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Lilienthaler - Das Magazin_0125

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Lilienthaler

Das Magazin Februar 1 März 2025

Pflanzen & Tiere

Galerien & Theater

Vergangenheit & Zukunft

Viel Spaß im Februar!



Editorial

„Der Worte sind genug gewechselt,

Laßt mich auch endlich Thaten sehn;

Indes ihr Komplimente drechselt,

Kann etwas Nützliches geschehn.“

Jutta-Irene

Dehlwes-Grotefend

Chefredaktion

lässt Goethe den Theaterdirektor vor Beginn seiner Tragödie

„Faust I“ zwar schon vor 213 Jahren sprechen, der

Inhalt passt jedoch auf viele Reden, die im Januar hierund

dortzulande vor auserwähltem Publikum aber auch

einfachem Volk gehalten wurden. Nun sind die Neujahrsempfänge

hoffentlich alle vorbei. Beschönigende

Jahresrückblicke, sich selbst Mut machende Ausblicke,

die wie das Pfeifen im Walde klingen, verhallt und man

kann getrost zur Tagesordnung übergehen. Kann man?

Immerhin können die (lokalen) Politiker dann ein Jahr

später wieder die Erfahrungen des Jahres zum Besten geben

und präsentieren, „was am Ende des Tages unterm

Strich dabei rauskommt“ (Januar), bzw. herausgekommen

ist (Dezember). Wobei sie das „Ende des Tages“ keineswegs

buchstäblich verstanden wissen wollen.

Einstweilen wünscht sich der einfache Bürger (mit seiner

Frau), dass durch gescheite Vorüberlegungen, weitsichtige

Planungen, genaue Berechnungen von Einflussgrößen,

einkalkulieren von Unwägbarkeiten und gern

auch Bürgerbeteiligung nicht alle „hinterher mal wieder

schlauer“ sind, sondern dass sie von vornherein die Angelegenheiten

klüger beginnen.

Ein frommer Wunsch?

Jedenfalls ein Fünkchen Hoffnung.

Ihre

JIDG


Inhalt

Kann es noch besser werden? ab Seite 18

Nachträgliche Gedanken und Wünsche

Foto: pixabay

Die Fünf ab Seite 20

Tiere und Pflanzen des Jahres 2025

Foto: pixabay

Inhalt Ausgabe 1

Editorial 03

Stimmungsbild

Himmel über der Region 06

Kompakt

Feuerwehrarbeit ist Berufung 08

Osterholzer Sportvereine erhielten Förderbeiträge 09

Neues Vorstandsmitglied bei der Volksbank 10

Neujahrsempfang im Rathaus Lilienthal 12

Umfangreiches Semesterprogramm der Volkshochschule 13

Abschied von „Exklusiv mobil“ in Lilienthal 14

10. Geburtstag des Internationalen Cafés 15

LightUp! 2025 im Rhododendron-Park 16

Könnte in diesem Jahr jetzt noch etwas besser werden?

Nachträgliche Gedanken und Wünsche 18

Die 5 des Jahres 2025

Tiere und Pflanzen des Jahres 20

Kleinkinder entdecken ihre Leidenschaft für Pferde

Ponykindergarten für die Jüngsten 24

Die Elefanten sind frei...

...wer will sie erwerben 26

1968: Spiel ohne Grenzen

OHZ siegt gegen EU-Nachbarländer 30

Staffelstabwechsel bei der Volksbank

Neuer Geschäftsstellenleiter in Lilienthal 32

Guten Appetit

7x die Suppe auslöffeln 34

Titelbild

Winter kann auch schön sein.

Foto: pixabay

4 Lilienthaler · 1 2025


Die Elefanten sind frei... ab Seite 26

Auflösung des Elefanten-Museums Lilienthal

Foto: Jutta-Irene Dehlwes-Grotefend

Februar / März 2025

Kunst - Kultur - Theater

Kostüme für den „Zauberer von OZ“ 42

Theater in Osterholz 43

Speeldeel Klostermoor 44

Arbeitswelt Atelier 44

Kulturpreis der Volksbank 45

Zwei Winterausstellungen in Worpswede 46

Visitenkarten 48

Aus Vereinen und Organisationen

Turnverein Lilienthal e.V. 50

Turnverein Falkenberg e.V. 51

Sportverein Seebergen e.V. 52

Gesamtkirchengemeinde setzt Segel

Neue „Kirche an der Hamme“ 53

Coaching für’s Wohlbefinden

Flugangst ade! 54

Service Seite

Telefonnummern, Ferientermine und vieles mehr 56

Buchempfehlung 57

Tierarzt-Praxis

365 Tage Zecken und Flöhe 58

10 Minuten mit ...

Andreas Hensel 60

Die letzte Seite

Momentaufnahme, Moment mal, Impressum 62

Lilienthaler

Das Magazin für Lilienthal · Worpswede · Grasberg

Fischerhude · Ritterhude · Osterholz-Scharmbeck

HB-Borgfeld · HB-Horn-Lehe · HB-Oberneuland

Lilienthaler · 1 2025 5


Himmel über


der Region Foto: Alfons Volmer


Kompakt

Kompaktes Wissen

originell · NUTZLOS

Skurril · kurios

Seit 1997 findet jedes Jahr unter dem Titel „Robo-

Cup“ die Fußball-Weltmeisterschaft der Roboter

statt. Die Uni Bremen hat schon mehrfach den Titel

gewonnen.

Über die Hälfte der über 7000 Sprachen auf der Welt

ist vom Aussterben bedroht.

Mit über 63 Metern steht der höchste Baum

Deutschlands, eine Douglasie, in Freiburg.

Feuerwehrarbeit ist kein Hobby

sondern eine Berufung

Gemeinde Lilienthal ernennt

Andreas Hensel zum Ehrenbürger

Die Gemeinde Lilienthal hat Andreas Hensel, den ehemaligen Gemeindebrandmeister,

mit der höchsten Auszeichnung der Gemeinde geehrt: Er wurde am Freitag, den 29.

November 2024, zum Ehrenbürger ernannt. In einer feierlichen Zeremonie im Rathaus

überreichte Bürgermeister Kim Fürwentsches die Ehrenbürgerurkunde vor circa 50 geladenen

Gästen.

Andreas Hensel engagierte sich über 50 Jahre ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr

Lilienthal, davon 12 Jahre als Gemeindebrandmeister. Während seiner Amtszeit

Nur in Düsseldorf gibt es Fußgängerampeln mit

Gelbphasen.

Auf dem „Walk of Fame“ in Hollywood sind schon

über 2.600 Stars verewigt.

Die einzige Nationalflagge der Welt, die nicht

rechteckig ist, ist die Flagge des Staates Nepal.

Aus Elefantenkot kann Papier hergestellt werde.

Aufgrund ihrer vielen Brauereien trägt die Stadt

Portland (US-Bundesstaat Oregon) den Spitznamen

Beervana.

Das am dünnsten besiedelte Land der Erde ist die

Mongolei mit knapp 2 Einwohnern je km 2 .

Das am dünnsten besiedelte Bundesland in Deutschland

ist Mecklenburg-Vorpommern mit etwa

70 Einwohnern je km 2 .

In Uruguay sagen Fotografen, wenn vor der Kamera

gelacht werden soll, „Whisky“.

24

Familienflohmarkt

im Konventshaus

Die Freiwilligenagentur Lilienthal e.V. veranstaltet am

Samstag, den 22. Februar von 14 bis 16 Uhr einen Familienflohmarkt

im Konventshaus, Konventshof 4, in Lilienthal.

Neben Schnäppchen und nützlichen Dingen für

die ganze Familie kann man auch selbstgebackenen Kuchen

und fair gehandelten Kaffee genießen sowie sich

über aktuelle Projekte für Kinder und Familien in der Gemeinde

informieren.

Standgebühr ist ein selbstgebackener Kuchen und eine

freiwillige Spende für soziale Projekte in der Gemeinde.

Anmeldung an: info@freiwilligenagentur-lilienthal.de.

pm

Bürgermeister Kim Fürwentsches überreicht Andreas Hensel die Urkunde.

setzte er sich mit großem Einsatz für die Sicherheit der Gemeinde ein, meisterte Herausforderungen

wie das Winterhochwasser 2023/2024 und prägte das Feuerwehrwesen

in der Region nachhaltig. In seiner Laudatio bezeichnete sein Nachfolger, Harm

Behrens, Hensel als „lebende Legende“ und würdigte seine herausragenden Verdienste

für die Feuerwehr und die Gemeinde.

Bürgermeister Fürwentsches betonte in seiner Rede: „Die Ehrenbürgerwürde ist die

höchste Auszeichnung, die unsere Gemeinde zu vergeben hat. Andreas Hensel hat sie

durch sein außergewöhnliches Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz für die

Allgemeinheit in vollem Umfang verdient.“

Die Ehrung unterstreicht Hensels wichtige Rolle bei der Entwicklung der Lilienthaler

Feuerwehr. Wichtige Meilensteine waren zum Beispiel die Zusammenlegung der Feuerwehren

Lilienthal und Falkenberg oder auch der Bau der Straßenbahnlinie 4, in dessen

Zuge er wichtige Pläne erstellte, die die Rettungskräfte während der Großbaustelle

durch den Ort navigierten.

Hensel selbst bedankte sich in seiner Rede bei seiner Familie, die ihn in seinem Engagement

stets unterstützt habe und betonte: „Feuerwehrarbeit ist kein Hobby, sondern

eine Berufung. Es gibt kaum etwas Besseres, als Menschen zu helfen.“

pm/fmo

8 Lilienthaler · 1 2025


Die nächsten Termine

der Bürgermeistersprechstunden

Lilienthal

In der Gemeinde Lilienthal finden die

Bürgermeister-Sprechstunden für die Einwohner

Lilienthals an jedem Monat für vier

Stunden an unterschiedlichen Tagen und zu

unterschiedlichen Zeiten statt, damit alle

Interessierten die Möglichkeit haben, mit

kurzfristiger Zeitabsprache ins Rathaus zu

kommen und ihr Anliegen Bürgermeister

Fürwentsches vortragen zu können.

Die nächsten Termine:

Dienstag, 11. Februar 2025

09.00 - 13.00 Uhr

Dienstag, 11. März 2025

14.00 - 18.00 Uhr

Dienstag, 22. April 2025

14.00 - 18.00 Uhr

Anmeldung bitte unter

Telefon 04298 - 929 101.

Worpswede

In Worpswede können die Bürger

ihre Anliegen an

jedem letzten Donnerstag im Monat in

der Zeit von 16.00 bis 19.00 Uhr

Bürgermeister Stefan Schwenke vortragen

und mit ihm besprechen.

Ritterhude

In Ritterhude finden

Bürgermeistersprechstunden an

jedem letzten Donnerstag im Monat

von 16.00 - 18.00 Uhr statt.

27 Osterholzer Sportvereine

erhielten 46.000 Euro

von der Inge-Küster-Stiftung

Seit 2014 erfüllt die Inge-Küster-Stiftung vom Möbelhaus Meyerhoff jährlich Förderanträge der

Osterholzer Sportvereine. Bis heute wurden über eine Million Euro im Rahmen der Sportförderung

vergeben, berichtete der Stiftungs-Vorsitzende Fritz Bokelmann beim Treffen mit dem Kreissportbund

Osterholz (KSB) und Vereinsvertretern im Möbelhaus-Restaurant. In diesem Jahr erhielten

27 Osterholzer Sportvereine insgesamt 46.000 Euro aus dem Vermächtnis der verstorbenen

Meyerhoff-Chefin Inge Küster.

Bokelmann erklärte, dass der Sport im

Landkreis von erfolgreichen Verkaufszahlen

des Möbelhauses profitiere, „je

mehr dort verkauft werde, desto mehr

haben wir als Inge-Küster-Stiftung zur

Verfügung“. Besonderen Dank richtete

der Vorsitzende an die Ehrenamtlichen

in den Vereinen, die die Sportler betreuen

und alles organisieren. Die 2011 verstorbene

Meyerhoff-Chefin Inge Küster

sei dem Sport sehr verbunden gewesen

und hatte deshalb in ihrem Nachlass die

Förderung der Osterholzer Vereine verankert,

„es wurde ein wesentlicher Teil

der Stiftung“, so Bokelmann. Als „tolle

Kooperation zwischen Kreissportbund

und Inge-Küster-Stiftung“ bezeichnete

der Kreissportbund-Vorsitzende Jens

Themsen diese Sportförderung. 129 Mitgliedsvereinen

seien im KSB vereint. Die

Inge-Küster-Stiftung trage dazu bei, dass

es in den Verein gut voran gehe und die

Mitgliederzahlen heute erfreulich seien.

Kurz vor Ende 2024 informierten die beiden Vorsitzenden

der Inge-Küster-Stiftung: Fritz Bokelmann (links)

und Wilfried Guttmann über die bewilligten Anträge der

Sportvereine im Kreissportbund Osterholz.

Zum Beispiel konnte der Reitclub Tempo Ritterhude dank der genehmigten Fördermittel Cavalettis

für das Training anschaffen und der TC Hambergen will mit der Spende die neue Pickleball-

Gruppe aufbauen und mit einer Schule kooperieren, war im Gespräch zu erfahren.

In diesem Jahr wurden Anträge auf Förderung vom Reitverein Lilienthal und Umgebung, Kreis-

Leichtathletikverband Osterholz, Kodokan Judo-Verein Osterholz, TuSG Ritterhude (Leichtathletik),

TuSG Ritterhude/SG Beckedorf, TuSG Ritterhude (Volleyball), Hamberger Tennis-Club, 1. AFC

Lilienthal Venom, ATSV Scharmbeckstotel, SV Aschwarden und Umgebung, TSV Worpswede, DLRG-

Ortgruppe Schwanewede, Reit- und Fahrverein Hambergen, SG Platjenwerbe, SV Lilienthal-Falkenberg,

Handballverein Grasberg 2010, RC Tempo Ritterhude, Ruderverein Osterholz-Scharmbeck,

MTV Lübberstedt, VSK Osterholz-Scharmbeck, TV Lilienthal. TSV Wallhöfen (Bodenturnen),

TSV Wallhöfen (Rhönrad), TSV Wallhöfen (Bewegungsturnen), TV Schwanewede, Kreissportbund

Osterholz und TSV Meyenburg bewilligt.

„Wir werden auch zukünftig Maßnahmen im Sport fördern“, betonte der Vorsitzende der Inge-

Küster-Stiftung. Die Osterholzer Vereine sollten auch 2025 rechtzeitig ihre Anträge auf Fördermittel

stellen. Text & Foto: Monika Fricke

Zusätzlich besteht auch an

jedem 2. Dienstag eines Monats

in der Zeit von 9.30 bis 12.30 Uhr

die Möglichkeit, Bürgermeister Jürgen Kuck

zu sprechen, allerdings nur mit einer

Terminabsprache unter

Telefon 04292 - 889 101.

Alle Terminangaben ohne Gewähr.

Lilienthaler · 1 2025 9


Kompakt

Neues Vorstandsmitglied der Volksbank eG Osterholz-Bremervörde

Stefanie Kase wurde zum 1. Januar 2025 vom Aufsichtsrat in den Vorstand berufen

Als drittes Vorstandsmitglied verstärkt Stefanie Kase in die Führungsriege der

Volksbank eG Osterholz-Bremervörde.

Das Foto zeigt von links: Jan Mackenberg, Stefanie Kase, Michael Kerstin, Silke Nehring

und Andreas Rolf-Pissarczyk.

Die neue Führungsspitze der

Volksbank eG Osterholz-Bremervörde

besteht nun seit

dem 1. Januar 2025 aus drei

Vorständen: Der Aufsichtsrat

hat zum Jahresbeginn

Stefanie Kase in den Vorstand

der Bank berufen, somit

besteht dieser nun aus

Jan Mackenberg, Michael

Kersting und Stefanie Kase.

Im Rahmen eines seit November

2021 vollzogenen

Generationenwechsels in der

zweiten Führungsebene und

in internen Leitungspositionen

mit jungen Nachwuchskräften,

informierte Jan Mackenberg

über die Neuigkeiten

im Vorstand. Grundlagen

für eine gute und erfolgreiche

Zusammenarbeit

hätten Veränderungen erforderlich

gemacht, an denen

sich auch die Aufsichtsratsmitglieder

beteiligt hatten.

Gemeinschaftlich wurde eine optimale Basis

für den Erfolg der Bank geschaffen. Der Aufsichtsrat

berief daher zum 1. Januar 2025 Stefanie

Kase in den Vorstand.

Seit 2007 ist sie Mitarbeiterin in der Volksbank.

Nach ihrem Bachelor- und Masterstudium

war sie in verschiedenen Abteilungen der

Bank tätig. Kase sammelte Erfahrungen in Firmenbetreuung

und konnte ihr betriebswirtschaftliches

Knowhow enzsprechend vertiefen.

Seit 2017 stand sie dem Vorstand als Vorstandsreferentin

und später als Leiterin des

Vorstandsstabes im Bereich Strategie, Unternehmensentwicklung

und Projektmanagement

zu Seite. Seit 2019 ist Stefanie Kase in der Geschäftsführung

der Tochtergesellschaft VBI-

Volksbanken Immobilien GmbH tätig. Mit der

Gründung weiterer Tochter- und Enkelgesellschaften

der Volksbank im

Jahre 2022 hatte sie weitere

wertvolle Erfahrungen sammeln

können.

Stefanie Kase (37) wohnt

mit ihrer Familie, ihrem

Mann und dem zehn Monate

alten Sohn in Ebersdorf

bei Bremervörde. Sie hat

sich u. a. zum Ziel gesetzt,

die Zukunftsgestaltung insbesondere

im Kundengeschäft

voranzubringen, da

ihr die Verantwortung dieser

Marktbereiche anvertraut

wurde. Sie ist nun für

Bereiche im Regionalvertrieb,

der Individualkundenbetreuung

und dem Vertriebs-Marketing

verantwortlich, berichtete

Vorstandsmitglied

Michael Kersting. Die vollständige

Übertragung dieser

Zuständigkeiten von Jan

Mackenberg auf Stefanie Kase

soll dann zum 1. Juli dieses

Jahres erfolgen.

Zu diesem Stichtag wird Jan Mackenberg die

Verantwortung der Bereiche Personal, New

Work und Kultur, Unternehmensservice, die

Abteilung Vorstandesstab/Unternehmensentwicklung

sowie die Verantwortung für die Beteiligungen

und Eigenanlagen vollständig übernehmen.

Kersting wird weiterhin die Ressorts

der Produktion, Gesamtbanksteuerung, Interne

Revision und Recht sowie den Bereich Compliance

fortführen.

Als wichtigen Meilenstein, um die erfolgreiche

Ausrichtung der Bank langfristig zu sichern,

sieht der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Andreas

Rolf-Pissarczyk, die Erweiterung des Vorstandes

durch Stefanie Kase. „Durch die Wohnorte

der Vorstände in Ebersdorf, Osterholz-

Scharmbeck und Lilienthal verfügen wir jetzt

über eine passende Präsenz in unserem Geschäftsgebiet“.

Die stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates,

Silke Nehring, erklärte, dass mit

der Berufung von Stefanie Kase in den Vorstand

die Weichen optimal für die Zukunft gestellt

seien.

Die Volksbank werde auf einem erfolgreichen

Wachstumskurs weitergeführt, kündigte Jan

Mackenberg an. Das bedeute, dass die Wirtschaftlichkeit

nachhaltig gesteigert und insbesondere

die Vermögenslage in den kommenden

Jahren weiter gestärkt werde.

Text & Foto: Monika Fricke

10 Lilienthaler · 1 2025



Kompakt

Die Volkshochschule Lilienthal hat ein umfangreiches

Semesterprogramm mit dem Schwerpunkt „Wohnen“ aufgelegt

Jedes Jahr erwarten die interessierten

Bürgerinnen und Bürger mit Spannung

das neue Angebot der VHS Lilienthal-Grasberg-Ritterhude-Worpswede,

welches sowohl

online wie auch in Druckversion bereits

seit Januar diesen Jahres vorliegt.

Die Verantwortlichen um VHS-Leiterin Dr.

Michaela Michelsen haben für das Frühjahr-/Sommersemester

ein vielseitiges

Programm zusammengestellt, in dem sich

über die Jahre hinweg bewährte Kurse neben

vielen neuen attraktiven und aktuell

interessanten Angeboten finden.

Das Schwerpunktthema „Wohnen“ bildet

in diesem Semester ein Topic, das in seinen

positiven wie auch problematischen

Facetten (fast) jeden von uns betrifft und

demzufolge aus sehr unterschiedlichen

Blickwinkeln betrachtet wird. Die VHS hat

Alt-Bürgermeister Henning Scherf für einen

Vortrag gewinnen können, der über

„Wohnen in Gemeinschaft – Geht das auch

im Alter ?“ spricht, es gibt eine Führung

durch die Ökologische Siedlung in Lilienthal

und eine ebensolche durch das Aalto-Hochhaus

in Bremen. Auch die Aspekte

„Wohnraummangel“, Fragen rund ums

Mietrecht, energieeffizientes Bauen und

Wohnen, Reparaturen in Haus und Wohnung

und weitere mehr werden in unterschiedlichen

Formaten behandelt.

Stöbert man im neuen Programmheft, fallen

immer wieder besondere Angebote

auf: zum Beispiel das cross-over-Projekt

„Aus den Akten auf die Bühne“, bei dem

die Historikerin Eva Schöck-Quinteros und

der Schauspieler Peter Lüchinger aus

Quellen von historischen Akten die Lesung

„Eine Stadt im Krieg Bremen 1914-

1918“ inszenieren. Des Weiteren stellt

Pastor Wildrik Piper die Frage „Wo wohnt

Gott?“, und die Autorin Isabel Bogdan

spricht mit Rainer B. Schossig über ihr

Buch „Wohnverwandtschaften“. Der Maler

David Hockney, der sich künstlerisch immer

wieder mit unterschiedlichen Wohnszenarien

befasst, wird als Künstler und

Forscher von Detlef Stein vorgestellt und

das Trio Encanto singt und informiert zum

Internationalen Frauentag am 8. März

über Komponistinnen aus der Romantik

bis zur Gegenwart, die trotz ihrer meisterlichen

Werke keine weitreichende Bekanntheit

erreicht haben. Auf großes Interesse

werden die Vorträge und Reihen

zum Thema „Künstliche Intelligenz und

digitale Kompetenzen“ stoßen, ebenso

wie die Sparten Gesundheit, Ernährung,

Fitness und Entspannung. Besonders für

Fremdsprachenlernende ist wieder ein breit

gefächertes Angebot an Sprachkursen im

Vhs-Semesterprogramm zu finden, das in

David Cramer, Veronika Völker, Martina Michelsen, Anja Nachtigall

(von lks.)

rigschwellige, offene und kostenfreie Lern-

all den Jahren großen Anklang fand. Niedtreffs,

die einen Zugang zu Angeboten der

Alphabetisierung, Grundbildung und Digitalisierung

ermöglichen, sind diesmal in das Programm

mit aufgenommen und richten sich an

alle Menschen ab 16 Jahren.

Mit einem Knaller eröffnet die VHS am 14. Februar

das Semester: die Theatergruppe „Open

Playback Bremen“ bietet eine Form von Improvisationstheater,

bei der zunächst die Zuschauer

Erlebnisse, Gedanken, Wünsche und

Erfahrungen zum Schwerpunktthema „Wohnen“

nennen und kurz erzählen. Diese Äußerungen

werden – durch Katharina Witte moderiert

- unmittelbar von den Schauspielern

als kurze Szene auf der Bühne „zurückgespielt“

(play back) – eine spektakuläre interaktiven

Theaterform, bei der die Zuschauer den Stoff

für den Abend liefern.

Die Anmeldegebühren für die VHS-Kurse bleiben

im neuen Semester unverändert.

In den Außenstellen der VHS ändern sich die

Arbeitssitze: in Ritterhude findet man den Ansprechpartner

Oliver Sautter jetzt jeden Freitag

von 9.30 bis 11.30 in den Räumen der Alten

Apotheke an der Riesstreaße 68; in Worpswede

arbeitet Stella von Rohden nun im Alten

Rathaus an der Bergstraße 1, hier dienstags

von 14 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung.

Text & Foto: Cornelia von Enden

12 Lilienthaler · 1 2025


Beim Neujahrsempfang im Rathaus von Lilienthal

hielt Bürgermeister Kim Fürwentsches

eine eindrucksvolle Ansprache vor vollbesetzten

Reihen im Rathaussaal. Er thematisierte

die Herausforderungen des vergangenen Jahres

– Kriege, Krisen, Klimawandel – und betonte

die Wichtigkeit, sich von Negativnachrichten

nicht erschlagen zu lassen, sondern

den Focus auch auf die poistiven Aspekte zu

richten. Im Rückblick auf das vergangene Jahr

war ein zentrales Thema die Bewältigung des

Hochwassers, das die Gemeinde schwer getroffen

hatte. „Bis heute leiden noch viele unter

den Folgen, aber wir können sagen, dass

wir das Schlimmste verhindert haben“, so Fürwentsches,

„und das gelang nicht zuletzt

durch den außergewöhnlichen Einsatz von

1300 Ehrenamtlichen!“ Unter großem Beifall

dankte der Bürgermeister allen, die freiwillig

und unermüdlich und unter Aufbietung all ihrer

Kräfte geholfen haben, die Katastrophe in

den Griff zu bekommen und damit einen unschätzbaren

Dienst an der Gemeinschaft geleistet

hätten.

Weitere positive Entwicklungen im vergangenen

Jahr wurden von Bürgermeister Kim Fürwentsches

hervorgehoben: besonders ermutigend

sei die große Kundgebung gegen Rechts

gewesen, die vom örtlichen Bündnis für Demokratie

organisiert wurde. Ein weiteres Highlight

war die termingerechte Fertigstellung

Neujahrsempfang

im Lilienthaler

Rathaus

Bürgermeister Kim Fürwetsches bei seiner

Begrüßung und Neujahrsansprache.

der Schroeterschule, ein Projekt, das viel Planungs-

und Umsetzungsstärke erforderte. Die

Integration von Geflüchteten in die Schulen

und in den Arbeitsmarkt ließ Fürwentsches

nicht unerwähnt, sind solche Erfolge doch erst

möglich durch viele Helferinnen und Helfer,

die in Lilienthal freiwillig und selbstlos den

Menschen zur Seite stehen und sie begleiten.

Mit einem Blick in die Zukunft sprach der Rathauschef

von der Intensivierung der Städtpartnerschaft

zwischen Lilienthal und der

Partnergemeinde Stadskanaal in den Niederlanden;

dabei soll auch die Radtour von Lilienthal

nach Stadskanaaal wieder stattfinden.

Für den nächsten Neujahrsempfang 2026 versprach

der Bürgermeister einen neuen Rahmen.

Es werde der 30. Neujahrsempfang sein,

den man anders und vielleicht an neuem Ort

gestalten wolle – man lasse sich etwas einfallen!

Mit dieser verheißungsvollen Ankündigung

schloss Kim Fürwentsches seine Neujahrsansprache

und überließ die Bühne den Sternsingern,

die die versammelte Zuhörerschaft mit

einem Lied erfreute und am Türrahmen des

Rathauses die Formel 20*C+M+B+25, Christus

segne dieses Haus, anbrachte.

Text & Fotos: Cornelia von Enden

Auftritt der Sternsinger im Rathaussaal 2025.

„Volles Haus“ beim Neujahrsempfang im Rathaus.

Lilienthaler · 1 2025 13


Kompakt

Abschied von „Exklusiv mobil“ in Lilienthal

Nach vielen Jahren des Engagements schließt Heike Wilhelm, Inhaberin des beliebten

Deko-Ladens „Exklusiv mobil“ in Lilienthals Hauptstraße 42, Ende

Februar die Türen ihres Geschäfts. Am 25.02.2025 ist der letzte verkaufsoffene

Tag, dann geht es in die Inventur und im Anschluss wird der Umzug der

Postfiliale in die Moorhauser Landstraße vorgenommen.

Damit ist ein Platz in der Lilienthaler Hauptstraße Geschichte, der zwei Jahrzehnte für

die Menschen in Lilienthal eine vertraute und beliebte Anlaufstelle war. Mit einem weinenden

und einem lachenden Auge verabschiedet sich Heike Wilhelm von einem Ort,

der für sie und ihre Tochter viel mehr war als

nur ein Arbeitsplatz – es war ein Ort voller Inspirationen

und ein Ort der Begegnung.

Der Name „Exklusiv mobil“ im Zusammenhang

mit Deko-Artikeln und Postkarten erschließt

sich nicht sofort, doch ein Blick in

die berufliche Vergangenheit der Geschäftsinhaberin

zeigt, dass sie ehemals ihren Mann

unterstützte, der in Lilienthal ein Telekommunikationsgeschäft

betreibt. Damals machte

sie sich mit einem mobilen Kommunikationsservice

„Exklusiv mobil“ selbständig und

Heike Wilhelm und Tocher Yvonne.

besuchte die Kunden zu Hause und richtete

ihnen Telefon- und Internetanschlüsse ein.

„Es war die Zeit, als es so richtig los ging mit dem Internet in allen Häusern und Wohnungen“,

erinnert sich Heike Wilhelm, „und wir machten den mobilen Service exklusiv

für unsere Kunden!“ Und dieser Name blieb erhalten, als sich der Einzug mit Postfiliale

und Deko-Waren in die Geschäftsräume in der Hauptstraße 42 vollzog.

„Exklusiv mobil“ bot nicht nur Dekorationsartikel für jeden Geschmack und die

größte Auswahl an Post- und Ansichtskarten im ganzen Umkreis, sondern auch die

Möglichkeit, alle Postangelegenheiten zu erledigen, Bargeld über die Postbank aus

dem Automaten zu ziehen und gleichzeitig ein wenig im Laden zu stöbern und dabei

einen kleinen „Schnack“ mit Heike Wilhelm zu halten. Dieses Verbindende fällt

nun weg, ein Verlust, den die treuen Kundinnen und Kunden

sehr bedauern.

Auch die von Tochter Yvonne Wilhelm mit großem Einsatz

und Idealismus aufgebaute und unterhaltene Sammelstation

für recyelbare Stoffe, wie alte Kugelschreiber, Tintenpatronen,

Kronkorken und Handys wird in Zukunft fehlen. Der

Nachhaltigkeitsgedanke, der Yvonne Wilhelm leitete, zeigte

sich auch im Postkartensortiment, wo Mutter und Tochter

auf umweltverträgliche Produkte achteten.

„Wir unterstützten das Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit

mit unserer Sammelstation. Die Spende eines Kühlschranks

der Firma Nuske in Lilienthal machte es zusätzlich

möglich, Food-Sharing in der Station mit einzurichten. Alles

wurde sehr gut von den Menschen angenommen“, freut

sich Yvonne Wilhelm über ihr Projekt. In den letzten Jahren

hat die Sammelstation in der Wiederverwertung Gelder generiert,

die wohltätigen Zwecken zugeführt wurden, „und das

war für mich der Sinn der Sache“, so Tochter Yvonne.

Trotz des Abschieds blicken Heike Wilhelm und ihre Tochter mit

Zuversicht in die Zukunft. Nach Jahrzehnten der Arbeit möchte

die Geschäftsfrau es nun etwas ruhiger angehen lassen; sie will

weiterhin im Telefonladen ihres Mannes in der Hauptstraße mitarbeiten,

aber auch die Freiheit haben, mit ihrer Familie und den

Enkelkindern mehr Zeit zu verbringen. „Jetzt möchte ich noch

ein wenig die Welt entdecken“, meint sie lächelnd, „doch kann

ich sagen, dass ich alles wieder genauso machen würde, wenn

es nochmal von vorne losgehen würde. Ich bereue nichts!“

Viele Menschen in Lilienthal werden ihre Präsenz und „Exklusiv

mobil“ im Ortskern von Lilienthal vermissen – eine Ära endet

mit der Geschäftsaufgabe. Heike Wilhelms neue Lebensreise

aber hat gerade erst begonnen. Text & Fotos: Cornelia von Enden

„...und tschüß“

sagt Heike Wilhelm.

14 Lilienthaler · 1 2025


Viel los beim 10. Geburtstag des

Internationalen Cafés in Lilienthal

Umrahmte die Feier musikalisch:

Renate Meyhofer-Bratschke

Die starken Leitungsfrauen des Internationalen Cafes (v.lks.):

Hella Oelzen, Irene Huffmeyer und Dagmar Merten-Putnaerglis.

Anfang Dezember letzten Jahres gab es ein

rundes Geburtstagsfest: Das Internationale

Café hatte in den Gemeindesaal der Klosterkirche

geladen, um mit vielen Geflüchteten,

Helferinnen und Unterstützern das 10jährige

Bestehen dieser Einrichtung gebührend zu feiern.

Viele Familien, die es vor zehn, elf Jah-

Mohammed, Ornel (mit Tochter), Dagmar Merten, Jamila,

Hella Oelzen (v. lks.).

ren auf Fluchtumwegen nach Lilienthal verschlagen

hatte, waren anwesend, um das, was

das Internationale Café für sie bedeutet, dankbar

und freudig zum Ausdruck zu bringen. Es

war der Anker gewesen, der einzige Halt nach

einer kräftezehrenden Flucht in ein völlig

fremdes Land, in welchem man zunächst kein

Wort verstand.

Angesichts der vielen Menschen, die damals

aus Kriegsgebieten und menschenverachtenden

diktatorischen Regimen nach Deutschland

kamen, entwickelte sich in Lilienthal Ende

2014 aus der Ökumenischen Flüchtlingshilfe

Lilienthal das Internationale Café. Viel Zeit investierten

seitdem die Verantwortlichen des

Café-Teams, allen voran Dagmar Merten-Putnaerglis,

Hella Oelzen und Irene Hüffmeyer in

die notwendigen Schritte, die eine Integration

überhaupt erst möglich machen.

Sie betonen, dass die gute

Zusammenarbeit mit der Kleiderkammer

vom Roten Kreuz, der Lilienthaler

Tafel, der Bürgerstiftung,

der Kirche, der Freiwilligenagentur,

der Engagierten Stadt

Lilienthal und den Sportvereinen

immer verlässlich funktionierte.

„Es kommt auch so viel an Dankbarkeit

und Freude von den hilfsbedürftigen

Menschen zurück.

Wir sehen, dass sich die geflüchteten

Familien von 2014/2015

inzwischen stabilisiert und weiterentwickelt

haben, viele sagen,

dass sie – unterstützt

von deutschen

Helfern - inzwischen

hier gerne leben und arbeiten“, sagt

Dagmar Merten -Putnaerglis.

Begleitet von einer Dia-Show mit Bildern

aus den letzten zehn Jahren „Internationales

Café“ saßen

am Geburtstag der

Institution, viele ehemals

Geflüchtete mit

ihren Familien, mit Wegbegleitern

und den Organisator:innen

viele

Stunden bei einem internationalen

Kuchenbuffet,

Kaffee und Tee

zusammen und tauschten

ihre Erinnerungen

und Erfahrungen aus.

Bürgermeister Fürwentsches

und Pastor Kamp

dankten allen Anwesenden

für ihren beispiellosen

Einsatz.

Besonders berühren und begeistern konnten

Ornel, Jamila und Mohammed mit ihren Erfolgsgeschichten,

die mit dem Internationalen

Café begannen und eng verbunden blieben.

Ornel aus Albanien absolvierte eine Bäckerlehre,

arbeitete in einer Reinigungsfirma

und hat sich inzwischen mit einem eigenen

Unternehmen für Gebäude-und Hausreinigung

selbständig gemacht.

Jamila aus Georgien arbeitet inzwischen in der

Lilienapotheke sowohl im back-office wie auch

am Kundentresen; sie ist verheiratet und hat

zwei Kinder und kam 2014 nach Lilienthal.

Der Palästinser Mohammed, in Ägypten geboren

und in Gaza aufgewachsen, kam mit

seiner Familie über das Schengen-Visum

nach Deutschland und über mehrere Stationen

zufällig nach Lilienthal. Als ausgebildeter

IT-Mann fand er sofort Arbeit und lernte,

wie alle anderen auch, intensiv Deutsch. Inzwischen

hat auch er sich mit einem Catering-Service

erfolgreich selbständig gemacht

und ist seit einiger Zeit auch deutscher

Staatsbürger!

Neben diesen positiven Lebensläufen gibt es

noch viele weitere Erfolge, die nicht unwesentlich

mit der engagierten und warmherzigen

Hilfe und Unterstützung des Internationalen

Cafés in Lilienthal verbunden sind.

Glückwunsch zu 10 Jahren erfolgreicher Integrationshilfe!

Text & Fotos: Cornelia von Enden

Lilienthaler · 1 2025 15


Kompakt

LightUp! 2025

Licht, Kunst und Magie unter freiem

Himmel im Rhododendron-Park Bremen

Wird es zur Winterzeit dunkel in Bremen Horn-

Lehe, erstrahlt der älteste Teil des Rhododendron-Parks

entlang der Marcusallee in den

schönsten Farben. Zur Abendstunde von 17.30

bis 21.30 Uhr können Besucherinnen und Besucher

diesen Bereich in neuem, ungewohntem

Licht erkunden. Von Pflanzen und Lebewesen

inspirierte Leucht- und Wasserobjekte

sowie illuminierte Skulpturen umgeben von

hohen Bäumen und immergrünen Rhododendron:

die vielfältigen Installationen mit zahlreichen

handgefertigten Kunstwerken der

Künstlerin Gundel Latanza machen das rund

fünf Hektar große Ausstellungsareal zu einem

Erlebnis für Naturfreunde. Projektionen und

Farbspiele öffnen ihnen unerwartete Blickwinkel

sowie Sichtachsen in eine der schönsten

Parkanlagen der Hansestadt. Für Alt und

Jung dabei: Mitmach-Aktionen wie eine dreifarbige

Schattenwand, hinter der man für den

Moment selbst zum Kunstobjekt wird. Im Vorjahr

lockte die Veranstaltung rund 20.000 Besucher

aus Bremen und „umzu“ an.

LightUp! ist anders als der allgemeine Besuch

des Rhododendron-Park Bremen kostenpflichtig.

Die Erträge der Veranstaltung kommen der

Stiftung Bremer Rhododendronpark zugute,

die das Geld für Unterhalt und Pflege der weltweit

größten Rhododendron-Sammlung verwendet.

LightUp! Licht, Kunst und Magie

Freitag, 7. Februar – Sonntag, 2. März 2025

täglich von 17.30 – 21.30 Uhr

Rhododendron-Park Bremen

Deliusweg 40, 28359 Bremen

Eintrittspreise (Vorverkauf/ Abendkasse)

Erwachsene: 13,00 Euro/ 15,00 Euro

ermäßigt: 8,50 Euro/ 10,00 Euro

Kinder/Jugendliche (7-17 Jahre):

6,50 Euro/ 8,00 Euro

Familienkarte für bis zu 5 Personen:

33,00 Euro/ 40,00 Euro

Tickets für LightUp! 2025 sind im Vorverkauf

buchbar auf www.nordwest-ticket.de sowie

telefonisch unter 0421-363636. Während der

Veranstaltungszeit können Karten an den

Abendkassen gekauft werden. Mehr zur Veranstaltung

und den Eintrittspreisen auf

www.rhododendronparkbremen.de/lightup

Text: pm/eh

Fotos: ©Stiftung Rhododendronpark, Frank Brüning

16 Lilienthaler · 1 2025


Sonntag, 23.03.2025, 16 Uhr

Markus Becker schmeißt

Familien-Mitmach-Party

in der Stadthalle OHZ

Kinderlieder-Star live

mit rotem Pferd und bunter Kuh

Markus Becker verspricht ein außergewöhnliches Familien-Highlight

für das Jahr 2025: Der charismatische Entertainer mit dem roten

Pferd, der bunten Kuh und dem Pandabären spielt live und schmeißt

eine große Familien-Mitmach-Party. Am Sonntag, den 23. März 2025

ab 16 Uhr, wird der Kinderliederstar in der Stadthalle Osterholz-

Scharmbeck für Stimmung sorgen.

Familien dürfen sich auf ein einzigartiges Konzerterlebnis voller mitreißender

Kinderlieder, Bewegungslieder und begeisternder Mitmachmusik

freuen. Markus Becker präsentiert eine Konzertshow, die

alle seine großen Hits vereint, die in Kindergärten und auf Kinderpartys

rauf und runter gespielt werden. Die jungen Besucher werden

zu bekannten Liedern wie "Das rote Pferd", "Tschu Tschu wa", "Fliegerlied",

"Die bunte Kuh" und zu vielen anderen tanzen und mitsingen

können.

Das rote Pferd und die bunte Kuh begleiten Markus Becker bei jedem

Event. Im Anschluss an die 70-minütige Show haben Familien die Gelegenheit,

gemeinsam Fotos mit Markus Becker und seinen Maskottchen

zu machen und Autogramme zu erhalten.

Damit sich kleine und große Tänzerinnen und Tänzer ab und zu ein

wenig ausruhen können, wird es im hinteren Bereich des Saals einige

Sitzgelegenheiten (freie Platzwahl, keine Sitzplatzgarantie) geben.

Altersempfehlung: Für Kinder zwischen 2 und 10 Jahren und ihre Familien.

Eintrittskarten sind ab 15 Euro (Kinder von 3 bis 14 Jahre) in folgenden

Vorverkaufsstellen erhältlich: OHZ Ticket und Event GmbH

(Bahnhofstr. 78), Osterholzer Kreisblatt (Bördestr. 9), DER Reisebüro

Go! Reisen (Bahnhofstraße 77), Osterholzer Anzeiger (Bahnhofstr.

58), FAMILA (Hördorfer Weg 50), in allen bekannten Vorverkaufsstellen

von Nordwest-Ticket sowie unter www.stadthalle-ohz.de und

www.eventim.de.

Weitere Infos: www.stadthalle-ohz.de und www.markus-becker.de

Lilienthaler · 1 2025 17


Könnte in diesem Jahr

jetzt noch etwas besser werden ?

Cornelia von Enden hat nachträgliche Gedanken und Wünsche …

Als mir vor ein paar Tagen jemand ein gutes neues Jahr, Glück,

Geld, Gesundheit und Frohsinn wünschte, dachte ich erfreut,

warum eigentlich nicht? Ende Januar noch „Silvesterwünsche“

zu bekommen geht doch, schließlich ist das Jahr noch jung und die

meiste Zeit (des Jahres) liegt noch vor uns! Abgesehen davon, dass

so einige Wünsche fürs neue Jahr mitsamt all den guten Vorsätze sich

rasant schnell in den ersten vier Wochen verflüchtigen und dem inneren

Schweinehund zum Opfer fallen. Da wäre es doch vielleicht angebracht,

jetzt noch einmal ein paar Vorhaben, Wünsche und Neuausrichtungen

„wiederzubeleben“, gedanklich anzustoßen und umzusetzen!

Dabei kommt mir jetzt nicht die soundsovielte Neuauflage von

„mehr Sport treiben“, „gesund ernähren“, „nicht mehr rauchen“ in

den Sinn, sondern – vielleicht ganz einfach, vielleicht aber auch

recht schwer – sich mehr Höflichkeit, Freundlichkeit, Anstand im zwischenmenschlichen

Miteinander vorzunehmen. Um es gleich vorweg

zu schicken: wenn ich diesen Vorsatz und Wunsch äußere, heißt das

mitnichten, dass es nicht ganz viele höfliche, freundliche und anständige

Zeitgenossinnen und Zeitgenossen gibt, die es mir im Kontakt

angenehm und leicht machen. Aber es ist leider nicht zu übersehen,

dass die Sitten sich „ändern“, um nicht zu sagen „verrohen“. Ein Beispiel:

Bahnfahrt von A nach B, auf dem Bahnsteig Fortbewegung mit

angewinkelten, zum Nahkampf bereiten Ellenbogen, der Zug hat eine

Dreiviertelstunde Verspätung, aber keine Durchsage mit Entschuldigung.

Auf dem Bahnsteig lautes Schimpfen und Fluchen einiger Wartender,

Vordrängeln und grimmige Mienen beim Einsteigen in die

Bahn, lautes Telefonieren im Abteil, ungeniertes Gähnen des Gegenüber

und geräuschvoller Verzehr von Brötchen und Burger der Nebensitzenden.

Haben Sie das auch schon so oder ähnlich erlebt? In einer Umfrage

will eine große deutsche Sonntagszeitung ermittelt haben, dass mehr

als zwei Drittel der Deutschen die Umgangsformen im Sinkflug sehen.

Insbesondere

im Netz geht es

immer rauer zu.

Die Hälfte der

Deutschen gibt

an, schon einmal

per Drohung

oder toxischem

Kommentar

beleidigt

worden zu

sein. Muss man

in den „Sozialen“

Netzwerken

nicht mehr

mit seinem Namen für seinen Kommentar geradestehen, scheinen bei

manchen Usern alle Dämme des Anstands zu brechen - aus der Anonymität

heraus wird losgepöbelt und gehetzt.

Jetzt mag man einwenden, dass es diese Klagen über den

Sittenverfall schon immer gab. Schon Aristoteles konstatierte

ihn, und auch das Ende der Höflichkeit wird schon

so lange behauptet, wie man versucht, einigermaßen

freundlich miteinander umzugehen.

Trügt mich mein Gefühl also? Möglicherweise sind es nicht

die Sitten, die verfallen, sondern unsere Ansprüche an ein

achtsames Miteinander, die gewachsen sind. Ist es eine

höhere Sensibilität, die nach neuen Umgangsformen verlangt,

weg von statischen Höflichkeitsformen, weg vom

traditionellen Gesieze, her mit einfühlsameren Gesten und

Gendersternchen? Die Höflichkeit von damals kann da

kaum Schritt halten - ist sie zu altbacken, zumindest dem

Anschein nach, und wird sie oft missverstanden?

Vielleicht ist Höflichkeit etwas anderes, als heute allgemein

angenommen wird. Das „höfische Zeremoniell“, woher

der Name stammt, ist schon längst auf dem Friedhof

der Geschichte gelandet, selbst Knicks und Diener sind seit

den 50er Jahren passé, und alles elitäre Gehabe mit herablassender

Geste wird heute nicht mehr wie früher, bei

Hofe, bewundert, sondern ist einfach nur arrogant. Genauso

wenig erschöpft sich Höflichkeit in Vorschriften und

einzelnen Regeln, die vorschreiben, ab wann abends nur

schwarze Schuhe zu tragen sind, dass der Wein nur von

rechts eingeschenkt werden darf und Kartoffeln nie mit

dem Messer zu schneiden sind – all das hat sich zur Etikette

verzwergt, die man beachten mag oder nicht. Adolph

Freiherr Knigge (1752-1796), dessen Werk „Über den Umgang

mit Menschen“ (1788) schlicht als „Knigge“ bezeich-

18 Lilienthaler · 1 2025


net wird, gilt heute nach

wie vor als Orientierung

innerhalb unserer aufgeklärten

Gesellschaft –

nicht als Kompendium

strikter Gebote – sondern

als innere Haltung

gegenseitigen Respektes.

Höflichkeit, verstanden

als gebotener Respekt

vor jedem Mitmenschen,

dem man damit wertschätzend

gegenübertritt,

ist nicht antiquiert

oder überflüssig, sondern

mehr denn je eine

Haltung, um miteinander

gut auszukommen. Am

Tisch dauernd aufs Han-

Adolph Freiherr Knigge.

dy zu schauen sagt der

Partnerin: „Es ist mit dir langweilig.“ Auf Tisch- manieren zu pfeifen,

vermittelt den Eindruck, dass egal ist, dass andere ertragen müssen,

wenn mit vollem Mund gesprochen, die Gabel wie eine Forke gehalten

wird und der Mund knapp über dem Teller hängt - in der Jogginghose

zur Abendeinladung zu erscheinen zeigt keine Wertschätzung dem

Gastgeber und seiner Mühe für ein schönes Essen gegenüber – nur als

Beispiele dafür, dass es nicht um gespreiztes Getue und übertriebenes

Auftreten geht, also nicht ums eigene Ego, sondern um den Anderen.

Wir alle genießen Anerkennung und Empathie und wissen um den Segen

der Freundlichkeit. Dennoch geht es oft unfreundlich zu: im Straßenverkehr,

in den Supermärkten, in der Politik, in den sozialen Medien.

Warum bloß? Nettigkeit wird schnell mit Harmlosigkeit gleichgesetzt,

mit Freundlichkeit gewinnt man keine Wahlen und keine

Schlachten, wird man nicht reich, nicht berühmt, nicht erfolgreich.

Freundliche Menschen kommen vielleicht in den Himmel, aber im

Diesseits nicht weit. Doch ist das nicht nur die halbe Geschichte? Wir

können schreckliche Egoisten, wir können Monster sein, aber haben

wir nicht auch das

Naturtalent zur

Freundlichkeit in

uns? Sicherte es uns

in grauer Vorzeit

nicht das Überleben?

Der amerikanische

Anthropologe Brian

Hare argumentiert in

seinem Buch „Survival

of the Friendliest“

aufgrund verschiedenster

wissenschaftlicher

Belege

aus Anthropologie,

Psychologie und Biologie,

dass der

Mensch durch seine

Anpassung an das

Leben mit anderen

Menschen gelernt

habe, dass nur durch

Kooperation, gegenseitige

Unterstützung und Freundlichkeit funktionierende kom- plexere

Gemeinschaf- ten gebildet werden konnten. Und nur mit dieser Sozialkompetenz,

dieser Freundlichkeit, so sagt Hare, könne die

Menschheit auch die großen Herausforderungen dieser Zeit meistern:

den Klimawandel und die politische Polarisierung.

Wären also Freundlichkeit, Höflichkeit, Anständigkeit nicht wirklich

wichtige Wünsche und Vorhaben für dieses Jahr – und gerne darüber

hinaus?

Von dem niederländischen Historiker und Autor Rutger Bregman gibt

es diese Parabel:

Ein Großvater sagte einst zu seinem Enkel: „In mir findet ein Kampf

statt, ein Kampf zwischen zwei Wölfen. Einer ist schlecht, böse, habgierig,

eifersüchtig, arrogant und feige. Der andere ist gut – er ist ruhig,

liebevoll, bescheiden, großzügig, freundlich, ehrlich und vertrauenswürdig.

Diese Wölfe kämpfen auch in dir und in jedem anderen

Menschen.“ Der Junge dachte einen Moment nach und fragte dann:

„Welcher Wolf wird gewinnen?“ Der alte Mann lächelte: „Der Wolf, den

du fütterst.“

Ich nehme mir vor, den „guten“ Wolf in mir zu füttern.

Lilienthaler · 1 2025 19


des

Jahres

Die5 2025

Wieder sind sie gekürt worden von verschiedenen

Organisationen und Verbänden:

die Jahreswesen aus Flora und Fauna

2025! Von diesen besonders interessanten

Pflanzen und Tieren stellen wir hier eine

kleine Auswahl, fünf an der Zahl, vor.

Der Baum des Jahres 2025

Die Amerikanische

Roteiche

Der Name zeigt schon, dass der Baum des Jahres

ursprünglich nicht in Europa beheimatet

war, sondern in Amerika, genauer gesagt in den

Nadel- und Laubmischwäldern der östlichen Hälfte

Amerikas.

Vor 300 Jahren kam die Roteiche über Frankreich

nach Europa und wurde überwiegend in Parks, Botanischen

Gärten und herrschaftlichen Alleen gepflanzt.

Im Laufe des 19. Jahrhunderds nahm das

fortwirtschaftliche Interesse an der Roteiche zu;

heute wird sie in ganz Europa vorwiegend holzwirtschaftlich

genutzt.

Roteichen werden 25 bis 30 Meter groß und können

über 200 Jahre alt werden. Im späten Herbst

zeigt sich die typische rote Blattfärbung, die in

ihrer amerikanischen Heimat eine wichtige Rolle

für die Farbenpracht des berühmten „Indian Summer“

spielt. Wegen ihrer Trockenheitstoleranz

wird sie in Zeiten des Klimawandels mit steigenden

Temperaturen zurechtkommen und spielt somit

eine wichtige Rolle für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.

20 Lilienthaler · 1 2025


Die Blume des Jahres 2025

Das Sumpfblutauge

Blutauge - ein seltsamer Name für eine so hübsche Blume! Die sternförmige

Blüte, die sich aus den behaarten Stängeln entwickelt, hat

spitze Blätter, die purpurfarben, braun oder blutrot gefärbt sind – immer

ein Hingucker im grünen, sumpfigen Moor, wo sie ihren Lebensraum

hat.Von Mai bis August lockt sie Insekten wie Wildbienen und Fliegen

an und versorgt sie mit Nektar und Pollen. Die Pflanze ist stark gefährdet,

weil die Moore trocken geworden sind und durch die Entwässerung

Gräben und Flussufer nicht mehr die Existenzbedingungen für

das Sumpfblutauge bieten. In zwölf Bundesländern steht sie daher auf

der Roten Liste gefährdeter Arten. Mit der Wahl zur Blume des Jahres

2025 ruft die Loki-Schmidt-Stiftung somit auch zum besseren Schutz

der Restmoore auf.

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Der Vogel des Jahres 2025

Der Hausrotschwanz

Frei atmen?

Wir helfen!

Der spatzengroße Singvogel ist an seinem grau-schwarzen Federkleid

mit dem roten Schwanz gut zu erkennen – vor allem aber ist er gut

zu hören, denn seinen Gesang beginnt er in der Frühe noch vor der Morgendämmerung

und beendet ihn oft erst nach der Abenddämmerung. Ursprünglich

in den Gebirgen Süd-und Mitteleuropas und an steil abfallenden

Felswänden zu Hause, erweiterte der Hausrotschwanz seinen Lebensraum

ständig und zählt heute zu den sogenannten „Kulturfolgern“,

die dem Menschen in die von ihm nutzbargemachten, „kultivierten“ Landschaften

folgten: Äcker, Forste oder Siedlungen. Als Halbhöhlenbrüter

findet er in Häusersiedlungen zudem Nistmöglichkeiten. Der Hausrotschwanz

ist aktuell nicht gefährdet, gehört vielmehr zu den häufigen

Brutvögeln. Gerade deshalb besteht auch die Verantwortung, dass das so

bleibt, denn in Deutschland siedeln rund 30 Prozent der Brutvogelbestände.

Vor allem mit naturnahen Gärten hilft man dem Hausrotschwanz.

Haben Sie Atemwegserkrankungen und inhalieren regelmäßig Medikamente?

Eine standardisierte Einweisung und die richtige Anwendung von inhalierbaren

Arzneimitteln erhalten Sie bei uns, damit Ihre Therapie effektiver verläuft.

Das Team der Horner Apotheke steht Ihnen zur Seite und hilft,

Ihre Gesundheit optimal im Blick zu behalten. Und das Beste daran:

Sie haben gesetzlichen Anspruch darauf! Sprechen Sie uns gerne an!

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Lilienthaler · 1 2025 21


Das Tier des Jahres 2025

Alpenschneehase

Der Fisch des Jahres 2025

Der Europäische Aal

Von der Deutschen Wildtierstiftung wurde der Alpenschneehase zum

Tier des Jahres gewählt. Er kommt nur in den bayrischen Alpen ab

1.300 m Höhe vor. Auf der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands wird

er als „extrem selten“ geführt. Dass er vom Aussterben bedroht ist, liegt

hauptsächlich an den Folgen des Klimawandels, durch die die Zeiten des

Schneefalls sich spürbar verändert und verkürzt haben. Die im Sommer

grau-braun gefärbten Hasen werden bereits weiß, wenn noch kein

Schnee liegt und ihr Fell bleibt weiß, wenn der Schnee schon längst

wieder geschmolzen ist. Dadurch sitzt der Hase für seine Feinde wie

Fuchs und Adler sozusagen auf dem „Präsentierteller“. Außerdem dringen

die Feldhasen in immer höhere Lagen und werden so zur Bedrohung

für die Alpenschneehasen. Da er gut an Kälte und Schnee angepasst ist,

wird auch die Ausbreitung der Wintersportgebiete in höhere Lagen für

den Schneehasen zur Belastung, weil seine alpinen Rückzugsgebiete

immer kleiner werden.

Der Aal machte einst etwa die Hälfte der Fischbiomasse in den europäischen

Binnengewässern aus. Die Kanäle der norddeutschen

Marschen waren damals so reich an Jungaalen, dass die Bauern sie als

Dünger auf die Felder schaufelten oder an die Hühner verfütterten. Der

Lebenszyklus des Aales ist komplex: Seine Entwicklung geht von der

Larve über den Glasaal und Gelbaal bis hin zum Blankaal, der zur Fortpflanzung

eine abenteuerliche und lange Reise zurück ins Meer, zur Sargassosee

antritt. Sein schlangenförmiger Körper kann bis zu anderthalb

Meter lang werden, die Weibchen werden groß, die Männchen bleiben

eher klein. Mit der Wahl zum Fisch des Jahres soll auf den Bestandsverlust

der Aalpopulation hingewiesen werden, der durch die Folgen des

Klimawandels und durch die Beeinträchtigung des Lebensraumes des

Aales bedingt ist. Viele Wanderhindernisse und Querbauwerke beeinträchtigen

heute die Zu- und Abwanderung der Aale in ihre angestammten

Lebensräume in unseren Gewässern. Text: Cornelia von Enden

Eine Auswahl

weiterer Pflanzen und Tieren des Jahres 2025

Orchidee des Jahres 2025 Die Grünliche Waldhyazinthe

Heilpflanze des Jahres 2025 Die Linde, hier eine Winterlinde

Stadtpflanze des Jahres 2025 Die Breitblättrige Stendelwurz

Gemüse der Jahre 2025 Der Blattkohl

Pilz des Jahres

Die Amethystfarbene Wiesenkoralle

Alge des Jahres

Die Grünalge Draparnaldia erecta

Moos des Jahres

Das Filzige Haarkelchmoos

Flechte des Jahres

Die Wasser-Hautflechte

Höhlentier des Jahres Der Wegdornspanner

Lurch des Jahres 2025 Der Moorfrosch

Fledermaus des Jahres 2025 Das Große Mausohr

Wildbiene des Jahres 2025 Die Garten-Blattschneiderbiene

Schmetterling des Jahres 2025 Die Spanische Flagge

(= Russischer Bär)

Insekt des Jahres 2025 Die Holzwespen-Schlupfwespe

Libelle des Jahres 2025 Die Gebänderte Heidelibelle

Spinne des Jahres

Die Gewöhnliche Fischernetzspinne

Einzeller des Jahres Die Wimpertierchen

der Gattung Coleps

Mikrobe des Jahres

Das Keulenbakterium

Corynebacterium glutamicum

...und auch noch das:

Instrument des Jahres 2025 Die Stimme

22 Lilienthaler · 1 2025



Kleinkinder entdecken

ihre Leidenschaft für Pferde

Pony-Kindergarten für die Jüngsten ab drei Jahre in der Reithalle am Hof Bahrenwinkel

Erste Nähe zu Pferden, eine Stunde mit ihnen

in der Reithalle verbringen, das erste

Mal auf dem Pferderücken durch die

Halle reiten: Das alles ist für die Mädchen und

Jungen ab drei Jahren ein großartiges Erlebnis.

Sie haben viel Freude daran, sie streicheln

gerne das weiche Fell der beiden Ponys Luigi

und Alf, dürfen sie bürsten und ihre Mähnen

und Schweif kämmen. Nach der Arbeit sind ein

paar geführte Runden durch die Halle angesagt,

darauf freuen sich die Kleinen ganz besonders.

Der Besuch des Pony-Kindergartens in der Reithalle

von Lüder Tietjen auf Hof Bahrenwinkel

in Osterholz-Scharmbeck ist für die Kinder ein

besonderes Erlebnis. Hier lernen sie Schritt für

Schritt die Pflege von Fell und Hufen sowie erste

Reiterfahrungen auf den absolut ruhigen

Kleinpferden. Die Kinder erfahren in der abwechslungsreichen

„Pferdezeit“, ob die Nähe

zu den stattlichen Huftieren und das Reiten

wirklich ihre Leidenschaft werden könnte.

Jeweils am Freitagnachmittag kommen die

Schon recht früh entdeckte die zweieinhalbjährige

Ilvie ihre Leidenschaft für Pferde

Kleinen in zwei Gruppen mit ihren Eltern zum

Hof Bahrenwinkel. Maja Lehmann und Alicia

Plokarz begleiten die jungen Pferdefreunde

und vermitteln ihnen im einstündigen Pony-

Kindergarten den sicheren Umgang mit den

ruhigen Reitponys Alf und Luigi. Beide Kursleiterinnen

erhielten ihre Kenntnisse von den

Pferdewirtinnen Silvia Jürgens und Madita

Buchholz, die hier auch Reitunterricht erteilen.

Die Ponys Alf und Luigi genießen anscheinend

die Zeit mit den Kindern. Sie lassen sich völlig

entspannt striegeln und putzen und erhalten

jede Menge Streicheleinheiten von den begeisterten

kleinen Pferdefreunden. Zur Belohnung

dürfen die kleinen Reitschüler nach der

„Arbeit“ am Pferd ein paar Runden geführt

durch die Halle reiten, „das ist dann die Belohnung

für das Putzen und Vorbereiten“, erklären

Maja und Alicia.

Die zweite Gruppe beginnt die „Pferdezeit“ im

Ponykindergarten mit den geführten Reitrunden.

Statt eines Reithelms schützt auch ein

Fahrradhelm in diesen ersten Reitstunden. Sogar

die zweieinhalbjährige Ilvie ist schon dabei,

sie hat scheinbar schon ihre Leidenschaft

für Pferde entdeckt. Als die Eltern sie nach zwei

Reitrunden vom Pferd heben, ist sie traurig, sie

möchte gerne viel länger reiten. Aber die anderen

Kinder sind auch noch an der Reihe. Ilvie

freut sich dann auf ihre zweite Reitrunde.

Die Kleinpferde sind mit Reitgurt und Haltebügeln

zum Festhalten ausgestattet. Einige

Kinder, die schon mehrmals im Pony-Kindergarten

waren, sitzen relativ

sicher auf dem Pferd.

Die siebenjährige Emma war

schon mehrmals in der

„Pferdezeit“ und weiß schon

wie das Auf- und Absteigen

vom Ponyrücken am besten

geht. „Meine Tochter ist total

begeistert und möchte

noch weiter Reitstunden

nehmen“, berichtete Emma’s

Mutter. Andere Eltern erzählten

ebenfalls, dass die

Kleinen voller Begeisterung

in den Ponykindergarten gehen.

Sie würden es genießen,

hier in die Nähe der ruhigen

Pferde zu kommen

und sie zu streicheln und

können es kaum abwarten,

auf den Pferdrücken gehoben

zu werden.

Die zweite Gruppe im Pony-

Kindergarten führt am Ende

die Pferde zusammen mit

Maja und Alicia in die Stallgasse.

Der kleine Luigi mit

irischen Wurzeln und der etwas

größere braune Alf werden

erneut liebevoll gestreichelt.

Die kleinen Pferde-

24 Lilienthaler · 1 2025


freunde haben sich Bürsten und Hufkratzer besorgt.

Unter Anleitung von Maja und Alicia

dürfen sie nun das Fell der geduldigen Kleinpferde

nach Herzenslust putzen. Beim Auskratzen

der Hufe helfen Maja und Alicia. Bevor

es wieder in den Stall geht, bekommen die

Ponys noch kleine Leckerlis von den Kindern.

Reitunterricht für ältere Kinder und Erwachsene

erteilen auf Hof Bahrenwinkel die beiden

Pferdewirtinnen Madita Buchholz und Sylvia

Jürgens. Unter Telefon 01578 - 5014554 gibt

es nähere Auskunft über diverse Reitangebote.

Text & Fotos: Monika Fricke

Die zweieinhalbjährige Ilvie mit Alicia Plokarz und die dreijährige Maja mit Maja Lehmann werden

durch die Halle geführt.

Luigi wird am Ende von den Kindern mit Betreuerin Alicia in die Stallbox gebracht.

Auch das Auskratzen der Hufe lernen die Kleinen.

Fellpflege mit Striegeln, kämmen der Mähne und

Streicheleinheiten sind hier angesagt.

Mutig wird dem Pony ein Leckerli gereicht.

Lilienthaler · 1 2025 25


Die Elefanten sind frei …

wer will sie erwerben ?

Ein Elefant kommt selten allein. Ein

Elefant bleibt selten allein. Und wenn

sich ein ausgesprochener Elefantenfreund

zum Sammler entwickelt, dem

Preziosen in Edelmetall und Kristall

immer noch weitere Stücke zugetragen

werden, dann geht das schnell in die

Tausende. „Früher“, erzählte einst der

Musensohn und Museumsgründer des

ehemaligen „ELEFANTASTIC – MYTHOS ELEFANT“ am Ortseingang

von Lilienthal, „habe ich immer gesagt, bei 5000

hab‘ ich aufgehört zu zählen…“. Es konnten nur mehr geworden

sein. Und alle wurden in seinem Museum äußerst

ästhetisch in Szene gesetzt, dazu noch die vielen Bilder und

Grafiken, die das weniger schöne Schicksal der gutmütigen

Riesen-Rüsseltiere als Opfer brutaler Wilderei zeigten. Jeder,

der jemals seinen Fuß in diesen Porzellan-, Glas-, Keramik-,

Messing-, Holz-, Kunststoff- usw. –„laden“ gesetzt

hat, weiß, wovon ich rede. Wer nicht, ahnt nicht einmal was

er verpasst hat. Nicht nur „Elefanten aus der ganzen Welt“,

sondern diese Dauerausstellung der Galerie Kühn zeigte den

Elefanten in der Kulturgeschichte als Skulptur, Bild, Geschenk

und Kitsch.

Vorbei und vergessen - das „Elefantastic“ ist nicht mehr, zumindest

bewohnen die Elefanten dieser schillernden Privatsammlung

nicht mehr ihr Domizil an der Wörpe.

Nein, nicht vergessen, denn Elefanten vergessen ja bekanntlich

nichts so schnell und auch Elefanten affine Zweibeiner

mit wesentlich dünnerer Haut werden sich an diese

Schatzkammer gleich rechts hinter der Wörpebrücke gern

und höchst individuell erinnern: Sei es an die kompetenten

Erläuterungen von Volker Kühn, der zu allen seinen Schätzchen

eine Geschichte zu erzählen wusste; sei es an einen

Event lukullischer Art, an eine Weinprobe, einen Vortrag

oder einfach ein geselliges Beisammensein zwischen den

Kissenhülle.

sanften Dickhäutern mit dem phantastischen Gedächtnis

aus aller Herren Länder. An ganz normalen Tagen saß der

Künstler nun sechs Jahre lang während der Öffnungszeiten

inmitten seiner Herde und tat, was ein Künstler normalerweise

und hauptberuflich tut: Er arbeitete unermüdlich,

freute sich aber genauso gut über jeden Besuch und führte

gern durch seine Sammlung, lenkte den Blick auf un-

26 Lilienthaler · 1 2025


Lilienthaler Stadtelefanten?

Lilienthaler · 1 2025 27


Elephant-Showroom

(Ausschnitt).

scheinbare Besonderheiten, nahm aber auch

zutiefst empört die Elefantenjäger aufs Korn,

die diese größten Landsäugetiere mit ihrem

faszinierenden Sozialverhalten nur wegen ihrer

Stoßzähne, dem Elfenbein (Elfen = Elefanten)

abschlachten.

Eintragungen ins Gästebuch erzählen von begeisterten

Elefantenfreunden und welchen,

die es aufgrund dieser faszinierenden Schau

spontan wurden.

Was passierte inzwischen mit den zahlreichen

Exponaten? Die Leihgaben wohnen wieder in

ihrem alten Zuhause, alle anderen machten

sich auf den Weg in ihr neues. Wenn sie alle

im Elefantenmarsch die Hauptstraße Richtung

Galerie Kühn gegangen wären, hätte es wie

eine lückenlose Karawane ausgesehen. Ganz

so leicht machten sie es den Erben des viel zu

früh verstorbenen Ehrenbürgers, Galeristen,

Künstlers, Museumsdirektors und Sammlers jedoch

nicht. Sie mussten sorgfältig verpackt

dorthin transportiert werden. Dabei sind die

kleinsten so zart, dass 10 davon in einer Bohne

Platz finden, die größten kennen die meisten

Lilienthaler: Sie stehen nach wie vor in

den Vorgärten von Atelier und Galerie in der

Hauptstraße.

Jetzt bereichern etliche ihrer Artgenossen die

Galerie in einem eigens dafür eingerichteten

Raum. Andere posieren als Eyecatcher an exponierten

Stellen, flirten durch die Schaufensterscheibe

mit Menschen an der Haltestelle,

verlieben sich vom Fleck weg in einen

neuen Besitzer oder umgekehrt und werden

von Maria Kühn durch Kollegen, die bis dahin

im Karton warten mussten, geschickt ersetzt.

Denn ja, so schade es um die Auflösung dieser

umfangreichen Sammlung auch sein mag,

und so zwiespältig das e-Wort in diesem Zusammenhang

auch klingt: Endlich kann sich

jeder einen eigenen Elefanten kaufen und mit

nach Hause nehmen, als Erinnerung, als Gebrauchsgegenstand,

als Geschenk, als

Schmuck, als Kunstwerk, als Symbol…

Und der Stoff, aus dem die klugen Dickhäuter

bestehen? Hier gibt es nichts was es nicht

gibt. Und sie sind nicht nur klein, mittel oder

bis zu einem Meter groß, Fliegen- oder

Schwergewichte, schön oder wenigstens origi-

28 Lilienthaler · 1 2025


nell, nein, ganz viele hatten in ihrem früheren Leben durchaus einen

Gebrauchswert, manche haben ihn heute noch z.B. als Träger von Lampen

oder Tabletts, als Krawatte oder Kissenbezug. Sie kommen aus aller

Herren Länder oder genderneutral: aus allen Wind- oder Himmelsrichtungen.

Und wenn sie sich allmählich wieder dorthin zerstreuen, die

Abbilder nützlicher und dekorativer Rüsseltiere der Familie der Elephantidae

- ob das größte Landsäugetier Loxodonta afrikana, das zweitgrößte

Elephas maximus oder schließlich der Waldelefant Loxodonta cyclotis

- sie sind auf jeden Fall Sympathieträger. Der gewaltige aber nicht

gewalttätige Elefant steht als Symbol für Stärke, Intelligenz, Sensibilität

und Glück und ist auch für sein fabelhaftes Gedächtnis bekannt, also

in welcher Form auch immer - als Gravur im Weinglas, als Swarowsky Figürchen,

handfeste Skulptur oder prächtiges Bild – ein Geschenk für

viele Anlässe, nicht nur am 12. August, an dem seit 2012 der internationale

Tag des Elefanten begangen wird.

Text und Fotos: Jutta-Irene Grotefend

Galerie Kühn, Hauptstraße 39. 28865 Lilienthal

Mo.- Fr. 10-13 Uhr, Di.- Fr. 15-18 Uhr, Sa. 10-13 Uhr, So. 14-17 Uhr

Oben: Museumsdirektor Volker Kühn kurz vor einem Event der besonderen Art.

Linke Spalte (von oben nach unten): Made in Africa-Elefanten aus Flip-Flops.

Elefantenbild. Elefanten-Buchstützen.

Lilienthaler · 1 2025 29


1968: „Spiel ohne Grenzen“

Osterholz-Scharmbeck siegte gegen EU-Nachbarländer

Filmvorführungen im Kulturzentrum Kleinbahnhof erinnern an erfolgreiche Teilnahme

Nach dem Sieg in Dinslaken ging es ab nach Harrogate in Mittelengland.

30 Lilienthaler · 1 2025

Dinslaken (DE), Harrogate (GB), Brüssel

(BEL) – diese drei europäischen Städte

elektrisierten im Jahre 1968 die Kreisstadt

Osterholz-Scharmbeck. Mindestens 60 Millionen

Zuschauer in ganz Deutschland und den

europäischen Nachbarländern verfolgten am

Bildschirm der ARD die vom WDR-übertragenen

Städtewettkämpfe „Spiel ohne Grenzen“

mit Moderator Camillo Felgen und Frank Elstner.

Osterholz-Scharmbeck machte nicht nur

mit, sondern gewann letztendlich das Europafinale

in der belgischen Hauptstadt Brüssel.

Osterholz-Scharmbeck erhielt durch die Teilnahme

an der Spieleshow „Spiel ohne Grenzen„

vorübergehend große nationale und internationale

Beachtung. Die OHZ-Mannschaft

wurde unter maßgeblicher Beteiligung des VSK

von Karl-Wilhelm Herlinghaus, Hans Lucht und

Heinrich Hallfeldt trainiert. Fritz Wätjen von

der Stadtverwaltung wurde Fernsehkoordinator.

Gegen Dinslaken hatte OHZ mit 20:2 gewonnen

und die erste Hürde gemeistert. Weitere

Siege folgten in Harrogate und Brüssel -

OHZ wurde Gesamtsieger der Show.

An die Ereignisse im Jahre 1968 erinnert sich

auch Hanne Prigge, geborene Schwartz, noch

gut. Ein dicker Ordner mit Zeitungsartikeln

und Urkunden zeugt vom internationalen

Wettbewerb. Gold und silberne Plaketten und

Abzeichen zählen zu den Erinnerungsstücken.

„Es war ein hartes Training damals“, so Hanne

Prigge, „alle waren berufstätig oder Schüler“.

Die damals 19-Jährige VSK Sportlerin

startete direkt nach der Arbeit mit ihrem Kollegen

und Mannschaftsführer Werner Pietsch

fünfmal wöchentlich zum Training. Als erfolgreiche

Schwimmerin bereitete sie sich auf ei-


Am Bremer Flughafen startete die Mannschaft aus OHZ nach Harrogate.

nen Nixen-Wettbewerb vor. In Dinslaken konnte

sie dann nur als Ersatzspielerin dabei sein,

weil sie im Training erkrankt war. Aber in Harrogate/Mittelengland

war sie eine der 14 Mädchen

am Start.

Hanne Prigge erinnert sich noch gut an die Erlebnisse

beim Spiel ohne Grenzen im Jahre 1968.

„Das Faßspiel auf einer Schmierseifenbahn

wurde am Ende gar nicht gewertet, weil keine

Mannschaft hier Punkte sammelte“, erinnert

sich die Hanne Prigge. Dafür holte die OHZ-

Mannschaft beim Kellnerspiel die meisten

Punkte und der Sieg war ihnen sicher. So ging

es zum Endspiel nach Brüssel. Das Kreisblatt

hatte für 500 Schlachtenbummler einen Sonderzug

gechartert. Beim Telefonkarussell und

Wasserschöpfen hatte Hanne Prigge alles gegeben

und für höchste Punktzahlen gekämpft.

Erneut hatte OHZ gegen Mannschaften aus der

Schweiz, Frankreich, England, Belgien und

Italien gesiegt. „Es war einzigartig und unbeschreiblich,

was wir damals als Siegermannschaft

erlebten“, so die ehemalige Spiel-ohne-

Grenzen –Teilnehmerin.

Ein Vorbereitungsteam hat sich nun daran gemacht,

in diesem Jahr Filme von allen drei

Wettbewerbsorten öffentlich zu zeigen. Die

erste 80-minutige Fernsehaufzeichnung über

den Auftakt der Spiele in Dinslaken wird am

Sonntag, 16. Februar um 15 Uhr im Kulturzentrum

Kleinbahnhof (KUZ) gezeigt. Der

Filmsonntag startet mit Kaffee und Kuchen

und ab 16 Uhr beginnt die Filmvorführung

„Dinslaken“. Die Arbeitsgruppe rechnet auch

mit der Anwesenheit zahlreicher ehemaliger

Aktiver. Anschließend kann ein reger Austausch

über die Ereignisse von 1968 erfolgen.

Die Fernsehausstrahlungen zu den Wettkämpfen

in Harrogate und Brüssel werden zu einem

späteren Zeitpunkt im KUZ zu sehen sein, das

sich in diesem Jahr verstärkt dem Thema „Kultur“

widmen will. Auftakt ist zur Erinnerung

an 1968 die dreiteilige Filmreihe „Spiel ohne

Grenzen“, ein Stück Kultur von Osterholz-

Scharmbeck. Nähere Informationen unter

www.kuz-ohz.de

Text & Fotos: Monika Fricke

Lilienthaler · 1 2025 31


Staffelstabwechsel

in der Geschäftsstellenleitung der

Volksbank in Lilienthal

Rudiger Wellenberg (links) übergibt den Staffelstab an Jannis Menge, den neuen Geschäftstellenleiter der Volksbank Lilienthal.

Es gratuliert Volksbank-Vorständin Stefanie Kase.

32 Lilienthaler · 1 2025

Bereits seit knapp einem Jahr ist der schleichende

Übergabeprozess von Leitungsaufgaben

in der Volksbank-Geschäftsstelle in

Lilienthal im Gange. Geschäftsstellenleiter

Rüdiger Wellenberg, der sich ab dem 28. Februar

2025 in den wohlverdienten Ruhestand

begibt, hat bereits viele Monate vor diesem

Datum mit Weitblick Aufgaben delegiert, um

dem stellvertretenden Geschäftsstellenleiter

Jannis Menge die Gelegenheit zu bieten, sich

in seine zukünftige Leitungsfunktion vollumfänglich

einzuarbeiten. Dies ist geräuschlos

und bestens gelungen, zumal sich die beiden

Banker schon aus gemeinsamen Zeiten in der

Geschäftsstelle Falkenberg kennen. Dort bekleidete

Wellenberg die Geschäftsstellenleitung

von 2014 bis 2021, während Menge in

Falkenberg zwischen 2015 und 2019 zunächst

als Jugend- und dann als Kundenberater arbeitete.

Insofern besteht ein respekt- und vertrauensvolles

Verhältnis zwischen beiden. Rüdiger

Wellenberg sieht der Übergabe entspannt

entgegen, weil „Jannis seine Sache


sehr gut macht“! Der scheidende Geschäftsstellenleiter

geht ebenso entspannt und positiv

in den bevorstehenden Ruhestand, weil

er die Geschäfte der Lilienthaler Volksbank in

guten Händen weiß und sich auf eine selbstbestimmte

freie Zeit mit seiner Frau freut.

Rückblickend spricht Wellenberg vor allem

von den schönen und für ihn befriedigenden

Aufgaben seiner beruflichen Karriere. Er sei

mit Leib und Seele gerne in der Beratung tätig

gewesen, der Kontakt mit den Kunden sei

immer das „Salz in der Suppe“, immer interessant,

herausfordernd und persönlich gewesen.

Er habe diese persönlichen Begegnungen

immer sehr geschätzt. Die entscheidende berufliche

Zäsur in seinem Berufsleben ergab

sich durch die Digitalisierung aller Bankvorgänge

und auch Bankgeschäfte. Das sei eine

enorme Herausforderung gewesen und geblieben,

die Computertechnik habe alles umgekrempelt,

es stellten sich vollkommen neue

Aufgaben, die Flexibilität und ständiges Lernen

erforderten. Aber auch das habe man gut

gemeistert!

Mit Internet und Computer ist Jannis Menge,

designierter neuer Geschäftsstellenleiter der

Lilienthaler Volksbank an der Hauptstraße, beruflich

sozusagen „aufgewachsen“. Dieses Feld

ist ihm vertraut, wenngleich die digitale Revolution

sich mit der Künstlichen Intelligenz

fortsetzen werde, so Menge. Er gehe mit Elan

und viel Freude in seine neue Funktion, wobei

es ihm wichtig sei, den starken Standort der

Lilienthaler Volksbank zu erhalten und wenn

möglich auszubauen. Trotz und auch gerade

mit der digitalen Technik soll das, was die

Volksbank in der Region immer auszeichnete,

nämlich die Nähe zum Kunden, an oberster

Stelle stehen, meint der zukünftige Chef der

Geschäftsstelle. Es sei wichtig, dass der Kunde

sagen kann: „Ich kenne meinen Berater.“

Deshalb werde er sich dafür einsetzen, neben

der notwendigen Online-Technik, die persönlichen

Kontakte aufrecht zu erhalten und die

Beratung immer mit dem Kunden durchzuführen.

Zukünftig wird der Aufgabenbereich der Baufinanzierung

am Standort der Volksbank in Lilienthal

untergebracht sein, womit die Kunden

eine zentrale Anlaufstelle haben. Die Volksbank

sucht immer wieder, je nach Standort und

Aktualität, motivierte Mitarbeiter; in der Geschäftsstelle

Lilienthal sollen ca. 21 bis 25 Angestellte

arbeiten.

Der geplante Umbau des Volksbank-Geschäftsstellengebäudes

an der Hauptstraße ist

in vollem Gange. Zur Zeit rückt man in der unteren

Etage etwas zusammen, aber durch mobiles

Arbeiten und Außendienste der Mitarbeitenden

kommt man platzmäßig zurecht.

Der Service- und Kundenbereich steht nach

wie vor zu den bekannten Öffnungszeiten zur

Verfügung. Ende des Jahres wird der Umbau

planmäßig beendet sein und die Filiale in vollem

Glanz erstrahlen, so die Erwartung der Vorständin

der Volksbank eG, Stefanie Kase.

Text & Foto: Cornelia von Enden

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Lilienthaler · 1 2025 33


7X DIE SUPPEUPPE


AUSLÖFFELN

Guten Appetit


Rote

Linsensuppe

Zutaten (für 4 - 6 Portionen)

100 g Kartoffeln

2 Zwiebeln

1 Knoblauchzehe

1 EL Speiseöl,

z. B. Sonnenblumenöl

2 EL Tomatenmark

150 g rote Linsen

400 g stückige Tomaten

etwa 800 ml Gemüsebrühe

Gewürze

frisch gemahlener schwarzer

Pfeffer

Cayennepfeffer

½ gestr. TL gemahlener Kreuzkümmel

1 Pck. Dr. Oetker Finesse Geriebene

Orangenschale

Zucker, Salz

etwa 2 TL Zitronensaft

Zubereitung (ca. 20 Min.)

1. Vorbereiten

Kartoffeln schälen und in Würfel

schneiden. Zwiebeln und Knoblauch

abziehen und in kleine

Würfel schneiden.

2. Rote Linsensuppe kochen

Öl in einem großen Topf erhitzen.

Zwiebeln und Knoblauch

darin kurz dünsten. Tomatenmark

hinzufügen und kurz mitrösten.

Kartoffeln, Linsen, Tomaten,

Gemüsebrühe und die Gewürze

(ohne den Zitronensaft) zugeben

und alles bei mittlerer Hitze mit

Deckel in etwa 20 Min. gar kochen.

3. Die rote Linsensuppe pürieren

und nochmals mit den Gewürzen

und Zitronensaft abschmecken.

Rote Linsen werden mit Kartoffeln ganz schnell zu einer köstlichen

Suppe. Ein leckeres Rezept, das sich toll vorbereiten lässt.

Tipp: Die rote Linsensuppe mit (vegetarischen) Hackbällchen oder

Croutons servieren.

Pizzasuppe

Mit diesem Rezept gelingt herzhafte Pizzasuppe ganz einfach. Sie

lässt sich einfach vorbereiten und ist eine leckere Idee für die

nächste Party.

Zutaten (für etwa 8 Portionen)

etwa 100 g Zwiebeln

1 Knoblauchzehe

200 g Champignons

600 g rote Paprikaschoten

etwa ó kleine rote Chilischote

140 g Mais (Abtropfgew.)

2 EL Speiseöl, z. B. Sonnenblumenöl

500 g Hackfleisch (halb und halb)

etwa 1 TL Salz

frisch gemahlener Pfeffer

etwa 1 TL Paprikapulver edelsüß

etwa 1 TL Oregano

1 EL Tomatenmark

400 g passierte Tomaten

500 ml Fleischbrühe

100 g Cocktailtomaten

200 g Sahne- oder Kräuterschmelzkäse

etwa 75 g Dr. Oetker Crème

fraîche Classic

Topping

etwa 50 g gehobelter Parmesan

Basilikum

Zubereitung (ca. 40 Min.)

1. Gemüse vorbereiten

Zwiebeln und Knoblauch abziehen

und in kleine Würfel schneiden.

Champignons putzen und je

nach Größe halbieren oder vierteln.

Paprika putzen und in kleine

Würfel schneiden. Chilischoten

putzen fein hacken. Hinweis: Da

die Chilischoten sehr scharf sind,

bei der Verarbeitung der Schoten

am besten Gummihandschuhe

anziehen. Mais abtropfen lassen.

2. Pizzasuppe zubereiten

Öl in einem großen breiten Topf

erhitzen. Das Hackfleisch darin

bei starker Hitze etwa 5 Min.

krümelig anbraten. Mit Salz,

Pfeffer, Paprikapulver und Oregano

würzen. Zwiebeln, Knoblauch

und Chilischoten dazugeben und

kurz mit anschwitzen. Tomatenmark

hinzufügen und kurz mit

rösten. Champignons, Paprika

und Mais dazugeben. Brühe und

passierte Tomaten unterrühren

und mit geschlossenem Deckel

aufkochen. Nach dem Aufkochen

die Suppe etwa 10 Min. bei mittlerer

Hitze köcheln lassen. In der

Zwischenzeit Cocktailtomaten

waschen und halbieren.

3. Schmelzkäse und Crème

fraîche unterrühren und in der

heißen Suppe schmelzen lassen

(nicht mehr kochen), Tomatenhälften

unterrühren. Die Pizzasuppe

nochmal abschmecken, mit

gehobelte Parmesan, etwas Basilikum

und nach Belieben mit der

übrigen Crème fraîche servieren.

Tipps:

Die rote Linsensuppe mit (vegetarischen) Hackbällchen oder Croutons

servieren.

Zusätzlich in die Pizzasuppe etwa 100 g Salamistreifen hineingeben.

36 Lilienthaler · 1 2025


Zutaten

(für etwa 8 Pers.)

Für das Backblech

Backpapier

Gewürzsäckchen

1 Knoblauchzehe

1 Lorbeerblatt

Zitronenschale

1 TL gerebelter

Majoran

Zwiebelsuppe

500 g Zwiebeln z. B.

Gemüsezwiebel

50 g Butter

2 EL Speiseöl, z. B.

Olivenöl

30 g Weizenmehl

150 ml Weißwein

1 l Gemüsebrühe

150 g Dr. Oetker

Crème fraîche Classic

Salz

frisch gemahlener

Pfeffer

Chilipulver

Baguettescheiben

50 g Butter

8 Scheiben Baguette

etwa 80 g geriebener

Greyerzer Käse

Zwiebelsuppe

Heute mal Suppe als Vorspeise? Mit diesem Rezept ist eine

leckere Zwiebelsuppe ganz einfach zubereitet.

Zubereitung (ca. 40 Min.)

1. Gewürzsäckchen vorbereiten

Für das Gewürzsäckchen Knoblauch abziehen.

Lorbeerblatt, Knoblauchzehe, Zitronenschale

und Majoran in einen Papier-Kaffeefilter geben

und mit Küchengarn verschließen. Das

Backblech mit Backpapier belegen. Den Grill

des Backofens vorheizen.

Ober- und Unterhitze: etwa 240°C

Heißluft: etwa 220 °C

2. Zwiebelsuppe kochen

Zwiebeln abziehen und in dünne Ringe schneiden

oder hobeln. Butter und Öl in einem großen

Topf zerlassen. Die Zwiebelscheiben darin unter

Rühren bei mittlerer Hitze andünsten. Mehl dazugeben

und verrühren. Mit Weißwein ablöschen.

Gemüsebrühe hinzugießen und zum Kochen

bringen. Gewürzsäckchen in die Suppe geben.

Topf mit Deckel schließen und bei mittlerer

Hitze in etwa 15 Min. gar kochen.

3. Gewürzsäckchen aus der Zwiebelsuppe entfernen.

Crème fraîche in die Zwiebelsuppe

rühren. Suppe mit Salz, Pfeffer, Chili würzen.

4. Baguettescheiben gratinieren

Butter in einer großen Pfanne zerlassen und

die Baguettescheiben darin von beiden Seiten

bei mittlerer Hitze goldgelb rösten.

Scheiben herausnehmen und auf das vorbereitete

Backblech geben. Mit geriebenem

Käse bestreuen und zum Gratinieren unter

den Grill geben.

Einschub: oberes Drittel, Backzeit: 2 - 4 Min.

5. Zwiebelsuppe anrichten

Die Zwiebelsuppe in Suppentassen geben. Die

gratinierten Baguettescheiben dazu servieren.

Tipps: Der Weißwein kann auch durch weißen Portwein ersetzt werden.

Statt Greyerzer Käse kann geriebener Comte oder Emmentaler verwendet

werden.

Die gratinierten Baguettescheiben direkt in Suppentassen legen und

die Zwiebelsuppe angießen.

Die Zwiebelsuppe mit einem Klecks Dr. Oetker Crème fraîche Classic

und Schnittlauchröllchen servieren.


Lasagnesuppe

Die Lasagnesuppe ist schnell zubereitet und mit Nudeln und Hackfleisch

das perfekte Rezept für eine Party oder einen gemütlichen

Abend zu Hause.

Zutaten (für ca. 6 Portionen)

10 Lasagneblätter

Salz

1 Zwiebel

2 EL Olivenöl

500 g Hackfleisch (halb und

halb)

frisch gemahlener Pfeffer

4 EL Tomatenmark

800 g stückige Tomaten

800 ml Brühe

50 g tiefgekühlte italienische

Kräuter

150 g Dr. Oetker Crème fraîche

Classic

Cayennepfeffer

Zucker

Außerdem

150 g Dr. Oetker Crème fraîche

Classic

etwa 3 EL gehobelter Hartkäse

z. B. Parmesan

gehackte Basilikumblätter

Zubereitung (ca. 40 Min)

1. Vorbereiten

Lasagneblätter in mundgerechte

Stücke brechen und nach Packungsanleitung

in Salzwasser

gar kochen. Abgießen und abtropfen

lassen. Zwiebel abziehen

und in kleine Würfel

schneiden.

2. Lasagnesuppe kochen

Öl in einem großen Topf erhitzen.

Hackfleisch darin unter

Rühren anbraten, mit Salz und

Pfeffer würzen. Zwiebel und Tomatenmark

hinzugeben und mitbraten.

Tomaten und Brühe zufügen und

mit Deckel etwa 20 Min. bei

mittlerer Hitze köcheln lassen.

Nudelstücke, italienische Kräuter

und Crème fraîche hinzufügen.

Die Lasagnesuppe mit Salz, Pfeffer,

Cayennepfeffer und Zucker

abschmecken.

3. Die Lasagnesuppe mit Crèmefraîche-Klecksen,

Käsespäne und

Basilikum anrichten.

38 Lilienthaler · 1 2025


Parmesan - Pilz

Suppe

Das beste Rezept für eine herrlich cremige vegetarische Käsesuppe

mit Pfifferlingen. Mit nur wenigen Zutaten einfach perfekt als

schnelle Vorspeise.

Zutaten (für 2 Portionen)

etwa 165 g Pfifferlinge (Abtropfgew.)

1 Schalotte

100 g Parmesan

1 EL Speiseöl

125 g Dr. Oetker Crème fraîche

Gartenkräuter

150 ml Gemüsebrühe

100 g Sahneschmelzkäse

Zitronensaft

Worcestersoße

san und Schmelzkäse zugeben,

den Käse langsam bei mittlerer

Hitze schmelzen lassen. Die

Parmesan-Pilz-Suppe mit Zitronensaft

und Worcestersoße abschmecken.

Tipp

Die Parmesan-Pilz-Suppe mit 2

EL gehackten gerösteten Walnusskernen

servieren.

Zubereitung (ca. 20 Min.)

1. Vorbereiten

Pfifferlinge gut abtropfen lassen,

die Flüssigkeit dabei auffangen.

Pfifferlinge evtl. etwas

klein schneiden. Schalotte abziehen

und würfeln. Parmesan

fein reiben.

2.Parmesan-Pilz-Suppe kochen

Speiseöl in einem kleinen Topf

erhitzen. Schalottenwürfel und

Pfifferlinge hinzufügen und

etwa 5 Min. anbraten. Etwa 120

ml der Pilzflüssigkeit, Crème

fraîche Kräuter, Brühe, Parme-

Lilienthaler · 1 2025 39


Frühlingssuppe

Warme Frühlingssuppe mit Suppengemüse, Paprika und Linsen,

verfeinert mit Kurkuma und Knoblauch für Frühlingsgenuss.

Kaltschale mit

Grießklößchen

Eine erfrischende Fruchtsuppe mit Grießklößchen und frischen

Früchten schnell selber machen.

Zutaten (für ca. 10 Portionen)

1 Bund Suppengemüse

1 große gelbe Paprikaschote

2 Knoblauchzehen

2 EL Speiseöl, z. B. Rapsöl

250 g gelbe Linsen

gemahlener Kreuzkümmel

1 EL Kurkuma

2 l Gemüsebrühe

150 g Dr. Oetker Crème légère

Salz

frisch gemahlener Pfeffer

2 Pck. Dr. Oetker Finesse Geriebene

Zitronenschale

Außerdem

Bärlauch Rucola oder Kresse

½ rote Paprikaschote

½ grüne Paprikaschote

200 g Doppelrahm-Frischkäse

Zubereitung (ca. 40 Min)

1. Vorbereiten

Suppengemüse und Paprika putzen

und klein schneiden. Knoblauch

abziehen und fein hacken.

2. Zubereiten

Öl in einem großen Topf erhitzen

und die Gemüsestücke unter

Rühren etwas anrösten. Linsen,

Kreuzkümmel nach Geschmack

und Kurkuma hinzufügen und alles

kurz mit anbraten. Mit Gemüsebrühe

ablöschen, aufkochen

und unter gelegentlichem Rühren

etwa 25 Min. bei mittlerer Hitze

leicht köcheln lassen.

3. In der Zwischenzeit Bärlauch

oder Rucola putzen und in feine

Streifen schneiden. Paprika putzen

und in sehr feine Würfel

schneiden.

4. Suppe pürieren. Crème légère

unterrühren und mit Salz, Pfeffer

und Finesse abschmecken. Die

Paprikawürfelchen unter die Suppe

rühren und portionieren. Mit

Hilfe eines Teelöffels pro Portion

eine Frischkäsenocke abstechen.

Die Suppe mit einer Frischkäsenocke

und Kräutern bestreut servieren.

Tipps

Die Suppe mit roten Linsen und

roter Paprika zubereiten.

Die Suppe lässt sich einfrieren.

Zutaten (für ca. 6 Portionen)

Grießklößchen

1 Pck. Dr. Oetker Süße Mahlzeit

Grießbrei nach klassischer Art

350 ml Milch

Kaltschale

500 ml Fruchtsaft (z. B. Apfelsaft)

500 ml Wasser

2 Pck. Dr. Oetker Kaltschale Himbeer-Johannisbeer

etwa 100 g frisches Obst (z. B.

Himbeeren, Blaubeeren)

Zubereitung (ca. 20 Min)

1. Vorbereiten

Grießbrei nach Packungsanleitung,

aber nur mit 350 ml Milch,

zubereiten. Die Oberfläche des

heißen Puddings direkt mit

Frischhaltefolie abdecken und erkalten

lassen.

2. Kaltschale zubereiten

Fruchtsaft und Wasser in eine

Rührschüssel geben und Dessertpulver

mit einem Schneebesen

unterrühren. Früchte waschen,

verlesen und in die Kaltschale

geben. Kaltschale bis

zum Servieren in den Kühlschrank

stellen.

3. Grießklößchen

Kaltschale in Suppenteller füllen.

Mit Hilfe von 2 Teelöffeln

aus dem kalten Grießpudding

Klößchen formen und auf die

Kaltschale verteilen. Sofort servieren.

Tipps

Als Dessert einfach nur 1 Pck. Dr.

Oetker Kaltschale Himbeer-Johannisbeer

mit insgesamt 500

Flüssigkeit zubereiten.

Gut geschmeckt ?

Dann bis nächstes Mal.

Alle Rezepte und Fotos: ©Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG

40 Lilienthaler · 1 2025



Kunst · Kultur · Theater

Blechmann, Löwe und Vogelscheuche werden auf der Freilichtbühne Lilienthal lebendig

Für den „Zauberer von OZ“ braucht die

Freilichtbühne Lilienthal etwa 40 neue Kostüme

Thorsten Sander

Wie macht man aus einem Menschen einen Blechmann? Das Kostüm sei

eine echte Herausforderung, sagt die Näherin Elke Heemsath. Diese und

viele andere kniffelige Aufgaben muss die Schneiderei der Freilichtbühne

für das Stück der „Zauberer von OZ“ lösen. Heemsath hat sich

überlegt, Schaumstoffmatten aneinander zu kleben, mit Mullbinden zu

umwickeln und dann silberfarben zu besprayen. „Das sieht dann aus wie

Blech. Man muss sich hier immer wieder was Neues überlegen“, erklärte

sie. An dem Blechmann sei sie schon seit vier Wochen dran.

Der spielt beim „Zauberer von OZ“

eine zentrale Rolle. Er und viele

weitere magische Figuren helfen

Dorothy vom zauberhaften Land

von Oz wieder nach Hause nach

Kansas zu finden. Das Mädchen

wurde durch einen Wirbelsturm

aus ihrer gewohnten Umgebung

herauskatapultiert. Auf ihrem Weg

nach Hause findet sie neue Freunde

und muss manches Abenteuer

bestehen.

Etwa 50 Kostüme muss das Team

um Kostümmeister Thorsten Sander

für das Familienstück zaubern.

Nur sehr wenige kommen aus dem

Fundus, z.B. ein altes Brautkleid,

das Heemsath pink gefärbt hat.

Später auf der Bühne wird es die

gute Hexe Glinda tragen.

Obwohl die Kostümmannschaft

Elke Heemsath

Henry Balzer

versucht, viele alte Kostüme wiederzuverwerten

oder umzuändern,

müssen doch etwa 40 neu geschneidert

werden, z.B. das Löwenkostüm für Henry Balzer. „Noch ist

es zu weit“, lacht Heemsath. Er und viele seiner MitspielerInnen müssen

jetzt schon zur Anprobe kommen.

„Obwohl das Familienstück erst am 24. Mai 2025 Premiere hat, ist in

der Schneiderei schon richtig Action“, sagt Sander. Und die Kostüme für

das Abendstück „Die Physiker“ stünden ja auch noch an.

Bei den „Physikern“ geht es um drei vermeintliche Geisteskranke, die

in einer Nervenheilanstalt leben. Einer von ihnen, der Wissenschaftler

Johann Wilhelm Möbius, glaubt

eine Formel entdeckt zu haben,

mit der die ganze Menschheit vernichtet

werden könnte. Morde am

Pflegepersonal sorgen für Unruhe

im Sanatorium.

Wie ernst sind die beiden anderen

Patienten zu nehen, die sich als

Einstein und Newton ausgeben

und welche Rolle hat die Chefärztin?

Schafft es schließlich jemand,

an Möbius‘ Formel zu gelangen

und damit die Weltherrschaft

an sich zu reißen?

Geschenkgutscheine für „Den Zauberer

von Oz“ und das Erwachsenenstück

„Die Physiker“ gibt es

bereits unter www.fblilienthal.de

Die Premiere von „Der Zaubere von

Oz“ ist am 24.05.2025, die Premiere

von „Die Physikern“ ist am

27.06.2025.

Text & Fotos: pm/Freilichtbühne

Elke Heemsath

42 Lilienthaler · 1 2025


Theater in Osterholz (TiO)

Plattdeutsches Schauspiel im März

„Allens, wat ick seker weet“

Das Schauspiel „Allens, wat ick seker weet“ von Andrew Bovell, Niederdeutsch

von Ulrike Stern und Rolf Petersen, zeichnet sich durch eine

schmerzhaft ehrliche und zugleich zärtliche, tief emotionale Darstellung

des Familiengebildes der Familie Voss aus. Auf ganz natürliche Weise

sollen die innersten Regungen und Beziehungen der Charaktere greifbar

gemacht werden. Nahezu die gesamte Handlung spielt sich im Familiengarten

ab.

„Wir wollen dem Publikum ein sehr nahes, besonderes Erlebnis mit diesem

Schauspiel bieten. Daher wird sich die Bühne ebenerdig in der Saalmitte

befinden und das Publikum wird von zwei gegenüberliegenden

Seiten darauf schauen können und somit physisch deutlich näher am

Geschehen sein, als üblich. Mit der Inszenierung bewerben wir uns außerdem

um den Willy-Beutz-Preis für niederdeutsches Schauspiel“, berichtete

der 2. Vorsitzende des TiO, Timon Finke.

Ein ebenso poetisches wie schmerzhaft ehrliches Stück, das die starken

wie fesselnden Verbindungen zwischen den Geschwistern, Eltern und

Kindern sinn- und augenfällig macht. Zu Beginn und am Ende dieses

Schauspiels listet Rosie, die jüngste Tochter der sechsköpfigen Familie

Voss, ihre Liste der Dinge auf, die sie sicher weiß, um nicht den Boden

unter den Füßen zu verlieren.

Darstellerinnen Iris Richter (links) und Amelie Odia.

Schnell taucht man ein in das komplexe Familiengebilde, das eine sehr

große Liebe ebenso zusammenhält wie auseinandertreibt. Jedes Kind

sucht seinen eigenen Weg aus dem liebevollen Nest der Eltern, deren

Garten lange Zeit die Welt für sie bedeutet hat. Die Kinder, die die Erwartungen

ihrer Eltern, die hart für sie und ihre Ausbildung gearbeitet

haben, kennen, aber ihren eigenen Weg suchen müssen. Rosie ist die

Jüngste und noch nicht ganz flügge geworden. Nachdem ihr erster Versuch,

sich abzunabeln und möglichst weit weg von Zuhause die Welt zu

erkunden, an gebrochenem Herzen gescheitert ist, ist sie in den sicheren

Familien-Hafen zurückgekehrt. Während sie noch Orientierung

sucht, haben ihre Geschwister Pia, Mark und Benjamin ihre Wege bereits

beschritten, und bringen damit das Gleichgewicht der Familie immer

wieder ins Schwanken.

Regie führt als Gast Ulf Goerges, Regieassistenz und Bühnenbild: Beate

Schöne. Zur Familie Voss zählen: Thomas (genannt Tom): Carsten

Mehrtens, Manuela (genannt Ela): Iris Richters, ihre Kinder: Pia: Tina

Stelljes, Mark: Timon Finke, Benjamin (genannt Ben): Jendrik Ische als

Gast von der Niederdeutschen Bühne Oldenburg und Rosie: Amelie Odia.

Die Premiere findet am Samstag, 01. März um 20 Uhr in der Großen

Scheune auf Gut Sandbeck statt. Insgesamt gibt es 15 Aufführungen

bis zum 30.03.2025. Die Tickets sind bereits, wie üblich, in allen Nordwest-Ticket

Vorverkaufsstellen und auch online, erhältlich. Weitere Infos

sowie alle Spieltermine sind auf der Homepage www.theater-inohz.de

zu finden.

Text & Foto: Monika Fricke

Lilienthaler · 1 2025 43


Kunst · Kultur · Theater

Paster Braun auf Helgoland

Speeldeel Klostermoor mit neuem Stück

„Een Fall för Paster Braun“ – das wollte Regisseurin Elke Ohlrogge eigentlich

schon vor einigen Jahren spielen. „Aber ich dachte nach Corona

braucht das Publikum erstmal was richtig Komisches“, sagt sie.

Jetzt komme man wieder an den feinen Humor. Der entwickele sie mit

dem Ensemble im Laufe der Proben. In der Regiearbeit müsse sie jetzt

die kleinen Feinheiten rauskitzeln. Ohlrogge führt seit 25 Jahren Regie.

Die Kriminalkomödie spielt auf Helgoland. Kurz nach Paster Brauns Ankunft

dort, passieren bereits seltsame Dinge: Ein Mordversuch, ein bisher

unentdeckter Geheimgang und dann auch noch eine Leiche. Eigentlich ist

Kommissar Nickel zuständig, aber Paster Braun ist ihm mit seinen Ermittlungen

immer eine Nasenlänge voraus. Das Stück von Florian Battermann

und Jan Bodinus hat Klaus Lensch ins Plattdeutsche übersetzt.

Ganz neu bei der Truppe ist Rika Stelljes. Sie spielt die Tochter des Küsters

und will ein gutes Mädchen in den 50ger, 60ger Jahre verkörpern.

Helga Dwortzak, Rika Stelljes, Elke Ohlrogge, Christa Kuttler und

Werner Lück (v. lks.)

Die 31jährige ist mit Platt aufgewachsen, kann es verstehen, aber platt

Schnacken müsse sie jetzt lernen. Dabei helfe ihr das gemeinsame Spielen,

das Ensemble oder ihr Vater. Der habe mit ihrer Großmutter immer

Platt geschnackt.

Werner Lück ist dagegen ein Urgestein der Speeldeel Klostermoor, seit

knapp 40 Jahren dabei. Bisher war er immer der Superkomische in den

Stücken. In dem Neuen werde eine richtige Geschichte erzählt, sagt er.

Das sei spannend und so eine Rolle eine Herausforderung, da müsse man

sich erstmal reinfühlen.

Bei den Proben haben die sieben AmateurdarstellerInnen viel Spaß.

Noch wird am Bühnenbild gebastelt und bisher gibt es auch nur ein Kostüm.

„Den richtigen Sound mit Überraschungen und Krimicharakter

brauchen wir auch noch“, lacht Ohlrogge.

pm

Arbeitswelt Atelier

im letzten Haus am Ende des sandigen Weges

Der Künstler Heinz Cymontkowski stellt in dieser Atelierausstellung seine

Arbeitswelt zwischen Hamme und Beek vor.

Schon immer stehen die Ateliers von Künstler im Blickpunkt von Kunstkennern,

Kunden und anderen interessierten Menschen. Mal ist es Zufall,

mal Neugier, aber das Wichtigste ist, die Kunst und die Künstler

mit ihren Werken kennen lernen zu können. Auch das Atelier vons Heinz

Cymontkowski wird gerne aufgesucht.

Das Wort Atelier kommt aus dem Französischen und bedeutet nichts anderes

als Werkstatt. Farbe, Leinwand, Papier, Materialien und die Themen

stehen bei Cymontkowski im Mittelpunkt bei diesen Ateliergesprächen.

Die Nebenthemen gehen auch weiter zu Objekten oder auch

mal zum Bronzeguss.

Gerade die moderne Gesellschaft bietet dem Künstler einen ständigen

Austausch zu neuen Themen und Inhalten: Das Gestern und das Heute

werden über Morgen bestimmt, ein Vor und Zurück – ein erlebtes Wahrnehmen.

Die Ateliergedankenwelt steht immer im Rhythmus der unterschiedlichsten

Themen und Materialien, um vom Gestern und Heute eine

neue Form zu finden. Das Refugium Atelier ist der Ort für die Atelierund

Arbeitsbewegungen.

Heinz Cymontkowski braucht einen ständigen Fundus im Atelier, um etwas

Neues entstehen zu lassen. Das Dorf Teufelsmoor im Kreis Osterholz

kommt dem Künstler entgegen. Der Landschaftsraum und die Kulturlandschaft

bieten eine große Gedanken- und Materialwiese, die immer

wieder neu aufgegriffen werden will.

Die Betrachter können bei einem Atelierbesuch erfahren, was es heißt,

in einer Arbeitswelt Atelier zu leben.

Gerade die langen Wintertage sind offen für eine andere Arbeitswelt in

einem Atelier ohne Strom und fließend Wasser.

Ohne Arbeitsplatz 4.0 / KI, digitale Farbwelten oder andere Robotersysteme

entstehen hier die handwerklichen Werke auf Papier und Leinwand.

Zu sehen sind Ölbilder, Aquarelle und Tuschezeichnungen.

pm / eh

Ort: Zur kleinen Reihe

(letztes Haus am Ende des sandigen Weges)

27711 Osterholz – Scharmbeck / Dorf Teufelsmoor

Titel: Arbeitswelt Atelier 2025

Künstler: Heinz Cymontkowski

Zeit: 4. Januar bis 30. März 2025

(geöffnet Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr)

Weitere Informationen unter www.speeldeel-klostermoor.de

44 Lilienthaler · 1 2025


32. Verleihung des Kulturpreises der Volksbank

64 Kunstschaffende reichten 107 Arbeiten zum Thema „Kunst im Quadrat“ ein

Insgesamt 107 Kunstwerke ( Malerei, Skulptur, Fotografie, Collagen

und Holzarbeiten) reichten 64 Kunstschaffende aus dem

Landkreis Osterholz und dem Altkreis Bremervörde zur Teilnahme

am Kulturpreis 2025 der Volksbank eG Osterholz-Bremervörde

ein. Erstmals konnten maximal zwei Arbeiten zur Bewertung

abgegeben werden, mit denen sich die Teilnehmer für den begehrten

Kulturpreis bewarben. 12 von ihnen waren das erste Mal

dabei.

Die Volksbank konnte zwei Kunstexperten für die Jury gewinnen:

Dr. Henrike Hans, sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Museen

Böttcherstraße in Bremen und Dr. Rainer Beßling, er ist

Kunstkritiker und Kulturjournalist aus Syke. Sie wurden von der

Volksbank-Mitarbeiterin Birgit Asmann begleitet. Vom Osterholzer

Kunstverein übernahmen die Vorsitzende Katrin Schütte und

Claudia Schnibbe mit Birgit Asmann das Sortieren und Hängen

der Kunstwerke, so dass nun 53 Arbeiten in der Ausstellung zum

Kulturpreis auf Gut Sandbeck gezeigt werden.

Vorstandesmitglied Jan Mackenberg eröffnete im Namen seiner

Vorstandskollegen Stefanie Kase und Michael Kersting die Ausstellung

zur 32. Preisverleihung des Kulturpreises in der Galerie

auf Gut Sandbeck. Er dankte den Juroren für die Auswahl der

neuen Preisträger: Der 1. Preis, der mit 2 000 Euro dotiert war,

ging an Edeltraud Hennemann aus Osterholz-Scharmbeck für ihre

Arbeit „Sichtweisen“ aus verklebten Glas. Den 2. Preis und 1 000

Euro erhielt der Bremervörder Maler Siegfried Krön für sein Aquarell

„Auen Landschaft“. Zusätzlich zur Gewinnsumme erhalten die

Preisträger eine Gemeinschaftsausstellung vom 5. Oktober bis

zum 16. November 2025 in der Galerie des Kunstvereines Osterholz,

hier können sie eine Auswahl ihrer Arbeiten präsentieren.

Von ihrer aufwändigen Arbeit mit Glas berichtete Edeltraud Hennemann.

Glas hatte sie besonders fasziniert. „Ich hatte eine Konstruktion

im Kopf und habe die Quadrate mit Spezial-Glaskleber

zu Würfeln zusammengeklebt“, so die Künstlerin. „Mehrere Würfel

in Reihung und Kreuzung bilden ein mehrgliedriges Objekt“,

erklärte dazu der Kunstkritiker Rainer Beßling, „der gläserne

durchsichtige Würfelbau spiegelt, reflektiert und bricht das

Licht.

„Siegfried Kröns Aquarellkunst lässt Land und Fluss verschmelzen,

sie bildet Übergänge mittels der dafür geeigneten Technik.

Wasser gestaltet Gewässer im Modus des Fließens

und Verschwimmens“, bemerkte die Kunstkritiker

Beßling zu den Bildern des Bremervörder

Malers. Kröns greife eine Jahrhunderte währende

kunstgeschichtliche Spur auf, fügte er

hinzu. Dazu erklärt der Künstler, dass er seine

Farben für Flächen immer mischen würde, so

entstand sein prämiertes Aquarell „Auen Landschaft“

mit eindrucksvollen visuellen Reizen.

Die Ermittlung der Gewinner von Kunstpreisen

sei nie einfach, bemerkte Rainer Beßling. Das

Motto „Kunst im Quadrat“ eröffnete ein weites

Feld. Dementsprechend fielen die Beiträge

höchst unterschiedlich aus – wie ein erster

Blick in die Ausstellung sofort erkennen ließe.

Bis zum 9. Februar sind die ausgestellten

Kunstwerke in der Galerie des Kunstvereins auf

Gut Sandbeck in Osterholz-Scharmbeck zu sehen.

Die Ausstellung ist Samstag von 14–17

Uhr und Sonntag 11–17 Uhr geöffnet, der Eintritt

ist frei.

Text & Fotos: Monika Fricke

Oben: Große Freude

herrschte bei den

Gewinnern des Kulturpreises

2025 der

Volksbank eG Osterholz-Bremervörde:

(Von links): Stefanie

Kase (Vorstand VB),

Edeltraud Hennemann

(1. Preis), Siegfried

Krön (2. Preis), Jan

Mackenberg und

Michael Kersting

(Vorstand VB).

Mitte: Siegfried Krön

mit seinem Aquarell

Auen Landschaft, das

mit dem 2. Preis prämiert

wurde.

Unten: Gäste der

Ausstellung Kulturpreis

2025 betrachten

den 1. Preis, die

Glaskunst von Edeltraud

Hennemann.

Am Krankenhaus 4 (im Kreiskrankenhaus OHZ) 27711 Osterholz-Scharmbeck Tel.: 04791 - 803 403

Hauptstraße 57 (gegenüber dem Ärztehaus Mitte) 28865 Lilienthal Tel.: 04298 - 699 4041

Lilienthaler · 1 2025 45


Kunst · Kultur · Theater

Zwei Winterausstellungen bis 9. März 2025

Malerei von A. Dettmar in Worpsweder Kunsthalle und „Farbklang Holz“ im Haus im Schluh

„Zeitspuren“ nennt Alexander Dettmar seine Ausstellung

in der Worpsweder Kunsthalle.

Die Schönheit und Kraft Worpswedes hat der Barlachpreisträger

von frühester Jugend an künstlerisch verarbeitet. „Worpswede

ist für mich ein besonderer Ort“, gestand der Künstler

im Gespräch zur Winterausstellung in der Worpsweder Kunsthalle.

„Ich fühle mich als Ur-Worpsweder“, so Dettmar.

Häuser, die für ihn wie individuelle körperhafte Wesen eine Geschichte

zu erzählen haben, würden ihn faszinieren. Oft kreist

sein Schaffen um die typisch norddeutsche Architektur. So präsentiert

Dettmar Bilder von Gebäuden in Norddeutschen Städten,

wie Flensburg, Hamburg und Bremen. Der rote Backstein

fasziniert den Maler und die Farbe Rot entdeckt der Betrachter

in fast allen Bildern. „Als schöne, herzerwärmende Winterausstellung“,

bezeichnet die künstlerische Leiterin der Worpsweder

Kunsthalle, Cornelia Hagenah, die Arbeiten von Alexander

Dettmar.

Nach seinen Erfolgen in Metropolen, wie New York und Paris,

zieht es den Künstler immer wieder zurück in seine Heimat rund

um Worpswede und ins Teufelsmoor. Einige seiner Motive sind

auch hier entstanden, entdeckt der Betrachter der Winterausstellung.

Die Ausstellung zeigt ausgewählte Arbeiten, die malerisch

kraftvoll den Bogen zwischen Worpswede, Amsterdam und Paris spannen.

Dieser Bogen war schon für die erste Worpsweder Künstlergeneration

bestimmend, allen voran für Paula Modersohn-Becker, Bernhard

Hoetger sowie für den Dichter Rainer Maria Rilke. In Form und

Farbe reduziert, in sich ruhend, berührt Alexander Dettmars Kunst die

Sinne.

„Ich möchte mit meiner Malerei viele Herzen erreichen“, sagt der preisgekrönte

Maler. Alexander Dettmar, Jahrgang 1953, erhielt 1995 den

Ernst-Barlach-Preis und ist heute einer der wenigen „Pleinairmaler“,

der zu jeder Jahreszeit direkt vor dem Motiv arbeitet. „Ich liebe die

Malerei“, betont Dettmar im Gespräch.

Die Ausstellung „Zeitspuren“ ist noch bis zum 9. März in der

Worpsweder Kunsthalle in der Bergstraße 17: Dienstag, Donnerstag,

Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Am Sonntag,

23. Februar führt der Künstler um 15 Uhr durch die Ausstellung.

In der Worpsweder Kunsthalle ist bis März Malerei des Ernst-Barlach-Preisträgers

Alexander Dettmar zu sehen.

Die Kabinettausstellung „Farbklang Holz - 100 Jahre Hans Georg Müller“ Im Haus

im Schluh präsentieren die Töchter des verstorbenen Künstlers:

Bettina Müller (links) und Christina Lohse.

Haus im Schluh zeigt Winterausstellung mit ausgewählten Intarsien,

Möbeln und vieles mehr

Kabinettausstellung „Farbklang Holz - 100 Jahre Hans Georg Müller“

Das Lebenswerk des Enkels von Heinrich und Martha Vogeler: Hans Georg

Müller, 1924 in Worpswede geboren, ist zurzeit in der Winterausstellung

im Haus im Schluh zu sehen. Bis ins hohe Alter von 90 Jahren war Hans

Georg Müller kreativ tätig, er starb 2018. Seine Töchter, Berit Müller und

Kristina Lohse, die das bedeutende kulturelle Haus im Schluh mit Weberei

betreiben und hüten, präsentieren zum 100. Geburtstag ihres Vaters

eine vielfältige Kabinettausstellung.

Hans Georg Müller hatte seine Kunsttischler-Ausbildung bei den Vereinigten

Werkstätten in Bremen als Jahrgangsbester abgeschlossen. 1947

studierte er einige Semester Architektur in Bremen. Um seine Familie zu

ernähren, erbaute Müller 1950 auf dem Gelände des Schluh seine erste

kleine Tischlerei. Mit seinem zeitlosen Möbeldesign und großformatigen

Holz-Intarsien bewies er künstlerisches Talent. 1958 erhielt er den Bayerischen

Staatspreis mit Goldmedaille für eine Sitzmöbelserie mit Lederbespannung

und den Niedersächsischen Staatspreis für seine Intarsien-

Kunst. Als Innenarchitekt für einen anspruchsvollen Kundenkreis und

als Gewinner zahlreicher Wettbewerbe für Kunst am Bau vergrößerte

Hans-Georg Müller seine Werkstatt und Mitarbeiterzahl kontinuierlich

und wurde ein begehrter Ausbilder für das Tischlerhandwerk.

2016 übergab Müller den Betrieb an seinen Großneffen Kristen Müller.

Hans Georg Müller fühlte sich im Auftrag seiner Großmutter Martha

Vogeler verpflichtet, sich um den Schluh zu kümmern. Er verhalf der

kulturellen Anlage zu stetiger Weiterentwicklung. Berit Müller und

Kristina Lohse berichteten zur Ausstellungseröffnung von der Entstehung

einiger großrahmiger Holz-Intarsien und wie in der Werkstatt

gearbeitet wurde. Zum Beispiel das 2009 entstandene großformatige

Intarsien-Bild „James Joyce, Ulysses June 16 1904 8.oo pm“.

Der gleichnamige Roman über einen Dubliner Anzeigenverkäufer hatte

den Künstler tief bewegt und es entstand das großformatige Intarsien-Bild

mit interessanten Szenen. Zu den Exponaten zählen unter

anderen ein Intarsien-Schrank für ein Damenzimmer mit Pfauenfeder-Dekor

sowie ein Architekturmodell aus der Studienzeit.

Die Ausstellung „Farbklang – 100 Jahre Hans Georg Müller“ im Haus

im Schluh, ist ebenfalls bis zum 9.März zu sehen. Öffnungszeiten

sind Dienstag und Donnerstag von 13 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag

von 11 bis 17 Uhr.

Text & Fotos: Monika Fricke

46 Lilienthaler · 1 2025



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48 Lilienthaler · 1 2025


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Lilienthaler · 1 2025 49


Aus Vereinen und Organisationen

Turnverein Lilienthal e.V.

Ferienbetreuung

des TV Lilienthal

In den Sommerferien 2025 bietet der

TV Lilienthal wieder „Sport + Spaß“

für Grundschulkinder an.

Ferien sind großartig! Mit ihrem Beginn wird

gleichzeitig aber auch die Herausforderung an

die Familien gestellt, die Betreuung der Kinder

und den Beruf miteinander zu vereinbaren.

Mit spannenden Spielen, verrückten Tieren

und viel Herzblut wird die Ferienbetreuung

auch in diesem Sommer die Sporthalle der

Schroeterschule mit Kinderlachen erfüllen. In

der ersten Ferienwoche vom 07. Juli bis 11.

Juli, sowie in der zweiten vom 14. Juli bis 18.

Juli bietet der TVL zwischen 8 und 13 Uhr

Grundschüler:innen zwischen 6 und 10 Jahren

die Möglichkeit auf engagierte Betreuung, viel

frische Luft und aktive Ferientage.

Die Resonanzen der letzten Jahre waren überwältigend

und so freut sich der TVL schon jetzt

auf Ihre Anmeldungen und viele alte und neue

Gesichter.

Die Kosten pro Betreuungswoche betragen

80€ für Vereinsmitglieder und 100€ für Nichtmitglieder.

Die Anmeldung für die Ferienbetreuung 2025

ist telefonisch unter 04298/915480, sowie

geschaeftsstelle@tvlilienthal.de oder vormittags

zu den offiziellen Öffnungszeiten der Geschäftsstelle

möglich.

Nicole Leerhoff

Wir sagen Danke,

Sandra und Heidi!

Seit fast zwei Jahrzehnten waren Sandra Traub

und Heidi Murken eine feste Größe im TV Lilienthal

von 1862 e.V. Mit ihrem unermüdlichen Engagement

und inspirierenden Einsatz als

Übungsleiterinnen haben sie dem Verein zahlreiche

neue Impulse gegeben und unzählige Bürgerinnen

und Bürger in Lilienthal bewegt.

Sandra, die sich vor allem der Leichtathletik widmete,

diese Abteilung als Spartenleiterin von der

Neugründung zu einer der mitgliederstärksten

führte und zusätzlich lange Jahre den Posten der

Geschäftsführerin des Vereins bekleidete, war

maßgeblich an der Organisation und Umsetzung

unzähliger vielseitiger Aktionen beteiligt. Ob

Sandra Traub

Kinderfasching, Trainingscamps, Flohmarkt, Sportabzeichentage

oder andere großartige Veranstaltungen

und Projekte – ihre Kreativität und

Tatkraft hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Heidi fast 20 Jahre lang die federführende Kraft

im Bereich Rehasport. Durch ihre herausragende

Arbeit konnte der TV Lilienthal zu einem der

größten Rehasport-Anbieter der Region heranwachsen.

Ihre Expertise und Hingabe haben

viele Menschen unterstützt und inspiriert.

Der Vorstand und der gesamte Verein sagen Herzlichen

Dank für euer außergewöhnliches Engagement.

Ihr habt den Verein geprägt und bereichert.

Wir werden euch beide sehr vermissen und

wünschen euch für die Zukunft nur das Beste!

Tobias Wölfert

Dartspaß für alle:

Werde Teil unseres

Teams!

Die Faszination der Darts-WM ist noch spürbar,

und auch in Lilienthal wird der Pfeilsport

großgeschrieben. Die Dart-Abteilung des TV

Lilienthal ist bereits mit zwei Mannschaften

erfolgreich in der OHZ-Liga vertreten – und

jetzt möchten wir weiter wachsen! Ziel ist es,

eine oder sogar zwei weitere Mannschaften

aufzustellen und neue Mitspielerinnen und

Mitspieler zu gewinnen.

Jetzt ist die perfekte Gelegenheit einzusteigen!

Der Verein bietet bis zu drei kostenlose

Probetrainings, bei denen Interessierte unverbindlich

schnuppern können. Ob Anfänger oder

erfahrene Dartspieler – alle sind herzlich willkommen.

Wer keine eigene Ausrüstung besitzt,

kann auf bereitgestellte Darts zurückgreifen.

Trainingszeiten und Gemeinschaft

Das Training findet jeden Mittwoch im „Blackout“

in Lilienthal statt:

• 18:00 – 20:00 Uhr: Training für Einsteiger

und Liga-Spieler

• 20:00 – 22:00 Uhr: Freies Training in lockerer

Atmosphäre

Dabei steht nicht nur der sportliche Erfolg im

Vordergrund. Die Dart-Abteilung legt großen

Wert auf Geselligkeit und das gemeinsame Erlebnis.

Ein geselliger Abend gehört ebenso

dazu wie der Spaß am Wettkampf.

Einladung ins „Blackout“

Das „Blackout“ in Lilienthal bietet die ideale

Umgebung, um den Sport zu entdecken und

gleichzeitig neue Leute kennenzulernen. Das

Dart-Team des TV Lilienthal freut sich über

alle, die Lust haben, Teil dieser besonderen

Gemeinschaft zu werden.

Neugierig geworden? Schaut vorbei, probiert

es aus, und werdet Teil unseres Teams!

Für Fragen und weitere Informationen erreicht

ihr uns telefonisch unter 04298/915480, sowie

geschaeftsstelle@tvlilienthal.de oder

vormittags zu den offiziellen Öffnungszeiten

der Geschäftsstelle möglich. Nicole Leerhoff

50 Lilienthaler · 1 2025


Turnverein Falkenberg e.V.

Weihnachtsfeier des TV Falkenberg

am 29. November 2024

Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende und der

Höhepunkt im TV Falkenberg fand wie schon

immer, in den letzten Jahren bei Beckers Gasthaus

statt.

Der Festausschuss, unter der Leitung von Iris

Flömer, hatte den Saal in Beckers Gasthaus

wieder einmal sehr stimmungsvoll geschmückt.

Eine warme Atmosphäre, in der man

sich sofort wohl fühlte. Gegen 19.15 Uhr begrüßte

der 1. Vorsitzende, Rolf Grotheer, die

anwesenden knapp 100 Gäste, die aus Spartenvorstandsmitgliedern,

Übungs- und Kursleiter

bestanden. Besonders begrüßte er den

nen zu verdanken habe, dass die Mitglieder

dem Verein in dieser schweren Zeit so treu geblieben

sind.

Es war ihm anschließend eine Ehre, die anwesenden

langjährigen Mitglieder für ihre Vereinstreue

zu ehren. Es ist ja wahrlich nicht

selbstverständlich, dass alle Mitglieder dem

Verein treu bleiben. Umso mehr ist der TV Falkenberg

dankbar dafür, diese besonders treuen

Mitglieder ehren zu können.

Nach den Ehrungen fanden sich tatsächlich

noch ein paar Nonnen aus dem Kloster in dem

Saal ein, um die geladenen Gäste mit allseits

Ehrung für langjährige Vereinsmitgliedschaft (v.lks.): Hella Klein (50 Jahre im TVF), Wolfgang Meierdierks

(60 Jahre), Inge Dürkop (50 Jahre), Marion Kühn (40 Jahre), Herta Entelmann (40 Jahre),

Rolf Grotheer 1. Vorsitzender, Ingetraut Entelmann (40 Jahre), Peter Haertel (70 Jahre), Hans-Georg

Kruse (70 Jahre), Peter Richter (60 Jahre).

stellv. Bürgermeister der Gemeinde Grasberg,

Michael Frerks und die Vorsitzende des Reitervereins

Lilienthal, Susanne Vahland. Im Anschluss

an die Begrüßung richteten Michael

Frerks und Susanne Vahland noch ein paar

Worte an die Gäste und bedankten sich für die

Einladung.

Nach dem geschmackvollen Essen bedankte

sich der 1. Vorsitzende noch einmal bei allen

Anwesenden für ihren Einsatz im Sinne des

Vereins und hob hervor, dass der Verein es ihbekannten

Gospelsongs zu unterhalten. Danach

wurden dann auch noch die bekanntesten

Songs von der Gruppe ABBA präsentiert,

bei denen alle fleißig sangen und klatschten.

Zum Abschluss verzauberte der Zauberer Friedrich

alle Gäste mit seinen Künsten und brachte

uns alle zum Staunen.

Die Gäste saßen in gemütlicher Runde noch

sehr lange zusammen, um sich näher kennen

zu lernen und über alte Zeiten zu sprechen.

Text & Foto: Sabine Bartsch

Lilienthaler · 1 2025 51


Aus Vereinen und Organisationen

Sportverein Seebergen e.V.

Engagement feiern: Der SV Seebergen würdigt seine Ehrenamtlichen

Am 10. November 2024 lud der SV Seebergen anlässlich der abgeschlossenen

Fusion zu einem großen Dankesessen ein, um die herausragende

Arbeit und das Engagement seiner Ehrenamtlichen zu würdigen.

„Heute wollen wir nicht nur zusammenkommen, sondern auch richtig

feiern!“, erklärte der Vorstand des Sportvereins, der stolz auf die erfolgreiche

Umsetzung dieses großen Projekts zurückblickt. Der Zusammenschluss

der beiden Vereine VFR und FSG Seebergen war nicht nur

eine logistische Herausforderung, sondern auch eine Herzensangelegenheit

für viele Beteiligte.

Der lange Weg zur Fusion

Die Fusion war das Ergebnis eines jahrelangen

Prozesses, der viel Einsatz, Zeit und Kreativität

erforderte. Vor vier Jahren begannen

die ersten Planungen, die Frage stand im

Raum: Wie können zwei so traditionsreiche

Vereine mit unterschiedlichen Strukturen

und Geschichten am besten zusammengeführt

werden? Es galt, organisatorische

Hürden zu überwinden, gemeinsame Ziele

zu definieren und eine neue Identität für

den Verein zu schaffen. Ein zentraler Punkt

war die Namensfindung sowie die Gestaltung

eines neuen Logos, das beide Vereine

repräsentiert und zugleich den Blick in eine

gemeinsame Zukunft symbolisiert.

Die letzten Jahre waren geprägt von intensiver

Zusammenarbeit, unzähligen Gesprächen

und jeder Menge Herausforderungen.

Doch die Mühe hat sich gelohnt: Heute präsentiert

sich der SV Seebergen als moderner,

gut aufgestellter Sportverein, der für alle Generationen

attraktive Angebote bereithält.

Die Fusion zeigt, was möglich ist, wenn Menschen

mit Leidenschaft und Engagement an einem Strang ziehen.

Die Fusions-Torte“ - fast zu schön zum Anschneiden.

Ein Fest des Ehrenamtes

Beim Dankesessen betonten Angela Entelmann, die 1. Vorsitzende des

SV Seebergen, und Christian Holm, der 2. Vorsitzende, in ihrer gemeinsamen

Rede die immense Bedeutung des Ehrenamts. Sie hoben hervor,

dass der Verein ohne die Unterstützung seiner freiwilligen Helfer nicht

existieren könnte. „Ein Verein ist nur so stark wie die Menschen, die ihn

tragen. Es sind die Ehrenamtlichen, die uns zusammenhalten und den

Sport in Seebergen möglich machen“, erklärten sie und richteten dabei

ihren Dank an den Vorstand, den Ehrenrat, die Übungsleiter, die Platzwarte

sowie an den Verpächter der Grundstücke. „So viele Menschen arbeiten

Hand in Hand für ein gemeinsames Ziel – den Sport. Und dafür

gebührt ihnen unser größter Respekt und unsere tiefste Dankbarkeit.“

Besonders betonten sie, wie wichtig es sei, sich aktiv bei all jenen zu

bedanken, die mit ihrer Zeit, ihrer Kraft und oft auch mit großem persönlichem

Verzicht dazu beitragen, dass der

Verein lebt und wächst. „Es ist ein Ausdruck

der Wertschätzung, nicht nur Danke zu sagen,

sondern auch zu zeigen, wie unverzichtbar

diese Arbeit ist. Ehrenamt ist keine

Selbstverständlichkeit.“

Ein großer Dank ging auch an den Heimatverein

und die örtliche Feuerwehr, die den

SV Seebergen in den letzten Jahren auf vielfältige

Weise unterstützt haben. „Euer Engagement

hat uns geholfen, Herausforderungen

zu bewältigen und neue Projekte zu

realisieren. Ohne diese gegenseitige Unterstützung

wäre vieles nicht möglich gewesen“,

erklärten Angela Entelmann und

Christian Holm.

Besonders hob das Duo die Arbeit der ehrenamtlichen

Helfer hervor, die den Trainingsbetrieb

aufrechterhalten, die sich mit

Hingabe um die Pflege der Fußball- und Tennisplätze

kümmern oder die für eine funktionierende

Infrastruktur sorgen. „Es sind diese

Menschen, die mit ihrer Leidenschaft und ihrem

Einsatz den Unterschied machen. Sie sorgen dafür, dass unser Verein

nicht nur besteht, sondern auch wächst und gedeiht.“

Ein gelungener Vormittag

Der Dankesbrunch bot nicht nur Gelegenheit für eine kulinarische Stärkung,

sondern auch für einen geselligen Austausch zwischen den Beteiligten.

Ein Highlight des Vormittags war eine Torte, die mit dem neuen

Vereinslogo verziert war – ein Symbol für den erfolgreichen Abschluss

der Fusion. Dazu sorgte ein spannendes Quiz rund um die Geschichte

des Vereins für Begeisterung und brachte sowohl Spaß als auch einige

überraschende Erkenntnisse.

Die Veranstaltung machte einmal mehr deutlich, wie wertvoll das Ehrenamt

für den Sport und die Gemeinschaft ist. Der SV Seebergen ist

ein leuchtendes Beispiel dafür, wie wichtig Zusammenhalt, freiwilliges

Engagement und gegenseitiger Respekt für das Funktionieren eines Vereins

sind. Ohne die Ehrenamtlichen, die im Hintergrund oft unbemerkt

Großartiges leisten, wäre der Sport in Seebergen nicht das, was er heute

ist: Ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, sich austauschen

und gemeinsam Spaß haben.

Der Vormittag endete mit der klaren Botschaft: Ehrenamt ist nicht nur

eine Stütze des Vereinslebens – es ist dessen Herz und Seele.

Kirstin Buchmann

52 Lilienthaler · 1 2025


Gesamtkirchengemeinde setzt Segel

für neue „Kirche an der Hamme“

Fünf Kirchengemeinden in der Region

haben sich ab Januar 2025 zusammengeschlossen

Das Team der Gesamtkirche an der Hamme: (von links) Diakonin Bianca Schulze,

Pastor Henning Mahnken, Diakonin Vivienne Hemme, Pastorin Birgit Spörl,

Diakonin Anne-Katrin Puck und die Pastorinnen Friederike Köhn und Christa

Siemers-Tietjen.

Die fünf evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden

des Kirchenkreises Osterholz-

Scharmbeck: (Emmaus) in Pennigbüttel, St.

Marien und St. Willehadi Osterholz-Scharmbeck,

Friedenskirche in Scharmbeckstotel und

St. Johannes in Ritterhude haben sich ab Januar

zur „Gesamtkirchengemeinde An der Hamme“

mit 14.000 Mitgliedern zur Großkirchengemeinde

(GKG) zusammengeschlossen.

Schiff Ahoi! Ist das Motto der GKG mit neuem

Logo, einem geblähtem Segel am Mast eines

Schiffes, vielleicht passend zu den Torfkähnen

auf der Hamme. „Wir setzen die Segel und gehen

auf große Fahrt, um so den Herausforderungen

der Zukunft zu begegnen“, erklärte

Pastorin Friederike Köhn im neuen Gemeindemagazin.

„In Zukunft werden wir weniger und finanzielle

Mittel werden knapper“, so die Ritterhuder

Pastorin Birgit Spörl. Im Kreise ihrer

Kollegen und Kolleginnen: Pastor Henning

Mahnken, Pastorin Friederike Köhn und Pastorin

Christa Siemers-Tietjen und den Diakoninnen

Bianca Schulze, Vivienne Hemme und Anne-

Katrin Puck machte sie deutlich, dass mit weiteren

Kürzungen zukünftig gerechnet werden

müsse, die die einzelnen

Gemeinden

nicht bewältigen

könnten. Ebenfalls

wurde der Fachkräftemangel

beklagt,

das sei auch

ein Grund für den

Zusammenschluss.

Zurzeit seien die

Gemeinden der Region

mit 4,75 Pfarrstellen

und zwei Diakoninnen

besetzt.

Ab Januar werde die

GKG eine weitere

volle Pfarrstelle erhalten.

„Wir arbeiten

seit gut 20 Jahren

regional zusammen“,

so Spörl.

Angebote für Kinder und Jugendliche und Konfirmandenarbeit

wurden seit vielen Jahren inhaltlich

gemeinsam bestritten. Die Diakoninnen

freuen sich auf die engere Vernetzung der

Gemeinden, sie würde einiges vereinfachen.

Veränderungen würden sich vor allem auf die

Verwaltung und Leitung auswirken. Der GKG

wird die Geschäfte leiten und die Arbeit koordinieren.

Alle fünf Gemeinden entsenden nach

einem vereinbarten Schlüssel ihre Kirchenvorsteher

für den GKG. Die Ortskirchen werden

ihre Angebote vor Ort wie bisher fortsetzen und

sich noch weiter vernetzen. „Wir arbeiten zukünftig

noch enger zusammen“, so Birgit Spörl,

„wir segeln gemeinsam“. Das beziehe sich auf

die Arbeit der Pastoren und Pastorinnen, der

Diakoninnen und weiteren Mitarbeiterinnen in

den Kirchenbüros. Eine enge Verbundenheit

bestand schon lange, fügte Pastorin Christa

Siemers-Tietjen hinzu, „neue Strukturen machen

uns zukunftsfähiger“. „Wir sind ein gutes

Team“, betonten einheitlich die Pastorinnen

Birgit Spörl, Christa Siemers-Tietjen, Friederike

Köhn und Pastor Henning Mahnken, „am

Ende haben wir alle was vom Zusammenschluss

- es ist kein Verlust sondern ein Zugewinn“.

Text & Fotos: Monika Fricke

Lilienthaler · 1 2025 53


Coaching für’s Wohlbefinden

Teil 4

Flugangst ade !

Dem Stress mit dem Fliegen entkommen

Kommt es Ihnen bekannt vor: die Freude

auf die große Reise wird schon wochenlang

vorher überschattet von dem ganz

unguten Gefühl, in ein Flugzeug steigen zu

müssen. Diese unterschwellige Angst, sich in

die Luft zu begeben, ohne festen Boden unter

den Füßen, einer Maschine ausgeliefert zu

sein, der man nicht entfliehen kann. Sollten

Sie davon geplagt sein, seien Sie gewiss: Sie

sind nicht alleine! Die Angst vor dem Fliegen

ist weiter verbreitet, als man denkt, und es

gibt viele verschiedene Facetten dieser Angst.

Die Lilienthalerin Nadine Mosel hat sich intensiv

mit diesem Problem und der Behandlung

von Flugangst beschäftigt. Seit 30 Jahren

ist sie Flugbegleiterin, davon 16 Jahre

„Purserin“ oder „Chef de cabine“ und hat

schon unzählige Flüge in ihrem Leben absolviert

und alle ohne eine wirklich kritische Situation

überstanden. Sie kennt ihr Metier inund

auswendig, ist mit den verschiedensten

Herausforderungen fertig geworden und hat

einen reichen Erfahrungsschatz auch an Menschenkenntnis.

Die 52-jährige Mutter eines

18-jährigen Sohnes suchte 2015 eine zusätzliche

Herausforderung und absolvierte eine

Coaching-Ausbildung, die sie 2016 als geprüfter

und zertifizierter Business-Coach abschloss.

Der Schritt von ihrem angestammten Beruf

zum Coach gegen Flugangst war nicht groß

und lag nahe, denn Nadine Mosel wollte etwas

machen, bei dem ihre Kenntnisse und Fähigkeiten

als Flugbegleiterin ihr zu Gute kamen,

um Menschen konkret zu helfen.

Nadine Mosel

Flugangst-Coaching - wie läuft das ab?

Zunächst geht es um Kontaktaufnahme, und

zwar vollkommen unverbindlich. Es geht dabei

ums Kennenlernen, um die Kurzbeschreibung

des Problems, um die Daten bisheriger Flüge

und um die Vereinbarung eines Termins. Das

Gespräch findet in einem extra dafür bereitgestellten

Raum am Bremer Flughafen statt,

wo Nadine Mosel mithilfe eines Flipcharts

wichtige Punkte festhält, die sie den Antworten

und Erzählungen des Klienten entnimmt.

Wichtig ist hierbei, dass der „Coaching-Nehmer“

bereit ist, sich zu öffnen und seine Erlebnisse

und Erfahrungen mitzuteilen. Es geht

Falkenberger Landstraße 109

28865 Lilienthal

Telefon: (04298) 90 93 0

Telefax: (04298) 90 93 23

info@autohaus-geffken.de

www.autohaus-geffken.de

54 Lilienthaler · 1 2025


um die ersten Flüge,

um die inneren wie

äußeren Umstände

und auch die allgemeinen

Rahmenbedingungen

im eigenen

Leben, was unter

Umständen belastend

und „nicht

richtig“ war. Auf diese

Weise kreist der

Coach die Ursache

des Problems ein,

denn häufig – so

Nadine Mosel – bewirkt

das Gedankenkarussell, welches um ganz

andere Probleme kreist, dass die damit verbundenen

Ängste auf den Flug projiziert werden.

Als nächsten Schritt fragt der Coach danach,

was der Flugängstliche damals gebraucht

hätte. Oft geht es dabei um Verständnis,

um Nähe, um eine Umarmung, um Beruhigung

und um kontrollierten Atemrhythmus.

Aber es geht auch um Aufklärung! Denn Wissen

schützt vor diffusen

Ängsten, vor

allem echte Fakten

können diejenigen

beruhigen, die sich

sehr viel Gedanken

um mögliche Gefahren

machen. Nadine

Mosel „kurierte“

einen 12jährigen

Jungen, der mit

seinen Eltern „aus

Angst“ wieder aus

dem Flugzeug ausstieg,

weil er durch

seine Rechnung der

Meinung war, dass,

wenn alle Passagiere

1,5 kg Übergepäck

wie seine Eltern

aufgegeben hätten,

diese Gewichtslast

das Flugzeug

zum Absturz bringen müsste. Dass es einen

Durchschnittswert gibt und alle Koffer gewogen

werden, dass also genau bekannt ist, wie

schwer die Gepäcklast ist und dass der Sprit

dieser Last angepasst wird und schließlich die

Tatsache, dass es immer einen Spielraum nach

oben gibt, der frei bleibt – diese und andere

Informationen konnten den Jungen schlussendlich

dazu bewegen, den später erneut gebuchten

Flug mit seinen Eltern anzutreten.

Das Wetter als eintretendes Schicksal wird von

vielen Flugängstlichen besonders betont. Nadine

Mosel erklärt dann, dass alle Wetterdaten

vor und während des Fluges ständig aktualisiert

und Flugrouten angepasst werden; außerdem

sei es die Aufgabe der Fluglotsen, den

Luftverkehr zu überwachen und mit den Piloten

zu kommunizieren.

Der Flugangst-Coach

unterscheidet zwischen

denjenigen,

die aus Angst erst

gar nicht fliegen,

und denen, die zwar

fliegen, aber ihre

Angst betäuben.

Die Letzteren erkennt

Nadine Mosel

häufig bereits beim

Einsteigen an ihrem

Habitus. Manche sind

angespannt und sagen

sofort der Flugbegleiterin,

dass sie eigentlich keine Lust auf

den Flug haben, sie gerne schlafen wollten

oder gleich Alkohol ordern. In so einem Fall

reagiere die Crew aufmerksam, aber sehr empathisch,

der Passagier werde beobachtet und

häufiger „besucht“. Alkohol und Tabletten

wirken – so der Flugangst-Coach – kontraproduktiv,

denn in großer Höhe wirken diese Substanzen

völlig anders und können gefährlich

sein. Das Wichtigste

aber sei, den

„versteckt“ Ängstlichen

nicht allein

zu lassen und ihm

das Gefühl zu geben,

bei ihm zu

sein.

Nadine Mosel begleitet

ihre Klienten

auch nach einem

2- bis 4-stündigen

Coaching-Gespräch

weiterhin.

Der Kontakt bleibt

bestehen, man darf

sie anrufen, die

Coaching-Ergebnisse

mit ihr bei Bedarf

noch einmal

durchgehen und kurz

vor einem Flug mit

ihr die Selbsthilfe-

Strategien besprechen. Sie hat auf Wunsch

auch schon einmal einen Klienten auf seinem

Flug begleitet.

„Flugangst zu haben ist kein Makel, sondern

vollkommen gerechtfertigt. Sie sollte nicht verschwiegen

werden, denn sie kann in relativ

kurzer Zeit mit professioneller Hilfe gut behandelt

werden“, ist Nadine Mosels Überzeugung.

Wichtig sei, dass der Betroffene bereit

sei, sich dem Problem zu stellen und sich zu

öffnen.

Dies ist durch ein unverbindliches Kontaktgespräch

mit dem Coach möglich, welches kostenfrei

ist und zu nichts verpflichtet.

www.nadine-mosel.de

Telefon: 0178 – 600 1913

Text & Fotos: Cornelia von Enden


( Service-Seite

NOTRUFE

Polizei 110

Feuerwehr, Rettungsdienst 112

Polizeistation Grasberg 04208 - 12 22

Speckmannstr. 35, 28879 Grasberg

Polizeistation Lilienthal 04298 - 46 56 61 0

Zinckestr. 24, 28865 Lilienthal

Polizeikommissariat Osterholz 04791 - 30 70

Pappstraße 6, 27711 Osterholz-Scharmbeck

Polizeistation Ottersberg 04205 - 86 04

Grüne Straße 26, 28870 Ottersberg

Polizeistation Ritterhude 04292 - 99 07 60

Riesstraße 30, 27721 Ritterhude

Polizeistation Worpswede 04792 - 12 35

Hembergstraße 12, 27726 Worpswede

NOTHILFE

Krankenhäuser

Kreiskrankenhaus Osterholz-Scharmbeck 04791 - 80 30

Am Krankenhaus 4, 27711 Osterholz-Scharmb.

Klinik Lilienthal 04298 - 27 10

Moorhauser Landstr. 3c, 28865 Lilienthal

Krankentransport 04791 - 1 92 22

Ärztl. Bereitschaftsdienst Bundesweit 116 117

Apotheken-Notdienst 0800 - 0 02 28 33

Giftnotrufzentrale Nord 0551 - 19 24 0

Telefonseelsorge 0800 - 111 0 111/222

Kinder-/Jugendtelefon 0800 - 111 0 333

Elterntelefon 0800 - 111 0 550

Frauen-Notruf 04791 - 96 58 11

Osterholzer Stadtwerke 04791 - 809 - 999

Kundenzentrum Grasberg 04208 - 828 - 6350

Kundenzentrum Lilienthal 04298 - 6900 - 30

Kundenzentrum Ritterhude 04292 - 8165 - 55

Kundenzentrum Worpswede 04792 - 987 - 8120

Pannendienst ADAC 01802 - 22 22 22

Zentralnotruf Autoversicherer 01802 - 50 26

Sperrung EC-/Kreditkarten 116 116

Lilienthal

Rathaus Lilienthal 04298 - 929 0

Klosterstr. 16, 28865 Lilienthal Fax 04298 - 929 292

gemeinde@lilienthal.de · www.lilienthal.de

Bürgermeister: Kim Fürwentsches

Ev.-luth. Kirchengemeinden in Lilienthal

Gemeindebüros: Klosterstraße 14 04298 - 10 53

Katholische Kirche „Guter Hirt”

Sternwartestraße 5, 28865 Lilienthal 04298 - 8512

Osterholz-Scharmbeck

Rathaus OHZ 04791 - 17-0

Rathausstraße 1, 27711 Osterholz-Scharmbeck Fax 04791 - 17-304

rathaus@osterholz-scharmbeck.de · www.osterholz-scharmbeck.de

Bürgermeister: Torsten Rohde

Landkreis OHZ 04791 - 930-0

Osterholzer Str. 23, 27711 Osterholz-Scharmbeck Fax 04791 - 1930-1099

info@landkreis-osterholz.de · www.landkreis-osterholz.de

Landrat: Bernd Lütjen

Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Willehadi

Gemeindebüro: Hinter der Kirche 10 04791 - 5 71 96

Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Marien

Gemeindebüro: Findorffstraße 18 04791 - 14 96 30

Katholische Kirchengemeinde „Heilige Familie”

Pfarramt: Waldweg 1 04791 - 26 93

Worpswede

Rathaus Worpswede 04792 - 312 0

Bauernreihe 1, 27726 Worpswede Fax 04792 - 312 39

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Bürgermeister: Stefan Schwenke

Tourist-Information Worpswede 04792 - 93 58 20

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Evangelische Kirchengemeinde Worpswede

Gemeindebüro: An der Kirche 5 04792 - 9 63 35

Grasberg

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Speckmannstr. 30, 28879 Grasberg Fax 04208 - 91 75 75

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Bürgermeisterin: Marion Schorfmann

Kirchengemeinde Grasberg

Kirchenbüro: Speckmannstr. 40 04208 - 9 19 90 95

Fischerhude

Rathaus Flecken Ottersberg 04205 - 31 70 0

Grüne Straße 24, 28870 Ottersberg Fax 04205 - 3170-44

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Orts-Bürgermeister: Wilfried Mittendorf

Liebfrauenkirche Fischerhude

Kirchstraße 13, 28870 Ottersberg 04293 - 789546

Ritterhude

Rathaus Ritterhude 04292 - 889-0

Riesstraße 40, 27721 Ritterhude

gemeinde@ritterhude.de · www.ritterhude.de

Bürgermeister: Jürgen Kuck

Ev.-luth. St. Johannes-Kirchengemeinde Ritterhude

Pfarrbüro: Hegelstraße 2a 04292 - 13 88

SCHULFERIEN 2025 / 2026 IN NIEDERSACHSEN

Osterferien 07. April - 19. April 2025

Einzeltage. 30. April, 02. Mai, 30. Mai, 10. Juni 2025

Sommerferien 03. Juli - 13. August 2025

Herbstferien 13. Oktober - 25. Oktober 2025

Weihnachtsferien 22. Dezember - 05. Januar 2026

Winterferien 02. Februar - 03. Februar 2026

Angegeben ist jeweils der erste und letzte Ferientag. Alle Angaben auf dieser Seite ohne Gewähr.

56 Lilienthaler · 1 2025


Bücher

Kent Haruf

Unsere Seelen bei Nacht

Ein Bestseller-Roman

„Unsere Seelen bei Nacht“ ein Roman aus dem Amerikanischen ist ein

behutsamer, menschlicher Dialog unter älteren Liebenden. Einfühlsam

macht der Autor Kent Haruf deutlich, was viele alleinstehende Menschen

empfinden. Ein liebevolles Buch über die Möglichkeit älterer

Menschen, der Einsamkeit zu entkommen. Wären da nicht die Nachbarn,

die alles beobachten und tratschen. Auch die Kinder meinen: “das

gehört sich nicht“, denn sie wissen alles besser: „Es ist irgendwie peinlich“,

sagen sie zu den Eltern.

Zum Inhalt: Eines Tages klingelt

Addie, eine Witwe von 70 Jahren,

bei ihrem gleichaltrigen Nachbarn

Louis. Er ist ebenfalls verwitwet.

Obwohl die beiden 70-

jährigen schon seit Jahrzehnten

in derselben Straße wohnen, haben

sie sich nie kennengelernt

und wissen nichts voneinander.

Nachdem Addie sich wieder einmal

nachts sehr einsam fühlt und

schlecht schläft, sucht sie ihren

Nachbarn auf und unterbreitet

ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag:

ob er nicht ab und zu bei

ihr übernachten möchte. Louis

zögert ein wenig, diesen Vorschlag

anzunehmen. Schließlich

willigt er ein und er beginnt die

Abende und Nächte bei Addie zu verbringen.

So liegen sie Nacht für Nacht nebeneinander und erzählen sich ihre Leben.

Doch ihre Treffen sorgen für Aufsehen in dem Städtchen. Nachts

ist die Einsamkeit bei beiden am schlimmsten. Es geht ihnen nicht um

Sex, sondern um Nähe und Geborgenheit. Sie liegen im Dunkeln nebeneinander,

unterhalten sich und lernen sich immer besser kennen.

Zwischen ihnen entsteht eine innige Verbindung und schließlich auch

eine Liebe. Dass die gesamte Kleinstadt sich das Maul über sie zerreißt,

ist ihnen egal. Dass ihre Kinder aber die Beziehung nicht gutheißen,

bedauern sie, beide wollen sich aber dadurch ihr Glück nicht verderben

lassen.

stellt er seine Mutter wegen ihrer Beziehung mit Louis zur Rede. Aufgrund

von Louis früheren Affären missbilligt er das Verhältnis seiner

Mutter zu ihrem Nachbarn. Addie macht ihm klar, dass sie die Beziehung

nicht beenden werde.

Einige Zeit später muss Addie nach einem Sturz ins Krankenhaus. Der

Sohn versucht seine Mutter davon zu überzeugen, bei ihm einzuziehen,

was sie aber ablehnt. Irgendwann später verkauft Addie doch ihr

Haus und zieht bei Gene und Jamie ein. Ihre Beziehung mit Louis hält

sie durch abendliche Telefongespräche vor dem Zubettgehen aufrecht.

Ein liebevolles Buch über die Möglichkeit alter Menschen, der Einsamkeit

zu entkommen.

Die Volkshochschule Lilienthal veranstaltet am 10. Mai um 19 Uhr in

Murkens Hof eine Lesung zum Roman „Unsere Seelen bei Nacht“ (Diogenes-Taschenbuch

ISBN 978 3 257 244656) mit den Schauspielern Kathrin

Becker und Hans-Rudolf Spühler.

Text & Foto: Monika Fricke

Kent Haruf.

Unsere Seelen bei Nacht.

Roman.

Diogenes Verlag AG, 12.Auflage (2018).

Kartoniert. 224 Seiten. Euro 14,00.

ISBN 13: 978-3-257-24465-6.

Leinen. 208 Seiten. Euro 20,00.

ISBN-13: 978-3-257-06986-0

Durch ihre allabendlichen Gespräche über ihr Leben und ihre Vergangenheit,

bauen Louis und Addie schon bald eine enge Verbindung zueinander

auf. Addie erzählt vom Tod ihrer elfjährigen Tochter und von

den Folgen für ihre Ehe. Louis gibt eine Affäre preis, die beinahe seine

Ehe zerstört hätte.

Den Sommer verbringen Louis und Addie mit Jamie, Addies 7-jährigem

Enkelsohn, dessen Mutter die Familie kurz zuvor verlassen hat. Louis

schließt Jamie schnell ins Herz. Zu dritt unternehmen Louis, Addie und

Jamie einen Zelturlaub. Als Jamies Vater Gene den Sohn abholen will,

Lilienthaler · 1 2025 57


Tierarzt-Praxis

Tierärztin Dr. Bettina Jachens

365 Tage Zecken und Flöhe

Durch die zunehmende Klimaerwärmung mit trockenen Sommern und

milden Wintern gibt es immer frühere und längere Zeckenaktivität. Sie

sind nahezu ganzjährig aktiv. Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus)

zum Beispiel wird bereits ab 7°C aktiv, die Wiesenzecke (Dermacentor

reticulatus) sogar bei Temperaturen ab 4°C. Zusammen mit Ixodes hexagonus

(Igelzecke) sind sie in Deutschland und Österreich die Zecken

mit der größten Bedeutung.

Zecken besitzen 8 Beine. Sie sind keine Insekten, sondern Spinnenartige.

Zecken gehören zur Klasse der Arachnidea (Spinnentiere) und zur

Unterklasse der Acari (Milben). Sie bevorzugen Waldungen mit dichtem

Unterholz und anschließende Waldlichtungen. Sie sind Wegelagerer. Sie

lauern im Gras und Gebüsch bis etwa auf Kniehöhe. Kommt ein Wirt vorbei,

springen sie nicht, sie lassen sich abstreifen. Zecken besitzen das

sogenannte Hallersche Organ. Dieses sitzt am ersten Beinpaar und dient

zur Geruchswahrnehmung für von der Haut des Befallenen ausgehende

Geruchsstoffe. Aber auch physikalische Signale wie Vibration und Körpertemperatur

des Wirts werden vom Hallerschen Organ registriert. Hat

eine Zecke ihren Wirt gefunden, verankert sie sich mit einem Tannenzapfen

ähnlichen, mit Widerhaken versehenen Dorn zementartig in der

Haut des Opfers. Nicht der Zeckenkopf bleibt also in der Haut stecken,

sondern nur die Mundwerkzeuge. Zecken geben ihren Speichel in den

Wirt ab. In dem Speichel befinden sich neben Bakterien auch ein Lokalanästhetikum.

Durch die Bakterien kann es an der Anheftungsstelle

zu lokalisierten Infektionen kommen. Es ist jedoch weniger der Stich,

der Probleme macht, sondern die Erregerübertragung, die während des

Saugaktes des Parasiten stattfindet und schwere Infektionskrankheiten

hervorrufen kann. 75% der Zecken sind mit von Zecken übertragenen

Erregern infiziert. Infektionskrankheiten sind Babesiose (ein hochgradiger

Zeckenbefall kann zu Blutarmut (Anämie) und zum Tod führen;

die Inkubationszeit beträgt ein bis 21 Tage; das Auftreten der caninen

Babesiose ist direkt an die Verbreitung von Dermacentor reticulatus, der

Wiesenzecke oder auch Buntzecke, geknüpft; war diese Erkrankung früher

eine typische Reise-oder Importkrankheit, gibt es heutzutage bereits

eigenständige bzw. einheimische Herde in Deutschland und Österreich),

Borreliose, FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis), Ehrlichiose,

Anaplasmose, Hepatozoonose und viele mehr. Borreliose und FSME

sind auch beim Menschen gefürchtete Erkrankungen (sogenannte Zoonosen).

Die Übertragungszeit der heimischen Krankheitserreger beim

Hund beträgt bei Borreliose 16-48 Stunden, bei Anaplasmose 24-48

Stunden und bei Babesiose mindestens 48 Stunden. Gefährdet sind alle

Hunderassen jeder Altersstufe.

58 Lilienthaler · 1 2025


Nachdem sich die weibliche Zecke mit Blut

vollgesogen hat, fällt sie vom Wirt ab und

legt mehrere Tausend Eier. Die Gesamtentwicklungszeit

ist bei einwirtigen Zecken relativ

kurz (8-12 Wochen); bei mehrwirtigen

Arten ist sie wegen der Übergangsperioden

von Wirt zu Wirt von den jeweiligen Klimaverhältnissen

abhängig und kann sich deshalb

in Ausnahmefällen sogar über drei Jahre

hinziehen.

Eine Krankheit, die der Gemeine Holzbock

überträgt, ist die Borreliose. In manchen Regionen

Deutschlands ist jede dritte Zecke Borrelienträger.

Bei einer Infektion kann es beim

Empfehlungen zur Basisvorsorge gegen Flöhe

(Flöhe kennen keine Saison, sie sind das ganze Jahr aktiv),

Zecken und Würmer:

- Tiere mit geringem Risiko, z.B. kein freier Auslauf, kein Kontakt zu anderen Tieren:

Untersuchung auf Flöhe und Zecken im Rahmen der Fellpflege.

Entwurmung 1-2 x im Jahr, ggf. nach Kotuntersuchung

- Tiere mit durchschnittlichem Risiko, z.B. Auslauf unter Aufsicht, Kontakt zu anderen

Tieren:

Ganzjährige Anwendung eines Anti-Flohpräparates sowie eines Zeckenschutzpräparates.

4 x im Jahr entwurmen, ggf. Kotuntersuchung

- Tiere mit hohem, anhaltendem Risiko, z.B. freier Auslauf ohne Aufsicht, Tierheime,

Zuchten, Haushalte mit mehreren Tieren, Jagdhund

Ganzjährige Anwendung eines Anti-Flohpräparates sowie eines Zeckenschutz-Präparates.

Entwurmung alle 4 Wochen, also 12 x im Jahr, ggf. nach Kotuntersuchung

Verwenden Sie ausschließlich nach Tierarzneimittelgesetz zugelassene Präparate

(Kautablette, Spot on, Halsband oder Injektion vom Tierarzt/-ärztin), denn diese sind

sowohl auf Wirksamkeit als auch Sicherheit geprüft.

Hund zu Fieber kommen, aber auch zu Gelenksentzündungen

mit wechselnden Lahmheiten.

Die Borreliose kann mit hoch dosierten

Antibiotika behandelt werden, die mindestens

einen Monat gegeben werden müssen.

Jedoch droht lebenslang ein Rückfall,

fortschreitende Gelenkserkrankungen und

bleibende Schäden. Eine Übertragung zwischen

Hund und Mensch ist nicht möglich!

Nach der Übertragung durch die Zecke und Infektion

kommt es zunächst zu einer Vermehrung

der Bakterien in der Haut, was beim Menschen

das typische Erythema migrans verursacht.

Für Hunde gibt es eine Impfung gegen

Borreliose.

Im Vergleich zu Hunden sind die Katzen seltener

von zeckenübertragenen Krankheiten

betroffen.

Wichtig für den Tierbesitzer ist, dass nach jedem

Spaziergang der Hund nach Zecken abgesucht

wird. Findet man eine, nimmt man

am besten eine Zeckenzange zur Hand, setzt

sie nahe an der Haut an und zieht die Zecke

langsam und gleichmäßig heraus. Man verwendet

dabei kein Öl oder Alkohol. Dann zerquetscht

man die Zecke zwischen zwei Streifen

Tesafilm oder tut sie in einen Plastikbeutel

in den Hausmüll. Man sollte sie nicht

die Toilette hinunterspülen. Absuchen und

Absammeln ist befreiend für das Tier, bietet

aber keinen ausreichenden Schutz vor Erkrankungen,

denn die meisten Erreger werden

schon zuvor übertragen und manchmal

können Zecken auch übersehen werden.

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Lilienthaler · 1 2025 59


10 Minuten mit... Andreas Hensel

Andreas Hensel, Ehrenbürger der Gemeinde Lilienthal.

Über sein Leben und vor allem über sein über

50 Jahre währendes ehrenamtliches Engagement

bei der Freiwilligen Feuerwehr Lilienthal

könnte Andreas Hensel bestimmt ein Buch

schreiben. Aber er ist ein Mensch, der seinen

Einsatz für das Gemeinwohl und die dabei erzielten

Erfolge nicht „vor sich herträgt“ und

laut verkündet. Bescheidenheit und eine zupackende

Hand zeichnen den frisch ernannten

Ehrenbürger der Gemeinde Lilienthal aus, der

es an Einsatz, Verlässlichkeit, Teamgeist und

einer gehörigen Portion Idealismus nicht hat

fehlen lassen.

In Lilienthal aufgewachsen machte Hensel

nach der Schule eine Ausbildung zum Fernmeldehandwerker,

begann seinen beruflichen

Weg bei der Bundespost und arbeitete später

bei der Telekom in mehreren Bereichen, unter

anderem im Fernmeldebau und der digitalen Vermittlungstechnik.

Nach Jahren der erfolgreichen

Arbeit bei der Telekom wurde Hensel Beamter

auf Lebenszeit.

Bereits 1974 trat er als Jugendlicher der Freiwilligen

Feuerwehr Lilienthal bei, die ihn auch

nicht mehr losließ. Mitte 50 wurden die Weichen

neu gestellt: beruflich stellte sich durch

den Technikwandel und die fortschreitende Digitalisierung

sowie durch den Wegfall einzelner

Standorte für Hensel die Frage des Vorruhestandes,

den er nach Verhandelung mit dem

Arbeitgeber und schließlich im gegenseitigen

Einvernehmen auch antrat. „Mir war die Lebenszeit

wichtig, die ich dadurch gewann – die

kann durch nichts und niemanden bezahlt und

aufgewogen werden“, so Andreas Hensel, der

seinen Bruder mit 59 Jahren viel zu früh verlor.

Sein Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr

blieb, 1988 wurde Hensel Ortsbrandmeister

und blieb in dieser Funktion 24 Jahre

lang tätig, bis er 2012 das Amt des Gemeindebrandmeisters

übernahm. Bis 2024 bekleidete

er diese verantwortungsvolle Aufgabe,

der letzte große Einsatz für ihn was das extreme

Hochwasser 2023/2024 in und um Lilienthal,

welches er mit einem hervorragenden

Team von Feuerwehrleuten entscheidend bekämpfte.

„Die Arbeit der Feuerwehr ist weniger Beruf,

als vielmehr Berufung“, so die Überzeugung

des Lilienthaler Ehrenbürgers. Und diese

Überzeugung lebt Andreas Hensel, wofür ihm

größter Respekt und hohe Anerkennung entgegen

gebracht wird.

Text & Foto: Cornelia von Enden

60 Lilienthaler · 1 2025


Sie engagieren sich in Lilienthal weil...

... ich hier mein ganzes Leben verbracht habe und selbst etwas in die

Gemeinschaft einbringen möchte

Was ist für Sie das Schönste und Interessanteste an Ihrer Aufgabe?

Die Arbeit in und mit der Feuerwehr ist sehr spannend. Menschen in

Not helfen zu können ist immer gut, auch wenn die Umstände häufig

sehr widrig sind.

Auf welche persönliche Leistung sind Sie besonders stolz?

Mein Durchhaltevermögen im Ehrenamt.

Welcher Mensch hat in Ihrem Leben eine besondere Rolle gespielt?

Unser ehemalige Kreisbrandmeister Paul Rodig, der leider viel zu früh

verstorben ist. Wir waren auf derselben Wellenlänge.

Welche Eigenschaft muss jemand besitzen, der Ihr Vertrauen erlangen

will?

Verbindlichkeit und Ehrlichkeit sind für mein Vertrauen unverzichtbar.

Was treibt Sie innerlich an und wie motivieren Sie sich für Ihre Arbeit?

Dinge zu verbessern und Herausforderungen zu meistern sind ein

ständiger Antrieb. Ein Problem zu lösen treibt mich um und an und

motiviert mich am Ball zu bleiben.

Haben Sie ein Lebensmotto und wenn ja, welches?

Aufgeben ist keine Option.

Wenn Sie in einer anderen Zeit leben könnten, welche würden Sie

wählen?

In einer anderen Zeit müssten bestimmte Bedingungen erfüllt sein.

Z. B. Frieden, keine Vertreibung und Flucht. Keine Armut und Hungersnot

usw., daher käme nur die Zukunft in Frage

Wem möchten Sie gern mal persönlich Ihre Meinung sagen?

Unserer Innenministerin Frau Daniela Behrens.

Gibt es etwas, das Sie an sich überhaupt nicht mögen?

Wenn ich mal zu gar nichts Lust habe.

Und was gefällt Ihnen an sich besonders?

Das ich mich für Dinge/Aufgaben begeistern kann und auch begeistern

lasse.

Vielen Dank für das Gespräch.

Seit über 110 Jahren

Was ist für Sie eine Versuchung?

Schokolade ? und mich einzumischen.

Worüber ärgern Sie sich am meisten?

Unzuverlässigkeit und Unverbindlichkeit sind für mich schwer zu ertragen.

Sie hindern einen am Vorankommen.

Wann war ein Tag für Sie ein gelungener Tag?

Wenn ich am Ende des Tages mehr Lösungen als Fragen und Probleme

im Kopf habe.

Was würden Sie in Ihrem Lebensumfeld gern ändern?

Nichts, aber auf die Zeitumstellung könnte ich schon verzichten.

Welche Musik muntert Sie auf und mit welcher heben Sie ab?

Meine Musik ist hauptsächlich aus Rock und Pop, aber auch Swing und

Klassig können mich aufmuntern.

Zum Abheben muss sie aber im Flugzeug gespielt werden.

Ihr Lieblingsbuch?

Das Nds. Brandschutzgesetz mit Kommentar.

Es ist für mich spannender als ein Roman. ?

Haben Sie einen Lieblingsfilm?

Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion.

Haben Sie einen Lieblingssport und gibt es einen Sportler, den Sie

besonders bewundern?

In meiner Jugend war es die Leichtathletik. Ich bewundere die Menschen,

die trotz Einschränkungen sportlich aktiv sind.

Mit welcher Person aus Vergangenheit oder Gegenwart würden Sie

gern mal einen Abend verbringen und warum?

Helmut Schmidt. Er ist für mich ein Politiker mit Format gewesen.

Seine pragmatischen Entscheidungen und Durchsetzungskraft finde

ich bemerkenswert.

Lilienthaler · 1 2025 61


Momentaufnahme

Impressum

16. Jahrgang

Herausgeber

Rolf Ehlers

Verlag

Sport·Management Rolf Ehlers

Organisation·Zeitschriften·Druck

Carl-Linde-Str. 10 · 28357 Bremen

Telefon 0421-25 85 220

lilienthaler@edition-ehlers.de

Redaktion

Jutta-Irene Dehlwes-Grotefend (JIDG),

(Chefredaktion)

Cornelia von Enden (CvE)

Monika Fricke (fmo)

Sonja Bullen (sbu)

Dr. Bettina Jachens (bj)

Susanne Müller (sm)

Erwin Duwe (ed), Foto

Rolf Ehlers (eh), ViSdP

Anzeigen

Über den Verlag.

Julia Ehlers, Anzeigenleitung

Telefon 0173 899 76 74

julia.ehlers@edition-ehlers.de

Erika Arndt, Anzeigenberatung

Telefon 0421 - 25 85 220

erika.arndt@edition-ehlers.de

Z.Zt. ist Anzeigenpreisliste Nr. 14 vom

1. Januar 2025 gültig.

Bei telefonisch aufgegebenen Anzeigen kann

keine Garantie für die Richtigkeit übernommen

werden.

Erscheinungsweise

Zweimonatlich

Foto: pb

Bezugspreis

Kostenlose Abgabe in Fachgeschäften, bei Vereinen

und Organisationen der Gemeinden Lilienthal,

Grasberg, Worpswede und umzu.

Abonnement: Euro 15,-- inkl. Mehrwertsteuer

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Ablauf.

Ich geh‘ dann mal weg.

Moment mal...

Alle paar Jahre machen die Wähler ihr Kreuz.

Und hinterher müssen sie’s dann tragen.

Birgit Behr-Khoshnavaz

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Silberdruck, Lohfelden

Wir legen großen Wert auf die Gleichberechtigung der Geschlechter.

Im Sinne einer leichteren Lesbarkeit wird in den

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Das Magazin Lilienthaler wird auf umweltschonendem, chlorfrei

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Erfüllungsort und Gerichtsstand ist Bremen.

Berichte, Nachrichten, Termine und Fotos auf den Seiten Aus den

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Verantwortung des jeweiligen Vereins, Verbandes bzw. der

entsprechenden Organisation.

Die nächste Ausgabe erscheint ab Freitag, 4. April 2025

Redaktionsschluss für Vereinsberichte in der nächsten Ausgabe ist der 8. März 2025

62 Lilienthaler · 1 2025



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