Unternehmen Österreich 04/2024
Das Magazin des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes
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OSTERREICH
Das Magazin des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Österreich
www.wirtschaftsverband.at
4 | 2022 2024
Wirtschaftskammer-Wahl 2025
Diesmal GEHT’S
Explodierende Energiekosten
WER KANN DAS
BEZAHLEN?
UM VIELES MEHR!
Wahl Es geht 2025. auch anders
Wir Die lassen EU-Staaten nicht schöpfen locker
und rigoros kämpfen Übergewinne weiter für der
die Energie-Profiteure soziale und wirtschaftliche
türkis-grüne Absicherung
Regierung
ab. Die
für legt EPU nur ein & KMU. Minimum vor.
Bürokratieabbau.
COFAG-Günstlinge
Die Kurz-Freund administrativen Martin Ho, Hürden
für René KMU Benko, und ganz Starbucks besonders
für etc.: EPU Nun müssen steht fest, drastisch wer
gesenkt die größten werden, Gewinner damit sie
erfolgreich der Corona-Krise bleiben sind. können.
Österreichische Post AG / Sponsoring.Post 04Z035977
„Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Österreich, Mariahilfer Straße 47/5/5, 1070 Wien“
Arbeitsplätze
schaffen.
Österreichs Industrie sichert direkt und indirekt 2,4 Millionen Jobs. Ohne ehrliche
und faire Strukturreformen, ohne Investitionen in Bildung, Infrastruktur sowie Forschung
und Entwicklung stehen diese Arbeitsplätze auf dem Spiel. Handeln wir jetzt!
Foto: dieindustrie.at/Mathias Kniepeiss
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WAS WIR (NICHT) WOLLEN
Wahl 2025. Faire Rahmenbedingungen
zu schaffen, ist unser
erklärtes Ziel. Als politische und
wirtschaftliche Vertretung von
EPU und KMU geht es uns aber
vor allem auch um die Menschen
hinter einem Unternehmen:
Selbstständige in Österreich
stehen vor besonderen Herausforderungen,
wenn es um
ihre soziale Absicherung geht.
Der SWV fordert, die Absicherung
von Unternehmer:innen
zu verbessern und auf ein mit
Arbeitnehmer:innen vergleichbares
Niveau zu heben.
Dazu gehört die Verbesserung
der Krankengeldregelungen:
Veränderung
Selbstständige sollten bereits
ab dem 4. Tag der Erkrankung
Anspruch auf Krankengeld haben
und die Dauer des Krankengeldbezugs
soll an die Regelungen für
Arbeitnehmer:innen angepasst
werden. Die Abschaffung des
20%igen Selbstbehalts in der
Krankenversicherung ist längst
überfällig!
Von 10. bis 13. März 2025 wählen
Unternehmer:innen wieder ihre
Vertretung in der Wirtschafskammer.
Damit auch die Interessen
von EPU und KMU in der Kammer
vertreten werden, erheben wir
unsere Stimme! Weil’s um mehr
geht: Sozial denken. Wirtschaftlich
handeln. Veränderung wählen!
> 06
> INHALT
Aktuell. Auch Selbstständige haben in einer modernen
Arbeitswelt das Recht, krank sein zu dürfen. Der SWV
präsentiert seine Wirtschaftsoffensive .....................................04
Coverstory. Wir lassen nicht locker: Seit fast 14 Jahren
haben die SVS und der ÖVP-Wirtschaftsbund keinerlei
Zugeständnisse an die kleinen Gewerbetreibenden
gemacht. Das kann es nicht sein. Wir fordern die soziale
und wirtschaftliche Absicherung und die Stärkung des
Wirtschaftsstandorts Österreich für EPU & KMU ................ 06
Vereinfachung. Bürokratieabbau für EPU und KMU – ein
dringender Schritt zur Entlastung der Wirtschaft ................12
Wie wähle ich. Mach von deinem Wahlrecht Gebrauch!
Keine Bange, es ist einfacher, als du denkst. Alle
Informationen, wie du wählen kannst ..........................................14
Am Wort. Anlässlich der Wirtschaftskammerwahl 2025
sprechen vier Unternehmer:innen über ihre Anliegen ...... 16
> 19
Am Wort
Carina
Schmidseder
Die junge
Unternehmerin ist
voll ausgelastet.
„Für mich stehen
Vereinbarkeit von
Beruf und Familie an
vorderster Stelle.“
iStock by Getty Images, SWVÖ
Impressum | Herausgeber: Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Österreich, Mariahilfer Straße 47/5/5, 1060 Wien, Gerichtsstand: Wien, ZVR-Zahl: 42108716 |
Medieninhaber: echo medienhaus Ges. m. b. H., FN 73819h, HG Wien, Windmühlgasse 26, 2. Stock, 1060 Wien, www.echo.at. Eigentümerin der echo medienhaus
Ges. m. b. H. ist die FFPG Beteiligungs GmbH. Gesellschafter der FFPG Beteiligungs GmbH sind KR Anton Feistl (25 %), Anton Feistl jr. (25 %) und Christian Pöttler (50 %)
| Geschäftsführung: Christian Pöttler | Unternehmensgegenstand: Herausgabe diverser Publikationen und Periodika sowie allgemeine Verlags aktivitäten | Hersteller:
echo medienhaus Ges. m. b. H. | Redaktion: echo medienhaus Ges. m. b. H., Dr. in Helga Häupl-Seitz (Chefredaktion), Windmühlgasse 26, 3. Stock, 1060 Wien | Grafik:
Jenny Neumann | Fotoredaktion: Mag. a Claudia Knöpfler (Ltg.) | Coverfoto: iStock by Getty Images | Druckerei: Walstead Leykam Druck GmbH & Co KG, Bickfordstraße
21, A-7201 Neudörfl | Verlags- & Herstellungs ort: Wien | Blattlinie: Informationen des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Österreich. Namentlich gekennzeichnete
Beiträge und Gastkommentare müssen nicht mit der Meinung des Herausgebers übereinstimmen. Entgeltliche Einschaltungen werden mit „entgeltliche
Einschaltung“ oder „bezahlte Anzeige“ gekennzeichnet.
Unternehmen Österreich 4 | 2024
3
aktuell
„KRANK SEIN DÜRFEN“:
Christoph Matznetter über die
Absicherung von Selbstständigen
In einem ausführlichen Interview mit der Tageszeitung
„Kurier“ sprach Christoph Matznetter,
Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands
(SWV), über eine drängende
Herausforderung: die soziale Absicherung von
Selbstständigen. „Auch Selbstständige haben in einer
modernen Arbeitswelt das Recht, krank sein
zu dürfen“, erklärte Matznetter im Gespräch. Aktuell
müssen Selbstständige in Österreich 43 Tage
warten, bevor sie Anspruch auf finanzielle Unterstützung
haben. Diese Wartefrist muss drastisch
verkürzt werden. „Wir wollen, dass EPU und KMU
gleich ab dem vierten Tag Anspruch haben. Ein Ein-
Personen-Unternehmer hat mit dem ersten Tag des
Krankenstands keine Einnahmen mehr, aber weiterhin
laufende Betriebskosten wie Miete oder Versicherungen“,
weiß Matznetter. Diese Maßnahme
wäre insbesondere für Ein-Personen-Unternehmen
und Kleinstbetriebe eine enorme Erleichterung, da
diese oft keine Rücklagen haben, um längere Krankheitsausfälle
zu überbrücken. Für EPU kann sich
Matznetter sogar einen finanziellen Anspruch ab
dem ersten Tag des Krankenstandes vorstellen. „37
Euro am Tag sind dabei maximal ein Tropfen auf
dem heißen Stein. Ob das genug ist, kann sich jeder
selbst beantworten“, so der SWV-Präsident. Auch
beim Selbstbehalt tritt Matznetter für Gerechtigkeit
ein. „Wir wollen, dass bei der Krankenversicherung
zumindest alle gleichbehandelt werden. Die Bauern
haben keinen Selbstbehalt, der Selbstständige, der
ein Medikament braucht, schon. Die Bauern verbrauchen
derzeit in der Krankenversicherung jene
Rücklagen, die die Gewerblichen eingezahlt haben.
Auch deshalb ist die Krankenversicherung der SVS
seit der Zusammenlegung defizitär.“ Sein Resümee:
„Wir bräuchten gerade jetzt einen Impuls, dass es zu
einer Gründerwelle kommt. Wir haben zwei Jahre
Rezession und die Insolvenz großer Firmen. Spanien
hat mit billigeren ordnungspolitischen Maßnahmen,
wie Preisregelungen, viel mehr erreicht. Dahin müssen
wir auch, statt die Rekordgewinne von Energiegesellschaften
oder Banken noch weiter zu steigern.“
IM EINSATZ.
Seit vielen
Jahren setzt sich
SWV-Präsident
und SPÖ-Wirtschaftssprecher
Christoph
Matznetter
unermüdlich für
„seine“ EPU &
KMU ein.
SWVÖ, WIEN
4 Unternehmen Österreich 4 | 2024
STARKE VERTRETUNG.
V. l. n. r.: Thomas Schaden, Leopold Derscaly, Lucia Grabetz,
Marko Fischer, Christoph Matznetter, Gerald Schwentenwein,
Alexander Safferthal, Konrad Maric und Julia Lessacher.
aktuell
SOZIAL DENKEN, WIRTSCHAFTLICH
HANDELN: SWV setzt ein starkes
Zeichen für KMU und EPU
Am 28. November unterstrich der Sozialdemokratische
Wirtschaftsverband (SWV)
vor der WKÖ eindrucksvoll seine Rolle
als starke Vertretung der kleinen und
mittleren Unternehmen (KMU) sowie
der Ein-Personen-Unternehmen (EPU). Mit einer gezielten
Medienaktion lenkte der SWV die öffentliche
Aufmerksamkeit auf die Anliegen der Betriebe, die das
Fundament der österreichischen Wirtschaft bilden.
Die Zahlen im Fokus
KMU und EPU machen 99,6 % aller österreichischen
Unternehmen aus und sind das Rückgrat der
heimischen Wirtschaft. Trotzdem konzentriert sich
die Wirtschaftspolitik der WKÖ nach wie vor unverhältnismäßig
stark auf die 0,4 % Großbetriebe. Mit der
Aktion des SWV wurde diese Schieflage veranschaulicht
und gefordert, die Bedürfnisse der breiten Mehrheit
der Unternehmen endlich in den Mittelpunkt zu
rücken.
Starke Präsenz im Wirtschaftsparlament
Nach der Medienaktion ging es für die Vertreter:innen
des SWV ins Wirtschaftsparlament, wo die
Anliegen der KMU und EPU mit Nachdruck eingebracht
wurden. Themen wie soziale Absicherung, die
Bekämpfung des Fachkräftemangels und eine gerechtere
steuerliche Entlastung standen dabei im Vordergrund.
Der SWV verdeutlichte einmal mehr, dass
ohne die kleinen Betriebe Österreichs wirtschaftliche
Stabilität und Innovation gefährdet wären.
Gemeinsam für Veränderung
Die Aktion zeigte eindrucksvoll, wofür der SWV
steht: soziale Verantwortung, wirtschaftliches Handeln
und nachhaltige Veränderung. Mit einer klaren
Botschaft und einer starken Präsenz vor Ort unterstrich
der Sozialdemokratische Wirtschaftsverband,
wie wichtig es ist, die Stimmen der KMU und EPU
hörbar zu machen.
Die Botschaft ist eindeutig
Sozial denken. Wirtschaftlich handeln. Veränderung
wählen. Gemeinsam gestalten wir eine gerechtere
Zukunft für die Wirtschaft. Weil es diesmal um
vieles mehr geht!
Unternehmen Österreich 4 | 2024
5
cover
ISTOCK BY GETTY IMAGES
06 Unternehmen Österreich 4 | 2024
cover
Wir wollen mehr
Veränderung
kann man wählen
WAHL 2025. Wir lassen nicht locker: Seit
fast 14 Jahren haben sich die SVS und der
ÖVP-Wirtschaftsbund keinen Millimeter
weiterbewegt.
›
Unternehmen Österreich 4 | 2024
07
cover
Obwohl Ein-Personen-Unternehmen
(EPU), Kleinund
Mittelbetriebe (KMU)
das Rückgrat der österreichischen
Wirtschaft sind,
werden ihre Anliegen vom
ÖVP-Wirtschaftsbund
und der SVS seit jeher abgeschmettert.
Gelten 99,9 Prozent der Gewerbetreibenden,
ohne die es keinen funktionierenden
Wirtschaftsstandort gäbe, gegenüber 0,1 Prozent
der Großunternehmen, die der Wirtschaftsbund
vertritt, nicht? Wir sagen: „Nein!“
Forderungen bestehen seit Langem
„Österreich hat zwar eines der besten Sozialsysteme,
doch leider nicht für Selbstständige.
Unternehmerinnen und Unternehmer sind in vielen
Bereichen der Krankenversicherung deutlich
schlechter gestellt als Angestellte, etwa, was den
Selbstbehalt, das Krankengeld oder den Mutterschutz
betrifft“, betonte Christoph Matznetter
schon 2011 auf der Pressekonferenz zur Kampagne
„Fairsicherung“, und setzte sich für eine Reform
der damaligen SVA (heute SVS) ein. Unternehmer
Stefan Sengl betonte dabei, dass gerade EPU vom
derzeitigen Versicherungssystem benachteiligt
würden.
„Die SVA hat den strukturellen Wandel unter
ihren Mitgliedern, die heute mehrheitlich EPU
sind, nicht nachvollzogen“, so Sengl. Die Senkung
der Mindestbeitragsgrundlage auf die Höhe der
ASVG-Geringfügigkeitsgrenze war bereits 2011
eine wichtige Forderung, um Selbstständige mit
geringem Einkommen zu entlasten. „Gerade für
Selbstständige, die unterhalb jedes Mindestlohnniveaus
arbeiten, ist dieser Unterschied besonders
schmerzhaft“, erläuterte Sengl damals.
Fairsicherung 2011
Als geradezu „unerträglich“ bezeichnete Matznetter
2011 auch den Umstand, dass sich selbstständige
Mütter den im ASVG gesetzlich vorgeschriebenen
Mutterschutz oft nicht leisten und
deswegen auch nicht einhalten können. „Das
Wochengeld beträgt nur 26 Euro pro Tag. Mütter
in einem Angestelltenverhältnis erhalten das
Nettogehalt der letzten drei Monate“, so Matznetter,
der betonte, dass man als Selbstständige eine
zusätzliche Pflichtversicherung benötige, um das
Wochengeld überhaupt zu erhalten. Das bedeute
allerdings, dass Mütter während des Mutterschutzes
weiterhin Beiträge einzubezahlen hätten. Eine
weitere Forderung des SWV betraf bereits damals
das Krankengeld. „Wird ein Einzelunternehmer
08 Unternehmen Österreich 4 | 2024
cover
FÖRDERUNG VON START-UPS & KMU.
Wir fordern die Erweiterung und Neuauflage
wichtiger Förderprogramme
wie der AWS-Start-up-Förderungen
und der Investitionszuwachsprämie.
Zudem ist es Zeit für eine Aufwertung
der Förderprogramme, die speziell auf
die Unterstützung von Innovationsprojekten
und die Digitalisierung von
Geschäftsprozessen abzielen. Das kann
durch Zuschüsse oder Steuererleichterungen
für Unternehmen realisiert
werden, die in neue Technologien
investieren.
ISTOCK BY GETTY IMAGES, PARLAMENTSDIREKTION/THOMAS TOPF
durch eine Krankheit arbeitsunfähig, so bedroht
das meist seine Existenz“, gab Matznetter schon
2011 zu bedenken.
Ein Grund dafür sei das fehlende Krankengeld
aus einer Pflichtversicherung wie im ASVG.
„Selbstständige müssen dafür eine zusätzliche Versicherung
abschließen und das bedeutet eine zusätzliche
finanzielle Belastung“, so Matznetter. Da
Einzelunternehmer:innen keine Mitarbeiter:innen
haben, „steht im Krankheitsfall der gesamte Betrieb.
Das zeigt bereits, in welcher unsicheren
Lage sich Selbstständige befinden“, unterstrich der
SPÖ-Wirtschaftssprecher anlässlich der Kampagne
„Fairsicherung“.
Noch vor dem Sommer wurden die vom SWV im
Wirtschaftsparlament eingebrachten Forderungen
zur Verbesserung der Situation vom ÖVP-Wirtschaftsbund
abgelehnt. Bemerkenswert war, dass in
einem wichtigen Fachgruppenausschuss, dem auch
die damalige Stellvertreterin von WKÖ-Präsidentin
Jank (ÖVP) angehörte, der Antrag einstimmig
angenommen wurde. Geändert hat sich danach bis
heute trotz regelmäßiger Forderungen seitens des
Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes allerdings
nichts.
Nach wie vor kämpft der SWV dafür, dass Selbstständige
bereits ab dem vierten Tag der Erkrankung
Anspruch auf Krankengeld erhalten und der
20%ige Selbstbehalt fällt. Und nicht nur das. Mittlerweile
sind die Forderungen nach einer sozialen
Absicherung deutlich größer geworden.
Wartefristen angleichen
In seinem Wahlprogramm 2025 fordert der SWV
deshalb einmal mehr: Die Dauer des Krankengeldbezugs
sowie die Wartefrist für eine Unterstützungsleistung
müssen an die Regelungen für
Arbeitnehmer:innen angepasst werden. Ebenso
fordert der SWV die Sicherung des staatlichen Zuschusses
zur Entgeltfortzahlung bei Krankheit oder
während des Mutterschutzes.
Dazu gehören die Senkung der Beiträge zur Sozialversicherungsanstalt
(SVS) sowie die automatische
FAIRSICHERUNG 2011.
Gastronom Leopold Sever und SWV-Präsident
Christoph Matznetter präsentierten im April 2011
die Kampagne. Bereits damals ging es um die
soziale Absicherung: „Die SVA hat den strukturellen
Wandel unter ihren Mitgliedern, die heute mehrheitlich
EPU sind, nicht nachvollzogen.“
›
Unternehmen Österreich 4 | 2023
09
cover
STARKE STIMME. Ausschreibungen für öffentliche Aufträge sollen so gestaltet werden,
dass sich auch Klein- und Kleinstbetriebe daran beteiligen können.
Aussetzung von Grundumlagen und SVS-Beiträgen
während des Mutterschutzes, der Karenzzeit und bei
schwerer Krankheit. Zudem muss die Zuverdienstgrenze
während des Bezugs von Wochen-
bzw. Kinderbetreuungsgeld gestrichen
werden.
Anpassung der
Pensionsregelungen
Unternehmer:innen – insbesondere
Frauen – sollen durch
EPU und KMU sind
faire Pensionsregelungen unterstützt
werden. Dies enthält
nicht die Melkkühe
der Nation. Die Bundesregierung
muss treuungs- und Karenzzeiten auf
die Anrechnung von Kinderbe-
sich endlich ihren Problemen
und Anliegen
die Pensionsansprüche, um Ungleichheiten
bei der Altersvorsorge
zu beseitigen.
widmen.“
Auch die Einführung einer ordentlichen
Arbeitslosenversiche-
Christoph Matznetter
rung sollte endlich Platz finden.
Selbstständige sind derzeit nicht
ausreichend gegen Arbeitslosigkeit abgesichert. Als
starke Stimme der EPU und KMU tritt der SWV
für die Einführung einer automatischen Arbeitslosenversicherung
für Selbstständige ein, die im Falle
eines Auftragsentfalls oder bei Geschäftsaufgabe als
finanzielles Auffangnetz dient. Nur so können faire
Rahmenbedingungen für kleine Betriebe entstehen.
Keine Melkkühe der Nation
Großunternehmen werden auf Kosten der Kleinen
entlastet. EPU sowie kleine und mittelgroße Betriebe
schauen durch die Finger. Schlimmer noch: Gemeinsam
mit den Arbeitnehmer:innen in Österreich sollen
EPU und KMU die Steuergeschenke an die Großkonzerne
finanzieren. „EPU und KMU sind nicht die
Melkkühe der Nation. Die Bundesregierung muss
sich endlich der Probleme der EPU und KMU annehmen.
Von der Pandemie über die Energiekrise und
die Rekordteuerung. Die ÖVP hat 99,6 Prozent der
Unternehmen im Stich gelassen und wie es aussieht,
soll sich das auch nicht ändern“, so Christoph Matznetter
schon Anfang 2024.
Steuerstruktur begünstigt Großunternehmen
Die derzeitige Steuerstruktur begünstigt große
Unternehmen, während kleinere Betriebe unter
einer unverhältnismäßig hohen Steuerlast leiden:
Während KMU eine Steuerlast zwischen 25 und 30
Prozent tragen, liegt sie bei Großunternehmen unter
25, teilweise sogar unter 20 Prozent. Warum?
Großunternehmen haben oft Zugang zu Steuervorteilen,
wie zum Beispiel durch internationale Steueroptimierungsstrategien,
steuerliche Abzüge für
Investitionen und die Nutzung von Schlupflöchern
im Steuerrecht. Der SWV tritt seit Langem für die
Einführung einer „digitalen Betriebsstätte“ ein. Denn
FACHKRÄFTEMANGEL.
Die Bekämpfung des Fachkräftemangels
ist eine riesige
Herausforderung für die
österreichische Wirtschaft.
Wir fordern ein umfassendes
Lehrlingspaket, das sich
in der Ausbildung schneller
den aktuellen Entwicklungen
anpasst, und den Ausbau
technischer Lehranstalten
(HTL) sowie die intensive
Förderung in den MINT-
Fächern (Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaften
und Technik).
ISTOCK BY GETTY IMAGES
10 Unternehmen Österreich 4 | 2024
cover
diese Regelung unterstützt dabei, sicherzustellen,
dass auch große internationale Konzerne, die in Österreich
Umsätze generieren, hier angemessen besteuert
werden können.
Der SWV tritt deshalb ebenso für die Staffelung
der Körperschaftssteuer ein: Er schlägt eine nach
Gewinn gestaffelte Körperschaftssteuer vor. Kleinere
Unternehmen werden steuerlich entlastet, Große
Konzerne, die hohe Gewinne erzielen, müssen hingegen
einen fairen Beitrag zum Steueraufkommen
leisten. Eine solche Staffelung erhöht die Wettbewerbsfähigkeit
kleinerer Betriebe und trägt zur Stabilisierung
des Mittelstands bei.
Stärkung des Wirtschaftsstandorts
Damit auch kleine Betriebe im Wettbewerb um
öffentliche Aufträge zum Zug kommen, fordert
der SWV weiters, dass Ausschreibungen so gestaltet
werden müssen, dass sich auch Klein- und
Kleinstbetriebe daran beteiligen können. Insbesondere
gilt es die örtliche Nahversorgerstruktur
zu unterstützen, um die regionale Wirtschaft
zu fördern und Arbeitsplätze vor Ort zu sichern.
Ausbau des Bestbieterprinzips
Auch der Ausbau des Bestbieterprinzips sollte
konsequent umgesetzt und weiterentwickelt werden.
Anstatt Aufträge nach dem günstigsten Preis zu
vergeben, müssen qualitative Kriterien wie Nachhaltigkeit,
soziale Verantwortung und Innovationskraft
stärker gewichtet werden. Das führt nicht nur zu
besseren Ergebnissen, sondern belohnt Unternehmen,
die sich um nachhaltige und langfristige Geschäftspraktiken
bemühen.
Erleichterungen für Unternehmer:innen
mit Migrationshintergrund
Die Bekämpfung des Fachkräftemangels ist eine
Herausforderung für die Wirtschaft. Entsprechend
wichtig sind Erleichterungen für Unternehmer:innen
mit Migrationshintergrund. Die Nostrifizierung
und Anerkennung von Ausbildungen von
Unternehmer:innen mit Migrationshintergrund
müssen endlich erleichtert werden. Dadurch wird es
qualifizierten Fachkräften und Unternehmer:innen
ermöglicht, ihre Kompetenzen und Abschlüsse in
Österreich anerkennen zu lassen und sich erfolgreich
in den Arbeitsmarkt zu
integrieren. Zusätzlich braucht
es Erleichterungen bei der
Rot-Weiß-Rot-Karte, um den
Zugang zu qualifizierten Fachkräften
aus dem Ausland zu
vereinfachen und den Wirtschaftsstandort
Österreich
langfristig zu stärken.
SOZIALE ABSICHERUNG.
Auch Selbstständige haben das Recht, krank
sein zu dürfen. Eine Gleichbehandlung steht
nach wie vor aus: die Verbesserung der
Krankengeldregelungen, die Einführung einer
automatischen Arbeitslosenversicherung, die
Sicherung des Zuschusses für Entgeltfortzahlung,
die Anpassung der Pensionsregelungen
und der Wegfall des 20%igen Selbstbehalts.
Unternehmen Österreich 4 | 2024
11
aktuell
STOPP der
BÜROKRATIE
LÄNGST FÄLLIG. Bürokratieabbau für
KMU und EPU – ein dringender Schritt
zur Entlastung der Wirtschaft.
Am 28. November stellte der
Sozialdemokratische Wirtschaftsverband
im Wirtschaftsparlament
der Wirtschaftskammer
Österreich
einen umfassenden Antrag auf Bürokratieabbau.
Die administrativen Hürden für Klein- und Mittelunternehmen
(KMU) sowie Ein-Personen-
Unternehmen (EPU) müssen drastisch gesenkt
werden! Sie bilden das Rückgrat der österreichischen
Wirtschaft und sind zugleich am stärksten
von administrativen Lasten betroffen: Österreichische
Unternehmen verbringen jährlich im
Schnitt 240 bis 360 Stunden mit Verwaltungsaufgaben.
Das sind bei einem Stundensatz von 50
Euro jährliche Kosten zwischen 12.000 und 18.000
Euro. Für kleinere Unternehmen ohne spezialisierte
Abteilungen wird der Bürokratieaufwand
oft zur erdrückenden Last, die Innovationskraft
und Effizienz massiv einschränkt. Vor allem langwierige
Meldepflichten und komplizierte Förderprozesse
binden wertvolle Ressourcen, die für die
eigentliche Geschäftstätigkeit fehlen. Der SWV-
Antrag setzt genau hier an und schlägt konkrete
Maßnahmen vor. Eine zentrale Forderung ist die
Einführung eines digitalen „One-Stop-Shops“ für
Unternehmensanliegen, in dem wesentliche Behördengänge
und Meldepflichten effizient und
gebündelt abgewickelt werden können. Hierzu
zählt auch der Ausbau von FinanzOnline und des
Unternehmensserviceportals (USP), um eine zentrale
Anlaufstelle für Unternehmen zu schaffen.
HILFE!
Die administrativen
Hürden und Lasten
für KMU und EPU
müssen drastisch
gesenkt werden.
12 Unternehmen Österreich 4 | 2024
aktuell
ISTOCK BY GETTY IMAGES
Digitalisierung und Vereinfachung von Steuerpflichten
Eine weitere Forderung des Antrags ist die Vereinfachung
steuerlicher Meldepflichten durch digitale
Berichtsformate, die den administrativen
Aufwand erheblich reduzieren. Aktuell müssen
Unternehmen ihre Jahresabschlüsse und andere
Dokumente an verschiedene Stellen, wie Finanzamt
und Firmenbuch, übermitteln. Diese mehrfachen
Meldepflichten sollen zusammengeführt
werden, um eine redundante Erfassung derselben
Informationen zu vermeiden.
Auch bei den Förderanträgen gibt es Verbesserungsbedarf:
Der SWV fordert eine zentrale und
digitalisierte Abwicklung von Förderanträgen. Besonders
für KMU und EPU, die häufig auf staatliche
Unterstützung angewiesen sind, bedeutet dies
eine deutliche Entlastung, da Anträge schneller
bearbeitet und bereits vorhandene Daten direkt
übernommen werden.
Verbesserung der Compliance-Unterstützung
Die umfangreichen Dokumentationsanforderungen
stellen eine zusätzliche Belastung dar.
Hier fordert der SWV insbesondere für kleinere
Betriebe eine Überprüfung und Reduktion der
Anforderungen. Meldepflichten und statistische
Erhebungen sollen nur dann angefordert werden,
wenn sie tatsächlich notwendig sind. Dies würde
insbesondere für KMU eine spürbare Erleichterung
bringen.
Zusätzlich steht die Notwendigkeit spezialisierter
Beratungsangebote, um Unternehmen bei
der Einhaltung komplexer Compliance-Vorgaben
zu unterstützen, ohne hohe Kosten zu verursachen,
im Fokus. Eine gezielte Unterstützung kann
nicht nur die Last der Unternehmen mindern,
sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit steigern.
UNTER DRUCK.
Vor allem EPU stehen derzeit wegen der hohen
Steuerbelastung und unzureichender sozialer
Absicherung unter Druck.
Für faire Chancen & Stabilität
KMU und EPU stehen derzeit durch eine hohe
Steuerbelastung und unzureichende soziale Absicherung
massiv unter Druck. Der SWV fordert
daher eine grundlegende Reform, die faire Bedingungen
für alle Unternehmen schafft:
Während große Konzerne oft durch internationale
Steueroptimierung deutlich niedrigere Steuerquoten
erzielen, müssen KMU und EPU in Österreich
eine Steuerlast von rund 25 bis 30 Prozent
tragen. Der SWV setzt sich dafür ein, diese Ungleichheit
zu beseitigen, und fordert eine gestaffelte
Körperschaftsteuer, bei der kleinere Unternehmen
entlastet und große Unternehmen stärker zur
Kasse gebeten werden.
Zusätzlich wird im Zuge der fortschreitenden
Digitalisierung die Einführung einer „digitalen
Betriebsstätte“ gefordert, um internationale Konzerne
angemessen in Österreich zu besteuern. So
sollen auch diese Unternehmen einen fairen Beitrag
zum Steueraufkommen leisten und heimische
Unternehmen nicht benachteiligt werden.
Der SWV setzt sich auch für einen Umweltbonus
ein, der besonders umweltfreundliche und
nachhaltig agierende Unternehmen durch Steuererleichterungen
fördert. Diese Maßnahme soll
Anreize für eine klimafreundliche Wirtschaft
schaffen und Unternehmen belohnen, die aktiv
zum Umweltschutz beitragen. Finanziert wird
dieser Umweltbonus durch Beiträge von Unternehmen,
die weniger umweltfreundlich agieren,
sodass eine fairere Verteilung der Lasten erreicht
wird.
Unternehmen Österreich 4 | 2024
13
Wusstest du schon?
Ein entscheidender Punkt: Wählen darf nur,
wer für sein oder ihr Unternehmen zeichnungsberechtigt
ist, d.h. die firmenbuchmäßige Zeichaktuell
WKÖ-WAHL 2025.
Vom 10. bis 13. März 2025 kannst du
österreichweit deine Vertretung in
der Wirtschaftskammer wählen.
Mach von deinem
Wahlrecht Gebrauch!
WIE WÄHLE ICH? Du bist selbstständig und hast noch nie von deinem
Wahlrecht in der österreichischen Wirtschaftskammer Gebrauch
gemacht? Wir zeigen dir, wie du deine Vertretung wählen kannst.
Keine Bange, es ist leichter als gedacht
– die Wirtschaftskammerwahl
2025. Und so funktioniert’s:
Vom 10. bis 13. März 2025 kannst
du deine Vertretung in der Wirtschaftskammer
wählen – und wir
zeigen dir, wie das geht! In diesem
Zeitraum haben alle Unternehmer:innen
in Österreich das Recht, abhängig von ihrem
Bundesland ihre Fachgruppenausschüsse und
WAHLTAGE IN DEN BUNDESLÄNDERN
Burgenland 11. & 13. 03.2025
Kärnten 12. & 13.03.2025
Niederösterreich 10., 12. & 13.03.2025
Oberösterreich 12. & 13.03.2025
Salzburg 12. & 13.03.2025
Steiermark 11., 12. & 13.03.2025
Tirol 12. & 13.03.2025
Vorarlberg 11. & 13.03.2025
Wien 11., 12. & 13.03.2025
Fachvertreter:innen zu wählen. Voraussetzung ist
eine aufrechte Gewerbeberechtigung.
So wählst du richtig
Wenn du in einem Wahllokal wählen möchtest,
läuft das ähnlich ab wie bei der Nationalratswahl:
Du benötigst einen gültigen Ausweis und kannst
dann in deinem Wahllokal deine Stimme abgeben.
Wenn du nicht alleine für das Unternehmen
zeichnungsberechtigt bist, brauchst du zusätzlich
eine Vollmacht der/des Co-Zeichnungsberechtigten.
Alternativ kannst du auch eine Wahlkarte beantragen
– persönlich, schriftlich oder online bei
der Hauptwahlkommission deines Bundeslandes.
Wichtig: Die ausgefüllte und firmenbuchmäßig
Wahlkarte muss spätestens am 7. März wieder bei
der Hauptwahlkommission eingelangt sein!
ISTOCK BY GETTY IMAGES
14 Unternehmen Österreich 4 | 2024
aktuell
nung ist entscheidend für die Gültigkeit der
Stimme!
Du hast Fragen oder brauchst Unterstützung?
Dann wende dich an deine SWV-
Landesorganisation oder schreib uns eine
E-Mail! Jede Stimme ist uns wichtig, und je
mehr Menschen sich beteiligen, desto stärker
wird deine Interessensvertretung.
Wer ist noch wahlberechtigt?
Österreichische Staatsbürger:innen und
EWR-Bürger:innen (EU + Island, Norwegen
und Liechtenstein) dürfen uneingeschränkt
wählen. Drittstaatsangehörige
dürfen nur wählen, wenn Gegenseitigkeit
mit ihrem Herkunftsland besteht. Ohne
diese Gegenseitigkeit gibt es kein aktives
Wahlrecht. Gegenseitigkeit bedeutet, dass
österreichische Staatsbürger:innen im betreffenden
Land ähnliche Rechte haben wie
die Staatsbürger:innen dieses Landes. Alle
Informationen dazu haben unsere SWV-
Landesorganisationen.
Deine Stimme zählt
Dein Wahlrecht ist uns wichtig und je
mehr Unternehmer:innen sich bei uns beteiligen,
desto stärker wird deine Interessensvertretung!
Sozial denken, wirtschaftlich
handeln, Veränderung wählen. Weil’s
um mehr geht!
WÄHLEN GEHEN.
Bei dieser Wahl zählt jede
Stimme. Nicht zu wählen,
schwächt deine Vertretung.
SWV BURGENLAND
Robert Graf-Platz 1, 7000 Eisenstadt
(in der WKÖ Burgenland)
Tel.: 02682/726 11
FAX: 02682/751 12
info@wvbgld.at
wirtschaftsverband-burgenland.at
SWV KÄRNTEN
Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband
Kärnten (in der SPÖ Kärnten)
Lidmanskygasse 15, 9020 Klagenfurt am
Wörthersee
Tel.: 0463/51 28 26
FAX: 0463/51 28 26/22
kaernten@wirtschaftsverband.at
wirtschaftsverband-kaernten.at
SWV NIEDERÖSTERREICH
Niederösterreichring 1 A, 3100 St. Pölten
(in der SPÖ NÖ)
Tel.: 02742/22 55/444
FAX: 02742/22 55/450
noe@wirtschaftsverband.at
wirtschaftsverband-niederoesterreich.at
SWV OBERÖSTERREICH
Hafferlstraße 7/4. Stock/Postfach 28,
4020 Linz
Tel.: 0732/79 12 12
FAX: 0732/79 16 16-99
office@wirtschaftsverbandooe.at
wirtschaftsverband-oberoesterreich.at
SWV SALZBURG
Wartelsteinstraße 1, 5020 Salzburg
(in der SPÖ Salzburg )
Tel.: 0662/42 45 00-850, besser Handy
Hermann Wielandner: 0664/85 21 352
FAX: 0662/42 45 00-9850
salzburg@wirtschaftsverband.at
salzburgerwirtschaftsverband.at
SWV STEIERMARK
Hans-Resel-Gasse 27, 8020 Graz
Tel.: 0316/71 46 40/0
FAX: 0316/71 46 40/24
ratundtat@wvstmk.at
wirtschaftsverband-steiermark.at
SWV TIROL
Salurner Straße 2,
2. Stock in 6020 Innsbruck
(in der SPÖ Tirol; Büro gibt es noch,
aber nicht mehr besetzt)
Post und Pakete an:
Michael Kirchmair,
Blech-Profi Blechbearbeitungs GmbH
(SWV-Tirol) Bergwerkstraße 5,
6130 Schwaz
Tel.: 0676/55 83 311
(Präsident Kirchmair)
FAX: 0512/58 30 78/16
office@wirtschaftsverband-tirol.at
wirtschaftsverband-tirol.at
SWV VORARLBERG
St.-Anna-Straße 1, 6900 Bregenz
(in der SPÖ Vorarlberg)
Krone Restaurant,
Lindauer Straße 48, 6912 Hörbranz
Post und Pakete ins Restaurant schicken
vorarlberg@wirtschaftsverband.at
vorarlberg.wirtschaftsverband.at
(noch nicht online)
SWV WIEN
Straße der Wiener Wirtschaft 3,
Ebene 4B, Tür 1, 1020 Wien
(in der WK Wien)
Tel.: 01/52 545-0
FAX: 01/52 545-82
office@swv.org
www.swv.org
Unternehmen Österreich 4 | 2024
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unternehmer am wort
ING. PAUL SCHEU
Firma Scheu: baden heizen wohlfühlen,
Neckenmarkt (Bgld.).
Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen – und sie halten die Qualität in
Gewerbe und Handwerk am Leben.
Mein Name ist Paul Scheu und ich bin Geschäftsführer des Installateurbetriebs
„Scheu: baden – heizen – wohlfühlen“. Das Unternehmen wurde von meinem Vater
gegründet und auch mein Sohn ist bereits im Betrieb tätig.
Mein Wissen und meine Erfahrung gebe ich schon heute an die nächste Generation
weiter.
„Ich engagiere mich beim Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband,
weil unsere Wirtschaft eine moderne und zukunftsfitte Lehrlingsausbildung
braucht. Der SWV fordert außerdem den Ausbau technischer
Schulen wie Fachhochschulen und HTLs. Sorgen wir für die Fachkräfte
von morgen und sichern die Zukunft des österreichischen Handwerks.“
STÄRKUNG DES WIRTSCHAFTSSTANDORTS DURCH BEKÄMPFUNG DES
FACHKRÄFTEMANGELS
Der Mangel an qualifizierten Fachkräften ist eine der größten Herausforderungen für die
österreichische Wirtschaft. Der SWV fordert ein umfassendes Lehrlingspaket, das den Ausbau
technischer Schulen wie Fachhochschulen (FH) und Höhere Technische Lehranstalten
(HTL) beinhaltet. Besonders die Förderung in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaften und Technik) sollte intensiviert werden, um die nächste Generation von
Fachkräften optimal auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten.
SCHAU DIR
AN, WAS PAUL
SCHEU ZU
SAGEN HAT:
SWV Ö
16 Unternehmen Österreich 4 | 2024
unternehmerin am wort
ZSUZA LOCHUK
Büro- und Finanzdienstleistungen,
Übersetzungen,
Stadt Schlaining
(Bgld.).
Als Unternehmerin investiere ich viel Zeit und Energie in meine Firma. Meine
Kund:innen können sich auf mich verlassen!
Aber kann ich mich im Krankheitsfall auch auf meine Versicherung verlassen? Wie
sieht es im Fall der Fälle mit meiner sozialen Absicherung aus?
Mein Name ist Zsuza Lochuk und in meiner Firma „Die Firmenburg“ biete ich Büround
Finanzdienstleistungen sowie Übersetzungen an. Als Einzelunternehmerin
genieße ich die freie Zeiteinteilung und den Kontakt mit meinen Kund:innen.
„Ich setze mich im SWV für eine lückenlose soziale Absicherung ein!
Dafür braucht es Krankengeld ab dem vierten Tag, eine Abschaffung des
Selbstbehaltes und die Fortzahlung von Entgelten bei Krankheit oder
während des Mutterschutzes!“
SOZIALE ABSICHERUNG VON SELBSTSTÄNDIGEN
Selbstständige in Österreich stehen vor besonderen Herausforderungen, wenn es um
ihre soziale Absicherung geht. Der SWV fordert daher eine Reihe von Maßnahmen, um die
Absicherung von Unternehmer:innen zu verbessern und auf ein mit Arbeitnehmer:innen
vergleichbares Niveau zu heben.
Verbesserung der Krankengeldregelungen und Abschaffung des Selbstbehaltes:
Der SWV fordert, dass Selbstständige bereits ab dem 4. Tag der Erkrankung Anspruch auf
Krankengeld erhalten. Um die finanzielle Belastung von Selbstständigen zu reduzieren,
fordert der SWV den Wegfall des 20%igen Selbstbehalts in der Krankenversicherung. Dies
würde eine Harmonisierung der Leistungen zugunsten der Versicherten bewirken und
gleichzeitig die soziale Sicherheit erhöhen.
SCHAU DIR AN,
WAS ZSUZA
LOCHUK ZU
SAGEN HAT:
Unternehmen Österreich 4 | 2024
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unternehmer am wort
FELIX SCHOBER
Gartengestaltung
Schober, Linz (OÖ).
Als Unternehmer im Dienstleistungsbereich ist es oft schwierig, gut ausgebildete
Fachkräfte zu finden.
Mein Name ist Felix Schober und meine Firma ist auf Gebäudereinigung und
Gartengestaltung spezialisiert. Meine Mitarbeiter sind Spezialisten auf ihrem
Gebiet und das ist mir wichtig! Ich unterstütze den SWV im Kampf gegen den
Fachkräftemangel. Der Mangel an qualifizierten Fachkräften ist eine der größten
Herausforderungen für die österreichische Wirtschaft.
„Wir vom SWV fordern ein umfassendes Lehrlingspaket und den Ausbau
technischer Schulen, um die nächste Generation von Fachkräften optimal
auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten.“
STÄRKUNG DES WIRTSCHAFTSSTANDORTS IM SINNE DER EPU UND KMU
Die Förderung eines wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Wirtschaftsstandorts ist für den
SWV von zentraler Bedeutung. Insbesondere EPU und KMU benötigen Rahmenbedingungen,
die ihnen eine langfristige und erfolgreiche Geschäftstätigkeit ermöglichen. Der SWV setzt
sich daher für Maßnahmen ein, die diese Unternehmen stärken und den Wirtschaftsstandort
Österreich insgesamt attraktiver machen.
SCHAU DIR
AN, WAS FELIX
SCHOBER ZU
SAGEN HAT:
SWV Ö
18 Unternehmen Österreich 4 | 2024
unternehmerin am wort
CARINA SCHMIDSEDER
Die Digitalagentur,
Linz (OÖ).
Als Unternehmerin stecke ich viel Zeit und Energie in meinen Betrieb.
Beruf und Familie in Einklang zu bringen, fällt da natürlich oft schwer.
Mein Name ist Carina Schmidseder und ich leite die Digitalagentur in Linz und
auch für mich ist es nicht immer einfach, Privat- und Berufsleben miteinander zu
vereinbaren.
„Im SWV setze ich mich dafür ein, dass die Vereinbarkeit von Beruf
und Familie für Frauen wie mich machbar und lebbar wird. Wir vom
SWV f ordern daher den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen
mit unternehmerfreundlichen Öffnungszeiten und einen garantierten
Anspruch auf einen Betreuungsplatz. Frauen haben ein Recht auf beides:
Familie und beruflichen Erfolg!“
VERBESSERUNG DER VEREINBARKEIT VON BERUF UND FAMILIE
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein zentrales Thema für viele Unternehmerinnen.
Der SWV fordert daher den Ausbau geeigneter Kinderbetreuungseinrichtungen mit unternehmerfreundlichen
Öffnungszeiten sowie einen garantierten Anspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz.
Diese Maßnahmen sollen es Frauen erleichtern, ihrer beruflichen Tätigkeit
nachzugehen, ohne dass dies zulasten ihrer familiären Verpflichtungen geht.
SCHAU DIR AN,
WAS CARINA
SCHMIDSEDER
ZU SAGEN HAT:
Unternehmen Österreich 4 | 2024
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aus den bundesländern
WIEN: WAHLKAMPF-AUFTAKT: SWV WIEN startet
mit über 1.000 Kandidat:innen entschlossen in die
Wirtschaftskammerwahl!
Business Award.
Content-Creatorin
Menawox bei der
Überreichung des
ersten Vienna Business
Awards in der Kategorie
„Jungunternehmer:innen“
mit Bürgermeister
Michael Ludwig, SWV-
WIEN-Präsident Marko
Fischer und Content-
Creator „Satansbratan“.
Lange Liste. SWV-WIEN-Präsident Marko
Fischer und SWV-WIEN-GF Elisabeth Hakel
präsentieren die 1.000 Kandidat:innen des
SWV WIEN für die WK-Wahl 2025.
Fulminant. Am 10. Oktober 2024 war
es endlich so weit: Der SWV WIEN
eröffnete im Marx Palast offiziell den
Wahlkampf zur Wirtschaftskammerwahl
2025. Inmitten von Ehrengästen
aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
machten wir klar, dass Ein-Personen-
Unternehmen (EPU) und Klein- und
Mittelbetriebe (KMU) das Rückgrat
der Wiener Wirtschaft bilden – und
dass wir entschlossen sind, für ihre Interessen
zu kämpfen.
Marko Fischer,
Präsident des
SWV WIEN, betonte
in seiner
Rede die Bedeutung
dieser Wahl:
„Wir sind nicht
nur die Fraktion
der kleinen Betriebe
– wir sind die,
die täglich den
Motor der Wiener
Wirtschaft
antreiben. Jede
Stimme für den
SWV WIEN ist
eine Stimme für
die vielen KMU
und EPU, die
den wirtschaftlichen
Erfolg dieser
Stadt sichern.
Prominente
Gäste. V. l. n. r.: Josef
Taucher (Vorsitzender
des Roten Rathausklubs),
Elisabeth
Hakel, Content-Creator
„Satansbratan“,
Marko Fischer und
Wiens Bürgermeister
Michael Ludwig.
Diese Wahl ist entscheidend für die
Zukunft Wiens.“ Ein weiteres Highlight
des Abends war die Premiere des
Vienna Business Awards, powered by
SWV WIEN, der die herausragenden
Leistungen von Wiener Unternehmen
würdigt. Elisabeth Hakel, Geschäftsführerin
des SWV WIEN, hob hervor,
dass die Gewinner:innen des Abends
ein starkes Zeichen setzen: „Mit Greshma
Pallikunnel vom internationalen
Supermarkt PROSI, Content-Creatorin
Menawox, Jungunternehmer und
Malermeister Ugur Enli und Niko Neskovic
vom IT-Unternehmen CS nine
Business Solutions standen heute vier
herausragende Unternehmer:innen auf
der Bühne, die unsere Stadt durch ihren
Mut, ihre Innovationen und ihren
Einsatz prägen!“
Besonders gefreut hat uns die Anwesenheit
zahlreicher prominenter
Ehrengäste, die den Abend bereicherten.
Bürgermeister Dr. Michael Ludwig
unterstrich in seiner Ansprache
die Bedeutung des SWV WIEN für die
Wiener Unternehmer:innen und ihre
entscheidende Rolle für die Zukunft
der Stadt. Auch Josef Taucher, Vorsitzender
des Roten Rathausklubs, und
Thomas Reindl, Vorsitzender des Wiener
Gemeinderats, waren anwesend
und betonten die enge Verbundenheit
zwischen Wirtschaft und Politik!
Großer Erfolg. Neben
unseren Listenführer:innen
versammelten sich rund 600
Engagierte zum Wahlkampf-
Auftakt des SWV WIEN.
VICKY POSCH
20 Unternehmen Österreich 4 | 2024
NÖ: Pressegespräch
Thomas Schaden:
KRANKENGELD
AB DEM 4. TAG
für Selbstständige
Notstand. In Niederösterreich wurden der
ÖGK Mitte November 45.714 Krankenstände
gemeldet – Corona, Influenza und grippale
Infekte sorgen für steigende Zahlen, aber wie
ist es mit den Selbstständigen? „Selbstständige
können sich nicht einfach krankmelden
und sich in Ruhe auskurieren. Deswegen
wollen wir für sie ein sofortiges Krankengeld
ab dem 4. Tag der Erwerbsunfähigkeit“, verlangt
SWV-NÖ-Präsident KommR Thomas
Schaden. Außerdem sei das Krankengeld viel
zu niedrig. „Wer weniger als 1.570 Euro netto
im Monat hat, lebt unter der Armutsgrenze.
Beim derzeitigen Krankengeld wären das um
die 1.100 Euro im Monat. Deswegen gehört
das Krankengeld für Selbstständige erhöht.“
Dazu zählt auch mehr Sicherheit bei langer
Krankheit. „Selbstständige sollen im Ernstfall
lückenlos Krankengeld beziehen können - genauso
lange wie Arbeitnehmer:innen. Man
bekommt es als Selbstständige:r für ein und
dieselbe Krankheit nämlich nur 20 Wochen
lang. Dann muss man 26 Wochen warten, in
denen man wieder auf sich alleine gestellt ist.
Das ist ein halbes Jahr! Erst dann kann man
wieder Krankengeld beantragen.
Diese Benachteiligung der
Selbstständigen muss beseitigt
werden. Unternehmer:innen
müssen sofort ab dem 4. Tag
und durchgehend genauso
52 Wochen Krankengeld wie
Arbeitnehmer:innen bekommen.
Selbstständige dürfen
nicht schlechter gestellt sein als
ihre Mitarbeiter:innen!“
aus den bundesländern
STMK: SWV-BUSINESS-
FRÜHSTÜCK IN
KAPFENBERG:
Wichtiger Dialog zwischen
Wirtschaft und Politik
Wertvoll. Zahlreiche Unternehmer:innen aus der Region nützten die
Gelegenheit, direkt mit politischen Entscheidungsträgern in Dialog zu
treten und ihre Anliegen einzubringen. LAbg. Stefan Hofer und der
Kapfenberger Bürgermeister Matthäus Bachernegg brachten wertvollen
Input und skizzierten ihre Sicht der aktuellen wirtschaftspolitischen
Herausforderungen. Weitere Schwerpunkte der intensiven Diskussionen
waren die soziale Lage von EPU und Kleinunternehmer:innen
sowie die Zusammenarbeit von Gemeinden mit regionalen Betrieben.
Dabei hat sich gezeigt, wie wichtig das Gespräch zwischen Politik und
Wirtschaft ist, um gemeinsame Lösungsansätze zu erarbeiten. Aufgrund
des großen Erfolges wird der SWV in weiterer Folge regelmäßig
Business-Treffen in den steirischen Regionen organisieren.
SWV OÖ, NÖ, STMK
OÖ: OÖ Unternehmerinnen VERNETZEN SICH
Kurz vor Jahresende trafen sich Unternehmerinnen
aus dem SWV-OÖ-Frauennetzwerk,
um sich über Neuerungen
im Jahr 2025 auszutauschen. Dabei gab
Mag.a Marion Riezinger (selbständige
Steuerberaterin) Steuertipps, insbesondere
im Hinblick auf den Jahresabschluss,
Abschreibungen und Prämienzahlungen.
Im zweiten Programmpunkt
informierte unser Präsident Manfred
Zaunbauer über den Sozialfonds in der
Wirtschaftskammer und abschließend
gab Mag.a Darija Mayr-Stockinger Einblicke
in ihr neues Unternehmen. Für
2025 wurden die nächsten Netzwerktermine
vereinbart.
Anmeldungen für Info und Treffen direkt
bei Darija Mayr-Stockinger:
darija@flinker-bueroservice.com
Netzwerk. V. l. n. r.: LAbg. Heidi Strauss,
KommR Manfred Zaunbauer, Mag.a Carina
Schmiedseder, Mag.a Darija Mayr-Stockinger.
Unternehmen Österreich 4 | 2024
21
aus den bundesländern
OÖ: PODIUMSDISKUSSION
SWV Linz/Linz-Land
Neue Akademie. Am 18.11. fand in der neu gegründeten Schober-Akademie
eine Podiumsdiskussion zum Thema „Arbeitswelt der Zukunft“ statt. Akademiegründer
und Vizepräsident des SWV OÖ, Felix Schober, gab dabei Einblicke
in sein neues Ausbildungszentrum, welches insbesondere der Weiterund
Fortbildung der eigenen Mitarbeiter:innen
dient, aber auch befreundeten Unternehmer:innen
zur Verfügung steht. Dabei werden nicht nur berufsspezifische
Themen, sondern auch Persönlichkeitsschulungen
angeboten. Hauptredner war jedoch
Gerhard Strasser, ehemaliger Chef des AMS
Gerhard Strasser
und Felix Schober
OÖ, der den rund 30 Teilnehmer:innen einen sehr
guten Ein- und Ausblick auf die Arbeitswelt heute
und in der Zukunft geben konnte.
TIROL: „Wirtschaft stärken,
ZUKUNFT SICHERN“
Einstimmig. Tirols Wirtschaft lebt vom unermüdlichen
Einsatz der EPU und KMU. Der einstimmig angenommene
Antrag „Wachstumspaket für Österreich“
setzt dabei ein wichtiges Signal: Nur durch gezielte
Entlastungen, Investitionen in Infrastruktur und eine
moderne Arbeitsmarktpolitik können wir unseren
Wirtschaftsstandort langfristig stärken. Besonders der
Mittelstand, das Rückgrat unserer Wirtschaft, profitiert
von einem klaren Bekenntnis zu Bürokratieabbau,
KommR Mst. Michael
Kirchmair, Präsident
des SWV-Tirol
leistbaren Energiepreisen und besseren Rahmenbedingungen. Es ist essenziell,
dass die künftige Bundesregierung diese Forderungen ernst nimmt. Nur
mit einer engen Verknüpfung von Wirtschaft und Politik können wir Wachstum,
Wohlstand und soziale Sicherheit für kommende Generationen sichern.
WIEN: Die große
WAHLKARTEN-
LOTTERIE
Mach mit! Was wäre der SWV WIEN
ohne dich? Genau – einfach nicht dasselbe!
Du bringst Schwung in unsere
Stadt, machst Wien lebendig und
gibst dem Unternehmertum ein Gesicht.
Es ist es an der Zeit, dass deine
Stimme mitentscheidet, wie es weitergeht
– bei der Wirtschaftskammerwahl
2025. Falls du deine Wahlkarte
noch nicht beantragt hast, ist jetzt der
perfekte Moment! Und weil wir wissen,
dass gute Ideen oft im Netzwerk
entstehen, haben wir noch etwas für
dich: Teile die Wahlkarten-Anträge
mit anderen Unternehmer:innen,
die ebenso mitentscheiden wollen,
wie wir Wien gemeinsam besser
machen! Sobald du uns drei unterschriebene
und ausgefüllte Anträge
per E-Mail an formulare@swv.wien
zusendest, nimmst du automatisch
an unserer SWV-WIEN-Wahlkarten-
Lotterie teil! Alle Infos gibt’s unter:
www.swv.wien/wahlkarten-lotterie
WIEN: Marko Fischer: Pfandverordnung bedroht
kleine Betriebe – SWV WIEN KÄMPFT WEITER!
Grenzwertig. Ab Januar 2025 tritt die
neue Pfandverordnung in Kraft – und
sorgt schon jetzt für massive Kritik. Sie
droht, u. a. für Trafiken, Würstelstände
und Bäckereien zum existenziellen Problem
zu werden. „Diese Verordnung ist
ein Albtraum für Unternehmer:innen“,
so SWV-Wien-Präsident Marko Fischer,
der warnt: „Die Pfandpflicht
trifft genau die Falschen. Statt Umweltschutz
erleben wir ein Bürokratie-
Chaos, das kleine Betriebe in die Enge
treibt.“ Besonders problematisch sei
Alles Mist. SWV WIEN Präsident Marko
Fischer und Trafikant Wolfgang Winkler
illustrieren die Folgen der Pfandpflicht für
kleine Betriebe.
die unklare Definition sogenannter
„frequentierter Plätze“, die Betriebe
ohne klare Vorgaben zur Rücknahme
verpflichtet. „Das verursacht Zusatzkosten
und Unsicherheit, die viele
nicht stemmen können“, so Fischer.
Die Aktion des SWV WIEN hat bereits
breite Unterstützung gefunden – von
ORF über Standard, Presse, Kurier bis
hin zur Kronen Zeitung. Der SWV
WIEN hat eine Petition gestartet. Jetzt
mitmachen und ein Zeichen setzen:
www.swv.wien/pfand/
SWV WIEN, SWV OÖ, TIROL
22 Unternehmen Österreich 4 | 2024
NÖ: WIRTSCHAFTSKAMMERWAHL 2025:
Wirtschaftsverband startet mit voller Energie in
den Wahlkampf
Am 6. November fand der Wahlauftakt
des Sozialdemokratischen
Wirtschaftsverbandes (SWV) NÖ im
AKW Zwentendorf statt. Die Spartenvorsitzenden
führten durch ihr
Wahlprogramm und die Gäste genossen
ein informatives Connecting-Event
– unter ihnen Landesrätin
Ulrike Königsberger-Ludwig
und SWV-Österreich-Präsident Dr.
Christoph Matznetter. Die Musiker
Klaus und Paul Bergmaier sowie
Constantin und Sebastian Luger
gestalteten das musikalische Rahmenprogramm.
Unterhaltsam durch
den Abend führte die Moderatorin
Alexandra Lurger. „Krankengeld ab
dem 4. Tag, dafür stehen wir ein!“, zeigte
sich Gastgeber und Präsident des
SWV NÖ, KommR Thomas Schaden,
kämpferisch. „Denn es kann nicht sein,
dass Selbstständige sich nicht in Ruhe
auskurieren können. Außerdem gehört
der 20%ige Selbstbehalt beim Arztbesuch,
den die Unternehmer:innen und
Gewerbepensionist:innen immer noch
zahlen, endlich weg.“
Starkes Team. V. l. n. r.: SWVÖ-Präsident Dr. Christoph Matznetter, Spartenvorsitzender
Tourismus und Freizeitwirtschaft, Vizepräsident Senator KommR Manfred Rieger, SWV-NÖ-
Präsident KommR Thomas Schaden, Vizepräsident KommR Christian Klug, Vizepräsidentin
KommRin Monika Retl, Spartenvorsitzender-Stv. des SWVÖ im Gewerbe und Handwerk,
Alfred Schwarz, Spartenvorsitzende im Handel, Vizepräsidentin KommRin Martina Klengl,
Vizepräsident Mag. Hannes Hameder, LLM, MSc, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und
Spartenvorsitzender Industrie, Senator KommR Karl Bauer; vorne: Spartenvorsitzender Information
und Consulting, KommR Albert Kisling, MSc, und SWV-NÖ-Landesgeschäftsführer
Mag. Gerd Böhm.
SWV NÖ/Gustav Morgenbesser
Die Ziele des SWV NÖ
Im Mittelpunkt des Abends standen
weitere Ziele für die kleinen und
kleinsten Betriebe: die Vorsteuerabzugsfähigkeit
für alle Firmen-PKWs bis
55.000 Euro Anschaffungskosten und
eine Steuererleichterung für Arbeitsplätze
im Wohnungsverband sowie
beim Ansparen von Investitionsrücklagen.
Auch für einen Rechtsanspruch
auf einen Kindergartenplatz ab dem
ersten Lebensjahr und faire Förderungen
für Selbstständige steht der SWV
NÖ ein.
„Gemeinsam können wir diese Ziele
erreichen, denn wir sind die, die sich
wirklich um die kleinen Betriebe kümmern
und dafür haben wir auch das
beste Team“, ist Thomas Schaden überzeugt.
Die spannenden Interviewfragen
von Alexandra Lurger beantworteten
die Vizepräsident:innen KommRin
Monika Retl, Mag. Hannes Hameder,
LLM, MSc, und KommR Christian
Klug sowie die Spartenvorsitzenden
des SWV NÖ, KommRin Martina
Klengl, Senator KommR Karl Bauer,
Vizepräsident Senator KommR Manfred
Rieger, KommR Albert Kisling,
MSc, und Spartenvorsitzender-Stv. des
SWVÖ im Gewerbe und Handwerk,
Alfred Schwarz.
Kleine Betriebe sind die Säulen der
Wirtschaft
„Wenn man immer wieder davon
spricht, die Wirtschaft zu stärken, sind
es in Wahrheit die Einpersonenunternehmen
und die kleinen und mittleren
Betriebe, die gestärkt gehören“, ist Landesrätin
Ulrike Königsberger-Ludwig
überzeugt. „Sie beleben die Regionen,
schaffen und sichern Arbeitsplätze und
sorgen dafür, dass die Regionen nicht
aussterben. Sie sind somit die Säulen
der Wirtschaft und der SWV ist der
Garant dafür, dass man wirklich auf
diese Betriebe schaut!“
Eine laute Stimme für die kleinen
Betriebe
„Der SWV NÖ hat extrem engagierte
Funktionärinnen und Funktionäre, sie
kämpfen für wichtige Ziele für kleine
Betriebe. Wir wollen bei der Kammerwahl
nächsten März dazugewinnen,
damit die Selbstständigen endlich sozial
abgesichert werden. Der SWV hat
schon viel umgesetzt, weil er eine laute
Stimme für die EPU und KMU ist -
und das wird uns in Zukunft auch gelingen!“,
sagte der Präsident des SWV
Österreich, Dr. Christoph Matznetter.
Unternehmen Österreich 4 | 2024
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Dein Foto als
Teil der Veränderung!
Das Jahr 2025 steht ganz im Zeichen der Unternehmer:innen -
es wird nämlich im März eine neue Wirtschaftskammer gewählt.
Wir sind viele und das wollen wir zeigen. Mit einem Foto von dir
kannst du Teil der Veränderung werden.
Hier Foto hochladen:
wirtschaftsverband.at/mitmachen
Weil’s um mehr geht.