HAUSHALTSRECHUNG I. EINKOMMENSARTEN - INFINA

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HAUSHALTSRECHUNG I. EINKOMMENSARTEN - INFINA

HAUSHALTSRECHUNG

I. EINKOMMENSARTEN

• Ordentliches Monatliches Nettoeinkommen gemäß EK – Nachweis

bzw. Gehaltsbestätigung (Gehalt, Lohn, Pension)

• Regelmäßige monatliche sonstige Bezüge (Überstunden, Zulagen,

Provisionsbezüge)

• Nicht berücksichtigt werden: Spesenersatzleistungen wie

Kilometergelder, Diäten oder Trennungsgelder

• Nicht berücksichtigt werden Weihnachts – und Urlaubsgeld oder

sonstige außerordentliche Zahlungen

• Sonstige Einkommen: Mieteinnahmen, Leibrente, Nebeneinkünfte,

Witwenpension, Unterhaltszahlungen (für Kreditnehmer – nicht für

Kinder), Karenzgeld

• Trinkgelder von max. 10% des monatliche NettoEK können für

Beschäftigte in folgenden Branchen angesetzt werden: Hotel – und

Gastgewerbe, Friseure, Kosmetik – und Massagesalons und

angestellte Taxifahrer. Bei allen anderen Branchen können Trinkgelder

nicht berücksichtigt werden.

• Nicht berücksichtigt werden: Ausgleichszulagen, Pflegegelder,

Waisenpensionen, Pensionsvorschüsse, Förderungen, Arbeitslosengeld,

erhaltene Alimente für unterhaltsberechtigte Kinder Notstandshilfe o.ä.

• Berücksichtigt wird außerdem die monatliche Familienbeihilfe für im

gemeinsamen Haushalt lebende und unterhaltsberechtigte Kinder


II. AUSGABEN

WOHNKOSTEN EUR 400;-- Miete, Energie, Müll,

Wasser etc.

KOMMUNIKATION EUR 80,-- Radio, TV, Telefon,

UND

ELEKTRONISCHE

MEDIEN

Internet

KFZ. - KOSTEN EUR 150,-- Treibstoff, Reparaturen,

Zubehör,

Versicherungen, Service,

Wartung,

Verkehrsstrafen etc.

III. ALLGEMEINE LEBENSHALTUNGSKOSTEN

KREDITNEHMER,

MITVERPFLICHTETE

EHEPARTNER,

LEBENSGEFÄHRTE

UNTERHALTSBERECHTIGTE

KINDER

EUR 330;-- Kosten

Lebensmittel,

für

EUR 230;-- Getränke,

EUR 160;--

Bekleidung, Freizeit,

Kindergarten, Schule,

Tabakwaren, Urlaub,

Haushalt etc.

IV. ALLGEMEINES

Grundsätzlich sind die vom Kreditnehmer bekannt gegebenen Ausgaben für

die Feststellung der Leistbarkeit heranzuziehen. Sofern diese unter den

oben angeführten Mindestwerten liegen, sind diese durch offizielle

Dokumente, wie Kontoauszüge, Zahlscheine, Mietverträge etc.

nachzuweisen.


V. LEISTBARKEIT

Die Leistbarkeit wird anhand einer Haushaltsrechnung wie folgt berechnet:

Gesamtes monatliches Nettoeinkommen iSv I.

- (Ausgaben gem. II + allg. LHK gem. III. + ggf. bestehende Kreditbelastungen)

= frei verfügbares Einkommen

- neue Kreditrate

= Sicherheitsreserve

Sicherheitsreserve in EUR * 100 = Sicherheitsreserve in % des frei verfügbaren EK

Frei verfügbares EK

Für die Genehmigung von hypothekarisch besicherten Krediten beträgt die

Sicherheitsreserve mindestens 15% des fvEK

Für die Genehmigung von unbesicherten Wohnbaukrediten beträgt die

Sicherheitsreserve mindestens 20% des fvEK

Das gesamte monatliche NettoEK muss bei jeder Finanzierungsart jedenfalls

bei einem Kreditnehmer zumindest EUR 1.100,-- betragen.

Das maximal unbesicherte Gesamtobligo beträgt bei einem gesamten

monatlichen NettoEK von

< EUR 2.000,-- � EUR 30.000,--

> EUR 2.000,-- � EUR 75.000,--


VI. MAXIMALE BLANKOANTEILE BEI HYPOTHEKARISCH

BESICHERTEN FINANZIERUNGEN

Kennzahlen Kreditqualität A Kreditqualität B Kreditqualität C

Sicherheitsreserve > 25% > 20% > 15%

LTV* Max. 100% Max. 90% Max. 70%

Blankoanteil Max. 20% Max. 10% Max. 0%

* LTV = Loan to Value und zeigt das Verhältnis von Kreditvolumen zum Verkehrswert

der Liegenschaft. Die LTV – Kennzahl wird wie folgt berechnet:

Kreditbetrag Hypothekarkredit * 100_________________________________

Verkehrswert der Liegenschaft (unter Berücksichtigung eventueller Vorlasten)

Sofern der Kreditnehmer einen höheren Blankoanteil in Anspruch nehmen möchte als

jenen, der durch den vorgegebenen LTV erlaubt ist, kann ein Wohnbaukredit ohne

Hypothek auf eine maximale Laufzeit von 120 Monaten vergeben werden, sofern die

erforderliche Sicherheitsreserve als auch die Grenzen für das maximal unbesicherte

Blankoobligo berücksichtigt werden.

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