Der ländliche Raum Lothringens – Verfall oder Strukturwandel?

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Der ländliche Raum Lothringens – Verfall oder Strukturwandel?

JÖRG STADELBAUER

Sonderdrucke aus der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Der ländliche Raum Lothringens Verfall oder

Strukturwandel?

Originalbeitrag erschienen in:

Geographische Rundschau 40 (1988), S. 546-554


546 J. Stadelbauer: Ländlicher Raum in Lothringen

nicht landwirtschaftlich genutzt

nicht genutzte landwirtschaftliche Nutzflache

Dauergrünland

landwirtschaftlich genutzte Flächen

Entwurf J. Stadelbauer; Kartographie: H. Engelhardt

Sonderdruck aus:

Geographische Rundschau 40, 1988, H. 8

Der ländliche Raum Lothringens

Verfall oder Strukturwandel?

Jörg Stadelbauer

Geringe Bevölkerungsdichten, Abwanderung und Verfallserscheinungen

prägen weite Teile des ländlichen Raumes in ganz

Frankreich. Die französischen Begriffe faible densiti, exode

rural und rural profond (für den Raumtyp entlegener,

dünnbesiedelter ländlicher Gebiete) umschreiben diesen

Sachverhalt. In Teilen des ländlichen Lothringens war um 1970

der Prozeß einer partiellen Wüstung zu beobachten.

Inzwischen scheint der Verfall gestoppt zu sein. Agrarstrukturverbesserungen

wie Flurbereinigungsverfahren werden

jedoch überwiegend unter marktpolitischen, weniger unter

raumordnerischen Gesichtspunkten durchgeführt. Kann der

Verfall jederzeit wieder einsetzen, oder belebt sich der

ländliche Raum von neuem, indem er auch nichtagrarische

Funktionen übernimmt?

nicht genutzte landwirtschaftliche Nutzfläche

Dauergrünland

Kulturlandschaftsverfall und

Flächennutzungsveränderung

Kennzeichnend für den lange währenden

Verfall der Agrarlandschaft Lothringens

sind Gebäuderuinen und Baulücken in

ehemals geschlossenen Straßendörfern,

Überalterung von Dauerkulturen (z. B.

beim traditionellen Mirabellenanbau) sowie

Sozialbrache. Dazu kommt die geringe

Siedlungs- und Bevölkerungsdichte.

Sie ist auch dort spürbar, wo infolge des

Strukturwandels ackerbauende Großbetriebe

entstanden sind. Damit hat aber

die ackerbauliche Nutzung wieder zugenonunen,

es bildeten sich leistungsfähige,

innovativ wirkende Agrarbetriebe.

Für die Erklärung des jüngeren Flächennutzungswandels

kommen mehrere

Ansätze in Frage (vgl. Abb. 5; vgl. Dietrich

1984, 5. 54 ff.). Von außen wurde

Abb. la: Entwicklung der Flächennutzung in Lothringen Abb. lb: Flächennutzung in Lothringen 1987 nach Departements

Quelle: L'Environnement et Lorraine, 1985; Service Regional de Statistique Quelle: Angaben in: Service Regional de Statistique Agricole Lorraine et Alsace

Agricole Lorraine et Alsace (ed.): Annuaire de poche 1987. Lorraine 1988 (ed.): Annuaire de poche 1987. Lorraine 1988


Lothringen durch drei Kriege zwischen

Frankreich und Deutschland belastet;

Zerstörungen machten den Wiederaufbau

ganzer Dörfer erforderlich. Verstädterung

und Industrialisierung ließen vor

allem im deutschen Sprachgebiet (vgl.

beiliegenden Saar-Lor-Lux-Raum-Atlas,

S. 2) ein (Berg)Arbeiter-Bauerntum entstehen

und beschleunigten die sozioökonomische

Differenzierung im Dorf. Heute

bewirkt die Agrarpolitik Frankreichs

und der EG einen agrarwirtschaftlichen

Wandel von außen. Intern haben sich

Einschätzung und Bewertung des ländlichen

Raumes ins Positive verschoben.

Sicher kann dieses Faktorenbündel

nicht in gleicher Weise auf ganz Lothringen

angewandt werden. Kleinräumige

Differenzierungen richten sich einerseits

nach der natürlichen Ausstattung im

Schichtstufenland mit dem Wechsel zwischen

Kalkplateaus, Stufenhängen und

feuchten Subsequenzzonen und mit der

Variation des Untergrundes (vgl. hierzu

den Beitrag von H. Liedtke in dieser

Ausgabe), zum anderen nach Nähe und

Distanz zu den Industriegebieten (Kohle-.

becken, Minetterevier) und den Stadtregionen

(Metz, Nancy). Im Osten Lothringens

modifizieren die Mittelgebirgsbedingungen

der Vogesen das Bild.

Agrarwirtschaftliche

Entwicklung

Die seit dem Mittelalter für weite Teile

Lothringens charakteristische Polykultur

hatte sich in den Gebieten mit Strukturschwächen

bis weit in die Nachkriegszeit

gehalten, ehe zwei gegenläufige Entwicklungen

auftraten: Zunächst weitete sich

das Dauergrünland aus, die Viehhaltung

wurde zum dominanten Zweig; dann

setzte eine neue Welle des Ackerbaus mit

Getreide und Industriepflanzen ein, beim

Vieh ging man verstärkt zur Stallhaltung

über. Die Milchabnahmequoten in der

EG ließen die Bestände bereits merklich

schrumpfen.

Der Strukturwandel bewertete die natürlichen

Standortfaktoren neu: Wäh-

GR 41 (1989) H. 10 547

Fläche Anzahl Fläche Anzahl Fläche Anzahl Fläche Anzahl

Betriebsgrößenklassen in ha


548 .1. Stadelbauer: Ländlicher Raum in Lothringen

Tab. 2: Viehbestände in Lothringen, 1970-1987 (in 1000)

267,0 Rinder 1970 234,0 234,3

208,0

1979/80 297,2 257,9

284,5 246,5

967,3

1086,1

1987 260,4 249,2

274,1 243,1 1026,8

1987 in % von 79/80 87,6 96,6

96,3 98,6 94,7

Milchkühe 1970 85,5

1979/80 93,1

1987 81,0

1987 in % von 79/80 87,0

die Marktbedingungen festzustellen.

Hauptziele des Getreideanbaus sind die

Produktion von Futtergetreide für die

eigene Veredlungswirtschaft und der Export

über den Metzer Getreidehafen, den

größten europäischen Binnenhafen für

Getreideexporte.

Diese Marktanpassung war nach der

Entvölkerung des peripheren ländlichen

Raumes und der Milchquotenregelung in

der EG eine Chance für die Landwirtschaft.

Milchviehhaltung und - nach einer

Änderung des Konsumverhaltens in

der Bevölkerung - Rindermast haben in

Lothringen noch in den 70er Jahren eine

gewisse Ausweitung erlebt, blieben aber

unter den durchschnittlichen Steigerungsraten

in Frankreich (vgl. Tab. 2; vgl.

Pletsch 1985, S. 109).

Betriebsgrößen

Die Betriebsgrößenstruktur (vgl. Abb. 2)

zeigt im Vergleich zum französischen

Mittel (23,4 ha) deutlich höhere Werte

(33 ha). 16 894 der 34 639 lothringischen

Betriebe sind Vollerwerbsbetriebe, von

denen viele erst durch Zupacht zustandegekommen

sind. Der betriebliche Wandel

ist noch nicht abgeschlossen. Ein Zusammenhang

zwischen Betriebsgröße und

Betriebsaufgabe ist deutlich erkennbar

(vgl. Abb. 4). Während im Barrois eine

durchschnittliche Betriebsgröße von

58,2 ha erreicht wird und 16,8 % der

Meuse Meurthe- Moselle Vosges Lorraine

et-Moselle

Quelle: R. G. A.; Annuaire regional 1970-1971; Annuaire reg. 1987

78,5 92,0 101,0 357,0

76,5 86,8 105,1 361,5

65,0 78,5 95,2 319,7

85,0 90,4 90,5 88,4

Betriebe über mindestens 100 ha verfügen,

liegt die durchschnittliche Betriebsgröße

im lothringischen Warndt bei nur

16,0 ha, und 52 °A aller Agrarbetriebe

bleiben unter 5 ha (Stand 1980). Die Betriebsaufgaben

haben sich seit der Mitte

der 70er Jahre etwas verlangsamt, nachdem

im westlichen Lothringen eine unter

den aktuellen Rahmenbedingungen vernünftig

erscheinende Größe erreicht war.

Das größte noch unbewältigte regionale

Problem ist die Anpassung der Berglandwirtschaft

in den Vogesen. Obwohl

sie weitgehend auf Viehhaltung spezialisiert

ist, zeigt die Agrarregion Vogesen

innerhalb des Dpt. Meurthe-et-Moselle

mit nur 18 ha die geringste durchschnittliche

Betriebsgröße. Im Grenzgebiet zum

Saarland stellt sich ein hoher Sozialbrachanteil

einer Flurbereinigung und

Betriebsaufstockung entgegen. Die Entwicklung

ist in den vier lothringischen

Dpts. etwas unterschiedlich verlaufen,

wie die Konzentrationskurven zeigen

(vgl. Abb. 3). Ein Teil der Großbetriebe

beruht auf Pachtverhältnissen: Etwa die

Hälfte der LF wird zugepachtet (fermage-

System = Geldpacht).

Melioration

Die Marktanpassung im Großbetrieb

setzte agrarstrukturelle Vorleistungen

voraus: Bei der Flurbereinigung wurden

allein im Dpt. Meurthe-et-Moselle bis zur

Abb. 3: Konzentrationsdiagramme

für landwirtschaftliche

Betriebe und landwirtschaftlich

genutzte Flächen in

Meuse und Moselle 1979180

Quelle: R.G.A. 1979-1980,

Premiers resultats, Lorraine.

Metz 1981

Entwurf: J. Stadelbauer;

Kartographie: H. Engelhardt

Mitte der 80er Jahre 200 000 ha in 355

Gemeinden umgelegt; als flurbereinigungswürdig

galten damals darüber hinaus

noch weitere rd. 100 000 ha. Diese

liegen aber in Problemgebieten, wo entweder

hohe Zusatzausgaben durch Drainagemaßnahmen

anfallen, wo kleinflächige

Dauerkulturflächen schwer zu bereinigen

sind oder wo die Eigentümer die

Landwirtschaft aufgegeben haben, aber

wenig Interesse an einem Verkauf zeigen.

Insgesamt hat die Flurbereinigung in

Lothringen 760 000 ha erfaßt, manche

Flächen bereits zum zweiten Mal nach

dem Krieg; jährlich kommen 20 000 bis

25 000 ha hinzu.

Schwerpunktgebiete der Drainage,

die der Umwandlung von Grün- in Akkerland

vorausgeht, liegen innerhalb des

Dpt. Meurthe-et-Moselle im Süden des

Beckens von Briey sowie in Teilen der

Wobre-Ebene, ferner im Umland von

Lun8ville, innerhalb des Dpt. Moselle im

Westen des nordlothringischen Plateaus.

Agrarsozialer Wandel

Ein Problem, welches heute nicht mehr so

stark wie noch vor ein bis zwei Jahrzehnten

zutage tritt, ist das Alter der Betriebsleiter

-und die Frage der Hofnachfolge.

Bei den kleineren Betrieben ist noch eine

Überalterung festzustellen; die deutliche

Zunahme der jüngeren Betriebsleiter seit

den 70er Jahren unterstreicht die Konsolidierung

von größeren und modernisierten

Betrieben.

Einen Anreiz für junge Leute, in der

Landwirtschaft tätig zu werden und einen

Betrieb in der Hofnachfolge zu übernehmen,

bot der GAEC (groupement agricole

d'exploitation en commun) als neue sozioökonomische

Betriebsform. Bis Ende

1985 waren in Lothringen 1723 derartige

Zusammenschlüsse (meist Vater und

Sohn) zustandegekonunen, davon 517 im

Dpt. Meuse, 476 im Dpt. Meurthe-et-

Moselle, 404 im Dpt. Vosges und 326 im

Dpt. Moselle (Cabourdin und Girard

1987, S. 167). Allerdings geben die Statistiken

keine Auskunft über die Auflösung

oder Beendigung solcher Betriebsgemein-


schaften — z. B. beim Ausscheiden des

älteren Partners.

Agrarindustrielle Verflechtungen

1••••1113•11•111••••••,11•

malmeemeammeammeamm

.110eaUB:IMBOUBIRO•B

JOUBBOOMBO

•BBOOMMUMB

••••••••

Verschiedene Betriebe der Nahrungsgüterindustrie

(industries agro-alimentaires)

leisten einen Beitrag zur Industrialisierung

des Raumes. Sie haben im ländlichen

Raum des Dpt. Meurthe-et-Moselle

immerhin einen Anteil von 4,5 % an der

Gesamtzahl der Beschäftigten. Die Verarbeitung

von Milch, Fleisch und Getreide

steht traditionell im Vordergrund,

doch zeigt sich auch in diesem Bereich ein

Strukturwandel: Die Vielzahl kleiner Betriebe

ist von wenigen, leistungsfähigen

Großbetrieben verdrängt worden. So reduzierte

sich die Zahl der milchverarbeitenden

Betriebe im Dpt. Meurthe-et-Moselle

zwischen Ende der 60er Jahre und

1985 von 30 auf ein Dutzend, im Dpt.

Meuse zwischen 1962 und 1987 von 35

auf 11. Hatten dort 1962 nur fünf Betriebe

über 50 000 1 und nur zwei sogar über

100 000 1 Milch pro Tag verarbeitet, so

überstiegen 1987 drei die Marke von

400 000 1/Tag (Brzoska 1988).

Während in den Dpt. Meuse und

Vosges Unternehmen mit Hauptsitz außerhalb

Lothringens dominieren, sind es

in den Dpt. Moselle und Meurthe-et-

Moselle zwei Betriebe, die gestärkt aus

der Konzentration hervorgingen: Lorraine-Lait

(Hauptverwaltung in Metz) und

Saint-Hubert (Nancy). Mit der Milchquotenregelung

sind die potentiellen Lieferanten

dieser Großbetriebe allerdings

unter Druck geraten.

Für die Getreidewirtschaft kann die

aus einem genossenschaftlichen Zusammenschluß

hervorgegangene LORCA

(Lorraine ciriales approvisionnement) angeführt

werden, die sich heute auch der

Verbreitung agrartechnischer Innovationen

widmet. Die LORCA wurde 1970

gegründet und war maßgebend am Ausbau

des Metzer Getreidehafens beteiligt.

Dort hat sie zwischen 1972 und 1983

außer Annahme- und Trocknungsanlagen

eine Getreidesilokapazität von

1 432 000 dt geschaffen. Von einem Agrozentrum

in Lemud (Gemeinde Remilly

östl. Metz wird ein Netz von 16 Verkaufspunkten,

von Servicestationen und Beratungsstellen

unterhalten. über die Bereitstellung

von Saatgut und Beratung der

Landwirte hat die LORCA u. a. wesentlich

zur Ausbreitung des Rapsanbaus im

Dpt. Moselle beigetragen.

Bevölkerungsentwicklung

Das insgesamt nicht ungünstige Bild der

lothringischen Agrarwirtschaft darf nicht

über Strukturprobleme hinwegtäuschen.

Der ländliche Raum erlebte bereits im

vergangenen Jahrhundert sein Bevölkerungsmaximum.

Mit Industrialisierung

und Verstädterung wurden Binnenwan-

20

20-


550 .1. Stadelbauer: Ländlicher Raum in Lothringen

Foto 1: Der Anbau von Raps als Ölpflanze hat seit den 70er Jahren stark

zugenommen (nordöstlich von Metz)

Foto 2: Buissoncourt (Dpt. Meurthe-et-Moselle): im alten Zustand

verbliebene Gebäudegruppe

Foto 3: Buissoncourt ( Dpt. Meurthe-et-Moselle): verschiedene Formen baulicher

Erneuerung deuten auf eine leichte Wiederbelebung im ländlichen Raum hin

Abb. 5: Ausschnitt Lothringen aus

„Carte des Mutations de l'Espace

Rural Franfais, 1950-1980"

Stillstand gekommen. Inzwischen hat

sich der Schwerpunkt des Bevölkerungsverlustes

eindeutig vom ländlichen zum

städtischen Raum verschoben (vgl.

Tab. 3).

Der suburbane Ring reicht selbst bei

den größten Städten Metz und Nancy

nicht mehr als 20 -30 km über die Kernstädte

hinaus. Im Umland von Metz

haben die Gemeinden im Westen des

nordlothringischen Plateaus östlich der

Stadt und im Moseltal das stärkste

Wachstum erlebt; Nancy streckt seine

Fühler nach W bis auf das Haye-Plateau

und nach E aus, wo neue Wohnsiedlungen

die alten Dörfer völlig überprägen.

Mittelstädte wie Epinal, Bar-le-Duc oder

Verdun konnten nur wenige Nachbargemeinden

beeinflussen. Erst in jüngerer

Zeit greift eine zaghafte Wiederbelebung

des ländlichen Raumes wesentlich weiter

in die Fläche aus.

Aber es ist keine Agrarbevölkerung

mehr, die den ländlichen Raum prägt;

denn seit der Nachkriegszeit hat Lothringen

zwei Drittel seiner landwirtschaftlich

Tätigen verloren. Unter den französischen

Regionen stand Lothringen 1982

mit 4,9 % Agrarerwerbsquote an drittletzter

Stelle, gefolgt vom Elsaß und der

Ile-de-France; am Rangplatz hat sich seit

den 50er Jahren nichts geändert, doch

betrug 1954 die Quote für die vier lothringischen

Dpts. noch 15 % (Uhrich 1987,

S. 365f.). In den stadtnahen Gemeinden

liegt der Anteil der Agrarbevölkerung

unter 10 %, und nur in entlegeneren

Gebieten steigt er über 30 %. Damit trägt

auch der Rückgang der Beschäftigung im

Agrarsektor wesentlich zur negativen

Wanderungsbilanz des Raumes bei. Im

Dpt. Meurthe-et-Moselle ging die Beschäftigtenzahl

in der Landwirtschaft

zwischen 1970 und 1980 von 11 700 auf

9 150 zurück, die in 6 866 Agrarbetrieben

tätig waren (Conseil Gen. du Dpt. Meurthe-et-Moselle

1985, S. 39). Wiederum

waren es abseits der Großstädte gelegene

Gemeinden, die von diesem Prozeß betroffen

wurden.

Siedlungsentwicklung

Der Wandel bei Bevölkerung und Beschäftigung

veränderte auch das Siedlungsbild.

Traditionelle Siedlungsform in

Lothringen ist das zwei- oder mehrzeilige

Straßendorf, das bei Regulierungsvorgängen

seit dem späten Mittelalter aus

ungeregelten Siedlungen hervorgegangen

war. Seine Hochform — mit der Aufgabe

geschlossener Häuserzeilen jedoch auch

ein beginnendes Auflösungsstadium —

fand es bei den Neugründungen, die nach


.

-P. -----,,,

überbaute Fläche wichtiger städtischer

Agglomerationen

suburbaner Raum

überwiegend oder ausschließ'. Laubwald ri

überwiegend oder ausschließ'. Nadelwald

Mischwald

Ist

Getreide, Industriepflanzen, Hackfrüchte,

Feldgemüse

Ackerbau mit vorherrschendem Getreideanbau

Ackerbau mit vorherrschendem Futterbau

Futterbau und Dauergrünland

Dauergrünland

- Rebland

Beispiel

Veränderung eines Ackerbausystems mit

vorherrschendem Getreideanbau zu einem

Gemüse, Obstkulturen, Baumschulen Li 1 1 1 Ackerbausystem mit vorherrschendem

Futterbau

A • Zustand 1950 oder unverändert , B - Veränderung zwischen 1950 und 1982

1

GR 41 (1989) H. 10 551


552 .1. Stadelbauer: Ländlicher Raum in Lothringen

Abb. 6: Buissoncourt ( Dpt. Meurthe-et-Moselle), bauliche Veränderungen

Quelle: Nach dem Katasterplan von 1889, section F, feuille no. 1. Aus: C. Girard: Lorraine. Paris 1981 (L'architecture rurale franqaise, S. 138)

Entwurf- J. Stadelbauer; Kartographie: H. Engelhardt

dem 30jährigen Krieg angelegt wurden.

(Peltre 1987). Kaum eine Zeile der „gewachsenen"

Straßendörfer weist eine

durchgehende Fluchtlinie auf. Vielmehr

sind je nach Verlauf der Hauptstraße

mehrere Häuser mit gemeinsamer Fluchtlinie

zusammengefaßt, oder die Häuserfronten

verlaufen parallel, aber etwas

gegeneinander versetzt.

Im Kernraum Lothringens ist der

Grundtyp des Bauernhauses ein traufständig

angeordnetes, quergeteiltes, aber

mit breiter Giebelbasis weit in das Grundstück

hineinreichendes Einhaus (maison

en profondeur); in den Grenzräumen Lothringens

treten vielfältige Variationen

auf (vgl. Itzin 1983). An den Rändern der

Dörfer entsprechen Kümmerformen dem

niedrigeren sozialen Status der Bewohner.

Charakteristisch für den Ortskern

mit den eigentlichen Bauernhäusern ist

der breite Hausvorplatz (usoir), der früher

den Misthaufen aufnahm, dann zum

Stapeln von Brennholz und zum Abstellen

von Geräten und Fahrzeugen diente

und heute vielfach zum Vorgarten umgestaltet

ist. Die Region von Metz weist eine

große Zahl von Einzelhöfen auf. In den

Vogesen herrscht die Streusiedlungsweise

vor.

In entlegenen Gebieten Lothringens

zeigten viele Dörfer bis zum Ende der

70er Jahre die Merkmale einer partiellen

Ortswüstung. Vor allem Südlothringen

(Xaintois und Vöge) und das Seille-Gebiet

(Saulnois) waren davon betroffen.

Die betriebliche Konzentration der

Landwirtschaft ließ aus ehemaligen

Bauernhäusern halbverfallene Abstellräume

werden (sog. annexes agricoles),

die bis zum Verfall von den Nachbarn

mitgenutzt werden. In den letzten Jahren

zeichnet sich auch hier ein Wandel ab:

Das traditionelle lothringische Dorf (Girard

und Peltre 1979; Villages et Maisons

de Lorraine 1982) wurde überprägt, sei es

durch Ortserweiterung oder durch Neubauten,

die nicht dem überkommenen

Grundrißplan entsprechen; im Dorf verbleibende

Bewohner ziehen häufig neue

Wohngebäude vor. Im Einzugsgebiet der

Städte und der Industriegebiete werden,

selbst wenn im Ortskern der Verfall noch

anhält, Neubaugebiete für eine Eigenheimbebauung

(lotissements) ausgewiesen.

Mit der Verlagerung der Bauleitpla-

nung in den Kompetenzbereich der Gemeinden

• (1983) sollte der beginnenden

Zersiedlung Einhalt geboten und eine

raumordnerische Festlegung ermöglicht

werden.

Die Ansätze für eine gestalterische

Dorferneuerung, die über eine individuelle

Umgestaltung des usoir (breiter Hofvorplatz)

oder eine Fassadenerneuerung

hinausgeht, sind noch relativ gering und

beschränken sich auf wenige Einzelobjekte

(vgl. Fotos 2 und 3). Die Bewertung der

Dorfanlagen betont heute aber auch die

historische Bedeutung des lothringischen

Einhauses und des lothringischen Straßendorfes.

In dem Maße, in dem neben

Naturdenkmälern auch Kulturdenkmäler

als regionales Erbe bewahrt werden

sollen, gewinnen restaurierte Gebäude

und Straßenbilder an Bedeutung.

Beispiel: Die Gemeinde Buissoncourt

Das Ortsbild der Gemeinde Buissoncourt,

ca. 15 km östlich von Nancy (vgl.

Abb. 6 und Tab. 4), zeigt das Nebeneinander

von Wohnhäusern und landwirtschaftlichen

Anwesen - 1980 gab es in der

Gemeinde noch zwei Nebenerwerbs- und


Tab. 3: Durchschnittlicher jährlicher

Bevölkerungssaldo im Dipartement

Meurthe-et-Moselle (in %)

räumliche Zeitraum

Kategorie 1962-68 1968-75 1975-82

ländliche

Gemeinden —0,7 —0,4 +0,8

städtische

Gemeinden +0,7 +0,3 —0,1

Gesamt Dpt +1,0 +0,5 —0,4

Quelle: Ganseil G6neral du Dpt Meurthe-et-

Moselle, 1985, S. 18

Tab. 4: Einige Strukturdaten zur

Gemeinde Buissoncourt (Dpt. Meurtheet-Moselle)

Bevölkerung, Wohnungen

1968 1975 Ver- 1982 Verände-änderungen

mngen

in % in %

Einwohner 155 142 — 8,4 197 +38,7

Wohnungen 51 62 + 21,6 72 +16,1

Erstwohn. 48 56 + 16,7 70 +25,0

Zweitwohn. 1 2 +100,0 2 ±0

leer 2 4 +100,0 —

Landwirtschaft

1970/71 1979 1988

Stenay

Montmedy

Abschlußjahr

r—i 1976

71 1977

EI] 1978

111111111

1980

1981

IM 1982

bäumt Bevölk. 147 26 22

lw. Arbeiter23 2

lw. Betriebe 14 8 9

Abb. 7: Lothringen: Contrats de Pays

LNF, ha

LF, ha

Ackerland, ha

davon Getreide

Futterbau

Dauergrünland, ha

Weinbau

400

398

89

306

1

371

368 422

134 197

119 175

10

233 224

aus, wie neuerdings umgepflügte Sozialbrachflächen

zeigen, die von den verbliebenen

Betrieben zugepachtet wurden.

Der Anteil des Pachtlandes an der gesamten

LF betrug zur Zeit der letzten Erhebung

(1979) 38,6 %.

Obstbau

Buissoncourt repräsentiert damit den

Rinder, St 371 396 295 Mischtyp einer Gemeinde, die einerseits

Schafe, St.

Schweine, St.

Traktoren, St.

134

9

11

175

1

13


16

noch relativ stark von der Agrarwirtschaft

geprägt wird, andererseits aber

auch in die Suburbanisierung am Rand

des Verdichtungsraumes einbezogen wurde

(vgl. Fotos 2 und 3).

1 Betriebsleiter und dessen Familienangehörige

2 nicht aus den Familien der Betriebsleiter stammend

Quelle: INSEE, SCEES — R. G. A. 1970-1971,

R. G. A. 1979-1980, Inventaire communal Buissoncourt,

Fiche communale (inventaire peliminaire);

mündl. Auskunft S. R. S. A. Metz

sechs Vollerwerbsbetriebe, davon eine abseits

des Ortes gelegene ferme chäteau

von Verfallserscheinungen unterschiedlichen

Grades und Neubauten. Die Nähe

zu der städtischen Agglomeration Nancy

— Lunöville hat die Landflucht gestoppt

und ein kleines Neubaugebiet (ca. 20

Häuser) entstehen lassen. Dem entspricht

eine Bevölkerungsentwicklung, die nach

jahrzehntelangem Rückgang nunmehr

zwischen 1975 und 1982 eine deutliche

Zunahme (von 142 auf 197 Einwohner)

verzeichnet.

Im Flurbild läßt sich die überkommene

Kleinparzellierung noch erkennen;

aber der Ackerbau breitet sich deutlich

Aktuelle Funktionen

und Raumordnungskonzepte

Im ländlichen Raum Lothringens dominiert

nicht mehr einseitig die agrarwirtschaftliche

Funktion; mag sie auch flächenmäßig

hervortreten, so sind Wohnund

Freizeitaufgaben doch funktional

bestimmend geworden. Daneben bringen

Ansätze der Nahrungsmittelindustrie einen

Modernisierungseffekt. Die ländliche

Tradition ist zurückgedrängt worden,

und die aktuelle Raumordnung muß der

Funktionsüberlagerung wie den Ausgleichsaufgaben

gerecht werden. (vgl.

beiliegenden Saar-Lor-Lux-Raum-Atlas,

S. 4 und 5).

Neue Impulse kamen aus ökologischen

Ansätzen, die von der Kritik an der

fast „industriellen" Landwirtschaft ausgingen,

und von politischer Seite, wo bei

Sterck- les - Bains

Metirthe et

Mor .gne

GR 41 (1989) H. 10 553

Les Vosges

Mosellanes

Ctrey -sur-Vezouze

0 20km

Quelle: Bonnefont 1984, S. 123

der Dezentralisierung auch der periphere

ländliche Raum eine neue Bewertung

fand. Heute wird eine Chance für das

ländliche Lothringen im Abwechslungsreichtum

der Naturlandschaft und in der

agrarischen Prägung weiter Landesteile

gesehen. Daraus resultieren seit Beginn

der 70er Jahre Bemühungen um eine

Erhaltung des „grünen Lothringens". Die

Regionalplanung legt ein Hauptaugenmerk

auf die ökonomisch rückständigen

Gebiete.

Bei der Einrichtung des Regionalen

Naturparks Lothringen (1970 ins Leben

gerufen, 1972 mit einer Charta, an der

sich rd. 200 Gemeinden beteiligen, in den

gesetzlichen Rahmen der Entwicklungsplanung

einbezogen) standen die Feuchtgebiete

der Woövre und des nordlothringischen

Plateaus im Vordergrund. Ein

Konflikt ergibt sich seither jedoch mit der

fast gleichzeitig ablaufenden Modernisierung

der Landwirtschaft, denn flurbereinigte

Großblockfluren haben einen geringen

Erholungswert, und der hohe Düngemitteleintrag

belastet ebenso wie die Gülle

der Intensivviehhaltung die Umwelt.

Neuere Raumordnungskonzepte

Die neueren Raumordnungskonzepte für

Lothringen gehen von den für städtische

Siedlungen erarbeiteten Regeln aus, beziehen

aber auch den ländlichen Raum

ein. Erste Ansätze entstanden für die

Vogesen als Gebirgsregion und wurden


554 J. Stadelbauer: Ländlicher Raum in Lothringen

von den zuständigen Planungsorganisationen

(OREAM in Lothringen, OEDA

im Elsaß) bereits seit 1977 erarbeitet'.

Danach wurde mit der Dezentralisierung

ein regionales Instrumentarium geschaffen.

So sind bis Mitte der 80er Jahre acht

Raumentwicklungspläne (schbna directeur)

aufgestellt worden, die am 1. 1. 1984

in zusammen 915 Gemeinden 83,6 % der

lothringischen Bevölkerung und 39,5 %

der Fläche erfaßten; die Pläne für 436

Gemeinden (mit 60,1 % der Einwohner

bzw. 19,5 °A der Fläche Lothringens)

waren bereits genehmigt. Eine Steuerung

durch urbane Ansprüche ist unverkennbar:

Die Pläne umfassen neben der Moselachse

und den Oberläufen von Mosel

und Meurthe sowie der Region von Verdun

auch das Gebiet des Lac de Madine,

der als Zentrum des Westabschnitts des

Regionalen Naturparks Lothringen Erholungsaufgaben

für die großstädtische

Bevölkerung übernommen hat.

Ländliche Entwicklungspläne

Ländliche Entwicklungspläne (plan

d'amimagement rural) entstanden bis

1985 für sechs lothringische Teilregionen.

Für die Argonnen wurde das gesamte

Planungsverfahren bereits Anfang der

80er Jahre abgeschlossen, für das Gebiet

von Chäteau-Salins wurde die Planung

im Rahmen eines contrat de pays (s. u.)

durchgeführt. Weitere Schwerpunkträume

der ländlichen Entwicklungsplanung

sind die Monts Faucille, die Woevre-

Ebene, das Haye-Plateau sowie der lothringische

Vogesenrand.

Ende der 70er Jahre wurde unter dem

Schlagwort auto-diveloppement eine neue

Konzeption entwickelt, die versucht, die

Entscheidungsbefugnisse auf die lokale

oder zwischengemeindliche Ebene zu verlagern

und für kleinere Gemeindegruppen

sozioökonomische Entwicklungspläne

(chartes intercommunales de diveloppement

et d'amhnagement) aufzustellen.

Hierbei ist eine enge Zusammenarbeit

von Gemeinden und Departements erforderlich.

Die chartes intercommunales

legen die wünschenswerte Entwicklung

eines Gebietes, die dazu erforderlichen

Einrichtungen und die notwendigen

Maßnahmen zum Schutz des Naturraumes

fest. Diese Entwicklungspläne werden

von einer öffentlichrechtlichen Gesellschaft,

an der sich die betroffenen

Gemeinden beteiligen, ausgearbeitet, den

Gemeinden vorgestellt und für einen Monat

öffentlich ausgelegt, ehe sie verabschiedet

werden und in Kraft treten.

Speziell der Entwicklung des peripheren

ländlichen Raumes dient der contrat

de pays, der die Zuweisung zentraler

Staatsmittel für die kleinregionale Entwicklung

regelt; die gesetzlichen Grundlagen

stammen von 1975 und 1980, wobei

die engere Verknüpfung zwischen einem

kleinen städtischen Zentrum und dem

umgebenden peripheren ländlichen

Raum in den Vordergrund trat, um eine

eigenständige kleinregionale Entwicklung

(auto-diveloppement) zu ermöglichen.

Bevorzugt für den Einsatz des Instrumentes

werden Gebiete mit einem

deutlichen Wanderungsdefizit und einem

deformierten Altersaufbau der Bevölkerung.

Die zwischen 1976 und 1982 ausgewählten

20 Teilräume Lothringens zeichnen

sich durch diese besonderen Strukturschwächen

aus; tatsächlich abgeschlossen

wurden solche Verträge für 17

Teilgebiete Lothringens (vgl. Abb. 7).

Die Planung für die Gebiete, die einen

contrat de pays abgeschlossen haben, sehen

vor, daß mit staatlichen Mitteln

Privatwälder gefördert, aber unharmonisierte

Aufforstungen unterbunden werden,

daß traditionelle Obstkulturen wiederbelebt

und vor allem die ländlichen

Siedlungen revitalisiert werden. Traditionelles

Handwerk, Ansätze zur Dorferneuerung,

die Schaffung von attraktiven

Jugendtreffs stehen im Vordergrund. In

Waldgebieten soll durch behutsame In-.

frastrukturverbesserung die Anziehungskraft

für den Ausflugsverkehr gesteigert

werden (vgl. Bonnefont 1984, S. 121 f.,

Uhrich 1987, S. 169f.).

Integrale Entwicklungsplanung

Ein Beispiel für die integrale Entwicklungsplanung

nach dem Konzept des auto-diveloppement

ist die 'Petite Woivre

östlich der Maasberge. (Albrecht 1988).

Dieser weitgehend entvölkerte Raum -

bei Beginn der Planung um 1978 nur

9 E/km2 - soll von einem Syndicat Intercommunal

ä Vocation Unique (SIVU) eine

neue Bewertung erfahren. Eine erste bauliche

Maßnahme war der Wiederaufbau

eines früheren Klosters in Beney-en-

Wo8vre im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus

(HLM). Dazu wurde das

ländliche Handwerk wiederbelebt. Ergänzend

bemühte man sich um eine Verbesserung

der Ausbildungsverhältnisse,

um die wirtschaftlich aktive Bevölkerung

zu binden. Auch bei rückläufiger Beschäftigung

im Agrarsektor soll die ländliche

Bevölkerung gehalten werden. Es

wird erwartet, daß diese Gruppe der

nioruraux innovativ genug agiert, um die

Selbstentwicklung des Raumes zu fördem.

Allgemein soll durch dieses Raumordnungskonzept

ein neues Identitätsgefühl

im ländlichen Raum entstehen, das

der mit landwirtschaftlicher Betriebsvergrößerung

und zunehmender Mechanisierung

verbundenen Entfremdung entgegenarbeitet.

Man spricht wieder vom

pays als einem Identifikationsraum und

füllt damit traditionelle kleinräumige

Stadt-Land-Systeme (Stadt bzw. Flecken

- bourg - und sein Versorgungsbereich)

mit neuem Inhalt. •

Literatur

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Raum des Departement Meuse (Frankreich) am

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Autor

Prof. Dr. Jörg Stadelbauer, geb. 1944.

Geographisches Institut der Johannes-Gutenberg-Universität,

Saarstr. 21, 6500 Mainz.

Arbeitsgebiete/Forschungsschwerpunkte:

Agrar- und Siedlungsgeographie, Sowjetunion,

Ostfrankreich, Südwestdeutschland.

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