ZUSAMMENGESETZTE SÄTZE
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<strong>ZUSAMMENGESETZTE</strong> <strong>SÄTZE</strong><br />
Zusammengesetzte Sätze entstehen durch die Zusammenfügung mehrerer Grundstrukturen zu<br />
einer komplexen Einheit. Die Zusammenfügung erfolgt durch koordinative oder subordinative<br />
Verbindung.<br />
1. KOORDINATIVE VERBINDUNGEN<br />
Wird das Prinzip der koordinativen Verbindung auf zwei oder mehrere Hauptsätze angewandt,<br />
so entsteht eine Satzverbindung. Das Prinzip der koordinativen Verbindung tritt jedoch auch<br />
bei Nebensätzen und Satzgliedern auf ( Nebenordnung von Nebensätzen NS und Satzgliedern<br />
SG).<br />
1.1. Formen der Koordination in der Satzverbindung<br />
Die beiden Teile der Satzverbindung können entweder asyndetisch oder syndetisch<br />
verknüpft sein.<br />
1.1.1.Asyndetische Konstruktion<br />
Bei der asyndetischen Konstruktion fehlt ein formales Verknüpfungszeichen (Konjunktion,<br />
Konjunktionaladverb) zwischen den beiden Teilen der Satzverbindung. Trotzdem wird der<br />
enge Zusammenhang der beiden Sätze durch die Semantik und durch die Intonation deutlich.<br />
Der erste Satz der asyndetischen Konstruktion hat progrediente Intonation.<br />
Die Lesefähigkeit wird entwickelt, die Sprachbeherrschung wird verbessert. . . . . . . . - . .<br />
Sei pünktlich , der Zug wartet nicht!<br />
1
1.1.2. Syndetische Konstruktion<br />
Bei der syndetischen Konstruktion sind die beiden Teile der Satzverbindung durch ein<br />
formales Verknüpfungszeichen verbunden, und zwar durch eine koordinierende Konjunktion<br />
(auch Konjunktor genannt) oder durch ein Konjunktionaladverb. Diese Verknüpfungszeichen<br />
leiten den zweiten Satz ein, die Konjunktionaladverbien können jedoch auch nach dem<br />
finiten Verb erscheinen. Sie zeigen demnach im Gegensatz zu den koordinierenden<br />
Konjunktionen eine Eigenschaft der Adverbien und anderer als Satzkonstituenten fungierender<br />
Ausdrücke, die allesamt selbständig im Satz verschoben werden können. Der erste Satz der<br />
syndetischen Konstruktion hat ebenfalls progrediente Intonation.<br />
Peter studiert in Leipzig, aber seine Schwester studiert in Berlin.<br />
1.2. Inhaltliche Beziehungen der Koordination in der Satzverbindung<br />
Die koordinative Verknüpfung mehrerer Teilsätze ist nicht nur eine Funktion der<br />
Konjunktionen, sondern das Resultat des Zusammenwirkens mehrerer Faktoren:<br />
- der semantischen Bedeutung der Teilsätze (Konjunkte),<br />
- der logischen Beziehungen der Konjunktbedeutungen und<br />
- der operativen Bedeutungen oder Konjunktionen.<br />
Die koordinative Verknüpfung realisiert sich nicht nur durch die aktuelle oder latente<br />
Anwesenheit von Konjunktionen, sondern auch durch bestimmte Beziehungen der<br />
koordinierten Teilsätze. Dadurch werden mehrere Arten der Satzverbindung unterscheidbar.<br />
Helbig & Buscha unterscheiden die unten folgenden semantischen Arten von<br />
Satzverbindungen.<br />
1.1.Kopulative Satzverbindung<br />
Die beiden Hauptsätze werden nur aneinandergereiht und nebeneinandergestellt, ohne dass eine<br />
logische Verbindung zwischen ihnen hergestellt wird. Diese Art von Satzverbindung ist<br />
vergleichbar mit der Addition, einer mathematischen Grundoperation. Das kopulative<br />
Verhältnis wird (syndetisch) hergestellt durch Konjunktionen (und, sowohl....als auch,<br />
2
weder.... noch, nicht nur..... sondern auch) oder durch Konjunktionaladverbien (auch,<br />
außerdem, ferner, zudem, überdies, ebenso, ebenfalls, gleichfalls); es können jedoch<br />
Hauptsätze auch in kopulativer Weise asyndetisch aneinandergereiht werden.<br />
Der Ingenieur war viel im Ausland, und er lernte die Lebensbedingungen in fremden Ländern<br />
kennen.<br />
Der Ingenieur war viel im Ausland, er lernte die Lebensbedingungen in fremden Ländern<br />
kennen.<br />
1.2. Disjunktive Satzverbindung<br />
Durch den Sachverhalt des zweiten Hauptsatzes wird der Sachverhalt des ersten Hauptsatzes<br />
ausgeschlossen. Im Unterschied zur kopulativen Satzverbindung gelten nicht die beiden<br />
Konjunkte zugleich, sondern es werden 2 Alternativen ausgedrückt, zwischen denen eine<br />
Wahl erfolgen muss. Das disjunktive (auch: alternative) Verhältnis wird hergestellt durch<br />
einteilige und sogar zweiteilige Konjunktionen (oder, entweder... oder) oder durch<br />
Konjunktionaladverbien (sonst, andernfalls).<br />
Er ist entweder schon zur Arbeit gegangen, oder er ist noch zu Hause.<br />
Er muss dringend zum Zahnarzt gehen, sonst werden seine Zahnschmerzen noch schlimmer.<br />
1.3. Adversative Satzverbindung<br />
Wie bei der kopulativen Satzverbindung gelten beide Sachverhalte; aber im Unterschied zu<br />
dieser wird der Sachverhalt des zweiten Hauptsatzes dem Sachverhalt des ersten Hauptsatzes<br />
entgegengesetzt. Das adversative Verhältnis wird hergestellt durch Konjunktionen (aber,<br />
doch, jedoch, sondern) oder durch Konjunktionaladverbien (dagegen, hingegen, indessen,<br />
vielmehr); es können jedoch Hauptsätze auch in adversativer Weise asyndetisch<br />
nebeneinander stehen.<br />
Er beherrscht die Theorie seines Faches, aber er hat noch wenig praktische Erfahrung.<br />
Einsichten sind gut, Veränderungen sind besser.<br />
3
1.4. Restriktive Satzverbindung<br />
Der zweite Hauptsatz schränkt die Gültigkeit des Sachverhalts im ersten Hauptsatz ein. Das<br />
restriktive Verhältnis wird hergestellt durch Konjunktionen (aber, doch, allein, jedoch) oder<br />
durch Konjunktionaladverbien (freilich, zwar... (aber), wohl... (aber), nur, indessen).<br />
Er hat Thüringen mehrmals besucht; jedoch in Eisenach ist er noch nicht gewesen.<br />
Er hat zwar Thüringen mehrmals besucht, aber in Eisenach ist er noch nicht gewesen.<br />
1.5. Kausale Satzverbindung<br />
Der zweite Hauptsatz enthält den Grund für den Sachverhalt des ersten Hauptsatzes oder eine<br />
Rechtfertigung für den Sachverhalt im ersten Hauptsatz. Das kausale Verhältnis wird<br />
hergestellt durch Konjunktionen (denn) oder Konjunktionaladverb (nämlich); es kann aber<br />
auch unbezeichnet (asyndetisch) bleiben.<br />
Er konnte das Problem nicht lösen, denn ihm fehlte die Sachkenntnis.<br />
Die Studenten müssen fleißig lernen; nur durch gute Kenntnisse können sie später ihre<br />
Anforderungen im Beruf erfüllen.<br />
Der Konjunktor denn und der Subjunktor weil sind sich trotz feiner Unterschiede semantisch<br />
ähnlich, haben jedoch einen unterschiedlichen syntaktischen Status, was durch die<br />
unterschiedliche Stellung des finiten Verbs am deutlichsten wird: in einem durch denn<br />
eingeleiteten Satz erscheint das finite Verb in Zweitstellung, in einem durch weil eingeleiteten<br />
Satz dagegen in Letztstellung. Allerdings gilt dies vor allem für die Standardsprache, während<br />
weil-Sätze in der Umgangssprache zunehmend mit Zweitstellung des finiten Verbs und<br />
potentieller Sprechpause nach dem Konjunktionswort (in der Schrift durch Doppelpunkt<br />
markierbar) verwendet wird. Solche weil-Sätze mit Zweitstellung des finiten Verbs geben<br />
gewöhnlich keine Ursache für den Sachverhalt im Hauptsatz an, sondern eher wie denn-Sätze<br />
4
eher eine Rechtfertigung oder eine dem Sprecher plausibel erscheinende Erklärung für den<br />
Sachverhalt im Hauptsatz. Die Stellung des finiten Verbs scheint somit ein syntaktisches<br />
Zeichen für die unterschiedlichen Bedeutungen von weil-Sätzen zu sein: wird eine Ursache<br />
angegeben, tendiert man eher zur Letztstellung des finiten Verbs, wird dagegen ein kausaler<br />
Inhalt wie in denn-Sätzen ausgedrückt, tendiert man in der Umgangssprache eher zur<br />
Zweitstellung der finiten Verbform.<br />
1.6. Konsekutive Satzverbindung<br />
Der zweite Hauptsatz gibt die Folge des im ersten Hauptsatz genannten Sachverhaltes an. Das<br />
konsekutive Verhältnis wird durch Konjunktionaladverbien ausgedrückt (also, folglich,<br />
daher, darum. demnach, deshalb, deswegen, mithin, somit, infolgedessen) oder bleibt formal<br />
unbezeichnet (asyndetisch).<br />
Dem Schüler fehlte die Sachkenntnis, deshalb konnte er das Problem nicht lösen.<br />
Außer konsekutiven Satzverbindungen gibt es im Deutschen auch Nebensätze, die in einem<br />
konsekutiven Verhältnis zu einem vorangehenden Hauptsatz stehen. Konsekutive Nebensätze<br />
werden gewöhnlich durch den Subjunktor so dass eingeleitet. Von einem Hauptsatz, eingeleitet<br />
durch ein Konjunktionaladverb, unterscheidet sich ein konsekutiver Nebensatz durch seine<br />
syntaktische (und intonatorische) Unselbständigkeit: ein konsekutiver Hauptsatz kann ohne<br />
Folgen für die grammatische Richtigkeit des Satzes isoliert verwendet werden, ein<br />
konsekutiver Nebensatz dagegen nicht. Konsekutive Nebensätze können den Satzgliedstatus<br />
(z.B. solche, die durch den Subjunktor so dass eingeleitet werden) oder Attributstatus haben<br />
(beispielsweise in solchen Fällen, in denen sich der Subjunktor dass auf ein Bezugselement im<br />
übergeordneten Satz bezieht, meist auf das unflektierbare Adverb so).<br />
Dem Jungen fehlte die Mutter so sehr, dass er aus dem Feriencamp ausriss.<br />
5
1.7. Konzessive Satzverbindung<br />
Der zweite Hauptsatz gibt eine Folge an, die im Gegensatz zu der im ersten Hauptsatz<br />
genannten Voraussetzung steht. Deshalb schließt das konzessive Verhältnis ein kausales<br />
Verhältnis (von Grund und Folge) und ein adversatives Verhältnis (des Gegensatzes von Grund<br />
und Folge) ein. Die konzessive Satzverbindung wird signalisiert (a) durch<br />
Konjunktionaladverbien (trotzdem, gleichwohl, nichtsdestoweniger, dessenungeachtet) oder<br />
(b) durch das Konjunktionaladverb zwar im 1. HS, die koordinierende Konjunktion aber am<br />
Anfang des 2. HS, die koordinierende Konjunktion aber am Anfang des 2. HS und fak.<br />
trotzdem im 2.HS:<br />
(a) Es regnete in Strömen; trotzdem gingen wir spazieren.<br />
(b) Es regnete zwar in Strömen, aber wir gingen (trotzdem) spazieren.<br />
Im Deutschen gibt es relativ viele Möglichkeiten, ein konzessives Verhältnis auszudrücken: die<br />
Ausdrucksmöglichkeiten reichen von Konjunktionaladverbien über Präpositionalphrasen bis zu<br />
Haupt-, Neben- und Infinitivsätzen sowie Partizipialkonstruktionen.<br />
6
2. SATZVERBINDUNG - GRAPHISCHE DARSTELLUNG<br />
2.1.Satzverbindungen: Konjunktionen in der Position Null<br />
HAUPTSATZ Konjunktion HAUPTSATZ<br />
1 2 3 1 2 3<br />
......... Verb ………....... ....... 0 .......... ................. Verb ...........…..<br />
2.1.1. Besetzung syntaktischer Positionen nach einem Konjunktor (Grundfolge)<br />
Die Eltern fahren<br />
nach Italien,<br />
Die Eltern fahren<br />
nach Italien,<br />
Die Eltern fahren<br />
unbeschwert ab,<br />
Entweder fahren<br />
die Eltern allein,<br />
Die Eltern fahren<br />
nicht weg,<br />
0 1 2 n<br />
und die Tante sorgt für die Kinder.<br />
aber die Kinder bleiben zu Hause.<br />
denn die Tante sorgt für die Kinder.<br />
oder sie nehmen die Kinder mit.<br />
sondern sie bleiben bei den Kindern.<br />
Die koordinierenden Konjunktionen und, aber, denn, oder, sondern stehen in der Position<br />
Null. Dies bedeutet mit anderen Worten, dass sie keine syntaktische Position im Satz selbst<br />
besetzen, sondern eine Position vor einem Satz. Danach folgt ein Hauptsatz mit einer für einen<br />
Aussagesatz charakteristischen Konstituentenfolge: das Subjekt oder ein anderes Satzglied<br />
(Objekt oder Adverbialbestimmung) steht in der Position 1 und das konjugierte Verb in der<br />
Position 2.<br />
7
2.1.2. Besetzung der syntaktischen Positionen nach Konjunktor (bei Umstellung)<br />
Ich habe heute<br />
die Prüfung<br />
bestanden,<br />
Ich habe das<br />
Zeugnis<br />
abgeholt,<br />
Ich habe das<br />
Zeugnis<br />
zurück -<br />
gegeben,<br />
Entweder hat<br />
sich die<br />
Sekretärin<br />
verschieben,<br />
Heute abend<br />
kann ich<br />
nichts mehr<br />
tun,<br />
0 1 2 3<br />
und morgen bekomme ich das Zeugnis<br />
aber leider war mein Name falsch<br />
denn so ist es nicht<br />
oder in meinem<br />
Pass<br />
8<br />
geschrieben<br />
brauchbar<br />
steht der Name falsch<br />
sondern erst morgen kann ich etwas<br />
unternehmen<br />
Nach und, aber, oder, denn, sondern kann, wie in jedem konstativen Hauptsatz (Aussagesatz),<br />
auch eine Umstellung erfolgen: ein anderes Satzglied steht in der Position 1, darauf folgt das<br />
konjugierte Verb in der Position 2 und dann das Subjekt (in der Form eines Substantivs oder<br />
Pronomens) in der Position 3.
2.1.3. Syntaktische Positionen nach Konjunktor (Umstellung bei Pronomen)<br />
Er hatte gut<br />
geschlafen,<br />
Er wollte aus<br />
dem Zug<br />
springen,<br />
0 1 2 3 4 n<br />
und am Morgen weckten ihn die Vögel.<br />
aber im letzten<br />
Augenblick<br />
hielt ihn der Schaffner zurück.<br />
Wenn ein unbetontes Pronomen vorkommt, steht es gewöhnlich direkt hinter dem konjugierten<br />
Verb. Das Subjekt (oder eventuelle andere Satzglieder) erscheint dann erst in Position 4.<br />
2.1.4. Auslassung des Subjekts nach »und« in zusammengezogenen Sätzen<br />
Ich ließ ihn<br />
stehen,<br />
Ich ließ ihn<br />
stehen<br />
Der Verkäufer<br />
irrte sich<br />
Der Verkäufer<br />
irrte sich<br />
0 1 2 n<br />
und ich rannte davon<br />
und rannte davon.<br />
und er schrieb eine zu hohe<br />
9<br />
Rechnung aus.<br />
und schrieb eine zu hohe<br />
Rechnung aus.<br />
1. Wenn zwei Hauptsätze das gleiche Subjekt haben und mit und verbunden sind, dann ist es<br />
stilistisch besser, das Subjekt nach und wegzulassen. Es entsteht ein Hauptsatz mit zwei<br />
Satzaussagen, und das Komma fällt weg. Nach Helbig & Buscha (1987) handelt es sich<br />
allerdings in solchen Fällen um einen zusammengezogenen Satz mit zwei Teilsätzen<br />
(Hauptsätzen), von denen einer aufgrund der Auslassung des Subjekts unvollständig ist. Das
Kriterium ist der Grad der Unterschiedlichkeit der beiden Teilsätze: unterscheiden sich (wie<br />
oben beispielsweise) zwei von drei Satzgliedern, gehen sie von zwei Hauptsätzen aus,<br />
unterscheiden sich zwei Teilsätze jedoch nur durch ein Satzglied, wird lediglich ein<br />
Hauptsatz angesetzt.<br />
2. Man kann auch mehrere Satzaussagen reihen. Wenn das Subjekt gleich ist, wird es nicht<br />
wiederholt:<br />
Er kam nach Hause, sagte kein Wort, holte eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank und setzte<br />
sich vor den Fernsehapparat.<br />
3. Wenn das Subjekt nach und nicht in der Position 1 steht, also bei einer Abweichung von der<br />
Grundfolge, muss es wiederholt werden (in den folgenden Beispielen in Position 3):<br />
0 1 2 3 n<br />
Eri hörte nur kurz zu und sofort war eri dagegen.<br />
Heute packe ichi und morgen fahre ichi fort.<br />
Ein Satzglied in Position 1 (dem sogenannten Vorfeld des zweiten Hauptsatzes) verhindert<br />
somit, dass das finite Verb im zweiten Hauptsatz (Position 2) mit dem gleichen Subjekt wie im<br />
ersten Hauptsatz verbunden. Steht die Position 1 hingegen leer, kann sie koindiziert werden<br />
(d.h. an der Position 1 tritt ein Nullelement e mit dem selben Index i wie das Subjekt im ersten<br />
Hauptsatz auf, was soviel bedeutet wie Bezug auf die gleiche Person oder Sache).<br />
0 1 2 3 n<br />
Eri hörte nur kurz zu und ei war dagegen.<br />
Heute packe ichi und ei fahre fort.<br />
Die Position nach dem finiten Verb (Position 3) darf in solchen Sätzen von einem weiteren<br />
Satzglied (beispielsweise einer Adverbialbestimmung) besetzt werden, jedoch nicht von einem<br />
Subjekt. Letzterer Fehler wird gelegentlich von slowenischen Deutschlernern begangen, die die<br />
"Inversionsregel" (finites Verb vor Subjekt) in bestimmten Satztypen bereits erlernt haben.<br />
10
0 1 2 3 n<br />
Eri hörte nur kurz zu und ei war *eri dagegen.<br />
Heute packe ichi und ei fahre *ichi fort.<br />
Eri hörte nur kurz zu und ei war sofort dagegen.<br />
Heute packte ichi und ei fahre morgen fort.<br />
Man kann daher davon ausgehen, dass beide Positionen (Position 1 und Position 3) zwar mit<br />
dem Subjekt im ersten Hauptsatz koindiziert werden können (d. h. auf die gleiche Person oder<br />
Sache bezogen werden können). Die Relation der Koindizierung kann man sich auch als<br />
"Kopiervorgang" vorstellen, nämlich als Kopieren des Indices i von einer entsprechenden<br />
Position im ersten Hauptsatz (in diesem steht das Subjekt nämlich ebenfalls in Position 1 bzw.<br />
Position 3) in die Position 1 und Position 3 im zweiten Hauptsatz (der Kopiervorgang wird in<br />
der folgenden Tabelle durch Pfeile angedeutet). Der Konjunktor und ist für "Kopiervorgänge"<br />
durchlässig (d.h. er blockiert sie nicht).<br />
1 2 3 n 0 1 2 3 n<br />
Eri hörte nur kurz zu und ei war ei dagegen.<br />
Heute packe ichi und ei fahre ei fort.<br />
4. Nach aber muss man das Subjekt (fast obligatorisch) wiederholen, nach oder, sondern kann<br />
oder sollte man das Subjekt wiederholen, auch wenn es gleich ist:<br />
Er verlor sein Vermögen, aber er war nicht unglücklich.<br />
Entweder fehlt ihr ihm, oder (ihr) lasst ihn in Ruhe.<br />
Sie beklagten sich nicht, sondern (sie) begannen von vorn.<br />
Folgt die Konjunktion aber dem finiten Verb, muss man das Subjekt allerdings auslassen.<br />
Er verlor sein Vermögen, war aber nicht unglücklich.<br />
11
Die adversativen Konjunktoren unterscheiden sich somit von dem kopulativen Konjunktor und<br />
hinsichtlich ihrer Anforderungen für die Besetzung der Subjektstelle: Teilsätze, die durch<br />
adversative Konjunktoren verbunden sind, sind syntaktisch gesehen selbständiger oder weniger<br />
integriert, während durch und verbundene Teilsätze sich aufgrund ihres additiven Verhältnisses<br />
eher syntaktisch zusammenfassen und verkürzen lassen.<br />
5. Nach dem Konjunktor denn muss das Subjekt in jedem Fall stehen:<br />
Er ist nicht mehr ausgegangen, denn er war müde.<br />
2.1.5. Erläuterungen zu den Konjunktionen »aber, oder, denn, sondern«<br />
2.1.5.1. aber<br />
Der Konjunktor aber verbindet semantisch gegensätzliche Satzglieder oder Sätze, die<br />
Verbindungen aber erst, aber doch können auch eine Einschränkung ausdrücken:<br />
Er bot mir Kekse und Schokolade an, aber keinen Kaffe.<br />
Sie kamen endlich an, aber erst nach langem Suchen.<br />
Gewiss, er hat sein Ziel erreicht, aber doch nicht ohne unsere Hilfe.<br />
Der Konjunktor aber muss nicht in der Position Null stehen, sondern kann wie ein Enklitikon<br />
(d. h. einem betonten Satzelement folgen, beispielsweise dem ersten Satzglied oder dem finiten<br />
Verb) oder wie andere thematische Elemente im linken Teil des Mittelfeldes (d. h. in einer<br />
Position zwischen dem finiten und dem infiniten Verb) verwendet werden.<br />
0 1 2 3 n<br />
Du kannst zu uns kommen, aber du kannst hier nicht übernachten<br />
Du kannst zu uns kommen, du kannst aber hier nicht übernachten<br />
Du kannst zu uns kommen hier aber kannst du nicht übernachten<br />
Du kannst zu uns kommen du kannst hier aber nicht übernachten<br />
12
2.1.5.2. allein, doch, jedoch<br />
Im gleichen Sinn wie aber werden allein, doch, und jedoch gebraucht. Dabei steht allein<br />
immer in der Position Null, doch und jedoch in der Position Null oder 1:<br />
Er versuchte, den Gipfel des Berges zu erreichen, allein er schaffte es nicht.<br />
Er beeilte sich sehr, doch er kam trotzdem zu spät.<br />
Er beeilte sich sehr, doch kam er trotzdem zu spät.<br />
Er wollte gern Maler werden, jedoch er hatte zu wenig Talent.<br />
Er wollte gern Maler werden, jedoch hatte er zu wenig Talent.<br />
2.1.5.3. oder, entweder … oder<br />
Der Konjunktor oder verbindet alternative Satzglieder oder Sätze. Zur Hervorhebung einer<br />
Alternative verwendet man die zweiteilige koordinierende Konjunktion entweder … oder.<br />
Beide Konjunktionen können sowohl Satzglieder, Teile von Satzgliedern oder ganze Sätze<br />
verbinden. Der erste Teil der Konjunktion entweder kann in erster Position oder im Satzinnern<br />
(im Mittelfeld) erscheinen, während der zweite Teil der Konjunktion oder obligatorisch am<br />
Anfang des zweiten Konjunkts steht. Außerdem kann entweder (wie einige der zuvor<br />
besprochenen Konjunktoren) in Position Null oder in Position 1 stehen.<br />
2.1.5.4. denn<br />
Du bringst ihr entweder Blumen mit oder Süßigkeiten.<br />
Entweder ist er wirklich krank, oder er tut nur so.<br />
Entweder er ist wirklich krank, oder er tut nur so.<br />
Der Konjunktor denn ist eine kausale Konjunktion. Er leitet Sätze ein, die den Sachverhalt im<br />
vorangegangenen Satz begründen oder rechtfertigen:<br />
Ich konnte nicht mit ihm sprechen, denn er war verreist.<br />
13
2.1.5.5. sondern<br />
Der Konjunktor sondern berichtigt eine vorangegangene negative Aussage. Zur<br />
Hervorhebung gebraucht man oft nicht nur ... sondern auch:<br />
Ich habe nicht dich gefragt, sondern ihn.<br />
Sein Verhalten ist keine Hilfe, sondern es bringt nur zusätzlichen Arger.<br />
Er war nicht nur arm, sondern er war auch krank und einsam.<br />
14
2.2. Satzverbindungen: Konjunktionen in der Position 1<br />
Außer den Konjunktionen in der Position Null stehen alle anderen satzverbindenden<br />
Konjunktionen in der Position 1. Solche koordinierende Konjunktionen werden auch<br />
Konjunktionaladverbien genannt. Konjunktionen in der Position 1 leiten einen Hauptsatz ein.<br />
Sie geben die Sinnrichtung dieses Satzes an.<br />
2.2.1.Satzstellung<br />
Konjunktionen in der Position 1 (= a) und Umstellung (=b)<br />
Er will abreisen, a) darum<br />
er hatte sich sehr<br />
beeilt,<br />
Du schuldest mir<br />
noch 20 Mark<br />
Wir mussten ihn<br />
anrufen<br />
Einerseits wollte<br />
er mitkommen,<br />
Er hat bestimmt<br />
viel Arbeit,<br />
b) er<br />
a) trotzdem<br />
b) er<br />
a) folglich<br />
b) ich<br />
a) dann<br />
b) er<br />
a) andererseits<br />
b) er<br />
a) sonst<br />
b) er<br />
1 2 3 4 n<br />
hat<br />
hat<br />
kam<br />
kam<br />
gebe<br />
gebe<br />
kam<br />
kam<br />
fürchtete<br />
fürchtete<br />
wäre<br />
wäre<br />
15<br />
er<br />
darum<br />
er<br />
trotzdem<br />
ich<br />
dir<br />
er<br />
dann<br />
er<br />
sich<br />
er<br />
sonst<br />
dir<br />
folglich<br />
sich<br />
andererseits<br />
sein Zimmer<br />
gekündigt<br />
zu spät<br />
nur 10 Mark<br />
zurück<br />
endlich<br />
vor den Unkosten<br />
gekommen<br />
Zu a) Die Konjunktionen stehen meistens zwischen den Sätzen in der Position 1, dann folgt das<br />
konjugierte Verb in der Position 2 und das Subjekt in der Position 3.<br />
Zu b) Die meisten Konjunktionen in der Position 1 können auch nach den Regeln der<br />
Umstellung in der Position 3 stehen, oder in Position 4, wenn ein Pronomen im Satz nötig ist.
3. DIE FORM DER KONJUNKTIONEN<br />
Nach der Form unterscheidet man eingliedrige (einfache) und mehrgliedrige (gepaarte)<br />
Konjunktionen:<br />
eingliedrig: und, auch, denn, als, usw.<br />
mehrgliedrig: sowohl - als auch, entweder - oder, nicht nur - sondern auch, zwar -<br />
aber, teils - teils, weder - noch, wenn - so, bald - bald, halb - halb, erst - dann, einerseits<br />
- anderseits.<br />
Von den (mehrgliedrigen) Konjunktionen sind Fügungen wie »angenommen, dass«,<br />
»vorausgesetzt dass«, »gesetzt den Fall, dass« streng zu trennen.<br />
4. Die Einteilung der Konjunktionen nach ihrer Verwendung<br />
Je nach dem Gedankenverhältnis, das zwischen den Wörtern oder Sätzen besteht, die von einer<br />
Konjunktion verbunden werden, unterscheidet man:<br />
4.1. Kopulative (anreihende) Konjunktionen<br />
Nur nebenordnend:<br />
und, auch, wie, sowie, außerdem, zudem, dazu, überdies, desgleichen, dann, ferner,<br />
weiter, ja, hernach, zuletzt, endlich, erstens, zweitens, usw. sowohl - als auch (sowohl -<br />
als, sowohl - wie auch, sowohl - wie), weder - noch(dicht. nicht - noch), nicht nur -<br />
sondern auch, bald - bald, teils - teils, erst - dann, halb - halb, zum einen - zum<br />
anderen, einerseits - anderseits)<br />
Ich ...brauche... nicht mit Spekulationen und Hypothesen zu arbeiten (Jens).<br />
... Lampen, Lampions, kleine Fahnen und Flaggen sowie Kerzen und Brennmaterialien<br />
(Walser)<br />
16
5.2. Disjunktive (ausschließende) Konjunktionen<br />
Nur nebenordnend:<br />
oder, entweder - oder, sonst, andernfalls.<br />
Du schießest oder stirbst mit deinem Knaben!<br />
Entweder Ihr lasst Euch einen Zahn ausbrechen, oder Ihr könnt Euch mit mir auf Leben und<br />
Tod.<br />
4.3. Adversative (entgegengesetzte) Konjunktionen<br />
Nebenordnend:<br />
aber, allein, doch, jedoch, allerdings, dennoch, dagegen, hingegen, freilich, indes,<br />
indessen, gleichwohl, vielmehr, nur, hinwieder, nichtsdestoweniger, sondern (nach<br />
negiertem Satzglied).<br />
Unterordnend: während.<br />
Sieben Jungfrauen saßen im Kreis um den Brunnen; in das Haar der Siebenten<br />
aber... schien die... Sonne ein Abzeichen der Oberhoheit zu weben.<br />
...ich habe zu fliegen versucht, doch nun taumele ich ... zurück<br />
...das war ihm keine Zerstreuung, sondern sie andere Seite seiner ... Beschäftigung.<br />
Sie setzte sich neben die Alte in den Fond des Wagens, während die Jungen Mädchen die<br />
Rückplätze einnahmen.<br />
... Weil Sie einen Lebensstandard herbeiführten, der den Menschen andernorts in bitterer<br />
Erinnerung hafte, während er für das Gebiet dieses Kreises etwas kaum erlebtes, ein Novum<br />
sozusagen darstelle.<br />
17
4.4. Lokale (örtliche) Konjunktionen<br />
Ausgesprochen lokale Konjunktionen gibt es nicht. Wenn gelegentlich einmal ein Lokaladverb<br />
( da, hier, u. a. ) nebenordnend im konjunktionalen Sinne gebraucht wird, dann ist der<br />
adverbiale Gehalt doch noch so stark, dass man sich nicht entschließen kann, es als<br />
Konjunktionen anzusprechen. Unterordnend leiten Lokaladverbien entweder einen Relativsatz<br />
oder einen indirekten Fragesatz ein.<br />
4.5. Temporale (zeitliche) Konjunktionen<br />
Nebenordnend:<br />
Für die gelegentlich nebenordnend im konjunktionalen Sinne gebrauchten Zeitadverbien<br />
gilt das gleiche wie für die zuvor genannten Lokaladverbien.<br />
Unterordnend:<br />
Gleichzeitigkeit: während, indem, indessen, solange, sooft, als, wie, wenn, nun.<br />
Über dies Wort musste Hans Castorp lachen, während er ... sich zurückfallen ließ. Indem sie<br />
Kopf und Oberkörper leicht nach vorn schob, fragte sie den Fremden nach seinem Begehr.<br />
Vorzeitigkeit: nachdem, als, wenn, sobald, seitdem.<br />
Nachdem er eine Weile gewartet hatte, ging die Türe auf.<br />
Nachzeitigkeit: bis, bevor, ehe.<br />
Bevor ich einen kleinen Hügelstein anheben könnte, hätte Watzek mir längst die Kehle<br />
durchgeschnitten.<br />
4.6. Modale (die Art und Weise bestimmende) Konjunktionen<br />
4.6.1. Modale Konjunktionen im engeren Sinne<br />
Nur unterordnend: indem.<br />
Er trat zurück, indem er erblasste.<br />
18
4.6.2. Vergleichende Konjunktionen<br />
Nebenordnend: so - wie. wie, als, also, ebenso, genauso.<br />
Er ist so groß wie ich. Edelmetalle wie Gold und Silber sind selten. Er ist größer als ich.<br />
Unterordnend: wie, gleichwie, sowie, so - wie, als, als ob, als wenn, wie wenn.<br />
Er schlief nur kurz, wie er es nach Mittag zu tun pflegte. Es war mir zumute, ... als läse ich einen<br />
Leitartikel der Kölnischen Zeitung.<br />
4.6.3. Proportionale Konjunktionen<br />
Nebenordnend: um so, desto.<br />
Das Leben ist kurz, um so sorgfältiger muss man es nützen.<br />
Unterordnend: je ( - um so); je (- desto), je nachdem.<br />
Je länger der Rausch anhielt, desto leuchtender... schienen ihm die Farben zu werde.<br />
4.6.4 Restriktive (einschränkende) Konjunktionen<br />
Nebenordnend : (in)sofern, (in)soweit.<br />
Insofern kann ich dich verstehen.<br />
Unterordnend: inwiefern, wiefern, (in)sofern, (in)soweit, soviel, nur dass.<br />
Die Kunst ist sittlich, sofern sie weckt.<br />
4.6.5. Den fehlenden oder den stellvertretenden Umstand angebende Konjunktionen<br />
Nebenordnend: geschweige (denn).<br />
Ich kann kaum gehen, geschweige laufen.<br />
Unterordnend: ohne dass, geschweige dass, kaum dass, statt dass ( auch anstatt dass)<br />
Sie hat uns geholfen, ohne dass sie es weiß.<br />
4.6.6. Den Grad, die Steigerung, das Übermaß angebende Konjunktionen<br />
Nur nebenordnend: ja, geradezu.<br />
... ein Mann mit einem jungen ja blühenden Gesicht. Er war ein unhöflicher, geradezu grober Mensch.<br />
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4.7. Kausale ( begründende) Konjunktionen<br />
4.7.1. Rein kausale Konjunktionen<br />
Nebenordnend: denn, nämlich, ja, doch.<br />
»Ich bin der neue Angestellte«, sagte Joseph, denn so hieß er.<br />
Derb Mensch ist nämlich ... ein ewiger Lügner.<br />
Der ist ja dumm.<br />
Unterordnend: weil, da, zumal, nun,<br />
Sie müssten sich melden, weil sie .. in Acht und Bann geworfen waren.<br />
4.7.2. Konsekutive (die Folge angebende) Konjunktionen<br />
Nebenordnend: also, folglich, infolgedessen, mithin, somit, sonach, demnach, daher,<br />
darum, deswegen, deshalb.<br />
Mit dem Eindruck... war Tobler ausnehmend zufrieden.<br />
Er ließ daher noch ein paar Flaschen bringen.<br />
Unterordnend: dass, so dass, als dass<br />
Sie sangen, dass sie heiser wurden... er hatte schon so viel gewagt, dass er nicht mehr ablassen wollte.<br />
4.7.3. Finale (den Zweck, die Absicht angebende) Konjunktionen<br />
Nebenordnend: dazu, darum.<br />
Dazu ist er gewählt worden.<br />
Unterordnend: damit, dass<br />
... unsere Zärtlichkeit ... auszustellen, damit die Herzen der Gäste schwöllen.<br />
4.7.4. Konditionale (den möglichen Grund, die Bedingung angebende ) Konjunktionen<br />
Nebenordnend: sonst, andernfalls.<br />
Es ist zweckmäßiger, erst dann den Stein aufzustellen, sonst muss er noch einmal gesetzt werden.<br />
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Unterordnend: wenn, falls, sofern, wofern.<br />
Wenn ich nicht Alexander wäre, möchte ich Diogenes sein.<br />
4.7.5. Konzessive (einräumende ) Konjunktionen<br />
Nebenordnend: zwar - aber, trotzdem.<br />
Zwar weiß ich viel, doch möchte ich alles wissen.<br />
Unterordnend: obgleich, obwohl, obschon, obzwar, wenngleich, wenn auch, wennschon,<br />
wiewohl, trotzdem, ungeachtet.<br />
Trotzdem wir ... einen Wert empfinden, sind wir zunächst in Verlegenheit, wenn wir diesen angeben<br />
sollen.<br />
4.7.6. Instrumentale (das Mittel angebende) Konjunktionen<br />
Nur unterordnend: indem; dadurch, dass, damit, dass.<br />
Und sie alle beschützen mich, indem sie mir alle vertrauen.<br />
4.8. Die Konjunktionen »dass« und »ob«<br />
Diese beiden Konjunktionen können nur unterordnend verwendet werden. Sie drücken dann<br />
kein bestimmtes Gedankenverhältnis aus wie bisher genannten Konjunktionen, sondern<br />
bezeichnen eine rein grammatische Abhängigkeit. Der Subjunktor dass wird in älteren Texten<br />
vielfach statt spezifischerer verwendet.<br />
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6. LITERATUR<br />
1. Engel, Ulrich: Deutsche Grammatik, Heidelberg, 1988<br />
2. Helbig, Gerhard & Buscha, Joachim: Deutsche Grammatik, Langenscheidt, 1991<br />
3. Dreyer & Schmidt: Lehr und Übungsbuch der deutschen Grammatik, München, 1995<br />
4. Jung, Walter: Deutsche Grammatik, Leipzig 1984<br />
5. Griesbach: Deutsche Grammatik, München, 1986<br />
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INHALTSVERZEICHNIS:<br />
<strong>ZUSAMMENGESETZTE</strong> <strong>SÄTZE</strong> ................................................................ ................................ ............... 1<br />
1. KOORDINATIVE VERBINDUNGEN................................................................ ................................ .... 1<br />
1.1. FORMEN DER KOORDINATION IN DER SATZVERBINDUNG................................................................ .......... 1<br />
1.1.1.Asyndetische Konstruktion................................................................ ................................ .............. 1<br />
1.1.2. Syndetische Konstruktion................................................................ ................................ ............... 2<br />
1.2. INHALTLICHE BEZIEHUNGEN DER KOORDINATION IN DER SATZVERBINDUNG ............................................. 2<br />
1.1.KOPULATIVE SATZVERBINDUNG ................................................................ ................................ ............... 2<br />
1.2. DISJUNKTIVE SATZVERBINDUNG................................................................ ................................ ............. 3<br />
1.3. ADVERSATIVE SATZVERBINDUNG ................................................................ ................................ ........... 3<br />
1.4. RESTRIKTIVE SATZVERBINDUNG................................................................ ................................ ............. 4<br />
1.5. KAUSALE SATZVERBINDUNG ................................................................ ................................ ................... 4<br />
1.6. KONSEKUTIVE SATZVERBINDUNG ................................................................ ................................ ........... 5<br />
1.7. KONZESSIVE SATZVERBINDUNG................................................................ ................................ .............. 6<br />
2. SATZVERBINDUNG - GRAPHISCHE DARSTELLUNG ................................................................ ...... 7<br />
2.1.SATZVERBINDUNGEN: KONJUNKTIONEN IN DER POSITION NULL................................................................ . 7<br />
2.1.1. Besetzung syntaktischer Positionen nach einem Konjunktor (Grundfolge) ................................... 7<br />
2.1.2. Besetzung der syntaktischen Positionen nach Konjunktor (bei Umstellung) ................................ 8<br />
2.1.3. Syntaktische Positionen nach Konjunktor (Umstellung bei Pronomen) ........................................ 9<br />
2.1.4. Auslassung des Subjekts nach »und« in zusammengezogenen Sätzen .......................................... 9<br />
2.1.5. Erläuterungen zu den Konjunktionen »aber, oder, denn, sondern«............................................. 12<br />
2.2. SATZVERBINDUNGEN: KONJUNKTIONEN IN DER POSITION 1 ................................................................ ... 15<br />
2.2.1.Satzstellung ................................................................ ................................ ................................ ... 15<br />
3. DIE FORM DER KONJUNKTIONEN ................................................................ ................................ .. 16<br />
4. DIE EINTEILUNG DER KONJUNKTIONEN NACH IHRER VERWENDUNG................................ 16<br />
4.1. KOPULATIVE (ANREIHENDE) KONJUNKTIONEN ................................................................ ....................... 16<br />
5.2. DISJUNKTIVE (AUSSCHLIEßENDE) KONJUNKTIONEN ................................................................ ................ 17<br />
4.3. ADVERSATIVE (ENTGEGENGESETZTE) KONJUNKTIONEN ................................................................ ......... 17<br />
4.4. LOKALE (ÖRTLICHE) KONJUNKTIONEN................................................................ ................................ .. 18<br />
4.5. TEMPORALE (ZEITLICHE) KONJUNKTIONEN ................................................................ ............................ 18<br />
4.6. MODALE (DIE ART UND WEISE BESTIMMENDE) KONJUNKTIONEN............................................................ 18<br />
4.6.1. Modale Konjunktionen im engeren Sinne................................................................ ................... 18<br />
4.6.2. Vergleichende Konjunktionen................................................................ ................................ ...... 19<br />
4.6.3. Proportionale Konjunktionen................................................................ ................................ ....... 19<br />
4.6.4 Restriktive (einschränkende) Konjunktionen ................................................................ ................ 19<br />
4.6.5. Den fehlenden oder den stellvertretenden Umstand angebende Konjunktionen ......................... 19<br />
4.6.6. Den Grad, die Steigerung, das Übermaß angebende Konjunktionen ........................................... 19<br />
4.7. KAUSALE ( BEGRÜNDENDE) KONJUNKTIONEN ................................................................ ........................ 20<br />
4.7.1. Rein kausale Konjunktionen ................................................................ ................................ ........ 20<br />
4.7.2. Konsekutive (die Folge angebende) Konjunktionen................................................................ ..... 20<br />
4.7.3. Finale (den Zweck, die Absicht angebende) Konjunktionen ........................................................ 20<br />
4.7.4. Konditionale (den möglichen Grund, die Bedingung angebende ) Konjunktionen..................... 20<br />
4.7.5. Konzessive (einräumende ) Konjunktionen ................................................................ .................. 21<br />
4.7.6. Instrumentale (das Mittel angebende) Konjunktionen ................................................................ 21<br />
4.8. DIE KONJUNKTIONEN »DASS« UND »OB«................................................................ .............................. 21<br />
6. LITERATUR ................................................................ ................................ ................................ ............ 22<br />
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