AWM_06_2024_Spezialheft_Kaufbeuren_Blätterkatalog
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Spezial | Dezember 2024
KAUFBEUREN
Wirtschaft | Branchen-News | Kultur | Soziales
Immo-Holding GmbH | Seite 6
Der neue Bürotower 2.0 ist bezugsfertig
Haustechnik Avan | Seite 18
Expansion durch Übernahme
Brillen-Profi-Contact GmbH | Seite 28
Dienstleister mit Durchblick
HAWE Hydraulik SE | Seite 48
Ein Vorzeigewerk in der Region
Schleifring GmbH | Seite 54
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Kaufbeuren | Editorial
Liebe Leserinnen und Leser
des Allgäuer Wirtschaftsmagazins,
TITELBILDER: IMMO-HOLDING, HAUSTECHNIK AVAN, BRILLEN-PROFI-CONTACT, HAWE HYDRAULIK SE, SCHLEIFRING GMBH
BILD: STADT KAUFBEUREN
Oberbürgermeister Stefan Bosse
im ablaufenden Jahr gab es erneut viele
Herausforderungen, denen wir uns stellen
mussten. Globale Krisen wie weiterhin
andauernde Kriege in der Ukraine
oder im Nahen Osten, deren Auswirkungen
sowohl Europa als auch die ganze
Welt auf die Probe stellen. Auch Kaufbeuren
blieb nicht vor den Auswirkungen
dieser Krisen verschont, vor allem unsere
Haushaltslage bietet kaum Raum zum
Atmen. Es war noch nie so schwierig,
einen so eng geschnürten Haushalt aufzustellen
und trotzdem alle Pflichtaufgaben
zu erfüllen, die von einer Kommune
gefordert werden. Gleichzeitig sind wir es
seit vielen Jahren gewohnt, sorgsam mit
den vorhandenen Mitteln umzugehen. Das
zeichnet uns seit Jahren aus! Und umso
wichtiger ist es, den Blick nach vorne zu
richten und zusammenzustehen, um diese
herausfordernden Zeiten zu meistern
und weiterhin dafür zu sorgen, dass unser
sozialer Zusammenhalt nicht bricht.
Wir haben in Zukunft viel vor in unserer
Stadt, denn das Leben geht weiter. Über
einige städtische Themen lesen Sie in
dieser Ausgabe des Allgäuer Wirtschaftsmagazins:
Was macht den Wirtschaftsstandort
Kaufbeuren aus? Sie bekommen
einen Überblick über alle relevanten und
interessanten Fakten.
Lesen Sie außerdem, was in unserer Stadt
passiert und was künftig getan wird, um
weiterhin eine neue Lebenskultur in der
Altstadt zu etablieren. Gleichzeitig möchten
wir Unternehmen die Möglichkeit
bieten zu wachsen: An der Apfeltranger
Straße wollen wir ein Gewerbegebiet mit
rund 100.000 Quadratmetern ausweisen.
Dies soll interessierten Firmen die Gelegenheit
bieten, sich zu vergrößern und
weiterzuentwickeln. Ich möchte Sie explizit
dazu ermutigen, einen möglichen
Standort Kaufbeuren in Erwägung zu
ziehen.
Sie merken, dass wir trotz der angespannten
Haushaltslage, mit der wir in
Bayern nicht allein dastehen, Möglichkeiten
schaffen wollen, um das gesellschaftliche
und wirtschaftliche Zusammenleben
weiter voranzutreiben.
Ich danke an dieser Stelle dem Allgäuer
Wirtschaftsmagazin für die erneute Gelegenheit,
solche Themen in der Spezialausgabe
Kaufbeuren platzieren zu können,
und wünsche Ihnen viel Spaß, aber auch
wichtige Impulse für die Zukunft, beim
Lesen.
Zum Abschluss des Jahres 2024 wünsche
ich allen Leserinnen und Lesern ein
erfolgreiches, gesundes und glückliches
Jahr 2025.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Stefan Bosse
Oberbürgermeister
Kaufbeuren
3
Kaufbeuren | Inhalt
12
6 Immobilienentwicklung
Die Immo-Holding GmbH hat mit dem
Bürotower 2.0 im Kaufbeurer Gewerbegebiet
ein weiteres Leuchtturmprojekt
umgesetzt.
10 Kulturveranstaltung
Mit der Rockoper „Herilo“ steht Kaufbeuren
ein Event bevor, das neue Maßstäbe für
die regionale Kulturszene setzt.
12 Kälte-Klima-Technik
Larissa Fischer, Mechatronikerin für Kältetechnik
bei Alpinakälte, erklärt, warum
das für sie der coolste Job im Allgäu ist.
14 Wirtschaftsreferat
Ein Interview mit Andreas Bauer, der seit
Januar 2024 das Wirtschaftsreferat der
Stadt Kaufbeuren leitet.
16 Motorsport
Adrenalin, Innovation und Zukunftspläne:
Wie sich die All-Kart Hallenkartbahn zur
vielseitigen Eventlocation entwickelt hat
und was als Nächstes ansteht.
18 Haustechnik
Haustechnik AVAN GmbH: vom Garagen-
Start-up zum aufstrebenden Mittelstandsunternehmen.
22 Wirtschaftsstandort
Kaufbeuren ist ein attraktiver, innovativer
und in der Region verankerter Standort
für Familienunternehmen, Start-ups und
Global Player.
24 Ingenieurbüro
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Bäurle ist der Fachmann,
wenn es um nachhaltiges Bauen
geht.
26 Markt Irsee
Interview mit Bürgermeister Andras Lieb
über die Herausforderungen und Pläne
der Gemeinde Irsee.
28 Service-Verbund Augenoptik
Die Brillen-Profi-Contact GmbH mit Sitz
im Märzenpark in Kaufbeuren ist der Einkaufs-
und Marketingverbund für unabhängige
Augenoptiker.
30 Gemeinwohl
Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren und
Wertachtal-Werkstätten stehen für
nachhaltiges Wirtschaften und gesellschaftliche
Verantwortung.
30
4 Kaufbeuren
32 Tragwerksplanung
Im Auftrag des Gablonzer Siedlungswerkes
setzt das Ingenieurbüro Roll aus
Kaufbeuren eines seiner bislang größten
Projekte als Tragwerksplaner um.
34 Familienfreundliche Bildungskommune
Eine gemeinsame Zukunftsaufgabe:
im Gespräch mit Cornelia Otto, die in
Kaufbeuren das Referat für Kinder, Jugend,
Bildung und engagierte Stadt leitet.
36 Fenster, Wintergärten, Haustüren
Die Linara Kaufbeuren GmbH erhält
die Silberauszeichnung „Beautiful
Buildings Award“ 2024.
37 Recht
Verantwortungsvolle Nachlassplanung
erfordert Expertise – diese bietet die
Rechtsanwaltskanzlei Hübner-Sturm in
Kaufbeuren.
38 Kulturveranstaltungen
Kaufbeuren Tourismus- und Stadtmarketing
e.V. bringt mit spannenden Events
Bewegung in die regionale Veranstaltungsszene.
40 Gewerbegebiet „Im Hart“
Im Süden von Kaufbeuren entsteht ein
neues Gewerbegebiet mit einer Gesamtfläche
von rund 100.000 Quadratmetern,
das interessierten Firmen Raum für Wachstum
und Weiterentwicklung eröffnet.
42 Gewerbeflächen
Der Gewerbepark Momm in Kaufbeuren
bietet mit modernen Arbeitsräumen
einen Ort für Innovation. Mit einem starken
Team geht das Unternehmen in die
Zukunft.
44 Gemeinde Pforzen
Die Gemeinde Pforzen plant die
Erschließung neuer Baugebiete, eine
Ortsumfahrung und ein interaktives
Besucherzentrum für „Udo“.
46 Stadtentwicklung
42
Das Handlungsprogramm Altstadt 2030
hat zum Ziel, die Kaufbeurer Altstadt mit
neuem Leben zu füllen.
48 Hydraulik-Komponenten und -Systeme
Der Hydraulikspezialist HAWE bewegt
Maschinen auf der ganzen Welt. Das Werk
in Kaufbeuren besteht seit zehn Jahren
und ist eine hochmoderne Produktionsstätte
– architektonisch und technologisch
herausragend.
52 Schmuckindustrie
Schmuck und Technik: Die Gablonzer
Industrie besticht durch enorme Produktvielfalt
und Innovationsfreude.
54 Technologie
Hightech made in Germany: SCHLEIFRING
steht für Lösungen, die bewegen.
58 Schlusswort
Unsere Autorin erzählt, was die Stadt
Kaufbeuren mit all ihrer lebendigen Vielfalt
für sie zur liebgewonnenen Heimat
macht.
48
Kaufbeuren
5
Kaufbeuren | Immobilienentwicklung
Hoch hinaus
Mit dem Bürotower 2.0 setzt die Immo-Holding GmbH neue Maßstäbe
in Sachen modernes und flächensparendes Bauen
Die Immo-Holding GmbH entwickelt, baut und saniert seit
1955 verschiedenste Immobilien-Projekte in der Region und
hat 2021 mit dem Bahnhofstower, der zugleich der Firmensitz
ist, das Kaufbeurer Stadtbild geprägt. Nun wurde ein zweiter
Büroturm im Gewerbegebiet Kaufbeuren fertiggestellt.
Des Weiteren ist auf dem Grundstück des alten Postareals
die Schaffung von hochwertigen Mietwohnungen geplant.
Bezugsfertig: der neue Bürotower 2.0 im Kaufbeurer Gewerbegebiet.
„Die Herausforderung beim
Bürotower 2.0 war, funktionale und
gestalterische Elemente optimal
miteinander zu verbinden.“
Martin Steidle,
Bauleiter bei der Immo-Holding GmbH
Bürotower 2.0
Um dem massiven Flächenverbrauch
entgegen zu wirken, bleibt nur das Bauen
in die Höhe. Dass die Planungs und Entwicklungsprofis
der Kaufbeurer Immo
Holding GmbH das können, beweist seit
2021 der Bahnhofstower. Ebenso hoch
hinaus geht es beim zweiten Turm, der im
Kaufbeurer Gewerbegebiet entstanden
ist. „Unser Ziel ist es, viel Nutzfläche auf
wenig Grundfläche zu verwirklichen“,
verdeutlicht Martin Steidle, zuständiger
Bauleiter, die Idee hinter den Türmen
und zugleich die Firmenphilosophie.
Der neue Büroturm bietet auf acht Etagen
insgesamt zwölf Gewerbeeinheiten
mit einer Gesamtfläche von 2.600 m². Als
erster Mieter hat der Elektrogroßhändler
Rexel seine Räume zum 1. Dezember bezogen,
weitere Mieter folgen in den
62 Kaufbeuren
Freie Gewerbeeinheiten
im Bürotower 2.0
nächsten Wochen. „Zwei Gewerbeeinheiten
sind aktuell noch frei, interessierte
Unternehmen können sich gerne bei uns
melden“, so Carmelo Panuccio, Projektentwickler
bei der ImmoHolding.
Funktional und formschön
Der hochmoderne Tower ist nicht nur
optisch ein Highlight, er setzt auch Maßstäbe
in Sachen Nachhaltigkeit und Nutzung
erneuerbarer Energien. „Die besondere
Herausforderung war, sowohl
funktionale als auch gestalterische Elemente
zu vereinen“, verrät Martin Steidle, der
auch für die optisch ansprechende Fassade
des Bahnhofstowers verantwortlich
ist. Der Tower 2.0 verfügt über ein intelligentes
Raumlüftungs und Wärmerückgewinnungssystem.
Die PVAnlage auf
dem Dach bringt zusammen mit der PV
Fassade eine Leistung von 130 kWp,
• Eine Einheit im 2. Stock mit 184 m²
• Eine Einheit im 6. Stock mit 341 m²
Beide Einheiten verfügen über
• Fußbodenheizung & Kühlung
• eigenen Serverraum, Botentanks
für Strom & Internet
• Glasfaseranschluss
• Verschattung durch steuerbare
Raffstores
• Einbauküche
• großen und schnellen Aufzug
• großzügige Kellerabteile
• Tiefgaragenstellplätze
Kaufbeuren
73
wobei die PVPaneele nicht als solche erkennbar
sind. „Wir haben auf der Nordund
Ostseite des Gebäudes Platten verwendet,
die optisch an die PVModule
auf der Süd und Westseite angepasst
sind“, erzählt Steidle. Auch, dass das mit
einigem Aufwand einherging und sogar
Sondergenehmigungen benötigt wurden.
Der erzeugte Strom wird direkt an die
Mieter weitergegeben, was die Nebenkosten
senkt und Vermietung zu attraktiven
Preisen möglich macht. Der Platz, um
später einmal hochwertige Batteriespeicher
für EMobilität einzubauen, ist bereits
eingeplant.
Innenstadtprojekt Bismarckcarré
Während beim Tower 2.0 Gebäudehöhe
und fassade den Projektentwicklern
KnowHow und Ideenreichtum abverlangten,
liegen die Herausforderungen
beim Bauvorhaben „Bismarckcarré“ im
Herzen der Kaufbeurer Altstadt ganz
woanders. Bezahlbaren Wohnraum zu
schaffen ist oberstes Ziel der Kommunen,
und doch werden Investoren immer
wieder durch strenge Vergaberichtlinien,
baurechtliche Genehmigungen und bürokratische
Vorgaben ausgebremst. „Bedauerlich“,
findet Panuccio, denn „Miet
wohnungen werden dringend benötigt
und neuer Wohnraum in der Altstadt
wirkt auch dem Sterben der Innenstadt
entgegen.“
„Wir sind bereit“
Die Abrissarbeiten auf dem ehemaligen
Postgelände sind in vollem Gange, doch
wann mit dem Neubau begonnen werden
kann, steht noch nicht hundertprozentig
fest. „Sobald wir von der Stadt die
finale Zusage bekommen, legen wir los“,
sagt Panuccio. Auch wenn die Situation
auf dem Immobilienmarkt momentan
84 Kaufbeuren
Planentwurf für das Bismarckcarré im Herzen der Kaufbeurer Altstadt
Hier soll bezahlbarer ...
nicht einfach ist und sich die ImmoHolding
mehr Unterstützung durch die
Kommunen, schnellere Verfahren und
weniger bürokratische Hürden wünschen
würde, hält das Unternehmen an
dem Projekt fest, weil es um die Wichtigkeit
innerstädtischen Bauens weiß.
„Wenn wir etwas angefangen haben, ziehen
wir es auch durch“, so Panuccio.
... Wohnraum entstehen.
Aller Krisen und Hürden zum Trotz
lassen sich die Projektentwickler der
ImmoHolding GmbH nicht bremsen
und planen bereits weitere Projekte in
Kaufbeuren. Und Carmelo Panuccio
meint schmunzelnd in Richtung Stadt:
„Wir sind bereit, wenn ihr es seid.“ ■
Claudia Horber
„Die Nachfrage nach bezahlbarem
Wohnraum ist ungebrochen.“
Carmelo Panuccio,
Projektentwickler Immo-Holding GmbH
Immo-Holding GmbH
Schelmenhofstraße 1a
87600 Kaufbeuren
Telefon 08341 9053-0
info@immo-holding.de
www.immo-holding.de
BILDER: IMMO-HOLDING GMBH
Kaufbeuren
95
Kaufbeuren | Kultur
Kaufbeuren goes Rockoper
„Herilo“: ein Event, das neue Maßstäbe für die Kulturszene in Schwaben setzt
Mit „Herilo – die Rockoper“ steht Kaufbeuren
vom 19. bis 22. Juni 2025 ein besonderes
Ereignis bevor: Die energie
schwaben arena wird zum spektakulären
Schauplatz für eine musikalische und
virtuelle Darbietung, wie sie Kaufbeuren
noch nie erlebt hat. Erzählt wird die Geschichte
des Einsiedlers Herilo aus dem
neunten Jahrhundert und seine existenziellen
Entscheidungen, die über Jahrhunderte
hinweg eine neue Heimat für
Tausende schufen. „Herilo“ ist ein Herzensprojekt
von Ehepaar Katharina und
Wolfgang Wiedemann, Gründer des Unternehmens
SensorTechnik Wiedemann
und der „Wiedemann Stiftung“. Das außergewöhnliche
Großprojekt bringt internationale
Künstler mit regionalen Laien auf
eine Bühne. Auch zahlreiche lokale Gewerke
sind an der Veranstaltung beteiligt,
die in dieser Form ein Novum in der
Kaufbeurer Kulturlandschaft darstellt.
Initiator und Produzent Wolfgang Wiedemann
kam die Idee zu „Herilo“ durch
ein eindrückliches Erlebnis: Durch den
Einsatz engagierter Menschen konnte der
Abriss eines mittelalterlichen Gebäudes
in Hirschzell – jetzt ein Dorfgemeinschaftshaus
– verhindert werden. Wiedemann
fühlt sich dem Kaufbeurer Stadtteil
Hirschzell („Herilos Zelle“) und seiner
Geschichte eng verbunden. „Herilo“ thematisiert
gemeinsame Verantwortung und
Ideale: „Es geht um menschliche Beziehungen
und Gemeinschaft, darum, sich
selbst als Mensch und Teil der Gesellschaft
zu reflektieren“, sagt Wiedemann.
Das ambitionierte Projekt stemmt
Wiedemann gemeinsam mit dem renommierten
Komponisten Christian Adolf
und unter der Regie von FranzJosef
Körner, der das Stück auf innovative
Weise inszeniert. Für Adolf zeichnet
„Herilo“ neben der Besonderheit, dass
alles live dargeboten wird, die „einzigartige
Verschmelzung von Rock und
Klassik, Tanz, Schauspiel und Gesang“
aus. „Die Handlung lässt finsterstes
Mittelalter mit Jetztzeit verschmelzen.
Sie ist schrecklich und wunderbar, zum
Verzweifeln und voller Hoffnung“, beschreibt
Körner.
An „Herilo“ sind zahlreiche Akteure aus
Kaufbeuren, dem Allgäu und darüber
hinaus beteiligt: Bekannte Musiker wie
BonfireGitarrist Frank Pané, Dan Lucas,
Gewinner der ersten Staffel von „The
Voice Senior“ oder Thomas Wohlfahrt,
Finalist von „Star Search“, mischen mit
und tragen zu einem Event mit besonderer
Strahlkraft bei.
Mahi Kola
„‚Herilo‘ thematisiert gemeinsame
Verantwortung und Ideale. Es geht
um menschliche Beziehungen und
Gemeinschaft.“
Wolfgang Wiedemann
„Herilo – die Rockoper“
Vier Aufführungen: 19. bis 22. Juni 2025
energie schwaben arena
Bahnhofstraße 11
87600 Kaufbeuren
www.herilo.de
BILDER: „HERILO – DIE ROCKOPER“
10 2 Kaufbeuren
Neuer Standort, neue Wege
– Wir ziehen um!
Wir freuen uns, den bevorstehenden Umzug in unsere
neuen, modernen Räumlichkeiten bekannt zu
geben. Ab Januar 2025 finden Sie uns in der Maria
Baldauf Straße 1 in Kaufbeuren.
Das erwartet Sie:
Die neuen Räumlichkeiten bieten nicht nur mehr
Platz für unsere Produkte, sondern auch eine inspirierende
Arbeitsumgebung für unser Team.
Mit einer modernen Kunden-Abholtheke ermöglichen
wir unseren Kunden einen schnellen und
unkomplizierten Zugang zu ihren Bestellungen.
„Wir sind begeistert von unserem neuen Standort
und den Möglichkeiten, die er uns bietet. Mein persönliches
Highlight: Die Photovoltaik-Fassade, welche
ideal unsere Werte und Visionen unterstützt“,
sagt Peter Steck, Leiter der Vertriebsniederlassung.
Die neue Umgebung ist so gestaltet, dass sie eine
offene und einladende Atmosphäre schafft, die den
Austausch von Ideen und die Teamarbeit fördert.
Unser freundliches Team steht Ihnen jederzeit zur
Verfügung, um Sie bestmöglich zu unterstützen.
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Kaufbeuren
11
Biessenhofen| Kälte-Klima-Technik
Coolster Job im Allgäu
❄❄ ❄
Handwerk mit Zukunft – als Mechatronikerin für Kältetechnik legt Larissa Fischer Temperaturen tiefer
Rund 90 Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland werden direkt oder indirekt von Kälte- und Klimatechnik beeinflusst. „Wie stark diese
Technik unseren Alltag prägt, war mir vor meiner Ausbildung tatsächlich nicht klar“, sagt Larissa Fischer. Tiefkühl-Lagerung, Serverräume,
Käseherstellung – sie alle würden ohne Kältetechnik nicht funktionieren. Die Mechatronikerin für Kältetechnik hat im Juli 2024 ihre Ausbildung
bei Alpinakälte abgeschlossen: „Was Besseres kann ich mir nicht vorstellen.“
Larissa Fischer (25),
Mechatronikerin für Kältetechnik
bei Alpinakälte
Geschäftsführer Peter Wagner übergibt Larissa Fischer ihr eigenes neues Servicefahrzeug.
2012 gründeten Peter Wagner und Jacek
Pawlowski die Alpinakälte GmbH & Co.
KG. Von Beginn an spezialisierten sie sich
auf Gewerbe wie Supermärkte, Klimatisierung
und Lebensmittelhersteller.
Heute sorgen 14 Mitarbeitende dafür,
dass ihren Kunden immer ausreichend
Kälte zur Verfügung steht. Und das
möglichst nachhaltig, über natürliche
Kältemittel und Wärmerückgewinnung.
Bei Alpinakälte sind nicht nur die bei
den Geschäftsführer ausbildungsberechtigt.
„Auch zwei unserer Monteure sind
Ausbilder“, erklärt Peter Wagner. „Damit
stellen wir sicher, dass unsere Azubis eine
sehr gute Ausbildung erhalten.“
In ihrem ersten AzubiLeben machte Larissa
Fischer übrigens eine Ausbildung
zur Augenoptikerin. Nach ihrem Abschluss
wurde ihr im Arbeitsalltag klar,
dass sie die Werkbank und das Arbeiten
mit den Händen vermisst. Beim Berufscheck
der Agentur für Arbeit beschäftigte
sie sich zum ersten Mal mit der Berufsund
Ausbildungsbeschreibung Mechatronikerin
für Kältetechnik. Nach einem
Praktikum bei Alpinakälte stand ihr Entschluss
fest: „Das will ich machen.“
„Wir sind ein super Team.
Ich merke hier nicht, dass ich
angeblich in einem Männerberuf
arbeite. Jetzt habe ich
sogar ein eigenes Service-
Fahrzeug bekommen und
bin selbstständig unterwegs.“
Vorlieben: alles, was mit Elektrik zu tun
hat; Ursachenforschung bei Störungen;
Montage
Was sie nicht mag: bei Wartungen die
Verdampfer auswaschen („Das ist echte
Schmuddelarbeit.“)
12 2 Kaufbeuren
Alpinakälte präsentiert sich auf der Ausbildungsmesse
Das Team von Alpinakälte
Dosen mit Karrierebooster
Lukas Hölter (25),
Mechatroniker für Kältetechnik
bei Alpinakälte
„Die schnellen Entscheidungswege
und der familiäre
Umgang hier gefallen mir.
Und die abwechslungsreiche
Arbeit – ich glaube, da können
wenig andere Berufe
mithalten.“
Vorlieben: Servicetechnik; sorgsamer
Umgang mit natürlichen Kältemitteln;
die Arbeit im Team
Was er nicht mag: wenn „irgendjemand“
mal wieder für Unordnung in seinem
Servicefahrzeug gesorgt hat
Blockunterricht und Naturwissenschaften
Noch sind Mechatroniker für Kältetechnik
eher eine Rarität. Bei rund 120
Auszubildenden pro Jahr in ganz Bayern
verspricht der Beruf ausgezeichnete Zukunftsperspektiven.
Der Blockunterricht
an der Berufsschule Lindau, der einzigen
für diese Ausbildung in Bayern über
3,5 Jahre, dauert jeweils ein bis drei
Wochen. Während dieser Zeit nächtigen
die Azubis im neu gebauten Wohnheim.
„Beim Unterricht musst du von Beginn
an mitmachen“, lautet ihr Rat. „Mathematik,
Physik, Chemie und Elektronik
sind Schwerpunkte und du musst echt
lernen wollen.“ Neben ihrem Lernwillen
sei für sie von Vorteil gewesen, im Alltag
mit komplexen Kältekreisläufen arbeiten
zu dürfen. Auch der Einsatz von Computern
bei Alpinakälte zur Überwachung
und Fehleranalyse sei ihr zugutegekommen.
Nicht zuletzt habe das Zeugnisgeld
ihrer Chefs sie angespornt, einen möglichst
guten Abschluss zu machen.
Karrieremöglichkeiten
Im familiären Team von Alpinakälte ist
die enge Kommunikation untereinander
ein wichtiger Baustein. „Ob Schülerpraktikant,
Mechatroniker oder Techniker,
bei uns können alle ihre Stärken weiterentwickeln.
Für uns ist jeder Einzelne viel
mehr als nur eine Nummer“, unterstreichen
die beiden Geschäftsführer. Weil
der Beruf des Mechatronikers für Kältetechnik
eher unbekannt ist, streben sie
über eine Teilnahme an Ausbildungsmessen
und Kontakt zu den Realschulen
der Region an, ihn bekannter zu machen.
„Der Bedarf für die nächsten Jahre ist
bei weitem noch nicht gedeckt.“ Wer ein
Praktikum machen oder sich auf eine
Ausbildung bewerben möchte, ist herzlich
willkommen, Kontakt aufzunehmen.
„Für mich ist Alpinakälte ein ausgezeichneter
Ausbildungsbetrieb“, betont Larissa
Fischer. „Man nimmt viel wahr, wird ermutigt,
selbst zu denken und hat die
Möglichkeit, eigenständige Aufgaben zu
übernehmen. Zudem ist es ein sinnvoller
Beruf, für die Umwelt, aber auch für mich
persönlich.“
Sigrid Leger
Die zwei Geschäftsführer Peter Wagner und Jacek
Pawlowski, die sich hauptsächlich um die Azubis kümmern
Alpinakälte GmbH & Co. KG
Eberleweg 2
87640 Biessenhofen
Telefon 08341 99343-0
info@alpinakaelte.de
www.alpinakaelte.de
BILDER: ALPINAKÄLTE
Kaufbeuren
13
Kaufbeuren | Wirtschaftsreferat
Gemeinsam für eine
lebendige Altstadt
Als Wirtschaftsreferatsleiter der Stadt Kaufbeuren sieht Andreas Bauer in der Altstadt
ein „Juwel“ mit Riesenpotenzial. Im Interview spricht er über offene Kommunikation,
Vernetzung, Begegnungen mit Menschen und den Mut, mit neuen Impulsen und
vereinten Kräften Bewegung in die Altstadt zu bringen.
Mit Motivation und Engagement will Andeas Bauer
„richtig was bewegen“.
AWM: Herr Bauer, Sie sind nun seit
einem knappen Jahr bei der Stadt Kaufbeuren
im Amt. Wie empfanden Sie die
bisher zurückliegende Zeit?
Andreas Bauer: Man kann sich vorstellen,
dass ich die ersten Wochen und Monate
damit verbracht habe, mich einzuarbeiten.
Dazu gehören einerseits die vielen
neuen Kolleginnen und Kollegen aus
meinem Referat und viele inhaltliche
Themen, aber natürlich auch andererseits
viele verschiedene Vertreter der Stadtgesellschaft,
sei es aus der Wirtschaft oder
der Kultur. Und ich bin noch lange nicht
am Ende meiner „Vorstellungstour“, immer
wieder treffe ich neue Menschen aus
den verschiedensten Bereichen. Der Austausch
mit ihnen ist unglaublich spannend
und bereichernd für mich.
AWM: In der Stadtverwaltung hat sich
ebenfalls viel verändert. Seit Oktober gibt
es nur noch vier statt fünf Referate. Damit
hat sich auch Ihr Aufgabenbereich erweitert.
Wie klappt die Umstellung bisher?
Andreas Bauer: Durch die Pensionierung
von Thomas Zeh hat sich die Möglichkeit
ergeben, ein Referat aufzulösen.
Diese Chance für eine neue Organisationsstruktur
hat der Stadtrat gerne ergriffen.
In meinem Zuständigkeitsbereich
kamen jetzt die Personalabteilung sowie
die IuK, kurz IT, dazu. Damit gibt es einen
ausgezeichneten Zuschnitt, um richtig
was zu bewegen! Einerseits die Bereiche
Wirtschaft und Kultur, die sehr stark in
Kaufbeuren und darüber hinaus gesehen
werden und in die Stadtgesellschaft wirken.
Andererseits das Rückgrat einer je
den Verwaltung mit der Personalabteilung
und IuK. In beiden Bereichen nach
innen und außen sehe ich die Chancen
für Innovation.
AWM: Eines Ihrer Kernthemen scheint
das Thema Kommunikation zu sein. Wie
gehen Sie das in der Regel an?
Andreas Bauer: Mein Ansatz ist bisher
immer gewesen, mit den Menschen ins
Gespräch zu kommen. Hier hilft es zunächst
zuzuhören und dann als Neuling
natürlich auch Fragen zu stellen. So erfahre
ich die Sorgen und Nöte, aber auch
Wünsche und Hoffnungen der Betroffenen.
Gleichzeitig bin ich ein Freund von
Vernetzung, beispielsweise haben wir in
diesem Jahr bereits zwei Wirtschaftstreffen
der örtlichen Unternehmen veranstaltet.
Das Ziel ist hier einerseits als
Stadtverwaltung Input geben zu können,
aber gleichzeitig die Unternehmen auch
untereinander in den Austausch kommen
zu lassen. Hier können spannende
Ideen entstehen!
AWM: Sie sind auch in Kaufbeuren angetreten,
um in der Altstadt richtig anzupacken.
Welche Ziele haben Sie sich hier
für die Zukunft gesetzt?
Andreas Bauer: Unsere Altstadt ist ein
historisches Juwel, das im Gegensatz zu
vielen anderen Städten noch weitestgehend
im Ursprungszustand besteht. Ge
14 2 Kaufbeuren
rade erst hat der Stadtrat das „Handlungsprogramm
Altstadt 2030 – Kaufbeuren
packt an!“ verabschiedet. Hier
werden einzelne Maßnahmen aufgeführt,
die zu einer Belebung der Altstadt
führen sollen. Dazu zählen beispielsweise
mehr Bäume, um die Aufenthaltsqualität
zu erhöhen, aber auch ein zeitlich und
örtliches angepasstes Verkehrskonzept,
wie es in anderen Städten bereits seit
Jahren praktiziert wird.
AWM: Dabei werden Sie vermutlich
nicht nur auf Zustimmung stoßen – was
erklären Sie den Kritikern?
Andreas Bauer: Zunächst mit einer
rhetorischen Frage: „Ist Nichtstun die
bessere Alternative?“ Gleichzeitig geht es
aber wie vorher beschrieben auch darum,
mit Kritik umzugehen und sich diese anzuhören,
denn hinter jeder Rückmeldung
steht ja auch ein konkretes Anliegen bzw.
vielleicht auch Sorgen oder Ängste. Die
kann man den Betroffenen aber in vielen
Fällen durch ein offenes Gespräch und
ein Einbinden in die Intentionen und Ziele
nehmen. Stellenweise reicht bereits ein
klärendes Gespräch, um Betroffene wieder
an Bord zu holen. Denn ich habe
noch niemanden kennengelernt, der hier
nichts bewegen möchte.
AWM: In Kaufbeuren herrscht wie in
fast allen Städten auch ein gewisser
Leerstand, gibt es Bestrebungen diesen
zu reduzieren?
sich lohnt in Kaufbeuren ein Geschäft zu
eröffnen. Da möchte ich hin!
AWM: Auf Ihrem privaten aber auch
sehr beruflich orientiertem Instagram
Kanal sind Sie sehr aktiv. Was bieten Sie
hier Ihren Followern?
Andreas Bauer: Ich biete hauptsächlich
Einblicke – in mein Berufsleben und
meinen Alltag bei der Stadt Kaufbeuren.
Ich möchte Transparenz schaffen und
gleichzeitig für städtische Themen begeistern.
AWM: Herr Bauer, wir danken Ihnen
für das ausführliche Gespräch!
Mahi Kola
BILDER: STADT KAUFBEUREN, MAHI KOLA
Andreas Bauer: Zunächst einmal muss
man festhalten, dass das Internet den
stationären Einzelhandel in den vergangenen
20 Jahren strukturell stark verändert
hat. Das geht, wie Sie richtig
sagen, nahezu allen Städten so, Kaufbeuren
ist hinsichtlich des Leerstandes
leider in guter Gesellschaft. Mit einem
aktiven Citymanagement steuern wir
hier entgegen und können uns auch
kontinuierlich über Erfolge freuen. Aber
leider gibt es auch Rückschläge, so dass
wir kontinuierlich am Ball bleiben. Mit
dem Handlungsprogramm für die Altstadt
ist es unser Ziel, attraktivere Rahmenbedingungen
zu schaffen, damit es
Leidenschaft fürs Backen seit 1998
● Wir sind mehrfacher Bayericher Staatsehrenpreisträger
● Das Vollkornmehl wird bei uns selbst gemahlen
● Wir arbeiten mit unserem eigenen Sauerteig
● Ihr Morgen hat nur ein Frühstück. Körbers Backstube
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● Qualität und Frische, sieben Tage die Woche
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15
Kaufbeuren 3
Kaufbeuren | Motorsport
Deine Fahrt – dein Kick –
deine Strecke
Eine Motorsport-Erfolgsgeschichte mit frischem Schwung für die Zukunft
Seit fast drei Jahrzehnten gibt es sie: die All-Kart Hallenkartbahn in Kaufbeuren. Gleich neben dem Kino gelegen, lockt die Anlage
Motorsportbegeisterte. Für Geschäftsführer Josef Scheibel sind ein hoher Qualitätsanspruch und der Spaß am Motorsport die tragenden
Säulen seiner Arbeit. Die Idee, eine Kartbahn in einer speziell dafür gebauten Halle zu betreiben, entstand in den frühen 1990er-Jahren,
als der Motorsport durch prominente Vorbilder wie Michael Schuhmacher in Deutschland einen enormen Aufschwung erlebte.
„Die Basis ist für uns nach wie
vor das Kartfahren in allen
Variationen. Dann kommen die
Konzerte, Messen und Events und
seit über zwanzig Jahren auch
der Zweirad-Sport. Das zeigt,
wie vielfältig und wandelbar die
Kartbahn Kaufbeuren im Laufe
der Jahre geworden ist.“
Josef Scheibel, Geschäftsführer
der Allgäuer Hallenkartbahn GmbH
Josef Scheibel wollte einen Ort schaffen,
der ganz auf das Kartfahren und den Motorsport
abgestimmt ist. Die Idee, die
Halle für Messen oder Konzerte zu nutzen,
kam ihm erst später. „Unsere Anlage
ist vielseitig, und das hat uns geholfen,
stetig zu wachsen und neue Bereiche zu
erschließen“, erklärt Scheibel. Bald kamen
zu den klassischen KartEvents auch
Messen, Firmenveranstaltungen und sogar
Konzerte hinzu. „Die Idee, unsere
Halle für Events zu nutzen, hat sich als
guter Gedanke erwiesen“, erinnert sich
Scheibel.
42 neue Karts – für noch mehr Fahrspaß
Die Qualität der Karts stand für Scheibel
schon immer an vorderste Stelle. Nicht
zuletzt deshalb hat er nun seine Flotte um
42 neue Karts erweitert. Die Investition
ist ein klares Statement: Die Kartbahn in
Kaufbeuren bleibt in Sachen Ausstattung
auf dem neuesten Stand. „Die Rückmeldung
der Fahrer zeigt, dass die Entscheidung
richtig war. Qualität und Sicherheit
haben bei uns oberste Priorität“, so Scheibel.
Und: obwohl die Anlage bereits über
öffentliche Ladesäulen, Schnelllader, Batteriespeicher
und PVModule auf allen
Dächern verfügt, bleibt der Verbrenner
die bevorzugte Antriebsart. Elektro
Karts seien schwerer und in puncto Robustheit
und Fahrverhalten noch nicht
mit den klassischen Karts vergleichbar.
„Wir bleiben beim Verbrenner. Unser
FlüssiggasAntrieb sorgt für eine hohe
Luftqualität und mit regelmäßigen Feineinstellungen
der Karts reduzieren wir
die Emissionen“, führt Scheibel aus.
Kartbahn als Zuhause für Pocketbikes,
Pitbikes und Supermotos
In den vergangenen Jahren hat sich die
Kartbahn in Kaufbeuren auch als Zentrum
für den Zweiradmotorsport etabliert.
Es waren Besucher, die erkannten,
dass sich die Halle auch für Motorräder
eignen würde. „So kam es zur Nutzungserweiterung
für den ZweiradSport“, erzählt
Josef Scheibel. Heute organisiert er
mehr als 100 Termine jährlich für Pocketbikes,
Pitbikes und Supermotos. Damit
auch hier die Sicherheit gewährleistet ist,
wurde die Halle entsprechend umgerüstet,
zum Beispiel mit hohen Polsterungen
an der Seite und Netzen auf der Stecke.
16 2 Kaufbeuren
Motorsport für jedermann –
ein Konzept für die ganze Familie
Das Konzept der Kartbahn geht aber
über den Rennsport hinaus. Scheibel
sieht die Halle als großen Freizeitpark,
der ein Angebot für Familien und Motorsportbegeisterte
gleichermaßen schaffen
will. Er möchte, dass die Kartbahn ein Ort
bleibt, der Motorsport auf eine zugängliche
und erschwingliche Weise erlebbar
macht. „Unser Ziel ist es, Motorsport für
jeden erlebbar zu machen, unabhängig
vom Alter und der Erfahrung“, beschreibt
Scheibel die Vision für die kommenden
Jahre.
Angela Lingenhöl
Betriebsleiter für die All-Kart
Hallenkartbahn in Kaufbeuren
gesucht. Das sind die
Anforderungen:
• Überwachung und Koordination
der Betriebsabläufe
• Verantwortung für Finanzen und
Tagesabschlüsse
• Mitarbeiterführung und
Einsatzplanung
• Einhaltung und Weiterentwicklung
des Sicherheitsstandards
• Organisation und Unterstützung
bei Events und Sonderaktionen
• Technisches Verständnis für
Anlagenpflege und Instandhaltung
• Flexibilität und Bereitschaft zur
Arbeit an Wochenenden
Allgäuer Hallenkartbahn GmbH
Daniel-Kohler-Straße 2
87600 Kaufbeuren
Telefon 08341 94959
info@all-kart.de
www.all-kart.de
BILDER: ANGELA LINGENHÖL
Kaufbeuren
17 3
Kaufbeuren | Haustechnik
Strategische Fusion: Haustechnik
AVAN expandiert durch Übernahme
Wie ein junges Unternehmen durch geschickte Zusammenarbeit seinen Marktanteil ausbaut
In nur einem Jahrzehnt hat sich die Haustechnik AVAN GmbH in Kaufbeuren vom Garagen-Start-up zu einem aufstrebenden Unternehmen
in der Heizungs- und Sanitärbranche entwickelt. Jetzt hat Gründer Hüseyin Avan die etablierte Firma Fuchs & Mair übernommen
und durch diese Fusion nicht nur Fachkräfte gefunden, sondern auch Expertise erworben. Mit dem Fokus auf regenerative Energien,
insbesondere Wärmepumpen, und dem Ziel, das stärkste regionale Heizungsbauunternehmen zu werden, positioniert sich die
Haustechnik AVAN GmbH für eine erfolgreiche Zukunft in einem sich wandelnden Markt.
18 2 Kaufbeuren
Es ist jetzt fast genau 10 Jahre her, dass
Hüseyin Avan in der Garage seines
Wohnhauses den Grundstein für sein
Unternehmen gelegt hat. Was damals
zunächst als zweites Standbein begann,
hat sich inzwischen zu einem etablier
ten, mittelständischen Unternehmen entwickelt.
Avan, der bereits im Alter von
23 Jahren die Meisterschule für Sanitär,
Heizung und Klima abgeschlossen hat
und zudem Betriebswirt im Handwerk
ist, spezialisierte sich auf regenerative
Energien, insbesondere auf Wärmepumpen.
Dies stellte sich als weitsich tige
Entscheidung heraus. „Vor 10 Jahren war
die Installation einer Wärmepumpe
etwas Exotisches und die meisten Heizungsinstallateure
winkten ab, bei solchen
Aufträgen,“ erzählt Avan aus seiner
Anfangszeit. Inzwischen sei die Nachfrage
zeitweise so hoch gewesen, dass es
zu Lieferengpässen gekommen sei.
Von der Zufallsbegegnung
zur Unternehmensfusion
Eine zufällige Begegnung auf einer Baustelle
hat es Avan ermöglicht, die etablierte
Firma Fuchs & Mair GmbH & Co. KG
im Sommer dieses Jahres zu übernehmen.
Hüseyin Avan erzählt: „Ich war zusammen
mit Werner Friedmann, einem
der beiden damaligen Geschäftsführer
bei Fuchs & Mair, auf einer Baustelle
Kaufbeuren
19 3
„Wir bringen Leben in einen Neubau.
Wir bringen die Wärme und
das Wasser in ein Haus.
Da haben wir viel Verantwortung,
aber das ist so ein toller Job,
den wir da machen dürfen.“
Hüseyin Avan,
Geschäftsführer Haustechnik AVAN GmbH
eines ihrer Kunden. Wir sollten dort den
Einbau einer Wärmepumpe überneh
men und haben uns zwecks ordnungsgemäßer
Übergabe vor Ort getroffen.“
Man habe sich dort im Anschluss eine
ganze Weile unterhalten und Avan machte
die Be merkung, dass sich Friedmann
bei ihm ja melden könne, wenn dieser
einmal in Rente gehen wolle. Sechs
Monate später wurde aus dieser beiläufigen
Bemerkung Realität.
Nahtlose Integration und Erweiterung
Zum 1. Juli 2024 wurde nun die Fusion
vollzogen. Avan zog mit seinem Team in
das Bestandsgebäude von Fuchs & Mair
in der Porschestraße 24 und übernahm
dort die Mitarbeiter der Firma, die nicht
nur in Kaufbeuren bekannt ist für ihre
Kompetenz in punkto Heizung, Sanitär,
Lüftung und Klimaanlagen.
Diese Integration ermöglichte es der
Haustechnik AVAN GmbH, ihre Belegschaft
auf 16 Mitarbeiter zu erweitern
und gleichzeitig von der Erfahrung und
dem Kundenstamm der Firma Fuchs &
Mair zu profitieren. Und für die Kunden
bedeutet die Fusion Vertrautheit und
Stabilität, da das Know How von Fuchs
& Mair nicht verloren geht.
20 4 Kaufbeuren
Gut aufgestellt in die Zukunft
Die Fusion ist für Hüseyin Avan nur der
Anfang einer größeren Entwicklung.
Er hat klare Vorstellungen für die Zukunft:
„Wir wollen regional das stärkste
Heizungsbauunternehmen werden”. Die
Haustechnik AVAN GmbH soll ein aufstrebender
Player im regionalen Markt
für Heizungs und Sanitärtechnik sein.
Dabei setzt Avan auf Qualität und ein
faires PreisLeistungsVerhältnis und auf
ein gutes und bewährtes Netzwerk mit
anderen Gewerken in der Region in und
um Kaufbeuren.
■
Angela Lingenhöl
Die Leistungsschwerpunkte der
Haustechnik AVAN GmbH:
• Badbau / Badsanierung
• Trink-, Regen- und Abwasser
• Heizung / Modernisierung
• Regenerative Energien
• Lüftungsanlagen
• Klimaanlagen
• Checks & Instandhaltung
Haustechnik AVAN GmbH
Porschestraße 24
87600 Kaufbeuren
Telefon 08341 9676769
info@haustechnik-avan.com
www.haustechnik-avan.de
BILDER: HAUSTECHNIK AVAN GMBH
Kaufbeuren
21 5
Kaufbeuren Ort | Wirtschaftsstandort
| Branche
Was den Wirtschaftsstandort
Kaufbeuren ausmacht
Kaufbeuren ist mit seinen rund 48.000 Einwohnern kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt für eine Region, in der über 150.000
Menschen leben – mit vergleichsweise moderaten Immobilien- und Lebenshaltungskosten, guten Kinderbetreuungsangeboten und
vielfältigen sportlichen sowie kulturellen Möglichkeiten. Ein vielseitiges Handelsangebot mit verschiedensten Fachhändlern unterstreicht
die Bedeutung als attraktive Einkaufsstadt. In der Altstadt finden Besucherinnen und Besucher die vielen Sehenswürdigkeiten, die
Kaufbeuren auch zu einem interessanten touristischen Ziel im Allgäu machen.
Ihr Schneidcenter für Bänder aus Kupfer und Kupferlegierungen
Die Wieland Roessler GmbH wurde im Jahr 1955 als Handelsunternehmen für Metallwaren und Werkzeuge gegründet. Seit 1993 sind
wir eine Tochtergesellschaft der Wieland-Werke AG in Ulm, einem der weltweit führenden Hersteller von Halbfabrikaten aus Kupferwerkstoffen.
Wir bieten mit 16 Mitarbeiter*innen hohe Qualität und zuverlässigen Service.
Wieland Roessler GmbH I Josefsthaler Str. 4 I 87600 Kaufbeuren
wieland.com/roessler
22 6 Kaufbeuren
B12-Ausbau und neue Bahnhalte
Die Bundesstraßen 12 und 16 verbinden
Kaufbeuren mit dem Autobahnnetz in
Richtung A7 und A96. Der rund 110 Kilometer
entfernte internationale Flughafen
München ist in gut einer Stunde Fahrzeit
erreicht, deutlich näher liegt der
Allgäu Airport in Memmingen mit rund
40 Minuten Fahrtzeit. Im Bahnverkehr
bietet der Allgäu/SchwabenTakt eine
enge Verzahnung mit dem überregionalen
Bahnverkehr und bringt Reisende
halbstündlich mit einer Fahrzeit von 45
bzw. 60 Minuten nach Augsburg und
München. Ab 2026 erhält Kaufbeuren
zwei neue Bahnhalte, die auch die innerstädtische
Vernetzung nochmals steigern
werden. Gemäß dem beschlossenen Bundesverkehrswegeplan
2030 wird die B12
zwischen der A96 und A7 mit vordringlichem
Bedarf vierspurig ausgebaut.
Ideale Voraussetzungen für
Wachstum und Innovation
Unternehmen, die sich hier ansiedeln
möchten, sind herzlich willkommen und
finden hervorragende Rahmenbedingungen
vor. Aus diesen Gründen errichtete
zum Beispiel die Münchner Firma
HAWE Hydraulik SE auf einem rund
125.000 Quadratmeter großen Areal ihr
neues Werk mit über 700 Beschäftigten.
Auch der Fliegerhorst Kaufbeuren ist ein
wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserer
Region. Teile des etwa 231 Hektar großen
Bundeswehrgeländes sind ein national
wie international gefragter militärischer
Ausbildungsstandort für Luftfahrttechnik
und Flugsicherungsausbildung. Dazu
passend hat die Deutsche Flugsicherung
in der Nähe einen hochmodernen Flugsicherungscampus
errichtet. Und nicht zuletzt
bietet der Wirtschaftsstandort Kaufbeuren
auch für Gründer und StartUps
mit dem Innovapark beste Voraussetzungen
für Wachstum und Innovation. Die
Stadt Kaufbeuren entwickelt kontinuierlich
neue Gewerbeflächen, und auch auf
gewerblicher Seite werden attraktive Gewerbeflächen
vorgehalten.
Mahi Kola
BILDER: STADT KAUFBEUREN
BINGGER
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ZELLER
DIE PARFÜMERIEN IM ALLGÄU
Oberstaufen | Oberstdorf | Isny | Sonthofen | Kaufbeuren
Kaufbeuren
23 7
Kaufbeuren | Ingenieurbüro
Nachhaltig gebaut: das neue Effizienzhaus-40-Plus von Rainer Bäurle
Zertifizierte Nachhaltigkeit
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Bäurle steht Bauherren auf dem Weg zum energieeffizienten und
nachhaltigen Gebäude als beratender Ingenieur und Zertifizierungsauditor zur Seite
Ob Eigenheim, Immobilien-Investor oder kommunale Bauten – am Thema energieeffizientes und nachhaltiges Bauen kommt heute
niemand mehr vorbei. Um staatliche Förderung oder zinsgünstige Darlehen zu bekommen, ist meist eine Zertifizierung des Bauprojektes
notwendig. Rainer Bäurle, ESG-Manager und Zertifizierungsauditor, hat sich auf nachhaltiges Bauen spezialisiert und ist im Raum Kaufbeuren
der einzige beratende Ingenieur mit Zulassungen bei allen entsprechenden Instituten.
Zertifizierungs-Experte und Bauherr
Wenn es um nachhaltiges Bauen geht, ist
Dipl.Ing. (FH) Rainer Bäurle der Spezialist
in der Region. Der zertifizierte Auditor
berät zum nachhaltigen Bauen und
Sanieren, bietet BafaBeratung oder
KfWEffizienzhausplanung, Energieberatung
für Mittelstand und Kommunen
und erstellt individuelle Sanierungsfahrpläne
für Bestandsbauten oder EnEV
Nachweise.
Mit seinem Fachwissen war es für den
ESGManager selbstverständlich, sein
eige nes Haus in Kaufbeuren als „Effizienzhaus40Plus“
zu bauen. Entstanden
ist ein nachhaltiges Gebäude in Holzhybridbauweise,
das selbst dann, wenn
alle EAutos geladen sind, noch mehr
Energie produziert, als die sechsköpfige
Familie verbraucht. Und da das neue
Haus auch der Arbeitsplatz von Rainer
Bäurle ist, können sich seine Kunden direkt
ein Bild davon machen, wie nachhaltiges
Bauen heute aussehen kann.
Energieeffizienz versus Nachhaltigkeit
Auch wenn energieeffizient und nachhaltig
oft synonym verwendet werden, besteht
ein großer Unterschied, denn
„Nachhaltigkeit umfasst viele verschiedene
Aspekte“, verdeutlicht Bäurle. Das
fängt bei der Nutzung erneuerbarer
Energien und der damit verbundenen
CO 2 Reduzierung an, schließt die Baustoffwahl
ebenso mit ein wie den verantwortungsvollen
Umgang mit Ressourcen,
und soll auch für die künftigen Bewohner
24 Kaufbeuren
einen spürbaren Effekt auf Gesundheit
und Wohlbefinden haben. „Aus all diesen
ökologischen, ökonomischen und sozialen
Gesichtspunkten entsteht eine Art
Punktekatalog, nach dem das Gebäude
bewertet wird“, erklärt Bäurle. Um eine
Zertifizierung zu bekommen, müssen
mindestens 50 Prozent der Anforderungen
erfüllt sein. Nur dann ist es möglich,
„Nachhaltigkeit ist das
Zukunftsthema schlechthin und es
ist essenziell für künftige Bauherren,
sich frühzeitig damit auseinanderzusetzen.“
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Bäurle, beratender
Ingenieur und Zertifizierungsauditor
die entsprechenden Förderungen und
zinsgünstigen Darlehen zu beantragen
oder Steuervorteile zu nutzen.
Kostet nachhaltiges Bauen mehr?
Einen Einwand hört der DiplomIngenieur
immer wieder, wenn es um nachhaltiges
Bauen geht: die (vermeintlich)
hohen Kosten. „Hier lohnt es sich wirklich,
frühzeitig die Vorzüge einer nachhaltigen
Bauweise in die Planung einfließen
zu lassen. Niedrige Kosten für
Wasser, Energie, Wartung und Instandhaltung
sowie ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit
machen das Gebäude
unterm Strich langfristig günstiger“, sagt
Bäurle. Um hier eine optimale Auswahl
zu treffen, ist es wichtig, sich frühzeitig
mit einem Zertifizierungsauditor wie
Bäurle in Verbindung zu setzen.
Mittels „PreCheck“ werden Ziele abgefragt
und Ideen entwickelt. Bäurle weiß,
worauf es ankommt und kann schon lange,
bevor es in die konkrete Planung geht,
sein Wissen über Materialien und Bauweisen
einbringen, um die angestrebte
Zertifizierung zu ermöglichen. „Größere
Mehrkosten entstehen meist dann, wenn
in späteren Projektphasen Änderungen
notwendig werden“, so Bäurle, der An
sprechpartner für die am Bau beteiligten
Unternehmen ist, seine Kunden durch
alle Bauphasen begleitet und ihnen
dann am Ende das begehrte Zertifikat
samt informativem Gebäudehandbuch
aushändigt.
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Bäurle ist
• DGNB-Auditor (Deutsche Gesellschaft
für Nachhaltiges Bauen e.V)
• BNB-Sachverständiger Nachhaltiges
Bauen (Bewertungssystem
Nachhaltiges Bauen)
• LNB-Experte (ab 01/2025) –
neue reduzierte und kostengünstige
Alternative zu BNB
(nur für kommunale Bauherren)
• BNK/BNG-Auditor (Bau-Institut
für Ressourceneffizientes und
Nachhaltiges Bauen (BiRN) GmbH,
Bewertungssystem Nachhaltiger
Kleinhauswohnbau (BNK) bzw.
Nachhaltige Gebäude (BNG))
• NaWoh – Qualitätssiegel
Nachhaltiger Wohnungsbau
• ESG-Manager
Ingenieurbüro Bäurle
Die neuen Büroräume des Ingenieurbüros Bäurle in Kaufbeuren
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Bäurle
Beratender Ingenieur
Mehlbichlstraße 11
87600 Kaufbeuren
Telefon 08341 9561350
info@baeurle-ingenieure.de
www.baeurle-ingenieure.de
BILDER: INGENIEURBÜRO BÄURLE, KAUFBEUREN
Kaufbeuren
25 3
Markt Irsee | Gemeindeentwicklung
Wie Irsee seine Zukunft gestaltet
Die Verbesserung der Nahversorgung, innovative Wohnprojekte für Senioren, die Bedeutung der Digitalisierung sowie die Rolle von
Bildungseinrichtungen in der Region - dies sind die zentralen Themen, die die Zukunft der Gemeinde Irsee prägen. In unserem Interview
mit Bürgermeister Andreas Lieb sprechen wir über diese aktuellen Herausforderungen und Projekte.
Andreas Lieb, Erster Bürgermeister
AWM: Das Thema Nahversorgung beschäftigt
viele Kommunen. Auch in Irsee
hat sich hier viel verändert.
Andreas Lieb: Ja, das ist richtig. Früher
gab es bei uns sieben Lebensmittelläden,
die jedoch alle in den 1980ern schließen
mussten. Seitdem fahren die Irseer in benachbarte
Orte zum Einkaufen. Wir haben
hier noch einen wöchentlichen Biomarkt
und eine Bäckerei. Aber es fehlt an
einer umfassenden Nahversorgung, was
problematisch ist. So wurde lange überlegt,
was wir unternehmen können. Viele
Gemeinden eröffnen einen Dorfladen
und wir sind froh, eine Alternative gefunden
zu haben. 2025 wird in Irsee ein MiniVMarkt
eröffnen, der etwa 3.500 verschiedene
Produkte auf neu geschaffenen
400 Quadratmetern Fläche anbietet und
eine wertvolle Ergänzung der Nahversorgung
darstellt.
AWM: Der neue Markt ist nicht Ihr einziges
Baupvorhaben. Irsee steckt mitten
in der Planung verschiedener Senioren
Wohnprojekte. Wie ist hier der aktuelle
Stand?
Andreas Lieb: Wir wissen, dass in Irsee
in den nächsten Jahren ein signifikanter
Anstieg der älteren Bevölkerung stattfindet.
Da wollen wir vorsorgen, damit
unsere Irseer auch im hohen Alter in
ihrer Gemeinde bleiben können. Wir
haben einen alten Hof in der Ortsmitte
erworben, der für ein Projekt genutzt
werden soll. Hier werden zwölf Wohneinheiten
in Form einer Wohngruppe
entstehen. Diese Wohngruppe unter steht
einer „kleinen Heimaufsicht“, was für uns
die Umsetzung erleichtert. Wir binden
in dieses Konzept einen lokalen Pflegedienst
mit ein.
Außerdem wollen wir weitere altengerechte
Wohnungen errichten, die zum
Beispiel mit Aufzügen ausgestattet sind.
Hierfür sind etwa 40 Wohneinheiten in
der Ortsmitte vorgesehen. Dieses Projekt
richtet sich an ältere Menschen, die aus
ihren großen Häuser in kleinere, altersgerechte
Wohnungen umziehen möchten.
Unser Ziel dabei ist, dass im Ortszentrum
Ältere und Jüngere gemeinsam wohnen
können.
AWM: Stichwort Versorgung für die
Bürger: Wie steht es in Irsee um die Digitalisierung?
Andreas Lieb: Wir sind in der Endphase
unseres Glasfaserausbaus. Hier hatten wir
das große Glück, dass die Telekom in
Irsee in den 1980er Jahren ein Musterprojekt
durchgeführt hat. Dabei wurde
im gesamten Dorf Koaxialkabel verlegt.
Diese Infrastruktur ermöglicht heute
eine Datenübertagung von bis zu zwei
Gigabit. Allerdings waren die Neubaugebiete
bislang nicht an dieses Netzwerk
angeschlossen. In den Außenbereichen
wurde bereits vor fünf Jahren die Glasfasererschließung
durchgeführt und in
den Neubaugebieten wird das in Kürze
abgeschlossen. Die Digitalisierung ist
im Markt Irsee ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
AWM: Die Bildungseinrichtung im
Kloster Irsee hat für die Gemeinde einen
hohen Stellenwert.
Andreas Lieb: Das ist richtig. Das Kloster
ist heute eine Tagungs und Bildungsstätte
des Bezirks Schwaben mit überregionaler
Bedeutung. Es ist ein kulturelles
Neben dem Bürgerhaus am Meinrad-Spieß-Platz
entsteht der neue Mini-V-Markt.
26 Kaufbeuren
Bandltanz zum 1. Mai
Dorfansicht mit St. Stephan
Zentrum. Die Schwabenakademie, der
Schwäbische Kunstsommer und verschie
denste musikalische Veranstaltungen sind
feste Bestandteile unseres regionalen und
überregionalen Kulturlebens. Die zahlreichen
Tagungen von Wirtschaft und
Politik haben unsere Gemeinde überregional
bekannt gemacht und das zieht
Gäste in den Ort.
AWM: Besonders viele Gäste hatte Irsee
durch „Lotti“ im Jahr 2013.
Interviews gegeben – weltweit. Die Suche
nach „Lotti“ wurde von den Medien
intensiv begleitet, obwohl es ja außer
einem trockengelegten Weiher wenig zu
sehen gab. Und das Tier wurde nie gefunden,
was zu allerlei Spekulationen führte.
Unser Oggenrieder Weiher ist im Som
mer ein beliebter Ort für Freizeitaktivitäten.
Damals war niemand mehr dort.
Zum Glück hat sich das wieder verändert
und die Menschen sind zurückgekommen.
Zwischenzeitlich haben wir „Lotti“
am Oggenrieder Weiher ein Denkmal gesetzt.
Angela Lingenhöl
Andreas Lieb: Was für ein verrücktes
Jahr! Wir waren weltweit in den Medien
präsent, sogar in Amerika und Neuseeland.
Die Schildkröte gab es wirklich, da
bin ich mir sicher, auch wenn wir sie nie
gefunden haben. Das Tier hatte einem
Jungen die Achillessehne zweimal durchgebissen.
„Lotti“ hatte einen enormen
Einfluss auf die Bekanntheit von Irsee.
Wir wurden von den Medien regelrecht
überrollt und ich habe bestimmt 50 bis 60
Die Klosterkirche mit der Tagungs- und Bildungsstätte im Hintergrund
Ein Denkmal für „Lotti“
Markt Irsee
Meinrad-Spieß-Platz 1
87660 Irsee
Telefon 08341 2214
info@irsee.bayern.de
www.irsee.de
BILDER: GEMEINDE IRSEE
Kaufbeuren
27 3
Kaufbeuren | Service-Verbund Augenoptik
Dienstleister mit Durchblick
Die hellen und modernen Büroräume im Märzenpark in Kaufbeuren
„Als studierte Soziologin und
ausgebildete (Zeitungs-)Redakteurin
kümmere ich mich mit meinem
Kollegen um die Unternehmenskommunikation.
Das umfasst
sowohl den Austausch mit der
augenoptischen Fachpresse als auch
die Kommunikation mit unseren
Mitgliedern, um sie über wichtige
Branchenentwicklungen, unsere
Dienstleistungen und Angebote
unserer gelisteten Industriepartner
zu informieren.“
Jessica G., Unternehmenskommunikation
Brillen-Profi ist mit rund 1.850 Mitgliedern der stärkste Service-Verbund für inhabergeführte
Fachgeschäfte im Bereich Augenoptik in Deutschland. Zusammen mit der
BestAkustik, der Leistungsgemeinschaft für inhabergeführte Hörakustiker, und der als
„TOP 100 Innovator“ ausgezeichneten Marketingagentur to.eyes bietet der Verbund
attraktive Vorteile bei Einkauf, Marketing, Digitalisierung und allen Fragen rund um den
unternehmerischen Erfolg mittelständischer Augenoptik- und Hörakustik-Geschäfte.
Hell und offen sind die Räume im 1. OG
des Märzenparks in Kaufbeuren, wo
die BrillenProfiContact GmbH ihren
Firmensitz hat. Hauptaufgabe des Verbundes
ist es, für seine Mitglieder gute
Einkaufsbedingungen auszuhandeln, bei
Fragen rund um die Unternehmensführung
weiterzuhelfen und sie in den
Bereichen Marketing, Digitalisierung und
Finanzwesen zu unterstützen. „Der Augenoptiker
vor Ort hat häufig wenig
Zeit“, weiß Dr. Janika Jürgens, Mitglied
der Geschäftsleitung, „deshalb legen wir
größten Wert darauf, für unsere Kunden
immer ansprechbar zu sein und schnellstmöglich
Lösungen und Antworten für
alle Anliegen zu finden.“
Der ServiceVerbund unterstützt die angeschlossenen
Fachgeschäfte auch bei
Themen wie Existenzgründung, Unternehmensnachfolge
oder – ganz aktuell –
der ERechnungsstellung. Dr. Janika
Jürgens fasst es so zusammen: „Wir sind
28 Kaufbeuren
Die vielfältigen Aufgabenbereiche
bei Brillen-Profi
- Redaktion/Kommunikationsabteilung
- Service/Dienstleistungen
- Kundenbetreuung
- Projekt- und Eventmanagement
(auch international)
- Strategieplanung
- Marketing
- IT-Projekte/Digitalisierungsservice
- Kooperationen mit der Industrie
- Prozesswesen
- Administration/Verwaltung
- Produktmanagement (Private Labels)
- Finanzwesen/Buchhaltung/
Abrechnung
Dienstleister. Wir übernehmen all jene
Aufgaben, die den Augenoptikern und
Hörakustikern den Rücken freihalten,
damit sie sich auf ihr jeweiliges Kerngeschäft
konzentrieren können.“
Bereits seit über 30 Jahren gestaltet BrillenProfi
als kontinuierlich gewachsener
Verbund die Branche mit. „Außerhalb
sind wir eher unbekannt, aber innerhalb
kennt uns eigentlich jeder“, weiß Dr. Janika
Jürgens. Im Fokus steht dabei die Stärkung
des traditionellen Mittelstands in
der Augenoptik sowie der Hörakustik –
eine Herzensangelegenheit, die alle Mitarbeiter
teilen.
Und so vielfältig wie das ServiceAngebot
für seine Mitglieder ist auch das MitarbeiterTeam
von BrillenProfi. Dabei
muss man nicht unbedingt eine Ausbil
dung im Bereich Augenoptik oder Hörakustik
vorweisen. Viel wichtiger ist eine
ausgeprägte ServiceOrientierung und
vor allem die Begeisterung für die Vielfalt
inhabergeführter Fachgeschäfte.
Wer sich dafür entscheidet, Teil des innovativen
BrillenProfiTeams zu werden,
der entscheidet sich für eine spannende
und vor allem krisensichere Branche und
für ein Unternehmen, in dem flache Hierarchien
sowie kurze Entscheidungswege
viel Freiraum für Eigeninitiative lassen.
Ein partnerschaftlicher Umgang, Spaß an
gemeinsamer Weiterentwicklung und die
Möglichkeit, schnell Verantwortung zu
übernehmen, machen das dynamische
und wachstumsorientierte Unternehmen
„Ich bin gelernter Bankkaufmann
und habe nach der Ausbildung
Betriebswirtschaft mit den
Schwerpunkten Rechnungswesen
und Controlling studiert.
Seit 13 Jahren bin ich bei
Brillen-Profi, betreue zusammen
mit meinen Kollegen den
gesamten IT-Bereich innerhalb des
Unternehmens und arbeite hier
an spannenden Projekten mit.“
Stefan S., Organisation & IT
Das Unternehmensleitbild immer im Blick
zu einem attraktiven Arbeitgeber. Wer
also die Branchen Augenoptik und Hörakustik
als starker Akteur aktiv für die
Zukunft mitgestalten möchte, kann sich
jederzeit – gerne auch initiativ – für die
verschiedenen Fachbereiche bewerben.
(siehe Kasten)
Claudia Horber
Mitarbeiter-Benefits
bei Brillen-Profi
- Flexibles Arbeitszeitmodell mit 37,5
Wochenstunden, jeden 2. Freitag frei
- Modern ausgestattete Büroräume
- Flache Hierarchien
- Sichere, weil systemrelevante Branche
- Viele gestalterische Freiräume,
hohe Eigenverantwortung
- Weiterentwicklungsmöglichkeiten
Brillen-Profi-Contact GmbH
Mindelheimer Straße 19
87600 Kaufbeuren
Telefon 08341 90927-0
bp@brillen-profi.de
www.brillen-profi.de
BILDER: BRILLEN-PROFI-CONTACT GMBH
Kaufbeuren
29 3
Kaufbeuren/Ostallgäu | Gemeinwohl
Gemeinwohl im Fokus: Lebenshilfe
setzt auf nachhaltige Wirtschaft
Die Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren und die Wertachtal-Werkstätten stellen sich der Verantwortung
für Mensch und Umwelt
Als einer der größten sozialen Träger im
Allgäu hat sich die Lebenshilfe Ostallgäu-
Kaufbeuren auf den Weg gemacht, ihre
wirtschaftlichen Aktivitäten nachhaltiger
und gemeinwohlorientierter zu gestalten.
Seit 2020 erstellen die Unternehmen eine
Gemeinwohlbilanz, die weit über klassische
Nachhaltigkeitsberichte hinausgeht.
Dabei werden ökologische, soziale und
ethische Aspekte in den über 40 Diensten
und Einrichtungen des Unternehmens
systematisch erfasst und bewertet.
Die Gemeinwohlbilanz ist ein Instrument
zur ganzheitlichen Bewertung
unternehmerischer Aktivitäten. Sie basiert
auf den zentralen Werten: Menschenwürde,
Solidarität und Gerechtigkeit,
ökologische Nachhaltigkeit sowie
Transparenz und Mitentscheidung. Anhand
dieser Kriterien werden die Unternehmensbereiche
und deren Auswirkungen
auf Berührungsgruppen wie
Mitarbeitende, Lieferanten oder die Gesellschaft
untersucht.
Von der Idee zur Umsetzung
Die Idee zur Erstellung einer Gemeinwohlbilanz
entstand bereits 2017. „Wir
haben uns gefragt, wie wir uns bei ökologischen
Themen, Lieferketten, Transparenz
und Menschenwürde verbessern
können”, erzählt Ralf Grath aus der Geschäftsführung.
Nach intensiver Recherche
und Vorbereitung startete 2020 die
erste Bilanzierung für die Wertachtal
Werkstätten, 2022 folgte die Lebenshilfe.
Die Bilanzierung wird alle zwei Jahre wiederholt.
Wertvolle Unterstützung kam
von der Hochschule Kempten, ohne die
man bei der Lebenshilfe deutlich länger
für die Umsetzung benötigt hätte.
Bereits konkrete Verbesserungen durch
Gemeinwohlbilanz
Die Bilanzierung hat bereits zu konkreten
Verbesserungen geführt. So erhalten alle
Lieferanten der Lebenshilfe einen Verhaltenskodex,
in dem sie sich zu bestimmten
Werten bekennen müssen. Auch werden
die Partner aus dem Finanzbereich gebeten,
zu klären, wo sie ihre Gelder anlegen.
Auch beim Einkauf achtet man verstärkt
auf Nachhaltigkeit und faire Lieferketten.
„Wir prüfen immer, ob es noch Alternativen
gibt. Das wurde früher nie so systematisch
hinterfragt,“ erklärt Grath. Ziel
dabei ist es, die Geschäftspartner zu inspirieren
bzw. zu zeigen, dass ‚ihrem Kunden
Lebenshilfe OstallgäuKaufbeuren‘
Nachhaltigkeit am Herzen liegt.
30 2 Kaufbeuren
„Nur in einer Welt, in der die
Grundlagen für Wohlstand und ein
menschenfreundliches Klima
erhalten bleiben, können wir von
Teilhabe und Inklusion sprechen.”
Ralf Grath, Geschäftsführer Lebenshilfe
Ostallgäu-Kaufbeuren e. V.
Weiterentwicklung in der Arbeit mit
Menschen mit Beeinträchtigung
Für Ralf Grath gibt es einen klaren
Zusammenhang zwischen Gemeinwohl,
Teilhabe und Inklusion. In den vergangenen
Jahren haben sich die Lebenshilfe
OstallgäuKaufbeuren und die WertachtalWerkstätten
kontinuierlich weiterentwickelt.
Es geht nicht mehr nur darum,
einen geschützten Raum für Menschen
mit Beeinträchtigung zu schaffen. Gerade
in der Eingliederungshilfe passiert
inzwischen sehr viel. „Seit zweieinhalb
Jahren arbeitet eine eigene Inklusionsabteilung
daran, Beschäftigte von der Werkstatt
auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
zu vermitteln. Pro Jahr gelingt dies für
etwa zwei Mitarbeiter,” so Grath.
Zukunftsaussichten mit Vorbildwirkung
Für die Zukunft hat sich die Lebenshilfe
ambitionierte Ziele gesetzt. „Wir wollen
Rollenmodell sein für eine Wirtschaftsweise,
die wir gut finden”, betont Grath.
Die Gemeinwohlbilanz soll dabei helfen,
die eigenen Ziele zu erreichen und gleichzeitig
die Attraktivität als Arbeitgeber zu
steigern. „Gerade junge Menschen haben
ein großes Interesse an diesen Themen”,
so Grath. Mit ihrem Engagement setzt
die Lebenshilfe OstallgäuKaufbeuren
ein wichtiges Zeichen in der Region. Sie
zeigt, dass zu nachhaltigem Handeln
nicht nur die ökologische Verantwortung
gehört, sondern dass es auch darum geht,
Strukturen und Prozesse im Unternehmen
zu schaffen, um Nachhaltigkeit kontinuierlich
zu messen, zu verwerten und
zu verbessern. So kann sich jeder der über
600 Mitarbeitenden der Lebenshilfe OstallgäuKaufbeuren
sowie die rund 800
WerkstattBeschäftigten daran beteiligen
– zum Wohle aller Beteiligten und der
Gesellschaft insgesamt.
Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren e.V.
Porschestraße 30
87600 Kaufbeuren
Telefon 08341 900-30
info@lebenshilfe-oal.de
www.lebenshilfe-oal.de
Angela Lingenhöl
BILDER: LEBENSHILFE OSTALLGÄU-KAUFBEUREN E.V.
Kaufbeuren
31
Kaufbeuren | Tragwerksplanung
Generationencampus#Kleeblatt
Wo die innovative Wohnquartier-Idee des Gablonzer Siedlungswerks auf die solide
Tragwerksplanung des Ingenieurbüros Roll trifft
In Zeiten, in denen bezahlbarer Wohnraum
gefragt ist und bebaubare Flächen
immer knapper werden, braucht es
innovative Ideen, mutige Macher und
erfahrene Planer mit ganzheitlichen
Lösungen, die Technik, Funktionalität
und Ästhetik gekonnt miteinander verbinden.
Aus dieser Symbiose erwächst
Großartiges – in diesem Fall ein ganzes
Wohnquartier.
Allen Krisen zum Trotz
Die Idee zum Bau eines Wohnquartiers
gibt es beim Gablonzer Siedlungswerk,
kurz GSW, schon lange und mit dem Ingenieurbüro
Roll aus Kaufbeuren hat sich
die WohnbauGenossenschaft einen zuverlässigen
und erfahrenen Spezialisten
in der Tragwerksplanung an die Seite geholt.
Doch die Krisen der letzten Jahre
haben das Großprojekt immer wieder
ausgebremst und verzögert. Umso mehr
freuen sich IngenieurbüroInhaberin Caroline
RollHillebrand und ihr Mann,
Dipl.Ing. (Univ.) Werner Hillebrand,
dass das größte Einzelobjekt in der mehr
als 60jährigen Firmengeschichte nun
endlich verwirklicht wird.
Vorzeigeobjekt vor der Haustür
Während das Großprojekt für die GSW
vor allem wirtschaftliche und finanzielle
Risiken birgt, stellen der vorhandene Bau
grund und die Hanglage des Grundstücks
an der Neugablonzer Falkenstraße die
Planer, Statiker und Bauzeichner des Ingenieurbüros
Roll immer wieder vor neue
Herausforderungen. „Neben unserem Pro
jektleiter M.Eng. Antonio Campo Sanchez
und Bautechniker Michael Anwander,
der federführend für die Ausführungsplanung
ist, arbeiten noch bis zu vier
weitere Mitarbeiter an dem Prestigeobjekt“,
berichtet Geschäftsführer Werner
Hillebrand, der sichtlich stolz auf sein
gut eingespieltes und „bewehrungserprobtes“
Team ist, das von statischen
Berechnungen bis hin zur Bewehrungsprüfung
alle anfallenden Aufgaben übernimmt.
„Mit dem Generationenkampus#Kleeblatt
haben wir
ein echtes Prestigeobjekt quasi
vor unserer Haustür.“
Dipl.-Ing. (Univ.) Werner Hillebrand,
Geschäftsführer Ingenieurbüro Roll
Wie ein vierblättriges Kleeblatt
Ein Blick auf die Zeichnungen lässt die
Größe und Komplexität des neuen
Wohnquartiers erahnen. Geplant sind
auf dem etwa 30.000 m² großen Areal
vier mehrgeschossige Gebäude, die durch
eine Tiefgarage miteinander verbunden
sind. Ein Kindergarten mit 160 Plätzen,
ein Café als Ort der Begegnung, barrierefreie
Wohnungen für Senioren und
Menschen mit Behinderung, Wohnraum
für Familien und Mikroapartments für
Studierende und Berufsfachschüler sind
die zentralen und zugleich namensge
benden Elemente des Generationencampus#Kleeblatt.
32 2 Kaufbeuren
Der Generationenkampus#
Kleeblatt auf einen Blick:
• 39 Wohnungen
• 18 Apartments
• 160 Kindergartenplätze
• 70 Tiefgaragenstellplätze
• 1 Café
• 30.000 m² Gesamtfläche
• 28 Millionen Euro voraussichtliche
Baukosten
Am 21. Oktober war die offizielle
Grundsteinlegung, inzwischen sind erste
Fundamente gegossen und schwere
StahlbetonPfeiler gesetzt. In enger Zusammenarbeit
mit dem ausführenden
Bauunternehmen, der Kreuzer GmbH
aus Bad Wörishofen, entsteht das ambitionierte
Großprojekt Stück für Stück.
Flexibilität ist gefragt
Projektleiter Antonio Campo Sanchez und Bautechniker Michael Anwander auf der Baustelle
„Durch die Hanglage und die Tiefgarage
als verbindendem Element kann nicht ein
Gebäude nach dem anderen gebaut werden“,
erklärt Hillebrand die Komplexität
des Bauprojekts. Vielmehr entsteht Ebene
für Ebene. Mehrere Baustellenteams
beginnen gleichzeitig an unterschiedlichen
Stellen. „Das bedeutet für uns als
Tragwerksplaner, dass wir zeitgleich verschiedenen
Bautrupps zuarbeiten müssen,
dass gleichzeitig die verschiedensten
Schal, Bewehrungs und Detailpläne erstellt
und statische Berechnungen vorgenommen
werden müssen“, verdeutlicht
der DiplomIngenieur. Nicht zuletzt gilt
es, die Vorgaben innerstädtischen Bau ens
zu erfüllen, die Zufahrt für die schweren
Baustellenfahrzeuge zu gewährleisten und
im eng bemessenen Zeitplan zu bleiben,
denn der Kindergarten soll 2026 an den
Träger übergeben werden.
„Mit diesem Vorzeigeprojekt setzen wir
einen neuen Meilenstein in unserer Firmengeschichte“,
sind sich Werner Hillebrand
und seine Frau Caroline einig und
verweisen stolz auf ihr eingespieltes Team
aus erfahrenen Ingenieuren und Bauzeichnern,
die mit ihrem Wissen, ihrer
Kompetenz und Zuverlässigkeit die erfolgreiche
Durchführung eines solch umfangreichen
Projektes möglich machen.
Claudia Horber
Ingenieurbüro Roll GmbH
Bauzeichner Marius Denk bei der Arbeit am Generationencampus#Kleeblatt
Mindelheimer Straße 43
87600 Kaufbeuren
Telefon 08341 9032-0
info@roll-statik.de
www.roll-statik.de
BILDER: INGENIEURBÜRO ROLL GMBH
Kaufbeuren
333
Kaufbeuren | Familienfreundliche Bildungskommune
Eine Verantwortungsgemeinschaft
Cornelia Otto leitet in Kaufbeuren seit Januar 2023 das Referat für Kinder, Jugend, Bildung und engagierte Stadt. Zu den vielfältigen Aufgaben
des „Zukunftsreferats“ zählen Demokratiebildung, Gleichstellung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Im Interview beleuchtet
sie, wie die Stadt dem steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen begegnet, welche Chancen sich für familienfreundliche Unternehmen
ergeben und wie wichtig eine Verantwortungsgemeinschaft vor Ort für Bildung und Teilhabe von Kindern sowie jungen Menschen ist.
AWM: Frau Otto, die Nachfrage nach
Kitaplätzen ist ungebrochen hoch. Wie
geht die Stadt an die Herkulesaufgabe heran,
genügend Betreuungsplätze für die
Kinder zu schaffen?
Cornelia Otto: Das ist ein Thema, das
uns im Referat täglich beschäftigt. Diese
Herausforderung packen wir gemeinsam
an – und gehen bereits große Schritte: In
den nächsten Jahren sind einige KitaBauprojekte
geplant, es entstehen verschiedene
Einrichtungen, die mit ihren individuellen
Konzepten für Vielfalt in der
Kitalandschaft sorgen. Zum Beispiel das
Großprojekt am Afraberg, das verschiedene
Betreuungsformen in einem Campus
vereint. Große Chancen sehe ich
auch in neuen KitaModellen. Die Öffnung
für private Investoren und freie Träger
mit eigenen pädagogischen Konzepten
– sei es bilinguale Erziehung oder der
musischkreative Bereich – ist eine Bereicherung.
Außerdem ist die inklusive
Arbeit, die auch Kinder mit erhöhtem
Bildungsbedarf integriert, in den letzten
Jahren immer wichtiger geworden. Alle
Einrichtungen in Kaufbeuren zusammen
bieten aktuell insgesamt rund 2.000 Plätze
für die Kinderbetreuung. Der Personalmangel
macht sich allerdings auch bei
uns bemerkbar.
AWM: Apropos Mitarbeitermangel: Wie
wollen Sie künftig mehr Personal für diesen
Bereich gewinnen?
Cornelia Otto: Ich glaube, dass es hier
von zentraler Bedeutung ist, die Fachkräfte
an den Arbeitgeber zu binden.
Wenn sich die Menschen mit dem Unternehmen
identifizieren können, steigt
auch die Motivation. Der Betriebsträger
sollte den Arbeitsplatz so gestalten, dass
sich die Mitarbeitenden wohl fühlen, gerne
arbeiten und ihre Fähigkeiten einbringen
können. Dazu gehört eine gute Team
Atmosphäre genauso wie Angebote zur
Gesundheitsförderung, Weiterbildungsmöglichkeiten
und Qualifikation on the
job. Es ist ein wahrer Markt der Möglichkeiten
für Menschen, die sich einbringen
wollen und sich für pädagogische Berufe
begeistern: Das System ist nicht mehr so
starr und öffnet sich auch zunehmend für
Quereinsteiger. Jede und jeder von ihnen
bringt eine neue Perspektive und frische
Impulse in den KitaAlltag, die ein Gewinn
für Kinder und Gesellschaft sind.
AWM: Die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf ist eine große Herausforderung.
Welches Potenzial sehen Sie in
unternehmensnahen Betreuungsangeboten?
Cornelia Otto leitet das „Zukunftsreferat“ der Stadt
Kaufbeuren.
34 4 Kaufbeuren
Cornelia Otto: Das ist ein Thema, das
immer wichtiger wird und auf große Resonanz
stößt. Eine betriebsnahe Betreuungseinrichtung
zu schaffen ist nicht zuletzt
eine große Chance für Unternehmen,
ihre Mitarbeiter langfristig an sich zu binden
und als familienfreundlicher Arbeitgeber
zu punkten. Dazu können sich
Unternehmen auch zusammenschließen,
um ein Angebot an flexiblen Betreuungsmöglichkeiten
vor Ort zu realisieren. Wir
sind hier als Stadt gerne unterstützend
tätig und stehen den Unternehmen als
Ansprechpartner zur Seite.
AWM: Welche Angebote gibt es aktuell
vor Ort, die das Profil Kaufbeurens als familienfreundliche
Stadt und „Bildungskommune“
herausstellen?
Cornelia Otto: Wir haben das Glück,
viele engagierte Akteure zu haben, die
ein vielseitiges Angebot auf die Beine
stellen: Von den Familienstützpunkten
über die FamilienApp und Kulturwerkstatt
bis zu den Aktivitäten der
Sportvereine und sozialer Initiativen. In
Kaufbeuren gibt es eine breite Ehrenamtsstruktur.
Wir arbeiten eng mit verschiedenen
Kooperationspartnern zusammen,
die alle ihren Teil dazu
beitragen, aus Kaufbeuren eine moderne,
lebendige, weltoffene Stadt zu machen.
AWM: Was macht die Aufgabe als Familienreferentin
der Stadt Kaufbeuren für
Sie besonders spannend, und worauf
freuen Sie sich in Zukunft?
Cornelia Otto: Gemeinsam etwas im
Sinne der Kinder und Familien dieser
Stadt zu bewegen, ist eine wertvolle und
schöne Aufgabe. Es ist zugleich eine große
Aufgabe, die mit sozialer Verantwortung
für künftige Generationen verbunden
ist – eine Verantwortung, die wir
miteinander tragen. Ein wertschätzendes
Miteinander, Partizipation und lokale
Strukturen als Ressource sind dafür entscheidend.
Es geht darum, die Lebensbedingungen
aller Menschen, die hier leben,
zu verbessern. Das ist gelebte Sozialraumorientierung.
Die verschiedenen Perspektiven,
die ich immer wieder in den Begegnungen
mit den Menschen mitnehme,
sind ungemein bereichernd und eröffnen
neue Horizonte für die Zukunft.
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Kaufbeuren
35
Kaufbeuren | Fenster, Wintergärten, Haustüren
Neue Maßstäbe im
Bereich Architektur
Linara Kaufbeuren erhält die Silberauszeichnung
für „Beautiful Buildings Award“ 2024
„Diese Auszeichnung ist
Anerkennung und Ansporn zugleich.“
Prokurist Leif Würtz
Die Linara Kaufbeuren GmbH hat sich
mit ihrem neuen, prämierten Firmengebäude
am Ortsrand von Kaufbeuren direkt
an der B12 als innovativer Vorreiter
im Bereich nachhaltiger Architektur positioniert.
Das markante Bauwerk vereint
eine ästhetische und funktionale Architektur
mit fortschrittlichen ökologischen
Lösungen. Dieses zukunftsweisende Kon
zept überzeugte auch die internationale
Jury der „Beautiful Buildings Awards“ der
Green Organisation, welche Linara Kaufbeuren
im Jahr 2024 in London mit dem
Silberpreis für nachhaltige und schöne
Gebäude auszeichnete. Die Preisverleihung
war ein besonderer Moment für das
Unternehmen und dem Architekten Peter
Kuczia vom Mutterkonzern Solarlux,
der das Projekt federführend plante.
Beeindruckendes Energiekonzept
Der neue Linara Firmensitz – bestehend
aus Erlebniswelt, Bürofläche und Logistikhalle
– setzt mit einer markanten PV
Fassade in Faltoptik und energieeffizienten
Doppelfassade aus Glas ein Highlight.
Neben der herausragenden Optik sorgen
die 750 PVModule mit 145 kWp Leistung
für eine nachhaltige Nutzung der
Solarenergie. Die innovative Doppelfassade
aus Glas, als LowTechLösung konzipiert,
er möglicht energieeffizientes
Kühlen und Heizen: Im Winter wird die
Luft vorgewärmt, im Sommer sorgt sie
für frische Luft und verhindert Überhitzung
– ein perfektes Zusammenspiel von
Design und Funktionalität. Für Energieeffizienz
sorgen auch thermisch aktivierte
Betondecken, die zum Kühlen oder
Heizen über Geo thermie genutzt werden.
Das Dach und die Außenbereiche
wurden als insektenfreundliche Lebens
räume gestaltet, die dem Verlust von Naturflächen
entgegenwirken. Unter dem
Konzept „Bildende Bauten“ erklärt sich
das Gebäude durch Wandhinweise selbst.
Optimale Arbeitsumgebung
„Mit unserem Neubau möchten wir
ideale Arbeitsbedingungen schaffen und
Architekten sowie Bauinteressierte inspirieren.
Die Auszeichnung durch die
Green Organisation ist für uns Anerkennung
und Ansporn zugleich,“ so Leif
Würtz, Prokurist von Linara Kaufbeuren.
Linara hofft, dass dieses Projekt auch
andere Bauherren und Architekten inspiriert,
indem es zeigt, wie sich wirtschaftliche
Anfor derungen mit höchsten
öko logischen Standards vereinen lassen.
Linara Kaufbeuren GmbH
Bavariaring 22
87600 Kaufbeuren
Telefon 08341 93660
info@linara-kaufbeuren.de
www.linara-kaufbeuren.de
BILDER: LINARA KAUFBEUREN GMBH
36 2 Kaufbeuren
Kaufbeuren | Rechtsberatung
Kompetent, verantwortungsvoll
und lösungsorientiert
Renommierte Rechtsanwaltskanzlei Alexandra HÜBNER-STURM
überzeugt seit 15 Jahren
Seit Gründung im Jahr 2009 ist die Kanzlei HÜBNER-STURM mit Sitz in Kaufbeuren
eine über die Region hinaus bekannte Adresse. Rechtsanwältin Alexandra Hübner-Sturm
ist für Privatpersonen und Unternehmen sowohl außergerichtlich als auch gerichtlich im
gesamten Bundesgebiet tätig.
Die von fachlichen wie menschlichen
Kompetenzen geprägte anwaltliche Tätigkeit
im individuellen Mandanteninteresse
ist der Kanzleiinhaberin ein besonderes
Anliegen. Dabei setzt die Anwältin für
ihre Mandanten stark auf interessengerechte,
effiziente und effektive Lösungen.
Erbrecht, Immobilien- und Wirtschaftsrecht
Die besonderen Schwerpunkte der Kanzlei
HÜBNERSTURM aus Kaufbeuren
liegen im Erbrecht mit Nachlassplanung,
Nachlassabwicklung, Testamentsgestaltung
und Testamentsvollstreckung sowie
im Immobilien und Mietrecht. Darüber
hinaus bietet sie ein breites Spektrum
juristischer Dienstleis tungen in den Bereichen
des Vertrags, Schadens und
Haftungsrechts sowie des Wirtschaftsrechts
mit Wirtschaftsmediation.
„Verhandlungskompetenz,
Flexibilität und Fairness sind
entscheidende Faktoren in der
erfolgreichen Mandatsbearbeitung.“
Alexandra Hübner-Sturm, Kanzleiinhaberin
Flexibilität und Fairness
Für Unternehmen und Privatpersonen
recht lich tätig zu sein, war bereits zu Beginn
des Studiums in Augsburg Berufsziel
der engagierten Juristin. Nach erfolgreichem
Abschluss folgten daher während
des juristischen Vorbereitungsdienstes
die Mitarbeit in einer wirtschaftsrechtlich
beratenden Groß kanzlei und in der
Rechtsabteilung eines internationalen
Pharmakonzerns samt der Zusatzausbildung
zur Wirtschaftsmedia torin (CVM)
sowie weitere Qualifikationen.
Qualität durch Expertise und Erfahrung
Seit Kanzleigründung im Jahr 2009 widmete
sich Alexandra HübnerSturm dem
Ausbau der KanzleiSchwerpunkte, zuletzt
im Jahr 2022 durch Ausbildung zur
Testamentsvollstreckerin sowie durch
Absolvierung des Lehrgangs zum Fachanwalt
Erbrecht. Die kontinuierliche Fortund
Weiterbildung ist der Juristin dabei
ebenso selbstverständlich wie eine zeitgemäße
technische Kanzlei ausstattung. Ihr
Standort in Kaufbeuren, das umgebaute
Werkstattgebäude des ehemaligen großelterlichen
Betriebes, erlaubt Besprechungen
und Verhandlungen in großzügigen
Räumen.
Angela Lingenhöl
Kanzleiinhaberin Alexandra Hübner-Sturm
mit ihrem Bürohund „Mulchen“
Alexandra Hübner-Sturm
Rechtsanwältin
Wirtschaftsmediatorin (CVM)
Testamentsvollstreckerin (AGT)
Lehrgangsabsolventin Fachanwalt Erbrecht
Knopfgasse 4
87600 Kaufbeuren
Telefon 08341 9711070
mail@huebner-sturm.com
www.huebner-sturm.com
BILDER: ANGELA LINGENHÖL
2 Kaufbeuren
Kaufbeuren
37
Kaufbeuren | Kulturveranstaltungen
Gemeinsam etwas Großes schaffen
Ein Team, das Bewegung in die Allgäuer Veranstaltungslandschaft bringt
Sie bringen Bewegung in die regionale
Veranstaltungsszene: Mit Lena Schweitzer
von Kaufbeuren Tourismus und
Stadtmarketing (KFTS) e.V., Markus
Mölzer und Daniel Fischer hat sich ein
Allgäuer Trio gefunden, das mit mutigen
Ideen und frischen Konzepten die hiesige
Eventlandschaft auf den Kopf stellt. In
Kaufbeuren sind Fischer und Mölzer mit
Erwecken gern Ideen zum Leben: Lena Schweitzer,
Markus Mölzer und Daniel Fischer.
ihren Eventagenturen fest etabliert. Gemeinsam
mit ihnen als starke Partner an
der Seite will das KFTSTeam mit dem
Altstadtsommer auch im nächsten Jahr
wieder ein echtes Veranstaltungshighlight
in der Region auf die Beine stellen.
Nach dem großen Erfolg im Sommer
2024 läutet der Veranstalter die nächste
Runde beim Altstadtsommer ein. Die
Idee, den Altstadtsommer ganz neu in
Szene zu setzen, entstand mit dem Ziel
vor Augen, mit einem neuen Konzept
und unter Beteiligung zahlreicher Akteure
ein in Kaufbeuren so noch nie dagewesenes
Stadtfest zu realisieren. „Wir wollten
größer denken, Neues wagen und ein
Event für alle schaffen, das auf besondere
Weise Festivalfeeling mit Stadtleben vereint“,
sagt Schweitzer. Das ist den Beteiligten
gelungen: Ende Juni zog es an den
beiden Festivaltagen Tausende von Besuchern
in die Kaufbeurer Altstadt, die gemeinsam
feierten, sich von der einzigartigen
Atmosphäre mitreißen ließen. Sechs
Veranstaltungsflächen, ein vielfältiges
Programm mit Bands auf verschiedenen
Bühnen, Märkten und Walking Acts in
der gesamten Altstadt begeisterten die
Menschen aus Kaufbeuren und der Region.
Entsprechend groß war das Echo:
„Wir wurden mit tollem Feedback regelrecht
überschüttet“, so Mölzer. „Viele
Menschen hoben die super Stimmung
hervor, wünschten sich eine Wiederholung
im nächsten Jahr.“
„An das Format geglaubt“
Das Team um Schweitzer, Fischer und
Mölzer steckte einiges an Energie und
Herzblut in die Vorbereitung, machte von
seinem Erfahrungsschatz in der Veranstaltungsszene
und dem Netzwerk vor
Ort Gebrauch. Das Erfolgsrezept und der
treibende Motor: die vertrauensvolle Zusammenarbeit
und die Lust, gemeinsam
etwas Großes aus dem Altstadtsommer
zu machen. „Wir haben uns super ergänzt.
Fast schon wie in einer kreativen
WG, ein bisschen verrückt, aber auch
cool“, beschreibt Schweitzer das enge
Teamwork. „Jeder im Team hat an das
Format geglaubt, sich vom AltstadtsommerFieber
anstecken lassen“, schließt
sich Fischer an. Vielfältige Kaufbeurer
Akteure machten beim Altstadtsommer
2024 mit – darunter die Aktion Mensch,
Demokratie leben, der Stadtjugendring
oder das Generationenhaus. „Sie alle haben
sich uns angeschlossen und wollten
ein Teil dieses Events sein“, wünscht sich
das Team auch für das kommende Jahr,
„dass wieder möglichst viele mit auf den
Zug aufspringen“.
„Wir wollten größer denken,
Neues wagen und ein Event
für alle schaffen.“
Lena Schweitzer
38 2 Kaufbeuren
Festivalfeeling, Lebensfreude und eine lebendige Stadt: der Altstadtsommer 2024.
Eine Veranstaltung ohne Barrieren
Auch für die Veranstaltung 2025 ist der
Anspruch der Initiatoren, ein Fest für alle
auf die Beine zu stellen. „Jede und jeder
soll sich mit diesem Festival identifizieren
können“, teilen Schweitzer und ihre
Mitstreiter die Überzeugung, dass inklusive
Veranstaltungen wie diese der
Schlüssel zu mehr Gemeinschaftsgefühl
und ein vorurteilsfreies Miteinander
sind. „Wir sind neuen Ideen gegenüber
immer offen. Menschen, die diese Plattform
nutzen und die Altstadt in einen
neuen Blickwinkel rücken wollen, sind
herzlich willkommen“, sehen die Macher
eine Chance darin, „mit der Zeit zu gehen,
flexibel zu bleiben und auch junge
Leute abzuholen und zum Mitmachen
zu bewegen“.
Veranstalter aus Überzeugung
Mit Projekten wie dem Altstadtsommer
engagiert sich KFTS für eine lebendige
und lebenswerte Stadt, in der sich die verschiedenen
Akteure gegenseitig unterstützen.
„Es ist beeindruckend zu erleben,
wie wir gemeinsam mit Mut und vereinten
Kräften Dinge anstoßen können“, sagt
Schweitzer. Die echte Motivation, etwas
zu bewegen und die Lust, Ideen zum Leben
zu erwecken, ist den Beteiligten
deutlich anzusehen. „Mein Antrieb ist es,
den Menschen Freude zu bringen und
durch identitätsstiftende, verbindende
Veranstaltungen dazu beizutragen, aus
Kaufbeuren eine lebenswerte Stadt zu
machen. Teil von etwas Größerem zu
sein, ist ein unglaublich schönes Gefühl“,
so Mölzer. Fischer geht es ähnlich: „Ich
möchte Räume schaffen, in denen ich
mich selber gerne aufhalte und eine Plattform
für die bereichernden, vielfältigen
Kunst und Kulturmacher in Kaufbeuren
und der Region bieten.“
Mahi Kola
Kaufbeuren Tourismus- und
Stadtmarketing e.V.
Tourist Information
Kaiser-Max-Straße 3a
87600 Kaufbeuren
Telefon 08341 437190
tourist-info@kaufbeuren.de
www.kaufbeuren-tourismus.de
BILDER: KAUFBEUREN TOURISMUS- UND STADTMARKETING E.V.
Kaufbeuren
39 3
Kaufbeuren | Gewerbegebiet
Raum für Wachstum
und Innovation
Das neue Gewerbegebiet „Im Hart“, direkt an der Apfeltranger Straße
Im Süden von Kaufbeuren entsteht im
Bereich der Apfeltranger Straße ein neues
Gewerbegebiet mit einer Gesamtfläche
von rund 100.000 Quadratmetern. Damit
bietet sich für Unternehmen die Gelegenheit,
zu wachsen und sich weiterzuentwickeln.
Interessierte Unternehmen, die
sich hier ansiedeln möchten, profitieren
von einheitlichen Ansprechpartnern innerhalb
der Stadtverwaltung, die für alle
Fragen betreffend Grunderwerb, Genehmigung,
Erschließung und allen weiteren
wichtigen Themen rund um die Niederlassung
zur Verfügung stehen. In der aktuellen
Phase steht die Stadt bereits mit
interessierten Unternehmen in engem
Austausch. So kann die optimale Gestaltung
der Erschließungsanlagen in einem
kooperativen Prozess entwickelt werden.
In einer nächsten Phase wird dann die aktive
Vermarktung konkreter Flächen erfolgen.
Ein attraktiver und
zukunftsweisender Branchenmix
Durch moderne Vergabekriterien schafft
die Stadt das perfekte Umfeld für die
Unternehmen. Beispielsweise wird berücksichtigt,
wie viele Arbeits und Aus
seit
SEIT 1950
SHOP NOW
1950
seit
Betonwaren & Trockenmörtel
Schachtunterteile/-ringe
Schachtsonderbauteile
Pumpschächte
Abwassertechnik
Öl- und Fettabscheider
Regenwassertechnik
Vollbiologische Kläranlagen
Grauwassernutzung
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Gablonzer Str. 125, 87656 Germaringen, Tel (08341)9772-0, Fax (08341)62067
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Holzsystembau?
bildungsplätze die jeweilige Firma schafft.
Ziel der Stadt Kaufbeuren ist es, einen
attraktiven und zukunftsweisenden
Branchenmix zu realisieren. Darüber hinaus
ist es für die Stadt begrüßenswert,
wenn ressourcensparend zentrale Einrichtungen
geschaffen werden. Ein
schneller Verkehrsanschluss in Richtung
Süden zur B12 ist gesichert, denn eine
neue Ortsumfahrung ist bereits fertiggestellt.
Und durch den geplanten Ausbau
der B12 wird eine noch schnellere
Anbindung an die A96 und die A7 garantiert.
Ein Breitbandanschluss mit FTTH wird
im Gewerbegebiet selbstverständlich gewährleistet:
Durch Glasfaseranschlüsse
bis zum Gebäude können Firmen an
ihren Standorten mit schnellster und stabilster
Internetgeschwindigkeit arbeiten.
Südlich der neuen Gewerbeflächen sind
bereits Unternehmen angesiedelt.
In direkter Umgebung befindet sich auch
der Fliegerhorst Kaufbeuren, eine riesige
Liegenschaft von 2,3 Quadratkilometern
zur technischen Ausbildung von Luftfahrpersonal,
ohne militärischen Flugbetrieb,
aber der Möglichkeit zu Kooperationen
– nicht nur für neue, sondern auch
für bereits angesiedelte Unternehmen,
die eine Branchen entsprechende Zusammenarbeit
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Kaufbeuren:
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Kaufbeuren 41 9
Kaufbeuren | Gewerbeflächen
Jede Menge Momm-Power: das Team um Geschäftsführer Maria und Manfred Schoder.
Innovation und Lebensraum
im Herzen Kaufbeurens
Die Wohn- und Gewerbepark Momm GmbH stellt sich mit einem starken Team für die Zukunft auf
Sie sind immer für ihre Kunden da: Stefanie Kuschel,
Maria Schoder, Inge Piesch (v.l.n.r.) mit Hund Bruno.
Der Wohn und Gewerbepark Momm in
Kaufbeuren vereint ansprechenden Wohnraum
mit modernen Handelsflächen. Auf
dem riesigen Areal der ehemaligen Weberei
belebt eine Vielfalt an Mietern das
Gelände: Dazu gehört der Einzelhandel
genauso wie Dienstleister, Industriebetriebe
oder soziale Einrichtungen. Mit
neuer Hausverwaltung vor Ort und
Verstärkung im Team wollen CoGeschäftsführerin
Maria Schoder und ihr
Vater Manfred Schoder die Herausforderungen
der Zukunft angehen und das
Areal weiterentwickeln. Immobilienfachwirtin
Schoder ist seit 2018 im Familienunternehmen.
Die junge Unternehmerin
zeigt eindrucksvoll, wie es ihr gemeinsam
mit ihrem Team gelingt, die Belange der
Mieter, verschiedenste Anforderungen und
organisatorische Prozesse unter einen Hut
zu bringen – und dabei als Ansprechpartner
in allen Fragen den direkten Draht zu
pflegen.
Seit 2007 kümmert sich die Familie Schoder
aktiv um das Revival des Areals, das
Stück für Stück weitergewachsen ist. Auf
dem MommAreal sind in den vergangenen
Jahren viele neue Wohnungen entstanden.
Im modernen Industriepark
sind verschiedenste Unternehmen untergebracht,
darunter das HightechUnternehmen
Agile Robots oder der Fahrradstore
CUBE. Das Pförtnergebäude, das als
Headoffice vor Ort dient, und die denkmalgeschützte
Villa als zentral gelegener
Eyecatcher, bieten Büroräume in besonderem
Ambiente. Die Mieter profitieren
dabei von den vielen, großzügigen Parkflächen
auf dem Gelände.
42 2 Kaufbeuren
Direkte Wege und
persönliche Ansprechpartner
Einen großen Pluspunkt sieht Geschäftsführerin
Maria Schoder, die das Unternehmen
gemeinsam mit ihrem Vater leitet,
insbesondere in der inhabergeführten
Hausverwaltung vor Ort: „Wir sind mittendrin
in den Prozessen, können bei
Problemen schnell reagieren“, so Schoder.
Wichtig ist ihr dabei der Austausch mit
den Mietern: „Im Umgang mit den Menschen
sehe ich immer wieder, welchen
Unterschied es macht, einen persönlichen
Ansprechpartner zu haben. Die
Mieter kennen uns und wissen, dass jemand
kommt und sich kümmert, wenn
sie Hilfe brauchen.“ Eigene Hausmeister,
Maschinen und Werkstatt vor Ort sind
hier ein großer Vorteil. In ihrer Tätigkeit
sehen sich Schoder und ihr Team mit
vielen Aufgaben konfrontiert – seien es
Brandschutzvorgaben, Bauanträge oder
technische Anforderungen. „Im Gewerbe
muss man sich auskennen und uptodate
sein“, sagt Schoder. „Bei jedem
neuen Mieter gilt es, neue Anforderungen
zu erfüllen.“ Um diese zu meistern, sei ein
starkes Team unerlässlich. Umso wertvoller
ist für die Unternehmerin die
Unterstützung vor Ort durch zwei Hausmeister
und zwei Fachkräfte im Büro.
Anpacker und Problemlöser:
ein Team für alle Fälle
Als „Problemlöser“ und „umdieEckeDen
ker“ ist Hausmeister Armin Lechelmayr,
Das Momm-Areal in Kaufbeuren vereint Gewerbeflächen und Wohnraum.
wie sein Kollege Oskar Zinth, täglich auf
dem riesigen Gelände unterwegs, sorgt
dafür, dass alles läuft, kümmert sich um
die Instandhaltung, pflegt die Grünflächen
und verrichtet Winterdienst. „Jeden
Tag erwartet mich etwas anderes“, beschreibt
Lechelmayr seine vielseitige
Tätigkeit. Was ihm dabei besonders gefällt:
„Die direkten Wege und die super
Atmosphäre im Team.“
Die Immobilienverwaltungsangestellte
Stefanie Kuschel ist seit fast zwei Jahren
im Unternehmen tätig. „Ich erlebe hier
kurze Entscheidungswege und ein großes
Miteinander bei den anstehenden Projekten.
Die vielseitigen Themengebiete,
die meinen Arbeitsalltag abwechslungsreich
gestalten, fordern und fördern
mich – fachlich wie persönlich“, freut sich
Kuschel auch im nächsten Jahr „auf neue,
spannende Aufgaben und darauf, zu
unterstützen, wenn es Neues zu gestalten
und aufzubauen gilt“.
Mehr Mut für Unternehmerinnen
Maria Schoder ist in das Familienunternehmen
„reingewachsen“, hat die Prozesse
von Grund auf kennengelernt und
sich durch die gewonnenen Erfahrungen
Stück für Stück weiterentwickelt. „Angefangen
hat es zunächst mit Wartungsverträgen“,
erzählt sie. „Nach und nach
habe ich mir immer mehr Knowhow angeeignet,
mich mit Bürokratie, Baugenehmigungen
und Technik auseinandergesetzt.“
So bricht Schoder nicht zuletzt
eine Lanze für junge Unternehmerinnen
und ermutigt sie, selbstbewusst und unbeirrt
ihren Weg zu gehen: „Ich hatte das
Glück, den entsprechenden Background
zu haben, dadurch konnte ich die Erfahrung
machen, dass ich auch als junge
Frau in diesem beruflichen Umfeld bestehen
und etwas bewegen kann. Das will
ich auch nach außen tragen.“
Mahi Kola
Kümmern sich darum, dass alles läuft: die Hausmeister Armin Lechelmayr und Oskar Zinth.
Wohn- und Gewerbepark Momm GmbH
Am Bleichanger 44
87600 Kaufbeuren
Telefon 08341 8715350
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www.momm-kf.de
BILDER: WOHN- UND GEWERBEPARK MOMM GMBH
Kaufbeuren
43
Gemeinde Pforzen | Kommunalentwicklung
Pforzen hat viel vor
Neue Baugebiete, eine Ortsumfahrung und ein interaktives
Besucherzentrum für „Udo“ sind in Planung
Es ist fünf Jahre her, dass die Gemeinde
Pforzen im Ostallgäu weltweite Berühmtheit
erlangte: Bei Grabungen in der Tongrube
unweit des Ortsteils Hammerschiede
wurde das Teilskelett eines vor
11,6 Millionen Jahren lebenden Menschenaffen
gefunden. Das Besondere:
„Danuvius guggenmosi“ alias Udo konnte
aufrecht gehen. Inzwischen haben Professor
Madelaine Böhme und ihr Team
von der Uni Tübingen noch eine weitere
Art gefunden, „Buronius manfredschmidi“,
ein Zeitgenosse von Udo.
„Udo“ ist nach wie vor ein Besuchermagnet.
Verständlich, dass viele Interessierte in
Richtung Tongrube unterwegs sind. Leider
darf die Grube aus Sicherheitsgründen
nicht betreten werden. Allerdings
kann bald ein Blick auf die Ausgrabungsstätte
geworfen werden, denn die Gemeinde
Pforzen plant zusammen mit
dem „Förderverein UDO – Danuvius
guggenmosi e. V.“ neben einem Erlebnisweg
auch eine Aussichtsplattform und
ein interaktives Besucherzentrum.
Ortsumfahrung, Gewerbegebiet und Bahnhalt
Eines der Hauptthemen in Pforzen ist der
Verkehr. An die 10.000 Fahrzeuge nutzen
täglich die direkte Verbindung zwischen
B12 und B16 und schlängeln sich durch
den Ort. Eine Umfahrung ist schon länger
im Gespräch, in Zusammenarbeit mit
dem Straßenbauamt Kempten wurden
verschiedene Varianten geprüft. Im September
haben die Pforzener nun in einem
Bürgerentscheid mehrheitlich für die favorisierte
Variante Nord 4 gestimmt und
somit für eine Ortsumfahrung, die zwischen
Pforzen und Zellerberg verlaufen
wird und auf Höhe der Abzweigung Richtung
Ingenried in die B16 münden soll.
Auch sonst hat Pforzen viel vor. „Wir planen
die Erweiterung des Gewerbegebietes
Wertachauen“, erzählt Erster Bürgermeister
Herbert Hofer. Auf rund fünf
Hektar Fläche sollen fünf bis sechs neue
Gewerbeeinheiten entstehen, 2025 geht
es in die konkrete Planung und danach
zügig an die Erschließung. Erste Anfragen
liegen vor, interessierte Gewerbetreibende
können sich gerne melden.
Wo sich Gewerbe ansiedelt und neue
Arbeitsplätze entstehen, braucht es auch
entsprechenden Wohnraum. Ein neues
Wohngebiet ist in östlicher Richtung von
Pforzen geplant, Bürgermeister Hofer
rechnet mit der Erschließung ebenfalls ab
2025. Hinzu kommt auch ein neuer Bahnhalt
auf der Strecke Kaufbeuren – Buchloe,
von dem die Pforzener profitieren.
Hier soll zusätzlich ein P+R Parkplatz für
Pendler mit Anbindung an den ÖPNV
entstehen.
„Wir möchten die notwendige
Infrastruktur im Einklang mit der
Natur schaffen und die Artenvielfalt
hier in der Umgebung erhalten.“
Herbert Hofer,
Erster Bürgermeister Gemeinde Pforzen
44 2 Kaufbeuren
Die Verwaltungsgemeinschaften
Pforzen und Eggenthal suchen
einen Bautechniker (m/w/d)
in Teilzeit (mind. 30 Stunden)
Die Gemeinde Pforzen mit den Ortsteilen Hammerschmiede, Ingenried, Irpisdorf und Leinau
Aufgabenbereiche:
• Betreuung aller Tief- und
Hochbau maßnahmen
• Verwaltung der gemeindlichen
Infrastruktur
• Erstellung verkehrsrechtlicher
Anordnungen/Abstimmung
mit anderen Baulastträgern
• Kontrolle, Dokumentation und
Abnahme der Gewährleistungsüberwachung
von Aufgrabungsflächen
Neues Ärztehaus in der Ortsmitte
Auch innerorts tut sich was in Pforzen.
Bereits vor fünf Jahren hat die Gemeinde
in Zusammenarbeit mit dem Amt für
Ländliche Entwicklung begonnen, ein
Innenentwicklungskonzept zu erarbeiten,
das den Dorfkern aufwerten und beleben
soll. „Direkt an der Hauptkreuzung
in der Ortsmitte hat die Gemeinde ein
Grundstück erworben, auf dem ein
neues Ärztehaus mit großzügigen Praxisräumen
und zwei Wohnungen gebaut
wird“, berichtet Hofer. Neben dem ortsansässigen
Allgemeinmediziner soll dort
noch eine therapeutische Praxis einziehen.
„Ob Physio, Ergo oder logopädische
Praxis, wir freuen uns über Anfragen“, so
der Erste Bürgermeister. Die Praxisräume
sollen im Herbst 2025 bezugsfertig sein.
Im Rathaus selbst stehen ebenfalls Veränderungen
an. Erster Bürgermeister Hofer
verabschiedet in nächster Zeit einige seiner
15 Verwaltungsfachleute in den Ruhestand,
so dass ein größerer Personalwechsel
ansteht. Auch wenn die Gemeinde
selbst ausbildet, werden wohl nicht alle
Stellen intern neu besetzt werden können.
Deshalb sind InitiativBewerbungen
jederzeit willkommen. Aktuell sucht die
VG Pforzen zusammen mit der VG Eggenthal
einen Bautechniker.“
Claudia Horber
Neubau eines Ärztehauses mit Therapiepraxen
Gemeinde Pforzen
Das Gewerbegebiet Wertachauen, direkt an der B16, wird erweitert.
Bahnhofstraße 7
87666 Pforzen
Telefon 08346 9209-0
info@pforzen.bayern.de
www.pforzen.de
www.udo.pforzen.de
BILDER: GEMEINDE PFORZEN
Kaufbeuren
45 3
Kaufbeuren | Stadtentwicklung
Altstadt in
neuem Glanz
„Kaufbeuren packt an!“ Durch das Handlungsprogramm Altstadt 2030
soll das Potenzial der Wertachstadt voll ausgeschöpft werden
Bis 2030 soll die Kaufbeurer Altstadt mit
neuem Leben gefüllt werden. Dafür hat
die Stadt das „Handlungsprogramm Altstadt
2030 – Kaufbeuren packt an!“ entwickelt,
durch das der Standortvorteil
„mittelalterliche Stadt“ attraktiv in die
heutige Zeit übersetzt wird. Damit sollen
Touristen und Gäste von außerhalb gleichermaßen
wie die Kaufbeurer Bevölkerung
in die Altstadt gelockt werden.
Das Handlungsprogramm besteht aus
Bausteinen zur Steigerung der touristischen
Attraktivität, zur Verbesserung
der Aufenthaltsqualität durch mehr
Grün und mehr Platz für Gastronomie
und Veranstaltungen sowie zur Ausweitung
des Marketings und der Veranstaltungsformate.
Ein weiterer Fokus liegt
auf der Unterstützung der Eigentümer,
damit auch Wohnen, Gewerbe und Ein
zelhandel in der Altstadt wieder attraktiver
werden.
Im Jahr 2025 hat aber zunächst die Begrünung
Priorität: Begonnen werden soll mit
der Suche und Realisierung von festen
Baumstandorten sowie der Begrünung
mittels mobiler Bäume. Teil des Programms
ist außerdem die Entwicklung
eines Verkehrskonzepts mit Neuauftei
46 10 Kaufbeuren
Deine Zukunft
Geschäftsleitung
im Familien unternehmen
Altstadtsommer: Beisammensitzen, Tanzen und Feiern – Veranstaltungen wie der Altstadtsommer sollen mehr Leben in
die Altstadt bringen.
lung des öffentlichen Raums – dazu gehört
auch die Prüfung von versenkbaren
Pollern zur Zufahrtsregelung. Weitere
priorisierte Projekte sind die Ausweitung
des Stadtmarketings, die Entwicklung
und Durchführung eines Veranstaltungsprogramms
sowie die Platzgestaltung am
Fünfknopfturm.
Mehr Raum für Gastronomie und
Veranstaltungen
„Das Handlungsprogramm verbindet
Maßnahmen zur Verbesserung der touristischen
Attraktivität ebenso wie zur
Steigerung der Aufenthaltsqualität in der
Altstadt. Wir putzen uns zum Beispiel
mit mobilen Bäumen raus und machen
unsere wertvolle Historie mit zielgerichteten
multimedialen Stadtführungen interessant.
Auch geben wir Gastronomie
und Veranstaltungen mehr Raum und
entwickeln auch dafür ein neues Verkehrskonzept.
Wir wollen Eigentümer
enger begleiten und damit mehr Wohnraum
schaffen“, erklärt Oberbürgermeister
Stefan Bosse. Wirtschaftsreferent Andreas
Bauer ruft in diesem Sinne alle
Beteiligten zum Mitmachen auf: „Das
Handlungsprogramm ist der konzeptionelle
Rahmen und ich lade alle Akteure
ein, aktiv mitzuwirken. Kaufbeuren packt
an!“
Mahi Kola
BILDER: STADT KAUFBEUREN
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Kaufbeuren 47 11
Kaufbeuren | Hydraulik-Komponenten und -Systeme
Ein Vorzeigewerk in der Region
Zwischen Hightech und Nachhaltigkeit: Das HAWE-Werk in Kaufbeuren feiert 10-jähriges Bestehen
Als etablierter Global Player bringt das Unternehmen HAWE Hydraulik Bewegung in die
Welt der Maschinen: Am Produktionsstandort in Kaufbeuren, dem größten Werk des global
agierenden Unternehmens, feierte der Hydraulikspezialist im Sommer sein 75-jähriges
Bestehen – das Werk in Kaufbeuren existiert seit zehn Jahren und konnte in dieser Zeit
eine beachtliche Entwicklung vollziehen. Heute arbeiten am Allgäuer Standort 700 Mitarbeitende
in einem hochmodernen Werk, das sowohl architektonisch als auch technologisch
herausragend ist. Werksleiter Franz Pasta und Bernd Bachstein, Produktionsleiter
Europa, sprechen im Interview über die Bedeutung des Produktionsstandorts Deutschland,
die Vereinbarkeit von Technologie und Umweltbewusstsein, die Freude an Innovation
und die Zukunft des Werks in Kaufbeuren.
AWM: Die maßgeschneiderten Lösungen
von HAWE kommen weltweit in
hydraulischen Systemen zum Einsatz.
Vor zehn Jahren wurde das Werk in Kaufbeuren
eröffnet. Welchen Stellenwert hat
der Allgäuer Standort in Ihren Augen?
Bernd Bachstein: Wir haben uns bewusst
für Kaufbeuren als Standort entschieden.
Dieser Schritt ist ein wichtiger
Meilenstein in der HAWEGeschichte.
Mit der Eröffnung haben wir die Grundlage
für die kontinuierliche Weiterent
48 2 Kaufbeuren
„Werte wie Nachhaltigkeit,
Fairness, Aufgeschlossenheit und
Loyalität sind bei uns fest in der
täglichen Arbeit und im Umgang
miteinander verankert.“
Bernd Bachstein, Produktionsleiter Europa
wicklung des Unternehmens gelegt. Seitdem
hat sich einiges bewegt: Wir sind
mit gerade mal 250 Mitarbeitenden gestartet,
heute arbeiten vor Ort 700 Menschen
auf einer Fläche von rund 50.000
Quadratmetern. Die Mitarbeitenden und
das Werk sind in der Region verankert.
Bei der Planung des Standorts war es uns
auch wichtig, dass die Architektur gut in
die Landschaft am Rand des Allgäus
passt. Deshalb freuen wir uns besonders,
dass dieser Ansatz im Buchprojekt „Traumfabriken“
gewürdigt wird, und unser Werk
zu den Top 25 Fabriken in Deutschland,
Österreich und der Schweiz zählt. Das
Buch erscheint voraussichtlich im Frühjahr
2025. Ausgewählt wurden Produktionsstätten
mit besonderer Ar chitektur,
moderner Arbeitsumgebung und Fokus
auf Themen wie Digitalisierung und
Nachhaltigkeit.
AWM: Apropos Nachhaltigkeit: Für sein
Engagement für die Umwelt wurde
HAWE vom bayerischen Umweltministerium
ausgezeichnet. Wie gelingt es
„Um uns zukunftssicher aufzustellen
und den Standort zu stärken,
braucht es den Antrieb, zu gestalten,
und die Freude an Herausforderungen.“
Franz Pasta, Werksleiter
Kaufbeuren
49 3
Karriere bei HAWE in Kaufbeuren:
Job- und Ausbildungsangebot
2025 (m/w/d)
Ausbildung zum
Produktionstechnologen
Auszubildender Fachkraft
für Lagerlogistik
Auszubildender Fachkraft für
Metalltechnik, Fachrichtung Montage
Auszubildender Fachkraft für Metalltechnik,
Fachrichtung Zerspanung
Auszubildender Industriemechaniker
Auszubildender
Zerspanungsmechaniker
CNC-Maschinenbediener Fräsen,
mit Potenzial zum Teamkoordinator
Weitere
Angebote im
HAWE-Jobfinder
dem Unternehmen, Hightech und Umweltschutz
zusammenzubringen?
Franz Pasta: Wir haben eine Verantwortung
gegenüber unseren Beschäftigten
und der Umwelt. Mit unserem Einsatz
versuchen wir, diesem Anspruch
gerecht zu werden. Ein schönes Beispiel
hierfür ist die Aktion „Azubis retten Rehkitze“
in Zusammenarbeit mit dem örtlichen
Wildtierrettungsverein Osterzell,
an der wir uns seit Frühjahr 2023 beteiligen.
An der Initiative nehmen die Auszubildenden
freiwillig teil – das war ein Erlebnis,
das nicht nur ihren Bezug zur
Natur, sondern auch den Teamgeist gestärkt
hat. Auf unserem Gelände leben
außerdem Schafe, welche die Grünflächen
pflegen, und wir beherbergen
Bienen völker. Das HAWEWerk in Kaufbeuren
steht für einen bewussten Umgang
mit Ressourcen und hohe Energieeffizienz,
genauso wie für digitalisierte
Prozesse, Innovation und vorwärtsgerichtetes
Den ken.
Bernd Bachstein: Digitalisierung und
Nachhaltigkeit sind wichtig, um Produk
„Wir sehen Technik und
Innovationen als Chance, um uns im
globalen Wettbewerb auch
weiterhin behaupten zu können.“
Bernd Bachstein, Produktionsleiter Europa
tionsprozesse zu optimieren. Wir stehen
der Automatisierung und technologischen
Möglichkeiten offen gegenüber
und beziehen unsere Mitarbeiter aktiv
mit ein, um uns ständig weiterzuentwickeln.
Dabei sehen wir Technik und
Innovationen als Chance, um uns im
globalen Wettbewerb auch weiterhin
behaupten zu können.
AWM: Auch die hohe Wertschöpfungstiefe
ist ein wichtiger Teil der Firmenphilosophie.
Was hat es damit auf sich?
50 4 Kaufbeuren
„Bei uns zählt jeder einzelne
Mitarbeitende. Trotz unserer
Größe sind und bleiben wir ein
Familienunternehmen, das von
einer offenen Kommunikation
und einem wertschätzenden
Miteinander geprägt ist.“
Franz Pasta, Werksleiter
Franz Pasta: Vom Rohmaterial bis zum
fertigen Produkt und Versand passieren
alle Bearbeitungsschritte bei uns im Haus.
Die verschiedenen Bereiche sind optimal
miteinander vernetzt und gewährleisten
eine effiziente Produktion, was sich verstärkt
auf die Qualität, Flexibilität und
Lieferperformance auswirkt.
Bernd Bachstein: Auf der hohen Fertigungstiefe
liegt bei uns ein besonderes
Augenmerk. Die Produkte werden hier
vor Ort hergestellt und getestet. Das ist
zugleich ein klares Bekenntnis zum
Standort Kaufbeuren und zum Produktionsstandort
Deutschland. Wir glauben
fest daran, dass das der richtige Weg ist –
damit machen wir uns von globalen Lieferketten
unabhängig und zeigen, dass
der Standort Bayern im internationalen
Wettbewerb mithalten kann.
AWM: Herr Pasta und Herr Bachstein,
Sie sind beide langjährig im Unternehmen
beschäftigt und gestalten die Prozesse
gemeinsam mit einem Team, das
täglich Innovationsfreude und Know
How einbringt. Welche Werte werden
bei HAWE gelebt und welche Rolle
spielen die Mitarbeiter im Familienunterneh
men?
Franz Pasta: Bei uns zählt jeder einzelne
Mitarbeitende. Trotz unserer Größe
sind und bleiben wir ein Familienunternehmen,
das von einer offenen Kommunikation
und einem wertschätzenden
Miteinander geprägt ist. Diese Werte leben
wir auch im Umgang mit unseren
Beschäftigten. Wir sind kein „Hire and
Fire“Unternehmen. Ganz im Gegenteil:
Unsere Mitarbeitenden gestalten als Teil
des Teams die Geschichte von HAWE
aktiv mit, und identifizieren sich mit unseren
Werten und Zielen. Das zeigt sich
immer wieder in der Zusammenarbeit.
Wir gehen gemeinsam durch dick und
dünn, auch in konjunkturell schwierigen
Zeiten. Mir ist es wichtig, den Beschäftigten
sichere Arbeitsplätze in einem
modernen Umfeld zu bieten. Auch auf
die Ausbildung von Nachwuchskräften
legen wir großen Wert. Wer etwas bewirken
will und mo tiviert ist, kann bei
uns viel erreichen.
Bernd Bachstein: Hier in den Hallen
arbeiten Menschen, keine anonymen
Zahnrädchen im Getriebe. Jeder von
ihnen trägt einen wertvollen Teil zum
Erfolg und zur Weiterentwicklung des
Unternehmens bei. Und das nicht nur
auf professioneller, sondern auch auf
menschlicher Ebene. Werte wie Nachhaltigkeit,
Fairness, Aufgeschlossenheit
und Loyalität sind bei uns fest in der
täglichen Arbeit und im Umgang miteinander
verankert.
AWM: Ein Blick in die Zukunft: Was
wünschen Sie sich für das HAWEWerk
in Kaufbeuren?
Franz Pasta: Eine steigende Auslastung,
zufriedene, glückliche und gesunde Mitarbeitende,
die an einem Strang ziehen,
um das Werk mit Antrieb und Blick nach
vorne weiterhin erfolgreich zu halten.
Um den Standort zukunftssicher aufzustellen
und zu stärken, braucht es
Gestaltungswille und Freude an Herausforderungen.
Wichtig dabei ist mir, im
Austausch mit den Mitarbeitern zu bleiben,
sie bei ihrer Entwicklung zu begleiten
und die Themen miteinander anzupacken.
Bernd Bachstein: Dazu ein kurzer Blick
auf die Anfänge von HAWE: Der Ingenieur
Karl Heilmeier und der Kaufmann
Wilhelm Weinlein gründeten das Unternehmen
1949, und starteten zunächst mit
einer kleinen Werkstatt. Heute würde
man Startup dazu sagen. Durch Risikobereitschaft,
Mut und Lust an neuen Entwicklungen
führten sie HAWE zum Erfolg.
Diesen Innovationsgeist, der das
Familienunternehmen auszeichnet, wünsche
ich mir auch für die Zukunft. Damit
das Werk in Kaufbeuren eine Leitwerkrolle
innerhalb des Produktionsnetzwerks
übernimmt, gilt es weiterhin in
Maschinen, Technik und neue Lösungen
zu investieren – gemeinsam mit Mitarbeitenden,
die ihre Ideen einbringen,
um uns getreu unserem Motto „Solutions
for a World under Pressure“ zu entwickeln.
AWM: Vielen Dank für das interessante
Gespräch und weiterhin viel Erfolg für
die Zukunft!
■
Mahi Kola
HAWE Hydraulik SE
Karl-Heilmeier-Straße 1
87600 Kaufbeuren
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Kaufbeuren
51 5
Kaufbeuren | Schmuckindustrie
Kreativität und Mut zur Gestaltung:
die Gablonzer Industrie
Die Gablonzer Industrie, bestehend aus
vielen kleinen und mittelständischen
Unternehmen, ist ein Unternehmensnetzwerk
mit enormer Leistungsfülle: Zu
den vielfältigen Tätigkeitsfeldern gehört
die Verarbeitung von Glas, Metall und
Kunststoff genauso wie Dienstleistungen,
die zum Beispiel Oberflächenveredelung,
Werkzeug und Formenbau umfassen.
Das Produktspektrum reicht von Modeschmuck
bis zu hochpräzisen Funktionsteilen
und kompletten Baugruppen. Als
leistungsstarker Arbeitgeber und Wirtschaftsfachverband
bündelt der Bundesverband
der Gablonzer Industrie die
Kompetenzen der spezialisierten Firmen.
Das intensive Zusammenwirken und die
schöpferische Kraft zeichnen den Verbund
aus: In die Herstellung der Gablonzer
Schmuckstücke fließen Kreativität,
Mut und Innovationsfreude.
GENESIS Idee wird Schmuck – Basisbild/Plakat
Künstlerin Anne Menzel bei der Arbeit
52 12 Kaufbeuren
Sonderschau „GENESIS“: Idee wird Schmuck
Besondere Einblicke in den Gestaltungsprozess
vom weißen Blatt Papier bis zum
handgefertigten Schmuckstück bietet in
der Erlebnisausstellung vor Ort die aktuelle
Sonderschau GENESIS, die bis zum
14. März 2025 läuft und einen Blick hinter
die Kulissen der Gablonzer Industrie
und in die kreative Arbeit mit Glas am
böhmischen Lampenfeuer bietet. Nähere
Informationen gibt es unter www.gablonzerindustrie.de
Mahi Kola
Die Erlebnisausstellung der Gablonzer Industrie zeigt Schmuckstücke in all ihrer Vielfalt.
BILDER: PHOTORAZZI STUDIOS FREDI SCHOLZE, BGI, MAHI KOLA
FAMILIENUNTERNEHMEN MIT TRADITION
An- und Verkauf von Schrott und Metallen
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53 13
seit 1949
Kaufbeuren | Technologie
Ein Familienunternehmen
mit Zukunft
Hightech made in Germany: SCHLEIFRING steht für Lösungen, die bewegen
54 2 Kaufbeuren
Als Innovationsführer und Technologieexperte steht das
Unternehmen SCHLEIFRING seit über 50 Jahren für hochmoderne
Übertragungstechnologien. Am Standort Kaufbeuren
entwickeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
des Familienunternehmens seit 1997 Hightech-Lösungen,
die den Unterschied machen – und gehen dabei immer
wieder an die Grenzen des technisch Machbaren und
darüber hinaus.
Kaufbeuren
55 3
SCHLEIFRING ist Vorreiter auf dem Gebiet
der Übertragungstechnologie und
bringt mit deutscher Ingenieurskunst seit
Jahrzehnten hochangesehene Produkte
und Technologien mit unschätzbarem
Nutzen hervor. Die Produkte des Unternehmens
stellen den optimalen Transfer
von Energie, elektrischen Signalen, Daten
und Medien sicher. Ein Team aus Experten
investiert tagtäglich Knowhow und
Leidenschaft in die Entwicklung und Produktion
von Schleifringen und Subsystemen
für Computertomographen und Gepäckscanner
sowie Windschleifringen
für den weltweiten Bedarf.
Innovation, die den Unterschied macht
Aktuell forscht und entwickelt
SCHLEIFRING, im Rahmen eines Förderprojekts
der bayerischen Forschungsstiftung,
gemeinsam mit Varex Imaging
Deutschland AG und der TU München
an der Nachfolgegeneration der CT
Schleifringe zur noch schnelleren, vor allem
aber detaillierteren Übertragung von
Bilddaten. „Ziel ist es nicht nur Krankheitsbilder
mit größerer Tiefe und Genauigkeit
abzubilden und deren Diagnose
somit schneller und zutreffender zu stellen,
sondern auch die Röntgenstrahlung
erheblich zu reduzieren“, erläutert Ge
Technischer Fortschritt und ständige
Weiterentwicklung sind im Familienunternehmen
täglich gelebte Praxis. Insgesamt
rund 750 Mitarbeiter gehören zur
SCHLEIFRINGFamilie, jeder Einzelne
von ihnen trägt seinen Teil zum weltweiten
Unternehmenserfolg bei. Um die einzigartigen
Konstruktionen zu entwickeln
und herzustellen, blicken die Experten
auch gerne über den Tellerrand, wagen
Neues und verschieben die Grenzen des
Machbaren. „Im Team Unmögliches
möglich zu machen, ist eine spannende
und erfüllende Aufgabe“, hebt Gruppenleiter
Sascha Berwanger den Innovationsgeist
und das „spürbare Gemeinschäftsführer
Stephan Bode. „Technologisch
liegt die Herausforderung darin,
Bilddaten statt der heute gängigen 40
Gbit/s künftig mit bis zu 320 Gbit/s zu
übertragen.“
Ingenieure und Techniker begleiten die
Entwicklung aller Produkte von der ersten
Idee über die Planung und Realisierung
bis hin zur Auslieferung und darüber
hinaus. Die Zuverlässigkeit der
Produkte bei der Entwicklung und Produktion
ist von höchster Bedeutung.
„Unsere Schleifringe helfen, Leben zu retten.
Äußerste Sorgfalt und ein hohes Maß
an Fachwissen sind entscheidend“, sagt
Werksleiter Christoph Engelhard über die
große Verantwortung, die das Team gemeinsam
trägt. „Wir entwickeln Produkte,
die nicht versagen dürfen. Diese Verantwortung
schweißt uns zusammen“, betont
Engelhard: „Bei uns kauft man nicht nur
ein Produkt – man kauft ein Versprechen.“
Was dieses Versprechen beinhaltet: Eine
zuverlässige, maßgeschneiderte Lösung,
hochpräzise Qualitätsarbeit statt Produkte
von der Stange und ein Kunde, der kein
Abnehmer, sondern Entwicklungspartner
ist. „Wir gehen mit unseren Kunden eine
vertrauensvolle Zusammenarbeit ein, die
auch nach der Produktauslieferung anhält“,
so Engelhard.
Forscher und Entwickler aus Leidenschaft
56 4 Kaufbeuren
Mitarbeiter und Azubis gesucht
Werde Teil der SCHLEIFRING-Familie
und profitiere von einem sicheren
Arbeitsplatz und zahlreichen Benefits.
schaftsgefühl“ hervor: „Wir haben die
gemeinsame Vision, innovative Lösungen
zu entwickeln. Daran arbeiten wir
mit vereinten Kräften: Wir leben unser
Produkt.“ Entsprechend viel investiert das
Unternehmen in seine Mitarbeiter und
die Ausbildung von Fachkräften. „Wir haben
langjährige Mitarbeiter, die sich dem
Betrieb verbunden fühlen und eine geringe
Fluktuation“, bekräftigt Engelhard.
Sozial, nachhaltig, zukunftssicher
Ein wertschätzendes Miteinander sowie
soziale und ökologische Verantwortung
zeichnen das Familienunternehmen aus.
Soziales Engagement wird bei SCHLEIF
RING großgeschrieben: Das Unternehmen
unterstützt ausgewählte karitative
Projekte in der Region, wie zum Beispiel
das Kinderhospiz in München. Um das
große Zukunftspotenzial voll auszuschöpfen,
entwickelt sich der Innovationsführer
ständig weiter. Die Fertigstellung
der Werkserweiterung am Standort
Kaufbeuren erfolgte Anfang des Jahres:
Mit dem nachhaltigen Baukonzept und
einem modernen Maschinenpark bietet
der Technologiespezialist ein innovatives
Arbeitsumfeld. Durch die Produktdiversifikation
in die unterschiedlichsten Einsatzbereiche
– sei es Wind, Medizintechnik,
Industrie oder Militärtechnik –geht
das HightechUnternehmen stark in die
Zukunft.
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(m/w/d) 2025
Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker
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57 5
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Kaufbeuren,
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Telefon 0831 960151-0
Telefax 0831 960151-29
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www.tt-verlag.de
Geschäftsinhaber/-leitung
Thomas Tänzel (gesamtverantwortlich)
AWM-Redaktion
BILD: DEMO GEGEN RECHTS KAUFBEUREN, MAHI KOLA
Seit fast 25 Jahren nenne ich Kaufbeuren
mittlerweile meine Heimat: An diesem
liebenswürdigen Ort bin ich aufgewachsen
und habe mich an das Allgäuer Savoir
Vivre gewöhnt. Die Mädchenschule, die
ich besucht habe, war als „Gänsefarm“ bekannt.
Als Homebase habe ich mir ausgerechnet
den Stadtteil Neugablonz ausgesucht
– zwischen der weltberühmten
Gablonzer Industrie, die einzigartige
Schmuckstücke und Schneekugeln hervorbringt,
und dem Headquarter der
internationalen Hilfsorganisation humedica.
Dort, wo noch Paurisch, der Dialekt
der Gablonzer, gesprochen wird.
„Nej su wos“, denk ich mir dann manchmal,
wenn ich durch die wunderschöne
Kaufbeurer Altstadt mit ihren Gassen
und Winkeln schlendere und mir bei jedem
zweiten leeren Schaufenster wehmütig
ein lebendiges Geschäftstreiben
hineinfantasiere. Meine Freizeit verbringe
ich gerne damit, mir in der Bürgerversammlung
anzuhören, wessen Hecke zu
weit in den Gehweg ragt, oder die Enten
im Jordanpark zu beobachten, um mich
auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben
zu besinnen. Aber entgegen der
zuweilen geäußerten Meinung hat die
Wertachstadt durchaus auch einiges zu
bieten: sei es die bunte Vielfalt auf der
Pride Week oder das Gemeinschaftsgefühl,
wenn Tausende Kaufbeurer bei
der Demo gegen Rechts ein starkes
Zeichen setzen. Und wo sonst wird
Kaiser Maximilian mitsamt Gefolgschaft
alljährlich unter euphorischen „Vivat“-
Rufen empfangen, oder nimmt ein volksnaher
Oberbürgermeister im Rahmen
seiner 24-Stunden-Tour auch schon mal
ein nächtliches Bad im Neptunbrunnen?
Genau – nur in Kaufbeuren, diesem
liebenswerten Ort im Allgäu.
Mahi Kola
Angela Lingenhöl, Mahi Kola,
Sigrid Leger, Claudia Horber
AWM-Medienberatung
Thomas Tänzel ......................... 0831 960151-10
Simone Kaneider ..................... 0831 960151-13
Andrea Scheungrab ................ 0831 960151-15
Simon Schmalholz .................. 0831 960151-16
Druckvorstufe und Druck
Holzer Druck und Medien GmbH + Co. KG
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www.druckerei-holzer.de
Magazin-Layout
inallermunde GmbH
88299 Leutkirch im Allgäu
www.inallermunde.de
Bankverbindung
Sparkasse Allgäu
IBAN: DE94 7335 0000 0514 2694 06
BIC: BYLADEM1ALG
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© Layout und Konzept ...........TT Verlag GmbH
© für Logo .................................... TT Verlag GmbH
Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung
des Verlages. Für unverlangt eingesandte
Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich
gekennzeichnete Beiträge kennzeichnen
nicht die Ansicht der TT-Verlags-Redaktion.
58 Kaufbeuren
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Sicher und direkt ins Netz – mit Cloud connect
Warum Sie jetzt über eine Glasfaser-Direktverbindung in die Cloud nachdenken sollten
Digitalisierung, KI-Assistenten, Software
as a Service (SaaS), Video-Streaming, Homeoffice
– die heutigen Unternehmensnetzwerke
stehen vor der großen Herausforderung,
all diese Daten sicher und
performant zu über tragen. Vor allem die
hohen Latenzzeiten und schwankenden
Bandbreiten eines herkömmlichen Internetzugangs
behindern den Datenfluss und
bremsen das Business aus. Aber auch das
Thema sicherer Datenverkehr spielt eine
immer größere Rolle. Unternehmen setzen
daher auf eine leistungsfähige Direktverbindung
in die Cloud.
Wie funktioniert eine Direktverbindung
in die Cloud?
Unternehmen werden über eine sichere
und dedizierte Anbindung mit der Cloud
ihrer Wahl verbunden. Dies kann Azure,
AWS, Google, Cloud VPN oder mehrere
Cloud-Anbieter gleichzeitig sein. Da die
Verbindung über das eigene Glasfasernetz
und nicht über das öffentliche Internet erfolgt,
ist sie extrem sicher vor Cyber-Bedrohungen.
Der Anschluss kann entweder vom eigenen
Rechenzentrum, von einem Colocation-Anbieter
oder vom Unternehmensstandort
ausgehen. Da die gesamte Bandbreite zur
Verfügung steht, kommt es zu keinen Engpässen
und Verzögerungen.
Die Lösung: Cloud connect von LEW
Mit Cloud connect bieten wir erstmals
einen dedizierten Zugang für Unternehmen
und Kommunen in die Cloud ihrer
Wahl. Eine performante und ausfallsichere
Glasfaserverbindung mit bis zu 10
Gbit/s sorgt dafür, dass die Kommunikation
und der Datenaustausch reibungslos
funktionieren. Und das bedeutet: schnelleres
Business, mehr Erfolg.
Warum Cloud connect von LEW?
• Geringe Latenz und schnelle Netzwerkkommunikation
• Mehr Datensicherheit
• Schnellere Datenverarbeitung & -analysen
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