MuW Nachrichten 2503
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Winter 2024
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2 ZWIEGESPRÄCH
Hans: Griaß di Gretl, ich
wünsch dir ein gutes neues
Jahr und einen festen
Stand an deinem Hauseck.
Gretl: Ich wünsch dir auch
ein gutes neues Jahr mein
lieber Hans und dass di
net ganz versteckan hinter
lauter Podestl und Pflanzkiewen.
Woaßt, eigentlich
is's direkt schod, dass der
ganze Zauber scho wieder
umme is. Weihnachten, 's
Christkindl, Ferien, oiss
vorüber und vorbei, Urlauber
san aa koa mehr do …
Hans: … die drei Weisn
aus dem Morgenland ham
aa scho wieder umdraht
und die heilige Familie
is bestimmt scho wieder
dahoam. Weil ma grad
von der heilign Familie
redn, woaß ma eigentle ob
d'Maria garbat hod?
Gretl: Wia, garbat? Wia
moanst jetzt des?
Hans: Na ja, hoid, ob
d'Maria berufstätig war.
Gretl: Oiso, du glaubst es
nicht, jetz is des neie Jahr
erst a paar Dog oid und dir
foid scho wieder lauter
Schmarrn ei. D'Maria war
Mutter und Hausfrau! Des
langt! Und bestimmt hod
der Josef a kloans Sachal
ghabt, vielleicht a paar
Schof, oanige Hena, an Esl
und ganz sicher an Gmiasgartn.
Mei Liawa, da gibt's
für eine Hausfrau Arbat
grad gnua! Owa sog amoi,
wia kimmst denn eigentle
auf so an Krampf?
Hans: Häd ja leicht sei kina,
dass d'Maria ois moderne
junge Frau nebenbei berufstätig
gwesn is, ebbs
dazuaverdiena, verstehst,
Hans und Gretl
von Rupert Berndl
dass sie, der Kloane und da
Josef amoi in Urlaub fahrn
kunntn ans Meer oder in
d'Berg! Vielleicht hod s' im
Tourismusbüro von Nazareth
garbat, oder an der Rezeption
von einem Hotel in
Bethlehem, oder hoibdogs
in am Altenheim, oder …
Gretl: Oiso, jetzt glaub'es
owa! Du kennst di ja wirkle
überhaupt net aus! Damois
hat's sowas überhaupt no
net gebn! Nix Emanzipation,
nix Frauenrechte!
Damois war eine Frau ausschließlich
Mutter und
Hausfrau! Punkt! Schluss!
Aus Epfe Amen! Des mit
der Gleichberechtigung
und dass Frauen Berufe
ergreifn derfan, des is
eine Errungenschaft des
20. Jahrhunderts! Heid
is des Gott sei Dank ganz
anders. Heid ham Frauen
Aufsichtsratspostn, san
Vorstandsvorsitzende,
Ärztinnen, Juristinnen,
Professorinnen oder Managerinnen!
Hans: A paar schon, owa
die meistn berufstätigen
Frauen arbatn eher ois
Putzkraft, raman im Supermarkt
d'Regale ei oder
verdienen ois schlecht bezahlte
Pflegekräfte a paar
Nätscherl dazua, dass d'Familie
über d'Rundn kimmt,
dass d'Miete zoiht werdn
kann, oder dass amoi a Familienurlaub
außaspringt
und wenn in einer Familie
bloß oana arbat, dann
wird's schnäi ganz eng! Alloaverdiener
z'sei, Bua, des
is fei koa Zuckerschlecka!
Alloaverdiener, ob Mann
oder Frau, des muasst da
erst amoi leistn kina! Und
vor allem die Frauen von
soichane Alleinverdiener,
de werdn schiaf angschaut,
weil s' „bloß“ Hausfrau und
Mutter san.
Gretl: Des is ja no de größte
Frechheit! Wer verzichtet
denn auf ein eigenes Einkommen,
hat später kaum
Rente und wird dadurch
von Altersarmut bedroht?
Wer bringt denn d'Kinder
in Kindergarten? Wer
kauft denn ei? Wer putzt,
wascht und kocht denn?
Wer macht denn mit de
Größern d'Hausafgab?
Hausfrau, des is ein Fulltimejob!
Eine Hausfrau is
heid eine Facilityspezialistin
und Family Managerin!
Zumal dann, wenn in
einer Familie mehrere Kinder
da sind. Diese „Stay at
home“- Frauen sind es, die
die Kinder großziahgn, die
dann später das Rentensystem
aufrechterhaltn.
Und obendrein müssen
sie sich von den Eltern,
die beide berufstätig sind,
vorschwärmen lassen von
deren „Quality Time“, die
sie mit ihren Kleinen täglich
ab 17.00 Uhr bis zum
Zubettgehen verbringen!
Hans: Jetz reg di ned gar
aso auf, Gretl! Jeder muass
sei Sach macha, wia er es
für richtig hält. Owa es
hod scho wos für sich, wia's
dortmois d'Maria gmacht
hod: Kein fremdbestimmtes
Arbeitsverhältnis eizgeh,
bis die Botscherl aus'm
Gröbstn heraußn san. Pfiat
di Gretl.
Fotos: Berndl
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FREYUNG-GRAFENAU 31
Rückblick und Ausblick auf „turbulente Jahre“
„Zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht“ – Neujahrsempfang der Stadt Waldkirchen
Waldkirchen. Nahezu 400
Gäste strömten vor Kurzem
in das Bürgerhaus zum
Neujahrsempfang der Stadt
Waldkirchen. Bürgermeister
Heinz Pollak begrüßte
die Anwesenden mit einem
Rückblick auf die umfangreichen
Projekte des vergangenen
Jahres.
Dabei hob er die Sanierung
des Karoli-Badeparks hervor,
der mit einem neuen
Freibad und modernisiertem
Hallenbad-Restaurant
für 6,5 Millionen Euro zu
einem Aushängeschild der
Stadt wurde. Die Sanierung
der Eishalle, die mit
Photovoltaikanlage und
modernen Installationen
ausgestattet wurde, ist im
zweiten Bauabschnitt. Weitere
bedeutende Projekte
waren die Erweiterung
des Gewerbegebiets Wotzmannsreut,
die Sanierung
des Arbeitsamtes sowie der
Umbau der Kläranlage. Für
Bürgermeister Heinz Pollak
während seiner Festansprache.
Fotos: Duschl
den Ausbau der Breitbandversorgung
investiert die
Stadt drei Millionen Euro.
Der Bürgermeister skizzierte
auch kommende
Herausforderungen, darunter
die Errichtung der
neuen Gesamtgrundschule
bis 2029, die Sanierung
des Hintermannhauses
mit einem Kostenvolumen
von 13 Millionen Euro und
die Erweiterung von Kin-
Die neuen Ehrenbrief-Inhaber Rudolf Blöchinger, Heribert Schuck und Walter Draxinger
(vorne v.l.) präsentierten stolz ihre Urkunden, umrahmt von Bürgermeister Heinz Pollak
(4.v.r.) und zahlreichen Mandatsträgern aus Bund, Land, Landkreis und Stadt.
dergärten, insbesondere in
Holzfreyung. Besonders hob
er das Engagement privater
Bauherren hervor, wie die
Sanierung des Berufsschulzentrums
und den Umbau
eines Seniorenwohnheims.
Ehrenbriefe überreicht
Bürgermeister Pollak dankte
den Stadtratsmitgliedern,
der Verwaltung und der
engagierten Bevölkerung,
deren Unterstützung viele
Projekte erst ermöglicht
habe. Der Abend stand im
Zeichen des Ehrenamts: Heribert
Schuck, Walter Draxinger
und Rudolf Blöchinger
erhielten den Ehrenbrief
der Stadt für ihr langjähriges
Engagement, insbesondere
im Feuerwehrwesen.
Neben den Ehrungen wurden
auch Jugendfördermittel
in Höhe von 5000 Euro an
verschiedene Stadtvereine
verteilt. Der stellvertretende
Landrat Franz Brunner
würdigte die Bedeutung
des Ehrenamtes und kritisierte
Stigmatisierungen in
der Inklusionsdebatte. Nach
der Rede lud die Stadt zum
Stehempfang ein. Die Gäste
konnten sich auch ins Goldene
Buch der Stadt eintragen,
das erneut von der Künstlerin
Reinhilde Schreiber gestaltet
wurde.
fd
30 Jahre Modelleisenbahnfreunde Grafenau
Treffpunkt für Bahnliebhaber und Modelleisenbahner
1
Grafenau. Nach dem vierten
Umzug in der Vereinsgeschichte
haben die Eisenbahnfreunde
Grafenau seit
einigen Jahren in der Schusterbeckstraße
17 in Grafenau
ein neues Domizil gefunden.
Heuer wird der rührige Verein
30 Jahre alt. Ein weiteres
Bahnjubiläum begeht
im September der Bahnhof
Grafenau – er wird 135 Jahre
alt. Auch wenn heute nur
noch ein Gleis in Betrieb ist,
waren es früher sieben lange
Gleise und sogar 13 Weichen,
wie der erste Vorsitzende
des Vereins, Herr Mirwald,
bei einer Führung erzählt.
Der Verein hat dieser vergangenen
Zeit ein Denkmal
gesetzt, indem eine
seiner kleineren Anlagen
den Bahnhof Grafenau mit
allen früheren Gleisen präsentiert.
Prunkstück der
Eisenbahnfreunde ist jedoch
die 23 Quadratmeter große
analoge Schauanlage in H0
mit funktionierenden Oberleitungen.
Mittelpunkt der
Anlage ist ein ebenfalls funktionsfähiges
Stellwerk mit
verschiedenen Lokomotiven
aus unterschiedlichen Epochen.
Von jeder dieser Loks
gibt es noch mindestens ein
Exemplar in Originalgröße,
das an verschiedenen Orten
in Deutschland in Betrieb
ist. Ob ein VT137 oder
der legendäre TEE – auf der
Schauanlage fahren bereits
berühmte Züge.
Der letzte Original-VT137
wird derzeit im Bahnausbesserungswerk
in Viechtach
wieder betriebsfähig gemacht.
Eines der Prunkstücke
der Anlage ist ein ICE-
Zug, der dort in voller Fahrt
zu bewundern ist. Mittlerweile
hält auch die digitale
Technik Einzug: Eine kleine
Gerhard Mirwald vor der 23 Quadratmeter großen Schauanlage.
Foto: MuW/r.demont
Anschlussplatte zur Schauanlage
läuft bereits digital.
Besichtigung der Anlagen
Doch der Verein präsentiert
sich auch außerhalb seiner
Räumlichkeiten. Zum Bärchenfest
wird die sogenannte
LGB-Bahn im Kurpark
aufgebaut. Mit ihrem großen
Zug ist sie ein Anziehungspunkt
für Kinder, die sogar
den Zug in Bewegung setzen
dürfen. Natürlich können
die Anlagen des Vereins auch
unter sachkundiger Führung
besichtigt werden. Die
nächsten Termine sind der
26. Januar, der 23. Februar
und der 23. März, jeweils von
14 bis 17 Uhr.
Etwas Besonderes sind die
funktionsfähigen Motivgüterwagen,
von denen es mittlerweile
elf verschiedene
Varianten gibt. Die meisten
Motive hat der Künstler Rudi
Ranzinger gestaltet. Motiv
Nummer 11, die Granitbahn,
stammt aus der Feder von
Albert Lehner, der leider
kürzlich verstorben ist. Alle
Motive haben einen Bezug
zum Bayerischen Wald und
zur Bahn. Restbestände der
Güterwagen sind noch für
jeweils 23,50 Euro erhältlich.
Der Verein verfügt außerdem
über umfangreiche Eisenbahnliteratur
und Unterlagen.
Übrigens wurden fast
alle präsentierten Anlagen
und Ausstattungen von den
Mitgliedern dem Verein zur
Verfügung gestellt. Die Modelleisenbahn
zieht auch
heute noch Alt und Jung in
ihren Bann.
rd
4 AKTUELLES
Neue Bewerbungsrunde für Nationalpark-Partner
Grafenau. Die Nationalparkverwaltung
Bayerischer
Wald startet eine
neue Bewerbungsrunde
für Betriebe, die sich als
Nationalpark-Partner auszeichnen
lassen möchten.
Bis Ende Februar 2025 können
sich Interessierte melden,
um Teil des gewinnbringenden
Netzwerkes zu
werden und einen direkten
Draht zum Nationalpark zu
bekommen.
„Wir sind stolz auf unsere
Partner, sie stehen für die
Region, für Qualität und
Umweltfreundlichkeit“,
sagt Katrin Wachter, die das
Kooperationsprojekt bei
der Nationalparkverwaltung
betreut. Die Betriebe
bekämen mit dem Nationalpark
einen starken Partner,
das Schutzgebiet wiederum
erhalte Botschafter, die als
Interessierte Betriebe können sich bis Ende Februar melden
Bei den eigens für die Nationalpark-Partner angebotenen Fortbildungen
stehen Information und Vernetzung im Vordergrund.
Foto: Sandra Schrönghammer/Nationalpark Bayerischer Wald
wichtige Multiplikatoren
zum Nationalpark informieren
können. Über 70
touristische Dienstleister
sind aktuell als Nationalpark-Partner
zertifiziert.
„Über die Jahre ist ein
starker Verbund entstan-
den und wir freuen uns,
wenn es weitere Betriebe
gibt, die mit uns an einem
Strang ziehen wollen.“
Im Kooperationsprojekt
wird Qualität, gelebte Regionalität
und Umweltbewusstsein
großgeschrieben.
Alle Partner eint der
Anspruch, Urlaub und
Ausflug rund um den Nationalpark
zum Erlebnis
zu machen sowie die Idee
„Natur Natur sein lassen“
weiterzutragen. „Wir als
Übernachtungsbetriebe,
Gastronomen und Co. profitieren
vor allem von den
stetigen Infos aus erster
Hand, die wir gern an unsere
Gäste weitergeben“, so
Alois Grobauer, Vorsitzender
des Nationalpark-Partner-Vereins.
„Wir haben
uns zusammengeschlossen,
um unseren Gästen einen
einmaligen Urlaub im
Nationalpark Bayerischer
Wald bieten zu können.“
Betriebe aus den Sparten
Beherbergung und Gastronomie,
Bus und Bahn sowie
Naturerlebnis und Reisen
Klanggewordener Blick von Alpentouristen
und Auswanderern
Bayern-inspirierte Chormusik mit dem Heinrich-Schütz-Ensemble
1
können neu aufgenommen
werden, wenn sie in den
Nationalpark-Landkreisen
Freyung-Grafenau und Regen
beheimatet sind. Alle
Bewerber müssen die anspruchsvollen
Kriterien
erfüllen und später regelmäßig
an Fortbildungen
teilnehmen, damit die hohe
Qualität des Netzwerks touristischer
Leistungsträger
erhalten bleibt.
Interessierte Betriebe können
sich bis Ende Februar
bei Katrin Wachter unter
katrin.wachter@npv-bw.
bayern.de oder per Telefon
unter 08552/9600-168
melden und weitere Infos
zum Bewerbungsprozess
einholen. Auch unter
www.nationalpark-bayerischer-wald.de/partner
sind weiterführende Angaben
zu finden.
1
Passau/Zell an der Pram.
Manchmal begegnet man
der Heimat ganz neu, wenn
man sie durch die Brille der
hier nicht oder nicht mehr
Beheimateten betrachtet.
Das Vornbacher Heinrich-Schütz-Ensemble
lädt
daher zu einem Konzertprogramm
mit musikalischen
Betrachtungen über Bayern
ein. Die Alpenlandschaft
rund um Bad Wiessee, dem
Werdenfelser Land und den
Wetterstein bei Garmisch
müssen den englischen
Komponisten Edward Elgar
und seine Frau Alice
sehr beeindruckt haben,
als beide 1894 in der Gegend
einen Urlaub verbrachten.
Alice Elgar sammelte Texte
von Volksliedern und übersetzte
diese ins Englische.
Es gibt Almszenen, Liebes-
und Wiegenlieder und
etwas Wildschützenromantik,
und alles von Beginn an
zur Vertonung in einem an
Volkstänze gemahnenden
Duktus gedacht. Was ihr
Mann mit dem 1895 uraufgeführten
Chorliederzyklus
„Scenes from the Bavarian
Highlands“ übernahm. Es
war die Zeit, als in Großbritannien
die „Partsongs“
– nennen wir sie einmal
eine Art für Laienchöre
geschriebene „säkulare
Motetten“ – musikalische
Mode war.
Obschon die Vokalwerke
Edward Elgars in Deutschland
wenig bekannt sind,
auf der Insel war und ist er
ein Starkomponist dieses
Genres. Doch bildet bei seinen
„Bayerischen Gebirgsszenen“
eben gerade kein
Klassiker der englischen
Lyrik die Textgrundlage,
Das Heinrich-Schütz-Ensemble Vornbach.
sondern ein Reisetagebuch.
Diese Komposition ist also
eine Art klingender Beobachterblick
zweier Alpentouristen
auf Menschen
und Traditionen Bayerns.
Das Heinrich-Schütz-Ensemble
bringt das Werk in
der Fassung mit Klavierbegleitung
zur Aufführung,
ergänzt und kontrastiert
mit Peter Wittrichs „5 Liedern
nach Heinrich Heine“
Foto: Drexler
und zwei Uraufführungen
von Textvertonungen der
aus Schiefweg im Bayerischen
Wald stammenden
Schriftstellerin Emerenz
Meier (1874-1928). Matthias
Deger aus Passau hat „Mein
Wald, mein Leben“ und
„Verlassen“ und damit die
sehnsuchtsvolle Perspektive
der bayerischen Auswanderin
auf die Heimat
in Noten gesetzt.
Das Heinrich-Schütz-Ensemble
unter Leitung von
Markus Bauer führt diese
„musikalischen Betrachtungen
bajuwarischen Daseins“
gemeinsam mit dem
Ensemble zeidlang und der
Pianistin Anna Gebhardt
zweimal auf: am Samstag,
01. Februar um 19.30
Uhr im Schloss Zell an der
Pram und am Sonntag, 02.
Februar um 17 Uhr im Großen
Rathaussaal in Passau.
Karten kosten 25,- Euro
sowie für Schüler, Studierende
und Inhaber eines
Behindertenausweises
15,- Euro. Abendkasse und
Einlass öffnen jeweils eine
Stunde vor Konzertbeginn.
Weitere Programm- und
Vorverkaufsinformationen
sind unter www.heinrich-schuetz-ensemble.de
zu finden.
st
5
Anzeige FREYUNG 2
Weigerstorfer hilft
Freyunger Haustechnik-Unternehmen übergibt den dringend benötigten Kühlschrank
Die Freude über den neuen Kühlschrank ist groß: (v.l.) Doris Witthöft, Bürgermeister Gerhard Poschinger, Florian Witthöft, Michael Weigerstorfer, Sonja
Schönbrunner und Monika Lang von Euronics XXL Lindbüchl.
Foto: MuW/m.wagner
In unserer Weihnachtsausgabe
berichteten wir
über Doris Witthöft, 46
Jahre alt, alleinerziehende
Mutter aus Eisenbernreut.
Sie hat in den
letzten Jahren schwere
Zeiten durchlebt. Nach
zwei Schlaganfällen ist
sie sprachbehindert und
arbeitsunfähig – ein Einschnitt,
der das Leben ihrer
Familie grundlegend
verändert hat. Neben der
körperlichen und seelischen
Belastung kamen
finanzielle Sorgen hinzu,
die den Alltag erschweren.
Zum Glück hat Doris in ihrer
Schwester Sonja eine
verlässliche Stütze. Sonja
hilft, wo sie kann und
kümmert sich liebevoll um
Doris’ Kinder Florian (14)
und Jessica (16). Doch die
Herausforderungen bleiben
groß und jede unvorhergesehene
Belastung wird zur
Bewährungsprobe.
So war es auch, als der
Kühlschrank der Familie
defekt wurde – ein neues
Gerät war mit den begrenzten
Mitteln der Familie
unerschwinglich. Doch
dank der Weihnachtsaktion
„Weigerstorfer hilft“
des Haustechnik-Unternehmens
Weigerstorfer
aus Freyung gab es einen
Lichtblick: Kürzlich
konnte der Familie ein
neuer Kühlschrank übergeben
werden. Die Aktion
wurde auf Vorschlag von
Bürgermeister Gerhard
Poschinger und der engagierten
Sozialhelferin
Luise Draxinger ins Leben
gerufen. Geschäftsführer
Ernst Weigerstorfer war
sofort bereit zu helfen:
„Wir wollen, dass die Familie
ihren Alltag etwas
leichter bewältigen kann.“
Die Freude bei Doris, Sonja
und den Kindern ist
groß. „Es sind oft die kleinen
Dinge, die einen großen
Unterschied machen“,
sagt Doris dankbar. Das
neue Gerät bringt nicht
nur praktische Erleichterung
im Alltag, sondern
auch ein Stück Hoffnung
und Zuversicht für die
Zukunft. Die Aktion zeigt:
Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft
können auch
in schwierigen Zeiten
Wunder bewirken.
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6 NEUJAHRSEMPFANG PASSAU 1
Gemeinsam stark
Optimismus und Tatkraft beim gemeinsamen Neujahrsempfang von Stadt und Landkreis Passau
Viel Glück im neuen Jahr wünschten traditionell die Kaminkehrer, bevor OB Jürgen Dupper (Foto oben r.) und Landrat Raimund Kneidinger (Foto unten l.)
ihre Ansprachen hielten.
Fotos: MuW/m.wagner
Vilshofen. Der Neujahrsempfang
von Stadt und
Landkreis Passau brachte
vergangenen Freitagabend
über 500 Gäste aus Wirtschaft,
Politik, Kirche und
Kunst ins Atrium des Vilshofener
Gymnasiums. In
festlicher Atmosphäre,
die durch Rosé-Beleuchtung
und Classic Rock geprägt
war, boten Landrat
Raimund Kneidinger und
Oberbürgermeister Jürgen
Dupper nicht nur einen
Rückblick, sondern vor allem
einen motivierenden
Blick nach vorne.
Kneidinger: „Jede Krise
birgt eine Chance“
Landrat Kneidinger hob
in seiner Rede hervor, wie
wichtig es sei, die Macher
und Kreativen zu unterstützen.
Statt sich in Kritik zu
verlieren, brauche es eine
„Wir machen das“-Haltung.
Er betonte, dass Stadt und
Landkreis in der Vergangenheit
durch eine Kultur
des Anpackens überzeugt
hätten – sei es beim Hochwasserschutz,
der auch
2024 größere Schäden
verhindern konnte oder
durch die tatkräftige Unterstützung
von Feuerwehren,
Rettungskräften und Nachbarn.
Auch die kulturelle Vielfalt
in der Region sei ein Verdienst
von Menschen, die
mit wenigen Mitteln Großes
erreichten. Kneidinger
lobte das Engagement
junger Menschen, wie die
Schüler des Pockinger
Gymnasiums, die sich intensiv
mit der Geschichte
von Kriegsgräbern auseinandergesetzt
hatten. „Aus
dieser Haltung entsteht
ein positives Gesamtbild,
das uns den Herausforderungen
der heutigen Zeit
mit Optimismus begegnen
lässt“, so der Landrat.
Er warnte jedoch davor, in
schwierigen Zeiten von Zukunftsängsten
gelähmt zu
werden und forderte klare
Prioritäten in der Politik:
„Die finanziellen Spielräume
werden kleiner. Umso
mehr braucht es Macher
und Kreative, die sich engagieren
– und diese müssen
wir unterstützen.“
Dupper: „Vertrauen in
die Politik stärken“
Oberbürgermeister Dupper
teilte Kneidingers Optimismus,
mahnte jedoch
an, dass jeder Einzelne
Verantwortung übernehmen
müsse – nicht nur die
Politik. Trotz Krisen wie
der Pandemie, dem Krieg
in Europa und der Energieproblematik
seien die
Grundlagen Deutschlands
nach wie vor stabil.
Er kritisierte die „Ausreden-Kultur“,
bei der Probleme
eher beschrieben als
gelöst werden, und forderte,
dass Politik und Bürger
wieder enger zusammenfinden.
„Unsere Demokratie
ist nur so stark wie das
Vertrauen, das wir in sie
setzen“, betonte Dupper.
Auch für die Stadt Passau
zeigte sich der Oberbürgermeister
zuversichtlich:
„2024 war für uns zufriedenstellend
und für die
kommenden Jahre ist uns
nicht bange.“ Als Symbol
für den Optimismus zitierte
er Rainer Maria Rilke: „Wir
haben keinen Grund, gegen
unsere Welt Misstrauen zu
haben, denn sie ist nicht
gegen uns.“
Der Neujahrsempfang unterstrich
damit nicht nur
die Herausforderungen
der Zeit, sondern auch die
Kraft, die in Gemeinschaft
und Entschlossenheit liegt
– ein Signal für Optimismus
und Aufbruch.
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Fit und mobil
durch den Winter
In der kalten Jahreszeit
aktiv zu bleiben, ist für
die Gesundheit von großer
Bedeutung. Gerade
im Winter, wenn Kälte
und Feuchtigkeit oft zu
Verspannungen, steifen
Gelenken und allgemeinem
Unwohlsein führen,
sollten Sie regelmäßige
Bewegung nicht vernachlässigen.
Um unbeschwert
draußen unterwegs
zu sein, stehen
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bereit, die Beschwerden
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vorzubeugen und für
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1. Halten Sie Ihre Füße trocken und sauber
2. Gönnen Sie Ihren Füßen regelmäßige Pflege- und Massagepausen
3. Betreiben Sie regelmäßig Fußgymnastik
4. Achten und reagieren Sie auf Schwielen
5. Achten Sie auf die korrekte Pflege Ihrer Fußnägel
6. Achten Sie auf mögliche Kältegefühle oder Gefühlsstörungen
7. Wählen Sie die richtige Schuhgröße mit Bewegungsfreiheit für die Zehen
8. Vermeiden Sie Verletzungen von Sohlen und Haut
Passau – Josef-Großwald-Weg 1 – Tel.: 0851 988280
Pocking – Berger Straße 5 – Tel.: 08531 8466
Vilshofen – Aidenbacher Straße 36 – Tel.: 08541 7204
Osterhofen – Stadtplatz 36 – Tel.: 09932 400184
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812
TITELSTORY
Technologie Campus HuT
PIONIERARBEIT IN DER TUMORFRÜHERKENNUNG
PROJEKT: SWEFTD
ENTWICKLUNG EINES INTERDISZIPLINÄREN
ANSATZES ZUR TUMORFRÜHERKENNUNG.
Der Technologie Campus (TC) Hutthurm der Technischen Hochschule
Deggendorf (THD) ist ein bedeutender Forschungsdienstleister in der
Region und spezialisiert auf innovative Lösungen in der Kunststofftechnik.
Als Partner der Industrie bietet der Campus Unternehmen
unkomplizierte und schnelle Unterstützung bei der Entwicklung neuer
Technologien und Prozesse. Besonders attraktiv ist die Möglichkeit, Forschungs-
und Entwicklungsprojekte mit bis zu 60 % fördern zu lassen,
was insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen anspricht.
Mit einem breit gefächerten
Angebot deckt der
TC Hutthurm zahlreiche
Forschungsfelder ab. Im
Bereich Strukturleichtbau
werden Bauteile optimiert,
um leichtere und gleichzeitig
robustere Produkte mit
hoher Lebensdauer zu entwickeln.
Moderne Technologien
wie Struktur-Simulation,
Topologieoptimierung
und Composite-Fertigung
kommen dabei zum Einsatz.
Ein weiterer Schwerpunkt
liegt auf der Ressourceneffizienz,
bei der Kunststoffabfälle
effizient
aufbereitet und in hochwertige,
technologisch
anspruchsvolle Produkte
zurückgeführt werden.
Die Forschung beschäftigt
sich außerdem intensiv
mit Biopolymeren und der
Bewertung von Lebenszyklen.
Im Bereich Prozessentwicklung
werden
industrielle Herstellungsprozesse
weiterentwickelt,
um qualitativ hochwertigere
und wirtschaftlichere
Güter zu erzeugen. Hier
kommen unter anderem
Prozess-Simulationen,
Materialfluss-Simulationen
und KI-gestütztes
Prozess-Monitoring zum
Einsatz. Ergänzt wird das
Portfolio durch die Materialforschung,
die sich mit
der Analyse von Werkstoffen
unter verschiedenen
Bedingungen befasst, um
das optimale Material für
spezifische Anforderungen
zu identifizieren. Materialcharakterisierung,
Materialmodellierung und
umfangreiche Datenerfassungen
sind dabei zentrale
Elemente.
Der TC Hutthurm versteht
sich als Brücke zwischen
Wissenschaft und Wirtschaft.
In enger Zusammenarbeit
mit Unternehmen
bringt er angewandte
Forschung direkt in die
Praxis – von der Idee bis zur
industriellen Anwendung.
Unternehmen, die mit
dem Campus zusammenarbeiten,
profitieren nicht
nur von attraktiven Fördermöglichkeiten,
sondern
auch von praxisrelevanten
und wissenschaftlich fundierten
Forschungsarbeiten
sowie einer effizienten
Umsetzung von Prototypen
bis hin zur Marktreife.
Ein aktuelles Vorzeigeprojekt,
das die Aufmerksamkeit
auf den TC Hutthurm
lenkt, ist das vom Bundesministerium
für Bildung
und Forschung (BMBF) geförderte
SWEFTD-Projekt.
Mit einer Fördersumme
von 50.000 Euro hat sich
der Campus ein ehrgeiziges
Ziel gesetzt: die Entwicklung
eines neuartigen
Ansatzes zur Tumorfrüherkennung.
SWEFTD: Interdisziplinäre
Forschung zur
Tumorfrüherkennung
Das Forschungsprojekt
„SWEFTD“ – kurz für
„Entwicklung eines interdisziplinären
Ansatzes
zur Tumorfrüherkennung:
Scherwellenelastographie
und Modellierung des
menschlichen Tumorgewebes
aus Ingenieurssicht“
– verbindet auf einzigartige
Weise die Welten der
Ingenieurwissenschaften
und der Medizin. Unter
der Leitung von Nachwuchsprofessor
Sebastian
Kölbl und in enger Zusammenarbeit
mit Prof. Dr.
Thiha Aung sowie Prof.
Dr. Silke Härteis wird an
einer Methode gearbeitet,
die das Potenzial hat, die
Tumorerkennung zu revolutionieren.
Im Zentrum des Projekts
steht die Scherwellenelastographie,
ein innovatives
Ultraschallverfahren,
das die Elastizität von
Gewebe misst und damit
Hinweise auf mögliche
Tumoren liefert. Um das
Tumorgewebe besser zu
verstehen und zu modellieren,
setzt das Team außerdem
auf die Finite-Elemente-Simulation,
ein
Anzeige TITELSTORY 13 9
tthurm:
echnologie Campus Hutthurm
Hier geht‘s zur Podcast
Folge des Campustalks
der THD zum Thema
„SWEFTD Projekt“.
Projektmitarbeiter Navab
Karimian, M.Sc. vor einer
Simulation.
www.th-deg.de/tc-hutthurm
Nachwuchsprofessor und wissenschaftlicher Leiter des TC
Hutthurm Sebastian Kölbl freut sich, in dem Projekt SWEFTD
medizinische Problemstellungen aus ingenieurstechnischer
Sicht zu analysieren.
Fotos: THD
mathematisches Verfahren
zur Nachbildung von
Materialeigenschaften und
-verhalten. Diese interdisziplinäre
Herangehensweise
ermöglicht es, Tumorgewebe
mathematisch zu
beschreiben und wichtige
Daten für die Verbesserung
der Diagnostik zu generieren.
„Die Zusammenarbeit
von Medizin und Ingenieurwissenschaften
eröffnet
völlig neue Perspektiven“,
erklärt Prof. Kölbl.
„Wir bringen Denkweisen
und Methoden zusammen,
die bisher kaum miteinander
verknüpft wurden. Das
macht unser Projekt so
spannend und einzigartig.“
Förderung des
wissenschaftlichen
Nachwuchses
Das SWEFTD-Projekt wird
im Rahmen der BMBF-Ausschreibung
„Nationale
Dekade gegen Krebs“ unterstützt,
einer Initiative,
die innovative Ansätze im
Kampf gegen Krebs fördert.
Speziell der wissenschaftliche
Nachwuchs wird hier
angesprochen, um frische
Ideen und neue Ansätze in
die Forschung einzubringen.
Prof. Kölbl sieht die
Förderung als wichtigen
Meilenstein: „Diese Unterstützung
ermöglicht es
uns, die Grundlagen für
zukünftige Projekte zu legen
und unsere Vision einer
engeren Verzahnung
von Technik und Medizin
voranzutreiben.“ Für die
kommenden sechs Monate
plant das Team intensive
Forschungsarbeiten, die
nicht nur wissenschaftliche
Erkenntnisse liefern
sollen, sondern auch eine
Basis für weitere Förderungen
und Kooperationen
bilden könnten.
Zukunftsweisend für
Forschung und
Gesellschaft
Mit Projekten wie SWEFTD
zeigt der Technologie
Campus Hutthurm, wie
wichtig interdisziplinäre
Forschung für die Bewältigung
gesellschaftlicher
Herausforderungen ist.
Die Verbindung von Ingenieurwissenschaften
und
Medizin könnte in Zukunft
dazu beitragen, Krebs früher
und zuverlässiger zu
erkennen – ein entscheidender
Schritt im Kampf
gegen eine der häufigsten
Todesursachen weltweit.
Der TC Hutthurm beweist
damit nicht nur Innovationskraft,
sondern
auch, wie Wissenschaft
und Technik zusammenarbeiten
können, um die
Lebensqualität nachhaltig
zu verbessern. Mit
Spannung wird erwartet,
welche Fortschritte das
SWEFTD-Projekt in den
nächsten Monaten erzielen
wird – und welche Türen
sich für den Technologie
Campus Hutthurm in der
Welt der Forschung noch
öffnen könnten.
10 PASSAU / MÜNCHEN 1
Passau. Kürzlich wurde die
100. Nationalität in Passau
eingebürgert. Im Kleinen
Rathaussaal der Stadt
Passau übergab Oberbürgermeister
Jürgen Dupper
die Urkunde an Rebecca
Anderson, eine gebürtige
Australierin. Dies war die
erste Einbürgerung einer
Person aus DownUnder in
der Dreiflüssestadt.
Oberbürgermeister Jürgen
Dupper: „Ich freue mich,
die deutsche Staatsbürgerschaft
an Menschen verleihen
zu dürfen, die bei uns
gut integriert sind und hier
ihren neuen Lebensmittelpunkt
gefunden haben.
Zugleich möchte ich alle
Neubürger ermutigen, als
Staatsbürgerin und Staatsbürger
unser Gemeinwesen
weiter mitzugestalten.
Unsere Stadt lebt von dem
Engagement seiner Bürger
100. Nationalität eingebürgert
Oberbürgermeister Jürgen Dupper verleiht Staatsbürgerschaft an Australierin Rebecca Anderson
München/Niederbayern.
Die Ausschreibung für den
Bayerischen Integrationspreis
2025 ist gestartet. Der
Bayerische Landtag, das Bayerische
Staatsministerium
des Innern, für Sport und
Integration und der Integrationsbeauftragte
der Bayerischen
Staatsregierung loben
auch 2025 gemeinsam den
Bayerischen Integrationspreis
aus. In diesem Jahr
steht er unter dem Motto:
„Kunst macht sichtbar – Integration
durch Teilhabe am
kulturellen Leben“.
Bis zum 12. Februar 2025
können sich Vereine, Institutionen
und Einzelpersonen
beteiligen, die sich in
besonderer Weise um die gemeinsame
kulturelle Teilhabe
von einheimischen und
zugewanderten Menschen
verdient gemacht haben
und integrative Strahlkraft
– egal welcher Nationalität
und Herkunft.“
Die eingebürgerte Rebecca
Anderson wurde 1975 in
Australien geboren und lebte
danach eine Zeit lang im
österreichischen Wien mit
ihrer Familie. Durch ihren
Ehemann aus dem Rottal
kam sie schließlich nach
Passau und ist hier seit 2012
ansässig. Anderson ist Physiotherapeutin
und betreibt
eine eigene Praxis.
Mit der Übergabe der Einbürgerungsurkunden
wird
die deutsche Staatsangehörigkeit
verliehen. Sie bildet
den Abschluss eines meist
diffizilen Einbürgerungsverfahrens.
Der Erwerb
der deutschen Staatsbürgerschaft
richtet sich nach
dem Staatsangehörigkeitsgesetz.
Darin ist geregelt,
welche Bedingungen für
Oberbürgermeister Jürgen Dupper zusammen mit Rebecca
Anderson beim Einbürgerungstermin im Kleinen Rathaussaal.
Foto: Stadt Passau
den Erhalt der deutschen
Staatsangehörigkeit zu erfüllen
sind. Dazu zählt unter
anderem, dass der Bewerber
über ausreichende
Kenntnisse der deutschen
Sprache, der Rechts- und
Gesellschaftsordnung in
Deutschland verfügt und in
die deutschen Lebensverhältnisse
eingeordnet ist.
Aufgrund der Modernisierung
des Staatsangehörigkeitenrechts
wurde für gut
integrierte Menschen die
Einbürgerung erleichtert
Start der Ausschreibung für den
Bayerischen Integrationspreis 2025
Motto: „Kunst macht sichtbar – Integration durch Teilhabe am kulturellen Leben“
ausüben. Dies teilen die
CSU-Landtagabgeordneten
Josef Heisl und Stefan
Meyer in einer gemeinsamen
Pressemitteilung mit.
„Kunst und Kultur“ umfasst
eine Vielzahl von Bereichen,
die sich kreativen
Ausdrucksformen und
kulturellen Praktiken widmen.
„Ob Malerei, Musik,
Tanz, Theater und Film,
oder natürlich auch gelebte
Brauchtumspflege – sämtliche
Formen können zu
einer gelungenen Integration
beitragen“, ist MdL Josef
Heisl überzeugt. Künstlerische
Beschäftigung und
kulturelle Veranstaltungen
bieten eine Plattform für
den Austausch von Ideen,
Traditionen und Erfahrungen
und bringen Menschen
unterschiedlicher Herkunft
zusammen. „Kunst ist ein
bewährtes Mittel, um Identitäten
Ausdruck zu verlei-
MdL Stefan Meyer (l.) und MdL Josef Heisl.
Foto: privat
hen, aber auch für Reflektion.
Sie kann dazu beitragen,
gegenseitige Vorurteile abzubauen
und sich für neue
Sichtweisen zu öffnen“, so
auch MdL Stefan Meyer.
Kunst- und Kulturprojekte
würden zudem gute
Gelegenheiten bieten, die
deutsche Sprache zu erlernen
und anzuwenden. Die
beiden CSU-Landtagsabgeordneten
bewerben auch
deswegen gemeinsam die
Auslobung des Bayerischen
Integrationspreises 2025.
Die Ausschreibung richtet
sich vor allem an Ehrenamtliche,
zivilgesellschaftlich
engagierte Vereine, Institutionen
oder Initiativen,
die in innovativer Weise die
regelmäßige und dauerhafte
und zugleich die Anforderung
an das Bekenntnis zur
freiheitlich demokratischen
Grundordnung strenger.
Die Betreffenden erwerben
mit der Einbürgerung eine
Vielzahl von Rechten und
Pflichten, die im Grundgesetz
der Bundesrepublik
Deutschland und in der
Verfassung des Freistaates
Bayern verankert sind.
Insgesamt wurden in der
Stadt Passau im Jahr 2024
379 Menschen eingebürgert.
Beim vergangenen Einbürgerungstermin
im Dezember
wurde neben Frau Anderson
auch afghanischen,
bulgarischen, kasachischen,
kosovarischen, moldauischen,
rumänischen, russischen,
syrischen, thailändischen,
türkischen und
ukrainischen Personen
die deutsche Staatsbürgerschaft
1
verliehen.
kulturelle Teilhabe von zugewanderten
und geflüchteten
Menschen fördern und
hierdurch das Ankommen in
unserem gesellschaftlichen
Alltag erleichtern.
Der Bayerische Integrationspreis
2025 ist mit insgesamt
9000 Euro dotiert. Das
Preisgeld wird in der Regel
in Teilsummen auf mehrere
Preisträger aufgeteilt. Es ist
zweckgebunden für Projekte
und Initiativen im Bereich
der Integration von Migrantinnen
und Migranten einzusetzen.
Die Entscheidung
über die Preisträger trifft
eine unabhängige Jury,
die sich aus Mitgliedern
des Bayerischen Integrationsrates
zusammensetzt.
Bewerbungsformulare und
weitere Informationen unter:
https://integrationsbeauftragter.bayern.de/integrationspreis-2025/
2
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CARITAS
Neuer Bischöflich Beauftragter
für die Caritas gestartet
Stefan Seiderer übernimmt zum 1. Januar das Amt -
Langjährige Führungskraft bei der Caritas Passau
11
Passau (can). Stefan Seiderer (58) wird neuer
Bischöflich Beauftragter der Caritas. Diözesanbischof
Dr. Stefan Oster (SDB) hat den langjährigen
Caritas-Mitarbeiter mit Wirkung vom 1. Januar
2025 zum Caritasvorstand ernannt. Bischof Oster
ist dankbar, für die Nachfolge von Konrad Niederländer
einen Mann „aus dem eigenen Stall“ gefunden
zu haben. „Stefan Seiderer ist uns seit langem
gut bekannt. Als derjenige, der unser Trägermodell
für die Kindertagesstätten im Bistum mit dem
DICV neu aufgebaut und verantwortlich geleitet
hat, kennt er auch die Diözese in der Fläche sehr
gut. Er ist damit bereits sowohl in der Caritas, wie
in die Kommunalpolitik hinein vernetzt und ist
daher bestens geeignet, als Bischöflich Beauftragter
nun auch in die neue, noch größere Leitungsverantwortung
zu kommen.“
Stefan Seiderer, geboren
1966, hat 1983 seine Ausbildung
im Diözesan-Caritasverband
gemacht und war
nach seiner Bundeswehrzeit
ab 1989 in der Personalabteilung
mitverantwortlich.
2006 übernahm
er die Fachbereichsleitung
Personalabrechnung. 2017
wurde er Leiter der Abteilung
Kindertagesstätten,
der inzwischen 103 Caritas-Kitas
mit insgesamt
über 1.722 Mitarbeiter:innen
angehören.
Drei Fragen an Stefan Seiderer,
den neuen Bischöflich
Beauftragten der Caritas:
Was bedeutet es Ihnen,
als Bischöflich Beauftragter
für die Caritas
im Bistum Passau verantwortlich
zu sein?
Ich bin sehr dankbar, diese
bedeutende Aufgabe
übernehmen zu dürfen,
und danke Bischof Dr.
Stefan Oster für das große
Vertrauen, das er mir mit
dieser Ernennung entgegenbringt.
Die Übernahme
dieses Amtes erfüllt mich
mit Freude, aber auch mit
tiefem Respekt. Der Dienst
an den Menschen, die sich
an die Caritas wenden, ist
eine Aufgabe, die nur gemeinsam
mit den über
4000 Beschäftigten unseres
Diözesan-Caritasverbandes
sowie den vielen
haupt- und ehrenamtlichen
Mitarbeitenden auf
den Ebenen der Kreis- und
Orts-Caritasverbände geleistet
werden und gelingen
kann.
Welche Aufgaben fallen
der Caritas innerhalb
der Kirche von Passau
zu?
Die Caritas als diakonische
Säule der Kirche
trägt die Verantwortung
für den Grunddienst der
Kirche. Papst Franziskus
sendet uns an die Ränder
der Gesellschaft, um
dort Jesus Christus zu
Der neue Caritasvorstand: Stefan Seiderer als Bischöflich Beauftragter und
Andrea Anderlik als Caritasdirektorin.
Foto: can
verkünden. Die Caritas ist
den Menschen nahe und
verkündet IHN durch ihr
Handeln. Das verleiht der
Kirche Glaubwürdigkeit.
Als Bischöflich Beauftragter
sehe ich es als meine
Aufgabe, die Brücke zwischen
Kirche und Caritas
zu schlagen, da sich Caritas
und pastoraler Dienst auf
wertvolle Weise ergänzen.
Was macht das Wirken
der Caritas heute in
Kirche und Gesellschaft
aus?
Als katholischer Wohlfahrtsverband
verkörpert
die Caritas die konkrete
Umsetzung des christlichen
Auftrags. In einer
zunehmend säkularen
Gesellschaft ist sie ein
sichtbares Zeichen für das
soziale Engagement der
Kirche. Die Caritas reagiert
auf aktuelle Herausforderungen
wie Armut, Migration,
den Klimawandel und
die alternde Gesellschaft.
Sie steht den Menschen
mit Rat und Tat zur Seite
und versteht sich als sozialpolitische
Stimme für
alle jene, die so oft keine
Stimme haben. Durch ihr
Wirken prägt die Caritas
sowohl die Kirche als auch
die Gesellschaft, indem sie
christliche Nächstenliebe
in konkrete Taten umsetzt
und gesellschaftlich
relevante Themen aktiv
mitgestaltet.
Die Fragen stellte
Wolfgang Duschl
Caritasverband
für die Diözese Passau e. V.
Steinweg 8
94032 Passau
www.caritas-passau.de
12 SPIEGELAU
1
Einer der auszog den Wald zu gestalten
Förster-Chef im Nationalpark: Franz Baierl geht in den Ruhestand – Vom Intermezzo zum Traumjob
Spiegelau. Eigentlich
hätte es diese Szene gar
nicht geben sollen. Franz
Baierl, studierter Förster,
geht in den letzten
Tagen seines Arbeitslebens
über den Seelensteig
unterhalb des
Großen Rachels. Links
und rechts vom Bohlenweg
stehen mächtige
Totholzstämme, liegen
Bäume mikadoartig am
Waldboden, sprießen
hunderte Triebe gen
Winterhimmel. Wildnis
pur. Richtig ausgesucht
hat sich der 63-Jährige,
der im Nationalpark das
Sachgebiet Wald- und
Flächenmanagement leitet,
dieses Arbeitsumfeld
anfangs nicht. Eigentlich
wollte er ab 1995 die Wälder
des Forstamts Zwiesel
aktiv gestalten. Doch
dann kam alles anders als
erwartet.
Vom Forstamt
zum Sachgebiet
Seit 1988 steht Baierl nun
schon im Staatsdienst.
Nach Stationen in Deggendorf,
München, Garmisch-Partenkirchen
und Griesbach im Rottal
kam er Mitte der 1990er
Jahre in den Bayerischen
Wald – als stellvertretender
Leiter des Forstamts
Zwiesel. „Ich war erst rund
ein Jahr da, als die ersten
Diskussionen um eine Erweiterung
des Nationalparks
aufkamen.“ Wieder
ein Jahr später war es um
das Forstamt Zwiesel geschehen.
Die Gebiete um
den Großen Falkenstein
nebst rund 50 Mitarbeitenden
wechselten zum
Nationalpark. „Natürlich
wurden wir gefragt, ob
wir mitgehen wollen“,
blickt Baierl zurück. Er
wollte und wurde Sachgebietsleiter.
„Doch eigentlich
wäre der Plan schon
gewesen, nach vier, fünf
Jahren wieder in ein Forstamt
zu wechseln.“ Dieser
Plan hatte jedoch nicht
lange Bestand. „Mit der
Zeit habe ich zunehmend
Gefallen an dem Job im Nationalpark
gefunden“, so
Baierl rückblickend über
seine Anfangsjahre beim
Schutzgebiet.
„Die Aufgaben sind deutlich
vielfältiger als sie es
damals im Forstamt waren.“
Forschung, Naturschutz,
Umweltbildung,
Öffentlichkeitsarbeit – all
das und noch mehr habe
er ebenfalls auf der Agenda
gehabt. „Generell hatte
ich auch sehr viel mit Menschen
zu tun – und das hat
mir immer Spaß gemacht.“
Rückblickend spricht er
nur lobend von Kollegen
und Partnern: „Die Zusammenarbeit
war immer
sehr angenehm.“
Der Borkenkäfer – ein
herausfordernder
Wegbegleiter
Herausfordernder war
da ein kleiner Waldbewohner,
der Borkenkäfer.
„Der hat meine Tätigkeit
natürlich geprägt“, sagt
Baierl. Denn auch wenn
im Nationalpark auf 75
Prozent der Fläche „Natur
Natur sein lassen“ gilt,
wird der Borkenkäfer in
den Managementzonen,
in Nachbarschaft zu Privatwäldern,
bekämpft, um
die Angrenzer zu schützen.
„Dabei haben wir in
den knapp 30 Jahren, die
ich nun hier arbeite, alle
Methoden genutzt, die es
gibt.“ Aufarbeitung mit
Waldarbeitern, Komplettentrindung,
Harvester,
Debarking Harvester, Helikopter,
Rückepferde und
Co., der Werkzeugkasten
sei reichlich gefüllt gewesen.
Der größte Technik-Schritt
sei dabei der
Debarking Harvester gewesen,
also ein Holz-Vollernter,
der nicht nur
Bäume fällt, sondern im
Nachgang auch die komplette
Rinde entfernt. „Somit
hat der Borkenkäfer
keine Chance mehr sich
weiterzuentwickeln“, weiß
Baierl. Auch die Technik
des streifenförmigen
Entrindens wurde im Nationalpark
erfunden und
kommt mittlerweile nicht
nur im Bayerischen Wald
zum Einsatz. Baierls Fazit
dazu: „Es funktioniert gut,
ist schneller als die manuelle
Komplettentrindung,
sieht gut aus und bringt
zudem auch etwas für die
Artenvielfalt.“
Gerade letzter Punkt sei
im Nationalpark freilich
besonders wichtig. Nicht
umsonst wurde 2024
schon fast die Hälfte des
in den Managementzonen
angefallenen Borkenkäferholzes
so behandelt.
Wobei es auch für Baierl
anfangs nicht selbstverständlich
war, Holz im
Wald einfach liegen zu
lassen. „Für einen Förster
ist das von der Ureinstellung
her natürlich erstmal
ungewöhnlich“, so
der 63-Jährige. „Doch der
Natur tut es unglaublich
gut.“ Nicht umsonst ziehe
das Belassen von Totholz
auch immer mehr in
Wirtschaftswälder ein,
zum Beispiel bei wertvollen
Biotopbäumen.
Faszinierende Wildnis
Und auch Besucher würde
die Wildnis faszinieren.
„Wenn ich auf meine zig
Führungen zurückblicke
muss ich immer wieder
an eine Tour mit angehenden
Waldführern am
Ruckowitzberg denken,
das war kurz nach dem
Sturm Kyrill. Wir stapften
da durch eine der größten
Windwurfflächen in der
Region und waren einfach
nur begeistert. Es war ein
Erlebnis.“ Kurz darauf
gab’s dort dann sogar einen
Einer von Franz Baierls Lieblingsplätzen im Nationalpark:
Der Seelensteig unterhalb des Großen Rachels.
Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald
Windwurferlebnisweg für
Jedermann. Und die Kraft
der Natur habe selbst den
Waldexperten Baierl überrascht.
„Wenn ich mich erinnere,
wie wir Ende der
90er Jahren rund um den
Bereich der Glasarche am
Lusen junge Baumtriebe
im Gras gesucht haben…
Das kann man sich beim
heutigen Anblick gar
nicht mehr vorstellen.“
Dabei habe Baierl nie daran
gezweifelt, dass sich der
Wald nach Störungen wieder
von selbst erholt. „Das
es so schnell geht, hätte ich
aber nicht gedacht.“
Und so will Baierl die Entwicklung
auch im Ruhestand
weiter beobachten.
Er ziehe zwar bald ins Donautal,
wolle aber immer
wieder zum Wandern zurückkommen,
gerade die
Bereiche am Falkenstein
und Lackenberg „werden
die nächsten Jahre unglaublich
spannend sein“.
Ob er das Bleiben im Nationalpark
rückblickend
bereut? „Nein. Ich bin
sehr froh, hier geblieben
zu sein. Gerade diesen
Waldwandel miterleben
zu dürfen war einzigartig.“
Nachfolge im Sachgebiet
Nach dem Abschied von
Franz Baierl übernimmt
Jochen Linner, bisher
stellvertretender Leiter
des Sachgebiets Naturschutz
und Forschung,
die Leitung im Sachgebiet
Wald- und Flächenmanagement.
Sein Stellvertreter
wird Tobias Friedmann,
der bis dato die
Nationalparkdienststelle
Riedlhütte leitete.
AUS DER REGION
Vokalmusik aus der Neuen Welt
Das amerikanische Vokalensemble Lyyra beim Passauer Konzertwinter
131
Passau. Der Passauer Konzertwinter
Voc Vocal der Gesellschaft
der Musikfreunde
Passau e.V. präsentiert ein
Konzert von Lyyra, dem
ersten professionellen Frauenvokalensemble
der USA.
Das Sextett wurde von der
Stiftung des weltberühmten
englischen A-Cappella
Ensembles VOCES8 (bestritten
2023 das Passauer
Weihnachtskonzert bei
Voc Vocal) initiiert, veröffentlichte
auf dem stiftungseigenen
Label bereits
eine EP und gab vor
gerade einmal 11 Monaten
im texanischen Houston
sein Konzertdebüt. Lyyra
sind Mary Ruth Miller und
Anna Crumley (Sopran),
Elizabeth Tait und Ingrid
Johnson (Mezzosopran)
sowie Aryssa Leigh Burrs
und Cecille Elliott (Alt).
Die Sängerinnen bringen
unterschiedliche Prägungen
und Ausbildungen
in Klassik, Pop, Jazz und
traditioneller Musik ein.
Der Name des Ensembles
ist vom Sternbild der Lei-
Foto: John Glaser Photography
Das Ensemble Lyyra ist am Samstag, 18. Januar im Gotischen
Langhaus von Kloster Niedernburg zu Gast.
er abgeleitet, das weckt
natürlich Assoziationen
von der altgriechischen
Vorstellung der Sphärenharmonie,
also der Tonerzeugung
durch sich
bewegende Himmelskörper
oder an die Leier des
Orpheus, der Menschen,
Tiere und Götter mit seinem
Spiel betörte.
„In the beginning“ (dt.
„Am Anfang“) heißt das
Programm des Ensembles,
und obschon ein Schwerpunkt
auf Vokalmusik aus
der Neuen Welt, auf für die
A-Capella-Darbietung neu
eingerichteten Spirituals,
Liedern aus Pop und Jazz
und zeitgenössischer Chorliteratur
liegt, so schaut
auch diese Gruppe bei der
Bestimmung Ihres musikhistorisch
Einsatzpunktes
zurück in die Zeit der
Renaissance. Lyyra widmen
sich hier insbesondere
Leonora d’Este – die
eben nicht nur die zweite
Ehefrau des in A-Capella-Kreisen
natürlich einschlägig
bekannten Carlo
Gesualdo war, sondern
auch selbst komponierte.
Man darf sich am Samstag,
18. Januar um 19.30 Uhr im
Gotischen Langhaus von
Kloster Niedernburg auf
ein beeindruckend reiches
Spektrum an Klangfarben,
stimmlichen Prägungen
und einen brillanten Ensembleklang
freuen. Karten
sind ausschließlich unter
www.okticket.de sowie
an der Abendkasse erhältlich
und kosten 25,- Euro,
ermäßigt 20,- Euro sowie
für Schüler, Studierende
und Azubis 10,- Euro. Mehr
zu diesen und allen weiteren
Veranstaltungen des
Passauer Konzertwinters
2024/25 ist auch auf der
Website www.passauerkonzertwinter.de
zu finden.
1st
„Operette s(w)ingt“ beim Schönberger Neujahrskonzert
Das Salonorchester sINNfonietta präsentierte einen musikalischen Streifzug
Schönberg. Schönbergs
Bürgermeister Martin
Pichler konnte zum 19.
Neujahrskonzert der Gemeinde
zahlreiche Ehrengäste
begrüßen. Neben
Landrat Sebastian Gruber,
Bezirkstagspräsident Olaf
Heinrich, dem 2. Schönberger
Bürgermeister
Günter Klampfl und Altbürgermeister
Peter Siegert
waren auch zahlreiche
Landtags- und Bundestagsabgeordnete
anwesend.
Pichler gab einen positiven
Rückblick auf die
Entwicklung der Gemeinde
im vergangenen Jahr
2024. Als Schwerpunkt
nannte er einige Bauprojekte
beim Schreinerhof,
dem Landhaus zur Ohe
sowie bei der Firma Sesotec.
Die anschließende
Ansprache vom Kulturforumsvorsitzenden
Bernd
Bachhuber drehte sich
erwartungsgemäß um die
Musik. Er bezog sich auf
den 200. Geburtstag von
Johann Strauß Sohn, der
beim diesjährigen Konzert
mehrmals musikalisch
präsent war. Gekonnt
würzte Bachhuber seine
Rede mit musikalischen
Anekdoten.
Beim Salonorchester erläuterte
Moderator Marcus
Hölzl interessante
Einzelheiten und Details
zu den Komponisten. Der
im Programm erwähnte
Tenor Martin Kiener war
verhindert und wurde
durch seinen Kollegen
Gerd Jaburek vollwertig
ersetzt. Zusammen mit
dem Sopran Eva-Maria
Kumpfmüller zeigte er sein
musikalisches Können. Die
Bandbreite der dargebotenen
Stücke reichte von dem
bereits erwähnten Sohn
von Johann Strauß und
Franz Lehar bis zur Swing
Ära mit bekannten Namen
wie Robert Stolz, Emmerich
Kalman und anderen.
Sopran Eva-Maria Kumpfmüller und das Salonorchester sINNfonietta zeigten ihr Können vor
dem gefüllten Saal des KuK Schönberg.
Foto: MuW/r.demont
Die Jazzsuite von Schostakowitsch
zeigte den Einfluss
des Jazz in dieser Ära.
Die Zuschauer im vollbesetzten
Saal des KuK
honorierten die Leistungen
von Orchester und
Solisten mit viel Beifall.
Sie erklatschten sich zwei
Zugaben mit Assistenz von
Bernd Bachhuber, der nach
dem offiziellen Programm
zusammen mit Martin
Pichler wieder Kunstdrucke
des Schönberger
Künstlers Steppes Michel
verteilte. Dieser feiere
in Kürze seinen 102. Geburtstag
und sei noch voller
Schaffenskraft, meinte
Bachhuber. Auch der Bürgermeister
ließ sich nicht
lumpen und verteilte einige
hochprozentige Gaben aus
der lokalen Brennerei.
Vor den Zugaben gab es außerdem
ein kleines Ständchen
für eine Person, die an
diesem Tag ihren Geburtstag
feierte. Mit dem weltbekannten
Radetzky Marsch
als 2. Zugabe endete dann
dieses musikalische Highlight.
Der Abend fand bei
einer leiblichen Stärkung
und angeregten Gesprächen
einen gemütlichen
Ausklang.
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Fotografien von Simon
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informativen Texten des
Journalisten Christian
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Dörfer und Städte
des Regierungsbezirks
in einem neuem Licht.
In diesem Buch zu blättern
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Foto: Verlag Friedrich Pustet
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Schöne Landschaften, weite
Ausblicke und reizvolle
Routen: Mit dem Motorrad
kann man Freiheit erleben
und neue Ziele entdecken.
Foto: DJD/www.reisenunderleben.net/Cedric
Hildebrandt
Das Miteinander wird auf den geführten Motorradtouren großgeschrieben.
Foto: DJD/www.reisenunderleben.net/Cedric Hildebrandt
Roadtrip auf zwei Rädern
Wind im Gesicht und Freiheit im Herzen:
Geführte Motorradreisen durch Europa
Erfahrene Guides führen die
kleinen Gruppen sicher an
ihr nächstes Etappenziel.
Foto links: DJD/www.
reisenunderleben.net/Cedric
Hildebrandt
Der Inbegriff von
Natürlichkeit und Luxus
(DJD). Die Kombi überstreifen,
den Alltag weit
hinter sich lassen und die
Freiheit auf zwei Rädern
spüren: Bikerherzen schlagen
höher, wenn es endlich
wieder auf eine längere
Tour geht. Mit einer Spur
Abenteuerlust können die
Motorradfans neue Länder
und Regionen erkunden,
abwechslungsreiche Städte
erleben, Kultur und Kulinarik
genießen. Besonders
sicher und komfortabel ist
das Reisen auf zwei Rädern
bei geführten Touren.
Entspannt reisen in der
Gruppe
In der Gruppe reist es sich
einfach deutlich entspannter:
Die Gemeinschaft wird
großgeschrieben, man hilft
sich gegenseitig und sammelt
unterwegs unzählige
Erinnerungen, an die die
Biker gerne noch lange zurückdenken.
Die gesamte
Vorbereitung, von der Routenplanung
der einzelnen
Tagesetappen bis zu den
Übernachtungen, kann
man den Profis überlassen,
selbst das Gepäck reist
etwa bei den Touren von
Reisen & Erleben in einem
separaten Begleitfahrzeug
mit. Mit über 45 Jahren
Erfahrung im Tourismus
hält der Anbieter abwechslungsreiche
Reisen bereit,
vom verlängerten Wochenende
bis zu Touren von 14
Tagen und mehr. Für Einsteiger
finden sich ebenso
Highlights wie für passionierte,
erfahrene Motorradfahrer.
Die geführten
Reisen führen durch einige
der schönsten Landschaften
Europas und Marokkos
– zu Alpenpässen, entlang
von atemberaubenden Küstenstraßen
oder zu historischen
Städten. Selbst
selten besuchte Länder
wie Albanien finden sich
im vielseitigen Programm.
Übernachtet wird in ausgewählten
Sterne-Hotels mit
hohem Standard.
Jetzt schon das
Motorradreise-Jahr
2025 planen
Das Feedback der mitreisenden
Motorradfahrer
spricht für sich. „Albanien
war für mich die bislang
schönste Tour. 4.800
Kilometer in 18 Tagen, eine
große und natürlich auch
anstrengende Leistung.
Die Küstenregion war mir
bekannt, aber im Hinterland
habe ich ein ganz
neues Albanien kennengelernt“,
schreibt etwa Wolfgang
im Online-Gästebuch
des Anbieters. Martha und
Helmut berichten begeistert:
„Es war eine schöne
Tour durch die Vogesen mit
einer sehr guten Gruppe
und unserem Guide, der
immer auf uns Rücksicht
nahm. Die Routen waren
gut geplant und die Gegend
wirklich eine Reise wert.“
Da Vorfreude bekanntlich
die schönste Freude ist,
lassen sich schon jetzt Erlebnisse
für das kommende
Jahr planen. Unter www.
reisenunderleben.net
sind Touren und Termine
für 2025 ersichtlich und
buchbar. Jede Reise wird
sorgfältig vorbereitet, um
eine erlebnisreiche Route
und einen sicheren Verlauf
zu gewährleisten. Gut zu
wissen: Jede Gruppe von
acht bis zehn Motorrädern
wird von einem eigenen
Tourguide angeführt – eingeteilt
nach dem Fahrstil
von gemütlich bis schnell
und nach dem Fahrkönnen
der Teilnehmer.
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