Lilienthaler - Das Magazin_0125
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Lilienthaler
Das Magazin Februar 1 März 2025
Pflanzen & Tiere
Galerien & Theater
Vergangenheit & Zukunft
Viel Spaß im Februar!
Editorial
„Der Worte sind genug gewechselt,
Laßt mich auch endlich Thaten sehn;
Indes ihr Komplimente drechselt,
Kann etwas Nützliches geschehn.“
Jutta-Irene
Dehlwes-Grotefend
Chefredaktion
lässt Goethe den Theaterdirektor vor Beginn seiner Tragödie
„Faust I“ zwar schon vor 213 Jahren sprechen, der
Inhalt passt jedoch auf viele Reden, die im Januar hierund
dortzulande vor auserwähltem Publikum aber auch
einfachem Volk gehalten wurden. Nun sind die Neujahrsempfänge
hoffentlich alle vorbei. Beschönigende
Jahresrückblicke, sich selbst Mut machende Ausblicke,
die wie das Pfeifen im Walde klingen, verhallt und man
kann getrost zur Tagesordnung übergehen. Kann man?
Immerhin können die (lokalen) Politiker dann ein Jahr
später wieder die Erfahrungen des Jahres zum Besten geben
und präsentieren, „was am Ende des Tages unterm
Strich dabei rauskommt“ (Januar), bzw. herausgekommen
ist (Dezember). Wobei sie das „Ende des Tages“ keineswegs
buchstäblich verstanden wissen wollen.
Einstweilen wünscht sich der einfache Bürger (mit seiner
Frau), dass durch gescheite Vorüberlegungen, weitsichtige
Planungen, genaue Berechnungen von Einflussgrößen,
einkalkulieren von Unwägbarkeiten und gern
auch Bürgerbeteiligung nicht alle „hinterher mal wieder
schlauer“ sind, sondern dass sie von vornherein die Angelegenheiten
klüger beginnen.
Ein frommer Wunsch?
Jedenfalls ein Fünkchen Hoffnung.
Ihre
JIDG
Inhalt
Kann es noch besser werden? ab Seite 18
Nachträgliche Gedanken und Wünsche
Foto: pixabay
Die Fünf ab Seite 20
Tiere und Pflanzen des Jahres 2025
Foto: pixabay
Inhalt Ausgabe 1
Editorial 03
Stimmungsbild
Himmel über der Region 06
Kompakt
Feuerwehrarbeit ist Berufung 08
Osterholzer Sportvereine erhielten Förderbeiträge 09
Neues Vorstandsmitglied bei der Volksbank 10
Neujahrsempfang im Rathaus Lilienthal 12
Umfangreiches Semesterprogramm der Volkshochschule 13
Abschied von „Exklusiv mobil“ in Lilienthal 14
10. Geburtstag des Internationalen Cafés 15
LightUp! 2025 im Rhododendron-Park 16
Könnte in diesem Jahr jetzt noch etwas besser werden?
Nachträgliche Gedanken und Wünsche 18
Die 5 des Jahres 2025
Tiere und Pflanzen des Jahres 20
Kleinkinder entdecken ihre Leidenschaft für Pferde
Ponykindergarten für die Jüngsten 24
Die Elefanten sind frei...
...wer will sie erwerben 26
1968: Spiel ohne Grenzen
OHZ siegt gegen EU-Nachbarländer 30
Staffelstabwechsel bei der Volksbank
Neuer Geschäftsstellenleiter in Lilienthal 32
Guten Appetit
7x die Suppe auslöffeln 34
Titelbild
Winter kann auch schön sein.
Foto: pixabay
4 Lilienthaler · 1 2025
Die Elefanten sind frei... ab Seite 26
Auflösung des Elefanten-Museums Lilienthal
Foto: Jutta-Irene Dehlwes-Grotefend
Februar / März 2025
Kunst - Kultur - Theater
Kostüme für den „Zauberer von OZ“ 42
Theater in Osterholz 43
Speeldeel Klostermoor 44
Arbeitswelt Atelier 44
Kulturpreis der Volksbank 45
Zwei Winterausstellungen in Worpswede 46
Visitenkarten 48
Aus Vereinen und Organisationen
Turnverein Lilienthal e.V. 50
Turnverein Falkenberg e.V. 51
Sportverein Seebergen e.V. 52
Gesamtkirchengemeinde setzt Segel
Neue „Kirche an der Hamme“ 53
Coaching für’s Wohlbefinden
Flugangst ade! 54
Service Seite
Telefonnummern, Ferientermine und vieles mehr 56
Buchempfehlung 57
Tierarzt-Praxis
365 Tage Zecken und Flöhe 58
10 Minuten mit ...
Andreas Hensel 60
Die letzte Seite
Momentaufnahme, Moment mal, Impressum 62
Lilienthaler
Das Magazin für Lilienthal · Worpswede · Grasberg
Fischerhude · Ritterhude · Osterholz-Scharmbeck
HB-Borgfeld · HB-Horn-Lehe · HB-Oberneuland
Lilienthaler · 1 2025 5
Himmel über
der Region Foto: Alfons Volmer
Kompakt
Kompaktes Wissen
originell · NUTZLOS
Skurril · kurios
Seit 1997 findet jedes Jahr unter dem Titel „Robo-
Cup“ die Fußball-Weltmeisterschaft der Roboter
statt. Die Uni Bremen hat schon mehrfach den Titel
gewonnen.
Über die Hälfte der über 7000 Sprachen auf der Welt
ist vom Aussterben bedroht.
Mit über 63 Metern steht der höchste Baum
Deutschlands, eine Douglasie, in Freiburg.
Feuerwehrarbeit ist kein Hobby
sondern eine Berufung
Gemeinde Lilienthal ernennt
Andreas Hensel zum Ehrenbürger
Die Gemeinde Lilienthal hat Andreas Hensel, den ehemaligen Gemeindebrandmeister,
mit der höchsten Auszeichnung der Gemeinde geehrt: Er wurde am Freitag, den 29.
November 2024, zum Ehrenbürger ernannt. In einer feierlichen Zeremonie im Rathaus
überreichte Bürgermeister Kim Fürwentsches die Ehrenbürgerurkunde vor circa 50 geladenen
Gästen.
Andreas Hensel engagierte sich über 50 Jahre ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr
Lilienthal, davon 12 Jahre als Gemeindebrandmeister. Während seiner Amtszeit
Nur in Düsseldorf gibt es Fußgängerampeln mit
Gelbphasen.
Auf dem „Walk of Fame“ in Hollywood sind schon
über 2.600 Stars verewigt.
Die einzige Nationalflagge der Welt, die nicht
rechteckig ist, ist die Flagge des Staates Nepal.
Aus Elefantenkot kann Papier hergestellt werde.
Aufgrund ihrer vielen Brauereien trägt die Stadt
Portland (US-Bundesstaat Oregon) den Spitznamen
Beervana.
Das am dünnsten besiedelte Land der Erde ist die
Mongolei mit knapp 2 Einwohnern je km 2 .
Das am dünnsten besiedelte Bundesland in Deutschland
ist Mecklenburg-Vorpommern mit etwa
70 Einwohnern je km 2 .
In Uruguay sagen Fotografen, wenn vor der Kamera
gelacht werden soll, „Whisky“.
24
Familienflohmarkt
im Konventshaus
Die Freiwilligenagentur Lilienthal e.V. veranstaltet am
Samstag, den 22. Februar von 14 bis 16 Uhr einen Familienflohmarkt
im Konventshaus, Konventshof 4, in Lilienthal.
Neben Schnäppchen und nützlichen Dingen für
die ganze Familie kann man auch selbstgebackenen Kuchen
und fair gehandelten Kaffee genießen sowie sich
über aktuelle Projekte für Kinder und Familien in der Gemeinde
informieren.
Standgebühr ist ein selbstgebackener Kuchen und eine
freiwillige Spende für soziale Projekte in der Gemeinde.
Anmeldung an: info@freiwilligenagentur-lilienthal.de.
pm
Bürgermeister Kim Fürwentsches überreicht Andreas Hensel die Urkunde.
setzte er sich mit großem Einsatz für die Sicherheit der Gemeinde ein, meisterte Herausforderungen
wie das Winterhochwasser 2023/2024 und prägte das Feuerwehrwesen
in der Region nachhaltig. In seiner Laudatio bezeichnete sein Nachfolger, Harm
Behrens, Hensel als „lebende Legende“ und würdigte seine herausragenden Verdienste
für die Feuerwehr und die Gemeinde.
Bürgermeister Fürwentsches betonte in seiner Rede: „Die Ehrenbürgerwürde ist die
höchste Auszeichnung, die unsere Gemeinde zu vergeben hat. Andreas Hensel hat sie
durch sein außergewöhnliches Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz für die
Allgemeinheit in vollem Umfang verdient.“
Die Ehrung unterstreicht Hensels wichtige Rolle bei der Entwicklung der Lilienthaler
Feuerwehr. Wichtige Meilensteine waren zum Beispiel die Zusammenlegung der Feuerwehren
Lilienthal und Falkenberg oder auch der Bau der Straßenbahnlinie 4, in dessen
Zuge er wichtige Pläne erstellte, die die Rettungskräfte während der Großbaustelle
durch den Ort navigierten.
Hensel selbst bedankte sich in seiner Rede bei seiner Familie, die ihn in seinem Engagement
stets unterstützt habe und betonte: „Feuerwehrarbeit ist kein Hobby, sondern
eine Berufung. Es gibt kaum etwas Besseres, als Menschen zu helfen.“
pm/fmo
8 Lilienthaler · 1 2025
Die nächsten Termine
der Bürgermeistersprechstunden
Lilienthal
In der Gemeinde Lilienthal finden die
Bürgermeister-Sprechstunden für die Einwohner
Lilienthals an jedem Monat für vier
Stunden an unterschiedlichen Tagen und zu
unterschiedlichen Zeiten statt, damit alle
Interessierten die Möglichkeit haben, mit
kurzfristiger Zeitabsprache ins Rathaus zu
kommen und ihr Anliegen Bürgermeister
Fürwentsches vortragen zu können.
Die nächsten Termine:
Dienstag, 11. Februar 2025
09.00 - 13.00 Uhr
Dienstag, 11. März 2025
14.00 - 18.00 Uhr
Dienstag, 22. April 2025
14.00 - 18.00 Uhr
Anmeldung bitte unter
Telefon 04298 - 929 101.
Worpswede
In Worpswede können die Bürger
ihre Anliegen an
jedem letzten Donnerstag im Monat in
der Zeit von 16.00 bis 19.00 Uhr
Bürgermeister Stefan Schwenke vortragen
und mit ihm besprechen.
Ritterhude
In Ritterhude finden
Bürgermeistersprechstunden an
jedem letzten Donnerstag im Monat
von 16.00 - 18.00 Uhr statt.
27 Osterholzer Sportvereine
erhielten 46.000 Euro
von der Inge-Küster-Stiftung
Seit 2014 erfüllt die Inge-Küster-Stiftung vom Möbelhaus Meyerhoff jährlich Förderanträge der
Osterholzer Sportvereine. Bis heute wurden über eine Million Euro im Rahmen der Sportförderung
vergeben, berichtete der Stiftungs-Vorsitzende Fritz Bokelmann beim Treffen mit dem Kreissportbund
Osterholz (KSB) und Vereinsvertretern im Möbelhaus-Restaurant. In diesem Jahr erhielten
27 Osterholzer Sportvereine insgesamt 46.000 Euro aus dem Vermächtnis der verstorbenen
Meyerhoff-Chefin Inge Küster.
Bokelmann erklärte, dass der Sport im
Landkreis von erfolgreichen Verkaufszahlen
des Möbelhauses profitiere, „je
mehr dort verkauft werde, desto mehr
haben wir als Inge-Küster-Stiftung zur
Verfügung“. Besonderen Dank richtete
der Vorsitzende an die Ehrenamtlichen
in den Vereinen, die die Sportler betreuen
und alles organisieren. Die 2011 verstorbene
Meyerhoff-Chefin Inge Küster
sei dem Sport sehr verbunden gewesen
und hatte deshalb in ihrem Nachlass die
Förderung der Osterholzer Vereine verankert,
„es wurde ein wesentlicher Teil
der Stiftung“, so Bokelmann. Als „tolle
Kooperation zwischen Kreissportbund
und Inge-Küster-Stiftung“ bezeichnete
der Kreissportbund-Vorsitzende Jens
Themsen diese Sportförderung. 129 Mitgliedsvereinen
seien im KSB vereint. Die
Inge-Küster-Stiftung trage dazu bei, dass
es in den Verein gut voran gehe und die
Mitgliederzahlen heute erfreulich seien.
Kurz vor Ende 2024 informierten die beiden Vorsitzenden
der Inge-Küster-Stiftung: Fritz Bokelmann (links)
und Wilfried Guttmann über die bewilligten Anträge der
Sportvereine im Kreissportbund Osterholz.
Zum Beispiel konnte der Reitclub Tempo Ritterhude dank der genehmigten Fördermittel Cavalettis
für das Training anschaffen und der TC Hambergen will mit der Spende die neue Pickleball-
Gruppe aufbauen und mit einer Schule kooperieren, war im Gespräch zu erfahren.
In diesem Jahr wurden Anträge auf Förderung vom Reitverein Lilienthal und Umgebung, Kreis-
Leichtathletikverband Osterholz, Kodokan Judo-Verein Osterholz, TuSG Ritterhude (Leichtathletik),
TuSG Ritterhude/SG Beckedorf, TuSG Ritterhude (Volleyball), Hamberger Tennis-Club, 1. AFC
Lilienthal Venom, ATSV Scharmbeckstotel, SV Aschwarden und Umgebung, TSV Worpswede, DLRG-
Ortgruppe Schwanewede, Reit- und Fahrverein Hambergen, SG Platjenwerbe, SV Lilienthal-Falkenberg,
Handballverein Grasberg 2010, RC Tempo Ritterhude, Ruderverein Osterholz-Scharmbeck,
MTV Lübberstedt, VSK Osterholz-Scharmbeck, TV Lilienthal. TSV Wallhöfen (Bodenturnen),
TSV Wallhöfen (Rhönrad), TSV Wallhöfen (Bewegungsturnen), TV Schwanewede, Kreissportbund
Osterholz und TSV Meyenburg bewilligt.
„Wir werden auch zukünftig Maßnahmen im Sport fördern“, betonte der Vorsitzende der Inge-
Küster-Stiftung. Die Osterholzer Vereine sollten auch 2025 rechtzeitig ihre Anträge auf Fördermittel
stellen. Text & Foto: Monika Fricke
Zusätzlich besteht auch an
jedem 2. Dienstag eines Monats
in der Zeit von 9.30 bis 12.30 Uhr
die Möglichkeit, Bürgermeister Jürgen Kuck
zu sprechen, allerdings nur mit einer
Terminabsprache unter
Telefon 04292 - 889 101.
Alle Terminangaben ohne Gewähr.
Lilienthaler · 1 2025 9
Kompakt
Neues Vorstandsmitglied der Volksbank eG Osterholz-Bremervörde
Stefanie Kase wurde zum 1. Januar 2025 vom Aufsichtsrat in den Vorstand berufen
Als drittes Vorstandsmitglied verstärkt Stefanie Kase in die Führungsriege der
Volksbank eG Osterholz-Bremervörde.
Das Foto zeigt von links: Jan Mackenberg, Stefanie Kase, Michael Kerstin, Silke Nehring
und Andreas Rolf-Pissarczyk.
Die neue Führungsspitze der
Volksbank eG Osterholz-Bremervörde
besteht nun seit
dem 1. Januar 2025 aus drei
Vorständen: Der Aufsichtsrat
hat zum Jahresbeginn
Stefanie Kase in den Vorstand
der Bank berufen, somit
besteht dieser nun aus
Jan Mackenberg, Michael
Kersting und Stefanie Kase.
Im Rahmen eines seit November
2021 vollzogenen
Generationenwechsels in der
zweiten Führungsebene und
in internen Leitungspositionen
mit jungen Nachwuchskräften,
informierte Jan Mackenberg
über die Neuigkeiten
im Vorstand. Grundlagen
für eine gute und erfolgreiche
Zusammenarbeit
hätten Veränderungen erforderlich
gemacht, an denen
sich auch die Aufsichtsratsmitglieder
beteiligt hatten.
Gemeinschaftlich wurde eine optimale Basis
für den Erfolg der Bank geschaffen. Der Aufsichtsrat
berief daher zum 1. Januar 2025 Stefanie
Kase in den Vorstand.
Seit 2007 ist sie Mitarbeiterin in der Volksbank.
Nach ihrem Bachelor- und Masterstudium
war sie in verschiedenen Abteilungen der
Bank tätig. Kase sammelte Erfahrungen in Firmenbetreuung
und konnte ihr betriebswirtschaftliches
Knowhow enzsprechend vertiefen.
Seit 2017 stand sie dem Vorstand als Vorstandsreferentin
und später als Leiterin des
Vorstandsstabes im Bereich Strategie, Unternehmensentwicklung
und Projektmanagement
zu Seite. Seit 2019 ist Stefanie Kase in der Geschäftsführung
der Tochtergesellschaft VBI-
Volksbanken Immobilien GmbH tätig. Mit der
Gründung weiterer Tochter- und Enkelgesellschaften
der Volksbank im
Jahre 2022 hatte sie weitere
wertvolle Erfahrungen sammeln
können.
Stefanie Kase (37) wohnt
mit ihrer Familie, ihrem
Mann und dem zehn Monate
alten Sohn in Ebersdorf
bei Bremervörde. Sie hat
sich u. a. zum Ziel gesetzt,
die Zukunftsgestaltung insbesondere
im Kundengeschäft
voranzubringen, da
ihr die Verantwortung dieser
Marktbereiche anvertraut
wurde. Sie ist nun für
Bereiche im Regionalvertrieb,
der Individualkundenbetreuung
und dem Vertriebs-Marketing
verantwortlich, berichtete
Vorstandsmitglied
Michael Kersting. Die vollständige
Übertragung dieser
Zuständigkeiten von Jan
Mackenberg auf Stefanie Kase
soll dann zum 1. Juli dieses
Jahres erfolgen.
Zu diesem Stichtag wird Jan Mackenberg die
Verantwortung der Bereiche Personal, New
Work und Kultur, Unternehmensservice, die
Abteilung Vorstandesstab/Unternehmensentwicklung
sowie die Verantwortung für die Beteiligungen
und Eigenanlagen vollständig übernehmen.
Kersting wird weiterhin die Ressorts
der Produktion, Gesamtbanksteuerung, Interne
Revision und Recht sowie den Bereich Compliance
fortführen.
Als wichtigen Meilenstein, um die erfolgreiche
Ausrichtung der Bank langfristig zu sichern,
sieht der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Andreas
Rolf-Pissarczyk, die Erweiterung des Vorstandes
durch Stefanie Kase. „Durch die Wohnorte
der Vorstände in Ebersdorf, Osterholz-
Scharmbeck und Lilienthal verfügen wir jetzt
über eine passende Präsenz in unserem Geschäftsgebiet“.
Die stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates,
Silke Nehring, erklärte, dass mit
der Berufung von Stefanie Kase in den Vorstand
die Weichen optimal für die Zukunft gestellt
seien.
Die Volksbank werde auf einem erfolgreichen
Wachstumskurs weitergeführt, kündigte Jan
Mackenberg an. Das bedeute, dass die Wirtschaftlichkeit
nachhaltig gesteigert und insbesondere
die Vermögenslage in den kommenden
Jahren weiter gestärkt werde.
Text & Foto: Monika Fricke
10 Lilienthaler · 1 2025
Kompakt
Die Volkshochschule Lilienthal hat ein umfangreiches
Semesterprogramm mit dem Schwerpunkt „Wohnen“ aufgelegt
Jedes Jahr erwarten die interessierten
Bürgerinnen und Bürger mit Spannung
das neue Angebot der VHS Lilienthal-Grasberg-Ritterhude-Worpswede,
welches sowohl
online wie auch in Druckversion bereits
seit Januar diesen Jahres vorliegt.
Die Verantwortlichen um VHS-Leiterin Dr.
Michaela Michelsen haben für das Frühjahr-/Sommersemester
ein vielseitiges
Programm zusammengestellt, in dem sich
über die Jahre hinweg bewährte Kurse neben
vielen neuen attraktiven und aktuell
interessanten Angeboten finden.
Das Schwerpunktthema „Wohnen“ bildet
in diesem Semester ein Topic, das in seinen
positiven wie auch problematischen
Facetten (fast) jeden von uns betrifft und
demzufolge aus sehr unterschiedlichen
Blickwinkeln betrachtet wird. Die VHS hat
Alt-Bürgermeister Henning Scherf für einen
Vortrag gewinnen können, der über
„Wohnen in Gemeinschaft – Geht das auch
im Alter ?“ spricht, es gibt eine Führung
durch die Ökologische Siedlung in Lilienthal
und eine ebensolche durch das Aalto-Hochhaus
in Bremen. Auch die Aspekte
„Wohnraummangel“, Fragen rund ums
Mietrecht, energieeffizientes Bauen und
Wohnen, Reparaturen in Haus und Wohnung
und weitere mehr werden in unterschiedlichen
Formaten behandelt.
Stöbert man im neuen Programmheft, fallen
immer wieder besondere Angebote
auf: zum Beispiel das cross-over-Projekt
„Aus den Akten auf die Bühne“, bei dem
die Historikerin Eva Schöck-Quinteros und
der Schauspieler Peter Lüchinger aus
Quellen von historischen Akten die Lesung
„Eine Stadt im Krieg Bremen 1914-
1918“ inszenieren. Des Weiteren stellt
Pastor Wildrik Piper die Frage „Wo wohnt
Gott?“, und die Autorin Isabel Bogdan
spricht mit Rainer B. Schossig über ihr
Buch „Wohnverwandtschaften“. Der Maler
David Hockney, der sich künstlerisch immer
wieder mit unterschiedlichen Wohnszenarien
befasst, wird als Künstler und
Forscher von Detlef Stein vorgestellt und
das Trio Encanto singt und informiert zum
Internationalen Frauentag am 8. März
über Komponistinnen aus der Romantik
bis zur Gegenwart, die trotz ihrer meisterlichen
Werke keine weitreichende Bekanntheit
erreicht haben. Auf großes Interesse
werden die Vorträge und Reihen
zum Thema „Künstliche Intelligenz und
digitale Kompetenzen“ stoßen, ebenso
wie die Sparten Gesundheit, Ernährung,
Fitness und Entspannung. Besonders für
Fremdsprachenlernende ist wieder ein breit
gefächertes Angebot an Sprachkursen im
Vhs-Semesterprogramm zu finden, das in
David Cramer, Veronika Völker, Martina Michelsen, Anja Nachtigall
(von lks.)
rigschwellige, offene und kostenfreie Lern-
all den Jahren großen Anklang fand. Niedtreffs,
die einen Zugang zu Angeboten der
Alphabetisierung, Grundbildung und Digitalisierung
ermöglichen, sind diesmal in das Programm
mit aufgenommen und richten sich an
alle Menschen ab 16 Jahren.
Mit einem Knaller eröffnet die VHS am 14. Februar
das Semester: die Theatergruppe „Open
Playback Bremen“ bietet eine Form von Improvisationstheater,
bei der zunächst die Zuschauer
Erlebnisse, Gedanken, Wünsche und
Erfahrungen zum Schwerpunktthema „Wohnen“
nennen und kurz erzählen. Diese Äußerungen
werden – durch Katharina Witte moderiert
- unmittelbar von den Schauspielern
als kurze Szene auf der Bühne „zurückgespielt“
(play back) – eine spektakuläre interaktiven
Theaterform, bei der die Zuschauer den Stoff
für den Abend liefern.
Die Anmeldegebühren für die VHS-Kurse bleiben
im neuen Semester unverändert.
In den Außenstellen der VHS ändern sich die
Arbeitssitze: in Ritterhude findet man den Ansprechpartner
Oliver Sautter jetzt jeden Freitag
von 9.30 bis 11.30 in den Räumen der Alten
Apotheke an der Riesstreaße 68; in Worpswede
arbeitet Stella von Rohden nun im Alten
Rathaus an der Bergstraße 1, hier dienstags
von 14 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung.
Text & Foto: Cornelia von Enden
12 Lilienthaler · 1 2025
Beim Neujahrsempfang im Rathaus von Lilienthal
hielt Bürgermeister Kim Fürwentsches
eine eindrucksvolle Ansprache vor vollbesetzten
Reihen im Rathaussaal. Er thematisierte
die Herausforderungen des vergangenen Jahres
– Kriege, Krisen, Klimawandel – und betonte
die Wichtigkeit, sich von Negativnachrichten
nicht erschlagen zu lassen, sondern
den Focus auch auf die poistiven Aspekte zu
richten. Im Rückblick auf das vergangene Jahr
war ein zentrales Thema die Bewältigung des
Hochwassers, das die Gemeinde schwer getroffen
hatte. „Bis heute leiden noch viele unter
den Folgen, aber wir können sagen, dass
wir das Schlimmste verhindert haben“, so Fürwentsches,
„und das gelang nicht zuletzt
durch den außergewöhnlichen Einsatz von
1300 Ehrenamtlichen!“ Unter großem Beifall
dankte der Bürgermeister allen, die freiwillig
und unermüdlich und unter Aufbietung all ihrer
Kräfte geholfen haben, die Katastrophe in
den Griff zu bekommen und damit einen unschätzbaren
Dienst an der Gemeinschaft geleistet
hätten.
Weitere positive Entwicklungen im vergangenen
Jahr wurden von Bürgermeister Kim Fürwentsches
hervorgehoben: besonders ermutigend
sei die große Kundgebung gegen Rechts
gewesen, die vom örtlichen Bündnis für Demokratie
organisiert wurde. Ein weiteres Highlight
war die termingerechte Fertigstellung
Neujahrsempfang
im Lilienthaler
Rathaus
Bürgermeister Kim Fürwetsches bei seiner
Begrüßung und Neujahrsansprache.
der Schroeterschule, ein Projekt, das viel Planungs-
und Umsetzungsstärke erforderte. Die
Integration von Geflüchteten in die Schulen
und in den Arbeitsmarkt ließ Fürwentsches
nicht unerwähnt, sind solche Erfolge doch erst
möglich durch viele Helferinnen und Helfer,
die in Lilienthal freiwillig und selbstlos den
Menschen zur Seite stehen und sie begleiten.
Mit einem Blick in die Zukunft sprach der Rathauschef
von der Intensivierung der Städtpartnerschaft
zwischen Lilienthal und der
Partnergemeinde Stadskanaal in den Niederlanden;
dabei soll auch die Radtour von Lilienthal
nach Stadskanaaal wieder stattfinden.
Für den nächsten Neujahrsempfang 2026 versprach
der Bürgermeister einen neuen Rahmen.
Es werde der 30. Neujahrsempfang sein,
den man anders und vielleicht an neuem Ort
gestalten wolle – man lasse sich etwas einfallen!
Mit dieser verheißungsvollen Ankündigung
schloss Kim Fürwentsches seine Neujahrsansprache
und überließ die Bühne den Sternsingern,
die die versammelte Zuhörerschaft mit
einem Lied erfreute und am Türrahmen des
Rathauses die Formel 20*C+M+B+25, Christus
segne dieses Haus, anbrachte.
Text & Fotos: Cornelia von Enden
Auftritt der Sternsinger im Rathaussaal 2025.
„Volles Haus“ beim Neujahrsempfang im Rathaus.
Lilienthaler · 1 2025 13
Kompakt
Abschied von „Exklusiv mobil“ in Lilienthal
Nach vielen Jahren des Engagements schließt Heike Wilhelm, Inhaberin des beliebten
Deko-Ladens „Exklusiv mobil“ in Lilienthals Hauptstraße 42, Ende
Februar die Türen ihres Geschäfts. Am 25.02.2025 ist der letzte verkaufsoffene
Tag, dann geht es in die Inventur und im Anschluss wird der Umzug der
Postfiliale in die Moorhauser Landstraße vorgenommen.
Damit ist ein Platz in der Lilienthaler Hauptstraße Geschichte, der zwei Jahrzehnte für
die Menschen in Lilienthal eine vertraute und beliebte Anlaufstelle war. Mit einem weinenden
und einem lachenden Auge verabschiedet sich Heike Wilhelm von einem Ort,
der für sie und ihre Tochter viel mehr war als
nur ein Arbeitsplatz – es war ein Ort voller Inspirationen
und ein Ort der Begegnung.
Der Name „Exklusiv mobil“ im Zusammenhang
mit Deko-Artikeln und Postkarten erschließt
sich nicht sofort, doch ein Blick in
die berufliche Vergangenheit der Geschäftsinhaberin
zeigt, dass sie ehemals ihren Mann
unterstützte, der in Lilienthal ein Telekommunikationsgeschäft
betreibt. Damals machte
sie sich mit einem mobilen Kommunikationsservice
„Exklusiv mobil“ selbständig und
Heike Wilhelm und Tocher Yvonne.
besuchte die Kunden zu Hause und richtete
ihnen Telefon- und Internetanschlüsse ein.
„Es war die Zeit, als es so richtig los ging mit dem Internet in allen Häusern und Wohnungen“,
erinnert sich Heike Wilhelm, „und wir machten den mobilen Service exklusiv
für unsere Kunden!“ Und dieser Name blieb erhalten, als sich der Einzug mit Postfiliale
und Deko-Waren in die Geschäftsräume in der Hauptstraße 42 vollzog.
„Exklusiv mobil“ bot nicht nur Dekorationsartikel für jeden Geschmack und die
größte Auswahl an Post- und Ansichtskarten im ganzen Umkreis, sondern auch die
Möglichkeit, alle Postangelegenheiten zu erledigen, Bargeld über die Postbank aus
dem Automaten zu ziehen und gleichzeitig ein wenig im Laden zu stöbern und dabei
einen kleinen „Schnack“ mit Heike Wilhelm zu halten. Dieses Verbindende fällt
nun weg, ein Verlust, den die treuen Kundinnen und Kunden
sehr bedauern.
Auch die von Tochter Yvonne Wilhelm mit großem Einsatz
und Idealismus aufgebaute und unterhaltene Sammelstation
für recyelbare Stoffe, wie alte Kugelschreiber, Tintenpatronen,
Kronkorken und Handys wird in Zukunft fehlen. Der
Nachhaltigkeitsgedanke, der Yvonne Wilhelm leitete, zeigte
sich auch im Postkartensortiment, wo Mutter und Tochter
auf umweltverträgliche Produkte achteten.
„Wir unterstützten das Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit
mit unserer Sammelstation. Die Spende eines Kühlschranks
der Firma Nuske in Lilienthal machte es zusätzlich
möglich, Food-Sharing in der Station mit einzurichten. Alles
wurde sehr gut von den Menschen angenommen“, freut
sich Yvonne Wilhelm über ihr Projekt. In den letzten Jahren
hat die Sammelstation in der Wiederverwertung Gelder generiert,
die wohltätigen Zwecken zugeführt wurden, „und das
war für mich der Sinn der Sache“, so Tochter Yvonne.
Trotz des Abschieds blicken Heike Wilhelm und ihre Tochter mit
Zuversicht in die Zukunft. Nach Jahrzehnten der Arbeit möchte
die Geschäftsfrau es nun etwas ruhiger angehen lassen; sie will
weiterhin im Telefonladen ihres Mannes in der Hauptstraße mitarbeiten,
aber auch die Freiheit haben, mit ihrer Familie und den
Enkelkindern mehr Zeit zu verbringen. „Jetzt möchte ich noch
ein wenig die Welt entdecken“, meint sie lächelnd, „doch kann
ich sagen, dass ich alles wieder genauso machen würde, wenn
es nochmal von vorne losgehen würde. Ich bereue nichts!“
Viele Menschen in Lilienthal werden ihre Präsenz und „Exklusiv
mobil“ im Ortskern von Lilienthal vermissen – eine Ära endet
mit der Geschäftsaufgabe. Heike Wilhelms neue Lebensreise
aber hat gerade erst begonnen. Text & Fotos: Cornelia von Enden
„...und tschüß“
sagt Heike Wilhelm.
14 Lilienthaler · 1 2025
Viel los beim 10. Geburtstag des
Internationalen Cafés in Lilienthal
Umrahmte die Feier musikalisch:
Renate Meyhofer-Bratschke
Die starken Leitungsfrauen des Internationalen Cafes (v.lks.):
Hella Oelzen, Irene Huffmeyer und Dagmar Merten-Putnaerglis.
Anfang Dezember letzten Jahres gab es ein
rundes Geburtstagsfest: Das Internationale
Café hatte in den Gemeindesaal der Klosterkirche
geladen, um mit vielen Geflüchteten,
Helferinnen und Unterstützern das 10jährige
Bestehen dieser Einrichtung gebührend zu feiern.
Viele Familien, die es vor zehn, elf Jah-
Mohammed, Ornel (mit Tochter), Dagmar Merten, Jamila,
Hella Oelzen (v. lks.).
ren auf Fluchtumwegen nach Lilienthal verschlagen
hatte, waren anwesend, um das, was
das Internationale Café für sie bedeutet, dankbar
und freudig zum Ausdruck zu bringen. Es
war der Anker gewesen, der einzige Halt nach
einer kräftezehrenden Flucht in ein völlig
fremdes Land, in welchem man zunächst kein
Wort verstand.
Angesichts der vielen Menschen, die damals
aus Kriegsgebieten und menschenverachtenden
diktatorischen Regimen nach Deutschland
kamen, entwickelte sich in Lilienthal Ende
2014 aus der Ökumenischen Flüchtlingshilfe
Lilienthal das Internationale Café. Viel Zeit investierten
seitdem die Verantwortlichen des
Café-Teams, allen voran Dagmar Merten-Putnaerglis,
Hella Oelzen und Irene Hüffmeyer in
die notwendigen Schritte, die eine Integration
überhaupt erst möglich machen.
Sie betonen, dass die gute
Zusammenarbeit mit der Kleiderkammer
vom Roten Kreuz, der Lilienthaler
Tafel, der Bürgerstiftung,
der Kirche, der Freiwilligenagentur,
der Engagierten Stadt
Lilienthal und den Sportvereinen
immer verlässlich funktionierte.
„Es kommt auch so viel an Dankbarkeit
und Freude von den hilfsbedürftigen
Menschen zurück.
Wir sehen, dass sich die geflüchteten
Familien von 2014/2015
inzwischen stabilisiert und weiterentwickelt
haben, viele sagen,
dass sie – unterstützt
von deutschen
Helfern - inzwischen
hier gerne leben und arbeiten“, sagt
Dagmar Merten -Putnaerglis.
Begleitet von einer Dia-Show mit Bildern
aus den letzten zehn Jahren „Internationales
Café“ saßen
am Geburtstag der
Institution, viele ehemals
Geflüchtete mit
ihren Familien, mit Wegbegleitern
und den Organisator:innen
viele
Stunden bei einem internationalen
Kuchenbuffet,
Kaffee und Tee
zusammen und tauschten
ihre Erinnerungen
und Erfahrungen aus.
Bürgermeister Fürwentsches
und Pastor Kamp
dankten allen Anwesenden
für ihren beispiellosen
Einsatz.
Besonders berühren und begeistern konnten
Ornel, Jamila und Mohammed mit ihren Erfolgsgeschichten,
die mit dem Internationalen
Café begannen und eng verbunden blieben.
Ornel aus Albanien absolvierte eine Bäckerlehre,
arbeitete in einer Reinigungsfirma
und hat sich inzwischen mit einem eigenen
Unternehmen für Gebäude-und Hausreinigung
selbständig gemacht.
Jamila aus Georgien arbeitet inzwischen in der
Lilienapotheke sowohl im back-office wie auch
am Kundentresen; sie ist verheiratet und hat
zwei Kinder und kam 2014 nach Lilienthal.
Der Palästinser Mohammed, in Ägypten geboren
und in Gaza aufgewachsen, kam mit
seiner Familie über das Schengen-Visum
nach Deutschland und über mehrere Stationen
zufällig nach Lilienthal. Als ausgebildeter
IT-Mann fand er sofort Arbeit und lernte,
wie alle anderen auch, intensiv Deutsch. Inzwischen
hat auch er sich mit einem Catering-Service
erfolgreich selbständig gemacht
und ist seit einiger Zeit auch deutscher
Staatsbürger!
Neben diesen positiven Lebensläufen gibt es
noch viele weitere Erfolge, die nicht unwesentlich
mit der engagierten und warmherzigen
Hilfe und Unterstützung des Internationalen
Cafés in Lilienthal verbunden sind.
Glückwunsch zu 10 Jahren erfolgreicher Integrationshilfe!
Text & Fotos: Cornelia von Enden
Lilienthaler · 1 2025 15
Kompakt
LightUp! 2025
Licht, Kunst und Magie unter freiem
Himmel im Rhododendron-Park Bremen
Wird es zur Winterzeit dunkel in Bremen Horn-
Lehe, erstrahlt der älteste Teil des Rhododendron-Parks
entlang der Marcusallee in den
schönsten Farben. Zur Abendstunde von 17.30
bis 21.30 Uhr können Besucherinnen und Besucher
diesen Bereich in neuem, ungewohntem
Licht erkunden. Von Pflanzen und Lebewesen
inspirierte Leucht- und Wasserobjekte
sowie illuminierte Skulpturen umgeben von
hohen Bäumen und immergrünen Rhododendron:
die vielfältigen Installationen mit zahlreichen
handgefertigten Kunstwerken der
Künstlerin Gundel Latanza machen das rund
fünf Hektar große Ausstellungsareal zu einem
Erlebnis für Naturfreunde. Projektionen und
Farbspiele öffnen ihnen unerwartete Blickwinkel
sowie Sichtachsen in eine der schönsten
Parkanlagen der Hansestadt. Für Alt und
Jung dabei: Mitmach-Aktionen wie eine dreifarbige
Schattenwand, hinter der man für den
Moment selbst zum Kunstobjekt wird. Im Vorjahr
lockte die Veranstaltung rund 20.000 Besucher
aus Bremen und „umzu“ an.
LightUp! ist anders als der allgemeine Besuch
des Rhododendron-Park Bremen kostenpflichtig.
Die Erträge der Veranstaltung kommen der
Stiftung Bremer Rhododendronpark zugute,
die das Geld für Unterhalt und Pflege der weltweit
größten Rhododendron-Sammlung verwendet.
LightUp! Licht, Kunst und Magie
Freitag, 7. Februar – Sonntag, 2. März 2025
täglich von 17.30 – 21.30 Uhr
Rhododendron-Park Bremen
Deliusweg 40, 28359 Bremen
Eintrittspreise (Vorverkauf/ Abendkasse)
Erwachsene: 13,00 Euro/ 15,00 Euro
ermäßigt: 8,50 Euro/ 10,00 Euro
Kinder/Jugendliche (7-17 Jahre):
6,50 Euro/ 8,00 Euro
Familienkarte für bis zu 5 Personen:
33,00 Euro/ 40,00 Euro
Tickets für LightUp! 2025 sind im Vorverkauf
buchbar auf www.nordwest-ticket.de sowie
telefonisch unter 0421-363636. Während der
Veranstaltungszeit können Karten an den
Abendkassen gekauft werden. Mehr zur Veranstaltung
und den Eintrittspreisen auf
www.rhododendronparkbremen.de/lightup
Text: pm/eh
Fotos: ©Stiftung Rhododendronpark, Frank Brüning
16 Lilienthaler · 1 2025
Sonntag, 23.03.2025, 16 Uhr
Markus Becker schmeißt
Familien-Mitmach-Party
in der Stadthalle OHZ
Kinderlieder-Star live
mit rotem Pferd und bunter Kuh
Markus Becker verspricht ein außergewöhnliches Familien-Highlight
für das Jahr 2025: Der charismatische Entertainer mit dem roten
Pferd, der bunten Kuh und dem Pandabären spielt live und schmeißt
eine große Familien-Mitmach-Party. Am Sonntag, den 23. März 2025
ab 16 Uhr, wird der Kinderliederstar in der Stadthalle Osterholz-
Scharmbeck für Stimmung sorgen.
Familien dürfen sich auf ein einzigartiges Konzerterlebnis voller mitreißender
Kinderlieder, Bewegungslieder und begeisternder Mitmachmusik
freuen. Markus Becker präsentiert eine Konzertshow, die
alle seine großen Hits vereint, die in Kindergärten und auf Kinderpartys
rauf und runter gespielt werden. Die jungen Besucher werden
zu bekannten Liedern wie "Das rote Pferd", "Tschu Tschu wa", "Fliegerlied",
"Die bunte Kuh" und zu vielen anderen tanzen und mitsingen
können.
Das rote Pferd und die bunte Kuh begleiten Markus Becker bei jedem
Event. Im Anschluss an die 70-minütige Show haben Familien die Gelegenheit,
gemeinsam Fotos mit Markus Becker und seinen Maskottchen
zu machen und Autogramme zu erhalten.
Damit sich kleine und große Tänzerinnen und Tänzer ab und zu ein
wenig ausruhen können, wird es im hinteren Bereich des Saals einige
Sitzgelegenheiten (freie Platzwahl, keine Sitzplatzgarantie) geben.
Altersempfehlung: Für Kinder zwischen 2 und 10 Jahren und ihre Familien.
Eintrittskarten sind ab 15 Euro (Kinder von 3 bis 14 Jahre) in folgenden
Vorverkaufsstellen erhältlich: OHZ Ticket und Event GmbH
(Bahnhofstr. 78), Osterholzer Kreisblatt (Bördestr. 9), DER Reisebüro
Go! Reisen (Bahnhofstraße 77), Osterholzer Anzeiger (Bahnhofstr.
58), FAMILA (Hördorfer Weg 50), in allen bekannten Vorverkaufsstellen
von Nordwest-Ticket sowie unter www.stadthalle-ohz.de und
www.eventim.de.
Weitere Infos: www.stadthalle-ohz.de und www.markus-becker.de
Lilienthaler · 1 2025 17
Könnte in diesem Jahr
jetzt noch etwas besser werden ?
Cornelia von Enden hat nachträgliche Gedanken und Wünsche …
Als mir vor ein paar Tagen jemand ein gutes neues Jahr, Glück,
Geld, Gesundheit und Frohsinn wünschte, dachte ich erfreut,
warum eigentlich nicht? Ende Januar noch „Silvesterwünsche“
zu bekommen geht doch, schließlich ist das Jahr noch jung und die
meiste Zeit (des Jahres) liegt noch vor uns! Abgesehen davon, dass
so einige Wünsche fürs neue Jahr mitsamt all den guten Vorsätze sich
rasant schnell in den ersten vier Wochen verflüchtigen und dem inneren
Schweinehund zum Opfer fallen. Da wäre es doch vielleicht angebracht,
jetzt noch einmal ein paar Vorhaben, Wünsche und Neuausrichtungen
„wiederzubeleben“, gedanklich anzustoßen und umzusetzen!
Dabei kommt mir jetzt nicht die soundsovielte Neuauflage von
„mehr Sport treiben“, „gesund ernähren“, „nicht mehr rauchen“ in
den Sinn, sondern – vielleicht ganz einfach, vielleicht aber auch
recht schwer – sich mehr Höflichkeit, Freundlichkeit, Anstand im zwischenmenschlichen
Miteinander vorzunehmen. Um es gleich vorweg
zu schicken: wenn ich diesen Vorsatz und Wunsch äußere, heißt das
mitnichten, dass es nicht ganz viele höfliche, freundliche und anständige
Zeitgenossinnen und Zeitgenossen gibt, die es mir im Kontakt
angenehm und leicht machen. Aber es ist leider nicht zu übersehen,
dass die Sitten sich „ändern“, um nicht zu sagen „verrohen“. Ein Beispiel:
Bahnfahrt von A nach B, auf dem Bahnsteig Fortbewegung mit
angewinkelten, zum Nahkampf bereiten Ellenbogen, der Zug hat eine
Dreiviertelstunde Verspätung, aber keine Durchsage mit Entschuldigung.
Auf dem Bahnsteig lautes Schimpfen und Fluchen einiger Wartender,
Vordrängeln und grimmige Mienen beim Einsteigen in die
Bahn, lautes Telefonieren im Abteil, ungeniertes Gähnen des Gegenüber
und geräuschvoller Verzehr von Brötchen und Burger der Nebensitzenden.
Haben Sie das auch schon so oder ähnlich erlebt? In einer Umfrage
will eine große deutsche Sonntagszeitung ermittelt haben, dass mehr
als zwei Drittel der Deutschen die Umgangsformen im Sinkflug sehen.
Insbesondere
im Netz geht es
immer rauer zu.
Die Hälfte der
Deutschen gibt
an, schon einmal
per Drohung
oder toxischem
Kommentar
beleidigt
worden zu
sein. Muss man
in den „Sozialen“
Netzwerken
nicht mehr
mit seinem Namen für seinen Kommentar geradestehen, scheinen bei
manchen Usern alle Dämme des Anstands zu brechen - aus der Anonymität
heraus wird losgepöbelt und gehetzt.
Jetzt mag man einwenden, dass es diese Klagen über den
Sittenverfall schon immer gab. Schon Aristoteles konstatierte
ihn, und auch das Ende der Höflichkeit wird schon
so lange behauptet, wie man versucht, einigermaßen
freundlich miteinander umzugehen.
Trügt mich mein Gefühl also? Möglicherweise sind es nicht
die Sitten, die verfallen, sondern unsere Ansprüche an ein
achtsames Miteinander, die gewachsen sind. Ist es eine
höhere Sensibilität, die nach neuen Umgangsformen verlangt,
weg von statischen Höflichkeitsformen, weg vom
traditionellen Gesieze, her mit einfühlsameren Gesten und
Gendersternchen? Die Höflichkeit von damals kann da
kaum Schritt halten - ist sie zu altbacken, zumindest dem
Anschein nach, und wird sie oft missverstanden?
Vielleicht ist Höflichkeit etwas anderes, als heute allgemein
angenommen wird. Das „höfische Zeremoniell“, woher
der Name stammt, ist schon längst auf dem Friedhof
der Geschichte gelandet, selbst Knicks und Diener sind seit
den 50er Jahren passé, und alles elitäre Gehabe mit herablassender
Geste wird heute nicht mehr wie früher, bei
Hofe, bewundert, sondern ist einfach nur arrogant. Genauso
wenig erschöpft sich Höflichkeit in Vorschriften und
einzelnen Regeln, die vorschreiben, ab wann abends nur
schwarze Schuhe zu tragen sind, dass der Wein nur von
rechts eingeschenkt werden darf und Kartoffeln nie mit
dem Messer zu schneiden sind – all das hat sich zur Etikette
verzwergt, die man beachten mag oder nicht. Adolph
Freiherr Knigge (1752-1796), dessen Werk „Über den Umgang
mit Menschen“ (1788) schlicht als „Knigge“ bezeich-
18 Lilienthaler · 1 2025
net wird, gilt heute nach
wie vor als Orientierung
innerhalb unserer aufgeklärten
Gesellschaft –
nicht als Kompendium
strikter Gebote – sondern
als innere Haltung
gegenseitigen Respektes.
Höflichkeit, verstanden
als gebotener Respekt
vor jedem Mitmenschen,
dem man damit wertschätzend
gegenübertritt,
ist nicht antiquiert
oder überflüssig, sondern
mehr denn je eine
Haltung, um miteinander
gut auszukommen. Am
Tisch dauernd aufs Han-
Adolph Freiherr Knigge.
dy zu schauen sagt der
Partnerin: „Es ist mit dir langweilig.“ Auf Tisch- manieren zu pfeifen,
vermittelt den Eindruck, dass egal ist, dass andere ertragen müssen,
wenn mit vollem Mund gesprochen, die Gabel wie eine Forke gehalten
wird und der Mund knapp über dem Teller hängt - in der Jogginghose
zur Abendeinladung zu erscheinen zeigt keine Wertschätzung dem
Gastgeber und seiner Mühe für ein schönes Essen gegenüber – nur als
Beispiele dafür, dass es nicht um gespreiztes Getue und übertriebenes
Auftreten geht, also nicht ums eigene Ego, sondern um den Anderen.
Wir alle genießen Anerkennung und Empathie und wissen um den Segen
der Freundlichkeit. Dennoch geht es oft unfreundlich zu: im Straßenverkehr,
in den Supermärkten, in der Politik, in den sozialen Medien.
Warum bloß? Nettigkeit wird schnell mit Harmlosigkeit gleichgesetzt,
mit Freundlichkeit gewinnt man keine Wahlen und keine
Schlachten, wird man nicht reich, nicht berühmt, nicht erfolgreich.
Freundliche Menschen kommen vielleicht in den Himmel, aber im
Diesseits nicht weit. Doch ist das nicht nur die halbe Geschichte? Wir
können schreckliche Egoisten, wir können Monster sein, aber haben
wir nicht auch das
Naturtalent zur
Freundlichkeit in
uns? Sicherte es uns
in grauer Vorzeit
nicht das Überleben?
Der amerikanische
Anthropologe Brian
Hare argumentiert in
seinem Buch „Survival
of the Friendliest“
aufgrund verschiedenster
wissenschaftlicher
Belege
aus Anthropologie,
Psychologie und Biologie,
dass der
Mensch durch seine
Anpassung an das
Leben mit anderen
Menschen gelernt
habe, dass nur durch
Kooperation, gegenseitige
Unterstützung und Freundlichkeit funktionierende kom- plexere
Gemeinschaf- ten gebildet werden konnten. Und nur mit dieser Sozialkompetenz,
dieser Freundlichkeit, so sagt Hare, könne die
Menschheit auch die großen Herausforderungen dieser Zeit meistern:
den Klimawandel und die politische Polarisierung.
Wären also Freundlichkeit, Höflichkeit, Anständigkeit nicht wirklich
wichtige Wünsche und Vorhaben für dieses Jahr – und gerne darüber
hinaus?
Von dem niederländischen Historiker und Autor Rutger Bregman gibt
es diese Parabel:
Ein Großvater sagte einst zu seinem Enkel: „In mir findet ein Kampf
statt, ein Kampf zwischen zwei Wölfen. Einer ist schlecht, böse, habgierig,
eifersüchtig, arrogant und feige. Der andere ist gut – er ist ruhig,
liebevoll, bescheiden, großzügig, freundlich, ehrlich und vertrauenswürdig.
Diese Wölfe kämpfen auch in dir und in jedem anderen
Menschen.“ Der Junge dachte einen Moment nach und fragte dann:
„Welcher Wolf wird gewinnen?“ Der alte Mann lächelte: „Der Wolf, den
du fütterst.“
Ich nehme mir vor, den „guten“ Wolf in mir zu füttern.
Lilienthaler · 1 2025 19
des
Jahres
Die5 2025
Wieder sind sie gekürt worden von verschiedenen
Organisationen und Verbänden:
die Jahreswesen aus Flora und Fauna
2025! Von diesen besonders interessanten
Pflanzen und Tieren stellen wir hier eine
kleine Auswahl, fünf an der Zahl, vor.
Der Baum des Jahres 2025
Die Amerikanische
Roteiche
Der Name zeigt schon, dass der Baum des Jahres
ursprünglich nicht in Europa beheimatet
war, sondern in Amerika, genauer gesagt in den
Nadel- und Laubmischwäldern der östlichen Hälfte
Amerikas.
Vor 300 Jahren kam die Roteiche über Frankreich
nach Europa und wurde überwiegend in Parks, Botanischen
Gärten und herrschaftlichen Alleen gepflanzt.
Im Laufe des 19. Jahrhunderds nahm das
fortwirtschaftliche Interesse an der Roteiche zu;
heute wird sie in ganz Europa vorwiegend holzwirtschaftlich
genutzt.
Roteichen werden 25 bis 30 Meter groß und können
über 200 Jahre alt werden. Im späten Herbst
zeigt sich die typische rote Blattfärbung, die in
ihrer amerikanischen Heimat eine wichtige Rolle
für die Farbenpracht des berühmten „Indian Summer“
spielt. Wegen ihrer Trockenheitstoleranz
wird sie in Zeiten des Klimawandels mit steigenden
Temperaturen zurechtkommen und spielt somit
eine wichtige Rolle für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.
20 Lilienthaler · 1 2025
Die Blume des Jahres 2025
Das Sumpfblutauge
Blutauge - ein seltsamer Name für eine so hübsche Blume! Die sternförmige
Blüte, die sich aus den behaarten Stängeln entwickelt, hat
spitze Blätter, die purpurfarben, braun oder blutrot gefärbt sind – immer
ein Hingucker im grünen, sumpfigen Moor, wo sie ihren Lebensraum
hat.Von Mai bis August lockt sie Insekten wie Wildbienen und Fliegen
an und versorgt sie mit Nektar und Pollen. Die Pflanze ist stark gefährdet,
weil die Moore trocken geworden sind und durch die Entwässerung
Gräben und Flussufer nicht mehr die Existenzbedingungen für
das Sumpfblutauge bieten. In zwölf Bundesländern steht sie daher auf
der Roten Liste gefährdeter Arten. Mit der Wahl zur Blume des Jahres
2025 ruft die Loki-Schmidt-Stiftung somit auch zum besseren Schutz
der Restmoore auf.
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Der Vogel des Jahres 2025
Der Hausrotschwanz
Frei atmen?
Wir helfen!
Der spatzengroße Singvogel ist an seinem grau-schwarzen Federkleid
mit dem roten Schwanz gut zu erkennen – vor allem aber ist er gut
zu hören, denn seinen Gesang beginnt er in der Frühe noch vor der Morgendämmerung
und beendet ihn oft erst nach der Abenddämmerung. Ursprünglich
in den Gebirgen Süd-und Mitteleuropas und an steil abfallenden
Felswänden zu Hause, erweiterte der Hausrotschwanz seinen Lebensraum
ständig und zählt heute zu den sogenannten „Kulturfolgern“,
die dem Menschen in die von ihm nutzbargemachten, „kultivierten“ Landschaften
folgten: Äcker, Forste oder Siedlungen. Als Halbhöhlenbrüter
findet er in Häusersiedlungen zudem Nistmöglichkeiten. Der Hausrotschwanz
ist aktuell nicht gefährdet, gehört vielmehr zu den häufigen
Brutvögeln. Gerade deshalb besteht auch die Verantwortung, dass das so
bleibt, denn in Deutschland siedeln rund 30 Prozent der Brutvogelbestände.
Vor allem mit naturnahen Gärten hilft man dem Hausrotschwanz.
Haben Sie Atemwegserkrankungen und inhalieren regelmäßig Medikamente?
Eine standardisierte Einweisung und die richtige Anwendung von inhalierbaren
Arzneimitteln erhalten Sie bei uns, damit Ihre Therapie effektiver verläuft.
Das Team der Horner Apotheke steht Ihnen zur Seite und hilft,
Ihre Gesundheit optimal im Blick zu behalten. Und das Beste daran:
Sie haben gesetzlichen Anspruch darauf! Sprechen Sie uns gerne an!
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Lilienthaler · 1 2025 21
Das Tier des Jahres 2025
Alpenschneehase
Der Fisch des Jahres 2025
Der Europäische Aal
Von der Deutschen Wildtierstiftung wurde der Alpenschneehase zum
Tier des Jahres gewählt. Er kommt nur in den bayrischen Alpen ab
1.300 m Höhe vor. Auf der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands wird
er als „extrem selten“ geführt. Dass er vom Aussterben bedroht ist, liegt
hauptsächlich an den Folgen des Klimawandels, durch die die Zeiten des
Schneefalls sich spürbar verändert und verkürzt haben. Die im Sommer
grau-braun gefärbten Hasen werden bereits weiß, wenn noch kein
Schnee liegt und ihr Fell bleibt weiß, wenn der Schnee schon längst
wieder geschmolzen ist. Dadurch sitzt der Hase für seine Feinde wie
Fuchs und Adler sozusagen auf dem „Präsentierteller“. Außerdem dringen
die Feldhasen in immer höhere Lagen und werden so zur Bedrohung
für die Alpenschneehasen. Da er gut an Kälte und Schnee angepasst ist,
wird auch die Ausbreitung der Wintersportgebiete in höhere Lagen für
den Schneehasen zur Belastung, weil seine alpinen Rückzugsgebiete
immer kleiner werden.
Der Aal machte einst etwa die Hälfte der Fischbiomasse in den europäischen
Binnengewässern aus. Die Kanäle der norddeutschen
Marschen waren damals so reich an Jungaalen, dass die Bauern sie als
Dünger auf die Felder schaufelten oder an die Hühner verfütterten. Der
Lebenszyklus des Aales ist komplex: Seine Entwicklung geht von der
Larve über den Glasaal und Gelbaal bis hin zum Blankaal, der zur Fortpflanzung
eine abenteuerliche und lange Reise zurück ins Meer, zur Sargassosee
antritt. Sein schlangenförmiger Körper kann bis zu anderthalb
Meter lang werden, die Weibchen werden groß, die Männchen bleiben
eher klein. Mit der Wahl zum Fisch des Jahres soll auf den Bestandsverlust
der Aalpopulation hingewiesen werden, der durch die Folgen des
Klimawandels und durch die Beeinträchtigung des Lebensraumes des
Aales bedingt ist. Viele Wanderhindernisse und Querbauwerke beeinträchtigen
heute die Zu- und Abwanderung der Aale in ihre angestammten
Lebensräume in unseren Gewässern. Text: Cornelia von Enden
Eine Auswahl
weiterer Pflanzen und Tieren des Jahres 2025
Orchidee des Jahres 2025 Die Grünliche Waldhyazinthe
Heilpflanze des Jahres 2025 Die Linde, hier eine Winterlinde
Stadtpflanze des Jahres 2025 Die Breitblättrige Stendelwurz
Gemüse der Jahre 2025 Der Blattkohl
Pilz des Jahres
Die Amethystfarbene Wiesenkoralle
Alge des Jahres
Die Grünalge Draparnaldia erecta
Moos des Jahres
Das Filzige Haarkelchmoos
Flechte des Jahres
Die Wasser-Hautflechte
Höhlentier des Jahres Der Wegdornspanner
Lurch des Jahres 2025 Der Moorfrosch
Fledermaus des Jahres 2025 Das Große Mausohr
Wildbiene des Jahres 2025 Die Garten-Blattschneiderbiene
Schmetterling des Jahres 2025 Die Spanische Flagge
(= Russischer Bär)
Insekt des Jahres 2025 Die Holzwespen-Schlupfwespe
Libelle des Jahres 2025 Die Gebänderte Heidelibelle
Spinne des Jahres
Die Gewöhnliche Fischernetzspinne
Einzeller des Jahres Die Wimpertierchen
der Gattung Coleps
Mikrobe des Jahres
Das Keulenbakterium
Corynebacterium glutamicum
...und auch noch das:
Instrument des Jahres 2025 Die Stimme
22 Lilienthaler · 1 2025
Kleinkinder entdecken
ihre Leidenschaft für Pferde
Pony-Kindergarten für die Jüngsten ab drei Jahre in der Reithalle am Hof Bahrenwinkel
Erste Nähe zu Pferden, eine Stunde mit ihnen
in der Reithalle verbringen, das erste
Mal auf dem Pferderücken durch die
Halle reiten: Das alles ist für die Mädchen und
Jungen ab drei Jahren ein großartiges Erlebnis.
Sie haben viel Freude daran, sie streicheln
gerne das weiche Fell der beiden Ponys Luigi
und Alf, dürfen sie bürsten und ihre Mähnen
und Schweif kämmen. Nach der Arbeit sind ein
paar geführte Runden durch die Halle angesagt,
darauf freuen sich die Kleinen ganz besonders.
Der Besuch des Pony-Kindergartens in der Reithalle
von Lüder Tietjen auf Hof Bahrenwinkel
in Osterholz-Scharmbeck ist für die Kinder ein
besonderes Erlebnis. Hier lernen sie Schritt für
Schritt die Pflege von Fell und Hufen sowie erste
Reiterfahrungen auf den absolut ruhigen
Kleinpferden. Die Kinder erfahren in der abwechslungsreichen
„Pferdezeit“, ob die Nähe
zu den stattlichen Huftieren und das Reiten
wirklich ihre Leidenschaft werden könnte.
Jeweils am Freitagnachmittag kommen die
Schon recht früh entdeckte die zweieinhalbjährige
Ilvie ihre Leidenschaft für Pferde
Kleinen in zwei Gruppen mit ihren Eltern zum
Hof Bahrenwinkel. Maja Lehmann und Alicia
Plokarz begleiten die jungen Pferdefreunde
und vermitteln ihnen im einstündigen Pony-
Kindergarten den sicheren Umgang mit den
ruhigen Reitponys Alf und Luigi. Beide Kursleiterinnen
erhielten ihre Kenntnisse von den
Pferdewirtinnen Silvia Jürgens und Madita
Buchholz, die hier auch Reitunterricht erteilen.
Die Ponys Alf und Luigi genießen anscheinend
die Zeit mit den Kindern. Sie lassen sich völlig
entspannt striegeln und putzen und erhalten
jede Menge Streicheleinheiten von den begeisterten
kleinen Pferdefreunden. Zur Belohnung
dürfen die kleinen Reitschüler nach der
„Arbeit“ am Pferd ein paar Runden geführt
durch die Halle reiten, „das ist dann die Belohnung
für das Putzen und Vorbereiten“, erklären
Maja und Alicia.
Die zweite Gruppe beginnt die „Pferdezeit“ im
Ponykindergarten mit den geführten Reitrunden.
Statt eines Reithelms schützt auch ein
Fahrradhelm in diesen ersten Reitstunden. Sogar
die zweieinhalbjährige Ilvie ist schon dabei,
sie hat scheinbar schon ihre Leidenschaft
für Pferde entdeckt. Als die Eltern sie nach zwei
Reitrunden vom Pferd heben, ist sie traurig, sie
möchte gerne viel länger reiten. Aber die anderen
Kinder sind auch noch an der Reihe. Ilvie
freut sich dann auf ihre zweite Reitrunde.
Die Kleinpferde sind mit Reitgurt und Haltebügeln
zum Festhalten ausgestattet. Einige
Kinder, die schon mehrmals im Pony-Kindergarten
waren, sitzen relativ
sicher auf dem Pferd.
Die siebenjährige Emma war
schon mehrmals in der
„Pferdezeit“ und weiß schon
wie das Auf- und Absteigen
vom Ponyrücken am besten
geht. „Meine Tochter ist total
begeistert und möchte
noch weiter Reitstunden
nehmen“, berichtete Emma’s
Mutter. Andere Eltern erzählten
ebenfalls, dass die
Kleinen voller Begeisterung
in den Ponykindergarten gehen.
Sie würden es genießen,
hier in die Nähe der ruhigen
Pferde zu kommen
und sie zu streicheln und
können es kaum abwarten,
auf den Pferdrücken gehoben
zu werden.
Die zweite Gruppe im Pony-
Kindergarten führt am Ende
die Pferde zusammen mit
Maja und Alicia in die Stallgasse.
Der kleine Luigi mit
irischen Wurzeln und der etwas
größere braune Alf werden
erneut liebevoll gestreichelt.
Die kleinen Pferde-
24 Lilienthaler · 1 2025
freunde haben sich Bürsten und Hufkratzer besorgt.
Unter Anleitung von Maja und Alicia
dürfen sie nun das Fell der geduldigen Kleinpferde
nach Herzenslust putzen. Beim Auskratzen
der Hufe helfen Maja und Alicia. Bevor
es wieder in den Stall geht, bekommen die
Ponys noch kleine Leckerlis von den Kindern.
Reitunterricht für ältere Kinder und Erwachsene
erteilen auf Hof Bahrenwinkel die beiden
Pferdewirtinnen Madita Buchholz und Sylvia
Jürgens. Unter Telefon 01578 - 5014554 gibt
es nähere Auskunft über diverse Reitangebote.
Text & Fotos: Monika Fricke
Die zweieinhalbjährige Ilvie mit Alicia Plokarz und die dreijährige Maja mit Maja Lehmann werden
durch die Halle geführt.
Luigi wird am Ende von den Kindern mit Betreuerin Alicia in die Stallbox gebracht.
Auch das Auskratzen der Hufe lernen die Kleinen.
Fellpflege mit Striegeln, kämmen der Mähne und
Streicheleinheiten sind hier angesagt.
Mutig wird dem Pony ein Leckerli gereicht.
Lilienthaler · 1 2025 25
Die Elefanten sind frei …
wer will sie erwerben ?
Ein Elefant kommt selten allein. Ein
Elefant bleibt selten allein. Und wenn
sich ein ausgesprochener Elefantenfreund
zum Sammler entwickelt, dem
Preziosen in Edelmetall und Kristall
immer noch weitere Stücke zugetragen
werden, dann geht das schnell in die
Tausende. „Früher“, erzählte einst der
Musensohn und Museumsgründer des
ehemaligen „ELEFANTASTIC – MYTHOS ELEFANT“ am Ortseingang
von Lilienthal, „habe ich immer gesagt, bei 5000
hab‘ ich aufgehört zu zählen…“. Es konnten nur mehr geworden
sein. Und alle wurden in seinem Museum äußerst
ästhetisch in Szene gesetzt, dazu noch die vielen Bilder und
Grafiken, die das weniger schöne Schicksal der gutmütigen
Riesen-Rüsseltiere als Opfer brutaler Wilderei zeigten. Jeder,
der jemals seinen Fuß in diesen Porzellan-, Glas-, Keramik-,
Messing-, Holz-, Kunststoff- usw. –„laden“ gesetzt
hat, weiß, wovon ich rede. Wer nicht, ahnt nicht einmal was
er verpasst hat. Nicht nur „Elefanten aus der ganzen Welt“,
sondern diese Dauerausstellung der Galerie Kühn zeigte den
Elefanten in der Kulturgeschichte als Skulptur, Bild, Geschenk
und Kitsch.
Vorbei und vergessen - das „Elefantastic“ ist nicht mehr, zumindest
bewohnen die Elefanten dieser schillernden Privatsammlung
nicht mehr ihr Domizil an der Wörpe.
Nein, nicht vergessen, denn Elefanten vergessen ja bekanntlich
nichts so schnell und auch Elefanten affine Zweibeiner
mit wesentlich dünnerer Haut werden sich an diese
Schatzkammer gleich rechts hinter der Wörpebrücke gern
und höchst individuell erinnern: Sei es an die kompetenten
Erläuterungen von Volker Kühn, der zu allen seinen Schätzchen
eine Geschichte zu erzählen wusste; sei es an einen
Event lukullischer Art, an eine Weinprobe, einen Vortrag
oder einfach ein geselliges Beisammensein zwischen den
Kissenhülle.
sanften Dickhäutern mit dem phantastischen Gedächtnis
aus aller Herren Länder. An ganz normalen Tagen saß der
Künstler nun sechs Jahre lang während der Öffnungszeiten
inmitten seiner Herde und tat, was ein Künstler normalerweise
und hauptberuflich tut: Er arbeitete unermüdlich,
freute sich aber genauso gut über jeden Besuch und führte
gern durch seine Sammlung, lenkte den Blick auf un-
26 Lilienthaler · 1 2025
Lilienthaler Stadtelefanten?
Lilienthaler · 1 2025 27
Elephant-Showroom
(Ausschnitt).
scheinbare Besonderheiten, nahm aber auch
zutiefst empört die Elefantenjäger aufs Korn,
die diese größten Landsäugetiere mit ihrem
faszinierenden Sozialverhalten nur wegen ihrer
Stoßzähne, dem Elfenbein (Elfen = Elefanten)
abschlachten.
Eintragungen ins Gästebuch erzählen von begeisterten
Elefantenfreunden und welchen,
die es aufgrund dieser faszinierenden Schau
spontan wurden.
Was passierte inzwischen mit den zahlreichen
Exponaten? Die Leihgaben wohnen wieder in
ihrem alten Zuhause, alle anderen machten
sich auf den Weg in ihr neues. Wenn sie alle
im Elefantenmarsch die Hauptstraße Richtung
Galerie Kühn gegangen wären, hätte es wie
eine lückenlose Karawane ausgesehen. Ganz
so leicht machten sie es den Erben des viel zu
früh verstorbenen Ehrenbürgers, Galeristen,
Künstlers, Museumsdirektors und Sammlers jedoch
nicht. Sie mussten sorgfältig verpackt
dorthin transportiert werden. Dabei sind die
kleinsten so zart, dass 10 davon in einer Bohne
Platz finden, die größten kennen die meisten
Lilienthaler: Sie stehen nach wie vor in
den Vorgärten von Atelier und Galerie in der
Hauptstraße.
Jetzt bereichern etliche ihrer Artgenossen die
Galerie in einem eigens dafür eingerichteten
Raum. Andere posieren als Eyecatcher an exponierten
Stellen, flirten durch die Schaufensterscheibe
mit Menschen an der Haltestelle,
verlieben sich vom Fleck weg in einen
neuen Besitzer oder umgekehrt und werden
von Maria Kühn durch Kollegen, die bis dahin
im Karton warten mussten, geschickt ersetzt.
Denn ja, so schade es um die Auflösung dieser
umfangreichen Sammlung auch sein mag,
und so zwiespältig das e-Wort in diesem Zusammenhang
auch klingt: Endlich kann sich
jeder einen eigenen Elefanten kaufen und mit
nach Hause nehmen, als Erinnerung, als Gebrauchsgegenstand,
als Geschenk, als
Schmuck, als Kunstwerk, als Symbol…
Und der Stoff, aus dem die klugen Dickhäuter
bestehen? Hier gibt es nichts was es nicht
gibt. Und sie sind nicht nur klein, mittel oder
bis zu einem Meter groß, Fliegen- oder
Schwergewichte, schön oder wenigstens origi-
28 Lilienthaler · 1 2025
nell, nein, ganz viele hatten in ihrem früheren Leben durchaus einen
Gebrauchswert, manche haben ihn heute noch z.B. als Träger von Lampen
oder Tabletts, als Krawatte oder Kissenbezug. Sie kommen aus aller
Herren Länder oder genderneutral: aus allen Wind- oder Himmelsrichtungen.
Und wenn sie sich allmählich wieder dorthin zerstreuen, die
Abbilder nützlicher und dekorativer Rüsseltiere der Familie der Elephantidae
- ob das größte Landsäugetier Loxodonta afrikana, das zweitgrößte
Elephas maximus oder schließlich der Waldelefant Loxodonta cyclotis
- sie sind auf jeden Fall Sympathieträger. Der gewaltige aber nicht
gewalttätige Elefant steht als Symbol für Stärke, Intelligenz, Sensibilität
und Glück und ist auch für sein fabelhaftes Gedächtnis bekannt, also
in welcher Form auch immer - als Gravur im Weinglas, als Swarowsky Figürchen,
handfeste Skulptur oder prächtiges Bild – ein Geschenk für
viele Anlässe, nicht nur am 12. August, an dem seit 2012 der internationale
Tag des Elefanten begangen wird.
Text und Fotos: Jutta-Irene Grotefend
Galerie Kühn, Hauptstraße 39. 28865 Lilienthal
Mo.- Fr. 10-13 Uhr, Di.- Fr. 15-18 Uhr, Sa. 10-13 Uhr, So. 14-17 Uhr
Oben: Museumsdirektor Volker Kühn kurz vor einem Event der besonderen Art.
Linke Spalte (von oben nach unten): Made in Africa-Elefanten aus Flip-Flops.
Elefantenbild. Elefanten-Buchstützen.
Lilienthaler · 1 2025 29
1968: „Spiel ohne Grenzen“
Osterholz-Scharmbeck siegte gegen EU-Nachbarländer
Filmvorführungen im Kulturzentrum Kleinbahnhof erinnern an erfolgreiche Teilnahme
Nach dem Sieg in Dinslaken ging es ab nach Harrogate in Mittelengland.
30 Lilienthaler · 1 2025
Dinslaken (DE), Harrogate (GB), Brüssel
(BEL) – diese drei europäischen Städte
elektrisierten im Jahre 1968 die Kreisstadt
Osterholz-Scharmbeck. Mindestens 60 Millionen
Zuschauer in ganz Deutschland und den
europäischen Nachbarländern verfolgten am
Bildschirm der ARD die vom WDR-übertragenen
Städtewettkämpfe „Spiel ohne Grenzen“
mit Moderator Camillo Felgen und Frank Elstner.
Osterholz-Scharmbeck machte nicht nur
mit, sondern gewann letztendlich das Europafinale
in der belgischen Hauptstadt Brüssel.
Osterholz-Scharmbeck erhielt durch die Teilnahme
an der Spieleshow „Spiel ohne Grenzen„
vorübergehend große nationale und internationale
Beachtung. Die OHZ-Mannschaft
wurde unter maßgeblicher Beteiligung des VSK
von Karl-Wilhelm Herlinghaus, Hans Lucht und
Heinrich Hallfeldt trainiert. Fritz Wätjen von
der Stadtverwaltung wurde Fernsehkoordinator.
Gegen Dinslaken hatte OHZ mit 20:2 gewonnen
und die erste Hürde gemeistert. Weitere
Siege folgten in Harrogate und Brüssel -
OHZ wurde Gesamtsieger der Show.
An die Ereignisse im Jahre 1968 erinnert sich
auch Hanne Prigge, geborene Schwartz, noch
gut. Ein dicker Ordner mit Zeitungsartikeln
und Urkunden zeugt vom internationalen
Wettbewerb. Gold und silberne Plaketten und
Abzeichen zählen zu den Erinnerungsstücken.
„Es war ein hartes Training damals“, so Hanne
Prigge, „alle waren berufstätig oder Schüler“.
Die damals 19-Jährige VSK Sportlerin
startete direkt nach der Arbeit mit ihrem Kollegen
und Mannschaftsführer Werner Pietsch
fünfmal wöchentlich zum Training. Als erfolgreiche
Schwimmerin bereitete sie sich auf ei-
Am Bremer Flughafen startete die Mannschaft aus OHZ nach Harrogate.
nen Nixen-Wettbewerb vor. In Dinslaken konnte
sie dann nur als Ersatzspielerin dabei sein,
weil sie im Training erkrankt war. Aber in Harrogate/Mittelengland
war sie eine der 14 Mädchen
am Start.
Hanne Prigge erinnert sich noch gut an die Erlebnisse
beim Spiel ohne Grenzen im Jahre 1968.
„Das Faßspiel auf einer Schmierseifenbahn
wurde am Ende gar nicht gewertet, weil keine
Mannschaft hier Punkte sammelte“, erinnert
sich die Hanne Prigge. Dafür holte die OHZ-
Mannschaft beim Kellnerspiel die meisten
Punkte und der Sieg war ihnen sicher. So ging
es zum Endspiel nach Brüssel. Das Kreisblatt
hatte für 500 Schlachtenbummler einen Sonderzug
gechartert. Beim Telefonkarussell und
Wasserschöpfen hatte Hanne Prigge alles gegeben
und für höchste Punktzahlen gekämpft.
Erneut hatte OHZ gegen Mannschaften aus der
Schweiz, Frankreich, England, Belgien und
Italien gesiegt. „Es war einzigartig und unbeschreiblich,
was wir damals als Siegermannschaft
erlebten“, so die ehemalige Spiel-ohne-
Grenzen –Teilnehmerin.
Ein Vorbereitungsteam hat sich nun daran gemacht,
in diesem Jahr Filme von allen drei
Wettbewerbsorten öffentlich zu zeigen. Die
erste 80-minutige Fernsehaufzeichnung über
den Auftakt der Spiele in Dinslaken wird am
Sonntag, 16. Februar um 15 Uhr im Kulturzentrum
Kleinbahnhof (KUZ) gezeigt. Der
Filmsonntag startet mit Kaffee und Kuchen
und ab 16 Uhr beginnt die Filmvorführung
„Dinslaken“. Die Arbeitsgruppe rechnet auch
mit der Anwesenheit zahlreicher ehemaliger
Aktiver. Anschließend kann ein reger Austausch
über die Ereignisse von 1968 erfolgen.
Die Fernsehausstrahlungen zu den Wettkämpfen
in Harrogate und Brüssel werden zu einem
späteren Zeitpunkt im KUZ zu sehen sein, das
sich in diesem Jahr verstärkt dem Thema „Kultur“
widmen will. Auftakt ist zur Erinnerung
an 1968 die dreiteilige Filmreihe „Spiel ohne
Grenzen“, ein Stück Kultur von Osterholz-
Scharmbeck. Nähere Informationen unter
www.kuz-ohz.de
Text & Fotos: Monika Fricke
Lilienthaler · 1 2025 31
Staffelstabwechsel
in der Geschäftsstellenleitung der
Volksbank in Lilienthal
Rudiger Wellenberg (links) übergibt den Staffelstab an Jannis Menge, den neuen Geschäftstellenleiter der Volksbank Lilienthal.
Es gratuliert Volksbank-Vorständin Stefanie Kase.
32 Lilienthaler · 1 2025
Bereits seit knapp einem Jahr ist der schleichende
Übergabeprozess von Leitungsaufgaben
in der Volksbank-Geschäftsstelle in
Lilienthal im Gange. Geschäftsstellenleiter
Rüdiger Wellenberg, der sich ab dem 28. Februar
2025 in den wohlverdienten Ruhestand
begibt, hat bereits viele Monate vor diesem
Datum mit Weitblick Aufgaben delegiert, um
dem stellvertretenden Geschäftsstellenleiter
Jannis Menge die Gelegenheit zu bieten, sich
in seine zukünftige Leitungsfunktion vollumfänglich
einzuarbeiten. Dies ist geräuschlos
und bestens gelungen, zumal sich die beiden
Banker schon aus gemeinsamen Zeiten in der
Geschäftsstelle Falkenberg kennen. Dort bekleidete
Wellenberg die Geschäftsstellenleitung
von 2014 bis 2021, während Menge in
Falkenberg zwischen 2015 und 2019 zunächst
als Jugend- und dann als Kundenberater arbeitete.
Insofern besteht ein respekt- und vertrauensvolles
Verhältnis zwischen beiden. Rüdiger
Wellenberg sieht der Übergabe entspannt
entgegen, weil „Jannis seine Sache
sehr gut macht“! Der scheidende Geschäftsstellenleiter
geht ebenso entspannt und positiv
in den bevorstehenden Ruhestand, weil
er die Geschäfte der Lilienthaler Volksbank in
guten Händen weiß und sich auf eine selbstbestimmte
freie Zeit mit seiner Frau freut.
Rückblickend spricht Wellenberg vor allem
von den schönen und für ihn befriedigenden
Aufgaben seiner beruflichen Karriere. Er sei
mit Leib und Seele gerne in der Beratung tätig
gewesen, der Kontakt mit den Kunden sei
immer das „Salz in der Suppe“, immer interessant,
herausfordernd und persönlich gewesen.
Er habe diese persönlichen Begegnungen
immer sehr geschätzt. Die entscheidende berufliche
Zäsur in seinem Berufsleben ergab
sich durch die Digitalisierung aller Bankvorgänge
und auch Bankgeschäfte. Das sei eine
enorme Herausforderung gewesen und geblieben,
die Computertechnik habe alles umgekrempelt,
es stellten sich vollkommen neue
Aufgaben, die Flexibilität und ständiges Lernen
erforderten. Aber auch das habe man gut
gemeistert!
Mit Internet und Computer ist Jannis Menge,
designierter neuer Geschäftsstellenleiter der
Lilienthaler Volksbank an der Hauptstraße, beruflich
sozusagen „aufgewachsen“. Dieses Feld
ist ihm vertraut, wenngleich die digitale Revolution
sich mit der Künstlichen Intelligenz
fortsetzen werde, so Menge. Er gehe mit Elan
und viel Freude in seine neue Funktion, wobei
es ihm wichtig sei, den starken Standort der
Lilienthaler Volksbank zu erhalten und wenn
möglich auszubauen. Trotz und auch gerade
mit der digitalen Technik soll das, was die
Volksbank in der Region immer auszeichnete,
nämlich die Nähe zum Kunden, an oberster
Stelle stehen, meint der zukünftige Chef der
Geschäftsstelle. Es sei wichtig, dass der Kunde
sagen kann: „Ich kenne meinen Berater.“
Deshalb werde er sich dafür einsetzen, neben
der notwendigen Online-Technik, die persönlichen
Kontakte aufrecht zu erhalten und die
Beratung immer mit dem Kunden durchzuführen.
Zukünftig wird der Aufgabenbereich der Baufinanzierung
am Standort der Volksbank in Lilienthal
untergebracht sein, womit die Kunden
eine zentrale Anlaufstelle haben. Die Volksbank
sucht immer wieder, je nach Standort und
Aktualität, motivierte Mitarbeiter; in der Geschäftsstelle
Lilienthal sollen ca. 21 bis 25 Angestellte
arbeiten.
Der geplante Umbau des Volksbank-Geschäftsstellengebäudes
an der Hauptstraße ist
in vollem Gange. Zur Zeit rückt man in der unteren
Etage etwas zusammen, aber durch mobiles
Arbeiten und Außendienste der Mitarbeitenden
kommt man platzmäßig zurecht.
Der Service- und Kundenbereich steht nach
wie vor zu den bekannten Öffnungszeiten zur
Verfügung. Ende des Jahres wird der Umbau
planmäßig beendet sein und die Filiale in vollem
Glanz erstrahlen, so die Erwartung der Vorständin
der Volksbank eG, Stefanie Kase.
Text & Foto: Cornelia von Enden
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Lilienthaler · 1 2025 33
7X DIE SUPPEUPPE
AUSLÖFFELN
Guten Appetit
Rote
Linsensuppe
Zutaten (für 4 - 6 Portionen)
100 g Kartoffeln
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 EL Speiseöl,
z. B. Sonnenblumenöl
2 EL Tomatenmark
150 g rote Linsen
400 g stückige Tomaten
etwa 800 ml Gemüsebrühe
Gewürze
frisch gemahlener schwarzer
Pfeffer
Cayennepfeffer
½ gestr. TL gemahlener Kreuzkümmel
1 Pck. Dr. Oetker Finesse Geriebene
Orangenschale
Zucker, Salz
etwa 2 TL Zitronensaft
Zubereitung (ca. 20 Min.)
1. Vorbereiten
Kartoffeln schälen und in Würfel
schneiden. Zwiebeln und Knoblauch
abziehen und in kleine
Würfel schneiden.
2. Rote Linsensuppe kochen
Öl in einem großen Topf erhitzen.
Zwiebeln und Knoblauch
darin kurz dünsten. Tomatenmark
hinzufügen und kurz mitrösten.
Kartoffeln, Linsen, Tomaten,
Gemüsebrühe und die Gewürze
(ohne den Zitronensaft) zugeben
und alles bei mittlerer Hitze mit
Deckel in etwa 20 Min. gar kochen.
3. Die rote Linsensuppe pürieren
und nochmals mit den Gewürzen
und Zitronensaft abschmecken.
Rote Linsen werden mit Kartoffeln ganz schnell zu einer köstlichen
Suppe. Ein leckeres Rezept, das sich toll vorbereiten lässt.
Tipp: Die rote Linsensuppe mit (vegetarischen) Hackbällchen oder
Croutons servieren.
Pizzasuppe
Mit diesem Rezept gelingt herzhafte Pizzasuppe ganz einfach. Sie
lässt sich einfach vorbereiten und ist eine leckere Idee für die
nächste Party.
Zutaten (für etwa 8 Portionen)
etwa 100 g Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
200 g Champignons
600 g rote Paprikaschoten
etwa ó kleine rote Chilischote
140 g Mais (Abtropfgew.)
2 EL Speiseöl, z. B. Sonnenblumenöl
500 g Hackfleisch (halb und halb)
etwa 1 TL Salz
frisch gemahlener Pfeffer
etwa 1 TL Paprikapulver edelsüß
etwa 1 TL Oregano
1 EL Tomatenmark
400 g passierte Tomaten
500 ml Fleischbrühe
100 g Cocktailtomaten
200 g Sahne- oder Kräuterschmelzkäse
etwa 75 g Dr. Oetker Crème
fraîche Classic
Topping
etwa 50 g gehobelter Parmesan
Basilikum
Zubereitung (ca. 40 Min.)
1. Gemüse vorbereiten
Zwiebeln und Knoblauch abziehen
und in kleine Würfel schneiden.
Champignons putzen und je
nach Größe halbieren oder vierteln.
Paprika putzen und in kleine
Würfel schneiden. Chilischoten
putzen fein hacken. Hinweis: Da
die Chilischoten sehr scharf sind,
bei der Verarbeitung der Schoten
am besten Gummihandschuhe
anziehen. Mais abtropfen lassen.
2. Pizzasuppe zubereiten
Öl in einem großen breiten Topf
erhitzen. Das Hackfleisch darin
bei starker Hitze etwa 5 Min.
krümelig anbraten. Mit Salz,
Pfeffer, Paprikapulver und Oregano
würzen. Zwiebeln, Knoblauch
und Chilischoten dazugeben und
kurz mit anschwitzen. Tomatenmark
hinzufügen und kurz mit
rösten. Champignons, Paprika
und Mais dazugeben. Brühe und
passierte Tomaten unterrühren
und mit geschlossenem Deckel
aufkochen. Nach dem Aufkochen
die Suppe etwa 10 Min. bei mittlerer
Hitze köcheln lassen. In der
Zwischenzeit Cocktailtomaten
waschen und halbieren.
3. Schmelzkäse und Crème
fraîche unterrühren und in der
heißen Suppe schmelzen lassen
(nicht mehr kochen), Tomatenhälften
unterrühren. Die Pizzasuppe
nochmal abschmecken, mit
gehobelte Parmesan, etwas Basilikum
und nach Belieben mit der
übrigen Crème fraîche servieren.
Tipps:
Die rote Linsensuppe mit (vegetarischen) Hackbällchen oder Croutons
servieren.
Zusätzlich in die Pizzasuppe etwa 100 g Salamistreifen hineingeben.
36 Lilienthaler · 1 2025
Zutaten
(für etwa 8 Pers.)
Für das Backblech
Backpapier
Gewürzsäckchen
1 Knoblauchzehe
1 Lorbeerblatt
Zitronenschale
1 TL gerebelter
Majoran
Zwiebelsuppe
500 g Zwiebeln z. B.
Gemüsezwiebel
50 g Butter
2 EL Speiseöl, z. B.
Olivenöl
30 g Weizenmehl
150 ml Weißwein
1 l Gemüsebrühe
150 g Dr. Oetker
Crème fraîche Classic
Salz
frisch gemahlener
Pfeffer
Chilipulver
Baguettescheiben
50 g Butter
8 Scheiben Baguette
etwa 80 g geriebener
Greyerzer Käse
Zwiebelsuppe
Heute mal Suppe als Vorspeise? Mit diesem Rezept ist eine
leckere Zwiebelsuppe ganz einfach zubereitet.
Zubereitung (ca. 40 Min.)
1. Gewürzsäckchen vorbereiten
Für das Gewürzsäckchen Knoblauch abziehen.
Lorbeerblatt, Knoblauchzehe, Zitronenschale
und Majoran in einen Papier-Kaffeefilter geben
und mit Küchengarn verschließen. Das
Backblech mit Backpapier belegen. Den Grill
des Backofens vorheizen.
Ober- und Unterhitze: etwa 240°C
Heißluft: etwa 220 °C
2. Zwiebelsuppe kochen
Zwiebeln abziehen und in dünne Ringe schneiden
oder hobeln. Butter und Öl in einem großen
Topf zerlassen. Die Zwiebelscheiben darin unter
Rühren bei mittlerer Hitze andünsten. Mehl dazugeben
und verrühren. Mit Weißwein ablöschen.
Gemüsebrühe hinzugießen und zum Kochen
bringen. Gewürzsäckchen in die Suppe geben.
Topf mit Deckel schließen und bei mittlerer
Hitze in etwa 15 Min. gar kochen.
3. Gewürzsäckchen aus der Zwiebelsuppe entfernen.
Crème fraîche in die Zwiebelsuppe
rühren. Suppe mit Salz, Pfeffer, Chili würzen.
4. Baguettescheiben gratinieren
Butter in einer großen Pfanne zerlassen und
die Baguettescheiben darin von beiden Seiten
bei mittlerer Hitze goldgelb rösten.
Scheiben herausnehmen und auf das vorbereitete
Backblech geben. Mit geriebenem
Käse bestreuen und zum Gratinieren unter
den Grill geben.
Einschub: oberes Drittel, Backzeit: 2 - 4 Min.
5. Zwiebelsuppe anrichten
Die Zwiebelsuppe in Suppentassen geben. Die
gratinierten Baguettescheiben dazu servieren.
Tipps: Der Weißwein kann auch durch weißen Portwein ersetzt werden.
Statt Greyerzer Käse kann geriebener Comte oder Emmentaler verwendet
werden.
Die gratinierten Baguettescheiben direkt in Suppentassen legen und
die Zwiebelsuppe angießen.
Die Zwiebelsuppe mit einem Klecks Dr. Oetker Crème fraîche Classic
und Schnittlauchröllchen servieren.
Lasagnesuppe
Die Lasagnesuppe ist schnell zubereitet und mit Nudeln und Hackfleisch
das perfekte Rezept für eine Party oder einen gemütlichen
Abend zu Hause.
Zutaten (für ca. 6 Portionen)
10 Lasagneblätter
Salz
1 Zwiebel
2 EL Olivenöl
500 g Hackfleisch (halb und
halb)
frisch gemahlener Pfeffer
4 EL Tomatenmark
800 g stückige Tomaten
800 ml Brühe
50 g tiefgekühlte italienische
Kräuter
150 g Dr. Oetker Crème fraîche
Classic
Cayennepfeffer
Zucker
Außerdem
150 g Dr. Oetker Crème fraîche
Classic
etwa 3 EL gehobelter Hartkäse
z. B. Parmesan
gehackte Basilikumblätter
Zubereitung (ca. 40 Min)
1. Vorbereiten
Lasagneblätter in mundgerechte
Stücke brechen und nach Packungsanleitung
in Salzwasser
gar kochen. Abgießen und abtropfen
lassen. Zwiebel abziehen
und in kleine Würfel
schneiden.
2. Lasagnesuppe kochen
Öl in einem großen Topf erhitzen.
Hackfleisch darin unter
Rühren anbraten, mit Salz und
Pfeffer würzen. Zwiebel und Tomatenmark
hinzugeben und mitbraten.
Tomaten und Brühe zufügen und
mit Deckel etwa 20 Min. bei
mittlerer Hitze köcheln lassen.
Nudelstücke, italienische Kräuter
und Crème fraîche hinzufügen.
Die Lasagnesuppe mit Salz, Pfeffer,
Cayennepfeffer und Zucker
abschmecken.
3. Die Lasagnesuppe mit Crèmefraîche-Klecksen,
Käsespäne und
Basilikum anrichten.
38 Lilienthaler · 1 2025
Parmesan - Pilz
Suppe
Das beste Rezept für eine herrlich cremige vegetarische Käsesuppe
mit Pfifferlingen. Mit nur wenigen Zutaten einfach perfekt als
schnelle Vorspeise.
Zutaten (für 2 Portionen)
etwa 165 g Pfifferlinge (Abtropfgew.)
1 Schalotte
100 g Parmesan
1 EL Speiseöl
125 g Dr. Oetker Crème fraîche
Gartenkräuter
150 ml Gemüsebrühe
100 g Sahneschmelzkäse
Zitronensaft
Worcestersoße
san und Schmelzkäse zugeben,
den Käse langsam bei mittlerer
Hitze schmelzen lassen. Die
Parmesan-Pilz-Suppe mit Zitronensaft
und Worcestersoße abschmecken.
Tipp
Die Parmesan-Pilz-Suppe mit 2
EL gehackten gerösteten Walnusskernen
servieren.
Zubereitung (ca. 20 Min.)
1. Vorbereiten
Pfifferlinge gut abtropfen lassen,
die Flüssigkeit dabei auffangen.
Pfifferlinge evtl. etwas
klein schneiden. Schalotte abziehen
und würfeln. Parmesan
fein reiben.
2.Parmesan-Pilz-Suppe kochen
Speiseöl in einem kleinen Topf
erhitzen. Schalottenwürfel und
Pfifferlinge hinzufügen und
etwa 5 Min. anbraten. Etwa 120
ml der Pilzflüssigkeit, Crème
fraîche Kräuter, Brühe, Parme-
Lilienthaler · 1 2025 39
Frühlingssuppe
Warme Frühlingssuppe mit Suppengemüse, Paprika und Linsen,
verfeinert mit Kurkuma und Knoblauch für Frühlingsgenuss.
Kaltschale mit
Grießklößchen
Eine erfrischende Fruchtsuppe mit Grießklößchen und frischen
Früchten schnell selber machen.
Zutaten (für ca. 10 Portionen)
1 Bund Suppengemüse
1 große gelbe Paprikaschote
2 Knoblauchzehen
2 EL Speiseöl, z. B. Rapsöl
250 g gelbe Linsen
gemahlener Kreuzkümmel
1 EL Kurkuma
2 l Gemüsebrühe
150 g Dr. Oetker Crème légère
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
2 Pck. Dr. Oetker Finesse Geriebene
Zitronenschale
Außerdem
Bärlauch Rucola oder Kresse
½ rote Paprikaschote
½ grüne Paprikaschote
200 g Doppelrahm-Frischkäse
Zubereitung (ca. 40 Min)
1. Vorbereiten
Suppengemüse und Paprika putzen
und klein schneiden. Knoblauch
abziehen und fein hacken.
2. Zubereiten
Öl in einem großen Topf erhitzen
und die Gemüsestücke unter
Rühren etwas anrösten. Linsen,
Kreuzkümmel nach Geschmack
und Kurkuma hinzufügen und alles
kurz mit anbraten. Mit Gemüsebrühe
ablöschen, aufkochen
und unter gelegentlichem Rühren
etwa 25 Min. bei mittlerer Hitze
leicht köcheln lassen.
3. In der Zwischenzeit Bärlauch
oder Rucola putzen und in feine
Streifen schneiden. Paprika putzen
und in sehr feine Würfel
schneiden.
4. Suppe pürieren. Crème légère
unterrühren und mit Salz, Pfeffer
und Finesse abschmecken. Die
Paprikawürfelchen unter die Suppe
rühren und portionieren. Mit
Hilfe eines Teelöffels pro Portion
eine Frischkäsenocke abstechen.
Die Suppe mit einer Frischkäsenocke
und Kräutern bestreut servieren.
Tipps
Die Suppe mit roten Linsen und
roter Paprika zubereiten.
Die Suppe lässt sich einfrieren.
Zutaten (für ca. 6 Portionen)
Grießklößchen
1 Pck. Dr. Oetker Süße Mahlzeit
Grießbrei nach klassischer Art
350 ml Milch
Kaltschale
500 ml Fruchtsaft (z. B. Apfelsaft)
500 ml Wasser
2 Pck. Dr. Oetker Kaltschale Himbeer-Johannisbeer
etwa 100 g frisches Obst (z. B.
Himbeeren, Blaubeeren)
Zubereitung (ca. 20 Min)
1. Vorbereiten
Grießbrei nach Packungsanleitung,
aber nur mit 350 ml Milch,
zubereiten. Die Oberfläche des
heißen Puddings direkt mit
Frischhaltefolie abdecken und erkalten
lassen.
2. Kaltschale zubereiten
Fruchtsaft und Wasser in eine
Rührschüssel geben und Dessertpulver
mit einem Schneebesen
unterrühren. Früchte waschen,
verlesen und in die Kaltschale
geben. Kaltschale bis
zum Servieren in den Kühlschrank
stellen.
3. Grießklößchen
Kaltschale in Suppenteller füllen.
Mit Hilfe von 2 Teelöffeln
aus dem kalten Grießpudding
Klößchen formen und auf die
Kaltschale verteilen. Sofort servieren.
Tipps
Als Dessert einfach nur 1 Pck. Dr.
Oetker Kaltschale Himbeer-Johannisbeer
mit insgesamt 500
Flüssigkeit zubereiten.
Gut geschmeckt ?
Dann bis nächstes Mal.
Alle Rezepte und Fotos: ©Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG
40 Lilienthaler · 1 2025
Kunst · Kultur · Theater
Blechmann, Löwe und Vogelscheuche werden auf der Freilichtbühne Lilienthal lebendig
Für den „Zauberer von OZ“ braucht die
Freilichtbühne Lilienthal etwa 40 neue Kostüme
Thorsten Sander
Wie macht man aus einem Menschen einen Blechmann? Das Kostüm sei
eine echte Herausforderung, sagt die Näherin Elke Heemsath. Diese und
viele andere kniffelige Aufgaben muss die Schneiderei der Freilichtbühne
für das Stück der „Zauberer von OZ“ lösen. Heemsath hat sich
überlegt, Schaumstoffmatten aneinander zu kleben, mit Mullbinden zu
umwickeln und dann silberfarben zu besprayen. „Das sieht dann aus wie
Blech. Man muss sich hier immer wieder was Neues überlegen“, erklärte
sie. An dem Blechmann sei sie schon seit vier Wochen dran.
Der spielt beim „Zauberer von OZ“
eine zentrale Rolle. Er und viele
weitere magische Figuren helfen
Dorothy vom zauberhaften Land
von Oz wieder nach Hause nach
Kansas zu finden. Das Mädchen
wurde durch einen Wirbelsturm
aus ihrer gewohnten Umgebung
herauskatapultiert. Auf ihrem Weg
nach Hause findet sie neue Freunde
und muss manches Abenteuer
bestehen.
Etwa 50 Kostüme muss das Team
um Kostümmeister Thorsten Sander
für das Familienstück zaubern.
Nur sehr wenige kommen aus dem
Fundus, z.B. ein altes Brautkleid,
das Heemsath pink gefärbt hat.
Später auf der Bühne wird es die
gute Hexe Glinda tragen.
Obwohl die Kostümmannschaft
Elke Heemsath
Henry Balzer
versucht, viele alte Kostüme wiederzuverwerten
oder umzuändern,
müssen doch etwa 40 neu geschneidert
werden, z.B. das Löwenkostüm für Henry Balzer. „Noch ist
es zu weit“, lacht Heemsath. Er und viele seiner MitspielerInnen müssen
jetzt schon zur Anprobe kommen.
„Obwohl das Familienstück erst am 24. Mai 2025 Premiere hat, ist in
der Schneiderei schon richtig Action“, sagt Sander. Und die Kostüme für
das Abendstück „Die Physiker“ stünden ja auch noch an.
Bei den „Physikern“ geht es um drei vermeintliche Geisteskranke, die
in einer Nervenheilanstalt leben. Einer von ihnen, der Wissenschaftler
Johann Wilhelm Möbius, glaubt
eine Formel entdeckt zu haben,
mit der die ganze Menschheit vernichtet
werden könnte. Morde am
Pflegepersonal sorgen für Unruhe
im Sanatorium.
Wie ernst sind die beiden anderen
Patienten zu nehen, die sich als
Einstein und Newton ausgeben
und welche Rolle hat die Chefärztin?
Schafft es schließlich jemand,
an Möbius‘ Formel zu gelangen
und damit die Weltherrschaft
an sich zu reißen?
Geschenkgutscheine für „Den Zauberer
von Oz“ und das Erwachsenenstück
„Die Physiker“ gibt es
bereits unter www.fblilienthal.de
Die Premiere von „Der Zaubere von
Oz“ ist am 24.05.2025, die Premiere
von „Die Physikern“ ist am
27.06.2025.
Text & Fotos: pm/Freilichtbühne
Elke Heemsath
42 Lilienthaler · 1 2025
Theater in Osterholz (TiO)
Plattdeutsches Schauspiel im März
„Allens, wat ick seker weet“
Das Schauspiel „Allens, wat ick seker weet“ von Andrew Bovell, Niederdeutsch
von Ulrike Stern und Rolf Petersen, zeichnet sich durch eine
schmerzhaft ehrliche und zugleich zärtliche, tief emotionale Darstellung
des Familiengebildes der Familie Voss aus. Auf ganz natürliche Weise
sollen die innersten Regungen und Beziehungen der Charaktere greifbar
gemacht werden. Nahezu die gesamte Handlung spielt sich im Familiengarten
ab.
„Wir wollen dem Publikum ein sehr nahes, besonderes Erlebnis mit diesem
Schauspiel bieten. Daher wird sich die Bühne ebenerdig in der Saalmitte
befinden und das Publikum wird von zwei gegenüberliegenden
Seiten darauf schauen können und somit physisch deutlich näher am
Geschehen sein, als üblich. Mit der Inszenierung bewerben wir uns außerdem
um den Willy-Beutz-Preis für niederdeutsches Schauspiel“, berichtete
der 2. Vorsitzende des TiO, Timon Finke.
Ein ebenso poetisches wie schmerzhaft ehrliches Stück, das die starken
wie fesselnden Verbindungen zwischen den Geschwistern, Eltern und
Kindern sinn- und augenfällig macht. Zu Beginn und am Ende dieses
Schauspiels listet Rosie, die jüngste Tochter der sechsköpfigen Familie
Voss, ihre Liste der Dinge auf, die sie sicher weiß, um nicht den Boden
unter den Füßen zu verlieren.
Darstellerinnen Iris Richter (links) und Amelie Odia.
Schnell taucht man ein in das komplexe Familiengebilde, das eine sehr
große Liebe ebenso zusammenhält wie auseinandertreibt. Jedes Kind
sucht seinen eigenen Weg aus dem liebevollen Nest der Eltern, deren
Garten lange Zeit die Welt für sie bedeutet hat. Die Kinder, die die Erwartungen
ihrer Eltern, die hart für sie und ihre Ausbildung gearbeitet
haben, kennen, aber ihren eigenen Weg suchen müssen. Rosie ist die
Jüngste und noch nicht ganz flügge geworden. Nachdem ihr erster Versuch,
sich abzunabeln und möglichst weit weg von Zuhause die Welt zu
erkunden, an gebrochenem Herzen gescheitert ist, ist sie in den sicheren
Familien-Hafen zurückgekehrt. Während sie noch Orientierung
sucht, haben ihre Geschwister Pia, Mark und Benjamin ihre Wege bereits
beschritten, und bringen damit das Gleichgewicht der Familie immer
wieder ins Schwanken.
Regie führt als Gast Ulf Goerges, Regieassistenz und Bühnenbild: Beate
Schöne. Zur Familie Voss zählen: Thomas (genannt Tom): Carsten
Mehrtens, Manuela (genannt Ela): Iris Richters, ihre Kinder: Pia: Tina
Stelljes, Mark: Timon Finke, Benjamin (genannt Ben): Jendrik Ische als
Gast von der Niederdeutschen Bühne Oldenburg und Rosie: Amelie Odia.
Die Premiere findet am Samstag, 01. März um 20 Uhr in der Großen
Scheune auf Gut Sandbeck statt. Insgesamt gibt es 15 Aufführungen
bis zum 30.03.2025. Die Tickets sind bereits, wie üblich, in allen Nordwest-Ticket
Vorverkaufsstellen und auch online, erhältlich. Weitere Infos
sowie alle Spieltermine sind auf der Homepage www.theater-inohz.de
zu finden.
Text & Foto: Monika Fricke
Lilienthaler · 1 2025 43
Kunst · Kultur · Theater
Paster Braun auf Helgoland
Speeldeel Klostermoor mit neuem Stück
„Een Fall för Paster Braun“ – das wollte Regisseurin Elke Ohlrogge eigentlich
schon vor einigen Jahren spielen. „Aber ich dachte nach Corona
braucht das Publikum erstmal was richtig Komisches“, sagt sie.
Jetzt komme man wieder an den feinen Humor. Der entwickele sie mit
dem Ensemble im Laufe der Proben. In der Regiearbeit müsse sie jetzt
die kleinen Feinheiten rauskitzeln. Ohlrogge führt seit 25 Jahren Regie.
Die Kriminalkomödie spielt auf Helgoland. Kurz nach Paster Brauns Ankunft
dort, passieren bereits seltsame Dinge: Ein Mordversuch, ein bisher
unentdeckter Geheimgang und dann auch noch eine Leiche. Eigentlich ist
Kommissar Nickel zuständig, aber Paster Braun ist ihm mit seinen Ermittlungen
immer eine Nasenlänge voraus. Das Stück von Florian Battermann
und Jan Bodinus hat Klaus Lensch ins Plattdeutsche übersetzt.
Ganz neu bei der Truppe ist Rika Stelljes. Sie spielt die Tochter des Küsters
und will ein gutes Mädchen in den 50ger, 60ger Jahre verkörpern.
Helga Dwortzak, Rika Stelljes, Elke Ohlrogge, Christa Kuttler und
Werner Lück (v. lks.)
Die 31jährige ist mit Platt aufgewachsen, kann es verstehen, aber platt
Schnacken müsse sie jetzt lernen. Dabei helfe ihr das gemeinsame Spielen,
das Ensemble oder ihr Vater. Der habe mit ihrer Großmutter immer
Platt geschnackt.
Werner Lück ist dagegen ein Urgestein der Speeldeel Klostermoor, seit
knapp 40 Jahren dabei. Bisher war er immer der Superkomische in den
Stücken. In dem Neuen werde eine richtige Geschichte erzählt, sagt er.
Das sei spannend und so eine Rolle eine Herausforderung, da müsse man
sich erstmal reinfühlen.
Bei den Proben haben die sieben AmateurdarstellerInnen viel Spaß.
Noch wird am Bühnenbild gebastelt und bisher gibt es auch nur ein Kostüm.
„Den richtigen Sound mit Überraschungen und Krimicharakter
brauchen wir auch noch“, lacht Ohlrogge.
pm
Arbeitswelt Atelier
im letzten Haus am Ende des sandigen Weges
Der Künstler Heinz Cymontkowski stellt in dieser Atelierausstellung seine
Arbeitswelt zwischen Hamme und Beek vor.
Schon immer stehen die Ateliers von Künstler im Blickpunkt von Kunstkennern,
Kunden und anderen interessierten Menschen. Mal ist es Zufall,
mal Neugier, aber das Wichtigste ist, die Kunst und die Künstler
mit ihren Werken kennen lernen zu können. Auch das Atelier vons Heinz
Cymontkowski wird gerne aufgesucht.
Das Wort Atelier kommt aus dem Französischen und bedeutet nichts anderes
als Werkstatt. Farbe, Leinwand, Papier, Materialien und die Themen
stehen bei Cymontkowski im Mittelpunkt bei diesen Ateliergesprächen.
Die Nebenthemen gehen auch weiter zu Objekten oder auch
mal zum Bronzeguss.
Gerade die moderne Gesellschaft bietet dem Künstler einen ständigen
Austausch zu neuen Themen und Inhalten: Das Gestern und das Heute
werden über Morgen bestimmt, ein Vor und Zurück – ein erlebtes Wahrnehmen.
Die Ateliergedankenwelt steht immer im Rhythmus der unterschiedlichsten
Themen und Materialien, um vom Gestern und Heute eine
neue Form zu finden. Das Refugium Atelier ist der Ort für die Atelierund
Arbeitsbewegungen.
Heinz Cymontkowski braucht einen ständigen Fundus im Atelier, um etwas
Neues entstehen zu lassen. Das Dorf Teufelsmoor im Kreis Osterholz
kommt dem Künstler entgegen. Der Landschaftsraum und die Kulturlandschaft
bieten eine große Gedanken- und Materialwiese, die immer
wieder neu aufgegriffen werden will.
Die Betrachter können bei einem Atelierbesuch erfahren, was es heißt,
in einer Arbeitswelt Atelier zu leben.
Gerade die langen Wintertage sind offen für eine andere Arbeitswelt in
einem Atelier ohne Strom und fließend Wasser.
Ohne Arbeitsplatz 4.0 / KI, digitale Farbwelten oder andere Robotersysteme
entstehen hier die handwerklichen Werke auf Papier und Leinwand.
Zu sehen sind Ölbilder, Aquarelle und Tuschezeichnungen.
pm / eh
Ort: Zur kleinen Reihe
(letztes Haus am Ende des sandigen Weges)
27711 Osterholz – Scharmbeck / Dorf Teufelsmoor
Titel: Arbeitswelt Atelier 2025
Künstler: Heinz Cymontkowski
Zeit: 4. Januar bis 30. März 2025
(geöffnet Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr)
Weitere Informationen unter www.speeldeel-klostermoor.de
44 Lilienthaler · 1 2025
32. Verleihung des Kulturpreises der Volksbank
64 Kunstschaffende reichten 107 Arbeiten zum Thema „Kunst im Quadrat“ ein
Insgesamt 107 Kunstwerke ( Malerei, Skulptur, Fotografie, Collagen
und Holzarbeiten) reichten 64 Kunstschaffende aus dem
Landkreis Osterholz und dem Altkreis Bremervörde zur Teilnahme
am Kulturpreis 2025 der Volksbank eG Osterholz-Bremervörde
ein. Erstmals konnten maximal zwei Arbeiten zur Bewertung
abgegeben werden, mit denen sich die Teilnehmer für den begehrten
Kulturpreis bewarben. 12 von ihnen waren das erste Mal
dabei.
Die Volksbank konnte zwei Kunstexperten für die Jury gewinnen:
Dr. Henrike Hans, sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Museen
Böttcherstraße in Bremen und Dr. Rainer Beßling, er ist
Kunstkritiker und Kulturjournalist aus Syke. Sie wurden von der
Volksbank-Mitarbeiterin Birgit Asmann begleitet. Vom Osterholzer
Kunstverein übernahmen die Vorsitzende Katrin Schütte und
Claudia Schnibbe mit Birgit Asmann das Sortieren und Hängen
der Kunstwerke, so dass nun 53 Arbeiten in der Ausstellung zum
Kulturpreis auf Gut Sandbeck gezeigt werden.
Vorstandesmitglied Jan Mackenberg eröffnete im Namen seiner
Vorstandskollegen Stefanie Kase und Michael Kersting die Ausstellung
zur 32. Preisverleihung des Kulturpreises in der Galerie
auf Gut Sandbeck. Er dankte den Juroren für die Auswahl der
neuen Preisträger: Der 1. Preis, der mit 2 000 Euro dotiert war,
ging an Edeltraud Hennemann aus Osterholz-Scharmbeck für ihre
Arbeit „Sichtweisen“ aus verklebten Glas. Den 2. Preis und 1 000
Euro erhielt der Bremervörder Maler Siegfried Krön für sein Aquarell
„Auen Landschaft“. Zusätzlich zur Gewinnsumme erhalten die
Preisträger eine Gemeinschaftsausstellung vom 5. Oktober bis
zum 16. November 2025 in der Galerie des Kunstvereines Osterholz,
hier können sie eine Auswahl ihrer Arbeiten präsentieren.
Von ihrer aufwändigen Arbeit mit Glas berichtete Edeltraud Hennemann.
Glas hatte sie besonders fasziniert. „Ich hatte eine Konstruktion
im Kopf und habe die Quadrate mit Spezial-Glaskleber
zu Würfeln zusammengeklebt“, so die Künstlerin. „Mehrere Würfel
in Reihung und Kreuzung bilden ein mehrgliedriges Objekt“,
erklärte dazu der Kunstkritiker Rainer Beßling, „der gläserne
durchsichtige Würfelbau spiegelt, reflektiert und bricht das
Licht.
„Siegfried Kröns Aquarellkunst lässt Land und Fluss verschmelzen,
sie bildet Übergänge mittels der dafür geeigneten Technik.
Wasser gestaltet Gewässer im Modus des Fließens
und Verschwimmens“, bemerkte die Kunstkritiker
Beßling zu den Bildern des Bremervörder
Malers. Kröns greife eine Jahrhunderte währende
kunstgeschichtliche Spur auf, fügte er
hinzu. Dazu erklärt der Künstler, dass er seine
Farben für Flächen immer mischen würde, so
entstand sein prämiertes Aquarell „Auen Landschaft“
mit eindrucksvollen visuellen Reizen.
Die Ermittlung der Gewinner von Kunstpreisen
sei nie einfach, bemerkte Rainer Beßling. Das
Motto „Kunst im Quadrat“ eröffnete ein weites
Feld. Dementsprechend fielen die Beiträge
höchst unterschiedlich aus – wie ein erster
Blick in die Ausstellung sofort erkennen ließe.
Bis zum 9. Februar sind die ausgestellten
Kunstwerke in der Galerie des Kunstvereins auf
Gut Sandbeck in Osterholz-Scharmbeck zu sehen.
Die Ausstellung ist Samstag von 14–17
Uhr und Sonntag 11–17 Uhr geöffnet, der Eintritt
ist frei.
Text & Fotos: Monika Fricke
Oben: Große Freude
herrschte bei den
Gewinnern des Kulturpreises
2025 der
Volksbank eG Osterholz-Bremervörde:
(Von links): Stefanie
Kase (Vorstand VB),
Edeltraud Hennemann
(1. Preis), Siegfried
Krön (2. Preis), Jan
Mackenberg und
Michael Kersting
(Vorstand VB).
Mitte: Siegfried Krön
mit seinem Aquarell
Auen Landschaft, das
mit dem 2. Preis prämiert
wurde.
Unten: Gäste der
Ausstellung Kulturpreis
2025 betrachten
den 1. Preis, die
Glaskunst von Edeltraud
Hennemann.
Am Krankenhaus 4 (im Kreiskrankenhaus OHZ) 27711 Osterholz-Scharmbeck Tel.: 04791 - 803 403
Hauptstraße 57 (gegenüber dem Ärztehaus Mitte) 28865 Lilienthal Tel.: 04298 - 699 4041
Lilienthaler · 1 2025 45
Kunst · Kultur · Theater
Zwei Winterausstellungen bis 9. März 2025
Malerei von A. Dettmar in Worpsweder Kunsthalle und „Farbklang Holz“ im Haus im Schluh
„Zeitspuren“ nennt Alexander Dettmar seine Ausstellung
in der Worpsweder Kunsthalle.
Die Schönheit und Kraft Worpswedes hat der Barlachpreisträger
von frühester Jugend an künstlerisch verarbeitet. „Worpswede
ist für mich ein besonderer Ort“, gestand der Künstler
im Gespräch zur Winterausstellung in der Worpsweder Kunsthalle.
„Ich fühle mich als Ur-Worpsweder“, so Dettmar.
Häuser, die für ihn wie individuelle körperhafte Wesen eine Geschichte
zu erzählen haben, würden ihn faszinieren. Oft kreist
sein Schaffen um die typisch norddeutsche Architektur. So präsentiert
Dettmar Bilder von Gebäuden in Norddeutschen Städten,
wie Flensburg, Hamburg und Bremen. Der rote Backstein
fasziniert den Maler und die Farbe Rot entdeckt der Betrachter
in fast allen Bildern. „Als schöne, herzerwärmende Winterausstellung“,
bezeichnet die künstlerische Leiterin der Worpsweder
Kunsthalle, Cornelia Hagenah, die Arbeiten von Alexander
Dettmar.
Nach seinen Erfolgen in Metropolen, wie New York und Paris,
zieht es den Künstler immer wieder zurück in seine Heimat rund
um Worpswede und ins Teufelsmoor. Einige seiner Motive sind
auch hier entstanden, entdeckt der Betrachter der Winterausstellung.
Die Ausstellung zeigt ausgewählte Arbeiten, die malerisch
kraftvoll den Bogen zwischen Worpswede, Amsterdam und Paris spannen.
Dieser Bogen war schon für die erste Worpsweder Künstlergeneration
bestimmend, allen voran für Paula Modersohn-Becker, Bernhard
Hoetger sowie für den Dichter Rainer Maria Rilke. In Form und
Farbe reduziert, in sich ruhend, berührt Alexander Dettmars Kunst die
Sinne.
„Ich möchte mit meiner Malerei viele Herzen erreichen“, sagt der preisgekrönte
Maler. Alexander Dettmar, Jahrgang 1953, erhielt 1995 den
Ernst-Barlach-Preis und ist heute einer der wenigen „Pleinairmaler“,
der zu jeder Jahreszeit direkt vor dem Motiv arbeitet. „Ich liebe die
Malerei“, betont Dettmar im Gespräch.
Die Ausstellung „Zeitspuren“ ist noch bis zum 9. März in der
Worpsweder Kunsthalle in der Bergstraße 17: Dienstag, Donnerstag,
Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Am Sonntag,
23. Februar führt der Künstler um 15 Uhr durch die Ausstellung.
In der Worpsweder Kunsthalle ist bis März Malerei des Ernst-Barlach-Preisträgers
Alexander Dettmar zu sehen.
Die Kabinettausstellung „Farbklang Holz - 100 Jahre Hans Georg Müller“ Im Haus
im Schluh präsentieren die Töchter des verstorbenen Künstlers:
Bettina Müller (links) und Christina Lohse.
Haus im Schluh zeigt Winterausstellung mit ausgewählten Intarsien,
Möbeln und vieles mehr
Kabinettausstellung „Farbklang Holz - 100 Jahre Hans Georg Müller“
Das Lebenswerk des Enkels von Heinrich und Martha Vogeler: Hans Georg
Müller, 1924 in Worpswede geboren, ist zurzeit in der Winterausstellung
im Haus im Schluh zu sehen. Bis ins hohe Alter von 90 Jahren war Hans
Georg Müller kreativ tätig, er starb 2018. Seine Töchter, Berit Müller und
Kristina Lohse, die das bedeutende kulturelle Haus im Schluh mit Weberei
betreiben und hüten, präsentieren zum 100. Geburtstag ihres Vaters
eine vielfältige Kabinettausstellung.
Hans Georg Müller hatte seine Kunsttischler-Ausbildung bei den Vereinigten
Werkstätten in Bremen als Jahrgangsbester abgeschlossen. 1947
studierte er einige Semester Architektur in Bremen. Um seine Familie zu
ernähren, erbaute Müller 1950 auf dem Gelände des Schluh seine erste
kleine Tischlerei. Mit seinem zeitlosen Möbeldesign und großformatigen
Holz-Intarsien bewies er künstlerisches Talent. 1958 erhielt er den Bayerischen
Staatspreis mit Goldmedaille für eine Sitzmöbelserie mit Lederbespannung
und den Niedersächsischen Staatspreis für seine Intarsien-
Kunst. Als Innenarchitekt für einen anspruchsvollen Kundenkreis und
als Gewinner zahlreicher Wettbewerbe für Kunst am Bau vergrößerte
Hans-Georg Müller seine Werkstatt und Mitarbeiterzahl kontinuierlich
und wurde ein begehrter Ausbilder für das Tischlerhandwerk.
2016 übergab Müller den Betrieb an seinen Großneffen Kristen Müller.
Hans Georg Müller fühlte sich im Auftrag seiner Großmutter Martha
Vogeler verpflichtet, sich um den Schluh zu kümmern. Er verhalf der
kulturellen Anlage zu stetiger Weiterentwicklung. Berit Müller und
Kristina Lohse berichteten zur Ausstellungseröffnung von der Entstehung
einiger großrahmiger Holz-Intarsien und wie in der Werkstatt
gearbeitet wurde. Zum Beispiel das 2009 entstandene großformatige
Intarsien-Bild „James Joyce, Ulysses June 16 1904 8.oo pm“.
Der gleichnamige Roman über einen Dubliner Anzeigenverkäufer hatte
den Künstler tief bewegt und es entstand das großformatige Intarsien-Bild
mit interessanten Szenen. Zu den Exponaten zählen unter
anderen ein Intarsien-Schrank für ein Damenzimmer mit Pfauenfeder-Dekor
sowie ein Architekturmodell aus der Studienzeit.
Die Ausstellung „Farbklang – 100 Jahre Hans Georg Müller“ im Haus
im Schluh, ist ebenfalls bis zum 9.März zu sehen. Öffnungszeiten
sind Dienstag und Donnerstag von 13 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag
von 11 bis 17 Uhr.
Text & Fotos: Monika Fricke
46 Lilienthaler · 1 2025
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48 Lilienthaler · 1 2025
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Lilienthaler · 1 2025 49
Aus Vereinen und Organisationen
Turnverein Lilienthal e.V.
Ferienbetreuung
des TV Lilienthal
In den Sommerferien 2025 bietet der
TV Lilienthal wieder „Sport + Spaß“
für Grundschulkinder an.
Ferien sind großartig! Mit ihrem Beginn wird
gleichzeitig aber auch die Herausforderung an
die Familien gestellt, die Betreuung der Kinder
und den Beruf miteinander zu vereinbaren.
Mit spannenden Spielen, verrückten Tieren
und viel Herzblut wird die Ferienbetreuung
auch in diesem Sommer die Sporthalle der
Schroeterschule mit Kinderlachen erfüllen. In
der ersten Ferienwoche vom 07. Juli bis 11.
Juli, sowie in der zweiten vom 14. Juli bis 18.
Juli bietet der TVL zwischen 8 und 13 Uhr
Grundschüler:innen zwischen 6 und 10 Jahren
die Möglichkeit auf engagierte Betreuung, viel
frische Luft und aktive Ferientage.
Die Resonanzen der letzten Jahre waren überwältigend
und so freut sich der TVL schon jetzt
auf Ihre Anmeldungen und viele alte und neue
Gesichter.
Die Kosten pro Betreuungswoche betragen
80€ für Vereinsmitglieder und 100€ für Nichtmitglieder.
Die Anmeldung für die Ferienbetreuung 2025
ist telefonisch unter 04298/915480, sowie
geschaeftsstelle@tvlilienthal.de oder vormittags
zu den offiziellen Öffnungszeiten der Geschäftsstelle
möglich.
Nicole Leerhoff
Wir sagen Danke,
Sandra und Heidi!
Seit fast zwei Jahrzehnten waren Sandra Traub
und Heidi Murken eine feste Größe im TV Lilienthal
von 1862 e.V. Mit ihrem unermüdlichen Engagement
und inspirierenden Einsatz als
Übungsleiterinnen haben sie dem Verein zahlreiche
neue Impulse gegeben und unzählige Bürgerinnen
und Bürger in Lilienthal bewegt.
Sandra, die sich vor allem der Leichtathletik widmete,
diese Abteilung als Spartenleiterin von der
Neugründung zu einer der mitgliederstärksten
führte und zusätzlich lange Jahre den Posten der
Geschäftsführerin des Vereins bekleidete, war
maßgeblich an der Organisation und Umsetzung
unzähliger vielseitiger Aktionen beteiligt. Ob
Sandra Traub
Kinderfasching, Trainingscamps, Flohmarkt, Sportabzeichentage
oder andere großartige Veranstaltungen
und Projekte – ihre Kreativität und
Tatkraft hinterließen einen bleibenden Eindruck.
Heidi fast 20 Jahre lang die federführende Kraft
im Bereich Rehasport. Durch ihre herausragende
Arbeit konnte der TV Lilienthal zu einem der
größten Rehasport-Anbieter der Region heranwachsen.
Ihre Expertise und Hingabe haben
viele Menschen unterstützt und inspiriert.
Der Vorstand und der gesamte Verein sagen Herzlichen
Dank für euer außergewöhnliches Engagement.
Ihr habt den Verein geprägt und bereichert.
Wir werden euch beide sehr vermissen und
wünschen euch für die Zukunft nur das Beste!
Tobias Wölfert
Dartspaß für alle:
Werde Teil unseres
Teams!
Die Faszination der Darts-WM ist noch spürbar,
und auch in Lilienthal wird der Pfeilsport
großgeschrieben. Die Dart-Abteilung des TV
Lilienthal ist bereits mit zwei Mannschaften
erfolgreich in der OHZ-Liga vertreten – und
jetzt möchten wir weiter wachsen! Ziel ist es,
eine oder sogar zwei weitere Mannschaften
aufzustellen und neue Mitspielerinnen und
Mitspieler zu gewinnen.
Jetzt ist die perfekte Gelegenheit einzusteigen!
Der Verein bietet bis zu drei kostenlose
Probetrainings, bei denen Interessierte unverbindlich
schnuppern können. Ob Anfänger oder
erfahrene Dartspieler – alle sind herzlich willkommen.
Wer keine eigene Ausrüstung besitzt,
kann auf bereitgestellte Darts zurückgreifen.
Trainingszeiten und Gemeinschaft
Das Training findet jeden Mittwoch im „Blackout“
in Lilienthal statt:
• 18:00 – 20:00 Uhr: Training für Einsteiger
und Liga-Spieler
• 20:00 – 22:00 Uhr: Freies Training in lockerer
Atmosphäre
Dabei steht nicht nur der sportliche Erfolg im
Vordergrund. Die Dart-Abteilung legt großen
Wert auf Geselligkeit und das gemeinsame Erlebnis.
Ein geselliger Abend gehört ebenso
dazu wie der Spaß am Wettkampf.
Einladung ins „Blackout“
Das „Blackout“ in Lilienthal bietet die ideale
Umgebung, um den Sport zu entdecken und
gleichzeitig neue Leute kennenzulernen. Das
Dart-Team des TV Lilienthal freut sich über
alle, die Lust haben, Teil dieser besonderen
Gemeinschaft zu werden.
Neugierig geworden? Schaut vorbei, probiert
es aus, und werdet Teil unseres Teams!
Für Fragen und weitere Informationen erreicht
ihr uns telefonisch unter 04298/915480, sowie
geschaeftsstelle@tvlilienthal.de oder
vormittags zu den offiziellen Öffnungszeiten
der Geschäftsstelle möglich. Nicole Leerhoff
50 Lilienthaler · 1 2025
Turnverein Falkenberg e.V.
Weihnachtsfeier des TV Falkenberg
am 29. November 2024
Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende und der
Höhepunkt im TV Falkenberg fand wie schon
immer, in den letzten Jahren bei Beckers Gasthaus
statt.
Der Festausschuss, unter der Leitung von Iris
Flömer, hatte den Saal in Beckers Gasthaus
wieder einmal sehr stimmungsvoll geschmückt.
Eine warme Atmosphäre, in der man
sich sofort wohl fühlte. Gegen 19.15 Uhr begrüßte
der 1. Vorsitzende, Rolf Grotheer, die
anwesenden knapp 100 Gäste, die aus Spartenvorstandsmitgliedern,
Übungs- und Kursleiter
bestanden. Besonders begrüßte er den
nen zu verdanken habe, dass die Mitglieder
dem Verein in dieser schweren Zeit so treu geblieben
sind.
Es war ihm anschließend eine Ehre, die anwesenden
langjährigen Mitglieder für ihre Vereinstreue
zu ehren. Es ist ja wahrlich nicht
selbstverständlich, dass alle Mitglieder dem
Verein treu bleiben. Umso mehr ist der TV Falkenberg
dankbar dafür, diese besonders treuen
Mitglieder ehren zu können.
Nach den Ehrungen fanden sich tatsächlich
noch ein paar Nonnen aus dem Kloster in dem
Saal ein, um die geladenen Gäste mit allseits
Ehrung für langjährige Vereinsmitgliedschaft (v.lks.): Hella Klein (50 Jahre im TVF), Wolfgang Meierdierks
(60 Jahre), Inge Dürkop (50 Jahre), Marion Kühn (40 Jahre), Herta Entelmann (40 Jahre),
Rolf Grotheer 1. Vorsitzender, Ingetraut Entelmann (40 Jahre), Peter Haertel (70 Jahre), Hans-Georg
Kruse (70 Jahre), Peter Richter (60 Jahre).
stellv. Bürgermeister der Gemeinde Grasberg,
Michael Frerks und die Vorsitzende des Reitervereins
Lilienthal, Susanne Vahland. Im Anschluss
an die Begrüßung richteten Michael
Frerks und Susanne Vahland noch ein paar
Worte an die Gäste und bedankten sich für die
Einladung.
Nach dem geschmackvollen Essen bedankte
sich der 1. Vorsitzende noch einmal bei allen
Anwesenden für ihren Einsatz im Sinne des
Vereins und hob hervor, dass der Verein es ihbekannten
Gospelsongs zu unterhalten. Danach
wurden dann auch noch die bekanntesten
Songs von der Gruppe ABBA präsentiert,
bei denen alle fleißig sangen und klatschten.
Zum Abschluss verzauberte der Zauberer Friedrich
alle Gäste mit seinen Künsten und brachte
uns alle zum Staunen.
Die Gäste saßen in gemütlicher Runde noch
sehr lange zusammen, um sich näher kennen
zu lernen und über alte Zeiten zu sprechen.
Text & Foto: Sabine Bartsch
Lilienthaler · 1 2025 51
Aus Vereinen und Organisationen
Sportverein Seebergen e.V.
Engagement feiern: Der SV Seebergen würdigt seine Ehrenamtlichen
Am 10. November 2024 lud der SV Seebergen anlässlich der abgeschlossenen
Fusion zu einem großen Dankesessen ein, um die herausragende
Arbeit und das Engagement seiner Ehrenamtlichen zu würdigen.
„Heute wollen wir nicht nur zusammenkommen, sondern auch richtig
feiern!“, erklärte der Vorstand des Sportvereins, der stolz auf die erfolgreiche
Umsetzung dieses großen Projekts zurückblickt. Der Zusammenschluss
der beiden Vereine VFR und FSG Seebergen war nicht nur
eine logistische Herausforderung, sondern auch eine Herzensangelegenheit
für viele Beteiligte.
Der lange Weg zur Fusion
Die Fusion war das Ergebnis eines jahrelangen
Prozesses, der viel Einsatz, Zeit und Kreativität
erforderte. Vor vier Jahren begannen
die ersten Planungen, die Frage stand im
Raum: Wie können zwei so traditionsreiche
Vereine mit unterschiedlichen Strukturen
und Geschichten am besten zusammengeführt
werden? Es galt, organisatorische
Hürden zu überwinden, gemeinsame Ziele
zu definieren und eine neue Identität für
den Verein zu schaffen. Ein zentraler Punkt
war die Namensfindung sowie die Gestaltung
eines neuen Logos, das beide Vereine
repräsentiert und zugleich den Blick in eine
gemeinsame Zukunft symbolisiert.
Die letzten Jahre waren geprägt von intensiver
Zusammenarbeit, unzähligen Gesprächen
und jeder Menge Herausforderungen.
Doch die Mühe hat sich gelohnt: Heute präsentiert
sich der SV Seebergen als moderner,
gut aufgestellter Sportverein, der für alle Generationen
attraktive Angebote bereithält.
Die Fusion zeigt, was möglich ist, wenn Menschen
mit Leidenschaft und Engagement an einem Strang ziehen.
Die Fusions-Torte“ - fast zu schön zum Anschneiden.
Ein Fest des Ehrenamtes
Beim Dankesessen betonten Angela Entelmann, die 1. Vorsitzende des
SV Seebergen, und Christian Holm, der 2. Vorsitzende, in ihrer gemeinsamen
Rede die immense Bedeutung des Ehrenamts. Sie hoben hervor,
dass der Verein ohne die Unterstützung seiner freiwilligen Helfer nicht
existieren könnte. „Ein Verein ist nur so stark wie die Menschen, die ihn
tragen. Es sind die Ehrenamtlichen, die uns zusammenhalten und den
Sport in Seebergen möglich machen“, erklärten sie und richteten dabei
ihren Dank an den Vorstand, den Ehrenrat, die Übungsleiter, die Platzwarte
sowie an den Verpächter der Grundstücke. „So viele Menschen arbeiten
Hand in Hand für ein gemeinsames Ziel – den Sport. Und dafür
gebührt ihnen unser größter Respekt und unsere tiefste Dankbarkeit.“
Besonders betonten sie, wie wichtig es sei, sich aktiv bei all jenen zu
bedanken, die mit ihrer Zeit, ihrer Kraft und oft auch mit großem persönlichem
Verzicht dazu beitragen, dass der
Verein lebt und wächst. „Es ist ein Ausdruck
der Wertschätzung, nicht nur Danke zu sagen,
sondern auch zu zeigen, wie unverzichtbar
diese Arbeit ist. Ehrenamt ist keine
Selbstverständlichkeit.“
Ein großer Dank ging auch an den Heimatverein
und die örtliche Feuerwehr, die den
SV Seebergen in den letzten Jahren auf vielfältige
Weise unterstützt haben. „Euer Engagement
hat uns geholfen, Herausforderungen
zu bewältigen und neue Projekte zu
realisieren. Ohne diese gegenseitige Unterstützung
wäre vieles nicht möglich gewesen“,
erklärten Angela Entelmann und
Christian Holm.
Besonders hob das Duo die Arbeit der ehrenamtlichen
Helfer hervor, die den Trainingsbetrieb
aufrechterhalten, die sich mit
Hingabe um die Pflege der Fußball- und Tennisplätze
kümmern oder die für eine funktionierende
Infrastruktur sorgen. „Es sind diese
Menschen, die mit ihrer Leidenschaft und ihrem
Einsatz den Unterschied machen. Sie sorgen dafür, dass unser Verein
nicht nur besteht, sondern auch wächst und gedeiht.“
Ein gelungener Vormittag
Der Dankesbrunch bot nicht nur Gelegenheit für eine kulinarische Stärkung,
sondern auch für einen geselligen Austausch zwischen den Beteiligten.
Ein Highlight des Vormittags war eine Torte, die mit dem neuen
Vereinslogo verziert war – ein Symbol für den erfolgreichen Abschluss
der Fusion. Dazu sorgte ein spannendes Quiz rund um die Geschichte
des Vereins für Begeisterung und brachte sowohl Spaß als auch einige
überraschende Erkenntnisse.
Die Veranstaltung machte einmal mehr deutlich, wie wertvoll das Ehrenamt
für den Sport und die Gemeinschaft ist. Der SV Seebergen ist
ein leuchtendes Beispiel dafür, wie wichtig Zusammenhalt, freiwilliges
Engagement und gegenseitiger Respekt für das Funktionieren eines Vereins
sind. Ohne die Ehrenamtlichen, die im Hintergrund oft unbemerkt
Großartiges leisten, wäre der Sport in Seebergen nicht das, was er heute
ist: Ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, sich austauschen
und gemeinsam Spaß haben.
Der Vormittag endete mit der klaren Botschaft: Ehrenamt ist nicht nur
eine Stütze des Vereinslebens – es ist dessen Herz und Seele.
Kirstin Buchmann
52 Lilienthaler · 1 2025
Gesamtkirchengemeinde setzt Segel
für neue „Kirche an der Hamme“
Fünf Kirchengemeinden in der Region
haben sich ab Januar 2025 zusammengeschlossen
Das Team der Gesamtkirche an der Hamme: (von links) Diakonin Bianca Schulze,
Pastor Henning Mahnken, Diakonin Vivienne Hemme, Pastorin Birgit Spörl,
Diakonin Anne-Katrin Puck und die Pastorinnen Friederike Köhn und Christa
Siemers-Tietjen.
Die fünf evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden
des Kirchenkreises Osterholz-
Scharmbeck: (Emmaus) in Pennigbüttel, St.
Marien und St. Willehadi Osterholz-Scharmbeck,
Friedenskirche in Scharmbeckstotel und
St. Johannes in Ritterhude haben sich ab Januar
zur „Gesamtkirchengemeinde An der Hamme“
mit 14.000 Mitgliedern zur Großkirchengemeinde
(GKG) zusammengeschlossen.
Schiff Ahoi! Ist das Motto der GKG mit neuem
Logo, einem geblähtem Segel am Mast eines
Schiffes, vielleicht passend zu den Torfkähnen
auf der Hamme. „Wir setzen die Segel und gehen
auf große Fahrt, um so den Herausforderungen
der Zukunft zu begegnen“, erklärte
Pastorin Friederike Köhn im neuen Gemeindemagazin.
„In Zukunft werden wir weniger und finanzielle
Mittel werden knapper“, so die Ritterhuder
Pastorin Birgit Spörl. Im Kreise ihrer
Kollegen und Kolleginnen: Pastor Henning
Mahnken, Pastorin Friederike Köhn und Pastorin
Christa Siemers-Tietjen und den Diakoninnen
Bianca Schulze, Vivienne Hemme und Anne-
Katrin Puck machte sie deutlich, dass mit weiteren
Kürzungen zukünftig gerechnet werden
müsse, die die einzelnen
Gemeinden
nicht bewältigen
könnten. Ebenfalls
wurde der Fachkräftemangel
beklagt,
das sei auch
ein Grund für den
Zusammenschluss.
Zurzeit seien die
Gemeinden der Region
mit 4,75 Pfarrstellen
und zwei Diakoninnen
besetzt.
Ab Januar werde die
GKG eine weitere
volle Pfarrstelle erhalten.
„Wir arbeiten
seit gut 20 Jahren
regional zusammen“,
so Spörl.
Angebote für Kinder und Jugendliche und Konfirmandenarbeit
wurden seit vielen Jahren inhaltlich
gemeinsam bestritten. Die Diakoninnen
freuen sich auf die engere Vernetzung der
Gemeinden, sie würde einiges vereinfachen.
Veränderungen würden sich vor allem auf die
Verwaltung und Leitung auswirken. Der GKG
wird die Geschäfte leiten und die Arbeit koordinieren.
Alle fünf Gemeinden entsenden nach
einem vereinbarten Schlüssel ihre Kirchenvorsteher
für den GKG. Die Ortskirchen werden
ihre Angebote vor Ort wie bisher fortsetzen und
sich noch weiter vernetzen. „Wir arbeiten zukünftig
noch enger zusammen“, so Birgit Spörl,
„wir segeln gemeinsam“. Das beziehe sich auf
die Arbeit der Pastoren und Pastorinnen, der
Diakoninnen und weiteren Mitarbeiterinnen in
den Kirchenbüros. Eine enge Verbundenheit
bestand schon lange, fügte Pastorin Christa
Siemers-Tietjen hinzu, „neue Strukturen machen
uns zukunftsfähiger“. „Wir sind ein gutes
Team“, betonten einheitlich die Pastorinnen
Birgit Spörl, Christa Siemers-Tietjen, Friederike
Köhn und Pastor Henning Mahnken, „am
Ende haben wir alle was vom Zusammenschluss
- es ist kein Verlust sondern ein Zugewinn“.
Text & Fotos: Monika Fricke
Lilienthaler · 1 2025 53
Coaching für’s Wohlbefinden
Teil 4
Flugangst ade !
Dem Stress mit dem Fliegen entkommen
Kommt es Ihnen bekannt vor: die Freude
auf die große Reise wird schon wochenlang
vorher überschattet von dem ganz
unguten Gefühl, in ein Flugzeug steigen zu
müssen. Diese unterschwellige Angst, sich in
die Luft zu begeben, ohne festen Boden unter
den Füßen, einer Maschine ausgeliefert zu
sein, der man nicht entfliehen kann. Sollten
Sie davon geplagt sein, seien Sie gewiss: Sie
sind nicht alleine! Die Angst vor dem Fliegen
ist weiter verbreitet, als man denkt, und es
gibt viele verschiedene Facetten dieser Angst.
Die Lilienthalerin Nadine Mosel hat sich intensiv
mit diesem Problem und der Behandlung
von Flugangst beschäftigt. Seit 30 Jahren
ist sie Flugbegleiterin, davon 16 Jahre
„Purserin“ oder „Chef de cabine“ und hat
schon unzählige Flüge in ihrem Leben absolviert
und alle ohne eine wirklich kritische Situation
überstanden. Sie kennt ihr Metier inund
auswendig, ist mit den verschiedensten
Herausforderungen fertig geworden und hat
einen reichen Erfahrungsschatz auch an Menschenkenntnis.
Die 52-jährige Mutter eines
18-jährigen Sohnes suchte 2015 eine zusätzliche
Herausforderung und absolvierte eine
Coaching-Ausbildung, die sie 2016 als geprüfter
und zertifizierter Business-Coach abschloss.
Der Schritt von ihrem angestammten Beruf
zum Coach gegen Flugangst war nicht groß
und lag nahe, denn Nadine Mosel wollte etwas
machen, bei dem ihre Kenntnisse und Fähigkeiten
als Flugbegleiterin ihr zu Gute kamen,
um Menschen konkret zu helfen.
Nadine Mosel
Flugangst-Coaching - wie läuft das ab?
Zunächst geht es um Kontaktaufnahme, und
zwar vollkommen unverbindlich. Es geht dabei
ums Kennenlernen, um die Kurzbeschreibung
des Problems, um die Daten bisheriger Flüge
und um die Vereinbarung eines Termins. Das
Gespräch findet in einem extra dafür bereitgestellten
Raum am Bremer Flughafen statt,
wo Nadine Mosel mithilfe eines Flipcharts
wichtige Punkte festhält, die sie den Antworten
und Erzählungen des Klienten entnimmt.
Wichtig ist hierbei, dass der „Coaching-Nehmer“
bereit ist, sich zu öffnen und seine Erlebnisse
und Erfahrungen mitzuteilen. Es geht
Falkenberger Landstraße 109
28865 Lilienthal
Telefon: (04298) 90 93 0
Telefax: (04298) 90 93 23
info@autohaus-geffken.de
www.autohaus-geffken.de
54 Lilienthaler · 1 2025
um die ersten Flüge,
um die inneren wie
äußeren Umstände
und auch die allgemeinen
Rahmenbedingungen
im eigenen
Leben, was unter
Umständen belastend
und „nicht
richtig“ war. Auf diese
Weise kreist der
Coach die Ursache
des Problems ein,
denn häufig – so
Nadine Mosel – bewirkt
das Gedankenkarussell, welches um ganz
andere Probleme kreist, dass die damit verbundenen
Ängste auf den Flug projiziert werden.
Als nächsten Schritt fragt der Coach danach,
was der Flugängstliche damals gebraucht
hätte. Oft geht es dabei um Verständnis,
um Nähe, um eine Umarmung, um Beruhigung
und um kontrollierten Atemrhythmus.
Aber es geht auch um Aufklärung! Denn Wissen
schützt vor diffusen
Ängsten, vor
allem echte Fakten
können diejenigen
beruhigen, die sich
sehr viel Gedanken
um mögliche Gefahren
machen. Nadine
Mosel „kurierte“
einen 12jährigen
Jungen, der mit
seinen Eltern „aus
Angst“ wieder aus
dem Flugzeug ausstieg,
weil er durch
seine Rechnung der
Meinung war, dass,
wenn alle Passagiere
1,5 kg Übergepäck
wie seine Eltern
aufgegeben hätten,
diese Gewichtslast
das Flugzeug
zum Absturz bringen müsste. Dass es einen
Durchschnittswert gibt und alle Koffer gewogen
werden, dass also genau bekannt ist, wie
schwer die Gepäcklast ist und dass der Sprit
dieser Last angepasst wird und schließlich die
Tatsache, dass es immer einen Spielraum nach
oben gibt, der frei bleibt – diese und andere
Informationen konnten den Jungen schlussendlich
dazu bewegen, den später erneut gebuchten
Flug mit seinen Eltern anzutreten.
Das Wetter als eintretendes Schicksal wird von
vielen Flugängstlichen besonders betont. Nadine
Mosel erklärt dann, dass alle Wetterdaten
vor und während des Fluges ständig aktualisiert
und Flugrouten angepasst werden; außerdem
sei es die Aufgabe der Fluglotsen, den
Luftverkehr zu überwachen und mit den Piloten
zu kommunizieren.
Der Flugangst-Coach
unterscheidet zwischen
denjenigen,
die aus Angst erst
gar nicht fliegen,
und denen, die zwar
fliegen, aber ihre
Angst betäuben.
Die Letzteren erkennt
Nadine Mosel
häufig bereits beim
Einsteigen an ihrem
Habitus. Manche sind
angespannt und sagen
sofort der Flugbegleiterin,
dass sie eigentlich keine Lust auf
den Flug haben, sie gerne schlafen wollten
oder gleich Alkohol ordern. In so einem Fall
reagiere die Crew aufmerksam, aber sehr empathisch,
der Passagier werde beobachtet und
häufiger „besucht“. Alkohol und Tabletten
wirken – so der Flugangst-Coach – kontraproduktiv,
denn in großer Höhe wirken diese Substanzen
völlig anders und können gefährlich
sein. Das Wichtigste
aber sei, den
„versteckt“ Ängstlichen
nicht allein
zu lassen und ihm
das Gefühl zu geben,
bei ihm zu
sein.
Nadine Mosel begleitet
ihre Klienten
auch nach einem
2- bis 4-stündigen
Coaching-Gespräch
weiterhin.
Der Kontakt bleibt
bestehen, man darf
sie anrufen, die
Coaching-Ergebnisse
mit ihr bei Bedarf
noch einmal
durchgehen und kurz
vor einem Flug mit
ihr die Selbsthilfe-
Strategien besprechen. Sie hat auf Wunsch
auch schon einmal einen Klienten auf seinem
Flug begleitet.
„Flugangst zu haben ist kein Makel, sondern
vollkommen gerechtfertigt. Sie sollte nicht verschwiegen
werden, denn sie kann in relativ
kurzer Zeit mit professioneller Hilfe gut behandelt
werden“, ist Nadine Mosels Überzeugung.
Wichtig sei, dass der Betroffene bereit
sei, sich dem Problem zu stellen und sich zu
öffnen.
Dies ist durch ein unverbindliches Kontaktgespräch
mit dem Coach möglich, welches kostenfrei
ist und zu nichts verpflichtet.
www.nadine-mosel.de
Telefon: 0178 – 600 1913
Text & Fotos: Cornelia von Enden
( Service-Seite
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Landrat: Bernd Lütjen
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Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Marien
Gemeindebüro: Findorffstraße 18 04791 - 14 96 30
Katholische Kirchengemeinde „Heilige Familie”
Pfarramt: Waldweg 1 04791 - 26 93
Worpswede
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Bürgermeister: Stefan Schwenke
Tourist-Information Worpswede 04792 - 93 58 20
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Evangelische Kirchengemeinde Worpswede
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Bürgermeisterin: Marion Schorfmann
Kirchengemeinde Grasberg
Kirchenbüro: Speckmannstr. 40 04208 - 9 19 90 95
Fischerhude
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Grüne Straße 24, 28870 Ottersberg Fax 04205 - 3170-44
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Orts-Bürgermeister: Wilfried Mittendorf
Liebfrauenkirche Fischerhude
Kirchstraße 13, 28870 Ottersberg 04293 - 789546
Ritterhude
Rathaus Ritterhude 04292 - 889-0
Riesstraße 40, 27721 Ritterhude
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Bürgermeister: Jürgen Kuck
Ev.-luth. St. Johannes-Kirchengemeinde Ritterhude
Pfarrbüro: Hegelstraße 2a 04292 - 13 88
SCHULFERIEN 2025 / 2026 IN NIEDERSACHSEN
Osterferien 07. April - 19. April 2025
Einzeltage. 30. April, 02. Mai, 30. Mai, 10. Juni 2025
Sommerferien 03. Juli - 13. August 2025
Herbstferien 13. Oktober - 25. Oktober 2025
Weihnachtsferien 22. Dezember - 05. Januar 2026
Winterferien 02. Februar - 03. Februar 2026
Angegeben ist jeweils der erste und letzte Ferientag. Alle Angaben auf dieser Seite ohne Gewähr.
56 Lilienthaler · 1 2025
Bücher
Kent Haruf
Unsere Seelen bei Nacht
Ein Bestseller-Roman
„Unsere Seelen bei Nacht“ ein Roman aus dem Amerikanischen ist ein
behutsamer, menschlicher Dialog unter älteren Liebenden. Einfühlsam
macht der Autor Kent Haruf deutlich, was viele alleinstehende Menschen
empfinden. Ein liebevolles Buch über die Möglichkeit älterer
Menschen, der Einsamkeit zu entkommen. Wären da nicht die Nachbarn,
die alles beobachten und tratschen. Auch die Kinder meinen: “das
gehört sich nicht“, denn sie wissen alles besser: „Es ist irgendwie peinlich“,
sagen sie zu den Eltern.
Zum Inhalt: Eines Tages klingelt
Addie, eine Witwe von 70 Jahren,
bei ihrem gleichaltrigen Nachbarn
Louis. Er ist ebenfalls verwitwet.
Obwohl die beiden 70-
jährigen schon seit Jahrzehnten
in derselben Straße wohnen, haben
sie sich nie kennengelernt
und wissen nichts voneinander.
Nachdem Addie sich wieder einmal
nachts sehr einsam fühlt und
schlecht schläft, sucht sie ihren
Nachbarn auf und unterbreitet
ihm einen ungewöhnlichen Vorschlag:
ob er nicht ab und zu bei
ihr übernachten möchte. Louis
zögert ein wenig, diesen Vorschlag
anzunehmen. Schließlich
willigt er ein und er beginnt die
Abende und Nächte bei Addie zu verbringen.
So liegen sie Nacht für Nacht nebeneinander und erzählen sich ihre Leben.
Doch ihre Treffen sorgen für Aufsehen in dem Städtchen. Nachts
ist die Einsamkeit bei beiden am schlimmsten. Es geht ihnen nicht um
Sex, sondern um Nähe und Geborgenheit. Sie liegen im Dunkeln nebeneinander,
unterhalten sich und lernen sich immer besser kennen.
Zwischen ihnen entsteht eine innige Verbindung und schließlich auch
eine Liebe. Dass die gesamte Kleinstadt sich das Maul über sie zerreißt,
ist ihnen egal. Dass ihre Kinder aber die Beziehung nicht gutheißen,
bedauern sie, beide wollen sich aber dadurch ihr Glück nicht verderben
lassen.
stellt er seine Mutter wegen ihrer Beziehung mit Louis zur Rede. Aufgrund
von Louis früheren Affären missbilligt er das Verhältnis seiner
Mutter zu ihrem Nachbarn. Addie macht ihm klar, dass sie die Beziehung
nicht beenden werde.
Einige Zeit später muss Addie nach einem Sturz ins Krankenhaus. Der
Sohn versucht seine Mutter davon zu überzeugen, bei ihm einzuziehen,
was sie aber ablehnt. Irgendwann später verkauft Addie doch ihr
Haus und zieht bei Gene und Jamie ein. Ihre Beziehung mit Louis hält
sie durch abendliche Telefongespräche vor dem Zubettgehen aufrecht.
Ein liebevolles Buch über die Möglichkeit alter Menschen, der Einsamkeit
zu entkommen.
Die Volkshochschule Lilienthal veranstaltet am 10. Mai um 19 Uhr in
Murkens Hof eine Lesung zum Roman „Unsere Seelen bei Nacht“ (Diogenes-Taschenbuch
ISBN 978 3 257 244656) mit den Schauspielern Kathrin
Becker und Hans-Rudolf Spühler.
Text & Foto: Monika Fricke
Kent Haruf.
Unsere Seelen bei Nacht.
Roman.
Diogenes Verlag AG, 12.Auflage (2018).
Kartoniert. 224 Seiten. Euro 14,00.
ISBN 13: 978-3-257-24465-6.
Leinen. 208 Seiten. Euro 20,00.
ISBN-13: 978-3-257-06986-0
Durch ihre allabendlichen Gespräche über ihr Leben und ihre Vergangenheit,
bauen Louis und Addie schon bald eine enge Verbindung zueinander
auf. Addie erzählt vom Tod ihrer elfjährigen Tochter und von
den Folgen für ihre Ehe. Louis gibt eine Affäre preis, die beinahe seine
Ehe zerstört hätte.
Den Sommer verbringen Louis und Addie mit Jamie, Addies 7-jährigem
Enkelsohn, dessen Mutter die Familie kurz zuvor verlassen hat. Louis
schließt Jamie schnell ins Herz. Zu dritt unternehmen Louis, Addie und
Jamie einen Zelturlaub. Als Jamies Vater Gene den Sohn abholen will,
Lilienthaler · 1 2025 57
Tierarzt-Praxis
Tierärztin Dr. Bettina Jachens
365 Tage Zecken und Flöhe
Durch die zunehmende Klimaerwärmung mit trockenen Sommern und
milden Wintern gibt es immer frühere und längere Zeckenaktivität. Sie
sind nahezu ganzjährig aktiv. Der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus)
zum Beispiel wird bereits ab 7°C aktiv, die Wiesenzecke (Dermacentor
reticulatus) sogar bei Temperaturen ab 4°C. Zusammen mit Ixodes hexagonus
(Igelzecke) sind sie in Deutschland und Österreich die Zecken
mit der größten Bedeutung.
Zecken besitzen 8 Beine. Sie sind keine Insekten, sondern Spinnenartige.
Zecken gehören zur Klasse der Arachnidea (Spinnentiere) und zur
Unterklasse der Acari (Milben). Sie bevorzugen Waldungen mit dichtem
Unterholz und anschließende Waldlichtungen. Sie sind Wegelagerer. Sie
lauern im Gras und Gebüsch bis etwa auf Kniehöhe. Kommt ein Wirt vorbei,
springen sie nicht, sie lassen sich abstreifen. Zecken besitzen das
sogenannte Hallersche Organ. Dieses sitzt am ersten Beinpaar und dient
zur Geruchswahrnehmung für von der Haut des Befallenen ausgehende
Geruchsstoffe. Aber auch physikalische Signale wie Vibration und Körpertemperatur
des Wirts werden vom Hallerschen Organ registriert. Hat
eine Zecke ihren Wirt gefunden, verankert sie sich mit einem Tannenzapfen
ähnlichen, mit Widerhaken versehenen Dorn zementartig in der
Haut des Opfers. Nicht der Zeckenkopf bleibt also in der Haut stecken,
sondern nur die Mundwerkzeuge. Zecken geben ihren Speichel in den
Wirt ab. In dem Speichel befinden sich neben Bakterien auch ein Lokalanästhetikum.
Durch die Bakterien kann es an der Anheftungsstelle
zu lokalisierten Infektionen kommen. Es ist jedoch weniger der Stich,
der Probleme macht, sondern die Erregerübertragung, die während des
Saugaktes des Parasiten stattfindet und schwere Infektionskrankheiten
hervorrufen kann. 75% der Zecken sind mit von Zecken übertragenen
Erregern infiziert. Infektionskrankheiten sind Babesiose (ein hochgradiger
Zeckenbefall kann zu Blutarmut (Anämie) und zum Tod führen;
die Inkubationszeit beträgt ein bis 21 Tage; das Auftreten der caninen
Babesiose ist direkt an die Verbreitung von Dermacentor reticulatus, der
Wiesenzecke oder auch Buntzecke, geknüpft; war diese Erkrankung früher
eine typische Reise-oder Importkrankheit, gibt es heutzutage bereits
eigenständige bzw. einheimische Herde in Deutschland und Österreich),
Borreliose, FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis), Ehrlichiose,
Anaplasmose, Hepatozoonose und viele mehr. Borreliose und FSME
sind auch beim Menschen gefürchtete Erkrankungen (sogenannte Zoonosen).
Die Übertragungszeit der heimischen Krankheitserreger beim
Hund beträgt bei Borreliose 16-48 Stunden, bei Anaplasmose 24-48
Stunden und bei Babesiose mindestens 48 Stunden. Gefährdet sind alle
Hunderassen jeder Altersstufe.
58 Lilienthaler · 1 2025
Nachdem sich die weibliche Zecke mit Blut
vollgesogen hat, fällt sie vom Wirt ab und
legt mehrere Tausend Eier. Die Gesamtentwicklungszeit
ist bei einwirtigen Zecken relativ
kurz (8-12 Wochen); bei mehrwirtigen
Arten ist sie wegen der Übergangsperioden
von Wirt zu Wirt von den jeweiligen Klimaverhältnissen
abhängig und kann sich deshalb
in Ausnahmefällen sogar über drei Jahre
hinziehen.
Eine Krankheit, die der Gemeine Holzbock
überträgt, ist die Borreliose. In manchen Regionen
Deutschlands ist jede dritte Zecke Borrelienträger.
Bei einer Infektion kann es beim
Empfehlungen zur Basisvorsorge gegen Flöhe
(Flöhe kennen keine Saison, sie sind das ganze Jahr aktiv),
Zecken und Würmer:
- Tiere mit geringem Risiko, z.B. kein freier Auslauf, kein Kontakt zu anderen Tieren:
Untersuchung auf Flöhe und Zecken im Rahmen der Fellpflege.
Entwurmung 1-2 x im Jahr, ggf. nach Kotuntersuchung
- Tiere mit durchschnittlichem Risiko, z.B. Auslauf unter Aufsicht, Kontakt zu anderen
Tieren:
Ganzjährige Anwendung eines Anti-Flohpräparates sowie eines Zeckenschutzpräparates.
4 x im Jahr entwurmen, ggf. Kotuntersuchung
- Tiere mit hohem, anhaltendem Risiko, z.B. freier Auslauf ohne Aufsicht, Tierheime,
Zuchten, Haushalte mit mehreren Tieren, Jagdhund
Ganzjährige Anwendung eines Anti-Flohpräparates sowie eines Zeckenschutz-Präparates.
Entwurmung alle 4 Wochen, also 12 x im Jahr, ggf. nach Kotuntersuchung
Verwenden Sie ausschließlich nach Tierarzneimittelgesetz zugelassene Präparate
(Kautablette, Spot on, Halsband oder Injektion vom Tierarzt/-ärztin), denn diese sind
sowohl auf Wirksamkeit als auch Sicherheit geprüft.
Hund zu Fieber kommen, aber auch zu Gelenksentzündungen
mit wechselnden Lahmheiten.
Die Borreliose kann mit hoch dosierten
Antibiotika behandelt werden, die mindestens
einen Monat gegeben werden müssen.
Jedoch droht lebenslang ein Rückfall,
fortschreitende Gelenkserkrankungen und
bleibende Schäden. Eine Übertragung zwischen
Hund und Mensch ist nicht möglich!
Nach der Übertragung durch die Zecke und Infektion
kommt es zunächst zu einer Vermehrung
der Bakterien in der Haut, was beim Menschen
das typische Erythema migrans verursacht.
Für Hunde gibt es eine Impfung gegen
Borreliose.
Im Vergleich zu Hunden sind die Katzen seltener
von zeckenübertragenen Krankheiten
betroffen.
Wichtig für den Tierbesitzer ist, dass nach jedem
Spaziergang der Hund nach Zecken abgesucht
wird. Findet man eine, nimmt man
am besten eine Zeckenzange zur Hand, setzt
sie nahe an der Haut an und zieht die Zecke
langsam und gleichmäßig heraus. Man verwendet
dabei kein Öl oder Alkohol. Dann zerquetscht
man die Zecke zwischen zwei Streifen
Tesafilm oder tut sie in einen Plastikbeutel
in den Hausmüll. Man sollte sie nicht
die Toilette hinunterspülen. Absuchen und
Absammeln ist befreiend für das Tier, bietet
aber keinen ausreichenden Schutz vor Erkrankungen,
denn die meisten Erreger werden
schon zuvor übertragen und manchmal
können Zecken auch übersehen werden.
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Lilienthaler · 1 2025 59
10 Minuten mit... Andreas Hensel
Andreas Hensel, Ehrenbürger der Gemeinde Lilienthal.
Über sein Leben und vor allem über sein über
50 Jahre währendes ehrenamtliches Engagement
bei der Freiwilligen Feuerwehr Lilienthal
könnte Andreas Hensel bestimmt ein Buch
schreiben. Aber er ist ein Mensch, der seinen
Einsatz für das Gemeinwohl und die dabei erzielten
Erfolge nicht „vor sich herträgt“ und
laut verkündet. Bescheidenheit und eine zupackende
Hand zeichnen den frisch ernannten
Ehrenbürger der Gemeinde Lilienthal aus, der
es an Einsatz, Verlässlichkeit, Teamgeist und
einer gehörigen Portion Idealismus nicht hat
fehlen lassen.
In Lilienthal aufgewachsen machte Hensel
nach der Schule eine Ausbildung zum Fernmeldehandwerker,
begann seinen beruflichen
Weg bei der Bundespost und arbeitete später
bei der Telekom in mehreren Bereichen, unter
anderem im Fernmeldebau und der digitalen Vermittlungstechnik.
Nach Jahren der erfolgreichen
Arbeit bei der Telekom wurde Hensel Beamter
auf Lebenszeit.
Bereits 1974 trat er als Jugendlicher der Freiwilligen
Feuerwehr Lilienthal bei, die ihn auch
nicht mehr losließ. Mitte 50 wurden die Weichen
neu gestellt: beruflich stellte sich durch
den Technikwandel und die fortschreitende Digitalisierung
sowie durch den Wegfall einzelner
Standorte für Hensel die Frage des Vorruhestandes,
den er nach Verhandelung mit dem
Arbeitgeber und schließlich im gegenseitigen
Einvernehmen auch antrat. „Mir war die Lebenszeit
wichtig, die ich dadurch gewann – die
kann durch nichts und niemanden bezahlt und
aufgewogen werden“, so Andreas Hensel, der
seinen Bruder mit 59 Jahren viel zu früh verlor.
Sein Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr
blieb, 1988 wurde Hensel Ortsbrandmeister
und blieb in dieser Funktion 24 Jahre
lang tätig, bis er 2012 das Amt des Gemeindebrandmeisters
übernahm. Bis 2024 bekleidete
er diese verantwortungsvolle Aufgabe,
der letzte große Einsatz für ihn was das extreme
Hochwasser 2023/2024 in und um Lilienthal,
welches er mit einem hervorragenden
Team von Feuerwehrleuten entscheidend bekämpfte.
„Die Arbeit der Feuerwehr ist weniger Beruf,
als vielmehr Berufung“, so die Überzeugung
des Lilienthaler Ehrenbürgers. Und diese
Überzeugung lebt Andreas Hensel, wofür ihm
größter Respekt und hohe Anerkennung entgegen
gebracht wird.
Text & Foto: Cornelia von Enden
60 Lilienthaler · 1 2025
Sie engagieren sich in Lilienthal weil...
... ich hier mein ganzes Leben verbracht habe und selbst etwas in die
Gemeinschaft einbringen möchte
Was ist für Sie das Schönste und Interessanteste an Ihrer Aufgabe?
Die Arbeit in und mit der Feuerwehr ist sehr spannend. Menschen in
Not helfen zu können ist immer gut, auch wenn die Umstände häufig
sehr widrig sind.
Auf welche persönliche Leistung sind Sie besonders stolz?
Mein Durchhaltevermögen im Ehrenamt.
Welcher Mensch hat in Ihrem Leben eine besondere Rolle gespielt?
Unser ehemalige Kreisbrandmeister Paul Rodig, der leider viel zu früh
verstorben ist. Wir waren auf derselben Wellenlänge.
Welche Eigenschaft muss jemand besitzen, der Ihr Vertrauen erlangen
will?
Verbindlichkeit und Ehrlichkeit sind für mein Vertrauen unverzichtbar.
Was treibt Sie innerlich an und wie motivieren Sie sich für Ihre Arbeit?
Dinge zu verbessern und Herausforderungen zu meistern sind ein
ständiger Antrieb. Ein Problem zu lösen treibt mich um und an und
motiviert mich am Ball zu bleiben.
Haben Sie ein Lebensmotto und wenn ja, welches?
Aufgeben ist keine Option.
Wenn Sie in einer anderen Zeit leben könnten, welche würden Sie
wählen?
In einer anderen Zeit müssten bestimmte Bedingungen erfüllt sein.
Z. B. Frieden, keine Vertreibung und Flucht. Keine Armut und Hungersnot
usw., daher käme nur die Zukunft in Frage
Wem möchten Sie gern mal persönlich Ihre Meinung sagen?
Unserer Innenministerin Frau Daniela Behrens.
Gibt es etwas, das Sie an sich überhaupt nicht mögen?
Wenn ich mal zu gar nichts Lust habe.
Und was gefällt Ihnen an sich besonders?
Das ich mich für Dinge/Aufgaben begeistern kann und auch begeistern
lasse.
Vielen Dank für das Gespräch.
Seit über 110 Jahren
Was ist für Sie eine Versuchung?
Schokolade ? und mich einzumischen.
Worüber ärgern Sie sich am meisten?
Unzuverlässigkeit und Unverbindlichkeit sind für mich schwer zu ertragen.
Sie hindern einen am Vorankommen.
Wann war ein Tag für Sie ein gelungener Tag?
Wenn ich am Ende des Tages mehr Lösungen als Fragen und Probleme
im Kopf habe.
Was würden Sie in Ihrem Lebensumfeld gern ändern?
Nichts, aber auf die Zeitumstellung könnte ich schon verzichten.
Welche Musik muntert Sie auf und mit welcher heben Sie ab?
Meine Musik ist hauptsächlich aus Rock und Pop, aber auch Swing und
Klassig können mich aufmuntern.
Zum Abheben muss sie aber im Flugzeug gespielt werden.
Ihr Lieblingsbuch?
Das Nds. Brandschutzgesetz mit Kommentar.
Es ist für mich spannender als ein Roman. ?
Haben Sie einen Lieblingsfilm?
Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion.
Haben Sie einen Lieblingssport und gibt es einen Sportler, den Sie
besonders bewundern?
In meiner Jugend war es die Leichtathletik. Ich bewundere die Menschen,
die trotz Einschränkungen sportlich aktiv sind.
Mit welcher Person aus Vergangenheit oder Gegenwart würden Sie
gern mal einen Abend verbringen und warum?
Helmut Schmidt. Er ist für mich ein Politiker mit Format gewesen.
Seine pragmatischen Entscheidungen und Durchsetzungskraft finde
ich bemerkenswert.
Lilienthaler · 1 2025 61
Momentaufnahme
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Herausgeber
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Ablauf.
Ich geh‘ dann mal weg.
Moment mal...
Alle paar Jahre machen die Wähler ihr Kreuz.
Und hinterher müssen sie’s dann tragen.
Birgit Behr-Khoshnavaz
Druck
Silberdruck, Lohfelden
Wir legen großen Wert auf die Gleichberechtigung der Geschlechter.
Im Sinne einer leichteren Lesbarkeit wird in den
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Formulierung bezieht sich immer auf beide Geschlechter.
Das Magazin Lilienthaler wird auf umweltschonendem, chlorfrei
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Die nächste Ausgabe erscheint ab Freitag, 4. April 2025
Redaktionsschluss für Vereinsberichte in der nächsten Ausgabe ist der 8. März 2025
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