuführen,<br />

dass e<strong>in</strong> Segment des Abgasrohrs später<br />

bei Bedarf e<strong>in</strong>fach gegen e<strong>in</strong>en solchen Abgasschalldämpfer<br />

ausgetauscht werden<br />

kann. In <strong>der</strong> VDI-Richtl<strong>in</strong>ie 2715 wird sogar<br />

grundsätzlich empfohlen e<strong>in</strong>en Abgasschalldämpfer<br />

vorzusehen, wenn mit zu<br />

hohen Geräuschpegeln zu rechnen ist. Abgasschalldämpfer<br />

arbeiten auf Basis <strong>der</strong><br />

Schallabsorption, s<strong>in</strong>d meist aus Stahl geschweißt<br />

und <strong>in</strong>nen mit e<strong>in</strong>em Dämpfstoff<br />

ausgekleidet. Für den Brennwertbetrieb<br />

werden sie mit e<strong>in</strong>em Kondenswasserablauf<br />

ausgeführt. Für die <strong>Reduktion</strong> <strong>von</strong><br />

Geräuschemissionen im Aufstellraum<br />

kommen Schalldämpfhauben zum E<strong>in</strong>satz<br />

(Bild 7). Dabei ist für e<strong>in</strong>e effektive Lärm-<br />

680 1.5<br />

TAB 7/2002<br />

39


Heizung<br />

Luftschalldämpfende<br />

Maßnahmen<br />

Körperschalldämpfende<br />

Maßnahmen<br />

Bild 8: Übersicht <strong>von</strong> luft- und körperschalldämpfenden Maßnahmen <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Heizzentrale<br />

m<strong>in</strong><strong>der</strong>ung wichtig, dass die Haube die gesamte<br />

Brennere<strong>in</strong>richtung abschirmt und<br />

spaltlos am Heizkessel abschließt. Ausschlaggebend<br />

dafür ist die richtige Größe<br />

<strong>der</strong> Schalldämpfhaube. Undichtigkeiten<br />

sollten unbed<strong>in</strong>gt vermieden werden.<br />

Schalldämpfhauben bestehen üblicherweise<br />

aus e<strong>in</strong>er <strong>in</strong>nen mit Dämmstoff versehenen<br />

Stahlkonstruktion. Für die Ansaugung<br />

<strong>der</strong> Verbrennungsluft vom Brenner<br />

ist e<strong>in</strong> schallgedämpfter Kanal vorgesehen.<br />

Da Schalldämpfhauben die Sicht auf den<br />

Brenner versperren, ist bei <strong>der</strong>en E<strong>in</strong>satz<br />

jedoch e<strong>in</strong>e häufigere Inspektion angebracht.<br />

Schalldämpfhauben wie auch Abgasschalldämpfer<br />

s<strong>in</strong>d Komponenten,<br />

durch <strong>der</strong>en Integration <strong>in</strong> die Heizungsanlage<br />

e<strong>in</strong>e nachträgliche Geräuschm<strong>in</strong><strong>der</strong>ung<br />

möglich ist. Beide Maßnahmen wirken<br />

allerd<strong>in</strong>gs nur dem direkten Luftschall<br />

entgegen, nicht aber Geräuschemissionen,<br />

die aufgrund <strong>von</strong> Körperschall <strong>in</strong> Nachbarräumen<br />

auftreten.<br />

Körperschalldämpfung<br />

Vom Heizkessel ausgehen<strong>der</strong> Körperschall<br />

kann <strong>in</strong> Form <strong>von</strong> Vibrationen ohne<br />

Gegenmaßnahmen über die Aufstellfläche<br />

sowie über starr angebundene<br />

Bauteile weitergeleitet werden und sich<br />

so im gesamten Gebäude ausbreiten. Dies<br />

gilt es durch schw<strong>in</strong>gungsisolierende<br />

Kompensatoren zwischen den entsprechend<br />

Schall leitenden Verb<strong>in</strong>dungen zu<br />

unterdrücken (Bild 8). Hierfür eignen sich<br />

u.a. schallabsorbierende Kesselunterbauten,<br />

die die Übertragung <strong>von</strong> Körperschall<br />

auf das Fundament verh<strong>in</strong><strong>der</strong>n. Je nach<br />

dem zum E<strong>in</strong>satz kommenden Heizkessel<br />

s<strong>in</strong>d diese unterschiedlich aufgebaut. Der<br />

Aufbau und auch die Auslegung richten<br />

sich dabei nach dem Betriebsgewicht sowie<br />

<strong>der</strong> Stellfläche des Heizkessels.<br />

Grundsätzlich bestehen sie aus Elementen,<br />

die bei Belastung nachgeben und dadurch<br />

Schw<strong>in</strong>gungen aufnehmen. Damit<br />

dies gleichmäßig über die gesamte Fläche<br />

geschieht, ist e<strong>in</strong>e absolut waagerechte<br />

Auflage notwendig. Weiterh<strong>in</strong> ist zu<br />

berücksichtigen, dass sich durch den Unterbau<br />

die Aufstellhöhe des Kessels und<br />

damit auch die Lage <strong>der</strong> Anschlüsse verän<strong>der</strong>n.<br />

Zum Ausgleich <strong>der</strong> Fe<strong>der</strong>wege des<br />

Kesselunterbaus sowie zur Verh<strong>in</strong><strong>der</strong>ung<br />

weiterer Schallbrücken empfiehlt es sich,<br />

bei den Anschlüssen ebenfalls entsprechende<br />

Kompensatoren vorzusehen. Diese<br />

sollten ohneh<strong>in</strong> <strong>in</strong> allen Verb<strong>in</strong>dungsleitungen<br />

zum Schallerreger, wie z.B. <strong>in</strong><br />

Heiz- und Sicherheitsleitungen sowie Leitungen<br />

für Brennstoffzufuhr und Brenneraggregat,<br />

e<strong>in</strong>gesetzt werden. Grundsätzlich<br />

s<strong>in</strong>d Schallbrücken durch starre<br />

Verb<strong>in</strong>dungen zu vermeiden. Deshalb<br />

s<strong>in</strong>d für die Rohrbefestigungen bzw.<br />

Rohraufhängungen ebenfalls schallabsorbierende<br />

Maßnahmen s<strong>in</strong>nvoll. Auch bei<br />

Rohrführungen durch Decken und Wände<br />

ist auf direkte Kontaktstellen mit dem<br />

Gebäudekörper zu achten. E<strong>in</strong>e Zwischenlage<br />

aus elastischem Material kann<br />

hier Abhilfe schaffen.<br />

Fazit<br />

Das Themengebiet des Schalls und dessen<br />

E<strong>in</strong>schätzung sowie Bewertung h<strong>in</strong>sichtlich<br />

<strong>der</strong> menschlichen Wahrnehmung<br />

besteht aus komplexen physikalischen<br />

und physiologischen Zusammenhängen.<br />

Um die <strong>Schallemissionen</strong> im vorh<strong>in</strong>e<strong>in</strong><br />

zu bestimmen, s<strong>in</strong>d Berechnungsansätze<br />

def<strong>in</strong>iert. Die sich später bei e<strong>in</strong>er Konstellation<br />

e<strong>in</strong>stellenden Schallwerte werden<br />

aber <strong>von</strong> vielfältigen Faktoren bee<strong>in</strong>flusst<br />

und s<strong>in</strong>d abhängig <strong>von</strong> den<br />

<strong>in</strong>dividuellen Gegebenheiten <strong>der</strong><br />

Geräuschquelle sowie des Raumes, <strong>in</strong><br />

dem sich <strong>der</strong> Schall ausbreitet. Zudem<br />

bestehen Geräusche oft aus e<strong>in</strong>er Vielzahl<br />

<strong>von</strong> E<strong>in</strong>zelgeräuschen, die schließlich<br />

zum Gesamte<strong>in</strong>druck führen. Aus<br />

diesem Grund besitzen die Ergebnisse<br />

<strong>von</strong> Schallberechnungen bezüglich <strong>der</strong><br />

tatsächlich entstehenden <strong>Schallemissionen</strong><br />

oft nur e<strong>in</strong>e bed<strong>in</strong>gte Aussagekraft.<br />

Diese Tatsache macht es umso wichtiger,<br />

<strong>Schallemissionen</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong> Gebäudetechnik<br />

möglichst frühzeitig zu berücksichtigen.<br />

Werden diese nämlich bereits <strong>in</strong> <strong>der</strong> Anlagenkonzeption<br />

e<strong>in</strong>kalkuliert, lässt sich<br />

die Problematik üblicherweise mit e<strong>in</strong>em<br />

vertretbaren technischen und f<strong>in</strong>anziellen<br />

Aufwand lösen. Hier ist zum e<strong>in</strong>en<br />

die Schallvermeidung zu nennen. D. h.,<br />

dass die später entstehenden Anlagengeräusche<br />

durch Planung, Ausführung<br />

und Komponentenauswahl so ger<strong>in</strong>g wie<br />

möglich gehalten werden. Zum an<strong>der</strong>en<br />

s<strong>in</strong>d die E<strong>in</strong>planung ggf. notwendig werden<strong>der</strong><br />

Schalldämpfmaßnahmen <strong>von</strong> Bedeutung.<br />

Der E<strong>in</strong>satz <strong>der</strong> Schalldämpfmaßnahmen<br />

richtet sich nach den<br />

letztendlich durch Messungen festgestellten<br />

Schallwerten und <strong>der</strong> dadurch verursachten<br />

Lärmbelästigung sowie den festgelegten<br />

Grenzwerten.<br />

Literatur<br />

[1] DIN EN 61 260; Elektroakustik – Bandfilter<br />

für Oktaven und Bruchteile <strong>von</strong> Oktaven<br />

[2] VDI-Richtl<strong>in</strong>ie 2081; Geräuscherzeugung und<br />

Lärmm<strong>in</strong><strong>der</strong>ung <strong>in</strong> raumlufttechnischen Anlagen<br />

[3] DIN 4109; Schallschutz im Hochbau<br />

[4] TA Lärm; GMBl. 1998<br />

[5] VDI 2058, Blatt 3; Beurteilung <strong>von</strong> Lärm am<br />

Arbeitsplatz unter Berücksichtigung unterschiedlicher<br />

Tätigkeiten<br />

[6] DIN 45 635-47; Geräuschmessungen an Masch<strong>in</strong>en,<br />

Luftschallemissionen, Hüllflächenverfahren,<br />

Schornste<strong>in</strong>e<br />

[7] ISO 2340; Akustik, Bestimmung des Schallpegels<br />

<strong>von</strong> Geräuschquellen, Leitl<strong>in</strong>ien für die<br />

Anwendung <strong>der</strong> Grundnormen<br />

[8] VDI 2715, Lärmm<strong>in</strong><strong>der</strong>ung und Schw<strong>in</strong>gungstechnik<br />

[9] Sprenger, F.; <strong>Schallemissionen</strong> <strong>in</strong> <strong>der</strong> Heizungstechnik<br />

und <strong>der</strong>en Verm<strong>in</strong><strong>der</strong>ung; IKZ<br />

20/99; S. 60-65<br />

40 TAB 7/2002 680 1.6

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