Meine Chance 2024
Selbsthilfemagazin "Meine Chance 2024"
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CHANCE JENA
Selbsthilfe • Gesundheit • Prävention
1
Inhalt
CHANCE JENA
Infos • Angebote • Adressen
Projekte • Veranstaltungen
BEHERZT Selbsthilfegruppe „Herz ohne Stress“ 4
BEISTEHEND SHG für junge Menschen mit Kontaktabbruch zur Familie 5
UNTERWEGS Spaziergang mit agathe – mehr als nur Bewegung 6
AUFKLÄREND Kurz vorgestellt: Die Arbeit der Aidshilfe 7
GESCHÜTZT Offenes Gruppenangebot des SpDi Jena 8
ZU FRÜH
Frühgeboren – und plötzlich ist alles anders: Unterstützung und
Austausch für Frühchen-Familien in Jena
HALTGEBEND UniversitätsTumorCentrum Jena 12
GEMEINSAM Trauercafé – ein Angebot für ALLE Trauernden 13
10
Jenaer Selbsthilfezeitung
Impressum
Herausgeber:
IKOS Jena – Beratungszentrum für
Selbsthilfe
Wenn uns unser Bauchgefühl leitet …
Herausfordernd
Editorial der IKOS
CHANCE JENA
vertrauen und dementsprechend zu entscheiden. Ich zitiere
hier Dr. Joe Dispenza sinngemäß, der in seinen Vorträgen
immer wieder den Trialog von Wissen, Erfahrung, Weisheit,
von Geist, Körper, Seele und von Denken, Tun und Sein
beleuchtet: Die „hohe Kunst“ ist es für uns Menschen, mit dem
Kopf zu lernen, das Gelernte mit den Händen anzuwenden und
es dann vom Herzen her auswendig zu wissen. Und vielleicht
auch ein bisschen…, und das ist meine Meinung, aus dem Bauch
heraus zu entscheiden.
Unsere treue Leserschaft der letzten Jahre wird in dieser neuen
CHANCE zuverlässig neue Informationen zu Selbsthilfe, Gesundheit
und Prävention finden. „Erstleser“ mögen sich durchschmökern
und die eine oder andere Inspiration zum Nachdenken,
Nachahmen oder Weiterreichen finden. Ein geübtes
Auge wird feststellen, dass sich die Ausgestaltung ein wenig
geändert hat. Das liegt daran, dass unser hochverehrter „Chefgrafiker“
Lothar Jähnichen nun wahrlich in seinen verdienten
Ruhestand übergegangen ist. Mit einem weinenden Auge, den
vielen Jahren mit mir im Schlepptau geschuldet, 23, um genau
zu sein. Jährlich eine neue CHANCE, Broschüren für die
Wochen der seelischen Gesundheit, Flyer und Plakate für die
Selbsthilfetage u. ä. Und mit einem lachenden Auge andererseits,
weil Lothar nun
endlich mal wegkommt
vom Bildschirm, die
Freizeit genießt, auch
STÄRKEND
H
„Peter Pan – Kinder stark machen“ – Ein Projekt der
15
abe ich einmal angefangen,
ist die
Suchtberatung Jena für Kinder aus psychisch belasteten Familien
Träger:
MASSGESCHNEIDERT „PASSGENAU“ – Berufliche Teilhabe für Menschen mit
17 AWO Regionalverband
Hälfte des Ganzen schon
Behinderung
Mitte-West-Thüringen e. V.
getan… Was für ein kluger
HALTGEBEND Der Integrationsfachdienst (IFD) stellt sich vor 18
Ausspruch, der leider
FLÄCHENDECKEND Einheitliche Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA)- Lotsen für Inklusion 19
nicht von mir, sondern
UNTERSTÜTZEND Diagnose Morbus Crohn und nun ...? 20
von Aristoteles stammt.
AUFGEFANGEN Selbsthilfegruppe Verwaiste Eltern 21 Redaktionsteam:
Der aber ein richtig guter
WERTSCHÄTZEND Weggefährten in Zeiten der Trauer 24 Bettina Brenning
Ansporn sein kann, hier
WILLKOMMEN Elternkreis Vielfalt 26 Gabriele Wiesner
ein paar Gedanken zu
LEBENSKLUG Was ich unbedingt noch sagen möchte 27 Layout, DTP, Umschlagfoto:
Papier zu bringen.
SELBSTWIRKSAM Von der Selbsthilfegruppe im Wohnzimmer zu einem
28 Jan Schäf
Es ist immer gar nicht so
vielschichtigen Hilfeangebot für Menschen mit einer
leicht, einen passenden
Abhängigkeitsproblematik
Auflage:
Einstieg ins neue Heft zu finden, deshalb schiebe ich es auch bis
STÄRKEND Gruppe für Betroffene von psychischer Gewalt in der Partnerschaft 29 2500
zum letzten Drücker vor mir her. Nun ist das Heft gut gefüllt
GUT BERATEN Die Familienberatung der Stadt Jena stellt sich vor 32 Redaktionsschluss:
bis auf diese erste Seite. Der Themen gäbe es viele, sehr zum Wohle seiner
LICHTVOLL Bist Du eine offene Lotusblüte? 34 30. November 2024
wissenschaftlich oder populärwissenschaftlich interessante, der unterstützenden und
UNTERSTÜTZEND Gute Vorbereitung ist alles oder was der Ausstieg aus dem
35 Der Inhalt der Beiträge entspricht
Gesundheit dienende, die Eigenverantwortung stärkende, den geduldigen Ehefrau.
Berufsleben eigentlich bedeutet
nicht unbedingt der Meinung des
gesunden Menschenverstand herausfordernde und das DANKESCHÖN, lieber
HOFFNUNGSVOLL Gemeinschaft und Hoffnung für Mukoviszidose-Betroffene
36
in Thüringen
Herausgebers.
kritische Denken ermunternde. Um nur einige zu nennen. Die Lothar, für unser kreatives
Miteinander, und
UNABHÄNGIG Neues Beratungsangebot für junge Menschen mit (drohender)
37
letzten Jahre haben uns ja beständig zum Nachdenken und
Behinderung und deren Familien im Saale-Holzland-Kreis
vermeintlich weisen Entscheiden angeregt, ja förmlich all unsere guten Wünsche
gehen für Euch auf
Mit freundlicher Unterstützung
AUFKLÄREND FASD Selbsthilfegruppe Jena – Neugründung 2024 38
gezwungen. Und da sind wir nun angelangt, 2024/2025, so
durch Ihre AOK PLUS.
HUMORVOLL Humor als Lebenseinstellung und Gesundheitsmotor 39
vollgestopft mit Wissen wie noch nie zuvor und so unfähig, den Weg. Wir begrüßen
NEURODIVERS Selbsthilfegruppe „Waggon Regenbogen“ 40
klug mit diesem Wissen umzugehen. Der Geist ist aus der
nun den Grafiker
GESUNDHEITS- Essen gegen Angst und Anspannung? 42
Flasche und wird sich nicht wieder zurückdrängen lassen. In Jan Schäf neu im Bunde
FÖRDERND Zeiten, in denen eine Krise die nächste ablöst oder ergänzt, und spinnen gemeinsam
die Fäden in die Zukunft weiter – lassen wir uns über-
VERTRAULICH Telefonseelsorge Ostthüringen: Unterstützung für Ratsuchende und 43
hinterfragen Menschen vieles wesentlich intensiver.
Chance für Ehrenamtliche
Aufgeklärte und wissende Patienten sind immer die besseren raschen und treiben. Die Premiere startet jetzt!
KOORDINIERT Sozialer Dienst für Hörgeschädigte in Thüringen 44
Wir danken für die Spende von:
Partner in den Gesundheits- und Sozialsystemen. Eine Studie Fühlen Sie sich von unseren angebotenen CHANCEN ein
GESUNDHEITSINFOS 45, 51
jagt die nächste, häufig von dem in Auftrag gegeben und wenig inspiriert, im neuen Jahr vielleicht mal etwas Neues
ENTKRÄFTET SHG „Long X“ in Jena: „unsichtbar Erkrankte“ die „unsichtbar für
46
finanziert, um dessen Produkt es geht, das reißenden Absatz auszuprobieren. Wir begleiten Sie gern auf Ihrer Suche. Rufen
Politik und Forschung“ und von der Gesellschaft im Stich gelassen sind
und Zustimmung erhalten soll und der keine kritischen Sie uns einfach an oder vereinbaren einen persönlichen Termin.
BEWEGEND Gruppe „Stehauf“ feiert 2025 ihr 20jähriges Bestehen 50
Nachfragen erwünscht bzw. diese gar zu unterbinden versucht. Wir freuen uns auf Sie.
PINNWAND Neue und bereits bestehende Gruppen 52
Also stehen wir da mit all unseren Medien und unserem Wissen
SELBSTBESTIMMT Wie Du wieder Deine Weiblichkeit leben kannst - trotz
56
und sind wohl beraten, hauptsächlich unserem Bauchgefühl zu Gabriele Wiesner
Erfahrungen sexuellen Missbrauchs
© IKOS Jena 2024
AUFGELISTET Selbsthilfegruppen und Hilfsangebote im Überblick 59
2 3
CHANCE JENA
CHANCE JENA
Beherzt
Auf den Körper hören und
wieder Vertrauen gewinnen …
Selbsthilfegruppe „Herz ohne Stress“
Sie sind betroffen von
Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen,
Koronarer
Herzkrankheit, Schrittmacher
oder Defibrillator,
Bypass-Operation, Aneurysma
oder Herzfehler?
In der Selbsthilfegruppe „Herz ohne Stress“ haben wir einen
Raum geschaffen für den Austausch über alles, worauf es nach
der Entlassung aus dem Krankenhaus keine Antwort gibt. In
der Gruppe sind wir nicht allein, sondern können uns dem Verständnis
der anderen Betroffenen sicher sein.
Die Selbsthilfegruppe Jena „Herz ohne Stress“ trifft sich seit
dem Februar 2023 monatlich. Wir sind eine kleine Gruppe. Dadurch
ist es uns gelungen, untereinander eine herzliche, vertraute
und intensive Atmosphäre zu schaffen.
Nachdem ich nach einem Herznotfall vor etwa dreieinhalb Jahren
aus dem Krankenhaus und der Reha entlassen worden bin,
habe ich mich über Selbsthilfegruppen informiert. Ich hatte ein
starkes Bedürfnis, mich mit Anderen auszutauschen und darüber
zu reden, was mit uns geschehen war. Doch ich habe in
der Nähe keine Selbsthilfegruppe zum Thema Herzkrankheiten
gefunden.
In einer begleiteten Gruppengesprächsrunde als Nachsorge an
der Kardiologie vom UKJ Jena fand ich einen ersten Austausch
und die Bearbeitung der Situation von Betroffenen. In der
Gruppe zeigte sich, dass alle starken Anspannungen ausgesetzt
waren. In dieser Gruppe wurde auch ein Koordinator für eine
Selbsthilfegruppe „Herz ohne Stress“ gesucht. Erst hatte ich die
Einstellung, dass so eine Aufgabe zu viel für mich wird. Auf der
anderen Seite finde ich es sehr wichtig, eine Möglichkeit für das
Gespräch zwischen Betroffenen zu schaffen.
Unterstützung bekam ich von OÄ Frau Dr. Dannberg und dem
Verein „Herz ohne Stress“ in München sowie der Informations-
und Kontaktstelle für Selbsthilfe IKOS. Durch den
Münchener Verein konnte ich an Fortbildungen zu Themen
wie Herzkrankheiten, Ängste, die mit dieser Krankheit verbunden
sind, Bedeutung der Selbsthilfe im Gesundheitswesen
und anderen Themen teilnehmen.
Verständnis füreinander
Das Herz ist der Motor unseres Körpers, und mit dem Herz
werden unsere stärksten Gefühle in Verbindung gebracht.
Wenn der Patient nach einer Herzbehandlung aus dem Krankenhaus
entlassen wird, ist das Herz bestmöglich versorgt, wir
erhalten eine lange Liste mit Medikamenten, sollen uns bewegen
und besser ernähren.
Nicht gesagt wird der Herzpatientin oder dem Herzpatienten,
wie er die Empfehlungen in sein Leben einbauen und wie er
mit seinen Gefühlen, die mit dieser Krankheit verbunden sind,
umgehen kann.
Der Körper ist nach einer Herzbehandlung nicht mehr so, wie
davor. Was bedeuten die deutlich wahrnehmbaren Veränderungen?
Wie gehe ich damit um? Was kann ich noch leisten?
Wie finde ich das heraus? Muss ich wirklich die vielen Medikamente
nehmen? Gibt es alternative Medikamente? Wie streng
muss ich mich an die Ernährungsempfehlungen halten? Am
liebsten möchte jeder in das alte Leben zurückkehren. Doch das
ist leichter gesagt als getan und nicht immer möglich. Bei vielen
ist die eigene Anspannung ein Mit-Auslöser der Herzerkrankung,
die uns dann zusätzlich Schwierigkeiten macht - im Privaten
und im Beruf. Dann bleibt da noch die Angst, dass wieder
ein Notfall auftreten könnte. Umso wichtiger ist es, die Krankheit
zu akzeptieren, auf den Körper zu hören und wieder Vertrauen
zu gewinnen.
Angehörige können, selbst wenn sie sehr mitfühlsam und geduldig
sind, die oft schwer vermittelbaren Empfindungen und
die sich oftmals im Kreis gehenden Gedanken schwer nachvollziehen.
Im Berufsleben erwarten die Kollegen nach einiger Zeit
wieder die gleichen Leistungen, wie vor dem Herznotfall. Jedoch
kann gleichzeitig das verstehende Gespräch nicht genügend
geführt werden. In der Selbsthilfegruppe geht es allen
ähnlich, und das Verstehen, was gemeint ist, wird dadurch
selbstverständlich. Die anfängliche Hürde, das Gespräch mit
erstmal ganz anderen und unbekannten Menschen zu führen,
ist zu Beginn hoch. Doch es ist sehr schnell Vertrauen untereinander
entstanden.
Uns ist es ein großes Anliegen, dass Menschen jeden Alters mit
ihren Herzgeschichten zusammenfinden und sich austauschen
können, um ihre eigenen Wege zu einem veränderten Lebensentwurf
zu finden. Wir freuen uns über alle, die Lust haben, in
ein Gespräch zu kommen – egal ob regelmäßig oder gelegentlich.
Die Gruppentreffen finden regelmäßig an jedem 3. Dienstag
im Monat um 17:00 Uhr in den Gruppenräumen von IKOS
statt.
Kontakt
Vorabsprache bitte mit:
Volker Dörsing
E-Mail: Volker.Doersing@Herz-ohne-Stress.de
Wir halten zusammen …
Beistehend
Selbsthilfegruppe für junge Menschen
mit Kontaktabbruch zur Familie
A
n
einem sonnigen Montag machte ich mich auf den Weg in
den Paradiespark, um mich mit fünf neuen Menschen zu
treffen. In unserer bestehenden Gruppe sind derzeit drei
Frauen, die sich aus unterschiedlichen Gründen von ihrer
Familie oder einzelnen Elternteilen getrennt haben. Die
Gründe sind vielfältig – sei es aus religiösen, politischen,
kulturellen oder anderen persönlichen Gründen.
Nun würden weitere fünf Geschichten hinzukommen. Ich war
aufgeregt und fühlte mich, als ob ich zu einem verrückten
Blinddate gehen würde. Doch die anfängliche Nervosität verflog
schnell. Wir umarmten uns sofort, und die Anspannung
fiel von uns allen ab.
Um uns den Einstieg zu
erleichtern, hatte ich für
jede und jeden ein Armband
mit der Aufschrift
„Never Alone“ gebastelt.
Das ist unser wichtigster
Grundsatz: Auch wenn
wir unterschiedliche Geschichten
haben, sind
wir niemals allein!
Auch Wochen später
kann ich das nur bestätigen.
Egal, ob jemand
einen schlechten Tag
hatte, eine Panne mit der
Waschmaschine oder
Stress auf der Arbeit –
wir halten zusammen,
sind füreinander da und versuchen, unsere fehlenden „Familienteile“
zu ersetzen. Wir unterstützen uns bei Umzügen, Versicherungen
oder der ersten Steuererklärung, denn solche Dinge sind
oft Bereiche, die in unserem Alter normalerweise von den Eltern
erklärt werden, aber bei uns fehlen.
Wenn du dich angesprochen und verstanden fühlst, lade ich
dich herzlich ein, uns auf Instagram zu besuchen oder uns eine
Nachricht zu schreiben. Du bist niemals allein!
Kontakt
Instagram unter: @jmenschenohnekontaktzurfamilie
E-Mail: dubistniemalsallein1@web.de
Es ist absolut möglich, dass jenseits
der Wahrnehmung unserer Sinne
ungeahnte Welten verborgen sind.
Albert Einstein
4 5
CHANCE JENA
CHANCE JENA
Wir stärken soziale Kontakte und
das Gemeinschaftsgefühl …
Unterwegs
Spaziergang mit agathe – mehr als
nur Bewegung
Agathe möchte mit den Angeboten Gemeinschaft fördern
und Einsamkeit entgegenwirken und ist inzwischen ein
fester Bestandteil in der Jenaer Beratungslandschaft.
Agathe bietet Beratungs-, Information- und Weitervermittlungsangebote,
die speziell auf die Bedürfnisse von Menschen
ab 63 Jahren zugeschnitten sind. So trägt das Format dazu
bei, die Lebensqualität zu verbessern und die Selbstständigkeit
älterer Menschen zu erhalten.
Natur können Stress abbauen und die Stimmung heben, während
sie gleichzeitig soziale Kontakte und Gemeinschaftsgefühl
stärken.
Die Spaziergänge werden thematisch z. B. als Kunstspaziergänge
angeboten oder um auf lokale Angebote und Einrichtungen
im Quartier aufmerksam zu machen. Sie sind in Gruppen organisiert
und werden an die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten
der Teilnehmer angepasst. Am Ende warten zumeist
Kaffee und Kuchen und laden zum regen Austausch ein.
Also schnüren Sie Ihre Schuhe und genießen Sie die vielen Vorteile
eines gemütlichen Spaziergangs! Haben Sie sonst Fragen,
wenden Sie sich gerne an uns.
Kontakt
agathe-Jena
Tel: 03641 806657, 0173 4303842
Mail: agathe@ueag-jena.de
Internet: https://www.agathe-thueringen.de/
https://xn--ag-wka.de/beratung/generationenarbeit/agathe
Im Fokus steht der Mensch mit
all seinen Bedürfnissen …
Aufklärend
Kurz vorgestellt: Die Arbeit der
Aidshilfe
forderungen aufmerksam zu machen. Mit ihrer Arbeit trägt die
Aidshilfe nicht nur zur gesundheitlichen Aufklärung bei, sondern
auch zur Stärkung von Akzeptanz und Solidarität in der
Gesellschaft.
Unsere Angebote
• Beratung zu HIV/Aids, STI, Hepatitiden, Sexualität,
Substanzgebrauch
• Schnelltest auf HIV, Syphilis, Hepatitis C
• Förderung der Selbsthilfe
• Begleitung, Interessenvertretung und Antidiskriminierungsarbeit
für Menschen mit HIV/Aids
• Wissensvermittlung zu sexueller Gesundheit, Übertragungswegen
und Schutzmöglichkeiten von STI
• vielfältige Präventionsangebote, z. B. für Schülerinnen und
Schüler, Studierende
• Schulungen und Fortbildungen, z. B. für medizinisches
Personal, pädagogische Fachkräfte
Kontakt
Großer Beliebtheit erfreuen sich die Spaziergänge mit den
Fachkräften und Netzwerkpartnern von agathe. Nachdem diese
in Lobeda seit zwei Jahren angeboten wurden, finden sie nun
auch in Winzerla und bald in Jena-Ost sowie in Jena-Nord statt.
Spaziergänge sind eine wunderbare Möglichkeit für ältere
Menschen, ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit zu verbessern und
die Gelenke beweglich zu halten. Sie fördern nicht nur die körperliche
Fitness, sondern auch die geistige Klarheit und das
emotionale Wohlbefinden. Regelmäßige Spaziergänge in der
PARTNER
Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt
umzugehen, besteht darin, so absolut frei
zu werden, dass deine bloße Existenz ein
Akt der Rebellion ist.
Albert Camus
Die Aidshilfe Weimar und Ostthüringen ist ein gemeinnütziger
Verein, der sich der Beratung, Prävention und
Unterstützung im Zusammenhang mit HIV und sexuell
übertragbaren Infektionen widmet. Gegründet im Jahr 1990,
hat sich die Organisation zu einem wichtigen Ansprechpartner
für Menschen mit HIV, An- und Zugehörige und Interessierte
in der Region entwickelt.
Ein zentrales Ziel der Aidshilfe ist es, durch Informationsveranstaltungen,
Workshops und Schulungen Vorurteile abzubauen
und das Bewusstsein für HIV und sexuell übertragbare
Infektionen zu schärfen und die Schutzmöglichkeiten ins Bewusstsein
zu rücken. Der Verein bietet zudem individuelle Beratung
an, unterstützt Menschen mit HIV bei rechtlichen, sozialen
und gesundheitlichen Fragen und fördert den Austausch
in einer Selbsthilfegruppe, dem Regenbogencafé. Hierbei steht
nicht nur die Krankheit im Fokus, sondern der Mensch mit all
seinen Bedürfnissen.
Trotz des medizinischen Fortschritts ist die Akzeptanz von HIV
oft noch mit Vorurteilen behaftet, weshalb die Aidshilfe ebenfalls
Wert auf Öffentlichkeitsarbeit legt. Regelmäßig organisiert
der Verein Aktionen, wie den Welt-Aids-Tag, mit, um Solidarität
zu zeigen und auf die weiterhin bestehenden Heraus-
AIDS-Hilfe Weimar & Ostthüringen e. V.
Beratungsstelle Jena
Löbdergraben 25A
07743 Jena
Tel.: 03641 9286161
E-Mail: info@jena.aidshilfe.de
Tugenden
Die Tugenden sind wie die glühende Kohle,
die man neu anfachen muss.
Dazu bedarf es Übung,
und dann beginnen sie wieder zu leuchten
wie die Kohlen im Feuer, die altenTugenden:
der Glaube, die Liebe, die Hoffnung.
Diese Tugenden sind so alt
und so neu wie die Liebe
und so uneingelöst wie die Sehnsucht
der Menschen nach Wärme.
Reimer Gronemeyer
Aus: Tugend. Über das, was uns Halt gibt.
Edition Körber, 2019
Quelle: Natur & Heilen, 2/2024, S. 7
6 7
B
ei den Himbas in
Namibia im
südlichen Afrika
wird das Geburtsdatum
eines Kindes nicht erst dann
festgelegt, wenn es auf die
Welt kommt oder gezeugt
wird, sondern schon viel
früher: von dem Tag an, an
dem das Kind im Kopf der
Mutter gedacht wird.
Wenn eine Frau beschließt, dass sie ein Kind bekommen
wird, setzt sie sich unter einen Baum, ruht sich aus und
lauscht, bis sie das Lied des Kindes hören kann, das geboren
werden soll. Und nachdem sie das Lied dieses Kindes gehört
hat, kehrt sie zu dem Mann zurück, der der Vater des
Kindes sein wird, um ihm dieses Lied zu lehren. Und wenn
sie dann miteinander schlafen, um das Kind körperlich zu
empfangen, singt sie das Lied des Kindes, um es einzuladen.
Wenn die Mutter schwanger ist, lehrt sie den Hebammen
und den älteren Frauen des Dorfes das Lied des Kindes.
Sodass, wenn das Kind geboren wird, die alten Frauen und
die Menschen um das Kind herum sein Lied singen, um es
willkommen zu heißen.
Wenn das Kind älter wird, lernen die anderen Dorfbewohner
sein Lied. Wenn das Kind also hinfällt oder sich verletzt,
findet sich immer jemand, der ihm aufhilft und sein Lied
singt. Auch wenn das Kind etwas Wunderbares tut oder die
Übergangsriten erfolgreich durchläuft, singen die Leute im
Dorf ihm sein Lied, um es zu ehren.
Im Stamm gibt es eine weitere Gelegenheit, bei der die
Dorfbewohner für das Kind singen. Wenn die Person zu
einem Zeitpunkt in ihrem Leben ein Verbrechen oder eine
sozial abweichende Handlung begeht, wird die Person in die
Dorfmitte gerufen, und die Leute aus der Gemeinschaft
bilden einen Kreis um sie. Dann singen sie sein Lied. Der
Stamm erkennt an, dass die Korrektur von antisozialem
Verhalten nicht durch Bestrafung erfolgt, sondern durch
Liebe und die Erinnerung an die eigene Identität. Wenn
man sein eigenes Lied erkennt, will oder muss man nichts
tun, was dem anderen schaden würde.
Und so verhält es sich auch durch ihr ganzes Leben
hindurch. In der Ehe werden die Lieder gesungen,
gemeinsam. Und wenn dieses Kind alt geworden ist und in
seinem Bett liegt, bereit zu sterben, kennen alle
Dorfbewohner sein Lied, und sie singen, zum letzten Mal,
sein Lied.
Facebook, Ich bin verbunden, 06.12.23; Foto: Netzfund
CHANCE JENA
CHANCE JENA
Zu früh
Wir sind in entspannter und
geschützter Atmosphäre im
hilfreichen Austausch …
Frühgeboren – und plötzlich ist alles
anders: Unterstützung und Austausch
für Frühchen-Familien in Jena
Es ist der vielleicht
unerwartetste
Moment im
Leben von Eltern
und Familien: Das Baby kommt viel zu früh zur Welt, lange
bevor es geplant war. Statt der freudigen Wochen der
Vorbereitung und des Kennenlernens stehen plötzlich
medizinische Notwendigkeiten im Vordergrund, der Aufenthalt
auf der Intensivstation wird zur täglichen Routine und die
eigenen Ängste und Sorgen scheinen manchmal übermächtig.
Viele Eltern von Frühgeborenen beschreiben diesen Moment
als den Beginn einer emotionalen Achterbahnfahrt. Nichts ist
so, wie man es sich ausgemalt hat.
Nach der oftmals langen und nervenaufreibenden Zeit in der
Klinik, wo die Gesundheit des Kindes ständig überwacht wird
und existenzielle Sorgen im Vordergrund stehen, kommen Familien
nach Hause. Doch anstatt endlich in den ersehnten Familienalltag
einzutauchen, stehen sie vor einer Vielzahl neuer
Herausforderungen: Wie entwickelt sich mein Kind im Vergleich
zu Gleichaltrigen? Worauf muss ich bei der Ernährung
achten? Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es? Und wie
gestalte ich den Alltag, wenn mein Kind vielleicht noch besondere
medizinische oder therapeutische Unterstützung braucht?
Viele dieser Fragen stehen im Raum und die Unsicherheit darüber,
wie es weitergehen soll, bleibt oft bestehen.
In genau dieser Situation möchten wir als regionale Selbsthilfeinitiative
für Familien mit Frühchen ansetzen. Wir sind eine
Gemeinschaft von Eltern, die selbst Frühchen zur Welt gebracht
haben und von Fachleuten, die sich intensiv mit den
speziellen Bedürfnissen von Frühgeborenen und deren Familien
auseinandersetzen.
Unsere Initiative wird von QuerWege e. V. und dem Bundesverband
„Das frühgeborene Kind“ unterstützt, sodass wir auf
ein breites Netzwerk zurückgreifen können, das Eltern in den
unterschiedlichen Phasen des Frühchen-Alltags zur Seite steht.
Unsere Ziele: Austausch, Information und
Vernetzung
Eine der zentralen Aufgaben, die wir uns als Initiative gesetzt
haben, ist es, Eltern von Frühchen miteinander zu vernetzen
und den Austausch zu fördern. Gerade in schwierigen Lebenssituationen
kann es enorm entlastend sein, mit Menschen in
Kontakt zu kommen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Wir bieten regelmäßige Informationsabende an, die sowohl
Raum für wichtige Themen als auch für persönlichen Austausch
bieten. An den Abenden stehen verschiedene Themenschwerpunkte
im Zentrum, die Eltern von Frühgeborenen besonders
bewegen. Beispiele hierfür sind die Ernährung nach der
Entlassung aus der Klinik, die Wahl der richtigen Kindertagesbetreuung
oder auch der Umgang mit möglichen Entwicklungsverzögerungen.
Nach einem kurzen fachlichen Input, den wir von Expertinnen
und Experten aus der Region oder auch von erfahrenden Eltern
erhalten, liegt uns vor allem der Austausch am Herzen. Denn
oft sind es die praktischen Erfahrungen und Tipps anderer betroffener
Eltern, die wirklich weiterhelfen und Mut machen.
Viele Eltern haben erlebt, dass das Gespräch mit anderen Familien,
deren Kind ebenfalls viel zu früh zur Welt kam, ihnen geholfen
hat, ihre Sorgen zu relativieren und neue Perspektiven
zu gewinnen.
Unser Ziel ist es, eine Art „Informationsdrehscheibe“ für Frühchen-Familien
zu sein: Wir bündeln das Wissen und die Erfahrungen
von Fachleuten und Betroffenen und machen sie allen
Familien zugänglich. Auch auf individuelle Fragen, die Eltern
per E-Mail an uns herantragen, reagieren wir gezielt. So können
wir Familien dabei unterstützen, die richtigen Ansprechpartner
in der Region zu finden – sei es eine Kinderärztin mit
Erfahrung im Bereich Frühgeborene, ein Logopäde, der auf die
besonderen Bedürfnisse von Frühchen spezialisiert ist oder
auch Eltern mit einem Frühchen mit gleichen Ausgangsbedingungen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Arbeit ist es, Familien
die Möglichkeit zu bieten, sich in einem geschützten Rahmen
zu treffen. Wir organisieren regelmäßig Treffen, bei denen Eltern
in entspannter Atmosphäre ihre Erfahrungen austauschen
können. Besonders wertvoll ist es dabei, auf andere Familien zu
treffen, deren Kinder in einer ähnlichen Schwangerschaftswoche
geboren wurden. Oft sind die Herausforderungen
bei einem Baby, das beispielsweise in der 28. Woche zur
Welt kam, andere als bei einem, das in der 24. oder der 32. Woche
geboren wurde. Der Austausch mit Eltern, die sich in einer
vergleichbaren Situation befinden, schafft ein tiefes Verständnis
und verbindet auf besondere Weise. Wir sind hier auch sehr
offen für Eltern, Angehörige oder Professionelle, die bei uns
mitwirken wollen und ihre Ideen oder ihre Zeit bei uns und in
die gemeinsame Sache einbringen möchten. Wir freuen uns
sehr!
Die Geburt eines Frühchens bedeutet oft, dass Familien langfristig
mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind.
Viele Frühgeborene entwickeln sich zwar im Laufe der Zeit
sehr gut, aber einige benötigen auch in späteren Jahren spezielle
Förderung oder medizinische Betreuung. Unser Netzwerk soll
Familien auf diesem Weg langfristig begleiten. Wir arbeiten
kontinuierlich daran, unser Angebot zu erweitern und uns mit
weiteren Partnern zu vernetzen, um auch in Zukunft die bestmögliche
Unterstützung bieten zu können.
Wir freuen uns, wenn Sie zu einer unserer Abendveranstaltungen
mal vorbeikommen oder sogar Teil unserer Initiative
werden und diesen Weg gemeinsam mit uns gehen.
Weitere Informationen und die Termine:
Website: https://querwege.de/fruehfoerderstelle/de/initiativefruehgeboren/unser-anliegen/
Kontakt
E-Mail: fruehgeboren@querwege.de
QR-Code zu unseren Terminen:
Ich bin verbunden
Weine niemandem eine Träne nach, der dich anders
haben möchte, als du wahrhaftig bist. Das bedeutet
jedoch nicht, dass du dich in deiner Entwicklung
ausruhen sollst, sondern, dass du deinem Inneren die
Erlaubnis zum Strahlen gibst.
Habe keine Angst davor, dafür verlassen zu werden,
was tief in deinem Herzen schlägt und deiner Seele
Flügel verleiht. Jeder, der dich dafür feiert, wer du
wirklich bist, wird von sich aus zu dir stehen, und
wer gehen möchte, darf und geht von allein.
Wenn du eine Partnerschaft auf Augenhöhe willst, ist
der erste Schritt, immer zu dir selbst zu stehen und
diesen Kern nach außen zu tragen.
Du wirst Gegenwind bekommen und Menschen
begegnen, die dich formen wollen. Sei dir bewusst, dass
du nichts verlieren kannst, was von Bedeutung ist.
Viele werden die Version deiner Selbst nicht mögen,
aber für manche ist sie genau das, was dich in ihren
Augen besonders macht.
Trau dich und atme wieder die Luft der
Authentizität. Alles andere wäre eine Verschwendung
deiner Individualität.
Oliver Ribbert, Facebook 29.06.24
10 11
CHANCE JENA
CHANCE JENA
Eine Broschüre mit den
passenden Angeboten …
Haltgebend
UniversitätsTumorCentrum Jena
Eine Krebsdiagnose ist
ein großer Schock, der
das Leben grundlegend verändert
und viele Fragen aufwirft.
Damit Betroffene mit
diesen Fragen und ihren
Sorgen nicht alleine sind,
bieten Selbsthilfegruppen
(SHG) neben der Unterstützung
durch Familie und
Freunde eine wertvolle Hilfe
– sowohl für Patientinnen
und Patienten als auch für
Angehörige. Der Austausch
mit Menschen, die ähnliche
Erfahrungen teilen, gibt in
jeder Phase der Erkrankung
Kraft und Halt.
Dem UniversitätsTumorCentrum Jena (UTC) ist die Zusammenarbeit
mit der onkologischen Selbsthilfe ein wichtiges Anliegen
– sei es für den regelmäßigen Austausch, die Planung
von Veranstaltungen oder die Umsetzung gemeinsamer Projekte.
Mit Unterstützung der Selbsthilfevertreter ist nun auch die
Broschüre „Onkologische Selbsthilfe Thüringen“ entstanden.
In dieser stellen sich onkologische Selbsthilfegruppen aus Thüringen
sowie entsprechende Bundesverbände vor, um Betroffenen
für verschiedene Krebsarten den passenden Ansprechpartner
zu bieten. Die Broschüre soll zudem dem klinischen Personal
als hilfreicher Wegweiser dienen, um Patientinnen und Patienten
an die entsprechenden Selbsthilfegruppen zu vermitteln.
Das UTC unterstützt Selbsthilfegruppen auch bei der Planung
von Gruppentreffen – sei es durch die Hilfe bei der Raumsuche
oder die Organisation von Fachvorträgen. Wenden Sie sich gern
jederzeit an uns, wenn Sie eine Veranstaltung in Jena planen
möchten oder anderweitig Unterstützung benötigen!
Kontakt
UNIVERSITÄTSKLINIKUM JENA
UniversitätsTumorCentrum Jena
Bachstraße 18, 07743 Jena
Tel.: 03641 9325301
E-Mail: tumorzentrum@med.uni-jena.de
www.tumorzentrum.uniklinikum-jena.de
Das UTC ist seit 2012 von der Deutschen Krebsgesellschaft
(DKG) als Onkologisches Zentrum zertifiziert und vereint sechs
Organkrebszentren, sieben Module sowie zwei Schwerpunkte:
Interdisziplinäres Brustzentrum
Tel.: 03641 9329140
E-Mail: brustzentrum@med.uni-jena.de
Gynäkologisches Krebszentrum
Tel.: 03641 9329110
E-Mail: Direktion-Gyn@med.uni-jena.de
HautTumorZentrum
Tel.: 03641 9328801
E-Mail: Hauttumorzentrum@med.uni-jena.de
Zentrum für Hämatologische Neoplasien
Tel.: 03641 9324201
E-Mail: onkologie@med.uni-jena.de
Kopf-Hals-Tumorzentrum
HNO:
Tel.: 03641 9329301
E-Mail: HNO@med.uni-jena.de
MKG:
Tel.: 03641 9323601
E-Mail: maria.amrey@med.uni-jena.de
Neuroonkologisches Zentrum
Tel.: 03641 9323011
E-Mail: neurochirurgie@med.uni-jena.de
Uroonkologisches Zentrum
Prostatakrebs- und Nierenkrebszentrum, Schwerpunkt
Urologische Tumoren
Tel.: 03641 9329932
E-Mail: Ambulanz-Urologie@med.uni-jena.de
SarkomCentrum
Tel.: 03641 9322828
E-Mail: Sarkom@med.uni-jena.de
Viszeralonkologisches Zentrum
Darmkrebszentrum, Leberkrebszentrum, Speiseröhrenkrebszentrum,
Pankreaskrebszentrum, Schwerpunkt Gastrointestinale
Tumoren
Tel.: 03641 9322601
E-Mail: AVG@med.uni-jena.de
PARTNER
Rezepte
Für 4 Portionen
Linsensalat
150 g rote oder gelbe Linsen (ca. 360 g gekocht)
3 mittelgroße Möhren
1 Paprikaschote
3 Stangen Staudensellerie
5 Stängel Dill
2 TL Honig
1-2 EL Olivenöl
Frischer Saft von einer Zitrone
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
Die Linsen gut waschen und mit 275 ml Wasser ohne Salz
etwa 10 min garen. Das Wasser sollte verkocht, aber die
Linsen dürfen nicht matschig sein – gegebenenfalls in ein
Sieb abgießen und abkühlen lassen.
Inzwischen die Möhren schälen und reiben. Die Paprika
halbieren, entkernen und mit dem Sellerie in kleine Würfel
schneiden. Den Dill fein hacken und mit Honig, Öl und
Zitronensaft mischen. Alles vorsichtig vermengen. Mit Salz
und Pfeffer abschmecken und servieren, zum Mitnehmen in
Schraubgläser abfüllen oder gekühlt aufbewahren.
Der Salat hält sich im Kühlschrank 2 Tage.
Quelle: Schnell und gesund kochen, riva, S. 102
Trauercafé – ein Angebot für ALLE
Trauernden
D
ie
Gemeinsam
Menschen, die von uns gehen und die wir lieben,
verschwinden nicht. Sie sind immer an unserer Seite.
Jeden Tag – ungesehen, ungehört und dennoch für immer ganz
nah bei uns. Für immer geliebt und für immer vermisst bleiben
sie in unseren Herzen!
Der Weg der Trauer
Das Café ist ein Ort des
Begegnens …
Ein lieber Mensch ist von
uns gegangen. Sei es der
Partner, ein Eltern- oder
Geschwisterteil oder ein
guter Freund. Nach dem
Verlust eines geliebten
Menschen ist es für
Trauernde nicht einfach,
wieder in so etwas wie
"den Alltag" zurückzufinden. Hinzu kommt: Die Menschen aus
der Umgebung erwarten recht bald, dass der Trauernde möglichst
schnell wieder "funktioniert". Doch so einfach ist es
nicht. Trauernde fühlen sich häufig mit ihren Gefühlen allein
gelassen. Trauer kann Angst machen, Trauer kann Vereinsamung
auslösen, Trauer kann sogar krank machen.
Das erste (Trauer)Jahr ist das schlimmste, der erste Geburtstag,
der erste Todestag, das erste Weihnachten. Irgendwann hat
man das Gefühl, keiner will es mehr hören, keiner versteht es,
dass man immer noch traurig ist, aber … Trauer endet nicht, sie
wird nur ruhiger, man lernt, mit dem Schmerz zu leben, ihn zu
akzeptieren, er rückt in den Hintergrund, gehört dazu, wird
aber nie vergehen.
Der Weg ins Trauercafé
Einmal herauskommen aus den eigenen vier Wänden, sich dazusetzen
zu einer Tasse Kaffee oder Tee und einem Stück Kuchen,
12 13
CHANCE JENA
CHANCE JENA
reden oder nicht reden, alle sind herzlich willkommen. Das Café
ist ein Ort des Begegnens. Es besteht hier die Möglichkeit, Menschen,
die ebenfalls einen nahestehenden Angehörigen verloren
haben, zu treffen und sich auszutauschen.
Gemeinsame Gespräche, gemeinsames Weinen, gemeinsames
Lachen - neue Kontakte werden gefunden. Trauernde sollen
und dürfen sich die Zeit nehmen, ihre Trauer zu leben. Dabei
hilft der Austausch. Sie werden begleitet von jeweils zwei ehrenamtlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Trauercafés.
Jeder kann selbst entscheiden, ob und an welchem Punkt
des Trauerweges er zu uns kommen möchte. Eine An- oder Abmeldung
ist nicht nötig.
Das Trauercafé findet an jedem ersten Montag im Monat, 16:30
bis 18:00 Uhr, in den Räumen des ambulanten Hospizdienstes,
Paul-Schneider-Straße 5, in Jena, statt.
Hilfe für Trauernde
Tod und vor allem Trauer sind immer noch ein ziemliches Tabuthema
in unserer Gesellschaft. Oftmals werden Trauernde
gemieden, weil der Umgang mit ihnen schwierig erscheint,
aber: Trauer ist nicht ansteckend! Trauernden fällt es nur sehr
schwer, sich wieder im Leben zurecht zu finden, den Anschluss
nicht zu verlieren. Freunde/Kollegen/Bekannte anzurufen, anzusprechen.
Sich Hilfe zu suchen. Nicht jeder hat Familie,
Freunde, die sich kümmern.
Deshalb: Lachen und weinen Sie, wann immer es Ihnen danach
ist. Keiner muss sich verstellen, egal, ob es ihm gut oder nicht
gut geht.
Akzeptieren Sie Veränderungen jeglicher Art, dies können auch
weitere Verluste sein, bspw. von Freunden, Bekannten, Kollegen,
die nicht wissen, wie sie sich Ihnen gegenüber verhalten
sollen und deshalb auf Abstand gehen; es werden aber auch
neue Bekanntschaften entstehen.
Suchen Sie sich eine Aufgabe und vor allem: Erkennen Sie alle
Zeichen der Freude, auch wenn es gefühlt nicht viele sind.
Erkennen Sie Ihre Gefühle: Es ist wichtig, dass Sie Ihre Gefühle
und Ihren Trauerprozess erkennen, um sich genügend
Zeit zu nehmen, sie zu verarbeiten; verdrängen und ignorieren
Sie Ihre Gefühle nicht. Haben Sie keine Angst vor Erinnerungen.
Geben Sie sich Raum und Zeit, um richtig zu trauern.
Wenn Sie gern lesen, versuchen Sie es doch mal mit einem Buch
über Trauer, auch das kann hilfreich sein. Im ambulanten Hospizdienst
steht viel an Literatur zum Thema Trauer. Die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter unterstützen Sie gern.
Guter Umgang MIT Trauernden
Es braucht nicht viel Worte: Was es braucht sind eine kleine
Umarmung, ein Lächeln, ein Anruf, fragen Sie nicht „wie geht
es Dir“, sondern „wie geht es Dir HEUTE“. In der ersten Zeit
der Trauer ist der Trauernde froh, jeden Tag überlebt zu haben.
Unterstützung anbieten: Man sollte sich für Trauernde Zeit
und Ruhe nehmen, ihnen zuhören. Vielleicht braucht der
Trauernde Hilfe und Unterstützung bei Behördenwegen, im
Alltag? Warum nicht einen kleinen Spaziergang machen oder
gemeinsam einen Kaffee trinken?
Keine Angst vor Emotionen, vor Zurückweisungen oder Absagen:
Möglicherweise wird der Trauernde auch mal sagen,
dass er heute allein sein will, dann aber ist morgen auch noch
ein Tag, und man kann erneut seine Hilfe anbieten.
Trauer kann sehr lange dauern: der Umgang mit dem Trauernden
erfordert viel Geduld. Der Trauernde braucht Zeit, von
sich aus zu erzählen. Bedrängen Sie ihn nicht, seien Sie nicht
neugierig.
Überforderung zugeben: Ehrlichkeit ist wichtig in der Kommunikation
mit Trauernden, so dass man durchaus auch mal
zugeben kann, dass man nicht weiß, was man sagen oder tun
soll.
Emotionen zeigen: Tränen müssen nicht zurückgehalten werden.
Es kann auch für den Trauernden wichtig sein, sich nicht
allein zu fühlen und zu merken, dass auch anderen der Tod des
ihm lieben Menschen nahe geht.
Gerne unterstützen wir Sie auf Wunsch auch mit einer Einzeltrauerbegleitung.
Wenden Sie sich diesbezüglich an die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter im Trauercafé oder an das Team
des ambulanten Hospizdienstes.
Jana Thierbach, Teamleiterin Trauercafé Jena
Kontakt
Ambulanter Hospizdienst Jena
Tel.: 03641 4743310
E-Mail: kontakt@hospiz-jena.de
IKOS Jena - Beratungszentrum für Selbsthilfe
Tel.: 03641 8741160
E-Mail: ikos@awo-mittewest-thueringen.de
Stärkend
Am liebsten möchte ich
das immer machen,
bis ich groß bin …
„Peter Pan – Kinder stark machen“ –
Ein Projekt für Kinder aus psychisch
belasteten Familien der Suchtberatung
Jena
Den Selbstwert von Kindern stärken, angemessen eigene
Grenzen setzen, Selbstvertrauen fördern und dabei viel
Spaß haben. Das sind einige Ziele des vom Gesetzlichen
Krankenversicherung-Bündnisses und der Stadt Jena geförderten
Projekts „Peter Pan – Kinder stark machen“, welches von
der Suchtberatung Jena seit 2022 durchgeführt wird.
Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen
und dem wachsenden medialen Einfluss auf Kinder
und Jugendliche, der neben Chancen auch erhebliche Risiken
birgt, erleben viele Familien psychischen Stress und Sorgen.
Psychische Belastungen und Erkrankungen können die Folgen
sein. Das Projekt „Peter Pan – Kinder stark machen“ möchte
dem entgegenwirken und vorbeugend die psychische Gesundheit
von Kindern stärken. Die Zielgruppe des Projekts sind Kinder
aus psychisch belasteten Familien im Alter zwischen 8 und
12 Jahren. Diese Familien haben häufig vielseitige Sorgen innerhalb
der Familie, oder/und einzelne Familienmitglieder sind
psychisch erkrankt.
Das Angebot findet wöchentlich am Nachmittag, mit Ausnahme
der Ferien, statt. Die teilnehmenden Kinder werden innerhalb eines
Schulhalbjahres in ihrer emotionalen und psychischen Entwicklung
gestärkt. Zwei erfahrene und pädagogisch geschulte
Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle begleiten die Kinder und
gehen auf ihre persönlichen Bedürfnisse ein. In diesem vertrauensvollen
und geschützten Rahmen können sich die Kinder emotional
öffnen und über ihre Sorgen und Gedanken sprechen.
Selbstverständlich halten sich die Mitarbeiterinnen an die
Schweigepflicht und den Datenschutz.
Auch Eltern haben die Möglichkeit zum regelmäßigen Austausch
mit den Kursleiterinnen, beispielsweise in Form von Elterngesprächen
oder auch zu einem Elternabend, sofern erwünscht.
Wie gestalten sich die Kursinhalte?
Die Kinder kommen zu Beginn eines Schulhalbjahres in einer
festen Gruppe zusammen. Hierfür stehen zum einen die wöchentliche
Grundgruppe und zum anderen eine 14-tägige
Erhaltungsgruppe zur Verfügung. Aktuell werden die Räumlichkeiten
des KLEX – ein offenes Haus für Kinder, Jugendliche
und Familien sowie das Familienzentrum in der Dornburger
Straße genutzt. Je nach Wohnort der Kinder, können die Kurse
auch in Räumlichkeiten anderer Stadtteile angeboten werden.
Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos. Eine Kurseinheit geht
eine Stunde. Die Kinder können sich zunächst mit etwas Obst
und gesundem Trinken stärken. Anschließend werden mit Hilfe
von kreativen Methoden, verschiedenen Spielen und indivi-
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CHANCE JENA
CHANCE JENA
duellen Interaktionen unterschiedliche Themen mit den Kindern
erarbeitet. Dabei werden die Kinder vor allem in ihren
Stärken, ihrem Selbstvertrauen und ihrer Selbstwirksamkeit
gestärkt. Es wird dabei ausreichend Raum geboten für die Gefühle
und Gedanken der Kinder.
Weiter finden in den Ferien abwechslungsreiche Ausflüge statt.
So waren die Kinder mit den Kursleiterinnen im Kletterwald,
Schwimmbad, Zoo und im Planetarium. Auch diese Unternehmungen
sind für die Kinder kostenfrei.
Was sagen die Kinder über das Projekt?
Die Kinder empfinden das Angebot als hilfreich und unterstützend
(Zitat: „Wie lange kann ich denn zu Peter Pan kommen?
Am liebsten möchte ich das immer machen, bis ich groß
bin.“). Einige Kinder durchlaufen mehrfach das Projekt und
freuen sich besonders über den offenen Austausch innerhalb
der Gruppe und während der Ausflüge.
Wir haben Ihr Interesse geweckt?
Wir bieten regelmäßig zu Beginn der Schulhalbjahre Schnupperstunden
an. Auch finden vorab unverbindliche und auf
Wunsch anonyme Kennlerngespräche statt, in denen alle Fragen
ausführlich besprochen werden können.
Der Kurs wird von der psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle
für Suchterkrankte, -gefährdete und deren Angehörige
durchgeführt. Diese befindet sich in Trägerschaft der
SiT - Suchthilfe in Thüringen gemeinnützige Gesellschaft mit
beschränkter Haftung (kurz SiT gGmbH).
Das Projekt wird gefördert vom GKV-Bündnis für Gesundheit
in Thüringen nach § 20a SGB V.
Wir freuen uns auf Sie und Ihre Familie!
Kontakt
Christine Reiter
Leiterin der Suchtberatung Jena
Tel.: 03641 22180
E-Mail: peterpan@sit-online.org
Für Matthias
Niemals wollte ich an deinem Grab stehen und mich voller
Schmerz und Trauer an die schönen Erlebnisse mit dir erinnern.
Niemals wollte ich dich zur Welt bringen, um dich dann so
früh wieder gehen lassen zu müssen.
Niemals wollte ich ein Buch mit all den Erinnerungen an dich
füllen, damit sie mit deinem Tod nicht für immer verloren
sind.
Niemals wollte ich den Himmel verzweifelt nach einem Zeichen
von dir absuchen, um die Hoffnung auf ein Wiedersehen
zu nähren.
Niemals wollte ich die letzten Dinge von dir verschenken, damit
die Erinnerungen nicht mehr so schmerzen.
Niemals wollte ich mit deinen Freunden sprechen, um deine
schönen und schweren Erlebnisse mit ihnen zu teilen.
Niemals wollte ich dir einen Baum aussuchen, der jedes Frühjahr
für dich blüht und mich täglich an dich erinnert.
Niemals wollte ich täglich die Tränen der tiefen Trauer um
dich fließen lassen, um mein verwundetes Herz im Schmerz
nicht hart werden zu lassen.
Niemals wollte ich mich vor Sehnsucht danach verzehren, dich
noch einmal in die Arme nehmen zu dürfen.
Niemals wollte ich dir die Freiheit lassen, um über das Ende
deines Lebens selbst entscheiden zu dürfen.
Niemals wollte ich nach dir sterben, um endlich wieder mit
dir vereint zu sein. Dennoch hast du unauslöschliche Spuren
in meinem Leben und in meinem Herzen hinterlassen.
Dennoch kann ich trotz der vielen Tränen manchmal auch
wieder lachen.
Dennoch kommen hin und wieder kleine Momente der Freude
in mein Leben zurück.
Dennoch ist meine Liebe zur dir so viel tiefer geworden. Dennoch
hast du mein Leben so viel reicher gemacht.
Dennoch bist du das größte Geschenk in meinem Leben.
Dennoch bin ich unendlich dankbar dafür, dich geboren zu
haben.
Christine
Für unseren Sohn, der sich mit 20 Jahren das Leben genommen
hat.
Geschrieben am Muttertag 2024.
Wir begleiten Sie auf Ihrem Weg …
Maßgeschneidert
„PASSGENAU“ – Berufliche Teilhabe
für Menschen mit Behinderung
Seit 2020 bietet „PASSGENAU“ Menschen mit Behinderung
oder Erwerbsminderung in Ostthüringen eine wertvolle Alternative
zur klassischen Werkstatt für behinderte Menschen
(WfbM). Als „Anderer Leistungsanbieter“ nach § 60 SGB IX
zielt das Projekt darauf ab, das Wunsch- und Wahlrecht von
Menschen mit Behinderung zu stärken. Durch individuelle berufliche
Bildung werden die Teilnehmenden gezielt auf den allgemeinen
Arbeitsmarkt vorbereitet – ein wichtiger Schritt in
Richtung Selbstbestimmung und beruflicher Teilhabe.
Ein starkes Angebot für Menschen mit Behinderung
schen, die eine Alternative zur WfbM suchen. Trotz der Herausforderungen
während der Corona-Krise hat sich „PASSGE-
NAU“ als wesentlicher Baustein für die berufliche Teilhabe von
Menschen mit Behinderung etabliert und bietet seither maßgeschneiderte
Bildungsangebote, die den individuellen Bedürfnissen
gerecht werden.
Warum „PASSGENAU“ gerade jetzt so wichtig
ist
„PASSGENAU“ hat sich als stabiles und zukunftssicheres Bildungsangebot
für Menschen mit Behinderung erwiesen. Gerade
in Zeiten, in denen berufliche Perspektiven oft unsicher
sind, stellt das Projekt eine wertvolle Unterstützung dar, um
Menschen gezielt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das Projekt verstärkt
in den Fokus zu rücken und Menschen mit Behinderung die
Möglichkeit zu geben, ihren Platz in der Arbeitswelt zu finden.
Ein bewährtes Konzept für die Zukunft
Jetzt ist der ideale Moment, Ihre berufliche Zukunft aktiv zu
gestalten. „PASSGENAU“ bietet Ihnen individuelle Bildungsangebote,
die auf Ihre Stärken und Interessen abgestimmt sind.
Ob Sie eine Ausbildung oder eine langfristige Beschäftigung auf
dem allgemeinen Arbeitsmarkt anstreben – wir begleiten Sie
auf Ihrem Weg.
Mit Standorten in Saalfeld und Jena bietet „PASSGENAU“ optimale
Rahmenbedingungen, um Ihre beruflichen Ziele zu erreichen.
Melden Sie sich bei uns, und lassen Sie uns gemeinsam
den nächsten Schritt in Ihre berufliche Zukunft gehen!
Kontakt
Dennis Welsche
Tel.: 03671 5526-308
Mobil: 0152 56767620
E-Mail: d.welsche@bz-saalfeld.de
PARTNER
Aus dem AGUS-Rundbrief (Angehörige um Suizid e. V.)
2024/2, per Mail vom 01.07.2024
Die Einführung von „PASSGENAU“ im Jahr 2020 bot von Beginn
an eine flexible und zukunftsorientierte Lösung für Men-
16 17
CHANCE JENA
CHANCE JENA
Der Integrationsfachdienst (IFD)
Wir informieren, beraten
und begleiten bei der
Durchführung der Maßnahmen
zur Teilhabe am Arbeitsleben,
d. h. bei allen Fragen im
Zusammenhang mit der Aufnahme,
Ausübung, Sicherung einer möglichst dauerhaften Beschäftigung
am allgemeinen Arbeitsmarkt.
Unsere Zielgruppe:
• von Behinderung bedrohte Menschen, behinderte
Menschen
• schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte behinderte
Menschen
• sowie deren betriebliches Umfeld, z. B. Arbeitgeber und
deren Interessenvertreter, Betriebs- und Personalräte,
Kollegen, Vertrauenspersonen der schwerbehinderten
Menschen
Wir bieten an:
Eine Broschüre mit den
passenden Angeboten …
Haltgebend
• Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz
• Ermittlung der beruflichen Fähigkeiten, Interessen und
Neigungen
• Informationen zu Behinderungsarten und deren
Auswirkung im Arbeitsleben
• Beratung und Begleitung bei der Wiedereingliederung ins
Arbeitsleben
• Beratung und Begleitung bei Konflikten und Leistungsproblemen
am Arbeitsplatz
• Beratung und Begleitung bei der Umsetzung auf einen
anderen Arbeitsplatz
• Information zur behinderungsgerechten Gestaltung
des Arbeitsplatzes
• Begleitung im Präventionsverfahren
• Begleitung im Kündigungsschutzverfahren
Unser Beratungsangebot ist kostenfrei. Wir unterliegen der
Schweigepflicht.
Kontakt
Benötigen Sie Unterstützung oder haben Sie Fragen?
Ihre Ansprechpartnerinnen sind:
Silvia Hoffmann
Tel.: 0173 1731015
E-Mail: s.hoffmann@bz-saalfeld.de
Jessica Kubitza
Tel.: 0152 56767640
E-Mail: j.kubitza@bz-saalfeld.de
Ulrike Kriesche
Tel.: 03671 5526221, 0152 08812462
E-Mail: u.kriesche@bz-saalfeld.de
Bildungszentrum Saalfeld GmbH
Integrationsfachdienst Ostthüringen
Werner-Seelenbinder-Straße 14
07747 Jena
Wenn ich andere Fragen stelle,
bekomme ich andere Antworten.
Wenn ich andere Dinge tue, mache
ich andere Erfahrungen.
Wenn ich andere Entscheidungen
treffe, führe ich ein anderes Leben.
John Strelecky
Eine Anlaufstelle für
Arbeitgeber in Thüringen …
Flächendeckend
Einheitliche Ansprechstellen für
Arbeitgeber (EAA)- Lotsen für
Inklusion
Bei der Beschäftigung
von Menschen mit
Schwerbehinderung ergeben
sich für die Arbeitgeber
häufig viele Fragen. Die EAA helfen Arbeitgebern
dabei, Barrieren abzubauen und passgenaue Lösungen zur
erfolgreichen beruflichen Inklusion zu finden.
Sie informieren und beraten die Arbeitgeber zu allen Fragen
rund um das Thema Ausbildung, Einstellung und Beschäftigung
von Menschen mit Schwerbehinderung und unterstützen
bei der Beantragung von Förderleistungen.
Die Angebote stehen kostenlos, trägerunabhängig und thüringenweit
flächendeckend zur Verfügung.
Auch in der Region Ostthüringen gibt es eine EAA:
Kontakt
Anbieter/Träger:
Bildungszentrum Saalfeld GmbH
Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber Ostthüringen
Käthe-Kollwitz-Straße 2a
07318 Saalfeld
Ansprechpartner:
Frank Stemmer
Tel.: 0152 5526 302
E-Mail: eaa-ostthueringen@bz-saalfeld.de
Linguine mit Tomaten
und Gremolata
Für 2 Personen
- Backofen auf 150 Grad vorheizen. 600 g
Rispentomaten waschen und halbieren. Auf
ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech
legen. 1 Handvoll Thymianzweige waschen,
zerrupfen und mit 3 großen Knoblauchzehen
(mit Schale) auf das Blech geben. Mit 2 EL
Olivenöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer
würzen, im Ofen 1 Stunde rösten.
- Für die Gremolata 1 Bund Petersilie waschen
und trockenschütteln, die Blätter abzupfen
und fein hacken. 1 Knoblauchzehe schälen und
fein hacken. Beides mit der abgeriebenen
Schale einer Bio-Zitrone mischen.
- Kurz bevor die Tomaten fertig sind, Salzwasser
zum Kochen bringen und 250 - 300 g
Vollkorn- oder Dinkel-Linguine bissfest
kochen. Tomaten aus dem Ofen nehmen,
Thymianzweige entfernen.
- Nudeln aus dem Wasser heben (etwa 100 ml
Nudelwasser aufheben), zu den Tomaten
geben. Gebackenen Knoblauch aus der Schale
quetschen und mit der Gabel zerdrücken,
Zitronensaft, 2 EL Öl, 10 g Basilikumblätter
und 50 ml des Nudelwassers auf das Blech
geben. Gut mischen, mit Salz und Pfeffer und
nach Belieben mit Zitronenschale würzen.
Linguine mit Gremolata und reichlich
Parmesan servieren.
Quelle: Happy, 1/2023, S. 35
Rezepte
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CHANCE JENA
CHANCE JENA
Gemeinsam sind wir stärker …
Unterstützend
Diagnose Morbus Crohn und nun ...?
Nach einem langen
Leidensweg waren
wir als Eltern letztlich
dankbar, als wir endlich
die Diagnose Morbus
Crohn für unseren damals
13-jährigen Sohn
erhielten.
Fünf Jahre lang litt er unter
verschiedensten Beschwerden.
Besonders belastend
waren die letzten
zwei Jahre, in denen seine Lippen ständig entzündet und gerötet
waren. Zunächst konzentrierte sich die Diagnostik auf eine mögliche
Laktoseintoleranz, doch die Symptome blieben unverändert.
Oft war unser Sohn zu schwach, um die Schule zu besuchen. Er
wirkte antriebslos, konnte sich kaum konzentrieren, wuchs nur
wenig und nahm über ein ganzes Jahr kaum Gewicht zu.
Die Diagnose Morbus Crohn brachte einerseits Klarheit, doch
andererseits fühlten wir uns mit vielen Fragen allein gelassen.
In dieser Zeit hätten wir uns gewünscht, eine Anlaufstelle zu
haben – einen Stammtisch oder den Kontakt zu anderen Eltern,
deren Kinder dieselbe Diagnose erhalten haben. Der Austausch
über den Umgang mit dieser chronischen Erkrankung,
die Therapieoptionen und den Alltag mit einem erkrankten
Kind wäre für uns eine große Unterstützung gewesen.
Diese Lücke füllt nun eine neu gegründete Selbsthilfegruppe,
die sich aus der Gemeinschaft von sieben Familien entwickelt
hat, die diesen Sommer mit dem Verein Sailing Kids auf dem
Ijsselmeer segeln konnten. Während dieser intensiven Woche
auf dem Wasser hatten wir Eltern die Möglichkeit, uns ausführlich
über unsere Sorgen und Erfahrungen auszutauschen.
Alle Kinder in dieser Gruppe teilen die gleiche Diagnose, und
wir Eltern kämpfen mit ähnlichen Herausforderungen. Aber
auch die Kids hatten Gelegenheit, mit Gleichbetroffenen zu reden.
Aus diesem Austausch entstand die Idee, diese Gemeinschaft
auch nach der Segelreise weiterzuführen. Unsere Selbsthilfegruppe
soll nun anderen Eltern helfen, ihren Weg im Umgang
mit Morbus Crohn zu finden. Hier können Erfahrungen geteilt,
Mut gemacht und praktische Tipps ausgetauscht werden.
Wir möchten damit nicht nur Trost spenden, sondern auch ein
starkes Netzwerk aufbauen, das anderen betroffenen Familien
zur Seite steht.
Kontakt
Kontakt über IKOS
Kastanienstraße 11
07747 Jena
Tel.: 03641 8741160
E-Mail: ikos@awo-mittewest-thueringen.de
Das, was die allumfassende
Wirklichkeit ist, kann nicht einmal
da sein und einmal nicht. Das, was
wirklich ist, ist immer da.
Mario Amenti
Der Trauerweg von uns Eltern
ist ein besonderer …
Aufgefangen
Selbsthilfegruppe Verwaiste Eltern
Du bist da, wenn der Wind in den Bäumen Geräusche macht,
und Du bist da, wenn die Sonne durch die Wolken lacht.
Du bist da, wenn der Himmel dicke Tränen weint,
und Du bist da, wenn strahlend der Regenbogen scheint.
Du bist da, wenn die Sonne untergeht,
und Du bist da, wenn der Mond am Nachthimmel steht.
Ich sehe Dich nicht mehr, aber immer bist Du da
in meinem Herzen, auf ewig –
Deine Mama
Allein in Deutschland sterben jedes Jahr etwa 20.000 Kinder
und junge Erwachsene, weltweit sind es um ein Vielfaches
mehr. Nicht nur Eltern haben ihre Kinder verloren, auch
Geschwister, Großeltern, Freunde bleiben zurück.
Einmal monatlich treffen sich Eltern, die ein Kind durch Tod
verloren haben. In dem jahrelang andauernden Trauerprozess
sind der Kontakt und das Gespräch unter gleichermaßen Betroffenen
sehr wichtig und hilfreich.
In der Gruppe findet ein Austausch über Bewältigungsstrategien
statt, die mit dem Verlust verbunden sind. Auch Literatur
zur Trauerbewältigung wird angeboten. Weiterhin
wird darüber diskutiert, welche Maßnahmen auch außerhalb
der Gruppe hilfreich sein könnten. Der Trauerweg unserer Eltern
ist ein besonderer. Wir geben uns gegenseitig Mut, Kraft
und Zuversicht. Wir möchten, dass wieder Freude in unser Leben
zurückkommt.
Wie findet man den Weg in die Gruppe?
Die Selbsthilfegruppe Verwaiste Eltern ist ein Angebot, das sich
an verwaiste Eltern richtet, deren Kind im Kindesalter, als Jugendliche
oder Erwachsene verstorben ist, unabhängig von der
Todesursache. Die Koordinatorinnen und Koordinatoren des
Hospizdienstes sind meist der erste Ansprechpartner für Eltern,
die neu in die Gruppe kommen möchten. Ein Erstgespräch
wird vereinbart, wie es die Eltern möchten und wollen,
zeitlich und seelisch, nicht jeden Tag kann man über das Erlebte
sprechen. Auch nicht alle Eltern möchten in die Gruppe, manch
einer fühlt sich in einem Einzelgespräch wohler. Diese können
individuell mit mir oder dem Hospizdienst vereinbart werden.
Jeder kann selbst entscheiden, ob und wann er zu uns kommen
möchte. Die Gruppe trifft sich an
jedem ersten Mittwoch im Monat,
19:00-20:30 Uhr.
Wir können Euch nicht mehr sehen.
Aber wir spüren Euch so oft.
Wir können Euch nicht mehr hören,
trotzdem sprechen wir mit Euch.
Wir sind traurig, dass Ihr so vieles
im Leben jetzt versäumt.
Aber wir sind glücklich und dankbar für jeden Moment,
den wir mit Euch hatten.
Wir werden Euch immer lieben
und niemals vergessen und …
immer voller Stolz über Euch sprechen.
Zudem gibt es für junge Eltern die Selbsthilfegruppe frühverwaiste
Eltern. Dieses Angebot richtet sich an Eltern, die ihr
Kind vor, während oder nach der Geburt verloren haben.
Das erste Kennenlernen mit den
anderen Eltern
Für die Gruppentreffen muss sich nicht an- oder abgemeldet
werden. Der Eine will reden, der Andere schweigen. Der Eine
muss sich erstmal verkriechen und Kraft sammeln, der Andere
braucht schon bald wieder einen geregelten Arbeitsplatz und
einen mehr oder weniger hektischen Alltag, vor allem, um sich
abzulenken. Keiner muss, jeder kann sagen, was er möchte oder
20 21
CHANCE JENA
CHANCE JENA
ob er nur zuhören möchte. Die Gespräche sind offen, wir geben
einen geschützten Raum, wir können über alles reden, vor allem
auch über Dinge, die andere nicht mehr hören wollen oder
können, wir geben uns gegenseitig Respekt und Wertschätzung;
Geborgenheit und Sicherheit, und jeder wird akzeptiert
und verstanden.
Es werden viele Fragen gestellt und beantwortet: z. B.
• Wie begeht man den ersten Geburtstag?
• Wie verbringt man das Weihnachtsfest, den Urlaub, den
Todestag?
• Was macht man mit der Kleidung, mit dem Zimmer?
• Wenn die Kinder schon erwachsen waren, geht der Kontakt
mit Partnern des verstorbenen Kindes u. U. verloren, was
dann, wie gehe ich damit um?
• Was macht man mit all den Kleinigkeiten, die sonst so
unwichtig waren, jetzt aber Erinnerungen vorrufen?
Die Trauer in der Gruppe ist unterschiedlich: Es sind mehr
Mütter als Väter dabei, weniger Paare; Mütter sind emotionaler
- Väter gehen ihren eigenen Trauerweg.
Aber eines haben wir gemeinsam: Es sind unsere Kinder, um die
wir trauern, egal, wie alt sie oder die Eltern sind, Kinder bleiben
die Kinder ihrer Eltern. Die Gruppe hat Verständnis für
das, was die Mitmenschen oftmals nicht haben oder nicht mehr
haben oder einfach nicht geben können.
Bei den Gruppentreffen können wir auch unsere Wut, unsere
Hilflosigkeit gegenüber dem Schicksal frei herauslassen, können
sagen, was uns belastet, besonders weh tut oder auch, was
uns besonders gefallen hat, was andere nicht mehr hören wollen
oder können, wir können lachen, wir können weinen,
nichts stört irgendjemanden von uns. Gefühle müssen nicht erklärt
werden, sie sind einfach da und in der Gruppe gut aufgehoben,
keiner muss sich seiner Tränen schämen, auch nicht,
wenn der Tod des Kindes schon mehrere Jahre zurück liegt.
Zu den Treffen kann jeder ein Bild mitbringen, eine Kerze anzünden,
es werden selbstgepflückte Blümchen mitgebracht und
am Ende ein kleiner Vers, ein Gedicht, manchmal passend zum
Thema, vorgelesen.
Niemals werden wir sie vergessen!
Niemals werden wir aufhören, sie zu lieben!
Niemals werden wir aufhören, sie unendlich zu vermissen!
Niemals wird die Sehnsucht enden und niemals wird
die Wunde heilen!
Die Selbsthilfegruppe als Gemeinschaft
Auch außerhalb der monatlichen Treffen unternehmen wir als
Gruppe einiges gemeinsam, sei es, weil man selbst nicht mehr
am sozialen Leben teilnehmen kann oder einfach mal aus seinen
vier Wänden rauskommen will.
Deshalb sind unser gemeinsamer Samstag im Frühjahr, ein gemeinsames
Wochenende und der Gedenktag für verstorbene
Kinder etwas ganz Besonderes.
Jeden 2. Sonntag im Dezember geht ein kleines Gedenklicht um
die Welt: um 19:00 Uhr stellen alle Trauernden ein Lichtlein ins
Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen,
werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterwelle
24 Stunden die ganze Welt umringt. Jedes Licht im Fenster
steht für ein Kind, welches verstorben ist und für das Wissen,
dass diese Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen
werden.
Trauer macht einsam
Das erste Jahr ist das schlimmste, der erste Geburtstag, der erste
Todestag, das erste Weihnachten, auch Geburtstage anderer Familienmitglieder.
Irgendwann hat man das Gefühl, nur noch
wenige hören noch zu, kaum einer versteht, dass auch nach
„dem Trauerjahr“ die Trauer immer noch da ist. Trauer endet
nicht, sie wird nur ruhiger, man lernt, mit dem Schmerz zu leben,
ihn zu akzeptieren, er rückt meist in den Hintergrund, gehört
dazu, wird aber nie vergehen.
Der Schmerz ist wie eine Narbe, die gut verheilt, aber immer
sicht- und fühlbar bleiben wird.
Der Trauerweg nach dem Verlust eines Kindes ist ein besonderer;
trauernde Eltern befinden sich in einem absoluten Ausnahmezustand
und die meisten schaffen es nicht eigenständig, sich
zu informieren oder um Hilfe zu bitten. Dies ist ein Schicksal,
welches nicht in die Zeitzone des Lebens passt. Verwaiste Eltern
werden oftmals im Alltag allein gelassen, da sich nur wenige
trauen, mit ihnen zu reden, sie werden oft nicht verstanden
und manchmal sogar gemieden. Viele Beziehungen zerbrechen
am Tod des Kindes.
Es gibt keine Alternative, man muss kämpfen
oder man hat schon verloren.
Ich weiß sehr gut, wovon ich rede, da ich selbst betroffen bin.
Mein jüngster Sohn wäre heute 31 Jahre, hätte vielleicht schon
eine kleine Familie. Ein schwerer Unfall riss ihn aber vor fast 14
Jahren mitten aus dem Leben; von einem Tag auf den anderen
stand plötzlich alles still. Für einen Moment. Dann drehte sich
die Erde weiter, aber nichts war mehr wie vorher. Erst ging ein
Pausenknopf an, mein Leben stand still, ich konnte tage- und
nächtelang nicht schlafen, nicht denken, nicht essen, habe einfach
funktioniert. Das Weiterleben war eine Herausforderung,
kaum zu schaffen, ich musste lernen, zu begreifen, begreifen,
was nicht begreifbar war.
Dann habe ich angefangen, mein Leben neu zu ordnen, MICH
neu zu ordnen, zurück zu kommen, ins Leben, zu mir, in meinen
bis dahin schönen, wenn auch manchmal turbulenten Alltag.
Ich habe mir Hilfe gesucht und habe so die Gruppe der verwaisten
Eltern gefunden. Ich wollte kein Mitleid, nur jemanden,
der mich irgendwie versteht, dass ich trotzdem weiterleben,
glücklich sein möchte und auch irgendwann wieder lachen
wollte. In der Gruppe habe ich mich wohl gefühlt und ja,
das Wort wohlfühlen ist hier passend. Da waren Menschen, die
dasselbe erlebt haben wie ich, ich war nicht allein. Auch anderen
Menschen ist dasselbe passiert wie mir, als Mama, als Familie,
einfach so.
Ein paar Jahre später habe ich mich dazu entschlossen, aus der
Erfahrung meines eigenen Schicksals heraus, die Ausbildung
zur Trauerbegleiterin zu machen, hier bin ich bis heute ehrenamtlich
tätig. Kurz danach habe ich die Ausbildung zur Notfallseelsorgerin
absolviert, hier habe ich etwa fünf Jahre aktiv mitgearbeitet.
Auch so viele Jahre nach dem plötzlichen Unfalltod meines Sohnes
wird mir in der Gruppe und bei den Begleitungen mit verwaisten
Eltern immer wieder bewusst, wie schwer diese Last
ist. Für die Eltern, diese zu tragen und für alle anderen, diese
auszuhalten. Das Leben ist endlich, jeder Tag ist kostbar, den
wir vom Leben geschenkt bekommen.
Ach wäre es doch nur ein Traum, und ich könnte erwachen,
du würdest zu mir rüberschau‘n, und wir würden
einmal zusammen lachen.
Das alles gibt es nicht, mein Herz schmerzt so sehr.
Ich hoffe, es geht Dir gut, wo Du jetzt bist und dass Du weißt,
Du wirst hier unglaublich vermisst.
Zum Schluss möchte ich allen auf den Weg geben, die ein solches
Schicksal erleiden mussten: Blickt nach vorn, glaubt an
Euch, auch wenn die atemlosen Momente des tiefen Schmerzes,
die Lücke in unserem Herzen immer bleiben werden. Sie
begleiten unser Leben. Aber – wir haben gelernt, mit diesem
Schicksal umzugehen, ein Leben lang. Unsere Kinder haben uns
so viel Liebe hinterlassen, dass es sinnvoll ist, weiterzuleben.
Für uns und unsere Kinder. Ich habe es geschafft und Ihr schafft
es auch.
Kontakt
Jana Thierbach
Kontaktadressen:
Ambulanter Hospizdienst Jena
Tel.: 03641 4743310
E-Mail: kontakt@hospiz-jena.de
IKOS Jena - Beratungszentrum für Selbsthilfe
Tel.: 03641 8741160
E-Mail: ikos@awo-mittewest-thueringen.de
Selbsthilfegruppe frühverwaiste Eltern
E-Mail: trauerndeelternjena@gmail.com
Der nächste Satz ist für dich geschrieben
Siehst du die Worte vor deinem Auge
Doch, die Worte werden zusammengerieben
Fließen ineinander über, proben den Aufstand
Wollen mit anderen Worten Beisammensein
Dieses Wort hier sagt: nein, dieses Wort hier: hurra
Aber alle sind wirklich, alle sind da
So dein Auge nur Ordnung schafft, Sätze sich fügen
Ein Text entsteht, er scheint für dich geschrieben
Und wenn es nicht passt, dann kannst du auch schieben
Denn, was auch immer du tust, lass dir die Zeit
Die Worte vor dir sind wie du: niemals so weit
Jan Schäf
Niemals so weit
22 23
CHANCE JENA
CHANCE JENA
Sich der Trauer in einem geschützten
Rahmen widmen können …
Wertschätzend
Weggefährten in Zeiten der Trauer
„Menschen, die wir lieben, bleiben für immer, denn sie hinterlassen
Spuren in unseren Herzen.“
Albert Schweizer
Wir alle werden in unserem Leben Verluste erleben – der
Tod geliebter Menschen stellt dabei den wohl
schmerzlichsten Verlust dar, den es zu ertragen gilt. Die Trauer,
die darauffolgt, ist so individuell und vielfältig, wie wir
Menschen es sind: Traurigkeit,
Apathie, Wut, Verdrängung, Erleichterung
und Leere sind nur
einige Facetten, die ein solcher
Trauerprozess annehmen kann.
Um Betroffenen die Möglichkeit
zu geben, um über all das und
noch mehr zu sprechen, mit
Gleichgesinnten in Austausch zu
treten und um sich ihrer Trauer
in einem geschützten Rahmen zu
widmen, begleiten wir – Ralf und
Sarah – die Trauergruppe der
„Weggefährten“. Wir sind ehrenamtliche
Trauerbegleitende am Ambulanten Hospiz in Jena, in
welches die Gruppe eingebettet ist. Die „Weggefährten“ gibt es
seit vielen Jahren beim Hospiz Jena.
Die Trauergruppe entstand aus einer Kooperation mit der Psychosozialen
Beratungsstelle des Studierendenwerks Thüringen
heraus und wurde von Kathrin Weiland gegründet, die sie über
viele Jahre hinweg liebevoll begleitet hat. Letztes Jahr haben wir
diese Aufgabe von ihr übernommen und organisieren die
Gruppe seitdem.
Zu uns kommen vor allem junge Erwachsene, Viele davon sind
Studierende. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich
Trauernde mit ähnlichem Alter untereinander oft verstandener
fühlen und Vieles gar nicht mehr aussprechen müssen, weil sie
wissen, dass die Anderen es verstehen. Gleichzeitig gibt es für
die Teilnahme an der Gruppe keine feste Altersgrenze – wir
schauen gemeinsam, welches Angebot für welche Trauernden
am besten passt. Manche Teilnehmende besuchen die Gruppe
schon seit einigen Jahren, Andere sind nur wenige Male da -
beide Formen und alles dazwischen sind gern willkommen.
Wie anfänglich beschrieben ist Trauer sehr individuell und
facettenreich. Die Menschen, die zu uns kommen, haben alle
ihre eigene Geschichte und stehen an ganz unterschiedlichen
Stellen in ihrem Trauerprozess. Die Verluste, die sie erlebt haben,
können dabei auch ganz verschieden sein – meistens ist es
aber so, dass unsere Teilnehmenden Elternteile, Geschwister
oder Freunde verloren haben. Die „Weggefährten“ sind eine
offene Gruppe: wir thematisieren alle Arten an Verlusten und
wir heißen jederzeit neue Teilnehmende willkommen. Nach einem
individuellen Kennlerngespräch mit Sarah oder Ralf können
Alle, die die Gruppe ausprobieren möchten, teilnehmen
und danach entscheiden, ob und wie oft sie wiederkommen
wollen. Wir sind stets an einem guten Kontakt mit unseren
Trauernden interessiert – auch um einschätzen zu können, ob
es an manchen Stellen mehr
Unterstützung braucht, die
über die Gruppe hinausgeht.
Die „Weggefährten“ treffen
sich einmal monatlich in
den Räumen des Hospizes,
um dort thematisch für
zwei Stunden zu arbeiten.
Das bedeutet, dass wir immer
ein Thema, eine Übung
oder eine Idee vorbereiten,
die wir in die Gruppe geben
können. Gleichzeitig ist es
uns wichtig, den Dingen, die von den Teilnehmenden angesprochen
werden, genügend Raum zu lassen. Die Gruppe soll
dazu dienen, dass sich Gleichgesinnte den Inhalten widmen
können, die sie beschäftigen – sie gestalten und tragen die
Gruppe, wir stehen ihnen dabei stets zur Seite. Zu ausgewählten
Anlässen organisieren wir auch besondere Treffen – wir waren
zum Beispiel im Kerzencafé, gehen regelmäßig gemeinsam in
die Natur oder besuchen thematisch passende Veranstaltungen.
Nachdem wir nun die „Weggefährten“ vorgestellt haben,
möchten wir noch einmal kurz auf unser Verständnis von
Trauer eingehen, um unsere Herangehensweise und daher auch
die Ausrichtung der Gruppe deutlich zu machen. Wir verstehen
Trauer – auch im Sinne des Hospizes – als komplexen Prozess,
der nach einem persönlichen Verlust entsteht. Dabei steht immer
die Verbundenheit mit unseren Verstorbenen im Zentrum – das
heißt, sie und den Verlust, den ihr Tod bedeutet, ins Leben zu
integrieren. Die Idee, geliebte, verstorbene Menschen gänzlich
loslassen zu müssen lehnen wir deshalb ab, genauso wie die Vorstellung,
dass Trauer in Phasen „abgearbeitet“ werden kann.
Trauer ist ein völlig normaler Anpassungsprozess, den es nicht zu
überwinden, sondern zu gestalten und zu leben gilt.
Nachdem wir die Gruppe nun schon seit über einem Jahr begleiten,
wollen wir an dieser Stelle, zum Abschluss des Beitrages,
noch ein persönliches
Resümee ziehen. Wir haben
während dieser Zeit zahlreiche
Teilnehmende mit
ihren individuellen Geschichten
erlebt und können
auf viele Gruppentreffen
und gemeinsame
Erlebnisse zurückblicken.
Nach jedem Treffen sind
wir trotzdem immer wieder
beeindruckt davon, wie
wertschätzend und respektvoll
sich die Teilnehmenden
gegenseitig unterstützen
und tragen. Mit
großer Dankbarkeit und Demut im Herzen beobachten wir,
wie liebevoll sie miteinander umgehen, sich in schwierigen Zeiten
auffangen und die Anderen an ihren innersten Gefühlen,
Ängsten und Wünschen teilhaben lassen. Dieser offene Umgang,
der sichere Rahmen und die Bereitschaft, Trauer in all
ihren Facetten zu begegnen, macht die „Weggefährten“ – und
andere Gruppen mit ähnlicher Ausrichtung – zu einer ungemein
wertvollen Ressource im Umgang damit, was uns Allen
im Laufe unseres eigenen Lebens über den Weg laufen wird:
Sterben, Verlust, Abschied und Trauer.
Kontakt
Kontaktdaten Ambulanter Hospizdienst
Tel.: 03641 4743312
E-Mail: kontakt@hospiz-jena.de
Kontaktdaten Studierendenwerk Thüringen
Ralf Albrecht
Psychosoziale Beratung (PSB)
E-Mail: ralf.albrecht@stw-thueringen.de
Am Ende ...
… werden sie sich nicht um unser Sterbebett
versammeln, um uns für die Stunden zu
feiern, in denen wir stillgehalten oder uns
verbogen haben.
Wir werden nicht noch einmal die Klicks
zählen, die unsere Posts bekamen.
Und unsere Seele wird uns nicht stolz auf die
Schulter klopfen, weil wir mal wieder sicher
und bequem durch das Spiel gekommen sind.
Ich stelle mir gern vor, dass an deinem und
meinem Ende tatsächlich ein Tunnel aus
Licht auf uns wartet. Ein Wesen in
strahlender, bedingungsloser Liebe nimmt uns
gütig in Empfang und ...
… tritt uns dann mit aller Liebe gewaltig in
den Hintern für all die Momente, in denen
wir unsere Wahrheit verrieten und unseren
Weg entehrten.
Es wird kein Groll sein. Ein unermesslich
gütiges Verstehen unseres Lernprozesses und
unserer vollkommenen Unvollkommenheit.
Und dann werden wir in stiller Ekstase feiern,
worum es wirklich ging. Nämlich all die
kleinen und die großen Momente, in denen
wir uns gegen die Angst und für die Liebe
entschieden.
Carpe diem.
#veitlindau
@lindau.andrea
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CHANCE JENA
CHANCE JENA
Hier gibt es jede Menge Erfahrungen,
die wir gern miteinander teilen …
Willkommen
Elternkreis Vielfalt
Seit mittlerweile 3 Jahren treffen sich regelmäßig Familien in
der SHG Elternkreis Vielfalt, und wir werden stetig mehr.
Vielfalt bedeutet: Wir sind Eltern von Kindern mit sichtbaren
und unsichtbaren Beeinträchtigungen, mit und ohne gesicherter
Diagnose.
Uns alle verbindet ein herausfordernder Alltag in all seinen
Facetten, die notwendige Bürokratie, der besondere
Bildungsweg unserer Kinder und jede Menge Erfahrungen, die
wir gern miteinander teilen. Wir treffen uns zum Wandern,
zum persönlichen Austausch, beim gemeinsamen Sport, der
durch den Behindertensportverein Jena e. V. begleitet wird,
beim gemütlichen Beisammensein oder bei einem Angebot zur
Stärkung unserer Resilienz in Begleitung von Dipl. Psych.
Anna-Maria Steyer. Zusätzlich organisieren wir auch Workshops
in Form von Elternseminaren zur Bewältigung der
Bürokratie oder für die Kinder eigene Projekte, z. B. von
"Infobox Liebe" (ein sexualpädagogisches Seminar für
Jugendliche mit kognitiven Beeinträchtigungen).
Wir sind sehr dankbar für die unterschiedlichen Kompetenzen
der Familien in unserer Gruppe, für die Mitarbeit im Beirat für
behinderte Menschen der Stadt Jena, für die Sozialberatung in
der Begleitung zur Bürokratie und die Vernetzung, um
miteinander ins Gespräch zu kommen.
Jede Lebensphase der SHG-Familien mit den sich ständig
ändernden Herausforderungen (Baby, Kindergarten, Schule,
Beruf) ist anders, deshalb freuen wir uns an der gegenseitigen
Vielfalt und Unterstützung und natürlich auch an den kleinen
Meilensteinen, die plötzlich oder nach langem Üben geschafft
werden.
Auch die Geschwisterkinder profitieren sehr von unseren
Treffen und dem Austausch untereinander.
2024 wurde unsere SHG mit dem 5. Thüringer Selbsthilfepreis
des Verbandes der Ersatzkassen geehrt, worauf wir alle sehr
stolz sind.
Jede Familie aus Jena und Umgebung ist herzlich willkommen!
Kontakt
Christina Schumann
Tel.: 0177 3945160
Sybille Rommel
Tel.: 0152 28590431
E-Mail: info@elternkreis-vielfalt.de
www.elternkreis-vielfalt.de
Zeige dem Gewaltsamen die
geräuschlose Stärke tiefer
Überzeugung.
Johann Caspar Lavater
Tief im Herzen verankerte Gefühle …
Lebensklug
Was ich unbedingt noch sagen
möchte
Am Rande einer Veranstaltung,
ungefähr ein Jahr
nach der Veröffentlichung des
ersten Hospizbuches: „Was ich
noch zu sagen hätte“, spricht
mich eine ältere Dame ganz leise
und vorsichtig von der Seite an:
„Entschuldigen Sie bitte, wäre es
Ihnen vielleicht möglich, auch
mein Buch noch zu signieren?“
„Aber gern, haben Sie einen
konkreten Wunsch?“
„Ja, schreiben Sie bitte: für
Rosie und Walter.“
Sie holt ihr Exemplar aus der
Tasche und gibt es mir. Noch
bevor ich es richtig öffnen und die erste Seite aufschlagen kann,
fällt ein altes Schwarz-Weiß-Foto aus dem Buch auf den
Boden. Ich hebe es auf. Es zeigt ein junges Paar in den Bergen.
Ich erkenne die Frau, die nun drei, vier Jahrzehnte später vor
mir steht.
„Oh, das sind doch Sie, oder? Und ist das denn Ihr Walter?“,
frage ich sie.
„Ja, ja, ganz richtig, das ist er. Wissen Sie, er wollte sein ganzes
Leben lang einmal mit dem Glacier-Express durch die
Schweizer Alpen fahren. Das ist der langsamste Schnellzug der
Welt! Das hat aber leider nicht mehr geklappt.“
„Oh, das tut mir sehr leid.“
„Ja, es tat mir sehr lange weh, dass ihm das nicht vergönnt war.
So weh, dass sich die Jahre danach ganz taub anfühlten.
Irgendwann brachte meine Tochter dann Ihr Buch mit. Das mag
sich jetzt vielleicht verrückt anhören, aber als ich die Geschichte
von Margarete las, die ihren Ferdinand verloren hatte, da ist mir
plötzlich aufgefallen, sie hat recht: ich bin ja noch hier, ich lebe
ja noch. Also habe ich mir ein Ticket für den Glacier-Express
gekauft. Und glauben Sie es oder nicht, mein Walter war dabei!
Ich habe mich ihm nah gefühlt, so nah, wie lange nicht.“
Eine ganze Weile waren es Geschichten wie diese, Geschichten
von Angehörigen und Hinterbliebenen, die mir als Reaktion
auf das erste Hospizbuch an vielen Orten begegneten. Menschen,
die mir von ihrem Verlust erzählten, von Gefühlen, die
sie lange Zeit ganz tief im Herzen verankert mit sich herumtrugen
und denen sie nun, erinnert durch die Geschichten von
Otto, Friederike, Günter, Heinz, Ben, Elisabeth, Georg, Charlotte,
Ferdinand, Hannes, Greta und Käthe begegnen konnten.
Nach und nach veränderten sich jedoch die Absender. Immer öfter
waren es nun Sterbende, die sich auf ganz unterschiedlichen
Wegen bei mir meldeten, das Buch gelesen hatten und unbedingt
auch noch etwas sagen wollten. Ich antwortete allen, die sich die
Mühe machten und Kontakt suchten. Mit vielen dieser Menschen
telefonierte ich, mit einigen verabredete ich mich. Diesen
Treffen gingen, im Gegensatz zum ersten Hospizbuch, weder ein
konkreter Projektrahmen, noch eine genaue Fragestellung voran
– wie ich sterben möchte, hatte ich ja im ersten Teil bereits geklärt.
Für mich waren absichtslose Begegnungen wichtig aus
aufrichtigem Interesse an mutigen Menschen, von denen ich etwas
lernen konnte, und einem vielleicht etwas schwer erklärlichen
Gefühl des Mich-verbunden-Fühlens.
Diesmal suchte also nicht ich sie, diesmal fanden sie viel mehr
mich. Und immer öfter hatten die, die mich fanden, eine Botschaft
im Gepäck, ein Anliegen. Einige versteckten es unterschwellig
und zwischen den Zeilen, andere sprachen es ganz
konkret und offen aus. Sie alle haben etwas vom Leben gelernt.
Von einigen dieser vielfältigen, bewegenden und meinen Horizont
immer weiter öffnenden Begegnungen aus den letzten
Jahren, möchte ich Ihnen im neuen Hospizbuch: „Was ich unbedingt
noch sagen möchte“ erzählen. Keine Sorge, nur ungeweinte
Tränen stellen sich hinten wieder an.
In diesem Sinne, Tim Wache
„Was ich unbedingt noch sagen möchte“ - das zweite Hospizbuch
mit wundervollen Illustrationen von Martina Grimm gibt
es in kleinen ausgewählten Buchhandlungen sowie unter:
www.deine-meilensteine.de/onlineshop.
Kontakt
Tim Wache
E-Mail: info@deine-meilensteine.de
www.deine-meilensteine.de
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CHANCE JENA
CHANCE JENA
Viele unterschiedliche Angebote der Überlebenshilfe
und lebenspraktische Hilfen …
Selbstwirksam
Von der Selbsthilfegruppe im
Wohnzimmer zu einem
vielschichtigen Hilfeangebot für
Menschen mit einer Abhängigkeitsproblematik
- eine Geschichte von
Selbstwirksamkeit und dem Leitsatz
der Hilfe von Betroffenen und für
Betroffene
Am 27.07.1994 wurde der Verein “Hilfe zur Selbsthilfe -
Begegnung Jena e. V.” durch die Mitglieder einer Jenaer
Selbsthilfegruppe für Abhängigkeitskranke gegründet.
Anfangs hatte unser Verein seinen Sitz in den Wohnzimmern
der Gründungsmitglieder. Noch im November 1994 konnte die
erste Begegnungsstätte in Jena-Nord eröffnet werden. Bereits
im März 1995 zog der Verein samt Begegnungsstätte an den
Magdelstieg. Vor dem Hintergrund der Schaffung einer sinnvollen
Beschäftigung zur Tagesstrukturierung entstanden hier
unsere ersten Arbeitsprojekte, die ‚Sero*-Annahme-Stelle‘ und
die ‚Handwerker-Selbsthilfe-Gruppe‘. Im Oktober 1997 starteten
wir am Magdelstieg mit unserem ersten Gebrauchtmöbellager,
das 1999 an seinen jetzigen Standort in der Hugo-Schrade-
Straße zog. Im selben Jahr öffnete unsere Begegnungsstätte nach
dem Umzug in die Max-Steenbeck-Straße in Winzerla wieder
neu. In den folgenden Jahren entstanden weitere Zweckbetriebe
im Verein, bspw. ein Wasch- und Nähsalon, eine Malergruppe,
eine Gruppe zur Pflege von Grünanlagen, eine Holzwerkstatt
und verschiedene Transportarbeiten.
Die Arbeits- und Beschäftigungsprojekte stehen seit den Anfängen
für eine auf Selbstwirksamkeit und Handlungskompetenzen
ausgerichtete Unterstützung bei der Umsetzung der individuellen
Ziele. Sie bieten eine an den persönlichen Bedarfen
orientierte Begleitung bei der Bewältigung von Alltagsanforderungen,
der Gestaltung einer sinngebenden Tagesstruktur und
ermöglichen es, sich in unterschiedlichen Fertig– und Fähigkeiten
zu erproben. Die hierdurch ermöglichte Selbstwirksamkeitserfahrung
erweist sich seit 30 Jahren als zentraler Motor
bei der Reduktion des Konsums, dem Auf- und Ausbau abstinenter
Phasen und einer Stabilisierung von Abstinenz.
In den Jahren entwickelten sich neben verschiedenen Selbsthilfeangeboten
für Betroffene und Angehörige (bis zu sieben aktive
Selbsthilfegruppen) auch die ersten professionellen Suchthilfeangebote
in unserem Verein.
Im Rahmen des ehemaligen lokalen Suchthilfeverbundes wurde
der Hilfe zur Selbsthilfe der Bereich der niedrigschwelligen
aufsuchenden Arbeit sowie der Nachsorge und Beschäftigung
von der Stadt Jena übertragen. Mit der Kontaktstelle für nicht
abstinent lebende suchtkranke Menschen konnte dies ab 2006
umgesetzt werden.
Des Weiteren konnten wir im Oktober 2004 im Columbuscenter
in Winzerla eine Tagesstätte für chronisch mehrfachgeschädigte
suchtkranke Menschen eröffnen.
Seit Januar 2008 hat unser Verein seinen heutigen Sitz in der
Buchaer Straße 6 - endlich in den eigenen vier Wänden. In den
Räumlichkeiten befinden sich die Geschäftsstelle, die zentrale
Koordination der Arbeits- und Beschäftigungsprojekte sowie
die trockene Begegnungsstätte als Anlaufstelle und Treffpunkt
der Suchtselbsthilfegruppen und -aktivitäten.
Mit der Umstrukturierung der Suchthilfeangebote in der Stadt
Jena und der damit einhergehenden Zusammenfassung von legalen
und illegalen Substanzen und der Aufteilung in hochund
niederschwellige Suchthilfeangebote wurde aus der Kontaktstelle
unser heutiges Kontaktcafé im Tafelhaus in Lobeda-
West. Hier bieten wir nun seit 2017 einen offenen Kontakt- und
Kommunikationsraum, der als Rückzugsort vom Szene- und
Konsumalltag genutzt werden kann. In diesem stressreduzierten
Rahmen können unterschiedliche Angebote der Überlebenshilfe
und lebenspraktische Hilfen zur Stabilisierung der
aktuellen Situation genutzt werden.
Mit der Einbindung mehrerer DHL-Shops an den verschiedenen
Standorten der Arbeits- und Beschäftigungsprojekte und
der Eröffnung eines Second-Hand-Geschäftes, als „der Laden“,
mit einem breit angelegten Sortiment an gebrauchten Bekleidungs-
und Kleingegenständen werden die Angebote stetig
um- und ausgebaut.
Ziel ist es, eine adäquate Betreuung von Menschen mit einer
Abhängigkeitsproblematik vom Erstkontakt bis hin zur Wiedereingliederung
in Arbeit und Beschäftigung zu bieten. So hat
sich der Verein „Hilfe zur Selbsthilfe - Begegnung Jena e. V.“ in
den vergangenen 30 Jahren zu einem festen Bestandteil der
Suchthilfestruktur in der Stadt Jena entwickelt.
*Sero – Sekundärrohstoffe, wiederverwertbare Wertstoffe u. a.
Papier und Altglas.
Kontakt
Begegnungsstätte/
Geschäftsstelle
Buchaer Straße 6
07745 Jena
Tel.: 03641 618988
Fax: 03641 609656
Tagesstätte
Friedrich-Zucker-Straße 1+3
07745 Jena
Tel.: 03641 634230
Fax: 03641 4784750
Kontaktcafé
Werner-Seelenbinder-Straße 26
07747 Jena
Tel.: 03641 4748833
Fax: 03641 2264545
Gebrauchtmöbelmarkt
Hugo-Schrade-Straße 55
07745 Jena
Tel.: 03641 618309
Gebrauchtmöbelhof
Löbstedter Straße 32
07749 Jena
Tel.: 03641 449734
„der Laden“
Anna-Siemsen-Straße 47
07745 Jena
Tel.: 03641 6341000
Gruppe für betroffene von
psychischer Gewalt in der
Partnerschaft
Psychische Gewalt in der
Partnerschaft kann viele
Gesichter haben - Kontrolle,
Manipulation, Isolation und noch
vieles andere mehr. In dieser Gruppe
(maximal 5 Teilnehmende) wird es
die Möglichkeit geben, sich über
Erfahrungen aus einer destruktiven
Beziehung auszutauschen und
gemeinsam Wege aus dem Erlebten zu finden.
Dabei ist es egal, ob die Partnerschaft besteht oder man sich
davon gelöst hat. Die Verarbeitung der Erfahrungen aus einer
schädlichen Beziehung fängt häufig erst nach der Trennung an.
Neben dem Austausch von Erfahrungen soll es auch einen inhaltlichen
Input geben, mehr Informationen dann gern bei einem
persönlichen Gespräch.
Die Treffen finden immer am letzten Mittwoch des aktuellen
Monats statt. Die Gruppe ist auf fünf Teilnehmende beschränkt.
Für die Aufnahme in die Gruppe ist ein Vorgespräch
nötig.
Kontakt
Gemeinsam finden wir Wege aus
dem Erlebten…
Stärkend
Bei Interesse bitte hier melden:
E-Mail: programm@towanda-jena.de
Die Würde des Menschen
Ist unanpassbar.
Paul Mommertz
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CHANCE JENA
CHANCE JENA
Lebensgeschichten
der Selbsthilfe
I
n
30 Jahren - Hilfe zur Selbsthilfe Begegnung Jena e. V.
wurden unter dem Leitbild von und für Betroffene
viele Lebensgeschichten begleitet und unzählige Geschichten
mitgeschrieben.
Einige Erfahrungen der Menschen, die in diesen Jahren
in unterschiedlichen Bereichen und Funktionen unsere
Angebote bereichert haben, wollen wir sichtbar machen.
Mit ihren Geschichten und Bildern zeigen die Beteiligten,
was ‘Selbsthilfe von und für Betroffene‘ in einer zieloffenen
Suchhilfearbeit ermöglicht. Die hierbei erzählten
Geschichten wurden mit den Beteiligten aufgezeichnet
und ermöglichen zusammen mit den Porträtfotos einen
kleinen Einblick in das Leben und die Arbeit der vielen
sehr engagierten ehrenamtlichen und professionellen
Mitarbeiter in der Vereinsgeschichte.
Die Auseinandersetzung mit einer Abhängigkeitsproblematik
stellt Menschen vor die unterschiedlichsten individuellen
und sozialen Herausforderungen. Der Umgang
mit einer Abhängigkeitserkrankung bzw. problematischem
Konsumverhalten ist für Menschen, die selbst betroffen
sind oder diese Problematik als Bezugsperson im
sozialen Umfeld miterleben eine große Herausforderung.
Es gilt, bestehende Handlungsstrategien und -kompetenzen
zu verändern bzw. anzupassen.
Diese Veränderungen erweisen sich häufig als ein langwieriger
Prozess, somit eher als Marathon als als Sprint.
Es werden Veränderungen in der bisherigen Lebensweise
notwendig, die weitgreifend sind und manchmal den bisher
gelernten Lösungsstrategien entgegenstehen. Dies
zeigt sich nur selten in einfachen und linear verlaufenden
Entwicklungen.
Von diesen individuellen Veränderungsprozessen und
Herausforderungen berichten die Geschichten. Sie zeigen
auf, dass der Umgang mit einer Abhängigkeitserkrankung
von jedem selbst und über die eigene Selbstwirksamkeit
erfolgt. Um sich als handelnde Person wahrzunehmen,
bedarf es Räume, in denen diese Erfahrungen
gemacht und erlebt werden können.
Wir danken den Menschen, die hier ihre Geschichte teilen
sowie Wolfgang Unger für die fotographische Unterstützung
dieses Projektes.
Fragen an Günther (61)
Damals hattest du einen Vollzeitjob und heute hältst du
Vorträge und bist ehrenamtlich innerhalb des Vereins
„Hilfe zur Selbsthilfe“ tätig, was genau sind deine Aufgabengebiete?
Als ich vor acht Jahren in die Tagesstätte für suchtkranke
Menschen des Vereins gekommen bin, war ich bereits seit
einem Jahr trocken. In der Tagesstätte habe ich Struktur
erfahren, die ich dringend gebraucht habe. Seitdem übernehme
ich dort viele verschiedene Aufgaben. Ich bin z .B.
der Hauptverantwortliche für unseren Garten. Aber auch
haushälterische und handwerkliche Aufgaben gehören
dazu. Da ich gut mit Menschen ins Gespräch komme, helfe
ich auch alle zwei Wochen beim Brunch in unserem
Kontaktcafé. Das ist eine Aufgabe, die mir sehr viel Freude
macht. Außerdem halte ich Vorträge über meinen
Ausweg aus der Alkoholsucht auf der psychiatrischen Station
für Suchterkrankungen. Dort stelle ich auch gleichzeitig
unseren Verein vor.
Wann war klar, dass der Alkohol dein Leben dominiert?
Während meiner Ehe fing ich bereits an, mir ein regelmäßiges
Feierabendbier zu gönnen. Ich trank nie mehr als
drei Bier und am Wochenende gar nicht. Dies steigerte
sich aber allmählich auf fünf bis sieben Bier am Abend.
Dann gab es einen Schicksalsschlag nach dem anderen.
Ich war ca. 40 Jahre alt, als meine Frau und ich uns scheiden
ließen. Kurz danach starben meine Mutter und auch
mein Vater. Das alles habe ich in der kurzen Zeit seelisch
nicht verarbeiten können.
Mein Alkoholkonsum stieg rapide an. Ich trank schnell
mal 20 Bier und etwa 1,5 Flaschen Schnaps am Tag. Als ich
dann sturzbetrunken die Treppen hinunterfiel und in ein
künstliches Koma versetzt werden musste, war mir klar,
es muss sich etwas ändern.
Wie ist dir die Abstinenz gelungen?
Nachdem ich aus dem Koma erwacht war und nicht
wusste, was geschehen war, kam eine Ärztin an mein
Bett und berichtete mir von meinen Befunden.
Es stellte sich heraus, dass ich verschiedene schwerwiegendere
Erkrankungen hatte. Diese waren u. a. durch
meinen früheren Beruf als Metzger verursacht und durch
den Alkohol verschlimmert worden. Ich war praktisch arbeitsunfähig.
Noch im Krankenhaus beschloss ich, mein Leben zu ändern.
Ich wollte gesund werden und entgiften. D. h. ich
wollte im ersten Schritt meine körperliche Abhängigkeit
vom Alkohol überwinden und danach meine psychische
Abhängigkeit. Hierfür habe ich an einer Langzeittherapie
teilgenommen, deren Klinik weit weg von meinem
Wohnort war, sodass ich durch meine damaligen Freunde
und Bekannten nicht wieder in Versuchung geführt werden
konnte.
Danach habe ich freiwillig weitere Angebote bei der
Suchtberatung in Anspruch genommen, bis ich dann
letztendlich im Verein „Hilfe zur Selbsthilfe“ in Jena gelandet
bin. Dort habe ich mich neben dem Besuch der Tagesstätte
auch einer Selbsthilfegruppe angeschlossen, die
mir viel Halt gegeben hat.
In diesem Verein bin ich bis heute und bin dankbar, dass
ich hier Unterstützung und ein familiäres Umfeld gefunden
habe.
Andrea Durga
3. Dezember um 20:18
Ich mag seltsame Menschen,
die schwarzen Schafe,
die Komischen,
die nicht ganz an die Orte passen, an denen alle anderen
zu gehören scheinen.
Ich mag diejenigen, die still sitzen, zusehen, nachdenken,
während die Welt an ihnen
vorbei rennt.
Diejenigen, die die Dinge anders sehen, die Fragen stellen,
die sich sonst keiner wagt
zu stellen.
Die Exzentriker, die Künstler,
die Träumer, die Menschen,
die außerhalb der Linien malen.
Nicht weil sie die Regeln nicht befolgen können, sondern
weil sie wissen, dass die Regeln nie für sie bestimmt waren.
Die Einzelgänger, die Denker, diejenigen, die sich weigern,
sich von der Welt sagen zu lassen, wer sie sein sollen.
Ihre Seelen sind ungeschüttelt.
Ihre Freundlichkeit ist ruhig,
aber unerbittlich.
Sie tragen Geschichten in ihren Herzen, die die meisten
Menschen nicht verstehen würden.
Und vielleicht ist es das,
was sie schön macht.
Nicht ihre Seltsamkeit, sondern ihre Wahrheit,
die Art und Weise, wie sie uns daran erinnern,
dass anders zu sein kein Fehler ist, sondern ein Geschenk.
TheFallenPoet
30 31
CHANCE JENA
CHANCE JENA
Wir unterstützen die Bewältigung von
individuellen und familiären Problemen …
Gut beraten
Die Familienberatung der Stadt Jena
stellt sich vor
Die Familienberatung der Stadt Jena ist eine staatlich
anerkannte Beratungsstelle in öffentlicher Trägerschaft.
Sie zielt darauf ab, bei der Bewältigung von individuellen und
familiären Problemen zu unterstützen, die Verfestigung bzw.
Verschlimmerung von Problemlagen zu verhindern und
Ressourcen sowie Selbsthilfepotenziale zu mobilisieren.
Das Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene
(bis 21 Jahre), Eltern und Familien, die ihren Wohnsitz
in Jena haben. Die Ratsuchenden können sich direkt an die
Familienberatung wenden. Eine formelle Leistungsgewährung
durch das Jugendamt ist nicht erforderlich. Die Beratung ist
vertraulich und für die Ratsuchenden kostenlos.
Die Gespräche erfolgen nach Terminvereinbarung. Termine
sind am besten telefonisch oder per E-Mail zu vereinbaren. In
der Regel ist eine Mitarbeiterin der Familienberatung von
Montag bis Donnerstag zwischen 9:00 Uhr und 12:00 Uhr unter
der Telefonnummer 03641 49-2833 persönlich erreichbar. Ein
Anrufbeantworter ist während der Beratungen geschaltet, so
dass Ratsuchende jederzeit eine Nachricht hinterlassen können.
Eine Mitarbeiterin ruft dann zurück.
Unsere Dienstleistungen
• Erziehungsberatung
• Entwicklungspsychologische Beratung für Eltern
von Säuglingen und Kleinkindern
• Familienberatung
• Eltern-/Paarberatung
• Psychologische Leistungsdiagnostik im Rahmen von
Erziehungsberatung
• Trennungs- und Scheidungsberatung
• Beteiligung von Kindern im Rahmen von Trennungs- und
Scheidungsberatung
• Traumasensible Beratung
• Gruppenangebot: „Die kühlen Köpfe“ (für Kinder im
Grundschulalter mit impulsiven Verhaltenstendenzen)
• Gruppenangebot: „Club der mutigen Kinder“
(für Kinder im Grundschulalter, die zurückhaltend und
sozial unsicher sind)
• Gruppenangebot: „Soziales Kompetenztraining“
für Jugendliche, die ihre sozialen Fähigkeiten erweitern
möchten)
• Gruppenangebot: „Trennungseltern“
(für getrennt lebende Elternteile, die sich mit anderen betroffenen
Elternteilen über ihre Situation austauschen
möchten)
Unsere Gruppenangebote (Stand 26.06.2024)
Club der mutigen Kinder – Aktivierung und Ermutigung
für Kinder mit Unsicherheiten
Diese Gruppe soll Kinder im Grundschulalter, denen es
schwerfällt, Bedürfnisse zu äußern, sich in neue Situationen zu
wagen oder auf andere zuzugehen, dabei unterstützen, mehr
Vertrauen in sich und die eigenen Kräfte zu bekommen.
In der Gruppe bekommen die Kinder die Möglichkeit, sich mit
anderen Kindern über ihre Sorgen auszutauschen. Sie lernen,
den eigenen Mut zu aktivieren, und bewältigen gemeinsam
kleine Beispielsituationen. Die Kinder erfahren hierdurch eine
Stärkung ihres Selbstvertrauens und gewinnen an Selbstständigkeit.
Dafür treffen sich die Kinder in einer Kleingruppe von
fünf Personen über einen Zeitraum von acht Wochen einmal
die Woche.
Die kühlen Köpfe – Selbstberuhigung und Streitklärung für
Kinder und ihre Eltern
Diese Gruppe soll Kinder im Grundschulalter, die zu vorschnellen
und heftigen Reaktionen neigen, und deren Eltern dabei
unterstützen, gemeinsam Wege zur Selbstberuhigung und
Streitklärung zu finden.
In der Gruppe werden den Kindern Grundwissen und Techniken
zum Umgang mit Gefühlen und Anspannung vermittelt.
Sie werden während der Gruppe immer wieder dabei unterstützt,
aufkommende Streitigkeiten zu klären, sich selbst zu beruhigen
und ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen. Dafür
treffen sich die Kinder in einer Kleingruppe von fünf Personen
über einen Zeitraum von zehn Wochen einmal die Woche (aktuell
montags zwischen 15:30 Uhr und 16:30 Uhr).
Die Eltern werden mit Hilfe von Familienaufgaben, Einzelgesprächen,
informativen Elternabenden im Vorfeld und austauschbasierten
Elternabenden begleitend zur Gruppe dabei
unterstützt, die im Training erlernten Kompetenzen zu Hause
zu festigen und in den Familienalltag zu integrieren.
Trennungseltern / Nehmen Sie sich selbst und Ihr Kind in
den Blick und finden Sie neue Lösungen für Ihre Elternschaft!
Dieses Gruppenangebot findet mit ca. fünf bis zehn Teilnehmerinnen
und Teilnehmern einmal pro Jahr statt. Es richtet sich an
getrennt lebende Elternteile, die den Wunsch haben, sich mit
anderen Betroffenen über die Trennung und damit verbundene
Probleme auszutauschen. Denkbare Themen können z. B. sein:
• die Gestaltung anstehender Veränderungen für das Kind
• der Informationsaustausch und die Konfliktlösung mit dem
anderen Elternteil sowie
• das Zusammenleben in Patchworkkonstellationen.
Das Gruppenangebot findet an sechs bis acht Abenden (jeweils
60 bis 90 Minuten) statt (aktuell mittwochs ab 18:30 Uhr). Die
Kursleiterin stellt sich auf den Bedarf der Teilnehmerinnen und
Teilnehmer ein. Möglich sind theoretischer Input, Anregungen
zur Selbstreflexion, konkrete Übungen und gemeinsamer Austausch.
Die Eltern eines Kindes können nicht gemeinsam in einer
Gruppe arbeiten.
Soziales Kompetenztraining/Stärkung der
Kommunikations- und Interaktionsfähigkeiten
von Jugendlichen
Das soziale Kompetenztraining ist ein Angebot für Jugendliche
im Alter von 12 bis 16 Jahren, die selbstsicheres Auftreten erlernen
und ihre kommunikativen und interaktiven Fähigkeiten
erweitern möchten. Über einen Zeitraum von ca. zehn Wochen
wird einmal pro Woche eine Stunde lang in einer Kleingruppe
gearbeitet. Die Eltern werden im Rahmen eines Vorbereitungsund
eines Abschlussgespräches in das Training mit einbezogen.
Kontakt
Anmeldung für alle
vier Gruppen:
Tel.: 03641 492833
(Montag bis Donnerstag
zwischen 9:00 Uhr und 12:00 Uhr
ist in der Regel persönliche Erreichbarkeit
gewährleistet.
In der übrigen Zeit ist ein Anrufbeantworter geschaltet.)
E-Mail: familienberatung@jena.de
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CHANCE JENA
CHANCE JENA
Die Lotusblüte als Sinnbild
für Erleuchtung …
Lichtvoll
Bist Du eine offene Lotusblüte?
Die Lotusblume ist ein buddhistisches Symbol für Selbsterkenntnis
und den Mut, die eigene Komfortzone zu
verlassen, um mit einem offenen Geist in das Leben zu treten.
Oftmals ist es aber so, dass wir uns hier
selbst im Wege stehen. Die Komfortzone
oder auch der besser bekannte „Status
quo“ halten uns davon ab, in unsere wahre
Kraft zu gelangen. Das kenne ich selbst
sehr gut und durfte hier bereits durch
viele tief schmerzhafte, aber auch äußerst
lichtvolle Prozesse schlüpfen.
Was uns zurückhält sind oftmals die Programmierungen
aus unserer Prägungszeit.
Meist sind die ersten sieben bis acht
Jahre unseres Lebens kennzeichnend für
das, wie wir noch als Erwachsene denken
und letztlich auch wie wir agieren.
Da muss ich immer wieder an den Lotus
denken, der sich durch den größten Morast
hindurch bis an die Wasseroberfläche
schlängelt. Trotz jeglicher widriger Umstände
wächst er unumkehrbar gen Himmel.
Alles perlt an ihm ab. Und irgendwann, wenn er bereit ist,
öffnet sich die Lotusblüte und erstrahlt in ihrem vollen Glanz.
In den meisten indischen Traditionen ist dies das Sinnbild für
Erleuchtung. Es ist, als öffne sich die menschliche Seele der
göttlichen Wahrheit, die in uns allen verborgen ist.
Neben den Programmierungen aus der Kindheit können auch
innere Blockaden bis ins hohe Alter wirksam sein, um uns von
dem Licht, von unserer wahren Größe abzuhalten. Es blockiert
regelrecht, dass unser inneres Licht frei fließen kann. Doch erst
dieses Licht gibt uns Energie und macht uns glücklich.
Wie ist es bei Dir? Hast Du schon einmal erlebt, dass Dich etwas
zurückhält, wenn Du etwas tun wolltest, was Dir und Deinem
Weg sehr dienlich sein könnte? Vielleicht auch eigene Sabotageprogramme,
die Dich immer wieder in eine niedrig schwingende
Energie drücken?
Was ist mit im Körper abgespaltenen Emotionen? Hast Du
schonmal etwas so Schlimmes erlebt, dass Dein Bewusstsein es
versucht hat abzuspalten? Zum Beispiel, wenn Du verschiedene
körperliche Probleme schon seit vielen Jahren und Jahrzehnten
hast und nichts hilft. Hast Du Dich schonmal gefragt, ob die
Ursache auf der emotional mentalen Ebene zu finden ist? Was
ist, wenn Du jahrzehntelang eine Störung mit Dir herumträgst,
die Dir nur nett mitteilen möchte: „Schau da mal hin!“ Da ist
etwas auf Zellebene gespeichert, was Du
damals auf emotionaler Ebene nicht hättest
ertragen können. Nun zeigen sich die
Symptome und schreien danach: „Schau
mich an und löse das Thema.“ Und ja, Du
kannst jederzeit die Resonanzen bewusst
verändern!
Damit lässt Du diese Störenergien los,
schwingst automatisch höher, und auch
die körperlichen Symptome verschwinden.
Beispiel: Du hast jahrelang Fußpilz. Dahinter
steckt ein schwerwiegender Konflikt,
der sich vor vielen Jahren abgespielt
hat. Damals war das so schrecklich zu fassen,
dass Deine Essenz versucht hat, diesen
Teil des Bewusstseins aus dem Körper
zu drücken. Es wurde in den Füßen gespeichert.
Diese sind nun wie energetisch
abgespalten. Die Energie kann nicht frei
fließen. Du gelangst nicht in Deine wahre Kraft. Nun kannst
Du verschiedene Übungen machen, um bewusst dort Energie
hinzulenken und diesen Schmerz, dieses Zellgedächtnis zu
transformieren. Du änderst die Resonanz in Dir und auch auf
der Zellebene.
Das ist kein Hokuspokus, sondern reine Wissenschaft. Schau
Dir dazu gern die Arbeit von Joe Dispenza an. Die Datenlage
und wissenschaftlichen Untersuchungen sind eindeutig. Wenn
es Dich und Deinen Verstand interessiert, schreibe mir gern,
und ich werde mal einen Post über die wissenschaftlichen
Erkenntnisse machen. Auf der Herzebene ist das alles allerdings
selbstevident. Spätestens, wenn Du es selbst mal ausprobiert
und gespürt hast.
Es gibt viele Möglichkeiten, in Dir und auf Zellebene die Resonanzen
zu verändern und Störenergien respektive Blockaden
loszulassen. Entscheidend ist, dass Du Dir Deiner Macht gewahr
bist und sie bewusst für Dich nutzt.
Wenn Du dabei Unterstützung suchst, lade ich Dich ein, Teil
einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten zu sein und jetzt eine
Ausbildung zum Resonanz-Experten zu beginnen. Schreib mir
gern eine Email, und finde heraus, wie es zu Dir passt.
Kontakt
Dr. Julia König
Tel.: 0176 63456878
E-Mail: info@drjuliakoenig.de
www.drjuliakoenig.de
www.institutbewusstseinsentfaltung.de
Freie Zeit gut und sinnvoll füllen …
Unterstützend
Gute Vorbereitung ist alles oder was
der Ausstieg aus dem Berufsleben
eigentlich bedeutet
Erfahrungsgemäß setzt man sich sehr spät mit seiner
Nacherwerbsphase auseinander. Dabei sind mit dem
Übergang in die Rente große Veränderung verbunden.
Wenn man sich vorstellt, dass jemand, der bisher Vollzeit gearbeitet
hat, plötzlich ungefähr 1.840 Stunden pro Jahr selbstbestimmt
füllen kann, klingt das einfach großartig. Freie Zeit bedeutet
jedoch nicht automatisch bessere Lebensqualität. Sie
möchte schon auch mit Dingen gefüllt sein, die zum eigenen
Wohlbefinden beitragen. Wie sehen denn eigentlich so ein Tag,
eine Woche oder ein Jahr aus, damit ich glücklich bin? Mit dem
Abschied von der Arbeit haben wir aber nicht nur viel mehr
Zeit, sondern meist auch deutlich weniger regelmäßige Kontakte.
Oft sind während des Arbeitslebens Kolleginnen und
Kollegen die Personen, mit denen wir uns neben der eigenen
Familie am meisten austauschen. Es lohnt sich also, nicht nur
frühzeitig zu überlegen, wie man sein Leben ausgestaltet, sondern
auch mit wem man seine Zeit verbringen möchte oder ob
das eigene soziale Netzwerk vielleicht Zuwachs benötigt.
Laut dem Statistikportal der Deutschen Rentenversicherung
war der durchschnittliche Bruttoauszahlungsbetrag für Altersrenten
im Jahr 2023 1.102,16€. Die Beträge schwanken sehr. Wie
hoch die Altersrente im Einzelfall tatsächlich ausfällt, kommt
auf die Versicherungszeiten und Beitragszahlungen an. Es ist
wichtig, sich rechtzeitig bei der Rentenversicherung zu informieren,
mit welchem Betrag genau man rechnen kann.
Unabhängig davon liegen die Einnahmen vermutlich deutlich
unter dem Arbeitseinkommen, außer man hat privat gut vorgesorgt.
Auch die Ausgaben verändern sich. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung
ist dann beispielweise nicht mehr nötig
und kann gekündigt werden. Über einen begrenzten Zeitraum
alle Ausgaben zu erfassen, kann sehr erhellend sein und hilft
dabei, finanziell „aufzuräumen“.
Angebot
Wer sich mit dem Übergang in die Nacherwerbsphase nicht
allein auseinandersetzen möchte oder Unterstützung sucht:
inge-Coaching für Menschen ab 60 Jahren, ab 5 Leuten
Workshop „Gesund und finanziell abgesichert in die Rente“
Die Angebote sind für Sie kostenfrei. Wir freuen uns, wenn
Sie sich bei uns melden.
Team inge: Heidrun Osse, Charlotte Rauch & Jessica Sollmann
Tel.: 03641 883, 0173 3845641
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CHANCE JENA
CHANCE JENA
Ein sicherer Ort für betroffene Familien …
Hoffnungsvoll
Für alle jungen Menschen Hilfen
aus einer Hand …
Unabhängig
Buchvorstellung
Gemeinschaft und Hoffnung für
Mukoviszidose-Betroffene in
Thüringen
Für Marcus Meuschke und Martin Bauer brachte die Geburt
ihrer Kinder, Mathilda und Emil, eine völlig neue
Lebensrealität mit sich. Beide Kinder, vier und drei Jahre alt,
wurden mit der unheilbaren Krankheit Mukoviszidose geboren.
Während andere Kinder sorglos die Welt entdecken, ist für
Mathilda und Emil jeder Atemzug ein täglicher Kampf: Zäher
Schleim verstopft ihre Lungen, beeinträchtigt die Bauchspeicheldrüse
und schränkt die Lebensfreude ein. Mukoviszidose
– eine genetische Stoffwechselerkrankung – raubt ihnen
die Luft und mit ihr ein Stück der unbeschwerten Kindheit. Um
mit der Belastung dieser Diagnose nicht allein zu sein,
gründeten Meuschke und Bauer Anfang 2024 die „Mukoviszidose
e. V. Regionalgruppe Thüringen“.
Die neu ins Leben gerufene Selbsthilfegruppe soll ein sicherer
Ort für betroffene Familien sein, ein Anker für all jene, die lernen
müssen, mit dieser Krankheit umzugehen.
Ein Netzwerk, das Hoffnung schenkt
„Als die Diagnose kam, fühlten wir uns wie in einem Sturm aus
Hilflosigkeit und Angst“, erinnert sich Meuschke. „Mathilda
war gerade zwei Wochen alt.“ Die Diagnose ließ auch Bauer
nicht kalt: „Es fühlt sich an, als würde einem der Boden unter
den Füßen weggezogen. Man weiß nicht, wie man weiterleben
soll.“ Doch die beiden Väter fanden einen Weg, um der Verzweiflung
entgegenzutreten und beschlossen, nicht nur für ihre
Kinder, sondern auch für andere betroffene Familien da zu sein.
„Wir wollen zeigen, dass diese schwere Diagnose nicht das
Ende aller Hoffnung bedeutet“, erklärt Meuschke. Die Gruppe
möchte anderen Eltern Mut machen und ihnen helfen, die
Stärke zu finden, die sie für den Alltag benötigen. „Es ist wichtig,
sich gegenseitig zu unterstützen und zu wissen, dass man
diese Last nicht allein tragen muss“, ergänzt Bauer.
„Gründungsmitglieder der Mukoviszidose e. V. - Regionalgruppe Thüringen“
Gemeinsam stark – auch in schwierigen Zeiten
Die Selbsthilfegruppe Mukoviszidose e. V. Regionalgruppe Thüringen
bietet betroffenen Familien die Möglichkeit, Erfahrungen
auszutauschen und sich gegenseitig Kraft zu geben. „Es tut
gut, zu wissen, dass man nicht allein ist und dass es Menschen
gibt, die verstehen, was es bedeutet, jeden Tag um die Gesundheit
seines Kindes zu kämpfen“, sagt Meuschke. Ein Netzwerk
von Menschen, die dieselben Herausforderungen kennen,
schenkt Trost und stärkt das Gefühl, gemeinsam stark zu sein.
Betroffene, Angehörige und Behandler sind herzlich eingeladen,
beim Treffen der Gruppe dabei zu sein.
Mit der Regionalgruppe wollen Meuschke und Bauer eine Perspektive
schaffen: Auch wenn Mukoviszidose das Leben ihrer
Kinder verändert, soll die Krankheit nicht die Oberhand gewinnen.
„Unsere Kinder sollen spielen, lachen und träumen –
trotz allem“, sagt Bauer.
Kontakt
Martin Bauer
E-Mail: m_bau@gmx.net
Neues Beratungsangebot für junge
Menschen mit (drohender)
Behinderung und deren Familien im
Saale-Holzland-Kreis
Seit dem 1. Februar dieses Jahres gibt es
im Jugendamt des Saale-Holzland-
Kreises ein neues Beratungsangebot für
junge Menschen mit Teilhabeeinschränkungen
und deren gesetzliche Vertreter.
Künftig können interessierte Anspruchsberechtigte
unabhängige Beratung, Unterstützung
und Begleitung im Rahmen der
Geltendmachung möglicher Leistungen der
Eingliederungshilfe durch eine Verfahrenslotsin
erhalten.
Verfahrenslotsen unterstützen insbesondere
dabei, den Zugang zu in Frage kommenden Hilfen zu vereinfachen
und zu koordinieren. Die zielgerichtete Beratung des
zuständigen Leistungsträgers zu strukturellen
Fragestellungen gehört ebenfalls zum
Aufgabenspektrum.
Vor diesem Hintergrund soll die Kinder- und
Jugendhilfe inklusiv ausgestaltet werden, so
dass alle jungen Menschen, egal ob mit Handicap
oder ohne, niedrigschwellige und
ganzheitliche Hilfen aus einer Hand erhalten
können.
Kontakt
Saale-Holzland-Kreis, Jugendamt
Carolin Semmler
Tel.: 036691 70401, Fax: 036691 70751
E-Mail: ja@lrashk.thueringen.de
www.saaleholzlandkreis.de
ennen Sie die geheimnisvolle Stadt Petra? Das Petra,
mit den in den Felsen gehauenen antiken Bauwerken,
Kdas heute in Jordanien besichtigt werden kann und zum
Weltkulturerbe gehört? Dorthin verschlägt es vor rund
2000 Jahren den jüdischen Pharisäer Saulus, den berüchtigten
Verfolger der Anhänger eines gewissen Jeschua aus Nazaret.
Doch für Saulus hat sich alles geändert. Vor Damaskus ist ihm
ebendieser Jeschua in gleißendem Licht erschienen und hat
ihn zu einem seiner Apostel berufen. Saulus flieht daraufhin
erschrocken in die arabische Wüste.
Es ist eines der ungelösten Geheimnisse in der Bibelforschung.
Im Galaterbrief, einem der frühesten Dokumente des Neuen
Testaments, schreibt der Apostel Paulus, dass er nach seinem
„Damaskuserlebnis“ nach Arabien ging. Warum er das tat,
fällt heute in den Bereich der Spekulation. „Vom Saulus zum
Paulus“ ist jedenfalls eine noch immer geläufige
Redewendung, die sich auf die drastische Veränderung einer
Person bezieht. Die Redewendung geht auf die Verwandlung
von Saulus, dem Verfolger der Anhänger des „Neuen Weges“,
wie sich die ersten Christen nannten, zu Paulus, einer der
wichtigsten Persönlichkeiten des Christentums zurück.
Der Roman „Wanderer am Morgen – Paulus in Arabien“,
beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem Saulus Damaskus nach
diesem einschneidenden Erlebnis verlässt und in die arabische
Wüste geht. Saulus ist damals ungefähr dreiundzwanzig Jahre
alt. Eine Karawane sammelt ihn nach einem Raubüberfall auf.
Mit ihr gelangt er in die sagenhafte Stadt Petra. Dort lernt
Saulus das jüdische Mädchen Gilah kennen und lieben. Doch
da ist natürlich noch sein göttlicher Auftrag, die Botschaft von
Jesus zu den Heiden zu bringen.
In „Wanderer am Morgen – Paulus in Arabien“ erzählt der
Jenaer Autor Jan Schäf die Geschichte jener rätselhaften Reise
des Apostels Paulus. Er zeigt die Zerrissenheit, die ein Mensch
erlebt, wenn sich die Umstände von einem Moment zum
anderen grundlegend ändern und das eigene Weltbild
plötzlich infrage steht. Wer bin ich? Was ist mein Platz in der
Welt? Ist meine Vergangenheit ein Irrtum?
„Wanderer am Morgen – Paulus in Arabien“
Roman von Jan Schäf, Paperback & E-Book, 400 Seiten,
ISBN-13: 9783757878238, Verlag: Books on Demand
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CHANCE JENA
CHANCE JENA
Aufklärend
FASD Selbsthilfegruppe Jena –
Neugründung 2024
Alkohol ist eine gesellschaftlich sehr akzeptierte Droge, die
jedes Jahr einen volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von
57 Milliarden Euro verursacht. Immer noch wenig bekannt ist,
dass Alkoholkonsum in der Schwangerschaft beim Kind
bleibende Schäden verursacht. Schätzungsweise werden in
Deutschland jedes Jahr 10.000 Kinder mit einem FASD (Fetale
Alkoholspektrumstörungen) geboren – einer absolut vermeidbaren
Behinderung. Viele dieser Kinder wachsen in Adoptivund
Pflegefamilien auf. Die Familien
durchlaufen oft eine lange Odyssee
bevor sie eine Diagnose erhalten. Und
selbst dann ist der weitere Weg oft sehr
steinig, bis die notwendigen Hilfen
beantragt sind und z. B. ein schulisches
Umfeld geschaffen ist, in dem das Kind
lernen kann. Ein FASD offenbart sich
meist erst allmählich und fällt oft
zunächst nur den Eltern auf, da sie
tagtäglich mit ihrem Kind zusammen
sind. Die Symptome können je nach
Zeitpunkt, Menge und Dauer des
Alkoholkonsums unterschiedlich ausgeprägt
sein. Im Grundsatz sind sie jedoch
ähnlich. Um nur einige wenige zu
Fehlt - Hinweis auf die
Gefahr durch Alkohol
während der Schwangerschaft
Die Familien durchlaufen oft eine
lange Odyssee …
nennen: Kinder mit FASD können sich
nicht gut konzentrieren, können sich
schlecht an Regeln halten, sind
motorisch unruhig und leicht
ablenkbar. Sie lernen nur schlecht aus
Erfahrung und sind leicht verführbar. Sie brauchen enge
Führung und Anleitung und das meist auch im Erwachsenenalter.
Auch verschiedene organische Beeinträchtigungen
können diese Kinder in ihrer Lebensqualität beeinflussen und
kosten die Familien viel Zeit und Kraft. Auch in Jena werden
Familien von Kindern mit Verdacht auf FASD oft noch nicht
gut betreut und vor Ort
keine Diagnosen gestellt,
da entsprechende Strukturen
schlichtweg fehlen.
Unsere Selbsthilfegruppe
möchte Anlaufstelle sein
für alle Eltern mit Kindern
mit FASD oder Verdacht
auf FASD. Außerdem
möchten wir in
verschiedenen Feldern
dazu beitragen, dass diese
Behinderung endlich die
notwendige Aufmerksamkeit
erfährt und vermieden
wird. Wir wollen
uns in Jena einsetzen für:
• ein besseres Angebot zur Diagnostik und Beratung
• eine bessere Zusammenarbeit der zuständigen Stellen
• Aufklärungskampagnen und Prävention
• Information und Verbesserung von Hilfsangeboten
Wir treffen uns ungefähr alle zwei Monate.
Kontakt
Katja Pelzer
E-Mail: fasd-jena@gmx.de
Literatur zum Thema FASD
Ein Mensch hat genau so
viel Macht über dich, wie du
bereit bist, ihm zu geben.
Oliver Ribbert , Ichbinverbunden
Sich selbst in schweren Situationen
liebevoll annehmen …
Humorvoll
Humor als Lebenseinstellung und
Gesundheitsmotor
Das Leben ist reich
an Erfahrungen
und Erlebnissen. Da
gibt es gute, die uns
stärken, die uns froh
machen, die uns verbinden,
und es gibt
auch schwere und
dunkle Stunden. Alles
das haben die 22 Autoren
des Buches „Nix zu
lachen? Humor ist
gesund – besonders für
Kranke“ erfahren.
Bernhard Klenk und
Sylvia Sänger haben
ihre Geschichten gesammelt.
Sie erzählen
davon, wie man auch in
schweren Situationen
und in der Krankheit
aus vollem Herzen Ja zum Leben sagen kann. Ob es die Kraft
einer kleinen roten Schaumstoffnase ist, die dem Vater einer
kranken Tochter ein bisschen Zuversicht schenkt, der Patient,
der vor seiner Operation Luftballons mit Lachgesichtern an das
OP-Team verteilt, die junge Frau, die einen Vertrag mit ihrem
Medikament schließt, damit die Nebenwirkungen aushaltbar
sind – all das sind Beispiele wie es gelingen kann, mit Humor
eine Krankheit oder schwere Situation auszuhalten, wenn es
sein muss auch mit einem kräftigen „Boom Chaka-Laka“ dem
Burnout den Garaus machen.
Jeder einzelne Autor in diesem Buch hat seine ganz persönliche
Bewältigungsstrategie. Allen verbindend ist der Humor. Er
kommt nicht als laut lachender Schenkelklopfer daher, sondern
zeigt auf, wie hilfreich es ist, sich selbst auch in schweren
Situationen liebevoll anzunehmen, einmal die Perspektive zu
wechseln, sogar der negativsten Situation positive Seiten
abzugewinnen und natürlich auch zu lachen. Humor ist eine
Lebenseinstellung. Er kann die Widerstandskraft der Menschen
steigern, kann uns stärker machen. Das ist sogar wissenschaftlich
ganz gut belegt.
„Nix zu lachen? Humor ist gesund – besonders für Kranke“
ist ein Buch nicht nur für Kranke, auch für alle, die ihnen
Mut machen wollen!
Herausgeber:
Bernhard Klenk & Sylvia Sänger
Lektorat und Gestaltung:
art tempi communications GmbH, Köln
benningdesign, Kirchweidach
atp Verlag GmbH, Köln
ISBN: 978-3-943064-24-7
Seitenzahl: 100
Preis: 11,90 EURO
Von jedem verkauften Exemplar geht
ein Euro an die Frauenselbsthilfe Krebs,
Landesverband Thüringen e. V.
AndersGleich e.V.
barrierefrei
AndersGleich e. V. jetzt mit barrierefreien
Räumen in der Innenstadt!
Alle offenen Angebote und Workshops
sind für junge Menschen mit und
ohne Einschränkungen.
Wir sind ab sofort am
Carl-Zeiss-Platz 10 zu finden.
Dort gibt es regelmäßig Montag und
Dienstag ab 16:00 Uhr unsere offenen
Workshops.
Schaut auf: https://www.andersgleich.de
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CHANCE JENA
CHANCE JENA
Neurodivers
Selbsthilfegruppe
"Waggon Regenbogen"
ADHS und andere Formen von Neurodivergenz im Alter
(AD(H)S, ASS, BAS, HSP etc.)
Zielgruppe sind frühzeitig berufs-/erwerbsunfähige Betroffene
von AD(H)S und anderen Formen von Neurodivergenz¹,
welche sich alleingestellt fühlen und den Mangel an
sozialer Teilhabe verspüren.
Hintergrund
Wir mobilisieren uns und kreieren
unsere Zukunft selbst …
Die psychischen und physischen Folgeschäden aus unserer
ADHS-Power führen bei vielen von uns zum vorzeitigen Ende
ihres Berufslebens und damit hinaus aus diesem sozialen Umfeld.
Unsere Hauptenergiequelle, für Andere und mit Anderen
zu leben, gebraucht und anerkannt zu werden, beginnt zu versiegen.
Zudem führt die Veränderung der ADHS-Symptomatik
im Alter² im Familien- und Freundeskreis zu weiterer erheblicher
seelischer Belastung und lässt noch weniger Raum für Lebensfreude
zu. Wir fühlen uns abgestellt und geraten ins
„Nichts(mehr)zustandebringen“. Bewährte Strategien aus der
Vergangenheit funktionieren nicht mehr.
Wir befinden uns sozusagen „in einem Zug neben der Spur“.
Seitens der Politik wird die soziale Teilhabe als einer der wichtigsten
und wirksamsten Faktoren, die das Wohlergehen und
die Gesundheit älterer Menschen beeinflussen, leider nur für
die Allgemeinbevölkerung konzipiert. Für den hohen Anteil an
Neurodivergenz-Betroffenen im Alter besteht eine Grauzone,
in der die für neuronormale Menschen im Alter wirksamen
Maßnahmen der Integration nicht greifen und sich sogar schädigend
auswirken können.
Gruppenrahmen
Unter dem Motto: "Bin gerade neben der Spur. Ist schön da!"
finden wir uns, mobilisieren wir uns mit Spiel, Spaß und Kulturellem,
erfahren Wissenswertes und kreieren unseren Weg
in die Zukunft durch Selbsthilfe!
Vereint, mit der von Ideen und Tatendrang strotzenden Kraft
unserer Neurodiversität, schaffen wir uns unseren eigenen Antrieb,
stellen wir selbstbestimmt unsere Weichen auf neue Spur
und begeben uns auf heilsame, versöhnende und lebensfrohe
Weiterfahrt!
Einladung
Verschwende keine Zeit mehr damit, so zu werden, wie andere
dich haben wollen! Ruh dich aus, aber resigniere nicht! Sei "Du"
und finde deine Leute mit demselben Hintergrund, Menschen,
die sind wie du - hier im Waggon Regenbogen, der für Hoffnung,
Freude, Glück und Anerkennung steht!
Lernen wir unsere Neurodivergenz auch als Chance kennen,
anders, aber darin richtig gut zu sein!
Versöhnen wir uns durch "Annehmen" mit unseren problematischen
Zuständen und schaffen uns einen Ausgleich mit
Glücksmomenten und mit Aufgaben, die für uns sinnvoll, aktivierend
und stabilisierend sind.
Indem wir unsere Schwächen und Stärken in unseren Gruppen-
Kontext stellen, lassen wir uns nicht auf unsere individuelle Problematik
oder Schwäche reduzieren, sondern gewinnen gemeinsam
wieder an Mut und Antriebskraft, Inspiration und Anerkennung.
Wir leben nicht gegen sondern mit ADHS und/oder anderen
neurodivergenten Formen und begeben uns in eine Gemeinschaft,
die unsere Einschränkungen versteht und unser „aktiv
sein Müssen“ im Wissen um unsere Stärken zu aktivieren weiß!
Zukunftsmusik
Wir werden der Grauzone in unserer älteren Bevölkerung Farbe
geben können, indem wir auch mit gruppenübergreifenden
Projekten Öffentlichkeitsarbeit leisten. Und wir werden unsere
neuen Erfolgsstrategien im Umgang mit ADHS und anderen
Formen von Neurodivergenz im Alter an unsere junge Generation
weiterempfehlen können!
Kontakt
Begründerin / Organisation:
Ich bin Meike, 59 Jahre alt und seit 2016 dauerhaft erwerbsunfähig.
Die Diagnose ADHS bekam ich erst letztes Jahr. Nähere
Informationen zu meiner Person gibt es in der Gruppe, wo wir
uns über absolute Verschwiegenheit nach außen einig sind.
Meine E-Mail-Adresse lautet:
meike.waggonregenbogen@gmail.com
Gruppenintern können wir später auch eine
WhatsApp-Gruppe erstellen.
Unsere Gruppentreffen möchte ich mittwochs Nachmittag
(Abstimmung erwünscht) live im IKOS veranstalten. Über HelferInnen
und MitorganisatorInnen wäre ich sehr erfreut, um
Ausfälle zu vermeiden und vielseitige Möglichkeiten der Gruppengestaltung
ausschöpfen zu können.
Finden wir uns!
Mit herzlichen Grüßen
Meike
¹ Wenn die kognitiven Gehirnfunktionen eines Menschen von
denjenigen abweichen, welche die Gesellschaft als innerhalb
der Norm liegend (also als „normal“ oder „neurotypisch“) definiert,
dann wird dieser Mensch als neurodivergent bezeichnet.
(Im Gegensatz zum Englischen gebraucht man auch den
Begriff „neurodivers“ dafür.)
Der Begriff Neurodiversität bezeichnet die unendliche Vielfalt
neurokognitiver Funktionen innerhalb der menschlichen Spezies.
Einfacher gesagt, beschreibt Neurodiversität die Tatsache,
dass alle unsere Gehirne sich zwar in Aufbau und Struktur ähneln,
aber doch grundsätzlich unterschiedlich funktionieren
können. Neurodiversität ist also eine biologische Tatsache.
² Studien zeigen, dass ADHS-Betroffene im Alter weniger
Selbstwertgefühl, mehr soziale Probleme, mehr Ängste und
Depressionen und dadurch auch mehr gesundheitliche Schäden
haben als die allgemeine ältere Bevölkerung …
Quelle: https://www.adhs-deutschland.de
Gnocchi mit Spinat
Zutaten für vier Portionen
2 Schalotten
500 g Babyspinat
200 g Kirschtomaten
4 getrocknete Tomaten
1 EL Pinienkerne
800 g Gnocchi -
(aus dem Kühlregal)
Salz
2 EL Olivenöl
150 ml Gemüsebrühe
175 g Frischkäse
schwarzer Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
Rezepte
Schalotten abziehen, fein würfeln. Babyspinat
waschen und trockenschleudern. Kirschtomaten
waschen und halbieren. Getrocknete Tomaten in
dünne Streifen schneiden. Gnocchi nach
Packungsanweisung in Salzwasser garen, bis sie an
der Oberfläche schwimmen und in ein Sieb abgießen.
Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Schalotten
und getrocknete Tomaten darin andünsten. Mit
Brühe ablöschen. Frischkäse unterrühren. Spinat
portionsweise zugeben und in 3-4 Minuten
zusammenfallen lassen. Tomaten zugeben und alles
ca. 5 Minuten köcheln lassen. Gnocchi zugeben und
untermischen. Alles mit Salz, Pfeffer und Muskat
würzen und servieren.
Tipp mediterran: In einer Pfanne Butter mit
frischem Rosmarin erhitzen. Die Gnocchi darin
anbraten, erst dann mit dem Gemüse mischen.
Quelle: slowly veggie, 01/2024, S. 19
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CHANCE JENA
CHANCE JENA
Wir entwickeln gemeinsam
Lösungswege für Sie …
Gesundheitsfördernd
Für Menschen mit dem Bedürfnis nach
einem vertraulichen Gespräch …
Vertraulich
Essen gegen Angst und Anspannung?
Ängste können den Alltag belasten und zu regelrechten
Essattacken führen, um die Psyche vermeintlich wieder ins
Gleichgewicht zu bringen. Denn: Kauen baut erst einmal
Anspannung ab, und das tut uns kurzfristig gut, jedoch werden
Gewicht und Blutzuckerspiegel ins Schwanken gebracht. Mit
den Themen Stressessen, Heißhungerattacken und Stimmungsschwankungen
landen immer mehr Patientinnen und
Patienten in der Ernährungsberatung.
Wie gelingt der erste Schritt zu einer besseren Tagesstruktur
mit mehr gesundheitsfördernden Routinen? In meiner Ernährungs-
und Lebensstilberatung gehen wir den Ursachen für das
bisherige Verhalten auf den Grund und entwickeln gemeinsam
Lösungswege für mehr Achtsamkeit im Alltag, damit Essen
nicht immer wieder als „Trostpflaster“ oder Kompensationsstrategie
im Stress genutzt wird.
Wissenschaftler sind sich einig: unser tägliches Essen hat einen
Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. Regelmäßiges Fastfood
lässt gesundheitsfördernde Bakterien im Darm zugrunde gehen
und fördert Botenstoffe, die stille Entzündungen auslösen. Unser
Glückshormon, das Serotonin, wird zu 90 Prozent im Darm
gebildet – ist dieser nicht leistungsfähig, merken wir das an
unserem Energielevel. Ein neuer Zweig – die Psychoneuroimmunologie
- zeigt Zusammenhänge zwischen Psyche, Nervenund
Immunsystem.
Mit kleinen Schritten hinsichtlich einer bewussteren Lebensmittelauswahl,
mehr Aktivität im Alltag und Zeit für Selbstfürsorge
kann ich bereits mehr Lebensfreude und gute Stimmung
erreichen.
Ich unterstütze Sie gern mit einer fundierten Analyse Ihres
persönlichen Essverhaltens, mit Einkaufstraining und Anregungen
zu bewusster Lebensstilanpassung, um eine bessere Balance
im Stress oder unter Anspannung zu finden.
Kontakt
Dr. Silvia Steiner
Tel.: 0179 7344667
Telefonseelsorge Ostthüringen:
Unterstützung für Ratsuchende und
Chance für Ehrenamtliche
Die Telefonseelsorge hat ein
offenes Ohr für Menschen in
Krisensituationen, die Beistand und
Unterstützung suchen. Egal, ob es um
persönliche Probleme, emotionale Belastungen
oder einfach nur um das
Bedürfnis nach einem vertraulichen Gespräch geht – die
engagierten Seelsorgerinnen und Seelsorger sind unter 0800 –
111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 rund um die Uhr erreichbar:
anonym, vertraulich und kostenlos.
Doch nicht nur Ratsuchende sind herzlich willkommen! Die
Telefonseelsorge Ostthüringen sucht auch engagierte ehrenamtliche
Seelsorgerinnen und Seelsorger, die ihre Zeit und
ihr Einfühlungsvermögen einbringen möchten.
Wenn Sie Interesse daran haben, anderen Menschen zu helfen
und Teil eines unterstützenden Teams zu werden, freuen wir
uns über Ihre Kontaktaufnahme! Eine fundierte Ausbildung
und regelmäßige Fortbildungen sind Teil des Engagements, sodass
Sie bestens auf Ihre Aufgaben vorbereitet werden.
Kontakt
www.telefonseelsorge-ostthüringen.de
Lebe farbenfroh!
Heute.
Atme Freude.
Schöpfe Vertrauen.
Spüre Erneuerung.
Entdecke Wunder.
Spende Trost.
Empfange Freundschaft.
Begegne Veränderungen.
Genieße Glücksmomente.
Lebe farbenfroh.
Heute.
Und an jedem Tag.
Andrea Durga
gefunden bei Marion Schmickler-Weber
AOK Plus-Versicherte erhalten Gutscheine für Ernährungsberatung.
Andere Krankenkassen übernehmen i. d. R. 80 % der Kosten.
Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht.
Karl Valentin
Finde den Mut, dich deinen Ängsten zu stellen,
NEIN zu sagen, wo Unstimmigkeiten deine Seele
berühren, und JA zum Leben zu flüstern, selbst
wenn die Last deiner Erschöpfung dich niederzwingt.
Oliver Ribbert, Ichbinverbunden
Foto: https://www.facebook.com/photo/
?fbid=10220714132643453&set=a.2106451001114
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CHANCE JENA
Eine Hörbehinderung ist für die Betroffenen
und deren Angehörige immer eine besondere
Herausforderung …
Koordiniert
Sozialer Dienst für Hörgeschädigte
in Thüringen
Unabhängige Beratung in Thüringen seit 2006 in Trägerschaft:
Deutscher Schwerhörigenbund, Landesverband Thüringen
und Sachsen-Anhalt in Mitteldeutschland e. V.
Eine Hörbehinderung kann viele
Gründe haben: sie kann angeboren
sein, sie kann als Folge von
Krankheit oder Unfall auftreten,
immer häufiger ist sie aber eine
Folge von Berufs- und Freizeitlärm.
Zunehmender Informations- und
Beratungsbedarf besteht zu den
Themen Tinnitus und Cochlear-
Implantat-Versorgung. Vor allem eine im Laufe des Lebens
eintretende Hörbehinderung stellt sich für die Betroffenen und
deren Angehörige als besondere Herausforderung dar.
Kommunikationsprobleme können persönliche und berufliche
Entwicklungen stark beeinflussen, Möglichkeiten der gesellschaftlichen
Teilhabe sind nur unzureichend bekannt, und die
Gefahr von Missverständnissen, Mutlosigkeit und Isolation ist
groß.
Vor allem aber sind die Neuregelungen im Gesundheitswesen
für die Betroffenen eine zusätzliche Barriere. Fördermöglichkeiten
sind oft nicht bekannt.
Gern koordinieren wir in Jena für Sie weiterhin Kontakte zu
ebenfalls Betroffenen, zu Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe und
informieren zu hörbehindertengerechten Veranstaltungen.
Zielgruppen des Sozialen Dienstes für hörgeschädigte Menschen
in Thüringen sind:
• Schwerhörige und CI-Träger (eingeschränktes Hörvermögen,
Unterstützung des Hörvermögens durch Hörgeräte
oder Implantat, Unterstützung der Lautsprachkommunikation
durch „Absehen“ und Restgehör) und deren Angehörige.
• Spätertaubte (ertaubt nach dem 3. Lebensjahr, begrenzte
Sprech- und Hörerfahrung, grammatikalischer Spracherwerb
in Anfängen möglich, Kommunikation über „Absehen
und „Gebärdensprache“ möglich) und deren Angehörige.
• Arbeitgeber von hörgeschädigten Menschen
• Bildungsträger vor allem der Alten – und Krankenpflege,
weitere Pflege- und Betreuungseinrichtungen
• Öffentlichkeit, um mehr auf das Thema in der Gesellschaft
aufmerksam zu machen und Unwissenheit und Berührungsängste
abzubauen.
Kontakt
Beratungszeiten in Jena
IKOS im AWO-Zentrum Lobeda-Ost
Kastanienstraße 11, 07747 Jena
Jeden 2. Montag im Monat von 12:00 bis 13:00 Uhr
Information und Kontakt
Sozialer Dienst und Beratungsstelle für
Schwerhörige, Ertaubte, Tinnitusbetroffene
und CI-Träger im „Haus des Miteinander
Hörens“
99427 Weimar
Bonhoefferstraße 24b
Tel.: 03643 422155
oder
Büro des Landesverbandes
99427 Weimar
Allstedterstraße 1
Tel.: 03643 422157
Kombucha senkt Nüchtern-Blutzucker
von Diabetikern
Das Ergebnis einer kleinen
Pilotstudie aus den USA
konnte zeigen, dass das regelmäßige
Trinken von Kombucha den
nüchtern-Blutzucker von Typ-2-
Diabetikern senken kann. Der mit
Hefen und Bakterien fermentierte
Gesundheitstrank aus China
reduzierte den durchschnittlichen
Nüchtern-Blutzuckerspiegel bei den
12 Probanden nach 4 Wochen von
164 auf 116 mg/dl – im Gegensatz zu
einem ähnlich schmeckenden Placebo-Getränk, dessen
Auswirkung auf den Blutzucker statistisch nicht signifikant
war. Ein normaler Nüchtern-Blutzucker hierzulande liegt bei
65 bis 100 mg/dl.
Quelle: Natur & Heilen, 11/2023, S. 8
Massiver Anstieg von Alkohol- und
Medikamentenmissbrauch
V
erstärkte
Gesundheitsinfos
finanzielle Sorgen durch die gestiegenen
Lebenshaltungskosten, aber auch die Dauerkrisen der
letzten Jahre haben zu einem massiven Anstieg beim Gebrauch
von Alkohol, stimmungsaufhellenden Medikamenten und
Schmerzmitteln in Deutschland geführt. Zu diesem Ergebnis
kommt eine aktuelle Studie der Pronova BKK, in deren
Rahmen bundesweit 150 Therapeuten zur „psychischen
Gesundheit in der Krise“ befragt wurden – darunter 50 Klinikpsychiater,
50 niedergelassene Psychiater sowie 50 Psychotherapeuten.
Vor allem die Volksdroge Alkohol rangiert dabei
auf den vorderen Plätzen: So gab mehr als die Hälfte der befragten
Therapeutinnen und Therapeuten an, dass ihre Patienten
im Krisenjahr 2022 einen erhöhten Alkoholkonsum an den
Tag gelegt hätten. Für das Jahr 2020 sagten dies nur knapp 30%
CHANCE JENA
der befragten Psychiater und Psychotherapeuten von ihren
Patienten. Ein ähnliches Bild zeigte sich im Bereich von
stimmungsaufhellenden Medikamenten und Schmerzmitteln:
42% der Psychiater und Psychologen stellten im Jahr 2022 einen
verstärkten Medikamentenmissbrauch bei ihren Patienten fest,
während diese Zahl 2020 bei gerade einmal 14% lag. Besonders
besorgniserregend sei der Anstieg all jener Patienten, die über
die Krisenjahre hinweg gleich zu mehreren Substanzen
gegriffen hätten, so die Autoren der Studie. Und: Vor allem neu
aufgenommene Patienten litten in hohem Maße unter
Alkohol-, Medikamenten- und Drogenproblemen und den
damit einhergehenden psychischen Begleiterkrankungen.
Quelle: Natur & Heilen, 8/2023, S. 52
Selbst ein ausgeschaltetes Handy
stört die Konzentration
F
orscher
der Universität Paderborn bestätigten frühere
Studienergebnisse, als sie herausfanden, dass die bloße
Anwesenheit eines ausgeschalteten Handys auf dem Tisch die
Produktivität und das Konzentrationsvermögen von
Untersuchungsteilnehmern empfindlich stört. Allein die
Tatsache, dass das Handy in Sichtweite war, beeinflusste die
kognitive Leistung, und die Probanden arbeiteten langsamer
und unkonzentrierter. Neben der Erfassung der Aufmerksamkeitsleistung
der 42 Studienteilnehmer untersuchten die
Wissenschaftler auch, ob die Beteiligten eventuell unter einer
Handysucht litten. Überraschenderweise habe die individuelle
Ausprägung der gemessenen Handysucht keine Auswirkung
auf den Effekt gehabt, hieß es von Studienleiter und
Psychologe Sven Lindberg. Der Studienautor rät,
Mobilfunkgeräte bei geistiger Arbeit in einem anderen Raum
zu platzieren und nicht sichtbar auf dem Tisch liegen zu lassen,
selbst wenn sie ausgeschaltet sind oder mit dem Display nach
unten liegen. Nur so werden die kognitiven Ressourcen,
nämlich unser anfälliges und schnell überlastetes Arbeitsgedächtnis,
nicht überfordert.
Quelle: Natur & Heilen, 10/2023, S. 9
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CHANCE JENA
CHANCE JENA
Wir brauchen dringend wirksame
Hilfen und Beachtung …
Entkräftet
SHG „Long X“ in Jena: „unsichtbar
Erkrankte“ die „unsichtbar für Politik
und Forschung“ und von der
Gesellschaft im Stich gelassen sind
Zum Jahresbeginn 2024 hat sich die SHG "Long-X-Jena"
erstmalig zusammengefunden. Der scheinbar seltsame
Name ist durch die vielen "Long- und Post-Varianten" verschiedenster
Erkrankungen inspiriert.
• Steffi ist als Ärztin dem SARS-CoV2 ausgesetzt gewesen
und wurde zum Pflegefall. Sie kann durch immensen selbst
gezahlten finanziellen Aufwand heute wieder in ihre
Wohnung zurückkehren, ist aber noch weit von einer
Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit entfernt.
• Frank hat vor zehn Jahren einen septischen Schock erlitten -
leidet immer noch an Spät- und Langzeitfolgen. Seine
Erfahrungen im Umgang mit den Spät- und Langzeitfolgen
nach einer überlebten Sepsis hat er auf seiner eigenen
Webseite niedergeschrieben: www.sepsisfolgen.info
• Christine lebt seit über 40 Jahren mit PEM bzw. ME/CFS
und wird durch fehlende Unterstützung immer wieder in
die Überlastung und damit in eine Verschlechterung
gedrängt.
• Stefan hat in Folge eines Insektenstiches die Infektion mit
einem zoonotischen Erreger erlitten, die PEM bzw. ME/CFS
initialisierte. Seine zuvor unabhängige Familie ist in große
ökonomische Nöte geraten, so dass ärztliche Behandlungskosten
(werden oft nicht von der gesetzlichen Krankenkasse
getragen) nicht finanziert werden können, also auch eine
Genesung nicht erschwinglich ist.
Der größte Teil der aktuell 39 Teilnehmer leidet an "Post-Covid",
was die Fachleute des Jenaer Uniklinikums seit Jahren vor
schier unlösbare Probleme stellt.
Die Hauptsymptome wie PEM und ME/CFS sind seit vielen
Jahrzehnten bekannt und per ICD Code verschlüsselt, doch eine
intensiv staatlich geförderte Forschung gab es bis 2020 nicht.
Auch mit dem Anstieg der Fallzahlen derer, die aus einer Covid-Infektion
"übriggeblieben" sind, war noch längst kein
Handlungsbedarf zu erkennen.
Wie schon 1960, als die Betroffenen als „überspannt“, „hysterisch“
oder „depressiv“ bezeichnet und in Psychiatrien abgeschoben
wurden, äußerten sich sehr schnell erste „Fachleute“,
dass die Erschöpfung, Belastungsintoleranz, die Schmerzen und
Ausfallerscheinungen des Nervensystems „psychosomatisch“
seien.
1970 vertraten Colin McEvedy (Psychiater) und Alfred W. Beard
(Psychiater) die Ansicht, es handle sich um ein hysterisches
Phänomen.
Öffentliche Vorträge und Aufrufe von Prof. Carmen Scheibenbogen
(Charité), die das Gebiet lange vor SARS-CoV2 beforschte,
drangen nicht in die Hirne dieser „Fachleute“ vor, so dass Betroffenen
in der ganzen Republik in vielen Fällen massives
Unrecht widerfahren ist. Wie so häufig sind Mythen und Legenden
auch in „Fachkreisen“ sehr hartnäckig, so dass die Betroffenen
trotz ihrer Erschöpfung einer permanenten „Pilgerfahrt“
durch die Fachkliniken und Praxen ausgesetzt sind.
Wartezeiten von „nur“ zwei Jahren sind leider keine Seltenheit
und haben dann doch nur ein „Wir können Ihnen nicht helfen!“
oder hilflose Ergo-, Physio- oder Psychotherapien zur
Folge, die keinen ernstzunehmenden Fortschritt oder sogar
eine Verschlechterung bewirken.
„… Kinder und Jugendliche verzeichnen oft hohe Schulfehlzeiten.
… Schwer betroffene Jugendliche können Schwierigkeiten
haben, einen Schulabschluss zu erreichen. Für erkrankte
Kinder und Jugendliche stellt die eingeschränkte Möglichkeit,
am Schulunterricht und an altersentsprechenden sozialen
Aktivitäten teilzunehmen, eine zusätzliche Belastung dar …“
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Myalgische_Enzephalomyelitis/Chronisches_Fatigue-Syndrom)
Das Versagen des deutschen Gesundheitssystems bezüglich
Forschung und Weiterbildung produziert weit höhere Kosten,
als der Aufwand für Forschung und Weiterbildung kosten
würde.
„… ME/CFS ist eine Krankheit mit volkswirtschaftlicher Bedeutung…
Umfassende Analysen der Folgekosten der Erkrankung
in Deutschland …Demnach könnten sich die wirtschaftlichen
Kosten in Deutschland auf jährlich 7,4 Milliarden
Euro belaufen …“
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Myalgische_Enzephalomyelitis/Chronisches_Fatigue-Syndrom)
Sehr bedauerlich ist hier auch der MISSBRAUCH der Psychosomatik,
um somatische Erkrankungen nicht diagnostizieren und
behandeln zu müssen.
Hier scheinen die bahnbrechenden Erkenntnisse der Psychologie
in den letzten 100 Jahren weit über das Ziel hinaus zu
schießen.
Eindeutig somatische Ursachen für psychische Folgen (also somatopsychisch)
werden von zu vielen gedankenlosen Medizinern
als „psychosomatisch“ bezeichnet, was für uns Patienten
den Abbruch jeglicher somatischer Diagnostik und Therapie
zur Folge hat.
Hier folgte dann bisher ein
deutlich preiswerter Verweis
auf Psychotherapeutische Intervention,
und Betroffene
wurden als „unwillig“, „störrisch“
oder „selbst dran schuld“
bezeichnet, wenn Psychotherapie
keine Wirkung auf die Somatik
zeigte.
Als unreflektierte überforderte
Therapeuten das auch noch
öffentlich äußerten, wurde eine
gesellschaftliche Stigmatisierung
befeuert, die bis hinauf in
die Entscheidungsebenen der
Politik nachhallt, wirksame
Hilfen verhindert und für mehrere
Suizide Erkrankter verantwortlich
ist.
Neben der Hilflosigkeit in medizinischen
Fragen ist jedoch die soziale Katastrophe der eigentliche
Skandal. Ämter, Behörden, Leistungsträger, Kranken-
und Rentenkassen überbieten sich mit bürokratischen
Hürden und bedrückender Unkenntnis über die Situation der
Erkrankten.
Die „Bürokraten-Hydra“ zeigt gegenüber den Betroffen ihr
perfides Können in der Verhinderung von Hilfen. Sehr häufig
werden den Betroffenen zur Beantragung Leistungen abverlangt,
die sie aufgrund ihrer Erkrankung nicht erbringen können,
um dann mit der Begründung „Verweigerung der Mitarbeit“
die Anträge abweisen zu können.
2021 wurden laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung deutschlandweit
ca. 500.000 Menschen erfasst, die wegen ME/CFS Behandelte
wurden. Darmkrebs ist mit 200.000 und Hautkrebs
mit ca. 220.000 Erkrankten pro Jahr deutlich stärker im Fokus
der Krankenkassen und der Öffentlichkeit.
Warum ist das so?
Der „Peer2Peer“-Dialog“ zu den Antragsverfahren und Ärzteadressen
nimmt regelmäßig den größten Zeitraum der Gruppentreffen
ein, die „hybrid“ mit lokal im Gruppenraum Anwesenden
und bettlägerigen Betroffenen online am Smartphone,
stattfinden.
Die Angehörigen unserer erschöpften und von vielen Schmerzen
geplagten Teilnehmer tragen durch das Versagen des Gesundheits-
und Sozialsystem eine sehr hohe Last.
Sie haben nur selten die Kraft,
an den Gruppentreffen teilzunehmen,
um zu erfahren, dass
die Probleme der meist Bettlägerigen
sehr real und bei allen
sehr ähnlich ausgeprägt sind.
Johannes, der sich mit viel Engagement
um Hilfen für seine
bettlägerige Freundin kümmert,
ist regelmäßiger Gast und
Unterstützer der Gruppe, die
außer ihm zu 100 % aus Betroffenen
besteht, die mit ihrer
Erkrankung buchstäblich aus
dem Leben gekippt sind.
PEM (Post-Exertionelle Malaise)
eine tiefe und lange Erschöpfung
nach geringer Belastung,
ist eines der Leitsymptome
der ME/CFS (G93.3, Myalgische
Enzephalomyelitis/
Chronisches Fatigue Syndrom), die von Laien und „Fachleuten“
als „Müdigkeits-Syndrom“ übersetzt wird, obwohl es sich
eindeutig um ein Erschöpfungs-Syndrom handelt, die Betroffen
i. d. R. an Schlaflosigkeit leiden, was bei einem „Müdigkeits-Syndrom“
sehr paradox erscheint.
Sehr dramatisch ist hier, dass fast alle Betroffenen unserer
Gruppe als Kinder erlernten, „mehr Leistung“ zu bringen und
ihre Grenzen weit zu überschreiten. Das haben fast alle nach
Beginn der Erkrankung aus eigenem Antrieb getan, damit jedoch
immer wieder neue Kippunkte erreicht, ab denen im Anschluss
keine Heilung/Verbesserung mehr eintrat.
Die Verschlechterung durch Überlastung wurde zum „neuen
Normal“. Viele Betroffene haben sich so mit viel Elan in die
Pflegebedürftigkeit hineingearbeitet.
Diesen Mechanismus haben fast alle Betroffenen unserer Gruppe
auch bei den Rehas und Kuren erlebt. Die Programme waren
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CHANCE JENA
CHANCE JENA
auf einen Trainingseffekt durch die Regeneration nach Belastung
ausgelegt, die aus der Sportwissenschaft bekannt sind
(siehe Dr. Claudia Ellert zu PEM/Pacing).
Da bei PEM und allen damit verbunden Erkrankungen jedoch
die Regeneration gestört ist, haben viele Betroffene die Reha
auf eigenen Beinen begonnen und im Rollstuhl verlassen.
Viele Krankenkassen und Rentenversicherungsträger haben
hier einen massiven „Weiterbildungsstau“, der sich im Beharren
auf bürokratischen Mechanismen zeigt, die die Betroffenen
zusätzlich schädigen, wenn sie darauf eingehen.
Der „Weiterbildungsstau“ betrifft auch den Medizinischen
Dienst der Krankenkassen, dessen Bewertungskatalog eine
„Be-/Verhinderung durch Erschöpfung“ nicht vorsieht.
„Ein Patient, der gesund aussieht, kann nicht schwer krank
sein.“ führte auch hier für viele Betroffene in eine Katastrophe
durch „unterlassene Hilfeleistung“ der zuständigen Stellen des
Sozialsystems.
Wer sich zur Thematik belesen
möchte, kann mit dem Smartphone
die QR-Codes scannen.
• Bundesverband ME/CFS
Fatigatio e.V. Was ist ME/CFS?
• Deutsche Gesellschaft für
ME/CFS (mecfs.de)
Die Bitte, sich zu belesen, richtet sich jedoch vor allem an Politiker,
Mitarbeiter von Ämtern/Behörden und vor allem an Mediziner,
die leider häufig bis heute die an sie gerichteten Fachartikel
der Charité nicht kennen.
… aber auch Wikipedia bietet deutlich mehr Informationen an,
als den eigentlich Verantwortlichen geläufig ist.
Ich wünsche Euch Kraft! Euer Stefan
Kontakt
E-Mail: long-X-Jena@web.de
Wir treffen uns an jedem
ersten Freitag im
Monat von 14:00-16:00
Uhr im Gruppenraum
der IKOS in der Kastanienstraße
11 in Jena
Lobeda-Ost. Es gibt
auch die Möglichkeit
einer Teilnahme mit
Notebook oder Smartphone.
Bitte vor einer
Teilnahme anmailen!
Info von IKOS:
Auch in Weimar, Erfurt und Gotha sind Selbsthilfegruppen zu
Long-/Post-Covid/Post-Vac aktiv.
Kontakt Weimar
E-Mail: shg.covid.weimar@web.de
Ansprechpartnerin: Carolin Bräunig
Kontakt Erfurt
Tel.: 0174 3428855
Treffen an jedem ersten Mittwoch im Monat mit telefonischer
Voranmeldung im Waldcasino in Erfurt, 17:00 Uhr ab März
2025. In den Wintermonaten sind die Mitglieder online beim
Jenaer Gruppentreffen dabei, ab März also wieder in Präsenz.
Kontakt Gotha
E-Mail: koco19@mail.de
dienstags, 13:30-15:00 Uhr
Gothaer Mehrgenerationenhaus,
Hauptmarkt 17
Stimmen aus unsererer
Selbsthilfegruppe
B., 33 Jahre, berichtet:
„Ich bin als Autistin geboren und kenne die sensorische Überempfindlichkeit
sehr gut, die unsere Gruppenmitglieder beschreiben.
Als Kind haben mich Licht, Lärm, die vielen Gerüche
und das wirre Gewusel der Leute im Supermarkt regelmäßig
überfordert, wenn mich meine Mutter mit zum Einkaufen
nahm. Vom Overload bin ich entweder zusammengebrochen
(Shutdown) oder ausgerastet (Meltdown), habe das alles wie
eine Zuschauerin erlebt, ohne mich dagegen wehren zu können.
Als junge Frau konnte ich dann selbst steuern, in welchem
Umfeld ich mich wie lange bewege und kam ganz gut zurecht.
Ich konnte studieren, promovieren und als Ärztin in einem
Umfeld arbeiten, dass ich mir selbst gestalten konnte.
Die SARS-CoV2 Infektion hat meine Reizfilterschwäche in die
Kindheit zurückgeworfen. So wie auch andere Betroffene beschreiben,
ertrage ich Licht und Geräusche kaum noch.
An die Arbeit mit Patienten ist so nicht zu denken. Zudem
bricht mein Kreislauf zusammen, wenn ich mich aufrichte,
und die Beine zittern, wenn ich vom Bett zum WC laufe.
Vor meiner Erkrankung habe ich nichts von ME/CFS gewusst
und musste mit Erschrecken feststellen, dass G93.3 schon seit
den 60er Jahren im ICD steht, also allgemein bekannt sein
sollte. Durch meine massiv eingeschränkte Sehkraft seit der
Infektion lese ich nur noch wenig und wenn dann die aktuellen
Studien.
Bei der Lektüre der Schriften von Fr. Prof. Scheibenbogen
(Charité) wurde mir bewusst, dass sie lange vor SARS CoV2
die Symptome beforschte, kaum Forschungsgelder bekam und
sogar von Fachkollegen verspottet wurde.
Als Medizinerin fühle ich mich umso ohnmächtiger angesichts
der katastrophalen „Fehlfinanzierung“ (Forschungsgelder)
seitens der vielen Bundesregierungen (SPD, CDU und Koalitionen),
die unsere Republik seit den 60er Jahren hatte.“
T., 50 Jahre, berichtet:
„Ich führe seit der Erkrankung das Leben eines Greises von 90
Jahren und habe auch die Kognition eines „klugen“ Greises.
Das heißt, ich stehe als 70jähriger mit schmerzenden Gelenken
auf, brauche über eine Stunde, um überhaupt etwas in
Schwung zu kommen. Aufstehen und schnelle Bewegung in
der Wohnung verursachen Schwindel, und der Weg zum
Briefkasten und zurück ins 1. OG gleicht der Erschöpfung
nach einem straffen Fußmarsch auf den Jenzig. Mein Herz
schlägt dann schwer und schnell, und der Blutdruck ist auch
nach Minuten noch bei 160 zu 110 und der Puls bei 150. Der
Körper ist überfordert und kommt nicht zur Ruhe.
Spätestens 11:00 Uhr muss ich im dunklen Schlafzimmer ruhen,
denn die aufrechte Haltung im Stehen oder Sitzen überfordert
den Kreislauf. Nach einer Stunde waagerecht auf dem
Rücken (ich kann nicht schlafen) kann ich das Mittagessen
bereiten, noch etwas in die Zeitung schauen, bevor die Buchstaben
verschwimmen und muss dann von 14:00 bis 16:30 Uhr
wieder waagerecht und bei Dunkelheit ruhen.
Stehe ich dann auf, bin ich gefühlt 80 Jahre alt und kann Lärm
und Licht schon deutlich schlechter verkraften als am frühen
Vormittag.
Die Tätigkeiten am Nachmittag gehen mir noch viel langsamer
und ungeschickter von der Hand und erschöpfen mich noch
viel schneller, so dass ich zum Abendessen das gefühlte Alter
von 90 Jahren erreicht habe.
Wege zu Ämtern, zu Ärzten oder zum Einkauf kann ich nur
am Vormittag erledigen, und sie gleichen einer Weltreise.
Viele von Euch kennen das von ihren Eltern oder Großeltern,
wenn sie zum Einkauf im Supermarkt satte zwei Stunden benötigen
und danach für den Rest des Tages erschöpft auf dem
Sofa hocken. Sie sind nicht faul, nicht untrainiert, nicht depressiv,
nicht … sondern einfach nur von geringer Belastung
sehr schnell erschöpft.
Eben dieses greisenhafte Leben führe ich nun seit vier Jahren.
Obwohl mein Kopf voller Neugier und Ideen steckt, ist der
Körper nicht mehr belastbar.“
V, 25 Jahre, berichtet:
„Stell Dir vor, Du bist ein Auto.
Ein Familienkombi und hast nur den Tank eines Rasenmähers.
Du bist groß und kräftig und könntest die Familie zu schönen
Ausflügen oder in einen tollen Urlaub tragen, doch der Tank
lässt nur 2x bis zur Schule oder Kita zu.
Dann ist der Tank leer und die nächste Rasenmäher-Tankfüllung
bekommst du erst über Nacht.
Achte ich mal nicht auf die Strecke (Pacing bei PEM oder
ME/CFS,) wird es richtig problematisch, entweder der
Grundschlamm im Tank schädigt mich für viele Tag, bis meine
Einspritzanlage wieder durchgespült ist oder ich bleibe
gänzlich stehen, und man muss mich abschleppen. Ich schaue
voller Neid auf die Autos mit „normal großem Tank", doch
die lachen mich aus, denn unter meinem Blechkleid sieht
man nicht, dass mein Tank nur der eines Rasenmähers ist.
Ich hoffe, ich konnte über die Analogie unser Problem verbildlichen.“
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CHANCE JENA
Gruppe „Stehauf“ feiert 2025 ihr
20jähriges Bestehen
G
era
Gut unterwegs trotz Einschränkung …
Bewegend
ist einer von vier Standorten für Selbsthilfeangebote
für Menschen mit Amputationen und für uns in Jena am
naheliegendsten. Deshalb hier gern der Hinweis auf diese
Gruppe, falls es in unserer Stadt Interessierte an der Mitarbeit
bei diesem Gruppenthema geben sollte.
Liebe Mitglieder, liebe Förderer und Unterstützer von
„Stehauf“!
Wie schnell sind 20 Jahre Selbsthilfegruppenarbeit in unserer
Amputierten-Gruppe „Stehauf“ vergangen.
Im Juni 2005 haben wir uns im AOK Plus Gebäude in Gera gegründet
und sind inzwischen auf ca. 40 Mitglieder gewachsen.
Unser Ziel war und ist es bis heute, eine Verbesserung der Lebensqualität
amputierter Menschen zu unterstützen und Anregungen
zu geben, welche Themen unter unseren besonderen
Lebensumständen wichtig sind, z. B.:
• Es braucht ein bundesweites Amputierten-Register.
• PEER-Beratung in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft
für Gesundheits- und Wohlfahrtspflege
• erstes bundesweites Treffen für amputierte Menschen mit
organisiert
• MRSA/MRE – Aktion Saubere Hände in Gesundheitseinrichtungen
unterstützen, um Amputationen zu vermeiden
• Besuche im Gesundheitsministerium Berlin, Teilnahme an
Weiterbildungen in relevanten Kliniken
• Sportveranstaltung –
Bereich Tischtennis
• Besuch von Thermen
in Sachsen und Thüringen,
um Behinderte
besser zu integrieren
• Unterstützung bei Widersprüchen,
Gesundheitsgesprächen,
beim
Formulieren von Vorsorge-
und Patientenverfügungen
• Projekte mit Gehschule
und Physiotherapien
• Präsenz bei Gesundheitstagen
und Weiterbildungen
über unsere
Ehrenamtszentrale in
Gera
Ärzte, Psychologen, Orthopädiemeister, Rehas für Amputierte
können nicht alle Sorgen und Zweifel ausräumen. Genau hier
liegt das Augenmerk unserer Unterstützung im Alltag, um mit
den täglichen Herausforderungen besser zurechtzukommen.
Aus unserem umfänglichen Erfahrungswissen geben wir gern
Hinweise u. a. zur PKW-Umrüstung, zum Wohnungsumbau,
zur Pflege und dem Umgang mit Hilfsmitteln weiter.
Amputierte Menschen können, wenn ein gutsitzender Prothesenschaft,
ein sicheres Kniegelenk und Fuß vorhanden sind,
viele Jahre eine hervorragende Arbeit in ihrem Arbeitsumfeld
und im Berufsleben leisten.
Aktuell beraten und begleiten wir als PEERs Amputierte, die
sich gern in ihrer Prothesensprechstunde vorstellen möchten.
Wir helfen Ihnen bei der Suche nach: Fachärzten, Krankenkassen,
Reha-Trägern & Reha-Beratern, Krankenhäusern & Reha-
Kliniken, Orthopädietechnikern & Sanitätshäusern, Physiotherapien
& Ergotherapien, Behindertenfahrschulen, Schmerztherapeuten,
Ehrenamtszentralen, Rechtsberatungen, Sportverbänden,
Sozialdiensten.
Lebe! Und geh‘ Deinen Weg ...
Kontakt
Gerd Kästel
E-Mail: shg-stehauf@hotmail.de
https://stehauf-gera.jimdofree.com
Gesundheitsinfos
Kontaktlinsen setzen Mikroplastik in
die Augen frei
Forschende der chinesischen Nanjing Universität haben in
einer aktuellen Studie herausgefunden, dass Mikroplastik
– winzige Kunststoffpartikel von bis zu 5mm Länge – nicht nur
über die Nahrung und Wasser in unseren Körper gelangen
können. Auch Träger von Kunststoff-Kontaktlinsen laufen bei
einer Tragedauer von 10 Stunden am Tag Gefahr, dass pro Jahr
etwa 90.000 winzige Plastikpartikel in das Auge gelangen
können. Über das Sehorgan wiederum gelangen die Kunststoff-
Fragmente in den Körper. Die Last der freigesetzten Partikel
hing von der vorgesehenen Tragedauer ab: So setzten Tageslinsen
in der Untersuchung mehr Partikel frei als Monatslinsen.
Welche Auswirkungen auf Körper und Gesundheit die
winzigen Plastikteile haben, ist derzeit noch nicht vollständig
geklärt. Im letzten Jahr wurden aber Partikel im menschlichen
Blut gefunden, zudem ist bekannt, dass sie sich in Organen
absetzen.
Quelle: Natur & Heilen, 10/2023, S. 9
Wacholderbeer-Öl: pflanzliches Mittel
bei Verdauungsbeschwerden
Das ätherische Öl der Wacholderbeeren
wirkt entblähend
(karminativ), verdauungsfördernd,
antibakteriell und antientzündlich,
es regt die Darmtätigkeit an und
fördert die Verdauungssäfte. Das hat
den Europäischen Ausschuss für
pflanzliche Arzneimittel (Committee
on Herbal Medicinal Products)
veranlasst, das ätherische Öl der
Wacholderbeere als heilsame Möglichkeit bei dyspeptischen
Beschwerden zu empfehlen. Dazu gehören Völlegefühl nach
dem Essen, Übelkeit, frühes Sättigungsgefühl, Magenschmerzen
oder Blähungen – Symptome, von denen vor allem
CHANCE JENA
der obere Bauch betroffen ist. Als organische Ursache für die
Beschwerden werden die Refluxkrankheit oder auch ein
Magen- oder Darmgeschwür verantwortlich gemacht. Bei der
funktionellen Dyspepsie (auch: Reizmagen) wird dagegen kein
körperlicher Auslöser gefunden. Vor allem die Beerenzapfen
des Gemeinen Wacholders (Juniperus communis) sollen eine
gute Quelle für ein qualitativ hochwertiges Wacholderbeer-Öl
sein. Aber Achtung: bei längerer Anwendung kann das Öl das
Nierengewebe reizen.
Quelle: Natur & Heilen, 10/2023, S. 8
Emotionales Essen –
der Hunger der Psyche
U
nangenehme
Gefühle wie Angst, Einsamkeit, Langeweile,
Frust, Wut oder Trauer auszuhalten, ist nicht leicht. Um
diese Emotionen nicht mehr zu spüren, verdrängen viele
Menschen sie und lenken sich ab. Neben Alkohol, Fernsehen,
Instagram & Co. ist auch der Griff in den Kühlschrank oder in
die Süßigkeiten-Schublade ein erlernter Mechanismus zur
Verdrängung unerwünschter Emotionen. Die Krux dabei ist,
dass der seelische Hunger sich oft genauso anfühlt wie der
körperliche. „Doch physischer Hunger entwickelt sich langsam,
und der Magen beginnt zu knurren. Beim Essen zur Gefühlsregulation
dagegen überfällt uns der Appetit eher plötzlich,
und es verlangt uns nach besonders kalorienreichen und
zuckerhaltigen Lebensmitteln“, erklärt Dr. Sylvia Böhme, Psychologin
und Psychotherapeutin bei der AOK. Die Folgen:
Menschen nehmen eventuell an Gewicht zu, und das Risiko für
Herz-Kreislauferkrankungen steigt. Was tun? Zunächst einmal
gelte es, das gewohnte Muster zur Stressbewältigung bewusst
zu machen. Ein Achtsamkeitstraining kann dabei helfen, eine
andere Antwort auf emotionalen Stress zu finden und echten
Hunger von emotionalem Essen unterscheiden zu lernen.
Diäten dagegen seien wenig hilfreich, so die Expertin. Es gelte
dagegen, den Ursachen, also den nicht angemessen verarbeiteten,
unangenehmen Gefühlen, auf den Grund zu gehen.
Quelle: Natur & Heilen, 10/2023, S. 8
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CHANCE JENA
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Neue und bereits bestehende Gruppen
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CHANCE JENA
Bipolar
Wir sind eine Selbsthilfegruppe für
Menschen aus Jena und Umgebung mit
einer bipolaren affektiven Störung (auch
manisch-depressive Erkrankung genannt).
Sie wurde im Frühjahr 2021 gegründet.
Für uns als Betroffene bedeutet Selbsthilfe,
Verantwortung für sich und andere
zu übernehmen, um mehr Stabilität und
Lebensqualität zu gewinnen.
Interessenten bitten wir um vorherige
Kontaktaufnahme.
Kontakt: Thomas Greiner über die IKOS
SelbstHilfeVerband
Kontaktabbruch
Junge Menschen mit Kontaktabbruch
zur Familie
Befindest du dich in der Situation, kaum oder
gar keinen Kontakt mehr zu deiner Familie zu
haben, egal aus welchen Gründen? Du bist
nicht allein! Wir sind eine Gruppe junger
Menschen (Mitte/Ende 20), die ähnliche
Erfahrungen gemacht haben. Jeder von uns hat
seine eigene Geschichte und Gründe für den
Kontaktabbruch. Wir durchleben unterschiedliche
Phasen – mal fühlt man sich erleichtert,
mal belastet. Unsere Treffen sind entspannt und
locker – wir treffen uns wie Freundinnen und
Freunde in Cafés, auf Flohmärkten oder bei
Konzerten, nicht in typischen Gesprächsrunden.
Wenn du neugierig bist und uns kennenlernen
möchtest, melde dich gern bei uns. Du kannst
das auch anonym tun. Deine Kontaktaufnahme
bleibt vertraulich. Folge uns auf Instagram
unter @jmenschenohnekontaktzurfamilie oder
schreibe uns einfach unter:
E-Mail: dubistniemalsallein1@web.de
FORUM GEHIRN e.V.
Gruppe Jena
Für den Aufbau einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen
und deren Angehörige werden Betroffene gesucht. Themen der Gruppe können sein:
Schädel-Hirn-Verletzung, Schlaganfall, Koma oder Apallisches Syndrom.
Wir möchten durch Hilfe zur Selbsthilfe und durch Erfahrungen der Gruppenmitglieder in
den persönlichen Austausch kommen. Bitte melden Sie sich bei Interesse für den Aufbau
einer neuen Selbsthilfegruppe bei der IKOS.
Erfahrungen mit
beeinträchtigten
Geschwistern
Austausch von erwachsenen Geschwistern
behinderter Menschen
Wir haben lebenslange Erfahrungen mit unseren
beeinträchtigten Geschwistern, wir nehmen Anteil
oder übernehmen Verantwortung, solange wir
denken können. Wir sind Profis im Verstehen
unserer Geschwister und manchmal ratlos, wenn
sich unser Leben ändert oder unsere Geschwister
Entscheidungen einfordern. All das tragen wir.
Es belastet und stärkt uns gleichermaßen.
Wer aber hört zu, wenn wir nicht weiterwissen?
Wer steht uns fachkundig bei, wenn wir unsere
Geschwister auf unabsehbare Zeit eng begleiten
müssen und wollen? Wer kann nachvollziehen,
welche Gespräche mit unseren Eltern wir führen,
um beste und zeitgemäße Ideen durchzusetzen,
die unseren Geschwistern ein selbstbestimmtes
Leben ermöglichen?
In unserer Selbsthilfegruppe können wir unsere
Sorgen und Erfahrungen teilen, uns Anerkennung
schenken und Lösungen suchen. Wir können
perspektivisch gesellschaftliche Entscheidungen
beeinflussen, die behinderte Menschen und unsere
Aufgabe sichtbar machen und Teilhabe
voranbringen.
Kontakt über Birgit; Tel.: 0157 50954510,
E-Mail: jena@erwachsene-geschwister.org
"Waggon
Regenbogen"
ADHS und andere Formen von
Neurodivergenz im Alter
Zielgruppe: sind frühzeitig berufs-/
erwerbsunfähige Betroffene von AD(H)S und
anderen Formen von Neurodivergenz, welche
sich alleingestellt fühlen und den Mangel an
sozialer Teilhabe verspüren.
Wir finden uns, mobilisieren uns mit Spiel,
Spaß und Kulturellem, erfahren
Wissenswertes und kreieren unseren Weg in
die Zukunft durch Selbsthilfe!
Vereint mit der von Ideen und Tatendrang
strotzenden Kraft unserer Neurodiversität
schaffen wir uns unseren eigenen Antrieb,
stellen wir selbstbestimmt unsere Weichen auf
neue Spur und begeben uns auf heilsame,
versöhnende und lebensfrohe Weiterfahrt!
Ich bin Meike, 59 Jahre alt und seit 2016
dauerhaft erwerbsunfähig. Nähere Informationen
zu meiner Person gibt es in der
Gruppe, wo wir uns über absolute Verschwiegenheit
nach außen einig sind.
Bei Interesse bitte melden unter:
E-Mail:
meike.waggonregenbogen@gmail.com
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CHANCE JENA
Selbstfürsorge
für pflegende
Angehörige
Mit der Pflege eines Angehörigen
verändert sich das ganze Leben. Freizeit
wird zu einem seltenen Gut, Stress zum
ständigen Begleiter, und oftmals leiden
das Wohlbefinden und die eigene
Gesundheit. Pflegende Angehörige fühlen
sich oft physisch und psychisch erschöpft.
Durch Achtsamkeit und bewusste
Selbstfürsorge können Sie dem Stress
entgegentreten und zu mehr Kraft und
innerer Ruhe zurückfinden. Diesen Raum
möchte ich mit meinem Gruppenangebot
bieten. Tauschen Sie sich mit
Gleichgesinnten aus und erfahren Sie,
wie einfache Rituale Ihren Alltag positiv
beeinflussen können. Schon kleine
Veränderungen in Ihrem Alltag können
etwas bewirken und Ihnen guttun. Falls
Sie Interesse an einem Austausch haben,
melden Sie sich gern bei mir.
Anett Urban
E-Mail: kontakt@ich-selbst-sein.info
Psychische
Belastung am
Arbeitsplatz und
Burnout
In erster Linie geht es in der Selbsthilfegruppe
darum, gemeinsam ins Gespräch zu
kommen, um in einem mitfühlenden
Miteinander Kraft und Unterstützung in
Zeiten von erhöhter psychischer Belastung
am Arbeitsplatz zu finden. Wir möchten uns
mit anderen Gruppenteilnehmern über
psychisch belastende Situationen am
Arbeitsplatz austauschen, gemeinsam
Verhaltensweisen im Konflikt lernen, um sie
besser lösen zu können.
Der Austausch über psychische Störungen,
die am Arbeitsplatz sein können, soll im
Mittelpunkt stehen.
Wir wollen Hilfestellung zum Erkennen
von Störungen, auch bei Kollegen und
Vorgesetzten, leisten.
Bei Interesse an der Gruppe melden Sie
sich bitte per E-Mail: thkjena@gmail.com
oder telefonisch unter 0175 1526513
Long X
Long-X-Jena – Austausch- und Vernetzungsgruppe
- für Menschen mit
Long Covid, Post Covid, Post Vac, Post
Borreliose / Long Lyme, Post Sepsis,
Post Malaria...
Wir sind eine Selbsthilfegruppe für
Betroffene mit postinfektiösem oder
persistentem Verlauf. Menschen, die
betroffen sind von Long-/Post-Covid,
Post-Vac, Post-Borreliose, Post-Sepsis,
Post-Malaria, Post ... was auch immer,
sind herzlich willkommen. Es werden
vor allem Angehörige gesucht, die bei
Gruppentreffen die Aufgaben übernehmen
können, für die die Betroffenen zu wenig
Kraft haben.
Die Anmeldung für die Teilnahme erfolgt
über die folgende E-Mailadresse:
long-X-Jena@web.de
IKOS Jena, Tel.: 03641 8741161,
E-Mail: ikos@awo-mittewest-thueringen.de
Mukoviszidose
Mukoviszidose e. V. -
Regionalgruppe Thüringen
Wir sichern Ihnen völlige Anonymität zu.
Bei uns gibt es geschützte Gruppenräume für die Treffen.
Die Selbsthilfegruppe „Mukoviszidose
Regionalgruppe Thüringen“ hat sich 2024
gegründet. Wir sind eine kleine, aber
wachsende Gruppe von Betroffenen,
Angehörigen und Interessierten, die sich
gegenseitig unterstützen und austauschen
möchten. Unser Ziel ist es, den Alltag mit
Mukoviszidose gemeinsam zu meistern und
uns zu vernetzen. Wir möchten eine erste und
wichtige Anlaufstelle für Eltern und
Mukoviszidose-Betroffene in Jena sein.
Melden Sie sich, wenn auch Sie aus dem
Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit
Gleichbetroffenen Mut und Hoffnung
schöpfen möchten und somit für Ihr Leben
mit der Mukoviszidose profitieren können.
Kontakt zur Gruppe: Martin Bauer
E-Mail: m_bau@gmx.net
Kontakt
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CHANCE JENA
CHANCE JENA
Wir reichen uns die Hand und
stützen uns gegenseitig …
Selbstbestimmt
Wie Du wieder Deine Weiblichkeit
leben kannst - trotz Erfahrungen
sexuellen Missbrauchs
Das Thema sexueller Missbrauch ist so tabuisiert und mit
Schuld und Scham behaftet, wie kaum ein anderes in
unserer westlichen Kultur. Andererseits fühlt es sich für mich
so an, als wäre jede dritte Frau davon in irgendeiner Form
betroffen. Die Dunkelziffer ist gewaltig, was sicherlich auch mit
dieser Tabuisierung zusammenhängt. Viele Frauen schämen
sich, darüber zu reden, sind gehemmt und fühlen sich selbst
schuldig.
Mit Erleben einer solchen Grenzüberschreitung verlieren viele
Frauen ihren Zugang zur eigenen Sinnlichkeit und Lust. Es ist,
als ob das „Sich selbst zu hundert Prozent lieben und annehmen“
durch jene Erfahrungen dauerhaft gestört wird.
Hier wäre es wichtig, hinzuschauen und nach Wegen zu suchen,
wie dieses mit Schuld und Scham behaftete Gefühl bezüglich
der eigenen Weiblichkeit und Sexualität wieder aufgelöst
werden kann. Mir ist bewusst, dass das ein sehr empfindliches
Thema ist, das so tief berührt. Und doch weiß ich aus meiner
Arbeit mit Frauen und meiner eigenen Erfahrung, dass es
auch hier Wege gibt, um wieder die Weiblichkeit, das eigene
Spüren und Erleben in eine erfüllte Sexualität münden zu lassen.
Dies bedarf allerdings kleiner, sehr feiner und subtiler Schritte
in die richtige Richtung. Im Folgenden möchte ich Dir einige
mögliche Wege aufzeigen, die Dich dabei unterstützen können,
wieder zurück in Deine Weiblichkeit zu finden und Dich als das
anzunehmen, was Du bist: Ein wunderbares, wunderschönes
Geschöpf, welches auch sinnlich und leidenschaftlich sein darf.
Du darfst Dir das selbst erlauben und genießen.
In diesem Beitrag möchte ich Dich daran erinnern, wie viele
Möglichkeiten Du hast und dass es immer einen Weg gibt, dass
Du wieder in Deine weibliche Kraft gelangen kannst.
Jedoch möchte ich vorab betonen, dass diese Werkzeuge und
Möglichkeiten, die Du nutzen kannst, ihre Zeit bedürfen. Erwarte
nicht, dass nach ein oder zwei Mal des Ausprobierens,
sich alles, was Du erlebt hast, neutralisieren kann. Das bedarf
Zeit, wahrscheinlich Monate, wenn nicht gar Jahre. Also sei
sehr liebevoll und geduldig mit Dir selbst.
Darüber reden
In erster Linie ist es wichtig, vor allem auch darüber zu reden,
was Du erlebt hast und inwieweit Dich das bis heute beeinflusst.
Das darüber Reden, es sprichwörtlich von der Seele reden,
ist der erste und wesentliche Schlüssel, damit es leichter
werden kann. Suche Dir also auf jeden Fall Vertrauensmenschen,
denen Du Dich in Bezug auf das, was Du erlebt hast und
wie Du Dich damit fühlst, öffnen kannst.
„Innere Kind”-Arbeit
Einer der weiteren wesentlichen Schlüssel ist die „Innere Kind“-
Arbeit. Das heißt, erst einmal wieder Kontakt mit Dir und den
Anteilen in Dir herzustellen, die in irgendeiner Form schwer
gekränkt, verletzt oder missbraucht wurden oder über deren
Grenzen gegangen wurde. Also nimm Dir dafür auch Zeit und
Raum, um Dich wieder mit Dir selbst und allem in Dir zu verbinden,
was unter dem Missbrauch gelitten hat.
Wenn Du Dich mit diesen Themen auseinandersetzt, sei Dir gewahr,
dass auch ganz viel Emotionen noch hochkommen können.
Vielleicht erlebst Du auch eine Erstverschlimmerung und
bist von den Gefühlen überwältigt. Also sei auch soweit mutig
und nimm Hilfe in Anspruch, wende Dich an verschiedene Beratungsstellen,
einen Menschen des Vertrauens oder wähle eine
psychologische Begleitung. Es ist wichtig, dass Du verstehst,
dass Du umgeben bist von Menschen, die Dich dabei unterstützen
werden. Und vor allem, dass es sehr vielen Frauen so geht.
Es ist wichtig, dass wir uns jetzt alle die Hand reichen und uns
gegenseitig dabei unterstützen, um wieder in unsere Kraft zu
gelangen. Es ist wesentlich für die jetzige Zeit, dass wir Frauen
in unsere Kraft gelangen. Solange wir uns selbst klein halten,
wegen dem, was wir erlebt haben, bleiben wir kraftlos. Respektive
sind vor allem unsere unteren Chakren (Energiezentren im
Körper - ähnlich dem chinesischen Meridian System) blockiert,
und unsere innere Lebenskraft ist in ihrer freien Zirkulation
gehemmt. Davon sind besonders das Wurzel-, Sakral- und auch
Solarplexus-Chakra betroffen. Das heißt, es ist entscheidend,
dass Du Dich jetzt Dir zuwendest und den Schlüssel in Dir findest,
um in Deine Kraft zu gelangen. Und dazu bedarf es der
Auflösung, oder besser gesagt, der Resonanzänderung dieser
traumatischen Erlebnisse und ihrer Folgen.
Übung: Sich nackt im Spiegel ansehen
Was mir persönlich sehr geholfen hat, um auch wieder eine gesunde
Sexualität zu leben, ist, dass ich mich sehr lange und oft
nackt vor den Spiegel gestellt habe. Einfach zu schauen, mich
zu sehen, mich so anzunehmen, mich so zu lieben, wie ich bin.
Mit allem, was dazugehört, mit allen Fältchen und Unperfektheiten,
die meinen Körper so einzigartig machen.
Sich so im Spiegelbild anzunehmen, das macht ganz viel, vor
allem, wenn Du nackt vor dem Spiegel stehst und Dich in Deiner
ganzen Ursprünglichkeit und Natürlichkeit betrachtest. Mit
der Zeit wird es passieren, dass Du anfängst, Dich zu mögen,
auch an Dir etwas Schönes empfindest, auch wenn Du vielleicht
vorab Deinen Körper als abstoßend empfunden hast.
Bleib einfach weiter vor dem Spiegel stehen und betrachte
Dich, so gut es geht, ganz neutral. Mustere Dich und beobachte,
wie Dein Körper sich bewegt. Wie Du atmest. Ohne zu bewerten,
ohne zu beurteilen. Es einfach geschehen lassen und
betrachten.
Was ist Dir dienlich?
Es gibt natürlich noch mehr Alternativen und ich werde
weitere vorstellen. Aber ich betone vorab, dass es einer von
vielen Wegen ist. Das ist der Weg, den ich genutzt habe.
Fühle in Dich hinein, ob es auch für Dich stimmig ist. Also
sei auch bei der Suche nach dem richtigen Weg ganz liebevoll
und achtsam mit Dir. Ob es sich für Dich gut anfühlt oder ob
es eher Unwohlsein erzeugt. Es ist ohnehin ganz entscheidend,
dass Du nur noch Dinge tust, die dir Freude bereiten.
Weiteres Unwohlsein zuzulassen, weil Du denkst, dass irgendetwas
Dir helfen könnte, bedeutet nur wieder, über
Dich und Deine Bedürfnisse zu gehen. Sei da bitte ganz bei
Dir und liebevoll mit Dir und achte darauf, was Du in jenem
Moment brauchst.
Nimm Dir Deine Zeit
Es kann sein, dass Deine „inneren Kinder“ noch gar nicht so
weit sind, sich mit der Sexualität auseinanderzusetzen. Es
kann sein, dass Du vorab noch viel, viel mehr anderes
brauchst. Das eben erst das Darüberreden, die „Innere Kind”-
Arbeit, die begleitende Psychotherapie die ersten Schritte sind,
bis Dein Körper überhaupt bereit ist, den nächsten Heilungsabschnitt
zu betreten. Ganz wichtig, sei da bitte sehr,
sehr liebevoll und achtsam mit Dir selbst. Das ist das Wesentliche:
Dass Du von nun an gut für Dich sorgst.
Über die Autorin
Dr. phil. Julia König
Philosophische Praxis,
Coaching, Supervision -
wissenschaftlich fundierte
Vorträge, Seminare und
Beratung zu Zirbeldrüse,
Körper-Geist-Verbindung,
Buddhismus, Herzöffnung,
Meditation
Leiterin des Instituts für Bewusstseinsentfaltung,
Herausgeberin
bewusstseinsbefreiender
Bücher, Initiatorin von
Kongressen und Projekten
Gründerin der gemeinnützigen
Stiftung Bewusst KIND sein
(derzeit in Gründung)
Förderung von Resonanz verändernden
Ausbildungen,
kostenfrei für Kinder und
Jugendliche
Sexuelle Lust wieder in kleinen
Schritten zulassen
Mein Weg war es – nachdem ich mich sehr oft und lange im
Spiegel nackt betrachtet hatte – meinen Körper, meine Brüste
und meinen Schambereich nackt vor dem Spiegel zu berühren.
Das hat mir eine Lust auf mich selbst beschert, eine Art Freude
mit mir selbst, die ich nur mit mir selbst teile. Und dann hat
sich das immer weiterentwickelt, dass ich auch Werkzeuge genutzt
habe; kleine Spielgeräte für Frauen, um mich an den intimsten
Stellen zu berühren und mir Lust zu bereiten.
Das hat sehr viel mit mir gemacht. Aber es war ein ganz langer
Prozess über Jahre, Jahrzehnte hinweg, dass ich immer mehr
meine Lust und mich selbst und meinen Körper ergründen, erspüren
und erfahren wollte. Letztlich habe ich so meine eigene
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CHANCE JENA
CHANCE JENA
Sinnlichkeit ganz für mich selbst langsam und in meinem Tempo
entwickeln können. Dies hat sich dann irgendwann zu einer
Lust gesteigert, mir auch selbst orgastische Zustände schenken
zu können. Das hat dann ganz viel für mich verändert, dass ich
selbst die Kontrolle habe über mich, meinen Körper und auch
über meine eigene Lust. Selbst die Kontrolle zu haben, ob ich
einen Orgasmus habe oder nicht, war für mich das Entscheidende.
Es war für mich eine Selbstermächtigung.
Du entscheidest über Deinen Körper
Welchen Weg Du auch nutzen magst, um wieder in Deine
weibliche Kraft zu gelangen, das obliegt Dir. Doch in meinen
Augen ist das Wesentliche, dass Du dabei die Kontrolle hast und
dass Du entscheidest, was getan wird, wie es getan wird und
wann. Das wünsche ich Dir von ganzem Herzen: Dass Du den
Mut hast, für Dich selbst immer und jederzeit zu entscheiden,
ob Du etwas gerade möchtest oder ob und wie es sich gerade
gut anfühlt.
Bleibe immer ganz nah bei Dir, spüre, was Dir gerade dient und
sich für Dich schön anfühlt. Dann wirst Du mit der Zeit Stück
für Stück immer mehr in Deine eigene, weibliche Urkraft zurückkehren,
um Deine Sexualität für Dich leben zu können.
Und wenn Du diese Sexualität für Dich genussvoll und frei von
jeder Scham lebst, dann kannst Du selbst entscheiden, ob Du
dies auch mit einem Partner teilen möchtest; ob Du Dich öffnen
möchtest oder nicht. Solange es Deine Entscheidung ist
und Du Dich gut damit fühlst.
Von Herzen wünsche ich Dir, dass Du Deinen Weg findest,
Deinen ganz individuellen Weg, in Deine weibliche Urkraft, in
dem Du Dich selbst wieder besser spüren und erfahren lernst.
Bewirb Dich jetzt
Um Dich besser fühlen zu können, kann eine Reinigung und
Aktivierung der Zirbeldrüse sehr dienlich sein. Gern begleite
ich Dich auf Deinem Weg zu Dir selbst. Bewirb Dich jetzt für
das Transformationsprogramm und erhalte vollen Zugang zu
dem großteils noch verborgenen Wissen der Selbstheilung und
Selbstermächtigung: https://institutbewusstseinsentfaltung.de/
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Dr. phil. Julia König
Mensch oder Maschine
Band I
Das Transformationshandbuch für Deinen
Ausstieg aus der Fremd-Bestimmung
Was unterscheidet den
Menschen von der
Maschine?
Was sind die Ursachen der
Fremdbestimmung?
Wie können wir unsere Freiheit
und Selbstbestimmung
zurückgewinnen?
Was sagen Experten wie
Raik Garve, Martin Strübin
(Blaubeerwald Institut),
Cornelia Metz (Urselbst),
Reiner Krutti (HeartMath)
oder Marvin Alberg
(Neowake) dazu?
148 Seiten gebündeltes Wissen und Erfahrung
Regulärer Verkaufspreis: 21 €
(inklusive Versand deutschlandweit)
Im Paket E-Book und Hörbuch:
Mensch oder Maschine, Band I
Mit extra Inhalten im Hörbuch, die nicht
im Buch enthalten sind.
• 148 Seiten im E-Book
• Inhalt im Hörbuch: insgesamt über 270 Minuten
Interviewmaterial
• Extra Inhalte im Hörbuch, die Du im Buch
nicht finden wirst
• insgesamt 27 Audiodateien
Verkaufspreis: 14,90 €
Buchvorstellung
Selbsthilfegruppen und
Hilfsangebote im Überblick …
Aufgelistet
Handicap/
Einschränkung:
Blinde und seheingeschränkte
Menschen
Erwachsene CI-Träger
Gehörlose Menschen
Kleinwuchs (überregional)
Körperbehinderung
Netzhautablösung/degeneration
Party People Incl. (junge
Menschen mit Einschränkung)
Schwerhörigkeit
Krankheit:
Adipositas
AIDS
Angehörige von Menschen mit
Demenz
Akustikus Neurinom
Aphasiker
Asthma/COPD
Borreliose
Diabetes
Dialyse/Nierentransplantierte
Endometriose (überregional)
Epilepsie
Fibromyalgie
Forum Gehirn (überregional)
Frauenselbsthilfe Krebs
Harnblasentumor
„Herz ohne Stress“
Hirnschädigungen
IKOS-Chor (Menschen mit und
ohne Handicap)
Jüngere Herzkranke - JEHMA
Kontinenz/Inkontinenz
Leberzirrhose/-transplantation
ME/CFS-, Long-Lyme-, Post-
Vac- und Long-Covid-
Betroffene und Angehörige
Morbus Bechterew
Mukoviszidose: Eltern von
Kindern mit Mukoviszidose
Multiple Sklerose
Neurofibromatose/
Morbus Recklinghausen
Osteoporose
Pankreatektomie (überregional)
Parkinson
Poliomyelitis
Polyneuropathie
Rheuma
Schlaganfall
Sepsis (überregional)
Stomaträger (ILCO in Erfurt)
Tinnitus
Vestibularis Schwannom
Vitiligo - Weißfleckenkrankheit
(Wach-)Komapatienten
(überregional)
Eltern / Kinder:
Autismusspektrumsstörung
Elternkreis Vielfalt
Eltern von Kindern mit
Down-Syndrom
Eltern von hochbegabten
Kindern
Eltern von krebskranken
Kindern
Eltern von verhaltensauffälligen/seelisch
erkrankten
Kindern
Eltern von Kindern mit
Legasthenie oder Dyskalkulie
„Grünes Herz“ - Verein Herzkind
(überregional)
INTENSIVkinder (schwerstpflegebedürftig)
Kinder abhängiger Eltern
(begleitetes Angebot)
neuroKind (mehrfach
behinderte Kinder)
Psychische
Erkrankungen:
Freizeitclub für psychisch
Kranke
Männerselbsthilfegruppe –
Halle
Panik-Angst-Depression (PAD)
Postpartale Depression/Psychose
Psychiatrie-Erfahrene
Trialog
Zwangserkrankungen
Abhängigkeitsverhalten:
Al-Anon Familiengruppen
Alkoholerkrankte, drogen- und
medikamentenabhängige
Menschen/auch Angehörige
Anonyme Alkoholiker
Anonyme Sexaholiker
Blaues Kreuz – Alkoholerkrankung
Elternselbsthilfe für suchtgefährdete
und –abhängige
Töchter und Söhne
Essstörungen/auch Angehörige
„Hilfe zur Selbsthilfe“
Begegnung Jena:
• Gruppen für Menschen mit
Alkohol-, Drogen- und Medikamentenabhängigkeit
• Angehörigengruppe
• Tagesstätte für Suchtkranke
• Kontaktcafé mit SHGn „Chill
Out“ und „Outdoor-aktiv“
Overeaters Anonymous
Psychosoziale
Themen/besondere
soziale Situationen:
Asexualität
Arbeitslose Menschen
Ausstieg aus Rechtsextremismus
und Gewalt
Begegnung und Bildung in der
nachberuflichen Lebensphase
Bürgerinitiative Wohnen
Chor für Menschen mit Demenz
und pflegende Angehörige
Erstbesuchsdienst nach Geburt
Erwachsene Geschwister von
beeinträchtigten Menschen
Erwachsene mit ADHS und anderen
Formen von Neurodivergenz
Flüchtlingshilfe
Geburtshaus
Homosexualität
Hospiz:
• Geschwister kranker Kinder
• Kinder krebskranker Eltern
• Kindertrauergruppe
• Jugendtrauergruppe
• Trauergruppe für junge Erwachsene
• Trauercafé
• Verwaiste Eltern
• Trauerkreis: Ein Quell in der
Wüste
Initiative für verwaiste Familien
Initiative für Frühchenfamilien
in Jena „frühgeboren“
Jugendliche Migrant*innen
Junge Menschen mit Kontaktabbruch
zu ihrer Familie
Junge Selbsthilfe
Kreativ-Café
Krisen rund um die Geburt
Männergruppe: „Mann in
Beziehung“
Menschen ohne bezahlte
Beschäftigung
Mütter gegen Gewalt an
Müttern und ihren Kindern
Notfallseelsorge
Pflegestützpunkt
Psychische Belastung am
Arbeitsplatz und Burnout
Queerparadies – Student*innen
und Geschlechtsidentität
QueerWeg – schwul-lesbischer
Verein
Scheidungskinder
Senior*innen im Gespräch
Spätaussiedler*innen und
Kontingentflüchtlinge
Spielegruppe vom Tauschring
Sternenkinder-Café
Tauschring
Transsexualität
Väteraufbruch für Kinder
Weisser Ring – Opferhilfe
zu bestellen über: institutbewusstseinsentfaltung.de/
Angehörige von psychisch
mensch-oder-maschine-das-transformationshandbuchband-1/
Angst und Depressionen
Die Kontaktadressen der Selbsthilfegruppen sind
Erkrankten
Bipolare Störung
bei der IKOS Jena zu erfragen:
Emotions Anonymous/EA
Kastanienstraße 11, 07747 Jena
Frauenselbsthilfegruppe – Halle Telefon: 03641 8741160 oder 8741161
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CHANCE JENA
IKOS
Beratungszentrum
Träger: AWO Regionalverband
Mitte-West-Thüringen e. V.
Kastanienstraße 11 • 07747 Jena
Tel.: 03641 8741160 oder 8741161
Mobil: 0171 5331502
E-Mail: ikos@awo-mittewest-thueringen.de
Internet: www.selbsthilfe-in-jena.de
https://www.facebook.com/SelbsthilfeJena/
für Selbsthilfe
Selbsthilfemagazin CHANCE im
lokalen Radio auf UKW 103,4 Mhz /
und im Livestream donnerstags
alle vier Wochen 15:00 Uhr–16:00 Uhr
Haltestelle
Platanenstraße
Erlanger Allee
Kastanienstraße
Richtung Zentrum
Haltestelle
Universitätsklinikum
Öffnungszeiten:
Montag–Donnerstag 9:00 Uhr–14:00 Uhr
Persönliche Beratung nach Vereinbarung.
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