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Meine Chance 2024

Selbsthilfemagazin "Meine Chance 2024"

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CHANCE JENA

Selbsthilfe • Gesundheit • Prävention

1


Inhalt

CHANCE JENA

Infos • Angebote • Adressen

Projekte • Veranstaltungen

BEHERZT Selbsthilfegruppe „Herz ohne Stress“ 4

BEISTEHEND SHG für junge Menschen mit Kontaktabbruch zur Familie 5

UNTERWEGS Spaziergang mit agathe – mehr als nur Bewegung 6

AUFKLÄREND Kurz vorgestellt: Die Arbeit der Aidshilfe 7

GESCHÜTZT Offenes Gruppenangebot des SpDi Jena 8

ZU FRÜH

Frühgeboren – und plötzlich ist alles anders: Unterstützung und

Austausch für Frühchen-Familien in Jena

HALTGEBEND UniversitätsTumorCentrum Jena 12

GEMEINSAM Trauercafé – ein Angebot für ALLE Trauernden 13

10

Jenaer Selbsthilfezeitung

Impressum

Herausgeber:

IKOS Jena – Beratungszentrum für

Selbsthilfe

Wenn uns unser Bauchgefühl leitet …

Herausfordernd

Editorial der IKOS

CHANCE JENA

vertrauen und dementsprechend zu entscheiden. Ich zitiere

hier Dr. Joe Dispenza sinngemäß, der in seinen Vorträgen

immer wieder den Trialog von Wissen, Erfahrung, Weisheit,

von Geist, Körper, Seele und von Denken, Tun und Sein

beleuchtet: Die „hohe Kunst“ ist es für uns Menschen, mit dem

Kopf zu lernen, das Gelernte mit den Händen anzuwenden und

es dann vom Herzen her auswendig zu wissen. Und vielleicht

auch ein bisschen…, und das ist meine Meinung, aus dem Bauch

heraus zu entscheiden.

Unsere treue Leserschaft der letzten Jahre wird in dieser neuen

CHANCE zuverlässig neue Informationen zu Selbsthilfe, Gesundheit

und Prävention finden. „Erstleser“ mögen sich durchschmökern

und die eine oder andere Inspiration zum Nachdenken,

Nachahmen oder Weiterreichen finden. Ein geübtes

Auge wird feststellen, dass sich die Ausgestaltung ein wenig

geändert hat. Das liegt daran, dass unser hochverehrter „Chefgrafiker“

Lothar Jähnichen nun wahrlich in seinen verdienten

Ruhestand übergegangen ist. Mit einem weinenden Auge, den

vielen Jahren mit mir im Schlepptau geschuldet, 23, um genau

zu sein. Jährlich eine neue CHANCE, Broschüren für die

Wochen der seelischen Gesundheit, Flyer und Plakate für die

Selbsthilfetage u. ä. Und mit einem lachenden Auge andererseits,

weil Lothar nun

endlich mal wegkommt

vom Bildschirm, die

Freizeit genießt, auch

STÄRKEND

H

„Peter Pan – Kinder stark machen“ – Ein Projekt der

15

abe ich einmal angefangen,

ist die

Suchtberatung Jena für Kinder aus psychisch belasteten Familien

Träger:

MASSGESCHNEIDERT „PASSGENAU“ – Berufliche Teilhabe für Menschen mit

17 AWO Regionalverband

Hälfte des Ganzen schon

Behinderung

Mitte-West-Thüringen e. V.

getan… Was für ein kluger

HALTGEBEND Der Integrationsfachdienst (IFD) stellt sich vor 18

Ausspruch, der leider

FLÄCHENDECKEND Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA)- Lotsen für Inklusion 19

nicht von mir, sondern

UNTERSTÜTZEND Diagnose Morbus Crohn und nun ...? 20

von Aristoteles stammt.

AUFGEFANGEN Selbsthilfegruppe Verwaiste Eltern 21 Redaktionsteam:

Der aber ein richtig guter

WERTSCHÄTZEND Weggefährten in Zeiten der Trauer 24 Bettina Brenning

Ansporn sein kann, hier

WILLKOMMEN Elternkreis Vielfalt 26 Gabriele Wiesner

ein paar Gedanken zu

LEBENSKLUG Was ich unbedingt noch sagen möchte 27 Layout, DTP, Umschlagfoto:

Papier zu bringen.

SELBSTWIRKSAM Von der Selbsthilfegruppe im Wohnzimmer zu einem

28 Jan Schäf

Es ist immer gar nicht so

vielschichtigen Hilfeangebot für Menschen mit einer

leicht, einen passenden

Abhängigkeitsproblematik

Auflage:

Einstieg ins neue Heft zu finden, deshalb schiebe ich es auch bis

STÄRKEND Gruppe für Betroffene von psychischer Gewalt in der Partnerschaft 29 2500

zum letzten Drücker vor mir her. Nun ist das Heft gut gefüllt

GUT BERATEN Die Familienberatung der Stadt Jena stellt sich vor 32 Redaktionsschluss:

bis auf diese erste Seite. Der Themen gäbe es viele, sehr zum Wohle seiner

LICHTVOLL Bist Du eine offene Lotusblüte? 34 30. November 2024

wissenschaftlich oder populärwissenschaftlich interessante, der unterstützenden und

UNTERSTÜTZEND Gute Vorbereitung ist alles oder was der Ausstieg aus dem

35 Der Inhalt der Beiträge entspricht

Gesundheit dienende, die Eigenverantwortung stärkende, den geduldigen Ehefrau.

Berufsleben eigentlich bedeutet

nicht unbedingt der Meinung des

gesunden Menschenverstand herausfordernde und das DANKESCHÖN, lieber

HOFFNUNGSVOLL Gemeinschaft und Hoffnung für Mukoviszidose-Betroffene

36

in Thüringen

Herausgebers.

kritische Denken ermunternde. Um nur einige zu nennen. Die Lothar, für unser kreatives

Miteinander, und

UNABHÄNGIG Neues Beratungsangebot für junge Menschen mit (drohender)

37

letzten Jahre haben uns ja beständig zum Nachdenken und

Behinderung und deren Familien im Saale-Holzland-Kreis

vermeintlich weisen Entscheiden angeregt, ja förmlich all unsere guten Wünsche

gehen für Euch auf

Mit freundlicher Unterstützung

AUFKLÄREND FASD Selbsthilfegruppe Jena – Neugründung 2024 38

gezwungen. Und da sind wir nun angelangt, 2024/2025, so

durch Ihre AOK PLUS.

HUMORVOLL Humor als Lebenseinstellung und Gesundheitsmotor 39

vollgestopft mit Wissen wie noch nie zuvor und so unfähig, den Weg. Wir begrüßen

NEURODIVERS Selbsthilfegruppe „Waggon Regenbogen“ 40

klug mit diesem Wissen umzugehen. Der Geist ist aus der

nun den Grafiker

GESUNDHEITS- Essen gegen Angst und Anspannung? 42

Flasche und wird sich nicht wieder zurückdrängen lassen. In Jan Schäf neu im Bunde

FÖRDERND Zeiten, in denen eine Krise die nächste ablöst oder ergänzt, und spinnen gemeinsam

die Fäden in die Zukunft weiter – lassen wir uns über-

VERTRAULICH Telefonseelsorge Ostthüringen: Unterstützung für Ratsuchende und 43

hinterfragen Menschen vieles wesentlich intensiver.

Chance für Ehrenamtliche

Aufgeklärte und wissende Patienten sind immer die besseren raschen und treiben. Die Premiere startet jetzt!

KOORDINIERT Sozialer Dienst für Hörgeschädigte in Thüringen 44

Wir danken für die Spende von:

Partner in den Gesundheits- und Sozialsystemen. Eine Studie Fühlen Sie sich von unseren angebotenen CHANCEN ein

GESUNDHEITSINFOS 45, 51

jagt die nächste, häufig von dem in Auftrag gegeben und wenig inspiriert, im neuen Jahr vielleicht mal etwas Neues

ENTKRÄFTET SHG „Long X“ in Jena: „unsichtbar Erkrankte“ die „unsichtbar für

46

finanziert, um dessen Produkt es geht, das reißenden Absatz auszuprobieren. Wir begleiten Sie gern auf Ihrer Suche. Rufen

Politik und Forschung“ und von der Gesellschaft im Stich gelassen sind

und Zustimmung erhalten soll und der keine kritischen Sie uns einfach an oder vereinbaren einen persönlichen Termin.

BEWEGEND Gruppe „Stehauf“ feiert 2025 ihr 20jähriges Bestehen 50

Nachfragen erwünscht bzw. diese gar zu unterbinden versucht. Wir freuen uns auf Sie.

PINNWAND Neue und bereits bestehende Gruppen 52

Also stehen wir da mit all unseren Medien und unserem Wissen

SELBSTBESTIMMT Wie Du wieder Deine Weiblichkeit leben kannst - trotz

56

und sind wohl beraten, hauptsächlich unserem Bauchgefühl zu Gabriele Wiesner

Erfahrungen sexuellen Missbrauchs

© IKOS Jena 2024

AUFGELISTET Selbsthilfegruppen und Hilfsangebote im Überblick 59

2 3



CHANCE JENA

CHANCE JENA

Beherzt

Auf den Körper hören und

wieder Vertrauen gewinnen …

Selbsthilfegruppe „Herz ohne Stress“

Sie sind betroffen von

Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen,

Koronarer

Herzkrankheit, Schrittmacher

oder Defibrillator,

Bypass-Operation, Aneurysma

oder Herzfehler?

In der Selbsthilfegruppe „Herz ohne Stress“ haben wir einen

Raum geschaffen für den Austausch über alles, worauf es nach

der Entlassung aus dem Krankenhaus keine Antwort gibt. In

der Gruppe sind wir nicht allein, sondern können uns dem Verständnis

der anderen Betroffenen sicher sein.

Die Selbsthilfegruppe Jena „Herz ohne Stress“ trifft sich seit

dem Februar 2023 monatlich. Wir sind eine kleine Gruppe. Dadurch

ist es uns gelungen, untereinander eine herzliche, vertraute

und intensive Atmosphäre zu schaffen.

Nachdem ich nach einem Herznotfall vor etwa dreieinhalb Jahren

aus dem Krankenhaus und der Reha entlassen worden bin,

habe ich mich über Selbsthilfegruppen informiert. Ich hatte ein

starkes Bedürfnis, mich mit Anderen auszutauschen und darüber

zu reden, was mit uns geschehen war. Doch ich habe in

der Nähe keine Selbsthilfegruppe zum Thema Herzkrankheiten

gefunden.

In einer begleiteten Gruppengesprächsrunde als Nachsorge an

der Kardiologie vom UKJ Jena fand ich einen ersten Austausch

und die Bearbeitung der Situation von Betroffenen. In der

Gruppe zeigte sich, dass alle starken Anspannungen ausgesetzt

waren. In dieser Gruppe wurde auch ein Koordinator für eine

Selbsthilfegruppe „Herz ohne Stress“ gesucht. Erst hatte ich die

Einstellung, dass so eine Aufgabe zu viel für mich wird. Auf der

anderen Seite finde ich es sehr wichtig, eine Möglichkeit für das

Gespräch zwischen Betroffenen zu schaffen.

Unterstützung bekam ich von OÄ Frau Dr. Dannberg und dem

Verein „Herz ohne Stress“ in München sowie der Informations-

und Kontaktstelle für Selbsthilfe IKOS. Durch den

Münchener Verein konnte ich an Fortbildungen zu Themen

wie Herzkrankheiten, Ängste, die mit dieser Krankheit verbunden

sind, Bedeutung der Selbsthilfe im Gesundheitswesen

und anderen Themen teilnehmen.

Verständnis füreinander

Das Herz ist der Motor unseres Körpers, und mit dem Herz

werden unsere stärksten Gefühle in Verbindung gebracht.

Wenn der Patient nach einer Herzbehandlung aus dem Krankenhaus

entlassen wird, ist das Herz bestmöglich versorgt, wir

erhalten eine lange Liste mit Medikamenten, sollen uns bewegen

und besser ernähren.

Nicht gesagt wird der Herzpatientin oder dem Herzpatienten,

wie er die Empfehlungen in sein Leben einbauen und wie er

mit seinen Gefühlen, die mit dieser Krankheit verbunden sind,

umgehen kann.

Der Körper ist nach einer Herzbehandlung nicht mehr so, wie

davor. Was bedeuten die deutlich wahrnehmbaren Veränderungen?

Wie gehe ich damit um? Was kann ich noch leisten?

Wie finde ich das heraus? Muss ich wirklich die vielen Medikamente

nehmen? Gibt es alternative Medikamente? Wie streng

muss ich mich an die Ernährungsempfehlungen halten? Am

liebsten möchte jeder in das alte Leben zurückkehren. Doch das

ist leichter gesagt als getan und nicht immer möglich. Bei vielen

ist die eigene Anspannung ein Mit-Auslöser der Herzerkrankung,

die uns dann zusätzlich Schwierigkeiten macht - im Privaten

und im Beruf. Dann bleibt da noch die Angst, dass wieder

ein Notfall auftreten könnte. Umso wichtiger ist es, die Krankheit

zu akzeptieren, auf den Körper zu hören und wieder Vertrauen

zu gewinnen.

Angehörige können, selbst wenn sie sehr mitfühlsam und geduldig

sind, die oft schwer vermittelbaren Empfindungen und

die sich oftmals im Kreis gehenden Gedanken schwer nachvollziehen.

Im Berufsleben erwarten die Kollegen nach einiger Zeit

wieder die gleichen Leistungen, wie vor dem Herznotfall. Jedoch

kann gleichzeitig das verstehende Gespräch nicht genügend

geführt werden. In der Selbsthilfegruppe geht es allen

ähnlich, und das Verstehen, was gemeint ist, wird dadurch

selbstverständlich. Die anfängliche Hürde, das Gespräch mit

erstmal ganz anderen und unbekannten Menschen zu führen,

ist zu Beginn hoch. Doch es ist sehr schnell Vertrauen untereinander

entstanden.

Uns ist es ein großes Anliegen, dass Menschen jeden Alters mit

ihren Herzgeschichten zusammenfinden und sich austauschen

können, um ihre eigenen Wege zu einem veränderten Lebensentwurf

zu finden. Wir freuen uns über alle, die Lust haben, in

ein Gespräch zu kommen – egal ob regelmäßig oder gelegentlich.

Die Gruppentreffen finden regelmäßig an jedem 3. Dienstag

im Monat um 17:00 Uhr in den Gruppenräumen von IKOS

statt.

Kontakt

Vorabsprache bitte mit:

Volker Dörsing

E-Mail: Volker.Doersing@Herz-ohne-Stress.de

Wir halten zusammen …

Beistehend

Selbsthilfegruppe für junge Menschen

mit Kontaktabbruch zur Familie

A

n

einem sonnigen Montag machte ich mich auf den Weg in

den Paradiespark, um mich mit fünf neuen Menschen zu

treffen. In unserer bestehenden Gruppe sind derzeit drei

Frauen, die sich aus unterschiedlichen Gründen von ihrer

Familie oder einzelnen Elternteilen getrennt haben. Die

Gründe sind vielfältig – sei es aus religiösen, politischen,

kulturellen oder anderen persönlichen Gründen.

Nun würden weitere fünf Geschichten hinzukommen. Ich war

aufgeregt und fühlte mich, als ob ich zu einem verrückten

Blinddate gehen würde. Doch die anfängliche Nervosität verflog

schnell. Wir umarmten uns sofort, und die Anspannung

fiel von uns allen ab.

Um uns den Einstieg zu

erleichtern, hatte ich für

jede und jeden ein Armband

mit der Aufschrift

„Never Alone“ gebastelt.

Das ist unser wichtigster

Grundsatz: Auch wenn

wir unterschiedliche Geschichten

haben, sind

wir niemals allein!

Auch Wochen später

kann ich das nur bestätigen.

Egal, ob jemand

einen schlechten Tag

hatte, eine Panne mit der

Waschmaschine oder

Stress auf der Arbeit –

wir halten zusammen,

sind füreinander da und versuchen, unsere fehlenden „Familienteile“

zu ersetzen. Wir unterstützen uns bei Umzügen, Versicherungen

oder der ersten Steuererklärung, denn solche Dinge sind

oft Bereiche, die in unserem Alter normalerweise von den Eltern

erklärt werden, aber bei uns fehlen.

Wenn du dich angesprochen und verstanden fühlst, lade ich

dich herzlich ein, uns auf Instagram zu besuchen oder uns eine

Nachricht zu schreiben. Du bist niemals allein!

Kontakt

Instagram unter: @jmenschenohnekontaktzurfamilie

E-Mail: dubistniemalsallein1@web.de

Es ist absolut möglich, dass jenseits

der Wahrnehmung unserer Sinne

ungeahnte Welten verborgen sind.

Albert Einstein

4 5



CHANCE JENA

CHANCE JENA

Wir stärken soziale Kontakte und

das Gemeinschaftsgefühl …

Unterwegs

Spaziergang mit agathe – mehr als

nur Bewegung

Agathe möchte mit den Angeboten Gemeinschaft fördern

und Einsamkeit entgegenwirken und ist inzwischen ein

fester Bestandteil in der Jenaer Beratungslandschaft.

Agathe bietet Beratungs-, Information- und Weitervermittlungsangebote,

die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen

ab 63 Jahren zugeschnitten sind. So trägt das Format dazu

bei, die Lebensqualität zu verbessern und die Selbstständigkeit

älterer Menschen zu erhalten.

Natur können Stress abbauen und die Stimmung heben, während

sie gleichzeitig soziale Kontakte und Gemeinschaftsgefühl

stärken.

Die Spaziergänge werden thematisch z. B. als Kunstspaziergänge

angeboten oder um auf lokale Angebote und Einrichtungen

im Quartier aufmerksam zu machen. Sie sind in Gruppen organisiert

und werden an die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten

der Teilnehmer angepasst. Am Ende warten zumeist

Kaffee und Kuchen und laden zum regen Austausch ein.

Also schnüren Sie Ihre Schuhe und genießen Sie die vielen Vorteile

eines gemütlichen Spaziergangs! Haben Sie sonst Fragen,

wenden Sie sich gerne an uns.

Kontakt

agathe-Jena

Tel: 03641 806657, 0173 4303842

Mail: agathe@ueag-jena.de

Internet: https://www.agathe-thueringen.de/

https://xn--ag-wka.de/beratung/generationenarbeit/agathe

Im Fokus steht der Mensch mit

all seinen Bedürfnissen …

Aufklärend

Kurz vorgestellt: Die Arbeit der

Aidshilfe

forderungen aufmerksam zu machen. Mit ihrer Arbeit trägt die

Aidshilfe nicht nur zur gesundheitlichen Aufklärung bei, sondern

auch zur Stärkung von Akzeptanz und Solidarität in der

Gesellschaft.

Unsere Angebote

• Beratung zu HIV/Aids, STI, Hepatitiden, Sexualität,

Substanzgebrauch

• Schnelltest auf HIV, Syphilis, Hepatitis C

• Förderung der Selbsthilfe

• Begleitung, Interessenvertretung und Antidiskriminierungsarbeit

für Menschen mit HIV/Aids

• Wissensvermittlung zu sexueller Gesundheit, Übertragungswegen

und Schutzmöglichkeiten von STI

• vielfältige Präventionsangebote, z. B. für Schülerinnen und

Schüler, Studierende

• Schulungen und Fortbildungen, z. B. für medizinisches

Personal, pädagogische Fachkräfte

Kontakt

Großer Beliebtheit erfreuen sich die Spaziergänge mit den

Fachkräften und Netzwerkpartnern von agathe. Nachdem diese

in Lobeda seit zwei Jahren angeboten wurden, finden sie nun

auch in Winzerla und bald in Jena-Ost sowie in Jena-Nord statt.

Spaziergänge sind eine wunderbare Möglichkeit für ältere

Menschen, ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit zu verbessern und

die Gelenke beweglich zu halten. Sie fördern nicht nur die körperliche

Fitness, sondern auch die geistige Klarheit und das

emotionale Wohlbefinden. Regelmäßige Spaziergänge in der

PARTNER

Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt

umzugehen, besteht darin, so absolut frei

zu werden, dass deine bloße Existenz ein

Akt der Rebellion ist.

Albert Camus

Die Aidshilfe Weimar und Ostthüringen ist ein gemeinnütziger

Verein, der sich der Beratung, Prävention und

Unterstützung im Zusammenhang mit HIV und sexuell

übertragbaren Infektionen widmet. Gegründet im Jahr 1990,

hat sich die Organisation zu einem wichtigen Ansprechpartner

für Menschen mit HIV, An- und Zugehörige und Interessierte

in der Region entwickelt.

Ein zentrales Ziel der Aidshilfe ist es, durch Informationsveranstaltungen,

Workshops und Schulungen Vorurteile abzubauen

und das Bewusstsein für HIV und sexuell übertragbare

Infektionen zu schärfen und die Schutzmöglichkeiten ins Bewusstsein

zu rücken. Der Verein bietet zudem individuelle Beratung

an, unterstützt Menschen mit HIV bei rechtlichen, sozialen

und gesundheitlichen Fragen und fördert den Austausch

in einer Selbsthilfegruppe, dem Regenbogencafé. Hierbei steht

nicht nur die Krankheit im Fokus, sondern der Mensch mit all

seinen Bedürfnissen.

Trotz des medizinischen Fortschritts ist die Akzeptanz von HIV

oft noch mit Vorurteilen behaftet, weshalb die Aidshilfe ebenfalls

Wert auf Öffentlichkeitsarbeit legt. Regelmäßig organisiert

der Verein Aktionen, wie den Welt-Aids-Tag, mit, um Solidarität

zu zeigen und auf die weiterhin bestehenden Heraus-

AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen e. V.

Beratungsstelle Jena

Löbdergraben 25A

07743 Jena

Tel.: 03641 9286161

E-Mail: info@jena.aidshilfe.de

Tugenden

Die Tugenden sind wie die glühende Kohle,

die man neu anfachen muss.

Dazu bedarf es Übung,

und dann beginnen sie wieder zu leuchten

wie die Kohlen im Feuer, die altenTugenden:

der Glaube, die Liebe, die Hoffnung.

Diese Tugenden sind so alt

und so neu wie die Liebe

und so uneingelöst wie die Sehnsucht

der Menschen nach Wärme.

Reimer Gronemeyer

Aus: Tugend. Über das, was uns Halt gibt.

Edition Körber, 2019

Quelle: Natur & Heilen, 2/2024, S. 7

6 7



B

ei den Himbas in

Namibia im

südlichen Afrika

wird das Geburtsdatum

eines Kindes nicht erst dann

festgelegt, wenn es auf die

Welt kommt oder gezeugt

wird, sondern schon viel

früher: von dem Tag an, an

dem das Kind im Kopf der

Mutter gedacht wird.

Wenn eine Frau beschließt, dass sie ein Kind bekommen

wird, setzt sie sich unter einen Baum, ruht sich aus und

lauscht, bis sie das Lied des Kindes hören kann, das geboren

werden soll. Und nachdem sie das Lied dieses Kindes gehört

hat, kehrt sie zu dem Mann zurück, der der Vater des

Kindes sein wird, um ihm dieses Lied zu lehren. Und wenn

sie dann miteinander schlafen, um das Kind körperlich zu

empfangen, singt sie das Lied des Kindes, um es einzuladen.

Wenn die Mutter schwanger ist, lehrt sie den Hebammen

und den älteren Frauen des Dorfes das Lied des Kindes.

Sodass, wenn das Kind geboren wird, die alten Frauen und

die Menschen um das Kind herum sein Lied singen, um es

willkommen zu heißen.

Wenn das Kind älter wird, lernen die anderen Dorfbewohner

sein Lied. Wenn das Kind also hinfällt oder sich verletzt,

findet sich immer jemand, der ihm aufhilft und sein Lied

singt. Auch wenn das Kind etwas Wunderbares tut oder die

Übergangsriten erfolgreich durchläuft, singen die Leute im

Dorf ihm sein Lied, um es zu ehren.

Im Stamm gibt es eine weitere Gelegenheit, bei der die

Dorfbewohner für das Kind singen. Wenn die Person zu

einem Zeitpunkt in ihrem Leben ein Verbrechen oder eine

sozial abweichende Handlung begeht, wird die Person in die

Dorfmitte gerufen, und die Leute aus der Gemeinschaft

bilden einen Kreis um sie. Dann singen sie sein Lied. Der

Stamm erkennt an, dass die Korrektur von antisozialem

Verhalten nicht durch Bestrafung erfolgt, sondern durch

Liebe und die Erinnerung an die eigene Identität. Wenn

man sein eigenes Lied erkennt, will oder muss man nichts

tun, was dem anderen schaden würde.

Und so verhält es sich auch durch ihr ganzes Leben

hindurch. In der Ehe werden die Lieder gesungen,

gemeinsam. Und wenn dieses Kind alt geworden ist und in

seinem Bett liegt, bereit zu sterben, kennen alle

Dorfbewohner sein Lied, und sie singen, zum letzten Mal,

sein Lied.

Facebook, Ich bin verbunden, 06.12.23; Foto: Netzfund



CHANCE JENA

CHANCE JENA

Zu früh

Wir sind in entspannter und

geschützter Atmosphäre im

hilfreichen Austausch …

Frühgeboren – und plötzlich ist alles

anders: Unterstützung und Austausch

für Frühchen-Familien in Jena

Es ist der vielleicht

unerwartetste

Moment im

Leben von Eltern

und Familien: Das Baby kommt viel zu früh zur Welt, lange

bevor es geplant war. Statt der freudigen Wochen der

Vorbereitung und des Kennenlernens stehen plötzlich

medizinische Notwendigkeiten im Vordergrund, der Aufenthalt

auf der Intensivstation wird zur täglichen Routine und die

eigenen Ängste und Sorgen scheinen manchmal übermächtig.

Viele Eltern von Frühgeborenen beschreiben diesen Moment

als den Beginn einer emotionalen Achterbahnfahrt. Nichts ist

so, wie man es sich ausgemalt hat.

Nach der oftmals langen und nervenaufreibenden Zeit in der

Klinik, wo die Gesundheit des Kindes ständig überwacht wird

und existenzielle Sorgen im Vordergrund stehen, kommen Familien

nach Hause. Doch anstatt endlich in den ersehnten Familienalltag

einzutauchen, stehen sie vor einer Vielzahl neuer

Herausforderungen: Wie entwickelt sich mein Kind im Vergleich

zu Gleichaltrigen? Worauf muss ich bei der Ernährung

achten? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es? Und wie

gestalte ich den Alltag, wenn mein Kind vielleicht noch besondere

medizinische oder therapeutische Unterstützung braucht?

Viele dieser Fragen stehen im Raum und die Unsicherheit darüber,

wie es weitergehen soll, bleibt oft bestehen.

In genau dieser Situation möchten wir als regionale Selbsthilfeinitiative

für Familien mit Frühchen ansetzen. Wir sind eine

Gemeinschaft von Eltern, die selbst Frühchen zur Welt gebracht

haben und von Fachleuten, die sich intensiv mit den

speziellen Bedürfnissen von Frühgeborenen und deren Familien

auseinandersetzen.

Unsere Initiative wird von QuerWege e. V. und dem Bundesverband

„Das frühgeborene Kind“ unterstützt, sodass wir auf

ein breites Netzwerk zurückgreifen können, das Eltern in den

unterschiedlichen Phasen des Frühchen-Alltags zur Seite steht.

Unsere Ziele: Austausch, Information und

Vernetzung

Eine der zentralen Aufgaben, die wir uns als Initiative gesetzt

haben, ist es, Eltern von Frühchen miteinander zu vernetzen

und den Austausch zu fördern. Gerade in schwierigen Lebenssituationen

kann es enorm entlastend sein, mit Menschen in

Kontakt zu kommen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Wir bieten regelmäßige Informationsabende an, die sowohl

Raum für wichtige Themen als auch für persönlichen Austausch

bieten. An den Abenden stehen verschiedene Themenschwerpunkte

im Zentrum, die Eltern von Frühgeborenen besonders

bewegen. Beispiele hierfür sind die Ernährung nach der

Entlassung aus der Klinik, die Wahl der richtigen Kindertagesbetreuung

oder auch der Umgang mit möglichen Entwicklungsverzögerungen.

Nach einem kurzen fachlichen Input, den wir von Expertinnen

und Experten aus der Region oder auch von erfahrenden Eltern

erhalten, liegt uns vor allem der Austausch am Herzen. Denn

oft sind es die praktischen Erfahrungen und Tipps anderer betroffener

Eltern, die wirklich weiterhelfen und Mut machen.

Viele Eltern haben erlebt, dass das Gespräch mit anderen Familien,

deren Kind ebenfalls viel zu früh zur Welt kam, ihnen geholfen

hat, ihre Sorgen zu relativieren und neue Perspektiven

zu gewinnen.

Unser Ziel ist es, eine Art „Informationsdrehscheibe“ für Frühchen-Familien

zu sein: Wir bündeln das Wissen und die Erfahrungen

von Fachleuten und Betroffenen und machen sie allen

Familien zugänglich. Auch auf individuelle Fragen, die Eltern

per E-Mail an uns herantragen, reagieren wir gezielt. So können

wir Familien dabei unterstützen, die richtigen Ansprechpartner

in der Region zu finden – sei es eine Kinderärztin mit

Erfahrung im Bereich Frühgeborene, ein Logopäde, der auf die

besonderen Bedürfnisse von Frühchen spezialisiert ist oder

auch Eltern mit einem Frühchen mit gleichen Ausgangsbedingungen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist es, Familien

die Möglichkeit zu bieten, sich in einem geschützten Rahmen

zu treffen. Wir organisieren regelmäßig Treffen, bei denen Eltern

in entspannter Atmosphäre ihre Erfahrungen austauschen

können. Besonders wertvoll ist es dabei, auf andere Familien zu

treffen, deren Kinder in einer ähnlichen Schwangerschaftswoche

geboren wurden. Oft sind die Herausforderungen

bei einem Baby, das beispielsweise in der 28. Woche zur

Welt kam, andere als bei einem, das in der 24. oder der 32. Woche

geboren wurde. Der Austausch mit Eltern, die sich in einer

vergleichbaren Situation befinden, schafft ein tiefes Verständnis

und verbindet auf besondere Weise. Wir sind hier auch sehr

offen für Eltern, Angehörige oder Professionelle, die bei uns

mitwirken wollen und ihre Ideen oder ihre Zeit bei uns und in

die gemeinsame Sache einbringen möchten. Wir freuen uns

sehr!

Die Geburt eines Frühchens bedeutet oft, dass Familien langfristig

mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind.

Viele Frühgeborene entwickeln sich zwar im Laufe der Zeit

sehr gut, aber einige benötigen auch in späteren Jahren spezielle

Förderung oder medizinische Betreuung. Unser Netzwerk soll

Familien auf diesem Weg langfristig begleiten. Wir arbeiten

kontinuierlich daran, unser Angebot zu erweitern und uns mit

weiteren Partnern zu vernetzen, um auch in Zukunft die bestmögliche

Unterstützung bieten zu können.

Wir freuen uns, wenn Sie zu einer unserer Abendveranstaltungen

mal vorbeikommen oder sogar Teil unserer Initiative

werden und diesen Weg gemeinsam mit uns gehen.

Weitere Informationen und die Termine:

Website: https://querwege.de/fruehfoerderstelle/de/initiativefruehgeboren/unser-anliegen/

Kontakt

E-Mail: fruehgeboren@querwege.de

QR-Code zu unseren Terminen:

Ich bin verbunden

Weine niemandem eine Träne nach, der dich anders

haben möchte, als du wahrhaftig bist. Das bedeutet

jedoch nicht, dass du dich in deiner Entwicklung

ausruhen sollst, sondern, dass du deinem Inneren die

Erlaubnis zum Strahlen gibst.

Habe keine Angst davor, dafür verlassen zu werden,

was tief in deinem Herzen schlägt und deiner Seele

Flügel verleiht. Jeder, der dich dafür feiert, wer du

wirklich bist, wird von sich aus zu dir stehen, und

wer gehen möchte, darf und geht von allein.

Wenn du eine Partnerschaft auf Augenhöhe willst, ist

der erste Schritt, immer zu dir selbst zu stehen und

diesen Kern nach außen zu tragen.

Du wirst Gegenwind bekommen und Menschen

begegnen, die dich formen wollen. Sei dir bewusst, dass

du nichts verlieren kannst, was von Bedeutung ist.

Viele werden die Version deiner Selbst nicht mögen,

aber für manche ist sie genau das, was dich in ihren

Augen besonders macht.

Trau dich und atme wieder die Luft der

Authentizität. Alles andere wäre eine Verschwendung

deiner Individualität.

Oliver Ribbert, Facebook 29.06.24

10 11



CHANCE JENA

CHANCE JENA

Eine Broschüre mit den

passenden Angeboten …

Haltgebend

UniversitätsTumorCentrum Jena

Eine Krebsdiagnose ist

ein großer Schock, der

das Leben grundlegend verändert

und viele Fragen aufwirft.

Damit Betroffene mit

diesen Fragen und ihren

Sorgen nicht alleine sind,

bieten Selbsthilfegruppen

(SHG) neben der Unterstützung

durch Familie und

Freunde eine wertvolle Hilfe

– sowohl für Patientinnen

und Patienten als auch für

Angehörige. Der Austausch

mit Menschen, die ähnliche

Erfahrungen teilen, gibt in

jeder Phase der Erkrankung

Kraft und Halt.

Dem UniversitätsTumorCentrum Jena (UTC) ist die Zusammenarbeit

mit der onkologischen Selbsthilfe ein wichtiges Anliegen

– sei es für den regelmäßigen Austausch, die Planung

von Veranstaltungen oder die Umsetzung gemeinsamer Projekte.

Mit Unterstützung der Selbsthilfevertreter ist nun auch die

Broschüre „Onkologische Selbsthilfe Thüringen“ entstanden.

In dieser stellen sich onkologische Selbsthilfegruppen aus Thüringen

sowie entsprechende Bundesverbände vor, um Betroffenen

für verschiedene Krebsarten den passenden Ansprechpartner

zu bieten. Die Broschüre soll zudem dem klinischen Personal

als hilfreicher Wegweiser dienen, um Patientinnen und Patienten

an die entsprechenden Selbsthilfegruppen zu vermitteln.

Das UTC unterstützt Selbsthilfegruppen auch bei der Planung

von Gruppentreffen – sei es durch die Hilfe bei der Raumsuche

oder die Organisation von Fachvorträgen. Wenden Sie sich gern

jederzeit an uns, wenn Sie eine Veranstaltung in Jena planen

möchten oder anderweitig Unterstützung benötigen!

Kontakt

UNIVERSITÄTSKLINIKUM JENA

UniversitätsTumorCentrum Jena

Bachstraße 18, 07743 Jena

Tel.: 03641 9325301

E-Mail: tumorzentrum@med.uni-jena.de

www.tumorzentrum.uniklinikum-jena.de

Das UTC ist seit 2012 von der Deutschen Krebsgesellschaft

(DKG) als Onkologisches Zentrum zertifiziert und vereint sechs

Organkrebszentren, sieben Module sowie zwei Schwerpunkte:

Interdisziplinäres Brustzentrum

Tel.: 03641 9329140

E-Mail: brustzentrum@med.uni-jena.de

Gynäkologisches Krebszentrum

Tel.: 03641 9329110

E-Mail: Direktion-Gyn@med.uni-jena.de

HautTumorZentrum

Tel.: 03641 9328801

E-Mail: Hauttumorzentrum@med.uni-jena.de

Zentrum für Hämatologische Neoplasien

Tel.: 03641 9324201

E-Mail: onkologie@med.uni-jena.de

Kopf-Hals-Tumorzentrum

HNO:

Tel.: 03641 9329301

E-Mail: HNO@med.uni-jena.de

MKG:

Tel.: 03641 9323601

E-Mail: maria.amrey@med.uni-jena.de

Neuroonkologisches Zentrum

Tel.: 03641 9323011

E-Mail: neurochirurgie@med.uni-jena.de

Uroonkologisches Zentrum

Prostatakrebs- und Nierenkrebszentrum, Schwerpunkt

Urologische Tumoren

Tel.: 03641 9329932

E-Mail: Ambulanz-Urologie@med.uni-jena.de

SarkomCentrum

Tel.: 03641 9322828

E-Mail: Sarkom@med.uni-jena.de

Viszeralonkologisches Zentrum

Darmkrebszentrum, Leberkrebszentrum, Speiseröhrenkrebszentrum,

Pankreaskrebszentrum, Schwerpunkt Gastrointestinale

Tumoren

Tel.: 03641 9322601

E-Mail: AVG@med.uni-jena.de

PARTNER

Rezepte

Für 4 Portionen

Linsensalat

150 g rote oder gelbe Linsen (ca. 360 g gekocht)

3 mittelgroße Möhren

1 Paprikaschote

3 Stangen Staudensellerie

5 Stängel Dill

2 TL Honig

1-2 EL Olivenöl

Frischer Saft von einer Zitrone

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

Die Linsen gut waschen und mit 275 ml Wasser ohne Salz

etwa 10 min garen. Das Wasser sollte verkocht, aber die

Linsen dürfen nicht matschig sein – gegebenenfalls in ein

Sieb abgießen und abkühlen lassen.

Inzwischen die Möhren schälen und reiben. Die Paprika

halbieren, entkernen und mit dem Sellerie in kleine Würfel

schneiden. Den Dill fein hacken und mit Honig, Öl und

Zitronensaft mischen. Alles vorsichtig vermengen. Mit Salz

und Pfeffer abschmecken und servieren, zum Mitnehmen in

Schraubgläser abfüllen oder gekühlt aufbewahren.

Der Salat hält sich im Kühlschrank 2 Tage.

Quelle: Schnell und gesund kochen, riva, S. 102

Trauercafé – ein Angebot für ALLE

Trauernden

D

ie

Gemeinsam

Menschen, die von uns gehen und die wir lieben,

verschwinden nicht. Sie sind immer an unserer Seite.

Jeden Tag – ungesehen, ungehört und dennoch für immer ganz

nah bei uns. Für immer geliebt und für immer vermisst bleiben

sie in unseren Herzen!

Der Weg der Trauer

Das Café ist ein Ort des

Begegnens …

Ein lieber Mensch ist von

uns gegangen. Sei es der

Partner, ein Eltern- oder

Geschwisterteil oder ein

guter Freund. Nach dem

Verlust eines geliebten

Menschen ist es für

Trauernde nicht einfach,

wieder in so etwas wie

"den Alltag" zurückzufinden. Hinzu kommt: Die Menschen aus

der Umgebung erwarten recht bald, dass der Trauernde möglichst

schnell wieder "funktioniert". Doch so einfach ist es

nicht. Trauernde fühlen sich häufig mit ihren Gefühlen allein

gelassen. Trauer kann Angst machen, Trauer kann Vereinsamung

auslösen, Trauer kann sogar krank machen.

Das erste (Trauer)Jahr ist das schlimmste, der erste Geburtstag,

der erste Todestag, das erste Weihnachten. Irgendwann hat

man das Gefühl, keiner will es mehr hören, keiner versteht es,

dass man immer noch traurig ist, aber … Trauer endet nicht, sie

wird nur ruhiger, man lernt, mit dem Schmerz zu leben, ihn zu

akzeptieren, er rückt in den Hintergrund, gehört dazu, wird

aber nie vergehen.

Der Weg ins Trauercafé

Einmal herauskommen aus den eigenen vier Wänden, sich dazusetzen

zu einer Tasse Kaffee oder Tee und einem Stück Kuchen,

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

reden oder nicht reden, alle sind herzlich willkommen. Das Café

ist ein Ort des Begegnens. Es besteht hier die Möglichkeit, Menschen,

die ebenfalls einen nahestehenden Angehörigen verloren

haben, zu treffen und sich auszutauschen.

Gemeinsame Gespräche, gemeinsames Weinen, gemeinsames

Lachen - neue Kontakte werden gefunden. Trauernde sollen

und dürfen sich die Zeit nehmen, ihre Trauer zu leben. Dabei

hilft der Austausch. Sie werden begleitet von jeweils zwei ehrenamtlichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Trauercafés.

Jeder kann selbst entscheiden, ob und an welchem Punkt

des Trauerweges er zu uns kommen möchte. Eine An- oder Abmeldung

ist nicht nötig.

Das Trauercafé findet an jedem ersten Montag im Monat, 16:30

bis 18:00 Uhr, in den Räumen des ambulanten Hospizdienstes,

Paul-Schneider-Straße 5, in Jena, statt.

Hilfe für Trauernde

Tod und vor allem Trauer sind immer noch ein ziemliches Tabuthema

in unserer Gesellschaft. Oftmals werden Trauernde

gemieden, weil der Umgang mit ihnen schwierig erscheint,

aber: Trauer ist nicht ansteckend! Trauernden fällt es nur sehr

schwer, sich wieder im Leben zurecht zu finden, den Anschluss

nicht zu verlieren. Freunde/Kollegen/Bekannte anzurufen, anzusprechen.

Sich Hilfe zu suchen. Nicht jeder hat Familie,

Freunde, die sich kümmern.

Deshalb: Lachen und weinen Sie, wann immer es Ihnen danach

ist. Keiner muss sich verstellen, egal, ob es ihm gut oder nicht

gut geht.

Akzeptieren Sie Veränderungen jeglicher Art, dies können auch

weitere Verluste sein, bspw. von Freunden, Bekannten, Kollegen,

die nicht wissen, wie sie sich Ihnen gegenüber verhalten

sollen und deshalb auf Abstand gehen; es werden aber auch

neue Bekanntschaften entstehen.

Suchen Sie sich eine Aufgabe und vor allem: Erkennen Sie alle

Zeichen der Freude, auch wenn es gefühlt nicht viele sind.

Erkennen Sie Ihre Gefühle: Es ist wichtig, dass Sie Ihre Gefühle

und Ihren Trauerprozess erkennen, um sich genügend

Zeit zu nehmen, sie zu verarbeiten; verdrängen und ignorieren

Sie Ihre Gefühle nicht. Haben Sie keine Angst vor Erinnerungen.

Geben Sie sich Raum und Zeit, um richtig zu trauern.

Wenn Sie gern lesen, versuchen Sie es doch mal mit einem Buch

über Trauer, auch das kann hilfreich sein. Im ambulanten Hospizdienst

steht viel an Literatur zum Thema Trauer. Die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter unterstützen Sie gern.

Guter Umgang MIT Trauernden

Es braucht nicht viel Worte: Was es braucht sind eine kleine

Umarmung, ein Lächeln, ein Anruf, fragen Sie nicht „wie geht

es Dir“, sondern „wie geht es Dir HEUTE“. In der ersten Zeit

der Trauer ist der Trauernde froh, jeden Tag überlebt zu haben.

Unterstützung anbieten: Man sollte sich für Trauernde Zeit

und Ruhe nehmen, ihnen zuhören. Vielleicht braucht der

Trauernde Hilfe und Unterstützung bei Behördenwegen, im

Alltag? Warum nicht einen kleinen Spaziergang machen oder

gemeinsam einen Kaffee trinken?

Keine Angst vor Emotionen, vor Zurückweisungen oder Absagen:

Möglicherweise wird der Trauernde auch mal sagen,

dass er heute allein sein will, dann aber ist morgen auch noch

ein Tag, und man kann erneut seine Hilfe anbieten.

Trauer kann sehr lange dauern: der Umgang mit dem Trauernden

erfordert viel Geduld. Der Trauernde braucht Zeit, von

sich aus zu erzählen. Bedrängen Sie ihn nicht, seien Sie nicht

neugierig.

Überforderung zugeben: Ehrlichkeit ist wichtig in der Kommunikation

mit Trauernden, so dass man durchaus auch mal

zugeben kann, dass man nicht weiß, was man sagen oder tun

soll.

Emotionen zeigen: Tränen müssen nicht zurückgehalten werden.

Es kann auch für den Trauernden wichtig sein, sich nicht

allein zu fühlen und zu merken, dass auch anderen der Tod des

ihm lieben Menschen nahe geht.

Gerne unterstützen wir Sie auf Wunsch auch mit einer Einzeltrauerbegleitung.

Wenden Sie sich diesbezüglich an die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter im Trauercafé oder an das Team

des ambulanten Hospizdienstes.

Jana Thierbach, Teamleiterin Trauercafé Jena

Kontakt

Ambulanter Hospizdienst Jena

Tel.: 03641 4743310

E-Mail: kontakt@hospiz-jena.de

IKOS Jena - Beratungszentrum für Selbsthilfe

Tel.: 03641 8741160

E-Mail: ikos@awo-mittewest-thueringen.de

Stärkend

Am liebsten möchte ich

das immer machen,

bis ich groß bin …

„Peter Pan – Kinder stark machen“ –

Ein Projekt für Kinder aus psychisch

belasteten Familien der Suchtberatung

Jena

Den Selbstwert von Kindern stärken, angemessen eigene

Grenzen setzen, Selbstvertrauen fördern und dabei viel

Spaß haben. Das sind einige Ziele des vom Gesetzlichen

Krankenversicherung-Bündnisses und der Stadt Jena geförderten

Projekts „Peter Pan – Kinder stark machen“, welches von

der Suchtberatung Jena seit 2022 durchgeführt wird.

Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen

und dem wachsenden medialen Einfluss auf Kinder

und Jugendliche, der neben Chancen auch erhebliche Risiken

birgt, erleben viele Familien psychischen Stress und Sorgen.

Psychische Belastungen und Erkrankungen können die Folgen

sein. Das Projekt „Peter Pan – Kinder stark machen“ möchte

dem entgegenwirken und vorbeugend die psychische Gesundheit

von Kindern stärken. Die Zielgruppe des Projekts sind Kinder

aus psychisch belasteten Familien im Alter zwischen 8 und

12 Jahren. Diese Familien haben häufig vielseitige Sorgen innerhalb

der Familie, oder/und einzelne Familienmitglieder sind

psychisch erkrankt.

Das Angebot findet wöchentlich am Nachmittag, mit Ausnahme

der Ferien, statt. Die teilnehmenden Kinder werden innerhalb eines

Schulhalbjahres in ihrer emotionalen und psychischen Entwicklung

gestärkt. Zwei erfahrene und pädagogisch geschulte

Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle begleiten die Kinder und

gehen auf ihre persönlichen Bedürfnisse ein. In diesem vertrauensvollen

und geschützten Rahmen können sich die Kinder emotional

öffnen und über ihre Sorgen und Gedanken sprechen.

Selbstverständlich halten sich die Mitarbeiterinnen an die

Schweigepflicht und den Datenschutz.

Auch Eltern haben die Möglichkeit zum regelmäßigen Austausch

mit den Kursleiterinnen, beispielsweise in Form von Elterngesprächen

oder auch zu einem Elternabend, sofern erwünscht.

Wie gestalten sich die Kursinhalte?

Die Kinder kommen zu Beginn eines Schulhalbjahres in einer

festen Gruppe zusammen. Hierfür stehen zum einen die wöchentliche

Grundgruppe und zum anderen eine 14-tägige

Erhaltungsgruppe zur Verfügung. Aktuell werden die Räumlichkeiten

des KLEX – ein offenes Haus für Kinder, Jugendliche

und Familien sowie das Familienzentrum in der Dornburger

Straße genutzt. Je nach Wohnort der Kinder, können die Kurse

auch in Räumlichkeiten anderer Stadtteile angeboten werden.

Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos. Eine Kurseinheit geht

eine Stunde. Die Kinder können sich zunächst mit etwas Obst

und gesundem Trinken stärken. Anschließend werden mit Hilfe

von kreativen Methoden, verschiedenen Spielen und indivi-

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

duellen Interaktionen unterschiedliche Themen mit den Kindern

erarbeitet. Dabei werden die Kinder vor allem in ihren

Stärken, ihrem Selbstvertrauen und ihrer Selbstwirksamkeit

gestärkt. Es wird dabei ausreichend Raum geboten für die Gefühle

und Gedanken der Kinder.

Weiter finden in den Ferien abwechslungsreiche Ausflüge statt.

So waren die Kinder mit den Kursleiterinnen im Kletterwald,

Schwimmbad, Zoo und im Planetarium. Auch diese Unternehmungen

sind für die Kinder kostenfrei.

Was sagen die Kinder über das Projekt?

Die Kinder empfinden das Angebot als hilfreich und unterstützend

(Zitat: „Wie lange kann ich denn zu Peter Pan kommen?

Am liebsten möchte ich das immer machen, bis ich groß

bin.“). Einige Kinder durchlaufen mehrfach das Projekt und

freuen sich besonders über den offenen Austausch innerhalb

der Gruppe und während der Ausflüge.

Wir haben Ihr Interesse geweckt?

Wir bieten regelmäßig zu Beginn der Schulhalbjahre Schnupperstunden

an. Auch finden vorab unverbindliche und auf

Wunsch anonyme Kennlerngespräche statt, in denen alle Fragen

ausführlich besprochen werden können.

Der Kurs wird von der psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle

für Suchterkrankte, -gefährdete und deren Angehörige

durchgeführt. Diese befindet sich in Trägerschaft der

SiT - Suchthilfe in Thüringen gemeinnützige Gesellschaft mit

beschränkter Haftung (kurz SiT gGmbH).

Das Projekt wird gefördert vom GKV-Bündnis für Gesundheit

in Thüringen nach § 20a SGB V.

Wir freuen uns auf Sie und Ihre Familie!

Kontakt

Christine Reiter

Leiterin der Suchtberatung Jena

Tel.: 03641 22180

E-Mail: peterpan@sit-online.org

Für Matthias

Niemals wollte ich an deinem Grab stehen und mich voller

Schmerz und Trauer an die schönen Erlebnisse mit dir erinnern.

Niemals wollte ich dich zur Welt bringen, um dich dann so

früh wieder gehen lassen zu müssen.

Niemals wollte ich ein Buch mit all den Erinnerungen an dich

füllen, damit sie mit deinem Tod nicht für immer verloren

sind.

Niemals wollte ich den Himmel verzweifelt nach einem Zeichen

von dir absuchen, um die Hoffnung auf ein Wiedersehen

zu nähren.

Niemals wollte ich die letzten Dinge von dir verschenken, damit

die Erinnerungen nicht mehr so schmerzen.

Niemals wollte ich mit deinen Freunden sprechen, um deine

schönen und schweren Erlebnisse mit ihnen zu teilen.

Niemals wollte ich dir einen Baum aussuchen, der jedes Frühjahr

für dich blüht und mich täglich an dich erinnert.

Niemals wollte ich täglich die Tränen der tiefen Trauer um

dich fließen lassen, um mein verwundetes Herz im Schmerz

nicht hart werden zu lassen.

Niemals wollte ich mich vor Sehnsucht danach verzehren, dich

noch einmal in die Arme nehmen zu dürfen.

Niemals wollte ich dir die Freiheit lassen, um über das Ende

deines Lebens selbst entscheiden zu dürfen.

Niemals wollte ich nach dir sterben, um endlich wieder mit

dir vereint zu sein. Dennoch hast du unauslöschliche Spuren

in meinem Leben und in meinem Herzen hinterlassen.

Dennoch kann ich trotz der vielen Tränen manchmal auch

wieder lachen.

Dennoch kommen hin und wieder kleine Momente der Freude

in mein Leben zurück.

Dennoch ist meine Liebe zur dir so viel tiefer geworden. Dennoch

hast du mein Leben so viel reicher gemacht.

Dennoch bist du das größte Geschenk in meinem Leben.

Dennoch bin ich unendlich dankbar dafür, dich geboren zu

haben.

Christine

Für unseren Sohn, der sich mit 20 Jahren das Leben genommen

hat.

Geschrieben am Muttertag 2024.

Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg …

Maßgeschneidert

„PASSGENAU“ – Berufliche Teilhabe

für Menschen mit Behinderung

Seit 2020 bietet „PASSGENAU“ Menschen mit Behinderung

oder Erwerbsminderung in Ostthüringen eine wertvolle Alternative

zur klassischen Werkstatt für behinderte Menschen

(WfbM). Als „Anderer Leistungsanbieter“ nach § 60 SGB IX

zielt das Projekt darauf ab, das Wunsch- und Wahlrecht von

Menschen mit Behinderung zu stärken. Durch individuelle berufliche

Bildung werden die Teilnehmenden gezielt auf den allgemeinen

Arbeitsmarkt vorbereitet – ein wichtiger Schritt in

Richtung Selbstbestimmung und beruflicher Teilhabe.

Ein starkes Angebot für Menschen mit Behinderung

schen, die eine Alternative zur WfbM suchen. Trotz der Herausforderungen

während der Corona-Krise hat sich „PASSGE-

NAU“ als wesentlicher Baustein für die berufliche Teilhabe von

Menschen mit Behinderung etabliert und bietet seither maßgeschneiderte

Bildungsangebote, die den individuellen Bedürfnissen

gerecht werden.

Warum „PASSGENAU“ gerade jetzt so wichtig

ist

„PASSGENAU“ hat sich als stabiles und zukunftssicheres Bildungsangebot

für Menschen mit Behinderung erwiesen. Gerade

in Zeiten, in denen berufliche Perspektiven oft unsicher

sind, stellt das Projekt eine wertvolle Unterstützung dar, um

Menschen gezielt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das Projekt verstärkt

in den Fokus zu rücken und Menschen mit Behinderung die

Möglichkeit zu geben, ihren Platz in der Arbeitswelt zu finden.

Ein bewährtes Konzept für die Zukunft

Jetzt ist der ideale Moment, Ihre berufliche Zukunft aktiv zu

gestalten. „PASSGENAU“ bietet Ihnen individuelle Bildungsangebote,

die auf Ihre Stärken und Interessen abgestimmt sind.

Ob Sie eine Ausbildung oder eine langfristige Beschäftigung auf

dem allgemeinen Arbeitsmarkt anstreben – wir begleiten Sie

auf Ihrem Weg.

Mit Standorten in Saalfeld und Jena bietet „PASSGENAU“ optimale

Rahmenbedingungen, um Ihre beruflichen Ziele zu erreichen.

Melden Sie sich bei uns, und lassen Sie uns gemeinsam

den nächsten Schritt in Ihre berufliche Zukunft gehen!

Kontakt

Dennis Welsche

Tel.: 03671 5526-308

Mobil: 0152 56767620

E-Mail: d.welsche@bz-saalfeld.de

PARTNER

Aus dem AGUS-Rundbrief (Angehörige um Suizid e. V.)

2024/2, per Mail vom 01.07.2024

Die Einführung von „PASSGENAU“ im Jahr 2020 bot von Beginn

an eine flexible und zukunftsorientierte Lösung für Men-

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Der Integrationsfachdienst (IFD)

Wir informieren, beraten

und begleiten bei der

Durchführung der Maßnahmen

zur Teilhabe am Arbeitsleben,

d. h. bei allen Fragen im

Zusammenhang mit der Aufnahme,

Ausübung, Sicherung einer möglichst dauerhaften Beschäftigung

am allgemeinen Arbeitsmarkt.

Unsere Zielgruppe:

• von Behinderung bedrohte Menschen, behinderte

Menschen

• schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte behinderte

Menschen

• sowie deren betriebliches Umfeld, z. B. Arbeitgeber und

deren Interessenvertreter, Betriebs- und Personalräte,

Kollegen, Vertrauenspersonen der schwerbehinderten

Menschen

Wir bieten an:

Eine Broschüre mit den

passenden Angeboten …

Haltgebend

• Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz

• Ermittlung der beruflichen Fähigkeiten, Interessen und

Neigungen

• Informationen zu Behinderungsarten und deren

Auswirkung im Arbeitsleben

• Beratung und Begleitung bei der Wiedereingliederung ins

Arbeitsleben

• Beratung und Begleitung bei Konflikten und Leistungsproblemen

am Arbeitsplatz

• Beratung und Begleitung bei der Umsetzung auf einen

anderen Arbeitsplatz

• Information zur behinderungsgerechten Gestaltung

des Arbeitsplatzes

• Begleitung im Präventionsverfahren

• Begleitung im Kündigungsschutzverfahren

Unser Beratungsangebot ist kostenfrei. Wir unterliegen der

Schweigepflicht.

Kontakt

Benötigen Sie Unterstützung oder haben Sie Fragen?

Ihre Ansprechpartnerinnen sind:

Silvia Hoffmann

Tel.: 0173 1731015

E-Mail: s.hoffmann@bz-saalfeld.de

Jessica Kubitza

Tel.: 0152 56767640

E-Mail: j.kubitza@bz-saalfeld.de

Ulrike Kriesche

Tel.: 03671 5526221, 0152 08812462

E-Mail: u.kriesche@bz-saalfeld.de

Bildungszentrum Saalfeld GmbH

Integrationsfachdienst Ostthüringen

Werner-Seelenbinder-Straße 14

07747 Jena

Wenn ich andere Fragen stelle,

bekomme ich andere Antworten.

Wenn ich andere Dinge tue, mache

ich andere Erfahrungen.

Wenn ich andere Entscheidungen

treffe, führe ich ein anderes Leben.

John Strelecky

Eine Anlaufstelle für

Arbeitgeber in Thüringen …

Flächendeckend

Einheitliche Ansprechstellen für

Arbeitgeber (EAA)- Lotsen für

Inklusion

Bei der Beschäftigung

von Menschen mit

Schwerbehinderung ergeben

sich für die Arbeitgeber

häufig viele Fragen. Die EAA helfen Arbeitgebern

dabei, Barrieren abzubauen und passgenaue Lösungen zur

erfolgreichen beruflichen Inklusion zu finden.

Sie informieren und beraten die Arbeitgeber zu allen Fragen

rund um das Thema Ausbildung, Einstellung und Beschäftigung

von Menschen mit Schwerbehinderung und unterstützen

bei der Beantragung von Förderleistungen.

Die Angebote stehen kostenlos, trägerunabhängig und thüringenweit

flächendeckend zur Verfügung.

Auch in der Region Ostthüringen gibt es eine EAA:

Kontakt

Anbieter/Träger:

Bildungszentrum Saalfeld GmbH

Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber Ostthüringen

Käthe-Kollwitz-Straße 2a

07318 Saalfeld

Ansprechpartner:

Frank Stemmer

Tel.: 0152 5526 302

E-Mail: eaa-ostthueringen@bz-saalfeld.de

Linguine mit Tomaten

und Gremolata

Für 2 Personen

- Backofen auf 150 Grad vorheizen. 600 g

Rispentomaten waschen und halbieren. Auf

ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech

legen. 1 Handvoll Thymianzweige waschen,

zerrupfen und mit 3 großen Knoblauchzehen

(mit Schale) auf das Blech geben. Mit 2 EL

Olivenöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer

würzen, im Ofen 1 Stunde rösten.

- Für die Gremolata 1 Bund Petersilie waschen

und trockenschütteln, die Blätter abzupfen

und fein hacken. 1 Knoblauchzehe schälen und

fein hacken. Beides mit der abgeriebenen

Schale einer Bio-Zitrone mischen.

- Kurz bevor die Tomaten fertig sind, Salzwasser

zum Kochen bringen und 250 - 300 g

Vollkorn- oder Dinkel-Linguine bissfest

kochen. Tomaten aus dem Ofen nehmen,

Thymianzweige entfernen.

- Nudeln aus dem Wasser heben (etwa 100 ml

Nudelwasser aufheben), zu den Tomaten

geben. Gebackenen Knoblauch aus der Schale

quetschen und mit der Gabel zerdrücken,

Zitronensaft, 2 EL Öl, 10 g Basilikumblätter

und 50 ml des Nudelwassers auf das Blech

geben. Gut mischen, mit Salz und Pfeffer und

nach Belieben mit Zitronenschale würzen.

Linguine mit Gremolata und reichlich

Parmesan servieren.

Quelle: Happy, 1/2023, S. 35

Rezepte

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Gemeinsam sind wir stärker …

Unterstützend

Diagnose Morbus Crohn und nun ...?

Nach einem langen

Leidensweg waren

wir als Eltern letztlich

dankbar, als wir endlich

die Diagnose Morbus

Crohn für unseren damals

13-jährigen Sohn

erhielten.

Fünf Jahre lang litt er unter

verschiedensten Beschwerden.

Besonders belastend

waren die letzten

zwei Jahre, in denen seine Lippen ständig entzündet und gerötet

waren. Zunächst konzentrierte sich die Diagnostik auf eine mögliche

Laktoseintoleranz, doch die Symptome blieben unverändert.

Oft war unser Sohn zu schwach, um die Schule zu besuchen. Er

wirkte antriebslos, konnte sich kaum konzentrieren, wuchs nur

wenig und nahm über ein ganzes Jahr kaum Gewicht zu.

Die Diagnose Morbus Crohn brachte einerseits Klarheit, doch

andererseits fühlten wir uns mit vielen Fragen allein gelassen.

In dieser Zeit hätten wir uns gewünscht, eine Anlaufstelle zu

haben – einen Stammtisch oder den Kontakt zu anderen Eltern,

deren Kinder dieselbe Diagnose erhalten haben. Der Austausch

über den Umgang mit dieser chronischen Erkrankung,

die Therapieoptionen und den Alltag mit einem erkrankten

Kind wäre für uns eine große Unterstützung gewesen.

Diese Lücke füllt nun eine neu gegründete Selbsthilfegruppe,

die sich aus der Gemeinschaft von sieben Familien entwickelt

hat, die diesen Sommer mit dem Verein Sailing Kids auf dem

Ijsselmeer segeln konnten. Während dieser intensiven Woche

auf dem Wasser hatten wir Eltern die Möglichkeit, uns ausführlich

über unsere Sorgen und Erfahrungen auszutauschen.

Alle Kinder in dieser Gruppe teilen die gleiche Diagnose, und

wir Eltern kämpfen mit ähnlichen Herausforderungen. Aber

auch die Kids hatten Gelegenheit, mit Gleichbetroffenen zu reden.

Aus diesem Austausch entstand die Idee, diese Gemeinschaft

auch nach der Segelreise weiterzuführen. Unsere Selbsthilfegruppe

soll nun anderen Eltern helfen, ihren Weg im Umgang

mit Morbus Crohn zu finden. Hier können Erfahrungen geteilt,

Mut gemacht und praktische Tipps ausgetauscht werden.

Wir möchten damit nicht nur Trost spenden, sondern auch ein

starkes Netzwerk aufbauen, das anderen betroffenen Familien

zur Seite steht.

Kontakt

Kontakt über IKOS

Kastanienstraße 11

07747 Jena

Tel.: 03641 8741160

E-Mail: ikos@awo-mittewest-thueringen.de

Das, was die allumfassende

Wirklichkeit ist, kann nicht einmal

da sein und einmal nicht. Das, was

wirklich ist, ist immer da.

Mario Amenti

Der Trauerweg von uns Eltern

ist ein besonderer …

Aufgefangen

Selbsthilfegruppe Verwaiste Eltern

Du bist da, wenn der Wind in den Bäumen Geräusche macht,

und Du bist da, wenn die Sonne durch die Wolken lacht.

Du bist da, wenn der Himmel dicke Tränen weint,

und Du bist da, wenn strahlend der Regenbogen scheint.

Du bist da, wenn die Sonne untergeht,

und Du bist da, wenn der Mond am Nachthimmel steht.

Ich sehe Dich nicht mehr, aber immer bist Du da

in meinem Herzen, auf ewig –

Deine Mama

Allein in Deutschland sterben jedes Jahr etwa 20.000 Kinder

und junge Erwachsene, weltweit sind es um ein Vielfaches

mehr. Nicht nur Eltern haben ihre Kinder verloren, auch

Geschwister, Großeltern, Freunde bleiben zurück.

Einmal monatlich treffen sich Eltern, die ein Kind durch Tod

verloren haben. In dem jahrelang andauernden Trauerprozess

sind der Kontakt und das Gespräch unter gleichermaßen Betroffenen

sehr wichtig und hilfreich.

In der Gruppe findet ein Austausch über Bewältigungsstrategien

statt, die mit dem Verlust verbunden sind. Auch Literatur

zur Trauerbewältigung wird angeboten. Weiterhin

wird darüber diskutiert, welche Maßnahmen auch außerhalb

der Gruppe hilfreich sein könnten. Der Trauerweg unserer Eltern

ist ein besonderer. Wir geben uns gegenseitig Mut, Kraft

und Zuversicht. Wir möchten, dass wieder Freude in unser Leben

zurückkommt.

Wie findet man den Weg in die Gruppe?

Die Selbsthilfegruppe Verwaiste Eltern ist ein Angebot, das sich

an verwaiste Eltern richtet, deren Kind im Kindesalter, als Jugendliche

oder Erwachsene verstorben ist, unabhängig von der

Todesursache. Die Koordinatorinnen und Koordinatoren des

Hospizdienstes sind meist der erste Ansprechpartner für Eltern,

die neu in die Gruppe kommen möchten. Ein Erstgespräch

wird vereinbart, wie es die Eltern möchten und wollen,

zeitlich und seelisch, nicht jeden Tag kann man über das Erlebte

sprechen. Auch nicht alle Eltern möchten in die Gruppe, manch

einer fühlt sich in einem Einzelgespräch wohler. Diese können

individuell mit mir oder dem Hospizdienst vereinbart werden.

Jeder kann selbst entscheiden, ob und wann er zu uns kommen

möchte. Die Gruppe trifft sich an

jedem ersten Mittwoch im Monat,

19:00-20:30 Uhr.

Wir können Euch nicht mehr sehen.

Aber wir spüren Euch so oft.

Wir können Euch nicht mehr hören,

trotzdem sprechen wir mit Euch.

Wir sind traurig, dass Ihr so vieles

im Leben jetzt versäumt.

Aber wir sind glücklich und dankbar für jeden Moment,

den wir mit Euch hatten.

Wir werden Euch immer lieben

und niemals vergessen und …

immer voller Stolz über Euch sprechen.

Zudem gibt es für junge Eltern die Selbsthilfegruppe frühverwaiste

Eltern. Dieses Angebot richtet sich an Eltern, die ihr

Kind vor, während oder nach der Geburt verloren haben.

Das erste Kennenlernen mit den

anderen Eltern

Für die Gruppentreffen muss sich nicht an- oder abgemeldet

werden. Der Eine will reden, der Andere schweigen. Der Eine

muss sich erstmal verkriechen und Kraft sammeln, der Andere

braucht schon bald wieder einen geregelten Arbeitsplatz und

einen mehr oder weniger hektischen Alltag, vor allem, um sich

abzulenken. Keiner muss, jeder kann sagen, was er möchte oder

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

ob er nur zuhören möchte. Die Gespräche sind offen, wir geben

einen geschützten Raum, wir können über alles reden, vor allem

auch über Dinge, die andere nicht mehr hören wollen oder

können, wir geben uns gegenseitig Respekt und Wertschätzung;

Geborgenheit und Sicherheit, und jeder wird akzeptiert

und verstanden.

Es werden viele Fragen gestellt und beantwortet: z. B.

• Wie begeht man den ersten Geburtstag?

• Wie verbringt man das Weihnachtsfest, den Urlaub, den

Todestag?

• Was macht man mit der Kleidung, mit dem Zimmer?

• Wenn die Kinder schon erwachsen waren, geht der Kontakt

mit Partnern des verstorbenen Kindes u. U. verloren, was

dann, wie gehe ich damit um?

• Was macht man mit all den Kleinigkeiten, die sonst so

unwichtig waren, jetzt aber Erinnerungen vorrufen?

Die Trauer in der Gruppe ist unterschiedlich: Es sind mehr

Mütter als Väter dabei, weniger Paare; Mütter sind emotionaler

- Väter gehen ihren eigenen Trauerweg.

Aber eines haben wir gemeinsam: Es sind unsere Kinder, um die

wir trauern, egal, wie alt sie oder die Eltern sind, Kinder bleiben

die Kinder ihrer Eltern. Die Gruppe hat Verständnis für

das, was die Mitmenschen oftmals nicht haben oder nicht mehr

haben oder einfach nicht geben können.

Bei den Gruppentreffen können wir auch unsere Wut, unsere

Hilflosigkeit gegenüber dem Schicksal frei herauslassen, können

sagen, was uns belastet, besonders weh tut oder auch, was

uns besonders gefallen hat, was andere nicht mehr hören wollen

oder können, wir können lachen, wir können weinen,

nichts stört irgendjemanden von uns. Gefühle müssen nicht erklärt

werden, sie sind einfach da und in der Gruppe gut aufgehoben,

keiner muss sich seiner Tränen schämen, auch nicht,

wenn der Tod des Kindes schon mehrere Jahre zurück liegt.

Zu den Treffen kann jeder ein Bild mitbringen, eine Kerze anzünden,

es werden selbstgepflückte Blümchen mitgebracht und

am Ende ein kleiner Vers, ein Gedicht, manchmal passend zum

Thema, vorgelesen.

Niemals werden wir sie vergessen!

Niemals werden wir aufhören, sie zu lieben!

Niemals werden wir aufhören, sie unendlich zu vermissen!

Niemals wird die Sehnsucht enden und niemals wird

die Wunde heilen!

Die Selbsthilfegruppe als Gemeinschaft

Auch außerhalb der monatlichen Treffen unternehmen wir als

Gruppe einiges gemeinsam, sei es, weil man selbst nicht mehr

am sozialen Leben teilnehmen kann oder einfach mal aus seinen

vier Wänden rauskommen will.

Deshalb sind unser gemeinsamer Samstag im Frühjahr, ein gemeinsames

Wochenende und der Gedenktag für verstorbene

Kinder etwas ganz Besonderes.

Jeden 2. Sonntag im Dezember geht ein kleines Gedenklicht um

die Welt: um 19:00 Uhr stellen alle Trauernden ein Lichtlein ins

Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen,

werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterwelle

24 Stunden die ganze Welt umringt. Jedes Licht im Fenster

steht für ein Kind, welches verstorben ist und für das Wissen,

dass diese Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen

werden.

Trauer macht einsam

Das erste Jahr ist das schlimmste, der erste Geburtstag, der erste

Todestag, das erste Weihnachten, auch Geburtstage anderer Familienmitglieder.

Irgendwann hat man das Gefühl, nur noch

wenige hören noch zu, kaum einer versteht, dass auch nach

„dem Trauerjahr“ die Trauer immer noch da ist. Trauer endet

nicht, sie wird nur ruhiger, man lernt, mit dem Schmerz zu leben,

ihn zu akzeptieren, er rückt meist in den Hintergrund, gehört

dazu, wird aber nie vergehen.

Der Schmerz ist wie eine Narbe, die gut verheilt, aber immer

sicht- und fühlbar bleiben wird.

Der Trauerweg nach dem Verlust eines Kindes ist ein besonderer;

trauernde Eltern befinden sich in einem absoluten Ausnahmezustand

und die meisten schaffen es nicht eigenständig, sich

zu informieren oder um Hilfe zu bitten. Dies ist ein Schicksal,

welches nicht in die Zeitzone des Lebens passt. Verwaiste Eltern

werden oftmals im Alltag allein gelassen, da sich nur wenige

trauen, mit ihnen zu reden, sie werden oft nicht verstanden

und manchmal sogar gemieden. Viele Beziehungen zerbrechen

am Tod des Kindes.

Es gibt keine Alternative, man muss kämpfen

oder man hat schon verloren.

Ich weiß sehr gut, wovon ich rede, da ich selbst betroffen bin.

Mein jüngster Sohn wäre heute 31 Jahre, hätte vielleicht schon

eine kleine Familie. Ein schwerer Unfall riss ihn aber vor fast 14

Jahren mitten aus dem Leben; von einem Tag auf den anderen

stand plötzlich alles still. Für einen Moment. Dann drehte sich

die Erde weiter, aber nichts war mehr wie vorher. Erst ging ein

Pausenknopf an, mein Leben stand still, ich konnte tage- und

nächtelang nicht schlafen, nicht denken, nicht essen, habe einfach

funktioniert. Das Weiterleben war eine Herausforderung,

kaum zu schaffen, ich musste lernen, zu begreifen, begreifen,

was nicht begreifbar war.

Dann habe ich angefangen, mein Leben neu zu ordnen, MICH

neu zu ordnen, zurück zu kommen, ins Leben, zu mir, in meinen

bis dahin schönen, wenn auch manchmal turbulenten Alltag.

Ich habe mir Hilfe gesucht und habe so die Gruppe der verwaisten

Eltern gefunden. Ich wollte kein Mitleid, nur jemanden,

der mich irgendwie versteht, dass ich trotzdem weiterleben,

glücklich sein möchte und auch irgendwann wieder lachen

wollte. In der Gruppe habe ich mich wohl gefühlt und ja,

das Wort wohlfühlen ist hier passend. Da waren Menschen, die

dasselbe erlebt haben wie ich, ich war nicht allein. Auch anderen

Menschen ist dasselbe passiert wie mir, als Mama, als Familie,

einfach so.

Ein paar Jahre später habe ich mich dazu entschlossen, aus der

Erfahrung meines eigenen Schicksals heraus, die Ausbildung

zur Trauerbegleiterin zu machen, hier bin ich bis heute ehrenamtlich

tätig. Kurz danach habe ich die Ausbildung zur Notfallseelsorgerin

absolviert, hier habe ich etwa fünf Jahre aktiv mitgearbeitet.

Auch so viele Jahre nach dem plötzlichen Unfalltod meines Sohnes

wird mir in der Gruppe und bei den Begleitungen mit verwaisten

Eltern immer wieder bewusst, wie schwer diese Last

ist. Für die Eltern, diese zu tragen und für alle anderen, diese

auszuhalten. Das Leben ist endlich, jeder Tag ist kostbar, den

wir vom Leben geschenkt bekommen.

Ach wäre es doch nur ein Traum, und ich könnte erwachen,

du würdest zu mir rüberschau‘n, und wir würden

einmal zusammen lachen.

Das alles gibt es nicht, mein Herz schmerzt so sehr.

Ich hoffe, es geht Dir gut, wo Du jetzt bist und dass Du weißt,

Du wirst hier unglaublich vermisst.

Zum Schluss möchte ich allen auf den Weg geben, die ein solches

Schicksal erleiden mussten: Blickt nach vorn, glaubt an

Euch, auch wenn die atemlosen Momente des tiefen Schmerzes,

die Lücke in unserem Herzen immer bleiben werden. Sie

begleiten unser Leben. Aber – wir haben gelernt, mit diesem

Schicksal umzugehen, ein Leben lang. Unsere Kinder haben uns

so viel Liebe hinterlassen, dass es sinnvoll ist, weiterzuleben.

Für uns und unsere Kinder. Ich habe es geschafft und Ihr schafft

es auch.

Kontakt

Jana Thierbach

Kontaktadressen:

Ambulanter Hospizdienst Jena

Tel.: 03641 4743310

E-Mail: kontakt@hospiz-jena.de

IKOS Jena - Beratungszentrum für Selbsthilfe

Tel.: 03641 8741160

E-Mail: ikos@awo-mittewest-thueringen.de

Selbsthilfegruppe frühverwaiste Eltern

E-Mail: trauerndeelternjena@gmail.com

Der nächste Satz ist für dich geschrieben

Siehst du die Worte vor deinem Auge

Doch, die Worte werden zusammengerieben

Fließen ineinander über, proben den Aufstand

Wollen mit anderen Worten Beisammensein

Dieses Wort hier sagt: nein, dieses Wort hier: hurra

Aber alle sind wirklich, alle sind da

So dein Auge nur Ordnung schafft, Sätze sich fügen

Ein Text entsteht, er scheint für dich geschrieben

Und wenn es nicht passt, dann kannst du auch schieben

Denn, was auch immer du tust, lass dir die Zeit

Die Worte vor dir sind wie du: niemals so weit

Jan Schäf

Niemals so weit

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Sich der Trauer in einem geschützten

Rahmen widmen können …

Wertschätzend

Weggefährten in Zeiten der Trauer

„Menschen, die wir lieben, bleiben für immer, denn sie hinterlassen

Spuren in unseren Herzen.“

Albert Schweizer

Wir alle werden in unserem Leben Verluste erleben – der

Tod geliebter Menschen stellt dabei den wohl

schmerzlichsten Verlust dar, den es zu ertragen gilt. Die Trauer,

die darauffolgt, ist so individuell und vielfältig, wie wir

Menschen es sind: Traurigkeit,

Apathie, Wut, Verdrängung, Erleichterung

und Leere sind nur

einige Facetten, die ein solcher

Trauerprozess annehmen kann.

Um Betroffenen die Möglichkeit

zu geben, um über all das und

noch mehr zu sprechen, mit

Gleichgesinnten in Austausch zu

treten und um sich ihrer Trauer

in einem geschützten Rahmen zu

widmen, begleiten wir – Ralf und

Sarah – die Trauergruppe der

„Weggefährten“. Wir sind ehrenamtliche

Trauerbegleitende am Ambulanten Hospiz in Jena, in

welches die Gruppe eingebettet ist. Die „Weggefährten“ gibt es

seit vielen Jahren beim Hospiz Jena.

Die Trauergruppe entstand aus einer Kooperation mit der Psychosozialen

Beratungsstelle des Studierendenwerks Thüringen

heraus und wurde von Kathrin Weiland gegründet, die sie über

viele Jahre hinweg liebevoll begleitet hat. Letztes Jahr haben wir

diese Aufgabe von ihr übernommen und organisieren die

Gruppe seitdem.

Zu uns kommen vor allem junge Erwachsene, Viele davon sind

Studierende. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich

Trauernde mit ähnlichem Alter untereinander oft verstandener

fühlen und Vieles gar nicht mehr aussprechen müssen, weil sie

wissen, dass die Anderen es verstehen. Gleichzeitig gibt es für

die Teilnahme an der Gruppe keine feste Altersgrenze – wir

schauen gemeinsam, welches Angebot für welche Trauernden

am besten passt. Manche Teilnehmende besuchen die Gruppe

schon seit einigen Jahren, Andere sind nur wenige Male da -

beide Formen und alles dazwischen sind gern willkommen.

Wie anfänglich beschrieben ist Trauer sehr individuell und

facettenreich. Die Menschen, die zu uns kommen, haben alle

ihre eigene Geschichte und stehen an ganz unterschiedlichen

Stellen in ihrem Trauerprozess. Die Verluste, die sie erlebt haben,

können dabei auch ganz verschieden sein – meistens ist es

aber so, dass unsere Teilnehmenden Elternteile, Geschwister

oder Freunde verloren haben. Die „Weggefährten“ sind eine

offene Gruppe: wir thematisieren alle Arten an Verlusten und

wir heißen jederzeit neue Teilnehmende willkommen. Nach einem

individuellen Kennlerngespräch mit Sarah oder Ralf können

Alle, die die Gruppe ausprobieren möchten, teilnehmen

und danach entscheiden, ob und wie oft sie wiederkommen

wollen. Wir sind stets an einem guten Kontakt mit unseren

Trauernden interessiert – auch um einschätzen zu können, ob

es an manchen Stellen mehr

Unterstützung braucht, die

über die Gruppe hinausgeht.

Die „Weggefährten“ treffen

sich einmal monatlich in

den Räumen des Hospizes,

um dort thematisch für

zwei Stunden zu arbeiten.

Das bedeutet, dass wir immer

ein Thema, eine Übung

oder eine Idee vorbereiten,

die wir in die Gruppe geben

können. Gleichzeitig ist es

uns wichtig, den Dingen, die von den Teilnehmenden angesprochen

werden, genügend Raum zu lassen. Die Gruppe soll

dazu dienen, dass sich Gleichgesinnte den Inhalten widmen

können, die sie beschäftigen – sie gestalten und tragen die

Gruppe, wir stehen ihnen dabei stets zur Seite. Zu ausgewählten

Anlässen organisieren wir auch besondere Treffen – wir waren

zum Beispiel im Kerzencafé, gehen regelmäßig gemeinsam in

die Natur oder besuchen thematisch passende Veranstaltungen.

Nachdem wir nun die „Weggefährten“ vorgestellt haben,

möchten wir noch einmal kurz auf unser Verständnis von

Trauer eingehen, um unsere Herangehensweise und daher auch

die Ausrichtung der Gruppe deutlich zu machen. Wir verstehen

Trauer – auch im Sinne des Hospizes – als komplexen Prozess,

der nach einem persönlichen Verlust entsteht. Dabei steht immer

die Verbundenheit mit unseren Verstorbenen im Zentrum – das

heißt, sie und den Verlust, den ihr Tod bedeutet, ins Leben zu

integrieren. Die Idee, geliebte, verstorbene Menschen gänzlich

loslassen zu müssen lehnen wir deshalb ab, genauso wie die Vorstellung,

dass Trauer in Phasen „abgearbeitet“ werden kann.

Trauer ist ein völlig normaler Anpassungsprozess, den es nicht zu

überwinden, sondern zu gestalten und zu leben gilt.

Nachdem wir die Gruppe nun schon seit über einem Jahr begleiten,

wollen wir an dieser Stelle, zum Abschluss des Beitrages,

noch ein persönliches

Resümee ziehen. Wir haben

während dieser Zeit zahlreiche

Teilnehmende mit

ihren individuellen Geschichten

erlebt und können

auf viele Gruppentreffen

und gemeinsame

Erlebnisse zurückblicken.

Nach jedem Treffen sind

wir trotzdem immer wieder

beeindruckt davon, wie

wertschätzend und respektvoll

sich die Teilnehmenden

gegenseitig unterstützen

und tragen. Mit

großer Dankbarkeit und Demut im Herzen beobachten wir,

wie liebevoll sie miteinander umgehen, sich in schwierigen Zeiten

auffangen und die Anderen an ihren innersten Gefühlen,

Ängsten und Wünschen teilhaben lassen. Dieser offene Umgang,

der sichere Rahmen und die Bereitschaft, Trauer in all

ihren Facetten zu begegnen, macht die „Weggefährten“ – und

andere Gruppen mit ähnlicher Ausrichtung – zu einer ungemein

wertvollen Ressource im Umgang damit, was uns Allen

im Laufe unseres eigenen Lebens über den Weg laufen wird:

Sterben, Verlust, Abschied und Trauer.

Kontakt

Kontaktdaten Ambulanter Hospizdienst

Tel.: 03641 4743312

E-Mail: kontakt@hospiz-jena.de

Kontaktdaten Studierendenwerk Thüringen

Ralf Albrecht

Psychosoziale Beratung (PSB)

E-Mail: ralf.albrecht@stw-thueringen.de

Am Ende ...

… werden sie sich nicht um unser Sterbebett

versammeln, um uns für die Stunden zu

feiern, in denen wir stillgehalten oder uns

verbogen haben.

Wir werden nicht noch einmal die Klicks

zählen, die unsere Posts bekamen.

Und unsere Seele wird uns nicht stolz auf die

Schulter klopfen, weil wir mal wieder sicher

und bequem durch das Spiel gekommen sind.

Ich stelle mir gern vor, dass an deinem und

meinem Ende tatsächlich ein Tunnel aus

Licht auf uns wartet. Ein Wesen in

strahlender, bedingungsloser Liebe nimmt uns

gütig in Empfang und ...

… tritt uns dann mit aller Liebe gewaltig in

den Hintern für all die Momente, in denen

wir unsere Wahrheit verrieten und unseren

Weg entehrten.

Es wird kein Groll sein. Ein unermesslich

gütiges Verstehen unseres Lernprozesses und

unserer vollkommenen Unvollkommenheit.

Und dann werden wir in stiller Ekstase feiern,

worum es wirklich ging. Nämlich all die

kleinen und die großen Momente, in denen

wir uns gegen die Angst und für die Liebe

entschieden.

Carpe diem.

#veitlindau

@lindau.andrea

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Hier gibt es jede Menge Erfahrungen,

die wir gern miteinander teilen …

Willkommen

Elternkreis Vielfalt

Seit mittlerweile 3 Jahren treffen sich regelmäßig Familien in

der SHG Elternkreis Vielfalt, und wir werden stetig mehr.

Vielfalt bedeutet: Wir sind Eltern von Kindern mit sichtbaren

und unsichtbaren Beeinträchtigungen, mit und ohne gesicherter

Diagnose.

Uns alle verbindet ein herausfordernder Alltag in all seinen

Facetten, die notwendige Bürokratie, der besondere

Bildungsweg unserer Kinder und jede Menge Erfahrungen, die

wir gern miteinander teilen. Wir treffen uns zum Wandern,

zum persönlichen Austausch, beim gemeinsamen Sport, der

durch den Behindertensportverein Jena e. V. begleitet wird,

beim gemütlichen Beisammensein oder bei einem Angebot zur

Stärkung unserer Resilienz in Begleitung von Dipl. Psych.

Anna-Maria Steyer. Zusätzlich organisieren wir auch Workshops

in Form von Elternseminaren zur Bewältigung der

Bürokratie oder für die Kinder eigene Projekte, z. B. von

"Infobox Liebe" (ein sexualpädagogisches Seminar für

Jugendliche mit kognitiven Beeinträchtigungen).

Wir sind sehr dankbar für die unterschiedlichen Kompetenzen

der Familien in unserer Gruppe, für die Mitarbeit im Beirat für

behinderte Menschen der Stadt Jena, für die Sozialberatung in

der Begleitung zur Bürokratie und die Vernetzung, um

miteinander ins Gespräch zu kommen.

Jede Lebensphase der SHG-Familien mit den sich ständig

ändernden Herausforderungen (Baby, Kindergarten, Schule,

Beruf) ist anders, deshalb freuen wir uns an der gegenseitigen

Vielfalt und Unterstützung und natürlich auch an den kleinen

Meilensteinen, die plötzlich oder nach langem Üben geschafft

werden.

Auch die Geschwisterkinder profitieren sehr von unseren

Treffen und dem Austausch untereinander.

2024 wurde unsere SHG mit dem 5. Thüringer Selbsthilfepreis

des Verbandes der Ersatzkassen geehrt, worauf wir alle sehr

stolz sind.

Jede Familie aus Jena und Umgebung ist herzlich willkommen!

Kontakt

Christina Schumann

Tel.: 0177 3945160

Sybille Rommel

Tel.: 0152 28590431

E-Mail: info@elternkreis-vielfalt.de

www.elternkreis-vielfalt.de

Zeige dem Gewaltsamen die

geräuschlose Stärke tiefer

Überzeugung.

Johann Caspar Lavater

Tief im Herzen verankerte Gefühle …

Lebensklug

Was ich unbedingt noch sagen

möchte

Am Rande einer Veranstaltung,

ungefähr ein Jahr

nach der Veröffentlichung des

ersten Hospizbuches: „Was ich

noch zu sagen hätte“, spricht

mich eine ältere Dame ganz leise

und vorsichtig von der Seite an:

„Entschuldigen Sie bitte, wäre es

Ihnen vielleicht möglich, auch

mein Buch noch zu signieren?“

„Aber gern, haben Sie einen

konkreten Wunsch?“

„Ja, schreiben Sie bitte: für

Rosie und Walter.“

Sie holt ihr Exemplar aus der

Tasche und gibt es mir. Noch

bevor ich es richtig öffnen und die erste Seite aufschlagen kann,

fällt ein altes Schwarz-Weiß-Foto aus dem Buch auf den

Boden. Ich hebe es auf. Es zeigt ein junges Paar in den Bergen.

Ich erkenne die Frau, die nun drei, vier Jahrzehnte später vor

mir steht.

„Oh, das sind doch Sie, oder? Und ist das denn Ihr Walter?“,

frage ich sie.

„Ja, ja, ganz richtig, das ist er. Wissen Sie, er wollte sein ganzes

Leben lang einmal mit dem Glacier-Express durch die

Schweizer Alpen fahren. Das ist der langsamste Schnellzug der

Welt! Das hat aber leider nicht mehr geklappt.“

„Oh, das tut mir sehr leid.“

„Ja, es tat mir sehr lange weh, dass ihm das nicht vergönnt war.

So weh, dass sich die Jahre danach ganz taub anfühlten.

Irgendwann brachte meine Tochter dann Ihr Buch mit. Das mag

sich jetzt vielleicht verrückt anhören, aber als ich die Geschichte

von Margarete las, die ihren Ferdinand verloren hatte, da ist mir

plötzlich aufgefallen, sie hat recht: ich bin ja noch hier, ich lebe

ja noch. Also habe ich mir ein Ticket für den Glacier-Express

gekauft. Und glauben Sie es oder nicht, mein Walter war dabei!

Ich habe mich ihm nah gefühlt, so nah, wie lange nicht.“

Eine ganze Weile waren es Geschichten wie diese, Geschichten

von Angehörigen und Hinterbliebenen, die mir als Reaktion

auf das erste Hospizbuch an vielen Orten begegneten. Menschen,

die mir von ihrem Verlust erzählten, von Gefühlen, die

sie lange Zeit ganz tief im Herzen verankert mit sich herumtrugen

und denen sie nun, erinnert durch die Geschichten von

Otto, Friederike, Günter, Heinz, Ben, Elisabeth, Georg, Charlotte,

Ferdinand, Hannes, Greta und Käthe begegnen konnten.

Nach und nach veränderten sich jedoch die Absender. Immer öfter

waren es nun Sterbende, die sich auf ganz unterschiedlichen

Wegen bei mir meldeten, das Buch gelesen hatten und unbedingt

auch noch etwas sagen wollten. Ich antwortete allen, die sich die

Mühe machten und Kontakt suchten. Mit vielen dieser Menschen

telefonierte ich, mit einigen verabredete ich mich. Diesen

Treffen gingen, im Gegensatz zum ersten Hospizbuch, weder ein

konkreter Projektrahmen, noch eine genaue Fragestellung voran

– wie ich sterben möchte, hatte ich ja im ersten Teil bereits geklärt.

Für mich waren absichtslose Begegnungen wichtig aus

aufrichtigem Interesse an mutigen Menschen, von denen ich etwas

lernen konnte, und einem vielleicht etwas schwer erklärlichen

Gefühl des Mich-verbunden-Fühlens.

Diesmal suchte also nicht ich sie, diesmal fanden sie viel mehr

mich. Und immer öfter hatten die, die mich fanden, eine Botschaft

im Gepäck, ein Anliegen. Einige versteckten es unterschwellig

und zwischen den Zeilen, andere sprachen es ganz

konkret und offen aus. Sie alle haben etwas vom Leben gelernt.

Von einigen dieser vielfältigen, bewegenden und meinen Horizont

immer weiter öffnenden Begegnungen aus den letzten

Jahren, möchte ich Ihnen im neuen Hospizbuch: „Was ich unbedingt

noch sagen möchte“ erzählen. Keine Sorge, nur ungeweinte

Tränen stellen sich hinten wieder an.

In diesem Sinne, Tim Wache

„Was ich unbedingt noch sagen möchte“ - das zweite Hospizbuch

mit wundervollen Illustrationen von Martina Grimm gibt

es in kleinen ausgewählten Buchhandlungen sowie unter:

www.deine-meilensteine.de/onlineshop.

Kontakt

Tim Wache

E-Mail: info@deine-meilensteine.de

www.deine-meilensteine.de

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Viele unterschiedliche Angebote der Überlebenshilfe

und lebenspraktische Hilfen …

Selbstwirksam

Von der Selbsthilfegruppe im

Wohnzimmer zu einem

vielschichtigen Hilfeangebot für

Menschen mit einer Abhängigkeitsproblematik

- eine Geschichte von

Selbstwirksamkeit und dem Leitsatz

der Hilfe von Betroffenen und für

Betroffene

Am 27.07.1994 wurde der Verein “Hilfe zur Selbsthilfe -

Begegnung Jena e. V.” durch die Mitglieder einer Jenaer

Selbsthilfegruppe für Abhängigkeitskranke gegründet.

Anfangs hatte unser Verein seinen Sitz in den Wohnzimmern

der Gründungsmitglieder. Noch im November 1994 konnte die

erste Begegnungsstätte in Jena-Nord eröffnet werden. Bereits

im März 1995 zog der Verein samt Begegnungsstätte an den

Magdelstieg. Vor dem Hintergrund der Schaffung einer sinnvollen

Beschäftigung zur Tagesstrukturierung entstanden hier

unsere ersten Arbeitsprojekte, die ‚Sero*-Annahme-Stelle‘ und

die ‚Handwerker-Selbsthilfe-Gruppe‘. Im Oktober 1997 starteten

wir am Magdelstieg mit unserem ersten Gebrauchtmöbellager,

das 1999 an seinen jetzigen Standort in der Hugo-Schrade-

Straße zog. Im selben Jahr öffnete unsere Begegnungsstätte nach

dem Umzug in die Max-Steenbeck-Straße in Winzerla wieder

neu. In den folgenden Jahren entstanden weitere Zweckbetriebe

im Verein, bspw. ein Wasch- und Nähsalon, eine Malergruppe,

eine Gruppe zur Pflege von Grünanlagen, eine Holzwerkstatt

und verschiedene Transportarbeiten.

Die Arbeits- und Beschäftigungsprojekte stehen seit den Anfängen

für eine auf Selbstwirksamkeit und Handlungskompetenzen

ausgerichtete Unterstützung bei der Umsetzung der individuellen

Ziele. Sie bieten eine an den persönlichen Bedarfen

orientierte Begleitung bei der Bewältigung von Alltagsanforderungen,

der Gestaltung einer sinngebenden Tagesstruktur und

ermöglichen es, sich in unterschiedlichen Fertig– und Fähigkeiten

zu erproben. Die hierdurch ermöglichte Selbstwirksamkeitserfahrung

erweist sich seit 30 Jahren als zentraler Motor

bei der Reduktion des Konsums, dem Auf- und Ausbau abstinenter

Phasen und einer Stabilisierung von Abstinenz.

In den Jahren entwickelten sich neben verschiedenen Selbsthilfeangeboten

für Betroffene und Angehörige (bis zu sieben aktive

Selbsthilfegruppen) auch die ersten professionellen Suchthilfeangebote

in unserem Verein.

Im Rahmen des ehemaligen lokalen Suchthilfeverbundes wurde

der Hilfe zur Selbsthilfe der Bereich der niedrigschwelligen

aufsuchenden Arbeit sowie der Nachsorge und Beschäftigung

von der Stadt Jena übertragen. Mit der Kontaktstelle für nicht

abstinent lebende suchtkranke Menschen konnte dies ab 2006

umgesetzt werden.

Des Weiteren konnten wir im Oktober 2004 im Columbuscenter

in Winzerla eine Tagesstätte für chronisch mehrfachgeschädigte

suchtkranke Menschen eröffnen.

Seit Januar 2008 hat unser Verein seinen heutigen Sitz in der

Buchaer Straße 6 - endlich in den eigenen vier Wänden. In den

Räumlichkeiten befinden sich die Geschäftsstelle, die zentrale

Koordination der Arbeits- und Beschäftigungsprojekte sowie

die trockene Begegnungsstätte als Anlaufstelle und Treffpunkt

der Suchtselbsthilfegruppen und -aktivitäten.

Mit der Umstrukturierung der Suchthilfeangebote in der Stadt

Jena und der damit einhergehenden Zusammenfassung von legalen

und illegalen Substanzen und der Aufteilung in hochund

niederschwellige Suchthilfeangebote wurde aus der Kontaktstelle

unser heutiges Kontaktcafé im Tafelhaus in Lobeda-

West. Hier bieten wir nun seit 2017 einen offenen Kontakt- und

Kommunikationsraum, der als Rückzugsort vom Szene- und

Konsumalltag genutzt werden kann. In diesem stressreduzierten

Rahmen können unterschiedliche Angebote der Überlebenshilfe

und lebenspraktische Hilfen zur Stabilisierung der

aktuellen Situation genutzt werden.

Mit der Einbindung mehrerer DHL-Shops an den verschiedenen

Standorten der Arbeits- und Beschäftigungsprojekte und

der Eröffnung eines Second-Hand-Geschäftes, als „der Laden“,

mit einem breit angelegten Sortiment an gebrauchten Bekleidungs-

und Kleingegenständen werden die Angebote stetig

um- und ausgebaut.

Ziel ist es, eine adäquate Betreuung von Menschen mit einer

Abhängigkeitsproblematik vom Erstkontakt bis hin zur Wiedereingliederung

in Arbeit und Beschäftigung zu bieten. So hat

sich der Verein „Hilfe zur Selbsthilfe - Begegnung Jena e. V.“ in

den vergangenen 30 Jahren zu einem festen Bestandteil der

Suchthilfestruktur in der Stadt Jena entwickelt.

*Sero – Sekundärrohstoffe, wiederverwertbare Wertstoffe u. a.

Papier und Altglas.

Kontakt

Begegnungsstätte/

Geschäftsstelle

Buchaer Straße 6

07745 Jena

Tel.: 03641 618988

Fax: 03641 609656

Tagesstätte

Friedrich-Zucker-Straße 1+3

07745 Jena

Tel.: 03641 634230

Fax: 03641 4784750

Kontaktcafé

Werner-Seelenbinder-Straße 26

07747 Jena

Tel.: 03641 4748833

Fax: 03641 2264545

Gebrauchtmöbelmarkt

Hugo-Schrade-Straße 55

07745 Jena

Tel.: 03641 618309

Gebrauchtmöbelhof

Löbstedter Straße 32

07749 Jena

Tel.: 03641 449734

„der Laden“

Anna-Siemsen-Straße 47

07745 Jena

Tel.: 03641 6341000

Gruppe für betroffene von

psychischer Gewalt in der

Partnerschaft

Psychische Gewalt in der

Partnerschaft kann viele

Gesichter haben - Kontrolle,

Manipulation, Isolation und noch

vieles andere mehr. In dieser Gruppe

(maximal 5 Teilnehmende) wird es

die Möglichkeit geben, sich über

Erfahrungen aus einer destruktiven

Beziehung auszutauschen und

gemeinsam Wege aus dem Erlebten zu finden.

Dabei ist es egal, ob die Partnerschaft besteht oder man sich

davon gelöst hat. Die Verarbeitung der Erfahrungen aus einer

schädlichen Beziehung fängt häufig erst nach der Trennung an.

Neben dem Austausch von Erfahrungen soll es auch einen inhaltlichen

Input geben, mehr Informationen dann gern bei einem

persönlichen Gespräch.

Die Treffen finden immer am letzten Mittwoch des aktuellen

Monats statt. Die Gruppe ist auf fünf Teilnehmende beschränkt.

Für die Aufnahme in die Gruppe ist ein Vorgespräch

nötig.

Kontakt

Gemeinsam finden wir Wege aus

dem Erlebten…

Stärkend

Bei Interesse bitte hier melden:

E-Mail: programm@towanda-jena.de

Die Würde des Menschen

Ist unanpassbar.

Paul Mommertz

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Lebensgeschichten

der Selbsthilfe

I

n

30 Jahren - Hilfe zur Selbsthilfe Begegnung Jena e. V.

wurden unter dem Leitbild von und für Betroffene

viele Lebensgeschichten begleitet und unzählige Geschichten

mitgeschrieben.

Einige Erfahrungen der Menschen, die in diesen Jahren

in unterschiedlichen Bereichen und Funktionen unsere

Angebote bereichert haben, wollen wir sichtbar machen.

Mit ihren Geschichten und Bildern zeigen die Beteiligten,

was ‘Selbsthilfe von und für Betroffene‘ in einer zieloffenen

Suchhilfearbeit ermöglicht. Die hierbei erzählten

Geschichten wurden mit den Beteiligten aufgezeichnet

und ermöglichen zusammen mit den Porträtfotos einen

kleinen Einblick in das Leben und die Arbeit der vielen

sehr engagierten ehrenamtlichen und professionellen

Mitarbeiter in der Vereinsgeschichte.

Die Auseinandersetzung mit einer Abhängigkeitsproblematik

stellt Menschen vor die unterschiedlichsten individuellen

und sozialen Herausforderungen. Der Umgang

mit einer Abhängigkeitserkrankung bzw. problematischem

Konsumverhalten ist für Menschen, die selbst betroffen

sind oder diese Problematik als Bezugsperson im

sozialen Umfeld miterleben eine große Herausforderung.

Es gilt, bestehende Handlungsstrategien und -kompetenzen

zu verändern bzw. anzupassen.

Diese Veränderungen erweisen sich häufig als ein langwieriger

Prozess, somit eher als Marathon als als Sprint.

Es werden Veränderungen in der bisherigen Lebensweise

notwendig, die weitgreifend sind und manchmal den bisher

gelernten Lösungsstrategien entgegenstehen. Dies

zeigt sich nur selten in einfachen und linear verlaufenden

Entwicklungen.

Von diesen individuellen Veränderungsprozessen und

Herausforderungen berichten die Geschichten. Sie zeigen

auf, dass der Umgang mit einer Abhängigkeitserkrankung

von jedem selbst und über die eigene Selbstwirksamkeit

erfolgt. Um sich als handelnde Person wahrzunehmen,

bedarf es Räume, in denen diese Erfahrungen

gemacht und erlebt werden können.

Wir danken den Menschen, die hier ihre Geschichte teilen

sowie Wolfgang Unger für die fotographische Unterstützung

dieses Projektes.

Fragen an Günther (61)

Damals hattest du einen Vollzeitjob und heute hältst du

Vorträge und bist ehrenamtlich innerhalb des Vereins

„Hilfe zur Selbsthilfe“ tätig, was genau sind deine Aufgabengebiete?

Als ich vor acht Jahren in die Tagesstätte für suchtkranke

Menschen des Vereins gekommen bin, war ich bereits seit

einem Jahr trocken. In der Tagesstätte habe ich Struktur

erfahren, die ich dringend gebraucht habe. Seitdem übernehme

ich dort viele verschiedene Aufgaben. Ich bin z .B.

der Hauptverantwortliche für unseren Garten. Aber auch

haushälterische und handwerkliche Aufgaben gehören

dazu. Da ich gut mit Menschen ins Gespräch komme, helfe

ich auch alle zwei Wochen beim Brunch in unserem

Kontaktcafé. Das ist eine Aufgabe, die mir sehr viel Freude

macht. Außerdem halte ich Vorträge über meinen

Ausweg aus der Alkoholsucht auf der psychiatrischen Station

für Suchterkrankungen. Dort stelle ich auch gleichzeitig

unseren Verein vor.

Wann war klar, dass der Alkohol dein Leben dominiert?

Während meiner Ehe fing ich bereits an, mir ein regelmäßiges

Feierabendbier zu gönnen. Ich trank nie mehr als

drei Bier und am Wochenende gar nicht. Dies steigerte

sich aber allmählich auf fünf bis sieben Bier am Abend.

Dann gab es einen Schicksalsschlag nach dem anderen.

Ich war ca. 40 Jahre alt, als meine Frau und ich uns scheiden

ließen. Kurz danach starben meine Mutter und auch

mein Vater. Das alles habe ich in der kurzen Zeit seelisch

nicht verarbeiten können.

Mein Alkoholkonsum stieg rapide an. Ich trank schnell

mal 20 Bier und etwa 1,5 Flaschen Schnaps am Tag. Als ich

dann sturzbetrunken die Treppen hinunterfiel und in ein

künstliches Koma versetzt werden musste, war mir klar,

es muss sich etwas ändern.

Wie ist dir die Abstinenz gelungen?

Nachdem ich aus dem Koma erwacht war und nicht

wusste, was geschehen war, kam eine Ärztin an mein

Bett und berichtete mir von meinen Befunden.

Es stellte sich heraus, dass ich verschiedene schwerwiegendere

Erkrankungen hatte. Diese waren u. a. durch

meinen früheren Beruf als Metzger verursacht und durch

den Alkohol verschlimmert worden. Ich war praktisch arbeitsunfähig.

Noch im Krankenhaus beschloss ich, mein Leben zu ändern.

Ich wollte gesund werden und entgiften. D. h. ich

wollte im ersten Schritt meine körperliche Abhängigkeit

vom Alkohol überwinden und danach meine psychische

Abhängigkeit. Hierfür habe ich an einer Langzeittherapie

teilgenommen, deren Klinik weit weg von meinem

Wohnort war, sodass ich durch meine damaligen Freunde

und Bekannten nicht wieder in Versuchung geführt werden

konnte.

Danach habe ich freiwillig weitere Angebote bei der

Suchtberatung in Anspruch genommen, bis ich dann

letztendlich im Verein „Hilfe zur Selbsthilfe“ in Jena gelandet

bin. Dort habe ich mich neben dem Besuch der Tagesstätte

auch einer Selbsthilfegruppe angeschlossen, die

mir viel Halt gegeben hat.

In diesem Verein bin ich bis heute und bin dankbar, dass

ich hier Unterstützung und ein familiäres Umfeld gefunden

habe.

Andrea Durga

3. Dezember um 20:18

Ich mag seltsame Menschen,

die schwarzen Schafe,

die Komischen,

die nicht ganz an die Orte passen, an denen alle anderen

zu gehören scheinen.

Ich mag diejenigen, die still sitzen, zusehen, nachdenken,

während die Welt an ihnen

vorbei rennt.

Diejenigen, die die Dinge anders sehen, die Fragen stellen,

die sich sonst keiner wagt

zu stellen.

Die Exzentriker, die Künstler,

die Träumer, die Menschen,

die außerhalb der Linien malen.

Nicht weil sie die Regeln nicht befolgen können, sondern

weil sie wissen, dass die Regeln nie für sie bestimmt waren.

Die Einzelgänger, die Denker, diejenigen, die sich weigern,

sich von der Welt sagen zu lassen, wer sie sein sollen.

Ihre Seelen sind ungeschüttelt.

Ihre Freundlichkeit ist ruhig,

aber unerbittlich.

Sie tragen Geschichten in ihren Herzen, die die meisten

Menschen nicht verstehen würden.

Und vielleicht ist es das,

was sie schön macht.

Nicht ihre Seltsamkeit, sondern ihre Wahrheit,

die Art und Weise, wie sie uns daran erinnern,

dass anders zu sein kein Fehler ist, sondern ein Geschenk.

TheFallenPoet

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Wir unterstützen die Bewältigung von

individuellen und familiären Problemen …

Gut beraten

Die Familienberatung der Stadt Jena

stellt sich vor

Die Familienberatung der Stadt Jena ist eine staatlich

anerkannte Beratungsstelle in öffentlicher Trägerschaft.

Sie zielt darauf ab, bei der Bewältigung von individuellen und

familiären Problemen zu unterstützen, die Verfestigung bzw.

Verschlimmerung von Problemlagen zu verhindern und

Ressourcen sowie Selbsthilfepotenziale zu mobilisieren.

Das Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene

(bis 21 Jahre), Eltern und Familien, die ihren Wohnsitz

in Jena haben. Die Ratsuchenden können sich direkt an die

Familienberatung wenden. Eine formelle Leistungsgewährung

durch das Jugendamt ist nicht erforderlich. Die Beratung ist

vertraulich und für die Ratsuchenden kostenlos.

Die Gespräche erfolgen nach Terminvereinbarung. Termine

sind am besten telefonisch oder per E-Mail zu vereinbaren. In

der Regel ist eine Mitarbeiterin der Familienberatung von

Montag bis Donnerstag zwischen 9:00 Uhr und 12:00 Uhr unter

der Telefonnummer 03641 49-2833 persönlich erreichbar. Ein

Anrufbeantworter ist während der Beratungen geschaltet, so

dass Ratsuchende jederzeit eine Nachricht hinterlassen können.

Eine Mitarbeiterin ruft dann zurück.

Unsere Dienstleistungen

• Erziehungsberatung

• Entwicklungspsychologische Beratung für Eltern

von Säuglingen und Kleinkindern

• Familienberatung

• Eltern-/Paarberatung

• Psychologische Leistungsdiagnostik im Rahmen von

Erziehungsberatung

• Trennungs- und Scheidungsberatung

• Beteiligung von Kindern im Rahmen von Trennungs- und

Scheidungsberatung

• Traumasensible Beratung

• Gruppenangebot: „Die kühlen Köpfe“ (für Kinder im

Grundschulalter mit impulsiven Verhaltenstendenzen)

• Gruppenangebot: „Club der mutigen Kinder“

(für Kinder im Grundschulalter, die zurückhaltend und

sozial unsicher sind)

• Gruppenangebot: „Soziales Kompetenztraining“

für Jugendliche, die ihre sozialen Fähigkeiten erweitern

möchten)

• Gruppenangebot: „Trennungseltern“

(für getrennt lebende Elternteile, die sich mit anderen betroffenen

Elternteilen über ihre Situation austauschen

möchten)

Unsere Gruppenangebote (Stand 26.06.2024)

Club der mutigen Kinder – Aktivierung und Ermutigung

für Kinder mit Unsicherheiten

Diese Gruppe soll Kinder im Grundschulalter, denen es

schwerfällt, Bedürfnisse zu äußern, sich in neue Situationen zu

wagen oder auf andere zuzugehen, dabei unterstützen, mehr

Vertrauen in sich und die eigenen Kräfte zu bekommen.

In der Gruppe bekommen die Kinder die Möglichkeit, sich mit

anderen Kindern über ihre Sorgen auszutauschen. Sie lernen,

den eigenen Mut zu aktivieren, und bewältigen gemeinsam

kleine Beispielsituationen. Die Kinder erfahren hierdurch eine

Stärkung ihres Selbstvertrauens und gewinnen an Selbstständigkeit.

Dafür treffen sich die Kinder in einer Kleingruppe von

fünf Personen über einen Zeitraum von acht Wochen einmal

die Woche.

Die kühlen Köpfe – Selbstberuhigung und Streitklärung für

Kinder und ihre Eltern

Diese Gruppe soll Kinder im Grundschulalter, die zu vorschnellen

und heftigen Reaktionen neigen, und deren Eltern dabei

unterstützen, gemeinsam Wege zur Selbstberuhigung und

Streitklärung zu finden.

In der Gruppe werden den Kindern Grundwissen und Techniken

zum Umgang mit Gefühlen und Anspannung vermittelt.

Sie werden während der Gruppe immer wieder dabei unterstützt,

aufkommende Streitigkeiten zu klären, sich selbst zu beruhigen

und ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen. Dafür

treffen sich die Kinder in einer Kleingruppe von fünf Personen

über einen Zeitraum von zehn Wochen einmal die Woche (aktuell

montags zwischen 15:30 Uhr und 16:30 Uhr).

Die Eltern werden mit Hilfe von Familienaufgaben, Einzelgesprächen,

informativen Elternabenden im Vorfeld und austauschbasierten

Elternabenden begleitend zur Gruppe dabei

unterstützt, die im Training erlernten Kompetenzen zu Hause

zu festigen und in den Familienalltag zu integrieren.

Trennungseltern / Nehmen Sie sich selbst und Ihr Kind in

den Blick und finden Sie neue Lösungen für Ihre Elternschaft!

Dieses Gruppenangebot findet mit ca. fünf bis zehn Teilnehmerinnen

und Teilnehmern einmal pro Jahr statt. Es richtet sich an

getrennt lebende Elternteile, die den Wunsch haben, sich mit

anderen Betroffenen über die Trennung und damit verbundene

Probleme auszutauschen. Denkbare Themen können z. B. sein:

• die Gestaltung anstehender Veränderungen für das Kind

• der Informationsaustausch und die Konfliktlösung mit dem

anderen Elternteil sowie

• das Zusammenleben in Patchworkkonstellationen.

Das Gruppenangebot findet an sechs bis acht Abenden (jeweils

60 bis 90 Minuten) statt (aktuell mittwochs ab 18:30 Uhr). Die

Kursleiterin stellt sich auf den Bedarf der Teilnehmerinnen und

Teilnehmer ein. Möglich sind theoretischer Input, Anregungen

zur Selbstreflexion, konkrete Übungen und gemeinsamer Austausch.

Die Eltern eines Kindes können nicht gemeinsam in einer

Gruppe arbeiten.

Soziales Kompetenztraining/Stärkung der

Kommunikations- und Interaktionsfähigkeiten

von Jugendlichen

Das soziale Kompetenztraining ist ein Angebot für Jugendliche

im Alter von 12 bis 16 Jahren, die selbstsicheres Auftreten erlernen

und ihre kommunikativen und interaktiven Fähigkeiten

erweitern möchten. Über einen Zeitraum von ca. zehn Wochen

wird einmal pro Woche eine Stunde lang in einer Kleingruppe

gearbeitet. Die Eltern werden im Rahmen eines Vorbereitungsund

eines Abschlussgespräches in das Training mit einbezogen.

Kontakt

Anmeldung für alle

vier Gruppen:

Tel.: 03641 492833

(Montag bis Donnerstag

zwischen 9:00 Uhr und 12:00 Uhr

ist in der Regel persönliche Erreichbarkeit

gewährleistet.

In der übrigen Zeit ist ein Anrufbeantworter geschaltet.)

E-Mail: familienberatung@jena.de

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Die Lotusblüte als Sinnbild

für Erleuchtung …

Lichtvoll

Bist Du eine offene Lotusblüte?

Die Lotusblume ist ein buddhistisches Symbol für Selbsterkenntnis

und den Mut, die eigene Komfortzone zu

verlassen, um mit einem offenen Geist in das Leben zu treten.

Oftmals ist es aber so, dass wir uns hier

selbst im Wege stehen. Die Komfortzone

oder auch der besser bekannte „Status

quo“ halten uns davon ab, in unsere wahre

Kraft zu gelangen. Das kenne ich selbst

sehr gut und durfte hier bereits durch

viele tief schmerzhafte, aber auch äußerst

lichtvolle Prozesse schlüpfen.

Was uns zurückhält sind oftmals die Programmierungen

aus unserer Prägungszeit.

Meist sind die ersten sieben bis acht

Jahre unseres Lebens kennzeichnend für

das, wie wir noch als Erwachsene denken

und letztlich auch wie wir agieren.

Da muss ich immer wieder an den Lotus

denken, der sich durch den größten Morast

hindurch bis an die Wasseroberfläche

schlängelt. Trotz jeglicher widriger Umstände

wächst er unumkehrbar gen Himmel.

Alles perlt an ihm ab. Und irgendwann, wenn er bereit ist,

öffnet sich die Lotusblüte und erstrahlt in ihrem vollen Glanz.

In den meisten indischen Traditionen ist dies das Sinnbild für

Erleuchtung. Es ist, als öffne sich die menschliche Seele der

göttlichen Wahrheit, die in uns allen verborgen ist.

Neben den Programmierungen aus der Kindheit können auch

innere Blockaden bis ins hohe Alter wirksam sein, um uns von

dem Licht, von unserer wahren Größe abzuhalten. Es blockiert

regelrecht, dass unser inneres Licht frei fließen kann. Doch erst

dieses Licht gibt uns Energie und macht uns glücklich.

Wie ist es bei Dir? Hast Du schon einmal erlebt, dass Dich etwas

zurückhält, wenn Du etwas tun wolltest, was Dir und Deinem

Weg sehr dienlich sein könnte? Vielleicht auch eigene Sabotageprogramme,

die Dich immer wieder in eine niedrig schwingende

Energie drücken?

Was ist mit im Körper abgespaltenen Emotionen? Hast Du

schonmal etwas so Schlimmes erlebt, dass Dein Bewusstsein es

versucht hat abzuspalten? Zum Beispiel, wenn Du verschiedene

körperliche Probleme schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten

hast und nichts hilft. Hast Du Dich schonmal gefragt, ob die

Ursache auf der emotional mentalen Ebene zu finden ist? Was

ist, wenn Du jahrzehntelang eine Störung mit Dir herumträgst,

die Dir nur nett mitteilen möchte: „Schau da mal hin!“ Da ist

etwas auf Zellebene gespeichert, was Du

damals auf emotionaler Ebene nicht hättest

ertragen können. Nun zeigen sich die

Symptome und schreien danach: „Schau

mich an und löse das Thema.“ Und ja, Du

kannst jederzeit die Resonanzen bewusst

verändern!

Damit lässt Du diese Störenergien los,

schwingst automatisch höher, und auch

die körperlichen Symptome verschwinden.

Beispiel: Du hast jahrelang Fußpilz. Dahinter

steckt ein schwerwiegender Konflikt,

der sich vor vielen Jahren abgespielt

hat. Damals war das so schrecklich zu fassen,

dass Deine Essenz versucht hat, diesen

Teil des Bewusstseins aus dem Körper

zu drücken. Es wurde in den Füßen gespeichert.

Diese sind nun wie energetisch

abgespalten. Die Energie kann nicht frei

fließen. Du gelangst nicht in Deine wahre Kraft. Nun kannst

Du verschiedene Übungen machen, um bewusst dort Energie

hinzulenken und diesen Schmerz, dieses Zellgedächtnis zu

transformieren. Du änderst die Resonanz in Dir und auch auf

der Zellebene.

Das ist kein Hokuspokus, sondern reine Wissenschaft. Schau

Dir dazu gern die Arbeit von Joe Dispenza an. Die Datenlage

und wissenschaftlichen Untersuchungen sind eindeutig. Wenn

es Dich und Deinen Verstand interessiert, schreibe mir gern,

und ich werde mal einen Post über die wissenschaftlichen

Erkenntnisse machen. Auf der Herzebene ist das alles allerdings

selbstevident. Spätestens, wenn Du es selbst mal ausprobiert

und gespürt hast.

Es gibt viele Möglichkeiten, in Dir und auf Zellebene die Resonanzen

zu verändern und Störenergien respektive Blockaden

loszulassen. Entscheidend ist, dass Du Dir Deiner Macht gewahr

bist und sie bewusst für Dich nutzt.

Wenn Du dabei Unterstützung suchst, lade ich Dich ein, Teil

einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu sein und jetzt eine

Ausbildung zum Resonanz-Experten zu beginnen. Schreib mir

gern eine Email, und finde heraus, wie es zu Dir passt.

Kontakt

Dr. Julia König

Tel.: 0176 63456878

E-Mail: info@drjuliakoenig.de

www.drjuliakoenig.de

www.institutbewusstseinsentfaltung.de

Freie Zeit gut und sinnvoll füllen …

Unterstützend

Gute Vorbereitung ist alles oder was

der Ausstieg aus dem Berufsleben

eigentlich bedeutet

Erfahrungsgemäß setzt man sich sehr spät mit seiner

Nacherwerbsphase auseinander. Dabei sind mit dem

Übergang in die Rente große Veränderung verbunden.

Wenn man sich vorstellt, dass jemand, der bisher Vollzeit gearbeitet

hat, plötzlich ungefähr 1.840 Stunden pro Jahr selbstbestimmt

füllen kann, klingt das einfach großartig. Freie Zeit bedeutet

jedoch nicht automatisch bessere Lebensqualität. Sie

möchte schon auch mit Dingen gefüllt sein, die zum eigenen

Wohlbefinden beitragen. Wie sehen denn eigentlich so ein Tag,

eine Woche oder ein Jahr aus, damit ich glücklich bin? Mit dem

Abschied von der Arbeit haben wir aber nicht nur viel mehr

Zeit, sondern meist auch deutlich weniger regelmäßige Kontakte.

Oft sind während des Arbeitslebens Kolleginnen und

Kollegen die Personen, mit denen wir uns neben der eigenen

Familie am meisten austauschen. Es lohnt sich also, nicht nur

frühzeitig zu überlegen, wie man sein Leben ausgestaltet, sondern

auch mit wem man seine Zeit verbringen möchte oder ob

das eigene soziale Netzwerk vielleicht Zuwachs benötigt.

Laut dem Statistikportal der Deutschen Rentenversicherung

war der durchschnittliche Bruttoauszahlungsbetrag für Altersrenten

im Jahr 2023 1.102,16€. Die Beträge schwanken sehr. Wie

hoch die Altersrente im Einzelfall tatsächlich ausfällt, kommt

auf die Versicherungszeiten und Beitragszahlungen an. Es ist

wichtig, sich rechtzeitig bei der Rentenversicherung zu informieren,

mit welchem Betrag genau man rechnen kann.

Unabhängig davon liegen die Einnahmen vermutlich deutlich

unter dem Arbeitseinkommen, außer man hat privat gut vorgesorgt.

Auch die Ausgaben verändern sich. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung

ist dann beispielweise nicht mehr nötig

und kann gekündigt werden. Über einen begrenzten Zeitraum

alle Ausgaben zu erfassen, kann sehr erhellend sein und hilft

dabei, finanziell „aufzuräumen“.

Angebot

Wer sich mit dem Übergang in die Nacherwerbsphase nicht

allein auseinandersetzen möchte oder Unterstützung sucht:

inge-Coaching für Menschen ab 60 Jahren, ab 5 Leuten

Workshop „Gesund und finanziell abgesichert in die Rente“

Die Angebote sind für Sie kostenfrei. Wir freuen uns, wenn

Sie sich bei uns melden.

Team inge: Heidrun Osse, Charlotte Rauch & Jessica Sollmann

Tel.: 03641 883, 0173 3845641

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Ein sicherer Ort für betroffene Familien …

Hoffnungsvoll

Für alle jungen Menschen Hilfen

aus einer Hand …

Unabhängig

Buchvorstellung

Gemeinschaft und Hoffnung für

Mukoviszidose-Betroffene in

Thüringen

Für Marcus Meuschke und Martin Bauer brachte die Geburt

ihrer Kinder, Mathilda und Emil, eine völlig neue

Lebensrealität mit sich. Beide Kinder, vier und drei Jahre alt,

wurden mit der unheilbaren Krankheit Mukoviszidose geboren.

Während andere Kinder sorglos die Welt entdecken, ist für

Mathilda und Emil jeder Atemzug ein täglicher Kampf: Zäher

Schleim verstopft ihre Lungen, beeinträchtigt die Bauchspeicheldrüse

und schränkt die Lebensfreude ein. Mukoviszidose

– eine genetische Stoffwechselerkrankung – raubt ihnen

die Luft und mit ihr ein Stück der unbeschwerten Kindheit. Um

mit der Belastung dieser Diagnose nicht allein zu sein,

gründeten Meuschke und Bauer Anfang 2024 die „Mukoviszidose

e. V. Regionalgruppe Thüringen“.

Die neu ins Leben gerufene Selbsthilfegruppe soll ein sicherer

Ort für betroffene Familien sein, ein Anker für all jene, die lernen

müssen, mit dieser Krankheit umzugehen.

Ein Netzwerk, das Hoffnung schenkt

„Als die Diagnose kam, fühlten wir uns wie in einem Sturm aus

Hilflosigkeit und Angst“, erinnert sich Meuschke. „Mathilda

war gerade zwei Wochen alt.“ Die Diagnose ließ auch Bauer

nicht kalt: „Es fühlt sich an, als würde einem der Boden unter

den Füßen weggezogen. Man weiß nicht, wie man weiterleben

soll.“ Doch die beiden Väter fanden einen Weg, um der Verzweiflung

entgegenzutreten und beschlossen, nicht nur für ihre

Kinder, sondern auch für andere betroffene Familien da zu sein.

„Wir wollen zeigen, dass diese schwere Diagnose nicht das

Ende aller Hoffnung bedeutet“, erklärt Meuschke. Die Gruppe

möchte anderen Eltern Mut machen und ihnen helfen, die

Stärke zu finden, die sie für den Alltag benötigen. „Es ist wichtig,

sich gegenseitig zu unterstützen und zu wissen, dass man

diese Last nicht allein tragen muss“, ergänzt Bauer.

„Gründungsmitglieder der Mukoviszidose e. V. - Regionalgruppe Thüringen“

Gemeinsam stark – auch in schwierigen Zeiten

Die Selbsthilfegruppe Mukoviszidose e. V. Regionalgruppe Thüringen

bietet betroffenen Familien die Möglichkeit, Erfahrungen

auszutauschen und sich gegenseitig Kraft zu geben. „Es tut

gut, zu wissen, dass man nicht allein ist und dass es Menschen

gibt, die verstehen, was es bedeutet, jeden Tag um die Gesundheit

seines Kindes zu kämpfen“, sagt Meuschke. Ein Netzwerk

von Menschen, die dieselben Herausforderungen kennen,

schenkt Trost und stärkt das Gefühl, gemeinsam stark zu sein.

Betroffene, Angehörige und Behandler sind herzlich eingeladen,

beim Treffen der Gruppe dabei zu sein.

Mit der Regionalgruppe wollen Meuschke und Bauer eine Perspektive

schaffen: Auch wenn Mukoviszidose das Leben ihrer

Kinder verändert, soll die Krankheit nicht die Oberhand gewinnen.

„Unsere Kinder sollen spielen, lachen und träumen –

trotz allem“, sagt Bauer.

Kontakt

Martin Bauer

E-Mail: m_bau@gmx.net

Neues Beratungsangebot für junge

Menschen mit (drohender)

Behinderung und deren Familien im

Saale-Holzland-Kreis

Seit dem 1. Februar dieses Jahres gibt es

im Jugendamt des Saale-Holzland-

Kreises ein neues Beratungsangebot für

junge Menschen mit Teilhabeeinschränkungen

und deren gesetzliche Vertreter.

Künftig können interessierte Anspruchsberechtigte

unabhängige Beratung, Unterstützung

und Begleitung im Rahmen der

Geltendmachung möglicher Leistungen der

Eingliederungshilfe durch eine Verfahrenslotsin

erhalten.

Verfahrenslotsen unterstützen insbesondere

dabei, den Zugang zu in Frage kommenden Hilfen zu vereinfachen

und zu koordinieren. Die zielgerichtete Beratung des

zuständigen Leistungsträgers zu strukturellen

Fragestellungen gehört ebenfalls zum

Aufgabenspektrum.

Vor diesem Hintergrund soll die Kinder- und

Jugendhilfe inklusiv ausgestaltet werden, so

dass alle jungen Menschen, egal ob mit Handicap

oder ohne, niedrigschwellige und

ganzheitliche Hilfen aus einer Hand erhalten

können.

Kontakt

Saale-Holzland-Kreis, Jugendamt

Carolin Semmler

Tel.: 036691 70401, Fax: 036691 70751

E-Mail: ja@lrashk.thueringen.de

www.saaleholzlandkreis.de

ennen Sie die geheimnisvolle Stadt Petra? Das Petra,

mit den in den Felsen gehauenen antiken Bauwerken,

Kdas heute in Jordanien besichtigt werden kann und zum

Weltkulturerbe gehört? Dorthin verschlägt es vor rund

2000 Jahren den jüdischen Pharisäer Saulus, den berüchtigten

Verfolger der Anhänger eines gewissen Jeschua aus Nazaret.

Doch für Saulus hat sich alles geändert. Vor Damaskus ist ihm

ebendieser Jeschua in gleißendem Licht erschienen und hat

ihn zu einem seiner Apostel berufen. Saulus flieht daraufhin

erschrocken in die arabische Wüste.

Es ist eines der ungelösten Geheimnisse in der Bibelforschung.

Im Galaterbrief, einem der frühesten Dokumente des Neuen

Testaments, schreibt der Apostel Paulus, dass er nach seinem

„Damaskuserlebnis“ nach Arabien ging. Warum er das tat,

fällt heute in den Bereich der Spekulation. „Vom Saulus zum

Paulus“ ist jedenfalls eine noch immer geläufige

Redewendung, die sich auf die drastische Veränderung einer

Person bezieht. Die Redewendung geht auf die Verwandlung

von Saulus, dem Verfolger der Anhänger des „Neuen Weges“,

wie sich die ersten Christen nannten, zu Paulus, einer der

wichtigsten Persönlichkeiten des Christentums zurück.

Der Roman „Wanderer am Morgen – Paulus in Arabien“,

beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem Saulus Damaskus nach

diesem einschneidenden Erlebnis verlässt und in die arabische

Wüste geht. Saulus ist damals ungefähr dreiundzwanzig Jahre

alt. Eine Karawane sammelt ihn nach einem Raubüberfall auf.

Mit ihr gelangt er in die sagenhafte Stadt Petra. Dort lernt

Saulus das jüdische Mädchen Gilah kennen und lieben. Doch

da ist natürlich noch sein göttlicher Auftrag, die Botschaft von

Jesus zu den Heiden zu bringen.

In „Wanderer am Morgen – Paulus in Arabien“ erzählt der

Jenaer Autor Jan Schäf die Geschichte jener rätselhaften Reise

des Apostels Paulus. Er zeigt die Zerrissenheit, die ein Mensch

erlebt, wenn sich die Umstände von einem Moment zum

anderen grundlegend ändern und das eigene Weltbild

plötzlich infrage steht. Wer bin ich? Was ist mein Platz in der

Welt? Ist meine Vergangenheit ein Irrtum?

„Wanderer am Morgen – Paulus in Arabien“

Roman von Jan Schäf, Paperback & E-Book, 400 Seiten,

ISBN-13: 9783757878238, Verlag: Books on Demand

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Aufklärend

FASD Selbsthilfegruppe Jena –

Neugründung 2024

Alkohol ist eine gesellschaftlich sehr akzeptierte Droge, die

jedes Jahr einen volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von

57 Milliarden Euro verursacht. Immer noch wenig bekannt ist,

dass Alkoholkonsum in der Schwangerschaft beim Kind

bleibende Schäden verursacht. Schätzungsweise werden in

Deutschland jedes Jahr 10.000 Kinder mit einem FASD (Fetale

Alkoholspektrumstörungen) geboren – einer absolut vermeidbaren

Behinderung. Viele dieser Kinder wachsen in Adoptivund

Pflegefamilien auf. Die Familien

durchlaufen oft eine lange Odyssee

bevor sie eine Diagnose erhalten. Und

selbst dann ist der weitere Weg oft sehr

steinig, bis die notwendigen Hilfen

beantragt sind und z. B. ein schulisches

Umfeld geschaffen ist, in dem das Kind

lernen kann. Ein FASD offenbart sich

meist erst allmählich und fällt oft

zunächst nur den Eltern auf, da sie

tagtäglich mit ihrem Kind zusammen

sind. Die Symptome können je nach

Zeitpunkt, Menge und Dauer des

Alkoholkonsums unterschiedlich ausgeprägt

sein. Im Grundsatz sind sie jedoch

ähnlich. Um nur einige wenige zu

Fehlt - Hinweis auf die

Gefahr durch Alkohol

während der Schwangerschaft

Die Familien durchlaufen oft eine

lange Odyssee …

nennen: Kinder mit FASD können sich

nicht gut konzentrieren, können sich

schlecht an Regeln halten, sind

motorisch unruhig und leicht

ablenkbar. Sie lernen nur schlecht aus

Erfahrung und sind leicht verführbar. Sie brauchen enge

Führung und Anleitung und das meist auch im Erwachsenenalter.

Auch verschiedene organische Beeinträchtigungen

können diese Kinder in ihrer Lebensqualität beeinflussen und

kosten die Familien viel Zeit und Kraft. Auch in Jena werden

Familien von Kindern mit Verdacht auf FASD oft noch nicht

gut betreut und vor Ort

keine Diagnosen gestellt,

da entsprechende Strukturen

schlichtweg fehlen.

Unsere Selbsthilfegruppe

möchte Anlaufstelle sein

für alle Eltern mit Kindern

mit FASD oder Verdacht

auf FASD. Außerdem

möchten wir in

verschiedenen Feldern

dazu beitragen, dass diese

Behinderung endlich die

notwendige Aufmerksamkeit

erfährt und vermieden

wird. Wir wollen

uns in Jena einsetzen für:

• ein besseres Angebot zur Diagnostik und Beratung

• eine bessere Zusammenarbeit der zuständigen Stellen

• Aufklärungskampagnen und Prävention

• Information und Verbesserung von Hilfsangeboten

Wir treffen uns ungefähr alle zwei Monate.

Kontakt

Katja Pelzer

E-Mail: fasd-jena@gmx.de

Literatur zum Thema FASD

Ein Mensch hat genau so

viel Macht über dich, wie du

bereit bist, ihm zu geben.

Oliver Ribbert , Ichbinverbunden

Sich selbst in schweren Situationen

liebevoll annehmen …

Humorvoll

Humor als Lebenseinstellung und

Gesundheitsmotor

Das Leben ist reich

an Erfahrungen

und Erlebnissen. Da

gibt es gute, die uns

stärken, die uns froh

machen, die uns verbinden,

und es gibt

auch schwere und

dunkle Stunden. Alles

das haben die 22 Autoren

des Buches „Nix zu

lachen? Humor ist

gesund – besonders für

Kranke“ erfahren.

Bernhard Klenk und

Sylvia Sänger haben

ihre Geschichten gesammelt.

Sie erzählen

davon, wie man auch in

schweren Situationen

und in der Krankheit

aus vollem Herzen Ja zum Leben sagen kann. Ob es die Kraft

einer kleinen roten Schaumstoffnase ist, die dem Vater einer

kranken Tochter ein bisschen Zuversicht schenkt, der Patient,

der vor seiner Operation Luftballons mit Lachgesichtern an das

OP-Team verteilt, die junge Frau, die einen Vertrag mit ihrem

Medikament schließt, damit die Nebenwirkungen aushaltbar

sind – all das sind Beispiele wie es gelingen kann, mit Humor

eine Krankheit oder schwere Situation auszuhalten, wenn es

sein muss auch mit einem kräftigen „Boom Chaka-Laka“ dem

Burnout den Garaus machen.

Jeder einzelne Autor in diesem Buch hat seine ganz persönliche

Bewältigungsstrategie. Allen verbindend ist der Humor. Er

kommt nicht als laut lachender Schenkelklopfer daher, sondern

zeigt auf, wie hilfreich es ist, sich selbst auch in schweren

Situationen liebevoll anzunehmen, einmal die Perspektive zu

wechseln, sogar der negativsten Situation positive Seiten

abzugewinnen und natürlich auch zu lachen. Humor ist eine

Lebenseinstellung. Er kann die Widerstandskraft der Menschen

steigern, kann uns stärker machen. Das ist sogar wissenschaftlich

ganz gut belegt.

„Nix zu lachen? Humor ist gesund – besonders für Kranke“

ist ein Buch nicht nur für Kranke, auch für alle, die ihnen

Mut machen wollen!

Herausgeber:

Bernhard Klenk & Sylvia Sänger

Lektorat und Gestaltung:

art tempi communications GmbH, Köln

benningdesign, Kirchweidach

atp Verlag GmbH, Köln

ISBN: 978-3-943064-24-7

Seitenzahl: 100

Preis: 11,90 EURO

Von jedem verkauften Exemplar geht

ein Euro an die Frauenselbsthilfe Krebs,

Landesverband Thüringen e. V.

AndersGleich e.V.

barrierefrei

AndersGleich e. V. jetzt mit barrierefreien

Räumen in der Innenstadt!

Alle offenen Angebote und Workshops

sind für junge Menschen mit und

ohne Einschränkungen.

Wir sind ab sofort am

Carl-Zeiss-Platz 10 zu finden.

Dort gibt es regelmäßig Montag und

Dienstag ab 16:00 Uhr unsere offenen

Workshops.

Schaut auf: https://www.andersgleich.de

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Neurodivers

Selbsthilfegruppe

"Waggon Regenbogen"

ADHS und andere Formen von Neurodivergenz im Alter

(AD(H)S, ASS, BAS, HSP etc.)

Zielgruppe sind frühzeitig berufs-/erwerbsunfähige Betroffene

von AD(H)S und anderen Formen von Neurodivergenz¹,

welche sich alleingestellt fühlen und den Mangel an

sozialer Teilhabe verspüren.

Hintergrund

Wir mobilisieren uns und kreieren

unsere Zukunft selbst …

Die psychischen und physischen Folgeschäden aus unserer

ADHS-Power führen bei vielen von uns zum vorzeitigen Ende

ihres Berufslebens und damit hinaus aus diesem sozialen Umfeld.

Unsere Hauptenergiequelle, für Andere und mit Anderen

zu leben, gebraucht und anerkannt zu werden, beginnt zu versiegen.

Zudem führt die Veränderung der ADHS-Symptomatik

im Alter² im Familien- und Freundeskreis zu weiterer erheblicher

seelischer Belastung und lässt noch weniger Raum für Lebensfreude

zu. Wir fühlen uns abgestellt und geraten ins

„Nichts(mehr)zustandebringen“. Bewährte Strategien aus der

Vergangenheit funktionieren nicht mehr.

Wir befinden uns sozusagen „in einem Zug neben der Spur“.

Seitens der Politik wird die soziale Teilhabe als einer der wichtigsten

und wirksamsten Faktoren, die das Wohlergehen und

die Gesundheit älterer Menschen beeinflussen, leider nur für

die Allgemeinbevölkerung konzipiert. Für den hohen Anteil an

Neurodivergenz-Betroffenen im Alter besteht eine Grauzone,

in der die für neuronormale Menschen im Alter wirksamen

Maßnahmen der Integration nicht greifen und sich sogar schädigend

auswirken können.

Gruppenrahmen

Unter dem Motto: "Bin gerade neben der Spur. Ist schön da!"

finden wir uns, mobilisieren wir uns mit Spiel, Spaß und Kulturellem,

erfahren Wissenswertes und kreieren unseren Weg

in die Zukunft durch Selbsthilfe!

Vereint, mit der von Ideen und Tatendrang strotzenden Kraft

unserer Neurodiversität, schaffen wir uns unseren eigenen Antrieb,

stellen wir selbstbestimmt unsere Weichen auf neue Spur

und begeben uns auf heilsame, versöhnende und lebensfrohe

Weiterfahrt!

Einladung

Verschwende keine Zeit mehr damit, so zu werden, wie andere

dich haben wollen! Ruh dich aus, aber resigniere nicht! Sei "Du"

und finde deine Leute mit demselben Hintergrund, Menschen,

die sind wie du - hier im Waggon Regenbogen, der für Hoffnung,

Freude, Glück und Anerkennung steht!

Lernen wir unsere Neurodivergenz auch als Chance kennen,

anders, aber darin richtig gut zu sein!

Versöhnen wir uns durch "Annehmen" mit unseren problematischen

Zuständen und schaffen uns einen Ausgleich mit

Glücksmomenten und mit Aufgaben, die für uns sinnvoll, aktivierend

und stabilisierend sind.

Indem wir unsere Schwächen und Stärken in unseren Gruppen-

Kontext stellen, lassen wir uns nicht auf unsere individuelle Problematik

oder Schwäche reduzieren, sondern gewinnen gemeinsam

wieder an Mut und Antriebskraft, Inspiration und Anerkennung.

Wir leben nicht gegen sondern mit ADHS und/oder anderen

neurodivergenten Formen und begeben uns in eine Gemeinschaft,

die unsere Einschränkungen versteht und unser „aktiv

sein Müssen“ im Wissen um unsere Stärken zu aktivieren weiß!

Zukunftsmusik

Wir werden der Grauzone in unserer älteren Bevölkerung Farbe

geben können, indem wir auch mit gruppenübergreifenden

Projekten Öffentlichkeitsarbeit leisten. Und wir werden unsere

neuen Erfolgsstrategien im Umgang mit ADHS und anderen

Formen von Neurodivergenz im Alter an unsere junge Generation

weiterempfehlen können!

Kontakt

Begründerin / Organisation:

Ich bin Meike, 59 Jahre alt und seit 2016 dauerhaft erwerbsunfähig.

Die Diagnose ADHS bekam ich erst letztes Jahr. Nähere

Informationen zu meiner Person gibt es in der Gruppe, wo wir

uns über absolute Verschwiegenheit nach außen einig sind.

Meine E-Mail-Adresse lautet:

meike.waggonregenbogen@gmail.com

Gruppenintern können wir später auch eine

WhatsApp-Gruppe erstellen.

Unsere Gruppentreffen möchte ich mittwochs Nachmittag

(Abstimmung erwünscht) live im IKOS veranstalten. Über HelferInnen

und MitorganisatorInnen wäre ich sehr erfreut, um

Ausfälle zu vermeiden und vielseitige Möglichkeiten der Gruppengestaltung

ausschöpfen zu können.

Finden wir uns!

Mit herzlichen Grüßen

Meike

¹ Wenn die kognitiven Gehirnfunktionen eines Menschen von

denjenigen abweichen, welche die Gesellschaft als innerhalb

der Norm liegend (also als „normal“ oder „neurotypisch“) definiert,

dann wird dieser Mensch als neurodivergent bezeichnet.

(Im Gegensatz zum Englischen gebraucht man auch den

Begriff „neurodivers“ dafür.)

Der Begriff Neurodiversität bezeichnet die unendliche Vielfalt

neurokognitiver Funktionen innerhalb der menschlichen Spezies.

Einfacher gesagt, beschreibt Neurodiversität die Tatsache,

dass alle unsere Gehirne sich zwar in Aufbau und Struktur ähneln,

aber doch grundsätzlich unterschiedlich funktionieren

können. Neurodiversität ist also eine biologische Tatsache.

² Studien zeigen, dass ADHS-Betroffene im Alter weniger

Selbstwertgefühl, mehr soziale Probleme, mehr Ängste und

Depressionen und dadurch auch mehr gesundheitliche Schäden

haben als die allgemeine ältere Bevölkerung …

Quelle: https://www.adhs-deutschland.de

Gnocchi mit Spinat

Zutaten für vier Portionen

2 Schalotten

500 g Babyspinat

200 g Kirschtomaten

4 getrocknete Tomaten

1 EL Pinienkerne

800 g Gnocchi -

(aus dem Kühlregal)

Salz

2 EL Olivenöl

150 ml Gemüsebrühe

175 g Frischkäse

schwarzer Pfeffer

frisch geriebene Muskatnuss

Rezepte

Schalotten abziehen, fein würfeln. Babyspinat

waschen und trockenschleudern. Kirschtomaten

waschen und halbieren. Getrocknete Tomaten in

dünne Streifen schneiden. Gnocchi nach

Packungsanweisung in Salzwasser garen, bis sie an

der Oberfläche schwimmen und in ein Sieb abgießen.

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Schalotten

und getrocknete Tomaten darin andünsten. Mit

Brühe ablöschen. Frischkäse unterrühren. Spinat

portionsweise zugeben und in 3-4 Minuten

zusammenfallen lassen. Tomaten zugeben und alles

ca. 5 Minuten köcheln lassen. Gnocchi zugeben und

untermischen. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskat

würzen und servieren.

Tipp mediterran: In einer Pfanne Butter mit

frischem Rosmarin erhitzen. Die Gnocchi darin

anbraten, erst dann mit dem Gemüse mischen.

Quelle: slowly veggie, 01/2024, S. 19

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Wir entwickeln gemeinsam

Lösungswege für Sie …

Gesundheitsfördernd

Für Menschen mit dem Bedürfnis nach

einem vertraulichen Gespräch …

Vertraulich

Essen gegen Angst und Anspannung?

Ängste können den Alltag belasten und zu regelrechten

Essattacken führen, um die Psyche vermeintlich wieder ins

Gleichgewicht zu bringen. Denn: Kauen baut erst einmal

Anspannung ab, und das tut uns kurzfristig gut, jedoch werden

Gewicht und Blutzuckerspiegel ins Schwanken gebracht. Mit

den Themen Stressessen, Heißhungerattacken und Stimmungsschwankungen

landen immer mehr Patientinnen und

Patienten in der Ernährungsberatung.

Wie gelingt der erste Schritt zu einer besseren Tagesstruktur

mit mehr gesundheitsfördernden Routinen? In meiner Ernährungs-

und Lebensstilberatung gehen wir den Ursachen für das

bisherige Verhalten auf den Grund und entwickeln gemeinsam

Lösungswege für mehr Achtsamkeit im Alltag, damit Essen

nicht immer wieder als „Trostpflaster“ oder Kompensationsstrategie

im Stress genutzt wird.

Wissenschaftler sind sich einig: unser tägliches Essen hat einen

Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. Regelmäßiges Fastfood

lässt gesundheitsfördernde Bakterien im Darm zugrunde gehen

und fördert Botenstoffe, die stille Entzündungen auslösen. Unser

Glückshormon, das Serotonin, wird zu 90 Prozent im Darm

gebildet – ist dieser nicht leistungsfähig, merken wir das an

unserem Energielevel. Ein neuer Zweig – die Psychoneuroimmunologie

- zeigt Zusammenhänge zwischen Psyche, Nervenund

Immunsystem.

Mit kleinen Schritten hinsichtlich einer bewussteren Lebensmittelauswahl,

mehr Aktivität im Alltag und Zeit für Selbstfürsorge

kann ich bereits mehr Lebensfreude und gute Stimmung

erreichen.

Ich unterstütze Sie gern mit einer fundierten Analyse Ihres

persönlichen Essverhaltens, mit Einkaufstraining und Anregungen

zu bewusster Lebensstilanpassung, um eine bessere Balance

im Stress oder unter Anspannung zu finden.

Kontakt

Dr. Silvia Steiner

Tel.: 0179 7344667

Telefonseelsorge Ostthüringen:

Unterstützung für Ratsuchende und

Chance für Ehrenamtliche

Die Telefonseelsorge hat ein

offenes Ohr für Menschen in

Krisensituationen, die Beistand und

Unterstützung suchen. Egal, ob es um

persönliche Probleme, emotionale Belastungen

oder einfach nur um das

Bedürfnis nach einem vertraulichen Gespräch geht – die

engagierten Seelsorgerinnen und Seelsorger sind unter 0800 –

111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 rund um die Uhr erreichbar:

anonym, vertraulich und kostenlos.

Doch nicht nur Ratsuchende sind herzlich willkommen! Die

Telefonseelsorge Ostthüringen sucht auch engagierte ehrenamtliche

Seelsorgerinnen und Seelsorger, die ihre Zeit und

ihr Einfühlungsvermögen einbringen möchten.

Wenn Sie Interesse daran haben, anderen Menschen zu helfen

und Teil eines unterstützenden Teams zu werden, freuen wir

uns über Ihre Kontaktaufnahme! Eine fundierte Ausbildung

und regelmäßige Fortbildungen sind Teil des Engagements, sodass

Sie bestens auf Ihre Aufgaben vorbereitet werden.

Kontakt

www.telefonseelsorge-ostthüringen.de

Lebe farbenfroh!

Heute.

Atme Freude.

Schöpfe Vertrauen.

Spüre Erneuerung.

Entdecke Wunder.

Spende Trost.

Empfange Freundschaft.

Begegne Veränderungen.

Genieße Glücksmomente.

Lebe farbenfroh.

Heute.

Und an jedem Tag.

Andrea Durga

gefunden bei Marion Schmickler-Weber

AOK Plus-Versicherte erhalten Gutscheine für Ernährungsberatung.

Andere Krankenkassen übernehmen i. d. R. 80 % der Kosten.

Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht.

Karl Valentin

Finde den Mut, dich deinen Ängsten zu stellen,

NEIN zu sagen, wo Unstimmigkeiten deine Seele

berühren, und JA zum Leben zu flüstern, selbst

wenn die Last deiner Erschöpfung dich niederzwingt.

Oliver Ribbert, Ichbinverbunden

Foto: https://www.facebook.com/photo/

?fbid=10220714132643453&set=a.2106451001114

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CHANCE JENA

Eine Hörbehinderung ist für die Betroffenen

und deren Angehörige immer eine besondere

Herausforderung …

Koordiniert

Sozialer Dienst für Hörgeschädigte

in Thüringen

Unabhängige Beratung in Thüringen seit 2006 in Trägerschaft:

Deutscher Schwerhörigenbund, Landesverband Thüringen

und Sachsen-Anhalt in Mitteldeutschland e. V.

Eine Hörbehinderung kann viele

Gründe haben: sie kann angeboren

sein, sie kann als Folge von

Krankheit oder Unfall auftreten,

immer häufiger ist sie aber eine

Folge von Berufs- und Freizeitlärm.

Zunehmender Informations- und

Beratungsbedarf besteht zu den

Themen Tinnitus und Cochlear-

Implantat-Versorgung. Vor allem eine im Laufe des Lebens

eintretende Hörbehinderung stellt sich für die Betroffenen und

deren Angehörige als besondere Herausforderung dar.

Kommunikationsprobleme können persönliche und berufliche

Entwicklungen stark beeinflussen, Möglichkeiten der gesellschaftlichen

Teilhabe sind nur unzureichend bekannt, und die

Gefahr von Missverständnissen, Mutlosigkeit und Isolation ist

groß.

Vor allem aber sind die Neuregelungen im Gesundheitswesen

für die Betroffenen eine zusätzliche Barriere. Fördermöglichkeiten

sind oft nicht bekannt.

Gern koordinieren wir in Jena für Sie weiterhin Kontakte zu

ebenfalls Betroffenen, zu Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe und

informieren zu hörbehindertengerechten Veranstaltungen.

Zielgruppen des Sozialen Dienstes für hörgeschädigte Menschen

in Thüringen sind:

• Schwerhörige und CI-Träger (eingeschränktes Hörvermögen,

Unterstützung des Hörvermögens durch Hörgeräte

oder Implantat, Unterstützung der Lautsprachkommunikation

durch „Absehen“ und Restgehör) und deren Angehörige.

• Spätertaubte (ertaubt nach dem 3. Lebensjahr, begrenzte

Sprech- und Hörerfahrung, grammatikalischer Spracherwerb

in Anfängen möglich, Kommunikation über „Absehen

und „Gebärdensprache“ möglich) und deren Angehörige.

• Arbeitgeber von hörgeschädigten Menschen

• Bildungsträger vor allem der Alten – und Krankenpflege,

weitere Pflege- und Betreuungseinrichtungen

• Öffentlichkeit, um mehr auf das Thema in der Gesellschaft

aufmerksam zu machen und Unwissenheit und Berührungsängste

abzubauen.

Kontakt

Beratungszeiten in Jena

IKOS im AWO-Zentrum Lobeda-Ost

Kastanienstraße 11, 07747 Jena

Jeden 2. Montag im Monat von 12:00 bis 13:00 Uhr

Information und Kontakt

Sozialer Dienst und Beratungsstelle für

Schwerhörige, Ertaubte, Tinnitusbetroffene

und CI-Träger im „Haus des Miteinander

Hörens“

99427 Weimar

Bonhoefferstraße 24b

Tel.: 03643 422155

oder

Büro des Landesverbandes

99427 Weimar

Allstedterstraße 1

Tel.: 03643 422157

Kombucha senkt Nüchtern-Blutzucker

von Diabetikern

Das Ergebnis einer kleinen

Pilotstudie aus den USA

konnte zeigen, dass das regelmäßige

Trinken von Kombucha den

nüchtern-Blutzucker von Typ-2-

Diabetikern senken kann. Der mit

Hefen und Bakterien fermentierte

Gesundheitstrank aus China

reduzierte den durchschnittlichen

Nüchtern-Blutzuckerspiegel bei den

12 Probanden nach 4 Wochen von

164 auf 116 mg/dl – im Gegensatz zu

einem ähnlich schmeckenden Placebo-Getränk, dessen

Auswirkung auf den Blutzucker statistisch nicht signifikant

war. Ein normaler Nüchtern-Blutzucker hierzulande liegt bei

65 bis 100 mg/dl.

Quelle: Natur & Heilen, 11/2023, S. 8

Massiver Anstieg von Alkohol- und

Medikamentenmissbrauch

V

erstärkte

Gesundheitsinfos

finanzielle Sorgen durch die gestiegenen

Lebenshaltungskosten, aber auch die Dauerkrisen der

letzten Jahre haben zu einem massiven Anstieg beim Gebrauch

von Alkohol, stimmungsaufhellenden Medikamenten und

Schmerzmitteln in Deutschland geführt. Zu diesem Ergebnis

kommt eine aktuelle Studie der Pronova BKK, in deren

Rahmen bundesweit 150 Therapeuten zur „psychischen

Gesundheit in der Krise“ befragt wurden – darunter 50 Klinikpsychiater,

50 niedergelassene Psychiater sowie 50 Psychotherapeuten.

Vor allem die Volksdroge Alkohol rangiert dabei

auf den vorderen Plätzen: So gab mehr als die Hälfte der befragten

Therapeutinnen und Therapeuten an, dass ihre Patienten

im Krisenjahr 2022 einen erhöhten Alkoholkonsum an den

Tag gelegt hätten. Für das Jahr 2020 sagten dies nur knapp 30%

CHANCE JENA

der befragten Psychiater und Psychotherapeuten von ihren

Patienten. Ein ähnliches Bild zeigte sich im Bereich von

stimmungsaufhellenden Medikamenten und Schmerzmitteln:

42% der Psychiater und Psychologen stellten im Jahr 2022 einen

verstärkten Medikamentenmissbrauch bei ihren Patienten fest,

während diese Zahl 2020 bei gerade einmal 14% lag. Besonders

besorgniserregend sei der Anstieg all jener Patienten, die über

die Krisenjahre hinweg gleich zu mehreren Substanzen

gegriffen hätten, so die Autoren der Studie. Und: Vor allem neu

aufgenommene Patienten litten in hohem Maße unter

Alkohol-, Medikamenten- und Drogenproblemen und den

damit einhergehenden psychischen Begleiterkrankungen.

Quelle: Natur & Heilen, 8/2023, S. 52

Selbst ein ausgeschaltetes Handy

stört die Konzentration

F

orscher

der Universität Paderborn bestätigten frühere

Studienergebnisse, als sie herausfanden, dass die bloße

Anwesenheit eines ausgeschalteten Handys auf dem Tisch die

Produktivität und das Konzentrationsvermögen von

Untersuchungsteilnehmern empfindlich stört. Allein die

Tatsache, dass das Handy in Sichtweite war, beeinflusste die

kognitive Leistung, und die Probanden arbeiteten langsamer

und unkonzentrierter. Neben der Erfassung der Aufmerksamkeitsleistung

der 42 Studienteilnehmer untersuchten die

Wissenschaftler auch, ob die Beteiligten eventuell unter einer

Handysucht litten. Überraschenderweise habe die individuelle

Ausprägung der gemessenen Handysucht keine Auswirkung

auf den Effekt gehabt, hieß es von Studienleiter und

Psychologe Sven Lindberg. Der Studienautor rät,

Mobilfunkgeräte bei geistiger Arbeit in einem anderen Raum

zu platzieren und nicht sichtbar auf dem Tisch liegen zu lassen,

selbst wenn sie ausgeschaltet sind oder mit dem Display nach

unten liegen. Nur so werden die kognitiven Ressourcen,

nämlich unser anfälliges und schnell überlastetes Arbeitsgedächtnis,

nicht überfordert.

Quelle: Natur & Heilen, 10/2023, S. 9

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Wir brauchen dringend wirksame

Hilfen und Beachtung …

Entkräftet

SHG „Long X“ in Jena: „unsichtbar

Erkrankte“ die „unsichtbar für Politik

und Forschung“ und von der

Gesellschaft im Stich gelassen sind

Zum Jahresbeginn 2024 hat sich die SHG "Long-X-Jena"

erstmalig zusammengefunden. Der scheinbar seltsame

Name ist durch die vielen "Long- und Post-Varianten" verschiedenster

Erkrankungen inspiriert.

• Steffi ist als Ärztin dem SARS-CoV2 ausgesetzt gewesen

und wurde zum Pflegefall. Sie kann durch immensen selbst

gezahlten finanziellen Aufwand heute wieder in ihre

Wohnung zurückkehren, ist aber noch weit von einer

Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit entfernt.

• Frank hat vor zehn Jahren einen septischen Schock erlitten -

leidet immer noch an Spät- und Langzeitfolgen. Seine

Erfahrungen im Umgang mit den Spät- und Langzeitfolgen

nach einer überlebten Sepsis hat er auf seiner eigenen

Webseite niedergeschrieben: www.sepsisfolgen.info

• Christine lebt seit über 40 Jahren mit PEM bzw. ME/CFS

und wird durch fehlende Unterstützung immer wieder in

die Überlastung und damit in eine Verschlechterung

gedrängt.

• Stefan hat in Folge eines Insektenstiches die Infektion mit

einem zoonotischen Erreger erlitten, die PEM bzw. ME/CFS

initialisierte. Seine zuvor unabhängige Familie ist in große

ökonomische Nöte geraten, so dass ärztliche Behandlungskosten

(werden oft nicht von der gesetzlichen Krankenkasse

getragen) nicht finanziert werden können, also auch eine

Genesung nicht erschwinglich ist.

Der größte Teil der aktuell 39 Teilnehmer leidet an "Post-Covid",

was die Fachleute des Jenaer Uniklinikums seit Jahren vor

schier unlösbare Probleme stellt.

Die Hauptsymptome wie PEM und ME/CFS sind seit vielen

Jahrzehnten bekannt und per ICD Code verschlüsselt, doch eine

intensiv staatlich geförderte Forschung gab es bis 2020 nicht.

Auch mit dem Anstieg der Fallzahlen derer, die aus einer Covid-Infektion

"übriggeblieben" sind, war noch längst kein

Handlungsbedarf zu erkennen.

Wie schon 1960, als die Betroffenen als „überspannt“, „hysterisch“

oder „depressiv“ bezeichnet und in Psychiatrien abgeschoben

wurden, äußerten sich sehr schnell erste „Fachleute“,

dass die Erschöpfung, Belastungsintoleranz, die Schmerzen und

Ausfallerscheinungen des Nervensystems „psychosomatisch“

seien.

1970 vertraten Colin McEvedy (Psychiater) und Alfred W. Beard

(Psychiater) die Ansicht, es handle sich um ein hysterisches

Phänomen.

Öffentliche Vorträge und Aufrufe von Prof. Carmen Scheibenbogen

(Charité), die das Gebiet lange vor SARS-CoV2 beforschte,

drangen nicht in die Hirne dieser „Fachleute“ vor, so dass Betroffenen

in der ganzen Republik in vielen Fällen massives

Unrecht widerfahren ist. Wie so häufig sind Mythen und Legenden

auch in „Fachkreisen“ sehr hartnäckig, so dass die Betroffenen

trotz ihrer Erschöpfung einer permanenten „Pilgerfahrt“

durch die Fachkliniken und Praxen ausgesetzt sind.

Wartezeiten von „nur“ zwei Jahren sind leider keine Seltenheit

und haben dann doch nur ein „Wir können Ihnen nicht helfen!“

oder hilflose Ergo-, Physio- oder Psychotherapien zur

Folge, die keinen ernstzunehmenden Fortschritt oder sogar

eine Verschlechterung bewirken.

„… Kinder und Jugendliche verzeichnen oft hohe Schulfehlzeiten.

… Schwer betroffene Jugendliche können Schwierigkeiten

haben, einen Schulabschluss zu erreichen. Für erkrankte

Kinder und Jugendliche stellt die eingeschränkte Möglichkeit,

am Schulunterricht und an altersentsprechenden sozialen

Aktivitäten teilzunehmen, eine zusätzliche Belastung dar …“

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Myalgische_Enzephalomyelitis/Chronisches_Fatigue-Syndrom)

Das Versagen des deutschen Gesundheitssystems bezüglich

Forschung und Weiterbildung produziert weit höhere Kosten,

als der Aufwand für Forschung und Weiterbildung kosten

würde.

„… ME/CFS ist eine Krankheit mit volkswirtschaftlicher Bedeutung…

Umfassende Analysen der Folgekosten der Erkrankung

in Deutschland …Demnach könnten sich die wirtschaftlichen

Kosten in Deutschland auf jährlich 7,4 Milliarden

Euro belaufen …“

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Myalgische_Enzephalomyelitis/Chronisches_Fatigue-Syndrom)

Sehr bedauerlich ist hier auch der MISSBRAUCH der Psychosomatik,

um somatische Erkrankungen nicht diagnostizieren und

behandeln zu müssen.

Hier scheinen die bahnbrechenden Erkenntnisse der Psychologie

in den letzten 100 Jahren weit über das Ziel hinaus zu

schießen.

Eindeutig somatische Ursachen für psychische Folgen (also somatopsychisch)

werden von zu vielen gedankenlosen Medizinern

als „psychosomatisch“ bezeichnet, was für uns Patienten

den Abbruch jeglicher somatischer Diagnostik und Therapie

zur Folge hat.

Hier folgte dann bisher ein

deutlich preiswerter Verweis

auf Psychotherapeutische Intervention,

und Betroffene

wurden als „unwillig“, „störrisch“

oder „selbst dran schuld“

bezeichnet, wenn Psychotherapie

keine Wirkung auf die Somatik

zeigte.

Als unreflektierte überforderte

Therapeuten das auch noch

öffentlich äußerten, wurde eine

gesellschaftliche Stigmatisierung

befeuert, die bis hinauf in

die Entscheidungsebenen der

Politik nachhallt, wirksame

Hilfen verhindert und für mehrere

Suizide Erkrankter verantwortlich

ist.

Neben der Hilflosigkeit in medizinischen

Fragen ist jedoch die soziale Katastrophe der eigentliche

Skandal. Ämter, Behörden, Leistungsträger, Kranken-

und Rentenkassen überbieten sich mit bürokratischen

Hürden und bedrückender Unkenntnis über die Situation der

Erkrankten.

Die „Bürokraten-Hydra“ zeigt gegenüber den Betroffen ihr

perfides Können in der Verhinderung von Hilfen. Sehr häufig

werden den Betroffenen zur Beantragung Leistungen abverlangt,

die sie aufgrund ihrer Erkrankung nicht erbringen können,

um dann mit der Begründung „Verweigerung der Mitarbeit“

die Anträge abweisen zu können.

2021 wurden laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung deutschlandweit

ca. 500.000 Menschen erfasst, die wegen ME/CFS Behandelte

wurden. Darmkrebs ist mit 200.000 und Hautkrebs

mit ca. 220.000 Erkrankten pro Jahr deutlich stärker im Fokus

der Krankenkassen und der Öffentlichkeit.

Warum ist das so?

Der „Peer2Peer“-Dialog“ zu den Antragsverfahren und Ärzteadressen

nimmt regelmäßig den größten Zeitraum der Gruppentreffen

ein, die „hybrid“ mit lokal im Gruppenraum Anwesenden

und bettlägerigen Betroffenen online am Smartphone,

stattfinden.

Die Angehörigen unserer erschöpften und von vielen Schmerzen

geplagten Teilnehmer tragen durch das Versagen des Gesundheits-

und Sozialsystem eine sehr hohe Last.

Sie haben nur selten die Kraft,

an den Gruppentreffen teilzunehmen,

um zu erfahren, dass

die Probleme der meist Bettlägerigen

sehr real und bei allen

sehr ähnlich ausgeprägt sind.

Johannes, der sich mit viel Engagement

um Hilfen für seine

bettlägerige Freundin kümmert,

ist regelmäßiger Gast und

Unterstützer der Gruppe, die

außer ihm zu 100 % aus Betroffenen

besteht, die mit ihrer

Erkrankung buchstäblich aus

dem Leben gekippt sind.

PEM (Post-Exertionelle Malaise)

eine tiefe und lange Erschöpfung

nach geringer Belastung,

ist eines der Leitsymptome

der ME/CFS (G93.3, Myalgische

Enzephalomyelitis/

Chronisches Fatigue Syndrom), die von Laien und „Fachleuten“

als „Müdigkeits-Syndrom“ übersetzt wird, obwohl es sich

eindeutig um ein Erschöpfungs-Syndrom handelt, die Betroffen

i. d. R. an Schlaflosigkeit leiden, was bei einem „Müdigkeits-Syndrom“

sehr paradox erscheint.

Sehr dramatisch ist hier, dass fast alle Betroffenen unserer

Gruppe als Kinder erlernten, „mehr Leistung“ zu bringen und

ihre Grenzen weit zu überschreiten. Das haben fast alle nach

Beginn der Erkrankung aus eigenem Antrieb getan, damit jedoch

immer wieder neue Kippunkte erreicht, ab denen im Anschluss

keine Heilung/Verbesserung mehr eintrat.

Die Verschlechterung durch Überlastung wurde zum „neuen

Normal“. Viele Betroffene haben sich so mit viel Elan in die

Pflegebedürftigkeit hineingearbeitet.

Diesen Mechanismus haben fast alle Betroffenen unserer Gruppe

auch bei den Rehas und Kuren erlebt. Die Programme waren

46 47



CHANCE JENA

CHANCE JENA

auf einen Trainingseffekt durch die Regeneration nach Belastung

ausgelegt, die aus der Sportwissenschaft bekannt sind

(siehe Dr. Claudia Ellert zu PEM/Pacing).

Da bei PEM und allen damit verbunden Erkrankungen jedoch

die Regeneration gestört ist, haben viele Betroffene die Reha

auf eigenen Beinen begonnen und im Rollstuhl verlassen.

Viele Krankenkassen und Rentenversicherungsträger haben

hier einen massiven „Weiterbildungsstau“, der sich im Beharren

auf bürokratischen Mechanismen zeigt, die die Betroffenen

zusätzlich schädigen, wenn sie darauf eingehen.

Der „Weiterbildungsstau“ betrifft auch den Medizinischen

Dienst der Krankenkassen, dessen Bewertungskatalog eine

„Be-/Verhinderung durch Erschöpfung“ nicht vorsieht.

„Ein Patient, der gesund aussieht, kann nicht schwer krank

sein.“ führte auch hier für viele Betroffene in eine Katastrophe

durch „unterlassene Hilfeleistung“ der zuständigen Stellen des

Sozialsystems.

Wer sich zur Thematik belesen

möchte, kann mit dem Smartphone

die QR-Codes scannen.

• Bundesverband ME/CFS

Fatigatio e.V. Was ist ME/CFS?

• Deutsche Gesellschaft für

ME/CFS (mecfs.de)

Die Bitte, sich zu belesen, richtet sich jedoch vor allem an Politiker,

Mitarbeiter von Ämtern/Behörden und vor allem an Mediziner,

die leider häufig bis heute die an sie gerichteten Fachartikel

der Charité nicht kennen.

… aber auch Wikipedia bietet deutlich mehr Informationen an,

als den eigentlich Verantwortlichen geläufig ist.

Ich wünsche Euch Kraft! Euer Stefan

Kontakt

E-Mail: long-X-Jena@web.de

Wir treffen uns an jedem

ersten Freitag im

Monat von 14:00-16:00

Uhr im Gruppenraum

der IKOS in der Kastanienstraße

11 in Jena

Lobeda-Ost. Es gibt

auch die Möglichkeit

einer Teilnahme mit

Notebook oder Smartphone.

Bitte vor einer

Teilnahme anmailen!

Info von IKOS:

Auch in Weimar, Erfurt und Gotha sind Selbsthilfegruppen zu

Long-/Post-Covid/Post-Vac aktiv.

Kontakt Weimar

E-Mail: shg.covid.weimar@web.de

Ansprechpartnerin: Carolin Bräunig

Kontakt Erfurt

Tel.: 0174 3428855

Treffen an jedem ersten Mittwoch im Monat mit telefonischer

Voranmeldung im Waldcasino in Erfurt, 17:00 Uhr ab März

2025. In den Wintermonaten sind die Mitglieder online beim

Jenaer Gruppentreffen dabei, ab März also wieder in Präsenz.

Kontakt Gotha

E-Mail: koco19@mail.de

dienstags, 13:30-15:00 Uhr

Gothaer Mehrgenerationenhaus,

Hauptmarkt 17

Stimmen aus unsererer

Selbsthilfegruppe

B., 33 Jahre, berichtet:

„Ich bin als Autistin geboren und kenne die sensorische Überempfindlichkeit

sehr gut, die unsere Gruppenmitglieder beschreiben.

Als Kind haben mich Licht, Lärm, die vielen Gerüche

und das wirre Gewusel der Leute im Supermarkt regelmäßig

überfordert, wenn mich meine Mutter mit zum Einkaufen

nahm. Vom Overload bin ich entweder zusammengebrochen

(Shutdown) oder ausgerastet (Meltdown), habe das alles wie

eine Zuschauerin erlebt, ohne mich dagegen wehren zu können.

Als junge Frau konnte ich dann selbst steuern, in welchem

Umfeld ich mich wie lange bewege und kam ganz gut zurecht.

Ich konnte studieren, promovieren und als Ärztin in einem

Umfeld arbeiten, dass ich mir selbst gestalten konnte.

Die SARS-CoV2 Infektion hat meine Reizfilterschwäche in die

Kindheit zurückgeworfen. So wie auch andere Betroffene beschreiben,

ertrage ich Licht und Geräusche kaum noch.

An die Arbeit mit Patienten ist so nicht zu denken. Zudem

bricht mein Kreislauf zusammen, wenn ich mich aufrichte,

und die Beine zittern, wenn ich vom Bett zum WC laufe.

Vor meiner Erkrankung habe ich nichts von ME/CFS gewusst

und musste mit Erschrecken feststellen, dass G93.3 schon seit

den 60er Jahren im ICD steht, also allgemein bekannt sein

sollte. Durch meine massiv eingeschränkte Sehkraft seit der

Infektion lese ich nur noch wenig und wenn dann die aktuellen

Studien.

Bei der Lektüre der Schriften von Fr. Prof. Scheibenbogen

(Charité) wurde mir bewusst, dass sie lange vor SARS CoV2

die Symptome beforschte, kaum Forschungsgelder bekam und

sogar von Fachkollegen verspottet wurde.

Als Medizinerin fühle ich mich umso ohnmächtiger angesichts

der katastrophalen „Fehlfinanzierung“ (Forschungsgelder)

seitens der vielen Bundesregierungen (SPD, CDU und Koalitionen),

die unsere Republik seit den 60er Jahren hatte.“

T., 50 Jahre, berichtet:

„Ich führe seit der Erkrankung das Leben eines Greises von 90

Jahren und habe auch die Kognition eines „klugen“ Greises.

Das heißt, ich stehe als 70jähriger mit schmerzenden Gelenken

auf, brauche über eine Stunde, um überhaupt etwas in

Schwung zu kommen. Aufstehen und schnelle Bewegung in

der Wohnung verursachen Schwindel, und der Weg zum

Briefkasten und zurück ins 1. OG gleicht der Erschöpfung

nach einem straffen Fußmarsch auf den Jenzig. Mein Herz

schlägt dann schwer und schnell, und der Blutdruck ist auch

nach Minuten noch bei 160 zu 110 und der Puls bei 150. Der

Körper ist überfordert und kommt nicht zur Ruhe.

Spätestens 11:00 Uhr muss ich im dunklen Schlafzimmer ruhen,

denn die aufrechte Haltung im Stehen oder Sitzen überfordert

den Kreislauf. Nach einer Stunde waagerecht auf dem

Rücken (ich kann nicht schlafen) kann ich das Mittagessen

bereiten, noch etwas in die Zeitung schauen, bevor die Buchstaben

verschwimmen und muss dann von 14:00 bis 16:30 Uhr

wieder waagerecht und bei Dunkelheit ruhen.

Stehe ich dann auf, bin ich gefühlt 80 Jahre alt und kann Lärm

und Licht schon deutlich schlechter verkraften als am frühen

Vormittag.

Die Tätigkeiten am Nachmittag gehen mir noch viel langsamer

und ungeschickter von der Hand und erschöpfen mich noch

viel schneller, so dass ich zum Abendessen das gefühlte Alter

von 90 Jahren erreicht habe.

Wege zu Ämtern, zu Ärzten oder zum Einkauf kann ich nur

am Vormittag erledigen, und sie gleichen einer Weltreise.

Viele von Euch kennen das von ihren Eltern oder Großeltern,

wenn sie zum Einkauf im Supermarkt satte zwei Stunden benötigen

und danach für den Rest des Tages erschöpft auf dem

Sofa hocken. Sie sind nicht faul, nicht untrainiert, nicht depressiv,

nicht … sondern einfach nur von geringer Belastung

sehr schnell erschöpft.

Eben dieses greisenhafte Leben führe ich nun seit vier Jahren.

Obwohl mein Kopf voller Neugier und Ideen steckt, ist der

Körper nicht mehr belastbar.“

V, 25 Jahre, berichtet:

„Stell Dir vor, Du bist ein Auto.

Ein Familienkombi und hast nur den Tank eines Rasenmähers.

Du bist groß und kräftig und könntest die Familie zu schönen

Ausflügen oder in einen tollen Urlaub tragen, doch der Tank

lässt nur 2x bis zur Schule oder Kita zu.

Dann ist der Tank leer und die nächste Rasenmäher-Tankfüllung

bekommst du erst über Nacht.

Achte ich mal nicht auf die Strecke (Pacing bei PEM oder

ME/CFS,) wird es richtig problematisch, entweder der

Grundschlamm im Tank schädigt mich für viele Tag, bis meine

Einspritzanlage wieder durchgespült ist oder ich bleibe

gänzlich stehen, und man muss mich abschleppen. Ich schaue

voller Neid auf die Autos mit „normal großem Tank", doch

die lachen mich aus, denn unter meinem Blechkleid sieht

man nicht, dass mein Tank nur der eines Rasenmähers ist.

Ich hoffe, ich konnte über die Analogie unser Problem verbildlichen.“

48 49



CHANCE JENA

Gruppe „Stehauf“ feiert 2025 ihr

20jähriges Bestehen

G

era

Gut unterwegs trotz Einschränkung …

Bewegend

ist einer von vier Standorten für Selbsthilfeangebote

für Menschen mit Amputationen und für uns in Jena am

naheliegendsten. Deshalb hier gern der Hinweis auf diese

Gruppe, falls es in unserer Stadt Interessierte an der Mitarbeit

bei diesem Gruppenthema geben sollte.

Liebe Mitglieder, liebe Förderer und Unterstützer von

„Stehauf“!

Wie schnell sind 20 Jahre Selbsthilfegruppenarbeit in unserer

Amputierten-Gruppe „Stehauf“ vergangen.

Im Juni 2005 haben wir uns im AOK Plus Gebäude in Gera gegründet

und sind inzwischen auf ca. 40 Mitglieder gewachsen.

Unser Ziel war und ist es bis heute, eine Verbesserung der Lebensqualität

amputierter Menschen zu unterstützen und Anregungen

zu geben, welche Themen unter unseren besonderen

Lebensumständen wichtig sind, z. B.:

• Es braucht ein bundesweites Amputierten-Register.

• PEER-Beratung in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft

für Gesundheits- und Wohlfahrtspflege

• erstes bundesweites Treffen für amputierte Menschen mit

organisiert

• MRSA/MRE – Aktion Saubere Hände in Gesundheitseinrichtungen

unterstützen, um Amputationen zu vermeiden

• Besuche im Gesundheitsministerium Berlin, Teilnahme an

Weiterbildungen in relevanten Kliniken

• Sportveranstaltung –

Bereich Tischtennis

• Besuch von Thermen

in Sachsen und Thüringen,

um Behinderte

besser zu integrieren

• Unterstützung bei Widersprüchen,

Gesundheitsgesprächen,

beim

Formulieren von Vorsorge-

und Patientenverfügungen

• Projekte mit Gehschule

und Physiotherapien

• Präsenz bei Gesundheitstagen

und Weiterbildungen

über unsere

Ehrenamtszentrale in

Gera

Ärzte, Psychologen, Orthopädiemeister, Rehas für Amputierte

können nicht alle Sorgen und Zweifel ausräumen. Genau hier

liegt das Augenmerk unserer Unterstützung im Alltag, um mit

den täglichen Herausforderungen besser zurechtzukommen.

Aus unserem umfänglichen Erfahrungswissen geben wir gern

Hinweise u. a. zur PKW-Umrüstung, zum Wohnungsumbau,

zur Pflege und dem Umgang mit Hilfsmitteln weiter.

Amputierte Menschen können, wenn ein gutsitzender Prothesenschaft,

ein sicheres Kniegelenk und Fuß vorhanden sind,

viele Jahre eine hervorragende Arbeit in ihrem Arbeitsumfeld

und im Berufsleben leisten.

Aktuell beraten und begleiten wir als PEERs Amputierte, die

sich gern in ihrer Prothesensprechstunde vorstellen möchten.

Wir helfen Ihnen bei der Suche nach: Fachärzten, Krankenkassen,

Reha-Trägern & Reha-Beratern, Krankenhäusern & Reha-

Kliniken, Orthopädietechnikern & Sanitätshäusern, Physiotherapien

& Ergotherapien, Behindertenfahrschulen, Schmerztherapeuten,

Ehrenamtszentralen, Rechtsberatungen, Sportverbänden,

Sozialdiensten.

Lebe! Und geh‘ Deinen Weg ...

Kontakt

Gerd Kästel

E-Mail: shg-stehauf@hotmail.de

https://stehauf-gera.jimdofree.com

Gesundheitsinfos

Kontaktlinsen setzen Mikroplastik in

die Augen frei

Forschende der chinesischen Nanjing Universität haben in

einer aktuellen Studie herausgefunden, dass Mikroplastik

– winzige Kunststoffpartikel von bis zu 5mm Länge – nicht nur

über die Nahrung und Wasser in unseren Körper gelangen

können. Auch Träger von Kunststoff-Kontaktlinsen laufen bei

einer Tragedauer von 10 Stunden am Tag Gefahr, dass pro Jahr

etwa 90.000 winzige Plastikpartikel in das Auge gelangen

können. Über das Sehorgan wiederum gelangen die Kunststoff-

Fragmente in den Körper. Die Last der freigesetzten Partikel

hing von der vorgesehenen Tragedauer ab: So setzten Tageslinsen

in der Untersuchung mehr Partikel frei als Monatslinsen.

Welche Auswirkungen auf Körper und Gesundheit die

winzigen Plastikteile haben, ist derzeit noch nicht vollständig

geklärt. Im letzten Jahr wurden aber Partikel im menschlichen

Blut gefunden, zudem ist bekannt, dass sie sich in Organen

absetzen.

Quelle: Natur & Heilen, 10/2023, S. 9

Wacholderbeer-Öl: pflanzliches Mittel

bei Verdauungsbeschwerden

Das ätherische Öl der Wacholderbeeren

wirkt entblähend

(karminativ), verdauungsfördernd,

antibakteriell und antientzündlich,

es regt die Darmtätigkeit an und

fördert die Verdauungssäfte. Das hat

den Europäischen Ausschuss für

pflanzliche Arzneimittel (Committee

on Herbal Medicinal Products)

veranlasst, das ätherische Öl der

Wacholderbeere als heilsame Möglichkeit bei dyspeptischen

Beschwerden zu empfehlen. Dazu gehören Völlegefühl nach

dem Essen, Übelkeit, frühes Sättigungsgefühl, Magenschmerzen

oder Blähungen – Symptome, von denen vor allem

CHANCE JENA

der obere Bauch betroffen ist. Als organische Ursache für die

Beschwerden werden die Refluxkrankheit oder auch ein

Magen- oder Darmgeschwür verantwortlich gemacht. Bei der

funktionellen Dyspepsie (auch: Reizmagen) wird dagegen kein

körperlicher Auslöser gefunden. Vor allem die Beerenzapfen

des Gemeinen Wacholders (Juniperus communis) sollen eine

gute Quelle für ein qualitativ hochwertiges Wacholderbeer-Öl

sein. Aber Achtung: bei längerer Anwendung kann das Öl das

Nierengewebe reizen.

Quelle: Natur & Heilen, 10/2023, S. 8

Emotionales Essen –

der Hunger der Psyche

U

nangenehme

Gefühle wie Angst, Einsamkeit, Langeweile,

Frust, Wut oder Trauer auszuhalten, ist nicht leicht. Um

diese Emotionen nicht mehr zu spüren, verdrängen viele

Menschen sie und lenken sich ab. Neben Alkohol, Fernsehen,

Instagram & Co. ist auch der Griff in den Kühlschrank oder in

die Süßigkeiten-Schublade ein erlernter Mechanismus zur

Verdrängung unerwünschter Emotionen. Die Krux dabei ist,

dass der seelische Hunger sich oft genauso anfühlt wie der

körperliche. „Doch physischer Hunger entwickelt sich langsam,

und der Magen beginnt zu knurren. Beim Essen zur Gefühlsregulation

dagegen überfällt uns der Appetit eher plötzlich,

und es verlangt uns nach besonders kalorienreichen und

zuckerhaltigen Lebensmitteln“, erklärt Dr. Sylvia Böhme, Psychologin

und Psychotherapeutin bei der AOK. Die Folgen:

Menschen nehmen eventuell an Gewicht zu, und das Risiko für

Herz-Kreislauferkrankungen steigt. Was tun? Zunächst einmal

gelte es, das gewohnte Muster zur Stressbewältigung bewusst

zu machen. Ein Achtsamkeitstraining kann dabei helfen, eine

andere Antwort auf emotionalen Stress zu finden und echten

Hunger von emotionalem Essen unterscheiden zu lernen.

Diäten dagegen seien wenig hilfreich, so die Expertin. Es gelte

dagegen, den Ursachen, also den nicht angemessen verarbeiteten,

unangenehmen Gefühlen, auf den Grund zu gehen.

Quelle: Natur & Heilen, 10/2023, S. 8

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CHANCE JENA

Pinnwand

Neue und bereits bestehende Gruppen

suchen Aktive und Interessierte

CHANCE JENA

Bipolar

Wir sind eine Selbsthilfegruppe für

Menschen aus Jena und Umgebung mit

einer bipolaren affektiven Störung (auch

manisch-depressive Erkrankung genannt).

Sie wurde im Frühjahr 2021 gegründet.

Für uns als Betroffene bedeutet Selbsthilfe,

Verantwortung für sich und andere

zu übernehmen, um mehr Stabilität und

Lebensqualität zu gewinnen.

Interessenten bitten wir um vorherige

Kontaktaufnahme.

Kontakt: Thomas Greiner über die IKOS

SelbstHilfeVerband

Kontaktabbruch

Junge Menschen mit Kontaktabbruch

zur Familie

Befindest du dich in der Situation, kaum oder

gar keinen Kontakt mehr zu deiner Familie zu

haben, egal aus welchen Gründen? Du bist

nicht allein! Wir sind eine Gruppe junger

Menschen (Mitte/Ende 20), die ähnliche

Erfahrungen gemacht haben. Jeder von uns hat

seine eigene Geschichte und Gründe für den

Kontaktabbruch. Wir durchleben unterschiedliche

Phasen – mal fühlt man sich erleichtert,

mal belastet. Unsere Treffen sind entspannt und

locker – wir treffen uns wie Freundinnen und

Freunde in Cafés, auf Flohmärkten oder bei

Konzerten, nicht in typischen Gesprächsrunden.

Wenn du neugierig bist und uns kennenlernen

möchtest, melde dich gern bei uns. Du kannst

das auch anonym tun. Deine Kontaktaufnahme

bleibt vertraulich. Folge uns auf Instagram

unter @jmenschenohnekontaktzurfamilie oder

schreibe uns einfach unter:

E-Mail: dubistniemalsallein1@web.de

FORUM GEHIRN e.V.

Gruppe Jena

Für den Aufbau einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen

und deren Angehörige werden Betroffene gesucht. Themen der Gruppe können sein:

Schädel-Hirn-Verletzung, Schlaganfall, Koma oder Apallisches Syndrom.

Wir möchten durch Hilfe zur Selbsthilfe und durch Erfahrungen der Gruppenmitglieder in

den persönlichen Austausch kommen. Bitte melden Sie sich bei Interesse für den Aufbau

einer neuen Selbsthilfegruppe bei der IKOS.

Erfahrungen mit

beeinträchtigten

Geschwistern

Austausch von erwachsenen Geschwistern

behinderter Menschen

Wir haben lebenslange Erfahrungen mit unseren

beeinträchtigten Geschwistern, wir nehmen Anteil

oder übernehmen Verantwortung, solange wir

denken können. Wir sind Profis im Verstehen

unserer Geschwister und manchmal ratlos, wenn

sich unser Leben ändert oder unsere Geschwister

Entscheidungen einfordern. All das tragen wir.

Es belastet und stärkt uns gleichermaßen.

Wer aber hört zu, wenn wir nicht weiterwissen?

Wer steht uns fachkundig bei, wenn wir unsere

Geschwister auf unabsehbare Zeit eng begleiten

müssen und wollen? Wer kann nachvollziehen,

welche Gespräche mit unseren Eltern wir führen,

um beste und zeitgemäße Ideen durchzusetzen,

die unseren Geschwistern ein selbstbestimmtes

Leben ermöglichen?

In unserer Selbsthilfegruppe können wir unsere

Sorgen und Erfahrungen teilen, uns Anerkennung

schenken und Lösungen suchen. Wir können

perspektivisch gesellschaftliche Entscheidungen

beeinflussen, die behinderte Menschen und unsere

Aufgabe sichtbar machen und Teilhabe

voranbringen.

Kontakt über Birgit; Tel.: 0157 50954510,

E-Mail: jena@erwachsene-geschwister.org

"Waggon

Regenbogen"

ADHS und andere Formen von

Neurodivergenz im Alter

Zielgruppe: sind frühzeitig berufs-/

erwerbsunfähige Betroffene von AD(H)S und

anderen Formen von Neurodivergenz, welche

sich alleingestellt fühlen und den Mangel an

sozialer Teilhabe verspüren.

Wir finden uns, mobilisieren uns mit Spiel,

Spaß und Kulturellem, erfahren

Wissenswertes und kreieren unseren Weg in

die Zukunft durch Selbsthilfe!

Vereint mit der von Ideen und Tatendrang

strotzenden Kraft unserer Neurodiversität

schaffen wir uns unseren eigenen Antrieb,

stellen wir selbstbestimmt unsere Weichen auf

neue Spur und begeben uns auf heilsame,

versöhnende und lebensfrohe Weiterfahrt!

Ich bin Meike, 59 Jahre alt und seit 2016

dauerhaft erwerbsunfähig. Nähere Informationen

zu meiner Person gibt es in der

Gruppe, wo wir uns über absolute Verschwiegenheit

nach außen einig sind.

Bei Interesse bitte melden unter:

E-Mail:

meike.waggonregenbogen@gmail.com

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Neue und bereits bestehende Gruppen

suchen Aktive und Interessierte

CHANCE JENA

Selbstfürsorge

für pflegende

Angehörige

Mit der Pflege eines Angehörigen

verändert sich das ganze Leben. Freizeit

wird zu einem seltenen Gut, Stress zum

ständigen Begleiter, und oftmals leiden

das Wohlbefinden und die eigene

Gesundheit. Pflegende Angehörige fühlen

sich oft physisch und psychisch erschöpft.

Durch Achtsamkeit und bewusste

Selbstfürsorge können Sie dem Stress

entgegentreten und zu mehr Kraft und

innerer Ruhe zurückfinden. Diesen Raum

möchte ich mit meinem Gruppenangebot

bieten. Tauschen Sie sich mit

Gleichgesinnten aus und erfahren Sie,

wie einfache Rituale Ihren Alltag positiv

beeinflussen können. Schon kleine

Veränderungen in Ihrem Alltag können

etwas bewirken und Ihnen guttun. Falls

Sie Interesse an einem Austausch haben,

melden Sie sich gern bei mir.

Anett Urban

E-Mail: kontakt@ich-selbst-sein.info

Psychische

Belastung am

Arbeitsplatz und

Burnout

In erster Linie geht es in der Selbsthilfegruppe

darum, gemeinsam ins Gespräch zu

kommen, um in einem mitfühlenden

Miteinander Kraft und Unterstützung in

Zeiten von erhöhter psychischer Belastung

am Arbeitsplatz zu finden. Wir möchten uns

mit anderen Gruppenteilnehmern über

psychisch belastende Situationen am

Arbeitsplatz austauschen, gemeinsam

Verhaltensweisen im Konflikt lernen, um sie

besser lösen zu können.

Der Austausch über psychische Störungen,

die am Arbeitsplatz sein können, soll im

Mittelpunkt stehen.

Wir wollen Hilfestellung zum Erkennen

von Störungen, auch bei Kollegen und

Vorgesetzten, leisten.

Bei Interesse an der Gruppe melden Sie

sich bitte per E-Mail: thkjena@gmail.com

oder telefonisch unter 0175 1526513

Long X

Long-X-Jena – Austausch- und Vernetzungsgruppe

- für Menschen mit

Long Covid, Post Covid, Post Vac, Post

Borreliose / Long Lyme, Post Sepsis,

Post Malaria...

Wir sind eine Selbsthilfegruppe für

Betroffene mit postinfektiösem oder

persistentem Verlauf. Menschen, die

betroffen sind von Long-/Post-Covid,

Post-Vac, Post-Borreliose, Post-Sepsis,

Post-Malaria, Post ... was auch immer,

sind herzlich willkommen. Es werden

vor allem Angehörige gesucht, die bei

Gruppentreffen die Aufgaben übernehmen

können, für die die Betroffenen zu wenig

Kraft haben.

Die Anmeldung für die Teilnahme erfolgt

über die folgende E-Mailadresse:

long-X-Jena@web.de

IKOS Jena, Tel.: 03641 8741161,

E-Mail: ikos@awo-mittewest-thueringen.de

Mukoviszidose

Mukoviszidose e. V. -

Regionalgruppe Thüringen

Wir sichern Ihnen völlige Anonymität zu.

Bei uns gibt es geschützte Gruppenräume für die Treffen.

Die Selbsthilfegruppe „Mukoviszidose

Regionalgruppe Thüringen“ hat sich 2024

gegründet. Wir sind eine kleine, aber

wachsende Gruppe von Betroffenen,

Angehörigen und Interessierten, die sich

gegenseitig unterstützen und austauschen

möchten. Unser Ziel ist es, den Alltag mit

Mukoviszidose gemeinsam zu meistern und

uns zu vernetzen. Wir möchten eine erste und

wichtige Anlaufstelle für Eltern und

Mukoviszidose-Betroffene in Jena sein.

Melden Sie sich, wenn auch Sie aus dem

Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit

Gleichbetroffenen Mut und Hoffnung

schöpfen möchten und somit für Ihr Leben

mit der Mukoviszidose profitieren können.

Kontakt zur Gruppe: Martin Bauer

E-Mail: m_bau@gmx.net

Kontakt

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Wir reichen uns die Hand und

stützen uns gegenseitig …

Selbstbestimmt

Wie Du wieder Deine Weiblichkeit

leben kannst - trotz Erfahrungen

sexuellen Missbrauchs

Das Thema sexueller Missbrauch ist so tabuisiert und mit

Schuld und Scham behaftet, wie kaum ein anderes in

unserer westlichen Kultur. Andererseits fühlt es sich für mich

so an, als wäre jede dritte Frau davon in irgendeiner Form

betroffen. Die Dunkelziffer ist gewaltig, was sicherlich auch mit

dieser Tabuisierung zusammenhängt. Viele Frauen schämen

sich, darüber zu reden, sind gehemmt und fühlen sich selbst

schuldig.

Mit Erleben einer solchen Grenzüberschreitung verlieren viele

Frauen ihren Zugang zur eigenen Sinnlichkeit und Lust. Es ist,

als ob das „Sich selbst zu hundert Prozent lieben und annehmen“

durch jene Erfahrungen dauerhaft gestört wird.

Hier wäre es wichtig, hinzuschauen und nach Wegen zu suchen,

wie dieses mit Schuld und Scham behaftete Gefühl bezüglich

der eigenen Weiblichkeit und Sexualität wieder aufgelöst

werden kann. Mir ist bewusst, dass das ein sehr empfindliches

Thema ist, das so tief berührt. Und doch weiß ich aus meiner

Arbeit mit Frauen und meiner eigenen Erfahrung, dass es

auch hier Wege gibt, um wieder die Weiblichkeit, das eigene

Spüren und Erleben in eine erfüllte Sexualität münden zu lassen.

Dies bedarf allerdings kleiner, sehr feiner und subtiler Schritte

in die richtige Richtung. Im Folgenden möchte ich Dir einige

mögliche Wege aufzeigen, die Dich dabei unterstützen können,

wieder zurück in Deine Weiblichkeit zu finden und Dich als das

anzunehmen, was Du bist: Ein wunderbares, wunderschönes

Geschöpf, welches auch sinnlich und leidenschaftlich sein darf.

Du darfst Dir das selbst erlauben und genießen.

In diesem Beitrag möchte ich Dich daran erinnern, wie viele

Möglichkeiten Du hast und dass es immer einen Weg gibt, dass

Du wieder in Deine weibliche Kraft gelangen kannst.

Jedoch möchte ich vorab betonen, dass diese Werkzeuge und

Möglichkeiten, die Du nutzen kannst, ihre Zeit bedürfen. Erwarte

nicht, dass nach ein oder zwei Mal des Ausprobierens,

sich alles, was Du erlebt hast, neutralisieren kann. Das bedarf

Zeit, wahrscheinlich Monate, wenn nicht gar Jahre. Also sei

sehr liebevoll und geduldig mit Dir selbst.

Darüber reden

In erster Linie ist es wichtig, vor allem auch darüber zu reden,

was Du erlebt hast und inwieweit Dich das bis heute beeinflusst.

Das darüber Reden, es sprichwörtlich von der Seele reden,

ist der erste und wesentliche Schlüssel, damit es leichter

werden kann. Suche Dir also auf jeden Fall Vertrauensmenschen,

denen Du Dich in Bezug auf das, was Du erlebt hast und

wie Du Dich damit fühlst, öffnen kannst.

„Innere Kind”-Arbeit

Einer der weiteren wesentlichen Schlüssel ist die „Innere Kind“-

Arbeit. Das heißt, erst einmal wieder Kontakt mit Dir und den

Anteilen in Dir herzustellen, die in irgendeiner Form schwer

gekränkt, verletzt oder missbraucht wurden oder über deren

Grenzen gegangen wurde. Also nimm Dir dafür auch Zeit und

Raum, um Dich wieder mit Dir selbst und allem in Dir zu verbinden,

was unter dem Missbrauch gelitten hat.

Wenn Du Dich mit diesen Themen auseinandersetzt, sei Dir gewahr,

dass auch ganz viel Emotionen noch hochkommen können.

Vielleicht erlebst Du auch eine Erstverschlimmerung und

bist von den Gefühlen überwältigt. Also sei auch soweit mutig

und nimm Hilfe in Anspruch, wende Dich an verschiedene Beratungsstellen,

einen Menschen des Vertrauens oder wähle eine

psychologische Begleitung. Es ist wichtig, dass Du verstehst,

dass Du umgeben bist von Menschen, die Dich dabei unterstützen

werden. Und vor allem, dass es sehr vielen Frauen so geht.

Es ist wichtig, dass wir uns jetzt alle die Hand reichen und uns

gegenseitig dabei unterstützen, um wieder in unsere Kraft zu

gelangen. Es ist wesentlich für die jetzige Zeit, dass wir Frauen

in unsere Kraft gelangen. Solange wir uns selbst klein halten,

wegen dem, was wir erlebt haben, bleiben wir kraftlos. Respektive

sind vor allem unsere unteren Chakren (Energiezentren im

Körper - ähnlich dem chinesischen Meridian System) blockiert,

und unsere innere Lebenskraft ist in ihrer freien Zirkulation

gehemmt. Davon sind besonders das Wurzel-, Sakral- und auch

Solarplexus-Chakra betroffen. Das heißt, es ist entscheidend,

dass Du Dich jetzt Dir zuwendest und den Schlüssel in Dir findest,

um in Deine Kraft zu gelangen. Und dazu bedarf es der

Auflösung, oder besser gesagt, der Resonanzänderung dieser

traumatischen Erlebnisse und ihrer Folgen.

Übung: Sich nackt im Spiegel ansehen

Was mir persönlich sehr geholfen hat, um auch wieder eine gesunde

Sexualität zu leben, ist, dass ich mich sehr lange und oft

nackt vor den Spiegel gestellt habe. Einfach zu schauen, mich

zu sehen, mich so anzunehmen, mich so zu lieben, wie ich bin.

Mit allem, was dazugehört, mit allen Fältchen und Unperfektheiten,

die meinen Körper so einzigartig machen.

Sich so im Spiegelbild anzunehmen, das macht ganz viel, vor

allem, wenn Du nackt vor dem Spiegel stehst und Dich in Deiner

ganzen Ursprünglichkeit und Natürlichkeit betrachtest. Mit

der Zeit wird es passieren, dass Du anfängst, Dich zu mögen,

auch an Dir etwas Schönes empfindest, auch wenn Du vielleicht

vorab Deinen Körper als abstoßend empfunden hast.

Bleib einfach weiter vor dem Spiegel stehen und betrachte

Dich, so gut es geht, ganz neutral. Mustere Dich und beobachte,

wie Dein Körper sich bewegt. Wie Du atmest. Ohne zu bewerten,

ohne zu beurteilen. Es einfach geschehen lassen und

betrachten.

Was ist Dir dienlich?

Es gibt natürlich noch mehr Alternativen und ich werde

weitere vorstellen. Aber ich betone vorab, dass es einer von

vielen Wegen ist. Das ist der Weg, den ich genutzt habe.

Fühle in Dich hinein, ob es auch für Dich stimmig ist. Also

sei auch bei der Suche nach dem richtigen Weg ganz liebevoll

und achtsam mit Dir. Ob es sich für Dich gut anfühlt oder ob

es eher Unwohlsein erzeugt. Es ist ohnehin ganz entscheidend,

dass Du nur noch Dinge tust, die dir Freude bereiten.

Weiteres Unwohlsein zuzulassen, weil Du denkst, dass irgendetwas

Dir helfen könnte, bedeutet nur wieder, über

Dich und Deine Bedürfnisse zu gehen. Sei da bitte ganz bei

Dir und liebevoll mit Dir und achte darauf, was Du in jenem

Moment brauchst.

Nimm Dir Deine Zeit

Es kann sein, dass Deine „inneren Kinder“ noch gar nicht so

weit sind, sich mit der Sexualität auseinanderzusetzen. Es

kann sein, dass Du vorab noch viel, viel mehr anderes

brauchst. Das eben erst das Darüberreden, die „Innere Kind”-

Arbeit, die begleitende Psychotherapie die ersten Schritte sind,

bis Dein Körper überhaupt bereit ist, den nächsten Heilungsabschnitt

zu betreten. Ganz wichtig, sei da bitte sehr,

sehr liebevoll und achtsam mit Dir selbst. Das ist das Wesentliche:

Dass Du von nun an gut für Dich sorgst.

Über die Autorin

Dr. phil. Julia König

Philosophische Praxis,

Coaching, Supervision -

wissenschaftlich fundierte

Vorträge, Seminare und

Beratung zu Zirbeldrüse,

Körper-Geist-Verbindung,

Buddhismus, Herzöffnung,

Meditation

Leiterin des Instituts für Bewusstseinsentfaltung,

Herausgeberin

bewusstseinsbefreiender

Bücher, Initiatorin von

Kongressen und Projekten

Gründerin der gemeinnützigen

Stiftung Bewusst KIND sein

(derzeit in Gründung)

Förderung von Resonanz verändernden

Ausbildungen,

kostenfrei für Kinder und

Jugendliche

Sexuelle Lust wieder in kleinen

Schritten zulassen

Mein Weg war es – nachdem ich mich sehr oft und lange im

Spiegel nackt betrachtet hatte – meinen Körper, meine Brüste

und meinen Schambereich nackt vor dem Spiegel zu berühren.

Das hat mir eine Lust auf mich selbst beschert, eine Art Freude

mit mir selbst, die ich nur mit mir selbst teile. Und dann hat

sich das immer weiterentwickelt, dass ich auch Werkzeuge genutzt

habe; kleine Spielgeräte für Frauen, um mich an den intimsten

Stellen zu berühren und mir Lust zu bereiten.

Das hat sehr viel mit mir gemacht. Aber es war ein ganz langer

Prozess über Jahre, Jahrzehnte hinweg, dass ich immer mehr

meine Lust und mich selbst und meinen Körper ergründen, erspüren

und erfahren wollte. Letztlich habe ich so meine eigene

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CHANCE JENA

CHANCE JENA

Sinnlichkeit ganz für mich selbst langsam und in meinem Tempo

entwickeln können. Dies hat sich dann irgendwann zu einer

Lust gesteigert, mir auch selbst orgastische Zustände schenken

zu können. Das hat dann ganz viel für mich verändert, dass ich

selbst die Kontrolle habe über mich, meinen Körper und auch

über meine eigene Lust. Selbst die Kontrolle zu haben, ob ich

einen Orgasmus habe oder nicht, war für mich das Entscheidende.

Es war für mich eine Selbstermächtigung.

Du entscheidest über Deinen Körper

Welchen Weg Du auch nutzen magst, um wieder in Deine

weibliche Kraft zu gelangen, das obliegt Dir. Doch in meinen

Augen ist das Wesentliche, dass Du dabei die Kontrolle hast und

dass Du entscheidest, was getan wird, wie es getan wird und

wann. Das wünsche ich Dir von ganzem Herzen: Dass Du den

Mut hast, für Dich selbst immer und jederzeit zu entscheiden,

ob Du etwas gerade möchtest oder ob und wie es sich gerade

gut anfühlt.

Bleibe immer ganz nah bei Dir, spüre, was Dir gerade dient und

sich für Dich schön anfühlt. Dann wirst Du mit der Zeit Stück

für Stück immer mehr in Deine eigene, weibliche Urkraft zurückkehren,

um Deine Sexualität für Dich leben zu können.

Und wenn Du diese Sexualität für Dich genussvoll und frei von

jeder Scham lebst, dann kannst Du selbst entscheiden, ob Du

dies auch mit einem Partner teilen möchtest; ob Du Dich öffnen

möchtest oder nicht. Solange es Deine Entscheidung ist

und Du Dich gut damit fühlst.

Von Herzen wünsche ich Dir, dass Du Deinen Weg findest,

Deinen ganz individuellen Weg, in Deine weibliche Urkraft, in

dem Du Dich selbst wieder besser spüren und erfahren lernst.

Bewirb Dich jetzt

Um Dich besser fühlen zu können, kann eine Reinigung und

Aktivierung der Zirbeldrüse sehr dienlich sein. Gern begleite

ich Dich auf Deinem Weg zu Dir selbst. Bewirb Dich jetzt für

das Transformationsprogramm und erhalte vollen Zugang zu

dem großteils noch verborgenen Wissen der Selbstheilung und

Selbstermächtigung: https://institutbewusstseinsentfaltung.de/

bewerbungsformular/

Dr. Julia König

Tel.: 0176 63456878

E-Mail: info@drjuliakoenig.de

www.drjuliakoenig.de

www.institutbewusstseinsentfaltung.de

Dr. phil. Julia König

Mensch oder Maschine

Band I

Das Transformationshandbuch für Deinen

Ausstieg aus der Fremd-Bestimmung

Was unterscheidet den

Menschen von der

Maschine?

Was sind die Ursachen der

Fremdbestimmung?

Wie können wir unsere Freiheit

und Selbstbestimmung

zurückgewinnen?

Was sagen Experten wie

Raik Garve, Martin Strübin

(Blaubeerwald Institut),

Cornelia Metz (Urselbst),

Reiner Krutti (HeartMath)

oder Marvin Alberg

(Neowake) dazu?

148 Seiten gebündeltes Wissen und Erfahrung

Regulärer Verkaufspreis: 21 €

(inklusive Versand deutschlandweit)

Im Paket E-Book und Hörbuch:

Mensch oder Maschine, Band I

Mit extra Inhalten im Hörbuch, die nicht

im Buch enthalten sind.

• 148 Seiten im E-Book

• Inhalt im Hörbuch: insgesamt über 270 Minuten

Interviewmaterial

• Extra Inhalte im Hörbuch, die Du im Buch

nicht finden wirst

• insgesamt 27 Audiodateien

Verkaufspreis: 14,90 €

Buchvorstellung

Selbsthilfegruppen und

Hilfsangebote im Überblick …

Aufgelistet

Handicap/

Einschränkung:

Blinde und seheingeschränkte

Menschen

Erwachsene CI-Träger

Gehörlose Menschen

Kleinwuchs (überregional)

Körperbehinderung

Netzhautablösung/degeneration

Party People Incl. (junge

Menschen mit Einschränkung)

Schwerhörigkeit

Krankheit:

Adipositas

AIDS

Angehörige von Menschen mit

Demenz

Akustikus Neurinom

Aphasiker

Asthma/COPD

Borreliose

Diabetes

Dialyse/Nierentransplantierte

Endometriose (überregional)

Epilepsie

Fibromyalgie

Forum Gehirn (überregional)

Frauenselbsthilfe Krebs

Harnblasentumor

„Herz ohne Stress“

Hirnschädigungen

IKOS-Chor (Menschen mit und

ohne Handicap)

Jüngere Herzkranke - JEHMA

Kontinenz/Inkontinenz

Leberzirrhose/-transplantation

ME/CFS-, Long-Lyme-, Post-

Vac- und Long-Covid-

Betroffene und Angehörige

Morbus Bechterew

Mukoviszidose: Eltern von

Kindern mit Mukoviszidose

Multiple Sklerose

Neurofibromatose/

Morbus Recklinghausen

Osteoporose

Pankreatektomie (überregional)

Parkinson

Poliomyelitis

Polyneuropathie

Rheuma

Schlaganfall

Sepsis (überregional)

Stomaträger (ILCO in Erfurt)

Tinnitus

Vestibularis Schwannom

Vitiligo - Weißfleckenkrankheit

(Wach-)Komapatienten

(überregional)

Eltern / Kinder:

Autismusspektrumsstörung

Elternkreis Vielfalt

Eltern von Kindern mit

Down-Syndrom

Eltern von hochbegabten

Kindern

Eltern von krebskranken

Kindern

Eltern von verhaltensauffälligen/seelisch

erkrankten

Kindern

Eltern von Kindern mit

Legasthenie oder Dyskalkulie

„Grünes Herz“ - Verein Herzkind

(überregional)

INTENSIVkinder (schwerstpflegebedürftig)

Kinder abhängiger Eltern

(begleitetes Angebot)

neuroKind (mehrfach

behinderte Kinder)

Psychische

Erkrankungen:

Freizeitclub für psychisch

Kranke

Männerselbsthilfegruppe –

Halle

Panik-Angst-Depression (PAD)

Postpartale Depression/Psychose

Psychiatrie-Erfahrene

Trialog

Zwangserkrankungen

Abhängigkeitsverhalten:

Al-Anon Familiengruppen

Alkoholerkrankte, drogen- und

medikamentenabhängige

Menschen/auch Angehörige

Anonyme Alkoholiker

Anonyme Sexaholiker

Blaues Kreuz – Alkoholerkrankung

Elternselbsthilfe für suchtgefährdete

und –abhängige

Töchter und Söhne

Essstörungen/auch Angehörige

„Hilfe zur Selbsthilfe“

Begegnung Jena:

• Gruppen für Menschen mit

Alkohol-, Drogen- und Medikamentenabhängigkeit

• Angehörigengruppe

• Tagesstätte für Suchtkranke

• Kontaktcafé mit SHGn „Chill

Out“ und „Outdoor-aktiv“

Overeaters Anonymous

Psychosoziale

Themen/besondere

soziale Situationen:

Asexualität

Arbeitslose Menschen

Ausstieg aus Rechtsextremismus

und Gewalt

Begegnung und Bildung in der

nachberuflichen Lebensphase

Bürgerinitiative Wohnen

Chor für Menschen mit Demenz

und pflegende Angehörige

Erstbesuchsdienst nach Geburt

Erwachsene Geschwister von

beeinträchtigten Menschen

Erwachsene mit ADHS und anderen

Formen von Neurodivergenz

Flüchtlingshilfe

Geburtshaus

Homosexualität

Hospiz:

• Geschwister kranker Kinder

• Kinder krebskranker Eltern

• Kindertrauergruppe

• Jugendtrauergruppe

• Trauergruppe für junge Erwachsene

• Trauercafé

• Verwaiste Eltern

• Trauerkreis: Ein Quell in der

Wüste

Initiative für verwaiste Familien

Initiative für Frühchenfamilien

in Jena „frühgeboren“

Jugendliche Migrant*innen

Junge Menschen mit Kontaktabbruch

zu ihrer Familie

Junge Selbsthilfe

Kreativ-Café

Krisen rund um die Geburt

Männergruppe: „Mann in

Beziehung“

Menschen ohne bezahlte

Beschäftigung

Mütter gegen Gewalt an

Müttern und ihren Kindern

Notfallseelsorge

Pflegestützpunkt

Psychische Belastung am

Arbeitsplatz und Burnout

Queerparadies – Student*innen

und Geschlechtsidentität

QueerWeg – schwul-lesbischer

Verein

Scheidungskinder

Senior*innen im Gespräch

Spätaussiedler*innen und

Kontingentflüchtlinge

Spielegruppe vom Tauschring

Sternenkinder-Café

Tauschring

Transsexualität

Väteraufbruch für Kinder

Weisser Ring – Opferhilfe

zu bestellen über: institutbewusstseinsentfaltung.de/

Angehörige von psychisch

mensch-oder-maschine-das-transformationshandbuchband-1/

Angst und Depressionen

Die Kontaktadressen der Selbsthilfegruppen sind

Erkrankten

Bipolare Störung

bei der IKOS Jena zu erfragen:

Emotions Anonymous/EA

Kastanienstraße 11, 07747 Jena

Frauenselbsthilfegruppe – Halle Telefon: 03641 8741160 oder 8741161

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CHANCE JENA

IKOS

Beratungszentrum

Träger: AWO Regionalverband

Mitte-West-Thüringen e. V.

Kastanienstraße 11 • 07747 Jena

Tel.: 03641 8741160 oder 8741161

Mobil: 0171 5331502

E-Mail: ikos@awo-mittewest-thueringen.de

Internet: www.selbsthilfe-in-jena.de

https://www.facebook.com/SelbsthilfeJena/

für Selbsthilfe

Selbsthilfemagazin CHANCE im

lokalen Radio auf UKW 103,4 Mhz /

und im Livestream donnerstags

alle vier Wochen 15:00 Uhr–16:00 Uhr

Haltestelle

Platanenstraße

Erlanger Allee

Kastanienstraße

Richtung Zentrum

Haltestelle

Universitätsklinikum

Öffnungszeiten:

Montag–Donnerstag 9:00 Uhr–14:00 Uhr

Persönliche Beratung nach Vereinbarung.

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